,anmerkungen zur ,transkription ,das ,original ist in ,fraktur gesetzt4 ,im ,original gesperrter ,text ist so ausgezeichnet4 ,im ,original in ,antiqua gesetzter ,text ist so markiert4 ,im ,original fetter ,text ist so dargestellt4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription befinden sich am ,ende des ,buches4 ,otto ,ule's ,,warum ,,und ,,weil4 ,fragen und ,antworten aus den wichtigsten ,gebieten der gesammten ,naturlehre4 ,fr ,lehrer und ,lernende in ,schule und ,haus methodisch zusammengestellt4 ,physikalischer ,theil4 ,von ,dr4 ,otto ,ule4 ,mit #aaj in den ,text eingedruckten ,holzschnitten4 ,vierte ,auflage1 nach dem ,tode des ,verfassers sorgfltig durchgesehen von ,f4 ,langhoff1 ,direktor der ,knigl4 ,gewerbeschule zu ,potsdam4 ,illustration ,berlin1 #ahgg4 ,verlag von ,karl ,j4 ,klemann4 ,uebersetzung in fremde ,sprachen bleibt vorbehalten4 ,buchdruckerei von ,gustav ,schade 7,otto ,francke7 in ,berlin4 ,vorwort4 ,warum8 ,das ist die stehende ,frage im ,kindesmunde1 die ,eltern und ,lehrern so viel ,noth macht1 und die man leider so hufig mit der ,antwort zurckweist3 ,das verstehst ,du noch nicht6 oder3 ,das wirst ,du spter lernen6 ,es ist keineswegs1 wie man meint1 die ,frage bloer ,neugier1 sondern die ,aeuerung des im ,kinde erwachenden ,schluvermgens4 ,es ist die ,frage1 in welcher sich zuerst das ,verlangen kundgiebt1 die ,grnde dessen zu erfahren1 was man sieht und hrt4 ,es ist aber auch nicht blo eine kindliche ,frage1 sondern die ,frage eines ,jeden1 der von den ,erscheinungen zum ,gesetze fortzuschreiten verlangt4 ,darum tritt sie auch nirgends so hufig und so berechtigt auf1 als in derjenigen ,wissenschaft1 die es vorzugsweise mit den uns umgebenden ,naturerscheinungen und mit der ,erkenntni ihres gesetzlichen ,zusammenhanges zu thun hat3 in der ,naturlehre oder ,physik4 ,die ,physik besteht geradezu aus lauter ,warum's und ,weil's4 ,darum ist auch nirgends die ,methode des ,unterrichts so bestimmt vorgeschrieben1 so gleichsam durch die ,sache selbst gegeben1 als hier4 ,wenn mit ,recht darber geklagt wird1 da der physikalische ,unterricht in unseren ,schulen zu wenig leiste1 so liegt das einfach an der ,verleugnung dieser naturgemen ,methode4 ,man bleibt entweder bei dem bloen ,anschauungsunterricht stehen1 der hier1 wo es sich um einen inneren urschlichen ,zusammenhang handelt1 vllig unfruchtbar bleiben mu2 oder man geht gleich von den ,gesetzen aus und sucht die ,erscheinungen1 statt sie zu erklren1 nach der ,schablone eines ,systems zu ordnen4 ,man schafft in dem letzteren ,falle nur ein ,gedchtniwerk1 das in der ,seele unverarbeitet bleibt und schwerlich befhigt1 fr jedes spter auftauchende ,warum auch sein ,weil zu finden4 ,diese ,erwgungen waren es1 die mich zur ,abfassung des vorliegenden ,buches bestimmten4 ,ich habe darin eine ,anzahl physikalischer ,warum's und ,weil's zusammengestellt1 die den ,lehrer beim ,unterricht1 wie denjenigen1 der darauf angewiesen ist1 sein eigener ,lehrer aus ,bchern zu werden1 in den ,stand setzen sollen1 von den bekannten ,erscheinungen aus zur ,erkenntni der wichtigsten ,gesetze der ,physik zu gelangen4 ,ich habe dabei vorzugsweise auf solche ,erscheinungen ,rcksicht genommen1 mit denen der ,lernende bereits vllig vertraut ist1 oder die ihm mit ,leichtigkeit ohne ,hlfe besonders kostspieliger ,apparate vorgefhrt werden knnen4 ,selbstverstndlich mu es immerhin dem ,lehrer berlassen bleiben1 je nach der ,fassungskraft seiner ,schler1 eine ,auswahl unter den vorgefhrten ,fragen zu treffen4 ,ebenso wird es jedem ,lehrer leicht sein1 durch die ,erscheinungen selbst1 die er dem ,lernenden vor ,augen fhrt1 noch andere vermittelnde oder weitergehende ,fragen wach zu rufen4 ,wer dann1 sei es als ,lehrer oder als ,lernender1 das ,bedrfni eines eingehenderen und umfassenderen ,studiums der ,physik empfindet1 den glaube ich auf meine 7bei ,ernst ,keil in ,leipzig erschienene7 populre ,naturlehre verweisen zu drfen4 ,die groen ,erfindungen der ,gegenwart1 die so tief in das ,leben der ,vlker eingreifen1 haben die ,aufmerksamkeit auf die physikalische ,wissenschaft1 aus der sie hervorgingen1 mehr als je zuvor gelenkt4 ,es ist kaum noch mglich1 ohne ,schaden und ohne ,schande mit ihren ,lehren vllig unbekannt zu bleiben4 ,selbst die ,unterrichtsbehrden wagen nicht lnger1 dem physikalischen ,unterricht seine gebhrende ,stellung in der ,volksschule vorzuenthalten4 ,einem so anerkannten ,bedrfni gegenber1 glaubte ich1 werde jeder ,beitrag zu einer ,erleichterung der physikalischen ,belehrung willkommen sein1 wenn er auch sonst nicht gerade ,neues biete4 ,insbesondere hoffte ich mit dieser ,schrift manchem ,lehrer einen ,dienst zu erweisen1 indem ich ihn der ,mhe und ,schwierigkeit berhob1 selbst die geeigneten ,naturerscheinungen aufsuchen zu mssen1 aus denen in methodischer ,ordnung die wichtigsten ,gesetze abgeleitet werden knnen4 ,ich hoffte aber auch den auf ,selbstunterricht ,angewiesenen mir zu ,dank zu verpflichten1 indem ich den von ,zeit zu ,zeit in ihm auftauchenden1 aber vom ,gerusch des ,geschftslebens bertubten ,fragen einen ,ausdruck gab und ihm vielleicht dazu verhalf1 sich besser als bisher in den ihn tglich umgebenden ,erscheinungen zurecht zu finden und in ihren urschlichen ,zusammenhang einzudringen4 ,halle a4 ,s41 den #ba4 ,november #ahfg4 ,dr4 ,otto ,ule4 ,vorwort zur vierten ,auflage4 ,der hochgeachtete ,verfasser des vorliegenden1 originellen1 vom groen ,publikum nach seinem ,werthe und seiner ,bedeutung richtig geschtzten1 mit freudigem ,dank entgegengenommenen physikalischen ,fragebchleins ist leider durch ein herbes ,migeschick am #f4 ,august #ahgf aus diesem ,leben abberufen worden2 sein ,name und seine ,werke werden fortleben1 weil beide an eine hervorragend befhigte edle ,persnlichkeit sich knpfen4 -- ,auf ,wunsch des ,herrn ,verlegers habe ich nach dem ,tode des ,verfassers es unternommen1 die vierte ,auflage des physikalischen ,theils von ,ule's ,warum und ,weil zu bearbeiten4 ,fragen und ,antworten waren inde selbstverstndlich so correct1 da ich wenig oder gar nichts daran zu ndern hatte2 ich kann nur sagen1 da ich das ,buch bei genauer ,durchsicht lieb gewonnen und in seiner ,bedeutung als ,volks- und ,schulbuch schtzen gelernt habe4 ,nichtsdestoweniger haben sich ,stellen gefunden1 wo ich auf ,grund neuerer ,forschungen ,aenderungen und ,zustze vornehmen konnte4 ,zu einer wesentlichen ,vermehrung des ,stoffs schien mir ein ,bedrfni nicht vorhanden zu sein1 und so mge denn diese vierte ,auflage die alten ,freunde sich erhalten und neue sich erwerben4 ,die selbststndige ,bearbeitung des chemischen ,theils habe ich gleichfalls bernommen1 und wird derselbe1 wenn nicht unvorhergesehene ,strungen eintreten1 ,ende dieses ,jahres dem ,publikum bergeben werden knnen4 ,potsdam1 den #be4 ,mai #ahgg4 ,f4 ,langhoff4 ,einleitung4 ,die ,physik oder ,naturlehre ist die ,lehre von den ,naturerscheinungen oder von den ,vernderungen in der ,krperwelt und deren ,zustnden1 so weit sie nicht die innere stoffliche ,natur der ,krper betreffen4 ,man kann aber auch die ,physik als die ,lehre von den ,bewegungen bezeichnen1 da sich alle ,naturerscheinungen auf ,bewegungen zurckfhren lassen1 die freilich selbst nicht immer wahrnehmbar sind1 sondern erst durch ihre ,wirkungen erkannt werden knnen4 ,aufgabe der ,physik ist1 die ,naturerscheinungen zu erklren1 d4 h4 sie auf allgemeine ,naturgesetze und ,naturkrfte zurckzufhren4 ,naturgesetz ist der einfache ,ausdruck fr die allgemeinen ,bedingungen1 unter welchen eine ,naturerscheinung erfahrungsmig erfolgen mu4 ,naturkraft ist der ,ausdruck fr die letzte1 keineswegs immer bekannte ,ursache1 auf welche eine ,naturerscheinung zurckgefhrt werden kann4 ,ein ,naturgesetz1 das sich nur auf eine beschrnkte ,anzahl von ,erfahrungen sttzt und die ,nothwendigkeit einer ,erscheinung nur fr gewisse ,umstnde ausdrckt1 ist nur eine vermuthete ,wahrheit oder eine ,hypothese4 ,allgemeine ,eigenschaften der ,krper4 ,allgemeine ,eigenschaften der ,krper nennt man diejenigen ,eigenschaften1 welche durch den ,begriff der ,krperlichkeit oder ,raumerfllung bedingt sind und daher allen ,krpern unter allen ,umstnden gemeinsam zukommen4 ,ausdehnung4 ,jeder ,krper nimmt einen ,raum ein oder ist ausgedehnt4 ,die ,gre des von einem ,krper eingenommenen ,raumes nennt man sein ,volumen oder seinen ,rauminhalt1 die ,gesammtheit der krperlichen ,theile1 welche diesen ,raum erfllen1 seine ,masse1 die ,art seiner ,begrenzung seine ,gestalt4 ,ist die ,gestalt eine regelmige1 von lauter ebenen ,flchen begrenzte1 so nennt man den ,krper einen ,krystall4 ,die ,ausdehnung eines ,krpers wird nach drei ,dimensionen gemessen1 nach ,lnge1 ,breite und ,hhe oder ,dicke4 ,das ,lngenma oder die ,einheit bei ,vergleichung verschiedener ,lngen wurde frher gewhnlich vom menschlichen ,krper hergenommen4 ,fu1 ,elle1 ,spanne1 ,schritt waren solche ,mae1 die aber in den verschiedenen ,lndern von sehr verschiedener ,lnge waren4 ,jetzt dient ziemlich allgemein bei allen gebildeten ,nationen als ,lngenma das zur ,zeit der franzsischen ,revolution im ,jahre #agic vom ,nationalconvent eingefhrte ,meter1 welches dem zehnmillionsten ,theile des ,erdquadranten gleich ist4 ,seine decimalen ,theile heien ,decimeter1 ,centimeter1 ,millimeter1 seine decimalen ,vielfache ,dekameter1 ,hektometer1 ,kilometer4 ,ein ,meter ist #c1ahfb alte preuische ,fu4 ,flchen werden durch das ,quadratmeter1 ,krper oder ,hohlrume durch das ,kubikmeter und dessen decimale ,theile und ,vielfache gemessen4 ,ein ,kubikdecimeter wird auch ein ,liter genannt4 ,die ,lnge der ,chausseen1 ,eisenbahnen und ,kanle wird nach ,kilometern gemessen2 #g ,kilometer bilden eine deutsche oder geographische ,meile4 ,die ,grundstcke in den ,stdten werden nach ,quadratmetern gemessen und verkauft1 frher nach ,quadratruthen2 #a ,quadratmeter hat #aj1ae alte preuische ,quadratfu2 die ,quadratruthe enthlt #ad1ah ,quadratmeter4 ,acker1 ,wiesen und ,waldflchen wurden frher nach ,magdeburger ,morgen berechnet1 heute nach ,hektaren2 eine ,hektare ist in runder ,zahl #d ,morgen gro 7genau #c1iaff74 ,ein ,are ist gleich #ajj ,quadratmeter oder rund #g ,quadratruthen1 #a ,hektare gleich #ajj ,are4 ,holz1 ,wasser1 ,leuchtgas und andere umfangreiche ,materialien berechnet man nach ,kubikmetern1 wovon jeder einzelne #cb1cd alte preuische ,kubikfue enthlt4 ,undurchdringlichkeit4 ,undurchdringlichkeit ist diejenige allgemeine ,eigenschaft der ,krper1 vermge deren in dem ,raume1 in welchem sich schon ein ,krper befindet1 nicht zugleich noch ein anderer ,krper sein kann4 ,so kann ein ,raum1 welcher ,luft enthlt1 nicht zugleich auch ,wasser enthalten4 ,soll daher ein ,krper in den ,raum eines andern treten1 so mu er denselben zuvor daraus verdrngen4 ,diese ,undurchdringlichkeit ist es besonders1 durch welche wir von dem ,vorhandensein der ,krper auer uns belehrt werden1 da dieselben auch dem ,eindringen unseres eignen ,krpers1 etwa unseres tastenden ,fingers1 ,widerstand entgegensetzen4 #a4 ,warum fliet ein bis an den ,rand mit ,wasser geflltes ,glas ber1 wenn man den ,finger oder einen andern ,gegenstand hineintaucht8 ,weil der ,finger keineswegs das ,wasser durchdringt1 sondern es nur zwingt aus dem ,raume zu entweichen1 den er selbst einnehmen will4 ,die ,menge des berflieenden ,wassers mit darum genau denselben ,rauminhalt oder das ,volumen des eingetauchten ,krpers4 ,dies gilt auch fr pulverfrmige ,krper1 wie ,sand etc4 ,illustration3 ,fig4 #a4 #b4 ,warum dringt das ,wasser nur wenig in ein leeres ,glas ein1 das man lothrecht auf eine ,wasserflche aufsetzt und dann in das ,wasser niederdrckt8 ,weil die in dem ,glase enthaltene ,luft in dem ,raume1 den sie einnimmt1 nicht zugleich einen andern ,krper zulassen kann1 ohne daraus verdrngt zu werden4 ,ein anderer ,raum1 in den sie bergehen knnte1 ist aber nicht vorhanden1 und sie mu daher ihren ,raum beibehalten und das ,wasser verhindern1 in denselben einzudringen4 ,ein ,stckchen ,kork1 das unter einem solchen ,glase auf dem ,wasser schwimmt1 geht mit dem ,glase bis zum ,boden des ,gefes hinab und steigt beim ,herausziehen des ,glases wieder empor1 ohne da es benetzt wird4 ,wenn man das ,glas unter das ,wasser drckt1 so dringt allerdings etwas ,wasser in das ,glas ein1 aber nicht weil die ,luft darin vernichtet ist1 sondern weil sie etwas zusammengedrckt ist4 #c4 ,warum kann eine ,taucherglocke bis auf den ,grund des ,meeres gelassen werden1 ohne sich ganz mit ,wasser anzufllen8 ,weil ebenfalls die in ihr enthaltene ,luft als ein ,krper dem eindringenden ,wasser ,widerstand leistet1 und obwohl sie durch dasselbe etwas zusammengedrckt1 d4 h4 auf einen kleineren ,raum beschrnkt wird1 doch nicht vllig verdrngt werden kann1 da kein ,raum vorhanden ist1 der die ausgetriebene ,luft aufnehmen knnte4 ,diese ,zusammendrckung der ,luft empfindet der ,taucher an dem unangenehmen ,druck auf die ,athmungsorgane1 die ,blutgefe und das ,trommelfell im ,ohre4 #d4 ,warum luft ,wasser1 das in einen den ,hals einer leeren ,flasche luftdicht schlieenden ,trichter gegossen wird1 nicht in die ,flasche hinein8 ,weil die in der ,flasche enthaltene ,luft1 die in keinen andern ,raum entweichen kann1 dem ,wasser den ,eingang verwehrt4 ,kann die ,luft entweichen1 wie es der ,fall ist1 wenn der ,trichter lose in den ,hals der ,flasche gefgt wird1 so luft das ,wasser hinein4 #e4 ,warum pfeifen aus ,gewehren oder ,kanonen abgeschossene ,kugeln auf ihrem ,wege durch die ,luft8 ,weil die ,luft beim ,eindringen derselben in den ,raum1 den sie einnimmt1 nach allen ,seiten ausweicht1 und da die ,kugeln mit auerordentlicher ,geschwindigkeit und ,kraft sich fortbewegen1 durch das schnelle und gewaltsam erzwungene ,ausweichen der ,luft eine heftige ,erschtterung derselben bewirkt wird1 die sich bis zu unserm ,ohre fortpflanzt und hier als ein ,pfeifen empfunden wird4 ,dies erklrt uns auch das ,knallen einer sehr schnell durch die ,luft geschwungenen ,peitsche4 ,porositt4 ,porositt ist diejenige allgemeine ,eigenschaft aller ,krper1 vermge deren die ,theile eines ,krpers nicht den ganzen ,raum1 den er einnimmt1 ausfllen1 sondern ,rume zwischen sich lassen1 die oft mit andern ,krpern1 wie ,luft1 ,wasser und dergleichen1 angefllt sind4 ,oft sind diese ,zwischenrume dem ,auge nicht sichtbar2 bei einigen ,krpern knnen sie aber doch mit bloen ,augen wahrgenommen werden1 z4 ,b4 bei dem ,schwamme4 ,dichte ,krper sind daher solche1 welche kleine1 hingegen lockere oder porse solche1 welche groe ,poren haben4 ,zu ersterer ,art von ,krpern gehren die ,metalle1 zu letzterer ,kork1 ,schwamm1 ,holz1 ,papier u4 s4 w4 #f4 ,warum ist ein trockener ,schwamm so klein1 whrend er1 in ,wasser getaucht1 bedeutend anschwillt8 ,weil der ,schwamm auerordentlich groe ,poren oder ,hhlungen enthlt1 die im trocknen ,zustande zusammenfallen1 whrend sie von dem eindringenden ,wasser erfllt und ihre ,wnde weiter auseinander gerckt werden4 #g4 ,warum wird frisch aufgetragene ,schrift nicht ausgelscht1 wenn man ein ,lschblatt darauf legt8 ,weil die flssige ,dinte in die ,poren des ,lschpapiers1 da dasselbe sehr pors ist1 sogleich eindringen kann1 und auf diese ,weise der ,schrift die berflssige ,dinte entzogen wird1 whrend bei einem weniger porsen ,papiere oder einem solchen1 dessen ,poren durch einen ,leimberzug verschlossen oder gar von ,oel erfllt sind1 wenn man es auf die ,schrift legen wollte1 dieses ,eindringen verhindert werden und die berflssige ,dinte daher sowohl auf dem beschriebenen als dem darauf gelegten ,papiere sich ausbreiten wrde4 #h4 ,warum steigen aus frischem ,brunnenwasser1 wenn es erwrmt wird1 ,luftblasen auf1 die sich an den inneren ,wnden eines ,glases oft als perlartige ,blschen ansetzen8 ,weil auch das ,wasser ,poren oder ,zwischenrume enthlt1 die von ,luft erfllt sind1 diese ,luft aber1 wenn sie erwrmt wird1 sich in einen greren ,raum auszudehnen strebt1 und da sie die ,poren selbst nicht erweitern kann1 diese verlt und sich nach der ,oberflche des ,wassers empordrngt4 ,dabei vereinigen sich mehrere der benachbarten kleinen ,luftblschen und bilden so die greren1 uns sichtbar werdenden ,perlen4 ,dasselbe findet auch statt1 wenn man den gewhnlich auf der ,oberflche des ,wassers ruhenden ,druck der ,luft verringert1 wie dies unter der ,glocke einer ,luftpumpe durch die ,verdnnung der ,luft geschieht4 #i4 ,warum schnappen ,goldfischchen so ngstlich nach ,luft1 wenn das ,wasser in dem glsernen ,behlter seit lngerer ,zeit nicht erneut wurde8 ,weil in dem ,wasser ,luft enthalten ist1 welche fr die ,athmung der ,fische unentbehrlich ist1 und weil diese ,luft endlich verbraucht wird1 wenn man sie nicht auf andere ,weise ersetzt4 ,man braucht dazu nicht gerade das ,wasser zu erneuern1 sondern kann auch ,luft von unten durch ein ,geblse in das ,wasser hineinpressen1 oder sie durch einen kleinen ,springbrunnen zufhren1 dessen herabfallende ,trpfchen hinreichend ,luft mit sich fortreien1 oder endlich ,pflanzen in das ,wasser setzen1 die durch ihre ,lebensthtigkeit grade diejenige ,luft ausscheiden1 welche fr die ,athmung der ,thiere nothwendig ist4 #aj4 ,warum quellen oft ,thren1 ,tischplatten oder andere hlzerne ,gerthschaften bei feuchtem ,wetter oder in feuchten ,zimmern auf1 so da die ,thren nicht schlieen und die ,tischplatten sich werfen8 ,weil die ,wnde der ,poren des ,holzes1 wenn dasselbe ganz trocken ist1 zusammenfallen und sich einander nhern1 aber bei eindringender ,nsse1 welche durch feuchtes ,wetter oder ein feuchtes ,zimmer dargeboten wird1 sich wieder erweitern und auf diese ,weise auch das ,holz auseinander dehnen4 #aa4 ,warum wird die ,wsche1 welche wir am ,krper tragen1 schmutzig1 ungeachtet sie durch darber gezogene ,kleidungsstcke gegen das ,schmutzigwerden von auen geschtzt ist8 ,weil die ,gewebe unsres ,krpers1 wie alle thierischen ,gewebe1 ,poren haben1 durch welche ,flssigkeiten und ,gase von innen nach auen dringen1 die sich dann in den ,geweben unsrer ,wsche verdichten und hier die durch die uere ,kleidung eindringenden ,staubtheilchen festhalten4 ,die meisten dieser ,flssigkeiten werden in unsrer ,haut durch besondere ,drsenorgane1 die ,schwei- und ,talgdrsen1 abgesondert1 deren ,ausgnge man uneigentlich ,poren nennt4 ,diese ,poren sind so zahlreich1 da man an manchen ,stellen1 z4 ,b4 in der ,hohlhand #djj zhlt und ihre ,gesammtzahl auf der ,haut eines ,erwachsenen auf #bchajjj schtzt4 #ab4 ,warum kann man ,quecksilber durch einen ledernen ,beutel hindurchdrcken8 ,weil das ,leder zahlreiche ,poren hat und das ,quecksilber1 wie das ,wasser1 wegen seiner flssigen ,beschaffenheit1 der ,gewalt des ,druckes nur dadurch ausweichen kann1 da es sich durch die ,poren des ledernen ,beutels hindurchdrngt4 ,man kann auch selbst durch ,buchsbaumholz ,quecksilber treiben1 wenn man ein kleines ,gef von ,buchsbaumholz an eine lange ,glasrhre kittet und diese dann mit ,quecksilber fllt4 ,ist die ,rhre lang genug1 so reicht schon der eigene ,druck des ,quecksilbers aus1 dasselbe als feinen ,regen durch das ,holz zu treiben4 ,aber sogar durch ,gold und andere ,metalle kann man ,flssigkeiten hindurchpressen4 ,wenn man eine mit ,wasser gefllte ,kugel aus dnnem ,golde einem starken ,druck aussetzt1 so dringt das ,wasser in zarten ,thautrpfchen hindurch#a4 ,auch das ,gold hat also ,poren1 obgleich es fr eines der dichtesten ,metalle gilt4 ,am wenigsten pors scheint das ,glas zu sein1 da es auch beim strksten ,drucke weder ,wasser noch ,luft durchlt4 #a ,dieser ,versuch wurde zuerst im ,jahre #affa in ,florenz ausgefhrt4 #ac4 ,warum ist es gut1 ,fsser1 in welchen ,bier aufbewahrt werden soll1 im ,innern mit ,pech zu berziehen8 ,weil die in dem ,bier enthaltene und sich bestndig neu entwickelnde ,kohlensure sonst durch die ,poren des ,holzes1 auch des dicksten ,eichenholzes1 entweichen und das ,bier dadurch schal werden wrde1 das ,pech aber als ein sehr wenig porser ,krper die ,kohlensure an diesem ,entweichen verhindert4 #ad4 ,warum wird ein ,bogen ,papier1 der auf ein ,reibrett gespannt werden soll1 zuvor befeuchtet8 ,weil die in die ,poren des ,papiers eindringende ,flssigkeit ihm eine grere ,ausdehnung nach allen ,seiten giebt1 whrend das ,papier nach dem ,abtrocknen auf dem ,reibrette zu seiner ursprnglichen ,gre zurckkehrt und daher sehr glatt auf dem ,brett ausgespannt bleibt1 was der ,zweck des ,befeuchtens ist4 #ae4 ,warum laufen hlzerne ,gefe1 die vllig ausgetrocknet sind1 wenn ,wasser in dieselben gegossen wird8 ,weil die ,zwischenrume zwischen den ,dauben sich erweitert haben1 indem beim vlligen ,austrocknen die ,poren des ,holzes enger werden und die ,dauben sich daher zusammenziehen4 ,wird dagegen ,wasser in die ,gefe gegossen1 so werden die ,poren wieder damit angefllt1 erweitern sich daher wieder1 und die ,dauben dehnen sich nun wieder der ,breite nach aus1 so da die ,zwischenrume zwischen ihnen verschwinden und die ,gefe aufhren mssen zu laufen4 #af4 ,warum kann ein ,felsenstck durch dnne ,keile aus gut gedrrtem ,holze1 welche man in ,oeffnungen desselben getrieben hat1 gespalten werden1 wenn man die ,keile fter mit ,wasser begiet8 ,weil das ,wasser1 wenn es in die in ,folge des ,austrocknens verengten ,poren des ,holzes eindringt1 diese erweitert und dadurch das ganze ,holz seiner ,dicke nach ausdehnt1 so da es in seinem ,bestreben1 einen greren ,raum einzunehmen1 eine gewaltige ,kraft erlangt1 die selbst ein ,felsenstck auseinander zu treiben im ,stande ist4 #ag4 ,warum krmmt sich ,holz1 dessen eine ,seite na gemacht ist1 whrend die andere ,seite ber ,feuer gehalten wird8 ,weil die ,poren des ,holzes auf derjenigen ,seite1 auf welcher die ,hitze wirkt1 sich durch ,austrocknen verengen und die ,theilchen des ,holzes daher hier nher zusammenrcken1 whrend auf der andern ,seite die ,poren wegen der ,feuchtigkeit1 die sie aufnehmen1 sich erweitern und daher auch die ,holztheilchen weiter auseinander treiben4 ,die ,folge davon ist1 da sich das ,holz nach derjenigen ,seite zu krmmt1 welche der ,hitze ausgesetzt war4 ,dies geschieht z4 ,b4 bei ,fadauben1 welche dadurch ihre gekrmmte ,gestalt erhalten4 #ah4 ,warum lt sich ein ,fa auseinander sprengen1 wenn es mit trockenen ,erbsen angefllt wird und diese dann mit ,wasser begossen werden8 ,weil die ,erbsen das ,wasser in ihre ,poren aufnehmen und dadurch an ,umfang zunehmen4 ,da dies bei jeder einzelnen der ,fall ist1 so mu die ganze ,menge der ,erbsen einen betrchtlich greren ,raum als vorher einnehmen4 ,ist nun das ,fa fest zugemacht1 so verschaffen sich die aufgequollenen ,erbsen den erforderlichen ,raum dadurch1 da sie dasselbe auseinander sprengen1 da im ,innern des ,fasses selbst dieser ,raum nicht vorhanden ist4 #ai4 ,warum erhlt man1 wenn man eine ,kanne ,weingeist und eine ,kanne ,wasser zusammen in ein ,gef giet1 weniger als zwei ,kannen ,flssigkeit8 ,weil auch die ,flssigkeiten ,poren enthalten1 und jede ,flssigkeit in die ,poren der andern eindringt1 so da sie nun vereinigt weniger ,raum einnehmen als vorher von einander abgesondert4 ,aehnliches zeigt sich auch bei ,metallen1 wenn sie zusammengeschmolzen werden4 ,so nimmt das ,messing einen geringeren ,raum ein1 als das ,kupfer und das ,zink1 aus deren ,zusammenschmelzung es entstand4 ,da ,metalle ,poren haben1 geht schon daraus hervor1 da sie durch ,hmmern1 ,prgen etc4 verdichtet werden knnen4 ,theilbarkeit4 ,theilbarkeit ist diejenige ,eigenschaft der ,krper1 vermge deren sich dieselben in kleinere ,theile zerlegen lassen4 ,fr unsere beschrnkten ,sinne und unsere ebenso beschrnkten ,werkzeuge hat diese ,theilbarkeit inde ihre ,grenze4 ,einen besonders hohen ,grad der ,theilbarkeit zeigen manche ,metalle4 ,bei den bekannten ,goldfden1 die zu ,spitzengeweben benutzt werden1 und die aus einer vergoldeten ,silberstange ausgezogen worden sind1 betrgt die ,dicke des ,goldberzugs nur den #cdejjjsten ,theil einer ,linie oder den #aecjjjsten ,theil eines ,millimeters4 ,die feinste knstliche ,theilung haben ,fraunhofer und ,nobert ausgefhrt1 indem sie auf einem ,glastfelchen die pariser ,linie in #ejjj1 selbst bis in #hjjj gleiche ,theile theilten4 ,die feinsten ,theilungen vollzieht aber die ,natur1 die selbst ,thiere geschaffen hat1 von denen #bbe ,millionen auf einen ,kubikcentimeter gehen1 und die doch noch ihre ,organe haben4 ,besonders interessant und wichtig sind die ,kieselpanzer der ,diatomaceen1 z4 ,b4 von ,pleurosigma angulatum1 ,amphipleura pellucida2 dieselben zeigen parallele ,streifungen von solcher ,feinheit1 da je #b benachbarte ,streifen bis zu #a_/ejjj ,millimeter von einander entfernt sind6 ,diese mikroskopisch kleinen ,thierchen mit ihrer scharfen und feinen ,zeichnung dienen als sogenannte ,probeobjekte fr die ,werthbestimmung der ,mikroskope4 #bj4 ,warum kann man mit einigen ,pfunden ,kreide eine ganze ,wand anstreichen8 ,weil die ,kreide durch ,zermahlen auerordentlich fein zertheilt werden kann1 die durch ,wasser in einen ,brei verwandelte ,kreide sich wieder in einzelne ,tropfen theilt1 und jeder ,tropfen sich wieder ber eine groe ,flche ausbreiten lt1 das ,wasser aber endlich bei der ,verdunstung in so kleine ,theilchen bergeht1 da sie von der ,luft unsichtbar hinweggenommen werden und nur die feinvertheilte ,kreide auf der ,wandflche zurcklassen4 #ba4 ,warum lt sich vermittelst eines ,krnchens ,karmin eine ganze ,tonne ,wasser roth frben8 ,weil sich der ,karmin im ,wasser in eine ungeheure ,menge kleiner ,theilchen wegen seiner groen ,theilbarkeit trennt1 so da jedes kleinste ,theilchen ,wasser ein solches ,karmintheilchen in sich aufnimmt und dadurch ein rothes ,aussehen erhlt4 ,ein ,krnchen ,karmin frbt mehr als #ajjjjj ,wassertropfen4 ,ebenso ist in der schwarzen ,dinte der ,farbestoff nicht in einem aufgelsten ,zustande enthalten1 sondern er befindet sich blos sehr fein vertheilt in der ,flssigkeit4 #bb4 ,warum verbreitet sich der ,geruch einer einzigen ,rucherkerze durch einen groen ,saal8 ,weil bei dem ,verbrennen der ,rucherkerze die riechenden ,theilchen in einem hchst fein zertheilten ,zustande alle ,rume des groen ,saales erfllen4 ,noch theilbarer ist der ,moschus1 von dem ein ,krnchen jahrelang ein ,zimmer mit seinem ,geruche erfllen kann4 ,aller ,geruch beruht auf der feinen ,vertheilung von ,riechstoffen4 ,meilenweit verrth sich daher die ,nhe der ,gewrzinseln dem ,seefahrer durch die ,riechstoffe1 mit denen sie die ,luft erfllen4 ,cohsion4 ,cohsion ist der ,zusammenhang der einzelnen ,theile eines ,krpers1 und die ,kraft1 durch welche sie zusammengehalten werden oder einander anziehen1 ist die ,cohsionskraft4 ,sollen ,theile eines ,krpers von dem ,ganzen oder unter sich getrennt werden1 so mu diese ,cohsionskraft berwunden werden1 und der grere oder geringere ,widerstand1 welchen sie dabei leisten1 ist daher das ,ma ihrer ,cohsionskraft4 ,in ,betreff des ,widerstandes1 welchen die ,krper der ,trennung ihrer ,theile entgegensetzen1 zeigen sie ein sehr verschiedenes ,verhalten4 ,bei manchen ,krpern hngen sie mit solcher ,kraft zusammen1 da sie sich nur schwer von einander trennen oder ber einander verschieben lassen4 ,bei diesen ,krpern vereinigen sich auch nach erfolgter ,trennung die ,theile nicht wieder zu einem ,ganzen2 die ,cohsionskraft wirkt also hier in unmebar kleiner ,entfernung4 ,diese ,krper nennt man feste ,krper4 ,bei andern lassen sich die ,theile sehr leicht von einander trennen und ber einander verschieben1 und sie vereinigen sich auch nach geschehener ,trennung1 wenn man sie zusammenbringt1 wieder zu einer zusammenhngenden ,masse4 ,diese nennt man flssige ,krper4 ,von diesen aber bilden wieder die einen1 wenn sie sich selbst berlassen sind1 kleine kugelfrmige ,massen oder ,tropfen1 whrend die andern das ,bestreben zeigen1 sich nach allen ,seiten auszudehnen4 ,die ersteren heien deshalb tropfbare ,flssigkeiten1 die letzteren ausdehnsame oder luftfrmige ,krper4 ,diese drei ,zustnde der ,festigkeit1 ,tropfbarkeit und ,ausdehnsamkeit oder ,luftfrmigkeit nennt man ,aggregatzustnde der ,krper4 ,die ,kraft1 mit welcher die ,theilchen der ,krper zusammenhngen1 ist theils von der ,art ihres ,nebeneinanderseins1 theils von der ,wrme abhngig1 und zwar von der letztern in der ,weise1 da sie um so schwcher erscheint1 je grer die ,wrme ist4 ,ein und derselbe ,krper kann daher auch unter verschiedenen ,wrmeverhltnissen alle drei ,aggregatzustnde durchlaufen1 z4 ,b4 das flssige ,wasser auch als festes ,eis und als luftfrmiger ,dampf erscheinen4 ,der ,widerstand1 welchen die festen ,krper der ,lostrennung einzelner ,theile entgegenstellen1 wird ,hrte genannt4 ,der ,mineraloge ,mohs bildete #aj ,hrtestufen und bestimmte fr jede ,stufe ein die ,hrte dieser ,stufe besitzendes ,mineral4 ,talk1 ,steinsalz1 ,kalkspath1 ,fluspath1 ,apatit1 ,feldspath1 ,quarz1 ,topas1 ,korund und ,diamant reprsentiren diese #aj ,hrtestufen1 und zwar besitzt der ,diamant die ,hrte #aj1 ,talk die ,hrte #a2 der ,diamant ist also der hrteste unter allen festen ,krpern4 ,unter den ,metallen ist ,stahl das hrteste2 es erreicht die ,hrtestufe #g1 ,blei das weichste mit der ,hrtestufe #a4 #bc4 ,warum haften die ,bruchstcke einer zerbrochenen ,siegellackstange nicht wieder fest an einander1 wenn man sie auch noch so genau in die frhere ,lage bringt1 und warum vereinigen sich diese ,bruchstcke doch wieder so leicht mit einander1 wenn man sie an ihren ,enden schmilzt8 ,weil die ,cohsionskraft1 die allein den festen ,zusammenhang der einzelnen ,theile eines ,krpers bedingt1 nur in unmebar kleiner ,entfernung wirkt1 und wir natrlich die ,bruchstcke eines festen ,krpers nicht in so nahe ,berhrung bringen knnen1 whrend zwischen ,flssigkeiten eine solche ,berhrung sehr leicht herzustellen ist4 #bd4 ,warum mu man ,flssigkeiten in ,gefen bewahren8 ,weil die ,cohsionskraft in ,flssigkeiten sehr schwach ist und schon die ,schwere hinreicht1 den ,zusammenhang ihrer ,theile aufzuheben und sie zum ,auseinanderflieen zu veranlassen4 ,nur bei sehr kleinen ,flssigkeitsmassen1 die sich bei der ,verdichtung von ,dmpfen bilden1 ist die innere ,zusammenhangskraft stark genug1 die ,schwere zu berwinden4 ,solche kleine ,massen1 in denen die ,theilchen nur durch innere ,kraft zusammengehalten werden1 nehmen daher ,kugelgestalt an und bilden ,tropfen4 ,so fllt der ,regen in ,tropfen2 so ist aber auch die ,erde1 die ihre ,kugelgestalt nur ihrem frheren flssigen ,zustande verdankt1 in ,wahrheit ein ,tropfen im ,weltraum4 #be4 ,warum lt sich ,holz nur der ,lnge nach spalten8 ,weil die ,theilchen des ,holzes in der ,lngsrichtung der ,fasern dichter an einander gelagert sind und die ,cohsionskraft daher zwischen ihnen weit krftiger wirkt1 als in jeder andern ,richtung4 ,den allergrten ,widerstand werden die ,holztheilchen darum einer ,trennung entgegensetzen1 welche diese ,fasern der ,lnge nach zerreien will4 ,der ,quere nach vermag man das ,holz daher nur zu durchsgen4 #bf4 ,warum zerspringt ein ,glastropfen1 den man heiflssig in kaltes ,wasser fallen lie1 wenn man nach dem ,erkalten auch nur die ,spitze des daran befindlichen ,glasfadens abbricht1 frmlich zu ,pulver8 ,weil die ,theilchen des ,glases sich wegen der allzuraschen ,abkhlung nicht naturgem anordnen und lagern konnten1 die uern namentlich einander nicht so nahe kommen konnten als die inneren1 die lnger im ,zustande des ,flssigseins blieben1 und weil deshalb eine unnatrliche ,spannung zwischen den inneren und ueren ,theilchen besteht1 die eine ,zertrmmerung des ganzen ,glastropfens herbeifhren mu1 sobald nur die uerste1 allein noch den ,zusammenhang haltende ,oberflchenschicht desselben irgendwo unterbrochen wird4 #bg4 ,warum ist ein gezogener ,metalldraht fester als ein gegossener ,metallfaden8 ,weil die ,cohsionskraft um so krftiger wirkt1 je mehr die ,theilchen eines ,krpers einander genhert werden4 ,wenn aber1 wie es beim ,drahtziehen geschieht1 ein ,metall gezwungen wird1 durch sehr enge ,oeffnungen hindurchzugehen1 so werden seine ,theilchen namentlich an der ,oberflche einander gewaltsam genhert4 ,ganz dasselbe ist auch beim ,hmmern und ,walzen der ,fall1 und geschmiedetes ,eisen ist daher fast #cmal so fest als gegossenes1 gewalztes ,silber doppelt so fest als gewhnliches4 ,auch ein ,zwirnsfaden wird durch ,bestreichen mit ,wachs fester1 weil er eine dichtere ,oberflche erhlt4 #bh4 ,warum halten ,stricke1 die aus feineren ,fden bestehen1 besser als solche1 die aus grberen ,fden zusammengedreht sind8 ,weil in solchen feinen ,fden die ,theilchen viel nher aneinander liegen1 als sie in groben ,fden durch ,drehen einander genhert werden knnen4 ,darum halten auch getheerte ,stricke weniger fest1 weil die einzelnen ,fden wegen des dazwischen befindlichen ,theers einander nicht mehr so nahe sind als vorher4 #bi4 ,warum wendet man bei ,hngebrcken lieber ,drahtseile als gegossene oder selbst geschmiedete ,eisenstangen an8 ,weil ,eisendraht wegen seiner dichteren ,oberflche eine viel grere ,festigkeit besitzt als gegossenes oder geschmiedetes ,eisen1 und man den ,stangen daher eine viel grere ,dicke geben mte1 als den aus ,drhten geflochtenen ,seilen4 ,statt der #d kaum #cj ,centimeter dicken ,seile1 welche die #bef ,meter lange ,riesenbrcke ber den ,niagara tragen1 wrden wenigstens #h ebenso starke ,ketten aus ,eisenstben erforderlich sein4 ,auch die ,natur verfhrt hnlich1 wo es auf groe ,festigkeit ankommt4 ,der zarte ,faden1 an welchem die schwere ,kreuzspinne herabhngt1 wrde nicht die ,haltbarkeit besitzen1 wenn er nicht aus einer ungeheuren ,anzahl von uerst dnnen ,fden zusammengesetzt wre1 welche die ,spinne1 indem sie sie aus ihren ,spinnwarzen herauszieht1 mit ihren ,hinterfen zusammenklebt4 #cj4 ,warum erhalten ,tcher und ,zeuge durch das ,walken eine so bedeutende ,festigkeit8 ,weil durch das ,walken die ,fden und ,fasern der ,zeuge einander mehr genhert werden und die ,cohsionskraft zwischen ihnen um so strker zu wirken und das ,ganze um so besser zusammen zu halten vermag4 #ca4 ,warum bildet ,oel grere ,tropfen als ,wasser8 ,weil die ,theilchen des ,oels eine strkere ,zusammenhangskraft besitzen als die des ,wassers und darum einen krftigeren ,widerstand gegen den ,einflu der ,schwerkraft leisten1 die das ,auseinanderflieen der ,tropfen bewirkt4 #cb4 ,warum schwimmen ,nhnadeln1 besonders gebrauchte1 also etwas fettige1 die man behutsam auf die ,oberflche eines ruhigen ,wassers legt1 auf demselben1 ohne unterzugehen8 ,weil die schwcher wirkende ,schwerkraft der ,nadel durch die strker wirkenden ,cohsionskrfte der ,wassertheilchen aufgehoben wird1 und sie daher nicht den ,zusammenhang der ,wassertheilchen zu unterbrechen vermag4 ,die ,nadel wird darum von dem ,wasser getragen und macht nur eine kleine ,vertiefung in seine ,oberflche1 zum ,beweis1 da ihre ,schwere allerdings noch wirksam ist1 aber nur auf die zunchst darunter liegenden ,theilchen wirkt und zwar auch nicht stark genug1 um sie von einander zu trennen4 ,aus demselben ,grunde knnen ,wasserspinnen und ,wasserkfer ber die ,oberflche des ,wassers laufen1 ohne einzusinken4 ,ueberhaupt haben gerade an der ,oberflche einer ,flssigkeit die ,theilchen ein strkeres ,bestreben zusammenzuhalten1 als in ihrem ,innern1 weil sie dort nur von unten und von der ,seite gezogen werden1 whrend im ,innern die ,anziehung von allen ,richtungen her wirkt4 ,deshalb kann man in ein bis zum ,rande geflltes ,trinkglas mit einiger ,vorsicht noch so viel ,flssigkeit nachgieen1 da sie eine ,art runder ,kappe bildet4 #cc4 ,warum empfindet man einen fast ebenso heftigen ,schmerz1 wenn man mit der flachen ,hand auf eine ,wasserflche schlgt1 als wenn sie einen festen ,krper getroffen htte1 whrend man keine solche ,empfindung hat1 wenn man die ,hand langsam in das ,wasser hineintaucht8 ,weil bei einem pltzlichen ,schlage auf das ,wasser die ,wassertheilchen nicht ,zeit haben1 auszuweichen1 sondern vielmehr eine der ,flchenausdehnung der ,hand entsprechende ,wassermasse hinuntergedrckt wird4 ,da nun die unteren ,wassertheilchen nicht einzeln1 sondern gleichfalls in ,masse widerstehen1 indem auf sie der ,druck gleichzeitig und mit gleicher ,strke erfolgt1 so mssen die ,wassertheilchen der ,oberflche dem weitern ,eindringen der ,hand eben denselben ,widerstand entgegensetzen1 wie ein fester ,krper1 auf den man mit der ,hand schlgt4 ,taucht man dagegen die ,hand langsam in das ,wasser1 so haben die darunter liegenden ,wassertheile ,zeit1 zur ,seite auszuweichen1 um dadurch der eindringenden flachen ,hand ,platz zu machen4 ,adhsion4 ,adhsion ist die zwischen den ,oberflchen verschiedener ,krper wirkende ,anziehung1 vermge welcher ,krper aneinander haften4 ,sie wirkt stets nur bei unmittelbarer ,berhrung oder doch nur in sehr kleinen ,entfernungen4 ,die ,kraft aber1 mit welcher ein ,krper an einem andern anhngt1 ist nicht blos von der ,strke der ,adhsionskraft1 sondern auch von dem ,verhltni derselben zur ,cohsionskraft des einen wie des andern ,krpers abhngig4 -- ,die ,zahl der ,adhsionserscheinungen ist sehr gro2 es haften 7adhriren7 feste ,krper an festen1 flssige an festen1 luftfrmige an festen1 flssige an flssigen und luftfrmige an flssigen4 ,das ,adhriren der ,gase an anderen ,krpern wird leicht bersehen1 ist aber nichtsdestoweniger von groer ,bedeutung4 ,man bezeichnet das ,haften der ,gase und ,dmpfe an anderen ,stoffen1 namentlich an pulverfrmigen und flssigen1 auch mit dem ,worte ,absorption der ,gase4 #cd4 ,warum lassen sich zwei glatt geschliffene ,metallplatten1 welche man ber einanderlegt und fest zusammendrckt1 nur schwer wieder von einander trennen8 ,weil wegen der glatten ,flchen die ,theilchen beider ,platten einander so nahe berhren1 da ihre gegenseitige ,anziehung oder ,adhsion in ,wirksamkeit treten kann4 ,eine ,kupfer- und eine ,silberplatte1 die man ber einander legt1 lassen sich durch ,walzen so innig mit einander vereinigen1 da sie ein untrennbares ,ganzes bilden4 ,darauf beruht das ,plattiren unedler ,metalle4 ,spiegelplatten1 mit ihren polirten ,flchen auf einander gelegt1 haften oft so fest aneinander1 da sie nicht mehr ohne ,gefahr des ,zerbrechens getrennt werden knnen4 ,verhindert man aber durch einen noch so dnnen ,krper1 etwa ein zwischengelegtes zartes ,papier1 die unmittelbare ,berhrung der ,theilchen1 so verschwindet die ,adhsion1 und die ,platten haften nicht aneinander4 #ce4 ,warum lassen sich zwei ,glastafeln1 die vorher befeuchtet und dann auf einander gelegt wurden1 nur uerst schwer wieder von einander trennen8 ,weil die zwar mit bloen ,augen nicht bemerkbaren1 doch dessenungeachtet noch vorhandenen ,vertiefungen der ,glasplatten von der ,flssigkeit ausgefllt werden und dadurch eine ,berhrung der ,theilchen und eine anziehende ,wirkung derselben auf einander mglich machen4 ,die ,adhsionskraft wirkt dabei zunchst auf die ,flssigkeitstheilchen und durch diese auf die ,glastheilchen4 #cf4 ,warum hlt zusammengekleistertes oder geleimtes ,papier so fest zusammen8 ,weil die durch den ,kleister oder den ,leim ausgeglichenen ,unebenheiten des ,papiers der ,wirkung der ,adhsion kein ,hinderni mehr entgegensetzen und ihr vielmehr gestatten1 zunchst auf den ,kleister und durch diesen auf die ,papiertheilchen zu wirken1 und zwar um so mehr1 als durch ,verdunstung die ,feuchtigkeit ausgetrieben wird1 und in ,folge dessen die ,poren des ,kleisters sich zusammenziehen und dadurch auch die ,papierflchen einander noch nher bringen4 ,natrlich wirkt auch die ,cohsion zwischen den ,theilchen des ,leims mit1 und bei schlechtem ,leim haften deshalb die geleimten ,flchen nach dem ,trocknen desselben nicht mehr fest4 ,auf derselben ,wirkung der ,adhsion beruht auch das ,kitten1 ,lthen1 ,verzinnen1 ,vergolden1 selbst das ,anstreichen1 ,malen und ,schreiben1 sowie das ,haften des ,staubes an den ,wnden und der ,decke des ,zimmers4 ,wenn man eine ,glasplatte mit ,leim bestreicht1 so wirkt oft die ,adhsion so stark1 da ,stcke aus dem ,glase herausgerissen werden1 wenn der ,leim beim ,austrocknen sich zusammenzieht4 #cg4 ,warum wird die ,hand na1 wenn man sie in ,wasser taucht8 ,weil die zwischen dem ,wasser und der ,hand wirkende ,adhsionskraft strker ist1 als die ,cohsion des ,wassers1 und die ,theilchen des ,wassers daher strker von der ,hand angezogen werden1 als sie einander selbst anziehen4 #ch4 ,warum hngt sich ,quecksilber nicht an die ,hand an1 wenn man sie in dasselbe taucht8 ,weil die ,cohsionskraft des ,quecksilbers strker ist1 als die zwischen dem ,quecksilber und der ,hand wirkende ,adhsion1 und die ,theilchen des ,quecksilbers daher einander strker anziehen1 als sie von der hineingetauchten ,hand angezogen werden4 ,dagegen legt sich ,quecksilber an ,zinn an1 weil die ,adhsionskraft zwischen ,quecksilber und ,zinn die ,cohsion des ,quecksilbers berwiegt4 #ci4 ,warum zieht man die ,hand trocken aus dem ,wasser1 wenn man dieselbe vorher in ,brlappsamen1 ,hexenmehl genannt 7die staubartigen ,keimkrner des ,brlapps oder ,lycopodium's71 eingetaucht hatte8 ,weil der ,brlappsamen die ,berhrung zwischen der ,hand und dem ,wasser verhindert und dadurch die ,adhsionskraft ,beider nicht zur ,wirkung kommen lt1 so da die ,anziehung der ,wassertheilchen unter sich ungeschwcht bleibt4 ,die ,adhsionskraft zwischen dem ,wasser und dem ,brlappsamen ist aber viel zu gering1 um eine ,trennung der ,wassertheilchen durch ,aufhebung ihrer ,cohsion zu bewirken4 #dj4 ,warum wird ein mit ,fett bestrichener ,glasstab vom ,wasser nicht benetzt8 ,weil zwischen ,wasser und ,fett keine merkliche ,anziehung besteht1 und die dnne ,fettschicht die ,anziehung zwischen dem ,glas und dem ,wasser verhindert1 so da die ,cohsion das ,wasser zusammenhlt4 #da4 ,warum luft ein ,theil des ,wassers1 welches aus einem ,gefe ausgegossen wird1 sehr oft an den ueren ,wnden des ,gefes herab8 ,weil die ausgegossenen ,wassertheilchen1 welche an den uern ,wnden des ,gefes zunchst herausfallen1 durch dieselben angezogen werden und daher ihre ,bewegung nach abwrts an den ueren ,wnden desselben fortsetzen4 ,will man dies vermeiden1 so mu die ,flssigkeit so ausgegossen werden1 da alle ,theile derselben weit genug von den ueren ,wnden entfernt herabfallen1 so da die ,adhsion nicht mehr darauf wirken kann4 ,um dies zu erleichtern1 werden an den ,gefen oft ,ausguschnbel angebracht2 auch legt man runde ,glasstbe an den ,rand der ,gefe und ,ausguschnbel und giet an ihnen herab die ,flssigkeit aus4 ,bei ,glsern und ,flaschen ohne ,ausguschnbel erreicht man diesen ,zweck dadurch1 da man die ,rnder dieser ,gefe mit ,fett bestreicht und so die ,anziehung zwischen den ,wnden und der ,flssigkeit aufhebt4 ,quecksilber kann man aus glsernen und porzellanenen ,gefen auch ohne ,ausguschnabel ausgieen1 da keine ,adhsion zwischen ,glas und ,quecksilber besteht4 #db4 ,warum fliet ein ,tropfen ,wasser1 den man auf einen ,tisch fallen lt1 so auseinander1 da er platt wird8 ,weil der ,tisch gleichfalls die ,theilchen des ,wassers strker anzieht1 als sie einander selbst zusammenhalten4 ,ist dagegen der ,tisch mit ,brlappsamen bestreut1 so rollt ein darauf fallender ,tropfen kugelrund darauf hin1 weil die ,berhrung zwischen den ,wassertheilchen und der ,tischplatte jetzt verhindert ist4 #dc4 ,warum rollt ein ,tropfen ,quecksilber1 der auf einen ,tisch fllt1 kugelrund darauf hin1 ohne platt zu werden wie ein ,tropfen ,wasser8 ,weil die ,theilchen des ,quecksilbers strkere ,anziehung gegen einander als gegen den ,tisch haben und1 da diese nach allen ,seiten gleichmig wirkt1 die runde ,gestalt des ,tropfens behaupten mssen4 #dd4 ,warum bleibt ein auf ein ,brett gefallener kleiner ,wassertropfen bei ,umkehrung des ,brettes an demselben hngen8 ,weil die ,adhsionskraft1 mit welcher der ,tropfen an dem ,brette haftet1 strker ist als die ,schwerkraft1 welche ihn nach unten und von dem ,brette hinweg zu ziehen strebt4 #de4 ,warum fllt ein auf ein ,brett gefallener ,quecksilbertropfen bei ,umwendung des ,brettes herunter8 ,weil zwischen dem ,quecksilber und dem ,holze keine merkliche ,adhsionskraft besteht1 und die ,schwerkraft daher nicht gehindert wird1 den ,tropfen vom ,brette loszureien und zum ,falle zu bringen4 #df4 ,warum bleibt ein kleiner ,quecksilbertropfen auf einer ,zinnplatte hngen1 wenn man sie umkehrt8 ,weil die ,adhsionskraft zwischen ,zinn und ,quecksilber strker wirkt1 als die ,schwerkraft4 ,ist der ,tropfen zu gro1 so bleibt an der ,zinnplatte nach dem ,umkehren so viel von dem ,tropfen hngen1 als die vereinte ,wirkung der ,adhsionskraft und der in den kleinsten ,theilchen des ,quecksilbers wirkenden ,cohsionskraft zu tragen vermag2 das ,uebrige folgt der ,schwerkraft und fllt daher ab4 ,ebenso ist es auch bei einem zu groen ,wassertropfen auf einem ,brette4 #dg4 ,warum bleiben weit mehr ,wassertheilchen an einem ,seile hngen1 wenn man es sehr schnell aus dem ,wasser herauszieht1 als bei einem langsamen ,herausziehen8 ,weil bei einem langsamen ,herausziehen des ,seiles aus dem ,wasser die ,theile desselben langsamer sich von dem ,wasser entfernen und daher die ,cohsionskrfte des ,wassers wegen der lngeren ,dauer der ,berhrung mit den verschiedenen ,theilchen des ,seiles das ,uebergewicht ber die ,adhsionskrfte des ,seiles gewinnen und die ,wassertheilchen dadurch festhalten1 whrend bei schnellerem ,herausziehen des ,seiles wegen der schnelleren ,entfernung desselben von den ,wassertheilchen die ,adhsionskrfte des ,seiles das ,uebergewicht ber die ,cohsionskrfte des ,wassers erhalten4 #dh4 ,warum werden ,figuren1 die wir mit dem ,finger auf eine ,fensterscheibe zeichnen1 wenn wir darauf hauchen1 sichtbar8 ,weil unsere ,finger bestndig mit einer uerst feinen ,fettschicht bedeckt sind1 die vermge der ,adhsion an den ,stellen des ,glases1 ber welche wir hinfahren1 haften bleibt1 und dadurch die ,feuchtigkeit des ,hauchs verhindert1 sich hier niederzuschlagen4 ,da aber auch das ,glas selbst gewhnlich mit einer feinen ,schicht und zwar von verdichteten ,dnsten oder ,gasen bedeckt ist1 die in ,folge der ,adhsionskraft1 die zwischen dem ,glase und diesen ,luftarten wirksam ist1 angezogen und festgehalten werden1 knnen wir sehen1 wenn wir eine ,glasscheibe mit einem ,papier1 in welches wir eine ,figur ausgeschnitten haben1 bedecken1 dann darauf hauchen1 und wenn wir das ,papier weggenommen haben und der ,hauch von dem ,glase verschwunden ist1 abermals darauf hauchen4 ,es erscheint dann der ,hauch nur auf den ,stellen1 welche vom ,papier unbedeckt gewesen waren1 und wir sehen also die ausgeschnittene ,figur auf dem ,glase4 ,beim ,verdunsten des zuerst niedergeschlagenen ,hauches war nmlich die verdichtete ,gasschicht an diesen ,stellen mit hinweggenommen worden1 und auf dem reinen ,glase konnte sich daher der ,hauch leichter niederschlagen1 als auf dem bereits mit einer ,dunstschicht bedeckten4 ,haarrhrchenanziehung4 ,haarrhrchen sind kleine ,rhren1 die so enge sind1 da man nur ein ,haar hindurchziehen kann4 ,wenn man sie in ,flssigkeiten taucht1 so zeigen sich verschiedene ,erscheinungen1 je nachdem ihre ,wnde von der ,flssigkeit benetzt werden oder nicht1 je nachdem also die ,adhsion zwischen der ,flssigkeit und den ,rhrenwnden1 oder die ,cohsion der ,flssigkeit berwiegt4 ,in dem ersteren ,falle steht die ,flssigkeit in den ,rhren stets hher1 in dem letzteren ,falle stets tiefer als auerhalb4 ,die ,benetzung findet nur statt1 wenn die ,anziehung des festen ,krpers gegen den flssigen die ,anziehung der ,flssigkeitstheilchen untereinander berwiegt4 ,illustration3 ,fig4 #b4 #di4 ,warum ist die ,oberflche des ,wassers in einem ,glase hohl oder concav8 ,weil die ,adhsionskraft zwischen den ,wnden des ,glases und dem ,wasser strker ist als die ,cohsionskraft des ,wassers1 diese ,adhsionskraft aber nur auf die zunchst liegenden ,wassertheilchen wirken kann1 so da nur diese sich an den ,wnden heraufziehen1 whrend in der ,mitte die ,oberflche des ,wassers vertieft bleibt4 ,illustration3 ,fig4 #c4 #ej4 ,warum ist die ,oberflche des ,quecksilbers in einem ,glase kugelfrmig erhaben oder convex8 ,weil die ,cohsionskraft des ,quecksilbers strker ist als seine ,adhsion gegen die ,wnde des ,glases1 seine ,theilchen daher der ersten ,kraft folgen und sich1 hnlich wie bei dem ,tropfen1 nach der ,mitte zu anhufen und so eine kugelfrmig erhabene ,oberflche bilden4 #ea4 ,warum ist die ,oberflche des ,quecksilbers in einem zinnernen ,becher concav8 ,weil die ,adhsionskraft zwischen dem ,quecksilber und dem ,zinn strker ist als die ,cohsion des ,quecksilbers1 so da die zunchst liegenden ,theilchen desselben die ,cohsion berwinden und sich an den ,wnden des ,bechers hinaufziehen4 #eb4 ,warum ist die ,oberflche des ,wassers in einem ,glase convex1 wenn man dasselbe inwendig mit ,talg bestreicht und dann noch mit ,hexenmehl belegt8 ,weil die ,adhsionskraft zwischen dem ,wasser und dem ,glase durch das ,hexenmehl verhindert ist zu wirken1 und darum die ,cohsion des ,wassers in voller ,kraft bleibt und seine ,theilchen zwingt1 sich gegen die ,mitte anzuhufen4 #ec4 ,warum ist die ,oberflche des ,wassers in einem bis an den ,rand vollgefllten ,glase convex8 ,weil die ,adhsionskraft zwischen ,glas und ,wasser hier nicht mehr wirken kann1 da ber der ,wasserflche kein ,glas mehr vorhanden ist1 so da also die ,wassertheilchen ganz ungehindert der ,cohsionskraft folgen und sich gegen die ,mitte anhufen knnen4 ,illustration3 ,fig4 #d4 #ed4 ,warum steigt in den ,haarrhrchen1 wenn sie senkrecht in ,wasser getaucht werden1 das ,wasser in die ,hhe8 ,weil das in ein solches ,haarrhrchen eingedrungene ,wasser zunchst von der innern ,wand des ,rhrchens angezogen und an ihr emporgehoben wird1 so da es ursprnglich zwar eine concave ,oberflche hat1 die sich aber1 da wegen der durch die ,enge der ,rhren veranlaten ,annherung der kleinsten ,theilchen des ,wassers die ,cohsionskraft des letzteren ungehindert wirken kann1 wieder ausfllt und dadurch eben 7horizontal7 wird1 worauf die ,adhsionskraft des ,glases wieder eine concave und die ,cohsionskraft wieder eine ebene ,flche herstellt und so fort1 bis das ,gleichgewicht zwischen der gehobenen ,wassersule und den anziehenden ,krften hergestellt ist4 ,je enger ein solches ,rhrchen ist1 desto hher mu nothwendig das ,wasser in demselben steigen1 da die ,cohsionskraft um eben so viel strker wirken kann4 ,illustration3 ,fig4 #e4 #ee4 ,warum steht das ,quecksilber in den ,haarrhrchen nicht hher1 sondern sogar bedeutend tiefer als in dem ,gefe mit ,quecksilber1 in welches man sie gestellt hat8 ,weil die ,adhsionskraft zwischen dem ,quecksilber und dem ,glase so schwach ist1 da sie durch die ,cohsionskraft des ,quecksilbers vllig aufgehoben wird1 so da diese ,cohsion die ,quecksilbertheilchen hindert1 in das enge ,rhrchen einzudringen4 #ef4 ,warum steigt das ,wasser zwischen zwei mit ihren ,flchen an einander gelegten ,glastafeln hher auf1 als es in dem ,gefe steht1 in das man sie gestellt hat8 ,weil auch in diesem ,falle die ,adhsion zwischen ,glas und ,wasser die nchsten ,wassertheilchen an dem ,glase emporzieht1 und das ,bestreben der ,cohsion1 die entstandene ,vertiefung der ,oberflche auszugleichen1 das ,nachfolgen weiterer ,wassertheilchen veranlat4 #eg4 ,warum wird ,lschpapier1 das man in ,wasser taucht1 auch an denjenigen ,stellen nach und nach feucht1 die sich auerhalb des ,wassers befinden8 ,weil die ,poren des ,lschpapiers gleichsam nur eine unzhlige ,menge unregelmig zusammengehufter ,haarrhrchen sind1 und die ,flssigkeit daher in diesen ebenso wie in den ,haarrhrchen aufsteigen mu4 ,dasselbe findet auch bei andern porsen ,krpern statt1 bei ,zucker1 ,holz1 ,sandstein2 auch ein ,haufen ,sand oder ,asche wird auf einem feuchten ,boden sehr bald bis zum ,gipfel von ,feuchtigkeit durchdrungen4 #eh4 ,warum bleiben ,stahlwaaren1 in ,kohlenpulver verpackt1 blank1 und warum werden ,eier und ,fleisch durch ,kohlenpulver frisch erhalten8 ,weil das ,kohlenpulver eine auerordentliche ,porositt besitzt1 und seine feinen ,haarrhrchen alle ,feuchtigkeit aufsaugen und sie so verhindern1 die ,stahlwaaren oder ,eier zu verderben4 #ei4 ,warum brennt eine ,lampe fort1 wenn auch nur wenig ,oel in dem ,behlter vorhanden ist8 ,weil auch der ,docht der ,lampe eine ,menge feiner ,haarrhrchen enthlt1 durch welche sich das ,oel hinaufzieht und so der ,flamme die zum ,brennen nthige ,nahrung darbietet4 ,da nun die ,wirkung der ,haarrhrchenanziehung eine ununterbrochene ist1 so steigt auch das in dem ,oelbehlter befindliche ,oel unausgesetzt aufwrts1 bis es gnzlich verzehrt ist4 #fj4 ,warum verkrzen sich die ,stricke1 wenn sie na werden8 ,weil die ,hanffasern in ihren ,haarrhrchen die ,feuchtigkeit aufsaugen und dadurch anschwellen1 die dicker werdenden ,fden aber nun sich zurckdrehen4 ,die ,kraft1 welche durch diese ,verkrzung der ,stricke ausgebt wird1 ist so auerordentlich gro1 da in ,rom ein ,obelisk von #ijjj ,centner ,gewicht1 den man mit allen ,maschinen nicht aufzurichten vermocht hatte1 allein durch die feucht gewordenen ,taue1 die ihn hielten1 emporgezogen wurde4 #fa4 ,warum kann man sich mit einem seidenen ,taschentuch nicht so gut den ,schwei trocknen als mit einem leinenen8 ,weil die ,seidenfaser zwar auch ,haarrhrchen besitzt1 diese aber wegen der geringen ,adhsion1 die zwischen ,seide und ,wasser besteht1 nur wenig ,feuchtigkeit aufsaugen4 ,baumwollene ,taschentcher nehmen den ,schwei noch besser auf als leinene4 #fb4 ,warum lt sich ,quecksilber in ,beuteln aus ,flor forttragen1 ohne da es durch die von den ,fden gebildeten ,zwischenrume hindurchfllt8 ,weil die ,cohsionskraft des ,quecksilbers strker wirkt als die ,adhsionskraft der ,fden1 und sich daher das ,quecksilber nicht an die ,fden des ,flors anlegt1 sondern1 durch die ,cohsion zusammengehalten1 als ganze ,masse von den ,fden des ,flors getragen wird4 ,berhrt man aber mit der unteren ,seite des ,flors einen ,quecksilberspiegel1 so fliet das ,quecksilber sofort durch den ,flor1 weil nun die ,cohsion durch die ,anziehung des ,quecksilberspiegels berwunden wird4 ,illustration3 ,fig4 #f4 #fc4 ,warum fahren zwei ,korkkgelchen1 welche auf ,wasser schwimmen1 sobald sie einander nahe kommen1 auf einmal schnell an einander8 ,weil an dem ,umfange beider ,korkkgelchen in ,folge der ,adhsion das ,wasser etwas hher steht1 als die brige ,oberflche des ,wassers1 und zwischen den ,kgelchen daher1 wenn sie sich einander nhern1 eine hohle ,wasserflche entsteht1 so da die ,wassertheilchen1 indem sie diese vermge ihrer ,anziehung auszufllen suchen1 zusammenflieen und die ,kgelchen mit sich fortreien4 ,ein ,korkkgelchen und ein ,wachskgelchen aber1 die man auf dem ,wasser schwimmen lt1 ziehen einander nicht an1 sondern stoen sich ab1 weil das ,wachskgelchen1 das bekanntlich vom ,wasser nicht benetzt wird1 von einer ,senkung des ,wassers umgeben ist und daher bei der ,annherung an das ,korkkgelchen von der erhhten ,wasserumgebung des ,letzteren wie auf einer schiefen ,ebene herabrollt4 ,illustration3 ,fig4 #g4 #fd4 ,warum bewegen sich kleine ,krper1 wie z4 ,b4 ,holzspnchen1 ,korkkgelchen und dergleichen1 wenn sie sich der ,wand des ,gefes nhern1 schneller nach derselben zu1 als sie sich in der ,mitte des ,gefes bewegten8 ,weil vermge der ,adhsion das ,wasser sowohl an der ,wand des ,geses als an dem ,umfange der kleinen schwimmenden ,krperchen hher steht1 als die ,oberflche des brigen ,wassers in dem ,gefe1 so da sich zwischen der ,wand und dem ,kgelchen bei der ,annherung desselben eine hohle ,flche bildet1 zu deren ,ausfllung die ,wassertheilchen zusammenflieen und dabei das ,kgelchen mit sich fortreien4 ,trgheit4 ,in der ,natur kann keine ,vernderung in dem ,zustande der ,dinge vorgehen1 ohne da sie durch eine besondere ,ursache oder ,kraft veranlat wird4 ,diese ,eigenschaft der ,krper1 den ,zustand1 in welchem sie sich gerade befinden1 unverndert beizubehalten1 oder vielmehr ihr ,unvermgen1 den ,zustand der ,ruhe oder ,bewegung von selbst zu verndern1 bezeichnet man als ,beharrungsvermgen oder ,trgheit4 ,ist ein ,krper in ,ruhe1 so ist eine ,kraft nthig1 um ihn in ,bewegung zu setzen2 ist er in ,bewegung1 so ist eine ,kraft nthig1 um ihn zur ,ruhe zu bringen4 ,ein ,krper1 der einmal in ,bewegung ist1 wird ohne ,einwirkung uerer ,krfte seine ,bewegung mit unvernderter ,geschwindigkeit und in unvernderter ,richtung fortsetzen1 bis sie durch uere ,hindernisse aufgehoben wird4 ,solche uere ,hindernisse der ,bewegung sind insbesondere die ,schwere des sich bewegenden ,krpers1 die ,reibung an der ,flche1 auf welcher er sich bewegt1 der ,widerstand der ,luft und der ,sto gegen ihm entgegenstehende oder sich ihm entgegen bewegende andere ,krper4 #fe4 ,warum wird mit der grten ,anstrengung ein sehr schwer beladener1 ruhig stehender ,wagen von den ,pferden fortgezogen1 whrend er1 einmal in ,bewegung gesetzt1 mit viel geringerer ,anstrengung fortbewegt wird8 ,weil zunchst die ,trgheit der ,last und des ,wagens berwunden werden mu1 whrend spter1 wenn der ,wagen einmal in ,bewegung ist1 die ,pferde nichts weiter zu thun haben1 als die seiner ,bewegung entgegenstehenden ,hindernisse zu berwinden1 namentlich die ,reibung auf dem unebenen ,boden4 #ff4 ,warum bleibt die ,betriebswelle einer ,dampfmaschine noch in ,bewegung1 wenn dem ,dampfe der ,zugang in den ,dampfcylinder bereits abgeschnitten ist8 ,weil das ,schwungrad der ,maschine1 in welchem eine bedeutende lebendige ,kraft gleichsam aufgespeichert liegt1 seine ,bewegung noch fortsetzt und ebenso die mit demselben fest verbundene ,betriebswelle4 ,die ,bewegung dauert so lange fort1 bis die ,kraft des ,schwungrades durch die entgegenwirkenden ,reibungswiderstnde vernichtet ist4 #fg4 ,warum bekommen ,personen1 die sich in einem schnell fahrenden ,wagen befinden1 wenn dieser pltzlich anhlt1 einen ,ruck vorwrts8 ,weil sie in der ihnen vom ,wagen mitgetheilten ,bewegung auch dann noch beharren1 wenn der ,wagen still steht4 ,sie wrden sogar noch weiter vorwrts geworfen werden1 wenn nicht die ,reibung auf dem ,wagensitze und die ,muskelkraft ihrer ,beine1 auf die sie ihren ,krper zum ,theil sttzen1 diese vorwrtsgehende ,bewegung hemmte4 ,in einem ruhenden ,wagen sitzende ,personen dagegen werden1 wenn die ,pferde pltzlich anziehen1 rckwrts geworfen1 weil sie an dem ,orte zu beharren streben1 an welchem sie waren4 #fh4 ,warum schlagen ,kanonen- oder ,flintenkugeln1 die aus groer ,nhe durch eine ,fensterscheibe hindurchgeschossen werden1 nur ein kreisrundes ,loch in das ,glas von fast demselben ,durchmesser wie die ,kugel1 ohne die ,fensterscheibe zu zersplittern8 ,weil1 wenn ,theile eines ,krpers durch eine heftige1 ungemein schnell wirkende ,kraft aus dem ,zustande der ,ruhe in den der ,bewegung versetzt werden1 wie dies bei einer aus der ,nhe abgeschossenen ,flinten- oder ,kanonenkugel geschieht1 die brigen ,theile des ,krpers nicht nur in ,ruhe bleiben1 sondern auch vermge ihrer ,trgheit ohne alle ,beschdigung fr sie den ,zusammenhang aufgeben1 in dem sie mit den losgerissenen ,theilen standen4 ,bei einem langsameren ,schlage der ,kugel gegen eine ,fensterscheibe wrde auch die ,umgebung zertrmmert werden1 da die ,bewegung dann ,zeit htte1 sich von den getroffenen ,theilen auch den benachbarten mitzutheilen4 #fi4 ,warum mu man aus einem in schneller ,bewegung befindlichen ,wagen oder ,fuhrwerke mit dem ,gesicht nach den ,pferden gewendet hinausspringen8 ,weil beim ,berhren des ,erdbodens mit den ,fen der ,oberkrper nach vorn fllt und man sieht1 wohin man fllt2 man hat die ,arme zur ,hlfe frei4 ,springt man verkehrt1 so fllt man rcklings leicht auf den ,hinterkopf1 was sehr gefhrliche ,wirkungen1 selbst den ,tod1 zur ,folge haben kann4 ,springt man richtig und neigt dabei den ,oberkrper leicht nach hinten1 so1 steht man beim ,berhren des ,erdbodens mit den ,fen senkrecht1 und die ,gefahr ist in der ,hauptsache vermieden4 #gj4 ,warum fllt ein ,geldstck1 welches auf einem ,kartenblatt genau ber der ,mndung einer ,flasche liegt1 in diese hinein1 wenn man mit dem ,finger das ,kartenblatt rasch in horizontaler ,richtung fortschnellt8 ,weil das ,geldstck wegen seines ,beharrungsvermgens an der ,bewegung des ,kartenblattes keinen ,theil nimmt1 wenn die ,bewegung schnell und heftig genug ist1 um die ,reibung1 vermge deren das ,geldstck sonst an dem ,kartenblatt haftet1 zu berwinden4 ,wird daher das ,kartenblatt nur langsam weggefhrt1 so bleibt das ,geldstck darauf liegen4 #ga4 ,warum kann man einen ,mauerstein in der ,hand zerschlagen1 ohne den ,schlag des ,hammers sehr zu empfinden8 ,weil die durch den ,schlag des ,hammers bewirkte ,erschtterung sich nur den der getroffenen ,stelle zunchstliegenden ,theilen mittheilt1 die brigen ,theile des ,steins aber in ihrer ,ruhe beharren1 und so auch die ,hand darunter von ihnen nicht erschttert wird4 ,deshalb ist es auch kein groes ,kunststck1 wenn ein sogenannter ,herkules auf einem ,ambos1 der auf seiner ,brust liegt1 hmmern lt1 wenn die ,schlge nur schnell gefhrt werden1 und der ,hammer immer schnell wieder zurckgezogen wird4 #gb4 ,warum ist es so gefhrlich1 in den ,lauf eines geladenen ,gewehres ,sand gerathen zu lassen8 ,weil das beim ,losschieen sich durch die ,explosion des ,pulvers entwickelnde ,gas sich viel zu schnell ausdehnt1 als da sich die ,bewegung der untersten ,sandtheile den oberen mittheilen knnte1 und das in seiner ,ausdehnung gehemmte ,gas daher den ,lauf sprengt4 ,deshalb braucht man beim ,sprengen von ,felsen auch nur das ,pulver im ,bohrloch mit lockerem ,sand zu bedecken1 und doch wirkt die ,gewalt der ,explosion nach allen ,seiten hin4 #gc4 ,warum mssen dauerhafte ,brcken eine groe ,masse haben8 ,weil eine um so grere ,kraft dazu gehrt1 einen ,krper in ,bewegung zu setzen1 je grer seine ,masse ist4 ,die mit groer ,geschwindigkeit ber eine ,brcke fahrenden1 oder mit einer schweren ,last sich ber dieselbe bewegenden ,wagen vermgen nur den ,stellen der ,brcke1 auf welchen sie fahren1 eine ,erschtterung mitzutheilen1 die aber durch den ,widerstand einer bedeutenden ,menge ruhender ,theile1 welche der ,bewegung widerstehen1 bald aufhrt weiter fortgepflanzt zu werden und daher eine groe ,menge von ,theilen der ,brcke nicht erreicht4 ,starke ,erschtterungen bringen freilich ,wirkungen hervor1 die der ,dauerhaftigkeit einer ,brcke sehr nachtheilig sind4 #gd4 ,warum kann man den lose gewordenen ,stiel eines ,hammers oder einer ,axt dadurch wieder befestigen1 da man denselben umgekehrt gegen einen harten ,gegenstand aufstt8 ,weil durch den heftigen ,sto nur die ,bewegung des ,hammers1 nicht aber die des losen ,eisenstcks pltzlich gehemmt wird1 so da also der ,stiel weiter in das hinabgleitende ,eisenstck eindringt4 #ge4 ,warum kann man eine verstopfte ,rhre oft dadurch wieder ffnen1 da man gewaltsam an das eine ,ende derselben schlgt8 ,weil die durch das heftige ,schlagen an die ,rhre bewirkte ,erschtterung derselben sich dem sie verstopfenden ,krper mittheilt und ihn aus dem ,zustande der ,ruhe in den der ,bewegung versetzt1 wodurch er allmhlich bis an die ,oeffnung der ,rhre gebracht wird4 ,dies wird um so eher geschehen knnen1 wenn es nicht ein ,krper ist1 sondern mehrere1 die sich zusammengehuft haben4 ,elasticitt4 ,nicht nur als ,ganzes wollen die ,krper ihren ,zustand beibehalten1 sondern auch ihre einzelnen ,theile widerstreben einer ,vernderung ihrer ,lage4 ,diejenige ,eigenschaft eines ,krpers1 vermge welcher seine ,theile1 wenn sie aus ihrer ,lage gebracht sind1 genau wieder in dieselbe zurckkehren1 sobald die strende ,kraft zu wirken aufgehrt hat1 nennt man ,elasticitt4 ,vollkommen findet diese ,rckkehr der ,theilchen in ihre frhere ,lage nur dann statt1 wenn ihre ,verschiebung gewisse ,grenzen nicht berschritten hat4 ,solche ,krper1 welche diese ,eigenschaft in hohem ,grade besitzen1 wie ,stahl1 ,elfenbein1 ,gummi1 nennt man elastische2 solche1 welche diese ,eigenschaft gar nicht1 oder in kaum merkbarem ,grade besitzen1 wie ,blei1 ,wachs1 ,thon1 nennt man unelastische ,krper4 ,solche ,krper1 bei denen eine grere ,kraft nthig ist1 um berhaupt eine ,verschiebung der ,theilchen hervorzubringen1 wie ,stahl und ,elfenbein1 heien hart2 solche1 bei denen eine geringe ,kraft die ,verschiebung bewirkt1 wie ,gummi oder ,thon1 heien weiche ,krper2 solche1 die -- sobald die ,verschiebung ihrer ,theilchen die ,elasticittsgrenze berschritten hat1 -- ihren ,zusammenhang verlieren und zerbrechen1 wie das ,glas1 werden sprde genannt2 solche endlich1 deren ,theilchen jenseits der ,elasticittsgrenze nur eine andere ,lage annehmen1 ohne den ,zusammenhang zu verlieren1 wie ,metalle1 heien dehnbar4 #gf4 ,warum wird ein von einer ,armbrust geschossener ,bolzen bis zu ansehnlicher ,entfernung fortgetrieben8 ,weil die stark ausgedehnte elastische ,schnur1 deren ,kraft durch das gekrmmte elastische ,holz1 an dessen beiden ,enden die ,schnur befestigt ist1 noch verstrkt wird1 sobald sie durch den ,drcker frei gemacht wird1 mit aller ,kraft in ihre vorige ,lage wieder zurcktritt und daher auf ihrem ,wege den unmittelbar vor ihr liegenden ,bolzen mit groer ,gewalt forttreibt4 #gg4 ,warum bekommt eine ,billardkugel1 welche auf eine recht eben und glatt geschliffene ,marmortafel herabfllt1 die man an einer ,oellampe schwarz anlaufen lie1 einen ziemlich groen schwarzen ,fleck1 whrend sie an der aufstoenden ,stelle nur einen ,fleck von der ,gre eines ,stecknadelknopfes bekommt1 wenn man sie mit der ,hand auf die ,marmorplatte stt8 ,weil die ,kugel1 wenn sie auf die ,marmorplatte herabfllt1 wegen der ,gewalt des ,stoes an der auffallenden ,stelle platt gedrckt wird1 und mit dieser ganzen ,flche die ,platte berhrt1 nachher jedoch wegen ihrer ,elasticitt sogleich wieder in ihre runde ,gestalt zurckkehrt4 ,wird dagegen die ,kugel blos mit der ,hand auf die ,platte gedrckt1 ist also keine ,kraft vorhanden1 welche die ,lage der ,theilchen verschiebt1 so berhrt sie dieselbe blos in einem einzigen ,punkt und zeigt sich daher auch nur an diesem schwarz4 #gh4 ,warum springt eine mit ,luft angefllte ,schweinsblase1 welche man mit ,gewalt etwas platt drckt1 sogleich wieder in ihre vorige ,gestalt zurck1 sobald man zu drcken aufhrt8 ,weil die darin enthaltene ,luft dem ,drucke zwar nachgiebt und sich in einen engeren ,raum zusammenzieht1 sobald aber der ,druck nachlt1 vermge ihrer ,elasticitt wieder in den ,raum zurckkehrt1 den sie vorher einnahm1 und daher die zusammengedrckte ,blase wieder ausspannt4 #gi4 ,warum fliegt ein ,gummiball1 mit einer ,ballkeule geschlagen1 weiter als ein unelastischer ,stein8 ,weil die von dem ,schlage getroffenen ,theile des elastischen ,balles soweit nachgeben1 bis die ,rckwirkung der ,elasticitt der stoenden ,kraft gleich ist1 der ,ball also durch das ,zurckspringen der gewichenen ,theile in ihre ursprngliche ,lage den ganzen ,sto erhlt1 whrend bei dem unelastischen ,steine die ,wirkung des ,stoes sich nicht allen ,theilen mittheilt1 ein groer ,theil der ,wirkung des ,stoes also an der ,ballkeule verloren geht4 ,schwerkraft4 ,alle ,krper auf der ,erde sind schwer1 d4 h4 sie werden von der ,erde angezogen oder haben das ,bestreben1 sich dem ,mittelpunkte der ,erde zu nhern1 und fallen1 wenn sie nicht durch eine andere ,kraft daran gehindert werden4 ,eine ,wirkung dieser ,anziehungskraft der ,erde1 die man ihre ,schwerkraft nennt1 ist der ,druck1 welchen jeder ,krper auf eine ,unterlage1 die ihn am ,fallen hindert1 also etwa auf unsere ,hand1 wenn wir ihn in der ,hand halten1 ausbt1 und diesen ,druck nennt man das ,gewicht des ,krpers4 ,die ,gewichte verschiedener ,krper vergleichen1 heit sie wgen4 ,als ,einheit fr diese ,vergleichung dient jetzt allgemein das ,gewicht eines ,kubikcentimeters destillirten ,wassers oder das ,gramm2 die decimalen ,theile desselben heien ,decigramm1 ,centigramm1 ,milligramm 7#a_/ajjj ,gramm71 die decimalen ,vielfachen sind ,dekagramm1 ,hektogramm1 ,kilogramm4 ,ein ,kilogramm1 kurz #a ,kilo1 ist gleich #b ,pfund1 #ej ,kilo bilden #a ,centner4 #hj4 ,warum ist ein auf dem ,tische liegender groer ,quecksilbertropfen nie ganz kugelrund8 ,weil bei einem groen ,quecksilbertropfen der ,cohsionskraft1 -- welche seine ,theilchen zusammenhlt und1 da sie von allen ,seiten gleichmig wirkt1 sie zwingt1 die ,kugelgestalt anzunehmen1 -- die ,schwerkraft entgegenwirkt und jene zwar nicht vllig aufhebt1 aber doch schwcht1 so da die ,theilchen1 ohne sich zu trennen1 dem ,zuge der ,schwere nach unten folgend1 von der ,kugelgestalt abweichen mssen4 ,bei greren ,flssigkeitsmassen bewirkt diese ,schwere das ,auseinanderflieen zur ,ebene4 #ha4 ,warum wird eine ,schnur1 an der ein ,bleigewicht hngt1 straff gezogen8 ,weil das ,bleigewicht1 wie jeder andere ,krper1 durch die ,schwerkraft nach dem ,mittelpunkte der ,erde gezogen wird1 die ,schnur jedoch dasselbe hindert1 diesem ,bestreben zu folgen1 so da es nur mit der ,kraft1 die seinem ,drucke oder ,gewichte gleich ist1 die ,schnur straff zu spannen vermag4 ,dadurch bezeichnet es aber zugleich die ,richtung1 in welcher die ,schwerkraft wirkt1 und in welcher daher auch ,mauern1 die nicht fallen sollen1 aufgerichtet werden mssen4 ,darauf beruht der ,gebrauch des ,bleiloths der ,maurer4 ,diese ,richtung des ,bleiloths nennt man die senk- oder lothrechte oder auch verticale4 #hb4 ,warum fllt ein ,stein1 den wir in der ,hand halten1 sobald wir ihn loslassen1 auf die ,erde8 ,weil unsere ,hand fr den ,stein nur das ,hinderni war1 dem ,zuge der ,schwerkraft zu folgen1 und er nach ,beseitigung des ,hindernisses nun von der ,wirkung dieser ,kraft so lange getrieben wird1 bis er auf dem ,erdboden abermals einen ,widerstand findet4 ,je tiefer er fllt1 um so schneller wird seine ,bewegung1 da die ,schwerkraft nicht einmal1 sondern bestndig in jedem ,augenblick auf ihn wirkt und daher mit jedem ,augenblick seine ,bewegung beschleunigt4 #hc4 ,warum schieen ,wagen von einer ,anhhe mit solcher ,geschwindigkeit herab1 wenn sie nicht gehemmt werden8 ,weil auf der schiefen ,ebene1 wie sie eine solche ,anhhe darstellt1 ein ,krper nur zum ,theil gegen das ,herabfallen geschtzt ist1 und es nur einer geringen ,kraft bedarf1 um den ,widerstand zu berwinden1 durch den er vom ,herabfallen abgehalten wird4 ,wenn daher auch die ,pferde den einmal in ,bewegung gesetzten ,wagen nicht weiter zgen1 so wrde er schon durch die eigene ,schwerkraft herabgetrieben werden1 und zwar mit zunehmender ,geschwindigkeit4 ,daher mssen die ,pferde1 sobald der ,wagen auf einer abschssigen ,ebene in ,bewegung gesetzt ist1 statt ihn zu ziehen1 ihn vielmehr mit aller ,kraft zurckhalten4 #hd4 ,warum fallen leichte ,krper1 wie ,flaumfedern1 ,papierstckchen u4 s4 w4 so langsam zur ,erde8 ,weil die auch bei diesen ,krpern wirkende ,schwerkraft sie zwar nach der ,erde herabtreibt1 der ,druck aber1 den sie wegen der geringen ,menge von materiellen ,theilchen ausben1 die in einen fr ihre ,schwere ziemlich groen ,raum ausgedehnt sind1 durch den ,gegendruck der ,luft1 durch welche sie fallen1 zum ,theil aufgehoben wird4 ,die ,schwerkraft wirkt daher nicht mit voller ,strke4 ,im luftleeren ,raume dagegen fallen alle ,krper1 ,blei wie ,federn1 gleich schnell4 #he4 ,warum drckt ein in eine ,wagschale gelegtes ,gewicht dieselbe nieder8 ,weil das ,gewicht vermge seiner ,schwerkraft einen der ,menge seiner materiellen ,theilchen entsprechenden ,druck auf die ,wagschale ausbt1 die es hindert1 dem ,gesetze der ,schwere zu folgen4 ,es mu daher durch diesen ,druck die ,wagschale so weit herabsinken1 bis sie untersttzt wird4 ,legt man dagegen in die andere ,wagschale einen ,krper1 der eben so schwer ist1 als das ,gewicht1 so treten die beiden ,wagschalen wieder ins ,gleichgewicht4 #hf4 ,warum wiegt ein ,maa ,quecksilber viel mehr als ein ,maa ,wasser und ein ,kubikcentimeter ,blei mehr als ein ,kubikcentimeter ,holz8 ,weil in dem ,quecksilber und in dem ,blei mehr ,masse in denselben ,raum zusammengedrngt ist1 oder die ,massentheilchen darin dichter an einander liegen1 als in dem ,wasser und im ,holz4 ,man sagt daher auch1 ,blei und ,quecksilber haben eine grere eigenthmliche ,dichtigkeit oder ein greres eigenthmliches oder spezifisches ,gewicht als ,holz und ,wasser1 oder ,quecksilber sei specifisch schwerer als ,wasser4 ,der ,schwerpunkt4 ,in jedem ,krper giebt es einen ,punkt1 dessen alleinige ,untersttzung ausreicht1 ihn am ,fallen zu hindern4 ,diesen ,punkt nennt man den ,schwerpunkt4 ,er liegt stets so1 da um ihn nach allen ,seiten hin die ,massentheilchen des ,krpers gleichmig vertheilt sind4 ,in einer ,kugel liegt er daher im ,mittelpunkt1 in einer ,walze in der ,mitte der ,axe4 ,bei andern ,krpern kann man ihn dadurch finden1 da man sie an zwei verschiedenen ,stellen an einem ,faden aufhngt4 ,der ,schwerpunkt liegt dann jedesmal in der ,richtung des ,fadens1 und der ,durchschnittspunkt der beiden ,linien giebt dann genau die ,lage des ,schwerpunkts an4 ,die senkrechte ,linie vom ,schwerpunkt zum ,boden nennt man die ,richtungslinie der ,schwere oder die ,schwerlinie4 ,ein ,krper befindet sich in der ,ruhe oder im ,gleichgewicht1 wenn er in der ,richtung dieser ,schwerlinie untersttzt oder befestigt ist4 ,man unterscheidet ein indifferentes1 ein stabiles und ein labiles ,gleichgewicht4 ,im indifferenten ,gleichgewicht befindet sich ein ,krper1 wenn er in seinem ,schwerpunkt selbst befestigt ist1 wie ein ,rad1 das sich um seine ,axe dreht4 ,ein stabiles ,gleichgewicht findet statt1 wenn ein ,krper oberhalb seines ,schwerpunktes befestigt1 also wenn er aufgehngt ist4 ,der ,krper findet dann seine ,ruhe stets1 sobald sein ,schwerpunkt sich senkrecht unter seinem ,aufhngepunkte befindet4 ,das labile ,gleichgewicht tritt ein1 wenn der ,sttzpunkt tiefer als der ,schwerpunkt liegt1 wie beim ,balanciren auf einer ,spitze4 ,die ,ruhe kann dann nur gesichert werden1 wenn man den ,krper in mindestens drei ,punkten untersttzt1 zwischen denen die ,schwerlinie hindurchgeht4 ,illustration3 ,fig4 #h4 #hg4 ,warum rollt eine ,kugel1 welche man auf eine abschssige ,flche legt1 sogleich hinunter8 7,fig4 #h47 ,weil bei einer ,kugel1 die eine ,ebene1 auf der sie liegt1 nur in einem ,punkt berhrt1 die ,richtungslinie der ,schwere diesen ,punkt nicht mehr trifft1 wenn die ,kugel auf einer schiefen ,ebene liegt1 so da der ,schwerpunkt der ,kugel also nicht untersttzt ist und sie herabfallen mu4 #hh4 ,warum neigen wir uns vorwrts1 wenn wir einen ,berg hinaufsteigen8 ,weil wir dadurch die ,richtungslinie der ,schwere zwischen unseren ,fen behalten1 und wir nur unter dieser ,bedingung fest stehen knnen4 ,denn der ,schwerpunkt unseres ,krpers liegt bei uns im ,unterleibe1 und die ,schwerlinie fllt daher zwischen unsere ,beine1 wenn wir uns auf einer wagerechten ,ebene befinden1 hinter uns jedoch1 wenn wir uns auf einer schiefen ,ebene mit dem ,gesichte nach dem ,gipfel zu befinden4 ,wir mssen uns daher vorwrts beugen1 wenn wir eine schiefe ,ebene hinaufsteigen1 um die ,schwerlinie wieder zwischen unsere ,fe zu bringen4 #hi4 ,warum mssen wir uns rckwrts beugen1 wenn wir einen ,berg hinabsteigen8 ,weil wir dadurch1 da wir uns beim ,herabsteigen rckwrts beugen1 die ,schwerlinie zwischen unsere ,beine bringen1 die bei grader ,haltung vor uns liegen wrde1 so da also unser ,schwerpunkt in dieser ,haltung nicht untersttzt wre und wir fallen mten4 ,illustration3 ,fig4 #i4 #ij4 ,warum mssen ,leute1 welche vor sich eine ,last tragen1 sich rckwrts beugen8 ,weil der ,schwerpunkt des ,krpers durch die vorn hngende ,last verschoben und weiter nach vorwrts gerckt wird1 so da also auch die ,schwerlinie nach vorn fallen wrde4 ,durch ,rckwrtsbeugung aber wird die ,schwerlinie wieder zwischen die ,beine gebracht4 7,fig4 #i47 ,illustration3 ,fig4 #aj4 #ia4 ,warum mssen ,leute1 welche eine ,last auf dem ,rcken tragen1 sich vorwrts beugen8 ,weil durch die ,last auf dem ,rcken die ,lage des ,schwerpunktes in dem menschlichen ,krper gleichfalls verndert wird1 und er weiter rckwrts zu liegen kommt4 ,die ,schwerlinie wrde daher bei grader ,haltung nach hinten fallen4 ,um dies zu verhindern1 wird der ,oberkrper nach vorn gebeugt4 7,fig4 #aj47 ,illustration3 ,fig4 #aa4 #ib4 ,warum mu ein ,mensch1 der eine ,last in der rechten ,hand trgt1 sich nach der linken ,seite zu beugen8 ,weil sein ,schwerpunkt durch die ,last in der rechten ,hand weiter nach der rechten ,seite zu rckt1 und daher die ,schwerlinie ber sein rechtes ,bein hinausfallen wrde4 ,um den ,schwerpunkt wieder weiter nach links und die ,schwerlinie zwischen seine ,beine zu bringen1 mu er sich zur linken ,seite beugen4 7,fig4 #aa47 #ic4 ,warum stehen wir nicht fest1 wenn wir blos auf einem ,beine stehen8 ,weil wir in diesem ,falle den ,krper nach dem ,fue hin1 auf dem wir stehen1 beugen mssen1 damit die ,schwerlinie unsers ,krpers gerade unter diesen ,fu trifft4 ,da aber schon eine geringe ,vernderung unserer ,haltung unsern ,schwerpunkt verrcken und bei einer so geringen ,untersttzungsflche der ,untersttzung berauben kann1 so gehrt eine groe ,kraftanstrengung dazu1 um uns auf einem ,fue stehend zu erhalten4 ,es ist daher auch nicht mglich1 auf einem ,beine zu stehen1 wenn man dasselbe dicht an eine lothrechte ,wand stellen soll1 da die ,schwerlinie dann nicht mehr in dieses ,bein gelegt werden kann4 #id4 ,warum knnen wir einen vor uns auf dem ,boden liegenden ,gegenstand nicht aufheben1 ohne uns in den ,hften zu biegen8 ,weil durch die ,vorwrtsneigung des ,oberkrpers der ,schwerpunkt so weit nach vorn verschoben werden wrde1 da wir fallen mten1 wenn wir nicht gleichzeitig durch die ,hftbiegung einen ,theil des ,krpers wieder nach rckwrts streckten4 #ie4 ,warum schleudern die meisten ,menschen beim ,gehen abwechselnd mit beiden ,armen8 ,weil unser ,gehen eigentlich nur ein fortgesetztes ,fallen auf den jedesmal vorausgesetzten ,fu ist und dabei die ,schwerlinie immer vorwrts abwechselnd nach rechts und links gelegt wird1 diese ,verlegung der ,schwerlinie aber durch das abwechselnde ,schleudern mit den ,armen erleichtert wird4 ,ohne dieses ,schleudern wrde die ,haltung des ,krpers eine viel schwankendere sein und eher eine ,ermdung herbeifhren4 ,illustration3 ,fig4 #ab4 #if4 ,warum fllt ein hoher ,gegenstand in derselben geneigten ,stellung leichter um als ein niedriger8 ,weil ein ,krper in schiefer ,stellung nur so lange fest steht1 als seine ,schwerlinie noch in seine ,grundflche fllt1 diese ,schwerlinie aber um so leichter ber die ,grundflche hinausgerckt wird1 je hher der ,krper ist1 und je hher darum sein ,schwerpunkt liegt4 ,darum pflegt man ,schiffe mit ,ballast zu versehen1 damit ihr ,schwerpunkt mglichst tief liege4 ,eben darum giebt man auch ,gegenstnden1 die fest stehen sollen1 wie ,lampen1 ,leuchtern etc41 einen schweren ,fu4 #ig4 ,warum steht ein sogenannter ,taumelbecher sofort wieder auf1 wenn man ihn auf den ,tisch zu legen versucht8 ,weil ein solcher ,becher einen sehr dicken1 halbkugelfrmigen ,boden hat1 so da der ,schwerpunkt in diesem liegt1 und die ,schwerlinie daher bei horizontaler ,lage des ,bechers nicht in der ,linie1 in welcher der ,becher untersttzt ist1 sondern seitwrts hervortritt1 und der ,becher dadurch gezwungen wird1 auch nach dieser ,richtung hin wieder seine ,untersttzung zu suchen1 also aufzustehen4 ,dasselbe gilt auch von den mit bleiernen ,fen versehenen ,stehaufmnnchen aus ,holundermark4 #ih4 ,warum schwebt ein ,mnzstck sehr leicht auf einer ,nadelspitze1 wenn man auf dasselbe einen ,kork stellt und in diesen von entgegengesetzten ,seiten zwei abwrts geneigte ,gabeln steckt8 ,weil durch das ,gewicht der ,gabeln der ,schwerpunkt unter die ,nadelspitze verlegt wird1 das ,mnzstck also gar nicht fallen kann1 wie man auch seine ,lage verndern mge1 da es gleichsam im ,sttzpunkt aufgehngt ist4 #ii4 ,warum fllt ein ,kreisel1 so lange er sich rasch dreht1 nicht um1 whrend er doch im ruhenden ,zustande nicht auf seiner ,spitze stehen kann8 ,weil der ,schwerpunkt des ,kreisels1 der im ruhenden ,zustande allerdings nicht gengend untersttzt ist1 durch die rasche ,drehung 7,schwungkraft7 in jedem ,augenblick seinen ,ort ndert1 so da der ,kreisel1 wenn er nach einer ,seite hin fallen will1 im nchsten ,augenblick schon nach der andern ,seite gezogen wird4 ,durch dieses bestndige ,entgegenwirken der ,krfte 7,schwerkraft und ,schwungkraft7 wird er im ,gleichgewicht erhalten und bleibt aufrecht4 ,aus demselben ,grunde ist es auch leicht1 einen in schnelle ,drehung versetzten ,teller auf einer ,degenspitze zu balanciren4 ,gleichgewicht und ,bewegung fester ,krper4 ,kein ruhender ,krper kommt durch sich selbst in ,bewegung2 es bedarf dazu einer bewegenden ,ursache1 einer ,kraft4 ,wenn mehrere ,krfte in ihren gegenseitigen ,wirkungen sich vollstndig aufheben1 so sagt man1 sie halten sich das ,gleichgewicht4 ,das ,gleichgewicht findet statt1 wenn zwei genau gleiche ,krfte nach entgegengesetzten ,richtungen wirken4 ,wenn eine ,kraft auf einen ,krper wirkt1 so bewegt er sich nur in der ,richtung dieser ,kraft1 und seine ,bewegung ist eine gradlinige4 ,wenn auf einen bewegten ,krper in jedem ,augenblick eine andere ,kraft einwirkt1 so verndert er in jedem ,augenblicke seine ,richtung1 und seine ,bewegung wird eine krummlinige4 ,eine solche in jedem ,augenblick wirkende ,kraft ist die ,schwere1 und geworfene ,krper beschreiben daher krummlinige ,bahnen4 ,durchluft ein ,krper in gleichen ,zeiten immer gleiche ,rume1 so ist seine ,bewegung eine gleichfrmige4 ,durchluft er in gleichen ,zeiten verschiedene ,rume1 so ist seine ,bewegung eine ungleichfrmige1 und zwar eine beschleunigte oder verzgerte1 je nachdem die in gleichen ,zeiten durchlaufenen ,rume zu- oder abnehmen4 ,ein fallender ,krper hat eine beschleunigte1 ein aufwrts geworfener ,krper eine verzgerte ,bewegung4 ,das ,verhltni zwischen der ,lnge des ,weges und der ,zeit1 in welcher er zurckgelegt wird1 nennt man die ,geschwindigkeit der ,bewegung4 ,von zwei bewegten ,krpern hat derjenige die grere ,geschwindigkeit1 welcher in derselben ,zeit den greren ,weg zurcklegt4 ,die ,wirkung eines bewegten ,krpers hngt sowohl von der ,masse desselben als von der ,geschwindigkeit seiner ,bewegung ab2 sie entspricht dem ,produkt aus der ,masse und der ,geschwindigkeit4 #ajj4 ,warum bringt eine mit der ,hand geworfene ,kugel eine viel geringere ,wirkung hervor1 als eine aus der ,bchse geschossene8 ,weil die geworfene ,kugel sich mit einer viel geringeren ,geschwindigkeit bewegt1 als die geschossene1 die ,wirkung eines bewegten ,krpers aber nicht blos von der ,masse desselben1 sondern auch von seiner ,geschwindigkeit abhngt4 #aja4 ,warum ist man trotz aller ,anstrengung nicht im ,stande1 einen ,korkpfropfen ebenso weit zu werfen1 wie einen gleich groen ,stein8 ,weil der ,kork1 auch wenn wir ihm dieselbe ,geschwindigkeit geben wie dem ,stein1 doch nicht dieselbe ,wirkung auf die widerstehende ,luft ausben kann1 da diese ,wirkung auer von der ,geschwindigkeit auch von der ,masse des bewegten ,krpers abhngt1 die ,masse des ,korks aber eine auerordentlich geringe gegen die ,masse des ,steins ist4 ,die ,bewegung des ,korks wird daher viel frher durch den ,widerstand der ,luft aufgehoben als die ,bewegung des ,steins4 ,illustration3 ,fig4 #ac4 #ajb4 ,warum gelangt ein ,kahn1 der zugleich vom ,strom und von einem von der ,seite her wehenden ,winde getrieben wird1 in schrger ,richtung ber einen ,flu8 ,weil ein ,krper1 auf welchen gleichzeitig zwei ,krfte in verschiedenen ,richtungen wirken1 weder der ,richtung der einen noch derjenigen der andern ,kraft folgen kann1 sondern eine mittlere ,richtung einschlagen mu4 ,der ,kahn gelangt genau an dieselbe ,stelle des andern ,ufers1 an welche er gelangt wre1 wenn er zuerst nur von der ,kraft der ,strmung 7von a nach b7 und dann nur von der ,kraft des ,windes 7von b nach d7 getrieben worden wre4 ,er hat also die ,mittellinie oder ,diagonale eines ,parallelogramms durchlaufen1 dessen ,seiten die beiden auf ihn wirkenden ,krfte ihrer ,strke wie ihrer ,richtung nach vorstellen4 ,er hat sich also so bewegt1 als ob er von einer einzigen ,kraft1 welche diese ,diagonale vorstellt1 getrieben wre4 ,dieses ,gesetz1 welches allgemein die ,bewegung eines von zwei verschieden gerichteten ,krften bewegten ,krpers bestimmt1 nennt man das ,gesetz des ,parallelogramms der ,krfte4 ,illustration3 ,fig4 #ad4 #ajc4 ,warum wird ein ,schiff auch von einem ,seitenwinde1 der seine schief gestellten ,segel trifft1 vorwrts getrieben8 ,weil der ,sto des ,windes 7fe71 wenn er schief auf die ,segelflche 7cd7 trifft1 gleichsam in zwei ,krfte zerlegt wird1 von denen die eine 7eh7 lngs der ,flche des ,segels wirkt1 also nutzlos bleibt1 die andere 7ge7 aber senkrecht gegen das ,segel trifft1 also zur ,wirkung kommt4 ,wegen der schiefen ,stellung des ,segels kann aber auch diese letztere ,kraft fr die ,bewegung des ,schiffes selbst nicht ihre volle ,wirkung ausben1 wird vielmehr wieder gleichsam in zwei ,seitenkrfte zerlegt1 von denen die eine 7ei7 das ,schiff in der ,richtung des ,kiels vorwrts treibt1 die andere 7ek7 es seitwrts drngt4 ,da nun das ,schiff so gebaut ist1 da es in der ,richtung nach vorn vom ,wasser einen mglichst geringen1 in der ,richtung nach seitwrts einen mglichst groen ,widerstand erfhrt1 und da das ,steuerruder diese ,stellung des ,rumpfes behauptet1 so folgt das ,schiff dem ,stoe des ,windes nach vorn mglichst vollstndig1 dem ,stoe nach der ,seite aber nur in sehr geringem ,grade4 #ajd4 ,warum steigt ein ,papierdrache1 den ein ,knabe am ,faden gegen den ,wind zieht1 in die ,hhe1 obwohl er doch als schwerer ,krper zu ,boden fallen sollte8 ,weil auch hier der ,sto der ,luft wegen der schiefen ,stellung des ,drachen zerlegt wird und nur einen ,theil seiner ,kraft in einer auf die ,flche des ,drachen senkrechten ,richtung wirksam machen kann1 dieser abgelenkte ,sto aber sich wieder mit dem ,zuge des ,fadens verbindet und so eine von dem ,faden weg nach oben strebende ,bewegung hervorbringt4 ,illustration3 ,fig4 #ae4 #aje4 ,warum kann der ,auflader vermittelst der ,schrotleiter ein schweres ,fa auf den ,wagen bringen1 das er sonst nicht zu heben vermag8 ,weil das ,fallbestreben eines ,krpers auf der schiefen ,ebene1 wie sie die ,schrotleiter darstellt1 nicht mehr dem ganzen ,gewichte des ,krpers entspricht1 der ,druck desselben vielmehr in zwei ,krfte zerlegt wird1 in eine senkrecht auf die ,ebene wirkende 7ad71 welche aber durch den ,widerstand der ,ebene aufgehoben wird1 und in eine mit der ,ebene parallel wirkende 7ae71 welche allein noch berwunden werden mu1 wenn der ,krper aufwrts bewegt werden soll4 ,diese noch zu berwindende ,kraft ist aber selbstverstndlich viel kleiner als das ,gewicht des schweren ,fasses und steht zu diesem in demselben ,verhltni1 wie die ,hhe der schiefen ,ebene 7,,ac71 d4 h4 hier die ,hhe des ,wagens zu der ,lnge derselben 7,,ab71 d4 h4 hier die ,lnge der ,schrotleiter4 ,illustration3 ,fig4 #af4 #ajf4 ,warum kann der ,holzhauer mit ,hlfe des ,keils die groen ,kltze leichter spalten als mit der ,axt8 ,weil auch der ,keil nach zwei ,seiten eine schiefe ,ebene darbietet1 und daher die ,widerstnde1 welche das ,holz dem ,eindringen des ,keils entgegensetzt1 an den schiefen ,flchen desselben eine ,theilung erfahren1 und zwar jeder in eine senkrecht nach oben gerichtete ,kraft 7eg7 und in eine andere 7dg und fg7 senkrecht auf die ,richtung1 in welcher der ,keil eindringt1 zerlegt wird4 ,die letzteren beiden aber heben einander auf als gleich und entgegengesetzt gerichtet1 so da nur die nach oben wirkenden ,krfte brig bleiben1 um den ,keil aus dem ,spalt hinauszutreiben4 ,nur diese hat der ,schlag des ,hammers auf den ,keil zu berwinden4 ,sie sind aber kleiner als die ursprnglichen ,widerstnde selbst und verhalten sich zu diesen wie der halbe ,rcken zur ,seitenflche des ,keils4 ,auch die ,axt1 wie jedes schneidende ,werkzeug ist zwar ein ,keil1 aber mit schmlerem ,rcken4 ,sie dringt darum zwar leichter in das ,holz ein1 erfhrt aber einen strkeren ,druck durch die ,widerstnde des ,holzes von der ,seite her4 ,deshalb bedient man sich zum ,spalten von ,scheitholz einer ,axt1 deren ,schneide einen ziemlich stumpfen ,keil bildet1 zum ,kleinhauen aber einer ,axt mit sehr spitzem ,keile4 #ajg4 ,warum kann man einen ,balken eines ,hauses1 der sich etwas gesenkt hat1 wieder heben1 wenn man einen ,keil darunter treibt8 ,weil dieser ,keil nur eine bewegliche schiefe ,ebene ist1 und der ,balken1 wenn er an seiner ,flche gleichsam hinaufgeschoben wird1 mit einem um so geringeren ,theile seines ,gewichtes widersteht1 je flacher der ,keil ist4 #ajh4 ,warum fhrt man ,wege in vielen ,windungen auf hohe und steile ,berge8 ,weil man durch diese ,windungen die ,steilheit des ,weges vermindert1 da der gewundene ,weg gleichsam nur eine bedeutend verlngerte schiefe ,ebene darstellt1 deren ,neigung um ebenso viel kleiner ist1 dieselbe ,last aber eine um so geringere ,kraft zur ,aufwrtsbewegung erfordert1 je geringer die ,neigung der ,ebene ist4 ,an ,arbeit wird allerdings dabei nichts erspart2 denn was an ,kraft gewonnen wird1 geht am ,wege verloren4 ,die ,last mu vielleicht #h oder #ajmal so weit fortbewegt werden1 als die ,hhe des ,berges1 zu der sie gehoben wird1 betrgt4 ,illustration3 ,fig4 #ag4 #aji4 ,warum kann man mit ,hlfe der ,schraube bei der ,buchdrucker- oder ,weinpresse einen so starken ,druck ausben8 ,illustration3 ,fig4 #ah4 ,weil eine ,schraube nichts ,anderes ist1 als eine um einen ,cylinder gewundene schiefe ,ebene1 und ein gegen diese geleisteter ,widerstand theilweise wirkungslos an der schiefen ,ebene abgleitet1 so da eine auf die ,schraube wirkende ,kraft einem weit greren ,gegendrucke das ,gleichgewicht halten kann4 ,bei der ,schraube verhlt sich die ,kraft zu dem ,widerstande oder der ,last1 der sie das ,gleichgewicht zu halten vermag1 wie die ,hhe des ,schraubenganges zu dem ,umfange der ,spindel4 ,hat also eine solche ,schraube einen ,durchmesser von #a ,centimeter1 und ist jeder ,schraubengang #a ,millimeter hoch1 so vermag sie mit einem ,kraftaufwande von nur #a ,pfund einen ,druck von #ca ,pfunden auszuben4 ,um die ,reibung zu vermindern1 welche die ,wirkung der ,schraube schwchen mu1 pflegt man sie sich in einer ,schraubenmutter bewegen zu lassen1 d4 h4 in einem hohlen ,cylinder1 an dessen innerer ,flche sich genau dieselbe schiefe ,ebene1 vertieft oder eingeschnitten1 hinaufwindet4 ,man kann auch die ,schraubenspindel fest machen und die ,schraubenmutter sich daran auf und nieder bewegen lassen4 ,darauf beruhen die ,buchbinderpresse und die ,kartenpresse4 ,man kann natrlich auch die ,schraube benutzen1 um schwere ,lasten zu heben1 freilich wird bei jedem ,umgang der ,schraube die ,last nur um die ,hhe des ,schraubenganges gehoben werden4 #aaj4 ,warum kann man mit dem ,pfropfenzieher den ,kork aus einer ,flasche ziehen8 ,weil der ,pfropfenzieher ein schraubenfrmig gewundener ,keil ist1 dessen ,keilform das ,eindringen in den ,kork erleichtert1 dessen ,schraubenform aber die ,reibung beim ,aufwrtsziehen so vergrert1 da der ,kork an dem ,propfenzieher hngen bleibt4 #aaa4 ,warum kann man mit ,hlfe einer vom ,dampfe getriebenen ,schraube ein ,schiff bewegen8 ,weil1 wenn die ,schraube umgedreht wird1 sie mit ihrer schiefen ,flche einen ,sto gegen das ,wasser ausbt1 dessen ,wirkung1 wenn sie auch wegen der schiefen ,richtung des ,stoes zum ,theil seitwrts verloren geht1 doch stark genug ist1 um durch den ,widerstand1 den die ,wassermasse diesem ,stoe entgegensetzt1 das ,schiff vorwrts zu treiben4 ,illustration3 ,fig4 #ai4 #aab4 ,warum wird die ,schraube hufig zu feinen ,messungen1 namentlich zur ,messung sehr dnner ,gegenstnde benutzt1 wo alle anderen ,meinstrumente nicht mehr ausreichen8 ,weil jede ganze ,umdrehung der ,schraube auch eine ,hebung oder ,senkung ihrer ,spindel um die ,hhe ihres ,schraubenganges bewirkt1 und wenn man sie mit einer ,scheibe versieht1 die an ihrem ,umfange mit einer feinen ,theilung versehen ist1 auch jede ,umdrehung um einen ,theilstrich eine ,hebung oder ,senkung um einen entsprechenden ,theil dieser ,hhe bewirken mu4 ,ist der ,rand der ,scheibe z4 ,b4 in #ajj ,theile getheilt1 und zhlt die ,schraube auf jeden ,centimeter #ajj ,schraubengnge1 so entspricht jede ,drehung der ,scheibe um einen ,theilstrich einer ,hebung oder ,senkung der ,spindel um #a_/ajjjj ,centimeter4 ,ruht die ,schraubenmutter also mittelst dreier sthlerner ,fe auf einer geschliffenen ,glasplatte1 und legt man einen dnnen ,gegenstand unter ihre ,spindel und dreht die ,scheibe1 bis die ,spindel den ,gegenstand berhrt1 so kann man an der ,gre der ,drehung die ,dicke des ,gegenstandes messen4 ,illustration3 ,fig4 #bj4 #aac4 ,warum kann ein ,arbeiter mit ,hlfe eines einfachen ,hebebaumes einen viele ,centner schweren ,ballen bewegen8 ,weil dieser ,hebebaum ein sogenannter ,hebel und zwar ein zweiarmiger ,hebel ist1 dessen ,sttzpunkt ein dem zu hebenden ,ballen mglichst nahe untergeschobener ,klotz oder ,stein ist1 und an welchem eine ,kraft um so mehr leistet1 in je weiterer ,entfernung vom ,sttzpunkt sie wirkt4 ,indem der ,mann den ,hebebaum an einem ,ende niederdrckt1 um am anderen ,ende die ,last zu heben1 dreht er die ,stange um ihren ,sttzpunkt 7c74 ,das entferntere ,ende beschreibt dabei einen greren ,bogen als das nhere1 und zwar einen genau so viel greren1 als die ,entfernung des ,angriffspunktes vom ,sttzpunkt 7ac7 grer ist1 als die ,entfernung der ,last vom ,sttzpunkt 7cb74 ,die ,leistung einer ,kraft oder eine ,arbeit wird aber gemessen durch das ,produkt aus dem zu berwindenden ,widerstande und dem zurckgelegten ,wege4 ,um so viel kleiner der ,weg1 um so grer kann also der ,widerstand oder die zu hebende ,last sein4 ,am ,hebel halten sich also ,kraft und ,last das ,gleichgewicht1 wenn sie sich umgekehrt wie die ,abstnde ihrer ,angriffspunkte vom ,sttzpunkt oder1 wenn man diese ,abstnde ,hebelarme nennt1 umgekehrt wie die ,hebelarme verhalten4 ,ist der ,hebebaum #b ,meter lang und der ,klotz ,meter vom ,ballen untergeschoben1 so kann der ,arbeiter diesen ,ballen mit einem ,kraftaufwande von #ej ,pfund in ,bewegung setzen1 wenn derselbe auch #d ,centner wge4 ,illustration3 ,fig4 #ba4 #aad4 ,warum mssen die beiden ,arme einer ,wage genau gleich lang sein8 ,weil bei der ,wage zwei gleiche ,gewichte einander das ,gleichgewicht halten sollen1 die ,wage aber ein zweiarmiger ,hebel ist1 an welchem zwei gleiche ,gewichte nur dann im ,gleichgewicht sein knnen1 wenn sie auch in gleichem ,abstande vom ,drehpunkt wirken4 ,wren die ,arme der ,wage ungleich1 so wrde schon ein kleines ,gewicht am lngeren ,arme hinreichen1 einem greren am krzeren ,arme das ,gleichgewicht zu halten4 ,gleichwohl kann man auch auf einer unrichtigen ,wage richtig wgen4 ,man legt nmlich zuerst auf die eine ,schale der ,wage den zu wgenden ,krper1 auf die andere so viele ,gewichte oder ,schrotkrner1 als nthig sind1 um das ,gleichgewicht herzustellen1 nimmt dann den ,krper selbst weg und ersetzt ihn durch ,gewichte4 ,die ,gre dieser letzteren bestimmt das ,gewicht des ,krpers4 ,man nennt dieses ,verfahren ,tariren4 ,in ,haushaltungen bedient man sich jetzt hufig der sogenannten ,roberval'schen ,tafelwage 7,fig4 #ba71 die den ,vorzug groer ,bequemlichkeit hat1 wenn sie auch keine sehr genauen ,wgungen zult4 ,bei dieser stehen die ,schalen ber dem ,wagebalken1 der gewhnlich in einem ,kasten verborgen ist4 ,die ,trger der ,schalen ruhen auf scharfen ,schneiden 7,c und ,d7 des ,wagebalkens1 sind aber zugleich unten durch ein ,querstck 7,,ab7 beweglich verbunden1 das sich um einen festen ,stift 7,q7 dreht1 der genau senkrecht unter dem ,aufhngepunkte 7,o7 des ,wagebalkens steht4 ,dadurch sind die ,trger gezwungen1 bei den ,schwankungen der ,wage stets in senkrechter ,stellung zu bleiben4 ,illustration3 ,fig4 #bb4 #aae4 ,warum kann man bei der ,schnellwage mit demselben ,gewichte verschiedene ,lasten wgen8 ,weil die ,schnellwage 7,fig4 #bb7 ein ungleicharmiger ,hebel ist1 an dessen lngerem ,arme das ,gewicht verschoben wird1 welches daher in verschiedenen ,abstnden vom ,drehpunkt auch verschiedenen ,lasten am krzeren ,arme das ,gleichgewicht halten mu4 ,ist der lngere ,arm mit ,theilstrichen versehen1 deren ,abstnde der ,lnge des krzeren ,armes gleich sind1 so wird das ,laufgewicht am #bten ,theilstrich der #b;fachen1 am #cten der #c;fachen1 am #ajten der #aj;fachen ,last am kurzen ,arme das ,gleichgewicht halten4 ,illustration3 ,fig4 #bc4 ,bequemer und genauer ist die ,brckenwage oder ,decimalwage 7,fig4 #bc71 welche auf einer ,verbindung von zwei einarmigen und einem zweiarmigen ,hebel beruht4 ,bei dieser wird die ,last nicht aufgehngt1 sondern auf eine sogenannte ,brcke 7ac7 gelegt1 welche an einem ,ende mittelst einer ,stange 7ch7 an den ,wagebalken gehngt ist1 und zwar in einem ,abstand vom ,drehpunkte 7o7 desselben1 der genau #a_/aj von dem ,abstande 7og7 ist1 in welchem die ,wagschale mit dem zur ,wgung dienenden ,gewichte hngt4 ,das andere ,ende der ,brcke ruht auf einem einarmigen ,hebel 7de71 welcher mittelst einer ,stange 7df7 ebenfalls an den ,wagebalken gehngt ist4 ,die ,aufhngepunkte an dem ,wagebalken und die ,sttzpunkte der beiden einarmigen ,hebel sind so gewhlt1 da zwischen ho und fo genau dasselbe ,verhltni besteht wie zwischen me und de4 ,die ,folge davon ist1 da die ganze ,wirkung der ,last in dem ,punkt c vereinigt ist1 gerade als ob die ganze ,last an der ,zugstange ch angehngt wre4 ,da sie also hier an einem ,hebelarme wirkt1 der an ,lnge von dem ,hebelarme1 an welchem das ,gewicht hngt1 um das ,zehnfache bertroffen wird1 so wird ihr auch durch #a_/aj ihres ,gewichts das ,gleichgewicht gehalten4 ,ein ,gewicht von #a ,pfund wgt an dieser ,wage also eine ,last von #aj ,pfund4 ,illustration3 ,fig4 #bd4 #aaf4 ,warum hebt man eine auf einer ,schiebkarre liegende ,last leichter auf1 als wenn man sie vom ,boden aufheben soll8 ,weil auch die ,schiebkarre ein ,hebel ist und zwar ein sogenannter einarmiger1 dessen ,sttzpunkt am ,ende desselben in der ,axe des ,rades liegt1 und bei dem die ,last dem ,sttzpunkt mglichst nahe angebracht ist1 whrend die hebende ,kraft am uersten ,ende wirkt4 ,auch hier beschreiben ,last und ,kraft bei der ,drehung des ,hebels in dem ,mae verschiedene ,bogen1 als ihre ,abstnde vom ,sttzpunkt verschieden sind4 ,auch hier hlt also die ,kraft einer ,last das ,gleichgewicht1 wenn ihr ,verhltni zu einander das umgekehrte der entsprechenden ,hebelarme ist4 ,illustration3 ,fig4 #be4 #aag4 ,warum darf man eine ,last nicht in die ,mitte einer ,tragstange hngen1 welche zwei ,menschen auf ihren ,schultern oder in den ,hnden zwischen sich tragen1 wenn diese ,trger nicht gleich an ,kraft sind1 der eine etwa ein ,knabe1 der andere ein ,mann ist8 ,weil jeder dieser ,trger an einem einarmigen ,hebel trgt1 dessen ,sttzpunkt auf der ,schulter oder in der ,hand des ,andern liegt1 und weil also die schwchere ,kraft gegen die strkere im ,nachtheil sein wrde1 wenn sie nicht in einer greren ,entfernung von der ,last als jene anzugreifen htte4 ,wenn der ,mann anderthalb mal so stark ist als der ,knabe1 so mu an einer #b ,meter langen ,stange die ,last #a ,meter von dem ,manne1 #a ,meter von dem ,knaben entfernt hngen1 wenn die ,kraft beider in gleichem ,verhltni in ,anspruch genommen werden soll4 #aah4 ,warum sind an ,kaffeemhlen1 ,kaffeetrommeln1 ,schleifsteinen1 ,drehorgeln etc4 besondere ,handhaben oder ,kurbeln zum ,drehen angebracht8 ,weil diese ,kurbeln nichts anderes als ,hebel sind1 an deren uerstem ,ende die ,kraft der ,hand wirkt1 whrend sich die ,last am ,anfang einer ,welle von kleinem ,durchmesser1 also sehr nahe am ,drehpunkt befindet1 und weil daher zur ,bewegung oder ,umdrehung dieser ,last grade so viel weniger ,kraft erforderlich ist1 als die ,lnge der ,kurbel den ,durchmesser der ,welle bertrifft4 ,illustration3 ,fig4 #bf4 #aai4 ,warum kann man mit ,hlfe der ,winde viel leichter einen ,eimer voll ,wasser aus einem ,schpfbrunnen ziehen als mit der ,hand8 ,weil die ,winde ebenfalls ein ,hebel ist1 an dessen lngerem ,arme1 der ,kurbel oder den ,speichen eines ,rades1 die ,kraft wirkt1 whrend an dem krzeren ,arme die heraufziehende ,last wirkt4 ,an ,arbeit wird dabei nichts gespart2 denn was an ,kraft gewonnen wird1 geht an ,weg und ,zeit verloren4 ,um so viel die ,kraft kleiner ist als die ,last1 um so viel ist der ,kreis1 welchen die ,hand an der langen ,kurbel beschreibt1 grer als der ,umfang der ,welle1 um welche sich das ,seil mit der daran hngenden ,last aufwindet4 ,die ,arbeit ist nur anders eingerichtet und gleichsam vertheilt1 so da sie mit geringeren ,kraftmitteln ausgefhrt werden kann4 #abj4 ,warum mssen die ,wagen ,rder haben1 und warum fhrt man nicht auch ohne ,schnee mit ,schlitten8 ,weil das ,rad1 indem es nur mit wenigen ,punkten den ,boden berhrt1 die der ,fortbewegung entgegenwirkende ,reibung am ,boden bedeutend vermindert1 was bei ,schnee nicht nthig ist1 da dieser theils die ,unebenheiten des ,weges ausgleicht1 theils durch die ,gltte1 die er in ,folge des ,druckes annimmt1 nur geringe ,reibung verursacht2 weil aber auch zugleich jedes ,rad wie ein ,hebel wirkt1 da die ,zugkraft der ,pferde an dem ,umfange der ,rder wirkt1 whrend die ,last an der ,axe den ,widerstand leistet4 ,die ,last1 welche die ,pferde zu berwinden haben1 ist brigens nicht eigentlich das ,gewicht des ,wagens und seiner ,ladung1 da dieses von dem ,boden getragen wird1 sondern die ,reibung an der ,axe1 welche freilich nicht blos durch die ,unebenheiten des ,bodens1 sondern auch durch das ,gewicht des ,wagens vermehrt wird4 #aba4 ,warum werden ,dampfwagenzge auf ,eisenbahnen im ,winter oft durch ,glatteis aufgehalten8 ,weil bei der ,locomotive keineswegs eine hnliche ,zugkraft vorhanden ist1 wie bei dem vom ,pferde gezogenen ,wagen1 die ,rder vielmehr nur eine umdrehende ,bewegung erhalten und diese in eine ,fortbewegung nur durch den ,reibungswiderstand verwandelt wird1 welchen die ,rder in ihrer ,umdrehung an den ,schienen finden4 ,ist dieser ,reibungswiderstand daher durch ,glatteis vermindert1 so fehlt auch jeder ,sto zur ,fortbewegung und die ,rder drehen sich nur um sich selbst4 ,illustration3 ,fig4 #bh4 #abb4 ,warum pflegt man zum ,emporziehen der ,balken auf neu errichtete ,gebude sich eines ,flaschenzuges 7,fig4 #bh7 statt eines einfachen ,seiles zu bedienen8 ,illustration3 ,fig4 #bg4 ,weil ein solcher ,flaschenzug aus mehreren ,paaren fester und beweglicher ,rollen besteht1 und jedes solches ,rollenpaar wie ein ,hebel wirkt und dadurch die ,hebung der ,last erleichtert4 ,sowohl der oben befestigte ,kloben1 als der unten mit der ,last verbundene bewegliche enthlt nmlich #c oder mehr ,rollen1 um welche abwechselnd das ,seil geschlungen ist1 an dem die ,last gezogen werden soll4 ,eine bewegliche ,rolle 7,fig4 #bg7 aber1 wie sie jede der in dem untern ,kloben befindlichen ,rollen darstellt1 ist gleichsam ein einarmiger ,hebel1 in dessen ,mitte 7c7 die ,last hngt1 whrend die ziehende ,kraft an dem einen ,ende 7b71 der ,sttzpunkt am andern ,ende 7a7 sich befindet4 ,jede solche ,rolle gestattet also die ,last mit dem halben ,kraftaufwande zu heben4 ,sind demnach #c solcher ,rollen vorhanden1 so wird nur der #fste ,theil der ,kraft nthig sein1 die ,last zu heben4 ,allerdings entspricht auch hier der ,verminderung der ,kraft eine ,verlngerung des ,weges4 ,fr jeden ,meter1 um den die ,last gehoben wird1 mu jedes der #f ,seile1 welche die ,rollen umschlingen1 sich um #a ,meter verkrzen1 das ,seil also1 an welchem das ,pferd zieht1 sich um #f ,meter verlngern1 und das ,pferd die ,last #f ,meter weit ziehen4 ,fall1 ,pendel und ,centralbewegung4 ,die ,bewegung eines fallenden ,krpers ist eine gleichmig beschleunigte1 da die ,schwerkraft der ,erde in jedem ,augenblicke gleichmig auf den bewegten ,krper fortwirkt4 ,die ,geschwindigkeit eines fallenden ,krpers nimmt daher in gleichem ,verhltnisse mit der ,dauer des ,falles zu4 ,der von dem fallenden ,krper durchlaufene ,raum wchst aber in grerem ,verhltni1 da mit der von ,moment zu ,moment wachsenden ,geschwindigkeit er auch immer grere ,rume durchfallen mu4 ,in der ersten ,sekunde fllt ein ,krper erfahrungsmig durch #d1ije ,meter oder #ae-e_/h preuische ,fu4 ,in #b ,sekunden durchfllt er den #d;fachen1 in #c ,sekunden den #i;fachen ,raum etc4 ,ueberhaupt wchst der durchfallene ,weg wie das ,quadrat der ,zeit4 ,die am ,ende der ersten ,sekunde erlangte ,geschwindigkeit ist so gro1 da damit das ,doppelte des in der ersten ,sekunde zurckgelegten ,weges durchlaufen werden wrde4 ,ebenso verhlt es sich am ,ende jeder folgenden ,sekunde4 ,die ,endgeschwindigkeit betrgt also nach der ersten ,sekunde #b #d1ije #i1ha ,meter oder #ca preuische ,fu1 nach der zweiten ,sekunde #bmal1 nach der dritten ,sekunde #cmal #i1ha ,meter etc4 ,diese ,gesetze des ,falles1 die vollkommen freilich nur fr den ,fall im luftleeren ,raume gelten1 sind zuerst von ,galilei im ,jahre #afjb aufgefunden und nachgewiesen worden4 ,ein geworfener ,krper folgt gleichfalls den ,gesetzen des ,falles4 ,aber seine ,bewegung setzt sich aus der gleichfrmigen ,bewegung1 welche ihm durch den ,sto ertheilt wird1 und der beschleunigten ,bewegung des ,falles zusammen4 ,der ,weg des geworfenen ,krpers ist darum immer eine krumme ,linie1 eine sogenannte ,parabel4 ,auch die ,bewegung eines ,pendels oder die ,schwingung eines an einem ,faden aufgehngten schweren ,krpers ist nur eine ,fallbewegung4 ,die ,dauer der ,schwingungen eines ,pendels ist daher nicht von der ,natur des ,stoffes1 aus welchem es besteht1 auch nicht von der ,weite der ,schwingungsbogen1 sondern nur von der ,lnge des ,pendels abhngig4 ,ein #dmal lngeres ,pendel schwingt #bmal1 ein #imal lngeres #cmal langsamer4 ,wird ein ,krper an einem ,faden geschwungen oder durch irgend eine ,kraft bestndig nach einem ,punkte gezogen und zugleich durch einen ,sto nach einer andern ,richtung fortgetrieben1 so wird der ,krper gezwungen1 eine krummlinige ,bahn zu durchlaufen1 und zwar ist diese ,bahn eine kreisfrmige1 wenn die anziehende ,kraft stets gleichmig wirkt1 da der ,krper immer in der gleichen ,entfernung von dem anziehenden ,punkte gehalten wird4 ,hrt die anziehende ,kraft zu wirken auf1 oder wird sie von der forttreibenden ,kraft berwunden1 lt man also den ,faden los1 oder zerreit er1 so fliegt der ,krper fort und zwar in einer ,richtung1 welche senkrecht zur ,richtung des ,fadens im ,augenblicke des ,zerreiens ist4 ,man nennt diese ,bewegung ,centralbewegung1 die anziehende ,kraft ,ziehkraft oder ,centripetalkraft1 die forttreibende ,fliehkraft1 auch ,schwungkraft oder ,centrifugalkraft4 ,im ,groen zeigen uns diese ,centralbewegung die ,erde und die ,planeten in ihrer ,bewegung um eine ,axe1 wie in ihrer ,bahnbewegung um die ,sonne4 #abc4 ,warum kann in tiefen ,schchten das ,herabfallen eines kleinen ,steines gefhrlich werden8 ,weil die ,geschwindigkeit des fallenden ,steines unter dem ,einflu der beschleunigenden ,kraft der ,schwere bestndig wchst und bei bedeutender ,fallhhe eine solche ,gewalt erlangen kann1 da der ,stein trotz seiner geringen ,masse zerschmetternd wirkt4 ,fllt ein ,stein durch einen #cjj ,meter tiefen ,schacht1 so hat er schlielich eine ,geschwindigkeit von ca4 #gf ,metern in der ,sekunde erlangt1 die doppelt so gro ist1 als die des heftigsten ,orkans4 #abd4 ,warum mu man den ,lauf einer ,bchse nicht auf das ,ziel selbst1 sondern auf einen etwas hher gelegenen ,punkt richten1 wenn man aus weiter ,entfernung schiet und das ,ziel treffen will8 ,weil die abgeschossene ,kugel niemals in grader ,linie fortfliegt1 sondern1 da bestndig die ,zugkraft der ,schwere auf sie wirkt1 allmhlich in einem ,bogen sich zur ,erde herabsenkt4 ,eine ,bchsenkugel1 die mit etwa #dgj ,meter ,geschwindigkeit den ,lauf verlt1 fllt auf eine ,schuweite von #dh ,meter1 die sie in #a_/aj ,sekunde durchfliegt1 etwa um #d ,centimeter4 ,auf einen um ebenso viel ber dem ,ziel liegenden ,punkt mu daher auch visirt werden4 #abe4 ,warum bedient man sich ganz allgemein des ,pendels zur ,regelung der ,uhren8 ,weil wegen der unvernderlichen ,gre der ,schwere an demselben ,orte der ,erde die ,schwingungen desselben ,pendels in genau gleichen ,zeiten geschehen und diese gleichdauernden ,schwingungen auf die ,bewegung des ,rderwerks bertragen werden4 ,diese ,uebertragung geschieht durch einen an der ,pendelstange befestigten ,doppelhaken1 die sogenannte ,hemmung1 dessen ,spitze abwechselnd in die ,zhne eines ,rades eingreifen und dadurch bewirken1 da das ,rad erst nach jeder vollendeten ,pendelschwingung um einen ,zahn weiterrcken kann4 ,die ,benutzung dieses ,pendels zur ,regelung der ,uhren rhrt von dem hollndischen ,physiker ,huyghens her1 der im ,jahre #afeh die erste ,pendeluhr herstellte4 #abf4 ,warum pflegt eine ,pendeluhr im ,sommer nachzugehen8 ,weil das ,pendel in ,folge der ,ausdehnung durch die ,wrme sich etwas verlngert1 das lngere ,pendel aber langsamer schwingt1 und darum auch der ,gang des ganzen ,uhrwerks1 der durch die ,pendelschwingungen regulirt wird1 ein langsamerer werden mu4 #abg4 ,warum mu man das ,pendel einer ,berliner ,uhr am ,aequator verkrzen1 wenn die ,uhr richtig gehen soll8 ,weil die ,geschwindigkeit der ,pendelschwingungen von der ,schwerkraft der ,erde abhngt1 die ,schwerkraft aber wegen der ,anschwellung der ,erde am ,aequator hier schwcher wirkt als unter hheren ,breiten1 und die ,schwingungen des ,pendels darum auch langsamer sein mssen4 ,damit sie wieder schneller und den bei uns stattfindenden gleich werden1 mu also das ,pendel etwas gekrzt werden4 ,ein ,secundenpendel1 d4 h4 ein ,pendel1 das genau in jeder ,sekunde eine ,schwingung macht1 hat bei uns 7unter #eb ,grad ,breite7 eine ,lnge von #j1iid ,meter1 am ,aequator aber eine ,lnge von #j1iia ,meter4 #abh4 ,warum wird ein ,ball1 den man an einen ,faden bindet und1 nachdem man ihn schnell im ,kreise geschwungen1 loslt1 viel weiter geschleudert1 als wenn man ihn mit der ,hand wirft8 ,weil auf den am ,faden geschwungenen ,ball die ,fliehkraft wirkt1 die bei dem ,wurfe mit der ,hand nicht thtig ist1 und weil diese ,fliehkraft mit der ,lnge des ,fadens und der ,geschwindigkeit des ,umschwungs wchst4 #abi4 ,warum spritzen die ,rder eines schnell fahrenden ,wagens8 ,weil durch den schnellen ,umschwung der ,rder ,fliehkraft erzeugt wird1 welche am strksten am ,umfange der ,rder wirkt und hier die ,adhsion der damit in ,berhrung kommenden ,krper1 wie der ,wassertheilchen oder des ,straenkoths1 berwindet und diese ,krper darum fortschleudert4 ,auf derselben ,erscheinung beruhen auch die verschiedenen ,centrifugalmaschinen1 deren man sich zum ,trocknen der ,wsche1 zum ,ausschleudern des ,honigs aus den ,wachsscheiben1 oder in ,zuckerfabriken zum ,reinigen des ,zuckers vom anhngenden ,syrup bedient4 ,es sind im ,wesentlichen siebfrmig durchlcherte ,trommeln1 durch deren ,oeffnungen in ,folge eines heftigen ,umschwungs die ,flssigkeiten ausgeschleudert werden1 whrend die festen ,krper -- die ,wsche1 das ,wachs1 die ,zuckerkrystalle -- zurckbleiben4 #acj4 ,warum fliet aus einem mit ,wasser gefllten ,glase1 das man in einen ,reifen stellt1 das ,wasser nicht aus1 wenn man diesen ,reifen schnell im ,kreise schwingt1 obgleich dabei die ,oeffnung des ,glases nach unten gekehrt wird8 ,weil die durch den ,umschwung erzeugte ,fliehkraft1 die das ,wasser im ,glase nach auen1 also gegen den ,boden des ,glases treibt1 der ,schwerkraft entgegenwirkt1 und diese bei hinreichender ,geschwindigkeit des ,umschwungs vllig berwunden wird4 ,man hat sogar sogenannte ,centrifugalfahrbahnen eingerichtet1 welche einen senkrecht stehenden ,kreis bilden1 so da die darauf fahrenden ,personen mit dem ,kopf nach unten zu stehen kommen4 ,der ,wagen mit der darin sitzenden ,person geht zuerst in einer sehr steilen ,bahn abwrts1 bevor er in die ,kreisbahn kommt1 damit er hinreichende ,schwungkraft erlange4 ,denn je grer die ,geschwindigkeit1 desto eher berwiegt die ,centrifugalkraft das ,gewicht des ,wagens und der darin sitzenden ,person1 und desto sicherer und gefahrloser ist die ,fahrt4 #aca4 ,warum mu ein ,dampfwagenzug bei starken ,krmmungen der ,bahn langsam fahren8 ,weil mit der ,geschwindigkeit die ,schwungkraft wachsen wrde1 die ein sich in solcher ,krmmung bewegender ,zug erlangt1 und weil diese ,schwungkraft den ,zug aus den ,schienen schleudern wrde1 ,um den ,wirkungen der ,schwungkraft entgegenzutreten1 legt man inde an solchen ,krmmungen die uere ,schiene etwas hher als die innere und zwar um so mehr1 je strker die ,krmmung ist4 #acb4 ,warum flacht sich auf der ,tpferscheibe eine weiche ,thonkugel zu einer ,scheibe ab8 ,weil durch die schnelle ,umdrehung der ,tpferscheibe alle ,theilchen der ,thonkugel das ,bestreben erhalten1 sich nach auen zu entfernen1 und sie auch1 wenn ihre ,zusammenhangskraft nicht gro genug wre1 hinweggeschleudert werden wrden4 ,durch das ,zusammenwirken der ,schwungkraft und der ,cohsionskraft werden die ,theilchen gezwungen1 eine abgeplattete ,kugel zu bilden1 die bei groer ,schnelligkeit der ,umdrehung fast die ,form einer ,scheibe annimmt4 ,auch die abgeplattete ,kugelgestalt unserer ,erde wird einem frheren ,flssigkeitszustande derselben und der ,einwirkung der ,axendrehung zugeschrieben4 ,gleichgewicht und ,bewegung flssiger ,krper4 ,die flssigen ,krper unterscheiden sich von den festen durch die grere ,verschiebbarkeit ihrer ,theile4 ,sie knnen niemals wie diese eine ihnen eigenthmliche ,gestalt besitzen1 sondern mssen die ,form des ,gefes annehmen1 von welchem sie eingeschlossen sind4 ,nur sehr kleine ,flssigkeitsmassen zeigen das ,bestreben1 die ,kugelform anzunehmen1 und bilden ,tropfen4 ,grere ,flssigkeitsmassen stellen an ihrer ,oberflche eine wagerechte ,ebene dar4 ,illustration3 ,fig4 #bi4 #acc4 ,warum steht ,wasser oder irgend eine andere ,flssigkeit in zwei ,gefen gleich hoch1 wenn diese so mit einander verbunden sind1 da die ,flssigkeit frei aus dem einen in das andere treten kann8 ,weil der ,druck des ,wassers in dem einen ,gefe genau so gro sein mu1 als der ,druck des ,wassers in dem andern1 und dies nicht anders der ,fall sein kann1 als wenn das ,wasser in ,beiden gleich hoch steht4 ,da nmlich das ,wasser1 wie jeder andere ,krper1 das ,bestreben hat1 zu fallen1 bis es am weiteren ,fallen gehindert wird1 so wrde1 wenn das ,wasser in dem einen ,gefe hher stnde als in dem andern1 ,ersteres auf das in der ,verbindungsrhre befindliche ,wasser einen greren ,druck ausben als das ,wasser in dem andern ,gefe1 in welchem es niedriger stnde4 ,die ,folge davon wrde sein1 da das ,wasser in dem ersteren ,gefe so lange ,wasser aus der ,verbindungsrhre in das andere ,gef drngen wrde1 bis der ,druck des ,wassers in beiden ,gefen auf das ,wasser in der ,verbindungsrhre gleich wre1 d4 h4 das ,wasser in beiden ,gefen gleich hoch stnde4 ,so verbundene ,gefe nennt man communicirende ,gefe 7oder ,rhren74 ,illustration3 ,fig4 #cj4 #acd4 ,warum springt das ,wasser aus der krzeren von zwei communicirenden ,rhren heraus1 wenn der ,stand des ,wassers in der lngeren hher als die krzere ,rhre ist8 ,weil das ,gleichgewicht des ,wassers nicht hergestellt ist1 so lange das ,wasser in der einen ,rhre hher steht als in der anderen1 und der ,druck des ,wassers in der lngeren ,rhre daher so lange aus der ,verbindungsrhre in die krzere drngen mu1 bis es in beiden gleich hoch steht4 ,da nun aber die ,hhe der krzeren ,rhre nicht ausreicht1 um das ,wasser zu fassen1 so mu es nothwendig oben herausspringen und zwar1 wenn die ,reibung an den ,wnden der ,rhre1 an den ,rndern der ,ausfluffnung und der ,widerstand der ,luft nicht hinderlich wren1 genau so hoch1 da die ,hhe des ,wasserstrahles der ,hhe des ,wasserstandes in der lngeren ,rhre gleichkme4 #ace4 ,warum springt das ,wasser aus den sogenannten ,springbrunnen so hoch empor8 ,weil auch ,springbrunnen nur communicirende ,rhren sind1 die das ,wasser aus hher gelegenen ,behltern der tiefer gelegenen ,springbrunnenffnung zufhren1 und daher der ,druck der gesammten ,wassermasse1 welche sich ber dem ,niveau dieser ,oeffnung befindet1 das ,wasser hinaustreibt4 #acf4 ,warum kann man ein mit ,wasser angeflltes1 gehrig verschlossenes ,fa1 in das man eine #f bis #i ,meter lange ,rhre festkittet1 und zwar so1 da sie mit dem ,wasser im ,fasse in ,verbindung steht1 sprengen1 sobald man in diese ,rhre ,wasser hineingiet8 ,weil der durch das ,wasser in der ,rhre auf das im ,fasse befindliche ,wasser verursachte ,druck sich nicht nur den ,wassertheilchen mittheilt1 die unmittelbar unter der ,rhre liegen1 sondern durch dieselben sich auch gleichmig nach allen ,richtungen auf alle darunter und daneben befindlichen ,theilchen fortpflanzt4 ,da nun das ,wasser im ,fasse keinen ,raum findet1 wohin es1 durch den ,druck des ,wassers der ,rhre gedrngt1 ausweichen knnte1 so mu es auf die ,wnde des ,fasses drcken und diese1 wenn sie nicht stark genug sind1 auseinandertreiben4 #acg4 ,warum zerspringen ,flaschen1 wenn sie mit ,wasser oder ,wein bis an den ,rand gefllt sind1 und man dann einen ,kork auf die ,mndung aussetzt und mit einem leichten ,schlage einzutreiben versucht8 ,weil auch ein von auen gebter ,druck nach allen ,richtungen durch die ganze ,flssigkeitsmasse sich fortpflanzt und daher auch auf die ,wnde der ,flasche wirkt1 die ihrer ,zerbrechlichkeit wegen einem solchen ,schlage nicht widerstehen knnen4 ,man mu daher beim ,fllen von ,weinflaschen die ,vorsicht ben1 stets eine zollhohe ,luftschicht ber dem ,weine zu lassen1 durch deren leichte ,zusammendrckbarkeit jede ,gefahr beseitigt wird4 ,illustration3 ,fig4 #ca4 #ach4 ,warum kann ein mit ,wasser gefllter ,cylinder dadurch in drehende ,bewegung versetzt werden1 da man unten in der ,nhe des ,bodens mehrere ,rhren anbringt1 die smmtlich nach derselben ,seite hin umgebogen sind1 und durch welche das ,wasser ausfliet8 ,weil1 wenn das ,wasser aus einer solchen umgebogenen ,rhre ausfliet1 es nur auf die gegenberstehende ,wand einen ,seitendruck ausbt1 und das ,gef daher1 wenn es beweglich ist1 nach dieser ,richtung hin ausweichen mu4 ,da der ,druck des ausflieenden ,wassers bei allen diesen ,rhren nach derselben ,richtung wirkt1 so mu eine ,drehung des ,gefes erfolgen4 ,darauf beruht das sogen4 ,segner'sche ,wasserrad4 7,fig4 #ca47 ,illustration3 ,fig4 #cb4 #aci4 ,warum ist der ,druck des ,wassers auf den ,boden in zwei ,gefen1 von denen das eine sich nach oben erweitert1 das andere nach oben verengt1 doch vllig gleich1 wenn beide eine gleichgroe ,bodenflche haben und in beiden das ,wasser gleich hoch steht8 7,fig4 #cb47 ,illustration3 ,fig4 #cc4 ,weil bei der ,verschiebbarkeit der ,flssigkeitstheilchen jedes ,theilchen nicht blos nach unten1 sondern auch nach allen ,seiten drckt1 jedes ,theilchen an der ,bodenflche daher den gleichen ,druck erleiden mu1 und der ,gesammtdruck auf die ,bodenflche darum nicht von der ,menge der vorhandenen ,flssigkeit1 sondern nur von der ,hhe derselben und von der ,gre der ,bodenflche abhngen kann4 ,der ,druck auf den ,boden eines ,gefes ist also unter allen ,umstnden dem ,gewicht einer ,flssigkeitssule gleich1 welche den ,boden zur ,grundflche und die ,hhe des ,flssigkeitsspiegels zur ,hhe hat4 ,daraus geht hervor1 da man mit einer kleinen ,wassermasse einen bedeutend greren ,druck ausben kann1 als das ,gewicht der ,wassermasse betrgt4 ,man macht davon bei der ,real'schen ,presse 7,fig4 #cc7 zum ,auspressen von ,pflanzensften ,gebrauch1 indem man in ein oben verschlossenes starkwandiges ,gef eine sehr dnne ,rhre einkittet1 und diese mit ,wasser fllt4 ,der ,druck ist dabei so stark1 als ob das ,gef selbst die ganze ,hhe der ,rhre htte und mit ,wasser gefllt wre4 #adj4 ,warum werden leere ,flaschen1 die man in bedeutende ,meerestiefe hinabsenkt1 zerdrckt oder mit ,wasser gefllt8 ,weil nicht blos der ,boden und die ,seitenwnde eines ,gefes1 sondern auch jede ,stelle im ,innern der ,flssigkeit einen ,druck erleidet und zwar einen ,druck1 welcher dem ,gewichte der darber stehenden ,flssigkeitssule gleich ist4 ,jeder ,krper1 der an ,stelle der ,flssigkeitstheilchen einen ,raum im ,innern der ,flssigkeit einnimmt1 erleidet also denselben ,druck1 und dieser wird in einer ,meerestiefe von #djj ,metern1 wenn man das ,gewicht eines ,kubikdecimeters ,wasser zu #b ,pfund annimmt1 auf jeden ,quadratmeter ,flche #hjjjjj ,pfund betragen4 ,natrlich kann eine ,flasche einem solchen ,drucke nicht widerstehen1 sondern wird entweder zerdrckt1 oder es wird der ,pfropfen1 durch den sie verschlossen ist1 in dieselbe hineingetrieben4 ,wegen dieses ,druckes knnen auch ,thiere in groen ,meerestiefen nicht mehr leben4 ,illustration3 ,fig4 #cd4 #ada4 ,warum kann man vermittelst einer hydraulischen ,presse bei ,anwendung einer sehr migen ,kraft einen ungeheuren ,druck ausben8 ,weil sich der ,druck1 der hier auf eine ,flssigkeitssule von geringem ,durchmesser ausgebt wird1 durch eine communicirende ,rhre auf eine ,flssigkeitssule von sehr bedeutendem ,querschnitt fortpflanzt und die ,oberflche derselben nun einen ,druck erleidet1 der gerade so gro ist1 als ob jeder ,theil derselben dem ursprnglichen ,druck ausgesetzt gewesen wre4 ,diese hydraulische ,presse 7,fig4 #cd7 besteht nmlich aus zwei ,cylindern von sehr verschiedenen ,querschnitten1 welche durch ein ,rohr mit einander verbunden sind1 und in welchen sich ,kolben auf und nieder bewegen lassen4 ,der kleinere ,cylinder hat die ,einrichtung einer ,druckpumpe1 und durch das ,spiel seines ,kolbens wird ,wasser in den hohlen ,raum des andern ,cylinders getrieben1 das nun hier den ,kolben desselben in die ,hhe schiebt4 ,in demselben ,verhltni1 in welchem der ,querschnitt des ,druckkolbens von der untern ,flche des ,prekolbens bertroffen wird1 in demselben ,verhltni wird auch die ,kraft1 mit welcher man den ,druckkolben niederdrckt1 von der ,kraft bertroffen1 mit welcher der ,prekolben gehoben wird4 ,betrgt z4 ,b4 der ,querschnitt des ,druckkolbens #a ,centimeter1 der des ,prekolbens #ajj ,centimeter1 und wendet man zum ,niederdrcken des ,druckkolbens eine ,kraft von #ej ,pfund an1 so wird zunchst der ,druck1 den der ,druckkolben erfhrt1 da er durch ,vermittelung eines ,hebels ausgebt wird1 beispielsweise um das #f;fache vermehrt1 und die ,flche des ,prekolbens erleidet also einen ,druck von #ajj #cjj ,pfund oder #cjjjj ,pfund4 ,bekanntlich werden solche ,pressen besonders zum ,pressen von ,tuch und ,papier1 zum ,auspressen von ,oelsamen und zum ,heben und ,fortschieben groer ,lasten angewandt4 7,hydraulische ,aufzge67 #adb4 ,warum sinken manche ,krper im ,wasser unter1 whrend andere auf demselben schwimmen und nur mit ,gewalt in dasselbe hineingedrckt werden knnen8 ,weil ein ,krper im ,wasser nur dann dem ,drucke des ,wassers das ,gleichgewicht halten kann1 wenn sein ,gewicht dem einer ,wassermenge von gleichem ,rauminhalt oder ,volumen gleich ist4 ,krper1 deren ,gewicht grer ist1 als das ,gewicht des gleichen ,volumens ,wasser1 oder die specifisch schwerer sind als das ,wasser1 mssen untersinken1 da der ,gegendruck des ,wassers ihnen nicht widerstehen kann4 ,krper aber1 deren ,gewicht geringer ist1 als das der gleichen ,raummenge ,wasser1 oder die specifisch leichter sind1 schwimmen auf demselben1 weil ihr ,druck geringer ist als der ,gegendruck des ,wassers4 #adc4 ,warum tritt das ,oel1 auf welches man ,wasser oder eine andere ,flssigkeit giet1 auf die ,oberflche des ,wassers oder der ,flssigkeit und schwimmt oben auf8 ,weil ,oel weniger wiegt als eine gleich groe ,menge ,wasser1 oder mit anderen ,worten1 weil ,oel ein geringeres specifisches ,gewicht hat als ,wasser1 und daher das auf das ,oel gegossene ,wasser1 weil es von dem ,oele nicht getragen werden kann1 auf den ,boden des ,gefes sinken mu4 ,es folgt zugleich daraus1 da1 wenn mehrere ,flssigkeiten1 z4 ,b4 drei1 zusammengegossen wrden1 die specifisch schwerste zu unterst1 die specifisch leichteste oben auf1 die ,flssigkeit von mittlerem specifischen ,gewichte aber sich in der ,mitte zwischen ,beiden lagern wrde4 #add4 ,warum schwimmt eine dnne hohle ,metallkugel auf dem ,wasser8 ,weil ein ,volumen ,wasser1 das dem ,inhalte der ,kugel gleich kommt1 mehr wiegt als die hohle ,metallkugel1 und sie daher nur so weit in das ,wasser einsinken kann1 bis das ,gewicht des dadurch aus der ,stelle getriebenen ,wassers dem der ,metallkugel gleich ist4 ,wrde dagegen die ,metallkugel zusammengedrckt1 so wrde sie1 da sie nun einen bedeutend kleinern ,raum einnhme1 und das ,metall selbst specifisch schwerer ist als das ,wasser1 sogleich im ,wasser untersinken4 #ade4 ,warum sinken ,glasflaschen1 die mit ,wasser angefllt sind1 im ,wasser unter8 ,weil sie in diesem ,falle specifisch schwerer als das ,wasser sind1 da zwar das ,wasser im ,wasser nicht wiegt1 das ,glas aber1 woraus die ,flaschen bestehen1 specifisch schwerer als ,wasser ist4 ,leere ,flaschen schwimmen nur deshalb auf dem ,wasser1 weil sie mit ,luft gefllt sind1 und ein ihrem ,umfange gleiches ,volumen ,wasser schwerer ist als die ,glasmasse der ,flaschen und die von ihnen ,umschlossene ,luft zusammengenommen4 #adf4 ,warum kommen ,ertrunkene1 die einige ,tage unter dem ,wasser gelegen haben1 auf die ,oberflche desselben8 ,weil whrend dieser ,zeit wegen eintretender ,fulni ihr ,krper aufschwillt und1 da dieses ,aufschwellen nur von ,luftarten herrhrt1 welche sich durch die ,verwesung entwickeln1 an specifischem ,gewichte abnimmt4 ,im lebenden ,zustande ist aber schon der ,krper der meisten ,menschen etwas leichter als das ,wasser1 und nur beim ,ertrinken ist er in ,folge des eingedrungenen ,wassers etwas schwerer geworden4 ,durch die in seinem ,innern entwickelten ,luftarten mu er daher wieder leichter geworden sein als das ,wasser und deswegen auf die ,oberflche gehoben werden4 #adg4 ,warum schwimmt das ,eis auf dem ,wasser8 ,weil das ,eis specifisch leichter als das ,wasser ist und daher in demselben nicht untersinken kann4 ,das ,wasser hat nmlich die besondere ,eigenthmlichkeit1 da es beim ,festwerden oder ,erstarren1 statt1 wie die meisten anderen ,krper1 sich zusammenzuziehen und dichter zu werden1 sich ausdehnt4 ,eine bestimmte ,menge ,wasser nimmt als ,eis einen um #a_/ac greren ,raum ein4 ,eis ist also specifisch leichter als ,wasser4 #adh4 ,warum schwimmen ,schiffe mit ,lasten1 die so schwer sind1 da sie1 fr sich allein in das ,wasser geworfen1 sogleich untersinken wrden1 auf demselben8 ,weil ein ,volumen ,wasser1 das dem ,umfange oder ,volumen eines ,schiffes gleich kommt1 mehr wiegt als das ,schiff mit allen darin befindlichen ,lasten1 da die groe ,menge der ,luft1 welche die ,wnde des ,schiffes umschlieen1 wegen der groen specifischen ,leichtigkeit derselben das ,gewicht der schwereren ,lasten mehr als ausgleicht4 ,der ,druck1 den das ,schiff vermge seiner ,schwere auf das ,wasser ausbt1 vermag daher nicht den ,gegendruck des ,wassers vllig aufzuheben2 das ,schiff sinkt deshalb nur so weit in das ,wasser ein1 bis es eine seinem ,gewichte gleiche ,menge ,wasser aus der ,stelle getrieben hat4 #adi4 ,warum schwimmen ,menschen ohne alle ,anstrengung auf dem ,wasser1 wenn sie unter den ,armen ber der ,brust groe mit ,luft gefllte ,blasen befestigen8 ,weil diese mit ,luft angefllten ,blasen1 welche bei weitem specifisch leichter als das ,wasser sind1 bewirken1 da der ganze ,umfang des ,menschen und der ,blasen zusammengenommen weniger wiegt1 als eine ,wassermenge von gleichem ,umfange2 so da der ,mensch also nicht untersinken kann1 sondern auf der ,oberflche des ,wassers bleibt4 ,grtel oder ,jacken aus ,kork bewirken dasselbe4 #aej4 ,warum fllt auf den ,boden der ,gefe1 worin manche ,flssigkeiten enthalten sind1 ein ,satz nieder1 wenn man sie einige ,zeit ruhig stehen lt8 ,weil die in der ,flssigkeit enthaltenen kleinen festen ,krperchen ungeachtet ihrer ,kleinheit ein greres specifisches ,gewicht haben als das ,wasser1 und daher der ,schwerkraft folgend zu ,boden sinken1 wenn nicht der ,druck des ,wassers durch einen hinzutretenden anderweitigen ,druck vermehrt wird1 der die kleinen ,krperchen schwimmend erhlt4 ,ein solcher anderweitiger ,druck wird aber durch ,schtteln1 ,kochen und berhaupt durch jede innere ,bewegung der ,wassermasse verursacht1 da die kleinen ,krperchen vermge ihrer ,kleinheit von den bewegten ,wassertheilchen mit fortgerissen und so am ,untersinken verhindert werden4 #aea4 ,warum tauchen manche ,krper1 die auf dem ,wasser schwimmen1 tiefer ein als andere1 ,eichenholz z4 ,b4 tiefer als ,fichtenholz8 ,weil die einen ein greres specifisches ,gewicht als die anderen haben1 schwerere ,krper aber bei gleichem ,raumumfang eine grere ,menge ,wasser aus der ,stelle treiben mssen1 wenn ihrem ,drucke das ,gleichgewicht gehalten werden soll4 ,ein auf dem ,wasser schwimmender ,krper taucht nmlich stets so tief ein1 da das ,gewicht des durch den eingetauchten ,theil verdrngten ,wassers genau dem ganzen ,gewichte des ,krpers gleich ist4 #aeb4 ,warum sinken ,schiffe im ,fluwasser tiefer ein1 als im ,meerwasser8 ,weil das ,meerwasser wegen seines ,salzgehaltes specifisch schwerer als das ,fluwasser ist4 ,da nun feste ,krper1 die auf dem ,wasser schwimmen1 immer so viel ,wasser aus der ,stelle treiben1 als sie selbst wiegen1 so braucht natrlich nur eine geringere ,menge von ,meerwasser aus der ,stelle verdrngt zu werden als von ,fluwasser1 um doch das gleiche ,gewicht zu erhalten4 ,wird aber weniger ,wasser aus der ,stelle getrieben1 so kann das ,schiff auch nicht so tief einsinken1 als in dem ,falle1 wenn eine grere ,menge ,wasser aus der ,stelle getrieben wird4 #aec4 ,warum schwimmt ein ,hhnerei in starkem ,salzwasser1 whrend es in sem ,wasser untersinkt8 ,weil starkes ,salzwasser specifisch schwerer als ein ,hhnerei1 ses ,wasser aber specifisch leichter als dasselbe ist1 der ,druck daher1 den das ,hhnerei auf das ,salzwasser ausbt1 durch den ,gegendruck desselben berwltigt wird1 so da es nicht untersinken kann4 ,im sen ,wasser dagegen kann das ,ei seiner ,schwerkraft ungehindert folgen und sinkt deswegen zu ,boden1 indem sein ,druck den ,gegendruck des sen ,wassers berwindet4 ,es ergiebt sich zugleich hieraus1 da ,salzwasser specifisch schwerer als ses ,wasser sein mu4 #aed4 ,warum steigt das ,wasser in einem ,gefe1 wenn ein ,pfund ,eisen hineingethan wird1 hher1 als wenn ein ,pfund ,blei in dasselbe hineingelegt wird8 ,weil ein ,pfund ,eisen einen greren ,raumumfang oder ein greres ,volumen hat als ein ,pfund ,blei1 und es daher auch mehr ,wasser aus der ,stelle treiben mu als das ,blei1 das ,wasser also im ersteren ,falle im ,gefe hher steigen mu als im letzteren4 #aee4 ,warum ist der ,branntwein desto besser1 je tiefer die ,branntweinwage in denselben einsinkt1 whrend das ,bier desto besser ist1 je weniger tief die ,bierwage in dasselbe einsinkt8 ,weil der ,branntwein desto besser ist1 je geringeres specifisches ,gewicht er hat1 was dann der ,fall ist1 wenn er mehr specifisch leichteren ,alkohol und weniger specifisch schwereres ,wasser enthlt2 weil das ,bier aber desto besser ist1 je grer sein specifisches ,gewicht ist1 was dann stattfindet1 wenn dasselbe mit mehr ,malz bereitet wurde1 also mehr ,gummi und ,zucker enthlt4 ,ein fester ,krper sinkt aber um so tiefer in eine ,flssigkeit ein1 je geringer das specifische ,gewicht derselben ist4 #aef4 ,warum ist das ,gewicht der ,krper im ,wasser leichter als auerhalb desselben8 ,weil alle ,krper im ,wasser so viel an ,gewicht verlieren1 als das ,wasser wiegt1 welches sie aus der ,stelle treiben1 oder mit andern ,worten1 so viel als das ,wasser wiegt1 dessen ,menge hinreichen wrde1 den ,raum dieser ,krper einzunehmen4 ,man bezeichnet dieses ,gesetz mit dem ,namen des ,archimedischen ,prinzips1 weil es von ,archimedes in ,sicilien 7#bbj vor ,christo7 zuerst angewandt sein soll4 #aeg4 ,warum vermag ein ,hund einen untergesunkenen ,menschen wieder auf die ,oberflche des ,wassers zurckzubringen und ihn im ,wasser bis an das ,ufer zu schleppen8 ,weil der ,mensch1 wie jeder andere ,krper1 im ,wasser an seinem ,gewichte verliert1 und zwar so viel1 als ein seinem ,krperumfange gleiches ,volumen ,wasser wiegt4 ,da der ,mensch aber meist sogar etwas specifisch leichter1 selten wenig specifisch schwerer als das ,wasser ist1 so bleibt von seinem ,gewichte im ,wasser auch im ungnstigsten ,falle nur so wenig brig1 da ein ,hund es leicht tragen und aus der ,tiefe emporziehen kann4 #aeh4 ,warum kann ein ,hund einen schweren ,stein wohl vom ,grunde des ,wassers heraufholen1 mu ihn aber ber der ,oberflche fallen lassen8 ,weil der ,stein im ,wasser so viel weniger wiegt1 als das ,gewicht des von ihm verdrngten ,wassers betrgt1 er auerhalb desselben aber wieder mit seinem ganzen ,gewichte drckt4 #aei4 ,warum vermag man einen in ,wasser getauchten ,eimer mit dem kleinen ,finger bis an die ,oberflche des ,wassers zu ziehen8 ,weil ein mit ,wasser angefllter ,eimer im ,wasser noch leichter ist1 als ein leerer ,eimer auerhalb desselben1 da das ,gewicht des im ,eimer befindlichen ,wassers durch den ,gegendruck des umgebenden ,wassers aufgehoben wird1 also nur noch das ,gewicht des ,holzes brig bleibt1 welches aber bekanntlich geringer ist1 als das des ,wassers und daher vom ,wasser getragen wird4 ,der gefllte ,eimer bietet daher im ,wasser gar keine ,last dar1 und es ist beim ,aufziehen desselben nur der ,widerstand der darber befindlichen ,wassertheilchen zu berwinden4 #afj4 ,warum erhlt sich der ,mensch auf der ,oberflche des ,wassers1 wenn er mit den ,hnden oder ,fen gewisse ,bewegungen macht1 d4 h4 schwimmt8 ,weil durch die knstlichen ,schwimmbewegungen1 die in einem ,sto der ,fe und der flachen ,hnde gegen das ,wasser bestehen1 ein hinreichender ,gegendruck gegen das ,wasser gebt wird1 um den schon an sich das ,wasser gar nicht oder wenig an specifischer ,schwere bertreffenden ,krper am ,tiefersinken zu verhindern4 ,da die meisten ,menschen #a_/i bis #a_/aj leichter als ,fluwasser zu sein pflegen1 so knnen sie auch ruhig auf dem ,rcken im ,wasser liegend1 mit ber dem ,kopf zusammengeschlagenen ,armen und gespreizten ,beinen1 ohne die geringste ,bewegung sich auf der ,oberflche des ,wassers erhalten4 ,in jeder andern ,lage wrde freilich das ,gesicht unter das ,wasser tauchen und dadurch die ,athmung verhindert werden1 wenn nicht durch die ,schwimmbewegungen der ,kopf wieder darber gehoben wrde4 ,beine1 ,arme und ,kopf haben das grte ,gewicht unter allen ,krpertheilen1 wie berhaupt die ,knochenmasse das ,gewicht vermehrt1 whrend die ,fettmasse es vermindert2 weshalb auch fette ,menschen leichter schwimmen als magere4 ,das geringste ,gewicht hat die ,brust wegen der ,hhlung1 die sie umschliet4 ,jedes ,ein- und ,ausathmen ist mit einer abwechselnden ,erweiterung und ,verengung der ,brusthhle verbunden und bedingt darum auch ein abwechselndes ,heben und ,sinken des ,krpers im ,wasser4 ,die meisten ,menschen wrden1 wenn sie in das ,wasser fallen1 nur bis zur ,nase einsinken und darum durch ,zurcklegen des ,kopfes leicht im ,stande sein1 ,mund und ,nase ber dem ,wasser zu erhalten1 wenn sie nicht in besinnungsloser ,angst gewhnlich selbst ihre ,rettung dadurch vereitelten1 da sie die ,arme ber das ,wasser emporstrecken und so den ,kopf zwingen1 zur ,wiederherstellung des ,gleichgewichts unterzutauchen4 #afa4 ,warum knnen die ,fische sich nach ,belieben im ,wasser auf- und abwrts bewegen8 ,weil sie im ,innern ihres ,leibes eine lufterfllte ,schwimmblase haben1 welche sie durch eine ,rippenbewegung willkrlich zusammendrcken oder erweitern knnen4 ,durch ,zusammendrcken der ,schwimmblase erlangen sie aber ein greres specifisches ,gewicht und bewegen sich darum abwrts4 ,durch ,erweiterung der ,schwimmblase werden sie specifisch leichter und bewegen sich deshalb aufwrts4 ,die ,flossen des ,fisches untersttzen diese ,bewegung noch1 indem sie mit ihren breiten ,flchen den ,fisch gleichsam nach oben oder unten oder seitwrts fortschnellen4 ,gleichgewicht und ,bewegung luftfrmiger ,krper4 ,die ,luft hat die allgemeinen ,eigenschaften aller ,krper4 ,sie nimmt fr sich einen ,raum ein und behauptet denselben1 so lange sie nicht entweichen kann4 ,sie ist daher ein ,krper1 obgleich sie ihrer ,durchsichtigkeit wegen von unseren ,augen nicht wahrgenommen wird4 ,als ,krper ist sie auch schwer und bt auf andere ,krper einen ,druck aus1 der sogar unter ,umstnden sehr bedeutend werden kann4 ,von den festen und flssigen ,krpern unterscheidet sich die ,luft wesentlich durch das ,bestreben ihrer ,theilchen1 sich immer weiter von einander zu entfernen oder einander abzustoen4 ,die ,luft kann daher niemals1 wie ein flssiger ,krper1 einen abgeschlossenen ,raum nur theilweis erfllen1 sondern dehnt sich aus1 wenn der ,raum erweitert wird1 und zieht sich zusammen1 wenn der ,raum verengt wird4 ,dieselbe ,luftmenge kann daher jeden1 den grten wie den kleinsten ,raum ganz erfllen4 ,ist sie zusammengedrckt worden1 so nimmt sie1 sobald der ,druck aufhrt1 den vorigen ,raum wieder ein4 ,dieses wichtige ,ausdehnungsvermgen der ,luft1 das man auch ,spannkraft oder ,elasticitt nennt1 bewirkt manche ,abweichungen von den ,gesetzen des ,gleichgewichts und der ,bewegung1 welche fr feste und flssige ,krper gelten4 ,es giebt mehrere ,luftarten1 die sich sowohl durch ,dichtigkeit1 ,farbe1 ,geruch1 als durch ihr ,verhalten gegen andere ,krper unterscheiden4 ,die atmosphrische ,luft1 welche uns umgiebt1 ist im ,wesentlichen ein ,gemenge von zwei ,luftarten1 die man ,sauerstoff und ,stickstoff nennt2 verhltnimig geringe ,mengen von ,wasserdampf und ,kohlensure gehren inde gleichfalls zu den nothwendigen ,bestandtheilen unserer ,atmosphre4 #afb4 ,warum haben wir1 wenn wir die flache ,hand hin und her bewegen1 das ,gefhl eines ,windes8 ,weil wir durch die ,hin- und ,herbewegung der ,hand einen ,krper1 welcher uns allenthalben umgiebt1 in ,bewegung setzen und aus seinem ,raume verdrngen4 ,dieser ,krper ist die ,luft1 und das ,gefhl des ,windes rhrt von der bewegten ,luft her2 denn ,wind ist nichts anderes als bewegte ,luft4 #afc4 ,warum wird ein greres ,stck ,papier1 das wir an dem einen ,ende anfassen1 wenn wir es schnell seiner ,flche nach vorwrts bewegen1 zumal im ,anfange der ,bewegung sich an dem anderen nicht festgehaltenen ,ende zurckschlagen8 ,weil die uns umgebende ,luft an dem andern nicht festgehaltenen ,ende dem ,papier einen ,widerstand entgegensetzt1 der dasselbe in seiner ,bewegung hindert4 ,da es aber mit dem vorwrts bewegten festgehaltenen ,ende im ,zusammenhange steht1 so mu es der ,bewegung desselben zwar folgen1 vermag es aber erst etwas spter zu thun1 nachdem es die widerstehende ,luft aus ihrer ,stelle verdrngt hat4 #afd4 ,warum fllt sich ein ,trinkglas1 das wir umgestlpt in's ,wasser eintauchen und darin niederdrcken1 nicht mit ,wasser8 ,weil ,luft in dem ,glase vorhanden ist1 welche das ,wasser nicht eindringen lt4 ,wre in dem ,glase durchaus kein ,krper enthalten1 so mte das ,wasser in dem ,glase so hoch steigen1 als es auerhalb desselben steht4 ,da dies nicht der ,fall ist1 so mu ein ,krper darin vorhanden sein1 der die allgemeine ,eigenschaft aller ,krper1 die wir ,undurchdringlichkeit nennen1 besitzt1 und dieser ,krper ist die ,luft4 #afe4 ,warum lassen sich mit ,luft gefllte ,blasen1 wenn sie gut zugebunden sind1 mit der grten ,mhe nur wenig zusammendrcken8 ,weil die darin enthaltene ,luft dem uern ,druck einen um so krftigeren ,widerstand entgegensetzt1 als sie keinen ,raum findet1 wohin sie entweichen kann4 ,nur wenn der uere ,druck strker ist1 als der ,druck der inneren ,luft1 wird sie in einen kleineren ,raum zusammengedrngt1 nimmt jedoch sofort den vorigen greren ,raum wieder ein1 sobald der ,druck nachlt4 ,der heftige ,widerstand1 den wir beim ,drcken auf die zugebundene ,blase fhlen1 ist ein weiterer ,beweis fr die ,krperlichkeit der ,luft1 die wir freilich nicht sehen1 wenn wir die ,blase ffnen4 #aff4 ,warum fhlen wir1 wenn wir ein umgestrztes ,glas in das ,wasser tauchen1 einen gewissen ,widerstand8 ,weil die in dem ,glase eingesperrte ,luft1 durch das entgegenstehende ,wasser zusammengedrckt1 vermge ihrer ,spannkraft wieder in einen greren ,raum sich auszubreiten strebt und daher dem auf das ,glas mit der ,hand verursachten ,drucke einen andern auf die innere ,bodenflche ausgebten ,druck entgegenstellt1 der das ,glas nach entgegengesetzter ,richtung treibt4 #afg4 ,warum werden ,windmhlen durch den ,wind in ,bewegung gesetzt8 ,weil der ,wind1 welcher nichts anderes als bewegte ,luft ist1 einen ,sto auf die ,flchen des ,flgels ausbt1 welcher gerade so wirkt wie der ,sto des ,wassers1 wenn es auf die ,schaufeln eines ,mhlrades fllt4 ,bei ganz ruhiger ,luft knnen sich daher die ,windmhlen nicht bewegen4 #afh4 ,warum drehen bei den ,feuerwerken die ,feuerrder sich um8 ,weil die durch ,verbrennung des ,pulversatzes sich bildenden erhitzten und darum stark ausgedehnten ,luftarten1 indem sie mit ,heftigkeit aus dem vorderen ,theile der ,hlse1 welche das ,pulver einschliet1 ausstrmen1 rckwrts einen heftigen ,druck auf diese ,hlse ausben und sie1 da sie an einer drehbaren ,scheibe befestigt ist1 nach der entgegengesetzten ,richtung sich zu drehen zwingen4 ,der ,sto der ausstrmenden ,luftarten oder ,gase auf die vorn in ,ruhe befindliche und dem ,beharrungsgesetze unterworfene ,luft untersttzt die ,bewegung nach rckwrts4 ,die ,erscheinung ist dieselbe wie die des ,segner'schen ,wasserrades 7,fr4 #ach71 nur da dort ausstrmendes ,wasser1 hier ausstrmende ,luft den ,rcksto bewirkt4 #afi4 ,warum steigen ,raketen in die ,hhe8 ,weil die nach unten ausstrmenden erhitzten ,luftarten oder ,gase durch ihre ,rckwirkung die ,rakete aufwrts treiben4 ,der lange ,stab1 welcher an der ,rakete befestigt ist1 bewirkt durch sein ,gewicht1 da die ,mndung der ,rakete immer nach unten gerichtet ist1 die ,ausstrmung der ,gase also auch immer nach unten geschieht1 der ,druck derselben aber nach oben wirkt4 #agj4 ,warum springen ,kanonen beim ,abfeuern zurck8 ,weil die durch ,entzndung des ,schiepulvers entwickelten ,gase wegen ihrer ,elasticitt einen ,druck nach allen ,seiten hin ben1 und dieser ,druck1 so lange noch die ,kugel im ,rohre ist1 von allen ,seiten durch den entgegengesetzten gleichen ,druck aufgehoben wird1 sobald die ,kugel aber das ,rohr verlassen hat1 von der ,mndung des ,rohres her kein ,druck mehr erfolgen kann1 der einseitige ,druck auf den hintern ,verschlu des ,rohres also als ,rcksto brig bleibt4 ,dieser ,rckschlag kann sehr bedeutend sein1 trotzdem der ,sto durch die groe ,masse der ,kanone vertheilt wird4 #aga4 ,warum schlgt ein gewhnliches ,steinschlo- oder ,percussionsgewehr1 das beim ,losdrcken an die ,backe gehalten wird1 mit einiger ,heftigkeit an die ,backe an8 ,weil der ,druck der sich mit ,heftigkeit ausdehnenden1 durch ,verbrennung des ,pulvers entwickelten ,luft von der ,seite1 wo sich das ,zndloch befindet1 keinen ,gegendruck mehr erhlt1 und deshalb als einseitiger ,sto nach der entgegengesetzten ,seite wirksam werden mu4 ,bei ,hinterladungsgewehren kann daher kein ,anschlagen zur ,seite1 sondern nur ein ,rcksto stattfinden4 ,druck und ,schwere der ,luft4 ,illustration3 ,fig4 #ce4 ,das ,instrument1 durch welches der ,druck der ,luft gemessen wird1 heit ,barometer1 wohl auch im gemeinen ,leben ,wetterglas4 ,es besteht in einer glsernen ,rhre1 deren oberes ,ende zugeschmolzen ist1 whrend das untere ,ende derselben gewhnlich umgebogen ist und in ein kugelfrmiges oder birnfrmiges ,gef ausluft1 welches offen ist4 ,diese ,rhre1 welche etwas ber #bh ,zoll oder #gfj ,millimeter lang sein mu1 wird mit ,quecksilber angefllt1 nachdem jedoch so viel als mglich zuvor die ,luft daraus entfernt worden ist4 ,ebenso mssen zuvor alle ,lufttheilchen aus dem ,quecksilber durch ,kochen ausgetrieben werden4 ,doch mu man bei diesem ,auskochen vorsichtig zu ,werke gehen1 da nicht etwa die ,glasrhre zerbricht und das ,quecksilber in das ,feuer luft1 da die dann entstehenden ,quecksilberdmpfe giftig und beim ,einathmen lebensgefhrlich sind4 -- ,da der ,druck der ,luft sehr vernderlich1 bald grer1 bald geringer ist1 so wird auch die ,hhe der ,quecksilbersule in dem lngeren ,schenkel der ,rhre bald hher1 bald niedriger sein4 ,man kann daher schlieen3 je hher die ,quecksilbersule in dem lngeren ,schenkel steht1 desto grer mu der ,druck der ,luft sein2 je niedriger dagegen die ,quecksilbersule in dem lngeren ,schenkel steht1 desto geringer mu der ,druck der ,luft sein4 ,je hher ferner die ,quecksilbersule in dem lngeren ,schenkel steht1 desto weniger ,quecksilber ist in dem kugelfrmigen ,gefe des kleinen ,schenkels2 dagegen ist desto mehr ,quecksilber darin1 je niedriger die ,quecksilbersule in dem lngeren ,schenkel steht4 ,auch mu man bedenken1 da das ,quecksilber in dem unteren ,stcke des lngeren ,schenkels1 welches dem kleineren ,schenkel der ,rhre gleich ist1 durch das in dem letzteren ,schenkel befindliche ,quecksilber getragen wird1 und da daher die ,quecksilbersule1 welche durch den ,luftdruck gehalten wird1 erst von diesem ,theile des lngeren ,schenkels anfngt4 ,an dem oberen ,ende des lngeren ,schenkels ist eine ,skala angebracht1 an der man beobachten kann1 wie weit das ,quecksilber gestiegen oder gefallen ist4 ,dieses ,instrument heit darum auch ,wetterglas1 weil es zugleich bevorstehende ,aenderungen des ,wetters andeutet4 ,der ,grund davon liegt darin1 da die mit ,feuchtigkeit erfllte warme1 also leichtere ,luft einen geringeren ,druck ausbt1 als vllig trockne und kalte1 also schwerere ,luft2 weswegen im ersteren ,falle das ,barometer fllt1 whrend es im letzteren steigt4 ,dazu kommt1 da der ,wechsel der ,luftstrmung gewhnlich in den oberen ,regionen frher als in den unteren eintritt1 und indem derselbe den ,luftdruck vermehrt oder vermindert1 das ,barometer schon steigt oder fllt1 ehe noch die ,drehung der ,windfahne eine ,aenderung des in den unteren ,regionen herrschenden ,windes angezeigt hat und ein ,witterungswechsel eingetreten ist4 ,das ,steigen des ,quecksilbers im ,barometer zeigt daher in der ,regel schnes ,wetter an1 whrend das ,fallen desselben ,regenwetter ankndigt4 -- ,der ,druck der ,luft wurde zuerst von ,torricelli1 einem ,schler ,galilei's1 im ,jahre #afdc entdeckt und durch einen ,versuch nachgewiesen1 aus welchem sich spter das ,barometer entwickelte4 #agb4 ,warum fllt das ,quecksilber in dem ,barometer1 das wir beim ,ersteigen eines ,berges bei uns fhren8 ,weil1 je weiter wir uns von dem ,meeresspiegel entfernen1 oder je hher wir steigen1 eine desto krzere und darum leichtere ,luftsule auf das ,quecksilber des ,barometers drckt und dieses daher1 seiner ,schwerkraft folgend1 etwas herabsinken mu4 ,auf dem ,brocken steht die ,quecksilbersule im ,barometer nur #fdj ,millimeter1 auf dem ,montblanc sogar nur #ccj ,millimeter hoch1 whrend sie am ,meeresspiegel #gfj ,millimeter hoch steht4 ,man kann daher auch das ,barometer benutzen1 um ,bergeshhen zu messen4 ,jeder ,millimeter1 um den das ,barometer fllt1 entspricht in den unteren ,regionen einer ,hhe von #aj ,meter4 #agc4 ,warum fllt das ,quecksilber im ,barometer bei feuchtem ,wetter8 ,weil die ,luft um so strkeren ,druck ausbt und um so elastischer ist1 je vollkommener luftartig die mit ihr gemischten ,dnste sind1 der ,luftdruck dagegen um so geringer1 die ,luft um so weniger elastisch ist1 je mehr wssriger ,natur ihre ,dnste werden1 wie es bei feuchtem ,wetter der ,fall ist4 ,der geringere ,luftdruck bewirkt daher1 da die ,quecksilbersule im ,barometer bei feuchtem ,wetter fllt4 #agd4 ,warum steigt das ,wasser in ,pumpen nicht hher als #cb ,fu oder #aj ,meter empor8 ,weil durch den ,druck der ueren ,luft1 welcher das ,wasser in den luftleeren ,raum der ,pumpenrhre hineindrngt1 nur eine ,wassersule gehoben werden kann1 die dem ,drucke der ,luft das ,gleichgewicht hlt4 ,das ist aber eine ,wassersule von #cb ,fu oder #aj ,meter ,hhe4 ,von dem #admal schwereren ,quecksilber vermag darum nur eine ,sule von dem #adten ,theile dieser ,hhe1 also von #bh ,zoll oder #gfj ,millimeter ,hhe1 durch den ,druck der atmosphrischen ,luft getragen zu werden4 #age4 ,warum behlt eine mit ,wasser angefllte ,flasche1 die man blos mit der ,mndung in's ,wasser taucht1 whrend der brige ,theil derselben ber die ,oberflche desselben hervorragt1 ihr ganzes darin befindliches ,wasser8 ,weil der ,druck der atmosphrischen ,luft auf die ,oberflche des ,wassers1 in das man die ,mndung der ,flasche getaucht hat1 so gro ist1 da das in der ,flasche befindliche ,wasser durch diesen ,druck getragen wird2 der ,druck der atmosphrischen ,luft vermag ja sogar1 wie wir gesehen haben1 eine ,wassersule von #cb ,fu oder #aj ,meter ,hhe zu tragen4 ,illustration3 ,fig4 #cf4 #agf4 ,warum bleibt das ,wasser in einem ,glase1 auf dessen ,rand man ein ,stck steifes ,papier drckt1 wenn man die eine ,hand auf das ,papier legt1 das ,glas mit der andern umdreht1 und darauf die auf das ,papier gelegte ,hand wegzieht8 ,weil der ,druck der atmosphrischen ,luft das im ,glase befindliche ,wasser trgt1 dem ,drucke der ,luft von unten aber kein ,luftdruck auf die ,oberflche des ,wassers entgegenwirkt1 wodurch der ,druck von unten aufgehoben wrde4 ,das ,papierblatt dient nur dazu1 zu verhindern1 da das ,wasser und die drckende ,luft sich gegenseitig ausweichen1 die ,luft in dem ,wasser emporsteigen und das ,wasser an ,stelle der ausweichenden ,luft herabsinken kann4 ,zieht man daher das ,papier unter dem ,glase hinweg1 so strzt das ,wasser sogleich wegen des geringen ,zusammenhanges seiner ,theilchen heraus4 #agg4 ,warum luft keine ,flssigkeit aus einem ,fasse beim ,oeffnen des ,hahnes heraus1 wenn das ,spundloch oben durch den ,spund verschlossen ist8 ,weil der ,druck der ,luft auf die ,oeffnung des ,hahnes das ,herausstrmen der ,flssigkeit hindert1 so lange der ,verschlu des oberen ,spundlochs der ,luft nicht gestattet1 auf die ,oberflche der ,flssigkeit zu drcken und dadurch den unteren ,luftdruck aufzuheben4 ,wrde dagegen das ,spundloch geffnet1 so wrde die ,flssigkeit zum ,hahne herausstrmen1 da in diesem ,falle die ,luft von oben eben so stark drckte als von unten4 ,illustration3 ,fig4 #cg4 #agh4 ,warum strmt ,wasser aus einem ,brunnen heraus1 wenn wir pumpen8 ,weil durch das ,herausziehen der ,pumpenstange ein luftleerer ,raum in dem unteren ,theile der ,brunnenrhre zwischen dem ,kolben an der ,stange und der ,wasserflche entsteht1 und daher durch den ,druck der ,luft auf die ,oberflche des ,wassers ,letzteres in die ,brunnenrhre hineingetrieben wird1 indem es das unten befindliche ,ventil ffnet4 ,wird daher die ,pumpenstange wieder hinuntergedrckt1 so kann1 da das untere ,ventil durch den ,druck wieder verschlossen wird1 das in die ,rhre eingedrungene ,wasser nicht wieder auf diesem ,wege entweichen2 es ist daher genthigt1 das ,ventil des ,kolbens zu ffnen und so zu der ,seitenrhre des ,brunnens auszustrmen4 #agi4 ,warum knnen wir in beengender ,kleidung nicht recht krftig ,athem holen8 ,weil wir beim ,athmen nur dadurch ,luft in unsere ,lungen bringen1 da wir den ,brustkasten mit ,hlfe der ,brustmuskeln erweitern und dadurch einen luftverdnnten ,raum in den ,lungen herstellen1 in welchen die uere ,luft hineinstrmt4 ,beim ,ausathmen verengen wir den ,brustkasten und drcken die ,lungen zusammen1 so da die verdichtete ,luft durch die ,luftrhre nach auen tritt4 ,bei enger ,kleidung sind aber unsere ,brustmuskeln verhindert1 den ,brustkasten gehrig zu erweitern4 ,da nun von der ,athmung die ,versorgung unseres ,krpers mit ernhrendem ,blute abhngt1 so begreift man wohl1 wie schdlich beengende ,kleider1 namentlich ,schnrleiber fr die ,gesundheit sein mssen4 #ahj4 ,warum fliet beim ,trinken die ,flssigkeit in unsern ,mund hinein8 ,weil die ,luft auf die ,oberflche des ,getrnkes drckt1 whrend durch ,erweiterung des ,brustkastens und der ,lungen in diesen und in unserer ,mundhhle ein luftverdnnter ,raum gebildet wird4 ,es wirkt daher dem uern auf die ,oberflche des ,getrnkes wirkenden ,luftdrucke kein jenem das ,gleichgewicht haltender ,druck der inneren verdnnten ,luft entgegen1 so da durch den ueren ,luftdruck das ,getrnk in unsern ,mund hineingetrieben wird4 ,illustration3 ,fig4 #ch4 #aha4 ,warum kann man mit einem ,stechheber ,wein aus einem ,fasse heben8 ,weil der ,stechheber1 wenn er in das ,fa getaucht wird1 sich zwar mit ,wein fllt1 so lange die obere ,oeffnung frei ist1 der ,luftdruck also oben und unten gleichmig wirkt1 der ,wein dagegen nicht ausflieen kann1 wenn man den ,stechheber herausnimmt1 nachdem man die obere ,oeffnung desselben mit dem ,finger verschlossen hat4 ,in dem letzteren ,falle ist nmlich der ,luftdruck von oben her nicht vorhanden1 und die ,luft trgt daher die ,flssigkeitssule in dem ,stechheber1 auf die sie nur von unten drckt4 ,illustration3 ,fig4 #ci4 #ahb4 ,warum kann man vermittelst eines ,hebers ,flssigkeiten aus einem ,gef in ein anderes berfllen8 ,weil1 whrend der krzere ,schenkel des ,hebers sich in der ,flssigkeit befindet und aus dem lngeren mit dem ,munde die ,luft zum ,theil herausgezogen wird1 ein luftverdnnter ,raum im ,heber entsteht1 in welchen der ,druck der ,luft auf die ,oberflche der ,flssigkeit ,letztere hineintreibt1 worauf dann die ,flssigkeit in dem lngeren ,schenkel herabfllt und nach ,belieben in ein ,gef hineingelassen werden kann4 ,jedoch darf der krzere ,schenkel des ,hebers nicht ber #cb ,fu oder #aj ,meter lang sein1 da der ,druck der atmosphrischen ,luft nur eine ,wassersule von dieser ,hhe trgt4 ,auch mu der krzere ,schenkel des ,hebers sich in der ,flssigkeit selbst1 nicht blos im ,gefe befinden4 #ahc4 ,warum fhlt der ,mensch den ,druck nicht1 welchen die umgebende ,luft auf ihn uert8 ,weil dieser ,druck von allen ,seiten gleichfrmig ist und ihm das ,gleichgewicht durch die in den ,hhlen unseres ,krpers befindliche ,luft gehalten wird1 die sich vermge ihrer ,elasticitt mit ebenso groer ,kraft auszudehnen strebt1 als sie durch die uere ,luft zusammengedrckt wird4 ,der ,druck der ,luft betrgt auf jeden ,quadratcentimeter ungefhr #b-a_/ae ,pfund1 da so viel eine ,quecksilbersule von #gfj ,millimeter ,hhe und #a ,quadratcentimeter ,grundflche1 die einer ,luftsule von derselben ,grundflche das ,gleichgewicht hlt1 wiegt4 ,der ganze ,luftdruck betrgt daher bei einem erwachsenen ,menschen1 welcher eine ,oberflche von ungefhr #a ,quadratmeter dem ,drucke der ,luft darbietet1 ber #cjjjj ,pfund4 ,drckte die ,luft auf den ,menschen nur von einer ,seite1 so wrde es fr ihn unmglich sein1 sich nach dieser ,seite hin zu bewegen4 #ahd4 ,warum spritzt oft aus den ,poren unserer ,haut1 besonders aus ,lippen und ,nasenffnungen1 ,blut heraus1 wenn wir sehr hohe ,berge erstiegen haben8 ,weil die ,luftsule1 welche auf unsern ,krper drckt1 auf den ,bergen nicht so hoch ist1 wie in der ,ebene1 und daher einen geringeren ,druck auf denselben ausbt1 wodurch aber auch der ,gegendruck vermindert wird1 welcher bisher der dichten ,luft im ,innern unseres ,krpers das ,gleichgewicht hielt4 ,diese innere ,luft dehnt sich daher gewaltsam aus und sprengt die kleinen ,blutgefe1 aus denen nun das ,blut hervorspritzt4 #ahe4 ,warum ermden ,reisende auf hohen ,bergen und selbst bei ,wanderungen ber sehr hochgelegene ,ebenen leichter als in der ,tiefebene8 ,weil wir beim ,gehen nicht das ganze ,gewicht unserer ,arme und ,beine zu heben haben1 sondern die atmosphrische ,luft sie uns tragen hilft1 diese aber auf hohen ,bergen viel weniger dicht ist und darum auch viel weniger zu tragen vermag als unten in der ,ebene4 ,die ,arm- und ,beinknochen befinden sich nmlich mit ihren halbkugelfrmig abgerundeten ,enden 7,kpfen7 in ebenso ausgetieften ,hhlungen 7,pfannen7 anderer ,knochen2 der ,zwischenraum zwischen ihnen ist aber uerlich durch mehrere luftdicht anschlieende ,hute von der atmosphrischen ,luft abgesperrt1 so da diese die ,gliedmaen an den ,krper andrckt4 ,wenn man daher an einem menschlichen ,leichnam alle ,muskeln durchschneidet1 welche das ,gelenk am ,becken umgeben1 so fllt das herabhngende ,bein doch nicht ab4 ,sobald man aber die ,pfanne des ,beckenknochens durchbohrt1 so da die uere ,luft in den inneren ,zwischenraum dringen kann1 fllt das ,bein sofort ab4 #ahf4 ,warum fhlen wir oft bei bermiger ,hitze1 oder kurz vor heftigen ,strmen1 solche ,schwere1 ,mdigkeit und ,unbehaglichkeit in den ,gliedern8 ,weil die durch ,wrme oder andere ,ursachen stark verdnnte und darum leichtere ,luft1 zumal wenn sie mit ,feuchtigkeit erfllt ist1 nicht in der gewhnlichen ,strke auf uns drckt und darum die in unserm ,krper befindliche ,luft nicht im ,gleichgewicht erhlt1 letztere daher1 indem sie bei ihrem ,bestreben1 sich auszudehnen1 einen ,druck auf ,gefe und ,nerven ausbt1 unserer ,empfindung ,unannehmlichkeiten verursacht4 #ahg4 ,warum strmt aus einer gut zugestpselten1 mit ,luft in der ,ebene angefllten ,flasche die ,luft mit einiger ,heftigkeit aus1 wenn wir sie auf einem sehr hohen ,berge ffnen8 ,weil die untere ,luft1 welche die ganze darber stehende ,luftsule zu tragen hat1 eine grere ,dichtigkeit besitzt1 als die obere1 und darum auch einen greren ,druck als diese ausbt4 ,daher strmt die erstere so lange aus1 bis das ,gleichgewicht mit der letzteren hergestellt ist4 #ahh4 ,warum zerbrechen zuweilen flache mit ,flechtwerk bedeckte ,glasflaschen1 deren sich ,reisende zu bedienen pflegen1 whrend aus denselben getrunken wird8 ,weil die mit ,flssigkeit zuvor angefllte ,flasche1 sobald ein ,theil ihres ,inhalts durch das ,trinken daraus entfernt wird1 am untern ,theile einen luftleeren ,raum darbietet1 und daher dem ,drucke der uern ,luft auf die flachen ,seiten des ,glases kein ,druck von innen das ,gegengewicht hlt1 so da das schwache ,glas dem ueren ,drucke nachgiebt und zerbricht4 ,illustration3 ,fig4 #dj4 #ahi4 ,warum werden zwei hohle ,halbkugeln1 die an einander passen und luftdicht oder hermetisch verschlossen sind1 wenn vermittelst einer ,luftpumpe die ,luft aus dem hohlen ,raume derselben entfernt wird1 so fest an einander gedrckt1 da kein ,mensch im ,stande ist1 sie zu trennen8 ,weil die uere ,luft mit ihrem ganzen ,gewichte auf die ,halbkugeln drckt1 whrend keine innere ,luft diesem ,drucke das ,gegengewicht hlt4 ,da der ,druck der ueren ,luft auf jeden ,quadratcentimeter #b-a_/ae ,pfund betrgt1 so mu der auf die ganze ,oberflche der ,kugel ausgebte ,druck1 selbst bei einem nicht bedeutenden ,umfange derselben1 bis auf mehrere ,centner steigen4 ,lt man durch eine kleine ,oeffnung ,luft hineindringen1 so wird der ,gegendruck von innen wieder hergestellt1 und die ,halbkugeln lassen sich mit ,leichtigkeit von einander trennen4 ,diese ,halbkugeln werden auch die ,magdeburger ,halbkugeln genannt1 weil ,otto von ,guericke1 ,brgermeister von ,magdeburg1 sie im ,jahre #afed zuerst anwandte1 um auf dem ,reichstage zu ,regensburg vor dem ,kaiser und den ,reichsfrsten die ,wirkungen der von ihm im ,jahre #afej erfundenen ,luftpumpe zu zeigen2 #af ,pferde waren erst im ,stande1 die ,halbkugeln auseinander zu reien1 die nur eine ,magdeburger ,elle im ,durchmesser hatten4 ,der ,druck der ,luft1 welcher sie zusammenprete1 kam etwa dem ,gewichte von #fhjj ,pfund gleich4 #aij4 ,warum schwillt eine ,blase1 in der eine kleine ,menge ,luft enthalten ist1 in einem dicht verschlossenen1 durch die ,luftpumpe luftleer gemachten ,raume an8 ,weil zugleich mit der ,dichtigkeit der die ,blase umgebenden ,luft beim ,auspumpen sich auch der ,druck auf die ,blase von ,auen vermindert1 und daher die innere ,luft1 durch keinen ,gegendruck mehr gehindert1 die ,blase auftreibt1 indem sich diese innere ,luft in einen greren ,raum auszudehnen strebt4 #aia4 ,warum zerbricht eine zugestpselte1 mit ,luft angefllte ,flasche von dnnem ,glase in einem luftleeren ,raume8 ,weil durch das ,auspumpen der ,luft der ,gegendruck aufgehoben ist1 den die uere ,luft dem ,drucke der in der ,flasche enthaltenen ,luft entgegensetzt1 und letztere daher1 indem sie sich weiter auszudehnen strebt1 das ,glas auseinander treibt4 #aib4 ,warum entledigt sich ein ,ei1 in das man an seinem spitzen ,ende ein kleines ,loch macht1 seines ,inhalts1 wenn es mit dem spitzen ,ende nach unten in einen luftverdnnten ,raum gebracht wird8 ,weil das ,ei an seinem oberen runden ,ende zwischen der ,schaale und der lederartigen ,haut etwas ,luft enthlt1 bei ,verdnnung der ueren ,luft daher die sich ausdehnende innere ,luft den ,inhalt des ,eies durch die ,oeffnung hinaustreibt4 ,bringt man das ,ei wieder in die gewhnliche atmosphrische ,luft1 so treibt der ,druck derselben den ,inhalt wieder zurck4 #aic4 ,warum erhlt ein eingeschrumpfter ,apfel im luftleeren ,raume wieder die ,rundung und ,gltte des frischen8 ,weil1 bei aufgehobenem ,gegendruck der ueren ,luft1 die innere1 unter der ,schale des ,apfels befindliche ,luft sich ausdehnt und daher die ,schale auftreibt1 so da die eingeschrumpfte ,gestalt des ,apfels sich wieder in eine volle verwandelt4 #aid4 ,warum schwillt ein ,frosch an1 wenn er sich unter einer glsernen ,glocke befindet1 aus der man die ,luft zum ,theil ausgepumpt hat8 ,weil beim ,mangel an uerer ,luft1 die auf die ,oberflche des ,frosches drckt1 die zwischen den ,huten des ,frosches befindliche ,luft sich ausdehnt und die ,hute auseinander treibt1 indem der uere ,gegendruck1 welcher dem inneren ,drucke das ,gegengewicht hielt1 bei der ,entfernung der ueren ,luft aufgehrt hat4 ,der ,frosch kehrt erst wieder nach ,zulassung der ,luft in seine vorige ,gestalt zurck4 ,illustration3 ,fig4 #da4 #aie4 ,warum wird eine glserne ,glocke1 die man auf den ,teller einer ,luftpumpe setzt1 wenn man nur ein wenig von der darin enthaltenen ,luft auspumpt1 so fest an den ,teller angedrckt1 da man durchaus nicht im ,stande ist1 sie wegzunehmen8 ,weil die uere ,luft auf den oberen ,theil der ,glocke drckt und zwar mit der ,kraft einer ,quecksilbersule von #gfj ,millimeter ,hhe1 deren ,grundflche dem ,umfang der ,glocke gleich ist1 oder was einerlei ist1 mit der ,kraft einer ,wassersule von #aj ,meter ,hhe und der gleichen ,grundflche1 whrend keine oder doch nur eine sehr verdnnte ,luft von innen dem ueren ,drucke das ,gleichgewicht halten kann4 ,die ,folge wird also sein1 da die ,glocke mit einer dem ,gewichte der ,quecksilbersule gleichen ,kraft auf den ,teller der ,luftpumpe aufgedrckt wird1 so da man sie nicht davon wegnehmen kann4 ,bei einer ,glocke von nur #ae ,centimeter ,durchmesser wrde der ,druck der ,luft #cfe ,pfund betragen4 #aif4 ,warum wird1 wenn man einen oben und unten offenen ,cylinder oben mit einer genau anschlieenden ,blase bedeckt1 die man an den ,cylinder fest bindet1 und ihn mit dem unteren ,ende auf den ,teller der ,luftpumpe stellt1 sobald man nur ein wenig ,luft aus dem ,cylinder ausgepumpt hat1 sogleich die darber gedeckte ,blase zersprengt8 ,weil1 wie im vorigen ,falle1 nach ,entfernung der ,luft aus dem ,cylinder die uere ,luft mit der eben angegebenen ,kraft auf die ,blase drckt1 welche den ,cylinder oben verschliet1 die ,blase aber diesem ,drucke nicht widerstehen kann 7da von innen kein ,luftdruck dem ueren entgegenwirkt und ihn aufhebt7 und daher zerspringt4 ,da eine glserne ,glocke den ,druck aushalten kann1 hat seinen ,grund in dem gewlbten ,baue des oberen ,theiles derselben1 der ein ,zersprengen derselben unmglich macht4 ,gebrauchte man dagegen ein ,glas mit flachem ,boden1 so wrde dieser1 wenn er nicht sehr stark wre1 auch durch den ,luftdruck zersprengt werden4 #aig4 ,warum kann der ,heber im luftleeren ,raume nicht flieen8 ,weil in einem ,raume1 in welchem keine ,luft sich befindet1 auch kein ,druck auf die ,oberflche der ,flssigkeit stattfinden kann1 durch den dieselbe in den ,heber hineingetrieben wrde4 ,in der gewhnlichen uns umgebenden ,luft ist dieser ,druck1 wie wir gesehen haben1 gleich dem ,gewicht einer ,wassersule von #aj ,meter ,hhe und einer der ,oberflche1 auf welche die ,luft drckt1 gleichen ,grundflche4 ,auch in einem luftverdnnten ,raume kann daher dieser ,druck schon so gering sein1 da er das ,wasser nicht in den ,heber treibt1 dieser also nicht fliet4 #aih4 ,warum verlieren ,selterswasser1 ,bier und ,champagner ihren angenehmen ,geschmack1 wenn sie unter die ,glocke der ,luftpumpe gebracht werden1 und dann die ,luft aus der ,glocke ausgepumpt wird8 ,weil das1 was diesen ,getrnken den angenehmen ,geschmack ertheilt1 die ,kohlensure oder das kohlensaure ,gas1 in dem luftverdnnten ,raume der ,glocke aus ihnen entweicht und aufsteigt1 da kein ,druck der atmosphrischen ,luft dem ,drucke dieser ,gasart mehr das ,gleichgewicht hlt4 ,diese ,getrnke mssen daher durch den ,verlust dieses ,gases den angenehmen ,geschmack verlieren4 ,in dem ,champagner und ,bier wird dieses ,gas durch ,ghrung erzeugt1 dem ,selterswasser aber wird es durch den gewaltigen ,druck einverleibt1 den die ,gesteinschichten ausben1 welche das ,wasser unter der ,erde durchdringen mu1 um als ,quelle an die ,oberflche zu treten4 ,bei knstlichen ,selters- und ,sodawassern wird das kohlensaure ,gas durch knstlichen ,druck entweder vermittelst einer ,druckpumpe oder durch den eigenen ,druck des ,gases in einem abgeschlossenen ,raume mit dem ,wasser vermischt4 #aii4 ,warum fallen in einem glsernen1 hohen ,cylinder1 aus welchem die ,luft ausgepumpt wurde1 ein ,geldstck und eine ,flaumfeder mit gleicher ,geschwindigkeit herab8 ,weil bei allen ,krpern1 sie mgen von einer ,art sein1 von welcher sie wollen1 die ,schwerkraft1 welche sie nach dem ,mittelpunkte der ,erde zieht1 vllig gleich ist1 folglich auch die ,geschwindigkeit der ,bewegung1 in welche sie durch diese ,kraft versetzt werden1 vllig die gleiche sein mu4 ,wenn nun aber der ,erfahrung zufolge unter gewhnlichen ,verhltnissen ein ,geldstck und eine ,flaumfeder mit ungleicher ,geschwindigkeit1 und zwar das erstere geschwinder1 die letztere langsamer1 zur ,erde fallen1 so liegt der ,grund in der umgebenden ,luft1 welche durch ihren ,widerstand die ,flaumfeder nur langsam auf die ,erde fallen lt4 ,da nun unter einer ausgepumpten ,glocke keine ,luft vorhanden ist1 so kann sie die ,flaumfeder nicht hindern1 mit gleicher ,geschwindigkeit wie das ,geldstck herabzufallen4 #bjj4 ,warum haben die ,krper im luftleeren ,raume ein 7freilich nur sehr wenig7 greres ,gewicht als im lufterfllten8 ,weil die ,krper im lufterfllten ,raume so viel an ,gewicht verlieren1 als die ,luft wiegt1 welche den ,raum1 den die ,krper einnehmen1 erfllen wrde1 da ebensoviel von dem ,gewichte des ,krpers1 als die von ihm aus der ,stelle getriebene ,luft wiegt1 von der umgebenden ,luft getragen wird4 ,haben daher die ,krper eine sehr geringe ,dichtigkeit1 so ist dieser ,gewichtsverlust sehr bemerkbar1 whrend derselbe bei ,krpern von grerer ,dichtigkeit im ,verhltni zur ,schwere derselben nur sehr gering sein kann4 ,daher mu ein ,pfund ,wolle im lufterfllten ,raume merklich mehr an ,gewicht verlieren1 als ein ,pfund ,eisen1 da ,ersteres einen viel greren ,raum einnimmt als ,letzteres4 #bja4 ,warum spritzt1 wenn ,wein durch einen ,trichter in eine ,flasche gegossen wird1 derselbe zuweilen heraus1 ohne die ,flasche anzufllen8 ,weil die in der ,flasche enthaltene ,luft1 wenn der ,trichter genau in den ,hals der ,flasche pat und daher keinen ,ausweg lt1 durch den diese ,luft entweichen kann1 durch den bereits hineingegossenen ,wein in einen kleineren ,raum zusammengedrngt wird1 daher vermge der durch ihre grere ,dichtigkeit vermehrten ,spannkraft sich durch die ,mndung des ,trichters drngt und auf diese ,weise die in demselben enthaltene ,flssigkeit heraustreibt4 #bjb4 ,warum berstet oft die ,eisdecke eines ,gewssers in kalten ,wintern mit einem sehr starken ,knalle8 ,weil die zwischen dem ,eise und dem ,wasser enthaltene atmosphrische ,luft1 durch die zunehmende ,dicke des ,eises zusammengedrckt1 zuletzt eine solche ,dichtigkeit erhlt und vermge derselben einen solchen ,druck auf das darber befindliche ,eis ausbt1 da ,letzteres endlich der ,gewalt weichen mu und berstet4 ,da dies nicht ohne heftige ,erschtterung der das ,eis umgebenden ueren ,luft geschehen kann1 so erfolgt ein ,knall1 wie dies auch beim ,losschieen eines ,gewehres oder einer ,kanone der ,fall ist4 #bjc4 ,warum blst oft der ,wind mit solcher ,heftigkeit1 da er ,bume ausreit und ,huser abdeckt8 ,weil die ,luft1 namentlich in ,folge verschiedener ,erwrmung1 oft an einem ,theile der ,erdoberflche von anderer ,dichtigkeit ist als an dem anderen1 die dichtere ,luft daher vermge ihrer greren ,spannkraft in die minder dichte ,luft hineinstrmt und zwar bisweilen mit solcher ,heftigkeit1 da sie ihren ,weg durch groe ,verwstungen bezeichnet4 ,der ,wind ist also nur eine ,bewegung der ,luft in ,folge eines verschiedenen ,druckes der ,luft in verschiedenen ,gegenden1 und der grere ,druck ist es1 welcher einen ,sto auf die der ,bewegung ,widerstand leistenden ,gegenstnde ausbt und sie zu ,boden wirft oder mit fortreit4 ,illustration3 ,fig4 #db4 #bjd4 ,warum springt aus einer sogenannten ,knallbchse1 einem gewhnlichen ,spielzeuge fr ,kinder1 ein an dem einen ,ende in derselben befindlicher ,pfropfen mit einem heftigen ,knalle heraus1 sobald man an dem anderen ,ende den genau anschlieenden ,stempel der ,knallbchse1 oder durch denselben einen zweiten dicht anschlieenden ,pfropfen in dieselbe hineintreibt8 ,weil die ,luft zwischen dem luftdicht schlieenden ,stempel und dem ebenso luftdicht schlieenden ,pfropfen durch den hineingetriebenen ,stempel so sehr verdichtet wird1 da sie sich wieder mit der ueren ,luft in ,gleichgewicht zu setzen sucht1 und daher in ihrem ,bestreben1 sich in einen greren ,raum auszudehnen1 den ,pfropfen mit ,gewalt und unter heftigem ,knalle heraustreibt4 #bje4 ,warum wird eine ,kugel aus einer sogenannten ,windbchse mit solcher ,gewalt fortgetrieben1 da selbst ,menschen dadurch getdtet werden knnen8 ,weil in dem hinteren metallenen ,behlter der ,windbchse1 der die ,form eines ,flintenkolbens besitzt1 zuvor mit ,hlfe einer ,druckpumpe die ,luft sehr stark zusammengepret ist und daher sich mit einer sehr groen ,spannkraft auszudehnen strebt4 ,wenn nun ein ,ventil1 vor dem die ,kugel unmittelbar liegt1 geffnet wird1 so strzt die ,luft1 ihrer groen ,spannkraft wegen1 heraus und schleudert die ,kugel mit groer ,heftigkeit fort4 ,ein bedeutender ,knall kann dabei nicht erfolgen1 weil bei der ,windbchse vor und hinter der ,kugel whrend des ,abschieens verdichtete ,luft vorhanden ist1 whrend beim ,feuergewehr durch die ,abkhlung der ,pulvergase sich ein sehr stark luftverdnnter ,raum bildet1 in welchen die umgebende atmosphrische ,luft mit groer ,heftigkeit strzt1 wodurch eben der ,knall entsteht4 ,illustration3 ,fig4 #dc4 #bjf4 ,warum springt aus dem sogenannten ,heronsballe ,wasser heraus1 wenn man zuvor ,luft hineingeblasen hat8 ,weil1 wenn der ,glaskolben oder die ,glaskugel1 woraus der ,heronsball besteht1 soweit mit ,wasser angefllt ist1 da die luftdicht in den oberen ,theil derselben eingekittete glserne ,rhre mit ihrem unteren ,ende unter ,wasser steht1 die hineingeblasene ,luft durch das ,wasser in dem ,gefe empor steigt1 sich in den ber dem ,wasser befindlichen1 mit ,luft erfllten ,raum begiebt und dadurch diese ,luft verdichtet1 so da diese innere ,luft nunmehr eine grere ,dichtigkeit und ,spannkraft besitzt als die uere1 und mit so groer ,heftigkeit auf die ,oberflche des ,wassers drckt1 da dasselbe durch die ,rhre in einem ,strahl herausgetrieben wird4 ,dies wird so lange geschehen1 bis die innere ,luft sich in einen greren ,raum wieder ausgedehnt hat1 und dadurch das ,gleichgewicht zwischen der ueren und inneren ,luft wieder hergestellt worden ist4 -- ,der ,heronsball hat seinen ,namen von dem griechischen ,gelehrten ,heron1 der um das ,jahr #bej v4 ,chr4 zu ,alexandrien lebte und bereits die ,erscheinungen des ,hebers kannte und den ,windkessel erfand4 ,illustration3 ,fig4 #dd4 #bjg4 ,warum spritzt das ,wasser bei einer ,feuerspritze in einem ununterbrochenen ,strahle haushoch empor8 ,weil die ,luft in dem sogenannten ,windkessel1 durch den ,druck des ,wassers1 welches mit ,hlfe zweier ,druckpumpen in den ,windkessel getrieben wird1 gewaltsam zusammengepret1 das ,wasser in das nahe am ,boden mndende ,steigrohr hineintreibt4 ,da aber dieses ,steigrohr anfangs gleichfalls durch einen ,hahn verschlossen ist1 das ,wasser also durch dieses auch nicht entweichen kann1 so wird die ,luft in dem oberen ,theile des ,windkessels durch das neu eintretende ,wasser mehr und mehr zusammengedrckt und erreicht endlich eine solche ,spannkraft1 da1 wenn der ,hahn geffnet wird1 sie das ,wasser in einem hohen ,strahle durch das ,steigrohr und den ,spritzenschlauch hinaustreibt4 ,die ,feuerspritze besteht also eigentlich aus einem groen ,heronsball1 in welchen zwei ,druckpumpen abwechselnd das ,wasser hineintreiben4 #bjh4 ,warum steigen kleine1 aus ,goldschlgerhaut oder aus ,collodium verfertigte ,ballons in die ,hhe1 wenn sie mit ,leuchtgas oder mit ,wasserstoffgas gefllt sind8 ,weil jeder in der ,luft befindliche ,krper so viel an ,gewicht verliert1 als die durch ihn verdrngte ,luftmasse wiegt1 ein ,krper also1 der1 wie das ,wasserstoffgas1 viel weniger wiegt1 als die gleiche ,raummenge ,luft1 die durch ihn verdrngt wird1 ebenso in der ,luft schwimmen mu1 wie ein ,stck ,holz oder eine lufterfllte ,blase im ,wasser schwimmt4 ,wasserstoff ist #admal leichter als atmosphrische ,luft1 ,leuchtgas #bmal so leicht4 ,ein mit solchem ,gase gefllter ,ballon mu so hoch steigen1 bis die ,luft1 in welche er gelangt1 ebenfalls nicht dichter ist als das ,gas1 welches ihn erfllt4 ,ein mit ,wasserstoffgas gefllter ,ballon steigt darum hher als ein mit ,leuchtgas gefllter4 #bji4 ,warum steigt ein ,luftballon1 unter dessen unterer ,oeffnung man ein ,stroh- oder ,spiritusfeuer angezndet hat8 ,weil die ,luft im ,innern des ,ballons durch das ,feuer erwrmt und ausgedehnt wird1 diese ausgedehnte und verdnnte ,luft aber leichter ist1 als die den ,ballon umgebende atmosphrische ,luft1 so da die den ,ballon erfllende ,luft sammt der taffetnen ,hlle und selbst sammt der darangehngten ,gondel und den etwa darin befindlichen ,personen weniger wiegt als die ,luftmenge1 welche er aus der ,stelle drngt4 ,den ersten solcher mit erwrmter ,luft gefllten ,luftballons lieen die ,gebrder ,montgolfier am #e4 ,juni #aghc zu ,annonai in ,frankreich steigen4 ,den ersten mit ,wasserstoffgas gefllten ,luftballon lie ,charles am #bg4 ,august #aghc zu ,paris aufsteigen4 ,man nennt deshalb auch die mit erwrmter ,luft gefllten ,ballons ,montgolfieren1 die mit ,wasserstoff gefllten ,charlieren4 ,der ,erste1 der es wagte1 mit einem ,luftballon aufzusteigen1 war ,piltre de ,rozier1 der schon am #ae4 ,october #aghc mit ,hlfe einer ,montgolfiere sich bis zu #bf ,meter ,hhe erhob4 ,die grte ,hhe wurde wohl von dem berhmten ,physiker ,gay-,lussac1 der sich im ,jahre #ahjd bis zu #feej ,meter1 und von dem neueren ,luftschiffer ,green1 der sich bis zu #hdfj ,meter erhob1 erreicht4 ,neuerdings sollen sogar ,hhen von #aj--aajjj ,metern erreicht worden sein 7,glaisher und ,coxwell am #ag4 ,juli #ahfb74 ,chemische und physiologische ,wirkungen der ,luft4 ,die atmosphrische ,luft1 welche uns umgiebt1 ist im ,wesentlichen ein ,gemenge von zwei verschiedenen ,luftarten1 die man ,sauerstoff und ,stickstoff nennt1 und zwar besteht sie zu #d_/e aus ,stickstoff und zu #a_/e aus ,sauerstoff4 ,genauer sind in je #ajj ,litern ,luft #gi ,liter ,stickstoff und #ba ,liter ,sauerstoff enthalten4 ,auerdem befinden sich aber auch in der ,atmosphre stets eine gewisse ,menge ,wasserdampf und eine geringe ,menge ,kohlensure1 die sich durch die ,verbrennung aus ,kohle und ,sauerstoff1 durch ,athmung und den ,verwesungsproze bildet4 ,alle ,verbrennung besteht nmlich in der ,verbindung brennbarer ,krper mit ,sauerstoff4 ,zum ,zustandekommen einer ,verbrennung ist gewhnlich eine gewisse ,wrme nthig4 ,jede lebhafte ,verbrennung ist mit ,wrme- und ,lichtentwicklung verbunden4 ,der ,sauerstoff ist aber nicht blos nothwendig zur ,erhaltung der ,verbrennung1 sondern auch zur ,unterhaltung der ,athmung4 ,das athmende ,thier und der athmende ,mensch nehmen ,sauerstoff in ihre ,lungen auf4 ,dieser ,sauerstoff kommt hier mit dem ,blute in ,berhrung und verbindet sich zum ,theil mit dem ,kohlenstoff desselben zur ,kohlensure1 die dann ausgeathmet wird4 ,der ,sauerstoff wird deshalb auch ,lebensluft genannt im ,gegensatz zur ,stickluft oder dem ,stickstoffgas1 in welchem kein ,thier athmen oder leben kann4 ,da die groen ,mengen von ,kohlensure1 welche durch ,verbrennung und ,athmung bestndig erzeugt werden1 die atmosphrische ,luft nicht verderben1 sogar ihren ,gehalt an ,kohlensure berhaupt nicht vermehren1 liegt grtentheils daran1 da die ,pflanzen die ,kohlensure aufnehmen und dafr unter dem ,einflu des ,lichtes ,sauerstoff aushauchen4 #baj4 ,warum kann eine ,kerze nicht fortbrennen1 die man unter die ,glocke einer ,luftpumpe bringt1 wenn man die ,luft aus der ,glocke auspumpt8 ,weil nach dem ,auspumpen der ,luft in der ,glocke berhaupt keine ,luft1 also auch kein ,sauerstoff mehr vorhanden ist1 mit welchem ein brennbarer ,krper sich verbinden knnte1 alle ,verbrennung aber1 also auch die der ,kerze1 nur in einer ,verbindung mit ,sauerstoff besteht4 #baa4 ,warum bedecken sich kupferne ,dcher und ,statuen aus ,bronce im ,laufe der ,jahre mit einem grnen ,ueberzuge8 ,weil die in der ,luft enthaltene ,kohlensure1 ferner der ,sauerstoff und ,wasserdampf derselben1 ein groes ,vereinigungsbestreben 7chemische ,affinitt7 zu fast allen ,metallen haben4 ,das ,dach und die ,statue bedecken sich dehalb allmhlich mit einer dnnen ,schicht von kohlensaurem ,kupfer1 welche man mit dem ,namen grne ,patina bezeichnet4 #bab4 ,warum erlischt ein ,licht1 das wir auf einem ,korkstckchen auf ,wasser schwimmen lassen1 sehr bald1 wenn wir eine ,glasglocke so darber stellen1 da das ,wasser ringsum den ,eintritt der ,luft verhindert8 ,weil das brennende ,licht sehr bald den in dem abgeschlossenen ,raume vorhandenen ,sauerstoff verzehrt1 neue ,luft und also auch neuer ,sauerstoff aber durch das ,wasser nicht hinzutreten kann1 und die ,flamme daher endlich keine ,nahrung mehr findet4 ,nach dem ,erlschen des ,lichtes steigt das ,wasser in der ,glasglocke etwas in die ,hhe1 steht also darin etwas hher als auerhalb1 weil die durch das ,verbrennen erzeugte ,kohlensure zum ,theil von dem ,wasser verschluckt wird1 und das ,wasser nun die ,stelle des von der ,flamme verzehrten ,sauerstoffs einnehmen mu4 ,allerdings ist noch ,luft in der ,glasglocke vorhanden1 aber diese ,luft ist ,stickstoff1 der die ,flamme nicht zu ernhren vermag4 #bac4 ,warum raucht eine ,lampe1 wenn man den ,cylinder abnimmt1 und ein ,ofen1 wenn er keinen ,zug hat8 ,weil in beiden ,fllen nicht ,sauerstoff genug der ,flamme zugefhrt wird1 der ,kohlenstoff daher nicht vollstndig verbrennen kann und sich nun unverbrannt ausscheidet4 ,der ,rauch ist nichts anders als ein ,gemisch der durch die unvollstndige ,verbrennung erzeugten ,luftarten mit unverbranntem ,kohlenstoff4 #bad4 ,warum kann in einem ,keller1 in welchem sich ,wein im ,zustande der ,ghrung befindet1 kein ,licht fortbrennen8 ,weil sich bei der ,ghrung dieselbe ,luftart entwickelt1 die auch bei der ,verbrennung des ,kohlenstoffs entsteht1 und weil diese ,luftart1 die sogenannte ,kohlensure1 nicht fhig ist1 diese ,verbrennung zu unterhalten4 #bae4 ,warum wird ein ,feuer durch ,wind noch mehr angefacht8 ,weil der ,wind als bewegte ,luft dem ,feuer bestndig neuen ,sauerstoff zufhrt und dieses dadurch immer neue ,nahrung gewinnt1 whrend im ruhigen ,zustande die ,luft in der ,umgebung des ,feuers allmhlich ihres ,sauerstoffs beraubt wird und daher zur ,unterhaltung des ,feuers nicht mehr beitragen kann4 ,das ,fortbrennen des ,feuers wird daher nur ermglicht durch ein bestndiges ,zustrmen frischer ,luft1 welche an die ,stelle der verbrauchten tritt4 #baf4 ,warum wird ein ,feuer durch ,blasen angefacht8 ,weil der durch das ,blasen dem ,feuer zugefhrte dichtere ,luftstrom mehr ,sauerstoff enthlt1 als gewhnliche atmosphrische ,luft1 und daher auch das ,verbrennen noch mehr befrdert1 so da die ,flamme dadurch lebhafter wird4 #bag4 ,warum erhht ein ,strom kalter ,luft1 besonders aus einem ,blasebalge1 auf weiglhendes ,eisen gerichtet1 die ,hitze desselben so1 da es zu schmelzen beginnt8 ,weil durch den ,blasebalg die ohnehin schon dichtere kalte ,luft sehr zusammengepret wird und wegen ihrer groen ,dichtigkeit daher auch eine sehr groe ,menge ,sauerstoff dem glhenden ,eisen zufhrt1 so da dies durch die ,hitze der lebhafteren ,verbrennung zum ,schmelzen gebracht wird4 #bah4 ,warum erlischt das ,feuer in einem ,schornsteine sogleich1 wenn derselbe oben durch einen nassen ,sack zugedeckt wird8 ,weil zum ,verbrennen durchaus ,luft erforderlich ist1 welche ,sauerstoff enthlt1 wie die atmosphrische ,luft4 ,da sich nun der ,sauerstoff der ,luft beim ,verbrennen bestndig mit dem verbrennenden ,krper verbindet1 so mu zur ,unterhaltung des ,feuers immerfort neue ,luft hinzutreten4 ,bei ,zudeckung des ,schornsteins vermag aber die verdorbene ,luft nach oben nicht zu entweichen und daher auch von unten nicht frische ,luft zuzustrmen2 dem ,feuer fehlt es also endlich an ,nahrung1 und es erlischt4 #bai4 ,warum erlischt das ,feuer in einem ,schornsteine1 wenn man im unteren ,theile desselben ,schwefel verbrennt8 ,weil bei der ,verbrennung des ,schwefels eine ,luftart1 die sogenannte schweflige ,sure1 erzeugt wird1 die natrlich selbst nicht mehr die ,verbrennung unterhalten kann1 die aber vermge ihrer groen ,schwere den unteren ,theil des ,schornsteins erfllt und daher keine neue atmosphrische ,luft von unten hinzutreten lt1 welche der ,flamme neue ,nahrung zufhren knnte4 ,da aber auch von oben keine frische ,luft zutreten kann1 weil dort die durch die ,verbrennung ihres ,sauerstoffs beraubte und durch die ,wrme ausgedehnte ,luft gewaltsam ausstrmt1 so mu das ,feuer im ,schornstein1 seiner ,nahrung vllig beraubt1 allmhlich erlschen4 #bbj4 ,warum erlischt das ,feuer bisweilen in einem brennenden ,zimmer von selbst1 wenn ,thren und ,fenster desselben dicht verschlossen gehalten werden8 ,weil1 obgleich die uere ,luft wegen der ,ritzen in den ,thren und ,fenstern zwar einigen ,zutritt zu dem ,zimmer hat1 doch bei verschlossenen ,thren und ,fenstern nicht genug frische ,luft eindringen kann1 um die ,verbrennung auf die ,dauer zu unterhalten4 ,soll ein ,feuer fortbrennen1 so mu die dasselbe umgebende ,luft1 welche bereits ihren ,sauerstoff an die ,flamme abgegeben hat und daher zum ,verbrennen nicht mehr tauglich ist1 bestndig durch frisch zustrmende sauerstoffhaltige ,luft ersetzt werden4 ,soll aber ein ,feuer erlschen1 so mu man dasselbe gegen das ,hinzutreten frischer ,luft absperren4 ,brennende ,keller lscht man daher am besten1 indem man ihre ,oeffnungen durch nasse ,scke oder nassen ,sand oder selbst ,mist verschliet4 ,brennendes ,fett oder ,oel wird durch ,ueberdecken mit einem festen ,krper1 selbst mit ,sgesphnen gelscht4 #bba4 ,warum sterben ,thiere in einem luftleeren ,raume8 ,weil zur ,erhaltung ihres ,lebens durchaus das ,einathmen sauerstoffhaltiger ,luft erforderlich ist und es in einem luftleeren ,raume1 da berhaupt keine ,luft vorhanden ist1 natrlich auch an dem nothwendigen ,sauerstoff fehlt4 ,die ,thiere kommen um1 gerade wie ein ,feuer erlischt1 dem die zur ,unterhaltung des ,verbrennens erforderliche sauerstoffhaltige ,luft nicht zugefhrt wird4 ,wo daher kein ,licht brennen kann1 da kann auch kein ,thier leben1 mag nun der ,grund darin liegen1 da die anwesende ,luft keinen ,sauerstoff enthlt1 oder da berhaupt gar keine ,luft vorhanden ist4 #bbb4 ,warum mu eine auf den ,grund des ,meeres gelassene ,taucherglocke von ,zeit zu ,zeit wieder heraufgezogen werden1 damit der darin befindliche ,mensch fortleben kann8 ,weil die in der ,taucherglocke enthaltene atmosphrische ,luft durch das ,athmen denjenigen ,bestandtheil verliert1 welcher allein zum ,fortbestehen des ,lebens nothwendig ist1 nmlich den ,sauerstoff1 der brig bleibende ,theil1 der ,stickstoff1 aber so wenig wie die von dem ,menschen ausgeathmete ,luft1 die ,kohlensure1 zum ,einathmen tauglich ist4 ,bei den neueren ,tauchapparaten pflegt man deshalb den darin am ,meeresgrunde arbeitenden ,menschen durch ,druckpumpen in ,schluchen bestndig frische ,luft zuzufhren4 #bbc4 ,warum sterben oft viele ,menschen1 wenn eine groe ,menge derselben in einem engen1 verschlossenen ,raume zusammengesperrt wird8 ,weil die von den ,menschen eingeathmete ,luft ihren ,sauerstoff in den ,lungen an das ,blut abgiebt1 beim ,ausathmen dagegen nur ,kohlensure und ,stickstoff von den ,lungen wieder ausgestoen werden1 diese beiden ,luftarten aber nicht zur ,athmung und zur weiteren ,unterhaltung des ,lebens tauglich sind4 ,befinden sich daher viele ,menschen in einem engen1 abgeschlossenen ,raume1 so wird der ,sauerstoff der ,luft1 da keine frische ,luft zutreten kann1 sehr bald durch das ,athmen erschpft1 und die ,menschen mssen ersticken aus ,mangel an sauerstoffhaltiger ,luft4 #bbd4 ,warum ist es lebensgefhrlich1 sich in ,keller zu wagen1 worin ,wein oder ,bier sich im ,zustande der ,ghrung befinden8 ,weil die beim ,ghren sich entwickelnde ,luftart1 die ,kohlensure1 nicht zum ,athmen tauglich ist und daher1 wenn sie eingeathmet wird1 die ,lebensthtigkeit1 welche eine bestndige ,verjngung des ,blutes durch ,sauerstoff erfordert1 nicht mehr zu erhalten vermag4 #bbe4 ,warum kommen oft ,menschen um1 die in lange verschlossen gewesene ,bergwerksgruben1 ,brunnen oder ,kloaken hinabsteigen8 ,weil in solchen ,oertlichkeiten sich ,luftarten entwickeln1 die nicht zum ,einathmen tauglich und fr die ,lungen oft geradezu giftig sind4 ,in ,brunnen und ,bergwerken ist es gewhnlich die ,kohlensure1 die sich dort erzeugt und wegen ihrer groen specifischen ,schwere am ,boden lagert4 ,in ,abtrittsgruben und ,kloaken ist es das noch gefhrlichere ,schwefelwasserstoffgas1 welches die ,erstickung bewirkt4 ,in ,steinkohlengruben entwickelt sich oft auch das sogenannte ,grubengas oder ,kohlenwasserstoffgas1 das ebensowenig fr die ,athmung tauglich ist1 das sich aber auch sehr leicht an der ,lampe des ,bergmanns entzndet und dadurch furchtbare ,explosionen veranlat4 ,um sich vor der ,gefahr des ,erstickens in ,brunnen1 ,kellern und ,abtrittsgruben zu schtzen1 ist es nothwendig1 da man vor dem ,hinabsteigen sich von dem ,vorhandensein schdlicher ,gase berzeugt4 ,man lasse daher eine an einer ,leine befestigte ,laterne hinab1 in welcher ein ,licht brennt4 ,verlscht dieses1 so sind sicher ,luftarten vorhanden1 die auch fr die ,athmung schdlich sind4 ,um dann die ,luft in diesen ,rumen zu reinigen1 kann man hineinschieen oder brennende ,strohbndel hineinwerfen und dadurch eine ,bewegung der ,luft hervorrufen4 ,noch besser aber ist es1 ,chlorkalk oder gebrannten ,kalk oder ,lappen1 die mit ,kalkmilch oder ,salmiakgeist getrnkt sind1 hinabzuwerfen1 weil dadurch die schdlichen ,luftarten zerstrt oder1 indem sie sich mit dem ,kalk oder ,salmiakgeist verbinden1 unschdlich gemacht werden4 #bbf4 ,warum kommen sehr oft ,menschen um1 die sich in einer geheizten ,stube schlafen legen1 wenn sie nach dem ,abbrennen des ,feuers die ,ofenklappe zu frh zugedreht haben8 ,weil die glimmenden ,kohlen1 wenn die ,luft von ihnen abgesperrt ist1 nicht mehr genug ,sauerstoff finden1 um vollkommen zu verbrennen1 und dann eine eigenthmliche ,luftart entwickeln1 die man im gemeinen ,leben als ,kohlendampf bezeichnet1 die aber im ,wesentlichen eine ,verbindung der ,kohle mit einer geringeren ,menge von ,sauerstoff ist1 als in der ,kohlensure vorhanden ist4 ,diese ,luftart oder das ,kohlenoxydgas kann nun nicht mehr durch den ,schornstein entweichen1 dringt daher in das ,zimmer und wird von der schlafenden ,person eingeathmet4 ,sie wirkt aber1 eingeathmet1 in den ,lungen giftig und todbringend4 ,dasselbe giftige ,gas entsteht auch in ,kohlenbecken1 weil die ber den glimmenden ,kohlen liegende ,asche den ,zutritt der ,luft erschwert4 ,es ist daher auch gefhrlich1 ,kohlenbecken in ,zimmern1 namentlich whrend der ,nacht1 stehen zu lassen4 ,vom ,schalle4 ,schall ist die ,wirkung der ,erschtterung der ,theilchen eines ,krpers1 welche sich durch die ,luft unserem ,hrorgan mittheilt4 ,die ,bewegung1 auf welcher der ,schall beruht1 ist eine eigenthmlich zitternde oder schwingende4 ,man kann diese ,schwingungen bisweilen sehen und fhlen4 ,man sieht sie in dem ,schwirren einer tnenden ,saite oder in dem ,hpfen des ,sandes auf dem ,resonanzboden eines ,klaviers1 whrend dies gespielt wird4 ,man fhlt sie1 wenn man an eine etwas groe ,glocke schlgt und dann leise die ,fingerspitze an ihren ,rand legt2 man fhlt dann deutlich1 da der entstandene ,schall von einem inneren ,erzittern der uerlich ganz in ,ruhe bleibenden ,glocke begleitet ist4 ,da aber auch in der ,luft solche ,schwingungen stattfinden1 davon berzeugt uns das ,zerspringen der ,fensterscheiben durch den ,knall einer in der ,nhe losgeschossenen ,kanone1 sowie das ,erzittern der ,fenster und der ,thren whrend eines heftigen ,donnerschlages4 ,je nachdem der ,schall auf einer einmaligen1 pltzlichen1 oder auf einer sich wiederholenden und andauernden ,erschtterung beruht1 und je nachdem die ,schallschwingungen regelmig oder unregelmig1 gleichartig oder ungleichartig auf einander folgen1 unterscheiden wir zwischen einem ,knall1 einem ,gerusch1 einem ,ton oder ,klang4 ,eine einmalige1 sehr heftige ,erschtterung der ,luft1 der keine andere nachfolgt1 ist ein ,knall4 ,viele1 aber ungleichartig und unregelmig auf einander folgende ,schallschwingungen erzeugen ein ,gerusch oder einen ,lrm1 und zwar je nach der ,empfindung unseres ,ohres ein ,rauschen1 ,brausen1 ,rollen1 ,klirren1 ,knarren1 ,rasseln etc4 ,gleichartige ,schwingungen1 die mit einer gewissen ,regelmigkeit und mit einer bestimmten ,geschwindigkeit einander folgen1 empfinden wir als ,ton oder ,klang4 #bbg4 ,warum vernehmen wir einen ,schall1 wenn wir mit einem ,stocke gegen einen ,stein schlagen8 ,weil durch das ,anschlagen des ,stockes gegen den ,stein zunchst die ,theile desselben1 welche der ,schlag trifft1 heftig erschttert werden1 und diese ,erschtterung den nchsten ,theilchen mitgetheilt wird und so fort4 ,da nun der ,krper von ,luft umgeben ist1 so werden auch die dem erschtterten ,krper zunchst liegenden ,lufttheilchen gleichfalls erschttert1 und diese ,erschtterung pflanzt sich immer weiter fort1 bis sie diejenigen ,lufttheilchen erreicht1 die unsern ,gehrwerkzeugen zunchst sind1 und in diesen daher die ,empfindung des ,schalles erregt4 ,illustration3 ,fig4 #de4 #bbh4 ,warum vernehmen wir einen ,knall1 wenn wir mit einer ,peitsche heftig durch die ,luft fahren8 ,weil durch die heftige ,bewegung der ,peitsche eine ,menge ,luft pltzlich aus ihrer ,lage gedrngt wird1 und in ,folge dessen abwechselnd verdichtete und verdnnte ,luftschichten entstehen1 hnlich wie in einer greren ,wassermasse1 in welcher wir eine kleine ,menge ,wasser pltzlich aus ihrer ,lage drngen1 indem wir z4 ,b4 einen ,stein hineinwerfen1 abwechselnde ,wasserberge und ,wasserthler entstehen4 ,der ,stein drngt nmlich das ,wasser nach allen ,seiten1 und da das ,wasser nicht zusammendrckbar ist1 so mu rings um den ,stein sich eine ,erhhung bilden4 ,diese fliet nach auen und nach innen ab1 und die abflieende ,wassermenge veranlat auf der zunchstliegenden ,flche die ,entstehung einer neuen ringfrmigen ,erhhung und scheint so nach auen1 sich immer mehr erweiternd1 fortzuschreiten4 ,ein hnlicher ,vorgang mu auch in der ,luft eintreten1 wenn der ,schlag der ,peitsche die pltzliche ,verschiebung einer ,luftmenge bewirkt1 nur mit dem ,unterschiede1 da die ,luft zusammendrckbar ist und daher1 statt der ,wellenberge und ,wellenthler1 sich ringsum kugelfrmig verbreitende verdichtete und verdnnte ,luftschichten entstehen mssen4 #bbi4 ,warum hrt man den ,wecker eines ,uhrwerks unter der ,glocke einer ,luftpumpe nicht mehr1 wenn die ,luft ausgepumpt ist8 ,weil die ,schwingungen der ,weckerglocke durch die ,luft fortgepflanzt und unserem ,ohre mitgetheilt werden mssen1 wenn wir sie als ,schall empfinden sollen4 ,wenn aber die ,luft fehlt1 so knnen die ,schwingungen sich auch nicht von dem schallenden ,krper weiter verbreiten4 #bcj4 ,warum hren wir einen ,schall in der ,nhe strker als in der ,ferne8 ,weil die ,schallwellen sich wie ,hohlkugeln um den schallenden ,krper ausbreiten1 jede ,bewegung aber an ,strke in demselben ,verhltni abnehmen mu1 in welchem die ,flche wchst1 ber welche sie sich ausbreitet4 ,eine ,schallwelle breitet sich in der doppelten ,entfernung auf eine #dmal so groe ,flche aus1 und die ,erschtterung1 die sie bewirkt1 kann nur noch so stark sein1 als in der einfachen ,entfernung4 ,von der ,strke der ,erschtterung hngt aber die ,wirkung des ,schalles auf unser ,gehrorgan ab2 wir hren darum den ,schall in der doppelten ,entfernung auch nur mal so stark4 #bca4 ,warum geben einige ,krper beim ,anschlagen einen strkeren ,schall als andere8 ,weil die ,krper verschiedene ,elasticitt und ,dichtigkeit besitzen1 sehr elastische ,krper aber eine heftigere ,erschtterung der ,theilchen und weitere ,schwingungen zulassen1 als weniger elastische1 und in dichteren ,krpern mehr ,masse in ,schwingungen versetzt wird1 als in weniger dichten4 ,von der ,erschtterung der ,theilchen eines ,krpers hngt aber die ,erschtterung der ,luft und von dieser die ,wirkung auf unser ,gehrorgan ab4 ,sehr weiche ,krper1 namentlich ,flssigkeiten1 sind darum nicht geeignet1 einen ,schall zu erzeugen4 #bcb4 ,warum sieht man aus einiger ,entfernung die ,axt des ,holzhauers frher niederfallen1 als man den ,schlag hrt8 ,weil1 wie jede ,bewegung eine gewisse ,zeit erfordert1 so auch eine gewisse ,zeit vergehen mu1 ehe der ,schall von seinem ,entstehungsorte durch die ,luft sich bis zu unserm ,ohre fortpflanzt4 ,in der ,luft betrgt die ,geschwindigkeit1 mit welcher sich der ,schall fortpflanzt1 ungefhr #ajfj ,fu oder #ccc ,meter in der ,secunde4 ,aus der ,zeit1 welche zwischen dem ,lichtblitz beim ,abschieen einer ,kanone und dem ,eintreffen des ,schalles1 oder zwischen ,blitz und ,donner bei einem ,gewitter verstreicht1 kann man auf die ,entfernung der ,kanone oder des ,gewitters schlieen4 #bcc4 ,warum hrt man das ,luten der ,glocken oder andere ,arten des ,schalles in gleicher ,entfernung1 bald strker1 bald schwcher8 ,weil die ,luft bald mehr1 bald weniger geeignet ist1 die ,erschtterungen fortzupflanzen1 da sie bald eine grere1 bald eine geringere ,dichtigkeit und ,elasticitt besitzt4 ,je dichter die ,luft ist1 desto besser leitet sie den ,schall4 ,in der dnnen ,luft hoher ,alpengipfel hrt man darum den ,knall einer ,pistole kaum strker als einen krftigen ,handschlag4 ,im ,winter1 wo die ,luft klter und darum auch dichter ist1 hrt man den ,schall strker und in weiterer ,entfernung als im ,sommer4 ,im ,sommer wirkt zugleich der ,pflanzenwuchs der ,verbreitung der ,schallwellen hemmend entgegen4 ,in der ,nacht wird ein ,schall deutlicher vernommen als am ,tage1 nicht blo1 weil am ,tage noch ein mannigfach verworrenes ,gerusch die ,empfindlichkeit des ,ohres abstumpft1 sondern auch weil am ,tage das ,aufsteigen der wrmeren ,luft der ,verbreitung der ,schallwellen hinderlich wird4 ,ein der ,richtung der sich fortpflanzenden ,schallwellen entgegen wehender ,wind hlt sie ebenfalls auf1 whrend ein in derselben ,richtung wehender ,wind die ,geschwindigkeit der ,schallfortpflanzung vergrert4 ,regentropfen und ,schneeflocken unterbrechen und stren vielfach die ,schallwellen1 und man vernimmt darum bei ,regen und ,schneefall das ,luten einer ,glocke nicht1 das man bei heiterem ,wetter sehr deutlich hrt4 #bcd4 ,warum hrt man entfernten ,kanonendonner besser1 wenn man das ,ohr auf die ,erde legt8 ,weil der ,erdboden den ,schall mit grerer ,geschwindigkeit fortpflanzt1 als die ,luft4 ,ueberhaupt leiten die meisten festen ,krper und selbst ,flssigkeiten den ,schall mit grerer ,geschwindigkeit fort1 als die ,luft4 ,so ist die ,geschwindigkeit des ,schalles in ,eisen #af-b_/c1 in ,tannenholz #ah1 in ,wasser #dmal so gro als in der ,luft4 ,wenn man eine ,taschenuhr auf das ,ende eines sehr langen ,balkens legt1 so kann man das ,ticken derselben noch hren1 wenn man das ,ohr an das andere ,ende des ,balkens anlegt4 ,dagegen wird die ,fortpflanzung des ,schalles durch ungleichartige und vielfach unterbrochene ,krper stark gestrt4 ,namentlich lockere ,krper1 wie ,tuch1 ,pelz1 ,wolle1 ,baumwolle1 ,federn1 ,sgesphne1 sind zur ,fortleitung des ,schalles wenig geeignet und schwchen ihn betrchtlich1 weil in ihnen der ,schall bestndig aus einer festeren ,schicht in eine eingeschlossene ,luftschicht und umgekehrt bergehen mu und dabei jedesmal gestrt wird4 ,mit ,champagner oder ,selterwasser gefllte ,glser klingen daher nicht4 ,durch wollene ,decken oder ,strohmatten1 die man vor ,fenster und ,thren hngt1 kann man das ,gerusch der ,strae von einem ,zimmer fern halten4 #bce4 ,warum hallen einzelne ,silben oder auch wohl ganze ,wrter zuweilen mehrfach wieder1 wenn sie einer ,felswand oder der ,mauer eines ,gebudes gegenber in einer gewissen ,entfernung laut ausgesprochen werden8 ,weil die durch das ,aussprechen der ,silben oder ,wrter verursachten ,erschtterungen oder ,schallwellen der ,luft1 wenn sie in ihrem ,fortschreiten gegen die ,felswand oder ,mauer treffen1 von dieser zurckgeworfen werden und daher den ,schall nach derselben ,gegend wieder hinsenden1 woher er kam1 gerade wie ein elastischer ,ball von einer ,wand zurckprallt4 ,da unser ,ohr in einer ,secunde hchstens #i--aj ,silben zu unterscheiden vermag1 in #a_/aj ,secunde der ,schall aber #cc-a_/c ,meter durchluft1 hin und zurck also nur #af-b_/c ,meter durchlaufen kann1 so mu eine ,wand mindestens #af-b_/c ,meter von uns entfernt sein1 wenn wir den ,nachhall einer ausgesprochenen ,silbe oder ihr ,echo noch deutlich unterscheiden sollen4 ,in einem kleineren ,raume1 etwa zwischen den ,wnden eines ,zimmers1 verschmilzt der ,nachhall mit dem ,schall und verstrkt diesen nur4 ,soll der ,nachhall von #b1 #c und mehr ,silben deutlich vernommen werden1 so mu die den ,schall zurckwerfende ,wand #b1 #c oder mehrmal #af-b_/c ,meter von uns entfernt sein4 ,soll eine ,silbe oder ein ,schall berhaupt mehrfach wiederhallen1 also ein mehrmaliges ,echo stattfinden1 so mu die ,zurckwerfung durch mehrere ,wnde geschehen1 die entweder gleichlaufend sich gegenberstehen oder an einander anstoen4 ,dies ist z4 ,b4 an dem ,lurleyfelsen bei ,oberwesel am ,rhein1 bei den ,adersbacher ,felsen in ,bhmen und auf dem ,knigsplatz in ,kassel der ,fall4 ,eines der berhmtesten ,echos ist das beim ,schlosse ,simonetta bei ,mailand1 das den ,schall eines ,pistolenschusses #dj--ejmal wiederholt4 ,bei ,musikslen1 ,theatern etc4 ist es eine der schwierigsten ,aufgaben der ,baukunst1 den strenden ,nachhall zu beseitigen2 das geeignetste ,mittel dazu scheint die mglichst reiche ,gliederung der ,wnde zu sein4 ,illustration3 ,fig4 #df4 #bcf4 ,warum kann man sich noch auf sehr weite ,entfernungen vernehmlich machen1 wenn man in ein ,sprachrohr hineinspricht oder ruft8 ,weil wegen der kegelfrmigen ,gestalt des ,sprachrohrs die gegen die inneren ,wnde desselben treffenden ,schallwellen1 nachdem sie mehrmals zurckgeworfen worden sind1 endlich fast alle eine und dieselbe ,richtung erhalten und1 indem sie fast gleichlaufend austreten1 auf dem langen ,wege durch die freie ,luft zusammengehalten werden4 ,ein ,hhrrohr ist ein umgekehrtes kleines ,sprachrohr1 dessen ,trichter eine groe ,menge von ,schallwellen aufnimmt1 die in dem engeren ,schallrohr zusammengedrngt werden und so verdichtet in das ,ohr gelangen1 auf welches sie darum einen strkeren ,eindruck machen4 ,da der ,schall berhaupt nur wenig von seiner ,strke einbt1 wenn er sich in einer begrenzten ,luftmasse ausbreitet1 so knnen auch sogenannte ,schall- oder ,communicationsrhren1 d4 h4 beliebig lange1 #d--e ,centimeter weite ,blech- oder ,kautschukrhren1 in die man hineinspricht1 dazu dienen1 sich auf grere ,entfernungen verstndlich zu machen4 ,man findet darum solche ,rhren in ,fabriken oft durch mehrere ,stockwerke hindurch4 ,aus demselben ,grunde pflanzen auch ,kamine1 ,gasleitungen1 ,heizungsrhren den ,schall in auffallender ,weise fort1 und in ,gefngnissen sind sie oft zu ,verstndigungen unter den ,gefangenen benutzt worden4 #bcg4 ,warum wird der ,ton einer ,stimmgabel auffallend strker1 wenn man sie auf irgend einen festen ,krper1 z4 ,b4 auf eine ,tischplatte aufsetzt8 ,weil ein fester ,krper1 wie die ,tischplatte1 besonders wenn er in unmittelbarer ,berhrung mit dem schallenden ,krper steht1 selbst in hnliche ,schwingungen gerth und diese dann auch der ,luft mittheilt1 dadurch also den ,ton des schallenden ,krpers verstrkt4 ,auf diesem ,mitschwingen oder ,mittnen beruht auch der ,resonanzboden des ,klaviers1 der ,violine u4 s4 w4 ,illustration3 a7 ,ohrmuschel4 b7 ,gehrgang4 c7 ,trommelfell4 d7 e7 ,gehrknchelchen4 f7 g7 ,vorhof4 h7 ,bogengnge4 i7 ,schnecke4 ,fig4 #dg4 #bch4 ,warum knnen taubgeborne oder an gewissen ,krankheiten des ,ohres leidende ,personen nicht hren8 ,weil die durch das ,sprechen erschtterte ,luft zwar ebenfalls diese ,erschtterungen bis zu ihrem ,ohre fortpflanzt1 sie hier aber wegen des krankhaften ,zustandes des ,ohres dem ,gehrnerv nicht mehr mitgetheilt werden knnen4 ,dies ist besonders der ,fall1 wenn der ,gehrnerv selbst unempfindlich ist1 oder wenn das sogenannte ,labyrinth fehlt1 durch dessen ,flssigkeit die ,schallschwingungen dem ,gehrnerv mitgetheilt werden4 ,unser ,ohr ist ein sehr knstlich gebauter ,apparat zur ,aufnahme von ,schallschwingungen4 ,das uere ,ohr sammelt und leitet mittelst der durch vielfache ,windungen eine groe ,oberflche darbietenden ,ohrmuschel 7a7 die ,schallschwingungen in den ,gehrgang 7b71 einen etwa #a ,zoll langen ,kanal im ,schlfenbein4 ,der ,gehrgang ist hinten durch das ,trommelfell 7c7 geschlossen1 mit welchem das mittlere ,ohr oder die ,paukenhhle beginnt1 die durch die ,eustachische ,rhre mit der ,rachenhhle1 also auch mit der ueren ,luft in ,verbindung steht4 ,in der ,paukenhhle liegen die ,gehrknchelchen1 durch welche die ,schallschwingungen1 welche mittelst des ,trommelfells denselben mitgetheilt werden1 nach den ,gesetzen der ,resonanz eine grere ,strke erhalten4 ,durch den ,verlust des ,trommelfells und der ,knchelchen ist darum das ,gehr nicht aufgehoben1 sondern nur bedeutend geschwcht4 ,die ,paukenhhle ist von dem inneren ,ohre1 dem sogenannten ,labyrinth1 einer ,hhlung im ,felsenbein1 durch eine kncherne ,scheidewand getrennt1 in welcher zwei mit ,haut berzogene ,oeffnungen1 das runde und das ovale ,fensterchen1 eine ,verbindung mit der ,paukenhhle herstellen4 ,durch das ovale ,fensterchen theilen sich die ,schallschwingungen dem ,wasser mit1 welches das ganze ,labyrinth erfllt1 und das sich schwingend vor- und zurckbewegen kann1 weil das runde ,fensterchen1 mit welchem das ,labyrinth endigt1 auszuweichen vermag4 ,das ,labyrinth selbst besteht wieder aus dem ,vorhof 7g71 den drei ,bogengngen 7h7 und der ,schnecke 7i71 in denen sich die ,zweige des ,gehrnervs mannigfach verbreiten4 ,in der ,erkrankung dieses ,theils liegt also die grte ,gefahr fr die ,empfindlichkeit des ,gehrs4 #bci4 ,warum giebt eine dickere ,violinsaite einen tieferen ,ton als eine dnnere1 und warum giebt dieselbe ,saite einen hheren ,ton1 wenn sie strker gespannt wird1 oder wenn man sie verkrzt8 ,weil die ,hhe eines ,tones von der ,zahl der ,schallwellen abhngt1 welche in einer ,secunde in unser ,ohr gelangen und von demselben empfunden werden1 der ,ton einer ,saite also um so hher ist1 je schneller sie schwingt1 oder je mehr ,schwingungen sie in derselben ,zeit macht1 eine ,saite aber um so mehr ,schwingungen macht1 je dnner1 je krzer oder je mehr angespannt sie ist4 ,eine ,saite1 welche die ,octave giebt1 macht doppelt so viele ,schwingungen in der ,secunde1 als eine ,saite1 welche den ,grundton giebt4 ,im ,allgemeinen beginnt unsere ,tonempfindung erst bei #cj bis #dj ,schwingungen in der ,secunde und hrt bei #ejjj1 hchstens #ijjj ,schwingungen auf2 besonders gebte und feinfhlende ,ohren hren nach ,helmholtz noch ,tne von #gfjjj ,schwingungen in der ,sekunde4 ,in der ,musik kommt es aber weniger auf die absolute ,hhe der ,tne als auf ihre ,verhltnisse oder ,intervalle an4 ,die einfachsten ,intervalle bilden diejenigen ,tne1 welche #b1 #c1 #d1 #e 444 mal so viel ,schwingungen machen1 als ein anderer ,ton1 den man den ,grundton nennt1 also die harmonischen ,obertne des ,grundtons4 ,die nchsteinfachen ,verhltnisse sind die von #c 3 #b und von #e 3 #d1 und solche ,tne1 welche #c_/b oder #e_/d mal so viel ,schwingungen machen1 als der ,grundton1 nennt man die ,quinte und die ,terz des ,grundtons4 ,auch die ,tne1 welche #d_/c und #e_/c mal so viel ,schwingungen als der ,grundton enthalten1 die ,quarte und die ,sexte1 klingen noch befriedigend mit dem ,grundton zusammen4 ,solche ,tne1 welche zusammen einen angenehmen ,eindruck auf das ,gehr machen1 nennt man consonirend1 und ihren ,zusammenklang selbst ,consonanz4 ,tne1 deren ,schwingungszahlenverhltni zum ,grundton nicht mehr einfach ist1 bilden ,dissonanzen4 #bdj4 ,warum giebt eine lngere ,pfeife einen tieferen ,ton als eine krzere8 ,weil es in jeder ,pfeife die durch das ,einstrmen eines schmalen ,luftstroms hervorgebrachte schwingende ,bewegung der eingeschlossenen ,luftsule ist1 welche den ,ton erzeugt1 und weil die ,hhe dieses ,tones von der ,zahl der in einer ,secunde gemachten ,schwingungen abhngt1 diese aber im umgekehrten ,verhltni zur ,lnge der ,pfeife steht4 ,wenn1 wie bei der ,flte1 die ,wnde einer ,pfeife mit ,oeffnungen versehen sind1 welche geffnet und geschlossen werden knnen1 so ist die erste nicht geschlossene ,oeffnung als das ,ende der ,pfeife anzusehen und die ,hhe des ,tones dem ,abstande der ,oeffnung vom ,mundloch entsprechend4 ,man begreift daher1 wie sich durch ,oeffnen und ,schlieen der ,seitenlcher der ,ton erhhen und erniedrigen lt4 ,illustration3 ,fig4 #dh4 #bda4 ,warum kann man eine ausgeschnittene ,gnsegurgel noch zum ,tnen bringen1 wenn man hineinblst8 ,weil das in der ,gurgel liegende ,stimmorgan der ,gans1 wie der meisten ,thiere und auch des ,menschen1 eigentlich eine ,pfeife ist1 in welcher der ,ton durch die ,schwingungen zweier elastischer ,bnder erzeugt wird1 die zwischen sich nur eine schmale ,spalte1 die ,stimmritze1 fr den durchgehenden ,luftstrom freilassen4 ,das ,stimmorgan hat die meiste ,aehnlichkeit mit einer sogenannten ,zungenpfeife1 wie wir sie in der ,kindertrompete kennen1 bei welcher der eingeblasene ,luftstrom ein elastisches ,blttchen in ,bewegung setzt1 welches seine schwingende ,bewegung dann der in der ,pfeife eingeschlossenen ,luftsule mittheilt4 ,bei dem ,stimmorgan des ,menschen bildet die ,lunge nur den ,blasebalg1 die ,luftrhre das ,windrohr1 whrend der ,kehlkopf das eigentliche ,instrument ist1 das in seinem obersten ,theile die tnende ,zunge enthlt1 und ,rachen und ,mund nur als ,schallbecher dienen4 ,der ,kehlkopf besteht aus dem obersten ,ringe der ,luftrhre oder dem ,ringknorpel1 dem ,schildknorpel oder ,adamsapfel und den zwei durch ,muskeln beweglichen ,giekannenknorpeln4 ,die ,schleimhaut der ,luftrhre geht in dem ,kehlkopf in ein sehr elastisches ,gewebe ber1 das von der ,vorderkante des ,schildknorpels sich in zwei halbkreisfrmigen ,abtheilungen1 die man ,stimmbnder nennt1 nach hinten zu den ,giekannenknorpeln zieht4 ,bei gewhnlichem ,athmen liegen diese beiden ,hute schlaff ber einander und schlieen den ,zwischenraum1 so da das ,athmen nur durch eine schmale ,fortsetzung dieses ,zwischenraums zwischen den zwei ,giekannenknorpeln1 die ,athemritze1 geschieht4 ,bei der ,tonbildung dagegen schliet sich die ,athemritze1 die ,stimmbnder werden straff gespannt und ihre ,rnder liegen fest aneinander1 so da nur ein feiner1 grader ,spalt1 die ,stimmritze1 brig bleibt4 ,indem der ,luftstrom durch diese hindurchgeht1 versetzt er die ,stimmbnder in ,schwingungen1 welche sich auf die ,luftsule in der ,rachen- und ,mundhhle bertragen4 ,die ,hhe des ,tons hngt also hauptschlich von der ,spannung und der ,lnge der ,stimmbnder ab4 ,von der ,wrme4 ,unter ,wrme verstehen wir bald das ,gefhl1 welches wir bei der ,berhrung gewisser ,krper empfinden1 bald die ,ursache dieses ,gefhles oder den ,zustand der ,krper selbst1 welche diese ,empfindung in uns hervorrufen4 ,gewhnlich spricht man von der ,wrme1 wie von einem ,stoffe1 der von den ,krpern ausstrmt1 fortgeleitet wird1 die ,krper durchdringt etc41 und frher hat man auch wirklich einen solchen ,wrmestoff angenommen1 der freilich keine einzige ,eigenschaft des ,stoffes1 namentlich keine ,schwere besitzt4 ,das ,wesen der ,wrme kann man daher nur in einer ,bewegung sehen1 und zwar in einer schwingenden oder ,wellenbewegung4 ,nur darber streitet man noch1 ob sie eine ,bewegung der kleinsten ,krpertheilchen selbst1 oder eine ,bewegung eines feinen1 alle ,krper durchdringenden ,stoffes1 des sogenannten ,aethers sei4 ,die wichtigsten ,quellen der ,wrme sind die ,sonnenstrahlen1 ,reibung1 ,druck und chemische ,prozesse1 namentlich die ,verbrennung2 ferner ,elektricitt und ,magnetismus4 ,klte ist nur ,mangel an ,wrme4 ,die ,temperatur eines ,krpers ist der ,grad seiner ,erwrmung4 #bdb4 ,warum springen ,funken ab1 wenn man mit einem ,stahl an einen ,feuerstein schlgt8 ,weil durch das heftige ,anschlagen des ,stahles gegen den harten ,feuerstein kleine ,stahlstckchen abspringen1 die in ,folge der durch die ,reibung erzeugten ,hitze glhend werden und1 wenn sie auf ,schwamm oder ,zunder fallen1 diesen entznden4 ,wenn man die ,funken auf weies ,papier fallen lt und sie dann durch ein ,vergrerungsglas betrachtet1 kann man deutlich die geschmolzenen ,stahlstckchen erkennen4 ,auch vom eisernen ,huf eines auf gepflasterter ,strae galoppirenden ,pferdes sieht man ,abends glhende ,theilchen umhersprhen4 ,wenn man zwei ,kieselsteine heftig an einander schlgt1 werden ebenfalls glhende ,steinstckchen losgerissen4 ,ueberhaupt wird durch ,reibung und starken ,druck ,wrme erzeugt4 ,ein ,hammer erwrmt sich bei lngerem ,gebrauch1 und der ,schmied kann einen ,nagel durch geschicktes ,hmmern glhend machen4 #bdc4 ,warum mssen die ,achsen der ,wagenrder geschmiert werden8 ,weil bei der ,umdrehung der ,rder um die ,achsen eine heftige ,reibung stattfindet und durch diese ,reibung bedeutende ,wrme erzeugt werden wrde1 die sich bis zur ,entzndung der ,achsen steigern knnte1 wenn die ,reibung nicht durch eine dazwischen gebrachte ,flssigkeit1 namentlich ein geschmeidiges ,oel oder ,fett1 vermindert wrde4 #bdd4 ,warum verbrennt man sich die ,hnde1 wenn man sich schnell an einem ,seile herablt8 ,weil beim schnellen ,herabgleiten an einem ,seile eine heftige ,reibung zwischen den ,hnden und dem ,seile stattfindet1 und durch diese ,reibung ,wrme erzeugt wird1 die sich zu einem solchen ,grade steigern kann1 da sie nicht blos die ,empfindung des ,verbrennens1 sondern auch wirkliche ,brandwunden an den ,hnden verursacht4 ,die ,reibung und die dadurch erzeugte ,erwrmung ist um so heftiger1 je schneller das ,herabgleiten geschieht1 und je grer die ,strecke ist1 durch die man sich herablt4 #bde4 ,warum wird frisch gebrannter ,kalk hei1 wenn man ihn beim ,lschen mit ,wasser besprengt8 ,weil das ,wasser sich mit dem ,kalk zu einem neuen ,krper1 dem gelschten ,kalk1 chemisch verbindet1 und diese chemische ,verbindung ,wrme erzeugt4 ,da der ,kalk das ,wasser aufgenommen hat1 lt sich durch seine ,gewichtszunahme beweisen4 ,das ,wasser ist dabei zugleich verdichtet und fest geworden2 denn der neue ,krper ist staubig trocken4 ,da auch bei andern chemischen ,verbindungen ,wrme erzeugt wird1 kann man erfahren1 wenn man ,schwefelsure mit ,wasser mischt4 ,darum darf man1 wenn man sich mit ,schwefelsure beschttet hat1 dieselbe nicht sogleich mit ,wasser abwaschen1 sondern mu sie vorher mit ,wolle oder ,papier abtrocknen4 ,auch unsere eigene ,krperwrme ist ein ,erzeugni chemischer ,prozesse1 die durch unsere ,athmung vermittelt werden4 ,jede ,verbrennung1 die ,hauptquelle unserer knstlichen ,wrme1 ist ein chemischer ,proze4 #bdf4 ,warum gerth feuchtes ,heu hufig in ,brand8 ,weil in solchen feuchten ,pflanzenstoffen allmhlich eine ,ghrung eintritt1 welche die ,pflanzenstoffe in eine schwarze1 kohlenreiche ,masse verwandelt1 in ,folge dieser ,ghrung und ,fulni aber diese ,stoffe sich erhitzen und dabei zugleich eine ,menge von ,kohlenwasserstoffgas entwickeln1 das in der porsen ,masse sehr verdichtet wird4 ,da nun ,heu und hnliche ,pflanzenstoffe zugleich sehr schlechte ,wrmeleiter sind1 d4 h4 die erzeugte ,wrme nicht leicht abgeben1 so kann sich diese in ihrem ,innern bis zu einem ,grade steigern1 bei welchem die ,entzndung der ,stoffe mglich ist4 ,kann endlich frische ,luft1 also ,sauerstoff1 hinzutreten1 so mu die ,entzndung erfolgen1 da die beiden ,bedingungen der ,verbrennung erfllt sind3 die zur ,entzndung erforderliche ,temperatur und der freie ,zutritt sauerstoffhaltiger ,luft4 ,wie feuchtes ,heu1 so knnen sich auch feuchte ,sgespne1 ,kleie1 ,getreide1 ,dnger von selbst entznden4 ,groe ,massen von gemahlenem ,kaffee und ,cichorien1 wenn sie dicht verpackt sind1 ebenso groe ,massen gepulverter ,kohle1 sind feuergefhrlich1 weil sie ihrer ,porositt wegen ,luftarten einsaugen und in sich verdichten1 durch diese ,verdichtung aber ,wrme erzeugt wird4 ,fest zusammengepackte gefettete ,wolle1 fettige ,putzlappen1 geprete wollene ,tcher1 die noch nicht durch das ,walken ihres ,fettes beraubt sind1 gefirnite1 fest auf einander gelegte ,zeuge erhitzen sich gleichfalls1 da sie beim ,trocknen ,sauerstoff aufnehmen und in sich verdichten4 #bdg4 ,warum wird durch den ,hauch aus dem ,munde oder durch den ,wind ein ,licht ausgelscht8 ,weil der brennende ,theil des ,lichtes durch den daran streichenden kalten ,luftstrom bis unter diejenige ,temperatur abgekhlt wird1 bei welcher das ,verbrennen allein noch mglich ist4 ,denn zum ,verbrennen eines ,krpers gehrt nicht nur ein freier ,zutritt der ,luft1 sondern auch ein gewisser ,grad der ,temperatur1 der bei den verschiedenen ,krpern sehr verschieden1 bei einigen1 wie beim ,phosphor1 sehr niedrig1 bei andern1 wie bei ,holz1 ,kohlen1 ,coaks und den meisten ,schwermetallen1 aber sehr hoch ist4 #bdh4 ,warum haben metallene ,thee- und ,kaffeekannen gewhnlich hlzerne ,handgriffe8 ,weil das ,metall ein zu guter ,wrmeleiter ist und daher die ,wrme einer in das ,gef gebrachten heien ,flssigkeit sehr schnell und in hohem ,grade annimmt1 whrend das ,holz1 als schlechter ,wrmeleiter1 die ,wrme nur in geringem ,grade und sehr langsam annimmt1 so da uns ein hlzerner ,handgriff gestattet1 die mit heier ,flssigkeit gefllte ,theekanne in die ,hand zu nehmen4 -- ,man nennt nmlich diejenigen ,krper1 welche die ,wrme sehr gut aufnehmen und schnell fortleiten1 gute ,wrmeleiter1 die entgegengesetzten schlechte ,wrmeleiter4 ,die besten ,wrmeleiter sind die ,metalle1 die schlechtesten ,luft1 ,asche1 ,federn1 ,wolle1 berhaupt ,haare4 #bdi4 ,warum kann man einen ,draht nicht lange in die ,lichtflamme halten1 ohne sich zu verbrennen1 whrend man doch einen ,fidibus ohne ,gefahr bis an die ,finger abbrennen lassen kann8 ,weil das ,metall ein sehr guter ,wrmeleiter ist1 und die durch die ,flamme erhitzten ,theilchen des ,drahtes daher ihre ,wrme sehr bald den nchsten1 sie berhrenden ,theilchen mittheilen1 so da diese ,wrme sehr schnell bis zu dem in unserer ,hand befindlichen ,ende gelangt2 whrend in dem ,papier1 als einem sehr schlechten ,wrmeleiter1 die ,wrme sich sehr langsam von ,theilchen zu ,theilchen verbreitet1 so da sie noch nicht zu unserer ,hand gelangt ist1 wenn die ,flamme schon nahe daran ist4 #bej4 ,warum verbrennt man sich leicht die ,hand1 wenn man dieselbe an eine ,sge hlt1 mit der soeben lngere ,zeit gesgt worden ist8 ,weil durch die starke ,reibung beim ,sgen eine bedeutende ,wrmemenge erzeugt wird1 das ,holz aber ein schlechter1 das ,metall dagegen ein guter ,wrmeleiter ist1 und letzteres daher den grten ,theil der erzeugten ,wrme in sich aufnimmt4 ,aehnliches findet berall statt1 wo ein metallener ,gegenstand an einem hlzernen oder berhaupt an einem schlechten ,wrmeleiter gerieben wird4 ,wenn man eine ,kupfermnze auf dem ,fuboden oder auf einem ,stck ,tuch reibt1 so wird sie so hei1 da man die ,finger wegziehen mu1 whrend der ,fuboden oder das ,tuch nicht merklich erhitzt ist4 #bea4 ,warum kann man1 wenn man sich die ,hand mit ,asche bestreut1 eine glhende ,kohle hineinlegen1 ohne da man sich verbrennt8 ,weil die ,asche1 als ein uerst schlechter ,wrmeleiter1 nur sehr langsam die ,wrme der ,kohle aufnimmt und ebenso langsam an die ,hand abgiebt4 ,eben darum geben auch ,oefen1 in denen sich viel ,asche befindet1 weniger ,wrme ab1 weil diese die ,wrme des ,feuers nur wenig annimmt und in sehr geringem ,grade fortleitet4 ,aus demselben ,grunde schtzt man auch ,gegenstnde vor dem ,verbrennen1 indem man die ,zwischenrume zwischen den ,doppelwnden der eisernen feuerfesten ,schrnke mit ,asche fllt4 ,auch ,dampfrhren und ,dampfkessel werden zweckmig mit einem ,mantel umgeben1 dessen ,fllung aus ,asche1 ,lehm und ,haaren besteht1 weil diese schlechtleitenden ,stoffe das ,entweichen der ,wrme verhindern4 #beb4 ,warum knnen ,schmiede glhende ,kohlen auf ihre ,hand legen und sie einige ,zeit darauf liegen lassen1 ohne eine unangenehme ,empfindung zu haben8 ,weil die ,hnde dieser ,leute gewhnlich in ,folge ihrer schweren ,arbeit an ihrer inneren ,flche mit einer harten hornartigen ,haut berzogen sind1 das ,horn aber als ein sehr schlechter ,wrmeleiter nur langsam die ,hitze der glhenden ,kohle zum empfindlichen ,fleisch durchdringen lt4 #bec4 ,warum machen eiserne ,oefen die ,zimmer wrmer1 mindestens schneller warm1 als thnerne8 ,weil ,eisen ein besserer ,wrmeleiter ist als ,thon4 ,da nun das in dem ,ofen angezndete ,feuer seine ,wrme demselben mittheilt1 und diese ,mittheilung desto schneller und in einem desto hhern ,grade erfolgt1 aus je besseren ,wrmeleitern der ,ofen besteht1 so mu ein eiserner ,ofen die ,wrme schneller und in hherem ,grade annehmen1 als ein thnerner4 ,ersterer wird aber aus demselben ,grunde auch die erhaltene ,wrme schneller an die ,luft des ,zimmers abgeben und es daher wrmer machen2 freilich wird er auch wieder schneller erkalten1 als letzterer4 #bed4 ,warum giebt ein ,ofen weniger ,wrme von sich1 wenn der ,aufsatz desselben voll ,ru ist8 ,weil der ,ru ein schlechter ,wrmeleiter ist1 die ,wrme also nur schwer annimmt und eben so schwer wieder an andere ,krper abgiebt4 ,bei der ,erwrmung der ,zimmer durch ,oefen hngt aber alles davon ab1 da die den ,letzteren durch das ,feuer mitgetheilte ,wrme sich der ,luft des ,zimmers mittheilt4 ,da nun dem ,ofen wegen der geringeren ,wrmeleitungsfhigkeit des ,rues nur sehr langsam ,wrme mitgetheilt wird1 so kann er auch das ,zimmer nur wenig erwrmen4 #bee4 ,warum werden ,oefen gewhnlich mit mehreren ,zgen versehen8 ,weil die erhitzte ,luft im ,innern des ,ofens desto mehr ,wrme mittheilen kann1 je mehr sie ,flchen findet1 an die sie dieselbe abgeben kann4 ,je mehr ,zge aber ein ,ofen hat1 desto mehr bietet er ,flchen im ,innern4 ,die heie ,luft im ,ofen kann daher nicht durch den ,schornstein entweichen1 ohne zuvor den grten ,theil ihrer ,wrme verloren zu haben1 die durch ,vermittlung der ,ofenwnde dem ,zimmer zu ,gute gekommen ist4 #bef4 ,warum brennt ein ,rucherkerzchen1 auf ein hlzernes ,brett gesetzt1 ganz aus1 aber nicht1 wenn man es auf eine ,metallplatte stellt8 ,weil1 wenn man das ,rucherkerzchen auf eine ,metallplatte stellt1 diese1 als ein guter ,wrmeleiter1 dem brennenden ,rucherkerzchen schnell seine ,wrme entzieht1 so da es verlschen mu1 weil ihm zuletzt eine der zum ,verbrennen nothwendigen ,bedingungen1 nmlich der erforderliche ,temperaturgrad1 fehlt4 ,das hlzerne ,brett ist dagegen ein schlechter ,wrmeleiter und entzieht daher dem ,rucherkerzchen auch nur sehr wenig ,wrme1 so da es ungehindert ausbrennen kann4 #beg4 ,warum schtzt uns im kalten ,winter das ,pelzwerk gegen die ,klte8 ,weil das ,pelzwerk1 als einer der schlechtesten ,wrmeleiter1 nur sehr langsam die ,wrme annimmt und ebenso nur sehr wenig weiter leitet1 darum also auch die natrliche ,wrme unserem ,krper nicht entzieht4 ,der ,pelz wrmt nicht darum1 weil er etwa selbst ,wrme enthielte1 sondern nur darum1 weil er unsere natrliche ,krperwrme verhindert zu entweichen4 #beh4 ,warum giebt man ,eisgruben hlzerne1 mit ,stroh bedeckte ,wnde und ,strohdcher8 ,weil hlzerne1 mit ,stroh bedeckte ,wnde1 sowie ,strohdcher sehr schlechte ,wrmeleiter sind und darum die ,wrme der ueren ,luft und der ,sonnenstrahlen nur sehr langsam annehmen und in das ,innere des ,eiskellers fortleiten4 ,statt der ,strohwnde kann man solche ,eisbehlter auch mit einer ,kohlen- oder ,aschenschicht umgeben1 die ein noch schlechterer ,wrmeleiter ist4 #bei4 ,warum halten ,strohdcher im ,sommer khl1 im ,winter warm8 ,weil sie als schlechte ,wrmeleiter im ,sommer die uere ,wrme nur langsam und in geringem ,grade annehmen1 und der von ihnen geschtzte ,raum also auch nicht so erhitzt werden kann1 als unter anderen ,dchern2 whrend sie im ,winter wieder weniger von der inneren ,wrme des ,hauses in die uere kalte ,luft ableiten4 ,unter ,zink- oder ,bleidchern ist es im ,sommer sehr hei1 im ,winter sehr kalt1 weil ,metalle zu gute ,wrmeleiter sind4 #bfj4 ,warum baut man in sehr kalten ,gegenden die ,huser nicht aus ,stein1 sondern aus ,holz8 ,weil ,holz1 als schlechter ,wrmeleiter1 die innere ,wrme des ,hauses nur langsam in die uere ,luft ableitet1 ,stein als besserer ,wrmeleiter aber viel schneller die inneren ,rume ihrer ,wrme beraubt4 ,sogar ,eis ist ein schlechterer ,wrmeleiter als ,stein1 und die ,eskimos bauen daher ihre ,winterwohnungen zum ,schutze gegen die ,klte aus ,eis4 ,auch die ,mitglieder der ,nordpolexpeditionen1 die in jenen eisigen ,regionen berwintern1 umgeben ihr ,schiff im ,winter mit mchtigen ,mauern von ,eis und ,schnee4 #bfa4 ,warum werden im ,winter die ,zimmer wrmer erhalten1 wenn man dieselben durch ,doppelfenster verwahrt8 ,weil die zwischen gut schlieenden ,doppelfenstern abgesperrte ruhige ,luftschicht1 als ein sehr schlechter ,wrmeleiter1 die ,wrme des ,zimmers nicht nach auen entweichen lt4 ,unsere geheizten ,zimmer werden im ,winter nur darum allmhlich kalt1 weil ihre ,wrme sich mit der ueren kalten ,luft allmhlich ausgleicht1 und zwar theils dadurch1 da ,wnde und ,fensterscheiben die ,wrme nach auen mittheilen1 theils dadurch1 da die schwerere kalte ,luft durch die ,ritzen der ,thren und ,fenster in das ,zimmer eindringt und die wrmere ,luft verdrngt4 #bfb4 ,warum halten weite ,kleider wrmer1 als enganschlieende8 ,weil die abgesperrte ,luftschicht zwischen dem ,krper und der ,bekleidung als ein sehr schlechter ,wrmeleiter die natrliche ,krperwrme am ,entweichen verhindert4 ,da ,federbetten wrmer halten als wollene ,decken1 liegt auch mehr an der von ihnen eingeschlossenen ,luftschicht1 als an der geringeren ,leitungsfhigkeit der ,federn oder gar an der ,dicke der ,betten4 #bfc4 ,warum erfrieren die ,saaten nicht1 wenn sie mit ,schnee bedeckt sind8 ,weil der ,schnee an sich als schlechter ,wrmeleiter1 noch mehr aber durch die groe ,menge der in seinen ,zwischenrumen eingeschlossenen ,luft eine hinreichende ,wrmemenge in dem ,boden zurckhlt und andererseits dem ,einwirken der kalten ,luft auf den ,boden hinreichend wehrt1 um die ,saaten vor dem ,erfrieren zu schtzen4 #bfd4 ,warum frieren wir in einem ,bade von #ae ,r41 whrend wir uns doch in einer ,luft von #ae ,wrme sehr behaglich fhlen8 ,weil das ,wasser ein weit besserer ,wrmeleiter ist als die ,luft und daher unserem ,krper sehr schnell ,wrme entzieht1 ein ,wrmeverlust unsers ,krpers uns aber das ,gefhl des ,frierens erzeugt4 #bfd;a4 ,warum scheinen manche ,krper uns beim ,anfhlen klter zu sein als andere8 ,weil bei der ,berhrung gute ,wrmeleiter unserer ,hand einen ,theil ihrer natrlichen ,wrme entziehen und dadurch die ,empfindung von ,klte in derselben erzeugen1 whrend schlechte ,wrmeleiter nur sehr wenig von der ,wrme der ,hand annehmen und ihr daher ihre natrliche ,wrme lassen1 so da kein ,gefhl von ,klte in derselben entstehen kann4 ,metalle fhlen sich daher gewhnlich klter an als ,holz oder gar ,wolle4 ,sind aber gute und schlechte ,wrmeleiter bis zu einem gewissen ,grade gleich stark erwrmt worden1 etwa durch die heien ,sonnenstrahlen im ,sommer oder durch die ,wrme eines ,ofens1 so fhlen sich auch die guten ,wrmeleiter heier an als die schlechten1 weil erstere ihre ,wrme sehr schnell an die ,hand abgeben1 letztere nicht4 ,an metallenen ,thrgriffen knnen wir uns an heien ,sommertagen fast verbrennen1 whrend ,wolle kaum merklich warm erscheint4 #bfe4 ,warum knnen ,juwelenhndler bisweilen durch bloes ,anfhlen chte ,steine von unchten unterscheiden8 ,weil ,edelsteine bessere ,wrmeleiter als unchte ,steine sind1 die gewhnlich aus ,glas bestehen1 die ersteren daher beim ,anfhlen der ,hand etwas schneller die ,wrme entziehen und das ,gefhl von ,klte erzeugen1 als die letzteren4 ,doch drfte jedenfalls eine groe ,uebung dazu gehren1 um auf diese ,weise mit ,sicherheit chte und unchte ,steine zu unterscheiden1 da der ,unterschied in der ,wrmeleitung nur ein geringer ist4 ,besser erkennt man die verschiedene ,wrmeleitung durch ,anhauchen4 ,edelsteine nehmen den ,hauch oder ,wasserniederschlag nicht nur schwerer an1 weil sie als bessere ,wrmeleiter schneller warm werden1 sondern verlieren ihn auch schneller4 #bff4 ,warum werden wir von einem kalten ,winde so durchkltet8 ,weil die kalte ,luft unserem ,krper auf dem ,wege der ,mittheilung seine natrliche ,wrme entzieht und1 da bei einem ,winde immer neue kalte ,lufttheilchen an unsern ,krper herandringen1 diese ,entziehung der ,wrme um so schneller erfolgt4 ,da der ,wind unsere ,kleider durchdringt1 so hebt er auch den ,schutz auf1 den diese ,kleider uns theils als schlechte ,wrmeleiter1 theils durch die eingeschlossene ruhige ,luftschicht gewhren4 ,an einem ,wintertage wird uns darum auch die ,klte weit empfindlicher bei windigem ,wetter1 als bei ,windstille1 obgleich das ,thermometer denselben ,kltegrad anzeigt4 #bfg4 ,warum wird ein ,zimmer erwrmt1 in dessen ,ofen man ,feuer gemacht hat8 ,weil der ,ofen die ihm durch das ,feuer mitgetheilte ,wrme nicht blo der ihn unmittelbar umgebenden ,luftschicht mittheilt1 sondern sie auch in das ganze ,zimmer ausstrahlt4 ,da die ,wrme sich nicht blos durch ,mittheilung oder ,leitung von ,lufttheilchen zu ,lufttheilchen1 sondern auch durch ,strahlung verbreitet1 sehen wir daraus1 da sich das ,gefhl der ,wrme sofort vermindert1 wenn wir einen ,schirm zwischen uns und den ,ofen bringen1 der die strahlende ,wrme von uns abhlt4 ,auch die ,sonne strahlt ihre ,wrme aus1 und die ,luft wird daher durch diese strahlende ,wrme wenig erwrmt1 wie es uns die ,klte in groen ,hhen beweist4 ,ueberhaupt strahlen alle ,krper ihre ,wrme gegen minder warme aus4 ,daher kommt es1 da die ,gegenstnde in einem ,zimmer allmhlich ihre ,wrme so ausgleichen1 da sie dieselbe ,temperatur zeigen4 #bfh4 ,warum werden am ,spalier gezogene ,frchte gewhnlich frher reif als freistehend gezogene8 ,weil die ,frchte am ,spalier nicht blo unmittelbar die ,wrme der ,sonnenstrahlen empfangen1 wie die freistehenden1 sondern berdies noch durch die von der ,mauer zurckgeworfenen ,strahlen erwrmt werden4 ,wrmestrahlen werden ebenso zurckgeworfen wie ,schallwellen4 #bfi4 ,warum kann man mit einem ,brennglas ,papier entznden1 wenn man die ,sonnenstrahlen senkrecht hindurchgehen lt8 ,weil die erwrmenden ,sonnenstrahlen1 wenn sie durch das ,brennglas 7eine auf beiden ,seiten gewlbt oder convex geschliffene ,glasplatte7 hindurchgehen1 so in ihrer ,richtung verndert werden1 da sie alle in einem ,punkte zusammentreffen und hier durch ihre vereinigte ,wirkung eine ,hitze hervorbringen1 die stark genug ist1 ,papier oder andere leicht brennbare ,gegenstnde zu entznden4 #bgj4 ,warum empfinden wir im ,sommer die ,hitze in schwarzen ,kleidern mehr als in weien8 ,weil schwarze ,kleider1 wie berhaupt dunkelfarbige ,krper1 die von der ,sonne ausstrahlende ,wrme leichter aufnehmen als weie ,kleider oder berhaupt hellfarbige ,krper1 welche die ,wrmestrahlen vielmehr zurckwerfen4 ,hellfarbige ,sommerkleider schtzen uns daher vor der ,wirkung der ,sonnenwrme4 ,dagegen whlt man zur ,winterkleidung im ,zimmer besser dunkle ,stoffe1 welche die vom ,ofen ausgestrahlte ,wrme leichter aufnehmen und dem ,krper zufhren4 ,ebenso schmilzt mit ,staub bedeckter ,schnee leichter als vllig reiner ,schnee1 und werden dunkle ,mauern mehr erwrmt als weie4 #bga4 ,warum kocht das ,wasser in einem neuen ,kessel nicht so schnell wie in einem alten1 mit ,ru bedeckten8 ,weil der neue ,kessel blank ist1 und die ,wrme von blanken und hellen ,flchen strker zurckgeworfen wird als von rauhen und dunklen4 ,der neue ,kessel wird auch nicht so schnell erwrmt und kann daher auch nicht so viel ,wrme an das ,wasser abgeben4 ,darum erwrmen auch schwarze eiserne ,oefen mit vielen ,verzierungen und rauhe dunkelfarbige ,kachelfen die ,zimmer leichter als helle und polirte ,oefen4 #bgb4 ,warum halten sich ,speisen in glasirten ,porzellangefen lnger warm1 als in rauhen oder gar beruten irdenen ,gefen8 ,weil rauhe ,krper zwar die ,wrme von auen leichter aufnehmen und gleichsam einsaugen1 aber die eigene ,wrme dafr auch wieder schneller ausstrahlen4 ,darum heizen zwar rauhe und dunkle ,oefen besser1 aber helle und glasirte ,oefen halten sich lnger warm4 #bgc4 ,warum ist es gewhnlich gegen ,morgen klter als mitten in der ,nacht8 ,weil der ,erdboden die am ,tage durch die ,sonnenstrahlen empfangene ,wrme in der ,nacht allmhlich wieder gegen den kalten ,himmelsraum ausstrahlt1 gegen ,morgen daher der ,wrmeverlust grer sein mu als in der ,nacht4 ,ein dunkler und mit ,pflanzen bedeckter ,boden strahlt natrlich auch wieder mehr ,wrme aus als ein heller und kahler ,boden4 ,am strksten ist die ,wrmestrahlung des ,bodens unter den ,wendekreisen1 und wegen dieser bedeutenden ,abkhlung ist es dort lebensgefhrlich1 eine ,nacht im ,freien zu schlafen4 ,illustration3 ,fig4 #di4 #bgd4 ,warum pflegt man bei bedecktem ,himmel keine ,nachtfrste zu befrchten8 ,weil die vom ,erdboden ausstrahlende ,wrme von den ,wolkenschichten zur ,erde zurckgeworfen wird1 so da eine starke ,abkhlung des ,bodens und der unteren ,luftschichten nicht statt finden kann4 ,in sehr heiteren ,nchten sucht man daher in ,weinbergen oft die ,weinstcke vor dem ,frost durch angezndete qualmende ,feuer zu schtzen1 deren ,rauchwolken in hnlicher ,weise wie die ,wolken wirken4 ,auch die ,tannenzweige oder ,rohr- und ,strohmatten1 welche ,grtner ber zarte ,pflanzen ausspannen1 gewhren nur dadurch ,schutz1 da sie eine ,rckstrahlung der ausgestrahlten ,wrme bewirken4 #bge4 ,warum lt sich ,wasser schwerer erwrmen als ,oel1 warum behlt es aber auch dafr seine ,wrme lnger als ,oel8 ,weil das ,wasser eine grere ,fhigkeit hat1 ,wrme in sich aufzunehmen als das ,oel1 und darum auch einer greren ,wrmemenge bedarf1 um denselben ,temperaturgrad zu erreichen1 ebenso aber auch viel mehr ,wrme abgeben mu1 um auf denselben ,temperaturgrad herabzusinken4 ,man nennt diese verschiedene ,fhigkeit der ,krper1 ,wrme zu binden1 ,wrmecapacitt4 ,so ist die ,wrmecapacitt des ,eisens doppelt so gro als die des ,zinnes1 und ,zinn lt sich darum zwar schneller erwrmen als ,eisen1 erkaltet aber auch schneller4 ,ferner ist die ,wrmecapacitt des ,wassers fast #dmal so gro als die des ,erdbodens1 und es erklrt sich daraus1 da der ,erdboden viel schneller von den ,sonnenstrahlen erwrmt wird1 aber auch ebensoviel schneller durch kalte ,winde und nchtliche ,ausstrahlung seine ,wrme verliert1 als die groen ,wasserflchen der ,erde4 #bgf4 ,warum wird weniger ,schnee durch ein ,pfund ,blei geschmolzen1 das man auf #hj ,r4 erhitzt hat1 als durch ein ,pfund ,wasser von derselben ,temperatur8 ,weil das ,blei eine bedeutend geringere ,wrmecapacitt besitzt als das ,wasser1 daher eine bedeutend grere ,menge ,blei als ,wasser erforderlich ist1 um dieselbe ,wrmemenge aufzunehmen oder wieder abzugeben4 #a ,pfund ,blei von #hj ,r4 wrde nur etwas ber #ah ,gramm ,schnee zu schmelzen im ,stande sein1 whrend #a ,pfund ,wasser von #hj ,r4 fast #fcj ,gramm ,schnee schmelzen wrde4 ,deshalb wird auch #a ,pfund ,wasser von #j durch #a ,pfund ,blei von #hj ,r4 nur auf #b ,r4 erwrmt1 whrend #a ,pfund ,wasser von #j1 welches man mit #a ,pfund ,wasser von #hj ,r4 mischt1 eine ,temperatur von #dj annimmt4 ,ausdehnung der ,krper durch ,wrme4 ,die wichtigste ,wirkung der ,wrme ist die ,ausdehnung4 ,alle ,krper dehnen sich in der ,wrme aus und ziehen sich in der ,klte zusammen4 ,wenn inde feuchter ,thon in der ,hitze sich zusammenzieht oder schwindet1 so ist das nur eine scheinbare ,ausnahme1 da er durch die ,hitze das ,wasser verliert1 welches ihm seine grere ,ausdehnung gab4 ,nur das ,wasser macht eine wirkliche ,ausnahme4 ,bei einer ,temperatur von #c ,r4 hat es seine grte ,dichtigkeit2 von da ab dehnt es sich sowohl bei weiterer ,erwrmung als bei weiterer ,abkhlung immerfort aus4 ,im ,augenblicke des ,gefrierens besitzt es etwa dieselbe ,ausdehnung1 wie bei der ,temperatur von #f ,r4 ,auch beim ,gefrieren dehnt sich das ,wasser aus2 das ,eis hat also ein geringeres specifisches ,gewicht als das ,wasser oder ist leichter als dasselbe und schwimmt daher auf dem ,wasser4 ,illustration3 ,fig4 #ej4 ,die ,ausdehnung der ,krper durch die ,wrme wird zur ,messung der ,wrme benutzt1 und zwar bedient man sich dazu besonders solcher ,krper1 welche sich durch eine gewisse ,gleichfrmigkeit der ,ausdehnung auszeichnen1 vor ,allem des ,quecksilbers1 aber auch des ,weingeistes1 der ,luft und bisweilen sogar der ,metalle4 ,das gewhnlichste ,instrument zur ,messung der ,wrme ist das ,thermometer4 ,es besteht aus einer engen glsernen ,rhre1 welche unten in eine ,kugel ausluft4 ,diese ,rhre wird mit ,quecksilber oder ,weingeist gefllt und1 nachdem durch ,erhitzen die ,luft ausgetrieben ist1 oben zugeschmolzen4 ,an dieser ,rhre befindet sich eine ,gradeintheilung oder ,skala4 ,auf dieser wird zunchst der ,punkt bestimmt1 bis zu welchem das ,quecksilber in der ,rhre sich bei der ,temperatur des siedenden ,wassers ausdehnt1 ebenso derjenige ,punkt1 an welchem das ,quecksilber bei der ,temperatur des gefrierenden ,wassers steht4 ,der erstere heit der ,siedepunkt1 der letztere der ,eispunkt oder ,gefrierpunkt4 ,der ,zwischenraum zwischen beiden ,punkten wird bei dem ,raumur'schen ,thermometer in #hj1 bei dem ,celsius'schen in #ajj gleiche ,theile oder ,grade eingetheilt4 ,der ,gefrierpunkt ist zugleich der ,nullpunkt4 ,bei dem ,fahrenheit'schen ,thermometer wird der ,nullpunkt durch eine ,temperatur bezeichnet1 welche durch eine knstliche ,kltemischung von ,schnee und ,salmiak erzeugt wird4 ,dieser knstliche ,eispunkt liegt #ad-b_/i ,raumur'sche ,grade tiefer als der natrliche ,gefrierpunkt4 ,der ,zwischenraum zwischen diesem knstlichen ,eispunkt und dem ,siedepunkt ist beim ,fahrenheit'schen ,thermometer in #bab ,grade eingetheilt4 ,der natrliche ,gefrierpunkt liegt also hier bei #cb ,grad4 -- ,das erste ,thermometer soll der ,hollnder ,cornelius ,drebbel gegen das ,jahr #afcj erfunden haben2 doch war es noch sehr unvollkommen und ma die ,temperatur nur durch die ,ausdehnung der ,luft1 welche das ,steigen und ,fallen einer rothgefrbten ,flssigkeit im untern ,theile der ,rhre bewirkte4 ,die gegenwrtige ,einrichtung erhielt das ,thermometer erst durch die ,akademie von ,florenz1 die zuerst eine ,fllung mit ,weingeist anwandte4 ,die jetzigen festen ,punkte wurden von ,fahrenheit in ,danzig 7#agji7 und ,raumur 7#agcj7 eingefhrt4 ,der ,gebrauch des ,quecksilbers fr das ,thermometer rhrt von ,fahrenheit 7#agad71 die hunderttheilige ,skala von ,celsius in ,upsala 7#agdb7 her4 #bgg4 ,warum lt sich ein eiserner ,topf1 den man kalt gerade noch durch eine ,ofenthr schieben konnte1 wenn er hei geworden1 nicht wieder herausziehen8 ,weil das ,eisen sich durch die ,wirkung der ,wrme ausgedehnt1 der heie ,topf daher einen weit greren ,inhalt und grere ,hhe angenommen hat als vorher4 ,aus demselben ,grunde fllen ,plttbolzen rothglhend die ,pltteisen fast ganz aus1 whrend sie kalt sich darin hin und her schtteln lieen4 #bgh4 ,warum legt der ,schmied den eisernen ,wagenreif glhend um das ,rad8 ,weil der eiserne ,reif im glhenden ,zustande ausgedehnt ist und1 wenn er so an das ,rad befestigt wird1 sich beim ,erkalten zusammenziehen und daher fest an das ,rad anschlieen mu4 ,dagegen schlgt der ,schmied die ,ngel kalt in das heie ,eisen1 weil sie1 hei eingeschlagen1 nach dem ,erkalten ihren ,raum nicht mehr ganz ausfllen und daher leicht herausfallen wrden4 #bgi4 ,warum zerspringt ein ,glas1 wenn man pltzlich heies ,wasser hineingiet1 oder wenn man es auf einen heien ,ofen setzt8 ,weil das ,glas in ,folge der ,erwrmung sich ausdehnt1 diese ,ausdehnung aber eine sehr ungleichmige ist1 da der ,boden des ,glases beim ,hineingieen heien ,wassers oder bei der ,erwrmung des ,glases von unten strker und schneller erwrmt wird als die ,seitenwnde4 ,da das ,glas aber ein sehr sprder ,krper ist1 dessen ,theile starke ,verschiebungen nicht ertragen1 so mu es zerspringen4 ,wenn man ein ,glas auf einen heien ,ofen stellt1 so kann man es vor dem ,springen dadurch schtzen1 da man ein ,blatt ,papier unterlegt1 da das ,papier als schlechter ,wrmeleiter die zu schnelle ,mittheilung der ,ofenwrme an den ,boden des ,glases verhindert4 #bhj4 ,warum bekommen ,steinplatten1 die durch eiserne ,klammern zusammengehalten sind1 bei strenger ,klte nicht selten ,risse8 ,weil die eisernen ,klammern sich in der ,klte stark zusammenziehen und1 wenn sie sehr fest eingelassen sind und daher keinen ,spielraum haben1 die ,steinplatten mit sich ziehen und gewaltsam zerreien4 #bha4 ,warum darf man bei ,zinkbedachung die ,platten nicht zusammenlthen oder nieten8 ,weil die ,zinkplatten in der ,wrme sich ausdehnen1 wenn sie aber an einander befestigt sind1 in ,folge ihrer ,ausdehnung sich verwerfen und krmmen mssen4 ,ihre ,zusammenziehung in der ,klte wrde sogar ihre ,zerreiung zur ,folge haben4 ,man pflegt daher diese ,platten nur zu falzen1 d4 h4 mit den umgebogenen ,rndern an einander zu haken1 damit sie sich ungehindert ausdehnen und zusammenziehen knnen4 ,eisenbahnschienen1 die so dicht an einander gelegt sind1 da sie mit ihren ,enden an einander stoen1 krmmen oder werfen sich gleichfalls in der ,hitze4 ,illustration3 ,fig4 #ea4 #bhb4 ,warum pflegt man bei sehr feinen ,pendeluhren die ,pendelstange aus verschiedenen1 zum ,theil an einander geltheten ,metallstben zusammenzusetzen8 7,fig4 #ea47 ,weil in ,folge der ,ausdehnung durch die ,wrme die ,pendelstange bald verlngert1 bald verkrzt werden wrde1 von der ,lnge des ,pendels aber die ,dauer der ,schwingungen abhngt2 weil es jedoch bei der ,anwendung verschiedener ,metalle durch ihre verschiedene ,ausdehnung mglich wird1 die ,verschiebungen des ,schwingungsmittelpunkts so auszugleichen1 da das ,pendel bestndig eine gleiche ,lnge behauptet4 ,man nennt eine solche ,einrichtung eine ,compensation4 ,gewhnlich benutzt man dazu eine ,verbindung von ,zink- und ,stahlstben1 deren ,ausdehnungen bei gleicher ,temperaturerhhung sich nahezu wie #ah 3 #g verhalten4 ,die ,pendelstange trgt dann an ihrem oberen ,theile ein sthlernes ,querstck1 an dessen ,enden zwei ,stahlstbe 7e7 befestigt sind1 die unten wieder an zwei ,querstcken mit zwei aufwrts gerichteten ,zinkstben 7z7 verbunden sind1 an deren oberem ,querstck die eigentliche sthlerne ,pendelstange 7,e7 hngt4 ,wenn sich nun diese mittlere ,pendelstange durch die ,wrme nach unten verlngert1 dehnen sich die ,zinkstbe gleichzeitig fast dreimal so stark aus und heben das ,querstck1 an welchem sie befestigt sind1 und damit auch die ,pendelstange wieder nach oben4 ,damit aber diese ,hebung nicht zu gro werde1 dehnen sich wieder die seitlichen ,stahlstbe nach unten aus1 und es ist leicht zu begreifen1 da bei richtig gewhlter ,lnge dieser ,stbe die ,hebungen und ,senkungen derselben in ,folge der ,wrme in ihren ,wirkungen einander vllig vernichten knnen4 ,auch bei der ,unruhe der ,taschenuhren wendet man bisweilen eine solche ,compensation an1 indem man den ,schwungring aus feinen ,stahl- und ,messinglamellen zusammensetzt4 #bhc4 ,warum springen ,gefe1 in denen ,wasser gefriert8 ,weil das ,wasser sich beim ,gefrieren sehr stark ausdehnt1 whrend das ,gef sich nicht erweitert1 das gefrorene ,wasser aber als fester ,krper sich nicht mehr durch ,ausflieen einen greren ,raum verschaffen kann und daher die ,wnde des ,gefes sprengen mu4 ,die ,kraft des gefrierenden ,wassers in ,folge seiner ,ausdehnung ist so gro1 da es selbst ,felsen und eiserne ,bomben sprengt4 #bhd4 ,warum frieren unsere stehenden ,gewsser 7,teiche und ,seen7 nicht bis auf den ,grund aus8 ,weil das ,wasser1 wenn es sich bis zu #c ,r4 abgekhlt hat1 seine grte ,dichtigkeit besitzt1 also am schwersten ist1 bei weiterer ,abkhlung daher leichter wird1 so da sich das kltere ,wasser an die ,oberflche lagert und gefriert und nun eine schtzende ,eisdecke ber dem ,wasser bildet1 welche ein zu weites ,eindringen der ,klte in die ,tiefe verhindert4 ,bese das ,wasser diese ,eigenthmlichkeit nicht1 nhme seine ,dichtigkeit vielmehr bis zum ,gefrierpunkte zu1 so wrden allerdings diese ,gewsser vllig ausfrieren4 ,es wrde dann die oberste abgekhlte und schwerer gewordene ,wasserschicht zu ,boden sinken1 und dieses ,auf- und ,absteigen des ,wassers wrde fortdauern1 bis die ganze ,wassermasse auf den ,gefrierpunkt erkaltet wre4 ,so hat aber dieses ,auf- und ,niedersteigen des ,wassers bereits ein ,ende1 sobald die ,wassermasse auf #c ,r4 erkaltet ist1 und das ,gefrieren kann daher nur an der ,oberflche stattfinden4 #bhe4 ,warum laufen ,gefe ber1 die mit einer ,flssigkeit bis nahe an den ,rand gefllt sind1 sobald sie erwrmt werden8 ,weil die ,flssigkeit in ,folge der ,wrme sich ausdehnt und1 da das ,gef ihr nicht gestattet1 einen greren ,raum einzunehmen1 ber den ,rand desselben hinausgetrieben wird4 ,nimmt man das ,gef vom ,feuer1 so sinkt die sich abkhlende ,flssigkeit wieder1 weil sie sich in einen kleineren ,raum zusammenzieht4 #bhf4 ,warum steigt das ,thermometer in der ,wrme und fllt in der ,klte8 ,weil das in der ,rhre des ,thermometers enthaltene ,quecksilber1 wie jeder andere ,krper1 sich bei zunehmender ,wrme ausdehnt1 bei abnehmender ,wrme zusammenzieht und daher im ersteren ,falle einen greren1 im letzteren einen kleineren ,raum einnimmt4 ,wenn aber das ,quecksilber in der ,wrme einen greren ,raum einnimmt1 so mu es auch in einer engen ,rhre hher stehen4 ,andere ,flssigkeiten thun zwar dasselbe1 doch ist ihre ,ausdehnung bei verschiedenen ,temperaturgraden nicht eine so gleichmige1 wie die des ,quecksilbers4 #bhg4 ,warum springen ,kastanien1 wenn man sie nicht vorher aufgeschlitzt hat1 mit einem heftigen ,knalle auf1 sobald sie auf glhende ,kohlen oder heie ,asche gelegt werden8 ,weil die unter der ,schale eingesperrte ,luft1 durch die ,hitze ausgedehnt1 sich einen ,ausgang zu bahnen strebt und daher die ,schale1 die sie daran hindert1 gewaltsam sprengt4 ,war dagegen die ,schale vorher aufgeschlitzt1 so kann die ausgedehnte ,luft ungehindert entweichen4 #bhh4 ,warum springen ,feuerfunken mit heftigem ,knistern von brennenden ,holzscheiten weg8 ,weil die in den ,poren des ,holzes enthaltene ,luft1 durch die ,hitze stark ausgedehnt1 mit ,heftigkeit herausdringt und ,theilchen des ,holzes1 die ihr den ,weg versperren1 fortschleudert4 #bhi4 ,warum schwillt eine fest zugebundene1 jedoch uerst schlaffe und viele ,falten enthaltende ,blase auf und wird ganz straff1 wenn wir sie auf einen warmen ,ofen legen8 ,weil die in der ,blase enthaltene ,luft durch die ,wrme des ,ofens so stark ausgedehnt wird1 da sie den ganzen1 ihr durch die zusammengebundene ,blase gebotenen ,raum auszufllen sucht4 ,die ,blase mu darum dem durch die ausgedehnte ,luft ausgebten ,drucke nachgeben und sich ausspannen4 #bij4 ,warum haftet ein ,trinkglas mit gut geschliffenem ,rande1 das man eine ,zeit lang ber eine ,lichtflamme gehalten und dann schnell mit der ,oeffnung auf die ,hand gestellt hat1 so fest auf derselben1 da es sich nur mit ,mhe wieder abreien lt8 ,weil durch die ,hitze der ,lichtflamme die in dem ,glase befindliche ,luft ausgedehnt und zum ,theil ausgetrieben1 die darin zurckgebliebene ,luft daher sehr verdnnt ist1 so da der ,druck der ueren dichteren ,luft auf das ,glas nun strker ist als der ,gegendruck der inneren ,luft4 ,da die ,hand den ,zutritt der ueren ,luft verhindert1 so mu man diesen ganzen ueren ,luftdruck berwinden1 um das ,glas loszureien4 ,in hnlicher ,weise werden auch die ,schrpfkpfe 7gewhnlich kleine ,glasglocken7 ber einer ,flamme erwrmt und dann schnell auf die ,haut gestlpt1 damit1 wenn die verdnnte ,luft in ihnen erkaltet und sich zusammenzieht1 ein leerer ,raum entsteht und in ,folge dessen das ,blut aus den zuvor in die ,haut gemachten ,einschnitten gesogen wird4 #bia4 ,warum steigt der ,rauch eines angezndeten ,feuers in die ,hhe8 ,weil die das ,feuer umgebende ,luft durch die ,hitze ausgedehnt und verdnnt wird und daher wegen ihrer greren ,leichtigkeit aufwrts steigt1 wobei sie den ,rauch mit sich fortreit1 obgleich derselbe ,bestandtheile enthlt1 wie die feinen ,kohlentheilchen1 die specifisch schwerer sind als die ,luft4 #bib4 ,warum ist es an der ,decke eines geheizten ,zimmers immer wrmer1 als auf dem ,fuboden desselben8 ,weil die erwrmte ,luft zugleich ausgedehnt und darum specifisch leichter geworden ist als die kltere und darum dichtere ,luft1 sich deshalb auch ber derselben lagern und so den oberen ,theil des ,zimmers einnehmen mu1 whrend die kltere ,luft den unteren ,raum erfllt4 ,zwei verschieden warme1 also verschieden dichte ,luftschichten verhalten sich ebenso wie zwei ,flssigkeiten von verschiedenem specifischen ,gewicht1 die man in ein ,gef zusammenschttet2 die leichtere ,luftschicht lagert sich ber der schwereren4 ,illustration3 ,fig4 #eb4 #bic4 ,warum dreht sich eine kleine aus ,papier verfertigte ,schlange1 wenn man sie auf die ,spitze eines ,drahtes oder einer ,stricknadel hngt1 die unten in ein ,brettchen oder einen ,kork befestigt ist1 und sie dann in die ,nhe des geheizten ,ofens oder ber eine ,lichtflamme hlt8 ,weil die ,luft in der ,nhe des ,ofens oder der ,lichtflamme durch die ,wrme ausgedehnt wird und darum bestndig emporsteigt1 dieser aufsteigende ,luftstrom aber auf die leicht bewegliche ,papierschlange stt und sie nun ebenso in eine drehende ,bewegung versetzt1 wie der ,wind die ,windmhlenflgel dreht4 ,illustration3 ,fig4 #ec4 #bid4 ,warum brennt eine ,lampe besser1 wenn sie mit einem ,cylinder versehen ist1 als ohne einen solchen8 ,weil durch die in dem ,cylinder aufsteigende erwrmte ,luft ein ,luftzug entsteht1 durch welchen der ,flamme von unten her bestndig neue kalte ,luft zugefhrt wird1 welche durch ihren ,sauerstoff die ,verbrennung frdert4 ,die in dem ,cylinder enthaltene erwrmte und darum ausgedehnte ,luft bildet nmlich eine ,luftsule von geringerem specifischem ,gewicht1 die aber uerlich ringsum von einer gleichhohen ,luftsule umgeben ist1 welche wegen ihrer niedrigeren ,temperatur ein greres specifisches ,gewicht hat4 ,wegen der allseitigen ,fortpflanzung des ,luftdrucks bt diese uere ,luftsule von unten her einen ,druck auf die im ,cylinder befindliche ,luft aus1 strmt unten ein und treibt die erwrmte ,luft in die ,hhe4 ,je hher der ,cylinder1 desto grer ist auch der ,druck der ueren ,luftsule und desto lebhafter der ,luftzug4 ,was der ,cylinder bei den ,lampen1 ist der ,schornstein bei unsern ,oefen und ,feuerungen aller ,art4 ,groe ,feuerungen in ,fabriken brauchen darum auch sehr hohe ,schornsteine4 ,zu weite ,schornsteine bringen nicht hinreichenden ,zug hervor1 da die groe1 von ihnen umschlossene ,luftmasse zu schwach erwrmt wird und darum der ,unterschied zwischen ihrem specifischen ,gewicht und dem der ueren ,luft zu unbedeutend ist4 ,zu enge ,schornsteine haben den ,nachtheil1 da die hindurchziehende ,luftmasse nicht hinreicht zur ,unterhaltung des ,feuers4 #bie4 ,warum wird die ,flamme eines brennenden ,lichtes1 welches man oben an die geffnete ,thr eines geheizten ,zimmers hlt1 lebhaft nach auen geblasen1 whrend sie nach innen hineingeweht wird1 wenn man das ,licht unten nahe am ,fuboden an die geffnete ,thr bringt8 ,weil bei geffneter ,thr die uere kalte und darum dichtere ,luft vermge ihres greren specifischen ,gewichts unten in den erwrmten ,raum eintritt1 sich darin bis zur gegenberliegenden ,wand ausbreitet und dadurch einen ,theil der erwrmten1 also ausgedehnten und darum leichteren ,zimmerluft emportreibt und lngs der ,decke zur oberen ,thrffnung hinausschiebt4 ,in jedem geheizten ,zimmer1 in welches durch irgend eine ,oeffnung von auen her die kltere ,luft eintreten kann1 findet also ein bestndiger ,kreislauf der ,luft statt1 indem die ,luft unten der erwrmten ,stelle zustrmt1 oben von ihr hinwegzieht4 ,dieser ,kreislauf ist fr bewohnte ,rume sehr wichtig1 da er einen bestndigen ,ersatz der verbrauchten und fr die ,athmung untauglich gewordenen ,luft durch frische bewirkt4 #bif4 ,warum weht an ,meeresksten regelmig am ,tage der ,wind vom ,meere her1 in der ,nacht dagegen vom ,lande gegen das ,meer hin8 ,weil das ,land am ,tage strker erwrmt wird als das ,meer1 die strker erwrmte ,luft ber dem ,lande daher aufwrts steigt1 und die khlere1 dichtere ,seeluft nun nach dem ,lande strmen mu1 um das ,gleichgewicht herzustellen2 whrend in der ,nacht das ,land sich vermge seiner strkeren ,ausstrahlung schneller abkhlt als das ,meer1 und die ,luft daher umgekehrt ber dem ,meere wrmer und leichter ist und in ,folge dessen aufsteigt1 die kltere und schwerere ,landluft aber nun dem ,meere zustrmen mu4 ,einen hnlichen ,wechsel der ,luftstrmungen beobachtet man auch in den meisten ,gebirgsgegenden1 namentlich am ,ausgange groer ,thler4 ,die ,sonne erwrmt nmlich am ,tage die ,berge mehr als die ,ebenen1 in welche die ,thler mnden1 und die erwrmte ,luft steigt auf1 whrend die khlere ,luft aus der ,ebene einstrmt4 ,in der ,nacht dagegen khlen sich die ,berge strker ab als die ,ebenen1 und die kltere ,luft strmt von den ,bergen herab4 ,auf solchen ,unterschieden der ,erwrmung beruht auch das ,entstehen der ,winde im ,groen4 ,die in den ,polargegenden erkaltete schwere ,luft strmt gegen die erwrmten ,gegenden des ,aequators hin1 whrend die erwrmte ,luft von hier aufsteigt und gegen die ,pole hinstrmt4 ,dabei verndert die ,umdrehung der ,erde ihre ,richtung2 die kalten ,polarstrme bleiben etwas nach ,westen zurck1 whrend die warmen ,aequatorialstrme nach ,osten voraneilen4 ,jene verursachen die bekannten ,nordost- und ,sdostpassate1 diese die ,sdwest- und ,nordwestwinde4 #big4 ,warum kocht das ,wasser in einem ,topfe leichter1 wenn man ihn ber ein ,feuer stellt1 als wenn man ihn an ein ,feuer stellt8 ,weil das ,wasser als schlechter ,wrmeleiter nur langsam die ,wrme von ,theilchen zu ,theilchen mittheilen kann1 in einem ,topfe1 der am ,feuer steht1 daher das ,wasser am ,boden noch lau geblieben sein kann1 whrend es an der ,oberflche fast kocht4 ,wenn aber das ,wasser von unten her erwrmt wird1 so steigen die erwrmten und darum leichter gewordenen ,wassertheilchen aufwrts1 whrend die klteren und schwereren hinabsinken und nun gleichfalls erwrmt werden knnen4 ,es entsteht daher eine ,kreisbewegung der ,flssigkeit1 welche die gleichmige ,erwrmung der ganzen ,wassermasse herbeifhrt4 ,die ,vernderung der ,aggregatzustnde der ,krper durch die ,wrme4 ,eine wichtige ,wirkung der ,wrme ist die ,vernderung der ,aggregatzustnde der ,krper4 ,feste ,krper werden durch die ,wrme in flssige1 flssige ,krper in luftfrmige verwandelt4 ,das ,uebergehen aus dem festen in den flssigen ,zustand nennt man ,schmelzen1 das ,uebergehen aus dem flssigen in den luftfrmigen ,zustand ,sieden oder ,kochen4 ,diese ,uebergnge finden bei jedem ,krper bei ganz bestimmten ,temperaturen statt1 die man ihren ,schmelzpunkt und ihren ,siedepunkt nennt4 ,wenn man einen schmelzbaren ,krper erhitzt1 so steigt seine ,temperatur so lange1 bis er seinen ,schmelzpunkt erreicht hat2 dann aber bleibt dieselbe unverndert1 bis er ganz flssig geworden ist4 ,weil nun die whrend des ,schmelzens zustrmende ,wrme keine ,temperaturerhhung bewirkt1 so sagt man3 diese ,wrme wird gebunden4 ,wenn der flssige ,krper in ,folge der ,temperaturerniedrigung wieder fest wird1 so wird die beim ,flssigwerden gebundene ,wrme wieder frei4 ,auch beim ,sieden wird ,wrme gebunden1 die bei der ,rckkehr in den flssigen ,zustand wieder frei wird4 ,wenn eine ,flssigkeit in den luftfrmigen ,zustand bergeht1 so bildet sie den ,dampf4 ,die ,dampfbildung findet aber nicht allein bei der ,temperatur des ,siedepunktes statt1 welche allerdings nothwendig ist1 wenn die ganze ,masse einer ,flssigkeit bis in ihr ,inneres luftfrmig werden soll1 sondern sie geht an der mit der ,luft in ,berhrung stehenden ,oberflche auch bei jeder ,temperatur vor sich4 ,eine solche ,dampfbildung bei niedriger ,temperatur nennt man ,verdunstung4 ,der ,dampf hat1 wie jede ,luftart1 das ,bestreben1 sich auszudehnen1 und dieses ,bestreben nennt man seine ,spannkraft oder ,expansion4 ,die ,spannkraft des ,dampfes ist um so grer1 je grer seine ,dichtigkeit ist1 oder je strker er bei derselben ,dichtigkeit erwrmt wird4 #bih4 ,warum kann man ,blei ber einer ,lampe schmelzen1 ,eisen aber nicht8 ,weil jeder ,krper1 um zu schmelzen1 d4 h4 um aus dem festen in den flssigen ,zustand berzugehen1 einer ganz bestimmten ,temperatur bedarf1 das ,eisen aber eine weit hhere ,temperatur1 nmlich mindestens #abjj ,r41 erfordert als das ,blei1 das schon bei #bfg ,r4 schmilzt4 ,die ,flamme einer ,lampe vermag aber eine so hohe ,temperatur1 die dem ,schmelzpunkte des ,eisens entspricht1 nicht zu gewhren1 da die darin stattfindende ,verbrennung nicht bedeutend genug ist1 und berdies die umgebende ,luft einen groen ,theil der ,wrme entfhrt4 -- ,jedes ,metall hat seinen bestimmten ,schmelzpunkt2 das ,kupfer schmilzt bei #hdj1 das ,silber bei #hjj1 das ,zinn bei #ahh ,r4 ,es giebt sogar eine ,metallmischung1 aus #b ,theilen ,wismuth1 #a ,theil ,blei und #a ,theil ,zinn bereitet1 die schon unter der ,temperatur des siedenden ,wassers1 nmlich bei #ge ,r4 schmilzt4 ,manche ,krper sind schon bei sehr niederen ,temperaturen flssig1 der ,schwefel bei #hh1 das ,wachs bei #di1 das ,eis bei #j1 und ,terpentinl kann sogar bis -#h1 ,quecksilber bis -#ca ,r4 erkltet werden1 ohne den flssigen ,zustand zu verlieren4 #bii4 ,warum bleibt im ,frhjahr die ,luft khl1 so lange noch ,eis und ,schnee schmelzen8 ,weil beim ,schmelzen des ,eises1 wie beim ,schmelzen jedes ,krpers berhaupt1 ,wrme verbraucht oder gebunden wird1 diese ,wrme aber der ,luft entzogen werden mu1 deren ,temperatur dadurch erniedrigt wird4 ,da beim ,schmelzen ,wrme gebunden wird1 davon kann man sich berzeugen1 wenn man neben einander auf einen heien ,ofen einen ,topf mit #a ,pfund ,schnee und einen anderen mit #a ,pfund ,schneewasser von #j ,temperatur stellt4 ,sobald der ,schnee vollstndig geschmolzen ist1 wird man die ,temperatur des entstandenen ,wassers nur zu #j finden1 whrend in dem anderen ,topfe das ,wasser sich in derselben ,zeit auf #fd ,r4 erhht hat4 ,da aber beide ,tpfe die ,wrme vom ,ofen empfangen haben1 so mssen die in dem einen ,topfe fehlenden #fd ,wrme in dem ,schneewasser stecken1 also von dem schmelzenden ,schnee verschluckt oder gebunden worden sein4 #cjj4 ,warum gefriert im warmen ,zimmer ein zinnerner ,teller an den ,tisch fest1 wenn man ,wasser auf den ,tisch giet1 den ,teller darauf setzt und ,schnee oder gestoenes ,eis mit ,kochsalz gemischt auf den ,teller legt8 ,weil durch den schmelzenden ,schnee auch das ,kochsalz gelst oder in den flssigen ,zustand bergefhrt wird1 das ,kochsalz aber1 wie jeder ,krper1 wenn er aus dem festen in den flssigen ,zustand bergeht1 ,wrme dazu verbraucht1 die er1 wie man sagt1 bindet1 und die er seiner ,umgebung entziehen mu4 ,da nun der zinnerne ,teller ein sehr guter ,wrmeleiter ist1 so erstreckt sich diese ,wrmeentziehung auch auf das ,wasser unter dem ,teller4 ,durch die ,wrmeentziehung wird aber ,klte hervorgebracht1 und in ,folge dieser ,klte gefriert das ,wasser unter dem ,teller4 ,eine noch weit strkere ,klte als durch diese ,mischung von ,salz und ,schnee kann man durch eine ,mischung von #f ,theilen ,glaubersalz und #d ,theilen ,salzsure1 oder von #e ,theilen ,salmiak1 #e ,theilen ,salpeter und #aj ,theilen ,wasser bewirken4 ,eine auerordentliche ,temperaturerniedrigung bis zu -#bd ,r4 kann man durch eine ,mischung von ,schnee mit verdnnter ,schwefelsure erreichen1 auch durch ,mischen von #c ,theilen krystallisirtem ,chlorcalcium und #b ,theilen ,schnee oder ,eis4 #cja4 ,warum pflegt im ,winter die ,klte bei ,schneefall gelinder zu werden8 ,weil bei der ,schneebildung1 also bei dem ,uebergange des in der ,luft enthaltenen ,wassers in den festen ,zustand1 wie beim ,uebergange jedes flssigen ,krpers in den festen ,zustand1 diejenige ,wrmemenge wieder frei wird1 welche beim ,schmelzen des festen ,krpers gebunden wurde4 ,deshalb kann man auch wohl zarte ,pflanzen gegen ,nachtfrste schtzen1 wenn man ,wasser in flachen ,gefen in ihre ,nhe stellt und gefrieren lt4 ,die beim ,gefrieren des ,wassers frei werdende ,wrme schtzt die ,pflanzen4 #cjb4 ,warum thauen gefrorene ,kartoffeln auf1 wenn man sie in kaltes ,wasser legt8 ,weil das ,wasser1 auch wenn es eiskalt ist1 noch ,wrme abgeben mu1 um zu gefrieren1 und die beim ,gefrieren des ,wassers frei werdende ,wrme von den ,kartoffeln aufgenommen wird und das ,aufthauen derselben bewirkt4 ,ebenso thaut auch eine ,flasche mit gefrorenem ,wein auf1 wenn man sie in eiskaltes ,wasser stellt1 whrend sich die ,flasche uerlich mit ,eis berzieht4 ,hier kommt noch dazu1 da der ,wein eines noch viel hheren ,kltegrades zum ,gefrieren bedarf1 als das ,wasser1 und daher dem ,wasser noch weit mehr ,wrme entzieht4 #cjc4 ,warum trocknet feuchte ,wsche an der ,luft8 ,weil das ,wasser1 welches in der feuchten ,wsche vertheilt ist1 mit der ,luft in ,berhrung verdunstet1 die feuchtgewordene ,luft aber bestndig durch neue trockne ,luftschichten ersetzt wird1 und daher immer neue ,luft mit dem verdunstenden ,wasser in ,berhrung kommt4 ,da dieser ,wechsel der ,luftschichten am schnellsten bei bewegter ,luft geschieht1 so trocknet ,wsche auch im ,winde am schnellsten4 #cjd4 ,warum hngt man die ,wsche zum ,trocknen auf8 ,weil die ,verdunstung nur an der ,oberflche vor sich geht1 also um so schneller erfolgen mu1 eine je grere ,oberflche der ,luft dargeboten wird4 ,zusammengelegte ,wsche kann nur sehr langsam trocknen1 weil die ,feuchtigkeit erst allmhlich an die ,oberflche treten kann1 nachdem an dieser die vorhandene ,feuchtigkeit verdunstet ist4 #cje4 ,warum trocknet die ,wsche an feuchten ,herbsttagen oft gar nicht8 ,weil an solchen ,tagen die ,luft selbst schon ,wasserdampf enthlt und zwar bisweilen so viel1 da sie keinen mehr aufnehmen kann4 ,die ,luft kann nmlich bei einer bestimmten ,temperatur nur eine ganz bestimmte ,menge von ,wasserdampf in sich aufnehmen4 ,enthlt sie diese ,menge1 so ist sie gesttigt4 ,in trockner ,luft trocknet daher die ,wsche auch besser als in feuchter4 ,ebenso trocknet sie auch besser in warmer ,luft als in kalter1 da die warme ,luft mehr ,wasserdampf aufnehmen kann als die kalte1 also nicht so schnell gesttigt wird4 ,da aber selbst bei groer ,klte noch eine ,verdunstung stattfindet1 sehen wir daran1 da ,wsche auch bei ,frost trocknet1 namentlich1 wenn die ,luft zugleich sehr trocken ist4 #cjf4 ,warum wird die ,luft an heien ,sommertagen durch ,regen abgekhlt8 ,weil die ,regentropfen in der warmen ,luft1 besonders aber an dem warmen ,erdboden und den warmen ,gegenstnden1 mit denen sie in ,berhrung kommen1 verdunsten1 bei dieser ,verdunstung aber ,wrme binden und diese ,wrme nun der umgebenden ,luft entziehen1 die dadurch abgekhlt wird4 #cjg4 ,warum wird das ,feuer durch ,wasser gelscht8 ,weil das ,wasser in der ,hitze des ,feuers verdampft1 dabei aber ,wrme bindet und diese dem brennenden ,krper entzieht1 dessen ,temperatur dadurch bis zu einem ,grade erniedrigt wird1 bei welchem eine ,verbrennung nicht mehr fortbestehen kann4 #cjh4 ,warum brennt nasses ,holz schwerer und giebt auch beim ,verbrennen weniger ,wrme als trockenes8 ,weil die ,feuchtigkeit des nassen ,holzes in ,folge der ,erhitzung in ,dampf verwandelt wird1 dabei aber ein ,theil der ,wrme1 welche zur ,entzndung des ,holzes dienen soll1 verbraucht wird1 indem diese von dem ,dampfe1 in welchen die ,flssigkeit sich verwandelt1 gebunden wird4 ,das ,holz kann erst dann anbrennen1 wenn keine ,verdampfung mehr stattfindet1 und die ganze ,wrme zu seiner ,entzndung verwandt wird4 ,nasses ,holz erfordert also einen hheren ,hitzegrad1 um auf diejenige ,temperatur zu gelangen1 bei welcher eine ,verbrennung mglich ist4 ,nasses ,holz giebt auch beim ,verbrennen weniger ,wrme als trockenes1 weil auch whrend des ,verbrennens bestndig ,feuchtigkeit verdampft und die dazu erforderliche ,wrme der das ,feuer umgebenden ,luft entzogen wird4 #cji4 ,warum kann man im heiesten ,sommer ,flaschen ,wein dadurch khl erhalten1 da man nasse ,tcher darum schlgt8 ,weil die ,feuchtigkeit der nassen ,tcher in der ,hitze verdunstet und zu diesem ,uebergang in die ,dampfform einer gewissen ,wrmemenge bedarf1 die sie ihrer nchsten ,umgebung1 also der ,flasche und durch diese auch dem ,wein entzieht4 ,man mu freilich die ,tcher immer wieder aufs ,neue befeuchten1 wenn das ,wasser aus ihnen verdunstet ist1 damit die ,verdunstung und die damit verbundene ,abkhlung bestndig fortdauert4 ,noch strker ist die ,abkhlung1 welche verdunstender ,aether bewirkt4 ,giet man auf die mit ,baumwolle umwickelte ,kugel eines ,thermometers ,aether1 so sinkt das ,quecksilber darin von #ab auf -#ab ,r4 #caj4 ,warum erhalten sich ,flssigkeiten in porsen ,gefen selbst im heiesten ,sommer sehr khl8 ,weil die ,flssigkeit1 welche durch die ,poren des ,gefes dringt1 die uere ,oberflche desselben bestndig feucht erhlt1 diese ,feuchtigkeit aber in der ueren warmen ,luft bestndig verdunstet1 und1 indem sie dabei ,wrme verbraucht1 die sie der ,flssigkeit im ,gefe entzieht1 diese von allen ,seiten bestndig abkhlt4 ,in ,spanien und andern heien ,lndern bedient man sich der sogenannten ,alcarazza's zur ,khlung des ,wassers4 ,es sind dies sehr porse ,thongefe1 die mit ,wasser gefllt1 dem freien ,luftzug ausgesetzt1 aufgehngt werden4 #caa4 ,warum kann der ,mensch einen bedeutenden ,hitzegrad aushalten8 ,weil der ,mensch bei groer ,hitze am ganzen ,krper mit ,schwei bedeckt wird1 welcher aus den ,poren seiner ,haut hervordringt1 dieser ,schwei aber in ,folge der groen ,wrme verdunstet und bei dieser ,verdunstung bedeutende ,wrmemengen bindet1 die er der ,haut entzieht4 ,durch diese ,wrmeentziehung wird aber eine ,abkhlung der ,haut bewirkt4 ,daher empfinden wir die ,hitze weit weniger unangenehm und drckend in sehr trockener ,luft1 als in sehr feuchter1 weil die letztere schon so viel ,wasserdampf enthlt1 da sie keinen neuen mehr aufnehmen kann1 dadurch aber die rasche ,verdunstung des ,schweies verhindert und uns so des ,gefhls der ,abkhlung beraubt4 #cab4 ,warum hat man selbst an heien ,tagen1 wenn man aus dem ,bade steigt1 ein so auffallendes ,gefhl von ,klte8 ,weil das dem ,krper anhngende ,wasser sogleich zu verdunsten beginnt und1 da es dabei ,wrme bindet1 diese ,wrme dem ,krper entzieht4 ,da aber wegen der ,vertheilung des ,wassers ber eine so groe ,flche diese ,verdunstung mit groer ,schnelligkeit erfolgt1 so hat der ,krper nicht ,zeit1 von innen heraus die der ,haut entzogene ,wrme wieder zu ersetzen4 #cac4 ,warum erkltet man sich leicht1 wenn man seine na gewordenen ,kleider anbehlt8 ,weil die ,feuchtigkeit der ,kleider1 um in ,dampf verwandelt zu werden1 sehr viel ,wrme aufnehmen mu und diese dem menschlichen ,krper entzieht4 ,man empfindet diesen ,wrmeverlust zunchst als ,klte2 er hat aber oft weit nachtheiligere ,folgen durch die ,strungen der ,hautthtigkeit1 die er veranlat1 und die zu ,entzndungs- und anderen ,krankheiten fhren knnen4 ,man kann sich vor der ,erkltung in na gewordenen ,kleidern1 die man nicht ablegen kann1 nur dadurch einigermaen schtzen1 da man sich recht lebhaft bewegt1 damit durch den in ,folge der ,anstrengung erzeugten ,ueberschu von ,wrme der durch die ,verdunstung erlittene ,verlust an ,krperwrme wieder ersetzt wird4 #cac;a4 ,warum kann man den ,feuchtigkeitsgehalt der ,luft aus dem ,unterschied im ,stande zweier ,thermometer erkennen1 wenn die ,quecksilberkugel des einen mit ,musselin umwickelt ist1 der in ein darunter stehendes ,gef mit ,wasser taucht und dadurch bestndig feucht erhalten wird8 ,weil die ,verdunstung des ,wassers um so schneller erfolgt und darum auch eine um so strkere ,abkhlung der ,thermometerkugel und ein um so strkeres ,sinken des befeuchteten ,thermometers bewirkt1 je trockener die ,luft ist4 ,aus dem verschiedenen ,stande des trocknen und des angefeuchteten ,thermometers kann man also auf den ,feuchtigkeitsgehalt der ,luft schlieen4 ,beide ,thermometer stehen gleich hoch und zeigen dann zugleich die ,temperatur des ,thaupunktes 7,frage #cbc7 an1 wenn die ,luft ganz mit ,dmpfen gesttigt ist1 also keine ,verdunstung mehr stattfinden kann4 ,eine solche ,verbindung eines trocknen und eines angefeuchteten ,thermometers nennt man deshalb ,psychrometer4 #cad4 ,warum kann man in einem kleinen ,glaskolben1 den man unten mit etwas ,watte umwickelt1 auf die man von ,zeit zu ,zeit ,schwefelther trpfelt1 ,wasser in ,eis verwandeln1 wenn man das ,klbchen rasch hin und her bewegt8 ,weil der ,schwefelther bekanntlich sehr schnell verdunstet1 und diese ,verdunstung noch durch die bestndige ,bewegung beschleunigt wird1 bei jeder ,verdunstung aber ,wrme gebunden und also der ,umgebung entzogen wird4 ,diese ,wrme kann aber hier nur dem ,wasser in dem ,glasklbchen entzogen werden1 und dies mu daher1 wenn die ,verdunstungsklte gro genug war1 gefrieren4 ,hat man einen ,draht in das ,wasser gestellt1 so findet man ihn beim ,herausnehmen mit feinen ,eisnadeln bedeckt4 #cae4 ,warum gefriert ,wasser in einem kleinen ,schlchen unter der ,glocke einer ,luftpumpe1 wenn man ein anderes kleines ,schlchen mit ,schwefelther darber stellt8 ,weil die ,verdunstung des ,schwefelthers1 die schon in der gewhnlichen atmosphrischen ,luft ziemlich stark ist1 durch das fortwhrende ,auspumpen der bereits gebildeten ,aetherdmpfe auerordentlich befrdert wird1 dadurch aber auch weit mehr ,wrme gebunden oder eine weit grere ,verdunstungsklte erzeugt werden mu1 die das ,wasser sehr schnell in ,eis verwandelt4 #caf4 ,warum kann man mitten im heien ,sommer mit ,hlfe knstlicher ,eismaschinen groe ,massen von ,eis erzeugen8 ,weil in solchen ,eismaschinen zuvor stark verdichtetes ,ammoniak einer sehr lebhaften ,verdunstung unterworfen wird und dabei groe ,mengen von ,wrme bindet1 die es dem ,wasser1 das sich in demselben ,raum mit ihm befindet1 entzieht4 ,das ,ammoniakgas besitzt nmlich die ,eigenschaft1 von kaltem ,wasser in groen ,mengen verschluckt zu werden1 whrend warmes ,wasser nur geringe ,mengen davon festhalten kann4 ,erhitzt man daher in einem verschlossenen ,gefe gewhnliches ,ammoniakwasser 7sogenannten ,salmiakspiritus71 so wird das ,ammoniakgas frei1 und da sich bestndig neue ,gasmengen entwickeln1 die nicht entweichen knnen1 so entsteht allmhlich ein ungeheurer ,druck im ,innern des ,gefes4 ,lt man dieses stark zusammengeprete ,gas dann in ein von kaltem ,wasser umgebenes ,khlrohr einstrmen1 so wird es darin sogar flssig4 ,lt man dieses flssige ,ammoniak nun in einen gerumigen ,behlter ausstrmen1 so verdampft es1 und kommt diesem ,dampfe zugleich ein feiner ,regen khlen ,wassers entgegen1 so wird das ,gas mit groer ,begierde von dem ,wasser verschluckt1 der dadurch entstehende luftverdnnte ,raum aber zugleich die ,veranlassung immer neuer und schnellerer ,verdunstung des ,ammoniaks4 ,die durch diese ,verdunstung bewirkte ,klte oder vielmehr ,wrmeentziehung ist die ,ursache des ,gefrierens des ,wassers in den in diesem ,raume aufgestellten ,gefen4 ,in hnlicher ,weise wird auch das ,kohlensuregas1 nachdem es zuvor durch starken ,druck in eine ,flssigkeit verwandelt worden1 beim ,ausstrmen an die ,luft in ,folge der heftigen ,verdunstung in einen schneehnlichen festen ,krper verwandelt4 #cag4 ,warum kann das ,niederschlagen des ,rauches bei stiller ,luft als ,vorbote von ,regenwetter gelten8 ,weil die unverbrannten ,kohlentheilchen1 die mit dem ,rauch emporsteigen1 die ,eigenschaft haben1 ,wasserdampf einzusaugen4 ,wenn also viel ,wasserdampf in der ,luft ber dem ,schornstein vorhanden ist1 so nehmen ihn die ,kohlentheilchen auf1 verdichten ihn in sich1 werden dadurch schwerer und fallen so zu ,boden2 auch steigt der ,rauch in der warmen und feuchten ,luft der ,regen bringenden ,sd-,west- und ,westwinde nicht so schnell und lebhaft empor als in der ,luft der dichteren ,nord-1 ,nordost- und ,ostwinde4 ,auch manche ,salze haben die ,eigenschaft1 ,wasserdampf aus der ,luft aufzunehmen4 ,pottasche zerfliet in ,folge dessen2 ,kochsalz wird nur sehr feucht4 #cah4 ,warum dehnen sich manche ,krper1 namentlich ,haare und ,darmsaiten1 in feuchter ,luft aus8 ,weil diese ,krper eine groe ,neigung besitzen1 ,wasserdampf aus der ,luft einzusaugen und in ihren ,poren zu verdichten1 womit natrlich eine ,vergrerung ihres ,volumens verbunden sein mu4 ,man nennt solche ,krper hygroskopische4 ,besonders ausgezeichnet durch diese ,eigenschaft sind ,haare1 ,darmsaiten und ,fischbein4 ,da die ,haare sich bei feuchtem ,wetter verlngern1 wissen diejenigen ,damen1 welche ,locken tragen4 ,da aber solche ,krper die ,feuchtigkeit der ,luft anzeigen1 ehe sie noch auf andere ,weise erkennbar wird1 so benutzt man sie auch zu ,feuchtigkeitsmessern oder ,hygrometern4 ,ein solches ,instrument ist das bekannte ,wetterhuschen1 das man oft als ,wetterprophet an den ,fenstern anbringt4 ,in demselben ist an einer ,darmsaite ein ,stbchen aufgehngt1 auf dessen einer ,seite ein ,mann mit einer ,giekanne1 auf dessen anderer ,seite eine ,frau mit einem ,regenschirm steht4 ,bei feuchtem ,wetter dreht sich die ,saite auf1 verlngert sich und bringt die ,frau zum ,vorschein4 ,bei trockner ,luft dreht sich die ,saite wieder zusammen1 und nun tritt der ,mann aus der ,thr des ,huschens4 ,auch die lange1 schraubenartig gewundene ,granne der ,frucht des ,reiherschnabels 7,erodium7 ist sehr empfindlich gegen ,feuchtigkeit4 ,befestigt man dieselbe in dem ,mittelpunkte eines ,kreises1 so dreht sie sich1 indem sie sich bei feuchter ,luft mehr aufwickelt1 bei trockner ,luft mehr zusammenzieht4 #cai4 ,warum werden unsere ,kleider feucht1 wenn wir an schnen ,frhlings- oder ,herbstabenden spazieren gehen8 ,weil die in der ,luft enthaltenen ,wasserdmpfe in ,folge der am ,abend eintretenden starken ,abkhlung der ,luft sich wieder verdichten und nun in sehr feinen ,tropfen auf unsere ,kleider niederschlagen4 #cbj4 ,warum mssen ,rhren1 durch welche ,wasserdmpfe an irgend einen ,ort geleitet werden sollen1 aus schlechten ,wrmeleitern bestehen und am besten helle und polirte ,oberflchen haben8 ,weil gute ,wrmeleiter den ,wasserdmpfen zu viel ,wrme durch ,leitung1 rauhe und dunkle ,rhren aber zu viel ,wrme durch ,strahlung entziehen und die ,temperatur der ,dmpfe daher so weit erniedrigen wrden1 da ein ,theil derselben gar nicht mehr als ,dampf bestehen knnte1 sondern1 ehe er noch an den ,ort seiner ,bestimmung gelangt wre1 in die tropfbar flssige ,form zurckkehren mte4 ,will man dagegen durch ,dampf heizen1 so mu man ihn umgekehrt durch ,rhren leiten1 die aus guten ,wrmeleitern bestehen und rauhe und dunkle ,oberflchen haben4 ,denn in diesem ,falle soll eben die ,wrme dem ,dampfe mglichst schnell entzogen werden1 um dem ,raume1 durch den er geleitet wird1 zu ,gute zu kommen4 #cba4 ,warum beschlagen unsere ,fensterscheiben1 wenn die ,luft drauen sich abkhlt8 ,weil die in unserer ,zimmerluft bestndig enthaltenen ,wasserdmpfe1 wenn sie mit den durch die uere ,luft abgekhlten ,fensterscheiben in ,berhrung kommen1 selbst so weit abgekhlt werden1 da sie in den tropfbaren ,zustand zurckkehren und sich an die ,fensterscheiben absetzen4 #cbb4 ,warum belegen sich beim ,winterfroste die ,fensterscheiben1 vornehmlich bewohnter ,zimmer1 mit ,eis8 ,weil die in bewohnten ,zimmern reichlich vorhandenen ,wasserdmpfe in ,berhrung mit den von auen erkalteten ,fensterscheiben verdichtet werden und sich in tropfbarer ,form darauf niederschlagen1 sofort aber auch gefrieren mssen1 wenn die ,temperatur der ,fensterscheiben unter dem ,gefrierpunkt ist4 #cbc4 ,warum sind die ,pflanzen besonders nach schnen ,frhlings- oder ,herbstnchten am ,morgen mit ,wassertropfen bedeckt8 ,weil der ,erdboden in der ,nacht sich in ,folge der ,wrmestrahlung stark abkhlt1 dadurch aber auch die dem ,erdboden nahen ,luftschichten abgekhlt und damit unfhig werden mssen1 die ,wasserdmpfe1 mit denen sie gemischt sind1 luftfrmig zu erhalten4 ,die ,wasserdmpfe verdichten sich daher und scheiden sich in ,form von ,tropfen an den ,gegenstnden ab4 ,da aber das ,strahlungsvermgen dieser ,gegenstnde ein sehr verschiedenes und darum auch ihre ,abkhlung eine ungleiche ist1 besonders rauhe ,gegenstnde ihre ,wrme schneller ausstrahlen als glatte1 so scheiden sich auch die verdichteten ,wasserdmpfe in verschiedenem ,mae an ihnen ab4 ,pflanzen1 besonders die ,spitzen der ,bltter und ,halme1 erkalten mehr als ,erde und ,steine1 diese wieder mehr als ,metalle2 daher finden sich besonders ,gras und ,bltter am ,morgen mit ,wassertropfen bedeckt4 ,diesen nchtlichen ,niederschlag des ,wasserdampfes der ,luft nennt man ,thau4 ,die ,strke desselben ist nicht blo abhngig von dem ,grade der ,temperaturerniedigung1 sondern auch von dem ,wasserdampfgehalt der ,luft4 ,denn die ,verdichtung des ,wasserdampfes beginnt erst bei derjenigen ,temperatur1 fr welche die ,luft mit dem vorhandenen ,wasserdampf gerade gesttigt ist4 ,diese ,temperatur nennt man den ,thaupunkt4 ,dieser liegt aber um so tiefer1 je weniger ,wasserdampf die ,luft enthlt4 ,den ,thaupunkt kann man bestimmen1 wenn man ein ,thermometer in ein ,glas mit ,wasser stellt und dann allmhlich so lange kaltes ,wasser zugiet1 bis die ,auenseite des ,glases mit einem feinen ,thau beschlgt4 ,die ,temperatur1 bei welcher dies geschieht1 ist der ,thaupunkt4 ,ist die ,luftwrme etwa #af und erfolgt das ,beschlagen des ,glases bei #aj1 so mu die ,luft auch bis auf #aj erkalten1 wenn eine ,thaubildung eintreten soll4 #cbd4 ,warum fllt bei bewlktem ,himmel kein ,thau8 ,weil die ,wolken eine ,rckstrahlung der ,wrme veranlassen und dadurch die ,abkhlung des ,bodens verhindern4 ,darum pflegt es auch unter laubreichen ,bumen und unter ,zelten selbst in heiteren sehr thaureichen ,nchten nicht zu thauen4 #cbe4 ,warum bemerkt man nach schnen1 aber sehr windigen ,nchten keinen ,thau8 ,weil bei windigem ,wetter fortwhrend die an den ,gegenstnden erkalteten ,luftschichten wieder entfhrt und durch wrmere ersetzt werden1 die den ,gegenstnden wieder ,wrme mittheilen1 so da diese nicht bis zum ,thaupunkt erkltet werden knnen4 #cbf4 ,warum werden ,felder und ,wiesen in schnen ,herbstnchten oft mit ,reif bedeckt8 ,weil durch die starke ,wrmeausstrahlung in den lngerwerdenden ,nchten des ,sptherbstes oft die ,temperatur des ,erdbodens bis unter den ,gefrierpunkt erniedrigt wird1 und die sich verdichtenden ,wasserdmpfe sich daher nicht als kleine ,wassertropfen1 sondern nur als ,eis an den erkalteten ,gegenstnden absetzen knnen4 ,reif ist gefrorener ,thau und besteht aus feinen ,eisnadeln4 #cbg4 ,warum sieht man in der ,klte den ausgehauchten ,athem8 ,weil dem durch das ,athmen ausgestoenen ,wasserdampf durch die uere kalte ,luft ,wrme entzogen und der ,wasserdampf dadurch verdichtet wird4 ,wasserdampf an sich ist vllig durchsichtig1 also unsichtbar2 er wird erst sichtbar1 wenn er anfngt wieder flssig zu werden4 ,er erscheint dann als ,nebel4 #cbh4 ,warum bilden sich besonders im ,herbst und ,winter so oft ,nebel8 ,weil von den lnger warm bleibenden ,wasserflchen und aus dem feuchten ,erdboden dann noch bestndig ,dmpfe aufsteigen1 welche aber die kltere oder wasserdampfreichere ,atmosphre nicht mehr aufzunehmen vermag1 und die sich daher nun verdichten mssen4 ,dieser sich verdichtende ,wasserdampf nimmt zuerst die ,gestalt auerordentlich kleiner hohler ,wasserblschen an1 die an einander gehuft nicht mehr durchsichtig sind1 wie fein gemahlenes ,glas auch nicht mehr durchsichtig ist4 ,die ,wasserblschen des ,nebels werden eine ,zeit lang von der ,luft getragen1 sinken dann aber nieder4 ,fallen sie auf wrmeres ,erdreich oder ,wasser -- wie ja im ,herbst und zu ,zeiten im ,winter ,erdreich und ,wasser wrmer zu sein pflegen als die ,luft1 -- so steigen sie wieder als ,dampf auf und verdichten sich wieder zu ,nebel4 ,auf diesem ,wechsel von ,vergehen und ,entstehen beruht die anhaltende ,dauer mancher ,herbst- und ,winternebel4 ,illustration3 ,fig4 #ed4 #cbi4 ,warum entsteht aus den ,wolken ,regen8 ,weil die ,wolken nichts anderes als ,nebel in hheren ,luftschichten sind1 und weil1 wenn sie sich in tiefere ,luftschichten herabsenken1 die bereits mit ,wasserdampf fast gesttigt sind1 oder wenn sie mit klteren ,luftschichten in ,berhrung kommen1 ihre ,wasserblschen zusammenflieen1 schwerer werden und nun in ,tropfengestalt herabfallen4 ,die ,tropfen sind um so kleiner1 je nher die ,wolken der ,erde sind1 um so grer1 aus je greren ,hhen sie fallen1 da sie auf ihrem ,wege1 vermge ihrer niedrigen ,temperatur1 die ,wasserdnste der ,luftschichten verdichten1 durch welche sie hindurchfallen1 und sich dadurch vergrern4 ,in ,luftschichten1 deren ,temperatur unter dem ,gefrierpunkt liegt1 verwandeln sich die verdichteten ,wasserdnste nicht in ,tropfen1 sondern in feine ,eisnadeln1 die sich zu ,schneeflocken 7,fig4 #ed7 zusammensetzen4 ,die besonders im ,frhling fallenden ,graupelkrner entstehen wohl in hnlicher ,weise wie der ,schnee und bestehen nur aus fest zusammengeballten ,eisnadeln4 ,ueber die ,entstehung des ,hagels ist man noch nicht vllig im ,klaren4 ,die beste ,erklrung scheint diejenige zu sein1 welche ,nllner gegeben hat4 ,danach knnen die ,nebelblschen1 welche ,wolken bilden1 bis unter den ,gefrierpunkt erkalten1 ohne da ein ,erstarren derselben eintritt1 wie ,aehnliches vom tropfbar flssigen ,wasser nachgewiesen ist4 ,das ,gefrieren erfolgt erst1 aber dann auch pltzlich und in groem ,umfange1 wenn die erkalteten ,blschen heftig erschttert werden4 ,befindet sich also eine so tief erkaltete ,wolkenschicht in der ,luft1 und fallen auf diese aus einer hheren ,wolkenschicht ,graupelkrner1 so schlgt sich auf ihnen der ,blschendampf als ,wasser nieder1 das augenblicklich gefriert4 ,auf diese ,weise wird allerdings die oft so massenhafte ,eisbildung in ganz kurzer ,zeit begreiflich4 ,das ,ansehen der ,wolken selbst ist1 je nachdem sie hher oder tiefer schweben1 mehr oder weniger dicht sind1 und je nach ihrer ,beleuchtung sehr mannigfaltig4 ,man unterscheidet ,federwolken1 die sich besonders zuerst nach vollkommen heiterem ,wetter am blauen ,himmel bilden1 ,schichtwolken1 die sich in wagerechten ,streifen ber den ,himmel ziehen und vorzugsweise schn bei ,sonnenuntergang erscheinen1 ,haufenwolken1 die sich namentlich im ,sommer zeigen1 und ,regenwolken1 die aus ,haufenwolken entstehen1 aber unregelmige ,formen annehmen und groe ,dichtigkeit erlangen4 #ccj4 ,warum sehen wir bisweilen bei vllig heiterem ,himmel und ruhiger ,luft sich pltzlich ,wolken bilden und ein andres ,mal wieder die ,wolken ebenso pltzlich verschwinden8 ,weil die ,luft zwar ,wasserdmpfe genug aufgelst enthalten kann1 die sich aber bei der herrschenden ,temperatur nicht verdichten knnen1 bei einer pltzlich eintretenden ,abkhlung der ,luft jedoch1 etwa in ,folge einer klteren ,luftstrmung1 sich pltzlich zu ,wasserblschen verdichten und ,wolken bilden mssen2 whrend andererseits eine vorhandene ,wolke1 wenn sie sich etwa in eine wrmere ,luftschicht hinablt1 oder wenn ein wrmerer ,luftstrom sie trifft1 sich wieder in unsichtbaren ,wasserdampf auflsen mu4 ,das ,vermgen der ,luft1 ,wasserdmpfe in sich aufzunehmen -- ihr ,sttigungsvermgen -- ndert sich je mit ihrer ,temperatur4 #cca4 ,warum kocht ,wasser und jede andere ,flssigkeit ein1 wenn man sie lngere ,zeit kochen lt8 ,weil das ,wasser und berhaupt jede ,flssigkeit beim ,kochen sich in ,dampf verwandelt1 und dieser ,dampf vermge seines geringen specifischen ,gewichts in die ,luft aufsteigt und sich mit ihr vermischt1 die ,flssigkeit also durch dieses bestndige ,entweichen ihrer ,theile in ,luftgestalt endlich vllig verschwinden mu4 ,sie existirt zwar noch1 aber nicht mehr als ,flssigkeit und nicht mehr in dem ,gefe4 ,war aber mit dem ,wasser ein anderer ,krper vermischt oder vielmehr darin aufgelst1 wie etwa ,salz1 der nicht in ,dampf bergehen kann1 so bleibt dieser nach dem ,kochen zurck4 #ccb4 ,warum siedet ,wasser erst bei einer ,temperatur von #hj ,r48 ,weil die ,wasserdmpfe1 welche sich zwar auch bei niedrigerer ,temperatur entwickeln1 dem ,drucke der ueren atmosphrischen ,luft erst dann widerstehen knnen1 wenn sie eine ,spannkraft erlangt haben1 welche derjenigen der atmosphrischen ,luft gleich ist1 was erst bei einer ,temperatur von #hj ,r4 geschieht4 ,wenn man daher ,wasser ber einem ,feuer erhitzt1 so entwickeln sich sehr bald1 namentlich am ,boden1 kleine ,dampfblschen1 die aber unter dem ,drucke des ,wassers und dem auf diesem lastenden ,drucke der ,atmosphre sich wieder verdichten und tropfbar flssig werden4 ,erst bei #hj ,r4 haben die sich im ,innern des ,wassers entwickelnden ,dmpfe eine ,spannkraft erlangt1 welche dem ,drucke der ,umgebung das ,gleichgewicht hlt4 ,die ,spannkraft des beim ,sieden des ,wassers1 wie berhaupt beim ,sieden jeder ,flssigkeit entstehenden ,dampfes ist also genau dem ,drucke der ,atmosphre gleich oder vermag eine ,quecksilbersule von #gfj ,millimeter ,hhe zu tragen4 ,verdunstung und ,sieden unterscheiden sich dadurch1 da bei der ,verdunstung an der ,oberflche einer ,flssigkeit sich ,dmpfe von geringer ,spannkraft bilden1 die sich unmittelbar mit der ,luft vermischen1 whrend bei dem ,sieden ,dmpfe von groer ,spannkraft im ,innern der ,flssigkeit entstehen4 #ccc4 ,warum kann ,wasser in einem bleiernen oder zinnernen ,gefe zum ,sieden gebracht werden1 ohne da das ,metall zum ,schmelzen kommt8 ,weil das ,gef die vom ,feuer ihm mitgetheilte ,wrme an das darin befindliche ,wasser abgiebt1 dieses aber nie eine hhere ,temperatur als #hj ,r4 annehmen kann1 alle brige ,wrme1 die es empfngt1 vielmehr zu seiner ,verwandlung in ,dampf verwendet4 ,das ,gef kann also selbst auch keine hhere ,temperatur als #hj annehmen1 so lange noch ,wasser darin ist1 das ihm seine berschssige ,wrme abnimmt4 ,es kann darum auch nicht schmelzen1 da der ,schmelzpunkt des ,zinnes erst bei #ahh1 der des ,bleies sogar bei #bfg ,r4 liegt4 ,aus demselben ,grunde kann man sogar ,wasser in einem kleinen ,gefe aus ,papier ber einer ,lichtflamme zum ,sieden bringen1 ohne da das ,papier anbrennt4 ,das ,papier ist zwar ein schlechter ,wrmeleiter1 aber wenn es hinreichend dnn ist1 leitet es doch schnell genug die von der ,flamme empfangene ,wrme in das ,wasser ber1 so da seine ,temperatur nicht ber #hj ,r4 steigen kann1 eine ,temperatur1 bei der es sich noch nicht entzndet4 #ccd4 ,warum verdampfen ,wassertropfen1 die man auf eine rothglhende ,metallplatte fallen lt1 nicht1 sondern sammeln sich wie ,quecksilber auf ,glas und gerathen in eine drehende ,bewegung1 ohne zu kochen8 ,weil das glhende ,metall vom ,wasser nicht benetzt wird1 ,vielmehr eine ,dampfschicht die gegenseitige ,berhrung beider verhindert1 so da auch ein merklicher ,uebergang der ,wrme vom ,metall zum ,wasser nicht stattfinden kann4 ,erst bei abnehmender ,hitze stellt sich die ,berhrung wieder her1 und darum erfolgt dann eine pltzliche heftige ,dampfbildung4 ,man nennt diese ,erscheinung den ,leidenfrost'schen ,tropfen1 weil sie zuerst von ,leidenfrost im ,jahre #agef beobachtet wurde4 ,da die ,flssigkeit bei dieser ,erscheinung die ,tropfenform annimmt1 erklrt sich daraus1 da durch die hohe ,temperatur die ,adhsion vernichtet ist und die ,cohsion der ,flssigkeit daher zur vollen ,wirkung kommt4 ,auch groe ,flssigkeitsmassen kann man in diesen ,zustand versetzen1 den man deshalb auch den sphroidalen nennt4 ,sie verdampfen nicht1 sondern behaupten eine ,temperatur1 die etwas unter ihrem ,siedepunkte liegt4 ,lt man flssige schweflige ,sure1 deren ,siedepunkt #aj unter ,null liegt1 in eine glhende ,schale tropfen1 und fgt dann einige ,tropfen ,wasser hinzu1 so gefriert dies augenblicklich zu ,eis4 ,mit diesen ,erscheinungen hngt wohl auch die merkwrdige ,thatsache zusammen1 da ,arbeiter in ,gieereien ihre ,hand in geschmolzenes ,eisen tauchen knnen1 ohne sie zu verbrennen4 ,eine ,dampfschicht1 welche durch die ,feuchtigkeit der ,haut gebildet wird1 verhindert die unmittelbare ,berhrung mit dem geschmolzenen ,metall und darum auch den ,uebergang der ,wrme4 #cce4 ,warum kann man ,zinn in einem ,gef mit ,wasser ber dem strksten ,feuer nicht schmelzen8 ,weil das ,wasser beim ,kochen alle ihm vom ,feuer zugefhrte ,wrme zur ,dampfbildung verwendet und daher selbst keine hhere ,temperatur als die von #hj ,r4 annimmt1 weshalb aber auch das ,zinn in dem kochenden ,wasser nicht ber #hj ,r4 erhitzt werden und somit auch nicht seinen ,schmelzpunkt1 der erst bei #ahh ,r4 liegt1 erreichen kann4 ,es giebt freilich1 wie bereits erwhnt 7,fr4 #bih71 ,metallgemische oder ,metalllegirungen1 die schon im siedenden ,wasser schmelzen1 weil ihr ,schmelzpunkt noch unter dem ,siedepunkte des ,wassers liegt4 #ccf4 ,warum werden sehr fette oder in ,fett gekochte ,speisen schneller weich als sehr magere und im bloen ,wasser gekochte8 ,weil ,fette einen weit hheren ,siedepunkt als das ,wasser haben und daher auch eine weit hhere ,temperatur annehmen knnen1 so da auch die ,speisen1 die in ihnen gekocht werden1 eine grere ,wrmemenge empfangen4 ,sehr mageres ,fleisch1 wie ,wildfleisch1 wird darum auch beim ,braten langsamer gar als sehr fettes ,fleisch4 #ccg4 ,warum wird sehr dnner und schlechter ,branntwein durch ,destilliren strker8 ,weil der ,weingeist 7,spiritus7 oder ,alkohol schon bei einer niedrigeren ,temperatur flchtig oder in ,dampf verwandelt wird als das ,wasser1 das ,destilliren aber darin besteht1 da man den aus ,wasser und ,weingeist bestehenden ,branntwein erst in ,dampf verwandelt und die ,dmpfe dann durch ,abkhlung wieder zu tropfbarer ,flssigkeit verdichtet4 ,bei der ,destillation wird also mehr ,weingeist als ,wasser flchtig1 und die verdichtete ,flssigkeit mu dann auch mehr ,weingeist als vorher enthalten4 ,der ,gehalt an ,weingeist aber bestimmt die ,strke des ,branntweines4 ,illustration3 ,fig4 #ee4 #cch4 ,warum kann man in einem ,papin'schen ,topfe 7,fig4 #ee7 selbst ,knochen zu einem ,brei zerkochen8 ,weil in einem solchen ,topfe1 dessen ,deckel luftdicht festgeschraubt ist1 die ,dmpfe nicht entweichen knnen und durch ihren heftigen ,druck auf das ,wasser den ,siedepunkt desselben bedeutend erhhen1 so da das kochende ,wasser in dem ,topfe eine weit hhere ,temperatur annimmt1 als das an der ,luft unter dem gewhnlichen ,druck der ,atmosphre kochende4 ,wenn die eingeschlossenen ,dmpfe nmlich weiter erhitzt werden1 so wchst ihr ,bestreben1 sich auszudehnen1 oder ihre ,spannkraft1 immer mehr4 ,sie ben darum nach allen ,seiten1 also auch auf das ,wasser einen hohen ,druck aus und machen dadurch das weitere ,aufsteigen von ,dampfblasen1 also das weitere ,sieden unmglich1 bis die ,temperatur des ,wassers selbst so hoch gesteigert ist1 da die sich entwickelnden ,dmpfe dieselbe ,spannkraft haben1 wie die bereits vorhandenen1 welche den ,druck ausben4 ,wegen des heftigen ,druckes der gespannten ,dmpfe in einem solchen ,topfe mu derselbe auch sehr starke ,wnde aus ,eisen oder ,messing haben1 und zugleich der ,deckel mit einem sogenannten ,sicherheitsventil versehen sein1 welches die ,dmpfe bei einem gewissen ,grade der ,spannung ffnen1 und durch welches sie dann entweichen knnen4 ,sonst wrde man ,gefahr laufen1 da der ,topf durch den innern ,druck gewaltsam zersprengt wird4 #cci4 ,warum kommt warmes ,wasser1 das unter die ,glocke der ,luftpumpe gebracht wird1 bei fortgesetztem ,auspumpen der ,luft in's ,sieden8 ,weil durch das ,auspumpen der ,luft die ,luft unter der ,glocke verdnnt und dadurch auch der ,luftdruck vermindert wird1 welcher auf dem ,wasser ruht1 so da die ,dmpfe1 die sich im ,innern desselben bilden1 einer geringeren ,spannkraft bedrfen1 um diesem ,luftdruck zu widerstehen1 um also die ,erscheinung hervorzurufen1 die wir ,sieden nennen4 ,da aber die ,spannkraft des ,dampfes von der ,temperatur abhngt1 so reicht auch eine geringere ,temperatur hin1 um das ,wasser unter der ,glocke der ,luftpumpe zum ,sieden zu bringen4 #cdj4 ,warum siedet ,schwefelther schon bei gewhnlicher ,temperatur1 ja sogar bei #j ,grad unter der ,glocke der ,luftpumpe1 nachdem die ,luft ausgepumpt worden ist8 ,weil der ,schwefelther schon bei gewhnlichem ,luftdruck einen sehr niedrigen ,siedepunkt hat1 nmlich bereits bei #bh ,r4 siedet1 seine ,dmpfe also bei derselben ,temperatur eine grere ,spannkraft haben mssen1 als die des ,wassers1 im luftleeren ,raume daher auch eine weit niedrigere ,temperatur hinreicht1 damit seine ,dmpfe den ueren ,druck berwinden und so die ,erscheinung des ,siedens herbeifhren4 ,illustration3 ,fig4 #ef4 #cda4 ,warum kann man ,wasser in dem sogenannten ,wasserhammer oder ,pulshammer 7,fig4 #ef7 durch die bloe ,wrme der ,hand zum ,sieden bringen8 ,weil das durch die ,hand erwrmte ,glas hinreichend genug ,wrme an das in dem ,pulshammer befindliche ,wasser abgiebt1 um dasselbe in dem luftleeren ,raume1 der sich darber befindet1 zum ,sieden zu bringen4 ,der ,pulshammer besteht nmlich aus zwei durch eine ,rhre verbundenen glsernen ,kugeln1 in deren einer ,wasser vor dem ,zuschmelzen des ganzen ,apparates bis zum ,sieden erhitzt war4 ,das ,innere des ,pulshammers enthlt also nur ,wasserdampf1 und der ,druck desselben auf das ,wasser ist bei gewhnlicher ,temperatur ein so geringer1 da schon die geringste ,erwrmung des ,wassers hinreicht1 ,dmpfe zu erzeugen1 deren ,spannkraft diesen ,druck berwindet4 #cdb4 ,warum siedet ,wasser auf hohen ,bergen bei einem geringeren ,wrmegrad als in der ,ebene8 ,weil auf hohen ,bergen der ,luftdruck ein weit niedrigerer ist als in der ,ebene1 die ,wasserdmpfe daher auch einer geringeren ,spannkraft bedrfen1 um diesen ,druck zu besiegen1 und um diese geringere ,spannkraft hervorzubringen1 wieder eine geringere ,wrme nthig ist4 ,auf der ,hochebene von ,quito in ,sdamerika kocht daher das ,wasser schon bei #gb ,r41 auf dem ,montblanc sogar bei #fh ,r4 ,auf solchen hohen ,bergen kann man daher auch ,fleisch in offenen ,gefen nicht weich kochen4 -- ,man kann diese verschiedenen ,siedetemperaturen des ,wassers auch benutzen1 um die ,hhen der ,berge zu messen4 #cdc4 ,warum wird der ,deckel eines am ,feuer stehenden ,gefes1 in dem sich siedendes ,wasser befindet1 mit einiger ,gewalt in die ,hhe gehoben oder abgeworfen8 ,weil die sich beim ,sieden entwickelnden ,wasserdmpfe vermge ihrer ,spannkraft einen bedeutenden ,druck nach allen ,seiten hin ausben1 dieser ,druck aber zunchst nur gegen den ,deckel wirksam werden kann1 der von oben her der ,ausdehnung der ,dmpfe ,widerstand leistet4 ,wre der ,deckel fest verschlossen1 so wrde die mit der ,temperatur wachsende ,spannkraft der ,wasserdmpfe endlich das ganze ,gef zersprengen4 ,illustration3 ,fig4 #eg4 #cdd4 ,warum wird der luftdicht schlieende ,kolben in einem ,glasgef1 das etwas ,wasser enthlt1 gewaltsam in die ,hhe getrieben1 wenn man dies ,wasser ber einer ,lampe erhitzt1 und warum wird dieser ,kolben von selbst wieder abwrts getrieben1 sobald man das ,gef in kaltes ,wasser taucht8 ,weil die durch die ,wrme sich entwickelnden ,dmpfe wegen ihrer ,spannkraft sich ausdehnen und den ,kolben1 der sie abschliet1 aufwrts treiben1 durch die ,abkhlung im kalten ,wasser aber sich wieder verdichten1 dadurch einen luftverdnnten ,raum erzeugen und nun dem ueren ,luftdruck1 der auf die obere ,seite des ,kolbens wirkt1 keinen ,widerstand mehr entgegensetzen knnen1 so da dieser den ,kolben wieder abwrts treibt4 #cde4 ,warum kann man mit ,hlfe des ,wasserdampfes groe ,maschinen in ,bewegung setzen8 ,weil eingeschlossener ,wasserdampf eine sehr bedeutende ,spannkraft besitzt1 die dadurch wirksam gemacht werden kann1 da man auf der anderen ,seite des ,krpers1 welchen der ,dampf in ,bewegung setzen soll1 einen luftverdnnten oder luftleeren ,raum herstellt4 ,die einfachste ,einrichtung einer ,dampfmaschine wurde schon im ,jahre #afij von ,papin in ,marburg ersonnen und entsprach im ,wesentlichen der oben 7,fr4 #cdd7 besprochenen ,vorrichtung1 bei welcher ,wasser in einem ,glasgef abwechselnd erhitzt und wieder abgekhlt wird4 ,dieser ,gedanke kam jedoch nie zur ,ausfhrung4 ,wirklich hergestellt wurde die erste ,dampfmaschine von dem ,englnder ,thomas ,savery im ,jahre #afih4 ,dieser vermied den von ,papin vorgeschlagenen ,kolben und suchte das ,wasser selbst durch ,dampf zu heben4 ,seine ,maschine bestand daher aus einem ,dampfkessel1 in welchem der ,dampf hergestellt wurde1 und einem zum ,theil mit ,wasser gefllten ,behlter1 in welchen der ,dampf einstrmte4 ,mit diesem ,behlter stand ein ,saugrohr in ,verbindung1 welches in das ,wasser hinabreichte1 das gehoben werden sollte1 whrend an der entgegengesetzten ,seite sich ein ,steigrohr befand1 um das ,wasser aufwrts zu fhren4 ,beide ,rhren waren mit ,ventilen versehen4 ,sobald der ,dampf in den ,behlter einstrmte1 wurde durch den ,druck desselben das ,ventil der ,saugrhre geschlossen und das im ,behlter befindliche ,wasser durch das ,steigrohr hinaufgetrieben4 ,wurde dann der ,behlter durch darber flieendes kaltes ,wasser abgekhlt1 so verdichtete sich der ,dampf1 es entstand ein luftleerer ,raum1 und whrend der ,druck des ,wassers das ,ventil des ,steigrohrs schlo1 wurde durch den ,druck der ,atmosphre das ,wasser durch das ,saugrohr in den ,behlter emporgetrieben4 ,die groe ,spannung des ,dampfes aber1 welche diese ,maschine erforderte1 und der dadurch bedingte ,aufwand von ,brennmaterial lieen diese ,maschine wenig in ,gebrauch kommen1 und schon nach einigen ,jahren 7#agje7 wurde sie durch die glnzende ,erfindung zweier ,handwerker1 des ,schlossers ,newcomen und des ,glasers ,cowley1 gnzlich verdrngt4 ,diese kehrten zu dem ,papin'schen ,gedanken der ,anwendung eines ,kolbens zurck1 lieen aber den ,dampf nicht in dem ,cylinder selbst1 sondern in einem besondern ,dampfkessel erzeugen1 und die ,verdichtung der ,dmpfe nicht durch ,abkhlung der ,wnde von auen1 sondern durch ,einspritzen kalten ,wassers bewirken4 ,die ,newcomen'sche ,maschine besteht daher aus einem ,dampfkessel1 in welchem der ,dampf erzeugt wird1 und einem durch ein enges ,rohr damit verbundenen ,cylinder1 in welchem sich ein ,kolben luftdicht auf und nieder bewegt4 ,sobald der ,dampf in diesen ,cylinder eingetreten ist und den ,kolben aufwrts getrieben hat1 wird durch einen ,hahn die ,verbindung mit dem ,kessel geschlossen und ein zweiter ,hahn geffnet1 durch welchen ein ,strahl kalten ,wassers in den ,cylinder eingespritzt wird4 ,die ,dmpfe werden dadurch verdichtet1 und der von auen auf den ,kolben wirkende ,druck der atmosphrischen ,luft treibt ihn nun nieder4 ,um den ,auf- und ,niedergang des ,kolbens in den ,auf- ,und ,niedergang einer ,pumpenstange zu verwandeln1 ist der ,kolben mittelst einer ,kette an den ,arm eines ,balanciers gehngt1 der auf einer ,mauer ruht1 und an dessen anderm ,arme ebenfalls mittelst einer ,kette die ,pumpenstange hngt4 ,durch den ,niedergang des ,kolbens wird die ,pumpenstange gehoben1 whrend sie beim ,aufgange des ,kolbens durch ihr eigenes ,gewicht wieder niedergezogen wird4 ,die ,regulirung der ,hhne wurde durch die sinnreiche ,erfindung eines ,knaben1 ,namens ,potter1 im ,jahre #agac vermittelst einfacher ,hebelvorrichtungen ebenfalls dem ,balancier bertragen4 ,illustration3 ,fig4 #eh4 ,bei solchen ,maschinen1 wie die ,newcomen'sche1 spielt der ,dampf nur eine untergeordnete ,rolle4 ,die eigentliche bewegende ,kraft ist der ,luftdruck1 der den ,kolben niederdrckt und die ,pumpenstange emportreibt4 ,man nennt sie deshalb auch atmosphrische ,maschinen1 und weil sie nur whrend des ,kolbenniederganges eine ,arbeit verrichten1 einfach wirkende ,maschinen4 ,erst mehr als ein halbes ,jahrhundert spter beginnt die ,entwicklung der ,dampfmaschine zu ihrer heutigen glnzenden ,hhe durch den ,mechaniker ,james ,watt in ,glasgow4 ,schon im ,jahre #agfe beseitigte er den bisherigen ,uebelstand eines zu groen ,dampfverbrauchs dadurch1 da er die ,verdichtung des ,dampfes nicht mehr in dem ,dampfcylinder selbst1 sondern in einem besonderen ,raume1 dem ,condensator1 geschehen lie1 der mit dem ,dampfcylinder durch ein mit einem ,hahne versehenes ,rohr beliebig in ,verbindung gesetzt werden kann4 ,die wichtigste ,verbesserung aber begann er mit dem ,jahre #agfi1 indem er den ,niedergang des ,kolbens nicht mehr durch den ueren ,luftdruck bewirken1 sondern die ganze ,thtigkeit der ,maschine durch die ,spannkraft des ,dampfes hervorbringen lie4 ,er verwandelte also die atmosphrische ,maschine in eine wirkliche ,dampfmaschine und die einfach wirkende in die doppelt wirkende1 d4 h4 beim ,aufgang wie beim ,niedergang des ,kolbens ,arbeit leistende ,maschine4 ,diese ,verbesserung ist darum so wichtig1 weil sie erst die ,dampfmaschine fr alle die mannigfachen und kunstreichen ,arbeiten befhigt hat1 die wir sie heute verrichten sehen4 ,illustration3 ,fig4 #ei4 ,illustration3 ,fig4 #fj4 ,um die ,aufwrtsbewegung des ,kolbens durch den ,dampfdruck bewirken zu lassen1 wurde zunchst der ,dampfcylinder auch oben geschlossen und dann eine ,einrichtung geschaffen1 die es mglich machte1 den ,cylinderraum oberhalb wie unterhalb des ,kolbens abwechselnd mit dem ,dampfkessel und mit dem ,condensator in ,verbindung zu setzen4 ,diese ,einrichtung war der sogenannte ,vierwegehahn1 d4 h4 ein ,hahn mit zwei von einander unabhngigen ,durchbohrungen1 durch welche er von vier an ihm mndenden ,rhren abwechselnd je zwei mit einander in ,verbindung setzen kann4 ,jetzt dient statt desselben das ,schieberventil 7,fig4 #ei u4 #fj74 ,es ist ein viereckiger ,kasten1 in welchen der ,dampf aus dem ,kessel zunchst eintreten mu1 und in welchen zugleich die ,kanle mnden1 die den ,dampf einerseits zum ,condensator1 andererseits zum obern und untern ,cylinderraum leiten sollen4 ,in diesem ,kasten bewegt sich ein ,schieber auf und nieder1 welcher so eingerichtet ist1 da er abwechselnd den zum obern und dann wieder den zum untern ,cylinderraum fhrenden ,kanal absperrt und dafr den ,weg zum ,condensator frei lt4 ,hat also der ,kolben seine hchste ,stellung erlangt1 so treten die ,dmpfe aus dem ,kessel durch den ,kasten in den obern ,cylinderraum ein und treiben den ,kolben abwrts 7,fig4 #ei74 ,gleichzeitig ist den ,dmpfen des unteren ,raumes durch das ,rohr a der ,weg in den ,condensator geffnet1 in welchem sie verdichtet werden4 ,ist der ,kolben unten angelangt1 so treten in ,folge der vernderten ,schieberstellung die ,dmpfe aus dem ,kessel in den ,raum unter dem ,kolben und treiben diesen aufwrts 7,fig4 #fj71 whrend die ,dmpfe oberhalb des ,kolbens zum ,condensator entweichen4 ,die ,bewegung des ,kolbens wird nun durch die ,kolbenstange auf den ,balancier bertragen4 ,da aber die auf- und niedergehende ,kolbenstange eine senkrechte gradlinige ,bewegung hat1 whrend das ,ende des ,balanciers1 wie das ,ende eines ,wagebalkens1 offenbar einen ,kreisbogen beschreibt1 so ist die ,kolbenstange nicht unmittelbar an den ,balancier1 sondern erst vermittelst des sogenannten ,watt'schen ,parallelogramms befestigt4 ,dieses besteht aus zwei gleich langen ,stangen1 die am ,balancier aufgehngt und unten durch eine dritte ,stange verbunden sind1 und zwar so1 da sie sich smmtlich an ihren ,verbindungsstellen um ,charniere drehen knnen4 ,an der vom ,ende des ,balanciers herabhngenden ,stange ist unten1 gleichfalls drehbar1 die ,kolbenstange befestigt1 whrend eine vierte1 am ,maschinengestell befestigte ,stange mit der zweiten vom ,balancier herabhngenden ,stange verbunden ist4 ,wird nun der ,balancier durch den auf- und niedergehenden ,kolben in ,bewegung gesetzt1 so verschieben sich die das ,parallelogramm bildenden ,stangen so gegen einander1 da der ,endpunkt desselben1 an welchem die ,kolbenstange befestigt ist1 sich in grader ,linie auf- und abwrts bewegt4 ,um die hin- und herschwingende ,bewegung dieses ,balanciers in die rotirende ,bewegung einer ,welle zu verwandeln1 wandte ,watt den einfachen1 vom ,spinnrad und ,schleifstein her ,jedem bekannten ,mechanismus der ,kurbel und ,treibstange an4 ,die ,treibstange oder1 wie sie bei der ,dampfmaschine heit1 die ,pleuelstange ,p 7,fig4 #eh7 ist am ,ende des ,balanciers drehbar aufgehngt und umfat mit ihrem untern ,ende den ,zapfen der ,kurbel1 die an der zu drehenden ,welle befestigt ist4 ,die ,drehung der ,welle kann zunchst freilich keine gleichfrmige sein4 ,schon die ,ungleichheiten in der ,bewegung des ,kolbens1 wie in der ,wirkung des ,dampfdrucks1 bedingen eine ungleichfrmige ,geschwindigkeit1 und noch mehr bedingt diese die ,stellung der ,treibstange zur ,kurbel selbst4 ,so oft nmlich die ,kurbel ihren hchsten oder tiefsten ,stand erreicht1 fllt ihre ,richtung mit der ,treibstange zusammen1 und diese kann natrlich in solchen ,augenblicken gar nicht auf die ,umdrehung der ,kurbel wirken4 ,da die ,maschine in diesen sogenannten todten ,punkten der ,kurbel nicht zum ,stillstehen kommt1 liegt nur an der ,trgheit1 welche die einzelnen ,maschinentheile ihre ,bewegung fortsetzen lt4 ,in einer ,vermehrung dieser ,trgheit fand darum auch ,watt das ,mittel1 die ,ungleichheiten in der ,bewegung der ,maschine auszugleichen4 ,dies ,mittel besteht in dem ,schwungrade1 einem groen ,rade von bedeutendem ,gewicht1 das auf der ,kurbelwelle befestigt ist und mit dieser sich umdreht1 um vermge seiner ,trgheit gleichsam in ,momenten des ,ueberflusses ,arbeit aufzusammeln und sie in ,momenten des ,mangels wieder abzugeben4 ,illustration3 ,fig4 #fa4 ,endlich blieb zur ,vervollkommnung der ,dampfmaschine noch brig1 auch die ,unregelmigkeiten zu beseitigen1 welche theils durch ,aenderungen in der ,dampfspannung in ,folge von ,unregelmigkeiten in der ,unterhaltung des ,feuers und ,zufuhr des ,wassers1 theils durch ,vernderungen der ,widerstnde1 welche der ,kolbendruck berwinden soll1 um mancherlei ,arbeiten zu verrichten1 veranlat werden4 ,vermittelst einer beraus sinnreichen ,einrichtung1 der sogenannten ,drosselklappe1 in ,verbindung mit dem ,centrifugal-,regulator 7,fig4 #fa71 wird auch diese ,aufgabe von der ,maschine selbst gelst4 ,die ,drosselklappe ist eine gewhnliche ,klappe 7,k71 die in dem ,rohre1 das den ,dampf vom ,kessel zum ,cylinder fhrt1 angebracht ist4 ,ist sie vllig geffnet1 so strmt der ,dampf ungehindert in den ,cylinder2 je mehr sie geschlossen wird1 desto mehr wird auch die ,menge des einstrmenden ,dampfes vermindert4 ,die ,regulirung dieser ,klappe ist dem ,centrifugal-,regulator bertragen4 ,er besteht aus zwei durch eine ,welle 7,a7 gesteckten und um einen ,zapfen 7,c7 drehbaren ,hebeln 7,b71 die unten mit metallenen ,kugeln 7,d7 von bedeutendem ,gewichte beschwert sind4 ,mit diesen sind an ihren oberen ,enden1 um ,zapfen drehbar1 zwei kleinere ,stangen 7,e7 verbunden1 die oben an einer ,hlse 7,f7 befestigt sind1 welche an der ,axe der ,welle auf und nieder gleiten kann4 ,sobald die ,welle rasch gedreht wird1 fahren die schweren ,kugeln vermge ihrer ,centrifugalkraft auseinander und ziehen dadurch die ,hlse herab4 ,an dieser ,hlse aber ist ein zweiarmiger ,hebel 7,g7 befestigt1 welcher durch eine ,stange 7,i7 den kleinen ,hebel bewegt1 der die ,drosselklappe dreht4 ,durch das ,herabgleiten der ,hlse wird also die ,drosselklappe mehr und mehr geschlossen4 ,bewegt sich die ,welle dagegen langsamer1 so sinken die ,kugeln etwas herab1 rcken dadurch die ,hlse mehr hinauf1 und der von dieser abhngige ,hebel ffnet die ,klappe mehr4 ,man sieht also1 da1 so oft sich der ,gang der ,maschine aus irgend einer ,ursache beschleunigt1 sei es1 weil die von ihr zu berwindenden ,widerstnde abnehmen1 oder weil die ,dampfspannung im ,kessel wchst1 die ,kugeln des ,regulators auseinander fahren1 die ,drosselklappe mehr zudrehen und dadurch den ,dampfzuflu vermindern2 da aber1 so oft die ,geschwindigkeit der ,maschine aus andern ,grnden sich verlangsamt1 die zusammenfallenden ,kugeln des ,regulators die ,drosselklappe mehr ffnen und dadurch den ,dampfzuflu vermehren4 ,so ist die ,dampfmaschine das wunderbare ,werk geworden1 als das sie heute dasteht4 ,sie verrichtet nicht allein die ihr aufgetragene mannigfaltige ,arbeit1 sondern regelt auch selbst ihren ,gang als ihr eigener ,wrter4 ,sie bewegt selbst durch ,hebelstangen die ,steuerung1 d4 h4 sie ffnet und schliet die ,ventile1 welche den ,dampf in die ,rume des ,cylinders vertheilen und zum ,condensator leiten4 ,sie bewegt selbst die ,pumpen1 die ,kaltwasserpumpe sowohl1 welche dem ,condensator das zur ,verdichtung der ,dmpfe nthige kalte ,wasser zufhrt1 als die sogenannte ,luft- oder ,warmwasserpumpe1 welche das condensirte ,wasser und die in dem ,condensator sich anhufende ,luft entfernt1 als endlich die ,speisepumpe1 welche den ,kessel mit frischem ,wasser versorgt4 ,illustration3 ,fig4 #fb4 #cdf4 ,warum hat die ,locomotive weder ,balancier noch ,schwungrad1 wie andere ,dampfmaschinen8 ,weil die ,locomotive 7,fig4 #fb7 einerseits eine sogenannte ,hochdruckmaschine ist1 d4 h4 mit ,dmpfen von hoher ,spannung arbeitet1 deshalb aber schon der gewhnliche ,druck der ,atmosphre auf der einen ,seite des ,kolbens einen gengenden ,unterschied der beiderseitigen ,druckkrfte zult1 eine ,condensirung der ,dmpfe also und eine ,regelung der dadurch bedingten ,pumpen und ,ventile durch den ,balancier berflssig wird1 und weil andrerseits die ,locomotive auch eine gekuppelte ,maschine ist1 d4 h4 aus zwei so mit einander verbundenen ,maschinen besteht1 da die ,kurbeln derselben einander untersttzen und zur ,gleichfrmigkeit der ,bewegung eines ,schwungrades nicht bedrfen4 ,man unterscheidet nmlich ,niederdruck- und ,hochdruckmaschinen1 d4 h4 solche1 bei welchen ,dmpfe angewandt werden1 deren ,spannung die der gewhnlichen atmosphrischen ,luft nur um weniges1 hchstens das #a--a;fache bertrifft1 und solche1 bei denen die ,dampfspannung das #c--f;fache des gewhnlichen ,atmosphrendrucks betrgt4 ,bei der ,niederdruckmaschine lt sich der ,dampf nur dadurch wirksam machen1 da man auf der entgegengesetzten ,seite des ,kolbens einen luftverdnnten ,raum erzeugt1 also die ,dmpfe verdichtet4 ,bei der ,hochdruckmaschine ist diese ,dampfverdichtung nicht nthig1 darum kann der ganze ,bau ein viel einfacherer sein4 ,die ,pleuelstange wird hier unmittelbar mit der ,kolbenstange verbunden1 und die gradlinige ,bewegung der letzteren einfach durch zwei ,leisten1 die sogenannten ,gradfhrungen1 bewirkt1 zwischen denen die ,kolbenstange hin und her gleitet4 ,die ,bewegung der einzigen ,pumpe1 die noch erforderlich ist1 der ,speisepumpe1 und der wenigen ,ventile1 nmlich des ,schieberventils und der ,drosselklappe1 geht unmittelbar von der ,kurbelwelle aus und wird durch excentrische ,scheiben vermittelt1 die an der ,welle befestigt sind4 ,bei gekuppelten ,maschinen1 wie sie die ,locomotive gleichfalls darstellt1 sind berdies zwei ,maschinen so mit einander verbunden1 da sie auf eine gemeinschaftliche ,kurbelwelle wirken und zwar in der ,weise1 da die beiden ,kurbeln einen rechten ,winkel mit einander bilden1 da also jedesmal1 wenn die eine ,kurbel sich in einem ihrer todten ,punkte befindet1 die andere gleichzeitig in ihre gnstigste ,stellung eingetreten ist4 ,zur ,ueberwindung der todten ,punkte bedarf es also hier eines ,schwungrades nicht4 ,die erste ,hochdruckmaschine ist von ,oliver ,evans in ,philadelphia hergestellt worden1 der sie bereits im ,jahre #ahjj zur ,bewegung eines ,wagens benutzte4 ,die erste ,locomotive wurde von dem englischen ,ingenieur ,george ,stephenson im ,jahre #ahad gebaut4 ,die ,schiffsmaschine ist eine gekuppelte ,niederdruckmaschine4 ,das erste mit ,schaufelrdern versehene ,dampfschiff wurde von ,robert ,fulton in ,newyork im ,jahre #ahjg1 das erste ,schraubendampfschiff von ,ericson und ,smith im ,jahre #ahci in ,amerika gebaut4 #cdg4 ,warum mu der ,kessel einer ,dampfmaschine mit einem ,sicherheitsventil versehen sein8 ,weil in dem vllig verschlossenen ,kessel die ,dmpfe sich anhufen und dadurch eine so bedeutende ,spannkraft erlangen wrden1 da sie den ,kessel gewaltsam zersprengen mten1 was durch das ,sicherheitsventil verhindert wird1 da dieses sich bei einem bestimmten ,drucke der ,dmpfe ffnet und diese so lange ausstrmen lt1 bis derjenige ,druck wieder hergestellt ist1 bei welchem man eine ,gefahr des ,zerspringens nicht mehr zu frchten hat4 ,das ,licht4 ,wenn wir die ,gegenstnde sehen1 so beruht dies auf einer ,empfindung gewisser ,nerven unserer ,sehwerkzeuge oder ,augen4 ,die ,ursache dieser ,empfindung aber nennen wir ,licht4 ,nach der lteren ,ansicht besteht dies ,licht aus einer sehr feinen ,materie1 einem ,lichtstoff1 der von den leuchtenden ,krpern ausgesendet wird und die ,augennerven trifft4 ,dieser ,stoff soll unwgbar sein1 berhaupt aller wesentlichen ,eigenschaften der ,krperlichkeit entbehren und nur durch seine ,wirkung wahrnehmbar sein4 ,nach der jetzt allgemein geltenden ,ansicht beruht das ,licht auf einer wellenfrmigen oder schwingenden ,bewegung1 welche1 hnlich der ,bewegung des ,schalles und der ,wrme1 von dem leuchtenden ,krper ausgeht und1 sich durch unser ,auge dem ,sehnerv mittheilend1 hier die ,empfindung des ,sehens bewirkt4 ,als ,trger dieser ,bewegung nimmt man einen uerst feinen elastischen ,stoff -- den ,aether -- an1 der den ganzen ,weltraum und alle ,krper durchdringt4 ,quellen des ,lichtes sind alle selbstleuchtenden ,krper1 insbesondere die ,sonne und die ,fixsterne1 ferner glhende und verbrennende ,krper1 wie die ,flammen unserer ,kerzen und ,lampen1 endlich einige sogenannte phosphorescirende ,krper1 namentlich faulende ,thier- und ,pflanzenstoffe1 aber auch lebende ,thiere1 wie die ,johanniswrmchen und die kleinen1 das ,meeresleuchten veranlassenden ,seethierchen4 ,eine besondere ,quelle des ,lichtes werden wir in der ,electricitt kennen lernen4 ,sternschnuppen und ,feuerkugeln sind hchst wahrscheinlich kleine ,weltkrper1 welche wie die ,planeten um die ,sonne kreisen und1 in den ,anziehungskreis der ,erde gerathen1 herabfallen4 ,sie sind an sich dunkel1 wie die ,planeten und ,kometen1 und erglhen erst in ,folge des ,widerstandes1 den sie in der ,erdatmosphre erfahren4 ,fr ihre ,weltkrper-,natur spricht das ,herabfallen von ,meteorsteinen beim ,zerplatzen von ,feuerkugeln1 und besonders die periodische ,wiederkehr von ,sternschnuppenschwrmen in den ,nchten vom #aj4 ,august und vom #ab4 bis #ad4 ,november4 ,irrlichter sind kleine ,flmmchen1 die bisweilen in sumpfigen ,gegenden erscheinen1 die aber noch viel zu wenig beobachtet sind1 um ber ihr ,wesen vllig entscheiden zu knnen4 ,man hlt sie fr ein phosphorhaltiges ,wasserstoffgas1 das als ,flamme verbrennt1 sobald es aus dem ,wasser aufsteigend in die ,luft bergeht4 ,das ,licht1 das von einem leuchtenden ,punkte ausgeht1 verbreitet sich nach allen ,richtungen und zwar in graden ,linien4 ,diese graden ,lichtlinien nennen wir ,lichtstrahlen4 ,das ,licht pflanzt sich mit auerordentlicher ,geschwindigkeit fort1 indem es in einer ,sekunde #dj1beg geogr4 ,meilen 7 #cjjjjj ,kilom47 zurcklegt4 ,es durchluft also den ,raum von der ,sonne zur ,erde 7fast #aej ,mill4 ,kilom47 in #h ,minuten #ac ,sekunden1 und seine ,geschwindigkeit bertrifft die des ,schalles um das #ijjjjj;fache4 ,treffen ,lichtstrahlen auf ihrem ,wege auf nicht leuchtende oder dunkle ,krper1 so werden sie entweder zurckgeworfen oder durchgelassen4 ,dunkle ,krper werden uns dadurch sichtbar1 da die von ihnen zurckgeworfenen ,lichtstrahlen in unser ,auge gelangen4 ,lt ein ,krper mehr oder weniger ,licht durch sich hindurchgehen1 so nennen wir ihn durchsichtig oder auch nur durchscheinend4 ,lt er gar kein ,licht durch1 wirft er vielmehr alles ,licht zurck1 so heit er undurchsichtig4 ,wenn ,lichtstrahlen aus einem durchsichtigen ,krper in einen andern bergehen1 der aber eine andere ,dichtigkeit besitzt1 so werden sie von ihrem ,wege abgelenkt oder1 wie man sagt1 gebrochen4 ,ebenso werden ,lichtstrahlen von ihrem gradlinigen ,wege abgelenkt1 wenn sie an den ,rndern von undurchsichtigen ,krpern vorbergehen4 ,man nennt diese ,ablenkung die ,beugung des ,lichts4 #cdh4 ,warum sehen wir den ,blitz eines in einer gewissen ,entfernung abgeschossenen ,gewehres1 ehe wir den ,knall hren8 ,weil das ,licht eine weit grere ,geschwindigkeit als der ,schall besitzt4 ,beide beruhen zwar auf ,bewegungen1 die gleichzeitig von dem ,gegenstande ausgehen1 der die ,erscheinungen hervorruft1 also von dem entzndeten ,pulver des ,gewehrs4 ,beide ,bewegungen mssen sich auch bis zu uns fortpflanzen1 um von unserm ,ohr und ,auge empfunden zu werden4 ,aber der ,schall pflanzt sich nur langsam fort1 whrend die ,geschwindigkeit des ,lichtes so gro ist1 da sie fr irdische ,entfernungen nur mit den knstlichsten ,mitteln gemessen werden kann4 ,fr eine ,strecke von #cjj ,metern braucht der ,schall fast eine ,sekunde1 das ,licht aber nur den millionsten ,theil einer ,sekunde4 ,illustration3 ,fig4 #fc4 #cdi4 ,warum knnen wir in der ,nhe einer ,kerzenflamme die ,schrift eines ,buches lesen1 in einiger ,entfernung aber nicht8 ,weil die ,strke der ,beleuchtung1 wie berhaupt jeder ,wirkung1 die sich von einem ,punkte aus gleichmig nach allen ,seiten verbreitet1 mit der ,entfernung abnimmt1 und zwar in demselben ,verhltni1 in welchem die ,flche wchst1 ber welche sie sich verbreitet4 ,in der doppelten ,entfernung ist die ,flche1 welche die gesammte ,lichtmenge empfngt1 #dmal1 in der dreifachen ,entfernung #imal so gro1 und es empfngt darum eine ,flche von bestimmter ,gre1 etwa ein ,blatt ,papier1 von dem wir lesen wollen1 in der dreifachen ,entfernung auch nur ein #imal geringeres ,licht1 erscheint uns also #imal weniger hell4 #cej4 ,warum sehen wir durch die ,scheiben unserer ,fenster die drauen befindlichen ,gegenstnde8 ,weil die ,glasscheiben durchsichtig sind1 d4 h4 das von den drauen befindlichen ,gegenstnden kommende ,licht ungehindert durch sich hindurch zu unserm ,auge gelangen lassen4 ,vollkommen durchsichtig ist aber auch das ,glas nicht2 sehr dicke ,glasplatten halten vielmehr einen groen ,theil des ,lichtes zurck und lassen uns darum die ,gegenstnde nur undeutlich erkennen4 ,ebenso sind ,luft und ,wasser nicht vollkommen durchsichtig4 ,in tiefen ,seen kann man nicht bis auf den ,grund sehen1 wenn auch das ,wasser noch so klar ist4 ,wre die ,luft vllig durchsichtig1 so wrde uns der ,himmel nicht blau1 sondern schwarz erscheinen1 und wir wrden jeden1 auch den fernsten ,gegenstand sehen1 sobald er nur im ,bereich unserer ,augen wre4 #cea4 ,warum sehen wir dunkle1 d4 h4 nicht selbstleuchtende ,krper1 wenn sie beleuchtet werden1 und sich in unserm ,gesichtskreise befinden8 ,weil alle ,krper die auf ihre ,oberflche fallenden ,lichtstrahlen anderer selbstleuchtender ,krper zurckwerfen1 und diese zurckgeworfenen ,lichtstrahlen in unser ,auge gelangen und hier den ,eindruck eines ,bildes des beleuchteten ,krpers erzeugen4 ,nur wenn ein anderer undurchsichtiger ,krper den beleuchteten ,gegenstand bedeckt1 d4 h4 zwischen ihn und unser ,auge tritt1 knnen wir ihn nicht sehen1 weil der verdeckende ,krper keinen der zurckgeworfenen ,lichtstrahlen in unser ,auge gelangen lt4 ,illustration3 ,fig4 #fd4 #ceb4 ,warum wirft ein undurchsichtiger ,krper1 wenn er beleuchtet wird1 einen ,schatten hinter sich8 ,weil der undurchsichtige ,krper den sich nur in grader ,linie bewegenden ,lichtstrahlen den ,weg versperrt und sie daher verhindert1 in den hinter ihm befindlichen ,raum zu gelangen1 so da dieser ,raum unbeleuchtet bleibt und dunkel erscheint4 ,den unbeleuchteten ,raum hinter einem beleuchteten und undurchsichtigen ,krper nennen wir ,schatten4 ,die ,lage des ,schattens ist abhngig von der ,lage des leuchtenden und des schattengebenden ,krpers4 ,er bewegt sich1 wenn sich einer dieser ,krper bewegt1 und ist um so kleiner1 je grer die ,entfernung zwischen beiden1 und je senkrechter das ,licht auf den schattengebenden ,krper fllt4 ,die ,gestalt des ,schattens ist nur von der ,gestalt und ,lage des schattengebenden ,krpers abhngig4 ,daher erscheint der ,schatten einer ,kugel auf einer gegen die ,lichtstrahlen senkrechten ,flche stets kreisrund4 ,solche runde ,schatten werfen auch die nicht selbstleuchtenden ,himmelskrper hinter sich1 und es erklren sich daraus die ,sonnen- und ,mondfinsternisse4 ,bei den letzteren befindet sich der ,mond im ,schatten der ,erde1 bei den ersteren die ,erde im ,schatten des ,mondes4 ,wenn der leuchtende ,krper grer ist als der beleuchtete1 so ist der eigentliche ,schatten oder der ,kernschatten1 welcher gar kein ,licht empfngt1 noch von einem weniger dunklen ,raume1 dem ,halbschatten1 umgeben1 welcher nur von einem ,theile des leuchtenden ,krpers ,licht erhlt4 ,bei einer partialen ,sonnenfinsterni steht die ,erde nur im ,halbschatten des ,mondes4 #cec4 ,warum sehen wir im ,spiegel unser ,bild8 ,weil die von der dem ,spiegel zugewandten ,seite unseres ,krpers zurckgeworfenen ,lichtstrahlen1 wenn sie auf den ,spiegel fallen1 durch das durchsichtige ,glas hindurchgehen1 von der dahinter befindlichen undurchsichtigen ,belegung 7,folie7 aber wieder zurckgeworfen werden und gerade so in unser ,auge gelangen1 als ob sie von einem hinter dem ,spiegel befindlichen1 uns gleichen ,bilde ausgegangen wren4 ,illustration3 ,fig4 #fe4 #ced4 ,warum sehen wir das ,bild eines ,gegenstandes in einem ,spiegel genau so weit hinter demselben1 als der ,gegenstand sich vor demselben befindet8 ,weil alle ,lichtstrahlen1 welche von einem leuchtenden ,punkte ausgehen1 von einer ,spiegelflche genau unter demselben ,winkel zurckgeworfen werden1 unter welchem sie auffallen1 diese zurckgeworfenen ,strahlen aber darum auch in ihrer ,verlngerung sich in einem ,punkte vereinigen mssen1 der genau so weit hinter dem ,spiegel liegt1 als der leuchtende ,punkt vor demselben4 ,die zurckgeworfenen ,strahlen1 welche in das ,auge gelangen1 machen daher auf dasselbe den ,eindruck1 als ob sie von jenem ,vereinigungspunkte hinter dem ,spiegel herkmen1 da es gewohnt ist1 die ,ursache der ,lichtempfindung in der ,richtung der ,lichtstrahlen zu suchen4 ,diesen ,vereinigungspunkt der zurckgeworfenen ,lichtstrahlen nennt man daher das ,bild des leuchtenden ,punktes4 ,jeder ,punkt eines ,gegenstandes aber erzeugt sein ,bild hinter dem ,spiegel und zwar in derselben ,entfernung1 in welcher er vor demselben sich befindet4 ,alle ,punkte zusammen bilden aber die ,oberflche des gespiegelten ,gegenstandes und alle diesen ,punkten entsprechenden ,bilder das ,gesammtbild desselben4 ,dieses ,gesammtbild des ,gegenstandes mu also auch genau in derselben ,entfernung hinter dem ,spiegel erscheinen1 in welcher der ,gegenstand vor demselben sich befindet4 ,ebenso ist es in ,gestalt und ,gre demselben gleich4 ,illustration3 ,fig4 #ff4 #cee4 ,warum sind dnne ,glasspiegel besser als dicke8 ,weil nicht blos die hintere ,belegung1 sondern auch die vordere ,flche des ,glases spiegelt1 besonders wenn man schief darauf sieht1 und daher doppelte ,bilder entstehen1 die einander verwirren und das ,gesammtbild undeutlich machen4 ,der ,abstand dieser doppelten ,bilder von einander mu natrlich stets der doppelten ,dicke des ,glases gleich sein4 ,je dicker das ,glas1 desto deutlicher werden die doppelten ,bilder und desto strender wirken sie4 ,die besten ,spiegel sind daher ,metallspiegel1 da diese nur einfache ,bilder geben knnen4 #cef4 ,warum knnen wir eine vollkommen gute ,spiegelflche gar nicht sehen8 ,weil alles ,licht1 welches eine ,spiegelflche empfngt1 so zurckgeworfen wird1 da sich die von jedem ,punkte des beleuchtenden ,krpers ausgehenden ,strahlen wieder in einem ,punkte hinter der ,spiegelflche schneiden1 wir also nur hinter der ,spiegelflche leuchtende ,punkte1 nmlich die ,bilder der beleuchtenden ,punkte und nicht die ,spiegelflche selbst sehen4 #ceg4 ,warum geben nichtpolirte1 wenn auch ebene ,krper keine ,spiegelbilder8 ,weil eine solche nichtpolirte ,ebene eine ,menge kleiner ,unebenheiten besitzt1 welche die von einem ,punkte ausgehenden ,strahlen unregelmig zurckwerfen mssen1 so da sie sich nicht wieder in einem ,punkte hinter der ebenen ,flche vereinigen1 also auch kein ,bild des ,punktes erzeugen knnen4 ,statt des ,bildes des beleuchtenden ,gegenstandes sehen wir vielmehr die beleuchtete ,flche selbst4 ,da nmlich jeder ,punkt der ,flche von unendlich vielen leuchtenden ,punkten ,licht erhlt und dieses zurckwirft1 so mssen auch von jedem ,punkte der ,flche unendlich viele ,strahlen nach allen ,richtungen ausgehen1 so da wir jeden ,punkt der ,flche sehen4 ,solches unregelmig zurckgeworfene ,licht1 welches uns die nichtpolirten oder nicht spiegelnden ,flchen sichtbar macht1 nennt man auch zerstreutes ,licht4 ,illustration3 ,fig4 #fg4 #ceh4 ,warum werden in einem ,guckkasten die am ,boden desselben liegenden ,bilder aufrecht gesehen8 7,fig4 #fg47 ,weil diese ,bilder1 ehe sie durch das ,vergrerungsglas zum ,auge gelangen1 erst von einem unter #de geneigten ,spiegel zurckgeworfen1 und deshalb alle ,punkte desselben von dem ,auge genau so weit hinter den ,spiegel verlegt werden1 als sie sich vor demselben befinden4 ,die von den ,endpunkten des ,pfeils ,,ab ausgehenden ,lichtstrahlen1 welche den ,spiegel in x und s treffen1 werden so zurckgeworfen1 da das ,auge den ,pfeil in ab zu sehen glaubt4 #cei4 ,warum sieht man in einer sogenannten ,spiegelkammer einen einzelnen ,gegenstand1 etwa einen ,schwan1 ringsum hundertfach vervielfltigt8 ,weil diese ,spiegelkammer aus parallelen ,spiegeln besteht1 deren jeder das ,spiegelbild des andern wiederspiegelt und dies mit jedem ,spiegelbilde so lange wiederholt1 bis die geschwchte ,helligkeit die ,wahrnehmung der ,bilder verhindert4 ,illustration3 ,fig4 #fh4 #cfj4 ,warum erblickt man in einem ,kaleidoskop so schne1 beim ,schtteln des ,instruments sich bestndig verndernde sternfrmige ,gruppirungen8 7,fig4 #fh47 ,weil am ,ende der ,rhre des ,kaleidoskops zwei unter einem gewissen ,winkel gegen einander geneigte ,spiegel befestigt sind1 und die dazwischen befindlichen kleinen ,gegenstnde1 etwa ,moos- und ,glasstckchen1 von diesen wiederholt gespiegelt werden1 und zwar so oft1 da1 unter ,mitrechnung der ,gegenstnde selbst1 genau so viel ,bilder erscheinen1 als der ,neigungswinkel der ,spiegel in #cfj enthalten ist4 ,betrgt der ,neigungswinkel #de1 so sieht man #h ,bilder1 und zwar symmetrisch gruppirt4 ,illustration3 ,fig4 #fi4 #cfa4 ,warum kann man mit ,hlfe eines ,hohlspiegels1 den man gegen die ,sonne richtet1 brennbare ,krper entznden8 ,weil ein ,hohlspiegel1 d4 h4 ein an seiner inneren ,flche polirtes ,stck einer ,kugelschale1 alle auf ihn fallenden ,licht- und ,wrmestrahlen der ,sonne so zurckwirft1 da sie sich in einem ,punkte vor dem ,spiegel vereinigen und hier natrlich eine erhhte ,wrmewirkung uern4 ,doch geschieht dies nur dann1 wenn die ,lichtstrahlen untereinander parallel auffallen1 wie es bei den ,sonnenstrahlen1 der ungeheuren ,entfernung der ,sonne wegen1 der ,fall ist1 und wenn sie zugleich in der ,richtung der ,axe des ,hohlspiegels1 d4 h4 senkrecht auf die ,mitte desselben einfallen4 ,der ,punkt1 in welchem die ,vereinigung der ,strahlen und ihre erhhte ,wrmewirkung stattfindet1 heit der ,brennpunkt4 ,er liegt bei einem kugelfrmig gekrmmten ,spiegel in der ,achse und zwar in der ,mitte zwischen dem ,mittelpunkt der ,kugel und dem ,mittelpunkt des ,spiegels4 ,sein ,abstand von dem ,spiegel heit die ,brennweite4 #cfb4 ,warum pflegt man ,laternen und namentlich ,wandleuchter mit ,blenden zu versehen8 ,weil man beabsichtigt1 die sonst von der ,flamme nach allen ,richtungen hin auseinander fahrenden ,lichtstrahlen nach einer bestimmten ,richtung zusammenzuhalten1 die ,blenden aber1 die nichts anderes als ,hohlspiegel sind1 ebensowohl alle parallel mit der ,achse auffallenden ,lichtstrahlen im ,brennpunkt vereinigen1 als auch umgekehrt alle aus dem ,brennpunkt herkommenden ,strahlen parallel mit der ,achse zurckwerfen4 ,die ,flamme mu sich also bei solchen ,laternen oder ,wandleuchtern stets genau im ,brennpunkt des ,hohlspiegels oder der ,blende befinden1 wenn alle ihre ,lichtstrahlen in einer bestimmten ,richtung zusammengehalten werden und so den ,zweck einer erhhten ,beleuchtung erfllen sollen4 ,illustration3 ,fig4 #gj4 #cfc4 ,warum erscheinen bei ,hohlspiegeln die ,bilder der ,gegenstnde nicht immer hinter dem ,spiegel1 wie bei ebenen ,spiegeln8 ,weil auch in einem ,hohlspiegel das ,bild eines leuchtenden ,punktes -- und darum auch eines ,gegenstandes -- nur dadurch entstehen kann1 da die von dem leuchtenden ,punkte ausgehenden ,strahlen vom ,spiegel zurckgeworfen1 und die zurckgeworfenen ,strahlen in einem ,punkte vereinigt werden1 diese ,vereinigung aber bei dem ,hohlspiegel stets vor dem ,spiegel stattfindet1 sobald der leuchtende ,punkt weiter als der ,brennpunkt des ,spiegels entfernt ist4 ,whrend also bei dem ebenen ,spiegel das ,bild nur darum hinter dem ,spiegel erscheint1 weil das ,auge1 indem es die zurckgeworfenen ,strahlen verfolgt1 ihre ,vereinigung hinter den ,spiegel zu versetzen gezwungen ist1 kommt hier das ,bild wirklich vor dem ,spiegel1 also im unmittelbaren ,bereich des ,auges zu ,stande4 ,ein solches ,bild schwebt gleichsam in der ,luft und kann wirklich sichtbar gemacht werden1 wenn man es auf einer durchscheinenden matten ,glasscheibe1 oder ,oelpapier1 oder selbst ,rauch- oder ,nebelwolken auffngt4 ,bei sehr groen ,hohlspiegeln zeigen sich die ,bilder selbst ganz frei in der ,luft und werden daher von ,gauklern hufig zu ,geistererscheinungen benutzt4 ,diese ,bilder sind stets verkehrt1 weil die von den oberen ,theilen des ,gegenstandes kommenden ,lichtstrahlen vom ,spiegel nach unten1 die von den unteren ,theilen kommenden nach oben zurckgeworfen werden4 ,sie sind ferner bei grerer ,entfernung des ,gegenstandes verkleinert1 bei grerer ,nhe vergrert und erscheinen im ersteren ,falle nher1 im letzteren ,falle entfernter4 ,nur wenn ein ,gegenstand sich zwischen dem ,spiegel und seinem ,brennpunkt befindet1 sieht man sein ,bild hinter dem ,spiegel und zwar aufrecht1 wie beim ebenen ,spiegel1 aber zugleich vergrert in ,folge der ,krmmung der spiegelnden ,flche4 #cfd4 ,warum zeigen die spiegelnden ,glaskugeln in ,grten zwar stets ein aufrechtes1 aber zugleich verkleinertes ,bild der ,umgebung8 ,weil die von einem ,gegenstande auf solche spiegelnde ,glaskugeln1 wie berhaupt auf erhaben gekrmmte ,spiegelflchen fallenden ,lichtstrahlen1 wenn sie zurckgeworfen werden1 auseinander gehen und sich zwar auch hinter dem ,spiegel1 aber weit schneller vereinigen mssen1 als bei einem ebenen ,spiegel4 ,die ,bilder erscheinen wegen dieser frheren ,vereinigung der zurckgeworfenen ,lichtstrahlen kleiner als die ,gegenstnde1 und zwar um so kleiner1 je weiter die ,gegenstnde entfernt sind4 ,da die ,gegenstnde einer ,landschaft aber sehr verschiedene ,entfernungen haben1 so erscheinen auch ihre ,bilder sehr verschieden verkleinert1 und das ,gesammtbild einer ,landschaft auf einer solchen ,glaskugel ist darum stets ein verzerrtes4 ,illustration3 ,fig4 #ga4 #cfe4 ,warum erscheinen klare ,gewsser1 deren ,grund man sehen kann1 weniger tief1 als sie wirklich sind8 ,weil die ,lichtstrahlen1 wenn sie aus dem ,wasser in die ,luft1 also in ein ,mittel von ganz verschiedener ,dichtigkeit bergehen1 von ihrem ,wege abgelenkt werden und so in unser ,auge gelangen1 als ob sie von ganz anderen1 hher gelegenen ,punkten herkmen4 ,da wir aber gewohnt sind1 die ,krper uns da zu denken1 von wo ihre ,lichtstrahlen herkommen1 so erscheint uns der ,grund des ,wassers hher1 als er wirklich ist4 ,darum scheinen auch ,fische in klarem ,wasser der ,oberflche nher zu schwimmen1 als wirklich der ,fall ist4 ,ebenso scheint ein ,geldstck auf dem ,boden eines ,glases gehoben zu werden1 wenn wir ,wasser in das ,glas gieen4 7,fig4 #ga47 ,illustration3 ,fig4 #gb4 #cff4 ,warum scheint ein ,stab1 den wir zum ,theil in ,wasser tauchen1 z4 ,b4 ein schrg in das ,wasser gestemmtes ,ruder1 gebrochen zu sein8 ,weil wir nur den auerhalb des ,wassers befindlichen ,theil des ,stabes da sehen1 wo er sich wirklich befindet1 die von dem unter das ,wasser getauchten ,theile zurckgeworfenen ,lichtstrahlen aber beim ,uebergange in die ,luft abgelenkt oder1 wie man sagt1 gebrochen werden und uns daher diesen ,theil des ,stabes an einem andern ,orte1 und zwar etwas hher erscheinen lassen1 als er sich wirklich befindet4 ,der ,stab kann von uns also nicht mehr als gradliniger gesehen werden1 sondern mu an der ,grenze zwischen ,wasser und ,luft geknickt oder gebrochen erscheinen4 ,illustration3 ,fig4 #gc4 #cfg4 ,warum sehen wir die ,sonne bei ihrem ,aufgang1 noch ehe sie wirklich ber den ,horizont aufgetaucht ist8 ,illustration3 ,fig4 #gd4 ,weil die ,sonnenstrahlen1 wenn sie durch unsere ,atmosphre gehen1 aus den dnneren ,schichten der obern ,regionen in immer dichtere der unteren bergehen und dabei aus ihrer ursprnglichen ,richtung abgelenkt oder gebrochen werden1 so da wir die ,sonne nicht mehr an ihrem wahren ,orte1 sondern an einem anderen und zwar1 wie wir sogleich sehen werden1 hher gelegenen ,orte1 auf welchen die ,richtung der in unser ,auge gelangenden ,lichtstrahlen hinweist1 erblicken mssen4 ,wenn nmlich ,lichtstrahlen aus einem dichteren ,mittel in ein dnneres1 also aus ,wasser in ,luft bergehen1 so werden sie noch mehr von der senkrechten ,richtung abgelenkt1 oder1 wie man sagt1 vom ,einfallsloth hinweg gebrochen 7,fig4 #gd74 ,wenn sie aber von einem dnneren ,mittel in ein dichteres1 also etwa aus dnneren ,luftschichten in dichtere bergehen1 so werden sie dem ,einfallsloth genhert oder zum ,einfallsloth gebrochen4 ,das ,letztere findet nun bei der aufgehenden ,sonne statt4 ,ihre ,strahlen gelangen daher weniger schrg in unser ,auge1 als sie in die ,atmosphre gelangt sind1 lassen also die ,sonne an einem hheren ,orte erscheinen1 als sie wirklich sich befindet1 und machen sie uns sogar sichtbar1 wenn sie noch unter dem ,horizonte steht4 #cfh4 ,warum scheinen die ,gegenstnde zu zittern1 wenn wir sie ber ein von der ,sonne stark erwrmtes ,dach hinweg sehen8 ,weil in ,folge der ,erhitzung ungleich dichte ,luftschichten ber dem ,dache entstehen1 die in ,folge dessen in ,bewegung gerathen1 so da die ,lichtstrahlen1 welche durch sie hindurchgehen1 bald mehr1 bald weniger gebrochen werden1 und daher in bestndig wechselnden ,richtungen in unser ,auge gelangen1 welches nun die ,gegenstnde selbst bestndig ihren ,ort wechseln sieht und dadurch den ,eindruck des ,zitterns erhlt4 #cfi4 ,warum sehen wir die ,fixsterne funkeln1 whrend die ,planeten ein ruhiges ,licht behaupten8 ,weil bei dem auerordentlich kleinen scheinbaren ,durchmesser der ,fixsterne schon die geringste ,vernderung in der ,strahlenbrechung1 wie sie nothwendig mit der bestndigen ,bewegung dichterer und dnnerer ,luftschichten in der ,atmosphre verbunden ist1 eine scheinbare ,vernderung ihres ,orts1 also ein ,hin- und ,herschwanken bewirkt4 ,die ,planeten aber behalten ihr ruhiges1 klares ,licht1 weil ihr scheinbarer ,durchmesser grer ist1 als die strkste ,vernderung1 welche der augenblickliche ,wechsel in der ,strahlenbrechung zu bewirken vermag4 ,illustration3 ,fig4 #ge4 #cgj4 ,warum erscheint ein leeres ,probirglschen1 das wir schief in ein ,glas ,wasser tauchen1 nicht mehr durchsichtig1 sondern gleichsam metallisch glnzend1 als ob ,quecksilber darin wre1 wenn wir von oben her darauf blicken8 ,weil die ,lichtstrahlen1 wenn sie sehr schief auf die ,grenzflche zweier verschieden dichten ,mittel auffallen1 nicht mehr gebrochen1 sondern zurckgeworfen werden4 ,dasjenige ,mittel also1 durch welches die ,lichtstrahlen nicht mehr hindurchgehen1 hier das lufterfllte ,probirglschen1 erscheint nicht mehr durchsichtig1 sondern spiegelnd4 ,aus demselben ,grunde sieht man auch kleine ,luftblschen im ,wasser oft als glnzende1 fast undurchsichtige ,perlen1 und ebenso werden durch diese ,spiegelung ,sprnge in ,glsern sichtbar gemacht4 ,man nennt diese ,erscheinung die vollkommene ,zurckwerfung oder totale ,reflexion4 #cga4 ,warum ist der ,schnee undurchsichtig1 whrend doch die kleinen ,eiskrystalle1 aus denen er besteht1 fr sich so vollkommen durchsichtig sind8 ,weil das ,licht beim ,durchgange durch die vielen lufterfllten ,zwischenrume1 welche sich zwischen den einzelnen ,schneekrystallen befinden1 eine ,schwchung erleidet1 so da die auf den ,schnee auffallenden ,lichtstrahlen nicht durch den ,schnee hindurchgehen1 sondern zurckgeworfen werden4 ,sie erleiden an der ,grenzflche zwischen ,luft und ,wasser jene totale ,reflexion4 ,aus demselben ,grunde wird auch der ,schaum schleimiger ,flssigkeiten und das ,pulver zermahlenen ,glases undurchsichtig4 ,wenn man aber ,wasser auf ,schnee oder ,glaspulver giet1 so wird die ,durchsichtigkeit wieder hergestellt4 ,das ,wasser tritt dann an die ,stelle der das ,licht aufhaltenden ,luftblschen1 und das ,licht kann nun ungeschwcht von den ,krpertheilchen zur ,flssigkeit und von dieser wieder zu den ,krpertheilchen bergehen4 ,papier wird aus demselben ,grunde durchscheinend1 wenn es mit ,oel getrnkt wird4 ,illustration3 ,fig4 #gf4 #cgb4 ,warum sehen wir durch eine ebene ,glasscheibe1 etwa eine ,fensterscheibe1 die ,gegenstnde nicht gebrochen und auch nicht merklich verschoben oder verzerrt8 ,weil die ,lichtstrahlen zwar beim ,durchgange durch das ,glas gebrochen werden1 beim ,austritt in die ,luft aber eine zweite ,brechung im entgegengesetzten ,sinne erleiden1 so da die ablenkende ,wirkung der ersten ,brechung durch die zweite wieder aufgehoben wird4 ,gerade soviel als die ,lichtstrahlen beim ,uebergange aus dem dnneren ,mittel in das dichtere 7aus der ,luft in das ,glas7 zum ,einfallsloth gebrochen werden1 gerade soviel werden sie beim ,eintritt aus dem dichteren ,mittel in das dnnere 7aus dem ,glase in die ,luft7 wieder vom ,einfallsloth abgelenkt4 ,die austretenden ,lichtstrahlen sind also den einfallenden parallel1 und die einzige ,wirkung der ,glasscheibe ist daher eine geringe ,verschiebung des ,ortes1 an welchem man den ,gegenstand erblickt1 die aber nur bei sehr dicken ,scheiben und nur1 wenn man sehr schief hindurchsieht1 bemerkbar werden kann4 ,illustration3 ,fig4 #gg4 #cgc4 ,warum sieht man durch ein dreiseitiges ,glasprisma die ,gegenstnde nicht an ihrem wirklichen ,orte1 sondern bedeutend hher oder tiefer8 ,weil der ,weg1 den ein gebrochener ,lichtstrahl nimmt1 von dem ,winkel abhngig ist1 unter welchem er auf die ,grenzflche zweier verschiedener ,mittel trifft1 und der aus- und eintretende ,strahl daher auch nur dann parallel sein knnen1 wenn die ,grenzflchen1 an welchen der ,strahl aus- und eintritt1 parallel sind4 ,wenn sie daher gegen einander geneigt sind1 wie bei einem dreiseitigen ,prisma1 so mu der austretende ,lichtstrahl eine ganz andere ,richtung haben als der eintretende1 und zwar mu er nach oben abgelenkt sein1 wenn die ,kante des ,prisma's nach unten gerichtet ist1 und umgekehrt nach unten1 wenn die ,kante des ,prisma's sich oberwrts befindet4 ,man sieht daher einen ,gegenstand1 den man durch ein solches ,prisma betrachtet1 tiefer1 als er sich wirklich befindet1 wenn die ,kante oder der sogenannte brechende ,winkel des ,prisma's nach unten gerichtet ist1 und hher1 als sein wirklicher ,ort1 bei entgegengesetzter ,haltung des ,prisma's4 ,illustration3 ,fig4 #gh4 #cgd4 ,warum nennt man erhabene1 d4 h4 nach beiden ,seiten mit erhaben gekrmmten ,oberflchen versehene ,glser oder ,linsen auch ,brennglser8 ,weil die ,lichtstrahlen bei ihrem ,eintritt in eine solche ,linse und beim ,austritt aus derselben eine ,brechung erleiden und zwar eine solche1 da alle mit der ,achse der ,linse 7d4 h4 mit der durch ihre ,mitte gehenden1 senkrecht auf ihre gekrmmten ,flchen gerichteten ,linie7 parallel eintretenden ,lichtstrahlen nach ihrem ,austritt in einen ,punkt vereinigt werden4 ,da mit den ,lichtstrahlen aber auch die ,wrmestrahlen diese ,brechung erleiden1 so wird in jenem ,vereinigungspunkt eine solche ,hitze erzeugt1 da brennbare ,krper entzndet werden4 ,man nennt darum auch diesen ,punkt den ,brennpunkt und seinen ,abstand von der ,linse die ,brennweite4 ,da umgekehrt die aus dem ,brennpunkte kommenden ,lichtstrahlen durch die ,linse so gebrochen werden mssen1 da sie nach ihrem ,austritt smmtlich in paralleler ,richtung fortgehen1 so wendet man solche ,linsen auch statt der ,hohlspiegel1 namentlich auf ,leuchtthrmen1 an1 um das von einer im ,brennpunkt stehenden ,lampe kommende ,licht nach einer ,richtung hin zusammen zu halten4 ,illustration3 ,fig4 #gi4 #cge4 ,warum sieht man von einem ,gegenstande1 den man durch eine erhabene ,linse oder ein ,brennglas betrachtet1 ein entfernteres und zugleich vergrertes ,bild8 ,weil die ,lichtstrahlen1 die von einem leuchtenden ,punkte kommen1 bei ihrem ,durchgange durch eine erhabene ,linse einander genhert werden1 fr das ,auge also aus einer weiteren ,entfernung zu kommen scheinen mssen1 da das ,auge das ,bild des ,punktes dahin versetzt1 wo sich die zu ihm gelangenden ,strahlen vereinigen4 ,zugleich mu aber auch das ,bild des ganzen ,gegenstandes dem ,auge vergrert erscheinen1 weil die von seinen uersten ,punkten kommenden ,lichtstrahlen durch die ,brechung ebenfalls genhert werden1 also einen greren ,winkel mit einander bilden und darum auch dem gesehenen ,bilde einen greren ,durchmesser geben4 ,diese ,vergrerung findet inde nur statt1 wenn der ,gegenstand sich der ,linse sehr nahe befindet1 und zwar innerhalb der ,brennweite derselben4 ,ist er weiter entfernt1 so vereinigen sich seine ,strahlen jenseits der ,linse und erzeugen dort ein ,bild4 ,illustration3 ,fig4 #hj4 #cgf4 ,warum wird von einem entfernten ,gegenstande durch eine erhabene ,glaslinse ein verkleinertes und verkehrtes ,bild erzeugt1 wenn man auf der anderen ,seite der ,linse ein ,blatt ,papier entgegenhlt8 ,weil die von einem entfernten ,punkte kommenden ,lichtstrahlen bei ihrem ,durchgange durch die ,linse einander genhert werden und daher in geringerer ,entfernung hinter der ,linse zur ,vereinigung kommen1 dadurch aber ein ,bild des ,gegenstandes erzeugen1 das um so kleiner sein mu1 je weiter der ,gegenstand entfernt ist1 und je nher am ,brennpunkte darum das ,bild erzeugt wird4 ,da die von den oberen ,theilen des ,gegenstandes kommenden ,strahlen durch die ,linse nach unten1 die von den unteren kommenden ,strahlen nach oben abgelenkt werden1 so mu dies ,bild ein verkehrtes sein4 ,dies ,bild ist aber ein wirkliches1 auf einem ,blatt ,papier sichtbar zu machendes1 nicht blos ein solches1 das das ,auge sich erzeugt1 indem es die ,lichtstrahlen rckwrts bis zu ihrer ,vereinigung verfolgt4 ,illustration3 ,fig4 #ha4 #cgg4 ,warum erscheinen1 durch ein ,hohlglas betrachtet1 alle ,gegenstnde zwar aufrecht1 aber verkleinert und genhert8 ,weil durch ein ,hohlglas1 d4 h4 eine nach beiden ,seiten hohlgekrmmte ,linse1 die von einem leuchtenden ,punkte kommenden ,lichtstrahlen so gebrochen werden1 da sie noch weiter auseinandergehen1 als vor ihrer ,brechung1 so da das ,auge also ihre ,vereinigung und damit den ,ort ihres ,ursprungs nher suchen mu1 als der wirklich leuchtende ,punkt sich befindet1 und der ,gegenstand selbst ihm darum auch kleiner erscheinen mu1 als er in ,wirklichkeit ist4 ,illustration3 ,fig4 #hb4 #cgh4 ,warum bedienen sich angehende ,maler gern einer ,camera obscura 7,fig4 #hb71 um ,landschaften zu zeichnen8 ,weil durch die erhabene ,glaslinse dieses ,apparates von entfernten ,gegenstnden1 also von einer ,landschaft1 in der ,nhe des ,brennpunktes der ,linse ein kleines ,bild erzeugt wird1 das auf einen unter #de geneigten ,spiegel fllt und von diesem vollkommen treu auf eine mattgeschliffene ,glasplatte zurckgeworfen wird1 auf welcher sich die ,umrisse desselben leicht nachzeichnen lassen4 ,die inneren ,wnde des ,kastens sind geschwrzt1 und die ,oeffnung ber der ,glasscheibe ist durch einen ,deckel vor dem ,eindringen fremden1 strenden ,lichtes geschtzt4 ,man nennt deshalb den ,apparat ,camera obscura oder ,dunkelkammer4 ,er dient auch dem ,photographen1 um ,bilder auf ,platten zu erzeugen1 die fr die chemischen ,wirkungen des ,lichts empfindlich gemacht sind1 und auf denen sie dann durch ein chemisches ,verfahren dauernd gemacht werden4 ,die ,camera obscura ist schon im ,jahre #aeeh von dem ,italiener ,porta erfunden4 ,illustration3 ,fig4 #hc4 #cgi4 ,warum erscheint uns ein ,gegenstand um so kleiner1 je entfernter er ist8 ,weil wir die ,gre eines ,gegenstandes nach der ,gre seines ,gesichtswinkels1 d4 h4 desjenigen ,winkels beurtheilen1 welchen die von den beiden uersten ,grenzpunkten eines ,gegenstandes kommenden ,strahlen im ,auge bilden4 ,dieser ,gesichtswinkel hngt aber nicht blos von der wirklichen ,gre des ,gegenstandes1 sondern auch von seiner ,entfernung ab2 er ist um so kleiner1 je entfernter der ,gegenstand ist4 ,deshalb kann auch ein groer1 aber ferner ,gegenstand 7cd7 durch einen kleinen1 aber nahen 7ab7 vllig verdeckt werden4 ,mit der ,hand knnen wir einen entfernten ,baum1 sogar ganze ,weltkrper1 wie die ,fixsterne1 verdecken4 #chj4 ,warum scheinen uns im ,winter in einer ,schneelandschaft ferne ,gegenstnde nher zu sein als im ,sommer8 ,weil die hellere ,beleuchtung in ,folge der starken ,zurckstrahlung des ,lichtes durch den ,schnee uns ber die ,entfernung tuscht4 ,unser ,urtheil ber ,entfernungen wird nmlich besonders durch die ,helligkeit und ,deutlichkeit des gesehenen ,gegenstandes bestimmt4 ,darum halten wir auch eine entfernte ,feuersbrunst in der ,nacht leicht fr zu nahe2 denn das ,feuer leuchtet in der ,nacht strker als am ,tage4 #cha4 ,warum erscheint uns das ,himmelsgewlbe gleichsam wie herabgedrckt8 ,weil die ber uns befindlichen ,luftschichten durchsichtiger und heller sind1 als die am ,horizonte1 und weil zugleich zwischen ,himmel und ,erde nichts ist1 wonach sich die ,entfernung abmessen liee4 ,unser ,urtheil ber ,entfernungen wird nmlich auch durch die zwischen uns und dem ,gegenstande befindlichen ,dinge bestimmt4 ,auf einer baumlosen ,ebene erscheinen uns alle ,gegenstnde nher1 als auf einer unebenen1 hier und da mit ,bumen und ,husern besetzten oder von ,hgeln und ,wldern unterbrochenen ,flche4 ,auch ,hhen pflegen wir deshalb zu niedrig zu schtzen4 #chb4 ,warum erscheinen uns ,sonne und ,mond bei ihrem ,auf- und ,untergange grer als sonst8 ,weil sie in ,folge der ,schwchung ihres ,lichtes durch die dichteren ,luftschichten der unteren ,atmosphre weniger hell als in grerer ,hhe erscheinen1 und weil wir zugleich bei ihrem ,auf- und ,untergange die zwischen ihnen und uns befindlichen vielen ,gegenstnde auf dem ,erdboden wahrnehmen1 und wir dadurch verleitet werden1 sie fr entfernter und darum fr grer zu halten als sonst4 #chc4 ,warum sehen wir mit beiden ,augen die ,gegenstnde nicht doppelt8 ,weil jedes ,auge einen leuchtenden ,punkt an dem ,orte sucht1 auf welchen die ,richtung der von dem leuchtenden ,punkte kommenden ,strahlen hinweist1 beide ,augen aber das ,bild des gesehenen ,gegenstandes auf hnlich gelegenen ,stellen der empfindlichen ,nervenhaut des ,auges oder der ,netzhaut empfangen1 beide ,eindrcke darum auch als hnliche oder gleiche empfunden werden mssen4 ,fllt das ,bild eines ,gegenstandes nicht in beiden ,augen auf hnliche ,stellen der ,netzhaut1 in dem einen etwa auf die linke1 in dem andern auf die rechte ,seite derselben1 so sind auch die ,eindrcke desselben ,krpers auf beide ,augen verschieden1 und wir sehen denselben doppelt4 ,davon kann man sich leicht berzeugen1 wenn man zwei ,finger aufrecht in einiger ,entfernung hinter einander vor das ,gesicht hlt4 ,richtet man dann beide ,augen aufmerksam auf den nchsten ,finger1 so fllt sein ,bild in beiden ,augen auf die ,mitte der ,netzhaut1 und man sieht ihn einfach2 das ,bild des entfernten ,fingers aber liegt in dem rechten ,auge links1 in dem linken rechts von der ,mitte der ,netzhaut1 und man sieht ihn daher doppelt4 ,fixirt man umgekehrt den entfernten ,finger1 so erscheint dieser einfach und der nhere doppelt4 #chd4 ,warum erblickt man einen leuchtenden ,kreis1 wenn man eine glhende ,kohle im ,dunkeln schnell im ,kreise herumschwingt8 ,weil ein auf die ,netzhaut gemachter ,lichteindruck nicht pltzlich aufhrt1 sondern noch einige ,zeit fortdauert1 ehe er ganz erlischt1 mehrere ,lichteindrcke daher1 die so schnell auf einander folgen1 da der vorangehende noch fortdauert1 wenn der nachfolgende hinzukommt1 in eine einzige ,wahrnehmung zusammenflieen und von dem ,auge gleichzeitig empfunden werden mssen4 ,illustration3 ,fig4 #hd4 a7 ,harte ,haut2 b7 durchsichtige ,hornhaut2 c7 ,aderhaut2 d7 ,netzhaut2 e7 wsserige ,feuchtigkeit2 f7 ,linse2 g7 ,glasfeuchtigkeit4 #che4 ,warum sieht ein gesundes ,auge nahe und ferne ,gegenstnde gleich deutlich8 ,weil das ,auge die ,eigenschaft besitzt1 seine ,gestalt zu ndern und der ,entfernung der ,gegenstnde anzupassen1 d4 h4 sich so einzurichten1 da sowohl die von nahen als die von fernen ,gegenstnden kommenden ,lichtstrahlen sich genau auf der empfindlichen ,netzhaut vereinigen und also ein deutliches ,bild erzeugen4 ,das ,auge besteht nmlich aus mehreren durchsichtigen ,huten und ,flssigkeiten4 ,der ganze kugelfrmige ,augapfel ist uerlich von einer harten ,hornhaut umgeben1 die nur in ihrem vorderen ,theile durchsichtig ist4 ,ein durchsichtiger1 linsenfrmiger1 d4 h4 nach beiden ,seiten erhaben gekrmmter ,krper1 die sogenannte ,krystalllinse1 theilt das ,innere des ,augapfels in zwei ,kammern4 ,die ,innenwand der hinteren ,kammer ist von der ,aderhaut und darber von der ,netzhaut bekleidet1 in welcher sich der ,sehnerv ausbreitet4 ,den inneren ,raum dieser ,kammer erfllt die durchsichtige ,glasfeuchtigkeit1 den der vorderen die ebenso durchsichtige wsserige ,feuchtigkeit4 ,durch diese ,hute und ,flssigkeiten -- die vordere stark gekrmmte ,hornhaut1 die wsserige ,feuchtigkeit1 die ,krystalllinse und die ,glasfeuchtigkeit -- mssen alle ,lichtstrahlen hindurchgehen1 ehe sie von den ,nerven der ,netzhaut empfunden werden4 ,bei diesem ,durchgange erleiden sie natrlich eine ,brechung und werden zu einem kleinen ,bilde vereinigt4 ,dieses ,bild kann aber nur deutlich sein1 wenn es auf der ,netzhaut entsteht4 ,nun wissen wir1 da die durch ein erhabenes ,linsenglas -- wie das ,auge und namentlich die ,krystalllinse desselben im ,wesentlichen ist -- entworfenen ,bilder keinesweges alle die gleiche ,entfernung von der ,linse haben4 ,das ,bild eines entfernten ,gegenstandes entsteht vielmehr der ,linse sehr nahe1 whrend das ,bild eines nahen ,gegenstandes weiter von ihr entfernt erscheint4 ,durch die ,krystalllinse wrden daher nur in einer bestimmten ,entfernung vom ,auge befindliche ,krper genau auf der ,netzhaut abgebildet werden1 die ,bilder entfernterer ,gegenstnde aber vor die ,netzhaut1 die ,bilder nherer ,gegenstnde hinter die ,netzhaut fallen und daher auch kein deutliches ,sehen mglich machen4 ,die ,eigenschaft des ,auges1 sich der ,entfernung der ,gegenstnde anzupassen1 beruht also auf einer ,formvernderung seiner brechenden ,bestandtheile4 ,bei ,betrachtung naher ,gegenstnde wlbt es sich mehr und entfernt dadurch zugleich die ,krystalllinse mehr von der ,netzhaut1 so da die ,bilder nicht mehr hinter1 sondern auf die ,netzhaut fallen4 ,bei ,betrachtung ferner ,gegenstnde verflacht sich das ,auge und nhert die ,linse der ,netzhaut1 so da die ,bilder nicht vor1 sondern auf die ,netzhaut fallen4 ,so ist in beiden ,fllen ein deutliches ,sehen mglich4 ,illustration3 ,fig4 #he4 #chf4 ,warum sehen weitsichtige ,personen ohne ,brille nahe ,gegenstnde sehr undeutlich8 ,weil ihre ,augen in ,folge des ,alters oder der ,gewhnung die ,fhigkeit verloren haben1 sich fr ein ,sehen in der ,nhe passend zu ndern1 die von nahen ,gegenstnden kommenden ,lichtstrahlen darum durch ihre ,krystalllinse nicht stark genug gebrochen werden und deshalb schon vor ihrer ,vereinigung auf die ,netzhaut treffen1 hier also von jedem ,punkte des ,gegenstandes ein ,bild erzeugen1 das nicht wieder ein ,punkt1 sondern ein kleiner ,kreis ist1 der mit eben solchen benachbarten ,kreisen verschwimmt und so eine ,undeutlichkeit des ,gesammtbildes des ,gegenstandes veranlat4 ,weitsichtige knnen sich daher beim ,sehen naher ,gegenstnde nur durch eine ,brille helfen1 und zwar durch eine solche mit erhabenen ,glsern1 die eine strkere ,brechung der ,lichtstrahlen und eine frhere ,annherung derselben bewirken1 so da ihre ,vereinigung auf der ,netzhaut geschieht und hier deutliche ,bilder erzeugt werden4 ,illustration3 ,fig4 #hf4 #chg4 ,warum sehen manche ,menschen entfernte ,gegenstnde nicht oder sehr undeutlich1 whrend sie doch gut in der ,nhe sehen8 ,weil die ,augen solcher ,menschen1 die man ,kurzsichtige nennt1 durch ,gewhnung die ,fhigkeit verloren haben1 sich fr ein ,sehen in die ,ferne einzurichten1 und ihre ,krystalllinse und ,hornhaut zu stark gekrmmt ist1 so da die hindurchgehenden ,lichtstrahlen ferner ,gegenstnde zu stark gebrochen werden1 sich bereits vor der ,netzhaut vereinigen und auf diese erst wieder auseinandergehend auffallen1 so da auf derselben wieder die ,bilder von ,punkten nicht als ,punkte1 sondern als ,kreise erscheinen4 ,ein deutliches ,sehen in die ,ferne wird solchen ,kurzsichtigen nur durch ,brillen mit ,hohlglsern mglich1 durch welche ein ,auseinanderlaufen der ,lichtstrahlen bewirkt wird1 so da die zu starke ,brechung in der ,krystalllinse nun ihre ,vereinigung auf der ,netzhaut nicht mehr verhindern kann4 ,illustration3 ,fig4 #hg4 #chh4 ,warum werden uns durch eine ,lupe oder ein ,mikroskop ,gegenstnde deutlich sichtbar gemacht1 die wir ihrer ,kleinheit wegen mit bloen ,augen nicht sehen knnen8 ,illustration3 ,fig4 #hh4 ,weil die ,lupe uns gestattet1 den kleinen ,gegenstand in groer ,nhe zu betrachten1 dieser aber um so grer erscheint1 je nher er dem ,auge1 und je grer sein ,sehwinkel ist4 ,das ,auge vermag nmlich nicht in beliebiger ,nhe deutlich zu sehen4 ,die geringste ,weite des deutlichen ,sehens betrgt fr ein gesundes ,auge etwa #ba ,centimeter2 von nher gebrachten ,gegenstnden vermgen sich die ,strahlen nicht mehr auf der ,netzhaut zu einem deutlichen ,bilde zu vereinigen4 ,die ,lupe ist nun eine erhabene ,linse1 welche von einem ,gegenstande1 der sich innerhalb ihrer ,brennweite1 d4 h4 zwischen ihr und dem ,brennpunkt befindet1 ein entferntes ,bild erzeugt 7,fig4 #hg74 ,hlt man daher eine solche ,lupe vor das ,auge1 so kann man es einrichten1 da das ,bild des dahinter befindlichen ,gegenstandes genau in der ,weite des deutlichen ,sehens erscheint4 ,je kleiner die ,brennweite der ,linse ist1 desto nher mu der kleine ,gegenstand derselben gebracht werden1 wenn sein ,bild in derselben ,entfernung erscheinen soll4 ,je nher aber der ,gegenstand dem ,auge rckt1 um so grer wird sein ,sehwinkel1 und um so mehr erscheint er vergrert4 ,eine erhabene ,linse vergrert daher um so mehr1 je kleiner ihre ,brennweite ist4 ,eine ,lupe vergrert berhaupt so viel mal1 als ihre ,brennweite in der ,sehweite des ,auges enthalten ist4 ,bei dem zusammengesetzten ,mikroskop 7,fig4 #hh7 wird das von einer ,linse 7der ,objektiv-,linse1 ,,ab7 in der ,nhe des ,auges erzeugte ,bild 7b7 durch eine zweite ,linse 7das ,ocular1 ,,cd7 betrachtet1 und der ,gegenstand erscheint daher noch strker vergrert1 weil schon das ,bild1 welches man durch die ,lupe betrachtet1 vergrert ist4 ,das ,mikroskop wurde zu ,anfang des #ag4 ,jahrhunderts von dem ,hollnder ,zacharias ,janssen erfunden4 #chi4 ,warum sieht man durch ein ,fernrohr ,sterne am ,himmel1 wo das bloe ,auge kaum einen ,lichtschimmer gewahrt8 ,weil die von dem fernen ,stern kommenden ,lichtstrahlen1 die durch ,zerstreuung fr das bloe ,auge zu sehr geschwcht sind1 in dem ,fernrohr durch eine convexe ,linse gesammelt werden1 und das dadurch erzeugte ,bild des ,sternes dann durch eine zweite ,convexlinse fr das ,auge in die deutliche ,sehweite gerckt wird4 ,jedes ,fernrohr besteht also aus zwei ,linsen1 der ,objectivlinse1 welche das ,bild des fernen ,gegenstandes erzeugt1 und der ,ocularlinse1 durch welche das ,auge das ,bild in der deutlichen ,sehweite betrachtet4 ,die ,vergrerung1 welche ein ,fernrohr bewirkt1 ist um so strker1 je grer die ,brennweite des ,objectivs und je kleiner die des ,oculars ist4 ,statt der convexen ,ocularlinse kann man auch eine biconcave oder auf beiden ,seiten hohl geschliffene ,linse anwenden4 ,statt der ,objectivlinsen1 die sich von bedeutender ,gre1 wie sie zu starken ,vergrerungen erforderlich sind1 nicht leicht fehlerfrei herstellen lassen1 kann man auch groe metallene ,hohlspiegel benutzen4 ,die mit ,linsen versehenen ,fernrhre nennt man dioptrische1 die mit ,spiegeln versehenen katoptrische oder ,spiegelteleskope4 ,man unterscheidet daher3 ,illustration3 ,fig4 #hi4 #a7 das astronomische oder ,kepler'sche ,fernrohr 7,fig4 #hi7 mit zwei convexen ,linsen1 von welchem sich das terrestrische1 zur ,betrachtung irdischer ,gegenstnde bestimmte ,fernrohr nur durch eine dritte ,convexlinse unterscheidet1 die zwischen ,ocular und ,objectiv eingeschoben ist1 um das im astronomischen ,fernrohr verkehrt erscheinende ,bild in die natrliche ,lage umzukehren2 ,illustration3 ,fig4 #ij4 #b7 das hollndische oder ,galilei'sche ,fernrohr 7,fig4 #ij7 mit convexer ,objectiv- und concaver ,ocularlinse2 ,illustration3 ,fig4 #ia4 #c7 das ,spiegelteleskop1 in welchem das durch den ,hohlspiegel erzeugte ,bild von einem kleinen ,planspiegel aufgefangen und durch die -- entweder1 wie bei dem ,newton'schen ,teleskop 7,fig4 #ia71 in einer ,seitenffnung des ,rohrs1 oder1 wie bei dem ,gregory'schen1 in der ,mitte des ,hohlspiegels selbst befindliche -- ,ocularlinse betrachtet wird4 ,bei dem groen ,herschel'schen ,teleskop1 dessen ,spiegel #a ,meter ,durchmesser und #ab ,meter ,brennweite hatte1 und das eine #gjjjmalige ,vergrerung zulie1 wurde das vom ,hohlspiegel erzeugte ,bild unmittelbar durch das ,ocular betrachtet4 ,das berhmte ,teleskop des ,lord ,rosse bei ,dublin hat sogar einen ,spiegel von #a-g_/h ,meter ,durchmesser und #ae ,meter ,brennweite4 ,das ,fernrohr wurde um das ,jahr #afjc von dem ,hollnder ,hans ,lippershey und kurz darauf 7#afaj7 von ,galilei erfunden4 ,das erste astronomische ,fernrohr wurde von ,kepler #afaa construirt4 ,das erste ,spiegelteleskop rhrt von ,james ,gregory in ,england 7#affc7 her4 ,illustration3 ,fig4 #ib4 #cij4 ,warum sehen wir nur mit beiden ,augen die ,dinge als wirkliche ,krper1 und warum knnen wir das tuschendste ,bild doch von einem ,krper unterscheiden8 ,weil wir von einem ,krper in jedem ,auge ein anderes ,netzhautbild erhalten1 mit dem linken ,auge nmlich mehr von den linksliegenden ,theilen desselben1 mit dem rechten mehr von den rechtsliegenden sehen1 unser ,urtheil sich aber auf die ,zusammenfassung dieser verschiedenen gleichzeitigen ,eindrcke sttzt1 wenn es die ,vorstellung der ,krperlichkeit gewinnt4 ,auch das beste ,gemlde kann immer nur den ,eindruck einer ,flche gewhren4 ,in dem ,stereoskop ist dagegen der natrliche ,vorgang des ,sehens nachgeahmt4 ,zwei von etwas verschiedenen ,standpunkten aufgenommene ,zeichnungen oder ,photographien eines ,gegenstandes oder einer ,landschaft werden neben einander gelegt und durch ,linsenglser betrachtet1 die so angebracht sind1 da sich ihre ,achsen in der deutlichen ,sehweite schneiden1 und die beiden ,ansichten des ,gegenstandes fr beide ,augen darum zusammenfallen4 ,bei unserem gewhnlichen ,stereoskop 7,fig4 #ib7 sind die ,glser1 durch welche die beiden ,augen blicken1 die keilfrmigen ,hlften einer durchgeschnittenen ,sammellinse4 ,tritt ein ,lichtstrahl aa in eines dieser ,glser ein1 so wird er gebrochen und gelangt in der ,richtung a ,l in das ,auge1 das darum auch den ,gegenstand der ,lichtempfindung1 den ,punkt a1 in die ,verlngerung dieser ,richtung1 in die ,linie ,,ll1 verlegt4 ,dasselbe gilt auch fr den vom ,punkte b ausgehenden ,lichtstrahl1 dessen ,bild vom andern ,auge in der ,richtung ,,rr gesehen wird4 ,die ,bilder der ,punkte a und b werden also zugleich in den ,linien ,,ll und ,,rr gesehen und fallen darum in ihrem ,schnittpunkte c zusammen4 ,sind nun a und b zwei um die natrliche ,entfernung der ,augen von einander abstehende ,punkte zweier gleichen ,zeichnungen1 so wird dies auch von allen hnlichen ,punktpaaren1 also von den ganzen ,zeichnungen gelten1 und auch diese mssen zusammenfallen4 ,auch die inneren ,flchen ,g und ,g der ,seitenwnde des ,stereoskops werden dabei nach s und s verschoben1 und ebenso wird die ,flche r der ,scheidewand bei r1 die ,flche l bei l gesehen1 so da also r mit s und l mit s zusammenfallen4 ,illustration3 ,fig4 #ic4 ,es bedarf auch nicht immer des ,stereoskops1 um durch zwei fr jedes der beiden ,augen besonders entworfene ,zeichnungen den ,eindruck der ,krperlichkeit zu gewinnen4 ,bei kleinen ,zeichnungen gelingt dies schon mit den bloen ,augen4 ,man bringe z4 ,b4 die beistehenden1 den beiden ,augen entsprechenden ,zeichnungen eines ,wrfels 7,fig4 #ic7 in die ,weite des deutlichen ,sehens und richte dann fest und ruhig den ,blick auf dieselben oder noch besser auf den sie trennenden ,zwischenraum1 und man wird die ,bilder bald zusammenrcken sehen und den ,anblick des ,krpers erhalten4 ,noch leichter gelingt es1 wenn man einen ,pappstreifen oder ein ,brett senkrecht zwischen die ,zeichnungen setzt und so mit jedem ,auge nur eine ,zeichnung fixirt4 ,das ,stereoskop ist von dem ,englnder ,wheatstone im ,jahre #ahch erfunden und von ,brewster verbessert worden4 ,die ,farben4 ,wie wir ,schallwellen von verschiedener ,geschwindigkeit als verschiedene ,tne empfinden1 so empfinden wir ,lichtwellen von verschiedener ,geschwindigkeit als ,farben4 ,die am schnellsten schwingenden ,lichtwellen erscheinen uns als violette ,strahlen1 die am langsamsten schwingenden als rothe ,strahlen4 ,die ,schnelligkeit der ,schwingungen1 auf welchen das ,licht beruht1 ist aber eine bei weitem grere1 als die ,schnelligkeit der ,schallschwingungen4 ,whrend der tiefste hrbare ,ton etwa #h1 der hchste #bdjjj ,doppel-,schwingungen 7oder #af resp4 #dhjjj einfachen ,schwingungen7 in der ,secunde entspricht1 wird das rothe ,licht durch ,schwingungen erzeugt1 deren #dej ,billionen in der ,secunde erfolgen1 das violette ,licht sogar durch #hjj ,billionen ,schwingungen in der ,secunde4 ,wegen der verschiedenen ,schwingungsgeschwindigkeit mssen daher auch die verschiedenfarbigen ,lichtstrahlen verschieden gebrochen werden4 ,die rascher schwingenden1 also die violetten ,strahlen mssen beim ,durchgange durch brechende ,mittel mehr abgelenkt werden1 als die langsamer schwingenden1 also die rothen ,strahlen4 ,deswegen kann das weie ,sonnenlicht1 welches alle verschiedenfarbigen ,strahlen gemischt enthlt1 durch ,brechung in seine einzelnen ,farben zerlegt werden4 ,illustration3 ,fig4 #id4 #cia4 ,warum sehen wir ein prachtvolles buntes ,farbenbild1 wenn die ,sonne durch ein ,glas ,wasser hindurchscheint1 oder noch besser1 wenn wir das ,sonnenlicht durch ein dreiseitiges ,glasprisma hindurchgehen lassen1 besonders in einem dunkeln ,zimmer1 in welches nur wenige ,sonnenstrahlen durch eine kleine ,oeffnung eintreten knnen8 ,weil die ,sonnenstrahlen beim ,durchgange durch das ,wasser oder durch das ,glasprisma gebrochen und zwar1 wenn die ,kante des ,prisma's nach unten gekehrt ist1 nach oben abgelenkt werden1 zugleich aber1 da sie verschieden brechbar sind1 auch eine verschiedene ,ablenkung erfahren und so in dem ,bilde nicht mehr ber1 sondern neben einander erscheinen4 ,die verschieden brechbaren ,strahlen des ,sonnenlichtes sind also durch das ,prisma getrennt oder zerstreut und erscheinen fr sich als besondere ,farben3 die violettem als die am strksten brechbaren1 zu oberst1 dann die blauen1 die grnen1 die gelben1 die orangefarbigen und endlich1 als die am wenigsten brechbaren1 die rothen4 ,wre das ,licht einfach1 so wrde es auch beim ,durchgange durch ein ,prisma ein kleines rundes ,sonnenbild zeigen1 nur an einer etwas hheren ,stelle der ,wand1 als wir es ohne das ,prisma sehen4 ,da dies prismatische ,farbenbild oder das ,spectrum1 wie man es auch nennt1 aber nicht blos an einer hheren ,stelle1 sondern auch in die ,lnge gezogen erscheint1 ist ein ,beweis1 da das weie ,sonnenlicht aus verschiedenen ,strahlen besteht1 deren jeder eine andere ,brechung durch das ,prisma erfhrt4 ,da wirklich die ,farben nur durch eine ,trennung der verschieden brechbaren ,strahlen erzeugt werden1 geht daraus hervor1 da1 wenn man alle diese farbigen ,strahlen wieder durch ein zweites1 entgegengesetzt1 also mit der ,kante nach oben gekehrtes ,prisma durchgehen lt1 welches deren ,vereinigung bewirkt1 das ,bild wieder wei erscheint4 ,natrlich mu diese ,farbenzerstreuung berall eintreten1 wo das ,licht durch durchsichtige ,krper1 seien es feste oder flssige hindurchgeht1 sobald diese nicht von parallelen ebenen ,flchen begrenzt werden1 also auch beim ,durchgange durch ein ,glas ,wasser oder durch eine ,glaslinse4 ,das ,farbenbild1 welches die ,glaslinse erzeugt1 wird natrlich ein ringfrmiges sein mssen4 ,der berhmte englische ,physiker ,newton war es1 der im ,jahre #afff zuerst die ,farbenzerstreuung durch ,versuche nachwies und aus der verschiedenen ,brechbarkeit der farbigen ,strahlen erklrte4 #cib4 ,warum erblicken wir beim ,durchsehen durch gute ,fernrhre keine farbigen ,rnder1 obgleich das ,licht doch auch durch ,glaslinsen hindurchgeht8 ,weil die ,linsen in solchen ,fernrhren keine gewhnlichen1 sondern sogenannte achromatische ,linsen sind1 die aus zwei ,glaslinsen zusammengesetzt sind1 einer erhabenen aus ,crownglas und einer ,hohllinse aus ,flintglas1 welche in dieser ,verbindung die ,farbenzerstreuung vllig aufheben1 die ,brechung aber1 auf welcher die ,erzeugung des ,bildes im ,fernrohr beruht1 bestehen lassen4 ,das ,crownglas bricht nmlich das ,licht fast ebenso stark1 wie das bleihaltige ,flintglas1 zerstreut aber die ,farben in viel geringerem ,mae4 ,das durch ein ,crownglas-,prisma erzeugte ,farbenbild erscheint also ziemlich an derselben ,stelle1 wie das durch ein ,flintglas-,prisma erzeugte1 ist aber weniger in die ,lnge gezogen4 ,verbindet man zwei ,prismen von ,crownglas und ,flintglas so1 da ihre brechenden ,winkel eine entgegengesetzte ,lage haben1 so erleidet der hindurchgehende ,lichtstrahl entgegengesetzte ,brechungen und entgegengesetzte ,farbenzerstreuungen4 ,giebt man dem ,crownglasprisma einen gengend greren brechenden ,winkel1 so wird die ,farbenzerstreuung ganz aufgehoben1 die ,brechung aber nur zum ,theil4 ,ein solches zusammengesetztes ,prisma hat also die ,wirkung eines einfachen mit kleinerem brechenden ,winkel1 ohne farbige ,erscheinungen hervorzurufen4 ,ganz dasselbe1 was von ,prismen gilt1 mu aber auch von ,linsen gelten1 da ein ,lichtstrahl beim ,durchgang durch eine erhabene und eine ,hohllinse gleichfalls entgegengesetzte ,brechung und ,farbenzerstreuung erleidet4 ,die ,erfindung dieser fr ,fernrhre und ,mikroskope auerordentlich wichtigen achromatischen ,linsen rhrt von dem ,englnder ,dollond 7#ageg7 her4 #cic4 ,warum funkeln ,thautropfen in der ,morgensonne oft in den prachtvollsten ,farben8 ,weil die ,thautropfen die durchgehenden ,sonnenstrahlen stark brechen1 jeder ,thautropfen aber bei einer bestimmten ,stellung des ,auges ihm nur eine einzige ,art farbiger ,strahlen zusendet1 whrend die brigen farbigen ,strahlen so weit von dieser ,richtung abweichen1 da sie an dem ,auge unbemerkt vorbergehen4 ,unter den vielen von der ,sonne beleuchteten ,thautropfen erscheint also der eine dem ,auge grn1 der andere niedriger befindliche violett1 der dritte darber roth1 und so bieten sich dem ,auge die verschiedensten ,farben dar1 die mit jedem ,schritte wechseln mssen1 da fr jede andere ,stellung des ,auges jeder ,tropfen andersfarbige ,lichtstrahlen ihm zusendet4 ,illustration3 ,fig4 #ie4 #cid4 ,warum bildet sich ein farbiger ,regenbogen1 wenn die ,sonnenstrahlen eine regnende ,wolke treffen1 die der ,sonne gegenber steht8 ,weil die ,sonnenstrahlen beim ,eintritt in die ,regentropfen gebrochen1 von ihrer dunkeln ,hinterwand zurckgeworfen und bei ihrem ,austritt aus den ,tropfen nochmals gebrochen und in farbige ,strahlen zertheilt werden1 die in unser ,auge gelangen1 wenn wir so stehen1 da wir die regnende ,wolke vor uns1 die ,sonne im ,rcken haben4 ,jeder ,tropfen sendet1 wie der ,thautropfen im ,grase1 bei einer bestimmten ,stellung des ,auges ihm nur eine einzige ,art farbiger ,strahlen zu4 ,in einer umfangreichen ,regenwolke finden sich aber ,tropfen genug ber einander1 um zusammen alle ,regenbogenfarben zu zeigen4 ,von den hchsten ,tropfen kommen nur die untersten rothen ,strahlen ins ,auge1 whrend die brigen daran vorbeigehen4 ,dagegen erscheinen die untersten ,tropfen violett1 weil die brigen1 die blauen1 grnen1 gelben und rothen ,strahlen das ,auge nicht treffen4 #cie4 ,warum hat der ,regenbogen immer die ,gestalt eines ,kreisbogens8 ,weil diejenigen ,regentropfen1 welche sich in derselben ,farbe darstellen lassen1 offenbar gegen die ,sonne und gegen das ,auge des ,beobachters die gleiche ,lage haben mssen1 alle austretenden rothen ,strahlen also mit den ,sonnenstrahlen denselben ,winkel bilden mssen1 wenn nicht mit dem ,winkel sich auch die ,farbe ndern soll1 alle austretenden ,strahlen aber zugleich die ,richtung nach dem ,auge haben mssen1 um wahrgenommen zu werden1 eine solche ,lage endlich berhaupt nur die in einem ,kreise liegenden ,tropfen haben knnen4 ,jeder ,beobachter sieht daher immer nur seinen eigenen ,regenbogen1 und eine von der ,sonne durch das ,auge des ,beobachters gezogene grade ,linie trifft stets den ,mittelpunkt des ,kreises1 dessen ,theil der ,regenbogen ist4 ,eben deshalb hngt auch die ,gre des ,regenbogens vom ,stande der ,sonne ab4 ,er bildet bei ,sonnenauf- und ,untergang einen vollstndigen ,halbkreis und ist ein um so kleineres ,stck des ,kreises1 je hher die ,sonne steht4 ,um ,mittag sehen wir daher berhaupt keinen ,regenbogen4 ,illustration3 ,fig4 #if4 #cif4 ,warum nehmen wir gewhnlich ber dem ,hauptregenbogen noch einen ,nebenregenbogen wahr1 der weniger lebhaft gefrbt ist1 und in welchem die ,farben in umgekehrter ,folge geordnet sind8 ,weil die ,sonnenstrahlen in hher gelegenen ,regentropfen bisweilen eine zweimalige ,brechung und eine zweimalige ,zurckwerfung erleiden1 so da der am wenigsten abgelenkte ,strahl der rothe ist und hier die oberste ,stelle einnimmt1 whrend beim ,hauptregenbogen die obersten ,strahlen1 die aus jedem ,tropfen kommen1 violett sind4 ,von den obersten ,tropfen kommen aber auch hier die untersten1 also die violetten1 von den untersten ,tropfen die obersten ,strahlen1 die rothen1 in das ,auge4 ,die ,farben erscheinen also in der umgekehrten ,ordnung2 und da sie minder lebhaft sind1 liegt an der ,schwchung1 welche das ,licht durch die zweimalige ,zurckwerfung erleidet4 #cig4 ,warum zeigen uns die meisten ,krper in der ,natur eigenthmliche ,farben8 ,weil alle nichtleuchtenden ,krper uns nur dadurch sichtbar werden1 da sie das auf sie fallende ,licht zurckwerfen und in unser ,auge senden1 die meisten ,krper aber die ,eigenschaft haben1 das auf sie fallende ,licht an ihrer ,oberflche zu zersetzen und nur eine bestimmte ,art des farbigen ,lichtes zurckzuwerfen1 alle brigen ,farbenstrahlen aber zu verschlucken4 ,rothe ,krper werfen nur rothes1 blaue nur blaues ,licht zurck4 #cih4 ,warum erscheinen uns manche ,krper wei1 andere dagegen schwarz8 ,weil jene die ,eigenschaft haben1 das weie ,sonnenlicht unzersetzt zurckzuwerfen1 diese dagegen fast gar kein ,licht zurckwerfen und darum lichtlos erscheinen4 ,schneeflchen blenden darum auerordentlich1 da sie kein ,licht verschlucken1 also fast alles auffallende ,licht auch wieder in das ,auge gelangen lassen4 #cii4 ,warum knnen wir bei ,lampen- oder ,kerzenlicht manche ,farben1 namentlich grne oder blaue1 so schwer unterscheiden8 ,weil unsere ,lampen- und ,kerzenflammen vorzugsweise gelb gefrbt sind und wenig blaues und grnes ,licht enthalten1 ein ,krper aber nur das ,licht zurckstrahlen kann1 welches er empfngt4 ,ein blauer ,krper hat aber die ,eigenschaft1 nur blaues ,licht zurckzuwerfen1 alles brige zu verschlucken4 ,empfngt er darum kein blaues ,licht von der beleuchtenden ,flamme1 so kann er berhaupt kein ,licht zurckwerfen4 ,er erscheint darum nur grau4 ,ebenso geht es aber dem grnen ,krper4 ,beide senden bei ,kerzenbeleuchtung zu wenig ,licht zurck1 um ihre ,farben deutlich hervortreten zu lassen4 ,am besten knnen wir uns davon berzeugen1 wenn wir den ,docht einer ,spiritusflamme mit ,salz einreiben4 ,die ,flamme derselben verbreitet dann fast nur gelbes ,licht1 und alle nicht gelb oder wei gefrbten ,krper erscheinen in dieser ,beleuchtung schmutzig grau oder bei dunklerer ,frbung fast schwarz4 #djj4 ,warum sehen wir1 wenn wir ein ,band von lebhaft rother ,farbe auf ein weies ,blatt ,papier legen und dasselbe einige ,zeit aufmerksam betrachten1 nach dem ,wegnehmen desselben an seiner ,stelle das ,papier grn8 ,weil die ,netzhaut unseres ,auges durch den lngere ,zeit anhaltenden ,reiz des rothen ,lichtes an ,empfindlichkeit fr dasselbe verloren hat1 und der ,eindruck der brigen farbigen1 von der weien ,flche ausgehenden ,strahlen nun um so lebhafter hervortritt1 diese aber beim ,fehlen der rothen ,farbe uns als grn erscheinen4 ,grn ist nmlich die complementre oder ,ergnzungsfarbe zu ,roth4 ,wenn man smmtliche farbige ,strahlen des prismatischen ,farbenbildes durch eine ,sammellinse vereinigt und nur die rothen ,strahlen durch einen vorgesetzten ,schirm ausschliet1 so erhlt man nicht ein weies1 sondern ein grnes ,bild4 ,andre complementre ,farben sind ,orange und ,blau1 ,gelb und ,violett4 ,die erwhnte ,erscheinung eines grnen ,nachbildes von einem lngere ,zeit betrachteten rothen ,bande nennt man eine physiologische ,farbenerscheinung4 ,auf einer solchen beruhen auch die blulichen ,schatten1 welche erscheinen1 wenn ein ,zimmer gleichzeitig durch das weie ,mondlicht und durch das gelbliche ,licht einer ,kerze erhellt wird4 #dja4 ,warum sieht der heitere ,himmel blau aus8 ,weil die ,luft der ,atmosphre keineswegs vllig durchsichtig ist1 sondern einen ,theil des ,sonnenlichts und zwar vorzugsweise die blauen ,strahlen zurckwirft4 ,sonst wrde der ,himmel uns schwarz erscheinen1 und wir wrden am ,tage die ,sterne sehen4 ,wirklich sieht man auch in sehr bedeutenden ,hhen den ,himmel ber sich dunkler4 ,nur die zu ,nebelblschen verdichteten ,wasserdmpfe bleichen bisweilen das ,blau des ,himmels4 ,daher zeigt der ,himmel bei uns das reinste ,blau nach einem ,regen1 wenn die ,wasserdmpfe aus der ,luft niedergeschlagen sind4 ,ebenso ist der ,himmel in sdlichen ,gegenden tiefer blau gefrbt als bei uns1 weil die ,luft dort dunstfreier ist4 #djb4 ,warum erscheint der ,himmel bei ,sonnenauf- und ,untergang gerthet8 ,weil bei ,sonnenauf- und ,untergang der ,wasserdampf in der ,luft sich zu ,nebelblschen zu verdichten beginnt1 und diese die ,eigenschaft haben1 nur die orangerothen ,strahlen des ,sonnenlichtes hindurchzulassen4 ,am prachtvollsten erscheint das ,abendroth1 wenn sich die ,wasserdmpfe erst in ,folge der gegen ,sonnenuntergang eintretenden ,abkhlung des ,erdbodens zu verdichten beginnen1 und die ,sonnenstrahlen dann wegen der tiefstehenden ,sonne einen weiten ,weg durch die entstehenden ,nebelblschen zurckzulegen haben4 ,enthielt dagegen die ,atmosphre schon zu viel ,dmpfe1 so da sie sich vor ,sonnenuntergang zu ,nebeln verdichteten1 so zeigt sich nur ein mattes gelbes ,abendroth1 und man hlt dies mit ,recht fr einen ,verboten baldigen ,regens4 ,am ,morgen dagegen knnen die ,dmpfe in der ,regel erst aufsteigen1 wenn die ,sonne bereits eine ,zeit lang gewirkt hat4 ,die ,sonne steht dann schon hoch1 und ihre ,strahlen haben einen krzeren ,weg durch die von ,nebelblschen erfllten ,schichten4 ,das ,morgenroth ist daher weniger lebhaft als das ,abendroth4 ,nur wenn die ,atmosphre bereits so dampfreich war1 da die ,dmpfe trotz der aufgehenden ,sonne in ,nebelform bergingen1 wird ein prachtvolles ,morgenroth wahrgenommen1 das ebenso ein ,vorbote von ,regenwetter ist1 wie das matte ,abendroth4 #djc4 ,warum ist das kleine runde ,sonnenbild1 das ein ,lichtstrahl1 der durch eine sehr kleine ,oeffnung in ein dunkles ,zimmer tritt1 auf einem weien ,blatt ,papier erzeugt1 grer als die ,oeffnung selbst8 ,weil das ,licht beim ,durchgang durch die ,oeffnung an den ,rndern derselben eine ,ablenkung erfhrt1 die man ,beugung nennt1 und diese abgelenkten ,lichtstrahlen daher einen greren ,raum beleuchten mssen1 als von den in grader ,linie fortgehenden ,lichtstrahlen getroffen wird4 ,die ,lichtstrahlen sind nmlich ,wellen oder ,schwingungen1 die beim ,vorbergehen an ,rndern1 ebenso wie die ,wasserwellen1 neue ,wellen erzeugen4 #djd4 ,warum zeigt die ,perlmutter ein so prchtiges ,farbenspiel8 ,weil die ,oberflche der ,perlmutter von zahlreichen1 uerst feinen ,furchen durchzogen ist1 und das ,licht beim ,hindurchgehen durch diese ,furchen gebeugt wird1 die durch die ,beugung entstandenen ,lichtwellen aber sich mit den von der ,oberflche zurckgeworfenen kreuzen und daher theils verstrken1 theils schwchen4 ,diese ,verstrkung oder ,schwchung kann aber nur eine ,vermehrung oder ,verminderung der ,geschwindigkeit sein1 mit welcher die ,aethertheilchen in den ,lichtwellen schwingen4 ,nun sind mit verschiedener ,geschwindigkeit schwingende ,aetherwellen verschiedene ,farben1 grade wie mit verschiedener ,geschwindigkeit schwingende ,luftwellen verschiedene ,tne sind4 ,aehnliche ,farbenerscheinungen zeigen aus dieser ,ursache auch die ,flgel vieler ,insekten1 und man kann sie knstlich hervorrufen1 wenn man durch ein feingewebtes ,band nach einer ,lichtflamme oder nach der ,sonne sieht4 #dje4 ,warum spielen ,seifenblasen in so wundervollen ,farben8 ,weil das ,licht sowohl von der ueren als von der inneren ,flche der dnnen ,seifenwasserschicht1 welche die ,seifenblase umschliet1 zurckgeworfen wird1 die zurckgeworfenen ,lichtwellen aber einander begegnen und darum verstrken oder schwchen1 also verschiedene ,farben hervorrufen4 ,da die ,dicke der dnnen ,seifenwasserschicht sich bestndig ndert1 so sind es auch bestndig andere ,lichtwellen1 die von der innern ,flche zurckgeworfen werden1 und darum mssen auch die durch sie erzeugten ,farben bestndig wechseln4 ,auf diesem ,zusammentreffen verschiedener ,lichtwellen1 die1 wie zusammentreffende ,wasserwellen hhere oder flachere ,wellenberge erzeugen1 so sich zu schnelleren oder langsameren ,schwingungen vereinigen1 beruhen die ,farbenerscheinungen aller dnnen ,blttchen1 namentlich auch das bunte ,anlaufen des ,stahls1 das durch eine die ,oberflche desselben berziehende dnne ,oxydschicht bewirkt wird4 ,magnetismus und ,electricitt4 ,unter ,magnetismus versteht man die ,eigenschaft gewisser ,krper1 ,eisen anzuziehen4 ,diejenigen ,krper1 welche diese ,anziehung oder magnetische ,kraft schon im natrlichen ,zustande uern1 wie der in der ,erde vorkommende ,magneteisenstein1 heien natrliche ,magnete2 diejenigen hingegen1 welche erst durch eine knstliche ,behandlung diese ,kraft erlangen1 werden knstliche ,magnete genannt4 ,zur ,erzeugung knstlicher ,magnete eignet sich am besten der ,stahl4 ,der ,magnet zeigt nicht an seiner ganzen ,oberflche die ,eigenschaft1 ,eisen anzuziehen1 in gleichem ,mae1 sondern vorzugsweise an zwei einander entgegengesetzten ,stellen1 die man seine ,pole nennt4 ,nhert man den ,pol eines ,magneten einem andern ,magneten1 so zieht er den einen ,pol desselben an1 stt aber den andern ab4 ,da die ,erde selber ein groer ,magnet ist1 dessen ,pole nahezu mit ihren astronomischen ,polen zusammenfallen1 so wirkt auch sie anziehend und abstoend auf die ,pole eines ,magneten4 ,jeder freischwebende ,magnetstab 7,magnetnadel7 nimmt daher eine bestimmte ,lage an und zwar so1 da die eine ,spitze nach ,norden1 die andere nach ,sden hinweist4 ,den nach ,norden gerichteten ,pol eines ,magneten nennt man darum seinen ,nordpol1 den anderen seinen ,sdpol4 ,manche ,krper1 besonders ,harz1 ,glas1 ,schwefel1 ,hartgummi 7,ebonit71 erlangen durch ,reiben die ,fhigkeit1 leichte ,krper1 wie ,papierschnitzel1 ,kgelchen aus ,kork oder ,hollundermark1 in einiger ,entfernung anzuziehen4 ,man nennt sie dann electrisch und bezeichnet als ,ursache dieser ,anziehung die ,electricitt4 ,diese electrische ,anziehung unterscheidet sich von der magnetischen dadurch1 da auf dieselbe sofort eine ,abstoung folgt1 was bei jener nicht stattfindet4 ,die ,electricitt wird durch ,berhrung anderen ,krpern mitgetheilt2 aber whrend manche ,krper in diesem ,falle nur an der berhrten ,stelle electrisch werden1 verbreitet sich die ,electricitt bei anderen sogleich ber die ganze ,oberflche4 ,man nennt daher die letzteren gute ,leiter1 die ersteren schlechte oder ,nichtleiter der ,electricitt4 ,seide1 ,glas1 ,harz sind ,nichtleiter1 ,metalle gute ,leiter der ,electricitt4 ,nicht alle ,krper erhalten durch ,reiben dieselbe ,electricitt4 ,berhrt man zwei an ,seidenfden aufgehngte ,kgelchen aus ,hollundermark mit einem durch ,reiben electrisch gemachten ,glasstab1 so werden sie selbst electrisch und stoen nun einander ab4 ,macht man zwei andere ,kgelchen durch ,berhrung mit einer geriebenen ,siegellackstange electrisch1 so stoen sie ebenfalls einander ab4 ,nhert man aber eines der durch den ,glasstab electrisch gemachten ,kgelchen einem der durch die ,siegellackstange electrisch gemachten1 so ziehen sie einander lebhaft an4 ,sie haben also beide eine andere1 und zwar eine entgegengesetzte ,electricitt empfangen1 und man bezeichnet diese beiden ,arten von ,electricitt als ,glas- und ,harz-,electricitt1 oder als positive und negative4 ,krper1 die gleichnamig electrisch oder1 wie man sagt1 mit gleichnamiger ,electricitt geladen sind1 stoen einander ab2 ,krper1 die ungleichnamige ,electricitt enthalten1 ziehen einander an4 ,auer durch ,reibung wird auch durch andere ,ursachen ,electricitt in den ,krpern erregt1 namentlich durch gegenseitige ,berhrung verschiedenartiger ,krper1 besonders verschiedener ,metalle1 und durch chemische ,vorgnge4 ,die durch ,berhrung erzeugte ,electricitt nennt man auch nach ihren ,entdeckern galvanische oder volta'ische ,electricitt1 whrend man ihre ,erscheinung unter dem ,namen des ,galvanismus zusammenfat4 ,wenn zwei ,metalle durch ,berhrung electrisch werden1 so zeigt das eine positive1 das andre negative ,electricitt4 ,ein und dasselbe ,metall wird bald positiv1 bald negativ electrisch1 je nachdem es mit dem einen oder anderen ,metall in ,berhrung kommt4 ,man kann daher alle ,metalle so in eine ,reihe ordnen1 da jedes mit jedem vorangehenden negativ1 mit jedem folgenden positiv electrisch wird4 ,unter den bekannteren ,metallen ist das am strksten positive das ,zink2 dann folgen ,blei1 ,zinn1 ,eisen1 ,kupfer1 ,silber1 ,gold1 ,platin2 der am meisten negative ,krper ist die ,kohle4 ,je weiter zwei ,metalle in dieser ,reihe auseinander stehen1 um so krftiger ist der ,gegensatz der von ihnen erregten ,electricitten oder ihre electrische ,spannung4 ,zink und ,platin sind also eine krftigere ,electricittsquelle als ,zink und ,kupfer2 aber ,zink und ,kohle bilden eine noch krftigere4 ,von der ,strke der electrischen ,spannung hngt auch die ,wirkung der ,electricitt ab1 die immer auf einer ,ausgleichung der electrischen ,gegenstze beruht4 ,diese ,ausgleichung erfolgt entweder unmittelbar durch ,annherung eines entgegengesetzt electrischen ,krpers und uert sich dann in ,erscheinungen der ,anziehung und ,abstoung1 in ,durchbohrung und ,zertrmmerung nichtleitender ,krper1 und in berspringenden ,funken2 oder sie erfolgt durch ,vermittelung eines leitenden ,krpers1 durch welchen sich die ,electricitt gleichsam von einem ,pole zum andern bewegt4 ,diese ,bewegung nennt man einen electrischen ,strom und bezeichnet den vom positiven zum negativen ,pole oder vom ,zink zum ,kupfer gerichteten ,strom als den positiven1 den entgegengesetzten als negativen ,strom4 ,die ,wirkungen dieses ,stromes sind theils physikalische1 theils chemische1 theils physiologische4 ,er erzeugt ,licht und ,wrme1 wie dies theils die berspringenden ,funken1 theils das ,erglhen und ,schmelzen selbst unter anderen ,umstnden sehr schwer schmelzbarer ,stoffe beweisen4 ,er zerfetzt ferner chemische ,verbindungen1 und es ist bekanntlich mit seiner ,hlfe zuerst gelungen1 das ,wasser in seine ,bestandtheile1 ,wasserstoff und ,sauerstoff1 zu zerlegen4 ,er bringt heftige ,erschtterungen1 sogenannte ,schlge1 im thierischen und menschlichen ,krper hervor4 ,er erzeugt endlich magnetische ,wirkungen1 indem er einerseits unmagnetisches ,eisen in ,magnete verwandelt1 andererseits frei beweglichen ,magneten eine bestimmte ,richtung anweist4 ,auf diesen ,wirkungen der electrischen ,strme beruhen daher auch die meisten ,anwendungen der ,electricitt4 ,illustration3 ,fig4 #ig4 #djf4 ,warum wird ein ,eisenstab1 den man mit dem ,pole eines ,magneten in ,berhrung bringt1 selbst magnetisch und zieht ebenfalls wieder ,eisen an8 ,weil in jedem ,eisen von ,natur bereits ,magnetismus vorhanden ist1 die beiden ,gegenstze desselben1 der ,nord- und ,sdmagnetismus1 aber einander darin das ,gleichgewicht halten1 bis durch ,annherung eines ,magnetpoles der eine dieser ,magnetismen beschftigt und der andere dadurch frei und wirksam gemacht wird4 ,durch die ,nhe oder ,berhrung eines ,magneten werden also im ,eisen die natrlichen ,magnetismen vertheilt4 ,war es der ,sdpol eines ,magneten1 welcher genhert wird1 so beschftigt dieser den ,nordmagnetismus des ,eisens1 und der ,sdmagnetismus des ,eisens wird am entgegengesetzten ,ende desselben wirksam4 ,das ,eisen vermag daher1 wenn es magnetisch geworden ist1 auch wieder anderes ,eisen1 das ihm genhert wird1 magnetisch zu machen4 ,an den ,pol eines ,magneten hngen sich oft ganze ,ketten von ,eisenfeilsphnen an1 und ebenso kann man mehrere ,schlssel oder ,ngel an einander hngen4 ,diese vertheilende ,wirkung bt der ,magnet selbst durch andere ,krper hindurch4 ,auf einem ,blatt ,papier oder einem ,brett liegende ,eisenfeilsphne werden durch einen darunter gehaltenen ,magneten bewegt4 ,illustration3 ,fig4 #ih4 #djg4 ,warum giebt ein ,magnet1 wenn man ihn in der ,mitte durchbricht1 zwei ganze ,magnete8 ,weil in einem ,magneten die beiden magnetischen ,krfte nicht so von einander getrennt sind1 da in der einen ,hlfte aller ,nordmagnetismus1 in der anderen aller ,sdmagnetismus angesammelt wre1 sondern vielmehr in jedem ,theilchen des ,magnets beide ,magnetismen vorhanden und nur so getrennt sind1 da in allen ,theilchen der sdliche ,magnetismus nach der einen1 der nrdliche nach der andern ,seite hin liegt4 ,so lange die ,theilchen einander berhren1 heben ,nord- und ,sdmagnetismus an der ,berhrungsstelle einander auf4 ,sobald sie getrennt werden1 treten auch an ihren ,enden die ,gegenstze wieder hervor4 ,man kann daher einen ,magneten in beliebige ,stcke zerbrechen1 von denen jedes wieder seinen ,nord- und ,sdpol zeigen wird4 #djh4 ,warum kann man einen ,stahlstab durch ,bestreichen mit einem ,magneten dauernd magnetisch machen1 whrend weiches ,eisen seine magnetische ,kraft sehr schnell wieder verliert8 ,weil der ,stahl der ,trennung beider ,magnetismen zwar einen weit krftigeren ,widerstand entgegensetzt1 als weiches ,eisen1 aber auch ebenso hartnckig der ,wiedervereinigung beider ,magnetismen widerstrebt1 wenn die ,trennung einmal eingetreten ist4 ,da der ,stahl also sehr schwer magnetisch wird und die magnetische ,vertheilung also nur nach und nach1 und nur an den ,stellen erfolgt1 welche von dem ,magneten berhrt werden1 so mu man den ,magneten wiederholt mit allen ,stellen des ,stahlstabes in ,berhrung bringen1 wenn er magnetisch werden soll4 ,dies geschieht am besten1 wenn man ihn mit dem ,magneten mehrmals streicht und zwar so1 da man die eine ,hlfte des ,stahlstabes von der ,mitte aus stets mit dem ,nordpol1 die andere stets mit dem ,sdpol des ,magneten streicht4 ,auf diese ,weise erhlt man knstliche ,magnete4 ,illustration3 ,fig4 #ii4 #dji4 ,warum giebt man knstlichen ,magneten gern die ,form eines ,hufeisens8 ,weil bei so geformten ,magneten die beiden ,pole sich neben einander befinden und darum mit vereinter ,kraft auf ein ,stck weiches ,eisen wirken1 das man an diese ,pole anlegt4 ,an dieses weiche ,eisen oder den sogenannten ,anker kann man ,gewichte anhngen und danach die ,tragkraft des ,magneten bemessen4 ,noch mehr kann man die ,wirkung verstrken1 wenn man mehrere ,magnete mit ihren gleichnamigen ,polen aufeinander legt und durch eine ,hlse verbindet4 ,jeder einzelne ,magnet wirkt dann vertheilend auf die anderen4 ,alle zusammen besitzen darum eine grere ,tragkraft als alle einzelnen4 ,illustration3 ,fig4 #ajj4 #daj4 ,warum neigt sich eine in ihrem ,schwerpunkt aufgehngte horizontal schwebende ,stahlnadel1 wenn sie magnetisirt worden ist1 sofort mit dem einen ,ende gegen den ,boden8 ,weil die ,erde selbst ein groer ,magnet ist und gegen ihren ,nordpol ,sdmagnetismus1 gegen ihren ,sdpol ,nordmagnetismus besitzt1 der ,sdmagnetismus der ,erde aber den ,nordpol der ,magnetnadel anziehen mu4 ,diejenigen ,punkte der ,erde1 an welchen sich die ,magnetnadel genau senkrecht stellt1 nennt man ihre magnetischen ,pole4 ,sie fallen nicht mit den geographischen ,polen zusammen4 ,der magnetische ,nordpol liegt vielmehr im ,norden ,amerika's auf ,boothia ,felix unter #gc #ce n4 ,br4 und #ie #ci w4 ,l4 von ,greenwich1 der magnetische ,sdpol im sdlichen ,eismeer1 etwa unter #gb #ce s4 ,br4 und #aeb #cj 4 ,l4 von ,greenwich4 ,den ersteren fand ,capitn ,james ,ro im ,jahre #ahca1 dem letzteren nherte er sich im ,jahre #ahda bis auf wenige ,grade4 ,je mehr man sich von diesen ,polen entfernt1 um so weniger neigt sich die ,magnetnadel1 weil sie um so weniger angezogen wird4 ,da die magnetischen ,pole nicht mit den geographischen zusammenfallen1 so weist die ,magnetnadel auch nicht berall auf den ,nordpol hin1 hat vielmehr an verschiedenen ,orten der ,erde eine verschiedene ,abweichung von dieser ,richtung4 ,wenn man sich daher der ,magnetnadel in dem ,compa oder der ,boussole zur ,auffindung der ,himmelsgegenden bedienen will1 so mu man die ,gre dieser ,abweichung oder ,declination fr jeden ,ort kennen4 ,bei uns betrgt diese ,abweichung gegenwrtig etwa #ab nach ,westen4 ,sie ist aber auch mit der ,zeit vernderlich4 ,fr ,berlin war sie im ,jahre #agag #aj westlich1 #aghe und #ahje #ah1 #ahcf nur #ag1 ist also gegenwrtig wieder in ,abnahme begriffen4 ,auch die ,neigung der ,magnetnadel gegen den ,horizont oder die ,inclination ist an den verschiedenen ,orten der ,erde eine sehr verschiedene4 ,in ,berlin bildet sie einen ,winkel von #fg mit dem ,horizont4 ,im ,jahre #ahje betrug die ,neigung der ,nadel fr ,berlin sogar #fi #ec2 sie ist also gegenwrtig gleichfalls in der ,abnahme begriffen4 ,der ,gebrauch des ,compa ist den ,chinesen wahrscheinlich schon anderthalb ,jahrtausende frher bekannt gewesen1 als den europischen ,vlkern1 die ihn erst im #ac4 ,jahrhundert aus dem ,orient kennen lernten4 #daa4 ,warum finden sich in ,schlosser- und ,schmiedewerksttten hufig sthlerne ,werkzeuge1 welche ,eisenfeilsphne anziehen8 ,weil ,stahl- und ,eisenstbe1 wenn sie senkrecht oder vielmehr in einer ,richtung aufgehngt oder aufgestellt sind1 welche der ,neigung einer freibeweglichen ,magnetnadel entspricht1 durch den ,einflu des ,erdmagnetismus zu ,magneten werden4 ,fr gewhnlich verlieren sie zwar diese magnetische ,eigenschaft in anderer ,lage wieder2 durch heftige ,erschtterungen aber1 namentlich ,hammerschlge1 werden sie zu bleibenden ,magneten gemacht4 #dab4 ,warum werden ,papierschnitzel von einem ,glasstab oder einer ,siegellackstange1 die man mit einem wollenen ,lappen oder einem ,katzenfell gerieben hat1 angezogen8 ,weil der ,siegellack und der ,glasstab durch das ,reiben electrisch werden4 ,eigentlich knnen alle ,krper durch ,reiben electrisch gemacht werden1 aber sie verlieren ihre ,electricitt sofort wieder1 da die ,hand1 mit welcher man sie hlt1 dieselbe ableitet4 ,versieht man aber einen ,metallstab mit einer ,handhabe von ,glas oder ,harz1 so wird er wirklich durch ,reiben electrisch und zieht ,papierschnitzel an4 ,schon die alten ,griechen kannten diese electrische ,anziehung wenigstens an einem ,krper1 dem ,bernstein1 und von der griechischen ,benennung desselben1 ,electron1 ist auch der ,name ,electricitt abgeleitet worden4 ,erst um das ,jahr #afjj wurde die electrische ,anziehung auch anderer ,krper von dem ,englnder ,gilbert entdeckt4 #dac4 ,warum verliert eine durch ,reiben electrisch gemachte ,siegellackstange allmhlich ihre ganze ,electricitt1 wenn man ihr wiederholt ein an einem leinenen ,faden hngendes ,korkkgelchen nhert1 obgleich das ,korkkgelchen nach der ,entfernung keine electrische ,eigenschaft zeigt8 ,weil das ,korkkgelchen allerdings jedesmal1 wenn es die ,siegellackstange berhrt1 ,electricitt von derselben annimmt1 diese aber durch den ,faden in die ,hand und den menschlichen ,krper und endlich in den ,erdboden abgeleitet wird4 ,da das ,korkkgelchen nach der ,entfernung von der ,siegellackstange immer wieder unelectrisch geworden ist1 geht schon daraus hervor1 da es immer wieder von derselben angezogen wird4 ,der leinene ,faden ist also ein guter ,leiter der ,electricitt1 ebenso der menschliche ,krper und der ,erdboden2 ein ,metallfaden wrde ein noch besserer ,leiter sein4 ,der ,unterschied zwischen guten und schlechten ,leitern der ,electricitt oder zwischen electrischen ,leitern und ,nichtleitern wurde zuerst von dem ,englnder ,gray #agbi erkannt4 #dad4 ,warum wird ein an einem seidenen ,faden aufgehngtes ,korkkgelchen zuerst von einer geriebenen ,siegellackstange angezogen1 nach der ,berhrung mit derselben aber abgestoen8 ,weil dem ,korkkgelchen bei ,berhrung mit der electrisirten ,siegellackstange die ,electricitt derselben mitgetheilt und diese durch den seidenen ,faden1 der ein ,nichtleiter der ,electricitt ist1 nicht abgeleitet wird1 die beiden gleich electrischen ,krper aber einander abstoen mssen4 ,berhrt man aber nach jeder ,abstoung das ,korkkgelchen mit dem ,finger1 so wird seine ,electricitt abgeleitet1 und es kann als unelectrisch von der ,siegellackstange wieder angezogen werden4 #dae4 ,warum hpfen kleine leichte ,markkgelchen 7am besten aus dem ,mark der ,sonnenblume gemacht7 auf einem ,tische auf und nieder1 wenn man ein durch ,erwrmung und ,reiben mit ,gummi electrisch gemachtes ,stck ,papier darber hlt8 ,weil die ,kgelchen zuerst als unelectrisch von dem ,papier angezogen1 dann1 an demselben electrisch geworden1 wieder abgestoen werden1 auf die ,tischplatte fallen1 hier die ,electricitt durch ,ableitung verlieren und wieder angezogen werden4 ,auch feiner ,sand gerth in eine solche ,bewegung1 wenn man das geriebene ,papierblatt darber hlt1 und erzeugt beim ,anschlagen an das ,papier ein ,gerusch wie feiner ,regen4 #daf4 ,warum verlieren zwei ,korkkgelchen1 von denen das eine durch eine geriebene ,siegellackstange1 das andere durch einen geriebenen ,glasstab electrisirt ist1 ihre ,electricitt vollstndig1 sobald man sie mit einander in ,berhrung bringt8 ,weil die beiden ,korkkgelchen entgegengesetzte ,electricitten besitzen1 das eine durch die ,siegellackstange ,harzelectricitt oder negative1 das andere durch den ,glasstab ,glaselectricitt oder positive ,electricitt angenommen hat1 und diese beiden ,electricitten bei der ,berhrung der beiden ,korkkgelchen sich mit einander vereinigen und einander in ihren ,wirkungen aufheben4 ,sie erscheinen darum nach der ,berhrung als nichtelectrische ,krper4 ,das ,vorhandensein entgegengesetzter ,electricitten wurde zuerst von dem ,franzosen du ,fay im ,jahre #agcc entdeckt4 ,illustration3 ,fig4 #aja4 #dag4 ,warum werden berhaupt nichtelectrische ,krper von electrischen angezogen und zwar schon aus betrchtlicher ,entfernung8 ,weil die in jedem ,krper von ,natur vorhandenen beiden entgegengesetzten ,electricitten1 die sich aber in gebundenem ,zustande befinden und darum unwirksam sind1 durch die ,annherung eines electrischen ,krpers getrennt oder vertheilt werden1 und der electrische ,krper nun die ungleichartige ,electricitt des nicht electrischen anzieht1 um sich mit ihr auszugleichen4 ,ist eine ,siegellackstange durch ,reiben electrisch gemacht1 so enthlt sie freie negative ,electricitt4 ,nhert man ihr ein an einem ,seidenfaden aufgehngtes ,korkkgelchen1 so werden in letzterem die bisher gebundenen ,electricitten vertheilt1 und die positive begiebt sich auf die der ,siegellackstange zugewandte ,seite1 die negative auf die entgegengesetzte4 ,berhrt das ,korkkgelchen die ,siegellackstange1 so vereinigen sich die beiden entgegengesetzten ,electricitten1 und es bleibt nur freie negative ,electricitt in dem ,kgelchen zurck4 ,berhrt man vorher das ,kgelchen mit dem ,finger1 so wird die negative ,electricitt abgeleitet1 und die zurckbleibende positive ,electricitt des ,kgelchens strebt um so heftiger sich mit der negativen der ,siegellackstange zu vereinigen2 das ,kgelchen wird aber nach dieser ,vereinigung wieder unelectrisch4 ,alle electrische ,anziehung beruht also nur auf dem ,bestreben entgegengesetzter ,electricitten1 sich auszugleichen4 ,dieses ,bestreben nennt man auch electrische ,spannung4 #dah4 ,warum sehen wir bisweilen1 namentlich im ,dunkeln1 ,funken berspringen1 wenn wir den ,fingerknchel einer stark geriebenen ,siegellackstange nhern8 ,weil1 wenn die electrische ,spannung so gro ist1 da die entgegengesetzten ,electricitten1 um sich zu vereinigen1 die zwischen ihnen befindliche ,luftschicht durchbrechen1 ihre ,vereinigung von einer ,wrme- und ,lichtentwicklung begleitet ist1 welche die ,erscheinung eines ,funkens bewirkt4 ,der electrische ,funke ist daher immer das ,zeichen einer wirklichen ,ausgleichung der getrennten ,electricitten1 whrend ,anziehung und ,abstoung nur ein ,streben zur ,ausgleichung bezeichnen4 ,illustration3 ,fig4 #ajb4 #dai4 ,warum kann man kleine ,electricittsmengen1 die sich durch gewhnliche ,anziehungserscheinungen nicht mehr verrathen1 doch noch mit ,hlfe eines sogenannten ,electroskops erkennen8 7,fig4 #ajb47 ,weil bei ,annherung eines electrischen ,krpers an die ,kugel eines ,electroskops die ,electricitt in dieser und in den durch einen ,draht damit verbundenen beiden ,strohhlmchen oder ,goldblttchen vertheilt wird1 die gleichnamige ,electricitt daher in die uersten ,spitzen der feinen ,blttchen flieht1 und diese nun in ,folge der abstoenden ,wirkung auseinander fahren mssen4 ,um jeden strenden ,luftzug fern zu halten1 sind die ,blttchen gewhnlich in ein ,glas eingeschlossen4 ,man kann das ,electroskop auch benutzen1 um die ,art der ,electricitt zu erkennen1 welche ein ,krper besitzt4 ,berhrt man nmlich die ,kugel desselben mit einem ,krper1 dessen electrischen ,zustand man genau kennt1 z4 ,b4 mit einer geriebenen ,harzstange1 so behlt das ,electroskop auch nach ,entfernung dieses ,krpers die ihm mitgetheilte ,electricitt4 ,nhert man dann der ,kugel einen ,krper1 dessen electrischen ,zustand man prfen will1 so werden die ,blttchen noch weiter auseinanderfahren1 wenn der zu prfende ,krper die gleiche ,electricitt1 sich aber nhern oder gnzlich zusammenfallen1 wenn er die entgegengesetzte ,electricitt besitzt4 ,illustration3 ,fig4 #ajc4 #dbj4 ,warum kann man einem ,electrophor1 wenn er einmal electrisch gemacht ist1 noch nach ,wochen und ,monaten ,funken entziehen8 ,weil in dem ,electrophor die beiden entgegengesetzten ,electricitten gebunden sind und daher nicht fortstrmen knnen1 aber sofort wieder frei werden1 wenn man den ,deckel desselben aufhebt4 ,der von ,volta in ,padua im ,jahre #agge erfundene ,electrophor 7,fig4 #ajc7 besteht nmlich aus einem ,harzkuchen 7b71 der in eine metallene ,form 7c7 gegossen ist1 und einem metallenen ,deckel 7a71 der mit nichtleitenden seidenen ,schnren1 oder einem nichtleitenden glsernen ,handgriff versehen ist4 ,durch ,schlagen mit einem ,fuchsschwanz oder ,katzenpelz wird der ,harzkuchen negativ electrisch4 ,setzt man dann vermittelst eines nichtleitenden ,handgriffs den ,deckel darauf1 so wird in diesem eine electrische ,vertheilung bewirkt1 die positive ,electricitt von der negativen des ,harzkuchens angezogen oder gebunden1 die negative abgestoen und an der oberen ,flche des ,deckels angehuft4 ,berhrt man den ,deckel daher mit einem ,finger1 so wird alle negative ,electricitt daraus abgeleitet1 und der ,deckel enthlt nur noch positive ,electricitt1 die aber durch die negative des ,harzkuchens gebunden ist4 ,hebt man dann den ,deckel ab1 so wird seine positive ,electricitt frei4 ,berhrt man dann gleichzeitig mit einem ,finger den ,deckel1 mit einem andern ,finger den ,harzkuchen1 so verbinden sich beide freie ,electricitten wieder1 und man sieht einen ,funken berspringen und empfindet zugleich einen ,schlag in den ,fingern4 ,so lange also der ,deckel auf dem ,harzkuchen liegt1 sind die ,electricitten gebunden1 und sie werden erst frei1 wenn man den ,deckel aufhebt1 gleichviel nach welcher ,zeitdauer es geschieht4 ,illustration3 ,fig4 #ajd4 #dba4 ,warum fhlt man eine so heftige ,erschtterung1 wenn man eine mit ,electricitt geladene sogenannte electrische ,flasche oder ,leydener ,flasche in die ,hand nimmt und mit der anderen ,hand den ,kopf derselben berhrt8 ,illustration3 ,fig4 #aje4 ,weil in einer solchen ,flasche bedeutende ,mengen entgegengesetzter ,electricitten angehuft sind1 die einander gebunden halten1 so lange sie durch das ,glas getrennt sind1 die sich aber mit groer ,heftigkeit vereinigen1 sobald sie den ,weg durch einen gutleitenden ,krper nehmen knnen1 und wenn dies der menschliche ,krper ist1 eine heftige ,nervenerschtterung in demselben veranlassen mssen4 ,eine electrische ,flasche 7,fig4 #ajd7 ist ein gewhnliches cylinderfrmiges ,glas1 das auen und innen mit ,zinnfolie 7,stanniol7 belegt ist1 doch so1 da oben ein ,rand von #b--d ,centimeter ,breite freibleibt4 ,zur inneren ,belegung fhrt ein ,metallstab1 der oben in eine ,kugel endet4 ,man ladet diese ,flasche mit ,electricitt1 indem man sie in die eine ,hand nimmt1 mit der anderen den ,deckel des ,electrophors aufhebt1 nachdem man ihn zuvor mit dem ,finger berhrt hat1 ihn dem ,knopf der ,flasche nhert und einen ,funken berspringen lt1 dann den ,electrophordeckel wieder auf den ,harzkuchen legt1 wieder mit dem ,finger berhrt1 wieder aufhebt und dem ,knopf der ,flasche nhert4 ,bei jedesmaliger ,berhrung des ,knopfes wird durch den ,electrophordeckel der inneren ,belegung der ,flasche positive ,electricitt mitgetheilt1 die dann durch das ,glas vertheilend auf die ,electricitten in der ueren ,belegung wirkt1 die negative ,electricitt anzieht1 die positive abstt4 ,hlt man die ,flasche in der ,hand1 berhrt man also die uere ,belegung1 so wird alle positive ,electricitt aus derselben in den ,erdboden abgeleitet4 ,wiederholt man das ,verfahren1 so sammelt sich in der ueren ,belegung negative ,electricitt an1 die sich aber nicht entfernen kann1 weil sie durch die positive ,electricitt der inneren ,belegung gebunden wird4 ,berhrt man aber mit der einen ,hand die uere ,belegung1 mit der anderen den ,knopf1 der mit der inneren ,belegung in ,verbindung steht1 so stellt man eine leitende ,verbindung zwischen beiden ,belegungen her1 und die beiden ,electricitten knnen sich dann vereinigen1 indem sie ihren ,weg durch den menschlichen ,krper nehmen4 ,es knnen auch mehrere ,personen eine solche leitende ,verbindung herstellen1 wenn dieselben einander an den ,hnden anfassen1 die erste dann die uere ,belegung der ,flasche und die letzte den ,knopf derselben berhrt4 ,sie empfinden dann alle zugleich die ,erschtterung oder den electrischen ,schlag4 ,dieser ,schlag kann noch mehr verstrkt werden1 wenn man mehrere electrische ,flaschen so mit einander verbindet1 da ihre ueren ,belegungen durch die ,stanniolbelegung des ,brettes1 auf dem sie stehen1 in leitender ,verbindung mit einander sind1 whrend zugleich ihre inneren ,belegungen durch einen von ,knopf zu ,knopf gehenden ,draht in ,zusammenhang stehen4 ,man nennt eine solche ,einrichtung eine electrische ,batterie4 ,will man eine ,flasche oder eine ,batterie entladen1 ohne den ,erschtterungsschlag zu empfinden1 so bedient man sich dazu eines sogenannten ,ausladers 7,fig4 #aje71 d4 h4 eines gebogenen ,drahtes1 der an beiden ,enden in ,metallkugeln ausluft und in der ,mitte mit einem glsernen1 also nichtleitenden ,griff versehen ist4 ,die beiden ,electricitten nehmen dann ihren ,weg durch diesen ,draht1 ohne den menschlichen ,krper zu berhren4 -- ,die ,wirkung des electrischen ,schlages ist bei starken ,batterien so gro1 da feine ,goldblttchen oder dnne ,metalldrhte1 durch welche man den ,schlag hindurchleitet1 geschmolzen oder verflchtigt1 dnne ,brettchen oder ,glasscheiben durchbohrt1 leicht brennbare ,krper entzndet werden4 ,die ersten ,versuche mit der electrischen ,flasche wurden von dem ,domherrn v4 ,kleist in ,kammin in ,pommern im ,jahre #agde und ein halbes ,jahr spter von ,cunaeus in ,leyden angestellt4 ,man nennt deshalb die ,flasche auch bald ,kleist'sche1 bald ,leydener ,flasche4 ,illustration3 ,fig4 #ajf4 #dbb4 ,warum ist ein sogenannter ,condensator fr schwache ,electricitten noch viel empfindlicher1 als ein gewhnliches ,electroskop8 7,fig4 #ajf47 ,weil der ,condensator statt der ,kugel des ,electroskops mit einer sorgfltig abgeschliffenen ,metallplatte versehen ist1 die oben mit einer ganz dnnen ,firnischicht berzogen ist1 und wenn nun eine zweite hnliche1 aber mit glsernem ,griff versehene ,platte1 die zuvor mit dem zu prfenden schwachelectrischen ,krper berhrt wurde1 darauf gesetzt wird1 die dieser mitgetheilte ,electricitt die entgegengesetzte in der unteren ,platte anziehen1 diese aber wieder anziehend und bindend auf die ,electricitt der oberen ,platte wirken mu1 dadurch aber weit mehr ,electricitt aus dem berhrenden ,krper in die ,platte bergeht1 als sonst geschehen wrde4 ,es geschieht also beim ,condensator ganz dasselbe wie bei der ,leydener ,flasche1 da die trennende ,firnischicht hier die ,stelle des ,glases vertritt4 ,der ,condensator wurde von ,volta im ,jahre #aghb erfunden4 #dbc4 ,warum erhlt man weit krftigere ,funken1 wenn man den ,finger dem ,conductor einer ,electrisirmaschine1 als wenn man ihn der ,scheibe derselben nhert8 ,weil die glserne ,scheibe der ,electrisirmaschine als schlechter ,leiter die ,electricitt nur von der nchsten ,stelle abgiebt1 whrend der metallische ,conductor als guter ,leiter alle in ihm vorhandene ,electricitt auf einmal abgiebt4 ,eine ,electrisirmaschine besteht gewhnlich aus einem glsernen ,cylinder oder besser einer runden ,scheibe aus starkem ,spiegelglas1 die durch eine ,kurbel um eine ,achse gedreht wird und sich dabei an dem sogenannten ,reibzeug reibt1 das aus zwei ,lederkissen besteht1 die mit einem ,amalgam von ,zinn1 ,zink und ,quecksilber bestrichen sind4 ,der ,conductor ist eine hohle ,messingkugel1 welche auf einem glsernen ,fue steht1 und ist dazu bestimmt1 vermittelst besonderer mit ,spitzen versehener ,saugarme die in der ,glasscheibe durch ,reiben erzeugte positive ,electricitt aufzunehmen4 ,auch am ,reibzeuge befindet sich gewhnlich ein ,conductor1 welcher die negative ,electricitt desselben aufnimmt4 ,natrlich mu man die eine ,electricitt in den ,boden ableiten1 wenn man die andere im ,conductor sammeln will4 ,nhert man dem ,conductor einen anderen leitenden ,krper1 so springen ,funken ber1 die bei groen ,maschinen mehrere ,zoll lang sein knnen4 ,ebenso kann man aber auch die ,electricitt des ,conductors auf eine ,leydener ,flasche berfhren und diese dadurch laden4 -- ,die ersten wirklichen ,electrisirmaschinen mit ,reiber1 ,reibzeug und ,conductor wurden um das ,jahr #agdd von den deutschen ,physikern ,hausen und ,winkler in ,leipzig1 ,bose in ,wittenberg u4 ,a4 angefertigt4 #dbd4 ,warum kann man aus dem ,krper eines ,menschen1 der auf einem sogenannten ,isolirschemel1 d4 h4 einem ,schemel mit glsernen ,beinen1 steht und zugleich den ,conductor einer in ,thtigkeit gesetzten ,electrisirmaschine berhrt1 ,funken ziehen8 ,weil die glsernen ,fe jede ,ableitung der aus dem ,conductor in den menschlichen ,krper berstrmenden ,electricitt verhindern1 dieser also gleichsam zu einem ,theile des ,conductors gemacht wird und alle ,eigenschaften desselben theilen mu4 #dbe4 ,warum kann man einem ,conductor keine ,funken mehr entlocken1 wenn man eine metallische ,spitze daran angebracht hat8 ,weil alle ,theile einer und derselben ,electricitt sich nach dem ,gesetze der ,abstoung von einander zu entfernen streben1 alle in den ,conductor bergehende ,electricitt daher sich in der ,spitze anzuhufen strebt und1 da ihr die ,luft hier nur einen geringen ,widerstand leistet1 in diese ausstrmt4 ,man kann dieses ,ausstrmen der ,electricitt empfinden1 wenn man die flache ,hand ber die ,spitze hlt2 sie erzeugt nmlich hier1 indem sie die umgebende ,luft abstt1 einen ,luftzug1 den sogenannten electrischen ,wind4 ,im ,dunkeln sieht man sie auch in ,form eines ,strahlenbschels ausstrmen1 doch nur1 wenn die ausstrmende ,electricitt positiv ist1 dagegen in ,form eines kleinen leuchtenden ,sterns1 wenn sie negativ ist4 ,wegen dieses ,ausstrmens der ,electricitt mu man bei der ,electrisirmaschine ,alles vermeiden1 was dasselbe begnstigt1 also ,spitzen und scharfe ,kanten1 sowie eine ,umgebung feuchter ,luft4 ,daher drfen nicht zu viele ,menschen bei ,versuchen mit der ,electrisirmaschine anwesend sein4 ,am trockensten pflegt die ,luft im ,winter in geheizten ,zimmern zu sein4 #dbf4 ,warum ist es gefhrlich1 sich whrend eines ,gewitters unter einen hohen ,baum zu stellen8 ,weil das ,gewitter eine electrische ,erscheinung im ,groen ist1 die gewhnlich auf einer ,ausgleichung mit entgegengesetzten ,electricitten geladener ,wolken beruht1 bei welcher bisweilen aber auch eine ,ausgleichung zwischen der ,electricitt einer ,wolke und der entgegengesetzten des ,erdbodens und zwar vorzugsweise der der ,wolke zunchst gelegenen1 also hchsten ,gegenstnde des ,erdbodens stattfindet1 die man ,einschlagen nennt1 und die oft mit furchtbaren ,zerstrungen verbunden ist4 ,wenn nmlich eine mit positiver ,electricitt geladene ,wolke sich gegen den ,erdboden herabgesenkt hat1 so strmt die entgegengesetzte ,electricitt nach dem ,gesetze der ,vertheilung in die der ,wolke am nchsten gelegenen ,gegenstnde1 und beide ,electricitten vereinigen sich endlich in dem einschlagenden ,blitze1 indem sie den ,zwischenraum der ,luft durchbrechen4 ,natrlich folgt die irdische ,electricitt1 wenn sie der ,wolke1 um sich mit ihrer entgegengesetzten ,electricitt zu vereinigen1 entgegenstrmt1 vorzugsweise den guten ,leitern1 zu denen besonders ,metalle1 ,wasser1 feuchter ,boden1 aber auch saftreiche ,bume gehren4 ,nichtleiter1 die sie auf ihrem ,wege findet1 werden gewaltsam durchbrochen und zerschmettert4 ,da das ,holz des ,baumes nur ein mittelmiger ,leiter ist1 so wird auch der ,baum meist vom ,blitze zerschmettert4 ,metalle1 durch welche die ,entladung hindurchgeht1 werden oft geschmolzen1 leicht brennbare ,krper entzndet1 ,thiere und ,menschen getdtet oder gelhmt4 #dbg4 ,warum schtzen ,blitzableiter auf ,gebuden vor den gefhrlichen ,wirkungen des ,blitzes8 ,weil die hoch ber das ,gebude emporragende eiserne ,auffangestange des ,blitzableiters1 vermge der bekannten ,wirkung der ,spitzen1 der electrischen ,wolke bestndig die entgegengesetzte ,electricitt des ,erdbodens zuleitet und dadurch ihre ,electricitt entweder aufhebt oder doch sehr verringert4 ,selbst wenn die aus der ,spitze ausstrmende ,electricitt nicht im ,stande ist1 das ,einschlagen des ,blitzes aus der zu schnell sich nhernden ,wolke zu hindern1 so wird doch der ,blitz vorzugsweise die hohe ,stange des ,blitzableiters treffen und1 da diese auerhalb am ,gebude herunter in den feuchten ,erdboden gefhrt ist1 seinen ,weg diesen guten ,leiter entlang nehmen und das ,gebude selbst unberhrt lassen4 ,allerdings schtzt der ,blitzableiter ein ,gebude ringsum nur etwa auf eine ,entfernung1 welche der doppelten ,hhe der ,auffangestange ber die hchsten ,theile des ,hauses gleich ist4 ,erfinder des ,blitzableiters ist der berhmte ,amerikaner ,franklin1 der auch zuerst durch einen mit ,hlfe eines aufsteigenden ,papierdrachens angestellten ,versuch im ,juni #ageb die electrische ,natur des ,gewitters nachwies4 #dbh4 ,warum vernimmt man beim ,einschlagen des ,blitzes in der ,nhe nur einen einfachen ,donnerschlag ohne nachfolgendes ,rollen8 ,weil der ,donner nur durch die ,schwingungen der vom ,blitz durchbrochenen und erschtterten ,luftmassen entsteht1 diese ,luftschwingungen aber1 wenn die ,wolke sich nahe ber uns befindet1 smmtlich fast in dem gleichen ,augenblick unser ,ohr treffen mssen1 whrend1 wenn der ,blitz von ,wolke zu ,wolke1 von ,wasserblschen zu ,wasserblschen berspringt1 also einen weiten ,weg durchluft1 die durch die einzelnen berspringenden ,blitze erzeugten ,luftschwingungen erst allmhlich je nach der ,entfernung in unser ,ohr kommen und darum als eine ,reihe von ,donnerschlgen1 als ein ,rollen empfunden werden4 #dbi4 ,warum beschreibt der ,blitz gewhnlich eine ,zickzacklinie8 ,weil der ,blitz1 indem er von ,wasserblschen zu ,wasserblschen berspringt1 bestndig durch pltzliche ,erhitzung die ,luft aus der ,stelle treibt und darum vor sich her verdichtet1 die dichtere ,luft aber die ,electricitt nun weniger gut leitet1 und der ,blitz so veranlat wird1 immer wieder vom graden ,wege abzugehen und sich seitwrts in weniger dichter1 also besser leitender ,luft einen ,ausweg zu suchen4 #dcj4 ,warum ziehen die meisten ,gewitter bei uns gegen den ,wind8 ,weil die meisten ,gewitter bei uns entstehen1 wenn in unserer ,atmosphre ein herrschender ,aequatorialstrom von unten her durch die schwerere kltere ,luft eines ,polarstromes verdrngt wird1 also wenn die ,windfahne sich von ,west durch ,nordwest nach ,nord dreht4 ,die ,gewitter ziehen daher mit nrdlichem ,winde auf1 nachdem vorher sdliche ,winde geweht hatten4 ,sie machen uns dadurch den eingetretenen ,windwechsel erkennbar1 der eine ,ursache1 aber nicht eine ,folge der ,gewitter ist4 ,solche ,gewitter khlen auch das ,wetter ab1 weil die klteren ,nordwinde mit ihnen zur ,herrschaft gelangen4 #dca4 ,warum sieht man bisweilen whrend eines ,gewitters die ,spitzen von hohen ,gegenstnden1 namentlich von ,thrmen1 ,schiffsmasten1 hohen ,bumen1 leuchten8 ,weil die in ,folge der ,einwirkung electrischer ,wolken an der ,oberflche der ,erde angehufte ,electricitt aus solchen hervorragenden1 in ,spitzen auslaufenden ,gegenstnden fortwhrend ausstrmt und dann in der ,dunkelheit als ,lichtbschel erscheint4 ,man nennt diese ,erscheinung das ,st4 ,elmsfeuer und beobachtet sie hufiger bei heftigen ,strmen und ,wintergewittern als bei ,sommergewittern4 ,sie zeigt sich auf freiem ,felde oft auch an ,gestruch1 an den ,ohren und ,mhnen der ,pferde1 selbst an den ,fingerspitzen4 ,als ,wetterleuchten bezeichnen wir den aufflackernden1 oft sehr hellen ,lichtschein1 der ohne allen ,donner besonders an heien ,sommerabenden1 selbst ohne vorangegangenes ,gewitter und oft an ganz wolkenfreiem ,horizont erscheint4 ,es mag zum ,theil von ,gewittern herrhren1 die allzu entfernt sind1 als da wir den ,donner zu vernehmen vermchten1 zum ,theil aber auch durch den ,widerschein solcher ,blitze am ,himmel entstehen1 welche von ,wolken unter dem ,horizont ausgehen4 ,bisweilen drfte aber diese ,erklrung nicht ausreichen1 und an das freiwillige ,ausstrmen der ,electricitt aus starken geladenen ,wolken zu denken sein1 wie es auch beim stark geladenen ,conductor einer ,electrisirmaschine erfolgt1 wenn kein leitender ,gegenstand innerhalb der ,schlagweite vorhanden ist4 ,das ,nordlicht oder vielmehr ,polarlicht1 weil es auch in ,sdpolarlndern am sdlichen ,horizonte auftritt1 ist eine besonders in ,polargegenden hufige ,lichterscheinung1 die mit dem ,ausstrmen der ,electricitt im ,dunkeln einige ,aehnlichkeit hat und unzweifelhaft mit dem ,erdmagnetismus in ,verbindung steht1 da sie unregelmige ,schwankungen oder ,strungen der ,magnetnadel oft auf weite ,strecken hin und schon am ,tage vor ihrer ,sichtbarkeit bewirkt4 ,das ,nordlicht erscheint am ,himmel als ein hellleuchtender1 ein dunkleres ,segment umschlieender1 weier ,lichtbogen1 dessen ,mittelpunkt ungefhr im magnetischen ,meridian liegt4 ,von dem hellen ,lichtbogen1 der abwechselnd auch in gelbe1 rothe und violette ,farben spielt1 fahren von ,zeit zu ,zeit nach allen ,richtungen weie und rothe ,lichtbschel aus1 die sich bis zum ,zenith und ber dasselbe hinaus erstrecken und mit dunkeln ,streifen wechseln1 bisweilen sich auch im ,zenith zur sogenannten ,krone vereinigen4 ,als ,ursache des ,nordlichts nimmt man die ,erzeugung von electrischen ,strmen in ,folge der ,achsendrehung der gleichsam einen groen ,magneten darstellenden ,erde an1 wie sie bei rotirenden knstlichen ,magneten von ,faraday nachgewiesen wurde4 #dcb4 ,warum empfindet man einen sauren oder laugenhaften ,geschmack1 wenn man die ,zungenspitze zwischen einen blanken ,kupferstreifen und einen blanken ,zinkstreifen bringt und dann beide ,metallstreifen auerhalb vor dem ,munde in ,berhrung mit einander setzt8 ,weil zwei verschiedene ,metalle bei gegenseitiger ,berhrung einander electrisch erregen1 und diese ,electricitt1 wenn sie auch so schwach ist1 da sie sonst nicht bemerkt werden kann1 doch wenigstens durch ihre ,wirkung auf die ,geschmacksnerven sich bemerklich macht4 ,der ,geschmack ist sauer1 wenn das ,kupfer auf der ,zunge liegt1 laugenhaft1 wenn das ,kupfer unter der ,zunge liegt4 ,auch auf die ,gesichtsnerven macht die ,electricitt einen ,eindruck4 ,legt man einen ,kupferstreifen an das rechte1 einen ,zinkstreifen an das linke ,zahnfleisch der oberen ,kinnlade1 und bringt man dann die vorderen ,enden der ,metallstreifen mit einander in ,berhrung1 so empfindet man vor den ,augen einen vorbergehenden ,lichtschimmer4 ,man nennt diese durch ,berhrung verschiedener ,metalle erzeugte ,electricitt ,berhrungs- oder galvanische ,electricitt4 ,da wirklich ,electricitt dabei im ,spiele ist1 kann man erkennen1 wenn man zwei mit isolirenden ,glasgriffen versehene ,metallplatten1 die eine aus ,kupfer1 die andere aus ,zink1 mit ihren geschliffenen ,flchen aufeinander legt und nach der ,trennung jede derselben am ,condensator prft4 ,das ,auseinanderfahren der ,goldblttchen beweist dann ihre electrische ,eigenschaft4 ,diese ,berhrungselectricitt wurde zuerst von ,galvani in ,bologna im ,jahre #aghf entdeckt1 aber erst von ,volta in ,pavia im ,jahre #ahjj richtig erkannt4 ,illustration3 ,fig4 #ajg4 #dcc4 ,warum erhlt man eine weit strkere electrische ,wirkung1 wenn man eine ,kupfer- und eine ,zinkplatte1 ohne da sie einander berhren1 in eine gesuerte ,flssigkeit taucht und dann an ihren hervorragenden ,enden durch einen ,metalldraht leitend verbindet1 als wenn man sie trocken an einander legt8 ,illustration3 ,fig4 #ajh4 ,weil die ,metalle in ,berhrung mit ,flssigkeiten1 namentlich gesuerten1 krftiger electrisch erregt werden1 als bei gegenseitiger ,berhrung4 ,taucht man eine ,zinkplatte in eine gesuerte ,flssigkeit1 so wird das ,zink negativ1 die ,flssigkeit positiv electrisch4 ,taucht man auch eine ,kupferplatte ein1 so nimmt diese als guter ,leiter die positive ,electricitt der ,flssigkeit auf1 und verbindet man beide ,platten durch einen ,kupferdraht1 so erfolgt durch diesen die ,wiedervereinigung der getrennten ,electricitten4 ,da aber das ,zink mit der ,flssigkeit in ,berhrung bleibt1 so werden beide in demselben ,augenblicke wieder electrisch1 die positive ,electricitt strmt wieder vom ,kupfer zum ,zink4 ,so besteht eine immerwhrende ,erregung und ,ausgleichung der ,electricitten1 und dadurch unterscheidet sich diese galvanische ,electricitt wesentlich von der ,reibungselectricitt1 bei welcher immer nur augenblickliche ,ausgleichungen mglich sind4 ,man nennt daher auch diese fortdauernde ,bewegung einen electrischen ,strom und sagt1 da der positive ,strom vom ,kupfer zum ,zink gerichtet sei4 ,die ,einrichtung selbst nennt man eine einfache galvanische ,kette1 oder ein galvanisches ,element 7,fig4 #ajg74 ,man kann aber auch mehrere solcher ,elemente zusammensetzen1 indem man die ,zinkplatte des ersten ,elements mit der ,kupferplatte des zweiten1 die ,zinkplatte des zweiten ,elements mit der ,kupferplatte des dritten etc4 durch einen ,kupferdraht leitend verbindet4 ,eine solche zusammengesetzte ,kette nennt man eine galvanische ,batterie4 ,die uersten unverbundenen ,glieder derselben heien ihre ,pole und zwar die uerste ,kupferplatte der positive ,pol1 die uerste ,zinkplatte der negative ,pol4 ,verbindet man diese ,pole durch einen ,leitungsdraht1 so geht der 7positive7 electrische ,strom vom ,kupfer zum ,zink4 ,man nennt in diesem ,falle die ,kette geschlossen1 whrend sie geffnet heit1 wenn kein ,leitungsdraht die ,pole verbindet4 ,die einfachste und lteste ,form einer galvanischen ,batterie ist die voltaische ,sule 7,fig4 #ajh71 die aus bereinandergeschichteten ,zink- und ,kupferplatten besteht1 welche durch angefeuchtete ,tuch- oder ,pappscheiben von einander getrennt sind4 ,sie wurde zuerst von ,volta in ,pavia im ,jahre #ahjj construirt4 #dcd4 ,warum verlieren solche galvanische ,ketten sehr bald ihre ,wirksamkeit8 ,weil sowohl die ,platten als die ,suren chemische ,vernderungen erleiden1 welche die electrische ,bewegung schwchen4 ,dauernde oder constante galvanische ,ketten erhlt man1 wenn man die beiden ,metalle in verschiedene ,flssigkeiten taucht1 die nur durch eine porse ,wand von einander getrennt sind1 also einander berhren und darum gleichfalls electrisch erregen4 ,zu den wirksamsten solcher ,ketten gehren die ,grove'sche und die ,bunsen'sche4 ,erstere besteht aus ,zink und ,platina4 ,das ,platinablech befindet sich in einer mit ,salpetersure gefllten ,thonzelle1 die ,zinkplatte in einem greren1 mit verdnnter ,schwefelsure gefllten ,gef4 ,in dieses letztere wird die porse ,thonzelle getaucht1 so da also die beiden ,suren nur durch die porse ,scheidewand getrennt sind4 ,bei der ,bunsen'schen ,batterie wird statt des ,platina's ein massiver ,kohlencylinder angewandt4 ,in neuerer ,zeit hat auch die ,smee'sche ,kette eine sehr verbreitete ,anwendung gefunden4 ,sie besteht aus ,zink1 ,silber und verdnnter ,schwefelsure4 ,das ,silberblech ist aber mit einem ,ueberzug von sehr fein zertheiltem ,platin1 sogenanntem ,platinmohr1 versehen1 welcher den ,zweck hat1 das die ,wirkung schwchende ,anhngen der sich bildenden ,wasserstoffblschen zu verhindern1 indem er demselben feine ,spitzen darbietet4 ,um beide ,seiten der ,silberplatte wirksam zu machen1 ist jeder ,seite derselben eine ,zinkplatte gegenbergestellt2 beide ,zinkplatten sind aber unter sich zu einem ,element verbunden4 ,solche constante ,ketten bringen sehr krftige ,wirkungen hervor1 die im ,allgemeinen denjenigen gleichen1 welche der ,funken der electrischen ,flasche erzeugt4 ,besonders stark sind ihre ,licht- und ,wrmewirkungen4 #dce4 ,warum kann man aus groer ,entfernung eine ,mine entznden1 wenn man von dem einen ,pole einer galvanischen ,batterie einen ,leitungsdraht bis zum ,pulver leitet und hier durch einen sehr feinen ,eisendraht mit einem zweiten ,leitungsdraht verbindet1 der zum anderen ,pole der ,batterie zurckkehrt8 ,weil in demselben ,augenblicke1 in welchem der zweite ,leitungsdraht den ,pol der ,batterie berhrt1 die ,kette geschlossen ist1 der electrische ,strom daher den ganzen ,leitungsdraht durchluft und den eingeschalteten dnnen ,eisendraht glhend macht1 so da dieser das ,pulver entzndet4 ,die ,lnge des ,weges ist fr den ,strom kein ,hinderni1 da er die grten ,strecken in fast unmebarer ,zeit durchluft4 #dcf4 ,warum wird ein ,eisenstab1 den man in eine ,auflsung von ,kupfervitriol eintaucht1 sehr bald mit metallischem ,kupfer berzogen1 wenn man gleichzeitig einen ,kupferstab eintaucht und durch ,drhte den letzteren mit dem positiven1 den ,eisenstab mit dem negativen ,pole einer galvanischen ,kette verbindet8 ,weil der electrische ,strom1 welcher durch die beiden ,metalle in ,berhrung mit der ,flssigkeit erregt wird1 den ,kupfervitriol chemisch zersetzt und metallisches ,kupfer daraus abscheidet1 welches sich an dem negativen ,pole1 also an dem ,eisen absetzt4 ,auf dieser ,zersetzung metallischer ,salzlsungen durch den electrischen ,strom beruht die ,galvanoplastik1 d4 h4 die ,kunst1 plastische ,gegenstnde1 wie ,mnzen1 ,gypsabdrcke1 ,holzschnitte1 ,kupferstiche etc41 in ,kupfer treu nachzubilden4 ,gewhnlich bedient man sich dazu eines weiten ,glasgefes1 in welches vermittelst eines ,drahtringes ein kurzer1 unten nur durch eine ,thierblase geschlossener ,glascylinder eingehngt wird4 ,in dem greren ,gefe befindet sich die ,kupfervitriollsung1 in dem kleineren verdnnte ,schwefelsure4 ,dann wird ein starker ,zinkstreifen mit einem ,kupferstreifen zusammengelthet und so gebogen1 da der ,zinkstreifen in das engere ,gef hinabhngt1 whrend der ,kupferstreifen in das weitere1 mit der ,vitriollsung gefllte taucht und grade unter dem ,boden des engeren ,gefes eine wagerechte ,flche bildet1 auf welche die in ,kupfer nachzubildende ,form gelegt werden kann4 ,diese ,form verschafft man sich durch einen ,abgu in ,wachs oder ,stearin1 dessen ,oberflche man dann mit feinem ,graphit- oder ,broncepulver bepinselt und dadurch leitend macht4 ,der ,strom1 der hier zwischen ,zink und ,kupfer durch beide ,flssigkeiten erregt wird1 ist nur schwach1 gengt aber1 die ,vitriollsung zu zersetzen und im ,laufe einiger ,tage den ,abdruck mit einer dicken ,kupferschicht zu berziehen1 welche genau der ,form des ,abdrucks entspricht4 ,auch die galvanische ,vergoldung und ,versilberung geschieht in hnlicher ,weise4 ,die ,galvanoplastik wurde von ,jacobi in ,dorpat und von ,spencer in ,england im ,jahre #ahch fast gleichzeitig erfunden4 #dcg4 ,warum wird ,eisen durch einen ,zinkberzug vor dem ,rosten bewahrt8 ,weil ,zink und ,eisen eine galvanische ,kette bilden1 in welcher ,zink das positive1 ,eisen das negative ,metall darstellt4 ,wenn durch diese galvanische ,kette in ,berhrung mit ,feuchtigkeit das ,wasser zersetzt wird1 so scheidet sich der ,sauerstoff desselben stets am positiven ,pole1 also hier am ,zink1 aus1 whrend das ,eisen davon befreit bleibt4 ,da aber dieser ,sauerstoff die ,ursache des ,rostens des ,eisens ist1 so mu das ,eisen in ,gegenwart von ,zink rein bleiben4 ,in ,verbindung mit ,kupfer wrde das ,entgegengesetzte stattfinden2 das ,eisen wrde dann das positive ,metall sein1 und an diesem also der ,sauerstoff sich ausscheiden4 ,daher rosten eiserne ,ngel in kupfernen ,bedachungen sehr leicht4 #dch4 ,warum wird eine ,magnetnadel in der ,nhe electrischer ,strme zur ,ortsbestimmung unbrauchbar8 ,weil eine frei bewegliche ,magnetnadel durch einen electrischen ,strom aus ihrer ,nordrichtung abgelenkt wird1 und zwar nach ,osten1 wenn der ,strom ber der ,nadel von ,norden nach ,sden1 -- nach ,westen1 wenn er unter der ,nadel von ,norden nach ,sden geht2 ebenso nach ,westen1 wenn der ,strom ber der ,nadel von ,sden nach ,norden1 -- nach ,osten1 wenn er unter der ,nadel von ,sden nach ,norden geht4 ,denkt man sich in den vom electrischen ,strome durchlaufenen ,leitungsdraht eine menschliche ,figur so eingeschaltet1 da der positive ,strom von den ,fen nach dem ,kopfe geht1 und das ,gesicht der ,figur nach der ,nadel gewendet ist1 so wird die ,magnetnadel immer so abgelenkt1 da ihr ,nordende sich nach links1 ihr ,sdende nach rechts wendet4 ,diese ,ablenkung ist so empfindlich1 da man sie benutzt1 um sehr schwache electrische ,strme nachzuweisen4 ,man verstrkt zu dem ,zwecke die ,wirkung des ,stromes auf die ,magnetnadel1 indem man den ,leitungsdraht in vielen ,windungen ber und unter der ,nadel herumfhrt4 ,man nennt eine solche ,vorrichtung einen ,multiplicator4 ,die ,einwirkung des electrischen ,stromes auf die ,magnetnadel wurde von ,oersted in ,kopenhagen im ,jahre #ahbj entdeckt1 und noch in demselben ,jahre erfand ,schweigger in ,halle den ,multiplicator4 ,illustration3 ,fig4 #aji4 #dci4 ,warum erhlt ein ,stab aus weichem1 nicht magnetischem ,eisen die ,eigenschaft ,eisen anzuziehen1 wenn man einen mit ,seide bersponnenen ,kupferdraht um denselben windet1 und die ,enden des ,drahts mit den ,polen einer galvanischen ,kette verbindet8 ,weil der weiche ,eisenstab wirklich durch den ihn umkreisenden electrischen ,strom in einen ,magneten verwandelt wird4 ,man nennt diesen ,magneten einen ,electromagneten4 ,durch sehr krftige electrische ,strme kann man daher auch sehr krftige ,electromagnete erzeugen1 die mehrere ,centner zu tragen vermgen4 ,weiches ,eisen wird aber nur vorbergehend durch den electrischen ,strom magnetisch gemacht2 es verliert seinen ,magnetismus1 sobald der electrische ,strom aufhrt4 ,ein ,stahlstab aber behlt seinen ,magnetismus dauernd4 #ddj4 ,warum stellt sich bei den electrischen ,telegraphen der ,zeiger auf der entfernten ,station immer genau auf denselben ,buchstaben1 auf welchen der ,zeiger der ,anfangsstation gerckt wird8 ,weil durch die ,bewegung des ,zeigers auf der ersten ,station bei ,berhrung eines ,buchstaben zugleich eine galvanische ,kette geschlossen und also ein electrischer ,strom durch den langen ,leitungsdraht zur entfernten ,station gefhrt wird1 hier aber dieser ,strom einen kleinen ,electromagneten magnetisch macht und ihn dadurch veranlat1 einen ,anker anzuziehen und durch diesen wieder einen kleinen ,hebel zu bewegen1 der endlich in ein ,zahnrad eingreift und dies sammt dem daran befindlichen ,zeiger um einen ,zahn forttreibt4 ,sobald der ,zeiger auf der ersten ,station den ,buchstaben oder vielmehr den damit in ,verbindung stehenden kleinen ,stift verlt1 wird die galvanische ,kette geffnet1 der electrische ,strom also unterbrochen1 und der ,electromagnet auf der anderen ,station seines ,magnetismus beraubt1 so da der ,anker wieder fllt1 und das ,zahnrad mit dem ,zeiger still steht4 ,das ,wesen des electrischen ,telegraphen beruht also einmal auf der auerordentlichen ,geschwindigkeit des electrischen ,stromes1 die auf #aejjjj bis #dejjjj ,kilometer in der ,secunde geschtzt wird2 dann auf der ,leitungsfhigkeit der ,metalle und des ,erdbodens1 da der ,strom von der einen ,station zur zweiten durch einen ,kupfer- oder starken ,eisendraht geleitet wird1 von jeder der beiden ,stationen aber in die ,erde als ,leiter abstrmt2 endlich auf der ,mglichkeit1 in jeder ,entfernung vermittelst des durch eine ,drahtspirale geleiteten electrischen ,stromes ein ,eisenstck nach ,belieben magnetisch zu machen und ihm diese ,eigenschaft wieder beliebig zu nehmen4 ,illustration3 ,fig4 #aaj4 ,je nach der ,art1 in welcher die ,zeichen gegeben werden1 unterscheidet man ,nadel-,telegraphen1 ,zeiger-,telegraphen1 ,druck- oder ,schreib-,telegraphen und ,copir-,telegraphen4 ,der oben beschriebene ist der ,zeiger-,telegraph4 ,bei dem ,nadel-,telegraphen werden die ,zeichen zum ,theil durch die ,bewegungen einer oder zweier ,magnetnadeln gegeben1 die an ihrem ,ende mit einem ,stifte versehen sind1 der in einen ,farbennapf taucht und auf einem vorbergleitenden ,papiere die ,spuren der ,nadelbewegung als schwarze ,punkte hinterlt4 ,durch bestimmte ,gruppen dieser ,punkte werden die verschiedenen ,buchstaben bezeichnet2 andererseits gengt auch schon das abwechselnde ,ausschlagen der ,magnetnadel nach links und rechts1 um eine ,zeichensprache daraus zu bilden4 ,der seit #ahff in regelmigem ,betriebe befindliche atlantische ,telegraph ist gleichfalls ein ,nadel-,telegraph4 ,der ,schreib- oder ,druck-,telegraph 7,fig4 #aaj7 bewirkt das ,aufschreiben der aus der ,ferne mitgetheilten ,zeichen in noch vollkommnerer ,weise4 ,derselbe besteht in der ,hauptsache aus einem aufrechtstehenden1 krftigen ,electromagneten1 an dessen ,anker das ,ende eines ,hebels befestigt ist1 dessen anderes ,ende einen kleinen stumpfen ,stahlstift trgt4 ,sobald dieser ,hebel durch den ,electromagneten angezogen wird1 drckt sein ,stahlstift auf einen ,streifen ,papier1 welcher durch ein ,rderwerk gleichmig unter einer ,walze hingezogen wird4 ,wird der ,strom unterbrochen1 so hrt auch die ,anziehung des ,electromagneten auf1 und eine ,feder zieht dann den ,hebelarm und den ,stahlstift von dem ,papiere wieder zurck4 ,je nachdem der ,strom also fr einen ,augenblick oder fr lngere ,zeit geschlossen ist1 entstehen eingedrckte ,punkte oder ,striche auf dem ,papier und durch die verschiedenen ,verbindungen dieser ,punkte und ,striche lassen sich dann alle ,buchstaben des ,alphabets darstellen4 ,bei dem ,copir-,telegraphen wird sogar die ,handschrift selbst wieder gegeben und es knnen selbst ganze ,zeichnungen und ,situations-,plne telegraphirt werden4 ,man benutzt nmlich hierbei die farbigen ,niederschlge1 welche gewisse chemische ,substanzen bei der ,zersetzung durch den electrischen ,strom geben4 ,eine rotirende ,walze wird mit einem in dieser ,weise chemisch prparirten ,papier bedeckt4 ,wird nun whrend der ,umdrehung der ,walze vermittelst einer ,feder ein ,stift bestndig gegen das ,papier gedrckt1 so beschreibt dieser ,stift1 so lange ein electrischer ,strom durch ihn hindurch zur ,walze geht1 auf dem ,papier einen farbigen1 braunen oder blauen ,strich4 ,lt man zugleich die ,walze nach jeder ,umdrehung sich etwa um ,millimeter seitwrts verschieben1 so wird das ganze ,papier allmhlich mit schraffirten ,linien bedeckt4 ,jede ,unterbrechung des ,stromes hat natrlich auch eine ,lcke in diesen ,linien zur ,folge1 und wenn diese ,unterbrechungen der ,form von ,buchstaben entsprechen1 so erhlt man eine weie ,schrift auf schraffirtem ,grunde4 ,um solche ,unterbrechungen zu bewirken1 stellt man auf der ,station1 von welcher die ,mittheilung ausgeht1 eine vllig gleiche und sich gleichbewegende ,walze auf1 deren ,achse mit der ,batterie verbunden ist4 ,ueber diese ,walze aber legt man ein ,papier1 auf welches die ,depesche mit firnihaltiger ,schwrze gedruckt oder geschrieben ist4 ,die ,spitze des einen ,leitungsdrahts ruht ebenso auf diesem ,papier1 wie die ,spitze des anderen auf dem chemischen ,papiere der andern ,station1 so da der electrische ,strom durch beide ,papiere gehen mu4 ,der ,firni aber unterbricht als ,nichtleiter den ,strom1 so oft der ,draht whrend der ,umdrehung der ,walze auf ein ,schriftzeichen trifft4 ,drehen sich also beide ,walzen mit gleicher ,geschwindigkeit1 so mssen1 da auch die ,unterbrechungen des ,stromes auf beiden ,stationen gleichzeitig geschehen1 die ,lcken auf dem chemischen ,papiere dieselbe ,schrift bilden1 welche mit der firnihaltigen ,schwrze auf das ,blatt der entfernten ,station geschrieben war4 ,auf einer ganz hnlichen ,einrichtung1 wie die electrischen ,telegraphen1 beruhen auch die electrischen ,uhren1 bei welchen durch die ,pendelschlge einer ,normaluhr ein electrischer ,strom geffnet und geschlossen und dadurch der ,anker eines ,electromagneten in ,bewegung gesetzt wird1 der dann in das ,getriebe einer ,uhr eingreift und dieses in ,bewegung setzt4 ,der erste ,gedanke einer electrischen ,telegraphie rhrt wohl von ,smmering her1 der bereits im ,jahre #ahjh die ,berhrungselectricitt dazu zu benutzen versuchte4 ,als die ,erfinder wirklich brauchbarer electrischer ,telegraphen mssen aber die ,professoren ,gau und ,weber gelten1 welche im ,jahre #ahcc zwischen der ,sternwarte und dem physikalischen ,kabinet in ,gttingen die erste telegraphische ,verbindung dieser ,art herstellten4 ,steinheil in ,mnchen fhrte im ,jahre #ahch einen neuen glnzenden ,fortschritt dieser ,erfindung herbei1 indem er die ,leitungsfhigkeit des ,erdbodens benutzte1 um den einen ,leitungsdraht zu ersparen4 ,wheatstone in ,england fhrte im ,jahre #ahdj den ersten ,zeigertelegraphen aus1 der durch ,siemens und ,halske in ,berlin glnzende ,verbesserungen erhielt4 ,der ,amerikaner ,morse 7#ahcg7 ist der ,erfinder des ,schreib- und ,druck-,telegraphen4 ,gegenwrtig umspannt das ,drahtnetz des electrischen ,telegraphen bereits die ganze ,erde4 ,durch ,drhte1 die in isolirende ,kabel eingeschlossen sind1 werden selbst unter dem ,meere hinweg ,continente mit einander telegraphisch verbunden4 -- ,kaum drfte irgend eine andere ,erfindung so tief in das geistige wie materielle ,leben der ,vlker eingegriffen haben1 als diese1 die den ,gedanken mit ,blitzesschnelle von ,land zu ,land ber ,meere und ,wsten hinweg zu tragen gelehrt hat4 ,inhalt4 ,seite ,einleitung #a ,allgemeine ,eigenschaften der ,krper #b ,ausdehnung #b ,undurchdringlichkeit 7,frage #a--e7 #c ,porositt 7,frage #f--ai7 #e ,theilbarkeit 7,frage #bj--bb7 #i ,cohsion 7,frage #bc--cc7 #aj ,adhsion 7,frage #cd--dh7 #ae ,haarrhrchenanziehung 7,frage #di--fd7 #ai ,trgheit 7,frage #fe--ge7 #bc ,elasticitt 7,frage #gf--gi7 #bg ,schwerkraft 7,frage #hj--hf7 #bh ,der ,schwerpunkt 7,frage #hg--ii7 #ca ,gleichgewicht und ,bewegung fester ,krper 7,frage #ajj--abb7 #ce ,fall1 ,pendel und ,centralbewegung 7,frage #abc--acb7 #df ,gleichgewicht und ,bewegung flssiger ,krper 7,frage #acc--afa7 #ea ,gleichgewicht und ,bewegung luftfrmiger ,krper 7,frage #afb--aga7 #fa ,druck und ,schwere der ,luft 7,frage #agb--bji7 #fe ,chemische und physiologische ,wirkungen der ,luft 7,frage #baj--bbf7 #gi ,vom ,schalle 7,frage #bbg--bda7 #he ,von der ,wrme 7,frage #bdb--bgf7 #id ,ausdehnung der ,krper durch ,wrme 7,frage #bgg--big7 #aje ,die ,vernderung der ,aggregatzustnde der ,krper durch die ,wrme 7,frage #bih--cdg7 #aad ,das ,licht 7,frage #cdh--cij7 #ada ,die ,farben 7,frage #cia--dje7 #afg ,magnetismus und ,electricitt 7,frage #djf--ddj7 #age ,nachweis der wichtigsten ,figuren4 ,seite ,roberval'sche ,tafelwage #db ,schnellwage #db ,brckenwage #dc ,hydraulische ,presse #ed ,barometer #fe ,druckpumpe #fh ,feuerspritze #gh ,das ,ohr des ,menschen #ia ,das ,stimmorgan #ic ,thermometer #ajf ,watt's doppelt wirkende ,dampfmaschine #acd ,locomotive #adj ,das ,auge des ,menschen #afj ,electroskop #ahd ,leydener ,flasche #ahf ,condensator #ahg ,galvanische ,batterie #aid ,morse's ,schreib- und ,drucktelegraph #aih ,im ,sptherbst d4 ,j4 erscheint3 ,otto ,ule's ,warum und ,weil4 ,chemischer ,theil4 ,von ,f4 ,langhoff1 ,direktor der ,knigl4 ,gewerbeschule zu ,potsdam4 ,mit in den ,text eingedruckten ,holzschnitten4 ,format und ,ausstattung wie die des physikal4 ,theils1 ,umfang #aej bis #ahj ,seiten1 ,preis #b ,m4 bis #b ,m4 #ej ,pf4 ,berlin1 #ahgg4 ,verlag von ,karl ,j4 ,klemann4 ,bei ,karl ,j4 ,klemann in ,berlin ist erschienen und durch alle ,buchhandlungen zu beziehen3 ,physik fr ,elementar- und ,mittelschulen4 ,die ,ergebnisse des ,unterrichts zur ,wiederholung und ,einbung fr ,schler systematisch geordnet von ,dr4 ,w4 ,simon4 ,mit #aaa in den ,text eingedruckten ,holzschnitten4 ,zweite verbesserte ,auflage4 #ahgf4 ,kartonnirt4 ,preis #hj ,pf4 ,der ganz ungewhnlich billige ,preis -- #hj ,pf4 fr ein sauber ausgestattetes1 kartonnirtes ,buch mit ,hundert und elf ,holzschnitten -- erleichtert die ,einfhrung in ,volksschulen4 ,die erste ,auflage 7#ahgd7 war in #ae ,monaten vergriffen1 und bald nach ihrem ,erscheinen enthielt ,diesterwegs ,wegweiser 7,,iii4 #c41 ,s4 #ahg7 ein ,urtheil1 worin es heit3 ,die zahlreichen1 sorgfltigen ,holzschnitte untersttzen das ,memoriren und die ,klarheit und ,sicherheit in der ,auffassung der ,erscheinungen und ,gesetze zweifellos in der nachhaltigsten ,weise2 das geschickt abgefate ,buch befriedigt ein wahrhaftes ,bedrfni4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription ,offensichtliche ,fehler wurden stillschweigende korrigiert4 ,die ,werbeseite am ,buchanfang wurde ans ,ende verschoben4