,land und ,leute ,monographien zur ,erdkunde ,in ,verbindung mit hervorragenden ,fachgelehrten herausgegeben von ,a4 ,scobel ,,ix4 ,der ,harz ,bielefeld und ,leipzig ,verlag von ,velhagen ,klasing #aija 99 99 99 99 99 ,der ,harz ,von ,fr4 ,gnther ,mit #aae ,abbildungen nach photographischen ,aufnahmen und einer farbigen ,karte4 ,illustration ,bielefeld und ,leipzig ,verlag von ,velhagen ,klasing #aija ,alle ,rechte vorbehalten4 ,druck von ,fischer ,wittig in ,leipzig4 ,inhalt4 ,seite ,i4 ,einleitung #c ,,ii4 ,geographischer berblick #e ,,iii4 ,geologische bersicht #h ,,iv4 ,das ,klima #ah ,v4 ,geschichtlicher berblick #be ,,vi4 ,land und ,leute #cj ,,vii4 ,die ,hochebene von ,klausthal #dj ,,viii4 ,die ,sselandschaft #ef ,,ix4 ,die ,innerstelandschaft #eh ,x4 ,die ,okerlandschaft #fh ,,xi4 ,die ,oderlandschaft #gg ,,xii4 ,der ,brocken und das ,brockenfeld #hc ,,xiii4 ,radau1 ,ecker und ,ilse #hi ,,xiv4 ,die ,holtemme #ia ,,xv4 ,die ,bodelandschaft #ih ,,xvi4 ,die ,selkelandschaft #ajf ,,xvii4 ,die ,wipperlandschaft4 -- ,mansfelder ,bergbaugebiet #ajh ,,xviii4 ,die ,helmelandschaft #aah ,register #abf 99 99 99 99 99 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,stolberg1 von der ,lutherbuche gesehen4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 99 99 99 99 99 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,eisleben im #ag4 ,jahrhundert 7nach ,merian74 ,der ,harz4 ,i4 ,einleitung4 ,mag ,samaria und ,juda ein sehr fruchtbares ,land gewesen sein1 ich lobe mir dafr meine ,gldene ,au4 ,so sprach1 wie ,d4 ,luther erzhlt1 ,botho der ,glckselige1 ,graf zu ,stolberg1 als er am #i4 ,februar #adid von seiner ,meerfahrt in das ,gelobte ,land in seine harzische ,heimat zurckkehrte4 ,ja1 und wenn es auch gar viel gewaltigere ,gebirge gibt mit himmelanstrebenden1 von den ,wolken benetzten ,spitzen und ,hrnern1 mit glitzernden ,gletschern und ewigem ,firn3 ich lobe mir doch meinen bescheidenen ,harz und ich liebe ihn und preise ihn1 so gut ich kann4 ,gr're ,gebirge wohl gibt's1 doch keines1 das ihn bertrfe ,beides an ,wald und ,wild 444 singt ,heinrich ,rosla 7gegen #acjj7 in seiner ,herlingsberga2 und ,konrad ,celtis1 der die ,vorlande unseres ,gebirges im ,jahre #adih durchreiste1 rhmt an diesem die ,flle mannigfaltigen ,erzes1 die mit ,taxus und ,fichte geschmckten ,hhen1 die dunkelschattigen ,thler1 die rauschenden1 jhlings durch die ,felsen herabstrzenden ,giebche1 wodurch die matterleuchtete ,gegend das ,ansehen der ,unterwelt gewnne4 ,vom ,harz der ,fichte leitet ,celtis den ,namen unseres ,waldgebirges ab1 und noch ,johann ,rauws spricht's hundert ,jahre spter ihm nach4 ,aber wenn sie hierin auch irren1 strmt uns nicht aus dem ,worte ,harz gleichsam der wrzige ,duft der unabsehbaren ,nadelwlder erfrischend entgegen1 hren wir nicht bei seinem ,klange gleichsam das geheimnisvolle ,rauschen und ,flstern der weithin schauenden ,wipfel unserer nordischen ,palme8 ,und die ,tne der ,schwarzdrossel und ihrer sangeskundigen ,schwestern klingen melancholisch darein1 und ber die klaren1 blinkenden ,teiche hallt leise und feierlich wie aus verlorener ,waldkirche das harmonische ,gelut der friedlich weidenden braunen ,rinderherden herber1 und der ,giebach stimmt murmelnd ein in den ,abendpsalm4 ,und wenn die ,schwingen des ,waldes ruhen und die ,tne mhlich verklingen und nur noch die ,saiten des ,herzens andchtig nachzittern1 und der letzte ,sonnenstrahl1 der so eben noch hier die grne ,nacht des ,hochwaldes zu durchdringen sich bemhte1 dort auf dem weichen1 dichten ,moospolster und den dichtgedrngten1 losen ,farnwedeln neckisch spielte1 scheidend erlischt -- dann erheben ,sage und ,mrchen ihr ,haupt4 ,schaut hier nicht ,knig ,hbich ,gaben verheiend aus dem ,felsenspalt1 schreitet dort nicht der ,bergmnch mit flackerndem ,grubenlicht hinter dem ltesten der ,baumriesen hervor8 ,und das zottige ,flechtengewirr an den ,zweigen und die knorrigen1 weit hervorragenden ,wurzeln nehmen gar seltsame ,gestalten an1 und wie ein ,geisterhauch fliegt's durch die ,kronen4 ,wohl ist die ,rottanne oder ,fichte dem ,harze nicht ausschlielich eigen1 aber es gibt in ,deutschland kaum ein zweites ,gebirge von gleicher ,hhe1 in dem ihre ,herrschaft so wenig beschrnkt wird2 und mindestens dem ,westharz1 seinen hohen ,bergen und tiefen ,thlern prgt sie durch ihre dunklen1 lang hinziehenden ,massen1 in denen der einzelne ,baum gleichsam untergeht1 den eigenartigen ,charakter auf4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,kaiserhaus in ,goslar4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,den ,inseln gleich im grnen ,waldmeere liegen1 weithin1 doch nicht planlos verstreut1 groe und kleine ,wiesenfluren und inmitten einer jeden1 meist der ,form und dem ,zuge des ,thales sich anschmiegend1 die ,bergstdte und oberharzischen ,ortschaften1 auf den kleinsten ,eilanden wenigstens ein ,forsthaus1 oder ein ,zechenhaus oder eine ,mhle4 ,lngst hat der rote ,ziegel die schwrzlich graue ,holzschindel verdrngt1 und mit frischen ,farben leuchten diese kleinen ,siedelungen -- in den unabsehbaren grnen ,teppich gewobene ,blumen -- zu der ,hhe herauf1 von der wir ,umschau halten1 und fesseln unsere ,augen4 ,und wie ganz anders rollt das ,bild sich ab1 wenn wir unsern ,fu rstig wandernd gen ,osten setzen4 ,sind wir denn wirklich im ,gebirge8 ,kein ,bergzug umrandet die ,ebene1 versteckt und verdeckt liegt selbst der ,vater ,brocken1 der sonst nach allen ,seiten seine ,gre versendet2 kein ,giebach schumt1 fast unhrbar und in ,manderschlingen schleichen trge die ,bche vorber4 ,nur die krglich bestandenen ,fluren mit ihren sich versptenden ,saaten und die in der ,ferne sich kruselnden ,rauchwolken1 die einem ,httenwerke entstammen mssen1 heben unsere berechtigten ,zweifel4 ,doch weiter6 ,bald ist sie berwunden -- diese ,einfrmigkeit der unterharzischen ,hochebene1 die doch niemals zur ,langweiligkeit ausartet1 vielmehr dem ,wanderer nur einige ,stunden ruhiger ,beschaulichkeit gewhrt und sein ,gemt vorbereitet zu rechter ,wrdigung und zu vollem ,genusse des ,kommenden4 ,mhlich beginnen die ,thler sich einzuschneiden und die buchenbestandenen ,hhenzge zu wachsen2 die kleinen ,flchen bekommen ,leben1 und nicht lange1 so erhlt das anmutige ,hgelgelnde berzeugend den wirklichen ,gebirgscharakter4 ,berg trmt sich auf ,berg1 wunderliche ,felsgebilde steigen empor und recken sich hher und hher1 um hier in die schwindelnde ,tiefe mit ihrem brausenden ,bergstrom1 dort wie eine ,gefahr druende ,riesenburg weit hinaus zu schauen in die blhenden ,vorlande4 ,hart dem ,saume des ,gebirges folgend1 reihen sich hier blhende ,stdte1 rhrige ,flecken und schmucke ,drfer zu einem lieblichen ,kranze4 ,wo auch nur ein ,flu oder ,bchlein aus dem ,harze heraustritt1 da haben -- gerade an diesem ,austrittspunkte -- unsere ,vorfahren mit ,verstndnis einst ihre ,wohnungen aufgeschlagen und von hier aus nach dem ,vorbilde eines ,klosters1 unter dem ,schutze einer ,burg den ,kampf mit der ,wildnis aufgenommen1 und unermdlich die blanke ,axt schwingend dem ,urwalde die fruchtbaren ,fluren abgerungen1 auf denen sich jetzt der goldige ,weizen mit schwerer hre im ,winde wiegt und die gehaltvolle ,zuckerrbe reichen ,ertrag gewhrt4 ,nur sprlich ist die ,zahl der ,urkunden1 welche aus jener ,zeit berichten1 wo dieser engste ,saum von ,ortschaften1 von denen dann allmhlich unternehmende ,pioniere in den inneren ,harz eindrangen1 um unser ,gebirge gelegt wurde1 und vielfach verstummt sogar verschmt die sonst selten verlegene ,sage4 ,aber die ,stdte und ,ortschaften selbst tragen in ihrem ,namen eine untrgliche ,inschrift1 ein unauslschliches ,merkmal der ,zeit ihrer ,entstehung4 ,,ii4 ,geographischer berblick4 ,das ,harzgebirge liegt zwischen #ea #bh1e' und #ea #ea' nrdl4 ,breite und zwischen #aj #aj' und #aa #bf' stl4 ,lnge von ,greenwich und hat die ,gestalt einer von ,west-,nordwest nach ,ost-,sdost gerichteten unvollstndigen ,ellipse1 deren ,brennpunkte auf den #aadb ,meter hohen ,brocken und den #eie ,meter hohen ,ramberg fallen2 und deren lange ,achse1 welcher der nordstliche ,rand als ,sehne parallel luft1 zwischen ,hahausen und ,hettstedt #ie ,kilometer lang ist1 whrend ihre grte ,breite 7vom ,sdwestrande bis zur ,sehne7 #cd ,kilometer betrgt4 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,bergmann4 7,nach einer ,photographie von ,fr4 ,zirkler in ,klausthal47 ,sidenote3 ,die ,rnder des ,gebirges4 ,am imposantesten wirkt der ,harz von ,norden gesehen4 ,in scharfer ,markierung1 ohne vermittelnden ,uebergang steigt er mauerartig auf der etwa #be ,kilometer langen ,strecke von ,harzburg bis ,hahausen aus dem ,vorlande auf4 ,die ,luftlinie zwischen der bei #bef ,metern liegenden ,grenzlinie und den diese um die doppelte ,meereshhe berragenden ,bergspitzen betrgt noch nicht #a ,kilometer2 zwischen den ,httenorten ,oker und ,langelsheim kulminieren der ,adenberg bei #ech ,meter1 der ,hahnenberg bei #ebj ,meter1 der ,gelmkeberg bei #ech ,meter1 der ,steinberg bei #dgi ,meter und der ,nordberg bei #dee ,meter2 ja der ,rammelsberg und der ,herzberg1 die den unmittelbaren ,hintergrund ,goslars bilden1 erheben sich sogar zu #fce und #fch ,meter4 ,den vollen1 berwltigenden ,eindruck eines vllig geschlossenen ,gebirgswalles macht dieser ,rand indes nur aus der ,ferne2 von den austretenden ,flssen und ,bchen 7,radau1 ,oker1 ,gose1 ,grane1 ,barley1 ,tllebach und ,innerste7 auerordentlich stark zerschnitten1 lst er sich in der ,nhe in ,einzelberge auf4 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,fuhrherr4 7,nach einer ,photographie von ,fr4 ,zirkler in ,klausthal47 ,im ,westen prgt sich die ,gebirgsgrenze von ,hahausen bis ,lauterberg in einem ,thale1 das der ,zechsteinbildung angehrt1 deutlich aus4 ,von groer landschaftlicher ,schnheit ist es besonders in der ,gegend von ,osterode und ,herzberg1 wo die schneeweien ,felsen des ,gipszuges1 der den ,thalrand auf der ganzen ,strecke zur ,rechten begleitet1 im wirkungsvollen ,gegensatze zu den weniger steil abfallenden grnen ,harzbergen aus dem ,thale1 in dem sich die wassergefllten ,erdflle der ,teufelsbder aneinander reihen1 bis zu #ajj ,meter jh emporsteigen4 ,von ,lauterberg ber ,walkenried bis ,questenberg folgt die ,grenze1 noch erkennbar1 aber weniger scharf hervorgehoben1 dem ,laufe der ,helme1 wird dann aber1 bis ,mansfeld1 durch die sich unmittelbar an das ,gebirge anschlieende ,thringer ,grenzplatte1 einen in sdstlicher ,richtung bis zur ,unstrut laufenden ,hhenrcken mit flachgerundeten ,gipfeln1 fast vllig verwischt4 ,von ,mansfeld ab bis ,harzburg bezeichnen die ,orte ,hettstedt1 ,ballenstedt1 ,thale1 ,blankenburg1 ,wernigerode1 ,ilsenburg die ,grenze in berall deutlich erkennbarer ,ausprgung4 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,landgngerin4 7,nach einer ,photographie von ,fr4 ,zirkler in ,klausthal47 ,der ,sdrand1 der mit #bfg ,meter mittlerer ,meereshhe den ,nordrand um etwa #aa ,meter -- der in ,deutschland allgemein geltenden ,regel entsprechend -- bertrifft1 hat seine grte relative ,hhe in dem die ,wasserscheide zwischen ,weser und ,elbe bildenden ,hhenrcken bei ,osterhagen1 von dem der ,rand fast gleichmig nach ,westen 7,seesen #bjd ,meter7 und ,osten 7,riestdorf #agh ,meter7 abfllt4 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,klausthal4 7,nach einer ,photographie von ,fr4 ,zirkler in ,klausthal47 ,illustration3 ,abb4 #h4 ,zellerfeld4 7,nach einer ,photographie von ,fr4 ,zirkler in ,klausthal47 ,sidenote3 ,ober- und ,unterharz4 ,der ganze so umrandete ,harz bedeckt eine ,flche von #bdfh ,quadratkilometer und ist demnach genau so gro wie das ,herzogtum ,sachsen-,meiningen und fast doppelt so gro wie ,sachsen-,altenburg4 ,wenn man das ,gebirge auf dieser ,grundflche einebnen knnte1 so wrde man die mittlere ,hhe von #ddb ,meter erhalten4 ,man hat den ,harz einen einzigen ,berg mit verschiedenen ,kpfen und ,thalfurchen genannt2 und dieser ,vergleich ist auch nicht ganz unzutreffend4 ,aber auf den ,sockel dieser scheinbar ununterbrochenen ,bergwand ist -- wie ein ,blick aus der nrdlich sich vorlagernden ,ebene zeigt -- im ,westen die ,granitmasse des ,brockens als ein zweites1 fast ebenso hohes ,gebirge und im ,osten der kleine ,ramberg-,kegel gestellt2 und auf der ,hochebene von ,klausthal oder auf dem ,aussichtspunkte der ,schalke tritt auch der ,bergzug des ,langen ,ackers 7jetzt ,acker-,bruchbergs7 als bedeutende berragung klar neben dem scheinbar nicht viel hheren ,brockengebirge ins ,auge4 ,sollte aber der ,vergleich mit einem einzigen ,berge den ,trugschlu auf langweilige ,einfrmigkeit nahelegen1 so belehrt uns der umfassende ,rundblick vom ,brocken auf die von immer tiefer werdenden ,furchen und ,fluthlern zerschnittenen ,hochebenen des ,ober- und ,unterharzes eines ,besseren4 ,unter dem ,oberharz versteht man den hheren westlichen1 unter dem ,unterharz den allmhlich an ,hhe abnehmenden stlichen ,teil des ,gebirges4 ,aber die ,grenze zwischen beiden steht keineswegs von vornherein fest4 ,da dabei die vormalige ,praxis der hannover-braunschweigischen ,bergbehrden1 nach welcher mit dem ,unterharze die ,gegend von ,goslar1 ,oker1 ,gittelde gemeint war1 vllig auer ,betracht zu bleiben hat1 liegt auf der ,hand4 ,doch auch nach ,flugebieten lt jene sich nicht angeben1 denn die dem ,elbegebiet angehrende ,bode entspringt auf dem ,brockenfelde1 der hchstgelegenen ,hochebene des ,gebirges4 ,ohne uns in den -- brigens bedeutungslosen -- ,streit weiter einzulassen1 wollen wir unter dem ,oberharz das ganze ,brockengebirge samt dem ,brockenfelde1 die im ,mittel #ehj ,meter hohe ,hochebene von ,klausthal mit ihren ,randbergen und der ,bruchberg-,kette und das ,andreasberger ,dreieck verstehen2 und den ,unterharz1 der in seinem westlichen ,drittel noch gleich jenem vorwiegend mit ,fichtenwald bedeckt ist1 in das ,bode- und das ,selkeplateau einteilen4 ,,iii4 ,geologische bersicht4 ,von den ,randgesteinen abgesehen1 die den deutlich begrenzten ,gebirgskern mantelartig umgeben1 besteht das ,massiv des ,harzes zum bei weitem grten ,teile aus sedimentren1 zum kleineren aus eruptiven ,gesteinen4 ,sidenote3 ,verbreitung des ,devon4 ,die ,sediment- oder geschichteten ,gesteine -- sie heien auch palozoische d4 i4 alttierische -- welche sich1 die erste1 ursprngliche ,grundlage fr unser ,gebirge bildend1 aus den trben ,fluten des noch alle ,lande bedeckenden ,meeres als ,schlamm1 ,sand und ,kies horizontal oder in geringer ,neigung niederschlugen1 ablagerten und erhrteten1 gehren im ,westharze dem ,devon-1 im ,ostharze vorwiegend der ,kohlenformation an4 ,die devonische ,bildung kommt im ,harze in allen ihren ,niveaus1 als ,unter-1 ,mittel- und ,ober-,devon vor4 ,von dem ,unter-,devon hat man in neuester ,zeit die ltesten ,schichten abgetrennt und dieser ,gruppe den ,namen ,obersilur zuerkannt4 ,es sind dies namentlich die ,graptolithenschiefer bei ,lauterberg1 ,wernigerode1 ,harzgerode1 ,treseburg und der feste1 feinkrnige und helle ,quarzit1 aus dem der ,rcken des ,bruchberges und des ,ackers besteht4 ,illustration3 ,abb4 #i4 ,marktkirche in ,klausthal4 7,nach einer ,photographie von ,fr4 ,zirkler in ,klausthal47 ,dem ,unter-,devon gehren zum grten ,teil die ,unteren ,wieder-,schiefer -- harte ,schiefer mit eingelagerten ,kalklinsen -- und hnliche ,schiefern bei ,zorge1 ,harzgerode und ,mgdesprung1 sowie der ,hauptquarzit des ,unterharzes1 die sich sdstlich an den ,oker-,bruchberg anschlieenden ,quarzite und neben sandigen ,schiefern des ,rammelsberges1 der nach seinen zahlreichen ,versteinerungen1 den zu den ,armfern gehrenden ,spiriferen oder ,windungstrgern benannte ,spiriferen-,sandstein an1 welcher die ,berggruppe zwischen ,oker und ,innerste1 also den ,rammelsberg1 den ,kahlenberg und ,bocksberg1 die hchsten ,kuppen der ,klausthaler ,hochebene1 bildet4 ,in das ,mittel-,devon rechnet man auer einem ,teile der ,wieder-,schiefern 7bei ,hasselfelde1 im ,selkethal7 besonders die ,wissenbacher 7oder ,goslarer7 und die ,calceola-,schiefer4 -- ,die ,calceolaschichten1 welche sich eng an den ,spiriferen-,sandstein anschlieen und sich durch ihren groen ,reichtum an ,petrefakten auszeichnen 7,leitmuschel ,calceola sandolina1 gemeine ,pantoffelmuschel7 finden sich zwischen ,oker und ,innerste in schmalen ,sumen1 in ,mulden und in sattelfrmigen ,hervorragungen4 ,die auf ihnen folgende ,zone der ,goslarer ,schiefer ist von hervorragender ,bedeutung3 nicht nur werden die hrtesten dieser blau- oder grauschwarzen1 dichten ,thonschiefer als ,dachschiefer benutzt1 sondern es ist ihnen auch das berhmte1 trotz fast tausendjhrigen ,betriebes noch immer nicht erschpfte ,erzlager des ,rammelsberges eingeschaltet4 -- ,mitteldevonisches ,gestein findet sich auch in dem ,zuge1 welcher -- wegen der in ihm auftretenden ,diabase und ,roteisensteine meistens als ,diabas- 7,grnstein-7 oder ,eisensteinszug bezeichnet -- von ,osterode bis ber ,altenau hinaus in gerader ,linie als #djj ,meter breiter ,streifen verluft4 ,es steht den ,wissenbacher ,schiefern gleich und wird von ,tentakuliten-,schiefern berlagert4 ,illustration3 ,abb4 #aj4 ,doppelthaler vom ,jahre #afhh4 7,oberharzer ,museum47 ,die jngsten ,schichten des ,mittel-,devon sind die durch reiche ,eisensteinslager ausgezeichneten ,stringocephalenkalke 7,leitmuschel ,stringocephalus ,burtini1 ,burtins ,eulenkopf7 der ,elbingeroder ,mulde1 die auch in dem soeben genannten ,eisensteinszuge zwischen ,herzberg und ,altenau auftreten4 ,das ,ober-,devon ist in seiner unteren1 lteren ,zone vorwiegend ,intumescenskalk1 in seinen oberen1 jngeren ,schichten ,cypridinenschiefer4 ,jener ist nach der zu den ,ammonshrnern gehrenden ,goniatites intumescens1 dieser nach dem ,muschelkrebs benannt4 ,in die ,intumescensstufe gehrt vor allem der vllig ungeschichtete ,massenkalk des hhlenreichen ,iberges und ,winterberges bei ,grund1 eines ,korallenriffes mit dem reichsten ,schatze von ,versteinerungen1 und der ,iberger ,kalk der ,elbingeroder ,mulde mit den berhmten ,rbelander ,hhlen4 ,auch die schwarzen ,kalke 7mit ,cardiola angulifera7 am ,wasserfallfelsen bei ,romkerhalle1 am ,kellwasser u4 s4 w4 gehren diesem unteren ,niveau an4 -- ,cypridinenschiefer finden sich u4 a4 im ,diabaszuge der ,klausthaler ,hochebene1 und als ,clymenienkalk bei ,lautenthal1 am genannten ,wasserfall1 bei ,mgdesprung u4 a4 ,o4 ,sidenote3 ,verbreitung des ,karbon4 ,die nicht devonischen ,schichten des ,oberharzes gehren dem ,karbon 7der ,kohlenformation7 an1 fr den der englische ,lokalname ,kulm hier zuerst in ,anwendung gebracht ist4 ,seine unteren ,schichten bestehen aus ,kiesel- und ,posidonienschiefern1 seine oberen aus ,grauwacke4 ,die ,kieselschiefer1 meist grau oder schwrzlich1 vom ,messer nicht ritzbar1 ,s-frmig gestaucht und gefaltet1 finden sich in geringer ,mchtigkeit in der ,gegend von ,lautenthal und im mehrgenannten ,diabaszuge1 vielfach im ,wechsellager mit hellem ,wetzschiefer1 schwarzem ,alaunschiefer und 7z4 ,b4 am ,lerbacher ,httenteiche7 bunten1 rotgrnen ,adinolen 7,bandjaspis74 ,die ,charakter-,versteinerung ,posidonia ,becheri 7,bechers ,poseidon-,klaffmuschel71 die den mit den ,kieselschiefern unmittelbar verknpften1 doch auch -- in zwei breiten ,zonen zwischen ,schulenberg und ,laubhtte -- unabhngig auftretenden eigentlichen ,posidonienschiefern eignet1 findet sich nicht selten auch in jenen4 ,vereinzelt 7z4 ,b4 zwischen ,hbichenstein und ,iberger ,kaffeehaus7 sind schwrzlich-graue ,kalke eingelagert1 die gleichfalls dem unteren ,kulm angehren4 ,illustration3 ,abb4 #aa4 ,wildemannthaler von #affe4 7,oberharzer ,museum47 ,dagegen nehmen die ,kulm-,grauwacken1 die jngsten ,schichten des ,kerngebirges1 am ,tage groe ,flchen ein4 ,im frischen ,zustande blaugrau1 durch ,verwitterung rostbraun1 auch rot1 besteht dieses meist in dicken ,bnken abgelagerte ,gestein im wesentlichen aus ,sandkrnern1 die nebst ,bruchstcken von ,gangquarz1 ,kieselschiefer und ,thonschiefer sowie ,feldspat- und ,kalkspatkrnern in ein thonig-sandiges ,bindemittel gebettet sind4 ,in der ,gegend von ,grund haben diese ,bestandteile1 unter denen sich ,granit- und ,porphyrgerlle nichtharzischen ,ursprungs finden1 oft ,faustgre4 ,die pflanzlichen ,versteinerungen1 unter denen neben undeutlichen kohligen ,blattabdrcken namentlich die ,calamiten 7baumartige ,schachtelhalme7 vertreten sind1 kommen nur sporadisch1 von tierischen nur die ,posidonienmuschel ganz vereinzelt vor4 ,als ,baustein -- namentlich bei ,klausthal -- schn zu bearbeiten1 liefert die ,grauwacke in den groartigen ,steinbrchen bei ,wildemann treffliche ,pflastersteine4 ,illustration3 ,abb4 #ab4 ,ausbeutethaler von #afhe4 7,oberharzer ,museum47 ,dem gleichen ,niveau wie die von erzreichen ,gangspalten durchsetzte ,oberharzer ,grauwacke gehren die ,tanner und ,elbingeroder ,grauwacke1 sowie die ,zorger ,schiefer an4 99 99 99 99 99 ,zu ,ende der ,kulmzeit wurden die bis dahin vom ,meere bedeckten palozoischen ,sedimente in ,mitteleuropa zu einem gewaltigen ,kettengebirge zusammengeschoben1 dessen ,falten sich vom ,centralplateau ,frankreichs durch ganz ,deutschland1 wo sie um das bhmische ,gebirgsviereck in einem gegen ,norden konvexen ,bogen herumliegen1 bis nach ,ruland verfolgen lassen4 ,darum hat der ,harz wie der ,thringer ,wald und das rheinisch-westflische ,schiefergebirge1 deren ursprnglicher ,zusammenhang erst allmhlich durch die abradierende ,thtigkeit des ,meeres und durch wiederholte ,abbrche aufgehoben wurde1 niederlndisches ,streichen d4 i4 seine ,schichten haben die ,richtung von ,sdwest nach ,nordost4 ,dieses ,zusammenschieben der erhrteten ,sedimente geschah durch seitlichen 7tangentialen7 ,druck und konnte nicht anders1 als unter ,faltung1 ,zerreiung und ,aufrichtung1 selbst ,kippung der ,schichten geschehen4 ,in die entstandenen ,spalten und ,risse ergossen sich die sogenannten prgranitischen ,eruptivgesteine1 besonders ,diabas1 auch ,kersantit und gewisse ,porphyre1 die feuerflssig aus dem ,innern emporquollen4 ,so ist es auch zu erklren1 da der ,grnstein des ,diabaszuges zwischen ,osterode und ,altenau trotz seiner deckenartigen ,ausbreitung stets der ,richtung der ,schichten folgt und an deren spteren ,knickungen und ,verwerfungen teilnimmt4 ,illustration3 ,abb4 #ac4 ,andreasthaler von #agbf4 7,oberharzer ,museum47 ,das ,harzgebirge sah damals nur wenig und nur in seinen bedeutend emporgehobenen ,teilen aus dem ,meere hervor4 ,dieses begann nun seine abradierende ,thtigkeit3 wie es noch heute an felsiger ,meereskste geschieht1 zernagten und untersplten ,wogen und ,brandung die trocken gelegten ,massen1 bis diese zusammenstrzten1 zertrmmerten und zerrollten dann die ,brocken zu ,kies und ,schlamm1 fllten damit die bei der ,faltung entstandenen ,vertiefungen aus und bildeten fast ebene ,abrasionsflchen4 ,sidenote3 ,das ,rotliegende4 ,man nennt diese aus ,konglomeraten von ,harzgesteinen bestehende ,ausfllung der ,mulden das untere ,rotliegende4 ,am strksten entwickelt ist diese ,formation in der ,grafschaft ,mansfeld1 wo sich zwischen ihr mchtige zu ,mhl- und ,bausteinen geeignete thonige ,sandsteine finden1 in der ,gegend von ,ilfeld1 wo sie hoch in das ,gebirge hinaufsteigt1 und im ,ermsleber ,becken2 doch umzieht sie1 mehrfach unterbrochen1 auch ber ,lauterberg den ,harz bis ,hahausen4 ,an drei ,stellen1 bei ,meisdorf und ,opperode stlich von ,ballenstedt1 bei ,grillenberg in der ,nhe von ,wippra und bei ,slzhain-,ilfeld-,neustadt enthlt sie auch dunkle ,schieferthone und wenig 7#c_/d-a-a_/b ,meter7 mchtige ,steinkohlen4 ,sidenote3 ,porphyr und ,granit4 ,die ,eruptionen dauerten fort4 ,zunchst entquollen1 die ,sedimente gewaltsam durchbrechend1 dem ,innern des noch immer mit ,wasser bedeckten ,harzes1 besonders nrdlich von ,ilfeld1 ,strme schwarzen ,melaphyrs und ergossen sich ber die unteren ,schichten des ,rotliegenden2 ihnen folgte1 weithin alles bedeckend1 feuerflssiger grauer ,porphyr1 der zum ,teil auch in den darber lagernden mchtigen postporphyrischen ,konglomeraten als ,gerll noch erhalten ist4 ,vielleicht sind zur selben ,zeit -- jedenfalls nach der ,kulmperiode und nach der ,entstehung des ,diabases -- die ,porphyrmassen aufgestiegen1 welche die fast parallelen1 von ,nord nach ,sd streichenden ,gangspalten des ,kerngebirges zwischen ,ilfeld und ,wernigerode und ,diabaszge nach ihrer ,faltung ausfllten und durchsetzten2 hchst wahrscheinlich auch die gewaltigen ,strme von ,quarzporphyr1 deren ,reste wie im ,auerberge bei ,stolberg und in der ,gegend von ,lauterberg 7,knollen1 ,ravenskopf7 erkennen1 wo einzelne ,gnge eine ,mchtigkeit von #bj ,meter und eine ,lnge von #aa ,kilometer erreichen4 ,illustration3 ,abb4 #ad4 ,apotheke in ,zellerfeld4 7,nach einer ,photographie von ,fr4 ,zirkler in ,klausthal47 ,ebenso jung ist der ,granit1 den man einst fr das eigentliche ,urgestein unseres ,planeten hielt4 ,er tritt in zwei groen ,massiven auf3 ,ramberg-,bodethal und ,brocken-,okerthal4 7,der ,okergranit ist eine nur oberflchlich abgetrennte ,partie des ,brockengranits47 ,die vom ,hexentanzplatz auslaufenden ,apophysen 7,auswchse1 ,auslufer71 denen das ,brockenmassiv bei ,hasserode kleinere ,gnge derselben ,facies entgegensendet1 lassen keinen ,zweifel darber1 da der ,granit erst nach der ,faltung des ,gebirges und spter als der ,diabas emporgequollen ist4 -- ,rings um beide ,granitmassen sind durch die schnellere ,abkhlung und ,erstarrung der feuerflssigen ,strme die ,sedimentsteine in der ,weise verndert1 da sie sich durch krystallinische ,beschaffenheit und massige ,struktur1 grere ,hrte und muschligen ,bruch von den gleichnamigen nicht vernderten ,gesteinen unterscheiden4 ,durch diese ,kontaktmetamorphose sind der ,hornfels und seine ,verwandten entstanden4 99 99 99 99 99 ,sidenote3 ,zechsteinformation4 ,nach diesen ,ergssen und ,bildungen1 die in die lange ,periode des ,rotliegenden fallen1 erfolgte in dem grten ,teile ,deutschlands eine allgemeine ,senkung der ,erdrinde4 ,das ,meer1 welches ber dem ,harze flutete1 wurde somit tiefer und lagerte seinen ,schlamm gleicherweise auf den abradierten ,ebenen der alten ,sedimente1 wie auf den in den ,becken und ,mulden neu entstandenen ,gerllmassen des ,rotliegenden ab4 ,bei ihrer ,erhrtung bildete diese neue ,ablagerung ,zechstein und ,kupferschiefer4 ,diese stets zusammen auftretenden ,schichten -- die mit dem ,rotliegenden auch ,perm heien -- umziehen den ganzen ,sdrand des ,harzes von ,hahausen bis in die ,grafschaft ,mansfeld1 doch hat sich bis jetzt nur in dieser1 wo ,silbererze die vom ,schiefer eingeschlossenen ,kupfererze begleiten1 das ,flz bauwrdig erwiesen4 ,die oberen ,schichten der ,zechsteinformation bestehen aus ,anhydriten und ,gipsen1 die besonders aus dem an ,hhlen und ,erdfllen reichen ,zuge bekannt sind1 der -- vielfach pittoreske ,felspartieen bildend -- den ,sdrand des ,harzes von ,badenhausen bis ,sangerhausen mauerartig umwallt2 ferner aus ,dolomiten und ,letten2 und auch die bis #ajjj ,meter mchtigen ,steinsalze und die darber lagernden ,kalisalze1 deren ,abbau im letzten ,jahrzehnt mit regem ,eifer begonnen hat1 gehren noch in diese ,formation4 -- ,die ,bildung der ,bergzge und ,hgelreihen1 welche den ,harz im ,norden mantelartig umziehen1 und die ,ausfllung der von da in das ,gebirge eingreifenden ,thler ist in den nun folgenden drei geologischen ,perioden der ,trias-1 der ,jura- und der ,kreideformation erfolgt4 ,illustration3 ,abb4 #ae4 ,erzsto im ,burgsttter ,hauptgang4 7,nach einer ,photographie von ,fr4 ,zirkler in ,klausthal47 ,sidenote3 ,erdgeschichte des ,harzes4 ,die ,trias 7d4 i4 bunter ,sandstein1 ,muschelkalk und ,keuper7 legen sich bandfrmig von ,hahausen bis ,gernrode in der ,weise um den ,nordrand1 da der ,sandstein -- dem die ,solquelle bei ,harzburg entspringt -- und der ,keuper1 der meistens als ,letten und ,mergel auftritt1 die ,thler1 der ,muschelkalk die -- spter umgekippten -- ,hhen bildet4 7,am ,sdrande liegen die ,trias wegen der ,breite der ,zechsteinformation weit ab vom ,gebirge47 -- ,der ,jura kommt nur in dem ,busen des ,schiefergebirges zwischen ,langelsheim und ,harzburg und in der ,nhe von ,quedlinburg vor2 seine ,liasschichten liefern der ,harzburger ,htte schnen ,roteisenstein4 -- ,die ,kreide1 mit ihren unteren ,schichten1 ,hils und ,gault1 bis ,harzburg1 mit jngeren bis ,ballenstedt reichend1 fhrt in der unteren ,lage des ,gault guten ,quadersandstein1 der vor dem ,breitenthor vor ,goslar den zu einer ,kapelle ausgehhlten ,felsen der ,klus bildet und am angrenzenden ,petersberge zur ,anlage eines groartigen ,steinbruchs ,anla gegeben hat4 ,den ,schichten der senonen ,kreide gehren der durch seinen ,reichtum an ,petrefakten ausgezeichnete ,sudmerberg bei ,goslar und die ,quadersandsteinreihe ,regenstein-,teufelsmauer an4 ,illustration3 ,abb4 #af4 ,hahnenklee1 vom ,bocksberg gesehen4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,die ,tertirformation 7,braunkohlenbildung7 ist nur ganz schwach am ,harzrande vertreten4 -- ,zur ,zeit1 als ,trias1 ,jura1 ,kreide und ,braunkohlen sich nacheinander ablagerten1 war der ,harz noch vllig vom ,meere bedeckt4 ,htte er auch nur teilweise soweit aus den ,fluten hervorgeragt1 da eine ,brandung entstehen konnte1 so mten sich ,gerlle vom ,harzgestein1 von ,grauwacke1 ,kieselschiefer u4 s4 w4 in jenen vier ,formationen finden4 ,dem ist aber nicht so4 ,sie sind eben keine ,strandbildungen1 sondern genau so zusammengesetzt1 wie die in grerer ,entfernung vom ,harze in ganz ,norddeutschland vorhandenen gleichnamigen ,gesteine1 also ,ablagerungen aus flacherem oder tieferem ,wasser4 ,vereinzelte ,stckchen ,kieselschiefer1 welche in der oberen ,kreide am ,sudmerberge vorkommen1 knnen einesteils aus dem ,rotliegenden stammen1 andernteils gleichen sie nicht im geringsten dem ,schutt1 den heutzutage die ,flsse vom ,harze hinuntersplen4 ,und kleine ,brckchen ,kieselschiefer1 welche sich in der ,gegend von ,gittelde im ,miocn 7der mittleren ,stufe der ,tertirgebilde7 finden1 werden aus dem rheinischen ,schiefergebirge stammen1 da ihre ,hufigkeit in der ,richtung auf ,kassel stetig zunimmt4 ,wie am ,rande1 so mssen sich auch auf dem unter den ,wellen liegenden ,gebirge selbst die mesozoischen ,schichten 7welche ,tierreste enthalten1 die den noch jetzt vorhandenen sich annhern1 also ,trias1 ,jura u4 s4 w47 nacheinander abgelagert haben4 ,diese mesozoische ,decke aber mag in ,bewegung gekommen und teilweise fortgesplt sein1 als der ,harz1 ohne vorerst noch aufzutauchen1 sich zu heben begann4 ,auf diese ,weise sind vielleicht die mesozoischen ,gerlle in das ,hilskonglomerat des unteren und in das ,sudmerbergkonglomerat und das ,heimburggestein der oberen ,kreide gekommen4 ,jedenfalls aber ist seine ,decke ganz fortgesplt und weggewaschen1 als der ,harz sich mhlich aus der ,flut erhob4 ,sidenote3 ,die ,gebirgsfaltung4 ,dies geschah am ,ende der ,miocnzeit1 zu derselben ,zeit1 als die ,gttinger und ,kasseler ,berge1 der ,meiner1 die ,rhn und fast alle andern ,gebirge emporstiegen und auftauchten4 ,infolge eines ,druckes1 der tangential1 in der ,richtung der kurzen ,achse unserer ,gebirgsellipse1 also von ,sdsdwest nach ,nordnordost1 wirkte1 bauchte und wlbte sich der ,harz allmhlich auf1 die ,gesteinsschichten rissen und spalteten dabei senkrecht zur ,druckrichtung1 also parallel der langen ,achse1 und brachen in bajonettartig absetzenden ,linien von den ,vorlanden ab4 ,die ,wirkung dieser ,pressung ist verschieden3 whrend die ,schichten am ,sdrande nur eine ,aufbauchung von etwa #bj aufweisen1 ist im ,norden die ehemalige ,oberflche der ,kernschichten samt dem darauf gelagerten ,zechstein u4 s4 w4 ganz steil aufgerichtet1 ja nach ,westen sogar bergekippt4 ,und ebenso ist der massige ,granit dem ,nordrande nher als dem ,sdrande in die ,hhe gepret4 ,vielleicht wirkte der ,druck1 der den ,harz zum heutigen ,gebirge umwandelte und zurecht schob1 von ,sden2 wahrscheinlich war aber schon damals1 was zur ,erklrung ausreicht1 die ,erdoberflche den ,sdrand entlang hher als im ,norden4 ,illustration3 ,abb4 #ag4 ,hirt4 7,nach einer ,photographie von ,fr4 ,zirkler in ,klausthal47 ,die berkippung der bei der ,zusammenschiebung der ,schichten entstandenen ,falten hatte auch den 7inneren7 ,bruch derselben und das ,hinberschieben des einen ,flgels ber sein ,liegendes zur ,folge3 die lteren bergeschobenen ,schichten sind jngeren ,bildungen aufgelagert4 ,diese berschiebungen1 die also nur aus bergekippten ,falten hervorgehen knnen1 nennt man ,faltenverwerfung4 ,sie ist besonders bei den sogenannten ,ruscheln1 schmalen ,gesteinsklften im ,innern des ,gebirges1 die meist mit ,gangthonschiefer ausgefllt sind1 klar zu ersehen2 hie und da betrgt die ,hhe der ,verschiebung kaum ein ,meter1 andernorts aber 7am ,devonzuge7 wenigstens mehrere hundert ,meter4 ,mit ihnen drfen die vormals offenen ,spalten nicht verwechselt werden2 diese sind jnger1 denn sie werden von den 7innern7 ,klften der ,ruscheln in der ,richtung abgelenkt4 ,die ,spaltenverwerfung umfat also ein zweites ,system von ,strungslinien4 ,in den ,spalten1 die sich mehrfach bis in die ,vorlande verfolgen lassen1 lagerte das einsickernde ,wasser neben ,quarz1 ,kalkspat und andern ,gesteinen namentlich die wertvollen ,erze ab und schuf sie dadurch zu ,erzgngen um2 und wo der ,hohlraum nicht ganz gefllt ward1 bildeten sich ,quarz- und ,erzdrusen mit ihren oft prachtvollen ,krystallen4 ,eine sptere entgegengesetzte ,aufbauchung des ,harzes in der ,richtung der groen ,achse -- also von ,sdost nach ,nordwest1 durch welche die ,schichten auch in der ,richtung der kurzen ,achse zerrissen und gespalten wurden1 so da nun die einzelnen ,schollen oft in unregelmig viereckigen ,stcken mosaikartig verschoben nebeneinander liegen -- scheint auch durch ,bildung der ,thalfurchen den ,flssen und ,bchen den ,lauf vorgezeichnet zu haben4 ,es wre sonst auffllig1 da das ,gebirge die ,flsse nicht auf beiden ,ufern gleichweit begleitet4 ,da sich diese ,spalten auch in den dem ,harze vorgelagerten jngeren ,gesteinen unterirdisch fortsetzen1 beweisen die mchtigen ,quellen bei ,altwallmoden und ,baddekenstedt1 die unzweifelhaft das bei ,langelsheim teilweise versiegende 7d4 i4 in die ,tiefe fallende7 ,wasser der ,innerste -- doch auch das damit verbundener ,nebenspalten1 denn nach ,abteufung der ,kalischchte hat es an ,reinheit eingebt -- in gewaltigen ,massen wieder zu ,tage frdern4 ,illustration3 ,abb4 #ah4 ,wildschweine im ,winter4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,sidenote3 ,minerallsungen4 ,whrend durch die schwache1 aber stetige ,arbeit des ,minerallsungen einfhrenden ,wassers die ,klfte1 ,gnge und ,spalten bis auf die ,drusenrume immer wieder verkittet und ausgefllt wurden1 erweiterte es1 oft bachartig auftretend1 die weit klaffenden ,hohlrume im ,kalk und ,dolomit1 in ,gips und ,steinsalz durch seine auflsende ,eigenschaft zu groen ,hhlen1 fllte diese mit ,lehm und schmckte ihre ,wandungen in spteren ,zeiten1 als das ,gebirge sich weiter gehoben hatte1 mit den wundersamen ,tropfsteingebilden4 ,auch die sogenannten ,gletschertpfe beim ,iberger ,kaffeehause1 schlotartige ,vertiefungen1 sind wohl -- hnlich wie die ,erdflle -- auf diese auflsende1 nicht auf die mechanische ,thtigkeit des ,wassers zurckzufhren und als geologische ,orgeln anzusprechen4 ,grundmorne und ,mornenschutt1 die ,gletscherprodukte im ,flachlande1 fehlen auf dem ,harze2 die ,geschiebe nordischer ,gesteine1 welche sich auf der ,hochflche des ,unterharzes finden1 waren vermutlich in ,eisberge eingefroren1 welche die ,fluten der ,eiszeit hierher wlzten4 ,auch an der ,umwandlung1 der ,metamorphose der ,gesteine ist das sickernde ,wasser stark beteiligt4 ,es lste die ,kieselsure der ,eruptivgesteine und verkieselte die mit diesen im ,kontakt stehenden ,sediment- und ,kulmschichten2 wo ,kalk in den ,gesteinen war1 bildete es ,silikate -- ,granaten und ,katzenaugen und andre -- und neben ,diabas und ,schalstein verwandelte es den ,kalk in ,eisenstein4 ,finden sich in den erwhnten ,mornen des ,flachlandes groe ,massen von ,harzgesteinen1 die es beweisen1 da schon in jener ,zeit der ,harz soweit als ,gebirge hervorragte1 da seine ,flsse ,gerlle hinunterfhren konnten1 so verstrkte eine letzte ,heraushebung des ,harzes1 deren ,zeitpunkt wir nicht kennen1 diese ,wirkung des ,wassers bedeutend1 denn nun wurden die ,berge hher1 die ,schluchten und ,thler tiefer1 das ,wassergeflle bedeutender2 und der bis heute dauernden ,erosion verdanken wir den anmutigen ,wechsel von ,berg und ,thal1 der jedwedes ,herz erfreut4 ,,iv4 ,das ,klima4 ,sidenote3 ,klima des ,harzes4 ,auf dem ,brocken begann bereits im ,jahre #ahcf der ,wirt ,nehse mit meteorologischen ,beobachtungen4 ,sie sind aber von seinen ,nachfolgern nicht regelmig fortgefhrt1 die lngste vllige ,unterbrechung whrte sogar neun ,jahre1 und die spter von ,postbeamten und ,oberkellnern gemachten ,beobachtungen lieferten kein zuverlssiges ,resultat4 ,dagegen reichen die sachkundigen und regelmigen ,beobachtungen in ,klausthal1 wo sich seit #ahgf sogar zwei ,stationen in verschiedener ,meereshhe befinden1 bis #ahed zurck4 ,illustration3 ,abb4 #ai4 ,waldarbeiter 7,lerbacher ,holzhauer74 7,nach einer ,photographie von ,fr4 ,zirkler in ,klausthal47 ,das aus vierzigjhrigen ,barometerbeobachtungen gewonnene ,mittel des ,luftdrucks betrgt in ,klausthal #gaj1ea ,millimeter2 seinen hchsten ,stand behauptet das ,barometer in den ,monaten ,juni bis ,september1 seinen niedrigsten in den ,monaten ,mrz1 ,april1 ,november und ,dezember4 ,der ,sonnenberg hat ein ,jahresmittel von #fib1ib1 der ,brocken von #ffb1b1 ,nordhausen #gda1gf1 ,sangerhausen #gdg1he ,millimetern4 ,das frher fr ,klausthal zu #f1b;,c angenommene ,jahresmittel der ,lufttemperatur sinkt bei ,bercksichtigung der vierzig ,jahre von #ahef-ahif auf #f1jc;,c1 bertrifft also das von ,stockholm 7#e1g;,c7 nur um ein ,geringes4 ,doch sind die ,unterschiede der einzelnen ,jahre betrchtlich3 so hatte das ,jahr #ahgb eine ,temperatur von #g1eh;,c1 das ,jahr #ahgi nur #d1da;,c4 ,die grte ,klte wurde am #d4 ,januar #ahid mit -#ba1hj;,c1 die grte ,wrme am #bc4 ,august #ahib mit #ca1fj;,c erreicht4 ,in der zweiten ,hlfte der vierzigjhrigen ,beobachtungsperiode ist ein aufflliger ,rckgang der ,temperatur eingetreten4 ,whrend nmlich das ,mittel der #aj ,jahre von #ahef bis #ahff #f1ag;,c1 das der folgenden #aj ,jahre #f1bb;,c betrug1 erreichte es in den ,jahren #ahgf-ahhf nur #e1hg;,c und in den ,jahren #ahhg-ahif nur #e1fh;,c4 ,in dem vorletzten ,abschnitt waren die ,tage vom #be4 bis #bi4 ,juni mit einer mittleren ,temperatur von #ae1bb;,c1 im letzten die ,tage vom #be4 bis #bi4 ,juli mit einer mittleren ,temperatur von #ae1bg;,c die wrmsten1 whrend sich in der ,zeit vom #aa4 bis #ae4 ,januar mit einer mittleren ,temperatur von -#c1fc;,c in jenem1 und in den ,tagen vom #a4 bis #e4 ,januar mit einer mittleren ,temperatur von -#d1hb;,c in diesem ,abschnitt die grte ,klte geltend machte4 ,der erste fnftgige ,zeitabschnitt mit einer mittleren ,temperatur unter #j;,c fiel auf den #ag4 bis #ba4 ,november 7#bg4 ,november bis #a4 ,dezember71 der letzte auf den #bb4 bis #bf4 ,mrz 7#ab4 bis #af4 ,mrz74 ,klausthal hat also etwa #abj ,tage mit einer mittleren ,temperatur unter #j;,c4 ,illustration3 ,abb4 #bj4 ,hochwild im ,winter4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,charakteristisch ist fr das ,klima des ,oberharzes der jhe ,wechsel der ,temperatur an ein und demselben ,tage4 ,betrgt der ,unterschied zwischen dem ,maximum und ,minimum eines ,tages im ,sommer oft #bj;,c1 so ist er doch auch in den andern ,jahreszeiten nicht unbedeutend4 ,so stieg am #b4 ,mrz #ahgg die ,temperatur von -#ac1ha um #g ,uhr morgens auf #c1ef um #b ,uhr nachmittags und fiel wieder auf -#aj1fe;,c um #i ,uhr abends4 ,dem ,oberharz ist ferner eigentmlich1 da sich hier die drei gestrengen ,herren im ,monat ,mai nicht bemerkbar machen 7so da auf der ,hochebene die ,spuren der ,nachtfrste1 die in den ,vorbergen den ersten ,trieb der ,laubbume beschdigen1 kaum zu sehen sind72 und da im ,monat ,dezember nach der ersten ,frost- und ,schneeperiode fast regelmig eine ,zunahme der ,temperatur unter reichlichen ,regengssen eintritt4 7,so stieg z4 ,b4 im zweiten ,drittel des ,monats ,dezember #ahic die ,temperatur von -#j1bj bis auf #f1bj und sank im letzten ,drittel auf -#ad1cj;,c47 ,diese ,weihnachtsflut bringt den als ,kraftspeicher fr den ,bergbau dienenden ,sammelteichen sehr erwnschte ,zuflsse4 ,das niedrige ,jahresmittel von ,klausthal ist keineswegs die ,folge einer abnormen ,klte des ,winters4 ,erreichten doch z4 ,b4 im ,jahre #ahhc ,nordhausen und ,braunschweig eine um #a1e und #c1i;,c grere ,klte1 als jenes4 ,vielmehr hat das niedrige ,jahresmittel seinen ,grund in der langen ,dauer des ,winters und in der niedrigen ,sommertemperatur4 ,auch der ,vergleich mit ,stockholm fllt ganz anders aus1 wenn man statt des ,jahresmittels die mittlere ,temperatur der ,jahreszeiten zu ,grunde legt4 ,whrend diese in ,stockholm auf -#c1ca;,c sinkt und im ,sommer auf #bb1jd;,c steigt1 sinkt sie in ,klausthal 7nach vierzigjhrigem ,durchschnitt7 nur auf -#a1gi;,c und steigt nur auf #ad1ad;,c4 ,diese durch die ,hhenlage bedingten ,unterschiede erklren die sonst auffllige ,thatsache1 da in ,lappland1 welches mit dem ,brocken etwa gleiche mittlere ,jahrestemperatur hat1 noch ,getreidebau getrieben werden kann1 der im ,harze schon auf der ,hochebene von ,elbingerode aufhrt1 da hier dagegen noch ,buche und ,rokastanie gedeihen1 die nordwrts den kalten ,winter schon des mittleren ,schwedens nicht vertragen4 ,illustration3 ,abb4 #ba4 ,httenmann4 7,nach einer ,photographie von ,fr4 ,zirkler in ,klausthal47 ,sidenote3 ,temperaturschwankungen4 ,mit dem #c1if;,c betragenden ,jahresmittel des ,sonnenbergs 7#ggd m7 ist zugleich die ,temperatur fr die andern ,einzelsiedelungen bis zum ,brockenfelde -- ,knigskrug1 ,oderbrck1 ,torfhaus -- gegeben4 ,zum ,vergleiche zwischen den beiden ,stationen des ,oberharzes mit dem am ,gebirgsrande und in der ,nhe des ,harzes belegenen mgen noch folgende ,angaben -- fr die ich das ,jahr #ahhc zu ,grunde lege -- dienen3 ,das ,thermometer sank zum letztenmal unter #j in ,sangerhausen am #ac4 ,april1 in ,nordhausen1 ,gttingen und ,braunschweig am #bc4 ,april1 in ,heiligenstadt am #g41 in ,salzwedel am #d41 in ,klausthal am #aa4 ,mai und auf dem ,sonnenberge am #ai4 ,juni2 zum erstenmal wieder auf dem ,sonnenberg am #ah4 ,august1 in ,klausthal am #f41 in ,nordhausen am #g41 in ,gttingen am #bc4 ,oktober1 in ,sangerhausen und ,heiligenstadt am #af41 in ,braunschweig und ,salzwedel am #ag4 ,november4 -- ,die hchste ,temperatur wurde in ,braunschweig am #b4 und #c41 auf allen brigen ,stationen am #d4 ,juli erreicht2 sie betrug in ,salzwedel #ce1e1 in ,magdeburg #cd1e1 in ,gttingen #cb1h1 in ,sangerhausen #cb1f1 in ,braunschweig #cb1j1 in ,nordhausen #ca1d1 in ,heiligenstadt #ca1b1 in ,klausthal #bi1f1 auf dem ,sonnenberge #bi1a;,c4 -- ,die niedrigste ,temperatur betrug in ,gttingen -#aj1e 7am #bc4 ,mrz und #h4 ,dezember71 in ,sangerhausen -#aa1a 7#bc4 und #bd4 ,mrz71 in ,heiligenstadt -#ab1c 7#bd4 ,mrz71 in ,salzwedel -#ac1j 7#i4 ,juni71 in ,magdeburg -#ad1g 7#ae4 ,mrz71 in ,klausthal -#ae1a 7#bc4 ,mrz71 in ,nordhausen -#af1d 7#ag4 und #bc4 ,mrz71 auf dem ,sonnenberge -#ah1g 7#ac4 ,mrz71 in ,braunschweig -#ai1f;,c 7#af4 ,mrz74 ,das ,jahresmittel des ,brockens soll nach den letztjhrigen ,beobachtungen nur #j1hg;,c betragen2 doch ist bis zur ,gewinnung eines lngere ,perioden umfassenden ,durchschnitts vorlufig noch an dem aus smtlichen frheren ,beobachtungen berechneten ,mittel von #b1dj;,c festzuhalten4 ,der ,brockengipfel hat demnach fast genau das gleiche ,mittel mit ,troms im nrdlichen ,norwegen4 ,die mittlere ,temperaturabnahme betrgt auf je #a m ,erhebung nach dem ,brockengipfel hin von ,osterode #j1ga1 von ,klausthal #j1fh1 von ,goslar #j1ff1 von ,wernigerode #j1fe;,c4 ,die mittlere jhrliche ,schwankung1 die ,differenz zwischen ,januar 7-#e1dj;,c7 und ,juli 7#aj1g;,c71 betrgt auf dem ,brocken nur #af1a;,c2 in ,klausthal 7,januar -#b1dc1 ,juli #ad1he;,c7 #ag1bh;,c4 ,diese sonst auffllige ,thatsache findet ihre ,erklrung darin1 da der ,brockengipfel in die ,region der strksten ,wolkenbildung hineinragt1 und da die starke ,bewlkung die ,temperaturextreme erheblich mildert4 ,illustration3 ,abb4 #bb4 ,osterode4 ,die hchste beobachtete ,temperatur war #bg1g1 die niedrigste -#bh1j4 ,da im ,mittel auf den #cj4 ,mai der letzte und auf den #g4 ,oktober der erste ,frost fllt1 so sind etwa vier ,monate frostfrei4 ,doch kommen starke ,abweichungen vor3 im ,jahre #ahdj waren nur #hi ,tage 7vom #bf4 ,juni bis #ba4 ,september71 im ,jahre #ahdh dagegen #ahf ,tage 7vom #e4 ,mai bis #c4 ,november7 frostfrei4 -- ,perioden lang andauernder ,klte sind auf dem ,brocken nicht hufiger als in der ,ebene2 die lngste bis jetzt beobachtete fiel in den ,januar #ahch1 wo an achtzehn aufeinanderfolgenden ,tagen das ,mittel unter -#ai;,c lag2 alle ,gewsser1 sogar der ,gerlachsbrunnen1 froren vllig aus1 trotzdem war die ,klte1 da ,windstille und ,sonnenschein herrschte1 sehr gut zu ertragen4 -- ,illustration3 ,abb4 #bc4 ,wildemann4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,sidenote3 ,die ,niederschlge4 ,inbetreff der ,niederschlagshhe1 des zweiten ,hauptfaktors des ,klimas1 steht der ,harz mit dem brigen ,mitteldeutschland unter dem ,einflu des ,atlantischen ,ozeans4 ,nur die von diesem heranstreichenden ,winde knnen uns die erforderliche ,feuchtigkeitsmenge bringen1 denn im ,sden sperrt uns die ,gletschermauer der ,alpen gegen den ,einflu des ,mittellndischen ,meeres ab1 und im ,nordosten und ,osten sind uns weite1 zusammenhngende ,landmassen vorgelagert1 die um so grer erscheinen1 wenn wir hierbei auch die ,ostsee als ,land behandeln2 ihr ,einflu auf die ,niederschlagshhe ist nmlich aus drei ,grnden auerordentlich gering3 sie hat nur geringen ,umfang1 ist meistens klter als die offene ,see und liegt nicht in unserer ,hauptwindrichtung4 ,das ,vorwalten der ,sdwestwinde in ,mitteldeutschland ist nicht nur die ,folge der ,rechtsablenkung der ,winde durch die ,drehung der ,erde1 sondern wird zugleich durch das sogenannte ,azorische ,maximum1 das ist ein ,gebiet hohen ,luftdruckes im ,sdwesten ber dem ,atlantischen ,ozean 7in der ,gegend der ,azoren71 durch das im grten ,teil des ,jahres ber dem ,atlantischen ,ozean im ,nordwesten 7in der ,gegend von ,island7 ruhende ,gebiet niedrigen ,luftdruckes1 und durch die konstante ,abnahme des ,luftdruckes vom #de4 bis #ej4 ,breitengrade nach ,norden zu verursacht4 ,illustration3 ,abb4 #bd4 ,grund4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,kein ,punkt in ,mitteldeutschland ist nun fr diese ,klarlegung so geeignet wie der hochragende ,brockengipfel1 da auf diesem die ,windrichtung durch rtliche ,hemmung und ,ablenkung nicht beeinflut werden kann4 ,nach der achtteiligen ,windrose kommen auf dem ,brocken #ae aller beobachteten ,windrichtungen auf ,,nw1 #bc auf ,w1 #bd auf ,,sw1 zusammen also #fb -- nach dem ,wolkenzuge sogar #gd -- auf die fr uns ,regen fhrenden ,winde 7auf ,s nur #aj1 ,,so und ,o je #h1 ,,no und ,n je #f47 ,illustration3 ,abb4 #be4 ,lautenthal4 7,nach einer ,photographie von ,fr4 ,zirkler in ,klausthal47 ,dieser herrschenden ,luftstrmung stellt sich nun das ,harzgebirge mit seiner ,breitseite1 und zwar mit seinem hohen ,,nw-1 ,w- und ,,sw-,rande1 fast rechtwinkelig quer in den ,weg1 dadurch erfhrt der ,luftdruck eine ,steigerung1 die ,luft wird zum ,ansteigen gezwungen1 khlt sich dadurch ab und verdichtet ihren gasfrmigen ,wassergehalt zu ,nebel und ,wolken1 dann zu ,regen und ,schnee4 ,so kommt es1 da die auf der ,luvseite liegenden ,osterode #hbj1 ,grund #hhj ,millimeter1 die auf der ,leeseite1 im ,regenschatten des ,harzes liegenden ,wernigerode nur #fac1 ,blankenburg #eah ,millimeter ,niederschlag haben4 ,wenn man nun ferner bercksichtigt1 da der dichte ,fichtenbestand des ,westharzes die ,feuchtigkeit der ,luft gleichsam aufsaugt1 die ,wolken anzieht und ihren ,inhalt zum groen ,teil absorbiert und in den ausgedehnten ,mooren festhlt1 so ist es klar1 da unser isoliert aufsteigendes ,gebirge auf die ,niederschlge eines groen ,teiles von ,norddeutschland einen ganz bedeutenden ,einflu haben und als der ,hauptkondensator fr die vor und hinter ihm liegenden ,lande angesehen werden mu4 ,sidenote3 ,niederschlge und ,nebel4 ,im hohen ,westharze ist selbstverstndlich der ,niederschlag am bedeutendsten4 ,fr den ,brocken berechnet ,hellmann aus smtlichen vor dem ,jahre #ahgi liegenden ,beobachtungen das ,jahresmittel auf #affi ,millimeter2 in ,klausthal betrug das ,mittel aus den #dj ,jahren #ahef-ahie #acch ,millimeter1 auf dem ,sonnenberge 7dessen ,station leider jetzt eingegangen ist7 das ,mittel der #ah ,jahre #ahgh bis #ahie #abhc ,millimeter gegen #acaf ,millimeter derselben ,jahre in ,klausthal4 ,zwischen den einzelnen ,jahren sind auerordentlich groe ,unterschiede3 in ,klausthal stehen den #aicj ,millimeter ,niederschlag des ,jahres #ahfg als ,minimum #hbd ,millimeter im ,jahre #aheg gegenber4 ,da der ,sonnenberg1 und damit wohl auch das ,brockenfeld1 etwas geringere ,niederschlge hat1 als ,klausthal1 erklrt sich daraus1 da jener im ,regenschatten des ,bruchberg-,ackers liegt2 in ,andreasberg und ,braunlage mit #ajic und #ajif ,millimeter macht sich dieser noch strker geltend1 und den ,unterharz charakterisiert ,allrode mit #fbj ,millimeter4 ,bei den nur teilweise in diesem ,regenschatten liegenden ,orten des ,sdharzes 7,wieda #iic1 ,walkenried #hbj1 ,ilfeld #fdj ,millimeter7 sprechen auch lokale ,umstnde mit4 ,die ,jahressumme der ,tage mit ,niederschlgen steht in anderem ,verhltnisse als diese3 ,klausthal hat im ,mittel #aeb ,regen- und #fd ,schneetage1 der ,sonnenberg aber gar #baf und #ahj4 ,von groer ,bedeutung fr das ,klima ist auch die ,verteilung der ,niederschlge auf die einzelnen ,monate4 ,in ,klausthal folgen diese nach #dj;jhrigem ,mittel3 ,juli #ade1 ,dezember #acd1e1 ,august #abi1f1 ,juni #abe1f1 ,mrz #abj1g1 ,november #aae1i1 ,oktober #ajh1c1 ,januar #aje1 ,februar #ajd1h1 ,september #hh1f1 ,mai #ha1h1 ,april #gf1d ,millimeter4 hnlich ist das ,verhltnis auf dem ,sonnenberge1 nur da hier im ,juli mehr ,regen und im ,dezember und ,mrz verhltnismig mehr ,schnee fllt4 ,ist der ,westharz reicher an ,niederschlag1 so fllt der ,regen auf der ,leeseite massenhafter1 bei einem einzigen ,gewitter zuweilen #a_/aj1 ausnahmsweise #a_/e des ,jahresbetrages4 ,so fielen in ,schierke am #ba4 ,september #ahhb #abi1 in ,harzgerode am #a4 ,august #ahhg #aba ,millimeter1 whrend als ,maximum in ,klausthal nur #ig1e ,millimeter auf den #bi4 ,juli #ahhc kommen4 ,illustration3 ,abb4 #bf4 ,schlo ,sder4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,h4 ,bdeker in ,hildesheim47 ,mit dem ,nebel1 der fast zur ,hlfte auf den ,winter fllt1 ist es auf der ,hochebene des ,oberharzes nicht so arg1 wie man oft denkt4 ,allerdings hat ,klausthal durchschnittlich #ie ganz trbe und nur #bg ganz helle ,tage1 aber es ist damit nicht schlechter gestellt als manche ,stdte im ,lande4 ,im ,jahre #ahhc z4 ,b4 wurden die #ha ,nebeltage ,klausthals von ,braunschweig mit #hc1 ,magdeburg mit #ig bertroffen1 und seinen #be ganz heiteren ,tagen hatte ,salzwedel nur #ai gegenberzustellen4 ,der ,sonnenberg hat beinahe doppelt so viele ,nebel- und doppelt so viele ganz helle ,tage als ,klausthal4 ,auf den ,rauhreif und ,anhang1 auf den ,brocken im ,nebel kommen wir am andern ,orte zu sprechen4 ,v4 ,geschichtlicher berblick4 ,sidenote3 ,vorgeschichte des ,harzes4 ,wenn sich in dem weit wilderen ,alpengebirge uralte ,pfade schon in der vorgeschichtlichen ,zeit nachweisen lassen1 so ist die ,annahme1 da solche auch im ,harze vorhanden gewesen sein mssen1 um so weniger gewagt1 als der einzige dem ,oberharze angehrende ,fund aus der ,steinzeit1 ein gebrauchfertiges und gut erhaltenes ,steinbeil aus nichtharzischem ,gestein 7,oberharzer ,museum7 gerade auf dem ,brockenfelde gemacht ist1 ber das der ,heidenstieg lief1 der spter in den fahrbaren ,kaiserweg umgestaltet ward4 ,illustration3 ,abb4 #bg4 ,schlo ,derneburg4 ,im brigen wurde in vorgeschichtlicher ,zeit das ,innere des ,harzes und insbesondere der hohe ,westharz mit seinen undurchdringlichen ,urwldern1 seinem wegsperrenden ,klippengewirr und seinen ,gefahr drohenden ,mooren wohl nur hin und wieder von einzelnen khnen ,jgern betreten1 die ,elch und ,schelch1 ,ur und ,wisent1 ,br und ,wolf bis in ihre geheimsten ,schlupfwinkel zu verfolgen wagten4 ,zu dauernder ,ansiedelung aber konnten den ,menschen der ,steinzeit1 dem ,waldwirtschaft und ,bergbau1 die ,vorbedingungen der spteren ,besiedelung des eigentlichen ,harzes1 vllig fremd blieben1 nur die dem ,harze vorgelagerten ,hgellandschaften und ,fluebenen einladen4 ,die ,pfahlbauten in den ,brchen und trockenen ,seen am ,ostrande1 die ,feuersttten unter dem ,tropfsteinboden der ,einhornhhle1 die zahlreichen in neuerer ,zeit ausgegrabenen ,wohn- und ,grabsttten mit ihren ,hausurnen und ,steinkisten1 die noch unverwischten ,befestigungen mit all ihren wertvollen ,funden reden eine gar deutliche ,sprache1 und eine ,zusammenstellung der ,orte1 die durch ihren ,namen als heidnische ,opfersttten gekennzeichnet sind 7,wodansberg1 ,hbichenstein1 ,thorsthor1 ,pholidi1 d4 i4 ,phlde1 die ,bocksberge und andre7 ergnzt als zweite wichtige ,urkunde jenen ,bericht4 ,beim ,eintritt in die geschichtliche ,zeit mssen die ,harzlande freilich vorerst stumm von ferne stehen1 wenn ,sddeutschland und die ,rhein- und ,weserlande so viel des ,interessanten aus der ,rmerzeit zu erzhlen haben2 aber dafr drfen sie sich dessen rhmen1 da in ihnen der erste ,versuch und ,ansatz einer reindeutschen ,staatenbildung gemacht ist3 die sdlichen und stlichen ,vorlande bildeten das ,mittel- und ,kernstck des ,knigreichs ,thringen1 das sich im ersten ,viertel des sechsten ,jahrhunderts von der oberen ,donau bis an die ,grenze des ,bardengaues erstreckte4 ,die zahlreichen ,ortsnamen auf --leben 7das ist ,aufenthaltsort7 und --stedt 7,wohnsttte7 erinnern noch daran4 ,als die ,franken #ebi-eca die ,macht der ,thringer mit ,hilfe der ,sachsen brachen1 blieb ihnen nur der ,helmegau 7,walkenried1 ,nordhausen71 der ganze ,sd- und ,ostrand vom ,sachsgraben bei ,wallhausen bis an die ,oker fiel den ,sachsen als ,kriegsbeute zu1 doch muten sie fr die sdliche ,hlfte den ,franken jhrlich #ejj ,khe als ,tribut liefern4 ,um sich von dieser drckenden ,fessel der ,unfreiheit zu befreien1 folgten die ,bewohner dieses ,gaues #efh gern dem ,rufe des ,longobarden ,alboin zum ,einmarsch in ,italien1 und in die verdeten ,lande zogen nun ,nordschwaben1 ,friesen und ,hessen ein1 denen es #ege gelang1 die zurckkehrenden ,sachsen in zwei mrderischen ,schlachten zu vernichten4 ,sidenote3 ,einfhrung des ,christentums4 ,das ,christentum ist in die ,harzlande zuerst in der abgeschwchten ,form des ,arianismus durch die ,thringerknigin ,amalaberga1 ,theoderichs des ,ostgoten ,nichte1 gekommen2 doch hat die schwache ,pflanze die ,strme jenes ,vernichtungskrieges nicht berdauert4 ,erst ,bonifatius und sein ,schler ,wigbert haben es in den drei sdlichen ,gauen 7,helme1 ,hessen1 ,friesen7 sicher begrndet1 und in dem ,schwabengau1 in dem sich nur einige vorpostenartig vorgeschobene ,wigbertikirchen 7z4 ,b4 in ,quedlinburg7 finden1 ist es vom ,hausmeier ,karlmann und seinem ,bruder ,pipin im ,kampfe gegen den auf seine ,hoseoburg trotzenden ,huptling ,theoderich #gdf-gdh mit ,waffengewalt eingefhrt4 ,illustration3 ,abb4 #bh4 ,schlo ,henneckenrode4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,h4 ,bdeker in ,hildesheim47 ,wie weit dann auf friedlichem ,wege das ,christentum am ,westrande des ,harzes vorrckte1 zeigt die ,grenze des ,mainzischen ,sprengels1 die im ,pandelbach bei ,mnchehof mit der ,nordgrenze des ,lisgaues1 des einzigen von ,engern bewohnten harzischen ,gaues1 zusammenfllt4 ,die nrdlich anschlieenden ,lande1 der ,ambergau 7,seesen1 ,bockenem71 der ,wenzigau 7,goslar71 der ,lerigau 7,wltingerode7 und der ,harzgau 7,wernigerode1 ,blankenburg7 sind erst durch den ,schwertapostel ,karl den ,groen bekehrt4 ,strme des ,bluts1 wie in ,westfalen1 sind im ,harze nicht geflossen4 ,schon #gge unterwarf sich der ,ostfalenherzog ,hessi freiwillig an der ,oker und hielt die gelobte ,treue2 seine ,tochter grndete in ,wenthausen1 dem heutigen ,thale1 das erste ,kloster in den ,harzlanden4 ,als ,karl #hji fr ,ostfalen rechts der ,oker in ,halberstadt ein ,bistum grndete1 wies er diesem auch den ,sdrand bis zum ,sachsgraben zu1 so da dem fernen ,mainz nur der ,helme- und der ,lisgau verblieben4 ,fr ,ostfalen links der ,oker grndete ,karl #hah das ,bistum ,hildesheim2 und an der ,vertiefung des vielfach nur uerlich angenommenen ,christentums arbeiteten mit jenen ,bischfen auch die ,klster ,fulda und ,hersfeld weiter4 ,die ,ortschaften1 welche bis zu dieser ,zeit etwa in den ,harzlanden entstanden waren1 gehren drei verschiedenen ,gruppen an4 ,die lteste umfat diejenigen1 deren ,namen auf --hausen und --heim 7--um1 --em71 auf --leben und --stedt endigen1 also auf eine ,einzelsiedelung1 auf das von den zugehrigen ,htten der ,laten umgebene ,haus eines sehaften freien ,mannes hinweisen1 die zweite solche1 deren ,namen auf --ingen und --ungen endigen1 ,siedelungen einer ganzen ,sippe4 ,auch die ,orte mit bloen ,naturnamen1 wie z4 ,b4 ,goslar 7,einde am ,giebach71 ,steina 7,siedelung an der ,grenze1 nmlich zwischen ,sachsen und ,thringern71 sowie die1 welche auf --a1 --see1 --leite1 --berg u4 s4 w4 ausgehen1 gehren zum grten ,teil der frhesten ,zeit an4 ,die dritte ,gruppe bilden die ,orte1 welche sofort als ,dorf entstanden sind4 ,sidenote3 ,besiedelung des ,harzes4 ,die ,volksmenge ward allmhlich dichter1 die unter dem ,pfluge liegenden ,ackerflchen gengten nicht mehr1 und notgedrungen nahmen die ,bewohner der ,vorlande auch die den ,gebiete in ,angriff1 lichteten den ,urwald mit ,axt und ,feuer1 legten die ,sumpfgegenden durch ,grben und ,dmme trocken und machten den so dem ,walde und dem ,wasser abgewonnenen ,boden durch den ,pflug zu ertragsfhigem ,lande4 ,illustration3 ,abb4 #bi4 ,st4 ,hubertus-,kapelle am ,heinberge4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,h4 ,bdeker in ,hildesheim47 ,liegen die ,orte1 welche in dieser ,zeit der ausbauenden ,kolonisation entstanden sind1 auf ehemaligem ,waldboden1 so endigt ihr ,name auf --loh1 d4 i4 ,wald 7,braunlage brauner ,wald71 auf --feld 7,mansfeld u4 s4 w471 auf --hain und --hagen1 --rode und --schwende2 ist ihre ,flur durch ,entwsserung des ,sumpfes gewonnen1 auf --riet4 ,noch jetzt umzieht ein dichter ,kranz solcher ,ortschaften den ,harz1 die meisten aber sind lngst wieder eingegangen1 weil die ,lnderei die ,arbeit nicht lohnte4 ,ganz besonders trifft dies die zahlreichen ,hagen1 d4 i4 auf ,waldblen angelegte ,ortschaften mit eingefriedigter ,feldmark1 und die noch hufigeren ,rodungen4 ,von den an der ,endung --schwende 7von suantjan1 schwinden machen7 kenntlichen ,brandrodungen1 die nur im ,ostharze vorkommen1 ist ,molmerschwende die bekannteste4 ,das ,jahr1 selbst das ,jahrhundert der ,erbauung all dieser spten ,siedelungen lt sich nur bei einigen annhernd angeben4 -- ,sidenote3 ,die ,kaiserzeit4 ,hatte einst das mchtige ,thringerreich im ,sdostharze seinen ,mittelpunkt1 so stand spter1 als das von ,karls des ,groen ,weltreich abgetrennte und in ,selbstndigkeit erstarkte ,deutsche ,knigreich1 bald vom ,glanze der rmischen ,kaiserkrone umstrahlt1 den ,hhepunkt seiner ,macht erreichte1 zur ,zeit der ,ludolfinger1 ,salier und ,staufer1 der ,harz hellleuchtend im ,vordergrunde der deutschen ,reichsgeschichte4 ,wie nirgends sonst im ganzen ,deutschland reihten sich um den ,harz ,knigshfe und ,pfalzen zu einem prchtigen ,kranze zusammen3 im ,norden ,dahlum1 ,seesen1 ,werla1 ,ilsenburg1 im ,osten und ,sden ,frose1 ,walbeck1 ,quitelingen1 ,allstedt1 ,tilleda1 ,wallhausen1 ,nordhausen und ,phlde4 ,illustration3 ,abb4 #cj4 ,romkerhaller ,wasserfall4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,unter den ludolfingischen ,kaisern liegt der ,schwerpunkt vorerst im ,sden und ,osten3 in ,wallhausen1 ,nordhausen und ,quedlinburg1 zu denen dann noch aushelfend ,phlde und ,gernrode kommen4 ,so dankbar die ,aufgabe wre1 diese ,knige1 besonders ,heinrich ,i4 und ,otto den ,groen1 von einer ,harzpfalz zur andern zu begleiten3 wir mssen es uns um des ,raumes willen versagen4 ,mit dem ,erlschen der ,ludolfinger trat die alte ,kaiserstadt ,quedlinburg in den ,hintergrund4 ,an der stolzen ,stiftung des ausgestorbenen einheimischen ,hauses nehmen die frnkischen ,kaiser nur geringen ,anteil1 ihr ,lieblingsaufenthalt ward ,goslar1 dem unter dem mchtigen ,heinrich ,,iii4 eine wahrhaft glnzende ,zeit erstand4 ,auf der ,hhe des ,kaiserbleekes erbaute er den groartigen ,reichspalast 7,abb4 #c7 und in dessen ,nhe den herrlichen ,dom1 einen leuchtenden ,schmuck fr das ganze ,sachsenland4 ,damals war ,goslar in ,wahrheit das clarissimum regni domicilium4 ,und wenn unter ,heinrich ,,iv41 dem ,harzer von ,geburt1 der ,glanz zu erblassen schien und die burggekrnten ,harzberge trauernd das ,haupt neigten1 so kehrten jene ,tage des ,ruhmes unter dem ,sachsen ,lothar und unter den beiden ,friedrich von ,staufen noch einmal wieder auf lange ,zeit3 ja der ,reichstag1 den ,barbarossa im ,juni #aaed in ,goslar hielt1 berstrahlte alle andern1 die der ,harz je gesehen hat4 ,viermal spitzte sich die deutsche ,reichsgeschichte zu einem ,kampfe zwischen dem ,kaiser und dem ,sachsenherzoge zu1 aber keiner von ihnen1 auch kein spterer ,krieg1 hat je die ,harzlande so schwer betroffen1 so viel ,stdte in ,asche gelegt1 so viel ,burgen gebrochen1 als der letzte1 in dem um jedes ,panier1 um das des ,welfen ,heinrich des ,lwen und das waiblingische ,barbarossas ,harzer ,grafen und ,harzer ,brger sich scharten4 ,im ,jahre #abec sah ,goslar zum letztenmal einen ,kaiser in seinen ,mauern3 ,wilhelm von ,holland1 der ,knig der welfischen ,partei1 lie sich hier vom ,glanze der alten ,kaisererinnerungen bestrahlen4 ,dann stand die ,kaiserpfalz de und vergessen1 bis in unseren ,tagen in die alten ,mauern1 die lnger als sechs ,jahrhunderte trauernd und verlangend nach einem ,kaiserantlitz ausgeschaut hatten1 der greise ,kaiser ,wilhelm der ,groe1 der siegreiche ,einiger und ,mehrer des ,reichs1 einzog4 ,illustration3 ,abb4 #ca4 ,markt mit ,rathaus in ,goslar4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,sidenote3 ,die ,harzgrafschaften4 ,mit dem ,untergange der ,hohenstaufen und der ,zertrmmerung des starken schsischen ,stammesherzogtums verliert die ,harzer ,geschichte ihren einheitlichen ,charakter4 ,eine ,vielheit von ,territorien1 geistlichen und weltlichen1 umspannten den ,harz und hatten das ,innere in greren ,bruchstcken und kleinen ,splittern zu eigen4 ,der ,oberharz gehrte dem #abce in seiner ,herzogswrde anerkannten ,welfenhause1 im ,osten griffen -- wie noch heute -- die ,besitzungen des ,hauses ,anhalt1 der ,selke folgend1 tief in das ,gebirge hinein2 dem ,sd- und ,ostrande aber gaben die ,harzgrafschaften ,wernigerode1 ,regenstein1 ,falkenstein1 ,mansfeld1 ,stolberg1 ,hohnstein1 ,scharzfeld u4 a4 ihr charakteristisches ,geprge4 ,bis auf das durchlauchtige ,haus ,stolberg1 mit dem jeder ,harzer sich gleichsam landsmnnisch verwachsen fhlt1 sind diese mchtigen ,geschlechter1 allen voran das kaisertreue ,woldenberg-,harzburgische1 dessen ,glanz fast schon mit dem der ,hohenstaufen erbleicht1 eins nach dem andern erloschen4 ,nach manchen ,wechselfllen breitet heute der preuische ,knigsadler1 dem braunschweigischen ,lwen und dem anhaltischen ,bren ihren ,raum gnnend1 schirmend seine ,flgel ber den ,harz und dessen ,vorlande4 ,,vi4 ,land und ,leute4 ,sidenote3 ,die ,bevlkerung4 ,es gibt in ,deutschland kein zweites ,beispiel dafr1 da sich auf einem so eng umgrenzten ,gebiete1 wie es der ,harz einnimmt1 so viel verschiedene ,volksstmme nachweisen und noch heute1 namentlich in ihrer sprachlichen ,verschiedenheit1 klar erkennen lassen4 ,an der ,hand der ,geschichte haben wir in der ,vlkerwanderung ,schwaben und ,silinger1 ,friesen und ,hessen und nicht lange danach auch ,holsteiner 7,elbingerode7 neben den alteingesessenen ,thringern1 ,engern und ,ostfalen sich niederlassen und in der ,kaiserzeit ,slaven und ,flamlnder die sumpfigen ,vorlande besiedeln sehen4 ,dazu kamen noch zur ,zeit der ,reformation die mit wenig ,franken untermischten ,obersachsen1 die heutigen ,bewohner des ,oberharzes4 ,illustration3 ,abb4 #cb4 ,goslar1 von der ,klus gesehen4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,nach der bis vor kurzem landlufigen ,ansicht stammen diese aus ,franken4 ,aber man verwechselt sie dabei mit der ersten1 in der ,mitte des vierzehnten ,jahrhunderts der ,pest erlegenen schwachen ,bevlkerung1 die es bis zur ,stdtegrndung nicht gebracht hat4 ,als im sechzehnten ,jahrhundert fast gleichzeitig in den ,gebieten von ,braunschweig-,wolfenbttel 7,zellerfeld1 ,wildemann71 ,braunschweig-,grubenhagen 7,klausthal7 und ,hohnstein 7,st4 ,andreasberg7 an den ,stellen1 wo einst jener ,alte ,mann oberflchlich ,bergbau getrieben hatte1 edle ,gnge erschrft wurden1 und die ,strahlen1 die aus der silberblinkenden ,teufe aufschossen1 den im ,winterschlafe liegenden1 verdeten ,oberharz zu neuem ,leben erweckten1 vermochte ihm der infolge der ,fehde mit ,heinrich dem ,jngeren schwer krankende ,rammelsberg durch ,abgabe von ,bergleuten um so weniger zu helfen1 als die ,goslarschen nur mit dem ,feuersetzen 7dem ,anznden groer ,holzste zum ,mrbemachen des ,gesteins7 zu arbeiten wuten1 nicht aber zu sinken 7,schchte abzuteufen71 zu lngen 7,stollen und ,strecken zu treiben7 und zu gewltigen 7das ,grubenwasser abzufhren7 verstanden2 dazu bedurfte man meinischer ,berggesellen4 ,und angelockt durch die viel verheienden ,bergfreiheiten strmten jene dem deutschen ,peru namentlich aus dem westlichen ,erzgebirge1 der ,gegend von ,schneeberg1 ,annaberg und ,joachimsthal1 wo der ,bergbau stark im ,niedergang begriffen war1 in groen ,scharen zu1 so da die ,stdte fast wie ,pilze aus der ,erde schossen4 ,illustration3 ,abb4 #cc4 ,domkapelle in ,goslar4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,sidenote3 ,mundarten4 ,die ,verschiedenartigkeit der ,volksstmme im ,harze zeigt sich vor allem in der ,mannigfaltigkeit der hier herrschenden ,mundarten4 ,illustration3 ,abb4 #cd4 ,wiederaufrichtung des ,deutschen ,reiches4 ,wandgemlde von ,professor ,hermann ,wislicenus im ,kaiserhause zu ,goslar4 7,nach einer ,photographie im ,verlag von ,jul4 ,brumby in ,goslar47 ,der grte ,teil des ,harzes spricht niederschsisch 7,plattdeutsch71 der ganze ,westrand vom ,ravensberg 7zwischen ,sachsa und ,lauterberg7 bis ,hahausen und der ,nord- und ,ostrand von ,hahausen bis ,ballenstedt1 sowie bis auf die ,sprachinsel des ,oberharzes der ganze ,nordosten des ,gebirges bis ,braunlage1 ,benneckenstein1 ,trautenstein1 ,hasselfelde1 ,suderode und ,gernrode4 ,dieser ganze niederschsische ,harz gehrt zu dem einen der beiden groen ,michquartiere in ,deutschland3 der ,akkusativ mek und dek 7mich und dich7 wird auch fr den ,dativ gebraucht2 auch wird dem zweiten ,partizip statt des hochdeutschen ge ein kurzes e vorgeschlagen1 z4 ,b4 bei hett mek eraupen oder erupen 7er hat mich gerufen71 hei hett et mek egeeben 7er hat es mir gegeben74 ,ek und mek wird im ,osten lang1 im ,westen kurz1 und das s in den ,anlauten sm1 sl1 sn1 sw1 sp1 st nur im ,osten sch gesprochen4 ,auffllig ist auch die ,verschiedenheit in der ,konjugation des ,prsens2 der ,westen und ,norden sagt3 we drinket1 jei 7j7 drinket1 sei drinket1 das sdstliche ,drittel wie im ,hochdeutschen wei 7in ,elbingerode1 ,schierke1 ,benneckenstein mei71 j1 sei drinken4 ,die nrdlichsten ,orte dieses ,drittels sind ,braunlage1 ,elend1 ,schierke1 ,elbingerode1 ,blankenburg1 ,brnecke4 ,illustration3 ,abb4 #ce4 ,karl der ,groe zerstrt die ,irmensule4 ,wandgemlde von ,professor ,hermann ,wislicenus im ,kaiserhause zu ,goslar4 7,nach einer ,photographie im ,verlag von ,jul4 ,brumby in ,goslar47 ,im einzelnen lassen sich die ,mundarten der ,gaue1 wenn auch deren alte ,grenzen hierbei nicht berall scharf hervortreten1 an charakteristischen ,eigentmlichkeiten gut unterscheiden4 ,nur im engernschen ,lisgau1 also auch in den der oberdeutschen ,sprachinsel nicht angehrenden oberharzischen ,ortschaften ,lerbach1 ,buntenbock1 ,riefensbeek1 ,kamschlacken1 ,lonau und ,sieber hrt man ssehr 7sehr71 chout 7gut71 loapen 7laufen74 ,die ostfalische ,mundart1 welche im ,ambergau1 ,densigau und ,lerigau den ,harz berhrt1 in der ,nhe des ,gebirges aber auch auf das rechte ,ufer der ,oker hinberspringt1 wird durch eine ,flle von ,diphthongen gekennzeichnet1 deren nach den ,orten wechselnde ,frbung lngst nicht mit den hochdeutschen ,vokalen wiedergegeben werden kann4 ,mein ,haus lautet 7bis dicht vor ,hannover1 wo zuerst der einfache ,vokal mn hs auftritt7 etwa man oder men hius1 greulich gruilich1 grulich grulich4 ,vielfach wird g wie j gesprochen3 gut jiut1 geben jeeben2 ,gott lautet in der ,einzahl gott1 in der ,mehrzahl aber jtter2 ebenso hochdeutsch ,garten in der ,mehrzahl jrten4 ,in andern ,wrtern wie grot 7gro71 ,goslr 7,goslar71 ,gurke tritt das j nie auf4 ,die sich stlich anschlieende ,harzgauische ,mundart kennt die ostfalischen ,diphthonge und das anlautende scharfe st1 sl etc4 nicht und spricht nur in dem stlichen ,streifen 7,halberstadt1 ,quedlinburg7 an der ,bode das anlautende g wie j3 ,joslar1 jut1 jross4 ,zum ,vergleiche zwischen dieser und der ostfalischen ,mundart diene folgende ,strophe aus der willen ,jagd3 ,wernigerode3 ,mn ,vader1 mn ,vader1 horche mal rut1 ,dat hult da buten1 dat hult sau lut2 ,dat bellt un schtampt1 dat grhlt un brllt ,hoch wwer de ,bme grulich un wild4 ,bockenem3 ,man ,vader1 man ,vader1 horche mal rut1 ,dat hult da butten1 dat hult su lut1 ,dat bellt un stampet1 dat greelt un brillt ,hoch ower de ,beme gruilich un wild4 ,einlautig ist auch die ,mundart des ,schwabengaues1 die ohne scharfe ,umgrenzung etwa von ,westerhausen und ,thale bis an den ,streifen bei ,suderode und ,ermsleben reicht1 in dem seit ,jahrhunderten das ,mitteldeutsch kmpfend weiter nach ,norden vordringt4 ,sie spricht stets anlautendes g wie j und -- wie schon manche ,orte des ,harzgaues -- hiser1 nicht hser fr ,huser4 ,illustration3 ,abb4 #cf4 ,luther und ,karl ,v4 auf dem ,reichstage in ,worms4 ,wandgemlde von ,professor ,hermann ,wislicenus im ,kaiserhause zu ,goslar4 7,nach einer ,photographie im ,verlag von ,jul4 ,brumby in ,goslar47 ,die niederdeutschen ,mundarten haben denselben ,konsonantenstand wie das ,gotische4 ,sie sind von der konsonantischen ,lautverschiebung1 welche schon zur ,zeit der ,vlkerwanderung zunchst bei den ,alemannen in der ,schweiz begann1 und wellenfrmig nach ,norden fortschreitend im vierzehnten und fnfzehnten ,jahrhundert in die sdlichen ,harzlande gelangte und die niederdeutsche ,mundart in eine hochdeutsche umwandelte1 nicht beeinflut2 sie halten noch das altdeutsche t fest1 wo unsere hochdeutsche ,schriftsprache z setzt 7tmen zhmen72 fr das hochdeutsche t haben sie noch d 7,dochter ,tochter71 fr f noch p 7lopen laufen71 fr ch k 7eck und ick ich7 beibehalten4 ,dagegen haben die ,thringer im ,helmegau nebst den dort eingewanderten ,flamlndern1 sowie die ,hessen und ,friesen diese ,lautverschiebung angenommen1 so da der ganze ,sdharz bis zum ,ravensberge jetzt hoch-7mittel-7 deutsch spricht4 ,an die frhere ,zugehrigkeit auch dieser ,gegenden zum niederdeutschen ,sprachgebiet erinnern nur noch wenige ,spuren1 so im ,mansfeldischen die ,flexion des ,infinitivs bei zu 7ze thune fr zu thun7 und mant fr nur4 ,es lassen sich hier1 wenn auch nicht in genauem ,anschlu an die ,gaugrenzen1 drei mitteldeutsche ,mundarten unterscheiden3 sd- oder unterharzisch1 mansfeldisch und nordthringisch4 ,ihr ,konsonantenstand ist derselbe wie der des ,hochdeutschen1 nur ist das niederdeutsche pp und mp am ,ende der ,wrter geblieben3 ,kopf und ,strumpf werden noch ,kopp und ,strump gesprochen2 und das niederdeutsche p im ,anlaut ist nicht in pf1 sondern in f umgewandelt3 ,pferd und ,pfennig lauten ,ferd und ,fennig4 ,stimmen hierin die drei ,mundarten berein1 so ist dagegen die sogenannte bayerische ,vokalverschiebung1 die ,verbreiterung der alten ,vokale und zu ei und eu1 welche durch die sddeutschen ,kanzleien und namentlich durch ,luthers ,bibelbersetzung in unser ,neuhochdeutsch gedrungen ist1 nur von der mansfeldischen ,mundart angenommen2 sie spricht mei haus1 feier1 ihr1 eich 7euch71 eier 7euer71 wo jene beiden min hs1 fier1 ji1 uch1 uer sprechen4 ,die wesentlichsten unterscheidenden ,merkmale zwischen der unterharzischen und der nordthringischen ,mundart sind1 da nur diese den ,infinitiv um n verkrzt2 im ,osten3 ich kann spreche1 im ,westen3 ich kann gespreche2 und das anlautende g nicht wie j1 sondern wie g und k spricht3 nicht wie ,mansfeld und ,unterharz jestern und janz1 sondern gestern und ganz neben kestern und kanz4 ,zum ,michquartier gehren sie alle drei4 ,illustration3 ,abb4 #cg4 ,oderteich4 7,nach einer ,photographie von ,sophus ,williams in ,berlin47 ,nicht aber1 als die einzige im ganzen ,harzgebiete1 die in das niederdeutsche ,sprachgebiet inselartig eingesprengte oberharzische ,mundart1 welche sich auf die ,stdte und ,ortschaften beschrnkt1 die dem ,silberbergbau ihre ,entstehung verdanken3 ,klausthal1 ,zellerfeld1 ,andreasberg1 ,wildemann1 ,lautenthal1 ,hahnenklee1 ,bockswiese1 ,festenburg1 ,oberschulenberg und teilweise ,unterschulenberg und ,altenau4 ,die ,lautverschiebungen sind nicht bis hierher gedrungen1 sondern die ,einwohner haben ihre oberdeutsche ,mundart schon aus ihrer ,heimat mitgebracht1 und da sie keine anders sprechende ,bevlkerung vorfanden1 unbeeinflut bewahren knnen4 ,das ,oberharzisch hat die bayerische ,vokalverschiebung 7mei haus71 aber andern ,konsonantenstand als die vorhin genannten drei mitteldeutschen ,mundarten3 im ,anlaute ist das alte p in pf umgewandelt 7also ,pfeng1 nicht ,fennig74 ,in ganz ,deutschland hat nur noch die ,mundart des oberen ,erzgebirges diese ,merkmale4 ,in beiden hrt man ,pfr fr ,pferde neben schtoppen fr stopfen und ,napp fr ,napf2 in beiden klingt kn im ,anlaut fast wie gn 7,gnabe statt ,knabe71 wird mr 7mer7 fr wir und fr man gebraucht1 rsch fr rs im ,auslaut gesetzt 7des ,schteiersch des ,steigers71 dasselbe helle a mit weitgeffnetem ,munde gesprochen 7,ahng ,augen74 ,bei weiterem ,vergleiche zeigt sich die vllige bereinstimmung der oberharzischen gerade mit der ,mundart des westlichen ,erzgebirges 7der schsischen ,stdte ,schneeberg und ,annaberg und der bhmischen ,stadt ,joachimsthal74 ,nur hier1 nicht im ,osten desselben1 wird z4 ,b4 das n der ,endung gen in die vorausgehende ,silbe versetzt und als ,nasenlaut gesprochen 7,morring ,morgen1 mit solling ,leitn mit solchen ,leuten71 der ,infinitiv auf a 7kumma kommen1 brenga bringen7 und das ,adjektiv fter auf et 7narbet narbig1 lampet abgetrieben7 gebildet4 ,diese gemeinschaftlichen ,besonderheiten der westerzgebirgischen und oberharzischen ,mundarten1 die letztere allgemeiner festgehalten hat1 als erstere1 sind auf frnkische ,einwirkung zurckzufhren4 ,frnkisch sind z4 ,b4 die erwhnte ,adjektivendung et1 die ,verkleinerungssilbe le la 7,heisl1 ,mehrzahl ,heisla ,huschen71 das hufige fr hochdeutsches ei 7ch ,eiche1 ,gst ,geist1 drzen dreizehn1 ,schr ,schrei etc474 ,frnkisch sind auch viele oberharzische ,wrter1 die im ,erzgebirge heutzutage nicht mehr blich sind 7z4 ,b4 wallen gin spuken1 zochen umziehen1 zipperig furchtsam1 porren reizen1 kzen vor ,uebermut laut schreien1 greina weinen74 ,illustration3 ,abb4 #ch4 ,st4 ,andreasberg4 7,nach einer ,photographie von ,sophus ,williams in ,berlin47 ,die frnkische ,frbung der beiden ,mundarten weist darauf hin1 da die ,auswanderung aus dem ,erzgebirge nach dem ,oberharze in einer ,zeit stattfand1 in der dort frnkische ,bergleute unter der aus dem ,meinischen zustrmenden ,bevlkerung sich sehaft machten2 und der ,umstand1 da diese ,frbung im ,oberharze strker ist als im ,westerzgebirge1 findet schon in der inselartigen ,abgeschlossenheit des ,oberharzes ausreichende ,erklrung2 daneben steht aber auch fest1 da bei der ,aufnahme des oberharzischen ,bergbaues einzelne ,knappen direkt aus ,franken zuwanderten4 ,sidenote3 ,dorfanlage4 ,inbetreff des ,hausbaues weisen die einzelnen ,gaue kaum noch nennenswerte ,eigentmlichkeiten auf4 ,mag einst1 wie einige der am ,ostsaum aufgefundenen ,hausurnen schlieen lassen1 der altschsische ,einbau1 der ,menschen- und ,viehhaus samt den ,kornfchern unter einem ,dache vereinigt1 bis an den ,fu der ,harzberge gereicht haben1 so waren doch schon zur ,zeit der ,abfassung des ,sachsenspiegels in dem ehemaligen ,nordthringen getrennte ,scheunen blich1 und heute hat das frnkische ,haus das schsische vllig verdrngt3 denn obgleich am ,nordrande die ,bauernhuser bis ber ,bockenem hinaus vielfach die ,giebelseite der ,strae zukehren1 so befindet sich doch der ,eingang in der den ,wirtschaftsgebuden zugekehrten ,breitseite4 ,illustration3 ,abb4 #ci4 ,lauterberg im #ag4 ,jahrhundert 7nach ,merian74 ,abgesehen von den in die engen ,gebirgsthler eingeklemmten und sich oft fast stundenlang ein- oder zweireihig hinziehenden ,ortschaften bieten die brigen fast smtlich das ,bild des unregelmigen ,haufendorfes1 denn wenn auch die ursprngliche ,hufeisen- und ,rundlingsform der ,wendendrfer in der ,goldenen ,au sich aus dem jetzigen ,befunde meist noch herausschlen lt1 so haben doch ,durchbrechungen des ,ringes und ,anbauten auerhalb desselben fr das nicht historisch geschulte ,auge den ,unterschied vom ,haufendorfe so gut wie verwischt4 ,illustration3 ,abb4 #dj4 ,lauterberg4 ,wenn auch der ,harz in seinen ,steinbrchen von jeher eine ,flle und ,mannigfaltigkeit vorzglichen ,baumaterials namentlich zu seinen herrlichen und groartigen ,kirchen und hnlichen ,bauten geliefert hat1 und wenn sich gleich in letzter ,zeit selbst in oberharzische ,stdte1 das ,auge beleidigend1 hie und da in das stimmungsvolle ,bild sich harmonisch und komplementr nicht einfgende rote ,backsteinbauten eingedrngt haben1 so erfreut sich doch der alte ,harzer ,fachwerksbau1 zu dem die schier unerschpflichen ,wlder geradezu aufforderten1 auch in den ,stdten noch immer der wohl begrndeten ,vorliebe1 und manches in verstndnisloser ,zeit dem ,abbruch oder doch dem ,verfall bestimmte knstlerisch oft reich gestaltete ,haus ist als eine ,perle der ,baukunst erkannt und soweit mglich in seiner ursprnglichen ,schne restauriert4 ,illustration3 ,abb4 #da4 ,wiesenbeeker ,teich4 ,sidenote3 ,volkstrachten4 ,von den alten ,volkstrachten hat sich in den ,harzlanden wenig erhalten4 ,die kleidsame ,tracht des ,bergmanns -- grner ,schachthut ohne ,rand1 schwarzer ,leinwandkittel mit ,puffen1 blankes ,hinterleder mit ,messingschlo und schwarzen ,beinkleidern 7,abb4 #d7 -- sieht man fast nur noch an bergmnnischen ,festen und bei ,beerdigungen1 sie ist zur bloen ,uniform geworden2 den blauen ,leinwandkittel des ,bauern hat vielerorts bereits ein langer ,rock von unbestimmter grauer oder brauner ,farbe verdrngt1 nur der ,fuhrmann1 besonders auch der oberharzische1 trgt ihn noch -- wie die frher allgemein blichen ,gamaschen -- regelmig als ,arbeitsgewand2 aber der schneeweie ,leinwandkittel des ,fuhrherrn 7,abb4 #e71 zu dem gelbe ,gamaschen und hoher schwarzer ,seidenhut gehrten1 ist seit einigen ,jahrzehnten vllig verschwunden4 -- ,und auch die ,frauentracht fgt sich1 wenn auch mit einiger ,versptung1 mehr und mehr der ,mode4 ,den mit breiten farbigen ,samtstreifen mehrfach umsumten ,rock und die schwarze1 mit ,band und ,spitze verzierte ,mtze sieht man nur noch bei der lteren ,generation1 und auch bei dieser nur ganz vereinzelt das kleine ttenfrmige ,mtzchen mit den breiten1 fast bis auf die ,fersen herabhngenden ,seidenbndern1 wie es z4 ,b4 die ,buerinnen im ,ambergau noch vor wenigen ,jahrzehnten allgemein trugen4 ,aber die ,landgngerinnen des ,oberharzes kennzeichnet noch ausnahmlos der buntgeblmte1 die mit ,butter und ,eiern gefllte ,kiepe vor neugierigen ,blicken schtzende langkragige ,kattunmantel 7,abb4 #f74 ,illustration3 ,abb4 #db4 ,ruine ,scharzfels4 7,nach einer ,photographie von ,fr4 ,zirkler in ,klausthal47 ,inbetreff des ,charakters und der ,begabung lt sich zwischen den ,bewohnern der einzelnen ,gaue kaum eine ,grenzlinie ziehen1 wohl aber zwischen dem ,niedersachsen1 dem der meist starkknochige1 etwas lebhaftere und redegewandtere thringische ,harzer nahesteht1 und dem ,obersachsen des westlichen hohen ,harzes4 ,im ,norden und ,osten meistens gedrungen und krftig1 im ,lisgau lang und hager1 aber sehnig1 ist jener bedchtig1 aber nachhaltig1 nicht beredsam1 doch nicht sprechfaul1 etwas zugeknpft gegen ,fremde1 aber treu in ,zuneigung und ,freundschaft1 rechthaberisch1 doch vershnlich1 starrkpfig1 wo seine ,rechte in ,frage kommen1 aber ein ,feind arglistiger ,schdigung1 fleiig1 gengsam und sparsam1 doch fast verschwenderisch1 wo es die ,ehre des ,hofes und der ,familie gilt1 karg im ,geben1 doch bereit zu jeder ,hilfe1 die kein bares ,geld kostet2 ohne sprudelnden ,witz und lebhafte ,phantasie1 aber klaren ,verstandes und gesunden ,urteils2 konservativ1 doch nicht unzugnglich fr ,neuerungen1 kirchlich und gottesfrchtig1 doch nicht frei vom ,vertrauen auf ,kartenschlagen und ,besprechen4 ,der ,oberharzer erscheint neben dem ,nordthringer und ,niedersachsen fast schmchtig und schwchlich1 bertrifft beide aber an ,gewandtheit und ,ausdauer4 ,er ist gastfrei und gesellig1 mig und nchtern1 sucht seine ,freude in der ,familie1 in ,wald und ,halde1 in ,vereinigungen zu ,gesang und ,musik2 entschlossen und berlegend1 ausgerstet mit bewundernswerter ,geistesgegenwart1 ist er ein anstelliger1 vorzglicher ,arbeiter4 ,an ,mutterwitz und ,schlagfertigkeit bertrifft er den ,niedersachsen weit1 doch keineswegs an ,schrfe des ,verstandes und ,tiefe des ,gemts4 ,,vii4 ,die ,hochebene von ,klausthal4 ,sidenote3 ,klausthal und ,zellerfeld4 ,wir beginnen unseren ,rundgang mit den sieben ,bergstdten des ,oberharzes und folgen dann den dort entspringenden ,flssen bis in die ,vorlande4 ,von den sich eng aneinander schmiegenden ,schwesterstdten ,klausthal 7,abb4 #g7 und ,zellerfeld 7,abb4 #h71 deren erstere1 einer langgestielten dreizinkigen ,gabel nicht unhnlich1 von #ece ,meter am gemeinschaftlichen ,bahnhofe bis zu #fje ,meter beim ,schtzenhause aufsteigt1 ist das fast schachbrettgeformte ,zellerfeld die ltere4 ,da1 wo jetzt hart an der ,grenze das stdtische ,brauhaus steht1 erbaute das reiche ,simon-,judasstift in ,goslar gegen das ,jahr #abjj das ,benediktinerkloster ,cella und schuf damit an dem alten von ,goslar nach ,osterode zum ,anschlu an die ,nrnberger ,strae fhrenden ,wege dem ,warenzuge des ,kaufherrn wie dem einsam pilgernden ,elenden eine bessere ,erholungs- und ,zufluchtssttte1 als solche die drftigen ,klausen1 von deren einer ,klausthal den ,namen fhrt1 zu bieten vermochten4 ,und bald erklang die ,axt der fleiigen ,klosterleute im ungelichteten ,urwalde1 auf der geschaffenen ,lichtung1 dem ,zellerfelde1 erstanden ,auenhfe mit ,viehwirtschaft1 und frnkische ,bergleute siedelten sich unter dem ,schutze des ,klosters und seiner ,schirmherren an und erschrften ,gang um ,gang des edlen ,silbers4 ,anderthalb ,jahrhunderte wirkte so das am hchsten und einsamsten gelegene ,harzkloster im ,segen2 da brach im ,jahre #acdh der schwarze ,tod1 der wie ein ,wrgengel ganz ,europa durchschritt1 auch hier herein1 raffte ,mnche und ,bergleute dahin und brachte durch die ,unsicherheit und ,verwilderung1 die ihm auf dem ,fue folgte1 den ,oberharz wieder zu vlliger ,verdung4 ,doch heute noch befhrt der ,bergmnch als der aufsichtfhrende ,geschworene mit silbernem1 bis zur ,firste flackerndem ,grubenlichte die ,schchte und ,strecken1 und beredter noch als die ,sage fhren die ,gruben des alten ,mannes mit seinem ,gezh und seinen ,gebeinen1 die ,burgsttte1 auf der vielleicht der letzte ,rest der von der ,pest ,verschonten im ,kampfe mit den ,ruberbanden erlag1 der ,frankenscherven 7jetzt ,frankenscharn71 die ,abtshfe und andre ihre stumme ,sprache4 ,illustration3 ,abb4 #dc4 ,herzberg4 ,sidenote3 ,bergbau in alter ,zeit4 ,erst unter der ,regierung des ,herzogs ,heinrich des ,jngeren erstand der im ,todesschlafe liegende ,oberharz zu neuem ,leben4 ,nachdem schon die ,herzogin ,elisabeth von ihrem ,witwensitze ,staufenburg aus sich des ,eisensteinbergbaues bei ,grund mit groem ,erfolge angenommen hatte1 beschlo ihr ,enkel ,heinrich1 auch die ,silbergruben des alten ,mannes wieder in ,betrieb zu setzen1 erlie #aebd eine ,bergordnung fr ,grund und umliegende ,gebirge und berief auf den ,rat des ,herzogs ,georg von ,sachsen erfahrene ,beamte und ,bergleute aus dem ,erzgebirge4 ,im ,jahre #aebf nahmen die in groen ,haufen ,herzustrmenden in der ,nhe des jetzigen ,johanneser ,kurhauses die erste ,grube auf der ,hochebene des ,zeller ,feldes auf1 und schon sechs ,jahre spter erhielt die um die ,klosterruine entstandene ,ansiedelung die ,stadtgerechtsame4 ,und auch im ,frstentum ,grubenhagen1 das bis unmittelbar an den die ,klosterpforte besplenden ,zellbach reichte1 blieben die reichen ,schtze der ,teufe nur noch kurze ,zeit unerschlossen4 ,schon im ,jahre #aedd wird das ,bergwerk des ,herzogs ,philipp an dem ,zeller ,felde erwhnt1 und als auch bei der verfallenen ,klause 7im ,klausthale7 edle ,erze zu ,tage traten1 nahm die neue ,ansiedelung1 die man anfangs ,zellerfeld grubenhagenschen ,teils nannte1 so raschen ,aufschwung1 da sie bereits in der ,bergfreiheit von #aeed freie ,bergstadt heit4 ,illustration3 ,abb4 #dd4 ,brockengipfel4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,da eine ,landesgrenze 7bis #aghh7 die beiden ,stdte schied1 ward im dreiigjhrigen ,kriege verhngnisvoll fr ,zellerfeld3 nachdem ,tilly am #ai4 ,mrz #afbf ,klausthal von ,dnen und ,braunschweigern1 seinen ,bedrngern1 durch sein bloes ,erscheinen befreit hatte1 eroberte er das von seinen ,brgern unter dem ,geschwornen ,thomas ,merten heldenmtig verteidigte ,zellerfeld und berlie es seinen ,truppen zur ,plnderung4 ,kmpfte schon zu ,beginn jenes verderblichen ,krieges der ,bergbau um seine ,existenz1 so kam er whrend desselben vllig zum ,erliegen3 die ,gruben ersoffen1 die ,pochwerke standen still1 die ,htten lagen kalt4 ,dazu berfiel die schier verzweifelnden ,bewohner noch die ,pest1 und verheerende ,feuersbrnste raubten ihnen die letzte ,habe4 ,nur langsam erholten sich die beiden ,stdte4 ,aber dann brachten regenarme ,jahre die ,gruben wieder zum ,stillstand1 und am #ah4 ,oktober #afgb legte eine schreckliche ,feuersbrunst in ,zellerfeld #dfe ,huser1 die ,kirchen1 ,pfarrhuser und ,schulen1 ,rathaus1 ,mnze und ,zehnten in ,asche2 und in dem drftigen ,reste der ,stadt und in ,klausthal1 wo man die ,obdachlosen nachbarlich aufnahm1 brach der ,hungertyphus aus3 die ,not war entsetzlich4 ,sidenote3 ,klausthal4 ,als im ,anfange des achtzehnten ,jahrhunderts endlich wieder die ,gruben gut silberten1 entwickelten sich im ,glanze des ,bergsegens die ,stdte so ersichtlich1 da die ,hauptstadt ,klausthal im ,jahre #agcf ohne ,garnison #hicj ,einwohner zhlte4 ,die ,feuersbrnste von #agbe und #agcg1 von denen die erste #cia und die zweite #aib ,wohngebude zerstrte1 wurden damals leichter berwunden4 ,dagegen sank die ,einwohnerzahl unter den ,drangsalen des siebenjhrigen ,krieges um #bjjj4 ,allein am #c4 ,september #agfa erpreten die ,franzosen in der ,doppelstadt #djjjj ,thaler1 und zum ,dank fr seine ,milde mute ,klausthal dem ,general ,vaubecourt gar eine ,medaille prgen lassen4 ,als #agii der groartige ,georgstollen durchschlgig wurde1 konnte man die ,erze auch aus grerer ,teufe holen4 ,aber dieser ,vorteil kam bald der westflischen ,fremdherrschaft zu nutze4 ,knig ,lustik von ,bonapartes ,gnaden1 der sich zweimal in ,klausthal-,zellerfeld anjubeln lie1 konnte kaum mit ,hilfe des ,raubbaues den sich immer steigernden ,bleibedarf fr seines ,bruders ,kriege und ,festungen decken4 ,doch die enormen ,summen1 die nach ,kassel flossen1 gengten ihm nicht3 er bot dem ,juden ,jakobson den ganzen oberharzischen ,bergbau zum ,kauf an2 indes1 wenn dieser sein ,kammeragent auch preuische1 hannoversche und braunschweigische ,domnen billig zu erwerben kein ,bedenken trug1 so erschien jener groe ,bissen dem ,schlauen doch im ,werte zu unsicher4 ,trotzdem es ,titel und ,gehaltszulagen regnete1 sammelten die ,bergbehrden einen ,teil der berschsse fr die angestammte ,landesherrschaft heimlich im ,zehnten an und schickten falsche ,abrechnungen nach ,kassel4 ,aber viele ,handels- und ,kassenbeamte trieben auch ,matzhammelei3 sie steckten manches ,tausend in die eigene ,tasche2 und des ,geldes war ja so viel1 da die ,franzosen es nicht merkten -- erst die hannoversche ,regierung hat spter diese ,unterschleife bestraft4 ,da sah man den ,oberfaktor in ,goslar wie einen ,grafen mit vier ,rappen1 einen ,jockei vorn auf1 durch die ,straen fahren1 und sein ,bruder in ,osterode legte einen ,marstall an und baute ein ,reithaus4 -- ,flotter ist der ,bergbau nie umgegangen4 ,aber der ,harzer lie sich durch die hohen ,lhne nicht gewinnen2 obwohl vom westflischen ,kriegsdienste befreit1 schlichen sich die jungen ,mnner bis zur ,kste durch und bluteten auf den ,schlachtfeldern ,spaniens fr ,deutschlands ,ehre und ,freiheit2 allein vom siebenten ,bataillon der deutschen ,legion trafen einmal an einem ,tage elf ,totenscheine beim ,rate von ,klausthal ein4 ,illustration3 ,abb4 #de4 ,brockenbahn4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,als mit dem ,frieden der groartige ,bleibedarf aufhrte1 sanken die ,harzprodukte gewaltig im ,preise1 ja waren teilweise sogar unverkuflich1 und die englische und spanische ,konkurrenz zwangen den ,harzer ,bergbau1 sich sehr haushlterisch einzurichten4 ,die ,bergbehrde begnstigte1 trb in die ,zukunft sehend1 die ,auswanderung1 besonders als #ahdd #cjj und #aheb #aja ,wohnhuser in ,klausthal niederbrannten4 ,doch brach mit der ,verstaatlichung des 7gewerkschaftlichen7 ,bergbaues1 mit der ,vollendung des ,ernst-,august-,stollens1 mit dem ,erschlieen neuer ,erzmittel eine bessere1 hoffnungsvollere ,zukunft an4 ,heute zhlt die ,stadt #hfjj ,einwohner4 ,von den ,tillyschanzen bei der ,windmhle1 dem ,wahrzeichen ,klausthals1 gesehen1 gewhrt die von weiter ,wiesenflur eingeschlossene ,doppelstadt ein eigenartig schnes ,bild4 ,die in den flachen ,thlern zu einer glnzenden ,perlenschnur aneinandergereihten ,teiche1 der dunkle1 breite ,waldsaum ringsherum1 der ,blick auf die wellenfrmige ,hochebene mit ihren grnen ,halden1 ihren blinkenden ,gruben und dem in der ,ferne aufwirbelnden ,httenrauche1 ihren nach allen ,seiten strahlenfrmig in den ,wald auslaufenden ,alleen1 auf die immer hher sich auftrmenden ,berggruppen1 und wieder zurck auf die wunderbar gestaltete ,stadt mit ihren rotbedachten schmucken ,husern1 von denen einzelne ,gruppen sich bis in die unabsehbare ,ferne zu erstrecken scheinen3 leihen ihr ,zge und ,farben1 wie sie sich so wirkungsvoll in ihrer schlichten ,anmut im ganzen ,harze nicht zum zweitenmal zeigen4 ,sidenote3 ,zellerfelder ,mnzen4 ,architektonisch bedeutsame ,gebude hat ,klausthal nicht aufzuweisen4 ,die ,marktkirche ist die grte ,holzkirche ,deutschlands 7,abb4 #i74 ,im gerumigen ,amthause hat das ,oberbergamt fr den grten ,teil der ,provinz ,hannover1 fr ,schleswig-,holstein1 ,hessen1 ,schaumburg und den ,gemeinschaftsharz seinen ,sitz4 ,aus der frheren1 jetzt als ,bibliothek und ,berginspektion dienenden ,mnze -- und teilweise aus der den verschiedenen ,linien des ,welfenhauses gemeinsamen ,mnze in ,zellerfeld1 die nur den heil4 ,andreas nicht im ,stempel fhrte -- sind die meisten der feinen ,wildemanns- und ,andreasmnzen und ,ausbeutethaler hervorgegangen1 welche die ,mnzsammlungen zu ihren wertvollsten ,stcken zhlen4 ,illustration3 ,abb4 #df4 ,schneeschuhlufer4 7,nach einer ,photographie von ,fr4 ,zirkler in ,klausthal47 ,zur ,erluterung der abgebildeten ,mnzen 7,oberharzer ,museum7 diene folgendes3 #a4 ,zweithalerstck1 in ,zellerfeld vom ,mnzmeister ,rudolf ,bornemann 7,r4 ,b47 #afhh geprgt 7,abb4 #aj74 ,den ,namenszug des ,kurfrsten ,ernst ,august von ,hannover umgeben folgende fnfzehn ,wappen3 ,das sechsspeichige ,rad von ,osnabrck -- der ,kurfrst war1 worauf auch der ,bischofsstab hinweist1 zugleich ,bischof von ,osnabrck --1 die ,lwen des ,herzogtums ,lneburg1 der ,grafschaft ,eberstein und der ,herrschaft ,homburg 7mit gestckter ,einfassung71 der einkpfige ,adler der ,herrschaft ,stemmwede 7,lemfrde71 die ,lutterberger ,querfden1 die ,regensteiner 7rote7 ,hirschstange1 der ,clettenberger ,hirsch1 die ,blankenburger 7schwarze7 ,hirschstange1 das ,hohnsteiner ,schach1 die verschobenen ,kreuze von ,alt-,bruchhausen mit den ,neubruchhuser 7,oldenburger7 ,balken1 die ,brenklauen von ,hoya1 die ,lwen von ,diepholz und ,lutterberg1 die ,leoparden von ,braunschweig4 ,oben der ,wahlspruch des ,kurfrsten4 ,der ,revers zeigt uns eine ,grube ber und unter ,tage4 ,radstube und ,geipel1 durch ein ,feldgestnge verbunden1 nhern sich in der ,form noch der ,kte2 die ,fahnen auf ihrer ,spitze melden1 da die ,grube in ,ausbeute steht4 ,ein ,bergmann1 das ,grubenlicht in der ,hand1 tritt den ,heimweg an1 ein andrer frdert auf dem ,strzkarren ,erz nach dem ,pochwerk4 ,ein ,rutengnger mit der edle ,erze verratenden ,wnschelrute schreitet heran2 unterhalb des auf der ,hhe liegenden ,zechenhauses ist ein ,haldenarbeiter beschftigt4 ,in der ,tiefe schrmen zwei ,bergleute1 zwei andere drehen den ,haspel1 daneben fhrt der ,schacht mit ,fahrt und ,tonne hinunter4 -- ber der ,landschaft das ,sachsenro2 von oben reicht ein aus ,wolken ragender ,arm einen ,kranz4 ,illustration3 ,abb4 #dg4 ,bad ,harzburg4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 #b4 ,wildemannthaler des ,herzogs ,august von ,braunschweig1 in ,zellerfeld #affe vom ,mnzmeister ,henning ,schlter 7,h4 ,s4 und zwei gekreuzte ,schlssel7 geprgt 7,abb4 #aa74 ,im ,wappenbilde sind ,hoya und ,bruchhausen1 ,regenstein und ,blankenburg1 ,hohnstein und die ,lutterbergschen ,querfden zu je einem ,felde vereinigt und das ,lneburgsche durch die gekrnten ,herzen von den andern ,lwen unterschieden4 ,auf dem ,schilde stehen fnf gekrnte ,helme2 der mittlere 7,braunschweig-,lneburg7 trgt zwischen zwei mit den ,spitzen gegen einander gekehrten ,sicheln1 welche auen mit fnf ,pfauenfedern besetzt sind1 eine ,sule mit ,krone und gesterntem ,pfauenkranz1 vor der ein ,pferd springt4 ,der ,helm mit ,brenklaue bezeichnet ,hoya1 der mit sechs ,fhnchen zwischen ,bffelhrnern ,bruchhausen1 der mit zwei ,hirschstangen1 zwischen denen ein ,pfauenschwanz steckt1 ,hohnstein und ,lutterberg1 der mit zwei ,bffelhrnern und zwei ,hirschstangen ,diepholz und ,regenstein-,blankenburg4 -- ,auf der ,rckseite hlt der ,wildemann1 ,laubkrnze um ,haupt und ,hften1 den mit der ,wurzel ausgerissenen1 auf beiden ,seiten mit ,zweigen besetzten ,baum wie eine zum ,sto eingelegte ,lanze mit beiden ,fusten4 ,eine bestimmte ,regel bildete sich um #afgj aus3 auf den in ,zellerfeld fr ,braunschweig-,wolfenbttel geprgten ,mnzen hlt der ,wildemann den zweireihig besetzten ,baum in der ,linken1 auf den dort fr ,calenberg-,hannover geprgten die nur rechtsseitig besetzte ,tanne in der ,rechten4 ,die nach ,aufhebung der ,zellerfelder ,mnze von #aghh an in ,klausthal geprgten hannoverschen ,mnzen zeigen den ,wildenmann mit einer zweiseitig besetzten ,tanne in der ,rechten4 #c4 ,ausbeutethaler der ,grube ,lautenthals ,glck 7,jungfrau mit der ,laute zwischen ,grubengebuden71 in ,zellerfeld vom ,mnzmeister ,joh4 ,benj4 ,hecht geprgt1 ,wildemnner als ,schildhalter 7,abb4 #ab74 #d4 ,andreasthaler1 #agbf in ,klausthal vom ,mnzmeister ,chr4 ,phil4 ,spangenberg geprgt 7,abb4 #ac74 ,die ,umschrift lautet3 ,georgius ,dei gratia ,magnae ,britanniae ,franciae et ,hiberniae rex1 fidei defensor 7,verteidiger des ,glaubens71 ,brunsvic4 et ,luneburg4 dux1 ,sancti ,romani imperii archithesaurarius 7,erzschatzmeister7 et elector4 ,der ,wappenschild hat im ersten ,felde die englischen ,leoparden und den schottischen ,lwen1 im zweiten die franzsischen ,lilien1 im dritten die irische ,harfe1 im vierten die braunschweigischen ,leoparden1 den lneburgischen ,lwen1 das ,sachsenro und in der ,mitte die ,kaiserkrone4 ,schildhalter ,lwe und ,einhorn4 ,die von #bjj bis #bej ,studierenden besuchte ,bergakademie1 welche mit ihren ,anfngen bis in das ,jahr #agge reicht1 wird in den nchsten ,jahren ein ihrer ,bedeutung wrdiges ,heim erhalten4 ,begnstigt durch ihre ,lage inmitten der mannigfaltigsten und musterhaft eingerichteten ,montanwerke des ,harzes1 dieser ,pflanzsttte fr den gesamten deutschen ,bergbau1 steht diese ,hochschule auch im ,auslande in hohem ,ansehen und bringt den ,namen ,klausthal in allen bergbautreibenden ,lndern der ,erde zu ,ehren4 ,das interessanteste ,profanhaus des ,oberharzes ist die im ,jahre #afgd erbaute ,bergapotheke in ,zellerfeld 7,abb4 #ad7 mit ihren fratzenhaften ,kpfen an ,front und ,giebel bis zum ,dache hinauf -- dem ,wahrzeichen der ,stadt --1 schnen ,zimmerdecken1 die in ,stuck ,christi ,leidensgeschichte1 ,jagdscenen1 allegorische und mythologische ,bilder und andres vorstellen1 und zwei mchtigen ,kaminen mit kunstvoll eingemeielten ,verzierungen4 ,die ,umgebung von ,klausthal bietet des ,interessanten gar viel4 ,wir schlagen einen der wohlgepflegten1 sauber mit ,grupchen 7,kies7 bestreuten ,anfahrwege ein1 welche von allen ,straen und ,gassen den ,gruben zufhren1 und schlieen uns einer ,schar schwarzer ,gestalten an1 die unter den von den ,kirchtrmen leise herberzitternden ,klngen der ,anfahrglocke1 das ,grubenlicht in der ,hand1 im ,busenraum des ,kittels ein tchtiges ,stck ,brot und ein ,einschteckel-,wirschtel1 dem ,schachte zueilen4 ,doch eh' der schwarze ,kittelmann ,in seine ,tiefe fhrt1 ,stimmt er ein frommes ,lied erst an1 ,das seinen ,herrgott ehrt2 ,bergmannsblut hat frommen ,mut4 ,der ,vorbeter1 ein alter1 wrdiger ,bergmann1 leitet im ,betsaale des ,zechenhauses die ,andacht am ,eingange der ,arbeitswoche4 ,sidenote3 ,in den ,schchten4 ,nun wird das ,grubenlicht entzndet1 das uralte1 offen brennende ,licht1 denn dem ,harzer ,bergmann drohen keine schlagenden ,wetter1 und von den ,zurckbleibenden mit dem ,wunsche3 ,es gieh eich wull6 7,es gehe euch wohl67 begrt1 tritt einer nach dem andern auf die ,fahrkunst1 die -- jetzt von ,dampfkraft getrieben -- den ,bergmann ruckweise binnen kurzem in die ,tiefe fhrt4 ,wie ,sterne1 die nach und nach erblassen1 leuchten die ,grubenlichter noch eine ,zeit lang herauf1 dann umhllt rabenschwarze ,nacht den ,fahrschacht bergestief4 ,nicht mehr wie vor alters mit ,schlegel und ,eisen1 wie er es zum ,kreuze zusammengefgt als ,schmuck und ,standesabzeichen fhrt1 schrmt vor ,ort der ,bergmann mhsam am ,gestein1 nein mit ,bohrer und ,fustel und gar mit komprimierter ,luft treibt er seine ,bohrlcher wuchtig in den ,felsen und sprengt diesen mit ,pulver und ,dynamit 7,abb4 #ae74 ,und elektrische ,bahnen unter und ber ,tage schaffen an ,stelle der vor kurzem noch so berhmten unterirdischen ,schiffahrt die ,erze nach den ,aufbereitungsanstalten1 ,sortierhusern1 ,wschen und ,pochwerken1 die das zerkleinerte ,stufferz und den mittels mancherlei hydraulischen ,separations- und ,anreicherungsmaschinen gewonnenen ,schliech der ,htte zufhren4 ,illustration3 ,abb4 #dh4 ,kurhaus und ,aktienhotel in ,bad ,harzburg4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,die tiefsten ,schchte1 voran der ,kaiser ,wilhelm ,,ii41 bringen an #ijj ,meter ,teufe ein1 der #aeg ,meter hohe ,klner ,dom liee sich darin sechsmal aufeinanderstellen4 ,welch winzige ,zwerge sind dagegen die nur #bb ,meter tiefen ,schchte des ,alten ,mannes1 der die ,wasser noch nicht zu bewltigen verstand4 ,aber vllig gelungen ist dies auch erst den riesenhaften ,arbeiten der ,neuzeit1 dem #agii fertiggestellten ,georgstollen1 der unterhalb der ,bergstadt ,grund mndet1 und dem #ahfd eingeweihten ,ernst-,august-,stollen1 der sein mit ,trmen und ,zinnen geschmcktes ,mundloch auf der ,schtzenwiese bei ,gittelde hat und mit seiner ,lnge von #bf ,kilometern mehr wie die ,hlfte lnger ist als der groe ,gotthardtunnel4 ,und groartig wie die ,abfhrung der ,wasser der ,tiefe ist auch die ,zufhrung der ,tagewasser1 deren ,grube1 ,pochwerk und ,htte trotz der in ,dienst genommenen mchtigen ,dampfmaschinen nicht entraten knnen4 ,wo man auch nur wandert im ,oberharze1 berall trifft man ,sammelgrben und meist im ,festen stehende ,wasserlufe1 als drfe kein ,tropfen des kostbaren ,wassers verloren gehen4 ,die grte dieser ,pulsadern des ,bergbaues1 der #agcb angelegte und #ahdj erweiterte ,dammgraben1 zwingt selbst die ,moorwasser des fernen ,brockenfeldes zur ,bergarbeit2 nachdem er in #gij ,meter ,meereshhe die ,abbe1 ein ,nebenflchen der ,ecker1 abgefangen hat1 durchschneidet er das ,quellgebiet der ,bode1 ,oker und ,sse1 berschreitet auf dem #a ,kilometer langen und #af ,meter hohen ,sperberhaier ,damme die ,wasserscheide zwischen ,oker und ,sse und speist1 mit seinen ,zufuhrgrben #fc ,kilometer lang1 die terrassenfrmig untereinanderliegenden ,teiche bei ,klausthal1 von denen der ,hirsch bei einer ,bodenflche von #ae1g ,hektar mehr als #fjjjjj ,kubikmeter ,wasser fat4 ,die ,hauptpulsader des ,andreasberger ,bergbaues ist der in den ,granitfels gesprengte #g-a_/b ,kilometer lange ,rehbergergraben1 der die in dem #bb ,hektar deckenden ,oderteiche durch einen aus mchtigen mit ,eisen verklammerten ,granitmassen aufgetrmten ,riesendamm aufgestauten ,quellwasser der ,oder den dortigen ,werken zufhrt4 ,illustration3 ,abb4 #di4 ,radaufall4 7,nach einer ,photographie von ,sophus ,williams in ,berlin47 ,sidenote3 ,kahlenberg4 ,hahnenklee4 ,die ,randberge der ,klausthaler ,hochebene bieten viele herrliche ,aussichtspunkte4 ,von der ,schalke1 dem #gfc ,meter hohen ,gipfel des ,kahlenbergs1 an deren ,fue die ,festenburg idyllisch aus dem ,grn hervorlugt1 berblickt man die ganze ,hochebene wie eine ausgebreitete ,landkarte2 und der ,blick nach ,osten1 auf das ,brockenfeld mit dem ,brockengebirge im ,hintergrunde und auf die ,harzburger ,berge ist von wunderbarem ,reiz4 ber den ,auerhahn1 die ,pahhe zwischen ,zellerfeld und ,goslar1 wandern wir dem erst vor wenigen ,jahrzehnten von den ,sommerfrischlern entdeckten ,bergdrfchen ,hahnenklee 7,abb4 #af7 zu und erfreuen uns unterwegs am ,bocksberge an dem wunderhbschen ,blick auf die von ,bchen durchschnittene ,gebirgspartie zwischen ,gose und ,innerste und die schn bewaldeten ,berg- und ,hgelreihen der ,vorlande1 den ,steinberg und die fast unzhlbaren schmucken ,drfer4 ,auf dem ,rckwege ber ,bockswiese folgen wir eine ,strecke dem lieblichen ,spiegelthale1 dessen friedlich stille ,teiche langgezogen das schmale1 scharf geschnittene ,thal fllen4 ,den ,kaltenborn zwischen ,frankenscharner ,htte und ,windhausen 7,grund71 die ,kuckholzklippe ber dem in die ,thalspalte frmlich eingeklemmten ,lerbach und die schroff ber der ,sse hngende ,siebenwochensklippe am ,morgenbrotsgraben jenseit des ,dammhauses mu man am ,vormittage besuchen3 sie erffnen smtlich1 doch in verschiedener ,begrenzung1 den ,blick ber den ,harz hinaus in die westlichen und sdwestlichen ,vorlande bis zum ,bramwalde1 dem ,meiner und der ,eichsfeldischen ,pforte1 in der ,ferne kaum von den ,wolkenzgen zu unterscheiden4 ,sidenote3 ,waldeszauber4 ,erst auf diesen ,wanderungen lernen wir auch den oberharzischen ,wald in seinem ganzen ,reiz1 in seiner zauberhaften ,wirkung auf das ,gemt wrdigen und kennen4 ,la uns einmal einem vom ,touristenheere noch nicht ausgetretenen1 vom frsorglichen ,harzklub noch nicht bezeichneten ,pfade folgen4 ,durch die grne ,nacht hoher1 dichter ,tannen1 die nur hin und wieder durch zitternd einfallendes ,licht1 durch das hellere ,grn des ,torfmooses und der groen ,farnkruter1 die in dicken ,bscheln die ,baumwurzeln bekleiden1 gemildert wird1 gelangen wir auf einen ,hai1 auf dem tausend und abertausend ,exemplare des roten ,fingerhutes1 wie von der ,hand des ,grtners gezogen und wirkungsvoll gruppiert1 blendend ihre ,pracht entfalten4 ,sieh1 dort vom ,rande ugt ein ,rudel ,hirsche halb scheu1 halb neugierig herber2 den ausdrucksvollen ,kopf mit dem vielzackigen ,geweih dir zugewendet1 zucken sie nicht einmal mit der ,wimper4 ,aber nun fliegen sie in wilden ,stzen den ,abhang hinab4 ,und nun wieder kein ,laut ringsum1 nur der ,abendwind fngt an1 leise und warnend in den ,wipfeln der ,bume dort unten zu rauschen1 und das seine ,thalfahrt beginnende ,wasser sickert flsternd durch das ,moos und trpfelt kaum hrbar von einem ,stein auf den andern4 ,doch jetzt trgt der anschwellende ,wind ,klnge einer harmonischen ,musik herber1 erst geisterhaft leise1 allmhlich klarer und bestimmter3 mitten in der ,wildnis1 dem ,abendgelut eines ,eremiten gleich1 das ,glockengelut einer den ,stllen zuwandernden ,rinderherde4 ,es sind schmucke1 krftige ,tiere1 rot- und hellbraun1 mit groen ,hrnern1 deren ,spitzen nach oben gerichtet sind2 die reine ,harzrasse4 ,wrdevoll schreitet der ,hirt1 mit derben ,schuhen1 grauen ,gamaschen1 schwarzem ,leinwandkittel und breitkrempigem ,filzhut bekleidet1 ihnen voran2 das handliche ,beil1 das1 an der scharfen ,schneide mit einem ,stck ,hirschhorn verwahrt1 an einem ber die rechte ,schulter laufenden1 mit blanken ,messingschildern verzierten schwarzen ,lederbande ihm an der ,seite hngt1 gebraucht er1 um die ,khe loszuhacken1 die sich mit den ,hrnern im ,gestrpp1 oder mit den ,fen im ,wurzelgeflecht verwickelt haben 7,abb4 #ag74 ,die ,stiere seiner ,herde1 auf der ,tierschau prmiiert1 und sechs bis zwlf der schnsten ,khe sind sein ,eigentum1 er ist ein wohlsituierter ,mann4 ,im ,winter ist er ,fleischer und ,hausschlchter1 und sein ,knecht1 der dort den ,beschlu der ,herde macht1 ist dann sein ,gehilfe4 ,wahrscheinlich versteht er auch selbst sein achtstimmiges ,glockenspiel neu zu stimmen1 ,stimmbeulen von auen oder innen hineinzuschlagen4 ,illustration3 ,abb4 #ej4 ,harzburg im #ag4 ,jahrhundert 7nach ,merian74 ,vom ,hirten freundlich zurecht gewiesen1 gelangen wir binnen kurzem auf eine wohlgepflegte1 mit ,ahorn und ,vogelbeere dicht begrenzte ,strae1 deren ,nhe wir nicht vermuten konnten4 ,einsam windet sie sich durch den unabsehbaren ,wald4 ,die zur ,rste gehende ,sonne umspielt nur noch die mit ,zapfen dicht behangenen ,wipfel der stattlichen ,bume2 in den schluchtenartigen ,waldthlern lagert schon der weie ,abendnebel4 ,das ,herdengelut verklingt allmhlich in der ,ferne2 nun ringsum sabbatliche ,stille4 ,verstohlen tritt eine ,rehfamilie aus dem ,hochwalde zur ,rechten1 huscht wie ein ,schatten ber die ,strae und fliegt dann in eleganten ,stzen ber die ,schonung zur ,linken dem ,dickicht zu1 in dem die ,sauen ihren ,kessel haben 7,abb4 #ah74 ,schon erhebt die ,knigin der ,harzer ,waldsnger1 die ,schwarzdrossel1 klagend und doch voll ,hoffnung ihren schwermtigen1 herzergreifenden ,gesang1 um der sinkenden ,sonne einen letzten ,abschiedsgru nachzurufen4 ,doch nun -- klingt's da nicht in der ,ferne wie leiser melodischer ,gesang8 und ist's nicht gar ein gemischter ,chor8 ,es kommt nher und nher3 frische1 frhliche ,mdchenstimmen1 ohne ,schule und ,kunst1 naturwchsig wie der ,wald ringsum und ansprechend eben in dieser ,harmonie4 ,rein und hell singt der ,sopran seine einfach-schne ,melodie hinaus1 und der ,alt1 von einer einzelnen ,mnnerstimme krftig untersttzt1 begleitet sie mit der zweiten ,stimme1 wie sie das gesangfreudige ,volk fast instinktiv findet4 ,jetzt verstehen wir auch die ,worte3 ,der ,jger in dem grnen ,wald ,mu suchen seinen ,aufenthalt4 313 ,er ging in dem ,wald wohl hin und her 313 313 ,ob auch nichts 313 ob auch nichts anzutreffen wr'6 ,illustration3 ,abb4 #ea4 ,rabenklippen4 7,nach einer ,photographie von ,sophus ,williams in ,berlin47 ,sidenote3 ,kulturmdchen4 ,die ,kiepe auf dem ,rcken1 in den flinken ,hnden das ,strickzeug1 verfolgen die krftigen1 gedrungenen ,gestalten1 aufgeschrzt bis ber das ,knie1 festen ,schrittes ihren unsere ,waldstrae kreuzenden ,pfad4 ,es sind ,harzer ,kulturmdchen mit ihrem ,kulturaufseher1 niederschsischen ,stammes1 aus ,lerbach oder ,riefensbeek oder ,wolfshagen4 ,vom ,morgen bis zum ,abend beschftigt1 die drei- bis fnfjhrigen ,pflnzchen mit dem ,ballen aus dem ,saatkamp1 dem ,tannengarten1 auszuheben und auf die von den ,stuken gesuberten ,blen im ,abstande von #a1b bis #a1e ,metern zu versetzen1 sind sie nun auf dem ,heimwege nach ihrer ,waldherberge1 jenen ,kten dort am ,saume der ,dickung4 ,ob wir ihnen einen ,augenblick dahin folgen8 ,im ,nu sind die ,kiepen abgeworfen1 und wenige ,augenblicke spter prasselt auf dem ,herde1 der die ,mitte der ,kte einnimmt1 ein lustiges ,feuer4 ,jetzt siedet das ,wasser in dem darber hngenden offenen ,kessel1 nun werden ,brotscheiben hineingeschnitten1 etwas ,butter1 ,salz und ,kmmel daran gethan1 und das einfache ,mahl ist bereitet4 ,zum ,kosten eingeladen1 folgen wir doch der ,warnung der herannahenden ,dmmerung und erreichen im beschleunigten ,tempo die ,stadt4 ,die ,einrichtung einer ,kte oder ,bucht1 an deren ,stelle jetzt vielfach kleine1 feststehende ,waldhuschen treten1 praktischer wohl und wohnlicher1 aber nicht so voll wie jene von der ,poesie des ,waldzaubers umweht1 sehen wir uns ein andres ,mal auf einer ,hauung an4 ,illustration3 ,abb4 #eb4 ,ilseflle4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,sidenote3 ,waldarbeiter4 ,wir treffen es gnstig3 eine ganze ,schar von ,waldarbeitern1 scharfe xte auf der ,schulter und auf dem ,rcken die groe ,waldsge1 schreitet gemessenen ,schrittes vor uns her4 ,die neu geflickten und frisch gewaschenen ,kittel und ,beinkleider aus ungebleichtem ,drell1 welche mit der mit ,seitenklappen versehenen grnen ,tuchmtze oder einem beulenreichen ,filzhute1 dicken ,gamaschen und derben ,schuhen ihre ,kleidung ausmachen1 sagen uns1 da sie aus ihrem heimatlichen ,dorfe kommen2 sie haben in ihrer ,familie den ,sonntag verlebt und wollen nun heute1 am ,montag ,morgen die am ,freitag ,abend unterbrochene ,arbeit wieder aufnehmen 7,abb4 #ai74 ,jetzt nehmen ihre ,frauen1 die ihnen bis zur ,stadt das ,geleit gegeben und ihnen in ihrer ,kiepe den aus einem nicht enthaarten ,kalbfell kunstlos gefertigten ,ranzen -- den ,urahn des modernen ,rucksacks -- getragen haben1 in dem sie auer ,pulverhorn und ,eisenkeil 7,fimmel7 ,lebensmittel auf eine ,woche mit sich fhren1 unter ,scherzreden ,abschied1 und schwerer noch bepackt als vorher setzen die ,arbeiter ihren ,marsch fort4 ,in seinem ruhigen1 aber nichtsdestoweniger frdernden ,schritt vermag den ,holzfller auch der jetzt leise niedertrpfelnde ,regen nicht zu beirren3 er schlgt nur die alte ,pferdedecke1 die ihm im ,walde als ,bettdecke zu dienen bestimmt ist1 als ,regenmantel um sich und seine blanken ,werkzeuge4 ,sidenote3 ,die ,kte4 ,nun sind sie auf ihrer ,arbeitssttte angekommen1 und in ruhiger ,geschftigkeit tritt jeder an seinen ,platz4 ,in taktmigem ,strich frit sich die breite1 schwanke ,sge in den dicken ,stamm ein1 bis die ,waldriesen krachend niederstrzen1 drhnend fallen die ,axthiebe auf das ,holz1 wuchtig treibt das ,fustel den spaltenden ,keil ein1 dazwischen hallt von drben ,schu auf ,schu dumpf herber1 wo die ,stuken1 die anders nicht zu bewltigen sind1 mit ,pulver gesprengt werden4 -- ,an jenem vor dem ,winde etwas geschtzten ,rande der ,hauung1 da wo das ,feuer qualmt1 steht die ,kte1 mit deren ,erbauung die ,arbeit begonnen hat4 ,viel ,kunst und ,mhe hat sie nicht erfordert3 junge1 armdicke ,fichten sind in ,kreisform in den ,boden geschlagen1 oben zu einem ,kegel zusammengebogen1 auen mit groen ,stcken ,baumrinde bekleidet und innen in den ,zwischenrumen mit ,moos verstopft4 ,eine niedrige1 verschliebare ffnung mit kleinem berbau dient als ,thr und ,fenster4 ,in der ,mitte der ,bucht sind ,steine zu einem ,feuerherde zusammengelegt1 und rings um diesen1 dicht an der ,auenwand1 breite1 niedrige ,bnke angebracht4 ,mit ,tannhecke1 ,heidekraut und einigen ,moosscken berdeckt1 dienen sie zugleich als ,schlafsttten4 ,hier um das knackende und prasselnde ,feuer1 dessen ,rauch vergeblich zu entweichen sich bemht1 lagern sich am ,abend die ermdeten ,arbeiter1 bereiten sich ihre beliebte ,scheibensuppe und schlieen ihr ,mahl mit einem ,stck ,brot nebst ,wurst und einem ,schluck ,branntwein4 ,dann wird das ,feuer noch einmal geschrt1 die ,thr verschlossen1 und bald verknden nur noch die ,atemzge der ,schlafenden1 da die ,waldeinsamkeit nicht vllig ausgestorben ist4 ,illustration3 ,abb4 #ec4 ,ilsenburg4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,whrend die ,waldarbeiter wenigstens einmal wchentlich mit ihrer ,familie unter einem ,dache weilen1 sehen die ,khler ihr ,dorf im ganzen ,sommerhalbjahre nur bei besonderem1 hochwichtigen ,anlasse1 denn die ,meiler brennen am ,sonntage wie in der ,woche1 und wenn der eine ausgeladen wird1 stehen andre schon wieder im ,brande4 ,aber einmal wchentlich macht sich die ,frau des ,khlers mit der ,kiepe auf1 um diesen mit ,brot und ,zubrot und andern ,vorrten zu versorgen4 ,sidenote3 ,der ,khler4 ,einem ,khlermeister bei seiner ,arbeit zuzuschauen1 ist indes heutzutage nicht so gar leicht4 ,seit ,heran- und ,herauffhrung der ,eisenbahnen auf den ,harz und der dadurch ermglichten ,verwendung der ,steinkohle ist nmlich die ,holzkohlenproduktion fr die ,htten um #ig zurckgegangen2 und ,khlerei im greren ,umfange wird eigentlich nur noch getrieben1 wenn ein bedeutender ,wind- oder ,schneebruch diese rasche ,verwertung des ,holzes fordert4 ,illustration3 ,abb4 #ed4 ,steinerne ,renne4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,da im ,kohlhai eines ,meisters gewhnlich vier bis sechs ,meiler gleichzeitig1 und zwar in den verschiedenen ,stadien der ,entwickelung1 im ,gange sind1 so belehrt schon ein ,besuch ber alle ,arbeiten des ,khlergeschftes4 ,hier sehen wir dem ,richten1 dem ,aufbau eines ,meilers zu4 ,um die beiden ,quandelpfhle im ,mittelpunkte der kreisfrmigen ,kohlsttte werden die glattgehauenen ,rundhlzer so dicht als mglich fast senkrecht herum- und schichtweise aufeinandergestellt1 da zwischen jenen ,pfhlen ein senkrecht bis auf den ,boden reichendes ,luftschchtchen bleibt1 in das in der ,richtung des ,halbmessers am ,boden ein wagerechter ,luftkanal eintritt4 ,dort sind die ,gehilfen dabei1 einen fertig gerichteten ,meiler1 einen ,kugelabschnitt von #c ,meter ,hhe1 so fest erbaut1 da man ihn ohne ,gefahr besteigen kann1 mit ,tannhecke und ,rasen zu bedecken und mit einem ,gemenge von ,erde und ,kohlengestbbe zu bewerfen4 ,wenn sie fertig sind1 wird der ,khler den ,meiler mittels eines zusammengelegten und mit ,harz gefllten ,stckes trockener ,baumrinde1 das er mit der ,steckrute durch den ,luftkanal bis zu den am ,fue der ,quandelstangen aufgehuften ,spnen und ,reisern schiebt1 anznden4 ,mehrere ,meiler stehen bereits im ,brande2 der eine raucht weigrau1 er ist erst vorgestern angezndet1 der andre blau an allen ,seiten1 die ,kohlen garen bereits4 ,das ,regieren des ,feuers ist das ,meisterstck des ,khlers1 bei dem er seine ganze ,kunst und ,erfahrung zeigen kann4 ,bald mu er die ,windschauer umstellen und auf der vom ,winde abgekehrten ,seite -- denn das ,feuer brennt stets diesem entgegen -- ,rume 7,zuglcher7 mit dem ,raumpfahle an richtiger ,stelle anbringen2 bald ,ritzen und ,borsten im ,bewurf -- denn das ,feuer ist stets bestrebt1 die ,decke zu durchbrechen -- mit der ,klopfstange beseitigen1 oder gar faustgroe ,reilcher1 deren blauer ,rauch ihn warnend herbeiruft1 mit einem ,rasenstck heilen4 ,so hat er ,tag und ,nacht keine ,ruhe und mu diese wie der ,schiffer in bestimmte ,wachen teilen4 -- ,ein aufregender ,genu ist es1 am ,abend dem ,fllen der brennenden ,meiler zuzusehen3 im ,widerschein der hell aufleuchtenden ,kohlenglut hantieren die ruigen ,gestalten1 vom ,rauch umwirbelt1 hastig an und auf dem oben geffneten ,meiler4 ,so viel dieser nmlich am ,tage herunter brennt1 um so viel mu er eine ,woche hindurch jeden ,abend wieder mit ,holz gefllt werden4 ,der ,khler legt den ,steg1 einen dicken1 langen ,knppel mit eingehauenen ,stufen1 am ,meiler hinauf1 besteigt ihn1 schaufelt ,bewurf und ,decke von der eingesunkenen ,haube1 stt mit der ,fllstange die ,kohlen nieder1 treibt das ,holz1 das ihm die ,gehilfen zureichen1 mit dem ,wehrhammer ein und schtzt die ,haube wieder durch ,decke und neuen ,bewurf3 alles in grter ,eile1 denn je lnger der ,meiler offen brennt1 um so mehr ,kohlen werden zu ,asche4 -- ,wenn die ,verkohlung beendet ist1 so eimert sich der ,meiler1 d4 h4 der ganze ,erdbewurf wird glhend1 -- ein schauerlich-schner ,anblick in dunkler ,nacht4 ,illustration3 ,abb4 #ee4 ,schlo ,wernigerode4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,die ,khlerbucht ist der ,waldarbeiterkte gleich1 nur ist sie durch einige ,schrnkchen und ,vorratskasten mehr fr dauernden ,aufenthalt eingerichtet1 und da die ,zeltgenossenschaft weniger ,kpfe zhlt1 so knnen sich alle1 der ,meister zur ,rechten1 die ,gehilfen zur ,linken und die ,buben oder ,haijungen im ,hintergrunde1 etwas wohnlicher einrichten4 ,die ,hillebille 7von hille d4 i4 rasch und ,bell d4 i4 ,glocke71 ein zwischen zwei ,bumen in der ,schwebe hngendes ,buchenbrett mit hlzernem ,hammer1 mit dem sie ehemals die ,kameraden von den entfernten ,meilern zu ,tisch und im ,notfall alle ,berufsgenossen aus betrchtlicher ,entfernung mittels althergebrachter ,signale herbeirufen konnten1 findet sich heute wohl kaum noch bei einer ,kte4 ,illustration3 ,abb4 #ef4 ,christianenthal bei ,wernigerode4 7,nach einer ,photographie von ,g4 ,steinicke in ,bremen47 ,sidenote3 ,das ,wild4 ,mit den ,tieren des ,waldes lebt der ,khler1 dessen ,einsamkeit gewhnlich ein zottiger ,hund teilt1 in bester ,freundschaft3 friedlich spielt das scheue ,reh in seiner ,nhe1 und unbedenklich trabt der vorsichtige ,hirsch durch den ,meilerrauch4 ,im brigen legt der edle ,hirsch 7,abb4 #bj7 seine ,scheu nur im ,winter auf den ,futterpltzen ab1 die fr ihn bei den ,frstereien1 doch auch beim ,waldhuschen am ,fortuner ,teich1 beim ,johanneser ,kurhause und andernorts eingerichtet sind4 ,pnktlich wie die ,uhr und nach und nach mit grerem ,vertrauen stellen sich die ,tiere einzeln und in ,rudeln ein und sttigen sich an dem duftigen ,heu1 das ihnen in hlzernen ,raufen dargeboten wird4 ,verstohlen ugen sie dabei zu uns herber1 jeden ,augenblick bereit1 wenn wir uns verdchtig zeigen sollten1 mit einem khnen ,satze den schtzenden ,wald zu gewinnen4 ,eine neue ,schar hungernder ,tiere trifft ein4 ,sie kommen zum ersten ,mal1 aus weiter ,ferne4 ,den mageren ,leib noch zwischen den jungen ,fichten bergend1 schauen sie bald verlangend auf die gefllten ,raufen1 bald ngstlich auf die gefrchteten ,menschen4 ,jetzt tritt hier und da ein ,tier vorsichtig einen ,schritt vor1 die knuspernden1 hier schon heimischen ,gefhrten machen ihnen ,mut1 ein ,alttier1 weniger argwhnisch als die ,klbchen1 wagt sich heran1 und nun eilt pltzlich das ganze ,rudel herbei und umdrngt die wohlthtigen ,futterstnde4 -- ,ohne diese ,futterpltze wrde der grte ,teil des reichen ,wildbestandes whrend der ,schonzeit eingehen1 denn ,rindenstckchen und ,fichtenspitzen knnen auf die ,dauer nicht als ,nahrung gengen1 und durch das ,pltzen 7,scharren7 vermag das hungernde ,wild bei anhaltendem ,winter ,grser und ,heidekraut selbst an den ,quellen nicht mehr freizulegen4 ,aber trotz der ausgiebigsten ,ftterung fllt nicht nur manches verwaiste ,klbchen1 sondern auch manches stattliche ,tier dem ,oberharzer ,winter alljhrlich zum ,opfer4 ,auf der hohen ,schneelage1 die sich bei mildem ,wetter gesetzt hat1 bildet wieder einfallender ,frost eine harte ,eiskruste1 und diese reibt den ,tieren binnen kurzem die ,lufe wund und blutig4 ,langsam1 das edle ,haupt gesenkt1 ein ,bild des ,elendes1 zieht das kranke ,wild seinen ,weg1 den es sonst im ,fluge zu durcheilen gewohnt war2 seine ,kraft reicht kaum noch hin1 die kranken1 mit eiternden ,wunden bedeckten ,lufe aus dem harten ,schnee1 in den sie bei jedem ,schritte tief einsinken1 emporzuziehen2 es kann den ,futterplatz nicht mehr erreichen1 verlassen und hilflos geht es an ,entkrftung zu ,grunde und wird eine ,beute der ,fchse4 ,,viii4 ,die ,sselandschaft4 ,sidenote3 ,osterode4 ,die ,wasser der ,klausthaler ,hochebene flieen der ,sse1 der ,innerste und der ,oker zu4 ,die ,sse entspringt als groe und kleine ,sse am jhen ,abfall des ,bruchberges unter den ,sseklippen in der ,nhe des ,dammhauses4 ,in raschen ,sprngen 7,geflle #a 3 #ad7 eilt sie in ihrem tiefen1 engen ,thale bis ,kamschlacken 7#daj ,meter71 wird hier etwas ruhiger und tritt beim ,scherenberge oberhalb ,osterode mit einem ,geflle von #a 3 #fj in das ,land4 ,von besonderer ,schnheit ist ihr ,thal von ,kamschlacken ber ,riefensbeek bis zur ,limpicher ,brcke4 ,wo die ,sse bei ihrem ,austritt aus dem eigentlichen ,gebirge den ,lerbach aufnimmt1 an dem sich1 eng und tief zwischen die ,berge eingeklemmt1 das gleichnamige groe ,eisenhtten- und ,waldarbeiterdorf stundenweit bis unter die ,kuckholzklippe und den ,heiligenstock hinaufzieht1 liegt hart zwischen dem ,harze und einem ,hgelzuge freundlich die wichtige ,fabrikstadt ,osterode 7,abb4 #bb74 ,im ,jahre #aacj zuerst erwhnt1 erhielt der ,ort zwischen #abah und #abbc vom ,pfalzgrafen ,heinrich ,stadtgerechtsame und trat im ,anfange des fnfzehnten ,jahrhunderts -- wo die ,stadt1 sonst auf ,ackerbau und ,handel angewiesen1 ,mittelpunkt einer bedeutenden ,eisenindustrie ward -- in den ,bund der ,hansa4 ,doch war die ,blte nur von kurzer ,dauer4 ,da ihr ,handel und ,wandel mehrfach vom ruberischen ,adel der ,nachbarschaft und von gemeinen ,rubern und ,strodern 7dies ist das deutsche ,wort fr ,vagabund7 auf dem ,harze geschdigt ward1 war nicht das ,schlimmste4 ,der bermtige1 trotzige ,sinn ihrer ,brgerschaft verwickelte sie in ,fehden1 deren eine ihr gar die ,reichsacht zuzog1 und die langjhrigen ,zwistigkeiten jener mit dem ,rate gediehen im ,jahre #aeaj zu offenem ,aufruhr und grauenhaftem ,morde3 die ,brger strzten ihren ,brgermeister ,freienhagen vom ,rathause in die ,spiee der untenstehenden1 die seine ,leiche schmhlich in ,stcke hieben4 ,zu diesen das ,gemeinwesen schwer schdigenden ,vorgngen gesellten sich ,verheerungen durch ,brand und ,seuchen3 am #a4 ,september #aede ward die ganze ,stadt bis auf #df ,huser und die ,vorstdte ein ,raub der ,flammen1 und in die ,zeit von #aeff bis #afbe fallen sechs schwere ,pestjahre4 -- ,die ,schrecken des dreiigjhrigen ,krieges1 ,brandschatzungen durch ,braunschweiger1 ,kaiserliche und ,schweden1 ,belstigung durch die sogenannten ,harzschtzen brachten die ,stadt an den ,rand des ,verderbens4 ,die schwerste ,heimsuchung knpft sich an den ,namen ,merode4 ,vom #ag4 bis #bb4 ,oktober #afca legte sich dieser ,pappenheimische ,general mit acht ,regimentern vor die ,stadt1 forderte #djjjj ,thaler ,kontribution und lie1 als diese ,summe nicht gezahlt werden konnte1 sofort seine ,geschtze und ,mrser spielen1 auch die nicht geschtzten ,vorstdte zum schreckenden ,beispiel gnzlich ruinieren und ausplndern4 ,vergebens bat der ,rat um ,christi ,blutes und ,todes willen fufllig um ,gnade1 vergebens versuchten die ,schulknaben und ,mgdlein den harten ,kriegsmann milde zu stimmen1 vergebens war die ,bitte der ,brger1 mit ,weib und ,kind unter ,zurcklassung aller ,habe die ,stadt verlassen zu drfen4 ,die ,kirchen wurden erbrochen1 das ,regierungsgebude ausgeraubt1 den ,brgern ,wollen- und ,leinentuch und andre ,ware1 auch ,pferd und ,wagen genommen1 und ,merode selbst nahm alles vorhandene ,geld1 ,gold und ,silber als ,abzahlung1 fr den ,rest hafteten die ,geiseln1 die er mit sich fhrte4 ,nach jenem verderblichen ,kriege hat sich die ,stadt in stetiger und ruhiger ,entwickelung zu einer der ersten ,fabrikstdte des ,harzes emporgeschwungen 7#gajj ,einw474 ,illustration3 ,abb4 #eg4 ,wernigerode4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,unter der aus ,flukieseln erbauten ,marktkirche ist die ,frstengruft der letzten ,herzge von ,grubenhagen1 deren ,stamm #aeif mit ,philipp ,,ii4 erlosch1 und ihrer ,gemahlinnen4 ,das lteste ,gebude ist die mit der zwei ,meter hher gelegenen ,schlokirche verbundene sehr starke viereckige ,wegsklause4 ,eine malerische ,gruppe bildet vor dem ,johannisthore die ,ruine der landesherrlichen ,burg mit ihren in ,grten umgewandelten ,grben und der wie jene aus ,flukieseln in ,gips erbauten ,johanniskirche an ihrem ,fue4 ,wohl von den ,grafen von ,catlenburg vor #aacj erbaut1 ging sie #aadc an deren ,erben ,heinrich den ,lwen ber und diente noch bis #aeab als ,witwensitz der grubenhagenschen ,herzoginnen4 ,jetzt wohnt in dem epheuumrankten1 zur ,hlfte abgespaltenen mchtigen runden ,turme nur noch die holde ,osterjungfrau1 die ,wohlthterin der ,armen4 ,illustration3 ,abb4 #eh4 ,rathaus in ,wernigerode4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,die ,sse1 welche in der ,stadt das groe ,kornmagazin besplt1 aus dem die oberharzischen ,bergleute ihr ,herrenkorn zu billigem ,preise erhalten1 folgt gleich den andern ,flssen dieses ,harzrandes erst noch eine lngere ,strecke dem ,gebirge in nrdlicher ,richtung2 erst zwischen ,badenhausen und ,eisdorf gelingt es ihr1 angesichts der ,ruinen der ,hindenburg und des ,lichtensteins durch eine ,lcke im ,gipszuge nach ,sden zu entschlpfen1 um sich dann1 bei ,dorste sich westlich wendend1 bei ,elvershausen in die ,ruhme zu ergieen4 ,,ix4 ,die ,innerstelandschaft4 ,die ,innerste1 der zweite und wichtigste ,flu der ,klausthaler ,hochebene1 hat ihre ,quelle in dem auf alten ,karten ,innerstesprung genannten ,entensumpfe1 unfern des ,dorotheer ,zechenhauses1 verstrkt sich durch die ,abflsse der groen ,bergwerksteiche1 von denen der ,brenbrucher1 der ,pixheier1 der ,schwarzenbacher1 der ,ziegenberger und der ,groe ,sumpfteich bei ,buntenbock die bedeutendsten sind1 sammelt ihre ,wasser in dem schn gelegenen1 #dggjjj ,kubikmeter fassenden ,prinzenteiche bei der ,ziegelhtte und schlgt in einem von hier ab deutlich ausgeprgten ,thale nrdliche ,richtung ein4 ,wo ihr der ,zellbach die ,wasser von #ai ,teichen von rechts zufhrt1 wirbelt die ,klausthaler oder ,frankenscharner ,silberhtte ihre ,rauchwolken verwstend in die ,luft4 ,sidenote3 ,rauchblen4 ,wenn wir uns einer im ,walde oder in der ,nhe desselben belegenen ,silberhtte1 nicht blo der ,klausthaler1 nhern1 so fllt es uns auf1 da die ,fichten an den ,berghngen statt des normalen ,grn ein eigentmliches ,blaugrau oder ein schmutziges ,dunkelgrn1 oder hufiger noch ein ganz helles ,gelbgrn zeigen4 ,und treten wir1 um ihn nher zu betrachten1 an einen solchen ,baum heran1 so finden wir neben normalgrnen fahle1 mifarbige1 gelb-1 trocken-1 rotspitzige und ganz rote ,nadeln2 je nher wir der ,htte kommen1 desto mehr nimmt diese ,entfrbung von ,grn in ,rot zu1 und da die roten ,nadeln meist abfallen1 so berzieht eine hohe1 lose ,nadelschicht den ,waldboden1 die ,bume werden fast kahl1 die ste und bei jngeren ,bumen auch der ,stamm dunkel bis kohlschwarz1 die ste trocken1 die ,kronen licht1 und noch ehe wir die ,htte erreichen1 endet der ,wald mit weit auseinanderstehenden1 ganz dnn benadelten ,baumkrppeln1 die aussichtslos den letzten ,kampf um ihr ,leben kmpfen4 ,sidenote3 ,waldvergiftung4 ,in unmittelbarer ,nhe der ,htte aber wchst weder ,baum noch ,strauch noch ,grashalm4 ,diese ,rauchble der ,klausthaler ,htte umfat #bjj ,hektar frheren ,waldboden gegen #aj ,hektar im ,jahre #agej4 ,daran schlieen sich aber noch #ahj ,hektar stark beschdigte ,bestnde mit sprlicher ,heide und kmmerlichem ,grase4 ,wie von dem vllig vegetationslosen ,blenterrain1 dessen zusammenhaltende ,grasnarbe lngst weggeruchert ist1 der ,boden bis auf den letzten ,rest von den ,regengssen abgesplt wird1 so da demnchst nur der nackte ,fels erhalten bleibt2 so werden die jetzt lckigen ,bestnde allmhlich in vollstndige ,blen bergehen und die mig und schwach geschdigten nacheinander lckig werden4 ,aber da die klimatischen ,verhltnisse und die ,terrainbildung dieselben bleiben1 so wird wenigstens das ,gesamtschdigungsgebiet sich schwerlich noch vergrern4 ,illustration3 ,abb4 #ei4 ,das ,frankenfeldsche ,haus in ,wernigerode4 7,nach einer ,photographie von ,sophus ,williams in ,berlin47 ,was den ,wald vergiftet und ttet1 ist nicht etwa der metallische ,flugstaub1 den die ,htten im ,httenrauch in die ,luft senden4 ,der schadet wohl dem ,rindvieh1 das in der ,nhe der ,htten weidet -- der zuweilen tdliche ,kopfjammer ist eine ,bleivergiftung2 der ruft auch bei ,hirschen1 die dort sen1 die abnormen ,geweihbildungen hervor1 die wir in den ,harzer ,forsthusern mit ,verwunderung betrachten2 und die halbgelhmten ,drosseln und ,finken1 die wir im ,herbste kraftlos von einem ,steinhaufen an der ,chaussee zum andern flattern sehen1 haben sich an den mit feinem ,bleistaub bedeckten1 verlockenden ,vogelbeeren den ,tod geholt4 ,aber das ,gift1 das den ,pflanzen durch den ,httenrauch zugefhrt wird1 ist die schweflige ,sure4 ,wie die ,chausseebume bei ,silbernaal zeigen1 ist die schdliche ,wirkung dieser ,sure bei den ,laubbumen bedeutend geringer als bei den ,nadelbumen1 denn whrend das im ,rauch erkrankte ,laubblatt bald durch ein gesundes ersetzt wird1 summiert sich in den ,nadeln die ,schdigung fr mehrere ,jahre4 ,nach den gemachten ,erfahrungen und angestellten ,versuchen sind die ,eiche und die ,ahornarten am widerstandsfhigsten1 und nur mit dem ,eichenniederwalde kann der ,verwstung mit ,erfolg ,halt geboten und dann vom ,bestandesrande aus auch den ,rauchblen schrittweise wieder ,terrain abgerungen werden4 ,sidenote3 ,metallaufbereitung4 ,ehe wir in die ,httengebude eintreten1 werfen wir einen kurzen ,blick in die oberhalb des ,httenbahnhofes terrassenfrmig aufsteigende ,aufbereitungsanstalt1 die grte der ,welt4 ,oben beim ,ottilischacht beginnend1 wo bis vor kurzem die mit ,erz gefllten ,eisenksten unmittelbar aus den ,schiffen #djj ,meter hoch gehoben und gestrzt wurden und jetzt die ,wagen der elektrischen ,bahn1 welche die ,erze des ,burgsttterzuges herzufhrt1 entladen werden1 nehmen wir die entsetzlich prasselnden ,steinbrecher und weiter die ,walzwerke 7zur ,zertrmmerung7 und ,trommeln 7zur ,klassierung1 ,sonderung nach dem spezifischen ,gewicht7 in ,augenschein1 durchwandern die ,sortierhuser1 wo das ,klauberz durch der ,pochknaben flinke ,hand in ,bleiglanz1 ,blende1 ,kupfer- und ,schwefelkies1 ,pocherz und ,berg geschieden wird1 die ,pochwerke1 wo #agf je #ahj ,kilogramm schwere eiserne ,stempel mit ihrem sthlernen ,schuh die ,erze in ,tiegeln aus ,hartgu unter so entsetzlichem ,lrme zerschmettern1 da man auch den lautschreienden ,nachbar kaum versteht1 sehen dann ,stoherd1 ,setzmaschine und ,kehrrad arbeiten und treten durch die ,schlammwsche wieder ins ,freie4 ,illustration3 ,abb4 #fj4 ,markt und ,rathaus in ,halberstadt4 7,nach einer ,photographie von ,stengel ,co4 in ,berlin47 ,auch auf der ,htte steigen wir zunchst in die oberen ,rume1 sehen hier die ,schliechvorrte der einzelnen ,gruben lagern und abwgen1 dann nieder steigend auf der ,gicht die ,beschickung der fen 7,schliech1 ,niederschlagsmaterial1 ,flumittel7 und im ,httengebude selbst von den von den blulichen ,flammen umzuckten und umspielten fen die glhenden ,metallmassen zischend und wieder aufwallend in die kesselartigen ,vertiefungen strmen1 die ,kruste des ,bleisteins herausheben und das ,werkblei in lange1 schmale ,formen fllen und nehmen zum ,schlu1 mit dem ,silberblick auf ,lautenthal vertrstet1 auf dem ,httenhofe die ,rstung des ,bleisteins1 die jenen die ,vegetation zerstrenden ,httenrauch hinaussendet1 in ,augenschein 7,abb4 #ba74 ,illustration3 ,abb4 #fa4 ,halberstadt4 7,nach einer ,photographie von ,stengel ,co4 in ,berlin47 ,sidenote3 ,grund4 ,wildemann4 ,lautenthal4 ,weiter der ,innerste folgend1 gelangen wir unterhalb des ,silbernaals an die ,stelle1 wo der ,flu einen ,teil seiner ,wasser den ,gruben bei ,grund durch den den ,bauersberg durchsetzenden ,schultestollen zusendet4 ,in ein nach oben sich verzweigendes1 aber nur nach dem ,lande zu offenes ,thal eng und geschtzt eingebettet1 ist die ,bergstadt ,grund 7,abb4 #bd7 der lteste der oberharzischen ,kurorte1 bt aber1 nur durch einen rings umher laufenden1 meist stark ansteigenden grnen ,wiesenstreifen vom frischen ,laub- und ,nadelwald getrennt1 durch die ,anmut seiner ,lage und die ,schnheit seiner ,umgebung noch immer seine alte ,anziehung aus4 ,obwohl nur etwa #cjj ,meter hoch und fast am ,rande des ,oberharzes gelegen1 erhlt es durch die einschlieenden ,berge1 namentlich durch den fast jh aufsteigenden ,iberg 7das ist ,eibenberg7 wirklichen ,gebirgscharakter4 ,unsern ,weg zu diesem #efb ,meter hohen ,korallenriff nehmen wir ber den ,hbichenstein und die ,tropfsteinhhle4 ,jener ist der #dj ,meter hohe feinkrnige ,kalksteindoppelfelsen1 unter dem der wohlthtige ,zwergknig ,hbich1 der verzwergte ,wuotan1 seine reichen ,schtze bewacht2 diese enthlt eine ganze ,reihe schner ,gebilde1 von denen der versteinerte ,wasserfall am berzeugendsten wirkt2 in der ,nhe seines ,einganges steht die einzig briggebliebene ,gruppe alter ,eiben 7,taxus71 von denen der ,berg seinen ,namen hat4 ,von der ,plattform des die hohen ,buchen berragenden ,holzturmes berblickt man einen ,teil des westlichen ,oberharzes1 vor allem aber ber das zu den ,fen im ,grunde liegende ,stdtchen hinaus die welligen ,hgellandschaften bis zum ,turmberge bei ,hackenstedt und ,griesberge bei ,almstedt im ,norden und den die ,kahle ,zelle bei ,grnenplan berragenden ,wesergebirgen im ,westen und dem ,herkules und ,meiner und den ,thringer ,bergen im ,sden4 ,ein bequemer ,abstieg fhrt uns ber den ,schweinebraten zurck in das sich immer tiefer einschneidende ,innerstethal4 ,in eine halbkreisfrmige ,krmmung desselben und in das hier mndende ,spiegelthal liegt ,wildemann 7,abb4 #bc71 die kleinste der sieben ,bergstdte1 hart eingeklemmt4 ,die ,berge steigen unmittelbar hinter den ,husern so steil an1 da das duftige ,heu der ,bergwiesen nur in ,sumen auf dem ,rcken von den ,frauen eingeschafft werden kann1 und da vor einigen ,jahren ein ,ri am ,berge eine ,huserreihe in die ,innerste zu schieben drohte4 ,bei der ,linde vor dem ,rathause1 die nach der ,inschrift der wilde ,mann hchst eigenhndig gepflanzt hat1 erinnern wir uns daran1 da der zum ,sinnbild des ,harzes gewordene ,wildemann1 der die ,moosweibchen 7die ,wolken7 jagt1 mit dem ,sturmgott ,wuotan1 dem wilden ,jger1 identisch ist4 ,da die ,innerste das ,gebirge in widersinniger ,richtung zerreit1 so bietet ihr in seinen ,windungen so abwechselungsvolles ,thal neben dem ,flubett kaum ,platz fr die ,fahrstrae1 schon die ,eisenbahn hat sich durch und in die ,felsen graben mssen4 ,so sind denn auch ,siedelungen an ihr1 selbst die ,zechen- und ,forsthuser und ,sgemhlen1 nur da mglich gewesen1 wo durch ,einmndung eines ,baches eine ,thalerweiterung entsteht4 ,die ,berge um ,lautenthal 7,abb4 #be7 sind noch hher als bei ,wildemann1 aber die nur noch #cjj ,meter -- #abe ,meter tiefer als diese -- belegene ,stadt konnte sich etwas behbiger ausbreiten3 die ,straen ziehen sich im ,thale der ,laute und auf einem mhlich steigenden ,berghange auf dem rechten ,ufer ziemlich weit hinauf4 ,von der ,hhe ber der ,prinze ,karoline1 die der schne ,fuweg ber die ,schildaukte nach ,seesen erklettert1 hat man einen groartig schnen ,blick auf die ,stadt4 ,bei ,langelsheim1 wo -- wie in ,lautenthal -- eine ,silberhtte dampft1 tritt der ,flu durch eine majesttische ,gebirgspforte in das ,vorland4 ,bei niedrigem ,wasserstande erscheint sein ,wasser schon hier fast durchsichtig2 der giftiges ,bleioxyd fhrende ,pochsand hat sich im kiesigen ,flubett nach und nach niedergeschlagen4 ,rhrt aber ,hochwasser diese ,schlammmassen auf und reit sie brausend mit fort1 dann ist die ,innerste eine graue1 dicke ,flssigkeit1 und wo sie ber ihre ,ufer steigt1 lagert sie unglaubliche ,mengen des feinen ,pochsandes auf ,wiesen und cker im unteren ,innerstethal ab4 ,auf ihrem linken ,ufer eilt der ,innerste das ,flchen ,neile zu1 die das ,schlachtfeld von ,lutter und die ,heimat des sagenhaften ,thedel von ,wallmoden ,unverfehrt besplt4 ,illustration3 ,abb4 #fb4 ,inneres des ,domes zu ,halberstadt4 7,nach einer ,photographie von ,rmmler ,jonas in ,dresden47 ,lngeren ,laufes und wasserreicher als die ,neile1 die bei der ,darmpfuhlsmhle mndet1 ist die ,nette1 welche der ,innerste alle ,wasser zufhrt1 die von dem hohen ,bergzuge auf dem linken ,ufer dieses ,flusses bei ,wildemann nach ,westen rinnen4 ,am hchsten greift der ,pandelbach1 die alte ,grenze zwischen ,engern und ,ostfalen1 zwischen ,mainz und ,hildesheim1 hinauf2 seine ,quelle liegt an dem allen ,harzwanderern bekannten ,keller1 einem haustief in das brcklige ,gestein steil eingeschnittenen schmalen ,hohlwege1 auf dem einst den ,walkenrieder ,htten im oberen ,nettethal die ,rammelsbergschen ,erze zugefhrt wurden4 ,welch ein beschwerlicher ,umweg6 ,aber die ,gegend zwischen ,langelsheim und ,hahausen war ehemals -- und noch zur ,zeit der ,schlacht bei ,lutter -- ein unpassierbarer ,sumpf4 ,sidenote3 ,mnchehof4 ,kirchberg4 ,bei ,mnchehof 7das ist ,hof der ,walkenrieder ,mnche7 tritt der ,pandelbach1 in dessen klaren ,wassern das ppige ,buchengrn flimmernd sich spiegelt1 aus dem ,oberharze heraus4 ,gleich darauf besplt der verstrkte ,bach das alte1 aber auen und innen modernisierte ,schlo ,kirchberg1 das mit seinem ,burggraben und seinem von prchtigen ,baumgruppen begrenzten ,schloteiche sich von dem fruchtbaren ,gefilde gar ausdrucksvoll abhebt4 ,nach ihm benannten sich ,heinrichs des ,jngeren legitimierter ,sohn ,heinrich ,theuerdank und dessen ,mutter ,eva von ,trott4 ,die nicht bedeutenden ,ruinen der ,staufenburg -- namentlich ein dicht von ,epheu umwobener zerspaltener ,turm und ,reste des ,eingangsthores1 vor dem eine mchtige ,linde von hohem ,alter steht -- finden sich auf einem ,kegel1 der aus dem buchenbestandenen ,muschelkalkzuge1 der den ,oberharz im ,westen in geringem ,abstande begleitet1 wenig auffllig hervorragt4 ,hervorragende ,bedeutung fr die ,kulturgeschichte des ,oberharzes erhielt die ,burg1 als #aeje hier die ,herzogin ,elisabeth von ,braunschweig-,wolfenbttel ihren ,witwensitz nahm und dem ,bergbau ihre ganze ,liebe zuwandte4 ,um sich an der sich mehr und mehr ausdehnenden ,montanindustrie zu erfreuen1 besuchte sie gar oft persnlich den rasch aufblhenden ,ort im ,grunde1 dessen ,kapelle sie zur ,pfarrkirche erhob4 ,in ihre ,fustapfen trat #aeba ihr ,grosohn und ,erbe1 ,herzog ,heinrich der ,jngere4 ,mochte ihn vielfach auch die ,sehnsucht nach seiner geliebten ,eva1 an deren ,statt er eine ausgestopfte ,puppe nach fein gespielter ,todeskomdie mit ,sang und ,klang in ,gandersheim hatte begraben lassen1 nach der ,staufenburg ziehen1 wo sie in stillster ,einsamkeit1 mehr einer ,gefangenen als einer frstlichen ,geliebten hnlich1 ihre ,jugendjahre verlebte2 so besuchte er doch auch spter1 als er #aeda ,eva mit ihren ,kindern nach der festeren ,liebenburg geschickt hatte1 hufig die ,staufenburg1 um von hier aus seine neu entstandenen ,bergstdte ,zellerfeld und ,wildemann1 deren ,gruben und ,htten in ,augenschein zu nehmen4 -- ,von seinen ,nachfolgern aber hat keiner auf der verschwiegenen ,burg auch nur vorbergehend residiert4 ,so verfiel sie nach und nach1 und #aggh fand man den ,aufenthalt in dem alten ,gemuer selbst fr die ,gefangenen und deren ,wrter zu lebensgefhrlich4 ,illustration3 ,abb4 #fc4 ,michaelstein4 7,nach einer ,photographie von ,sophus ,williams in ,berlin47 ,die ,nette1 welcher der ,pandelbach und mehrere andre grere und zahlreiche kleine ,bche ihr ,wasser zufhren1 entspringt am ,netteberge bei ,herrhausen4 ,ihr ,gebiet fhrt -- sogar noch im ,volksmunde -- den ,namen ,ambergau4 ,von rechts nimmt die ,nette die aus dem ,oberharze kommende ,schildau auf4 ,der ,weg von der ,schildaukte am ,fue des ,schildberges1 der die unbedeutenden ,ruinen einer vom ,grafen ,hermann von ,winzenburg um #aadh erbauten ,burg trgt1 auf dem ,forellenstieg an dem schumenden ,flchen hinunter ber den ,grnen ,jger nach ,seesen gehrt zu den schnsten im ganzen ,harze4 ,sidenote3 ,seesen4 ,seesen1 in den ,friedensverhandlungen zwischen ,heinrich dem ,znker und den schsischen ,groen #ihd zuerst erwhnt1 hat erst nach ,anlage der ,eisenbahnen1 die von ihm strahlenfrmig nach fnf ,seiten laufen1 krftigen ,aufschwung genommen und weniger begnstigte ,stdte raschen ,schrittes berholt4 ,unter den wenigen alten ,husern1 welche die hufigen ,feuersbrnste berstanden haben1 ist auer dem frheren ,schlosse kaum ein architektonisch bedeutsames4 ,obwohl ,seesen in einer ,hhe von nur #bai ,meter am ,rande des ,oberharzes liegt1 fhlt und glaubt man sich hier mitten im ,gebirge1 denn die ,hhen1 welche den ,ambergau im ,westen begrenzen1 und die ,berge1 welche von ,hahausen das rechte ,netteufer begleiten1 erscheinen dem ,auge fast von gleicher ,hhe wie der eigentliche ,harz4 ,mit besonderem ,wohlgefallen aber ruht es auf dem ,bergzuge des ,heber1 dessen helles ,laubgrn zu dem gegenberliegenden dunkeln ,harzwalde einen freundlichen ,kontrast bildet4 ,gleich einem verwitterten1 halb zertrmmerten ,felsen ragt aus den hohen1 schlanken ,buchen ein altes ,gemuer hervor und berschaut wie ein ,herrschersitz den ,gau thalauf und -ab4 ,es ist die ,ruine der ,burg ,woldenstein1 der ,sage nach die ,heimat des vom heiligen ,bernward1 seinem ,verwandten1 erzogenen gelehrten ,bischofs von ,meien 7#ajff-aajf7 und eifrigen ,bekehrers der ,wenden1 des vom ,papste ,hadrian ,,vi4 #aebc heilig gesprochenen ,st4 ,benno4 ,aber die ,burg ist erst #abie von den ,grafen von ,woldenberg erbaut4 ,ihr ,ende fand sie #aeai in der verwstenden ,stiftsfehde4 ,illustration3 ,abb4 #fd4 ,mnchseiche bei ,michaelstein4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,der ,nette folgend1 treten wir bei ,rhden1 wo aus den oberen ,schichten des bunten ,sandsteins eine schwache ,sole quillt1 in die ,gegend des erst einige ,jahrzehnte alten1 aber lohnenden ,kalibergbaues ein1 der von hier den ,nordrand des eigentlichen ,harzes im ,halbbogen umzieht4 ,sidenote3 ,bockenem4 ber die durch ihre geschmackvollen ,guwaren rhmlichst bekannte ,wilhelmshtte und die durch ,steinbrche zerwhlte ,sttte der ,pfalz ,knigsdahlum gelangen wir nach ,bockenem1 der anmutig gelegenen1 alten ,hauptstadt des ,ambergaues1 die von den ,grafen von ,woldenberg1 deren ,wappen sie noch heute fhrt1 schon im ,jahre #acjj ,stadtgerechtsame erhielt4 ,nach den groen ,feuersbrnsten von #afhe und #ahdg arm an altertmlichen ,bauwerken1 macht doch die vom ,fluufer sanft aufsteigende ,stadt mit ihren breiten1 sauberen ,straen und behbigen ,brgerhusern1 ihrem gerumigen1 mit ,linden bepflanzten und von zwei ,kirchen begrenzten ,marktplatze einen wohlthuenden ,eindruck4 ,weit blickt der mchtige #fj ,meter hohe ,turm der ,pancratii-,kirche1 dessen unterer1 festungsartiger ,teil wohl noch aus der ,zeit ,ludwigs des ,frommen stammen mag1 rings in die ,lande hinaus4 ,im ,innern des einfach-schnen ,gotteshauses1 einer dreischiffigen1 gotischen ,hallenkirche1 fallen besonders die sehr alten aus ,holz geschnitzten ,standbilder der ,apostel und der heiligen ,jungfrau1 welche -- lange unter ,steingerll begraben -- vom ,professor ,ksthardt kunstverstndig renoviert1 das in ,formen der ,sptrenaissance reich dekorierte messingene ,taufgef und das von dem aus ,bockenem stammenden ,maler ,nepperschmidt herrhrende ,wandgemlde der barmherzige ,samariter ins ,auge4 ,in ihrer ,nhe liegt das einzige ,fachwerkhaus aus dem sechzehnten ,jahrhundert1 die alte ,generalsuperintendentur2 im ,winter #afbf diente sie ,tilly als ,hauptquartier4 ,illustration3 ,abb4 #fe4 ,burg ,regenstein4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,sidenote3 ,schlo ,sder4 ,vom ,dorfe ,werder aus1 nach dessen ,burg sich das ,dynastengeschlecht der ,grafen von ,werder und spter ein ,zweig der ,woldenberger schrieb1 ersteigen wir auf bequemem ,waldpfade den ,weinberg1 der uns bis dahin das ,schlo ,sder verdeckte4 ,da1 wo die ,bockenem-,hildesheimer ,chaussee vom ,dorfe ,nette aus die ,hhe des ,weinbergs in ,schlangenwindungen erklettert1 hat man einen groartig schnen ,blick ber die wellenfrmige ,bockenemer ,ebene auf das ,harzgebirge3 auf den ppig bewaldeten ,muschelkalkzug der ,nauer ,berge und der ,osterkpfe trmen sich terrassenfrmig die dunklen oberharzischen ,berge von ,lautenthal1 ,goslar und ,klausthal auf1 und ber sie alle schaut aus weitester ,ferne der ,vater ,brocken mit dem ,knigsberge herber1 oft noch weigelockt1 wenn hier schon alles grnt und blht1 oft auch im ,strahl der scheidenden ,sonne mit flammenumspieltem ,scheitel4 ,wirkungsvoller als dieser ist kein andrer ,blick auf den ,harz4 ,eine viertelstndige ,wanderung durch stattlichen ,buchenwald fhrt uns nach dem ,schlosse ,sder 7,abb4 #bf74 berraschend schn liegt es inmitten seines herrlichen ,parkes mit blinkenden ,teichen1 prchtigen ,baumgruppen und sammetartigen ,rasenflchen4 ,anfang des vorigen ,jahrhunderts war dieses ,schlo des kunstsinnigen ,domherrn ,moritz von ,brabeck der ,sammelpunkt berhmter und hochstehender ,personen2 von seinen ,gsten nenne ich nur ,c4 von ,strombeck1 den ,freiherrn zum ,stein1 ,graff und ,iffland1 ,karoline von ,humboldt und ,marie ,krner2 auch die ,knigin ,luise von ,preuen war hier im ,jahre #ahje4 ,sidenote3 ,schlo ,derneburg4 ,der ,woldenberg4 ,bildet ,sder mit seiner ,flur eine stille1 liebliche ,waldoase1 so blickt das ,schlo ,derneburg 7,abb4 #bg71 der ,familiensitz des ,frsten ,mnster1 frei ins ,land hinaus4 ,gar wirkungsvoll heben sich die rotbedachten ,schlogebude mit ihren vielen ,trmchen vom dahinter aufsteigenden buchengrnen ,donnersberge ab4 ,illustration3 ,abb4 #ff4 ,schlo ,blankenburg4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,ein noch fahrbares ,stck der mittelalterlichen ,augsburger ,strae benutzend1 ersteigen wir von dem ,marktflecken ,holle aus1 der ,heimat des ,ritters ,berthold von ,holle1 der als der erste in diesem ,teile ,deutschlands im ,anfange des dreizehnten ,jahrhunderts in deutscher 7hfischer7 ,sprache dichtete1 den ,woldenberg1 den alten ,herrschersitz dieser ,lande weit und breit4 ,dem weitverzweigten ,grafengeschlecht der ,woldenberger1 dessen ,stammvater ,ludolf vom ,kaiser ,lothar ausdrcklich zu den ,frsten gezhlt wird1 kam zur ,zeit der ,staufer in den ,harzlanden kein andres an ,macht und ,ansehen gleich2 im ,besitze vieler ,burgen und ,schirmvogteien1 bten sie den ,knigsbann in acht ,gauen4 ,die ,seele der kaiserlichen ,partei in ,norddeutschland1 haben die ,woldenberger ihre ,krfte im ,kampfe fr die ,hohenstaufen verzehrt1 und ,graf ,gerhard1 der ,letzte des ,geschlechts1 starb #achc ziemlich verarmt4 ,vorbergehend ,residenz des ,frstbischofs1 ward der ,woldenberg #afda durch ,kaiserliche teilweise zerstrt1 doch konnte die ,burg noch anderthalb ,jahrhunderte als ,amthaus bewohnt werden1 ehe man sie als ,steinbruch benutzte4 ,vor etwa #ej ,jahren ist der hohe ,bergfried1 aus dem oben die ,bume ihre grnen ,arme herausstreckten1 vor der weiteren ,zerstrung geschtzt und zu einem herrlichen ,aussichtspunkte umgewandelt4 ,nach allen ,seiten reicht der ,blick weit ber ,wald und ,land1 ber fruchtbare ,thler und immer hher sich auftrmendes ,gebirge4 beraus anmutig leuchtet im westlichen ,vordergrunde das ,schlo ,henneckenrode 7,abb4 #bh71 die ,blumsche ,waisenstiftung1 mit seinen ,teichen ber das ,waldgrn hervor1 und nicht weniger herzerquickend ist der ,blick auf den mittleren ,teil des ,ambergaues mit seinen reichen1 gesegneten ,fluren1 seinen schmucken ,drfern1 die sich um die einst woldenbergsche ,stadt ,bockenem gruppieren4 ,wohl erhalten ist auch das von zwei ,trmen flankierte ,thorhaus1 von denen der eine in ,form eines ,dreiviertelkreises in den trockenen1 in den ,fels gebrochenen ,burggraben vorspringt und in seinem ,obergescho ein polygonales1 aus ,fachwerk gebautes ,turmzimmer trgt4 ,sidenote3 ,der ,hainberg4 ,an der ,felsschlucht unterhalb des ,binnenhofs1 die uns den ,wahlspruch eines ,drosten3 ,solitudo solo beatitudo6 nachruft1 vorber1 lenken wir unsere ,schritte den lauschigen ,wald uralter ,eichen und ,buchen hinab1 wie man sie in solcher ,schnheit nur selten noch zu sehen bekommt1 dem auf scharf abfallendem ,felsvorsprunge in stiller ,waldeinsamkeit des ,hainbergs belegenen ,st4 ,hubertus-,jgerhause zu1 an dessen ,felsenkapelle 7,abb4 #bi7 sich die ,sage von der ,bekehrung des heiligen ,hubertus1 des ,schutzpatrons der ,jger1 knpft4 ,das von ,knstlerhand zu beiden ,seiten des ,altars in die ,felswand gehauene ,relief -- hier der ,hirsch mit dem zum ,kruzifix gewordenen ,jagdspie im ,geweih1 dort auf den ,knieen der ,jger mit anbetend erhobenen ,hnden1 hinter ihm der ,knappe mit dem ,jagdro1 -- stammt nach der an der gegenberliegenden ,grottenwand eingehauenen ,inschrift aus dem ,jahre #agcc2 lter ist die arg beschdigte und vom ,rauch geschwrzte ,darstellung am ueren ,felsen1 nach welcher der vom ,hirsch durch eine ,schlucht getrennte ,hubertus sein ,ro selbst hlt4 ,illustration3 ,abb4 #fg4 ,blankenburg im #ag4 ,jahrhundert 7nach ,merian47 ,in etwa einer ,viertelstunde erreichen wir vom ,jgerhause die ,bodensteiner ,klippen1 aus dem ppigen ,buchenwalde hoch und steil aufsteigende1 kahle ,sandfelsen1 hnlich der ,teufelsmauer bei ,blankenburg und offenbar derselben geognostischen ,bildung angehrend4 ,der ,aufstieg auf eine der zugnglich gemachten ,klippen gewhrt bei guter ,beleuchtung der ,landschaft hohen ,genu4 ,x4 ,die ,okerlandschaft4 ,der dritte ,flu der ,klausthaler ,hochebene1 die ,oker1 das ist reiender ,strom1 schlgt dieselbe widersinnige ,richtung ein wie die ,innerste4 ,sie entspringt beim ,okerstein am ,westabhange des ,bruchberges in #hjj ,meter ,meereshhe1 strzt bis ,altenau #cbj ,meter in einem ,querthale steil herab und vereinigt sich innerhalb der ,stadt mit der kleinen ,oker1 der jetzt ,schneid- das ist ,grenzwasser genannten ,altenah und dem durch den ,rotenbach verstrkten ,gerlachsbach4 ,illustration3 ,abb4 #fh4 ,blankenburg4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,eine ,oase im grnen ,waldmeere1 liegt die jngste ,bergstadt ,altenau1 -- fast nur auf einer ,seite von einer blumenreichen ,wiesenflur1 die aber einen steilen ,berg darstellt1 begrenzt1 in die schtzenden ,thler eingesenkt4 ,prchtige ,spaziergnge namentlich den ,dammgraben entlang1 der den ,bruchberg in ,schlangenwindungen umzieht1 ein herrlicher ,blick ber den ganzen ,westharz von der ,wolfswarte1 vor allem aber der groartig schne ,weg ber den ,nabenthaler ,wasserfall und an der ,steilen ,wand hin nach dem ,torfhause fesseln gleichmig den ,sommerfrischler wie den ,harzwanderer4 ,den ,ahrendsberg mit seinen ,klippen1 einen ,glanzpunkt des ,harzes1 ersteigen wir am besten von dem unterhalb der ,htte gelegenen ,gemkenthal auf dem ,wege nach ,harzburg4 ,illustration3 ,abb4 #fi4 ,dorfstrae in ,schierke4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,sidenote3 ,romkerhalle4 ,sich windend und krmmend zwngt sich die durch das ,weiewasser1 durch ,kellwasser und ,kalbe und kleinere muntere ,bche verstrkte ,oker nach ,norden durch eine enge ,spalte festen1 weien ,granits4 ,schumend umtanzt sie die ,granitbrocken1 die ihr den ,weg versperren mchten2 umspielt den ,jaspisfelsen der hellschimmernden ,birkenburg2 finster blickt der ,ahrendsberg hernieder2 wunderbare ,felsgebilde1 manche durch eine einzelne ,fhre oder durch eine kleine ,gruppe dieser ,harzceder ausdrucksvoll bezeichnet1 schauen von den fichtendunklen ,hhen herab1 wie der ,mnch1 der groe ,kurfrst1 die ,madonna1 ,zieten1 der schlafende ,lwe2 groartiger aber noch sind die ,granitkolosse am ,wege nach ,harzburg1 die sich nicht in den ,vordergrund drngen3 die ,grotte und die ,mausefalle1 diese unheimlichen ,bauwerke der ,natur1 die jeden ,augenblick zusammenzubrechen drohen1 die ,hexenkche und die ,bastei der ,kste4 ,die interessanteste und wildeste ,strecke des ,okerthals ist die vom ,gasthaus ,romkerhalle1 wo von rechts die ,romke mit etwas ,nachhilfe in drei ,abstzen #fe ,meter hoch vom buntgebnderten ,felsen springt 7,abb4 #cj71 von ferne gesehen einem herabhngenden breiten ,silberbande nicht unhnlich1 und die zerschumten1 zersprengten und zerstubten klaren ,wasser in dem der buntgemischten1 allstndlich sich erneuernden ,gesellschaft erfrischende ,khle zuhauchenden ,becken zu sammeln sucht1 bis abwrts zum ,waldhause am ,beginn des ,goslarschen ,fuweges3 im frhen ,mittelalter fhrte kein ,weg neben dem ,flusse herauf1 und die spter hergestellte gefhrliche ,fahrstrae hielt sich streckenweise in respektvoller ,entfernung2 erst um #ahfj ist ihr durch ,sprengung der ,felsen berall ,raum neben dem ,flubett geschaffen2 groartige neue ,bilder erschliet aber der ,fuweg durch das bisher unzugngliche ,klippengewirr zur ,linken1 an dem der ,harzklub eifrig arbeitet4 ,illustration3 ,abb4 #gj4 ,schierke4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,an majesttischer ,schnheit lt sich mit dem ,okerthale nur das ,bodethal in ,parallele stellen2 wem der ,preis gebhrt1 ist nicht zu sagen4 ,sind die ,bodefelsen khner gestaltet1 wilder1 schroffer1 aber durch das helle ,buchengrn doch gleichsam warm abgetnt1 so wird der ,ernst der weniger jhen1 aber immerhin trotzig und mehr in ,einzelgestalten herausspringenden ,okerfelsen durch das dstere ,tannengrn der mchtigen ,bergwnde1 von denen sie sich krftig abheben1 stimmungsvoll verstrkt3 verschieden wie die ,meisterwerke zweier groer ,maler1 aber gleich in ihrem bestrickenden ,eindruck auf ,sinn und ,gemt4 ,auf der #ad ,kilometer langen ,strecke von ,altenau bis zu dem groen ,httenorte ,oker1 wo der ,flu in #baj ,meter ,meereshhe in das ,land tritt1 hat er ein ,geflle von #a 3 #eb4 ,sidenote3 ,goslar4 ,zwischen dem ,sudmerberg1 auf dem eine alte ,warte weithin die ,straen berblickt1 und dem ,petersberge1 auf dem oberhalb der ,klus1 eines vom groen ,christoph als ,sandkorn aus dem ,schuh geschtteten ,felsen mit eingehauener ,kapelle1 die ,grundmauern des ,petersstiftes blogelegt sind1 eilt der ,innerste die beim ,auerhahn entspringende ,gose zu1 nach der ,goslar 7,abb4 #cb7 seinen ,namen fhrt4 ,die erste ,bltezeit dieser ,kaiserstadt 7die #igi zum erstenmale urkundlich genannt wird7 schliet mit dem ,ende der ,staufer4 ,ihres ,glanzes als ,residenz nach und nach entkleidet1 gewann sie doch bald unter den ,stdten der ,hansa einen festen1 ,achtung gebietenden ,stand4 ,von grundlegender ,bedeutung war die ,erlangung der vollen ,selbstndigkeit3 im ,jahre #abij traten ihr die ,grafen von ,woldenberg die ,reichsvogtei ab3 an die ,stelle des ,woldenbergischen ,dienstmannes trat nun der stdtische ,vogt1 an die ,stelle der ,grafen selbst ein von der ,stadt auf bestimmte ,jahre gewhlte ,schutzherr2 bald darauf ward auf ,grund der von den ,kaisern verliehenen ,rechte und der alten ,weistmer 7,gerichtsentscheidungen7 das ,rechtsbuch entworfen1 das als ,goslarsches ,recht in vielen ,stdten ,eingang fand1 so da der ,rat zu ,goslar der ,oberhof fr ein ganzes ,land wurde4 ,mit ,geschick und ,nachhaltigkeit wute sie auch den freien ,stiftern in und vor ihren ,mauern wertvolle ,rechte abzugewinnen und sich in den ,besitz der vom ,bergbau zu zahlenden ,vogteigelder zu setzen4 ,ihren nach ,flandern1 ,wisby und ,nowgorod reichenden ,handel schtzte sie durch ihre ,bndnisse mit den benachbarten ,stdten1 durch ihre ,freundschaft mit den ,bischfen von ,hildesheim und den ,herzogen von ,braunschweig1 durch ,erwerbung des ,pfandbesitzes der sie einengenden ,burgen4 ,im ,anfange des sechzehnten ,jahrhunderts1 wo sie ,luthers ,reformation annahm1 hatte ,goslar1 eine der acht frnembsten von allen ,erbarn- ,frey- und ,reichs-,stdten1 den zweiten ,hhepunkt der ,entwickelung und ,wohlstandes erreicht4 ,ihre ,befestigungswerke waren verstrkt und ,wlle und ,trme mit grobem ,geschtz reichlich ausgestattet4 #dj gottesdienstliche ,sttten zeugten vom frommen und wohlthtigen ,sinne der ,brger4 ,trotz und bermut gegen ihren ,bergherrn knickte die zweite ,blte der ,stadt gewaltsam1 brach ihre ,macht fr alle ,zeiten4 ,im ,jahre #abce hatte ,friedrich ,,ii4 dem ,herzog ,otto dem ,kinde den kaiserlichen ,bergzehnten und damit das volle ,bergregal erblich zu ,lehen gegeben1 und ,ottos ,sohn ,albrecht als ,bergherr #abga die lteste ,bergordnung des ,harzes erlassen4 #acge waren dann ,zehnten und ,berggericht in den ,pfandbesitz des ,rates der ,stadt gekommen1 der mehrfach1 zuletzt noch #aeji1 die ,pfandsumme erhhte1 um die ,einlsung zu erschweren4 ,der energische ,heinrich der ,jngere aber1 der eifrige ,bergmann im ,oberharz1 kndigte der ,stadt die ,pfandschaft und zahlte die mit ,hilfe der vermittelnden ,stdte ,magdeburg und ,braunschweig auf fast #bejjj rheinische ,gulden fr seine ,hlfte festgesetzte ,pfandsumme trotz ihres ,widerstrebens aus und lie sich auch von seinem ,vetter ,philipp von ,grubenhagen dessen ,hlfte der ,pfandschaft abtreten4 ,da weigerte sich die ,stadt1 den ,herzog als ,bergherrn anzuerkennen und seinem ,berggericht sich zu fgen1 stellte trotzig den ganzen ,bergbau ein1 ergriff die ,waffen gegen den in ,riechenberg lagernden ,herzog und verwstete am #bb4 ,juli #aebb alle innerhalb der ,landwehr belegenen geistlichen ,stiftungen1 das berhmte ,petersstift1 das reiche ,kloster ,georgenberg und die ,kirche des heiligen ,grabes4 ,doch gewann ,goslar infolge der ,verwickelungen des ,herzogs in die groen ,hndel der ,zeit und seiner ,gefangennahme in der ,schlacht bei ,calefeld noch einmal eine kurze ,frist4 ,im ,jahre #aeeb fand ,heinrich endlich ,zeit1 mit ,ernst gegen ,goslar vorzugehen4 ,und so bermtig die ,reichsstdter einige ,jahrzehnte zuvor gewesen waren1 so demtig zogen sie nun nach ,riechenberg hinaus und baten um ,frieden4 ,in diesem ,vertrage zu ,riechenberg mute der ,rat mit seinen ,zugestndnissen weit ber das frher vom ,herzog ,geforderte hinausgehen1 diesen auch zum ,erbschutzherrn annehmen und ihm den grten ,teil der ,forsten abtreten4 ,mit der ,selbstndigkeit der ,stadt war's fr immer vorbei1 und der ,bergbau am ,rammelsberge gehrte fortan den ,herzgen von ,braunschweig4 ,illustration3 ,abb4 #ga4 ,braunlage4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,zu ,ende des dreiigjhrigen ,krieges1 der auch noch den ,handel der im ,rckgange begriffenen ,stadt lahm legte1 war die ,kmmerei tief verschuldet und die durch die ,pest gezehntete ,brgerschaft entkrftet4 ,eine verheerende ,feuersbrunst von #agbh fhrte zu weiterer ,verarmung1 so da ,goethe sie #aggg die vermodernde ,reichsstadt und der sptere ,minister von ,schn1 der sie #af ,jahre nach der ,feuersbrunst von #aghj sah1 die #bdd ,gebude in ,asche legte1 sie einen sehr kleinen1 traurigen1 menschenleeren ,ort mit einem ,magistrat von #ii ,personen 7wobei er die #ee ,gildevertreter mitzhlt7 nennen konnte4 ,die ,kuflichkeit ihrer ,justiz war sprichwrtlich1 die in hohem ,grade verarmte ,brgerschaft wurde vom kleinlichsten ,zunft- und ,kastengeist beherrscht4 ,der bergang an ,preuen im ,jahre #ahjb legte den ersten ,grund zu neuem ,aufschwung3 die ,landstadt ,goslar erhielt das bedeutende ,vermgen der reichsunmittelbaren ,stifter zugewiesen1 das die ,reichsstadt niemals besessen hatte1 und erhielt ein geordnetes ,kirchen- und ,schulwesen4 ,in der zweiten ,hlfte des neunzehnten ,jahrhunderts begann dann die ,stadt1 namentlich nach ihrem ,anschlu an das ,eisenbahnnetz1 sichtbar frhlich aufzublhen2 und wie der wiedererwachte ,sinn fr ,geschichte und ,altertumskunde ihr jhrlich einen starken ,strom wibegieriger ,reisenden zufhrt1 so veranlat ihre schne und gesunde ,lage gar manchen auch zu dauernder ,niederlassung4 ,sie hat jetzt #afdjj ,einwohner4 ,unsern ,rundgang durch die ,stadt1 die uns noch immer ein gut ,stck mittelalterlicher ,baukunst vorfhrt1 beginnen wir beim ,bahnhofe4 ,zwischen dem ,achtermann aus dem ,jahre #aejj1 einem der vier mchtigen ,zwinger des ,rosenthores1 und dem ,kloster ,neuwerk1 dessen malerisch im wohlgepflegten ,klostergarten belegene ,kirche1 eine zweitrmige romanische ,pfeilerbasilika mit ,querhaus1 um das ,jahr #abjj erbaut ist1 gelangen wir durch die enge ,fischmkerstrae auf den von zwei ,seiten durch hochinteressante ,huser eingeschlossenen ,marktplatz4 ,am wirkungsvollsten ist die #adid als ,gildehaus der ,gewandschneider erbaute ,wort 7jetzt ,hotel ,kaiser-,wort7 mit einem auf konsolenartigem ,unterbau vorspringenden achteckigen ,mittelturm und vier erkerartigen ,ausbauten4 ,die acht hlzernen -- vom ,sptter ,heinrich ,heine mit gebratenen ,universittspedellen verglichenen -- aus ,holz verfertigten lebensgroen ,figuren1 welche in gotischen ,nischen zwischen den rechteckigen ,fenstern stehen1 werden gewhnlich als acht um ,goslar verdiente ,kaiser1 vom ,professor ,ksthardt aber als die acht guten ,helden angesprochen4 ,illustration3 ,abb4 #gb4 ,hermannshhle4 ,blaue ,grotte4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,das ,rathaus1 in ,heines ,augen nur eine wei angestrichene ,wachtstube1 besteht aus einer ,gruppe einen kleinen ,lichthof einschlieender ,gebude aus dem fnfzehnten und sechzehnten ,jahrhundert1 deren ,frontseite auf einem von achteckigen ,pfeilern getragenen ,bogengange mit ,kreuzgewlbe ruht 7,abb4 #ca74 ,durch die ehemalige ,gerichtslaube betreten wir die ,rathausdiele1 den alten ,huldigungssaal2 von ihren alten ,kronleuchtern trgt einer der aus ,hirschgeweihen gefertigten die schne ,inschrift3 ,o goslar1 du bist togedan ,den hilgen romesken rike ,sunder middel 7d4 i4 ,falsch7 unnd wane1 ,nicht macstu darvon wiken4 ,das jetzt ,huldigungszimmer genannte ,zimmer mit reichem1 wertvollem ,bilderschmuck an ,wand und ,decke1 welcher die ,weissagungen vom ,messias im ,heidentum durch die ,sibyllen1 im ,judentum durch die ,propheten und die durch die ,evangelisten bezeugte ,menschwerdung ,christi zum ,grundgedanken hat1 wird die alte ,ratskapelle sein2 es enthlt wertvolle ,urkunden und ,altertmer1 darunter ein prachtvolles1 mit farbenschnen ,miniaturen geziertes ,evangelienbuch aus dem dreizehnten ,jahrhundert1 und in der kleinen ,altarconcha1 deren ,gemlde ,christi ,leiden und den ,heiland als ,weltenrichter darstellen1 besonders die silberne ,bergkanne1 eine ausgezeichnete ,arbeit aus dem ,jahre #adgg4 -- ,das wunderlichste ,baudenkmal ist das vom ,magister ,thalling #aeba erbaute ,brusttuch1 ein ,patrizierhaus mit trapezfrmiger ,grundflche und vllig windschiefem ,dache1 ,glasmalereien an den gotischen ,fenstern und reichem ,schnitzwerk -- ,ornamenten1 ,figuren und phantastischen ,gestalten -- an ,schwellen1 ,stndern und ,konsolen4 ,zierlicher und anmutiger ist das #aeeg erbaute ,bckergildehaus4 ,illustration3 ,abb4 #gc4 ,treseburg4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,sidenote3 ,kaiserhaus in ,goslar4 ,durch die ,breite ,strae1 die noch hbsche alte ,huser mit ,erker und vorgekragtem ,obergescho und geschnitzten ,balkenkpfen aufzuweisen hat1 gelangen wir an das ,breite ,thor mit seinen vier starken ,trmen und ber den ,annenwall mit seinen ,teichen und alten ,ulmen an dem #aeag erbauten dicken ,zwinger1 der in seinen sechs ,meter starken ,mauern drei ,reihen ,geschtze und #ajjj ,bewaffnete aufnehmen konnte1 vorber auf das ,kaiserbleek4 ,von dem #ahai fr #deae ,mark auf ,abbruch verkauften herrlichen ,dome ist nur die um #abjj angefgte ,vorhalle 7,abb4 #cc7 mit dem sogenannten ,krodoaltar1 einem aus niederschsischer ,gieerei hervorgegangenen tragbaren ,altar1 und andre von ,kaisererinnerungen umwehte ,andenken erhalten4 ,aber das einst zum ,schauspielhause entweihte1 dann glcklicherweise als ,kornmagazin benutzte ,kaiserhaus 7vergl4 ,abb4 #c71 in dessen ,thronsaale einst der ,sachsen1 ,salier und ,staufer ruhmreicher ,schild hing1 blickt als ein ,wahrzeichen der ,einigung unseres ,volkes wieder hoch und stolz auf die alte ,stadt herab1 und wieder prangt in dem #dh ,meter langen groartigen ,reichssaale der auf vier steinernen ,kugeln ruhende metallne ,kaiserstuhl1 -- im ,anfange dieses ,jahrhunderts fr #bh ,thaler meistbietend verkauft1 hat ihn das ,vermchtnis des verewigten ,prinzen ,karl auf seinen alten ,platz zurckgestellt4 ,die herrlichen ,wandgemlde von der ,hand des ,professors ,wislicenus zu beschreiben1 fehlt hier der ,raum2 ich mu mich auf ,andeutung des ,grundgedankens beschrnken4 ,das groe ,mittelbild der ,westwand stellt in koloristischer und dekorativer ,vollendung und genialer ,komposition die ,wiedergeburt des ,deutschen ,reiches im ,jahre #ahga dar3 ,germania mit dem ,antlitz der edlen ,knigin ,luise reicht dem siegreich heimkehrenden ,kaiser ,wilhelm dem ,groen am ,triumphbogen die ,kaiserkrone dar 7,abb4 #cd74 ,die sechs ,hauptbilder derselben ,wand1 jedes mit zwei ,predellen1 veranschaulichen sechs ,akte eines ,dramas1 die ,geschichte des ersten ,kaisertums von ,heinrich ,,ii4 bis ,friedrich ,,ii43 ,heinrich ,,ii4 wird in der ,peterskirche gekrnt1 ,heinrich ,,iii4 fhrt den ,papst ,gregor ,,vi4 gefangen ber die ,alpen1 ,heinrich ,,iv4 bt zu ,canossa1 ,friedrich ,i4 demtigt sich vor ,heinrich dem ,lwen1 ,friedrich ,i4 siegt bei ,ikonium1 ,friedrich ,,ii4 empfngt in ,palermo eine arabische ,gesandtschaft4 ,die acht ,nebenbilder derselben ,wand behandeln im engen ,anschlu an die ,hauptbilder die ,geschichte des ,kaiserhauses4 ,illustration3 ,abb4 #gd4 ,bodekessel4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,die ,gemlde der ,sdwand1 drei grere 7,karl der ,groe zerstrt die ,irmensule ,abb4 #ce1 ,karls des ,groen ,sieg ber die ,sachsen1 seine ,krnung zu ,rom1 ,wittekinds ,taufe7 mit drei ,predellen bilden den ,prolog1 die der ,vorderwand 7,luther zu ,worms ,abb4 #cf1 die schmalkaldischen ,bundesgenossen empfangen zusammen das heilige ,abendmahl1 ,karl ,v4 in ,st4 ,just7 den ,epilog zum ,schmuck der ,hauptwand2 und die ,fensterwand ist ,darstellungen aus dem ,mrchen 7,dornrschen7 und der ,sage 7,barbarossa7 gewidmet4 ,von dem ,teil des ,kaiserhauses1 der die kaiserlichen ,wohnrume enthielt1 hat nur ein ,stck der ,grundmauer blogelegt werden knnen1 dagegen ist die an sie grenzende1 ehemals zur ,feldhterwohnung erniedrigte ,st4 ,ulrichskapelle1 ein ,meisterstck architektonischen ,erfindungsgeistes1 denn sie bildet unten ein griechisches ,kreuz1 oben ein ,achteck1 wieder zu ,ehren gebracht1 so da sie dem ,herzen und den ,eingeweiden des groen ,kaisers ,heinrich ,,iii4 eine wrdige ,ruhesttte gewhrt4 ,dem ,kaiserbeet ist jngst durch die bronzene ,reiterstatue ,barbarossas 7von ,toberentz7 und das gleichfalls bronzene ,standbild ,wilhelms des ,groen 7von ,schott7 ein prchtiger ,schmuck zu teil geworden4 ,illustration3 ,abb4 #ge4 ,eingang ins ,bodethal4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,von den ,kirchen erwhne ich nur noch die ehrwrdige ,frankenberger ,kirche mit ihren wieder aufgefrischten groartigen ,wandmalereien2 am ,aufstieg zu dem bepflanzten ,nonnenberge und den in einen hbschen ,park umgewandelten ,schieferhalden belegen1 durch die sich schattige ,spazierwege nach dem ,gosewasserfall und dem durch eine wundervolle ,aussicht lohnenden ,steinberge schlngeln1 gewhrt sie einen wahrhaft malerischen ,eindruck4 ,,xi4 ,die ,oderlandschaft4 ,sidenote3 ,der ,bruchberg-,acker4 ,von der ,klausthaler ,hochebene1 deren ,flsse uns bislang als ,wegweiser gedient haben1 wird das ,andreasberger ,dreieck durch den ,bruchberg-,acker abgetrennt4 ,eine ,wanderung den auf dem ,kamme des ,ackers laufenden ,fastweg entlang wird durch die stetig wechselnden ,bilder1 die sich bald rechts nach ,klausthal hin1 bald links ber ,andreasberg auf den ,ravensberg und ,jagdkopf 7,stberhai7 aufthun1 zuletzt aber durch den groartigen ,fernblick von den ruinenartigen ,felsgruppen1 welche sich1 von ,rentier- und islndischer ,flechte1 von ,sumpf- und ,moosbeere berwuchert1 aus dem ,tannendickicht meist nur wenig erheben1 der ,hanskhnenburg 7#haj ,meter7 und den ,seilerklippen 7#gej ,meter71 reichlich belohnt4 ,und welchen ,genu gewhrt eine ,fahrt von der ,stieglitzecke 7#hbh ,meter71 wo unfern des ,hammersteins 7#hjj ,meter7 mit seinem ,blick in die schluchtenartigen ,seitenthler jener ,fastweg sich abzweigt1 auf der ,klausthal-,andreasberger ,poststrae nach dem als ,sommerfrische rhmlichst bekannten ,sonnenberge und von hier1 links abbiegend1 der imponierenden ,achtermannshhe entgegen nach dem waldumschlossenen ,oderteiche 7,abb4 #cg7 und den ,rehbergergraben entlang nach ,andreasberg4 ,ganz gegen den ,charakter des ,harzes zeigt sich in dem ,dreieck nicht einmal der ,ansatz zur ,plateaubildung2 aus tief eingeschnittenen ,thlern steigt man #bjj bis #bej ,meter hoch auf schmale ,bergrcken oder abgerundete ,kegel und wieder hinunter in ein schluchtenartiges ,thal4 ,den besten ,blick in dies wunderbar zerstckelte ,gebiet gewhren die ,porphyrkegel des ,knollen bei ,lauterberg 7#fhg ,meter71 des ,ravensberges 7#ffj ,meter7 und des ,stberhais 7#gai ,meter74 ,der ,ravensberg heit nicht mit ,unrecht der ,brocken des ,sdharzes4 ,wohl ist das ,panorama hier und auf dem mit ihm zusammenhngenden ,stberhai enger begrenzt1 aber es gewinnt dadurch an plastischer ,klarheit und ,schnheit4 ,im ,norden und ,westen umfat der ,blick den ganzen hohen ,harz bis zum ,brocken und ,acker1 im ,osten und ,sden aber thut sich das ,land weit auf bis zum ,possen bei ,sondershausen und zum ,thringerwalde1 bis zu dem ,ohmgebirge und dem ,gttinger- und ,habichtswalde4 ,sidenote3 ,andreasberg4 ,ist regellose ,abwechselung von schroffer ,bergeshhe und wildem ,thalsturz der ,charakter des ,dreiecks1 so macht die ,sttte1 auf der die ,stadt ,andreasberg erbaut ist1 davon keine ,ausnahme2 fast jh schieen ihre ,straen von eng begrenzten ,bergkuppen 7#fdj ,meter7 in das ,unterland 7#ebj ,meter7 hinunter4 ,aus einem ,hause sieht man in zwei ,thler hinunter1 ein andres hngt1 als wre es aus ,wildemann hierher versetzt1 wie ein angeklebtes ,schwalbennest an der ,bergwand1 und ein drittes liegt fast so geschtzt zwischen aufsteigenden ,hhen1 wie manche ,stadtteile in ,grund oder ,altenau4 ,solche interessanten ,gegenstze bietet nur diese einzigartige ,stadt 7,abb4 #ch74 ,die erste urkundliche ,nachricht ber ,bergbau am ,andreasberge ist aus dem ,jahre #adhg1 aber zu rascher ,entwickelung gelangte es erst im ,jahre #aeba1 als am ,beerberge in einer ,klippe ein handbreiter ,gang mit ,glanzerz und reichhaltigen ,nestern ,rotglden erschrft wurde1 so da die ,grafen von ,hohnstein sich beeilten1 fr ihr ,gebiet die erste ,bergfreiheit zu erlassen2 ,stadtrechte erhielt der ,ort anscheinend schon #aece4 -- ,in fieberhaftem ,eifer drngten sich ,gewerken und ,bergleute herzu1 um des gepriesenen ,dorado ,schtze zu heben1 aber gar bald folgte eine gewaltige ,ernchterung4 ,wohl wurden #aaf ,gruben aufgenommen1 aber in den acht ,jahren #aedb bis #aedi zahlte nur eine einzige ,ausbeute1 und zwar auch nur einmal einen ,thaler auf den ,kux4 ,am ,ende des ,jahres #aegg waren nur noch #ci ,gruben1 von denen aber #cg ,zubue erforderten1 im ,betriebe1 und #dj ,huser standen unbewohnt und unverkuflich2 zu ,anfang des dreiigjhrigen ,krieges gingen die beiden letzten ,gruben ein1 und die ,silberhtte ward abgebrochen4 ,unsglich war das ,elend in der verarmten ,stadt4 ,und doch war ihr noch einmal eine ,bltezeit beschieden3 in den ,jahren #agjj bis #agcj betrug die jhrliche ,ausbeute durchschnittlich #fjjjj ,mark4 ,von da aber ging's erst allmhlich1 dann immer rascher abwrts1 zumal #agif eine ,feuersbrunst #bdi ,wohnhuser in ,asche legte4 ,doch geht der ,bergbau noch heute auf der ,grube ,samson in vier ,schchten mit ,vorteil um1 und trotz deren bedeutender ,teufe gibt es noch viel unverritztes ,feld fr die ,zukunft4 ,die ,silberhtte1 welche mit dem ,bahnhofe #c-a_/d ,kilometer von der ,stadt entfernt liegt1 verarbeitet neben den bei ,andreasberg gewonnenen namentlich sdamerikanische ,kauferze4 ,nicht unbedeutenden ,erwerb gewhrt den ,andreasbergern die ,kanarienvogelzucht1 mehr ,geld aber noch bringen ihnen die ,sommerfremden1 deren ,zahl etwa #ejjj jhrlich betrgt4 ,den schnsten ,blick auf die ,stadt hat man von der ,jordanshhe4 ,sankt ,andreasberg hat #chjj ,einwohner4 ,die starke ,gliederung der ,andreasberger ,berglandschaft ist gleichsam ein ,verdienst der ,sieber mit ihren ,zuflssen und des ,flusystems der ,oder3 durch die ,furchen1 die sie in das ,gelnde1 dieses in ,einzelberge auflsend1 gezogen1 haben sie die groe ,mannigfaltigkeit geschaffen1 die wir bewundernd betrachten4 ,die ,oder hat ihre ,quellen bereits auf dem ,brockenfelde4 ,nachdem sie ihre ,wasser im ,oderteiche gesammelt und den grten ,teil derselben der ,stadt ,andreasberg zugesandt hat1 um ihn spter durch die ,sperrlutter zurckzuhalten1 rauscht sie zwischen dem ,rehberge 7#hid ,meter7 und dem ,knigsberge in starkem ,geflle1 bis zur ,forstkolonie ,oderhaus das unbekannteste der prchtigen ,harzthler bildend1 gen ,sden1 geht unter dem ,jagdkopfe in sdwestliche ,richtung ber und verstrkt sich bei ,lauterberg 7d4 i4 ,lutterberg7 durch die ,lutter 7,abb4 #ci u4 #dj74 ,sidenote3 ,lauterberg4 ,burg ,scharzfels4 ,die ,burg1 unter deren ,schutze der gleichnamige ,flecken sich bildete1 stand auf dem #dba ,meter hohen ,hausberge1 einem schn geformten1 mit ,buchen bewaldeten ,kegel4 ,zuerst im ,jahre #aaij erwhnt1 gehrte sie einem ,zweige der ,grafen von ,scharzfeld1 den ,grafen von ,lutterberg1 als welfisches ,lehen4 ,der ,ort verdankte sein rasches ,wachstum dem regen ,bergbau1 und als dieser erlosch1 bernahm #ahci die ,kaltwasserheilanstalt des ,dr4 ,ritscher1 dem ein ,denkmal auf dem ,scholm errichtet ist1 nachhaltiger die ,entwickelung des jetzt #ecjj ,einwohner zhlenden ,fleckens2 aus den #agj ,kurgsten des ersten ,jahres sind inzwischen #ejjj geworden4 ,illustration3 ,abb4 #gf4 ,hexentanzplatz1 vom ,hirschgrund gesehen4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,aber die ,umgebung ,lauterbergs1 das nicht wie ,herzberg1 ,osterode und ,seesen am ,harzrande liegt1 sondern sich so in das ,oderthal hineinpret1 da es auf drei ,seiten hohe ,berge hat1 ist auch wunderschn4 ,alle diese ,hhen1 der ,hausberg1 der ,kummel 7#fja ,meter71 der ,scholm 7#egb ,meter7 bieten prchtige ,aussicht1 hier ein weithin ,berg und ,land umfassendes ,vollbild1 dort gleichsam einen eingerahmten ,ausschnitt aus dem groen ,gemlde4 ber den idyllisch in ,buchengrn und ,wiesenflor gebetteten ,wiesenbeeker ,teich 7,abb4 #da71 der seine ,wasser der ,knigshtte liefert1 und die ,hohe ,thr mit ihrem ,durchblick auf die ruinenartige zackige ,felsgruppe des ,rmersteins1 den ,sagen von ,riesen und ,zwergen umspielen1 fhrt uns der ,weg auf den ,ravensberg2 ber den ,hassenstein ersteigen wir den ,stberhai1 den hchsten ,punkt der ,wasserscheide zwischen ,weser und ,elbe1 mit seinem bezaubernd schnen ,blick ber die ,tiefe des ,oderthales hinaus auf die ,riesen des hohen ,harzes1 den ,acker und ,rehberg1 den ,wurmberg und die ,achtermannshhe1 denen der ,brocken und die ,hohneklippen ber die ,schulter sehen2 und auch der ,groe ,knollen liegt fr den rstigen ,wanderer nicht zu fern4 ,auf dem schattigen ,philosophenwege wandern wir nun1 der rauschenden ,oder folgend1 dem ,dorfe ,scharzfeld zu1 das mit einer ,felsenburg1 einer ,tropfsteinhhle und einer ,felsenkirche dreifach anzieht4 ,sidenote3 ,burg ,scharzfels4 ,die ,burg ,scharzfels 7,abb4 #db71 eigentlich ,scharzfeld1 zu der wir #abj ,meter hoch durch ,buchenhochwald hinaufsteigen1 wird zuerst #aacj genannt4 #aaeg gab ,friedrich ,rotbart sie ,heinrich dem ,lwen gegen das ,schlo ,baden in ,tausch1 und die ,grafen von ,scharzfeld wurden damit ,lehnsmannen des ,welfen4 ,nach ihrem ,erlschen traten die ,grafen von ,hohnstein an ihre ,stelle2 und nach dem ,tode des letzten dieses ,geschlechts fiel #aeij die ,grafschaft ,scharzfeld-,lauterberg1 in der die ,bergstadt ,andreasberg entstanden war1 an die ,welfen1 und zwar zunchst an die ,herzge von ,grubenhagen1 zurck4 ,illustration3 ,abb4 #gg4 ,rathaus in ,quedlinburg4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,bei der ,erbauung der ,burg ist der natrliche ,felsen benutzt4 ,besonders stark war die ,hochburg1 die man nur durch einen rundbogig ausgehauenen ,felsengang1 zu dem man auf einer hohen ,steintreppe gelangt1 betreten kann4 ,von den ,gebuden auf dem ,felsenkamme haben sich nur unbedeutende ,mauerreste erhalten3 die ,burg ist #agef in rhmlichem ,kampfe zu ,grunde gegangen2 #aj ,tage verteidigte sich die schwache ,besatzung von noch nicht #djj ,mann gegen ein ,franzosenheer von #fjjj ,mann1 das #efb ,bomben und andre ,geschosse hineinwarf2 da war die zerschossene ,burg nicht mehr zu halten1 die freiwilligen ,harzschtzen schlugen sich in die ,wlder1 und die zurckbleibenden ,invaliden kapitulierten mit ,ehren4 ,welch ein ,erfolg6 ,ganz ,paris illuminierte und sang unter ,freudenschssen ein ,tedeum4 ,und eiligst steckte der ,sieger1 der ,general ,vaubecourt1 den wir von ,klausthal her schon kennen1 die ,gebude in ,brand1 lie die ,mauern von ,lauterberger ,bergleuten sprengen1 und machte sich dann1 auf die ,sprengung der ,felsen verzichtend1 aus dem ,staube1 denn die ,hannoveraner unter dem ,herzog ,ferdinand waren im ,anmarsch4 ,illustration3 ,abb4 #gh4 ,quedlinburg4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,ein kurzer ,gang durch den herrlichen ,buchenwald1 der hier die ,hhen schmckt1 fhrt uns nach der ,einhornhhle4 ,viel frher bekannt1 als die greren und durch schnere ,tropfsteingebilde ausgezeichneten ,hhlen bei ,rbeland1 hatte sie hohen ,ruf als die ,fundsttte eines wertvollen und fast unfehlbar wirkenden ,heilmittels1 des ,einhorns d4 i4 der verkalkten ,knochen vorweltlicher ,tiere4 ,heute haben diese ,knochen als die ,schriftzeichen der fernsten ,zeit einen ungleich hheren ,wert1 sie erzhlen uns1 da die weiten ,hallen dieser ,hhle einst von ,gletscherbchen durchsplt wurden1 denn die ,knochen sind durch ,rollung im ,wasser gleich den ,flukieseln gerundet1 da aber die vor der jngeren ,eiszeit trockene ,hhle von ,menschenfressern bewohnt war1 denn die ,markknochen1 darunter auch die von ,menschen1 sind zerschlagen4 ,illustration3 ,abb4 #gi4 ,altertmer in der ,quedlinburger ,schlokirche4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,wenn wir unsere ,wanderung durch den lauschigen1 schattigen ,wald ein ,stndchen fortsetzen1 stehen wir pltzlich unter dem ,gipfel eines ,berges1 der mit wunderbaren ,felsgebilden bedeckt ist1 die an die ,teufelsmauer oder die ,bodensteiner ,klippen erinnern1 vor dem ,eingange zur ,steinkirche1 einer natrlichen ,hhle1 deren ,einrichtung als ,kirche von der ,sage dem heiligen ,bonifatius zugeschrieben1 von den ,bauverstndigen in dessen ,zeit1 in das achte ,jahrhundert 7sptestens in das neunte7 gesetzt wird3 der ,steinaltar1 die ,kanzel1 die ,nischen fr den ,weihwasserkessel und ein ,heiligenbild1 die ,balkenlcher fr das ,schiff der ,kirche sprechen deutlich fr die ,benutzung der ,steinkirche als des ,chores eines uralten ,gotteshauses4 ,von ,scharzfeld wendet sich die ,oder auf ,phlde1 die ,klosterstiftung der edlen ,knigin ,mathilde1 besplt die vorgeschichtlichen ,wallburgen des ,rotenbergs und gibt ihre durch die ,sieber verstrkten ,wasser bei ,catlenburg an die ,ruhme ab1 deren ,quelle1 die mchtigste in ,deutschland1 sdlich von ,phlde hervorbricht4 ,die ,sieber1 diese ,schwester der ,oder1 entspringt am ,ostabhange des ,bruchberges1 verstrkt sich krftig aus den ,mooren des ,rotenbruchs und hpft und sprudelt zwischen dem ,bruchberge und dem ,sonnenberge in einem tief eingerissenen ,thale1 das trotz seiner malerischen ,schnheit von den ,touristen erst kaum entdeckt ist1 an dem gleichsam aus den ,alpen hierher versetzten ,drfchen ,sieber vorber1 dem #bej ,meter hoch gelegenen ,flecken ,herzberg zu1 dessen hochragendes1 weithin schimmerndes ,schlo uns zu einem ,besuche einladet4 ,sidenote3 ,herzberg4 ,wie ,scharzfeld und ,phlde war ,herzberg 7,abb4 #dc71 das von ,kaiser ,lothar erbaut sein soll1 ursprnglich ,reichsgut und gelangte erst #aaeg durch ,tausch in den ,besitz der ,welfen4 ,nachdem es schon der ,kaiserin ,maria und mehreren ,herzoginnen von ,braunschweig als ,witwensitz gedient hatte1 nahm es ,heinrich der ,wunderliche 7mirabilis71 der ,stifter der ,linie ,grubenhagen1 zur ,residenz1 und solche ist es bis zum ,erlschen derselben im ,jahre #aeif geblieben2 und als #afag infolge einer reichskammergerichtlichen ,entscheidung das von ,wolfenbttel okkupierte ,frstentum der ,celleschen ,linie als der nchstberechtigten zugesprochen war1 nahm hier ,herzog ,georg1 der allein von den sieben ,brdern des ,hauses ,celle sich standesgem vermhlen durfte1 seine ,residenz2 unter den acht ,kindern1 die ihm hier geboren wurden1 ist ,ernst ,august1 der erste ,kurfrst von ,hannover und ,vater ,georgs ,i41 des ersten ,knigs von ,england aus dem ,hause ,hannover4 ,von der alten ,burg sind nur noch die ,keller vorhanden2 der grte ,teil des jetzigen ,schlosses ist nach einem schrecklichen ,brande im ,jahre #aeaj1 der alle ,urkunden und ,lehnbcher vernichtete und dem ,herzog ,philipp und seiner ,gemahlin kaum die ,mglichkeit lie1 unangekleidet durch einen ,sprung aus dem ,fenster das ,leben zu retten1 neu aufgefhrt2 der ,graue ,flgel stammt aber erst aus dem ,jahre #ahfa4 ,das auf der sdlichsten1 mit seinem ,abfall dem ,harz zugekehrten ,kuppe des ,osteroder ,gipszuges malerisch gelegene ,schlo wirkt bei seiner einfachen ,architektur besonders durch seine groe ,ausdehnung4 ,,xii4 ,der ,brocken und das ,brockenfeld4 ,sidenote3 ,das ,brockenfeld4 ,nrdlich vom ,andreasberger ,dreieck und stlich von der ,klausthaler ,hochebene erstreckt sich stundenweit die eigenartigste ,hochebene des ,harzes1 wie sie mit denselben ,charakterzgen sich schwerlich zum zweitenmal in deutschen ,gebirgen findet1 das ,brockenfeld4 ,im ,westen von dem #ibf ,meter hohen ,bruchberge und den sanfteren ,erhebungen des ,sonnenberges 7#hdb ,meter7 und des ,rehberges 7#hid ,meter71 im ,sden von dem ,rcken der ,achtermannshhe1 dessen ,hornfelskegel 7#ibf ,meter7 die ,alten fr einen ,vulkan hielten1 und dem bis zu #ifh ,meter aufsteigenden ,wurmberge begrenzt1 reicht sie im ,osten bis an den ,brocken und seine rechte ,schulter1 den durch die hochragenden ,hirschhrner gezeichneten ,knigsberg4 ,im ,norden stellen die ,lrchenkpfe und der ,quitschenberg eine schwache ,verbindung zwischen dem ,bruchberge und dem ,brocken her1 doch rechnen wir auch das nrdlich dieser gleichsam nur angedeuteten ,begrenzung belegene1 von ,ecker und ,radau durchschnittene ,stck1 das man als ein durch den ,einschnitt des ,okerthales abgetrenntes ,glied der ,klausthaler ,hochebene ansehen knnte1 um der gleichartigen ,natur willen zum ,brockenfelde4 ,illustration3 ,abb4 #hj4 ,klopstock-,denkmal in ,quedlinburg4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,im ,mittel #haj ,meter hoch1 erhebt sich diese hchste ,ebene unseres ,gebirges in ihrer ,mitte in den ,oberen ,schwarzen ,tannen nur zu #hgg ,meter4 ,diese fast vllige ,einebnung ist durch die ,torfmoore erfolgt1 sie haben alle ,vertiefungen und ,einschnitte des ,untergrundes allmhlich ausgefllt4 ,in vorgeschichtlicher ,zeit war diese ,wstenei ebenso bewaldet1 wie die ,harzberge von gleicher ,hhenlage4 ,die starken ,fichtenstmme1 die krftigen ,kiefern1 die weileuchtenden ,birken 7,betula alba71 die ,haselnustaude1 die man in den unteren ,torfschichten findet1 liegen smtlich mit der ,spitze nach ,sdwest1 als htte ein ,nordoststurm den ,wald niedergeworfen4 ,aber die ,moorbildung lt doch nur den ,schlu zu1 da diese ,niederlegung des ,waldes auf ,eruptionen des ,brockengranits zurckzufhren ist1 durch die zugleich ,senkungen in der ,oberflche hervorgerufen wurden1 in denen sich ,hochmoore bilden konnten4 ,und die ,scheereritkrystalle1 die sich zwischen ,rinde und ,holz der in der ,tiefe von dreiundeinhalb ,meter liegenden wie frisch erscheinenden #fj ,centimeter starken ,kiefernstmme#a gebildet haben1 weisen jenes ,ereignis in sehr frhe1 wohl in die vorgeschichtliche ,zeit4 #a ,die ,ansicht einiger1 da ,fichte und ,kiefer erst in geschichtlicher ,zeit 7aus dem ,vogtlande1 sagt ,hampe noch dazu7 in den ,harz eingefhrt seien1 ist grundfalsch4 ,die kleine verkrppelte ,birke1 welche auf dem ,brockenfelde und in den andern ,hochmooren des ,oberharzes an die ,stelle des ,hochwaldes getreten ist1 ist die grauborkige ,betula pubescens1 doch findet sich auch1 namentlich auf dem ,lrchenfelde beim ,torfhause in groer ,ausdehnung1 die eigentliche ,zwergbirke 7,betula nana74 ,von den ,weidenarten sind besonders ,salix aurita und repens sowie die ,bastardform ,s4 repenti-aurita vertreten4 ,unter den ,moosen berwiegt die ,gattung ,sphagnum in zehn ,arten4 ,wegen ihrer holzigen ,stengel und dichten ,bltter ist die sehr hufig vorkommende ,gattung ,polytrichum1 in geringerem ,grade auch ,bryum1 ,hypnum und ,orthotrichum an der ,torfbildung beteiligt4 ,von den ,heidekrutern finden sich die ,besenheide 7,calluna vulgaris7 und fleischfarbene ,glockenheide 7,erica carnea71 nicht aber die ,sumpfheide 7,erica tretalix74 ,auch die ,heidel- und die ,kronsbeere1 die ,rauschbeere 7,vaccinium uliginosum7 und die ,moosbeere 7,oxycoccos palustris7 gehren dem ,torfgrunde an2 und berall finden sich ,simse und ,sonnentau1 ,rispen- und ,wollgrser1 ,seggen und ,binsen1 ,knaben- und ,habichtskruter und an weniger feuchten ,stellen auch der ,brlapp in sechs ,arten1 ,labkraut und andre ,harzpflanzen4 ,der ,torfstich hat in diesen ,hochmooren trotz wiederholter ,versuche aufgegeben werden mssen1 da in der feuchten ,luft der ,torf nur selten trocken wird4 ,doch verdanken wir jenem die ,kolonie ,torfhaus1 die grere der beiden ,oasen des ,brockenfeldes4 ,den ,gletschern der ,alpen gleich1 die zahlreichen ,bchen und ,flssen das ,leben geben und diese unausgesetzt mit ihrem ,abflu speisen1 sind die ,torfmoore des hohen ,harzes die unerschpflichen ,wasserreservoire1 aus denen seine ,flsse sich unaufhrlich versorgen1 aus denen selbst ,quellen1 die erst am ,fue des ,gebirges zu ,tage treten1 auf dem reinigenden ,wege durch die ,gesteinsklfte ihr ,wasser erhalten4 ,und auch die ,wasserleitungen1 die den ,gruben und ,htten das ,betriebswasser zufhren1 schpfen aus diesem unversieglichen ,quell1 ohne den sich niemals der groartige ,betrieb bei ,andreasberg und ,klausthal htte entwickeln knnen4 ,und welche wunderbare ,wirkung bt das ,brockenfeld mit seiner hehren ,stille1 mit seiner allgewaltigen ,einsamkeit auf ,herz und ,gemt6 ,diese finsteren1 warnend abwehrenden ,moore bilden mit den flechtenbehangenen1 sprlich genhrten ,fichten und ,birken1 die sich in ,streifen hindurchziehen oder in losen ,gruppen darber verstreut sind1 mit den vom ,beerengestrpp berwucherten mchtigen ,granitklippen1 die hier in den ,breitensteinen riesigen ,opferaltren vergleichbar emporragen1 dort als ,magdbett und ,hopfenscke von mhlich verklingenden ,sagen leise umweht werden1 mit dem in ,vergessenheit versunkenen ,kaiserwege1 auf dem einst schon der ,heiden ,fu wanderte1 mit der das ,feld beherrschenden ,achtermannshhe und den andern so ausdrucksvollen ,bergkuppen ringsherum einen vollen und reinen ,akkord1 durch den der ,wahlspruch der ,benediktiner3 ,solitudo sola beatitudo gleichsam sehnsuchtsvoll und doch erquicklich als ,grundton hindurchklingt und in deinem ,gemt wie einst in dem unsers ,dichterfrsten ,goethe die ,saiten mitklingend in ,schwingungen setzt4 ,sidenote3 ,der ,brocken4 ,der #aadb ,meter hohe ,brocken1 der zweite ,berg ,preuens1 berragt das ,brockenfeld nur um etwa #cgj ,meter und imponiert von hier aus nur durch seine massige ,form4 ,dagegen schiebt er im ,nordosten seinen ,fu bis an den ,rand des ,gebirges vor1 um #ijj ,meter hoch aus der ,ebene von ,wernigerode und ,ilsenburg aufzusteigen1 und gewhrt von dieser ,seite einen imposanten ,anblick4 ,illustration3 ,abb4 #ha4 ,ritter-,denkmal in ,quedlinburg4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,sein ,fu steht in der ,region des ,nadelwaldes4 ,es sind dunkle1 hohe ,fichten1 zwischen denen wir hinansteigen4 ,aber bald wird der ,wald lichter1 ,granitbrocken und ,scherben bedecken den ,boden1 ,himbeer- und ,brombeerstrauch erklettern die mit ,flechten berzogenen ,trmmer2 hier hlt eine ,fichte einen ,granitblock1 ihre ,wurzeln immer tiefer in seine engen ,spalten treibend1 fest umklammert1 dort breiten ,heidelbeere und ,heidekraut ber den mit ,erde gemischten ,hexensand1 einer ,anemone oder einem ,habichtskraut ,schutz gewhrend1 ihr dunkelglnzendes ,gewand4 ,doch auch anspruchslose ,grser finden ihre sprliche ,nahrung auf geeigneten ,fleckchen4 ,so ist dieser ,brockengrtel1 der im ,norden und ,nordosten fast die ,form der ,hochebene annimmt1 zugleich die ,region der ,viehhfe4 ,bei weiterem ,ansteigen gelangen wir in die ,region der ,brche und ,moore1 zu denen auer dem ,brockenfelde das ,jakobs-1 das ,landmannshohne- und das ,hannekenbruch gehren4 ,nur einige ,forsthuser liegen in dieser ,einde4 ,und nun noch ein krftiges ,ansteigen durch wirre ,klippenfelder1 die wunderlich gestaltete ,fichten tragen1 wie sie sich eignen wrden fr die ,faust des ,wilden ,mannes auf unseren ,mnzen2 das ,wurzelwerk oft hochhin freistehend oder eingekeilt von ,felsengebrckel1 der ,stamm knorrig und wetterhart1 in dichte ,moosdecke wie in wrmenden ,pelz gehllt1 der ,gipfel fast immer gebrochen oder in ,knickung seitwrts gelenkt1 die zerzausten ,zweige fest anliegend1 dicht mit weigrauer ,flechte bedeckt und hie und da mit langen ,zotten der ,bartflechte behangen2 und unter jedem ,steine fast und jedem ,baume flstert geschwtzig und surrt und brodelt das quellende ,wasser4 ,doch schon befinden wir uns auf dem abgerundeten ,gipfel des ,brockens 7,abb4 #dd74 ,schneidend fegt der ,wind ber die baumlose ,kuppe1 ,wolken umtanzen gespensterhaft die ,granitkolosse1 fr die man die ,namen ,teufelskanzel1 ,hexenaltar1 ,hexenwaschbecken erfunden hat1 und pltzlich umfngt uns bengstigend der dichte ,nebel4 ,beschleunigten ,schrittes eilen wir dem gastlichen ,brockenhause zu4 ,welche ,enttuschung6 ,vielleicht werden wir -- wie sogar der ,oberlehnsherr des ,brockens ,knig ,friedrich ,wilhelm ,,iii4 mit seiner ,gemahlin am #ca4 ,mai #ahje -- den ,rckweg antreten mssen1 ohne etwas gesehen zu haben4 ,illustration3 ,abb4 #hb4 ,suderode4 7,nach einer ,photographie von ,rmmler ,jonas in ,dresden47 ,doch ruhig nur6 uns ist der ,vater ,brocken hold4 ,sieh1 da kommt ein ,ri in die ,wolken1 und durch den ,spalt erblicken wir wie durch eine ,waldschneise sonnbeschienen1 hellstrahlend das herrliche ,frstenschlo ,wernigerode und darber in dem hellen ,streifen ,trme und ,drfer bis in die weite ,ferne4 ,da saust eine neue ,wolke herein1 und das ,bild ist verschwunden4 ,aber wie durch ,zauberkunst thut bald hier bald da ein andrer ,wolkenspalt sich auf1 jetzt ber das ,brockenfeld hinaus bis nach ,klausthal1 jetzt gar bis nach dem ,possenturm bei ,sondershausen1 dem ,gothaer ,schlosse und dem ,inselsberge4 ,und nun legt sich der ,wind1 und die ,sonne beginnt den ,kampf mit den ,wolken und erringt den ,sieg3 schon ist der ,brockengipfel frei1 und rings an der ,kuppe sinkt der ,nebel tiefer und tiefer4 ,wir stehen auf einer hellbeleuchteten ,insel im weiten1 wallenden ,wolkenmeere1 jetzt tauchen auch ,knigsberg und ,heinrichshhe auf und verbinden sich mit dem ,brocken4 ,wurmberg1 ,acker1 ,kahlenberg und andre ,inseln erscheinen1 die ,buchten werden kleiner1 die ,halbinseln wachsen1 der ganze ,oberharz wird zum ,festlande4 ,mhlich tritt dann der ,nebel auch im ,sdosten zurck1 der ,unterharz taucht auf1 und nun liegt das ganze ,gebirge so klar1 so wunderschn vom weien ,meere unabsehbar umflutet und umsplt1 -- ein entzckendes ,schauspiel4 ,heiterer1 herrlicher ,anblick6 jubelt unser ,goethe1 die ganze ,welt in ,wolken und ,nebel1 und oben alles heiter6 ,auch das ,relief des ,brockengebirges1 das man vom #ah ,meter hohen ,turm gewinnt1 ist unter allen ,umstnden interessant4 ,die ,brockengruppe im engeren ,sinne1 von der ,kalten ,bode1 der ,ecker und der ,ilse begrenzt1 umfat auer dem ,brocken die #ajde ,meter hohe ,heinrichshhe und den #ajcj ,meter hohen ,knigsberg1 seine beiden ,schultern4 ,im weiteren ,sinne gehren zum ,brockengebirge namentlich noch3 im ,norden der ,pesekenkopf 7#fde ,meter71 der ,scharfenstein 7#fif ,meter71 der ,meinekenberg und der ,sandthalskopf2 im ,osten der ,gebbersberg 7#fhe ,meter71 der ,renneckenberg mit den wilden ,zeterklippen 7#ibi ,meter7 und den nicht weniger wilden ,hohneklippen 7#ijb ,meter71 der ,erdbeerkopf 7#heg ,meter7 und der ,arensklint2 im ,sden der ,barenberg mit den ,schnarcherfelsen1 der groe und kleine ,winterberg 7#ijb und #hcg ,meter7 und der ,wurmberg 7#ifh ,meter74 ,illustration3 ,abb4 #hc4 ,gernrode4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,bei vllig klarem ,himmel1 wie ihn wohl ein heller ,wintertag oder ein ,sommertag1 dem eine recht warme ,nacht vorangegangen ist1 bieten kann1 umfat der ,gesichtskreis mehr als den #bjj4 ,teil von ,europa1 und zwischen den #bej ,kilometer voneinander entfernten uersten ,punkten -- wie dem ,rhngebirge und dem ,hagelsberge bei ,brandenburg1 oder dem ,kolm bei ,oschatz und der ,westflischen ,pforte -- kann man nach des ,brockenwirts ,nehse ,verzeichnis #hi ,stdte und #ffh ,drfer erkennen4 ,ja1 man knnte das ,meer sehen1 wenn es mglich wre1 sagt treuherzig der alte ,happel4 ,wir aber begngen uns1 in der endlosen1 einfrmigen ,ebene1 in der ,hgel und ,berge wie ,maulwurfshaufen untergehen1 die ,trme von ,hannover und ,braunschweig1 von ,leipzig und ,halle1 von ,magdeburg und ,stendal und einigen andern ,stdten1 das ,schlo zu ,gotha und die ,wartburg1 den ,petersberg und die ,gleichen1 den ,herkules auf der ,wilhelmshhe und den ,klt bei ,hameln zu erkennen und richten von den in der ,ferne mit etwas aufflligeren ,strichen eingetragenen ,bergketten des ,meiner1 des ,westerwaldes1 des ,rothaargebirges1 des ,vogelsberges1 der ,rhn1 des ,thringerwaldes und des ,sntels1 um dem ,auge abschlieend einen sammelnden ,ruhepunkt zu bieten1 noch einmal auf das ,brockenfeld und die ,auenkuppen und ,thler des ,brockengebirges4 ,dieser tadellose ,rundblick bei vllig wolkenfreiem ,himmel ist keineswegs das ,schnste1 was der ,brocken bietet1 aber zu verachten ist er doch auch nicht4 ,was hat man an diesen langen charakterlosen ,horizontallinien1 die dick aufeinander liegen1 ohne ,anfang und ,ende8 ,da ist gar nichts1 was sich hebt und die ,aufmerksamkeit zusammenhlt und leitet1 kein ,vorgrund1 kein ,mittelgrund1 kein ,gedanke von ,einheit des ,ganzen4 ,die ,kirchtrme sind angeklebt an die ,wiesen wie behauene ,balken1 und das ,licht schiebt sich dick und gleichfrmig ber das alles weg4 ,so sagt ,leopold von ,buch1 der berhmte ,geologe1 in seinem launigen ,vortrage vom ,brocken freilich1 aber wenn er abschlieend fortfhrt3 ,nicht die ,schnheit1 nicht die ,ferne der ,gegenstnde ist es1 was uns auf dem ,brockengipfel so mchtig bewegt1 sondern die ,wirklichkeit1 die ,wahrheit und das aus ihr hervortretende lebendige ,gefhl der ,freiheit1 so mssen wir ihm zustimmen4 ,von berwltigendem ,eindruck kann ein ,besuch des ,brockens im ,winter werden1 wenn der sich in ,rauhreif umsetzende ,nebel nicht nur jede einzelne ,tannennadel gleichsam berzuckert hat und die teilweise ineinander geflossenen1 in der ,sonne glitzernden und blitzenden ,krystalle und ,eisdiamanten die ,form des ,baumes berwltigen1 so da die wunderbarsten ,gestalten1 die ,mrchen und ,phantasie ersinnen knnen1 manche fast gespensterhaft und bengstigend1 uns rechts und links erwarten und einander ablsend begleiten4 ,aber auch schon die bloe ,schneedecke hebt das ,bild1 das der ,brocken uns bietet1 gar wirkungsvoll4 ,und wer ein ,gewitter dort oben erlebt -- vom ,brockengespenst gar nicht zu reden -- dem wird der ,tag fr immer unvergelich sein4 ,illustration3 ,abb4 #hd4 ,inneres der ,cyriakikirche zu ,gernrode4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,wenn sich auer den nach ,schtzen suchenden ,venedigern auch einzelne khne ,jger und andere ortskundige ,waldleute schon verhltnismig frh ausnahmsweise auf den ,brakenberg hinaufgearbeitet haben mgen -- eine dem ,ende des fnfzehnten ,jahrhunderts angehrende ,hand berichtet in einem ,zusatz zu der ,abhandlung von der ,herkunft der ,sachsen von einem ,quell auf seinem hchsten ,gipfel -- so ist doch der berhmte ,arzt und ,botaniker ,johann ,thal 7gestorben #aehc7 der erste dem ,namen nach bekannte ,brockenbesucher1 und erst im achtzehnten ,jahrhundert wurden die ,brockenfahrten hufiger4 #agcf ward deshalb auf dem ,gipfel das ,wolkenhuschen1 #agdc auf der ,heinrichshhe zunchst fr ,torfstecher1 und #ahjj auf dem ,brocken selbst ein ,gasthaus und #ahce der erste ,turm erbaut4 ,die ,zahl der ,besucher stieg von #ach im ,jahre #agec1 #bib im ,jahre #aggh auf etwa #cjjjj im ,jahre #ahif3 seitdem aber fhrt das ,dampfro 7,abb4 #de7 im ,sommer ungezhlte ,scharen hinauf1 und die ,verallgemeinerung des selbst im ,oberharze noch vor wenigen ,jahrzehnten unbekannten ,schneeschuhsports 7,abb4 #df7 macht den ,brocken auch im ,winter zugnglicher und seine ,besteigung weniger gefhrlich4 ,vom ,thringer ,wendelin ,helbach1 ,thals ,zeitgenossen1 an hat manch ,dichter den ,brocken besungen1 aber ein ,denkmal fr alle ,zeiten hat ihm1 und zwar ihm allein unter allen deutschen ,bergen1 ,goethes gewaltige1 ,natur und ,sage zur ,einheit verschmelzende ,dichtung im ,faust gesetzt4 ,illustration3 ,abb4 #he4 ,alexisbad4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,,xiii4 ,radau1 ,ecker und ,ilse4 ,das ,brockenfeld entsendet nach ,norden zwei jugendlich bermtige ,flchen1 die ,radau und die ,ecker4 ,die ,stelle1 wo die ,radau nach kurzem ,laufe aus dem ,gebirge tritt1 ist die schnste im ,westharze4 ,steil fallen die hohen und mannigfaltig geformten1 mit freundlichem ,buchenwald bewachsenen ,berge zu der jungen ,stadt ,harzburg ab 7,abb4 #dg71 die sich mit ihren groartigen ,gasthfen 7,abb4 #dh7 und glnzenden ,villen dazwischen und davor lagert1 und bieten mit dieser vor allem dem ,wanderer1 der vom ,ahrendsberger ,forsthause oder auch vom ,torfhause ber den ,dreckpfuhl kommt1 ein berraschend prchtiges ,bild4 ,und ein ,gang durch dies vornehmste unserer ,bder ber die der ,gesellschaft zum ,sammelpunkt dienenden ,eichen an der pltschernden ,radau und weiter an den groen ,gabbrobrchen hinauf bis zu den ,radaufllen 7,abb4 #di7 und zurck ber das ,molkenhaus gehrt zu den lohnendsten und lieblichsten ,partien unseres ,gebirges4 ,sidenote3 ,der ,burgberg4 ,der ,burgberg1 der zweimal eine ,kaiserburg trug1 ist mit seinen #dhb ,metern nicht der hchste und weitschauendste1 aber durch seine hart vorspringende ,lage und seinen finstern ,tannenwald der bedeutendste und wirksamste4 ,trotz seiner ,steilheit ist er auf wohlgepflegten ,fuwegen bequem zu ersteigen4 ,die erste1 von ,heinrich ,,iv4 erbaute ,burg ward im ,mrz #ajgd von dem durch die aufstndischen ,sachsenfrsten aufgestachelten ,pbel schmhlich zerstrt4 ,die zweite1 zum ,schutz der ,reichsstadt ,goslar gehrend1 erstand i4 ,j4 #aahj auf ,befehl ,barbarossas1 der den ,oberbefehl ber die hineingelegten ,reichsdienstmannen den ,grafen von ,woldenberg bertrug4 ,am #ah4 ,august #abah endete hier beim ,grafen ,heinrich ,i4 der ,welfe ,otto ,,iv4 sein ,leben4 ,im ,jahre #abfi von den ,grafen von ,woldenberg an die ,grafen von ,wernigerode verpfndet1 ward diesen die ,burg hundert ,jahre spter von dem ,herzog von ,braunschweig in einer ,fehde abgenommen4 ,im ,anfange des fnfzehnten ,jahrhunderts machten von hier aus die ,herren von ,schwiecheldt1 die als ,amtleute und ,pfandinhaber auf der durch ihre ,lage beraus festen ,burg hausten1 weit und breit die ,lande durch ihre ,rubereien unsicher1 und erst den ,bombarden der verbndeten ,frsten1 ,bischfe1 ,grafen und ,stdte gelang es #adae1 ihre ,mauern zu brechen 7,abb4 #ej74 ,im dreiigjhrigen ,kriege in den ,hnden der ,dnen1 war sie ein ,sttzpunkt der ,harzschtzen4 ,aber #afej wurden ihre #ejj;jhrigen ,mauern auf ,befehl des ,herzogs in das ,thal gestrzt und die ,burg als ,steinbruch benutzt4 ,nur geringe ,mauerreste und der #eg ,meter tiefe ,brunnen sind von dieser berhmtesten aller ,harzburgen auf unsere ,tage gekommen4 ,aber ,tausende von ,fremden fhrt alljhrlich die ,erinnerung an die ,geschichte dieser ,sttte1 auf der #ahgg auch die ,canossasule errichtet ist1 mehr noch der1 wenn auch beschrnkte1 doch hbsche ,blick in das tiefe1 schmucke ,radauthal und ber die zu den ,fen liegende ,stadt hinaus auf ,braunschweig und ,wolfenbttel mit dem ,fallstein1 dem ,elm und der ,asse im ,hintergrunde auf die tannenumrauschte ,hhe4 ,nachdem die ,radau noch ,vienenburg besplt hat1 dessen ,domanialgebude mit den ,umfassungen auf den ,mauern der alten ,burg ruhen1 gibt sie am ,fue des ,harlyberges ,namen und ,wasser an die ,oker ab4 ,die ,ecker hat ihre ,quelle unter den ,hirschhrnern unfern des zum ,knigsberge fhrenden schnen ,goethe-,weges1 in unmittelbarer ,nachbarschaft des ,bodesprunges4 ,ihr ,thal wird von dem von ,harzburg auf den ,brocken fhrenden ,fuwege bei der ,dreiherrenbrcke 7dem frheren ,grenzpunkte zwischen ,hannover1 ,braunschweig und ,wernigerode7 und von den von ,harzburg nach ,ilsenburg ber die ,rabenklippen 7,abb4 #ea7 und durch den ,schimmerwald fhrenden schnen ,wegen oberhalb des ,eckerkruges1 der den ,austritt der ,ecker aus dem ,gebirge bezeichnet1 gekreuzt2 doch auch eine ,wanderung durch den ernsten1 dsteren ,fichtenwald den rauschenden1 felsigen ,bach entlang1 hat in der erquickenden friedlichen ,einsamkeit ihre ,reize4 ,an den ,ruinen der ,stapelnburg vorber1 auf der ,graf ,gerhard1 mit dem #achc das einst so berhmte ,geschlecht der ,woldenberger erlosch1 seine letzten ,jahre verlebte1 wendet sich die ,ecker der ,oker zu4 ,sidenote3 ,das ,ilsethal4 ,das eigentliche1 echte ,brockenkind ist die ,ilse4 ,sie entspringt an der ,heinrichshhe und sammelt1 rechts vom ,renneckenberg begleitet1 alle dem ,brocken nordstlich abstrmenden ,bchlein und ,rinnsale4 ,wo sie in den ,stromschnellen der ,ilseflle frhlich und geschwtzig ber die ,felsgebilde tnzelt1 wendet sie sich nordstlich1 durchbricht das groartige ,felsenthor1 das die ,granitpfeiler des #dfj ,meter hohen1 #aej ,meter das ,thal berragenden ,ilsesteins und des gewaltigen ,westerberges bilden1 und eilt1 immer noch mutwillig1 aber etwas ruhiger1 dem sich an den ,gebirgsrand drngenden ,flecken ,ilsenburg zu4 ,das ,ilsethal ist wohl das anmutigste und lieblichste im ganzen ,harze4 ,eine ,wanderung von den ,roten ,forellen an der klaren ,ilse hinauf1 deren silberne ,wellen khlend uns entgegenrauschen1 bis zu den ,ilsefllen 7,abb4 #eb71 wo die ,wasser1 in denen die wunderschne1 alle ,guten beglckende ,prinzessin sich badet1 sich bald zu einem breiten1 glnzenden ,spiegel ausbreiten1 bald in zahllose ,bnder aufgelst1 kraus die ,felsen umschlingen1 bald wild aufschumend und zischend sich zwischen einengenden ,felsen hindurchdrngen oder aus ,steinspalten neckisch hervorsprudeln1 gehrt1 wenn die ,touristenschwrme nicht allzu sehr stren1 zu den hchsten und nachhaltig wirkenden ,genssen im ,harze4 ,auch den ,ilsestein mit seinem ,kreuze1 dem vom ,grafen ,anton den im ,befreiungskriege ,gefallenen errichteten ,denkmal1 besteigen wir1 so befriedigend auch die ,aussicht in die liebliche ,landschaft ist1 vor allem doch nur1 um auch von hier aus das unvergleichlich reizvolle ,thal zu genieen4 ,vielleicht setzen wir aber unsern ,spaziergang noch um ein ,kleines fort1 um unter den schattigen ,eichen der #ecj ,meter hoch gelegenen ,plessenburg ein ,viertelstndchen zu rasten und uns dabei des vom ,frstertchterchen verschmhten ,ernst ,schulze1 des ,dichters der ,bezauberten ,rose und der ,ccilie1 zu erinnern4 ,sidenote3 ,ilsenburg4 ,im ,flecken ,ilsenburg 7,abb4 #ec71 der sich in das stimmungsvolle ,bild des ,thales harmonisch einordnet1 zieht uns von allem das frstliche ,schlo an1 das auer einem ,neubau auch die stilvoll restaurierten berreste der romanischen ,klosterbauten umfat4 ,ursprnglich ein knigliches ,besitztum1 wurde die ,elysinaburg unter der ,gunst der ,kaiser ,otto ,,ii4 und ,heinrich ,,ii4 vom ,halberstdter ,bischof ,arnulf in ein ,kloster umgewandelt1 das schon unter dem ,abte ,herrand1 dem ,neffen des ,bischofs ,burchard zu hoher ,blte gelangte1 spter aber unter ,kriegen und ,fehden schwer zu leiden hatte4 ,am #a4 ,mai #aebe von den ,bauern erstrmt1 wurde es von seinem erlauchten ,schirmherrn nach ,annahme der ,reformation in eine ,schule umgewandelt1 die erst unter den ,schrecken des dreiigjhrigen ,krieges zu ,grunde ging4 ,eine neue1 bessere ,zeit hatte sich aber bereits dadurch vorbereitet1 da ,graf ,heinrich das ,kloster #afji zum ,witwensitz fr seine ,gemahlin ausbaute1 und zu ,anfang des achtzehnten ,jahrhunderts war es sogar ,residenz des regierenden ,grafen4 ,illustration3 ,abb4 #hf4 ,mgdesprung4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,,xiv4 ,die ,holtemme4 ,whrend die ,ilse noch der ,oker und damit der ,weser zustrmt1 gehrt die am ,renneckenberge entspringende ,holtemme bereits der ,bode und also dem ,elbegebiete an4 ,fast so eilfertig wie die ,ilse1 hat sie nchst dieser 7#a 3 #aj-a_/b7 das strkste ,geflle 7#a 3 #ah7 von allen ,harzgewssern4 ,durch einen unter den wilden ,hohneklippen1 welche die ,hochebene um #djj ,meter steil berragen1 entspringenden ,bach verstrkt1 hat sie ihren ,glanzpunkt in der ,steinernen ,renne 7,abb4 #ed73 in einer engen1 finstern ,waldschlucht strzen ihre fast zu ,schaum sich auflsenden ,wasser in einer langen ,reihe von ,kaskaden1 die zur ,zeit der ,schneeschmelze oder nach einem krftigen ,gewitterregen wohl an alpine ,wasserstrze erinnern knnen1 ber die von ,granitblcken gebildeten ,terrassen wild in das ,thal hinab4 ,sidenote3 ,wernigerode4 ,von rechts vereinigt sich mit dem ,thal der ,holtemme das ,drngethal1 in welchem ,chaussee und ,eisenbahn von ,wernigerode aus ber ,drei ,annen-,hohne1 die ,hochebene1 ,schierke und den ,brocken erklettern4 ,in dem bei der ,vereinigung sich weitenden und seine ,schnheit einbenden ,thale erstreckt sich unendlich lang das ,dorf ,hasserode1 ein ,vorort ,wernigerodes1 und im rechten ,winkel dazu setzt sich stlich an die ,stadt der ,flecken ,nschenrode1 der sich fast in gleicher ,lnge im ,zillier- 7oder ,mhlen-7 ,thale hinaufzieht4 ,der ,zillierbach hat seine ,quellen sdlich von den ,hohneklippen am ,erdbeerkopfe und wird auf seinem linken ,ufer von nicht unbedeutenden ,hhen1 dem #ece ,meter hohen ,salz- und dem #eah ,meter hohen ,hilmarsberge1 begleitet1 sein ,thal hat aber1 im ,gegensatz zum ,thal der ,holtemme1 unterharzischen ,charakter4 ,illustration3 ,abb4 #hg4 ,anhaltischer ,thaler von #ahfa4 ,auf mchtigem1 waldigem ,berge erhebt sich1 #abj ,meter ber der ,stadt1 inmitten herrlicher ,grten und ,parkanlagen1 mit stattlichen ,trmen und blinkenden ,zinnen das frstliche ,schlo 7,abb4 #ee71 ein prachtvoller ,neubau1 in den sich die benutzbaren ,reste der alten ,grafenburg harmonisch einfgen4 ,entzckend schn ist dort oben der ,blick ber die reizvollen ,waldthler1 unter denen das ,christianenthal 7,abb4 #ef7 mit seinen ,teichen und ,wiesen1 seinen ,weiden und ,riesenfichten sich durch ,lieblichkeit auszeichnet1 in die tannengekrnten ,harzberge bis hin zum alles beherrschenden ,brocken und ber die stattliche ,stadt zu ,fen hinweg in die weite1 lachende ,ebene mit den dicht hingestreuten ,ortschaften4 ,nimmt es unter den ,harzschlssern jetzt entschieden die erste ,stelle ein1 so werden ihm berhaupt nur wenige ,bergschlsser in ,bau und ,lage an ,schnheit gleichkommen4 ,die erste ,burg ber dem von einem unbekannten ,werniger angelegten ,dorfe erbaute zwischen #aaag und #aaba der ,graf ,adalbert von ,haimar und schrieb sich seitdem ,graf von ,wernigerode4 ,als dessen ,nachkommen am #c4 ,juni #adbi mit dem ,grafen ,heinrich ausstarben1 gingen die ,besitzungen des ,geschlechts an die mit ihm erbverbrderten ,grafen zu ,stolberg ber4 ,in den nchsten ,jahrhunderten war ,wernigerode nicht die stndige ,residenz des regierenden ,grafen1 sondern meistens nur der ,wohnsitz der jngeren ,shne und ,brder2 doch feierte ,graf ,wolfgang1 das ,haupt der ,familie1 hier im ,juni #aeda seine ,vermhlung mit der ,grfin ,dorothea von ,blankenburg4 ,erst ,graf ,christian ,ernst1 der #agab nach dem ,tode seines ,oheims ,ernst zur ,regierung kam1 versetzte die ,hofhaltung von ,ilsenburg1 das seit der ,erbteilung von #afde ,residenz geworden war1 dauernd nach ,wernigerode4 ,die von seinen ,brdern begrndeten ,linien ,gedern und ,schwarza erloschen #ahjd und #agdh1 so da die reichen ,besitzungen des durchlauchtigen ,hauses wieder smtlich vereinigt sind4 ,die ,einwohnerzahl der ,stadt hat sich von #djcf im ,jahre #ahac auf #aafjj im ,jahre #aijj gehoben4 ,damals durch ihre engen1 schmutzigen ,straen mit abscheulichem ,pflaster bekannt1 gehrt die ,stadt vor dem ,brocken 7,abb4 #eg7 mit ihren ansehnlichen1 schmucken ,neubauten1 ihren breiten1 wohlgepflegten ,straen1 mit denen schne ,promenaden wetteifern1 jetzt entschieden zu den schnsten unserer ,harzstdte4 -- ,von mittelalterlichen ,bauwerken hat sich auer dem stilgerechten ,rathause 7,abb4 #eh7 von #adih noch manches interessante ,wohnhaus erhalten1 von denen besonders das ,gadenstedtsche aus dem ,jahre #aehb1 das ,gotische und das ,frankenfeldsche der ,besichtigung wert sind 7,abb4 #ei74 ,von ,wernigerode wendet sich die ,holtemme ber ,halberstadt der ,bode zu4 ,sidenote3 ,halberstadt4 ,der berhmte ,bischofssitz ,halberstadt 7,abb4 #fa7 ist eine der ltesten ,stdte in unsern ,gegenden und trgt in seinen alten ,straen ein ehrwrdiges1 mittelalterliches ,geprge4 ,besonders interessant ist der in der zweiten ,hlfte des fnfzehnten ,jahrhunderts in ,fachwerk erbaute ,ratskeller am ,fischmarkte4 ,ihm gegenber erhebt sich das altertmliche ,rathaus 7,abb4 #fj71 ein gotischer ,steinbau aus der ,zeit von #acfj bis #acha mit spteren1 jedoch die ,wirkung des ,bildes nicht strenden ,anbauten4 ,den ,domplatz1 an dem auch der ,petershof1 die frhere ,residenz der ,frstbischfe1 liegt1 begrenzen zwei alte ,gotteshuser1 die mit vier ,trmen gezierte romanische ,liebfrauenkirche1 deren lteste ,teile fast bis zum ,jahre #ajjj zurckreichen1 und der majesttische ,dom 7,abb4 #fb71 das herrlichste1 groartigste ,gotteshaus der ,harzlande3 bald nach dem ,jahre #aagi1 in dem ,heinrich der ,lwe die erste bischfliche ,kirche niederbrannte1 begonnen1 konnte er erst #adia geweiht werden1 und die ,trme1 an denen auch gegen ,ende des sechzehnten ,jahrhunderts gebaut wurde1 sind gar erst vor wenigen ,jahrzehnten in ,abschlu der #ahdg angefangenen ,restauration der ,kirche in ihrer ganzen ,hhe fertig gestellt4 ,wie vor dem ,rathause ein riesengroer ,roland1 so befindet sich vor dem ,dome der ,lgenstein1 das ,wahrzeichen der ,stadt4 ,hinter dem ,domchor liegt das einfache ,haus des ,vaters ,gleim1 der hier von #agdg bis #ahjc als ,domsekretr lebte4 ,in seinem ,freundschaftstempel umschliet es mehr als hundert ,bildnisse von ,dichtern und ,schriftstellern1 ,frsten und ,helden1 einst fast alles ,gste dieses ,hauses1 sowie ihren ,briefwechsel mit ,gleim und eine wertvolle ,bibliothek4 ,illustration3 ,abb4 #hh4 ,schlo ,falkenstein4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,im ,sden wird ,halberstadt fast von dem ,goldbache berhrt1 der sich bei ,wegeleben in die ,bode ergiet4 ,von diesem ,bache erstrecken sich drei parallele ,hgelketten von ,nordwest nach ,sdost bis an die ,ufer der ,bode4 ,die nrdliche beginnt mit den ,spiegelsbergen1 einem schnen ffentlichen ,parke1 den der ,domdechant von ,spiegel1 ,gleims ,zeitgenosse1 auf der bis dahin den ,anhhe geschaffen hat2 unter den wirkungsvollen ,baumgruppen fallen besonders die alten ,kiefern ins ,auge4 ,an diesen ,park1 dessen ,turm auch eine hbsche ,aussicht bietet1 schliet sich die hochinteressante ,felsenstadt der bewaldeten ,klusberge1 die sogenannte ,halberstdter ,schweiz4 ,am nordwestlichen ,fue des dritten ,zuges1 der im ,hoppelberge bis zu #cji ,meter aufsteigt und einen wundervollen ,blick auf ,berg und ,land gewhrt1 liegt1 vom ,goldbach besplt1 inmitten eines herrlichen ,parkes das ,schlo ,langenstein1 in dem einst ,goethe die schne ,frau von ,branconi1 die ,geliebte des ,herzogs ,karl ,wilhelm ,ferdinand von ,braunschweig und ,freundin ,lavaters1 besuchte4 ,an der ,ruine der benachbarten ,altenburg und weiterhin finden sich in den ,felsen gehauene ,hhlungen1 die noch heute -- wohl ein ,unicum in ganz ,deutschland -- als ,wohnungen benutzt werden4 ,illustration3 ,abb4 #hi4 ,schlohof von ,falkenstein4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,sidenote3 ,kloster ,michaelstein4 ,dem ,goldbach aufwrts bis zum ,gebirge und dann im lauschigen ,klostergrunde dem ,rippenbach folgend1 gelangen wir bei seinem ,quell1 dem ,volkmarsbrunnen1 an den ,volkmarskeller1 zwei in den ,fels gehauenen ,gewlbe1 in denen im ,anfange des zehnten ,jahrhunderts die fromme ,klausnerin ,liutburg1 die selbst der heilige ,ansgar von ,bremen besuchte1 und spter der ,einsiedler ,volkmar mit seinen ,genossen hauste4 ,die auf der benachbarten ,klippe jngst blogelegten ,grundmauern sind die letzten ,reste des ltesten ,klosters ,michaelstein1 das sich zwischen #aaci und #aadh aus jener ,brderschaft entwickelte4 ,aber den ,cisterziensern1 die aus ,altenkampen hier einzogen1 war der ,ort zu rauh und abgeschieden1 schon nach einigen ,jahrzehnten zogen sie thalabwrts und grndeten am anmutigen ,ausgange des ,klostergrundes ,neu-,michaelstein 7,abb4 #fc und #fd74 ,von allen ,seiten reich begabt1 gedieh das ,kloster trefflich bis in das sechzehnte ,jahrhundert4 ,im ,frhling #aebe aber strmten es die ,rotten wtender ,bauern1 und acht ,jahre spter ward es von ,wilhelm von ,haugwitz1 einem ,feinde des ,herzogs ,georg von ,sachsen1 niedergebrannt4 ,in dem wieder erstandenen und zu ,luthers ,lehre bergetretenen ,kloster1 in dem zeitweilig eine ,schule eingerichtet war1 fhrten bald die ,grafen von ,regenstein und nach deren ,erlschen die ,herzge von ,braunschweig den ,abtsstab4 ,der letzte dieser frstlichen ,abte ist der tolle ,christian des dreiigjhrigen ,krieges1 zugleich ,bischof von ,halberstadt4 ,auf unsere ,tage sind vom alten ,kloster nur der schne gotische ,kreuzgang1 das romanische ,refektorium und eine ,krypta gekommen4 ,illustration3 ,abb4 #ij4 ,schlo ,ballenstedt4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,sidenote3 ,der ,regenstein4 ,dem ,klostergut ,michaelstein gegenber1 das jetzt ein ,vorwerk der ,domne ,heimburg bildet1 steigt #ajj ,meter hoch aus der ,ebene der ,regenstein 7,abb4 #fe7 auf1 ein #b ,kilometer langer ,quadersandsteinfelsen1 eine natrliche ,festung mit ruinenartigen ,trmen und ,thoren4 ,an der kleinen ,rotrappe1 einer interessanten ,felsbildung1 vorber1 gelangen wir an die ,trmmer der um das ,jahr #aajj erbauten ,grafenburg4 ,alle ,gemcher1 auch die im ,anfange dieses ,jahrhunderts zum ,tanzsaal entweihte ,kapelle1 sind in den gewachsenen ,felsen eingehauen1 von den auf den jh abstrzenden ,platten und ,kuppen einst vorhanden gewesenen ,trmen1 ,mauern und ,gebuden sind nur noch ,spuren vorhanden4 ,sidenote3 ,blankenburg4 ,das mchtige ,grafengeschlecht1 dem auch die ,linien ,blankenburg und ,heimburg angehren1 beherrschte nicht nur das heutige braunschweigsche ,frstentum ,blankenburg1 sondern besa auch noch einen groen ,teil der ,vorlande des ,harzes1 und die ihm zustehende ,edelvogtei des ,kaiserstiftes ,quedlinburg verlieh ihm noch besondere ,bedeutung und ,glanz4 ,da begannen im vierzehnten ,jahrhundert die ,bischfe von ,halberstadt1 vor allem ,albrecht ,v4 aus dem ,hause ,braunschweig1 mit groer ,beharrlichkeit die ,grafen aus ihrer ,machtstellung im ,harzgau zu verdrngen4 ,nicht ohne ,bewunderung und ,teilnahme kann man das mannhafte1 aber unglckliche ,ringen der ,grafen gegen den mchtigen ,nachbar1 der auch unwrdiger ,waffen sich zu bedienen keinen ,anstand nahm1 ihr einmtiges ,zusammenhalten im ,kampfe um ihr gutes ,recht im einzelnen verfolgen1 und der ,heimburger ,albrecht ,,iii41 den die ,volkssage als den ,raubgrafen bezeichnet1 diesen thatkrftigsten aller ,regensteiner1 der auch in der ,notwehr das ,recht des andern achtet1 darf unsrer wrmsten ,sympathie sicher sein1 wenn wir ihn #acdh unter tckischem ,schwert verbluten sehen4 ,albrechts ,nachkommen verarmten im fnfzehnten und sechzehnten ,jahrhundert trotz aller ,sparsamkeit -- ,graf ,ulrich verbrauchte fr seine ,person jhrlich nur #ici ,gulden -- mehr und mehr1 und am #d4 ,juli #aeii ging still und ruhmlos1 in ,elend und ,drftigkeit1 von niemanden beklagt1 von niemanden beachtet1 der ,letzte des ,grafenstammes zu ,grabe1 der einst zu den mchtigsten1 geachtetsten und gefrchtetsten gehrt1 der ,hunderte von ,rittern1 ,kirchen und ,klstern mit reichen ,besitzungen beschenkt und beliehen hatte1 dessen ,waffen einst im fernen ,norden ebenso laut und siegreich erklangen wie im fernen ,sden am ,grabe des ,erlsers4 ,im ,jahre #afgj bemchtigte sich der ,groe ,kurfrst als ,inhaber des ,bistums ,halberstadt des ,regensteins und begann nach ,fargells ,plane den ,umbau der ,festung1 der sich #ej ,jahre lang hinzog4 ,die zahlreichen in den ,felsen gesprengten ,kasematten rhren aus jener ,zeit4 ,aber als sich die ,festung im ,ernstfalle nicht bewhrte -- zweimal fiel sie im siebenjhrigen ,kriege in die ,hnde der ,franzosen -- lie ,friedrich sie schleifen1 die ,mauern bis auf den ,boden1 die ,gebude bis auf den ,grund zerstren4 ,noch heute ist der ,regenstein eine preuische ,enklave im braunschweigischen ,gebiete4 ,einer ,lilie gleich im ,kranze grner ,waldberge1 die sie im ,halbkreise umgeben1 leuchtet die ,blankenburg 7,abb4 #ff7 von dem hellen ,kalkfelsen des ,blankensteins weit hinaus in die ,vorlande4 ,whrend alle andren ,randstdte des ,harzes am ,ausgange eines ,fluthales liegen1 steigt ,blankenburg 7,abb4 #fg u4 #fh71 als wollte es an die schtzende ,burg sich anschmiegen1 terrassenfrmig1 wie aus sdlichen ,landen hieher versetzt1 den ,schloberg hinan4 ,vom hochgelegenen ,marktplatze1 an dem wir das in seinem ltesten ,teil schon aus dem ,jahre #abcc stammende ,rathaus betrachten1 klimmen wir auf #gf ,stufen zur ,bartholomuskirche hinauf1 von der ehemals statt des jetzigen steilen ,weges eine ,treppe von #bff ,stufen zur ,schlorampe hinauffhrte4 ,die lteste ,blankenburg fand ihren ,untergang in den ,kmpfen ,heinrichs des ,lwen und ,kaiser ,barbarossas4 ,das neue ,schlo1 anfangs ein einfacher ,bau1 ward im fnfzehnten und sechzehnten ,jahrhundert1 als es den ,grafen auf dem ,felsenneste im ,regenstein ungemtlich wurde1 bedeutend erweitert und umgebaut1 doch brannte #aedf das ,haupthaus in einer entsetzlichen ,feuersbrunst1 aus welcher ,graf ,ulrich1 ohne seiner erstickenden ,gemahlin helfen zu knnen1 kaum das ,leben rettete1 wieder nieder2 und kaum war nun endlich #aeie der ,bau vollendet1 da schlo der letzte ,blankenburger1 ein ,knbchen von drei ,jahren1 die ,augen4 ,im ,jahre #afij wurde ,blankenburg1 sehr zur ,freude und zum ,vorteil der durch den dreiigjhrigen ,krieg schwer geschdigten ,brger1 stndige ,residenz4 ,herzog ,ludwig ,rudolf schlug hier seinen glnzenden ,hof auf und suchte ,ludwig ,,xiv4 in ppigen ,festen und ,jagden und ,komdien zu berbieten und was sonst an ,zeit noch blieb1 mit ,pegnitzer ,schferspielen und adeligen ,bauernhochzeiten auszufllen4 ,und als die lteste ,prinzessin die ,gemahlin des 7spteren7 ,kaisers ,karl ,,vi4 und die zweite die des russischen ,thronfolgers ,alexei ward1 gestaltete sich die ,hofhaltung noch luxuriser4 ,doch bald waren die ,tage des ,glanzes vorber1 denn als ,ludwig ,rudolf #agca auch ,braunschweig erbte1 verlegte er dahin seine ,residenz4 ,da die ,kaiserin ,maria ,theresia einen groen ,teil ihrer ,kinderjahre bei den ,groeltern in ,blankenburg verlebt hatte1 kam der ,stadt im siebenjhrigen ,kriege zu gute3 die sterreichischen ,truppen muten sie schonend behandeln4 ,von #agif-ih war ,blankenburg die ,zufluchtssttte des spteren franzsischen ,knigs ,ludwig ,,xviii42 da wohnten ,grafen1 denen in der ,heimat kaum ein ,schlo gerumig genug gewesen war1 in engen ,dachkammern4 ,das auen nchtern sich darstellende ,schlo enthlt viele ,prunkzimmer und wertvolle ,gemlde1 aber schner noch ist der ,blick durch die ,fenster auf die waldumkrnzten ,berge1 in die reichgeschmckten ,thler1 und ein ,gang durch die prchtigen ,gartenanlagen1 die unmittelbar in hohen ,buchenwald bergehen4 ,illustration3 ,abb4 #ia4 ,ballenstedt4 7,nach einer ,photographie von ,sophus ,williams in ,berlin47 ,,xv4 ,die ,bodelandschaft4 ,wir kehren noch einmal auf das ,brockenfeld zurck1 um auch der ,bode1 dem bedeutendsten seiner ,flsse1 das ,geleit durch den ,harz zu geben4 ,illustration3 ,abb4 #ib4 ,flammofen-,anlage auf ,kupferkammer ,spurhtte4 7,aus3 ,bilder aus dem ,bergwerks- und ,httenbetriebe der ,mansfeld'schen ,gewerkschaft1 ,verlag der ,kuhnt'schen ,buchhandlung ,e4 ,graefenhan in ,eisleben47 ,von ihren ,quellflssen entspringt die ,kalte ,bode unter dem ,knigsberge1 mit der ,ecker in demselben1 hchst gelegenen ,moore1 und pltschert zwischen ,knigsberg und ,erdbeerkopf einer- und ,wurmberg und ,barenberg anderseits der ,gegend der ,elenden und ,schurken zu4 ,sidenote3 ,schierke4 ,schierke 7,abb4 #gj71 das seit #ahhh1 dem ,jahre seiner ,entdeckung1 sich mit fast fieberhafter ,bauthtigkeit zu einem der besuchtesten und vornehmsten ,badeorte aufgeschwungen hat1 ist das einzige ,dorf mit ,brockencharakter 7,abb4 #fi74 ,in gleicher ,hhenlage mit der ,stadt ,klausthal1 wird es eng von hohen1 finsterbewaldeten ,bergen eingeschlossen2 wunderbare ,granitfelsen1 wie die regelmig geschichtete ,mauseklippe1 die langen ,felsennasen der magnetischen ,schnarcher1 zwei von ,riesenhand roh erbaute #bf ,meter hohe ,trme1 von denen sich ,thal und ,dorf prchtig bersehen lassen1 die ,schersthor- 7das ist ,thors ,thor7 ,klippen1 der ,arensklint 7d4 i4 ,adlerklippe7 7#gib ,meter7 und die ,feuersteinsklippen1 ragen seitwrts empor1 und ,waldgrund und ,wiese sind mit groen und kleinen ,granitbrocken dicht berst4 ,bei ,elend1 das dem #ajj ,meter hher gelegenen ,schierke als ,sommerfrische nachzukommen sucht -- wir gelangen dorthin auf herrlichem1 die rauschende ,bode begleitenden ,pfade -- tritt diese aus dem ,granitgebiete heraus und wird1 wie um sich von dem ,geflle von #djj ,meter zu erholen1 ein stilles1 harmloses ,wiesenflchen4 ,es gibt im ,harze keinen gleich groen landschaftlichen ,gegensatz so unmittelbar nebeneinander4 ,unterhalb des ,httenortes ,knigshof1 der eine ,fortsetzung der ,rotenhtte bildet1 nimmt die ,kalte die ,warme ,bode auf4 ,am ,sdende des ,brockenfeldes1 nrdlich von der ,achtermannshhe entsprungen1 drngt sie sich zwischen dieser und dem ,wurmberg durch und schlgt ber den #efj ,meter hoch belegenen ,flecken ,braunlage 7,abb4 #ga71 der als ,sommerfrische zusehends aufblht1 und ,tanne1 dem ,anfangspunkte der ,zahnradbahn nach ,blankenburg1 einen halbkreisfrmigen ,bogen4 ,den #ifh ,meter hohen ,wurmberg besteigen wir auf roher ,steintreppe von ,braunlage aus2 die bewaldete ,kuppe gestattet aber nur den ,durchblick durch einige ,schneisen4 ,sidenote3 ,elbingerode4 ,hermannshhle4 ,von ,knigshof fhrt die ,bahn nach der #dfg ,meter hoch zwischen ,kornfeldern und groen ,weideflchen gelegenen ,stadt ,elbingerode1 in der am #bj4 ,mrz #agdd der franzsische ,marschall von ,belle-,isle vom ,amtmann ,meyer auf eigene ,hand gefangen genommen wurde4 ,wir aber folgen dem ,fupfade1 der uns ber die vor einigen ,jahren wieder blogelegte ,knigsburg1 das ist die alte ,jagdpfalz ,bodfeld1 auf der ,kaiser ,heinrich ,,iii4 in den ,armen eines ,papstes starb1 und an der ,susenburg1 einer vorgeschichtlichen ,wallburg in der ersten der wunderlichen ,krmmungen der ,bode1 vorber nach dem ,httenorte ,rbeland 7#cgh ,meter7 fhrt4 ,von den drei berhmten ,tropfsteinhhlen1 welche dem brigens hbsch gelegenen ,rbeland zahllose ,fremde zufhren1 war die ,baumannshhle schon um die ,mitte des sechzehnten ,jahrhunderts allgemein bekannt1 dagegen ist die ,hermannshhle 7,abb4 #gb7 erst #ahff entdeckt4 ,wenn auch jene durch die ,hhe und ,weite ihrer prchtig gewlbten ,rume die ,hermannshhle bertrifft1 so hat diese doch schnere und reinere ,tropfsteingebilde4 ,wunderniedlich sind die schneeweien ,figrchen in ihrer ,krystallkammer1 hbsch auch die ,blaue ,grotte und andre ,naturspiele4 ,von ,rbeland ersteigt die ,zahnradbahn das auf einer baumlosen ,hochebene1 #ddg ,meter hoch1 inmitten einer weiten ,ackerflur belegene ,dorf ,httenrode4 ,nichts in der ,umgebung1 nur das rauhere ,klima1 das den ,roggen erst im ,september reifen lt1 sagt uns1 da wir uns wirklich im ,gebirge befinden4 ,illustration3 ,abb4 #ic4 ,otto-,schchte ,i und ,,iii4 7,aus3 ,gruben- und ,httenanlagen der ,mansfeld'schen ,gewerkschaft1 ,verlag der ,kuhnt'schen ,buchhandlung ,e4 ,graefenhan in ,eisleben47 ,sidenote3 ,das ,bodethal4 ,um der ,bode nach ,altenbraak ungestrt folgen zu knnen1 holen wir zunchst auch die ,rappbode heran4 ,sie entspringt am hohen ,sdrande des ,gebirges1 wendet sich aber nrdlich auf das #ece ,meter hoch gelegene ,stdtchen ,benneckenstein1 eine ,station der ,harzquerbahn1 fllt durch ,wald bis zu dem von ,sommerfremden noch nicht entdeckten ,trautenstein um #hj ,meter und schlngelt sich1 von rechts die ,hassel aufnehmend1 in einem lieblichen ,thal dem ,hauptflusse zu4 ,an der ,hassel liegen in einer ,gegend1 wo vom ,gebirge wenig wahrzunehmen ist1 der schon oberdeutsch redende ,flecken ,stiege 7#dhb ,meter7 an hbschen ,teichen und das ,stdtchen ,hasselfelde1 die ,endstation der ber ,gntersberge herangefhrten ,selkebahn4 ,illustration3 ,abb4 #id4 ,schrmarbeit4 7,aus3 ,bilder aus dem ,bergwerks- und ,httenbetriebe der ,mansfeld'schen ,gewerkschaft1 ,verlag der ,kuhnt'schen ,buchhandlung ,e4 ,graefenhan in ,eisleben47 ,felsen wie bei ,rbeland treten im ,bodethal zunchst nicht wieder auf4 ,ohne starkes ,geflle 7#a 3 #cjj7 rauscht der breite ,flu1 von einem ,wiesensaum friedlich eingefat1 zwischen den mchtigen ,hhen dahin1 an denen das heitere ,buchengrn mehr und mehr das ,fichtendunkel verdrngt4 ,zwischen der ,mndung der ,rappbode und der ,luppbode in der ,gegend von ,wendefurt und ,altenbraak hufen sich seine ,windungen in so wunderbarer ,weise1 da er oft in sich selbst zurckzukehren scheint1 ja da man einmal den ,flu an sechs verschiedenen ,stellen erblickt4 ,von ,treseburg 7,abb4 #gc7 ab1 wo die ,bode in dem schluchtenartigen ,thal der ,engen ,wege1 dem nur durch bedeutende ,felsensprengungen ein schmaler ,pfad hat abgerungen werden knnen1 mit starkem ,geflle 7#a 3 #ij7 das ,granitgebiet des ,rambergs zu durchbrechen unternimmt1 steigert sich die herzerquickende ,schnheit des ,thales von ,schritt zu ,schritt4 ,die ,klippen1 welche aus den ,buchenhngen hervortreten oder streckenweise ganz mit ihnen wechseln1 werden schroffer und nehmen abenteuerlichere ,gestalten an1 bis sich von den ,gewitterklippen abwrts ihr ,charakter zur ,wildheit steigert4 ,aber um die starren ,glieder schlgt berall snftigend der ppige ,laubwald in allen ,schattierungen sein prchtiges ,gewand4 ,welche entzckende ,mannigfaltigkeit in buntem ,wechsel6 ,in den gemischten ,bestand der ,fichte und ,buche1 mit dem der ,harz auch sonst seine ,thalhnge schmckt1 treten hier auch noch ,ahorn und ,esche1 ,linde und ,ulme1 die ,eiche mit ihrem dunkelglnzenden ,blatte und die flimmernde1 weiborkige ,birke ein1 ja selbst die knorplige ,eibe mit ihrem schwarzgrnen1 schweren ,nadelbehange1 gleichsam die ,vertreterin einer aussterbenden ,generation1 beteiligt sich an der festlichen ,ausschmckung des ,thales1 und von den hchsten ,felsen schaut die ,kiefer1 mit ihrem hellbraunen ,stamme eine gar ausdrucksvolle ,zierde1 jhlings in die ,tiefe4 ,was aber all den ,felsgebilden und der bestrickenden ppigkeit des ,baumwuchses erst das rechte ,leben gibt1 das ist das tosende1 schumende ,wasser des eng eingeklemmten1 leidenschaftlich aufgeregten ,flusses1 der wie wtend zwischen den ,felstrmmern hindurchrast1 um brausend in den tiefen1 wirbelnden ,kessel zu strzen 7,abb4 #gd74 ,aber auch der ,weg von ,thale an der schumenden ,bode aufwrts bis zu der ber den ,bodekessel fhrenden ,teufelsbrcke1 an der frher der ,pfad endete1 ist geeignet und ausreichend1 das ob des zauberhaft schnen ,bildes staunende ,auge mit ,wohlgefallen zu sttigen und das ,herz mit heiligem ,schauer zu erfllen4 ,die tiefe1 khle ,felsspalte 7,abb4 #ge71 in welche die ,sonne kaum herunterzublicken vermag1 verengert sich ,schritt fr ,schritt2 hier sind die ,seitenwnde durch die ,verwitterung zu seltsamen ,zacken zersgt oder zu ,gebilden umgestaltet1 denen man die ,namen ,bodethor1 ,bergkanzel1 ,mnch hat geben knnen1 dort scheint gar die ,ruine einer ganzen ,ritterburg am ,felsen zu hngen2 hier drohen die ,felsenmauern herniederzubrechen1 dort berbrckt der ,pfad mhsam einen ,abgrund2 oft scheint die ,schlucht sich vllig zu schlieen1 aber hinter der vorspringenden ,wand ffnet sich1 oft kesselartig1 an der sich krmmenden ,bode eine neue ebenso wilde und groartige ,spalte4 ,sidenote3 ,rotrappe4 ,hexentanzplatz4 ,auf dem ,zickzack der ,schurre ersteigen wir die ,rotrappe 7#cge ,meter71 genieen den glnzenden ,rundblick vom ,turme der ,winzenburg1 einer durch ,grber und andre ,funde bezeugten vorgeschichtlichen ,wallburg1 und treten auf den #be ,meter unter dem ,gasthause liegenden1 von keines ,menschen ,hand erbauten ,turm des ,felsenthores1 durch welches das wilde ,harzkind in das ,land hinaustritt4 ,kaum zwei ,meter breit1 aber auf sicheren ,pfeilern ruhend1 schiebt sich seine 7vorgeschichtlich befestigte7 ,plattform aus dem ,granitwalle nher an den ,flu heran1 so da das ,auge unbehindert aufwrts und niederwrts in die ,felsenwelt eindringen und #bjj ,meter tief in die ,thalschlucht1 aus der das ,brausen und ,rauschen der alten ,bode wie leises ,gemurmel unverdrossen heraufklingt1 sich senken kann4 ,und siehe hier die ,trappe1 welche der ,huf des ,riesenpferdes in die harte ,granitplatte1 beim gewaltigen ,sprunge quer ber das ,thal hart aufschlagend1 eingegraben hat6 ,illustration3 ,abb4 #ie4 ,abteufen des ,segengottes-,schachtes4 7,aus3 ,bilder aus dem ,bergwerks- und ,httenbetriebe der ,mansfeld'schen ,gewerkschaft1 ,verlag der ,kuhnt'schen ,buchhandlung ,e4 ,graefenhan in ,eisleben47 ,der zweite ,pfeiler des ,bodethores1 der ,hexentanzplatz 7,abb4 #gf71 berragt den ,rotrappfelsen um #hj ,meter4 ,der ,blick in die ,tiefe und in die zerspaltenen ,granitwnde und dann in die ,hhe zum blauen ,brocken1 der sich unmittelbar auf die ,felswand aufzusetzen scheint1 und wieder in die lachende ,ebene mit ihren ,drfern und ,stdten3 das alles bewegt das ,herz gewaltig und wunderbar1 wenn anders die ,flut der ,gste1 die nur auf dem ,brocken noch grer ist1 uns den ,genu nicht verkmmert4 ,sidenote3 ,thale4 ,quedlinburg4 ,ehe wir der ,bode von dem #ifjj ,einwohner zhlenden ,dorf ,thale1 mit dem als ,sommerfrische ersten ,ranges nur noch ,harzburg und ,schierke konkurrieren1 nach ,quedlinburg folgen1 werfen wir zur ,linken einen ,blick auf die ,teufelsmauer4 ,vom ,blankenburger ,schlosse durch einen tiefen ,einschnitt getrennt1 zieht sich dem ,harzrande parallel ein schmaler ,bergzug nach ,osten1 dessen bewaldeter ,abhang der ,heidelberg heit4 ,auf dem ,rcken selbst ragt ein wunderbares ,felsenriff aus ,quadersandstein in vielen ,unterbrechungen1 hier anmutig mit ,bumen und ,krutern bewachsen1 dort kahl und nackt1 hervor4 ,wie von ,riesenhand absichtlich zusammengewlzt1 zeigt es sich hier als schroffe ,klippe1 senkt sich dort zerklftet und zerteilt nieder1 lt sich streckenweise nur in zersplitterten1 unordentlich umhergeworfenen ,gesteinsbrocken verfolgen und verschwindet dann vllig1 um in der ,nhe der ,bode1 ,thale gegenber1 wieder aufzutauchen4 ,die ,sage bezeichnet diese ,riesenmauer als ein ,werk des ,teufels1 der sich mit ,gott um die ,herrschaft ber die ,erde stritt4 ,auf dem ,lbbekensteige1 der ber den ganzen ,zackenkamm fhrt1 gelangen wir zu ihren besten ,aussichtspunkten1 dem ,brockenblick und dem ,grovater4 ,illustration3 ,abb4 #if4 ,mansfelder ,georgsthaler von #afbj4 ,auf dem von der ,bode unmittelbar besplten1 einem lieblichen ,blumengarten gleichenden ,gottesacker der ,servatius- oder ,schlogemeinde lag der alte ,knigshof ,quitelingen 7d4 i4 ,niederlassung auf der ,flugabel71 von dem die ,ottonen so oft das ,reich regierten4 ,die angrenzende seit #ahaf zur ,scheune erniedrigte ,sankt ,wipertikirche ist die lteste weit und breit4 ,auf scharf von der ,bode aufsteigendem ,sandsteinfelsen erhebt sich neben dem aus dem sechzehnten ,jahrhundert stammenden ,schlosse der btissinnen1 dessen ,einrichtung ,hieronymus ,napoleon zu ,gelde gemacht hat1 der wertvollste ,schmuck ,quedlinburgs 7,abb4 #gh71 die lange vernachlssigte und erst in neuester ,zeit wieder zu ,ehren gekommene herrliche ,schlokirche1 die als ein ,wahrzeichen der ,stadt weit in die ,lande leuchtet4 ,in ihrer ,krypta ist ,knig ,heinrich ,i41 ihr ,erbauer1 mit seiner ,gemahlin beigesetzt4 ,die ,oberkirche1 eine frhromanische1 dreischiffige ,basilika mit gerader ,balkendecke1 stammt im wesentlichen aus der von #ajgj bis #aabi reichenden ,bauperiode1 der ,chor ist jedoch im vierzehnten ,jahrhundert gotisch umgebaut4 ,in der ,cither1 der zugleich als ,sakristei dienenden ,schatzkammer 7,abb4 #gi71 werden unter andern ,kostbarkeiten der von der ,kaiserin ,teophano geschenkte ,krug von der ,hochzeit in ,kana1 ein von ,knig ,heinrich ,i4 geschenktes wertvolles ,reliquienkstchen1 mit ,elfenbeintfelchen ausgelegt1 auf denen ,scenen aus ,christi ,leben in ,hochrelief dargestellt sind1 und ein ,bruchstck einer mit prachtvollen byzantinischen ,miniaturen bedeckten ,itala1 der ltesten lateinischen ,bibelbersetzung aufbewahrt4 ,unter der ,kirche ziehen sich weite in den ,sandsteinfelsen eingehauene ,grabgewlbe hin1 in denen die ,leichen nicht verwesen2 besonders schn erhalten ist die der schnen ,prpstin ,aurora von ,knigsmark1 doch darf sie nicht gezeigt werden4 ,die ,vogtei ber das auch nach der ,reformation fortbestehende ,stift ging #afig von den ,wettinern an ,brandenburg ber4 ,reichsunmittelbar war dieses dem ,namen nach bis zu seiner ,aufhebung und ,einverleibung in ,preuen im ,jahre #ahja4 ,sidenote3 ,quedlinburg4 ,suderode4 ,gernrode4 ,vom ,schloplatze1 an dem ,klopstocks ,geburtshaus aus dem sechzehnten ,jahrhundert uns besonders anzieht1 gelangen wir durch den ,finkenherd in die altertmliche ,stadt mit ihren schnen ,kirchen und dem mit wildem ,wein dicht berwucherten im ,jahre #afae im ,renaissancestil umgebauten ,rathause 7,abb4 #gg74 ,um das ,jahr #ajjj mit ,stadtrechten begabt und zur ,zeit ihres blhenden ,handels ein angesehenes ,glied der ,hansa1 ist ,quedlinburg1 dessen ,einwohnerzahl von #ajjjj im ,jahre #ahjg auf #bcdjj im ,jahre #aijj gestiegen ist1 heute vorwiegend ,grtnerstadt4 ,illustration3 ,abb4 #ig4 ,mansfelder ,thaler von #ahaa4 ,die vielgetrmte ,innenstadt1 das aus dem ,westendorf hochragende ,schlo1 die neuen ,vorstdte mit ihren ,villen und ,fabriken vereinigen sich mit dem ,kranze der in allen ,farben prangenden ,fluren1 dem ,lustwldchen des ,brhls1 in welchem dem ,snger des ,messias und dem ,geographen ,karl ,ritter ,denkmler 7,abb4 #hj u4 #ha7 errichtet sind1 mit den mittelalterlichen ,warten rings auf den ,hhen und der ,felsreihe der ,teufelsmauer und den dunklen ,harzbergen im ,hintergrunde zu einem ,bilde von eigenartiger ,schnheit4 ,illustration3 ,abb4 #ih4 ,mansfelder ,thaler von #ahfb4 ,wir kehren noch einmal nach ,thale zurck1 um durch das waldumkrnzte ,steinbachthal ber die ,georgshhe 7#chf ,meter7 nach dem mit seinen ,obstgrten idyllisch in den ,laubwald des ,wurmbachthales eingebettete ,dorf ,stecklenberg zu wandern1 das sich1 noch frei von ,kurhusern und ,villen1 seine jungfruliche1 lndliche ,anmut und ,einfachheit bewahrt hat4 ,und von den benachbarten ,ruinen der ,stecklenburg und der hheren ,lauenburg1 von deren noch besteigbarem ,turme 7#cdh ,meter7 man auch den fernen ,brocken ber den dichten ,massen saftgrnen ,buchenwaldes erblickt1 weht ein romantischer ,hauch ber das friedliche ,dorf4 ,sidenote3 ,gernrode4 ,den ,gebirgsrand entlang schreitend1 gelangen wir an zwei schwesterlich aneinander geschmiegte ,orte1 das preuische ,dorf ,suderode 7,abb4 #hb1 #aih ,meter7 und das anhaltische ,stdtchen ,gernrode 7,abb4 #hc1 #bbd ,meter71 die zusammen etwa #dejj ,einwohner haben4 ,der lieblich am ,waldsaum gelegene ,kurort ,suderode heit nicht mit ,unrecht das ,harzer ,montreux4 ,lieblich ist die ,aussicht vom #cad ,meter hohen ,stubenberge in das waldumschlossene stille ,hagenthal und auf das ,hgelgelnde um ,quedlinburg mit etwa #dj ,ortschaften2 auch die ,gegensteine1 mit denen die ,teufelsmauer nach langer ,unterbrechung wirksam abschliet1 reihen sich malerisch in das ,bild ein4 ,in das ,innere von ,gernrode lockt uns ein ,prachtstck ersten ,ranges1 die einfach-derbe ,stiftskirche1 ein romanischer ,bau aus dem zehnten ,jahrhundert1 wie es in dieser ,vollstndigkeit keinen zweiten in ganz ,deutschland gibt4 ,im ,jahre #iei vom ,markgrafen ,gero1 dem gewaltigen und gewaltthtigen ,besieger der ,slaven1 begonnen1 ward sie erst von seiner ,schwiegertochter ,hedwig1 der ersten btissin des von ihm gegrndeten vornehmen ,frauenstiftes1 vollendet4 ,nach mancherlei ,unbilden frherer ,zeit wurde die ,kirche des im ,jahre #afad von ,anhalt eingezogenen ,stiftes #ahcb mit dem ,klostergute verkauft2 nun wurden die ,kreuzgnge zu ,viehstllen1 die ,krypta zum ,kartoffelkeller1 der ,raum ber der flachen ,decke zum ,getreideboden entweiht4 ,der ,dank fr die ,erhaltung und ,wiederherstellung gebhrt dem edlen ,frstenhause ,anhalt3 ,herzog ,alexander ,karl kaufte sie zurck1 und er und seine ,nachfolger lieen sie seit #ahei mit einem ,kostenaufwande von #djjjjj ,mark wrdig restaurieren4 ,eine ,basilika mit ,querschiff und westlichem ,turmbau1 ist sie in ihren ,formbildungen gewissermaen ein ,spiegel der ,roheit1 aber auch der ,soliditt des im zehnten ,jahrhundert noch vllig von der ,kultur unberhrten krftigen ,sachsenstammes 7,abb4 #hd74 ,illustration3 ,abb4 #ii4 ,markt mit ,luther-,denkmal und ,andreas-,kirche in ,eisleben4 ,vor dem ,kreuzaltar im ,mittelschiff befindet sich die ,grabsttte ,geros4 ,das prchtige ,denkmal in ,sarkophagenform hat #aeai die btissin ,elisabeth von ,weida 7,reu7 durch einen ,knstler der ,nrnberger ,schule anfertigen lassen4 ,diese ,elisabeth1 welche von #aejd bis #aecb regierte1 ist die grte unter den ,frstinnen-,aebtissinnen von ,gernrode4 ,auf dem ,reichstage zu ,worms lie sie sich durch einen besondern ,bevollmchtigten vertreten1 erlangte #aeba vom ,kaiser ,karl ,v4 die ,besttigung der ,privilegien und trat in demselben ,jahre noch als die erste aller reichsunmittelbaren btissinnen1 ohne sich durch die benachbarten ,frsten und ,bischfe irre machen zu lassen1 zur ,lutherischen ,lehre ber2 und als #aebe der groe ,bauernkrieg auch die ,grndung ,geros mit ,vernichtung bedrohte1 trat sie unerschrocken und im ,bewutsein geistiger berlegenheit den ,aufrhrern entgegen und brachte sie durch verstndige ,vorstellung zum ,gehorsam gegen ihre ,obrigkeit zurck4 ,illustration3 ,abb4 #ajj4 ,eisleben4 ,durch das ,hagenthal steigen wir zum ,ramberge hinauf4 ,gleich dem ,brocken ,mittelpunkt einer ,graniterhebung und wie dieser mit ,granittrmmern berst1 welche auf seinem abgerundeten ,gipfel die sogenannte ,teufelsmhle bilden1 erhebt er sich zwischen ,bode und ,selke zu einer ,hhe von #eie ,meter1 #bjj ,meter ber die ,hochebene an seinem ,fue4 ,von dem auf ihm1 der ,viktorshhe1 #ahbi erbauten ,holzturme hat man einen weit umfassenden1 doch ziemlich einfrmigen ,rundblick4 ,,xvi4 ,die ,selkelandschaft4 ,die ,selke entspringt auf der einfrmigen ,hochebene des ,unterharzes in #ejj ,meter ,meereshhe nrdlich von ,friedrichshhe1 fliet als einfaches ,rinnsal1 immer von der ,bahn begleitet1 ber ,gntersberge 7#daj ,meter7 nach ,lindenberg-,straberg und schlgt hier nordstliche ,richtung auf ,mgdesprung ein4 ,erst bei der ,silberhtte erhlt das bis dahin flache ,thal durch die von ,fichten und ,kiefern umsumten ,wiesengrnde einen gewissen ,reiz4 ,von dem #cbe ,meter hoch in einem freundlichen ,laubwaldkessel belegenen ,alexisbad 7,abb4 #he7 an erschlieen sich aber dem ,wanderer von ,schritt zu ,schritt wechselnde liebliche ,bilder4 ,aus dem herrlichen1 mit ,eichen1 ,birken und andern ,laubbumen1 auch mit ,fichten1 durchsprengten ,buchenwalde1 welcher die ,gehnge des ,thales schmckt1 starren hie und da1 manche wie verstohlen1 einzelne ,klippen und ganze ,felswnde heraus2 die bedeutendste ist die sagenhafte ,mdchentrappe ber dem durch seinen vorzglichen ,kunstgu rhmlichst bekannten ,httenorte ,mgdesprung 7,abb4 #hf74 ,doch ist der ,blick von der anliegenden ,freundschaftsklippe noch schner als von der mit einem drei ,meter hohen eisernen ,kreuze bezeichneten ,trappe4 ,der ,wellenschlag der vom ,winde bewegten ,wipfel der dsteren ,waldung1 ber welche die ruhige ,kuppe des ,ramberges ernst herberblickt1 das frische1 krftige ,grn unmittelbar ber nacktem ,fels1 die weichen1 geschwungenen ,linien der ,hhenzge machen das fr die ,selkelandschaft charakteristische ,bild trotz seiner ,einfachheit anziehend und erhebend4 ,sidenote3 ,harzgerode4 ,falkenstein4 ,seitwrts liegt auf einer #cie ,meter hohen ,ebene1 die nach altem ,spruche ,korn und ,geld trgt1 im ,mittelpunkte von acht groen strahlenfrmig von hier ausgehenden ,straen1 das #dcjj ,einwohner zhlende ,stdtchen ,harzgerode1 einst ,residenz einer ,linie des ,hauses ,anhalt1 deren ,glieder unter der ,kirche ihre ,ruhesttte gefunden haben4 ,in dem derben1 doch wrdigen ,schlosse1 aus dessen ,mnze die schnen anhaltischen ,ausbeutethaler und auch jngere ,mnzen tadellosen ,geprges 7,abb4 #hg7 stammen1 befindet sich jetzt eine groe ,mineraliensammlung1 welche seltene ,prachtstcke aus den ,gruben des ,herzogtums enthlt4 ,von ,mgdesprung1 wo die ,eisenbahn sich an der ,ruine der ,heinrichsburg vorber auf ,gernrode wendet1 schlngelt sich die ,selke1 von ,wiesen besumt1 manderartig durch das breite1 sich mehr und mehr vertiefende ,thal1 an dessen schnster ,stelle1 bei der ,selkemhle1 ein verbotener ,aufstieg zu den sprlichen ,trmmern der von ,otto dem ,reichen und seinem ,sohn ,albrecht dem ,bren erbauten ,burg ,anhalt fhrt2 und kurz vor ihrem ,eintritt in das ,flachland schaut der schimmernde ,falkenstein #aej ,meter auf die ,thalsohle hernieder4 ,um das ,jahr #ajhj erschlug ,egeno von ,konradsburg den ,grafen ,adalbert von ,ballenstedt in hinterlistigem berfall2 zur ,shne dieses ,mordes verwandelte sein ,sohn ,burchard die ber ,ermsleben belegene ,stammburg in ein ,kloster und erbaute sich die ,burg ,falkenstein1 nach der er sich #aabj zum erstenmal benannte4 ,sein ,enkel ,graf ,hoyer lie um das ,jahr #abcj auf dem ,falkenstein durch den ,schffen ,eike von ,repgow aus dem ,gewohnheitsrecht des alten ,sachsenlandes und den ,weistmern 7,urteilen7 der ,freien- und ,godinge den berhmten ,sachsenspiegel zusammenstellen1 der in seiner eigentlichen ,gestalt in ,norddeutschland1 ,preuen1 ,polen und einem ,teil der russischen ,ostseeprovinzen1 in einer ,nachahmung als ,spiegel aller deutschen ,leute und dem auf diesem beruhenden ,schwabenspiegel im brigen ,deutschland das nationale ,gesetzbuch wurde4 #ajj ,jahre spter1 #accb1 verkaufte der letzte seiner ,nachkommen1 ,graf ,burchard1 ohne die ,rechte seiner an den ,grafen ,albrecht von ,regenstein verheirateten ,schwester ,oda zu achten1 die #abif durch die ,herrschaft ,arnstein vergrerte ,grafschaft an den ,bischof von ,halberstadt1 und die darob entbrennende1 von dem ,quedlinburger ,julius ,wolff im ,raubgrafen so anschaulich geschilderte ,fehde vermochte daran nichts zu ndern4 ,wieder #ajj ,jahre spter ging dann der ,falkenstein1 #adcg als ,pfand-1 #addi als ,lehnsbesitz1 an die ,herren von der ,asseburg1 die ,nachkommen des zur ,zeit des ,kaisers ,otto ,,iv4 hervorragenden ,gunzel von ,wolfenbttel ber1 und diese ,grafen von der ,asseburg-,falkenstein besitzen die noch immer bewohnbare ,burg noch heute4 ,sidenote3 ,falkenstein4 ,ballenstedt4 ,niemals in ,krieg und ,fehde beschdigt1 nie von ,feuersbrunst heimgesucht1 bietet das herrliche ,schlo 7,abb4 #hh u4 #hi7 das einzige ,beispiel im ganzen ,harze1 noch jetzt das vllig getreue ,bild eines mittelalterlichen ,grafensitzes dar4 ,dazu ist die ,aussicht von der ,galerie des gewaltigen runden ,bergfrieds1 der ,blick auf das grne ,waldmeer mit den hochragenden ,felsinseln des ,rambergs und des ,brockens und in das ,flachland hinaus bis zu den ,bergzgen des ,huy und ,hakel und zu den ,domtrmen von ,magdeburg wahrhaft entzckend4 ,an dem im schnen ,parke belegenen ,schlosse ,meisdorf1 dem jetzigen ,grafensitze1 ber dem #bge ,meter hoch die ,reste des ,klosters ,konradsburg liegen1 und an dem als ,gleims ,geburtsstadt bekannten ,ermsleben1 der ,hauptstadt der ,grafschaft1 vorber1 strebt nun die ,selke der ,bode zu4 ,an der ihr vorher zuflieenden ,krummen ,getel1 dem anhaltinischen ,mander1 liegt inmitten blumengeschmckter ,grten und eintrglicher ,obstplantagen #bag ,meter hoch die freundliche1 stille ,stadt ,ballenstedt 7,abb4 #ia71 die ,sommerresidenz des ,herzogs von ,anhalt4 ,illustration3 ,abb4 #aja4 ,luthers ,geburtshaus in ,eisleben4 ,sidenote3 ,ballenstedt4 ,der erste aus dem schwbischen ,geschlechte der ,askanier1 der sich nach ,ballenstedt nennt und demnach auf dieser ,burg wohnte1 ist ,esike1 ,graf im ,schwabengau4 ,als dessen ,sohn ,adalbert auf dem ,wege nach ,aschersleben erschlagen wurde1 wandelten seine ,nachkommen -- sein ,sohn ,otto der ,reiche und sein ,enkel ,albrecht der ,br -- den ,stammsitz ,ballenstedt in ein ,kloster um und erbauten sich auf einer ,hhe im ,selkethal die ,burg ,anhalt1 nach der jetzt das ganze ,herzogtum genannt wird4 ,doch war das ,kloster gerumig genug1 neben ,abt und ,konvent auch dem ,stifter und ,schirmherrn einen ,wohnsitz zu gewhren4 ,als ,albrecht der ,br1 der groe ,markgraf von ,brandenburg1 der nach vlliger ,niederwerfung der ,wenden die verdeten ,gegenden an der ,elbe1 ,havel und ,spree mit niederlndischen und rheinischen ,kolonisten neu besiedelte und den ,rest der ,wenden durch ,einfhrung des ,christentums1 deutscher ,sprache und deutscher ,gesetze germanisiert hat1 #aafh lebenssatt die ,regierung seinem ,sohne ,otto bergab1 zog er sich auf sein vterliches ,erbschlo und ,stift am ,harze zurck und ist hier in ,ballenstedt1 wo er #aajf das ,licht der ,welt erblickt hatte1 auch am #ah4 ,november #aagj verschieden und an der ,seite seines ,vaters ,otto und seiner ,mutter ,eileke1 der reichen ,tochter des letzten ,billungers1 und seiner ,gemahlin ,sophie1 der ,schwester des mchtigen ,grafen ,hermann ,,ii4 von ,winzenburg1 beigesetzt4 ,illustration3 ,abb4 #ajb4 ,luthers ,sterbehaus in ,eisleben4 ,nachdem das ,kloster #aebe im ,bauernkriege sein ,ende gefunden hatte1 diente es den ,frsten hin und wieder1 namentlich zur ,zeit der ,jagden1 als ,absteigequartier1 von #afbg an aber mehrfach auf ,jahre als ,residenz oder ,witwensitz4 ,in den ,jahren #agjd bis #agbj bedeutend vergrert1 erfuhr das ,schlo unter dem ,frsten ,friedrich ,albrecht1 der #agfe hier dauernd seine ,residenz nahm1 eine vllige ,umgestaltung2 und nach all diesen ,bauten1 die dem ,schlosse 7,abb4 #ij71 dessen schnster ,schmuck die edle1 geschmackvolle ,einfachheit ist1 ein wahrhaft frstliches ,ansehen gegeben haben1 ist vom ,kloster auer ,turm und ,kche nicht viel mehr geblieben4 ,die ,grber ,albrechts und seiner ,familie und jngerer ,glieder seines ,geschlechts sind erst #ahhj unter dem ,glockenturm wieder aufgefunden2 es sind sarghnliche in den ,fels gehauene ,hhlungen mit steinernen ,deckeln4 ,aus den ,fenstern der mit wertvollen ,gemlden lterer ,meister 7darunter ,rembrandt und ,van ,dyck7 geschmckten ,zimmer hat man eine entzckende ,aussicht4 ,aber auch auf der ,terrasse in dem #agfe angelegten herrlichen ,parke ist sie wunderschn4 ,hinter den scharf hervortretenden ,felsen der ,gegensteine breitet sich1 mit ,stdten und ,drfern berst1 eine lebensvolle ,landschaft aus2 ,quedlinburg und das ferne ,halberstadt1 links ,blankenburg mit seinem hochragenden ,schlosse und der ,regenstein mit seinen verfallenen ,trmen1 rechts ,hoym1 ,ermsleben und das ,bernburger ,schlo begrenzen den ,horizont1 hinterwrts lagert sich1 von der ,brockenkuppe berragt1 das aufsteigende ,gebirge mit seinen ,wldern1 ,bergen und ,schluchten1 -- bei voller ,beleuchtung1 etwa an einem sonnigen ,morgen nach einem ,regentage1 ein kstlicher ,anblick6 ,,xvii4 ,die ,wipperlandschaft4 -- ,mansfelder ,bergbaugebiet4 ,aus dem ,gebiet der ,selke treten wir in das der ,wipper ber1 die sich in der ,nhe von ,bernburg in die ,saale ergiet4 ,der erste ihr dienstbare ,bach1 die ,eine1 luft1 zumal wenn wir die bei ,stangerode einmndende ,leine als ,hauptbach ansehen1 von ihrer ,quelle auf der ,hochebene von ,harzgerode bis ,aschersleben der ,selke in geringem ,abstande parallel4 ,zwischen den beiden genannten ,bchen liegt zwischen ,kartoffelfeldern1 auf baum- und poesieloser ,ebene das rmliche ,drfchen ,molmerschwende1 ,brgers ,geburtsort1 und links von der ,leine das ,dorf ,pansfelde1 das ,taubenhain einer fast vergessenen ,brgerschen ,ballade4 ,oberhalb des hbsch von bewaldeten ,bergen umschlossenen ,stangerode finden wir bei der ,einmndung des ,wiebeeks in einem freundlichen ,waldthale am ,fue des ,hakeberges die interessanteste ,wstung des ,harzes1 das zuerst #ajdc erwhnte ,volkmannsrode3 unter den weitschattenden ,linden bei der ,kirchenruine dieses schon ein halbes ,jahrtausend verlassenen ,dorfes wurde noch vor drei ,jahrzehnten zweimal im ,jahre das uralte ,rgegericht gehegt1 ein in unsere nchterne ,zeit fremdartig hineinreichender ,rest des alten germanischen ,gerichtsverfahrens4 ,ruine1 ,gerichtslaube und ,linden werden auf ,weisung der ,herzoglichen ,regierung noch jetzt mit ,piett erhalten4 ,illustration3 ,abb4 #ajc4 ,luther-,denkmal in ,eisleben4 ,sidenote3 ,arnstein4 ,aber das ,eineflchen hat noch eine dritte berraschung fr uns bereit3 unfern des ,dorfes ,harkerode erhebt sich auf steilem ,felsen die ,ruine ,arnstein1 eine der besterhaltenen unserer ,lande4 ,da die ,edlen von ,arnstedt1 die mit dem aus ,wrttemberg stammenden ,erzbischof ,hanno von ,kln eines ,geschlechts waren1 sich zuerst #aacf von ,arnstein nennen1 so mu die ,burg damals erbaut sein4 ,es war ein angesehenes ,geschlecht3 ein ,walther hatte eine ,enkelin ,albrechts des ,bren zur ,gemahlin1 ein ,gebhard1 mtterlicherseits mit den ,staufen verwandt1 war lange ,zeit ,kaiser ,friedrichs ,,ii4 ,stellvertreter in ,italien4 ,graf ,walther ,v41 der letzte des ,geschlechts1 bergab #abif1 um in den deutschen ,orden einzutreten1 die ,herrschaft seinem ,schwager ,otto von ,falkenstein4 ,die ,nebenlinie der ,grafen von ,barby erlosch erst #afei4 ,durch ,kauf #achg in den ,besitz der ,grafen von ,mansfeld gelangt1 wurde sie #aecj1 als hier eine der ,linien des ,vordernorts ihre ,residenz nahm1 grndlich restauriert4 ,aber zwei ,jahrhunderte spter war sie bereits ,ruine4 ,die ,mauern des fnfstckigen ,hauptgebudes stehen noch #bj ,meter hoch1 und der riesige ,rundturm ist noch auf #ajj ,stufen im ,treppenturm zu ersteigen4 ,unterhalb ,stangerodes verflachen sich die ,hgel1 und ,kornfelder verdrngen vllig den ,wald4 ,doch folgen wir der ,eine noch bis ,aschersleben zu flchtigem ,besuche4 ,schon zur ,zeit der ,karolinger als ,ascegeresleben in ,thringen in einer ,schenkungsurkunde fr das ,stift ,fulda erwhnt1 hat sich die im ,mittelalter mit ,quedlinburg und ,halberstadt stets eng verbndete ,stadt zu einer der wohlhabendsten und gewerbfleiigsten der ,harzlande entwickelt und zhlt jetzt #bgbej ,einwohner4 ,neben dem ,reichtum an ,altertmern1 mit denen ihre ,schwesterstdte prunken drfen1 kann sie nur wenig mehr als die gotische ,stephanikirche1 das schne ,rathaus im ,stile der ,renaissance und die unbedeutende ,ruine der schon #aadj zerstrten ,askanierburg stellen4 ,sidenote3 ,das ,wipperthal4 ,die ,wipper1 welche mit der ,selke fast gleiche ,lnge und ,richtung hat1 entspringt am ,ostabfall des ,auerbergs1 greift aber mit andern ,quellbchen nach allen ,seiten weit hinaus1 im ,norden bis ,neudorf1 im ,sden fast bis nach ,dietersdorf4 ,kurz vor dem ,flecken ,wippra vereinigt sie die in der ,alten und der ,schmalen ,wipper gesammelten ,wasser4 ,ihr ,oberlauf ist anmutiger als der der ,selke2 besonders wirkungsvoll ist die ,bewaldung der ,schmalen ,wipper3 auf der ,sonnenseite ,buchen1 auf der ,winterseite ,fichten4 ,ein ,prunkstck1 wie es die ,selke zwischen ,alexisbad und ,mgdesprung uns vorhlt1 hat die ,wipper dagegen nicht aufzuweisen2 aber ihr ,thal von ,wippra abwrts hlt den ,vergleich mit dem ,selkethal unterhalb ,mgdesprungs wohl aus1 wenn auch die sanft gewellten ,hhen das breite ,wiesenthal nirgends um #ajj ,meter bersteigen4 ,ihr ,geflle bis ,leimbach betrgt #a 3 #aef1 das der ,selke bis ,meisdorf #a 3 #ajd 7das der ,bode von der ,quelle bis zur ,blechhtte bei ,thale #a 3 #gg74 ,wippra liegt mit seinen ,feldern und ,wiesen freundlich in ppige ,wlder gebettet1 hat aber auer sprlichen ,resten einer ,burg nichts von ,bedeutung aufzuweisen4 ,doch bald schon schimmert ber prachtvolle ,laubwlder das schne im dreizehnten ,jahrhundert erbaute ,schlo ,rammelburg1 halb ,brandruine1 halb bewohnt1 auf einem von drei ,seiten umflossenen ,bergvorsprunge sich mitten in das ,thal schiebend1 uns entgegen4 ,mgen andre ,harzschlsser mit der ,rammelburg um groartige ,schnheit streiten1 aber diese thalauf und -ab fast gleich wirkungsvolle ,schaustellung ist nur dieser eigen4 ,und wenn andre ,burgen uns aus alter ,zeit des ,interessanten viel zu berichten wissen1 so erinnert uns die ,rammelburg an zwei schlichtbrgerliche bedeutende ,mnner der neueren ,zeit3 der groe ,forstmann ,pfeil1 der ,erzieher des deutschen ,waldes1 ist hier als ,sohn eines ,justizamtmannes geboren1 und in der ,schlokapelle ist ,hermann ,august ,francke getraut4 ,harzluft und ,waldesduft zu atmen und uns an friedlicher ,stille zu erquicken1 ist uns nur eine kurze ,strecke im ,wipperthale beschieden3 turmhohe1 rauchwirbelnde ,schornsteine1 mchtige schwarze ,schlackenhalden1 das ,thal beengend und tglich noch wachsend1 ,schchte und ,htten mit ihrem geschftigen ,treiben1 mit allem ,geklapper und ,gerassel der ,maschinen melden uns wuchtig1 da wir hier bei ,leimbach an einer der ,hauptarbeitssttten der heiligen ,barbara angekommen sind1 der neuen ,patronin des ,bergbaues1 die mit ihrem ,pulver und ,lrm die alten ruhigeren ,bergheiligen ,sankt ,joachim und ,sankt ,anna vom ,stuhle gestoen hat4 ,bis ,hettstedt und darber hinaus reiht sich1 miteinander wechselnd1 ,schacht an ,schacht und ,htte an ,htte4 ,hier im ,freiesleben-1 dort im ,eduardschacht und in den ,lichtlchern des #ca ,kilometer langen ,schlsselstollen werden die ,kupferminern gewonnen1 hier in der ,eckard-1 dort in der ,kupferkammerhtte gebrannt und geschmolzen1 hier in der ,katharinenhtte wird ,silber und ,kupfer aus dem ,rohprodukt geschieden1 dort auf der ,saigerhtte die ,raffinierkrtze zugute gemacht 7,abb4 #ib u4 #ic74 ,und in all das ,getriebe schaut verwundert die stille ,ruine der alten ,burg rner vom ,waldhgel hernieder4 ,bei ,hettstedt1 dem stlichsten ,punkte des ,harzes1 entlassen wir die ,wipper aus unserm ,geleit und wenden uns der mit ,leimbach fast verbundenen ,stadt ,mansfeld und ihren ,erinnerungen an ,d4 ,luther zu4 ,doch zuvor statten wir schon an dieser ,stell seines ,vaters lieben ,schlgelgesellen einen kurzen ,besuch ab4 ,illustration3 ,abb4 #ajd4 ,sachsa4 7,nach einer ,photographie von ,sophus ,williams in ,berlin47 ,sidenote3 ,mansfelder ,bergbau4 ,nach alten ,nachrichten sollen zwei ,bauern1 ,nappian und ,naucke1 am #ab4 ,juni #aaii beim damaligen ,dorf ,hettstedt den ersten ,kupferschiefer gewonnen haben1 und die ,grafen im ,jahre #abae vom ,kaiser ,friedrich ,,ii4 mit dem ,bergregal belehnt worden sein4 ,wenn nun auch jene ,angabe richtig sein und die ,ortschaft ,kupferberg bei ,hettstedt #aaii entstanden sein mag1 so haben doch die ,grafen von ,mansfeld schon lange vor dieser ,zeit ,bergbau betrieben4 #acfd gab ihnen ,kaiser ,karl ,,iv4 diesen auch innerhalb einer ber die ,grafschaft hinausreichenden ,grenze zu ,lehen4 ,kaiser ,friedrich ,,iii4 aber verwies sie damit #adhj an die ,herzge von ,sachsen4 ,im vierzehnten und fnfzehnten und auch noch im ,anfange des sechzehnten ,jahrhunderts gelangte der ,bergbau zu groer ,blte1 aber sein ,verfall bereitete sich schon vor3 die stets um ,geld verlegenen ,grafen nahmen ,vorschsse von den ,kupferhndlern1 verpfndeten ,htten und gaben andre zu ,lehen4 ,die ,teilung der damals vorhandenen #ie ,htten 7,feuer7 unter die sechs ,grafenlinien im ,jahren #aecf konnte den ,vermgensverfall nicht aufhalten4 ,als die ,schuldenlast der ,grafen die fr jene ,zeit ungeheure ,summe von zweiundeinhalb ,millionen ,gulden erreichte1 nahmen ,sachsen und ,magdeburg als ,lehnsherren #aegj ,bergbau und drei ,fnftel der ,grafschaft in ,sequester2 damit waren die ,grafen trotz ihres ,protestes mediatisiert4 ,whrend des dreiigjhrigen ,krieges und noch mehrere ,jahrzehnte nachher beschrnkte man sich darauf1 alte ,halden und offene ,schchte auszuklauben4 ,erst durch die ,freilassung im ,jahre #afga1 die jedermann gestattete1 ,bergwerke zu muten und zu bauen1 kam der ,bergbau wieder in geordneten ,betrieb4 ,die fnf ,gewerkschaften1 welche sich nun nach und nach bildeten1 haben sich im ,jahre #aheb zu einer einzigen1 der ,mansfeldschen ,kupferschiefer bauenden ,gewerkschaft vereinigt1 die ihren ,sitz in ,eisleben hat4 ,illustration3 ,abb4 #aje4 ,kloster ,walkenried4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,es ist ein einziges muldenfrmiges ,kupferschieferflz1 auf dem die ,mansfelder ,gruben bauen4 ,das ,erz kommt in diesem in der ,regel als ,speise vor1 d4 h4 in sehr feinen ,stubchen eingesprengt1 die auf dem ,querbruch metallisch schimmern4 ,doch treten neben dieser ,speise1 die goldgelb1 blau1 rot und grau sein kann1 auch feine ,schnre von ,buntkupfererz und ,kupferglas auf1 wie in den ,sanderzen bei ,sangerhausen dicht zusammengedrngte ,kupferkiesstubchen als gelbe ,tresse4 ,illustration3 ,abb4 #ajf4 ,denkmal ,ernst ,,vii41 des letzten ,grafen von ,hohnstein1 im ,kloster ,walkenried4 7,nach einer ,photographie von ,fr4 ,zirkler in ,klausthal47 ,die gltigen ,schieferlager sind nur sieben bis dreizehn ,centimeter mchtig1 doch mu das ,nebengestein1 damit der ,bergmann ,platz findet1 bis zur ,gesamthhe von einem halben ,meter mit weggehauen werden4 ,der ,huer liegt bei der ,arbeit auf der linken ,seite und schtzt sich gegen das kalte und nasse ,gestein durch ein angeschnalltes ,beinbrett und ein lose liegendes ,achselbrett4 ,die durch ,schrmen 7,abb4 #id7 und ,sprengen gewonnenen ,schiefer werden durch die ,schlepper1 #ad- bis #ai;jhrige ,burschen1 in ,hunden 7,frderwagen7 an die ,frderstrecke gezogen4 ,der ,schlepper schnallt sich ein mit acht ,centimeter hohen ,stollen 7,langeisen7 versehenes ,beinbrett vorn auf den linken ,oberschenkel1 nimmt das ,achselbrett zur ,hand und legt sich vor den ,hund4 ,dann richtet er sich soweit auf1 da er das ,knchelgelenk des rechten ,fues mit einem ,riemen an den ,hund knebeln kann1 legt sich1 wenn dies geschehen ist1 mit dem linken ,oberarm auf das ,achselbrett1 sttzt sich mit der rechten ,hand auf das ,liegende 7den ,boden7 und hakt mit den ,stollen des ,beinbretts auf dieses auf4 ,nach dieser ,vorbereitung kann die ,fortbewegung des ,hundes beginnen4 ,der ,schlepper zieht das freie linke ,bein an1 stemmt die ,fusohle desselben1 um einen festen ,halt zu gewinnen1 gegen das ,dach und streckt sich1 das ,achselbrett mit der linken ,hand weiterschiebend1 gerade2 dabei zieht das gefesselte rechte ,bein den ,hund selbstverstndlich ein ,stckchen mit fort4 ,illustration3 ,abb4 #ajg4 ,kreuzgang im ,kloster ,walkenried4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,enthielten die ,mansfelder ,schiefer nur ,kupfer1 so htte der ,bergbau lngst eingestellt werden mssen4 ,denn nachdem ,spanien1 ,colorado1 die ,gegend am ,oberen ,see und andere ,lnder ,amerikas in die erste ,reihe der ,kupferproduzenten getreten sind1 kommt jetzt jhrlich mehr als das ,vierfache der frheren ,jahresproduktion in den ,handel4 ,nur der hohe ,silbergehalt1 #a_/b ,pfd4 ,silber im ,zentner ,kupfer1 sichert dem ,mansfelder ,bergbau trotz der ,entwertung des ,silbers um die ,hlfte seinen ,fortbestand4 ,aber die ,gewerkschaft hat noch mit andern ,schwierigkeiten zu kmpfen4 ,bei der ,abteufung 7,abb4 #ie7 neuer ,schchte ist man mehrfach auf weit verzweigte ,schlotten gestoen1 von ,gips eingeschlossene ,hohlrume1 welche durch ,auflsung des ursprnglich hier abgelagert gewesenen ,steinsalzes entstanden und jetzt mit ,wasser angefllt sind4 ,die ,bewltigung dieser ,wassermassen ist aber sehr schwierig und kostspielig2 um dem bel grndlich beizukommen1 hat man darum in der ,annahme einer unterirdischen ,verbindung den ,salzigen ,see trocken gelegt4 ,welche ,bedeutung das ,wohl und ,gedeihen des ,mansfelder ,bergbaues auch fr den ,staat hat1 folgt schon daraus1 da er #hjjjj ,personen -- ,berg- und ,httenleuten mit deren ,familien -- ihr ausreichendes ,brot gewhrt4 ,sidenote3 ,mansfeld4 ,mit dem ,mannesfeld1 welches das ,stift ,fulda im ,jahre #igd tauschweise an ,magdeburg abtrat1 ist das ,dorf ,kloster-,mansfeld gemeint1 denn die nach dieser ,rodung des ,mano benannte ,burg ist erst im elften ,jahrhundert erbaut1 und die ,stadt 7,thal-7 ,mansfeld erst unter dem ,schutze der ,burg an deren ,fue entstanden4 ,in diesem ,stdtchen1 das vor #ajj ,jahren erst #ajjj ,einwohner zhlte1 hat ,luther seine ,kinderjahre verlebt4 ,das ,haus1 das sein ,vater im ,jahre #adhd erwarb und #aecj auf seinen ,sohn ,jakob vererbte1 ist nur noch teilweise vorhanden3 ber der vermauerten rundbogigen ,hofpforte aus rotem ,sandstein findet sich noch erkennbar das alte ,luthersche ,wappen1 ,rosen und ,armbrust1 mit den ,buchstaben ,j4 ,l4 #aecj4 ,nicht viel besser ist es dem ,grafenschlosse ergangen1 das #fe ,meter tief auf die an den ,seitenhngen eines ,thales sich hinziehende ,stadt hinabsieht4 ,der erste1 der sich nach ihm nennt und auch wohl sein ,erbauer sein wird1 ist ,kaiser ,heinrichs ,v4 ,feldherr ,hoyer1 der #aaae am ,welfesholze fiel4 ,mit dem ,tode des ,grafen ,burchard gingen #abcj ,burg und ,namen auf seinen ,schwiegersohn1 den ,edelherrn ,burchard von ,querfurt ber4 ,zu ,luthers ,zeit spalteten sich seine ,nachkommen in drei ,linien mit sieben ,zweigen1 aber ein und einhalb ,jahrhunderte spter war nur noch die in den ,reichsfrstenstand erhobene ,linie ,bornstedt brig1 und auch diese erlosch1 nachdem bereits #agaj der ,eislebensche oder lutherische ,zweig verdorrt war1 am #ca4 ,mrz #aghj mit dem in sterreich lebenden ,frsten ,joseph ,wenzel von ,fondi4 ,nun fielen die ,besitzungen bis auf einige ,allodialgter1 welche auf ,joseph ,wenzels ,schwiegersohn1 den ,frsten ,coloredo und seitdem ,grafen von ,mansfeld1 vererbten1 zu #c_/e an ,kursachsen und zu #b_/e an ,preuen 7,magdeburg74 ,illustration3 ,abb4 #ajh4 ,ellrich4 7,nach einer ,photographie von ,sophus ,williams in ,berlin47 ,der meistens nur ,ernst von ,mansfeld genannte ,held des dreiigjhrigen ,krieges1 den der ,tod am #bf4 ,november #afbf im bosnischen ,drfchen ,wrakowicz ereilte1 war der ,sohn des ,frsten ,peter ,ernst ,i4 aus dessen morganatischer ,ehe mit der schnen ,anna von ,eicken4 ,im ,anfange des sechzehnten ,jahrhunderts wurde die ,burg durch ,hinzufgung eines dritten ,schlosses1 des ,hinterortes1 bedeutend erweitert und in ihrem ganzen ,umfange strker befestigt4 ,aber gerade das sollte ihr den ,untergang bringen3 da sie im dreiigjhrigen ,kriege1 statt das ,land schtzen zu knnen1 die ,heere aller ,parteien angelockt hatte und bald erobert wurde1 bald wieder verloren ging1 so verfgte der ,landesherr #afgd unter ,zustimmung der ,grafen ihre ,zerstrung2 #djj ,mann arbeiteten daran1 aber da ,kalk und ,gestein untrennbar verkittet waren1 mute ihnen noch ein ,trupp von #cj ,bergleuten mit ,bohrer und ,pulver zu ,hilfe kommen4 ,aber noch immer stehen einzelne ,reste der ,mauer stolz und fest1 als wren sie mit dem natrlichen ,fels1 der sie trgt1 zu einem ,stck verwachsen4 ,ein breiter1 tief in den ,fels gehauener ,graben1 der die ,burg von ,nordost bis ,nordwest umgibt1 zeugt von den ungeheuren ,anstrengungen1 die einst auf die ,befestigung des ,platzes verwandt sind4 ,ein einziges1 ehemals noch durch ,auenwerke gedecktes ,thor fhrt auf dieser ,seite in den noch jetzt von festen1 zum ,teil doppelten ,mauern und ,kasematten umschlossenen den ,burghof1 auf dem uns von allen ,seiten in romantisch-malerischen ,gestaltungen die alten ,wohnsitze entgegentreten4 ,vom ,vorderort hat sich fast nichts als ein starker ,wallturm1 die ,gewlbe der ,mnze und ein altes ,wachthaus auf den ,umfassungsmauern erhalten4 ,im ,mittelort1 in dem sich neben der wrdig restaurierten gotischen ,kirche das jetzige ,herrenhaus inmitten hbscher ,gartenanlagen befindet1 fallen die ,umfassungsmauern eines stattlichen ,gebudes1 in dem hohe ,fichten wurzeln1 besonders ins ,auge3 es ist der #aecb erbaute ,goldene ,saal1 der gemeinschaftliche ,prunksaal der ,huser ,mittel- und ,vorderort2 und im ,anschauen der ber den ,nebenpforten eines groen ,turmgebudes angebrachten ,steinbilder1 eines auf dem ,fasse sitzenden ,bacchus und zweier ,mnner1 von denen der eine mit seiner leeren ,weinkanne nach dem den vollen ,humpen leerenden ,kumpan schlgt -- ,umschrift3 ,quid est8 bapsi6 -- ,darstellungen1 welche den schwelgerischen ,humor der ,erbauer wiedergeben1 mssen wir des strafenden ,wortes gedenken1 das ,d4 ,luther seinen lieben alten ,landesherren zurief1 da ihm der ,wein auf der ,treppe entgegenrann3 ,die ,herren dngen gut1 es wird brav ,gras danach wachsen4 ,auf und in den vllig zusammengebrochenen ,mauern des ,hinterorts1 dessen ausgedehnte ,gebude einst als die schnsten gepriesen wurden1 wuchern schon lange ,bume und ,gestruch4 ,die ,grafen von ,mansfeld hatten sich den heil4 ,georg zum ,patron erkoren1 den vom wtenden ,volke am #bd4 ,dezember #cfa beim ,regierungsantritt des ,kaisers ,julian ermordeten ,bischof von ,alexandria1 der sich gegen das ,ende der ,kreuzzge in den ritterlichen ,drachentter1 den ,schutzpatron der ,waffenbungen und des englischen ,ordens vom blauen ,kniebande verwandelte4 ,gleich den ungarischen wurden die mansfeldischen ,georgsthaler schon im dreiigjhrigen ,kriege als ,amulett gegen ,hieb1 ,schu und ,sto getragen4 ,der abgebildete 7,abb4 #if71 i4 ,j4 #afbj geprgte ,thaler der drei vorderortschen ,grafen ,volrat 7gestorben #afbg71 ,wolfgang ,i4 7gestorben #afch7 und ,johann ,georg ,,ii4 7gestorben #afdg7 zeigt den ,heiligen im ,harnisch auf rechts schreitendem ,turnierpferde1 wie er mit der ,lanze den ,kopf des ,lindwurms durchbohrt4 ,die ,inschrift ,ora pro 7nobis7 auf der ,decke ist nicht zu erkennen4 ,die ,umschrift ist zu lesen3 ,volrat1 ,wolfgang1 ,johann ,georg1 patroni1 comites et domini in ,mansfeld1 nobiles domini in ,heldrungen4 ,der quadrierte ,wappenschild enthlt im ersten und vierten1 wieder viergeteilten ,felde die sechs ,querstreifen von ,querfurt und die sechs1 in zwei ,reihen gestellten ,wecken 7oder ,gerstenkrner7 von ,mansfeld1 im zweiten den ,adler von ,arnstein und im dritten den ,lwen von ,heldrungen mit doppeltem ,zagel4 ,als ,helmzier dienen die acht mansfeldischen ,fhnchen und der ,arnsteiner ,adler4 ,der zweite1 #ahaa geprgte ,thaler 7,abb4 #ig7 zeigt den ,kopf des lustigen ,hieronymus1 von seines ,bruders ,gnaden ,knigs von ,westfalen4 ,der dritte 7,abb4 #ih7 ist bereits in ,berlin i4 ,j4 #ahfb geprgt1 mit dem beim bergange der ,verwaltung an die ,gewerkschaft die besondere ,vermnzung des im ,mansfeldischen gewonnenen ,silbers aufhrt4 ,illustration3 ,abb4 #aji4 ,ilfeld1 vom ,herzberg gesehen4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,sidenote3 ,eisleben4 ,unser letzter ,besuch an diesem ,harzrande gilt der ,lutherstadt ,eisleben4 7,abb4 #ii und #ajj7 ,nach den groen verheerenden ,feuersbrnsten1 namentlich im sechzehnten und siebzehnten ,jahrhundert1 hat sie trotz ihres hohen ,alters kein altertmliches ,geprge4 ,unser ,rundgang darf sich deshalb im wesentlichen auf die ,luthersttten beschrnken4 ,das ,lutherhaus 7,abb4 #aja7 enthlt im ,erdgescho1 das bei einem ,brande im ,jahre #afhi unversehrt blieb1 das ,geburtszimmer des groen ,bergmannssohnes und in den ,slen des #afid im ,stil der ,renaissance erneuerten ,oberstocks eine ,art ,luthermuseum4 -- ,um mit seinem ,rate die zwischen den ,grafen1 namentlich inbetreff des ,bergbaus schwebenden ,streitigkeiten beseitigen zu helfen1 war ,luther im ,winter #aede_/df dreimal in ,eisleben2 abgelebt und mde kam er am #bh4 ,januar1 von den ,grafen und einem ,gefolge von #aac ,pferden von der ,grenze ab ehrenvoll geleitet1 zum drittenmal hier an und stieg bei dem ihm befreundeten ,stadtschreiber ,dr4 ,drachstedt ab4 ,in ,gemeinschaft mit den beiden andern gewhlten ,schiedsrichtern1 dem ,frsten ,wolfgang von ,anhalt und dem ,grafen ,heinrich von ,schwarzburg1 gelang ihm zu seiner groen ,freude der vllige ,ausgleich2 und obwohl schwach und hinfllig1 unterschrieb er am #ag4 ,februar #aedf auch noch den letzten1 abschlieenden ,vertrag4 ,doch bald darauf steigerte sich die ,krankheit2 das ,einhorn1 das ,graf ,albrecht ihm schabte1 und das strkende ,wasser1 mit dem die ,grfin ihm den ,puls rieb1 blieben wirkungslos1 und in der dritten ,morgenstunde des #ah4 ,februar ging der groe ,reformator zur ewigen ,ruhe ein4 ,das ,sterbezimmer ist die kleine1 trauliche straenwrts liegende ,kammer im oberen ,stock des wohl erhaltenen gotischen ,hauses 7,abb4 #ajb74 ,in der gegenberliegenden ,andreaskirche hat ,luther seine letzten vier ,predigten gehalten1 die letzte zwei ,tage vor seinem ,tode 7,abb4 #ii74 ,diese mit ihren aus dem dreizehnten ,jahrhundert stammenden ,hausmannstrmen stolz aufragende ,hauptkirche1 als deren ,pfarrer #afji-aa der in ,ballenstedt geborene ,johann ,arnd sein ,wahres ,christentum schrieb1 gibt auch dem ansteigenden ,marktplatze1 auf den von der ,rathausecke der gekrnte ,kopf des hier gewhlten ,knigs ,hermann von ,salm1 das ,wahrzeichen der ,stadt1 herunterblickt1 den wirkungsvollen ,hintergrund4 ,auf der ,mitte des ,platzes ist am #djj4 ,geburtstage ,luthers das ,bronzestandbild 7,abb4 #ajc7 des ,mannes enthllt1 in dessen ,hand nach den ,worten des ,katholiken ,dllinger ,sinn und ,geist der ,deutschen wie die ,leier in der ,hand des ,knstlers waren4 ,in der ,linken die ,bibel1 schickt sich der ,reformator an1 die ,bannbulle ins ,feuer zu werfen2 die ,reliefs am ,sockel zeigen ihn in der ,disputation mit ,dr4 ,eck und der edlen ,musika pflegend im ,kreise seiner ,familie4 ,ein groartiges ,fest andrer ,art sah der wundervoll geschmckte ,marktplatz am #ab4 ,juni #aijj3 die #gjj;jhrige ,jubelfeier des ,mansfelder ,bergbaues1 verherrlicht durch die ,gegenwart unsers allgeliebten ,kaiserpaares4 ,illustration3 ,abb4 #aaj4 ,ruine ,hohnstein4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,,xviii4 ,die ,helmelandschaft4 ,die ,helme1 deren ,flugebiet zu durchwandern uns allein noch brig bleibt1 gehrt dem ,harze durch ihre ,nebenflsse ,zorge1 ,thyra1 ,leine und ,gonna an4 ,da der ,sdrand des ,harzes hher liegt1 als der ,nordrand1 so greifen diese nicht weit in das ,gebirge hinein4 ,illustration3 ,abb4 #aaa4 ,neustadt unterm ,hohnstein4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,sidenote3 ,sachsa4 ,walkenried4 ,an den ,rinnsalen1 welche vom ,grenzpunkte des ,ravensbergs nach ,sden eilen1 um sich mit dem ,flchen ,wieda zu vereinigen1 liegt das waldfrische1 freundliche ,stdtchen ,sachsa 7,abb4 #ajd74 ,in dem im oberen ,teile schn bewaldeten ,wiedathale steigt die ,harzsdbahn von der mittleren ,hochebene herab2 wir folgen ihr nach dem schon auerhalb des ,gebirges belegenen braunschweigischen ,flecken ,walkenried zur ,besichtigung der groartigen ,ruinen seines berhmten ,cisterzienserklosters 7,abb4 #aje71 von dem die ,trockenlegung der ,smpfe und ,riede1 die einst durch die ,goldene ,au hin den ,sdrand des ,gebirges begleiteten1 in so vorzglicher ,weise durchgefhrt ist4 ,die ,besitzungen des von der ,grfin ,adelheid von ,klettenberg um #aabg gegrndeten und reich ausgestatteten ,klosters erstreckten sich bald ber die ,harzlande und deren ,nachbarschaft hinaus bis nach ,lneburg1 in das ,brandenburgische und die ,uckermark1 nach ,aachen und ,wrzburg1 und in allen ,thlern des ,westharzes verschmolzen seine ,htten die ihm aus dem ,rammelsberge zustehenden ,erze auf ,silber1 ,blei und ,kupfer4 ,die im ,jahre #aacg von fnf ,bischfen geweihte ,kirche mit acht ,altren entsprach nicht mehr der ,bedeutung und dem ,ansehen des ,klosters2 schon bald nach dem ,jahre #abjj begannen kunstverstndige ,brder sdlich von ,alt-,walkenried einen ,prachtbau1 an dem sich ,tausende von freiwilligen ,arbeitern ppstlichen ,abla verdienten4 ,nach #hj;jhriger ,bauzeit konnte #abij das neue ,gotteshaus1 das -- halb so lang wie der ,klner ,dom -- seine ,gewlbe mit #bf ,pfeilern sttzte1 feierlichst eingeweiht werden4 ,im fnfzehnten ,jahrhundert stand ,walkenried1 das ,mutterkloster von ,marienpforte 7,schulpforta7 bei ,naumburg und ,sittichenbach bei ,mansfeld1 in seiner hchsten ,blte4 ,damals konnte der ,abt auf der ,reise nach ,rom -- wie man sagte -- jede ,nacht im eigenen ,hause schlafen4 ,der ,bauernkrieg knickte diese ,blte jh mit frevelnder ,hand1 der dreiigjhrige brach sie vllig4 ,mit wildem ,jubel strmten die aufstndischen hohnsteinschen ,bauern im ,mai #aeae das von den flchtenden ,mnchen verlassene ,kloster1 plnderten1 zerschlugen1 verwsteten2 ,urkunden und ,manuskripte streuten sie den ,pferden unter1 ,bcher warfen sie als ,schrittsteine in den ,schmutz4 ,vergeblich versuchten sie1 das kunstvolle ,metallbecken im ,kreuzgange1 das der ,klosterbruder und ,httenmeister ,almante #abah gegossen hatte1 mit ,hmmern zu zerschlagen1 im offenen ,holzsto zu schmelzen1 vergeblich die ,glocke durch unaufhrliches ,luten zu zersprengen4 ,da knpften sie ,seile an die ,turmspitze und in eine uralte ,linde1 verbanden diese mit dem ,turm durch eine ,kette1 sgten das ,geblk rings herum ein1 hieben den ,baum um und rissen mit diesem unter ,freudengeheul den ,turm vom ,dache herunter1 da er durch das ,kirchendach und die ,gewlbe schlug1 und die ,glocke zersprang4 ,bald strzte der ,chor nach1 und #aegj mute der ,gottesdienst in die ,kapitelstube verlegt werden1 die noch heute als ,fleckenskirche dient4 ,sidenote3 ,walkenried4 ,der ,sachsenstein4 ,hohegei4 ,seitdem steht das ,kloster1 eine malerische ,ruine1 de und verlassen4 ,nach dem letzten ,einsturz im ,jahre #ahii sind von der ,kirche1 die -- einzig in ihrer ,art -- eine in frhgotischem ,stil gehaltene dreischiffige ,basilika mit ,kreuzarmen war1 nur wenige ,teile der ,auenmauern erhalten1 am besten das ,hauptportal mit einem sehr groen ,spitzbogenfenster4 ,unversehrt ist auer der ,kapitelstube1 die u4 a4 das kunstvoll aus ,holz geschnitzte ,epitaphium 7,abb4 #ajf7 des #aeia gestorbenen letzten ,hohnsteiner ,grafen ,ernst und den sehr schnen romanischen ,taufstein von ,alt-,walkenried enthlt1 nur der einen rechteckigen ,hof1 in welchen das ,baptisterium mit fnf ,seiten des ,achtecks einspringt1 umschlieende ,kreuzgang 7,abb4 #ajg71 und besonders der in doppelter ,breite sich an die ,kirche lehnende ,flgel1 der durch eine ,sulenreihe mit reichen ,blattkapitlen in zwei ,schiffe geteilt ist4 ,unmittelbar vor ,walkenried durchschneidet die ,bahn den hohen ,gipsfelsen des ,sachsensteins1 auf dem #ajgc-gd eine der ,burgen ,heinrichs ,,iv4 stand4 ,eine vor wenigen ,jahren vom ,geheimen ,baurat ,brinkmann unternommene ,ausgrabung hat indes erwiesen1 da die ,ruinen vier verschiedenen ,zeiten angehren1 und da eine dieser ,burgen in jene frhe ,zeit zurckreicht1 wo man noch statt des ,bergfrieds eine ,schildmauer auffhrte2 vielleicht war dies die ,hocseoburg des ,huptlings ,theoderich4 ,neben dieser interessanten archologischen ,belehrung bietet der ,sachsenstein aber auch eine hbsche ,aussicht4 ,die ,zorge1 in die sich die ,wieda ergiet1 erhlt ihre ersten ,wasser von einem ,kamme1 dessen ,mitte der #fhg ,meter hohe ,ebersberg einnimmt4 ,von seinem ,holzturme hat man einen groartig schnen ,blick von eigenartigem ,charakter4 ,whrend im ,norden die ,thler des ,bodegebiets flach nach ,osten streichen1 laufen auf der entgegengesetzten ,seite die tiefer einschneidenden ,thler des ,helmegebietes nach ,sden4 ,im ,westen und ,norden setzen ,acker und ,brockengebirge dem ,blick die ,grenzen1 im ,osten fliegt er unbehindert ber die endlose ,hochebene1 aus der die ,kuppe des ,rambergs kaum merklich hervortritt1 und im ,sden bildet erst der ,thringerwald seinen ,abschlu4 ,im ,abstieg wenden wir uns nach dem braunschweigschen ,flecken ,hohegei1 der mit seinen #fdb ,metern der hchstgelegene ,ort im ,harze ist4 hnlich wie ,andreasberg von kahler ,hhe steil ins ,thal abfallend1 verdankt es diese den ,ackerbau ausschlieende ,lage dem um die ,mitte des sechzehnten ,jahrhunderts aufgenommenen ,bergbau1 der nach langer ,unterbrechung erst jetzt wieder in ,betrieb gesetzt wird2 und seinen ,namen der ,elendskapelle zum hohen ,geist1 die in dieser einsamen1 durch ,rubereien berchtigten ,gegend an einer alten ,gebirgsstrae schon im dreizehnten ,jahrhundert vorhanden war4 ,durch den ppigen ,laubwald des ,wolfsbachthales gelangen wir nach dem in #cef ,meter ,meereshhe sehr schn tief in den ,bergen gelegenen frheren ,eisenhttenort ,zorge1 einem braunschweigschen ,flecken1 gleichen ,alters mit ,hohegei4 ,am #eed ,meter hohen ,staufenberge vorber wendet sich die das ,flchen begleitende ,strae1 die bei der ,drahthtte den alten ,kaiserweg aufnimmt1 nach der einst hohnsteinschen ,stadt ,ellrich 7,abb4 #ajh72 an dem unterhalb dieser einmndenden ,slzbache liegt in einem rings durch hbsche ,waldberge geschtzten ,thalkessel idyllisch das ,dorf ,slzhain und noch etwas hher in entzckendem ,waldfrieden das ,sanatorium fr erholungsbedrftige ,knappschaftsgenossen4 ,auch der nrdlich davon zu #fce ,meter ansteigende ,groe ,ehrenberg verdient um seiner herrlichen ,aussicht willen einen ,besuch4 ,von hier zum ,jgerfleck hinabsteigend1 wo sich die ,straen ,ellrich-,benneckenstein und ,ilfeld-,hohegei-,braunlage kreuzen1 wandern wir ber das hbsch am nrdlichen ,fue des #faj ,meter hohen ,kleinen ,ehrenbergs gelegene wernigerodische ,dorf ,rotestte im wunderschnen ,schoppenthal zum ,netzkater hinunter4 ,illustration3 ,abb4 #aab4 ,nordhausen4 ,sidenote3 ,ilfeld4 ,hohnstein4 ,die ,kleinbahn1 welche sich bei ,dreiannen-,hohne von der ,brockenbahn in der ,richtung auf ,elend abzweigt und in ,sorge an der ,warmen ,bode die ,kleinbahn ,tanne-,braunlage1 die ,fortsetzung der ,zahnradbahn ,blankenburg-,tanne1 kreuzt1 erklettert sdstlich von ,benneckenstein von der ,luppbode aus die #ehb ,meter hohe ,wasserscheide und eilt im ,tiefenbachthal der von ,nordosten kommenden ,behre zu1 um von der nur noch #ceb ,meter hoch gelegenen ,eisfelder ,thalmhle ab dem herrlichen ,thale dieses ,flchens zu folgen4 ,das ,stck bis ,ilfeld1 in das wir beim ,netzkater eintreten1 darf sich mit seinen romantischen ,klippen und ppigen ,laubwaldhngen getrost den bekanntesten ,glanzpartieen des ,harzes zur ,seite stellen4 ,im ,jahre #aajc berfiel ,elger ,i4 von ,ilfeld den ,grafen ,kuno von ,beichlingen in der ,nacht und ttete ihn in seinem ,bette4 ,wohl zur ,shne fr diese ,gewaltthat stiftete sein ,sohn ,elger ,,ii4 an der ,pforte ,hercyniens das ,kloster ,ilfeld2 sein ,enkel ,elger ,,iii4 vollendete den ,bau1 berlie die ,burg ,ilfeld1 von der sich nur noch geringe ,reste ber der ,johannishtte vorfinden1 seinem ,bruder ,friedrich1 von dessen ltestem ,sohne ,heinrich die ,frsten zu ,stolberg abstammen1 und nahm auf dem durch ,heirat erworbenen ,hohnstein seinen ,wohnsitz4 ,das reich ausgestattete ,kloster ward -- wie ,walkenried -- im ,bauernkriege ausgeplndert und hart mitgenommen4 ,im ,jahre #aedf nahm der ,abt ,stange die ,reformation an und verwandelte das ,kloster auf ,luthers und ,melanchthons ,rat und mit ,untersttzung der ,grafen zu ,stolberg in eine ,schule1 als deren ersten ,rektor er #aeej den berhmten ,michael ,neander1 der damals erst #be ,jahre alt war1 berief4 ,noch heute blht dies ,pdagogium1 aus dem berhmte ,mnner hervorgegangen sind 7,abb4 #aji74 ber den #fab ,meter hohen ,poppenberg1 dessen ,gipfel1 die ,frst-,ottos-,hhe1 einen ,eisenturm trgt1 der die diesem schnen ,harzgebiete charakteristische ,aussicht bietet3 nach dem ,harze zu die wellenfrmige ,hochebene mit dem ,brocken1 nach dem ,lande hin die ,goldene ,au mit dem ,kyffhuser und der ,thringer ,wald1 wandern wir dem ,hohnstein zu1 der schnsten und bedeutendsten aller harzischen ,burgruinen 7,abb4 #aaj74 ,sidenote3 ,hohnstein4 ,neustadt4 ,der ,hohnstein ist zwischen #aaaj und #aacj von einem ,grafen ,konrad1 dem ,brudersohne ,ludwigs des ,springers von ,thringen1 erbaut4 ,seit #aafb nannten sich die damit von ,heinrich dem ,lwen belehnten ,ilfelder ,grafen von ,hohnstein4 ,nach dem ,tode des letzten dieses berhmten und in seiner ,glanzzeit reichbegterten ,geschlechts traten #aeic die ihm stammverwandten und erbverbrderten ,stolberger in den ,lehnsbesitz ein4 ,so kommt es1 da sowohl ein ,stck der ,grafschaft ,stolberg-,wernigerode 7,rotestte1 ,sophienhof1 ,hufhaus71 wie der ,grafschaft ,stolberg-,stolberg 7die ,gegend von ,neustadt bis nach ,urbach und ,steigerthal nrdlich von ,heringen7 innerhalb der ,provinz ,hannover liegt4 ,in der dunklen ,nacht vom #ad4 auf den #ae4 ,september #adab erstieg1 von einem treulosen grflichen ,knechte gefhrt1 ,friedrich von ,heldrungen mit seiner ,fleglerbande die ,burg1 nahm den alten ,grafen im ,bette gefangen1 und kaum gelang es dem jungen ,grafen ,heinrich ,,ix41 nur mit dem ,hemde bekleidet1 mit ,hilfe seiner ,gemahlin ,margarete von ,weinsberg1 an einem ,seile durch das ,fenster zu entkommen4 ,und im ,mai #aebe erstrmten die aufstndischen ,bauern die ,burg1 um den hierher geflchteten ,ilfelder ,abt und dessen ,eigentum zu holen4 ,aber beide ,male schonten die ,bauern die ,burg4 ,erst der dreiigjhrige ,krieg brachte ihr das ,ende3 in der ,christnacht des ,jahres #afbg steckte sie der kurschsische ,oberst ,vitzthum von ,eckstdt mittels groer ,mengen ringsum gehuften ,wellholzes in ,brand1 und als die ,neustdter herbeieilten1 um die schauerlich ins ,thal leuchtende ,feste zu retten1 lie er sie durch ,soldaten hinuntertreiben4 ,illustration3 ,abb4 #aac4 ,rathaus in ,nordhausen4 ,trotz der ,trmmerhalde1 die einem natrlichen ,bergsturz gleich den #ij ,meter hoch aus dem ,thale aufsteigenden ,burgfelsen umgibt1 sind noch umfangreiche ,teile1 ,mauern1 vier ,thore1 ,trme1 die ,umfassungsmauern vieler ,gebude1 vorhanden1 und die ,bume und ,strucher1 die aus den ,trmmern aufgeschossen sind1 und der gewachsene ,fels1 der zwischen ihnen zu ,tage tritt1 verstrken den malerischen ,eindruck4 ,bei dem ,dorfe ,niedersachswerfen1 das wir ber den ,flecken ,neustadt 7,abb4 #aaa7 erreichen1 wendet sich die ,zorge bis ,nordhausen sdlich1 um sich bald darauf in sdstlicher ,richtung bei ,heringen in die ,helme zu ergieen4 ,sidenote3 ,nordhausen4 ,josephshhe4 ,stolberg4 ,die ehemalige ,reichsstadt ,nordhausen 7,abb4 #aab71 die als solche in den ,harzlanden nur ,goslar zur ,schwester hat1 gehrt zu den wenigen ,stdten1 deren ,befestigung bestimmt auf ,heinrich ,i4 zurckgefhrt werden kann4 ,zugleich ist sie die dritte der harzischen ,knigsstdte1 denn die schsischen und frnkischen1 auch noch die staufischen ,kaiser nahmen hier oftmals ihren ,aufenthalt4 ,von ,heinrich dem ,lwen #aahj eingeschert1 erscheint sie doch schon #abgj als ,reichsstadt2 und erst der ,reichsdeputationshauptschlu von #ahjc nahm ihr die ,unmittelbarkeit4 ,an altertmlichen ,bauwerken hat ,nordhausen weniger aufzuweisen1 als ,goslar1 ,halberstadt und ,quedlinburg4 ,von den sieben ,kirchen ist die lteste und sehenswerteste der gotische ,dom zum heiligen ,kreuz mit romanischem ,turm4 ,trotz seiner ,einfachheit recht wirkungsvoll zeigt sich das ,rathaus 7,abb4 #aac71 ein ,renaissancebau aus dem ,jahr #aeaj mit einem hlzernen ,roland aus dem ,jahre #agag4 ,in ihrem ,gehege besitzt die ,stadt einen wundervollen ,waldpark4 ,die ,wasser des ,auerberges und der ,gegend bei ,stolberg fhrt der ,helme1 die sich bei ,heringen westlich gewendet hat1 die nordstlich vom ,birkenkopf 7#ehe ,meter7 entspringende ,thyra zu4 ,der #ege ,meter hohe ,porphyrkegel des ,auerberges setzt sich wie der ,ramberg1 doch etwas steiler1 um etwa #bjj ,meter auf die ,hochebene auf4 ,nach dem ,grafen ,joseph zu ,stolberg1 der auf der flach gewlbten ,kuppe im ,jahre #ahbb einen von ,schinkel entworfenen #bb ,meter hohen hlzernen ,turm in ,kreuzform errichten lie1 heit er auch ,josephshhe4 ,dieser #ahhj durch ,blitzschlag zerstrte ist #ahif durch einen durchbrochenen ,eisenturm nach demselben ,plane ersetzt4 ,mit seinen ,doppelarmen bildet er das grte ,kreuz der ,welt 7,abb4 #aad74 ,die ,rundsicht ist ungleich schner als die von der ,viktorshhe1 voller ,abwechselung und ,leben4 ,denn die schwachgewellte ,ebene des ,unterharzes tritt hier nur im ,osten auf1 und der dort nur angedeutete ,brocken stellt sich hier mit all seinen ,neben- und ,vorbergen in voller ,breite und grerer ,nhe offen zur ,schau1 und ,berg und ,thal vor ihm bildet gleichsam ein tiefgehendes1 grnes ,gewoge4 ber der ,goldenen ,au tritt das ,kyffhusergebirge markig hervor4 ,und wundervoll glnzt im nchsten ,vordergrunde das ,schlo ,stolberg in seiner frischgrnen ,umrahmung4 ,sidenote3 ,stolberg4 ,rola4 ,heinrich von ,voigtstedt in der ,goldenen ,au1 der #abaj zum erstenmal als ,graf von ,stolberg vorkommt1 gehrt dem ,hause der ,ilfelder an4 ,waren seine ,stammbesitzungen1 wenn auch zerrissen1 nicht unbedeutend1 so sind doch als die eigentlichen ,begrnder des ,reichtums und des ,ansehens des durchlauchtigen ,hauses die beiden ,grafen ,botho anzusehen1 von denen der ltere #adej1 der ,glckselige #aejj regierte4 ,in der ,erbteilung von #afde fielen die ,grafschaften ,stolberg und ,rola ,johann ,martin1 dem jngeren ,sohne des ,grafen ,christoph1 zu2 seine ,nachkommen spalteten sich #agjf in die noch heute blhenden ,zweige ,stolberg-,stolberg und ,stolberg-,rola4 ,illustration3 ,abb4 #aad4 ,aussichtsturm ,josephshhe4 ,das grte ,kreuz der ,welt4 7,nach einer ,photographie von ,wiedling in ,stolberg47 ,das ,schlo 7,abb4 #a71 in dessen ltestem ,flgel sich die ,schlokirche mit einem prchtigen ,altar aus ,alabaster1 mit groen silbernen ,leuchtern und schnen ,statuen befindet1 hebt sich von dem ,hintergrunde des grnen ,buchenwaldes der berragenden ,berge blendend wei gar ausdrucksvoll ab4 ,die unter seinem ,schutze und an seinem ,fue an einer alten ,strae entstandene ,stadt mute klein und unbedeutend bleiben1 denn fr den ,handel lag sie nicht gnstig genug1 ihr ,bergbau hat nie ,bedeutung erlangt1 und ,ackerbau gestatten die schroffen ,berghnge nicht4 ,aber ihre wundervolle ,umgebung -- lauschiger ,wald1 weitschauende ,hhen -- fangen an1 ihre ,zugkraft zu ben4 ,illustration3 ,abb4 #aae4 ,rathaus in ,stolberg4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,rose in ,wernigerode47 ,keine andre ,harzstadt kommt ihr in seltsamer ,lage gleich4 ,von allen ,seiten durch hohe ,berge eingeengt1 erscheinen ihre langen ,gassen gleichsam in die vier hier zusammentreffenden ,thler eingegossen1 und die ,berge wie zerrissen1 als ob ein gewaltiger ,blitz die ,gebirgsmassen in riesige ,furchen zerteilt htte1 die strahlenfrmig vom ,markte auslaufen4 ,im ,mittelalter war der ,marktplatz durch vier ,thore befestigt1 und auch am ,auenende jeder der vier ,gassen erhob sich ein ,thor1 aber ,wall und ,mauern hatte die ,stadt nicht2 denn oft unmittelbar hinter den ,husern1 auch hinter dem interessanten ,rathause 7,abb4 #aae7 steigen die ,felsen auf4 ,die uralten ,brgerhuser in malerischer ,holzkonstruktion finden sich nicht1 wie z4 ,b4 in ,goslar1 vereinzelt und verstreut1 nein1 die ganze ,stadt mutet uns an wie ein unversehrt gebliebenes ,stck ,mittelalter4 ,die dritte stolbergsche ,residenz1 das neue1 schne ,schlo ,rola1 liegt anmutig halb im ,park versteckt am ,ufer der ,helme4 ,von hier oder von der benachbarten ,station ,bennungen machen wir einen kurzen ,abstecher nach dem ,dorfe ,questenberg1 das sich beraus malerisch in ein von schroffen ,gipswnden eingefates1 enges ,thal einschmiegt1 deren ,wei durch die dunklen ,waldhnge noch blendender wird4 ,auf einem dieser ,felsen erhebt sich die bedeutende ,ruine der ,burg ,questenberg1 die noch im dreiigjhrigen ,kriege militrisch besetzt war4 ,unser ,besuch aber gilt dem gegenberliegenden1 von einem vorgeschichtlichen ,erdwalle umgebenen ,questenberge1 und insbesondere dem hier aufgerichteten ,questenbaume1 einer #ab ,meter hohen entrindeten ,eiche1 an deren ,kreuzarmen ein riesengroer ,kranz mit ,birkenzweigen befestigt ist4 ,hierher zieht die ,dorfgemeinde alljhrlich am dritten ,pfingsttage nach einem ,festgottesdienste in feierlichem ,zuge1 fhrt einen ,reihentanz um den ,baum und kehrt zu ,tanz und ,schmaus nach dem ,dorfe zurck4 ,die ,sage fhrt diesen unzweifelhaft alten ,brauch recht oberflchlich darauf zurck1 da ein ,kind1 welches sich ,pfingsten im ,walde verirrt hatte1 nach langem ,suchen wiedergefunden wurde1 als es sich gerade einen ,kranz 7eine ,queste7 flocht4 ,unschwer aber ist in dem ,questenfeste noch heute das altgermanische ,maienfest zu erkennen3 der ,kranz ist ein ,sinnbild der ,sonne1 der ,tanz um den ,baum ein ,bild ihres scheinbaren ,rundganges um die ,erde4 ,sidenote3 ,morungen4 ,sangerhausen4 ,in einem schmalen1 hoch in die ,berge hinausgreifenden ,thale1 dessen ,wasser1 wie der ,questenberger ,bach1 der bei ,bennungen in die ,helme mndenden ,leine zurinnt1 liegt in einem reizenden ,waldversteck das ,drfchen ,morungen mit einem prchtigen ,schlosse2 die nicht unbedeutende ,hhe1 an die sich westlich das ,dorf schmiegt1 trgt die stark verfallenen ,ruinen der gleichnamigen ,burg4 ,der ,blick hier ber das ,dorf hinaus in die liebliche ,berg- und ,waldlandschaft wirkt berraschend1 aber noch greres ,interesse gewinnt die wenig bekannte ,ruine dadurch1 da diese ,burg ,morungen die ,heimat des ,minnesngers ,heinrich von ,morungen ist1 des bedeutendsten ,vorlufers ,walthers von der ,vogelweide4 ,von der ,ruine gelangen wir auf einsamem ,waldpfade ber den ,kunstteich nach den ,ruinen der ,burg ,grillenberg1 die sich auf einem waldigen ,bergrcken ber dem gleichnamigen ,dorfe erheben4 ,das ,burgplateau gewhrt nur nach ,sden1 durch das ,gonnathal1 eine ,fernsicht1 aber eben dieser ,blick aus dem ,waldversteck ber ,sangerhausen auf die ,allstedter ,hhen und den ,kyffhuser und bis zur ,finne und ,schmcke bei ,sachsenburg gehrt zu dem ,lieblichsten1 was der ,sdharz zu bieten vermag4 ,die ,gonna fhrt uns nach dem freundlichen ,sangerhausen1 der zweitgrten ,stadt des ,sdharzes4 ,schon im ,hersfelder ,zehntregister von #hii erwhnt1 hat sie sich1 wenn auch sonst modernen ,ansehens1 manche wertvolle ,erinnerung an alte1 ruhmreiche ,zeiten bewahrt4 ,von den ,kirchen stammt die romanische ,ulrichskirche mit fnf ,apsiden und einem ,turme ber der ,vierung schon aus dem zwlften ,jahrhundert2 ,graf ,ludwig der ,springer erbaute sie kurz nach seiner ,gefangenschaft unter ,kaiser ,heinrich ,v4 7#aaaf-aabj72 von den ,profangebuden sind das #aehf erbaute und um #afbj erweiterte ,amtsgericht mit ,turm und schnen ,erkern und das aus dem ,jahre #adcg stammende ,rathaus1 das infolge eines ,anbaues von #aeef einen ,sparren zu viel oder zu wenig hat1 die sehenswertesten4 ,das um #abej vom ,markgrafen ,heinrich dem ,erlauchten von ,meien erbaute alte ,schlo bietet dagegen in seinem jetzigen ,zustande kaum ein kunstgeschichtliches ,interesse4 99 99 99 99 99 ,gleich den jungen ,bergstdten ,klausthal und ,zellerfeld1 von denen wir unsern ,rundgang durch die schnen ,harzlande aufgenommen haben1 fhrt das alte ,sangerhausen1 in dem wir nun den ,wanderstab aus der ,hand legen1 das ,berggezh1 ,schlgel und ,eisen1 im ,wappen4 ,das mag uns ungesucht ,anla und ,berechtigung geben1 uns mit dem schnen1 alten ,harzer ,spruche voneinander zu verabschieden3 ,es grne die ,tanne1 es wachse das ,erz6 ,gott schenke uns allen ein frhliches ,herz6 ,glckauf6 ,illustration 99 99 99 99 99 ,register4 ,a4 ,abteufen des ,segengottes-,schachtes #aja 7,abb4 #ie74 ,achtermannshhe #gg1 #hc4 ,acker-,bruchberg #h4 ,adenberg #e4 ,ahrendsberg #gj4 ,alexisbad #hi 7,abb4 #he71 #ajf4 ,altenah #fh4 ,altenau #fh1 #gb4 ,altenbraak #ii1 #ajj4 ,altenburg #id4 ,alte ,wipper #aaj4 ,altwallmoden #ag4 ,ambergau #fd1 #fe4 ,st4 ,andreasberg #cg 7,abb4 #ch71 #gg1 #gh1 #hj4 ,andreasberger ,dreieck #h1 #gg4 ,andreasthaler von #agbf #ab 7,abb4 #ac74 ,anhaltischer ,thaler von #ahfa #ib 7,abb4 #hg74 ,arensklint #hf1 #ih4 ,arnstein #aji4 ,aschersleben #aaj4 ,auerberg #aaj1 #abc4 ,auerhahn #dh1 #gb4 ,ausbeutethaler von #afhe #aa 7,abb4 #ab74 ,b4 ,baddekenstedt #ag4 ,ballenstedt #ig1 #ajg1 #ajh2 ,schlo #ie 7,abb4 #ij74 ,barenberg #hf4 ,bauersberg #fb4 ,baumannshhle #ii4 ,benneckenstein #ajj4 ,bergbau in alter ,zeit #db4 ,bergmann #e 7,abb4 #d74 ,bergwerksteiche #eh4 ,besiedelung des ,harzes #bh4 ,bevlkerung #cb4 ,birkenburg #gj4 ,birkenkopf #abc4 ,blankenburg #fi 7,abb4 #fh71 #if2 ,schlo #fg 7,abb4 #ff72 im #ag4 ,jahrhundert #fh 7,abb4 #fg74 ,bockenem #fe1 #fg4 ,bockswiese #dh4 ,bodekessel #gf 7,abb4 #gd71 #ajj4 ,bodelandschaft #ih4 ,bodensteiner ,klippen #fh1 #hb4 ,bodethal #ajj2 ,eingang #gg 7,abb4 #ge74 ,braunlage #gc 7,abb4 #ga71 #ih4 ,brocken #e1 #hc1 #hd1 #he1 #hf1 #hg1 #hh4 ,brockenbahn #dc 7,abb4 #de74 ,brockenfeld #h1 #gh1 #hc1 #hd4 ,brockengipfel #db 7,abb4 #dd74 ,bruchberg #fh1 #hc4 ,bruchberg-,acker #gg4 ,buntenbock #eh4 ,burgberg #hi4 ,c4 ,christentums1 ,einfhrung des #bg4 ,christianenthal bei ,wernigerode #ee 7,abb4 #ef71 #ib4 ,d4 ,derneburg1 ,schlo #bf 7,abb4 #bg71 #fg4 ,dietersdorf #aaj4 ,doppelthaler vom ,jahre #afhh #aj 7,abb4 #aj74 ,dorfanlage #ch4 ,dreiherrenbrcke #ij4 ,e4 ,ebersberg #abj4 ,eckardhtte #aaj4 ,ecker #hi1 #ij1 #ih4 ,eduardschacht #aaj4 ,ehrenberg1 groer #abj2 kleiner #aba4 ,eine #ajh4 ,einhornhhle #hj4 ,eisleben #aje 7,abb4 #ajj71 #aaf1 #aah2 im #ag4 ,jahrhundert #c 7,abb4 #b72 ,lutherdenkmal #aji 7,abb4 #ajc72 ,luthers ,geburtshaus #ajg 7,abb4 #aja72 ,luthers ,sterbehaus #ajh 7,abb4 #ajb72 ,markt mit ,lutherdenkmal und ,andreaskirche #ajd 7,abb4 #ii74 ,elbingerode #ii4 ,elend #ih4 ,ellrich #aae1 #abj4 ,enge ,wege #ajj4 ,erdbeerkopf #hf4 ,erzsto im ,burgsttter ,hauptgang #ad 7,abb4 #ae74 ,f4 ,falkenstein #ic 7,abb4 #hh71 #ajf1 #ajg2 ,schlohof #id 7,abb4 #hi74 ,feuersteinsklippen #ih4 ,frankenscharner ,silberhtte #dh1 #eh4 ,freieslebenschacht #aaj4 ,freundschaftsklippe #ajf4 ,fuhrherr #f 7,abb4 #e74 ,frst-,ottos-,hhe #aba4 ,g4 ,gebbersberg #hf4 ,gebirgsfaltung #af4 ,gegensteine #ajc4 ,gelmkeberg #e4 ,gemkenthal #gj4 ,geographischer berblick #e4 ,geologische bersicht #h4 ,georgshhe #ajc4 ,gerlachsbach #fh4 ,gernrode #hg 7,abb4 #hc71 #ajc1 #ajd2 ,inneres der ,cyriakikirche #hh 7,abb4 #hd74 ,geschichtlicher berblick #be4 ,goldbach #id4 ,gose #dh1 #gb4 ,goslar #gb1 #gc1 #gd1 #ge1 #gf2 von der ,klus gesehen #ca 7,abb4 #cb72 ,domkapelle #cb 7,abb4 #cc72 ,kaiserhaus #d 7,abb4 #c72 ,markt mit ,rathaus #cj 7,abb4 #ca74 ,groer ,ehrenberg #abj4 ,grund #bc 7,abb4 #bd71 #fb4 ,gntersberge #ajj1 #ajf4 ,h4 ,hagenthal #ajd4 ,hahnenberg #e4 ,hahnenklee #ae 7,abb4 #af71 #dh4 ,hainberg #fh4 ,hakeberg #aji4 ,halberstadt #fa 7,abb4 #fa71 #ic2 ,inneres des ,domes #fc 7,abb4 #fb72 ,markt und ,rathaus #fj 7,abb4 #fj74 ,halberstdter ,schweiz #id4 ,hammerstein #gg4 ,hannekenbruch #he4 ,hanskhnenburg #gg4 ,harkerode #aji4 ,harlyberg #ij4 ,harzburg1 ,bad #de 7,abb4 #dg71 #gj1 #hi2 im #ag4 ,jahrhundert #di 7,abb4 #ej72 ,kurhaus und ,aktienhotel #dg 7,abb4 #dh74 ,harzgerode #ajf4 ,harzgrafschaften #cj4 ,hassel #ajj4 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