,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #ahif erschienenen ,buchausgabe so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und altertmliche ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert2 fremdsprachliche ,zitate wurden nicht korrigiert4 ,einige ,abbildungen wurden zwischen die ,abstze verschoben und zum ,teil sinngem gruppiert1 um den ,textfluss nicht zu beeintrchtigen4 ,das ,original wurde in ,frakturschrift gesetzt4 ,besondere ,schriftschnitte wurden mit ,hilfe der folgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 ,unterstrichen3 ,unterstriche ,fettdruck3 ,gleichheitszeichen gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,tilden ,liebhaber-,ausgaben ,illustration ,knstler-,monographien ,in ,verbindung mit ,andern herausgegeben von ,h4 ,knackfu ,,xvii ,holbein der jngere ,bielefeld und ,leipzig ,verlag von ,velhagen ,klasing #ahif ,holbein der jngere ,von ,h4 ,knackfu ,mit #aea ,abbildungen von ,gemlden1 ,zeichnungen und ,holzschnitten ,zweite ,auflage ,illustration ,bielefeld und ,leipzig ,verlag von ,velhagen ,klasing #ahif ,von diesem ,werke ist fr ,liebhaber und ,freunde besonders luxuris ausgestatteter ,bcher auer der vorliegenden ,ausgabe eine numerierte ,ausgabe veranstaltet1 von der nur #ajj ,exemplare auf ,extra-,kunstdruckpapier gedruckt sind4 ,jedes ,exemplar ist in der ,presse sorgfltig numeriert 7von #a-ajj7 und in einen reichen ,ganzlederband gebunden4 ,der ,preis eines solchen ,exemplars betrgt #bj ,m4 ,ein ,nachdruck dieser ,ausgabe1 auf welche jede ,buchhandlung ,bestellungen annimmt1 wird nicht veranstaltet4 ,die ,verlagshandlung4 ,druck von ,fischer ,wittig in ,leipzig4 ,illustration3 ,bildnis eines ,unbekannten4 ,deckfarbenmalerei4 ,im knigl4 ,kupferstichkabinett zu ,berlin4 ,illustration3 ,die ,knaben ,prosy und ,hanns ,holbain1 gezeichnet von ihrem ,vater1 ,hans ,holbein dem lteren2 oben in der ,mitte die ,jahreszahl #aeaa1 bei ,hans die ,altersangabe #ad1 die ,altersangabe bei dem lteren ,bruder ist unleserlich geworden4 ,silberstiftzeichnung im knigl4 ,kupferstichkabinett zu ,berlin4 ,hans ,holbein der jngere4 ,man pflegt ,drer und ,holbein nebeneinander zu nennen1 wenn man von dem ,hhepunkt der deutschen ,kunst der ,renaissance spricht4 ,aber man darf die beiden groen ,meister nicht unmittelbar miteinander vergleichen wollen4 ,das verbietet schon der zwischen ihnen bestehende ,altersunterschied von mehr als einem ,vierteljahrhundert4 ,das ist ein ,unterschied1 der sehr viel ausmacht in einer ,zeit1 die von so starkem treibenden ,leben erfllt war1 wie das ,jahrhundert des bergangs vom ,mittelalter zur ,neuzeit4 ,auch liegt die ,gre der beiden ,meister auf wesentlich verschiedenen ,gebieten4 ,drers schpferische ,gestaltungskraft hat kein anderer deutscher ,maler wieder erreicht4 ,an ,erfindungsgabe1 ,geist1 ,gemt und auch an ,bildung steht ,drer weit ber ,holbein4 ,aber dieser tritt uns1 was ,drer nicht thut1 als ein echter ,maler entgegen4 ,die ,farbe ist ihm nicht ein bloes ,kleid seiner ,gestaltungen2 sie ist ihm ein ,wesentliches1 ,innerliches2 sie ist ihm ,ausdrucksmittel seiner knstlerischen ,empfindungen4 ,drer ging aus einer ,schule hervor die noch halb der ,gotik angehrte1 und sein ,genius lie ihn die ,bahnen der neuen ,kunst entdecken4 ,holbein dagegen war durch nichts mit der ,kunst des ,mittelalters verbunden4 ,er wurde durch seinen ,vater ausgebildet1 und dieser stand1 als der im ,jahre #adig geborene ,knabe fhig war1 knstlerischen ,unterricht aufzunehmen und zu verarbeiten1 schon ganz auf dem ,boden der vollen1 reifen ,renaissance4 ,darum brauchen wir uns in ,holbeins ,formensprache nicht erst einzulernen2 sie ist uns unmittelbar verstndlich4 ,nur selten ist knstlerische ,begabung erblich4 ,hans ,holbein aber besa den ,kern von dem1 was ihn gro gemacht hat1 als angeborenes ,erbteil von seinem ,vater her4 ,auch dieser hie mit ,vornamen ,hans1 und zur ,unterscheidung der beiden ,maler fgt die ,kunstgeschichte dem gleichen ,namen die ,zustze der ltere8 und der jngere8 bei4 ,wenn von ,hans ,holbein schlechtweg die ,rede ist1 so ist immer der jngere gemeint4 ,aber auch ,hans ,holbein der ltere nimmt einen sehr ehrenvollen ,platz in der ,geschichte der deutschen ,kunst ein4 ,geboren zu ,augsburg1 man wei nicht1 in welchem ,jahre1 als der ,sohn eines aus der ,nachbargemeinde ,schnefeld eingewanderten ,gerbermeisters1 widmete er sich1 ebenso wie ein ,bruder von ihm mit ,namen ,siegmund1 der ,malerei4 ,seine ,werke sind vom ,jahre #adib oder #adic an nachgewiesen4 ,man gewahrt in denselben den ,einflu der ,arbeiten des groen und liebenswrdigen ,meisters ,martin ,schongauer1 dessen ,kupferstiche durch die ,welt gingen1 in dessen vielbesuchter ,werkstatt zu ,colmar aber auch denkbarerweise der ,augsburger ,maler in der ,lehre gewesen sein knnte4 ,weiter erkennt man darin eine entschiedene ,aufnahme jener ,richtung1 die von den ,werken der ,brder van ,eyck mit ihrer liebevollen ,naturnachbildung und ihrer tiefen ,farbenpoesie ausgegangen war4 ,der ,sinn fr getreue ,wiedergabe des in der ,wirklichkeit ,vorhandenen uerte sich bei dem lteren ,holbein am strksten in der ,lust und ,befhigung1 die ,mannigfaltigkeit der menschlichen ,gesichter in der ,besonderheit1 wie ein jedes sich zeigte1 zu erfassen4 ,seine ,kirchengemlde sind angefllt von ,persnlichkeiten1 denen man es ansieht1 da sie aus der ,wirklichkeit entnommen sind1 da sie die ,abbilder von ,menschen sind1 die als ,zeitgenossen des ,malers gelebt haben4 ,von besonderem ,interesse fr uns ist eine ,gruppe von ,personen1 die als ,zuschauer bei der ,taufe des ,paulus auf einem jetzt in der ,augsburger ,gemldegalerie befindlichen ,bilde angebracht sind3 da steht der ,maler selbst mit zwei ,knaben im ,alter von etwa fnf und sieben ,jahren1 seinen ,shnen ,ambrosius und ,hans2 jener1 der ltere von beiden1 durch das ,schreibzeug am ,grtel als ,schulknabe gekennzeichnet1 scheint lebhafteren ,temperaments zu sein2 der kleine ,hans macht den ,eindruck eines ruhigen1 still beobachtenden ,kindes1 aus seinem rundlichen ,gesicht blicken groe1 aufmerksame ,augen4 -- ,bildnisbestellungen waren damals in ,augsburg wohl noch etwas kaum ,bekanntes4 ,so gab der ,vater ,holbein seiner ,lust am ,portrtieren dadurch ,befriedigung1 da er die ,personen seiner ,bekanntschaft1 hoch und niedrig1 in sein ,skizzenbuch zeichnete4 ,eine ganze ,menge von solchen ,skizzenbuchblttern hat sich erhalten1 die meisten davon bewahrt das ,kupferstichkabinett des ,berliner ,museums4 ,das sind ,meisterwerke der ,bildniskunst1 sprechende ,wiedergaben von ,persnlichkeiten1 in klarer1 lebensvoller ,kennzeichnung und in feiner1 malerisch empfundener ,ausfhrung mit dem ,silberstift1 bisweilen mit ,zuhilfenahme von ,rtel und ,wei1 leicht und sicher hingezeichnet4 ,auch unter diesen ,zeichnungen finden wir die ,kpfe der beiden ,knaben wieder4 ,ein im ,berliner ,kupferstichkabinett befindliches ,blttchen1 das mit der ,jahreszahl #aeaa bezeichnet ist1 zeigt uns dieselben einander gegenbergestellt1 mit beigeschriebenen ,namen4 ,der lockige ,prosy8 erscheint hier schon als ein ,jngling2 ,hanns18 bei dem die ,altersangabe vierzehn8 beigefgt ist1 zeigt unter schlicht herabgekmmtem ,haar ein rundes ,kindergesicht1 in dem die hnlichkeit mit jenem frheren ,bildnis noch sehr gro ist4 -- ,der ,vater ,holbein wendete sich bereits im ersten ,jahrzehnt des ,,xvi4 ,jahrhunderts mit voller ,begeisterung der neuen ,kunstrichtung zu1 die von ,italien herbergebracht wurde4 ,vom ,jahre #aejh an sind ,gemlde von ihm vorhanden1 die ganz dem ,stil der ,renaissance8 angehren2 nicht nur in dem uerlichen ,sinne1 da in den ,architekturen und ,ziergebilden1 welche die ,bilder einfassen1 antikische8 ,formen an die ,stelle der gotischen getreten sind2 sondern auch dem inneren ,wesen nach1 indem die ,gestalten eine vollere ,rundung und ,weichheit der ,formen1 die ,gewnder einen freieren1 greren ,wurf und alle ,linien einen belebteren ,schwung bekommen4 ,sein in der ,mnchener ,pinakothek befindliches ,altarwerk1 der ,sebastiansaltar81 gehrt zu den ,juwelen der deutschen ,renaissancemalerei4 ,ungeachtet des ,ansehens1 das der ltere ,holbein als ,maler geno1 erging es ihm in seinem ,alter schlecht4 ,er verlie ,augsburg im ,jahre #aeag wegen unglcklicher ,vermgensverhltnisse und starb #aebd zu ,isenheim im ,elsa4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,marienbild4 lgemlde aus dem ,jahre #aead4 ,im ,museum zu ,basel4 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,die heilige ,jungfrau ,maria4 lbild im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,seine ,shne1 die er beide zu ,nachfolgern seiner ,kunst herangebildet hatte1 verlieen die ,vaterstadt schon frher und begaben sich nach ,basel4 ,hier ist die ,thtigkeit von ,hans ,holbein seit #aeae1 diejenige von ,ambrosius seit #aeaf bezeugt4 ,ambrosius ,holbein war ein bescheidenes ,talent4 ,es sind nur wenige ,gemlde von ihm vorhanden2 unter diesen nehmen zwei im ,baseler ,museum befindliche ,knabenbildnisse die erste ,stelle ein4 ,ferner werden einige ,bildniszeichnungen von ihm in der nmlichen ,sammlung und in der ,albertina zu ,wien aufbewahrt4 ,dazu kommt eine ,anzahl in ,holzschnitt vervielfltigter ,zeichnungen1 der ,mehrzahl nach reich verzierte und mit figrlichen ,darstellungen ausgestattete ,buchtitel4 ,ambrosius ,holbein mu frh gestorben sein4 ,seine ,aufnahme in die ,baseler ,malerzunft wird im ,jahre #aeag beurkundet4 ,nach #aeai aber gibt kein ,werk und keine ,urkunde mehr ,zeugnis von seinem ,dasein4 ,hans ,holbein lenkte gleich in der ersten ,zeit seiner ,anwesenheit in ,basel durch kecke und bedeutende ,arbeiten die ,aufmerksamkeit auf sich4 ,das ,museum zu ,basel besitzt als das lteste bekannte ,werk von der ,hand des jngeren ,hans ,holbein ein kleines ,marienbild1 welches mit der ,jahreszahl #aead bezeichnet ist 7,abb4 #a74 ,dieses ,bildchen ist in einem ,dorfe in der ,nhe von ,konstanz aufgefunden worden1 und die ,vermutung scheint begrndet1 da der junge ,maler dasselbe whrend seiner ,wanderschaft von ,augsburg nach ,basel angefertigt habe4 ,es ist ein kindliches1 aber ansprechendes ,werk4 ,die ,jungfrau ,maria ist sitzend1 das ,jesuskind auf dem ,schoe haltend1 dargestellt1 als ,kniestck2 sie trgt ein weies ,kleid und schwarzen ,rock1 das fein gefltelte ,kleid ist mit ,goldstickereien verziert2 ,gesicht und ,hnde und das ,kinderkrperchen sind so licht gehalten1 da ihre ,farbe dem ,weien nahe kommt4 ,dieses ,ganze von anspruchslosen ,tnen hebt sich von einem dunkelroten ,hintergrund ab1 der aber nicht unmittelbar das ,wei des ,kleides und das farblose ,fleisch berhrt1 sondern durch die ,goldfarbe der ,krone auf ,marias ,haupt und des ber ihre ,schultern flieenden ,haares davon getrennt wird4 ,um das ,bildchen ist ein gemalter ,rahmen herumgefhrt1 wie ein ,aufbau aus weiem ,stein1 in dem sich kleine ,englein1 durch schwarze ,fllungen in dem ,architekturrahmen hervorgehoben1 bewegen2 sie tragen die ,leidenswerkzeuge ,christi1 ,musikgerte und ,inschrifttfelchen4 ,aus dem oberen ,querteil dieses ,rahmens hngt ein grnes ,lorbeergewinde in den dunkelroten ,grund herab1 der auerdem noch durch zwei ,wappen belebt wird4 ,die ,formen des ,rahmens gehren vollstndig dem ,renaissancestil an4 ,aus dem reizvollen ,zusammenklang1 der in die wenigen ,farben gebracht ist1 spricht schon eine groe ,feinheit des ,farbengefhls4 ,unter den von ,holbeins ,freund ,bonifacius ,amerbach gesammelten ,werken von dessen ,hand1 die den ,grundstock des ,baseler ,museums ausmachen1 werden in dem ursprnglichen ,verzeichnis mehrere ,bilder ausdrcklich als frheste ,arbeiten des ,malers bezeichnet4 ,diese mssen also dem ersten ,jahre seines ,aufenthalts in ,basel1 #aeae1 angehren4 ,es sind zwei ,kpfe von ,heiligen und einige ,bilder aus der ,leidensgeschichte ,christi4 ,die beiden ,heiligen1 eine ,jungfrau mit ,krone und losem ,haar 7,abb4 #b7 und ein bartloser junger ,mann mit lockigen ,haaren 7,abb4 #c71 stellen wohl ,maria und ,johannes den ,evangelisten vor4 ,sie haben goldene ,heiligenscheine und hellblaue ,hintergrnde4 ,die ,tne sind auch hier gut zusammengestimmt4 ,in ,form und ,ausdruck aber verraten die sehr fleiig gemalten ,kpfe noch nicht viel von der hohen ,begabung ihres ,urhebers4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,der heilige ,johannes der ,evangelist4 lbild im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,in hherem ,mae sind die ,passionsbilder geeignet1 unsere ,aufmerksamkeit zu fesseln4 ,die aus der ,amerbachschen ,sammlung stammenden ,stcke1 denen das alte ,verzeichnis jenen ,vermerk bezglich ihrer ,entstehungszeit beigegeben hat1 stellen das letzte ,abendmahl und die ,geielung ,christi dar4 ,zu diesen sind durch sptere ,erwerbung noch drei andere in das ,baseler ,museum gelangt1 welche augenscheinlich ,bestandteile der nmlichen1 ursprnglich zweifellos noch grer gewesenen ,folge bilden3 das ,gebet am lberg1 die ,gefangennahme ,christi und die ,hndewaschung des ,pilatus4 ,die ,bilder sind nicht auf ,holztafeln1 sondern auf ,leinwand gemalt4 ,da dieses damals in ,deutschland noch ganz ungebruchlich war bei ,gemlden1 auf welche man ,wert legte1 so ist mit ,grund die ,vermutung ausgesprochen worden1 dieselben seien zu einem vorbergehenden ,zweck1 etwa zur ,ausschmckung einer ,kirche in der ,karwoche gemalt worden4 ,daraus wrde sich auch die derbe und eilfertige ,art der ,ausfhrung dieser ,bilder erklren4 ,auch glaubt man1 da die ,bilder auf den ersten ,anblick nicht den ,eindruck von ,werken ,holbeins machen1 annehmen zu mssen1 da er dieselben in der ,werkstatt eines lteren ,malers als dessen ,gehilfe ausgefhrt habe4 ,nach dieser ,annahme wrden die ,kompositionen der ,bilder wahrscheinlich nicht von ihm1 sondern von dem ,meister der ,werkstatt herrhren4 ,aber die ,kompositionen sind bedeutender1 als man sie von einem der lteren damaligen ,baseler ,maler erwarten drfte1 und in zwei ,dingen kommen die besonderen ,begabungen ,holbeins deutlich zum ,ausspruch3 in dem knstlerischen ,wert der ,farbenstimmungen und in der ,lebendigkeit und ,natrlichkeit der ,gesichter2 der ,gesichtsausdruck ist berall auerordentlich sprechend1 und wenn er hier und da an die ,grenze der bertreibung streift1 so ist das leicht erklrlich in ,bildern1 bei denen die derbe ,art der ,ausfhrung kein ,eingehen in ,feinheiten zulie4 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,das letzte ,abendmahl4 lgemlde auf ,leinwand4 ,im ,museum zu ,basel4 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,die ,geielung4 lgemlde auf ,leinwand4 ,im ,museum zu ,basel4 ,die ,darstellung des letzten ,abendmahls 7,abb4 #d7 verlegt den ,vorgang in einen ,raum von spielender1 bunter ,renaissancearchitektur -- auch diese ,architektur ist echt ,holbeinisch --2 darin ffnen sich ,durchblicke auf die dunkelblaue ,luft4 ,die ,tafel ist auf zwei rechtwinklig aneinander stoenden ,tischen gedeckt4 ,an der ,spitze des ,winkels sitzt ,christus so1 da man ihn von der ,seite sieht1 und reicht dem gelb gekleideten ,judas das ,brot ber den ,tisch herber4 ,das ,ganze hat eine sehr reiche ,farbenwirkung4 ,in einer ,art von ,laube1 die man im ,hintergrund sieht1 ist als ,nebendarstellung die ,fuwaschung des ,petrus zur ,anschauung gebracht4 -- ,das ,gebet am lberg ist in einem dsteren ,nachtstck geschildert4 ,christus wirft die ,arme in heftiger ,bewegung empor1 wie es ,drer in seiner wenige ,jahre vorher erschienenen ,kupferstichpassion vorgebildet hatte4 ,der ,engel kommt1 in khner ,verkrzung dargestellt1 kpflings vom ,himmel herab2 er ist in ein blarotes ,renaissancekostm gekleidet4 ,die ,gewnder des ,heilandes und des im ,vordergrund schlafenden ,petrus klingen in schwrzlichen ,tnen mit der allgemeinen ,nachtstimmung zusammen4 ,am ,horizont flimmert ein rtliches ,morgenlicht im ,gewlk4 ,von den ,fackeln der ,mnner1 welche im ,hintergrund das ,gartenthor durchschreiten1 geht heller ,schein aus4 ,wenn dieses ,bild im ganzen weniger ansprechend wirkt1 als die brigen1 so macht dagegen die ,schilderung des folgenden ,vorgangs1 der ,gefangennahme ,christi1 einen wahrhaft groartigen ,eindruck4 ,eine wilde ,bewegung geht durch das ,bild1 in dem1 wie blich1 die drei ,momente des ,judaskusses1 des ,ergreifens des ,verratenen und des ,schwerthiebes des ,petrus zusammengefat sind4 ,die eigentmliche ,mchtigkeit des ,farbeneindrucks beruht hauptschlich auf der ,wirkung1 in welcher der gelbe ,rock des ,judas und das graue ,eisen der ,rstungen und ,waffen der ,hscher zu einander stehen2 das ,fackellicht ist nicht zu knstlichen ,beleuchtungswirkungen benutzt4 -- ,in dem ,pilatusbilde ist die linke ,hlfte des ,gemldes1 wo der ,landpfleger in dunkelolivengrnem ,rock mit ,hermelinpelz in einer ,nische aus verschiedenfarbigem ,marmor thront und sich die ,hnde in einer goldenen ,schssel wscht1 die ihm ein ,diener in dunkelfarbiger ,kleidung hinhlt1 whrend ein anderer ,diener1 in einen hellgelben ,rock mit schwarzem ,sammetbesatz gekleidet1 aus goldener ,kanne eingiet1 zu groer ,schnheit der ,farbenstimmung durchgebildet4 ,rechts von dieser ,gruppe sieht man den ,heiland1 der von einer ,schergenschar zur ,thr hinausgeschleppt wird2 die am meisten sprechende ,farbe gibt hier der dunkelblaue ,christusrock4 -- ,die ,geielung ist in einer gewaltig eindrucksvollen ,darstellung mit wahrer ,grausamkeit gemalt 7,abb4 #e74 ,der entkleidete ,christus1 dessen ,krper mit bedeutender ,kenntnis gezeichnet ist1 ist mit einem ,strick um den ,leib an eine weie ,sule gebunden1 mit einem anderen ,strick sind seine ,hnde hoch gezogen2 unter der ,gewalt der ,schmerzen klemmt er seine ,beine krampfhaft bereinander4 ,die helle ,gestalt und die bunt gekleideten grimmigen ,henker heben sich von einer beschatteten grauen ,steinwand ab2 in der ,wand sieht man eine ,thrffnung1 durch die ,pilatus dem grlichen ,schauspiel zusieht4 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,bildnis eines ,unbekannten4 lgemlde von #aeae4 ,im ,groherzogl4 ,museum zu ,darmstadt4 ,beweglichen ,geistes vermochte ,holbein1 der hier mit so eindringlicher ,vertiefung das herbste ,leiden schilderte1 sich ebenso ausdrucksvoll auf dem ,gebiete lustigen ,humors zu bewegen4 ,davon gibt eine in der ,stadtbibliothek zu ,zrich aufbewahrte ,arbeit die erste ,probe1 die in der ersten ,hlfte des ,jahres #aeae entstanden sein mu1 da der ,besteller derselben1 ,hans ,ber1 im ,sommer dieses ,jahres als ,fhnrich mit den ,baseler ,truppen ausrckte und aus der zweitgigen blutigen ,schlacht bei ,marignano nicht heimkehrte4 ,es ist eine mit ,verbildlichungen volkstmlicher ,spe bemalte hlzerne ,tischplatte4 ,die ,hauptdarstellungen zeigen einen eingeschlafenen ,hndler1 dessen ,kram von ,affen geplndert wird1 und den ,niemand18 der an allem1 was irgendwo ,verkehrtes angerichtet worden ist1 schuld sein soll und der sich doch nicht verteidigen kann4 ,um diese ,hauptbilder zieht sich ein ,rahmen1 in dem allerlei ,kurzweil dargestellt ist3 ,kampfspiele1 ,jagden1 ,fischfang1 ,bad1 ,schmauserei und ,mdchenfang4 ,dazu sind verschiedene kleine ,dinge1 ein ,brief1 eine ,brille1 ,schreibgerte und dergleichen1 so auf den ,tisch gemalt1 als ob sie wirklich dort lgen4 ,diese ,zuthaten bezwecken den ,scherz der ,augentuschung durch die ,krperhaftigkeit der ,malerei4 ,noch im ,,xvii4 ,jahrhundert war diese ,tischplatte ein weit berhmtes ,werk2 spter in ,vergessenheit geraten1 wurde sie erst im ,jahre #ahga wieder entdeckt1 leider in schwer beschdigtem ,zustand4 ,im ,jahre #aeae trat ,holbein auch schon als ,bildnismaler auf4 ,das ,museum zu ,darmstadt bewahrt das halblebensgroe ,brustbild eines jungen ,mannes1 welches mit dieser ,jahreszahl und den ,buchstaben ,h4 ,h4 bezeichnet ist4 ,der unbekannte ,jngling ist in scharlachrotes ,tuch gekleidet1 eine ,mtze aus demselben ,stoff sitzt auf seinem blonden ,haar2 den ,hintergrund bildet ein lichtblauer ,luftton4 ,in einem khnen ,wagnis hat der junge ,maler hier seine ,farbenkunst auf die ,probe gestellt2 und es ist ihm wohl gelungen 7,abb4 #f74 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,schlubild zu ,erasmus' ,lob der ,narrheit84 7,die ,narrheit steigt vom ,katheder herunter47 ,federzeichnung in dem ,handexemplar des ,erasmus1 im ,museum zu ,basel4 ,illustration3 ,abb4 #h4 ,buchverzierung mit der ,geschichte des ,tantalus4 ,im ,text ,zierbuchstabe mit ,simson und ,delila4 ,holzschnitte4 ,illustration3 ,abb4 #i4 ,das ,bcherzeichen des ,johannes ,froben4 ,holzschnitt4 ,eine andere1 ganz eigenartige ,arbeit ,holbeins aus dem nmlichen ,jahre lehrt uns ihn als einen ,meister schnell fertiger ,erfindung kennen4 ,das sind seine ,randzeichnungen zu dem ,lob der ,narrheit8 des ,erasmus von ,rotterdam4 ,erasmus war im ,jahr #aeac zum erstenmal nach ,basel gekommen1 um mit dem berhmten ,buchdrucker ,johannes ,froben ber die ,verffentlichung seiner ,sammlung von ,sprichwrtern und seiner ,ausgabe des ,neuen ,testaments zu verhandeln4 ,seitdem verweilte der hoch gefeierte ,gelehrte alljhrlich lngere ,zeit in ,basel4 ,bei ,froben erschien auch im ,jahre #aead das in lateinischer ,sprache1 aber in volkstmlichem ,sinne geschriebene scharf satirische ,buch ,encomion morias8 7,lob der ,narrheit74 ,in einem ,exemplare dieses ,buches1 welches fr den eigenen ,gebrauch des ,verfassers bestimmt war1 zeichnete ,holbein auf die etwa fnf ,centimeter breiten ,rnder #hb ,bildchen4 ,er fhrte diese ,arbeit1 wie in einem auf dem ,titelblatt eingetragenen ,vermerk bekundet wird1 in der ,zeit von zehn ,tagen aus1 damit ,erasmus sich daran ergtze4 ,aus einer anderen ,notiz erfahren wir1 da diese ,illustrationen gegen das ,ende des ,jahres #aeae angefertigt wurden4 ,unbekannt bleibt1 ob dieselben ihre ,entstehung einem ,wunsche des ,erasmus selbst verdanken oder ob etwa ein ,freund sie als ,geschenk fr diesen bestellte4 ,das kostbare ,buch befindet sich jetzt unter den ,holbeinschtzen des ,baseler ,museums4 ,die ,zeichnungen1 mit der ,feder in flotten1 sicheren ,strichen ohne lange berlegung hingeworfen1 illustrieren mit ,witz und gesundem ,humor die nebenstehenden ,textstellen oder die erluternden ,randglossen4 ,die ,einleitung bildet eine ,darstellung der ,moria8 7,narrheit71 die in ,gestalt eines mit der ,schellenkappe bekleideten jungen ,weibes den ,lehrstuhl besteigt1 um ihr eigenes ,lob zu verknden4 ,in der mannigfaltigsten ,weise hat dann der ,zeichner aus dem ,text und den ,randbemerkungen herausgezogen1 was ihm gerade zur ,verbildlichung geeignet erschien4 ,seine ,einflle erfaten nicht immer den ,kern der ,sache1 sondern hufig gab ihm eine blo zufllig vorkommende ,redensart den ,gedanken zu einer ,zeichnung ein2 so hat er zum ,beispiel zu einer ,stelle1 wo der sprichwrtliche ,ausdruck von einer ,sache so viel verstehen1 wie der ,esel vom ,lautenspiel8 gebraucht wird1 einen ,esel gezeichnet1 der mit dem kstlichsten ,ausdruck einem ritterlichen ,harfner gegenbersteht und dessen ,spiel mit seiner schnen ,stimme begleitet4 ,die in den ,glossen enthaltenen ,erklrungen zu den im ,text vorkommenden mythologischen ,anspielungen haben ihn ganz besonders gereizt zu mutwillig launigen ,darstellungen1 welche die ,gttergeschichten ins ,lcherliche ziehen4 ,eine sprechende ,probe von der ,lebhaftigkeit des ,geistes1 mit welcher ,holbein ,bildstoffe in den ,worten fand1 gibt die ,zeichnung zu einer ,stelle1 wo der mittelalterliche ,theologe ,nikolaus de ,lyra erwhnt wird2 hier hat der bloe ,name gengt1 um ihm einen ,bildgedanken einzugeben3 der fromme und gelehrte ,herr sitzt mit einem ,leierkasten neben seinem ,pult4 ,einmal nennt ,erasmus seinen eigenen ,namen im ,text4 ,da hat ,holbein auch ihn in seiner ,studierstube sitzend an den ,rand gezeichnet und den ,namen ,erasmus gro dazu geschrieben4 ,das ,bildchen enthlt nichts ,boshaftes1 aber der ,gelehrte hat sich doch an dem jungen ,knstler fr den ,scherz1 das ,abbild seiner eigenen ,person unter die ,witzbildchen gebracht zu haben1 gercht3 auf der folgenden ,seite steht bei der ,zeichnung eines feisten ,schwelgers1 der bei ,weib und ,wein die ,lehren des ,epikurus befolgt1 der ,name ,holbein von der ,hand des ,erasmus beigeschrieben4 ,man braucht aus diesem ,scherz gegen ,scherz nicht gleich zu folgern1 da der junge ,holbein ein besonderer ,wstling gewesen wre2 aber das folgt daraus1 da zwischen den beiden ,mnnern1 von denen der eine auf der ,hhe des ,ruhmes1 der andere erst an der ,schwelle seiner ,laufbahn sich befand1 schon ein freundschaftliches ,verhltnis bestand1 das dem jungen ,knstler zur groen ,ehre gereichen mute4 ,die grte ,mehrzahl der ,randzeichnungen beschftigt sich natrlich mit den ,thorheiten selbst1 die den ,menschen aller ,stnde anhaften1 und in diesen bildlichen ,verspottungen menschlichen ,dnkels erweist der ,knstler sich als dem ,verfasser der ,satire ebenbrtig in ,bezug auf treffende ,darstellung4 ,das ,schlubild zeigt wieder die ,moria selbst1 wie sie1 nachdem sie den ,hrern ,lebewohl gesagt1 die ihr mit den verschiedensten ,gesichtern nachsehen1 vom ,lehrstuhl herabsteigt 7,abb4 #g74 ,das berraschendste an all diesen kleinen flchtigen ,zeichnungen ist neben ihrer frischen ,munterkeit die ,schrfe der mit so wenigen ,strichen gegebenen ,charakteristik4 ,illustration3 ,abb4 #aj4 ,das ,aushngeschild eines ,schulmeisters4 lmalerei von #aeaf4 ,im ,museum zu ,basel4 ,illustration3 ,abb4 #aa4 ,das ,aushngeschild eines ,schulmeisters4 lmalerei von #aeaf4 ,im ,museum zu ,basel4 ,die ,bekanntschaft mit ,erasmus verdankte ,holbein ohne ,zweifel dem ,buchdrucker ,froben4 ,dieser berhmte ,verleger gab dem jungen ,knstler bald nach dessen ,ankunft in ,basel ,beschftigung1 indem er ihn ,holzzeichnungen zur ,druckausstattung von ,bchern anfertigen lie4 ,eine mit ,hans ,holbeins ,namen bezeichnete ,titeleinfassung1 bestehend aus einem ,renaissancegehuse1 das von ,putten belebt ist1 und auf dessen ,sockel ,tritonen wie in ,relief dargestellt sind1 kommt in den ,ausgaben verschiedener ,bcher aus dem ,jahre #aeae und der ,folgezeit vor4 ,dann folgen von #aeaf an verschiedene ,umrahmungen1 in denen ,figurendarstellungen die ,hauptsache sind2 da werden die ,geschichten von ,mucius ,scvola1 von ,marcus ,curtius1 von ,kleopatra1 die ,sage von ,tantalus und ,pelops 7,abb4 #h7 und andere klassische ,erzhlungen1 die in jenem ,zeitalter des ,humanismus wieder neues ,leben bekommen hatten1 dem ,beschauer vorgefhrt4 ,es ist bemerkenswert1 da ,holbein hier schon anstatt der ,tracht seiner ,zeit antikes ,kostm angewendet hat1 dessen ,kenntnis die ,kupferstiche des ,mantegna ihm zutrugen4 ,dazu kommt ein ,titelrahmen mit der vom ,mittelalter her beliebten ,verbildlichung von der ,weibermacht2 ,paris1 ,pyramus1 ,david und ,salomon sind als ,beispiele der dem ,weibe unterliegenden ,mnner vorgefhrt4 ,auer ganzen ,titeleinfassungen zeichnete ,holbein auch einzelne ,zierleisten1 figurengeschmckte ,alphabete und einzelne ,buchstaben fr den ,buchdruck2 ferner die auf dem ,titel oder am ,schlu des ,buches anzubringenden ,verlagszeichen 7,signete71 nicht nur des ,froben1 sondern auch anderer ,drucker4 ,das ,verlagszeichen des ,johannes ,froben war ein von zwei ,hnden gehaltener ,merkursstab1 auf dessen ,knopf zwischen den ,kpfen der beiden ,schlangen eine ,taube sitzt4 ,auf dem groen ,bcherzeichen 7,ex-libris7 ,frobens 7,abb4 #i7 sehen wir dieses ,signet auf einem ,schild angebracht1 der von ,putten in einem reichen ,renaissancegehuse gehalten wird2 leider wird das hbsch erfundene ,blttchen durch die mangelhafte ,schnittausfhrung verunstaltet4 berhaupt ist der ,schnitt dieser frhen ,holzzeichnungen ,holbeins recht unvollkommen2 der ,strich der ,knstlerhand erscheint manchmal sehr entstellt4 ,bei mehreren der ,bltter1 die keine ,namensbezeichnung tragen1 bleibt es zweifelhaft1 ob ,hans ,holbein oder sein auf demselben ,gebiete thtiger ,bruder ,ambrosius der ,urheber ist4 -- ,das ,frobensche ,signet hat ,hans ,holbein auch einmal in grerem ,mastab1 sozusagen als ,bild1 ausgefhrt1 in ,wasserfarbenmalerei auf ,leinwand4 ,dieses ,blatt1 das sich in der ,handzeichnungensammlung des ,baseler ,museums befindet1 ist ein ,muster guten ,geschmacks2 in klarer1 einfacher ,zeichnung1 die mit wenigen ,tnen angelegt ist1 erzielt es die trefflichste dekorative ,wirkung4 ,der ,stab mit ,schlangen und ,tauben schwebt1 von ,hnden1 deren ,ursprung in ,wolken verschwindet1 gehalten1 hell vor einem dunkelblauen ,grund1 unter einer ,bogenarchitektur mit kurzen ,sulen1 deren ,kapitelle die korinthische ,form haben und deren ,schfte1 dunkelrot mit ausgesparten ,lichtern1 den ,eindruck glnzend polierten ,marmors machen4 ,illustration3 ,abb4 #ab4 ,der ,brgermeister ,jakob ,meyer zum ,hasen4 ,zeichnung in ,silberstift und ,rtel4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,der junge ,maler nahm jeden ,auftrag an1 der ihm geboten wurde4 ,so malte er im ,jahre #aeaf das ,aushngeschild eines ,schulmeisters 7,abb4 #aj und #aa74 ,es war eine ,tafel1 die1 am ,schulhause herausgehngt1 auf beiden ,seiten zu sehen war2 jede ,seite bekam daher ,aufschrift und ,bild4 ,jetzt befindet sich die ,tafel1 in ihre beiden ,seitenhlften gespalten1 im ,museum zu ,basel4 ,die ,aufschrift1 die1 auf beiden ,seiten gleichlautend1 jedem1 der gern deutsch schreiben und lesen lernen will1 er sei ,brger oder ,handwerksgesell1 ,frau oder ,jungfrau1 verspricht1 ihm dieses in krzester ,zeit grndlich beizubringen1 unter der ,zusage1 von demjenigen1 bei dem die ,unterweisung vergeblich sein sollte1 keinen ,lohn nehmen zu wollen1 und die fr die jungen ,knaben und ,mgdlein die bliche ,schulzeit ansagt1 nimmt in ihrer ,ausfhrlichkeit den grten ,raum der ,tafel ein4 ,fr die bildliche ,belebung dieser ,ansprache an die ,vorbergehenden blieb je ein lnglicher niedriger ,streifen frei4 ,holbein hat hier1 begreiflicherweise ohne knstlerischen ,kraftaufwand1 aber doch mit malerischer ,lust und mit heiterer ,laune1 zwei niedliche ,bildchen gemalt1 in denen er einerseits den ,unterricht der ,kinder1 andererseits denjenigen der ,erwachsenen schildert4 ,dort sieht man in ein kahles ,zimmer mit ,bretterboden und grauen getnchten ,wnden4 ,an der ,langwand steht unter den ,butzenscheibenfenstern eine ganz einfache ,bank1 eine zweite ,bank steht genau in der ,mitte des ,raumes2 links und rechts befinden sich je ein ,pult4 ,an dem einen ,pult sitzt auf einer ,kiste der ,schulmeister1 gelb und rot gekleidet1 mit einer roten ,mtze auf dem ,kopf2 er berhrt einen lesenden ,knaben in grnem ,rckchen freundschaftlich mit der ,rute4 ,gegenber sitzt die ,frau ,schulmeisterin in rotem ,kleid und weier ,haube auf einem ,stuhl1 mit dem ,unterweisen eines blau und grn gekleideten ,mdchens beschftigt4 ,in der ,mitte sitzen auf der ,bank und auf einem daneben stehenden ,schemel zwei ,knaben1 die fr sich lesen1 der eine in blauem ,anzug1 der andere in gelbem mit roter ,mtze4 ,das ,bildchen hat in seiner groen ,anspruchslosigkeit einen ,reiz durch seine vollkommene ,naivett2 der ,ausdruck1 nicht nur in den ,gesichtern1 sondern auch in den ,bewegungen1 ist ganz vortrefflich4 ,das andere ,bildchen besitzt noch mehr malerischen ,reiz4 ,die naturgeme ,beleuchtung mit dem durch die ,fenster von hinten auf die ,figuren fallenden ,licht und den nach vorn sich ausbreitenden ,schlagschatten ist mit ,entschiedenheit angegeben4 ,die ,stube ist hnlich wie dort1 wirkt aber doch etwas wohnlicher4 ,an der ,wand sieht man eine ,vorrichtung zum ,waschen mit einem sauberen ,handtuch4 ,in der ,mitte steht ein ,tisch mit ,sthlen4 ,da sitzt der ,schulmeister1 den man hier gerade von vorn sieht -- zweifellos ist er ,portrt --1 in der nmlichen ,kleidung wie dort1 zwischen zwei erwachsenen jungen ,mnnern1 die nach der ,landsknechtsmode gekleidet sind1 der eine bunt in ,rot und ,gelb1 der andere grn4 ,der ,gesichtsausdruck ist wieder meisterhaft1 namentlich wirkt die ,miene des ,grnen1 der sich mit der grten ,mhe anstrengt zu fassen1 was der ,lehrer ihm sagt1 unbeschreiblich komisch4 ,illustration3 ,abb4 #ac4 ,dorothea ,kannengieer1 ,gattin des ,brgermeisters ,jakob ,meyer4 ,zeichnung in ,silberstift und ,rtel4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ad4 ,der ,brgermeister ,jakob ,meyer4 lgemlde von #aeaf4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,neben solchen bescheidenen ,arbeiten von flchtiger ,ausfhrung malte ,holbein aber auch ,bildnisse1 in denen er den hchsten knstlerischen ,ansprchen ,genge leistete durch eine meisterhafte ,bethtigung der ,kunst1 aus dem naturgetreuen ,abbild eines ,menschen ein wirkliches ,bild1 ein in ,formen und ,farben in sich abgeschlossenes harmonisches ,kunstwerk1 zu gestalten1 und durch die vollendetste technische ,durchbildung4 ,in eben dem ,jahre #aeaf gab der neuerwhlte ,brgermeister von ,basel1 ,jakob ,meyer1 ihm den ,auftrag1 ihn und seine ,gattin zu malen4 ,das ,baseler ,museum besitzt nicht nur die in einem ,rahmen vereinigten ,bildnisse des ,ehepaares1 sondern auch die ,vorarbeiten1 welche ,holbein zu denselben gemacht hat4 ,diese letzteren bestehen in ,zeichnungen der ,kpfe1 die in der nmlichen ,gre1 die sie im ,gemlde bekommen sollten1 halb lebensgro1 mit der uersten ,sorgfalt und ,feinheit ausgefhrt sind4 ,mit haarscharfen ,linien des ,silberstifts1 die so klar und bestimmt dastehen wie ,federstriche1 hat der ,knstler die ,umrisse festgestellt2 in leichter1 zarter ,modellierung hat er mit demselben ,stift die ,rundung der ,formen angegeben und dabei die ,verschiedenartigkeiten der ,haut in ihrer ,lage ber festen und ber weichen ,teilen treffend anzugeben gewut2 mit ,rtel hat er dann die rteren ,stellen der ,haut bezeichnet4 ,namentlich die ,zeichnung des ,mnnerkopfes ist so vollendet in der ,durchbildung1 da diese ,vorarbeit zu einem ,gemlde den ,wert eines selbstndigen ,kunstwerks in sich trgt4 ,jakob ,meyer1 mit dem ,beinamen zum ,hasen -- solche unterscheidende ,beinamen wurden von den ,wahrzeichen der ,huser der ,betreffenden hergeleitet --1 zeigt sich uns als eine ehrenfeste ,persnlichkeit1 in deren ,zgen sich ,milde und ,entschiedenheit vereinigen4 ,so knnen wir uns den ,mann wohl vorstellen1 der1 nachdem er mehrere ,feldzge in ,italien mitgemacht hatte1 als der erste von brgerlicher ,herkunft an die ,spitze der ,regierung von ,basel berufen wurde und in einer ,reihe aufeinander folgender ,amtsjahre tief eingreifende ,neuerungen in der ,verfassung der ,stadt mit ,umsicht und ,thatkraft durchfhrte 7,abb4 #ab74 ,die ,gattin des ,brgermeisters1 ,dorothea ,kannegieer1 erscheint jung und hbsch2 sie war ,jakob ,meyers erst vor wenigen ,jahren heimgefhrte zweite ,frau 7,abb4 #ac74 -- ,nachdem ,holbein solche ,zeichnungen angefertigt hatte1 in denen ,form und ,ausdruck schon vollkommen fertig festgelegt waren1 konnte er bei der ,ausfhrung in der ,malerei sein ganzes ,augenmerk auf die ,farbe richten4 ,und auch um der ,farbe willen brauchte er seine ,modelle nicht durch viele und lange ,sitzungen zu ermden4 ,auf der ,bildniszeichnung ,jakob ,meyers sehen wir oben links in der ,ecke einige schriftliche ,bemerkungen von der ,hand ,holbeins2 das sind ,notizen ber die ,farbe1 z4 ,b4 ,brauen heller denn das ,haar48 ,wir ersehen daraus1 da der ,knstler die ,absicht hatte und zweifellos auch durchfhrte1 beim ,herstellen der ,gemlde1 im ,vertrauen auf sein erforderlichenfalls durch solche ,notizen untersttztes ,farbengedchtnis1 die ,zeichnungen so viel wie mglich aus dem ,kopf in ,malerei zu bersetzen4 ,dieses ,verfahren hat ,holbein zeitlebens beibehalten4 ,in die ,art und ,weise1 wie er beim ,malen zu ,werke ging1 gewhrt ein in den ersten ,anfngen stehen gebliebenes ,damenportrt im ,baseler ,museum einen interessanten ,einblick2 da sind innerhalb der genauen ,zeichnung alle ,farben mit ganz platten ,tnen angelegt1 nur das ,fleisch ist von vornherein ein wenig modelliert4 -- ,das gemalte ,doppelbildnis des ,meyerschen ,ehepaares 7,abb4 #ad und #ae7 ist ein ausgezeichnetes ,meisterwerk4 ,von seinem ,vater hatte ,holbein die ,lust berkommen1 ,architekturen in dem neuen italienischen ,geschmack1 im ,renaissancestil1 zu erfinden4 ,so hat er auch die beiden ,brustbilder unter eine solche1 seiner ,phantasie entsprungene ,architektur gesetzt4 ,dieselbe ist als eine in beiden ,bildhlften durchgehende gedacht4 ,sie bringt ,abwechselung in ,formen und ,farben in die ,hintergrnde2 der graue ,stein ist buntfarbig belebt durch braunrote ,marmorsulchen1 goldfarbige ,verzierungen und dunkelblaue ,tnungen in den ,kassetten der ,wlbung4 ,bei dem ,bilde des ,mannes bleibt ein schmaler1 bei demjenigen der ,frau ein breiter ,durchblick in die lichtblaue ,luft frei4 ,jakob ,meyer trgt einen schwarzen ,rock1 ein weies ,hemd mit goldfarbiger ,stickerei am ,brtchen und eine scharlachrote ,mtze auf dem krausen braunen ,haar2 das ,rot und das ,luftblau stehen ganz hnlich zusammen wie in dem das ,jahr zuvor gemalten ,bildnis im ,darmstdter ,museum4 ,das ,bild der ,frau ist womglich noch prchtiger in der ,farbe1 als das des ,mannes4 ,kopf und ,hals heben sich in den lichten ,fleischtnen einer ,blondine1 deren khle ,farbe durch eine warme ,tnung des mit goldfarbigen ,verzierungen durchwirkten ,weizeugs von ,haube und ,hemd noch gehoben wird1 von der blauen ,luft ab2 ein paar schmale ,kettchen auf dem weien ,hals und glitzernder ,metallschmuck am ,saum des ,hemdes beleben die ,helligkeitsmasse1 die unten krftig abgeschlossen wird durch den breiten schwarzsammetenen ,besatz des scharlachroten ,kleides4 ,illustration3 ,abb4 #ae4 ,die ,gattin des ,brgermeisters ,jakob ,meyer4 lgemlde von #aeaf4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,ein mit der ,jahreszahl #aeag bezeichnetes kleines ,bild im ,baseler ,museum zeigt ,adam und ,eva in ,brustbildern 7,abb4 #af74 ,es ist eine mit lfarbe auf ,papier gemalte fleiige ,naturstudie1 deren malerischer ,reiz in der ,verschiedenheit besteht1 mit der sich helleres und dunkleres ,fleisch -- ,adam ist brnett1 ,eva blond -- nebeneinander vom schwarzen ,grunde abheben4 ,illustration3 ,abb4 #af4 ,adam und ,eva4 lmalerei auf ,papier1 von #aeag4 ,im ,museum zu ,basel4 ,wie eingehend ,holbein die ,natur auch in ,kleinigkeiten studierte1 davon legen ein paar niedliche ,blttchen unter den ,handzeichnungen des ,baseler ,museums ,zeugnis ab4 ,auf dem einen sehen wir ein ,lamm und den ,kopf eines ,lammes1 mit entzckender ,feinheit gezeichnet und mit ganz leichter ,anwendung von ,wasserfarben zu vllig malerischer ,wirkung gebracht 7,abb4 #ag74 ,auf dem anderen ist mit der nmlichen ,sorgfalt eine ausgespannte ,fledermaus gezeichnet2 die durch die ,flughute durchschimmernden ,adern sind mit roter ,wasserfarbe nachgezogen1 und hierdurch und durch leichtes ,anlegen einiger anderen ,stellen mit dem rtlichen ,ton ist in berraschender ,weise ein farbiger und malerischer ,eindruck erzielt 7,abb4 #ah74 ,im ,jahre #aeag begab sich ,holbein nach ,luzern4 ,hier harrte seiner eine umfangreiche ,aufgabe der ,wandmalerei4 ,whrend im brigen ,deutschland damals den ,malern wenig ,gelegenheit geboten wurde1 ihre ,kunst auf diesem besonderen ,gebiet zu erweisen1 dem die gleichzeitigen ,italiener die ,freiheit und ,gre ihres ,stils in erster ,linie verdankten1 hatte in den deutschen ,stdten in der ,nhe des ,alpenrandes -- zuerst vielleicht in ,augsburg1 das ja vornehmlich den ,verkehr mit ,italien vermittelte1 -- die oberitalienische ,sitte ,aufnahme gefunden1 die ,auenseite der ,huser mit ,gemlden zu schmcken1 anstatt in der ,anbringung gotischer ,zierformen das ,mittel zur ,belebung der ,flchen zu suchen2 die ,mauern blieben zur ,aufnahme solchen ,schmuckes ganz schlicht1 und die ,fenster erhielten schon frh eine einfach viereckige ,gestalt4 ,die ,ausmalung der ,innenrume der ,brgerhuser mit figrlichen ,darstellungen war in diesen ,gegenden bereits vor mehr als einem ,jahrhundert beliebt4 ,illustration3 ,abb4 #ag4 ,naturstudie4 ,aquarellierte ,silberstiftzeichnung4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,so hatte auch ,holbein in ,luzern das ,haus des ,schultheien ,jakob von ,hertenstein von innen und von auen mit ,malereien zu schmcken4 ,im ,innern kamen in einem ,gemache religise1 in anderen ,rumen genrehafte ,gegenstnde zur ,darstellung1 dazu das ,mrchen vom ,jungbrunnen1 dessen ,wasser ,alten und ,gebrechlichen ,jugendkraft und ,jugendschnheit wiedergibt4 ,auen wurden ,historienbilder angebracht2 der ,stoff zu diesen wurde jetzt1 in einer ,zeit1 wo alles sich dem ,studium des klassischen ,altertums zuwandte1 nicht mehr aus den mittelalterlichen ,dichtungen1 sondern aus der -- freilich mit spteren ,sagen untermischten -- ,geschichte der ,rmer und ,griechen geschpft4 ,illustration3 ,abb4 #ah4 ,naturstudie4 ,zeichnung in ,silberstift und ,wasserfarben4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ai4 ,das letzte ,abendmahl4 lgemlde im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,das ,hertensteinische ,haus stand mit groenteils wohlerhaltenem ,gemldeschmuck bis zum ,jahre #ahbd2 dann mute es abgetragen werden1 und nur sehr ungengende ,kopien bewahren uns -- abgesehen von einigen kaum nennenswerten ,resten und von einer kleinen getuschten ,skizze zu einem der ,bilder -- das ,andenken an ,holbeins erste monumentale ,schpfung4 ,immerhin knnen wir uns nach den ,kopien eine ,vorstellung von den ,auenmalereien des ,hauses machen3 wenn auch nicht von der ,schnheit des ,einzelnen1 so doch von dem ,geschmack der ,gesamtanordnung4 ,das ,erdgescho war ungeschmckt gelassen4 ,im ,hauptgescho1 wo zahlreiche und dicht beisammen stehende ,fenster wenig ,raum lieen1 beschrnkte sich die ,malerei auf drei einzelne weibliche ,gestalten1 je eine an den ,ecken und eine auf dem breiten ,fensterzwischenraum in der ,mitte4 ,darber sah man links ,figurenornamente1 welche sich den unregelmigen ,fensterbekrnungen anpaten1 und rechts1 wo die ,fenster in gerader ,reihe standen1 einen ,fries von kmpfenden ,kindern4 ,zwischen diesen grau in grau gemalten ,darstellungen befand sich in der ,mitte ein greres farbiges ,bild1 das mit seinem oberen ,teil in den zweiten ,stock hineinreichte4 ,dieses ,bild lste die ,mauerflche derartig auf1 da es aussah1 als ob ein halbrunder ,erker aus der ,wand heraustrte1 durch dessen weite ,sulenstellung man in einen inneren ,raum blickte2 in diesen inneren ,raum war die ,verbildlichung eines ,vorganges verlegt1 zu dem die ,sage von den drei ,prinzen1 die vor der ,leiche des alten ,knigs beweisen sollen1 wer von ihnen dessen rechter ,sohn sei1 den ,stoff gab4 ,rechts und links waren zwischen den ,fenstern des zweiten ,stockwerks ,ehewappen1 von bekrnzten ,bogen umrahmt1 angebracht4 ,in dem ,raum zwischen den ,fenstern des zweiten und denen des dritten ,stocks war ein ,triumphzug zu sehen1 durch ,pilaster in einzelne ,gruppen abgeteilt und auf eine ,bodenlinie gestellt1 welche die ,ungleichheit der ,fensterhhen unbercksichtigt lie4 ,diese ,gruppen hatte ,holbein den ,kupferstichen des ,andrea ,mantegna der ,triumphzug ,csars8 entnommen2 seinem ,vorbilde getreu hatte er hier antike ,trachten zur ,anschauung gebracht1 whrend er auf den brigen ,geschichtsbildern der ,fassade die ,figuren noch in das ,kostm seiner ,zeit kleidete4 ,die ,bilder zwischen den bis zum ,dachgesims reichenden ,fenstern des dritten ,stocks zeigten ,beispiele antiker ,sinnesgre3 da sah man die ,zurckweisung des verrterischen ,schulmeisters von ,falerii1 die ,athenerin ,lena1 die sich die ,zunge abgebissen hat1 um vor ,gericht nicht gegen ihren ,geliebten aussagen zu knnen1 ,mucius ,scvola vor ,porsenna1 den ,selbstmord der ,lucretia und den ,opfertod des ,marcus ,curtius4 ,in dem letztgenannten ,bilde war der rmische ,ritter so dargestellt1 als ob er sein ,ro antriebe1 um auf die ,strae herabzuspringen4 ,die ,standhaftigkeit der ,lena ist dasjenige von den ,bildern1 von welchem sich eine ,originalskizze erhalten hat2 in dieser im ,baseler ,museum befindlichen ,zeichnung sehen wir den schwer zu verbildlichenden ,gegenstand mit wenigen ,figuren so deutlich1 wie es eben mglich war1 erzhlt und die unregelmige ,bildflche durch die ,architektur des ,gerichtssaales geschickt ausgefllt4 ,illustration3 ,abb4 #bj4 ,bonifacius ,amerbach4 lgemlde im ,museum zu ,basel4 ,aufschrift3 ,bin ich auch nur ein gemaltes ,gesicht1 nicht weich' ich dem ,leben1 ,gleiche in jeglichem ,strich meinem ,besitzer genau4 ,wie ihn1 da er achtmal drei ,lebensjahre vollendet1 ,hat gebildet ,natur1 sag' ich durch bildende ,kunst4 ,den ,bonifacius ,amorbacchius malte ,johannes ,holbein im ,jahre #aeai am ,tag vor den ,iden des ,oktober48 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,mglicherweise machte ,holbein von ,luzern aus einen ,ausflug ber die italienische ,grenze4 ,zwar wird in einer alten ,lebensbeschreibung ausdrcklich von ihm gesagt1 er sei niemals in ,italien gewesen4 ,aber das schliet nicht aus1 da er das der ,schweiz so nahe gelegene ,mailand besucht habe4 ,was dafr spricht1 ist der ,umstand1 da ,holbein eine ,darstellung des letzten ,abendmahls gemalt hat1 die ganz unverkennbare groe hnlichkeiten mit dem berhmten ,freskogemlde des ,leonardo da ,vinci in ,s4 ,maria delle ,grazie zu ,mailand zeigt4 ,das ,bild1 dem die ,seitenteile fehlen1 befindet sich im ,baseler ,museum4 ,es war schon zu ,amerbachs ,zeit beschdigt und schlecht ausgebessert1 ist spter nochmals ausgebessert und dabei hart und bunt bermalt worden1 so da man von der ursprnglichen ,farbenstimmung keine ,vorstellung mehr bekommt4 ,was man noch wrdigen kann1 ist der stark betonte sprechende ,ausdruck der ,kpfe4 ,die ,anordnung1 die ,figur des ,heilandes und die ganze durch die ,versammlung gehende ,bewegung erinnern so stark an ,leonardos ,meisterwerk1 da man unbedingt annehmen mu1 da ,holbein dieses gesehen habe 7,abb4 #ai74 ,nach ,basel zurckgekehrt1 wurde ,holbein am #be4 ,september #aeai in die dortige ,malerzunft aufgenommen4 ,wenige ,wochen spter vollendete er ein ,meisterwerk der ,bildniskunst in dem ,brustbild des ,bonifacius ,amerbach4 ,der gelehrte und kunstsinnige1 dabei durch groe persnliche ,liebenswrdigkeit ausgezeichnete ,herr1 der spter alles sammelte1 was er von ,arbeiten ,holbeins auftreiben konnte1 und dessen ,bildnis mit dieser ganzen ,sammlung in das ,baseler ,museum gelangt ist1 zeigt sich uns hier in einer so sprechenden ,lebensflle der ,erscheinung1 da wir die ,berechtigung der von ihm fr das ,bild gedichteten ,verse1 in denen er die ,vollkommenheit der hnlichkeit preist1 ohne den leisesten ,zweifel anerkennen4 ,ausgezeichnet ist die ,farbenstimmung des ,gemldes4 ,der schne ,kopf1 warm von ,hautfarbe und mit rtlichbraunem ,bart und ,haar1 hebt sich im ,rahmen einer mit schwarzem ,pelz besetzten schwarzen ,kleidung1 die ein ,unterwams von hellblauem ,damast und den weileinenen ,hemdkragen sehen lt1 von einer tiefblauen ,luft ab4 ,das ,blau der ,luft wird leicht belebt durch einen ,fernblick auf beschneites ,hochgebirge und krftig begrenzt und durchschnitten durch die warmen braunen und grnen ,tne von ,stamm und ,zweigen eines ,feigenbaumes4 ,an dem ,baumstamm hngt in hlzernem ,rahmen die pergamentene ,tafel mit der ,inschrift1 die auer jenen ,versen den ,namen des ,malers und des ,abgemalten und das ,datum 7#ad4 ,oktober #aeai7 trgt 7,abb4 #bj74 ,illustration3 ,abb4 #ba4 ,mutmaliches ,selbstbildnis ,holbeins4 ,buntstiftzeichnung im ,museum zu ,basel4 ,am #c4 ,juli #aebj leistete ,holbein der ,stadt ,basel den ,brgereid4 ,wahrscheinlich um dieselbe ,zeit vermhlte er sich mit ,frau ,elsbeth1 einer ,witwe4 ,erwerbung des ,brgerrechts und ,verehelichung wurden vermutlich von den ,baseler ,zunftordnungen ebenso ausdrcklich wie von denjenigen anderer ,stdte von jedem verlangt1 der sich als ,meister niederlassen wollte4 ,illustration3 ,abb4 #bb4 ,madonna4 ,tuschzeichnung als ,vorlage fr ,glasmalerei1 im ,museum zu ,basel4 ,wie der junge ,meister aussah1 mgen wir uns nach der schnen ,buntstiftzeichnung im ,baseler ,museum vorstellen1 welche als sein ,selbstbildnis gilt 7,abb4 #ba74 ,doch darf nicht verschwiegen werden1 da die ,berechtigung dieser ,bezeichnung nicht ganz unzweifelhaft ist4 ,das alte ,amerbachsche ,verzeichnis nennt dieses ,bild eine ,conterfehung ,holbeins mit trocken farben18 und aus diesen ,worten ergibt sich nicht ohne weiteres1 da es eine ,conterfehung8 seiner selbst sei4 hnlichkeit mit den vom ,vater angefertigten ,kinderbildnissen kann man allerdings darin finden2 aber die hnlichkeit zwischen einem ,kind und einem erwachsenen ,mann ist immer nur eine unbestimmte und entfernte4 ,mag nun das ,bild den ,meister selbst vorstellen oder eine andere ,persnlichkeit1 jedenfalls ist sie ein hervorragendes ,meisterwerk4 ,die ,ausfhrung ist eine ganz auerordentlich vollendete1 vllig malerisch4 ,in die mit schwarzer ,kreide gemachte ,zeichnung sind die verschiedenen ,tne farbiger ,stifte so dnn und sauber hineingewischt1 da der ,eindruck von ,wasserfarbe dadurch erreicht wird4 ,nur im ,gesicht sind auch farbige ,tne mit spitzigem ,stift in ,strichen gezeichnet4 ,dieses sinnige ,gesicht mit den klaren braunen ,augen knnte wohl dasjenige des die ,auenwelt ruhig und sicher beobachtenden und im ,innern regsam schaffenden ,malers sein4 ,auf dem kurzen dunkelbraunen ,haar sitzt ein breitrandiges rotes ,barret4 ,die ,farbe des mit schwarzem ,sammet besetzten ,rockes ist ein helles brunliches ,grau4 ,auf dem am ,hals zum ,vorschein kommenden ,hemd sind die ,lichter mit weier ,farbe aufgesetzt4 ,fr die ,hrte der ,gesamtumrisse1 welche die malerische ,wirkung des prchtigen ,bildes einigermaen beeintrchtigt1 ist der ,knstler nicht verantwortlich2 die ,figur ist nachtrglich am ,kontur ausgeschnitten und auf graues ,papier geklebt worden4 ,illustration3 ,abb4 #bc4 ,st4 ,anna selbdritt8 7,mutter ,anna mit der ,jungfrau ,maria und dem ,jesuskind74 ,getuschte ,vorzeichnung fr ,glasmalerei4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,sieben ,jahre lang von seiner ,aufnahme in die ,zunft an blieb ,holbein ohne lngere ,unterbrechung seines ,aufenthaltes in ,basel und entfaltete die reichste ,thtigkeit4 ,den besten berblick ber sein vielseitiges ,schaffen gewhrt uns der kostbare ,schatz von ,handzeichnungen1 den das ,baseler ,museum besitzt und der sein ,vorhandensein zum allergrten ,teil der von ,bonifacius ,amerbach angelegten und von dessen ,sohn ,basilius bedeutend vermehrten ,sammlung verdankt1 welche die ,stadt ,basel im ,jahre #affa als ein sonderbares ,kleinod8 angekauft hat4 ,da finden wir neben den kstlichen ,bildniszeichnungen1 welche in einer einzig dastehenden ,weise mit den allereinfachsten ,mitteln1 mit ,umrilinien und ein paar hineingewischten oder gestrichelten ,tnen eine sprechende ,lebendigkeit und ganz malerische ,wirkung erreichen1 und neben sonstigen ,studien und in sich knstlerisch abgeschlossenen ,zeichnungen auch ,entwrfe zu greren ,werken und ,vorbilder fr verschiedene ,zweige des ,kunstgewerbes4 ,unter den letzteren stehen der ,zahl nach die sogenannten ,scheibenrisse18 d4 h4 ,vorzeichnungen fr ,glasmalereien1 an erster ,stelle4 ,illustration3 ,abb4 #bd4 ,die heilige ,barbara4 ,getuschte ,vorzeichnung fr ,glasmalerei4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #be4 ,die heilige ,katharina4 ,getuschte ,vorzeichnung fr eine ,fensterscheibe4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,die ,glasmalerei hatte ihren ,vorrang unter den verschiedenen ,zweigen der ,malerkunst schon lngst eingebt2 in der ,renaissancezeit trat sie vllig in ,abhngigkeit von der ,tafelmalerei4 ,sie gab ihren teppichartigen ,charakter auf1 und mit ,hilfe neuerfundener ,mittel wute sie es jener in plastischer ,modellierung und perspektivischer ,wirkung gleich zu thun4 ,auch hrte sie auf1 eine rein kirchliche ,kunst zu sein2 sie schmckte in den sonst farblosen ,fenstern der ,brgerhuser einzelne ,scheiben mit ,wappen und mit figrlichen ,darstellungen4 ,hier traten ihre ,gebilde dem ,beschauer in nchster ,nhe vor ,augen1 und auf engem ,raum entfaltete sich ein reiches ,bild von kleinem ,mastab in einem auf das ,unentbehrlichste eingeschrnkten ,gerst von ,verbleiungen2 die feinste1 zierlichste ,ausfhrung war daher unbedingt notwendig4 ,da bei so gnzlich vernderten ,anforderungen die ,glaser sich die ,entwrfe zu ihren ,arbeiten gern von ,malern anderen ,faches machen lieen1 war natrlich4 ,illustration3 ,abb4 #bf4 ,marienbild mit ,stifter4 ,getuschte ,vorzeichnuug fr eine ,fensterscheibe4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #bg4 ,der ,erzengel ,michael4 ,getuschte ,vorzeichnung zu einer ,fensterscheibe4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #bh4 ,christus vor ,kaiphas4 ,aus der ,folge von ,tuschzeichnungen aus der ,leidensgeschichte ,christi 7,vorlagen fr ,glasmalerei71 im ,museum zu ,basel4 ,sowohl zu ,glasfenstern mit religisen ,darstellungen als auch zu solchen mit ,wappenbildern hat ,holbein ,entwrfe angefertigt4 ,dieselben sind smtlich in der ,ausfhrungsgre mit dem ,pinsel gezeichnet und ausgetuscht1 mit krftiger ,angabe der ,licht- und ,schattenwirkung4 ,so war dem ,glaser die ,zeichnung der ,umrisse und alles1 was er mit ,schwarzlot zu machen hatte1 auf das genaueste gegeben1 die ,wahl der ,farben aber blieb seinem ,geschmack berlassen2 nur in einzelnen ,fllen hat ,holbein es fr angezeigt gehalten1 seine ,farbengedanken durch ein paar leichte ,tnungen anzudeuten4 ,das erste ,erfordernis bei diesen ,arbeiten war die dekorative ,wirkung1 die wohlgeordnete ,verteilung der ,formen ber die ,flche1 deren ,ausschmckung ihr ,zweck war4 -- ,die ltesten dieser ,holbeinschen ,vorzeichnungen fr ,glasmalerei sind mehrere ,heiligenbilder4 ,in den ,gestalten1 welche wir auf diesen ,bildern sehen1 fllt ein befremdlicher ,schnheitsfehler1 der sich in ,holbeins frheren ,werken mehrfach bemerklich macht1 in besonders unangenehmer ,weise auf4 ,die ,figuren haben fast alle viel zu kurze ,beine4 ,aber man hat auch den ,eindruck1 als ob der ,knstler beim ,entwerfen dieser ,bltter den ,figuren kaum so viel ,interesse entgegengebracht htte1 wie der ,umgebung derselben1 in der er mit unerschpflicher ,einbildungskraft reiche1 phantastische ,renaissancearchitekturen schuf4 ,bisweilen bilden diese ,architekturen rahmenartige ,einfassungen um die freistehenden ,figuren2 bisweilen vertiefen sie sich in das ,bild hinein zu einem thorartigen ,gehuse2 oder sie ziehen sich1 wie ,teile eines groen ,bauwerks gedacht1 auch in den hinter den ,figuren befindlichen ,raum1 den sonst eine landschaftliche ,fernsicht fllt1 hinein4 ,diese letzteren1 reichsten ,architekturen1 die zum ,entfalten einer bunten ,mannigfaltigkeit in der ,anordnung spielend ersonnener ,bauformen ,gelegenheit gaben1 finden wir in einer ,folge von acht zusammengehrigen ,scheibenbildern 7daraus die ,abbildungen #bb bis #be7 derartig angewendet1 da jedesmal zwei der ,bilder als ,gegenstcke -- also in den zwei ,flgeln eines ,fensters angebracht -- gedacht sind und da darum ihre ,architekturen einander symmetrisch entsprechen1 doch ohne da sie deswegen in ihren ,einzelheiten genau bereinstimmten 7,abb4 #bc und #bd74 ,wenn man aus dem strkeren ,hervortreten des erwhnten ,schnheitsfehlers der ,figuren einen ,schlu auf die ,entstehungszeit ziehen darf1 so mssen diese acht ,fensterbilder die ltesten von allen sein4 ,bei einem einzelnen ,marienbild gibt der ,umstand1 da die landschaftliche ,fernsicht die ,stadt ,luzern zeigt1 ,grund zu der ,annahme1 da dasselbe whrend ,holbeins ,aufenthalt in jener ,stadt entstanden sei4 ,auf einem sehr schnen ,scheibenbilde1 das1 den guten ,verhltnissen der ,figuren nach zu urteilen1 einer spteren ,zeit angehrt1 steht ,maria1 eine anmutige ,gestalt1 die mit lieblichstem ,gesichtsausdruck das ,kind in ihren ,armen betrachtet1 vor einer von ,pfeilern eingeschlossenen ,nische1 deren schne ,architektur viel einfacher gehalten ist1 als es sonst dem ,jugendgeschmack ,holbeins entsprach2 die ,figur ist wie ein plastisches ,bildwerk gedacht3 sie steht auf einem verzierten ,sockel1 und die ,strahlen1 welche sie als ein der ,kunst gelufiges ,abzeichen der unbefleckten ,empfngnis vom ,kopf bis zu den ,fen umgeben1 erscheinen wie aus ,metall gebildet4 ,seitwrts kniet der ,stifter des ,bildes in ritterlicher ,tracht1 mit dem ,ausdruck heien ,flehens im ,gesicht und den geffneten ,hnden 7,abb4 #bf74 ,im ,gegensatz zu dieser verhltnismig ruhigen ,architektur1 die mit ihren wohl abgewogenen ,massen die ,figur in der ,mitte so schn hervorhebt1 finden wir die ausschweifendste architektonische ,phantastik in einem ,blatt1 welches ,christus am ,kreuz zwischen ,maria und ,johannes darstellt4 ,die ,bauformen das umrahmenden ,gehuses lsen sich hier ganz in ,ornamente auf1 und der ppige ,schwung der ,holbeinschen ,renaissanceornamentik wirkt auf die ,linienzge und selbst den ,gesichtsausdruck der ,figuren zurck4 ,in einer reichen ,komposition1 welche die ,krnung der ,jungfrau ,maria als ,himmelsknigin darstellt1 hat ,holbein die ,rahmenarchitektur ganz weggelassen und seine ,lust am ,schaffen bauknstlerischer ,gebilde nur an dem in den ,wolken stehenden ,prachtgesthl besttigt1 auf dem die ,gestalten von ,gott ,vater und ,gott ,sohn sitzen4 ,gleichfalls ohne ,einrahmung ist ein vorzglich schnes ,bild des ,erzengels ,michael1 der1 wie ein ,schnitzbild gedacht1 auf einer ,art von ,konsole steht2 der ,engel hlt die ,wage des ,gerichts und wgt die ,sndenlast1 die durch eine ,teufelsfigur angedeutet wird1 gegen die durch das ,christuskind verbildlichte ,kraft der ,erlsung ab 7,abb4 #bg74 -- ,eine vereinzelte ,stellung hinsichtlich des ,gegenstandes nimmt unter den ,glasbilderentwrfen ein treffliches ,blatt ein1 das innerhalb einer rahmenartigen ,einfassung den verlorenen ,sohn als ,schweinehirten zeigt4 ,in einer von ,bergen begrenzten ,landschaft drngt sich die ,schweineherde um einen ,eichbaum1 und ihr ,hter schreitet1 wie von innerer ,unruhe getrieben1 schnell vorwrts1 mit dem scheuen ,blick eines verkommenen ,menschen1 in dessen ,zgen sich aber ein solches ,unglcklichkeitsgefhl eingegraben hat1 da sein ,anblick mehr ,mitleid als ,abscheu erweckt4 ,illustration3 ,abb4 #bi4 ,die ,geielung4 ,aus der ,folge von ,tuschzeichnungen aus der ,leidensgeschichte ,christi 7,vorlagen fr ,glasgemlde7 im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #cj4 ,die ,verspottung ,christi4 ,aus der ,folge von ,tuschzeichnungen aus der ,passion 7,vorlagen fr ,glasbilder71 im ,museum zu ,basel4 ,illustration3 ,abb4 #ca4 ,die ,hndewaschung des ,pilatus4 ,aus der ,folge von ,tuschzeichnungen aus der ,leidensgeschichte ,christi 7,vorlagen fr ,glasmalerei71 im ,museum zu ,basel4 ,illustration3 ,abb4 #cb4 ,die ,kreuztragung4 ,aus der ,folge von ,tuschzeichnungen aus der ,leidensgeschichte ,christi 7,vorlagen fr ,glasmalerei71 im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #cc4 ,die ,kreuzigung4 ,aus der ,folge von ,tuschzeichnungen aus der ,leidensgeschichte ,christi 7,vorlagen fr ,glasmalerei71 im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #cd4 ,das ,wappen der ,familie ,holdermeier1 ,vorlage fr eine ,fensterscheibe4 ,tuschzeichnung aus dem ,jahre #aeah4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ce4 ,entwurf zu einem ,wappenfenster4 ,tuschzeichnung im ,museum zu ,basel4 ,das inhaltlich ,bedeutendste von allem1 was sich an ,vorlagen ,holbeins fr ,glasmalerei erhalten hat1 ist eine ,folge von zehn ,darstellungen aus der ,leidensgeschichte ,christi4 ,auch hier hat der ,knstler seiner ,freude am ,ersinnen reicher1 krftig gestalteter ,bau- und ,ziergebilde im antikischen8 ,geschmack freien ,lauf gelassen4 ,aber das ,hauptgewicht hat er doch auf die figrlichen ,darstellungen gelegt1 die sich im ,einschlu dieser ,rahmen als vollendete ,meisterwerke der ,raumausfllung ausbreiten4 ,finden wir in diesen ,kompositionen auch nicht die unerreichbare ,tiefe der ,empfindung und die ergreifende ,poesie ,drers1 so kommen sie dafr durch die ungemein anschauliche und naturgeme ,schilderung der mehr vom menschlichen als vom religisen ,standpunkt aus aufgefaten ,vorgnge und durch die schlichte natrliche ,schnheit der ,formen1 die alle ,hrten vermeidet1 dem ,verstndnis und dem ,gefhl des modernen ,beschauers um so unmittelbarer entgegen4 ,auch der nebenschliche ,umstand spricht dabei mit1 da sich nirgendwo das zeitgenssische ,kostm hervordrngt1 da namentlich die ,kriegerfiguren groenteils in die antik-rmische ,tracht nach ,mantegnas ,vorbild gekleidet sind4 ,freilich lt sich nicht leugnen1 da mit diesem ,streben nach geschichtlicher ,treue auch in den uerlichkeiten1 mit diesem ,entrcken der ,vorgnge in eine entlegene zeitliche ,ferne1 der groen ,menge der zeitgenssischen ,beschauer gegenber eine ,einbue in ,bezug auf die innerliche ,wirkung verbunden sein mute im ,vergleich mit dem ,eindruck1 den die ,werke der lteren ,meister dadurch machten1 da in ihnen die ,begebenheiten aus dem ,leben des ,heilandes als fr alle ,zeiten geschehene ,gottesthaten in die eigene ,gegenwart verlegt erschienen4 -- ,die ,folge beginnt mit der ,vorfhrung ,christi vor ,kaiphas4 ,man sieht den ,thron des ,hohenpriesters1 der in einer schmuckreichen ,halle aufgebaut ist1 von der ,seite4 ,ihm gegenber steht der gefesselte ,heiland und wendet den ,kopf mit einem wunderbar ausdrucksvollen ,blick der ,frage und der ,unschuld zu dem ,kriegsknecht1 der ihn mit der ,faust geschlagen hat 7,abb4 #bh74 ,auch die ,geielung ist in einen prunkhaften ,raum verlegt1 und die ,erfindungslust des ,knstlers hat selbst die ,martersule mit ,schmuckformen versehen4 ,christus lehnt1 mit den ,armen angebunden1 kraftlos1 mit niedersinkendem ,haupt an der ,sule1 den ,schlgen von drei ,schergen preisgegeben und von einer obrigkeitlichen ,person beobachtet4 ,bei den ,figuren der ,schergen fllt es auf1 da sie nicht ganz jene ,flle von ,lebendigkeit besitzen1 welche ,holbein sonst bewegten ,gestalten zu geben vermochte 7,abb4 #bi74 ,um so lebendiger und eindrucksvoller ist die ,schilderung der ,verspottung ,christi1 deren ,schauplatz eine ausnahmsweise in gotischen ,formen komponierte ,halle ist 7,abb4 #cj74 ,das folgende ,bild stellt die ,dornenkrnung dar4 ,man sieht den auf einem ,stuhl sitzenden ,heiland von der ,seite4 ,einer der ,soldaten kniet spttisch vor ihm nieder1 whrend er ihm das ,schilfrohr als ,scepter reicht2 zwei andere drcken ihm mit einem ,stab die ,krone auf den ,kopf1 und ein dritter schlgt mit dem ,stock darauf4 ,hinter dem ,sitz steht ,pilatus mit dem ,richterstab in der ,hand als ,zuschauer4 ,bei diesem ,blatt ist die ,einfassung1 die aus einem oben durch ,ornamente verbundenen ,pfeilerpaar besteht1 nicht mit der ,raumarchitektur des ,bildes im ,zusammenhang gedacht1 sondern umgibt das ,ganze als ein besonderer ,rahmen4 ,auch bei allen folgenden ,blttern sind die ,einrahmungen nur ein uerer1 mit dem ,bilde nicht in inneren ,zusammenhang gebrachter ,abschlu4 ,durch den ,umstand1 da die ,darstellungen sich im ,freien bewegen1 war hier eine solche ,anordnung geboten2 diese ,einschrnkung der architektonischen ,zuthaten aber hat ,holbein nicht gehindert1 in denselben auch hier den ,reichtum seiner ,erfindungskraft in bunter ,mannigfaltigkeit spielen zu lassen4 ,in dem auf die ,dornenkrnung folgenden ,bilde ffnet sich uns ein ,stadtbild4 ,wir blicken auf den freien ,platz vor dem ,gerichtsgebude4 ,lrmendes ,volk1 das der ,knstler mit groem ,geschick so anzugeben gewut hat1 da er durch wenige ,figuren den ,eindruck einer groen ,menge erzielt1 erfllt den ,platz4 ,sein ,geschrei ist die ,antwort auf die von lebhaftem ,mienen- und ,gebrdenspiel begleiteten mitleidig geringschtzigen ,worte1 mit denen ,pilatus den mit gesenkten ,blicken neben ihm stehenden ,dulder dem ,volke vorstellt4 ,auf dem nchsten ,bilde sehen wir in einem gerumigen ,innenhof den von einem ,baldachin berdachten ,thron des ,landpflegers errichtet4 ,mit einer sehr ausdrucksvollen ,entschiedenheit fhrt ,pilatus die sinnbildliche ,handlung der ,handwaschung aus1 whrend er1 noch ein lautes ,wort sprechend1 dem ,zuge nachsieht1 der den preisgegebenen ,christus hinausfhrt4 ,christus schreitet im ,vordergrunde zwischen einer ,schar von ,kriegsknechten und sein ,blick trifft mit einer stummen ,frage einen ,geharnischten1 dessen ,eisenfaust seinen ,arm umfat hat 7,abb4 #ca74 ,es folgt die ,kreuztragung4 ,eine gedrngte ,menschenmenge durchschreitet das ,stadtthor1 das einen kleinen ,durchblick in die ,strae gewhrt1 whrend man von auen ein ,stck der turmbewehrten ,stadtmauer sieht4 ,vorn im ,zuge schreiten1 mit ,stricken gebunden1 die beiden ,schcher4 ,dem ihnen folgenden ,christus brechen eben unter der ,last des ,kreuzes die ,kniee4 ,ein neben ihm schreitender ,fhrer der ,kriegsleute fat ihn scheltend und drohend an der ,schulter1 die ,knechte stoen und schlagen auf ihn ein4 ber die ,kpfe der ,figuren ragen ,waffen und ,gerte1 und der ,eindruck der ,vielheit der ,menge wird hierdurch wirksam gesteigert 7,abb4 #cb74 ,das nchste ,bild schildert in lebendiger und eindrucksvoller ,komposition die ,vorbereitungen zur ,kreuzigung4 ,christus kniet auf dem am ,boden liegenden ,kreuz4 ,zwei ,schergen entkleiden ihn1 indem sie ihm mit wster ,gewalt die ,tunika ber den ,kopf ziehen4 ,vorn ist ein ,mann damit beschftigt1 die ,lcher fr die ,ngel in die ,kreuzbalken zu bohren4 ,ein anderer hackt die ,grube zum ,einpflanzen des ,kreuzes aus4 ,im ,hintergrunde sieht man viel ,volk1 darunter einen der ,schcher1 der bereits entkleidet ist4 -- ,der ,darstellung der ,entkleidung folgt diejenige der ,annagelung an das ,kreuz4 ,auch dieser ,vorgang ist mit groer ,lebendigkeit geschildert4 ,die geschftsmige ,roheit der ,henker wird derb1 aber ohne bertreibung zur ,anschauung gebracht4 ,kalt und gelassen schauen eine ,gerichtsperson in ,pelz und ,mtze und ein auf einem ,maultier reitender hherer ,beamter in morgenlndischer ,kleidung zu4 ,im ,mittelgrund sieht man die um den ,rock ,christi wrfelnden ,soldaten und weiter zurck eine groe ,menschenmenge4 -- ,auf dem letzten ,bilde sehen wir die drei ,kreuze aufgerichtet4 ,christus wendet den ,kopf seitwrts nach seiner ,mutter herab1 die1 von ,johannes aufrecht gehalten1 dicht an den ,stamm herangetreten ist und nicht aufzublicken vermag4 ,ein ,mann1 der den ,aufschriftzettel angeheftet hat1 steigt im ,rcken des ,kreuzes die ,leiter hinab4 ,man sieht den an eine ,stange gesteckten ,essigschwamm4 ,vor den ,kriegsknechten steht1 dem gekreuzigten ,heiland gerade gegenber1 der rmische ,hauptmann und hebt1 zu ihm aufschauend1 die ,hand zur ,beteuerung seines ,glaubens empor4 ,was dieses ,blatt besonders bewunderungswrdig macht1 ist die schlichte ,einfachheit der ,stellungen und ,bewegungen2 wo es galt1 lebendige ,thtigkeit zu veranschaulichen1 wute der ,knstler die hchste ,lebendigkeit zu entfalten1 hier1 wo keine ,handlung mehr vor sich geht1 hat er jede gesuchte ,lebendigkeit zu vermeiden gewut 7,abb4 #cc74 ,illustration3 ,abb4 #cf4 ,entwurf zu einer gemalten ,fensterscheibe4 ,tuschzeichnung mit ,farbenangabe4 ,im knigl4 ,kupferstichkabinett zu ,berlin4 ,illustration3 ,abb4 #cg4 ,entwurf zu einem ,wappenfenster4 ,tuschzeichnung im ,museum zu ,basel4 ,illustration3 ,abb4 #ch4 ,entwurf zu einem bischflichen ,wappen4 ,getuschte ,vorlage fr ,glasmalerei4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ci4 ,das ,wappen von ,basel4 ,getuschter und leicht mit ,wasserfarben angelegter ,entwurf zu einem ,glasgemlde4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #dj4 ,die ,schutzheiligen von ,freiburg4 ,holzschnitt auf der ,rckseite des ,titels der im ,jahre #aebj erschienenen ,stadtrechte und ,statuten der lblichen ,stadt ,freiburg im ,breisgau8 von ,ulrich ,zasius4 ,unterschrift3 ,machtvoll nimm in den gndigen ,schutz1 o ,jungfrau1 dein ,freiburg1 ,da keinen ,schaden ihm thun ,geister des hllischen ,reichs4 ,zeige auch du1 ,lambertus1 als ,schirmer dich deinen ,altren1 ,ritter vom heiligen ,land1 wehre dem unholden ,heer48 ,die von ,holbein angefertigten ,vorlagen fr ,wappenfenster sind ,meisterwerke reichen ,geschmacks4 ,auch unter diesen ,blttern befindet sich eins1 das sich als aus der ,zeit des ,aufenthalts in ,luzern stammend zu erkennen gibt4 ,es ist mit der ,jahreszahl #aeah bezeichnet und zeigt das ,wappen der ,luzerner ,familie ,holdermeier4 ,der heraldische ,teil der ,darstellung beschrnkt sich hier auf den am ,boden stehenden ,wappenschild2 die ,hauptsache ist eine ,gruppe von drei ,bauern1 grotesk aufgefaten ,gestalten1 die in lebhaftem ,gesprch hinter dem ,schilde stehen2 der architektonische ,rahmen1 ein pfeilergetragener ,bogen1 als ,marmor gezeichnet1 enthlt in den ,bogenzwickeln wieder ,bauernbildchen1 ,schnitter und ,mher darstellend 7,abb4 #cd74 ,wenn es sich um ,wappen von ,personen handelte1 die auf kriegerischem ,felde thtig waren1 lag es nahe1 die heraldische ,darstellung in hnlicher ,weise1 wie es dort mit ,bauern geschehen war1 mit ,kriegerfiguren zu bereichern2 die malerischen ,gestalten der ,landsknechte in ihrer phantastischen ,tracht muten dem ,geschmack ,holbeins ganz besonders zusagen4 ,so finden wir in einer ,zeichnung einen grimmig aussehenden ,kriegsmann mit einem mchtigen ,zweihnder auf der ,schulter als ,schildhalter verwendet2 dabei ist auch das obere ,feld der ,umrahmung mit einer ,darstellung kmpfenden ,fuvolks geschmckt 7,abb4 #ce74 ,auf einem anderen1 sehr schnen ,blatt stehen zwei ,landsknechte an den ,seiten des ,schildes 7,abb4 #cg74 ,ein hnliches ,blatt1 mit der ,zuthat von ,heldenfiguren des ,altertums und von einem ,kampf nackter ,mnner in der ,rahmenarchitektur1 befindet sich im ,berliner ,museum 7,einschaltbild ,abb4 #cf74 ,in den beiden letztgenannten ,zeichnungen sind die ,schilde leer gelassen4 ,dieselben knnen darum nicht fr eine bestimmte ,persnlichkeit angefertigt worden sein1 da eine solche vor allem ihr ,wappen im ,wappenschilde htte sehen wollen4 ,holbein hat sie also auf ,vorrat gemacht1 fr sich oder fr den ,glaser1 der dann je nach der ,person eines etwaigen ,bestellers das ,heraldische auszufllen hatte4 ,auch bei einem sehr prunkvollen groen ,entwurf eines ,bischofswappens1 der mit einer fast berschwenglichen ,formenflle die ,bildflche berspinnt1 ist der ,schild und auerdem der ,platz fr die ,devise oder eine sonstige ,inschrift leer gelassen 7,abb4 #ch74 ,zwei ganz verschiedenartige reiche ,kompositionen enthalten das ,wappen von ,basel4 ,auf dem einen dieser ,bltter steht der ,wappenschild1 von ,kindern gehalten1 zu den ,fen der ,jungfrau ,maria2 an den ,seiten stehen der heilige ,kaiser ,heinrich und der heilige ,bischof ,pantalus2 der einschlieende ,architekturbogen ist mit leeren ,schilden belegt und mit den ,medaillonbildern rmischer ,imperatoren zwischen ,arabesken geschmckt4 ,das andere ,blatt1 dem ungewhnlicherweise die architektonische ,umrahmung fehlt1 zeigt das ,baseler ,wappen mit ,basilisken als ,schildhaltern unter einem im ,bau begriffenen ,thorbogen1 der wieder den ,kranz leerer ,schilde zeigt2 dahinter sieht man in eine waldige ,landschaft1 und im ,vordergrund fhrt ein mit ,kriegsleuten besetzter ,kahn vorbei4 ,der ,oberste der ,kriegsleute ist durch den ,namen ,basilius kenntlich gemacht1 und die ganze ,darstellung bezieht sich auf die sagenhafte ,geschichte der ,grndung von ,basel 7,abb4 #ci74 ,ein ,entwurf zu einem ,ehewappen1 wiederum mit leer gelassenen ,schilden1 ist bemerkenswert durch die schwungvolle ,ausarbeitung der zu ppigen ,ornamenten auswachsenden ,helmdecken1 durch die ,anlehnung an den ,stil sptromanischer ,prachtportale in der ,gestaltung der architektonischen ,umrahmung und durch die ,bezeichnung mit einer ,jahreszahl3 #aebj4 -- ,es scheint1 da die ,wappenzeichnungen ,holbeins1 sowie seine sonstigen ,glasbilderentwrfe der grten ,mehrzahl nach in den ersten ,jahren nach seiner ,rckkehr aus ,luzern und in noch frherer ,zeit entstanden sind4 ,illustration3 ,abb4 #da4 ,entwurf zu einem ,stck ,fassadenmalerei1 mit der ,figur ,karls des ,groen4 ,tuschzeichnung im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,eine seiner schnsten ,wappenzeichnungen fhrte ,holbein nicht als ,vorlage fr ein ,scheibenbild1 sondern auf dem ,holzstock aus4 ,das ,blatt stellt das ,wappen der ,stadt ,freiburg im ,breisgau dar und schmckt den ,titel des im ,jahre #aebj erschienenen ,buches ,stadtrechte und ,statuten der lblichen ,stadt ,freiburg im ,breisgau48 ,hier dehnt sich das heraldische ,bild ber das ganze ,blatt aus2 nur oben und unten ist ein schmaler ,raum gelassen fr die ,worte des ,titels und ein paar ,verse4 ,auch die ,rckseite dieses ,titelblattes ist mit einem ,holzschnitt von ,holbein geschmckt4 ,darauf sind die ,schutzheiligen von ,freiburg1 die ,jungfrau ,maria1 der ,ritter ,georg und der ,bischof ,lambertus dargestellt2 an der ,rahmenarchitektur ist nochmals das ,wappen der ,stadt1 als einfacher ,schild mit dem ,kreuz1 und das ,wappen des ,staates1 zu dem der ,breisgau damals gehrte1 der ,bindenschild8 von sterreich1 angebracht 7,abb4 #dj74 ,illustration3 ,abb4 #db4 ,vornehme ,baselerin in reicher ,tracht und ,federhut4 ,tuschzeichnung im ,museum zu ,basel4 ,illustration3 ,abb4 #dc4 ,vornehme ,baselerin in ,tuchkleid und gestickter ,haube4 ,tuschzeichnung im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #dd4 ,baseler ,brgerfrau4 ,tuschzeichnung im ,museum zu ,basel4 ,mehrmals wurde an ,holbein1 nachdem er sich in ,basel niedergelassen1 die ,aufgabe gestellt1 seine in ,luzern bewhrte ,kunst auch hier zu bethtigen1 die ,straenseite eines ,hauses durch malerischen ,schmuck zu beleben4 ,von diesen ,straenmalereien hat sich nichts erhalten4 ,nur ein paar ,originalentwrfe zu einzelnen ,stcken 7,abb4 #da7 und einzelne sptere ,abbildungen geben uns eine ,vorstellung von deren ,art und ,weise4 ,mit khner ,phantasie und mit genialer ,ausnutzung der durch die unregelmigen ,fensterstellungen gegebenen verschiedenartigen ,flchen umkleidete er die schlichten ,huser mit sulenreichen ,renaissancearchitekturen und belebte die gemalten ,balkone und luftigen ,hallen mit geschichtlichen1 mythologischen1 sinnbildlichen und volkstmlichen ,gestalten4 ,am berhmtesten war die bermtig lustige ,darstellung eines ,bauerntanzes1 nach welchem das ,haus1 an dem sie sich befand1 zum ,tanz8 genannt wurde4 ,wie dieses ,gebude in seiner ,bemalung ausgesehen hat1 davon gibt auer den erhaltenen ,originalentwrfen einzelner ,stcke eine alte ,durchzeichnung des ,gesamtentwurfs ,kunde4 ,es war ein dreistckiges ,eckhaus2 die ,malerei erstreckte sich ber beide ,seiten und war in ihrer ,perspektive so angeordnet1 da sie auf einen ,standpunkt des ,beschauers schrg der ,ecke gegenber1 von wo aus man beide ,seiten sah1 rechnete4 ,im ,erdgescho war an der ,hauptseite eine von ,sulen getragene ,bogenlaube gemalt2 mit groem ,geschick hatte ,holbein die in der ,wirklichkeit vorhandene gotische ,form von ,thr und ,fenstern in der ,art verwendet1 da die in seinen ,stil nicht passenden ,spitzbogen wie das ,ergebnis der perspektivischen berschneidung1 welche die jenem ,standpunkt entsprechende schrge ,ansicht der gemalten ,rundbogenwlbungen mit sich brachte1 erschienen4 ,darber1 in dem ,raum unterhalb der nchsten ,fensterreihe1 sah man die farbigen ,gestalten der tanzenden ,bauern1 die sich vor der hier scheinbar weiter zurcktretenden ,architektur1 ihre ,schlagschatten auf die ,wand werfend1 auf einem ,bretterboden tummelten4 ,an der anderen ,seite des ,hauses war ein groer ,teil der ,wand so bemalt1 als ob man in einen hohen1 den ersten ,stock mit durchbrechenden ,thorweg hineinshe4 ,jenseits desselben war wieder eine ,bogenlaube gemalt2 davor sah man einen ,stallknecht mit einem ,pferde stehen2 deren ,fe waren1 da es nicht anging1 das ,aufstehen derselben auf der ,strae zu malen1 durch eine die ,strae entlang gehend gedachte niedrige ,mauer verborgen4 ,weiter oben1 zwischen den ,fenstern des ersten ,stocks1 sah man eine farbige ,figur des ,bacchus4 ,die oberen ,geschosse waren an beiden ,hauswnden mit einer phantastischen ,architektur bersponnen4 ,bald scheinbar hervortretend in ,balkonen1 auf denen sich bunte ,gestalten bewegten1 bald tief zurckgehend1 durchbrochen von ,durchblicken in die blaue ,luft unter schattigen ,bogen1 mit ,steinfiguren und ,medaillons geschmckt1 zeigte dieses knstlerische ,spiel eine ,flle der mannigfaltigsten ,formgedanken4 ,selbst die ,unregelmigkeiten1 welche in der ,stellung der ,fenster vorhanden waren1 wurden ausgenutzt1 indem der ,anschein hervorgerufen wurde1 als ob die ,ungleichheiten durch die ,perspektive bedingt wren4 ber dem gemalten ,thorweg erblickte man den ,marcus ,curtius1 der1 aus einer tiefen ,halle hervorsprengend1 sich anschickt1 mit seinem mchtigen1 aufbumenden ,schimmel auf die ,strae hinabzustrzen4 ,es fehlte auch nicht ein kleiner ,scherz des ,malers3 ganz oben stand auf einem ,gesims ein ,farbentopf1 wie wenn er dort vergessen worden wre und nun nicht mehr heruntergeholt werden knnte4 -- ,eine bis zur ,augentuschung gehende ,krperhaftigkeit war ein ,hauptwitz bei den ,straenmalereien ,holbeins4 ,die alten ,berichterstatter haben verschiedene darauf bezgliche ,geschichtchen der ,aufzeichnung fr wert gehalten4 ,illustration3 ,abb4 #de4 ,christus im ,grabe4 lgemlde von #aeba4 ,im ,museum zu ,basel4 ,illustration3 ,abb4 #df4 ,kopf des ,totenbildes im ,baseler ,museum 7s4 d4 vorige ,abb474 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,die ,stadt ,basel mu durch die zahlreichen von ,holbein bemalten ,hausfassaden frmlich etwas von dessen persnlichem ,stil aufgedrckt bekommen haben4 ,aber der ,einflu des jungen ,malers mit seinem ausgebildeten ,geschmack beschrnkte sich nicht auf den ,schmuck der ,huser1 er erstreckte sich auch auf die uere ,erscheinung der ,menschen4 ,unter den ,holbeinzeichnungen im ,baseler ,museum befindet sich eine ,anzahl von ,entwrfen zu ,damenanzgen4 ,es ist nicht recht annehmbar1 da ,holbein diese in sorgfltiger ,tuschzeichnung ziemlich gro ausgefhrten ,bltter gemacht haben sollte1 um der ,nachwelt zu berichten1 wie die ,baselerinnen zu seiner ,zeit sich kleideten2 vielmehr hat er seine ,erfindungsgabe1 die innerhalb des die ,gotik verdrngenden antikischen8 ,stils neue ,bau- und ,zierformen spielend gestaltete1 auch angewendet1 um im ,rahmen des herrschenden ,modegeschmacks ,musterbilder weiblicher ,kleidung zu schaffen4 ,und zweifellos haben die jungen ,damen sehr gut ausgesehen1 welche diese ,vorbilder durch ihren ,schneider in die ,wirklichkeit bersetzen lieen4 ,die ,trachten bieten viel ,abwechselung4 ,da sehen wir eine vornehme ,dame in einem ,kleid aus reichem schweren ,seidenstoff mit weiten ,puffrmeln1 unter denen mehrfach gepuffte ,unterrmel aus feinem ,weizeug hervorkommen1 mit einem breiten ,hut1 der ganz mit wallenden ,strauenfedern besetzt ist 7,abb4 #db74 ,dann eine ,dame in huslicher ,festkleidung1 mit einem ,tuchkleid1 das mit breiten ,sammetbestzen und mit verschiedenartigen ,puffen und geflteltem ,weizeug an ,brust und rmeln verziert ist1 mit besticktem ,unterrock und besticktem ,hubchen1 mit einer ,menge von ,goldschmuck ber dem durchsichtigen ,stoff1 der die ,schultern leicht verschleiert 7,abb4 #dc74 ,weiter das sehr hbsche ,bild einer ,brgerfrau in geflteltem ,kleid und durchsichtiger ,haube4 ,dann die sogenannte ,wirtin1 eine junge ,dame1 die mit einem ,humpen in der ,hand dargestellt ist1 als ob sie eben des ,amtes walte1 einen ,ehrentrunk zu berreichen2 dementsprechend trgt sie die husliche ,schrze1 die aber in ihrer feinen ,fltelung auch ein ,putzstck ist1 ber dem reichfaltigen ,schleppkleid1 dessen rmel in mehrere weite1 gefltelte ,puffen abgeteilt sind2 auf dem ,kopfe trgt sie einen schrg aufgesetzten ganz flachen ,hut1 dessen ,rand ein ,kranz von ,strauenfedern umgibt1 und den ,ausschnitt des ,kleides hat sie zum grten ,teil unter einem sammetbesetzten ,schulterkragen1 nicht unhnlich dem heutigen ,cape81 verborgen4 ,die knstlerisch schnste unter all diesen ,zeichnungen zeigt eine ,brgerfrau in halber ,rckenansicht1 in verhltnismig einfacher1 aber darum nicht weniger kleidsamer ,tracht2 der einzige ,schmuck des ,kleides von schwerem ,tuch besteht in ,sammetbestzen am ,ausschnitt und an den glatten1 nur an den ,ellenbogen von ,weizeugpuffen unterbrochenen rmeln2 ber ,hals und ,schultern schmiegt sich ein dnner gefltelter ,stoff1 und das ,haar ist unter einer ebenfalls halbdurchsichtigen ,haube verborgen2 keinerlei metallener ,schmuck1 nur die am ,grtelband hngende kunstreich gearbeitete ,bchse fr das ,nhgert 7,abb4 #dd74 ,bei einer sechsten ,modezeichnung1 welche ein ziemlich leichtfertig aussehendes junges ,mdchen im ,federhut1 mit unverschleiertem sehr tiefen ,ausschnitt des ,kleides zeigt1 erscheint der ,holbeinsche ,ursprung zweifelhaft4 ,was bei all diesen weiblichen ,trachtenbildern den heutigen ,beschauer so befremdlich berhrt1 das ,zurckbiegen des ,oberkrpers mit stark ausgehhltem ,rcken1 war eine modische ,angewhnung der ,zeit1 die durchaus zum guten ,ton gehrte1 und die ihren thatschlichen ,entstehungsgrund wohl in dem ,umstand hatte1 da der mitunter sehr schwere ,rock1 da er vorn ebenso weit auf den ,boden hinabreichte wie hinten1 beim ,gehen bestndig vorn aufgehoben werden mute4 ,illustration3 ,abb4 #dg4 ,madonna von ,solothurn4 lgemlde von #aebb4 ,im ,privatbesitz in ,solothurn4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #dh4 ,die heilige ,ursula4 lgemlde von #aebb4 ,in der ,kunsthalle zu ,karlsruhe4 ,illustration3 ,abb4 #di4 ,der heilige ,georg4 lgemlde von #aebb4 ,in der ,kunsthalle zu ,karlsruhe4 ,illustration3 ,abb4 #ej4 ,die ,cebestafel4 ,buchtitelholzschnitt1 zuerst verffentlicht im ,jahre #aebb4 7,nach einem ,druck von #aebc im kniglichen ,kupferstichkabinett zu ,berlin47 ,illustration3 ,abb4 #ea4 ,erasmus von ,rotterdam4 ,holzschnittbildnis1 wahrscheinlich von ,hans ,ltzelburger geschnitten4 ,illustration3 ,abb4 #eb4 ,erasmus von ,rotterdam4 lgemlde von #aebc4 ,im ,louvre zu ,paris4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,an den jungen ,meister1 von dessen ,erfindungsgabe und ,geschmack ,basel so vielfltige ,proben sah1 und dessen ,handfertigkeit in der ,wandmalerei die ,huser an den ,straen bekundeten1 wendete sich die ,regierung von ,basel1 als es sich darum handelte1 das ,innere des groen ,sitzungssaales im neuen ,rathause mit ,wandgemlden zu schmcken4 ,holbein bernahm diese ,arbeit im ,juni #aeba und brachte dieselbe bis zum ,sptherbst des folgenden ,jahres zu einem vorlufigen ,abschlu4 ,in dieser ,zeit bemalte er drei ,wnde des ,saales4 ,als er damit fertig war1 glaubte er den fr das ,ganze vereinbarten ,preis bereits verdient zu haben2 der ,rat gab ihm hierin ,recht und beschlo1 die hintere ,wand bis auf weiteren ,bescheid anstehen zu lassen48 -- ,was fr ein groartiges ,werk ,holbein hier geschaffen hat1 das knnen wir leider nur noch erraten aus demjenigen1 was uns die ,kenntnis davon vermittelt4 ,die ,malereien selbst sind schon vor langer ,zeit1 wahrscheinlich durch ,feuchtigkeit1 zu ,grunde gegangen4 ,ihre ,spuren wurden im ,jahre #ahag bei der ,beseitigung einer alten ,tapete wiederaufgefunden4 ,danach sind von drei ,hauptbildern ,abbildungen angefertigt worden1 die aber begreiflicherweise nicht mehr als das ,allgemeine der ,kompositionen wiedergeben4 ,eine bessere ,vorstellung von der ,formengebung der ,gemlde bekommen wir durch eine ,tuschzeichnung ,holbeins1 welche als ,entwurf zu einem der ,bilder gedient hat1 und durch mehrere alte ,kopien nach solchen ,entwrfen4 ,wie herrlich die ,farbe gewesen sein mu1 kann man nur nach ganz sprlichen kleinen ,resten ahnen1 die aus dem zerbrckelnden ,wandputz herausgenommen und in das ,museum gebracht worden sind4 -- ,der ,knstler verfuhr bei der ,ausschmckung des ,saales nach den nmlichen ,grundstzen1 die er bei der ,bemalung der ,auenseite von ,husern anwendete4 ,er verwandelte den an sich einfachen ,raum durch gemalte ,sulenstellungen in eine weite ,halle4 ,in diesen ,rahmen ordnete er die ,figurendarstellungen in der ,weise ein1 da man die in den ,hauptbildern geschilderten ,vorgnge in breiten ,durchblicken der ,architektur1 gleichsam drauen sich abspielen sah1 bald im ,freien1 bald in tiefen ,sulenslen2 in den ,zwischenrumen zwischen diesen groen ,bildern sah man ,einzelgestalten in vertieften ,nischen des ,architekturrahmens4 ,diese ,einzelgestalten waren zum ,teil geschichtliche ,persnlichkeiten1 zum ,teil ,allegorien der sogenannten weltlichen oder ,kardinaltugenden4 ,fr die ,hauptbilder gab1 wie es die ,zeit mit sich brachte1 die ,geschichte des klassischen ,altertums die ,stoffe2 sie sollten in groartigen ,beispielen zur strengsten ,pflege derjenigen ,tugenden1 welche die hchsten ,pflichten der ,herrschenden sind1 ermahnen4 ,da sah man die unbeugsame ,gerechtigkeit und die opfermutige ,strke in den ,bildern zweier ,gesetzgeber veranschaulicht3 ,charondas1 der sich selbst mit dem ,tode bestraft1 und ,zaleukus1 der die ,hlfte der von seinem ,sohn verwirkten ,strafe an sich selbst vollstrecken lt2 ein ,beispiel der ,weisheit gab das ,bild des unbestechlichen ,dentatus1 und die ,mahaltung wurde gepredigt durch das abschreckende ,beispiel des ,perserknigs ,sapor1 der dem besiegten ,feinde noch ,schmach anthut4 ,wie sprechend und lebendig ,holbein die ,vorgnge zu erzhlen wute1 das zeigen auch die unvollkommenen ,anschauungsmittel der vorhandenen ,skizzen und schlechten ,abbildungen4 -- ,charondas von ,catanea hatte in den ,gesetzen1 welche er der ,stadt ,thurii gab1 bei ,todesstrafe verboten1 in der ,volksversammlung ,waffen zu tragen2 und als es ihm widerfuhr1 da er1 von einer ,reise1 ohne sich umzukleiden1 zur ,versammlung eilend1 erst dort gewahrte1 da er noch mit dem ,schwert umgrtet war1 gab er sich selbst vor aller ,augen den ,tod4 ,holbein hat die ,sitzung der ,volksvertreter von ,thurii in eine groe1 teilweise offene ,sulenhalle mit reichem bildnerischen ,schmuck verlegt4 ,die ,augen aller ,versammelten heften sich auf ,charondas1 und dieser vollfhrt seine berraschende ,that so schnell1 da die meisten wie gebannt auf ihren ,pltzen sitzen bleiben2 nur wenige sind aufgesprungen4 ,charondas richtet1 indem er sich das ,schwert in die ,brust stt1 den ,blick zum ,himmel1 entsprechend der ,angabe der antiken ,erzhlung1 da eine ,anrufung des ,zeus zum ,zeugen1 da das ,gesetz ,herr bleiben solle1 seine letzten ,worte waren4 -- ,das ,zaleukusbild schildert mit grausiger ,anschaulichkeit die ,blendung zweier ,menschen4 ,in einer ,halle1 die sich nach einem sonnenbeschienenen ,platz hin ffnet1 sitzt vor einer groen ,menge von ,zuschauern ein junger ,mann1 dem der ,henker das linke ,auge ausreit4 ,ihm gegenber sitzt ein wrdevoller ,greis in frstlicher ,tracht auf dem ,thron und bietet sein rechtes ,auge der ,zange dar4 ,der ,greis ist ,zaleukus1 ,herrscher von ,lokri in ,unteritalien4 ,seine ,gesetze hatten die ,strafe des ,verlustes beider ,augen auf den ,ehebruch gesetzt1 und sein einziger ,sohn war dieses ,verbrechens berfhrt worden4 ,die ,lokrier baten ihn1 ,gnade zu ben2 und um ihren ,bitten und seinem ,vatergefhl ,rechnung zu tragen1 ohne da vom ,gesetz abgewichen wrde1 bestimmte er1 da sein ,sohn das eine ,auge verlieren1 er selbst aber das andere hergeben solle4 ,wunderbar hat der ,knstler den ,gegensatz geschildert zwischen dem ,missethter1 der in grlicher ,qual seine ,strafe erleidet1 und dem ,helden der ,aufopferung1 der sich anschickt1 freiwillig dasselbe zu erdulden4 ,an jenem thut ein ,diener der ,gerechtigkeit gefhllos1 was seines ,amtes ist4 ,bei diesem untersucht der mit der ,vollziehung des ,befehls ,beauftragte vorher das ,auge mit einer ,lupe2 man sieht1 er wird sich bemhen1 bei der ,operation so behutsam wie mglich zu verfahren4 ,das ,volk blickt zum ,teil mit tiefer ,bewegung auf den ,frsten1 zum ,teil sieht es mit ,schauder der ,arbeit des ,henkers zu4 -- ,das ,blatt im ,baseler ,museum1 welches die alte ,skizzenkopie des ,zaleukus enthlt1 zeigt uns auch eine der allegorischen ,gestalten1 die ,holbein zwischen die ,geschichtsbilder einordnete4 ,es ist die ,figur der ,gerechtigkeit4 ,frau ,justitia steht in einer ,architekturlaube und zeigt mit dem ,schwert auf eine im ,bogen aufgehngte ,tafel1 auf der in lateinischer ,sprache die ,worte stehen3 ,o ihr ,herrschenden1 verget eure eigenen ,angelegenheiten und sorgt fr die ffentlichen68 ,auch die brigen ,bilder waren durch ,inschriften erlutert4 -- ,von dem ,bilde des ,curius ,dentatus ist leider keine ,skizze vorhanden1 sondern nur die mangelhafte ,abbildung der im ,jahre #ahag aufgefundenen ,reste4 ,das ,bild mu prchtig gewesen sein2 die ,komposition ist sehr schn4 ,unter einer offenen ,rundbogenhalle1 durch die man weit in die ,landschaft hinaussieht1 kniet ,curius1 mit rmischer ,feldherrenrstung bekleidet1 am ,kaminfeuer und ist im ,begriff1 sich eigenhndig sein einfaches ,mahl zu bereiten4 ,da treten von der ,seite die ,gesandten der ,samniter zu ihm herein2 die beiden vordersten der prunkhaft reich -- in ,renaissancetracht -- gekleideten ,herren tragen einen groen goldenen ,pokal und eine mit ,goldstcken gefllte ,schssel4 ,der ,rmer aber wendet sich nur eben ein wenig nach ihnen um und spricht1 auf die vor ihm liegenden ,rben hinweisend1 die ,worte1 die in das ,bild geschrieben sind3 ,ich will lieber das da aus meinem ,irdengeschirr essen und denen1 die ,gold haben1 gebieten48 ,unterhalb dieser ,darstellung hat der ,maler den brigbleibenden ,raum der ,wandflche in eigentmlicher ,weise ausgefllt4 ,man sieht die steinerne ,unterwlbung des ,fubodens1 auf dem sich der ,vorgang abspielt2 vor dem ,kellergewlbe steht der ,baseler ,ratsdiener1 in die ,wappenfarben der ,stadt1 schwarz und wei1 gekleidet1 mit dem ,wappenschildchen auf der ,brust1 und lftet grend den ,hut gegen den ,beschauer4 ,von der ,originalausfhrung sind die ,kpfe von einigen der ,gesandten erhalten2 trotz des schadhaften ,zustands kann man daran die prchtige ,malerei noch bewundern4 -- ,von dem ,bilde des ,sapor ist der eigenhndige ,entwurf ,holbeins erhalten3 eine getuschte ,zeichnung1 der durch einige hier und da hineingesetzte ,farbentne ein lebhafteres malerisches ,aussehen gegeben ist4 ,der architektonische ,rahmen1 der die ,darstellung einschliet1 zeigt reich verzierte ,sulen auf rot marmorierten ,sockelgestellen4 ,dazwischen hindurch sieht man auf einen freien ,platz1 den sptgotische ,gebude abschlieen4 ,ritter und bewaffnetes ,fuvolk fllen den ,platz4 ,im ,vordergrund steigt der ,perserknig ,sapor1 in stattliche ,renaissancetracht gekleidet1 auf sein von einem ,stallknecht gehaltenes ,ro1 indem er den ,rcken des gefangenen ,kaisers ,valerianus1 der mit jammervollem ,ausdruck am ,boden kniet1 als ,schemel benutzt4 ,illustration3 ,abb4 #ec4 ,die ,gemahlin des ,herzogs ,jehan de ,berry4 ,zeichnung in schwarzer und farbiger ,kreide nach der bemalten ,steinfigur der ,herzogin in der ,kathedrale zu ,bourges4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,in den beiden ,jahren1 whrend deren ,holbein im ,rathaussaale malte1 schuf er verschiedene lgemlde1 die der ,nachwelt erhalten geblieben sind4 ,mit der ,jahreszahl #aeba ist ein eigentmliches ,bild bezeichnet1 das im ,baseler ,museum den ,blick des ,beschauers unwiderstehlich fesselt3 ,christus im ,grabe 7,abb4 #de und #df74 ,der ,leichnam liegt ausgestreckt in dem engen ,sarg1 dessen uns zugekehrte ,seite fortgelassen ist1 ohne eine andere ,unterlage1 als ein weies ,tuch auf dem ,boden4 ,das ,innere des ,sarges ist warmgrn angestrichen1 und dieser ,ton stimmt wundervoll zu den fahlen ,fleischtnen des ,toten4 ber dem ,sargdeckel sieht man einen schmalen ,strich tiefschwarzen ,hintergrunds1 und darber ist1 wie mit ,goldbuchstaben auf die ,kante einer weien ,steinplatte geschrieben1 die ,inschrift angebracht3 ,jesus ,nazarenus1 ,rex ,judaeorum48 ,holbein hat den ,leichnam mit dem grten ,flei nach der ,natur gemalt2 mit vollkommener ,treue hat er die ,starre der ,glieder1 das ,leblose der ,haut1 das verfrbte ,gesicht mit den blutleeren ,lippen und dem gebrochenen ,auge wiedergegeben4 ,sein ,modell war durchaus nicht schn1 aber das ,bild ist unsagbar schn -- freilich nicht im landlufigen ,sinne des ,worts4 ,es ist ein ,wunderwerk der ,malerei4 ,seine religise ,bedeutung erhlt das ,werk allerdings nur durch die ,wundmale und durch die berschrift2 von idealer ,auffassung ist keine ,rede1 es war dem ,maler sichtlich um die volle ,ausnutzung eines ,studiums1 das zu machen er wohl nicht oft ,gelegenheit fand1 zu thun4 ,sehr richtig hat schon ,basilius ,amerbach das ,gemlde in seinem ,verzeichnis aufgefhrt als ein ,totenbild mit dem ,titel ,jesus ,nazarenus48 ,die ,jahreszahl #aebb trgt ein ,gemlde1 das sich zu ,solothurn in ,privatbesitz befindet und unter dem ,namen ,madonna von ,solothurn8 bekannt ist 7,abb4 #dg74 ,zweifellos schmckte dasselbe ursprnglich einen ,altar in dem alten1 im vorigen ,jahrhundert durch einen ,neubau ersetzten ,mnster dieser ,stadt4 ,spter fand es sich unbeachtet und verwahrlost in einer ,dorfkirche der ,nachbarschaft4 ,es zeigt in einer ,anordnung1 die derjenigen des ,holzschnitts mit den ,schutzheiligen von ,freiburg 7,abb4 #dj7 sehr hnlich ist1 die ,jungfrau ,maria thronend zwischen den stehenden ,gestalten eines ,bischofs und eines ,ritters2 diese beiden sind die ,schutzpatrone von ,solothurn1 der heilige ,martin1 ,bischof von ,tours1 und der heilige ,ursus1 einer der ,mrtyrer von der thebischen ,legion4 ,der ,kopf der ,maria ist das holdeste und lieblichste ,frauengesicht1 das ,holbein ersonnen hat4 ,mit dem ,ausdruck der ,bescheidenheit und ,milde vor sich hinblickend1 hlt die ,jungfrau das kstlich lebenswahre nackte ,kind1 das den ,kopf und die ,hndchen und ,fchen bewegt1 auf dem ,scho4 ber ihr hellrotes ,kleid wallt in weiten ,falten der blaue ,mantel auf die ,thronstufe herab1 die ein bunter1 mit ,stifterwappen geschmckter ,teppich bedeckt4 ,der ,kopf hebt sich mit dem ber die ,schultern ausgebreiteten goldfarbigen ,haar1 auf dem ein feiner1 durchsichtiger ,schleier liegt1 und mit der reichen1 mit ,edelsteinen und ,perlen besetzten ,krone von dem lichten ,blau der ,luft ab1 in die man durch einen ,rundbogen hinausblickt4 ,dieser graue ,steinbogen ist gegen ,holbeins ,gewohnheit ganz schmucklos2 eiserne ,stangen sind in ihn eingespannt1 wie um ihn zusammenzuhalten4 ,vermutlich hatte man durch solche ,mittel die ,wlbungen der alten ,kirche zu festigen gesucht1 und ,holbein brachte das ,bild in ,einklang mit dem ,bauwerk1 welches dasselbe aufnahm4 ,die beiden ,heiligen an den ,seiten sind herrliche ,gestalten1 bewunderungswrdig auch in der ,durchfhrung des ,gegensatzes der ,charaktere4 ,martinus ist ein vornehmer ,herr und frommer ,priester mit einem feinen1 geistreichen und liebenswrdigen ,gesicht2 seine rote ,mitra und seine violette ,kasel sind mit prchtigen ,stickereien geschmckt1 die der ,maler bis ins einzelste ausgefhrt hat2 in der linken ,hand hlt er mit dem ,bischofsstab zugleich den ,handschuh der entblten ,rechten1 die er gebraucht1 um ,geldstcke in das ,holzschsselchen eines ,bettlers zu legen4 ,der ,bettler ist eine zur ,darstellung des heiligen ,martin gehrende kennzeichnende ,beigabe2 mit feinem ,gefhl hat ,holbein von dieser an und fr sich nicht in die ,vereinigung von ,heiligen passenden ,gestalt nur das ,notwendigste zum ,vorschein kommen lassen3 das flehende1 kmmerliche ,gesicht und ein ,stck von der ,hand1 welche die ,schssel zum ,empfang der ,gabe emporhlt4 ,der heilige ,ursus ist ganz ,kriegsmann1 ehrenfest und unerschtterlich2 von ,kopf zu ,fu in eine ,rstung1 wie sie zu des ,knstlers ,zeit getragen wurde1 gekleidet1 umfat er mit der ,linken den ,schwertgriff und hlt in der ,rechten eine rote ,fahne mit weiem ,kreuz1 die sich in dem glnzenden ,eisen von ,helm und ,harnisch spiegelt4 ,zwei ,tafeln mit ,einzelfiguren von ,heiligen1 die sich in der ,kunsthalle zu ,karlsruhe befinden1 augenscheinlich ,stcke eines greren ,altarwerks1 gehren ebenfalls dem ,jahre #aebb an4 ,das eine ,bild1 auf dem mit dem ,namen des ,knstlers die ,jahreszahl angebracht ist1 stellt die heilige ,ursula vor4 ,gekrnt1 mit goldenem ,heiligenschein1 in frstlicher ,tracht nach dem ,modegeschmack der ,zeit1 steht die ,glaubenszeugin1 die als ,zeichen ihres ,mrtyrertums eine ,anzahl langer ,pfeile in den ,hnden trgt1 vor einer weiten ,landschaft und einer blauen1 von den ,zweigen eines ,feigenbaums durchschnittenen ,luft 7,abb4 #dh74 ,das ,gegenstck zeigt den heiligen ,georg1 der in antiker ,rstung1 mit der ,fahne in der ,hand1 auf dem erlegten ,lindwurm steht 7,abb4 #di74 ,illustration3 ,abb4 #ed4 ,das ,leiden ,christi in acht ,bildern1 ,altargemlde 7bersichtsblatt1 vergl4 die beiden folgenden ,doppelbilder74 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ee4 ,obere ,hlfte der ,passionstafel im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ef4 ,untere ,hlfte der ,passionstafel im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,in dem nmlichen ,jahr erschien zum erstenmal ein spter noch oftmals gedruckter berhmter ,buchtitelholzschnitt von ,holbein1 die sogenannte ,cebestafel4 ,der griechische ,philosoph ,cebes -- entweder der von ,plato erwhnte ,schler des ,sokrates oder ein ,spterer gleichen ,namens -- bringt in seiner ,schrift ,das ,gemlde8 eine ausfhrliche ,beschreibung eines figurenreichen ,bildes1 das ihm in einem ,tempel gezeigt wurde2 darin war der ,weg des ,menschen zur wahren ,glckseligkeit dargestellt4 ,nach dieser ,beschreibung hat ,holbein das genannte ,blatt entworfen 7,abb4 #ej74 ,eine rings um das ,bild laufende ,mauer bezeichnet das begrenzte ,gebiet des menschlichen ,lebens4 ,auerhalb der ,mauer1 unten am ,bildrand1 sieht man eine ,schar nackter ,kinder4 ,das sind die ,seelen der noch nicht ins ,leben eingetretenen ,menschen2 die ,verbildlichung der ,seele durch eine ,kindergestalt war eine im ,mittelalter allgemein gebruchliche und auch der ,zeit ,holbeins noch gelufige ,darstellungsform4 ,den ins ,leben ,eintretenden empfngt an der ,pforte der ,genius1 der ,schutzgeist1 dargestellt durch einen wrdevollen ,greis1 der dem ,eintretenden einen ,zettel berreicht2 als ,inhalt des ,zettels haben wir uns die ,mahnungen des ,schutzgeistes fr den ,lebensweg zu denken4 ,gleich hinter der ,lebenspforte fhrt die ,glcksgttin auf rollender ,kugel daher1 ,gutes und ,schlimmes verteilend2 und den ,neuling im ,leben erwartet die ,verfhrung1 verbildlicht durch eine reich gekleidete ,dame1 deren hilfsbereites ,gefolge die trgerischen ,vorstellungen bilden4 ,was deren ,lockungen bieten1 sieht der ,mensch1 der nun in ,jnglingsgestalt erscheint1 jenseits einer ,mauer4 ,das ,thor in dieser ,mauer fhrt ihn in das ,gebiet der ,wollust1 der ,habgier und der ,unenthaltsamkeit4 ,nachdem er die aus diesem ,bereich fhrende ,pforte durchschritten hat1 harren seiner am ,wege der ,schmerz und die ,traurigkeit4 ,aus deren ,bereich wird er durch die ,reue1 die sich liebevoll seiner annimmt1 geleitet4 ,aber nun verfllt er der falschen ,belehrung1 die wieder als geputzte ,dame erscheint4 ,nur ein schmaler ,weg und eine enge ,pforte in steiler ,felswand fhren aus diesem ,gebiet hinaus2 mit vielfacher ,thtigkeit eifrig beschftigt1 lagern die ,scharen derer1 die hier das ,lebensziel gefunden zu haben glauben1 an der ,felswand4 ,der ,lebenswanderer sieht die schne ,frau mit scheuer ,bewunderung an -- diese kleine ausdrucksvolle ,rckenfigur ist ein wahres ,meisterwerk --1 und er schreitet weiter4 ,in der ,entschlossenheit und der ,strke findet er die hilfreichen ,krfte1 die ihn durch die enge ,felsenschlucht1 in der sich der ,ausweg verliert1 emporziehen4 ,und jetzt ist er im ,gebiet der wahren ,belehrung angelangt4 ,diese steht wie ein ,heiligenbild gestaltet auf einem ,steinsockel2 ,wahrheit und berzeugung sind ihre ,begleiterinnen4 ,der ,lebenswanderer kniet anbetend vor ihr nieder1 und nichts trennt ihn mehr vom ,eingang zur ,burg der wahren ,glckseligkeit4 ,da wohnen alle ,tugenden1 und in der ,mitte thront die ,glckseligkeit1 eine von berirdischem ,strahlenschein umleuchtete ,herrscherin2 sie krnt den ,wanderer1 der an allen ,irrungen vorbei den ,weg gefunden hat4 -- ,holbein hat seine ,holzschnittzeichnungen nur selten mit seinem ,namen bezeichnet4 ,dieses ,blatt aber hat er fr wichtig genug gehalten1 um auf demselben seine ,unterschrift in ,gestalt eines doppelten ,h anzubringen4 ,die erste ,bestimmung von ,holbeins ,cebestafel war1 den ,titel der von ,erasmus von ,rotterdam veranstalteten lateinischen ,ausgabe des ,neuen ,testaments zu schmcken4 ,daraus erklrt sich die kirchliche ,gestaltung der ,figuren der wahren ,belehrung und der ,glckseligkeit4 ,die ,anwendung der ,gedanken des griechischen ,philosophen auf das christliche ,buch entsprach so recht dem ,sinn des ,erasmus4 ,in dem nmlichen ,jahre #aebb erschien in ,basel eine deutsche ,ausgabe des ,neuen ,testaments1 ein ,nachdruck von ,luthers bersetzung1 und auch zu diesem ,buch zeichnete ,holbein den ,titel4 ,er brachte darauf als ,hauptfiguren an den ,seiten die ,apostel ,petrus und ,paulus an1 in den vier ,ecken die ,evangelistenzeichen1 oben das ,wappen der ,stadt ,basel und unten das ,druckerzeichen des ,verlegers ,adam ,petri1 ein auf einem ,lwen reitendes ,kind4 ,im ,mrz #aebc erschien bei ,petri gleichzeitig mit einer neuen ,auflage dieser groen ,ausgabe eine fein ausgestattete kleine 7,oktav-7 ,ausgabe des ,neuen ,testaments in der deutschen bersetzung4 ,diese war auer mit einem jenem groen ,blatt hnlich komponierten ,titel mit den ,bildern der vier ,evangelisten und mit vier ,bildern zur ,apostelgeschichte von ,holbeins ,hand geschmckt4 -- ,im ,dezember #aebc gab ,petri einen ,nachdruck von ,luthers bersetzung des ,alten ,testaments heraus4 ,dieses ,buch brachte zwischen vielen ,bildchen von anderen ,zeichnern eine ,anzahl ,zierbuchstaben und einige ,bilder von ,holbein1 darunter ein besonders schnes ,kopfstck zum ,anfang des ,textes1 die ,erschaffung der ,eva inmitten der brigen1 vollendeten ,schpfung darstellend4 -- ,eine grere ,reihe von ,holzzeichnungen lieferte ,holbein zu der ,ausgabe von ,luthers bersetzung des ,neuen ,testaments1 welche der ,drucker ,thomas ,wolff ebenfalls im ,jahre #aebc veranstaltete4 ,hier stellte er in der ,titeleinfassung eine ganze ,anzahl von bildlichen ,darstellungen1 meistens aus der ,apostelgeschichte1 zusammen4 ,dazu kamen einundzwanzig ,bilder zur ,offenbarung ,johannis4 ,da es ,holbein1 trotz seiner sonstigen knstlerischen ,selbstndigkeit1 bei dieser ,aufgabe nicht immer gelang1 sich von der ,erinnerung an ,drers gewaltige ,schpfungen frei zu halten1 das kann man ihm nicht zum ,vorwurf machen2 und da es ihm nicht gelang1 diesem bermchtigen ,vorbild gleich zu kommen1 namentlich in ,bezug auf das ,phantastische1 das ist begreiflich4 ,die ,schnittausfhrung der apokalyptischen ,bilder ist schlecht4 ,dagegen ist das ,titelblatt mit den zahlreichen kleinen ,figuren ein ,meisterwerk der ,holzschneidekunst4 ,dasselbe trgt das ,zeichen des ,formschneiders ,hans ,ltzelburger4 ,hans ,ltzelburger1 genannt ,franck1 stammte wahrscheinlich aus ,augsburg4 ,er scheint erst im ,jahre #aebc nach ,basel gekommen zu sein4 ,seine ,thtigkeit dort dauerte nur wenige ,jahre2 im ,juni #aebf war er bereits verstorben4 ,in dieser ,zeit aber schnitt er fast alles1 was ,holbein fr den ,buchdruck zeichnete4 ,er verstand es meisterhaft1 dem ,striche des ,knstlers aufs genaueste gerecht zu werden1 ganz besonders in feinen1 kleinen ,sachen4 ,nur in den von ihm geschnittenen ,blttern kommt die ,schnheit von ,holbeins ,holzschnittzeichnung voll zur ,geltung4 ,von ihm rhrt zweifellos die wunderbar klare ,schnittausfhrung des kleinen ,bildnisses des ,erasmus von ,rotterdam her1 das ,holbein fr den ,frobenschen ,verlag zeichnete 7,abb4 #ea74 ,dieses ,bildchen in ,rundformat1 das uns das scharfe ,profil und die feinen ,zge des vorzeitig gealterten gelehrten ,herrn so lebenswahr vor ,augen fhrt1 da die kleine ,zeichnung ebenbrtig neben groen ,gemlden steht1 wird im ,jahre #aebc entstanden sein4 ,illustration3 ,abb4 #eg4 ,rhre mich nicht an68 7,ev4 ,joh4 #bj1 #ag47 lgemlde in der ,sammlung des ,schlosses ,hamptoncourt4 ,aus dem ersten ,jahrgangsheft der ,kunsthistorischen ,gesellschaft fr photographische ,publikationen4 ,in diesem ,jahre lie ,erasmus sich mehrmals von ,holbein portrtieren4 ,in einem ,briefe an ,willibald ,pirkheimer in ,nrnberg erwhnt ,erasmus drei ,bildnisse1 die er ins ,ausland an ,freunde geschickt habe1 zwei nach ,england und eins nach ,frankreich4 ,die beiden nach ,england gesandten ,portrts sind noch vorhanden4 ,das eine befindet sich in einer englischen ,privatsammlung4 ,das andere ist als ,geschenk ,knig ,karls ,i4 von ,england an ,ludwig ,,xiii4 nach ,paris gekommen und befindet sich jetzt im ,louvremuseum4 ,dieses ist ein ,meisterwerk allerersten ,rangs4 ,erasmus ist in zwei ,drittel ,lebensgre schreibend dargestellt4 ,eben hat er die berschrift einer neuen ,arbeit auf ein ,blatt ,papier gesetzt1 das auf einem ,buch als ,unterlage vor ihm liegt2 sein ,blick folgt dem ,gange des klassischen ,schreibgerts1 des ,calamus1 dessen er sich anstatt einer ,feder bedient4 ,jede ,form in dem ,gesicht und in den ,hnden ist die ,lebenswahrheit selbst4 ,die ,haut ist fahl1 das ,haar ergrauend4 ,die ,kleidung ist dunkel1 ,schwarz herrscht vor4 ,den ,hintergrund bildet eine dunkelgrne1 hellgrn und wei gemusterte ,stofftapete neben einem ,stck brauner ,holzbekleidung4 ,der ,zusammenklang der ,farben ist das ,vollkommenste1 was man sich denken kann 7,abb4 #eb74 ,illustration3 ,abb4 #eh4 ,die ,geburt ,christi4 ,altarflgel im ,mnster zu ,freiburg i4 ,b4 7,nach einer ,originalphotographie im ,photogr4 ,kunstverlag von ,g4 ,rbcke in ,freiburg i4 ,b47 ,das ,museum zu ,basel besitzt die mit lfarbe auf ,papier gemalte und nachtrglich auf eine ,holztafel geklebte ,vorstudie zu dem letztgenannten ,bildnis des ,erasmus4 ,auch diese ,vorstudie ist schon ein fertiges ,bild4 ,sie unterscheidet sich von dem ,pariser ,portrt1 abgesehen von der minder vollendeten ,durchbildung der ,malerei1 nur durch den schlichten ,hintergrund und einige ,verschiedenheiten in der ,kleidung1 die fr die malerische ,wirkung des ,ganzen weniger vorteilhaft sind4 ,nicht ohne ,grund ist die ,vermutung ausgesprochen worden1 da das ,baseler ,portrt dasjenige sei1 welches ,erasmus laut seinem erwhnten ,briefe nach ,frankreich schickte1 und da der ,empfnger desselben ,bonifacius ,amerbach gewesen sei4 ,bonifacius hielt sich damals zu neuem ,studium in ,avignon auf1 und aus seiner ,sammlung stammt das ,baseler ,bild des schreibenden ,erasmus4 ,in jenem ,briefe wird gesagt1 da ,erasmus sein ,portrt durch den ,maler selbst habe nach ,frankreich bringen lassen4 ,auch dieser ,umstand besttigt die ,richtigkeit jener ,vermutung1 da ,holbein ebenso wie ,erasmus ein persnlicher ,freund ,amerbachs war4 ,illustration3 ,abb4 #ei4 ,die ,anbetung der drei ,weisen4 ,altarflgel im ,mnster zu ,freiburg i4 ,b4 7,nach einer ,originalphotographie im ,photogr4 ,kunstverlag von ,g4 ,rbcke in ,freiburg i4 ,b47 ,es scheint1 da ,holbein diese ,gelegenheit zu einer weiteren ,reise durch ,frankreich benutzte4 ,zwei ,zeichnungen im ,baseler ,museum erzhlen von einem ,aufenthalt des ,knstlers in ,bourges4 ,diese ,zeichnungen zeigen einen ,herrn und eine ,dame in der ,tracht des ersten ,viertels des ,,xv4 ,jahrhunderts1 im ,gebete knieend4 ,es sind ,abbildungen der ,figuren des ,herzogs ,jehan de ,berry 7 #adaf7 und seiner ,gemahlin1 die sich in der ,kathedrale von ,bourges befinden2 zu ,holbeins ,zeit standen dieselben noch in der eigenen ,kapelle der ,herzge von ,berry2 nach deren ,abbruch sind sie im ,chorumgang aufgestellt worden4 ,holbein hat diese ,grabmalfiguren1 von denen namentlich die weibliche sehr hbsch und ausdrucksvoll ist 7,abb4 #ec71 so abgezeichnet1 als ob er nach dem ,leben zeichnete1 und hat mit schwarzer ,kreide und ein paar ,farbenangaben mit ,rot- und ,gelbstift eine ganz lebendige1 malerische ,wirkung hineingebracht4 ,illustration3 ,abb4 #fj4 ,der ,schmerzensmann4 lgemlde braun in braun4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #fa4 ,die ,schmerzensmutter4 lgemlde braun in braun4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #fb4 ,entwurf zum linken ,thrflgel der ,orgel des ,baseler ,mnsters4 ,brunlich getuschte ,zeichnung1 im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,ein viertes ,bildnis des ,erasmus1 das ,holbein um dieselbe ,zeit malte1 zeigte in einem ,doppelbild den gelehrten ,schriftsteller und seinen verdienstvollen ,verleger ,froben4 ,als ,geschenk fr den letzteren wurde es von ,erasmus bestellt4 ,dieses ,gemlde ist verschollen4 ,eine ,kopie des ,ganzen befindet sich in ,england und eine ,kopie des ,brustbildes ,frobens allein im ,museum zu ,basel4 ,die letztere ,kopie ist in ,bezug auf die ,farbe sehr schlecht4 ,aber immerhin ist es interessant1 aus ihr das ,aussehen des ,mannes kennen zu lernen1 der ,holbein zu so vielen ,schpfungen ,veranlassung gegeben hat4 ,johannes ,froben1 der mit bereinander geschlagenen ,armen in einem schwarzen1 mit braunem ,pelz geftterten berrock dasitzt1 zeigt uns ein glattrasiertes1 furchiges ,gesicht1 dessen ,formen ziemlich gewhnlich sind1 das aber durch den ,ausdruck von ,wohlwollen und ,klugheit fesselt2 das sprliche braune ,haar fllt in miger ,lnge ber den ,hinterkopf herab4 ,die ,jahreszahlen #aebd und #aebe finden sich auf keinem erhaltenen ,werke ,holbeins4 ,so mgen hier mehrere undatierte ,gemlde genannt werden1 deren ,entstehung in diese ,zeit fallen kann4 ,illustration3 ,abb4 #fc4 ,entwurf zum rechten ,thrflgel der ,orgel des ,baseler ,mnsters4 ,brunlich getuschte ,zeichnung4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,als die ,krone von ,holbeins ,schpfungen galt jahrhundertelang eine ,zusammenstellung von acht kleinen ,bildern aus der ,leidensgeschichte ,christi in einem ,rahmen 7,abb4 #ed1 #ee und #ef74 ,das ,gemlde wurde von jeher im ,rathaus zu ,basel aufbewahrt4 ,da es aber aller ,wahrscheinlichkeit nach nicht fr das ,rathaus1 sondern fr eine ,kirche gemalt worden ist1 so nimmt man an1 der ,rat habe dasselbe an sich genommen1 um es vor der ,beschdigung oder ,vernichtung durch den ,bildersturm1 den ,basel im ,jahre #aebi erlebte1 zu retten4 ,kurfrst ,maximilian ,i4 von ,bayern1 jener eifrige ,kunstsammler1 der von der ,stadt ,nrnberg ,drers ,apostel erhandelte1 wollte die ,passionstafel um jeden ,preis in seinen ,besitz bringen4 ,aber die ,baseler ehrten das ,andenken ihres groen ,knstlers besser als die ,nrnberger das ,vermchtnis ,drers und schickten die kurfrstlichen ,abgesandten mit einem hflichen1 aber glatt abschlgigen ,bescheid heim4 ,die ,tafel verblieb im ,besitz der ,stadt und erzhlte jedem ,besucher des ,rathauses ihres ,meisters ,ruhm und ,ehre1 wie ,joachim von ,sandrart in seiner ,teutschen ,akademie8 7#afge7 sagt1 als ein ,werk1 darin alles1 was unsere ,kunst vermag1 zu finden ist18 und das keiner ,tafel1 weder in ,deutschland noch ,italien1 weichen darf48 ,das dauerte bis zum ,jahre #agga4 ,da wurde das ,gemlde durch ,ratsbeschlu an die ,kunstsammlung1 die sich jetzt im ,museum befindet1 abgegeben4 ,bei dieser ,gelegenheit verfiel es dem ,schicksal1 da es vor der berfhrung einer grndlichen ,restauration8 unterworfen wurde1 bei der es des besten ,teils seiner ,schnheit beraubt wurde4 ,der restaurierende ,maler hat zwar die ,zeichnung in anerkennenswerter ,weise geschont1 aber die ,farbe hat er zerstrt4 ,gewi hat er bei seiner ,auffrischungsarbeit das1 was rot war1 rot1 was blau war1 blau bermalt u4 s4 w41 aber er hat alle ,tne verstimmt1 und dazu durch seinen glatten ,auftrag den feinen ,reiz von ,holbeins malerischer ,behandlung vernichtet4 ,durch das bunte1 harte ,migetn von ,farben hindurch ist der ,zauber ,holbeinscher ,farbenmusik nicht mehr zu vernehmen4 ,ein schnheitsempfindliches ,auge mu die ,verletzung durch dieses entseelte ,kolorit erst berwinden1 ehe es dazu gelangt1 die sonstigen groen ,schnheiten der ,tafel zu genieen4 ,was zunchst auffllt1 ist die bewunderungswrdige ,art und ,weise1 wie die acht verschiedenen ,bildchen1 die in zwei ,reihen bereinander stehen1 in der ,quere durch gemalte ,goldornamente1 senkrecht durch plastische ,rahmenleisten getrennt1 als ein malerisches ,ganzes zusammenkomponiert sind4 ,jede der acht ,darstellungen1 die mit groem ,geschick dem ,hochformat der einzelnen ,felder angepat sind1 ist ein in sich abgeschlossenes ,bild1 das seine abgerundete malerische ,wirkung von ,hell und ,dunkel besitzt1 das ganz fr sich allein als ,kunstwerk bestehen knnte4 ,zugleich aber geht eine einheitliche malerische ,wirkung durch das ,ganze1 die ,helligkeiten und ,dunkelheiten sind so verteilt1 da auch die ganze ,tafel sich dem ,auge als ein abgerundetes malerisches ,kunstwerk darbietet4 ,im einzelnen stellt sich jede ,komposition als ein ,meisterwerk von ,leben und ,ausdruck dar4 ,verschiedenartige ,beleuchtungswirkungen sprechen lebhaft mit4 ,auf dem ersten ,bildchen1 ,christi ,gebet am lberg1 erscheint der ,engel mit dem ,kelch in einer ,lichtffnung des nchtlichen ,himmels4 ,in den beiden folgenden1 der ,gefangennahme und der ,vorfhrung ,christi vor den ,hohenpriester1 geht die ,beleuchtung von ,fackeln aus2 auf jenem berspielt das ,fackellicht die unteren ste eines ,baumes1 dessen ,krone in ,finsternis verschwindet2 auf diesem irrt es in den phantastischen ,formen einer ,holbeinschen ,renaissancearchitektur umher4 ,auch das vierte und das fnfte ,bild1 die ,geielung und die ,verspottung ,christi1 umgeben die ,figuren mit reichen ,architekturphantasien4 ,bei den zwei nchsten ,darstellungen1 der ,kreuztragung und der ,kreuzigung1 sind die unteren ,hlften der ,bilder ganz mit ,figuren angefllt2 darber sieht man dort einen runden ,thorturm der ,stadtmauer und eine in hellem ,tageslicht sich ausdehnende ,ferne mit ,hochgebirge2 hinter den aufgerichteten ,kreuzen dagegen ist der verfinsterte ,himmel vllig schwarz4 ,den ,schlu bildet die ,grablegung2 die ,mnner tragen den heiligen ,leichnam ber eine grne ,wiese zu dem in einem gelben ,felsen sich ffnenden ,grufteingang2 ,maria steht weinend bei ihrer ,begleitung an einem ,tannenbumchen1 das in einer ,spalte des ,felsens ,wurzel gefunden hat4 ,illustration3 ,abb4 #fd4 ,maria mit dem ,kinde4 ,getuschte und mit ,wei gehhte ,federzeichnung auf grau grundiertem ,papier4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,diesen ,passionsbildern ist in der ,auffassung wie in der malerischen ,empfindungsweise ein kleines ,gemlde nahe verwandt1 das in der ,sammlung des ,schlosses ,hamptoncourt bei ,london vor kurzem sozusagen neu entdeckt worden ist4 ,sein ,gegenstand ist ebenfalls der ,leidensgeschichte ,christi entnommen3 die ,erscheinung des ,auferstandenen vor ,maria ,magdalena 7,abb4 #eg74 ,es ist ein wunderbares ,meisterwerk malerischer ,poesie4 ,groartig ist die landschaftliche ,stimmung der ,frhe1 da es noch finster war48 ,und ebenso groartig und ergreifend ist der ,ausdruck der ,figuren4 ,da wandte sie sich und sprach zu ihm3 ,rabbuni6#8 ,jesus aber sprach zu ihr3 ,rhre mich nicht an6#88 ,seitwrts sieht man den vom ,grabe weggewlzten ,stein4 und durch die niedrige ,grabesffnung gewahrt man1 was ,maria ,magdalena1 als sie gebckt hineinblickte1 gesehen hatte1 die zwei ,engel in weien ,kleidern1 einen am ,kopf- und einen am ,fuende4 ,in der ,ferne gehen die beiden ,jnger1 die vorher am ,grabe gewesen waren1 wieder fort nach ,hause2 in der ,art1 wie die beiden miteinander sprechen1 ist die ,verschiedenheit des ,eindrucks1 den der ,befund des ,grabes auf sie gemacht hat1 in treffender ,weise gekennzeichnet1 im genauesten ,anschlu an den ,wortlaut der ,erzhlung im ,johannesevangelium1 wie alles in diesem ,bilde3 ,johannes sah und glaubte18 ,petrus ist noch nicht von der ,thatsache der ,auferstehung berzeugt1 darum redet er so eifrig4 ,illustration3 ,abb4 #fe4 ,heilige ,familie4 ,tuschzeichnung mit wei aufgesetzten ,lichtern auf rot grundiertem ,papier4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ff4 ,die ,kreuzschleppung4 ,tuschzeichnung mit wei aufgesetzten ,lichtern auf grauem ,grund4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #fg4 ,der kreuztragende ,christus4 ,holzschnitt 7einziges ,exemplar7 im ,museum zu ,basel4 ,in die ,gruppe der in reicher malerischer ,helldunkelwirkung komponierten religisen ,bilder gehren ferner zwei ,altarflgel1 die sich im ,mnster zu ,freiburg im ,breisgau befinden4 ,aus den ,wappen der ,geschlechter ,oberriedt und ,zscheckaprlin1 die auf ihnen neben den ,bildnissen der ,stifterfamilie unterhalb der eigentlichen ,darstellung angebracht sind1 ergibt sich1 da ,holbein diese ,gemlde im ,auftrag des ,baseler ,ratsherrn ,hans ,oberriedt1 der mit einer ,zscheckaprlin vermhlt war1 malte4 ,aus der ,form der ,bilder ergibt sich1 da sie sich an den beiden ,seiten eines oben bogenfrmig begrenzten ,mittelbilds befunden haben1 das mit diesen ,flgeln geschlossen werden konnte4 ,zweifellos wurde das ganze ,werk von dem ,besteller in irgend eine ,kirche ,basels gestiftet4 ,hans ,oberriedt verlie infolge der wilden ,religionsstreitigkeiten des ,jahres #aebi seine ,vaterstadt und siedelte nach ,freiburg im ,breisgau ber4 ,wahrscheinlich war er es1 der die ,flgelbilder vor dem ,bildersturm1 dem die grere ,mitteltafel zum ,opfer gefallen sein mu1 rettete1 um sie mit in die neue ,heimat zu nehmen und auch dort wieder auf einem ,altar aufzustellen4 ,damit kamen die ,bilder aber noch nicht zu dauernder ,ruhe4 ,whrend des dreiigjhrigen ,krieges wurden sie nach ,schaffhausen geflchtet4 ,kurfrst ,maximilian ,i4 von ,bayern lie sie sich zur ,besichtigung nach ,mnchen bringen1 und ,kaiser ,ferdinand ,,iii4 lie sie sich in ,regensburg zeigen4 ,im ,jahre #agif wurden sie von den ,franzosen aus ,freiburg entfhrt1 #ahjh aber zurckgegeben4 ,sie fanden dann ihre ,aufstellung auf dem ,altar der sogenannten ,universittskapelle im ,chor des ,freiburger ,mnsters4 ,es sind dies die einzigen ,kirchenbilder ,holbeins1 die noch an geweihter ,sttte zum ,beschauer sprechen4 ,und dabei ist vielleicht gerade in ihnen weniger religise ,stimmung als in anderen2 der ,knstler hat sich bei ihrem ,gestalten mehr dem rein malerischen ,reiz1 als der ,innerlichkeit der ,empfindung hingegeben4 ,die ,gegenstnde der beiden ,gemlde1 bei denen ebenso wie bei der ,passionstafel der ,figurenmastab sehr klein ist1 sind die ,geburt ,christi und die ,anbetung der drei ,weisen aus dem ,morgenland4 ,die ,geburt 7,abb4 #eh7 ist in die ,ruine eines antiken ,prachtgebudes verlegt4 ,die ,beleuchtung geht von dem ,kindlein aus1 das auf weie ,windeln gebettet liegt4 ,das bernatrliche ,licht bestrahlt mit weicher ,helligkeit die ,gestalten von ,maria und ,joseph1 die sich in ,bewunderung und seliger ,andacht ber das ,kind beugen1 und eine ,schar kleiner ,englein1 die dasselbe umjubeln4 ,es streift das ,gesicht und die ,schulter eines ,hirten1 der sich schchtern hinter eine ,sule gedrckt hlt1 solange seine ,gefhrten noch nicht da sind1 denen drauen in der ,ferne die ,lichtgestalt eines ,engels die frohe ,botschaft bringt4 ,mit unverminderter ,kraft strahlt das ,licht ber die nchste ,umgebung des ,kindes hinaus und lt die marmornen ,glieder des ,gebudes bunt und vielgestaltig aus dem zerteilten ,dunkel hervortreten4 ,am ,himmel steht der ,mond4 ,aber er lt seinen ,schein nicht in ,widerstreit treten mit jenem heiligen ,licht4 ,auch der ,mond huldigt dem als ,kind geborenen ,herrn der ,welt1 indem er sich vor ihm verneigt3 die ,mondscheibe -- selbstverstndlich ist der ,mond als ,scheibe1 nicht als ,kugel gedacht -- wendet ihre ,flche nach unten1 dem ,kinde zu1 so da sie sich dem ,beschauer in der ,verkrzung zeigt4 ,ein anderer origineller ,knstlergedanke ist der1 bei den kleinen ,englein die ,verbindung der ,flgel mit der ,menschengestalt dadurch naturgemer zu machen1 da die ,schwingen sich aus den ,armen entwickeln1 statt1 wie sonst1 als besondere ,glieder aus den ,schultern hervorzugehen4 ,auf dem anderen ,gemlde 7,abb4 #ei7 bildet der ,stern1 der die drei ,weisen gefhrt hat1 das ,gegenstck zu dem ,mond der heiligen ,nacht2 gro und goldig strahlend steht er am hellen ,mittagshimmel zwischen weien ,wolken4 ,einer der ,begleiter der ,ankmmlinge hlt sich die ,hand ber die ,augen1 um nach seinem ,glanz emporzusehen4 ,der ,schauplatz des ,vorgangs ist wieder eine antike ,ruine1 aber hier von auen gesehen und schlichter in den ,formen4 ,eine malerisch prchtige ,erscheinung ist der wei gekleidete ,mohrenknig1 der als der jngste von den dreien wartet1 bis die anderen ihre ,gaben dargebracht haben4 ,der lteste1 ein langbrtiger ,greis in rotem ,rock und ,hermelinkragen -- seine ,gestalt ist merkwrdig ungefllig gezeichnet --1 berreicht knieend sein ,geschenk dem auf ,marias ,schoe sitzenden ,kind1 das aufmerksam herabsieht4 ,der zweite der drei ,weisen1 ein dunkelbrtiger krftiger ,mann1 der eine weie ,binde mit wehenden ,enden um die ,krone geschlungen trgt1 schickt sich an1 vorzutreten1 um die ,stelle des ,greises einzunehmen1 sobald dieser aufgestanden sein wird4 ,es scheint1 da dieses ,bild durch ,ausbesserungen strker beschdigt ist1 als das andere4 ,illustration3 ,abb4 #fh4 ,nackte ,figur von unbekannter ,bedeutung4 ,tuschzeichnung auf rtlichem ,papier1 wei gehht4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,whrend ,holbein in den genannten ,gemlden mit reichen ,farben und vollen ,gegenstzen von ,hell und ,dunkel arbeitete1 begngte er sich in anderen ,fllen mit einfarbiger oder fast einfarbiger ,ausfhrung1 um die beabsichtigte knstlerische ,wirkung zu erzielen4 ,im ,baseler ,museum befinden sich zwei kleine lgemlde braun in braun1 die als ,doppeltafel zum ,zusammenklappen miteinander verbunden sind und ein einheitliches ,ganzes bilden4 ,solche ,klapptfelchen dienten zum ,aufstellen bei huslicher ,andacht4 ,da sind in tiefer ,empfindung und in feinster ,ausfhrung ,christus als ,schmerzensmann und ,maria als schmerzenreiche ,mutter dargestellt4 ,die beiden ,figuren befinden sich in einer phantastisch reichen ,renaissancehalle2 die ,luftdurchblicke zwischen den ,sulen dieser ,architektur hat ,holbein blau gemalt1 und durch diese mit feinem knstlerischen ,geschmack verteilten blauen ,flecken in dem sonst einfarbigen ,bild hat er in dasselbe eine reizvoll malerische ,belebung gebracht4 ,der nackte ,christuskrper ist mit fleiigem ,studium ausgefhrt4 ,maria1 die sich mit erhobenen ,hnden nach ihrem duldenden ,sohne umsieht1 ist in ,kopf1 ,hnden und ,gewandung auerordentlich schn 7,abb4 #fj und #fa74 ,eigentmlich ist es1 da bei dieser ,doppeltafel1 die bei ihrer ,kleinheit doch nicht in groer ,hhe aufgestellt werden konnte1 der ,horizont unterhalb des ,bildes angenommen ist4 ,vielleicht mu man sie auf ,grund dieses ,umstands als ,entwurf oder ,wiederholung einer ,ausfhrung in groem ,mastab1 die fr eine hohe ,aufstellung berechnet war1 ansehen4 ,illustration3 ,abb4 #fi4 ,kampf von ,landsknechten4 ,tuschzeichnung1 im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,braun in braun ohne jede andere ,farbenzuthat sind zwei groe ,bilder ausgefhrt1 die1 auf ,leinwand gemalt1 die ,innenseiten der ,thren bekleideten1 durch die das ,gehuse der ,orgel im ,baseler ,mnster verschliebar war4 ,die eigentmliche ,form dieser ,thren hat ,holbein mit groem ,geschick ausgefllt2 durch die ,einordnung von mchtigen1 schwungvollen ,ornamenten in die unregelmige ,flche einer jeden ,thr hat er sich ein annhernd symmetrisches ,bildfeld geschaffen1 in das er an beiden ,seiten je eine berlebensgroe ,heiligenfigur stellte1 whrend er den zwischen diesen verbleibenden niedrigen ,raum mit auf den ,ort bezglichen ,darstellungen fllte4 ,in dem linken ,flgel stehen ,kaiser ,heinrich ,,ii41 der ,grnder des ,baseler ,mnsters1 und seine ,gemahlin ,kunigunde2 zwischen ihnen sieht man das ,mnster selbst4 ,in dem rechten ,flgel steht einerseits die ,jungfrau ,maria1 mit der ,himmelskrone auf dem ,haupt und mit dem ,jesuskind1 das sich kosend an sie schmiegt1 in den ,armen1 andererseits der ,bischof ,pantalus2 in der ,mitte ein ,konzert von kstlichen ,kinderengeln1 die gleichsam die ,klnge der ,mnsterorgel mit ,himmelsmusik begleiten4 ,auch in diesen ,bildern liegt1 wie es streng genommen bei ,gemlden1 deren ,aufstellungsplatz ihre ,fubodenlinie ber die ,kpfe der ,beschauer hinausrckt1 immer der ,fall sein mte1 der ,horizont unter der ,bodenlinie2 ,holbein hatte diese sonst im allgemeinen selten beachtete ,rcksichtnahme auf die ,gesetze des ,sehens wohl aus ,werken des ,mantegna1 der in dieser ,beziehung sehr gewissenhaft war1 gelernt4 ,die ,orgelthren haben den ,bildersturm berdauert1 wohl weil die ,zerstrer in ihnen keine ,andachtsbilder1 sondern lediglich ,schmuckstcke sahen4 ,sie sind erst in unserem ,jahrhundert1 als die alte ,orgel durch eine neue ersetzt wurde1 von ihrem ,platz entfernt und in das ,museum gebracht worden4 ,aber sie sind durch eine im ,,xvii4 ,jahrhundert vorgenommene bermalung und durch ,gebrauchsbeschdigungen verunstaltet4 ,doch kann man sie noch voll wrdigen1 wenn man die unter den ,handzeichnungen des ,museums befindlichen ,entwrfe betrachtet1 die durch ihre ,austuschung mit brauner ,wasserfarbe auch den ,farbeneindruck der groen ,ausfhrungen andeuten 7,abb4 #fb und #fc74 ,illustration3 ,abb4 #gj4 ,ein zur ,abfahrt bereites ,schiff mit ,bewaffneten4 ,tuschzeichnung1 im ,stdelschen ,museum zu ,frankfurt a4 ,m4 ,illustration3 ,abb4 #ga4 ,das ,totentanzalphabet4 ,holzzeichnungen1 geschnitten von ,hans ,ltzelburger4 7,originalgre47 ,vielleicht darf man noch bei mehreren1 mit groer ,sorgfalt ausgefhrten ,kompositionen1 die sich unter ,holbeins ,zeichnungen im ,museum zu ,basel befinden1 annehmen1 da in ihnen ,entwrfe zu ,gemlden1 die der ,bildersturm vernichtet hat1 erhalten seien4 ,da ist ein ,bildchen der ,jungfrau ,maria1 die dem ,jesuskind die ,brust reicht1 auf grau grundiertem ,papier mit schwarzer und weier ,wasserfarbe ausgefhrt1 in einem nur durch die ,umrisse zweier ,sulen angedeuteten ,architekturgehuse 7,abb4 #fd74 ,dann ein durch desto prchtigere ,ausarbeitung der ,architektur ausgezeichnetes ,blatt1 in dem eine heilige ,familie dargestellt ist4 ,das ,christuskind macht zwischen der ,mutter ,maria und der ,gromutter ,anna seine ersten ,gehversuche1 denen auer den beiden ,frauen auch der alte ,joachim zusieht4 ,die ,beleuchtung ist als schrg von hinten einfallend angenommen1 und das ,spiel der vielen scharfen ,lichter1 die mit weier ,farbe in die auf rotem ,grund getuschte ,zeichnung krftig hineingesetzt sind1 geben dem ,bild einen eigenen ,reiz 7,abb4 #fe74 ,bei diesen beiden ,blttern liegt der ,horizont wieder unterhalb der ,fulinie4 ,vielleicht sind es ,entwrfe zu hoch angebrachten ,wandmalereien2 dafr scheint der dekorative ,charakter der ,darstellungen zu sprechen und auch die schrge ,perspektive1 die hier wie dort darauf schlieen lt1 da zu dem ,bilde eine rechts davon liegende1 die ,mitte von einem greren ,ganzen enthaltende ,hauptdarstellung gehrte4 -- ,wieder ein ,bild aus der ,leidensgeschichte des ,heilands1 in ,schwarz und ,wei auf grauer ,grundierung ausgefhrt3 die ,kreuzschleppung4 ,christus ist unter der ,last zu ,boden gestrzt2 mhsam hlt er sich auf den ,hnden1 und sthnend blickt er empor1 vergeblich nach ,mitleid suchend unter der ,schar der gefhllosen1 teils gleichgltigen1 teils grausam rohen ,begleiter 7,abb4 #ff74 ,man mag mit dieser ,zeichnung den ergreifend schnen1 nur in einem einzigen ,exemplar 7im ,baseler ,museum7 vorhandenen ,holzschnitt vergleichen1 in dem der unter dem ,kreuz zusammengesunkene ,christus allein dargestellt ist1 nicht als eine ,figur aus einem geschichtlichen ,vorgang1 sondern als ein ,mahner1 der die bittere ,klage1 die aus seinen ,augen spricht1 an den ,beschauer richtet 7,abb4 #fg74 ,illustration3 ,abb4 #gb4 ,der ,tod und der ,kaiser4 ,aus der ,holzschnittfolge der ,totentanz84 7,originalgre47 ,unverstndlich ist die ,bedeutung einer ,zeichnung1 die in sorgfltiger ,tuschausfhrung auf rtlichem ,papier ein nacktes ,weib zeigt1 das1 in lebhafter ,bewegung neben einer ,sule vortretend1 in jeder ,hand einen ,stein wie zum ,hinabwerfen hlt4 ,eine lediglich zur ,belehrung gemachte ,naturstudie ist es1 trotz der fleiigen ,durcharbeitung der einzelnen ,formen1 nicht2 eine solche wrde ,holbein mit schrferer ,treue gezeichnet haben4 ,es mu auch eine ,vorarbeit zu irgend einer ,malerei sein1 in der die ,figur wohl nur einen ,teil einer greren ,komposition bildete4 ,jedenfalls hat es an und fr sich immer ein knstlerisches ,interesse1 eine von ,holbein entworfene nackte ,gestalt zu sehen 7,abb4 #fh74 ,illustration3 ,abb4 #gc4 ,der ,tod und der ,schiffer4 ,aus der ,holzschnittfolge der ,totentanz84 ,wohl nicht zu einem bestimmten ,zweck ersonnen1 sondern nur aus ,freude an der ,sache entworfen sind mehrere1 in verschiedenen ,sammlungen befindliche ,darstellungen aus dem ,leben der ,schweizer ,landsknechte1 in leichter ,ausfhrung mit hchster ,lebendigkeit hingezeichnete ,bltter4 ,das ,baseler ,museum besitzt eine ganz wundervolle ,schilderung eines ,zusammenstoes zweier ,landsknechthaufen2 auf der einen ,seite suchen die ,mnner mit den langen ,spieen eine geschlossene ,verteidigungsstellung zu behaupten1 von der anderen drngen sie in wuchtigem ,haufen heran1 in der ,mitte raufen die ,katzbalger1 die verlorenen ,gesellen4 ,das ist mit einer so packenden ,lebendigkeit zur ,anschauung gebracht1 als ob der ,zeichner ,selbsterlebtes erzhlte4 ,auch die ,art der ,ausfhrung trgt zur ,lebendigkeit des ,eindrucks bei2 in schneller und sofort sicherer ,fhrung des ,tuschpinsels hat der ,zeichner mit ,strichen und ,tnen die vorderen ,figuren in allem ,gewhl und ,getmmel klar erkennbar auseinander gehalten1 und die weiter zurckstehenden1 die in der ,wirklichkeit ein ,staubschleier dem ,beschauer undeutlich machen wrde1 hat er nur in flchtigen1 gleichsam zitternden ,umrissen angedeutet 7,abb4 #fi74 ,zu den ,landsknechtsbildern gehrt auch die ,abbildung eines ,schiffes1 die sich im ,stdelschen ,museum zu ,frankfurt befindet4 ,das augenscheinlich nach der ,wirklichkeit gezeichnete ,fahrzeug ist in ,bereitschaft1 den ,hafen zu verlassen1 um eine ,schar von ,bewaffneten1 deren ,tracht die des ,schweizer ,kriegsvolks ist1 in die ,ferne zu fhren4 ,der ,hauptstrom der ,schweizer ,reislufer ging damals nach ,frankreich2 ,holbein mag1 wenn er in ,avignon seinen ,freund ,amerbach besuchte1 von dort aus leicht ,gelegenheit gefunden haben1 einen solchen ,vorgang1 wie er ihn hier schildert1 zu sehen4 ,schon blhen sich die ,segel des ,schiffes1 eilig rudert zum letztenmal ein ,boot heran1 um1 was nicht an ,bord gehrt1 zurckzuholen4 ,die ,eingeschifften haben den ,abschied vom ,lande krftig gefeiert1 jetzt gilt es1 das ,scheiden kurz zu machen4 ,der ,trommler und der ,pfeifer lassen vom ,heck die ,marschmusik der ,landsknechte ertnen1 der ,fhnrich schwingt grend das groe ,banner4 ,unter der ,schiffsmannschaft kreist noch ein ,abschiedstrunk in groen ,kannen1 bis zum ,mastkorb hinauf4 ,da1 nach der ,bauart des ,schiffes1 die ,figuren im ,verhltnis zu diesem etwas zu gro geraten sind1 mag man dem ,zeichner gern verzeihen 7,abb4 #gj74 ,illustration3 ,abb4 #gd4 ,der ,tod und der ,ritter4 ,aus der ,holzschnittfolge der ,totentanz84 ,der ,reichtum von ,holbeins ,erfindungsgabe und die ,leichtigkeit seines ,schaffens fanden die dankbarste ,verwertung in der ,zeichnung fr den ,holzschnitt4 ,diejenigen seiner ,arbeiten fr den ,buchdruck1 die am weitesten in der ,welt bekannt geworden sind1 gehren fast alle der ,zeit von #aebc bis ,anfang #aebf an4 ,wenn auch die meisten von ihnen erst in spteren ,jahren verffentlicht worden sind1 so beweist doch der ,umstand1 da sie von der ,hand ,ltzelburgers geschnitten sind1 ihre ,entstehung in jener ,zeit4 ,illustration3 ,abb4 #ge4 ,der ,tod und das ,ehepaar4 ,aus der ,holzschnittfolge der ,totentanz84 ,mit zu den ersten ,schnittausfhrungen ,holbeinscher ,zeichnungen durch ,ltzelburger gehrt das sogenannte ,totentanzalphabet4 ,einzelne ,buchstaben aus diesem erschienen schon in ,drucken des ,jahres #aebd4 ,holbein befolgte bei seinen ,buchstabenzeichnungen1 die den ,zweck hatten1 die ,texte gedruckter ,bcher nach dem ,vorbild der gemalten ,initialen in mittelalterlichen ,handschriften zu schmcken1 immer eine gleiche ,art der ,anordnung4 ,den ,buchstaben selbst1 den er stets in der eigentlichen ,renaissancegestalt1 das ist in der klassischen ,form der alten lateinischen ,schrift1 bildete1 lie er unverziert2 die ,ausschmckung gab er ihm durch ein quadratisches ,figurenbildchen1 das den ,hintergrund fr den ,buchstaben bildet1 ohne eine andere ,verbindung zwischen dem ,bildchen und dem ,buchstaben1 als die des knstlerischen ,zusammenklangs der ,linien4 ,gern zeichnete er ganze ,alphabete in der ,weise1 da die #bd ,bildchen -- fr ,u und ,v gab es nur ein ,zeichen1 ebenso wie fr ,i und ,j -- eine in sich zusammenhngende ,folge bildeten4 ,so hat er zum ,beispiel ein ,alphabet mit den verschiedenen ,berufsarten des ,menschen1 in ,kinderspiel eingekleidet1 ein anderes mit den belustigenden ,vorgngen einer ,bauernkirme geschaffen4 ,den meisten ,beifall aber fand er mit dem ,alphabet1 in dem er die ,gewalt des ,todes ber alle ,stnde zum ,thema der ,bildchen nahm4 ,illustration3 ,abb4 #gf4 ,der ,tod und der ,ackermann4 ,aus der ,holzschnittfolge der ,totentanz84 ,das ,thema war sehr volkstmlich4 ,bis in das ,,xiv4 ,jahrhundert lassen sich die ,anfnge der sogenannten ,totentanzdarstellungen zurckverfolgen4 ,es waren ,bilder1 die die ,nichtigkeit alles ,irdischen dadurch veranschaulichten1 da sie den ,gestalten ,lebender die ,gestalten von ,toten gegenberstellten1 die einst dasselbe gewesen waren wie jene und jetzt nichts mehr besaen als die nackte ,hlichkeit verwesender oder eingetrockneter ,leichname4 ,im ,,xv4 ,jahrhundert lieen besonders die ,predigermnche oftmals ganze ,reihen von solchen ,paaren an geeigneten ,stellen1 in der ,vorhalle der ,kirche1 im ,klostergang oder wo sonst sie von vielen gesehen werden konnten1 an die ,wand malen2 erluternde ,verse1 volkstmlich gefat1 wurden dazu geschrieben4 ,in den ,versen sprachen die ,toten mit den ,lebenden1 in den ,bildern reichten sie ihnen die ,hand4 ,das waren ,bilderpredigten1 die den ,beschauer zum ,denken an das ,ende mahnen sollten und dadurch1 da in den dargestellten ,personen alle ,stnde1 geistliche und weltliche1 von den hchsten bis zu den niedrigsten1 gekennzeichnet wurden1 auf die ,gleichheit aller im ,tode hinwiesen4 ,die ,reihen von ,paaren bildeten gleichsam einen ,reigen4 ,daraus entwickelte sich von selbst der ,gedanke1 die ganze ,darstellung als einen ,tanzreigen aufzufassen2 die ,zeit liebte die ,wrze des ,humors auch in sehr ernsten ,dingen4 ,beim ,reigen durfte der ,spielmann nicht fehlen4 ,der aber hier zum ,tanze fiedelte1 war der ,tod selbst1 als persnliches ,wesen gedacht und ebenfalls in der ,gestalt einer lebenden ,leiche gebildet4 ,diese ,bilder waren die eigentlichen ,totentnze4 ,auch ,basel besa zu ,holbeins ,zeit einen berhmten ,totentanz1 der sich an der ,kirchhofsmauer des ,predigerklosters befand und der eine freie ,nachbildung eines noch lteren ,werkes im ,nonnenkloster ,klingenthal zu ,klein-,basel war4 ,der ,name ist an dem ganzen ,kreise von ,darstellungen haften geblieben1 obgleich seit dem ,beginn des ,,xvi4 ,jahrhunderts die ,darstellungsweise sich wesentlich vernderte4 ,in den entsprechenden ,bildern1 welche die ,knstler dieser ,zeit1 und so auch ,holbein1 entwarfen1 treten keine ,toten mehr auf1 und es wird auch nicht mehr getanzt4 ,an ,stelle des ,toten ist es der ,tod1 der in jedem ,bilde sich dem ,lebenden gesellt4 ,illustration3 ,abb4 #gg4 ,der ,tod und die ,spieler4 ,aus der ,holzschnittfolge der ,totentanz84 ,holbein stellte den ,tod in der letzten zusammenhngenden ,form1 die eine ,leiche haben kann1 als kahles ,gerippe dar4 ,vereinzelt waren auch schon andere auf diese ,form gekommen1 zum ,beispiel ,drer in einer groartigen ,zeichnung vom ,jahre #aeje4 ,das war ein glcklicher ,knstlergriff2 denn nichts konnte unheimlicher wirken1 als wenn ein ,knochengestell1 dem alle ,mittel der ,bewegung fehlten1 sich dennoch bewegte1 aus eigener unerklrbarer ,kraft4 ,holbeins anatomische ,kenntnisse waren freilich gering4 ,die ,gerippe1 die er zeichnete1 wimmeln von ,unrichtigkeiten4 ,aber er schuf diese ,darstellungen ja auch nicht1 um mit wissenschaftlichen ,kenntnissen zu prunken4 ,den knstlerischen ,zweck erreichte er mit seinen fehlerhaften ,gerippen so vollkommen1 wie kaum jemals ein anderer1 der hnliches versucht hat4 ,er verstand es meisterhaft1 dem leeren ,knochengerst den ,anschein eines lebenden ,wesens zu geben2 die tiefen ,schatten der leeren ,augenhhlen und das scheinbare ,grinsen der fleischlosen ,kiefer gaben ihm die ,mittel1 einen eigentmlich drastischen ,gesichtsausdruck hervorzuzaubern1 der in seiner ,mannigfaltigkeit alles ,mienenspiel ersetzt4 ,illustration3 ,abb4 #gh4 ,das ,wappen des ,todes4 ,aus der ,holzschnittfolge der ,totentanz84 ,sein ,totentanzalphabet 7,abb4 #ga7 beginnt im ,a mit einer ,erinnerung an die wirklichen ,totentanzbilder3 der ,tod spielt auf zum ,reigen2 dabei erscheint der ,tod nicht als ein nur in der ,einzahl vorkommendes ,wesen1 es sind ihrer mehrere4 ,auch in vielen der folgenden ,bildchen arbeitet der ,tod mit ,gehilfen4 ,mit wilder ,lust1 oft mit grausig hhnendem ,spott fllt der ,knochenmann ber seine ,opfer her1 ber die ,menschen aller ,lebensstellungen4 ,er ergreift den ,papst1 den ,kaiser1 den ,knig1 den ,kardinal1 die ,kaiserin1 die ,knigin1 den ,bischof1 den ,frsten1 den ,ritter1 die ,edelfrau1 den ,gelehrten1 den ,kaufmann1 den ,mnch1 den ,soldaten1 die ,nonne1 den ,schalksnarr und die leichtfertige ,dirne2 er giet einem ,sufer den letzten ,trunk in die ,kehle1 springt hinter dem ,reisenden aufs ,pferd1 fhrt den ,klausner freundlich von dannen1 gesellt sich in ,begleitung eines ,teufels zu ,spielern und holt das ,kind aus der ,wiege4 ,den ,schlu bildet im ,z das ,jngste ,gericht4 ,illustration3 ,abb4 #gi4 ,das ,weltgericht4 ,aus der ,holzschnittfolge der ,totentanz84 ,diese winzigen ,bildchen sind in der ,that groe ,meisterwerke4 ,welcher ,reichtum der dichterischen ,erfindung1 welche ,kraft der ,kennzeichnung1 welche packende ,lebendigkeit der ,schilderung ist in jeder der in so engen ,raum gebundenen ,kompositionen enthalten6 ,man begreift1 da der ,meister1 der sich mit solcher ,knstlerlust in den ,gegenstand vertiefte1 das ,verlangen empfinden mute1 dieselbe ,sache auch einmal anders zu behandeln1 als in der beschrnkten ,gestalt von ,buchstabenbildchen1 die noch dazu dem ,publikum immer nur zerstreut1 niemals in ihrem durchdachten ,zusammenhang zu ,gesicht kamen4 ,er entwarf einen ,totentanz8 zum ,zweck der ,verffentlichung in einem selbstndigen ,werk1 in ,zeichnungen1 die zwar auch noch klein waren1 ihm aber ,platz genug gewhrten1 um seine bildlichen ,dichtungen weiter auszudichten und ihnen durch ,rumlichkeit und ,landschaft1 erforderlichenfalls auch durch ,hinzufgung von ,nebenpersonen noch mehr ,inhalt und ,anschaulichkeit zu geben4 ,die ,zeichnungen wurden der grten ,mehrzahl nach von ,ltzelburger in mustergltiger ,weise geschnitten4 ,dieser ,totentanz in ,holzschnitten hat wie kein anderes ,werk den ,namen ,holbeins berhmt gemacht4 ,illustration3 ,abb4 #hj4 ,jakob segnet ,esau 7#a4 ,moses #bg1 #bb74 ,aus den ,holzschnitten zum ,alten ,testament4 7,originalgre74 ,illustration3 ,abb4 #ha4 ,boas und ,ruth 7,ruth #b1 #e74 ,aus den ,holzschnitten zum ,alten ,testament4 ,illustration3 ,abb4 #hb4 ,die betrbte ,hanna 7#a4 ,samuel #a1 #ae74 ,aus den ,holzschnitten zum ,alten ,testament4 ,illustration3 ,abb4 #hc4 ,salomon segnet die ,gemeinde 7#b4 ,chronica #f1 #c74 ,aus den ,holzschnitten zum ,alten ,testament4 ,merkwrdigerweise kam derselbe erst viele ,jahre nach seinem ,entstehen zur ,verffentlichung4 ,nur fnf ,probedruckexemplare sind vorhanden 7in den ,museen zu ,basel1 ,berlin und ,london1 im ,kupferstichkabinett zu ,karlsruhe und in der ,nationalbibliothek zu ,paris7 von der ersten beabsichtigten ,ausgabe2 die ,zahl der ,bilder betrgt hier vierzig1 und der ,text beschrnkt sich auf berschriften in deutscher ,sprache4 ,von einer anderen ,ausgabe1 die ein ,blatt enthlt1 welches dort fehlt und die sich dadurch von jener unterscheidet1 da die berschriften1 in denen auch einiges wenige anders gefat ist -- mit gotischen 7sogenannten deutschen7 ,lettern gedruckt sind statt mit den sonst damals bevorzugten lateinischen1 ist nur ein einziges ,exemplar 7in der ,pariser ,bibliothek7 vorhanden4 ,die erste wirkliche ,verffentlichung erfolgte im ,jahre #aech zu ,lyon durch die ,druckerei der ,brder ,caspar und ,melchior ,trechsel4 ,diese ,ausgabe enthlt die #da ,bilder1 jedes von einer ,bibelstelle in lateinischer ,sprache und von franzsischen ,versen begleitet1 mit einer ,vorrede des franzsischen ,herausgebers1 die der btissin des ,st4 ,petersklosters zu ,lyon gewidmet ist4 ,in spteren ,auflagen1 die auch mit ins ,deutsche bertragenen ,versen erschienen1 kamen noch acht ,bilder hinzu1 die in der ersten ,ausgabe weggeblieben waren1 weil ,ltzelburger vor ihrer ,vollendung vom ,tode hinweggerafft worden war1 und weil -- nach den ,worten des gelehrten franzsischen ,geistlichen1 der die ,vorrede verfate und in dieser1 mit bergehung ,holbeins1 dem ,formschneider alles ,verdienst an den ,zeichnungen zuschrieb -- niemand an die unvollendeten ,bilder die ,hand zu legen wagte1 so wenig wie jemand den himmlischen ,regenbogen berhren knnte4 ,erst nach vielen ,jahren fand sich eine andere ,kraft1 die der hinterlassenen ,aufgabe leidlich gerecht wurde4 ,diese nachtrglich geschnittenen oder im angefangenen ,schnitt vollendeten sind ,bilder1 die1 ohne den ,zusammenhang zu stren1 weggelassen werden konnten2 denn sie reihen sich nicht der herkmmlichen ,ordnung nach ,stnden ein1 sondern enthalten -- wie die ,bildchen der ,buchstaben ,t bis ,x des ,todesalphabets -- frei erdachte ,darstellungen sittenbildlicher ,art 7,abb4 #gg74 ,von einigen ,stcken1 die erst in viel spteren ,ausgaben1 lange nach des ,knstlers ,tode1 eingeschoben worden sind1 erscheint es fraglich1 ob ihre ,einreihung in das ,ganze von ,holbein selbst beabsichtigt war4 -- ,die drei ersten ,bilder der ,folge enthalten die ,einleitung des ,bildergedichts3 die ,erschaffung der ,eva1 den ,sndenfall und die ,vertreibung aus dem ,paradies4 ,dann tritt der ,tod auf2 er hilft ,adam bei der ,bearbeitung der ,erde mit einem unbeschreiblichen ,ausdruck wilden ,vergngens4 ,die ,freude des ,todes darber1 da die ,menschheit ihm verfallen ist1 verkndet auf dem nchsten ,blatt ein ,konzert von ,gerippen1 deren einige zum ,hohn sich lcherlich aufgeputzt haben1 mit lrmendem ,jubel4 ,und jetzt sucht der ,tod alle ,stnde heim1 vom ,papst und ,kaiser angefangen bis zu dem rmsten und ,geringsten und zum unmndigen ,kinde4 ,mit grausigem ,humor mischt er sich in die ,thtigkeit der ,menschen1 bald heimlich1 bald offen1 unerkannt oder ,entsetzen verbreitend4 ,dem schmausenden ,knig reicht er als ,mundschenk den ,wein1 als verbindlicher ,kavalier geleitet er die ,kaiserin und als tanzender ,narr ergreift er die ,knigin inmitten ihres ,hofstaats4 ,hhnisch trgt er ,inful und ,hirtenstab1 da er den ,abt hinwegzerrt2 mit einem ,kranze geschmckt1 wie ihn die jungen ,stutzer bei ,tanz und ,gelagen zu tragen pflegten1 reit er die btissin ber die ,klosterschwelle2 als ,mesner naht er sich dem ,prediger4 ,bekrnzt und tanzend verhhnt er1 von einem lustig musizierenden ,gerippe begleitet1 eine alte ,frau1 die rosenkranzbetend am ,stabe dahinschleicht4 ,den ,arzt sucht er als ,begleiter eines ,patienten auf2 mit fragender ,miene reicht er dem ,gelehrten einen ,schdel dar2 dem ,reichen raubt er sein ,geld4 ,aus den ,wogen aufsteigend1 zerbricht er den ,mast eines ,schiffes auf strmischer ,see 7,abb4 #gc72 von ,panzer und ,kettelhemd umschlottert1 rennt er einem ,ritter den ,speer durch ,harnisch und ,leib 7,abb4 #gd74 ,er hilft beim brutlichen ,schmcken der jungen ,grfin und schreitet als ,trommler vor dem vornehmen ,ehepaar her 7,abb4 #ge74 ,wie ein ,wegelagerer berfllt er den ,krmer auf offener ,landstrae2 er treibt als bereifriger ,knecht das ,gespann des ,bauersmannes1 der in reizvoll friedlicher ,landschaft hinter dem ,pfluge herschreitet 7,abb4 #gf74 ,welches der ,bildchen man auch betrachten mag1 jedes einzelne ist eine beziehungsreiche1 geistvolle ,schpfung1 in die man sich lange vertiefen kann4 ,als ein bemerkenswertes ,zeichen der ,zeit sieht man in manchen der ,bltter1 wie die humoristischen ,zge sich in ,satire verwandeln4 ,auch sieht man die ,zeitereignisse selbst sich wiederspiegeln2 so sind bei dem ,bilde des ,papstes1 den der ,tod aus einer ,handlung hchster ,machtentfaltung herausreit1 whrend ein ,teufel zum ,empfang seiner ,seele bereit steht1 die ,anspielungen auf ,leo ,x4 7 #aeba7 hinreichend deutlich2 der ehrenfeste alte ,kaiser1 der im ,ausben der ,gerechtigkeit unterbrochen wird 7,abb4 #gb71 ist unverkennbar ,maximilian 7 #aeai71 und der ,knig trgt die ,zge ,franz' ,i4 von ,frankreich1 obgleich dieser damals noch lebte2 der ,graf1 dem der ,tod in der ,tracht eines ,bauern entgegentritt1 um ihn mit dem eigenen ,wappenschild niederzuschlagen1 und der ,ratsherr1 den der ,tod abruft1 whrend er sich weigert1 einem geringen ,mann ,gehr zu schenken1 erinnern an den im ,jahre #aebe bis an die ,thore ,basels herantobenden ,bauernaufstand und an die ,ursachen seiner ,entstehung4 ,die ,folge endigt mit dem allgemeinen ,weltgericht 7,abb4 #gh7 und mit einem ,schlublatt1 welches das ,wappen des ,todes zeigt3 ein ,totenkopf in zerfetztem ,schild1 eine ,sanduhr und zwei erhobene ,knochenarme als ,helmzier 7,abb4 #gi72 da dem ,herrscher ,tod ein ,wappen zustand1 war eine eingebrgerte ,vorstellung1 die ja auch ,drer einmal zu einem ,kupferstich angeregt hatte4 ,in demselben ,verlage wie die ,todesbilder1 und ebenfalls erst im ,jahre #aech erschien die grte von ,holbein gezeichnete ,bilderfolge1 seine ,illustrationen zum ,alten ,testament4 ,da auch diese ,bltter in den ,jahren #aebc bis #aebf1 wenigstens der ,mehrzahl nach1 entstanden sind1 beweist der ,umstand1 da die ,schnittausfhrung der meisten die ,hand ,ltzelburgers erkennen lt2 diejenigen1 welche von anderer ,hand geschnitten worden sind1 fallen in sehr bemerklicher ,weise gegen die ersten ab4 ,die ,trechselsche ,verffentlichung brachte die ,zeichnungen nicht1 wie sie wohl ursprnglich gedacht waren1 im ,text einer ,bibelausgabe1 sondern als selbstndiges ,bilderwerk4 ,jedem ,blatt wurde eine ,anfhrung der betreffenden ,schriftstelle und eine kurze ,erluterung in franzsischen ,versen beigegeben4 ,dazu kam eine ,vorrede in lateinischen ,versen2 in dieser wurde nicht1 wie in der ,verffentlichung des ,totentanzes1 ,holbeins ,name verschwiegen2 vielmehr wurde der ,knstler1 der sich freilich gefallen lassen mute1 da sein ,name dem ,versma zuliebe die verkmmerte ,form ,holbius annahm1 ber ,apelles und die anderen berhmtesten ,maler des griechischen ,altertums erhoben4 ,der ,verfasser der ,vorrede hatte ,holbein persnlich kennen und bewundern gelernt4 -- ,in demselben ,jahre wie die erste ,ausgabe des spter noch oftmals aufgelegten ,bilderwerks erschienen die ,zeichnungen auch in einer lateinischen ,bibelausgabe1 die von einem anderen ,drucker zu ,lyon1 ,hugo a ,porta1 veranstaltet wurde4 ,in dieser seltenen ,ausgabe sind einige ,bilder weggelassen2 dafr aber ist eines1 der ,sndenfall1 vorhanden1 das dort fehlt und das sonst nur in einem im ,museum zu ,basel bewahrten ,probedruckexemplar vorkommt4 -- ,holbeins ,bilder zum ,alten ,testament sind im allgemeinen viel weniger bekannt1 als sein ,totentanz4 ,aber diese #ia ,bildchen -- das ,format ist auch hier ein kleines -- verdienen die allergrte ,beachtung4 ,whrend der ,knstler in jenem anderen ,werk durch seine geistreichen ,einflle berrascht und fesselt1 schliet er sich hier schlicht und treu an das zu verbildlichende ,wort des ,textes an4 ,er zeigt sich als ein ,erzhler allerersten ,ranges1 der in jeder ,darstellung alles1 worauf es ankommt1 mit der liebenswrdigsten ,einfachheit und ,natrlichkeit1 in knappster ,fassung zu sagen wei1 nichts wesentlich zur ,sage ,gehriges vergit und alles berflssige vermeidet 7,abb4 #hj-he74 ,illustration3 ,abb4 #hd4 ,die ,heimkehr aus der babylonischen ,gefangenschaft 7#a4 ,esra #a1 #e74 ,aus den ,holzschnitten zum ,alten ,testament4 ,illustration3 ,abb4 #he4 ,der ,prophet ,amos 7,amos #a1 #a74 ,aus den ,holzschnitten zum ,alten ,testament4 ,zu den ,schnitten ,ltzelburgers gehrt auch ein in sehr wenigen ,exemplaren erhaltenes ,bildchen1 das offenbar als ,kopfstck ein fliegendes ,blatt geschmckt hat1 ein von reformatorischer ,seite ausgegebenes ,spottblatt1 das um seiner ,schrfe willen von der ,baseler ,obrigkeit unterdrckt worden sein mag4 ,dasselbe zeigt in seiner rechten ,hlfte einen geschmckten ,saal1 in dem die ,leute sich drngen1 um die von dem thronenden ,papste1 dessen ,person das allenthalben angebrachte ,mediceerwappen kennzeichnet1 ausgegebenen ,ablazettel zu kaufen2 links aber sieht man drauen im ,freien ,david1 ,manasse und den armen ,zllner als die ,vertreter der wahren ,bufertigen1 und diesen breitet ,gott ,vater vom ,himmel herab seine ,arme entgegen4 ,eine ,zeichnung hnlicher ,art1 die in der feinen ,schnittausfhrung ebenfalls ,ltzelburgers ,hand erkennen lt1 erschien als ,kopfstck des #aebg gedruckten ,evangelischen ,kalenders8 von ,dr4 ,johannes ,copp4 ,das ,bildchen zeigt ,christus als das wahre ,licht1 das die ,welt durchstrahlt und das glubige ,volk an sich zieht1 whrend der ,papst und seine ,geistlichkeit ihm den ,rcken wenden1 um1 von den heidnischen ,philosophen ,plato und ,aristoteles angefhrt1 in den ,abgrund zu strzen4 ,der kirchliche ,zwiespalt1 in den der ,knstler sich mit diesen ,blttern mischte1 nahm in ,basel scharfe ,formen an4 ,alles entbrannte in religisem ,parteieifer4 ,dabei froren die ,knste1 wie ,erasmus sich in einem ,briefe ausdrckte4 ,es machte sich eine entschieden bilderfeindliche ,partei geltend4 ,im ,januar #aebf richtete die ,malerzunft ein ,bittgesuch an den ,rat1 er mge gndiglich dafr sorgen1 da sie1 die eben auch ,frau und ,kinder htten1 in ,basel verbleiben knnten4 ,auch ,holbeins ,erwerbsverhltnisse gestalteten sich schlecht4 ,wie wenig ,verwendung die ,regierung ,basels fr seine ,kunst hatte1 geht aus den ,ratsrechnungen hervor1 die als einzige an ,holbein in diesen ,jahren geleistete ,zahlung einen geringfgigen ,betrag nennen1 den er im ,mrz #aebf dafr bekam1 da er etliche ,schilde am ,stdtlein ,waldenburg18 wohl das obrigkeitliche ,wappen an ffentlichen ,gebuden dieser zum ,baseler ,gebiet gehrigen ,stadt1 gemalt hatte4 ,illustration3 ,abb4 #hf4 ,jakob ,meyer zum ,hasen4 ,zeichnung in schwarzer und farbiger ,kreide1 ,studie zu dem ,madonnenbild in ,darmstadt4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,doch war es aller ,wahrscheinlichkeit nach in eben diesem ,jahre1 da ,holbein von seinem alten ,gnner ,jakob ,meyer einen ,auftrag bekam1 in dessen ,ausfhrung er ein ,werk schuf1 das zweifellos unter allen religisen ,bildern1 die von ihm erhalten geblieben sind1 das schnste ist4 ,jakob ,meyer zum ,hasen1 der das ,brgermeisteramt zum letztenmal im ,jahre #aeba bekleidet hatte1 hielt1 whrend die ,reformation in ,basel immer mehr die berhand bekam1 streng an der alten ,kirche fest4 ,so lie er gerade damals1 wo die katholische ,partei sich kaum noch im ,rat zu behaupten vermochte1 ein offenbar zur ,aufstellung auf einem ,kapellenaltar bestimmtes ,gemlde anfertigen1 in dem er gleichsam ein ffentliches ,glaubensbekenntnis ablegte4 ,er lie sich selbst mit seiner ganzen ,familie abbilden1 wie sie sich unter den ,schutz und ,schirm der ,jungfrau ,maria stellen4 ,in der ,ausfhrung dieses ,auftrags schuf ,holbein das herrliche ,marienbild1 das sich jetzt im ,besitz des ,groherzogs von ,hessen befindet und im groherzoglichen ,schlosse zu ,darmstadt bewahrt wird4 ,von den ,vorarbeiten ,holbeins zu diesem ,gemlde haben sich die ,bildnisaufnahmen von ,jakob ,meyer1 von ,frau ,dorothea und von deren ,tochter ,anna erhalten4 ,diese drei ,zeichnungen1 in der bekannten ,art des ,knstlers mit schwarzer ,kreide unter ,zuhilfenahme von ein paar ,buntstiften ausgefhrt1 befinden sich im ,museum zu ,basel4 ,der ,kopf des ,mannes 7,abb4 #hf7 ist auf gelblich getntem ,hintergrund mit ,schwarz und ,rot in ganz leichter ,behandlung zu ganz sprechender ,wirkung gebracht2 auch der ,ausdruck1 den er im ,gemlde bekommen sollte1 ist schon angedeutet4 ,der ,kopf der ,frau 7,abb4 #hg7 ist durch das ,gebnde8 strker verhllt1 als es dem ,maler spter bei der ,ausfhrung gut schien2 die ,farbenangaben beschrnken sich auf das ,rot im ,gesicht und etwas ,braun zur ,bezeichnung des die ,haube durchschimmernden ,haares und des ,pelzfutters am ,mantelkragen4 ,anna ,meyer 7,abb4 #hh71 deren ,alter von etwa dreizehn ,jahren fr die ,feststellung der ,entstehungszeit des ,bildes mitbestimmend ist1 ist gleich in halber ,figur gezeichnet1 die ,arme annhernd in der ,haltung1 die sie im ,gemlde bekommen sollten2 von leicht grnlich angetuschtem ,hintergrund heben sich das ,gesicht mit seinem zarten ,fleischton1 das goldbraune ,haar1 dessen ,farbe mit ineinander gezeichnetem ,gelb und ,braun erreicht ist1 und die weie ,kleidung1 die durch einen roten ,grtel und durch gelb angegebene ,verzierungen am ,halsband belebt wird1 in fast schon vllig malerischer ,wirkung ab4 ,das junge ,mdchen sieht in der ,zeichnung entschieden vorteilhafter aus1 als im ,gemlde2 das liegt hauptschlich daran1 da das offene ,haar sie viel besser kleidet1 als der festliche1 wohl bei einer besonderen ,veranlassung1 etwa der ersten ,kommunion1 gebruchliche ,kopfputz1 der den grten ,teil des in ,zpfen hochgesteckten ,haares verdeckt4 ,illustration3 ,abb4 #hg4 ,jakob ,meyers ,ehefrau ,dorothea ,kannegieer4 ,zeichnung in schwarzer und farbiger ,kreide1 ,studie zu dem ,madonnenbild in ,darmstadt4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,das ,gemlde selbst 7,abb4 #hi71 in dreiviertel ,lebensgre ausgefhrt1 ist eines der seltenen ,kunstwerke1 die gleich beim ersten ,anblick den ,beschauer mit der ganzen ,macht einer vollkommenen ,kunst berwltigen und die man1 wenn man sie einmal gesehen hat1 nie wieder vergit4 ,illustration3 ,abb4 #hh4 ,anna ,meyer4 ,zeichnung in schwarzer und farbiger ,kreide1 ,studie zu dem ,madonnenbild in ,darmstadt4 ,im ,museum zu ,basel4 ,illustration3 ,abb4 #hi4 ,madonna des ,brgermeisters ,meyer48 ,im groherzoglichen ,schlo zu ,darmstadt4 ,illustration3 ,abb4 #ij4 ,alte ,kopie von ,holbeins ,madonna des ,brgermeisters ,meyer48 ,in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,dresden4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #ia4 ,lais ,corinthiaca48 lgemlde von #aebf4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ib4 ,liebesgttin4 lgemlde1 im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,elisabeth ,margareta ,john ,thomas ,john ,more1 ,ccilie ,alice1 ,thomas ,dancy1 ,gigs1 eine ,more1 ,morus4 der ,sohn4 ,heron1 ,morus' zweite zweite mit den ,thomas' jngste ,frau4 ,tochter4 ,tchtern ,vater4 ,tochter4 erzogene ,anna ,grisacre1 ,henry ,margareta ,roper1 ,verwandte4 ,braut des ,sohnes4 ,paterson1 lteste ,tochter4 der ,hausnarr4 ,abb4 #ic4 ,entwurf zu dem ,familienbild des ,thomas ,morus4 ,federzeichnung im ,museum zu ,basel4 ,die ,namensbeischriften auf dieser ,zeichnung sind von der ,hand ,thomas ,morus'1 die ,notizen ber einige nderungen in der ,anordnung von der ,hand ,holbeins4 ,illustration3 ,abb4 #id4 ,thomas ,morus4 ,zeichnung in schwarzer und farbiger ,kreide1 ,studie zu dem ,more'schen ,familienbild4 ,in der ,bibliothek der ,knigin von ,england im ,schlosse zu ,windsor4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #ie4 ,sir ,john ,more1 ,vater von ,thomas ,morus4 ,studie zu dem ,more'schen ,familienbilde1 mit schwarzer und farbiger ,kreide gezeichnet4 ,in der ,bibliothek der ,knigin von ,england im ,schlosse zu ,windsor4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,die ,himmelsknigin erscheint hier nicht thronend1 sondern sie steht aufrecht mitten unter der ,familie des ,stifters1 ber die ihr ,mantel sich ausbreitet2 das gttliche ,kind schmiegt sein ,kpfchen an die ,brust der ,mutter und streckt das ,hndchen segnend ber die ,beter aus4 ,auf der einen ,seite kniet ,jakob ,meyer in inbrnstigem ,gebet1 neben ihm sein etwa zwlfjhriger ,sohn1 dessen ,andacht einigermaen gestrt wird durch das jngste ,familienmitglied1 ein entzckendes nacktes ,knblein1 das sich um himmlische ,dinge noch gar nicht kmmert und vom ,bruder mit beiden ,hnden festgehalten werden mu4 ,gegenber knieen die erste und die zweite ,frau des ,brgermeisters in stiller ernster ,andacht1 sowie die einzige ,tochter1 deren ,aufmerksamkeit zwischen dem ,rosenkranz in ihren ,hnden und dem niedlichen kleinen ,brderchen geteilt erscheint4 -- ,etwas ,wunderbares von ,ausdruck ist der ,kopf ,meyers3 tiefste1 aufrichtige ,frmmigkeit eines ,mannes1 der in vertrauensvollem ,gebet ,beruhigung sucht gegenber den ,bitterkeiten1 die ihm die ,auenwelt und das eigene trotzige ,gemt bereiten2 und wie stimmen mit den gespannten ,muskeln des ,gesichts die ineinander gepreten ,finger berein6 ,und wie wird dieser ,ausdruck durch den ,gegensatz der unschuldigen ,knabengesichter gehoben6 ,sehr eigentmlich wirken die beiden ,frauen nebeneinander3 die eine1 die so recht mitten im ,leben steht1 deren gesundem1 beweglichem ,gesicht man die unermdliche ,thtigkeit der waltenden ,hausfrau ansieht1 und die lngst verstorbene1 die nicht mehr zu dieser ,welt gehrt1 die in der geraden ,profilansicht von ,kopf und ,gestalt den ,eindruck einer starren ,regungslosigkeit macht1 und von deren ,gesicht -- das ,holbein nie gesehen hatte -- nur ein kleines ,stck aus dem verhllenden ,gebude wie aus ,leichentchern hervorschaut4 ,eigentmlich wirkungsvoll ist es auch1 da man von den gefalteten ,hnden der ,frauen1 die ,tochter mit einbegriffen1 nur ,fingerspitzen sieht4 ber den ,menschengesichtern in ihrer bewegten ,mannigfaltigkeit steht das ,antlitz der ,gnadenmutter in himmlischer ,ruhe1 ein ,antlitz1 das in seiner ,schlichtheit von ,form und ,ausdruck eine so ernst und innig empfundene ,knstlerschpfung ist1 da es selbst mit den frommen ,meisterwerken des ,,xv4 ,jahrhunderts den ,vergleich aushlt4 ,das ,jesuskind blickt den ,beschauer mit nur halbzugewendetem ,gesicht mit schmerzlichen ,zgen1 als ob es eben geweint htte1 an4 ,das ist ein sicher nicht von dem ,maler1 sondern von dem ,besteller ausgehender ,gedanke1 den ,erlser in solcher ,weise seinem ,kummer ber die kirchlichen ,zustnde ,basels ,ausdruck geben zu lassen4 ,auf ,rechnung des ,knstlers ist es zu setzen1 da das ,jesuskind mit der linken ,hand segnet2 htte der ,maler das ,kind die rechte ,hand aufheben lassen1 so htte er auf das die ,stimmung1 die der ,wunsch des ,bestellers angegeben hatte1 so wesentlich steigernde ,motiv verzichten mssen1 da das ,kind sich wie mde zurcklehnt4 -- ,im ,jahre #ahhg ist das ,gemlde1 das an vielen ,stellen von willkrlichen bermalungen bedeckt war1 durch kundige ,hand von diesen befreit worden1 und es ist unter der ,schicht der berarbeitungen in einem berraschenden ,zustand von ,unversehrtheit zu ,tage gekommen1 so da wir in diesem ,meisterwerk ,holbeins die ,pracht seiner ,farbe ganz und voll bewundern knnen1 die sich hier in einer ,frische zeigt1 als ob das ,bild eben erst die ,staffelei verlassen htte4 ,der leuchtende ,kernpunkt des ,farbenzaubers ist das ,gesicht ,marias1 ganz hell1 mit rosigen ,wangen4 ,das blonde ,haar1 das unter der goldenen1 mit ,perlen und einem violettroten ,edelstein geschmckten ,krone dieses ,gesicht umschliet1 ist weich und wunderbar fein2 wie es lockig flimmert und mit seinen losen ,enden auf dem ,mantel haften bleibt1 das ist etwas ,einziges2 es ist mit knstlerischem ,wonnegefhl gemalt2 ,drer hat niemals die einzelnen ,hrchen mit grerer ,feinheit gezeichnet1 dabei ist aber hier zugleich das ,haar als ,ganzes vollendet malerisch4 ,der ,marienkopf mit seiner goldigen ,einfassung und mit dem krausblonden ,kopf des ,jesuskindes1 dessen ,krper die ,helligkeitsfarbe des ,gesichts fortfhrt bis zu den ,hnden ,marias1 so da all diese zarten ,fleischtne eine geschlossene ,lichteinheit bilden1 hat als ,hintergrund den schimmernden ,ton einer muschelfrmigen ,nischenwlbung aus blank geschliffenem braunroten ,marmor4 ,der brige ,teil der ,nische besteht aus einem grauen ,stein1 dessen kalte ,farbe mit anspruchslosen ,tnen in das ,blau der daneben sichtbar werdenden1 von grnen ,feigenbaumzweigen durchschnittenen ,luft hinberleitet4 ,marias ,kleid ist dunkel grnblau1 mit goldfarbigen ,unterrmeln1 in denen1 wie auch in allen ,schmucksachen1 wirkliches ,gold beim ,malen angewendet ist2 die groe dunkle ,masse des ,gewandes1 dessen ,schatten mit der unbeleuchteten ,innenseite des grnlichgrauen ,mantels ganz zusammengehen1 wird durch einen hochroten ,grtel unterbrochen2 an den ,handgelenken kommt ein schmaler ,weizeugstreifen zum ,vorschein1 und am ,brustsaum liegt ein dnner1 schleierartiger ,stoff zwischen ,kleid und ,hals4 ,die ,gruppe zur ,rechten ,marias geht aus tiefem ,schwarz1 das in ,meyers ,haar und seinem aus ,moireestoff gefertigten1 mit hellbraunem ,pelz geftterten berrock steht1 in das ,licht des dem ,christuskrper an ,helligkeit gleichkommenden ,fleisches des ,kleinen ber durch farbige ,mitteltne hindurch1 die die ,kleidung des greren ,knaben gibt2 dieser braunlockige ,knabe hat einen hellbraunen ,rock mit braunrotem ,sammetbesatz1 mit goldenen ,hafteln und ,nesteln1 an dnnen blauen ,schnrchen und zinnoberrote ,beinkleider an2 an seinem ,grtel hngt eine gelblichgrne ,brse mit mattblauen ,seidenqustchen4 ,eine entsprechende ,abstufung geht durch die drei ,gesichter3 die krftige ,gesichtsfarbe ,meyers1 mit blauen ,spuren des rasierten ,bartes1 die frische ,farbe des ,knaben und das zarte ,kindergesicht4 ,in der ,gruppe der ,frauen stehen zwischen ,schwarz und ,wei auer dem ,gesicht der lebenden ,frau1 das1 ganz von ,wei umgeben1 doppelt farbig wirkt1 nur wenige kleine ,farbenflecken2 das ,kopfband von ,anna ,meyer besteht aus ,goldstoff mit reicher ,perlenstickerei1 karminrote ,seidenqustchen hngen ber dem braunen ,zopf1 oben auf dem ,band liegt ein ,krnzchen von weien und roten ,blumen mit wenigen grnen ,blttchen2 der ,rosenkranz in ,annas ,hnden ist rot4 ,der ,futeppich1 der nach vorn ber eine niedrige ,stufe fllt1 hat auf dunkelgelbem ,grund rot und grne ,musterungen mit etwas ,wei und ,schwarz2 sein ,gesamtton ist sehr warm4 -- ,die ,beschreibung der ,farben eines ,bildes kann freilich von ihrer ,stimmung keine ,vorstellung geben4 ,die ,farbenstimmung des ,darmstdter ,gemldes ist so1 als ob man ,kirchenglocken luten hrte4 ,illustration3 ,abb4 #if4 ,wilhelm ,warham1 ,erzbischof von ,canterbury4 ,zeichnung in schwarzer und farbiger ,kreide1 in der ,bibliothek der ,knigin von ,england im ,schlosse zu ,windsor4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #ig4 ,wilhelm ,warham1 ,erzbischof von ,canterbury4 lgemlde im ,louvremuseum zu ,paris4 ,illustration3 ,abb4 #ih4 ,johannes ,fischer1 ,bischof von ,rochester4 ,zeichnung in schwarzer und farbiger ,kreide1 in der ,bibliothek der ,knigin von ,england im ,schlosse zu ,windsor4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #ii4 ,d4 ,stockesley1 ,bischof von ,london4 ,in der knigl4 ,gemldegalerie des ,schlosses zu ,windsor4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,in der ,farbe und ihrem ,eindruck auf das ,gemt des ,beschauers liegt der grte ,unterschied zwischen dem ,originalgemlde der ,madonna des ,brgermeisters ,meyer8 und der in der ,dresdener ,gemldegalerie befindlichen ,kopie desselben1 die1 in unbekannter ,zeit entstanden1 so geschickt gemalt ist1 da sie mehr als ein ,jahrhundert lang fr das ,original gelten konnte4 ,aber nicht in der ,farbe allein4 ,auch die photographische ,abbildung zeigt1 wieviel die ,komposition an ,innigkeit verloren hat dadurch1 da der ,kopist die ,holbeinsche ,gedrungenheit in der ,figur ,marias durch schlankere ,verhltnisse verbessern zu mssen glaubte1 und da er1 ebenfalls aus einem falschen ,schnheitsgefhl1 die ,nische hher gemacht hat2 und auch1 wie in den ,kpfen die ,charaktere unter der ,hand des ,kopisten abgeschwcht worden sind 7,abb4 #ij74 ,wohl nicht auf ,bestellung1 sondern aus eigener ,lust gemalt in freier ,zeit1 die die bilderfeindlichen ,verhltnisse des ,jahres #aebf dem ,knstler lieen1 sind zwei idealisierende ,bilder einer jungen ,dame1 die sich im ,museum zu ,basel befinden1 und von denen eines diese ,jahreszahl trgt4 ,die in kleinem ,mastabe -- etwa ein ,drittel ,lebensgre -- mit kstlicher ,feinheit ausgefhrten ,gemlde zeigen in fast bereinstimmender ,farbenwirkung die blonde junge ,frau1 deren helle ,haut einen etwas matten ,ton hat1 in halber ,figur1 in einem ,kleide von dunkelrotem ,sammet mit wei ausgepufften und mit goldenen ,nestelschnrchen besetzten ,schlitzen1 mit weiten berrmeln von dunkelgoldfarbiger ,seide2 sie sitzt hinter einer ,brstung von grauem ,stein1 in ihrem ,rcken hngt ein dunkelgrner ,vorhang in breiten ,falten herab4 ,in dem einen ,bilde sieht man auf der ,platte der ,steinbrstung ein ,huflein ,goldstcke liegen2 die ,dame streckt ihre ,rechte dem ,beschauer geffnet entgegen1 wie um mehr einzunehmen1 whrend ihre ,linke in den ,falten eines ber dem ,scho liegenden blauen ,mantels ruht2 sie blickt mit gesenkten ,augen vor sich hin1 und in dem ,ausdruck des feinen ,gesichts liegt eine stille1 tiefe ,traurigkeit4 ,auf der ,kante der ,steinplatte stehen wie eingemeielt die ,worte3 ,lais ,corinthiaca4 #aebf8 7,abb4 #ia74 ,in dem anderen ,bilde1 das sich hinsichtlich der ,kleidung dadurch von jenem unterscheidet1 da auf dem ,haar statt des ,goldhubchens1 das man dort sieht1 ein schwarzes1 mit etwas ,gold verziertes ,hubchen sitzt1 und da die ,unterarme unverhllt aus den gelbseidenen berrmeln hervorkommen1 blickt die ,schne den ,beschauer lchelnd an1 ihre ,hand bewegt sich zu einladendem ,gru2 von ihren ,knieen aus lehnt sich ein ,amor ber die ,steinbrstung1 ein allerliebster rothaariger kleiner ,schelm1 der einen ,pfeil im ,hndchen hlt 7,abb4 #ib74 ,der ,sinn der beiden ,gemlde wird durch ihre ,nebeneinanderstellung klar3 das begehrte ,gold vermag das junge ,weib nicht glcklich zu machen1 aber die ,liebe4 ber die ,beziehungen ,holbeins zu der so von ihm abgemalten ,persnlichkeit lt die ,unterschrift ,lais ,corinthiaca8 kaum einen ,zweifel4 ,die wegen ihrer verfhrerischen ,schnheit berhmte ,hetre ,lais von ,korinth war eine ,geliebte des ,apelles2 und ,apelles genannt zu werden1 daran war ,holbein ebenso wie andere von gelehrten ,bewunderern umgebene ,maler jener ,zeit gewhnt4 ,den ,namen der ,dame verrt das alte ,verzeichnis der ,amerbachschen ,sammlung3 sie war eine ,tochter des ,adelsgeschlechts von ,offenburg4 ,schon im ,jahre #aebd hatte ,erasmus von ,rotterdam daran gedacht1 seinem jungen ,freund1 dessen ,einnahmen in ,basel in keinem ,verhltnis standen zu seiner hohen ,begabung1 ein fruchtbareres ,erwerbsgebiet zu verschaffen1 indem er ihn seinen ,freunden in ,england empfahl4 ,und ,thomas ,morus1 der groe ,staatsmann und ,gelehrte1 der wenige ,jahre spter ,lordkanzler von ,england wurde1 versprach in seinem ,antwortschreiben an ,erasmus1 er wolle sein mglichstes fr dessen ,maler thun1 den er aus den bersandten ,werken als einen wunderbaren ,knstler8 erkannt hatte4 ,unter den fr die ,kunst sich immer trber gestaltenden ,verhltnissen ,basels entschlo sich ,holbein1 dem ,rate seines ,gnners zu folgen1 und verlie ,basel gegen den ,herbst #aebf1 um ber ,antwerpen nach ,england zu reisen4 ,als ,freund des ,erasmus wurde ,holbein im ,hause des ,thomas ,morus in ,chelsea als ein lieber ,gast aufgenommen4 ,als ,knstler war er hier1 auch ehe ,erasmus sein von ihm gemaltes ,bildnis an ,morus sandte1 kein ganz ,unbekannter2 denn in der ,ausgabe von ,morus' in der ganzen ,welt gelesenem ,buche ,utopia81 die ,froben im ,jahre #aeah veranstaltete1 war der ,widmungstitel mit der von ,holbein im ,jahre #aeae entworfenen und mit seinem ,namen bezeichneten ,einfassung geschmckt4 ,illustration3 ,abb4 #ajj4 ,sir ,henry ,guildford1 ,stallmeister ,knig ,heinrichs ,,viii4 ,gemlde von #aebg in der knigl4 ,gemldegalerie des ,schlosses zu ,windsor4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #aja4 ,bildnis eines ,unbekannten4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ajb4 ,nikolaus ,kratzer1 ,hofastronom ,knig ,heinrichs ,,viii4 von ,england4 lgemlde von #aebh4 ,im ,louvremuseum zu ,paris4 ,illustration3 ,abb4 #ajc4 ,sir ,thomas ,goldsalve mit seinem ,sohne ,john4 lgemlde von #aebh4 ,in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,dresden4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,durch die ,empfehlung seines hochstehenden ,gastfreundes fand ,holbein reichliche ,beschftigung als ,portrtmaler4 ,zunchst malte er natrlich den ,thomas ,morus selbst4 ,von vielen auf diesen ,namen getauften und ,holbein zugeschriebenen ,bildnissen gilt ein in ,london in ,privatbesitz befindliches ,bild in halber ,figur1 mit der ,jahreszahl #aebg bezeichnet1 als das einzige echte4 ,die ganze ,familie des ,morus malte er in einem umfangreichen ,bilde lebensgro mit ,wasserfarben auf ,leinwand4 ,dieses bewunderte ,gemlde ist spurlos verschwunden4 ,aber das ,baseler ,museum bewahrt einen ,entwurf zu demselben1 eine geistreiche ,federzeichnung in ,umrissen 7,abb4 #ic74 ,thomas ,morus schickte dieses ,blatt1 auf dem er zu jeder der in den wenigen ,strichen schon ganz portrthnlich angegebenen ,personen den ,namen beischrieb1 durch den ,knstler selbst1 als dieser heimkehrte1 als ,geschenk an ,erasmus4 ,von den ,zeichnungen in ,ausfhrungsgre1 in denen ,holbein die einzelnen ,kpfe des ,familienbildes aufnahm1 sind glcklicherweise die meisten erhalten2 sie befinden sich in der ,bibliothek des kniglichen ,schlosses zu ,windsor 7,abb4 #id der ,kopf des ,thomas ,morus und ,abb4 #ie derjenige von dessen ,vater74 -- ,wohl auch zu den ersten ,personen1 die ,holbein in ,england portrtierte1 gehrten die hohen geistlichen ,freunde und ,gnner des ,erasmus3 der ,erzbischof ,warham von ,canterbury und der ,bischof ,fisher von ,rochester4 ,auch von diesen ,bildnissen werden die ,zeichnungen im ,windsorschlosse bewahrt 7,abb4 #if und #ih74 ,das ,bild ,warhams ist in zwei eigenhndigen ,ausfhrungen vorhanden1 von denen sich die eine noch im erzbischflichen ,palast in ,southwark1 die andere im ,louvre befindet 7,abb4 #ig74 ,den ,portrts der beiden greisen ,kirchenfrsten reiht sich dasjenige eines jngeren ,herrn1 des ,bischofs ,stokesley von ,london an1 das sich in der ,gemldegalerie des ,windsorschlosses befindet 7,abb4 #ii74 ,in der nmlichen ,sammlung prangt ein ,hauptwerk des ,jahres #aebg1 das ,portrt des ,sir ,henry ,guildford1 ,stallmeisters ,knig ,heinrichs ,,viii4 ,der mit ,morus befreundete und auch mit ,erasmus bekannte ritterliche ,herr1 der in dem ,feldzug gegen ,frankreich das ,banner seines ,knigs in der ,schlacht getragen hatte1 steht in reicher ,staatskleidung da1 mit ,unterkleidern von ,goldbrokat unter dem pelzbesetzten schwarzen berrock1 mit der ,kette des ,hosenbandordens geschmckt und mit dem ,kammerherrenstab in der ,hand 7,abb4 #ajj74 ,ein ,prachtstck der ,malerei1 das1 wie man aus der ,tracht schlieen kann1 whrend des ersten ,aufenthalts ,holbeins in ,england entstand1 ist das im ,pradomuseum zu ,madrid befindliche ,bildnis eines in ,schwarz gekleideten alten ,herren mit sehr roter ,gesichtsfarbe und ungewhnlich groer ,nase 7,abb4 #aja74 ,mit der ,jahreszahl #aebh ist das treffliche ,bildnis des kniglichen ,hofastronomen ,nikolaus ,kratzer aus ,mnchen1 im ,louvre1 bezeichnet1 eine lebensgroe ,halbfigur1 von wissenschaftlichen ,gerten1 die mit der uersten ,genauigkeit gemalt sind1 umgeben 7,abb4 #ajb74 ,deutschland besitzt ein ,werk von #aebh in dem kleinen ,doppelbildnis des ,thomas ,goldsalve und seines ,sohnes ,john in der ,dresdener ,galerie 7,abb4 #ajc74 ,wahrscheinlich gehrt auch das in der ,mnchener ,pinakothek befindliche1 leider schlecht erhaltene ,bildnis des ,sir ,bryan ,tuke in diese ,zeit1 auf dem der ,abgebildete1 wohl durch ,holbeins ,totentanzzeichnungen angeregt1 neben sich den ,tod darstellen lie1 der als ,gerippe mit der ,sense in der ,hand von hinten herantritt und auf die ablaufende ,sanduhr auf dem ,tische hinweist 7,abb4 #ajd74 ,illustration3 ,abb4 #ajd4 ,sir ,bryan ,tuke4 lgemlde in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #aje4 ,bildnis einer englischen ,dame4 ,zeichnung in schwarzer und farbiger ,kreide4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,holbein behielt in seiner ,bildnismalerei jetzt und auch spter das ,verfahren bei1 das er von frhester ,zeit her angewendet hatte4 ,er legte den ,grund zu dem ,gemlde in einer auf ,papier ausgefhrten ,zeichnung1 in der er mit ,buntstiften einige ,farbenangaben machte1 fr ihn ausreichend1 um danach das ,bild so weit zu bringen1 da das ,modell nur zur letzten ,vollendung zu sitzen brauchte4 ,unter den aus der ,sammlung ,amerbachs herrhrenden ,blttern im ,baseler ,museum befinden sich auch einige ,bildniszeichnungen aus ,england1 die der ,maler mit nach ,hause gebracht hat1 nach seinem ersten ,aufenthalt in ,england oder bei seiner zweiten ,heimkehr4 ,da sind die in schneller ,umrizeichnung und leichter ,tnung des ,fleisches angegebenen ,portrts eines vornehmen ,ehepaares1 das in etwas weitergehender ,wirkung ausgefhrte ,portrt des kniglichen ,stallmeisters ,sir ,nicolas ,carew1 und das vorzglich schne ,bild einer unbekannten ,dame in der eigentmlichen ,haube der damaligen englischen ,mode 7,abb4 #aje74 ,neben diesen ,bildniszeichnungen sei diejenige eines unbekannten jungen ,mannes erwhnt1 der dem ,schnitt seines ,gesichtes nach kein ,englnder1 sondern ein ,deutscher ist1 die schnste von allen in ,basel befindlichen ,bildniszeichnungen ,holbeins4 ,in diesem ,prachtstck meisterhafter ,zeichnung ist unter dem schwarz schraffierten und gewischten breitrandigen ,barett das ,gesicht mit ,schwarz und ,rot1 auf die denkbar einfachste ,weise1 zu vllig malerischer1 fleischiger ,wirkung durchgebildet2 auf das ,haar ist ein krftiger brauner ,ton gezeichnet1 der auch die ,modellierung der ,haarwellen angibt1 und mit demselben braunen ,stift ist der ,pelzbesatz des ,rockkragens flchtig1 aber treffend angedeutet 7,abb4 #ajf74 ,eine in andersartigem ,verfahren1 in ,deckfarbenmalerei1 ausgefhrte ,bildnisaufnahme1 die ebenfalls ein ,meisterwerk allerersten ,ranges ist1 besitzt ,deutschland in dem im ,berliner ,kupferstichkabinett befindlichen ,kopf eines unbekannten brtigen ,mannes 7,titelbild74 ,im ,sommer #aebh war ,holbein wieder in ,basel4 ,von wie gnstigen ,erfolgen die englische ,reise begleitet war1 geht daraus hervor1 da er gleich nach der ,heimkehr ein ,haus kaufte2 spter kaufte er noch ein anstoendes kleineres ,haus dazu4 ,illustration3 ,abb4 #ajf4 ,bildnis eines ,unbekannten4 ,zeichnung in schwarzer1 roter und brauner ,kreide4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,eine seiner ersten ,arbeiten nach der ,rckkehr in die ,heimat mag das ,bildnis der ,seinigen gewesen sein1 das im ,baseler ,museum eines der fesselndsten ,stcke fr den heutigen ,beschauer ist4 ,darauf sehen wir ,frau ,elsbeth mit zwei ,kindern1 einem blonden ,jungen und einem rothaarigen kleinen ,mdchen 7,abb4 #ajg74 ,die ,kinder sind jedenfalls die beiden ltesten1 ,philipp und ,katharina4 ,von ,philipp erfhrt man1 da er ein guter1 frommer ,junge8 war2 er wurde ,goldschmied1 kam nach seiner ,lehrzeit in ,paris weit in der ,welt herum und lie sich schlielich in ,augsburg nieder2 von ihm stammt das durch ,kaiser ,matthias in den ,adelstand erhobene ,geschlecht der ,holbein von ,holbeinsberg4 ,auf ,philipp und ,katharina folgten noch zwei ,kinder3 ,jakob1 der als ,goldschmied in ,london starb1 und ,kngolt1 die sich1 ebenso wie ihre ltere ,schwester1 in ,basel verheiratete4 -- ,das ,gemlde1 in ,lebensgre mit lfarben auf ,papier gemalt1 das dann an den ,umrissen ausgeschnitten und auf eine ,holztafel geklebt worden ist1 ist ein ,meisterstck kostbarer ,malerei und ein ,wunderwerk knstlerischer ,naturnachbildung4 ,in diesem ,realismus8 ist die ,einfachheit der ,natur selbst erreicht4 ,es sieht aus1 als ob der ,maler die drei ,figuren so aufgefat htte1 wie der ,zufall sie ihm hinsetzte2 und doch1 wie wohl erwogen und abgemessen ist das ,kunstwerk6 ,eine verblhende ,frau mit trbem ,ausdruck1 zwei ganz hbsche und gesunde1 aber keineswegs ungewhnlich reizvolle ,kinder1 alle drei in uerst anspruchslosem ,anzug -- das nach der damaligen ,baseler ,mode tief ausgeschnittene1 schmucklose ,kleid der ,frau ist schwarzgrn1 ein ,streifen dnnen braunen ,pelzes an einem dem ,kleid gleichfarbigen ,obergewand und ein sehr feiner ,schleier ber dem dunkelblonden1 am ,hinterkopf in einem rtlichbraunen ,mtzchen versteckten ,haar sind die einzigen ,putzstcke1 der ,knabe hat einen schwrzlich grnblauen ,kittel und das ,mdchen ein farbloses hellwollenes ,rckchen an --3 daraus hat ,holbein ein in den ,helligkeits- und ,dunkelheitsverhltnissen1 im ,flu der ,linien und im ,zusammenklang der ,farben vollendet schnes ,bild geschaffen4 ,man sollte denken1 der ,maler1 der seinen ,mitbrgern ein solches ,bildnis zeigen konnte1 htte mit ,portrtbestellungen berhuft werden mssen4 ,aber die ,baseler waren ganz und gar durch den ,glaubensstreit in ,anspruch genommen1 und in dem blinden ,eifern der ,parteien verhallte die ,mahnung des ,rates1 man solle einander nicht papistisch1 lutherisch1 ketzerisch1 neu- oder altglubig nennen1 sondern einen jeden ungetrotzt und ungeschmht bei seinem ,glauben lassen48 ,welcher ,brger htte da der schnen1 friedlichen ,kunst noch seine ,aufmerksamkeit zuwenden knnen8 ,die ,jahreszahl #aebi auf einer ,zeichnung des ,baseler ,museums weist uns auf ein untergeordnetes1 aber uerst verdienstvolles ,arbeitsfeld ,holbeins hin3 seine ,thtigkeit als ,erfinder mustergltiger ,vorbilder fr das ,kunsthandwerk4 ,hatte er in seiner frhen ,jugend vorzugsweise das ,glasergewerbe mit ,mustern bedacht1 so schuf er spter mit ,vorliebe ,entwrfe fr ,goldschmiedearbeiten4 ,jene ,jahreszahl steht auf einem in getuschter ,federzeichnung ausgefhrten ,entwurf einer mit prachtvollen ,renaissanceornamenten bedeckten ,dolchscheide 7,abb4 #ajh74 ,das ,baseler ,museum besitzt auer dieser noch vier ,vorzeichnungen ,holbeins zu schmuckreichen ,dolchscheiden1 wie ,stutzer und vornehme ,herren sie gern trugen1 eine schner als die andere4 ,die eine1 sehr reich und fein1 zeigt1 nur in ,umrilinien mit der ,feder skizziert1 drei mythologische ,darstellungen in ,gehusen bereinander1 das ,parisurteil1 ,pyramus und ,thisbe und ,venus und ,amor1 darunter einen ,kopf zwischen ,ornamenten 7,abb4 #ajh74 ,auch die drei anderen sind mit ,figurendarstellungen geschmckt1 und zwar1 entsprechend der vielfach beliebten ,sitte1 den ,dolch in wagerechtem ,hang am ,grtel zu tragen1 in der ,weise1 da die ,kompositionen sich in der ,lngsrichtung der ,flche1 von der ,zwinge der ,scheide nach dem ,griff des ,dolches hin bewegen4 ,da ist in einer ebenfalls nur in ,umrissen skizzierten ,zeichnung ein rmischer ,triumphzug dargestellt2 in der anderen1 die in zartester1 unglaublich feiner ,durchmodellierung ausgetuscht ist1 der ,durchgang der ,israeliten durch den ,jordan2 die dritte zeigt einen ,totentanz3 ,knig und ,knigin1 ,kriegsmann und ,mnch1 ,frau und ,kind mssen den in hhnischer ,lustigkeit springenden ,gerippen folgen 7,abb4 #aji74 -- ,neben den ,dolchscheiden seien die ,zierstreifen erwhnt1 die1 bald aufrecht stehend1 bald wagerecht liegend gedacht1 auch fr mancherlei andere ,zweige des ,kunsthandwerks verwendbar1 doch vorzugsweise auf ,ausfhrung in ,goldschmiedearbeit berechnet sind4 ,davon finden sich im ,baseler ,museum ein lustiger ,fries mit nackten ,kindern1 ein anderer1 mehr ausgefhrter mit jagenden und spielenden ,kindern zwischen prchtig geschwungenen ,ornamenten 7,abb4 #aaj7 und eine aufrechte ,leiste1 in der ,bren gar possierlich im ,gerank einer ,rebe emporklettern1 von einem ,spielmann mit ,trommel und ,pfeife begleitet 7,abb4 #aaa74 ,illustration3 ,abb4 #ajg4 ,holbeins ,frau und ,kinder4 lgemlde auf ,papier4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,holbeins ,geschmack im ,entwerfen von ,ziergebilden1 der sich schon frh so reich und fruchtbar gezeigt hatte1 war nicht stehen geblieben in der ,entwickelung4 ,das schnste ,beispiel von seiner ,geschmacksverfeinerung und zugleich einen ,beweis von seinem ,mitgehen mit der vorschreitenden ,umwandlung des ,renaissancestils gibt ein prchtiger ,holzschnitt1 der in dieser ,zeit entstanden sein mu 7,abb4 #aab72 ,erasmus ,rotterdamus in einem ,gehuse8 wird das ,blatt in dem ,amerbachschen ,verzeichnis1 das sich auch auf ,holzschnitte erstreckt1 genannt4 ,dieses ,gehuse1 schmuckvoll und reich und zugleich rein und vornehm in den ,formen1 ist vielleicht das ,schnste1 was die ,zeit auf dem ,gebiete der ,buchverzierungen berhaupt geschaffen hat4 ,aber ein ebenso groes ,meisterwerk wie die ,umrahmung ist das von ihr eingeschlossene ,bildnis des ,erasmus4 ,wir sehen den feingeistigen und gelehrten ,mann hier in ganzer ,figur3 eine schwchliche ,gestalt1 eingehllt in talarartig lange1 pelzgeftterte ,rcke1 und dabei gro und bedeutend nicht nur im ,kopf1 der den ,blick dem ,beschauer zuwendet1 sondern auch in der ganzen ,haltung4 ,er lehnt die ,rechte auf den ,kopf einer beseelt gedachten ,herme1 des ,terminus18 und macht mit der ,linken eine auf diese ,gestalt hinweisende ,bewegung4 ,den ,terminus1 den ,schutzgeist der festgelegten ,wege und ,grenzen1 hatte ,erasmus zum ,sinnbild seiner schriftstellerischen ,thtigkeit gewhlt4 ,die volle ,bedeutung dieses ,sinnbilds wird uns durch eine im ,baseler ,museum befindliche ,tuschzeichnung mitgeteilt1 die ,holbein einmal fr ,erasmus angefertigt hatte1 anscheinend zum ,zwecke der ,ausfhrung in ,glasmalerei4 ,da steht1 von einem sulengetragenen ,bogen eingerahmt1 der ,terminus in einer weiten ,landschaft1 der ein paar grne ,farbenflecken ein wirkungsvoll lebhaftes ,aussehen geben2 der von einem ,strahlenkranz umgebene ,kopf der ,bildsule macht eine leichte ,wendung und spricht scheinbar leichthin und doch mit unantastbarer ,bestimmtheit die ,worte1 die dabeigeschrieben sind3 ,concedo nulli8 7,ich mache niemandem ,zugestndnisse74 ,holbein verstand seinen gelehrten ,freund4 ,das ganze ,blatt wirkt eigentmlich gro1 und der sprechende ,gesichtsausdruck des ,terminus ist ein ,meisterwerk allerersten ,rangs4 -- ,die ,holzzeichnung ,erasmus im ,gehuse8 war als ,titelblatt zu den ,werken des ,erasmus bestimmt4 ,die seltenen ersten ,abdrcke sind unten mit einer zweizeiligen lateinischen ,inschrift versehen1 die die hnlichkeit des ,bildnisses preist4 ,in der spteren ,ausgabe1 die als ,titel zu der von ,johannes ,frobens ,sohn ,hieronymus ,froben veranstalteten ,gesamtausgabe von ,erasmus' ,schriften im ,jahre #aedj erschien1 sind an die ,stelle des einen ,distichons deren zwei getreten1 in denen des ,zeichners mit ebenso rhmenden ,worten gedacht wird wie des ,schriftstellers1 der vier ,jahre vor dieser ,verffentlichung seiner gesamten ,werke gestorben war4 ,illustration3 ,abb4 #ajh4 ,entwrfe zu metallenen ,dolchscheiden4 ,federzeichnungen im ,museum zu ,basel4 ,illustration3 ,abb4 #aji4 ,dolchscheide mit ,totentanz1 ,entwurf fr ,silberarbeit4 ,tuschzeichnung im ,museum zu ,basel4 ,dieses ,blatt war eines der letzten1 die ,holbein fr den ,baseler ,buchdruck zeichnete4 ,in den seiner ,abreise nach ,england vorausgehenden ,jahren hatte er noch einige sinnvolle ,titel zu theologischen ,schriften gezeichnet4 ,jetzt ging1 wie es scheint1 die ,bilderfeindlichkeit so weit1 da auch eine solche ,schmckung geistlicher ,bcher ,bedenken erregte4 ,nur ein ,blatt gehrt noch dieser spteren ,zeit an1 eine ,darstellung des heiligen ,paulus in einem ,gehuse von hnlichem ,stil wie jenes des ,erasmustitels4 ,illustration3 ,abb4 #aaj4 ,zierleiste4 ,tuschzeichnung1 im ,museum zu ,basel4 ,zum ,malen kirchlicher ,bilder gab es in ,basel jetzt selbstredend gar keine ,gelegenheit mehr4 ,schon zu ,ostern #aebh waren aus mehreren ,kirchen alle ,bilder entfernt worden2 im folgenden ,jahre brach der wsteste ,bildersturm los4 ,der ,rat war nicht imstande1 den ,eiferern ,widerstand zu leisten4 ,das ,aufstellen religiser ,gemlde in den ,kirchen wurde untersagt4 ,dem feinen ,empfinden des ,erasmus1 der von den damaligen ,vorgngen lebhafte ,schilderungen hinterlassen hat1 waren solche ,roheiten ein ,greuel4 ,er entschlo sich mit schwerem ,herzen1 die ,stadt1 die ihm als der behaglichste ,musensitz8 lieb geworden war und wo er seit #aeba sich dauernd angesiedelt hatte1 zu verlassen4 ,er begab sich1 von ,bonifacius ,amerbach begleitet1 nach ,freiburg im ,breisgau4 ,dort mu ihn auch der befreundete ,knstler aufgesucht haben4 ,denn ein von ,holbein gemaltes kleines ,bildnis des ,erasmus -- ,kopf in ,dreiviertelansicht1 die ,hnde auf einem geffnet auf dem ,tische liegenden ,buche ruhend -- trgt die ,jahreszahl #aecj4 ,das ,original dieses ,bildes befindet sich in der ,gemldegalerie zu ,parma1 ,kopien davon gibt es in verschiedenen ,sammlungen4 -- ,die nmliche ,ansicht des ,kopfes zeigt ein kostbares ,rundbildchen von nur zehn ,centimeter ,durchmesser im ,baseler ,museum1 ,brustbild in schwarzer ,kleidung mit braunem ,pelz auf grnlichblauem ,hintergrund 7,abb4 #aad74 ,wie ein ,gegenstck zu dem ,miniaturportrt des ,erasmus erscheint ein ebenso fein ausgefhrtes ,bildnis des ,melanchthon 7,abb4 #aac71 das die knigliche ,gemldegalerie zu ,hannover besitzt1 und das sich noch in der ursprnglichen1 mit grau in grau gemalten ,ornamenten verzierten ,schutzkapsel befindet4 ,im ,sommer #aecj besann sich der ,rat von ,basel endlich darauf1 da er noch ber eine ,gelegenheit verfgte1 einem ,maler von der ,bedeutung und dem schon weit verbreiteten ,ruhm ,holbeins ,thtigkeit zu verschaffen4 ,er beauftragte ihn mit der ,ausmalung der vor acht ,jahren unbemalt stehen gelassenen ,wand im ,rathaussaale4 ,die ,gegenstnde wurden diesmal1 der vernderten ,geistesrichtung entsprechend1 nicht aus der klassischen1 sondern aus der biblischen ,geschichte gewhlt4 ,das eine der beiden groen ,gemlde1 mit denen ,holbein die betreffende ,wand bedeckte1 zeigte den ,knig ,rehabeam1 wie er die ,abgesandten des ,volkes1 die um ,erleichterung des ,joches bitten1 mit harter ,antwort zurckweist4 ,das andere zeigt den ,knig ,saul1 wie er aus dem ,feldzuge gegen die ,amalekiter heimkehrt und von ,samuel hren mu1 da er wegen seines ,ungehorsams gegen ,gottes ,gebot verworfen sei4 -- ,wenn auch die ,wandgemlde selbst schon vor ,ablauf des ,,xvi4 ,jahrhunderts durch die ,feuchtigkeit zerstrt wurden1 so lassen uns doch die erhaltenen ,entwrfe zu beiden ,bildern 7im ,baseler ,museum7 erkennen1 in wie groartiger ,weise ,holbein diese ,aufgabe gelst hat2 sie zeigen1 da er auch als ,monumentalmaler den grten ,meistern beizuzhlen ist4 ,rehabeam ist in einer reichen ,halle thronend dargestellt2 hinter ihm sitzen zu beiden ,seiten seine ,rte1 die alten1 deren ,mahnung er unbeachtet gelassen hat1 und die jungen1 denen er zum ,schaden des ,reiches folgt4 ,vor ihm stehen die wrdevollen1 bejahrten ,abgesandten1 bestrzt ber des ,knigs ,worte und teilweise schon zum ,gehen gewendet2 denn im hchsten ,zorn hat er ihnen eben zugerufen3 ,mein kleiner ,finger soll dicker sein als meines ,vaters ,lenden2 mein ,vater hat euch mit ,peitschen gezchtigt1 ich will euch mit ,skorpionen zchtigen48 ,durch ein mit der grten ,unbefangenheit ersonnenes1 hchst ausdrucksvoll sprechendes ,gebrdenspiel hat der ,knstler diese ,worte des ,knigs verbildlicht3 ,rehabeam streckt an der den ,abgesandten drohend entgegengeworfenen ,faust den kleinen ,finger aus1 und mit der anderen weist er geringschtzig1 ohne den ,arm von der ,thronlehne zu erheben1 auf die ,geiel in der ,hand eines an den ,thronstufen stehenden ,pagen4 ,auerhalb der ,halle sieht man im ,hintergrunde die ,folgen der eigenwilligen ,hrte des ,herrschers3 den ,abfall eines ,teiles des ,volkes1 verbildlicht durch die ,krnung des ,gegenknigs ,jerobeam 7,abb4 #aae74 ,von diesem ,entwurf1 der als ,tuschzeichnung mit einigen ,farbenangaben -- in der ,ferne und den ,fensterdurchblicken in die ,luft1 im ,fleisch und an wenigen anderen ,stellen -- ausgefhrt ist1 ist der ,meister bei der bertragung ins ,groe wesentlich abgewichen4 ,das sieht man an den sprlichen ,resten des ,wandgemldes1 die in einigermaen erhaltenem ,zustand aufgefunden und in das ,museum gebracht worden sind4 ,unter diesen ,resten befindet sich der ,kopf und die erhobene ,hand ,rehabeams mit dem ausgestreckten kleinen ,finger2 der ,kopf1 ein ,meisterwerk mchtigen ,ausdrucks1 ist nicht1 wie in der ,skizze1 von vorn1 sondern scharf von der ,seite zu sehen4 ,dieser ,stellung des ,knigs entspricht eine gleichfalls erhaltene1 sehr schne ,gruppe von ,kpfen bedenklicher ,zuhrer4 ,es ist keine ,frage1 da der ,knstler durch die ,gegenberstellung des ,sprechenden und der ,angeredeten im ,profil ein ,mittel zu lebhafter ,steigerung des ,eindrucks gewann2 schon deswegen1 weil es ihm auf diese ,weise mglich wurde1 auch von denjenigen ,abgesandten1 die sich noch nicht von dem ,knig abwenden1 die ,gesichter zu zeigen4 -- ,bemerkenswert ist1 da die kleinen ,reste erkennen lassen1 da ,holbein auch bei der ,wandmalerei die ,anwendung von ,vergoldung nicht verschmhte4 ,illustration3 ,abb4 #aaa4 ,zierleiste4 ,tuschzeichnung im ,museum zu ,basel4 ,die vorhandene ,skizze zu dem anderen ,wandgemlde ist etwas weiter durchgebildet als jene1 nicht magebend gebliebene des ,rehabeambildes4 ,die vollendete ,abgewogenheit der ,komposition1 die sich durch keine nderung htte besser machen lassen1 berechtigt uns zu der ,annahme1 da sie im wesentlichen unverndert beibehalten worden sei4 ,es ist ein wuchtiges ,bild 7,abb4 #aaf74 ,wir sehen das siegreiche ,heer1 ,reiter und ,fuvolk in antiker ,rstung1 mit dem gefangenen ,amalekiterknig heimkehren4 ,noch brennen die ,burgen und ,stdte1 die der ,krieg verheert hat4 ,aus der ,ferne werden die ,herden herbeigetrieben1 um derentwillen der ,sieger den gttlichen ,befehl bertreten hat4 ,knig ,saul schreitet an der ,spitze seiner ,streiter2 er ist vom ,ro gestiegen1 um den ,propheten ,samuel ehrerbietig zu begren4 ,der aber tritt ihm mit drohend ausgestrecktem ,arm entgegen2 man glaubt die gewaltige ,stimme vernehmen zu mssen1 mit der er den ,sieger niederschmettert3 ,will etwa der ,herr ,brandopfer und ,schlachtopfer und nicht vielmehr1 da man gehorche der ,stimme des ,herren8 ,weil du des ,herren ,wort verworfen hast1 hat dich der ,herr verworfen1 da du nicht ,knig seiest48 ,die ,gestalt des einen ,mannes ist so mchtig aufgefat1 da sie dem ganzen ihr entgegenmarschierenden ,zuge das ,gegengewicht bietet4 ,eine ,tafel zur ,aufnahme der ,worte ,samuels1 in denen der ,inhalt und die mahnende ,bedeutung des ,bildes ausgesprochen waren1 ist in der ,skizze angegeben4 ,man hat sich die ,inschrifttafel von dem ,geblk der umrahmenden ,architektur1 von der eine ,sule mit auf das ,blatt gezeichnet ist1 herabhngend zu denken4 ,das ,vorhandensein dieser ,beiwerksangaben spricht gleichfalls dafr1 da ,holbein diesen ,entwurf dem ,gemlde als magebend zu ,grunde legte4 ,von der ,farbe des ,gemldes bekommen wir freilich auch hier keine ,vorstellung4 ,denn die ,farbenangaben des ,entwurfs beschrnken sich auf ,blau in der ,luft1 in den fernen ,bergen und in einem die ,ebene durchziehenden ,wasserlauf1 auf ,rot in den ,brnden und auf eine brunliche ,antuschung des ,gelndes1 die sich an gegebenen ,stellen1 wie in dem ,bumchen des ,mittelgrundes1 mit einem blauen ,ton zu ,grn verbindet3 ,angaben1 die kaum einen anderen ,zweck haben1 als den1 den ,hintergrund zu lockern und die ,figuren als etwas ,gesondertes hervortreten zu lassen4 ,die ,figuren sind braun gezeichnet und mit kaltgrauen ,schattentnen ausgetuscht4 ,illustration3 ,abb4 #aab4 ,erasmus von ,rotterdam 7im ,gehuse874 ,titelholzschnitt zu den ,werken des ,erasmus4 ,nach dem seltenen ersten ,druck mit der ,unterschrift3 ,wenn einer von des ,erasmus ,gestalt noch kein ,bild hat gesehen1 ,zeigt ihm ein solches dies ,blatt1 das nach dem ,leben gemalt4 ,fr den ,mangel an sonstigen ,auftrgen konnte die eine groe ,arbeit den ,meister freilich nicht entschdigen4 ,mit wie geringfgigen ,arbeiten der groe ,knstler wieder vorlieb nehmen mute1 beweist die ,aufzeichnung in den ,ratsrechnungen1 da ihm im ,herbst #aeca fr beide ,uhren am ,rheinthor zu malen8 vierzehn ,gulden ausbezahlt wurden4 ,der ,betrag von vierzehn ,gulden fr eine solche kleine ,straenmalerei erscheint allerdings verhltnismig hoch1 wenn man erfhrt1 da fr die beiden groen ,rathausgemlde nur #gb ,gulden gezahlt worden waren4 ,der ,gedanke1 sein ,glck von neuem in ,england zu versuchen1 mute ,holbein um so verlockender nahe treten1 als sein ,gnner ,thomas ,morus inzwischen das hchste ,amt im ,knigreich erhalten hatte und als ,lordkanzler die ,staatsgeschfte leitete4 ,so wandte er ,basel abermals den ,rcken und reiste nach ,london4 ,als er fort war1 schickte der ,rat von ,basel ihm ein schmeichelhaftes ,schreiben nach und bot ihm ein festes ,jahresgehalt an1 wenn er zurckkehren wollte4 ,aber dieses ,anerbieten kam zu spt4 ,denn ,holbein fand in ,london alsbald reichliche und lohnende ,thtigkeit4 ,thomas ,morus hatte im ,mai #aecb -- das war wohl vor ,holbeins ,ankunft -- die ,brde seines hohen ,amtes wieder niedergelegt4 ,der glnzende ,kreis1 in den der ,lordkanzler ihn wrde eingefhrt haben1 ffnete sich dem ,knstler nicht gleich4 ,aber ein anderer ,kreis nahm ihn auf1 der ihm ,verkehr in ,sprache und ,sitten der ,heimat und reichliche ,verwertung seines ,knnens bot4 ,das waren die deutschen ,kaufleute1 deren sehr viele in ,london ansssig waren und die miteinander eine geschlossene ,gemeinschaft bildeten4 ,ihr ,vereinigungspunkt war der sogenannte ,stahlhof1 ein ,besitztum der ,hansa1 in dem sich um das alte ,gildehaus ,warenlager und ,wohnhuser reihten1 dem auch ein eigenes ,weinhaus und ein wohlgepflegter ,garten nicht fehlten4 ,illustration3 ,abb4 #aac4 ,philipp ,melanchthon4 ,miniaturlgemlde4 ,in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,hannover4 ,illustration3 ,abb4 #aad4 ,erasmus von ,rotterdam4 ,miniaturlgemlde4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,in den ,jahren #aecb und #aecc malte ,holbein eine ganze ,anzahl von ,bildnissen deutscher ,kaufleute vom ,stahlhof4 ,das schnste von diesen1 ein ,juwel der ,malerei1 befindet sich im ,berliner ,museum4 ,der darin abgebildete jugendliche1 blondhaarige ,mann heit ,georg ,gie oder ,gyze1 wie das ,gemlde selbst uns mitteilt 7,abb4 #aag74 ,wir sehen ihn1 bekleidet mit einem seidenen ,wams von kalter roter ,farbe und einem berrock von schwarzem ,tuch1 der vorn am ,halse ber dem ,ausschnitt der ,unterkleidung das feingefltelte ,hemd frei lt1 mit einer schwarzen ,tuchmtze auf dem ,kopf1 in seiner ,arbeitsstube4 ,es umgeben ihn all die kleinen ,dinge des tglichen ,gebrauchs1 auf dem mit einem prchtigen ,teppich bedeckten ,tische vor ihm und auf den an der grn angestrichenen ,holzwand angebrachten ,bordbrettern so verteilt1 wie er gewohnt ist1 sie zur ,hand zu haben4 ,an ,leistchen1 welche an der ,wand entlang gehen1 stecken ,briefe in groer ,zahl1 auch ,briefpapier und ,verschlustreifen fr ,briefe4 ,zu den ,gebrauchs- und ,geschftsdingen kommt ein zierliches ,gef von feinstem venezianischen ,glase1 mit ,wasser gefllt1 in dem ,nelken stecken2 die ,nelke bezeichnet in der ,blumensprache der ,zeit den glcklich ,liebenden1 sie ist vorzugsweise die ,blume von ,brutigam und ,braut4 ,georg ,gie ist eben damit beschftigt1 mit echt niederdeutscher ,gemchlichkeit einen ,brief aus der ,heimat zu ffnen1 auf dem wir die ,aufschrift lesen knnen3 dem ersamen jergen gie to lunden in engelant1 mynem broder1 to handen48 ,an der ,wand steht mit ,kreide angeschrieben3 nulla sine merore voluptas8 7keine ,lust ohne ,kummer7 und darunter die ,unterschrift ,g4 ,gyze48 ,ein weiter oben an die ,wand gehefteter ,zettel enthlt ein paar das ,bildnis lobende ,verse1 die ,angabe des ,alters von #cd ,jahren und die ,jahreszahl #aecb4 ,richtig ist das vom malerischen ,standpunkt aus ja nicht1 da man auf die ,entfernung1 in der die ,wand hinter der den ,bildrand berhrenden vorderen ,tischkante liegt1 eine so feine ,schrift noch entziffern kann4 ,aber wie das und wie alle die anderen kleinsten ,einzelheiten gemacht sind1 das ist bewunderungswrdig2 eine vollendetere ,ausfhrung hat kein ,stilllebenmaler jemals erreicht4 ,gewi war dieses ,bild eines der ersten1 vielleicht das allererste1 das er fr ein ,mitglied des ,stahlhofes malte4 ,da hat er sich durch eine ,art von ,meisterstck empfehlen wollen und hat all die ,kleinigkeiten in das ,bild hineingepackt1 an denen er seine ,geschicklichkeit glnzend zur ,schau stellen konnte4 ,denn ,leute von so nchternem praktischen ,sinne1 wie er aus den ,zgen dieses ehrsamen ,kaufmannes spricht1 sind eher befhigt1 die mit dem ,verstande zu wrdigende ,geschicklichkeit eines ,knstlers zu bewundern und zu schtzen1 als aus der nur dem feineren ,empfindungsvermgen zugnglichen ,mitteilung der knstlerischen ,empfindung1 der eigentlichen ,kunst1 den wirklichen ,kunstgenu zu ziehen4 ,angesichts der uersten ,vollendung1 mit der in diesem ,bilde alle ,dinge zur krperlichen ,erscheinung gebracht sind1 begreift man die ,lobpreisungen derjenigen ,zeitgenossen des ,meisters vollkommen1 die an seinen ,werken vor allem die ,augentuschung bewunderten4 ,da aber ,holbein es fertig gebracht hat1 durch all die haarscharf ausgefhrten ,nebendinge die ,hauptsache nicht erdrcken zu lassen1 da er es vermocht hat1 durch all den ,kleinkram hindurch seine knstlerische ,empfindung1 den groen ,farbengedanken und das lebendig erfate ,wesen der ,persnlichkeit1 zu uns sprechen zu lassen1 das ist das ,bewunderungswrdigste an diesem wunderbaren ,bilde4 ,die ,jahreszahl #aecb tragen ferner das mit liebenswrdiger ,einfachheit aufgefate ,bildnis eines jungen ,mannes in der ,gemldesammlung des grflich ,schnbornschen ,palastes zu ,wien 7,abb4 #aah71 und ein in der ,sammlung des ,windsorschlosses bewahrtes ,bild eines mit seinen ,briefschaften beschftigten brtigen ,mannes 7,abb4 #aai71 in dem man nach der nicht ganz deutlichen ,briefaufschrift den ,goldschmied ,hans von ,antwerpen zu erkennen glaubt4 ,die ,niederlnder gehrten mit zu der deutschen ,kolonie in ,london4 ,illustration3 ,abb4 #aae4 ,knig ,rehabeam und die ,abgesandten des ,volkes4 ,getuschte ,zeichnung mit einigen ,farbenangaben1 ,entwurf zu einem ,wandgemlde im ,baseler ,rathaus 7#aecj74 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,unter den ,bildnissen des ,jahres #aecc seien dasjenige des ,derich ,tybis aus ,duisburg1 in der kaiserlichen ,gemldegalerie zu ,wien 7,abb4 #abj71 und das eines unbenannten ,mannes mit blondem ,bart im kniglichen ,museum zu ,berlin 7,abb4 #aba7 hervorgehoben4 ,ein ,selbstportrt des ,meisters aus diesem ,jahr1 in ,miniaturformat ausgefhrt1 soll sich zu ,prag in ,privatbesitz befinden4 ,aber nicht ,bildnisse allein malte ,holbein im ,stahlhof4 ,es wurde ihm auch ,gelegenheit zur ,ausfhrung monumentaler ,gemlde geboten4 ,er schmckte den ,festsaal des alten ,gildehauses mit zwei groen allegorischen ,bildern1 die er indessen nicht auf der ,wand1 sondern mit ,temperafarben auf ,leinwand ausfhrte4 ,dieselben stellten in figurenreichen friesartigen ,zgen den ,triumph des ,reichtums8 und den ,triumph der ,armut8 dar2 ihr belehrender ,inhalt war1 da der ,reichtum sowohl wie die ,armut edler ,tugenden bedrfen1 um zum ,guten gefhrt zu werden4 ,wieder sind es nur ,abbildungen und eine kleine1 im ,louvre zu ,paris bewahrte ,skizze1 nach denen wir uns einen ungefhren ,begriff von der ,schnheit dieser ,gemlde machen knnen1 die selbst von ,italienern des ,,xvi4 ,jahrhunderts ebenso hoch und hher geschtzt wurden als die ,schpfungen ,raffaels4 -- ,mit derselben ,meisterschaft1 mit denen er monumentale ,werke ausfhrte1 entwarf ,holbein gelegentlich ,dekorationen1 die nur zur ,verschnerung eines schnell vorberrauschenden ,festes dienten4 ,als am #ca4 ,mai #aecc ,anna ,boleyn im ,krnungszuge vom ,tower nach ,westminster fuhr1 prangten die ,straen1 welche der ,zug berhrte1 im reichsten und prchtigsten ,schmuck4 ,den am meisten bewunderten ,glanzpunkt von allem bildete dabei die von ,holbein entworfene ,festdekoration1 welche die ,kaufleute des ,stahlhofes errichtet hatten4 ,es war eine ,schaubhne mit lebenden ,bildern -- wie solche auch die ,antwerpener beim ,einzuge ,karls ,v4 veranstalteten -- und zeigte auf einem prachtvollen ,renaissanceaufbau den ,parna mit ,apollo und den ,musen4 ,die ,beziehungen ,holbeins zum ,stahlhofe dauerten mehrere ,jahre4 ,die ,jahreszahlen auf ,bildnissen deutscher ,kaufleute gehen bis #aecf4 ,von da an wurde er durch hhere ,kreise in ,anspruch genommen4 ,durch wessen ,vermittelung er in ,beziehungen zum kniglichen ,hofe kam1 wissen wir nicht4 ,es gibt aus dieser ,zeit keine anderen ,lebensnachrichten ber ihn1 als das1 was seine ,werke erzhlen4 ,von ,thomas ,morus kann seine ,einfhrung bei ,hofe nicht ausgegangen sein2 denn der ehemalige ,lordkanzler stand wegen seiner entschiedenen ,nichtbilligung der ,schritte1 durch die ,knig ,heinrich ,,viii4 den ,bruch mit der rmischen ,kirche vollzog1 tief in ,ungnade2 als ,mrtyrer seiner ,glaubensfestigkeit endete er am #f4 ,juli #aece sein ,leben auf dem ,schafott1 im ,verein mit dem achtzigjhrigen ,bischof ,fisher4 ,illustration3 ,abb4 #aaf4 ,samuel verkndet ,saul den ,zorn ,gottes4 ,getuschte und teilweise kolorierte ,zeichnung1 ,entwurf zu einem ,wandgemlde fr den ,baseler ,rathaussaal4 ,im ,museum zu ,basel4 ,illustration3 ,abb4 #aag4 ,georg ,gie1 ,kaufmann vom ,stahlhof zu ,london4 lgemlde von #aecb4 ,im knigl4 ,museum zu ,berlin4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,die erste ,kunde von ,holbeins ,verkehr mit englischen ,herren nach seiner zweiten ,ankunft in ,london gibt das ,bild des kniglichen ,falkners ,robert ,cheseman1 vom ,jahre #aecc1 in der ,gemldegalerie im ,haag4 ,der nach der ,angabe auf dem ,bilde im #dh4 ,jahre stehende ,mann ist in annhernd lebensgroer ,halbfigur dargestellt1 in rotseidenem ,wams und schwarzer1 pelzbesetzter ,oberkleidung2 er trgt den ,jagdvogel -- ein ,prachtstck von ,malerei -- auf der behandschuhten linken ,faust und streichelt ihn beruhigend mit der ,rechten2 sein ,gesicht mit den scharfen ,zgen und den ins ,weite sphenden ,augen hat selbst etwas von dem ,wesen und dem ,ausdruck eines ,edelfalken angenommen 7,abb4 #abb74 -- ,aus dem ,jahre #aecg sind bereits ,bildnisse von ,persnlichkeiten vorhanden1 die ,knig ,heinrich ,,viii4 sehr nahe standen4 ,diese ,jahreszahl trgt ein in der ,sammlung eines englischen ,hauses befindliches ,doppelbildnis1 das den ,namen die ,gesandten8 fhrt und das als ein ,hauptwerk ,holbeins gerhmt und in ,bezug auf die ,ausfhrung mit dem ,portrt des ,georg ,gie verglichen wird4 ,in dem einen der in diesem ,gemlde lebensgro in halber ,figur abgebildeten vornehmen und gelehrten ,herren erkennt man des ,knigs ,liebling1 den unvergleichlichen ,ritter8 ,thomas ,wyat4 ,ebenfalls in englischem ,privatbesitz befindet sich das ,bildnis des ,thomas ,cromwell1 das sptestens im ,anfang des ,jahres #aecd entstanden sein mu2 diese ,zeitbestimmung ergibt sich aus dem auf einem gemalten ,briefe zu lesenden ,titel des aus bescheidenen ,anfngen zu einflureicher ,stellung emporgestiegenen ,mannes1 der die ,trennung der englischen ,kirche von der rmischen in einem weitergehenden ,sinne1 als es anfnglich vom ,knig beabsichtigt war1 durchfhrte4 ,illustration3 ,abb4 #aah4 ,bildnis eines deutschen ,kaufmanns in ,london1 von #aecb4 ,in der ,schnborngalerie zu ,wien4 ,illustration3 ,abb4 #aai4 ,ein ,kaufmann vom ,stahlhof zu ,london4 lgemlde von #aecb1 in der ,sammlung des ,schlosses ,windsor4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,im ,jahre #aece erschien eine ,prachtausgabe der ganzen ,heiligen ,schrift in englischer ,sprache1 bersetzt von ,coverdale4 ,das ,buch1 das nicht in ,england1 sondern in ,zrich gedruckt wurde1 war ,knig ,heinrich ,,viii4 gewidmet4 ,sein ,titelblatt schmckte eine sehr schne ,einfassung von ,holbein4 ,diese ,titelzeichnung setzt sich aus einer ,anzahl von ,bildchen zusammen1 die nach mittelalterlichem ,herkommen1 aber in neuer ,auffassung ,gegenberstellungen von ,begebenheiten des alten und des neuen ,bundes enthalten4 ,in dem ,kopfstreifen sind ,sndenfall und ,erlsung dargestellt3 hier ,adam und ,eva unter dem ,baum1 dort der dem ,grabe entstiegene ,heiland1 der ber ,tod und ,hlle triumphiert2 beides ,zeichnungen von berraschender ,schnheit der ,figuren4 ,dann folgen an den ,seiten herunter hier ,moses1 der auf dem ,sinai die ,gesetztafeln empfngt1 und ,esra1 der den aus der babylonischen ,gefangenschaft zurckkehrenden ,juden das alte ,gesetz vorliest1 dort ,christus1 der seine ,jnger in alle ,welt entsendet1 und die predigenden ,apostel4 ,unten stehen der ,knig ,david und der ,apostel ,paulus einander gegenber4 ,zwischen diesen beiden ,einzelgestalten sieht man ,heinrich ,,viii4 im kniglichen ,schmuck auf dem ,thron sitzen2 vor ihm knieen die ,frsten und ,bischfe ,englands1 und er berreicht den letzteren ein ,buch1 die ,heilige ,schrift in der ,landessprache4 -- ,es ist bemerkenswert1 da der ,knig in diesem kleinen1 brigens -- vielleicht durch die ,schuld des ,holzschneiders -- nicht sehr portrthnlichen ,bild bereits1 entgegen der bis dahin in ,england geltenden ,sitte1 einen ,vollbart trgt1 was nach seinem ,beispiel alsbald allgemeine ,mode wurde4 ,illustration3 ,abb4 #abj4 ,derich ,tybis aus ,duisburg1 ,kaufmann zu ,london4 lgemlde in der kaiserlichen ,gemldegalerie zu ,wien4 7,nach einer ,photographie von ,j4 ,lwy in ,wien47 ,illustration3 ,abb4 #aba4 ,bildnis eines in ,london ansssigen ,deutschen1 von #aecc4 ,im knigl4 ,museum zu ,berlin4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,holbein fhrte in dieser ,zeit wieder mehrere ,holzzeichnungen aus4 ,in ein paar kleinen ,blttern1 die erst nach seinem ,tode1 in dem ,katechismus des ,erzbischofs ,cranmer zur ,verffentlichung kamen1 spiegelte sich die ,stimmung wieder1 welche das erschreckende ,ergebnis der von ,cromwell veranstalteten amtlichen ,besichtigung der englischen ,klster hervorrief4 ,in diesen ,holzschnitten1 die das ,gleichnis vom ,phariser und ,zllner und ,christus1 den ,besessenen heilend1 darstellen1 sind die ,phariser als ,mnche gezeichnet4 ,das letztere ,blttchen hat ,holbein1 entgegen seiner ,gewohnheit1 mit seinem vollen ,namen unterschrieben4 ,so auch einen hnlichen kleinen ,holzschnitt1 der in einer ,flugschrift erschien1 eine ,darstellung des guten ,hirten1 bei der der schlechte ,hirt1 der seine ,herde im ,stiche lt1 wieder als ,mnch erscheint4 -- ,eine in dem nmlichen ,sinne1 aber noch schrfer gehaltene ,folge kleiner ,handzeichnungen1 eine ,darstellung der ,leidensgeschichte ,christi in #bb ,blttern1 ist verschwunden4 ,sandrart1 dem sie der ,graf von ,arundel1 ihr damaliger ,besitzer1 zeigte1 erwhnt sie in seiner ,teutschen ,akademie18 und von sechzehn derselben gewhren ,kupferstichnachbildungen aus dem ,,xvii4 ,jahrhundert eine nur ungenaue ,anschauung4 ,eine ,bildniszeichnung auf ,holz fertigte ,holbein im ,jahre #aece an4 ,der franzsische ,dichter ,nikolaus ,bourbon von ,vandoeuvre hielt sich damals in ,england auf4 ,holbein malte sein ,bild1 und zwar stellte er ihn schreibend dar2 aber nicht1 wie einst den gelehrten ,erasmus1 gesenkten ,blickes in die ,schrift vertieft1 sondern mit sinnendem ,dichterauge ins ,weite schauend4 ,was der ,dichter whrend der ,sitzung schrieb1 war ein schmeichelhafter ,ausdruck seiner ,bewunderung fr den ,knstler4 ,nach diesem ,bildnis -- die ,zeichnung desselben befindet sich in der ,sammlung des ,windsorschlosses 7,abb4 #abc7 -- machte ,holbein dann das ,holzschnittbild1 das bestimmt war1 eine ,ausgabe von lateinischen ,gedichten ,bourbons zu schmcken4 ,diese ,ausgabe erschien zu ,lyon im ,jahre #aech1 und in demselben ,jahre stattete ,bourbon in seiner ,kunst dem ,maler seinen ,dank ab3 er war der ,verfasser der lobpreisenden ,einleitungsverse zu ,holbeins ,bildern aus dem ,alten ,testament4 ,unter jenen ,gedichten ,bourbons trgt eins die berschrift3 ,auf ein ,gemlde des kniglich britanischen ,malers ,hans1 meines ,freundes48 ,dieses besungene ,gemlde war das ,bildnis eines schlafenden ,knaben von der ,schnheit eines ,liebesgottes1 gemalt auf ein ,elfenbeintfelchen4 ,es war also ein ,miniaturbild4 ,illustration3 ,abb4 #abb4 ,robert ,cheseman1 ,falkner ,knig ,heinrichs ,,viii4 ,gemlde von #aecc1 in der knigl4 ,gemldesammlung im ,haag4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,da ,holbein1 der ja so beraus fein zu malen verstand und lbilder von ganz kleinem ,mastab mit der hchsten ,vollendung ausarbeitete1 sich in ,england in der eigentlichen ,miniaturmalerei versucht habe1 wird auch von anderer ,seite berichtet4 ,miniaturmalerei war damals nicht mehr ausschlielich das1 was die ursprngliche ,bedeutung des ,wortes besagt1 farbige ,ausschmckung von ,handschriften1 sondern das ,verfahren der ,buchmalerei wurde auf selbstndige ,bildchen kleinsten ,mastabes angewendet4 ,schlielich hat das ,wort ja seine ,bedeutung so verndert1 da man heute jedes sehr kleine ,gemlde als ein ,miniaturgemlde bezeichnet1 einerlei in welcher ,technik es gemacht sein mag4 ,illustration3 ,abb4 #abc4 ,der ,dichter ,nikolaus ,bourbon von ,vandoeuvre4 ,zeichnung in schwarzer und farbiger ,kreide4 ,in der ,bibliothek der ,knigin von ,england im ,windsorschlosse4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,holbein soll das ,verfahren der ,miniaturmalerei dem am englischen ,hofe angestellten ,niederlnder ,lukas ,horebout abgesehen haben1 einem ,bruder jener ,susanna1 deren ,kunstfertigkeit ,drer in ,antwerpen bewundert hatte und die jetzt als ,gattin eines kniglichen ,bogenschtzen in ,london lebte4 ,holbein soll sein ,vorbild nach kurzer ,zeit der bung weit bertroffen haben4 ,viele in englischem ,besitz befindliche ,miniaturbildnisse1 zum ,teil auf ,stcke von ,spielkarten gemalt1 gelten als ,arbeiten ,holbeins4 ,ein unzweifelhaftes ,werk seiner ,hand ist das mit der ,jahreszahl #aece bezeichnete ,bildchen des fnfjhrigen ,henry ,brandon1 ,sohnes des ,herzogs von ,suffolk3 es befindet sich in der ,bibliothek des ,schlosses ,windsor 7,abb4 #abd74 ,dann zwei im ,besitze der ,familie ,seymour befindliche zusammengehrige ,bildchen von #aecf3 die ,portrts von ,knig ,heinrich ,,viii4 und ,jane ,seymour1 der jungen ,knigin1 die im ,mai dieses ,jahres an die ,stelle der beklagenswerten ,anna ,boleyn getreten war4 ,holbein stand im ,jahre #aecf als angestellter ,maler des ,knigs1 der ein festes ,jahresgehalt bezog1 im ,dienste ,heinrichs ,,viii4 ,die erste sichere ,bezeugung von seinem ,eintritt in diese ,stellung findet sich in einem ,brief1 den ,nikolaus ,bourbon von der ,heimat aus an einen ,freund am englischen ,hofe schrieb2 darin sendet der ,dichter seine ,gre neben anderen ,herren vom ,hofe an ,herrn ,hans1 den ,apelles unserer ,zeit8 und nennt denselben mit dem ,titel kniglichen ,maler8 -- wie in der berschrift des zwei ,jahre spter verffentlichten ,gedichts4 ,von nun an finden wir ,holbein fast ausschlielich als ,bildnismaler des kniglichen ,hofes und der hchsten ,aristokratie des ,landes thtig4 ,den ersten ,rang unter ,holbeins ,hofbildnissen nimmt das auch der ,zeit nach voranstehende ,portrt von ,jane ,seymour ein1 das sich in der kaiserlichen ,gemldegalerie zu ,wien befindet 7,abb4 #abg74 ,die ,knigin ist in nicht ganz lebensgroem ,mastab in halber ,figur dargestellt4 ,sie trgt ein dunkelrotes ,kleid ber einem ,rock von ,silberbrokat1 dem ,unterrmel aus dem nmlichen ,stoff entsprechen4 ,ihre gepriesene rein weie ,hautfarbe leuchtet klar und khl aus dem ,purpurton des ,kleides hervor1 an dem schnen ,hals und dem still und bescheiden blickenden ,gesicht von reichlichem ,perlen- und ,goldschmuck umsumt1 an den feinen ,hnden1 deren ruhiges ,ineinanderliegen dem ,gesichtsausdruck so treffend entspricht1 mit dem ,wei der in kostbarer ,arbeit verzierten rmelvorste wetteifernd4 ,es ist ein wahrhaft knigliches ,bild4 ,illustration3 ,abb4 #abd4 ,heinrich ,brandon1 ,sohn des ,herzogs von ,suffolk4 ,miniaturbildchen von #aece4 ,in der ,bibliothek der ,knigin von ,england im ,windsorschlo4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,heinrich ,,viii4 lie sich von ,holbein in einem ,wandgemlde portrtieren1 im ,knigsgemach8 des ,schlosses ,whitehall4 ,das ,gemlde1 das im ,jahre #aecg fertig wurde1 bestand aus einer ,zusammenstellung von vier stehenden ,bildnisfiguren auf reichem architektonischen ,hintergrund3 ,heinrich ,,viii41 seine ,eltern ,heinrich ,,vii4 und ,elisabeth von ,york und seine ,gemahlin ,jane ,seymour2 die beiden ,knige rechts im ,bilde 7also links vom ,beschauer71 die ,kniginnen links2 die ,vorfahren etwas zurckstehend1 die ,lebenden im ,vordergrunde4 ,wie alle monumentalen ,schpfungen ,holbeins ist auch dieses ,wandgemlde untergegangen4 ,es fiel dem ,brande des ,schlosses ,whitehall im ,jahre #afih zum ,opfer4 ,eine kleine ,kopie desselben1 die ,knig ,karl ,,ii4 anfertigen lie1 wird in der ,sammlung des ,schlosses ,hamptoncourt aufbewahrt4 ,wichtiger noch fr die ,wrdigung dieses ,meisterwerkes ,holbeins ist ein erhaltenes ,stck des ,kartons1 der zur bertragung der ,zeichnung des ,gemldes auf die ,wand gedient hat4 ,dieses ,stck1 das sich im ,besitz des ,herzogs von ,devonshire befindet1 enthlt die ,figuren der beiden ,knige2 es ist nicht nach der gewhnlichen ,art solcher ,hilfszeichnungen mit ,kohle1 sondern mit dem ,pinsel in schwarzer und weier ,leimfarbe ausgefhrt4 ,das ,mnchener ,kupferstichkabinett bewahrt die in der gewohnten ,art des ,meisters nach dem ,leben gezeichnete ,studie zu dem ,kopf ,heinrichs ,,viii4 7,abb4 #abe74 -- ,wenn es des ,knigs eigenster ,gedanke war1 das ,aussehen seiner ,person in einem ,monumentalgemlde auf die ,nachwelt zu bringen und das ganze ,gemlde nur aus seinem1 seiner -- in diesem ,augenblick sicher wirklich von ihm geliebten -- ,frau und seiner ,eltern ,bildnissen bestehen zu lassen1 so war ,holbein der geeignetste ,meister dazu1 um aus dem ,portrtstck ein monumentales ,geschichtsbild zu machen4 ,in den ,gestalten des verstorbenen ,knigspaares hat er das1 was vorhandene ,bildnisse ihm gaben1 beseelt4 ,bei den ,lebenden hat er in den ,abbildern der ,wirklichkeit groartige ,charakterbilder geschaffen4 ,jane ,seymour erscheint in der nmlichen ,auffassung1 wie in dem ,wiener lgemlde1 als die stille ,knigin48 ,heinrich ,,viii41 in berreicher1 juwelengeschmckter ,kleidung1 steht mit gespreizten ,beinen da1 stark und breitschultrig1 mit einem ,kopf von mchtigem ,knochenbau und weichem ,fleisch1 mit einem harten und doch fesselnden ,blick aus kleinen ,augen unter hochgeschwungenen ,brauen und mit einem wohlgeformten ,mund von sinnlich und zugleich thatkrftigem ,ausdruck1 das ganze ,gesicht ein ,bild der ,rcksichtslosigkeit1 unter der die von ,natur vorhandenen ansprechenderen ,zge verschwinden2 die rechte ,faust ist herausfordernd auf die ,hfte gesetzt1 die ,linke spielt mit dem ,gehnge des ,dolches4 ,so steht er im ,bilde dem ,beschauer gegenber als der ,heinrich ,,viii4 der ,geschichte4 -- ,die vorhandenen lgemlde1 die das ,bildnis des ,knigs wiedergeben1 sind smtlich ,nachbildungen des ,freskogemldes von ,whitehall4 ,keines derselben scheint von ,holbeins eigener ,hand ausgefhrt zu sein 7,abb4 #abf74 ,allem ,anschein nach war ,heinrich ,,viii4 von der ,auffassung1 in der ,holbein ihn in ,whitehall an die ,wand malte1 so voll befriedigt1 da er es fr unntig hielt1 ihm spter noch einmal zu einem anderen ,bilde zu sitzen4 ,ein ,holzschnittbildnis des ,knigs -- dazu brauchte er keine ,sitzung -- zeichnete ,holbein als ,titelblatt zu ,halls ,chronik4 ,in diesem groen ,blatt ist ,heinrich ,,viii4 thronend dargestellt1 von seinen ,rten umgeben4 ,illustration3 ,abb4 #abe4 ,heinrich ,,viii41 ,knig von ,england4 ,kreidezeichnung nach dem ,leben4 ,im knigl4 ,kupferstichkabinett zu ,mnchen4 ,illustration3 ,abb4 #abf4 ,knig ,heinrich ,,viii4 von ,england4 lgemlde in der ,sammlung des ,schlosses zu ,windsor1 bereinstimmend mit dem untergegangenen ,freskobild ,holbeins zu ,whitehall4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #abg4 ,jane ,seymour1 ,knigin von ,england4 lgemlde in der kaiserl4 ,gemldesammlung zu ,wien4 7,nach einer ,photographie von ,j4 ,lwy in ,wien47 ,illustration3 ,abb4 #abh4 ,hubert ,morett1 ,goldschmied ,knig ,heinrichs ,,viii4 von ,england4 lgemlde in der ,gemldegalerie zu ,dresden4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,das schnste ,holbeinsche ,portrt1 welches ,deutschland besitzt1 mu seiner ,entstehungszeit nach dem ,wandbild in ,whitehall nahe stehen4 ,es ist das ,bild des ,hubert ,morett in der ,dresdener ,gemldegalerie 7,abb4 #abh74 ,dieser ,mann gehrte zwar nicht zu den groen ,herren bei ,hofe1 aber er hatte doch sehr viel bei ,hofe zu thun4 ,er war des ,knigs ,juwelier4 ,als er sich von dem ,hofmaler in ,lebensgre portrtieren lie1 hat er sichtlich den ,wunsch zu erkennen gegeben1 in hnlicher ,haltung abgebildet zu werden1 wie sein kniglicher ,gebieter4 ,wie dieser hat er sich in gerader ,vorderansicht hingestellt1 die ,rechte mit dem ausgezogenen ,handschuh unter dem ,grtel aufgesetzt und die ,linke an den ,dolch gelegt4 ,es ist interessant1 dieses ,gemlde hinsichtlich der ,auffassung mit dem anderen in ,deutschland befindlichen ,meisterwerk von ,holbeins ,bildniskunst1 dem ,gie in ,berlin1 zu vergleichen4 ,der deutsche ,kaufherr ist in seiner tglichen ,geschftsthtigkeit dargestellt2 der englische ,goldschmied aber steht prunkend da4 ,er fllt mit seiner stattlichen ,persnlichkeit und seiner reichen ,kleidung das ganze ,bild4 ,ein grnseidener ,vorhang bildet den ,hintergrund und erzeugt mit dem warmen ,ton des ,fleisches und des rtlichen1 grau gemischten ,bartes1 mit dem ,goldschmuck1 mit dem schwarzen ,atlas1 dem braunen ,pelz und dem weien ,unterzeug der ,kleidung eine so wunderbare ,farbenwirkung1 wie sie auch von ,holbein selbst niemals bertroffen worden ist4 ,illustration3 ,abb4 #abi4 ,prinzessin ,christine von ,dnemark1 ,herzoginwitwe von ,mailand4 ,gemlde von #aech1 im ,besitz des ,herzogs von ,norfolk4 ,morett mag damals oft ,gelegenheit gehabt haben1 mit ,holbein in nahen ,verkehr zu kommen4 ,denn gewi hat er manches ,prachtstck in ,gold und ,silber nach dessen ,zeichnung ausgefhrt4 ,der ,knig machte reichlichen ,gebrauch von seines ,malers ,kunstfertigkeit im ,entwerfen kunstgewerblicher ,dinge4 ,viele dahin gehrige ,zeichnungen ,holbeins haben sich erhalten4 ,das meiste findet sich in zwei ,skizzenbchern1 von denen das eine im ,britischen ,museum zu ,london1 das andere im ,baseler ,museum bewahrt wird4 ,in dem ,baseler ,buch steht bei einer ,zeichnung die ,jahreszahl #aecg4 ,da gibt es ,entwrfe zu allen mglichen ,dingen1 zu ,gefen verschiedenster ,art1 zu ,handspiegeln und anderem ,toilettegert1 zu ,degengriffen1 zu ,ohrgehngen1 ,agraffen und sonstigen ,schmucksachen fr ,herren und ,damen2 jedes ,ding ein ,musterwerk edlen ,geschmacks in der ,gesamtform und in der reichen1 fast berall durch ,figuren belebten ,ausschmckung4 ,eine ,anzahl der ,zeichnungen gibt blo figrliche ,kompositionen1 in zartester ,durchbildung ausgefhrt1 die augenscheinlich als ,vorbilder fr feine1 zierliche ,edelmetallarbeiten bestimmt waren4 ,die ,gegenstnde der ,darstellungen sind bald der ,mythologie oder der ,geschichte des klassischen ,altertums1 bald der ,bibel entnommen2 ,religises und ,allegorisches1 auch ,heraldisches kommt hinzu4 ,hufig sind auch ,sinnsprche oder sonstige ,aufschriften angebracht1 aus denen sich in einzelnen ,fllen ein ,schlu darauf ziehen lt1 wem der ,knig1 der wohl meistens der ,besteller war1 das ,schmuckstck zugedacht hatte4 ,auch minder anspruchsvollen ,dingen1 wie ,knpfen1 ,quasten1 ,borten und ,stickereien1 lie ,holbein seine knstlerische ,erfindungsgabe zugute kommen4 ,dabei wute er an die ,stelle seines sonstigen malerisch-plastischen ,stils einen arabeskenhaften ,flchenstil von ebenso reinem ,geschmack zu setzen4 -- ,ein ,hauptwerk ist der in ,federzeichnung mit ,angabe des farbigen ,zusammenwirkens von ,gold1 ,perlen und ,edelsteinen ausgefhrte ,entwurf eines groen1 reich gegliederten ,pokals4 ,das ,blatt befindet sich in der ,universittsbibliothek zu ,oxford4 ,das ,prachtgef war fr die ,knigin ,jane ,seymour bestimmt2 es trgt deren ,wahlspruch3 ,zum ,gehorchen und zum ,dienen verbunden8 und die aneinander geknpften ,buchstaben ,h und ,j 7,henry und ,jane74 -- ,von keinem der berhmtesten ,meister der ,zierkunst der ,renaissance wird ,holbein an ,reichtum und ,vornehmheit des ,geschmacks bertroffen4 -- ,als einen groen ,meister bauknstlerischen ,schmuckstils offenbart er sich in einer im ,britischen ,museum bewahrten ,zeichnung1 die den ,entwurf zu einem ,kamin enthlt1 einem zweigeschossigen ,sulenaufbau1 der mit mannigfaltigem ,zierwerk und mit ,figurendarstellungen reich geschmckt ist und sich durch die ,anbringung des englischen ,wappens und des ,namenszuges ,heinrichs ,,viii4 als fr ein knigliches ,schlo bestimmt zu erkennen gibt4 ,illustration3 ,abb4 #acj4 ,eduard1 ,prinz von ,wales4 lgemlde in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,hannover4 ,illustration3 ,abb4 #aca4 ,anna von ,cleve4 lgemlde auf ,pergament1 von #aeci4 ,im ,museum des ,louvre zu ,paris4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,im ,mrz #aech reiste ,holbein im ,auftrag des ,hofes nach ,brssel4 ,als ,jane ,seymour1 nachdem sie am #ab4 ,oktober #aecg einem ,prinzen das ,leben gegeben hatte1 gestorben war1 sannen des ,knigs ,rte1 vor allen ,thomas ,cromwell1 der jetzt die ganzen ,staatsgeschfte leitete1 auf eine mglichst baldige neue ,ehe des ,knigs4 ,dieser selbst schien anfangs abgeneigt4 ,als aber nach verschiedenen anderen festlndischen ,prinzessinnen ,christine von ,dnemark1 die ,witwe des ,herzogs ,francesco ,maria ,sforza von ,mailand1 genannt wurde1 zog er die ,sache ernstlich in ,erwgung4 ,die im ,alter von dreizehn ,jahren zur ,witwe gewordene ,prinzessin war die ,tochter des ,knigs ,christian ,,ii4 von ,dnemark und der ,knigin ,isabella1 der ,schwester ,kaiser ,karls ,v4 ,politische ,grnde sprachen dafr1 durch die ,vermhlung mit der ,nichte des ,kaisers freundschaftlichere ,beziehungen zu diesem anzubahnen1 in dieser ,ehe ein ,mittel zu suchen1 da der ,kaiser die ,schmach verge1 die ,heinrich ,,viii4 ihm durch die ,verstoung seiner ersten ,gemahlin ,katharina von ,arragon1 der ,tante ,karls ,v41 angethan hatte4 ,aber vor allem handelte es sich darum1 zu erfahren1 ob die ,prinzessin auch dem persnlichen ,geschmack des ,knigs behagte4 ,darum wurde ,holbein abgesandt1 um ihr ,bildnis zu malen4 ,am #aj4 ,mrz #aech traf er1 von einem ,diener ,cromwells begleitet1 in ,brssel ein1 wo die ,herzogin ,christine bei ihrer ,tante1 der ,statthalterin der ,niederlande1 verweilte4 ,der englische ,geschftstrger in ,flandern1 ,john ,hutton1 hatte inzwischen schon ein fr seinen ,knig bestimmtes1 von einem ungenannten ,maler angefertigtes ,portrt der ,herzogin abgeschickt4 ,aber als ,holbein ankam1 lie ,hutton den mit dem ,bild unterwegs befindlichen ,boten durch einen ,eilboten zurckhalten2 denn er war1 wie er an ,cromwell berichtete1 der ,meinung1 jenes ,portrt sei weder so gut1 wie die ,sache es verlangte1 noch wie ,herr ,hans es wrde machen knnen48 ,am folgenden ,tage bat er die ,herzogin um die ,erlaubnis1 da der zu diesem ,zweck vom englischen ,hofe hergeschickte ,maler sie malen drfe4 ,gleich am nchsten ,tage1 am #ab4 ,mrz1 gewhrte die ,herzogin ,christine ,holbein eine ,sitzung4 ,der18 so berichtete ,hutton an ,cromwell1 wenn er auch nur drei ,stunden ,zeit hatte1 erwies sich als ,meister in der ,kunst1 denn das ,bild ist ganz vollkommen48 -- ,das ,gemlde1 welches ,holbein nach jener in drei ,stunden gemachten ,aufnahme1 die wohl eine ,zeichnung in seiner bekannten ,art war1 ausfhrte1 wurde ein ,meisterwerk4 ,es befindet sich jetzt im ,besitze des ,herzogs von ,norfolk4 ,whrend jener andere ,maler die ,prinzessin in groer ,kleiderpracht abgebildet hatte1 malte ,holbein sie so1 wie sie ihm zuerst entgegentrat1 in ihrer italienischen ,witwentracht4 ,er malte sie in ganzer ,figur1 um ihren schnen hohen ,wuchs zu zeigen4 ,wie die ,sechzehnjhrige1 ein noch halb kindliches ,wesen1 in der ernsten1 schwarzen ,kleidung ganz schlicht dasteht1 das ist mit der hchsten knstlerischen ,gre aufgefat1 einfach1 natrlich1 vornehm und liebenswrdig 7,abb4 #abi74 ,illustration3 ,abb4 #acb4 ,katharina ,howard1 ,knigin von ,england4 ,miniaturbildchen in der knigl4 ,bibliothek des ,windsorschlosses4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #acc4 ,thomas ,howard1 ,herzog von ,norfolk4 ,in der knigl4 ,gemldegalerie des ,schlosses zu ,windsor4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,im ,sommer desselben ,jahres schickte der ,knig den ,maler abermals nach dem ,festland1 und zwar nach ,hochburgund1 -- wir wissen nicht mit welchem ,auftrag4 ,bei dieser ,gelegenheit machte ,holbein einen kurzen ,besuch bei den ,seinen in ,basel4 ,er traf um den ,anfang des ,september dort ein4 ,seine ,mitbrger sahen den im ,auslande zum groen ,herrn gewordenen ,maler mit ,verwunderung an4 ,da er aus ,england wieder gen ,basel auf eine ,zeit kam1 war er in ,seiden und ,sammet bekleidet1 da er vormals mute ,wein am ,zapfen kaufen48 ,so wird ber ihn berichtet2 es war in den ,augen der ,zeitgenossen ein berzeugendes ,zeichen von ,drftigkeit1 wenn einer seinen ,bedarf an ,wein im ,wirtshaus holen lie4 statt vom eigenen ,vorrat im ,keller4 ,holbein hatte allen ,grund1 die ,verhltnisse in ,england glcklich zu preisen4 ,in den ,rechnungsbchern des englischen ,hofes ist sein ,gehalt seit dem ,frhjahr #aech ermittelt worden2 nach den damaligen ,wertverhltnissen des ,geldes wird berechnet1 da sein ,jahressold einem ,betrag von #cfj ,pfund ,sterling heutigen ,wertes gleichkam4 -- ,die ,regierung von ,basel bemhte sich wiederum1 und zwar sehr ernsthaft1 den ,meister an die ,stadt zu fesseln4 ,in einer am #af4 ,oktober #aech ausgefertigten ,urkunde versprachen ,brgermeister und ,rat unserem lieben ,brger ,hans ,holbein8 ein jhrliches ,gehalt in der fr die damaligen ,baseler ,verhltnisse ganz ansehnlichen ,hhe von fnfzig ,gulden1 aus besonderem geneigten ,willen1 weil er seines ,kunstreichtums halber vor anderen ,malern weit berhmt ist1 in ,erwgung ferner1 da er uns in ,sachen unserer ,stadt -- ,bauangelegenheiten und anderes1 dessen er ,verstand trgt1 betreffend -- mit seinem ,rate dienstbar sein knne1 und da er endlich1 falls wir einmal bei ,gelegenheit ,malwerk auszufhren htten1 uns dasselbige1 jedoch gegen geziemende ,belohnung1 getreulich fertigen solle48 ,da nach ,holbeins ,aussage zu erwarten war1 da er innerhalb der nchsten zwei ,jahre kaum in ,gnaden vom ,hofe des ,knigs von ,england wrde scheiden knnen1 so wurde ihm ein zweijhriger ,urlaub nach ,england gewhrt4 ,in diesen zwei ,jahren sollte anstatt des ihm zugesicherten ,dienstgeldes ein jhrlicher ,betrag von vierzig ,gulden an seine ,hausfrau in ,basel gezahlt werden4 ,wenn er nach ,ablauf des bewilligten ,urlaubs sich wieder in ,basel niedergelassen haben wrde1 so sollte er durch den ,bezug des stdtischen ,gehaltes keineswegs in der anderweitigen ,verwertung seiner ,kunst behindert werden4 ,da wir18 so lautet die hierauf bezgliche bemerkenswerte ,stelle1 wohl ermessen knnen1 da besagter ,holbein mit seiner ,kunst und ,arbeit1 so weit mehr wert1 als da sie an alte ,mauern und ,huser vergeudet werden solle1 bei uns allein nicht aufs beste zu seinem ,vorteil kommen mag1 so haben wir deshalb besagtem ,holbein gtlich nachgelassen1 da er444 um seiner ,kunst und seines ,handwerks willen444 von fremden ,knigen1 ,frsten1 ,herren und ,stdten wohl mge ,dienstgeld erwerben1 annehmen und empfangen2 da er auerdem die ,kunstwerke1 so er allhier bei uns machen wird1 im ,jahre ein-1 zwei- oder dreimal1 doch jedesmal mit unserer besonderen ,erlaubnis und nicht ohne unser ,wissen1 in ,frankreich1 ,england1 ,mailand und ,niederland fremden ,herren zufhren und verkaufen mge4 ,doch darf er auf solchen ,reisen nicht arglistigerweise im ,ausland bleiben1 sondern soll seine ,sachen jederzeit frderlich ausrichten und sich darauf ohne ,verzug wieder anheim verfgen und uns1 wie oben steht1 dienstbar sein48 -- ,holbein nahm dieses ,anerbieten an und gelobte und versprach1 die ,bedingungen desselben zu halten4 ,zweifellos war er damals fest entschlossen1 wieder seinen bleibenden ,aufenthaltsort in ,basel zu nehmen1 sobald er in ,england ein gengendes ,vermgen erworben haben wrde4 ,er soll die ,absicht ausgesprochen haben1 die ,rathausgemlde und andere ,bilder auf eigene ,kosten neu und besser zu malen1 da ihm von seinen ,baseler ,wandmalereien nur das ,haus zum ,tanz ein wenig gut8 vorgekommen sei4 -- ,aber er kehrte nicht heim4 ,im ,dezember #aech befand sich ,holbein wieder am englischen ,hofe4 ,es wurde ihm eine besondere ,belohnung ausbezahlt fr die unbenannten ,geschfte des ,knigs1 um derentwillen er in die ,gegend von ,hochburgund geschickt worden war4 ,zum ,beginn des nchsten ,jahres berreichte er ,heinrich ,,viii4 ein ,bildnis des kleinen ,prinzen ,eduard als ,neujahrsgeschenk2 als ,gegengabe erhielt er vom ,knig einen goldenen ,becher mit ,deckel4 ,eine grere ,freude konnte ,holbein seinem ,herrn wohl nicht bereiten2 denn ,heinrich ,,viii41 dessen ,hoffnungen auf einen ,thronfolger so oft getuscht worden waren1 war verliebt in sein ,shnchen1 in dessen ,nhe zu kommen er nur bevorzugten ,personen gestattete4 ,ein lebensgroes ,portrt in halber ,figur1 das sich in der ,gemldegalerie zu ,hannover befindet1 knnte dem ,alter des ,kindes nach wohl das genannte ,bild sein4 ,der zweijhrige ,prinz zeigt hier sein hbsches1 rundliches ,gesichtchen1 auf dessen ,stirn unter dem ,hubchen hervor dnne1 blonde ,haare fallen1 und seine dicken ,hndchen in der prchtigen ,hervorhebung durch ,rot und ,gold2 er trgt ein rotes ,sammetkleid mit goldenen ,schnren und goldfarbigen ,unterrmeln und ber der ,kinderhaube ein rotes ,sammethtchen mit einer ,strauenfeder 7,abb4 #acj74 -- ,eine allerliebste kleine ,umrizeichnung in ,form eines ,medaillons1 die das ,kind in ganzer ,figur1 auf einem ,kissen sitzend und mit einem ,hndchen spielend zeigt1 befindet sich unter den ,blttern des frher erwhnten ,skizzenbuchs zu ,basel4 ,illustration3 ,abb4 #acd4 ,bildnis eines ,unbekannten1 von #aeda4 ,im knigl4 ,museum zu ,berlin4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #ace4 ,karl ,brandon1 ,shnchen des ,herzogs von ,suffolk4 ,miniaturbildchen von #aeda4 ,in der ,bibliothek der ,knigin von ,england im ,windsorschlosse4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,im ,juli #aeci wurde ,holbein wieder in gewissen ,geschften8 des ,knigs auf ,reisen geschickt4 ,der ,plan der ,vermhlung ,heinrichs ,,viii4 mit der ,nichte des ,kaisers war gescheitert4 ,jetzt wurde dem ,kaiser zum ,trotz die ,verbindung mit einer protestantischen deutschen ,frstentochter ins ,auge gefat4 ,die ,schwester des ,herzogs von ,cleve und ,schwgerin des ,kurfrsten von ,sachsen1 ,anna1 wurde dem ,knige als eine wnschenswerte ,partie angepriesen4 ,mit dem ,auftrage1 deren ,bild zu malen1 reiste ,holbein nach ,deutschland4 ,galanterweise schickte der ,knig ihr sein eigenes ,bildnis gleich mit durch den ,maler2 dies besagt eine aus den kniglichen ,haushaltungsbchern geschpfte ,nachricht1 da ,holbein beauftragt war1 ein von ihm selbst hergestelltes und mit ansehnlichem ,honorar bezahltes1 aber weiter nicht benanntes ,ding mitzunehmen4 -- ,das ,bildnis der neuen ,knigsbraut wurde ,anfang ,august in einem ,schlosse des clevischen ,gebiets aufgenommen4 ,am #a4 ,september kam der ,maler nach ,london zurck4 -- ,wenn spter die ,fabel verbreitet wurde1 ,holbein habe die ,frstin schner gemalt1 als sie in ,wirklichkeit war1 und habe dadurch den ,knig veranlat1 eine ,ehe einzugehen1 die ihm sehr bald leid wurde1 so beweist das erhaltene ,bildnis selber die ,grundlosigkeit dieser ,behauptung4 ,das ,gemlde befindet sich im ,louvre4 ,da sehen wir ,anna von ,cleve in halber ,figur1 steif geputzt1 mit einer ,menge von ,schmuck1 das rtlichweie ,gesicht von einer reichverzierten ,haube eingeschlossen1 in gerader ,vorderansicht 7,abb4 #aca74 ,man sieht1 da ,holbein die ,dame langweilig gefunden hat1 und seine knstlerische ,ehrlichkeit hat sie so langweilig wie mglich aufgefat4 ,keine ,regung in der ,gestalt1 keine ,regung in den ,mienen4 ,wie unvergleichlich treffend ist der ,ausdruck der blden deutschen ,jungfrau1 die nie vom ,ellenbogen ihrer ,mutter kam18 wiedergegeben6 ,in einem ,punkte steht ,holbein hher als alle anderen groen ,bildnismaler3 im ,erfassen des ,charakters auch in den ,hnden1 nicht blo in ,bezug auf die ,form1 sondern auch auf den ,ausdruck4 ,man vergleiche nur die ineinander gelegten ,hnde der drei ,knigsbrute3 die in ,zurckhaltung ruhenden der ,jane ,seymour1 die liebenswrdigen1 kindlich tndelnden der ,herzogin ,christine und die geistlosen der clevischen ,herzogstochter6 ,die ,langeweile1 die der ,maler empfunden hat1 spiegelt sich auch in der ,farbe4 ,gegenstndlich war ihm hier ja alles zur ,erzielung einer herrlichen ,farbenwirkung gegeben3 blondes ,fleisch1 feines ,weizeug1 roter ,sammet1 ,goldstoff1 ,gold und ,juwelen1 -- eine ,farbenpracht1 die er durch einen dunkelgrnen ,hintergrund passend hervorhob4 ,und dennoch hat er mit diesen ,mitteln hier keinen solchen knstlerischen ,reiz der ,farbe erreicht1 wie er ihn sonst zu entwickeln vermochte4 ,da ,heinrich ,,viii4 seinem ,maler den ihm von den ,geschichtschreibern hinsichtlich dieses ,bildnisses aufgebrdeten ,vorwurf nicht machte1 geht schon aus den ,gnadenbezeugungen hervor1 die er ihm gerade in der nchsten ,zeit erwies4 ,holbein bekam im ,jahre #aedj doppeltes ,gehalt ausbezahlt4 ,da er unter diesen ,umstnden darauf verzichtete1 zur verabredeten ,zeit nach ,basel zurckzukehren1 ist leicht zu begreifen4 ,seinen ,verstand in ,bausachen1 auf den man in ,basel besonders rechnete1 zu bewhren1 fand ,holbein auch in ,london ,gelegenheit4 ,wenigstens gilt die zur ,zeit der ,knigin ,anna von ,cleve ausgefhrte schmuckreiche ,decke der ,kapelle des ,st4 ,james-,palastes als ein ,werk seiner ,erfindung4 ,illustration3 ,abb4 #acf4 ,bildnis eines ,unbekannten1 von #aeda4 ,in der kaiserl4 ,gemldegalerie zu ,wien4 7,nach einer ,photographie von ,j4 ,lwy in ,wien47 ,illustration3 ,abb4 #acg4 ,simon ,george aus ,cornwall4 lgemlde im ,stdelschen ,museum zu ,frankfurt a4 ,m4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,die ,knigin ,anna wurde verstoen1 ,cromwell1 der mchtige1 zielbewute ,lenker des englischen ,staatswesens1 wurde enthauptet1 die katholische ,katharina ,howard wurde zur ,knigin erhoben und ihr ,oheim ,thomas ,howard1 ,herzog von ,norfolk1 einst ein ,freund und ,gesinnungsgenosse von ,thomas ,morus1 bernahm die ,leitung der ,staatsgeschfte3 alles wechselte wieder einmal am englischen ,hofe2 aber ,holbeins ,gunststellung blieb unverndert4 ,von der ,knigin ,katharina ,howard ist kein anderes ,bildnis von ,holbeins ,hand bekannt1 als ein ,miniaturbildchen -- wie er deren auch eines von ,anna von ,cleve als ,gegenstck zu einem ebensolchen des ,knigs gemalt hatte --2 das ,bildchen befindet sich in der ,bibliothek des ,windsorschlosses 7,abb4 #acb74 ,ein groes ,prachtbild1 in der ,gemldesammlung des nmlichen ,schlosses1 fhrt uns den ,herzog von ,norfolk auf der ,hhe seiner ,macht vor ,augen 7,abb4 #acc74 ,der ,herzog war #ff ,jahre alt1 als er sich von ,holbein malen lie4 ,er zeigt uns ein hageres1 verschlossenes ,gesicht1 glatt rasiert nach der ,mode der alten ,zeit2 ber dem breit umgelegten ,hermelinpelz1 mit dem sein ,mantel gefttert ist1 trgt er die goldene ,kette des ,hosenbandordens2 in den feinen1 fleischlosen ,hnden hlt er den weien ,stab des ,lordkmmerers und den goldenen ,stab des ,gromarschalls von ,england4 ,illustration3 ,abb4 #ach4 ,bildnis einer unbekannten ,dame4 ,in der kaiserl4 ,gemldegalerie zu ,wien4 7,nach einer ,photographie von ,j4 ,lwy in ,wien47 ,illustration3 ,abb4 #aci4 ,sir ,thomas ,wyat4 ,zeichnung in schwarzer und farbiger ,kreide1 im knigl4 ,schlo zu ,windsor4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,von #aeda ist das ,miniaturportrt eines dreijhrigen ,knaben1 in der ,bibliothek zu ,windsor 7,abb4 #ace74 ,es stellt ,charles ,brandon1 den zweiten ,sohn des ,herzogs von ,suffolk1 vor und bildet das ,gegenstck zu dem sechs ,jahre frher gemalten ,bild von dessen ,brderchen ,henry4 ,die ,jahreszahl #aeda ist auch auf zwei ,bildnissen von anscheinend nicht zu den ,hofkreisen gehrigen ,herren zu lesen1 von denen sich das eine1 ein mit der ansprechendsten ,schlichtheit aufgefates ,brustbild eines brtigen ,mannes 7,abb4 #acd71 im ,museum zu ,berlin1 das andere1 die ,halbfigur eines jungen ,mannes1 der1 mit einem ,buche in der ,hand1 hinter einem ,tische sitzt und den ,beschauer anblickt 7,abb4 #acf71 im ,wiener ,hofmuseum befindet4 ,hier mgen zwei andere in deutschen ,sammlungen bewahrte ,meisterwerke von kleinem ,format ,erwhnung finden1 die ,holbeins englischer ,zeit angehren1 die aber keinen ,anhalt zu nherer ,zeitbestimmung bieten3 das ,portrt einer hbschen jungen ,frau -- ,brustbild mit ,hnden -- im ,wiener ,hofmuseum 7,abb4 #ach71 und das liebenswrdig aufgefate und mit kstlicher ,feinheit gemalte ,profilbild eines ,herrn ,simon ,george aus ,cornwall im ,stdelschen ,museum zu ,frankfurt 7,abb4 #acg74 ,illustration3 ,abb4 #adj4 ,die ,herzogin von ,suffolk4 ,zeichnung in schwarzer und farbiger ,kreide1 im knigl4 ,schlo zu ,windsor4 ,die ,zahl der ,portrts ohne ,jahresangabe ist grer als die ,zahl der datierten4 ,seine ,namensunterschrift hat ,holbein nur ausnahmsweise auf die ,bilder gesetzt4 ,er hatte1 wie ,michelangelo1 das ,selbstbewutsein1 da seine ,gemlde die ,beglaubigung seiner ,urheberschaft in sich selbst trgen4 ,daher ist es wohl erklrlich1 da gar manches ,bild spter auf seinen ,namen getauft worden ist1 das mit seiner ,kunst nichts gemein hat4 ,wie viele von ,holbein in ,england gemalte ,bildnisse noch vorhanden sind1 ist wohl berhaupt noch nicht festgestellt4 ,sie sind zu einem groen ,teil in englischem ,privatbesitz zerstreut4 -- ,wenn es nirgendwo ,gelegenheit gibt1 eine grere ,anzahl ,holbeinscher ,bildnisgemlde nebeneinander zu sehen1 so findet sich dafr ein ganzer ,schatz von seinen herrlichen ,bildniszeichnungen in der ,bibliothek der ,knigin von ,england im ,windsorschlosse vereinigt4 ,diese in ihrer ,art ganz einzige1 unschtzbare ,sammlung enthlt ber achtzig ,bltter1 lauter ,meisterwerke4 ,in diesen ersten ,aufnahmen nach dem ,leben1 die bald in wenig mehr als ,umrissen alles ,notwendige zu sagen wissen1 bald ganz malerisch ausgearbeitet sind1 treten uns die ,persnlichkeiten1 unbenannte und benannte -- viele1 die in der englischen ,geschichte eine ,rolle gespielt haben --1 fast ebenso sprechend und lebensvoll vor ,augen1 wie in ausgefhrten ,gemlden4 ,ja1 es liegt in dieser ersten ,niederschrift von ,knstlerhand1 die1 das ,wesentliche schnell erfassend1 gleich alles vermerkte1 was im ,gemlde ausgedrckt werden sollte1 ein ganz besonderer ,reiz4 ,da mit so ,wenigem so ,vollkommenes gegeben wird1 ist das ,wunderbare an diesen ,zeichnungen1 die1 ohne etwas an und fr sich ,fertiges sein zu wollen1 doch ganze fertige ,kunstwerke sind 7,abb4 #aci-add74 ,illustration3 ,abb4 #ada4 ,sir ,john ,gage4 ,zeichnung in schwarzer und farbiger ,kreide1 im knigl4 ,schlo zu ,windsor4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,in der nmlichen ,sammlung befindet sich ein einzigartiges ,werk ,holbeins1 eine figurenreiche ,komposition in ,miniaturausfhrung2 getuschte ,silberstiftzeichnung1 mit ,gold und einigen wenigen ,farben reizvoll belebt4 ,der ,gegenstand der ,darstellung ist der ,besuch der ,knigin von ,saba bei ,knig ,salomo4 ,bemerkenswert ist die reife ,schnheit der ,renaissancearchitektur auf diesem ,blatt1 die von ,holbeins jugendlichen ,architekturphantasien weit verschieden ist 7,abb4 #ade74 ,im ,jahre #aedb erschien eine ,holzzeichnung ,holbeins1 die vielleicht das letzte war1 was er fr den ,buchdruck machte4 ,es ist ein ,bildnis in ,medaillenform von ,sir ,thomas ,wyat und schmckt die ,rckseite des ,titels einer ,schrift1 die als ,nnia8 7,totenklage7 das ,andenken dieses im ,jahre #aeda im blhendsten ,alter gestorbenen ,lieblings des ,knigs feiert4 ,mit der denkbar grten ,einfachheit des ,striches1 der auch die minder gebte ,hand eines englischen ,formschneiders folgen konnte1 hat ,holbein hier ein sprechendes ,portrt gezeichnet4 ,illustration3 ,abb4 #adb4 ,elisabeth1 ,gemahlin von ,sir ,henry ,parker4 ,zeichnung in schwarzer und farbiger ,kreide4 ,in der ,bibliothek des knigl4 ,schlosses zu ,windsor4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #adc4 ,reskymeer1 ein ,edelmann aus ,cornwall4 ,zeichnung in schwarzer und farbiger ,kreide4 ,im knigl4 ,schlo zu ,windsor4 ,im ,jahre #aedb mu ,holbein wieder ein ,bild des ,prinzen von ,wales gemalt haben4 ,zwar ist ber das ,gemlde selbst nichts bekannt1 aber unter den ,zeichnungen im ,windsorschlo ist eine1 die das ,kind in dem dieser ,zeit entsprechenden ,alter zeigt 7,abb4 #adf74 ,ein mit der ,jahreszahl #aedb bezeichnetes ,werk besitzt die ,gemldegalerie im ,haag in den trefflichen kleinen ,portrt eines jungen ,mannes1 der einen ,falken auf der ,faust hlt4 ,ein ,selbstbildnis ,holbeins aus diesem ,jahre wird als im ,privatbesitz vorhanden erwhnt4 ,illustration3 ,abb4 #add4 ,lady ,baux4 ,zeichnung in schwarzer und farbiger ,kreide4 ,im knigl4 ,schlo zu ,windsor4 ,im folgenden ,jahre fand ,holbein die ,mue1 zweimal sich selbst zu malen1 das eine ,mal in ,miniatur1 das andere ,mal in halber ,lebensgre4 ,diese ,bilder sind beide verschollen4 ,aber von dem einen derselben gewhren uns zwei ,kupferstichnachbildungen aus dem ,,xvii4 ,jahrhundert1 eine von ,vorstermann 7,abb4 #adi71 die andere von ,wenzel ,hollar -- der auch sonst viele von ,holbeins englischen ,arbeiten gestochen hat1 -- eine ,anschauung4 ,der fnfundvierzigjhrige ,meister sieht hier sehr ernst aus4 ,der allgemeinen ,sitte folgend hat er sich nach ,knig ,heinrichs ,vorbild einen ,vollbart wachsen lassen4 -- ,das in der ,sammlung von ,malerbildnissen im ,uffizienpalast zu ,florenz hngende ,selbstbildnis ,holbeins kann kaum noch als solches bezeichnet werden4 ,dasselbe ist zwar ursprnglich eine ,zeichnung ,holbeins1 anscheinend zu dem in jenen ,kupferstichen wiedergegebenen ,gemlde2 aber die ,zeichnung ist durch bermalung verunstaltet und unhnlich gemacht worden4 ,ein schnes ,brustbild eines langbrtigen ,herren im ,pelz1 mit ,namen ,melchior ,maag1 das sich in der ,sammlung des ,herrn ,huybrechts zu ,antwerpen befindet1 trgt ebenfalls die ,jahresbezeichnung #aedc 7,abb4 #adg74 ,illustration3 ,abb4 #ade4 ,die ,knigin von ,saba vor ,salomo4 ,miniaturartige ,tuschzeichnung mit ,farben und ,gold4 ,in der ,bibliothek der ,knigin von ,england im ,windsorschlo4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #adf4 ,eduard1 ,prinz von ,wales4 ,zeichnung in schwarzer und farbiger ,kreide1 in der knigl4 ,bibliothek im ,schlosse zu ,windsor4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,in dieser ,zeit arbeitete ,holbein an einem groen figurenreichen ,gemlde1 das er wohl nur nach und nach fertig machen konnte4 ,es war ein ,portrtstck1 das zugleich einen geschichtlichen ,vorgang verbildlichte4 ,die vereinigte ,chirurgen- und ,barbiergilde zu ,london lie dasselbe malen zur ,erinnerung an die ,gewhrung ihrer ,zunftrechte durch den ,knig4 ,die ,vertreter der ,gilde1 achtzehn an der ,zahl1 wurden dargestellt1 wie sie vor dem ,throne ,heinrichs ,,viii4 knieen1 um aus dessen ,hand ihren ,freibrief in ,empfang zu nehmen4 ,einzelne der ,vorstandsmitglieder malte ,holbein nebenher auch in besonderen ,bildnissen4 ,so den achtundachtzigjhrigen ,dr4 ,john ,chambers1 der zu den ,leibrzten des ,knigs gehrte4 ,das schne ,bild des wrdevollen ,greises befindet sich jetzt in der kaiserlichen ,gemldegalerie zu ,wien 7,abb4 #adh74 ,das groe ,genossenschaftsbild hat sich auch erhalten2 es hngt noch im ,zunfthaus der ,londoner ,barbiere4 ,aber es zeigt1 abgesehen von der ,entstellung durch sptere bermalungen1 da es auch ursprnglich nur zum ,teil von ,holbein gemalt worden ist4 ,es war dem ,meister nicht beschieden1 dieses ,werk fertig zu sehen4 ,illustration3 ,abb4 #adg4 ,melchior ,maag4 ,gemlde von #aedc4 ,in der ,sammlung ,huybrechts zu ,antwerpen4 ,illustration3 ,abb4 #adh4 ,john ,chambers1 ,leibarzt ,knig ,heinrichs ,,viii4 ,in der kaiserl4 ,gemldegalerie zu ,wien4 ,mitten in der reichsten ,schaffensthtigkeit starb ,hans ,holbein in der ,blte der ,jahre und fern von der ,heimat im ,herbst #aedc1 wahrscheinlich als ein ,opfer der ,pest1 welche in diesem ,jahre in ,london wtete4 ,vom #g4 ,oktober ist sein ,testament datiert4 ,von seiner ,familie in ,basel ist darin keine ,rede4 ,fr diese hatte er augenscheinlich schon vorgesorgt2 die ,familie lebte auch nach seinem ,tode in guten ,verhltnissen4 ,die letztwillige ,verfgung bezieht sich nur auf die ,ordnung seiner ,londoner ,verhltnisse4 ,sein ,pferd und seine sonstige ,habe sollte verkauft werden zur ,deckung der ,guthaben einiger ,freunde4 ,am #bi4 ,november gab der ,goldschmied ,johannes von ,antwerpen1 einer der ,zeugen1 die ,vollstreckung des ,testamentes ab4 ,knig ,heinrich ,,viii4 erhielt ein ,werk von der ,hand seines ,knstlers noch nach dessen ,tode4 ,zu ,neujahr #aedd wurde ihm von einem seiner ,kmmerer ein ,entwurf ,holbeins zu einer ,wanduhr verehrt1 eine jetzt im ,britischen ,museum befindliche groe ,zeichnung von prchtig geschmackvoller ,erfindung4 ,illustration3 ,abb4 #adi4 ,holbeins ,selbstbildnis aus seinem letzten ,lebensjahre4 ,nach ,borstermanns ,stich des verschollenen ,originals4