,,paul ,,gauguin1 ,,noa ,,noa ,,mit ,,acht ,,abbildungen ,,paul ,,gauguin ,,noa ,,noa ,,verlag ,,von ,,bruno ,,cassirer ,,berlin ,,deutsch ,,von ,,luise ,,wolf #i4-ab4 ,,tausend ,dites1 qu'avez-vous vu8 ,charles ,baudelaire4 ,nach dreiundsechzigtgiger berfahrt1 dreiundsechzig ,tagen fieberhafter ,erwartung1 bemerkten wir am #h4 ,juni in der ,nacht seltsame ,feuer1 die sich im ,zickzack auf dem ,meere bewegten4 ,von dem dunkeln ,himmel lste sich ein schwarzer ,kegel mit zackigen ,einschnitten4 ,wir umschifften ,morea und hatten ,tahiti vor uns4 ,einige ,stunden spter begann der ,tag zu grauen1 wir nherten uns langsam den ,klippen1 liefen in das ,fahrwasser ein und landeten ohne ,unfall an der ,rhede4 ,der erste ,anblick dieses ,teils der ,insel bietet nichts ,auergewhnliches1 nichts1 das sich z4 ,b4 mit der herrlichen ,bucht von ,rio de ,janeiro vergleichen liee4 ,es ist der ,gipfel eines zur ,zeit der ,sintflut berschwemmten ,berges4 ,nur die uerste ,spitze ragte aus der ,flut hervor3 eine ,familie flchtete sich dahin und grndete ein neues ,geschlecht -- dann kletterten die ,korallen daran empor1 setzten sich rings um die ,bergspitze fest und bildeten im ,laufe der ,jahrhunderte neues ,land4 ,es dehnt sich immer noch aus1 bewahrt aber den ursprnglichen ,charakter der ,einsamkeit und ,abgeschiedenheit1 die das ,meer in seiner ,unendlichkeit noch erhht4 ,um zehn ,uhr morgens stellte ich mich bei dem ,gouverneur1 dem ,neger ,lacascade1 vor1 der mich wie eine ,persnlichkeit von ,ansehen empfing4 ,ich verdankte diese ,ehre meiner ,mission1 mit der die franzsische ,regierung mich -- ich wei nicht warum -- betraut hatte4 ,allerdings war es eine knstlerische ,mission1 aber in den ,augen des ,negers war dies ,wort nur das offizielle ,synonym fr ,spionage1 und ich bemhte mich vergebens1 ihn davon abzubringen4 ,jedermann in seiner ,umgebung teilte seine irrige ,ansicht1 und als ich sagte1 da meine ,mission unbezahlt sei1 wollte mir dies niemand glauben4 99 99 99 99 99 ,das ,leben zu ,papeete wurde mir bald zur ,last4 ,das war ja ,europa -- das ,europa1 von dem ich mich zu befreien geglaubt hatte6 -- und dazu noch unter den erschwerenden ,umstnden des kolonialen ,snobismus und der bis zur ,karikatur grotesken ,nachahmung unserer ,sitten1 ,moden1 ,laster und ,kulturlcherlichkeiten4 ,sollte ich einen so weiten ,weg gemacht haben1 um das zu finden1 gerade das1 dem ich entflohen war6 ,aber ein ffentliches ,ereignis interessierte mich doch4 ,der ,knig ,pomare war zu dieser ,zeit tdlich erkrankt1 und die ,katastrophe wurde tglich erwartet4 ,die ,stadt hatte allmhlich ein sonderbares ,aussehen angenommen4 ,alle ,europer1 ,kaufleute1 ,beamte1 ,offiziere und ,soldaten lachten und sangen wie sonst auf den ,straen1 whrend die ,eingeborenen sich mit ernsten ,mienen und gedmpfter ,stimme vor dem ,palast unterhielten4 ,an der ,rhede auf dem blauen ,meer mit seiner in der ,sonne oft jh aufblitzenden1 silberfunkelnden ,klippenreihe herrschte eine ungewhnliche ,bewegung orangefarbener ,segel4 ,es waren die ,bewohner der benachbarten ,inseln1 die herbeieilten1 den letzten ,augenblicken ihres ,knigs -- ,frankreichs definitiver ,besitznahme ihres ,landes beizuwohnen4 ,durch ,zeichen von oben hatten sie ,kunde davon erhalten3 denn jedesmal1 wenn ein ,knig im ,sterben liegt1 bedecken die ,berge sich an bestimmten ,stellen bei ,sonnenuntergang mit dunkeln ,flecken4 ,der ,knig starb und ward in groer ,admiralsuniform ffentlich in seinem ,palast ausgestellt4 ,dort sah ich die ,knigin ,mara -- dies war ihr ,name --1 die den kniglichen ,saal mit ,blumen und ,stoffen schmckte4 -- ,als der ,leiter der ffentlichen ,arbeiten mich wegen der knstlerischen ,ausstattung des ,leichenbegngnisses um ,rat fragte1 wies ich ihn an die ,knigin1 die mit dem schnen ,instinkt ihrer ,rasse berall ,anmut um sich verbreitete und alles1 was sie berhrte1 zu einem ,kunstwerk gestaltete4 ,bei dieser ersten ,begegnung verstand ich sie jedoch nur unvollkommen4 ,menschen und ,dinge1 die so verschieden von denen waren1 wie ich sie gewnscht1 hatten mich enttuscht1 ich war angewidert von dieser ganzen europischen ,trivialitt und zu kurze ,zeit im ,lande1 um erkennen zu knnen1 wieviel sich in dieser eroberten ,rasse unter der knstlichen1 verderblichen ,tnche unserer ,einfhrungen noch von ,nationalitt1 ,ursprnglichkeit und primitiver ,schnheit erhalten hatte1 ich war in mancher ,beziehung noch blind4 ,ich sah auch in dieser bereits etwas reifen ,knigin nichts als eine gewhnliche dicke ,frau mit ,spuren von edler ,schnheit4 ,als ich sie spter wiedersah1 nderte ich mein erstes ,urteil1 ich unterlag dem ,reize ihres maorischen ,zaubers4 ,trotz aller ,mischung war der tahitische ,typus bei ihr sehr rein4 ,und dann gab die ,erinnerung an ihren ,vorfahren1 den groen ,huptling ,tati1 ihr wie ihrem ,bruder und der ganzen ,familie ein ,ansehen von wahrhaft imposanter ,gre4 ,sie hatte die majesttische1 prachtvolle ,gestalt der ,rasse dort1 gro und doch anmutig1 die ,arme wie die ,sulen eines ,tempels einfach und fest1 und der ganze ,krperbau1 diese gerade horizontale ,schulterlinie1 die oben spitz auslaufende ,hhe erinnerte mich unwillkrlich an das heilige ,dreieck1 das ,symbol der ,dreieinigkeit4 -- ,in ihren ,augen blitzte es zuweilen wie von vage auftauchender ,leidenschaft1 die sich jh entzndet und alles ringsum entflammt1 -- und so vielleicht sind die ,inseln selber einst aus dem ,ozean aufgetaucht und die ,pflanzen darauf beim ersten ,sonnenstrahl erblht4 ,alle ,tahitaner kleideten sich in ,schwarz und sangen zwei ,tage lang ,trauerweisen und ,totenklagen4 ,mir war1 als hrte ich die ,sonate ,pathtique4 ,dann kam der ,tag der ,bestattung4 ,um zehn ,uhr morgens verlie der ,zug den ,palast4 ,truppe und ,behrden in weiem ,helm und schwarzem ,frack1 die ,eingeborenen in ihrer dstern ,tracht4 ,alle ,distrikte marschierten in der ,reihenfolge1 und der ,anfhrer eines jeden trug die franzsische ,fahne4 ,bei ,aru wurde haltgemacht4 ,dort erhebt sich ein unbeschreibliches ,monument1 ein unfrmlicher ,haufen mit ,zement verbundener ,steine1 der zu der ,umgebung und der ,atmosphre in peinlichem ,kontrast steht4 ,lacascade hielt eine ,rede nach bekanntem ,muster1 die ein ,dolmetscher fr die anwesenden ,franzosen bersetzte4 ,dann folgte eine ,predigt des protestantischen ,pastors1 auf die ,tati1 der ,bruder der ,knigin1 ein paar ,worte erwiderte -- das war alles4 ,man brach auf1 und die ,beamten drngten sich in den ,wagen zusammen1 es erinnerte etwas an die ,rckkehr von einem ,rennen4 ,unterwegs1 wo die ,gleichgltigkeit der ,franzosen den ,ton angab1 fand dieses seit mehreren ,tagen so ernste ,volk seine ,frhlichkeit wieder4 ,die ,vahinas nahmen wieder den ,arm ihrer ,tans1 sprachen lebhaft und wiegten sich in den ,hften1 whrend ihre krftigen nackten ,fe den ,staub des ,weges aufwhlten4 ,in der ,nhe des ,flusses ,fata zerstreute sich alles4 ,zwischen den ,steinen versteckt1 kauerten hier und dort ,frauen mit bis zum ,grtel aufgenommenen ,rcken im ,wasser1 um ihre ,hften und die vom ,marsch und von der ,hitze ermdeten ,beine zu erfrischen4 ,so gereinigt machten sie sich1 stolz den ,busen tragend1 ber dem der dnne ,musselin sich straffte1 mit der ,grazie und ,elastizitt junger gesunder ,tiere wieder auf den ,weg nach ,papeete4 ,ein gemischtes1 halb animalisches1 halb pflanzliches ,parfm strmte von ihnen aus1 das ,parfm ihres ,blutes und der ,gardenien -- ,tiar --1 die alle in den ,haaren trugen4 -- ,tin merahi noa noa 7jetzt sehr wohlriechend71 sagten sie4 99 99 99 99 99 444 ,die ,prinzessin trat in meine ,kammer1 wo ich leidend1 nur mit einem ,paro#a bekleidet1 auf dem ,bett lag4 ,wahrlich keine ,art1 eine ,frau von ,rang zu empfangen4 ,ja orana 7ich gre dich71 ,gauguin1 sagte sie4 ,du bist krank1 ich komme1 um nach dir zu sehen4 -- ,und du heiest8 -- ,vata4 ,vata war eine wirkliche ,prinzessin1 wenn es solche berhaupt noch gibt1 seitdem die ,europer alles auf ihr ,niveau herabgedrckt haben4 ,freilich war sie als einfache ,sterbliche mit nackten ,fen1 eine duftende ,blume hinterm ,ohr1 in schwarzem ,kleide gekommen4 ,sie ging in ,trauer um den ,knig ,pomare1 dessen ,nichte sie war4 ,ihr ,vater1 ,tamatoa1 hatte trotz der unvermeidlichen ,berhrung mit ,offizieren und ,beamten1 trotz der ,empfnge bei dem ,admiral1 niemals etwas anders sein wollen als ein kniglicher ,maorie1 ein gigantischer ,raufbold in ,momenten des ,zornes1 und bei abendlichen ,orgien ein berhmter ,zecher4 ,er war gestorben4 ,vata1 behauptete man1 gliche ihm sehr4 ,ein skeptisches ,lcheln auf den ,lippen1 betrachtete ich diese gefallene ,prinzessin mit der ,dreistigkeit des eben auf der ,insel gelandeten ,europers4 ,aber ich wollte hflich sein4 -- ,es ist sehr freundlich von dir1 da du gekommen bist1 ,vata4 ,wollen wir zusammen einen ,absinth trinken8 ,und mit dem ,finger weise ich in eine ,ecke der ,kammer auf eine ,flasche1 die ich soeben gekauft hatte4 ,ohne ,unmut noch ,freude zu zeigen1 geht sie einfach hin und bckt sich1 um die ,flasche zu nehmen4 ,bei dieser ,bewegung spannte ihr leichtes1 durchsichtiges ,kleid sich ber den ,lenden1 -- es waren ,lenden1 eine ,welt zu tragen6 ,o1 sicherlich war es eine ,prinzessin6 ,ihre ,vorfahren8 ,stolze1 tapfere ,riesen4 ,fest sa ihr stolzer1 wilder ,kopf auf den breiten ,schultern4 ,zuerst sah ich nur ihre ,menschenfresserkiefer1 ihre zum ,zerreien bereiten ,zhne1 den lauernden ,blick eines grausamen1 listigen ,tieres und fand sie trotz einer schnen edlen ,stirn sehr hlich4 ,wenn ihr nur nicht einfiele1 sich auf mein ,bett zu setzen6 ,ein so schwaches ,gestell knnte uns beide ja nicht tragen 444 ,aber gerade das tut sie4 ,das ,bett krachte1 hielt es jedoch aus4 ,beim ,trinken wechseln wir einige ,worte4 ,die ,unterhaltung will aber nicht lebhaft werden4 ,sie ermattet schlielich1 und es herrscht ,schweigen4 ,ich beobachte die ,prinzessin insgeheim1 sie sieht mich aus einem ,augenwinkel verstohlen an1 die ,zeit geht hin1 und die ,flasche leert sich4 ,vata trinkt tapfer4 ,sie dreht sich eine tahitische ,zigarette und streckt sich auf dem ,bett aus1 um zu rauchen4 ,ihre ,fe streichen ganz mechanisch fortwhrend ber das ,holz unten am ,fuende1 ihre ,zge besnftigen sich1 werden sichtlich weich1 ihre ,augen glnzen -- und ein regelmiges ,pfeifen entschlpft ihren ,lippen -- mir war1 als hrte ich das ,schnurren einer ,katze1 die auf blutige ,gensse sinnt4 ,da ich vernderlich bin1 fand ich sie jetzt sehr schn1 und als sie mit bewegter ,stimme sagte3 ,du gefllst mir1 berkam mich eine groe ,unruhe4 ,die ,prinzessin war entschieden kstlich 444 ,ohne ,zweifel1 um mir zu gefallen1 begann sie eine ,fabel von ,la ,fontaine1 die ,grille und die ,ameise zu erzhlen -- eine ,erinnerung aus der ,zeit ihrer ,kindheit bei den ,schwestern1 die sie unterrichtet hatten4 ,die ganze ,zigarette war in ,brand4 -- ,weit du1 ,gauguin1 sagte die ,prinzessin1 und erhob sich1 ich liebe deinen ,la ,fontaine nicht4 -- ,wie8 ,unsern guten ,la ,fontaine8 -- ,vielleicht ist er gut1 aber seine ,moral ist hlich4 ,ameisen 444 7ihr ,mund drckte ,abscheu aus74 ,ja1 ,grillen1 die1 ah6 ,singen1 singen1 immer singen6 ,und stolz1 ohne mich anzusehen1 mit leuchtenden1 ins ,weite blickenden ,augen fgte sie hinzu3 -- ,wie herrlich war unser ,reich1 als noch nichts verkauft wurde6 ,das ganze ,jahr hindurch wurde gesungen 444 ,singen1 immer6 ,immer geben6 444 ,und sie ging4 ,ich legte mich wieder auf mein ,kissen zurck1 und lange klangen die ,worte3 ,ja orana1 ,gauguin1 schmeichelnd in mir nach4 ,diese ,episode1 die mir mit dem ,tode des ,knigs ,pomare in ,erinnerung geblieben ist1 hat tiefere ,spuren in meinem ,gedchtnis hinterlassen als das ,ereignis und die offizielle ,feier4 ,die ,bewohner von ,papeete selber1 sowohl ,eingeborene wie ,weie1 vergaen den ,verblichenen schnell4 ,die von den ,nachbarinseln gekommen waren1 um dem kniglichen ,leichenbegngnis beizuwohnen1 fuhren wieder fort1 noch einmal kreuzten ,tausende von orangefarbenen ,segeln das blaue ,meer1 und alles nahm wieder seinen gewohnten ,gang4 ,es gab nur einen ,knig weniger4 ,mit ihm verschwanden die letzten ,spuren alter ,traditionen4 ,mit ihm schlo die ,geschichte der ,maorie ab4 ,sie war zu ,ende4 ,die ,zivilisation -- ,soldaten1 ,handel und ,beamtentum -- triumphierte1 leider6 ,eine tiefe ,traurigkeit bemchtigte sich meiner4 ,der ,traum1 welcher mich nach ,tahiti gefhrt1 wurde durch die ,tatsachen grausam verscheucht4 ,ich liebte das ,tahiti von eh1 das jetzige flte mir ,grauen ein4 ,doch als ich die noch erhaltene physische ,schnheit der ,rasse sah1 konnte ich nicht daran glauben1 da sie nichts von ihrer antiken ,gre1 von ihren persnlichen und natrlichen ,sitten1 von ihrem ,glauben und ihren ,legenden bewahrt haben sollte4 ,aber wie die ,spuren dieser ,vergangenheit1 wenn sie solche hinterlassen hat1 allein entdecken8 wie sie ohne ,fhrung erkennen8 ,wie das ,feuer wieder entznden1 von dem selbst die ,asche zerstreut ist8 ,so niedergeschlagen ich auch sein mag1 pflege ich mein ,vorhaben doch niemals aufzugeben1 ohne alles1 selbst das ,unmgliche versucht zu haben1 um zum ,ziele zu gelangen4 ,mein ,entschlu war bald gefat4 ,ich beschlo1 ,papeete zu verlassen1 mich von dem europischen ,mittelpunkt zu entfernen4 ,ich fhlte1 da1 wenn ich das ,leben der ,eingeborenen im ,busch vllig mit ihnen teilte1 ich allmhlich das ,vertrauen der ,maorie gewinnen und -- sie kennenlernen wrde4 ,und eines ,morgens machte ich mich in meinem ,wagen auf1 den ein ,offizier mir liebenswrdig zur ,verfgung gestellt hatte1 um meine ,htte zu suchen4 ,meine ,vahina namens ,titi begleitete mich4 ,halb englischer1 halb tahitischer ,abstammung sprach sie etwas ,franzsisch4 ,fr diese ,fahrt hatte sie ihr schnstes ,kleid angelegt1 die ,tiar hinterm ,ohr1 ihren oben mit ,band1 unten mit ,strohblumen und einer ,garnitur orangefarbener ,muscheln geputzten ,basthut aufgesetzt und das lange schwarze ,haar aufgelst ber die ,schultern hngen4 ,sie war stolz1 in einem ,wagen zu fahren1 stolz1 so elegant und die ,vahina eines ,mannes zu sein1 den sie fr einflureich und vermgend hielt1 und war wirklich hbsch in ihrem ,stolz1 der nichts ,lcherliches hatte1 so sehr pat die majesttische ,miene zu dieser ,rasse1 die im ,andenken an die weit zurckreichende ,geschichte ihrer ,herrschaft und eine unbestimmte ,reihe groer ,huptlinge diesen herrlichen ,stolz bewahrt4 -- ,ich wute zwar1 da ihre sehr berechnete ,liebe in den ,augen der ,pariser nicht schwerer gewogen htte als die feile ,geflligkeit einer ,dirne4 ,aber die ,liebesglut einer maorischen ,kurtisane ist etwas ganz anderes als die ,passivitt einer ,pariser ,kokotte -- ganz etwas anderes6 ,es ist ein ,feuer in ihrem ,blute1 das ,liebe1 seine eigentliche ,nahrung1 erweckt1 das ,liebe atmet4 ,diese ,augen und dieser ,mund knnen nicht lgen1 ob uneigenntzig oder nicht1 es spricht immer ,liebe aus ihnen4 ,der ,weg durch die reiche und einfrmige ,landschaft war bald zurckgelegt4 ,zur ,rechten immer das ,meer1 die ,korallenriffe und ,wasserflle1 die zuweilen wie ,dampf zerstoben1 wenn die ,wellen in zu ungestme ,berhrung mit den ,felsen kamen4 ,zur ,linken den ,busch mit der ,aussicht auf groe ,wlder4 ,mittags hatten wir unsere fnfundvierzig ,kilometer hinter uns und erreichten den ,distrikt von ,mataia4 ,ich sah mich um und fand schlielich eine leidlich hbsche ,htte1 die der ,eigentmer mir zur ,miete berlie4 ,er baute sich daneben eine neue1 die er bewohnen wollte4 ,am ,abend des nchsten ,tages1 als wir nach ,papeete zurckkehrten1 fragte mich ,titi1 ob ich sie nicht mit mir nehmen wolle4 -- ,spter1 in einigen ,tagen1 wenn ich eingerichtet sein werde1 sagte ich4 ,titi hatte in ,papeete einen furchtbaren ,ruf1 nachdem sie mehrere ,liebhaber unter die ,erde gebracht4 ,aber nicht das machte mich ihr abwendig4 ,sie hatte als halbe ,weie1 und trotz ,spuren tiefer1 origineller und echt maorischer ,eigentmlichkeiten durch zahlreiche ,beziehungen viel von ihren ,rassemerkmalen eingebt4 ,ich fhlte1 da sie mich nichts von dem lehren konnte1 was ich wissen wollte1 und mir nichts von dem erlesenen ,glck gewhren1 das ich begehrte4 ,auerdem sagte ich mir1 da ich auf dem ,lande finden wrde1 was ich suchte und nur zu whlen brauchte4 99 99 99 99 99 ,von einer ,seite das ,meer1 an der anderen das ,gebirge1 zerklftetes ,gebirge1 ein enormer ,spalt1 den ein an dem ,felsen lehnender1 hoher ,mangobaum verdeckt4 ,zwischen ,berg und ,meer steht meine ,htte vom ,holze des ,bourao4 ,daneben eine zweite1 die ich nicht bewohne1 die far amu 7,speisehtte74 ,morgen4 ,auf dem ,meere nahe am ,strande sehe ich eine ,piroge#b und darin eine halbnackte ,frau4 ,am ,strande einen ,mann1 ebenfalls unbekleidet4 ,ein kranker ,kokosnubaum mit verschrumpften ,blttern gleicht einem ungeheuren ,papagei1 der seinen vergoldeten ,schwanz herabhngen lt und eine volle ,traube in den ,krallen hlt4 ,mit harmonischer ,gebrde hebt der ,mann mit beiden ,hnden ein schweres ,beil1 das oben auf dem silbrigen ,himmel eine blaue ,spur1 unten einen rosigen ,einschnitt auf dem abgestorbenen ,stamme hinterlt1 wo die von ,tag zu ,tag aufgesparte ,glut von ,jahrhunderten in den ,flammen eines ,augenblicks wieder aufleben wird4 ,lange schlangenartige ,bltter von einem metallischen ,gelb auf dem purpurnen ,boden gemahnten mich an die ,zge einer geheimen1 religisen1 alten ,schrift4 ,deutlich bildeten sie das heilige ,wort australischen ,ursprungs ,,atua -- ,gott -- den ,tata oder ,takata oder ,tathagata1 der in ganz ,indien berall herrschte4 ,und wie eines mystischen ,zuspruchs in meiner schnen ,einsamkeit und meiner schnen ,armut erinnerte ich mich wieder der ,worte des ,weisen3 ,in den ,augen des ,tathagata ist die herrlichste ,pracht von ,knigen und seinen ,ministern nichts als ,auswurf und ,staub4 ,in seinen ,augen ist ,reinheit und ,unreinheit wie der ,tanz der sechs ,nagas4 ,in seinen ,augen ist das ,suchen nach dem ,anblick des ,buddha gleich den ,blumen4 ,in der ,piroge ordnete die ,frau einige ,netze4 ,die blaue ,linie des ,meeres wurde hufig von dem ,grn der ,wogenkmme unterbrochen1 die an den ,korallenriffen brandeten4 ,abend4 ,ich war an den ,strand gegangen1 um eine ,zigarette zu rauchen4 ,die rasch bis zum ,horizont gesunkene ,sonne versteckte sich schon zur ,hlfte hinter der ,insel ,morea1 die mir zur ,rechten lag4 ,in dem ,zwielicht standen die ,berge1 deren ,vorsprnge alten1 mit ,zinnen gekrnten ,schlssern glichen1 in festen schwarzen ,silhouetten auf der violetten ,glut des ,himmels4 ,kein ,wunder1 da mich vor diesen natrlichen ,bauwerken ,herrscher-,visionen verfolgen6 ,der ,gipfel dort unten hat die ,gestalt eines riesigen ,helmes4 ,die ,wogen ringsum1 deren ,rauschen wie das ,lrmen einer gewaltigen ,menge klingt1 werden ihn niemals erreichen4 ,unter der ,ruinenpracht steht der ,helm allein1 ,beschtzer und ,zeuge1 ein ,nachbar des ,himmels4 ,ich fhle von dem ,haupte droben einen heimlichen ,blick in die ,wasser tauchen1 die einst das sndige ,geschlecht der ,lebenden verschlungen hatten1 und von dem weiten ,spalt1 der sein ,mund sein knnte1 fhle ich ein ,lcheln der ,ironie oder des ,mitleids ber das ,wasser schweifen1 wo die ,vergangenheit schlft4 ,die ,nacht brach schnell herein4 ,morea schlief4 99 99 99 99 99 ,stille6 ,ich lernte die ,stille einer tahitischen ,nacht kennen4 ,ich vernahm nichts als das ,schlagen meines ,herzens in der ,stille4 ,aber die ,mondstrahlen fielen durch das in gleicher ,entfernung voneinander stehende ,bambusrohr vor meiner ,htte bis auf mein ,bett4 ,und dieser gleichmige ,schein erweckte in mir die ,vorstellung eines ,musikinstrumentes1 der ,rohrpfeife der ,alten1 die den ,maories bekannt ist und von ihnen ,vivo genannt wird4 ,mond und ,bambusrohr zeichneten es bertrieben3 als ein ,instrument1 das tagsber schweigt1 aber nachts1 dank dem ,monde1 dem ,trumer liebe ,melodien ins ,gedchtnis zurckruft4 ,ich schlief bei dieser ,musik ein4 ,zwischen dem ,himmel und mir nichts als das hohe1 leichte ,dach von ,pandanusblttern1 in denen die ,eidechsen nisten4 ,ich bin weit fort von jenen ,gefngnissen1 den europischen ,husern6 ,eine maorische ,htte trennt den ,menschen nicht vom ,leben1 von ,raum und ,unendlichkeit 444 ,indessen fhlte ich mich dort sehr einsam4 ,die ,bewohner der ,gegend und ich beobachteten einander gegenseitig1 und der ,abstand zwischen uns blieb der gleiche4 ,seit dem zweiten ,tage waren meine ,vorrte erschpft4 ,was tun8 ,ich hatte geglaubt1 fr ,geld alles ,notwendige zu finden4 ,ich hatte mich jedoch getuscht4 ,sobald man die ,stadt verlassen hat1 mu man sich an die ,natur halten1 um zu leben1 und sie ist reich1 sie ist freigebig und verweigert keinem einen ,anteil an ihren ,schtzen1 die unerschpflich an ,bumen1 in den ,bergen und im ,meere aufgespeichert sind4 ,aber man mu verstehen1 auf die hohen ,bume zu klettern1 die ,berge zu besteigen und mit schwerer ,beute beladen zurckkehren1 man mu ,fische fangen1 tauchen1 auf dem ,meeresgrund die fest an den ,steinen haftenden ,muscheln losreien knnen1 -- man mu wissen1 mu knnen4 ,ich1 der ,kulturmensch1 stand in dieser ,hinsicht weit hinter den ,wilden zurck4 ,ich beneidete sie4 ,ich sah ihr glckliches1 friedliches ,leben um mich her1 ohne grere ,anstrengung1 als die tglichen ,bedrfnisse es erforderten -- ohne die geringste ,sorge um ,geld4 ,wem sollte man etwas verkaufen1 wo die ,erzeugnisse der ,natur jedem zu ,gebote stehen8 ,da1 als ich mit leerem ,magen auf der ,schwelle meiner ,htte sa und betrbt an meine ,lage und die unvorhergesehenen1 vielleicht unberwindlichen ,hindernisse dachte1 die die ,natur zwischen sich und den ,kulturmenschen stellt -- bemerkte ich einen ,eingeborenen1 der mir gestikulierend etwas zurief4 ,die sehr ausdrucksvollen ,gebrden ersetzten die ,worte1 und ich verstand1 da mein ,nachbar mich zum ,essen einlud4 ,mit einem ,kopfschtteln lehnte ich ab4 ,dann ging ich beschmt1 ich glaube ebensosehr1 weil ich das ,anerbieten zurckgewiesen1 wie wenn ich es angenommen htte1 in meine ,htte zurck4 ,nach einigen ,minuten stellte ein kleines ,mdchen1 ohne etwas zu sagen1 gekochtes ,gemse und sauber von frisch gepflckten grnen ,blttern umhllte ,frchte vor meine ,tr4 ,ich war hungrig4 ,und ebenfalls ohne ein ,wort zu sagen1 nahm ich es an4 ,kurz darauf ging der ,mann an meiner ,htte vorber und fragte lchelnd1 ohne stehen zu bleiben3 -- ,paa8 ,ich erriet3 ,bist du zufrieden8 ,das war der ,beginn gegenseitiger ,vertraulichkeit zwischen mir und den ,wilden4 ,wilde6 dieses ,wort kam mir unwillkrlich ber die ,lippen1 als ich diese schwarzen ,wesen mit den ,kannibalen-,zhnen betrachtete4 ,doch bald erkannte ich ihre echte1 ihre fremdartige ,anmut 444 ,wie jenes braune ,kpfchen mit den sanften niedergeschlagenen ,augen1 jenes ,kind unter ,bschen groer ,bltter des ,giromon mich eines ,morgens ohne mein ,wissen beobachtete und entfloh1 als mein ,blick dem seinen begegnete 444 ,wie sie mir1 war ich ihnen ein ,gegenstand der ,beobachtung und eine ,ursache des ,staunens1 einer1 dem alles neu war1 der nichts kannte4 ,denn ich kannte weder ihre ,sprache1 noch ihre ,gebruche1 selbst nicht die einfachsten notwendigen ,handgriffe4 -- ,wie jeder von ihnen fr mich1 war ich fr jeden von ihnen ein ,wilder4 ,und wer von uns beiden hatte recht8 ,ich versuchte zu arbeiten1 machte allerlei ,notizen und ,skizzen4 ,aber die ,landschaft mit ihren starken1 reinen ,farben blendete mich1 machte mich blind4 ,ich war immer unentschieden1 suchte und suchte 444 ,und dabei war es so einfach zu malen1 wie ich es sah1 ohne viel berlegung ein ,rot neben ein ,blau zu setzen6 ,vergoldete ,gestalten in ,bchen und am ,strande entzckten mich1 warum zgerte ich1 diesen ,sonnenjubel auf meine ,leinwand zu bannen4 ,oh6 diese alten europischen berlieferungen6 die furchtsame ,ausdrucksart entarteter ,rassen6 ,um mich mit dem eigentmlichen ,charakter eines tahitischen ,gesichts vertraut zu machen1 wollte ich das ,portrt einer meiner ,nachbarinnen1 einer jungen ,frau rein tahitischer ,abstammung1 machen4 -- ,eines ,tages fate sie sich ein ,herz1 in meine ,htte zu kommen und sich ,photographien von ,bildern anzusehen1 mit denen ich eine ,wand meiner ,kammer tapeziert hatte4 ,sie betrachtete sie lange1 mit ganz besonderem ,interesse die ,olympia4 -- ,wie gefllt dir das8 fragte ich sie4 7,ich hatte in den zwei ,monaten1 wo ich nicht mehr fanzsisch sprach1 ein paar tahitische ,worte gelernt47 ,meine ,nachbarin erwiderte3 -- ,sie ist sehr schn4 ,ich lchelte ber diese ,bemerkung1 und sie rhrte mich4 ,hatte sie denn ,verstndnis fr das ,schne8 ,was aber wrden die ,professoren der ,akademie der ,schnen ,knste dazu sagen8 ,nach einem fhlbaren ,schweigen1 wie es einer ,gedankenfolgerung vorauszugehen pflegt1 fgte sie pltzlich hinzu3 -- ,ist das deine ,frau8 -- ,ja4 ,ich scheute diese ,lge nicht4 ,ich1 der ,tan der schnen ,olympia6 ,whrend sie neugierig einige religise ,kompositionen der italienischen ,primitiven prfte1 begann ich eilig1 ohne da sie es sah1 ihr ,portrt zu skizzieren4 ,sie merkte es pltzlich1 rief schmollend -- ,ata6 7,nein7 und lief davon4 ,eine ,stunde spter war sie in einem schnen ,kleid1 die ,tiar hinterm ,ohr1 wieder da4 -- ,geschah es aus ,koketterie8 aus ,freude1 nach der ,weigerung freiwillig nachzugeben8 ,oder war es einfach das ,lockende der verbotenen ,frucht1 die man sich selber verwehrt8 ,oder noch einfacher vielleicht bloe ,laune1 ohne jeden andern ,beweggrund1 wie die ,maories sie gewohnt sind8 ,ohne ,zgern machte ich mich an die ,arbeit1 ohne ,zgern und fieberhaft4 ,ich war mir bewut1 da von meiner ,leistung als ,maler die physische und moralische ,ergebenheit des ,modells1 eine rasche1 stillschweigende1 unweigerliche ,einwilligung abhing4 ,nach unsern ,regeln der sthetik war sie wenig schn4 ,aber sie war schn4 ,ihre ,zge waren von einer raffaelischen ,harmonie1 und den ,mund hatte ein ,bildhauer modelliert1 der es versteht1 in eine einzige bewegliche ,linie alle ,freude und alles ,leid zu legen4 ,ich arbeitete hastig und leidenschaftlich1 denn ich wute wohl1 da auf die ,zustimmung noch nicht zu rechnen war4 ,ich zitterte davor1 in diesen groen ,augen ,furcht zu lesen und ,verlangen nach dem ,unbekannten1 die ,melancholie bitterer ,erfahrung1 die jeder ,lust zugrunde liegt1 wie das unfreiwillige1 souverne ,gefhl der ,selbstbeherrschung4 ,solche ,geschpfe scheinen uns zu unterliegen1 wenn sie sich uns geben1 und unterliegen doch nur ihrem eigenen ,willen4 ,sie beherrscht eine ,kraft1 die etwas bermenschliches hat -- oder vielleicht etwas gttlich ,animalisches4 99 99 99 99 99 ,jetzt arbeitete ich freier1 besser4 ,aber meine ,einsamkeit qulte mich4 ,ich sah in dieser ,gegend zwar junge ,frauen und ,mdchen mit ruhigem ,blick1 echte ,tahitianerinnen1 und einige darunter htten vielleicht gern das ,leben mit mir geteilt4 -- ,aber ich wagte nicht sie anzureden4 ,sie schchterten mich wirklich ein mit ihrem sicheren ,blick1 der ,wrde ihrer ,haltung und den stolzen ,gebrden4 ,dennoch wollen alle genommen1 buchstblich brutal genommen sein 7ma1 ergreifen71 ohne ein ,wort4 ,alle haben den geheimen ,wunsch nach ,vergewaltigung3 weil durch diesen ,akt mnnlicher ,autoritt der ,weibwille seine volle ,unverantwortlichkeit behlt -- denn so hat es ja nicht seine ,einwilligung zum ,beginn einer dauernden ,liebe gegeben4 ,mglich1 da dieser erst so emprenden ,gewalt ein tiefer ,sinn zugrunde liegt1 mglich auch1 da sie ihren wilden ,reiz hat4 ,ich dachte wohl daran1 aber ich wagte es nicht4 ,und dann hielt man mehrere von ihnen fr krank1 von jener ,krankheit befallen1 die den ,wilden als erste ,stufe des ,kulturlebens von den ,europern gebracht wird 444 ,und wenn die ,alten1 auf eine von ihnen weisend1 zu mir sagten3 -- ,ma tra 7nimm diese71 hatte ich weder die notwendige ,khnheit noch ,vertrauen4 ,ich lie ,titi sagen1 da ich sie mit ,vergngen wieder aufnehmen wolle4 ,sie kam sogleich4 ,der ,versuch miglckte1 und an der ,langeweile1 die ich in der ,gesellschaft dieser an den banalen ,luxus der ,beamten gewhnten ,frau empfand1 konnte ich ermessen1 welche ,fortschritte ich bereits in dem schnen ,leben der ,wilden gemacht hatte4 ,nach ,verlauf einiger ,wochen schieden ,titi und ich fr immer voneinander4 ,ich war wieder allein4 99 99 99 99 99 ,meine ,nachbarn sind mir ,freunde geworden4 ,ich esse und kleide mich wie sie4 ,wenn ich nicht arbeite1 teile ich ihr ,leben der ,einfalt und der ,freude1 das sich zuweilen jh in ,ernst verwandelt4 ,abends versammelt man sich in ,gruppen am ,fue der buschigen ,strucher1 die die zerzausten ,wipfel der ,kokosnubume berragen1 oder ,mnner und ,frauen1 ,greise und ,kinder vereinen sich4 ,die einen stammen aus ,tahiti1 andere von den ,tongas- und wieder andere von den ,marquesas-,inseln4 ,die matten ,tne ihrer ,krper stimmen harmonisch zu dem ,sammet des ,laubes1 und aus ihrer kupfernen ,brust steigen zitternd ,melodien1 die von den rauhen ,stmmen der ,kokosnubume gedmpft zurckgeworfen werden4 ,es sind tahitische ,gesnge1 die ,imns4 ,eine ,frau beginnt1 ihre ,stimme erhebt sich gleich einem ,vogel im ,fluge und geht durch alle ,tne bis zum hchsten der ,tonleiter1 steigt und singt in starken ,modulationen und schwebt schlielich ber den ,stimmen der brigen ,frauen1 die ihrerseits nun auffliegen1 wenn man so sagen darf1 ihr folgen und sie getreulich begleiten4 ,mit einem einzigen gutturalen1 barbarischen ,schrei schlieen zuletzt alle ,mnner einstimmig den ,gesang4 ,zuweilen kommt man zum ,plaudern oder ,singen in einer ,htte zusammen4 ,mit einem ,gebet wird begonnen1 ein ,greis spricht es gewissenhaft vor1 und alle ,anwesenden wiederholen es4 ,dann wird gesungen1 oder es werden lustige ,geschichten erzhlt4 ,der ,inhalt dieser ,erzhlungen ist sehr zart1 kaum greifbar1 es sind in das ,gewebe gestickte1 durch ihre ,naivitt so feine ,details1 die sie belustigen4 ,seltener gibt man sich mit der ,errterung ernster ,fragen oder weiser ,vorschlge ab4 ,eines ,abends wurde folgender gemacht1 den ich nicht ohne ,staunen hrte3 -- ,in unserm ,dorf1 sagte ein ,greis1 sieht man hier und dort zerfallene ,huser1 geborstene ,mauern und morsche halboffene ,dcher1 durch die ,nsse dringt1 wenn es zufllig einmal regnet4 ,warum8 ,jedermann hat das ,recht1 vor ,wind und ,wetter geschtzt zu sein4 ,es fehlt weder an ,holz noch an ,laub zur ,herstellung der ,dcher4 ,ich schlage vor1 gemeinschaftlich gerumige solide ,htten an ,stelle der unbewohnbar gewordenen zu bauen4 ,wir wollen alle der ,reihe nach ,hand anlegen4 ,alle ,anwesenden spendeten ihm ohne ,ausnahme ,beifall3 ,der ,antrag des ,greises wurde einstimmig angenommen4 ,ein kluges und gutes ,volk1 dachte ich1 als ich abends nach ,hause kam4 ,aber am folgenden ,tage1 als ich mich nach dem ,beginn der gestern verabredeten ,arbeit erkundigte1 merkte ich1 da niemand mehr daran dachte4 ,das tgliche ,leben nahm wieder seinen ,gang1 und die von dem weisen ,ratgeber bezeichneten ,huser blieben zerfallen wie zuvor4 ,auf meine ,fragen erhielt ich nur ein ausweichendes ,lcheln zur ,antwort4 ,aber gerunzelte ,brauen zogen bedeutsame ,linien in diese trumerischen ,stirnen4 ,ich zog mich verwirrt1 aber mit dem ,gefhl zurck1 eine tchtige ,lektion von meinen ,wilden erhalten zu haben4 ,sie taten wahrlich recht1 dem ,vorschlag des ,greises beizustimmen4 ,vielleicht hatten sie auch recht1 dem gefaten ,entschlu nicht weiter ,folge zu leisten4 ,wozu arbeiten8 ,die ,gtter sind da1 ihren ,getreuen von den ,gtern der ,natur zu spenden4 -- ,morgen8 -- ,vielleicht6 aber was auch geschehen mag1 heiter und wohlttig wird die ,sonne morgen aufgeben1 wie sie es heute getan4 ,ist das ,sorglosigkeit1 ,leichtsinn1 ,unbestndigkeit8 ,oder vielleicht tiefe ,philosophie8 -- ,wer wei8 ,htet euch vor dem ,luxus6 ,htet euch1 unter dem ,vorwande der ,vorsorge ,geschmack daran zu finden und ihn fr notwendig zu halten 444 ,das ,leben gestaltete sich tglich besser4 ,ich verstehe die ,sprache der ,maories jetzt ziemlich gut und werde sie bald ohne ,mhe sprechen knnen4 ,meine ,nachbarn -- drei ganz in der ,nhe und andere zahlreiche in einiger ,entfernung voneinander -- betrachten mich als einen der ,ihren4 ,in der fortwhrenden ,berhrung mit den ,kieselsteinen sind meine ,fe abgehrtet und an den ,boden gewhnt4 ,mein fast bestndig nackter ,krper leidet nicht mehr unter der ,sonne4 ,die ,zivilisation verlt mich allmhlich4 ,ich fange an einfach zu denken1 nur wenig ,ha gegen meinen ,nchsten zu empfinden -- eher ihn zu lieben4 ,ich geniee alle ,freuden des ,lebens -- animalische wie menschliche4 ,bin alles ,erknstelten1 aller ,konvention1 aller ,gewohnheiten ledig4 ,ich komme der ,wahrheit nahe1 der ,natur4 ,mit der ,gewiheit1 eine ,reihe freier1 schner ,tage wie der heutige vor mir zu haben1 senkt sich ,friede auf mich herab1 ich entwickle mich normal und beschftige mich nicht mit unntzen ,dingen4 ,ich habe einen ,freund gewonnen4 ,er ist von selber zu mir gekommen1 und ich darf gewi sein1 da kein niedriger ,eigennutz ihn dazu veranlat hat4 ,es ist einer meiner ,nachbarn1 ein schlichter1 sehr schner1 junger ,bursche4 ,meine farbigen ,bilder und meine ,holzschnitzereien haben seine ,neugierde geweckt2 meine ,antworten auf seine ,fragen haben ihn belehrt4 ,es vergeht kein ,tag1 an dem er mir nicht beim ,malen oder ,schnitzen zuschaut 444 ,noch jetzt1 nach so langer ,zeit1 erinnere ich mich gern der wahren1 echten ,gefhle1 die ich in dieser wahren1 echten ,natur erweckte4 ,abends1 wenn ich von meiner ,arbeit ausruhte1 plauderten wir miteinander4 ,als neugieriger junger ,wilder fragte er mich nach europischem ,leben1 besonders nach ,liebessachen1 und mehr als einmal brachten seine ,fragen mich in ,verlegenheit4 ,aber seine ,antworten waren noch naiver als seine ,fragen4 ,eines ,tages gab ich ihm meine ,werkzeuge und ein ,stck ,holz1 ich wollte1 da er den ,versuch machte zu schnitzen4 ,verwirrt und schweigend schaute er mich erst an1 dann gab er mir ,holz und ,werkzeug wieder zurck und sagte schlicht und treuherzig1 ich sei nicht wie die andern1 ich verstnde ,dinge1 zu denen andere ,menschen unfhig wren1 und sei andern ntzlich4 ,ich glaube1 ,jotfa ist der erste ,mensch1 der mir das gesagt hat -- es war die ,sprache des ,wilden oder des ,kindes1 denn man mu eins von beiden sein1 nicht wahr1 um zu glauben1 da ein ,knstler -- ein ntzlicher ,mensch sei4 99 99 99 99 99 ,einmal brauchte ich ,rosenholz zu meiner ,schnitzerei4 ,ich wollte einen festen starken ,stamm und fragte ,jotfa um ,rat4 -- ,man mu in die ,berge gehen1 sagte er4 ,ich wei an einer bestimmten ,stelle mehrere schne ,bume4 ,wenn du willst1 fhre ich dich hin4 ,wir fllen einen ,baum1 der dir zusagt1 und tragen ihn zusammen her4 ,zeitig am ,morgen brachen wir auf4 ,die ,fusteige auf ,tahiti sind ziemlich beschwerlich fr einen ,europer1 und das ,gehen im ,gebirge erfordert1 selbst fr die ,eingeborenen1 eine ,kraftanstrengung1 zu der sie sich nicht unntig entschlieen4 ,zwischen zwei ,bergen1 zwei steilen ,basaltwnden1 die nicht zu erklimmen sind1 ghnt ein ,spalt1 in dem das ,wasser sich zwischen ,felsblcken hindurchwindet1 die sich von der ,seitenwand gelst haben1 um einer ,quelle den ,weg zu bahnen4 ,die zum ,bach angewachsene ,quelle hat an ihnen gerttelt und gerckt und sie schlielich etwas weiter fortgedrngt1 bis der ,bach1 zum ,strom angeschwollen1 sie mitgerissen und bis zum ,meer getragen4 ,an jeder ,seite dieses ,baches fhrt1 oft von wahren ,kaskaden unterbrochen1 eine ,art von ,weg durch ein buntes ,gemisch von ,bumen1 ,brotbumen1 ,eisenbumen1 ,bouraos1 ,kokosnubumen1 ,hibiscus1 ,pandanus1 ,guavabumen und ,riesenfarnen1 eine tolle ,vegetation1 die immer wilder und dichter und schlielich zu einem immer undurchdringlicheren ,dickicht wird1 je weiter man zum ,mittelpunkt der ,insel vordringt4 ,wir gingen beide nackt1 mit dem weiblauen ,paro umgrtet1 das ,beil in der ,hand und muten unzhlige ,male den ,bach durchschreiten1 um ein ,stck ,weges abzuschneiden1 den mein ,fhrer mehr mit dem ,geruche als mit dem ,auge zu entdecken schien1 denn ein prchtiges ,gewirr von ,gras1 ,blttern und ,blumen hatte den ,boden ganz bedeckt4 ,es herrschte vollkommene ,stille1 trotz des klagenden ,rauschens des ,wassers in den ,felsen1 eines einfrmigen ,rauschens1 einer sanften1 leisen ,klage -- wie die ,begleitung der ,stille4 ,und in diesem ,walde1 in dieser ,einsamkeit1 dieser ,stille wir beide allein1 -- er1 ein ganz junger ,mann1 und ich1 fast ein ,greis1 dem viele ,illusionen den zarten ,hauch von der ,seele gestreift1 viele ,anstrengungen den ,krper erschlafft und eine physisch und moralisch kranke ,gesellschaft ihre ,laster1 dies alte verhngnisvolle ,erbe hinterlassen6 ,mit der animalisch geschmeidigen ,anmut seiner ,androgynen-,gestalt schritt er vor mir her4 ,ich meinte die ganze ,pflanzenpracht ringsum in ihm verkrpert zucken und leben zu sehen4 ,war es ein ,mensch1 der da vor mir ging8 ,war es der kindliche ,freund1 bei dem mich das ,einfache und ,komplizierte seiner ,natur zugleich angezogen8 ,war es nicht vielmehr der ,wald selber1 der lebendige ,wald1 geschlechtlos und -- verfhrerisch8 ,bei diesen nackten ,vlkerschaften ist der ,unterschied der ,geschlechter1 wie bei den ,tieren1 weniger betont als in unsern ,klimaten4 ,mit ,grtel und ,schnrleib ist es uns gelungen1 aus der ,frau eine ,anomalie1 ein knstliches ,wesen zu schaffen1 das die ,natur uns1 den ,gesetzen der ,vererbung gehorchend1 zu komplizieren und zu entkrften hilft1 und das wir sorgfltig in einem ,zustand nervser ,schwche und unzulnglicher ,muskelkraft erhalten1 indem wir es vor ,ermdung bewahren und ihm die ,gelegenheit nehmen1 sich zu entwickeln4 ,da unsere ,frauen nach einem so bizarren ,ideal von ,schlankheit geformt sind -- bei dem wir1 seltsam genug1 verharren --1 haben sie nichts ,gemeinsames mehr mit uns1 was vielleicht nicht ohne ernste moralische und soziale ,nachteile bleibt4 ,auf ,tahiti krftigt die ,wald- und ,meeresluft die ,lungen1 macht ,schultern und ,hften breit1 und weder ,mnner noch ,frauen werden von den ,strahlen der ,sonne und den ,kieselsteinen am ,strande verschont4 ,sie verrichten zusammen die gleichen ,arbeiten1 mit demselben ,flei oder demselben ,gleichmut4 ,es ist etwas ,mnnliches an diesen1 und an jenen etwas ,weibliches4 ,diese hnlichkeit der ,geschlechter erleichtert ihre ,beziehungen1 und die stete ,nacktheit gibt den ,sitten eine natrliche ,unschuld und vollkommene ,reinheit1 weil den ,gemtern die ,beschftigung mit dem gefhrlichen ,mysterium fehlt1 das einen glcklichen ,zufall so bedeutungsvoll macht1 und ihnen das verstohlene oder sadistische ,wesen der ,liebe bei den ,kulturmenschen fremd ist4 ,mann und ,frau1 die ,kameraden und mehr ,freunde als ,liebende sind1 leben in ,freud und ,leid fast unausgesetzt zusammen1 und selbst den ,begriff des ,lasters kennen sie nicht4 ,warum erwachte in diesem ,rausch von ,duft und ,licht nun pltzlich bei dem alten ,kulturmenschen1 mit dem ,reiz des ,neuen1 ,unbekannten1 trotz der geringeren sexuellen ,unterschiede1 jene furchtbare ,begierde8 ,das ,fieber pochte in meinen ,schlfen und mir wankten die ,knie4 ,aber der ,weg war zu ,ende1 mein ,gefhrte wandte sich1 um den ,bach zu durchschreiten1 und kehrte sich mir bei der ,bewegung zu3 der ,androgyne war verschwunden4 ,es war ein wirklicher ,jngling1 der vor mir schritt1 und seine ruhigen ,augen hatten die feuchte ,klarheit des ,wassers4 ,sogleich kam wieder der ,friede ber mich4 ,wir rasteten einen ,augenblick1 und ich empfand einen unendlichen1 eher geistigen als sinnlichen ,genu1 als ich in das frische ,wasser tauchte4 -- ,to1 to 7es ist kalt71 sagte ,jotfa4 -- ,o nein6 erwiderte ich4 ,und dieser ,ausruf1 der zu dem ,beschlu des ,kampfes pate1 den ich im ,geiste eben gegen eine ganze verderbte ,zivilisation bestanden hatte1 weckte ein lautes ,echo im ,walde4 ,und ich sagte mir1 da die ,natur mich hatte kmpfen sehen1 da sie mich hrte und mich verstand1 denn jetzt antwortete sie auf meinen ,siegesruf mit ihrer klaren ,stimme1 da sie nach dieser ,prfung willig sei1 mich in die ,reihe ihrer ,kinder aufzunehmen4 ,wir setzten unseren ,weg fort1 und ich drang mit leidenschaftlichem ,eifer immer tiefer in das ,dickicht1 als knnte ich dadurch bis ans ,herz dieser gewaltigen1 mtterlichen ,natur vordringen und mich mit ihren lebenden ,elementen vereinen4 ,mit ruhigem ,blick ging mein ,gefhrte immer gleichen ,schritts vor mir her4 ,er war ohne ,argwohn1 ich trug die ,last meines bsen ,gewissens allein4 ,wir langten an unserm ,ziel an4 ,die steilen ,wnde des ,berges waren allmhlich flacher geworden1 und hinter einem dichten ,vorhang von ,bumen dehnte sich1 wohl versteckt1 eine ,art ,plateau aus4 ,aber ,jotfa kannte die ,stelle und leitete mich mit erstaunlicher ,sicherheit hin4 ,ein ,dutzend ,rosenholzbume breiteten dort ihr gewaltiges ,gest aus4 ,wir fllten den schnsten mit dem ,beil und muten ihn ganz opfern1 um ihm einen fr mein ,vorhaben passenden ,zweig zu rauben4 ,das ,fllen machte mir ,freude1 und mit wahrem ,vergngen und freudiger ,erregung in mir1 ich wei nicht welch gttlich rohe ,begierde zu befriedigen1 ri ich mir die ,hnde blutig4 ,nicht auf den ,baum hieb ich ein1 nicht ihn wollte ich berwltigen4 ,und dennoch htte ich den ,klang meines ,beiles gern noch an andern ,stmmen vernommen1 als dieser am ,boden lag4 ,und was mein ,beil mir im ,takt mit den hallenden ,schlgen sagte1 war dies3 ,den ganzen ,wald mut du niederschlagen6 ,den ganzen ,wald des ,bsen vernichten1 ,der seine ,keime dir einblies mit giftigem ,hauch6 ,zerstre die ,eigenliebe in dir6 ,zerstre das ,bse und rei es heraus1 ,wie die ,lotosblume im ,herbst6 ,ja1 von nun an ist der alte ,kulturmensch verschwunden1 tot4 ,ich ward wiedergeboren -- oder vielmehr ein anderer ,mensch1 ein reiner1 strkerer erstand in mir4 ,dieser furchtbare ,anfall war der letzte ,abschied von der ,zivilisation3 vom ,bsen4 ,und dieser letzte ,beweis verderbter ,instinkte1 die auf dem ,grunde aller dekadenten ,seelen schlummern1 erhhte durch den ,kontrast die gesunde ,einfachheit des ,lebens1 mit dem ich schon den ersten ,anfang gemacht1 bis zu einem ,gefhl unsagbarer ,wonne4 ,gierig atmete ich die herrliche1 reine ,luft ein4 ,von nun an war ich ein andrer ,mensch3 ein wahrer ,wilder1 ein echter ,maorie4 ,jotfa und ich kehrten nach ,matea zurck und trugen vorsichtig und eintrchtig unsere schwere ,rosenholzlast3 noa1 noa6 ,die ,sonne war noch nicht untergegangen1 als wir sehr ermdet vor meiner ,htte anlangten4 ,jotfa sagte zu mir3 -- ,paa8 -- ,ja1 erwiderte ich4 ,und im ,grunde meines ,herzens wiederholte ich fr mich3 -- ,ja6 ,ich machte keinen ,schnitt in dieses ,rosenholz1 ohne jedesmal strker den ,duft des ,sieges und der ,verjngung einzuatmen3 noa1 noa6 ,durch das ,tal von ,punaru -- eine tiefe ,kluft1 die ,tahiti in zwei ,teile trennt -- gelangt man zu dem ,plateau von ,tamano4 ,von dort kann man das ,diadem1 ,orofna und ,aror1 -- den ,mittelpunkt der ,insel sehen4 ,man hatte mir davon oft wie von etwas ,wunderbarem gesprochen1 und ich hatte mir vorgenommen1 allein hinzugehen und dort einige ,tage zu verbringen4 -- ,aber was wirst du nachts machen8 -- ,die ,tupapas#c werden dich ngstigen6 -- ,man darf die ,berggeister nicht stren4 444 ,du bist toll6 ,ich war es wahrscheinlich1 denn diese besorgte ,unruhe meiner tahitischen ,freunde stachelte meine ,neugierde nur noch mehr4 ,in einer ,nacht machte ich mich also vor ,tagesanbruch auf4 ,etwa zwei ,stunden konnte ich einen ,pfad an dem einen ,ufer des ,punaru-,flusses verfolgen4 ,aber dann war ich mehrmals gezwungen1 den ,flu zu berschreiten4 ,zu beiden ,seiten ragten steile ,bergwnde1 auf enorme ,felsblcke wie auf ,strebepfeiler gesttzt1 bis in die ,mitte des ,wassers vor4 ,mir blieb schlielich nichts anderes brig1 als meinen ,weg mitten im ,flu fortzusetzen4 ,das ,wasser ging mir bis zu den ,knien1 zuweilen bis zu den ,schultern4 ,zwischen den beiden ,wnden1 die mir von unten erstaunlich hoch und oben sehr nah aneinander schienen1 war die ,sonne am hellen ,tage kaum sichtbar4 ,mittags unterschied ich an dem tiefblauen ,himmel funkelnde ,sterne4 ,gegen fnf ,uhr1 beim ,eintritt der ,dunkelheit1 begann ich darber nachzudenken1 wo ich die ,nacht zubringen sollte1 als ich zur ,rechten etwa ein ,hektar fast flaches ,land mit einem ,gemisch von ,farnen1 wilden ,bananen und ,bouraos bemerkte4 ,ich hatte das ,glck1 ein paar reife ,bananen zu finden1 und machte eilig ein ,holzfeuer1 sie fr mein ,mahl zu kochen4 ,dann legte ich mich zum ,schlafen1 so gut es ging1 auf die untersten ,zweige eines ,bananenbaumes1 dessen ,bltter ich ineinander geflochten hatte1 um mich vor ,regen zu schtzen4 ,es war kalt1 und ich frstelte nach dem ,marsch im ,wasser4 ,ich schlief schlecht4 ,aber ich wute1 da der ,morgen nicht fern war und ich weder ,menschen noch ,tiere zu frchten hatte4 ,hier auf ,tahiti gibt es weder ,raubtiere noch ,reptilien4 ,die einzigen wilden ,tiere sind die frei im ,walde lebenden ,schweine4 ,ich hatte hchstens einen ,angriff auf meine ,beine zu frchten und behielt darum den ,griff meines ,beiles in der ,hand4 ,die ,nacht war finster4 ,unmglich etwas zu unterscheiden1 auer nahe an meinem ,kopf eine ,art phosphoreszierenden ,staubes1 der mich seltsam beunruhigte4 ,ich lchelte bei dem ,gedanken an die ,erzhlungen der ,maories von den ,tupapas1 jenen bsen ,geistern1 die in der ,finsternis erwachen1 um schlafende ,menschen zu ngstigen4 ,ihr ,reich ist im ,herzen des ,berges1 den der ,wald in ewige ,schatten hllt4 ,dort wimmelt es von ihnen1 und ihre ,legionen wachsen unaufhrlich durch die ,geister aller ,verstorbenen4 ,wehe dem ,lebenden1 der sich an einen von ,dmonen bewohnten ,ort wagt6 444 ,ich war dieser ,tollkhne4 ,meine ,trume waren freilich auch sehr aufregend4 ,jetzt wei ich1 da dieser leuchtende ,staub von einer besonderen ,art kleiner ,champignons herrhrt1 die an feuchten ,stellen auf abgestorbenen ,zweigen wachsen wie jene1 deren ich mich zum ,feueranmachen bedient hatte4 ,am folgenden ,tage machte ich mich frhzeitig wieder auf den ,weg4 ,der immer wechselvoller gestaltete ,flu1 der bald ,bach1 bald ,strom1 bald ,wasserfall war1 machte seltsam launenhafte ,krmmungen und schien zuweilen in sich selbst zurckzuflieen4 ,ich verlor unaufhrlich den ,weg und mute mir von ,zweig zu ,zweig oft mit den ,hnden vorwrts helfen1 wobei ich selten den ,boden berhrte4 ,vom ,grunde des ,wassers sahen ,krebse von auerordentlicher ,gre zu mir empor und schienen zu sagen3 ,was tust du hier8 -- und hundertjhrige ,aale flohen bei meinem ,nahen4 ,pltzlich1 bei einer jhen ,wendung1 bemerkte ich an einen ,felsvorsprung gelehnt1 den es mit beiden ,hnden eher liebkoste als es sich daran hielt1 ein junges1 nacktes ,mdchen4 ,es trank aus einer ,quelle1 die leise aus groer ,hhe zwischen den ,steinen rieselte4 ,nachdem es getrunken hatte1 nahm es ,wasser in beide ,hnde und lie es zwischen den ,brsten niederrinnen4 ,dann -- obwohl ich nicht das geringste ,gerusch gemacht hatte -- senkte es wie eine furchtsame ,antilope1 die instinktmig die ,gefahr wittert1 den ,kopf und blickte forschend nach dem ,dickicht1 wo ich unbeweglich stand4 ,mein ,blick begegnete dem ihren nicht4 ,aber kaum hatte sie mich erspht1 als sie mit dem ,ruf3 ,taha6 7wtend7 untertauchte4 ,ich strzte an den ,flu3 niemand1 nichts -- nur ein riesiger ,aal1 der sich zwischen den kleinen ,kieseln auf dem ,grunde hinwand4 ,nicht ohne ,schwierigkeit langte ich endlich nahe beim ,arora1 dem ,gipfel des gefrchteten heiligen ,berges1 an4 ,es war ,abend1 der ,mond ging auf1 und als ich ihn die rauhe ,stirn des ,berges weich in seinen leichten ,schimmer hllen sah1 erinnerte ich mich der berhmten ,sage3 ,para ,hina ,tefatou 7,hina sprach zu ,tefatou 44471 eine uralte ,sage1 die die ,mdchen abends gern erzhlen und fr die sie als ,schauplatz gerade den ,ort bezeichnen1 wo ich mich befand4 ,ich glaubte es zu sehen3 ,den mchtigen ,kopf eines ,gottmenschen1 das gewaltige ,haupt eines ,helden1 dem die ,natur das stolze ,bewutsein seiner ,kraft gegeben1 ein herrliches ,riesenantlitz1 wie an der ,schwelle des ,alls4 ,und eine sanfte zrtliche ,frau1 die leise das ,haar des ,gottes berhrt und spricht3 -- ,lasse den ,menschen wieder auferstehen1 wenn er gestorben ist 444 ,und die strengen1 doch nicht grausamen ,lippen des ,gottes ffnen sich1 um zu antworten3 ,nein1 ich werde ihn nicht auferstehen lassen4 ,der ,mensch wird sterben2 die ,pflanzen werden sterben wie sie1 die sich davon nhren1 die ,erde wird untergehen1 sie wird untergehen1 um nicht wieder zu erstehen4 ,hina erwiderte3 -- ,tue1 wie es dir gefllt4 ,ich aber werde den ,mond wieder auferstehen lassen4 ,und was ,hina gehrte1 fuhr fort zu leben4 ,was ,tefatou gehrte1 ging unter1 und der ,mensch mute sterben4 99 99 99 99 99 ,ich war seit einiger ,zeit mimutig geworden4 ,meine ,arbeit litt darunter4 ,es fehlten mir viele wesentliche ,hilfsmittel1 es verstimmte mich1 knstlerischen ,aufgaben1 die mich berauschten1 machtlos gegenberzustehen1 aber hauptschlich fehlte mir die ,lust4 ,seit mehreren ,monaten war ich von ,titi getrennt1 hatte seit ,monaten nicht mehr ihr bermtig kindliches1 zwitscherndes ,geplauder ber dieselben ,dinge und dieselben ,fragen gehrt1 auf die ich immer mit denselben ,geschichten antwortete4 ,und diese ,stille tat mir nicht gut4 ,ich beschlo fortzugehen1 eine ,fahrt um die ,insel zu machen1 fr die ich kein bestimmtes ,ziel festsetzte4 ,whrend ich meine ,vorbereitungen traf -- ein paar leichte ,pakete fr die ,bedrfnisse der ,reise -- und meine ,studien ordnete1 schaute mein ,nachbar und ,freund ,anani mir beunruhigt zu4 ,nach langem ,zgern1 begonnenen und wieder unterbrochenen ,gebrden1 deren klare ,deutlichkeit mich sehr belustigte und zugleich rhrte1 entschlo er sich endlich1 mich zu fragen1 ob ich mich anschickte fortzugehen4 -- ,nein1 erwiderte ich1 ich will nur einen ,ausflug von mehreren ,tagen machen4 ,ich komme wieder4 ,er glaubte mir nicht und fing an zu weinen6 ,sein ,weib gesellte sich zu ihm und versicherte mich ihrer ,zuneigung1 sagte mir1 da ich kein ,geld brauche1 um unter ihnen zu leben1 da ich1 wenn ich wollte1 einst fr immer dort ruhen knnte -- sie wies auf einen mit einem ,bumchen geschmckten ,grabhgel nahe bei ihrer ,htte4 ,und pltzlich verlangte mich danach -- dort -- zu ruhen4 ,da wrde mich wenigstens in alle ,ewigkeit niemand stren 444 -- ,ihr ,europer seid seltsam1 fgte das ,weib des ,anani hinzu4 ,ihr kommt1 ihr versprecht zu bleiben1 und wenn man euch lieb hat1 geht ihr wieder8 ,ihr sagt1 ihr kommt wieder1 aber ihr kehrt niemals zurck6 -- ,ich aber schwur1 da es meine ,absicht sei1 diesmal wiederzukommen4 ,spter 7ich wagte nicht zu lgen71 spter wte ich noch nicht 444 ,schlielich lieen sie mich ziehen4 99 99 99 99 99 ,ich weiche von dem ,weg ab1 der am ,strande entlang geht1 und schlage einen schmalen ,pfad durch tiefes ,dickicht ein4 ,der ,weg fhrt mich so weit ins ,gebirge1 da ich nach ,verlauf einiger ,stunden ein kleines ,tal erreiche1 dessen ,bewohner noch nach altem maorischem ,brauch leben4 ,sie sind still und glcklich4 ,sie trumen1 sie lieben1 schlafen und singen1 -- sie beten1 und das ,christentum scheint noch nicht bis hierher gedrungen zu sein4 ,deutlich sehe ich die ,statuen ihrer ,gottheiten vor mir1 obwohl sie in ,wirklichkeit lngst verschwunden sind1 besonders die ,statue der ,hina1 und die ,feste zu ,ehren der ,mondgttin4 ,das ,gtzenbild1 aus einem einzigen ,block1 mit zehn ,fu von einer ,schulter zur andern und vierzig ,fu in der ,hhe4 ,auf dem ,haupte trgt sie in ,gestalt einer ,kappe einen riesigen ,stein von rtlicher ,farbe4 ,um sie herum wird nach altem ,ritus der ,matamua getanzt1 und das ,vivo#d stimmt seinen ,ton je nach der ,farbe der ,stunde froh1 heiter oder dster und traurig 444 ,ich setze meinen ,weg fort4 ,in ,taravao -- dem weitest entfernten ,distrikt von ,mataa1 am andern uersten ,ende der ,insel -- leiht ein ,gendarm mir sein ,pferd1 und ich trabe an der von ,europern wenig besuchten ,kste entlang4 ,in ,faone1 einem kleineren ,ort vor dem bedeutenderen ,itia1 ruft mich ein ,eingeborner an4 -- ,he6 ,mann1 der ,menschen macht6 7er wei1 da ich ,maler bin47 ,har mai ta maha 7,komm und i mit uns3 die tahitische ,formel der ,gastfreundschaft74 ,ich lasse mich nicht bitten1 so anmutend und herzlich ist das die ,einladung begleitende ,lcheln4 ,ich steige vom ,pferde4 ,mein ,wirt nimmt das ,tier am ,zaum und bindet es ohne eine ,spur von ,unterwrfigkeit geschickt an einen ,baum4 ,dann treten wir miteinander in eine ,htte1 wo ,mnner und ,frauen plaudernd und rauchend auf dem ,boden sitzen4 ,um sie her spielen und tummeln sich die ,kinder4 -- ,wohin willst du8 fragte mich eine schne1 etwa vierzigjhrige ,maorie4 ,ich will nach ,itia4 -- ,wozu8 ,ich wei nicht1 was mir in den ,sinn kam1 oder vielleicht nannte ich den wahren1 mir bis dahin noch selber verborgenen ,zweck meiner ,reise4 -- ,um dort eine ,frau zu suchen1 antwortete ich4 -- ,in ,faone gibt es viele und hbsche4 ,willst du eine von ihnen8 -- ,ja6 -- ,wohlan6 ,gefllt sie dir1 so will ich sie dir geben4 ,es ist meine ,tochter4 -- ,ist sie jung8 -- ,ja4 -- ,ist sie hbsch8 -- ,ja4 -- ,ist sie gesund8 -- ,ja4 -- ,gut4 ,so bringe sie mir4 ,die ,frau ging hinaus4 ,nach einer ,viertelstunde1 als das ,mahl -- wilde ,bananen und ,krabben -- aufgetragen wurde1 kam sie in ,begleitung eines jungen ,mdchens wieder herein1 das ein kleines ,bndel in der ,hand hielt4 ,durch das ,gewand von sehr durchsichtigem rosa ,musselin schimmerte die goldige ,haut ihrer ,schultern und ,arme4 ,zwei ,knospen hoben sich schwellend an ihrer ,brust4 ,es war ein schlankes1 groes1 krftiges ,kind von wunderbarem ,ebenma4 ,aber in dem schnen ,gesicht fand ich nicht jenen ,typus wieder1 der mir sonst berall auf der ,insel begegnet war4 ,auch das ,haar war ungewhnlich buschig und leicht gewellt4 ,in der ,sonne bot alles dies eine wahre ,orgie von ,chrom4 ,man sagte mir1 da sie von den ,tongas abstamme4 ,ich begrte sie1 sie lchelte und setzte sich neben mich4 -- ,du hast keine ,furcht vor mir8 fragte ich4 -- ,ata 7nein74 -- ,willst du fr immer in meiner ,htte wohnen8 -- ,eha 7ja74 -- ,du bist nie krank gewesen8 -- ,ata4 ,das war alles4 ,mir schlug das ,herz1 whrend das ,mdchen gelassen am ,boden vor mir die ,speisen auf einem groen ,bananenbrett fr mich anrichtete4 ,ich a mit gutem ,appetit1 aber ich war zerstreut und tief erregt4 ,dieses ,kind von etwa dreizehn ,jahren 7achtzehn bis zwanzig in ,europa7 entzckte mich1 schchterte mich ein und erschreckte mich fast4 ,was mochte in dieser ,seele vorgehen8 ,und ich1 der so alt war im ,vergleich zu ihr1 ich zgerte einen ,augenblick1 den so eilig abgeschlossenen ,vertrag zu unterzeichnen1 bei dem doch alle ,vorteile auf meiner ,seite waren6 ,vielleicht -- dachte ich -- gehorchte sie einem ,befehl der ,mutter4 ,vielleicht ist es ein ,handel1 den sie unter sich ausgemacht haben 444 ,ich beruhigte mich1 als ich in den ,zgen des jungen ,mdchens1 in seinem ,gebaren und seiner ,haltung die ,zeichen wahrer ,unabhngigkeit und eines ,stolzes erkannte1 die so charakteristisch fr seine ,rasse sind4 ,und mein ,vertrauen ward vollkommen und unerschtterlich1 als ich nach eingehender ,forschung deutlich jenen ,ausdruck von ,heiterkeit bei ihr wahrnahm1 der bei jungen ,wesen immer eine ehrenhafte1 lbliche ,handlung begleitet4 -- ,allein der spttische ,zug um ihren hbschen1 weichen1 sinnlichen ,mund war mir eine ,gewhr dafr1 da die ,gefahren des ,abenteuers nur fr mich bestanden1 nicht fr sie 444 ,ich leugne nicht1 da mir in einer seltsam bedrckenden ,angst ganz beklommen zumute war1 als ich die ,schwelle der ,htte berschritt4 ,die ,stunde der ,abreise war gekommen4 ,ich stieg zu ,pferde4 ,das ,mdchen folgte mir1 von der ,mutter1 einem ,mann und zwei jungen ,frauen -- seinen ,tanten1 wie es sagte -- begleitet4 ,wir kehrten nach ,taravao zurck1 das neun ,kilometer von ,faone entfernt ist4 ,nach dem ersten ,kilometer hie es3 -- ,parahi ti 7hier mache ,halt74 ,ich stieg vom ,pferde1 und wir traten alle sechs in eine groe1 sauber gehaltene1 beinahe reiche1 mit hbschen ,matten ausgestattete ,htte4 ,ein noch junges und auerordentlich liebenswrdiges ,paar bewohnte sie4 ,meine ,braut setzte sich neben die ,frau und stellte mich vor4 -- ,dies ist meine ,mutter1 sagte sie4 ,dann wurde schweigend ein ,becher mit frischem ,wasser gefllt1 von dem wir alle der ,reihe nach feierlich tranken1 als handele es sich um einen alten frommen ,brauch4 ,hierauf sagte die eben von meiner ,braut als ihre ,mutter bezeichnete ,frau mit gerhrtem ,blick und feuchten ,wimpern zu mir3 -- ,du bist gut8 ,nicht ohne ,verwirrung antwortete ich nach einer ,prfung meines ,gewissens3 -- ,ich hoffe es4 -- ,wirst du meine ,tochter glcklich machen8 -- ,ja4 -- ,in acht ,tagen mu sie wiederkommen4 ,wenn sie nicht glcklich ist1 wird sie dich verlassen4 ,ich willigte mit einer ,gebrde ein4 ,allgemeines ,schweigen4 ,niemand schien eine ,unterbrechung zu wagen4 ,endlich gingen wir hinaus1 ich bestieg wieder mein ,pferd und brach1 immer von meinem ,gefolge geleitet1 von neuem auf4 ,unterwegs begegneten wir mehreren ,personen1 die meine ,familie kannten4 ,sie waren bereits von dem ,ereignis unterrichtet und sagten1 als sie das ,mdchen begrten3 -- ,bist du jetzt wirklich die ,vahina eines ,franzosen8 ,viel ,glck6 ,ein ,punkt beunruhigte mich4 ,wie kam ,tehura 7so hie meine ,frau7 zu zwei ,mttern8 ,ich fragte die erste1 die sie mir angeboten hatte3 -- ,warum hast du gelogen8 ,die ,mutter ,tehuras antwortete3 -- ,ich habe nicht gelogen4 ,die andere ist auch ihre ,mutter1 sie ist ihre ,amme4 99 99 99 99 99 ,in ,taravao gab ich dem ,gendarm sein ,pferd zurck1 und es kam zu einem peinlichen ,vorfall4 ,die ,frau des ,gendarmen1 eine ,franzsin1 sagte zwar ohne ,spott1 aber taktlos zu mir3 -- ,was6 ,sie nehmen sich eine solche ,dirne mit8 ,und ihre boshaften ,augen entkleideten das junge ,mdchen1 das dieser beleidigenden ,prfung mit vollkommener ,kaltbltigkeit begegnete4 ,ich betrachtete einen ,augenblick dies symbolische ,schauspiel1 das die beiden ,frauen mir boten3 ,hier erste ,bltezeit1 ,glaube und ,natur1 dort ,drre1 ,zwang und ,knstelei4 ,zwei feindliche ,rassen standen sich gegenber1 und ich schmte mich der meinigen4 ,ich litt darunter1 sie so kleinlich und verstndnislos zu sehen1 und wandte mich schnell ab1 um mich an dem ,glanz der andern1 an diesem lebenden ,gold zu erfreuen und zu erwrmen1 das ich schon liebte4 ,in ,taravao verabschiedete die ,familie sich bei dem ,chinesen von uns1 wo alles zu haben ist1 verflschte ,likre und ,frchte1 ,waffen und ,stoffe1 ,mnner1 ,frauen und ,vieh4 ,meine ,frau und ich benutzten einen ,wagen1 der uns #be ,kilometer weiter1 in ,matea1 vor meiner ,htte absetzte4 99 99 99 99 99 ,meine ,frau war nicht sehr gesprchig1 heiter und melancholisch zugleich1 vor allem aber spottlustig4 ,wir hrten nicht auf1 uns gegenseitig zu studieren1 aber sie blieb unergrndlich1 und ich war bald der ,besiegte in diesem ,kampf4 ,der gute ,vorsatz1 mich zu berwachen1 zu beherrschen1 um ein scharfsichtiger ,beobachter zu werden1 half mir wenig1 meine ,kraft ging bald zu ,ende -- und ich war fr ,tehura in kurzer ,zeit ein offenes ,buch4 ,ich ward nun gewissermaen auf meine ,kosten und an meiner eignen ,person der tiefen ,kluft gewahr1 die eine australische ,seele von einer lateinischen und besonders einer franzsischen ,seele trennt4 ,die ,seele der ,maories offenbart sich nicht sogleich4 ,es bedarf groer ,geduld und eines ,studiums1 um ihrer habhaft zu werden4 ,und selbst wenn man sie von ,grund aus zu kennen meint1 bringt sie einen durch ganz unvorhergesehene ,sprnge aus der ,fassung4 ,im ,anfang aber ist sie ein ,rtsel oder vielmehr eine unendliche ,reihe von ,rtseln4 ,im ,augenblick1 da man sie zu fassen meint1 ist sie fern1 unerreichbar1 unnahbar unter dem ,mantel der ,heiterkeit4 ,dann nhert sie sich vielleicht freiwillig1 um abermals zu entschlpfen1 sobald man die geringste ,gewiheit zu erkennen gibt4 ,und whrend man1 durch dies ,gebaren verwirrt1 ihr innerstes ,wesen sucht1 bewahrt sie ihre unverwstlich frhliche ,zuversicht und sorglose ,leichtherzigkeit1 die vielleicht weniger echt ist1 als es den ,anschein hat4 ,fr mein ,teil verzichtete ich bald auf ,grbeleien1 die mich hinderten1 mein ,leben zu genieen4 ,voll ,vertrauen erwartete ich mit der ,zeit ,offenbarungen1 die mir anfangs verwehrt blieben4 ,die ,woche verstrich so1 und ich hatte ein ,gefhl von ,kindlichkeit1 das ich vormals nie gekannt4 ,ich liebte ,tehura und sagte es ihr1 aber es machte sie lachen3 sie wute es ja6 ,auch sie schien mich zu lieben1 doch sprach sie davon nicht zu mir3 -- ,aber zuweilen1 in der ,nacht1 leuchtete das ,gold von ,tehuras ,haut 444 ,am achten ,tag 444 mir war1 als htten wir eben erst miteinander unsere ,htte betreten -- bat ,tehura mich um ,erlaubnis1 ihre ,mutter in ,faone zu besuchen4 ,es war eine versprochene ,sache4 ,betrbt fgte ich mich1 band einige ,piaster in ihr ,taschentuch1 von denen sie die ,kosten der ,reise und ,rum fr ihren ,vater bestreiten konnte1 und begleitete sie zu dem ,wagen4 ,ich hatte das ,gefhl eines ,abschieds fr immer4 ,die folgenden ,tage waren qualvoll4 ,die ,einsamkeit trieb mich aus der ,htte1 und ,erinnerungen riefen mich dahin wieder zurck4 ,keine ,studie vermochte meine ,gedanken zu fesseln 444 ,eine zweite ,woche verging1 und ,tehura kehrte zurck4 ,nun fing ein vollkommen glckliches ,leben an4 ,glck und ,arbeit begannen zugleich mit der ,sonne und strahlend wie sie4 ,das ,gold von ,tehuras ,antlitz erhellte das ,innere unserer ,htte und die ,landschaft ringsum mit einem ,schimmer von ,freude und ,heiterkeit4 ,sie studierte mich nicht mehr und ich nicht sie4 ,sie verheimlichte mir ihre ,liebe nicht lnger1 und ich sprach ihr nicht mehr von der meinen4 ,wir lebten beide in aller ,einfachheit4 ,wie wohl tat es1 sich morgens im nchsten ,bach zu erfrischen -- ganz wie ich mir denke1 da es im ,paradies der erste ,mann und das erste ,weib getan6 ,paradies von ,tahiti1 nav nav fnua1 -- kstliches ,land6 ,und die ,eva dieses ,paradieses gestaltete sich immer liebevoller und empfnglicher4 ,ich bin von ihrem ,duft durchdrungen3 noa1 noa6 ,sie ist zur rechten ,zeit in mein ,leben getreten4 ,frher htte ich sie vielleicht nicht verstanden1 und spter wre es zu spt gewesen4 ,jetzt verstehe ich sie1 wie ich sie liebe1 und durch sie dringe ich in ,mysterien ein1 die mir bis dahin unzugnglich waren4 ,allein mein ,geist verarbeitet diese ,entdeckungen noch nicht1 ich prge sie noch nicht meinem ,gedchtnisse ein4 ,alles was ,tehura mir erzhlt1 erfasse ich nur mit ,gefhl4 ,in meinen ,empfindungen und ,eindrcken werde ich ihre ,worte einst wiederfinden4 ,durch ihre tglichen ,mitteilungen ber ihr ,leben fhrt sie mich sicherer1 als es durch irgendeine andere ,methode geschehen knnte1 zum vollen ,verstndnis ihrer ,rasse4 ,und ich habe kein ,bewutsein mehr von ,tagen oder ,stunden1 von ,gut und ,bse4 ,das ,glck ist zuweilen so seltsam1 da der ,begriff davon fast aufgehoben wird4 ,ich wei nur1 da alles gut ist1 weil alles schn ist4 ,und ,tehura strt mich nie1 wenn ich arbeite oder trume4 ,instinktmig schweigt sie dann4 ,sie wei sehr gut1 wann sie sprechen kann1 ohne mich zu belstigen4 ,wir unterhalten uns ber ,tahiti1 ber ,europa1 ber ,gott und ,gtter4 ,ich unterrichte sie und sie belehrt mich4 99 99 99 99 99 ,ich mute fr einen ,tag nach ,papeete fahren4 ,zwar hatte ich versprochen1 am selben ,abend zurckzukehren1 aber der ,wagen1 den ich genommen1 verlie mich auf halbem ,wege1 ich mute den ,rest zu ,fu zurcklegen1 und es wurde #a ,uhr morgens1 ehe ich zu ,hause anlangte4 ,als ich die ,tr ffnete1 sah ich beklommenen ,herzens1 da es drinnen dunkel war4 ,dies hatte an sich nichts ,merkwrdiges1 denn wir besaen augenblicklich nur wenig ,licht1 und den ,vorrat zu erneuern1 war mit ein ,grund fr meine ,abwesenheit4 ,aber ich zitterte in einem pltzlichen ,gefhl der ,furcht und des ,argwohns1 das ich fr eine ,vorahnung hielt3 der ,vogel war gewi davongeflogen 444 ,schnell zndete ich ein ,streichholz an und sah -- ,tehura reglos1 nackt1 platt hingestreckt auf dem ,bett1 die ,augen vor ,angst bermig weit geffnet4 ,sie sah mich an und schien mich nicht zu erkennen4 ,ich selber blieb einige ,augenblicke in seltsamer ,ungewiheit stehen4 ,tehuras ,entsetzen wirkte ansteckend4 ,mir war1 als entstrme ihren starr blickenden ,augen ein ,phosphorschein4 ,niemals hatte ich sie so schn1 von so rhrender ,schnheit gesehn4 ,und dann frchtete ich in diesem1 fr sie sicherlich von bedenklichen ,erscheinungen belebten ,halbdunkel eine ,bewegung zu machen1 die sie erschrecken und den ,paroxysmus des ,kindes steigern konnte4 ,wute ich denn1 was ich in diesem ,augenblick fr sie war8 ,ob sie mich mit meinem entsetzten ,gesicht nicht fr einen ,dmon oder ,geist1 einen der ,tupapas hielt1 die ihren ,sagen nach in schlaflosen ,nchten erscheinen8 ,wute ich1 wer sie selber eigentlich war8 ,die ,intensitt des ,entsetzens1 von dem sie unter der physischen und moralischen ,gewalt ihres ,aberglaubens besessen war1 machte sie zu einem fremden ,wesen fr mich1 ganz verschieden von allem1 was ich bisher gekannt6 ,endlich kam sie zu sich1 rief mich an1 und ich ermannte mich1 sie zu schelten1 zu beruhigen und zu beschwichtigen4 ,sie hrte mich schmollend an und sagte dann mit vor ,schluchzen zitternder ,stimme3 -- ,la mich nicht wieder so allein ohne ,licht 444 ,aber kaum war die ,furcht eingeschlummert1 als die ,eifersucht erwachte3 -- ,was tatest du in der ,stadt8 ,du hast ,frauen besucht1 solche1 die auf ,mrkten tanzen und trinken1 die sich ,offizieren und ,matrosen und jedem geben 444 ,ich lie mich auf keinen ,streit ein1 und die ,nacht ward s -- s und feurig1 eine ,tropennacht4 ,tehura war bald sehr liebevoll und vernnftig1 bald ausgelassen und sehr bermtig4 ,zwei entgegengesetzte ,wesen -- ohne viele andere unendlich verschiedene mitzurechnen -- in einem vereint1 die sich gegenseitig ,lgen straften und in betubender ,geschwindigkeit unvermittelt aufeinander folgten4 ,sie war nicht vernderlich1 sondern doppelt1 dreifach1 hundertfach3 das ,kind einer alten ,rasse4 ,eines ,tages kommt ein ,hausierer1 der ewige ,jude -- er macht die ,inseln unsicher wie das ,festland -- und bringt ein ,kstchen mit ,schmucksachen aus vergoldetem ,kupfer an4 ,er breitet seine ,waren aus1 und alle umringen ihn4 ,ein ,paar ,ohrringe gehen von ,hand zu ,hand4 ,die ,augen der ,frauen leuchten1 jede mchte sie haben4 ,tehura runzelt die ,brauen und sieht mich an4 ,ihre ,augen reden sehr deutlich4 ,ich stelle mich1 als ob ich sie nicht verstnde4 ,sie zieht mich in eine ,ecke3 -- ,ich will sie haben6 ,ich erklre ihr1 da dieses ,zeug in ,frankreich gar keinen ,wert habe1 da sie aus ,kupfer seien4 -- ,ich will sie haben6 -- ,nicht doch6 ,fr solche ,dummheit #bj ,francs bezahlen6 ,das wre eine ,torheit4 ,nein4 -- ,ich will sie haben6 ,und mit leidenschaftlicher ,zungenfertigkeit1 die ,augen voll ,trnen1 dringt sie in mich3 -- ,wie1 wrdest du dich nicht schmen1 diesen ,schmuck in den ,ohren einer andern zu sehen8 ,einer dort spricht schon davon1 sein ,pferd zu verkaufen1 um seiner ,vahina die ,ohrringe zu schenken6 ,ich kann auf diese ,torheit nicht eingehen und schlage ihr es zum zweitenmal ab4 ,tehura blickt mich starr an1 ohne noch ein ,wort zu verlieren1 und weint4 ,ich gehe fort1 komme wieder zurck1 gebe dem ,juden schlielich die zwanzig ,francs -- und die ,sonne scheint wieder4 ,zwei ,tage spter war ein ,sonntag4 ,tehura macht groe ,toilette4 ,das ,haar wird mit ,seife gewaschen1 dann in der ,sonne getrocknet und schlielich mit duftendem l eingerieben4 ,in ihrem schnsten ,kleide1 eins von meinen ,taschentchern in der ,hand1 eine ,blume hinterm ,ohr und mit -- nackten ,fen geht sie zum ,tempel4 -- ,und deine ,ohrringe8 frage ich4 ,tehura verzieht verchtlich den ,mund3 -- ,sie sind ja aus ,kupfer6 ,und mit lautem ,lachen berschreitet sie die ,schwelle der ,htte und geht1 pltzlich wieder ernst geworden1 davon4 ,die ,mittagsruhe verbringen wir1 wie an jedem andern ,tage1 schlafend oder trumend nebeneinander4 ,vielleicht sieht ,tehura in ihrem ,traume andere ,ohrringe glitzern4 ,ich mchte alles vergessen1 was ich wei1 und immer schlafen 444 99 99 99 99 99 ,eines ,tages bei schnem ,wetter -- auf ,tahiti keine ,ausnahme -- beschlossen wir1 uns morgens aufzumachen1 um ,freunde zu besuchen1 deren ,htte zehn ,kilometer von der unsrigen entfernt war4 ,da wir um sechs ,uhr aufgebrochen waren1 legten wir den ,weg in der ,khle schnell zurck und langten schon um acht ,uhr an4 ,wir wurden nicht erwartet3 die ,freude war gro1 und nach beendeter ,begrung machten sie sich auf die ,suche nach einem ,schwein1 um uns ein ,fest zu bereiten4 ,es wurde geschlachtet und dem ,schwein noch zwei ,hhner beigesellt4 ,eine prachtvolle1 am ,morgen gefangene ,tintenschnecke1 einige ,bananen und andere ,frchte vervollstndigten das reichliche ,mahl4 ,ich machte den ,vorschlag1 in der ,zeit bis zum ,mittagessen die ,grotten von ,mara zu besichtigen1 die ich oft von fern gesehen hatte1 ohne jemals die ,gelegenheit zu finden1 sie aufzusuchen4 ,drei junge ,mdchen1 ein ,knabe1 ,tehura und ich1 eine lustige kleine ,gesellschaft1 hatten das ,ziel bald erreicht4 ,vom ,wegrand aus knnte man die fast ganz von ,guavabumen verdeckte ,grotte einfach fr einen ,felsenvorsprung oder eine etwas tiefere ,spalte halten4 ,aber biegt man die ,zweige zurck und gleitet man einen ,meter weiter hinunter1 so ist keine ,sonne mehr sichtbar1 man befindet sich in einer ,art ,hhle1 deren ,grund an eine kleine ,bhne mit hochroter1 scheinbar etwa #ajj m weit entfernter ,decke erinnert4 ,hie und da an den ,wnden glaubt man riesige ,schlangen sich langsam dehnen zu sehen1 um an der ,oberflche des inneren ,sees zu trinken4 ,aber es sind ,wurzeln1 die sich einen ,weg durch die ,felsspalten bahnen4 -- ,ob wir ein ,bad nehmen8 ,ich erhalte zur ,antwort1 da das ,wasser zu kalt sei1 und abseits werden lange1 von ,lachen unterbrochene ,unterhandlungen gefhrt1 die mich neugierig machen4 ,ich gebe nicht nach1 und endlich entschlieen die ,mdchen sich1 sie legen ihre leichten ,gewnder ab1 und mit dem ,paro umgrtet1 sind wir bald alle im ,wasser4 -- ,to1 to6 rufen alle einstimmig4 ,das ,wasser pltschert1 und ihre ,rufe werden von tausend ,echos zurckgeworfen1 die das to1 to wiederholen4 -- ,kommst du mit mir1 frage ich ,tehura und zeige auf den ,grund4 ,bist du toll8 ,da hinunter1 so weit6 ,und die ,aale8 ,da hinunter wagt man sich nie6 ,und anmutig schwang sie sich leicht auf das ,ufer1 wie einer1 der stolz ist1 so gut schwimmen zu knnen4 ,aber ich bin auch ein guter ,schwimmer1 und obwohl ich mich nicht gern allein so weit fort wagte1 steuerte ich auf den ,grund zu4 ,durch welch seltsames ,phnomen der ,luftspiegelung mochte er sich aber immer mehr von mir entfernen1 je angestrengter ich mich bemhte1 ihn zu erreichen8 ,ich drang immer weiter vorwrts1 und von allen ,seiten blickten die groen ,schlangen mich spttisch an4 ,einen ,augenblick glaubte ich eine groe ,schildkrte schwimmen zu sehen1 ihr ,kopf ragte aus dem ,wasser1 und ich unterschied zwei starre1 glnzende ,augen1 die mich argwhnisch anschauten4 -- ,torheit6 dachte ich3 die ,meerschildkrten leben nicht in sem ,wasser4 ,dennoch 7bin ich denn wirklich ein ,maorie geworden87 kommen mir ,zweifel1 und es fehlt wenig1 da mir schaudert4 ,was sind das nur fr breite1 stille ,wellen da vor mir8 ,aale6 -- ,ach was1 diese lhmende ,empfindung von ,furcht mu abgeschttelt werden6 ,ich lie mich senkrecht hinunter1 um auf den ,grund zu kommen4 ,doch ich mute wieder hinauf1 ohne da es mir gelungen war4 ,vom ,ufer rief ,tehura mir zu3 -- ,komm zurck6 ,ich wende mich um und sehe sie sehr weit und ganz klein4 ,warum geht die ,entfernung auch hier bis ins ,unendliche8 ,tehura ist nur noch ein schwarzer ,punkt in einem leuchtenden ,kreise4 ,ich bleibe hartnckig und schwimme noch eine halbe ,stunde3 der ,grund scheint immer in der gleichen ,entfernung zu bleiben4 ,ein ,ruhepunkt auf einem kleinen ,plateau und dann wieder ein ghnendes ,loch -- wohin mochte es fhren8 ,ein ,geheimnis1 das zu ergrnden ich aufgebe4 ,ich gestehe1 da ich schlielich wirklich ,furcht empfand4 ,ich brauchte eine volle ,stunde1 um mein ,ziel zu erreichen4 ,tehura allein erwartete mich4 ,ihre ,gefhrtinnen waren gleichgltig fortgegangen4 ,tehura sprach ein ,gebet1 und wir verlieen die ,grotte4 ,ich zitterte noch ein wenig -- vor ,klte4 ,aber im ,freien erholte ich mich bald1 besonders als ,tehura mit einem ,lcheln1 das mir nicht ganz frei von ,spott zu sein schien1 fragte3 -- ,du hast dich nicht gefrchtet8 ,mit ,entrstung erwiderte ich3 -- ,wir ,franzosen kennen keine ,furcht4 ,tehura uerte weder ,mitleid noch ,bewunderung4 ,aber ich merkte1 da sie aus einem ,augenwinkel forschend nach mir sphte1 als ich ein paar ,schritte voranging1 um eine farbige ,tiar fr ihren ,haarbusch zu pflcken4 ,der ,weg war schn und herrlich das ,meer4 ,vor uns erhoben sich ,moreas stolze grandiose ,berge4 ,wie lebt es sich gut6 ,und mit welchem ,appetit verzehrt man nach einem zweistndigen ,bad das lecker bereitete ,schweinchen1 das uns im ,hause erwartet6 99 99 99 99 99 ,in ,mataa fand eine groe ,hochzeit statt -- eine echte ,hochzeit1 legal und religis1 wie die ,missionare sie den bekehrten ,tahitianern vorschreiben4 ,ich war dazu eingeladen und ,tehura begleitete mich4 ,das ,mahl bildet auf ,tahiti -- wie berall1 glaube ich -- die ,hauptfeier4 ,auf ,tahiti wenigstens entfaltet man bei diesen ,feierlichkeiten den grten kulinarischen ,luxus4 ,auf heien ,steinen gebratene ,schweinchen1 eine unglaubliche ,menge von ,fischen1 ,bananen1 ,guaven1 ,taros u4 a4 ,der ,tisch1 an dem eine ansehnliche ,zahl von ,gsten sa1 stand unter einem improvisierten ,dach1 das anmutig mit ,blumen und ,blttern geschmckt war4 ,alle ,verwandten und ,freunde der ,neuvermhlten waren anwesend4 ,das junge ,mdchen -- die ,lehrerin des ,ortes1 eine ,halb-,weie -- nahm einen echten ,maorie1 den ,sohn des ,huptlings von ,punaaua1 zum ,manne4 ,sie war in der frommen ,schule von ,papeete erzogen worden1 und der protestantische ,bischof1 der sich fr sie interessierte1 hatte diese ,heirat1 die viele fr etwas bereilt hielten1 persnlich vermittelt4 -- ,was der ,missionar will1 ist ,gottes ,wille1 sagt man drauen 444 ,eine volle ,stunde wird gespeist und -- viel getrunken4 ,dann beginnen die zahlreichen ,reden4 ,sie werden der ,reihe nach und mit ,methode gehalten1 es ist ein sehr komischer ,wettstreit der ,beredsamkeit4 ,nun kommt die wichtige ,frage3 welche der beiden ,familien gibt den ,neuvermhlten einen neuen ,namen8 ,dieser aus sehr alter ,zeit stammende nationale ,brauch bedeutet ein geschtztes1 sehr begehrtes und viel umstrittenes ,vorrecht4 ,nicht selten artet der ,streit ber diesen ,punkt in einen blutigen ,kampf aus4 ,diesmal kam es nicht zu einem solchen4 ,alles verlief frhlich und friedlich4 ,allerdings war die ,tischgesellschaft stark berauscht4 ,selbst meine arme ,vahina1 die nicht unter meiner ,aufsicht bleiben konnte1 kam1 durch das ,beispiel verleitet1 in einen furchtbaren ,rausch1 und ich brachte sie nicht ohne ,mhe nach ,haus4 ,mitten am ,tische thronte in bewundernswerter ,wrde die ,frau des ,huptlings von ,punaaua4 ,ihr auffallendes1 phantastisches ,kleid von orangefarbenem ,samt gab ihr ungefhr das ,aussehen einer ,jahrmarktsheldin4 ,aber die unverwstliche ,anmut ihrer ,rasse1 wie das ,bewutsein ihres ,ranges verlieh ihrem ,flitter eine unbeschreibliche ,gre4 ,die ,gegenwart dieser majesttischen ,frau von sehr reinem ,typus gab diesem ,fest eine strkere ,wrze als alles andere1 und die ,wirkung davon blieb nicht aus4 ,neben ihr sa eine hundertjhrige ,greisin1 deren ,hinflligkeit durch eine voll erhaltene ,doppelreihe ,menschenfresserzhne abschreckend war4 ,sie nahm wenig teil an dem1 was um sie herum geschah1 und blieb unbeweglich starr1 fast wie eine ,mumie4 ,aber eine ,ttowierung auf ihrer ,wange1 ein dunkles1 in seiner ,form unbestimmtes ,zeichen1 das an einen lateinischen ,buchstaben erinnerte1 sprach in meinen ,augen fr sie und erzhlte mir ihre ,geschichte4 ,die ,ttowierung glich in nichts der der ,wilden3 sie stammte sicherlich von europischer ,hand6 ,ich erkundigte mich darnach4 ,ehemals1 sagte man mir1 als die ,missionare gegen die ,fleischeslust eiferten1 zeichneten sie gewisse ,frauen mit dem ,stempel der ,ehrlosigkeit1 dem ,hllensiegel -- dessen sie sich schmten1 aber nicht etwa wegen der begangenen ,snden1 sondern wegen der ,lcherlichkeit und der ,schande einer solchen ,auszeichnung4 ,an jenem ,tage verstand ich besser denn je das ,mitrauen der ,maories den ,europern gegenber1 ein ,mitrauen1 das heute noch besteht1 so milde es sich bei der gromtigen und gastfreundlichen ,natur der australischen ,seele auch zeigen mag4 ,wieviele ,jahre lagen zwischen der von dem ,priester gezeichneten ,greisin und dem von dem ,priester verheirateten jungen ,mdchen3 ,das ,zeichen bleibt unauslschlich und zeugt von dem ,niedergang der ,rasse1 die sich ihm unterwarf1 und von der ,niedrigkeit jener1 die es ihr aufzwang4 ,fnf ,monate spter brachte die junge ,frau ein wohlgebildetes ,kind zur ,welt4 ,entrstet forderten die ,eltern eine ,scheidung4 ,der junge ,mann widersetzte sich3 -- ,was tut es1 da wir uns lieben1 sagte er4 ,ist es bei uns nicht ,brauch1 fremde ,kinder anzunehmen8 ,ich nehme dieses an4 ,warum aber hatte der ,bischof sich so sehr bemht1 die ,trauung zu beschleunigen8 ,es wurde viel besprochen4 ,bse ,zungen behaupteten1 da 444 ,selbst auf ,tahiti gibt es bse ,zungen4 99 99 99 99 99 ,abends im ,bett haben wir lange ,gesprche1 mitunter sehr ernste4 ,jetzt1 wo ich ,tehura verstehen kann1 in der der ,geist ihrer ,vorfahren noch schlummert und trumt1 bemhe ich mich durch diese ,kinderseele zu sehen und zu denken und in ihr die zwar toten1 aber in vagen ,erinnerungen noch bestehenden ,spuren der fernen ,vergangenheit wiederzufinden4 ,ich stelle ,fragen1 und sie bleiben nicht alle ohne ,antwort4 ,die von unsern ,eroberungen mehr betroffenen und von unserer ,zivilisation strker beeinfluten ,mnner haben die alten ,gtter vielleicht vergessen4 ,aber im ,gedchtnis der ,frauen haben diese sich einen ,zufluchtsort bewahrt4 ,und es ist ein rhrendes ,schauspiel fr mich1 wenn unter meiner ,einwirkung die alten nationalen ,gottheiten allmhlich in ,tehuras ,erinnerung erwachen und die knstlichen ,schleier abwerfen1 in die protestantische ,missionare sie einhllen zu mssen geglaubt4 ,im ganzen war das ,werk der ,katecheten ein sehr oberflchliches4 ,die ,erfolge ihrer ,ttigkeit entsprachen1 besonders bei den ,frauen1 nur wenig ihren ,erwartungen4 ,ihre ,lehren sind wie eine schwache ,firnisschicht1 die schnell bei der geringsten ,berhrung abbrckelt und schwindet4 ,tehura besucht regelmig den ,gottesdienst und befolgt die ,vorschriften der offiziellen ,religion4 ,aber sie wei die ,namen aller ,gtter des maorischen ,olymps auswendig1 und das ist keine ,kleinigkeit4 ,sie kennt ihre ,geschichte1 sie lehrt mich1 wie sie die ,welt erschaffen haben1 wie sie herrschen und wie sie geehrt sein wollen4 ,die strengen ,lehren der christlichen ,moral sind ihr fremd1 oder sie kmmert sich nicht darum1 denkt z4 ,b4 nicht daran zu bereuen1 da sie die ,konkubine -- wie sie es nennen -- eines ,tan ist4 ,ich wei nicht recht1 wie sie ,jesus und ,taaro in ihrem ,glauben zueinander stellt4 ,ich glaube1 sie verehrt alle beide4 ,nach und nach hat sie mir einen ganzen ,kursus ber tahitische ,religion gehalten4 ,dafr versuche ich ihr auf ,grund europischer ,kenntnisse einige ,naturphnomene zu erklren4 ,die ,sterne interessieren sie sehr4 ,sie fragt mich nach der franzsischen ,benennung des ,morgen-1 des ,abendsterns und der anderen ,gestirne4 ,es wird ihr schwer zu begreifen1 da die ,erde sich um die ,sonne dreht 444 ,sie nennt mir die ,sterne in ihrer ,sprache1 und whrend sie erzhlt1 sehe ich beim ,schein der ,gestirne1 die selber ,gottheiten sind1 die heiligen ,gestalten der maorischen ,beherrscher der ,luft1 des ,feuers1 der ,inseln und ,meere deutlich vor mir4 ,die ,bewohner von ,tahiti haben immer1 soweit man auch in ihrer ,geschichte zurckgreift1 ziemlich ausgedehnte ,kenntnisse in der ,astronomie besessen4 ,die periodischen ,feste der ,aros -- ,mitglieder einer geheimen religisen und zugleich politischen ,gesellschaft1 die auf den ,inseln herrschte -- wurden nach der ,stellung der ,gestirne bestimmt4 ,selbst die ,natur des ,mondlichtes scheint den ,maories nicht unbekannt gewesen zu sein4 ,sie nehmen an1 da der ,mond eine der ,erde sehr hnliche ,kugel sei1 wie diese bewohnt und reich an ,produkten wie die unsrigen4 ,die ,entfernung der ,erde vom ,monde schtzen sie auf ihre ,weise3 -- ,eine weie ,taube brachte den ,samen des ,baumes ,ora vom ,mond auf die ,erde4 ,sie brauchte zwei ,monde1 den ,trabanten zu erreichen1 und als sie nach abermals zwei ,monden auf die ,erde fiel1 war sie federlos4 -- ,dieser ,vogel hat von allen den ,maories bekannten ,vgeln den schnellsten ,flug4 ,dies aber ist die tahitische ,benennung der ,sterne4 ,ich vervollstndige ,tehuras ,lektion mit ,hilfe des ,fragments einer uralten ,handschrift1 die in ,polynesien gefunden wurde4 ,ist es zu gewagt1 darin eher die erste ,andeutung eines von der ,astronomie aufgestellten ,systems1 als ein zuflliges ,spiel der ,phantasie zu sehen8 ,roa -- gro ist sein ,stamm -- schlief mit seinem ,weibe1 der ,dsteren ,erde4 ,sie gebar ihren ,knig1 die ,sonne1 darauf die ,dmmerung1 dann die ,nacht4 ,da verstie ,roa dieses ,weib4 ,roa -- gro ist sein ,stamm -- schlief mit der ,frau1 genannt ,grande ,runion4 ,sie gebar die ,kniginnen des ,himmels1 die ,gestirne1 sodann den ,stern ,tahiti1 den ,abendstern4 ,der ,knig der goldenen ,himmel1 der einzige ,knig schlief mit seinem ,weibe ,fanoi4 ,von ihr stammt das ,gestirn ,taroa 7,venus71 der ,morgenstern1 der ,knig ,taroa1 der dem ,tag und der ,nacht und andern ,sternen1 dem ,mond und der ,sonne gebeut und den ,schiffern als ,fhrer dient4 ,taroa segelte links gen ,norden1 schlief dort mit seinem ,weibe und zeugte den ,roten-,stern1 jenen ,stern1 der abends unter zwei ,antlitzen leuchtet4 ,der ,rote-,stern flog gegen ,osten und setzte seine ,piroge instand1 die ,piroge des hellen ,tages1 und steuerte gen ,himmel4 ,bei ,sonnenaufgang segelte er davon4 ,rehoa tritt nun im weiten ,raume auf4 ,er schlft mit seinem ,weibe ,ora ,tanpa4 ,sie zeugten die ,zwillings-,knige1 den ,plejaden gegenber4 ,diese ,zwillings-,knige sind sicher dieselben wie unser ,kastor und ,pollux4 ,die erste ,version der polynesischen ,genesis unterliegt ,vernderungen1 die vielleicht nur ,entwicklungen sind4 ,taaroa schlief mit der ,frau1 die sich ,gttin des ueren 7oder des ,meeres7 nennt4 ,sie zeugten die weien ,wolken1 die schwarzen ,wolken und den ,regen4 ,taaroa schlief mit der ,frau1 die sich ,gttin des ,innern 7oder der ,erde7 nennt4 ,von ihnen stammt der erste ,keim4 ,stammt alles1 was auf der ,oberflche der ,erde wchst4 ,stammt der ,nebel auf den ,bergen4 ,stammt1 was sich das ,starke nennt4 ,stammt sie1 die sich die ,schne nennt oder die zum ,gefallen-,geschmckte4 ,mahoi#e steuert seine ,piroge4 ,er setzt sich nieder auf den ,boden4 ,ihm zur ,rechten hngt der mit ,haarstrhnen an der ,leine befestigte ,angelhaken4 ,und die ,leine mit dem ,angelhaken1 die er in der ,hand hlt1 lt er in die ,tiefe des ,weltalls hinunter1 um den groen ,fisch 7die ,erde7 zu fischen4 ,der ,haken hat sich festgebissen4 ,schon kommen die ,achsen zum ,vorschein1 schon fhlt der ,gott das enorme ,gewicht des ,erdballs4 ,tefatou 7der ,gott der ,erde und die ,erde selber7 taucht noch1 im unermelichen ,raume schwebend1 von dem ,angelhaken erfat1 aus der ,nacht empor4 ,mahoi hat den groen ,fisch gefischt1 der im ,raume schwimmt und den er nun nach ,belieben lenken kann4 ,er hlt ihn in der ,hand4 ,mahoi regelt auch den ,lauf der ,sonne1 so da ,tag und ,nacht von gleicher ,dauer sind4 ,ich bat ,tehura1 mir die ,gtter zu nennen4 -- ,es schlief ,taaroa mit ,ohina1 der ,gttin der ,luft4 ,von ihnen stammt der ,regenbogen1 der ,mondschein1 die roten ,wolken und der rote ,regen4 ,es schlief ,taaroa mit ,ohina1 der ,gttin des ,erdbusens4 ,sie zeugten ,tefatou1 den ,geist1 der die ,erde belebt und sich durch unterirdische ,gerusche zu erkennen gibt4 ,es schlief ,taaroa mit der ,frau1 genannt ,jenseits-der-,erde4 ,sie zeugten die ,gtter ,tirii und ,roanoa4 ,darauf ,roo1 der seitwrts aus dem ,leibe der ,mutter kam4 ,und dieselbe ,frau gebar noch den ,zorn und den ,sturm1 die ,rasenden ,winde und auch den ,frieden1 der ihnen folgt4 ,und der ,ursprung dieser ,geister ist an dem ,ort1 von dem die ,boten ausgesandt werden4 ,aber ,tehura gibt zu1 da diese ,darstellung angefochten wird4 ,es ist die orthodoxeste ,klassifikation4 ,die ,gtter teilten sich in ,atuas und ,oromatuas4 ,die hheren ,atuas sind alle ,shne und ,enkel des ,taaroa4 ,sie wohnen in den ,himmeln -- es gibt deren sieben4 ,die ,shne ,taaroas und seines ,weibes ,fii ,fii ,matra waren3 ,oro 7der erste der ,gtter nach seinem ,vater1 der selbst zwei ,shne hatte1 ,teta ,mati und ,oro ,tfta71 ,raa 7,vater von sieben ,shnen71 ,tan 7,vater von sechs ,shnen71 ,roo1 ,tiri1 ,tfatou1 ,roa ,noa1 ,toma ,hora1 ,roa ,otia1 ,mo1 ,topa1 ,panoa usw4 usw4 ,jeder dieser ,gtter hatte seine besonderen ,abzeichen4 ,die ,werke des ,mahoi und des ,tefatou kennen wir bereits 444 ,tan hat den siebenten ,himmel als ,mund -- und dies bedeutet1 da der ,mund dieses ,gottes das uerste ,ende des ,himmels ist1 von wo aus das ,licht die ,erde zu erhellen beginnt4 ,rii trennte ,himmel und ,erde4 ,roi whlte die ,wasser des ,ozeans auf1 durchbrach die feste ,masse des ,erdballs und teilte ihn in unzhlige ,teile1 die jetzigen ,inseln4 ,fanora1 dessen ,haupt bis zu den ,wolken und dessen ,fe bis zum ,meeresgrund reichten1 und ,fatohoi1 ein anderer ,riese1 stiegen zusammen nach ,eva -- einem unbekannten ,lande -- hinunter1 um das ungeheure ,schwein zu bekmpfen und zu vernichten1 das die ,menschen verschlang4 ,hiro1 ,gott der ,diebe1 grub mit seinen ,fingern ,lcher in den ,felsen4 ,er befreite eine ,jungfrau1 die ,riesen an einem verzauberten ,ort gefangen hielten3 mit einer einzigen ,hand ri er die ,bume aus1 die am ,tage das ,gefngnis der ,jungfrau verdeckten1 und der ,zauber war gebrochen 444 ,die ,atuas niederen ,ranges kmmerten sich mehr um das ,leben und die ,arbeit der ,menschen1 ohne ihre ,gewohnheiten zu teilen4 ,es sind3 die ,atuas ,maho 7,gtter-,haie71 ,schutzgeister der ,seeleute3 die ,pho1 ,gtter und ,gttinnen der ,tler1 ,schutzgeister der ,ackerbauer2 die ,no ,te ,opas ,opas1 ,schutzgeister der ,snger1 ,komdianten und ,tnzer2 die ,raao ,pava ,mas1 ,schutzgeister der rzte2 die ,no ,apas1 ,gtter1 denen ,opfer dargebracht werden1 nachdem sie jemand vor ,hexerei und ,zauber bewahrt haben2 die ,o ,tano1 ,schutzgeister der ,arbeiter1 die ,tan ,it ,haas1 ,schutzgeister der ,zimmerleute und ,baumeister2 die ,minias und ,papas1 ,schutzgeister der ,dachdecker2 die ,matatinis1 ,schutzgeister der ,netzeknpfer4 ,die ,oromatuas sind ,hausgtter1 die ,laren4 ,es gibt wirkliche ,oromatuas und ,genien4 ,die ,oromatuas strafen die ,streitschtigen und halten den ,frieden in den ,familien aufrecht4 ,es sind3 die ,varna ,taatas1 ,seelen verstorbener ,mnner und ,frauen jeder ,familie4 ,die ,eriorios1 ,seelen der in frhem ,alter eines natrlichen ,todes gestorbenen ,kinder4 ,die ,poaras1 ,seelen von ,kindern1 die bei der ,geburt gettet wurden und in den ,krper der ,heuschrecke zurckgekehrt waren4 ,die ,genien sind von den ,menschen gemutmate oder vielmehr wissentlich erdachte ,gottheiten4 ,sie legen irgendeinem ,tiere oder einem ,gegenstand1 einem ,baume z4 ,b41 ohne jeden ,grund willkrlich gttliche ,bedeutung bei und fragen ihn dann bei jedem wichtigen ,anla um ,rat4 -- ,vielleicht ist das noch eine ,spur der ,seelenwanderung der ,inder1 die die ,maories hchst wahrscheinlich gekannt haben4 ,ihre historischen ,gesnge sind berreich an ,sagen1 in denen man die ,gtter wieder die ,gestalt von ,tieren und ,pflanzen annehmen sieht4 ,nach den ,atuas und ,oramatuas kommen in letzter ,reihe der himmlischen ,rangordnung die ,tiis4 ,diese ,shne ,taaroas und ,hinas sind sehr zahlreich4 ,als den ,gttern untergeordnete und den ,menschen fernstehende ,geister1 vermitteln sie nach der ,schpfungssage der ,maories zwischen organischen und unorganischen ,wesen und verteidigen die ,ansprche und ,rechte dieser gegen die widerrechtlichen ,angriffe der anderen4 ,ihre ,entstehung ist diese3 ,es schlief ,taaroa mit ,ani 7,sehnsucht7 und sie zeugten3 die ,sehnsucht der ,nacht1 den ,boten der ,finsternis und des ,todes2 die ,sehnsucht des ,tages1 den ,boten des ,lichts und des ,lebens2 die ,sehnsucht der ,gtter1 den ,boten des ,himmlischen1 und die ,sehnsucht der ,menschen1 den ,boten des ,irdischen4 ,sodann zeugten sie3 ,tii-des-,inneren1 der ber ,tiere und ,pflanzen wacht1 ,tii-des-ueren1 der alle ,wesen und ,dinge des ,meeres htet2 ,tii-des-,sandes1 ,tii-der-,ksten und ,tii-der-lockeren ,erde2 ,tii-der-,felsen und ,tii-des-,festen-,landes4 ,spter wurden noch geboren3 ,nachtleben1 ,tagesleben1 ,kommen und ,gehen1 ,ebbe und ,flut1 ,freudenspenden und ,genieen4 ,die ,bildnisse der ,tiis waren an der ,auenseite der ,maras 7,tempel7 angebracht und begrenzten das ,innere des heiligen ,bodens4 ,man sieht deren auf ,felsen und an ,ksten1 und diese ,gtzenbilder haben die ,aufgabe1 die ,grenze zwischen ,erde und ,meer zu bezeichnen1 die ,harmonie zwischen den beiden ,elementen aufrechtzuerhalten und ihren wechselseitigen ,eingriffen zu wehren4 ,reisende haben noch jetzt auf der ,ile-de-,pques einige ,tii-,statuen gesehen4 ,es sind ,riesendenkmler in halb menschlicher1 halb tierischer ,gestalt1 die von einem eigentmlichen ,schnheitsbegriff und groer ,geschicklichkeit in der ,behandlung der ,steine zeugen1 die architektonisch in ,blcken von geschickt gewhlter ,farbenzusammenstellung bereinander getrmt sind4 ,die europische ,invasion und der ,monotheismus haben diese ,spuren einer einst hohen ,kultur verwischt4 ,wenn die ,tahitianer heutzutage ein ,monument errichten1 zeigen sie ,wunder von schlechtem ,geschmack -- wie in der ,art des ,grabmals des ,pomare4 ,sie haben ihre ursprnglichen ,instinkte verloren1 die in dem steten ,verkehr mit der ,tier- und ,pflanzenwelt in so reichem ,mae bei ihnen entwickelt waren4 ,im ,umgang mit uns1 in unserer ,schule sind sie erst wahrhaft ,wilde in jenem ,sinne geworden1 die der lateinische ,okzident diesem ,worte unterlegt4 ,sie sind schn geblieben wie ,kunstwerke1 aber sie sind 7wir haben sie7 moralisch und auch physisch unfruchtbar gemacht4 ,es existieren noch ,spuren der ,maras4 ,sie waren von ,mauern umgebene ,vierecke1 die durch drei ffnungen unterbrochen wurden4 ,drei ,seiten bestanden aus ,steinmauern von vier bis sechs ,fu1 eine weniger hohe als breite ,pyramide bildete die vierte4 ,das ,ganze hatte eine ,breite von etwa hundert und eine ,lnge von vierzig ,metern4 -- ,bildnisse von ,tiis schmckten dies einfache ,bauwerk4 ,der ,mond nimmt einen wichtigen ,platz in der metaphysischen ,anschauung der ,maories ein4 ,da ihm zu ,ehren ehemals groe ,feste veranstaltet wurden1 ist schon gesagt worden4 ,hina wird in den berlieferten ,erzhlungen der ,aros oft genannt4 ,jedoch ist ihre ,mitwirkung an der ,weltharmonie1 ihre ,rolle darin eine mehr negative als positive4 ,dies geht deutlich aus dem oben angefhrten ,gesprch zwischen ,hina und ,tefatou hervor4 ,den ,exegeten wrden solche ,worte den schnsten ,stoff liefern1 wenn sich die australische ,bibel auffinden liee1 um sie auszulegen4 ,vor allem wrden sie darin die ,lehren einer ,religion auf der ,verehrung von ,naturkrften aufgebaut sehen -- ein gemeinsamer ,zug aller primitiven ,religionen4 ,die ,mehrzahl aller maorischen ,gtter sind eigentlich eine ,personifikation verschiedener ,elemente4 ,aber ein aufmerksamer ,blick1 der nicht von dem ,wunsch abgelenkt und beeinflut ist1 die berlegenheit unserer ,philosophie ber die jener ,vlkerschaften zu beweisen1 wird in diesen ,legenden sicherlich interessante und eigentmliche ,zge finden4 ,ich mchte zwei davon anfhren -- aber ich begnge mich1 darauf hinzuweisen4 ,es ist ,aufgabe der ,gelehrten1 die ,richtigkeit dieser ,hypothesen zu besttigen4 ,vor allem ist es die ,klarheit1 mit der die beiden einzigen und allgemeinen ,grundideen des ,lebens sich unterscheiden und offenbaren4 ,die eine1 ,seele und ,intelligenz1 ,taaora1 ist das ,mnnliche1 die andere1 gewissermaen ,stoff und ,krper des nmlichen ,gottes1 das ,weibliche1 und dies ist ,hina1 ,ihr gehrt die ganze ,liebe des ,menschen1 ihm seine ,ehrfurcht4 -- ,hina ist nicht nur der ,name des ,mondes2 es gibt auch eine ,hina der ,luft1 ,hina des ,meeres1 eine ,hina des ,inneren1 aber diese beiden ,silben charakterisieren nur die untergeordneten ,teile der ,materie4 ,die ,sonne1 der ,himmel1 das ,licht und sein ,reich1 sozusagen alle edlen ,teile der ,materie -- oder vielmehr ihre spirituellen ,elemente sind ,taaroa4 ,das geht deutlich aus mehr als einem ,ausspruch hervor1 in dem die ,definition von ,geist und ,materie wieder zu erkennen ist4 -- ,oder was bedeutet wohl1 wenn wir es bei dieser ,definition bewenden lassen1 die ,grundlehre der maorischen ,schpfungsgeschichte3 ,das ,weltall ist nur die ,schale des ,taaroa --8 ,besttigt diese ,lehre nicht den ,urglauben an die ,einheit des ,stoffes2 wie die ,definition und die ,trennung von ,geist und ,krper die ,analyse der zwiefachen ,manifestation dieses ,stoffes in seiner ,einheit6 ,so selten solch ein philosophisches ,vorausempfinden bei den ,primitiven auch sein mag1 darf doch dessen ,wahrscheinlichkeit nicht bestritten werden4 ,es ist wohl zu erkennen1 da die australische ,theologie in den ,handlungen des ,gottes1 der die ,welt erschuf und sie erhlt1 zwei ,ziele im ,auge hat3 die erzeugende ,ursache und die befruchtete ,materie1 die treibende ,kraft und den verwandelten ,gegenstand1 ,geist und ,materie4 ,ebenso mu man in den bestndigen ,wechselwirkungen zwischen dem leuchtenden ,geist und der empfnglichen ,materie1 die er belebt1 in den aufeinander folgenden ,verbindungen des ,taaroa mit den verschiedenen ,hina-,gestalten1 den fortwhrenden und wechselnden ,einflu der ,sonne erkennen1 wie in den ,frchten dieser ,verbindungen die durch eben diese ,elemente hervorgerufenen ,wandlungen von ,licht und ,wrme4 ,aber hat man dieses ,phnomen1 von dem aus die beiden ,hauptstrmungen sich vereinigten1 erst einmal vor ,augen1 so verschmelzen in der ,frucht die zeugende ,ursache und die befruchtete ,materie1 in der ,bewegung die treibende ,kraft und der verwandelte ,gegenstand1 im ,leben ,geist und ,materie1 und das eben erschaffene ,weltall ist nichts als die ,schale des ,taaroa6 ,aus dem ,zwiegesprch zwischen ,hina und ,tefatou geht hervor1 da ,mensch und ,erde untergehen1 whrend der ,mond und die ,wesen1 welche ihn bewohnen1 fortdauern4 ,wenn wir uns erinnern1 da ,hina die ,materie vorstellt -- in der sich einem wissenschaftlichen ,ausspruch nach alles verwandelt und nichts vergeht --1 werden wir annehmen mssen1 da der alte maorische ,weise1 von dem diese ,sage stammt1 ebensoviel davon wute wie wir4 ,die ,materie vergeht nicht1 das heit1 sie verliert ihre sinnlich wahrnehmbaren ,eigenschaften nicht4 ,der ,geist dagegen und die spirituelle ,materie1 das ,licht1 sind ,wandlungen unterworfen3 es gibt ,nacht und den ,tod1 wo die ,augen sich schlieen1 von denen ,helle auszustrahlen schien1 die sie zurckwarfen4 -- ,der ,geist1 oder die hchste aktuelle ,manifestation des ,geistes ist der ,mensch4 ,und der ,mensch mu sterben 444 ,er stirbt1 um nicht mehr zum ,leben zu erwachen4 -- ,wenn aber der ,mensch und die ,erde1 die ,frchte der ,verbindung von ,taaroa mit ,hina1 auch untergehen1 ist doch ,taaroa ewig1 und uns wird verkndet1 da ,hina1 die ,materie1 fortfahren wird zu sein4 ,in alle ,ewigkeit werden nun ,geist und ,materie1 das ,licht und der ,gegenstand1 den es zu erhellen strebt1 von dem gemeinsamen ,verlangen nach einer neuen ,verbindung erfllt sein1 aus der ein neuer ,zustand der unendlichen ,evolution des ,lebens hervorgehen wird4 ,evolution6 444 ,einheit des ,stoffes 444 ,wer htte erwartet1 in den ,vorstellungen ehemaliger ,kannibalen die ,beweise einer so hohen ,kultur zu finden8 ,ich kann mit gutem ,gewissen sagen1 da ich der ,wahrheit nichts zugefgt habe4 ,tehura zweifelte zwar durchaus nicht an diesen ,abstraktionen1 aber sie war nicht davon abzubringen1 in den ,sternschnuppen schweifende ,tupapas und trauernde ,genien zu sehen4 ,im selben ,sinne wie ihre ,vorfahren ,taaroa fr den ,himmel in ,person und die von ihm stammende ,atuas fr ,gtter und ,himmelskrper zugleich hielten1 schrieb sie den ,sternen menschliche ,empfindungen zu4 ,ich wei nicht1 inwiefern diese poetischen ,vorstellungen den ,fortschritt der positivsten ,wissenschaft hemmen1 und bis zu welchem ,punkt die hchste ,wissenschaft sie verwerfen wrde 444 ,von einem andern ,gesichtspunkt aus wren fr das ,gesprch zwischen ,hina und ,tefatou verschiedene ,deutungen zulssig4 -- ,der ,rat des ,mondes1 der eine ,frau ist1 knnte der gefhrliche ,rat blinden ,mitleids und sentimentaler ,schwche sein3 der ,mond und die ,frauen 7in der ,vorstellung der ,maories7 gleichbedeutend mit ,materie1 brauchten nicht zu wissen1 da der ,tod allein die ,geheimnisse des ,lebens birgt4 -- ,die ,antwort des ,tefatou knnte ein strenger1 aber voraussehender und uneigenntziger ,ausspruch von hchster ,weisheit sein1 die erkennt1 da die individuellen uerungen aktuellen ,lebens einem hheren ,wesen weichen mssen1 auf da es komme1 und ihm geopfert werden mssen1 auf da es siege4 ,frher htte diese ,antwort die ,bedeutung einer nationalen ,prophezeiung von noch grerer ,tragweite gehabt3 ein groer ,geist htte in alter ,zeit die ,lebensfhigkeit seiner ,rasse studiert und abgeschtzt1 htte die ,todeskeime in ihrem ,blut ohne die ,mglichkeit einer ,heilung oder ,wiedergenesung vorausgesehen und sich gesagt3 ,tahiti wird aussterben1 es wird aussterben1 um nicht wieder zu erstehen4 99 99 99 99 99 ,tehura sprach mit einer gewissen religisen ,scheu von jener ,sekte oder geheimen ,gemeinschaft der ,aros1 die zur ,zeit ihrer ,herrschaft die ,inseln regierte4 ,aus den verworrenen ,reden des ,kindes sonderte ich ,erinnerungen an einen furchtbaren1 eigentmlichen ,brauch1 ich ahnte eine tragische ,vergangenheit voll unerhrter ,verbrechen1 in die einzudringen aber den ,neugierigen durch ein streng gehtetes ,geheimnis verwehrt war4 ,nachdem ,tehura mir alles darber erzhlt hatte1 was sie wute1 forschte ich berall danach4 ,der sagenhafte ,ursprung jener mchtigen ,gemeinschaft ist dieser3 ,oro1 der ,sohn des ,taaroa und nach seinem ,vater der hchste der ,gtter1 beschlo eines ,tages1 unter den ,sterblichen eine ,gefhrtin zu suchen4 ,es sollte eine ,jungfrau sein1 schn und tauglich1 mit ihm unter den ,menschen eine ,rasse zu grnden1 die allen bevorzugt und berlegen war4 ,er durchschritt also die sieben ,himmel und stieg hinunter auf den ,paa1 einen hohen ,berg auf der ,insel ,bora-,bora1 wo seine ,schwestern1 die ,gttinnen ,touri und ,oaaoa1 wohnten4 ,nun trat ,oro in ,gestalt eines jungen ,kriegers und seine ,schwestern in junge ,mdchen verwandelt1 eine ,fahrt durch die ,insel an1 um dort ein ,wesen zu suchen1 das eines ,gottes ,ku wrdig wre4 ,oro ergriff den ,regenbogen1 sttzte ein ,ende auf den ,gipfel des ,paa1 das andere auf die ,erde1 und so schritten der ,gott und die ,gttinnen ber ,tler und ,fluten4 ,auf den verschiedenen ,inseln1 wo man eilte sie zu empfangen1 gaben die ,reisenden prunkvolle1 wunderbare ,feste1 zu denen alle ,frauen sich drngten4 ,und ,oro hielt ,umschau unter ihnen4 ,aber sein ,herz war betrbt1 denn der ,gott fand ,liebe1 aber er liebte nicht4 ,auf keiner der ,menschentchter weilte sein ,blick lange1 denn er entdeckte nicht eine der ,tugenden und ,vorzge1 von denen er getrumt4 ,und nachdem viele ,tage unter vergeblichem ,suchen verstrichen waren1 beschlo er1 in die ,himmel zurckzukehren1 als er zu ,vatap auf der ,insel ,bora-,bora eine ,jungfrau von seltener ,schnheit erblickte1 die in dem schnen ,see von ,ava ,aa badete4 ,sie war von hoher ,gestalt1 und die ,sonnenglut brannte und leuchtete auf ihrem herrlichen ,fleisch1 whrend der ganze ,zauber der ,liebe in der ,nacht ihres ,haares schlummerte4 ,entzckt bat ,oro die ,schwestern1 die ,jungfrau anzureden4 ,er selber zog sich zurck1 um das ,ergebnis ihrer ,sendung auf dem ,gipfel des ,paa abzuwarten4 ,die ,gttinnen redeten die ,jungfrau mit einem ,gru an1 priesen ihre ,schnheit und sagten1 da sie aus ,avana1 einem ,ort auf ,bora-,bora1 kmen4 -- ,unser ,bruder lt dich fragen1 ob du einwilligst1 sein ,weib zu werden4 ,varamati -- dies war der ,name der ,jungfrau -- blickte die ,fremden prfend an und erwiderte3 -- ,ihr seid nicht aus ,avana4 ,doch ist euer ,bruder ein ,huptling1 ist er jung und schn1 so mag er kommen1 ,varamati wird sein ,weib werden4 ,touri und ,oaaoa stiegen unverzglich zum ,paa hinauf1 um ihrem ,bruder mitzuteilen1 da er erwartet werde4 ,sogleich begab ,oro sich wie vorher auf dem ,regenbogen hinunter nach ,vatap4 ,varamati hatte zu seinem ,empfang eine mit den schnsten ,frchten besetzte ,tafel und aus den feinsten ,matten und seltensten ,stoffen ein ,lager bereitet4 ,gttlich in ihrer ,anmut und ,kraft1 pflegten sie der ,liebe in ,hain und ,flur1 am ,ufer des ,meeres und im ,schatten des ,tamaris und des ,paudanus4 ,jeden ,morgen stieg der ,gott auf den ,gipfel des ,paa1 und jeden ,abend ging er hinunter1 mit ihr zu schlafen4 ,kein anderes sterbliches ,mdchen durfte ihn in irdischer ,gestalt erblicken4 ,und stets diente der zwischen ,paa und ,vatap gespannte ,regenbogen ihm als ,weg4 ,viele ,monde hatten geleuchtet und waren wieder erloschen1 seitdem die verdeten ,sieben ,himmel ohne ,kunde von ,oros ,aufenthalt waren4 ,darum nahmen nun zwei andere ,shne des ,taaroa1 ,orotfa und ,ortfa1 menschliche ,gestalt an und machten sich auf1 ihren ,bruder zu suchen4 ,lange irrten sie auf den ,inseln umher1 ohne ihn zu finden4 ,endlich jedoch entdeckten sie auf ,bora-,bora den jungen ,gott1 der mit ,varamati im ,schatten eines heiligen ,mangobaumes ruhte4 ,sie waren voll ,staunen ber die ,schnheit des jungen ,weibes und wollten ihm als ,zeichen ihrer ,bewunderung einige ,geschenke darbieten4 ,also verwandelte ,orotfa sich in eine ,sau und ,ortfa in rote ,federn1 nahmen dann gleich wieder menschliche ,gestalt an1 ohne da ,sau und ,federn verschwanden1 und nherten sich mit ihren ,gaben den ,liebenden4 ,erfreut empfingen ,oro und ,varamati die beiden hohen ,reisenden4 ,in derselben ,nacht warf die ,sau sieben ,junge1 von denen das erste einer spteren ,verwendung vorbehalten blieb2 das zweite wurde den ,gttern geopfert1 das dritte der ,gastfreundschaft geweiht und den ,fremden angeboten1 das vierte nannten sie3 ,opferschwein zu ,ehren der ,liebe1 das fnfte und sechste sollte bis zur ersten ,tracht verschont bleiben1 um die ,art zu mehren1 und das siebente endlich wurde im ganzen auf heien ,steinen gebraten -- also nach maorischem ,brauch gttlich geweiht -- und verzehrt4 ,die ,brder des ,oro kehrten wieder in die ,himmel zurck4 ,einige ,wochen darauf sagte ,varamati zu ,oro1 da sie sich ,mutter fhle4 ,da nahm ,oro das erste der sieben ,schweine1 das verschont geblieben war1 und begab sich nach ,raata1 zu dem groen ,mara1 dem ,tempel des ,gottes ,vapoa4 ,dort traf er einen ,mann namens ,mahi1 dem er das ,schwein bergab1 und sprach3 ,mai maita otini boaa 7,nimm dieses ,schwein und hte es wohl74 ,und feierlich fuhr der ,gott fort3 -- ,es ist das heilige ,schwein4 ,in seinem ,blut wird der ,bund der ,mnner gefrbt sein1 die von mir stammen4 ,denn ich bin ,vater in dieser ,welt4 ,sie werden sich ,oros nennen4 ,dir bermittle ich ihre ,vorrechte und ihren ,namen4 ,ich selber kann hier nicht lnger weilen4 ,mahi suchte den ,huptling von ,raata auf und erzhlte ihm sein ,abenteuer4 ,aber da er das ihm anvertraute heilige ,gut nicht hten konnte1 ohne der ,freund des ,huptlings zu sein1 fgte er hinzu3 -- ,mein ,name sei der deinige und dein ,name der meine4 ,der ,huptling war es zufrieden1 und sie nahmen beide den ,namen ,taramanini an4 ,inzwischen war ,oro wieder zu ,varamati zurckgekehrt und verkndigte dieser1 da sie einen ,sohn gebren wrde1 den er ihr ,hoa ,tabou t ,ra 7heiliger ,freund des ,himmels7 zu nennen gebot4 ,dann sprach er3 -- ,die ,zeit ist erfllet und ich mu dich verlassen4 ,er verwandelte sich sodann in eine ungeheure ,feuersule und hob sich majesttisch in die ,lfte bis ber den ,perirr1 den hchsten ,berg von ,bora-,bora4 ,und hier entschwand er den ,blicken seiner weinenden ,gattin und des staunenden ,volkes4 ,hoa ,tabou t ,ra ward ein groer ,huptling und tat den ,menschen viel ,gutes4 ,bei seinem ,tode wurde er in den ,himmel erhoben1 wo ,varamati selber den ,rang einer ,gttin einnahm4 99 99 99 99 99 ,oro knnte gut ein umherwandelnder ,brahmine sein1 der den ,inseln -- wann8 die ,lehre des ,brahma brachte 7auf deren ,spuren in der australischen ,religion ich schon hinwies74 ,in der ,reinheit dieser ,lehre erwachte das maorische ,genie4 ,geister1 die fhig waren zu verstehen1 erkannten einander und vereinigten sich1 -- natrlich vllig abgesondert vom ,volk1 -- um die vorgeschriebenen ,riten auszuben4 ,aufgeklrter als die brigen ihrer ,rasse1 rissen sie bald die religise und politische ,herrschaft ber die ,inseln an sich1 sicherten sich wichtige ,vorrechte und grndeten eine starke bermacht1 die in der ,geschichte des ,inselmeers die glnzendste ,periode bildete4 ,obwohl sie des ,schreibens unkundig gewesen zu sein scheinen1 waren die ,aros wahre ,gelehrte4 ,sie verbrachten ganze ,nchte damit1 alte ,aussprche der ,gtter ,wort fr ,wort mit peinlichster ,genauigkeit zu erforschen1 und sie auszulegen erforderte eine jahrelange ,arbeit4 ,diese ihnen allein zugnglichen ,aussprche der ,gtter1 denen sie hchstens ,kommentare beifgen durften1 verschaffte den ,aros die ,sicherheit eines geistigen ,mittelpunkts1 regte sie zu gewohnheitsmigem ,nachdenken an1 berechtigte sie zu einer bermenschlichen ,mission und gab ihnen ein ,ansehen1 vor dem jeder sich beugte4 ,es gibt in unserm christlichen1 lehnspflichtigen ,mittelalter ganz hnliche ,einrichtungen wie diese1 und ich kenne nichts ,furchtbareres als jene religise und kriegerische ,gemeinschaft1 jenes ,konzil1 das im ,namen ,gottes ,urteile fllte und allmchtig ber ,leben und ,tod entschied4 ,die ,aros lehrten1 da ,menschenopfer den ,gttern wohlgefllig seien1 und opferten selber in den ,maras alle ihre ,kinder auer den ,erstgeborenen3 das ,symbol dieses blutigen ,ritus war die ,sage von den sieben ,schweinen1 die auer dem ersten1 dem heiligen ,schwein1 alle gettet wurden4 ,doch drfen wir ber diese ,barbarei nicht voreilig schelten4 ,diese grausame ,pflicht1 der so viele primitive ,vlkerschaften sich unterwarfen1 hatte tiefe ,grnde sozialer ,art und allgemeinen ,interesses4 ,bei sehr fruchtbaren ,rassen1 wie es die der ,maories einst war1 bedrohte die unbegrenzte ,vermehrung der ,bevlkerung ihre nationale wie positive ,existenz4 ,das ,leben auf den ,inseln war zwar mhelos1 und es bedurfte keines groen ,fleies1 um sich das ,notwendige zu verschaffen4 ,aber das sehr beschrnkte ,gebiet1 von dem unermelichen1 den gebrechlichen ,pirogen unzugnglichen ,ozean umgeben1 wre fr ein sich stetig vermehrendes ,volk bald unzureichend geworden4 ,das ,meer htte nicht mehr gengend ,fische geliefert und der ,wald nicht genug ,frchte4 ,eine ,hungersnot wre nicht ausgeblieben und htte1 wie sie es immer getan1 die ,anthropophagie zur ,folge gehabt4 -- ,um ,mnnermorde zu vermeiden1 beschrnkten die ,maories sich auf ,kinderopfer4 brigens war ,menschenfresserei bereits blich1 als die ,aros auftraten1 und um diese zu bekmpfen und die ,ursache aufzuheben1 fhrten sie den ,kindesmord ein1 der vielleicht als eine ,milderung der ,sitten zu bezeichnen wre1 wenn das unheimlich ,komische dieser ,behauptung auch einem ,possenschreiber zur ,belustigung dienen knnte4 ,die ,aros muten wahrscheinlich groe ,energie anwenden1 um diesen ,fortschritt durchzusetzen1 und erreichten es wohl nur dadurch1 da sie sich in den ,augen des ,volkes die volle ,autoritt der ,gtter anmaten4 ,schlielich wurde der ,kindesmord ein mchtiges ,mittel der ,zuchtwahl fr die ,rasse4 ,das furchtbare ,recht der ,erstgeburt1 ein ,recht auf das ,leben selber1 erhielt die ,kraft des ,volkes unverkrzt1 indem es von den schdlichen ,folgen erschpfter ,sfte verschont blieb4 ,es nhrte in all diesen ,kindern auch das ,bewutsein unverwstlichen ,stolzes4 ,die ,urkraft und letzte ,blte dieses ,stolzes ist es auch1 die wir noch bei den letzten ,sprlingen einer groen1 im ,aussterben begriffenen ,rasse bewundern4 ,das bestndige ,beispiel und die hufige ,wiederkehr des ,todes war schlielich eine erhabene und belebende ,lehre4 ,die ,krieger lernten ,schmerzen gering schtzen1 und die ganze ,nation fand eine wohlttige intensive ,erregung dabei1 die sie vor der tropischen ,erschlaffung und entnervender ,mattigkeit bei dem fortdauernden ,nichtstun bewahrte4 ,es ist eine historische ,tatsache1 da der ,niedergang der ,maories mit dem gesetzlichen ,verbot der ,opfer begann1 und da sie von da an allmhlich jede moralische ,kraft und physische ,fruchtbarkeit verloren4 ,sollte dies auch nicht die ,ursache davon sein1 so gibt das ,zusammentreffen doch zu denken4 ,und vielleicht haben die ,aros die tiefe ,bedeutung und symbolische ,notwendigkeit des ,opfers verstanden 444 ,die ,prostitution war ihnen eine heilige ,pflicht4 ,bei uns hat sich das gendert4 ,auch hat sie auf ,tahiti keineswegs aufgehrt1 seit wir es mit den ,wohltaten unserer ,zivilisation berhuft haben3 sie blht fort4 ,aber sie ist weder ,pflicht noch geheiligt1 sondern nur ohne ,gre und entschuldbar4 ,die geistliche ,wrde ging vom ,vater auf den ,sohn ber1 dessen ,einweihung schon im ,kindesalter begann4 ,die ,gesellschaft war ursprnglich in zwlf ,logen geteilt1 deren ,gromeister die zwlf obersten ,aros waren4 ,dann kamen die ,wrdentrger zweiten ,ranges und endlich die ,lehrjnger4 ,die verschiedenen ,grade unterschieden sich durch besondere ,ttowierungen auf den ,armen1 an den ,seiten1 den ,schultern1 ,beinen und ,kncheln4 99 99 99 99 99 ,der ,matamua der ,aros1 eine maorische ,szene bei der feierlichen ,einsetzung eines ,knigs in alter ,zeit3 ,der neue ,herrscher verlt1 in prchtige ,gewnder gekleidet und von den ,vornehmsten der ,inseln umgeben1 seinen ,palast4 ,vor ihm schreiten die ,gromeister der ,aros mit seltenen ,federn im ,haar4 ,er begibt sich mit seinem ,gefolge zum ,mara4 ,als die ,priester1 die ihn an der ,schwelle erwarten1 seiner ansichtig werden1 verknden sie unter lautem ,trompetenschall und ,trommelschlag1 da die ,zeremonie beginnt4 ,dann beim ,eintritt in den ,tempel mit dem ,knig legen sie ein ,menschenopfer1 einen ,leichnam1 vor das ,bild des ,gottes4 ,der ,knig spricht und singt mit den ,priestern vereint ,gebete1 worauf der ,priester das ,opfer beider ,augen beraubt4 ,er bietet das rechte ,auge dem ,gotte dar und das linke dem ,knig2 dieser ffnet den ,mund1 wie um das blutige ,auge zu verschlingen1 aber der ,priester zieht es zurck und legt es wieder zu dem ,krper#f4 ,nun wird die ,statue des ,gottes auf eine geschnitzte1 von ,priestern getragene ,bahre gestellt4 ,auf den ,schultern der beiden ,oberpriester sitzend1 folgt der ,knig dem ,gtzenbild1 von den ,aros wie zu einer ,abreise begleitet1 bis zum ,ufer des ,meeres4 ,auf dem ganzen ,wege fahren die ,priester fort die ,trompete zu blasen1 die ,trommel zu schlagen4 ,die ,menge geht ehrfurchtsvoll und still hinterher4 ,an der ,bucht wiegt sich die heilige1 zu dieser ,feier mit grnen ,zweigen und ,blumen geschmckte ,piroge4 ,zuerst wird das ,gtzenbild darin untergebracht1 dann der ,knig seiner ,gewnder entledigt1 und die ,priester geleiten ihn in das ,meer1 wo die ,atuas-,mao 7,gtter-,haie7 ihn in den ,fluten waschen und liebkosen4 ,so zum andernmal vom ,ku des ,meeres im ,beisein des ,gottes geweiht1 wie zuvor das erstemal in dessen ,tempel1 besteigt der ,knig die heilige ,piroge1 wo der ,oberpriester ihn mit dem maro oro umgrtet und um sein ,haupt das tao mata1 die ,binden der ,herrschaft1 windet4 ,vorn im ,boot stehend zeigt der ,knig sich nun dem ,volk4 ,und dieses bricht bei dem ,anblick endlich das lange ,schweigen1 und berall ertnt der feierliche ,ruf3 -- ,mava ,arii 7,es lebe der ,knig76 ,nachdem der erste laute ,jubel sich gelegt hat1 wird der ,knig auf das heilige ,lager gebettet1 wo eben das ,gtzenbild geruht1 und alle kehren auf demselben ,wege1 fast in derselben ,reihenfolge wie vorher1 zum ,mara zurck4 ,wieder tragen die ,priester das ,gtzenbild und die ,oberpriester den ,knig1 und der ,zug wird abermals mit ,musik und ,tanz erffnet4 ,das ,volk folgt hinterher4 ,aber jetzt rufen sie1 ihrer ,freude berlassen1 fortwhrend3 -- ,mava ,arii6 ,das ,gtzenbild wird feierlich auf seinen ,altar zurckgestellt4 ,und damit schliet die religise ,feier4 ,nun soll das ,volksfest seinen ,anfang nehmen4 ,wie den ,gttern im ,tempel und der ,natur im ,meer1 wird der ,knig sich dem ,volke weihen#g4 -- ,auf ,matten gebettet mu der ,knig jetzt die hchste ,huldigung des ,volkes entgegennehmen4 ,die frenetische ,huldigung eines wilden ,volkes4 ,eine ganze ,menge in ,bezeigung ihrer ,liebe fr einen ,menschen1 und dieser ,mensch ist der ,knig4 ,groartig bis zum ,schrecken1 bis zum ,entsetzen ist dieses ,schauspiel zwischen der ,menge und dem einen ,menschen4 ,morgen wird er ,herr sein1 er wird nach ,belieben mit ,geschicken schalten1 ber die er zu bestimmen hat1 und die ganze ,zukunft ist sein6 ,der ,menge gehrt nur diese eine ,stunde4 ,vllig nackt1 in lasziven ,tnzen umkreisen ,mnner und ,frauen den ,knig und bemhen sich1 gewisse ,teile seines ,krpers mit gewissen ,teilen des ihren zu streifen1 eine ,berhrung ist dabei nicht immer zu vermeiden4 ,und die ,raserei des ,volkes steigert sich bis zur ,tollheit4 ,die ganze friedliche ,insel hallt von furchtbarem ,geschrei wieder1 und der hereinbrechende ,abend zeigt das phantastische ,bild einer verzckten wahnsinnigen ,menge4 ,aber pltzlich schmettert der ,klang der heiligen ,trompeten und ,trommeln4 ,die ,huldigung ist zu ,ende1 zu ,ende das ,fest1 das ,signal zum ,rckzug ertnt4 ,selbst die ,rasendsten gehorchen1 alles beruhigt sich1 und jh tritt absolute ,stille ein4 ,der ,knig erhebt sich und kehrt feierlich1 majesttisch1 von seinem ,gefolge geleitet1 in seinen ,palast zurck4 99 99 99 99 99 ,seit etwa vierzehn ,tagen wimmelte es von sonst selten auftretenden ,fliegen1 die unertrglich wurden4 ,aber die ,maories freute es1 denn die ,thunfische und andere ,fische stiegen vom ,grunde an die ,oberflche4 ,die ,fliegen kndigten die ,zeit des ,fischfangs1 die ,zeit der ,arbeit an4 ,man vergesse nicht1 da ,arbeit auf ,tahiti ein ,vergngen ist4 ,jeder prfte die ,haltbarkeit seiner ,netze und seine ,angeln4 ,frauen und ,kinder halfen mit ungewhnlichem ,eifer ,netze oder vielmehr lange ,gitter von ,kokosnublttern an den ,strand und auf die ,korallenriffe zwischen ,land und ,klippen schleppen4 ,auf diese ,art werden gewisse ,kderfischchen gefangen1 die am schmackhaftesten fr die ,thunfische sind4 ,als die ,vorbereitungen beendet waren1 was etwa drei ,wochen in ,anspruch genommen hatte1 wurden zwei groe1 miteinander verbundene ,pirogen aufs ,meer gelassen1 an denen vorn eine sehr lange1 mit einem ,angelhaken versehene ,stange angebracht war1 die mittels zweier hinten befestigter ,taue schnell gehoben werden konnte4 ,sobald der ,fisch angebissen hat1 wird er sofort herausgezogen und in dem ,fahrzeug untergebracht4 ,eines schnen ,morgens zogen wir 7ich war -- natrlich -- mit bei dem ,fest7 aufs ,meer hinaus und hatten die ,klippenreihe bald glcklich hinter uns4 ,wir wagten uns ziemlich weit hinaus4 ,ich sehe noch eine ,schildkrte1 die uns1 den ,kopf berm ,wasser1 im ,vorberfahren nachschaute4 ,die ,fischer waren alle in frhlicher ,stimmung und ruderten eifrig4 ,wir kamen den ,grotten von ,mara#h gegenber an eine ,stelle1 ,thunloch genannt1 wo das ,wasser sehr tief ist4 ,dort1 sagt man1 schlafen die ,thunfische nachts in einer ,tiefe1 die den ,haifischen unerreichbar ist4 ,nach ,fischen sphend1 schwebte eine ,wolke von ,seevgeln ber dem ,loch4 ,sobald einer an der ,oberflche erscheint1 stoen die ,vgel mit unglaublicher ,geschwindigkeit darauf herab und steigen mit einem ,bissen im ,schnabel wieder in die ,hhe4 ,so herrscht im ,meer und in der ,luft1 selbst in unseren ,pirogen nur der ,gedanke an ,blut und ,mord4 ,als ich meine ,gefhrten fragte1 warum sie nicht eine lange ,angelschnur in das ,thunloch hinunterlieen1 erwiderten sie1 da es unmglich sei1 es wre ein geheiligter ,ort3 -- ,der ,gott des ,meeres wohne da4 ,ich vermutete eine ,sage dahinter und lie sie mir erzhlen4 99 99 99 99 99 ,roa ,hatou1 eine ,art tahitischer ,neptun1 schlief auf dem ,meeresgrund an dieser ,stelle4 ,ein ,maorie war einst so tollkhn dort zu fischen1 und da sein ,angelhaken sich in den ,haaren des ,gottes verfing1 erwachte dieser4 ,zornig stieg er an die ,oberflche1 um zu sehen1 wer die ,khnheit gehabt1 seine ,ruhe zu stren1 und als er sah1 da der ,schuldige ein ,mensch war1 beschlo er die ganze ,menschenrasse zu vertilgen1 um die ,ruchlosigkeit des einen zu shnen4 ,der ,strafe entging jedoch -- durch unerklrliche ,nachsicht -- gerade der ,missetter selber4 ,der ,gott gebot ihm1 mit seiner ganzen ,familie auf den ,toa ,marama zu gehen1 nach einigen eine ,insel oder ein ,berg1 nach andern eine ,piroge oder ,arche4 ,als der ,fischer sich mit den ,seinen an den bezeichneten ,ort begeben hatte1 begannen die ,wasser des ,meeres zu steigen4 ,sie bedeckten allmhlich selbst die hchsten ,gipfel1 und alles ,lebende bis auf jene1 die sich zum ,toa ,marama geflchtet hatten1 kam darin um4 ,spter bevlkerten sie die ,insel aufs neue#i4 99 99 99 99 99 ,wir lieen also das ,thunloch hinter uns1 und der ,fhrer der ,piroge bezeichnete einen ,mann1 der die ,stange ins ,meer lassen und die ,angel auswerfen mute4 ,lange ,minuten wurde gewartet1 kein ,thunfisch bi an4 ,ein anderer ,ruderer kam an die ,reihe1 und diesmal bi ein prachtvoller ,thunfisch an und bog die ,stange hinunter4 ,vier krftige ,arme hoben sie empor1 indem sie die ,taue hinten anzogen1 und der ,fisch erschien an der ,oberflche4 ,aber gleichzeitig schnellte ein riesiger ,hai ber die ,wogen3 ein paar furchtbare ,bisse1 und wir hatten nichts weiter am ,angelhaken als einen abgetrennten ,kopf4 ,nun gab der ,fhrer mir ein ,zeichen1 und ich warf die ,angel aus4 ,nach ganz kurzer ,zeit fischten wir einen riesenhaften ,thunfisch4 -- ,ohne es viel zu beachten1 hrte ich meine ,nachbarn unter sich kichern und tuscheln4 -- ,das durch ,stockschlge auf den ,kopf gettete ,tier wand sich auf dem ,boden des ,fahrzeuges1 und sein ,leib1 jetzt einem schillernden ,spiegel gleich1 entsandte tausend blitzende ,strahlen4 ,ein zweites ,mal hatte ich ebenfalls ,glck4 ,meine ,gefhrten beglckwnschten mich frhlich1 nannten mich einen ,glckspilz1 und in meinem ,stolz widersprach ich nicht4 ,aber in dem einstimmigen ,lob unterschied ich1 wie bei meinem ersten ,versuch1 ein unerklrliches ,lachen und ,getuschel4 ,das ,fischen whrte bis zum ,abend4 ,als der ,vorrat der kleinen ,kderfische erschpft war1 entzndete die ,sonne rote ,flammen am ,horizont1 und unser ,fahrzeug war mit zehn prchtigen ,thunfischen beladen4 ,wir bereiteten uns zur ,rckfahrt vor4 ,whrend alles instandgesetzt wurde1 fragte ich einen jungen ,burschen nach dem ,sinn der ganz leise gewechselten ,worte und nach dem ,lachen1 das beide ,male meinen ,fang begleitet hatte4 ,er weigerte sich zu antworten4 ,aber ich lie nicht nach1 denn ich wute1 wie gering die ,widerstandskraft des ,maorie ist und wie bald er energischem ,drngen nachgibt4 ,schlielich vertraute er mir an3 ,wem der ,thunfisch in den ,angelhaken beit -- und meine hatten das beide getan1 -- dem ist zu ,haus die ,vahina untreu4 ,ich lchelte unglubig4 ,und wir kehrten zurck4 ,die ,nacht bricht in den ,tropen schnell herein4 ,es galt ihr zuvorzukommen4 ,zweiundzwanzig muntere ,pageien 7schaufelartige ,ruder7 tauchten gleichzeitig ins ,wasser1 und um sich anzufeuern1 stieen die ,ruderer im ,takt dazu laute ,rufe aus4 ,unsere ,piroge hinterlie eine phosphorleuchtende ,furche4 ,mir war zumute wie auf einer tollen ,flucht3 die ergrimmten ,herrscher des ,ozeans verfolgten uns1 und um uns schnellten1 wie phantastische ,scharen unbestimmter ,gestalten1 die aufgeschreckten1 neugierigen ,fische empor4 ,in zwei ,stunden erreichten wir die uersten ,klippen4 ,die ,brandung ist dort gewaltig1 und die ,fahrt des ,seegangs wegen gefhrlich4 ,es ist kein ,leichtes1 die ,piroge richtig vor die ,sandbank zu steuern4 ,aber die ,eingeborenen sind gewandt1 und ich verfolgte mit lebhaftem ,interesse1 jedoch nicht ganz ohne ,furcht1 die ,operation1 die glnzend vonstatten ging4 ,vor uns war das ,land von lohenden ,feuern erhellt1 -- es waren enorme ,fackeln von ,zweigen des ,kokosnubaumes4 ,der ,anblick der auf dem ,sande am ,ufer des beleuchteten ,meeres lagernden ,fischerfamilien war wunderbar4 ,einige saen reglos da1 andere liefen1 die ,fackeln schwingend1 den ,strand entlang1 die ,kinder sprangen hin und her1 und man vernahm in der ,ferne ihr stilles ,geschrei4 ,mit leichtem ,schwung fuhr unsere ,piroge auf den ,strand1 und die ,verteilung der ,beute begann sogleich4 ,alle ,fische wurden auf die ,erde gelegt1 und der ,anfhrer teilte sie in so viele gleiche ,teile1 wie die ,anzahl der ,personen -- ,mnner1 ,frauen und ,kinder -- betrug1 die sich am ,fischfang und dem ,fischen der ,kderfischchen beteiligt hatten4 ,es waren #cg ,teile4 ,ohne ,zeit zu verlieren1 nahm meine ,vahina ein ,beil1 spaltete ,holz damit und zndete ein ,feuer an1 whrend ich noch ein wenig ,toilette machte und mich wegen der ,nachtkhle einhllte4 ,von unseren beiden ,anteilen wurde der eine gekocht1 und den anderen bewahrte ,tehura roh auf4 ,dann fragte sie mich des langen und breiten ber die verschiedenen ,vorkommnisse beim ,fischfang aus1 und ich befriedigte willfhrig ihre ,neugierde4 ,gengsam und kindlich erheiterte sie sich an allem1 und ich beobachtete sie1 ohne sie meine geheimen ,gedanken merken zu lassen4 ,im ,grunde meiner ,seele war ohne jede ,ursache eine ,unruhe erwacht1 die nicht zu beschwichtigen war4 ,ich brannte darauf1 an ,tehura eine ,frage zu stellen -- eine gewisse ,frage 444 und es half mir nichts1 mir zu sagen3 ,wozu8 ,ich antwortete mir selber3 ,wer wei8 99 99 99 99 99 ,die ,zeit des ,schlafengehens kam heran1 und als wir beide ausgestreckt nebeneinander lagen1 fragte ich pltzlich3 -- ,bist du vernnftig gewesen8 -- ,ja4 -- ,und dein ,geliebter1 war er nach deinem ,geschmack8 -- ,ich habe keinen ,geliebten4 -- ,du lgst1 der ,fisch hat es verraten4 ,tehura erhob sich und blickte mich starr an4 ,ihr ,antlitz hatte einen seltsamen mystischen ,ausdruck majesttischer ,gre1 der mir fremd war und den ich in ihren heiteren1 fast kindlichen ,zgen nie vermutet htte4 ,die ,atmosphre in unserer kleinen ,htte hatte sich verwandelt3 ,ich fhlte1 da etwas ,erhabenes sich zwischen uns erhob4 ,und wider ,willen unterlag ich dem ,einflu des ,glaubens und erwartete eine ,botschaft von oben4 ,ich zweifelte nicht1 da sie kommen wrde1 obwohl die fruchtlosen ,bedenken unseres ,skeptizismus dieser glhenden1 wenn auch nur einem ,aberglauben geltenden ,inbrunst gegenber noch ihre ,macht auf mich ausbten4 ,tehura schlich leise zur ,tr1 um sich zu vergewissern1 da sie gut verschlossen war1 und als sie bis in die ,mitte der ,kammer zurckgekommen war1 sprach sie folgendes ,gebet3 ,rette mich6 ,rette mich6 ,es ist ,abend1 es ist ,abend der ,gtter4 ,wache ber mich1 o mein ,gott6 ,wache ber mich1 o mein ,herr6 ,behte mich vor ,betrung und schlechten ,ratschlgen4 ,bewahre mich vor einem pltzlichen ,tode1 ,vor dem ,bsen und ,verwnschungen2 ,bewahre mich vor ,streit um die ,teilung des ,landes1 ,mge ,frieden herrschen unter uns6 ,o mein ,gott1 schtze mich vor den rasenden ,kriegern6 ,hte mich vor dem1 der mich bedroht1 ,den es freut zu ngstigen1 ,vor dem1 dessen ,haar sich bestndig strubt6 ,auf da ich und mein ,geist leben knnen1 ,o mein ,gott6 ,an diesem ,abend1 wahrlich1 habe ich mit ,tehura gebetet4 ,als sie ihr ,gebet beendet hatte1 kam sie mit ,trnen in den ,augen zu mir hin und flehte mich an1 sie zu schlagen4 ,und vor dem tiefen ,ernst dieses ,antlitzes1 vor der vollkommenen ,schnheit dieser lebenden ,statue glaubte ich die von ,tehura heraufbeschworene ,gottheit selber vor mir zu sehen4 ,verflucht sei ewig meine ,hand1 wenn sie es wagte1 sich gegen ein ,meisterwerk der ,natur zu erheben6 ,sie wiederholte ihr ,flehen1 sie zu schlagen4 -- ,tust du es nicht1 so zrnst du lange und wirst krank4 ,ich kte sie4 ,und jetzt1 wo ich sie ohne ,mitrauen liebe1 so liebe1 wie ich sie bewunderte1 kamen mir die ,worte ,buddhas auf die ,lippen3 ,ja1 durch ,sanftmut mu man den ,zorn besiegen1 durch das ,gute ,bses1 und durch ,wahrheit ,lge4 ,diese ,nacht ward gttlich1 kstlicher als die anderen alle -- und strahlend erwachte der ,tag4 ,frhmorgens brachte ihre ,mutter uns einige frische ,kokosnsse4 ,mit einem ,blick befragte sie ,tehura4 ,sie wute4 ,mit feinem ,mienenspiel sagte sie zu mir3 -- ,du warst gestern auf dem ,fischfang1 ist alles gut verlaufen8 ,ich erwiderte3 -- ,ich hoffe1 bald wieder dabei zu sein4 99 99 99 99 99 ,ich war gentigt1 nach ,frankreich zurckzukehren4 ,wichtige ,familienangelegenheiten riefen mich zurck4 ,lebe wohl1 gastfreies ,land1 kstliches ,land1 ,heimat der ,freiheit und der ,schnheit6 ,zwei ,jahre lter geworden und um zwanzig ,jahre verjngt gehe ich fort1 verwilderter als ich gekommen war und doch gescheiter4 ,die ,wilden1 diese ,unwissenden1 haben den alten ,kulturmenschen vieles gelehrt1 vieles in der ,kunst zu leben und glcklich zu sein3 ,vor allem haben sie mich gelehrt1 mich selber besser zu kennen1 ich habe von ihnen nur tiefste ,wahrheit gehrt4 ,war das dein ,mysterium1 du geheimnisvolle ,welt8 ,du hast mir ,licht gebracht1 und ich bin gewachsen in der ,bewunderung deiner antiken ,schnheit1 der unvergnglichen ,jugend der ,natur4 ,das ,verstndnis und die ,liebe zu der ,seele deiner ,menschen1 zu dieser ,blume1 die aufhrt zu blhen1 und deren ,duft niemand mehr einatmen wird1 hat mich besser gemacht4 99 99 99 99 99 ,als ich den ,quai verlie1 um an ,bord zu gehen1 sah ich ,tehura zum letztenmal4 ,sie hatte ,nchte hindurch geweint1 jetzt sa sie erschpft und traurig1 aber ruhig mit herabhngenden ,beinen auf einem ,stein1 und ihre starken1 festen ,fe berhrten das schmutzige ,wasser4 ,die ,blume1 die sie am ,morgen hinters ,ohr gesteckt hatte1 war welk auf ihre ,knie herabgefallen4 ,hier und dort starrten andere1 wie sie1 matt1 schweigend1 dster1 gedankenlos1 auf den dichten ,qualm des ,schiffes1 das uns alle fr immer weit fort tragen sollte4 ,und von der ,schiffsbrcke aus glaubten wir1 whrend wir uns immer weiter entfernten1 mit dem ,fernglas auf ihren ,lippen noch lange jene alten maorischen ,verse zu lesen3 ,ihr leisen ,winde von ,sd und ,ost1 ,die ein zrtlich ,spiel ber meinem ,haupte vereint1 ,eilt schnell zur nchsten ,insel hin4 ,dort findet ihr im ,schatten seines ,lieblingsbaumes ,ihn1 der mich verlassen hat4 ,sagt ihm1 da ihr in ,trnen mich gesehn4 ,funoten #a ,paro -- ,grtel1 einziges ,kleidungsstck der ,eingeborenen4 #b ,leichtes1 aus einem ,stamm gemachtes ,fahrzeug der ,wilden4 #c ,tupapas -- ,geister von ,verstorbenen1 ,kobolde und ,nachtgespenster4 #d ,vivo -- ,musikinstrument4 #e ,dieser ,mahoi scheint ebenso wie ,roa1 der die ,sterne schuf1 derselbe wie ,taaroa4 ,es sind wahrscheinlich verschiedene ,namen desselben ,gottes4 #f ,die symbolische ,bedeutung dieses ,ritus1 das klare ,verbot der ,anthropophagie1 ist nicht zu verkennen4 #g ,es ist zu befrchten1 da die ,missionare 7von denen diese berlieferungen stammen7 zu einem leicht zu erratenden ,zweck1 in diesem wie vielen anderen ,punkten1 die ,vorfahren ihrer ,pfarrkinder verleumdet haben4 ,aber trotz alles ,brutalen1 ,grotesken und vielleicht ,abstoenden wird man doch zugeben mssen1 da dieser merkwrdige ,ritus nicht einer eigentmlichen ,schnheit entbehrt4 #h ,das ,wort ,mara kommt in der ,sprache der ,buddhisten vor1 wo es ,tod bedeutet und1 davon abgeleitet1 ,snde4 #i ,die ,legende ist eine der vielen maorischen ,erklrungen der ,sintflut4 ,neue ,auflagen im ,verlage ,bruno ,cassirer1 ,berlin ,,otto ,,braun3 ,,aus ,,nachgelassenen ,,schriften ,,eines ,,fr,,hvollendeten #af4 bis #de4 ,tausend ,,fedor ,,dostojewski3 ,,der ,,idiot ,erste vollstndige deutsche ,ausgabe von ,august ,scholz #h4 und #i4 ,aufl4 -- ,in ,ganzleinen gebunden mit einer ,lithographie ,,fedor ,,dostojewski3 ,,der ,,gatte ,deutsche ,ausgabe von ,august ,scholz #f4 bis #i4 ,tausend -- ,in ,halbleinen gebunden ,,die ,,seele ,,russlands ,aus den ,romanen von ,fedor ,dostojewski herausgegeben und eingeleitet von ,karl ,scheffler1 deutsch von ,august ,scholz ,in ,halbleinen gebunden mit einer ,lithographie von ,otto ,mller ,,vincent ,,van ,,gogh3 ,,briefe ,mit #af ,abbildungen -- #h4 und #i4 ,auflage ,in ,japankreppapier gebunden ,,iwan ,,gontscharow1 ,,gesammelte ,,werke ,vier ,bnde in ,ganzleinen ,buchschmuck und ,entwurf des ,einbandes von ,professor ,wei ,band ,i3 ,,eine ,,allt,,gliche ,,geschichte ,band ,,ii3 ,,oblomow ,band ,,iii_/,,iv3 ,,die ,,schlucht1 ,zwei ,bnde ,anmerkungen zur ,transkription ,funoten wurden am ,ende des ,buches gesammelt4 ,offensichtliche ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,weitere nderungen sind hier aufgefhrt 7vorher_/nachher73 ,s4 #da3 444 deren ,bewohner noch nach altem maorischem ,brauch 444 444 dessen ,bewohner noch nach altem maorischem ,brauch 444 ,s4 #fj3 444 ,hochzeit1 legal und religis1 wie die ,missionare so den 444 444 ,hochzeit1 legal und religis1 wie die ,missionare sie den 444 ,s4 #gc3 444 fernstehende ,geister1 vermitteln sie nach der ,schpfungsfrage 444 444 fernstehende ,geister1 vermitteln sie nach der ,schpfungssage 444