,anmerkungen zur ,transkription ,das ,original ist in ,fraktur gesetzt4 ,im ,original gesperrter ,text ist so ausgezeichnet4 ,im ,original in ,antiqua gesetzter ,text ist so markiert4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription befinden sich am ,ende des ,buches4 ,dieses ,e-,book wurde anllich des #bj4 ,jubilums von ,distributed ,proofreaders erstellt4 ,idole des ,zwanzigsten ,jahrhunderts4 ,religis-wissenschaftliche ,vortrge von ,otto ,cohausz ,s4 ,j4 ,,viii4 ,moral ohne ,religion4 ,illustration ,gbel ,scherer ,h4 ,klemmer1 ,verlagsbuchhandlung ,wrzburg #aiab4 ,mit ,erlaubnis der ,ordensobern4 ,nihil obstat4 ,wirciburgi1 #ab4 ,januar #aiab4 ,dr4 ,hergenrther1 ,canonicus4 ,imprimatur4 ,wrzburg1 den #ac4 ,januar #aiab4 ,hedrfer1 vic4 general4 ,kraus4 ,moral ohne ,religion4 ,die religisen ,werte hat die ,moderne zum ,teil verworfen1 der moralischen kann sie nicht entraten1 denn der tugendhafte ,mensch bleibt ja ihr ,ideal2 da die ,gtter fr sie tot sind1 soll der bermensch leben4 ,um den tugendhaften ,menschen heranzubilden1 bedarf sie aber der ,tugendlehre4 ,wohl lehrt auch das ,christentum ,tugend und ,moral4 ,aber das steht ja einmal bei den ,neueren fest1 da ,christliches sie nicht mehr beglcken kann4 ,darum sucht man nach neuen ethischen ,gesetzen4 ,so uneinig man nun auch in der ,aufstellung neuer moralischer ,werte sein mag1 in einem ,punkte trifft man zusammen3 darin1 da eine reinliche ,trennung von ,moral und ,religion vorgenommen werden mu4 ,gott ist der christlichen ,moral ,kern und ,stern2 er ist die letzte ,norm der christlichen ,moral1 er ihr letzter ,verpflichtungsgrund und ihre allein durchschlagende ,werbekraft4 ,nach allen drei ,beziehungen soll ,gott ausgeschaltet und die neue ,ethik auf sich selbst gestellt werden4 ,unmgliche ,forderungen6 ,illustration ,i4 ,gott allein ist die letzte ,norm der ,moral4 ,auf die ,frage3 warum ist etwas gut1 z4 ,b4 die ,heiligung des ,sabbats und die ,ehrfurcht vor den ,eltern1 und warum ist etwas1 z4 ,b4 ,unzucht und ,diebstahl1 schlecht8 antwortet der ,christ wohl zuerst3 weil ,sabbatheiligung und ,elternliebe von ,gott geboten und weil ,unzucht und ,diebstahl von ihm verboten wurden4 ,sein nchstliegendes ,unterscheidungsmerkmal findet er also in den ,zehn ,geboten4 ,er geht darin sicher2 denn1 was ,gott geboten1 kann nicht sittlich schlecht1 und was er verboten1 nicht sittlich gut sein4 ,diese ,norm ist zwar nicht die letzte objektive1 wie spter gezeigt werden wird1 aber doch die praktisch brauchbarste1 weil nchstliegende4 ,die ,moderne will dieses ,kriterium1 weil es in einem ,fremdwillen und auf religisen ,verpflichtungen beruht1 nicht gelten lassen4 ,o1 meine ,brder1 zerbrecht mir die alten ,tafeln6 so hat einer der ,gewaltigsten gesprochen 7,nietzsche1 ,zarathustra ,von alten und neuen ,tafeln71 und abermals klirren die ,trmmer des ,gottesdokumentes am ,felsen4 ,moses zerbrach die zwei ,tafeln1 weil sie ihm fr das sndige ,volk zu heilig schienen1 die ,moderne entledigt sich ihrer1 weil sie ihr sittlich nicht hoch genug stehen4 ,aber was will sie denn an ihre ,stelle setzen8 ,wonach soll denn unsere ,zeit entscheiden1 was gut und was bs ist8 ,chaotisch fluten die ,antworten auf diese ,frage durcheinander4 ,sittlich gut ist1 sagt uns der ,prophet des bermenschen1 was den ,willen zur ,macht frdert1 und sittlich gut ist1 sagt uns im ,gegenteil ein ,schopenhauer1 was aus ,mitgefhl mit andern hervorgeht4 ,sittlich gut ist1 sagt uns ein ,kant1 was aus reinem ,pflichtgefhl hervorgeht1 und sittlich gut ist1 sagt ein ,de la ,mettrie1 nur das und alles das1 was mit ,lust und aus ,lust verrichtet wird4 ,sittlich gut ist1 sagt ein ,reid1 was am gesunden ,menschenverstand gemessen wird1 und sittlich gut1 sagt ein ,shaftesbury1 ist das1 was mit dem moral sense bereinstimmt4 ,sittlich gut1 nennt der gestrenge ,fichte das1 was das ,ich vervollkommnet1 und sittlich gut nennt der zynische ,helvetius alles das1 was den ,sinnenkitzel frdert4 ,sittlich gut ist dem ,egoisten ,stirner alles1 was das ,ich hebt1 unbekmmert um das ,wohlergehen anderer1 und als sittlich gut bezeichnete ein ,john ,stuart ,mill1 ein ,laas1 ein ,lotze nur das1 was das grtmglichste ,glck der grtmglichsten ,zahl hervorzaubert1 unbekmmert um das ,schicksal des einzelnen4 ,sittlich gut handelt nach ,wundt und ,paulsen1 wer immer auf ,steigerung der ,kultur hindrngt1 sittlich gut handelt nach ,eduard von ,hartmann1 wer zur schnellen ,weltvernichtung beitrgt4 ,so setzt der eine anstelle des ,dekalogs das eigene ,ich1 der andere die ,gesamtheit1 der eine die ,lust1 der andere den ,schmerz1 der eine den trockenen ,verstand1 der andere das ewig schwankende1 unstet tosende ,gefhl4 ,man braucht nur1 sagt ,frster 7,autoritt und ,freiheit1 ,s4 #df ff471 an die ,flle widerstreitender ,theorien in der sexuellen ,reformliteratur zu denken1 um vorauszusehen1 da es knftig auf dem ,gebiet einer konsequent weltlichen ,laienethik noch unvergleichlich mehr ,meinungsverschiedenheiten geben wird als auf dem ,gebiete des religisen ,glaubens 444 ,wir lernen heute anschaulich kennen1 was aus ,ethik und ,religion wird1 wenn die ,menschen sie machen1 das unerlste ,individuum kommt darin so grndlich zu ,wort1 da von ,religion und ,ethik nicht viel brig bleibt4 ,und es bleibt1 um mit ,r4 ,eucken 7,geistige ,strmungen der ,gegenwart1 ,s4 #cbd7 zu reden1 nur die ,tatsache festzustellen1 da unsere ,zeit berhaupt einer ihre innersten ,bedrfnisse befriedigenden ,moral entbehrt 444 und da ein solcher ,mangel an der eigenen ,moral die ,kraft der ,moral in unserer ,zeit herabsetzt1 -- eine ,tatsache1 die allerdings nicht sehr zu ,gunsten der von den ,zehngeboten losgelsten neuen ,moral spricht4 ,diese vom sichern ,fundament des ,zweitafelgesetzes losgelste ,moral mu ,unsicherheit und ,verwirrung in alle ,kreise tragen4 ,sie ist ja nicht eine rein theoretische ,wissenschaft1 sondern eine ,lebensnorm4 ,der einzelne will zu einer moralischen ,gre sich heranbilden2 wie kann er es8 ,will er1 mit ,kant dem kategorischen ,imperativ folgend1 etwa auf eine ,neigungsheirat verzichten1 dann ruft ihm ein ,helvetius zu3 ,du handelst unmoralisch2 denn schlecht ist es1 der ,lust nicht zu folgen1 und geht er mit ,helvetius der ,neigung nach1 dann erhebt der ,weise von ,knigsberg energisch ,einsprache gegen sein ,tun4 ffnet er1 von ,schopenhauers ,mitleidstheorien beeinflut1 den ,notleidenden seine ,brse1 dann schleudert ,nietzsche ihm das ,anathem entgegen1 weil es unmoralisch sei1 das ,schwache zu sttzen1 und glaubt er nun ,nietzsche1 dann hat er ,schopenhauer zum ,gegner4 ,so kommt er nie zum ,handeln2 denn wer will ihm sagen1 welche von den sich bekmpfenden ,lehren die wahre ist8 ,alle bieten dieselbe ,gewhr1 weil alle den ,kpfen einzelner entspringen4 ,diese ,wirkung1 bemerkt ,frster wiederum treffend 7a4 a4 ,o4 ,s4 #dg71 machen sich die ,gegner der religisen ,autoritt auch nicht annhernd klar 444 ,kann ich mich denn selbst erziehen1 mich beherrschen und enthalten1 wenn alle sittlichen und religisen ,lehren nur individuelle ,hypothesen sind8 ,warum soll ich diesen ,hypothesen mehr glauben als meinen eigenen individuellen ,einfllen8 ,so mische ich mir aus ,gutem und ,bsem1 ,wahrem und ,falschem meine eigene ,ethik1 die mit den ,leidenschaften wechselt1 welche in meiner ,seele den ,vorrang gewinnen1 und die den ,zeitmoden folgt1 die gerade im ,schaufenster des ,buchhndlers mein ,auge treffen4 ,vom ,standpunkt des ,pilatus3 ,was ist ,wahrheit8 ist jedenfalls keine ,charakterbildung mglich4 ,in welch verzweifelte ,situation die ,pdagogik durch diese neue ,moral versetzt wird1 ist auch klar4 ,will man es dem einzelnen ,lehrer berlassen1 sich eines der neuen ,moralsysteme zu whlen und darnach seine ,schler zu unterrichten1 dann wird in der einen ,schule bald die luststeigernde ,unsittlichkeit1 in der andern die das bermenschtum frdernde ,gewalttat1 in einer dritten der das grtmglichste ,glck der grtmglichsten ,zahl bewirkende ,tyrannenmord als sittlich gut verteidigt usw4 und in der andern all das als verwerflich verurteilt4 ,welch eine ,generation wrde da heranwachsen6 ,will man aber den ,lehrern eine bestimmte ,norm vorschreiben1 dann fragt es sich wiederum3 ,welche8 ,und mit welchem ,recht verwirft man die anderen8 ,lehrzwang wre ja nach der ,neuethik unmoralisch6 ,nicht erfreulicher als auf dem ,gebiet der ,pdagogik wrde sich das ,bild im ,gerichtswesen gestalten4 ,man will einen ,lustmrder verurteilen -- aber mit ,helvetius wird er beweisen1 da er eine eminent moralische ,tat1 weil luststeigernd1 beging2 man will einen ,hochstapler gefangen setzen -- aber mit ,stirner und ,nietzsche wird er dartun1 da er durchaus richtig handelte1 weil er den ,willen zur ,macht bettigte2 man will den ,knigsmrder belangen -- aber der ,mob wird ihn als ,mrtyrer preisen weil er dem ,volkswohl die treffendsten ,dienste erwies4 ,wie wre eine ,rechtsprechung mglich8 ,selbstbildung1 ,erziehung1 ,gesetzgebung und ,rechtsprechung erfordern gebieterisch eine einheitliche ,norm fr gut und bs -- die ,neuethik gibt sie nicht1 damit ist ihre praktische ,unbrauchbarkeit erwiesen4 ,aber auch die theoretische berlegung findet in den modernen ,moralsystemen1 so manche unbestreitbare ,wahrheit sie auch in sich bergen mgen1 ihr vlliges ,gengen nicht4 ,ein so buntscheckiges ,durcheinander die moralischen ,normen der ,gegenwart auch dem ,auge darbieten mgen1 so lassen sich doch zwei ,hauptgruppen nicht bersehen3 es gibt subjektive ,mastbe der ,sittlichkeit und objektive2 subjektive1 d4 h4 im ,subjekt1 im ,menschen liegende und objektive1 d4 h4 aus den ,dingen1 die zum ,menschen in ,beziehung stehen1 sich ergebende4 ,die subjektiven ,moralprinzipien sind darin einig1 da sie die ,gutheit oder ,schlechtigkeit einer ,handlung aus der bereinstimmung oder ,nichtbereinstimmung mit einem ,sittenrichter in uns herleiten1 in der nheren ,bestimmung dieses ,sittenrichters gehen sie aber auseinander4 ,shaftesbury1 ,hutcheson1 ,jacobi1 ,schuppe1 ,hffding u4 a4 verlegen diesen ,sittenrichter in den moralischen ,sinn1 ,ad4 ,smith und ,schopenhauer dagegen in das ,mitgefhl1 ,herbert glaubt ihn im sittlichen ,geschmack entdeckt zu haben1 ,reid im gesunden ,menschenverstand1 ,kant dagegen im kategorischen ,imperativ4 ,nach der ersten ,gruppe bedrfen wir also gar keiner langen ,untersuchungen ber das1 was erlaubt und was unerlaubt ist2 ein angeborener ,instinkt -- der moral sense -- sagt es uns sofort2 aber zunchst ist es unbewiesen1 da ein solch moralisches ,gefhl besteht1 und wenn es bestnde1 so bliebe stets noch die ,frage offen3 ,wie kommt es denn1 da diesem moralischen ,sinn die einen ,handlungen gefallen und andere ,unbehagen erwecken8 ,entweder sagt man3 weil ,gott die ,natur so eingerichtet hat -- dann kommt man auf die theistische ,ethik schlielich wieder hinaus2 oder man sagt3 weil der moralische ,sinn ,lust empfindet bei guten ,handlungen1 ,unlust bei bsen -- dann verfllt man dem spter zu wrdigenden ,hedonismus2 oder man antwortet3 dem moralischen ,sinn gefallen die einen ,handlungen1 weil sie das eigene und fremde ,wohlergehen frdern -- es mifallen ihm andere1 weil sie das ,gegenteil bewirken -- dann hat man wiederum die rein subjektive ,norm verlassen und sich aus seiner ,verlegenheit an das ,ufer des ,eudmonismus gerettet4 ,der moral sense versagt4 ,ebenso ,schopenhauers ,mitgefhl4 ,denn1 wenn nur das sittlich gut ist1 was aus ,mitleid mit andern geschieht1 dann ist schlecht jede ,handlung der ,gerechtigkeit1 ,reinheit1 ,geduld1 ,migkeit und ,liebe -- wer wollte das aber behaupten8 ,gut1 sagt ,kant1 ist nur das1 was aus reinem ,pflichtgefhl entspringt und dem kategorischen ,imperativ entspricht4 ,aber der kategorische ,imperativ ist eine willkrliche ,annahme1 und1 wenn nur das gut ist1 was nicht aus ,neigung1 sondern nur der ,pflicht willen geschieht -- dann ist unsittlich die ,tat der barmherzigen ,schwester1 die aus ,liebe sich dem ,krankendienste weiht1 unsittlich die ,tat des ,khnen1 der aus ,mitleid den ,ertrinkenden aus den ,fluten ans ,land holt1 unsittlich die ,tat des ,heiligen1 der aus ,gottesliebe sein ,ich gnzlich opfert1 dann war unsittlich die ,tat des ,gottessohnes1 da er aus ,liebe zu uns sein ,leben dahin gab4 ,ein solches ,prinzip aufstellen1 heit das ,edelste1 ,erhabenste aus dem ethischen ,gebiet verweisen und die grten ,helden der ,menschheit zu ,dmonen stempeln4 ,das sah man ein1 darum kehrte man zu den objektiven ,normen zurck2 man nannte sittlich gut entweder das ,lustversprechende oder das ,ntzliche oder das ,fortschritt ,verheiende und unterschied demnach den ethischen ,hedonismus1 den ,utilitarismus und den ,progressismus4 ,aber auch diese reichen nicht aus4 ,nicht der ,hedonismus2 denn1 wenn das sittlich gut ist1 was die ,lust1 zumal die ,sinnenlust frdert1 dann ist gut ,miggang und ,schwelgerei1 ,ehebruch und ,lustmord1 dann sind alle ,laster zu ,tugenden geworden und ernste ,tugenden1 wie ,entsagung1 ,reinheit1 zu ,lastern4 ,will man ferner dem ,utilitarismus gem das1 was ntzlich ist1 als moralisch gut bezeichnen1 so steht man vor der ,alternative1 entweder alles1 was irgendwie ntzt1 so zu werten1 oder eine ,auswahl zu treffen4 ,alles1 was irgendwie ntzt1 kann nicht moralisch gut sein2 denn der ,raubmord ntzt zum ,gelderwerb1 ,ausschweifung1 ,rachsucht zur ,lusterregung1 und doch wird es keinen ernsten ,denker geben1 der sie nicht als verwerflich brandmarkt4 ,man mu also unter dem ,ntzlichen eine ,auswahl treffen1 man kann nur das als gut bezeichnen1 was zu einem guten ,zweck dient -- dann fragt es sich aber3 ,wie kommt es1 da dieser ,zweck ein guter1 ein anderer ein schlechter ist8 ,so mu ich eine andere ,norm zu ,rate ziehen4 ,fast dasselbe lt sich von dem dritten ,system1 dem ,progressismus1 sagen4 ,gut ist1 was dem ,fortschritt dient2 ja1 ist aber jeder ,fortschritt gut8 -- auch der ,fortschritt des bermenschen1 der das ,herdenvolk mit ,fen tritt8 ,und worin besteht der ,fortschritt8 ,in ,steigerung der ,wissenschaft oder in ,anhufung des ,volksvermgens oder in der ,kunst8 ,und warum sind denn ,wissenschaft1 ,volkswohl und ,kunst gut8 ,alle diese ,mastbe sind zu dehnbar1 zu unsicher4 ,nher kommt man der ,wahrheit1 wenn man den ,fortschritt in die harmonische ,ausbildung des ,einzelmenschen und der ,gesamtheit verlegt4 ,menschheit lebe so1 wie es deiner ,natur und ,wrde entspricht1 lautet darum eine andere ,formulierung des sittlichen ,grundgesetzes4 7,zeller47 ,einverstanden1 wenn man die menschliche ,natur in ihrer ganzen ,eigenart und all ihren ,beziehungen1 d4 h4 als ,teil des ,ganzen erfat4 ,seiner ,natur nach ist der ,mensch ein geistig-sinnliches ,wesen1 der ,geist aber steht hher als das sinnliche ,element1 darum hat der ,geist die ,triebe zu regeln1 zu lenken2 der ,mensch ist seiner ,natur nach ,bruder vieler ,brder1 darum hat er den ,mitmenschen in allem gerecht zu werden2 der ,mensch ist seiner ,natur nach ,geschpf des einen wahren ,gottes1 darum kann er ,gott nicht bersehen1 sonst handelt er naturwidrig4 ,soweit die ihm gewordene ,natur sich erstreckt1 so weit auch die auf der ,natur fuende ,pflicht4 ,will der ,mensch nun seiner eigenen ,wrde gerecht werden1 so hat er sich vor dem bergewicht des ,sinnlichen zu hten1 er hat seine ,triebe nach dem ,willen der geordneten ,natur zu regeln1 ,etrieb und ,trinklust1 sexuelle ,neigung und ,zornesempfinden1 er hat also keusch1 mig und sanftmtig zu leben4 ,will er der sozialen ,eigenart seiner ,natur entsprechen1 so hat er den ,urhebern seines ,lebens1 den ,eltern1 sich anzupassen1 hat die hhere ,autoritt des staatlichen ,verbandes zu achten1 hat er ,eigentum und ,leben zu schonen und1 weil aus dem ungerechten ,begehren die unheilvolle ,tat aufflammt1 auch innere ,neigungen zu unterdrcken4 ,will der ,mensch aber nicht den wichtigsten ,teil seiner natrlichen ,stellung bersehen1 so hat er sich auch dessen zu erinnern1 dem er alles verdankt1 seines ,schpfers1 hat ihn anzuerkennen und seinen ,forderungen zu entsprechen4 ,was will das aber alles anderes sagen als das3 ,du sollst keine fremden ,gtter neben mir haben1 gedenke1 da du den ,sabbat heiligest1 du sollst ,vater und ,mutter ehren1 du sollst nicht tten1 nicht ehebrechen1 lgen und stehlen1 du sollst nicht begehren deines ,nchsten ,weib noch alles1 was sein ist8 ,so fhrt die ,unzulnglichkeit der modernen ,moral ganz von selbst zu den ,forderungen zurck1 die sie zu ersetzen versprach1 zu den ,forderungen der zwei ,tafeln ,moses4 ,keine ,ethik1 die das menschliche ,leben vernunftgem zu ordnen gedenkt1 wird an den zehn ,geboten vorbei und ber sie hinauskommen4 ,nicht aus ,willkr gab der ,hchste diese ,gesetze1 sondern weil er sah1 da ohne sie nur chaotische ,anarchie die ,vlker beherrschen wird4 ,illustration ,,ii4 ,gott allein ist der letzte ,verpflichtungsgrund der ,moral4 ,zwanglos wie die ,moderne sein will1 sucht sie auch den ,zwang aus der ,moral zu entfernen4 ,handeln aus ,neigung1 aus ,achtung vor der ,persnlichkeit1 nicht aus irgendwelchem ,druck1 das ist ihre ,lieblingsidee1 eine ,idee1 die in gleicher ,weise der ,psychologie der ethischen ,ordnung wie ihrer ,geschichte sich entgegenstellt4 ,mit vollem ,recht bemerkt ,eucken dem gegenber3 ,unter ,moral hatten wir uns gewhnt an die ,anerkennung einer willkrentzogenen ,ordnung1 an die ,hochhaltung von ,pflicht und ,gewissen zu denken4 ,was aber der aesthetische ,subjektivismus mit seiner neuen ,ethik bietet1 ist nichts anderes als ein feinerer ,epikurismus1 als ein ,selbstgenu des ,individuums1 das sich von aller ,hemmung frei wei4 7,a4 a4 ,o4 ,s4 #ccg7 ,eine auch nur oberflchliche ,analyse des ethischen ,lebens der ,vlker ergibt allerdings als unantastbares ,wahrheitsgut die eine ,tatsache1 da das ,sittengesetz nicht etwa ein ich mchte von ,dir oder ich rate ,dir1 sondern ein ich will1 ,du sollst gebieterisch ausspricht1 da es auch gegen die ,neigungen sich durchsetzt4 ,gut im moralischen ,sinne1 sagt ,paulsen 7,syst4 d4 ,ethik ,i ,s4 #cdb71 ist ein ,handeln1 dessen ,motiv die ,achtung vor der ,pflicht ist4 ,die ,erfllung der ,pflicht liegt aber1 wie es scheint1 nicht eben in der ,richtung des natrlichen ,willens4 ,im ,gegenteil3 ,pflicht ist1 wie die ,wortbedeutung es einschliet1 was man nicht gern tut2 was man aus ,neigung tut1 ist nicht ,pflicht 444 zwischen ,pflicht und ,neigung ist ,widerstreit2 das ,pflichtgefhl tritt der ,neigung entgegen1 abnehmend oder antreibend vor der ,tat1 strafend oder billigend nach der ,tat4 ,das ,gewissen stellt sich im ,selbstbewutsein nicht als der ,ausdruck des natrlichen ,eigenwillens dar1 sondern eines fremden1 eines hheren ,willens1 dem der eigene ,wille sich beugt oder wenigstens sich zu beugen eine innere ,ntigung fhlt3 ein ,sollen tritt in der ,pflicht 444 dem bloen ,wollen gegenber4 ,und aller eigentlich moralischer ,wert scheint nun eben darauf zu beruhen1 da das ,wollen dem ,sollen sich unterordnet4 ,und unter dem ,druck dieses ,du sollst steht die ganze ,menschheit4 ,nun findet1 sagt ,kant1 jeder ,mensch in seiner ,vernunft die ,idee der ,pflicht und zittert beim ,anhren ihrer ehernen ,stimme1 wenn sich in ihm ,neigungen regen1 die ihn zum ,ungehorsam gegen sie versuchen4 7,kl4 ,schr4 ,,iv1 #ad47 ,die ,geschichte und persnliche ,erfahrung geben ihm ,recht4 ,ob wir moralisch gut handeln wollen oder nicht1 ist uns nicht freigestellt1 sondern das ,sittengesetz zu beachten fhlen wir uns verpflichtet4 ,in dem ,satz sind alle ,moralphilosophen einig1 mgen sie nun zu den ,peripatetikern zhlen oder zu den ,stoikern1 mgen sie mit ,cicero und ,seneka in ,rom doziert haben oder mit ,fichte und ,schleiermacher in ,berlin1 mgen sie mit ,darwin und ,spenzer auf evolutionistischem ,standpunkt stehen oder mit ,lotze1 ,laes1 ,ihering zum ,prinzip des ,allgemeinwohles sich bekennen4 ,das ,bewutsein1 verpflichtet zu sein1 ist eine der allgemeinsten ,tatsachen der ,menschheit4 ,sie ist aber auch die notwendigste ,voraussetzung einer moralischen ,ordnung4 ,das sittliche ,handeln nur aus ,neigung mag sich in der ,theorie recht schn ausnehmen1 aber nur ein grenzenloser1 man mchte sagen1 kindlich naiver ,optimismus1 den man liebenswrdig nennen mchte1 wenn er nicht mit seiner die ,halbgebildeten bestechenden ,flachheit gefhrlich wre1 kann whnen1 da man dem ,menschen nur schrankenlose ,freiheit zu gewhren brauche1 um das ganze ,leben zu seliger ,harmonie zu fhren4 7,eucken a4 a4 ,o4 ,s4 #ccg47 ,nur zu wahr6 ,wie oft liegen ,neigung und ethische ,anforderung miteinander in ,konflikt6 ,man denke doch nur an die ,kmpfe auf sexuellem ,gebiet6 ,was ist es1 da die ,jugend noch von dem ,genu so sehr lockender1 aber verbotener ,frchte fernhlt1 wenn nicht das eine3 ,du sollst enthaltsam sein8 ,und was ist es1 da ,gatten und ,gattin trotz aufflammender entgegengesetzter ,neigung zum huslichen ,herd zurckdrngt1 wenn nicht das eine3 ,du darfst nicht untreu sein8 ,was ist es1 was den ,kapitn zwingt1 auf dem sinkenden ,dampfer bis zu allerletzt auszuhalten und so sich dem ,tode zu weihen1 wenn nicht die ,pflicht8 ,und was ist es1 das beim ,kriegsruf die ganze ,mannschaft des ,landes trotz ,gatten- und ,vaterliebe ins ,feuer treibt1 wenn nicht wiederum die ,pflicht8 ,die ,pflicht ruft1 und alle ,neigungen und ,sonderinteressen verschwinden4 ,nur sie bringt ,halt und ,festigkeit1 ,einmtigkeit und ,ordnung ins ,leben4 ,das ,pflichtbewutsein existiert berall und es ist notwendig berall4 ,das sind also zwei ,tatsachen1 an denen nicht gerttelt werden kann4 ,wie aber kam das ,sollen ins menschliche ,wollen8 ,o ,pflicht1 ruft ,kant aus1 der du nichts ,beliebtes und1 was ,einschmeichelung mit sich fhrt1 in dir fassest1 sondern ,unterwerfung verlangst und 444 ein ,gesetz aufstellst 4441 vor dem alle ,neigungen verstummen 4441 welches ist der deiner wrdige ,ursprung8 7,kr4 d4 pr4 ,v4 ,i ,t4 #a ,b4 ,,iii4 ,reclam1 ,s4 #aje47 ,das ,christentum beantwortete diese ,frage mit dem ,hinweis auf ,sinais ,hhen4 ,gott war es1 der dort an den ,menschen herantrat und ihm sein ,ich bin der ,herr dein ,gott1 du sollst 444 du sollst nicht wiederum einschrfte4 ,gott der ,urheber der ,verpflichtung1 das ist allerdings eine ,erklrung1 die allseits befriedigen mu2 denn wo eine ,verpflichtung ist1 da mu zunchst ein ,verpflichtender sein4 ,forderungen werden im ,sittengesetz an den ,menschen gestellt1 nicht nur ,ratschlge gegeben2 wo ,forderungen laut werden1 mu aber ein mit ,recht ,fordernder sein4 ,gesetze sind die ethischen ,normen1 nicht ,wunschuerungen2 wo ,gesetze gegeben werden1 darf aber der ,gesetzgeber nicht fehlen2 ,gesetzgeber1 ,fordernder1 ,verpflichter kann aber nur eine ber dem ,verpflichteten stehende ,macht sein4 ,nun sehen wir1 da das ,sittengesetz ber dem ,einzelindividuum wie ber der ,gesamtheit steht2 denn die ,gesamtmenschheit wei sich an dasselbe gebunden4 ,darum mu die ,ursache der ,verpflichtung ber die ,gesamtmenschheit erhaben sein4 ,die blinde1 notwendig wirkende ,natur kann aber denkende ,menschen nicht verpflichten1 so bleibt nur die eine ,lsung3 die ,pflicht stammt von dem1 der ,urheber1 ,herr der ,menschheit ist1 von ,gott4 ,diesen ,schlu sucht die ,neuethik zu umgehen4 ,sie beruft sich zum ,teil mit ,kant auf die ,autonomie des ,menschen1 auf die ,selbstgesetzgebung4 ,der ,wille gibt sich selbst ,gesetz 7,kant1 ,grundl4 z4 ,met4 d4 ,s41 ,s4 #acd74 ,alle ,sittlichkeit ist gleichbedeutend 444 mit der freien bereinstimmung mit dem eigenen ,gesetz4 7,lipps1 ,die eth4 ,grundfragen1 ,s4 #ajg74 ,wahrhaft moralisch ist allein die innere1 die autonome ,verpflichtung4 ,der ,gute stellt sich freiwillig in den ,dienst des ,guten 4441 er wird nicht von auen her verpflichtet1 er selbst ist der ,verpflichtende zugleich und der ,verpflichtete 7,a4 ,adickes1 ,zeitschr4 fr ,philos4 ,,cxvi #bc--bd7 -- das ist die ,sprache der ,moderne4 ,kein ,wunder1 da sie die christliche ,ethik1 die ,unterwerfung unter einen hheren ,willen ,gottes und seiner ,weltvertreter predigt1 als unsittlich brandmarkt4 ,die ,hauptanklage der ,autonomen gegen die ,heteronomie 7,fremdgesetzlichkeit7 der christlichen ,moral geht dahin1 da sie zu wenig sittlich sei1 denn sittlich sei nur1 was aus dem eigenen ,innern quelle4 ,es sei ebenso widersinnig1 meint ,ed4 von ,hartmann1 durch ,heteronomie sittlich1 als durch fremdes ,essen fett werden zu wollen 7bei ,cathrein1 ,moralphil4 ,i1 ,s4 #bea74 ,sittlich in vollem ,sinne ist der noch nicht1 der nicht selbst seinen ,willen bettigt1 sondern einem fremden ,willen sich beugt1 bemerkt ,dorner 7,das menschliche ,handeln1 ,s4 #bgb74 ,wenn diese ,aussprche berechtigt wren1 dann mte man nicht nur die ,unterwerfung des ,willens unter ,gottes ,gesetz und kirchliche ,autoritt1 sondern mit demselben ,recht auch jede ,unterwerfung unter das ,staatsgesetz1 unter ,elterngebot1 berhaupt unter jede ,autoritt verdammen1 denn hier gelten die gleichen ,voraussetzungen4 ,autonomie fhrt zur ,anarchie6 ,wer sieht aber nicht ein1 da damit ein geordnetes menschliches ,gemeinschaftsleben gnzlich unmglich gemacht wird8 ,jahrtausende hat die ,menschheit diese ,heteronomie als erste sittliche ,forderung betrachtet und jetzt pltzlich soll sie in ,unsittlichkeit verkehrt werden8 ,und warum denn8 ,sie ist ,fremdgesetzlichkeit1 sie berhrt das eigene ,innere so wenig4 ,ed4 v4 ,hartmann braucht das ,bild vom fremden ,essen1 ein ,bild1 das die ,nichtigkeit der gegnerischen ,anklage sofort offen legt4 ,vom fremden ,essen wirst du nicht erstarken1 das ist wahr -- wie aber1 wenn ein anderer dir ,brot reicht und du selbst es dir zubereitest und verspeisest1 wirst du dann nicht gesunden8 ,und das ist unser ,standpunkt4 ,gott tritt an uns heran und reicht uns das ,seelenbrot seines ,gesetzes1 meinetwegen das ,gebot3 ,gedenke1 da du den ,sabbat heiligest4 ,ich vernehme das inhaltreiche ,wort1 ich sage mir1 ,gott1 dein ,schpfer und ,herr gebietet2 fr dich als ,geschpf ,gottes ist es geziemend1 dich deinem ,herrn zu unterwerfen1 du bist es deiner ,wrde1 ,natur und ,stellung schuldig -- und darum erfasse ich das ,gebot1 ich mach es mir zu eigen1 ich entschliee mich frei1 das ,gesetz zu beobachten1 weil ich diesen ,gehorsam als sittlich gefordert erkenne4 ,es geht also der ,unterwerfung ein innerer durchaus ethischer ,proze voraus4 ,das ,motiv meiner ,unterwerfung ist die ,erwgung1 da ich als ,geschpf allen sittlichen ,beziehungen gerecht werden mu1 besonders auch den ,beziehungen zu dem1 der mir alles gab1 meinen ,urgrund4 ,das ist sittlich -- unsittlich ist aber gerade die ,selbstgesetzgebung1 die sich ,gott und seiner ,autoritt nicht fgen will1 sie bedeutet ,aufruhr6 ,aufruhr ward nie als sittliche ,tat gebucht4 ,diese ,autonomie ist auerdem1 von anderem ganz abgesehen1 gar nicht geeignet1 die ,tatsache des allgemeinen ,pflichtbewutseins zu erklren4 ,verpflichten kann doch nur jemand1 der ber mir steht4 ,ich kann mir vornehmen1 etwas zu tun1 verpflichten kann ich mich nur einem hheren gegenber1 nicht mir selbst4 ,zudem finden wir uns als ,verpflichtete vor1 wir schaffen die ,verpflichtung nicht1 der ,eigenwille ist ,vollstrecker des ,gesetzes1 nicht ,gesetzgeber4 ,von der ,unhaltbarkeit der individualistischen ,selbstgesetzgebung berzeugt1 verlegen andere ,ethiker unserer ,zeit den ,ursprung der ,verpflichtung in die ,gesamtmenschheit4 ,er1 der autoritative ,charakter der ,pflicht1 meint ,paulsen 7a4 a4 ,o4 ,s4 #cde71 kommt aus dem ,verhltnis des einzelnen zu dem sozialen ,ganzen1 als dessen abhngiges ,glied er sich wei4 ,in dem ,willen des sozialen ,ganzen1 das sich in ,sitte und ,recht objektiviert1 stellt sich ihm ein berlegener 444 ,wille gegenber3 er fhlt sich gebunden durch die ,normen1 die ihm durch ,sitte und ,recht vorgezeichnet sind4 ,anstatt des ,eigenwillens reprsentiert also der in ,sitte und ,recht ausgesprochene ,gesamtwille den ,gesetzgeber4 ,aber ,sitte und ,sittengesetz sind doch zwei ganz verschiedene ,gren1 die ,sitte z4 ,b4 dreimal im ,tag zu essen1 kann ich beobachten1 wenn ich will2 das ,gesetz1 den ,tag des ,herrn zu heiligen1 mu ich beobachten1 wenn ich auch nicht will4 ,die ,sitte lockt1 die ,sittlichkeit verpflichtet4 ,wie will mich die ,gesamtheit zu dem verpflichten1 im ,gewissen verpflichten8 ,zwingen knnte sie mich1 verpflichten nicht4 ,und wenn die ,verpflichtung nur dem ,gesamtwillen entstammte1 wie wollte man es denn erklren1 da auch1 wenn eine ,gesamtheit1 wie in einem ,ruberstaat1 andere ,sitten schafft1 doch das ,gewissen sich regt8 ,das ,gewissen sagt uns1 da wir alle einem ber der ,menschheit ,stehenden verpflichtet sind4 ,oder glaubt man1 wenn einmal der ,gesamtwille den ,mord erlaubte1 da das ,gewissen den ,mord rechtfertigte8 ,die ,gesamtheit wei1 da das ,sittengesetz ihr entrckt ist1 es steht ber der ,gesamtheit1 auch die hchsten ,spitzen der ,gesamtheit sehen sich einem ,hheren gegenber gebunden -- die ,verpflichtung stammt also nicht von der ,gesamtheit1 sonst knnte sie ja auch einmal sich zu ,raub und ,unzucht verpflichten1 wer will das zugeben8 ,das ,gleiche lt sich sagen von all den modernen ,versuchen1 die ,pflicht empirisch zu begrnden4 ,man sah1 sagt man uns1 da gewisse ,handlungen ,nutzen und ,freude fr den einzelnen und die ,gesamtheit1 andere ,schaden und ,unlust brachten4 ,man gewhnte sich allmhlich an ein diesen ,unterschieden entsprechendes ,handeln und so auch daran1 in diesem ,handeln eine ,schranke1 eine ,pflicht zu erblicken4 ,es wre demnach die ,pflicht nur ein ,kollektivbewutsein von der ,ntzlichkeit und ,schdlichkeit gewisser ,handlungen4 ,aber die ,forderungen des ,sittengesetzes sind absolut4 ,auch wenn ,unlust oder ,schaden folgt1 hat der ,mensch sittlich gut zu handeln4 ,sittlichkeit ist nicht ,krmergeist4 ,ein anderes ist der ,rat3 ,halte ,dit1 wenn du gesund bleiben willst1 ein anderes das ,gebot3 ,sei ehrlich6 ,angewhnung bedingt noch keine ,verpflichtung1 und wenn ,verpflichtung nur ,angewhnung wre1 so wrde daraus folgen1 da auch das zur ,gewohnheit gewordene ,schlechte einmal verpflichten knnte4 ,wie man die ,sache auch wenden mag1 die ,gesamtheit gengt zur gnzlichen ,erklrung der ,pflicht nicht4 ,nur ein ber der ,gesamtheit stehendes ,etwas kann allein den letzten ,grund fr die allgemeine ,tatsache der ,verpflichtung abgeben4 ,es bleiben also an sich nur zwei ,mglichkeiten3 die ,natur oder der ,schpfer der ,natur4 ,die ,natur als geistloses1 unfreies ,etwas ist gewi auch zur ,lsung unserer ,frage nicht geeignet4 ,wir werden also wiederum zur christlichen ,theorie zurckgedrngt3 ,gott ist der ,gesetzgeber1 der da sprach ,du sollst1 ,du sollst nicht4 ,illustration ,,iii4 ,gott ist die allein durchschlagende ,werbekraft der ,moral4 ,moralische ,vorschriften darlegen1 gengt nicht zum moralischen ,handeln2 gegen diese ,vorschriften bumen im ,herzen des ,menschen zu viele ,sonderinteressen und ,leidenschaften sich auf4 ,das ,fleisch gelstet wider den ,geist4 ,es mu zur ,darlegung der ethischen ,normen ein ,anreiz oder ,antrieb zur ,beobachtung dieser ,normen hinzutreten4 ,darin sind christliche und moderne ,ethik einig4 ,die christliche ,moral nun findet diesen ,antrieb zur ,beobachtung des ,gesetzes ,gottes in dem in ,aussicht gestellten ,lohn oder ,zorn ,gottes4 ,der ,modernen aber erscheint ein solches ,vorgehen zu wenig edel1 zu lohnschtig1 zu egoistisch1 dabei zu unwirksam und unwahr4 ,gesinnungsmoral1 nicht ,erfolgsmoral1 ist ihre ,parole1 und mit dem ,deutschen ,freidenkerbund hlt sie ,bildung1 ,kenntnisse1 gutes ,beispiel und materielles ,wohlergehen fr bessere ,erziehungsmittel als das ,drohen oder ,locken mit der ,vergeltung in einem ertrumten ewigen ,leben4 7,freidenkerflugblatt ,wrzburg #f4 ,,iii4 #aiaj47 ,drei ,einwendungen werden also gegen den ,hinweis der christlichen ,moral auf das ,jenseits erhoben3 er sei zu wenig edel1 zu wenig wahr und zu wenig wirksam4 #a4 ,ein sittliches ,handeln aus ,ewigkeitsrcksichten soll zu wenig edel sein1 zu lohnschtig1 zu egoistisch4 ,prfen wir4 -- ,das ,handeln aus ,furcht vor ,gott und seinen ewigen ,strafen scheint zunchst keine wahre ,sittlichkeit bewirken zu knnen4 ,aber ist denn ein ,handeln aus ,furcht wirklich menschenunwrdig und unedel8 ,wenn im ,theater pltzlich ein ,brand ausbricht und alles1 aus ,furcht umzukommen1 flchtet1 wenn ein kalter ,ost weht und man aus ,furcht vor ,erkltung sich einhllt1 wenn das ,kind sich dem ,ufer des ,stromes naht und nun aus ,furcht von der warnenden ,mutter zurckgerufen wird1 will man da behaupten1 da diese ,handlungen alle unsittlich seien8 ,wenn sie unsittlich sind1 dann mten sie und derartige ,taten berhaupt alle verboten werden2 denn ,unsittliches darf die ,menschheit nicht dulden4 ,das wird niemand aber fordern knnen2 denn diese ,handlungen gehen aus einem durchaus einwandfreien ,motiv hervor1 dem ,motiv der ,selbsterhaltung4 ,selbsterhaltung ist aber einer der grundlegendsten moralischen ,pflichten4 ,wenn es aber gut und notwendig ist1 sich schon vor zeitlichem bel zu schtzen1 dann ist es gewi sittlich gut und notwendig1 sich vor einer ,qual zu bewahren1 die ewig dauert und vor einem ,verlust1 den alle irdischen ,dinge nicht aufwiegen knnen4 ,sagt doch auch ,christus3 ,frchtet nicht diejenigen1 welche den ,leib tten1 die ,seele aber nicht tten knnen1 frchtet vielmehr denjenigen1 der ,leib und ,seele ins hllische ,verderben strzen kann4 ,wir frchten ja nicht nur knechtisch die ,strafe1 sondern das ,bse1 die ,snde selbst1 allerdings wegen der ,strafe1 wir frchten den ,zorn ,gottes1 die ,furcht ,gottes aber ist der ,anfang der ,weisheit1 also durchaus gut4 ,darum sagt auch die ,schrift3 ,frchte ,gott und halte seine ,gebote1 das ist der ganze ,mensch4 ,wenn ferner die ,hoffnung auf den ,lohn im ,himmel uns antreiben soll1 das ,gesetz zu beobachten1 dann kann hierin auch durchaus nichts ,tadelnswertes gefunden werden4 ,der ,mensch ist ja seiner ,natur nach zur ,erlangung des vollkommenen ,glckes vorherbestimmt1 ebenso wie das ,auge zum ,sehen1 das ,ohr zum ,hren4 ,die ,anlagen naturgem entfalten kann doch nicht unsittlich sein4 ,wenn die katholische ,askese ,ehelosigkeit1 freiwillige ,armut rt1 dann erhebt man gegen sie den ,vorwurf1 da sie unsittlich handle1 indem sie der ,natur ihre ,rechte verweigere1 und hier1 wo die katholische ,moral dem natrlichen ,grundtrieb nach vollem ,glck gerecht werden will1 da ist sie unsittlich oder nicht erhaben genug6 ,hoffnung ist eine der ,haupttriebkrfte des menschlichen ,lebens4 ,hoffnung auf ,sieg verleiht dem ,soldaten ,ausdauer1 ,hoffnung auf ,entdeckung ferner ,lnder treibt den ,nordpolfahrer in eisige ,regionen1 ,hoffnung auf ,gewinn beseelt den geschftlichen ,unternehmer sowohl wie den ,landmann und niemanden fllt es ein1 all das als unrecht zu brandmarken -- er wrde ja sonst dem ganzen menschlichen ,leben seine ,schwungkraft rauben -- warum soll es nun pltzlich unerlaubt sein1 aus ,hoffnung auf ein ewiges1 alles ,irdische weit berragendes ,glck zu handeln8 ,zudem wei doch jeder ,christ1 da das ,himmelsglck im ,wesentlichen im ,besitze ,gottes besteht4 ,nach ,gott verlangen wir1 und um ,gott zu erlangen1 arbeiten wir6 ,gott ist aber ein viel edleres ,motiv1 als alle ,tugend um ihrer selbst willen erstrebt4 ,unser ,motiv ist um ,himmelshhe erhaben ber alles1 was die ,neuethik uns in ,aussicht stellen kann4 ,handelt ferner christliche ,moral nur aus ,furcht und ,hoffnung oder empfiehlt sie nicht das3 ,du sollst den ,herrn ,deinen ,gott lieben aus ,deiner ganzen ,seele1 aus ,deinem ganzen ,gemte als das erste und grte ,gebot8 ,und blieb die ,mahnung erfolglos8 ,wo finde ich denn so viele ,seelen1 die ohne eigenen ,nutzen1 rein aus ,liebe zu ,gott1 wohlttige ,stiftungen machten1 ihr ,vermgen den ,armen schenkten1 sich ganz dem ,herrn weihten8 ,er hat mich geliebt und sich dahingegeben4 ,dieser ,gedanke erfate einen ,paulus bis ins ,innerste1 und es hielt ihn nicht1 bis er alles geopfert und alles fr ,christus gewonnen4 ,und diesen ,hochgesang christlichen ,tugendstrebens nehmen die nachfolgenden ,geschlechter auf2 ihn sangen die ,chre ,gottgeweihter in ihrer einsamen ,wste2 ihn die ,heldenschar der ,mrtyrer in der ,arena2 er ward zum ,leitmotiv all' der ,millionen von ,heiligen und ,bekennern der ,kirche4 ,nichts ,kleines ist also das ,motiv des christlichen ,tugendstrebens1 sondern ,gott2 ,gott1 der zrnende1 schreckt vom ,bsen ab2 ,gott1 der beglckende1 lockt zum ,gebotenen an2 ,gott1 der liebende1 zieht die ,seele mit ,gewalt1 alle irdischen ,bande abzustreifen1 ,schwingen zu nehmen gleich dem ,adler und ihm1 dem ,hchsten1 zuzueilen4 ,ein ,beweggrund1 wie er erhabener gar nicht gedacht werden kann6 #b4 ,aber ist das ,ewigkeitsstreben auch gengend begrndet8 ,man spricht vom ,drohen und ,locken mit einem ertrumten ,jenseits4 ,die ,antwort hierauf ist bereits erfolgt3 im ersten ,heft dieser ,serie von ,vortrgen wurde erwiesen1 da es einen berweltlichen1 persnlichen ,gott gibt1 im vierten1 da die ,menschheit nach dem ,tode weiterleben mu4 ,damit ist ,lohn und ,strafe im ,jenseits gegeben4 ,jeder ,gesetzgeber verhngt ,strafen auf die bertretung seiner ,gesetze und er mu es2 denn wie wre es sonst mglich1 seinen ,worten ,nachdruck zu verleihen8 ,die ,macht irdischer ,gesetzgeber reicht nur bis zu ihrem ,tode4 ,gott1 die ewige ,macht1 aber umfat wie die ,sonne am ,himmel die diesseitige und jenseitige ,hemisphre4 ,gott ist in der ,ewigkeit1 der ,mensch lebt weiter in der ,ewigkeit1 darum ist eine ,belohnung oder ,bestrafung im ,jenseits auf jeden ,fall mglich4 ,wer knnte das leugnen8 ,sie ist mehr als mglich1 sie ist gewi4 ,wenn ,gott ,gesetze gibt und der ,mensch sie bertritt1 dann kann und darf ,gott sich das nicht bieten lassen4 ,er mu strafen4 ,aber1 sagt man1 hienieden findet die ,tugend ihren ,lohn1 das ,laster seine ,strafe4 ,nicht leugnen will ich1 da das oft der ,fall ist1 aber immer8 ,wo finden denn die vielen ,blinden1 ,lahmen1 ,kriegsinvaliden1 die vielen gedrckten ,gattinnen1 gemarterten ,kinder1 ihrer ,ehre und ihres ,vermgen grausam ,beraubten hienieden ihren ,lohn8 ,und finden all die ,hochstapler1 ,mdchenhndler1 ,verfhrer1 ,tyrannen hienieden ihre ,strafe8 ,sagt nicht der ,volksmund3 ,die kleinen ,diebe hngt man1 die groen lt man laufen8 ,und vernimmt man nicht oft genug die ,klage1 da den ,gottlosen hienieden alles nach ,wunsch geht1 whrend das redliche ,bemhen der ,guten von stetem ,mierfolg begleitet ist8 ,gewi ist es1 da nur ein ,teil der ,bsen hier seine ,strafe findet1 nur ein ,teil der ,guten hienieden einen ,lohn2 wre es denn gerecht von ,gott1 wenn die andern leer ausgingen8 ,und wre es mit seiner ,heiligkeit vereinbar1 da er das ,gottwidrige berhaupt nicht verfolgte8 ,doch abgesehen von alledem3 man bersieht bei diesem ,einwand ganz und gar1 da ,lohn und ,strafe nicht nur da sind1 die geschehene ,tat zu berichtigen1 sondern vor allem1 auf die noch zu geschehenden ,taten im ,sinne der sittlichen ,ordnung einzuwirken4 ,die ,sanktion des ,gesetzes soll in erster ,linie zur ,beobachtung des ,gesetzes antreiben1 nicht den ,durchbruch des ,gesetzes wieder gut machen4 ,wer immer das ,recht besitzt1 ,befehle und ,gesetze zu erlassen1 mu auch die ,macht haben1 seinen ,willen durchzusetzen4 ,wie knnte ein ,vater seine ,kinderschar1 ein ,lehrer seine ,schule1 ein ,feldherr seine ,truppen1 ein ,knig seine ,untertanen regieren1 wenn jene alle den ,befehlen ungestraft trotzen knnten8 ,wie wird nun der ,nachdruck auf ,befehl und ,gesetz gelegt8 ,doch wohl durch ,hinweis auf ,lohn oder ,strafe4 ,vater und ,lehrer drohen mit der ,rute1 ,feldherr und ,knig mit ,arrest und ,tod6 ,selbstverstndlich1 da auch der ,knig der ,knige1 ,gott1 seine ,kerker wie seine ,kronen zur ,verfgung hat4 ,gottes ,sanktion mu nun einer doppelten ,anforderung gerecht werden1 sie mu einerseits gengende ,motive fr das sittliche ,handeln abgeben und darf dabei doch anderseits die ,freiheit des ,menschen nicht aufheben2 denn mit der ,freiheit wre ja die ,mglichkeit1 sittlich sich zu bettigen1 berhaupt genommen4 ,selbstverstndlich ist es auch1 da nur ewige ,gter und ewige ,strafen als ,sanktion ausreichen2 denn das ,sittengesetz ist unter allen ,umstnden verpflichtend -- nie darfst du die ,unwahrheit sagen1 nie einen ,ehebruch verben4 ,die sittlichen ,imperative sind kategorische ,weisungen4 ,sittengesetze sind absolute ,gesetze4 ,wenn ich aber das ,sittengesetz unter allen ,umstnden zu beobachten habe1 dann kann es vorkommen1 da ich eher alles ,irdische1 mein ,ansehen1 mein ,vermgen1 mein ,leben preisgeben mu1 als nur einer bertretung der ,gebote ,gottes mich schuldig zu machen4 ,wie oft waren und werden nicht ,menschen in diese ,lage versetzt6 ,denken wir an ,thomas ,morus1 an die ,mrtyrer aller ,zeiten1 an die katholischen ,beamten zur ,zeit des ,kulturkampfes6 ,wren nun die auf bertretung des gttlichen ,gesetzes stehenden ,strafen leichter als irdische ,verluste -- dann knnte ja der ,mensch in solchen ,lagen sagen3 ,gut1 dann whle ich lieber das ,leben und verachte das ,gesetz und seine viel geringere ,strafe4 ,es mssen also die auf ,gottes ,gesetz stehenden ,belohnungen oder ,strafen hher sein als alles ,irdische4 ,hher als das ,irdische steht nur das ,jenseitige2 so weist uns die ,logik auf eine jenseitige ,sanktion des ,sittengesetzes hin4 ,die jenseitige ,strafe aber mu eine ewige sein4 ,warum nicht8 ,ungerecht soll es sein1 eine kurz dauernde ,snde ewig zu strafen8 ,aber richtet sich denn die ,dauer der ,strafe nach der ,dauer der ,snde und nicht vielmehr nach ihrer ,bedeutung8 ,nur einen ,augenblick dauert die ,tat des ,anarchisten1 der eine ,bombe in einen kniglichen ,hochzeitszug hineinschleudert1 soll er nur einen ,augenblick bestraft werden8 ,die ,gre des ,frevels ist ausschlaggebend1 nicht die ,dauer4 ,die schwere ,snde ist ein unendlich groer ,frevel4 ,die ,gre einer beleidigenden ,tat richtet sich ja u4 a4 besonders nach dem ,abstand zwischen dem ,beleidiger und dem ,beleidigten4 ,nennt ein ,rekrut einen ,mitrekruten ,lgner1 so wird ihm das bald verziehen2 hlt er dasselbe ,wort seinem ,hauptmann entgegen1 wird er schwerer bestraft2 wrde er seinen obersten ,kriegsherrn mit dem gleichen ,schimpfwort bedenken1 so wrde er des ,majesttsverbrechens angeklagt und noch schwerer zu ben haben4 ,und doch ist die ,tat1 an sich betrachtet1 die gleiche1 der ,abstand entscheidet ber ihre ,bedeutung4 ,der ,abstand zwischen dem gesetzgebenden ,gott und dem gesetzbertretenden ,menschen ist aber unendlich1 darum schliet die ,snde eine unendliche ,bosheit in sich1 die unendliche ,bosheit verlangt eine unendliche ,strafe und1 da diese dem ,ma nach nicht unendlich sein kann1 mu sie der ,dauer nach ohne ,ende sich ausdehnen4 ,unbarmherzig soll die ewige ,strafe sein8 ,aber hat der bertreter des ,gesetzes sie nicht selbst gewollt8 ,er konnte das ,gesetz beobachten1 ,gott hatte ihm gengende ,mittel gegeben1 hatte ihn gemahnt und gewarnt1 hatte ihm alles vorausgesagt1 und wenn er nun dem ,snder die mit offenem ,blick und freiem ,willen heraufbeschworene ,strafe zuteil werden lt1 dann soll das unbarmherzig sein8 ,ein ,knig fordert den ,vasallen zum ,feldzug auf1 sagt ihm3 ,wenn du mir folgst1 ist ein ,frstentum dein1 wenn nicht1 ein ,kerker4 ,wenn nun der ,vasall eigenmchtig das ,frstentum ablehnt1 ist es unbarmherzig vom ,knig1 wenn er es ihm nie zuteil werden lt8 ,in der schweren ,snde verzichtet der ,mensch auf ,gott und seinen ,himmel2 wer will nun ,gott anklagen1 da er ihm beides nicht gibt8 ,gott gab dir zwei ,arme2 wenn du einen freventlich abhaust1 wie willst du ,gott belangen1 da er dir keinen neuen wachsen lt8 ,wer aber ,gott im ,jenseits verloren hat das ,licht verloren1 ,schnheit1 ,glck und ,frieden1 das ist ja einer der wesentlichen ,bestandteile der ewigen ,verbannung4 ,gerade weil ,gott gtig und barmherzig ist1 darum mu er mit einer ewigen ,strafe und dem ,verlust einer ewigen ,belohnung drohen1 ,gott mu die ,menschen vor einander schtzen4 ,durch ,mord1 ,diebstahl1 ,ehebruch1 ,gewalttat werden ,menschen1 zumal die ,guten1 geschdigt4 ,darf ,gott nun solchen ,greueln unttig zuschauen8 ,mten dann nicht alle ,edlen sich empren1 da ,gott sie rcksichtslos den ,launen der ,bsen berliee8 ,sage mir1 bemerkt treffend der hl4 ,chrysostomus wenn jemand alle ,lasterhaften aller ,arten versammelte1 sie mit ,schwertern bewaffnete und dann befhle1 die ganze ,stadt zu durchlaufen und jeden ihnen in die ,hnde ,fallenden niederzumetzeln1 wre das menschlicher8 444 ,wenn aber ein anderer alle jene ,lasterhaften bnde1 einkerkerte1 wre das nicht eine menschenfreundliche ,tat8 ,wende das auf das ,gesetz an 4444 7#af4 ,sul4 ,hom47 ,in der ,tat1 mit seinem ,gesetz und seiner ,drohung fesselte ,gott alle bsen ,leidenschaften mit einem starken ,band2 wer die ,strafe nimmt1 entfesselt alle ,leidenschaften und lt sie wie eine wilde ,meute auf die ,menschheit los4 ,wo bleibt da ,sicherheit1 wo ,ruhe und ,ordnung8 ,wer ferner alles aufbietet1 um der ,menschheit zu ihrem wahren ,glck zu verhelfen1 der handelt gewi gut und edel4 ,tut ,gott das nicht auch mit seiner ,drohung8 ,nicht weniger als das ,himmelreich1 sagt derselbe ,kirchenlehrer1 offenbart die ,androhung der ,hlle seine 7,gottes7 ,gte4 ,und wie8 ,wenn er mit der ,hlle nicht drohte1 444 so wrden nicht viele des ,himmelreiches teilhaftig werden2 denn das ,versprechen von ,gtern ruft nicht so erfolgreich die ,mehrzahl zur ,tugend auf als die ,androhung von beln 7#g4 ,sul4 ,hom4 #b74 ,nur zu wahr4 ,beides3 ,versprechen des ,himmels und ,drohung mit der ,hlle fhrt zu ,gott4 ,gott ist aber das einzige ,glck des ,menschen2 ist nun die ,drohung mit der ,hlle nicht ein ,ausflu der ,barmherzigkeit des ,herrn8 ,aber fr den beltter selbst ist die ,strafe zu gro4 ,gott knnte ihn ja vernichten4 ,ja1 er knnte es1 wenn er nur allmchtig1 nicht auch allweise und allheilig wre4 ,das ,eine ist doch gewi1 ,gott mu auf ,anerkennung seiner ,autoritt bestehen4 ,ein ,gott1 der sich alles gefallen liee1 wrde uns nicht gefallen4 ,wenn nun der ,mensch der ,vernichtung anheimfiele1 wrde er sich dann um ,gott berhaupt kmmern1 dann1 wenn heftige ,leidenschaft ihn drngt8 ,er wrde hintreten knnen und sagen3 ,gott gebiete nur1 drohe nur1 ich entgehe ,dir doch4 ,der ,gedanke an das ,nichts wrde nicht von der ,snde abschrecken1 sondern sie eher befrworten4 ,gott mu aber darauf bestehen1 da der ,mensch sich ihm unterwirft1 ihn anerkennt2 erkennt er die ,gte nicht an1 dann mu die ,gerechtigkeit ihn dazu zwingen -- aber nur eine ewige ,strafe ist dazu imstande1 dann1 wie gesagt1 wrde der ,snder mit dem ich entgehe ,gott schlielich doch sich in seinem gesetzwidrigen ,verhalten bestrken4 ,aber ,hoffnung auf den ,himmel und ,furcht vor der ,hlle schrecken auch nicht immer von der ,snde ab4 ,abschrecken tun sie stets1 ganz die ,snde hindern nicht1 mit seinem freien ,willen kann sich der ,mensch ber alles hinwegsetzen2 es handelt sich aber hier nicht um die ,frage1 ob die ewige ,sanktion tatschlich jede ,snde unmglich macht1 sondern ob sie -- vorausgesetzt1 da die ,freiheit des ,willens gewahrt bleibt -- fhig ist1 von der ,snde abzuhalten4 ,sie ist es4 ,und nur sie1 die ,freidenker1 betrachten allerdings ,bildung1 ,kenntnisse1 gutes ,beispiel und materielles ,wohlergehen fr bessere ,erziehungsmittel4 ,wir wollen nicht leugnen1 da manche von diesen ,faktoren auch ,einflu auf das sittliche ,verhalten haben knnen1 leugnen mssen wir1 da sie aus sich gengend sind1 es unter allen ,umstnden zu sichern4 ,reichen denn ,bildung und ,kenntnisse aus8 ,dann mten ja die obersten ,kreise gerade die reinsten1 demtigsten1 treuesten1 wahrhaftigsten sein4 ,ist das der ,fall8 ,man denke an unsere letzten ,prozesse -- an das alte ,rom6 ,und materielles ,wohlergehen soll ein ,antrieb zur ,beobachtung des ,sittengesetzes sein8 ,aber liegen diese beiden denn nicht oft genug mit einander im ,streit8 ,wenn materielles ,wohlergehen eine gengende ,sanktion der ,ethik wre1 dann mten ,brsenbarone und ,erpresser ja zugleich die grten ,heiligen sein4 ,wer wei nicht1 da trotz aller ,kenntnisse1 ,erfolge und ,bildung der ,mensch im ,ansturm der ,leidenschaften einer festeren ,sicherung bedarf8 ,erhhte ,kenntnisse ohne erhhte innere ,festigkeit sind1 um einen ,ausdruck ,frsters zu gebrauchen1 eine besser gearbeitete ,laterne in der ,hand des ,diebes4 ,und da nicht erhhte ,kultur eine erhhte ,sittlichkeit bedingt1 besagt die ,geschichte der alten wie heutigen ,vlker zur ,genge4 7,vergleiche den ,vortrag ,,ii74 ,die heutige ,bildung sanktioniert die ethischen ,gesetze nicht1 sondern bildet sie nach ,belieben um4 ,die ,moral ist ja nach ,paul ,heyse nichts weiter als die ,quintessenz dessen1 was in einem ,zeitalter fr anstndig gehalten wird4 ,heldennaturen springen ber die ,schranken hinweg4 7,briefe an ,frau ,tout le ,monde #aaa47 ,unsere ,zeit besitzt ja ,kulturgter1 ,mammon1 ,kunst1 ,bildung1 ,ehrengerichte in ,menge -- ist sie darum moralisch hochstehend8 ,was sagen die #ahjjjj ,kinder1 die in ,deutschland allein jhrlich1 mit dem ,brandmal der ,snde bezeichnet1 das ,dasein betreten8 ,was die in die ,hunderttausende1 vielleicht #a ,millionen zhlenden ,dienerinnen der ,unzucht1 was die jhrlich in ,deutschland verurteilten #eejjj jugendlichen ,verbrecher1 was die #aifjjj ,geschlechtskranken1 die im ,jahre #aijj in den ffentlichen ,krankenhusern ,deutschlands gepflegt wurden1 von den #cj--dj geschlechtskranken ,soldaten und #cc--fi ,studenten gar nicht zu reden8 ,was soll ich sagen von den erschreckend um sich greifenden ,perversitten1 dem weien ,sklavenhandel1 der ,engelmacherei1 dem ,rckgang der ,geburten8 ,was von den ,schnheitsabenden1 den obsznen ,tnzen8 ,ist doch die ,klage allgemein3 ,so kann es nicht weiter gehen6 ,woher nun der ,jammer8 ,die ,bildung1 weltliche ,kultur1 nahm doch zu6 ,ja1 aber die ,religion mit ihren ,ewigkeitsgedanken nahm ab1 die ,welt verga das ,schriftwerk3 ,denk1 o ,mensch1 an deine letzten ,dinge1 und du wirst in ,ewigkeit nicht sndigen6 ,nicht alle hat die ,religion vom ,bsen abgeschreckt2 aber wer wollte es leugnen1 da sie allein es war1 die auf die ,massen aller ,zeiten den sittigendsten ,einflu ausbte8 ,die ,furcht vor den ,gttern oder ,gott war es1 die in allen ,gesetzbchern anklingt und dem ,leben ,halt bot4 ,habe ich keinen ,himmel zu hoffen1 keinen ,gott zu frchten1 auf kein ,weiterleben nach dem ,tode zu rechnen1 was soll mich dann abhalten1 mich hienieden ganz auszuleben und durchzusetzen8 ,man gibt vor1 der ,menschheit einen ,dienst erweisen zu wollen1 indem man sie von der ,angst vor der ,hlle befreit4 ,ja1 man lt alle ,leidenschaften von der ,kette los und hetzt sie auf die ,menschheit1 man richtet wieder ein ,henkermahl an1 wie zur ,zeit der franzsischen ,revolution2 ist das eine ,wohltat8 ,man lscht das ,licht aus1 das die unheimlichste ,klippe aufdeckt1 man verschliet dem ,menschen den ,weg zum wahren ,glck1 ist das eine ,wohltat8 ,man reit die ,warnungstafel am ,abgrund1 die ,barrieren an der ,bahn nieder1 den ,totenkopf an der ,giftflasche herunter -- um dem ,menschen die ,furcht zu nehmen2 ist das wirklich weise und edel gehandelt8 ,wenn es eine ,hlle gibt1 da sollte es menschenfreundlich sein1 diesen ,abgrund zu verdecken und alle auf den ,weg zu locken1 dessen ,abschlu ,verderben ist8 ,dann war auch die ,tat des ,rattenfngers von ,hameln der menschenfreundlichsten eine4 ,nein1 das ist grausam4 ,menschenfreundlich ist es von der christlichen ,ethik1 wenn sie sich den im ,sinnesrausch dahin ,tollenden mit der roten ,signallampe entgegenstellt und ein unerbittliches ,halt1 nicht weiter6 zuruft4 ,wer verurteilt nicht den grausamen ,nero1 der seiner eigenen ,mutter eine herrliche ,barke baute1 sie eines ,abends auf das ,schiff lockte und auf hoher ,see eine verborgene ,falltr ffnete1 so da die ,mutter in den ,wogen versank8 ,handelt die ,diesseitsethik nicht grausamer8 ,sie stattet der ,menschheit ein bequemes1 sehr bequemes ,schiff zur ,fahrt des ,lebens aus1 sie musiziert und tanzt -- aber das ,schiff birgt eine unheimliche ,gefahr in sich3 die ,falltr1 und sie heit ,tod -- und das ,ende -- ,ewigkeit4 ,ist es nicht grausam1 darber hinwegzutuschen8 ,wohl mag die ,moderne die ,ewigkeitsgedanken als lstig abweisen1 die ,ewigkeit selbst bleibt4 ,auch sie mag sich das ,wort gesagt sein lassen1 das einer der ,makkabischen ,mrtyrer zum gottvergessenen ,antiochus sprach3 ,du1 ,ruchloser1 rhmst dich umsonst deiner ,bosheit und deines bermutes1 denn noch nicht bist du entflohen dem ,gerichte des allmchtigen und allwissenden ,gottes4 ,ja1 vielem mag die ,moderne entfliehen1 sie mag entfliehen der ,kirche1 mag entfliehen dem weltlichen ,gerichte1 mag entfliehen den ,vorwrfen des eigenen ,gewissens1 einem ist sie noch nicht entflohen3 dem ,gerichte des allmchtigen und allwissenden ,gottes1 und dem entgeht sie nicht4 ,furchtbar aber ist es1 in die ,hnde des lebendigen ,gottes zu fallen4 ,so fhrt die ,sanktion der ,ethik wiederum auf ,gott zurck1 ,gott ist der ,ursprung der ,ethik4 ,gott die ,norm1 ,gott der letzte ,halt4 ,moral ohne ,gott ist ein ,leib ohne ,seele4 ,eine ,spinne1 so erzhlt der ,dichter ,jrgensen1 lie sich an einem ,faden herunter von einem ,ast2 nun eilte sie hin und her und spann ihr kunstvolles ,netz4 ,lange lebte sie gesichert in ihrer ,behausung2 da stie sie auf ihren kleinen ,rundreisen eines ,tages wieder auf den ersten ,faden4 ,sie hatte seine ,bedeutung vergessen und -- bi ihn ab -- und ihr ganzes ,haus strzte zusammen4 ,von ,gott kam die ,menschheit1 und um den ,gottesgedanken baute sie ihr geistiges und ethisches ,gebude -- sie zerstrt den ersten ,faden1 und mit ihm sinkt ihr ganzes ,haus in ,trmmer4 ,der ,ethik letztes ,wort lautet3 ,ich bin der ,herr1 dein ,gott1 du sollst keine fremden ,gtter neben mir haben4 ,illustration ,schlusswort4 ,in ,babylon war es4 ,hell strahlten die ,lichter des ,knigspalastes ins ,dunkel hinaus4 ,im ,innern sah man den ,herrscher ,belisar an festlich geschmckter ,tafel1 um ihn in goldstrotzender ,uniform die ,groen des ,reiches1 die ,knigin mit ihrem ,hofstaat in rauschenden ,gewndern4 ,man a und trank1 spielte und tanzte4 ,und als der ,wein das ,blut in ,wallung gebracht1 da erreichte der ,frevel seinen ,hhepunkt4 ,belisar lie sich die aus dem ,heiligtum in ,sion geraubten hl4 ,gefe bringen1 lie sie mit perlendem ,wein fllen und reichte sie seinen ,gsten4 ,und sie tranken alle daraus und jeder pries seinen ,gtzen4 ,da erschien eine geheimnisvolle ,hand und schrieb an die ,wand3 ,mane1 ,thekel1 ,phares4 ,man erblate1 die ,kniee schlotterten4 ,ein ,signal ertnt1 ,rufe werden laut1 ,krieger strzen mit gezcktem ,schwert in den ,saal1 morden ,knig und ,knigin1 ,feldherren und ,hofdamen und1 wo vor einigen ,minuten noch ,gotteslsterung und ,weltlust ihr frivoles ,spiel trieben -- da sah man jetzt ,blut1 ,leichen -- ,tod4 ,ein ,babel ist unsere ,zeit2 ein festliches ,bankett hat sie bereitet4 ,nicht genug der ,sndenlust und des ,frevels frherer ,zeiten1 benutzt sie heute noch die religisen berlieferungen zu ihrem gottlosen ,spiel4 ,jeder preist seine ,gtter und hhnt den ,hchsten4 ,zahllos sind die ,idole des ,jahrhunderts4 -- ,mag sie hhnen1 kommen wird auch fr sie die schreibende ,hand1 die unter ,sternensturz und ,himmelsdonnern in ,flammenschrift an den ,horizont die ,worte setzt3 ,mane1 ,thekel1 ,phares4 ,kommen wird ,christus auf den ,wolken1 und die falschen ,gtter werden strzen4 ,dann1 hat er zu den ,guten gesagt1 erhebet euer ,haupt1 dann naht eure ,erlsung4 ,wir lassen es uns gesagt sein4 ,mag die ,moderne sich den ,idolen zuwenden1 uns gilt als ,leitstern das ,wort3 ,frchte ,gott und halte seine ,gebote1 das ist der ganze ,mensch4 ,illustration ,buchdruckerei ,paul ,scheiner1 ,wrzburg4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription ,offensichtliche ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,die ,darstellung der ,ellipsen wurde vereinheitlicht4 ,die ,antiqua-,auszeichnungen der ,titelseite und ,kapitelberschriften wurde entfernt4 ,korrekturen3 ,s4 #ah3 ,tadelswertes ,tadelnswertes durchaus nichts ,tadelnswertes gefunden