,anmerkungen zur ,transkription ,das ,original ist in ,fraktur gesetzt4 ,im ,original gesperrter ,text ist so ausgezeichnet4 ,im ,original in ,antiqua gesetzter ,text ist so markiert4 ,im ,original fetter ,text ist so dargestellt4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription befinden sich am ,ende des ,buches4 ,warum evangelisch8 ,herausgegeben von ,professor ,dr4 ,friedrich ,ulmer in ,erlangen ,heft #b ,hofrat ,dr4 ,anton ,ohorn ,mein ,weg zu ,martin ,luther #aibd ,berlin ,w #ce ,verlag des ,evangelischen ,bundes ,vorwort4 ,die ,flle und ,kraft evangelischen ,bekennertums ist in der ,christenheit in ,vergessenheit geraten4 ,das war ,undank gegen ,tote und ,unrecht gegen ,lebende4 ,wie keine andere ,kirche der ,welt zhlt die evangelische ,glaubenszeugen4 ,ihre ,kraft des ,leidens und ,sterbens mu wieder wirksam werden4 ,gerade in der ueren und inneren ,not der ,gegenwart4 ,wer den letzten ,satz des ,lutherliedes singt1 der mu wieder inne werden1 da unter ihm ,strme evangelischen ,blutes geflossen sind1 und wieder lernen1 da das ,evangelium1 wie es die ,kirche ,luthers und der anderen ,reformatoren in den ,mittelpunkt des ,glaubenslebens stellt1 heute noch wert ist solchen ,singens und ,darnachhandelns4 ,singe niemand diesen schweren ,satz1 der ihn nicht wahr machen wollte in seinem ,leben6 ,unser ,volk und unsere ,kirche brauchen ,mnner und ,frauen starken1 gottgebundenen ,gewissens4 ,mge sich nach ,gottes freundlichem ,willen ,kraft und ,treue tiefen ,glaubens entznden und strken an solchen1 deren ,gewissen nirgends ,ruhe gefunden als am ,quell allen ,lebens und allen ,heils1 wie ihn unsere evangelische ,kirche als heiligstes ,kleinod wei4 ,der ,verlag des ,evangelischen ,bundes4 ,der ,herausgeber3 ,professor ,dr4 ,friedrich ,ulmer4 ,im ,jahre #ahfe trat ich in das ,prmonstratenser-,chorherrnstift ,tepl bei ,marienbad in ,bhmen als ,novize ein1 nicht mit freudigem ,herzen einem inneren ,drange folgend1 sondern unter dem ,druck der ,verhltnisse und der ,wnsche meiner ,eltern4 ,diese waren unbemittelte ,leute1 die sich auerstande sahen1 die ,kosten fr ein freies ,hochschulstudium aufzubringen und zudem in ihrem fromm-katholischen ,sinn fest daran glaubten1 da der geistliche ,beruf nicht nur der schnste sei1 sondern ihrem ,sohn und ihnen selbst den ,weg zum ,himmel zu ebnen vermge4 ,im ,hause wurde vor und nach jeder ,mahlzeit laut gebetet1 der tgliche ,frhgottesdienst wurde ebenso wie die monatliche ,beichte und ,kommunion nie versumt1 und ich selbst versah seit meinen ,knabentagen bei der ,messe den ,ministrantendienst und bte denselben ganz ungewhnlicher ,weise bis zu meinem ,abgang vom ,gymnasium4 ,dies war in der ,hand von geistlichen ,professoren1 ,mnchen des von ,wallenstein gegrndeten ,klosters1 denen aber nachgerhmt werden mu1 da sie frei von jedem ,fanatismus waren und ihres ,amtes in bester und vorurteilsfreier ,weise walteten1 und da sie auch wohlgenhrt und heiter in die ,welt sahen1 so lag es nahe1 auch in bezug auf leibliches ,wohlbefinden und ,behagen den ,klosterberuf als den besten zu betrachten4 ,von einer evangelischen ,konfession wute man in der ,heimatstadt so gut wie nichts1 nur galten ganz allgemein die ,protestanten als ,ketzer1 und ich entsinne mich1 da1 als ich1 noch ,knabe1 mit meinem ,vater einst durch ein in der ,diaspora gelegenes evangelisches ,dorf wanderte1 ich mich vor den friedlichen ,leuten frchtete im ,glauben1 da sie uns berfallen wrden4 ,ich war im ,grunde gedankenlos ins ,kloster eingetreten und sollte hier immer wieder manches sehen und erleben1 was zum ,nachdenken anregte und die idealen ,vorstellungen vom ,ordensleben immer mehr trbte4 ,das war wohl zunchst der ,fall bei dem ,chorgebet4 ,die ,novizen muten sechsmal des ,tages in die ,kirche bzw4 in das ,oratorium gehen und viermal wurden dabei die ,horen 7,tagzeiten7 abgebetet1 die in der ,hauptsache aus den von sich gegenbersitzenden ,ordensleuten alternierend und mit monotoner ,schnelligkeit gesprochenen ,psalmen bestehen4 ,der ,neuling ist davon wenig angenehm berrascht2 es ist kein ,beten1 dies mechanische ,hersagen der lateinischen ,worte1 bei denen sich wohl keiner etwas denkt1 zumal der ganze ,vorgang gewohnheitsmig wird und beinahe an die ,gebetsmhlen des ,orients gemahnt4 ,jede ,tageszeit beginnt mit den ,worten3 ,domine1 ad adjuvandum me festina 7,herr1 eile mir zu helfen71 aber richtiger wre es1 wie auch ein junger ,kleriker mir auf mein ,befremden scherzweise sagt1 zu sprechen3 ,domine1 ad festinandum me adjuva6 7,herr1 hilf mir beim ,eilen47 ,eine weitere ,enttuschung ergab sich1 je mehr man die einzelnen ,brder kennen lernte4 ,das war beinahe eine ,sammlung menschlicher ,spezialitten in engem ,raume4 ,da war neben dem behaglichen ,genumenschen1 dem sein ,bauch zum ,gott geworden1 der in seinem ,lebenskampf ernst gewordene ,mann1 der schweigend und einsam einherging und sein ,empfinden in tiefster ,brust begrub2 da schritt1 verbissen und verbittert ber sich und andere1 mit gelber1 galliger ,miene einer hin1 der seinen ,geifer ber alles ausgo1 und ein anderer1 kindlich und kindisch zugleich1 bte ,torheiten und ,lcherlichkeiten4 ,an der ,kanzel im ,refektorium standen in lateinischer ,sprache die ,worte3 ,wie schn ist's1 wenn ,brder in ,eintracht wohnen1 und sie konnten manchmal wie eine bittere ,ironie erscheinen1 denn die ,brder lebten nicht immer in ,eintracht4 ,abgesehen von kleinlichem ,neid1 unverhehlter ,migunst und ,strebertum1 was die ,eintracht nicht zu frdern vermochte1 fand sich sogar offene ,feindschaft und finsterer ,ha4 ,hier gab es ,brder1 die jahrelang kein ,wort wechselten1 ,rcken gegen ,rcken bei ,tisch saen1 wenn die ,reihenfolge sie verurteilte1 ,nachbarn zu sein1 ja selbst ,ttlichkeiten sollen nicht ausgeschlossen gewesen sein4 ,das enge ,beisammenwohnen1 der tgliche ,verkehr1 der ,zwang der ,regel schleift die ,charaktere nicht ab1 sondern verschrft ihre ,gegenstze4 ,geringfgige ,streitursache1 die in der ,welt leicht verwunden wird wie ein unbedeutender und verheilender ,hautritz1 wird eigensinnig weitergesponnen und zu unheilbarem ,geschwr4 ,fr den jungen ,novizen sind solche ,bilder wenig geeignet1 das ,ordensleben in freundlichem ,lichte erscheinen zu lassen1 zumal wenn er sieht1 wie ,priester mit unbrderlichem ,herzen1 ja voll ,ha vor den ,altar treten und in der ,messe den ,leib des ,herrn genieen1 und manches wird fast unbewut in ihm erschttert1 was er im ,kloster erhofft und ersehnt und an das er auf dem ,boden der ,kirche geglaubt hatte4 ,auch manches1 was der ,glaube fordert1 wie beispielsweise die ,heiligenverehrung1 sah man mit anderen ,augen an4 ,so befanden sich in der ,kirche auf einem ,seitenaltar ,reliquien zweier ,heiligen1 und mitunter knieten wohl auch meist ,altmtterchen davor und beteten4 ,da hatte ich eines ,tages1 wie es mitunter vorkam1 die ,aufgabe1 fremde ,besucher aus ,marienbad1 die sich whrend des ,sommers hufig einfanden1 in ,bibliothek1 ,museum und ,kirche herumzufhren und sie auf besondere ,sehenswrdigkeiten aufmerksam zu machen4 ,vor den ,reliquien blieben sie stehen1 und ein wrdiger lterer ,herr1 wohl aus guten ,gesellschaftskreisen1 fragte mich durchaus ernst3 ,glauben ,sie denn wirklich an ,wunder1 die die ,heiligen ben und an ihre ,frbitte beim lieben ,gott8 ,ich geriet bei der ,frage unwillkrlich etwas in ,verlegenheit und konnte nur sagen3 ,ich trage das ,ordenskleid des heiligen ,norbert -- aber die ,frage kam mir nicht aus dem ,sinn4 ,waren die ,heiligen wirklich gleich ,gott selbst allgegenwrtig und allwissend1 um alle die ,gebete1 die an den verschiedensten ,orten der ,welt1 und an ihren ,gedchtnistagen von ,tausenden zugleich1 an sie gerichtet wurden1 kennenzulernen1 geschweige erfllen bzw4 bei ,gott ,frbitte leisten zu knnen8 ,und waren die ,wunder1 die in der zweiten ,nokturne des ,matutinums von dem jeweiligen ,tagesheiligen erzhlt wurden1 wirkliche ,geschehnisse oder oft recht fantastische ,mrchen8 ,so folgte eine ,beunruhigung der anderen1 zumal auch manches ,persnliche sich unangenehm aufdrngte4 ,da lernte ich einen alten ,pfarrer kennen1 der im ,kloster im ,ruhestand lebte1 den seine vormalige ,kchin hier aufsuchte1 um1 wie ich sub rosa von dem ,pfrtner erfuhr1 eine ,untersttzung fr den gemeinsamen ,sohn zu erbitten1 und ein geistesschwacher1 ja geradezu hirnschelliger ,priester1 der wohl nicht in diesem ,zustande ins ,kloster gekommen war1 flsterte mir wiederholt zu1 ich mge rechtzeitig das ,kloster verlassen4 ,auch einen tiefunglcklichen ,mitnovizen hatte ich1 der gleich mir ohne eigentlichen ,beruf in den ,orden eingetreten war und in ,trbsinn und ,schwermut dahinlebte1 whrend ich bereits damals in literarischer ,beschftigung ,ablenkung und ,trost suchte4 ,erregend1 aber nicht erhebend und seelisch luternd wirkte auch eine ,jesuitenmission4 ,drei ,priester des ,ordens ,s4 ,j4 waren fr drei ,tage in das ,stift gekommen4 ,der ,superior war eine mittelgroe ,persnlichkeit mit scharfgeschnittenen ,zgen1 durchdringenden ,augen und kurzgeschorenem ergrauten ,haar1 der zweite1 ein ,graf ,klinckowstrm1 der vordem ,offizier gewesen sein soll1 eine stattliche1 breitschultrige ,erscheinung mit einem beinahe jovialen ,gesichtsausdruck1 und der ,dritte war hager und sehnig und hatte im ganzen ,wesen etwas ,asketisches4 ,essen und ,trinken lieen sich alle drei wohlschmecken4 ,jeder predigte tglich einmal1 so da wir1 zumal die blichen ,gebetszeiten nicht ausfielen1 aus dem ,gotteshause nicht herauskamen1 aber das ,zuviel verfehlte auch hier seinen ,zweck und machte mde und verstimmt4 ,der ,superior sprach geistvoll und klar1 mit bestimmter ,tendenz2 der ,asket predigte hei mit einem ,anhauch von fanatischer ,schrfe1 die die ,seele in ihrer ,tiefe aufwhlte1 und doch waren es ,steine1 die er statt ,brotes gab4 ,p4 ,klinckowstrm zu hren war ein ,genu4 ,er bot ein geistvolles ,feuilleton1 frei von jedem gehssigen ,einschlag und mit seinem allgemein religisen ,grundton eventuell auch geeignet und anregend fr die ,bekenner einer anderen ,konfession4 ,zu den ,exerzitien waren zahlreiche ,brder von auswrts gekommen2 wer immer in der ,seelsorge entbehrt werden konnte1 war erschienen4 ,das ,refektorium war gefllt1 die ,mahlzeiten aber wurden in jenem tiefen ,schweigen eingenommen1 das berhaupt fr die ,dauer der ,mission ,vorschrift war1 doch das ,schweigen wirkte nicht erhebend1 sondern geradezu drckend1 und wir ,novizen dispensierten uns auch abends davon4 ,da es ,schwierigkeiten gemacht hatte1 alle ,brder unterzubringen1 muten wir ,jngsten unsere ,zimmer rumen und wurden gemeinsam in einem greren ,gemache untergebracht4 ,da es an ,bettstellen mangelte1 hatte man uns ,strohlager bereitet1 was uns nicht strte4 ,bequem war der ,aufenthalt nicht2 ein ,tisch und einige ,sthle waren die ganze ,einrichtung4 ,hier saen wir abends beisammen1 und da gab es ein halblautes ,schwtzchen1 bei dem der heitere ,anklang um so weniger fehlte1 als die ,situation geradezu dazu lockte1 denn das ,beisammensein mahnte an eine ,schneiderwerkstatt1 wenn wir flchtig werdende ,knpfe dingfest machten oder sonstige kleine ,reparaturen an ,hose und ,weste vornahmen2 ,schlimmes war gewi nicht dabei1 aber der ,ernst des ,tages wurde abgemildert4 ,auch zur ,beichte gingen wir bei den ,jesuiten4 ,eine peinliche ,gewissensforschung war vorausgegangen1 aber auch diese gengte nicht1 und der ,beichtiger stellte selbst seine ,fragen4 ,er griff in die heimlichsten ,winkel der ,seele1 und manches trieb mir die ,schamrte in die ,wangen1 manches habe ich wohl gar nicht verstanden4 ,die ,bue bestand in ,gebetsbungen1 die ich mit ,eifer erledigte1 ohne mich dabei seelisch ruhig zu fhlen4 ,noch am spten ,abend entsann ich mich einer ,kleinigkeit1 die wohl gar keine ,snde war1 mir aber in meiner ,stimmung als solche erschien und die ich in der ,beichte nicht erwhnt hatte4 ,da das ,gewissen geradezu bengstigt war1 ging ich noch abends auf das ,zimmer des ,superiors und erklrte1 da ich etwas zu beichten vergessen habe4 ,mit ernstem ,gesicht zog er einen ,schemel zu seinem ,stuhle1 hie mich darauf niederknien1 machte das ,kreuzzeichen und nahm mein ,bekenntnis entgegen1 worauf er mir nach ,auferlegung der ,bue eines ,vaterunsers die ,absolution erteilte4 ,in jenen ,tagen aber erwachte zuerst mein ,bedenken gegen die ,beichte berhaupt1 zumal mir ein in ,paderborn erschienener und wohl zunchst fr ,kinder bestimmter ,beichtspiegel zur ,hand kam1 der mich bei klarer und ruhiger ,erwgung geradezu zur ,erkenntnis brachte1 da wer dies zusammengestellt1 sich an der ,jugend schwer versndige4 ,dieser ,fragezettel war ganz dazu angetan1 des ,kindes ,herz und ,geist zu verwirren und geradezu unreine ,gedanken in ihm zu erwecken4 ,an der ,hand der zehn ,gebote und der ,kirchengebote wird ,frage auf ,frage gehuft4 ,so heit es betr4 des sechsten und neunten ,gebotes3 ,ich habe ber ,unreines freiwillig nachgedacht4 ,wievielmal8 ,ich habe ,unreines freiwillig angesehen4 ,wievielmal8 ,ich habe schmutzige ,reden gern angehrt4 ,wievielmal8 ,ich habe ,unreines getan 7allein oder mit anderen74 ,wievielmal8 ,ich habe ,unreines an mir zugelassen4 ,wievielmal8 ,ich habe das ,verlangen gehabt1 ,unschamhaftes zu tun4 ,wievielmal8 ,gegen das siebente ,gebot3 ,ich habe genascht4 ,ich habe gestohlen4 7,obst8 ,ewaren8 ,schulsachen8 ,kleidungsstcke87 ,wievielmal8 ,ich habe ,geld weggenommen4 7,wieviel8 ,den ,eltern1 ,geschwistern oder anderen87 ,ich habe gefunden4 7,was87 ,ich habe den ,willen gehabt1 anderen ,schaden zuzufgen 7an ,bchern8 ,an ,kleidern8 ,an ,bumen87 ,wievielmal8 usw4 ,da eine solche ,behandlung der ,beichte nicht im ,sinne und ,geiste des ,heilands sein knne1 wurde mir damals schon klar2 ebensowenig aber konnten es ,schilderungen des ,fegefeuers und der ,hlle sein1 die etwas spter mir zur ,hand kamen4 ,so las ich betr4 des ,fegefeuers in einem ,hefte1 das in ,oberbayern mit bischflicher ,genehmigung verffentlicht worden war3 ,die ,glut des ,fegefeuers ist so gro und die armen ,seelen werden so arg gepeinigt1 da die arme ,seele dort in einer ,minute mehr leidet1 als in vielen1 vielen ,jahren auf ,erden4 ,seelen der ,abgestorbenen1 welche den noch auf ,erden ,lebenden erschienen sind 7671 haben erklrt1 da eine ,stunde ihnen wie hundert ,jahre erscheine4 -- ,von der ,dauer abgesehen1 gibt es keinen ,unterschied zwischen den ,qualen der ,hlle und des ,fegefeuers1 wie der heilige ,thomas von ,aquin bezeugt1 7der brigens auch aussagt1 da das ,feuer kein unstoffliches1 sondern ein wirkliches und materielles sei74 ,je mehr ,brennstoff1 d4 i4 ,snden jemand hinberbringt1 desto lnger und mehr wird er gebrannt1 wie der heilige ,bonaventura versichert4 ,die ,schmerzen des ,fegefeuers richten sich nach den begangenen ,snden1 weshalb z4 ,b4 jener1 der durch ,fra und ,vllerei gesndigt hat1 fasten und ,hunger und ,durst leiden mu4 ,auch ber die ,ablsse wurde in dem ,hefte gesprochen3 ,der ,sohn ,gottes hat all sein ,blut in so reicher ,flle vergossen1 da von der ,fusohle bis zum ,scheitel nichts ,gesundes an ihm gefunden worden4 ,durch diese ,blutvergieung hat er den unendlichen ,schatz der ,ablsse gestiftet1 die die ,ppste nach ,gutdnken austeilen4 ,christus entlt keinen aus dem ,fegefeuer1 wenn er nicht seine ,schulden bis zum letzten ,pfennig bezahlt hat4 ,ach1 wrde der liebe ,abla nicht so reichlich verliehen1 so wrden wir wahrscheinlich nicht vor dem jngsten ,tage aus dem ,fegefeuer erlst4 ,von selbst drngte sich mir die ,frage auf3 ,wie reimen sich diese ,qualen mit dem ,glauben an einen allgtigen ,gott zusammen8 ,das wren raffinierte ,qualen1 wie nur eine perverse menschliche ,phantasie sie aussinnen kann und ,gottes unwrdig4 ,woher kennen brigens ,thomas von ,aquin und der heilige ,bonaventura das ,fegefeuer so genau1 von dem doch in der ,heiligen ,schrift nicht die ,rede ist1 und das sich kirchengeschichtlich wohl erst ,jahrhunderte nach ,christo findet8 ,und weiter3 ,was brennt denn eigentlich in diesem wirklichen ,feuer8 -- ,der sndige ,leib8 -- ,dieser ist doch begraben worden und zerfallen1 die ,seele aber ist nichts ,materielles und kann doch von wirklichem ,feuer nicht berhrt werden4 ,mit einem anderen ,leibe1 dessen ,substanz wir nicht kennen1 ist jedoch nicht gesndigt worden1 warum soll er fr den sndhaften leiden8 ,substantiell aber mte er doch sein1 da von den ,hnden der armen ,seelen gesprochen wird1 sowie davon1 da sie mit ,hunger und ,durst bzw4 mit ,fasten gestraft werden4 ,das waren ,widersprche1 ber die ich mich nicht zu beruhigen vermochte1 und diese innere ,unruhe steigerte sich noch1 als mir nachmals ganz zufllig das im ,jahre #ahch in ,augsburg erschienene ,buch des ,kapuzinermnchs ,p4 ,cochem ber ,die vier letzten ,dinge in die ,hnde fiel1 von dem man nicht glaubt1 da es ein ,priester der ,gottes- und ,menschenliebe geschrieben habe4 ,das gilt besonders von der ,schilderung der ,hlle1 die ,p4 ,cochem so genau kennt wie sein ,klsterchen1 und in der ihm kein ,winkel fremd ist4 ,wie er zu dieser ,kenntnis gekommen1 verschweigt er1 und man knnte meinen1 da der ,teufel selbst ihn gelegentlich eingeladen habe1 sich in seinem ,bereiche umzusehen4 ,es ist ein ,buch1 das fr keinen ehrlichen ,diener ,gottes vorhanden sein drfte1 hchstens als abschreckendes ,beispiel1 wie man nicht fr die ,religion der ,liebe und fr die wahre ,kirche ,christi wirkt4 ,p4 ,cochem wei genau1 da die ,hlle #ej ,kubikmeilen gro ist1 also ,hunderttausende aufzunehmen vermag1 zumal nicht jeder ,verdammte sich beliebig frei bewegen kann1 sondern alle zusammengedrngt sind1 wie es enger unmglich4 ,in ,feuersglut leiden alle2 einige werden in ,bratpfannen gebraten1 andere an ,bratspieen umgewendet1 wieder andere in zerschmolzenem ,blei1 ,eisen und ,erz gesotten4 ,in diesem glutflssigen ,erz sitzen einige bis an den ,nabel1 einige bis an die ,brust1 einige bis an den ,hals und einige bis ber den ,kopf4 767 ,ihre ,eingeweide und ,gedrme1 ,lunge und ,leber1 ,beine und ,rippen1 ,herz und ,herzkammer sind mit ,feuer angefllt1 gleichwie ein ,schwamm1 der im ,meer liegt und durch und durch mit gesalzenem ,wasser angefllt ist4 ,wenn nun der arme ,verdammte im feurigen ,schwefel so lange gesotten1 bis er durch und durch glhend geworden ist1 so nehmen ihn die ,teufel mit eisernen ,haken heraus und werfen ihn wie einen ,mhlstein mit groem ,geschrei in einen gefrorenen ,teich so tief hinein1 da ihm das ,wasser hoch ber dem ,haupte zusammenschlgt4 ,der feurige ,schwefelteich und der gefrorene ,teich sind nahe beieinander1 und weil die teuflischen ,wteriche die ,verdammten aus einem ,teiche in den anderen werfen1 so ist ein solches rasendes ,geschrei und ,geheul daselbst1 da es auf hundert ,meilen gehrt werden knnte4 ,das hllische ,wasser des gefrorenen ,teiches selbst ist ganz faul1 vergiftet und stinkend2 es sind darin soviele giftige1 abscheuliche ,krten1 ,schlangen und hllisches ,ungeziefer1 da einem grauset1 daran zu denken4 ,diese teuflischen ,wrmer aber tun nichts1 als den ,leuten das ,blut aussaugen und ihnen das ,fleisch vom ,leibe abfressen4 767 ,die ,verdammten erhalten als ,speisen 767 ganze ,schsseln voll geschmolzenen ,pechs1 ,bleis1 ,schwefels1 voll ,krten und giftigen ,ungeziefers1 und die ,teufel schieben ihnen die scheuliche ,nahrung in den ,mund und gieen ihnen groe ,becher geschmolzenen ,erzes und ,gifts in den ,hals4 ,so lehrt der katholische ,pater ,cochem im #ai4 ,jahrhundert1 und seine ,ausfhrungen wimmeln1 abgesehen von allem anderen1 von oft geradezu naiven ,widersprchen und unsinnigen ,angaben4 ,das alles erschtterte aber immer mehr meinen ,glauben an die ,wahrheit bezw4 ,reinheit der ,lehre der allein seligmachenden ,kirche1 in der solches offen und mit bischflicher ,genehmigung gelehrt werden durfte1 empfindlich und schaffte mir manche schwere ,stunde1 in der ich mich einsam qulte4 ,nach dem ,noviziat wurden wir ,kleriker1 und nun begann das ,studium der ,theologie1 und es gab neue ,enttuschungen1 denn es bot nicht das geringste fr ,geist und ,herz4 ,die ,professoren an der theologischen ,hausanstalt1 durchaus ehrenwerte ,priester1 versahen ihr ,amt schablonenhaft1 diktierten ihre 7mehrfach lateinischen7 ,vortrge1 die wrtlich auswendig gelernt werden muten und die ,sehnsucht weckten nach der ,prager ,hochschule1 an die wir mit besten ,erwartungen gingen1 um dort die letzten vier ,semester zu absolvieren4 ,aber auch sie bot uns nichts1 was wenigstens ich erhofft hatte und wonach ich suchte4 ,die theologische ,fakultt hat nur einen ganz losen ,zusammenhang mit der altehrwrdigen ,karl ,ferdinand-,universitt in ,prag1 der ltesten deutschen ,hochschule berhaupt2 sie ist vielmehr eine erzbischfliche ,anstalt1 an der es weder ,lehr- noch ,lernfreiheit gibt4 ,ich hatte mich in den wenig erquicklichen ,tepler ,studienjahren auf die ,tage gefreut1 da ich1 zu den ,fen tchtiger1 geistvoller ,lehrer1 eine ,flle von ,anregung und ,wissen zu erhalten hoffte1 aber schon die erste ,zeit bekundete1 da nur die ,personen sich gendert hatten4 ,das ,schwren auf des ,lehrers ,worte und das ,goethe'sche3 ,was man schwarz auf wei besitzt1 kann man getrost nach ,hause tragen1 waren auch hier vllig am ,platze4 ,der ,lehrstoff wurde vielfach vorgelesen bzw4 diktiert1 und die erste ,ttigkeit des ,studierenden bestand im ,nachschreiben1 die andere im ,einlernen des ,aufgeschriebenen1 denn jede ,stunde wurde wie in ,mittelschulen examiniert1 und es mute wrtlich hergesagt werden1 was das ,gedchtnis aufgenommen hatte4 ,das hatte seinen ,grund wohl auch darin1 da der alte ,zopf verlangte1 da die meisten theologischen ,disziplinen in lateinischer ,sprache vorgetragen wurden4 ,vom ,gymnasium brachte keiner ein derartiges ,wissen mit1 da er sich mit ,gewandtheit und ,sicherheit in der fremden ,sprache ausdrcken knnte1 und so blieb bei der strengen ,forderung nichts brig1 als wortgetreu auswendig zu lernen4 ,wenn man das durch vier ,jahre lang trieb1 konnte man die fremde1 tote ,sprache endlich radebrechen1 aber oft in einer ,weise1 da sich einem richtigen ,philologen die ,haare gestrubt htten3 ,kirchenlatein6 ,und dabei wurde soviel ,unntiges1 ,unpraktisches und ,unklares aus alter ,gewohnheit und als leerer ,ballast fr das ,leben geboten1 da der ,hrer gar nicht ber das rein ,aeuerliche hinauskam und bei dem bestndigen ,memorieren ermdet und verstimmt wurde2 ,herz und ,verstand kamen dabei zu kurz1 und die ,freude an dem ,beruf konnte so unmglich gefrdert werden4 ,das lag auch wohl zum ,teil an den ,lehrkrften1 durchaus achtenswerten ,mnnern1 die aber mitunter selbst wenig ,eigenes zu bieten hatten1 die lateinische ,sprache nur mangelhaft beherrschten und schon darum gentigt schienen1 sich ihre ,hefte zusammenzuschreiben1 zu diktieren und wrtlich abzuprfen4 7,als besonders tchtig galt unter den ,lehrern der ,professor der orientalischen ,sprachen1 der nachmals das ,ordensgewand -- er war ,kreuzherr -- ablegte und der ,professor der ,moraltheologie1 ein ,zisterziensermnch des ,klosters ,ossegg1 ,sales ,meyer1 der zu den besonderen ,beratern des ,kardinal-,erzbischofs gehrte und nachmals ,abt seines ,stifts wurde47 ,auch das erzbischfliche ,seminar zeigte kein erhebendes ,bild4 ,gleich ,schulknaben wurden die ,alumnen paarweise ausgefhrt und hatten auch gemeinsame ,speise-1 ,schlaf- und ,studiersle4 ,in den letzteren sitzen die ,schler1 jeder an seinem ,pulte und studieren -- nein1 lernen -- auf ,kommando4 ,nicht1 wenn es den ,einzelnen drngt1 sich geistiger ,arbeit hinzugeben1 nein1 zu festgesetzter ,stunde1 ob auch ,neigung und ,stimmung eben fehlen1 mu er darangehen1 den ,lehrstoff dem ,gedchtnis einzuprgen4 ,dann herrscht ,stille in dem weiten ,raum1 und das sphende ,auge des ,vorstehers forscht berall und sucht eventuell ,kontrebande4 ,hier wird leider ,strebertum und ,heuchelei grogezogen1 denn nicht jedem ist es gegeben1 auf ,befehl geistig zu arbeiten1 und whrend manche in aufdringlicher ,weise ihre ,pflicht zu erfllen scheinen1 um die ,gunst der ,vorgesetzten zu gewinnen1 lassen andere1 die ,augen auf ihr ,buch gerichtet1 die ,gedanken in die ,weite schweifen1 oder wissen auch geschickt dem theologischen ,buch ein anderes unterzuschieben4 ,die ,art berhaupt1 wie die zuknftigen ,seelsorger ausgebildet wurden1 gefiel mir nicht1 denn so wenig die theologischen ,vortrge dem ,geiste gaben1 so wenig gab die ,seminarerziehung fr ,herz1 ,gemt und gesunde ,moral4 ,wieviele ,berufslosigkeit lebt in diesen ,rumen1 und wieviele ,berufsfreudigkeit wird darin wohl geradezu vernichtet6 ,diese ,erziehung nach der althergebrachten einseitigen ,schablone bildet wohl nur selten tchtige und wrdige ,priester -- sie mssen eben die ,anlagen dazu mitbringen --1 wohl aber oft ,zeloten und ,phariser4 ,jede ,freiheit zu geistiger ,bettigung1 jede ,entwicklung zur ,selbstndigkeit des ,charakters wird unterbunden oder mindestens erschwert1 ohne ,welt- und ,menschenkenntnis1 ohne ,umgangsformen1 vllig einseitig gebildet1 ohne ,verstndnis fr die ,forderungen einer geistig immer weiter schreitenden ,zeit und fr manches andere wird der junge ,priester hinausgeschickt in das ,leben1 in dem er sich oft nicht zurecht zu finden wei1 und das mit seinen ,versuchungen ihm um so verlockender erscheint1 weil es ihm vllig neu ist4 ,bei all diesen ,eindrcken fhlte ich immer mehr das seit frher ,jugend in mich ,aufgenommene wankend werden1 und die ,erkenntnis rang sich immer mehr durch1 da im ,laufe der ,zeit die wahre ,kirche ,christi durch ,menschenwerk verunstaltet worden sei1 und ein stilles ,sehnen nach ihrer ,reinheit wollte mich erfassen4 ,oefter als vordem griff ich nach dem ,neuen ,testament1 um mir daraus ,trost zu gewinnen1 aber mein ,kmpfen und ,ringen nahm eher zu4 ,doch wo sollte ich ,hilfe finden in meinen stets neu aufsteigenden ,gewissensnten8 ,die ,beichte konnte mir den ,seelendruck nicht mindern1 denn in den ,beichtsthlen herrschte ein leerer ,formalismus oder 7wie bei ,jesuiten7 ein beunruhigender ,fanatismus2 mit ,ordensbrdern konnte ich mich nicht aussprechen1 ohne mich nach einer oder anderen ,hinsicht ,miverstndnissen auszusetzen1 und den ,eltern gegenber mute ich erst recht schweigen1 um die schlichten kirchenglubigen ,menschen nicht im tiefsten ,herzen zu beunruhigen4 ,so kam der bedeutsame1 schwere ,tag der feierlichen ,profe1 an dem es galt1 die bindenden ,gelbde der ,armut1 der ,keuschheit und des ,gehorsams fr das ganze ,leben abzulegen4 ,wohl trat mir die ,schwere dieses ,schrittes ins ,bewutsein1 aber ber seine volle ,bedeutung suchte ich nach bitterem ,ringen mich selbst hinwegzutuschen mit dem ,gedanken an das ,elternhaus1 dem ich nun nicht mehr ,freude und ,hoffen1 das auf mich gesetzt war1 zerstren durfte1 sowie mit der aus den ,prager ,verhltnissen geschpften schwachen ,beruhigung1 da mir der ,trost der ,musen und ein gewisses ,ma geistiger ,freiheit nicht fehlen werde1 was vielleicht geeignet sein wrde1 schwere und bange ,stunden zu erleichtern4 ,der schwere ,tag verlief1 aber er sollte mir noch ungleich schwerere bringen4 ,keiner ist wohl an diesem sich vllig klar1 was er auf sich genommen3 ,lebensunerfahrene1 unreife ,menschenkinder sind es1 die wohl nur in seltensten ,fllen von einem inneren hheren und reinen ,drang geleitet werden1 sondern meist getrieben sind von ,gehorsam gegen die ,wnsche der ,eltern1 von gedankenloser ,erwartung einer guten ,versorgung1 ja wohl auch von dem leichtfertigen ,vorsatz1 das ,leben nach ,mglichkeit auch in diesen ,verhltnissen zu genieen4 ,aber die fortschreitenden ,jahre lassen innerlich reifen und manchen erkennen1 in wieviel leeren ,aeuerlichkeiten sich das ,klosterleben bewegt1 wie gar manchmal der blasse ,schein an die ,stelle des ,wesentlichen tritt1 wie ,geist und ,herz anfangen zu hungern1 wie die berechtigte ,sehnsucht erwacht nach freier ,bettigung der ,krfte im ,dienste der ,menschheit und wohl auch nach friedlich schnem ,familienglck4 ,die ,ordensgelbde sollten nur von gereiften ,mnnern1 die ber all das sich innerlich klar geworden und damit ins ,reine gekommen sind1 abgelegt werden1 aber nicht von ,unerfahrenen1 die nicht als vllig moralisch gereift und frei gelten knnen fr einen ,schritt1 der geeignet ist1 ,zufriedenheit und ,glck eines ,menschenlebens fr immer zu vernichten1 denn gar mancher -- ich habe ,belege dafr in ,briefen1 die mir spter von unglcklichen ,ordenspriestern zugingen -- mchte wohl mit heien ,trnen seine ,unterschrift auf dem entscheidenden ,blatte auslschen1 aber der ,orden kmmert sich nicht um die ,beweggrnde seines ,eintritts1 sondern hlt sich an die ,tatsache und vernichtet nicht1 was er einmal besitzt4 ,dann lebt wohl mancher sich ein in ,gleichgltigkeit1 geht auf in materiellem ,genu1 nimmt es mit den ,ordensgelbden nicht peinlich genau und kommt allmhlich zu einem weiten ,gewissen1 das ihm ber vieles hinweghilft4 ,wer aber ein solches nicht besitzt noch es sich wnscht1 und lieber die ,fesseln zerreit1 die er in seiner ,unerfahrenheit sich selbst angelegt1 um ein ganzer ,mensch anstatt eines halben1 d4 i4 blo uerlichen ,mnchs zu sein -- ist er darum schlecht und verworfen geworden8 ,hat er sich darum der ,achtung unwert gemacht8 ,haben die mit dem weiten ,gewissen1 und darunter sind wohl die rgsten ,schreier1 ein ,recht1 mit ,steinen nach ihm zu werfen8 -- ,die ,kirche aber1 die die ,religion der ,liebe lehrt1 stt ihn aus ihrer ,gemeinschaft und legt ihren ,fluch auf sein ,haupt4 ,wenn jene1 die ihn aussprechen1 im ,namen ,gottes redeten1 es wre entsetzlich1 doch der ,verfehmte hat den schnen ,trost1 da er es nur mit seinem ,gewissen und mit dem ewigen ,richter zu tun hat1 der voll ,vaterliebe alle ,menschen umfat und den ,fluch nicht kennt1 mit dem man seinen ,namen entehrt4 ,solche ,erwgungen stellten sich erst spter bei mir ein1 und resigniert lie ich nach ,jahresfrist die ,priesterweihe ber mich ergehn1 die mir im ,grunde neben der ,profe bedeutungslos erschien4 ,ich bemhte mich eben1 mich mit meinem ,schicksal abzufinden1 und suchte vor allem ,vergessen in der ,beschftigung mit ,wissenschaften1 da ich1 vom ,abt zum ,gymnasiallehrer bestimmt1 neben der theologischen auch die philosophische ,fakultt der ,hochschule besuchte und hier die erwnschten wertvollen ,anregungen durch treffliche ,lehrer erhielt2 auch widmete ich mich bereits schriftstellerischer ,ttigkeit1 und hatte die ,freude1 fr meine erste als ,buch erschienene ,novelle ,der ,dorfengel von dem ,schweizer ,piusverein mit einem ,preise ausgezeichnet zu werden4 ,da trat ein ,ereignis ein1 das mich wiederum mchtig erregte und alles wieder in mir weckte1 was ich niedergekmpft zu haben meinte1 so da es gewaltiger als je in mir aufloderte4 ,das ,jahr #ahgj brachte in kirchliche ,kreise eine bedeutende und nicht unberechtigte ,erregung durch die ,erklrung von der ,unfehlbarkeit des ,papstes4 ,seit #cjj ,jahren hatte die ,welt nicht mehr das ,schauspiel eines kumenischen ,konzils gehabt1 und nun waren die ,bischfe der ganzen ,welt zu einem solchen nach ,rom eingeladen worden4 ,um was es sich dabei in der ,hauptsache handelte1 konnte nicht lange verborgen bleiben und schuf schwere ,unruhe4 ,man bemhte sich1 von zustndiger ,seite sie zu beschwichtigen mit dem ,hinweis1 da in kirchlichen ,kreisen die ,ueberzeugung herrsche1 da ein ,glaubenssatz nur ,geltung erlangen knne1 wenn er von einer ,kirchenversammlung einstimmig oder mindestens nahezu einstimmig beschlossen werde4 ,in anderem ,falle bleibe der beantragte ,satz nur eine ,lehrmeinung und knne kein ,dogma werden1 da das1 was man bei ,verlust der ewigen ,seligkeit zu glauben habe1 nicht einer bloen und zuflligen ,majoritt seine ,entstehung verdanken knne4 ,auch die in ,fulda versammelten deutschen ,kirchenfrsten verffentlichten eine ,kundgebung1 deren ,sinn war3 ,man solle ruhig sein und ,gott vertrauen -- es werde in dem bevorstehenden ,konzil keine neue ,lehre aufgestellt werden4 ,in gleicher ,weise hatte sich der ,prager ,erzbischof geuert1 und auch der angesehene ,lehrer des kanonischen ,rechts an der juristischen ,fakultt der ,prager ,hochschule1 ,professor ,dr4 ,schulte1 ein gutglubiger ,mann1 hatte ein solches ,dogma als unmglich und unannehmbar erklrt4 ,ebenso hatte ,professor ,sales ,meyer sich dahin geuert1 da ein solcher ,glaubenssatz aus historischen1 dogmatischen und moralischen ,grnden ganz undenkbar sei4 ,und doch geschah1 was unmglich geschienen hatte4 ,wohl protestierten in der ,st4 ,peterskirche in strmisch erregter ,sitzung zahlreiche ,kirchenfrsten gegen die aufgezwungene neue ,geschftsordnung1 nach welcher eine einfache ,majoritt ber die wichtigsten kirchlichen ,fragen entscheiden sollte1 vergebens wies der kroatische ,bischof ,stromair1 der gewaltigste ,redner des ,konzils1 ein geistvoller und gelehrter1 ehrlicher und kluger ,mann1 der das ,latein wie seine ,muttersprache beherrschte1 darauf hin1 da1 wo es sich um das ,seelenheil von ,millionen handle1 unmglich der ,zufall eventuell einer einzigen ,stimme den ,ausschlag geben drfe1 da man doch nicht annehmen knne1 da bei etwa #gjj ,bischfen und ,prlaten der ,heilige ,geist gerade #cea erleuchten und #cdi die ,erleuchtung versagen sollte2 eine solche ,annahme wre ,gotteslsterung4 -- ,der #ac4 ,juli brachte die ,entscheidung3 ,von etwa #fjj ,kirchenvtern hatten #gj gefehlt1 #hh hatten mit nein1 #fb mit ja unter ,vorbehalt gestimmt1 die anderen #chf aber hatten den neuen ,glaubenssatz angenommen1 und das gengte1 ihn als ,dogma zu verknden4 ,fnfzig ,redner waren noch eingeschrieben gewesen1 als die ,debatte einfach fr beendet erklrt wurde2 die ,majoritt der italienischen ,bischfe gab den ,ausschlag1 aber man durfte wohl fragen3 ,mit welchem ,recht8 -- ,der ganze ,kirchenstaat zhlte nicht so viele ,seelen1 wie allein die ,dizese des ,prager ,erzbischofs1 war aber beim ,konzil durch #adc ,bischfe vertreten2 dazu kamen #ajj ,bischfe in partibus infidelium und etwa #bjj ,titularbischfe1 die nicht einmal dem ,namen nach eine ,dizese besaen4 ,ganz ,deutschland aber hatte nur #ad ,kirchenfrsten nach ,rom schicken knnen1 und obwohl dieselben viele ,millionen von ,glubigen vertraten1 galt ihre ,stimme nicht mehr als die eines ,titularbischofs1 und selbst diese #ad hatten nicht den ,mut und die ,festigkeit1 fr das1 was sie als recht erkannten1 einzutreten und blieben lieber der zweiten und entscheidenden ,abstimmung vom #ah4 ,juli fern4 ,nun drngte sich von selbst die ,frage auf3 ,wrden sie sich ganz ruhig fgen und annehmen1 was ihnen zuvor als unannehmbar galt8 ,wie wrden sich ,mnner wie ,sales ,meyer verhalten1 die vordem geradezu erklrt hatten1 da historische1 dogmatische und moralische ,grnde gegen das neue ,dogma sprchen8 -- -- -- ,fr sie alle galt zuletzt das ,wort3 ,rom hat gesprochen1 und sie unterwarfen sich bedingungslos1 tausend ,gemtern aber erwuchs innerer ,zwiespalt und ,qual1 um so mehr1 als es hchst ehrenwerte ,mnner gab1 die ihre ,ueberzeugung nicht preiszugeben vermochten und nicht mit einmal recht und billig finden konnten1 was -- ohne da sich an der ,begrndung etwas gendert htte -- vordem unrecht und unbillig fr einsichtsvolle und gut kirchliche ,mnner gewesen war3 ,professor ,schulte1 ,propst ,dllinger u4 a4 beugten sich nicht und wurden nachmals ,fhrer der altkatholischen ,bewegung4 ,all das zerwhlte mir in jenen ,tagen die junge ,seele und drngte mich in einen schweren inneren ,kampf4 ,eines war mir vllig klar3 ,da der neue ,glaubenssatz fr mich niemals gelten knne nach den vorausgegangenen ,erklrungen magebender ,mnner4 ,mir war1 als sei mir etwas ,wertvolles zerbrochen worden2 wie in einem bsen ,traum ging ich einher mit heier ,stirn und mdem ,leib4 ,mein ganzes ,empfinden lehnte sich auf gegen den von ,rom gebten ,zwang1 und mir war1 als mte ich bei einer glubig stummen ,hingabe selbst mitverantwortlich werden fr die ,folgen der ,neuerung1 nach welcher die katholische ,kirche und der ,papst geradezu identisch wurden1 so da dessen alleinige ,aussprche ,geltung haben sollten in allen ,glaubenssachen1 auch wenn sie dem ,empfinden der ,besten widersprechen und der ,kirche nicht zum ,segen sind4 ,ich mute an den im ,jahre #ahfd verffentlichten ,syllabus denken2 auch dort hat der ,papst als ,lehrer gesprochen1 auch damals mte er unfehlbar gewesen sein1 und wieviel berechtigten ,widerspruch hat er hervorgerufen6 ,es wre mitunter mehr als bedenklich1 wenn die ,stze des ,syllabus wirklich gttliche ,geltung htten2 sie mten geradezu den ,seelenfrieden ,tausender vernichten und den ,ha an ,stelle der ,liebe setzen4 ,in meiner ,herzensangst griff ich nach der ,kirchengeschichte4 ,ich wute wohl1 da es sich nicht darum handelt1 ob der ,papst eine sittlich tadellose ,persnlichkeit sei oder nicht2 was er in ,glaubenssachen bestimmt1 soll damit nichts zu tun haben2 aber mu nicht doch ein ,bedenken kommen1 da ein sittenloses und geistig unbedeutendes ,oberhaupt der ,kirche seine ,meinung diktatorisch ber die der ,besten1 ,frmmsten und ,einsichtsvollsten setzen knne8 ,und die ,geschichte kennt auch lasterhafte ,ppste -- hier hilft kein ,leugnen und ,verheimlichen --1 und auch sie mssen unfehlbar gewesen sein1 wenn es berhaupt der jeweilige ,inhaber des ppstlichen ,stuhles ist4 ,wie erklren sich aber in solchen ,fllen geschichtliche ,widersprche8 ,die ,kirchenversammlung in ,nica verurteilte die ,lehre der ,arianer als ,ketzerei1 und ,papst ,liberius besttigte dies4 ,als man ihm einen ,gegenpapst aufstellen wollte1 den der ,kaiser begnstigte1 gab er eine ,erklrung ab1 die sich eigentlich mit der ,arianischen ,ketzerei deckte1 nur um seinen ,sitz nicht zu verlieren4 ,welcher ,liberius war unfehlbar8 -- ,papst ,vigilius1 der ,gegenpapst des heil4 ,silverius1 tat vor einem ,konzil ,widerruf frher gemachter ,aussprche und bezeichnete sich selbst als ,werkzeug des ,satans4 ,mag sein1 da man behauptet1 er habe die dreifache ,krone nicht mit ,recht getragen -- doch lt sich das nicht von ,papst ,honorius sagen1 der in ,christus nicht zwei ,willen1 einen gttlichen und menschlichen1 sondern nur einen gttlichen gelten lie4 ,er wurde als ,ketzer von einigen ,konzilien und von seinem eigenen ppstlichen ,nachfolger verflucht4 ,war dieser unfehlbar1 oder war es ,honorius8 ,auf beiden sich widersprechenden ,seiten kann die ,unfehlbarkeit nicht stehen4 ,und wie hufig finden sich gleichzeitig zwei ,ppste1 die sich auf das rgste befehden1 und die ,christenheit wei nicht1 wer recht hat1 und die ,gemter der ,glubigen kommen in bitteren ,zwiespalt1 zumal wenn der von ,staatsgewalten anerkannte und in ,rom residierende der sittlich minder wrdige ist4 ,wer darf sich dann von den ,gegnern und ,streitern um den heiligen ,stuhl unfehlbar nennen8 ,und zuletzt3 ,war es notwendig1 dies ,dogma aufzustellen1 nachdem die ,kirche mehr als #ahjj ,jahre ohne dasselbe bestanden hat1 und eine tiefe ,beunruhigung in glubige ,gemter hineinzutragen -- und es sind wohl nicht die ,schlechtesten1 die beunruhigt werden4 ,was ich in jenen ,tagen durchstritten und durchlitten habe1 vermag nur der zu verstehen1 der es an sich selbst erfahren1 und da es noch manchen solchen im ,priesterkleide gab1 ist wohl auer ,zweifel4 ,immer lastender aber lag die ,erkenntnis auf mir1 da ich mit dieser geistigen ,unfreiheit und dem schweren ,zwiespalt in der ,seele fr das ganze ,leben unglcklich werden msse4 ,wollte ich vor mir selbst als ehrlicher ,mensch bestehen1 so mute ich die ,fesseln lsen1 ehe ihr ,druck mich erwrgte oder mich in jene ,gleichgltigkeit zwang1 die mich bei anderen abstie4 ,damals habe ich in manch schlafloser ,nacht mich geqult mit ,zukunftsbildern und nach einem ,rettungswege ausgeschaut aus banger ,seelennot1 habe wohl auch vor dem ,kreuz auf dem ,betschemel gekniet und den ,himmel selbst um ein ,zeichen angefleht1 das wie ein ,stern in meine ,nacht hineinleuchten sollte4 ,damals aber stieg auch immer lebhafter in mir der ,gedanke auf von der ,notwendigkeit einer ,erneuerung der ,kirche ,christi im ,sinn des einzig wahren ,evangeliums1 einer ,erneuerung1 die mit allem aufrumte1 was im ,lauf der ,zeit geradezu ,unchristliches hineingetragen ward1 was der ,heiland niemals gelehrt hatte und nie gewollt haben konnte4 ,und da ging mir durch den ,sinn1 da schon vor ,jahrhunderten eine solche ,erneuerung erfolgt war -- die ,reformation des ,augustinermnchs ,martin ,luther4 ,wenig genug war mir davon bekannt1 und auch das nur in der einseitigen ,beleuchtung katholischer ,lehrer1 fr die ,luther ein verwerflicher ,ketzer war1 dessen ,namen man nur mit ,verachtung1 ja ,gehssigkeit nannte4 ,zum ersten ,male erschien mir dieser ,mann wie in anderem ,lichte1 und mich erfate das lebhafte ,verlangen1 nheres von ihm und seiner ,lehre kennenzulernen4 ,ich las mit ,eifer1 was immer ich ber ihn und sein ,werk in ,prager ,bibliotheken finden konnte1 und sein ,bild begann sich fr mich immer mehr zu klren und seine ,lehre mich wie mit gesundem ,hauche anzuwehen4 ,aber noch sah ich keinen ,weg1 um zu ihm zu gelangen1 nur das ,eine wurde mir immer mehr klar1 da ich im ,ordensleben fr immer unglcklich werden mte1 da ich meine ,pflichten nicht ohne ,snde zu ben vermchte1 und da der ,glaube1 in dem ich aufgewachsen1 fr immer auf das ,tiefste erschttert war4 ,da starb meine ,mutter1 deren ,wunsch und ,drngen zumeist mich in das ,kloster gefhrt1 und mir war es1 als wrde ich damit von einer widerwillig bernommenen ,verpflichtung befreit4 ,in meiner verzweiflungsvollen ,verlassenheit schaute ich immer sehnender nach einer ,erlsung aus meiner ,seelennot aus4 ,angesehene ,persnlichkeiten hatten sich der neuen kirchlichen ,bewegung des ,altkatholizismus angeschlossen1 und auch ich erwog den ,gedanken1 dem altkatholischen ,bekenntnis beizutreten1 aber nhere ,erwgung lie mich erkennen1 da dies im ,grunde nur eine ,halbheit wre1 die mich nicht zu befriedigen vermchte4 ,vor allem aber galt es die ,bande zu lsen1 die mich an ,ordensleben und ,ordenssatzungen fesselten1 doch wie sollte das geschehen8 ,ich hatte nicht die mindesten ,beziehungen1 die mir htten helfen knnen1 war vllig unerfahren der ,welt gegenber und auch ohne alle materiellen ,mittel1 um mich selbst nur fr kurze ,zeit ber ,wasser halten zu knnen4 ,da erfuhr ich1 als ich eben meine ,ferien in ,stift ,tepl verlebte1 da sich in ,marienbad ,herzog ,ernst ,,ii4 von ,coburg-,gotha aufhalte4 ,ich wei nicht1 weshalb mir bei diesem ,namen das ,herz aufging4 ,ich hatte mich wenig um ,politik gekmmert1 kannte auch nur wenig von den ,verdiensten des volkstmlichen deutschen ,frsten um die ,frderung und ,erneuerung deutschen ,wesens und ,strebens1 aber bekannt war doch sogar mir der gesunde ,idealismus seiner ,persnlichkeit1 sein lebhaftes ,interesse an ,kunst und ,wissenschaft und das ,wohlwollen1 mit dem er bedrngten ,geistern ein ,asyl in seinem ,lande gab1 und da fate ich den ,vorsatz1 mich an ihn zu wenden1 ihm offen und ehrlich mein ,kmpfen und ,ringen1 mein ,leben und ,streben vorzutragen und mein ,geschick in seine ,hand zu legen4 ,und der ,vorsatz wurde zur ,tat4 ,unbekannt mit den hfischen ,bruchen und der ,ausdrucksweise hoher ,kreise schrieb ich1 wie es mir um's ,herz war1 schlicht und voll ,naivitt und bat1 mir1 wenn mglich1 in seinem ,lande und seinem ,dienste eine meinen ,fhigkeiten entsprechende bescheidene ,stellung zu geben1 die mich ,mensch unter ,menschen sein und meine ,krfte mit ,freudigkeit fr eine zusagende ,ttigkeit einsetzen liee4 ,die ,antwort kam2 sie war gtig und verstndnisvoll1 aber sie kam meinem ,hoffen und ,wnschen nicht entgegen und bereitete mir mit dem ,hinweis1 da keine geeignete ,stelle offen sei1 eine herbe ,enttuschung4 ,doch die ,spannkraft der ,jugend1 die drngende ,stunde halfen darber hinweg1 und das ,schreiben selbst brachte mir einen neuen ,hoffnungsschimmer4 ,es kam aus dem ,geheimkabinett des ,herzogs und war unterzeichnet von dem ,kabinettsrat ,dr4 ,tempeltey4 ,eduard ,tempeltey6 ,bei diesem ,namen trat mir die poetisch schne ,tragdie ,klytemnestra vor den ,geist1 die ,gestalten seines packenden ,werks3 ,hie ,welf -- hie ,waiblingen6 schienen vor mir lebendig zu werden -- hatte ich doch vor nicht langer ,zeit gerade diese ,schpfungen eines echten ,dichters gelesen --1 und der ,dichtername erschien mir wie eine ,verheiung4 ,wenn ich ,eduard ,tempeltey persnlich nahetreten1 wenn ich mich ihm vertrauensvoll offenbaren drfte1 sollte der ,dichter nicht ,verstndnis haben fr das ,ringen eines jungen vertrauenden ,herzens1 sollte nicht durch sein wohlwollendes ,entgegenkommen dennoch der ,weg zu seinem erlauchten edlen ,herrn gefunden werden knnen8 -- ,es gab fr mich kein langes ,zaudern und ,erwgen mehr2 mein ,erstlingswerk ,der ,dorfengel1 um dessen ,annahme ich1 wenn mglich1 ,herzog ,ernst persnlich ersuchen wollte1 sowie mein bereits erworbener philosophischer ,doktortitel hoben mir ,selbstvertrauen und ,mut1 und so trat ich meine ,ferienreise an nach ,deutschland1 von der ich nicht mehr in das ,kloster zurckkehren sollte4 ,gottes ,sonne lachte ber dem freundlichen ,coburg1 als ich hier ankam1 und ich nahm es als gute ,vorbedeutung4 ,mein ,hoffen auf ,dr4 ,tempeltey wurde nicht enttuscht2 er vermittelte in liebenswrdiger ,weise eine ,audienz bei dem ,herzog1 die mir unvergelich bleibt1 wie auch der hohe ,herr noch nach ,jahren nach seiner ,versicherung mit ,vergngen daran dachte1 da eine solche ,begegnung auch ihm wohl selten vorgekommen war4 ,unbekannt mit den ,bruchen des ,hofes1 ja selbst an meinem ,aeueren nicht hofmig1 trat ich vor ihn1 und ohne seine ,anrede abzuwarten1 lie ich mein ,herz auf die ,lippen treten1 und als ob ich ihn schon lngst gekannt1 berichtete ich eifrig und lebhaft1 warum ich kme1 welche ,seelenkmpfe ich in meinen jungen ,jahren durchstritten1 wie verlassen ich sei und nichts weiter suche1 als eine ,scholle1 auf der ich als ,mensch menschlich leben1 fhlen1 schaffen und frei von geistigem ,zwange sein drfe4 ,warm und herzlich entgegnete er1 und ich verga beinahe1 da ich mit einem regierenden ,frsten rede und vermeinte1 es sei ein lterer ,freund voll schner ,teilnahme4 ,als er mich nach lngerer ,zwiesprache huldvoll entlie1 geschah es mit dem ,hinweis1 mich nach ,gotha zu begeben und mich bei dem ,ministerium vorzustellen1 das von meinem ,kommen unterrichtet werden wrde4 ,hatte ich auch nichts ,bestimmtes erreicht1 so blieb doch gleichsam ein leuchtender ,schimmer in meiner ,seele1 denn in der ,tat war ich in jener ,stunde eigentlich am ,wendepunkt meines ,lebens angelangt1 und was ich erreicht habe und geworden bin1 fhre ich auf sie zurck mit dem ,gefhl heien ,dankes fr den gtigen ,frsten1 der mir sein ,wohlwollen bis an seinen ,tod bewahrte4 ,am nchsten ,morgen fuhr ich nach ,gotha4 ,da sah ich zum ersten ,male die ,wartburg niederschauen in das schne ,land1 und geschichtliche ,erinnerungen mancher ,art erwachten4 ,da trat auch die ,gestalt ,martin ,luthers lebhafter vor meinen ,geist1 und pltzlich entstand in mir der heftige ,drang1 meine ,fahrt zu unterbrechen und das ,burgjuwel ,thringens kennenzulernen4 ,bald sah ich aus der freundlichen ,restaurationshalle hinab in das weite1 waldgrne ,gelnde1 durchschritt ,sle und ,hallen1 und stand endlich seltsam ergriffen in dem kleinen1 schlichten ,raume1 in dem einst der glaubensstarke deutsche ,mann als auf seinem ,patmos gewohnt und die ,bibel bersetzt hatte4 ,an diesem ,tische1 auf dem meine ,hand ruhte1 hatte er gesessen1 an dem ,fenster1 aus dem ich hinausblickte in das liebliche ,land1 hatte er gestanden -- -- es umwehte mich wie ein ,hauch seines ,geistes mchtig und ergreifend2 hatte er doch unter ungleich schwierigeren ,verhltnissen einen hnlichen ,kampf durchstritten1 wie ich ihn kmpfte1 war trotz ,acht und ,bann siegreich geblieben und hatte sogar eine ,erneuerung gebracht im ,glauben1 die in ,millionen ,herzen weiterlebte4 ,ich habe nachmals aus verschiedenen interessanten ,anlssen die ,wartburg besucht1 aber niemals jene ,erhebung mitgenommen1 wie damals aus der kleinen ,lutherstube4 ,mit gehobener ,seele1 freudigen und zuversichtlichen ,sinnes schritt ich talabwrts2 mir war1 als habe ich einen ,helfer gewonnen in meinem ,kampfe1 der mich jetzt schon zu erlsen schien aus meinen ,seelenngsten1 und ich gab mich der schnen ,erwartung hin1 auch weiter den ,weg zu ihm zu finden4 ,wohl fand sich auch in ,gotha zunchst keine ,stellung fr mich1 und die ,losung lautete3 ,abwarten -- aber eines vermochte ich nicht aufzuschieben3 ,mochte es kommen1 wie es wolle -- es gab kein ,zurck mehr fr mich1 und so schrieb ich an den ,abt von ,tepl und teilte ihm meinen ,austritt aus der klsterlichen ,kongregation mit4 ,ich tat es mit schwerem ,herzen um des edlen1 guten ,mannes willen1 den ich aufrichtig verehrte und dem wehe zu tun mir hart ankam2 ich ffnete ihm meine ganze ,seele und lie ihn hineinschauen in die bangen schweren ,kmpfe1 die ich durchstritten1 und die mich endlich zu dem ,entschlu fhrten1 lieber ein guter1 ehrlicher ,mensch1 als ein schlechter1 unehrlicher ,mnch zu sein4 ,so war das ,band mit der ,vergangenheit zerrissen1 und mit ,mut und ,vertrauen sah ich in die dunkle ,zukunft1 nur einigermaen besorgt wegen der sehr bescheidenen ,mittel1 die mir zu ,gebote standen4 ,ich hatte weder ,mestipendien unterschlagen noch mir einen ,vorschu zahlen lassen1 wie das fhrende klerikale ,blatt ,oesterreichs1 die ,wiener ,reichspost in einem verleumderischen ,schmhartikel erzhlte1 sondern nur geringe ,ersparnisse1 so da ich mein ,mittagsmahl in der ,herberge zur ,heimat unter fahrenden ,handwerksburschen zum ,preise von #be ,pfennigen einnahm2 aber ein gtiger ,himmel half auch hier4 ,ich hatte mich u4 a4 dem ,generalsuperintendenten ,dr4 ,petersen vorgestellt1 der mich mit zuvorkommender ,hflichkeit empfing und selbst in das ,haus des ,hofpredigers ,dr4 ,gustav ,schweitzer als einen ,proteg ,seiner ,hoheit einfhrte4 ,dies ,haus ist mir nachmals eine zweite ,heimat geworden4 ,zum ersten ,male lernte ich ein evangelisches geistliches ,haus kennen1 und es wehte mich wohlig daraus an4 ,dr4 ,schweitzer hatte vordem mit hundert anderen deutschen ,jnglingen 7wie ,fritz ,reuter7 den ,traum von deutscher ,freiheit getrumt und dafr auch sein ,martyrium gehabt4 ,er hatte sich jahrelang als unstter ,wanderer durch die ,welt geschlagen1 hatte in ,deutschland keine ,sttte gefunden1 um seinen ,herd zu bauen1 hatte sogar die ,gastfreundschaft ,dnemarks suchen mssen1 bis der edle ,herrscher von ,coburg-,gotha ihm ein ,asyl gab4 ,und hier wirkte er in seiner menschenfreundlichen ,art1 von der sich manches berichten liee4 ,er war ein ,priester nach dem ,herzen ,gottes1 der ,gottes- und ,menschenliebe vereinte und in seiner ,gattin dabei die treue und gtige ,gefhrtin und ,helferin fand4 ,lebhafter als je erkannte ich den ,irrtum des katholischen ,priesterzlibats1 das1 abgesehen von den gar oft geradezu unsittlichen ,folgen1 den ,geistlichen in seiner ,gemeinde vereinsamt1 ihn fr manches in derselben ganz ohne ,verstndnis lt1 ihn seinem ,volke und ,staate entfremdet und in tausend ,fllen unglcklich macht4 ,hier war ,glck und ,frieden im ,hause1 hier herrschte edle ,gastlichkeit1 und manches junge ,menschenkind hat dies gleich mir erfahren1 der nachmals wie ein lieber ,verwandter aufgenommen und gehalten wurde1 und der in einem freundlichen kleinen ,gemache des ,hauses sein erstes ,werk auf deutschem ,boden1 den ,roman eines ,wissenden ,der ,klosterzgling schrieb4 7,jena1 ,costenoble47 ,es lag nahe1 ja es war mir ein ,bedrfnis1 da ich in ,gotha den evangelischen ,gottesdienst besuchte1 und er machte gleich beim ersten ,male einen tiefen ,eindruck auf mich4 ,die schlichte ,einfachheit wirkte gegenber dem ueren ,prunk des katholischen ,gottesdienstes stimmungsvoll2 die auch fr den schlichten ,mann verstndliche ,liturgie in deutscher ,sprache war anheimelnd gegenber den kalten lateinischen ,lippengebeten1 und der allgemeine ,gesang der andchtigen ,gemeinde hatte etwas ,ergreifendes und ,erhebendes4 ,immer mehr zog es mich zu dem evangelischen ,bekenntnis1 zumal ich ja aus der katholischen ,kirche ausgeschlossen und infolge meines ,austritts aus dem ,kloster exkommuniziert1 aber andererseits nicht geneigt war1 als konfessionslos zu gelten4 ,ich unterhielt mich ber die ,angelegenheit mit ,dr4 ,schweitzer1 der1 weit entfernt von ,proselytenmacherei1 wohl erkannte1 da ich ein ,wahrheitsucher sei1 den es fast unbewut zu der ,erkenntnis drngte1 da ,luthers ,werk dem christlichen ,glauben wie dem deutschen ,wesen entspreche4 ,auf ,spaziergngen mit meinem wahrhaft vterlichen ,freunde wurden in ruhiger ,weise und frei von dem kleinsten gehssigen ,hauche religise ,fragen und konfessionelle ,unterschiede errtert1 und endlich kam der ,tag -- es war der #bh4 ,august #ahgb --1 an dem ich in der ,schlokirche den ,uebertritt zum evangelischen ,bekenntnis vollzog und das heilige ,abendmahl empfing4 ,es war eine schlichte1 stille ,feier1 der auer dem ,ehepaar ,schweitzer nur noch zwei ,zeugen beiwohnten1 aber das ,herz schlug mir ruhig und glcklich1 so ganz anders1 als da ich in ,tepl die bindenden ,gelbde sprach4 ,die klerikale ,presse wute in ihrer gehssig verlumderischen ,art ihren ,lesern spter1 bei ,gelegenheit ihres ganz unwrdigen ,kampfes gegen mein ,schauspiel ,die ,brder von ,st4 ,bernhard1 dessen ,tendenz auch nicht im mindesten ,los von ,rom6 ist1 zu berichten1 da ich meinen ,austritt aus dem ,kloster bereue und ganz unglcklich sei4 ,ich kann demgegenber nur immer wiederholen1 da ich auch nicht eine ,minute meinen ,schritt bereut habe bzw4 bereue1 und da ich an der ,seite eines lieben1 guten und treuen ,weibes1 das verstndnislos im ,beichtstuhl ausgebter ,fanatismus eines jungen ,kaplans ebenfalls zur ,lehre ,luthers gefhrt hatte1 ein wahres1 schnes und ungetrbtes ,glck geno1 bis sie der ,himmel mir nahm1 zwei ,jahre vor unserem goldenen ,ehejubilum4 ,die ,zuschriften aber von katholischen ,priestern1 die mich um ,rat und ,hilfe baten in hnlichen ,nten1 wie ich sie durchgekmpft1 lieen mich stets aufs neue dem ,himmel danken1 da er mich den ,weg finden lie zu ,martin ,luther4 ,vom ,verfasser dieser ,schrift sind unter andern 7die vergriffenen sind nicht aufgefhrt7 erschienen3 ,der ,klosterzgling4 ,roman #f4 ,aufl4 7,jena1 ,costenoble47 ,marschall ,vorwrts4 ,erzhlung4 #d4 ,aufl4 7,stuttgart1 ,sddeutsches ,verlags-,institut47 ,im ,clibat4 ,novellen4 #b4 ,aufl4 7,wien und ,leipzig4 ,wiener ,liter4-,anstalt47 ,der ,ordensmeister4 ,epische ,dichtung4 7,berlin1 ,g4 ,grote1 ,sammlung von ,werken zeitgenssischer ,schriftsteller4 ,band #da47 ,ltzow's wilde ,jagd4 ,erzhlung4 #e4 ,aufl4 7,leipzig1 ,abel ,mller47 ,deutsche ,treue4 ,erzhlung4 7,ebenda47 ,los von ,rom4 ,erzhlung4 #f4 ,aufl4 7,stuttgart1 ,carl ,mller ,cie47 ,die ,brder von ,st4 ,bernhard4 ,schauspiel4 #aj4 ,aufl4 7,verlagshaus ,vita in ,charlottenburg47 ,der ,abt von ,st4 ,bernhard4 ,schauspiel4 #b4 ,aufl4 7,verlagshaus ,vita in ,charlottenburg47 ,unlsbar4 ,schauspiel4 7,verlagshaus ,vita in ,charlottenburg47 ,das ,tagebuch des ,mnchs4 7,leipzig1 ,c4 ,f4 ,tiefenbach47 ,wenn die ,schwalbe zieht4 ,novellen4 7,leipzig4 ,c4 ,f4 ,tiefenbach47 ,die ,siebenbrger4 ,schauspiel4 7,leipzig1 ,c4 ,f4 ,tiefenbach47 ,die ,eindpfarre4 ,schauspiel4 7,leipzig1 ,c4 ,f4 ,tiefenbach47 ,in gerechter ,fehde4 ,gedichte4 7,leipzig1 ,c4 ,f4 ,tiefenbach47 ,aus ,tagen deutscher ,not4 ,erzhlung4 #c4 ,aufl4 7,mnchen1 ,georg ,w4 ,dietrich47 ,kaiser ,rotbart4 ,erzhlung4 #b4 ,aufl4 7,mnchen1 ,georg ,w4 ,dietrich47 ,mit der groen ,armee4 ,erzhlung4 7,mnchen1 ,georg ,w4 ,dietrich47 ,unser ,schiller4 7,mnchen1 ,georg ,w4 ,dietrich47 ,komm den ,frauen zart entgegen6 ,lustspiel4 7,leipzig1 ,reclams ,universalbibliothek47 ,vorwrts mit ,gott6 ,dramatisches ,zeitbild4 7,leipzig1 ,reclams ,universalbibliothek47 ,der fliegende ,hollnder4 ,epische ,dichtung4 #c4 ,aufl4 7,wien1 ,allgem4 ,nationalbibliothek1 ,verlag ,th4 ,daberkow47 ,ein ,mrchen4 ,lustspiel4 7,wien1 ,allgem4 ,nationalbibliothek1 ,verlag ,th4 ,daberkow47 ,der ,kommandant vom ,knigstein4 ,lustspiel4 7,wien1 ,allgemeine ,nationalbibliothek1 ,verlag ,th4 ,daberkow47 ,kotzebue's ,rache4 ,schauspiel4 7,wien1 ,allgem4 ,nationalbibliothek1 ,verlag ,th4 ,daberkow47 ,ruhland4 ,gedichte4 7,leipzig1 ,theodor ,leibing47 ,aus ,kloster und ,welt4 7,dresden-,heidenau1 ,mitteld4 ,verl4-,anst47 ,christian ,gnther4 ,roman4 7,dresden-,heidenau1 ,mitteld4 ,verl4-,anstalt47 ,der ,geist des ,hus'4 ,roman4 7,dresden-,heidenau1 ,mitteld4 ,verl4-,anst47 ,das ,blutmal4 ,novelle4 #b4 ,aufl4 7,annaberg i4 ,s41 ,phlberg-,verlag47 ,im ,bann der ,berge4 ,roman4 7,annaberg i4 ,s41 ,phlberg-,verlag47 ,das goldene ,buch von deutscher ,treue4 7,phnix-,verlag1 ,kattowitz47 ,im ,verlag des ,evangelischen ,bundes1 ,berlin ,w #ce1 ,postscheckkonto ,berlin ,nr4 #ahabd1 erscheinen3 ,herausgegeben von ,professor ,dr4 ,friedrich ,ulmer in ,erlangen3 ,a4 ,warum evangelisch8 7,konvertitenbilder47 #a4 ,pfarrer ,d4 ,leonhard ,fendt in ,magdeburg3 ,erfllung4 ,ein ,bchlein von wohlgemutem ,luthertum4 #bd ,seiten4 #aibc4 #cj ,pf4 #b4 ,hofrat ,dr4 ,anton ,ohorn in ,chemnitz3 ,mein ,weg zu ,martin ,luther4 #bj ,seiten4 #be ,pf4 ,in ,vorbereitung3 #c4 ,geheimrat ,univ4-,prof4 ,d4 ,dr4 ,friedrich ,wiegand in ,greifswald3 ,frstbischof ,graf ,leopold von ,sedlnitzki4 #d4 ,hofrat ,univ4-,prof4 ,d4 ,d4 ,dr4 ,loesche in ,knigssee 7,oberbayern73 ,elisabeth von ,dnemark4 ,die erste evangelische ,habsburgerin4 #e4 ,pfarrer ,d4 ,leonhard ,fendt in ,magdeburg3 ,johannes ,mathesius4 #f4 ,oberkirchenrat ,adolf ,hermann in ,ansbach3 ,johannes ,goner4 ,b4 ,treu dem ,evangelium4 7,mrtyrerbilder aus der evangelischen ,kirche47 #a4 ,pastor ,d4 ,oskar ,schabert in ,riga3 ,probst ,dr4 ,schlau4 #af ,seiten4 #bj ,pf4 #b4 ,hofrat ,univ4-,prof4 ,d4 ,d4 ,dr4 ,loesche in ,knigssee 7,oberbayern73 ,kaspar ,tauber4 ,der erste ,mrtyrer der ,reformation in ,oesterreich im ,rahmen der ,mrtyrergeschichte seines ,heimatlandes4 #bj ,s4 #be ,pf4 #c4 ,pfarrer ,wilhelm ,sebastian ,schmerl in ,gollhofen3 ,leonhard ,kaiser1 ein ,blutzeuge fr ,gottes ,wort und ,luthers ,lehre4 #ah ,seiten4 #be ,pf4 #d4 ,dekan ,otto ,erhard in ,kempten3 ,heinrich von ,ztphen4 ,in ,vorbereitung3 #e4 ,dekan ,otto ,erhard in ,kempten3 ,matthias ,weibel4 #f4 ,stadtpfarrer ,christoph ,fikenscher in ,nrnberg3 ,auf den ,galeeren4 ,montanus-,druckerei ,gmb,h41 ,berlin ,w #ce1 ,kurfrstenstrae #adf_/dg4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription ,offensichtliche ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,korrekturen3 ,s4 #e3 ,klinkowstrm ,klinckowstrm der zweite1 ein ,graf ,klinckowstrm ,s4 #e3 ,klingkowstrm ,klinckowstrm ,p4 ,klinckowstrm zu hren war ein ,genu ,s4 #h3 durch und durch im ,meer liegt und durch und durch