,anmerkungen zur ,transkription ,das ,original ist in ,fraktur gesetzt4 ,im ,original gesperrter ,text ist so ausgezeichnet4 ,im ,original in ,antiqua gesetzter ,text ist so markiert4 ,im ,original fetter ,text ist so dargestellt4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription befinden sich am ,ende des ,buches4 ,zur neuen ,lehre4 ,betrachtungen von ,dr4 ,h4 ,druskowitz4 ,heidelberg4 ,georg ,wei1 ,verlag4 #ahhh4 ,i4 ,unter neuer ,lehre mchten wir eine ,weltanschauung verstanden wissen1 welche -- ihre ,mglichkeit vorausgesetzt -- einen zuverlssigeren und vollkommeneren ,inhalt an ,stelle des ,gottes- und ,unsterblichkeitsglaubens setzt4 ,neu wrde die ,lehre im ,gegensatz zur ,religion1 als der alten ,lehre1 genannt zu werden verdienen1 indem ihr ,inhalt sich aus gewissen hchsten ,ergebnissen der modernen ,philosophie und ,naturwissenschaft aufbauen wird4 ,bisher sind diese ,ergebnisse noch von keinem ,philosophen derart verwerthet worden1 da eine allgemeingiltige abgeschlossene neue ,lehre bereits geschaffen wre4 ,es existiren vielmehr nur einige mehr oder weniger unvollkommene ,versuche1 eine solche zu begrnden4 ,mge man auch den ,inhalt dieser ,seiten nur als einen ,beitrag zur neuen ,lehre betrachten1 die bis jetzt noch ein ,ideal ist1 und wohl nur ganz allmlig aus der ,denkarbeit ,vieler sich herauskrystallisiren wird4 ,verfasser ist sich vollkommen bewut1 nur seinen persnlichen ,anschauungen ber die ,lsung eines der wichtigsten ,probleme ,ausdruck zu geben1 in der ,hoffnung jedoch1 da dieselben bei ,anderen ,widerhall finden mgen4 ,gewi ist eine neue ,lehre oder ,weltanschauung noch lange kein ,gesammtbedrfni4 ,da ist vor ,allem die groe ,masse derer1 fr welche das ,christenthum oder auch nur der bloe ,gottesglaube ein ,gegenstand des ,gemthsbedrfnisses ist4 ,diese befinden sich noch in der mythologischen ,geistesphase4 ,es ist eine ,forderung ihrer geistigen ,beschaffenheit1 den ,weltgrund -- um nur den wichtigsten ,zug jeder ,religion hervorzuheben -- als persnliche ,macht zu denken1 an deren objektive ,existenz sie glauben4 ,denn ganz offenbar ist die ,religion der ,ausflu und ,ausdruck einer bestimmten1 primitiven geistigen ,veranlagung und dehalb eine noch lange nicht berwundene innere ,potenz4 ,da eine kritische ,philosophie uns jedoch lehrt1 eine nhere ,bestimmung des ,weltgrundes sei fr unsere geistige ,organisation nicht erreichbar1 so knnen wir die ,religion als ,tuschung eines idealen ,bedrfnisses der menschlichen ,phantasie betrachten1 nmlich des ,bedrfnisses1 sich ber die gegebene ,welt zu erheben4 ,auf einem ,hinausgehen ber die thatschliche ,welt1 in welcher ,form es auch geschehe1 beruht ja alle hhere geistige ,thtigkeit4 ,die ,tuschung aber1 welche der ,religion zu ,grunde liegt1 besteht eben darin1 da eine bloe ,phantasieanschauung fr eine reale ,wahrheit gehalten wird4 ,thatschlich kann die ,mehrzahl der ,menschen unter den fortgeschrittensten ,nationen selbst -- wenn auch nur verhltnimig wenig ,glaubensstarke unter ihnen sich befinden -- sich psychologisch noch nicht ber diesen ,irrthum erheben1 sei es in ,folge eines berwiegens der ,phantasie ber die ,reflexion1 sei es1 da die ,reflexion auf diesem ,gebiete niemals eine ,rolle bei ihnen gespielt hat1 ihre religisen ,instinkte niemals eine ,erschtterung erlitten haben4 ,wrde man derartig ,organisirten zumuthen1 ber den religisen ,standpunkt hinauszugehen1 so wre die sichere ,folge davon1 da sie noch tief unter denselben hinabsnken1 um allen und jeden ,halt zu verlieren4 ,aber nur dehalb1 weil die ,religion thatschlich eine der groen ,menge homogene ,weltbetrachtung bildet1 besteht sie und wird sie wohl noch lange fortbestehen4 ,sobald hingegen das ,phantasie- und ,glaubensbedrfni1 welches sie befriedigt1 in den ,menschen erlschen sollte1 so wird auch sie aufhren und durch keine ,macht aufrecht erhalten werden knnen4 ,es ist dehalb eine ganz sinnlose ,redensart1 wenn man1 wie dies so oft geschieht1 behauptet1 die ,religion msse fortbestehen4 ,das ist nicht anders1 als wenn man sagen wollte1 die ,kunst msse fortbestehen1 hier aber sieht jeder1 da nur von einem ,knnen1 nicht von einem ,mssen die ,rede sein darf4 ,aber ebenso wie die ,kunst nur so lange fortbestehen wird1 als der schpferische und sthetische ,trieb im ,menschen rege ist1 vermag auch die ,religion nur so lange aufrecht erhalten zu bleiben1 als ,menschen in ihr inneren ,halt finden1 an ihre objektive ,wahrheit glauben4#a ,wenn jeder ,freidenkende1 jeder ,anhnger der ,lehre von der ,fortschritts- und ,vervollkommnungsfhigkeit der menschlichen ,natur auch hoffen und annehmen wird1 da die modernen ,kulturvlker1 als die obersten ,reprsentanten der ,menschheit1 dereinst in ihrer ,gesammtheit aus der religisen ,phase heraustreten werden1 so lt sich durchaus nicht bestimmen1 ob diese bedeutungsvolle ,umwandlung schon in einer absehbaren ,zeit oder erst in grerer ,zeitferne erfolgen wird4 ,jedenfalls mu zugegeben werden1 da die ,macht des ,christenthums1 wie gro sie auch immer noch sei1 dennoch in einem starken ,niedergange1 die ,zahl seiner ,bekenner entschieden im ,schwinden begriffen ist4 ,kein objektiver ,beurtheiler des modernen ,lebens wird in ,abrede stellen knnen1 da nicht nur ein groer ,theil der ,gebildeten1 sondern auch ein guter ,theil der ,massen in der ,religion keinen ,halt mehr findet4 ,als die ,ursache dieser ,erscheinung drfte im ,allgemeinen die ,abnahme des entsprechenden ,phantasiebedrfnisses zu bezeichnen sein1 whrend sie nur bei ,wenigen die ,folge der ,beeinflussung durch echte ,philosophie und wahre ,wissenschaft und eines berwiegens der ,reflexion ber die ,phantasie ist4 ,bedrfen nun die ,aufgeklrten einer neuen ,lehre d4 h4 einer ,weltanschauung1 welche einen hheren ,inhalt an ,stelle der ,religion setzt8 ,allerdings sollte eine solche ihnen ,bedrfni sein1 aber da zeigt sich1 da die allermeisten von der bloen ,freiheit von der ,religion vollkommen befriedigt sind4 ,ihnen gengt das thatschlich ,gegebene4 ,ihr ,interesse reicht nicht ber das ,vorhandene hinaus4 ,sie wissen nicht1 oder wollen es nicht wissen1 da es noch andere ,beziehungen giebt1 als die zu dem durch die ,erfahrung ,gebotenen4 ,es giebt fr sie kein ,weltproblem1 keinen hheren ,ausblick und darum fehlt auch der hhere ,gesichtspunkt fr das ,leben und die ,lebensfhrung4 ,nach einer anderen ,lehre oder ,weltanschauung werden dehalb nur jene ,freidenkenden ,verlangen tragen1 welche ungleich jenen ,seichtlingen mit der bloen ,glaubenslosigkeit sich nimmermehr begngen1 wehalb sie eher noch mit den ,glubigen zu sympathisiren vermgen1 als mit den bloen ,atheisten1 weil jene doch noch andere ,beziehungen als die zur gegebenen ,welt kennen und ein ,hheres ber sich sehen1 whrend diese den ,blick nicht ber die ,wirklichkeit erheben und jeder ,ehrfurcht fr etwas ber das ,gegebene ,hinausragendes entbehren4 ,ist die ,religion auch nur eine naive und illusorische ,weltanschauung1 so ist sie doch eine ,weltanschauung1 durch die alle ,dinge in einem hheren ,zusammenhange betrachtet werden4 ,es ist dehalb mit der ,beseitigung der ,religion nicht schon ,alles gethan4 ,wird die ,religion als ,irrthum erkannt1 so treten fr den tieferen ,geist die ,fragen1 auf welche sie eine vorlufige ,antwort ertheilt1 nur um so gewaltiger hervor1 und das ,verlangen nach einer ,anschauungsweise macht sich geltend1 welche statt auf ,trumen und ,illusionen1 auf der ,grundlage des ,wissens1 der ,erkenntni1 der ,wahrheit oder doch einer unvergleichlich greren ,wahrscheinlichkeit1 als die der religisen ,deutung und ,auslegung der ,welt es ist1 sich erhebt4 ,soll unser ,leben eine hhere ,bedeutung erlangen1 so mssen wir es mit etwas ber uns ,stehendem verbinden2 soll ein mchtiges ,vervollkommnungsstreben uns erfllen1 so mu ein hchstes ,ziel uns vorschweben1 dessen ,idee gleichsam das ,centralfeuer unseres ,geistes bildet4#b ,die ,religion erweckt in dem ,menschen1 indem sie ihn ber die ,wirklichkeit emporhebt und einerseits mit dem persnlich gedachten ,weltgrunde ihn verbindet1 andererseits auf eine ideale ,zukunft ihn hinweist1 hohe und schne ,gefhle2 die ,grundfrage unseres ,problems lautet dehalb3 vermgen aus einer hheren ,weltbetrachtung1 wie die ,erkenntni im ,gegensatze zum ,glauben sie schafft1 nicht erhabene und begeisternde ,gefhle gewonnen zu werden1 welche jene der religisen ,weltbetrachtung an ,werth ebenso berragen1 wie die ,weltanschauung1 der sie entsprossen1 die religise ,weltanschauung an ,werth berragt1 und die dem ,leben eine hhere ,weihe geben1 unseren ,bestrebungen eine mchtige ,perspektive erffnen8 ,es versteht sich von selbst1 da die bloen ,atheisten diese ,mglichkeit -- die subjektive wie die objektive -- in ,abrede stellen4 ,die ,thatsache aber1 da eine ansehnliche ,reihe von ,versuchen1 eine derartige ,welt- und ,lebensanschauung zu begrnden1 zu verzeichnen ist1 und da jede dieser ,anschauungsweisen von ihrem ,urheber wenigstens mit lebendigem ,gefhle ist verfat worden und diesen befriedigt hat1 ist wohl der beste ,beweis1 da fr manche ,naturen nicht nur das ,bedrfni nach einer neuen ,lehre1 sondern auch die ,mglichkeit einer solchen besteht1 und nur da fr manche ,naturen1 welche zur ,geistesfreiheit durchgedrungen sind1 jenes beides besteht1 soll behauptet werden4 ,an sie hat derjenige zu denken1 der mit unserem ,problem sich beschftigt1 an sie hat er das ,wort zu richten4 ,es frgt sich nun1 worin man das ,neue1 ,vollkommenere erblicken1 worin man ,befriedigung finden wird4 ,uns persnlich knnen die uns bekannten ,versuche1 eine neue ,weltanschauung zu begrnden1 nicht vllig gengen4 ,fr uns harrt jene ,frage also noch der ,beantwortung1 die wir selbst zu finden und zu begrnden suchen mssen1 indem wir hierdurch auch andere anzuregen hoffen4 ,funoten #a ,so schief wie die ,behauptung1 die ,religion msse bestehen bleiben1 so unhaltbar sind die ,grnde1 mit welchen man diese ,behauptung gewhnlich zu sttzen pflegt4 ,so soll die ,religion vor ,allem die ,grundlage der ,moral bilden4 ,sie ist dies jedoch in so geringem ,grade1 da man mehr und mehr die ,nothwendigkeit einsieht1 in den ,volksschulen einen ,moralunterricht einzufhren1 und ,frankreich gebhrt der ,ruhm1 mit dieser wichtigen ,neuerung bereits ,ernst gemacht zu haben4 ,unter deutschen ,philosophen ist es ,b4 ,carneri1 welcher in seinem ,werke ,entwickelung und ,glckseligkeit ,s4 #dae ff4 fr den ,moralunterricht in der ,schule eingetreten ist4 ,eine edle ,moral wird durch die ,religion1 so lange ,furcht vor der ,strafe der ,hlle oder die ,aussicht auf himmlischen ,lohn als ,antriebe wirken1 nicht hervorgebracht werden4 ,wie aber steht es mit dem sittlichen ,einflusse der ,religion1 wenn nun gar der ,glaube im ,schwinden begriffen ist8 ,der ,glaube aber kann nicht knstlich in den ,gemthern festgehalten werden1 er erwchst aus der individuellen ,veranlagung des ,menschen1 daher die ,religion niemals eine feste ,grundlage der ,sittlichkeit bildet4 ,diejenigen1 welche die ,religion ihres poetischen ,inhaltes wegen -- der berdies sehr berschtzt wird -- vertheidigen1 sind offenbar keine aufrichtigen ,freunde der ,wahrheit4 ,sehr richtig bemerkt ber diesen ,punkt ,m4 ,guyau ,l'irrligion de l'avenir 7,paris #ahhf74 ,prface p4 ,,xix3 ,aujourd'hui1 o l'on en vient douter de plus en plus de la valeur de la religion pour elle-mme1 la religion a trouv des dfenseurs sceptiques1 qui la soutiennent tantt au nom de la posie et de la beaut esthtique des lgendes1 tantt au nom de leur utilit pratique4 ,il se produit par moments dans les intelligences modernes une revanche de la fiction contre la ralit4 ,l'esprit humain se lasse d'tre le miroir trop passivement clair o se rfltent les choses2 il prend alors plaisir souffler sur sa glace pour en obscurcir et en dformer les images 444 ,pour notre part nous sommes loin de rejeter la posie et nous la croyons excessivement bienfaisante pour l'humanit1 mais la condition qu'elle ne soit pas dupe de ses propres symboles et n'rige pas ses intuitions en dogmes 444 ,la posie est souvent plus philosophique non seulement que l'histoire1 mais que la philosophie abstraite2 seulement1 c'est la condition d'tre sincre et de se donner pour ce qu'elle est4 -- ,mais1 nous diront les partisans des erreurs bienfaisantes1 pourquoi tant tenir dissiper l'illusion potique1 appeler les choses par leur nom8 ,n'y-a-t-il pas pour les peuples1 pour les hommes1 pour les enfants des erreurs utiles et des illusions permises8 ,a coup sr1 on peut considrer un grand nombre d'erreurs comme ayant t ncessaires dans l'histoire de l'humanit2 mais le progrs ne consiste-t-il pas prcisment restreindre pour l'humanit le nombre de ces erreurs utiles8 ,von dem ,versuch einer ,aufrechterhaltung der ,religion als bewuter ,illusion wird spter die ,rede sein4 -- ,einer hlichen ,perfidie endlich machen diejenigen sich schuldig1 die fr das ,fortbestehen der ,religion zu ,gunsten der ,armen und ,elenden sprechen4 ,nach diesen ,menschenfreunden ist die ,freiheit von ,religion ein ,privilegium der ,gutsituirten1 whrend das niedere ,volk1 welches von der ,doppellast der ,arbeit und ,noth gedrckt wird1 im religisen ,irrthum erhalten werden mu1 damit es nicht den letzten ,trost und ,halt und -- auch nicht die ,geduld verliere4 ,da statt einer ,niederhaltung der ,massen durch die ,illusionen der ,religion an eine ,reform ihrer ,lage gedacht werden msse1 durch diese ,erwgung werden jene ,philanthropen nicht beunruhigt4 #b ,mit ,recht bemerkt ,w4 ,m4 ,salter1 der edle ,moralprediger von ,chicago1 im ,hinblick auf die bloen ,atheisten1 in einer seiner neueren ,reden1 betitelt3 ,the ,duty ,liberals owe their ,children4 ,a ,lecture before the ,society for ,ethical ,culture of ,chicago4 ,nov4 #ahhf4 ,wir citiren nach ,s4 #d des uns vorliegenden ,separatabdruckes3 ,the liberal spirit in the world is simply a possibility4 ,the vainest and emptiest person is one who thinks1 that with the rejection of the old creeds1 he has reached the end-all and be-all of wisdom4 ,if he has not something else to give color and tone1 and substance and purpose to his life1 such a liberal is apt to be as thin and flat in his mental and moral life1 as juiceless as any a man you can well find4 ,liberalism in religion simply means that the old order is breaking up but it is not itself the soil1 that has been ripped up by the plow1 but in which the seed of a new harvest are yet to be sown4 ,salter spricht allerdings von einem einseitig moralischen ,standpunkte aus1 allein seine ,worte sind in diesem ,falle vllig zutreffend4 ,,ii4 ,wie aus dem ,gesagten hervorgeht1 wird das geistige ,ideal der neuen ,lehre in einer bereinstimmung des ,denkens und ,fhlens bestehen4 ,einen ,gegensatz zu diesem monistischen ,ideale bildet die ,anschauung jener ,gruppe von ,atheisten1 denen zu ,folge der ,freidenkende der religisen ,vorstellungen und ,empfindungen sich nicht enthalten1 sondern fortfahren soll1 sich ihnen hinzugeben1 ob auch mit dem vollen ,bewutsein1 da sie rein subjektive ,gebilde seien und keinerlei ,anspruch auf objektive ,bedeutung zu erheben vermgen4 ,es knpft sich diese ,anschauung bekanntlich vornehmlich an den ,namen ,a4 ,f4 ,langes4 ,nach ihm sind ,metaphysik1 ,kunst und ,religion ein ,ausflu des synthetischen1 dichtenden ,triebes im ,menschen und bilden eine ,ergnzung zu dem in der ,erfahrung ,gegebenen4 ,so wenig1 wie die ,gebilde der ,dichtung der ,wirklichkeit entsprechen1 so wenig besitzen ,religion und ,metaphysik realen ,werth1 so da im ,grunde beide im ,begriffe der erstgenannten aufgehen1 eine ,auffassung1 welcher jeder1 der weder ,glubiger noch ,metaphysiker ist1 beistimmen wird4 ,wenn ,lange jedoch meint1 da wir1 wenn wir religisen und metaphysischen ,vorstellungen keinen realen ,werth mehr beimessen1 dennoch in ihnen ,erhebung finden sollen1 so wird der unbefangene ,beurtheiler stets einwenden1 da ein derartiges ,verfahren jeder hheren ,berechtigung entbehre4 ,nun mssen wir allerdings hinzufgen1 da ,lange die religisen ,vorstellungen allegorisch1 als dichterische ,symbole ethischer ,wahrheiten aufgefat sehen wollte4 ,genau betrachtet aber ist der dichterische ,werth jener ,symbolik doch nur ein geringer und was die ,wahrheiten1 welche die ,religion enthalten soll1 anbetrifft1 so hat es damit ein eigenes ,bewandtni und knnen wahre ,ideen wohl besser aus einem anderen ,borne geschpft werden4#c ,unsympathischer noch1 als ,langes ,begrndung der ,aufrechterhaltung der als illusorisch erkannten ,religion1 ist diejenige1 welche in dem anonym erschienenen und posthumen ,werke ,religionsphilosophie auf modern wissenschaftlicher ,grundlage#d dargelegt ist4 ,whrend fr ,lange die religisen ,vorstellungen doch den ,werth tiefsinniger ,symbole haben1 so gelten sie dem ,verfasser jenes ,werkes nur als ,illusionen1 die man aber nicht unterdrcken soll1 weil sie wohlthtige ,illusionen sind und einem ,phantasiebedrfnisse entsprechen4 ,auch wahrhaft wissenschaftliche ,aufklrung drfe ,jemanden1 der eine rege ,phantasie besitzt1 nicht hindern1 sich dennoch religisen ,vorstellungen hinzugeben1 die er als ,illusionen erkannt hat4 ,der ,mensch ist nmlich nach unserem ,verfasser berwiegend weder ein sinnliches1 noch ein vernnftiges ,wesen1 sondern nach wissenschaftlicher ,ausdrucksweise ein phantasirendes d4 h4 er bildet ,vorstellungen aus ,anla der ,empfindungen1 aber diese verhalten sich meist zu denselben wie ,illusion und ,hallucination1 wenn man genau zusieht4 ,vernunft hat er nur in dem formalen ,sinne1 da er letzte ,principien setzt1 aber diese denkt er berwiegend in der ,weise der ,phantasie1 sie stimmen nicht mit der genauen ,wahrnehmung1 und diese lt sich auch nicht formal aus ihnen herleiten4 ,diese ,phantasieauffassung aber erscheint ganz instinctiv1 sie ist offenbar eine berwiegende ,lebensuerung der physiologisch-psychologischen ,beschaffenheit des ,menschen4 ,vermge dieser geistigen ,organisation ist es eine ,neigung des ,menschen1 die der sinnlichen ,wahrnehmung entrckten ,ursachen mythologisch1 als persnliche ,wesen aufzufassen4 ,und dieser ,zug sei in der ,menschheit nicht nur einmal gewesen1 wir stehen vielmehr alle noch mehr oder weniger lebhaft unter seinem ,einflusse1 nur da in uns1 was sich einst als ,evidenz gttlicher ,macht gab oder als ,offenbarung und ,abzeichen einer solchen1 zwar hnlich noch so auftaucht1 aber durch die ,vorstellungen1 welche eine lange ,entwickelung genauer ,wissenschaft hervorgerufen hat1 sofort paralysirt wird4 ,bei dieser ,stelle fllt vor ,allem auf1 da der ,verfasser der ,meinung zu sein scheint1 es gebe unter den ,gebildeten keine ,glubigen mehr1 welche die ,religion fr objectiv wahr hielten1 sondern alle ,gebildeten haben dieselbe als ,illusion erkannt1 fahren aber -- wenigstens die ,meisten unter ihnen -- dennoch fort1 sich in ihren ,vorstellungskreisen zu bewegen1 weil es ihrer ,phantasie so behagt4 ,wir halten diese ,anschauung aber fr durchaus falsch4 ,erstens ist auch unter den ,gebildeten der ,glaube noch keineswegs erloschen1 zweitens drften unter den ,aufgeklrten wohl nur die ,allerwenigsten aus ,phantasiebedrfni religisen ,gedanken sich ergeben1 weil dieses ,phantasiebedrfni keineswegs eine so groe ,rolle im ,menschen unserer ,zeit spielt1 wie der anonyme ,verfasser annimmt4 ,wenn der ,verfasser meint1 da ein ,mensch1 dem nach seiner ganzen geistigen ,constitution die religise ,auffassung natrlich ist1 sich gnzlich physiologisch-psychologisch ruiniren wrde1 wenn er an ,stelle derselben die wissenschaftliche setzen wollte1 so mssen wir hinzufgen1 da ein derartig organisirter ,mensch berhaupt nicht fr das ,wissen1 sondern fr den ,glauben geschaffen sein wird1 womit wir aber die ,meinung des ,verfassers wohl nicht treffen werden1 der seinen leitenden ,gedanken in dem -- nebenbei bemerkt hchst dilettantisch komponirten ,werke -- in den verschiedensten ,variationen zum ,ausdrucke bringt4 ,wie die ,lerche zu ,grunde gehen oder wenigstens ihre ,freudigkeit verlieren wrde1 wollte sie ihren ,singtrieb unterdrcken1 ebenso der ,mensch1 wenn er seine religisen ,vorstellungen unterdrcken wollte1 denn die wissenschaftliche ,auffassung darf die religisen ,vorstellungen in ihrer unmittelbar psychologischen ,art nicht aufheben wollen1 wie wir nicht den ,versuch machen drfen1 nicht ,farben zu sehen1 nicht ,tne zu hren u4 s4 w41 obwohl wir berzeugt sind1 da ,farben1 ,tne u4 s4 w4 nicht existiren4 ,wie man sich geistig ruiniren wrde und zwar ganz nutzlos1 wenn man kopernikanisch und nicht ptolemisch die ,weltkrper auch sehen wollte1 so ruinirt man sich geistig1 wenn man die sich immer wieder aufdrngenden nchsten ,vorstellungen ber jene geistigen ,erscheinungen unterdrcken und durch die wissenschaftlichen ersetzen wollte4 -- ,die ,einbildungskraft als ,grundzug des ,menschen darf man nicht stren1 in ihr mu sich sein unmittelbares ,leben entfalten und ausgestalten1 in ihr drckt sich seine geistig angeborene ,art aus1 durch ,empfindungen innerlich erregt und von da aus zu ,strebungen und ueren ,handlungen bewegt zu werden4 -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- ,der ,mensch darf nicht glauben1 da er es mit bloem ,wissen und strengem ,anschlu an genaue ,erfahrung aushalte2 er mu ein groes ,gebiet haben1 wo er frei d4 h4 ohne solchen ,selbstzwang idealisirt und braucht daher entweder ,kunst in freier ,weise wie sie ihm gerade individuell1 oder ,poesie oder ,aberglauben oder ,religion4 -- ,wenn ,jemand durch blaue ,farbe seines ,zimmers besonders angeregt wird zur ,thtigkeit oder zum ,denken1 so soll er sich dieser ,anregung hingeben1 wenn ,jemand durch die ,vorstellung1 ein ,schutzgeist oder ein ,gott wache ber ihn1 besonders getrstet und gestrkt wird1 so soll er sich derselben nicht entziehen u4 s4 w4#e4 ,offenbar sind die ,vorstellungen und ,ideale von geistiger ,vervollkommnung sehr verschieden4 ,wir unsererseits betrachten die ,frsprache des anonymen ,verfassers zu ,gunsten eines schroffen ,dualismus zwischen ,verstandes- und ,phantasieleben1 wobei der ,verstand negirt1 was die ,phantasie behauptet1 und umgekehrt2 seine ,frsprache zu ,gunsten der ,trennung der verschiedenen ,geistesgebiete1 zu ,gunsten der intellektuellen ,gewissenlosigkeit und des bewuten ,illusionismus fr vollkommen verwerflich und sehen darin nichts anderes als einen geistigen ,epikurismus der schlimmsten ,art4 ,verwundert1 ja1 mit ,widerwillen drfte der ,glubige von einer ,beschftigung mit religisen ,vorstellungen ohne den ,ernst innerer berzeugung1 blo weil man sie angenehm und schn findet1 hren2 mit nicht geringerem ,widerwillen wird aber derjenige1 der auf dem entgegengesetzten ,standpunkte steht1 der wahre ,freidenker1 bei dem die ,erkenntni so zu sagen in ,fleisch und ,blut bergegangen ist1 von jener ,theorie sich abwenden2 denn nicht um das bloe ,wissen handelt es sich1 sondern darum1 da der ,wissende von der gewonnenen ,erkenntni sich auch innerlich durchdrungen zeigt1 da sein gesammtes ,denken davon ,zeugni ablegt4 ,der ,freidenkende1 welcher diesen edlen ,namen verdient1 wird1 statt seiner ,phantasie ,wanderungen in das ,reich der religisen ,illusionen zu gestatten1 vielmehr in der ,erkenntni selbst eine ,grundlage fr erhabene ,gefhle zu finden trachten1 und in dieser ,weise ,gedanken und ,empfindungen1 ,verstand und ,gemth in ,uebereinstimmung zu bringen suchen4 ,also nicht einer charakterlosen ,vereinigung von ,aufklrung und ,aberglauben ist das ,wort zu reden1 sondern einer ,lebendigmachung der ,erkenntni durch das ,gefhl4 ,diese ,vershnung zwischen ,wissen und ,empfinden herbeizufhren1 ist1 wie wir bereits hervorhoben1 die ,aufgabe einer neuen ,weltanschauung4 ,funoten #c ,in zutreffenden ,worten hat neuestens ,j4 ,j4 ,borelius 7,professor an der ,universitt ,lund7 in seiner auch in deutscher bersetzung erschienenen ,abhandlung ,blicke auf den gegenwrtigen ,standpunkt der ,philosophie in ,deutschland etc4 7,berlin1 ,fischer p4 #bb ff47 ,langes ,anschauung ber ,religion1 wenn auch von einem anderen ,lager ausgehend1 kritisirt1 indem er sagt3 ,eure ,religion1 welche ausdrcklich als illusorisch erklrt wird1 7ist7 keine ,religion2 kann auch ein ernstes ,streben nach dem ,idealen neben der ,einsicht bestehen1 da alle unsere ,versuche das ,ideale aufzufassen und zu begreifen unvollkommen sind1 so wird dabei doch die berzeugung vorausgesetzt1 da dieses ,ideale nicht bloe ,dichtung1 sondern etwas an sich ,substantielles und ,wirkliches ist4 ,eine ,anerkennung dieser ,ansicht liegt in der ,that in ,langes ,annahme des ,ideals als eines bildlichen ,reprsentanten der vollen ,wahrheit1 aber da er dessen ungeachtet das ,ideal ausschlielich auf die ,dichtung verweist1 bersieht er dabei1 da das ,urbild selbst nur soweit ein ,abbild ist1 als es eine bereinstimmung mit dem ,abgebildeten enthlt4 ,ist das ,ideale aber als reine ,illusion erkannt1 so kann man nicht lnger daran glauben2 es kann dann nicht einmal als ,bild einer hheren ,wahrheit gelten1 sondern nur als ,dichtung1 als bewuter ,selbstbetrug4 ,und nun eine ,wendung gegen ,vaihinger3 ,so hat auch ,langes erklrter ,anhnger ,vaihinger seine ,ansicht verstanden1 welche er in ,krze wie folgt zusammenfat3 ,eine ,religion ohne die ,grundlage des ,glaubens1 eine ,metaphysik ohne den ,anspruch auf ,wissen1 das sind ,ideen1 scheinbar paradox und doch thatschlich die einzigen1 die wissenschaftlich haltbar sind6 ,es lt sich aus mehreren ,grnden bezweifeln1 da ,lange selbst1 wenn er noch lebte1 sich mit dieser ,formulirung seiner ,ansicht zufrieden gegeben htte1 jedenfalls drckt sie aber das logische ,resultat seiner ,ansicht aus4 ,aber dieses ,resultat ist in ,wahrheit eine deductio in absurdum4 ,in gewissen ,formen des ,wahnsinns kommt es vor1 da der ,kranke1 ohne das ,bewutsein seines persnlichen ,ichs verloren zu haben1 sich gleichzeitig einbildet1 ein ganz anderer zu sein4 ,es ist schwer ein treffenderes ,bild eines ,menschen zu finden1 der im vollen ,ernst ,vaihingers philosophischen ,standpunkt realisiren wrde4 #d ,mit einem ,vorworte von ,julius ,baumann 7,leipzig #ahhf74 #e ,der ,verfasser geht so weit1 schlielich auch noch ,vorschlge fr einen neuen ,cultus zu machen1 der aus diesem ,glauben 7sic67 erwachsen soll4 ,man erbaue sich an den folgenden ,ausfhrungen3 ,ein ,hauptbedrfni des ,gemthes ist zeitweilige ,befreiung von dem ,drucke der ,irdischkeit1 gerade dies treibt den ,gedanken eines berweltlichen ,gottes und der seligen ,unsterblichkeit hervor und den ,cultus1 der aus diesem ,glauben erwchst4 ,ich kann mir denken1 da man einer solchen ,religion in derselben ,weise sich hingebe1 wie man sich der ,betrachtung von ,kunstwerken1 dem edlen ,naturgenu1 der ,poesie hingiebt4 ,die ,cultussttten mten von der ,art sein1 da sie die ,vorstellung eines seligen geistigen ,lebens untersttzten1 also ,alles1 was den ,geist hemmt1 mu zurcktreten1 was ihn weckt und beflgelt1 hervortreten1 und zwar den ,geist als ,hoffnung und ,phantasie4 ,vom ,protestantismus wre dabei zu nehmen ,lied1 ,gebet1 begeisterte und zugleich beschwichtigende ,rede2 vom ,katholicismus die ,kunst1 was sowohl den ,bau als die ,ausschmckung betrifft4 ,die ausschmckende ,kunst htte die groen ,erscheinungen der ,natur und ,geschichte darzustellen1 welche eine erhebende oder sittlich-weckende ,kraft haben4 ,grundton des ,gottesdienstes mte sein3 ,im ,leben seid ,ihr mit ,gutem und ,ueblem ausgestattet1 je mehr ,ihr lernt das ,uebel mit dem ,guten berwinden1 desto mehr erwacht in ,euch die ,hoffnung in einem hheren und reineren geistigen ,zustand zusammengehalten durch ,einen groen ,friedensgeist ewig zu leben nach dieser ,erde4 ,an dieser ,hoffnung und ihrem strkenden ,frieden sammelt ,ihr ,euch und genieet in dem religisen ,verein einen ,vorschmack des ,gehofften4 ,ein ,schatz fr ,predigt1 ,gebet und ,lied mten die hier einschlagenden ,worte aller ,religionsstifter und groen ,mnner aus allen ,vlkern und ,zeiten sein4 ,kurzum1 der ,gottesdienst mte ein ,weltbild geben und zugleich1 den ,menschen in der ,welt haltend1 ihn mit ,hoffnung darber hinaus erfllen1 aber nicht durch ,kontrast1 wie bisher in den groen ,religionen 7die ,welt ein ,jammerthal1 der ,himmel ,erlsung71 sondern aus den ,anfngen befriedigenden geistigen ,seins auf ,erden mten ,glauben und ,hoffnung eines seligen ,seins mit einem geistigen ,mittelpunkte anwachsen4 -- ,doch genug4 ,,iii4 ,bevor wir an unser ,problem herantreten1 mssen wir die ,anschauung widerlegen1 als handle es sich bei der neuen ,weltbetrachtung oder ,lehre um die ,aufstellung einer neuen vollkommeneren ,religion4 ,woraus entspringt diese irrige ,anschauung8 ,ganz offenbar aus einer willkrlichen1 dem eigentlichen ,wesen der ,religion widersprechenden ,auffassung derselben4 ,wenn wir der bekannten ,formen der ,religion uns erinnern1 so liegt allen nicht nur das ,gefhl der ,abhngigkeit -- welches ,schleiermacher ohne nhere ,bestimmung als ,grundgefhl der ,religion bezeichnet#f --1 sondern das ,gefhl der ,abhngigkeit des ,menschen von einer animistisch und persnlich gedachten ,weltmacht1 zu ,grunde4 ,ob die oberste ,weltmacht nun mit grberen oder feineren menschlichen ,attributen ausgestattet wird1 so wird sie doch immer in der ,form solcher gedacht werden4 ,folgt daraus nicht1 da eine ,weltanschauung1 welche sich jeder ,characterisirung der letzten ,dinge enthlt1 weil echte ,philosophie die ,bestimmbarkeit derselben leugnet1 ber die ,religion hinausgeht und demnach als berreligis bezeichnet werden mu8 ,dennoch nennt ,august ,comte seine neue ,lehre1 in welcher der ,gottesbegriff keine ,stelle findet und die an ,stelle des ,gottes- einen ,menschheitscultus setzt1 ,religion1 und ,herbert ,spencer verwechselt ganz offenbar ,religion mit ,philosophie 7wie dies auch schon ,schiller in dem bekannten ,distichon gethan hat71 indem er jeden ,versuch den ,weltgrund zu charakterisiren als irreligis bezeichnet1 als religis hingegen die ,erkenntni1 da wir von einem unergrndbaren ,mysterium umgeben sind4#g ,die ,konsequenz dieser seltsamen ,anschauung ist jedoch die1 da smmtliche historische ,formen der ,religion gar keine ,religionen sind1 da sie insgesammt eine ,charakterisirung des ,weltgrundes unternehmen1 ein ,wagni1 welches ,spencer eben als irreligis betrachtet4 ,hand in ,hand mit dieser falschen ,auffassung des ,wesens der ,religion geht bei ,spencer die auf irrigen ,voraussetzungen beruhende ,bemhung1 ,wissenschaft und ,religion mit einander zu vershnen4 ,mit ,recht zwar weist ,spencer darauf hin1 da die ,wissenschaft ursprnglich vielfach zur ,klrung1 ,luterung und ,erweiterung der religisen ,begriffe beigetragen hat4 ,aber er bersieht1 da die ,wissenschaft eine trgerische ,genossin der ,religion ist1 indem sie diese mit denselben ,waffen1 mit welchen sie zu ihrer ,luterung und ,klrung beigewirkt hat1 schlielich zerstrt und vernichtet4#h ,verwechselt nun ,spencer ,religion mit ,philosophie1 so verwechselt ,w4 ,m4 ,salter1 der amerikanische ,morallehrer1 der auch in ,deutschland mehr und mehr zur ,anerkennung gelangt1 ,religion mit ,moral1 indem er von der ,religion der ,moral spricht4 ,auch hier wird also fr einen berreligisen ,standpunkt das ,wort ,religion beibehalten und so liee sich noch manche unberechtigte ,uebertragung dieses ,wortes auf eine ,sphre1 welche weit ber diejenige hinausreicht1 die es ursprnglich bezeichnete1 hervorheben#i4 ,da gebhrt unter allen1 welche sich mit der ,frage eines hheren ,ersatzes der ,religion beschftigt haben1 ,eugen ,dhring das ,verdienst1 die ,sphre der ,religion und die einer auf ,erkenntni gegrndeten ,weltanschauung streng auseinander gehalten zu haben4 ,vermgen wir auch ,dhring's ,versuch1 das in ,frage stehende ,problem zu lsen1 nicht fr einen befriedigenden zu bezeichnen1 so mssen wir um so mehr seiner scharfen ,sonderung dessen1 was gesondert werden mu1 beistimmen#aj4 ,wer den berreligisen ,standpunkt dehalb immer noch mit ,religion bezeichnet1 der beweist nur1 da er entweder die alte ,lehre nicht gengend berwunden1 oder da er zwischen den verschiedenen ,geistesgebieten nicht gengend unterscheidet1 oder da er endlich von falschen ,rcksichten geleitet1 das ,neue mit dem ,alten zu verbinden strebt1 ohne da eine solche ,verbindung mglich ist4 ,funoten #f ,und nach ,schleiermacher unter anderen auch ,d4 ,fr4 ,strau in ,der alte und der neue ,glaube1 wo er sagt3 ,die ,religion ist uns nicht mehr1 was sie unseren ,vtern war1 daraus folgt aber nicht1 da sie in uns erloschen ist4 ,geblieben ist uns in jedem ,falle der ,grundbestandtheil aller ,religion1 das ,gefhl der unbedingten ,abhngigkeit4 ,zu dieser ,bezeichnung des ,grundzuges der ,religion mu eben eine nhere ,bestimmung der ,macht1 von welcher der ,mensch sich abhngig fhlt1 hinzutreten4 #g ,wir geben die fr diese ,anschauung charakteristischste ,stelle aus ,die ,grundlagen der ,philosophie 7deutsch von ,b4 ,vetter1 ,stuttgart #ahge7 hier wieder4 ,s4 #ad3 ,jeder hat von dem ,knige gehrt1 der wnschte1 da er bei der ,erschaffung der ,welt zugegen gewesen wre1 um gute ,rathschlge ertheilen zu knnen4 ,er war aber bescheiden im ,vergleich mit jenen1 die da vorgeben1 nicht allein die ,beziehungen zwischen ,schpfer und ,geschaffenen zu verstehen1 sondern auch1 wie der ,schpfer beschaffen sei4 ,und doch ist diese transcendentale ,frechheit1 die sich brstet1 die ,geheimnisse einer ,macht zu durchschauen1 welche sich uns in allem ,seienden offenbart1 ja sogar dieser ,macht ber die ,achsel sehen und die ,bedingungen ihrer ,thtigkeit beobachten zu knnen -- sie ist es denn1 deren ,pa auf ,frmmigkeit lautet4 ,drfen wir nicht ohne weiteres behaupten1 da eine aufrichtige ,anerkennung der ,wahrheit1 da unsere eigene und alle andere ,existenz ein durchaus und fr immer jenseits unsers ,verstndnisses liegendes ,mysterium ist ein besser ,theil wahrer ,religion enthlt1 als alles1 was in dogmatischer ,theologie geschrieben worden ist8 #h ,von dem ,spencer'schen ,gedanken der ,vershnung zwischen ,wissenschaft und ,religion zeigt sich der amerikanische ,prediger ,m4 ,j4 ,savage in seinem1 auch in deutscher bersetzung erschienenen ,werke3 ,die ,religion im ,lichte der ,darwin'schen ,lehre 7,leipzig #ahhf7 beeinflut4 ,nach ,savage ist die ,welt eine stufenweise ,entwickelung ,gottes2 seine ,lehre wird also am besten als ,panentheismus bezeichnet werden4 ,von der ,evolutionslehre heit es sie gehe auf das reine ,wort ,jesu zurck und erflle es krftig mit der ganzen ,erkenntni und ,macht der modernen ,wissenschaft4 ,indem sie jedes ,gesetz der ,natur1 des ,geistes und der ,religion nur als einen ,ausflu des lebendigen1 liebenden und gerechten ,gottes auffat1 identificirt sie ,moral und ,religion durchaus1 oder macht vielmehr die ,moral zu einem ,zweige der ,religion1 welche grer ist und umfassender4 ,das ,buch ist voll naiver ,wunderlichkeiten1 wie wenn der ,verfasser auf die ,frage1 wie lange es whren wird1 bis die ,welt ihren ,hhepunkt erreicht hat1 antwortet3 ,tausende von ,jahren1 denn ,gott hat keine ,eile1 ihm bleibt die ,ewigkeit fr sein ,wirken etc4 ,wohlthuend aber wirkt das ,vertrauen des ,verfassers1 da der ,menschheit eine groe ,zukunft bevorsteht4 #i ,so fat auch ,wundt in der ,ethik 7,stuttgart #ahhf7 p4 #da den ,begriff ,religion zu weit1 wenn er darunter diejenigen ,vorstellungen und ,gefhle1 die auf ein ideales1 den ,wnschen und ,forderungen vollkommen entsprechendes ,dasein sich beziehen versteht4 #aj ,wir selbst haben auf die ,nothwendigkeit einer genauen ,unterscheidung und ,abgrenzung der ,gebiete der ,religion und einer hheren ,weltanschauung bereits hingewiesen in unserer ,schrift ,moderne ,versuche eines ,religionsersatzes 7,heidelberg1 ,wei #ahhf74 ,,iv4 ,die neue ,lehre oder ,weltanschauung nun wird1 wie wir bereits hervorhoben1 auf ein effektives ,erfassen des ,weltproblems und eines hchsten ,zieles1 wie eine kritische ,philosophie und echte ,wissenschaft sie uns betrachten lehrt1 gerichtet sein mssen1 ein ,erfassen1 aus dem dann von selbst ,pflichten und ,antriebe fr den handelnden ,menschen sich ergeben werden4 ,aus dieser ,bestimmung geht hervor1 da die neue ,lehre nicht im ,begriffe der ,moral aufgehen kann1 in welcher so ,manche ein ,aequivalent fr die ,religion erblicken1 whrend wir eine ,erhhung und ,vervollkommnung der ,moral vielmehr nur als eine der ,wirkungen betrachten1 welche die neue ,weltanschauung hervorbringen mu4 ,fr ,andere haben die bekannten ,verse ,goethe's1 nach welchen1 wer ,wissenschaft und ,kunst besitzt1 keiner ,religion bedarf1 wer jene beiden nicht besitzt1 ,religion haben msse1 etwas ,bestechendes4 ,diesem berhmten ,ausspruche zufolge ist also die ,beschftigung mit ,kunst oder ,wissenschaft in ihrer ,allgemeinheit ein volles ,aequivalent fr die ,religion4 ,eine tiefere ,erwgung jedoch ergiebt1 da keine jener beiden ,sphren in ihrer ,allgemeinheit diese ,leistung zu vollbringen vermag4 ,was die ,wissenschaft betrifft1 so kommen fr unser ,problem vielmehr nur jene ihrer ,ergebnisse in ,betracht1 welche sich auf die hchsten ,weltfragen beziehen1 whrend die ,kunst und zwar hauptschlich die ,poesie hier nur insofern eine ,rolle spielt1 als sie jenen hchsten ,gedanken einen idealen ,ausdruck verleiht4 ,im ,begriffe der ,kunst liegt in seiner ,allgemeinheit ja nur eine formale ,bestimmung1 whrend die ,art des ,inhaltes vllig dahingestellt bleibt2 unser ,problem erfordert aber einen sehr bestimmten1 hchsten ,gedankengehalt4 ,es fehlt nun nicht an ,versuchen1 eine neue ,welt- und ,lebensanschauung an ,stelle der ,religion zu setzen1 ,versuche1 welche sich hauptschlich an die ,namen ,comte1 ,feuerbach1 ,dhring1 ,duboc1 ,nietzsche und ,salter knpfen1 welch' letzterer allerdings vornehmlich ,ethiker ist1 und zwar einer der ausgezeichnetsten ,ethiker1 die wir kennen4 ,wir haben die ,ausfhrungen jener ,philosophen in unserer ,schrift ,moderne ,versuche eines ,religionsersatzes einer kritischen ,wrdigung unterzogen4 ,wie viel ,bedeutendes und ,beherzigenswerthes wir bei jenen ,denkern auch fanden1 so konnten wir doch keinem unsere volle ,beistimmung geben4 ,wir wrden die negative ,seite des in jener ,schrift gewonnenen ,ergebnisses heute noch schrfer betonen als damals1 weil wir unsere eigene ,stellung zu dem ,problem in mancher ,beziehung einer ,correctur zu unterwerfen hatten4 ,doch kann es nicht unsere ,absicht sein1 unsere ,kritik jener ,versuche hier einer ,revision zu unterziehen4 ,diese wird sich durch nhere ,darlegung unserer eigenen ,anschauungen ber den ,inhalt dessen1 was wir im ,gegensatze zur ,religion als neue ,lehre bezeichnen mchten1 von selbst ergeben4 ,wir wiederholen jedoch1 da wir keineswegs der ,meinung sind1 etwas absolut ,richtiges oder ,allgemeingltiges zu sagen1 wir geben vielmehr nur unserer persnlichen ,anschauung ,ausdruck1 hoffen jedoch in ,anderen verwandte ,saiten zu berhren4 ,wie also vermgen wir durch ,erkenntni geleitet -- sei dieselbe nun positiv oder negativ -- zu einer ,idee des ,weltgrundes und eines hchsten ,zieles zu gelangen1 welche1 indem sie unser ,leben und ,streben mit etwas uns ,ueberragendem verbindet1 als ,grundlage erhebender und begeisternder ,gefhle zu dienen vermag8 ,diese ,gefhle aber werden keine anderen sein1 als die der tiefsten ,ehrfurcht vor dem ,weltgrunde1 der hchsten ,hoffnung auf ein ,welt- oder doch ,menschenziel4 ,durch welche ,erkenntni aber wird zunchst der ,weltgrund fr uns zum ,gegenstande der tiefsten ,ehrfurcht8 ,allein durch die ,erkenntni1 da eine ,charakterisirung desselben oder der letzten und hchsten ,dinge unserer ,beurtheilung sich entzieht1 da die ,welt fr unsere geistige ,organisation ein unlsbares ,rthsel1 ein unergrndliches ,mysterium ist4 ,unsere ,erfahrung1 so lehrt die kritische ,philosophie und eine ihre ,lehre bekrftigende ,naturforschung1 erschpft den ,weltinhalt nicht4 ,unsere ,vorstellungen decken sich nicht mit dem realen ,sein1 die ,armuth und ,beschrnktheit unserer ,sinne1 die ,unzulnglichkeit unseres ,verstandes vermag uns nur ein vllig subjektives und unvollkommenes ,bild der ,welt zu bieten1 und jeder ,schlu1 der von unserer ,vorstellungswelt auf das reale ,sein gezogen wird1 erweist sich als trgerisch1 denn es liegt1 so wie wir beschaffen sind1 nicht in unserer ,macht1 die ,schranken zu durchbrechen1 welche uns von der ,erkenntni der ,welt trennen4 -- ,ebensowenig wie die ,auenwelt1 erkennen wir uns selbst1 denn auch die psychischen ,phnomene sind eben nur ,phnomene4 ,doch was ist ihr tiefstes ,wesen8 was sind sie selbst8 ,wir knnen keine ,antwort finden4 ,ein ,rthsel ist die ,welt1 ein ,rthsel sind wir selbst1 ein ,rthsel ist das ,leben1 ein ,rthsel der ,tod4 ,lassen wir voreilige ,metaphysiker in dem ,glauben1 die ,weltformel gefunden und der ,weisheit letzten ,schlu gezogen zu haben4 ,unserer ,weisheit letzter ,schlu sei der1 da die letzten ,dinge unergrndlich fr uns sind1 da wir von ,rthseln umgeben inmitten eines ,mysteriums leben1 wir selbst ein ,mysterium4 ,durch diese ,einsicht aber beweisen wir den hchsten ,fragen gegenber eine tiefere ,ehrfurcht1 nicht nur als die ,metaphysiker1 sondern auch als die ,religisen1 welche den ,weltgrund als etwas ihnen ,bekanntes erfassen4 ,wir leugnen nun nicht1 da das ,bewutsein1 eine ,ergrndung des ,weltwesens sei uns versagt1 auch ein ,gefhl in uns erwecken kann1 welches wahre ,ehrfurcht ausschliet1 nmlich das eines dumpfen ,schmerzes1 ein ,gefhl1 als wren wir in einen ,kerker gebannt1 von dem aus wir uns vergebens nach dem ,lichte sehnen1 an dessen ehernen ,wnden all unsere ,versuche scheitern1 der ,wahrheit nher zu kommen4 ,auch dieses ,gefhl ist berechtigt1 und in manchen ,gemthern mag es das vorherrschende sein4 ,andere aber wird es nur flchtig berhren1 whrend die edlere ,empfindung des ehrfurchtvollen ,erfassens des ,weltgeheimnisses ihnen homogener ist4 ,es mgen ja1 namentlich in unseren ,tagen1 nur ,wenige dieser ,vertiefung fhig sein2 unsere ,zeit ist arm an ,ehrfurchtsmenschen und das schne ,selbstbekenntni ,goethe's3 ,mein ,gemth war von ,natur zur ,ehrerbietung geneigt und es gehrte eine groe ,erschtterung dazu1 um meinen ,glauben an irgend ein ,ehrwrdiges wanken zu machen1 drfte nur von ,wenigen in seiner ,tiefe erfat werden knnen4 ,einzelne aber werden der ehrfurchtsvollen ,versenkung in das ,weltproblem dennoch fhig sein1 und der wahrhaft philosophische ,geist1 welcher zugleich die ,kraft der ,phantasie besitzt1 gewonnene ,denkergebnisse in das lebendige ,gefhl aufzunehmen1 wird immer wieder von diesem ,gefhle erfat werden4 ,denn immer wieder wird das ,verlangen sich bei ihm regen1 von dem ,gegebenen1 in welchem der gemeine ,sinn befangen bleibt1 zu dem ,gedanken des ,mysteriums sich zu erheben1 oder die ,dinge im ,zusammenhange damit zu betrachten1 wodurch ihre ,bedeutung eine wunderbare ,vertiefung erfhrt4 ,in den ,momenten der hchsten ,steigerung aber wird dieser ,affekt der ,ehrfurcht in der ,form eines inneren ,erbebens auftreten1 indem der ,geist1 die gegebene ,welt der ,erscheinungen verlassend1 hinabtaucht in die ,rthsel des ,daseins4 ,und dieser ,affekt hat eine kathartische ,wirkung1 denn er bedeutet die ,abwendung von der ,unzulnglichkeit1 ,beschrnktheit und ,vergnglichkeit der gegebenen ,welt1 von den ,dissonanzen und der dualistischen ,zerrissenheit des ,lebens1 so weit wir dasselbe erkennen und begreifen4 ,richten wir das ,auge ausschlielich auf das ,gegebene1 so gelangen wir leicht zu einer pessimistischen ,verurtheilung des ,seins berhaupt4 ,davor kann nur das ,bewutsein uns schtzen1 da der tiefste ,sinn des ,seins und seine eigentliche ,bedeutung uns verschlossen ist und keinerlei ,beurtheilung desselben uns zusteht4 ,wir verwahren uns gegen eine ,verwechselung des ,gedankens1 die ,welt als ,mysterium zu verehren1 mit dem1 in die ,unermelichkeit des ,weltalls und die ,unbersehbarkeit des ,weltprozesses sich zu versenken4 ,bleiben wir hierbei doch innerhalb der ,welt der ,erscheinungen1 whrend wir durch die ,erfassung des ,weltgrundes als eines undurchdringlichen ,geheimnisses ber die ,phnomenalitt uns erheben4 ,wenn wir ferner innerhalb der ,erscheinungswelt verharren1 so ist die ,gesammtheit der ,dinge1 trotz ihrer ,unfabarkeit doch um nichts wunderbarer1 als ein scheinbar verschwindendes ,einzelding1 die kosmische ,harmonie um nichts wunderbarer1 als die ,harmonie der ,theile eines ,kunstwerkes1 und es ist immer das ,zeichen eines grberen ,sinnes1 durch bloe ,quantittsverhltnisse sich blenden zu lassen4 ,geziemt es dem ,menschen1 seiner geistigen ,organisation gem1 das ,weltgeheimni ehrfurchtsvoll zu erfassen1 so wre es doch der vollkommenere ,zustand1 wenn eine ,erkenntni der letzten ,dinge fr ihn erreichbar wre1 wenn sein ,denken mit dem ,sein sich zu decken1 sein ,verstand den ,weltinhalt zu erfassen1 die ,kraft zu begreifen vermchte1 welche in der geistigen wie in der materiellen ,welt sich offenbart4 ,wre es aber undenkbar1 da latente ,krfte im ,menschen schlummern1 deren ,erwachen und schrittweise ,entwickelung -- wenn auch nimmermehr den ,menschen der ,gegenwart oder einer nahen ,zukunft1 so doch den einer ferneren ,zukunft -- auf jene hhere ,stufe emporzuheben vermchten8 ,sollte in der ,menschheit nicht die ,fhigkeit liegen1 aus ihrem ,zustande der ,unvollkommenheit1 der ,halbheit1 aus dem ,dualismus1 in welchem selbst ihre edelsten ,geister befangen bleiben1 einst herauszutreten8 ,sollte es nicht im ,bereiche der ,mglichkeit liegen1 da nicht nur die idealen ,krfte1 welche die ,menschheit bisher gezeigt hat1 einer gewaltigen ,steigerung fhig wren1 sondern da auch neue1 unbekannte ,potenzen dereinst in ihr zu ,tage treten1 welche schlielich eine ,verwandlung des ,weltbildes und mit dieser hchst wahrscheinlich den ,wegfall von tausend ,unvollkommenheiten der ,natur herbeifhren wrden1 welche der menschliche ,wille nie wrde berwinden knnen1 die aber zuletzt doch nur in unserer mangelhaften subjektiven ,vorstellungsweise begrndet sind8 ,denn eben durch die reichere und vollkommenere ,gestaltung des ,weltbildes in dem hher organisirten vorstellenden ,geiste wrde die ,erkenntni des ,weltinhaltes vermittelt werden4 ,bietet die ,wissenschaft nun irgend welche ,sttze fr die ,annahme1 die ,menschheit knnte berufen sein1 zunchst auf dem ,wege bewuter ,vervollkommnung1 spter aber durch das ,erwachen neuer geistiger ,krfte1 einem ,ziele entgegenzugehen -- unter welchem kein ,millenium1 kein ,zukunftsparadies1 und was der kindlichen ,trumereien mehr sind1 zu denken ist -- einem ,ziele1 welches den ,sieg bedeutet1 den ,sieg der hheren ,seite der ,natur ber die niedere1 ja eine ,durchbrechung der ,schranken1 in welche die menschliche ,erkenntnikraft jetzt noch gebannt ist1 durch die ,entwickelung hherer geistiger ,organe1 wenn auch dieses ,ziel an sich noch kein letztes wre8 ,es giebt mattherzige ,naturen1 fr welche der ,gedanke des ,fortschrittes1 wenn sie sich schon nicht skeptisch zu demselben verhalten1 doch nichts ,anregendes1 nichts ,erwrmendes hat2 es giebt wieder andere1 welche lebhaft an demselben festhalten1 jedoch mit gewissen ,verbesserungen der menschlichen ,gesellschaft1 insbesondere mit einer ,versittlichung derselben sich zufrieden geben wrden2 endlich aber knnen wir uns auch so beschaffene ,geister vorstellen1 welche der ,menschheit und ihrer ,entwickelung nur dann ,werth beimessen wrden1 wenn es irgend welche ,anzeichen gbe1 da dieselbe zum ,siege1 zur hchsten ,erkenntni1 d4 h4 zum ,uebergange in eine hhere ,ordnung -- von dessen ,bewerkstelligung wir uns freilich keine ,vorstellung bilden knnen -- berufen sei4 ,und ist der ,gedanke eines ,zieles1 eines ,abschlusses und1 wenn auch nur eines vorlufigen1 nicht ein ,bedrfni des menschlichen ,geistes8 ,ist es nicht ein ,bedrfni desselben ein ber alles ,gegebene hinausreichendes ,ziel ber sich zu sehen8 ,so lange wir den ,menschen als ein ,wesen betrachten1 welches niemals hhere ,krfte1 als die von ihm bisher bekundeten1 offenbaren wird1 so giebt es in der ,that kein ,ziel fr ihn2 ein solches stellt erst dann sich ein1 wenn wir die ,mglichkeit einer ,erhebung der ,menschheit zu einer hheren ,organisationsstufe ins ,auge fassen1 wenn auch dieses ,ziel an und fr sich noch kein letztes und hchstes wre4 ,fr den ,menschen aber mte es ein ,gegenstand der hchsten ,hoffnung1 des hchsten ,vertrauens sein4 ,bietet die ,wissenschaft irgend eine ,sttze dafr1 da der ,mensch dieser ,hoffnung sich ergebe8 ,in der ,that scheint in der ,darwin'schen ,evolutionslehre eine ,sttze dafr geboten zu sein4 ,diese ,lehre ist keine ,gewiheit1 wohl aber eine ,hypothese von hchster ,wahrscheinlichkeit1 die in den verschiedensten ,wissenschaften unentbehrlich geworden ist4 ,nur ,wenige1 die in sie eingedrungen sind und nicht von ihr bekehrt worden wren1 so gro ist die ,kraft der ,ueberzeugung1 die von ihr ausgeht4 ,das ,hhere hat sich nach ihr aus dem ,niederen entwickelt4 ,der ,mensch ist auf dem ,wege langsamen ,fortschrittes aus der niederen thierischen ,stufe hervorgegangen4 ,zugleich aber ist mit ihm ein ,wendepunkt im organischen ,leben der ,erde eingetreten1 denn sein ,auftreten bezeichnete die ,mglichkeit einer unermelichen ,bewutseinssteigerung und geistigen ,fortschrittsfhigkeit bei ,beibehaltung derselben physischen ,lebensform1 weshalb auch mit ,recht angenommen werden darf1 da ein etwaiger ,fortschritt ber den ,menschen hinaus nur durch geistige ,vervollkommnung1 durch die ,weckung und die ,entwickelung bis jetzt unbekannter oder doch kaum angedeuteter psychischer ,organe erfolgen1 da eine geistige ,organisationssteigerung unabhngig von einer physischen eintreten knne4 ,darwin und die ,mehrzahl seiner ,anhnger machen beim ,menschen1 in seiner jetzigen hchsten ,entwickelung1 ,halt1 als ob mit ihm der ,hhepunkt des organischen ,fortschrittes der ,erde erreicht wre4 ,doch deutet die ungeheure ,fortschrittsfhigkeit des ,menschen1 sein gewaltiges ,ringen und ,streben nicht darauf hin1 da er ber sich selbst hinaus will8 ,entspricht dem ,fortschrittsgesetze die ,annahme nicht mehr1 da die ,menschheit berufen sei1 in einen hheren ,typus einzumnden1 bei welchem ihr ideales ,wollen in ein erhabenes ,knnen sich verwandeln wrde1 und da die aufsteigende organische ,entwickelung erst in ,wesen gipfle1 bei welchen ,denken und ,sein sich decken und die ,vernunft ,herrscherin geworden ist8 ,in ,deutschland hat der ,gedanke einer biologischen ,organisationssteigerung ber den ,menschen hinaus seinen beredtesten ,vertreter in ,carl du ,prel4 ,in seinem ,hauptwerke ,philosophie der ,mystik#aa weist der geistvolle ,forscher auf die ,unvollkommenheit hin1 mit welcher die ,entwickelungslehre den ,menschen betrachtet1 indem sie in ,bezug auf ihn nur eine ihrer ,folgerungen gezogen hat4 ,wenn aber bei jedem hhern ,gliede der organischen ,entwickelung zwei ,seiten in ,betracht kommen1 nmlich erstens eine ,seite1 welche auf die biologische ,vergangenheit zurckweist1 sodann aber auch eine andere1 welche gleichsam prophetisch auf die kommende ,entwickelung hindeutet1 so msse auch der ,mensch unter diesem doppelten ,gesichtspunkte betrachtet werden4 ,wenn wir die ,entwickelungslehre nicht als den ,mohr betrachten wollen1 sagt der ,verfasser1 der seine ,schuldigkeit gethan1 nachdem er uns bis zum ,menschen gefhrt1 wenn wir logisch sein wollen1 so mssen wir auch den ,menschen unter diesen ,gesichtspunkt stellen4 ,der ,darwinismus hat einen retrospektiven ,blick auf die ,entwickelungsgeschichte des irdischen ,lebens geworfen1 giebt sich aber keine ,mhe1 in der ,menschennatur diejenigen ,anstze zu entdecken1 welche prophetisch sind und bei dem derzeitigen ,endgliede der ,entwickelung so gut vorhanden sein mssen1 wie bei jedem frheren4 ,wie einem jeden ,naturprodukte sowohl die ,rudimente der ,vergangenheit1 als auch die ,anstze knftiger ,entwickelung ankleben1 so mu auch der ,mensch sein ,janus-,gesicht haben4 ,die ,anstze einer hheren psychischen ,entwickelung des ,menschen -- denn nur auf psychischem ,gebiete wird1 wie schon frher bemerkt1 die hhere ,entwickelung erfolgen -- wrden aber doch selbst ein ,entwickelungsprodukt sein und zwar offenbar ein zeitlich spteres1 als die brigen ,geisteskrfte des ,menschen4 ,folgt daraus nicht1 da jene ,anstze und ,keime einer hheren ,organisationsstufe keineswegs zur ,zeit schon im ,menschen sich bemerkbar zu machen brauchen1 sondern mglicherweise erst in ,zukunft sich ankndigen werden8 ,du ,prel aber betrachtet es1 wie aus jenen ,stzen hervorgeht1 als selbstverstndlich1 da jene ,symptome zur ,zeit schon mssen bemerkbar sein4 ,deshalb durchforscht er das menschliche ,seelenleben4 ,nun ist es gewi ein richtiger ,gedanke1 da jene ,symptome nur in abnormen seelischen ,zustnden knnten gefunden werden4 ,solche sind die ,erscheinungen des ,somnambulismus1 der ,wahrtrume1 des doppelten ,gesichtes1 des ,gedankenlesens u4 a41 die wir insgesammt als visionre ,phnomene bezeichnen knnen4 ,diese aber verdienen auch dann ernste ,beachtung1 wenn man sich gegen den ,spiritismus durchaus ablehnend verhlt und demselben keine reale ,bedeutung beimit4 ,das ,eigenthmliche bei all jenen ,erscheinungen besteht darin1 da gleichsam durch andere ,organe als die normalen1 ber ,zeit und ,raum hinausgehend1 ,wahrnehmungen gemacht oder ,wirkungen erzielt werden4 ,die ,beziehungen zwischen ,subjekt und ,objekt erscheinen dabei theils unmittelbarer1 theils mannigfaltiger als im normalen ,zustande4 ,es ist nicht zu leugnen1 da jene abnormen ,zustnde solche einer geistigen ,erhhung sind und dem ,subjekt1 wie auch unter ,umstnden dem ,objekt ,vortheile gewhren4 ,wir wollen ferner nicht in ,abrede stellen1 da es viel ,verlockendes an sich habe1 jene ,erscheinungen als ,symptome einer biologischen ,organisationssteigerung zu betrachten4 ,eine ,gewiheit ist jedoch nicht vorhanden1 um so weniger1 da in jenen ,phnomenen doch nur gleichsam eine geistigere ,art der ,verbindung zwischen ,subjekt und ,objekt geschaffen wird1 nicht aber entweder ,wahrnehmungen gemacht oder ,wirkungen erzielt werden1 die sich innerhalb der subjectiven ,anschauungsformen nicht gleichfalls herbeifhren lieen4 ,noch weniger1 als in jenen immerhin aufflligen ,erscheinungen mit ,sicherheit prophetische ,anzeichen zu erblicken1 steht das ,recht uns zu1 darin mehr als hchstens ,anstze einer hheren ,entwickelung zu sehen4 ,obwohl du ,prel nun selbst einrumt1 da wir in jenen abnormen ,zustnden nur gewissermaen ein ,wetterleuchten zu erblicken haben1 so zgert er andrerseits nicht1 die hchsten ,schlsse aus diesen ,beobachtungen zu ziehen1 und in ihnen den ,schlssel zur ,lsung der schwierigsten ,fragen zu erblicken4 ,aus dem ,umstande1 da in jenen visionren ,zustnden gleichsam ein zweites1 hheres ,bewutsein in uns erwacht1 ergiebt sich fr du ,prel sofort1 da der ,mensch ein ,doppelwesen sei1 bestehend aus der empirischen ,person1 welche im normalen ,bewutsein sich offenbart1 und einem transcendentalen ,subjekt1 welches eben in jenen abnormen ,erscheinungen von ,zeit zu ,zeit hervortritt4 ,weiter schliet unser ,philosoph aus der ,kenntni1 welche die ,somnambulen in ihren ,heilsverordnungen vom menschlichen ,krper und den ,gesetzen des inneren ,lebens verrathen1 da das transcendentale ,subjekt das organisirende ,prinzip und der ,schpfer der empirischen ,person ist4 ,demnach ist die irdische ,verkrperung eine freie ,that des transcendentalen ,subjektes1 eine freiwillige ,inkarnation zum ,zwecke der ,luterung und ,vervollkommnung1 und nun ist kein weiter ,schritt mehr zum ,gedanken der ,palingenesis1 die jedoch bei du ,prel in ,gestalt eines metaphysischen ,darwinismus auflebt1 indem die verschiedenen biologischen ,entwickelungsstufen als freiwillige ,verkrperungen des transcendentalen ,subjekts in aufsteigender ,linie erscheinen2 die biologische ,steigerung endlich1 welche ber den ,menschen hinausfhrt1 bedeutet die ,befreiung des transcendentalen ,subjekts von seiner letzten sinnlichen ,verkleidungsform1 indem der ,zweck unserer individuellen ,entwickelung die ,vorbereitung des knftigen ,typus des planetarischen ,menschen ist4 -- ,es wrde eine besondere ,schrift erfordern1 um das ,gewebe von ,irrthmern1 ,trugschlssen und ,unklarheiten zu entwirren1 welches in dieser ,begriffsdichtung enthalten liegt1 die1 indem sie ,schwierigkeiten zu beseitigen glaubt1 nur solche schafft4 ,der ganze ,gedankenbau schwebt in der ,luft1 da sein scheinbares ,fundament1 der ,schlu nmlich1 da in somnambulen und verwandten ,zustnden ein transcendentales ,subjekt sich offenbare1 ein ,trugschlu ist1 wie die ,metaphysik keinen schlimmeren sich zu ,schulden kommen lie1 und der nur aufs ,neue beweist1 wie ohnmchtig der menschliche ,geist in seiner jetzigen ,beschaffenheit ist1 die letzten ,dinge zu ergrnden4 ,whrend du ,prel demnach von der ,thatsache1 da es abnorme ,zustnde giebt1 eine ganze ,theorie ableitet1 so betrachten wir es nur als ,mglichkeit1 da jene abnormen ,funktionen schon ,anstze hherer psychischer ,formen seien2#ab whrend sich fr unseren ,philosophen aus jenen ,phnomenen die ,lsung der schwierigsten ,probleme ergiebt1 so halten wir es nur nicht fr ausgeschlossen1 da eben aus jenen ,phnomenen die psychischen ,krfte sich entwickeln knnen1 welche den ,zukunftsmenschen oder die hhere ,wesensstufe1 zu welcher die ,menschheit emporsteigen wird1 befhigen werden1 das ,wesen der ,erscheinungen zu begreifen4 ,dann erst wrde erkannt werden1 was wie allen ,erscheinungen1 so auch der ,persnlichkeit zu ,grunde liegt4#ac ,die wesentlichen ,grnde aber1 weshalb wir eine vertrauensvolle ,hingebung an den ,gedanken1 da die ,menschheit berufen sei1 durch ,organisationssteigerung zum ,siege fortzuschreiten1 d4 h4 zur hchsten ,erkenntni1 zur ,ueberwindung des ,dualismus1 in dem sie jetzt befangen ist1 zu einer nicht nur wahrhaftigeren1 sondern auch reicheren und vollkommeneren ,weltanschauung fr berechtigt halten -- gleichviel ob bereits ,anstze zu diesem hheren ,zustande vorhanden sind oder nicht -- sind das durch den ,darwinismus betonte ,gesetz der ,entwickelung des ,hheren aus dem ,niederen und der unbestreitbar gewaltige ,vervollkommnungsdrang des ,menschen1 seine tiefgehende ,unzufriedenheit mit allem ,geleisteten1 seine erhabene ,sehnsucht nach einem hheren ,daseinszustande4 ,ein groer ,theil des zu vollziehenden ,fortschritts wrde allerdings nur durch ,vorgnge in der geistigen ,organisation des ,menschen erfolgen knnen1 welche gnzlich auer dem ,bereiche seiner bewuten ,anstrengung fallen1 wie ja auch schon der ,gedanke1 welcher im ,genius aufleuchtet1 und1 wenn verkndet1 eine allgemeine ,bewutseinssteigerung herbeifhrt1 frei aus der ,tiefe des ,geistes aufsteigt4 ,allein bevor jene hheren ,krfte im ,menschen in ,wirksamkeit treten wrden1 bevor sie mglicherweise in ,wirksamkeit treten knnen1 mssen die gewaltigsten bewuten ,anstrengungen1 sowohl intellektueller als auch moralischer ,art vorhergehen1 die dann dem hheren ,daseinszustande offenbar zu ,gute kmen1 der ,art1 da letzterer nicht nur ein ,ziel der ,hoffnung1 sondern auch in einem gewissen ,sinne ein ,ziel des ,strebens ist4 ,man darf annehmen1 da die erwiesenen ,krfte des ,menschen erst mssen ausgeschpft werden1 bevor neue ,krfte in ihm auftreten knnen4 ,solche aber werden ein reicheres1 den ,weltinhalt umfassendes ,wahrnehmungs- und gesteigertes ,begriffsvermgen sein1 whrend auch unser sthetisches und ethisches ,bewutsein fr den ,zukunftmenschen nicht kann verloren gehen4 ,der ,gedanke eines ,ueberganges des ,menschen in eine hhere ,ordnung mag den ,meisten1 obgleich er im ,grunde1 wie wir schon frher bemerkten1 nur der ,ausdruck eines tiefen ,bedrfnisses des ber alles ,gegebene hinausstrebenden menschlichen ,geistes ist1 als phantastisch und befremdend erscheinen4 ,doch rhrt dies wohl hauptschlich daher1 weil man jenes ,ziel zu nahe an unser ,entwickelungsniveau heranrckt und nicht bedenkt1 da das letztere mit dem ersteren durch eine unermeliche ,kette von fortschreitenden ,bewutseinssteigerungen und -,erweiterungen1 durch eine stete ,vermehrung der ,beziehungen zwischen ,geist und ,welt1 durch eine immer souvernere ,beherrschung der ,natur mittelst immer vollkommenerer ,erfindungen1 durch eine wachsende ,freimachung der menschlichen ,krfte1 durch eine fortschreitende ,verfeinerung unseres ,willens1 eine ,vergeistigung des ,lebens1 eine unendliche ,bereicherung unseres ,wissens1 eine immer vollkommenere ,ausgestaltung ihrer spezifischen moralischen und intellektuellen ,vorzge durch die modernen ,kulturvlker und endlich durch das ,hervortreten neuer ,krfte im ,menschen wrde vermittelt werden4 ,dieser ,fortschritt wird nur in ,form eines langsamen1 mhsamen ,prozesses vor sich gehen knnen1#ad aber der ,fortschritt selbst ist unleugbar4 ,sehr schn bemerkt ,philipp ,mainlnder1 wenn auch vom ,standpunkte des dogmatischen ,pessimisten aus1 welchem ein dereinstiger freiwilliger ,untergang der ,menschheit durch ein ,erlahmen der ,lebenskrfte eine ,gewiheit ist3 ,wie ,sterne stille stehen1 ja1 rcklufig zu sein scheinen1 so scheint auch dem in das ,einzelne versunkenen ,geist die ,menschheit bald stille zu stehen1 bald rcklufig4 ,der ,philosoph aber sieht berall nur resultirende ,bewegung und zwar eine stetige ,vorwrtsbewegung der ,menschheit4#ae ,in unserer ,aera ist nicht nur der ,gedanke des ,fortschrittes durch die ,evolutionslehre mchtiger1 als zu irgend einer anderen ,zeit1 hervorgetreten1 sondern macht der ,fortschritt selbst -- wie wir den ,verkleinerern unserer ,zeit1 die an ,einzelheiten haften bleiben1 gegenber behaupten wollen -- in intensiver ,weise auf den verschiedensten ,gebieten sich bemerkbar1 wie unvollkommen das ,vorhandene auch immer noch sei4 ,da zeigt sich zunchst ein ,fortschritt in der ,sphre der ,moral4 ,wie mangelhaft unsere ,moral auch noch ist1 so ist doch nicht zu bestreiten1 da heute eine hhere ,achtung vor dem ,menschen besteht1 da die ,menschen mehr aneinander denken1 und da die ,idee einer gerechten socialen ,ordnung in hherem ,mae die ,geister beschftigt1 als zu einer frheren ,zeit4 ,unser moralisches ,ideal ist ein hheres geworden und ,w4 ,m4 ,salter#af weist nach1 da die ,sittenlehre ,jesu unseren ,ansprchen nicht mehr gengen knne4 ,da aber unser moralisches ,ideal ein vollkommeneres geworden ist1 ist ein ,beweis dafr1 da unsere ,moral selbst sich vervollkommnet hat4 ,eine ,verbreitung der ,entwickelungstheorie kann ihrerseits nur zur ,erhhung der ,moral beitragen1 denn die ,erkenntni der ,thatsache der ,vererbung geistiger und physischer ,eigenschaften1 wenn nicht auf ,kinder so auf ,kindeskinder1 der ,vererbung1 deren ,wirkungsbereich wir im einzelnen ,falle nie bestimmen knnen -- mu auf eine ,erhhung des ,gefhls der ,verantwortlichkeit hinwirken1 da wir so gewahren1 da die ,folgen des guten wie des schlechten ,handelns sich noch weiter erstrecken1 als wir zuvor geahnt hatten#ag4 ,als ,zeichen der ,zeit mu auch die erfreuliche ,erscheinung der ,gesellschaften fr ethische ,cultur in ,nord-,amerika begrt werden1 deren ,zahl im ,wachsen begriffen ist4 ,wir brauchen kaum an den mchtigen ,aufschwung der ,wissenschaften in den letzten ,decennien1 an das ,aufblhen neuer ,wissenszweige und neuer ,methoden der ,forschung1 an die enormen ,fortschritte in der technischen ,beherrschung und ,verwerthung der ,naturkrfte1 als ,beweis fr unsere oben ausgesprochene ,behauptung1 zu erinnern4 ,wenn ,dhring's ,ausspruch1 da die ,gre unseres ,jahrhunderts allein in dessen polytechnischen ,errungenschaften zu suchen sei1 auch ein einseitiger ist1 so weist er doch auf ein ,gebiet hin1 auf welchem in der ,that die grten ,fortschritte gemacht worden sind4 ,und doch scheinen wir am ,vorabende neuer ,entdeckungen und ,erfindungen zu stehen1 und lassen sich gewisse technische ,ergnzungen unserer unvollkommenen krperlichen ,organisation wohl jetzt schon vorherbestimmen4#ah ,die ,leugner des ,fortschrittes sind wohl am leichtesten durch die ,thatsache des wachsenden ,geschichtsberblickes zu widerlegen1 der doch gewi als eine ,form des ,fortschritts mu betrachtet werden4 ,durch das ,aufblhen zahlreicher neuer ,wissenschaften ist der ,geschichtsberblick gerade in unserer ,zeit auerordentlich erweitert1 unser ,bewutsein dadurch ungemein bereichert worden4 ,aber nicht nur unsere ,gedanken-1 sondern auch unsere ,empfindungswelt hat z4 ,b4 durch die ,vermittlung der ,dichtungen alter oder fremder ,vlker eine ,bereicherung erfahren1 sowie eben dadurch wieder fr unsere moderne ,poesie neue ,stoffgebiete sind erobert worden4 ,das wichtigste ,ergebni des wachsenden ,geschichtsberblickes drfte aber dieses sein1 da wir den ,menschen immer genauer kennen lernen1 immer deutlicher die ,ursachen wahrnehmen1 welche den ,fortschritt der ,vlker gefrdert und welche ihn gehemmt haben1 wodurch wir wieder der ,wege klarer uns bewut werden1 welche die ,vlker in ,zukunft einzuschlagen haben1 um sicherer und rascher vorwrts zu schreiten und nicht immer wieder von den retardirenden ,dmonen beirrt und zurckgehalten zu werden4 ,an die ,mglichkeit eines ,zusammenbruchs der modernen ,kultur1 gleich demjenigen der antiken1 durch den ,anprall barbarischer oder halbbarbarischer ,vlker braucht aber nicht gedacht zu werden1 weil heute umgekehrt die culturtragenden ,rassen es sind1 welche die rohen ,vlker mehr und mehr in ihrer ,existenz bedrohen4 ,die ,cultur kann nicht verloren gehen1 wenn auch einige der weniger lebenskrftigen ,culturvlker einst von der ,bildflche verschwinden sollten4 ,die ,knste scheinen bei oberflchlicher ,betrachtung allerdings eher in einem ,rckgange begriffen zu sein1 aber man bersehe nicht1 da unsere ,zeit einen epochemachenden musikalischen ,genius hchster ,ordnung hervorgebracht1 da einige ,kunstzweige einen ,aufschwung genommen haben1 wie sie einen solchen zu keiner frheren ,epoche aufzuweisen hatten1 da die ,technik mancher ,knste sich vervollkommnet1 der ,stoffkreis sich ungemein erweitert hat und da manche ,nationen1 welche bis vor kurzem als knstlerisch unproduktiv galten1 mit einem ,schlage eine ,reihe bedeutender ,dichter und ,knstler hervorgebracht haben1 die1 aus dem ,vollen schpfend1 die ,kunst mit neuen ,typen und ,formen bereichert haben4 ,trotzdem mu zugestanden werden1 da die ,phantasie in den ,wissenschaften und auf technischem ,gebiete heute weit grere ,triumphe feiert1 als in den ,knsten4 ,aber es sind ,anzeichen vorhanden1 da die ,kunst1 wenn die magebenden ,nationen aus ihrem jetzigen socialen ,revolutionszustande werden herausgetreten sein und die ,gesellschaft festere ,formen wird angenommen haben1 wenn ferner die ,resultate der ,naturforschung und die dadurch geschaffene enorme ,erweiterung des ,gesichtskreises die ,phantasie mchtiger werden ergriffen haben1 auf neuer ,grundlage nur um so machtvoller aufblhen wird4 ,einer der wichtigsten ,fortschritte der modernen ,culturvlker in der ,gegenwart aber ist die wachsende ,lossagung von der ,religion1 einer der wichtigsten ,fortschritte der ,zukunft wird es sein1 da unter jenen ,nationen1 welche zur ,fhrung der ,menschheit berufen sind und die dereinst vielleicht den ,inbegriff der ,menschheit bilden werden1 eine neue ,lehre sich befestige1 vermge welcher alles ,leben und ,streben eine hhere ,bedeutung erhalten wird4 ,da die ,evolutionslehre mit den gewaltigen ,perspektiven1 die sie1 wenn richtig verstanden1 erffnet1 hierbei eine groe ,rolle spielen wird1 indem das effektive ,erfassen des ,fortschrittsgesetzes den ,fortschritt selbst beschleunigen wird1 scheint uns keinem ,zweifel zu unterliegen4 ,der ,individualitt wird in der ,art der ,verwerthung jener ,lehre immer ein weiter ,spielraum bleiben4 ,die ,idee des ,fortschritts1 wenn mit ,phantasie erfat1 hat1 wenn selbst das ,ziel des ,fortschritts vllig unbestimmt gelassen wird1 etwas ,erregendes1 ,begeisterndes4 ,um so mchtiger mu sie den ,geist ergreifen1 wenn mit ihr die ,idee eines hchsten ,zieles verbunden wird1 in dem einst alle ,errungenschaften des ,menschen1 wie die ,strme in dem ,weltmeer1 einmnden sollen4 ,dieser ,uebergang wird eben von jenen ,vlkern oder von jenem ,volke vollzogen werden1 welches am lebenskrftigsten und fortschrittsfhigsten sich bewhrt hat und dadurch der natrliche ,herr der ,erde geworden ist4 ,somit wre unsere ,weltanschauung eine ausgesprochen optimistische8 ,allerdings1 wie die ,evolutionslehre selbst es ist1 aber nur in dem ,sinne1 da dem ,menschengeschlechte eine unermeliche ,kraft des ,fortschritts zugetraut und eine groe ,zukunft von ihm erwartet wird4 ,aber da das ,vollkommene erst von der ,zukunft erwartet1 da auf sie unsere ,hoffnung gerichtet wird1 ist ein ,beweis1 da wir eine optimistische ,auffassung der ,gegenwart und ,vergangenheit1 bei aller ,verehrung fr einzelne groe ,errungenschaften1 nicht fr gerechtfertigt halten4 ,wir wollen hier nicht das ,urtheil der groen ,philosophen und ,dichter des ,pessimismus ber die gegebene ,welt wiederholen1 die jedoch darin fehlten1 da sie erstens die ,welt1 wie wir sie kennen1 mit dem realen ,sein verwechselten1 zweitens aus der trben ,vergangenheit und trben ,gegenwart voreilig auf die ,nothwendigkeit einer trben ,zukunft schlossen1 -- eine ,anschauung1 welche der ,evolutionslehre und dem gewaltigen ,fortschrittsstreben der ,menschen widerspricht4 ,die pessimistische ,betrachtung des ,gegebenen aber ist selbst wieder ein ,hebel des ,fortschritts1 denn nur aus tiefer ,unzufriedenheit mit dem thatschlich ,gegebenen wird jeder ,fortschritt geboren4 ,nur indem wir bestndig von dem ,gefhle unserer ,unvollkommenheit begleitet werden1 vervollkommnen wir uns4 ,dasselbe gilt vom allgemeinen wie vom ,einzelleben1 und das ,bewutsein1 da das ,leiden der gewaltigste ,urheber alles ,fortschritts ist1 da die ,beseitigung des ,leidens das ,ende alles ,strebens und aller ,vorwrtsbewegung wre1 vermag uns vor ungemessenen ,klagen zu bewahren und an einem vorschnell verdammenden ,urtheil ber den ,lebensinhalt zu hindern4 ,die blos pessimistische ,auffassung des ,gegebenen mu zu stumpfer ,resignation und ,entmuthigung fhren1 wenn wir nicht von dem ,vertrauen beseelt sind1 da die menschliche ,natur durch unentwegtes ,vorwrtsstreben1 welches das ,leiden hervorruft1 verbessert werden kann1 und da der ,menschheit ein hohes ,ziel winkt4 ,eine ,gewiheit ist jenes ,ziel1 welches den ,sieg bedeutet1 allerdings nicht4 ,mglicherweise ist die ,menschheit nur eines gewissen ,grades der ,vervollkommnung fhig1 ohne diese ,grenze berschreiten zu knnen4 ,mglicherweise bezeichnet der ,mensch in einem etwas hheren ,vervollkommnungszustand1 als er ihn jetzt aufweist1 dennoch den ,gipfelpunkt der organischen ,entwickelung der ,erde4 ,in diesem ,falle wre die bisherige ,entwickelung eine ziellose und trgerische1 das ,streben und ,ringen der ,menschheit ein vergebliches gewesen1 da unberwindliche und unausrottbare ,mngel und ,gebrechen sie1 so wie sie ist1 ewig hindern wrden1 ,vollkommenheit und ,seligkeit zu erlangen4 ,wie sollen wir uns in einem solchen ,falle die ,zukunft der ,menschheit denken8 ,da wrde wohl ,mainlnder's ,prophezeihung zur ,wahrheit werden4 ,demnach wrde die ,civilisation und ,bildung zunchst in immer weitere ,kreise dringen1 bis sie1 nachdem die unzhmbaren ,feinde der ,cultur im ,kampfe mit den ,culturtrgern sich aufgerieben1 alle ,menschen umspannt htte4 ,allmhlig aber wrde ein ,nachlassen und endlich ein ,stillstehen der schpferischen ,krfte sich bemerkbar machen4 ,die ,menschheit wrde nicht mehr fortschreiten4 ,da aber die ursprngliche ,macht der ,leidenschaften durch die ,cultur gemigt wre1 so wrde der ,zustand der ,stagnation bald zu einem solchen der allgemeinen ,ermdung und ,ermattung berleiten1 die ,todessehnsucht den ,lebenstrieb berwinden1 wobei nicht an einen allgemeinen ,selbstmord1 sondern an ein natrliches ,aufhren der ,menschheit zu denken wre4 ,das ,ziel1 welches die ,evolutionslehre verheit1 hat weit grere ,wahrscheinlichkeit fr sich1 als dieses1 da jedoch auch dieses ,ziel keine volle ,gewiheit ist1 so ergiebt sich1 da der ,werth des ,lebens1 unseres ,lebens allerdings zur ,zeit noch nicht mit ,gewiheit bestimmt werden kann -- in dem ,sinne nmlich1 ob das ,sein dem ,nichtsein oder dieses jenem vorzuziehen sei --1 und da die ,philosophen1 die es dennoch unternommen -- und die ,mehrzahl derselben hat es unternommen --1 voreilig geurtheilt haben1 denn so lange wir ,werdegang und ,ziel des ,lebens nicht mit ,gewiheit beurtheilen knnen1 vermgen wir auch seinen ,werth nicht mit ,sicherheit zu schtzen4 ,demnach wre uns allerdings nur eine ,gewiheit gegeben1 diese nmlich1 da die ,menschheit in jedem ,falle ihrer ,erlsung entgegengeht1 sei es der ,erlsung von der ,unvollkommenheit durch den ,sieg1 sei es der ,erlsung von einem ziellosen ,leben durch einen freiwilligen ,untergang4 ,aber auch in dem letzteren ,falle wrde den ,menschen nicht das ,recht zustehen1 das ,nichtsein hher zu schtzen1 als das ,sein berhaupt1 sondern nur als dasjenige ,sein1 welches eben der ,menschheit beschieden war4 ,sollte aber eine ,erdkatastrophe die ,menschheit hinwegraffen1 bevor sie zur ,gewiheit ber ihre ,bestimmung gelangt ist1 dann wre dies nur ein ,beweis1 da von vornherein die ,bedingungen gefehlt haben1 die der ,menschheit den ,fortschritt zu einem hheren ,ziele ermglicht htten4 ,wenn nun aber auch nur die ,erlsung der ,menschheit an sich1 sei es in der einen oder in der anderen ,form1 nicht aber die ,erlsung durch den ,sieg eine volle ,gewiheit ist1 so ist die letztere ,form ihrer ,erlsung doch die unvergleichlich wahrscheinlichere und auf den greren ,grad der ,wahrscheinlichkeit kommt es hier wie berall an4 ,es kann ber ,entwickelung und ,schicksale der ,menschheit ja keinerlei bestimmte ,prophezeiung gemacht werden1 die grere ,wahrscheinlichkeit eines ,zieles aber wird unser ,hoffen und ,streben bestimmen mssen1 und deshalb geziemt es uns1 im ,hinblick auf die ,evolutionslehre und auf die ,consequenzen1 welche sich aus ihr ergeben1 den ,gedanken eines unermelichen ,fortschrittes der ,menschheit1 einer ,hervorkehrung neuer1 unbekannter ,krfte1 einer ,annherung an ein erhabenes ,ziel zu unserem ,leitstern zu erheben4 ,nun wird es nicht an ,stimmen fehlen1 welche einwenden werden1 da1 wie hoch das ,ziel auch sei1 welches der ,zukunftsmensch erringen wird1 dieser ,gedanke dem gegenwrtigen ,menschen doch keine ,erhebung gewhren knne1 da er persnlich nichts von jenen ,errungenschaften wahrnehmen werde1 und kein ,mitgenu ihm zu ,theil werden kann4 ,dem gegenber mu jedoch hervorgehoben werden1 da es nicht minder unzulssig ist1 die ,unsterblichkeit absolut zu negiren als sie zu behaupten1 wiewohl weit mehr ,grnde gegen1 als fr die ,annahme einer solchen zu sprechen scheinen1 und da ,derjenige1 welchem die ,hoffnung auf einen persnlichen hheren ,existenzzustand ein unabweisbares ,bedrfni ist1 dieselbe nicht vollstndig braucht sinken zu lassen1 obgleich es wrdiger wre1 er wrde mit dem ,gedanken sich begngen1 da die guten ,thaten1 die er vollbracht1 stets fortwirken werden1 da diese unsterblich sind4 ,muthigere1 strkere und selbstlosere ,geister aber werden1 unbekmmert um ihr persnliches ,schicksal1 in der ,idee einer unermelichen ,fortschrittsfhigkeit der ,menschheit und eines groartigen ,zieles1 eines siegreichen ,abschlusses der aufsteigenden planetarischen ,entwickelung1 eine ,erhebung und ,ermunterung zum persnlichen ,vorwrtsstreben finden4 ,indem der ,mensch zu jenem hohen ,ziele emporblickt1 fhlt er sich ,eins mit der lichtschaffenden ,naturkraft selbst1 und was er sucht und liebt1 wird gleich jener das ,groe und ,vollkommene sein4 ,der ,ntzlichkeitslehre1 die heute wieder so viel ,beifall findet1 wird ein von dieser ,idee ,durchdrungener nicht zum ,opfer fallen1 denn ihm wird es klar sein1 da es nimmermehr auf die ,gefhlszustnde der ,individuen1 sondern auf ihr ,werk1 ihre ,leistung ankommt4 ,der ,utilitarismus betrachtet als oberstes ,princip der ,moral das grte ,glck der grten ,anzahl oder die ,maximation der ,glckseligkeit2 allein die ,voraussetzung1 da mit der ,erhhung der ,moral das ,glck der ,menschen im ,allgemeinen eine ,steigerung erfahre1 ist einfach eine ,tuschung4 ,indem wir uns eine eingehendere ,begrndung dieser ,behauptung fr eine andere ,gelegenheit vorbehalten1 wollen wir an dieser ,stelle nur ,folgendes zum ,beweise fr dieselben hervorheben3 es lt sich zunchst in ,bezug auf jene1 an welchen gehandelt wird1 nur sagen1 da durch die ,vervollkommnung der ,moral einerseits allerdings viele ,leiden beseitigt werden1 whrend sich doch durchaus nicht bestimmen lt1 inwiefern dadurch auch positives ,glck geschaffen wird1 indem ,gerechtigkeit1 ,rcksicht und ,theilnahme von ,seiten der ,mitmenschen keineswegs immer als ,glck empfunden werden -- zeigen sich in der ,art1 wie die ,menschen dieselben ,dinge betrachten und empfinden1 doch die allergrten ,verschiedenheiten --1 whrend andererseits ,ungerechtigkeit und ,unterdrckung durchaus nicht immer als ,leiden empfunden werden und ,jemand durch ein ,unrecht1 welches ihm widerfahren ist1 ebensogut gefrdert wie geschdigt werden kann2 in ,bezug auf die ,handelnden aber lt sich mit ,bestimmtheit sagen1 da je mehr die ,menschen der ,stimme der ,pflicht1 statt dem ,lockrufe ihrer egoistischen ,neigungen folgen1 je ausdauernder sie auf ihrem ,posten beharren1 je mehr sie sich zur ,gerechtigkeit zwingen1 je strenger sie sich selbst berwachen1 je empfindlicher ihr ,gewissen wird1 um so strenger1 ernster und mhevoller das ,leben sich gestalten wird4 ,um es zu wiederholen3 so wenig wie der ,mensch1 so wie er beschaffen ist1 zur ,vollkommenheit berufen ist1 ebenso wenig ist er zur ,glckseligkeit berufen1 denn aller ,fortschritt der ,cultur besteht in einer ,steigerung der ,strenge des ,menschen gegen sich selbst4 ,der ,utilitarismus betrachtet den ,menschen irrthmlicher ,weise als ,selbstzweck1 whrend er nur ein transitorischer ,typus ist und aller ,wahrscheinlichkeit nach auf eine hhere ,seinsordnung hinstrebt1 der all seine ,errungenschaften dereinst zu ,gute kommen werden4 ,deshalb handelt es sich auch in der moralischen ,sphre nicht um die ,gefhlszustnde der ,individuen1 sondern um ,befestigung1 ,krftigung und ,strkung der menschlichen ,gemeinschaft1 als der nothwendigen ,voraussetzung und ,grundlage aller hheren ,cultur1 deshalb frgt es sich bei ,aufstellung hchster ,principien nicht darum1 was der ,mensch empfindet1 sondern was er wirkt1 voraussichtlich wirkt zu ,gunsten einer hheren ,ordnung1 als deren ,vorlufer er zu betrachten ist4 ,etwas soll der ,mensch ber sich anerkennen4 ,da er selbst das ,vollkommene nicht darstellt1 so soll er es verehren und seine ,dienste ihm widmen1 denn das ,vollkommene soll uns nicht nur ein ,gegenstand der ,verehrung sein1 sondern unser gesammtes ,streben soll dadurch eine ,directive erhalten4 ,jede ideale ,kraftanspannung bedeutet einen ,fortschritt1 und um so freudiger mu das ,erreichbare erstrebt werden1 je grer der ,zusammenhang1 in dem man es betrachtet4 ,durch den ,hinblick auf ein erhabenes ,ziel wird aber zugleich unsere ,beurtheilung des ,gegebenen und durch den ,menschen in seiner jetzigen ,gestalt ,erreichbaren1 berichtigt4 ,demnach werden wir die einzelnen ,errungenschaften zu schtzen wissen1 ohne sie jedoch als etwas ,endgiltiges oder ,letztes zu betrachten1 und wird uns ferner klar werden1 da1 wie der ,mensch zur ,zeit beschaffen ist1 eine harmonische ,entwickelung und allseitige ,vervollkommnung von ihm nicht erwartet werden kann1 da er immer nur in einzelnen ,richtungen ,bedeutendes wird leisten knnen und da es genug ist1 wenn jeder die ,kraft1 die er besitzt1 bt und entfaltet4 ,wenn aber ,jemand einwenden sollte1 das ,ziel1 welchem die ,menschheit1 wenn nicht alle ,zeichen trgen1 voraussichtlich entgegengehen wird1 sei zu entfernt1 um als ,antrieb auf unser ,thun zu wirken1 so ist diesem ,kleinmthigen zu entgegnen1 da in jedem idealen ,gedanken1 in jeder edlen und schpferischen ,that bereits ein ,strahl der knftigen ,sonne aufleuchtet1 bereits ein ,ton der knftigen ,harmonie erklingt1 die den bergang zu einem hheren ,zustande vorbereiten werden4 ,in der ehrfrchtigen ,versenkung in das ,mysterium der ,welt und in dem ,ausblick auf ein erhabenes ,ziel1 fr dessen ,wahrscheinlichkeit so gewichtige ,grnde sprechen1 welches aber die ,menschheit zum ,theil durch bewutes ,vorwrtsstreben1 zum ,theil durch das ,erwachen hherer geistiger ,potenzen in ihr wird erringen knnen1 scheint uns in der ,that eine ,weltanschauung geboten zu sein1 die nicht nur an ,wahrheit1 sondern auch an ethischem ,werth ber der ,religion steht1 letzteres aber dadurch1 da nicht der persnliche ,egoismus es ist1 welcher in jenem ,ziele ,befriedigung findet4 ,funoten #aa ,leipzig #ahhe4 #ab ,die ,deutung1 welche die visionren ,phnomene in der ,regel finden1 diese ist allerdings ,aberglaube4 ,die einfache ,thatsache1 da das ,hervortreten jener ,erscheinungen durch gewisse klimatische und terrestrische ,einflsse scheint besonders begnstigt zu werden -- man denke an die besondere ,inclination der ,schotten1 ,westphalen und ,esthlnder zum zweiten ,gesicht --1 beweist1 in welch einem ,irrthum sich diejenigen befinden1 welche transcendentale ,offenbarungen in denselben erblicken4 ,die ,existenz gewisser abnormer ,phnomene scheint aber so sicher zu sein1 wie die der normalen selbst4 ,doch folgt aus der ,annahme derartiger ,erscheinungen noch lange nicht1 da man auch die ,mglichkeit spiritistischer ,phnomene beglaubige4 ,dabei kommt es nicht sowohl auf die einzelnen ,erscheinungen1 sondern auf das ,vorhandensein solcher ,erscheinungen im ,allgemeinen an4 ,da dies ,erscheinungsgebiet vielfach als ,tummelplatz schwindelhafter ,umtriebe mibraucht wird1 so wird es oft schwierig sein1 zwischen ,wahrheit und ,betrug zu unterscheiden4 #ac ,man wolle den biologischen ,fortschritt ber die jetzige ,organisation des ,menschen hinaus1 wie wir ihn denken1 nicht mit ,friedrich ,nietzsche's ,lehre vom bermenschen1 welcher er in dem seltsamen ,buche ,also sprach ,zarathustra ,ausdruck verliehen hat1 indentificiren4 ,schon die ,bezeichnung1 die ,nietzsche fr sein ,ideal whlt1 erscheint uns als ein ,migriff4 ,das ,ideal selbst aber1 welches uns in dieser ,gedankendichtung vorgefhrt wird1 ist einfach der ,genius1 ber welchen der hhere ,typus1 wie wir ihn denken1 sich eben erheben wrde1 indem ja auch der ,genius in der menschlichen ,halbheit und im ,mangel an hherer ,erkenntni noch befangen bleibt1 der eben berwunden werden soll4 ,in der lebendigen ,erfassung der ,idee eines hheren ,typus1 wird der ,leser den wesentlichsten ,fortschritt dieser ,schrift ber ,moderne ,versuche etc4 hinaus erkennen1 da dort dieser ,gedanke zwar angedeutet1 doch nicht tiefer1 nicht affektiv erfat1 deshalb auch die ,mglichkeit eines letzten ,zieles fr den ,menschen geleugnet wurde4 #ad ,mit ,recht sagt ,goethe3 ,die ,welt soll nicht so rasch zum ,ziele1 als wir denken und wnschen4 ,immer sind die retardirenden ,dmonen da1 die berall dazwischen und berall entgegentreten1 so da es zwar im ,ganzen vorwrts geht1 aber sehr langsam4 ,und ,jean ,paul sagt3 ,durch ein rothes ,meer des ,blutes und des ,krieges waten wir dem gelobten ,lande entgegen und unsre ,wste ist lang4 #ae ,philosophie der ,erlsung ,s4 #bia4 #af ,die ,religion der ,moral 7,leipzig #ahhe74 #ag ,g4 von ,gizycki1 ,darwinismus und ,ethik4 ,deutsche ,rundschau #ahhe ,mai ,s4 #bfd4 ,vergl4 ,w4 ,m4 ,salter's ,abhandlung ,darwinism in ,ethics1 welche im dritten ,hefte der neubegrndeten amerikanischen ,zeitschrift ,the ,open ,court in ,chicago erschienen ist4 -- ,g4 von ,gizycki ist einer der geistvollsten ,vertreter einer ,lehre1 des ,utilitarismus nmlich1 zu der wir uns persnlich freilich durchaus negativ verhalten4 #ah ,vergl4 ,du ,prels interessantes und instruktives ,buch ,die ,planetenbewohner und die ,nebularhypothese4 7,leipzig #ahhg47 ,von ,dr4 ,h4 ,druskowitz erschien ferner3 ,bei ,georg ,wei1 ,verlag in ,heidelberg3 ,moderne ,versuche eines ,religionsersatzes4 ,ein philosophischer ,essay4 ,preis #a ,mk4 #fj ,pf4 ,wie ist ,verantwortung und ,zurechnung ohne ,annahme der ,willensfreiheit mglich8 ,eine ,untersuchung4 ,preis #a ,mk4 ,bei ,r4 ,oppenheim in ,berlin3 ,percy ,bysshe ,shelley4 ,preis #f ,mk4 ,drei englische ,dichterinnen4 ,johanna ,baillie -- ,elisabeth ,barrett ,browning -- ,george ,eliot4 ,essays4 #h4 ,preis #d ,mk4 ,druck von ,grener ,schramm1 ,leipzig4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription ,offensichtliche ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,unterschiedliche ,schreibweisen wurden wie im ,original beibehalten4 ,die ,darstellung der ,ellipsen wurde vereinheitlicht4 ,korrekturen3 ,s4 #bf3 ,mysterium ,mysterium ist ein unergrndliches ,mysterium ist