,anmerkungen zur ,transkription ,das ,original ist in ,fraktur gesetzt4 ,im ,original gesperrter oder unterstrichener ,text ist so ausgezeichnet4 ,im ,original in ,antiqua gesetzter ,text ist so markiert4 ,im ,original fetter ,text ist so dargestellt4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription befinden sich am ,ende des ,buches4 ,landesverein ,schsischer ,heimatschutz ,dresden ,mitteilungen ,heft #aj bis #ab ,monatsschrift fr ,heimatschutz und ,denkmalpflege ,band ,x ,inhalt3 ,hermann ,vogel1 dem ,malerpoeten des ,vogtlandes zum ,gedchtnis -- ,kamenzer ,weihnachten -- ,wanderbilder aus dem stlichen ,vogtland -- ,trachtenechtes ,spielzeug -- ,caprivi und die ,bume im ,garten des ,kanzlerpalais -- ,drei ,baumbilder aus der ,wilsdruffer ,heimatsammlung -- ,pflanzt ,nubume -- ,praktischer ,heimatschutz -- ,in den ,htten meiner ,heimat -- ,das ,weberhaus in ,hosterwitz -- ,wissenschaft und ,vogelschutz -- ,kurschsische ,streifzge -- ,erzgebirgische ,christ- und ,mettenspiele -- ,von der ,schnheit des ,baumes -- ,bcherbesprechung ,einzelpreis dieses ,heftes ,m4 #bj4--1 ,bezugspreis fr einen ,band 7aus #ab ,nummern bestehend7 ,m4 #cj4--1 fr ,behrden und ,bchereien ,m4 #bj4--4 ,mitglieder erhalten die ,mitteilungen kostenlos1 ,mindestjahresbeitrag ,m4 #aj4-- ,geschftsstelle3 ,dresden-,a41 ,schiegasse #bd ,postscheckkonto3 ,leipzig #acihg1 ,dresden #aehce ,stadtgirokasse ,dresden #faj ,dresden #aiba ,an unsere werten ,mitglieder6 ,in dem vorliegenden ,weihnachtsheft bieten wir unseren ,mitgliedern1 ,freunden und ,gnnern etwas ganz besonderes3 ,wir sind in der glcklichen ,lage1 zehn ganz vortreffliche ,zeichnungen ,hermann ,vogels1 des gemtvollen ,illustrators der ,fliegenden ,bltter1 der ,anfang dieses ,jahres seine ,augen fr immer schlo1 abzudrucken und so dem ,hefte eine besondere ,weihnachtsstimmung zu geben4 ,unser ,verein hat in dem nun ablaufenden ,jahre an ,mitgliedern ungeahnt zugenommen4 ,fast hat sich unsere ,mitgliederzahl verdoppelt1 denn wir werden mit einem ,bestand von #abjjj ,mitgliedern abschlieen4 ,freilich haben unsere ,einnahmen durch die zunehmende ,geldentwertung mit der ,erhhung unserer ,mitgliederzahl nicht ,schritt gehalten4 ,eine obligatorische ,erhhung unseres ,jahresbeitrages 7,mindestbeitrag #aj ,mk471 der in unseren ,brudervereinen schon #bj ,mk4 und mehr betrgt1 mchten wir vermeiden1 um auch unseren minderbemittelten ,volksgenossen1 den zahlreichen ,schlern1 die sich an unserer ,bewegung und an unseren ,verffentlichungen erbauen1 auch weiterhin die ,zugehrigkeit zum ,heimatschutz zu ermglichen4 ,wir hoffen daher1 da unsere ,bitte um freiwillige ,erhhung des ,jahresbeitrages auch weiterhin ,gehr und ,erfllung finden und das besonders der ,inhalt dieses ,heftes1 das uns fast #aj ,mk4 7unseren ,mindestbeitrag7 selbst kostet1 dazu anfeuern mge4 ,wir fgen daher auch diesem ,hefte eine ,zahlkarte bei und bitten alle diejenigen1 davon ,gebrauch zu machen1 die dazu irgendwie in der ,lage sind1 ihren ,beitrag freiwillig zu erhhen oder uns eine ,weihnachtsgabe fr das ,jahr #aiba noch zu bermitteln4 ,die jetzige ,teuerungswelle bringt auch unseren ,verein erneut vor wirtschaftliche ,schwierigkeiten4 ,mge der ,opfersinn und die ,opferwilligkeit aller derer1 die uns angehren1 an unseren ,bestrebungen ,freude1 ,gefallen und ,genugtuung finden1 dazu beitragen1 da wir auch ber die neue verschrfte wirtschaftliche ,lage hinwegkommen und weiter unseren ,bestrebungen fr ,heimat und ,volk mit allen unseren ,krften in der bisherigen ,weise gerecht werden knnen4 ,wir danken allen aufrichtig und von ganzem ,herzen1 die uns bisher geholfen haben und unseren ,verein in die ,lage versetzten1 einer der grten ,vereine mit idealen ,bestrebungen von ganz ,sachsen zu werden4 ,wir bitten alle1 dazu beizutragen1 da wir im nchsten ,jahre unser zwanzigtausendstes ,mitglied aufnehmen und an ,macht und ,ansehen weiter gewinnen knnen4 ,zu diesem ,zwecke fgen wir eine ,anmeldekarte zur ,gewinnung eines neuen ,mitgliedes bei4 ,die ,mitgliedschaft wre ein schnes ,weihnachtsgeschenk fr ,sachsens ,jugend4 ,dresden1 im ,november #aiba ,landesverein ,schsischer ,heimatschutz ,illustration3 ,band ,x1 ,heft #aj_/ab #aiba ,landesverein ,schsischer ,heimatschutz ,dresden ,die ,mitteilungen des ,vereins werden in ,bnden zu #ab ,nummern durch den ,vorstand herausgegeben ,abgeschlossen am #a4 ,oktober #aiba ,hermann ,vogel dem ,malerpoeten des ,vogtlandes zum ,gedchtnis ,von ,karl ,rdiger1 ,plauen i4 ,v4 ,die beigedruckten ,bilder stammen ,aus den ,fliegenden ,blttern1 ,braun ,schneider1 ,mnchen ,bin kein ,heimatknstler im eigentlichen ,sinne des ,wortes1 bin kein ,vogtlandmaler1 schrieb mir ,hermann ,vogel in seiner kurzen1 offenen ,art1 als ich mich vor etlichen ,jahren an ihn gewendet hatte mit der ,bitte1 mir aus dem ,reichtum seiner ,bilder solche zu nennen1 denen ein vogtlndisch-heimatliches ,motiv zu ,grunde liegt4 ,und wer das gesamte ,schaffen des ,knstlers1 der sich selbst einmal1 auf dem ,titelblatt seines ,bilder- und ,geschichtenbuches1 als romantisch-humoristischer ,illustrator bezeichnet hat1 auch nur einigermaen kennt1 seine ,illustrationen zu ,scheffels ,ekkehard1 zu ,wagners ,deutschen ,heldensagen1 zu ,schwabs ,volksbchern1 zu der achtbndigen ,weltgeschichte seines ,lehrers ,otto ,kaemmel1 seine wundersamen ,bilder zu den ,mrchen der ,brder ,grimm 7#ahib_/id71 zu ,rudolphis ,mrchen 7#aije71 seine ungezhlten ,bilder und ,gedichte1 ,tierfabeln und ,geschichten in den ,mnchener ,fliegenden ,blttern1 denen ,hermann ,vogel mehr als drei ,jahrzehnte lang sein bestes ,dichten und ,knnen gewidmet hat1 wer dies alles berblickt1 der wird1 erstaunt ob solcher ,gestaltenflle aus allen ,zeiten und ,vlkern und ,lndern1 den ,knstler nicht mehr in den engbegrenzten ,begriff des ,heimat- und des ,vogtlandmalers hineinzwngen wollen4 ,illustration3 ,der ,schatzgrber ,und doch1 wer nher zusieht1 wer als geborener ,vogtlnder wie ich von ,jugend an leidenschaftlich gern ,hermann ,vogelsche ,bilder aufgesucht und stundenlang betrachtet hat1 der wird mit aufrichtiger ,freude entdecken knnen1 wie ,hermann ,vogel auch seiner ,heimat1 seinem ,vogtland1 immer und immer wieder reizvolle ,motive fr seine ,bilder abzulauschen wute4 ,illustration3 ,hexenkche ,kein ,wunder4 ,denn in ,plauen1 im ,herzen des ,vogtlandes1 am #af4 ,oktober #ahed als zweiter ,sohn des ,maurermeisters ,traugott ,wilhelm ,vogel geboren1 ist der ,knstler zeitlebens ein rechter ,vogtlnder von echtem ,schrot und ,korn geblieben4 ,mit allen ,fasern seines ,herzens hing ,hermann ,vogel an seinem ,vogtland4 ,mit seinen ,landsleuten hat auch er1 wie ,julius ,mosen1 der ,vogtlandsnger1 im ,eingang der ,erinnerungen von sich sagt1 immer die ,anhnglichkeit an die heimatliche ,erde des ,vogtlandes gemeinsam gehabt4 ,ein doppeltes ,heim hat ,hermann ,vogel besessen1 ein ,sommerheim an der ,plattleithe im sonnigen ,loschwitz bei ,dresden und ein ,winterheim in seinem obervogtlndischen ,drflein ,krebes beim ,burgstein1 zwischen ,ruderitz und ,gutenfrst4 ,sobald es zu herbsteln begann1 sobald die ersten ,schneeflocken herabwirbelten1 litt es den ,knstler nicht lnger im wohligen ,loschwitz4 ,das ,heimweh trieb ihn hinauf in seine heimatlichen ,vogtlandberge und ,vogtlandwlder4 ,und hier1 in der ,weltabgeschiedenheit des ,krebeser ,waldes1 in nie befriedigtem ,selbststudium1 in unablssigem ,naturstudium hat er1 den kein ,kunstlehrer und keine ,kunstakademie dauernd hatte fesseln knnen1 mhevoll sich den ,weg zu seiner ,knstlereigenart gebahnt4 ,hier hat er am #bb4 ,februar #aiba sein ,knstlerauge fr immer geschlossen4 ,hier haben wir ihn1 den ,krebesaere1 auf seinen ausdrcklichen ,wunsch in den mtterlichen ,scho seiner heigeliebten ,vogtlanderde gebettet4 -- ,mit ,stift und ,skizzenbuch hat ,hermann ,vogel sein ,vogtland kreuz und quer durchstreift und1 als ,maurermeisterssohn1 mit ganz besonderer ,vorliebe architektonische ,motive heimgetragen4 ,immer wieder ragen in seinen ,bildern die zerfallenen ,mauern der beiden romantischen ,burgsteinruinen empor1 die seinem ,krebeser ,heim und seinem ,knstlerherzen so nah benachbart waren3 in ,maiensonntagsbildern die untere ,burgsteinruine mit dem lndlich gemtlichen ,kegelschub1 im mondlichtberflossenen ,schatzgrberbild die obere ,burgsteinkapelle1 in dem kstlichen ,waldmappenbild von der ,mrchen erzhlenden ,gromutter die altersgrauen ,burgsteinmauern mit dem geheimnisdunklen ,spitzbogentor im ,hintergrund1 im ,bild vom grauen ,mnnel1 das den spten ,gast vom ,burgstein heimleuchtet1 in zahlreichen ,bildern der ,ora-pro-nobis-,brderschaft1 deren ,seele der ,knstler gewesen1 im ,bild vom eingeschneiten ,einsiedler1 in der innigen ,dornrschenkarte vom ,burgstein1 deren ,geleitgedicht der ,malpoet ausklingen lt3 ,hier schlft1 umraunt von ,wald und ,wind1 ,der ,heimat ,poesie4 ,illustration3 ,waldseeklause ,aus vielen1 ber alle ,welt verbreiteten ,bildern ,hermann ,vogels gren uns wie vertraute ,freunde ,dorfkirchen des ,vogtlandes mit ihren runden ,zwiebeltrmen3 das ,kirchlein von ,krebes1 von ,kemnitz und ,geilsdorf1 die weit ins ,land schauende ,st4 ,clara-,kapelle von ,heinersgrn1 die berhmte ,bergkirche von ,schleiz1 eine der ltesten und denkwrdigsten ,kultsttten des gesamten ,vogtlandes4 ,alte ,bauwerke1 ,wohnungen der ,frau ,romantika1 ,burgruinen1 ,kirchen1 ,tore1 ,trme und ,schlsser1 haben es ihm angetan3 der zierliche ,schloturm des ,rittergutes von ,wiedersberg im oberen ,vogtland1 das ,stadttor von ,saalburg1 der ,wartturm von ,ziegenrck1 ,schlo ,ranis1 das efeuumsponnene1 im ,pnecker ,kreis1 vor allem das herrliche ,schlo ,burgk an der ,saale in ,sommersonnenglanz und deutscher ,winterweihnachtspracht4 ,illustration3 ,wahr' dich vor ,waldschmieds ,tchterlein6 ,wie ,eisen so stark1 wie ,gold so fein ,schwingt sie den ,hammer wie ,wieland gut1 ,wie ,kohle loht ihrer ,augen ,glut6 ,und naht der ,schmiede ein ,reitersmann1 ,der nicht mehr fechten und traben kann1 ,dem bessert sie ,harnisch und ,huf zur ,stund'1 ,brennt aber auf ewig das ,herz ihm wund6 ,als begeisterte ,anhnger und ,vorkmpfer des ,heimatschutzgedankens sind wir dem ,knstler aber noch besonders dankbar1 da er bemerkenswerten ,resten und ,zeugen heimatlicher ,bauweise so liebevoll nachgegangen ist und diese uns in vielen seiner ,bilder erhalten hat3 die schindelgedeckten ,bauernhtten des ,vogtlandes mit dem ,rundbogenbalken ber den kleinen ,wohnfenstern1 den kunstvoll mit ,schiefer verkleideten ,giebel der ,waldschmiede in ,heinersgrn1 den altmeisterlichen ,holzwerkgiebel ebendort 7in dem ,bild von der ,hochzeitsmusik71 das echt vogtlndische ,bauernhaus mit ,holzgalerie 7in ,grimms ,mrchen von den klugen ,leuten71 das heimatliche ,bauerngehfte mit ,taubenschlag und ,bienenstcken und ,kleinod- 7,klaanet7 ,garten 7beim ,mrchen vom ,frieder und ,katerlieschen71 die altvogtlndische ,bauernstube mit ,spinnrad1 vogtlndischem ,hauskalender und ,kachelofen und volkskunsthandwerklicher ,holzverkleidung 7aus den ,waldmappenbildern71 den urwchsigen ,dorfbrunnen mit bretternem ,brunnenhaus und wuchtigem ,klotzhebel1 im ,volksmund ,leerl genannt1 7beim ,mrchen vom ,fundevogel71 den ,wiedersberger ,gasthof mit seinem ,fachwerk und kunstschmiedeeisernem ,wirtshausschild 7im ,mrchen von dem1 der das ,frchten lernen wollte7 und endlich1 nicht zuletzt1 auch die weltabgeschiedenen ,mhlen alle in den ,waldbachtlern des ,vogtlandes1 vor allen die ,kienmhle im ,kemnitzgrund nahe dem ,burgstein1 zwischen ,ruderitz und ,geilsdorf1 des ,knstlers ,lieblingsmhle1 wo er so gern geweilt1 die er in einem seiner schnsten ,gedichte also preist3 ,am ,erlenbach1 im engen ,grund1 du ,mhle hast mir's angetan1 ,seit sich dein stiller ,frieden mir zum ersten ,male aufgetan4 ,wie oft sa ich am ,felsenhang1 von ,fichtenkronen rings umsumt1 ,und spht' dein stilles ,tal entlang1 so heimatfrhlich und vertrumt4 99 99 99 99 99 ,noch heute summt durch meinen ,traum ein fernes ,lied1 so leis und lind1 ,so liebend1 wie wenn in den ,schlaf die ,mutter singt ihr krankes ,kind4 's ist ein gar eigen1 stilles ,lied1 so waldeskrftig1 sonnenmild1 ,bald frhlich wie der ,mhlenbach1 wenn er um moos'ge ,felsen quillt1 ,und bald wie ,waldesbrausen ernst1 dem scheu der ,sprung der ,rehe lauscht3 ,es ist der ,heimat ,zauberlied1 das durch die ,fichtenkronen rauscht4 ,illustration3 ,im ,maien4 ,illustration3 ,wenn der ,hans die ,grete nimmt1 ,die ,musica auf's ,feinste stimmt2 ,wenn der ,hans die ,grete hat1 ,wendet sich das ,notenblatt -- ,nun toent's bald sue1 wie ,nachtigallsang ,bald1 als keiften zwei ,kater die ,daecher entlang6 ,h4 ,v4 #aijd ,hochzeitsmusika ,der ,heimatmhle tief drunten im ,tal und dem ,heimatwald hoch droben auf den ,vogtlandbergen gehrte des ,knstlers volle1 treue ,liebe4 ,du ,wald auf meiner ,heimat ,hh'n1 ,mein ganzes ,glck bist du6 bekennt er am ,schlu des ,geleitgedichtes zu seinem ergreifend schnen ,heimatwaldbild4 ,tagelang und nchtelang ist er als ,jger durch den ,krebeser ,wald gestreift und durch die ,wlder der ,ruderitzberge und der ,plattenberge1 mit der ,donnerbchse ber der ,schulter4 ,nur selten hat er's ber sich vermocht1 ein ,wild des ,waldes mit seiner ,flinte wirklich tot zu schieen4 ,mit seinem ,stift1 dem treffsicheren1 hat er die ,tiere belauscht und im ,skizzenbuch als ,beute heimgebracht3 den leichtflchtigen ,hasen1 den listigen ,fuchs1 das keusche ,reh 7des ,knstlers ,lieblingstiergestalt71 die gurrenden ,holztauben1 das bermtige ,eichktzchen und die nachtschwarzen ,unglcksraben ,wotans4 7,hermann ,vogel als ,gestalter der heimischen ,tierwelt ist ein besonders reizvolles ,kapitel fr sich allein47 ,aber ber die oft verblffende ,wirklichkeitstreue hinaus drngte es den ,knstler1 den heimatlichen ,wald romantisch zu beleben1 mrchenhaft und wunderbar1 mit ,gnomen und ,zwergen und ,elfen und ,nixen und ,drachen und ,hexen und ,riesen4 ,die ,bume bekommen ,gesichter1 ,arme und ,hnde4 ,hinter den ,felsen lauern spukhafte ,ungeheuer4 ,hnsel und ,gretel1 zwei vogtlndische ,bauerskinder1 schreiten herzklopfend durch den verzauberten1 nchtlichen ,vogtlandwald4 ,hermann ,vogel ist einer der bedeutendsten ,mrchenwaldmaler des deutschen ,volkes4 7,wer sich jemals in seine ,waldbilder zu den ,volksmrchen der ,brder ,grimm und seine beiden ,waldbildmappen vertieft1 wird es besttigt finden47 ,illustration3 ,madonna im ,walde ,als echter ,malerpoet des ,vogtlandes erweist sich ,hermann ,vogel auch in seiner ,darstellung der vogtlndischen ,menschen1 die er oft und gern in seine ,bilder hineinfhrt4 ,echt romantisch ist es1 wie er auch hier ,mrchentraum und ,wirklichkeit oft seltsam zu verketten wei4 ,wie wirklichkeitsscharf verkrpert er die junge ,vogtlnderin mit dem ,leibgericht aller ,vogtlnder1 den grnen ,klen 7,griegenifften7 in der runden ,schssel1 und mit der alten1 schnen ,vogtlandtracht1 der perlenverzierten ,buckelhaube1 dem reichbestickten ,brusttuch1 dem schwarzen ,mieder1 den kurzen1 bltenweien ,hemdrmeln1 dem langen1 weiten ,rock und der breiten1 bunten ,schrze4 7,mit dem ,knstler beklagen auch wir1 da die altheimische ,tracht von den ,dorfbewohnern im ,vogtland nicht mehr getragen wird und nur noch in ,museen1 in ,ksten und ,truhen ein verborgenes ,dasein fristet47 ,was fr altvogtlndische ,prachtgestalten sind die ,mitglieder der ,stammtischrunde in der ,gutenfrster ,waldschenke1 wo auch ,hermann ,vogel gern gesessen und seinen ,jagdabenteuerdurst gelscht4 ,und dann der alte ,nachtwchter1 ,totengrber und ,blgetreter von ,krebes1 des ,knstlers liebvertrauter ,freund1 dem er in ,bild und ,vers ein dauerndes ,denkmal geschaffen6 ,a' schn's ,geld kriagt er aa' 444 fufzig ,pfenning fr'n ,tag4 ,und sei ,spritzenhausstberl hat d'feinste ,lag'4 ,nicht die ,menschen der ,grostadt1 nein1 die schlichten ,menschen der weltfernen vogtlndischen ,drfer1 die arbeitgewohnten ,mnner und ,frauen1 die ,alten1 die ,einsamen1 sind des ,knstlers liebster ,umgang und ,gesellschaft gewesen1 und in den ,bildern und ,liedern des ,einsiedlers von ,krebes leben sie alle fort3 die einsame ,hirtin von ,ruderitz1 die einsame ,waldfrau aus den ,plattenberghusern1 weit im ,umkreis als ,waldhex verschriern und gemieden1 der kranke ,einsiedler1 den das ,mrchen selbst in seiner ,waldeinsamkeit besucht und trstet1 der eingeschneite ,einsiedelmann auf dem wundervollen ,burgsteinwinterbild1 wo zwei ,damen aus der ,stadt im schicken ,schikostm den ,eremiten mehr erschrecken1 als es der dickste ,vogtlandschnee vermag4 ,illustration3 ,sneewittchen ,der ,winter war des ,knstlers liebste ,jahreszeit4 ,bis ins beschwerliche ,alter war es sein grter ,spa1 mit ,toni ,kettner1 seinem ,hausgeist1 seiner verstndnisvollen ,schwgerin und ,pflegerin1 auf ,schneeschuhen ber die ,hochflchen und ,talhnge des sdwestlichen ,vogtlandes hinzuflitzen4 ,winter und ,hermann ,vogel1 einander innerlich verwandt1 beide -- ,schwarzweiknstler6 ,der ,knstler ist nicht mde geworden1 immer von neuem den ,zauber des ,winters in seinen ,bildern festzubannen4 ,wintermrchenbilder und -- ,weihnachtsbilder1 aus ,vogtlandheimaterlebnissen geboren1 sind wohl das ,allerschnste1 was ,hermann ,vogel1 der herzinnige ,kinderfreund1 der kerngetreue ,vogtlandsohn1 der deutschfromme ,mann1 seinem ,volk und ,vaterland geschenkt und hinterlassen hat4 ,als urdeutscher ,knstler bertrgt er die ,christnachtsgeschichte aus dem fremden ,osten herein in seinen heimatlichen ,vogtlandwald4 ,maria und ,joseph sind vogtlndische ,bauersleute4 ,joseph1 der ,zimmermann1 hat ,herberg' mit seinem vertrauten ,weib in ,wiedersberg1 dem lieblichen1 obervogtlndischen ,dorfidyll1 gefunden4 ,durch den tiefverschneiten ,krebeser ,wald flieht die heilige ,familie vor dem bsen ,knig ,herodes4 ,in ,vogtlandwaldesstille treu geborgen hlt die heilige ,familie ,rast auf ihrem von echt vogtlndischen ,rindern gezogenen ,schlitten4 ,vogtlndische ,bauern1 ,buerinnen und ,kinder1 vogtlndische ,hirten und ,knechte drngen sich glckselig zum ,christkind oder knien anbetend am ,waldsaum4 ,engel bringen vom ,himmel die ,wiege des ,christkindleins hernieder zur ,erde1 zum ,schlosse ,burgk an der ,saale in seinem wundersamen ,winterweihnachtskleid4 ,durch die ,torbogen des ,schlosses ,burgk auf hlzernem ,schlitten von ,englein gezogen1 hlt das ,christkind ,einzug auf dieser armen1 kalten ,erde1 die frohe ,botschaft von ,licht und ,liebe1 ,wohlgefallen und ,frieden verkndend4 ,eines der prchtigsten ,vogtlandwinterbilder1 die unserm ,knstler gelungen1 ist endlich noch das ,neujahrsbild1 das er fr die ,jahres- und ,jahrhundertwende #aijj geschaffen3 in zauberischem ,mondlicht1 von blendendem ,schnee bedeckt1 gleichsam wie ,schneewittchen1 atmet vor uns das ,drflein ,krebes4 7,wie wundersam zart die kahlen ,bume1 ,zaun und ,htten ihre ,schatten auf dem weichen ,schnee hinbreiten47 ,und der treue ,wchter des ,dorfes mit seinem ,horn und ,spie steht mitten in der ,dorfstrae und blickt empor zu den jagenden ,wolken1 in denen der deutsche ,erzengel ,michael gegen drohende1 feindliche ,gewalten in den ,kampf zieht4 7,dies ,traumgesicht des ,knstlers ist im ,weltkrieg furchtbare ,wirklichkeit geworden47 ,heimatliches und ,vaterlndisches sind in diesem1 wie in vielen1 vielen ,bildern ,hermann ,vogels innig zusammengekettet4 ,heimat und ,vaterland waren die ,grundpfeiler seines ,wesens und ,schaffens4 ,mit dem heigeliebten deutschen ,vaterland ist auch ihm die schpferische ,kraft zusammengebrochen4 ,in der ,neujahrskarte #aiai1 die des ,knstlers heimatlich-romantische ,eigenart in ,bild und ,vers noch einmal ganz besonders klar wiederspiegelt1 hat ,hermann ,vogel seinem bitteren ,weh erschtternden ,ausdruck gegeben3 ,wir graben mit dem alten ,jahr ,ein ,grab dem1 was uns heilig war4 ,der ,mrchenwald sein ,hter sei1 ,der macht die ,herzen wundenfrei4 ,dann1 ,neues ,jahr -- aus ,not und ,schand' ,schaff uns ein neues ,vaterland6 ,illustration3 ,es war einmal 99 99 99 99 99 ,es konnte und sollte in diesen ,zeilen dankbaren ,gedchtnisses nicht des ,meisters gesamtes ,lebenswerk umfassend gewrdigt werden1 sondern1 den ,zielen des ,heimatschutzes gem1 nur insoweit1 als es in der ,vogtlandheimatscholle des ,knstlers wurzelt1 und auch da nur in knappen ,andeutungen1 ,anregung gebend1 selbst noch inniger und tiefer in das malerische und dichterische ,schaffen unseres ,hermann ,vogel einzudringen4 ,illustration3 ,weihnachten ,ein einigermaen abschlieendes ,urteil ber ihn1 den traumvollen ,romantiker des ,stiftes1 wird erst dann mglich sein1 wenn sein knstlerisches ,vermchtnis in dem geplanten ,hermann ,vogel-,zimmer des vogtlndischen ,kreismuseums seiner ,vaterstadt ,plauen gesammelt vorliegt3 seine frhesten ,kinderzeichnungen1 seine ,illustrationen zu deutschen ,helden-1 ,geschichts- und ,mrchenbchern1 seine ,bilder und ,gedichte fr die ,fliegenden ,bltter und zahlreiche andere deutsche ,zeitschriften1 mglichst viele seiner ,originale1 unverffentlichte auch aus ,privatbesitz1 seine ,skizzenbcher1 seine handschriftlichen ,erinnerungen und ,briefe 7,hermann ,vogel1 ,plauen ist ein unermdlicher1 geistvoller1 humorvoller ,briefschreiber gewesen7 und seine hinterlassenen1 zum ,teil noch unvollendeten ,werke4 7,ein ,volksband mit seinem ,bildnis und ,lebensabri wird vorbereitet1 und die ,grimmschen ,volksmrchen mit ,hermann ,vogels herzerquickenden ,mrchenbildern sollen von ,braun und ,schneider in ,mnchen neu herausgegeben werden47 ,dann erst wird uns ,hermann ,vogels knstlerische ,bedeutung und ,stellung noch viel eindrucksvoller zum ,bewutsein kommen1 namentlich sein inneres ,verhltnis zu ,moritz v4 ,schwind und ,ludwig ,richter1 seinen beiden ,kunstheiligen1 denen er auf dem ,titelblatt seines ,bilder- und ,geschichtenbuches 7vgl4 ,kunstwart-,heft vom ,april #aiba71 in gestaltenreichen ,gedenkblttern und zahlreichen ,mrchenbildern gemtinnige ,ehrenmale geschaffen hat4 ,bemerkenswerte ,kunstbekenntnisse ,hermann ,vogels enthlt auch ein ,bild1 auf dem er in die ,rinde des ,eichbaums deutscher ,kunst1 der von modernen ,strmern gefllt werden soll1 folgende ,namen eingeschrieben hat3 ,drer1 ,holbein1 ,cornelius1 ,rethel1 ,moritz v4 ,schwind1 ,spitzweg und ,ludwig ,richter4 ,ferner sein ,spruch1 in dem er seinen ,meister ,schwind zur ,deutschen ,kunst sagen lt3 ,ob alt1 ob neu1 der ,streit is umsunst3 ,es gibt nur a gute und a schlechte ,kunst6 ,heimat und ,vaterland waren die ,grundpfeiler seines ,wesens und ,schaffens4 ,heimat und ,vaterland allein werden auch die unerschtterlichen ,grundpfeiler sein1 auf denen die ,zukunft unseres deutschen ,volkes neu aufgebaut werden kann4 ,darum ist uns ,herzenswunsch und ,hoffnung1 was ,ferdinand ,avenarius in seinem ,hermann ,vogel-,nachruf ausspricht1 da kommende ,geschlechter1 wenn die ,richtungen noch manchmal geschwenkt haben1 sich zu ,hermann ,vogel1 dem ,bescheidenen1 zurckfinden werden1 vor allem unsere ,jugend1 unsere ,kinder1 die deutschen ,jungen und ,mdchen1 und an seiner glhenden ,liebe zu ,heimat und ,vaterland sich begeistern1 so treu und deutsch zu sein wie er1 von dem ,fontanes ,wort gilt3 ,der ist in tiefster ,seele treu1 wer die ,heimat liebt wie du4 ,anmerkung4 ,auch fr uns hat ,hermann ,vogel ein kstliches ,blatt ,heimatschutz geschaffen1 das dem lngst vergriffenen ,bande ,i unserer ,mitteilungen beigegeben wurde4 ,abzge dieses ,kunstblattes1 auf weien ,karton gedruckt1 knnen wir in beschrnkter ,anzahl zum ,preise von #ae ,mark noch abgeben4 ,fr alle ,heimatfreunde bildet das ,blatt eine schne ,erinnerung an den gemtvollen ,knstler4 7,bestellung auf beigefgtem ,bcherzettel erbeten47 ,kamenzer ,weihnachten ,von ,gerhard ,stephan ,kamenz feiert wieder einmal sein ,weihnachtsfest4 ,die andern tun es auch1 aber ,kamenz feiert es anders -- sinniger1 schner4 ,man lebt hier in der wendischen ,trkei zwar etwas hinter der ,zeit her1 dafr halten sich aber die alten ,gebruche auch um so lnger1 und wehe dem1 der es wagen wollte1 an ihnen zu rtteln4 ,am #cj4 ,april ist ,hexenabend1 im ,august ist es das ,forstfest1 das unser liebes ,stdtchen fast eine ,woche lang in ,atem hlt und dessen ,ausfall whrend des ,krieges von allen ,einheimischen schwer empfunden wurde4 ,zur ,weihnachtszeit ist es der ,fackelzug1 der in so recht poesievoller ,weise das liebe ,christfest einleitet4 ,unsre brave ,freiwillige ,feuerwehr mu auch hier wieder ran und die ,fackeltrger stellen4 ,auf dem alten ,klosterhof der ,franziskaner1 der jetzt den ,schulkindern als ,aufenthalt whrend der ,unterrichtspausen dient1 und der auch beim ,forstfest den ,ausgangspunkt bildet1 am bescheidenen ,denkmal des grten ,stadtsohnes sammelt sich die ,schar der ,snger -- die ,schuljungen1 verstrkt durch einige ,mitglieder des ,sngerbundes4 ,der geschftige ,kantor mustert die ,reihen und erteilt die letzten ,anweisungen3 ,also1 erst die ,musik einen ,vers und dann wird der erste ,vers gesungen1 dann kommt wieder die ,musik und dann der zweite ,vers6 ,die ,feuerwehr zndet ihre ,fackeln an und verteilt sich auf den ,zug1 die ,musik stellt sich an der ,spitze auf4 ,vom ,turme des ,rathauses ertnt es sechs ,uhr1 die ,hauptkirche antwortet4 ,ihre ,glocken klingen fort1 sie luten das ,christfest ein4 ,der ,zug setzt sich in ,bewegung1 das alte liebe ,lutherlied erklingt1 bald von der ,musik allein gespielt1 bald von den ,kindern gesungen3 ,vom ,himmel hoch1 da komm ich her6 ,durchs ,klostertor geht der ,zug ber die ,kirchstrae nach dem ,markt1 genau wie beim ,forstfest4 ,stark ist die ,zahl der ,zuschauer1 besonders die der ,kinder4 ,fr sie steht am ,heiligen ,abend das ,programm fest3 ,erst zum ,fackelzug1 dann heim zur ,christbescherung4 ,und die ,alten schlieen sich an1 ihnen fehlt auch etwas1 wenn sie nicht zum ,weihnachtssingen waren4 -- ,die ,glocken tragen es hinaus in die ,ferne3 ,weihnachten6 -- ,die ,sngerschar hat ihren ,weg zum ,rathaus genommen und sich im ,kreise aufgestellt4 ,der ganze ,marktplatz aber ist schwarz4 ,und laut erklingen die ,weihnachtslieder3 ,tochter ,zion freue ,dich61 ,halleluja und das alte ewig neue ,stille ,nacht4 ,dann eine groe ,teilung der ,snger1 und der ,hhepunkt kommt mit dem zweichrigen3 ,hosianna1 gelobt sei1 der da kommt im ,namen des ,herrn4 ,im ,namen des ,herrn1 so gibt es der andere ,chor zurck4 7,im ,kriege wurde es einmal nicht gesungen1 da fehlte etwas am ,weihnachtsfeste47 -- ,die beiden ,abteilungen finden sich wieder zusammen in dem3 ,nun danket alle ,gott6 ,dann aber strmt die jugendliche ,schar der ,snger und ,zuhrer auseinander -- dem ,weihnachtstische zu4 ,was bleibt den ,alten brig8 ,sie mssen auch mit4 ,und in wenigen ,minuten ist der ,platz wieder leer1 als wre nichts geschehen4 ,nur die ,glocken singen ihr ,lied weiter und jubeln es hinaus in die ,ferne3 ,christ ist geboren6 7,niedergeschrieben ,weihnachten #aibj47 ,die preuische ,polizeiverordnung vom #cj4 ,mai #aiba1 den ,naturschutz betreffend ,von ,martin ,brae ,whrend man bei uns in einzelnen ,kreisen neuerdings bestrebt ist1 eine ,lockerung der ,vogelschutzgesetzgebung herbeizufhren1 trifft eine ausfhrliche ,polizeiverordnung fr den ,umfang des ganzen preuischen ,staatsgebiets ,bestimmungen1 die auf ,grund des ,gesetzes vom #h4 ,juli #aibj eine groe ,anzahl von ,tieren weit ber das ,vogelschutzgesetz und die ,jagdgesetze hinaus in ,schutz nimmt4 ,auch eine ,reihe wildwachsender ,pflanzen werden durch die neue ,polizeiverordnung vom #cj4 ,mai #aiba geschtzt4 ,diese ,verordnung ist in mehrfacher ,beziehung bemerkenswert2 sie verdient die grte ,beachtung auch in allen andern ,lndern des ,reichs4 ,der ,naturschutzgedanke1 das ist der erste hocherfreuliche ,eindruck1 hat sich hier durchgerungen2 ungetrbt tritt er in die ,erscheinung4 ,die ,frage nach ,nutzen und ,schaden steht nicht mehr im ,vordergrund1 sondern einzig die ,sorge1 unsrer ,heimat die ,mannigfaltigkeit1 den ,reichtum ihrer ,tier- und ,pflanzenwelt zu erhalten4 ,deshalb ,schutz all den ,geschpfen1 deren ,dasein ernstlich bedroht ist6 ,es ist verboten1 ihnen nachzustellen1 sie mutwillig zu beunruhigen1 sie zu fangen oder zu tten4 ,ihre ,eier1 ,nester oder sonstigen ,brutsttten drfen weder fortgenommen1 noch beschdigt werden4 ,diese ,bestimmungen gelten auch fr den ,meeresstrand und das ,kstenmeer4 ,nur das ,sammeln der ,mweneier1 wie es bisher gebt ward1 bleibt unberhrt2 dagegen sind die ,eier der ,seeschwalben geschtzt4 ,die ,liste der geschtzten ,tiere beginnt mit zwei ,insekten1 den beiden ,formen des prchtigen ,apollofalters und der ,gottesanbeterin1 deren ,gestalt wohl ebenso wunderlich ist wie ihr ,name4 ,fr ,preuen mgen die beiden ,tiere allerdings zu den grten ,seltenheiten gehren3 ich kenne sie nur aus ,sdbayern und sterreich4 ,diesen ,kerbtieren schliet sich als einzige ,vertreterin der ,reptilien die ,sumpfschildkrte an1 die noch in ,westpreuen und den benachbarten ,gebieten lebt1 auch im ,regierungsbezirk ,lneburg1 an der ,unterweser1 in ,schleswig-,holstein1 ebenso vereinzelt in der ,altmark1 im ,braunschweigischen und in ,schlesien nachgewiesen ist1 whrend es sich bei unsern schsischen ,funden1 wie es scheint1 nur um ausgesetzte und verschleppte ,tiere handelt4 ,es ist dringend erwnscht1 da diese einzige ,vertreterin ihrer ,ordnung dem ,deutschen ,reich als seltenes ,naturdenkmal erhalten bleibe4 ,die ,reihe der geschtzten ,vgel ist sehr gro1 obgleich bereits das ,reichsvogelschutzgesetz ber die meisten unsrer gefiederten ,freunde seine schtzende ,hand hlt1 so da es nicht ntig war1 sie hier mit aufzunehmen4 ,trotzdem umfat diese ,liste #ea ,nummern1 wobei zu bedenken ist1 da ,sammelnamen wie ,weihen1 ,eulen1 ,reiher u4 a4 mehr oder weniger zahlreiche ,einzelarten umfassen4 ,sehr zu begren ist es1 da berall hinter die deutschen die wissenschaftlichen ,namen gesetzt sind1 so da jede ,unklarheit ausgeschlossen ist1 whrend dieser ,mangel beim ,reichsvogelschutzgesetz hier und da strend zutage tritt4 ,dieses schtzt z4 ,b4 die ,bussarde 7 #h74 ,sind darunter nur die in ,europa brtenden ,formen der ,gattung ,buteo mit ,einschlu des ,rauhfubussards 7,archibuteo lagopus7 gemeint oder auch der ,wespenbussard 7,pernis apivorus78 ,dieser gehrt ja zur ,familie der ,weihen und ist ebensowenig ein ,bussard1 wie z4 ,b4 die ,turmschwalbe 7,cypselus apus7 eine ,schwalbe4 ,der ,schutz1 den die ,polizeiverordnung den angefhrten ,vgeln gewhrt1 ist dreifach abgestuft4 ,das ganze ,jahr ber sind geschtzt3 der ,kormoran1 der ,hckerschwan1 die ,zwergtrappe1 schwarzer und weier ,storch1 ,reiher und ,rohrdommeln1 mit ,ausnahme des ,fischreihers1 der ,schlangen-1 ,schrei-1 ,stein- und ,seeadler1 der ,wespenbussard1 der ,baum-1 ,rotfu- und ,turmfalk1 alle ,eulen einschlielich des ,uhus1 die ,spechte1 der rotkpfige und der schwarzstirnige ,wrger1 der ,kolkrabe1 der ,steinsperling1 der ,karmingimpel und der ,wasserschmtzer 7die ,wasseramsel74 ,man sieht1 eine ganze ,anzahl ,fischerei- und ,jagdschdlinge1 wie ,kormoran1 ,rohrdommel1 die verschiedenen ,adlerarten1 der ,uhu1 sollen geschtzt werden1 doch aus keinem andern ,grunde1 als weil sie zu den seltenen ,naturdenkmlern gehren1 die wir unsern ,grenzen erhalten wollen4 ,welch' gewaltiger ,fortschritt gegenber den bisher in ,preuen geltenden ,bestimmungen6 ,da waren ,kormoran1 ,wespenbussard1 ,baum- und ,rotfufalk1 der ,uhu1 alle ,wrger1 der ,kolkrabe vogelfrei1 d4 h4 sie durften von jedermann gefangen und gettet1 auch ihrer ,eier und ,jungen beraubt werden4 ,nun genieen sie auf einmal innerhalb ,preuens den denkbar grten ,schutz4 ,andere wieder1 wie die ,strche1 ,eulen 7mit ,ausnahme des ,uhus71 der ,turmfalk1 die ,spechte1 der ,wasserschmtzer erfreuten sich auch schon bisher des ,schutzes durch das ,reichsgesetz4 ,ihre ,aufzhlung in der vorliegenden ,liste glaube ich nur dahin deuten zu sollen1 da man den unbedingten ,schutz dieser ,vgel nochmals nachdrcklichst betonen will4 ,von den in ,preuen jagdbaren ,vgeln nennt die ,verordnung den ,hckerschwan1 die ,zwergtrappe1 die ,rohrdommel und die verschiedenen ,adler4 ,whrend der ,brutzeit1 nmlich vom #a4 ,mrz bis #ca4 ,august1 sollen die folgenden geschtzt sein3 ,eisalk1 ,trottellumme1 ,papageien- und ,polartaucher1 ,mwen und ,seeschwalben1 ,eider- und ,schellente1 ,brandgans1 ,austernfischer1 ,steinwlzer1 ,regenpfeifer1 ,kiebitz1 ,triel1 ,sbelschnbler1 ,strand-1 ,kampf- und ,wasserlufer1 ,uferschnepfe1 ,brachvogel1 ,kranich1 ,turtel- und ,hohltaube1 die ,weihen 7mit ,ausnahme der ,rohrweihe71 die ,milane1 der ,wanderfalk1 der ,raubwrger und der ,tannenhher4 ,man sieht1 es sollen sehr viele jagdbare ,see- und ,kstenvgel1 deren ,schonzeit bisher viel enger begrenzt war1 nmlich vom #a4 ,mai oder auch vom #a4 ,mrz an bis zum #cj4 ,juni1 eine wesentlich lngere ,schonzeit genieen1 damit sie ihre ,bruten in ,ruhe und ,sicherheit grobringen1 whrend die angefhrten ,tauben sich bisher berhaupt keiner ,schonzeit erfreuen durften4 ,die zuletzt genannten ,raubvgel aber1 mit ,einschlu des groen ,raubwrgers1 ebenso der ,tannenhher waren bisher in ,preuen vllig schutzlos der ,willkr eines jeden preisgegeben4 ,es ist dankbar anzuerkennen1 da die ,idee des ,naturschutzes auch hier ber alle engherzigen ,bedenken gesiegt hat4 ,hoffentlich gelingt es noch in letzter ,stunde1 die recht seltenen ,vgel durch diese ,manahmen unserm ,vaterland zu erhalten4 ,vom #a4 ,mrz bis #cj4 ,juni aber sollen geschtzt sein die ,sger und die ,graugans4 ,erstere waren bisher vogelfrei1 die ,graugans aber1 zu den jagdbaren ,vgeln gehrend1 entbehrte jeder ,schonzeit4 ,auch einige ,sugetiere werden aufgefhrt1 die alle mehr oder weniger schdlich sind4 ,ihre ,seltenheit oder ihr meist nur vereinzeltes ,vorkommen rechtfertigt aber den unbedingten ,schutz1 den die neue ,polizeiverordnung ihnen gewhren will4 ,es sind die folgenden3 ,sieben-1 ,baum- und ,gartenschlfer1 die ,haselmaus1 der ,biber und der ,nrz 7,sumpfotter74 ,es ist mglich1 da die genannten kleinen ,nagetiere noch in vielen ,gegenden des mittleren ,deutschlands auftreten1 namentlich dort1 wo ,laubwaldungen vorherrschen1 aber sie fhren ein recht verstecktes ,leben1 und warum soll man mit dem ,schutz eines ,tieres immer erst so lange warten1 bis es die allerhchste ,zeit ist1 sich seiner anzunehmen8 ,biber aber und ,nrz sind fr ,deutschland so seltene ,tiere geworden1 da ihr unbedingter ,schutz von jedem ,naturfreund gefordert werden mu4 ,der ,biber1 ehemals in unserm ,vaterland weit verbreitet1 lebt nur noch an der ,elbe zwischen ,magdeburg und ,wittenberg1 wo zu seinem ,schutz bereits alle ,manahmen getroffen sind2 der ,nrz aber galt sogar vor kurzem fr ausgerottet1 bis einige ,funde dies widerlegten4 ,er wird sicherlich vielfach verkannt und bersehen4 ,von allgemein geschtzten wildwachsenden ,pflanzen fhrt die ,liste folgende ,arten an3 ,strauen- und ,knigsfarn1 alle ,arten von ,brlapp1 ,schlangenmoos1 ,eibe1 ,federgras1 ,trkenbund1 ,frauenschuh1 ,strandvanille1 ,seidelbast1 ,wassernu1 ,stranddistel1 eichenblttriges ,wintergrn1 die ausdauernden 7blaublhenden7 ,arten von ,enzian und ,linne4 ,es ist verboten1 die genannten ,pflanzen zu entfernen oder zu beschdigen1 insbesondere sie auszugraben1 auszureien1 ,blten1 ,zweige oder ,wurzeln abzupflcken1 abzureien oder abzuschneiden4 ,all diese ,verbote wrden aber wenig erreichen1 wenn die ,verordnung nicht zugleich den ,handel mit den geschtzten ,tieren und ,pflanzen untersagen wrde4 ,in #e heit es3 ,es ist verboten1 die auf ,grund dieser ,verordnung geschtzten ,tierarten1 einschlielich ihrer ,eier und ,nester1 sowie ,pflanzen1 soweit nicht eine anderweitige ,anordnung getroffen ist1 feilzuhalten1 anzukaufen1 zu verkaufen1 sowie zu befrdern4 ,ausnahmen sind bei besonderen ,grnden vorgesehen1 namentlich wenn es sich um ,abwendung wesentlicher1 wirtschaftlicher ,nachteile handelt1 um ,zucht- und ,brutzwecke oder um wissenschaftliche und ,unterrichtszwecke4 ,in diesen ,fllen kann der ,regierungsprsident fr den ,bereich oder fr ,teile seines ,bezirks ,ausnahmen gestatten2 doch mu zuvor die ,staatliche ,stelle fr ,naturdenkmalpflege gehrt werden4 ,diese1 sowie fr seinen ,bezirk der ,regierungsprsident und die von ihm ermchtigten nachgeordneten ,behrden sind auerdem befugt1 schriftliche ,ausweise zu erteilen1 welche die darin bezeichnete ,person berechtigen1 fremde ,grundstcke zu solchen ,untersuchungen und ,ermittlungen zu betreten1 die den ,schutz von ,tierarten1 von ,pflanzen oder von ,naturschutzgebieten betreffen4 ,die ,grundstckseigentmer und ,nutzungsberechtigten sind verpflichtet1 den mit ,ausweis versehenen ,personen den ,zutritt zu gestatten und ihnen die zur ,erfllung ihrer ,aufgaben erforderlichen ,ausknfte zu erteilen4 ,man mu gestehen1 da diese ,anordnungen allen ,wnschen des ,natur- und ,heimatschutzes gerecht werden4 ,besonders da der ,staatlichen ,stelle fr ,naturdenkmalpflege in ,preuen der ,platz eingerumt wird1 der allein ihr gebhrt -- eigentlich eine ,selbstverstndlichkeit -- ist sehr erfreulich4 ,nur mit dem letzten ,paragraphen der ,verordnung1 der die ,strafandrohung bei bertretungen ausspricht1 kann man sich nicht einverstanden erklren4 ,was bedeutet heutzutage eine ,strafe von #aej ,mark6 ,und das ist die ,hchststrafe1 die auf ,grund von #cd des ,feld- und ,forstpolizeigesetzes in der ,fassung des ,gesetzes vom #h4 ,juli #aibj in ,frage kommen kann4 ,es erscheint dringend geboten1 da ein ,naturschutzgesetz erlassen wird mit ,androhung von ,strafen1 die wirklich als solche empfunden werden4 ,vor unsrer weigrnen ,grenze macht die neue ,polizeiverordnung halt4 ,leider gilt sie eben nur fr ,preuen4 ,aber selbstverstndlich1 auch wir1 die ,nachbarn1 werden hoffen drfen1 da jene ,verordnung1 wenn sie in den angrenzenden preuischen ,gebieten genau befolgt wird1 auch fr unsre hartbedrngte heimatliche ,tier- und ,pflanzenwelt nicht ganz ohne segensreichen ,einflu bleibt4 ,zugleich aber erwchst uns die nachbarliche ,pflicht1 alles zu vermeiden1 was dem ,sinne jener ,verordnung zuwiderluft4 ,es wre zu wnschen -- und ich meine1 man kann sich diesem dringenden ,wunsche gar nicht verschlieen -- da die ,regierungen auch der andern deutschen ,lnder ,naturschutzverordnungen erlassen1 die sich dem von preuischer ,seite gegebenen ,vorbild aufs engste anschlieen4 ,wanderbilder aus dem stlichen ,vogtland ,von ,studienrat ,h4 ,hnig1 ,wurzen ,aufnahmen von ,curt ,sippel1 ,plauen i4 ,v4 ,es geht mir1 wenn ich die ,feder ergreife1 um den ,leser nochmals zu einer ,wanderung durch das ,vogtland einzuladen1 hnlich wie einem alten ,schriftsteller3 ich mu ihm zunchst ,dank dafr sagen1 da er mir durch das verhltnismig einfrmige ,gebiet jenseits der ,elster gefolgt ist1 und ich kann ihm dafr versprechen1 da ihm der stliche und sdliche ,teil dieses ,landes wenigstens landschaftlich mehr bieten wird als der westliche4 ,allerdings verfgt er nicht ber ,glanzpunkte wie die vogtlndische ,schweiz und das ,triebtal1 das ja im brigen selbst auf der rechten ,seite in das ,elstertal einmndet1 und er vermag keine ,edelsteine drflicher ,kunst wie die erwhnte ,kirche zu ,krbitz aufzuweisen1 aber die ,bodenformen selbst sind hier weit mannigfacher1 und derjenige1 den immer wieder gerade der ,blick ins ,weite und die ,sehnsucht nach den ,hhen in die ,natur hinauszieht1 wird hier eher auf seine ,kosten kommen als bei einer ,wanderung jenseits der weien ,elster1 wie wir sie frher zurckgelegt haben4 ,wer einmal von der ,hhe des ,friedrich-,august-,steines in ,schneck hinabgeschaut hat ins weite ,land oder dem ,pltschern der ,riflle gelauscht oder wer auf dem ,grenzwall des vogtlndischen ,erzgebirges mit seinen ,blicken nach ,sachsen und ,bhmen gewandert ist1 der wird anerkennen mssen1 da sich gerade dieser ,teil des ,vogtlandes mit jedem anderen ,sachsens an ,naturschnheiten messen kann1 und der wird verstehen1 da es einen ,dichter wie ,j4 ,mosen immer wieder1 wenn auch in weiter ,ferne1 zur ,muttererde hinzog4 ,wo auf hohen ,tannenspitzen1 die so dunkel und so grn1 ,drosseln gern verstohlen sitzen1 wei und rot die ,moose blhn1 zu der ,heimat in der ,ferne zg ich heute noch so gerne -- ,es liegt mehr darin in diesen ,worten als so mancher ahnen drfte -- es ist die wahre1 tiefe ,sehnsucht nach dem ,mutterboden1 nach den ,bchen und ,tannen der ,heimat1 von der der ,dichter auch weit in der ,ferne nicht lassen konnte4 -- ,illustration3 ,abb4 #a ,kirche in ,krbitz ,allerdings wird man hier1 wo es sich darum handelt1 dem ,leser einen ,gesamtberblick ber das ,ganze zu geben1 ohne eine ,einschrnkung nicht auskommen knnen3 das eigentliche ,volkstmliche1 ,heimatliche findet sich im ,vogtland mehr nach dem ,sden zu1 whrend der nordstliche ,teil heute von einem ,netz von ,industriesttten berzogen ist1 die wenig ,merkmale der ersteren ,art aufkommen lassen4 ,so bietet gleich ,reichenbach1 wo wir unsere ,wanderung beginnen wollen1 das ,bild einer wohlhabenden ,mittelstadt mit stark industriellem ,einschlag1 und der ,ort enthlt wenig1 was gerade den ,kunst- und ,altertumsfreund zu lngerem ,bleiben einladen mchte4 ,das ,hasten und ,treiben der modernen ,zeit pulsiert hier tagaus -- tagein in dem ,stadtkrper1 und wie eine ,erleichterung berkommt es den ,wanderer1 wenn er etwa um ,mittag einen ,blick ber das ,tal schweifen lt bis hinber zu der ,hhe des ,netzschkauer ,kuhberges1 wo eine ,bismarcksule ,wacht ber das nrdliche ,vogtland hlt3 aus hundert ,fabrikschornsteinen strmt wie erlsend der ,rauch1 und ,tausende von ,hnden feiern1 um nach kurzer ,zeit wieder die ,arbeit zu beginnen4 ,so ist die ,stadt voll von ,webereien1 ,frbereien und ,spinnereien1 und die grte dieser gewerblichen ,anlagen1 die ,schlebersche ,frberei1 stellt mit ihren vielen ,schornsteinen einen ,organismus fr sich dar1 wie er in dieser ,ausdehnung nicht so leicht wieder gefunden wird4 ,und doch vermag auch in dieser ,gegend so manches daran zu erinnern1 da alles einst geworden ist und seinem ,wesen nach mit ,vergangenem zusammenhngt4 ,schon der ,name der ,stadt1 der an den des ,goldflusses1 der ,gltzsch1 erinnert1 weist auf ein hohes ,alter der ,ansiedlung hin1 und so wird denn ,reichenbach schon #aadj in zwei alten ,urkunden als ,stadt genannt1 whrend ,plauen damals nur als ,ortschaft erwhnt wird4 ,in der ,altstadt fliet der ,seifenbach1 wo das ,gold geseift1 d4 h4 die ,goldteilchen aus dem ,sande herausgewaschen wurden1 und auf den frheren ,bergbau weisen noch heute ,stollen hin1 die sich in dieser ,gegend erhalten haben4 ,reichenbach gehrte mit den umliegenden ,drfern zu der ,herrschaft1 mit der #abab ,knig ,ottokar v4 ,bhmen von ,friedrich ,,ii4 belehnt wurde1 und es war spter zeitweise ,reichslehen1 bis es durch den vogtlndischen ,krieg wieder an ,bhmen fiel4 ,schon zu ,anfang des achtzehnten ,jahrhunderts mu die ,industrie hier bedeutend gewesen sein1 bis #agbj eine furchtbare ,feuersbrunst den grten ,teil in ,asche legte1 aber diese vermochte ebensowenig wie die von #ahcc den ,aufschwung der ,stadt zu hindern1 sondern hat im ,gegenteil zu ihrer ,erneuerung beigetragen1 so da besonders die ,bahnhofsvorstadt heute ein freundliches ,bild bietet4 ,in weit hherem ,mae vermag ,mylau mit seinem ,kaiserschlo und der vielbogigen ,gltzschtalbrcke das ,auge des ,wanderers zu fesseln4 ,in der ,stadt selbst ist vor allem die prchtige1 reiche ,stadtkirche hervorzuheben1 das ,schlo dagegen liegt auf einem ,hgel1 der nur auf einer ,seite bequem zu erreichen ist4 ,es zerfllt in zwei ,hfe3 den groen westlichen ,burghof mit seinen beiden viereckigen ,trmen und dem verwitterten ,lwen ber dem ,haupteingang1 der zum bhmischen ,wappen gehrt und die frhere ,zugehrigkeit des ,mylauer ,schlosses zu ,bhmen zeigt1 -- dahinter der kleinere1 stliche ,burghof1 der ,kaiserhof1 der mit seinem ,bergfried und seinem ,saalbau sowie dem ehemaligen ,frauen- und ,herrenhause noch ein ziemlich gutes ,bild der frheren ,zeit zu bieten vermag4 ,allerdings sind von der frheren ,herrlichkeit des ,saalbaues nur noch wenige ,wappenschilde vorhanden1 und das ehemalige ,frauen- und ,herrenhaus ist zu einer vielbesuchten ,schenke geworden4 ,auch die ,kapelle ist ihrer ,wrde entkleidet1 so da von ihrem ,schmucke nur noch die gewlbte ,decke mit rohgemalten ,blumen und ,engelsfiguren sowie einige ,wappen briggeblieben sind4 ,immerhin steht das ,schlo mit seinen wuchtigen ,mauern und dicken ,trmen auch heute noch wie ein ,wchter ber ,stadt und ,land1 und von den ,fensternischen schweift der ,blick gern in die ,weite3 nach der gewaltigen1 fast hundert ,meter hohen ,gltzschtalbrcke1 die sich in vier gigantischen ,bogenreihen ber das hier stark verbreiterte ,gltzschtal spannt1 oder nach dem gewerbfleiigen ,netzschkau1 das sich von dem ,tale bis zur ,hhe des ,kuhberges hinaufzieht1 dessen von ,gesteinstrmmern berste ,kuppe selbst bewaldet ist4 ,an der erst vor einigen ,jahren gebauten ,gltzschtalbahn gelangen wir durch stille ,waldtler1 in denen sich heute gleichfalls hier und da eine ,fabrikanlage erhebt1 nach ,lengenfeld1 das im brigen wie seine ,nachbarstadt ,treuen seiner ,entwicklung nach nicht von den weiter sdwrts gelegenen ,stdten ,auerbach und ,falkenstein zu trennen ist4 ,aber im ,wettlaufe1 den die letzten ,jahrzehnte mit sich gebracht haben1 ist die zuerst genannte ,stadt zurckgeblieben3 seitdem die von ,bewohnern vielleicht slavischen ,ursprungs lebhaft betriebene ,tuchmacherei in ,verfall gekommen ist1 gengte die hier eingefhrte ,industrie 7,spitzen1 ,filzwaren1 ,spinnereien7 gerade noch1 um die ,bewohner ernhren zu knnen1 whrend der ,grund1 der sich von hier aus bis hinauf zu den ,quellmooren der ,mulde zieht1 in ungleich schnellerem ,mae besiedelt wurde1 so da sich gerade hier die ,schwankungen1 denen die ,industrie unterworfen ist1 in der ,gegenwart unangenehm bemerkbar machen4 ,und doch haben vor allem ,auerbach mit seinem alten ,schloturm und das hochgelegene ,falkenstein mit seiner schnen ,kirche auch als ,stdte etwas ,anziehendes4 ,besonders die letztere ,stadt ging erst dann zur ,industrie ber1 als es mit dem ,bergbau vorber war1 der ihr schon im sechzehnten ,jahrhundert die ,rechte einer freien ,stadt verliehen hatte1 und wie bei ,auerbach und ,lengenfeld griff auch hier ein groer ,brand gewaltsam ein1 so da diese ,orte im wesentlichen ein neuzeitliches ,aussehen haben4 ,der ,naturfreund freilich wird gerade hinter ,falkenstein die ,natur des oberen ,vogtlandes selbst suchen1 die sich mit ihrem ,waldreichtum unmittelbar hinter der ,stadt nach allen ,seiten auftut4 ,schon die ,felspyramide des ,lochsteins und die zackige ,wand des ,wendelsteins verdienen als ,naturdenkmler ebenso gewrdigt und besucht zu werden wie die ,riflle1 die in etwa einer ,stunde von ,falkenstein aus zu erreichen sind4 ,in vielen kleinen ,wasserfllen strzt hier die ,gltzsch zwischen ,wald und ,felsen in die ,tiefe und zaubert die verschiedenartigsten ,bilder vor das ,auge des ,wanderers4 ,wir befinden uns hier auf einer ,hhe von etwa siebenhundert ,metern und beinahe auf dem ,kamm des ,elstergebirges1 das sich in dieser ,gegend ber das weite ,gebiet des ,schnecker ,waldes nach ,sden dahinzieht4 ,die ,siedlungen werden sprlicher1 wenn sie berhaupt das ,wald- und ,moorgebiet unterbrechen3 ein paar ,holzhtten oder hchstens das eine oder andere ,dorf hat sich auf diese ,hhe gewagt1 und der ,rauch1 der von hier aufsteigt1 ist an stillen ,nachmittagen oft das einzige1 was noch den ,wanderer an die ,ttigkeit des ,menschen zu erinnern vermag4 ,illustration3 ,abb4 #b ,kirche in ,krbitz ,die groe ,ausdehnung des ,schnecker ,hhengebietes erklrt sich brigens daraus1 da hier mehrere ,gebirgszge zusammenstoen3 das ,elstergebirge1 das sich von hier aus nach ,sdwesten hinzieht1 und von der ,kirchberger ,seite her der westlichste ,auslufer des ,erzgebirges1 der vom ,kuhberge bei ,schnheide beginnt und wegen seiner ,hhe bis zu siebenhundert ,metern eine ,reihe von ,genesungssttten enthlt1 die1 von ausgedehntem ,hochwald umgeben1 von ihrer luftigen ,hhe aus freundlich in das gewerbfleiige ,tal der oberen ,gltzsch herabschauen4 ,auch der etwas sdlich davon verlaufende vogtlndische ,kamm des ,erzgebirges1 der sich etwa vom ,kranichsee bis zum ,schnecker ,wald dahinzieht1 ist anziehend genug1 um mit dem brigen ,teile dieses ,gebirges einen ,vergleich aushalten zu knnen4 ,um den hohen ,wall1 der sich hier zwischen das schsische ,niederland und das ,egertal schiebt1 durchwandern zu knnen1 verlt man am besten bei ,rautenkranz1 das bereits dem ,vogtlande angehrt1 die ,bahn des romantischen oberen ,muldentals1 die von ,aue ab stundenlang zwischen ,felstrmen und ,wiesentlern bis zur ,hhe des ,schnecker ,waldes hinauf dahinfhrt und wandert auf der wohlgebauten ,strae in dem ,tal der groen ,pyra aufwrts1 die in den ,mooren des ,kranichsees entspringt4 ,noch zwei ,drfer mit den charakteristischen erzgebirgischen ,holzhusern haben hier ,platz gefunden1 bis nach etwa zwei ,wegstunden auch die letzten menschlichen ,siedlungen aufhren und ein einsames ,waldtal die ,blicke des ,wanderers bannt3 bis fast an die drei oder vier ,huser von ,sachsengrund ziehen sich von den ,hhen die ,fichten herab1 und eintnig pltschern die ,wsser im ,wiesengrund1 whrend nach der bhmischen ,grenze zu der fast tausend ,meter hohe ,rammelsberg die ,wacht hlt4 ,was noch jenseits dieser ,huser liegt1 gehrt bereits der ,waldwildnis an1 in der sich der ,weg noch eine ,stunde lang hinaufzieht1 bis der ,kranichsee mit seinem ,hochmoor sich weit ber die ,hhe von fast neunhundert ,meter ausbreitet4 ,hier beginnt auch der sogenannte ,schwertweg1 der ber den ,rcken des kleinen ,rammelsberges nach dem ,vogtlande hinfhrt4 ,eine merkwrdige ,hhenstrae1 von der sich der ,blick rasch nach allen ,seiten weitet3 im ,norden die blauen ,linien der ,auerbacher ,berge mit ihrem ,waldreichtum1 und nach ,sden zu der ,steilabfall des ,gebirges nach der ,egerebene1 hinter der weitere ,gebirgszge ,nordbhmens hervorschauen4 ,bei einer ,waldlichtung berschreitet hier die ,landstrae die ,gebirgshhe1 die von ,tannenbergstal nach ,klingental hinberfhrt4 ,aber wir wollen das merkwrdige ,gebilde des ,schneckensteins nicht vergessen1 das sich bescheiden im ,walde versteckt hlt und der schwer zu finden wre1 wenn ihn nicht die ,markierung des ,verbandes vogtlndischer ,gebirgsvereine jedem bequem zugnglich machte4 ,von den ,topasen ist allerdings gegenwrtig ebensowenig mehr zu sehen1 als von den kleinen ,schnecken1 nach denen dieser einsam im ,walde emporragende ,fels seinen ,namen hat4 ,auf ,treppenstufen ist sein ,gipfel auch fr ,ungebte zu erklimmen1 und man knnte1 wenn man die ,felsrisse und ,felsblcke vor sich hat1 einen ,augenblick an irgend einen ,gipfel der ,kalkalpen erinnert werden1 wenn uns nicht die bescheidene1 nur nach ,norden und ,westen reichende ,aussicht belehrte1 da wir uns nur auf einer ,hhe von etwa achthundert ,meter befinden und da wir uns durch den ,waldreichtum1 der hier berall zutage tritt1 fr die ,schnheiten der ,alpenwelt entschdigen mssen4 ,das ,elstergebirge macht hier eine ziemliche ,biegung nach ,sden und zieht sich waldbedeckt bis zum ,kapellenberg hin -- aber wir drfen von ihm nicht ,abschied nehmen1 ohne der ,stadt ,klingental zu gedenken1 die von hier aus in kurzer ,zeit zu erreichen ist4 ,hart an der bhmischen ,grenze hat sie bis heute ihr ,bild als schsische ,kleinstadt bewahrt1 und nur die kleine ,rundkirche macht eine ,ausnahme1 die sich inmitten des ,ortes anstatt der sonst blichen ,renaissance- oder gotischen ,kirche erhebt4 ,mit ,bhmen wird sie allerdings immer in einem gewissen inneren ,verhltnis bleiben1 denn es waren bhmische ,musikanten1 die hier herberkamen und die ,stadt grndeten -- die ,geigen1 ,trompeten und ,klarinetten1 die noch heute hier gefertigt werden1 wandern in alle ,welt1 und in jedem ,hause des weit bis hinauf besiedelten ,grundes klingt und singt es ebenso wie in ,markneukirchen1 das weiter westwrts in einem ,seitentale der weien ,elster eingebettet ist4 ,illustration3 ,abb4 #c ,winnknock am ,wendelstein brigens ist auch der ,kamm des ,elstergebirges oberhalb ,klingentals reich an ,aussichtspunkten aller ,art und hat auch einzelnen ,gehften ,raum gegeben1 sich da oben anzusiedeln1 und man kann das weite ,waldgebiet vom ,kuhberg bei ,schnheide aus stundenlang durchstreifen und findet immer wieder ,punkte1 die solche ,wanderungen lohnend machen4 ,ganz einsam wird der ,wald erst in der ,gegend von ,kottenhaide bei ,schneck1 aber auch hier ist der ,blick in das ,waldgelnde und ber die ,wipfel der ,fichten anziehend genug1 um die ,beschwerden des ,weges vergessen zu machen4 ,stundenlang schwellt ein weicher ,moosteppich unter den ,schritten des ,wanderers1 whrend der ,kuckuck lockt und der ,specht seine ,schlge durch den ,wald erschallen lt4 ,wie ein fernes ,sagen erklingt das ,rauschen der ,bume und das ,murmeln der ,bche1 die hier oben zahlreich in dem ,moore ihren ,ursprung haben4 ,nur selten verhallt in der ,ferne der ,schrei einer ,lokomotive1 die keuchend das ,muldental heraufkommt1 um nach kurzer ,zeit bei ,schneck wieder in weitem ,bogen ins ,tal hinabzufahren4 ,den ,schwarzwald des ,vogtlandes hat man diese ,hochflche genannt1 und wer einmal auf ihr gewandert ist1 wird diesen ,vergleich nicht unrecht finden und zugeben1 da so manches1 was wir bisher nur in der ,ferne zu suchen pflegten1 auch in unserem engeren ,vaterlande zu finden ist4 ,erst an dem ,abfalle nach ,westen zu lichtet sich der ,wald4 ,wie ein ,wahrzeichen dieses ,hhengebietes liegt nach dem ,elstertale vorgeschoben etwa zwei ,wegstunden von ,falkenstein ,schneck1 das schon durch seine ,lage zu den seltsamsten ,stdten ,deutschlands gehrt und deshalb wert ist1 lngere ,zeit unsere ,aufmerksamkeit in ,anspruch zu nehmen4 ,illustration3 ,abb4 #d ,riflle ,die ,stadt ,schneck ist eine ,bergstadt1 wenn ein ,ort in ,deutschland berhaupt diesen ,namen verdient2 denn sie liegt nicht nur auf der stattlichen ,hhe von siebenhundertachtundsechzig ,metern1 sondern sie baut sich hier auch hart am ,rande der erwhnten ,hochflche auf1 die sich von dem ,elstergebirge zum ,erzgebirge dahinzieht und nach ,westen zu ziemlich rasch zum ,elstertale hinabfllt4 ,es ist1 als wre hier oben jeder freie ,platz bis zum letzten ausgentzt worden und als klammerte sich ein ,haus eng an das andere1 um noch auf der ,hhe selbst bleiben zu knnen1 denn schon die ,hauptstrae des ,stdtchens fhrt steil abwrts und noch mehr die ,verbindungswege1 die von der ,stadt westwrts nach den nchsten ,drfern weisen1 und dem ,wanderer1 der etwa von lsnitz her heraufsteigt1 mu es zu ,mute sein1 als habe er hier endlich die ,hhe erreicht und msse durch den ,rundblick fr die ,mhe belohnt werden1 die ihm das ,steigen gekostet hat4 ,und das ist tatschlich der ,fall2 denn zwischen jeder ,huserreihe drngt sich ein ,stck vogtlndischer ,gebirgslandschaft hinein1 und von dem ,friedrich-,august-,stein1 der sich neben der ,kirche unvermittelt aufbaut und auf dem frher eine stattliche ,burg zum ,schutze gegen die ,sorben gestanden hat1 bietet sich dem ,auge eine geradezu berraschende ,aussicht dar3 wie auf einer ,landkarte liegt das ganze ,vogtland vom ,kuhberg bei ,netzschkau bis hinber zum ,kapellenberg an der bhmischen ,grenze vor dem ,auge des ,wanderers ausgebreitet1 und ,hgel wechseln in endloser ,reihe mit ,wldern1 ,wiesen und ,drfern1 bis sich fern am ,horizonte die sanften ,bogen des ,frankenwaldes und der bayrisch-bhmischen ,berge darber spannen4 ,und diese ,landschaft zeigt immer neue ,reize1 zu welcher ,zeit man sie auch betrachten mag3 wenn an einem ,sommerabend der rote ,mond emporsteigt hinter den ,bergen und die ganze ,gegend in seinem ,dmmerlichte versunken ist oder wenn im ,herbste die ,heidefeuer emporsteigen und klarer als je sich die ,linien der ,berge und ,wlder hervorheben1 oder wenn an einem ,januartage die ganze ,landschaft in dem ,winterkleide leuchtet und die unendliche ,mannigfaltigkeit dieser ,landschaftsformen in tausend ,farben glitzert4 ,nur die ,stadt selbst bleibt immer dieselbe im ,wechsel der ,jahreszeiten1 ob man sie nun von ,kemmler bei ,plauen sehen mag oder von ,milareuth oder von dem ,granitsockel des ,kapellenberges3 sie hngt1 die ,huser eng um den ,markt und die ,kirche gedrngt1 hoch oben ber dem ,tale1 und mir fallen1 so oft ich sie sehe1 immer zwei ,stdte in ,italien ein1 mit denen ich sie am ehesten vergleichen mchte3 ,assisi in ,umbrien1 die ,stadt des heiligen ,franziskus1 und ,rokka di ,papa1 das ,rubernest im ,albanergebirge bei ,rom1 das hoch oben am ,latinerberg seine ,sttte gefunden hat4 ,illustration3 ,abb4 #e ,groer ,rammelsberg und ,sachsengrund1 ,kammweggebiet ,die ,stadt ,schneck darf sich schon im vierzehnten ,jahrhundert der ,rechte rhmen1 die ihr von ,karl ,,iv4 erteilt worden sind und ist heute wegen ihrer ,lage ein stark besuchter ,luftkurort geworden1 whrend die ,bewohner vorzugsweise in der ,industrie 7,zigarren usw47 beschftigt sind1 dagegen sind die ,abhnge zwischen der ,stadt und dem ,elstertale erst allmhlich besiedelt worden1 und manches der hier liegenden freundlichen ,drfer ladet zu lngerem ,verweilen ein4 ,durch den sogenannten ,buttergrund fhrt ein ,weg stark bergab nach dem ,drfchen ,marieney1 das zwischen ,wiesen und ,wald dahingestreckt liegt und das sich rhmen kann1 die ,heimat des grten vogtlndischen ,dichters1 ,julius ,mosen1 zu sein4 ,dort streifte er als ,knabe allein durch ,wlder und ,auen oder lag am murmelnden ,erlenbach oder er sa stundenlang auf dem alten ,kirchenboden1 um dem ,ticken des ,perpendikels und dem ,schnarren des ,rderwerks der groen ,kirchenuhr zu lauschen4 ,von dem sprachkundigen ,vater wurde er schon in der ,heimat in den ,anfangsgrnden der lateinischen ,sprache unterrichtet und selbst als er auf das ,gymnasium zu ,plauen kam1 wanderte er noch oft hinaus in das ,heimatsdorf1 um die ,eindrcke der ,jugend wachzurufen4 ,die schne ,gabe1 ,land und ,leute zu schildern1 die uns besonders in den ,bildern ,im ,mose entgegentritt1 mag auf des ,vaters ,art zurckgehen1 wie er den ,kindern die biblischen ,geschichten und die ,weltgeschichte erzhlen knnte4 ,auch die rauhe ,kriegszeit1 die damals ber das ,vogtland dahinging 7,mosen ist #ahjc geboren71 hinterlie bei dem aufgeweckten ,knaben lebhafte ,eindrcke und klingt in den ,vaterlandsliedern wieder1 durch die er volkstmlich geworden ist -- wer vergit von seinen ,erzhlungen das ,heimweh oder ,ismael1 oder von seinen ,gedichten ,zu ,mantua in ,banden oder den ,trompeter an der ,katzbach oder den ,lwen zu ,braunschweig und wie die ,gedichte alle heien mgen1 durch die sein ,name in ganz ,deutschland bekannt geworden ist4 ,nach der ,heimat zog es ihn immer wieder zurck1 mochte er nun als ,aktuar in ,kohren oder als ,rechtsanwalt in ,dresden beschftigt sein1 wo er brigens seine glcklichste ,zeit verlebte1 und wie schwer mag es ihm geworden sein1 als er nach dem fernen ,oldenburg bersiedelte1 wo er eine sichere ,stelle als ,hofrat und ,theaterdichter im ,dienste des dortigen ,groherzogs gefunden hatte4 ,eine zunehmende ,krankheit verbitterte ihm seine letzten ,lebensjahre1 und nur noch einmal fiel ein ,lichtbild in diese ,nacht1 als ,freunde mit vieler ,mhe eine ,gesamtausgabe seiner ,werke veranstalteten4 ,zwei ,fichten aus dem ,vogtlande beschatten sein ,grab1 in welchem er nach zweiundzwanzigjhrigem ,leiden am #aj4 ,oktober #ahfg zur ,ruhe gebettet wurde4 -- ,illustration3 ,abb4 #f ,schneckenstein ,von ,marieney gelangen wir in zwei ,stunden nach ,markneukirchen1 dessen wir schon bei der ,erwhnung von ,klingental zu gedenken hatten4 ,die ,stadt1 die zwei ,kilometer von der ,adorf--,aue--,chemnitzer ,bahn entfernt liegt1 ist neben dem genannten ,orte der ,hauptsitz der vogtlndischen ,musikinstrumentenfabrikation1 und man erhlt in die ,reichhaltigkeit dieses ,erwerbszweiges am besten einen ,einblick1 wenn man die wertvolle ,sammlung in- und auslndischer ,musikinstrumente aus lterer und neuerer ,zeit besichtigt4 ,auch hier die ,mannigfaltigkeit der ,bodenformen1 die fr das obere ,vogtland charakteristisch ist und die sich auch in dem sdwestlichen ,teile jenseits der ,elster findet3 die ganze ,landschaft aufgelst in ,berg und ,tal1 ,teilstcke von ,hgeln mit ,drfern oder ,einzelgehften und ,wldern1 so da es sich auch hier lohnt1 einmal seitwrts vom ,elstertal selbst auf die ,hhen hinaufzusteigen4 ,wer von ,plauen kommt1 wird allerdings noch durch eine ganze ,anzahl von vogtlndischen ,stdten aufgehalten werden1 die sich hier1 wo eine alte ,strae am ,elsterlauf entlang hinber nach ,bhmen fhrt1 angesiedelt haben4 ,so liegt gleich lsnitz am ,ende der erwhnten ,strae1 die von ,eger bis hierher fhrte1 und gilt als eine der ltesten ,stdte des ,vogtlandes1 die vielleicht von den ,sorben gegrndet ist4 ,als dann die ,deutschen das ,land besiedelten1 wurde hier eine befestigte ,straensperre angelegt1 und man grub gegen einen ,angriff der ,feinde die groen ,teiche 7der letzte ist #ahih verschwunden71 wobei die ,befestigungsanlagen noch durch das ,schlo ,vogtsberg verstrkt wurden1 dessen ,trme auch von ,schneck sichtbar sind4 ,aus den ,mitteln des ,bergbaues -- die ,zinn- und ,kupfergruben wurden #aeai durch ,wasser zerstrt -- wurde die schne ,st4 ,jakobskirche errichtet1 die mit ihren beiden ,trmen weit ber das ,stdtebild hervorschaut4 ,sie ist ein ,muster gotischen ,kirchenbaues1 obwohl von der ursprnglichen ,anlage nur noch die ,trme in ihren ,unterteilen sowie ein sandsteinernes ,dreiparelief von der ueren ,sdseite des ,chores erhalten sind4 ,auch spter ist sie fters umgestaltet worden2 so erhielt sie ihre jetzige ,gestalt nach dem groen ,stadtbrande1 whrend das ,innere #ahhh_/hi knstlerisch erneuert wurde4 ,die ,trme wurden #ahfe nach den ,plnen von ,lipsius errichtet1 und auch im ,inneren findet sich manches schne ,denkmal kirchlicher ,kunst3 die ,chorfenster von ,c4 ,l4 ,trcke in ,zittau mit prchtiger ,glasmalerei1 sowie das ,altargemlde3 ,abendmahl der ,emmausjnger von ,moritz ,heidel und der ,taufstein1 der #ahcc von ,e4 ,rietschel gefertigt worden ist4 hnliche ,umwandlungen hat auch die alte ,kirche ,st4 ,katharina am alten ,friedhofe durchgemacht1 deren ,sterngewlbe im alten ,chor aus der alten ,kirche noch auf das fnfzehnte ,jahrhundert zurckweist4 ,in neuester ,zeit hat lsnitz seinen ,aufschwung besonders der ,industrie wie der ,teppich- und ,kammgarnfabrikation zu verdanken gehabt1 nicht zu vergessen seine gnstige ,lage1 durch die es besonders wegen der ,nhe der schsischen und bhmischen ,bder zu einem ,standquartier fr ,touristen geworden ist4 ,illustration3 ,abb4 #g ,schneck ,das weiter sdlich liegende ,adorf1 ein freundliches ,stdtchen mit etwa achttausend ,einwohnern1 ist besonders durch die ,perlmutterfabrikation gro geworden1 die auch in lsnitz zu ,hause ist1 die ,muscheln wurden frher zahlreich in der ,elster gefunden1 und der ,erwerbszweig ist geblieben1 auch nachdem die ,funde seltener geworden waren1 so da heute auch zahlreiche importierte ,stcke dort verarbeitet werden4 ,im brigen zeigt auch ,adorf mit seinem gerumigen ,marktplatz dasselbe freundliche ,bild wie alle diese vogtlndischen ,kleinstdte1 und die ,industrie1 die sich auch hier zahlreich findet1 hat es nicht wesentlich zu beeinflussen vermocht4 ,abseits davon sind noch zwei ,orte zu erwhnen1 deren ,name jedem bekannt ist und die dem ,reichtum der ,erde selbst ihre ,blte verdanken3 ,bad ,elster und ,brambach4 ,inmitten der ,nadelwlder des ,elstergebirges ist hier eine ,sttte fr ,genesungsuchende entstanden1 die mit ihren ,quellen und ,sprudeln 7alkalisch-salinische ,eisensuerlinge1 ,glaubersalz1 kohlensaure ,stahlbder7 jhrlich ,tausenden ,genesung bietet und sich zu einem modernen ,bade entwickelt hat1 wobei auch dem ,moorboden aus den groen ,lagern der ,umgebung ein wesentlicher ,anteil zufllt4 ,in weitaus freierer ,lage ist ,bad ,elster1 wenn auch in weit bescheidenerem ,mae1 ,brambach gefolgt1 das in der ,nhe der bhmischen ,grenze am ,fue des ,kapellenberges in einer engen ,talmulde eingebettet ist4 ,wer von ,adorf nach ,brambach wandert1 durchschreitet zuerst in fortwhrender ,steigung ein stilles ,waldtal1 bis der ,weg zuletzt steil auf die letzte ,hgelwelle hinauffhrt1 die vor ,brambach gelagert ist und erblickt von hier hinber nach den waldbedeckten ,hhen des ,elstergebirges und ein ,stck ins bhmische ,land hinein1 das sich hier von beiden ,seiten an diese ,auslufer des ,vogtlandes heranschiebt4 ,auch ,brambach selbst hat sich1 so gut es mglich war1 an die eingeengte ,lage im ,tale des ,fleissenbaches1 der hier in westlicher ,richtung der ,elster zufliet1 angepat4 ,die ,strae nach ,eger fhrt von hier unmittelbar am ,kapellenberg vorbei1 der mit seinem granitenen ,aufbau wie ein ,wchter des sdlichen ,vogtlandes dasteht und von dessen ,gipfel eine weite ,rundsicht nach ,norden und ber ,bhmen gestattet ist4 ,die beiden nchsten ,drfer1 die sdlichsten des ,vogtlandes1 liegen bereits tief unten am ,steilabfall des ,elstergebirges1 und ,strae und ,eisenbahn haben die ,senkung nur knstlich durch groe ,bogen berwinden knnen4 ,wir sind hier am ,ende unserer ,wanderung angelangt1 aber an einer ,stelle1 von der sich in kurzer ,zeit weitere ,glanzpunkte landschaftlicher ,schnheit erreichen lassen3 das herrliche ,egertal im ,osten1 oder das ,kaisergebirge mit ,eger und ,franzensbad oder das ,fichtelgebirge mit seinen stlichen ,auslufern bei ,selb und ,tirschenreuth und der uralten ,kultsttte des ,klosters ,waldsassen1 die von hier in ein paar ,wegstunden zu erreichen ist4 ,illustration3 ,abb4 #h ,kirche von ,bsenbrunn am ,triebelbach ,es war nicht meine ,absicht1 eine vollstndige ,beschreibung des ,vogtlandes zu geben1 sondern es waren nur ,wanderbilder1 die vor dem ,auge des ,lesers vorberziehen sollten1 um ihn selbst zu einer ,fahrt durch diesen sdwestlichen ,gau ,sachsens einzuladen4 ,wer mehr mit der ,landschaft selbst vertraut werden will1 der mge selbst kommen und schauen1 und er wird mit der berzeugung zurckkehren1 da kein ,grund vorliegt1 das ,vogtland hinter den brigen ,gegenden unseres engeren ,vaterlandes zurckzusetzen4 ,da es noch nicht ,mode geworden ist1 ist wohl der beste ,beweis1 da ein ,unterkommen auf den ,wanderungen auch denen ermglicht ist1 die nur ber bescheidene ,mittel verfgen4 ,illustration3 ,abb4 #i ,bad ,elster ,anmerkung4 ,wer mehr ber das ,vogtland erfahren will1 sei auf die ,literatur verwiesen1 die auch bei den vorliegenden beiden ,arbeiten benutzt worden ist1 vor allem auf3 ,unser ,vogtland 7,heimatkundliche ,lesestcke fr die ,schulen des schsischen ,vogtlandes1 bearbeitet von einer ,kommission ,plauenscher ,lehrer1 ,verlag der ,drrschen ,buchhandlung1 ,leipzig71 ,das ,knigreich ,sachsen in ,wort und ,bild von ,leo ,woerl und ,steche3 ,beschreibende ,darstellung der lteren ,bau- und ,kunstdenkmler des ,knigreich ,sachsen2 weitere ,literatur ist in dem zuerst genannten ,buche angefhrt4 ,denen1 die ihr ,wissen und ,knnen in den ,dienst dieser ,sache stellten1 besonders ,herrn ,c4 ,sippel1 ,schriftfhrer des ,verbandes vogtlndischer ,gebirgsvereine in ,plauen1 der fr beide ,aufstze eine ,reihe von eigenen photographischen ,aufnahmen zur ,verfgung stellte1 bin ich zu groem ,danke verpflichtet4 ,trachtenechtes ,spielzeug ,von ,karl ,lucas1 ,meien ,weihnachten naht4 ,es wird gebastelt1 gesgt1 geschnitzt1 geleimt1 geklebt bis ber die mitternchtige ,stunde hinaus4 ,das ,weihnachtsfieber hat uns gepackt4 ,auch mir ging es so4 ,auf dem ,wunschzettel meiner ,mdel waren kleine ,tierchen1 ,mnner und ,bauernfrauen verzeichnet4 ,diese ,schelchen waren bereits in ,anzahl im ,besitze der kleinen ,bittstellerinnen4 ,aber es sollten noch mehr sein4 ,es sind das jene reizenden ,gegenstnde1 die aus unseren ,erzgebirgsdrfern ihren ,weg in jede ,spiel- und ,holzwarenhandlung gefunden haben4 ,bei ihrer ,naturtreue und ihrem auch heute noch verhltnismig billigen ,preise werden sie sehr gern gekauft4 ,sie treten in scharfen ,wettbewerb mit den altbekannten frheren ,pfengstckchen4 ,auch rmere ,leute greifen oft nach den natrlicher wirkenden ,dreiertierchen 7,friedenskurs674 ,es wird der leider nicht berall befolgte ,grundsatz angewandt3 ,wenig und gut ist besser als viel und schlecht4 ,ein ,vorzug der ,dreiertierchen1 ,fnf-,pfeng- oder ,groschentierchen und -mnnel ist es1 da sie sich in ein besseres ,grenverhltnis zu den aus ,baukltzchen1 ,modellierbogen usw4 aufgebauten ,gebuden einstellen4 ,das ,spiel gibt so ein getreueres ,bild der ,wirklichkeit und wird natrlicher und lebendiger4 ,bei anderer ,gelegenheit stie ich auf die ,knstlermodellierbogen4 ,diese verhalten sich zu den schablonenhaften frheren ,bogen wie ,tag zur ,nacht4 ,leider gibt es auch heute noch ,bogen1 bei deren ,herstellung derartig hohe ,mastbe wie an die ,knstlermodellierbogen nicht angelegt worden sind4 ,an zwei aufgestellten ,modellen -- ,lappenlager und rumnisches ,bauerngehft -- hatte ich erfahren knnen1 was fr ein anschauliches ,bild diesen ,siedelungen samt dem ,leben und ,treiben der ,bewohner durch diese ,bogen vermittelt wird4 ,einem ,zuge nach der ,heimat folgend1 whlte ich fr meine ,mdel das ,altwendische ,bauerngehft 7,teubner ,nr4 #ai7 aus4 ,eine ,pappe #cg 3 #ej ,zentimeter gengte zur ,aufstellung4 ,dabei blieb noch ,platz fr ,wege1 ,raine1 ,brcken1 ,baumgruppen1 fr einen ,bach mit ,entenpftze4 ,die ,gebude wurden durch eingelegte ,pappe gesteift4 ,so entstand ein ziemlich standhaftes ,spielzeug4 ,zur ,belebung sind auf dem ,bogen eine ,anzahl ,leute1 ,tiere und ,bume aufgezeichnet4 ,sie erfllen ihren ,zweck nicht recht4 ,die ausgeschnittenen1 auch gesteiften ,gestalten vertragen das fortgesetzte ,anfassen schlecht4 ,dann fehlt ihnen die ,krperlichkeit1 die die ,gebude nach ihrer ,aufstellung besitzen4 ,die ,einbildungskraft der ,kinder berwindet den ,mangel der ,gestalten zum ,teil4 ,freudiger aber greifen sie zu den krperlichen ,gestalten1 die aus unserer schsischen ,spielwarenerzeugung hervorgegangen sind4 ,ich entschied mich von vornherein fr die ,aufstellung der ,holzschelchen4 ,beim ,durchstbern der ,vorrte in den ,lden fand ich ,tiere1 ,taubenschlge1 landwirtschaftliche ,gerte1 ,wagen1 ,hundehtten1 ,bienenstnde in reicher ,auswahl und geeignet fr meinen ,bauernhof4 ,aber ,menschen1 wie ich sie brauchte1 konnte ich nirgends auftreiben4 ,um meinen ,hof nicht verwaist stehenzulassen1 nahm ich1 was da war3 ,bauern1 ,buerinnen1 ,butterfrauen1 ,nachtwchter1 ,kinder1 ,geistliche1 ,brautleute1 ,krnzeljungfern1 ,stadtvolk4 ,so hatte ich ,leben4 ,aber es pate wie die ,faust aufs ,auge1 wenn ich in meinem ,hofe den ,groknecht in lplertracht spazieren sah4 ,meine ,mdel freuten sich zunchst uneingeschrnkt1 nach und nach wurden ihnen die ,widersprche aber bewut4 ,freude lste diese ,entdeckung bei ihnen nicht aus4 ,auch der ,erwachsene spielt gern mit1 wenn das ,spiel heimatliche ,vorstellungen und ,gefhle auslst4 ,eine rechte ,freude kann aber bei ihm nicht aufkommen1 wenn sich solche ,stilwidrigkeiten fortgesetzt aufdrngen4 ,das bedeutet aber einen ,verlust fr den ,erwachsenen und fr das ,kind4 ,unsere ,zeit hastet4 ,sie lst den einen frher1 den andern spter aus der ,umgebung1 in der er seine ,kindheit verlebte4 ,ein groer ,teil unseres ,volkes fhrt ein modernes ,nomadenleben4 ,nur noch ganz bestimmte ,volksgruppen haben sich die ,sehaftigkeit bis zu einem gewissen ,grade bewahrt4 ,aber auch diese ,kreise fangen an1 den ,sinn in die ,weite schweifen zu lassen und das ,naheliegende zu bersehen4 ,der sich berallhin ausbreitende ,verkehr mit seinem ,einebnen alles dessen1 was kennzeichnend hervortreten will1 lt die besten ,eindrcke der ,kindheit rasch verblassen4 ,alles wird kuflich1 verkuflich4 ,es scheint1 als ob jene innerlich wirkenden ,werte einer ,sache1 die aus der ,geschichte1 aus der ,piett heraus zu erklren sind1 schwnden4 ,gerade diese ,werte aber machten frher eine ,sache oft unbezahlbar4 ,darum mssen wir das alles mit ,freuden begren1 was uns helfen knnte1 jene verborgenen1 in der ,vergangenheit wurzelnden ,werte wieder zu erschlieen4 ,im ,geiste wenigstens lerne jedes sich wieder versenken in die ,schtze der ,vergangenheit1 damit die ,gegenwart mit ihren verwickelten ,verhltnissen besser verstanden werde4 ,alle ,gegenwart ist ,gewordenes4 ,alles ,gewordene fut in der ,vergangenheit4 ,wir sollen nicht mehr blo ,gegenwartsmenschen sein wollen1 sondern sollen uns wieder als etwas betrachten lernen1 das in der ,vergangenheit wurzelt4 ,wir werden dann einsehen1 da jedes gewaltsame ,lsen der ,fden1 die uns mit der ,vergangenheit verbinden1 einen nie wieder gut zu machenden ,schaden fr den einzelnen wie fr die ,gesamtheit bedeutet4 ,unsere ,spielwarenerzeugung kann uns helfen1 die verborgenen ,beziehungen zum ,vergangenen wieder aufzudecken1 kann uns helfen1 ,einkehr zu halten in den ,tagen der ,kindheit wie in denen der reifen ,jahre1 kann uns helfen1 die ,heimat durch ihre ,vergangenheit zu verstehen4 ,ein weites unbebautes ,feld breitet sich hier fr diese ,industrie aus4 ,rechte ,bearbeitung mu eine gute ,ernte fr den ,erzeuger und fr die ,gesamtheit unseres ,volkes bringen4 ,gefhl und ,sinn fr ,heimatliebe1 ,volkskunst1 ,heimatschutz wrden zu gleichen ,teilen durch ,belehrung im ,spiel schon in den ,kleinen geweckt werden4 ,fortgesetztes ,spiel mit ,spielzeug1 das mehr wie ,spielzeug sein will1 brchte diesen ,sinn1 diese ,gefhle zum ,wachstum4 ,schlielich wrden sie beim ,erwachsenen unbewut zum unveruerlichen ,besitzstand geworden sein4 ,wie knnen die beteiligten ,industrien diese ,forderungen erfllen8 ,kurz gesagt dadurch1 da sie ,erzeugnisse schaffen1 die die ,verbindung mit der ,heimat erkennen lassen und echt sind1 also jede ,scheinkunst vermeiden4 ,wir brauchen ,modellierbogen1 die uns einen schsischen wendischen ,bauernhof1 einen schsischen lndlichen ,bahnhof1 ein schsisches mittelalterliches ,rathaus usw4 darstellen4 ,in unserem ,vaterlande haben wir reichliche ,stoffbeispiele dafr4 ,ferner sei zur ,auswahl gestellt3 ,oberlausitzer ,weber- und ,gutshuser -- ,erzgebirgische ,gebude -- ,moritzburg -- ,altes ,leipziger ,rathaus -- ,meiner ,dom1 ,albrechtsburg1 ,rathaus1 ,brgerhuser -- ,bautzener ,gebude -- alte schsische ,kirchen1 ,mhlen1 ,pochwerke -- ,gebude1 deren ,erhaltung mit besonderer ,sorgfalt oft unter ,aufwendung nicht geringer ,mittel durchgefhrt wird 7,frohnauer ,hammer7 -- ,bogengruppen mit ,planzeichnungen zur ,veranschaulichung der ,siedlungsweisen 7,pfahldorf1 ,rundling1 ,lngsdorf1 ,drfer mit sgeblatthnlicher ,gebudestellung1 ,klosterbauten1 ,gartenstdte1 ,alt-,dresden1 ,alt-,leipzig74 ,wenn heute die ,festung ,knigstein als ,modell herausgebracht wrde1 so wrde wohl kaum etwas dagegen eingewendet werden4 ,seien nun die ,gebude auszufhren vom ,modellierbogen aus1 seien sie besser aus einzelnen bemalten ,holzteilen zusammenzuschrnken1 jedenfalls werden dem ,kinde im ,spiel die ,unterschiede der ,bauweisen1 der ,siedelungsanlagen auffallen4 ,fragen nach zeitlichen und rtlichen ,grnden1 auch nach solchen der ,zweckmigkeit werden auftauchen4 ,nicht alle ,fragen wird der ,erwachsene befriedigend beantworten knnen4 ,er wird mit dem ,kinde und durch das ,kind ,heimatkunde und ,heimatgeschichte treiben mssen1 wenn er nicht dauernd die ,fragen halb oder ausweichend oder mit ich wei das selber nicht beantworten will4 ,darum drfen die ,modellbogen nicht ohne ,erluterungsbltter gelassen werden4 ,gute ,bcher knnen noch grndlichere ,auskunft erteilen4 ,anstze in dieser ,richtung sind vorhanden4 ,aber die ,heimatforschung hat noch gengend ,brachland zu bearbeiten1 ehe sie alle ,wnsche nach dieser ,seite hin befriedigen kann4 ,es gibt wohl keinen ,ort ,sachsens1 der nichts htte1 was als bauliches ,wahrzeichen fr ,modellzwecke festgehalten zu werden verdiente4 ,zu den ,modellen von ,bauwerken gehrt das richtige ,gestaltenmaterial4 ,getreu dem ,leben oder -- wenn dies keine ,kunde mehr gibt -- getreu den kulturgeschichtlichen ,quellen wird es dargeboten4 ,wie viele verborgene ,schtze unsrer ,heimatsammlungen1 ,geschichtsmuseen1 ,bildergalerien1 ,innungsschrnke1 ,zunftladen knnten da eine frhliche ,auferstehung feiern6 ,wie knnte aus dem1 das hinter ,glas und ,rahmen1 ,tr und ,riegel wohlverwahrt gehalten wird1 ein ,quell der ,heimatliebe entspringen6 ,da werden lebendig3 alte ,znftler1 ,landsknechte1 ,zllner1 ,snftentrger1 ,narren1 fahrende ,gesellen4 ,dazu die alten ,gebude4 ,die ,vergangenheit wird lebendig in der ,gegenwart4 ,aus ,papierstoff1 ,holz1 ,zinn1 ,linoleum1 durch ,gu1 ,pressen1 ,drehen1 ,schnitzen werden die zeit- und trachtenechten ,gestalten hergestellt4 ,sie sind einzeln kuflich 7zum ,aussuchen74 ,sie knnen aber auch -- zu fein abgestimmten ,gruppen geordnet -- in widerstandsfhigen ,schachteln erstanden werden1 die recht wohl die berlieferte ,aufschrift tragen knnen3 ,andenken an 444 ,zur ,erinnerung an 444 ,oheim ,max bringt dem kleinen ,hans eine ,schachtel mit3 ,andenken an ,leipzig4 ,drinnen liegen ,studenten in ,wichs4 ,das ,frulein mit farbigem ,band ist ,base ,lotte1 die ,studentin4 ,burschen heraus zum ,couleurbummel6 ,muhme ,alma bringt eine ,schachtel mit3 ,erinnerung an ,meien4 ,da sind zu sehen3 ,aschekarl1 ,aschemarie mit dem ,spitz auf dem ,arme1 ,kalmus1 der dumme ,junge von ,meien1 ein ,fremder mit der ,fummel1 ,winzer1 ,winzerinnen4 ,freiberg wartet auf mit ,bergstudenten1 ,bergleuten in ,parade- und ,arbeitstracht1 ,kloster ,marienstern mit ,osterreitern und ,nonnen1 ,bautzen mit dem ,taubenjokel1 wendischen ,mnnern und ,frauen und ,kindern1 dem ,hochzeitsbitter1 der ,braut und dem ,brutigam1 ,oybin mit ,mnchen4 ,anderswo gibt es beim ,schtzenfeste die ganze ,schtzengilde in einer ,schachtel wohlverwahrt zu erstehen4 ,radeberg knpft an seine ,brgerwehr1 seinen ehemaligen ,bergbau1 sein ,gregoriusfest1 seine ,soldaten an4 ,leppersdorf und ,augustusbad bieten an eine ,einsiedelei mit ,bumchen1 ,hasen1 ,rehen1 kleinen ,vglein und dem ,lampert im ,walde4 ,ein ,steinkreuz1 ein ,grenzstein1 ein altes ,denkmal gehrt auch manchmal in so eine ,schachtel4 ,schmiedefeld bei ,stolpen und andere ,orte waren vor ,einfhrung der ,eisenbahn belebtere ,orte als jetzt4 ,sie lagen an den alten ,poststraen4 ,eine ,schachtel zeigt als ,inhalt eine alte ,postkutsche1 ein ,land-7fracht-7fuhrwerk1 ,zllner1 ,torwchter1 ,handwerksburschen1 ,reisende in ,biedermeiertracht4 ,kriegszeiten haben viele schsische ,orte durchleben mssen 7,hussiten-1 ,schweden-1 ,franzosenzeit74 ,kamenz bringt bei seinem ,forstfeste eine ,schachtel heraus1 deren ,inhalt die ,erinnerung an eine glckliche ,errettung aus solch schweren ,tagen wach hlt4 ,bei ,regimentstagen knnen ,gestalten in den ,regimentstrachten der verschiedenen ,zeiten vertrieben werden4 ,vom ,trachtenfest ,biedermeierzeit bringen ,vater und ,mutter eine ,spielschachtel mit1 die entsprechende ,gestalten1 ,rosenlauben1 grne ,hecken enthlt4 ,das1 was bei ,ausstellungen mit den alten ,stdten 7,vergngungsecken7 geboten wird und nach seiner oft recht beachtlichen geschichtlichen ,treue wert wre1 lnger zu bestehen1 das knnte in verkleinerter ,ausgabe zum ,spiel geschaffen1 als ,andenken verkauft werden4 ,im ,vereine mit guten ,gebudenachbildungen mssen solche ,geschenke oder ,andenken in ,vergangenheit und ,gegenwart vertiefen helfen1 mssen sie alt und jung zur ,besinnung einladen4 ,die ,sachen haben ja etwas zu erzhlen4 ,der ,quell der ,sage und ,geschichte mu da sprudeln4 ,kinder und ,erwachsene werden beim ,spiel oft in den ,geleisen wandeln1 die der ,darstellung zugrunde liegen4 ,wie wir aber einen ,freiberger ,bauerhasen stets mit einer gedruckten ,erklrung zu kaufen bekommen1 so darf bei all diesen ,sachen nicht mit frisch und lebendig geschriebenen ,erluterungen gespart werden4 ,trachtenechte ,puppen1 stilgerechte ,puppenmbel 7,himmelbetten1 ,bauerntische1 ,schemel1 ,wiegen1 ,sthle1 geblmte ,vorhnge1 ,teller1 ,tassen1 ,kannen71 eine rechte ,bauernstube1 ,weberstube1 ,patrizierstube1 ,spinnstube3 das mte ,mdchen eine wirkliche ,freude geben6 ,das sind wirkliche ,reiseandenken1 die ihren ,zweck erfllen1 ein ,band zu schlingen ber den ,geber hinweg vom ,empfnger zum kulturgeschichtlichen1 heimatkundlichen ,stoff4 ,das kann von den jetzt noch beliebten ,fangbllen1 ,windrdern1 ,abziehbildern und ,postkarten auf ,holzquerschnitten1 ,steingutsachen u4 a4 m4 nicht behauptet werden4 ,welche ,sorte von ,reiseandenken verraten wohl ,verlegenheit und ,gedankenlosigkeit des ,gebers1 welche begegnen ,verlegenheit und ,gleichgltigkeit beim ,empfnger8 ,strenge ,wahrhaftigkeit in der ,darstellung des trachtenechten ,spielzeugs gibt den ,kleinen auch wahre ,anschauungen4 ,eine nach irgendeiner ,seite hinzielende1 da hinzufgende1 dort verheimlichende ,scheinkunst ist verpnt4 ,sie wrde ,truggebilde der ,heimat erzeugen und die ,jugend verwirren4 ,fr die ,jugend mu nur das ,beste gerade gut genug sein4 ,aber auch viele ,erwachsene gleichen in dieser ,hinsicht ,kindern und verlangen die gleiche ,behandlung4 ,auch ihnen drfen wir das ,bild der ,heimat durch ,unwahrhaftigkeit des gebotenen ,spielzeuges nicht entstellen oder verzerren4 ,die ,bestandteile der ,kleinspielzeugksten werden etwas schematisch1 maschinenmig aussehen4 ,auf die ,maschinenhilfe kann aber aus ,grnden mglichster ,billigkeit nicht verzichtet werden4 ,doch der handarbeitende ,holzschnitzer mag nicht abseits stehen4 ,wie verschieden knnen ein ,student1 ,soldat1 ,bergmann1 ,mnch1 ,bauer1 ,schtzenhauptmann gestaltet werden in ,bewegungen1 ,gesichtszgen1 ,farbengebung6 ,so knnen wir auch mit handgeschnitztem ,kleinspielzeug unsere ,schachteln fllen1 die freilich nur zu einem hheren ,preise zu haben sein knnten4 ,ein ,vergleich von geschnitzten und gedrehten ,figuren wird die ,berechtigung des ,preisunterschiedes beweisen4 ,der ,schnitzer kann seine ,gestalten aus dem ,bereiche des gewhnlichen ,spielzeuges in das ,gebiet des ,kleinkunstwerkes erheben4 ,ich erinnere mich der ,ausstellung von ,krippenfiguren in ,dresden4 ,wie verschieden hatte jeder einzelne ,aussteller sein persnliches ,empfinden in einem gegebenen ,stoffe zum ,ausdrucke gebracht4 ,bewegung1 ,ausdruck1 ,farbe1 ,gruppierung usw41 das alles zusammen genommen brachte trotz ,gleichheit des ,vorwurfes doch durch die selbstndige ,auffassung der einzelnen ,verfertiger groe ,unterschiede heraus4 ,dazu kam die unterschiedliche ,beherrschung und ,anwendung der einzelnen ,techniken4 ,neben etwas schematisch anmutenden ,sachen waren reizende kleine ,kunstwerke vertreten1 bei denen die ,schablone einer durchgeistigten ,auffassung hatte weichen mssen4 ,so braucht sich auch der ,gestalter einzelner ,personen vom trachtenechten ,spielzeug nicht sklavisch an berlieferte ,bewegungs-1 ,ausdrucks- und ,kompositionsschemen zu halten1 sondern kann diese etwas traditionellen ,sachen mit seinem eigenen ,geiste durchdringen1 bezw4 durchbrechen1 wenn am letzteren nicht hhere ,gesichtspunkte hindern sollten4 ,tracht und ,farbengebung ist ja doch durch die berlieferung festgelegt4 ,mancher ,kufer wird dann die auch nicht besonders billigen ,phantasiegestalten der jetzt noch herrschenden ,marktware zurckweisen1 um nach einer nicht so billigen1 aber lebenswahren ,figur zu greifen1 die durch einen gut empfindenden ,gestalter herausgebracht worden ist4 ,solche ,geschenke brauchen sich nicht vor dem ,tageslichte zu scheuen4 ,sie werden immer wieder gern angesehen4 ,unsere schsischen ,spielwarenerzeuger knnen aber auch ber die ,landesgrenzen greifen4 ,nach guten ,vorbildern kann unsere ,industrie jedes auerschsische ,modell lebensvoll gestalten4 ,fr ,seebder werden ,schachteln gefllt mit trachtenechten ,fischern und ,fischerinnen1 ,seeleuten1 ,badegsten1 ,badekarren1 ,strandkrben -- fr ,halle ,hallorengruppen usw4 ,so knnen ,trachtengruppen aus dem ganzen frheren und jetzigen deutschen ,vaterlande zusammengestellt werden4 ,an ,knstlermodellierbogen stehen uns fr diese ,zwecke eine ganze ,anzahl zur ,verfgung1 die den ,aufbau von ,gebuden aus allen ,teilen ,deutschlands ermglichen4 ,die ,verzeichnisse knnten noch durch eine ,anzahl ,bogen von ,orten mit ausgedehntem ,fremdenverkehr bereichert werden4 ,nach diesen ,orten knnte unsere heimische ,industrie ihre ,erzeugnisse senden4 ,das ,schutzwort ,gefertigt in ,deutschland knnte umgewandelt werden in ,gefertigt in ,sachsen4 ,auch hier mu ,sorge getragen werden1 da neben den billigeren1 etwas schematischen ,drehbankarbeiten fr das kaufkrftigere ,publikum auch handgeschnitzte lebensvolle ,gestalten am ,lager sind4 ,damit der ,erzeuger einen angemessenen ,gewinn von seiner ,arbeit habe1 die ,gegenstnde aber trotzdem nicht zu hoch im ,preise kommen1 drfte sich keine lange ,reihe ,zwischenhndler zwischen ,verkufer und ,kufer einschieben4 ,wir gehen khn ber ,deutschlands ,grenzen hinaus und umspannen den ,erdball4 ,wir lassen im ,spielzeug erstehen das ganze bunte ,vlker- und ,trachtengemisch von ,europa und den brigen ,erdteilen4 ,wir bringen ,modellbogen auf den ,markt von der ,eskimohtte und dem ,hottentottenzelt bis zum ,wolkenkratzer1 vom ,pfahldorfhaus in der ,sdsee bis zur ,baumwohnung auf ,java4 ,die ,zinngieerei bringt bereits ,vlker aller ,welt zur ,anschauung4 ,oft hat die ,phantasie sich dabei allzu reichlich bettigt4 ,wahrheit in der ,darstellung ist hier aber um so ntiger1 als eine ,verbesserung eines ,modelleindruckes durch nachtrgliche ,sinneseindrcke am natrlichen ,gegenstande nicht eintreten kann4 ,sind keine einwandfreien ,unterlagen zu haben1 dann verzichte man lieber auf die ,darstellung4 ,auch hier darf das ,erzeugnis der ,handarbeit nicht fehlen1 es wird sicher im ,auslande kaufkrftige ,abnehmer finden4 ,die ,darstellung deutscher ,anschauungsstoffe wird von unseren ,erzeugern vor auerdeutschen stets bevorzugt werden mssen4 ,in dem ,heimatlichen liegen die starken ,wurzeln unserer ,spielwarenerzeugung4 ,heimatliche ,darstellungen finden den ,weg ber die ,grenzen hinber zu unseren deutschen ,brdern im ,auslande4 ,ob sie in ,rumnien1 in ,siebenbrgen1 im ,elsa1 im ,kaukasus1 in den ,urwldern ,sdamerikas oder sonst wo sitzen mgen3 sie werden es gern sehen1 wenn ihre ,kinder mit ,spielzeug spielen1 das ,fden spinnt zur alten ,heimat4 ,schaut der ,erwachsene solchem ,spiel der ,kleinen zu1 so wird ihn stilles ,gedenken bermannen2 da wird schlielich die ,zunge beredt werden beim ,erzhlen von altheimatlichen ,zustnden1 von der eigenen ,jugend1 die -- wenn auch manchmal hart -- doch schn war4 ,die ,kinder lauschen4 ,so sprechen ,vater und ,mutter selten4 ,es mu etwas besonderes um das ,spielzeug sein4 ,geht aus der alten ,heimat als ,geschenk zur ,weihnachtszeit eine solche ,gabe hinaus in die ,fremde1 und ,vater und ,mutter stellen die ,schelchen auf1 wie es sein mu1 dann stehen jung und alt herum um das ,bild aus der alten ,heimat1 ,wehmut und ,freude im ,herzen4 ,das sind ,weihestunden1 der fernen ,heimat gewidmet1 die unermelichen ,gewinn fr die ,auenposten unseres ,volkes haben1 aber auch fr uns selbst4 ,da kommt kein ,negerenglisch1 kein ,burendeutsch1 kein ,sprachenwirrwarr beim ,erzhlen und ,erklren heraus1 da kommt die reine deutsche ,muttersprache zu ihrem ,rechte4 ,fr diese altheimatlichen ,stoffe hat die fremde ,zunge keine ,ausdrcke4 ,wenn unsere ,brder drauen sich auch uerlich verndern1 sich ihrer ,umgebung anbequemen1 so halten wir doch durch solche in der ,heimat wurzelnde ,gaben bei ihnen das ,heimatgefhl wach4 ,so lange sie dies ,gefhl haben1 so lange sind sie noch unser1 sind sie und ihre ,kinder frs ,deutschtum noch nicht ganz verloren6 ,wenn unsere ,geschenke das erreichen1 ,heimatsinn zu erwecken im ,lande selbst und drauen in der ,fremde1 dann knnen wir wohl sagen3 ,es sind rechte ,geschenke gewesen4 ,wir haben mehr geschenkt als ,spielzeuge oder ,kunstwerke4 ,wir haben innere ,werte erschlossen und mitgegeben1 die unbezahlbar sind1 die sich nicht wiegen und messen lassen1 die nur innerlich erlebt und gewertet werden knnen4 ,aber nicht nur der ,geber kann befriedigt auf sein ,geschenk blicken1 nein auch der ,erzeuger4 ,auch er gibt mehr hinaus als allein seiner ,hnde ,flei4 ,auch er kann sprechen3 ,der ,geist1 aus dem heraus ich alles gebildet und geschafft2 der ,geist1 der aus meiner ,arbeit spricht1 der ,geist der ,heimat1 der ist an ,euch1 ,ihr ,kufer1 mein ,geschenk6 ,caprivi und die ,bume im ,garten des ,kanzlerpalais ,ich kann nicht leugnen1 da mein ,vertrauen in den ,charakter meines ,nachfolgers einen ,sto erlitten hat1 seit ich erfahren habe1 da er die uralten ,bume vor der ,gartenseite seiner1 frher meiner ,wohnung hat abhauen lassen1 welche eine erst in ,jahrhunderten zu regenerierende1 oft unersetzbare ,zierde der amtlichen ,regierungsgrundstcke in der ,residenz bildeten4 ,kaiser ,wilhelm ,i41 der in dem ,reichskanzlergarten glckliche ,jugendtage verlebt hatte1 wird im ,grabe keine ,ruhe haben1 wenn er wei1 da sein frherer ,gardeoffizier alte ,lieblingsbume1 die ihres ,gleichen in ,berlin und ,umgebung nicht hatten1 hat niederhauen lassen1 um un poco piu di luce zu gewinnen4 ,aus dieser ,baumvertilgung spricht nicht ein deutscher1 sondern ein slawischer ,charakterzug4 ,die ,slawen und die ,kelten1 beide ohne ,zweifel stammverwandter als jeder von ihnen mit den ,germanen1 sind keine ,baumfreunde1 wie jeder wei1 der in ,polen und ,frankreich gewesen ist2 ihre ,drfer und ,stdte stehen baumlos auf der ,ackerflche1 wie ein ,nrnberger ,spielzeug auf dem ,tische4 ,ich wrde ,herrn von ,caprivi manche politische ,meinungsverschiedenheit eher nachsehen1 als die ruchlose ,zerstrung uralter ,bume1 denen gegenber er das ,recht des ,niebrauchs eines ,staatsgrundstcks durch ,deterioration desselben mibraucht hat4 7,aus ,bismarcks drittem ,bande47 ,drei ,baumbilder aus unsrer ,heimatsammlung ,von ,a4 ,khne1 ,wilsdruff ,auf ,anregungen des ,landesvereins ,schsischer ,heimatschutz hin arbeiteten wir im vergangenen ,jahre an einem heimatlichen ,baumbuch4 ,es liegt jetzt in der ,handschrift vor und soll in unsrer ,heimatbeilage abgedruckt werden4 ,dank will ich sagen den ,herren ,rhle und ,zieschang1 ersterer hat die ,bume gemessen1 ,geschichte und berlieferung gesammelt1 letzterer hielt sie im ,bilde fest4 ,von unsern heimatlichen ,hhenbumen mgen hier stehen ,rdigers ,linden in ,helbigsdorfer ,flur4 ,kein ,wandrer1 der unsre ,wilsdruffer ,heimat gekreuzt htte1 ohne sie zu sehen4 ,in einer ,hhe von #ccd ,meter -- die ,generalstabskarte nennt den ,hgel den ,eschenhbel -- beherrschen sie die weite ,umgegend1 und kstlich ist der ,blick von dem ,ruhebnkchen zu ihren ,fen4 ,wettergezaust und blitzgetroffen1 doch stolz und stark stehen sie hier1 ,saat und ,ernte seit einem ,jahrhundert um sie her4 ,mgen sie noch lange ,freude und ,erholung fr ,land- und ,wandersmann spenden6 ,illustration3 ,rdigers ,linden in ,helbigsdorf 7,amtsh4 ,meien7 7,aufn4 ,g4 ,zieschang1 ,kaufbach7 ,ein ,wegebaum -- der ,blankensteiner ,bergahorn4 ,da wo die ,dorfstrae anhebt1 wo der ,kommunweg ,helbigsdorf--,blankenstein endet1 steht dieser stolze ,baum4 #c1fh ,meter mit der ,umfang seines ,stammes in ,brusthhe1 an die #bf ,meter hoch quillt das ,laubwerk in den ,himmel hinauf4 ,eine gewaltige1 herrliche ,flle1 dieses ,astwerk mit seinem ,bltterwald4 ,einen hheren ,genu aber schafft sein ,anblick im ,winter1 wenn ihm der ,frost den ,blttermantel nahm1 wenn sich eine weie ,decke unter ihm breitet4 ,da erst wird der gleichmig schne ,bau der ,krone offenbar1 dieses ,wachsen und ,dehnen und ,greifen in die ,weite und ,hhe4 ,und dazu die graubraune ,frbung der schlanken ,stmme und ,schfte auf weiem ,hintergrunde4 ,ein kstlich ,bild4 ,illustration3 ,bergahorn in ,blankenstein 7,amtsh4 ,meien7 7,aufn4 ,g4 ,zieschang1 ,kaufbach7 ,als dritter und letzter einer der geborstenen ,riesen des ,weistropper ,schloparkes1 eine ,edelkastanie4 ,ihr ,geschlecht mag unter all den heimatlichen beachtenswerten ,bumen das lteste sein1 bei weitem lter und ehrwrdiger als die dreihundertjhrigen ,reformationslinden zu ,wilsdruff und ,wurgwitz4 ,der ,sage nach soll ,bischof ,benno sie gepflanzt haben2 da die frhmittelalterliche ,kirche sich um ,pflanzung und ,pflege des ,weinstocks1 der ,edelkastanie u4 a4 verdient gemacht hat1 steht auer allem ,zweifel4 ,auch der ,miltitzer ,schlopark zeigt stolze alte ,bume dieser ,art1 sie sollen von ,karl v4 ,miltitz1 dem ppstlichen ,staatssekretr1 gepflanzt worden sein4 ,wir freuen uns an dem ausgeprgten ,artcharakter dieser ,stmme1 danken der ,schloherrschaft fr deren ,erhaltung und hoffen1 da diese ,bume uns noch manches ,mal ,labsal sind auf unsern ,heimatwanderungen4 ,illustration3 ,edelkastanie im ,schlopark ,weistropp 7,aufn4 ,g4 ,zieschang1 ,kaufbach7 ,pflanzt ,nubume6 7,zu meinem ,aufsatze3 ,erhaltet dem heimatlichen ,landschaftsbilde die ,alleen und die hervorragenden ,bume7#a ,von ,a4 ,klengel ,zu den wertvollsten und malerischsten ,schmuckstcken unseres ,landschaftsbildes gehren stattliche ,walnubume1 mgen sie nun als ,einzelbume im ,garten stehen1 den lndlichen ,hof beschatten oder als ,allee der ,dorfstrae das ,geleit geben4 ,der ,nubaum ist aber nicht nur ein ausgezeichneter ,schattenspender1 sondern durch ,frucht und ,holz einer unserer wertvollsten ,nutzbume4 ,der ,umstand1 da sich sein ,holz nicht nur fr den ,mbelbau1 sondern vor allen ,dingen fr die ,herstellung von ,gewehrschften ausgezeichnet eignet1 ist dem ,nubaum whrend der ,kriegszeit verhngnisvoll geworden4 ,alle ,nubume1 von einer bestimmten ,stammstrke ab1 waren beschlagnahmt und viele ,tausende fielen der ,axt zum ,opfer1 um das ,vaterland verteidigen zu helfen4 ,empfindliche ,lcken wurden dadurch in unseren ohnehin nicht zu hohen ,nubaumbestand gerissen2 wir merken die ,knappheit am besten an den zu schwindelnder ,hhe gestiegenen ,nupreisen4 ,es ist eine ,pflicht aller heimischer ,grundbesitzer1 der ,anpflanzung von ,walnubumen erhhtes ,augenmerk zuzuwenden4 ,die durch den ,krieg gerissenen ,lcken mssen sich wieder schlieen1 der ,nubaum mu auch deswegen ausgiebiger angepflanzt und gehegt werden1 weil uns ,elsa und ,lothringen1 die seither einen hohen ,prozentsatz des heimischen ,bedarfs an ,walnssen und ,nutzholz lieferten1 verlorengegangen sind4 ,hieraus ergibt sich ohne weiteres1 da jetzt die ,anpflanzung der ,nubume viel lohnender sein wird als in frheren ,jahren4 ,durch reichlichen eigenen ,anbau und eigene ,erzeugung von ,walnssen und ,holz knnen wir auch die ,einfuhr einschrnken und dadurch einer wichtigen vaterlndischen ,pflicht gengen4 ,da wir berdies durch ,hegen des stattlichen grolaubigen ,baumes auch unser ,landschaftsbild verschnern und dadurch dem ,heimatschutz trefflich dienen1 wurde bereits erwhnt4 ,einer ausgiebigen ,anpflanzung des ,nubaumes werden mancherlei ,bedenken entgegengestellt1 die sich aber bei nherer ,untersuchung fast durchweg als unhaltbare ,vorurteile erweisen4 ,es mu zunchst vorausgeschickt werden1 da unser ,walnubaum 7,juglans regia7 ein ,kind des heien ,orients ist1 aber auch in ,sdeuropa ausgedehnte wilde ,bestnde bildet4 ,er ist insofern etwas anspruchsvoll1 als er geschtzte ,lage1 mildes ,klima und tiefgrndigen nahrhaften ,boden bevorzugt und gegen ,sptfrste empfindlich ist4 ,nach meinen1 ber dreiig ,jahre reichenden ,erfahrungen ist aber der ,nubaum durchaus nicht so zart wie oft angenommen wird4 ,ein neben meinem ,hause in ,meien1 allerdings sehr geschtzt stehender ,baum1 hat seit ber zwanzig ,jahren niemals durch ,frost gelitten1 auch sind viele ,jahre vergangen seit ich das letztemal in der freigelegenen ,umgebung von ,meien erfrorene ,nublten feststellen konnte4 ,vielfach ist die ,meinung vertreten1 da der ,nubaum nur bis hchstens fnfhundert ,meter ,seehhe und dann nur an geschtzten ,standorten ertragreich bliebe2 in hheren ,lagen empfehle sich seine ,anpflanzung lediglich des ,holzes1 nicht aber der ,fruchtgewinnung wegen4 ,diese ,ansicht mag viel dazu beigetragen haben1 da man von der ,anpflanzung abgesehen hat4 ,ich habe jedoch schon ganz andere ,erfahrungen gesammelt4 ,in ,brenstein im ,mglitztale trug ein alter1 in ber fnfhundert ,meter ,hhe nicht besonders geschtzt stehender1 leider auch dem ,kriege zum ,opfer gefallener ,nubaum seit ,menschengedenken reichlich ,frchte und versagte nur dann einmal1 wenn ,sptfrste die ,blte vernichtet hatten1 was aber1 wie bereits erwhnt1 auch in tieferen ,lagen zuweilen vorkommt4 ,ein im gleichen ,orte in fnfhundertfnfzig ,meter ,hhe stehender jngerer ,baum trgt seit einigen ,jahren ebenfalls reichlich ,frchte4 ,vllig berraschend war aber die ,tatsache1 da sogar ein in siebenhundert ,meter ,hhe stehender jngerer ,nubaum am ,kllnerschen ,vorwerk in ,hirschsprung bei ,altenberg noch ausgereifte ,frchte trgt4 ,man hatte mit ,blhen und ,frchtetragen nicht mehr gerechnet1 weil der ,baum solange damit zgerte2 es war dabei aber nicht beachtet worden1 da die ,mannbarkeit des ,nubaumes nicht vor dem zwanzigsten ,lebensjahre1 vielfach sogar noch spter eintritt4 ,eine weitere ,abneigung gegen das ,anpflanzen der ,nubume entspringt aus dem angeblich schweren ,anwachsen verpflanzter ,bume und anderen ,mierfolgen1 die aber durchweg aus grtnerischen ,migriffen entstehen und lediglich darauf zurckzufhren sind1 da man die natrliche ,eigenart des ,nubaumes sehr oft auer ,acht lt4 ,der ,nubaum darf nur im ,frhjahr umgepflanzt werden1 die ,wurzeln sind dabei zu krzen und zurckzuschneiden4 ,da der ,nubaum im ,gegensatze zu seinem harten ,stammholze sehr weiche ,wurzeln besitzt1 kommt es sehr oft vor1 da die noch nicht angewachsenen ,wurzeln der im ,herbst versetzten ,bume whrend der ,winterruhe verfaulen und absterben1 wodurch der ,baum stets eingeht4 ,wenn irgend mglich1 vermeide man das ,verpflanzen berhaupt und lege die ,samennsse gleich an die spteren ,standorte der ,nubume4 ,der ,nubaum darf1 im ,gegensatz zu den meisten anderen ,bumen nur im vollbelaubten ,zustande1 am besten im ,frhjahre verschnitten werden2 der ,rckschnitt im unbelaubten ,zustande whrend der ,winterruhe bringt ein ,krnkeln und vlliges ,absterben des ,baumes mit sich4 ,bei ,anpflanzung von ,alleen ist darauf zu achten1 da die ,nubume mindestens fnfzehn ,meter voneinander entfernt zu stehen kommen4 ,um gesund zu bleiben1 mu sich der ,baum nach allen ,seiten frei entwickeln knnen4 #a ,siehe ,band ,x1 ,heft #d_/f1 ,seite #ie4 ,praktischer ,heimatschutz ,in ,alt-,trachau1 dem ehemaligen alten ,dorfplatz von ,trachau1 das leider in seiner alten ,ursprnglichkeit durch ,einbauen moderner ,grostadthuser bedeutend eingebt hat1 kenne ich von ,jugend her ein kleines1 immer sauber getnchtes ,huschen1 das mich dadurch ganz besonders interessierte1 weil es neben seiner kleinen grngestrichenen ,hoftr im alten ,gemuer einen alten ,hausspruch barg1 den nur wenige kannten2 ja1 wie ich bei seiner ,ausbesserung beziehungsweise ,sichtbarmachung erfuhr1 nicht einmal alle die jetzigen ,bewohner dieses ,hauses4 ,,kom ,,her ,,rein ,,du ,,ge ,,segnerder ,,des ,,hern ,,was ,,seiest ,,du ,,drausen4 ,illustration3 ,alt-,trachau 7,aufnahme ,julius ,georg ,perlik1 ,dresden-,rochwitz7 ,diese alte ,sandsteinplatte1 welcher man bei ,erbauung dieses ,huschens oder schon frher1 mit ungelenker ,hand und primitiven ,werkzeugen diese alten ,schriftzeichen eingraviert hat1 lenkte eines ,tages meine ,aufmerksamkeit auf sich1 und ich hatte alle ,mhe1 diese alten1 mit ,kalkfarbe verschmierten ,buchstaben berhaupt zu entziffern4 ,seinerzeit als es noch ein schner1 sinniger und volkstmlicher ,brauch war1 solche ,sprche -- meist ernsten ,inhalts -- ber ,tren1 an ,giebeln und ,torbogen1 nicht nur anzubringen1 sondern wo man noch ,zeit fand sie auch zu lesen und darber nachzudenken1 da waren diese ,buchstaben wohl noch scharf und leserlich4 ,doch bis dahin1 als ich erstmalig darauf aufmerksam wurde1 war wohl der ,faustpinsel des ,scharwerksmaurers verschiedene ,male und in allen erdenklichen ,farben darbergefahren4 ,so kam es1 da diese alten ,schriftzeichen mit der ,lnge der ,zeit fast eins geworden waren mit dem brigen ,mauerwerk4 ,wind und ,wetter und das ,alter haben das brige getan4 ,lange1 lange ,jahre vergingen und immer wieder sorgte der ,besitzer dafr1 da dieses alte ,huschen wieder schn wurde1 mal wei1 mal hellblau1 mal rosa4 ,das ,geblk schn dunkel4 ,die ,hoftr1 das ,weinspalier1 der ,gartenzaun und die ,fensterladen frisch blaugrn4 ,das alte ,ziegeldach aber bekam von ,zeit zu ,zeit durch einige neue ,ziegel1 die sich hier und da notwendig machten1 eine wunderhbsche ,abwechslung4 ,es war eben immer schn4 ,der alte ,spruch aber verschwand immer mehr4 ,dann wurde ich ,heimatschtzler4 ,in ,nr4 #c der ,heimatschutznachrichten lt der ,heimatschutz seinen ,mitgliedern wissen1 da ,bilder von ,hausinschriften erwnscht seien4 ,so lie sich aber kein ,bild machen4 ,bei dieser ,gelegenheit sollte dieser alte ,hausspruch wieder zu ,ehren kommen4 ,sonntag1 den #bd4 ,juli dieses ,jahres1 frhzeitig1 machten wir uns ans ,werk4 ,alles dazu ,notwendige hatte ich bereits an ,ort und ,stelle gebracht1 auch die ,genehmigung des ,besitzers holte ich mir4 ,zement -- gestiftet von ,kell ,lser -- war auch schon da4 ,kurz berichtet war die ,arbeit folgende3 ,die ,sandsteinplatte wurde von anhaftendem ,mrtel und ,putz gereinigt1 dann die als ,rahmen gedachte1 vorstehende und abgerundete ,wulst oder ,kante aus einem ,gemisch von ,zement und ,sand aufgetragen und verputzt2 die ,mauer nach hinten um einige ,zentimeter erhht1 um den darauf liegenden ,dachziegeln1 die als ,schutzdach und gleichzeitig1 um das ,ganze zu heben1 als ,abschlu und zur ,zierde dienen sollen1 eine schrge ,lage zu geben4 ,diese ,arbeit nahm ungefhr sieben ,stunden in ,anspruch1 fand aber dadurch eine unerwnschte ,unterbrechung1 da wir von einem ,wohlfahrtsbeamten wegen ,entheiligung der ,sonntagsruhe zur ,anzeige gebracht wurden4 ,ich lie mich selbst zur ,wache fhren1 und erwirkte nach lngerer ,rcksprache mit dem ,wohlfahrtsinspektor1 da wir doch diese ,arbeit zu ,ende fhren konnten4 ,darber habe ich seinerzeit im ,heimatschutz persnlich ,bericht erstattet4 ,zum ,schlu wurden die ausgebesserten ,stellen dieser ,mauer mit ,weie berstrichen4 ,die ,wulst aber bekam einen ,anstrich in dunkel ,ocker1 whrend die ,innenflche ganz hell ,ocker gehalten wurde4 ,so kam aber die alte ,schrift noch entschieden zu wenig zum ,vorschein1 wir sahen aber vorlufig von einem ,ausmalen der ,buchstaben noch ab1 da wir befrchteten1 da das ,historische dieses alten ,spruches dadurch einben wrde4 ,soweit wieder hergestellt1 nahm der ,heimatschutz eine ,besichtigung unserer ,arbeit vor1 wobei ihm vor allem die sich zu schwach hervorhebende und dadurch schwer leserliche ,schrift auffiel4 ,er riet uns deshalb1 das ,ausmalen der ,schrift doch noch vorzunehmen4 ,diese ,arbeit wurde am #h4 ,august ausgefhrt4 ,mit ,dunkelgrau ausgemalt wirkt dieser ,hausspruch wieder wie ehedem auf die ,vorbergehenden und selbst der ,pastor von ,trachau sprach gleich am nchsten ,tage in diesem ,hause vor1 und war sehr erfreut und doch beschmt1 da sich ,leute gefunden hatten1 die diesen alten ,spruch wieder zu ,ehren brachten4 ,er selbst gestand zu seiner ,schande1 wiewohl er ber zehn ,jahre hier im ,amte sei1 wre ihm dieser herrliche ,spruch noch nicht aufgefallen4 ,so mancher1 der hier hunderte ,male vorbeiging1 ohne ihn zu bemerken1 macht jetzt ,halt vor diesem alten ,spruch und sinnt4 ,der eine flchtig1 der andere nachdenklich4 ,was mgen sie wohl alle denken8 ,warum hat man den alten ,spruch gerade jetzt wieder sichtbar gemacht8 ,illustration3 ,alt-,trachau 7,aufnahme ,julius ,georg ,perlik1 ,dresden-,rochwitz7 ,die ,bauersfrau gegenber hat mir es erzhlt1 immerwhrend stnden jetzt ,leute hier -- meist alte1 aber auch junge -- und buchstabierten den alten ,spruch4 -- ,herr ,perlik1 der mich auch hier wieder in dankenswerter ,weise untersttzt hat1 indem er mit besonderer ,liebe und ,sorgfalt den grten ,teil dieser ,arbeiten nach meinen ,angaben ausfhrte1 fertigte auch umstehende ,aufnahmen an4 ,whrend mein ,wanderfreund ,burk ,handlangerdienste leistete1 fhrte ,herr ,schilling die malerischen ,arbeiten aus4 ,die ,skizze hierzu hatte ,herr ,a4 ,wiehl nach der ,natur angefertigt und den zur ,ausfhrung gebrachten ,entwurf dabei mit eingezeichnet4 ,ich bte das ,amt eines ,poliers aus4 ,so kann durch ,mithelfen eines jeden manches wieder ans ,tageslicht gebracht und der ,nachwelt erhalten werden4 ,es gibt in unseren schnen ,vororten und ,drfern noch viel ,interessantes und ,erhaltenswertes1 aber leider noch zu wenig ,helfer4 ,richard ,khler4 ,in den ,htten meiner ,heimat 7aus ,bunte ,gassen1 helle ,straen1 ein ,buch von ,kinderland und ,heimat von ,max ,zeibig1 ,bautzen4 #b4 ,band der ,heimatbcherei des ,landesvereins ,schsischer ,heimatschutz#b7 ,meine ,heimat luft vom ,kamme duftblauer ,berge waldreiche ,hnge hinab ber einen ,saum von blumigen ,wiesen und fruchtschweren ,feldern1 eilt an rauschenden ,schornsteinen1 klirrenden ,werksttten und sausenden ,websthlen vorbei1 zeigt stolz zwei alte1 turmreiche ,stdte1 davon eine immer schner und lieber als die andere1 zieht hinaus in bauernsatte ,drfer und wandert1 wandert und kommt endlich ganz mde in die ,heide1 in die grne einsame ,heide und ruht sich dort aus4 ,und bin ich des ,lebens und der ,arbeit1 des ,hasses1 ,neides und ,streites mde1 spricht mein ,herz verlockend zu mir3 ,flieh' auf6 ,deine ,heimat ruft1 die ,heide4 ,da bin ich nun4 ,in schimmerndem ,kleide gren die ,birken1 die schlanken ,geliebten des ,waldes4 ,die ,fichten raunen und prahlen mit ihren jungen ,trieben2 aber die ,kiefern trumen und schweigen4 ,tiefverborgen liegt ein ,teich1 da leuchten aus moosgrnen ,binsen schneeweie ,rosen4 ,die sind so heilig und so schn1 wie ein ,mdchen in seiner seligsten ,jugend4 ,hoch am ,himmel ein beutesuchender ,bussard1 im ,schilf ,scharen wilder ,enten1 im ,wald das sorglose1 flinkfige ,reh1 dazu tausend und tausend blaue und braune brummige ,kfer1 ,insekten mit lichtglnzendem ,flgelkleid1 schnheittrunkene ,schmetterlinge1 von ,heidekraut zu ,heidekraut beraus zarte1 feinfdige ,spinngewebe1 darinnen der morgenfrische ,tau funkelt und leuchtet wie ,millionen ,brillanten1 und ber allem ein ungemein feines und weiches ,singen und ,klingen und ein ,duft und eine ,seligkeit1 da das ,herz schreien mchte vor so viel ,schnheit4 ,das ist die ,ruhe1 der ,frieden meiner ,heimat -- die ,heide4 ,heute bin ich in ihren ,htten gewesen4 ,die ,menschen wohnen in niedrigen1 dumpfen ,stuben4 7,sie sind den lieben langen ,tag im ,wald und auf dem sprlichen ,feld6 ,was brauchen sie in den ,stuben frische ,luft67 ,wie gemtlich so ein brauner1 breiter ,kachelofen ist6 ,das ,doppelbett hat einen frischen1 buntblumigen berzug4 ,auf dem ,tisch stehen ein paar blutrote ,nelken1 die brennen vor lauter ,liebe4 ,an den ,wnden hngen1 gestickt1 unter ,glas und ,rahmen1 oder blo auf ,pappe gedruckt1 fromme1 bescheidene ,wandsprche4 ,im ,glasschrank feiern silbern- und goldgernderte ,tassen1 geblmelte ,teller von ,steingut und zierliche von ,glas1 allerhand nichtige1 kleine ,figuren1 verblichene1 braungetnte ,photographien ein beschauliches ,dasein4 ,von dem weigestrichenen ,fensterbrett gucken steife ,geranien und herzreiche ,fuchsien neugierig auf den rankenden ,wein1 der die kleinen ,fenster wild umwuchert1 wie weit er mit seinen ,trauben sei4 ,drauen im kleinen ,grtchen verblhen spte ,rosen in kniglicher ,pracht4 ,zwei ,alte kommen mir freundlich entgegen3 ,schn ,willkomm'1 sagen sie4 ,wie lieb das klingt6 ,ich mu immer auf sie sehen1 auf die beiden ,alten4 ,mein ,gott1 die ,hnde1 wie sind die hart und schwielig6 ,die haben im ,leben was gerackert und geschafft1 und die mden1 erloschenen ,augen1 die haben manche ,trne geweint 444 ,wir haben einmal zwei ,shne gehabt1 erzhlen die beiden ,alten1 echte1 treue1 starke ,shne der ,heide4 ,da sind ihre ,bilder 444 ,sind alle beide gefallen4 ,fr die ,heide4 ,fr die ,heimat 444 ,die beiden halten sich an der zitternden ,hand und sitzen ganz feierlich auf ihrem zerbeulten ,sofa4 ,gerade ber ihnen hngt der ,spruch3 ,befiehl dem ,herrn deine ,wege1 er wird's wohl machen6 444 ,die beiden ,alten sind ganz ruhig1 ganz still4 ,sie haben ein ,lebenlang geschuftet und gesorgt4 ,nun sind sie so zufrieden und so fromm 444 ,das fhlt man4 ,arme ,leute6 hier in der ,heide 444 ,o du ruhlose1 friedlose1 du laute1 du trichte ,welt1 wenn du wtest1 wie arm du bist 444 und wie reich sie sind in den einsamen ,htten meiner ,heimat6 ,illustration #b ,preis fr ,mitglieder 7gebunden7 ,m4 #ae1-- 7sonst ,m4 #ah1--74 ,bestellkarte anbei4 ,das ,weberhaus in ,hosterwitz ,von ,edgar ,hahnewald1 ,dresden ,die ,wohnungsnot zwingt dazu1 jeden verfgbaren ,raum nutzbar zu machen2 dadurch werden aber in gewissen ,fllen auch ,sttten bedroht1 deren unangetastete ,erhaltung selbst in dieser ,notlage geboten erscheint4 ,das ist auch beim ,weberhaus in ,hosterwitz der ,fall1 das bisher fast unbekannt und darum unberhrt lag2 besucht und bewundert von denen1 die diese ,sttte zu schtzen wuten1 seine kulturelle und musikgeschichtliche ,bedeutung kannten4 ,jetzt aber glauben die ,wohnungsbehrden1 die bisher ,rcksicht bten1 diesen stillen ,winkel nicht lnger schonen zu knnen4 ,wenn aber das ,weberhaus fr dauernd bewohnbar gemacht werden sollte1 sind ,eingriffe in die uere und innere ,gestaltung unumgnglich ntig1 die den historischen ,charakter des ,hauses zerstren4 ,der ,heimatschutz bemht sich1 im ,verein mit dem um die ,erhaltung der ,kultursttte verdienten ,besitzer1 ,herrn ,emil ,krahmer1 die drohende ,gefahr abzuwenden4 ,es erscheint angebracht1 auch weitere ,kreise fr diese ,schaffenssttte des ,freischtz-,komponisten ,carl ,maria von ,weber zu interessieren1 was durch die nachfolgende ,schilderung geschehen soll4 ,die ,schriftleitung4 ,an der ,dresdner ,strae in ,hosterwitz1 in beinahe unmittelbarer ,nhe des ,pillnitzer ,idylls1 liegt ,carl ,maria von ,webers ,sommerhaus4 ,hundert ,jahre lang hat ein guter ,stern ber seiner ,unversehrtheit gewacht4 ,kaum da es jemand wute4 ,zwar ,webers ,mbel stehen nicht mehr darin4 ,irgendwer hat spter dem hinteren ,fachwerkgiebel eine hlzerne ,veranda vorgebaut1 die aber das ,ganze nicht strt und die heute schon wieder alt geworden und von der ,zeit in die ,stimmung des ,winkels einbezogen worden ist4 ,aber sonst ist es noch ganz und gar ,webers ,haus geblieben -- man meint1 die ,blumen1 die da blhen1 habe schon er gestreift1 wenn er kam und seine ,frau ,caroline in der ,laube ihm entgegensah4 ,und die stillwachsenden ,bume haben das ,huschen nur noch tiefer in friedevolles ,grn gehllt4 99 99 99 99 99 ,es ist eigentlich kaum ein ,wunder1 da die hundert ,jahre das ,huschen nicht antasteten4 ,die nahe ,stadt wuchs sich nach anderen ,richtungen aus und lie diesen ,winkel unberhrt4 ,und da sonst niemand ein ,aufhebens von diesem ,eckchen machte1 gereichte ihm zum ,schutz vor absichtsvollen ,aufmerksamkeiten1 die vielleicht gerade das zerstrt htten1 was nun so reizend daran ist3 seine ,unberhrtheit4 ,wir schtzen heute solches ,erbe bewuter4 ,aber sofort zwingen uns auch die schrfer zugreifenden ,bedrohungen dazu1 uns schtzend vor das ideelle ,gut zu stellen1 das uns gelassenere ,zeiten hinterlieen4 ,denn whrend es bisher gut fr das ,huschen war1 da es unbeachtet blieb1 mssen wir heute gerade umgekehrt aller ,augen darauf hinlenken und sagen3 dieses kleine ,haus ist ein ,schatz1 den ihr alle kennen und schtzen und erhalten helfen mt6 99 99 99 99 99 ,illustration3 ,abb4 #a ,hosterwitz1 gemalt von ,professor ,c4 ,a4 ,gnther um #ahbj 7,aus dem ,dresdner ,stadtmuseum7 ,als ,weber1 kniglich schsischer ,kapellmeister und ,musikdirektor der eben erst geschaffenen deutschen ,oper in ,dresden1 dieses ,huschen fand1 erfllte sich ein lngst gehegter ,wunsch4 ,schon lange sphten er und seine junge ,frau nach einem ,sommernest aus1 das im ,sinne der damaligen ,zeit anspruchslos sein1 aber nicht zu weit ab von der ,stadt liegen sollte4 ,dieses kleine ,haus1 das dem ,hosterwitzer ,winzer ,felsner gehrte1 entsprach allen ,wnschen4 ,unverdrossen wanderte nun ,weber immer wieder von ,dresden nach ,hosterwitz und zurck1 um das ,ausma irgend eines ,raumes zu holen1 das ,caroline zum ,plane der ,einrichtung brauchte4 ,und nachdem er sich so und so oft diesen ,weg entlang komponiert hatte1 bezog das ,paar glckstrahlend am #ah4 ,juni #ahah das erste ,stockwerk des ,huschens1 das ihm zum ,sommerparadies wurde4 ,wir fahren heute in fnfzig ,minuten mit der ,straenbahn von ,dresden nach ,hosterwitz4 ,damals kostete das einen strammen ,fumarsch4 ,und man kann sich eine ,vorstellung von dem festlichen ,umstande machen1 den alljhrlich die bersiedlung in die ,sommerresidenz verursachte1 wenn man der launigen ,schilderung gedenkt1 die ,wilhelm von ,kgelgen in seinen ,jugenderinnerungen eines alten ,mannes von der ,badereise seiner ,mutter von ,dresden nach ,lotzdorf bei ,radeberg gibt3 ,unser dottergelber ,reisewagen ward nun hochbepackt mit allem ,ntigen1 mit ,koffern1 ,waschen und darber hingeschnallten ,bettscken1 vier ,pferde wurden vorgelegt und die ungeheure ,maschine setzte sich in ,bewegung4 ,auch ,weber reiste mit einer solchen ,maschine4 ,und spter schaffte er sich1 um den hufig ntigen ,fumarsch zu ersparen1 auch eine ,equipage an und versteifte sich darauf1 selbst zu kutschieren1 wobei er freilich bel debtierte und nach der dritten ,fahrt kleinlaut zu ,fu in ,hosterwitz ankam1 whrend ein ,bursche ,tier und ,wagen nachfhrte4 ,er besa aber spter stets zwei ,pferde1 ,reise- und ,stadtwagen und eine nach damaliger ,sitte reich in ,rot und ,gold dekorierte ,droschke4 ,und es war eine seiner kleinen ,eitelkeiten1 da man seine ,equipage zu den elegantesten der ,stadt zhlte4 99 99 99 99 99 ,hosterwitz lag damals wirklich weit ab von der ,stadt1 und die ,reise dahin war schon ein ,ereignis in einer ,zeit1 in der das ,linckesche ,bad an der ,elbe und ,findlaters ,weinberg hinter der heutigen ,saloppe die ,ausflugsziele der ,dresdner waren4 ,das hbsche ,aquarell ,professor ,gnthers aus dem ,jahre #ahbj im ,dresdner ,stadtmuseum gibt eine deutliche ,vorstellung davon1 wie lndlich und abgeschieden das kleine ,dorf am ,fue der ,rebenberge lag4 ,august ,schumanns ,staats-1 ,post- und ,zeitungs-,lexikon berichtet in dem #ahag erschienenen ,bande1 da ,hosterwitz nur #ba ,huser und #aac ,einwohner zhlt1 und fgt im ,ergnzungsbande von #ahcj hinzu3 ,hosterwitz liegt in und vor dem ,keppgrunde1 unstreitig in einer der reizendsten ,gegenden ,sachsens1 welche wir selbst jenen von ,pillnitz und ,loschwitz noch vorziehen mchten1 da hier die ansehnlichen ,berge fast jeder ,art von ,bekleidung1 nicht das ,einerlei der ununterbrochenen ,weinpflanzungen zeigen2 auch haben die hiesigen und poyritzer ,wiesen einen auffallend ppigen ,charakter4 99 99 99 99 99 ,in dieser friedlichen ,landschaft lag nun ,webers ,sommerparadies1 in dem er ,ruhe1 ,erholung von den ewigen ,kmpfen mit seinen ,dresdner ,widersachern und erfrischende ,anregungen zum ,schaffen fand4 ,die ,strme1 die aus dieser ,umgebung in seine ,arbeit hinberflieen1 pulsen immer4 ,die ,kantate1 der er den ,titel ,natur und ,liebe gab1 spiegelt ja geradezu im ,duett ,holde1 zaubrisch-schne ,hgel die ,lieblichkeit des ,elbtales musikalisch wieder4 ,die anmutige ,aufforderung zum ,tanz1 die schnsten ,partien des ,freischtz1 der ,euryanthe1 des ,oberon und viele kleinere1 nicht minder kstliche ,werke entstanden auf den ,spaziergngen um ,hosterwitz und sind in diesem kleinen ,hause niedergeschrieben worden4 ,alle seine ,schpfungen kristallisierten sich so3 eine musikalische ,idee blitzte auf wie ein ,stern in der ,nacht1 tagelang reifte sie sich aus bis zur letzten ,note1 und im ,geiste gestaltet existierte sie lngst1 ehe noch eine einzige ,note auf dem ,papier stand4 ,oft berraschte er seine ,freunde mit dem ,vorspiel einer ,komposition1 die nur in seinem ,kopfe1 dort aber unverlschbar fixiert war -- in seinen ,notizen findet sich wiederholt lange vor der ,niederschrift eines ,musikstckes die ,bemerkung1 da er dies oder jenes fertig gedacht habe4 ,kleinigkeiten wurden zu ,anlssen seiner ,schpfungen4 ,ein ,klarinettist seiner ,kapelle begleitete ihn einst auf einem ,spaziergange nach dem ,linckeschen ,bad4 ,weber schritt stumm vor sich hin4 ,es regnete4 ,in der ,gartenwirtschaft hatten die ,kellner ,tische und ,sthle1 meist mit den ,beinen nach oben1 in ,gruppen zusammengesetzt4 ,beim ,anblick dieser in ,reihen und ,intervallen starrenden ,tisch- und ,stuhlbeine blieb ,weber pltzlich stehen1 lehnte sich rckwrts auf seinen ,stock und rief3 ,sehen ,sie1 ,roth1 sieht das nicht aus wie ein groer ,siegesmarsch8 ,donnerwetter1 was sind das fr ,trompetenste6 -- abends notierte er den fertig gedachten ,marsch1 der spter im ,oberon erklang4 ,whrend eines schlfrigen ,nachmittagsgottesdienstes in der ,pillnitzer ,kapelle hrte er das unertrglich falsche ,intonieren einiger alter ,weiber bei den ,responsorien einer ,litanei -- aus diesem ,eindruck entstand der ,lachchor der ,bauern im ersten ,freischtzakt4 ,auf einer ,fahrt nach ,hosterwitz an einem ,nebelmorgen wankte der ,wagen durch das graue1 gespenstige ,gewoge -- in dieser ,stimmung schuf1 dachte er die ,wolfsschluchtmusik4 99 99 99 99 99 ,als schpferische ,offenbarungen strmten ihm auf diesen ,gngen rund um ,hosterwitz die ,ideen zu4 ,und in diesem ,huschen schrieb er sie nieder4 ,in jenem kleinen ,zimmer1 in das die sommerlichen ,baumkuppeln der ,pillnitzer ,maillebahn und die in wogenden ,linien ziehenden blauen ,hgel hereinblicken1 arbeitete er4 ,in lauen ,sommernchten sa er an diesem ,fenster und schrieb in fehlerlosen ,partituren von den ,fltenstimmen bis zum ,ba vollstndig mit allen ,zeichen1 ,pausen1 ,pianos1 ,fortes in perliger ,notenschrift1 wie in ,kupfer gestochen nieder1 was in seinem ,kopfe fertig gedacht und unvertilgbar stand4 ,und sein ,sohn ,max1 sein treuer ,biograph1 lt uns die frohe ,feier dieser ,arbeitsstunden ahnen3 ,kein ,piano wurde dabei angeschlagen1 das volle ,orchester1 von guten ,geistern gespielt1 klang ja von selbst in seinen ,ohren1 whrend er seine zierlichen ,musikschriftzeichen malte4 ,manchmal1 vom ,glck des ,schaffens durchstrmt1 von jenem gttlichen ,fieber erregt1 das noch ber das vollendete ,werk hinaus nach ,ausbruch drngt1 trat er1 nachdem er einen ,nachmittag lang gearbeitet hatte1 dann aus dem khlen ,hause hinaus in den ,garten4 ,dfte strmten und die ,sonne leuchtete ber allem4 ,er schritt ber den knirschenden ,sand der ,laube zu1 in der seine ,gattin nhte und stickte1 warf die lange1 graue ,arbeitsjacke von sich1 reckte die ,arme und rief3 ,mcht' doch den ,kerl sehen1 der glcklicher ist als ich6 ,und dieser ,schpfer und ,kmpfer1 der kein ,duckmuser und kein sentimentaler ,trumer war1 der ,wein und volle ,tische liebte1 der mit adligen ,kammerherren und burischen ,hfnern in der ,keppgrundschnke ,kegel schob und der dem ,leben seine ,kraft verschwendend hinwarf1 fgte solchen ,glcksausbrchen still hinzu ,gott behts und lftete sein schwarzes ,kppchen4 99 99 99 99 99 ,hosterwitz schenkte ihm schpferische ,krfte -- ,hosterwitz schenkte ihm ,ruhe nach der unerhrten ,anspannung im ,winter in der ,stadt4 ,in diesem bescheidenen ,hause verlebte er eine ,reihe glcklicher ,sommer und er war froh und heiter im ,genusse der einfachen ,freuden1 die das lndliche ,idyll bot4 ,er streifte mit ,carolinen durch ,tler und ,wlder1 tafelte mit ,freunden in der wasserumrauschten ,keppmhle ,landbrot und ,ziegenkse1 spielte stundenlang mit seinem ,jungen1 seinem ,hunde1 seiner ,katze1 seinem ,kapuzinerffchen1 lag im ,grase1 lie sich die ,sonne auf den ,rcken scheinen und streckte1 wie er seinem ,freunde ,lichtenstein einmal schrieb1 vergngt alle ,viere von sich4 ,er mhte sich ab1 aus ,bindfaden und ,gurten ein ,geschirr fr den ,hund zu bauen1 der ,sohn1 ,katze und ,affen spazieren fahren mute4 ,und er war glcklich1 wenn alles um ihn her jachterte und purzelte4 ,immer stand das kleine gastfreie ,haus fr ,freunde offen4 ,und ,weber war stolz1 wenn fr die ,gste1 die nur lndliche ,milch und se ,frchte erhofften1 aus der ,kche ,carolinens wie durch ein ,wunder ,eis1 ,moselwein1 ,champagner und allerhand treffliche ,labe1 nach eines ,freundes ,ausdruck in schsischer und sterreichischer ,weise kulinarisch gedichtet1 hervorquoll und sich auf ,tisch und ,rasen ergo4 ,ludwig ,tieck war oft unter diesen ,freunden4 ,und lange ,zeit kam auch ,jean ,paul aus seinem ,dresdner ,lenzhuschen nach ,hosterwitz gewandert4 ,er kam1 wie ,webers ,biograph ihn schildert3 dick1 immer ein wenig unsauber1 stets von einem schnaubenden ,pudel begleitet1 ein alter ,herr1 der mit einer etwas geschraubten ,jugendlichkeit kokettierte und der so gar nicht mit seinen poetischen ,schpfungen harmonierte4 99 99 99 99 99 ,illustration3 ,abb4 #b ,das ,weberhaus1 an der ,strae die beiden prchtigen ,nubume ,illustration3 ,abb4 #c ,der einzigartige ,blumengarten des ,weberhauses ,oh ,hosterwitz1 oh ,ruhe6 ,ruhe6 ,das schrieb ,weber einmal in einem ,briefe4 ,aber ,ruhe nannte er es auch damals noch3 die ,euryanthe schreiben2 ,ruhe nannte er3 in vierundzwanzig ,tagen drei ,singspiele und eine ,oper einstudieren1 zu jeder ,probe drei ,meilen zurcklegen und auerdem in hundert ,tagen noch achtunddreiigmal ,dienst in ,kirche und ,theater tun4 ,in dieser ,zeit1 schreibt sein ,sohn1 sahen ,caroline und der damals auch in ,hosterwitz wohnende 7,freund und ,schler7 ,benedikt oft schon frh vor sechs ,uhr1 wenn sie in die ,laube im ,garten traten1 wo gewhnlich das gemeinschaftliche ,frhstck eingenommen wurde1 am offenen ,fenster seines ,arbeitszimmers das bleiche ,haupt des ,meisters ber das ,notenpapier gebeugt1 oder ihn vom kurzen ,morgenspaziergange heimkehren4 ,an allen ,tagen1 die ihm sein ,dienst frei lie1 arbeitete er sechs bis acht ,stunden unablssig an der ,oper und gnnte der gepreten ,brust nur selten1 bei langsamen ,wanderungen am ,elbufer oder durch ein ,waldtal die ,erquickung tiefer ,atemzge balsamischer ,luft4 ,mehr als einmal rief er1 aus dem heien ,arbeitszimmer in den ,garten tretend und die ,arme ausdehnend aus3 ,ich wollte1 ich wr ein ,schuster und htte meinen ,sonntag und wte nicht ,gix noch ,gax von ,c-,dur und ,c-,moll6 ,unablssige ,arbeit schwchte seine ohnehin krnkelnde ,brust4 ,ich huste und faulenze1 antwortete er ingrimmig den ,freunden1 die nach seinem ,ergehen fragten4 ,die ,symptome der ,mdigkeit huften sich1 seine ,krfte1 flackrig geworden1 verzehrten sich in ttiger ,hast4 ,ein ,jahr darauf1 #ahbc1 fhlte er sich zu matt fr den der ,entfernung wegen beschwerlichen ,aufenthalt in ,hosterwitz1 der ihm -- ein tragischer ,widerspruch -- gerade damals so not tat4 ,und doch rang er sich in dieser ,zeit den ,oberon ab6 ,dieses ,leben und musikalische ,licht und diese tongewordene ,heiterkeit und ,frische schrieb ein kranker1 gebeugter und verdrossener ,mann1 den trockner ,husten ,tag und ,nacht qulte1 der1 in ,pelze gehllt1 die geschwollenen ,fe in ,sammetstiefeln1 am ,schreibtische sa und im stark geheizten ,zimmer fror4 ,in diesen letzten ,schpferstunden umgeisterten ihn schon ,todesgedanken4 ,sie trieben ihn in ,sorgen um das ,wohl seiner ,familie4 ,um fr sie zu sorgen1 bestand er auf der verhngnisvollen ,londoner ,reise4 ,ich erwerbe in ,england ein gut ,stck ,geld1 das bin ich meiner ,familie schuldig1 sagte er zu einem ,freunde1 aber ich wei sehr gut -- ich gehe nach ,london1 um da zu sterben -- still1 ich wei es4 99 99 99 99 99 ,am #g4 ,februar #ahbf trat er die ,reise an4 ,in ,pelze gehllt stieg er in den ,reisewagen4 ,und whrend er in den dunklen ,wintermorgen hinausrollte1 sank seine ,frau in ihrem ,zimmer zusammen und schluchzte ahnungsvoll3 ,ich habe seinen ,sarg zuschlagen hren6 ,dreiundfnfzig ,briefe flatterten noch nach ,hosterwitz4 ,und dem grnumbuschten ,frieden des stillen ,huschens galt seine ,sehnsucht aus der ,ferne3 ,ich habe wohl schon genug -- vielleicht -- in ,dresden gewi schon zu viel getan und will mich in ,hosterwitz recht strecken und pflegen4 ,er kam nicht wieder4 ,illustration3 ,abb4 #d ,ausblick aus ,webers ,arbeitszimmer in den ,garten und nach der ,elbe ,am #e4 ,juni #ahbf1 acht ,wochen nach der ,urauffhrung des ,oberon in ,london1 schlo der vierzigjhrige ,schpfer die ,augen4 ,und als er in ,london schon aufgebahrt lag1 lie eine ,freundin1 ,charlotte von ,hanmann1 ihren ,wagen am ,dorfeingange halten und brachte der ,frau in ,hosterwitz die ,todesbotschaft1 ber der die ,verlassene mit einem ,schrei zusammenbrach4 99 99 99 99 99 ,ein ,jahrhundert ist seitdem durch den friedsamen ,garten1 durch die kleinen ,rume des schlichten ,hauses gegangen4 ,der ,zauber einer holden ,verschollenheit liegt darber gebreitet4 ,ich sah das ,idyll im seligen ,glast eines ,hochsommertages um die ,stunde1 da ,pan schlft -- vor den ,fenstern des treuen ,bewahrers1 des alten ,krahmer1 standen ,kornpuppen mit einer ,krone schwergebogener ,halme4 ,und ich sah es wieder im milden ,riesellichte der ,septembersonne -- ber ,haus und ,garten spann sich ein scheidender ,abglanz der ,glckstage1 deren sich ,haus1 ,garten1 ,laube heimlich zu entsinnen scheinen4 99 99 99 99 99 ,dem ,kommenden guckt das ,huschen mit gemtlichen ,fenstern entgegen -- es blinzt gleichsam vertraulich und wartend durch den ,zaun1 der das benachbarte ,feld einhegt4 ,dann aber wehrt eine alte ,steinmauer die ,neugier ab -- es ist ein ,winkel fr ,vertraute4 ,zwei alte ,nubume berschatten locker belaubt das grne ,holztor zwischen den ,torsulen mit den ,steinkugeln obendrauf4 ,der ,grundri des ,hauses hat die ,gestalt eines lngs zur ,strae gelegten lateinischen ,t4 ,das ergibt drei ,giebel1 von denen einer der ,strae1 der andere der hinter ,dorf und ,bumen verborgenen ,elbe zugekehrt ist1 whrend der dritte in den blhenden ,garten blickt4 ,um diesen ,giebel knirschte ,carolinens ,schritt1 wenn sie kam1 den ,heimkehrenden zu empfangen1 der ihr durch das ,gitter des grnen ,tores entgegenlachte4 ,innen ist der alten ,mauer1 dem ,tor zur ,seite1 ein schmaler1 steinerner ,sitz eingefgt4 ,er sieht einer ,konsole hnlicher als einer ,bank4 ,eine ,clematisranke zieht einen ,bogen darber4 ,diese hbsche ,kleinigkeit mutet an wie eine zierliche ,titelvignette4 ,rundum blht es4 ,ein bunter ,fries von ,astern und ,balsaminen umzieht den ,sockel des ,hauses4 ,vor dem blaugrauen ,giebel blhen hochstmmige ,rosen1 ,oleander1 ,astern1 ,geranien im ,buchsbaumrondell4 ,sogar um die alte ,pumpe in ihrem ,holzgehuse mit spitzem1 rotem ,dach1 die zu ,webers ,zeiten auch schon dastand1 blht ein ,kranz bunter ,topfblumen3 ,geranien1 fleiiges ,lieschen1 blablaue1 hngende ,glockenblumen4 ,dahinter1 in dichtes ,grn gehllt1 versteckt sich die ,laube1 in der ,caroline mit ihrer ,nharbeit sa1 wenn er oben am ,freischtz schrieb4 ,der ,efeu hat die ,laube dicht umwuchert4 ber das hohe1 spitze ,dach wchst er noch hinaus und krnt den ,laubengiebel mit einem ppigen ,bltterschopf4 ,drinnen -- drei ,steinstufen fhren hinein -- ist es khl4 ,die weie ,decke ruht auf kornblumenblauen ,wnden4 ,weies1 buerlich gemtliches ,gesthl steht drin4 ,durch die zwei ,fenster der ,rckwand blickt man aus der blauen ,khle hinaus in durchsonntes ,gartengrn4 ,und drauen im ,licht1 im ,sonnenschein1 von den ,efeugardinen der ,laube umrahmt1 liegt das ,haus1 hell1 heiter und glcklich4 ,illustration3 ,abb4 #e ,groes ,eckzimmer im ,obergescho ,wein rankt an ,spalieren an den ,wnden herauf4 ,blaue ,winden blhen zwischen den ,reben4 ,diese ,blumentrichter1 in deren zartweie ,tiefe violette ,saftmale hinabfhren1 wirken zwischen den flachgeschichteten1 silbern berreiften ,weinblttern kstlich4 ,sie erinnern an ,becherschalen von hauchdnnem ,porzellan4 ,und die grnen ,fensterlden mit den schrggestellten ,jalousiebrettchen1 die vor den weigestrichenen ,fenstern in das silbergrne ,weingerank zurckgeschlagen sind1 vollenden den sommerlich heiteren ,eindruck1 den das ,ganze macht4 ,es sieht aus1 als lupfe das ,haus lauter kleine grne ,flgel und schicke sich an1 vor ,vergngen am eignen ,dasein mal ein bichen ber den ,garten hinzufliegen4 ,und das ziegelbewimperte ,fensterauge im altersbraunen ,dach zwinkert3 ja1 los -- mal bern ,garten hin6 ,illustration3 ,abb4 #f ,treppenflur des ersten ,obergeschosses 99 99 99 99 99 ,der ,garten4 ,er ist gar nicht gro und scheint doch unabsehbar1 weil ,buschwerk und ,hecken seine ,grenzen verhllen1 weil man ber die ,bume hin und zwischendurch in benachbarte ,obstbaumwiesen und ,grtenwildnis guckt und weil die gradlinigen ,wege das ,gartenstck so geschickt aufteilen1 da sich ein ,eindruck von ,gre ergibt4 ,da durchschneidet ein ,weinlaubengang von der ,haustr aus den ,garten der ,breite nach4 ,sonnenlicht rieselt hindurch und mustert den sauber geharkten ,weg mit einem ,schattengitter4 ,der ,gang ist kaum zehn ,schritte lang4 ,hinten schliet eine lockere1 wandartig verschnittene ,buchenhecke den ,durchblick ab1 sonniger ,rasen schimmert hindurch -- der ,gang scheint in eine grne ,wirrnis zu fhren1 die gar kein ,ende nimmt4 ,man tritt aus dem ,gang heraus und steht vor einer anderen ,laube1 die mit ihren gelben ,wnden ganz sonnig wirkt4 ,wilder ,wein streckt wippende ,ranken herein -- eben hissen seine ,bltter die kstlichen ,likrfarben des ,herbstes4 ,vor der ,laube beschattet eine stattliche ,linde einen kleinen ,platz4 ,eine weie ,bank steht darunter4 ,und nahe dabei1 im schtzenden ,hauswinkel1 trgt ein ,feigenstrauch sogar ,frchte -- ,weinstock und ,feigenstrauch3 es ist eine beinahe biblische ,symbolik huslichen ,glcks4 ,in einem anderen ,winkel des ,gartens macht der ,weg eine kleine kokette ,biegung -- man steht vor einem ,gitterpfrtchen in der ,mauer1 tief unter einer hohen1 fcherleicht entfalteten ,akazie und hinter dichtem ,gestruch heimlich verborgen4 ,drauen luft ein schmales ,gchen zwischen ,gemuern vorbei -- und das wieder ist ganz das ,szenarium einer ,liebesgeschichte4 ,und man guckt in den ,garten zurck4 ,was da alles auf kleinstem ,raum wchst1 blht1 reift6 ,obstbume stehen im ,rasen4 ,dahinter die ,weinlaube4 ,und rundum blht es3 goldgelbe ,rderblumen und fleischigrote ,begonien1 ,astern und ,phlox1 ,nelken und ,balsaminen4 ,es ist eine ,flle4 99 99 99 99 99 ,und ber all das hinweg1 in das ,blhen und ,wachsen hinein guckt mit allen ,fenstern das ,haus4 ,man betritt den khlen1 anheimelnden ,flur -- dabei kann man der ,lockung nicht widerstehen und zupft beim ,eintreten mal an dem ,klingelzug1 worauf der ,flur von altvterischem ,gebimmel widerhallt4 ,illustration3 ,abb4 #g ,die ,weberlaube ,diese ,laube alt und klein1 ,soll allen ,zeiten befohlen sein1 ,weil hier ein heiliger ,quell' entsprang ,freischtz1 der ,ewigkeitsgesang4 ,ernst von ,wildenbruch ,unten wohnt der biedere alte ,krahmer1 der ,eigentmer dieses ,schatzkstchens -- er wohnt sozusagen in seinem ,augapfel1 denn wie einen solchen htet er das ,haus4 ,und nchst ihm verdanken wir den sorgsam und piettvoll gepflegten ,zustand des ,ganzen dem ,maler ,heinrich ,hbner1 der hier seit ,jahren allsommerlich bis tief in den ,herbst -- dann wird dieses ,sommerhuschen alt und feucht und unwirtlich -- sein steinernes ,berlin vergit und knstlerisch von diesem ,haus und diesem ,garten und der ,landschaft ringsum lebt4 ,er hat ,vieles hinzugetragen1 was -- ich mchte sagen3 seelisch zu der vorhandenen ,einrichtung der ,rume wenn auch nicht aus ,webers ,besitz1 so doch aus der ,weber-,zeit stimmt4 99 99 99 99 99 ,webers ,zimmer liegen oben im ersten ,stockwerk4 ,eine gewundene ,steintreppe fhrt hinauf4 ,im ,giebelzimmer1 in das von drei ,seiten ,garten1 ,bume und ,berge hereingren1 wohnte das gastfreie ,ehepaar4 ,der ,raum mit dem behbigen1 runden ,tisch1 den behaglichen ,polstersthlen und den edel schlichten ,kirschbaummbeln macht den ,eindruck1 als wrde ,caroline jeden ,augenblick wieder eintreten und mit der ,stimme der beliebten ,bhnensngerin von einst sagen3 ,weber kommt -- ich bitte die ,herren um ein ,weilchen ,geduld4 ,aber nur seine ,totenmaske blickt drben im kleinen ,arbeitszimmer dem ,besucher entgegen4 ,sie ist kostbarer ,familienbesitz und war nur da1 weil der ,maler ,hbner das geistvoll feine ,antlitz zeichnete4 ,alle ,weberbildnisse aus der ,lebzeit des ,meisters erblinden vor diesem ,abdruck des eben ,verstummten -- der letzte ,hauch des entschwundenen ,lebens durchdrang -- so scheint es -- die formende ,masse und belebte sie4 ,er gab ihr den aus seelischen ,tiefen kommenden ,blick der ,pupillen1 der die schon geschlossenen ,lider noch ein letztes ,mal durchdringt1 der im ,wissen um das ,letzte noch einmal ins ,leben zurckblickt4 ,und gab der feingeformten ,nase ein letztes nervses ,atmen1 ein ,veratmen4 ,und ein letztes1 unausgesprochenes ,sprechen dem energisch und doch mild geschwungenen ,munde4 ,ich neigte die ,maske ein wenig nach vorn -- um diesen ,mund erschien ein feines1 heimliches ,lcheln1 ein verstehender1 stummer ,spott aus dem ,schattenreiche der ,toten1 die um die ,irrtmer der ,lebenden wissen und deren ,eifer belcheln -- das ,beste1 das ,letzte haben sie immer mit hinbergenommen4 ,das ,antlitz lchelte voller ,geheimnisse4 ,und durch das offene ,fenster1 aus dem blhenden ,garten1 weiter her1 von den fernen ,duftbergen im ,abendlicht1 aus dem ,endlosen des perlmutterfarbenen ,himmels drang lautlos1 verhallend1 riesengro vom ,himmel niederflsternd1 aus ,freischtzklngen geisterhaft ins ,unendliche verklingend3 ,schau der ,herr mich an als ,knig6 ,dnkt ,ihm meine ,macht zu wenig8 ,gleich zieh ,er den ,hut1 ,mosje 444 ,und darber hin1 schattenhaft gro1 als lautloser ,zwieklang der ,lachgesang3 ,hehehehehehehehehehe6 ,hehehehehehehehehehe6 ,im ,weinlaub raschelte leises ,frsteln4 99 99 99 99 99 ,um mich stand still und schlicht das ,zimmer1 in dem der ,tote dort den ,freischtz und die ,euryanthe und den ,oberon geschrieben hat4 ,ich trat ans ,fenster1 an dem er sa1 an sommerlichen ,tagen1 in bleichen ,nchten1 ber das ,notenpapier gebeugt4 ,unten1 zum ,greifen nahe1 blhte der ,garten im ,herbstlicht1 im ,abendschimmer4 ,heiterkeit flog vogelgleich drberhin -- drberhin4 ,und es schien mir gut so1 da dieser lchelnde ,garten den ,schrei nicht gehrt hat1 mit dem ,caroline die ,todesbotschaft empfing -- die ,frau1 die schon ,witwe war1 ehe sie es wute1 eilte ahnungsvoll hinaus auf die ,strae1 der ,botin entgegen1 als sie das ,rollen des ,wagens vernahm und ihn an ungewohnter ,stelle halten sah4 ,dort brach sie zusammen und dort zerschnitt der ,schrei die ,luft4 ,der ,garten lchelte in friedlicher ,glcksruhe fort4 99 99 99 99 99 ,vom ,fenster her sah ich hinber nach dem ,antlitz des ,toten1 dessen ,arbeitssttte dieses kleine ,zimmer war4 ,der ,zwieklang des ,notengelchters in der ,luft war verstummt4 ,und auf den mageren ,wangen dieses ,gesichts lag ein verzitterndes ,mitfhlen des ,schmerzes1 den er zurcklie1 und der fr eine geliebte ,frau der ,abschied von den ,heiterkeiten des ,lebens war1 die einmal diese ,rume1 diesen ,garten durchklungen und deren milder ,widerschein allsommerlich in den unschuldigen ,blumen des ,gartens erblht4 ,wissenschaft und ,vogelschutz ,auf meine wenigen ,zeilen ber ,vogelschutz von seiten eines ,forschers#c sendet ,herr ,schriftsteller ,r4 ,zimmermann an den ,herausgeber der ,mitteilungen eine ,erwiderung1 die ich insofern begre1 als sie mir ,gelegenheit gibt1 auf die ,frage etwas nher einzugehen4 ,zunchst lasse ich ,herrn ,zimmermann das ,wort2 er schreibt3 ,vogelschutz von seiten eines ,forschers6 ,unter diesem ,stichwort bt im letzten ,heft der ,heimatschutz-,mitteilungen ,herr ,b4 ,hffm4 eine scharfe ,kritik an einer ,arbeit des ,ungarn ,csiki ,positive ,daten ber die ,nahrung unserer ,vgel in der ,aquila1 der ,zeitschrift des ,ungarischen ,ornithologischen ,instituts4 ,bei aller ,hochachtung und ,verehrung1 die ich fr den ,verfasser der ,kritik1 mit dem ich mich ja sonst eines ,herzens und eines ,sinnes wei1 empfinde#d1 kann ich um des ,ansehens einer wissenschaftlichen ,anstalt wegen1 der gerade auch die deutsche vogelkundliche ,forschung reiche ,anregungen1 der deutsche ,forscher aber durch uneigenntzigste berweisung wertvoller ,verffentlichungen u4 v4 a4 m4 nicht hoch genug einzuschtzende ,untersttzungen verdanken1 und die vor allem jederzeit auch zielbewut fr einen ganz entschiedenen ,vogel- und ,naturschutz eingetreten ist und gerade auf diesem ,gebiete viel mustergltiges und vorbildliches geleistet hat -- wer wohl hat es schon einmal bei uns versucht1 die ,bedingungen festzustellen1 unter denen man die so ntzlichen ,fledermuse neu ansiedeln und vermehren kann8 -- nicht unwidersprochen lassen4 ,ich bin mehrfach ,gast des ,ungarischen ,ornithologischen ,instituts gewesen1 #aiaa bereits1 als ,otto ,hermann noch ihr ,leiter war -- ich habe selten einen ,menschen kennen gelernt1 der eine so groe ,hochachtung einflte1 wie diese prchtige1 im ,wesen jugendfrische ,greisengestalt6 -- und spter wieder whrend des ,krieges1 als mich in feldgrner ,schtzenuniform der ,weg einigemal ber ,budapest fhrte4 ,und ich zhle heute die ,stunden1 die ich in anregendstem ,gedankenaustausch gerade auch ber ,vogelschutzfragen mit ihren ,mitgliedern verleben konnte1 zu meinen schnsten ornithologischen ,erinnerungen1 und bin dabei berzeugt1 da keiner der ,herren1 mit denen ich dort zusammengetroffen bin1 jemals die ,hand zu ,manahmen bieten wrde1 die den ,forschungen des ,vogelschutzes zuwiderlaufen wrden4 -- ,die ,elster ist in ,ungarn ein ganz gemeiner ,vogel und stellenweise viel hufiger1 als es bei uns manchenorts die ,krhen sind1 sie tritt auch wohl berall stark schdigend auf -- in ,hermannstadt konnte ich mich #aiaa wiederholt selbst davon berzeugen1 wie stark sie oft die ,bruten der ,kleinvgel zu zehnten vermag --1 und eine ,beschrnkung ihres ,bestandes gehrt daher vielerorts zu den unbedingt gebotenen ,lebensnotwendigkeiten4 ,ist es nun aber ein ,fehler1 wenn dann die abgeschossenen ,vgel -- und bei den ,untersuchungen ,csikis handelt es sich wohl ausschlielich nur um solche des ,schadens wegen1 nicht aber der ,untersuchung halber abgeschossener ,vgel1 die dann1 wie noch so manche andere1 dem ,institut regelmig zur ,untersuchung eingeliefert werden -- nicht einfach drauen im ,felde wertlos verludern lt1 sondern sie noch wissenschaftlichen ,feststellungen dienstbar macht8 ,magenuntersuchungen liefern nicht nur wertvolles ,material fr die wirtschaftliche ,bewertung einer ,vogelart -- htten wir jemals mit der ,kraft und1 das darf man wohl sagen1 auch mit dem ,erfolg fr ,musebussard und ,turmfalk eintreten knnen1 wenn nicht mehrere tausend ,magenuntersuchungen dieser ,vgel1 die ohne diese ,untersuchungen auch abgeschossen worden wren1 uns ein so laut redendes ,material beigebracht htten1 das allein erst die weitesten ,kreise und die ,behrden von dem groen ,nutzen dieser beiden ,tagraubvgel zwingend berzeugte8 --1 sondern sie ermglichen uns auch noch so viele andere ,einblicke in das ,leben eines ,tieres und bringen selbst sogar beraus wertvolles faunistisches ,material 7,nachweis einer ausgedehnteren ,verbreitung der ,nordischen ,whlratte in ,deutschland7 bei1 da man nur bedauern kann1 da nur der kleinste ,bruchteil geschossener oder sonst tot aufgefundener ,vgel derartigen ,untersuchungen zugefhrt wird4 ,rud4 ,zimmermann4 ,leider kann ich mich des ,eindrucks nicht erwehren1 da in der vorstehenden ,erwiderung die rein persnlichen ,beziehungen eine etwas zu starke ,rolle spielen4 ,ich habe den ,wert und die ,bedeutung der ,magenuntersuchungen ja selbst hervorgehoben und ebenso die ,bemhungen der ,ungarn um den ,vogelschutz anerkannt2 ich wei ferner aus eigner ,beobachtung1 da die ,elster in ,ungarn hufiger ist als bei uns4 ,doch kann ich auch heute meine ,bedenken nicht unterdrcken1 da die #cea ,elstern nicht blo ihres ,schadens wegen1 sondern auch um der ,untersuchungen willen abgeschossen worden sind4 ,die meisten drften doch wohl aus der nheren oder ferneren ,umgebung des ,instituts stammen1 und da ist die ,zahl #cea doch schon gewaltig hoch4 ,aber ich will der ,krze halber zugeben1 da in dem vorliegenden ,falle die ,tatsachen etwas gegen meine ,auffassung sprechen4 ,ich habe den ,fall nur an die ffentlichkeit gebracht1 weil es der mir zuletzt bekanntgewordene war und weil ich die ,frage einmal anschneiden wollte1 die viel wichtiger ist1 als aus meinen kurzen ,zeilen hervorgeht4 ,ich nehme1 um dies darzulegen1 bezug auf die ,bemerkung ,zimmermanns betr4 des ,musebussards4 ,auch hierzu mu ich ein groes ,fragezeichen setzen1 sofern es mir hchst unwahrscheinlich vorkommt1 da die allein von ,rhrig untersuchten #abaj 767 ,musebussarde ohne diese ,untersuchungen auch abgeschossen worden wren4 ,daneben hat ,rhrig noch bei #cgf 767 ,rauchfubussarden den ,mageninhalt festgestellt1 whrend ein paar ,jahre darauf ,greschik wiederum #abe ,rauchfubussard-,magen lediglich des ,inhalts wegen vorgenommen hat4 ,bedenkt man1 da gleiche ,untersuchungen1 wenn schon in viel geringerem ,mae1 noch von anderen ,seiten ausgefhrt worden sind1 so ist klar1 da sie mit zu starken ,eingriffen in den ,bestand unsrer ,raubvgel verbunden gewesen ist4 ,ich bemerke ferner1 da z4 ,b4 ,vollhofer allein fast #ejj und ,pawlas sogar #fjj ,magen von ,wasseramseln untersucht hat6 ,aber selbst wenn auch in diesen ,fllen ,herr ,zimmermann mit seiner von mir oben erwhnten ,bemerkung wenigstens teilweise recht htte1 so kann ich dieses ,zugestndnis doch keinesfalls betreffs der brigen ,singvgel machen4 ,man wird sehr staunen1 wenn man erfhrt1 da ,severin seinerzeit #cjjj 767 ,magen von insektenfressenden ,singvgeln untersucht hat4 ,so ziemlich um dieselbe ,zeit machte ,cziki gleiche ,beobachtungen an wahrscheinlich ebenfalls sehr umfassendem ,material1 darunter z4 ,b4 ,zaunknig1 ,gartenrotschwnzchen1 ,grasmcken usw41 und wenige ,jahre spter untersucht ,rey #ajge 767 ,magen von kerbtierfressenden ,vgeln6 ,erwgt man hierbei1 da es sich immer um freilebende1 nicht aber um in der ,gefangenschaft gestorbene ,vgel handeln kann und da es auerordentlich schwer hlt1 einmal einen einzigen aus natrlichen ,ursachen verendeten ,vogel1 noch dazu einen kleinen ,singvogel1 drauen in der ,natur aufzufinden1 so wird man zugeben1 da der durch die ,magenuntersuchungen unter der ,vogelwelt angerichtete ,schaden grer sein drfte als der ,nutzen1 den sie uns und den berlebenden ,artgenossen gebracht haben4 ,jedenfalls mu ich hiernach meine starken und ernsten ,bedenken gegen eine allzu umfangreiche ,magenuntersuchung unsrer ,vgel aufrechthalten1 und zwar um so mehr1 als sich auch in andrer ,beziehung ein gewisser ,gegensatz zwischen ,wissenschaft und ,vogelschutz immer mehr zu entwickeln scheint4 ,er kommt dadurch zustande1 da jetzt den ,faunisten bzw4 ,systematikern sehr daran liegt1 von den einzelnen ,arten bzw4 ,unterarten ganze ,serien von ,exemplaren zu erlangen1 um dadurch etwaige ,schwankungen und deren ,grenzen1 rtliche ,abweichungen1 bergangsformen der einen in die andre ,art usw4 festzustellen4 ,da das besonders fr weniger hufige ,arten recht bedenkliche ,folgen haben kann1 leuchtet ohne weiteres ein4 ,man mu sich hiernach wohl gefallen lassen -- und ,herr ,zimmermann wird mir da sicher zustimmen --1 wenn einmal von unbefangener ,seite auf die ,schattenseiten der ,dinge aus wohlberechtigten ,sorgen ernstlich hingewiesen und im ,anschlu daran die ,forderung gestellt wird1 da nach den angefhrten ,richtungen hin mglichst ,ma gehalten werde6 ,prof4 ,dr4 ,bernh4 ,hoffmann4 #c ,mitteilungen ,heft #d_/f1 ,bd4 ,x1 ,seite #aca #d ,es beruht dies ganz auf ,gegenseitigkeit 7,anm4 von ,b4 ,hffm47 ,kurschsische ,streifzge ,ein ,ereignis hat sich fr den ,heimatfreund in diesen ,tagen in aller ,stille vollzogen3 ,der seit langem vergriffen gewesene dritte ,band der ,kurschsischen ,streifzge von ,oberstudienrat ,dr4 ,otto ,eduard ,schmidt3 ,aus der alten ,mark ,meien liegt in erweiterter zweiter ,auflage vor4 ,die durch sechs ,kapitel ber die ,oberlausitz vermehrte ,neuauflage des zweiten ,bandes 7,wanderungen in der ,ober- und ,nieder-,lausitz7 ist unter der ,presse und wird voraussichtlich noch vor dem ,weihnachtsfeste erscheinen4 ,der fnfte und letzte ,band ,aus dem ,erzgebirge ist im ,manuskript fertiggestellt und wird im ,laufe des ,jahres #aibb herauskommen4 ,was uns dieses ,werk ist1 mu es noch ausgesprochen werden8 ,ziehen mit diesen ,bchern in der ,tasche nicht schon seit ,jahren unsere ,jnglinge in den ,heimatgauen umher1 freuen sich nicht an dem herrlichen ,werke die ,alten und atmen nicht unsere ,mnner auf des ,lebens ,hhe1 wenn sie es gelesen haben1 auf1 wie befreit von einem ,druck1 der heimlich auf ihnen gelegen8 ,ich darf es wohl aussprechen1 gerade das ,geschlecht unserer ,mnner von vierzig und fnfzig ,jahren hat den grten ,gewinn aus dem ,werke gezogen4 ,denn wie standen wir ,gymnasiasten der achtziger und neunziger ,jahre der ,geschichte unseres oberschsischen ,stammes gegenber8 ,in der ,zeit des hchsten vlkischen ,aufschwungs der deutschen ,nation1 glckselig die ,frchte des siebziger ,krieges schauend1 glhend stolz auf unser ,heer und unsere stark heranwachsende ,flotte1 bewundernd aufschauend zu dem groen preuischen ,fhrerstaat1 mieden wir beinahe verlegen ein nheres ,eingehen auf die ,geschichte unserer ,heimat4 ,wohl waren wir stolz darauf1 da die ,heimat es war1 die in nchster ,beziehung zur ,reformation und ihren ,vorkmpfern gestanden1 wohl freuten wir uns der ,taten des ,wettiners ,moritz1 des ,erstrmers der ,ehrenberger ,klause und ,meisterers hispanischer ,verschlagenheit1 aber was dann kam1 daran dachten wir nicht gern4 ,die zage ,unentschlossenheit der schsischen ,politik im ,dreiigjhrigen ,kriege1 die ,zeit ,augusts des ,starken1 des ,grafen ,brhl und1 o ,schmach1 die ,tage der napoleonischen ,aera1 sie drckten auf unser ,gemt4 ,immer und berall ,sachsen im ,unrecht1 auf ,irrwegen zumindest4 ,und auf unserer ,seele brannten die ,worte aus dem ,briefe1 den der alte ,blcher nach der ,ltticher ,revolte in loderndem ,zorn an den ,knig ,friedrich ,august geschrieben3 ,ew4 ,knigl4 ,majestt haben einen geachteten deutschen ,vlkerstamm in das tiefste ,unglck gestrzt4 ,es kann dahin kommen1 da er allgemein mit ,schande bedeckt wird4 ,hatte doch einer der ,edelsten des oberschsischen ,stammes1 ,heinrich von ,treitschke1 in ,grimm und ,zorn aus verzweifelnder ,liebe zur ,heimat heraus ein geradezu verdammendes ,urteil gefunden ber die ,politik der schsischen ,frsten und ihrer ,ratgeber4 ,an das audiatur et altera pars dachten wir gar nicht4 ,da1 ,jahrzehnte spter auf einmal eine ,stimme1 die ,stimme auch eines schsischen ,gelehrten3 ,es mu einmal offen ausgesprochen werden1 da ,heinrich von ,treitschke1 einer der begabtesten und edelsten ,shne des schsischen ,stammes1 diesem durch die pessimistische ,auffassung seiner ,geschichte in den ,augen der brigen ,deutschen1 besonders aber der preuischen ,nachbarn1 furchtbar geschadet hat4 ,ein freundlicher ,zufall hatte mich gerade dies ,kapitel der ,kurschsischen ,streifzge1 denn in ihnen erscholl das mutige ,wort1 zuerst aufschlagen lassen1 und nun lie mich das ,buch nicht mehr los4 ,ich las und las1 und immer war mir's1 als mte ich im ,geiste die ,hand des ,mannes drcken1 der unser ,geschlecht so tapfer darauf hinwies1 da es sich nicht zu schmen brauche auf seinem ,posten im ,kranze der deutschen ,stmme4 ,frei und froh ward mir zumute2 ich hab' fortan die falsche ,scham abgelegt1 die mich fate1 dachte ich an die ,tage von #ahac1 da der alternde ,knig zur ,verzweiflung der ,mehrzahl der gebildeten ,sachsen ins ,joch ,bonapartes zurckgezwungen ward4 ,ich wei heute mit ruhigem ,stolz1 da auch mein ,heimatland zur groen allgemeinen ,sache der ,befreiung das ,seine beitrug -- mehr vielleicht1 als andere deutsche ,stmme und ohne den ,siegerlorbeer um die ,stirne4 ,ich wei1 da ,sachsen im ,jahre #ahac fr ganz ,deutschland1 ja fr ,europa ,schlachtfeld1 ,lazarett und ,kirchhof war1 und da unter den schsischen ,edelleuten und gebildeten ,brgern zum berwiegenden ,teil ein ebenso kerndeutsches ,wesen beheimatet war als im ruhmgekrnten ,lande der ,erhebung4 -- ,so ist ,otto ,eduard ,schmidt ein ,wohltter geworden nun auch fr unsere ,jugend1 die heute wohl berall im ,lande einen anderen ,geschichtsvortrag hren wird1 als er zu unserer ,zeit blich war4 ,heimatschutz -- wir wissen es alle1 welche ,flle von ,aufgaben in diesem ,wort sich zusammendrngt4 ,die edelste ,art des ,heimatschutzes hat der ,verfasser dieser fnf bedeutenden ,bnde gebt3 den ,schutz der ,heimat vor ,verkennung und ,verleumdung4 ,nicht allen ,menschen ist der ,sinn fr die ,weltgeschichte verliehen1 aber ,anregung edelster ,art findet jeder seelisch ,erwrmte in den ,streifzgen noch auf vielen anderen ,gebieten4 ,da zieht sich wie ein goldner ,faden durch das ,werk die ,geschichte der ,baukunst unserer ,heimat6 ,vor unserem ,auge tauchen sie auf1 die groen alten ,baumeister der ,renaissance1 dieses gewaltigen ,hhepunkts vaterlndischer ,kultur1 die ,hieronymus ,lotter1 ,hans ,irmischer1 ,konrad ,krebs4 ,mit der ,sicherheit des erfahrenen ,kunstgelehrten fhrt uns ,o4 ,e4 ,schmidt durch den ,burgpallas aus dem ,mittelalter1 durch die ,ratsstuben der ,zeit ,vater ,augusts1 durch die behbigen ,brgerbauten des achtzehnten ,jahrhunderts4 ,aber auch das bescheidene ,bauernhaus im ,spreewald1 der vordem ja altes kurschsisches ,gebiet war1 ist unserem ,fhrer noch beachtlich1 und so lehrt er dich umherblicken im ,lande1 lehrt er dich werten1 was dir geblieben und danach trachten1 es zu erhalten und zu schtzen an deinem ,teil4 ,mit ,fug und ,recht kann das ,werk von sich sagen1 da es die ,heimatbewegung erwecken half4 ,ja1 zur ,landschaftsbetrachtung regt der ,verfasser an1 wie nicht gleich ein zweiter4 ,unlslich ist sie ja bei ihm mit der ,versenkung in die ,vergangenheit verbunden1 doch auch den naiven ,wandersmann macht er auf so vieles aufmerksam1 was diesem sonst wohl entgehen wrde4 ,ein groes ,verdienst ,o4 ,e4 ,schmidts ist es meines ,erachtens1 da er gleich im ersten ,kapitel es unternommen hat1 einmal auf die stillen ,reize des unteren schsischen ,elblaufs hinzuweisen2 auf den hohen ,genu1 den eine ,dampferfahrt durch die ,gefilde unterhalb ,riesas bereitet1 wo der ,storch noch zieht ber den ,heimatboden und wo die ,windmhlenflgel sich versonnen regen ber der fast hollndisch anmutenden ,niederung4 ,den ,hhepunkt landschaftlichen ,erlebens aber genieen wir mit ihm1 folgen wir ihm in die sptwinterliche ,muldenaue unterhalb ,wurzen1 in den ,tagen der ,schneeschmelze1 da der ,flu breit und schwer wie der ,mississippi sich dahinwlzt4 ,aller ,erdennot vergessend blicken wir mit ihm in die zauberhafte ,stimmung der ,sonnenrste ber der ungeheuren ,landschaft4 ,da wird unser ,fhrer zum ,dichter1 der hingerissen uns hinweist auf die ,herrlichkeit1 die uns die ,heimatflur bietet1 und wir folgen dankbar und willig diesem hohen ,geist1 diesem ,lehrer im reichsten begnadetsten ,sinne6 ,aber zur ,landschaft gehrt untrennbar der ,mensch6 ,der ,mensch1 der ihr die ,spuren seines ,daseins einprgt1 der sich von ihr nhrt1 der sie schtzt1 und der sie im berschwang der ,liebe verherrlicht durch seine ,kunst4 ,da kommen sie herangezogen ber den heimischen ,boden1 die blonden ,ostlandfahrer aus ,vlamland mit dem ,wanderlied auf den ,lippen3 ,naer ,oostland willen wy ryden4 ,da rasseln sie vorber in wilder ,flucht vor dem germanischen ,heerbann1 die polnischen ,reiterscharen1 die den ,gau ,glomaci kahl gefressen wie ein ,heuschreckenschwarm -- vorber ziehen ,mnch und ,klostermann4 ,und dann1 hell auf einmal vor dem dunklen ,hintergrund die ,persnlichkeit6 ,wiprecht von ,groitzsch1 ,heinrich der ,erlauchte1 ,friedrich der ,streitbare1 ,moritz und ,kurfrst ,august4 ,vorbei zieht an uns die ,erbarmannschaft des ,landes1 die ritterlichen ,schleinitz1 das ehrenfeste ,geschlecht der ,lser auf ,pretzsch und in neuerer ,zeit die herrlichen ,mnner um ,dietrich von ,miltitz4 ,es nahen die ,mnner des ,geistes1 die ,dichter voran4 ,von ,walther von der ,vogelweide1 der im ,jahre #abab ja auch einmal im meinischen ,herrendienst gestanden1 ber den schalkhaften ,ritter ,friedrich von ,schnberg1 den ,autor des ,schildbrgerbuchs1 zum frommen ,snger ,paulus ,gerhardt1 in dessen ,heimatstdtlein ,grfenhainichen uns eine herrliche ,kleinstadtschilderung fhrt4 ,vom jungen ,goethe in ,leipzig1 von den ,romantikern auf ,schlo ,siebeneichen ber den strohtrockenen und doch heimatgeschichtlich beachtenswerten ,ferdinand ,stolle aus ,grimma zum hochgemuten ritterlichen ,snger aus unseren ,tagen1 dem ,freiherrn von ,mnchhausen auf ,wendischleuba4 ,einsam und mit ,sehnsucht im ,herzen nach dem glckseligen ,welschland wandelt ,albrecht ,drer durch ,wittenberg1 allwo er in der ,schlokirche seine ,kunst ausbt2 durch dasselbe ,wittenberg1 in dem nicht lange danach der blonde ,lucas ,maler von ,cronach in ,franken heimisch werden wird voll schaffensfrohen1 sicheren ,behagens2 dasselbe ,stdtlein am ,heimatstrom1 das im hellen ,lichtschein bald erstrahlen wird1 der ausgeht von ,persnlichkeit und ,haus des schsischen ,bergmannssohnes ,martin ,luther4 ,o1 wie wert macht uns das kstlich unschtzbare ,buch ,o4 ,e4 ,schmidts unsre ,heimat6 ,welcher ,strom des ,dankes mu diesem ,manne entgegenschwellen aus tausenden von ,herzen6 ,nur ein paar ,worte noch ber die jetzt erschienene zweite ,auflage des dritten ,teils4 -- ,der ,verfasser hat diesen ,abschnitt seines ,werkes zu neuer ,hhe zu fhren gewut4 ,so viel unerwartetes ,wertvolles ist in dem neuen ,buche enthalten1 da auch dem ,kenner der ersten ,ausgabe das ,studium dringend empfohlen werden kann4 ,ein hoher ,genu ist es zu lesen1 was ,o4 ,e4 ,schmidt hier ber die neuen ,domtrme von ,meien zu sagen hat1 und aufzumerken1 wie er an unserm innern ,auge die ,vertreter der neuen ,meiner ,kunst1 den herrlichen ,oskar ,zwintscher1 den kraftvollen ,sascha ,schneider vorberfhrt4 ,aber auch da er im ,kapitel von der ,lommatzscher ,pflege des sorgenvollen kleinen ,rucksacktrgers nicht vergit1 der im ,hungerjahr #aiag und spter noch lange in dem gesegneten ,eckchen von ,hoftr zu ,hoftr zieht1 bis er fr viele gute ,worte und fr viel ,geld endlich etwas bekommt1 das er daheim dann glckstrahlend den ,seinigen auf den ,tisch schtten kann1 wollen wir dem ,verfasser danken4 ,denn auch das ist ,geschichte geworden2 unsere ,enkel werden es einst nachdenklich lesen4 -- ,wie eine frohe ,botschaft aber von doch einmal kommenden bessern ,zeiten hrt es sich an1 was ganz zuletzt gesagt ist vom immer wieder lebendig werdenden ,geist beseelter ,romantik1 der selbst im ,jahre #aibj sich schwingt um ,giebel und ,zinne von ,schlo ,siebeneichen4 ,in jedes gebildeten ,stammesgenossen ,bcherei sollte dieses ,werk stehen4 ,jeder ,vater sollte es anschaffen schon im ,hinblick auf die geistige ,entwicklung seiner ,kinder2 jede ,schule1 aber auch jede ,volksbibliothek sollte es ihr eigen nennen6 ,nicht jedem deutschen ,stamme wird ein solch bedeutendes ,geschenk geboten werden aus dem ,kreise seiner ,shne -- mge der oberschsische es dem ,verfasser danken durch freudige ,aufnahme seines ,werkes4 -- ,gerhard ,platz4 ,erzgebirgische ,christ- und ,mettenspiele ,ein ,versuch zur ,rettung alten ,volksgutes ,von ,max ,wenzel1 ,chemnitz ,ein gut ,teil ,poesie im erzgebirgischen ,volksleben ist mit dem ,weihnachtsfest verknpft4 ,ja1 man kann wohl sagen1 da in keiner ,gegend unseres deutschen ,vaterlandes ,weihnachten so inbrnstig gefeiert wird wie im ,erzgebirge1 und auch der berhmte ,zahn der ,zeit hat sich hier machtlos erwiesen4 ,schon die ,adventszeit ist weihnachtlichen ,zaubers voll4 ,da blasen vom ,kirchturm ,musikanten das ,feldgeschrei in die dunkle ,winternacht hinaus1 und im warmen ,stbchen regen sich fleiige ,hnde1 um all die ,wunderwerke der ,krippen und ,pyramiden herzustellen1 die einer erzgebirgischen ,stube die rechte ,weihnachtsweihe geben4 ,fast knnte man von einer berflle sprechen4 ,man will alle ,mglichkeiten ausntzen1 seine ,festfreude zu zeigen4 ,der ,winkel der ,stube bevlkert sich mit allerhand buntem ,schnitzwerk1 das die lieblichste biblische ,erzhlung figrlich darstellt4 ,daneben dreht sich auf der ,kommode eine gar prchtige ,pyramide1 und von der ,decke herab grt das bunte ,perlen- oder ,holzrankenwerk eines ,leuchters oder einer ,spinne4 ,auf dem ,schrank stehen gravittisch ,engel und ,bergleute mit ,lichtern auf dem steifen ,arm und auch ein ,rucherkerzchenmann blickt von irgendwo auf den kstlichen ,zierat4 ,und -- um auch der modernen ,zeit eine ,verbeugung zu machen -- fehlt zu alledem auch der ,christbaum nicht1 dessen ,fu in einem kleinen ,christgrtchen wurzelt4 ,farbe und ,licht berall6 ,eine ,erinnerung an die alte ,bergherrlichkeit4 ,kam der ,bergmann aus dem dunklen ,scho der ,erde1 begrte er das ,licht als ,befreier von dunkler ,sorge und ngstlichem ,druck4 ,so wollte ihm auch in dunkler ,winternacht das ,licht von oben als ein symbolisches ,zeichen des ,lebens erscheinen4 ,lichter stellt man in die ,fenster1 da sie weit in die ,nacht hinausstrahlen2 oder man besteckt die ,fensterrahmen mit kleinen llmpchen4 ,wer einmal an einem der drei heiligen ,abende oder an den ,festtagen selbst im ,schlitten von ,annaberg ber ,buchholz1 ,sehma1 ,cranzahl nach ,oberwiesenthal gefahren ist1 wird den ,mrchenzauber nie vergessen4 ,es handelt sich hier um durchaus gegenwrtige1 lebende ,dinge1 nicht etwa um ,erinnerungen an eine alte freundliche ,zeit4 ,auch der ,erzgebirgler in der ,fremde hlt an seinem ,weihnachten fest und schmckt seine ,wohnung gern mit solch heimatlichem ,gert4 ,als wir vor einigen ,jahren in ,chemnitz eine ,ausstellung volkstmlicher ,weihnachtskunst veranstalteten1 waren wir erstaunt ber die ,menge von ,krippen und ,pyramiden1 die uns allein aus ,chemnitz angeboten wurden4 ,ein bekannter ,drechslermeister hielt sogar die einzelnen ,pyramidenteile fertig auf ,lager4 ,se ,lieder und innige ,verse preisen das traute1 hochheilige ,paar noch heute4 ,und an allerlei volkstmlichen ,gebruchen1 dem ,schuhwerfen1 ,bleigieen1 dem ,rupprecht usw4 hlt der ,erzgebirger mit ,zhigkeit fest2 wenn auch nicht geleugnet werden kann1 da solch' alte ,sitten mehr und mehr den ,anstrich eines gesellschaftlichen ,spaes erhalten haben4 ,in einzelnen ,orten gibt es auch noch ,metten4 ,da ziehen ,erwachsene und ,kinder mit hellen ,laternen durch die dunkle ,winternacht zur ,kirche1 und ,lied und ,wort sind mehr wie sonst volkstmlichem ,empfinden angepat4 ,hier haben wir die letzten ,reste einer einst im ganzen ,gebirge verbreiteten ,gepflogenheit1 nmlich die heilige ,geschichte dramatisch darzustellen1 die ,sitte der ,christ- und ,mettenspiele4 ,es ist hier nicht der ,ort1 ,ursprung und ,verwandtschaft mit hnlichen ,erscheinungen in anderen ,teilen ,deutschlands festzustellen1 nur soviel sei gesagt1 da diese ,spiele einst einen wesentlichen ,teil der erzgebirgischen ,weihnachtsgebruche ausmachten4 ,wie kommt es nun1 da sie sich nicht erhalten haben1 sind sie so wertlos8 -- ,wir kommen hier auf die befremdliche ,tatsache1 da sie behrdlicherseits verboten wurden1 da man die ,teilnehmer an solchem ,tun1 wie #ahje in ,thalheim geschehen1 sogar ins ,gefngnis setzte4 ,es soll hier nicht untersucht werden1 inwieweit diese ,strafen berechtigt waren1 oder ob eine volksfremde ,regierung und ,geistlichkeit etwas ,harmloses als ,profanierung des ,heiligen ansahen und es zu unterdrcken suchten4 ,denn berrascht ist man etwas1 wenn man sich in dieses ,volksgut versenkt4 ,wunderliche1 bunte ,klnge umgeben uns1 guter1 echter ,volksliederton4 ,allerdings an die ,stelle mystischer ,feierlichkeit tritt hufig ein wohltuender ,humor4 ,die ganze heilige ,geschichte ist eine heimische ,angelegenheit geworden4 ,der ,joseph ist ein alter ,bekannter1 er spricht sogar in der heimischen ,mundart2 und die ,hirtengeschichte hat sich gleich drauen vor dem ,dorfe am ,bergwald zugetragen4 ,erklingt einmal ein biblischer ,ton1 so mutet er fast fremd an1 es ist1 als wenn sich in das lustige ,geplapper der ,kinder eingelernte ,bibelsprche und ,gesangbuchverse mischen4 ,der deutsche ,volkshumor verbindet gern einen gutmtigen ,spott mit den ,gefhlen der ,achtung und ,ehrfurcht2 siehe ,gottfried ,keller1 ,wilhelm ,raabe1 ,fritz ,reuter usw4 ,ganz und gar liegt es dem ,volke fern1 die heiligen ,leute zu verhhnen1 im ,gegenteil1 nur mit ,personen1 die seinem ,herzen nahe stehen1 die es mit ,liebe und ,wohlwollen betrachtet1 erlaubt sich das ,volk solch kstlichen ,spott4 ,und es gelang nicht1 das alte ,volksgut gnzlich auszurotten4 ,bis in die sechziger ,jahre hinein hielten sie sich in vielen ,orten1 trotz aller ,verbote4 ,voller ,sehnsucht dachten die ,alten an die ,zeit zurck1 wo sie selbst an den ,spielen beteiligt gewesen4 ,noch #ahfa fand der ,gymnasialoberlehrer ,gustav ,mosen in ,zwickau ansehnliche ,reste der ,spiele vor1 die er in ein kstliches ,bchlein sammelte und herausgab4 ,gewitzigte ,unternehmer retteten die ,spiele frs ,puppentheater4 ,wie beim ,volkslied1 so erhielten sich auch hier und da ,reste von ,versen im ,munde des ,volkes1 oft unbewut1 woher die ,reimlein stammten4 ,und was gab man dem ,volke fr einen ,ersatz8 -- ,zuerst berschwemmte eine ,flut von allerlei ,weihnachtsstcken den ,markt4 ,dramatische ,gemlde1 ,weihnachtsszenen3 ,landwehrmanns ,weihnachten1 ,weihnachten in der ,kaserne1 ,der ,weihnachtsengel im ,elendhause1 -- slich1 sentimental1 unecht1 unwahr1 ,kitsch ber ,kitsch6 ,eine von den ,behrden sanktionierte ,geschmacksverderbnis belster ,art6 ,von verschiedenen ,seiten1 auch in den ,kreisen der ,geistlichen1 sah man das wohl ein1 und man knpfte an die alten ,christspiele an1 indem man eine ,anzahl sogenannter ,weihnachtsstcke schuf1 ,der ,stern von ,bethlehem und andere mehr4 ,wirkliche ,bedeutung kommt wohl von allen diesen ,stcken nur dem von dem verdienten ,dr4 ,alfred ,mller bearbeiteten ,mosenschen ,weihnachtsspiel zu1 in dem auch eigentlich volkstmliche ,elemente nicht fehlen4 ,durch ,haa-,berkows ,wiederbelebung eines alten ,weihnachtsspieles wurde ich ermutigt1 unsere noch vorhandenen ,spiele auf ihre ,auffhrungsmglichkeit hin zu untersuchen1 und ich kam zu dem ,ergebnis1 da hier etwas ,gutes vor dem vlligen ,untergang zu retten sei4 ,die ,spiele sollten aber echt sein4 ,darum sah ich von einer sogenannten ,bearbeitung mit ,um- und ,neudichtung ab4 ,ich reihte nur die ,reste aneinander4 ,das ,wiesaer ,spiel enthlt z4 ,b4 das volle ,bescherungsspiel und die ,herbergsszene4 ,beides wurde unverkrzt aufgenommen4 ,das ,hirtenspiel entnahm ich dem ,thalheimer ,spiel1 das ,krippenspiel der ,neudorfer ,engelschar4 ,das ,knigsspiel war das ,lwenhainer usw4 ,die ,aneinanderreihung ist durchaus berechtigt1 denn die ,spiele sind einander durchaus hnlich1 nur durch die mndliche ,weitergabe verndert und angepat -- zerspielt4 ,die einzelnen ,szenen sind durch alte ,mettenlieder verbunden1 wie wir sie in rtlichen ,aufzeichnungen1 in ,bernhard ,schneiders ,liederheften1 ,mosens ,weihnachtsspiel usw4 finden4 ,es kam die ,frage des ,auffhrungsortes4 ,die alten ,spieler zogen im ,orte umher1 die grten ,stuben wurden zum ,schauplatz4 ,aus dem ganzen ,hause1 aus den ,nachbarhusern kamen die ,neugierigen gelaufen1 um die ,engelschar zu bewundern4 ,in die einzelnen ,wohnungen zu gehen1 wrde sich jetzt aus verschiedenen ,grnden verbieten2 da nimmt man eben eine recht groe ,stube des ,ortes1 ein ,schulzimmer1 die ,turnhalle1 einen ,saal4 ,hier kommen die ,ortsbewohner zusammen1 aber nicht wie zu einem ,theaterabend1 -- sie sollen die ,spiele durchaus miterleben4 ,die ,chemnitzer ,volkshochschule1 die allen ,bestrebungen des ,heimatschutzes und der ,volkskunde das erfreulichste ,verstndnis entgegenbringt1 nahm sich im vergangenen ,jahre der ,sache an -- und mit wirklichem ,erfolg1 denn wir muten unser ,spiel zwanzigmal wiederholen6 ,wie verluft so ein ,abend8 ,orgel- oder ,harmoniumklang stimmt die ,hrer ein4 ,dann klingt von drauen das alte ,schneeberger ,mettenlied ,auf1 ,tochter ,zion1 schmcke dich zum ,saale herein4 ,auf der ,bhne1 die nebenbei bemerkt1 nur mit dunklen ,stoffen ausgeschlagen ist1 erscheint ein ,hirte als ,bote3 ,einen schnen guten ,abend1 den geb euch ,gott6 ,ich bin ein ausgesandter ,bot2 ich zeig euch an zu dieser ,frist1 da jetzt wird kommen der heilige ,christ6 ,zwei ,engel werden auf der ,bhne sichtbar1 sie bereiten die ,hrer vor4 ,dann kommt unter den ,klngen eines bhmischen ,weihnachtsliedels1 von ,lauten und ,geigen gespielt1 durch den ,saal die ,engelschar gezogen4 ,der heilige ,christ1 ,st4 ,martin1 ,st4 ,nikolaus in weien ,kleidern1 mit hohen ,goldkronen auf dem ,haupte1 das heilige ,paar1 ,knecht ,rupprecht usw4 ,sie ziehen auf die ,bhne und es beginnt das ,bescherungsspiel4 ,nun wechseln sich die bunten ,szenen ab1 von denen das ,verkndigungsspiel und das ,krippenspiel wohl am eindringlichsten wirken4 ,beim ,krippenspiel wird alles ,bhnenlicht weggenommen4 ,die ganze ,szene ist nur durch eine ,stallaterne beleuchtet1 die vor der ,krippe auf dem ,boden steht4 ,dieser einfache ,regiekniff hat ungeahnte ,wirkung4 ,nach kurzer ,pause erffnen das ,thalheimer und ,lwenhainer ,spiel den zweiten ,teil1 nachdem die ,knigschar durch den ,saal eingezogen ist4 ,wie sehr die ,hrer in ,chemnitz dabei waren1 merkte man daraus1 da sie in den ,pausen verschiedene ,male unaufgefordert ,weihnachtslieder anstimmten4 ,von der ,grostadt aus sollen die ,spiele wieder in ihre ,heimat zurckkehren4 ,schon in diesem ,jahre werden sie in vielen ,orten sich einzubrgern versuchen4 ,nicht um ein wissenschaftliches ,werk zu schreiben1 nur um praktisch ,heimatschutz zu treiben1 verffentlichte ich das gesamte ,material in ,buchform unter dem ,titel ,erzgebirgische ,christ- und ,mettenspiele4 ,ein ,versuch zur ,rettung alten ,volksgutes4 ,mit der ,zusammenstellung am ,schlusse des ,buches1 die auch einzeln im ,verlag ,h4 ,thmmler in ,chemnitz erschienen ist1 will ich nur ein ,vorbild aufstellen1 wie man es machen soll4 ,gedacht ist es so1 da jeder ,ort1 der noch ,reste eines ,spieles besitzt1 diese in den ,mittelpunkt stellt und die brigen ,teile nach ,belieben aus dem vorhandenen ,material ergnzt4 ,so soll jeder ,ort sein ,spiel gewinnen4 ,aus den vielen ,zuschriften1 die wir erhielten1 ersahen wir mit ,freuden1 wie man in allen ,teilen unseres ,gebirges den ,gedanken aufgegriffen hat4 ,wenn uns auf diesem ,wege die ,wiederbelebung dieses ,stckes alter ,volkskunst gelingen sollte1 wrden wir herzlich zufrieden sein4 ,anmerkung der ,schriftleitung3 ,in ,h4 ,thmmlers ,verlag1 ,chemnitz1 ist erschienen3 ,wenzel1 ,erzgebirgische ,christ- und ,mettenspiele1 ein ,versuch zur ,rettung alten ,volksgutes1 #ahb ,seiten1 gebunden einschlielich aller ,zuschlge ,m4 #ad1dj4 ,die ,liebe zum ,baume ,von ,georg ,marschner1 ,dresden ,in unserem so dicht besiedelten ,sachsenlande lt die alles umgestaltende1 rastlose menschliche ,ttigkeit dem freien ,walten ungezgelter ,naturkrfte nur noch wenig ,raum4 ,deshalb sind die anmutigen ,bilder1 welche sowohl im ,niederlande als auch im ,gebirge das ,herz mit beglckender ,heimatfreude fllen1 zum weitaus grten ,teile ,werke fleiiger1 kultivierender ,arbeit unseres ,volkes4 ,die einzelnen1 das ,landschaftsbild zusammenfgenden ,elemente sind berall die gleichen4 ,drfer und ,stdte1 ,straen und ,wege1 ,felder1 ,wiesen und ,wlder1 ,teiche1 ,bach- und ,flulufe und vieles andere ergeben in unerschpflich wechselvoller ,gruppierung alle die reizvollen ,bilder1 die uns das ,heimatland so liebenswert machen4 ,wohl kann ein hoher ,berg1 ein tiefes ,tal1 ein groer ,see oder ein breiter ,flu einer begrenzten ,gegend ein besonderes ,geprge geben1 bestimmend aber wirkt auf den ,charakter einer jeden ,landschaft ihr ,bestand an ,bumen4 ,sie sind es1 die im ,verein mit den ,tages- und ,jahreszeiten alle ,stimmungs- und ,empfindungswerte auslsen4 ,ob sie1 dicht aneinandergedrngt1 als ,wald die weiten ,feld- und ,wiesenfluren der ,niederung ruhig umsumen1 im ,gebirge das ,schnheit suchende ,auge ber ihr wogendes ,wipfelmeer hinauslocken in blau verdmmernde ,fernen und uns erfllen mit unstillbarer ,wandersehnsucht1 oder ob sie1 aufgelst in ,gruppen und ,reihen1 das ,drflein liebevoll in ihren weichen ,mantel betten und im stillen ,wiesengrunde1 gleich einer grnen ,schlange1 dem ,bache das ,geleite geben1 immer und berall tritt die belebende und ,schnheit gebende ,kraft des ,baumbestandes uns vor ,augen4 ,ganz besonders aber werden wir uns der hohen ,schnheitswerte des ,baumes bewut1 wenn ein im hohen ,alter seinen ,artcharakter ausgeprgt zur ,schau tragender ,einzelbaum die ,landschaft beherrscht und zum ,wahrzeichen einer weiten ,gegend wird4 ,und welch einen poesiedurchtrnkten ,zauber verleihen machtvolle ,baumwipfel der buerlichen ,siedlung4 ,ein ,dorfkirchlein1 umrauscht von einer alten ,linde1 ein ,bauernhof1 ber dessen bemoostes ,dach ein uralter ,baum1 wie ein treuer ,hter und ,wchter1 schirmend seine grne ,hlle breitet1 sind mir immer der ,inbegriff herzerfrischender lndlicher ,schnheit gewesen4 ,und auch dann noch1 wenn die ,herbst- und ,winterstrme seine ,kraft gebrochen1 wenn er tiefer und hohler rauscht und zur lebenszhen ,ruine ward1 wird jeder fhlende ,mensch in ,ehrfurcht vor ihm stehen und ahnungsvoll die ,vergnglichkeit alles ,irdischen erkennen4 ,uralt ist die ,liebe zum ,baume in unserem ,volke4 ,ein kstlicher ,schatz von ,erinnerungen an gute und bse ,zeiten1 ein unverwelklicher ,kranz von ,sagen und ,mrchen windet sich um jeden alten ,baum1 der wie ein mahnendes ,symbol in den ruhelosen ,zeitenstrom unserer ,tage hineinragt4 ,viel knnte ich erzhlen von manchen alten1 in einem arbeitsreichen ,leben krumm gewordenen ,bauersmann und der ,liebe zu seinem ,baum4 ,oft habe ich im ,schatten solcher ,bume gesessen und der ,geschichte des ,dorfes und ,tales gelauscht4 ,manch biedrer ,alte ist mir da zum lieben ,freunde geworden4 ,hier im ,banne alter ,bume wurde es mir zur ,gewiheit1 da ihr hoher ,wert sich nicht erschpft in staunenden1 bewundernden ,betrachten4 ,ihr tiefer ,einflu spiegelt sich wieder in ,herz und ,gemt eines jeden1 dem eine alte ,hauslinde das ,wiegenlied gesungen4 ,er wird mir sagen1 alte ,bume haben eine ,seele4 ,er wird's verstehen1 ihr frhliches ,rauschen an den hohen ,tagen seines ,lebens1 und nur er wird aus dem leisen ,raunen das heimliche ,schluchzen heraushren1 wenn einer vom ,hofe hinausgetragen wird zur ewigen ,ruhe4 ,aber ich knnte auch berichten von manchem stolzen ,baume1 den ,generationen seiner frheren ,besitzer1 als zur ,familie gehrig1 hegten und pflegten und der dann nur zu bald dem neuen ,besitzer im ,wege stand und als ,feuerholz ein schnelles1 unrhmliches ,ende fand4 ,wo ein altersgrauer ,baum heute noch sein grnes ,bltterdach zum ,himmelsdome reckt1 da sollte er jedem ,menschen als ehrwrdiges ,vermchtnis seiner ,vter heilig sein4 ,unantastbar als ,denkmal der uns alle nhrenden ,mutter ,natur1 unverletzlich als lebendes ,ehrenmal seines ,besitzers4 ,so sollte es sein -- aber die ,erfahrung lehrt's oft anders4 ,bei der ,hast des ,alltags1 in den ,sorgen der ,gegenwart schwingt die uns aus ,urvterzeiten vererbte ,liebe zum ,baume nur noch leise4 ,in manchen ,herzen ist sie ganz verklungen4 ,fr viele hat der ,baum keine ,seele mehr4 ,er ist ,handelsware geworden1 ,erzeuger hochwertigen ,holzes4 ,ohne ,not und ohne bleibende ,werte zu hinterlassen1 ist mancher knorrige ,recke und stumme ,zeuge vieler ,menschenschicksale auf den ,holzmarkt gewandert4 ,aber sie mu wieder lebendig werden1 die ,liebe zum ,baum4 ,ein jeder ,bauernhof mu wieder seinen ,baum haben4 ,darum whle jeder1 der die eigne ,scholle bebaut1 je nach ,vermgen einen oder mehrere der ltesten und schnsten ,bume aus seinem ,besitzstande1 ganz gleich welcher ,art1 und weihe sie1 als herrliche ,zierde seiner ,heimatflur4 ,das stille ,gelbnis aber1 da sie in treuer ,hut wurzeln sollen im heimischen ,grunde1 bis unsere1 nach ehernen1 unerforschlichen ,gesetzen bauende ,allmutter ,natur ihre ,werke selber zerstrt1 wird seinen ,namen laut und sichtbar knden auch den kommenden ,geschlechtern4 ,und wer keinen geeigneten ,baum sein eigen nennt1 der pflanze einen solchen4 ,ist's nicht am ,hause1 dann am ,feld- und ,wiesenrande1 oder an einem ,grenzmale4 ,ist er auch jung an ,jahren1 er wchst heran im ,laufe der ,zeiten und knpft enger und fester das unsichtbare ,band1 welches verbindet mit dem ,heimatboden1 auf dem wir geboren und der uns aufnehmen wird zum letzten ,schlummer1 dem ,vergessen entgegen4 ,nicht einer1 der jetzt mit ,recht bewunderten ,baumriesen dankt sein hohes ,alter dem ,zufalle oder ist bisher bersehen worden1 sondern ihre ,erhaltung sicherte ein ,name1 eine bedeutsame ,erinnerung oder ihr ,standort als ,grenz- und ,markbume4 ,vor allen aber wurden sie alt im ,schutze der innigen ,beziehungen zu ihren ,besitzern4 ,der ,bestand an alten ,bumen ist ein ,mastab fr die ,geistes- und ,herzenskultur eines ,volkes4 ,deshalb sorge jeder1 der auf heimischen ,grunde die ,frchte harter ,arbeit ernten darf1 da unser ,sachsenland nie arm werde an alten ,bumen4 ,nur dann bleibt uns die ,heimat ein ,jungbrunnen1 aus dem ,glck und ,zufriedenheit ins ,herz sich ergieen1 die reich machen in aller ,lebensnot4 ,bcherbesprechung ,die ,oberlausitzer ,heimat4 -- ,verlagsanstalt ,grlitzer ,nachr4 u4 ,anz41 ,grlitz4 ,preis ,m4 #e1--4 ,der ,kalender hat bereits seinen ,ruf1 darum nimmt man den diesjhrigen stattlichen ,band gleich froh und erwartungsvoll zur ,hand4 -- ,landschaftsbilder an oft geradezu unaussprechlicher ,innigkeit erfreuen da gleich zu ,anfang den ,beschauer4 ,sie begleiten das ,kalendarium und stehen so bescheiden in ihrer ,ecke4 ,der flchtige ,beschauer geht wohl gar ber sie hinweg1 aber ich meine1 einen besseren ,fhrer durch die ,oberlausitz kann einer nicht leicht haben1 als wenn er sich dem ,schpfer dieser entzckenden ,zeichnungen anvertraut4 ,welch ein ,zauber geht von diesen stillen ,drfern1 von der blauen ,bergkette aus2 wie schweift der ,blick hinaus ber das weite ,gesenke bei ,dittelsdorf4 ,ein altes ,schlo1 ein paar ,htten von starren ,fhren1 und am stimmungsvollsten wohl das ,jgerndrfel im ,winternebel mit den steilen ,rauchsulen ber den ,dchern4 ,frwahr1 das ist ,heimatkunst6 ,wir danken dem ,knstler ,bruno ,lademann fr seine ,arbeit4 -- ,auch der unterhaltende ,teil ist wieder trefflich zusammengestellt2 eine ,flle des ,wissenswerten aus der ,lausitzer ,geschichte dabei4 ,ich glaube wirklich1 hierin ist der ,oberlausitzer ,kalender unbertroffen4 ,nur eins mchten wir zur ,sprache bringen4 ,es ist in dem ,kalender ein allerdings ganz reizender ,aufsatz von ,ottomar ,enking enthalten1 von einer kleinen ,stadt zur ,pfingstenzeit4 ,aber durch die ,gassen dieser ,stadt weht keine ,lausitzer ,luft -- es ist ein niederdeutsches ,gemeinwesen1 was da geschildert ist4 ,unsrer ,meinung nach mu ein ,heimatkalender auf strenge ,bodenstndigkeit halten1 es wird ihm das sicher gedankt werden und die ,herren ,herausgeber der ,oberlausitzer ,heimat haben ja eine ,flle trefflicher ,mitarbeiter aus dem eigenen ,gau an der ,hand4 -- ,mge das schne ,heft die wohlverdiente ,verbreitung finden4 ,g4 ,p4 ,ludwig ,richter als ,radierer4 ,von ,walther ,hoffmann4 ,mit #ea ,bildern1 ,berlin #aiba4 ,dietrich ,reimer 7,ernst ,voen74 ,m4 #ce4--4 ,ein neuer ,ludwig ,richter6 ,mit dieser ,anpreisung legt der ,herausgeber den ,bilderband in unsere ,hnde4 ,und in der ,tat bedeutet dieses ,buch fr viele etwas ,neues1 auch wenn sie ,ludwig ,richter aus einzelnen ,radierungen schon kennen1 die er zumeist nach eigenen ,gemlden fr den ,kunstverein geschaffen hat1 wie beispielsweise seine ,genoveva1 die ,christnacht und den ,rbezahl4 ,vielleicht erinnert sich auch mancher noch an das und jenes anspruchslose ,landschaftsblttchen aus der ,frhzeit seines ,schaffens1 das handgetnt in den gefhlsdurchtrnkten ,freundschaftsstammbchern der ,biedermeierzeit sich findet oder im schmalen ,goldrhmchen ber dem ,sofa in ,gromutters guter ,kirschbaumstube hing4 ,im brigen wei man recht wenig vom ,radierer ,ludwig ,richter4 -- ,die ,neuerscheinung fllt somit eine schon oft empfundene ,lcke aus4 ,aus den bei ,hoff verzeichneten #bdj und den durch ,singer und besonders ,budde noch #bf neu entdeckten ,blttern hat ,walther ,hoffmann #ea ausgewhlt4 ,sie sollen unsers ,meisters ,kunstschaffen in der ,entwicklung darstellen4 ,vom ersten unbeholfenen ,landschaftsstich des ,vierzehnjhrigen bis hin zu jenem letzten ,kabinettstck seiner ,kunst1 das ,ludwig ,richter als ein altersmder ,greis im ,jahre #ahff fr seinen ,freund ,cichorius radierte1 sind alle ,phasen der allmhlichen ,vervollkommnung vertreten4 -- ,in ,hinsicht auf die ,auswahl kann man gewi vereinzelt anderer ,meinung sein4 ,insonderheit htte der ,heimatfreund die ,gttin von ,sais1 ein paar der bertragungen von fremden ,werken und einige italienische ,landschaften zugunsten anderer ,bltter wohl entbehrt1 die1 wie die ruhende ,familie1 das ,bild zum ,schlaflied ,tiecks1 der ,schnitzelmann und selbst die so bescheidenen ,an- und ,aussichten die deutsche ,heimat uns zum ,herzen sprechen lassen4 ,gerade nach dieser ,seite hin kann ,ludwig ,richter nicht genug im deutschen ,volk verbreitet werden4 ,er ist des ,heimatschutzes bester ,vorkmpfer4 ,wo ,ludwig ,richter eine ,heimstatt hat1 lernt man die ,heimat auch beseelen4 ,da wird die stille ,heimatschnheit treu gehtet1 weil man an ,ludwig ,richters ,bildern der ,heimat inneren ,wert erkennen lernt4 ,darum hinein ins ,volk mit unserm ,ludwig ,richter1 die ,heimat wird nur ,vorteil davon haben6 -- ,so sei das vorliegende ,buch jedwedem ,heimatfreund empfohlen und um so wrmer noch empfohlen1 als ,walther ,hoffmann auch die beigebrachten ,stiche in ansprechender ,form erlutert4 ,die ,ausstattung ist gleichfalls anerkennenswert4 ,mag dieses ,buch recht viele ,freunde finden6 ,kurt ,melzer1 ,dresden4 ,fr die ,schriftleitung des ,textes verantwortlich3 ,werner ,schmidt -- ,druck3 ,lehmannsche ,buchdruckerei ,klischees von ,rmmler ,jonas1 smtlich in ,dresden4 ,ein deutsches ,weihnachtsspiel ,im ,stall zu ,bethlehem ,in vier ,aufzgen mit ,text1 ,buntfiguren und ,anleitung zum ,bhnenbau bearbeitet von ,m4 ,brethfeld und ,th4 ,ghl ,verlag3 ,landesverein ,schsischer ,heimatschutz ,dresden-,a41 ,schiegasse #bd ,preis ,m4 #f4-- ,bestellkarte in diesem ,heft ,im ,stall zu ,bethlehem -- unter diesem ,titel hat der ,landesverein ,schsischer ,heimatschutz ein deutsches ,weihnachtsspiel fr unsere ,jugend herausgegeben1 das freudiger ,empfehlung wrdig ist4 ,urheber sind die ,pdagogen ,m4 ,brethfeld und ,th4 ,ghl1 denen es aus ihrer ,erzieherttigkeit heraus entstanden ist4 ,die ,jugend soll1 soweit es mglich1 das ,krippenspiel selbst herstellen und selbst auffhren1 und auch die ,zuschauer sollen durch ,vers und ,volkslied zu ,mithandelnden werden4 ,ein lblicher erzieherischer ,grundsatz in einer ,zeit1 wo die ,unterhaltung bedauerlicherweise sogar in ,haus und ,familie so oft von bezahlten ,krften besorgt wird1 anstatt da alle zu eigener ,befriedigung mitwirken4 ,und noch eine zweite niederdrckende ,erfahrung bewog die ,herausgeber1 dem ,krippenspiel gerade die gewhlte ,form zu geben3 die ,erfahrung1 da unsere ,jugend in ,kino und ,theater an ,weihnachtsspiele gewhnt wird1 die an uerem ,aufwand immer reicher werden1 die uns aber immer weiter wegfhren von den wahren ,quellen innerer ,volkskraft1 immer weiter weg von ,einfachheit1 ,wahrhaftigkeit und schlichter ,innerlichkeit4 ,sogar der ,christbaum ist der gedankenlosen ueren ,bereicherung und inneren ,verarmung verfallen4 ,durch ihr ,krippenspiel wollen die ,herausgeber mit den ,mitteln einer natrlichen und schlichten ,volks- und ,kinderkunst mithelfen im ,kampfe gegen ,veruerlichung und ,verflachung unseres schnen ,weihnachtsfestes1 bei der ,vertiefung und ,verinnerlichung des ,weihnachtsgedankens und des ,weihnachtsgefhls4 ,das ,spiel besteht aus vier ,bogen mit ,figuren1 die ausgeschnitten werden mssen -- ,maria1 ,joseph und das ,kind in der ,krippe1 die ,hirten1 die heiligen drei ,knige usw4 -- dazu kommt eine ,anleitung zum ,aufbauen des ,theaters1 wozu die einfachsten ,mittel ausreichen und keine besondere ,kunstfertigkeit beansprucht wird1 und endlich der ,text1 der ein ,vorspiel und vier ,aufzge umfat4 ,auch einige von den alten schnen ,weihnachtsliedern sind hineinverwebt1 die von allen ,kindern1 mitwirkenden wie zuschauenden1 gesungen werden sollen4 ,die ,auffhrung drfte hchstens eine halbe ,stunde in ,anspruch nehmen4 -- ,allen1 die an der heimatlichen ,volkskunst ,anteil nehmen und im ,sinne der obigen ,stze an der ,gesundung unserer ,unterhaltung mitarbeiten mchten1 sei das ,weihnachtsspiel bestens empfohlen4 ,das ,spiel kostet ,m4 #f4-- und ist beim ,landesverein ,schsischer ,heimatschutz1 ,dresden-,a41 ,schiegasse #bd1 erhltlich4 ,bunte ,gassen1 helle ,straen ,dresden #aiba des ,landesvereins ,schsischer ,heimatschutz ,heimatbcherei ,band ,,ii #ahe ,seiten -- ,grooktav hart gebunden ,vorzugspreis fr ,mitglieder des ,landesvereins ,schs4 ,heimatschutz ,m4 #ae4-- ,bestellkarte in diesem ,hefte ,gerhard ,platz ,vom ,wandern und ,weilen im ,heimatland1 der erste ,band unserer ,heimatbcherei ist vergriffen und wird nchstes ,jahr in neuer ,auflage erscheinen4 ,jetzt kndigen wir den zweiten ,band an4 ,max ,zeibig ist sein ,verfasser4 ,wer kennt nicht seine gemtvollen ,schilderungen aus der ,kinder-1 aus der ,jugendzeit1 die in den angesehendsten schsischen ,tageszeitungen seit ,jahren erscheinen4 ,heinrich ,sohnrey gab dem ,buche das ,geleitwort und wnschte1 da es nicht nur in ,sachsen1 sondern in ganz ,deutschland ,verbreitung finde4 ,landesverein ,schsischer ,heimatschutz ,dresden-,a41 ,schiegasse #bd4 ,lehmannsche ,buchdruckerei1 ,dresden-,a4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription ,offensichtliche ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,die ,darstellung der ,ellipsen wurde vereinheitlicht4