,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #aiaa erschienenen ,buchausgabe so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert2 ,rechtschreibvarianten wurden nicht vereinheitlicht1 sofern die ,verstndlichkeit des ,textes dadurch nicht berhrt wird4 ,fremdwrter und ,transliterationen 7vorwiegend aus dem ,griechischen7 wurden weder korrigiert noch vereinheitlicht4 ,einige ,bildtafeln enthalten mehrere ,abbildungen4 ,funoten wurden an das ,ende des jeweiligen ,kapitels gesetzt4 ,die gedruckte ,fassung wurde in einer ,frakturschrift gesetzt1 in der die ,grobuchstaben ,i und ,j identisch sind2 die ,auswahl in der vorliegenden ,ausgabe erfolgte daher mitunter willkrlich4 ,im ,sachregister wird nunmehr zwischen den ,begriffen mit den ,anfangsbuchstaben ,i und ,j unterschieden1 was im ,original nicht mglich war4 ,besondere ,schriftschnitte wurden mit ,hilfe der folgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 ,fettdruck3 ,gleichheitszeichen gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,tilden ,das ,caretsymbol 77 steht fr nachfolgende hochgestellte ,zeichen1 welche von geschweiften ,klammern umschlossen werden4 ,kulturgeschichte der ,nutzpflanzen #b4 ,hlfte ,die ,erde und die ,kultur ,die ,eroberung und ,nutzbarmachung der ,erde durch den ,menschen ,in ,verbindung mit ,fachgelehrten gemeinverstndlich dargestellt von ,dr4 ,ludwig ,reinhardt ,bd4 ,,iv in zwei ,teilen ,kulturgeschichte der ,nutzpflanzen ,mnchen #aiaa ,verlag von ,ernst ,reinhardt ,kulturgeschichte der ,nutzpflanzen von ,dr4 ,ludwig ,reinhardt ,band ,,iv1 #b4 ,hlfte ,mit #ce ,abbildungen im ,text und #gf ,kunstdrucktafeln ,illustration ,mnchen #aiaa ,verlag von ,ernst ,reinhardt ,alle ,rechte vorbehalten ,roberg'sche ,buchdruckerei1 ,leipzig4 ,inhalt der zweiten ,hlfte4 ,seite #ai4 ,die ,futterpflanzen #a #bj4 ,die ,faserpflanzen #cb #ba4 ,die ,baumwolle #ic #bb4 ,die ,farb- und ,gerbstoffpflanzen #aac #bc4 ,der ,kautschuk und die ,guttapercha #afb #bd4 ,die ,harze und ,lacke #ahf #be4 ,die duftenden ,pflanzenharze #baj #bf4 ,die pflanzlichen ,wohlgerche #bci #bg4 ,die ,arzneipflanzen #bfc #bh4 ,die ,geschichte des ,ziergartens #cha #bi4 ,die ,zierblumen #dbe #cj4 ,die ,zierbume und ,zierstrucher #efg #ca4 ,die ,nutzhlzer #feb #cb4 ,die ntzlichen ,wstenpflanzen #gbh #cc4 ,die ,feinde der ,kulturgewchse #gdc ,tafelverzeichnis des ersten ,bandes4 ,tafel ,seite #a4 ,getreidearten #af #b4 ,alter ,pflug2 ,die ,entwicklung des ,pfluges #af #c4 ,dreschen in ,galila #af #d4 ,dampfdreschmaschine #af #e4 ,dampfpflug #cb #f4 ,dampfpflug #cb #g4 ,mohrenhirse2 ,buchweizen #dh #h4 ,reisfeld #dh #i4 ,singhalesen beim ,pflgen #ef #aj4 ,reisfelder2 ,pflanzen des ,reises #ef #aa4 ,entkernen des ,reises2 ,dreschen des ,reises #ef #ab4 ,singhalesinnen b4 ,reisstampfen #ef #ac4 ,maisscheune der ,zulu #fd #ad4 ,maismhle der ,zulu #fd #ae4 ,lngsspalier von ,birnen #ha #af4 ,kreuzspalier von ,birnen #ha #ag4 ,blhende ,mandelbume2 ,traubenernte #ha #ah4 ,konservenfabrik ,lenzburg #ha #ai4 ,maulbeerbume2 uralter ,feigenbaum #abi #bj4 ,alter lbaumhain in ,arco #abi #ba4 lbaum in ,antibes #aeb #bb4 ,olivenhain auf ,capri2 ,dattelpalmen am ,nil #aeb #bc4 ,dattelpalmen in ,algier2 ,dattelernte in ,algerien #afh #bd4 ,kokospalme in ,westafrika #afh #be4 lpalme2 ,zuckerpalme #agf #bf4 ,kokospalmen2 verschiedene ,palmen #agf #bg4 ,arekansse2 ,sagopalmen #agf #bh4 ,auf ,arekapalmen kletternde ,inder #agf #bi4 ,talipotpalme #ahe #cj4 ,seychellenpalme2 ,victoria ,regia #ahe #ca4 ,fcherpalme #aib #cb4 ,bananenhain2 ,verladung von ,bananen #aib #cc4 ,mangobaum #bja #cd4 ,brotfruchtbaum2 ,brotfrucht #bja #ce4 ,zweig der ,brotfrucht #bja #cf4 ,baobab2 ,malaienwohnung #bja #cg4 ,kolabume #bjh #ch4 ,durian2 ,mangostane #bjh #ci4 ,tamarindenallee2 ,ananas #bjh #dj4 ,melonenbaum #bjh #da4 ,tropisches ,gewchshaus #baf #db4 ,fruchtladen auf ,ceylon2 ,fruchtladen in ,sdindien #baf #dc4 ,kastanienbume2 ,alter ,feigenbaum #bcb #dd4 ,johannisbrotbaum2 ,zitronenhain in ,salo #bcb #de4 ,japanische ,kche #bhi #df4 ,japanischer ,gemsehndler #bhi #dg4 ,artischockenpflanzung2 ,wassermelonen #ccg #dh4 ,krbisbaum #ccg #di4 ,japanische ,buerin2 ,japanischer ,bauer #ceb #ej4 ,maniokpflanzung2 ,papyrusdickicht #ceb #ea4 ,fufustampfen auf d4 ,goldkste2 ,yamsknollen auf ,jamaika #cfh #eb4 ,yamsknollen2 ,frauen in ,bonaberi #cfh #ec4 ,champignonkultur bei ,paris2 ,champignonernte #cib #ed4 ,verarbeitung von ,champignons #cib #ee4 ,szenerie aus dem ,urwald2 ,schibutterbume #daf #ef4 ,karnaubapalme2 ,rizinuspflanzung #daf #eg4 ,wildes ,zuckerrohr #dda #eh4 ,zuckerrohrernte2 ,zuckerrohrernte #dda #ei4 ,liberiakaffee #dfe #fj4 ,liberiakaffee #dfe #fa4 ,pflcken der ,teebltter #dhj #fb4 ,pflcken der ,teebltter #dhj #fc4 ,singhalesinnen ,tee verlesend #dhj #fd4 ,trocknen der ,teebltter #dhj #fe4 ,teestrauch #dhi #ff4 ,mateernte #dhi #fg4 ,kakaosaatbeete #eab #fh4 ,junge ,kakaopflanzung #eab #fi4 ,kakaoernte #eab #gj4 ,kakaobaum2 ,vanillestrauch #eab #ga4 ,vanillepflanzung #ebj #gb4 ,pfefferrebe #ebj #gc4 ,wilder ,hopfen2 ,hopfengarten #ede #gd4 ,hopfenpflcker2 gedrrter ,hopfen #ede #ge4 ,zimtbaum2 ,schlen des ,zimtrohrs #egg #gf4 ,muskatnsse2 ,gewrznelkenbume #egg #gg4 ,hydraulische ,kelter2 ,moderne ,weinfsser #fbe #gh4 ,faune nach ,rubens2 ,champagnerkellerei #fbe #gi4 ,pulquegewinnung2 ,kokapflanze #fdj #hj4 ,opiumraucher2 ,opuntie #fdj #ha4 ,blhender ,tabak #fgb #hb4 ,anlage einer ,tabakpflanzung #fgb #hc4 ,trockenscheune in einer ,pflanzung #fgb #hd4 ,reifer ,tabak2 ,trockenscheune 7,inneres7 #fgb #he4 ,sortieren der ,tabakbltter #fhj #hf4 ,fermentieren der ,tabakbltter2 ,zigarettenfabrik #fhj #hg4 ,knetmaschinen #fig #hh4 ,moderner ,backraum #fig #hi4 ,malztenne der ,lwenbrauerei2 ,sudhaus der ,lwenbrauerei #gje #ij4 ,grkeller der ,lwenbrauerei2 ,lagerkeller der ,lwenbrauerei #gje #ia4 ,hofbruhaus 7auen7 #gje #ib4 ,hofbruhaus 7innen7 #gje ,tafelverzeichnis des zweiten ,bandes4 #ic4 ,knstliche ,dngung #af #id4 ,kuhweide #af #ie4 ,manilahanf2 ,manilahanf zum ,trocknen #ef #if4 ,sisalagaven #ef #ig4 ,pineta2 ,papyrus #gd #ih4 ,kapokbaum #gd #ii4 ,produkte der ,kokospalme #hh #ajj4 ,bambus #hh #aja4 ,riesenbambus #hh #ajb4 ,rotangpalme #hh #ajc4 ,baumwollpflanzung #if #ajd4 ,baumwollspinnerin2 ,mexikanischer ,seildreher #if #aje4 ,blauholzbaum2 ,rotholzbaum #abh #ajf4 ,mangroven #abh #ajg4 ,hevea2 ,einschneiden ders4 #afh #ajh4 ,anzapfen von ,kautschukbumen2 ,ruchern v4 ,kautschuk #afh #aji4 ,indischer ,gummibaum #agf #aaj4 ,kixia elastica2 ,castilloa elastica #agf #aaa4 ,gummiwarenfabrik #agf #aab4 ,guttaperchafiguren2 ,guttaperchabume #agf #aac4 ,rohterpentin2 ,destillation #aib #aad4 ,kaurifichte2 ,kopalbume #aib #aae4 ,indischer ,feigenbaum2 japanische ,lackarbeiter #bjh #aaf4 ,fruchtschale #bjh #aag4 ,der el ,bahri2 ,weihrauchbaum #bbd #aah4 ,orangenblten2 ,jasmin #bbd #aai4 ,tuberosen2 ,rosenernte #bdh #abj4 ,rosen2 ,rosendestillation #bdh #aba4 ,schimmel ,co4 #bdh #abb4 ,schimmel ,co4 #bdh #abc4 ,lavendell #bef #abd4 ,lavendelldestillation #bef #abe4 ,baldrian2 ,arnica #bhh #abf4 ,tollkirsche2 ,rizinus #bhh #abg4 ,sholz2 ,rhabarber #cbj #abh4 ,gummi2 ,anschlagen #cbj #abi4 ,guajakholz2 ,botan4 ,garten #ccf #acj4 ,kampfer2 ,stinkasantbaum #ccf #aca4 ,chinabume #ceb #acb4 ,kusso2 ,chinabaum #ceb #acc4 ,japanischer ,tempelgarten2 rmischer ,hausgarten #djj #acd4 ,quirinal #djj #ace4 ,villa d',este #djj #acf4 ,linderhof #djj #acg4 ,rundtempel #daf #ach4 ,chinesischer ,turm #daf #aci4 ,wasserflle #daf #adj4 ,tempelteich #daf #ada4 ,wasserrose2 ,rosenstock #dfd #adb4 ,tulpenpflanzung2 ,hyazinthen #dfd #adc4 ,schwertlilien2 ,chrysanthemen #dhh #add4 ,glyzine2 japanische ,snfte #dhh #ade4 ,orchideen #dif #adf4 ,blumenstand #dif #adg4 ,nutz- und ,ziergarten #eab #adh4 ,arbeiterwohnhaus-,garten #eab #adi4 ,blumengarten #eab #aej4 ,nutz- und ,ziergarten #eab #aea4 ,eibenzypresse #egf #aeb4 ,alte ,eibe #egf #aec4 ,zypressen2 ,hain von ,steineichen #egf #aed4 ,pyramidenpappeln #egf #aee4 ,johannisbeer-,anpflanzung #fdh #aef4 ,zierbume und ,strucher #fdh #aeg4 ,libanon-,zedern2 ,mammutkiefer #fgb #aeh4 ,querschnitt d4 ,mammutkiefer #fgb #aei4 ,korkeiche #fhh #afj4 ,waldstudie #fhh #afa4 ,nadelholzwlder a4 d4 ,isar #fhh #afb4 ,holzflerei #fhh #afc4 ,lindenallee #gba #afd4 ,gefllter ,mahagonibaum #gba #afe4 ,eisenholzbume2 junger ,tiekbaum #gba #aff4 ,kohlenmeiler2 ,torfstich #gba #afg4 ,sulenkaktus #gbi #afh4 ,kakteenlandschaft2 ,sulenkaktus #gbi ,,xix4 ,die ,futterpflanzen4 ,als die ,germanen in das ,licht der ,geschichte traten1 waren sie noch kein ausgesprochen ,ackerbau treibendes ,volk1 wie dies erst seit dem ,mittelalter der ,fall ist1 sondern ,jagd und ,viehzucht waren ihre ,hauptnahrungsquellen1 neben denen der ,pflanzenbau eine sehr bescheidene ,stelle einnahm4 ,persnliches ,grundeigentum gab es bei ihnen noch nicht1 das ,land gehrte vielmehr der ,gesamtheit der ,gaugenossen4 ,jede ,sippe erhielt ein ,stck davon auf ein ,jahr zur ,bebauung zugewiesen1 und dieses wurde nun von den ,frauen behackt und mit allerlei ,nhrfrchten wie ,hafer1 ,gerste1 ,einkorn und etwas ,flachs bepflanzt4 ,soweit ,mnner zu solcher in ihren ,augen erniedrigenden ,arbeit zugezogen wurden1 waren es ,kriegsgefangene1 die man am ,leben lie1 um sie als eine ,art ,arbeitstiere zu verwenden4 ,die ,freien trieben ,viehzucht1 soweit nicht die leidenschaftlich gerne getriebene ,jagd und der ,krieg mit den ,nachbarstmmen1 der mit ,vorliebe in ,form von ,raubzgen ausgebt wurde1 ihre ,zeit in ,anspruch nahm4 ,irgend welche schwere ,arbeit war ihnen zuwider1 und wenn sie es irgendwie vermochten1 lagen sie zu ,hause miteinander plaudernd auf den ,brenfellen und berlieen die ,sorge fr ,haus1 ,herd und ,land den ,frauen und ,hrigen1 welch letzteren naturgem alle schwere ,arbeit zufiel4 ,die bescheidenen ,htten mit aus ,lehm verstrichenem ,flechtwerk1 die zu errichten ebenfalls den ,weibern oblag1 wurden hufig gewechselt1 um neue ,weidepltze und fruchtbaren1 jungfrulichen ,boden aufzusuchen4 ,dngung des ,bodens war noch unbekannt2 daher wurde neuer ,boden durch ,abbrennen des darauf wachsenden ,gehlzes urbar gemacht1 sobald das zuerst umgebrochene ,ackerland an ,fruchtbarkeit nachlie4 ,dieser halbnomadische ,wirtschaftsbetrieb der alten ,germanen wich erst dann einer grere ,ansssigkeit bedingenden ,feldwirtschaft1 als sich der ,strom der unruhig wandernden ,stmme derselben an dem mit dem berhmten ,wall und ,pfahlgraben1 dem limes romanus1 umgebenen und von rmisch-gallischen ,ansiedlern bewohnten ,dekumatenland brach und die nimmer ,rastenden zwang1 feste ,wohnsitze einzunehmen4 ,ein ,ausweichen nach ,norden und ,osten gab es nicht mehr2 denn verwandte ,stmme saen schon hier1 und von rckwrts drohten die nachdrngenden ,slawen4 ,der ,not gehorchend und nicht dem eigenen ,trieb muten die ,germanenstmme ihr ,wanderleben aufgeben1 um sich durch einen geregelteren ,ackerbaubetrieb neue und reichere ,quellen zur ,befriedigung ihrer ,bedrfnisse zu erschlieen2 denn die ,zahl des ,volkes wuchs1 die ,jagd auf den beschrnkten1 zur ,verfgung stehenden ,gebieten wurde weniger eintrglich1 und zur ,gewinnung der ntigen ,nahrungsmittel mute eine intensivere ,feldbebauung1 welche mehr und mehr auch die ,krfte der freien ,mnner in ,anspruch nahm1 eingefhrt werden4 ,die ,anleitung zu rationellerem ,pflanzenbau und neue ,kulturgewchse erhielten die an den limes angrenzenden ,stmme begreiflicherweise zuerst von den auf hherer ,wirtschaftsstufe stehenden ,ansiedlern des ,dekumatenlandes4 ,zwischen den neuen ,nachbarn entwickelte sich bald ein reger ,verkehr1 der sich whrend eines zweihundertjhrigen ,friedens immer lebhafter gestaltete1 bis die ,vlkerwanderung mit ihren zahllosen gewaltigen ,kmpfen lngere ,zeit anhaltende ,vlkerverschiebungen bewirkte4 ,als diese dann ausgetobt hatte1 waren die einst so wanderlustigen ,stmme teils aufgerieben1 teils von den fremden ,vlkern1 mit denen sie sich mischten1 absorbiert und ihrem ,volkstum angepat1 teils auch durch die starke ,beeinflussung des an ,kultur weit hher stehenden ,rmertums fr eine ansssige1 sich vorzugsweise auf den ,landbau sttzende ,lebensweise gewonnen4 ,schon zur ,zeit des rmischen ,geschichtschreibers ,cornelius ,tacitus 7#ed-aah n4 ,chr471 der uns die erste ausfhrlichere ,schilderung von der ,lebensweise und den ,anschauungen der ,germanenstmme gab1 begann in ,germanien das ,bedrfnis nach fester ,ansiedelung sich in weiteren ,kreisen geltend zu machen4 ,jede ,sippe besa damals bereits einen ,anteil an ,wald1 ,wiese und ,ackerland als ,sondereigentum1 woneben der gemeinschaftliche ,flurbesitz der gemeinen ,mark oder ,allmende weiter bestehen blieb4 ,hofsttte und ,anrecht an ,ackerland und ,allmende wurden zusammen mit dem ,ausdruck ,hufe oder ,hub benannt4 ,die damalige ,betriebsform war die ,feldgraswirtschaft1 wobei jedes ,stck ,land nur ein ,jahr bepflanzt wurde1 um dann mehrere ,jahre hindurch als ,wiese oder ,weide brach zu liegen4 ,damals war die ,viehzucht noch viel wichtiger als der ,ackerbau1 der noch sehr primitiv mit drftigem ,ackergert ausgebt wurde4 ,einen entschiedenen ,fortschritt brachte die zu ,beginn des ,mittelalters aufkommende1 wahrscheinlich von den ,rmern bernommene ,dreifelderwirtschaft1 die sich bis zur ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts in fast unvernderter ,form erhielt4 ,sie bestand darin1 da man ein ,drittel des ,ackerlandes brach liegen lie1 damit sich der ,boden erhole und durch das ,hineinhacken oder -pflgen des auf ihm gewachsenen ,unkrautes1 soweit es nicht vom ,vieh abgeweidet wurde1 gedngt werde4 ,das zweite ,drittel wurde mit ,wintergetreide und das letzte ,drittel mit ,sommerfrucht bepflanzt4 ,dieser ,wechsel von ,winter- und ,sommergetreide gestattete die ,feldarbeiten besser ber das ,jahr zu verteilen4 ,besondere ,verdienste um die ,verbreitung dieser neuen ,betriebsweise erwarb sich ,karl der ,groe1 der in seinen ,verordnungen ber die ,bewirtschaftung der kniglichen ,domnen seinen ,beamten genaue ,vorschriften machte1 immer mit dem ,zweck1 seine musterhaft geleiteten ,gter mchten den buerlichen ,betrieben als ,vorbild zur ,nacheiferung dienen4 ,seinem guten ,beispiel sind nachher vor allem die ,klster mit ihren klugen und umsichtigen ,mnchen gefolgt und haben damit viel zur ,hebung der ,landwirtschaft beigetragen4 ,auch ihre ,gter lieferten den umliegenden ,bezirken ein nachahmenswertes ,beispiel4 ,besonders aber befrderten die ,klster den ,garten-1 ,obst- und ,weinbau1 die vornehmlich persnliche ,sorgfalt lohnten4 ,selbst die um das #aj4 ,jahrhundert einsetzende ,stdtegrndung hatte einen frdernden ,einflu auf die ,landwirtschaft2 denn die hinter ,mauern ,schutz suchenden ,brger blieben1 soweit sie sich nicht einem besonderen ,handwerk zuwandten1 ,bauern1 und ihr auerhalb der ,ringmauern gelegener ,besitz erfreute sich bald einer hohen ,kultur1 die wiederum hauptschlich dem ,garten- und ,obstbau zugute kam4 ,dadurch1 da alle ,brach-1 ,winter- und ,sommerfelder auf je einer zusammenhngenden ,flche lagen1 die zunchst noch ,eigentum der ,markgenossenschaft blieb und erst nach und nach in den ,besitz von einzelnen ,familien berging1 bestand ein gewisser ,flurzwang1 indem die ,arbeit von allen ,genossen1 die ein bestimmtes ,stck ,land zur ,bebauung erhalten hatten1 gleichzeitig ausgefhrt werden mute4 ,ebenso nachteilig auf die ,entwicklung der ,landwirtschaft wie dieser ,flurzwang wirkten auch die sozialpolitischen ,verhltnisse1 vor allem die zahlreichen1 alle ,kultur zerstrenden und keinen rechten ,fortschritt aufkommen lassenden ,kriege und ,fehden der ,machthaber untereinander1 unter denen die ,bauern in erster ,linie zu leiden hatten1 und der sich immer mehr ausbildende ,gegensatz zwischen ,privat- und ,gemeindebesitz4 ,durch ausgiebige ,belehnung von seiten der ,knige fr geleistete ,dienste gelangte einerseits der ,adel1 und durch reiche ,schenkungen der um ihr ,seelenheil besorgten ,begterten die ,kirche zu ausgedehntem ,landbesitz1 whrend das ,bauerntum seit den ,staufenkaisern mehr und mehr verarmte4 ,die durch diese ungnstigen ,verhltnisse genhrte allgemeine ,unzufriedenheit der ,landbevlkerung machte sich beim ,erwachen der ,geister zur ,reformationszeit in den verschiedenen ,bauernaufstnden ,luft2 doch half ihr diese ,auflehnung1 die von den ,herren aufs blutigste geahndet wurde1 nicht nur nichts1 sondern verschlimmerte noch wesentlich ihre ,lage4 ,diese wurde im ,laufe des #cj;jhrigen ,krieges geradezu trostlos4 ,nicht nur wurde die ,bauernschaft um alle ,habe gebracht und ihr ,zug- und ,nutzvieh fast ganz vernichtet1 sondern in der allgemeinen ,unsicherheit auch die cker nicht mehr bepflanzt1 da keine ,saat mehr vorhanden war oder das ,zugvieh fehlte und die endlosen ,beraubungen den ,leuten allen ,mut zur ,bestellung ihrer ,felder nahmen4 ,wozu auch sen1 wenn doch nicht zu ernten war6 ,so bedeckte sich die unbebaute ,flur weithin mit ,gestrpp1 die ,wiesen verschlammten1 ,haus und ,hof wurden zerstrt oder verfielen1 weil die ,bewohner gettet oder in vlliger ,verarmung verzogen waren4 ,zahlreiche einst betriebsame ,ortschaften verschwanden vom ,erdboden1 ihr einstiges ,dasein nur noch in gewissen ,flurbezeichnungen zurcklassend4 ,dafr hausten ,tausende heimatlos ,gewordener in ,wald und ,einde4 ,und wer dem allgemeinen ,elend der ,zeit trotzte und auf der elterlichen ,scholle ausharrte1 der gewhnte sich an elende ,wohnung1 drftige ,nahrung und schlechte ,behandlung1 verlor allen ,lebensmut1 allen ,drang zur ,arbeit1 die ja doch nicht lohnte1 nahm von der zgellosen ,soldateska1 mit der er verkehrte1 rohe ,sitten und gewaltttiges ,wesen an4 ,die ,folge war1 da die ,bauern von den ,grundherren immer mehr verachtet und bedrckt1 ja vielfach bis zur ,leibeigenschaft herabgewrdigt wurden4 ,im allgemeinen brachte erst das #ah4 ,jahrhundert bessere ,zeiten fr die ,landwirtschaft1 indem ihr einzelne ,frsten grere ,aufmerksamkeit schenkten1 ,ackerbaugesellschaften sich bildeten und ,kommissionen eingesetzt wurden1 um ber ,verbesserungen im ,betrieb zu beraten4 ,die erste ,anbahnung eines ,fortschritts brachte die groe franzsische ,revolution1 indem sie eine weitgehende nderung der ,untertnigkeitsverhltnisse in allen ,kulturstaaten ,mitteleuropas herbeifhrte und die ,herren zwang1 auch den unterdrckten ,bauern einige ,menschenrechte zuzuerkennen4 ,dadurch hob sich langsam der ganze ,stand1 man gab sich mehr ,mhe1 die ,bodenverhltnisse durch ,entwsserung1 soweit ,versumpfung vorlag1 oder ,bewsserung in trockenen ,lagen zu verbessern1 die ,ertrge der ,felder durch ,einfhrung von ,fruchtwechsel und grere ,sorgfalt in der ,bereitung und ,verwendung des ,dngers zu steigern4 ,hierin ging ,preuen allen anderen ,staaten ,deutschlands voran1 und1 wie sein haushlterischer ,vater1 war besonders ,friedrich der ,groe nach der heilsamen ,schulung1 die er whrend seiner ,kstriner ,verbannungszeit in der ,administration des ,landes durchgemacht hatte1 eifrig besorgt1 die ,einknfte seiner ,gebiete zu vermehren und den allgemeinen ,wohlstand zu heben4 ,um die schwachbevlkerten ,landesteile mit wertvollem ,menschenmaterial zu beleben1 suchte er wie schon sein ,vater mglichst viel ,fremde ins ,land zu ziehen und durch ,einfhrung neuer ,industrien und ,kulturpflanzen sein ,land zu bereichern und vom ,auslande mglichst unabhngig zu machen1 damit das ,geld im eigenen ,lande bleibe4 ,die ,zuzgler erhielten mancherlei ,reiseuntersttzung1 ,hilfsgelder fr den ersten ,anbau auf geschenktem oder mglichst billig berlassenem ,land1 das de lag1 ,befreiung von den staatlichen und kommunalen ,lasten je nachdem auf #b-ae ,jahre1 wie auch ,befreiung vom ,militrdienst auf drei ,generationen4 ,auerdem genossen sie1 die vielfach wegen religiser ,bedrckung ihre alte ,heimat verlassen hatten1 vllige ,religionsfreiheit4 ,nach einem bekannten ,ausspruche des groen ,monarchen sollte ein jeder seiner ,untertanen nach seiner eigenen ,fasson selig werden84 ,diese meist mit wertvollen ,kenntnissen ausgestatteten ,zugereisten wurden meist auf ,domnen1 seltener auf ,rittergtern angesiedelt4 ,um keine unheilvolle ,latifundienwirtschaft1 wie in den meisten anderen ,kulturstaaten1 aufkommen zu lassen1 forderte der einsichtsvolle ,preuenknig eine ,aufteilung grerer1 in einer ,hand vereinigter ,lndereien1 ja schon grerer ,bauerngter unter mehrere ,shne oder sonstige ,erben4 ,in kleinere ,besitztmer verwandelt1 mute das ,land intensiver bearbeitet werden und lieferte so weit hhere ,ertrge4 ,zwischen ,drfern1 deren ,flur sich zu weit erstreckte1 als da sich der ,anbau noch recht lohnte1 wurden neue gegrndet1 deren ,bewohner schon durch die grere ,nhe ihr ,land besser bewirtschaften konnten4 ,in noch hherem ,mae als sein ,vater lie er durch ,austrocknung von ,smpfen und ,urbarmachung von dlndereien neues ,kulturland gewinnen1 das mit fleiigen ,ansiedlern besetzt wurde4 ,vielfach wurde der ,gemeindebesitz an ,wiesen unter die nachweislich dazu ,berechtigten aufgeteilt4 ,auch er suchte durch eine mglichst gute ,verwaltung der ,domnen vorbildlich zu wirken4 ,in ,verbindung mit dem ,streuen von ,mergel zur ,verbesserung des ,bodens wurde die ,anwendung des ,tiefpfluges1 der ,anbau von ,futterkrutern1 von ,hopfen und namentlich ,kartoffeln1 wie auch die ,einfhrung von ,hhner- und ,bienenzucht empfohlen4 ,die ,pflege des ,obstbaues wurde dadurch gefrdert1 da ,grtner eingesetzt wurden1 die das ,landvolk unentgeltlich in der ,pflege und ,veredelung der ,obstbume zu unterrichten hatten4 ,endlich bemhte sich der ,knig um die ,anpflanzung von ,frberwaid1 um den teuren auslndischen ,indigo zu ersetzen1 um diejenige des mhrischen ,flachses und besonders des weien ,maulbeerbaums fr die ,zucht der ,seidenraupe1 um das ,rohmaterial fr die von den franzsischen ,emigranten im westlichen ,gebiet seines ,reiches eingefhrte ,fabrikation von ,seidenstoffen zu gewinnen4 ,fr letzteres ,unternehmen mute allerdings der schlieliche ,erfolg ausbleiben1 da die ,naturbedingungen fr das ,gedeihen dieses fr die ,klte empfindlichen sdlichen ,gewchses in ,preuen fehlten4 ,dem fortschrittlichen ,preuen gegenber waren die anderen ,kulturstaaten des europischen ,kontinents im ,rckstand2 einzig ,england1 das durch keine ,kriege von lngerer ,dauer in seiner ,kulturentwicklung gestrt wurde1 war im rationellen ,ausbau seiner ,landwirtschaft etwas weiter fortgeschritten4 ,bald aber wurde es von ,preuen nicht nur eingeholt1 sondern sogar berflgelt4 ,dieser folgenschwere ,umschwung1 der bald allen deutschen ,landen und schlielich der ganzen ,kulturwelt zugute kam1 ist in erster ,linie dem ,auftreten ,albrecht ,thaers 7sprich tr7 zu verdanken4 ,dieser beraus verdienstvolle ,mann wurde am #ad4 ,mai #ageb in ,celle im preuischen ,regierungsbezirk ,lneburg als ,sohn eines ,arztes geboren1 der ebenfalls das ,medizinstudium ergriff und sich in seiner ,vaterstadt als ,arzt niederlie1 wo er bald reichlich ,beschftigung fand4 ,in seinen ,muestunden beschftigte er sich schon frh mit naturwissenschaftlichen ,studien und widmete sich dem ,gartenbau1 der mit der ,zeit ein solches ,interesse in ihm erweckte1 da er diese ,ttigkeit seiner rztlichen vorzuziehen begann4 ,diese seine ,vorliebe fr die ,natur brachte ihn auch in ,berhrung mit den wichtigsten ,fragen des ,ackerbaues1 und seinem klaren ,verstande konnten die ,schden1 an denen die damalige ,landwirtschaft krankte1 nicht lange verborgen bleiben4 ,sein ,interesse fr diese wuchs derart1 da er ein kleines ,landgut in der ,nhe von ,celle erwarb1 das als ,versuchsgut dienen sollte1 um alle theoretischen ,auffassungen jener ,zeit auf ihren praktischen ,wert hin zu prfen4 ,er benutzte ferner die landwirtschaftliche ,literatur fremder ,lnder1 namentlich diejenige ,englands1 dessen ,agrikultur eine hnliche ,krisis hatte durchmachen mssen1 um seine ,kenntnisse zu bereichern und sie dann seinem ,vaterlande zur ,verfgung zu stellen4 ,mehrere ,schriften landwirtschaftlichen ,inhalts machten ihn bald weithin bekannt und viele junge ,leute kamen nach ,celle1 um seinen ,wirtschaftsbetrieb zu studieren und von ihm zu lernen4 ,so entstand von #ahjb-ahjd das erste landwirtschaftliche ,institut in ,celle4 ,sein ,bemhen1 eine grere ,domne in der ,nhe ,gttingens zu pachten1 um dort seine ,lehrttigkeit in noch ausgedehnterem ,mae zu entfalten1 scheiterte am ,widerstande der verpachtenden ,behrde4 ,so folgte denn ,thaer einem ehrenvollen ,rufe ,knig ,friedrich ,wilhelms ,,iii4 nach ,preuen4 ,er erwarb das im ,kreise ,niederbarnim gelegene ,rittergut ,mglin1 wo er #ahjf eine ,akademie des ,landbaus errichtete1 die #ahbd zu einem kniglichen ,institut erhoben wurde4 ,im ,jahre #ahbh starb dann der um die ,allgemeinheit so beraus verdiente ,mann4 ,die ,verdienste1 die sich ,albrecht ,thaer um die deutsche ,landwirtschaft erworben hat1 sind sehr vielseitiger ,art4 ,sein ,hauptverdienst ist1 da er die ,naturwissenschaften in den ,dienst der ,landwirtschaft stellte und in ,anwendung der aus ihnen gezogenen ,lehren vor allem die veraltete ,dreifelderwirtschaft abschaffte und an ihre ,stelle die ,fruchtwechselwirtschaft stellte1 mit einem ,wechsel von ,halm- zu ,blattfrchten1 insbesondere den ,schmetterlingsbltlern1 den ,wurzel- und ,knollengewchsen4 ,er machte auf die ,bedeutung einer eingehenden ,buchfhrung aufmerksam1 fhrte bessere ,gerte und ,maschinen1 die ,drillkultur1 d4 h4 das ,aussen in ,reihen1 meist mittels ,maschinen1 den ,hackfruchtbau und eine ,vermehrung des ,kartoffelbaus ein4 ,er schaffte die ,brache ab1 die von da an dem ,anbau lohnender ,gewchse ,platz machte4 ,auch auf die gnstigen ,wirkungen der ,mergelung und vermehrten ,stallmistdngung machte er aufmerksam und fhrte die ,stallftterung ein4 ,bedeutungsvoll ist auch seine ,mitwirkung bei der gesetzlichen ,regelung der gutsherrlichen und buerlichen ,verhltnisse1 der ,teilung der ,allmenden und der ,zusammenlegung von ,grundstcken1 die erst eine ,fruchtwechselwirtschaft ermglichte4 ,die ,vorzge dieser letzteren gegenber den anderen ,wirtschaftssystemen liegen vor allem darin1 da die ,bodenkrfte des ,ackers durch den stetigen ,wechsel von ,blatt- und ,halmfrucht1 von ,pflanzen mit tief in den ,boden eindringenden ,wurzeln mit solchen1 deren ,wurzeln sich nur flach ausbreiten1 besser ausgentzt werden4 ,es findet keine einseitige ,erschpfung des ,bodens statt1 wie dies der ,fall ist1 wenn stets dieselben ,pflanzen auf ein und demselben ,grundstck aufeinander folgen4 ,bei der ,vielseitigkeit der anzubauenden ,pflanzen lt sich daher der ,fruchtwechsel bei allen ,klima-1 ,boden- und ,wirtschaftsverhltnissen anwenden4 ,der je nach der ,gre der ,viehhaltung grere oder geringere ,anbau von ,futterpflanzen1 namentlich ,klee1 machte den ,landwirt unabhngig von ,wiesen und ,weiden4 ,die ,einfhrung von ,blattpflanzen in die ,fruchtfolge bedingt ferner1 da der ,boden stark beschattet wird und damit feucht1 locker und verhltnismig rein von ,unkraut bleibt2 dadurch wird eine ,brache fast in allen ,fllen berflssig4 ,die ,lehren ,albrecht ,thaers und seiner ,schler1 die lediglich das ,resultat sorgfltig durchgefhrter praktischer ,versuche waren1 denen aber die wissenschaftliche ,begrndung zum ,teil fehlte1 hatten bewirkt1 da whrend der ersten ,hlfte des #ai4 ,jahrhunderts eine groe ,umwlzung in der ,art des ,betriebes der ,landwirtschaft eintrat4 ,bald gingen grere wie kleinere ,betriebe von den veralteten einfachen ,wirtschaftsweisen zur ,fruchtwechselwirtschaft oder doch zu einem verbesserten ,wirtschaftssystem ber4 ,diese ,entwicklung der ,landwirtschaft nahm auch in der zweiten ,hlfte des vergangenen ,jahrhunderts ihren ,fortgang1 besonders da es gelungen war1 die durch praktische ,versuche erworbenen ,erfahrungen durch die ,naturwissenschaften wissenschaftlich zu begrnden und aus der weiteren ,entwicklung der ,wissenschaft neue ,gesichtspunkte im landwirtschaftlichen ,betrieb zu verwerten4 ,agrikulturchemie und -physik einerseits1 und ,pflanzenphysiologie andererseits wirkten unter ,fhrung von ,mnnern wie ,liebig1 ,knop1 ,wolny1 ,sachs1 ,hellriegel1 ,khn1 ,orth und andern in hohem ,mae befruchtend1 und in den weitesten ,kreisen brach sich die berzeugung ,bahn1 da nur durch das innigste ,zusammenarbeiten von ,wissenschaft und ,praxis ein weiteres ,emporblhen der ,landwirtschaft mglich ist4 ,diesem ,fortschritt dienen in erster ,linie die zahlreichen1 in allen ,kulturstaaten eingerichteten landwirtschaftlichen ,schulen und ,versuchsinstitute1 fr deren rationellen ,betrieb namentlich ,julius ,khn sich groe ,verdienste erwarb4 ,dieser ,mann ist geradezu der ,schpfer des modernen landwirtschaftlichen ,universittsstudiums1 so da er es wohl verdient1 da wir hier etwas eingehender von ihm reden4 ,dieser am #ad4 ,april #aiaj im #he4 ,lebensjahre gestorbene ,grnder der landwirtschaftlichen ,anstalt der ,universitt ,halle a4 ,s4 wurde am #bb4 ,oktober #ahbe als ,sohn eines ,landwirts zu ,pulsnitz in der schsischen ,oberlausitz geboren4 ,von ,jugend auf war der lebhafte ,wunsch in ihm rege1 gleichfalls ,landwirt zu werden1 und schon als kleiner ,junge begleitete er seinen ,vater1 der damals ,wirtschaftsinspektor in ,gosda bei ,spremberg war1 auf seinen ,gngen durch die ,stlle und ,felder4 ,mit einer fr einen jungen ,landwirt seiner ,zeit ausgezeichneten ,vorbildung trat er #ahda bei einem der hervorragendsten ,landwirte seiner engeren ,heimat1 ,blochmann in ,wachau1 als konomielehrling ein4 ,von #ahdh an war er selbstndig ttig und beschftigte sich damals besonders mit dem ,studium der ,dngung und der verschiedenen ,pflanzenkrankheiten4 ,die ,ergebnisse der letzteren verffentlichte er #aheh unter dem ,titel3 ,die ,krankheiten der ,kulturgewchse1 ihre ,ursachen und ihre ,verhtung84 ,im ,jahre #ahfa erschien die im ,jahre zuvor von der ,schlesischen ,gesellschaft fr vaterlndische ,kultur preisgekrnte ,schrift3 ,die zweckmigste ,ernhrung des ,rindviehs vom wissenschaftlichen und praktischen ,standpunkte81 ein ,werk1 das in #ab deutschen ,auflagen und zahlreichen bersetzungen ,jahrzehnte hindurch die ,fhrung auf dem ,gebiet der landwirtschaftlichen ,ftterungslehre behielt4 #ahfb nahm er eine ,berufung an die an der ,universitt ,halle neu zu errichtende ,professur fr ,landwirtschaft an1 nachdem er kurz vorher einen gleichen ,ruf nach ,berlin abgelehnt hatte1 weil er wegen des ,umfangs der ,grostadt und der ,lage derselben eine ersprieliche ,wirksamkeit fr seine ,wissenschaft hier nicht zu erhoffen haben wrde84 ,im ersten ,semester hatte er #c ,zuhrer1 im folgenden #bj1 dann #ef und bereits im fnften ,semester berstieg die ,zahl der in ,halle studierenden ,landwirte die ,besuchsziffer der ltesten und meistbesuchten ,lehranstalten ,deutschlands4 #ahga war die ,zahl der in ,halle studierenden ,landwirte mit #bah grer als an allen landwirtschaftlichen ,lehranstalten ,preuens insgesamt4 ,nachdem sich unter ,khns ,fhrung die ,eingliederung des ,studiums der ,landwirtschaft in die ,universitt so glnzend bewhrt hatte1 wurden in der ,folge auch an anderen ,universitten landwirtschaftliche ,institute nach ,halleschem ,vorbild ins ,leben gerufen4 ,trotzdem nahm1 obgleich auch an anderen ,universitten die ,zahl der studierenden ,landwirte von ,jahr zu ,jahr wuchs1 der ,besuch der ,landwirtschaftlichen ,anstalt der ,universitt ,halle noch stetig bis in die ,gegenwart zu1 so da bis zum ,sommer #aiji fast #hjjj ,landwirte daselbst studiert hatten4 ,dieser beispiellose ,erfolg beruht in erster ,linie auf der ,bedeutung ,khns als ,lehrer und ,forscher4 ,die ,verbindung eines umfassenden naturwissenschaftlichen ,wissens mit einer reichen landwirtschaftlichen ,erfahrung gab seiner ,lehr- und ,forscherttigkeit ihre inhaltliche ,bedeutung und war die ,ursache seiner so ungemein erfolgreichen ,wirksamkeit4 ,auer ,khn ist noch als besonders erfolgreicher ,lehrer der vom groen ,reformator ,thaer begrndeten ,landwirtschaftswissenschaft ,albert ,orth von der ,landwirtschaftlichen ,hochschule in ,berlin zu nennen1 der jetzt in seinem #gf4 ,lebensjahre auf ein #ej;jhriges ,wirken als landwirtschaftlicher ,dozent und auf #df ,jahre ,hochschulttigkeit zurckblickt4 ,er wurde am #ae4 ,juni #ahce zu ,lengefeld bei ,corbach geboren1 studierte zu ,gttingen und ,berlin1 war von #ahfj-fe ,oberlehrer an der ,landwirtschaftlichen ,lehranstalt ,boberbeck1 promovierte #ahfh zu ,gttingen1 wurde #ahgj ,dozent in ,halle a4 ,s4 und wirkt seit #ahga als ,professor an der damals ,landwirtschaftliches ,institut8 genannten ,landwirtschaftlichen ,hochschule in ,berlin4 ,er ist ,begrnder des ,laboratoriums fr ,bodenkunde1 publizierte eine ,schrift ber ,kalk- und ,mergeldngung8 und nahm wertvolle wissenschaftliche ,bodenuntersuchungen des ,rdersdorfer ,kalkdistrikts vor4 ,er schuf sechs ,wandtafeln fr ,bodenkunde1 die typischen ,bodenprofile des deutschen ,flachlandes betreffend1 machte auch mit einem ,fachgenossen eine ,bodenaufnahme der ,pontinischen ,smpfe zwischen ,rom und ,neapel1 die erste ihrer ,art4 ,als ,vorsteher des agronomisch-pedologischen ,instituts der ,landwirtschaftlichen ,hochschule pflegte er vornehmlich die ,erforschung und die ,lehre von der ,bodenbeschaffenheit in ihren ,beziehungen zum ,pflanzenleben1 ein ,verhltnis1 dessen enorme ,wichtigkeit fr den landwirtschaftlichen ,betrieb auch dem ,laien ohne weiteres klar sein drfte4 ,studienausflge in ,landwirtschaftsgegenden ergnzen das bei ihm gebotene theoretische ,studium2 auch bieten die ,rieselfelder der ,stadt ,berlin prachtvolle ,modelle fr die ,bewsserungs- und ,entwsserungslehre1 ,muster fr sehr bedeutende ,aptierungs- und ,drnierungsarbeiten4 ,ein fr das ,studium hchst wichtiges ,hilfsmittel ist das von ,orth whrend der letzten #be ,jahre mit erheblichen eigenen ,geldopfern errichtete ,museum1 das unschtzbares ,illustrationsmaterial zum ,unterricht beisteuert4 ,darin sind unter anderem in einem ,bodenschrank #fj typische1 geologisch geordnete ,bodenprofile des ,deutschen ,reiches enthalten1 ferner das ,wurzelherbarium der wichtigsten landwirtschaftlichen ,kulturgewchse auf bis #d m hohen ,tafeln unter ,glas1 eine ,sammlung1 die in den ,jahren #ahhb und #ahhc von ,orth im ,sandboden der ,berliner ,talebene mit ,hilfe der ,assistenten aufgenommen wurde4 ,kein ,besucher ,berlins1 der sich fr diesen wichtigsten ,zweig der menschlichen ,erkenntnis interessiert1 sollte es unterlassen1 diese ,sehenswrdigkeit der ,reichshauptstadt zu besichtigen4 ,in neuester ,zeit hat neben dem ,studium der chemischen ,beschaffenheit des ,bodens besonders dasjenige der ,bodenbakterien und deren ,einflu auf das gute ,gedeihen der ,pflanzen eine groe praktische ,bedeutung erlangt4 ,zahlreiche ,arten derselben1 besonders die sich in den ,wurzelknllchen der ,leguminosen ansiedelnden und daselbst den ,stickstoff der ,luft1 der sonst fr die ,pflanze unbrauchbar ist1 durch ,verwandlung in salpetersaure und salpetrigsaure ,salze nutzbar machenden ,rhizobien oder ,wurzellebewesen werden heute im groen in ,reinkultur gezchtet und zur ,besiedlung des ,bodens an ,stelle von ,dngung bei der ,kultur der ,leguminosen verwendet4 ,auch die frhere ,brache hat im ,grunde nur auf dem ruhigen ,sichvermehrenlassen solcher stickstoffvermehrender ,bakterien der verschiedensten ,arten beruht4 ,so fand schon der franzsische ,chemiker ,berthelot in seinen grundlegenden ,versuchen1 da sich in liegengelassenen drren ,blttern durch die reichliche ,entwicklung solcher ein ,zuwachs an ,stickstoff nachweisen lie1 und da #ej kg ,ackererde auf demselben ,wege in sieben ,monaten einen ,zuwachs von #ab1g g ,stickstoff erlitten4 ,alle diese winzigen1 meist einzelligen ,pilze1 die teils sauerstoffbedrftig sind1 teils ohne solchen gedeihen1 sind vom ,vorhandensein kohlenstoffhaltiger ,nahrung abhngig1 da sie die ,kohlensure der ,luft nicht zu assimilieren vermgen4 ,sie knnen also nur dort gedeihen1 wo sich ,pflanzen finden1 die ihnen diese ,nahrung liefern4#a ,besonders kommen dafr winzige grne ,algen in ,betracht1 die sich berall in den obersten ,bodenschichten finden1 wohin das fr die ,zerlegung der ,kohlensure der ,luft und die ,assimilation des ,kohlenstoffs ntige ,sonnenlicht dringt4 ,eine solche ,vergesellschaftung von stickstoffassimilierenden ,pilzen und kohlenstoffassimilierenden ,algen ist eine ,pflanzengenossenschaft1 die von allen chemischen ,bedingungen so gut wie unabhngig ist1 da sie sich gegenseitig alles zum ,leben ,ntige1 auer dem aber sonst in der ,regel reichlich zur ,verfgung stehenden ,wasser1 liefern4 ,in besonders inniger ,vergesellschaftung finden sie sich speziell in der ,flechtengenossenschaft1 die bei der ersten ,besiedlung nackten ,gesteines1 um es nach und nach zur ,wohnsttte hheren ,pflanzenlebens vorzubereiten1 eine beraus wichtige ,rolle im ,haushalte der ,natur spielt4 ,fr allen hheren ,pflanzenwuchs ist ihre ,ttigkeit unbedingt erforderlich1 weil die stickstoffsammelnden ,bakterien beim ,zerfall ihrer ,leiber nach dem ,tode den in ihnen aufgespeicherten ,stickstoff den ,pflanzen ebenso nutzbar machen1 wie jeden andern organischer ,substanz entstammenden ,stickstoff4 ,und zwar geht die ,ansammlung solchen durch sie aus der ,luft kondensierten ,stickstoffs erfahrungsgem in schweren ,bden besser vor sich als in leichten1 weil sich in letzteren die nicht minder allgegenwrtigen denitrifizierenden ,bakterien leichter vermehren und durch ihr gutes ,gedeihen dem durch jene bewirkten ,nitrifikationsproze entgegenarbeiten4 ,von wie groer praktischer ,wichtigkeit eine ,frderung dieser ,stickstoffsammlung des ,bodens ist1 zeigt die einfache ,erwgung1 da die deutsche ,landwirtschaft jhrlich ber #ajj ,millionen ,mark fr ,stickstoffdnger ausgibt1 die zum allergrten ,teil fr ,chilisalpeter auer ,landes gehen4 ,auf diesem ,felde lassen sich noch groe praktische ,erfolge erzielen1 die der ,landwirtschaft in der ,zukunft zugute kommen werden4 ,vor allem soll man durch reichliche ,lftung und ,besonnung des ,bodens1 durch ausgiebiges und tiefes ,umgraben die ,ansiedlung dieser ,wohltter der ,menschheit begnstigen4 ,auer dem ,stickstoff gehren auch ,phosphorsure1 ,kalk und ,kali zu den wichtigsten ,nhrstoffen der ,pflanzen1 deren reichliches ,vorhandensein geradezu erntebestimmend fr die meisten ,kulturen wirkt4 ,die ,phosphorsure spendet man den ,feldern in ,form von ,knochenpulver oder neuerdings meist zerstampfter ,thomasschlacke1 in welcher das dem ,eisen beim ,thomasverfahren entzogene ,phosphor angesammelt wurde4 ,den ,kalk gibt man1 wenn er nicht gengend im ,boden selbst enthalten ist1 in ,form von ,kalkmergel und das ,kali in ,form der sogenannten ,abraumsalze1 so genannt1 weil man diese frher beim ,graben nach ,kochsalz als unbrauchbaren ,abfall abrumte1 bis man dann die beraus groe ,bedeutung derselben als ,nhrstoff fr die ,landwirtschaft erkannte1 und nun vielmehr die ,kalisalze ausbeutet und die dabei entstandenen ,hohlrume mit dem viel weniger wertvollen ,kochsalz ausfllt4 ,diese ,kalisalzlager1 die sich in ,schichten der ,zechsteinperiode 7,dyas7 um den ,harz herum erstrecken und in ,stafurt zuerst #aheg beim ,bohren nach ,kochsalz in groer ,menge gefunden wurden1 bilden ganz eigentlich den viele ,milliarden ,mark an ,wert umfassenden ,reichtum ,deutschlands4 ,andere ,bodenschtze1 wie vor allem die verschiedenen ,metalle1 haben auch andere ,lnder aufzuweisen2 aber ,kalisalze besitzt bis jetzt nur ,deutschland1 was fr seine ,landwirtschaft einen unendlich wertvollen ,schatz bedeutet1 um so mehr diese immer mehr zur ,verbesserung der ,bden und dadurch zur ,erhhung des ,ernteertrags zur ,anwendung gelangen4 ,gerade in unserer ,zeit1 da die auerordentlich verbesserten ,transportgelegenheiten die ,einfuhr von billigem ,getreide aus dem ,ausland einen starken ,zurckgang der ,getreidekultur und dafr ein berhandnehmen der ,milchwirtschaft als besser rentierend bewirkte1 spielt der ,anbau von ,futterpflanzen fr die zahlreichen1 fast ausnahmslos ,gras fressenden ,haustiere eine sehr groe ,rolle in der ,landwirtschaft4 ,deshalb besitzen die ,futterpflanzen als ,kulturpflanzen des ,menschen eine zunehmende ,bedeutung fr ihn4 ,unter ihnen sind vor allem die verschiedenen ,grasarten schon so lange in ,kultur1 als der ,mensch berhaupt ,ackerbau und ,viehzucht treibt2 denn nur bei vollstndiger ,sicherheit1 stets gengendes ,futter wie fr sich selbst1 so auch fr die ihm unentbehrlichen ,haustiere zur ,hand zu haben1 war es mglich1 da einigermaen eng beieinander wohnende ,menschen in grerem ,mae ,viehzucht treiben konnten4 ,wenn wir auch nicht mehr mit ,sicherheit die ltesten ,futterpflanzen der ,kulturmenschheit bestimmen knnen1 so kann doch keinerlei ,zweifel darber herrschen1 da diese unter den in #cejj ,arten ber die ganze ,erde verbreiteten ,grsern zu suchen sind1 die auch die wichtigsten ,getreidearten lieferten4 ,wie in groer ,artenzahl finden sie sich in der grten ,menge der ,individuen besonders in der nrdlichen gemigten ,zone1 wo sie vorzugsweise die niedrige ,vegetationsdecke1 den ,hauptbestandteil der ,steppen1 und in ,form von ,wiesen auch der vom ,menschen geschaffenen ,kultursteppe bilden4 ,gegen den quator nimmt zwar die ,zahl der ,grasarten zu1 aber die ,menge der ,individuen ab4 ,ganz auf die ,tropen beschrnkt sind die gigantischen baumartigen ,formen wie die ,bambusse4 ,die sdliche ,halbkugel ist etwas weniger reich an ,grsern als die nrdliche1 die in dieser ,beziehung besonders bevorzugt ist4 ,gegen die ,pole zu wie auch in den hheren ,gebirgsregionen nehmen die ,grser an ,zahl ab und verschwinden allmhlich ganz4 ,in der ,ebene und den tieferen ,gebirgslagen treten gewisse ,grser wiesenbildend auf1 andere machen im ,schatten der ,wlder den ,hauptbestandteil der niedrigen ,vegetation aus1 wieder andere wachsen nur auf drrem1 sandigem oder steinigem ,boden1 auf ,heiden usw4 ,da die auf ,sandboden wachsenden ,grser mit weithin kriechenden1 ausluferreichen ,wurzelstcken versehen sind1 werden sie mit ,vorliebe zur ,verfestigung sandiger ,ufer und ,straenbschungen1 von ,eisenbahndmmen1 ,festungswllen usw4 und zur ,bindung des ,flugsandes auf den ,dnen angebaut4 ,frh schon hat der zu hherer ,kultur emporgestiegene ,mensch durch ,rodung von ,wldern nicht nur ,ackerland1 sondern auch ,wiesen zum ,weiden seines ,viehs gewonnen4 ,aber erst spt und nur durch dichtere ,besiedlung der von ihm besetzten ,gebiete kam er auch dazu1 durch das ,schneiden und ,trocknen der die ,wiesen vorzugsweise besiedelnden ,grasarten sich ,vorrte an ,viehfutter fr den ,winter in ,form von ,heu anzulegen4 ,die ltesten ,nachrichten1 die wir von den ,kulturvlkern des ,altertums haben1 gehen nicht ber die ,mitte des letzten vorchristlichen ,jahrtausends zurck4 ,so berichtet der um #ej v4 ,chr4 die ethnographisch geordnete ,geschichte fast aller damals bekannten ,vlker bis #fj v4 ,chr4 in #dj ,bchern schreibende griechische ,historiker ,diodoros aus ,sizilien1 daher ,siculus genannt1 bei der ,schilderung der persischen ,geschichte3 ,als die ,phnikier sich gegen den persischen ,knig ,artaxerxes 7,a4 ,i41 zweiten ,sohn des ,xerxes1 der von #dfe-dbe v4 ,chr4 regierte2 unter ihm begann der ,verfall des ,reichs7 emprten1 begannen sie die ,feindseligkeiten damit1 da sie im groen kniglichen ,park1 in welchem die persischen ,knige ihren ,aufenthalt zu nehmen pflegten1 die ,bume umhieben und das ,heu verbrannten1 wovon die ,satrapen ein ,magazin fr ihre ,kavallerie angelegt hatten48 ,da nun die ,perser bei ihrem so ausgedehnten ,postdienst und bei der zahlreichen von ihnen unterhaltenen ,reiterei ,fouragemagazine besaen1 kann uns nicht weiter wundern4 ,auch die ,griechen und ,rmer haben solche teils fr ,militr-1 teils fr ,friedenszwecke errichtet4 ,heuvorrte fr den ,winter anzulegen1 war schon im klassischen ,altertum ein wichtiges ,geschft fr den ,landmann1 wie uns schon der ltere ,cato 7#bcd-adi v4 ,chr471 der unvershnliche ,feind von ,roms machtvoller ,nebenbuhlerin1 ,karthago1 berichtet4 ,eine ausfhrliche ,schilderung der ,heuernte bei den alten ,rmern gibt uns der zu ,gades 7dem heutigen ,cadix7 in ,spanien gebrtige rmische ,ackerbauschriftsteller ,columella im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 in seinem ,buche ber den ,landbau1 worin er sagt3 ,der ,landmann bedarf fr sein ,vieh mancherlei ,futter1 namentlich aber ,heu 7foenum1 im franzsischen foin noch erhalten74 ,daher mu er auch seine ,wiesen1 denen die alten ,rmer den ersten ,rang in der ,landwirtschaft einrumten1 gehrig hegen und pflegen4 ,marcus ,portius 7der eben genannte ,cato7 hebt besonders hervor1 da die ,wiese keinen ,schaden durch ,wetterschlag leidet wie die ,feldfrchte1 da sie einen sehr geringen ,aufwand erfordert und doch jhrlich ihren ,ertrag gibt1 und zwar einen doppelten1 indem sie ebensoviel frisches ,gras als ,futter1 wie ,heu fr die ,scheuer liefert4 -- ,wir unterscheiden trockene ,wiesen und bewsserte ,wiesen4 ,ist der ,boden fruchtbar und fett1 so bedarf er keiner ,bewsserung1 und das darauf gewonnene ,heu gilt fr besser1 wenn es auf einem von ,natur fruchtbaren ,boden gewachsen und nicht nur durch ,wasser hervorgelockt ist4 ,das letztere mu jedoch auf magerem ,boden geschehen1 und wo ,wasser zu ,gebote steht1 kann auch der magerste als ,wiese benutzt werden4 brigens darf man weder eine ,vertiefung whlen1 in der sich das ,wasser sammelt1 noch einen steilen ,abhang1 an welchem es rasch herabfliet4 ,ein sanfter ,abhang dagegen schadet nicht4 ,am liebsten hat man aber doch eine ,flche1 die sich ein wenig senkt1 so da der ,regen und knstlich darauf geleitetes ,wasser ganz allmhlich hinuntersickern4 ,an sumpfigen ,stellen mu das ,wasser in ,grben abgeleitet werden2 denn ein berma an ,wasser ist ebenso schlimm fr das ,gras1 wie ein ,mangel daran4 ,die ,kultur der ,wiesen erfordert mehr ,sorgfalt als ,anstrengung4 ,erstens darf man auf ihnen weder ,baumstrnke1 noch ,strucher1 noch ,dornbsche1 noch allzustarkes ,gras dulden4 ,dergleichen mu im ,herbst ausgerottet werden1 wie z4 ,b4 ,brombeerstauden1 ,gestruch und ,binsen1 oder im ,frhjahr1 wie ,cichorien 7intubum74 ,schweine drfen auf der ,wiese nicht weiden1 weil sie den ,boden aufwhlen2 auch darf schweres ,vieh auf ihnen nur gehen1 wenn der ,boden trocken ist1 weil sonst die ,hufe zu tief einsinken und die ,wurzeln des ,grases beschdigen4 -- ,magere ,abhnge mssen im ,februar bei abnehmendem ,monde mit ,mist gedngt werden4 ,alle ,steine und sonstigen ,dinge1 die der ,sichel im ,wege sein knnten 7,sensen kannte man im ,altertum noch nicht71 mssen abgelesen werden4 ,alte1 mit ,moos 7muscus7 berzogene ,wiesen befreit man von diesem1 indem man es auskratzt und dann ,grassamen aus der ,scheuer aufstreut1 oder indem man ,mist auffhrt2 jedoch ist ,asche das beste ,mittel1 um ,moos auszurotten4 ,das ,gesagte bezieht sich auf ,wiesen1 die schon als solche vorhanden sind4 ,kommt es dagegen darauf an1 neue anzulegen oder verdorbene neu in ,stand zu setzen1 so ist es oft vorteilhaft1 den ,boden erst zu pflgen2 denn eine alte ,wiese gibt1 wenn sie umgepflgt ist1 oft einen hohen ,ertrag4 ,es wird also ein solches zur ,wiese bestimmtes ,stck ,land im ,sommer mehrmals mit dem ,pfluge gewendet1 dann im ,herbst mit ,rben 7rapum71 ,raps 7napus7 oder ,saubohnen 7faba7 best und im folgenden ,jahre mit ,getreide4 ,im dritten wird es dann sorgsam gepflgt und mit ,wicken 7vicia71 die mit ,heusamen 7semen foeni7 gemengt sind1 best4 ,hierauf werden die ,schollen mit ,hacken kleingeschlagen und mit ,eggen geebnet1 auch werden die kleinen ,hgel1 die sich da bilden1 wo man die ,egge wendet1 dem ,boden gleich gemacht1 damit gar nichts zurckbleibt1 woran die ,sichel des ,mhers 7foenisex7 sich stoen knnte4 ,die ,wicke bleibt so lange stehen1 bis sie ganz reif ist und schon eine ,anzahl ,samen auf den ,boden hat fallen lassen4 ,dann wird sie samt dem ,grase gemht1 in ,bndel gebunden und weggeschafft4 ,ist der ,boden fest1 so kann man ihn nun wssern1 wenn ,wasser zu haben ist4 ,ist er aber locker1 so darf man nicht eher eine grere ,menge ,wasser darauf flieen lassen1 als bis er dicht mit ,graswurzeln durchzogen ist1 sonst wrde das ,wasser die ,erde mitnehmen und die ,wurzeln des ,grases blolegen4 ,auch das ,vieh darf nicht auf die junge ,wiese gehen4 ,so oft das ,gras emporgewachsen ist1 wird es mit ,sicheln 7falx7 geschnitten4 ,erst im zweiten ,jahr gestattet man nach der ,heuernte 7foenisicium7 dem kleinen ,vieh1 auf eine solche ,wiese zu gehen1 wenn sie trocken und zur ,weide gnstig gelegen ist4 ,im dritten ,jahr kann auch das groe ,vieh auf ihr weiden1 wenn sie fest geworden ist4 ,noch ist darauf zu sehen1 da die magersten und die hchsten ,stellen der ,wiese im ,februar mit ,heusamen und ,mist beworfen werden4 ,ist die ,hhe gedngt1 so fhrt der ,regen oder die ,bewsserung die ,nhrkraft auch auf die tieferliegenden ,teile4 ,aus eben diesem ,grunde dngt man die ,hhen der cker strker als die ,tiefen4 ,illustration3 ,tafel #ic4 ,wirkung der knstlichen ,dngung auf den ,heuertrag4 ,links beginnend3 #a4 ,ohne ,dngung4 #b4 ,mit ,superphosphat4 #c4 ,mit ,kainit und ,superphosphat4 ,illustration3 ,tafel #id4 ,rotbuchen-,kuhbsche 7vorderster ,busch #c1e m hoch7 von der ,weide des ,httenwasens beim ,feldberg im ,schwarzwald1 wie die ,geitannli der schweizerischen ,alpenweiden durch bestndiges ,abgefressenwerden der jungen ,triebe durch das weidende ,vieh entstanden4 7,nach ,photogramm von ,l4 ,klein aus den ,vegetationsbildern von ,g4 ,karsten und ,a4 ,schenck47 ,das ,heu wird am besten zur ,zeit geschnitten1 da es erwachsen1 aber noch nicht drr ist2 man bekommt dann mehr davon und es gibt ein wohlschmeckenderes ,futter fr das ,vieh ab4 ,beim ,drren hat man darauf zu achten1 da es weder zu trocken1 noch zu frisch eingefahren wird4 ,das allzu trockene ist strohartig1 das allzu frische geht in der ,scheuer 7tabulatum7 in ,fulnis ber1 erhitzt sich auch oft so1 da ,feuer daraus emporschlgt4 ,wird geschnittenes ,heu auf der ,wiese vom ,platzregen durchnt1 so lt man es ruhig liegen1 bis es obenweg wieder von der ,sonne getrocknet ist4 ,erst dann wird es gewendet und1 wenn es auf beiden ,seiten getrocknet ist1 auf ,schwaden 7striga7 gebracht und in ,bndel 7manipulus7 gebunden4 ,nun bringt man es so bald als mglich unter ,dach oder baut1 wenn solches nicht mglich ist1 ,schober 7meta1 so hie brigens auch der als ,ziel oder ,wendepunkt dienende kegelfrmige ,stein in der ,rennbahn7 aus ihm1 die so spitzig als mglich sein sollen4 ,so wird das ,heu am besten vor ,regen geschtzt2 auch haben die ,schober1 abgesehen vom ,schutz gegen ,regen1 das ,gute1 da das ,heu in ihnen schwitzt und so die noch vorhandene ,feuchtigkeit verdunsten lt4 ,auch wenn man ,heu unter ,dach bringt1 tut man gut daran1 es zunchst nur lose aufzuschichten und es erst spter1 nachdem es geschwitzt hat1 festzutreten1 da1 wo es bleiben soll48 ,der fruchtbarste und bedeutendste ,gelehrte ,roms1 ,marcus ,terentius ,varro 7#aaf-bg v4 ,chr47 schreibt in seinem ,buche ber den ,landbau3 ,hrt das ,gras 7herba7 der ,wiesen 7pratum7 auf zu wachsen und beginnt vor ,hitze drr zu werden1 so mu es mit ,sicheln abgeschnitten werden1 dann wendet man es mit ,gabeln1 bis es drr ist1 bindet es in ,bndel und fhrt es in das ,landhaus 7villa74 ,nun kratzt man die ,stoppeln 7stipula7 von der ,wiese mit ,harken und legt sie zum ,heuvorrat 7foenisicia74 ,ist dies geschehen1 so werden die ,wiesen noch gesichelt1 d4 h4 es wird noch das mit den ,sicheln weggeschnitten1 was die ,heumher 7foenisex7 beim ersten ,schnitt haben stehen lassen1 nach welchem die ,wiese noch ganz hckerig aussieht48 ,palladius im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 rt die als ,weide dienenden ,wiesen 7pascuum7 im ,august in ,brand zu stecken1 damit die ,strucher 7frutex7 bis auf den ,strunk 7stirps7 abbrennen und die ,grser nach dem ,brande um so freudiger wieder aufsprieen4 ,auch rt er die ,scheuern nicht blo trocken und luftig1 sondern auch weit genug vom ,landhaus weg zu bauen1 damit letzteres im ,falle eines ,brandes nicht gefhrdet werde4 ,in welch hohen ,ehren der ,landbau bei den ,rmern noch in der ,kaiserzeit stand1 das bezeugt uns ,plinius der ltere 7#bc-gi n4 ,chr471 der uns in seiner ,naturgeschichte bezeugt3 ,auch bei den ,auslndern hat es fr eine passende ,beschftigung fr ,knige und ,feldherrn gegolten1 ber den ,landbau zu schreiben4 ,das haben z4 ,b4 die ,knige ,hiero1 ,philometor1 ,attalus und ,archelaos1 die ,feldherrn ,xenophon und ,mago der ,punier getan4 ,als das rmische ,heer ,karthago erobert hatte 7#adf v4 ,chr471 schenkte unser ,senat die dortigen ,bchersammlungen den kleinen ,frsten ,afrikas2 die #bh kleinen ,schriften des ,mago 7lebte etwa um #ebj v4 ,chr47 aber hielt er in ,ehren und lie sie ins ,lateinische bersetzen1 obgleich der ltere ,cato damals schon ber den ,landbau geschrieben hatte4 -- ,auch unter den ,weltweisen1 den ausgezeichneten ,dichtern1 den berhmten ,schriftstellern sind tchtige ,landwirte gewesen4 ,ich habe deren ,namen in der ,einleitung zu meinem ,buche genannt1 erwhne aber ganz besonders den ,marcus ,varro1 der sich noch in seinem #ha4 ,lebensjahr entschlo1 ber die ,landwirtschaft zu schreiben48 ,derselbe ,plinius aber bemerkt zur ,tatsache1 da die rmischen ,landgter zu seiner ,zeit nur noch durch die infolge der zahlreichen ,kriege im berflu auf den ,sklavenmarkt geworfenen ,kriegsgefangenen bearbeitet wurden3 ,in alter ,zeit bebauten unsere ,feldherrn mit eigener ,hand ihre ,felder1 und man darf wohl annehmen1 da sich die ,erde selbst ber den mit ,lorbeer bekrnzten ,pflug und den durch ,triumphe berhmten ,pflger gefreut habe4 ,dem ,serranus wurden seine ,ehrenstellen bertragen1 wie er gerade mit ,sen 7serere7 beschftigt war1 und so erhielt er jenen ,namen4 ,dem ,cincinnatus berbrachte der ,staatsbote 7#deh v4 ,chr47 die ,diktatur1 wie er seine vier ,joche ,landes am ,vatikan pflgte2 sie heien noch jetzt die ,qintischen ,wiesen 7er hie nmlich ,lucius ,qinctius ,cincinnatus74 -- ,heutzutage wird das ,land von ,sklaven bearbeitet1 deren ,fe gefesselt1 deren ,hnde verdammt und deren ,gesichter gebrandmarkt sind4 ,das kann die ,erde doch nur mit ,widerwillen dulden48 ,neben den ,grsern spielte die ,luzerne 7,medicago sativa7 schon bei den ,kulturvlkern des ,altertums eine nicht unwichtige ,rolle4 ,dieser ,schmetterlingsbltler mit blulichen oder violetten ,blten in lockeren ,trauben und spiralig zusammengerollten ,hlsen ist vom sdwestlichen ,ruland durch ,asien bis zur ,mongolei1 ,tibet und ,vorderindien heimisch1 whrend die ihr nahe verwandte gelbblhende ,abart1 der ,sichelklee 7,medicago falcata71 von ,mittel- und ,sdeuropa bis zum nrdlichen ,sibirien und nach ,zentralasien wildwachsend vorkommt4 ,die ,luzerne ist ein sehr wertvolles ,futterkraut1 das so gut wie niemals versagt und sehr viele ,jahre hindurch einen unverminderten ,ertrag gibt1 weshalb sie auch als ewiger ,klee8 bezeichnet wird4 ,sie kann auf gutem ,boden bei uns jhrlich viermal1 in ,sdeuropa sogar sechsmal geschnitten werden4 ,die ,kreuzung derselben mit dem einheimischen gelbblhenden ,sichelklee hat die ihrem ,ursprung gem hufig ,farbenbergnge von ,gelb nach ,violett zeigende ,sandluzerne 7,medicago media7 hervorgebracht1 so genannt1 weil sie noch auf magerem ,boden mit ,vorteil angebaut werden kann4 ,im rossereichen alten ,medien1 der ,landschaft sdstlich vom ,kaukasus1 scheint die ,luzerne zum erstenmal in grerem ,umfange als ,pferdefutter angepflanzt worden zu sein2 wenigstens gelangte sie von dort zu den ,kulturvlkern der ,mittelmeerlnder1 zu den ,griechen als mdik pa oder einfach mdik und von diesen zu den ,rmern als medica4 ,die1 wie vorhin gesagt1 einen auerordentlich ausgedehnten ,gebrauch vom ,pferd fr die zahlreiche ,kavallerie und den ,postdienst machenden ,perser nannten sie aspest1 d4 h4 ,pferdefutter1 pflanzten sie ebenfalls viel an und sollen sie auf ihren ,kriegszgen nach dem ,urteil des ,plinius nach ,griechenland verbreitet haben4 ,von den griechischen ,schriftstellern erwhnt sie zuerst der ,komdiendichter ,aristophanes 7#dee-chg71 und zwar gleichfalls als ,pferdefutter4 ,auch ,aristoteles 7#chd-cbb7 spricht wiederholt von ihr1 urteilt aber in ziemlich abflliger ,weise von ihrem ,nutzen3 ,sie ist zwar den ,bienen zutrglich1 aber ihr erster ,schnitt taugt nichts und sie entzieht den ,tieren1 besonders den ,wiederkuern1 die ,milch48 ,die ,rmer urteilten1 nachdem sie dieses ,futterkraut von den ,griechen kennen gelernt hatten1 gnstiger darber4 ,cato 7#bcd-adi v4 ,chr47 kannte es offenbar noch nicht1 denn er schweigt sich vollstndig ber die ,luzerne aus4 ,der erste1 der sie erwhnt1 der gelehrte ,varro 7#aaf-bg v4 ,chr471 sagt von ihr1 da die ,schafe durch die ,ftterung mit medica1 deren ,samen beim ,sen wie ,getreide geworfen werde1 wie auch mit dem baumfrmigen ,schneckenklee 7cytisus7 fett werden und viel ,milch geben4 ,sehr eingenommen von ihr ist besonders der rmische ,ackerbauschriftsteller ,columella aus dem #a4 ,jahrhundert n4 ,chr41 der von ihr schreibt3 ,unter allen ,futterkrutern ist das medische ,kraut 7herba medica7 von hchstem ,wert1 da es1 einmal gest1 zehn ,jahre ausdauert1 jhrlich vier-1 bisweilen auch sechsmal geschnitten werden kann1 das ,feld dngt1 mageres ,vieh fett und krankes gesund macht4 ,von einem ,morgen ,luzerne knnen drei ,pferde das ganze ,jahr hindurch reichlich genhrt werden48 ,er gibt uns eine ausfhrliche ,schilderung seines ,anbaues auf dreimal gepflgtem ,feld1 das zuvor gut gedngt worden sein mu4 ,nach der ,aussaat drfe das ,kraut nicht mit ,eisen berhrt werden1 deshalb jte man es mit hlzernen ,hacken4 ,spter knne man es so klein schneiden als man will1 nur drfe man nicht dem ,vieh von vornherein zu viel davon geben1 da es sonst blhe2 es msse sich zuerst daran gewhnen4 ,sein ,zeitgenosse1 der aus ,kilikien gebrtige griechische ,arzt ,dioskurides sagt von der ,luzerne1 jeder ,landmann1 der ,vieh hlt1 pflanzt sie an1 und ,plinius rhmt von ihr1 da sie #cj ,jahre ausdauere und so wichtig sei1 da der ,grieche ,amphilochos 7aus ,athen7 ber sie und den baumfrmigen ,schneckenklee ein ,werk geschrieben habe4 ,auch ,palladius im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 wei nur ,gutes von ihr zu berichten4 ,um die ,mitte des #f4 ,jahrhunderts legte der sassanidische ,knig ,chosroes ,i4 eine hohe ,steuer auf ihre ,kultur1 was bei der groen ,bedeutung der ,pferdezucht im ,lande ,iran fr das ,volk sehr drckend1 aber fr ihn recht eintrglich war4 ,spter verbreiteten dann die ,araber ihre ,kultur weithin ber ,nordafrika1 und durch die ,kulturvlker ,europas gelangte sie in der ,neuzeit ber die ganze ,erde4 ,und zwar erlangte sie berall deshalb eine groe ,bedeutung1 weil sie diejenige ,futterpflanze ist1 die in den ,subtropen und ,tropen am besten gedeiht und die sichersten ,ertrge gibt4 ,dabei hlt sie #d-aj ,jahre aus und gewhrt #c-d ,heuschnitte jhrlich4 ,neben dem ,grnmais ist sie eine der wertvollsten ,futterpflanzen fr wrmere ,gegenden4 ,wie der ,anbau der ,luzerne um #dij durch die ,perser nach ,griechenland und zwischen #aej und #ej v4 ,chr4 von ,griechenland nach ,italien gelangte1 so kam er etwa hundert ,jahre spter von dort nach ,spanien1 von wo er dann im #af4 ,jahrhundert nach ,frankreich eingefhrt wurde4 #aefe treffen wir ihn in ,belgien4 ,die ,provenzalen aber erhielten diese ,futterpflanze von der ,riviera1 wohin sie ums ,jahr #aeej von ,italien her gelangt war1 und nannten sie nach dem italienischen ,ort ,clauserne1 woraus dann ,luzerne wurde4 ,letzterer ,name stammt indessen erst aus der ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts2 frher wurde sie burgundisch ,heu oder welscher ,klee genannt4 ,um #aegj fand sie durch ,wallonen in der ,rheinpfalz ,eingang2 doch machte ihr ,anbau im #ag4 ,jahrhundert kaum ,fortschritte4 ,um #agcj tauchte sie1 wahrscheinlich von ,mainz aus dahin gelangend1 pltzlich in ,erfurt auf und verbreitete sich von da weiter ber ,deutschland4 ,als ,futterpflanze nicht minder beliebt als die ,luzerne war bei den alten ,griechen und ,rmern der in den ,mittelmeerlndern heimische1 aber daselbst nicht allgemein verbreitete1 jedoch um ,smyrna1 auf den gischen ,inseln1 in ,griechenland und ,sditalien wildwachsende baumfrmige ,scheckenklee 7,medicago arborea71 von den ,griechen ktisos und in ,anlehnung daran von den ,rmern cytisus genannt4 ,wie in ,china und spter auch anderwrts der weie ,maulbeerbaum fr die ,nahrung der ,seidenraupe1 so wurde in ,griechenland und ,italien im ,altertum dieser strauchfrmige ,lippenbltler nur seiner ,bltter wegen an den ,wegrndern und als ,einfassung von ckern angepflanzt1 um diese als beliebtes ,viehfutter zu verwenden4 ,man kpfte ihn und zog ihn niedrig1 benutzte also vorzugsweise den immer erneuten ,stockausschlag4 ,acht ,monate im ,jahr lieferte der ,baum den ,tieren grnes ,futter1 das ihnen nach dem einstimmigen ,urteil der alten ,schriftsteller sehr zutrglich sein und ihre ,milchabsonderung befrdern sollte1 und den ,rest des ,jahres ,trockenfutter4 ,dabei war die ,kultur sehr bequem und mhelos1 da sich die ,pflanze mit dem magersten ,boden begngte und gegen noch so groe ,trockenheit unempfindlich war4 ,in dieser ,weise drcken sich ,columella und ,plinius aus1 wobei der letztere noch hinzufgt1 bei solchen groen ,vorzgen sei es nur zu verwundern1 da der cytisus in ,italien nicht hufiger angepflanzt werde4 ,dieser ,strauch stammt von der ,insel ,kythnos 7einer der gischen ,inseln7 und wurde von da zum groen ,gewinne der ,ksebereitung nach ,griechenland und von dort nach ,italien verpflanzt4 ,in ,italien ist er aber noch selten1 obschon das ,vieh bei keinem andern ,futter mehr und bessere ,milch geben soll4 ,man st im ,frhjahr die ,samen oder steckt im ,herbst ,stecklinge1 am besten ellenlange48 ,selbst sugenden ,frauen gebe man eine ,abkochung von ,cytisusblttern mit ,wein1 wodurch auch das ,kind gestrkt und sein ,wuchs befrdert werde4 ,auch in ,spanien mu der ,strauch zur ,rmerzeit angepflanzt worden sein2 denn dort wird er heute verwildert angetroffen4 berhaupt wurde bei den ,alten auch verschiedenes anderes ,laub als ,viehfutter verwendet4 ,da dem heien1 gebirgigen ,sden die blumenreichen ,wiesen des ,nordens versagt sind1 lag es nahe1 dem ,vieh nicht nur die bei der ,beschneidung von lbaum und ,rebe abfallenden ,zweige1 sondern auch die ,bltter von den die ,wege und cker einfassenden ,bumen als ,futter zu geben1 wie das drre ,laub als ,streu diente4 ,schon der ltere ,cato 7#bcd-adi v4 ,chr47 erteilt in seiner ,schrift ber den ,landbau die uns seltsam klingende ,vorschrift3 ,gib den ,ochsen ,laub von ,ulmen1 ,pappeln1 ,eichen und ,feigenbumen1 so lange du davon hast4 -- ,den ,schafen gib ,baumlaub1 so lange du solches hast8 und wiederholt spter3 ,hast du kein ,heu1 so gib dem ,ochsen ,eichen- und ,efeubltter48 ,auch bei den spteren landwirtschaftlichen ,schriftstellern wird diese ,art ,ftterung so oft erwhnt und vorausgesetzt1 da sie allgemein blich gewesen sein mu4 ,neben der ,luzerne spielte bei den ,griechen und ,rmern des ,altertums auch die von den ersteren thrmos1 von den letzteren dagegen lupinus genannte ,lupine eine groe ,rolle als ,viehfutter4 ,wie ,theophrast im #d41 so sagt der ltere ,cato im #b4 ,jahrhundert v4 ,chr4 von ihr1 da sie sogar auf magerem1 trockenem ,boden gedeihe und sandiges ,erdreich fettem vorziehe2 und ,columella rhmt von ihr3 ,unter den ,hlsenfrchten ist die ,lupine vorzglich wichtig1 weil sie wenig ,mhe macht1 sehr wohlfeil ist und den ,acker1 auf dem sie wchst1 sehr verbessert4 ,sie gibt eine herrliche ,dngung1 gedeiht selbst auf ganz erschpftem ,boden und lt sich in der ,scheuer fast ewig gut erhalten4 ,in ,hungerjahren gibt sie auch den ,menschen eine sttigende ,speise4 ,man st sie gleich von der ,tenne weg2 sie gedeiht auch1 wenn man sie nur ganz schlecht unter die ,erde bringt4 ,um krftig zu werden1 bedarf sie lauen ,herbstwetters2 auch leidet sie durch ,frost1 wenn er eintritt1 bevor sie erstarkt ist4 ,samen1 die nicht zur ,saat verwendet werden1 sollen trocken auf dem vom ,rauch durchzogenen ,speicher aufbewahrt werden1 damit sie nicht von den ,wrmern angegriffen werden48 ,sein ,zeitgenosse ,dioskurides unterscheidet eine zahme ,lupine1 die dem ,menschen zur ,speise dient und auch arzneilich verwendet wird1 und eine wilde1 der zahmen hnliche1 aber kleiner als diese1 obwohl dieselben ,eigenschaften besitzend4 ,um #bjj n4 ,chr4 urteilt der griechische ,grammatiker ,athenaios aus ,naukratis in gypten ber sie3 ,die ,lupine ist eine ,speise fr ,hungerleider4 ,der ,dichter ,diphilos nannte sie thermokamos1 und so heit sie noch jetzt4 ,polemon sagt1 da die ,lakedmonier sie lysilis nennen4 ,der ,philosoph ,zenon der ,kittier war ein flegelhafter1 jhzorniger ,mensch1 pflegte aber hflich und sogar zrtlich zu sein1 wenn er eine tchtige ,portion ,wein getrunken hatte4 ,wie er nun gefragt wurde1 wie das mglich sei1 antwortete er3 ,mir geht es wie den ,lupinen2 sie sind erbrmlich bitter1 so lange sie trocken sind1 dagegen s und lieblich1 sobald sie sich recht satt getrunken haben48 ,endlich empfiehlt sie ,palladius im #f4 ,jahrhundert n4 ,chr4 zur ,grndngung4 ,heute noch sind die gelbe ,lupine 7,lupinus luteus7 und die schmalbltterige blaue ,lupine 7,lupinus hirsutus7 fr unsere ,landwirtschaft sehr wichtige ,futterkruter4 ,beide sind ursprnglich im ,mittelmeergebiet heimisch und gedeihen sehr gut auf magerem ,sandboden1 in den sie ihre ,pfahlwurzel #a m tief und darber hinabsenken4 ,erstere mit groen1 goldgelben1 wohlriechenden ,blten in langer hre und rundlichen1 weigefleckten ,samen kam aus ,sizilien nach ,deutschland und wurde zuerst #ahdj in ,gro-,ballerstedt in der ,altmark angebaut4 ,von da verbreitete sie sich bald ber das ganze ,sandgebiet ,preuens1 da sie nicht nur mannigfaltigen ,nutzen zur ,weide1 als ,grnfutter1 zur ,heu- und ,krnergewinnung gewhrt1 sondern auch zur ,grndngung von hchstem ,werte ist4 ,mit den in ihren ,wurzelknllchen angesiedelten ,rhizobien wirkt sie energisch stickstoffsammelnd4 ,am besten gedeiht sie an freier1 sonniger ,lage2 dabei befrdert eine ,zugabe von ,gips den ,blattwuchs4 ,noch gengsamer als die gelbe ist die blaue ,lupine1 die selbst noch auf grandigem1 d4 h4 aus grobem ,sand und feinem ,kies bestehendem ,boden gedeiht4 ,sie kam aus ,spanien zu uns1 und besitzt einen nach oben stark verstelten ,stengel1 kurze1 hrenfrmige ,trauben mit blauen ,blten und rtlichgraue1 weipunktierte ,samen von der ,gre von ,wickensamen4 ,das ,vieh frit die ,krner der blauen ,lupine lieber als die der gelben1 aber bei ersterer dringen die ,wurzeln nicht so tief in den ,boden ein und die ,nachfrucht1 wozu gewhnlich ,roggen gewhlt wird1 fllt viel schlechter aus4 ,die ,lupinensamen bilden ein leichtverdauliches1 bei richtiger ,verwendung fr ,mastzwecke vortrefflich geeignetes ,futter4 ,da sie aber bitter sind1 mssen sich die ,tiere erst daran gewhnen1 wenn auch ,pferde und ,rinder sie deshalb anfnglich zurckweisen1 so nehmen sie sie schlielich doch an und kehren sich nicht mehr an die ,bitterkeit derselben1 zu deren ,beseitigung schon zahlreiche ,methoden angegeben wurden4 ,die ,samen dienen auch als ,arzneimittel und hufiger als man glaubt als ,kaffeesurrogat wie ,zichorie4 ,viel weniger hufig als die beiden vorgenannten wird bei uns die aus dem ,orient stammende weie ,lupine 7,lupinus albus7 angebaut4 ,sie diente schon den alten ,griechen und ,rmern als ,futterpflanze1 wie auch die aus ,westasien stammende rauhhaarige ,lupine 7,lupinus hirsutus7 mit blauen ,blten1 die bei uns als ,gartenzierpflanze angetroffen wird4 ,die ,frchte dieser beiden ,lupinenarten galten den alten ,griechen und ,rmern als ,leckerbissen4 ,gleicherweise wurde von diesen ,kulturvlkern des ,altertums1 teils zur ,benutzung der ,samen fr den ,menschen1 teils als ,viehfutter die von den ,griechen lthyros1 von den ,rmern dagegen cicercula genannte ,saatplatterbse 7,lathyrus sativus71 auch deutsche ,kichererbse1 ,kicherling oder weie ,erve genannt1 angepflanzt4 ,sie ist ein #cj-fj cm hoch werdendes ,sommergewchs ,sdeuropas mit unpaarigen ,fiederblttern1 in drei ,ranken auslaufenden ,blattstielen1 einzeln stehenden1 langgestielten1 weien1 roten oder violetten ,blten und #d cm langen1 zusammengedrckten ,hlsen1 die #b-c ziemlich groe1 eckige1 gelbweie1 rot- und violettbrunliche ,samen enthalten4 ,obschon letztere etwas bitter sind1 wird die ,pflanze zu deren ,gewinnung als ,speise fr die ,menschen noch in den gebirgigen ,teilen ,griechenlands und ,italiens angebaut4 ,sonst wird die ,pflanze in ganz ,sdeuropa1 besonders in ,rumnien1 wenig dagegen in ,mitteleuropa1 speziell ,deutschland als gutes ,viehfutter auf trockenem ,boden angepflanzt4 ,vielfach werden deren ,samen unreif wie ,erbsen gegessen1 sind aber weniger wohlschmeckend4 ,vielfach findet man auf ,wiesen als ein ,zeichen von deren besserer ,qualitt die ausdauernde ,wiesenplatterbse 7,lathyrus pratensis7 mit gelben ,blten4 ,wo sie aber in greren ,massen auftritt1 schadet sie dem ,graswuchs4 ,sie wird auch vielfach als ,futterpflanze angebaut1 da sie eine groe ,menge guten ,futters liefert4 ,wegen seiner ,bitterkeit wird ihr ,laub im grnen ,zustand vom ,vieh nicht gern gefressen1 wohl aber als ,heu4 ,es ist dann sehr schmackhaft und krftig4 ,ein feineres ,futter als diese erzeugt die ,sumpfplatterbse 7,lathyrus palustris71 die ebenfalls ausdauernd ist und reiche ,trauben von blauen ,blten besitzt4 ,sie wchst auf feuchten1 moorigen ,wiesen1 wo sonst verhltnismig wenig ,futterpflanzen gedeihen1 und wird vom ,vieh auch grn gerne gefressen1 weil sie nicht so unangenehm bitter ist als die vorige4 ,die ,waldplatterbse 7,lathyrus silvestris71 eine in ,mitteleuropa an ,waldrndern und an ,hecken wachsende ,staude mit kletterndem1 stigem ,stengel1 lanzettlichen ,blttern1 roten ,blten in ,trauben und flachen1 runzeligen ,samen1 eignet sich dagegen zum ,anbau als ,futterkraut auf steinigem1 grobem und drrem ,boden4 ,sie ist durch ein stark entwickeltes ,wurzelsystem und eine groe ,fhigkeit die ,gesteine zu zersetzen ausgezeichnet1 treibt um #h-ad ,tage frher als die ,luzerne und ist gegen ,sptfrste unempfindlich1 was groe ,vorteile bedeuten4 ,den hchsten ,ertrag liefert sie nach drei ,jahren1 indem sie #ajjjj kg ,heu pro ,hektar ernten lt4 ,dabei kann sie ebenso gut grn1 wie getrocknet verfttert werden4 ,whrend der in ,sdeuropa heimische ,kronsklee 7,hedysarum coronarium7 in ,italien und den ,balearen als ,futterpflanze angebaut wird1 spielt der ,gebirgssklee 7,hedysarum obscurum7 auf den bewsserten ,alpenwiesen eine groe ,rolle als sehr geschtzte ,nahrung des dort smmernden ,viehs4 ,deren nahe ,verwandte sind die ,esparsette und die ,serradelle4 ,die ,esparsette 7,onobrychis sativa7 ist eine in hheren ,lagen des gemigten ,europa heimische1 stlich bis zum ,baikalsee gehende1 kalkstete1 #cj-fj cm hohe ,pflanze mit lanzettlichen ,blttern1 langgestielten hren von roten ,blten und rundlichen ,nchen1 die auf trockenem1 ber zerklftetem ,kalkstein oder ,mergel stehendem ,boden das beste ,futtergewchs ist und ,kalkgegenden1 die sonst zu den unfruchtbarsten gehren1 fruchtbar macht1 deshalb auch in ,deutschland berall auf ,kalk- und ,kreideboden angebaut wird4 ,auf ,boden mit kiesigem oder sandigem ,untergrund gedeiht sie schlecht1 weil die ,wurzeln ber #a m tief gehen1 sehr gut dagegen auf recht kalkreichem1 wobei sie #c-f ,jahre aushlt1 jedoch meist nur einen ,schnitt und ,weide gibt4 ,den ,griechen und ,rmern war sie durchaus unbekannt4 ,erst im ,laufe des #ae4 ,jahrhunderts tritt sie uns in ,mitteleuropa als ,kulturpflanze entgegen4 ,allem ,anscheine nach hat ihre ,kultur im sdlichen ,frankreich ihren ,ursprung genommen1 und zwar mglicherweise erst im #ae4 ,jahrhundert4 ,im #af4 ,jahrhundert1 zu ,lebzeiten ,olivier de ,serres1 der uns darber in seinem ,buche ,thtre de l'agriculture berichtet1 war sie1 die lupinella der ,italiener1 dort bereits eine sehr geschtzte ,futterpflanze4 ,in ,italien hat sich ihr ,anbau erst im #ah4 ,jahrhundert1 namentlich in ,toskana1 weiter ausgebreitet4 ,schon ums ,jahr #aefj wurde sie vor der ,luzerne1 aber nach dem roten ,klee in ,sddeutschland als ,futterpflanze angebaut und verbreitete sich von da weiter4 ,sie ist nchst ,luzerne und ,wiesenklee unser vorzglichstes ,futterkraut besonders fr milchende ,khe1 dngt mit ihren zahlreichen ,wurzelknllchen den ,boden gut und liefert in ihren honigreichen ,blten eine treffliche ,bienenweide4 ,wie die ,esparsette der ,klee des ,kalkbodens1 so ist die auf der iberischen ,halbinsel1 in ,spanien und ,portugal1 heimische ,serradelle 7,ornithopus sativus7 der ,klee des ,sandbodens4 ,sie besitzt #cj-fj cm hohe ,stengel1 vielbltige ,kpfchen von lilafarbenen ,blten und #be cm lange1 perlschnurartig gegliederte ,hlsen1 wird von allen herbivoren ,haustieren gerne gefressen und kommt dem ,wiesenheu an ,nhrwert gleich4 ,da sie den ,boden vermge der stickstoffsammelnden ,knllchenbakterien dngt und ihn bei gutem ,stand auch trefflich beschattet1 ihn damit in guter ,gare hinterlt1 wird sie zur ,verbesserung schlechter ,lndereien verwendet4 ,sie ist eine gute ,vorfrucht1 zumal fr ,getreide1 eignet sich aber auch vorzglich als ,nachfrucht1 indem man sie im ,frhjahr in ,wintergetreide st und nach der ,ernte desselben noch einen guten ,futterschnitt oder im schlimmsten ,fall eine gute ,weide erhlt4 ,sie wurde in ihrer ,heimat wohl erst gegen den ,anfang des #ai4 ,jahrhunderts in ,kultur genommen und gelangte von dort um die ,mitte desselben zu uns4 ,eine gute ,futterpflanze ist auch der gelbe oder ,steinklee 7,medicago lupulina71 eine auf ,wiesen und an ,wegrndern in ganz ,europa mit ,ausnahme der arktischen ,gebiete1 in ,nordafrika und ,mittelasien wildwachsende ,pflanze mit niederliegendem oder aufsteigendem ,stengel1 eifrmigen ,blttchen1 gelben ,blten in hrigen ,trauben und nierenfrmigen1 eingerollten ,hlsen1 die ein- und zweijhrig kultiviert wird4 ,ihre ,samen werden fast ausschlielich in ,mittel- und ,niederschlesien gezogen1 whrend diejenigen der ,luzerne und ,sandluzerne vorzugsweise in der ,provence und in ,italien vertrieben werden4 ,auch die verschiedenen ,arten von ,honigklee 7,melilotus7 finden als ,futterkruter ,verwendung4 ,so wurde der in ,italien und ,griechenland als berall angetroffenes ,unkraut heimische sizilische ,honigklee 7,melilotus messanensis7 mit gelben ,blten von den ,alten als ,viehfutter gepflanzt4 ,noch heute heit er in ,griechenland hmeron triphlli1 d4 h4 zahmer ,klee4 ,bei den alten ,griechen hie er melltos1 war dem ,apollon und den ,musen geweiht und galt als ,symbol der ,schnheit und wohlgesetzten ,rede4 ,das wohlriechende ,kraut war zu ,krnzen beliebt und diente nach ,nikander um den ,kopf gewunden zur ,linderung von ,krankheiten aller ,art4 ,der griechische ,arzt ,dioskurides um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 schreibt in seiner ,arzneikunde3 ,der beste ,honigklee 7melltos7 wchst bei ,athen1 ,kyzikos und bei ,karthago1 und zwar mit safrangelber ,farbe und ,wohlgeruch4 ,er wchst auch in ,kampanien bei ,nola1 hat die ,eigenschaften des ,bockshornklees 7telzn71 aber sein ,geruch ist schwcher4 ,man braucht ihn gegen ,kopfweh und einige andere bel48 ,der gelbbltige ,honigklee 7,melilotus officinalis71 der durch achselstndige1 lange1 lockere ,bltentrauben ausgezeichnet ist und sehr kurze1 meist einsamige ,frchte zeitigt1 ist eine ebenfalls als ,viehfutter beliebte1 #a-a1be m hohe ,staude1 die in allen ,teilen1 besonders getrocknet1 einen starken ,geruch nach frischem1 duftigem ,heu wie das ,ruchgras 7,anthoxantum odoratum7 und andere vorzgliches ,futter gebende ,grser aushaucht4 ,bei allen diesen rhrt der ,duft von dem besonders in den ,tonkabohnen enthaltenen und daraus gewonnenen1 auch dem ,waldmeister sein kstliches ,aroma verleihenden ,kumarin1 das in der ,parfmerie eine groe ,rolle spielt1 auch zum ,aromatisieren von ,schnupftabak dient4 ,die ,bltter und ,blten dieses1 wie auch des ebenfalls gelbbltigen behaartfrchtigen ,honigklees 7,melilotus macrorhiza7 dienen zu erweichenden ,umschlgen und besonders zur ,herstellung des zerteilenden ,melilotenpflasters4 ,letztere ,art wird namentlich in ,england auf schlechtem ,boden fr ,pferde kultiviert1 whrend der bis #a1ie m hohe weibltige ,honigklee 7,melilotus alba7 als ,wunder- oder amerikanischer ,riesenklee als die beste die ,luzerne ersetzende ,kleeart eine ,zeitlang auf magerem ,boden viel gepflanzt wurde4 ,sein ,same wurde sehr teuer bezahlt2 allein nach den gemachten ,erfahrungen gibt dieser ,honigklee zwar eine gute ,weide fr ,schafe1 kann aber als ,trockenfutter wegen seines starken ,geruchs nicht unvermengt verfttert werden und ist im erwachsenen ,zustande wegen seiner langen1 holzigen ,stengel und ste und den wenigen ,blttern eine harte ,pflanze4 berhaupt sind alle diese ,honigkleearten nur im jungen ,zustande gute ,futterkruter1 werden aber des bitteren ,geschmacks wegen1 der von ihrem ,gehalte an ,kumarin herrhrt1 unvermengt vom ,vieh nicht gern gefressen4 ,weitaus am strksten riecht unter allen ,honigkleearten1 besonders in getrocknetem ,zustande1 der aus ,nordafrika stammende ,bisamhonigklee 7,melilotus coerulea7 mit blulichen oder hellila gefrbten ,blten1 der hier und da in ,deutschland und in der ,schweiz1 so namentlich im ,kanton ,glarus1 angebaut wird4 ,sein getrocknetes und fein zerriebenes ,kraut gibt nmlich dem vorzugsweise im ,kanton ,glarus in der ,schweiz hergestellten ,kruterkse oder ,schabzieger seine grnliche ,farbe und seinen eigentmlichen ,geruch und ,geschmack4 ,denselben starken ,geruch besitzt auch der im ,orient und in ,griechenland heimische ,bockshornklee oder griechisches ,heu 7,trigonella foenum graecum71 das ebenfalls zur ,herstellung von ,kruterkse dient4 ,dieser einjhrige1 #cj-ej cm hohe ,schmetterlingsbltler mit eifrmigen ,blttern1 blagelben ,blten und #h-ab cm langen1 sichelfrmig gekrmmten1 lngsgestreiften ,hlsen kommt auch in ganz ,nordafrika bis ,indien wild vor und wird dort wie in ,sdeuropa von altersher als ,viehfutter gepflanzt2 auch in ,sdfrankreich1 in ,thringen und im ,vogtland wird er der ,samen wegen kultiviert4 ,diese schmecken gekocht schleimig-bitter1 riechen stark nach ,honigklee und standen bei den gyptern1 ,griechen und ,rmern in hohem ,ansehen als ,arzneimittel4 ,plinius sagt von der ,pflanze3 ,der ,bockshornklee hat als ,arznei einen groen ,ruf4 ,er heit bei den ,griechen tlis1 bkeras oder aigkeras 7d4 h4 ,rinds- oder ,bockshorn1 weil seine ,fruchthlsen wie ,hrnchen gekrmmt sind71 bei den ,rmern aber heit er silicia 7d4 h4 ,hlsenfrchtler748 ,sein ,zeitgenosse1 der griechische ,arzt ,dioskurides schreibt von ihm in seiner ,arzneimittellehre3 ,die zu ,mehl zerriebenen ,samen des ,bockshornklees 7tlis7 dienen als ,arznei4 ,man legt sie auch in ,olivenl und pret die ,mischung aus48 ,und der rmische ,ackerbauschriftsteller ,columella aus ,spanien berichtet3 ,das griechische ,heu 7foenum graecum71 das die ,landleute siliqua 7,hlse7 nennen1 wird im ,september gest1 wenn es als ,grnfutter dienen soll1 dagegen ,ende ,januar1 wenn die ,samen geerntet werden sollen4 ,kommt der ,same mehr als vierfingerbreit unter die ,oberflche1 so geht er nicht leicht auf48 ,letzterer wurde gerstet von den ,alten als ,speise benutzt4 ,heute noch werden die ,samen im ,orient1 vornehmlich in gypten1 mit ,milch zubereitet sehr gerne gegessen und sollen namentlich von den ,haremsdamen zur ,erlangung der als ,zeichen von besonderer ,schnheit geltenden ,wohlbeleibtheit gebraucht werden4 ,bei uns finden sie fast nur noch in der ,tierarzneikunde und1 ihres ,schleimes wegen1 auch in der ,tuchfabrikation ,verwendung4 ,die jungen ,triebe werden im ,orient gerne als wohlschmeckendes ,gemse gegessen4 ,der ,bockshornklee1 dessen ,anbau ,karl der ,groe in den ,verordnungen fr die kaiserlichen ,gter vom ,jahre #hab befahl1 wird auch bei uns gelegentlich als ,grnfutter und zur ,heugewinnung angepflanzt1 doch schmeckt er so stark1 da er nur mit andern ,futterpflanzen vermischt vom ,vieh gerne gefressen wird4 ,das ,stroh der ,hlsen dient bei den ,arabern als ,pferdefutter4 ,von den eigentlichen ,kleearten mit dreigeteilten ,blttern 7daher trifolium schon von den alten ,rmern genannt7 ist der an feuchten ,stellen ,kleinasiens und ,griechenlands uerst hufig wachsende ,erdbeerklee 7,trifolium fragiferum7 mit fleischroten ,blten schon von den ,griechen und ,rmern als lts beziehungsweise lotus als geschtztes ,viehfutter angepflanzt worden4 ,er ist das ,kraut lts1 das bei ,homer die ,gefilde bedeckt und von den ,pferden der ,helden gefressen wird4 ,der rmische ,dichter ,vergil 7#gj-ai v4 ,chr47 rt in seiner ,georgika1 der in ,hexametern verfaten ,abhandlung ber den ,landbau1 fr das ,vieh viel solchen ,klee 7lotos7 zu sen1 und der griechische ,arzt ,dioskurides um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 unterscheidet auer dem wilden ,erdbeerklee 7lts71 der auch der libysche heie1 weil er besonders hufig in ,libyen wchst1 ber zwei ,ellen hoch werde und ,bltter wie der gewhnliche ,wiesenklee habe1 den in ,grten wachsenden zahmen lts4 ,dem ,erdbeerklee hnlich ist der berall auf ,wiesen und ,triften gemeine kriechende ,klee 7,trifolium repens7 mit weien1 seltener fleischfarbenen ,blten1 der auf den ,wiesen1 auf welchen er erscheint1 stets als ein ,zeichen von deren ,gte gilt2 er wird hufig auf minder gutem ,boden1 namentlich auf ,marschboden kultiviert und kann noch da angebaut werden1 wo der sonst bessere rote oder ,wiesenklee wegen mangelnder ,feuchtigkeit nicht mehr gedeiht4 ,er dient wie alle andern ,kleearten teils zur ,grnftterung1 teils zur ,weide4 ,ebenso werden die als sehr geschtzte ,futterpflanzen auf ,bergwiesen hufigen ,arten1 der weibltige ,bergklee 7,trifolium montanum71 der rotbltige ,bergklee 7,tr4 alpestre71 der groe rotbltige ,bergklee 7,tr4 rubens7 und der purpurbltige mittlere ,bergklee 7,tr4 medium7 auch im ,tiefland hufig angebaut4 ,der anfnglich weilich und zuletzt rtlich blhende ,ackerklee 7,tr4 arvense7 ist auf ckern zwar ein ,unkraut1 gibt aber daselbst nach der ,ernte dem weidenden ,vieh ,futter und eignet sich auch auf schlechtem ,boden zum ,anbau1 speziell als ,weidekraut4 ,mehr in sdlichen ,gegenden wird der gelblichweibltige ,rosenklee 7,tr4 ochroleucum7 angepflanzt1 whrend der auf feuchten ,wiesen und ,triften ,mitteleuropas wildwachsende schwedische oder ,bastardklee 7,tr4 hybridum7 mit langgestielten1 rundlichen ,kpfen von weien innern und leicht rosenroten ,randblten auch bei uns als ein sehr gutes1 hinsichtlich des ,bodens wenig anspruchsvolles ,futterkraut angebaut wird4 ,es gedeiht selbst noch auf so drftigem ,grunde1 wie ihn sonst keine andere ,kleeart annimmt4 ,auch der als ,kulturpflanze der ,landwirtschaft aus ,italien zu uns gekommene1 mit schn purpur- oder fleischroten ,blten in lnglichen ,kpfchen gezierte ,blut- oder ,inkarnatklee 7,trifolium incarnatum7 wird hufig in ,deutschland angepflanzt4 ,diese einjhrige ,futterpflanze1 die in ,nordspanien1 auf ,sardinien und in ,nordafrika wildwachsend angetroffen wird1 scheint in ,katalonien zuerst angepflanzt worden zu sein4 ,von da kam sie erst zu ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts ber die ,pyrenen nach der sdfranzsischen ,provinz ,arige1 wo de ,candolle ihre ,kultur beschrnkt fand4 ,bald verbreitete sie sich ber das brige ,frankreich1 war um #ahcj schon bei ,genf in der ,schweiz und drang spter auch nach ,deutschland vor1 wo sie wegen ihrer ,vorzge bald ziemliche ,verbreitung fand4 ,aber der in ,deutschland1 wie dem brigen ,europa und der ganzen ,kulturwelt als wichtigste ,futterpflanze berhaupt angebaute ,klee1 der ,klee schlechthin1 ist der rote oder ,wiesenklee 7,trifolium pratense7 mit meist purpurroten ,blten1 der bei uns berall auf ,wiesen als ,merkmal besonderer ,gte wildwachsend angetroffen wird4 ,er wird allgemein auf ckern1 teils fr sich1 teils im ,gemenge 7besonders mit ,timothygras1 ,phleum pratense7 kultiviert und ist auf schwerem1 tiefgrndigem ,boden das vorteilhafteste ,futterkraut in ,nordeuropa1 bleibt aber nur einige ,jahre ergiebig und darf erst nach lngerer ,pause auf demselben ,felde wieder gepflanzt werden1 weil solche ,felder an den fr den ,klee erforderlichen ,nhrstoffen erschpft werden1 die sogenannte ,kleemdigkeit zeigen4 ,diesen ,wiesenklee hat das ,altertum nicht angebaut4 ,gewi war er schon zu ,ende des ,mittelalters in ,spanien eine geschtzte ,futterpflanze1 aber seine ,kultur wurde erst um die ,mitte des #af4 ,jahrhunderts durch die aus ,spanien vertriebenen ,protestanten in ,mitteleuropa eingefhrt4 ,zuerst lt sich sein ,anbau gegen die ,mitte des #af4 ,jahrhunderts in ,flandern nachweisen1 von wo ihn die ,englnder im ,jahre #afcc durch den ,einflu des damaligen ,lordkanzlers ,weston1 ,graf von ,portland1 erhielten4 ,um #aeff finden wir den roten ,kopfklee in ,frankreich und ,belgien als ,futterpflanze angebaut4 ,in der ,folge kam er dann vor dem weien ,klee1 wie auch der ,esparsette und ,luzerne auch in ,deutschland auf4 ,und zwar war es zuerst die ,kurpfalz1 wo er durch unter dem ,schutze des ,kurfrsten angesiedelte spanische ,refugianten eingefhrt wurde4 ,von da aus eroberte er sich bald ganz ,deutschland4 ,spter begann man in den #agfj;er ,jahren zuerst in ,sddeutschland die ,kleekultur zu verbessern und gewann damit bedeutend mehr ,futter1 so da man den ,viehstand zu vergrern vermochte4 ,auch fhrte man zur ,schonung der unntig vom ,vieh niedergetretenen ,kleecker die ,stallftterung ein1 bei welcher gleichzeitig die ,aufsicht1 wie sie der ,weidgang erforderte1 wegfiel4 ,durch die gnstigen ,erfolge angeregt1 fhrte der ,gutsbesitzer ,johann ,christian ,schubart 7#agcd-aghf71 der das neue ,feldsystem in ,darmstadt kennen gelernt hatte1 mit diesem die ,kultur von ,kopfklee1 ,runkelrben und ,kartoffeln auf seinen ,gtern bei ,zeitz in ,norddeutschland ein4 ,seit #agha wirkte er auch schriftstellerisch fr die weitere ,verbreitung des ,kleebaues1 wie fr die brigen ,neuerungen1 die in der ,folge ziemlich rasch in ,thringen und ,sachsen ,eingang fanden4 ,fr seine zweifellos groen ,verdienste wurde dann ,schubart #aghd als ,edler von ,kleefeld geadelt4 ,durch falsche ,anwendung gelangte seine ,lehre vorbergehend in ,mikredit1 bis sich ,albrecht ,thaer ihrer annahm4 ,auf die in ,england mit dieser neuen ,kultur gewonnenen gnstigen ,erfahrungen hinweisend1 vermochte er in weiten ,kreisen das erschtterte ,vertrauen in den ,kleebau wieder zu befestigen4 ,so fand dieser von #ahdh an schnell allgemeine ,verbreitung4 ,er bewhrte sich besonders in solchen ,gegenden1 in denen die ,kultur der ,luzerne versagte4 ,heute ist der ,kleehandel am strksten in ,deutschland1 und zwar in ,schlesien1 dann in ,steiermark und ,sdfrankreich1 diese ,lnder versorgen alle brigen mit ,kleesamen4 ,wegen der geringen ,widerstandsfhigkeit seiner ,kleearten vermag ,nordamerika damit bei uns keinen ,markt zu gewinnen4 ,auch in ,sage und ,geschichte spielt der ,klee eine gewisse ,rolle4 ,so hat man frher vierbltterigem ,klee allseitig wunderbare ,zauberkraft zugeschrieben4 ,dem ,finder sollte es ,glck und ,heil bringen1 noch mehr aber demjenigen1 dem unbewut solches von jemand zugesteckt wurde4 ,noch heute glaubt das ,volk in ,griechenland1 da ein vierbltteriges ,kleeblatt ,schtze heben und die gefhrlichsten ,krankheiten heilen knne4 ,besondere ,wertschtzung als ,spender bernatrlicher ,krfte geno es namentlich auch in ,england1 noch mehr aber das viel seltenere siebenbltterige ,kleeblatt4 ,das ,dreiblatt des weibltigen kriechenden ,klees 7,trifolium repens71 nach andern wohl richtiger des ,hasenklees oder gemeinen ,sauerklees 7,oxalis acetosella7 ist der von den ,dichtern englischer ,zunge oft besungene shamrock1 das ,nationalzeichen der ,irlnder1 das sie zur ,ehre ihres ,schutzheiligen ,st4 ,patrick 7,patricius7 tragen4 ,endlich wird auch der auf sandigen ckern als ,unkraut wachsende ,ackersprgel 7,spergula arvensis7 mit kleinen1 weien ,blten1 deren ,stiele sich nach dem ,verblhen herabschlagen1 als ausgezeichnetes1 reichlich ,milch lieferndes ,weidekraut angepflanzt4 ,in der ,kultur ist die ,pflanze gegenber den ,wildlingen gebliebenen ,verwandten viel grer und saftiger und wird deshalb als ,spark 7,s4 maxima7 von jenen unterschieden4 ,sie gedeiht noch recht gut in ,sandgegenden1 wo ,klee und ,gras nur kmmerlich fortkommen1 und gibt fr ,sommer und ,herbst treffliches frisches ,grnfutter4 ,auch dient die ,pflanze zur ,grndngung2 die zurckbleibenden ,sparkwurzeln verbessern den ,boden bedeutend1 so da er mit der ,zeit auch fr anspruchsvollere ,futterkruter verwendet werden kann4 ,neuerdings werden auch verschiedene rasch wachsende ,getreidearten zur ,grnftterung gepflanzt4 ,so liefert vielfach ,grnroggen und ,grnbuchweizen um ,anfang ,mai das erste grne ,futter fr das ,vieh4 ,an deren ,stelle treten spter ,grngerste1 ,grnweizen und namentlich ,grnmais1 welch letzterer fr wrmere ,gegenden weitaus das ausgiebigste ,futter ist4 ,fr trockene und zugleich warme ,gebiete sind auch die kleine ,kolbenhirse oder der ,fennich 7,setaria viridis71 besonders die ,variett mit orangegelben ,krnern -- in ,ungarn mohar genannt -- und die wehrlose ,trespe 7,bromus inermis7 von sehr groer ,bedeutung4 #a ,siehe ,nheres im #c4 ,bande des3 ,vom ,nebelfleck zum ,menschen betitelt ,das ,leben der ,erde8 ,s4 #efg ff4 im #ac4 ,abschnitt1 der das ,leben der ,erde behandelt4 ,,xx4 ,die ,faserpflanzen4 ,eine der ltesten ,handfertigkeiten des ,menschen ist das ,flechten1 dem spter das ,spinnen und ,weben folgte4 ,dazu benutzte er die verschiedensten ihm bekannten und zugnglichen ,faserstoffe des ,pflanzenreichs1 so vor allem den geschmeidigen ,bast mancher ,bume1 besonders der ,linde1 und die zhen ,stengel der ,binsen1 spter auch die in der nrdlichen ,pflanzenregion heimische1 wasserreichen ,untergrund liebende ,korbweide4 ,als frheste kultivierte ,faserpflanze tritt uns in ,europa der schmalbltterige ,lein 7,linum angustifolium7 entgegen1 der in nicht zu feuchten ,gegenden der ,mittelmeerlnder von den ,kanaren bis ,syrien und dem ,kaukasus heimisch ist und auf sterilem ,boden berall wildwachsend angetroffen wird4 ,im ,gegensatz zu unserem ,kulturlein ist er nicht einjhrig1 sondern ausdauernd und treibt statt einem mehrere ,stengel mit schmleren ,blttern und kleineren1 an der ,spitze kaum gekerbten ,samen4 ,als sdliche1 wrmeliebende ,pflanze ist er nicht imstande1 die jetzigen ,winter der stlichen ,schweiz1 wo er zur jngsten ,steinzeit in ,robenhausen und anderen ,pfahlbauniederlassungen in ziemlicher ,menge angepflanzt und verarbeitet wurde1 zu ertragen4 ,es mu also das ,klima hier vor #djjj-ejjj ,jahren ein wrmeres als heute gewesen sein4 ,aus dem ,sden gelangte diese ,gespinstpflanze mit den sie begleitenden ,unkrutern1 wie dem kretischen ,leinkraut 7,silene cretica71 das heute noch zahlreich in den ,leinfeldern ,italiens wuchert1 zu ihnen und wurde von ihnen auf ihren ,hackfeldern angebaut1 um daraus ,garn fr die ,anfertigung von ,schnren1 ,fischnetzen1 ,matten und zum ,weben von meist groben ,stoffen1 die jedenfalls als ,unterkleidung unter den fr gewhnlich getragenen ,pelzen getragen wurden1 herzustellen4 ,diese ,stoffe1 die sie auf uerst primitiven hngenden ,websthlen mit ,gewichten aus gebranntem ,ton zum ,strecken der ,zettel herstellten1 verstanden sie bereits mit verschiedenen einfachen geometrischen ,figuren zu verzieren1 rot1 blau und gelb zu frben und sogar schon mit allerlei primitiven ,stickereien zu schmcken4 ,illustration3 ,bild #eh4 ,rekonstruktion des aufrechten ,pfahlbauwebstuhls4 ,die unten durch eine ,schnur zusammengehaltenen ,zettel werden durch ,gewichte aus gebranntem ,ton gestreckt4 ,der ,einschlagfaden wird vermittelst des ,weberstabes eingetragen4 ,illustration3 ,bild #ei4 ,grober ,leinenstoff aus dem neolithischen ,pfahlbau von ,robenhausen4 ,die nrdlichste neolithische ,station ,deutschlands1 wo er gefunden wurde1 ist ,schussenried im sdlichen ,wrttemberg4 ,es mag ja sein1 da der ,flachsbau damals schon etwas weiter nach ,norden zu in ,sddeutschland verbreitet war1 aber nach ,norddeutschland oder gar dem nrdlichen ,europa kann er unmglich vorgedrungen gewesen sein1 da diese sdliche ,pflanze die ,winter dieser ,lnder durchaus nicht auszuhalten vermchte4 ,aus der lteren ,bronzezeit sind noch nirgends in ,europa ,funde von ,flachs gemacht worden4 ,erst aus der jngeren ,bronzezeit sind in ,dnemark ,reste eines feinen ,linnenstoffes zutage getreten1 woraus freilich noch nicht geschlossen werden darf1 da der ,flachs damals bereits dort gebaut wurde1 da bei den regen ,handelsbeziehungen jener ,zeit fr das ,leinen die ,mglichkeit des ,importes vorliegt4 ,auerdem wissen wir1 da alle aus jener ,zeit auf uns gekommenen ,gewebereste aus ,wolle bestehen1 aus der verfertigte ,kleider damals im ,norden ausschlielich getragen wurden4 ,die ersten ,beweise der ,flachskultur auf norddeutschem ,boden stammen aus der lteren ,eisenzeit4 ,man fand nmlich in der ,karhofhhle eine ,art grobgeschrotenes1 aus ,weizen und ,hirse bereitetes ,brot1 dem1 hnlich wie beim ,brot der schweizerischen ,pfahlbauern1 teilweise ,leinsamen zugesetzt war4 ,welcher ,art der ,flachs angehrte1 lt sich allerdings in diesem ,falle nicht entscheiden4 ,im slawischen ,burgwall von ,poppschtz bei ,freistadt in ,schlesien hat sich ebenfalls ,flachssamen1 der vermutlich zur ,nahrung diente1 gefunden1 und zwar scheint hier nach ,buschan1 soweit ein ,urteil aus den ,samen allein mglich ist1 eine bergangsform zwischen dem mehrjhrigen1 schmalbltterigen ,lein der ,pfahlbauzeit und dem erst spter nach ,europa gekommenen1 heute noch bei uns kultivierten ,lein zu sein4 ,illustration3 ,bild #fj4 ,idol 7,gtzenbild7 aus gebranntem ,ton vom neolithischen ,pfahlbau von ,laibach in ,krain mit einem hemdartigen1 mit gemusterten ,vierecken verzierten ,gewand4 a ,vorder-1 b ,seitenansicht4 ,unser ,kulturlein 7,linum usitatissimum7 hat seine ,heimat im westlichen ,persien und in ,sdkaukasien1 wo die ,stammpflanze auf trockenen ,hgeln manchenorts noch wild angetroffen wird4 ,sie ist eine bis #fj cm hoch werdende einjhrige ,pflanze mit im ,gegensatz zum schmalbltterigen ,lein nur einem ,stengel1 breiteren ,blttern und greren1 an der ,spitze gekerbten ,samen1 die rascher reifen als diejenigen der schmalbltterigen wilden ,art und den ,vorzug haben1 nicht ausgestreut zu werden wie dort1 sondern in den ,samenkapseln geerntet werden zu knnen1 die bei dieser ,art meist nicht mehr aufspringen4 ,diese ,samen dienten den ,leinbau treibenden ,vlkern der ,vorzeit als willkommene fettreiche ,nahrung und wurde von ihnen gerne gegessen und als ,totenspeise auch den ,verstorbenen mitgegeben4 ,der ,kulturlein besitzt schne blaue ,blten1 die nur einen ,tag1 und zwar nur vormittags blhen4 ,ein solch blhendes ,leinfeld bietet einen hbschen ,anblick dar1 der die sagenhafte ,begebenheit einigermaen glaubwrdig erscheinen lt1 die uns der frnkische ,geschichtschreiber ,paulus ,diaconus in seiner lteren1 d4 h4 voritalischen ,geschichte der ,langobarden erzhlt1 wonach die von den ,langobarden besiegten ,heruler auf ihrer ,flucht ein blhendes ,leinfeld fr einen ,see gehalten htten1 in den sie sich hineinstrzten1 als ob sie schwimmen wollten4 ,so seien sie von den verfolgenden ,siegern ereilt und niedergemacht worden4 ,nur in ,amerika1 wohin der ,flachs bald nach der ,entdeckung dieses neuen ,weltteils gebracht wurde1 zieht man auer der blau blhenden auch eine wei blhende ,abart4 ,jede ,kapsel enthlt zehn lngliche1 flach zusammengedrckte1 hellbraune1 glnzende ,samen1 die in ihren ueren ,zellenschichten ein im ,wasser stark aufquellendes1 schleimhaltiges ,gewebe enthalten1 weshalb man sie zermahlen und gekocht zu breiigen ,umschlgen und ihren ,schleim auch innerlich als einhllendes ,mittel verwendet4 ,schon sehr frh1 nmlich im #e4 ,jahrtausend v4 ,chr4 mu der ,lein in ,babylonien gepflanzt worden sein2 denn man hat ,spuren von ihm bereits in altchaldischen ,grbern der vorbabylonischen ,zeit entdeckt4 ,wie er bei den ,babyloniern hie1 ist bis jetzt nicht bekannt geworden4 ,sein ,name drfte aber hnlich wie im ,hebrischen pischta gelautet haben4 ,im ,sanskrit hie er nach dem um #ejj v4 ,chr4 verfaten ,ayur ,veda ,susrutas akasa1 im ,altgyptischen mhi1 bei den ,griechen lnon und von diesen entlehnt bei den ,rmern linum4 ,in gypten tritt er uns als ,kulturpflanze schon zu ,ende des #d4 vorchristlichen ,jahrtausends entgegen4 ,in einem ,ziegel der ,stufenpyramide von ,daschur1 die bald nach #cjjj v4 ,chr4 gebaut wurde1 fanden sich ,bastfasern und ,samenkapseln1 die ,unger als vom einjhrigen ,kulturlein stammend bestimmte4 ,aber erst ein ,jahrtausend spter1 beim ,beginn des mittleren ,reiches1 zur ,zeit der #aa4 ,dynastie 7#bafj-bjjj v4 ,chr471 hatte seine ,kultur in gypten eine bedeutendere ,entwicklung erlangt und findet man infolgedessen auch ziemlich hufig in ,grbern ,leinsamen unter den ,totenspeisen4 ,so fand ,mariette in einem #ahha geffneten ,grabe der #ab4 ,dynastie 7#bjjj-aghh v4 ,chr47 in ,theben vortrefflich erhaltene ,kapseln von ,leinsamen1 die vllig der heute noch in gypten und ,abessinien gepflanzten ,art entsprechen4 ,erst im mittleren ,reich 7#bafj-aghh v4 ,chr47 begann die in der ,folge fr die gypter so wichtige ,leinentechnik in ,aufnahme zu kommen1 nachdem der ,lein vorher lange vorzugsweise nur seiner nahrhaften1 fetten ,samen wegen kultiviert worden war1 whrend die ,menschen sich noch in ,wollenstoff kleideten4 ,von da an wurde fr den gypter das linnene ,gewand der ,gegenstand seines ,stolzes und der ,auszeichnung den ,barbaren8 gegenber4 ,aber nicht blo die ,lebenden trugen es1 und zwar in um so feinerer ,qualitt1 je vornehmer sie waren1 sondern auch die ,toten wurden bei der ,einbalsamierung in ,leinwandbinden gewickelt1 nachdem noch im alten ,reiche zur ,zeit der ,erbauer der groen ,pyramiden von ,giseh1 von der #c4 bis #f4 ,dynastie 7#bihj-bdge v4 ,chr47 letzteren1 die berhaupt auch noch nicht mumifiziert wurden1 ausschlielich grobe ,wollengewnder in die ,gruft mitgegeben worden waren4 ,vom mittleren ,reiche 7#bafj-aghh v4 ,chr47 an galt es den gyptern berhaupt als ,greuel1 einen ,leichnam in ,wollengewndern zu bestatten4 ,dazu muten unbedingt ,linnenstoffe verwendet werden4 ,auch ihre ,priester durften1 wie ,herodot berichtet1 nur reinlinnene ,unterkleider tragen und hchstens auerhalb des ,tempels einen wollenen ,mantel berwerfen4 gypten deckte damals nicht nur seinen ganzen ,bedarf an ,flachs1 sondern es exportierte noch ziemlich viel seiner feinen1 von den ,griechen meist als bssos bezeichneten ,leinengewebe1 die im ,auslande zur ,herstellung von ,prunkkleidern fr die ,vornehmen uerst begehrt waren4 ,das ganze ,altertum ist des ,lobes voll ber die unnachahmlich feinen gyptischen ,byssusgewnder1 und dieses ,lob begreifen wir vollstndig1 wenn wir die auerordentliche ,feinheit der ,mumienbnder der ,reichen und die halb durchsichtige ,gewandung nicht nur an den bildlichen ,darstellungen an den ,wnden der ,totenkammern1 sondern auch an den vornehmen ,toten direkt in ,bercksichtigung ziehen4 ,als ,beispiel der ,feinheit dieser ,byssusstoffe berichten ,herodot und ,plinius1 da der gyptische ,knig ,amasis 7gyptisch ,amose7 ,,ii4 der #bf4 ,dynastie1 der von #egj bis #ebf v4 ,chr4 regierte1 den ,spartanern und dem ,tempel der ,athene zu ,lindos auf der ,insel ,rhodos je ein linnenes ,panzerhemd mit ,tierbildern und mit ,fden aus ,gold und ,baumwolle durchwirkt von solcher ,feinheit der ,fden geschenkt habe1 da jeder derselben aus #cfj ,einzelfden bestand4 ,illustration3 ,bild #fa4 ,aus ,flachsschnren geknpftes1 engmaschiges ,netz aus dem neolithischen ,pfahlbau von ,robenhausen im ,kanton ,zrich4 7 natrl4 ,gre47 ,verschiedene altgyptische ,wandmalereien zeigen uns die ganze ,bearbeitung des ,flachses1 vom ,raufen der ,pflanze auf den ,feldern1 vom ,rsten und ,kmmen derselben bis zum kunstvollen ,weben am ,webstuhl4 ,zum ,lockern der ,fasern wurde der ,flachs in der ltesten ,zeit in ,kesseln gekocht und sodann mit keulenfrmigen ,hlzern geschlagen4 ,spter dagegen wurde er auf kaltem ,wege gerstet8 und vermittelst ,holzkmmen1 von denen das gyptische ,museum in ,berlin zwei besitzt1 gehechelt4 ,das ,spinnen und ,weben wurde von den ,frauen und teilweise auch ,mnnern als besonderes ,gewerbe betrieben4 ,wie dieses ,handwerk ausgebt wurde1 erkennen wir an verschiedenen ,grabgemlden des mittleren ,reiches4 ,spindeln aus ,holz und ,leder von einfacher und komplizierter ,form sind uns vielfach in den ,grbern erhalten1 und das ,bild der ,spindel gehrt mit unter die ,hieroglyphenzeichen4 ,in einem ,grabe von ,beni ,hassan ist u4 a4 ein gypter dargestellt1 der mit der ,spindel hantiert4 ,derselbe hockt vor einem aufrechtstehenden1 oben gegabelten ,stabe1 an den der ,flachsfaden geknpft ist4 ,ein ,npfchen zum ,befeuchten der ,finger beim ,drehen des ,fadens steht am ,fue des ,stabes4 ,eine andere ,darstellung zeigt sechs unter der ,kontrolle einer ,aufseherin arbeitende ,frauen1 von denen drei ,spinnerinnen einen ,faden ziehen1 eine vierte dagegen mehrere einfache ,fden zu einem strkeren zusammendreht4 ,von den beiden ,weberinnen besorgt die eine den ,aufzug1 die andere den ,einschlag4 ,bei zwei anderen ,spinnerinnen vertritt der schlanke ,krper selbst den ,stab1 indem sie das fertige ,stck ,faden um sich selbst herumdrehen4 ,da gewandte ,frauen auch mit zwei ,spindeln zugleich umzugehen verstanden1 bezeugen dem mittleren ,reich 7#bihj-bdge v4 ,chr47 angehrende ,wandgemlde4 ,von den beiden in ,beni ,hassan beim alten ,theben dargestellten ,weberinnen besorgt die eine die ,kette des wagrecht am ,boden aufgespannten ,webstuhls1 die andere den ,einschlag1 der mit einem gekrmmten ,holze durchgezogen wird1 wobei die ffnung durch zwei zwischen die ,fden der ,kette geschobene ,holzstbe bewirkt wird4 ,auf demselben ,wandgemlde webt ein ,mann in einen zwischen einem ,rahmen ausgespannten ,stoff ein schachbrettartiges ,muster4 ,da aber spter viel bessere ,websthle benutzt wurden1 zeigt ein ,wandgemlde aus der ,totenstadt ,theben1 in welchem ein ,weber an einem hnlich wie die ,websthle der ,neuzeit gebauten ,webstuhle sitzt und mit den ,fen den ,apparat bedient1 der das ,weberschiffchen hin- und herfliegen lt4 ,herodot 7#dhd-dbd v4 ,chr471 der selbst in gypten war1 fhrt als etwas ,bemerkenswertes an1 da die gyptischen ,weber gegen die sonstige ,gewohnheit den ,einschlag nicht aufwrts1 sondern niederwrts zu werfen pflegen4 ,durch wohlerhaltene ,reste knnen wir uns selbst davon berzeugen1 da die wegen ihrer ,feinheit bei allen ,mittelmeervlkern berhmten altgyptischen ,gewebe tatschlich an ,zartheit und ,genauigkeit unbertroffen waren4 ,dabei begngte man sich nicht mit einfachen1 glatten ,zeugen1 sondern stellte auch wellen-1 bogen- oder zickzackfrmig gestreifte1 flechtwerk-1 schachbrett- oder manderartig gemusterte und solche mit einem feinen ,arabeskenwerk von zierlich geschlungenen ,spirallinien her1 zwischen welche sich ,rosetten1 ,sterne1 ,lotosblten1 gebschelte ,papyrusstengel1 ,skaraben1 ,urusschlangen1 die geflgelte ,sonnenscheibe1 ,namensschilder und ,hieroglypheninschriften als fllende ,elemente einschmiegen4 ,die verschiedenen dabei zur ,anwendung gelangenden ,farben waren1 wie uns ,plinius berichtet1 nicht aufgemalt1 sondern die ,zeuge wurden in verschiedene ,kessel mit ,farbstofflsungen getaucht und dennoch schlielich verschiedenfarbig und schngemustert herausgezogen4 ,in einem ,grabe zu ,beni ,hassan sehen wir den ,eigentmer die ,lnge der fertigen ,leinwand ausmessen2 dabei steht ein ,schreiber1 der die ,zahl der fertig verpackten ,ballen ausmit4 ,aus ,leinwand huma wurde vor allem der ber den ,hften mit einem ,grtel zusammengehaltene1 bis an die ,knie oder ,knchel reichende ,leibrock sten1 daneben vielfach auch das berkleid hbos hergestellt4 ,herodot sagt von den gyptern3 ,alle gypter tragen eine ,gewandung aus ,leinen1 die immer frisch gewaschen ist1 was ihnen die grte ,angelegenheit ist4 ,die ,gewandung der ,priester ist nur von ,leinen1 die ,sandalen nur von bblos 7,papyrus72 eine andere ,kleidung und andere ,beschuhung drfen sie nicht tragen4 ,ihr ,anzug sind leinene ,rcke1 an den ,beinen mit ,franzen besetzt4 ,darber tragen sie weie1 wollene ,oberkleider4 ,keiner jedoch geht mit wollenem ,anzug in den ,tempel1 noch wird einer damit begraben1 und das stimmt mit dem sogenannten arphyschen 7einem gyptischen7 und mit dem pythagorischen ,geheimdienst berein48 ,ungeheuer war auch der ,verbrauch an ,leinwand fr die ,einhllung der ,mumien in die oft ber #djj m langen ,binden4 ,darber sagt ,herodot3 444 ,alsdann waschen sie die ,toten und umwickeln den ganzen ,leib mit ,bndern1 die aus ,leinenzeug und bssos 7feinste ,leinwand7 geschnitten sind2 sie streichen auch 7arabischen7 ,gummi darunter1 dessen sich berhaupt die gypter statt des ,leimes bedienen48 ,auer gewhnlichen ,stoffen zu ,kleidern wurden auch namentlich fr den ,export kunstvoll gewirkte1 mit ,goldfden durchzogene1 bunte ,gewnder in ,wei1 ,rot1 ,gelb1 ,grn1 ,blau und ,schwarz1 oft mit den schnsten ,mustern angefertigt4 ,aber auch ,halstcher und ,mntel1 ,teppiche1 ,decken1 ,panzer1 ,netze1 ,zelte1 ,taue und ,segel wurden aus ,flachs hergestellt4 ,so berichtet derselbe ,herodot1 da die gypter zu der gewaltigen ,schiffbrcke1 die der ,perserknig ,xerxes1 der seinem ,vater ,dareios ,hystaspis #dhe v4 ,chr4 gefolgt war und mit einem ,landheer von einer ,million ,mann und einer ,flotte von #abjj ,schiffen im ,jahre #dhb aufbrach1 um ,griechenland zu unterjochen1 ber den ,hellespont bauen lie1 die ,taue aus ,byblos 7,papyrus7 und ,flachs liefern muten4 ,von der ,feinheit des in gypten erzeugten ,flachses wei auch noch ,plinius zu berichten1 der in seiner ,naturgeschichte schreibt3 ,der ,flachs der gypter hat zwar die geringste ,strke1 bringt ihnen aber einen groen ,gewinn4 ,es gibt dort vier ,sorten3 den tanischen1 pelusischen1 butischen und tentyritischen2 eine jede fhrt den ,namen von der ,landschaft1 in der sie wchst48 ,schon zur ,zeit des ,auszugs der ,juden aus gypten 7um #abhj v4 ,chr47 mu es im ,niltal ausgedehnte ,flachskulturen gegeben haben1 um den groen ,bedarf an ,linnengewndern fr den eigenen ,bedarf und den damals schon sehr ausgedehnten ,export nach ,syrien1 ,kleinasien und die ,lnder am gischen ,meere zu bestreiten4 ,deshalb mu eine ,flachsmiernte damals in gypten einen groen ,verlust in volkswirtschaftlicher ,beziehung bedeutet haben2 denn sonst htte man eine solche ,miernte nicht unter die sieben ,plagen gerechnet1 die von ,jahve1 dem ,gott der ,juden1 durch ,mose ber die gypter verhngt wurden1 da der ,pharao sie nicht aus seinem ,lande ziehen lie4 ,und der ,herr lie ,hagel regnen ber ,aegyptenland1 so grausam wie desgleichen dort noch nie beobachtet worden war1 seit ,leute darin wohnen4 ,und der ,hagel schlug in ,aegyptenland alles1 was auf dem ,felde war1 beides ,menschen und ,vieh1 und schlug alles ,kraut auf dem ,felde und zerbrach alle ,bume auf dem ,felde4 ,also ward geschlagen der ,flachs und die ,gerste2 denn die ,gerste hatte ,schosse getrieben und der ,flachs ,knoten gewonnen4 ,aber ,weizen und ,roggen ward nicht geschlagen2 denn es war sptes ,getreide48 #b4 ,mose #i1 #bc u4 f4 ,in ,palstina wurde bereits ,flachs angebaut als die ,juden von diesem ,lande ,besitz nahmen4 ,wir erfahren dies aus dem ,umstande1 da die ,kundschafter1 welche ,josua aussandte1 auf dem ,dache eines ,hauses unter ,flachsstengeln verborgen gehalten wurden1 die hier offenbar zum ,rsten an der ,sonne ausgebreitet lagen4 ,die ,verwendung des ,flachses mu bei den alten ,juden eine recht vielfache gewesen sein2 so finden wir ihn zu ,schnren1 ,saiten1 ,lampendochten1 ,grteln1 wie zu den verschiedenartigsten ,kleidungsstcken verwendet4 ,feine linnene ,gewnder waren ihren ,priestern1 wie denjenigen gyptens1 denen sie diesen ,brauch entlehnten1 bei der ,ausbung ihres ,amtes als ,tracht vorgeschrieben4 ,grobe ,gewnder aus ungerstetem ,flachs bildeten hingegen die ,bekleidung der rmeren ,volksklassen4 ,hier scheinen wie anderwrts besonders die ,frauen sich mit der ,bearbeitung des ,flachses abgegeben zu haben4 ,auch in ganz ,vorderasien1 speziell ,babylonien mu nach dem um #be n4 ,chr4 gestorbenen griechischen ,geographen ,strabon seit den ltesten ,zeiten eine sehr rege ,flachsindustrie bestanden haben4 ,er bezeichnet insbesondere die ,stadt ,borsippa 7einst am ,euphrat gelegener ,stadtteil ,babylons7 als ein groes ,industriezentrum fr ,leinen1 das dort jedenfalls fabrikmig hergestellt wurde4 ,derselbe ,autor sagt von den ,babyloniern1 da sie einen leinenen1 bis zu den ,fen gehenden ,rock1 und darber einen wollenen tragen4 ,auch von den ,indiern sagt er1 sie tragen blumige ,leinenkleider4 ,schon lange vor ,strabon wute ,herodot 7#dhd-dbd v4 ,chr47 von den ,assyrern zu berichten3 ,die ,assyrier1 welche stromabwrts ,waren nach ,babylon bringen1 tragen einen leinenen ,rock1 der bis zu den ,fen reicht18 und an einer andern ,stelle3 ,die ,assyrier1 welche im ,heere des ,xerxes 7#dhb v4 ,chr47 dienten1 trugen leinene ,panzer48 ,solche leinene ,panzer mssen in ganz ,westasien bis ,griechenland schon lange getragen worden sein2 denn bereits in der ,ilias werden sie als linothrx bei einigen auf seiten der ,troer kmpfenden kleinasiatischen ,bundesgenossen erwhnt4 ,auch sonst ist der homerischen ,welt ,linnen bekannt1 aber zunchst wohl nur als fremdlndische ,importware4 ,so lt in der ,ilias ,achilleus seinem ihn nach ,troja begleitenden ,erzieher ,phoinix ein weiches ,bett zurecht machen1 dem als ,decke ,schaffelle und zarte ,leinwand dienten1 und in der ,odyssee bereiten die ,phaken dem ,odysseus ein ,lager aus leinenen ,decken4 ,aber der ,gebrauch von linnener ,gewandung war bei den ltesten ,griechen durchaus nicht gebruchlich4 ,mit dieser gyptisch-vorderasiatischen ,sitte scheinen sie erst durch die solche ,ware auf ihren ,schiffen feilbietenden phnikischen ,kaufleute bekannt gemacht worden zu sein4 ,denn die bei ihnen bliche ,bezeichnung chitn fr das spter unter dem eigentlichen ,kleide aus ,schafwolle getragene leinene rmellose ,unterkleid entstammt offenkundig dem phnikischen ,worte kitonet fr ,leinwand4 ,die ltesten ,griechen trugen wie alle brigen arischen ,stmme ursprnglich nur wollene ,gewandung1 die bei ihnen die ltere ,fellkleidung abgelst hatte4 ,zuerst wurde nur das ,hemd aus ,wolle angefertigt und darber trug man noch einen ,fellberwurf4 ,dann wurde auch letzterer durch einen ,wollmantel ersetzt4 ,solchermaen waren auch die ,griechen der lteren ,zeit gekleidet1 bis sie durch die ,vermittlung der ,phnikier ein kurzes1 rmelloses1 leinenes ,untergewand unter ihrem wollenen ,obergewand zu tragen begannen4 ,zuerst hatten die ,ionier in ,asien das lange herabflieende ,kleid aus ,leinwand von ihren reichen ,nachbarn in ,karien angenommen1 und von ihnen ging dann diese ,tracht zu den blutsverwandten1 frh die morgenlndische ,zivilisation bei sich aufnehmenden ,athenern ber4 ,erst gegen die ,zeit des peloponnesischen ,krieges1 der von #dba-djd v4 ,chr4 whrte1 kam1 wie der zeitgenssische ,geschichtschreiber ,thukydides 7#dgj-djb v4 ,chr47 berichtet1 auch bei den ,athenern das altgriechische wollene ,untergewand wieder zu ,ehren4 ,er sagt3 ,nur unter den reicheren ,brgern htten die lteren1 am ,hergebrachten hngenden ,leute den ihnen liebgewordenen ,luxus linnener ,unterkleider nicht aufgeben wollen4 ,seitdem trugen nur die ,frauen noch linnene ,stoffe1 deren feinere ,sorten als ,byssos aus dem ,morgenlande eingefhrt wurden4 ,schon in den homerischen ,epen werden1 vermutlich noch ausschlielich auf dem ,handelswege aus ,phnikien oder gypten eingefhrte1 linnene ,gewnder erwhnt4 ,die othn wenigstens1 ein feines linnenes ,frauenkleid von weier ,farbe1 war1 wie der ,name und der ,zusammenhang der ,stellen1 in denen sie erscheint1 lehrt1 ein ,erzeugnis westasiatischer1 nicht griechischer ,kunstfertigkeit4 ,die auch sonst mit semitisch-phrygischem ,luxus umgebene ,knigin ,helena1 die eben ein ,gewand gewebt hat1 doppelt und purpurn1 in welchem die ,kmpfe der ,troer und der ,acher zu schauen waren1 eilt nach dem ,dichter in die weie othn gehllt aus dem ,gemache4 ,auf dem runden ,prunkschilde des ,achilleus sah man tanzende ,jnglinge in ,chitone gekleidet1 whrend die ,jungfrauen mit der zarten othn angetan waren4 ,in dem ,wunderschlosse der ,phaken sitzen die ,mgde webend und die ,spindel gleich den im ,winde bewegten ,blttern der ,zitterpappel drehend2 auch sie sind in die von ,salbl triefende othn gekleidet1 die als dichtgewebt und mit ,fransen1 einer spezifisch westasiatisch-babylonischen ,erfindung1 versehen hervorgehoben wird4 ,ebenso ist das bereits erwhnte ,lager1 das die ,phaken dem ,odysseus auf dem ,schiffe bereiten und mit dem sie ihn ans ,land tragen1 statt wie sonst mit ,pelzen und ,wollstoffen mit zartem ,linnen bedeckt4 ,auch die als wei hervorgehobenen ,segel der homerischen ,schiffe mssen aus ,leinwand bestanden haben2 nur das ,tauwerk und die ,riemen1 in denen die ,ruder sich bewegten1 waren aus ,rindshaut hergestellt4 ,in der ,odyssee1 dem jngeren homerischen ,gedicht1 wird ein ,schiffsseil aus bblos 7,papyrus7 erwhnt1 das wie die linnenen ,gewebe auf dem ,wege des ,tauschverkehrs aus gypten eingehandelt wurde4 ber den ,anbau der ,leinpflanze selbst auf griechischem ,boden liegen aus lterer ,zeit keine bestimmten ,zeugnisse vor4 ,der im #h4 vorchristlichen ,jahrhundert lebende griechische ,dichter ,hesiod erwhnt nirgends in seinen ,gedichten den ,flachs4 ,dagegen erwhnt der um die ,mitte des #g4 vorchristlichen ,jahrhunderts lebende griechische ,lyriker ,alkman aus ,sardes in ,lydien ,leinsamen neben ,mohn- und ,sesamsamen als ,genumittel4 ,als solches erwhnt ihn auch der im #d4 vorchristlichen ,jahrhundert lebende ,theophrast1 der hinzufgt1 der ,flachs verlange zu seiner ,kultur einen guten ,boden4 ,die spteren ,schriftsteller wie ,vergil und ,columella sagen von ihm1 er sauge den ,boden stark aus4 ,letzterer sagt in seiner ,schrift ber den ,landbau3 ,wo der ,lein nicht reichlich wchst und gut bezahlt wird1 sollte man ihn nicht sen1 da er das ,land sehr aussaugt4 ,jedenfalls verlangt er sehr fetten1 etwas feuchten ,boden und wird von ,anfang ,oktober bis ,mitte ,dezember gest4 ,will man recht zarte ,fden erzielen1 so st man ihn auf recht mageren ,boden4 ,man kann die ,aussaat auch im ,februar vornehmen48 ,in bezug auf seinen ,anbau in ,griechenland1 der whrend der rmischen ,zeit allgemein war1 berichtet der ,grieche ,pausanias in seiner zwischen #afj und #ahj n4 ,chr4 verfaten ,reisebeschreibung von den ,bewohnern der ,landschaft ,elis1 in der das panhellenische ,heiligtum von ,olympia lag1 da sie je nach der ,beschaffenheit des ,bodens ,hanf oder ,lein pflanzten4 ,jedenfalls nahm der ,lein zu keiner ,zeit in der griechischen ,bodenwirtschaft die hervorragende ,stellung ein1 wie in manchen ,gegenden des asiatischen ,kontinents1 besonders in ,persien und ,babylonien1 wo sich alle ,vornehmen und die ,priester ausschlielich in ,linnengewnder kleideten4 ,und zwar waren diejenigen der letzteren1 gleich denen aller vorderasiatischen ,kulte1 wie die der gyptischen ,priester wei als ,symbole der reinen ,gottesdiener4 ,nach ,philo warf der ,hohepriester das bunte ,gewand ab1 sobald er das ,allerheiligste betrat1 und trat im weien ,linnenhemde vor die ,gottheit4 ,diese asiatisch-gyptische ,kultussitte1 der auch die ,juden huldigten1 ging dann spter in ,europa auf die hnliche ,satzungen befolgenden ,pythagorer1 die ,orphiker1 die ,priester des ,isis und des ,mithras zur rmischen ,kaiserzeit und auf alle gottesdienstliche ,funktionen ,ausbenden ber und erhielt sich als weies ,chorhemd bis auf den heutigen ,tag4 ,von dem ,lande der ltesten ,flachskultur1 ,babylonien1 drang diese ,industrie sehr frh auch zu den ,bewohnern von ,kolchis in ,transkaukasien vor1 die spter bei den ,umwohnern einen besonderen ,ruf fr ihre ausgezeichneten ,leinenstoffe erhielten4 ,diese mssen auch von besonderer ,gte gewesen sein1 denn ,herodot sagt3 ,einzig die ,kolchier kommen den gyptern gleich1 wie auch ihre ganze ,lebensweise und die ,sprache hnlichkeit mit derjenigen der letzteren hat4 ,die kolchische ,leinwand wird von den ,hellenen sardonische genannt1 die jedoch1 welche von gypten kommt1 nennt man gyptische48 ,solches sardonisches ,leinen wurde wie gyptisches viel nach ,griechenland importiert und hier von den ,vornehmen1 die sich gern in solch feine1 teure ,ware kleideten1 gekauft4 ,wie bei den brigen ,asiaten war solches ,leinen meist bunt gefrbt und glnzend durchwirkt und wegen ihrer hchsten ,feinheit halb durchsichtig1 wie es von den ,reichen gerade so geschtzt wurde wie an den vorderasiatischen ,hfen4 ,eine spezielle1 in ,asien wohl seit alten ,zeiten gebruchliche ,anwendung des ,flachses war die zu linnenen ,panzern1 durch welche das ,gescho des ,feindes1 wie die ,zhne und ,krallen der bekmpften ,raubtiere wenigstens einigermaen abgehalten wurden4 ,von dem vom gyptischen ,knig ,amasis ,,ii4 7#egj-ebf v4 ,chr47 den ,spartanern und dem ,tempel der ,athene zu ,lindos auf ,rhodos geschenkten1 auf das prchtigste mit ,tierbildern und ,goldfden durchwirkten leinenen ,panzerhemd1 einem ,meisterwerk der gyptischen ,kunstfertigkeit1 war bereits die ,rede4 ,solche schnbestickte ,panzerhemden waren auch in ganz ,vorderasien geschtzte ,schmuckstcke der ,anfhrer1 whrend die gemeinen ,soldaten unbestickte trugen4 ,so waren nach ,herodot die ,assyrier und ,perser vielfach mit solchen linnenen ,panzerhemden bekleidet1 und auch die ,bemannung der phnikischen und kleinasiatischen ,schiffe im ,kriegszug des ,xerxes 7#dhb-dhj v4 ,chr47 trug die bei ihnen landesblichen linnenen ,panzer4 ,xenophon berichtet in seiner ,anabasis1 der ,heimkehr der zehntausend ,mann griechischer ,truppen nach der unglcklichen ,schlacht von ,kunaxa im ,jahre #dja v4 ,chr41 da sowohl die im armenischen ,hochlande hausenden ,chalyber1 als auch die ,mossynken an der ,sdkste des ,schwarzen ,meeres bis ber die ,knie reichende kittelartige linnene ,panzer trugen1 die zum besseren ,schutze gegen allfllige ,verletzungen ihres ,trgers gepolstert waren4 ,durch das ganze griechische ,altertum wird fter der linnene ,panzer erwhnt4 ,so trug in der ,ilias nicht nur der halbbarbarische ,asiate ,amphios1 ,sohn des ,merops1 einer der troischen ,bundesgenossen1 sondern auch ein ,grieche1 ,ajax1 der ,fhrer der ,bogen und ,schleuder statt der ,speere und ,schilde fhrenden ,lokrer1 wie die ,chalyber des ,xenophon solche ,linnenpanzer4 ,in dem um die ,mitte des #g4 vorchristlichen ,jahrhunderts von ,delphi ergangenen1 spter berhmt gewordenen ,orakelspruch werden die ,bewohner von ,argos mit dem sie charakterisierenden ,beiwort die linnenbepanzerten belegt4 ,in einem ,gedicht des als ,zeitgenosse der ,sappho um #fjj v4 ,chr4 lebenden griechischen ,lyrikers ,alkaios aus ,mytilene auf ,lesbos wird unter anderen ,kriegswaffen auch der ,linnenpanzer genannt1 und solche ,panzer sah der ,verfasser des griechischen ,baedeker1 ,pausanias1 noch um die ,mitte des #b4 christlichen ,jahrhunderts als sehr alte ,weihgeschenke fter in den von ihm besichtigten ,tempeln aufgehngt4 ,derselbe ,autor berichtet1 da auch in den aus ,sldnern sehr verschiedener ,herkunft bestehenden karthagischen ,heeren der ,linnenpanzer einen wichtigen ,bestandteil ihrer ,bewaffnung ausmachte4 ,es konnte nun nicht fehlen1 da verschiedene aus ,linnen bestehende ,handelsartikel1 vornehmlich ,tcher und ,kleider1 durch den regen ,schiffsverkehr der ,griechen frhzeitig auch nach ,italien hinbergebracht wurden4 ,nach ,diogenes von ,laerte soll zur ,zeit1 als der von ,samos gebrtige griechische ,philosoph ,pythagoras nach ,kroton in ,unteritalien bersiedelte -- es war im ,jahre #ebi v4 ,chr4 --1 das ,tragen des ionischen ,linnenkleides daselbst noch ungebruchlich gewesen sein1 so da sich ,pythagoras wie alle brigen ,einwohner jener ,stadt in weie ,wolle kleidete4 ,dagegen berichtet uns der rmische ,geschichtschreiber ,livius1 da die ,etrusker um ,veji nach der ,mitte des #e4 ,jahrhunderts v4 ,chr4 sich linnener ,panzerhemden bedienten1 oder da wenigstens ihr ,knig1 wenn er zu ,pferd in die ,schlacht zog1 einen solchen trug4 ,denn als ,a4 ,cornelius ,cossus den ,knig ,tolumnius von ,veji in der ,schlacht ttete1 weihte er dessen thorax linteus dem ,tempel des ,jupiter feretrius auf dem ,kapitol in ,rom1 wo ihn ,kaiser ,augustus noch sah und die ,weihinschrift las1 als er den genannten ,tempel1 der zu verfallen drohte1 wieder herstellte4 ,und von einer anderen etruskischen ,stadt1 ,tarquinii1 meldet er1 da sie gegen das ,ende des zweiten punischen ,krieges1 der von #bah-bja v4 ,chr4 dauerte1 ,leinwand zu ,segeln an die damals neu zu erbauende rmische ,flotte beisteuerte4 ,derselbe ,livius berichtet von den tapferen1 das ,hochland des ,appennins bewohnenden und kulturell von den ,etruskern stark beeinfluten ,samniten1 die in drei ,kriegen 7#cdc-cda1 #cbf-cjd und #bih-bij v4 ,chr47 gegen die ,rmer kmpften1 bis sie von ihnen #bij unterworfen wurden3 ,als die ,samniten den ,entschlu gefat hatten1 auf ,tod und ,leben gegen die ,rmer zu kmpfen1 warben sie #djjjj ,mann1 umzunten mitten im ,lager einen ,platz von #bjj ,schritt ,durchmesser1 bedeckten ihn mit linnenen ,tchern und ein alter ,priester las beim ,opfer aus einem alten linnenen ,buche vor48 ,es hatte also die weie ,leinwand an sich schon etwas ,sakrales1 und derselbe ,autor bemerkt in seiner ,geschichte ,roms mehrmals1 da auch bei den ,rmern die ltesten ,urkunden und ,vertrge auf ,leinwand geschrieben seien und in ,tempeln aufbewahrt wrden4 ,als dann die ,rmer die ,erbschaft der ,samniten und der ,griechen bernahmen1 wurden auch die orientalischen ,linnenkleider1 wenigstens bei den ,vornehmen1 die sich solchen ,luxus leisten konnten1 ,sitte4 ,aber bis weit in die ,kaiserzeit hinein waren solche nicht ,erzeugnisse der heimischen ,industrie1 sondern fremde ,importware1 die um schweres ,geld vom ,morgenlande eingehandelt werden mute4 ,so fhrt der rmische ,redner und ,schriftsteller ,cicero 7#ajf-dc v4 ,chr47 in einer seiner berhmten ,reden gegen ,gajus ,verres1 der als ,statthalter von ,sizilien whrend der ,jahre #gc-ga nicht weniger als #dj ,millionen ,sesterzien 7 #f ,millionen ,mark7 aus jener ,provinz erpret hatte und darob im ,jahre #gj angeklagt wurde1 neben dem ,purpur von ,tyrus1 ,weihrauch1 wohlriechenden ,essenzen1 feinen ,weinen1 geschnittenen ,steinen und ,perlen auch ,linnenkleider als ,gegenstnde des verschwenderischen ,luxus seiner ,zeit an1 so wie wir etwa sagen wrden3 ,diamanten und ,spitzen4 ,aber nicht nur sich selbst kleideten die vornehmen ,rmer in diese kostbaren ,erzeugnisse der morgenlndischen ,industrie1 sondern auch ihre ,geliebten1 jene gefllige ,freundinnen1 deren krperliche ,reize durch die purpurfarbigen und goldgestickten1 infolge ihrer ,feinheit schleierartig durchsichtigen linnenen ,gewnder von ,tyrus1 ,kos und ,amorgos1 den berhmtesten ,zentren ihrer ,herstellung1 mehr verraten als verhllt wurden4 ,selbst die ,dienerschaft trug kostbares ,linnen1 so besonders die jungen ,sklaven1 die bei den schwelgerischen ,gastmhlern servierten4 ,mehr und mehr wurde die fremde ,leinwand zumal im ,rom der ,kaiserzeit populr4 ,um das zuschauende ,volk vor der ,sonne zu schtzen1 lieen reiche ,magistrate und ,csaren ,schutzdcher aus ,leinwand ber die ,theater und ,amphitheater wie auch ber die ,gerichtssttte1 das ,forum1 spannen4 ,beim ,wechsel der ,mode1 ber den schon frh1 noch zur ,zeit der ,republik1 geklagt wurde1 erschienen stets wieder neue ,kleiderformen1 ,tcher1 ,binden usw4 aus ,leinenstoff1 so beispielsweise der supparus4 ,ursprnglich war dies die ,bezeichnung eines kleinen ,segels1 dann eines ,frauengewandes2 denn1 wie in ,athen1 brgerten sich in ,rom und in dessen westlichen und nrdlichen ,provinzen jeweilen zuerst linnene ,frauengewnder vor solchen fr die ,mnner ein4 ,dann wurde es vornehme ,sitte1 ein ,stck feines ,linnen als ,schmucktuch in oder an der ,hand zu tragen1 ganz nach ,art jener ,handtcher8 im ursprnglichen ,sinne des ,wortes1 die auch die vornehmen ,griechen zu ,herodots ,zeit im #e4 vorchristlichen ,jahrhundert getragen hatten4 ,dieses1 nach dem damit abzutrocknenden ,schweie als sudarium bezeichnete feine1 weie ,linnentchlein wurde als manipulum 7von manus ,hand1 also ,handtuch87 nicht nur die ganze rmische ,kaiserzeit hindurch als ,zierde und ,auszeichnung des vornehmen ,standes getragen1 sondern dann auch von den ,byzantinern bernommen4 ,auf allen ,darstellungen des hfischen ,lebens jener ,zeit1 von denen diejenigen auf den berhmten ,mosaiken der ,kirche ,san ,vitale in ,ravenna mit der ,darstellung des ,kaisers ,justinian und seiner ,gemahlin ,theodora die bekanntesten sind1 tritt uns bei den vornehmen ,mnnern des kaiserlichen ,gefolges dieses viereckige1 feine1 weie ,linnentchlein auen am ,gewand angeheftet entgegen4 ,und whrend es bei uns in die erst spter erfundenen ,gewandtaschen wanderte1 um als gemeines ,taschentuch einem praktischen ,zwecke zu dienen1 hat es in der ,hand der ,dorfschnen besonders bei den ,sdslawen als ,ziertuch immer noch den alten ,adel gewahrt4 ,die konservativste aller menschlichen ,einrichtungen1 die ,kirche1 hat dieses alte ,handtuch81 das manipulum der sptrmischen ,zeit1 als ein ,stck gestickten ,brokats am ,arme des katholischen ,mepriesters erhalten1 whrend es in der griechischen ,kirche zum ,orarion umgebildet wurde4 ,in den luxurisen ,bdern des alten ,rom dienten dichtgewebte ,leinwandtcher zum ,abtrocknen und als ,tischdecken4 ,letztere waren unter dem ,namen mantelia oder mantela dazu bestimmt1 den aus kostbarem ,holz -- meist citrum1 d4 h4 harzreichem1 duftendem ,holz verschiedener ,koniferenarten1 besonders einer auf dem ,atlasgebirge in ,afrika wachsenden ,zypresse -- bestehenden ,tisch gegen ,beschdigungen der beim ,speisen aufgetragenen ,schsseln zu schtzen4 ,solche nahmen die germanischen ,barbaren bei ihren ruberischen ,einfllen in rmisches ,gebiet an sich und benutzten sie als willkommene ,umschlagtcher1 deren lateinische ,bezeichnung zum deutschen ,mantel wurde4 ,auch die in ,theater und ,amphitheater ausgespannten groen ,tcher zum ,spenden von ,schatten waren aus ,leinen verfertigt4 ,plinius 7#bc-gh n4 ,chr47 erzhlt uns darber3 ,der erste1 der solche ,tcher aus ,leinwand ausspannte1 war ,lentulus ,spinther bei den ,apollinischen ,spielen im ,theater4 ,dann spannte der ,diktator ,csar ber das ganze ,forum1 ferner ber die ,heilige ,strae von seinem ,hause bis an das ,kapitol eine ,leinwanddecke aus4 ,auch ,marcellus1 ,schwestersohn des ,augustus1 hat das ,forum mit einer ,leinwanddecke berzogen4 ,neulich haben sogar himmelblaue1 mit ,sternen berste leinene ,segeltcher im ,amphitheater des ,nero gehangen2 die ber den ,hfen seines ,hauses sind rot48 ,spter wurde noch weit grerer ,prunk mit diesen als vela bezeichneten ,sonnentchern getrieben4 ,trotz allem ,fortschreiten des ,luxus1 der groe ,mengen von ,leinwand bedurfte1 hat aber ,italien sdlich von ,rom -- und dieser ,teil der ,halbinsel war ja in den ersten ,zeiten der rmischen ,weltherrschaft gerade der zunchst gebende und empfangende1 derjenige1 auf den gleichsam das ,gesicht der ,hauptstadt gerichtet war und ber den der ,weg in die wichtigsten ,provinzen des rmischen ,reiches fhrte -- auch in spterer ,zeit nur verhltnismig sehr wenig ,flachs angebaut4 ,der #adi v4 ,chr4 gestorbene ltere ,cato1 der unvershnliche ,gegner des nach dem zweiten punischen ,kriege 7#bah-bja v4 ,chr47 wieder aufblhenden ,karthago1 erwhnt in seinem ,buche ber die ,landwirtschaft nicht einmal den ,flachs4 ,auch ,columella1 der rmische ,ackerbauschriftsteller des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr41 legt dieser ,kultur keinen ,wert bei4 ,er erwhnt zwar den ,flachs1 aber er zhlt ihn mit ,bohnen1 ,linsen1 ,erbsen und anderen ,arten von legumina1 also ,gemsen1 zur ,gewinnung von ,leinsamen zu ,speisezwecken auf4 ,erst der im ,jahre #gi n4 ,chr4 beim ,vesuvausbruche umgekommene ltere ,plinius lenkt die ,blicke seiner ,landsleute auf die ,asien und gypten seit langem bereichernde ,leinkultur1 fr die sich auch ,italien eignen wrde4 ,aber in diesem ,lande gab sich nur der ehemalig etrurische und keltische nrdliche ,teil eingehender mit dieser ,kultur ab4 ,so sagt ,plinius in seiner ,naturgeschichte3 ,die ,anwendung des ,leins erstreckt sich ber alle ,lnder und ,meere1 denn mit ,hilfe leinener ,segel schiffen wir von der sizilischen ,meerenge in #f-i ,tagen nach ,alexandrien1 von ,gades 7,cadix in ,spanien7 in #g ,tagen nach ,ostia 7an der ,tibermndung71 aus ,afrika dahin in #b ,tagen4 ,die ,leinpflanze wchst aus einem ganz unbedeutendem ,samen und mu1 wenn sie dem ,menschen dienen soll1 erst bis zur ,feinheit der ,wolle verarbeitet werden4 ,damit weben die gypter1 ,gallier und ,germanen leinene ,segel48 ,berhmt durch seinen ,flachsbau war schon im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 ,spanien1 aus dem beraus feines ,linnen besonders nach ,rom ausgefhrt wurde4 ,hier mu diese ,kultur schon alt gewesen sein2 denn der ,geschichtschreiber ,livius berichtet1 da die ,iberer in der ,schlacht bei ,cannae 7#baf v4 ,chr471 jenem glnzenden ,siege ,hannibals1 in dessen ,gefolgschaft sie gegen die ,rmer kmpften1 nach ,landessitte farbig gesumte ,linnenrcke trugen4 ,nach ,strabon trieben besonders die ,emporiten eine ausgedehnte ,leinwandindustrie1 und trugen die wilden1 ruberischen ,lusitanier im heutigen ,portugal ,linnenharnische4 ,plinius rhmt die feinen ,siebe aus ,flachsfden als ursprnglich spanische ,erfindung und nennt die ferne ,stadt ,zoelae am ,strande des ,atlantischen ,ozeans im ,lande der rohen ,asturer als ,flachs bauend4 ,besonders berhmt fr ihr feines ,leinen war ,saetabis und ,tarraco 7die heutigen ,stdte ,xativa und ,tarragona71 wo das ,produkt die phnikische ,bezeichnung carbasus trug1 die ihrerseits wiederum mit dem indischen ,namen karpasi fr ,baumwolle zusammenhngt4 ,der ltere ,plinius 7#bc-gi n4 ,chr47 gibt uns eine ausfhrliche ,schilderung der ,leinkultur bei den alten ,rmern3 ,der ,lein 7linum7 wird vorzugsweise auf sandiges1 einmal gepflgtes ,land gest und wchst ungemein schnell4 ,im ,frhjahr gest wird er schon im ,sommer gerauft4 ,das ,reifen derselben erkennt man am ,schwellen des ,samens und am ,gelbwerden der ,pflanze4 ,nun wird er ausgerissen1 in ,bndel gebunden1 die man mit der ,hand umspannen kann4 ,diese ,bndel werden #f ,tage lang an die ,sonne gehngt1 wobei der ,samen ausfllt4 ,dieser hat ,heilkrfte1 wurde auch sonst jenseits des ,padus 7,po7 in eine lndliche se ,speise getan2 jetzt wird er nicht mehr gegessen1 wohl aber bei ,opfern4 ,nach der ,weizenernte werden die ,flachsstengel in ,wasser gelegt1 das von der ,sonne durchwrmt ist1 und durch ein ,gewicht unter die ,oberflche gedrckt4 ,ob sie gehrig gerottet 7macerari7 sind1 sieht man daran1 da sich der ,bast 7membrana7 leicht ablsen lt4 ,dann werden sie an der ,sonne getrocknet und hernach auf einem ,stein mit einem besonderen hlzernen ,hammer geklopft4 ,die der ,rinde am nchsten liegenden ,schichten sind von geringem ,wert und werden besonders zu ,lichtdochten verwendet4 ,gleichwohl werden auch sie durch die eisernen ,haken gekmmt 7gehechelt71 bis sie ganz entrindet sind4 ,das innere ,mark 7medulla7 wird noch mehrfach nach ,glanz1 ,weie und ,weichheit unterschieden4 ,den ,flachs zu hecheln und zu sortieren ist eine ,kunst2 denn aus #ej ,pfund ,flachsbndeln mssen #ae ,pfund reiner ,flachsfden gemacht werden4 ,auch das gesponnene ,garn und das fertige ,gewebe wird noch durch ,eintauchen in ,wasser und ,klopfen veredelt4 ,das kumanische ,garn aus ,kampanien eignet sich trefflich zu ,fisch- und ,vogelfang1 ja zum ,fangen der ,wildschweine in ,netzen4 ,die ,fden der ,ebergarne sind aus #aej einfachen ,leinfden zusammengesetzt4 ,gezupfte ,leinwand1 vorzglich aus ,segeln der ,schiffe1 wird vielfach in der ,heilkunst gebraucht4 -- ,man frbt auch ,leinwand4 ,dies soll zu ,alexanders 7des ,groen7 ,zeit zuerst geschehen sein4 ,seine ,flotte fuhr 7#cbf v4 ,chr47 mit farbigen ,flaggen den ,indus hinab4 ,in der ,schlacht bei ,actium 7#ca v4 ,chr47 trug das ,admiralsschiff1 auf welchem sich ,kleopatra und ,antonius befanden1 purpurfarbige ,segel48 ,ganz ,gallien bis zum uersten ,norden wird von ,plinius als ,flachs bauend und ,leinwand webend geschildert4 ,die ,anfnge der flmischen ,leinenindustrie reichen wenigstens bis zum #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 zurck1 und da auch die ,gegend um ,reims feine ,leinwand erzeugte1 das lehrt uns die italienische ,sprache in dem ,worte renso fr eine von dort bezogene besonders gute ,qualitt4 ,selbst bis zu den ,germanen jenseits des ,rheins1 fhrt ,plinius fort1 ist diese ,kunstfertigkeit gedrungen4 ,das germanische ,weib kennt kein schneres ,kleid als das linnene2 dort sitzen sie in unterirdischen ,rumen 7,grubenwohnungen7 und spinnen und weben48 ,ungefhr dasselbe sagt der ,geschichtschreiber ,tacitus 7#ed-aag n4 ,chr47 in seiner ,germania3 ,die ,frauen kleiden sich wie die ,mnner1 nur da sie sich hufiger als diese in linnene ,tcher hllen1 die sie mit roter ,farbe verzieren48 ,die ,mnner trugen also noch die ,wollkleidung1 selbst ,felle1 whrend die ,frauen auf ihren ,hackfeldern ,flachs zogen und sich mit daraus hergestellten ,linnenkleidern schmckten4 ,all dieser ,flachs war der einjhrige1 von ,linum usitatissimum1 der im ,gegensatz zum minder wertvollen mehrjhrigen der ,pfahlbauern erst sehr spt aus ,westasien nach ,mitteleuropa gelangte4 ,durch seine einjhrige ,vegetationsdauer eignete er sich auch viel besser fr die rauhen ,gegenden ,germaniens4 ,und zwar wurde diese ,kulturpflanze wie im ,griechischen lnon1 so im ,lateinischen linum und von da bei allen ,nordvlkern ,lein bezeichnet4 ,nur in ,westgermanien kam die mit dem ,begriff ,flechten zusammenhngende ,bezeichnung ,flachs fr ihn auf4 ,bei den ,kelten und ,germanen hat sich dann die vom ,sden her durch die ,rmer vermittelte ,sitte der linnenen ,kleidung sehr rasch eingebrgert2 ja1 diese ,vlkerschaften beeinfluten sogar ihre vormaligen ,lehrmeister in der ,weise1 da sie ihnen neue ,verwendungen des ,linnens lehrten4 ,so haben die ,gallier zuerst mit ,pferdehaaren oder ,vogeldaunen gestopfte ,leinwandscke als ,polster und ,kissen verwendet und sie in der ,folge auch in ,italien populr gemacht1 wo man sich zum ,sitzen und ,liegen bis dahin bloer ,lagen von ,decken und weichen ,stoffen bedient hatte4 ,sie waren es ebenfalls1 die durch alle ,schichten der ,bevlkerung zuerst das ,hemd aus ,leinen trugen1 wofr sie den zuerst beim heiligen ,hieronymus vorkommenden ,namen camisia aufbrachten1 woraus spter das franzsische chemise fr ,hemd wurde4 ,vor ihnen hatten nur ,frauen vornehmen ,standes ,leinwand unmittelbar am ,krper getragen1 und vom rmischen ,kaiser ,alexander ,severus1 der von #bbb an regierte und im ,jahre #bce unweit ,mainz von aufrhrerischen ,soldaten ermordet wurde1 schreibt sein ,biograph ,lampridius1 da er weies ,linnen als ,unterkleid liebte1 weil es nichts ,rauhes 7wie die sonst getragene ,wolle7 habe4 ,einige ,dezennien spter schenkte ,kaiser ,aurelian seinem ,volke weie1 mit rmeln versehene ,tuniken1 die in verschiedenen ,provinzen angefertigt waren1 darunter auch ungefrbte linnene aus gypten und ,afrika4 ,im ,laufe der ,vlkerwanderung hat sich das linnene ,kleid bei allen ,germanenstmmen als gewhnliche ,volkstracht eingebrgert4 ,die ,westgoten trugen ber den ,leinenhemden1 die uns vom ,berichterstatter ,sidonius ,apollinaris1 der mit den ltesten derselben im ,namen des byzantinischen ,kaisers verhandelte1 als sehr schmutzig bezeichnet werden1 ,pelze1 und die ,franken neben den ledernen auch linnene ,hosen4 ,von den ,germanen kam dann der ,flachsbau mit dem dem ,lateinischen entnommenen ,namen zu den ,slawen4 ,wie die deutsche ,hausfrau bis in die ,neuzeit selbst gesponnenes ,leinenzeug als ihren wertvollsten ,schatz aufspeicherte1 so bildete ,leinwand in den ,grenzgebieten der ,germanen und ,slawen das gewhnliche ,tauschmittel4 ,als solches wird sie aber auch in altnordischen ,gesetzen genannt2 in ,skandinavien bildete sie neben dem einheimischen ,wollstoff eine sehr gerne in ,tausch genommene ,wertsache4 ,endlich fand beim ,weiterrcken der ,kultur der ,leinbau an der ,ostsee und in ,ruland eine neue ,heimsttte1 wo sie bis auf den heutigen ,tag zunehmende ,bedeutung erlangte4 ,es kann nicht unsere ,sache sein1 die ,bedeutung des ,flachses durch das ,mittelalter1 wo jedermann wenigstens am ,tage -- nachts lag man nackt im ,bett -- ,leinenhemden trug1 bis zur ,jetztzeit zu illustrieren4 ,es genge nur daran zu erinnern1 welche groe ,bedeutung ,leinenzeug1 zumal die ,brabanter und ,venezianer ,spitzen1 im #ag4 und teilweise noch im #ah4 ,jahrhundert geno1 bis schlielich auch hierin der ltere ,lein durch die jngere ,baumwolle1 die ihren ,siegeszug durch die ganze ,welt antrat1 verdrngt wurde4 ,der ,lein gedeiht am besten in feuchtem1 khlem ,klima2 bei ,trockenheit bleibt er kurz im ,stengel4 ,die beste ,qualitt wchst auf humosem ,lehmboden unter dem ,einflu des ,seeklimas1 so in den ,ostseeprovinzen ,rulands1 in ,belgien1 ,holland und vor allem ,irland4 ,gepflanzt wird er gewhnlich nach frisch umgebrochenem ,rotklee oder nach ,getreide4 ,weil er dem ,boden viel ,nhrsalze entzieht1 versagt er nach sich selber4 ,er wird mglichst frhzeitig gest und braucht zur ,vollendung seines ,wachstums #ij-abj ,tage4 ,sobald das untere ,drittel der ,stengel gelblich geworden ist wird er gerauft1 auf dem ,felde getrocknet1 dann die ,samenkapseln an einem eisernen ,kamm abgeriffelt4 ,zur ,gewinnung des ,rohflachses werden die ,stengel zur ,zerstrung des ,pflanzenleims1 der den ,bast1 das eigentliche ,fasermaterial verbindet1 gerottet1 d4 h4 in weichem1 mglichst kalkfreiem ,wasser einer gelinden ,fulnis unterworfen1 bis sich der ,bast leicht vom inneren ,holz abstreifen lt1 was in #aj-ad ,tagen der ,fall ist4 ,dann werden die sortierten ,stengel mit der ,brake gebrochen1 um den holzigen ,kern des ,flachsstengels in kleine ,stckchen zu zerlegen1 die dann durch ,schwingen mit ,hilfe eines hlzernen ,messers entfernt werden4 ,zuletzt werden noch die bandartig zusammenhngenden ,fasern gehechelt1 d4 h4 durch ,eisenkmme gezogen1 welche alle ,unreinlichkeiten1 sowie die kurzen und verwirrten ,fasern zurckhalten4 ,diese heien ,werg oder ,hede 7alt- und mittelhochdeutsch rste7 und dienen zum ,polstern oder auch zur ,herstellung grober ,gespinste und ,gewebe4 ,die glatten1 gleichmigen ,strhne aber liefern den eigentlichen ,flachs1 der frher in vielen ,husern zu ,leinengarn gesponnen wurde1 eine ,manipulation1 die gegenwrtig fast ausschlielich durch ,maschinen besorgt wird4 ,die ,spinnmaschine1 welche in ihren ,grundzgen von ,ayres konstruiert wurde1 ist neben dem vom ,englnder ,cartwright im ,jahre #aghg konstruierten mechanischen ,webstuhl eine der wunderbarsten und ntzlichsten ,erfindungen des menschlichen ,geistes4 ,sie zieht nicht nur den ,faden aus1 sondern dreht und wickelt ihn zugleich auf die ,spule4 ,der ausgehechelte ,flachs hat ,fasern von #cj-fj1 hchstens #gj cm ,lnge1 die durch den ,rest des ,pflanzenleims zusammengehalten werden4 ,sie bestehen aus festen1 fast bis zum ,verschwinden des ,hohlraums verdickten sogenannten ,bastzellen4 ,der beste ,flachs mit den lngsten ,fasern ist lichtblond oder silbergrau mit ,seidenglanz4 ,die ,gesamtproduktion ,europas wird auf #gjj ,millionen kg geschtzt2 davon entfallen #ejj ,millionen kg auf ,ruland und etwa #ajj ,millionen kg auf ,deutschland und sterreich4 ,auch gypten und ,nordamerika erzeugen groe ,mengen desselben4 ,die ,fabrikationsdistrikte fr leinene ,gewebe sind fr ,deutschland besonders in ,schlesien und ,westfalen 7um ,bielefeld7 gelegen4 ,seit langem ist besonders das ,brabanter ,leinen in ,form von ,battist wegen seines beraus feinen ,gewebes berhmt4 ,auch ,irland liefert sehr gute ,leinen1 ebenso das nrdliche ,bhmen4 ,sehr viel spter als der ,lein ist der ,hanf 7,cannabis sativa71 ein naher ,verwandter des ,hopfens1 in die ,lnder am ,mittelmeer und nach ,europa gelangt4 ,die alten ,babylonier1 gypter1 ,juden und ,phnikier haben ihn noch nicht gekannt4 ,zuerst wird er in ,indien zwischen #hjj und #ijj v4 ,chr4 als angebaute ,nutzpflanze unter dem ,namen bhanga erwhnt1 dann in dem um #ejj v4 ,chr4 verfaten chinesischen ,buche ,schu-king4 ,seine ,heimat ist ,zentralasien1 wo er in ,turkestan bis zum ,baikalsee1 aber auch sdlich vom ,kaspischen ,meer und in ,sdruland stellenweise noch als ,wildling gefunden wird4 ,dort irgendwo mu er von einem uns unbekannten ,volksstamme zuerst als ,nhrpflanze zur ,erlangung der lreichen ,samen1 dann als ,genupflanze zur ,gewinnung des ,haschisch und zuletzt erst als ,gespinstpflanze gezogen worden sein und sich langsam als ,kulturpflanze allseitig ausgebreitet haben4 ,zu den mit ihren zahlreichen ,herden nomadisierenden ,skythen in ,sdruland kam er als ,genumittel1 indem diese sich nach dem ,berichte des ,vaters der ,geschichte1 ,herodot 7#dhd-dbd v4 ,chr471 in der ,weise berauschten1 da sie in geschlossenen1 kleinen ,filzzelten 7,jurten7 ,hanfsamen auf hei gemachte ,steine warfen und die sich dabei entwickelnden betubenden ,dmpfe einatmeten1 bis sie1 in ,ekstase geratend1 vor ,freude brllend8 daraus herausrannten4 ,von den ,thrakern berichtet derselbe ,autor1 da sie aus den ,fasern dieser ,pflanze ,kleider webten4 ,damals1 im #e4 vorchristlichen ,jahrhundert war diese ,pflanze den ,griechen noch unbekannt4 ,erst spter erhielten sie dieselbe aus dem ,balkan unter dem ,namen knnabis1 der dann unverndert von den ,rmern bernommen wurde4 ,und die ,balkanstmme1 die ihn den ,griechen vermittelten1 gaben ihn dann auch nordwrts in die ,donaugegenden und nach ,germanien ab4 ,in ,albanien als kanep1 bei den ,tschechen und ,slawen als konop bezeichnet1 gelangte er als hanaf zu den ,germanenstmmen4 ,aus diesem althochdeutschem ,worte ist dann mittelhochdeutsch hanef und neuhochdeutsch ,hanf geworden4 ,nach einer sehr ansprechenden ,vermutung ,schraders liegt die einfachste ,form des ,namens im tscheremissischen 7einer ,sprache des ,kaukasus7 kene ,hanf vor1 whrend der zweite ,bestandteil bis oder pis in der syrjnischen und wotjakischen 7sibirischen ,stmmen7 ,benennung der ,nessel pi seine ,entsprechung finden wrde1 so da also cannabis eigentlich ,hanfnessel8 bedeuten wrde4 ,von ,griechenland wanderte die ,kenntnis und der ,anbau des ,hanfes erst in verhltnismig spter ,zeit nach ,sizilien und ,unteritalien und von da nach ,mittel- und ,norditalien4 ,der ums ,jahr #bjj n4 ,chr4 in ,alexandrien und ,rom lebende ,grieche ,athenaios1 der uns in seinen auf uns gekommenen #ae ,bchern ,deipnosophistai wichtige ,nachrichten ber ,leben und ,leistungen der alten ,griechen hinterlie1 berichtet von ,knig ,hieron ,,ii4 von ,syrakus 7regierte von #bfi-bae v4 ,chr471 er habe ein ungeheures ,prachtschiff bauen lassen1 zu dem er von allen ihm bekannten ,lndern je das ,vorzglichste in seiner ,art kommen lie4 ,pech und ,hanf habe er vom ,rhoneflu in ,gallien bezogen4 ,dort mu also zu seiner ,zeit der ,hanf besonders gut gediehen sein4 ,zu den ,kelten1 die sich seiner ,samen1 wie wir aus anderer ,quelle wissen1 auch als lspender und ,betubungsmittel bedienten1 was bei den ,griechen und den von diesen damit beschenkten ,rmern durchaus nicht blich war1 wird er jedenfalls nicht durch griechische ,vermittlung ber die ,kolonie ,massalia1 dem heutigen ,marseille1 sondern direkt von ,osten her aus der ,donaugegend gekommen sein4 ,der ltere ,cato 7#bcd-adi v4 ,chr47 nennt in seiner ,schrift ber den ,landbau weder ,flachs noch ,hanf4 ,der erste rmische ,schriftsteller1 der den ,hanf erwhnt1 indem er von einem hnfenen ,strick spricht1 ist der ums ,jahr #ajj v4 ,chr4 lebende ,satiriker ,lucilius4 ,nach ihm erwhnt ihn der gelehrte ,varro 7#aaf-bg v4 ,chr47 in seiner ,schrift ber den ,landbau4 ,er schreibt darin3 ,hanf1 ,lein1 ,simsen 7juncus7 und ,spartgras 7spartum7 werden auf ,feldern gezogen1 um aus ihnen ,stricke und ,seile anzufertigen48 ,das seit dem zweiten punischen ,kriege 7#bah-bja v4 ,chr47 von ,spanien her bei den ,rmern als ,bastpflanze aufgekommene ,spartgras 7auch ,esparto1 von ,stipa tenacissima71 das bis auf den heutigen ,tag viel von ,sdspanien und dem westlichen ,nordafrika exportiert wird1 schrnkte den ,anbau des ,hanfes in ,italien sehr ein4 ,doch wurde er in der ,zeit der rmischen ,kaiser stellenweise angepflanzt und gedieh vortrefflich2 denn der #gi n4 ,chr4 beim ,vesuvausbruch als ,befehlshaber der bei ,misenum stationierten ,heimatflotte umgekommene ltere ,plinius berichtet in seiner ,naturgeschichte1 da in dem durch seine ,fruchtbarkeit berhmten ,landstrich um ,reate im ,sabinerland der ,hanf baumhoch werde4 ,sein ,anbau fand damals wie heute besonders in den ,niederungsdistrikten ,italiens und ,siziliens statt4 ,nach dem nrdlichen ,europa verbreitete sich die ,hanfkultur ziemlich spt und nur strichweise1 soweit das ,klima milde und der ,boden humusreich und feucht ist4 ,die ,pflanze wchst in greren weiblichen und kleineren mnnlichen ,individuen4 ,merkwrdigerweise aber bezeichnet der ,deutsche die letzteren als ,fimmel oder ,femell 7vom lateinischen femella ,weibchen7 und die ersteren als ,mschel 7vom lateinischen masculus ,mnnchen71 wohl von der ,vorstellung ausgehend1 da das ,krzere und ,schwchere weiblich und das ,grere1 ,strkere mnnlich sein msse4 ,der ,hanf liebt wrmeres ,klima als der ,flachs und ist gegen ,klte und ,sptfrste sehr empfindlich4 ,da er aber nur eine ,vegetationsdauer von #ij-aje ,tagen hat1 so lt er sich in ,europa noch in den ,kstenlndern der ,ostsee kultivieren4 ,am besten gedeiht er auf tiefgrndigem ,humusboden4 ,man st ihn1 wenn keine ,frste mehr zu befrchten sind1 zieht die krzeren mnnlichen ,hanfpflanzen aus1 sobald deren ,bltter gelb werden1 ebenso nach weiteren #d-f ,wochen die hheren weiblichen1 wenn diese gelb zu werden beginnen4 ,die ,gewinnung der zum ,verspinnen oder zur ,seilfabrikation usw4 bestimmten ,fasern erfolgt im allgemeinen in der beim ,flachs angegebenen ,weise durch ,rotten1 ,brechen1 ,schwingen und ,hecheln4 ,die #a bis #b m langen ,hanffasern sind weilich oder grau und weit grber als die ,flachsfasern2 die darin enthaltenen einzelnen ,bastzellen sind #a1e bis #b1e cm lang und sehr hygroskopisch4 ,die ,hanfproduktion ,europas und ,nordamerikas beziffert sich auf etwa #ejj ,millionen kg4 ,davon entfallen auf ,ruland #aej1 ,italien #ej1 sterreich-,ungarn #hg1 ,frankreich1 ,deutschland und ,vereinigte ,staaten je #gj ,millionen kg4 ,in ,ruland1 wo der ,hanf wie in ,italien sdlich vom unteren ,po zum ,teil im ,lande selbst zu ,stricken1 ,tauen und ,segeltuch verarbeitet wird1 gewinnt man als ein ,hauptprodukt der ,hanfkultur das aus dem ,samen geprete ,hanfl1 das allgemein besonders whrend der langen und strengen griechischen ,fasten als ,speisefett dient4 ,natrlich wird solches zu gewinnen in ,italien verschmht1 da es an seinem ,olivenl ein besseres ,speisefett besitzt4 ,von auslndischen ,faserstoffen1 die hnlich wie ,hanf verwendet werden1 ist zunchst der bengalische ,hanf zu nennen1 der von einer bis #b m hohen1 von ,vorderindien bis ,australien verbreiteten ,leguminose mit lanzettfrmigen1 seidenhaarigen ,blttern und schnen1 groen1 gelben ,blten 7,crotalaria juncea7 gewonnen wird4 ,aus deren ,stengeln bereitet man auf dieselbe ,art wie bei unserem ,hanf eine blagelbliche1 seidenglnzende ,bastfaser4 ,sie wird deshalb seit alter ,zeit fast berall in ,sdasien1 besonders in ,indien1 auf ,java und ,borneo kultiviert4 ,der gleichfalls zur ,herstellung von ,tauen und ,stricken und anderen ,geflechten verwendete ,manilahanf stammt von der auf den ,philippinen heimischen ,faserbanane 7,musa textilis71 die in groer ,menge in den vulkanischen ,gegenden dieser ,inselgruppe kultiviert wird4 ,die wildwachsenden ,pflanzen liefern zwar auch1 aber nur sehr wenig ,faserstoff4 ,man hat diese ntzliche ,faserpflanze auch in anderen tropischen ,gegenden anzubauen versucht1 aber nur mit geringem ,erfolg4 ,so stammt diese ,bastfaser1 die nach dem ,exporthafen ,manila so heit1 fast ausschlielich aus den ,philippinen4 ,die ,faserbanane hat im dritten ,jahre eine ,hhe von #f m und einen ,stammdurchmesser von #ah cm erreicht und wird dann vor der ,blte geerntet4 ,die gefllten ,stmme lt man einige ,tage liegen1 um sie saftrmer zu machen und schneidet dann die ,fasern nach kurzer ,rstung der ,schfte durch ,handarbeit heraus1 indem man sie durch ,eisenkmme hindurchzieht4 ,dadurch werden die #a-b m langen verholzten ,fasern1 die aus kurzen1 feinen ,bastzellen bestehen1 rein gewonnen4 ,sie kommen in brunlichen bis gelblichweien ,strngen von seidenartigem ,glanz in den ,handel und dienen zur ,anfertigung von ,seilerwaren und zu vielen ,luxusartikeln1 die besonders geschtzt sind1 wenn die ,faser mit ,seide verwebt wurde1 was bei den ,manilataschentchern u4 dgl4 der ,fall ist4 ,wegen ihrer ,leichtigkeit und ,haltbarkeit im ,wasser werden aus ihnen auch ,schiffstaue hergestellt1 doch sind sie schwerer zu verarbeiten als der ,hanf4 ,da der ,manilahanf sehr billig ist1 wird er von den ,schiffern meist nur als ,ballast verladen4 ,die ,insel ,manila allein soll jhrlich ber #ca ,millionen kg davon ausfhren4 ,ungefhr #ad ,millionen kg gehen nach den ,vereinigten ,staaten1 besonders nach ,new ,york1 etwa #f ,millionen kg nach ,england und gegen #b1e ,millionen kg werden in ,manila selbst zu ,schiffstauen von #a-ae cm ,umfang und bis #bjj m ,lnge verarbeitet4 ,grbere und zugleich geringere ,sorten stammen von anderen ,musaarten1 besonders von der berall in den ,tropen angebauten gewhnlichen ,banane1 dem ,pisang4 ,der ,mauritiushanf stammt von einer mchtigen1 hohen ,staude aus der ,familie der ,amaryllideen 7,fourcroya gigantea71 die im tropischen ,mittelamerika heimisch ist und seit #agej auf der ,insel ,mauritius1 in neuester ,zeit auch in ,ostindien zur ,fasergewinnung kultiviert wird4 ,die bis #b1e m langen ,bltter werden vom dritten ,jahre an geerntet und werden mit der ,hand oder mit ,maschinen verarbeitet4 ,der ,familie der ,liliengewchse gehrt der neuseelndische ,flachs 7,phormium tenax7 an1 eine ausdauernde ,pflanze1 aus deren kurzem1 dickem ,wurzelstock #a-b m lange1 #b-d cm breite1 graugrne1 lederartige ,bltter hervorsprieen4 ,sie wchst auf ,neuseeland1 der ,insel ,norfolk und in verschiedenen ,teilen ,australiens wild1 wird aber hier wegen ihrer ,fasern auch kultiviert4 ,seit alter ,zeit dienen die ,fasern der ,bltter zu ,seilen1 grberen ,bekleidungsstoffen und sonstigen ,geflechten1 whrend der bittere ,wurzelstock wie die ,sarsaparille gegen ,skrofulose und ,syphilis verwendet wird4 ,erst durch den englischen ,entdeckungsreisenden ,cook wurde diese ,faserpflanze nach #agfi bekannt4 ,die durch ,verfaulenlassen der ,bltter gewonnene ,rohfaser ist etwa #a m lang1 gelblich1 stellenweise weilich und wird erst in ,europa1 und zwar fast ausschlielich in ,england1 gereinigt und zu ,flechtereien wie ,tauen und grberen ,webereien1 namentlich ,segeltuch1 verarbeitet4 ,diese sind biegsamer und leichter als diejenigen aus gewhnlichem ,hanf und werden selbst bei langem ,liegen in ,wasser kaum verndert4 ,ebenso verhlt es sich mit dem ,sanseveriahanf1 der aus den langen1 dickfleischigen1 graugrnen1 mit dunkleren ,bndern quer gestreiften ,blttern einer in mehreren ,arten im tropischen ,afrika heimischen ,lilie der ,gattung ,sanseveria gewonnen wird4 ,am hufigsten wird in ,westafrika ,sanseveria guineensis1 in ,ostafrika dagegen ,s4 cylindrica und ehrenbergi ausgebeutet4 ,in ihrer ,heimat wachsen sie in groen ,bestnden wild1 meist auf steinigen ,steppen im ,schatten von ,gebsch2 um jedoch die ,gewinnung zu erleichtern1 werden sie an verschiedenen ,orten der ,tropen kultiviert4 ,dabei sind sie hchst anspruchslos1 werden auer durch ,samen meist durch ,wurzelschlinge1 die in groer ,zahl um die ,pflanze herum aufschieen1 vermehrt und erreichen ein hohes ,alter1 so da eine ,anlage erst nach vielen ,jahren erneuert zu werden braucht4 ,die ,aufbereitung der ,faser geschieht in mhsamer ,weise wie bei den vorgenannten ,arten von ,hand1 knnte aber1 wenn ,pflanzungen in grerem ,mastabe angelegt wrden1 weit einfacher durch ,maschinenbetrieb gewonnen werden4 ,die ,kultur im groen wrde sich sehr lohnen1 da die ,sanseveria-,bastfasern von hervorragender ,gte liefern4 ,von ,deutsch-,ostafrika wurden bis jetzt davon nur #aedjjj kg exportiert4 ,illustration3 ,tafel #ie4 ,anpflanzung von ,manilahanf 7,musa textilis7 in ,mindanao auf den ,philippinen4 ,illustration3 ,zum ,trocknen aufgehngter ,manilahanf auf ,san ,ramon auf der ,insel ,mindanao4 7,beide nach einer in der ,sammlung des botan4 ,instituts der ,universitt ,wien befindlichen ,photogr4 von ,dr4 ,hans ,hallier47 ,illustration3 ,tafel #if4 7,phot4 ,vincenti1 ,daressalam47 ,sisalagavenplantage in ,deutsch-,ostafrika4 ,die der ,bltter beraubten ,pflanzen haben ,bltenschosse getrieben1 womit ihre ,daseinszeit zu ,ende ist4 ,in ,mexiko1 besonders auf der ,halbinsel ,yucatan1 wird die in ,mittelamerika heimische ,sisalagave 7,agave rigida7 gebaut1 so genannt nach der ,hafenstadt ,sisal in ,yucatan1 die lange ,zeit der ,hauptausfuhrort fr den ,sisalhanf war4 ,derselbe wird von den bis ber #a m langen1 dicken1 fleischigen ,blttern der trockene ,standorte wie ihre ,verwandten liebenden ,agave gewonnen4 ,diese gehrt zu den ,amaryllisgewchsen und entwickelt am ,ende ihrer ,vegetationszeit einen holzigen ,schaft von #c-e m ,lnge mit rispenfrmigen ,blten4 ,nach dem ,reifen der ,frchte stirbt die ,pflanze ab4 ,die ,sisalagave wchst am besten in tropischen und subtropischen ,gebieten mit nicht zu groer ,feuchtigkeit und wird noch mit gutem ,erfolg auf ,boden angepflanzt1 der fr andere ,kulturgewchse zu schlecht ist4 ,dort gedeiht sie ohne ,pflege1 nur mu anfnglich1 solange die ,pflanzen klein sind1 das ,unkraut niedergehalten werden4 ,die ,fortpflanzung geschieht entweder durch ,wurzelschlinge1 die vom dritten ,jahre an als ,triebe des ,wurzelstocks reichlich aus dem ,boden hervorbrechen und nur abgegraben und verpflanzt zu werden brauchen1 oder durch zwiebelfrmige ,brutknospen1 die sich ebenfalls in groer ,zahl1 bis zu #cjjj1 an der ,pflanze bilden1 um abzufallen und ihre meist schon vorher gebildeten ,wurzeln in die ,erde zu versenken4 ,ist die ,pflanze fnf ,jahre alt1 so knnen bis zu ihrem #ae4-bj4 ,jahre zwei- bis viermal jhrlich die ausgewachsenen ,bltter abgeschnitten werden4 ,an diesen werden dann vermittelst einer ,maschine die ,fasern von den ,fleischteilen des ,blattes abgetrennt1 gereinigt1 getrocknet und gebleicht1 um als ,sisalhanf in den ,handel zu gelangen4 ,dieser ist leicht1 gelblich-wei1 glnzend1 strker und elastischer als ,hanf1 hrter und weniger biegsam als ,manilahanf1 widersteht der ,nsse1 braucht also nicht geteert zu werden1 und erlangt unter ,wasser sogar eine erhhte absolute ,festigkeit4 ,er dient zur ,herstellung von ,tauen1 ,segeltuch1 ,packtchern1 ,teppichen1 ,papier und als ,indiafaser zum ,polstern4 ,mexiko fhrt davon jhrlich #ejjjjj ,ballen im ,werte von #dj ,millionen ,mark aus4 ,seine ,kultur ist neuerdings auch in den deutschen ,kolonien1 besonders ,ostafrika1 aber auch ,neuguinea eingefhrt worden4 ,diese fhrten schon #aijg fr #b1b ,millionen ,mark aus4 ,seitdem hat sich die ,produktion noch wesentlich gehoben4 ,im ,jahre #aijh wurden in ,ostafrika allein die vorhandenen ,sisalpflanzungen auf #ajcee ,hektar mit #bd ,millionen ,pflanzen geschtzt und kamen fast #c ,millionen kg ,sisalhanf im ,werte von ber #b ,millionen ,mark zur ,ausfuhr4 ,von einer verwandten ,agave1 der in ,mexiko heimischen ,agave heteracantha1 die dort vom ,volke lechuguilla genannt wird1 stammt die im ,lande selbst als ixtli1 bei uns aber nach dem ,hauptausfuhrhafen ,tampico meist als ,tampicofaser bezeichnete1 zwar grobe und kurze1 aber uerst haltbare und starke ,faser4 ,sie wird durch ,abschaben der fleischigen ,bltter1 solange diese noch grn und saftig sind1 gewonnen4 ,die ,faserbndel werden dann ausgehoben1 gewaschen1 an der ,sonne getrocknet1 mit einem ,holzkamme wie ,frauenhaar gekmmt1 in verschiedenen ,lngen zu ,strhnen gebunden und in ,ballen verpackt4 ,die ,ausfuhr betrgt ber #c ,millionen kg jhrlich4 ,im ,gegensatz zu ihr steht die fast ausschlielich in ,zentralamerika von verschiedenen ,bromeliazeen aus der engsten ,verwandtschaft der ,ananas1 besonders von ,bromelia karatas gewonnene ,pitafaser oder das ,hondurasgras4 ,aus diesem sehr feinen und festen ,faserstoff hat man frher den sogenannten ,ananasbattisthergestellt1 whrend man sich heute damit begngt1 ihn zu grberem ,flechtwerk zu verwenden4 ,die ihn liefernde waldbewohnende ,faserpflanze wird nirgends eigentlich kultiviert4 ,in ,mexiko1 wo sie auch vorkommt1 besteht die ganze ,pflege darin1 da im ,walde das ,unterholz abgebrannt wird1 um den ,schlingen ,platz zu machen1 die nach ihrer ,anpflanzung sich selbst berlassen bleiben4 ,die ,besitzer stellen sich nur zur ,ausbeutung ein und lichten vielleicht bei dieser ,gelegenheit den ,bestand aus1 wenn er durch das ,emporschieen von ,schlingen zu dicht geworden ist4 ,auch auf der ,halbinsel ,malakka und den ,philippinen wird eine wilde ,ananas1 wie anderwrts die als ,obst kultivierte ebare ,ananas zur ,gewinnung von ,fasermaterial benutzt4 ,ein uralter1 schon den alten ,rmern als spartum bekannter und von ihnen vielfach zu allerlei ,flechtwerk verwendeter ,faserstoff rhrt vom sehr zhen ,pfriemengras 7,stipa tenacissima7 her1 das in den drren1 beinahe ,wstencharakter aufweisenden1 auerordentlich regenarmen und lufttrockenen ,steppen ,algeriens1 ,marokkos und ,sdspaniens heimisch ist und von den dortigen ,eingeborenen seit ,urzeiten zu allerlei ,flechtwerk benutzt wird4 ,so werden heute noch wie im ,altertum von der armen ,bevlkerung daraus die als einziges ,kleidungsstck dienenden ,schrzen1 wie auch die ,sandalen1 ,tragtaschen und ,stricke angefertigt1 die von einer geradezu unverwstlichen ,dauerhaftigkeit sind4 ,die ,rmer lernten dieses auerordentlich feste ,flechtmaterial von den ,karthagern kennen1 die es ausgiebig zu mancherlei ,flechtwerk1 auch zur ,herstellung von ,schiffstauen fr ihre zahlreichen ,handels- und ,kriegsschiffe1 verwendeten4 ,seit dem #b4 punischen ,kriege 7#bah-bja v4 ,chr47 machten sie sich die im #a4 punischen ,kriege bei den ,karthagern gemachten ,erfahrungen mit diesen fast unzerstrbaren ,tauen und ,netzen zunutze4 ,so berichtet der rmische ,geschichtschreiber ,livius aus ,padua 7#ei v4 bis #ag n4 ,chr47 folgende ,episode aus dem zweiten punischen ,krieg1 als ,scipio gegen ,hannibals ,bruder ,hasdrubal kmpfte1 #baj v4 ,chr4 ,neu-,karthago und #bjf das ganze von den ,karthagern innegehabte ,sdostspanien eroberte3 ,whrend die ,rmer in ,italien gegen ,hannibal kmpften1 sandten sie eine ,kriegsflotte nach ,spanien2 diese verwstete die ,gegend um ,neu-,karthago und fand nicht weit von da zu ,longuntica eine gewaltige ,menge von getrocknetem ,pfriemengras 7spartum71 das ,hasdrubal dort fr den ,bedarf seiner ,schiffe angehuft hatte4 ,die ,rmer nahmen von dieser ,beute1 soviel sie brauchen konnten1 und verbrannten das brige48 ,der ltere ,cato1 der unvershnliche ,gegner des nach dem zweiten punischen ,kriege wieder aufblhenden ,karthago 7#bcd-adi v4 ,chr47 sagt in seinem ,buche ber ,landwirtschaft1 der ,landmann msse aus spartum geflochtene ,seile und ,krbe haben1 und der ,gelehrte ,varro 7#aaf-bg v4 ,chr47 meint3 ,der ,landwirt mu ,hanf1 ,lein1 ,binsen und spartum pflanzen1 um daraus ,schnre1 ,stricke und ,seile zu drehen48 ,der aus ,spanien gebrtige rmische ,ackerbauschriftsteller ,columella um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 schreibt3 ,wenn die ,klauen eines ,ochsen an ,entzndung leiden1 so schtzt man sie durch einen aus spartum geflochtenen ,schuh 7solea spartea781 ferner3 ,bei der ,olivenernte braucht man auer vielen andern ,dingen ,seile von ,hanf und von spartum48 ,das von den ,spaniern esparto1 von den muhammedanischen ,nordafrikanern halfa genannte ,pfriemengras mit sehr faserreichen1 zhen ,blttern gedeiht auf trockenem1 kalkhaltigem ,boden am besten2 auf sehr sandigem ,boden liefert es eine noch krftigere1 aber krzere ,faser4 ,es erhebt sich nicht ber #ajjj m1 treibt im ,binnenlande lngere und weiere1 aber dnnere und schwchere ,fasern als an der ,kste1 wchst in ,bscheln und pflanzt sich so leicht fort1 da auf dem ,boden1 von dem es einmal ,besitz ergriffen hat1 endlose ,ernten eingeheimst werden knnen4 ,das ist die ,ursache1 weshalb diese ,grasart trotz ihrer groen ,wichtigkeit als ,faserpflanze nirgends kultiviert wird4 ,man berlt ihr einfach das ,gelnde1 auf dem sie sich angesiedelt hat1 und denkt nicht daran1 ihr irgend welche ,pflege angedeihen zu lassen4 ,die ,bltter werden zur ,zeit der ,reife im ,mai und ,juni meist noch durch ,ausreien mit den ,hnden1 indem man sie zum festeren ,anpacken um einen ,stock wickelt1 geerntet1 getrocknet und1 in ,bndel gebunden1 in den ,handel gebracht4 ,die wichtigste ,bezugsquelle ist ,algerien1 das aus dem ber #djj km langen und #agj km breiten1 in den ,departements ,oran und ,algier gelegenen sogenannten ,halfameer jhrlich ber #ajj ,millionen kg im ,werte von #aj ,millionen ,mark bezieht4 ,nach ihm kommt ,spanien mit etwa #dh ,millionen kg und hernach ,tunis und ,tripolis mit immer zunehmenden ,massen4 ,die ,hauptmenge gelangt zur ,papierfabrikation nach ,england1 ein groer ,teil wird nach ,frankreich1 hauptschlich ,marseille1 verschifft1 um zu grobem ,packtuch1 ,matten1 ,krben und ,seilerartikeln ,verwendung zu finden4 ,wie in ,nordafrika1 so gelangt dieses ,rohmaterial auch in ,spanien zu einer sehr vielseitigen ,verarbeitung4 ,unter den hier daraus verfertigten ,gegenstnden sind namentlich die dnnen aber starken1 in den ,bergwerken verwendeten ,seile1 sowie die sehr dauerhaften ,sandalen zu nennen1 die nicht blo im eigenen ,lande berall von der rmeren ,bevlkerung getragen1 sondern auch in ,menge exportiert werden4 ,kein eigentliches ,gras1 sondern ein grasartiges ,nixenkraut 7,najadazee7 ist das in wenig tiefem ,wasser an den ,ksten von ,europa1 ,kleinasien1 ,ostasien und ,nordamerika in dichten ,bestnden1 wiesenartig weite ,flchen bedeckend1 wachsende ,seegras 7,zostera marina74 ,nach heftigen ,strmen werden oft sehr groe ,massen von ihm1 zum ,teil mit den ,wurzeln1 ausgerissen1 bei abstillender ,see ans ,land geschwemmt und hier zu ganzen ,haufen aufgetrmt oder zu ,kugeln geformt4 ,wie so manche andere ,meergewchse hat es lange fadenfrmige ,pollen 7,bltenstaub71 die im ,meere umhertreiben1 bis sie von den ,narben angezogen und festgehalten werden4 ,getrocknet dient es an ,stelle der teuren ,pferdehaare zum ,stopfen und ,polstern von ,matratzen1 ,betten1 ,mbeln usw41 daneben wird es auch verbrannt und zur ,gewinnung von ,soda benutzt4 ,als vegetabilisches ,rohaar1 ,baumhaar1 ,caragate oder ,tillandsiafasern kommen die durch ,rotten im ,wasser ihrer ,hautgewebe entkleideten silberweien1 fadenfrmigen1 #j1e-a m langen ,luftwurzeln der als ,greisenbart bezeichneten ,bromeliazee ,tillandsia usneoides in ,form von schwarzbraunen1 dem ,rohaar hnlichen ,fasern von #a mm ,dicke in den ,handel1 um ebenfalls an ,stelle von ,rohaar zum ,stopfen von ,matratzen und ,polstern von ,mbeln1 wie auch zum ,verpacken von ,glaswaren benutzt zu werden4 ,dieses als berpflanze auf ,bumen lebende ,ananasgewchs kommt im ganzen warmen ,amerika von ,argentinien bis ,carolina in den ,vereinigten ,staaten vor und bedeckt in den ,wldern oft in ungeheuren ,mengen weithin die ,baumste1 indem es seine dunkeln1 rohaarhnlichen ,zweige wie ,bartflechten um sie spinnt und die die ,nahrung und das ,wasser aus der ,luft an sich reienden ,luftwurzeln tief herabhngen lt4 ,letztere werden neuerdings in ,menge gesammelt und kommen besonders aus den ,sdstaaten ,nordamerikas als ,louisianamoos in den ,handel4 ,in ,westindien und ,brasilien wird von dem unserem ,seidelbaste nahe verwandten ,strauche ,funifera utilis1 der vielfach zur ,fasergewinnung angepflanzt wird1 der einem ,spitzengewebe hnliche rahmweie1 als ,spitzenrinde bezeichnete ,bast zum ,flechten von ,frauenhten1 ,kragen und anderen ,gegenstnden verwendet1 whrend derjenige des in ,ostindien auf trockenen1 felsigen ,hgeln wachsenden ,strauches ,marsdenia tenacissima aus der ,familie der ,asklepiadazeen oder ,seidenpflanzengewchse als ,jiti oder ,rajmahalhanf viel gebraucht wird4 ,er ist nicht so krftig wie unser ,hanf1 bertrifft ihn aber an ,elastizitt bedeutend4 ,seine hufigste ,verwendung ist die zu ,fischnetzen1 denn dieser ,faserstoff besitzt eine sehr groe ,widerstandsfhigkeit gegen ,feuchtigkeit4 ,ein anderer1 grober ,faserstoff ist der als ,dunchi bezeichnete ,bast eines sdasiatischen1 bis #b1d m hohen ,strauches ,sesbania aculeata aus der ,familie der ,leguminosen1 der in ,indien und ,china auf nassem ,boden und ohne ,sorgfalt1 die er auch nicht beansprucht1 kultiviert wird4 ,bisweilen kommt er auch unter dem in ,bengalen blichen ,namen ,jayanti in den ,handel4 ,der ,bast des auf ,tahiti roa genannten strauchartigen ,nesselgewchses ,urtica argentea liefert die blendend weien1 glnzenden1 zu ,seilerartikeln und ,luxusgegenstnden verarbeiteten ,roafasern1 whrend die ebenfalls berall in ,ozeanien anzutreffenden ,schraubenpalmen ,pandanus utilis 7ursprnglich in ,madagaskar zu ,hause7 und odoratissimus 7deren wohlriechende1 schon in den ltesten indischen ,sanskritgedichten unter dem ,namen kekata erwhnten ,blten mit l ausgezogen ein in ,indien sehr geschtztes ,parfm liefern7 die sehr zhen1 zur ,anfertigung von ,matten und ,seilen verwendeten ,pandanusfasern liefert4 ,hufig wird in verschiedenen ,gegenden ,ostindiens die daselbst heimische einjhrige ,hanfrose ,hibiscus cannabinus angepflanzt4 ,diese bis #b1d m hohe strauchartige ,eibischart mit stacheligem ,stengel liefert in den tief gelappten1 suerlich1 etwas herb und schleimig schmeckenden ,blttern ein von den ,eingeborenen hufig gegessenes ,gemse1 aus den ,samen wird ,brenn- und ,speisel gepret1 whrend der braune1 rauhe ,bast der ,stengel1 der schon in der ,sanskritliteratur als nalika erwhnt wird1 als geschtztes ,spinn- und ,flechtmaterial dient4 ,es ist dies der als indischer oder ,gambohanf1 der auch als ,jute von ,madras in allerdings mangelhafter ,zubereitung in den ,handel gelangt4 ,er ist weich und geschmeidig1 wei mit einem ,stich ins ,graugelbe1 und besteht aus wenig glnzenden1 feinen und grbern1 #aj bis #ij cm langen1 aber nicht sehr festen ,fasern4 ,obschon mehr dem ,flachs und den besseren ,hanfsorten als der ,jute hnlich1 wird er auch ,bastardjute genannt und bisweilen der ,jute beigemengt4 ,obgleich die ,hanfrose das ganze ,jahr hindurch wchst1 wird sie doch nur in der khlen ,jahreszeit gest4 ,drei ,monate danach steht sie in ,blte und mu dann zur ,gewinnung des ,bastes geschnitten werden4 ,ihm sehr hnlich und nicht selten unter seinem ,namen gehend ist der von einer nahe verwandten ,eibischart1 ,hibiscus sabdariffa1 gewonnene ,rosellahanf1 dessen ,hauptproduktionsgebiet die ,prsidentschaft ,madras in ,sdindien ist4 ,deren ,bltter dienen als ,salat1 whrend die fleischigen ,bltenkelche von angenehm suerlichem ,geschmack in ,ostindien zur ,bereitung von ,gelee und ,torten1 in ,westindien1 wohin die ,nutzpflanze neuerdings gebracht wurde und ebenfalls ziemlich hufig angepflanzt wird1 auch als ,bestandteil von khlenden ,getrnken benutzt wird4 ,eine noch sehr viel wichtigere ,pflanzenfaser ,ostindiens als die ebengenannten ist die ,jute1 die ihren ,namen von dem schon im ,sanskrit als djuta erwhnten indischen djut d4 h4 ,faser erhielt4 ,zuerst wurde dieser in ,indien seit den ltesten ,zeiten verwendete ,faserstoff durch den ,englnder ,dr4 ,roxburgh bekannt1 der im ,jahre #agie an die ,direktion der ostindischen ,handelsgesellschaft in ,london einen ,ballen ,faserstoff sandte1 den er als ,jute8 der ,eingeborenen bezeichnete4 ,aber erst im zweiten ,viertel des #ai4 ,jahrhunderts fand dieses neue ,flechtmaterial in ,england ,beachtung1 nachdem man um #ahcj in ,dundee begonnen hatte1 es in der ,technik zu verwenden4 ,die ,jute wird von einer mit unsern ,linden verwandten einjhrigen ,pflanze 7,corchorus capsularis7 gewonnen1 die im feuchtwarmen ,klima ,bengalens heimisch ist und dort in groer ,menge zur ,bastgewinnung angepflanzt wird4 ,fr ,bengalen und teilweise auch das benachbarte ,assam spielt diese ,gespinstpflanze fast dieselbe ,rolle wie die ,baumwolle in den ,sdstaaten der nordamerikanischen ,union4 ,die ,jutepflanze wird #a1e-d1f m hoch und gelangt in zwei ,spielarten mit hellgrnen oder rtlichen ,stengeln und ,blattrippen zum ,anbau4 ,an den #b-d cm dicken ,stengeln sitzen gezhnelte ,bltter und weilich-gelbe ,blten in ,trauben geordnet1 die runzelige1 kirschengroe1 kugelige bis zylindrische ,kapseln liefern4 ,man gewinnt die sehr festen ,fasern von den vier ,monate nach der im ,mrz stattfindenden ,saat geschnittenen ,stengeln1 indem man sie von den ,seitentrieben1 ,blttern und ,stengeln befreit und in langsam flieendem ,wasser einer leichten ,fulnis unterwirft4 ,schon nach einigen ,tagen kann dann der ,bast von dem leicht brechenden ,holz und der brigen ,rinde befreit werden4 ,die besten ,sorten sind weilichgelb bis silbergrau1 von seidenhnlichem ,glanz1 beim ,anfhlen glatt und weich4 ,die schlechten ,sorten sind brunlich1 hart und holzig4 ,die ,jutefasern werden dann vermittelst hydraulischer ,pressen in ,ballen von #ahj kg zusammengepret1 von denen ,bengalen allein jhrlich #e1f ,millionen ,stcke ausfhrt4 ber ,bombay gingen #ahij #aejj ,millionen kg derselben im ,werte von #afj ,millionen ,mark hauptschlich nach ,england1 um speziell in ,dundee zu grberen ,stoffen wie ,decken1 ,portieren1 ,sofaberzgen1 aber auch ,hemden verarbeitet zu werden4 ,vor wenig mehr als einem ,jahrhundert trug die rmere ,bevlkerung ,bengalens noch ausschlielich aus selbst verwebten ,jutefasern hergestellte ,kleider1 die aber als etwas grob mit der ,einfhrung billiger europischer ,baumwollwaren mehr und mehr an ,beliebtheit einbten4 ,dafr stieg ihre ,wertschtzung in ,europa4 ,da nun infolgedessen der ,jutebedarf hier immer mehr steigt und die ,juteproduktion ,bengalens trotz ihrer bestndigen ,steigerung nicht gengt1 so ist man bemht1 die ,kultur der ,jutepflanze auch anderwrts1 so in ,deutsch-,ostafrika1 einzufhren1 wo das von der ,pflanze verlangte1 gleichmig warme1 feuchte ,klima vorhanden ist und bei rationellerem ,anbau1 als er in ,nordindien gebruchlich ist1 sehr gute ,resultate zu erwarten wren4 ,illustration3 ,bild #fb4 ,die ,jutepflanze 7,corchorus capsularis74 ,sehr nahe verwandt mit dieser ,jutepflanze ist die in ,sdchina oder ,hinterindien heimische ,corchorus olitorius1 ebenfalls eine einjhrige1 #a1e-c m hohe ,pflanze mit gelben ,blten1 die sich frhzeitig als ,gemsepflanze in ,indien verbreitete4 ,sie kam dann spter durch die ,perser nach ,vorderasien und durch die ,araber etwa zu ,beginn der christlichen ,zeitrechnung nach ,syrien und gypten und wird jetzt noch im stlichen ,mittelmeergebiet1 wie auch in den ,tropen der ganzen ,welt als ,gemsepflanze gebaut1 whrend die ,kultur dieser ,art als ,faserpflanze auf ,bengalen beschrnkt blieb4 ,illustration3 ,bild #fc4 ,die ,ramiepflanze 7,boehmeria tenacissima74 ,ein ebenfalls sehr wichtiger sdasiatischer ,faserstoff ist die ,ramie1 im malaiischen ,archipel so genannt4 ,unter diesem ,namen lernten sie die ,hollnder in ,java1 wo sie schon lange in ziemlicher ,menge produziert wird1 kennen und vermittelten sie den brigen ,vlkern ,europas4 ,in ,indien heit der ,faserstoff rhea und in ,china tschu-ma4 ,die seidenglnzenden1 geschmeidigen1 auffallend starken ,fasern wurden schon seit undenklichen ,zeiten in ,indien1 ,siam1 ,kambodscha1 ,cochinchina1 ,sdchina1 ,japan und der ganzen sdasiatischen ,inselwelt zu allerlei ,geweben1 vom groben ,segeltuch und ,fischnetz bis zum eleganten1 feinen als ,kantonseide oder ,seersucker in den ,handel gelangenden ,tuch1 verarbeitet4 ,der erste ,ballen davon kam #ahaj nach ,england4 ,er wird von einer #a1i-b1c m hohen1 ausdauernden1 nicht brennenden ,nessel ,ostasiens 7,boehmeria tenacissima7 gewonnen4 ,ein ,wurzelstock der ,pflanze treibt bis zu #ae ,stengel aus mit ziemlich sprlichen1 wolligen ,blttern4 ,die ,ernte erfolgt1 sobald die ,oberhaut der ,stengel dunkelbraun geworden ist4 ,die ,fortpflanzung geschieht durch ,wurzelauslufer oder ,stecklinge2 die ,pflege der in ,reihen gestellten ,pflanzen beschrnkt sich auf ,lockerung und ,reinhaltung des ,bodens von ,unkraut4 ,sie wird hauptschlich in ,china1 ,japan1 den ,philippinen1 ,indien und im ,sden der ,vereinigten ,staaten angebaut4 ,das ,rohmaterial fr die besonders in ,frankreich1 dann auch in ,deutschland 7,emmendingen7 und in der ,schweiz etablierten europischen ,ramiespinnereien wird ausschlielich aus ,china bezogen4 ,nicht minder hufig wird das von der nahe verwandten ,boehmeria nivea gewonnene ,chinagras in ganz ,ostasien1 ,indien und den ,sundainseln angepflanzt4 ,die durchschnittlich #a1e m hohe ,pflanze ist ebenfalls ausdauernd und wird durch ,wurzelstcke vermehrt2 sie besitzt auf der ,unterseite weilich gefrbte ,bltter4 ,unter gnstigen ,bedingungen in den ,tropen sind die in ,mehrzahl aus einem ,wurzelstock hervorgehenden ,stengel in #c-d ,monaten schnittreif und knnen daher zwei- bis dreimal im ,jahre geerntet werden4 ,sie liefern einen gelblichen ,bast1 der gleicherweise einer leichten ,verwesung unterworfen wird1 bevor man ihn nach ,england1 wohin er vorzugsweise gelangt1 zu ,grasleinen8 verarbeitet1 aus welchem man auerordentlich dauerhafte grbere und feinere ,gewebe herstellt4 ,chinas ,ausfuhr davon betrgt durchschnittlich #aa ,millionen kg jhrlich1 wovon ,deutschland etwa #fjjjjj kg im ,wert von ber #djjjjj ,mark einfhrt4 ,alle ,nesseln enthalten sehr feste ,bastzellen in ihren ,stengeln1 weshalb man sie frher1 bevor man die besseren auslndischen ,faserstoffe einfhrte1 auch bei uns als ,gespinstpflanzen schtzte und sogenanntes ,nesseltuch8 daraus herstellte4 ,einer der grten ,gelehrten des ,mittelalters1 ,albertus ,magnus 7eigentlich ,graf von ,bollstdt1 #aaic-abhj71 ist der erste1 der die gemeine ,brennessel 7,urtica urens7 als ,gespinstpflanze erwhnt4 ,er nennt sie mit ,flachs und ,hanf zusammen1 fgt aber hinzu1 da ,nesselgewebe auf der ,haut ,jucken verursache1 was flchsenes und hnfenes nicht tue4 ,neuerdings ist es nun einer ,wiener ,firma gelungen1 auf einfache1 billige ,weise die ,brennessel zu einer vorzglichen ,weberfaser zu verarbeiten4 ,aus #ajj kg ,nesseln werden #ac kg ,fasern von sehr guter ,qualitt im ,werte von #i ,kronen gewonnen4 ,da sie die ,festigkeit der ,bastfasern und die ,geschmeidigkeit der ,baumwolle besitzen1 kann dieses billige inlndische ,material1 das aus dem an sonst fr ,kulturpflanzen unbentzbaren ,orten wachsenden ,unkraut gewonnen wird1 ganz gut mit der auslndischen ,ramie konkurrieren4 ,gleicherweise wurde einst aus dem #a-a1be m hohen ,stengel der wildwachsenden ,malve 7,malva officinalis7 oder weien ,pappel 7mittelhochdeutsch papele7 eine ,gespinstfaser gewonnen1 die nach dem ,zeugnisse von ,papias und ,isidor1 dem ,bischof von ,sevilla 7gestorben #fcf71 auch zur ,herstellung von ,kleidern verwendet wurde4 ,deren ,blten geben eine weinrote ,farbe1 und wenn daher der um #hjj v4 ,chr4 lebende ,franke ,angilbert von der ,tochter ,karls des ,groen ,gisala berichtet1 sie habe in einem malvenen ,kleide geprangt1 so kann damit sowohl der ,stoff1 als die ,farbe gemeint sein4 ,immerhin ist es wahrscheinlich1 da der ,stoff des ,gewandes aus ,malvenfasern bestand4 ,illustration3 ,bild #fd4 ,stck einer aus ,binsen geflochtenen ,matte aus dem neolithischen ,pfahlbau von ,wangen am ,bodensee4 7 natrl4 ,gre47 ,illustration3 ,bild #fe4 ,geflecht aus schmalen ,riemen von ,baumbast aus dem neolithischen ,pfahlbau von ,wangen am ,bodensee4 7 natrl4 ,gre47 ,in vorgeschichtlicher ,zeit und im frhen ,altertum trug man auch bei uns in ,europa aus ,baumbast verfertigte ,kleider4 ,so berichtet der ums ,jahr #ej n4 ,chr4 lebende rmische ,geograph ,pomponius ,mela1 der uns eine ,erdbeschreibung hinterlie1 da die ,germanen teils ,wollmntel1 teils solche aus ,baumbast trugen4 ,und wenn diese ,sitte auch nicht mehr aus spterer ,zeit bezeugt ist1 so hat doch die ,sprache wenigstens unverstandene ,erinnerungen an den alten ,brauch bewahrt4 ,der ,bast wurde vornehmlich von der ,linde genommen1 wie die noch spt vorkommende ,doppelbedeutung des ,wortes lint als ,lindenbaum und ,bast zugleich lehrt2 und wenn altnordisch lind der ,grtel bedeutet1 so ist dieser eben in den ltesten ,zeiten aus ,lindenbast hergestellt gewesen1 wie gleicherweise eine noch spte ,glosse 7,erklrung eines dunkeln1 veralteten ,wortes7 limbus bast auf alte ,verwendung dieses ,stoffes zu ,kleiderbesatz und ein ,zeitwort basten1 d4 h4 schnren1 nhen1 flicken1 auf die ,anwendung von ,bastfaden in der ,vorzeit deutet4 ,noch heute ist dieses ,wort als basteln fr sorgfltiges ,verrichten von irgendwelcher feiner ,handfertigkeit bei uns gebruchlich4 ,zudem weisen auf die alte ,technik des ,bastflechtens1 die uns schon bei den neolithischen ,pfahlbauern der ,schweiz in hoher ,vollendung und in den mannigfaltigsten ,produkten wie ,mnteln1 ,matten1 ,krben usw4 entgegentritt1 zwei ,wrter hin1 die spter gleichbedeutend mit weben wurden1 aber ursprnglich nur das enge ,zusammenfgen und ,verschlingen der groben ,baststrnge gemeint haben knnen1 nmlich dringen fr das ,drehen und feste ,anlegen des ,flechtmaterials1 wie noch mehrere alte ,belege verraten1 spter im ,sinne zwischen ,flechten1 ,wirken und ,weben schwankend1 und briden fr ,zwngen1 ,zusammenfassen1 das im ,mittelhochdeutschen aber sowohl fr das ,netzflechten1 als fr das ,bortenwirken und ,stoffweben gebraucht wurde4 ,den ,baumbast als ,flechtmaterial hat spter die ,leinfaser1 und diese dann zum grten ,teil die ,baumwolle verdrngt1 welche heute das am meisten benutzte ,gespinstmaterial ist und deshalb wegen ihrer ungeheuren ,bedeutung fr die heutige ,menschheit in einem besonderen ,abschnitt gewrdigt werden soll4 ,sie ist aber durchaus nicht die einzige technisch verwendete ,pflanzenwolle4 ,eine solche liefern uns verschiedene ,wollbume1 die in den tropischen ,wldern der ganzen ,erde wachsen2 sie kann aber wegen ihrer ,sprdigkeit und der geringen ,lnge ihrer ,fasern kaum versponnen werden und wird deshalb seit langem von den betreffenden ,eingeborenen als ,polstermaterial verwendet4 ,die gebruchlichste ,pflanzenwolle auer der ,baumwolle ist die ,seidenbaumwolle1 im ,sudan ,kapok genannt4 ,sie stammt vom ,seidenwollbaum 7,ceiba pentandra71 der nicht nur in ,afrika berall wchst1 sondern auch in ,brasilien1 dann in ganz ,sdasien und ,indonesien1 vorkommt4 ,hier pflanzen ihn die ,eingeborenen nicht1 da sie ihren ,bedarf an ,seidenwolle von den wilden ,bestnden decken knnen4 ,dagegen wird der ,kapokbaum auer in ,ostafrika in besonders ausgedehntem ,mae in ,niederlndisch-,indien1 speziell ,java1 und neuerdings auch auf ,neuguinea als ,nebenkultur auf ,kaffee- und ,teeplantagen1 als ,sttzbaum fr ,pfeffer und ,vanille oder als ,schattenbaum zur ,einfassung von ,straen an ,wegrndern in etwa #e m ,abstand von den ,europern angepflanzt4 ,er ist ein fast im ganzen ,tropengrtel verbreiteter groer ,baum aus der ,familie der ,bombazeen mit starkem1 geradem ,stamme und breiten1 oberirdischen ,brettwurzeln1 aber sehr weichem1 von den ,eingeborenen zu ,khnen ausgehhltem ,holz1 dessen ,rinde bei jungen ,bumen mit starken ,stacheln besetzt ist1 handfrmig geteilten ,blttern und in ,bscheln angeordneten1 ziemlich groen1 weien ,blten4 ,die ,frucht ist eine #ae cm lange und #f cm dicke1 lnglichrunde1 gurkenhnliche1 holzige1 fnffcherige1 braune ,kapsel1 welche in fnf ,klappen aufspringt4 ,darin sind die ,samen in kugelige ,busche von weien1 seidenglnzenden ,fasern eingebettet1 welche sich beim ffnen der ,frucht ausbreiten und zu deren ,verbreitung durch den ,wind beitragen4 ,und zwar geht diese seidige ,wolle nicht wie die der ,baumwolle von den ,samen1 sondern von der inneren ,fruchtwand aus1 sie ist also keine ,samenwolle1 sondern ein ,gewebe der ,fruchtkapsel4 ,da der ,kapokbaum keinerlei ,pflege beansprucht und in jedem ,boden1 im ,tieflande1 wie in ,hhenlagen bis #ajjj m gedeiht1 so ist seine ,kultur eine sehr einfache4 ,er vertrgt reichliche ,niederschlge und entwickelt sich1 wo ihm solche geboten werden1 besonders ppig2 aber er nimmt auch mit sprlicherem ,regenfall vorlieb und bersteht auch lngere ,trockenzeiten verhltnismig gut4 ,er kann leicht durch ,stecklinge1 wie auch durch ,samen vermehrt werden und wchst sehr rasch4 ,im #d4 ,jahre wird er zuerst tragbar1 bringt aber selten vor dem #f4 ,lebensjahre grere ,ertrgnisse4 ,ein groer ,kapokbaum bringt jhrlich #ajjj-aejj ,wollkapseln zur ,reife1 die #a-a1e kg reine ,pflanzenwolle ergeben4 ,wenn die ,wollkapseln sich zu ffnen beginnen1 werden sie geerntet1 indem sie mit langen ,bambusstangen1 an denen sich oben ein ,hkchen befindet1 gepflckt werden4 ,man lt sie dann auf einer reinen ,unterlage in der ,sonne nachreifen1 so da sie sich ganz ffnen4 ,dann wird die ,seidenbaumwolle zugleich mit den ,samen durch ,frauen und ,kinder aus der ,fruchtkapsel herausgenommen4 ,nachdem diese im ,verlauf eines oder einiger ,tage an der ,sonne vllig ausgetrocknet ist1 wird sie entkernt1 was frher von ,hand geschah1 neuerdings aber durch ,maschinen1 wie sie zur ,entkernung von ,baumwolle dienen1 besorgt wird4 ,das wichtigste ,erzeugungsgebiet fr ,kapok ist ,niederlndisch-,indien1 und zwar speziell ,java1 das jhrlich etwa #e ,millionen kg in den ,handel bringt4 ,der ,hauptmarkt ,europas dafr ist ,amsterdam1 wo das ,kilogramm nicht unter #a ,mark zu haben ist4 ,dem ,kapok hnlich1 nur braun statt wei1 ist die ,wolle der verwandten ,ochroma lagopus1 ebenfalls eines groen ,baumes mit gelappten ,blttern und an den ,enden der ,zweige stehenden groen ,blten4 ,die ganz analog gebauten ,frchte sind #bj cm lang und #e cm dick4 ,die ,wolle dieser beiden ,bombazeenarten eignet sich wegen ihrer ,gltte und ,krze nicht zum ,spinnen1 gibt aber ein ausgezeichnetes ,polstermaterial fr ,mbel1 ,matratzen1 ,kissen u4 dergl41 wird aber auch1 da uerst leicht1 zur ,herstellung von ,schwimmgrteln und ,rettungsringen benutzt4 ,gepreter ,kapok trgt nmlich das #cf;fache seines ,gewichtes4 ,neuerdings findet er auch in der ,chirurgie statt ,baumwolle ,verwendung4 ,die ,samen vieler ,pflanzen1 z4 ,b4 des allbekannten ,lwenzahns1 sind mit einem ,haarschopf versehen1 um vom ,winde mglichst weit weggetragen zu werden4 ,manche dieser ,haarschpfe bestehen aus langen1 seidigen ,haaren1 die bisweilen als ,pflanzenseide in den ,handel kommen4 ,in ,westindien und ,sdamerika wird solche ,seide von ,asclepias curassavica gewonnen4 ,eine ,strophantusart ,senegals liefert eine rtlichgelbe1 feine ,seide4 ,die beste ,pflanzenseide aber1 die merkwrdigerweise am wenigsten zur ,verwendung gelangt1 wird in ,indien aus den ,samenhaaren von ,beaumontia grandiflora gewonnen4 ,sie ist nicht nur rein wei und prchtig glnzend1 sondern auch beinahe so fest wie ,baumwolle1 whrend sich sonst die ,pflanzenseide gerade durch ihre ,brchigkeit in ,mikredit setzt4 ,die einzelnen ,samenhaare sind bis #e cm lang und lassen sich leicht vom ,samen abtrennen4 ,whrend diese ,seidenpflanze ungerechtfertigterweise so wenig beachtet wird1 ist eine andere ,seidenpflanze1 die aus ,nordamerika stammende ,asclepias syriaca1 eine unglckliche ,liebe aller ,produzenten1 an die immer wieder fruchtlose ,spinnversuche verwendet werden1 obgleich die ,unbrauchbarkeit der ,faser zu ,textilzwecken schon lngst erwiesen ist4 ,die unselige ,pflanze1 die auch als ,zierpflanze in unseren ,grten wchst1 hat wohl ziemlich lange1 schn glnzende ,samenhaare in ihren ,balgkapseln1 aber deren ,brchigkeit ist so gro1 da die ,faser fr sich berhaupt nicht versponnen werden kann4 ,mit ,baumwolle zusammen versponnen1 fllt die trgerische ,seide beim ersten ,waschen aus dem ,gewebe heraus4 ,nicht einmal zur ,herstellung von ,schiebaumwolle ist sie geeignet1 da sie nicht schnell genug abbrennt und zudem noch viel zu viel ,asche enthlt4 ,groben ,pflanzenbast1 den man fr die ,herstellung von ,besen1 ,pinseln1 ,brsten u4 dgl4 mehr verwendet1 liefern eine ganze ,anzahl von ,palmen in der ,piassavefaser4 ,es ist dies ein aus dem spanischen piaaba verndertes ,wort fr die ,fasern der sdamerikanischen ,piassavepalme 7,attalea funifera71 die zuerst in den ,handel kamen2 doch erhlt man heute solche ,piassave auch von anderen ,palmenarten1 wie von der westafrikanischen ,weinpalme 7,raphia vinifera71 von der ,palmyra- und der ,kitulpalme auf ,ceylon 7,borassus flabellifer und ,caryota urens7 und von der madagassischen ,palme ,dictyosperma fibrosum4 ,sie besteht aus den oft mehr als #a m langen1 festen1 bis bindfadendicken1 rotbraunen oder dunkelfarbigen ,strngen1 welche in groer ,zahl am ,stamme dieser ,palmen entspringen und entweder aufgerichtet sind oder mit ihren ,enden herabhngen1 wobei sie den betreffenden ,palmstmmen ein beraus charakteristisches ,aussehen verleihen4 ,diese hchst eigenartigen ,gebilde sind nichts anderes1 als die uerst widerstandsfhigen ,leitbndel 7,blattadern7 der ,blattscheiden und ,blattstiele1 welche auch nach dem ,absterben und der ,verwesung der ,bltter am ,stamme erhalten bleiben4 ,die sdamerikanische ,piassavepalme wird nirgends kultiviert1 sondern die ,faser wird ausschlielich von wildwachsenden ,bumen geerntet4 ,sie wchst in ganzen ,hainen vorzugsweise auf sandigem ,boden1 ist stammlos1 mit groen1 dickstengeligen ,blttern1 an deren ,basis die von den abgefallenen ,blttern stehen gebliebenen1 zerschlitzten1 festen ,leitbndel eine ,hlle von groben ,borsten bilden4 ,nach dem ,ablsen wird die ,masse zuerst einige ,tage in ,wasser aufgeweicht1 bis das noch daran hngende weiche ,gewebe abgefault ist2 darauf werden die ,fasern getrocknet1 gereinigt1 gehechelt1 in bestimmte ,lnge geschnitten und nach der ,qualitt sortiert4 ,die ,piassavepalmenbsche liefern je #e-aj kg ,fasern jhrlich und bleiben bei schonender ,behandlung bis #cj ,jahre lang ertragsfhig4 ,die ,piassave dient zur ,herstellung von ,besen1 ,brsten und ,seilerwaren4 ,zur ,zeit der alten ,kolonialherrschaft betrieb die portugiesische ,regierung die ,herstellung dieses ,erzeugnisses des ,landes ,brasilien als ,monopol1 das fr sie sehr eintrglich war4 ,denn auer der ,piassave erzeugt die ,palme eine groe ,anzahl nuartiger ,frchte1 die dicht ber dem ,erdboden erscheinen und die ,gre eines ,truthuhneis erreichen4 ,diese sogenannte ,coquilhonsse finden zur ,fabrikation von ,knpfen1 ,rosenkranzperlen1 ,zigarrenspitzen usw4 ,verwendung4 ,auerdem gewinnt man von ihnen ein wertvolles ,schmierl1 das besonders fr ,uhren und hnliche feine ,mechanismen geeignet ist4 ,hauptexporthafen der ,erzeugnisse der ,piassavepalme ist ,bahia nrdlich von ,rio de ,janeiro1 das jhrlich etwa #adjjjj kg ,fasern und #fjjjj kg ,nsse exportiert4 ,den besonders von den ,grtnern als geschmeidiges und dennoch sehr starkes ,material zum ,binden ihrer ,pfleglinge an ,sttzen verwendete ,raphiabast gewinnt man von der an der ostafrikanischen ,tropenkste und auf ,madagaskar wachsenden ,raphia ruffia4 ,es ist dies eine hohe ,palme mit #aj-ae m langen ,blttern1 deren ,fiedern oft #b m lang werden4 ,sie sind von mchtigen1 mit den ,epidermiszellen eng verwachsenen ,bastrippen durchzogen1 die sich mit der ,epidermis 7,oberhaut7 in ,streifen abziehen lassen4 ,man schneidet die jngeren ,bltter ab1 wenn sie im ,begriffe stehen sich zu entfalten1 entfernt die ,mittelrippen der ,fiedern und zieht die ,epidermis zuerst von der ,unterseite1 dann von der ,oberseite ab4 ,die erhaltenen #g-i mm breiten und #a-b m langen sandfarbenen ,streifen werden an der ,sonne getrocknet4 ,so erhlt man einen hellgelben1 zhen und geschmeidigen ,bast von hchst bedeutender ,zerreiungsfestigkeit1 der zu allerlei ,flechtwerk und in der ,grtnerei als ,material zum ,binden und ,okulieren benutzt wird4 ,einzig gegen ,feuchtigkeit ist er empfindlich4 ,den besten ,raphiabast liefert ,madagaskar4 ,er wird in solcher ,menge von dieser ,insel ausgefhrt1 da man sich gentigt sah1 die ,ausfuhr durch ein ,gesetz zu beschrnken1 um einer ,ausrottung der ,palme vorzubeugen4 ,die westafrikanischen ,raphiaarten liefern zwar auch ,raphiabast1 doch zerfasert dieser leichter als der ostafrikanische4 ,technisch noch wichtiger als die eben genannten ,faserstoffe ist die im ,handel als ,cor bezeichnete ,kokosnufaser1 die aus den uerst zhen und unverwstlichen ,leitbndeln besteht1 welche in einer etwa zwei ,finger dicken ,schicht die sehr hartschalige eigentliche ,kokosnu mit drei ,lchern an der ,spitze umgiebt4 ,man gewinnt sie in allen ,lndern1 welche ,kokospalmen ziehen1 so vor allem an den ,ksten ,indiens und der indonesischen ,inselwelt1 als ,nebenprodukt bei der ,gewinnung der als ,kopra bezeichneten getrockneten1 fetthaltigen ,kerne1 indem man nach dem ffnen der ,nsse die ,faserschicht abschlt und sie zur ,isolierung der ,fasern im ,wasser einer leichten ,fulnis aussetzt1 ein ,proze1 der zwischenhinein zur ,befrderung der ,ablsung derselben durch ,klopfen mit hlzernen ,hmmern unterbrochen wird4 ,merkwrdigerweise erhlt man bei ,anwendung von flieendem ,wasser ein schneres und helleres ,material als in stehendem ,wasser4 ,auch der ,salzgehalt desselben hat einen ,einflu1 indem die ,fasern bei zunehmendem ,salzgehalt dunkler rot werden4 ,tausend ,kokosnsse ergeben bis #fj kg feine1 zu ,stricken und ,tauen und zur ,herstellung von ,matten1 ,lufern1 ,teppichen usw4 verwendbare und bis #ab kg dicke1 krzere ,fasern1 aus denen man vorzugsweise ,brsten und ,pinsel verfertigt4 ,dieser ,cor ist entschieden die fr grbere ,geflechte wichtigste ,pflanzenfaser1 von der die ,insel ,ceylon allein etwa #gj ,millionen kg jhrlich ausfhrt4 ,obschon auerordentlich fest1 ist er dennoch sehr leicht und gegen ,wasser uerst widerstandsfhig4 ,daraus verfertigte ,taue und ,stricke sehen zwar nicht so schn aus wie hnfene1 nehmen auch keinen ,teer an1 aber sie schwimmen auf dem ,wasser und sind fast unverwstlich1 weshalb sie sich namentlich zu ,ankertauen sehr eignen4 ,fr feinere ,geflechte wird der ,cor an der ,sonne oder durch schwefelige ,sure gebleicht4 ,die harte ,steinschale der ,kokosnu1 die nicht nur von den ,eingeborenen zu allerlei ,gefen und ,schpflffeln1 sondern wegen ihrer ,festigkeit und ,dauerhaftigkeit in der ganzen ,kulturwelt eine ausgedehnte ,verwendung fr ,drechsler- und hnliche ,arbeiten gefunden hat1 verspricht in der ,zukunft den ,cor noch an ,bedeutung zu bertreffen4 ,auf der ,suche nach einem ,stoff1 der besser und nachhaltiger als ,wasser1 das seine radioaktiven ,eigenschaften auerordentlich schnell verliert1 zur ,aufspeicherung der ,radiumemanation fr rztliche ,zwecke dienen kann1 hat vor zwei ,jahren ein amerikanischer ,gelehrter1 ,rutherford1 gefunden1 da die aus der ,kokosnu hergestellte ,kohle die gasfrmige ,ausstrahlung des ,radiums1 ,thoriums oder ,aktiniums ausgiebig aufzuschlucken und durch lngere ,zeit festzuhalten vermag4 ,auf diesem ,ergebnis hat ,dr4 ,shober in ,philadelphia weitere ,forschungen aufgebaut1 die ergaben1 da ,kokosnukohle dreihundertmal so radioaktiv ist als das ,wasser und diese ,eigenschaft wenigstens zwei ,wochen lang ganz beibehlt4 ,die ,herstellung der ,radiumkokoskohle ist sehr einfach und wenig kostspielig1 da bei deren ,bestrahlung nichts von den kostbaren ,radiumprparaten verloren geht4 ,sie ist ein vollkommen neutraler ,stoff1 der bei der innerlichen ,darreichung absolut harmlos und dennoch fr manche ,krankheitszustnde sehr wirksam ist1 so da dieser ,umstand1 nunmehr auf einfache und billige ,weise ,radiumprparate herzustellen1 die ,anwendung derselben in der ,medizin ganz auerordentlich erleichtert4 ,auer diesen erwhnten ,bastarten dienen die getrockneten und zerschlitzten ,bltter der verschiedensten ,palmen- und ,pandanusarten den ,eingeborenen zu den mannigfaltigsten ,flechtereien in ,form von ,matten1 ,krben usw4 ,in ganz ,sdasien1 ,madagaskar und der ,inselwelt des ,stillen ,ozeans finden wir besonders ,pandanus odoratissimus teils wild1 teils angebaut4 ,dieser palmenartige ,strauch1 dessen #c-e1e m hoher ,stamm stelzenartig auf zahlreichen ,luftwurzeln ruht1 hat seine #a m langen1 starren1 schwertfrmigen ,bltter in schner ,schraubenlinie gestellt und trgt hngende1 zapfenartige ,bltenstnde1 die ihres ,wohlgeruches wegen in den ,wohnungen aufgehngt werden4 ,die mit einem ,stein weichgeklopften ,frchte geben einen aromatischen ,saft und liefern auf vielen ,inseln1 gebacken1 ein wrziges ,volksnahrungsmittel1 das aber meist nur gegessen wird1 wenn ,mangel an ,brotfrucht herrscht4 ,die ,bltenknospen und der untere ,teil der ,bltter werden als ,gemse verspeist und aus den ,fasern der ,bltter werden ,matten1 ,segel1 ,schrzen1 ,krbe u4 dgl4 mehr geflochten4 ,gleicherweise wird ,pandanus utilis auf die mannigfaltigste ,weise ausgenutzt2 auch dessen mandelartige ,fruchtkerne werden gegessen4 ,wichtiger als sie ist fr uns ,europer die sdamerikanische strauchartige ,panamapalme 7,carludovica palmata71 aus deren noch jungen1 zusammengefalteten ,blttern die nicht nur auf dem ganzen amerikanischen ,festlande und in ,westindien1 sondern neuerdings auch bei uns so beliebten ,panamahte geflochten werden4 ,es ist dies eine blo #b-c m hoch werdende ,palme1 die in ,kolumbien1 ,ekuador und ,peru wild wchst und nicht kultiviert wird4 ,um ein mglichst weies ,material zu erzielen1 werden die in den ,wldern gesammelten1 unentfalteten ,bltter zunchst kurz in heies ,wasser getaucht1 dem der ,saft einiger ,zitronen beigemischt wurde1 dann werden sie1 nachdem sie aller ,rippen und grberen ,fasern beraubt sind1 zunchst im ,schatten und dann in der ,sonne getrocknet und mit dem ,nagel des rechten ,daumens in ganz schmale ,streifen zerschlitzt1 um zu ,krbchen1 ,zigarrentaschen usw41 besonders aber zu ,hten geflochten zu werden4 ,der beraus hohe ,preis dieser sogenannten ,panamahte ergiebt sich nicht sowohl aus der ,schwierigkeit1 als aus der ,langwierigkeit ihrer ,herstellung4 ,bei tglich sechsstndiger ,arbeitszeit braucht ein ,arbeiter zum ,flechten eines gewhnlichen #d ,mark-,hutes #f-g ,tage4 ,ein ,hut im ,wert von #e bis #ab ,mark beansprucht bereits #ad ,tage1 ein feiner1 etwa #ajj ,mark kostender sogar #f ,wochen ,arbeitszeit4 ,am feinsten1 leichtesten und schnsten gearbeitet sind diejenigen von ,montecristi1 die auch von allen die berhmtesten sind4 ,die gewhnlichen derselben kosten #aj-af1 die halbfeinen #bj-cj und die feinen #dj-bjj ,mark1 ja noch mehr4 ,von gleichfalls sehr guter ,qualitt sind die ,hte von ,santa ,elena1 die zwar nicht so fein1 aber durch regelmiges1 festes ,flechtwerk1 fein geschlungenen ,rand und rein weies ,material in hohem ,mae ausgezeichnet sind4 ,da sie ber ,panama exportiert werden1 nennt man sie so1 obschon sie nicht dort hergestellt werden4 ,weiter kommen fr uns noch die ,faserstoffe in ,betracht1 die der ,papierfabrikation dienen4 ,wie die ,mexikaner bei der ,eroberung ihres ,landes durch ,fernando ,cortez im ,jahre #aeai auer ,baumwolle die ,fasern der ,agave als ,material fr ,kleidungsstoffe1 ,papier1 ,bindfaden und ,stricken benutzten1 so bedienten sich die ,hindus zum ,schreiben ihrer heiligen ,bcher der ,palmbltter und teilweise auch eines aus ,birkenrinde verfertigten ,papieres1 whrend das uralte ,kulturvolk der ,chinesen anfnglich ,tafeln aus ,bambusrohr1 spter ,seide und ,papier aus der ,rinde des ,papiermaulbeerbaums und zuletzt aus ,baumwollumpen angefertigtes ,bttenpapier zum ,schreiben gebrauchten4 ,der in ,china heimische1 durch schne1 groe ,bltter ausgezeichnete ,papiermaulbeerbaum 7,broussonetia papyrifera7 wird gegenwrtig in grtem ,mastabe auch in ,japan1 ,china und auf vielen ,inseln des groen ,ozeans nach ,art der ,weiden kultiviert1 weil die ,innenrinde der zweijhrigen ,zweige das ,material zu den auerordentlich schnen1 festen und haltbaren chinesischen und japanischen ,papieren gewhrt1 deren ,festigkeit gestattet1 sie wie gewebte ,zeuge zu ,regenschirmen1 ,zimmerwnden1 ,taschentchern usw41 ja1 mit l getrnkt1 sogar zu wasserdichten ,kleidungsstcken und statt ,fensterglas zu verwenden4 ,es ist dies ein ,milchsaft fhrender ,baum von #i-ab1e m ,hhe mit slich schmeckenden1 fleischigen ,beeren1 die berall in ,ostasien gern gegessen werden4 ,die alten gypter aber bedienten sich zur ,herstellung ihres ,papieres der ,stengel der ,papyrusstaude 7,cyperus papyrus71 die diesem ,produkt berhaupt den ,namen gab4 ,es ist dies eine ursprnglich im tropischen ,afrika heimische ,sumpfpflanze1 deren dreikantige1 fingerdicke ,halme #e m hoch werden und an ihrer ,spitze eine ,kugel von hunderten1 strahlenfrmig auseinanderschieenden1 dnnen ,zweigen mit den ,blttern und ,bltenrispchen tragen4 ,sie wchst in allen ,flssen des tropischen ,afrika in ungeheuren ,mengen und beteiligt sich an der ,bildung der ,pflanzenbarren1 welche den ,lauf der greren ,strme zuweilen verstopfen und die so undurchdringlich sind1 da ,reisende auf ,dampfschiffen1 die von ihnen eingeschlossen wurden1 kaum mehr loskommen konnten und der ,gefahr des ,verhungerns ausgesetzt waren4 ,einst wuchs der ,papyrus im alten gypten in ,menge wild und wurde bei dem zunehmenden ,bedarfe seiner ,stengel auch angebaut1 besonders in den zahlreichen ,kanlen1 die das sonst drre1 weil regenarme ,land durchzogen4 ,heute ist er aus diesem ,lande gnzlich verschwunden und ist erst wieder in ,nubien am ,oberlaufe des ,nils und seiner ,zuflsse zu treffen1 wo er mit dem ,ambatsch 7,herminiera elaphroxylon71 einem bis #g m hohen ,hlsenfrchtler mit wundervollen ,blten1 dessen ,holz ungemein leicht und schwammig ist1 so da die ,eingeborenen ihre floartigen ,fahrzeuge daraus verfertigen1 und der ,pistie 7,pistia stratiotes71 einer ,wasserlinse von riesigen ,ausmessungen1 jene erwhnten undurchdringlichen ,pflanzenbarren bildet4 ,illustration3 ,tafel #ig4 ,der ,pineta genannte ,pinienwald bei ,ravenna4 ,illustration3 ,ein ,papyrusdickicht am ,flusse ,anapo bei ,syrakus auf ,sizilien4 ,illustration3 ,tafel #ih4 7,nach ,phot4 von ,w4 ,busse in ,karsten u4 ,schenck1 ,vegetationsbilder847 ,ein ,kapokbaum in ,togo4 ,auf der ,wiese junge lpalmen4 ,die alten gypter bauten aus den ,stengeln des ,papyrus ebenfalls floartige ,fahrzeuge4 ,in einem solchen fuhr nach der altgyptischen ,sage die ,gttin ,isis ber die ,lotosblumen1 weshalb auch die ,krokodile einem jeden ,papyrusnachen mit heiliger ,scheu ausweichen sollten4 ,wenn nun der jdische ,prophet ,jesaias1 der seit #gdj v4 ,chr4 in ,jerusalem wirkte1 ein ,wehe8 ber das ,volk1 das in ,fahrzeugen von ,papyrusschilf fhrt1 ausruft1 so ist das ein ,beweis1 da diese altgyptische ,sitte den ,vlkern des ,altertums wohl bekannt war4 ,auch ,stricke und ,taue wurden damit hergestellt4 ,so wird schon in der ,odyssee ein ,tau aus ,papyrusbast 7bblos7 erwhnt1 und der griechische ,geschichtschreiber ,herodot meldet uns1 da1 als der persische ,knig ,xerxes1 der seinem ,vater ,dareios #dhe v4 ,chr4 nachfolgte und vier ,jahre darauf mit einem ,heer von einer ,million ,mann und einer ,flotte von #abjj ,schiffen zur ,unterjochung ,griechenlands aufbrach und zur bersiedelung seines ,heeres nach ,europa eine ,schiffbrcke ber den ,hellespont schlagen lie1 zum ,befestigen der ,schiffe ,leinen- und ,papyrustaue verwendet wurden4 ,auch ,krbe1 ,matten1 ,segel und andere ,geflechte wurden in gypten aus ,papyrus angefertigt1 ebenso ,sandalen1 die zu bentzen den gyptischen ,priestern ausschlielich erlaubt war4 ,in einem ,korbe aus ,papyrus setzte jene ,jdin nach dem ,berichte im ,alten ,testament ihr erstgeborenes ,kind1 das ,mosesknblein1 in einem ,papyrusdickicht am ,nile aus1 wo er von der gyptischen ,prinzessin aufgefunden und an ,sohnes ,statt angenommen wurde4 ,in der ,heilkunde brauchte man den ,papyrusbast zum ,anlegen von ,bandagen und zum ,trocknen und ,erweitern von ,fisteln4 ,aus dem ,mark der ,pflanze stellte man ,lampendochte her4 ,die ,asche dieser ,pflanze galt mit ,wein eingenommen als ,schlafmittel und sollte1 in ,wasser aufgeweicht1 ,schwielen heilen4 ,die fleischigen ,grundachsen des ,papyrus bildeten1 wie wir frher sahen1 ein wichtiges ,volksnahrungsmittel4 ,mit den pinselartigen ,bltendolden schmckte man die ,tempel der ,gtter und flocht ,krnze fr deren heilige ,bildsulen1 wie fr die zu ehrenden ,knige4 ,plutarch erzhlt1 da1 als der ,knig ,agesilaos von ,sparta1 einer der berhmtesten ,feldherrn des ,altertums1 nach verschiedenen ,siegen ber die ,perser und ,thebaner #cfa einen ,zug nach gypten unternahm1 er sich ber einen ihm als ,zeichen besonderer ,verehrung berreichten ,papyruskranz so gefreut habe1 da er sich beim ,abschied vom ,knige gyptens einen zweiten solchen erbat4 ,der um #bjj n4 ,chr4 in ,alexandreia lebende ,grieche ,athenaios aus ,naukratis in gypten verspottete allerdings diejenigen1 die ,rosen in einen ,kranz von ,papyrus einflechten2 er fand dies ebenso lcherlich1 als wenn jemand ,rosen zu einem ,kranze von ,knoblauch verwenden wollte4 ,so zahlreich auch die ,verwendung der ,papyrusstaude im alten gypten war1 so bestand doch spterhin ihre ,hauptbedeutung darin1 da aus ihr das allgemein gebruchliche ,schreibmaterial gewonnen wurde4 ,heute noch lebt ihr ,name in unserer ,bezeichnung dafr3 ,papier fort4 ,dieses ,schreibmaterial1 dessen sich schon die ,priester der ltesten gyptischen ,dynastien zum ,aufschreiben ihrer ,mitteilungen und ,gebete in heiligen ,schriftzeichen1 den ,hieroglyphen1 bedienten1 wurde in folgender ,weise bereitet3 ,die schwammigen1 dreikantigen ,stengel wurden in meterlange ,stcke geschnitten1 der ,lnge nach gespalten und die einzelnen hautartigen ,schichten von innen1 wo die feinsten ,fasern lagen1 nach auen vermittelst einer ,nadel in dnnen ,streifen abgezogen1 die zuerst ausgewaschen und dann mit ,beigabe von etwas ,klebstoff -- meist ,kleber -- auf ,bretter ausgebreitet wurden1 und zwar schichtenweise zuerst neben- und dann bereinander4 ,hierauf wurde die ,masse durch ,schlagen mit ,hmmern gepret1 getrocknet und schlielich mit einer ,muschel oder einem greren ,tierzahn geglttet4 ,selbst der beste1 durch ,benetzen und ,ausbreiten an der ,sonne gebleichte ,papyrus war gelblich und gerippt1 nicht glatt4 ,man erkannte an ihm deutlich die quer bereinander gelegten ,fasern4 ,gewhnlich wurde mit der aus lru mit ,wasser und arabischem ,gummi hergestellten ,tinte nur auf einer ,seite geschrieben1 da die ,farbe durchschlug4 ,um den zerbrechlichen ,stoff nicht zu knicken1 wurde er gerollt und in einer ,leinwandhlle aufbewahrt1 die wohl auch mit ,pech berzogen war1 um den ,inhalt vor ,feuchtigkeit zu schtzen4 ,illustration3 ,bild #ff4 ,papyrusernte im alten ,reich4 ,darstellung aus dem ,grabe des ,ptah hotep 7#e4 ,dynastie4 #bgej-bfbe v4 ,chr47 7,nach ,dmichen47 ,die ,papierfabrikation ist in gypten eine uralte ,kunst1 die bereits im alten ,reiche zu hoher ,blte gelangt war4 ,im ,grabe des ,ptah hotep aus der ,zeit der #e4 ,dynastie 7#bgej-bfbe v4 ,chr47 finden wir eine interessante ,darstellung der ,papyrusernte4 ,am ,nil1 dessen ,ufer mit einem prchtigen ,flor von ,lotosblten mit ,knospen und ,blttern eingefat ist1 durch den sich trge ein ,krokodil bewegt1 sehen wir wie die ,papyrusstauden geschnitten und in dicken ,bndeln auf den ,rcken von ,mnnern zur ,bearbeitung fortgetragen werden4 ,aber erst aus rmischer ,zeit haben wir eine ausfhrliche ,beschreibung der ,papierbereitung daraus durch den lteren ,plinius 7#bc-gi n4 ,chr471 der verschiedene ,sorten ,papier 7charta7 beschreibt4 ,das feinste ,papier aus den innersten ,schichten der ,papyrusstengel81 sagt er1 hie in alter ,zeit das hieratische und wurde nur zu heiligen ,schriften gebraucht4 ,aus ,schmeichelei nannte man es spter ,augustuspapier4 ,eine zweite1 etwas weniger feine ,sorte heit nach des ,augustus ,gemahlin ,livia das livianische ,papier und erst die dritte heit das hieratische ,papier4 ,die nchstfolgende1 aus noch weiter auen befindlichen ,schichten der ,papyrusstengel bereitete ,sorte heit die amphitheatrische4 ,aus dieser stellt ,fannius in ,rom ein so vortreffliches ,papier her1 da das ,erzeugnis seiner ,fabrik frstliches ,papier heit4 ,eine geringere ,qualitt aus noch weiter auen befindlichen ,schichten der ,papyrusstengel heit die saitische nach der ,stadt ,sais 7in ,untergypten71 wo eine schlechte ,papyrussorte verarbeitet wird4 ,das taniotische ,papier kommt von den ,schichten1 die der ,rinde noch nher liegen1 hat seinen ,namen von einer ,stadt und wird nicht nach der ,gte1 sondern nach dem ,gewichte verkauft4 ,das emporetische ,papier taugt nicht zum ,schreiben1 sondern blo zum ,einwickeln des guten ,papiers und anderer ,waren4 ,die ,breite der ,papierbogen 7plagula7 ist sehr verschieden4 ,die besten sind #ac ,finger breit1 die hieratischen #aa1 die fannianischen #aj1 die amphitheatrischen #i1 die saitischen sind noch schmler4 ,das emporetische ,papier 7,packpapier7 ist nicht ber #f ,finger breit4 ,auerdem kommt beim ,papier die ,feinheit1 ,dichtigkeit1 ,weie und ,gltte in ,anschlag4 ,zwanzig ,papierbogen heien im ,handel ein scapus4 -- ,das augusteische ,papier widerstand1 wie es anfangs zubereitet wurde1 wegen seiner allzugroen ,feinheit dem ,schreibrohr nicht gengend1 lie auch die ,schrift durchscheinen1 so da sie auf der ,rckseite an ,lesbarkeit litt2 es war auch so durchsichtig1 da es nicht gut aussah4 ,diesen ,fehlern hat ,kaiser ,claudius 7,sohn des ,drusus1 ,stiefsohn des ,augustus1 #i v4 ,chr4 in ,lyon geboren1 ward #da n4 ,chr4 nach ,caligulas ,ermordung von den ,prtorianern zum ,kaiser ausgerufen1 berlie sich ganz der ,leitung seiner schlimmen ,gemahlin ,messalina und der ,freigelassenen ,pallas und ,narcissus1 war schwelgerisch und trge1 doch ,freund der ,wissenschaften1 errichtete groe ,bauten1 wurde #ed durch seine zweite ,gemahlin ,agrippina mit einem ,pilzgericht vergiftet7 dadurch abgeholfen1 da er die erste ,lage auf dem ,brette aus ,schichten zweiter ,gte legen lie und diese mit quergelegten ,schichten erster ,gte decken lie4 ,er vergrerte auch die ,breite der ,bogen48 ,auer der sehr feinen1 weien charta claudia und der hnlichen noch glatteren charta fannia unterschied man spter noch die charta salutatrix als viel begehrtes ,briefpapier1 dann die charta macrocolla mit ,blttern in ,form langer ,streifen und die charta nigra1 ein schwarzes ,papier1 auf welches die ,schrift farbig aufgetragen wurde4 ,so versorgte gypten im ,altertum das ganze ausgedehnte ,rmerreich mit seinem ,papier1 das selbst den ,weg nach ,gallien und ,britannien fand4 ,da nun aber der ,papyrus nicht alle ,jahre gleich gut gedieh1 gab es fter erhebliche ,preisschwankungen und bisweilen sogar ,papierteuerungen4 ,so schreibt derselbe ,plinius3 ,es gibt ,jahre1 in denen der ,papyrus mirt4 ,unter ,tiberius 7geb4 #db v4 ,chr41 ,stiefsohn des ,augustus1 durch ,heirat der ,kaiserstochter ,julia im ,jahre #ab v4 ,chr4 ,schwiegersohn des ,augustus1 wurde #d n4 ,chr4 von ,augustus adoptiert und regierte1 nachdem er im ,jahre #ad nach des ,augustus ,tod vom ,senat als ,kaiser anerkannt worden war1 bis #cg1 da er am #af4 ,mrz auf seinem ,schlo auf ,kapri bereits im ,todeskampf durch ,macro mit ,kissen erstickt wurde7 trat so groer ,mangel an ,papier ein1 da eigene ,beamte vom ,senat mit der ,verteilung desselben beauftragt wurden1 weil sonst die ganze ,verwaltung in ,verwirrung gekommen wre48 ,welche ,dimensionen der ,anbau und ,verbrauch der ,papyrusstaude und die ,papierfabrikation im alten gypten angenommen haben mu1 kann man aus dem riesigen ,nachlasse von ,papyrusrollen und aus den ,zeugnissen der ,schriftsteller des ,altertums entnehmen4 ,der ,geschichtschreiber ,diodor berichtet uns1 da schon ,ramses ,,ii4 der #ai4 ,dynastie 7#abib-abbe v4 ,chr47 in ,theben eine sehr umfangreiche ,reichsbibliothek errichten lie4 ,berhmt war im ,altertum die von ,ptolemaios ,philadelphos 7regierte #bhe-bdg v4 ,chr47 auer dem ,museion in ,alexandrien errichtete ,bibliothek1 die es auf die erstaunliche ,zahl von #djjjjj ,papyrusrollen brachte und erst von den ,arabern verbrannt wurde4 ,mit dieser alexandrinischen rivalisierte unter ,eumenes ,,ii4 7regierte #aig-aei v4 ,chr47 und ,attalos ,,ii4 7folgte seinem ,bruder #aei und starb als ,verbndeter ,roms #ach v4 ,chr47 diejenige von ,pergamon in ,kleinasien mit damals schon #bjjjjj ,bnden4 ,dies erregte die ,eifersucht des gyptischen ,knigs ,ptolemaios ,,vi4 ,philometor 7der von #aha-ade v4 ,chr4 regierte7 dermaen1 da er ein ,gesetz gegen die ,ausfuhr des ,papiers aus seinem ,lande erlie4 ,dies ntigte dann ,eumenes1 das ntige ,schreibmaterial aus besonders prparierten und mit einer ,kreideschicht berzogenen ,schaffellen herstellen zu lassen4 ,dieses gelangte als charta pergamena1 d4 h4 pergamenisches ,papier in den ,handel1 und daraus wurde dann spter die ,bezeichnung ,pergament4 ,dieser uerst dauerhafte ,papierersatz spielte besonders im ,mittelalter eine sehr wichtige ,rolle und hat sich zum ,aufdruck von ,doktordiplomen bis auf den heutigen ,tag im ,gebrauch erhalten4 ,die gyptischen ,papierfabriken1 die unter ,tiberius hoch besteuert wurden1 waren sehr gut eingerichtet und arbeiteten schon nach dem ,prinzip der ,arbeitsteilung4 ,man unterschied da glutinatores 7von gluteum ,kleber71 d4 h4 ,leimer1 malleatores 7von malleum ,hammer71 d4 h4 ,hmmerer usw4 ,whrend die ,papyruspflanze bei den alten gyptern natit hie1 nannten sie die ,griechen wahrscheinlich nach dem gyptischen ,wort papuro1 d4 h4 kniglich1 ppyros4 ,fr den ,bast der ,papyruspflanze diente die schon bei ,homer und dann bei ,herodot vorkommende ,bezeichnung bblos1 woraus dann bblon fr ,schriftrolle wurde4 ,aus dieser griechischen ,bezeichnung machten die ,rmer1 die die ,schriftrollen aus gypten durch griechische ,vermittlung erhielten1 ihr biblium im ,sinne von ,buch1 im ,pluralis biblia lautend1 und aus der ,aufschrift biblia sacra1 d4 h4 heilige ,bcher1 entstand dann unser ,wort ,bibel4 ,die einheimische alte ,bezeichnung der ,rmer fr das ,schriftstck war liber1 d4 h4 ,bast1 weil sie als ltestes ,schreibmaterial den ,bast einiger ,bume81 wie sich ,plinius ausdrckt1 benutzten1 spter aber auch zum ,privatgebrauch auf ,leinwand und auf ,wachs schrieben4 ,aus dem lateinischen liber im ,sinne von ,schriftstck ging dann die franzsische ,bezeichnung livre fr ,buch hervor1 whrend die deutsche ,bezeichnung dafr von ,buche herrhrt1 aus deren ,holz die ,stbe genommen waren1 in welche die alten ,germanen die ,runen einschnitten1 die man zu allerlei ,zauber und zur ,erforschung der ,zukunft benutzte4 ,die ,buchenstbe mit den verschiedenen ,runen wurden dann gemischt und ein einzelner1 der gelten sollte1 daraus hervorgezogen4 ,das war dann der entscheidende ,buchenstab1 nach spterer ,redeweise3 der ,buchstabe1 und die ,gesamtheit derselben das ,buch4 ,die blhende ,papierindustrie gyptens wurde nun nicht1 wie dies gewhnlich behauptet wird1 infolge der ,eroberung durch die ,araber vernichtet1 sondern diese setzten sie zunchst fort und brachten die von ihnen aus gypten nach ,syrien verpflanzte ,papyrusstaude am ,ende des #i4 ,jahrhunderts nach ,sizilien1 wo sie dieselbe in dem danach ,papireto benannten ,flchen bei ,palermo ansiedelten1 um sie ebenfalls zur ,papierfabrikation zu verwenden4 ,dort wuchs sie reichlich bis zum ,jahre #aeia1 in welchem auf ,veranlassung des damaligen ,vizeknigs die ganze ,gegend wegen des vom ,papireto ausgehenden ,wechselfiebers trocken gelegt wurde und damit auch der ,papyrushain verschwand4 ,noch jetzt heit jene rtlichkeit piano del papireto1 d4 h4 ,ebene des ,papyrushains4 ,heute findet sich der ,papyrus in greren ,bestnden nur noch am ,flchen ,anapo bei ,syrakus und im ,sden und ,osten jener ,insel wild1 hufig jedoch als ,zierpflanze in den ,grten der ,reichen kultiviert4 ,die ,exemplare in den europischen ,gewchshusern scheinen alle aus ,sizilien zu stammen1 wo die ,stengel des ,papyrus nur noch zum ,kalfatern der ,schiffe dienen4 ,die ,papyrusindustrie erlosch von selbst1 als im ,zeitalter der ,kreuzzge durch die ,vermittlung der ,araber das chinesische ,bttenpapier nach ,europa kam und man es hier selbst darzustellen vermochte4 ,in ,china bediente man sich nmlich schon lngere ,zeit eines anderen ,papieres als in gypten1 indem schon im ,jahre #abc v4 ,chr4 der ,ackerbauminister ,tsai-ln aus dem ,bast des ,papiermaulbeerbaums1 aus chinesischem ,gras und sogar aus den ,fasern des ,bambusrohres ,papier zu bereiten lehrte4 ,ums ,jahr #faj n4 ,chr4 kam diese ,kunst nach ,korea und ,japan4 ,unter den chinesischen ,kriegsgefangenen1 die im ,jahre #gea n4 ,chr4 nach dem damals muhammedanischen ,samarkand kamen1 befanden sich auch solche1 die sich auf die ,papierfabrikation verstanden4 ,hier wurden sie zur ,ausbung ihrer ,kunst angehalten und fabrizierten ,papier aus dem ihnen dazu zur ,verfgung gestellten ,material4 ,hier haben die ,araber zum erstenmal leinene und baumwollene ,lumpen1 sogenannte ,hadern1 zur ,papierfabrikation benutzt1 indem sie dieselben nach einer ,mazeration in ,wasser in ,mrsern zerstampften und zu ,papier preten4 ,spter wurden dann an ,stelle von ,menschenhnden vom flieenden ,wasser getriebene maschinelle ,einrichtungen als sogenannte ,papierstampfen von ihnen zu ,hilfe genommen und in der ,folge zu eigentlichen ,papiermhlen ausgebaut4 ,von ,samarkand wanderte dieser von den ,arabern aufgegriffene neue ,fabrikationszweig ber ,buchara und ,persien westwrts nach ,bagdad1 wo #gid ebenfalls die ,papierbereitung eingefhrt wurde4 ,die ,bagdader ,papierfabriken versorgten bald das ganze ,morgenland mit ihren ,erzeugnissen4 ,der ,residenzstadt eiferte bald ,damaskus nach1 das im #aj4 ,jahrhundert mit anderen kunstgewerblichen ,gegenstnden1 wie namentlich den nach jener ,stadt benannten ,damastgeweben1 feinsten ,brokaten1 ,linnen- und ,seidenstoffen1 dann den weltberhmten ,damaszener ,stahlwaren1 vorzgliches ,papier auf den ,markt brachte und in ,menge sogar nach dem ,abendlande vertrieb4 ,unter diesem ,papier gab es die verschiedensten ,sorten von ,schreibpapier1 starkes und schwaches1 glattes und geripptes1 weies und farbiges1 daneben ,seiden- und ,packpapier4 ,neben diesem ungleich billigeren ,schreibstoff -- der ,vorbedingung fr die ,verbreitung von ,bildung1 ,literatur und ,wissenschaft -- muten natrlich ,papyrus und ,pergament vllig zurcktreten4 ,letzteres erhielt sich nur in ,gegenden1 wohin die trefflichen arabischen ,papiere nicht so leicht gelangen konnten1 noch lnger im ,ansehen4 ber gypten verbreitete sich die arabische ,papierfabrikation aus ,lumpen der nordafrikanischen ,kste entlang nach dem von den ,mauren beherrschten ,spanien1 wo sie im ,jahre #aaed in ,jativa bei ,valencia ihren ersten ,sitz in ,europa aufschlug4 ,wahrscheinlich von ,italien her1 das das arabische ,papier nach den ,lndern nrdlich der ,alpen verhandelte und es mit der ,zeit selbst zu fabrizieren lernte1 kam die ,papiermacherkunst zu ,ende des #ac4 ,jahrhunderts nach ,deutschland1 wo sich #abij in ,ravensburg1 #acab in ,kaufbeuren1 #acai in ,nrnberg1 #acbj in ,augsburg und #achj in ,basel die ersten ,papiermhlen in ,mitteleuropa nachweisen lassen4 ,eine auerordentliche ,begnstigung erfuhr die ,papiermacherei durch die ,erfindung der ,buchdruckerkunst durch den ,mainzer ,johann ,gensfleisch zum ,gutenberg und die durch den ,wittenberger ,augustinermnch ,martin ,luther begrndete ,kirchenreformation in ,verbindung mit dem durch die ,renaissance aufgekommenen allgemeinen geistigen ,aufschwung4 ,da war es kein ,wunder1 da das schne1 geschmeidige und glatte ,leinenpapier den brchigen1 rauhen ,papyrus und selbst das uerst dauerhafte ,pergament1 das sich als ,schreibmaterial noch lnger als jenes erhielt1 bald ganz zum ,schwinden brachte4 ,und mit ihnen verschwand auch das bis dahin mit dem ,papyrus aus gypten als ,schreibfeder in ,bndeln in den ,handel gebrachte gyptische ,rohr1 das als klamos bei den ,griechen und durch deren ,vermittlung als calamus bei den ,rmern ,jahrhunderte hindurch im ,gebrauch war4 ,dieses ,schreibrohr wurde aus der grten ,grasart der ,mittelmeerlnder1 dem ,pfeilrohr 7,arundo donax71 das bis #c1f m ,hhe und #b1e cm ,dicke erreicht und im ,altertum besonders zu ,pfeilen benutzt wurde1 in der ,weise hergestellt1 da man die knotigen ,halme zuschnitt und an der ,spitze spaltete4 ,dieses ,rohr war das einst bei allen ,kulturvlkern am ,mittelmeer allein gebruchliche ,schreibgert und wurde hauptschlich im ,delta gyptens1 auerdem auch in ,sumpfgegenden ,kleinasiens gewonnen4 ,erst in der rmischen ,kaiserzeit kam daneben auch eine aus gerolltem ,kupferblech hergestellte ,nachahmung dieses ,schreibrohrs auf1 von dem man je ein ,exemplar in ,herkulaneum1 ,mainz und ,ungarn fand4 ,doch war dies jedenfalls mehr eine ,kuriositt1 die gegenber dem leichten und weicher schreibenden ,rohr nicht aufkommen konnte4 ,erst um die ,mitte des #g4 ,jahrhunderts wurde bei den christlichen ,kulturvlkern die bis dahin allgemein blich gewesene ,schilfrohrfeder durch die bedeutend elastischere und deshalb eine leichtere und besonders auch zierlichere und kunstvollere ,schrift erlaubende ,gnsefeder ersetzt4 ,diese erhielt sich im ,gebrauch bis zu ,anfang des vorigen ,jahrhunderts1 als die von dem ,prager ,aloys ,senefelder #agif aus einem ,stck gehrtetem ,stahl1 nmlich einer ,uhrfeder1 zum ,beschreiben seiner lithographischen ,steine erfundene ,stahlfeder von den ,englndern fabrikmig hergestellt wurde4 ,so entstand #ahbj in ,birmingham die erste ,stahlfederfabrik1 und seit #ahbf stellte der ,inhaber derselben1 ,josiah ,mason1 besondere ,spezialmaschinen in den ,dienst der neuen ,industrie4 ,bei den muhammedanischen ,vlkern des ,orients aber ist die altgyptische ,rohrfeder1 der calamus der ,rmer als kelm 7arabisch7 bis auf den heutigen ,tag als ausschlieliches ,schreibgert in ,ehren geblieben4 ,bei dem im ,lauf des #ai4 ,jahrhunderts ins ,ungeheure angewachsenen ,papierverbrauch1 der bei weitem nicht mehr aus ,lumpen gedeckt zu werden vermochte1 sah man sich gezwungen1 zu den verschiedenartigsten ,ersatzstoffen zu greifen1 deren hauptschlichste der ,holzstoff des ,holzes1 besonders des weichen ,nadelholzes1 dann von ,getreidestroh1 ,hlsenfrchten1 ,heu1 ,binsen1 ,brennesseln1 ,disteln1 ,ginster und der verschiedensten ,palmenbltter und ,grasarten bilden1 der in dem um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts an ,stelle der ,papierstampfen aufgekommenen ,hollnder8 mit ,zuhilfenahme chemischer ,mittel gelst wird4 ,es ist dies eine ursprnglich deutsche ,erfindung1 die in ,holland zuerst in ,aufnahme kam und sich von da aus auch in ,deutschland ,eingang verschaffte4 ,auf die ,herstellung von ,papier aus ,holz haben die ,wespen1 die daraus ihre leichten und dennoch soliden ,nester bauen1 den ,menschen gefhrt4 ,als ein ,englnder1 ,dr4 ,hill1 die ,papierfabrikanten darber jammern hrte1 da sie ,mhe haben1 gengend ,lumpen zusammenzubringen1 und deshalb das ,papier so teuer sei1 zeigte er einem solchen ein ,wespennest und meinte3 ,warum folgen ,sie nicht dem ,beispiel der ,wespen1 die bei der ,errichtung ihres ,nestbaus ,holz zerfasern und daraus einen ,brei machen1 den sie in dnnen ,lagen mit ,speichel zu ,papier leimen und trocknen lassen88 ,das fhrte zur ,entdeckung des ,holzpapiers4 ,am meisten wird dazu1 weil am leichtesten zu beschaffen1 das ,nadelholz verwendet1 das weit ber die ,hlfte der jhrlich erzeugten #hjj ,millionen kg ,papier liefert4 ,es wird hauptschlich zu dem billigen ,zeitungspapier verarbeitet1 indem der zum ,zerstren der ,lignite und ,harze mit ,sulfitlauge gekochte ,holzstoffbrei in der gegen das ,ende des #ah4 ,jahrhunderts erfundenen ,zylindermaschine zu fortlaufendem1 sogenanntem endlosem ,papier ausgewalzt wird4 ,die ,zeitungen ,europas und ,nordamerikas verbrauchen jhrlich ganze ,wlder von ,fichten- und ,tannenholz4 ,da nun eine ,einschrnkung des ,zeitungswesens unmglich ist und andererseits die ,nadelholzwaldungen nicht entsprechend ihrer technischen ,verarbeitung zu ,papier und anderen ,erzeugnissen wachsen1 so verwendet man neuerdings als ,ersatz dafr die verschiedensten ,stroharten1 die leicht zu behandeln und zu bleichen sind und durchschnittlich #de-df ,prozent1 ,reisstroh sogar #ej ,prozent ,holzstoff enthalten4 ,nun reicht leider auch die jhrlich erzeugte ,strohmenge bei weitem nicht aus1 um einen erheblichen ,teil des ,holzes in der ,papierfabrikation zu ersetzen1 um so mehr1 da ,stroh noch zu anderen ,zwecken1 als ,viehfutter1 ,streu1 ,verpackungsmaterial usw4 in greren ,mengen verbraucht wird4 ,nur haben diese ,surrogate des lteren ,hadernpapiers leider die ,eigenschaft1 unter dem ,einflu von ,luft und ,licht rasch zu vergilben und brchig zu werden2 indessen gelang es der ,technik1 durch besondere ,behandlung mit allerlei ,chemikalien aus ,holz- oder ,strohschliff diejenigen ,stoffe1 welche das ,gelb- und ,brchigwerden beschleunigen1 zu entfernen1 ohne damit die ,fasern zu zerstren4 ,von anderen ,holzstofflieferanten1 die als ,papierrohstoffe neuerdings eine zunehmende ,bedeutung erlangt haben1 sind das im westlichen ,mittelmeergebiet auf trockenen1 salzfreien ,steppen massenhaft wachsende ,pfriemen- oder ,spartgras 7,stipa tenacissima7 zu nennen1 das besonders von englischen ,papierfabriken zur ,herstellung besserer ,papiere verwendet wird4 ,diese bereits von uns gewrdigte ,grasart mit uerst zhen und biegsamen1 #dj-gj cm langen1 graugrnen1 nach der ,breitseite zusammengerollten ,blttern1 hat ihre heutige spanische ,bezeichnung esparto aus dem lateinischen spartum1 whrend der andere dafr gebruchliche arabische ,ausdruck alfa oder halfa der zwischen den beiden ,ketten des ,atlas eingeschlossenen ,steppenregion im mittleren ,algerien den ,namen gab4 ,hier werden ber #bjj ,millionen kg ,pfriemengras geerntet1 von denen #ge ,millionen kg nach ,england ausgefhrt werden4 ,ebendorthin geht auch die ,produktion von ,spanien und ,tripolis von zusammen ber #hj ,millionen kg1 von denen #ajj kg durchschnittlich #aj ,mark wert sind4 ,ein wichtiges ,rohmaterial der indischen und chinesischen ,papierfabrikation bilden die bis zu #ee ,prozent ,holzstoff enthaltenden ,bambusfasern1 die aber fr die europischen und amerikanischen ,papierfabriken ebensowenig in ,betracht kommen knnen1 wie der ,bast des ,papiermaulbeerbaums4 ,ein ,papierstoff aber1 der vielleicht in einiger ,zeit fr die amerikanische ,papierindustrie grere ,bedeutung erlangen drfte1 sind die als ,bagasse bezeichneten ausgepreten ,stengel des ,zuckerrohrs1 die sehr reich an ,holzstoff sind und beim ausgedehnten ,anbau von ,zuckerrohr in groen ,mengen bei der ,zuckergewinnung abfallen und nur zum ,teil als ,heizmaterial ,verwendung finden4 ,so wird bereits in mehreren amerikanischen ,fabriken zurzeit ,bagassepapier hergestellt4 ,von den ,tropenpflanzen1 unter denen man schon ihres schnellen1 ppigen ,wachstums wegen den ,ersatz fr das ,holz als ,papierrohstoff in erster ,linie wird suchen mssen1 kommen eine ,reihe von ,grasarten wie das ,bhabur-1 ,munj- und ,cogongras und solche ,stauden und ,strucher in ,betracht1 die heute schon ihre ,fasern zur ,herstellung von ,seilen1 ,matten usw4 liefern1 wie die vorhin besprochenen verschiedenen ,bananen und ,agaven1 der ,majaguastrauch u4 a4 m4 ,aus den ,resten der ,seilfabrikate und aus den ,abfllen bei der ,hanfbereitung werden heute schon grere ,mengen sehr haltbarer ,papiere hergestellt1 die als ,manilapapiere in den ,handel gelangen4 ,auch die ,torffasern hat man zur ,papierfabrikation herangezogen und stellt daraus1 besonders in ,amerika1 ein gutes und billiges ,packpapier her1 das wenig empfindlich gegen ,feuchtigkeit ist4 ,zur ,fabrikation von ,druckpapier jedoch eignen sich die ,torffasern nicht1 da es bis jetzt nicht hat gelingen wollen1 geeignete ,bleichverfahren fr sie zu finden4 ,trotzdem erscheint es bei der groen ,menge des verfgbaren ,torfes sehr wohl mglich1 da dieser mit der ,zeit einen greren ,teil des ,holzes als ,papierrohstoff ersetzen drfte1 um so mehr1 da in den letzten ,jahren die ,ausbeutung der ,torflager1 nicht zuletzt der deutschen1 im ,vordergrunde des ,interesses steht4 ,als neuester ,papierrohstoff sind die ,weinreben zu nennen1 mit denen man zur ,zeit in den franzsischen ,weinbaugebieten ,versuche macht1 die bisher zufriedenstellende ,resultate sowohl hinsichtlich der ,ausbeute als auch in bezug auf das ,bleichen ergaben4 ,eine solche ,verwertung der bisher sozusagen wertlosen ,reben wre den notleidenden franzsischen ,weinbauern wohl zu gnnen2 groe ,mengen ,holz wrde man aber dadurch nicht sparen4 ,und da zur ,zeit die ,papierindustrie noch nicht ,miene macht1 sich des einen oder des anderen der oben angefhrten ,rohstoffe in wirklich ausgedehntem ,mae zu bedienen und dadurch den ,holzverbrauch einzuschrnken1 so wird sie noch auf eine ,reihe von ,jahren hinaus die ,wlder verwsten1 bis die ,holzpreise unerschwinglich geworden sind und man -- dann freilich viel zu spt -- eingesehen hat1 da unser ,papierbedarf auch ohne die ,verarbeitung des zu anderen ,zwecken so notwendigen ,nutzholzes gedeckt werden kann4 ,das unter dem ,namen chinesisches ,seidenpapier8 in ,china selbst viel gebrauchte1 auch in ,deutschland zum ,abdruck von ,holzschnitten1 ,lithographien und dergleichen bentzte feine ,papier1 das durch seinen ,seidenglanz1 seine geringe ,dicke und ,weichheit ausgezeichnet ist1 wird aus den ,fasern der jngeren ,triebe des ,bambus 7meist vom gemeinen ,bambus1 ,bambusa arundinacea7 gewonnen1 deren gelbe1 knotige1 einer inneren ,hhlung ermangelnde ,wurzelauslufer uns als ,spazierstcke dienen4 ,es gibt #db ,arten dieser ausdauernder holziger ,grser1 die sich besonders im tropischen ,asien1 namentlich im malaiischen ,gebiete1 finden und hier frmliche ,waldungen bilden4 ,einige ,arten steigen im ,himalaja bis #chjj m ,meereshhe empor4 ,in ,amerika gedeihen betrchtlich weniger ,bambusarten1 von denen eine1 die ,chusquea aristata1 in den ,anden ,perus bis #dgjj m1 d4 h4 an der ,schneegrenze vorkommt4 ,auch in ,asien gehen einzelne ,arten weit ber die ,wendekreise hinaus1 wie z4 ,b4 die auch bei uns als ,zierpflanze im ,freien aushaltende ,phyllostachys bambusoides4 ,von besonders wertvollen ,vertretern dieser ,pflanzengattung seien ,bambusa arundinacea und ,b4 tulda genannt1 die in ,ostindien und ,hinterindien wesentlich an der ,bildung der ,dschungeldickichte teilnehmen und wegen ihrer hervorragenden ,ntzlichkeit fr den ,menschen auch weit ber ihr ,vaterland hinaus in den ,tropen beider ,hemisphren kultiviert werden4 ,ihre ,stengel werden bis zu #be m hoch und am ,grunde #bj-cj cm dick4 ,bambusa brandini erreicht eine ,hhe von #ch m und ,dendrocalamus giganteus sogar #dj m bei einem ,stammumfang von #hj cm4 ,aus einem vielfach verstelten1 mchtigen ,wurzelstock wachsen sie stoweise hervor1 wobei an einem ,bambushalm an drei aufeinander folgenden ,tagen ,zuwachslngen von #eg1 #c und #dh cm gemessen wurden4 ,bei solchem raschen ,wachstum kann ein ,spro von #bj m ,hhe in wenigen ,wochen ausgewachsen sein4 ,die jungen ,triebe mchtiger ,bambusen durchbrechen die ,erde als teilweise mehr als armdicke1 mit scheidenartigen ,blttern dichtbedeckte ,kegel4 ,indem sie ,wasser zwischen ihren ,blattscheiden hervorpressen1 befeuchten und erweichen sie damit den ,boden1 was das rasche ,hindurchstoen erleichtert4 ,die ,bambusstengel bilden starre1 tragkrftige und zugleich biegungsfeste ,hohlzylinder1 deren ,holz auen herum reichlich mit ,kieselsure imprgniert ist und in denen die ,festigkeit noch durch ,einschaltung mehr oder weniger enggestellter ,knoten gesteigert ist4 ,hier hat also die ,natur eine ,form des ,trgers gewhlt1 die die geringste ,materialaufwendung mit der grten ,leistungsfhigkeit in sich vereinigt1 ganz so wie sie der ,mensch1 durch theoretische ,erwgungen geleitet1 bei knstlich von ihm hergestellten ,sttzen1 z4 ,b4 bei eisernen ,hohltrgern1 in ,anwendung bringt4 ,erst in einer gewissen ,hhe wachsen aus den allmhlich verholzenden ,halmen ber den ,knoten ,seitenzweige hervor1 die sich abermals quirlig verzweigen und die im ,verhltnis zu ihrer ,lnge ziemlich breiten1 deutlich gestielten ,grasbltter tragen4 ,die schwankenden ,enden der ,seitenzweige und der sich nach oben verjngenden ,hauptachse tragen schwer an der ,menge ihrer ,bltter und neigen sich1 in leichtem ,bogen berhngend1 herab1 so da das einzelne ,bambusgebsch einer vielstrahligen ,fontne gleicht und einen uerst zierlichen ,anblick gewhrt4 brigens gibt es auch einige schlaffe1 kletternde ,formen1 die sich hoher ,bume als ,sttze bedienen4 ,merkwrdig sind die ,bltenverhltnisse dieser ,riesengrser4 ,bei einigen ,arten erscheinen die ,blten alljhrlich1 whrend bei anderen nach einer zuweilen jahrzehntelangen vegetativen ,periode -- so hat man in ,vorderindien beim gemeinen ,bambus eine #cb;jhrige ,periode beobachtet -- ein mit allgemeinem ,laubfall verbundenes einmaliges ,blhen erfolgt1 wobei die ,individuen nach der ,fruchtreife absterben4 ,dann aber blht dieselbe ,art meist auf weite ,strecken zugleich4 ,die massenhafte ,produktion der mehlreichen ,samen1 die gekocht eine im ,geschmack an den ,reis erinnernde1 sehr geschtzte ,nahrung fr den ,menschen bilden1 hat dann hufig eine auerordentlich starke ,vermehrung der ,muse und ,ratten zur ,folge1 die spter1 nach ,aufzehrung der ,bambusfrchte ber die benachbarten ,felder herfallen und diese plndern4 ,bei solchen ,bambusarten vergehen dann eine ,reihe von ,jahren1 bis aus den ,keimpflanzen wieder stattliche ,bestnde herangewachsen sind4 ,noch andere ,bambusarten zeigen hinsichtlich ihres ,blhens ein mittleres ,verhalten1 indem jhrlich einzelne ,halme des ,stockes ihr ,laub abwerfen1 zur ,blte gelangen und nach der ,fruchtbildung absterben4 ,die ,nutzbarkeit der ,bambusen ist eine so groe1 da sie nur mit derjenigen der ,kokospalme verglichen werden kann4 ,ohne sie knnte man sich die ,kultur der ,malaien und anderer in den ,tropen lebender ,volksstmme gar nicht vorstellen4 ,nicht nur dienen die ,samen als willkommene ,speise1 die auch zu ,brot verbacken wird -- wiederholt ist1 so #ahab1 durch das ,blhen der ,bambuse eine ,hungersnot in ,indien abgewehrt worden --1 auch die jungen1 noch weichen ,schlinge werden gekocht oder in ,essig eingemacht gegessen4 ,sie kommen als ,achia in den ,handel4 ,vornehmlich die ,chinesen verwenden sie zur ,bereitung eines beliebten ,konfektes1 das oft dem ,ingwer zugesetzt wird4 ,junge ,bltter dienen als ,viehfutter4 ,aus den bei aller ,hrte und ,zhigkeit dennoch leichten ,halmen werden ,huser errichtet1 welche wegen ihrer ,luftigkeit im ,sommer auch von den ,europern bevorzugt werden4 ,die ,pfosten1 ,dielen1 ,sparren1 ,tren1 ,fenster und die ,dachbedeckung bestehen aus runden oder gespaltenen und flach ausgebreiteten ,bambusstmmen1 die mit ,stcken des alsbald zu besprechenden geschmeidigen1 sehr zhen ,rotangs verbunden werden4 ,brcken1 ,flsse1 ,zune1 ,palisaden1 ,leitern1 ,wasserleitungen1 ,dachrinnen1 ,masten fr ,schiffe und vieles andere werden aus den ,stmmen gemacht4 ,fast die ganze ,hauptstadt von ,siam1 ,bangkok1 schwimmt auf ,bambusflssen und aus ,bambus sind deren ,huser errichtet4 ,aus demselben ,material bestehen die ,betten1 ,sthle und ,tische1 die ,e- und ,trinkgerte1 chirurgischen ,instrumente1 ,haarkmme und was sonst an ,hausrat vorhanden ist4 ,auch mancherlei ,waffen sind aus ihm verfertigt1 wie ,blasrohre1 ,lanzen1 ,wurfspeere und ,pfeile1 die groe ,leichtigkeit mit unvergleichlicher ,hrte verbinden4 ,zugleich damit trug einst der chinesische ,soldat einen mit einem berzug von gefirniten ,maulbeerpapier versehenen ,sonnenschirm aus ,bambus4 ,ferner werden die hohlen ,stengelteile des ,bambus zu ,musikinstrumenten der verschiedensten ,art verarbeitet1 liefern selbst ,resonanzbden und ,saiten4 ,mit ,harz gefllt dienen sie als ,kerzen1 deren ,hlle zugleich mit der ,fllung in ,flammen aufgeht4 ,die einzelnen ,glieder des ,rohres werden zu ,wassereimern und verschiedenen ,behltern1 ja sogar zu ,kochtpfen verarbeitet4 ,in solchen1 die zwar verkohlen1 aber vermge ihrer starken ,imprgnation mit ,kieselsure nicht verbrennen1 kocht der ,javaner an einem von trockenem ,bambus genhrten ,feuer die ihm zur ,nahrung dienenden spargelartigen1 nur viel dickeren jungen ,bambustriebe4 ,aus dnnen1 schmalen ,bambusstreifen flicht er ,taue und ,stricke1 ,vorhnge1 ,matten1 ,krbe1 ,tragkrbe1 ,hte1 ,reusen zum ,fischfang1 fertigt er ,krausen und ,schmuck aller ,art4 ,zerklopfter ,bambussplint liefert ihm ,pinsel1 ,geschabsel des ,rohres dient zum ,polstern der ,mbel und ,matratzen2 ein ,span von kegelfrmigem ,querschnitt1 dessen scharfe ,kante von der kieselsurereichen und infolgedessen ungemein harten ueren ,schicht gebildet wird1 gibt ein sehr scharfes ,messer4 ,dieselbe uere ,schicht dient als ,wetzstein fr eiserne ,werkzeuge4 ,weil die ganze ,oberflche des ,stammes verkieselt ist1 widersteht er allen ueren ,angriffen und erhlt sich sehr lange nicht blo an der ,luft1 sondern auch im ,boden4 ,deshalb ist der ,bambus ein so gutes und dauerhaftes ,baumaterial4 ,einen merkwrdigen ,eindruck macht es1 wenn ein solches aus ,bambus errichtetes ,dorf in ,brand gert4 ,dabei erhitzt sich nmlich die ,luft in den abgeschlossenen ,hohlrumen im ,innern der ,stengel und sprengt dieselben mit gewaltigem ,knall auseinander4 ,man glaubt aus der ,ferne starken ,kanonendonner zu hren1 aus welchem die ,eingeborenen der ,molukken deutlich den ,ruf bambu1 bambu8 hren4 ,da ein so beraus wertvolles ,produkt der ,tropen auch fr uns allerlei ntzliche ,gegenstnde liefert1 kann uns nicht verwundern4 ,wir ,europer schtzen die leichten ,garten- und ,balkonmbel aus ,bambus4 ,auf ,jamaika wird der ,bambus nur zur ,erzeugung von ,rohmaterial fr die nordamerikanischen ,papierfabriken angepflanzt4 ,die schlanken dnnen ,ruten dienen als ,pfefferrohr zu ,pfeifenrhren1 zu ,angelruten1 ,sttzen1 um ,pflanzen daran anzubinden1 zu ,spazierstcken und ,regenschirmstielen2 meist whlt man dazu solche ,gerten aus1 an denen noch ein knopffrmiges ,stck der ,grundachse als ,griff gelassen ist4 ,illustration3 ,tafel #ii4 ,zusammenstellung der von den verschiedenen ,teilen der ,kokospalme gewonnenen ,produkte in einem ,exportgeschfte ,ceylons4 ,illustration3 ,tafel #ajj4 7,phot4 ,vincenti1 ,daressalam47 ,eine ,bambusgruppe in ,deutsch-,ostafrika4 ,illustration3 ,tafel #aja4 ,ein ,riesenbambus auf ,ceylon mit jungen ,sprossen4 ,illustration3 ,tafel #ajb4 ,rotangpalmen im ,botan4 ,garten zu ,buitenzorg auf ,java4 7,nach einer in der ,sammlung des ,botan4 ,instituts der ,universitt ,wien befindlichen ,photogr4 von ,heermann47 ,bei manchen ,arten enthalten die ,hhlungen der jngeren1 bei anderen der lteren ,stengelglieder ein klares1 teilweise ses ,wasser1 das dem ,reisenden einen angenehmen ,trunk liefert4 ,an den ,knoten lterer ,halme mancher ,arten1 wie beispielsweise des gemeinen ,bambus1 finden sich daneben eigentmliche ,ausschwitzungen einer schmutzigweien bis braunen1 ja schwrzlichen ,masse1 die an der ,luft verhrtet4 ,sie hat einen zuckerartigen ,geschmack1 weshalb man sie auch als ,bambuszucker bezeichnet4 ,sie besteht zu #hf ,prozent aus ,kieselsure und verwandelt sich beim ,glhen1 wobei die organische ,masse zerstrt wird1 in reine ,kieselerde in ,form eines chalzedonhnlichen ,krpers1 der bald wei und undurchsichtig1 bald blulich wei1 durchscheinend und farbenschillernd aussieht4 ,bei der beraus groen ,ntzlichkeit des ,bambus lag es fr den ,naturmenschen auf der ,hand1 dieser geheimnisvollen ,ausschwitzung besondere ,heilkrfte zuzuschreiben4 ,seit undenklichen ,zeiten verwenden sie die ,asiaten als kostbare ,medizin und bermittelten sie als solche auch ihren ,nachbarn4 ,so kam sie zu den ,persern1 die sie in ihrer ,sprache als tovakschira1 d4 h4 ,rindenmilch bezeichneten4 ,daraus bildeten die ,araber1 die sie auch schon sehr frh von jenen erhielten1 das ,wort ,tabaschir1 als welches es heute noch im ganzen ,orient einen gesuchten ,handelsartikel bildet4 ,schon die rzte der rmischen ,kaiserzeit wandten diese aus dem ,orient mit dem ,nimbus wunderbarer in ihr schlummernder ,heilkrfte zu ihnen gelangende ,droge1 die ja an sich gerade so unlslich wie reiner ,kieselsand ist1 gesttzt auf orientalische ,traditionen1 viel an4 ,einen ,weltruf gewann der ,tabaschir aber erst durch die arabischen rzte im #aj4 und #aa4 ,jahrhundert1 so da sein ,ruhm selbst nach ,europa drang4 ,im ,morgenlande hat er bis zur ,gegenwart seine ,wertschtzung als hervorragendes ,arzneimittel zu wahren gewut4 ,aus den wertvollen ,untersuchungen des ,geographen ,ritter und des ,botanikers ,ferdinand ,kohn scheint nun mit ,sicherheit hervorzugehen1 da diejenige ,substanz1 welche die alten ,griechen mit skcharon und nach ihnen die ,rmer mit saccharum bezeichneten1 nicht ,rohrzucker1 sondern ,tabaschir war4 ,nach ,bopp bedeutet das ,sanskrit-,stammwort sarkara nicht sowohl etwas ,ses1 als etwas ,festes1 ,zerdrckbares4 ,im alten ,indien wurde das ,tabaschir als sakkar mambu1 d4 h4 ser ,bambusstein bezeichnet und erst die ,araber haben dann die ,bezeichnung sakkar als sukkar auf den spter erfundenen1 dem ,tabaschir hnlichen1 kristallinischen ,rohrzucker bertragen4 ,ist der ,bambus nach dem ,prinzipe mglichster ,biegungsfestigkeit gebaut1 so reprsentiert der ,rotang dasjenige maximaler ,zugfestigkeit4 ,bei ihm bildet1 ganz im ,gegensatz zu den biegungsfesten ,konstruktionen1 das mechanisch leistungsfhigste ,material die ,achse und ,hohlheit ist vollkommen ausgeschlossen4 ,es sind natrliche ,taue von #aej-bjj m ,lnge1 in denen auch innerlich die einzelnen mechanischen ,elemente nicht parallel nebeneinander herlaufen1 sondern durcheinander geflochten sind1 wodurch die ,zugfestigkeit bedeutend erhht wird4 ,die ,gebrauchsmglichkeiten des ,rotangs werden wie beim ,bambus durch fast unbegrenzte ,spaltbarkeit noch auerordentlich vermehrt4 ,so ist er in seiner ,heimat ebensosehr wie der ,bambus mit den ,lebensgewohnheiten der ,bevlkerung derartig verwachsen1 da sie ihn in der ,tat ebensowenig wie jenen wrde entbehren knnen4 ,der ,rotang -- richtiger rotan zu schreiben1 wie das malaiische ,wort lautet -- hat wie der ,bambus seine ,heimat in ,sdasien und ,indonesien1 hauptschlich im ,verbreitungsgebiet der ,malaien4 ,von den #bjj ,calamusarten des indischen ,florengebiets finden sich die meisten auf der ,halbinsel ,malakka und den ,sundainseln bis ,neuguinea4 ,sie kommen noch in ,nordaustralien vor1 aber nur eine ,art in ,afrika4 ,in der ,neuen ,welt fehlen sie ganz4 ,am ,sdfu des ,himalaja steigt eine ,art 7,calamus montanus7 bis zu #bjjj m ,hhe4 ,sie stellen kletternde ,palmen dar1 die aber ihre bis #aej m und mehr langen1 glatten1 glnzenden1 dnnen ,stmme nicht um ihre ,sttzen herumwinden1 wie es die ,lianen tun1 sondern mit eigentmlichen ,haftapparaten in die ,hhe streben4 ,hufig sind ihre ,blattscheiden so stachelig1 da sie schon an den ,sttzen hngen bleiben2 in anderen ,fllen sind die ,blattenden mit den oberen ,fiedern zu bestachelten1 peitschenfrmigen ,anhngen verlngert1 die sich berall1 wohin sie gelangen1 festkrallen4 ,jedes hhere ,blatt greift mit seiner leichtbeweglichen1 vom ,winde hin und hergeschaukelten1 mit widerhakig gekrmmten ,stacheln versehenen ,geiel an hhere ,baumzweige und auf diese ,weise klettert der dnne ,rotangstamm bis in die hchsten ,baumwipfel1 ber denen die hufig auerordentlich zierlichen ,bltter mit ihren ,fangspitzen1 die keine neuen ,sttzen mehr erfassen knnen1 grazis im ,winde hin und her schwanken4 ,da nun der im ,boden hinkriechende ,wurzelstock der ,rotangpalmen zahlreiche ,schlinge treibt und auerdem jeder derselben reichlich haselnugroe1 umgekehrten ,tannenzapfen gleichende ,frchte von brauner1 roter oder gelber ,farbe hervorbringt1 von denen ein groer ,teil in nchster ,nhe der ,mutterpflanze keimt1 so bildet der ,rotang berall1 wo er auftritt1 undurchdringliche ,dickichte von unzerreibaren ,tauen1 starrend von ,stacheln und ,widerhaken1 die jeden ,eindringling an der ,kleidung und am ,krper unbarmherzig verwunden4 ,immer ist es ein sehr unangenehmes1 schmerzhaftes ,wagnis1 in ein ,rotangdickicht zu dringen1 darin zu jagen oder zu sammeln4 ,in seiner ,heimat dient er den ,bewohnern als das hauptschlichste ,binde- und ,flechtmaterial4 ,ohne weitere ,bearbeitung liefert er vorzgliche ,taue1 die beim ,hausbau das ausschlieliche ,bindemittel fr alle ,balken1 ,pfosten und ,sparren aus ,bambus oder ,holz bilden4 ,infolge des ,besitzes dieses vorzglichen ,bindematerials stellen die ,malaien kaum je ,stricke aus geflochtenen ,pflanzenfasern her2 hchstens etwa aus den geschmeidigeren ,blattscheidenfasern der ,zuckerpalme 7,arenga saccharifera71 die noch unverwstlicher als selbst der ,rotang sind4 ,mit ,rotangtauen werden die auf ,bambusflen errichteten ,huser und ,badepltze an den ,fluufern befestigt1 die ,hngebrcken und deren ,gelnder errichtet1 die ,palisaden befestigt4 ,durch ,verflechten mehrerer dnner ,rotangstmme werden ,gurte1 ,krbe und ganze ,wnde geflochten2 hufiger verwendet man nur die kieselsurereichen1 glnzenden ueren ,schichten als ,flechtrohr1 whrend man den weicheren inneren ,kern1 das ,peddig- oder ,markrohr1 anderweitig verwendet oder wegwirft4 ,daraus stellen besonders die ,chinesen ,sdostasiens die verschiedensten ,mbel und ,gerte her1 mit denen sie einen schwunghaften ,handel treiben4 ,die jungen ,sprosse vieler ,arten werden roh oder gekocht gegessen1 das suerliche ,fruchtfleisch einiger ,arten wie ,tamarindenmus verzehrt4 ,der ,rotang wird niemals angebaut2 da er in den sumpfigen ,wldern seiner ,heimat in ,menge wild wchst1 vermag man daraus zur ,genge seinen ,bedarf zu decken4 ,fr den ,export werden die #i-aj;jhrigen1 also vllig ausgereiften ,stmme1 die sich durch einen scharfen ,schleim klebrig anfhlen1 abgeschnitten und zur ,entfernung der stacheligen ,bltter zwischen enggestellten1 geschrften ,brettern oder ,pflcken hindurchgezogen4 ,dann schneidet man sie in #f-h m lange ,stcke1 von denen #ej-ajj ein ,bndel bilden1 das in der ,mitte noch einmal zusammengebogen wird4 ,der ,hauptexporthafen dafr ist ,singapur1 daneben ,batavia und ,makassar4 ,er kommt zu uns als spanisches ,rohr8 oder ,stuhlrohr81 so genannt1 weil besonders ,rohrsthle aus ihm angefertigt werden4 ,frher benutzten die ,korbmacher und ,stuhlflechter nur die ueren ,schichten zum ,flechten und warfen das ,peddigrohr weg2 neuerdings wird aber auch letzteres industriell verwertet4 ,in den ,fabriken wird das ,flechtrohr auf maschinellem ,wege vom ,peddigrohr abgetrennt und auerdem auf chemischem ,wege die ,farbe des ,rohrs verbessert4 ,wegen ihrer greren ,elastizitt und ,dauerhaftigkeit haben die frher verworfenen glanzlosen ,peddigstreifen zum guten ,teil die ,korbweide verdrngt1 die nur noch das ,material zu groben ,flechtwerken liefert4 ,man benutzt sie zum berflechten von ,gefen1 zu ,sieben1 ,krben1 ,matten1 ,modellbsten fr ,schneider und ,schneiderinnen und ,luxusartikeln aller ,art4 ,das ,flechtrohr dient vorzugsweise zum berziehen von ,sitzen und ,rcklehnen der sog4 ,joncmbel1 und die beim ,gltten des ,flechtrohrs und der ,peddigstreifen sich ergebenden ,abflle dienen in der ,putzmacherei und als ,polster- und ,scheuermaterial4 ,das ,malakkarohr von ,calamus scipionum1 eine besonders starke ,ware1 die in #a-c m langen ,stben in den ,handel kommt1 wird hauptschlich zu ,spazierstcken verarbeitet1 whrend das ,sarawakrohr von ,calamus adspersus vornehmlich ,peitschenstcke liefert4 ,calamus draco gibt die weien und braunen ,maniladrachenrohre1 und aus den zur ,zeit der ,reife mit einem roten ,harz bedeckten pflaumengroen ,frchten gewinnt man das dunkelrote1 geruch- und geschmacklose ,drachenblut1 das neben dem schon im ,altertume im ,orient und in den ,mittelmeerlndern bekannten ,drachenblut des ,drachenbaumes von der ,insel ,sokotra am stlichen ,zipfel von ,afrika auch bei uns frher als ,arzneimittel benutzt wurde1 jetzt aber1 in ,alkohol oder therischem oder fettem l gelst1 nur noch zur ,frbung der ,tischlerpolitur und von rotem ,firnis und ,lack dient4 ,die beste ,sorte gewinnt man dadurch1 da die ,frchte in ,scken so lange geschttelt werden1 bis das ,harz abspringt1 eine geringere dagegen durch ,auskochen der ,frchte mit ,wasser1 wobei sich das ,harz an der ,oberflche sammelt4 ,ersteres wird dann zu ,stangen und letzteres zu ,kuchen geformt und in ,kisten von #ej-fj kg von ,singapur aus1 das jhrlich etwa #cjjjj kg ausfhrt1 in den ,handel gebracht4 ,,xxi4 ,die ,baumwolle4 ,die ,baumwolle ist nicht nur die wichtigste aller spinnbaren ,fasern1 sondern eine der wichtigsten ,waren des ,welthandels berhaupt1 weshalb die ,englnder fr sie die ,bezeichnung king cotton1 d4 h4 ,knig ,baumwolle1 aufgebracht haben4 ,wenn auch die wichtigen ,nahrungsspender des ,menschen1 ,weizen1 ,reis und ,mais1 in der ,weltwirtschaft eine noch grere ,rolle spielen -- nimmt doch allein die ,weizenkultur der ,welt eine etwa fnfmal so groe ,flche als diejenige der ,baumwollstaude ein1 und bertrifft auch der ,wert des auf der ,erde produzierten ,weizens denjenigen der ,baumwolle um das ,vierfache --1 so ist doch die ,kultur dieser ,gespinstpflanze1 in deren ,fruchtfasern sich etwa der ,menschheit1 d4 h4 etwa #abjj ,millionen1 kleiden1 von ganz auerordentlicher ,bedeutung4 ,die jetzige jhrliche ,weltproduktion an ,baumwolle entspricht nach ,o4 ,warburg in ,berlin einem ,wert von wenigstens #d ,milliarden ,mark1 wozu noch fr die ,saat mindestens eine halbe ,million ,mark hinzukommt4 ber #ae ,millionen ,menschen sind mit der ,erzeugung von ,baumwolle beschftigt4 ,der ,transport von #ab ,millionen ,ballen von den ,plantagen ber das ,meer und von den ,hafenpltzen in die ,spinnereien kommt wenigstens auf #cfj ,millionen ,mark und entspricht #bdjj ,dampfschifftransporten zu je #ejjj ,ballen4 ,rechnet man noch die ,landtransporte der brigen #h ,millionen ,ballen hinzu1 so ergibt es sich1 da schon der ,transport der ,baumwolle einem ,wert von wenigstens einer halben ,milliarde ,mark jhrlich entspricht4 ,in den die ,baumwolle verarbeitenden ,spinnereien und ,webereien1 sowie den ,nebenbetrieben stecken ber #aj ,millionen ,mark1 die verzinst werden mssen2 dabei finden mehr als #d ,millionen ,menschen ,beschftigung1 deren ,arbeitslohn ber #c ,milliarden ,mark jhrlich betrgt4 ,rechnen wir nun die ,gewinne all dieser ,fabrikanlagen und der dabei beteiligten ,menschen1 sowie die ,ertrge der ,bleichereien1 ,druckereien1 ,frbereien1 dann der ,betriebe zur ,weiterverarbeitung der fertigen ,stoffe1 ferner der ,schneider und ,konfektionsarbeiter beiderlei ,geschlechts1 wie auch der ,gro- und ,kleinhndler1 die alle von der ,baumwolle leben und durch ihre ,arbeit den ,wert derselben erhhen1 hinzu1 so gelangen wir zum ,schlu1 da die von der ,baumwolle jhrlich geschaffenen ,werte #aj ,milliarden ,mark weit bersteigen4 ,diese fr die ,weltwirtschaft so ungemein wichtige ,nutzpflanze1 von der reichlich #be ,millionen ,menschen in ihrer ganzen ,existenz abhngen1 ist ein zu den ,malvengewchsen gehrender ,strauch1 der in manchen ,arten sogar baumartig auftritt und dann eine ,hhe bis zu #e m erreicht4 ,unter den uerst mannigfaltigen ,formen1 in denen diese ,pflanze gezogen wird1 unterscheidet man fnf schrfer charakterisierte ,arten1 von denen drei der ,neuen und zwei der ,alten ,welt angehren4 ,bei zweien derselben1 nmlich der ,baumwollstaude von ,peru -- eigentlich ist sie aber in ,brasilien heimisch und wurde von den ,stmmen der ,inkas von dorther in ,kulturpflege erhalten -- 7,gossypium peruvianum7 und ,barbados -- der bekannten ,insel der ,kleinen ,antillen -- 7,gossypium barbadense7 lt sich die meist als ,stapel bezeichnete ,baumwolle leicht von den ,samen1 denen sie die von der ,pflanze angestrebte ,flugfhigkeit erteilen soll1 ablsen und ist bei ihnen ein berzug von kurzen ,haaren nicht vorhanden4 ,dabei sind die ,samen der ersteren nierenfrmig und hngen dicht und fest zusammen1 whrend sie bei der letzteren1 die hauptschlich in den ,kstengegenden gedeiht1 birnfrmig gestaltet sind und lose nebeneinander liegen4 ,daher wird erstere von den ,englndern als ,kidney1 d4 h4 ,nierenbaumwolle und letztere als ,sea ,island1 d4 h4 ,meerinselbaumwolle1 bezeichnet4 ,in die zweite ,gruppe mit schwierig sich von den ,samen ablsender ,baumwolle1 die zudem einen berzug von kurzen ,haaren trgt1 gehrt als dritte1 ebenfalls in wrmeren ,gebieten ,amerikas heimische ,art die grobltterige1 in hheren ,lagen gebaute und deshalb englisch als ,upland bezeichnete rauhe ,baumwolle 7,gossypium hirsutum74 ,letztere1 die ,upland1 blht reinwei1 whrend die andern vorhin genannten gelb blhen4 ,aber auch sie zeigt am ,nachmittage gelbe ,streifen1 ist am nchsten ,morgen fleischfarben geworden1 verwelkt dann und fllt nachmittags ab4 ,ebenfalls gelbe ,blten wie die drei erstgenannten besitzt die in ,indien heimische kleinbltterige krautige ,baumwolle 7,gossypium herbaceum71 die durch die ,araber nach gypten kam und heute in allen ,baumwolle liefernden ,lndern gebaut wird4 ,rotblhend dagegen ist die in ,afrika heimische und vielfach noch im ,innern dieses ,kontinents wildwachsend gefundene1 aber auch in ,asien und ,amerika kultivierte baumartige ,baumwolle 7,gossypium arboreum71 deren wie bei den andern ,arten gelappte ,bltter in den ,buchten ,zwischenzipfel tragen4 ,mit ihr nahe verwandt ist jene ,abart1 welche einzig in der ,gattung gelbe ,wolle hervorbringt1 die sogenannte ,nangkingbaumwollstaude1 die in ,china zu ,hause ist und dort viel gebaut wird4 ,sie trgt ihren ,namen ,gossypium religiosum mit ,unrecht2 denn die in ,indien in der ,nhe der brahmanischen ,tempel gezogene und als heilig geltende ,art1 aus deren ,wolle die heilige ,brahmanenschnur verfertigt wird1 ist nicht diese1 sondern die aus ,afrika stammende baumartige ,art 7,g4 arboreum7 mit purpurnen oder gelben ,blten1 welche von ,oberguinea bis ,obergypten und ,abessinien wildwachsend angetroffen wird4 ,alle diese ,baumwollarten1 von denen ,sir ,george ,watt in seiner im ,jahre #aijg erschienenen ,monographie mit den wichtigeren ,kulturvarietten nicht weniger als #db ,formen unterscheidet1 sind im ,laufe der ,zeit auf das mannigfaltigste gekreuzt worden1 so da es beraus schwierig ist1 nachtrglich an den einzelnen ,arten zu bestimmen1 welchen ,stammes ihre verschiedenen ,ahnen gewesen sein mgen4 ,alle ,arten sind ursprnglich ausdauernde ,gewchse1 auch die krautartige 7,g4 herbaceum71 die allein auerhalb des ,tropengrtels meist zu einer einjhrigen ,pflanze wird4 ,sie zeigen einen ausgebreiteten ,wuchs1 indem der behaarte ,stamm reich verstelt ist4 ,daran sitzen die langgestielten breiten1 meist gelappten ,bltter mit spitzen ,blattzipfeln und groen1 an ebenfalls langen ,stielen in den ,achseln der ,bltter entstehenden ,blten1 die bla- bis dunkelgelb1 oft am ,grunde rotgefrbt oder mit purpurnem ,mal versehen1 einzig bei der baumfrmigen ,art dunkelrot und bei der ,upland wei sind4 ,die sehr zahlreichen ,staubfden sind zu einer ,rhre verwachsen1 welche auen die kleinen herzfrmigen ,staubbeutel trgt4 ,der von den ,staubgefen fast ganz eingeschlossene ,griffel ist an der ,spitze keulig verdickt und trgt ebenso viele ,narben als die ,kapsel ,fcher aufweist4 ,die ,frucht wchst zu einer walnugroen ,kapsel heran1 die sich bei der ,reife in drei bis fnf ,klappen ffnet1 um die hervorquellenden1 von ihrer ,wolle umhllten schwrzlichen ,samen dem ,winde preiszugeben1 der sie zur ,verbreitung der ,art verschleppen soll4 ,die wilden ,baumwollarten haben meist eine gelbe bis brunlichrote ,wolle1 whrend die ,kultursorten durch ,auslese von seiten des ,menschen gewhnlich eine blendend weie ,wolle besitzen4 ,von diesen zeigen aber manche ,sorten ,rckschlge ins ,rtliche1 so besonders die baumartige1 in den ,tempelgrten ,indiens gezogene4 ,illustration3 ,bild #fg4 ,eine blhende ,baumwollpflanze 7,gossypium barbadense74 ,illustration3 ,tafel #ajc4 7,phot4 ,f4 ,o4 ,koch47 ,baumwollpflanzung in ,togo4 ,illustration3 ,tafel #ajd4 ,japanische ,baumwollspinnerin4 ,illustration3 7,copyright by ,underwood ,underwood47 ,mexikaner1 aus den ,fasern der ,magueypflanze 7,agave7 ,seile drehend4 ,an ,ergiebigkeit der ,baumwollfasern ist die westindische 7,gossypium barbadense7 in ,form der ,sea ,island weitaus die beste und sollte1 wo immer angngig1 angepflanzt werden4 ,sie bringt um ein ,viertel bis ein ,drittel mehr und langstapeligere ,wolle hervor als die krautige indische4 ,nchst dieser drfte die ,uplandspielart fr den ,anbau an zweiter ,stelle in ,frage kommen4 ,nur in khleren ,gegenden ist die indische krautartige ,baumwolle die gegebene1 weil sie klimahrter als die westindische ist4 ,je nach den ,sorten liefern #ejj bis #hjj ,fruchtkapseln etwa #a kg ,fasern1 die aus fast reinem ,zellstoff 7,zellulose7 bestehen und nur in der innern ,hhlung einen schwachen ,belag einer eingetrockneten ,eiweisubstanz als dem einstigen ,plasma der ,zelle aufweisen4 ,jede ,faser entspricht einer langgestreckten ,zelle1 die bei der krautigen ,baumwolle #b1j-b1h cm1 bei der peruanischen #c1d-c1f cm1 bei der von ,barbados 7,sea ,island7 in gypten #c1h bis #d1j1 auf dem amerikanischen ,festlande in ,florida #d1j-d1f1 auf den dem ,festlande vorgelagerten ,inseln1 z4 ,b4 ,galveston1 bis #e1b cm ,lnge besitzt4 ,da die ,faser an den letzteren ,orten gleichzeitig einen seidenartigen ,glanz gewinnt1 so ist ersichtlich1 da das ,klima1 insbesondere die ,luftfeuchtigkeit1 in hervorragender ,weise zur ,erzeugung einer guten ,baumwollfaser magebend ist4 ,je lnger und feiner sie ist1 um so leichter lt sie sich verspinnen und um so wertvoller ist sie fr die ,verarbeitung4 ,in ganz ,sdasien sowie in ,china ist die ,kultur der ,baumwollstaude eine uralte4 ,dasselbe gilt teilweise auch von gypten2 doch wurde frher daselbst nur die baumfrmige oder eine ,variett derselben kultiviert4 ,erst seit dem ,anbau der ,barbadosbaumwolle 7,sea ,island71 der seit einigen ,dezennien dort eingefhrt wurde1 hat die gyptische ,baumwolle einen hervorragenden ,platz im ,welthandel gewonnen1 obwohl sie ja1 wie wir oben sahen1 die in ,nordamerika selbst gezogene an ,gte nicht erreicht4 ,auch in ,peru stand bereits bei der ,entdeckung und ,eroberung dieses ,landes durch die ,spanier im ,jahre #aecb die ,baumwollkultur auf einer hohen ,stufe4 ,diese ,nutzpflanze wurde von den ,indianern im staatlich wohlorganisierten ,reiche der ,inka-,ketschua in groem ,mae angepflanzt und zur ,herstellung von buntgefrbten1 mit zahlreichen eckig stilisierten ,zeichnungen und ,mustern1 wie auch ,stickereien und ,passementerien versehenen ,baumwollstoffen und anderen ,erzeugnissen1 namentlich auch ,hngematten1 verwendet4 ,von der ,baumwollernte der ganzen ,welt1 die sich auf #ccjj ,millionen kg im ,werte von etwa #bgjj ,millionen ,mark beluft1 liefern die ,sdstaaten ,nordamerikas nicht weniger als #fb1e ,prozent4 ,ihnen folgen ,ostindien mit #ae ,prozent1 ,china mit fast #h ,prozent und gypten mit #g1c ,prozent4 ,auch in ,buchara1 ,persien1 ,brasilien und ,japan wird ziemlich viel ,baumwolle gewonnen4 ,afrika auer gypten liefert nur #b1a ,prozent der ,welternte1 und zwar sind daran die deutschen ,kolonien1 besonders ,deutsch-,ostafrika und ,togo1 mit blo #cjjg ,ballen zu #bej kg im ,werte von #gjjjjj ,mark beteiligt4 ,das ist allerdings ein fast verschwindender ,bruchteil der ,gesamtsumme von etwa #djj ,millionen ,mark1 die ,deutschland jhrlich fr ,baumwolle ausgibt4 ,bedenkt man aber1 da die ,baumwollproduktion der deutschen ,kolonien ,afrikas in den letzten fnf ,jahren eine vierzigfache ,steigerung erfuhr1 so steht zu erwarten1 da sich ,deutschland hierin allmhlich vom amerikanischen ,markte emanzipieren und den eigenen ,bedarf aus seinen ,kolonien decken knne4 ,europa1 das einst im ,mittelalter1 so weit die arabische ,herrschaft reichte1 ,baumwolle kultivierte1 pflanzt solche in geringem ,mae noch in ,ostrumelien auf der ,balkanhalbinsel und in ,griechenland1 whrend ,sditalien und ,sdspanien den ,anbau derselben fast ganz aufgegeben haben4 ,die weitaus erste ,stelle in der ,baumwollindustrie nimmt ,england ein1 das etwa #bj kg ,baumwolle auf den ,kopf der ,bevlkerung verbraucht1 dann folgt ,nordamerika mit ca4 #ad kg und an dritter ,stelle ,deutschland mit etwa #h kg auf den ,kopf4 ,letzteres besitzt zur ,zeit mit #i ,millionen die grte ,zahl von ,baumwollspindeln auf dem europischen ,kontinent und verarbeitet jhrlich etwa #ahjjjjj ,ballen #hjj ,millionen kg im ,werte von #djj ,millionen ,mark4 ,die wichtigsten ,baumwollhfen ,europas sind ,liverpool mit #c ,millionen ,ballen1 dann ,bremen mit #b ,millionen1 ,havre mit #hbjjjj1 ,manchester mit #ejjjjj1 ,genua mit #dfejjj1 ,barcelona mit #bhbjjj1 dann erst ,hamburg mit #bjejjj ,ballen jhrlicher ,einfuhr4 ,man sieht daraus1 da sich der europische ,kontinent in bezug auf den ,baumwollhandel fast ganz von ,england befreit hat4 ,england bezieht jetzt beinahe nur so viel1 als es fr den eigenen ,verbrauch und denjenigen seiner ,kolonien bedarf2 dafr hat ,bremen einen groen ,teil des festlndischen ,handels an sich zu ziehen vermocht4 ,man kann ,baumwolle in allen ,gegenden zwischen dem #cf nrdlicher und #cf sdlicher ,breite ziehen1 in denen eine verhltnismig hohe ,sommertemperatur herrscht und keine heftigen ,herbstregen eintreten2 denn die ,ernte der ,wolle wird durch die letzteren nicht blo geschdigt1 sondern geradezu vernichtet4 ,es ist dies eine ,tatsache1 die sofort einleuchtet1 wenn man bedenkt1 da die ,kapseln in aufgesprungenem ,zustande geerntet werden mssen4 ,am besten gedeiht die ,baumwolle in ,niederungen oder im ,flachlande mit gleichmig warmem1 nicht zu trockenem ,klima4 ,viel ,sonne am ,tag und reichlicher ,taufall whrend der ,nacht sagen der ,baumwollstaude am besten zu4 ,lange anhaltender ,regen1 namentlich bei khler ,temperatur1 ist ihr in jedem ,stadium der ,entwicklung schdlich2 vor der ,blte wirkt eine anhaltende ,drre ebenfalls schdlich4 ,das mit ihr zu bepflanzende ,feld soll eine vor ,winden gesicherte1 sonnige ,lage haben4 ,was die ,beschaffenheit des ,bodens anbelangt1 so darf er nicht zu schwer1 sondern mu durchlssig und sandig sein1 also sind ,lehmboden sowie eine dicke ,humusschicht ihr nachteilig4 ,dagegen verlangt sie einen mglichst hohen ,gehalt an ,kieselsure und mu regelmig mit ,stallmist und der ,asche der verbrannten ,stauden oder ,baumwollsamenmehl gedngt werden4 ,die ,fortpflanzung der meist mehrjhrigen ,sorten1 die #c-e ,jahre hindurch tragen1 geschieht durch ,samen4 ,der ,anbau geschieht in dem uns nchsten ,baumwollande1 gypten1 wo durch ,kreuzung der ursprnglich allein vorhandenen ,sudanbaumwolle von ,dongola mit der langfaserigen1 feinen ,sea ,island-,baumwolle von ,nordamerika und stetige ,auslese der besten ,sorten ebenfalls eine sehr gute ,qualitt in den letzten #ajj ,jahren gezchtet wurde1 in folgender ,weise4 ,die dort die ,baumwollkultur betreibenden ,fellachen oder ,bauern pflgen zunchst die ,felder mit ihrem von zwei ,ochsen gezogenen altmodischen ,hakenpflug und bewssern sie ausgiebig4 ,so vorbereitet werden in sie im ,mrz mit einem spitzen ,pflanzstock in ,abstnden von einem halben ,meter #e-g cm tiefe ,lcher gemacht1 in die je #g-aj ,samen der zu pflanzenden ,baumwollart zu liegen kommen1 welche dann mit der ,hand locker mit ,erde bedeckt werden4 ,man legt nur deshalb so viel ,samen in ein ,loch1 damit durch die vereinte ,kraft der zahlreichen ,smlinge die durch die ,sonnenhitze rasch verhrtende ,kruste des ,bodens leichter durchbrochen werden knne4 ,nach anderthalb ,wochen wird die eben keimende ,saat leicht berflutet und hernach entfernt man die berflssigen ,pflnzchen bis auf die zwei krftigsten in jedem ,loche4 ,von da an werden die ,baumwollfelder alle #b-c ,wochen berieselt1 in der ,zwischenzeit wird der ,boden mit der ,hacke gelockert und vom ,unkraut befreit1 spter auch mit knstlichen ,dngemitteln versehen4 ,dabei wird nach ,mglichkeit auf die ,raupen zweier der ,baumwollkultur besonders schdlicher ,kleinschmetterlinge1 die streckenweise bisweilen die ganze ,ernte vernichten1 ,jagd gemacht1 auch die brigen ,schdlinge tierischer und pflanzlicher ,herkunft nach ,mglichkeit zu vernichten gesucht4 #ajj-abj ,tage nach der ,aussaat beginnt die ,bltezeit der ,stauden1 whrend welcher die ,baumwollfelder einen sehr hbschen ,anblick gewhren4 ,zweieinhalb bis drei ,monate danach reifen die ,kapseln4 ,die ,ernte findet ,ende ,september oder ,anfang ,oktober1 also fnf ,monate nach der ,aussaat1 statt1 wobei alt und jung mithilft4 ,mit groer ,geschwindigkeit wird1 ohne da dabei die ,pflanze beschdigt werden darf1 die aus den aufgeplatzten ,fruchtkapseln herausschauende ,baumwolle mit ,stehenlassen der holzigen ,kapselwnde herausgenommen und in den vorne sackartig aufgerafften hemdartigen ,rock gelegt4 ,gewhnlich stehen #aj-ae ,pflcker unter einem ,aufseher und erhalten je zwei ,reihen ,baumwollstauden zum ,ablesen der ,wolle zugewiesen4 ,sind ihre ,taschen bald voll1 so eilen sie auf ein gegebenes ,kommando zu dem an der ,zufahrtstrae gelegenen ,sammelplatz1 um ihre ,grtel zu lsen und die ,baumwolle in auf die ,erde ausgebreitete ,scke zu schtten4 ,whrend sie dann zum ,weiterpflcken wiederum dem ,felde zustreben1 suchen ,mnner die schlechte ,baumwolle sowie alle ,verunreinigungen aus dem ,haufen heraus und fllen zuletzt die gute ,baumwolle in groe ,scke1 wo sie von einem in diese hineingestiegenen ,manne mit den nackten ,fen zusammengepret wird4 ,schlielich werden die ,scke zugenht und auf ,wagen ins ,lagerhaus geschafft4 ,die ,stauden lt man dann vom ,vieh abweiden und benutzt die brigbleibenden ,strnke in dem an ,feuerungsmaterial so armen ,lande als ,feuerungsmaterial fr die zahlreichen ,dampfpumpen4 ,in holzreichen ,lndern dagegen werden sie spter in den ,boden gepflgt oder auch verbrannt und so als ,dnger verwendet4 ,nur ausnahmsweise werden in gypten die ,stauden bis auf eine ,hhe von etwa #fj cm ber dem ,erdboden zurckgeschnitten1 um von ihnen noch im nchsten ,jahre eine etwas kleinere ,ernte zu erhalten4 ,ganz hnlich wie im ,niltal ist auch in den ,sdstaaten ,nordamerikas und berall anderwrts die ,baumwollkultur4 ,nur die ,baumwollernte wird hier in anderer ,weise vorgenommen4 ,es hat nmlich jeder ,arbeiter einen ,sack mit einem ,tragband um die ,schulter gehngt4 ,dieser reicht bis zur ,erde1 damit ihn der ,arbeiter nicht zu tragen1 sondern nur zu heben braucht1 wenn er zur nchsten ,staude will4 ,wenn der ,sack voll ist1 wird er auf den nchsten ,weg gestellt1 wo ihn der die ,runde machende ,wagen1 der auch die leeren ,scke verteilt1 aufnimmt4 ,beschmutzte1 beschdigte oder fehlerhafte ,baumwolle wird in eine besondere ,tasche getan4 ,im ,wirtschaftsgebude mu die ,baumwolle auf einem hlzernen ,trockenboden getrocknet werden4 ,dann werden zunchst die zwei ,drittel des ,gewichts ausmachenden ,samen durch besondere ,maschinen von den ,fasern getrennt -- egreniert1 wie der technische ,ausdruck lautet4 ,von der ,sorgfalt1 mit der dieses ,egrenieren vorgenommen wird1 hngt ja die ,reinheit der ,baumwolle ab4 ,dies geschieht in einfachster ,weise durch ,auszupfen mit der ,hand4 ,doch haben selbst die ,neger eine ,vorrichtung erfunden1 vermittelst der das ,entfernen der ,samen rascher von statten geht4 ,in europischen ,betrieben geschieht das ,entkernen mit den ,entkernungs- oder ,ginmaschinen1 die an den ,mittelpunkten der ,baumwollerzeugung1 den ,ginstationen1 aufgestellt sind4 ,hernach wird die ,baumwolle durch hydraulische ,pressen in #dej kg schwere ,ballen gepret1 die dann in ,scke von ,hanf oder ,jute eingenht und mit ,bandeisen verschnrt in den ,handel kommen4 ,der weitaus grte ,teil derselben wird dann in ,fabriken zu den verschiedensten ,garnen und ,stoffen verarbeitet und nur ein kleiner ,teil dient1 entfettet1 zur ,herstellung von ,verbandwatte1 ,schiebaumwolle1 ,kollodium und ,chardonnetseide1 welch letztere zu einem neuen aussichtsreichen ,industriezweige ,veranlassung gegeben hat4 ,so lange die ,baumwolle lediglich durch ,handbetrieb zu ,garnen und ,geweben verarbeitet wurde1 wie dies in ,indien und im ,orient1 dann auch im ,abendlande gegen das ,ende des #ah4 ,jahrhunderts der ,fall war1 waren die daraus hergestellten ,kleider und anderen ,gebrauchsgegenstnde naturgem teuer und konnten nicht in allgemeinen ,gebrauch gelangen4 ,erst als in ,england in der zweiten ,hlfte des #ah4 ,jahrhunderts die ,spinnmaschinen und mechanischen ,websthle in ,gebrauch kamen1 wurde das ,fabrikat billiger1 so da ,baumwollstoffe auch in minder bemittelten ,kreisen in allgemeinen ,gebrauch kommen konnten4 ,nur sogenannte ,nangkinfabrikate 7von ,gossypium religiosum7 kommen noch aus ,ostindien zu uns4 ,sonst wird der ganze ,bedarf in ,europa selbst erzeugt1 und zwar ersetzen die #de ,millionen ,spindeln ,englands die ,handarbeit von #bcj ,millionen ,menschen und spinnen zusammen jhrlich einen ,faden1 der #acjmal die ,entfernung der ,sonne von der ,erde durchspannen wrde4 ,ehe die ,verarbeitung der ,baumwolle zu ,garn beginnt1 wird sie zunchst mit greren ,mengen derselben ,sorte gut gemischt1 um ,garne von mglichst gleichmiger ,gte zu erzielen1 dann bei #cj ,c4 getrocknet1 in einer ,wolf genannten ,maschine gelockert1 grndlich gereinigt und1 nachdem sie von der ,schlag- oder ,wattenmaschine in breite1 zusammenhngende1 flache ,streifen 7,watte7 gebracht worden1 von der ,kratzmaschine in zarte1 lockere ,bnder verwandelt4 ,hierauf werden diese durch die ,streckwalze gestreckt und geglttet1 dann in der ,vorspinnmaschine verfeinert und erst zu dicken1 lockeren und durch weiteres ,verspinnen zu feineren ,fden gedreht4 ,endlich werden sie auf der ,spinnmaschine zu ,garn versponnen1 das so fein sein kann1 da kg desselben #afgb km lang ist1 d4 h4 von ,leipzig bis ,konstantinopel reichen wrde4 ,nach der ,feinheit des verwendeten ,garns unterscheidet man ,kattun 7nach der arabischen ,bezeichnung fr ,baumwolle71 ,indienne 7so genannt1 weil ursprnglich aus ,ostindien stammend mit allerlei bedruckten ,figuren71 ,kalikos 7ebenfalls ein bedruckter ,baumwollstoff1 so genannt1 weil er zuerst aus ,kalikut bezogen wurde71 ,nangking 7ein gelbliches oder rtliches ,baumwollenzeug1 nach dem frheren ,bezugsort in ,china so genannt71 ,perkal 7dichtes1 leinwandartiges ,baumwollgewebe1 die grberen gleichen den ,kalikos1 die feinsten dagegen sind dichter als ,musselin71 ,musselin 7feinstes1 durchscheinendes ,baumwollgewebe -- glatt1 gestreift1 durchbrochen usw4 -- aus wenig gedrehtem ,garn und deshalb mit zartem ,flaum1 nach der ,stadt ,mossul am ,tigris so genannt1 doch ist der ostindische noch immer besonders fein und zart71 ,jakonett 7franzsisches1 glattes ,musselin1 nach einem franzsischen ,fabrikanten so geheien71 ,gingan 7das ursprnglich ostindische1 glatte oder gestreifte ,gewebe in ,baumwolle mit ,bast1 auch in reiner ,baumwolle oder ,leinen nachahmt1 vom javanischen ginggan vergehend1 verbleichend71 ,tll 7netzartiges ,zwirnzeug nach dem ersten ,fabrikationsort desselben1 der franzsischen ,stadt ,tulle1 so genannt71 ,barchent 7gekpertes ,baumwollgewebe1 ursprnglich mit leinener ,kette1 auf einer ,seite rauh und wollig71 ,pikee 7vom franzsischen piqu gesteppt1 mit doppelter ,kette gewebtes ,baumwollgewebe mit erhhtem ,muster71 ,manchester 7nach dem ersten ,fabrikationsort so bezeichneter ,baumwollensamt7 usw4 ,frher warf man die beim ,egrenieren zurckgebliebenen ,samen der ,baumwollpflanze1 soweit man sie nicht als ,saatgut verwendete1 als nutzlos weg4 ,bald aber fand man1 da sie zu #bj-cj ,prozent ein sehr wertvolles l enthalten1 das man nun sorgfltig aus ihnen pret4 ,ja1 man wrde heute die ,pflanze lediglich als lpflanze kultivieren1 wenn sie nicht auch noch die wertvolle ,faser lieferte4 ,der noch die ,hlfte des ,gewichtes ,eiwei enthaltende ,prerckstand dient als wertvolles ,viehfutter4 ber die ,anfnge der ,baumwollkultur ist wenig ,sicheres bekannt4 ,in der ,alten ,welt hat sie augenscheinlich in ,indien ihren ,ursprung genommen1 wo zuerst die niedrige krautige ,baumwolle vom ,menschen in ,pflege genommen wurde4 ,zu ihr kam dann spter ebenfalls in ,indien die baumfrmige ,art hinzu1 von der in der ,folge die heilige dreiteilige ,brahmanenschnur1 das ,sinnbild der gttlichen ,dreiheit1 angefertigt wurde4 ,die indische ,baumwolle1 im ,sanskrit krpsi genannt1 wird zuerst in den zwischen #fjj und #ejj v4 ,chr4 entstandenen jngsten vedischen ,schriften1 den ,sutras1 und zwar schon in ,verbindung mit ,gewndern erwhnt4 ,sicher wurde sie schon damals in ,indien in betrchtlichen ,mengen zu ,geweben verarbeitet4 ,von dort aus hat sich ihre ,kultur ber ,hinterindien nach ,china verbreitet1 wo zuerst der ,kaiser ,wu-ti um #fjj v4 ,chr4 sich in wertvolle1 jedenfalls aus den ,kulturlndern im ,sden importierte ,baumwollkleider hllte4 ,in der ,folge wurde nach ,einfhrung der ,baumwollstaude die ,baumwolle im ,reiche der ,mitte das am meisten benutzte ,zeugmaterial1 wenngleich auch noch viel ,hanf und besonders ,ramie oder chinesische ,nessel zur ,herstellung von ,geweben verwendet wird4 ,indessen lt sich eine eigentliche ,kultur der ,baumwolle in ,china nicht vor dem #aa4 ,jahrhundert n4 ,chr4 nachweisen1 und manche ,gelehrte nehmen an1 da sie sogar erst im #ac4 ,jahrhundert durch die das ,reich erobernden ,tataren eingefhrt wurde4 ,die erste ,kunde von der in ,indien als ,faserstoff zur ,herstellung von leichten ,gewndern benutzten ,baumwolle verdanken wir dem ,vater der ,geschichtschreibung1 dem ,griechen ,herodot 7#dhd-dbd v4 ,chr471 der von #dfj-def gypten1 ,syrien und ,babylonien bereiste und in seinem in ionischem ,dialekte verfaten ,werke ber die ,geschichte des ,orients und ,griechenlands nach der auf seiner asiatischen ,reise in ,erfahrung gebrachten ,kunde berichtet3 ,in ,indien gibt es wilde ,bume1 welche als ,frucht eine ,wolle 7erion7 tragen1 die an ,schnheit und ,gte die ,schafwolle bertrifft4 ,die ,indier machen aus dieser ,wolle ihre ,kleider48 ,nach demselben ,autor war das indische ,hilfskorps des ,xerxes bei seinem ,zuge zur ,eroberung ,griechenlands im ,jahre #dib in solch baumwollene ,kleider gehllt4 ,auch der ,grieche ,ktesias aus ,knidos1 der von #daf-cii ,arzt am persischen ,hof in ,susa war und eine wertvolle1 leider nur in ,auszgen erhaltene persische ,geschichte schrieb1 wei von der ,baumwolle als einer ,gespinstpflanze ,indiens zu berichten4 ,die ,pflanze selbst und ihr ,produkt lernten aber erst die ,begleiter ,alexanders des ,groen auf ihrem ,zuge nach ,indien kennen4 ,die ,leute am ,indus trugen nmlich baumwollene ,gewebe1 und die ,baumwolle trat den ,makedoniern daselbst so hufig entgegen1 da sie dieselbe zum ,ausstopfen von ,kopfkissen und ,pferdestteln benutzten4 ,diese ,begleiter ,alexanders auf seinem ,zuge nach ,indien brachten eingehendere ,mitteilungen darber in die ,mittelmeerlnder1 wo diese ,gespinstpflanze bis dahin vllig unbekannt geblieben war2 denn die alten ,babylonier1 gypter und ,griechen hatten bis dahin auer der tierischen ,wolle stets nur den ,lein zur ,herstellung von ,stoffen verwendet4 ,der ,aristotelesschler ,theophrast erwhnt in der zweiten ,hlfte des #d4 vorchristlichen ,jahrhunderts1 da in ,indien eine ,gespinstpflanze krpasos gedeihe1 aus der hergestellte ,stoffe die ,begleiter ,alexanders von dort mitbrachten4 ,dieser ,begrnder der ,botanik schreibt in seiner ,pflanzengeschichte3 ,auf der ,insel ,tylos im ,arabischen ,meerbusen 7heute ,bachraim am ,eingang des ,persischen ,golfes7 sollen viele wolletragende ,bume 7dndra eriphora7 stehen1 deren ,bltter wie ,weinbltter1 nur kleiner sind4 ,statt der ,frchte bringen sie geschlossene ,behlter von ,apfelgre hervor4 ,werden diese reif1 so nimmt man die darin befindliche ,wolle und webt aus ihr sowohl geringe als auch sehr kostbare ,gewnder4 ,solche ,bume wachsen auch in ,indien und ,arabien48 ,diesen ,passus schrieb der ltere ,plinius um die ,mitte des ersten christlichen ,jahrhunderts fast wrtlich ab mit der ,bemerkung1 da diese ,bume gossypini 7,einzahl gossypinus7 heien -- woraus dann die ,botaniker spter die wissenschaftliche ,bezeichnung gossypium schufen4 ,nach ihm soll es wie in ,indien und ,arabien auch in dem an gypten angrenzenden ,negerlande wolletragende ,bume geben1 deren ,kapseln etwa so gro wie ,granatpfel sind84 ,auch der rmische ,dichter ,vergil1 der ,verfasser der berhmten1 ,augustus und seinem ,geschlechte gewidmeten neis 7#gj-ae v4 ,chr47 sagt in seinem ,georgica benannten ,lehrgedicht ber den ,landbau3 ,im ,negerlande gibt es ,bume1 die weiche1 weie ,wolle tragen48 ,der griechische ,schriftsteller ,flavius ,arrianus 7geb4 um #ajj n4 ,chr4 zu ,nicomedia in ,bithynien1 ward #acf unter ,hadrian ,prfekt von ,kappadokien und starb unter ,marcus ,aurelius ums ,jahr #agf7 schreibt in seiner indischen ,geschichte3 ,die ,kleidung der ,indier wird1 wie ,nearchos 7der ,flottenfhrer ,alexanders des ,groen1 der nach dessen ,feldzug nach ,indien im ,jahre #cbe v4 ,chr4 die ,flotte vom ,indus aus durch das ,erythrische ,meer in den ,persischen ,meerbusen fhrte und wie er in seinem ,paraplus8 genannten ,reisebericht darber meldet1 auf dieser ,fahrt die ,mndungen des ,euphrat und ,tigris fand7 sagt1 aus dem ,lein gefertigt1 der auf ,bumen wchst4 ,dieser ,lein ist entweder reiner wei als jeder andere ,lein oder scheint wenigstens weier1 weil die ,indier1 die ihn tragen1 schwarz sind48 ,durch die ,perserherrschaft wurde der ,anbau und die ,verwendung von ,baumwolle als ,gespinstmaterial in ,vorderasien allgemeiner4 ,von ,persien1 besonders aber aus ,indien fhrte man in der hellenistischen und mehr noch zur rmischen ,kaiserzeit ber die ,hafenstdte am ,roten ,meer und ,alexandrien ziemliche ,mengen fertiger ,baumwollstoffe in die reichen ,stdte am ,mittelmeer1 zumal dem ppigen ,rom1 aus1 wie uns der zu ,ende des #b4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 in letzterer ,stadt lebende ,sophist ,flavius ,philostratos der ltere berichtet4 ,auer in ,persien1 ,syrien und gypten wurde nach der ,schilderung des griechischen ,geschichtschreibers und ,geographen ,pausanias in seiner zwischen #afj und #ahj n4 ,chr4 geschriebenen ,periegesis oder ,reisebeschreibung von ,griechenland1 ,kleinasien1 ,syrien1 gypten und ,italien einzig in ,elis1 im westlichen ,peloponnes1 ,baumwolle gepflanzt4 ,eleia ist das einzige griechische ,land1 in der die ,baumwolle 7bssos7 gedeiht4 ,die eleische ,baumwolle ist ebenso zart wie die hebrische1 aber nicht so gelb48 ,und ,plinius 7#bc-gi n4 ,chr47 sagt in seiner ,naturgeschichte3 ,das baumwollene ,zeug 7bssinon71 welches in der ,umgegend von ,elis und in ,achaia gewonnen wird1 ist bei den ,damen so beliebt1 da es frher dem ,gewicht nach mit ,gold in gleichem ,werte stand48 ,doch hat sich damals die ,baumwollkultur nicht weiter im rmischen ,reiche verbreitet1 und das ganze ,altertum hindurch kam weitaus das meiste an fertigen ,baumwollstoffen als kostbare ,handelsware aus dem ,orient1 besonders aus ,indien1 nach ,europa4 ,dies blieb auch so nach dem ,untergange der rmischen ,weltherrschaft1 als die eleische ,baumwollindustrie zugrunde gegangen war4 ,in der ,folge dehnten die ,araber mit der ,ausdehnung ihrer ,herrschaft das ,verbreitungsgebiet der ,baumwolle weiter aus4 ,sie brachten die ,kultur dieser ,staude mit derjenigen des ,zuckerrohrs im #h4 ,jahrhundert nach ,nordafrika1 im #i4 nach ,sizilien und im #aj4 nach ,sdspanien4 ,in ,andalusien befrderte besonders der ,kalif ,abdurrhaman ,,ii4 7#iab-ifa7 den ,anbau dieser ,gespinstpflanze4 ,obschon die ,araber selbst viel1 allerdings gewhnliche ,baumwollstoffe herstellten1 bezogen sie die feinsten ,baumwollstoffe immer noch aus ,indien4 ,zwei ,araber1 die im #i4 ,jahrhundert ,indien bereisten1 erzhlen1 da dort fast vllig durchsichtige ,kleider hergestellt wrden1 so fein1 da ein ganzer ,rock durch einen ,fingerring hindurchgezogen werden knne4 ,tavernier berichtet1 da trkische ,turbane aus #af m feinstem1 indischem ,musselin zusammengewunden seien1 doch nur vier ,unzen 7 #abj g7 wgen4 ,die feinsten dieser ,gewebe1 zu ,gantipuru und ,datta in ,indien gefertigt1 sehe man nicht1 wenn sie1 auf eine ,wiese ausgebreitet1 vom ,tau befeuchtet sind4 ,die ,inder nennen sie gewebten ,wind48 ,so gebruchlich im frhen ,mittelalter ,baumwollstoffe bei den ,muhammedanern waren1 so beraus selten waren sie bei den ,abendlndern anzutreffen4 ,in seiner ,geschichte der ,franken hebt der ,geschichtschreiber ,gregor von ,tours hervor1 es sei im ,jahre #ehj ein ,fremder zu ,tours erschienen1 der ber einem rmellosen ,rock einen ,mantel aus ,baumwolle trug2 und im ,jahre #hjg erregten ,zelte1 die der ,kalif von ,bagdad ,harun al ,raschid 7d4 h4 ,h4 der ,gerechte7 ,karl dem ,groen geschenkt hatte1 groe ,bewunderung bei den ,franken1 nicht nur ihrer ,gre und ,buntheit wegen1 sondern vor allem weil sie aus ,baumwollenzeug hergestellt waren4 ,welchen ,wert man bis tief ins ,mittelalter der ,baumwolle gab1 beweist der ,umstand1 da man ihr im ,mittellatein den ,namen der ,seide oder eine ,nebenform desselben1 nmlich bombix oder bombax gab4 ,erst im #ab4 ,jahrhundert kam im ,volke der deutsche ,name ,baumwolle auf1 so da daraus geschlossen werden darf1 da damals weitere ,kreise mit ihr rechneten4 ,so wird im ,gedicht ,erec8 des ,hartmann von ,aue 7lebte #aagj bis #abae1 nahm an den ,kreuzzgen von #aahi und #aaig teil und lernte wohl die ,baumwollpflanze in ,palstina oder ,syrien kennen7 ein ,sattelkissen linde sam ein boumwol1 d4 h4 weich wie ,baumwolle bezeichnet1 und im #ac4 ,jahrhundert berichtet ein ,autor lateinisch von der bombaxwolle1 welche jetzt beim ,volke boumwolle heit84 ,eine zu ,anfang des #ad4 ,jahrhunderts vorkommende1 aber nur vereinzelte ,bezeichnung cottn im ,marienleben des ,walther von ,rheinau1 in welcher solcher neben flachs1 wolle und sden8 gefrbt als ,gegenstand des ,webens aufgezhlt wird1 geht auf das italienische cotone fr ,baumwolle 7und zugleich ,baumwollstaude7 zurck1 das aber selbst aus dem arabischen kutn fr jene ,gespinstpflanze und deren ,produkt stammt4 ,ebendaher rhren auch das franzsische und englische coton und das spanische algodon 7mit dem arabischen ,artikel al -- z4 ,b4 auch in ,alkohol1 ,alchemie usw4 zu erkennen -- davor74 ,erst im #ag4 ,jahrhundert wird jenes arabische ,wort als ,kattun mit der ,verarbeitung der ,baumwolle zu ,geweben auch in ,deutschland hufiger4 ,ein eigenartiges1 aus ,leinen und ,baumwolle gemischtes ,zeug wird mit einem ursprnglich ,wollstoff bezeichnenden fremden ,wort barcht1 spter barchant belegt2 aus diesem wurde dann unser ,barchent fr gekpertes ,baumwollgewebe mit oft leinener ,kette4 ,die ,einfhrung der ,baumwolle als ,gespinstfaser neben dem altgebruchlichen ,lein hat dann in ,europa wie in ,china die ,kunst der ,weberei betrchtlich gesteigert4 ,es konnten nun viel mannigfaltigere ,stoffe hergestellt werden1 wie ,zwilich und ,drilich 7als ,umdeutschung des lateinischen bilix und trilix1 woraus spter unsere ,bezeichnungen ,zwilch und ,drilch entstanden7 fr zwei- oder dreifdig gewebtes ,zeug1 dann -- seit dem #ad4 ,jahrhundert -- damasch fr gemusterte ,stoffe aus ,seide1 ,baumwolle oder ,leinen nach der ,stadt ,damaskus1 wo solche zuerst von den ,arabern hergestellt wurden4 ,mit der ,herstellung des ,damastes brgerte sich auch in ,europa jene ,art von ,weberei ein1 welche es versteht1 auch in gebleichtes ,garn allerlei ,muster zu weben1 so da sie nicht sowohl durch ,farbe1 als blo durch verschiedene ,fadenlage zeichnerisch hervorstechen4 ,noch das ganze ,mittelalter hindurch kamen arabische und indische ,baumwollgewebe ber ,venedig und ,genua1 von wo sie durch ,sumer ber die ,alpenpsse nach ,norden gebracht wurden1 nach ,augsburg und ,ulm1 wo bedeutende ,stapelpltze dafr waren4 ,spter suchte man die ,rohbaumwolle nach ,europa zu bringen und hier zu verarbeiten4 ,und zwar war es das fr die ,herstellung aller ,gewebe von den wollenen ,tuchstoffen bis zum ,leinengewebe hervorragend tchtige ,flandern1 das diesen neuen ,industriezweig zuerst einfhrte4 ,so entstanden am ,ende des #af4 ,jahrhunderts in ,gent und ,brgge die ersten von ,christen hergestellten ,gewebe mit fast reiner ,baumwolle1 die an ,gte den arabischen und indischen bald gleichgekommen sein sollen4 ,diese ,kattune in ,form von buntbedruckten ,baumwollengeweben kamen dann zu ,anfang der selbstndigen ,regierung ,ludwigs ,,xiv41 die #affa nach ,mazarins ,tode begann1 in ,frankreich in ,mode4 ,zuerst wurden sie von den ,schiffen der ,compagnie des ,indes von der ,koromandelkste1 wo ,frankreich ,kolonien besa1 nach ,frankreich importiert1 wo die heiteren ,farben1 die groe dekorative ,wirkung und der exotische ,stempel dieser leichten ,stoffe sie berall sehr beliebt machte4 ,man kleidete sich vielfach damit1 lie ,morgenrcke und ,mbelberzge daraus verfertigen1 so da die ,ware trotz ihres hohen ,preises reienden ,absatz fand4 ,da diese ,stoffe selten waren1 kamen einheimische ,handwerker auf den ,gedanken1 aus dem ,orient eingefhrte weie ,baumwollengewebe in der ,art der indischen ,kattune zu bedrucken und machten damit sehr gute ,geschfte1 da die ,beliebtheit des ,kattuns immer mehr stieg und zwischen #afgj und #afhj unter der vornehmen ,welt geradezu eine ,kattunmanie herrschte4 ,die ,fabrikanten anderer ,stoffe und ein ,teil der ,handwerker fhlten sich darob so beunruhigt1 da sie sich an den ,minister ,colbert wandten1 der sich ihrer annahm und im ,jahre #afha die ,fabrikation und den ,verkauf dieser gefrbten ,tcher strengstens verbot4 ,die ,folge davon war die ,entstehung groer ,kattunfabriken in ,england und der ,schweiz4 ,auch entstand ein wahrer ,kampf zwischen den franzsischen ,behrden und der kattunschtigen ,frauenwelt1 die sich an das ,verbot nicht hielt4 ,von #afha-agaf versuchten mehr als #cj ,erlasse die ,pariserinnen zur ,vernunft zu bringen2 doch fruchtete alles nichts4 ,im ,gegenteil1 das ,verbotene reizte1 und trotz aller ,beschlagnahme wurde ,kattun nach ,frankreich eingefhrt4 ,dabei waren die ,beamtenfrauen die ersten1 die die verbotenen ,stoffe trugen4 ,die seit #agdh als ,geliebte ,ludwigs ,,xv4 am ,hofe lebende ,madame ,jeanne ,antoinette ,poisson1 die zur ,marquise von ,pompadour erhoben wurde und bis zu ihrem ,tode #agfd in ,versailles einen groen ,einflu auf die ,regierungsgeschfte ausbte1 stattete in ihrem ,schlo ,bellevue eine ganze ,zimmerflucht mit diesem ,stoffe aus4 ,bald berieten selbst die ,minister ber ihre ,manahmen gegen den ,kattun in ,rumen1 die mit ,kattun ausgeschlagen waren6 ,da gab am #i4 ,november #agei die ,regierung endlich nach3 die ,herstellung und der ,verkauf des ,kattuns wurde in ,frankreich gestattet4 ,derselbe behauptete von nun an noch lngere ,zeit seine ,herrschaft4 ,noch der sonst fortschrittlich gesinnte ,kaiser ,josef ,,ii4 von ,deutschland1 der von #agfe-agij regierte1 verbot das ,tragen von ,kattun in seinen ,lndern wegen dessen hohen ,preises4 ,seine ,untertanen sollten sich an die altgewohnte ,linnenkleidung halten4 ,in ,england1 wo man zuerst unter ,heinrich ,,viii4 7regierte von #aeji-aedg7 in ,lancashire und unter dessen ,sohn ,eduard ,,vi4 7#aedg bis #aeec7 auch in ,manchester und ,cheshire ,baumwolle zu verarbeiten begann1 verstand man sehr lange keine festen ,ketten aus ,baumwolle zu machen1 sondern verwandte dazu ,leinengarne4 ,erst #aggb brachte man dieses ,kunststck zustande und vermochte von nun an reine ,baumwollengarne anzufertigen4 ,als dann der ,schotte ,james ,watt #agfi die ,dampfmaschine verbessert hatte1 und gleichzeitig die ,spinnmaschine und der mechanische ,webstuhl erfunden worden waren1 begann dem vermehrten ,bedarf an ,baumwolle entsprechend eine grere ,zufuhr des ,rohmaterials nach ,england1 das schon #aghb mehr als #ccjjj ,ballen aus ,syrien1 ,makedonien und ,cayenne einfhrte4 ,die ,lnder1 welche heute fr ,baumwollausfuhr in erster ,linie in ,betracht kommen1 produzierten damals nur fr ihren eigenen ,bedarf4 ,ja gypten konsumierte selbst so viel1 da es noch ,baumwolle aus ,cypern und ,kleinasien kaufen mute4 ,nur die ,sdstaaten ,nordamerikas1 in welchen die ,baumwollkultur ums ,jahr #aggj eingefhrt wurde1 erzeugten damals schon in zunehmendem ,mae ,baumwolle1 so im ,jahre #ahjj bereits #i ,millionen kg4 ,schon nach ,beendigung der napoleonischen ,kriege bezog ,england #he ,prozent seines ,baumwollbedarfes aus ,nordamerika4 ,die ,produktion nahm dort immer mehr zu1 so da jenes ,land #ahfj #dhbdjjj ,ballen zu #dej kg ausfhrte4 ,da brach #ahfa der bis #ahfe dauernde unheilvolle ,brgerkrieg aus1 der die ,kultur dieser ,nutzpflanze hochgradig behinderte1 so da bald in der ,baumwollindustrie1 die von dort aus ihr ,rohmaterial hauptschlich bezog1 ein frmlicher ,baumwollhunger8 ausbrach4 ,die ,folge war1 da sehr hohe ,preise fr den ,rohstoff bezahlt wurden4 ,dies bewog die verschiedensten tropischen und subtropischen ,lnder1 diese wertvolle ,nutzpflanze in ,kultur zu nehmen4 ,indien1 das vor dem nordamerikanischen ,brgerkriege nur #i-bf ,prozent der in ,england verarbeiteten ,baumwolle lieferte1 lieferte nun whrend desselben #ej ,prozent des ,bedarfes1 whrend ,nordamerika von #df-hd ,prozent der ,einfuhr auf #g ,prozent sank4 ,aber nach dem ,kriege eroberten die ,vereinigten ,staaten nicht blo ihre alte ,position zurck1 sondern bertrafen noch ihre frheren ,leistungen bedeutend4 ,whrend die dortige ,ernte im ,dezennium vor dem ,kriege #acjj ,millionen kg jhrlich betrug1 stieg sie im ,dezennium nach dem ,kriege auf #bjjjj ,millionen kg4 ,dieser ungeheure ,baumwollverbrauch war erst mglich1 als die ,spinn- und ,webemaschinen eingefhrt waren4 ,den ,ansto dazu gab im ,jahre #agfg der englische ,zimmermann ,hargraves durch seine nach seiner ,tochter ,jenny bezeichnete ,spinnmaschine1 auf der viel mehr und besseres ,garn als mit der ,hand hergestellt zu werden vermochte4 #agif erfand dann der ,englnder ,arkwright seine ,wasserspinnmaschine1 so genannt1 weil sie zuerst durch ,wasser getrieben wurde4 ,beide ,systeme vereinigte dann ,crampton in seiner ,mlemaschine4 ,und so kam ein ,fortschritt nach dem andern1 bis besonders in ,england die heutige ,baumwollspinnerei und -weberei ausgebildet wurde4 ,heute noch steht dieses ,land mit #de ,millionen ,spindeln an der ,spitze der gesamten ,baumwollindustrie der ,welt1 ihm folgen die ,vereinigten ,staaten von ,nordamerika mit #af ,millionen ,spindeln1 dann kommen der ,reihe nach ,deutschland1 ,frankreich1 ,ruland1 ,ostindien1 sterreich1 ,italien4 ,neuerdings macht ,japan1 wie allen ,industrien1 so auch hierin den ,kulturstaaten starke ,konkurrenz4 ,erst im ,jahre #ahge wurde die ,baumwollspinnmaschine dort heimisch1 und schon #ahid arbeiteten #ghjjjj ,spindeln in jenem ,lande4 ,nach ,china kam die ,baumwollstaude im #aj4 ,jahrhundert1 war aber noch im #aa4 ,jahrhundert ,gartengewchs4 ,erst vom #ac4 ,jahrhundert an wurde sie im freien ,felde angepflanzt1 doch nie in der ,ausdehnung1 da man auf die ,einfuhr von ,indien oder ,burma htte verzichten knnen4 ,gegen das ,ende des #ah4 ,jahrhunderts brach eine groe ,hungersnot in ,sdchina aus2 da verordnete der ,kaiser1 da der grte ,teil des zum ,anbau von ,baumwolle verwendeten ,landes dem ,getreidebau zurckgegeben werden solle4 ,wie die ,portugiesen bei den ,kaffern und ,mungo ,park bei den ,negern in ,senegambien und ,guinea1 so fanden ,kolumbus1 ,cortez1 ,pizarro und ,almagro den ,gebrauch der ,baumwolle berall in ,amerika gebruchlich4 ,whrend in der ,alten ,welt die ,flachskultur1 die wir auer bei den neolithischen ,pfahlbauern zuerst in ,vorderasien1 speziell ,babylonien und dann gypten antreffen1 dann auch die schon frh aus ,indien nach ,persien gebrachte ,hanfkultur1 sowie in ,china die ,seidenzucht neben der ,wollverwertung dem ,baumwollbau lange voranging1 scheint sich in ,amerika die ,webekunst und ,frberei direkt an der ,gespinstfaser der westindischen ,baumwollpflanze entwickelt zu haben4 ,nicht nur finden wir die verschiedensten ,gewebe und ,fabrikate aus ,baumwolle als ,grabbeigaben in den ,grbern der alten amerikanischen ,kulturvlker von ,peru bis ,mexiko1 sondern die ,berichte der ,spanier zur ,zeit der ,entdeckung ,amerikas bezeugen1 da wie auf den ,antillen1 so auch in ganz ,mittel- und dem warmen ,sdamerika die ,kultur und ,verarbeitung der ,baumwolle berall eingefhrt war4 ,so benutzten die ,azteken1 die ,bewohner ,mexikos zur ,zeit der ,conquista1 auer der ,baumwolle auch die ,faser der ,agave als ,gespinstmaterial1 whrend sie den ,flachs nur zur ,gewinnung seiner fetten ,samen anbauten4 ,wie sie pflanzten auch die brigen amerikanischen ,kulturvlker1 die ,mayas in ,yucatan1 die ,chibchas in ,kolumbien und die ,ketschuas im alten ,peru die ,baumwolle1 um daraus ,gewebe anzufertigen1 die als gesuchte ,handelsartikel weithin transportiert wurden4 ,um sie zu frben und auf ihnen die zierlichsten ,muster zu malen1 benutzten sie bereits den ,indigo1 die ,cochenille und das ,brasilholz4 ,baumwollzeuge dienten berall in ,amerika an ,stelle des ,geldes als beliebtestes ,tauschmittel2 sogar schon ,papier1 ja selbst ,panzerhemden wurden daraus verfertigt4 ,ebenso waren die ,segel ihrer aus mehreren walzenfrmigen1 an den ,enden zugespitzten ,binsenbndeln hergestellten floartigen ,fahrzeuge aus ,baumwolle gewebt4 ,mit diesen sogenannten balsas wagten sie sich handeltreibend der ,kste entlang bis hinauf zur ,mndung des ,rio ,san ,juan am #d4 ,grad nrdlicher ,breite4 ,wunderbare ,erzeugnisse speziell der altperuanischen ,webekunst sind uns in den ,grbern des ,totenfeldes von ,ancon bei ,lima erhalten geblieben4 ,in ihnen waren die ,toten in ,hockstellung1 von ,decken und ,tchern umhllt und mit einem reichen ,inventar von ,beigaben zum ,leben im ,geisterreich ausgestattet1 in brunnenartigen ,vertiefungen mit ,seitennischen bestattet4 ,auer prchtig gemusterten und gefrbten ,geweben aus ,lamawolle1 ,baumwolle oder ,pflanzenfaser1 fanden sich auch mannigfaltige ,kleidungsstcke1 bei denen an den querlaufenden ,fden bunte ,federchen in hbschen ,mustern geknpft waren1 nebst den ,webegerten1 vermittelst welcher sie hergestellt waren4 ,leider hat sich diese hochstehende ,kultur nicht weiter entwickeln knnen1 sondern sie ging unter den rohen ,hnden der goldgierigen christlichen ,konquistadoren bis auf kmmerliche ,reste unter4 ,nur an ganz vereinzelten ,stellen hat sich in abgelegenen ,andentlern die alte1 heimische ,hausindustrie in der ,verarbeitung der ,baumwolle zu buntgemusterten ,stoffen erhalten4 ,diese neuweltliche ,baumwollkultur steht natrlich auer allem ,zusammenhang mit der altweltlichen ,ausbildung derselben4 ,beide haben sich vielmehr ganz selbstndig aus den ihnen zu ,gebote stehenden1 eine natrliche ,wolle als ,ersatz der lteren ,tierwolle darbietenden ,pflanzen entwickelt4 ,whrend die vorderasiatischen ,gebiete unseren ,vorfahren im ,mittelalter schon die aufs kunstreichste hergestellten1 hochgeschtzten ,baumwollstoffe lieferten1 die vielfach nach der ,stadt ,mossul am ,tigris als ,musseline bezeichnet wurden1 waren diese ber die ,herkunft dieser ,stoffe noch in vollstndiger ,unkenntnis befangen4 ,noch bis ins #ag4 ,jahrhundert berichten uns die abendlndischen ,gelehrten in ihren ,chroniken1 da der ,baumwollstoff das ,produkt der ,wolle des tatarischen oder syrischen ,pflanzenschafs1 ,barometz genannt1 sei1 dessen ,frchte von der schnsten weien ,wolle bedeckte ,lmmer enthalten4 ,und daran wuchs81 schreibt ,sir ,john ,mandeville1 ein englischer ,ritter1 der viele ,lnder bereiste1 um deren ,gebruche und ,wunder kennen zu lernen1 eine ,art ,frchte1 als ob es ,krbisse wren2 und wenn sie reif sind1 kann man sie essen1 und man findet darinnen ein kleines ,tier mit ,fleisch1 ,bein und ,blut1 als wie ein kleines ,lamm1 auen mit ,wolle bedeckt2 und man it beides1 ,frucht und ,tier1 und das ist ein groes ,wunder4 ,und auch ich habe von dieser ,frucht gegessen2 aber obgleich es wunderbar ist1 so wei ich doch1 da ,gott noch wunderbarer ist in seinen ,werken48 ,andere wieder berichteten1 dieser ,barometz sei ein ,lamm1 das mit seinem ,nabel auf dem ,stamm der betreffenden ,pflanze befestigt sei und sich von den ringsum wachsenden ,grsern ernhre2 wenn aber das ,futter aufgezehrt sei1 so verwelke der ,stamm und sterbe das ,tier4 ,so unglaublich schien unseren in grter ,unwissenheit ber alles1 was jenseits der von ihnen bewohnten ,lnder geschah1 dahinlebenden ,vorfahren im ,mittelalter die ,mglichkeit des ,vorkommens pflanzlicher ,wolle1 da sie eben solche ,mrchen sich aufbinden lieen4 ,und dieses ,mrchen vom ,schaf1 das in ,frchten auf ,bumen wachse1 war noch lange nicht das ,wunderbarste1 das unsere biederen ,ahnen damals glaubten und als verbrgte ,wahrheit in ihren ,chroniken aufzeichneten4 ,,xxii4 ,die ,farb- und ,gerbstoffpflanzen4 ,die ,kunst der ,frberei hat sich im ,anschlu an die ,krperbemalung und ,ttowierung entwickelt1 die auch der vorgeschichtliche ,europer vor ,zehntausenden von ,jahren ausbte4 ,nebst ,amulettschmuck sind ,knollen von durch ,eisengehalt rotem ,ocker1 der mit ,tierfett vermischt zum ,bemalen des ,krpers diente1 die ltesten nachweisbaren kosmetischen ,gegenstnde des ,menschen4 ,dabei war es ja naheliegend1 die ,schmuckfarbe von der menschlichen ,haut auf die geglttete ,innenseite der zum ,wrmeschutz umgehngten ,tierfelle und spter auch an die ,auenseite der aus ,leinfasern gewebten ltesten ,kleidungsstoffe zu bertragen4 ,so haben schon die neolithischen ,pfahlbauern1 und noch in erhhtem ,mae diejenigen der ,bronzezeit1 ihre neben den ,fellen der erlegten ,beutetiere getragenen ,leinenkleider1 wie wir aus der ,verzierung ihrer gleicherweise bekleideten ,idole aus gebranntem ,ton schlieen drfen1 mit einfachen linearen ,ornamenten aus ,erd- und ,pflanzenfarben bedeckt4 ,neben ,ru und ,roteisenstein dienten ihnen1 nach den in ihren ,kulturresten gefundenen ,samen zu schlieen1 die ,beeren des ,attichs1 einer ,holunderart 7,sambucus ebulus71 zu einem hellen ,blau1 das ,kraut des ,wau 7,reseda luteola7 zu ,gelb und vermutlich die ,wurzeln der gemeinen ,frberrte 7,rubia tinctorum7 zu einem schn leuchtenden ,rot4 ,wahrscheinlich benutzten sie auch die aus den zerquetschten ,blttern des ,waids 7,isatis tinctoria7 gewonnene dunkelblaue bis schwarzgrne ,farbe1 mit der sich nach dem ,berichte ,julius ,csars die ihm bei seiner ,landung in ,england im ,jahre #ee v4 ,chr4 entgegentretenden ,britannier an ,gesicht und ,leib abschreckend bemalt hatten4 ,bei allen ,naturvlkern werden dieselben ,farbstoffe1 die zur ,hautbemalung dienen1 trocken oder mit ,wasser1 seltener ,fett oder l verrieben1 auf ihre ,fell- oder ,zeugkleidung bertragen4 ,die ,chinesen1 ,inder1 ,perser1 ,babylonier1 ,syrer und gypter kannten und bten die ,frberei seit uralter ,zeit4 ,wie berall sonst dienten gefrbte ,kleider auch bei ihnen als gesuchte und deshalb kostbare ,gegenstnde des ,schmuckes und der persnlichen ,auszeichnung4 ,schon in der ,genesis wird erzhlt1 da ,israel seinem viel jngeren ,bruder ,joseph einen bunten ,rock8 machte1 um ihn zu erfreuen4 ,in den ,bchern ,moses werden blau1 purpurn und scharlachrot gefrbte ,kleider als besonders kostbar erwhnt4 ,vorzugsweise wurde von den ,phnikiern in ,tyrus die ,frberei und der ,handel mit gefrbten ,stoffen betrieben1 und der aus dem ,safte der zerquetschten1 im ,mittellndischen ,meere lebenden ,purpurschnecken 7,murex brandaris und ,m4 trunculus7 gewonnene1 vom ,sonnenlichte nicht abschieende1 sondern immer leuchtkrftiger werdende1 dunkelviolettrote ,purpur1 der als ,symbol priesterlicher und frstlicher ,wrde galt1 soll in jener phnikischen ,stadt erfunden worden sein4 ,bereits die ltesten gypter verstanden ihre ,leinenkleider1 wie auch die aus demselben ,material verfertigten ,binden1 mit denen sie ihre mumifizierten ,toten einwickelten1 kunstreich zu frben und unterschieden ihre ,hauptgtter an den verschiedenen ,farben ihrer heiligen ,gewnder4 ,der rmische ,naturforscher ,plinius der ltere1 um die ,mitte des #a4 christlichen ,jahrhunderts1 berichtet voll ,bewunderung von dem eigentmlichen ,verfahren der hochentwickelten gyptischen ,frberei1 wonach das ,zeug in die heie ,farbbrhe getaucht und einfarbig herausgezogen1 spter aber mit noch anderen ,farben geschmckt wurde4 ,es scheint1 als ob hier schon von ,frberei mit ,wachsdeckung in ,verbindung mit nachfolgender ,zeugdruckerei die ,rede sei4 ,die ,produkte des gyptischen ,kunstfleies wurden weit verfhrt1 und werden sowohl von jdischen1 als von griechischen ,schriftstellern hufig erwhnt4 ,der ,sitz der gyptischen ,linnenmanufaktur und -frberei war die alte ,hauptstadt ,memphis in ,untergypten1 woselbst die bedeutendsten tyrischen ,kleider- und ,stoffhndler besondere ,faktoreien und ,frbereien besaen4 ,auch die von ihnen in ,tyrus selbst zu frbenden ,zeuge1 ,gewnder und ,teppiche bezogen sie zum groen ,teil aus gypten1 wie im ,klagelied des im ,jahre #eih v4 ,chr4 mit dem ,knig ,jojachin von ,juda von den ,assyriern nach ,mesopotamien abgefhrten ,propheten ,hesekiel ber die ,zerstrung von ,tyrus zu lesen ist4 ,die alten ,griechen scheinen auf kunstvoll gefrbte ,kleider weniger gehalten zu haben2 denn sie trugen1 im ,gegensatz zu den prunkliebenden ,orientalen1 meist ungefrbte ,gewnder4 ,dies war wenigstens in der klassischen ,zeit der ,fall2 aber noch im #g4 und teilweise noch im #f4 vorchristlichen ,jahrhundert hatten auch sie1 vom phnikischen ,handelsimport beeinflut1 vielfach buntfarbige ,gewnder getragen1 mit denen sie in spterer ,zeit nur noch die ,statuen ihrer ,gtter bekleideten und die ihre ,schauspieler als ,abzeichen der alten ,zeit trugen1 wenn sie in den als gottesdienstliche ,handlungen aufgefaten ffentlichen ,schauspielen die in lngstvergangener ,zeit lebenden ,heroen darstellten1 als ob sie noch unter den ,sterblichen wandelten4 ,in demselben ,sinne brachten auch die attischen ,jungfrauen der ,stadtgttin ,pallas ,athene an dem ihr geweihten ,feste der ,panathenen ein kunstvoll farbig verziertes ,obergewand1 das pplon1 zu einer ,zeit dar1 da sonst niemand mehr in ,athen solch orientalisch bunte ,kleider trug4 ,bei den ,rmern war eine rote ,verbrmung des weien1 als ,toga bezeichneten ,obergewandes die ,auszeichnung der noch nicht mannbaren ,knaben und der ,standespersonen4 ,die ,ritter trugen den rotgestreiften ,mantel1 die trabea4 ,bei ,trauer wurde die ,toga schwarz gefrbt4 ,bei den ,spielen im ,zirkus unterschieden sich die verschiedenen ,parteien durch die ,farbe ihrer ,anzge und ,plinius spricht von ,grn1 ,orangerot1 ,grau und ,wei4 ,als ,farbmaterial benutzte man im ,altertum nach dem ,pflanzenverzeichnis des ,dioskurides und anderer ,autoren ,safran1 ,waid1 ,frberginster1 ,krapp1 ,alkanna1 ,gallpfel1 die ,samen des ,granatapfels und einer gyptischen ,akazie1 verschiedene ,frchte und als ,phykos bezeichnete ,farbflechten4 ,da man auerdem ,alaun1 ,eisen- und ,kupfervitriol anwandte1 mu das ,beizen schon bekannt gewesen sein4 ,von allen diesen ,farbpflanzen wurde aber auer ,safran1 der mehr als ,gewrz diente1 ,wau1 ,waid und ,krapp keine einzige von den ,rmern angebaut4 ,auch bei den ,kelten und ,germanen der frhgeschichtlichen ,zeit war die ,kunst des ,frbens ziemlich ausgebildet4 ,so berichtet der rmische ,geschichtschreiber ,tacitus 7#gd-aah n4 ,chr47 von den deutschen ,frauen1 da sie ihre ,kleidung mit ,rot zu verzieren pflegen4 ,aus ,gallien fhrt er purpurrot frbendes ,kraut an1 womit er jedenfalls die zu jener ,zeit auch in ,germanien bekannte und angewandte gemeine ,frberrte oder ,krapppflanze meinte4 ,die ,kultur dieser ,pflanze wurde dann1 wie wir bald sehen werden1 im spteren ,mittelalter in gewissen ,landschaften ,mitteleuropas sehr intensiv betrieben4 ,ebenso geschtzt war bei den frhgeschichtlichen ,mitteleuropern der zum ,blaufrben benutzte ,waid1 der unter diesem ,namen fr ,westgermanien bezeugt ist und im #f4 ,jahrhundert bei den ,goten unter dem ,namen wizdila gebruchlich war4 ,auch die gelbfrbende ,frberdistel wurde auf ,wiesen und an feuchten ,orten1 wo sie wild wchst1 gesammelt und von den ,frauen zum ,frben benutzt4 ,die ,entwicklung der ,frberei wurde in ,europa im #e4 ,jahrhundert durch die ,wirren der ,zeit der ,vlkerwanderung erstickt1 blhte aber im ,orient weiter1 dessen bunte ,textilstoffe von der tyrischen ,bltezeit ab im ganzen ,abendland hochgeachtet waren4 ,besonderen ,ruf fr ihre ,produkte erlangten in ihm die ,perser und ,syrer1 die gleich den ,indern die kunstvollsten ,webereien und ,stickereien in den buntesten ,farbenzusammenstellungen1 wie sie nur die glanzvolle ,beleuchtung unter dem sdlichen ,himmel eingab1 schufen4 ,im ,morgenlande bertrug sich auch die seit alter ,zeit beobachtete ,standesunterscheidung durch ,farben der ,gewnder auf die ,muhammedaner1 bei denen ,grn die ,auszeichnung der ,familie des ,propheten1 der grne ,turban aber das ,kennzeichen des ,hadschi1 d4 h4 desjenigen ist1 der die vom ,propheten vorgeschriebene ,pilgerreise nach ,mekka absolviert hat4 hnlich wie in ,indien heute noch den einzelnen ,kasten1 wie auch den verschiedenen ,rangstufen innerhalb derselben genau vorgeschrieben ist1 welche ,farben und in welcher ,zusammenstellung sie dieselben tragen drfen4 ,die europischen ,fabrikanten kennen diese ,gesetze ganz genau und haben eigene ,musterbcher dafr4 ,in ,indien steht die ,kunst der ,frberei auf derselben hohen ,stufe wie vor tausend ,jahren4 ,hier gibt man den ,zeugen an den ,stellen der ,zeichnung1 die anders gefrbt werden sollen1 einen berzug von ,mastix1 den weder kalte1 noch warme ,farbstofflsung aufzulsen vermag4 ,ist das ,gewebe in der betreffenden ,farblsung gefrbt1 so braucht man nur den ,mastix in ,spiritus aufzulsen1 unter dessen ,hlle dann der ,grund des ,zeuges in seiner ursprnglichen ,frbung zum ,vorschein kommt4 ,die ,malaien ,indonesiens verfahren in hnlicher ,weise beim ,frben ihrer ,sarongs oder ,lendentcher1 ihrem oft einzigen1 jedenfalls aber wichtigsten ,kleidungsstck1 dem sie die zierlichsten ,muster zu geben wissen4 ,auf einem ,kohlenfeuer wird eine bestimmte ,wachsmischung flssig gemacht1 in einen pfeifenkopfhnlichen ,behlter oben an einer dnnen ,kupferrhre gegossen und fliet von da durch die ,rhre ab1 durch welche es vermittelst ,fingerdruck auf das ,zeug geleitet wird4 ,hier deckt es alle jene ,stellen1 welche nicht in der betreffenden ,farbe koloriert werden sollen4 ,natrlich mu die ,zeichnung von beiden ,stellen gleichmig mit der ,wachslsung bedeckt werden1 damit die ,farbe nicht von einer ,seite eindringen knne4 ,nach dem ,frben in kalter ,farblsung wird das ,wachs durch ,kochen in heiem ,wasser entfernt und dieselbe ,prozedur fr alle folgenden ,farben vorgenommen1 soviel solcher zur ,anwendung gelangen4 ,mit dieser sogenannten ,battikfrberei vermgen die ,malaien besonders des stlichen ,java die wunderbarsten ,effekte zu erzielen und farbige ,muster von staunenswerter ,grazie zu erzeugen4 ,auch die ,bewohner der polynesischen ,inseln frbten1 ehe sie die europischen ,baumwollstoffe kennen lernten1 ihre mit ,holzklppeln breit geschlagenen ,lendentcher aus weichem ,baumbast mit den verschiedensten einfachen ,mustern4 ,unsere ,museen bergen teilweise bemerkenswerte ,proben dieser verzierten polynesischen ,tapa4 ,noch sehr viel kunstvoller verstanden die alten ,peruaner und ,mexikaner vor der ,zerstrung ihrer hohen ,kultur durch die goldgierigen ,spanier ihre ,lama- und ,baumwollgewebe1 wie auch ,lederarbeiten mit ,farbmustern zu bemalen4 ,proben mexikanischer ,gewebe1 die ,fernando ,cortez an ,karl ,v4 nach ,europa sandte1 erregten durch ihre ,schnheit nicht geringes ,aufsehen4 ,und wer je das ,berliner ,vlkermuseum besuchte1 wird von den zahllosen hbschen ,mustern berrascht sein1 welche in den ,umhllungen und ,beigaben der ,mumien von ,ancon und anderer ,grberfelder in ,peru aus der ,zeit der ,inkas zutage gefrdert wurden4 ,sie gefielen den modernen ,europern in so hohem ,mae1 da diese schematisierten ,muster auf zahllosen ,erzeugnissen der heutigen ,textilindustrie kopiert wurden und uns hufig1 besonders an ,tischdecken1 entgegentreten4 ,auch die ,indianerinnen ,nordamerikas wuten einst ,fasern und ,schnre zu frben1 mit denen sie die ,kleider und ,mokassins1 d4 h4 ,schuhe aus weichem gegerbtem ,leder1 wie auch die ,zeltdecken aus ,bffelhaut schmckten4 ,heute noch ben die von der ,kultur noch nicht zugrunde gerichteten ,indianerstmme ,alaskas1 wie besonders die ,thlinkiten und ,bella-kula1 ihre hochentwickelte ,frbekunst auf ,leder und ,holz zur ,freude der ethnographischen ,sammlungen aus4 ,als ,frbemittel gebrauchen die verschiedenen ,indianerstmme ,zinnobererde1 ,bffelbeeren1 ,blaubeeren1 ,gelbholz1 ,quercitron1 ,gallpfel usw4 ,durch die ,vermittlung der ,kreuzzge1 die das ,abendland in nhere ,verbindung mit dem ,morgenlande brachten1 gelangte die ,schnfrbekunst im #ab4 und #ac4 ,jahrhundert wiederum nach ,europa1 abgesehen von ,spanien1 das in den ,mauren treffliche ,frbeknstler besa4 ,zunchst wurde diese fr das brige ,europa neue ,kunst in ,italien gebt1 das ja durch seine ,schiffahrt in regster ,verbindung mit dem ,oriente stand4 ,zuerst war es ,florenz und dann ,venedig1 deren ,frbereien bald den hchsten ,ruhm im ,abendlande erlangten4 ,ein ,einwohner der erstgenannten ,stadt hatte im #ac4 ,jahrhundert das ,geheimnis der ,darstellung der blaufrbenden ,orseille aus einer ,flechte in ,kleinasien erworben und brachte durch die ,einfhrung derselben in die ,praxis seiner ,vaterstadt unermeliche ,vorteile4 ,in ,venedig erschien #aedh das erste ,werk ber ,frberei von ,giovanni ,ventura ,rosetti1 das groes ,aufsehen erregte und nicht wenig dazu beitrug1 das ,interesse an der ,frberei in ganz ,europa zu erwecken4 ,nrdlich der ,alpen gewann sie zuerst grere ,bedeutung in ,flandern1 dessen ,tuch- und ,leinenweberei in hoher ,blte stand4 ,von hier aus verbreitete sich die ,kunst der ,schnfrberei allmhlich ber die anderen ,lnder ,europas4 ,in ,deutschland war es der mchtige ,bund der ,hansa1 der auch diesem ,erwerbszweig groe ,aufmerksamkeit schenkte4 ,er lie zuerst aus ,italien1 dann aus ,flandern geschickte ,frber als ,lehrmeister der einheimischen kommen4 ,diese bildeten damals schon stattliche ,znfte1 so in ,augsburg #acij und bald darauf auch in anderen schwbischen ,stdten4 ,nach ,london lie ,knig ,eduard ,,iii4 von ,england ums ,jahr #acgc ,frber aus ,flandern kommen1 die das einheimische ,gewerbe in die ,hhe brachten1 so da die ,zunft der ,frber #ajj ,jahre spter in ,london so stark vertreten war1 da sie eine eigene ,kompagnie der stdtischen ,miliz bildete4 ,von groem ,einflu auf die ,entwicklung der ,frberei war die ,entdeckung von ,amerika1 indem dadurch nicht allein alle ,verkehrsverhltnisse von ,grund aus verndert wurden1 sondern auch eine ,menge wichtiger neuer ,farbstoffe wie ,rot- und ,blauholz1 ,cochenille1 ,orlean und ,quercitron in den ,handel kamen4 ,nicht minder bewirkte die ,auffindung des ,seewegs nach ,ostindien einen vermehrten und zugleich billigeren ,bezug des bis dahin sehr kostbaren ,indigo4 ,weil sich aber durch dessen ,einfuhr die ,waidbauern beeintrchtigt fhlten1 so hatte der edle indische ,farbstoff in ,europa mit den grten ,schwierigkeiten zu kmpfen4 ,auf ,anstiften der einheimischen ,waiderzeuger verbot ihn ein ,edikt der ,knigin ,elisabeth in ganz ,england2 zugleich wurden die im ,lande befindlichen ,vorrte zerstrt4 ,die ,verwendung von ,indigo wurde sogar mit ,todesstrafe bedroht2 erst im ,jahre #affa unter ,karl ,,ii4 wurde seine ,einfuhr und ,anwendung wieder gestattet4 ,zu ,anfang des #af4 ,jahrhunderts kam der ,krappbau aus dem ,orient nach ,schlesien und ,holland und #ajj ,jahre spter auch nach ,sdfrankreich4 ,die ,purpurfrberei mit der seit #aebf getrocknet als ,cochenille von ,mexiko in den ,handel kommenden ,schildlaus des ,nopalkaktus nahm einen unerwarteten ,aufschwung1 als im ,jahre #afej der ,hollnder ,cornelius ,drebbel das ,zinnsalz als ,ersatz des ,alauns einfhrte und auf ,grund seiner ,erfindung eine groartige ,frberei besonders fr ,rot bei ,london errichtete4 ,ein ,landsmann von ihm1 ,adrian ,brauer1 war es1 der #affg die ,wollfrberei in ,england einfhrte4 ,nachdem man in der ,mitte des #af4 ,jahrhunderts ,indigo und ,blauholz in ,england eingefhrt hatte1 eignete sich das ,land erst mit ,ende des #ah4 ,jahrhunderts die ,frberei mit ,quercitron und ,trkischrot1 vorzugsweise auf ,bankrofts ,betreiben hin1 an1 dessen #agij erschienenes ,werk ber ,frberei die ,grundlage der neueren ,kunst bildete4 ,in ,frankreich begann sich die ,frberei erst unter ,ludwig ,,xiv4 zu heben1 als der seit #affj als ,generalkontrolleur der ,finanzen an der ,spitze der ,verwaltung stehende ,staatsmann ,colbert durch d',albo eine tchtige ,frberordnung aufstellen lie1 die #affi in ,paris verffentlicht und von den segensreichsten ,folgen war4 ,und als spter die franzsische ,akademie diesem ,zweige des ,kunstgewerbes ihre ,aufmerksamkeit zuwandte1 und #agfb ,joannes ,althen1 ein ,armenier1 das ,geheimnis der ,trkischrotfrberei zuerst nach ,frankreich gebracht hatte1 entwickelte sich die ,frbekunst in diesem ,lande so gewaltig1 da es darin bald an der ,spitze aller brigen ,lnder zu stehen kam4 ,um #agjj entdeckte man in ,berlin das ,berlinerblau1 und #agdj erfand ,barth die ,schsischblaufrberei mit ,indigosulfosuren4 ,die neueste ,zeit hat die ,frberei durch das ,studium des ,verhaltens der ,beizen gegen die ,farbstoffe sehr gefrdert2 auerdem huften sich die ,entdeckungen aus dem ,mineralreich1 und in neuen ,verbindungen der organischen ,chemie lernte man die wertvollsten ,rohmaterialien fr glnzende ,farben kennen4 ,erregte in dieser ,beziehung schon das ,murexid aus ,harnsure groes ,aufsehen1 so wurden alle bisherigen ,erfolge seit #ahei durch die ,entdeckung der ,teerfarben1 und zwar zunchst des ,fuchsins1 noch weit bertroffen4 ,diese beherrschen jetzt vollstndig die ,frberei und geben ,farben in allen ,nancen von einer ,leuchtkraft und vielfach auch ,echtheit1 wie sie vorher ganz unbekannt waren4 ,zudem wurden allerlei ,verfahren gefunden1 um einige der wichtigsten ,pflanzenfarbstoffe wie ,alizarin und ,indigo knstlich herzustellen1 so da der ,krappbau ganz und die ,indigopflanzungen ,indiens wenigstens zum grten ,teile eingestellt wurden4 ,wenden wir uns nun nach diesem kurzen berblick ber die ,geschichte der ,frberei zu den einzelnen ,farbpflanzen1 und zwar sei mit einer der ltesten und wichtigsten begonnen1 welche die dem naiven ,empfinden des primitiven ,menschen am strksten in die ,augen stechende und deshalb am meisten zusagende ,farbe1 nmlich die rote1 in groer ,leuchtkraft liefert4 ,es ist dies der ,krapp1 oder die ,frberrte 7,rubia tinctorum71 eine #fj-ij cm hohe ,staude mit dornig scharfen ,stengeln und ,blttern1 gelben ,blten und schwarzen ,frchten4 ,ihre technische ,bedeutung verdankt sie dem kurzen1 knorrigen ,wurzelstock von #bj-cj cm ,lnge und #e-ab mm ,dicke1 der auen von einer rotbraunen ,rinde bedeckt1 innen aber gelbrot ist4 ,die ,pflanze gedeiht am besten auf humusreichem ,boden und wird durch ,auslufer vermehrt1 die man im ,mrz setzt4 ,im ,herbst wird das ,kraut1 das ein gutes ,viehfutter bildet1 gemht1 wonach man die ,stcke zum ,schutz gegen die ,winterklte mit ,erde bedeckt4 ,die ,ernte der ,wurzeln geschieht erst im ,sptherbst des dritten1 im ,morgenland sogar erst des fnften und sechsten ,jahres4 ,nach der ,entfernung der wenig wertvollen ,oberhaut werden die ,wurzeln zunchst getrocknet und kommen dann zerschnitten1 meist aber gemahlen1 als ,krapp in den ,handel4 ,er bildet ein grobes1 safranfarbiges ,pulver von eigentmlichem ,geruch und suerlichsem ,geschmack1 das begierig ,feuchtigkeit aus der ,luft an sich zieht und infolgedessen leicht zusammenbackt4 ,deshalb mu es sorgfltig vor ,luft und ,licht geschtzt werden4 ,durch mehrjhrige ,aufbewahrung verbessert der ,krapp seine ,qualitt1 geht aber nach dem #e4 bis #f4 ,jahre zurck4 ,auer den gewhnlichen ,pflanzenbestandteilen enthlt er ein farbloses ,glykosid1 ,ruberythrin1 das sich unter dem ,einflu eigentmlicher ,fermente langsam in ,zucker und einen roten ,farbstoff1 das ,alizarin1 zersetzt4 ,daher kommt es1 da der ,krapp beim ,aufbewahren an ,kraft des ,frbevermgens gewinnt4 ,seine ,heimat hat der ,krapp im ,mittelmeergebiet bis ,syrien und ,persien1 wo zunchst die ,wurzeln der wilden ,pflanze vom ,menschen gesammelt und zum ,frben benutzt wurden2 doch wurde er im ,orient und in ,griechenland schn frh angebaut1 ebenso von den ,rmern1 die ihn den ,vlkern nrdlich der ,alpen vermittelten4 ,der griechische ,arzt ,dioskurides berichtet um die ,mitte des #a4 christlichen ,jahrhunderts1 da das auch als ,arzneimittel gebrauchte erythrdanon angepflanzt werde und wild vorkomme2 seine ,wurzeln verwende man aber hauptschlich zum ,frben4 ,er sagt3 ,der ,krapp 7erythrdanon7 auch tuthrion1 drkanos und kinnbaris1 bei den ,rmern rubia passiva1 bei den ,etruskern lappa minor1 bei den gyptern aber sophob genannt1 hat eine rote ,wurzel1 die zum ,frben dient4 ,es gibt eine wildwachsende und eine kultivierte ,sorte1 welche letztere beispielsweise in ,ravenna angepflanzt wird4 ,in ,karien st man den ,krapp zwischen lbumen4 ,sein ,anbau bringt groen ,gewinn4 -- ,die ,wurzel ist dnn1 lang1 rot1 dient auch als ,arznei48 ,sein ,zeitgenosse ,plinius schreibt in seiner ,naturgeschichte3 ,der ,krapp 7rubia1 von rubus rot7 ist zum ,frben der ,wolle und des ,leders unentbehrlich und sein ,anbau bringt viel ,gewinn4 ,fr vorzglich gilt der bei ,rom gezogene1 doch wird er in fast allen ,provinzen kultiviert4 ,man st ihn wie die ,kicherplatterbse 7ervilia71 doch wchst er auch wild4 ,er dient auch als ,arznei48 ,der unter ,csar und ,augustus lebende ,kriegsingenieur ,vitruvius sagt in seinem ,buche de architectura ber ihn3 ,um fr ,wandgemlde eine ,purpurfarbe zu bekommen1 frbt man ,kreide mit ,krapp 7rubia7 und ,kermesbeeren 7hysginum7 von der ,kermeseiche rot4 ,man bereitet auch andere ,farben aus ,bltenpflanzen4 ,um ein ,ockergelb zu gewinnen1 wirft man getrocknete ,veilchen 7viola7 in ein ,gef1 giet ,wasser dazu und lt die ,mischung kochen4 ,ist sie wieder abgekhlt1 so schttet man sie in ein leinenes ,tuch1 drckt sie aus und tut das von ,veilchen gefrbte ,wasser in einen ,mrser und reibt es mit eretrischer ,kreide 7,eretria1 ,stadt auf der ,sdwestkste von ,euba in ,griechenland1 wurde #dij v4 ,chr4 durch die ,perser zerstrt1 aber wieder aufgebaut7 zusammen4 ,man macht auch eine schne ,purpurfarbe aus ,heidelbeeren 7vaccinium71 indem man sie ebenso behandelt und ,milch hinzufgt4 ,ein schnes ,grn bekommt man1 wenn man etwas ,blaugefrbtes mit der gelben ,farbe des ,wau 7luteum1 d4 h4 gelben1 von ,reseda luteola7 trnkt4 ,fehlt es an ,indigo 7color indicus1 d4 h4 indischer ,farbe71 so wendet man ,waid 7vitrum1 von ,isatis tinctoria7 an1 einen ,farbstoff1 den die ,griechen hyalon nennen48 ,in dem ,verzeichnis der ,pflanzen1 die ,karl der ,groe auf seinen ,gtern angepflanzt haben wollte1 wird die ,frberrte unter dem frnkischen ,namen warentia angefhrt1 doch verbreitete sich die ,krappkultur erst einige ,jahrhunderte spter in ,frankreich1 wo sie in mittelalterlichen ,akten fter erwhnt wird4 ,sie erlosch dann wieder1 so da sie gegen das ,ende des #af4 ,jahrhunderts fast nur noch in ,holland betrieben wurde4 ,im ,jahre #agfj lie der franzsische ,minister ,bertin ,samen des morgenlndischen ,krapps1 der von ,rubia peregrina abstammt und heute noch der farbstoffreichste und infolgedessen geschtzteste ist1 nach ,frankreich kommen und unter die ,landleute verteilen4 ,in der ,grafschaft ,avignon fhrte der bereits erwhnte ,armenier ,joannes ,althen #agff den bis dahin dort unbekannten ,krappbau ein1 der sich wenig spter auch im ,elsa verbreitete4 ,in ,deutschland wurde wohl zuerst in ,schlesien ,krapp gebaut2 wenigstens datiert eine ,breslauer ,rteordnung von #aegd4 ,in ,bhmen1 wo im #af4 und #ag4 ,jahrhundert der ,krappbau ebenfalls blhte1 wurde er durch den ,dreiigjhrigen ,krieg zugrunde gerichtet2 auch in ,sachsen1 ,bayern und ,baden ging er ganz zurck4 ,in der ,pfalz datiert er seit #agfc4 ,in den #ahcj;er ,jahren nahm er aber wieder einen groen ,aufschwung und wurde besonders in ,sdfrankreich um ,avignon1 dann in ,holland und im ,elsa betrieben1 bis im ,jahre #ahfj die deutschen ,chemiker ,grbe und ,liebermann den ,krappfarbstoff1 das ,alizarin1 knstlich aus ,anthracen1 einem ,teerprodukt1 darstellten4 ,dadurch wurde der ,krappbau an seiner ,wurzel angegriffen und ging begreiflicherweise stark zurck1 obschon ,napoleon ,,iii4 zum ,schutze des sdfranzsischen ,krappbaus die ,hosen und teilweise auch die ,mtzen des franzsischen ,militrs mit dem ,krappfarbstoff rot frben lie4 ,jetzt wird hauptschlich in ,kleinasien1 gypten und ,ostindien1 teilweise auch in ,nordamerika und ,australien ,krapp gebaut4 ,in ,ostindien wird die einheimische ,rubia munjista gepflanzt1 woher der aus jenem ,lande stammende ,krapp als ,munjit bezeichnet wird4 ,in ,westindien und ,sdamerika werden ebenfalls besondere ,arten von ,rubia kultiviert1 deren ,wurzeln zum ,frben dienen4 ,heute wird der ,krapp meist nur noch in technisch veralteten ,frbereien benutzt4 ,durch ,anwendung verschiedener ,beizen knnen mit ihm1 beziehungsweise dem knstlich hergestellten ,alizarin1 alle ,nancen von ,rot und ,violett und teilweise auch von ,braun erzielt werden4 ,er dient mit dem ,samen der syrischen ,raute 7,peganum harmala7 zur ,trkischrotfrberei und zum ,rotfrben von ,tinte und ,lack4 ,einen ebenfalls schon sehr lange zum ,frben benutzten dunkelroten ,farbstoff liefert die ,wurzel der echten ,alkanna oder ,alhenna1 des kpros der ,alten von ,lawsonia inermis1 einem in ,ostafrika1 ,arabien1 ,ostindien1 den ,sundainseln und ,nordaustralien wachsenden sehr stigen1 wild meist bedornten1 in der ,kulturpflege aber vielfach dornenlos gewordenen ,strauch von #b-d m ,hhe mit #a-a1e cm langen ,blttern und gelblichweien bis ziegelroten ,blten4 ,seit uralter ,zeit wird er im ,orient und in ,nordafrika1 neuerdings auch in ,ostafrika kultiviert und findet sich jetzt ostwrts bis ,sdchina und westwrts bis ,marokko und ,senegambien angebaut4 ,die braunrote1 etwas zusammenziehend schmeckende ,wurzel kam frher nach ,sdeuropa in den ,handel und ist heute noch in ,persien und ,indien als ,heilmittel und zum ,frben im ,gebrauch4 ,sie wird1 wie auch die ,stengel1 mit ,wasser gekocht und gibt eine gelblichrtliche ,flssigkeit1 welche auf weiteren ,zusatz von ,alkalien intensiver rot wird1 bis eine fast karminrote ,lsung entsteht4 ,die ,blten sind wegen ihres ,wohlgeruchs sehr geschtzt und spielen bei den religisen ,akten der ,buddhisten eine groe ,rolle1 die ,bltter aber werden1 wie die ,mumienfunde aus dem alten gypten beweisen1 seit sehr langer ,zeit im ,niltal zum ,gelbrotfrben der ,ngel der ,finger und ,zehen1 der ,fingerspitzen1 der ,handflchen und ,fusohlen verwendet1 womit die ,frauen ihre ,schnheit zu erhhen glauben4 ,die ,pflanze heit im ,altgyptischen puker1 woraus durch ,umstellung das koptische kuper1 das hebrische kopher und das griechische kpros entstand4 ,in einigen altgyptischen ,parfmerierezepten und als ,bestandteil des heiligen ,rucherpulvers kyphi wird kuper als ,bestandteil angefhrt4 ,und wie die ,frauen im alten gypten1 so bedienen sich die heutigen ,bewohnerinnen des ,niltals wie berhaupt die ,araberinnen des von ihnen fagu oder fagia genannten ,strauches in der oben genannten kosmetischen ,weise4 ,zu diesem ,zwecke werden die ,bltter1 die getrocknet und gepulvert unter dem ,namen ,henna in den ,handel kommen1 mit ,kalkmilch verrieben und aufgetragen4 ,alternde ,frauen frben sogar ihre wei werdenden ,haare1 ,mnner ihren ,bart und die ,mhne ihrer ,pferde damit orangerot4 ,diese unserem ,geschmack wenig zusagende ,verschnerung ihres ueren halten die ,orientalinnen fr ebenso notwendig1 als das ,bemalen der ,augenlidrnder und ,stirnmitte mit ,strichen des schwarzen kuhl1 einer aus ,ru oder zerstoenem ,schwefelantimon hergestellten ,paste1 die bereits die ,frauen im alten gypten benutzten1 wie wir aus den ,grberfunden und alten ,rezepten auf ,papyri wissen4 ,in ,indien dient die ,henna zum ,schwarzfrben von ,leder4 ,denselben prachtvollen roten ,farbstoff ,alkannin wie die echte birgt die unechte ,alkanna1 die ,wurzel der in der ,trkei1 in ,kleinasien und besonders in ,ungarn angepflanzten und in ,ballen von etwa #ajj kg zu uns in den ,handel gelangenden ,frberochsenzunge 7,anchusa tinctoria71 die zum ,rotfrben von ,haarlen1 ,pomaden1 ,polituren usw4 dient1 auerdem zum ,frben von ,leder und in ,lyon zum ,frben von ,seide benutzt wird4 ,schon die alten ,griechen und ,rmer bedienten sich ihrer zum ,rotfrben und ,schminken1 wie auch als ,arznei4 ,so schreibt ,theophrast im #d4 vorchristlichen ,jahrhundert3 ,die ,frberochsenzunge 7anchsa7 hat eine rote ,wurzel wie der ,krapp1 und frbt rot48 ,hesychios schreibt3 ,sich anchusieren 7anchuszesthai7 heit3 die ,wangen mit anchusa schminken18 und der ,arzt ,dioskurides sagt1 die ,wurzel sei fingerdick1 fast blutrot und werde als ,arznei benutzt und in ,salben getan4 ,sein ,zeitgenosse ,plinius schreibt3 ,die fingerdicke ,wurzel der anchusa frbt die ,finger blutrot und bereitet die ,wolle fr kostbare ,farben vor4 ,auch wird sie als ,arznei gebraucht48 ,bei der ,besprechung der ,salben erwhnt er die anchusa neben dem von dem ,drachenbaume 7,dracaena draco7 auf der ostafrikanischen ,insel ,sokotra stammenden ,drachenblut 7cinnabaris1 d4 h4 ,zinnober7 als ,farbstoff 7color74 ,auch im ,mittelalter und in die ,neuzeit hinein war dieser ,farbstoff gebruchlich1 bis er durch bessere verdrngt wurde4 ,ein hnliches ,rot wie die ,frberochsenzunge liefert der ,frberkroton oder die ,tournesolpflanze 7,chrozophora tinctoria71 eine einjhrige ,wolfsmilchart von den sandigen ,ksten des ,mittelmeergebiets und aus ,arabien mit langgestielten1 behaarten ,blttern und hngenden ,fruchtkapseln4 ,sie diente bei den ,alten zum ,vertreiben der ,wrmer und zum ,wegtzen der ,warzen2 jetzt wird sie zur ,herstellung der ,bezetten oder ,schminklppchen benutzt4 ,es sind dies ,leinwandlppchen1 die in ,sdfrankreich mit dem ,safte der ,blten und ,frchte des ,frberkrotons1 jetzt aber meist mit dem ,extrakte des ,pernambukholzes so stark getrnkt werden1 da sie leicht ,farbstoff abgeben4 ,man verwendet die ,bezetten zum ,schminken1 zum ,frben von ,backwerken1 ,likren1 ,gelees und namentlich in ,holland zum ,frben der #b-aj kg schweren runden ,smilchkse1 die nach der ,stadt ,edam benannt werden1 aber vorzugsweise in der ,gegend von ,hoorn und ,alkmaar in ,nordholland hergestellt werden4 ,der ,frberkroton wird hier und da1 so namentlich bei ,montpellier1 angepflanzt4 ,weniger wichtig ist der rote ,farbstoff der syrischen ,raute 7,peganum harmala71 eines ausdauernden ,gewchses mit #cj-dj cm langem ,stengel und ziemlich groen1 weien ,blten1 das gesellig in den ,steppen ,spaniens1 ,nordafrikas und von ,sdruland bis zur ,dsungarei und ,tibet wchst4 ,die ,samen dienen in der ,trkei als schweitreibendes1 ,wrmer vertreibendes und berauschendes ,mittel1 auch als ,gewrz1 besonders aber in ,verbindung mit der pulverisierten ,krappwurzel zur trkischen ,rotfrberei4 ,aus ihnen wird das auch sonst vielfach zum ,frben benutzte ,harmalin oder ,harmalarot gewonnen4 ,von anderen roten ,farben finden wir in der ,alten ,welt den unschdlichen ,farbstoff der ,kermesbeeren oder ,scharlachkrner in ,form von braunroten1 erbsengroen1 mit rotem ,safte angefllten ,hllen der ,kermesschildlaus 7frher ,coccus1 jetzt ,lecanium ilicis71 die sich an der in ,sdeuropa wachsenden strauchartigen ,kermeseiche 7,quercus coccifera7 finden4 ,sie werden von armen ,leuten1 besonders ,hirten und ,kindern1 die sich zu diesem ,zwecke die ,ngel lang wachsen lassen1 von den ,zweigen abgekratzt und kommen besonders von ,nauplia in ,griechenland aus in den ,handel1 um speziell nach ,marokko1 ,tunis und ,alexandrien verschifft zu werden1 wo dieselben in hohem ,preise stehen1 weil die ,muhammedaner ihre ,wolltcher1 namentlich aber ihre von uns nach der ,stadt ,fez in ,marokko als ,fez bezeichneten ,kopfbedeckungen rot frben4 ,bei uns dienten sie frher an ,stelle der teueren ,cochenille in der ,frberei1 namentlich zur ,herstellung eines schlechten ,karmins1 des ,kermesbeeren- oder ,karminlacks1 und in der ,apotheke zur ,bereitung des ,kermes-,sirups und des ,alkermes-,konfekts1 ,prparaten1 mit denen die arabischen rzte im ,mittelalter das ,abendland bekannt machten4 ,al ist der arabische ,artikel und kermes oder kermas heit arabisch-persisch wurmerzeugt 7von kirm1 ,wurm74 ,von diesem ,kermes rhrt das arabisch-persische kirmasi fr ,karminrot her1 ein ,ausdruck1 der als ,karmoisin 7spter in ,karmin abgekrzt7 ins ,deutsche berging4 ,der ,karmoisinlack wurde besonders in ,persien zur ,herstellung der berhmten roten ,lackwaren benutzt und kam ebenfalls durch die ,vermittlung der ,araber zur ,kenntnis der ,vlker des ,abendlandes4 ,diese ,kermesbeeren wurden schon bei den alten ,griechen zum ,frben verwendet und hieen bei ihnen kkkos4 ,so schreibt ,dioskurides3 ,die ,kermeseiche 7kkkos baphik7 ist ein kleiner1 stiger ,strauch1 an welchem ,krner 7kkkos7 wie ,linsen 7phaks7 hngen1 welche gesammelt und aufbewahrt werden4 ,die besten kommen aus ,galatien und ,armenien1 geringere aus ,asien 7dem nordwestlichen ,kleinasien1 das bei den ,rmern die ,provinz ,asia bildete7 und ,kilikien1 die geringsten aus ,spanien4 ,auer zum ,frben gebraucht man sie in der ,heilkunde1 mit ,essig verrieben1 uerlich als zusammenziehendes ,mittel48 ,wie wir von ,vitruv im letzten ,jahrhundert v4 ,chr4 erfahren1 hie das ,kermesbeerenrot bei den ,rmern hysginum und wurde viel zum ,frben und ,schminken1 auch zum ,rotmalen von ,wnden und ,wandgemlden benutzt4 ,noch heute sind in ,griechenland ausgedehnte ,landstrecken1 namentlich ,bergabhnge und fr anderweitige ,kultur unbrauchbare ,berge dicht mit dem ,gestrpp der ,kermeseichen besetzt1 die zur ,kermesgewinnung ausgebeutet werden4 ,ein ,surrogat dieser echten ,kermesbeeren der ,kermeseiche bilden die schwarzen ,beeren der aus ,nordamerika bei uns eingefhrten und in ,sdeuropa verwilderten gemeinen ,kermesbeere 7,phytolacca decandra71 eines ausdauernden ,krautes mit lnglicheifrmigen1 ganzrandigen ,blttern4 ,mit dem roten ,safte der ,beeren frbt man in ,frankreich und ,portugal die ,weine und in ganz ,europa die ,zuckerwaren1 besonders ,sirup rot2 doch ist dieser ,farbstoff weit weniger haltbar als derjenige der echten ,kermesbeeren der ,kermeseiche4 ,von ,bordeaux verbreitete sich der ,anbau dieser ,pflanze seit #aggj nach ,sddeutschland und ,norditalien4 ,die jungen ,bltter und ,schlinge werden gekocht als ,gemse gegessen4 ,ihr naher ,verwandter1 der ,kermesbeerenspinat 7,phytolacca esculenta7 wird in seiner ,heimat ,sdamerika wegen seines wrzigen ,wohlgeschmacks als ,spinatpflanze kultiviert1 vertrgt aber unser ,klima schlecht1 so da er kaum je bei uns eingebrgert werden drfte4 ,weitere1 noch wertvollere rote ,farbstoffe hat uns die ,neue ,welt in der ,cochenille und dem ,brasilholz geschenkt4 ,erstere besteht aus den getrockneten ,weibchen der in ganz ,mittelamerika heimischen1 aber vorzugsweise in ,mexiko auf ,opuntien 7,nopalkaktussen7 gezchteten ,cochenilleschildlaus 7,coccus cacti71 die den modernen ,karmin -- frher nach den ,kermesschildlauskrnern der ,mittelmeerlnder aus dem arabischen kirmasi ,karmoisin genannt -- liefern4 ,was die ,kermeskrner der ,kermeseiche den ,kulturvlkern der ,alten ,welt1 das war denjenigen der ,neuen ,welt1 zumal den ,azteken in ,mexiko1 die ,cochenille1 die ihnen vorzugsweise zum ,rotfrben diente4 ,als die ,spanier diesen prchtigen ,farbstoff kennen lernten1 waren sie so sehr von ihm entzckt1 da sie ihn sofort in ihrer ,heimat einfhrten4 ,um diesen ,farbstoff selbst zu produzieren1 wurde die ,cochenillekultur mit dem ,nopalkaktus im #ah4 ,jahrhundert von ,mexiko aus nach ,sdspanien und #ahec1 als die ,weinkultur durch die ,traubenkrankheit fast ganz ruiniert war1 auch nach den ,kanarischen ,inseln1 besonders ,teneriffa1 verpflanzt1 wo sie bald zum ,haupterzeugnis des ,landes wurde4 ,von #ahec bis #eg wurden von ,teneriffa ber #b ,millionen kg und #aheg allein ,millionen kg exportiert4 ,noch frher wurde diese ,schildlaus mit ihrer ,nhrpflanze nach ,java verbracht1 von wo #ahec ber #dejjj kg ,cochenille gewonnen wurden4 ,erst seitdem die auf knstlichem ,wege aus ,teerabkmmlingen hergestellten echteren und intensiver frbenden ,anilinfarben1 besonders das ,fuchsin1 in der ,frberei aufkamen1 wurde die ,cochenillezucht vllig zurckgedrngt4 ,ein anderer amerikanischer roter ,farbstoff ist das ,pernambuk- oder echte ,brasilholz1 das von einem baumartigen ,hlsenfrchtler 7,caesalpinia echinata7 mit kurzstacheligen sten1 unpaarig gefiederten ,blttern1 kurzgestielten1 gelb und rot gefleckten1 wohlriechenden ,blten in fast rispiger ,traube und dornigen ,hlsen stammt4 ,seine indianische ,bezeichnung brasil soll dem ,lande ,brasilien den ,namen gegeben haben4 ,letzteres wird nmlich erst seit #aehj so genannt1 whrend man das ,brasilholz unter diesem ,namen schon seit #adid kannte4 ,frher hie es auch ,kniginholz81 weil seine ,verwertung jahrhundertelang ein ,monopol der portugiesischen ,krone war4 ,der in ihm enthaltene ,farbstoff1 der sich auch im ,limaholz aus ,peru und ,chile1 im ,st4 ,martholz aus ,zentralamerika und im ,jamaikaholz von den ,antillen findet1 heit ,brasilin4 ,das echte ,brasilholz kommt in armdicken1 auen rotbraunen bis schwrzlichen1 innen gelbroten ,knppeln meist ber ,pernambuco -- daher der ,name -- in den ,handel4 ,auer als ,farbholz wird es auch in der ,kunsttischlerei und ,drechslerei benutzt4 ,ein anderer schner roter ,farbstoff sdamerikanischen ,ursprungs ist das ,chicarot oder ,caracuru1 das aus den ,blttern der an den ,ufern des ,orinoko1 ,cassiquiare und anderer ,flsse ,sdamerikas wachsenden ,bignonia chica gewonnen wird4 ,es ist dies ein ,strauch mit doppelt gefiederten ,blttern1 die beim ,trocknen rot werden1 und violetten1 hngenden ,blten4 ,werden die ,bltter abgekocht1 so scheidet sich in der erkalteten ,lsung der zinnoberrote1 beim ,reiben goldgrn metallisch glnzende ,farbstoff ab1 der unlslich in ,wasser1 schwer lslich in ,alkohol1 aber leicht lslich in len und ,alkalien ist4 ,er wird von den ,indianern1 die an den obengenannten ,flssen hausen1 zum ,bemalen der ,haut1 in ,nordamerika aber zum ,gelb- und ,rotfrben von ,wolle und ,seide benutzt4 ,nahe verwandt mit dem ,brasilholzbaum ist der ,campeche- oder ,blauholzbaum 7,haematoxylon campechianum71 ein #aj-ab m hoher ,baum mit meist krummem ,stamm1 runzeliger1 schwarzbrauner ,rinde1 vielfach hin- und hergebogenen sten1 paarig gefiederten ,blttern1 kleinen hochgelben ,blten in einzelnen ,trauben und lanzettlichen1 meist einsamigen ,hlsen4 ,er ist ursprnglich in ,mexiko und ,mittelamerika heimisch1 von wo das ,holz von meist wildwachsenden ,bumen vorzglich aus der ,campechebai -- daher der ,name -- und ,honduras in den ,handel gelangt4 ,bald nach der ,entdeckung ,amerikas gelangte sein von den mittelamerikanischen ,kulturvlkern zum ,frben benutztes ,holz aus den mexikanischen ,hfen durch die ,spanier nach ,europa4 ,im ,jahre #aegj1 zur ,zeit der ,knigin ,elisabeth1 wurde es in ,england eingefhrt2 da man aber nicht echt damit zu frben verstand1 verbot ein ,parlamentsbeschlu vom ,jahre #aeha streng seine ,einfuhr und ,verwendung4 ,dieses ,verbot der ,verwendung des als logwood1 d4 h4 ,stammholz1 bezeichneten ,blauholzes zum ,frben wurde ber ein ,jahrhundert hindurch aufrechterhalten1 obgleich es vielfach dadurch umgangen wurde1 da man es unter dem neuen ,namen blackwood1 d4 h4 ,schwarzholz1 einschmuggelte4 ,von ,mittelamerika kam der es liefernde ,baum im ,jahre #agae durch ,barham nach ,westindien1 dann auch nach dem nrdlichen ,sdamerika4 ,neuerdings wird er auch in den niederlndischen ,kolonien in ,westindien gepflanzt4 ,das auswendig blauschwarze1 innen rotbraune1 schwere1 harte ,holz nimmt eine gute ,politur an und dient daher auer zum ,frben in der ,kunsttischlerei zur ,herstellung wertvoller ,mbel4 ,es enthlt einen blauen ,farbstoff1 das ,hmatoxylin1 das sich in ,alkalien mit violetter ,farbe lst1 auch zum ,schwarzfrben und in der mikroskopischen ,technik als vorzgliches ,kernfrbungsmittel verwendet wird4 ,in der ,alten ,welt ist das lteste ,blaufrbemittel der ,waid 7,isatis tinctoria71 ein zweijhriger1 #j1e-a m hoch werdender ,kreuzbltler mit gelben1 in ,trauben geordneten ,blten1 der im mittleren und sdlichen ,europa sowie im ,orient auf sonnigen ,pltzen wild wchst4 ,die ,bltter geben ,indigblau und waren schon den ,alten als ,frbematerial bekannt1 weshalb die sie liefernde ,pflanze teilweise auch angebaut wurde4 ,der ,waid bevorzugt lehmhaltigen ,boden1 auf dem er meist nur eine ,hhe von #dj-fj cm erlangt4 ,die ,bltter wurden1 so lange man bei uns den ,waid anpflanzte1 zwei- bis dreimal im ,jahre abgebrochen und in den ,waidmhlen zerstampft4 ,der so entstehende ,brei wurde1 meist von ,kindern1 zu kleinen ,kugeln geformt und getrocknet4 ,spter wurden die ,ballen in ,bottiche getan und mit ,wasser bergossen1 wodurch sie bald in ,grung gerieten und eine ,temperatur von #ae-bj ,c4 zeigten4 ,von den ,bottichen zog man die ,flssigkeit ab und setzte ihr ,kalkwasser zu1 worauf der nunmehr gelbe ,farbstoff sich zu ,boden setzte4 ,durch ,hinzufgen von ,salzsure erhielt er erst die blaue ,farbe1 die dann unter starker ,hitze getrocknet und in den ,handel gebracht wurde4 ,ursprnglich lie man aber das in der ,lsung befindliche ,indoxyl durch lngeres ,stehenlassen sich unter ,freiwerden von ,indigo zersetzen4 ,deshalb stampfte man die nicht nur zerquetschte1 sondern vllig zerfallene ,waidmasse in ,fsser ein1 in denen sie durch ,fermentwirkung nach und nach immer reicher an ,indigo wurde4 ,schon die alten ,kelten1 ,germanen und ,slawen bedienten sich des ,waides zum ,blaufrben4 ,von den ,kelten ,britanniens berichtet uns ,julius ,csar in seiner ,beschreibung von der ,expedition nach ,england in seinem ,werke ber die ,unterwerfung ,galliens unter die rmische ,oberhoheit1 sie seien ihm mit ,waid 7vitrum7 blau gefrbt entgegengetreten und shen dadurch in der ,schlacht beraus wild aus4 ,auch die ,griechen und ,rmer bedienten sich des ,waides1 den erstere istis nannten4 ,so spricht ,dioskurides von dem ,waid 7istis71 dessen sich die ,frber bedienen81 er werde mehr als ellenhoch und seine ,bltter wrden auf ,geschwlste1 ,geschwre und ,wunden gelegt4 ,die ,rmer nannten ihn1 wie uns ,plinius berichtet1 nach seiner ,bezeichnung im ,gallischen glastum4 ,nach der uns erhaltenen ,verordnung ,karls des ,groen ber die ,verwaltung der kaiserlichen ,domnen aus dem ,jahre #hab mute er1 wie der ,krapp1 als ,abgabe bestimmter ,drfer in die kniglichen ,weiberhuser zu ,hnden der dort mit ,spinnen1 ,weben und ,frben der fr den kniglichen ,hofhalt bestimmten ,gewnder beschftigten ,frauen geliefert werden4 ,der geringste ,teil desselben wird von wildwachsenden ,pflanzen gesammelt worden sein2 da er bereits angebaut wurde1 wird das meiste von kultivierten ,waidpflanzen abgestammt haben4 ,diese hie damals bei den ,franken wisdila1 ewaisda oder waisdo4 ,im ,mittelalter wurde er allgemein in ,mitteleuropa angebaut und bildete hier das wichtigste ,blaufrbemittel4 ,die ersten ,nachrichten ber den ,anbau des ,waides in ,schwaben stammen aus dem ,jahre #abgf4 ,noch frher aber scheint er in ,sachsen gepflanzt worden zu sein2 denn die ,stadt ,erfurt war schon im ,jahre #abij wegen ihres ,waidbaues berhmt4 ,die ,erfurter ,waidhndler bildeten die ,aristokratie der ,stadt und waren so reich1 da sie im ,jahre #acib die ,mittel zur ,grndung und spter auch fr ,erhaltung der einst weithin berhmten1 erst #ahaf eingegangenen ,universitt ,erfurt aufbringen konnten1 die also gewissermaen aus den ,ertrgnissen der ,waidkultur und des ,waidhandels errichtet und unterhalten wurde4 ,daraus kann man schon ersehen1 wie auerordentlich wichtig die ,erzeugung und der ,handel mit diesem ,farbstoffe im ,mittelalter war4 ,spter erwarben neben ,erfurt auch noch ,gotha1 ,arnstadt1 ,langensalza und ,tennstedt das ,recht ,waid zu bauen1 und zu ,anfang des #ag4 ,jahrhunderts beschftigten sich damit auer den ,einwohnern dieser ,stdte noch diejenigen von mehr als #cjj thringischen ,drfern4 ,erst in der ,neuzeit hat die groe ,wohlfeilheit des aus ,indien eingefhrten ,indigos den ,waid trotz aller zu seinem ,schutze unternommener amtlicher ,verfgungen so ziemlich auer ,anwendung gebracht4 ,umsonst versuchte ihn auch der edeldenkende und um seine ,untertanen besorgte ,kaiser ,josef ,,ii4 im ,deutschen ,reiche wieder in ,aufnahme zu bringen4 ,nur vorbergehend1 whrend der verhngnisvollen ,kontinentalsperre1 legte man sich in ,mitteleuropa wieder eifriger auf seinen ,anbau1 da damals auch der von den ,englndern aus ,indien gebrachte ,indigo gesperrt war4 ,napoleon ,i4 setzte sogar einen ,preis von einer halben ,million ,franken auf die lukrative ,gewinnung von ,indigo aus ,waid2 doch hat ihn bis auf den heutigen ,tag noch niemand gewonnen1 denn auch bei der rationellsten ,verarbeitung liefert #a ,zentner ,waid kaum #acj g ,indigo1 whrend die gleich zu besprechende ,indigopflanze #cjmal mehr davon liefert4 ,immerhin wird der ,anbau von ,waid1 der am besten auf trockenem ,lehmboden gedeiht1 gegenwrtig noch in beschrnktem ,mae in ,thringen1 ,bhmen1 und ,frankreich betrieben4 ,seine ,samen liefern gepret ein dem ,leinl an ,wert gleichkommendes fettes l4 ,denselben blauen ,farbstoff1 wie ihn der ,waid liefert1 gewinnt man1 wie gesagt1 in weit ausgiebigerer ,weise aus den ,indigoarten1 von denen die ostindische ,indigofera tinctoria die wichtigste ist4 ,es ist dies eine bis #a1e m hohe ,staude aus der ,familie der ,schmetterlingsbltler mit zerstreut stehenden1 gefiederten ,blttern1 kurzen ,trauben1 sehr kleinen1 dunkelrosenroten und weien ,blten und stielrunden1 herabgebogenen ,hlsenfrchten4 ,ihr grtes ,anbaugebiet ist ,bengalen1 neben dem die andern wenig bedeuten4 ,vor allem verlangt sie ein feuchtes1 heies ,klima4 ,in gut gedngtem und gepflgtem ,boden wird der ,same in ,reihen von #cj-ej cm ,abstand gest und mit ,erde leicht bedeckt4 ,nach drei ,monaten werden die ,pflanzen kurz vor dem ,beginn der ,blte etwa #ab cm ber dem ,boden geschnitten und nach der ,faktorei gebracht1 wo heute noch wesentlich nach derselben ,methode wie einst im ,altertum der ,farbstoff aus ihnen gewonnen wird4 ,beim ,binden und ,einfahren der ,ernte1 deren man in guten ,lagen drei1 manchmal sogar vier im ,jahre erhlt1 ist darauf zu achten1 da die ,pflanzen nicht zu sehr gepret werden4 ,in ,stcke zerschnitten werden sie in groen gemauerten ,kufen mit ,wasser bergossen2 darin bleiben sie liegen1 bis der ,saft in kurzer ,zeit in ,grung gert und eine grnlichgelbe ,farbe annimmt4 ,in dieser als nila bezeichneten ,lsung bildet sich alsbald eine ,schaumschicht und ammoniakalischer ,geruch macht sich geltend4 ,dabei beginnt sich der ,proze zu vollziehen1 der das in der ,pflanze enthaltene farblose ,glykosid ,indikan in ,zucker und ,indigwei spaltet und durch ,oxydation des letzteren das ,indigblau1 eben den ,farbstoff ,indigo1 entstehen lt4 ,die in ,ammoniak gelste1 ,indigwei enthaltende ,flssigkeit wird nun in andere ,behlter abgezogen1 worin sie durch anhaltendes ,schlagen und ,rhren mit ,schaufeln in innigste ,berhrung mit dem ,sauerstoff der atmosphrischen ,luft gebracht wird4 ,dabei frbt sich der gelblichgrne ,saft blau1 indem das ,indigwei durch ,sauerstoffaufnahme zu ,indigblau oxydiert wird4 ,letzteres ist unlslich1 scheidet sich aus und setzt sich bei ruhigem ,stehen als schlammiger ,niederschlag ab4 ,nach dem ,ablaufenlassen der klar gewordenen ,flssigkeit wird der ,niederschlag an der ,sonne getrocknet und im halbtrockenen ,zustande in backsteinartige ,formen gepret2 diese werden vllig getrocknet und sind dann versandfertig4 #bej kg rohe ,indigopflanzen ergeben #a kg festen ,farbstoff4 ,die ,gesamtproduktion daran betrug im ,jahre #aijc #c1d ,millionen kg1 davon fielen #b1g ,millionen kg auf ,indien1 #j1e ,millionen kg auf ,hollndisch-,indien und #j1b ,millionen kg auf ,mittelamerika4 ,der ,durchschnittswert per kg betrgt #aj ,mark1 whrend er noch vor zwei ,jahrzehnten das ,doppelte davon und mehr betrug4 ,der ,preis ist so stark gesunken infolge der vom deutschen ,chemiker ,a4 von ,baeyer erfundenen knstlichen ,herstellung des ,farbstoffs1 so da sich die ,indigokultur nur noch sehr schlecht lohnt und selbst in ,bengalen mehr und mehr zurckgeht4 ,der ,indigo ist einer der wichtigsten ,farbstoffe1 der auf ,wolle1 ,leinen1 ,baumwolle und ,seide das echteste ,blau gibt und infolgedessen schon im hohen ,altertum als ,deckfarbe zum ,malen und zum ,frben der verschiedensten ,stoffe benutzt wurde4 ,zuerst wurde er in seiner ,heimat ,indien gewonnen und von da auf dem ,handelswege in die westlich davon gelegenen ,lnder gebracht4 ,im ,alten ,testament wird er einigemal genannt4 ,jedenfalls verwandten ihn die ,juden so gut wie die ,babylonier und gypter1 die diesen geschtzten ,farbstoff zum ,blaufrben schon in frher ,vorzeit durch den ,tauschhandel aus ,indien bezogen4 ,von dort her erhielten ihn auch die ,griechen und ,rmer1 die ihm den ,namen indikn beziehungsweise indicum1 den indischen 7nmlich ,farbstoff7 gaben1 woraus unsere ,bezeichnung ,indigo hervorging4 ,plinius schreibt in seiner ,naturgeschichte darber3 ,als ,farbstoff steht das indicum in hohem ,ansehen2 es kommt aus ,indien und besteht aus einer erdigen ,masse4 ,wird es gerieben1 so ist es schwarz2 wird es aber in ,wasser aufgelst1 so gibt es eine prchtige ,mischung von ,purpur und ,blau4 ,das echte erkennt man daran1 da es auf brennende ,kohlen gestreut eine herrlich purpurrote ,flamme und einen nach ,meerwasser riechenden ,rauch gibt4 7,tatschlich entwickelt ,indigo bei rascher ,erhitzung einen purpurroten ,dampf1 verbrennt und hinterlt nur wenig ,asche47 ,das ,pfund indicum kostet #bj ,denare 7 #ab ,mark748 ,dieser ,farbstoff wurde wie die brigen ,produkte ,indiens ber das ,rote ,meer und ,alexandrien nach dem ,rmerreiche gebracht4 ,als dieses zusammenbrach1 verhandelten die ,araber den ,vlkern des ,abendlandes diesen ,farbstoff unter der indischen ,benennung nila oder anil1 was blau bedeutet4 ,davon heit er heute noch in ,spanien anil und bezeichnete die ,wissenschaft der ,chemie das bei der ,destillation des ,indigos mit ,kali entstehende ,produkt als ,anilin4 ,erst die ,araber haben dann im ,mittelalter diese ,farbstoffpflanze1 die sie auf ihren ,handelsfahrten nach ,indien in jenem ,lande kennen lernten1 in ,westasien anzubauen und daraus den ,indigo selbst herzustellen unternommen4 ,so wurde noch im ,jahre #acbj ,indigo bei ,jericho angepflanzt2 doch scheint dieser ,anbau als unrentabel bald aufgegeben worden zu sein4 ,jedenfalls war es dieser an ein feuchtwarmes ,klima gewhnten ,pflanze hier zu trocken und zu wenig warm4 ,lange wute man im ,abendlande nicht1 woraus dieser indische ,farbstoff gewonnen werde4 ,so rechnete ihn eine ,halberstdter ,bergwerksordnung aus dem ,jahre #agje zu den schrfbaren ,mineralien2 er hie deshalb auch in ,verbindung mit seiner ,wrfelgestalt indischer ,stein84 ,und doch hatte der bis nach ,china gereiste ,venezianer ,marco ,polo nach seiner ,rckkehr in die ,vaterstadt im ,jahre #abie die ,gewinnung desselben nach eigener ,anschauung beschrieben4 ,die ,italiener1 die ihn von den ,arabern erhalten hatten1 waren auch die ersten ,abendlnder1 die ihn anwandten4 ,erst nach der ,entdeckung des ,seeweges nach ,ostindien durch ,vasco da ,gama kamen von #aeaf an grere ,mengen von ,indigo nach ,europa1 und zwar nahm ,portugal diesen ,handel an sich1 bis sich in der ,mitte des #af4 ,jahrhunderts die ,hollnder seiner bemchtigten4 ,im ,jahre #afca brachten sieben hollndische ,schiffe #bijagc kg ,indigo im ,werte von ber fnf ,tonnen ,gold aus ,batavia nach ,amsterdam4 ,erst ungefhr ums ,jahr #afjj begann man in ,deutschland den ,waidkpen etwas ,indigo zuzusetzen1 um deren ,frbkraft fr ,blau zu erhhen und zu beleben4 ,dieser kleine ,zusatz vergrerte sich mit der ,verbilligung des ,indigos fortwhrend1 bis schlielich der ,waid gnzlich wegfiel4 ,doch spielte sich dieser ,proze keineswegs glatt ab2 denn wie bei der ,einfhrung vieler anderer fremder ,stoffe stemmte sich auch hier das ,vorurteil und der ,eigennutz der ,waidbauern gegen die auslndische ,teufelsfarbe84 ,so wurde nmlich der ,indigo im ersten ihn streng verbietenden ,frankfurter ,reichspolizeierla von #aegg betitelt4 ,das ,verbot1 ihn zu verwenden1 wurde wiederholt in ,erinnerung gebracht1 so noch #afed unter ,ferdinand ,,iii4 ,in ,sachsen war von #afej-afec sogar die ,todesstrafe auf seine ,verwendung gesetzt1 und in ,nrnberg muten die ,frber alljhrlich einen feierlichen ,eid schwren1 kein ,teufelsauge8 -- so hie dort der ,indigo -- zu benutzen4 ,zu dieser ,verfolgung des ,indigos mag zum ,teil die ,unkenntnis der ,frber beigetragen haben1 die ihn in ,schwefelsure gelst anwandten und nachher nicht gengend neutralisierten1 so da manches ,stck ,zeug infolge davon verdarb4 ,erst #agdj gab der ,deutsche ,barth zu ,groenhain in ,sachsen ein gutes ,verfahren fr dessen ,anwendung an1 wodurch ,mierfolge ausgeschlossen blieben4 ,auch in ,frankreich und ,england war aus ,rcksicht fr den einheimischen ,waidbau die ,einfuhr und ,verwendung von ,indigo streng verboten1 bis er in letzterem ,lande #affa und in ersterem #affi unter ,colbert wieder freigegeben wurde4 ,unbeschrnkte ,anwendung geno er aber in ,frankreich erst vom ,jahre #agcg an1 als den ,frbern erlaubt wurde1 jedes beliebige ,frbemittel zu verwenden4 ,seit #aghc wurde der ,anbau des ,indigos durch die ,englnder in ,ostindien in ,angriff genommen und bald zu groer ,blte gebracht1 wofr sie in ,europa willige ,abnehmer fanden1 da man dort diesen vorzglichen ,farbstoff immer mehr schtzen lernte4 ,noch vor einem ,vierteljahrhundert betrug die fr den ,anbau des ,indigos in ,anspruch genommene ,flche in ,bengalen allein #cijjjj ,hektar ,landes4 ,auch auf der ,koromandelkste1 auf ,ceylon und ,java wurde er im groen angepflanzt1 ebenso in gypten1 wo ihn ,mehemed ,ali in den #ahbj;er ,jahren einfhrte4 ,endlich bemhte sich auch ,ruland1 ihn in ,transkaukasien heimisch zu machen4 ,neuerdings hat aber der ,anbau dieses wichtigsten und eintrglichsten ,ausfuhrartikels ,indiens1 das ,jahrhunderte hindurch den ,weltmarkt beherrschte und an dem vor allem ,england sich ungeheuer bereicherte1 zum groen ,leidwesen aller ,indigopflanzer einen gewaltigen ,sto erlitten und ist nicht mehr konkurrenzfhig gegenber dem knstlichen ,indigo1 den wir dem ,scharfsinne deutscher ,chemiker verdanken4 ,die erste ,indigosynthese gelang #ahgj ,engler und ,emmerling2 #ahhj vermochte ,baeyer ihn auf verschiedene ,art aus ,zimtsure herzustellen und #ahij gab ,heumann sein ,verfahren an1 das in zehnjhriger ,arbeit von der badischen ,anilin- und ,sodafabrik in ,ludwigshafen bei ,mannheim zu praktischer ,brauchbarkeit ausgebildet wurde1 so da er heute den ,markt vollstndig beherrscht und wegen seiner greren ,billigkeit in ,verbindung mit andern guten ,eigenschaften1 die erlauben1 die mannigfaltigsten neuen ,farbenvarietten1 wie rote1 gelbe und grne in den wunderbarsten ,nuancen herzustellen1 den natrlichen ,indigo immer mehr verdrngt4 ,so sank seit dessen ,aufkommen in den letzten zehn ,jahren die ,ausfuhr des natrlichen ,indigos im ,werte von #ge ,millionen auf ungefhr #aj ,millionen ,mark4 ,gleichzeitig stieg die ,ausfuhr des knstlichen ,indigos aus ,deutschland von #g1e ,millionen ,mark im ,jahre #ahih auf #ch1f ,millionen ,mark im ,jahre #aijh4 ,damit trat ,deutschland das ,erbe ,indiens an und heimst statt jenes ,landes ,reichtum ein4 ,der beste ,abnehmer fr sein vorzgliches ,kunstprodukt ist ,japan1 das #aijh fr #aj1g ,millionen ,mark davon einfhrte4 ,ihm folgen ,china mit #g1c ,millionen und die ,vereinigten ,staaten mit #c1a ,millionen ,mark4 ,selbst ,grobritannien1 das alle ,anstrengungen machte1 seinen ,indigobau zu schtzen1 fhrte im ,jahre #aijh fr #b1g ,millionen ,mark deutschen ,indigo ein4 ,die ,einfuhr des meist aus ,indien bezogenen natrlichen ,indigos1 von dem ,deutschland noch #ahie fr #ba ,millionen ,mark bezog1 sank schon #aijc auf #a1h und #aijh gar auf #j1i ,millionen4 ,so hat deutsche ,intelligenz und ,tatkraft statt einer ,ausgabe von #bj ,millionen eine ,einnahme von #dj ,millionen ,mark jhrlich bewirkt4 ,diese ,tatsache kennzeichnet die beraus groe wirtschaftliche ,bedeutung des knstlichen ,indigos fr den deutschen ,handel und die deutsche ,volkswirtschaft4 ,auch die alten ,azteken in ,mexiko1 die ,inkas in ,peru und die brigen zu hherer ,kultur gelangten ,indianerstmme ,amerikas verwandten bereits vor der ,ankunft der ,europer eine ,art ,indigo zum ,blaufrben4 ,doch wurden nach der ,entdeckung dieses ,weltteils frhzeitig ostindische ,indigopflanzen nach ,amerika eingefhrt1 und zwar zunchst nach den ,antillen1 von wo der englische ,gouverneur ,lukas #afii ,samen an seine ,tochter in ,carolina sandte1 die eine ,pflanzenliebhaberin war und der es nach mehreren fehlgeschlagenen ,versuchen gelang1 das ,gewchs zur ,blte und zur ,reife zu bringen4 ,ihr ,vater sandte spter einen gelernten ,indigoarbeiter1 der die ,gewinnung des ,farbstoffs unternahm und dabei so gute ,geschfte machte1 da bald jedermann ,indigo bauen wollte4 ,in wenigen ,jahren wurden nicht weniger als #ajjjjj kg nach ,england gesandt1 und vor dem ,kriege im ,jahre #agge1 der am #d4 ,juli #aggf zur ,loslsung der #ac nordamerikanischen ,kolonien vom ,mutterlande fhrte1 betrug die ,ausfuhr #eejjjj kg4 ,jetzt ist1 wie gesagt1 der ,indigobau auf der ganzen ,erde bedeutend zurckgegangen1 seitdem die ,badische ,anilinfabrik in ,ludwigshafen bei ,mannheim zuerst den europischen ,markt mit knstlichem ,indigo zu versehen begann4 ,denselben ,farbstoff gewinnt man seit undenklicher ,zeit in ,china aus dem dort heimischen ,frberknterich 7,polygonum tinctorium71 einer dem ,buchweizen verwandten einjhrigen ,pflanze1 die #ahce in ,frankreich und #ahch in ,deutschland eingefhrt wurde4 ,obschon zahlreiche ,versuche zur mglichst rationellen ,gewinnung des ,farbstoffs damit gemacht wurden1 vermochte er dem echten ,indigo keinerlei ,konkurrenz zu machen1 da #ajjj kg seiner grnen ,bltter nur etwa #g1e kg ,indigo geben4 ,dem ,indigo sehr nahe verwandt ist der von den im ,mittelmeer lebenden kleinen ,purpurschnecken der ,gattungen ,murex und ,purpura gewonnene ,purpurfarbstoff1 der in chemisch reiner ,form dem ,indigo uerlich zum ,verwechseln hnliche1 kupferglnzende1 violette ,kristalle bildet4 ,krzlich hat ,professor ,friedlnder in ,wien #a1e g davon aus dem farblosen1 am ,sonnenlicht erst dunkelviolett werdenden ,saft einer bestimmten ,drse von #abjjj ,purpurschnecken gewonnen4 ,die chemische ,analyse ergab1 da er seiner ,zusammensetzung nach ,dibromindigo ist1 d4 h4 ,indigo1 in welchem zwei ,wasserstoffatome durch zwei ,bromatome ersetzt sind4 ,nun vermchte man auch diesen im ,altertum so beraus geschtzten1 weil auerordentlich teuern ,farbstoff synthetisch darzustellen und so billig im groen zu verwenden4 ,doch gibt dieser ,purpur auf der ,gewebefaser ein ziemlich unreines1 rotstichiges ,violett1 das an ,schnheit mit unsern modernen ,farbstoffen keineswegs in ,wettbewerb treten kann und auch in bezug auf die ,echtheit seiner ,frbungen den echten ,teerfarben durchaus nicht berlegen ist4 ,wenn wir nun bedenken1 wie im ganzen ,altertum nur die ,knige und ,vornehmsten sich solche trotz allen ,rhmens brigens recht unscheinbar dunkle1 fast schwarze1 beim seitlichen ,darberblicken einen rotvioletten ,schimmer aufweisende ,purpurgewnder leisten konnten -- kostete doch zu ,diokletians ,zeit im ,jahre #cja das ,pfund der besten ,purpurwolle noch #iej ,mark unseres ,geldes -- so geht daraus mit aller ,deutlichkeit hervor1 wie beraus gering die ,ansprche der ,alten an die ,leistungen ihrer ,frber gewesen sein mssen und wie sehr wir moderne ,menschen durch die ,erfolge der heute so hoch entwickelten ,farbenchemie verwhnt sind4 ,von den zum ,gelbfrben ,verwendung findenden ,pflanzen sind als fr ,europa lteste der ,wau oder das ,gilbkraut 7,reseda luteola71 das schon die neolithischen ,pfahlbauern benutzten und spter die ,rmer unter der ,bezeichnung luteum1 d4 h4 das ,gelbe1 zur ,farbstoffgewinnung anpflanzten1 dann der ,frberginster 7,genista tinctoria7 und die ,frberscharte 7,serratula tinctoria7 zu nennen1 die in groen ,teilen ,europas wild wachsen1 aber auch in vielen ,gegenden ,deutschlands1 ,englands und ,frankreichs kultiviert wurden1 bis sie durch die ,einfhrung der ,quercitronrinde und des ,gelbholzes aus ,amerika verdrngt wurden4 ,erstere ist die ,rinde der in mehreren ,varietten auftretenden und in den mittleren ,vereinigten ,staaten groe ,waldungen bildenden ,frbereiche 7,quercus tinctoria71 die1 von der ,oberhaut befreit und zu ,pulver zermahlen1 als ,quercitron in den ,handel gelangt und einen der schnsten gelben ,farbstoffe liefert1 der in allen ,zweigen der ,frberei ,verwendung findet4 ,seit #ahah hat man den ,baum in ,frankreich und bald hernach auch in ,bayern angepflanzt4 ,das ,frbevermgen seiner ,rinde entdeckte ,bancroft im ,jahre #aghd1 und zwei ,jahre darauf erhielt er auf eine ,eingabe hin vom englischen ,parlament ein ,monopol fr ,einfuhr und ,gebrauch dieses neuen ,frbemittels auf eine ,reihe von ,jahren4 ,der ,farbstoff des ,quercitrons1 das ,quercitrin1 findet sich auch im ungarischen ,gelbholz oder ,fiset1 der vom ,frbersumach oder ,perckenbaum 7,rhus cotinus7 herrhrt1 und den chinesischen ,gelbkrnern1 den unentwickelten ,bltenknospen der ,sophora japonica1 die beide noch heute in der ,frberei ,verwendung finden4 ,das amerikanische ,gelbholz dagegen stammt von dem auf den ,antillen und in ,brasilien heimischen ,frbermaulbeerbaum 7,maclura tinctoria71 deren frbender ,bestandteil1 das ,morin1 in der ,wollfrberei zu ,grn und ,braun1 in der ,baumwoll- und ,seidenfrberei aber zu ,gelb und ,grn benutzt wird4 ,eine sehr geschtzte gelbe oder rote ,farbe liefert das ,gummigutt1 der eingetrocknete ,milchsaft mehrerer hoher ,bume aus der ,familie der ,guttiferen1 die in den feuchten ,wldern ,sdasiens wachsen4 ,in ,kambodscha1 ,siam und dem sdlichen ,cochinchina ist es die bis #ae m hohe ,garcinia hanburyi und in ,sdindien und auf ,ceylon die bis #ah m hohe ,garcinia morella1 die beide #aj-ab cm lange1 kurzgestielte1 elliptische ,bltter1 kleine ,blten und kirschengroe ,beeren tragen4 ,sind die ,bume #bj-cj ,jahre alt geworden1 so macht man vor ,eintritt der ,regenzeit1 d4 h4 von ,februar bis ,april1 spiralig verlaufende ,einschnitte in den ,stamm1 durch welche die lgnge der ,rinde angeschnitten werden4 ,der dabei austretende gelbe ,milchsaft wird in unterhalb aufgestellten ,bambusrhren aufgefangen1 von denen ein ,baum im ,laufe von #c-d ,wochen bis #c ,bambusrhren von #ej cm ,lnge und #f-g cm ,dicke voll ,saft liefert4 ,das bald eingedickte ,harz wird schlielich in den ,rhren durch ,erwrmen am ,feuer erhrtet1 so da man es in ,stangenform aus den ,hohlzylindern herausschieben oder die ,hlle von ihm ablsen kann4 ,die erstgenannte ,art liefert mehr ,gummigutt als die zweite4 ,es ist eine auen grngelbe1 innen aber rotgelbe1 sehr dichte ,masse1 die zerstoen ein gesttigt gelbes ,pulver bildet4 ,mit zwei ,teilen ,wasser verrieben1 liefert es eine gelbe ,emulsion1 in tzenden ,alkalien dagegen lst es sich mit roter ,farbe4 ,es schmeckt brennend scharf und bt eine uerst heftige1 abfhrende ,wirkung aus1 weshalb es arzneilich verwendet wird1 so in den berchtigten ,morrisonpillen1 die schon bedenkliche1 hauptschlich auf den ,gehalt an ,gummigutt zurckzufhrende ,vergiftungen herbeigefhrt haben und deshalb als gefhrlich gemieden werden sollten4 ,als solche medizinische ,droge kam dieser eingetrocknete sdasiatische ,milchsaft berhaupt im ,jahre #afjc zuerst nach ,europa1 und wurde #afje in ,frankfurt am ,main fr einen ,gulden 7im ,werte von gegen zwei ,mark7 das ,quentchen1 d4 h4 #a1ff g verkauft2 da es aber an ,giftigkeit und stark reizender ,wirkung dem ,krotonle verglichen werden kann1 so wird es als ,abfhrmittel kaum mehr verwendet4 ,dagegen wird es als ,wasserfarbe zum ,gelbmalen und zum ,frben von ,weingeistfirnissen viel gebraucht4 ,die ,hauptmenge des ,gummigutt wird in ,kambodscha gewonnen und gelangt ber ,bangkok1 ,saigon und ,singapur in den ,handel4 ,letztere ,stadt allein fhrt jhrlich etwa #cjjjj kg im ,werte von #aejjjj ,mark aus4 ,von ,kambodscha aus scheint auch seine ,verwendung ausgegangen zu sein4 ,ein ,chinese1 der dieses ,land von #abie-abig bereiste1 erwhnt diese von ihm kiang-hwang genannte ,droge als ,produkt desselben4 ,von weiteren ,pflanzen zum ,gelbfrben1 denen aber geringere ,bedeutung als den vorgenannten zukommt1 ist die ,curcuma oder ,gelbwurz 7,curcuma longa7 zu nennen1 eine sonst meist als ,gewrz gebrauchte indische ,verwandte des ,ingwers1 deren ,farbstoff ,curcumin bei uns vornehmlich zum ,gelbfrben von ,zuckerwerk1 ,likren und ,spielwaren1 aber nur selten in der ,zeugfrberei ,verwendung findet1 da es sich auf die ,dauer nicht hlt4 ,mit ,alkalien gibt es braunrote ,salze1 weshalb mit einer wsserigen ,lsung desselben getrnkte ,papierstreifen zum ,nachweisen derselben dienen4 ,in den ,gelbbeeren1 den ,frchten mehrerer ,wegdornarten ,sdeuropas 7hauptschlich von ,rhamnus infectoria und ,rh4 amygdalina71 findet sich der ,farbstoff ,rhamnin1 der heute noch in der ,frberei ziemlich ausgedehnte ,verwendung findet4 ,die chinesischen ,gelbschoten aber1 die als wong-schi bezeichneten ,frchte einiger ,gardeniaarten1 vorzugsweise von ,gardenia grandiflora1 werden in ihrem ,heimatlande ,ostasien1 wie in ,china1 so auch in ,japan1 zum ,gelbfrben von ,zeug1 besonders ,seide1 benutzt1 sind aber fr den europischen ,handel belanglos4 ,ihr gelber ,farbstoff ist mit demjenigen des ,safrans1 dem ,crocin1 identisch4 ,fr die alten ,kulturvlker des ,orients und der ,gegenden am ,mittelmeer war einst der ,safran 7,crocus sativus7 der geschtzteste ,farbstoff zum ,gelbfrben von ,gewndern1 ,schleiern und ,schuhen4 ,die griechische ,bezeichnung krkos fr ,safran rhrt vom semitischen karkm fr ,gelb her1 das seinerseits mit dem indischen kurkum -- beispielsweise auch in der von uns gebrauchten ,bezeichnung ,curcuma fr die indische ,gelbwurz enthalten -- zusammenhngt4 ,nach den ,berichten der griechischen und rmischen ,schriftsteller waren gelbe ,krokus- wie ,purpurgewnder die ,lust der ,orientalen und ,kleinasiaten4 ,mit solchen schmckten sich nach dem rmischen ,dichter ,vergil die ,phryger2 nebst safrangelben ,schuhen und der ,tiara gehrten sie zur kennzeichnenden ,tracht der ,perserknige4 ,den ,abglanz der geheiligten gelben ,safranfarbe zeigen noch die ltesten1 vom ,orient beeinfluten mythischen ,vorstellungen der ,griechen1 wonach die aus dem ,morgenlande zu ihnen gekommenen ,gtter1 wie ,dionysos-,bacchus1 und ,gttinnen wie die orientalischen ,knige und ,kniginnen das gelbe ,safrankleid trugen4 ,der in ,argos ansssige griechische ,dichter ,pindar 7#ebb-ddb v4 ,chr47 lt auch den ,argonauten ,jason mit einem safranfarbigen ,gewande bekleidet sein1 das er abwarf1 als er sich anschickte1 in ,kolchis mit den feuerspeienden ,stieren zu pflgen4 ,krokosfarbene ,gewnder trugen dessen ,gattin ,medeia1 ,iphigeneia bei ihrer ,opferung in ,aulis nach schylos1 die ,knigstochter ,antigone in den ,phnikierinnen des ,euripides1 die an den ,fels geschmiedete ,andromeda bei ,aristophanes4 ,nach ,vergils neis hatte ,agamemnons ,gattin ,helena von ihrer ,mutter ,leda eine goldgestickte palla1 d4 h4 ,frauenberwurf und einen mit ,krokos umsumten ,schleier zum ,geschenk erhalten und mit nach ,myken gebracht4 ,die ,bekanntschaft mit der ,safranfarbe geht bei den ,griechen bis in die ,zeit der ,ausbildung des ,heroenmythus zurck4 ,sie lernten sie von den ,vorderasiaten kennen1 die ihrerseits -- nach der vorhin mitgeteilten ,geschichte der ,verbreitung des ,wortes fr ,gelb identisch mit ,safran -- die ,verwendung dieses ,farbstoffs vermutlich von den ,indern kennen lernten4 ,von den ,griechen lernten die ,rmer und ,byzantiner und nach ihnen die ,araber den intensiv gelbfrbenden ,farbstoff des ,safrans zum ,frben verwenden4 ,heute ist er als ,farbstoff zu teuer1 eignet sich aber als vllig unschdlich zum ,frben von ,zuckerwerk1 ,kuchen und ,likren4 ,reiche ,araberinnen frben sich damit die ,augenlider1 ,fingerspitzen und ,zehen4 ,das dem indischen kurkum entstammende orientalische karkm fr ,gelb und zugleich den ,spender der gelben ,farbe1 den ,safran1 hat auch der ,frberdistel den lateinischen ,namen ,carthamus -- tinctorius -- verliehen4 ,dieses auch als ,saflor bezeichnete einjhrige1 #a-a1c m hohe1 kahle ,kraut aus der ,familie der ,kompositen besitzt lnglich eifrmige1 stachelig gezahnte ,bltter und von grnen ,hllblttern umgebene zuerst gelbe1 dann orangerote ,blten4 ,seine ,heimat ist wohl das vorderasiatische ,steppengebiet2 doch lt sich dies nicht mehr bestimmen1 da die ,pflanze nirgends mehr wild gefunden wird4 ,jedenfalls ist sie eine der ltesten ,kulturpflanzen1 die dem ,menschen zum ,rot- und ,gelbfrben diente4 ,schon die ,kleider gyptischer ,mumien aus dem dritten vorchristlichen ,jahrtausend sind damit gefrbt1 whrend ,china die ,pflanze erst im #b4 ,jahrhundert v4 ,chr4 erhielt4 ,das spricht wohl schon fr ihre westasiatische ,herkunft4 ,seither hat sie eine sehr weite ,verbreitung gefunden und wird heute1 auer in ,bengalen1 ,persien und gypten1 in ,china1 ,japan1 ,neusdwales1 ,mittelamerika und ,kolumbien1 in geringem ,umfang auch in ,spanien1 ,frankreich1 ,italien1 ,ungarn und in einigen ,gegenden ,deutschlands kultiviert4 ,das wichtigste ,produktionsland ist ,indien1 und zwar ,bengalen1 wo die #cj-fj cm hohe ,pflanze zur ,gewinnung des ,farbstoffs im groen angebaut wird4 ,die aus dem ,bltenkrbchen im ,juli und ,august bei trockenem ,wetter gezupften1 in einem ,ofen unter leichter ,pressung getrockneten und zuletzt in ,kuchen gepreten ,blten1 die als ,saflor in den ,handel gelangen1 liefern einen leuchtenden gelben und roten ,farbstoff1 der neben dem ,indigo den wichtigsten ,pflanzenfarbstoff darstellt4 hnlich dem ,safrangelb ,crocin ist das in ,wasser lsliche ,saflorgelb1 dem in geringer ,menge ein harzartiger1 nur in alkalischer ,flssigkeit lslicher roter ,farbstoff1 das ,saflorrot oder ,carthamin beigemengt ist4 ,letzteres wird aus dem mit ,soda versetzten wsserigen ,auszug durch ,fllen mit ,essigsure gewonnen und ist ein dunkelbraunroter1 in ,alkohol leicht1 in ,wasser kaum und in ther nicht lslicher ,farbstoff1 der leider nicht besonders dauerhaft1 aber auerordentlich schn und von solcher ,frbekraft ist1 da eine ganz geringe ,menge davon hinreicht1 um eine groe ,flche damit zu decken4 ,man kann damit in verschiedenen ,nuancen von ,rosa bis ,dunkelrot frben2 er gibt auch die feinste rote ,schminke1 welche als spanisches ,rot bekannt ist und auf flachen ,porzellantellerchen oder auf ,blttern ausgebreitet in den ,handel kommt4 ,die ,saflorkuchen haben helle ,fleischfarbe und riechen tabakartig4 ,als beste ,sorten gelten der bengalische und der persische ,saflor4 ,nach ihnen kommt der gyptische1 der ebenfalls von vorzglicher ,qualitt und grtem ,reichtum an ,farbstoff ist und deshalb am meisten zu uns gelangt2 man kann annehmen1 da jhrlich etwa #a1e ,millionen kg davon in ,form von gepreten ,scheiben in den ,handel gelangen4 ,da der ,farbstoff aber nicht sehr lichtbestndig ist1 wird er mehr und mehr von den ,teerfarben verdrngt4 ,im #ag4 ,jahrhundert baute man im ,elsa und in ,thringen so viel ,saflor1 da eine betrchtliche ,ausfuhr besonders nach ,england stattfand4 ,im #ah4 ,jahrhundert kam der ,saflorbau durch den billigen und farbstoffreicheren levantischen ,saflor in ,verfall1 zumal die deutsche ,ware durch vielfache ,verflschungen in ,verruf gekommen war4 ,aus den bitteren ,samen gewinnt man in ,indien1 gypten und ,algerien ein fettes l1 das sich sehr gut als ,brennl1 weniger dagegen als ,speisel eignet4 ,nach ,herodot gewannen schon die alten gypter l aus seinen ,samen1 die man gewhnlich als ,papageienkrner8 bezeichnet4 ,sie1 wie auch die alten ,babylonier1 ,syrier und ,hebrer benutzten den ,saflor zum ,frben4 ,in ,johann ,bauhins berhmtem ,garten zu ,boll in ,wrttemberg wuchs der ,saflor im ,jahre #adie als indische ,zierpflanze4 ,im ,laufe des #af4 ,jahrhunderts begann sein ,anbau in ,mitteleuropa1 der aber heute infolge des ,aufkommens der billigeren und schneren ,teerfarbstoffe vllig auer ,gebrauch gekommen ist4 ,einen gelbroten ,farbstoff stellt der ,orlean dar1 der in ,sdamerika und ,westindien aus der roten1 fleischigen ,oberhaut der ,samen des ,orleanbaumes 7,bixa orellana7 gewonnen wird4 ,dieser ,farbstoff und die ihn liefernde ,pflanze wird von den ,tupiindianern urucu1 von den ,aruakindianern dagegen bicha geheien1 woraus der ,name ,bixa entstand1 whrend er von den ,brasilianern orelhana genannt wird1 nach seinem hauptschlichsten ,fundort1 dem gleicherweise benannten ,maranhonflu4 ,der im tropischen ,sdamerika heimische1 #e-aj m hohe ,baum mit groen1 herzfrmigen1 gezahnten1 immergrnen ,blttern und endstndigen ,rispen von ansehnlichen1 lebhaft blau gefrbten ,blten ist schon seit langer ,zeit in allen ,tropenlndern bis nach ,polynesien und ,madagaskar hin verbreitet worden und vielfach verwildert4 ,seine zum ,frben dienenden ,fruchtschalen hat man mehrfach in peruanischen ,grbern gefunden1 und noch heute bemalen die sdamerikanischen ,indianer mit dem durch ,vermengung des fleischigen1 roten ,samenberzuges mit ,zitronensaft und ,gummi oder ,rizinusl erhaltenen ,farbstoff ihre ,leiber als ,zierde und zugleich ,schutz gegen die blutsaugenden ,moskitos4 ,bltter1 ,samen und ,wurzeln werden in ,sdamerika und ,asien als ,volksheilmittel verwendet4 ,zur ,gewinnung des ,farbstoffs lt man die zerriebenen ,fruchtschalen in ,wasser gren1 giet die ,masse durch ,siebe und entfernt das ,wasser vom ,niederschlag1 den man ber ,feuer oder im ,schatten trocknen lt4 ,er bildet dann einen gleichfrmigen1 roten1 veilchenartig riechenden1 bitter schmeckenden ,teig1 der1 um vlliges ,austrocknen zu verhindern und ihm zugleich einen lebhafteren ,farbenton zu verleihen1 vielfach mit ,harn befeuchtet wird4 ,wasser entzieht dem ,orlean gelbbraunes1 auch in ,alkohol1 nicht aber in ther lsliches ,orellin1 das mit ,alaun gebeizte ,stoffe gelb frbt4 ,im ,rckstand bleibt der wichtigere ,farbstoff ,bixin1 der dunkelrote ,kristallblttchen bildet und in ,alkohol und ther leicht lslich ist und orangerot1 in ,alkalien und therischen len dunkelgelb frbt4 ,kocht man ,orlean mit ,sodalsung und setzt dann ,alaun oder ein ,zinnsalz zu1 so erhlt man einen orangegelben ,lack4 ,der ,orlean wird in ,cajenne1 ,guiana und ,brasilien dargestellt und dient auer in der ,kattundruckerei hauptschlich in der ,seidenfrberei1 in ,england -- dann allerdings ohne ,harnzusatz -- auch zum ,frben des ,chesterkses und der ,butter4 ,um ,seide und andere ,gewebe echt grn zu frben1 verwendet man das ,lo-kao oder chinesische ,grn1 das man durch wsserigen ,auszug aus der ,rinde zweier ,kreuzdornarten1 ,rhamnus chlorophorus und ,rhamnus utilis1 gewinnt4 ,diese beiden werden als ,hom-bi und ,pa-bi im ganzen mittleren und nrdlichen ,china zur ,farbstoffgewinnung kultiviert4 ,der aus ihnen gewonnene ,farbstoff kommt in flachen1 blulichgrnen ,scheibchen in den ,handel4 ,aus den reifen ,beeren eines andern ,kreuzdorns 7,rhamnus catharticus7 stellt man das ,saftgrn her1 das mit ,kalk oder ,pottasche einen grnen ,niederschlag gibt1 der vollkommen ungiftig ist und besonders als ,wasserfarbe benutzt wird4 ,ein auffallender ,farbstoff1 der in saurer ,lsung schn rot1 in alkalischer dagegen intensiv blau ist1 und daher in der ,chemie als sogenannter ,lackmus als ,reagens oder ,nachweisestoff fr ,suren und ,alkalien verwendet wird1 stammt von verschiedenen ,flechten mit strauchfrmigem ,thallus1 die vorzugsweise an felsigen ,meeresksten wachsen4 ,ihre ,verwendung zum ,frben war schon im ,altertume bekannt2 so benutzten sie die ,rmer unter der allgemeinen ,bezeichnung fucus -- was eigentlich ,seetang bedeutet -- zur ,darstellung des unechten ,purpurs4 ,die ,kenntnis ihrer technischen ,verwendung ging aber in den ,strmen der ,vlkerwanderungszeit im ,abendlande verloren1 erhielt sich aber im ,morgenlande1 wo sie ein in ,florenz ansssiger ,deutscher namens ,federigo 7,friedrich7 im #ac4 ,jahrhundert kennen lernte4 ,von einer ,handelsreise in die ,levante brachte er ,frberflechten mit und lehrte daraus vermittelst ,harn eine schne rote ,farbe darstellen4 ,damit begrndete er seinen groen eigenen ,reichtum als ,stammvater des spter mit den ,medici rivalisierenden florentinischen ,adelsgeschlechtes der ,rucellai1 so genannt nach der fr sie so bedeutungsvollen ,frberflechte rucella1 die heute im ,italienischen oricello heit1 woraus das auch im ,deutschen gebrauchte franzsische ,wort orseille hervorging4 ,wie die ,medici1 deren ,stammvater ,arzt gewesen war und von ihm her den ,namen und die drei ,kugeln -- eigentlich ,pillen -- im ,wappen fhrten1 so hielten es die ,rucellai mit der ,frberflechte1 die sie zu ,reichtum und ,ehren gebracht hatte4 ,dieser von ihrem ,ahnherrn eingefhrten neuen ,industrie verdankte aber nicht blo dieses ,geschlecht1 sondere viele ,stdte ,italiens1 die den gesamten ,handel mit ,frberflechten aus der ,levante und dem griechischen ,archipel an sich gerissen hatten1 ihren ,reichtum1 bis im ,jahre #adjb der ,normanne ,bthencourt die ,kanarischen ,inseln entdeckte und auf ihnen gleichfalls den kostbaren ,stoff fand4 ,spter entdeckte man ihn auch auf den ,azoren1 auf ,sardinien und ,korsika1 in den ,pyrenen1 der ,auvergne usw4 ,die ,orseille ist in ,form von schwachen organischen ,suren in einer ganzen ,reihe von ,flechten vorhanden1 unter welchen die ,roccella tinctoria die gesuchteste ist4 ,sie liefert die levantische und kanarische ,orseille1 von der auf den ,kanarischen ,inseln allein jhrlich etwa #acjjjj kg gesammelt werden und in den ,handel gelangen2 doch wird sie auch an den felsigen ,ksten ,sdamerikas1 des ,kaps der ,guten ,hoffnung1 ,senegambiens und ,ostindiens gesammelt4 ,im ,gegensatz zu dieser ,meerorseille wird die von der ,variolaria orcina und ,v4 dealbata in ,europa gewonnene ,orseille als ,landorseille bezeichnet4 ,eine andere ebenfalls sehr farbstoffreiche ,flechte ist ,roccella montagnei1 die an der ostafrikanischen ,kste in den stuarien auf ,mangrovebumen wchst4 ,aus der ,flechte ,lecanora tartarea1 die auf den ,inseln nrdlich von ,schottland1 den ,orkneys und ,hebriden1 heimisch ist1 wird der rote ,indigo oder ,persiko gewonnen1 der im ,jahre #agfe zuerst von ,cuthbert dargestellt wurde4 ,durch ,behandlung mit ,alkalien -- frher ,harn1 jetzt ,ammoniak -- wird der violettrote ,farbstoff1 das ,orcein1 frei1 mit dem man ,wolle und ,seide rot oder violett frbt4 ,da er aber fr sich allein nicht echt genug frbt1 so wendet man ihn meist mit anderen ,farbstoffen hauptschlich zur ,herstellung von braunen ,nuancen an4 ,ein schon im hohen ,altertum im ,orient gebruchlicher ,farbstoff ist das ,drachenblut1 ein von den am uersten westlichen und stlichen ,zipfel ,afrikas1 auf den ,kanaren und der ,insel ,sokotra bis in die ,gegenwart am ,leben gebliebenen ,drachenbumen 7,dracaena draco u4 a47 aus der ,familie der ,lilienbltigen gewonnenes ,harz4 ,es sind dies #af-ah m hohe ,bume1 die wie die ,dikotyledonen dauernd in die ,dicke wachsen und zu uerst auf den gabelig verzweigten sten und auf dem ,gipfel des ,stammes bschelig gehufte1 ber #a m lange1 schwertfrmige ,bltter tragen4 ,sie knnen ein auerordentlich hohes ,alter erreichen und lassen von selbst oder durch ,einschnitte das dunkelrotbraune1 sprde1 geruch- und geschmacklose1 an der ,luft erhrtende ,harz ausflieen1 das gepulvert blutrot ist und sich in therischen und fetten len wie auch in ,alkalien zu einer roten ,farbe auflst4 ,es kommt entweder in ,form von in ,schilfblttern eingewickelten ,kugeln oder in ebenfalls in ,blttern eingewickelten ,stangen in den ,handel4 ,das kanarische ,drachenblut machte frher einen bedeutenden ,handelsartikel von ,madeira aus und findet sich auch in den ,grbern der ,guanchen genannten ,ureinwohner der ,kanaren1 welche dasselbe wahrscheinlich zur ,einbalsamierung ihrer ,leichen benutzten4 ,jetzt wird es seiner zusammenziehenden ,wirkung wegen vorzugsweise zu ,zahnpulver und ,zahntinkturen1 zumal bei leicht blutendem ,zahnfleisch benutzt1 sowie zu ,tischlerpolitur und verschiedenen ,lacken4 ,von ,sokotra erhielten es die alten ,griechen unter der ,bezeichnung indischer ,zinnober4 ,der im #b4 ,jahrhundert n4 ,chr4 in ,kleinasien lebende griechische ,schriftsteller ,flavius ,arrianus schreibt in seinem ,bericht ber die ,umschiffung des ,roten ,meeres3 ,der sogenannte indische ,zinnober 7kinnbari7 wird auf der ,insel des ,dioskurides 7,sokotra7 von ,bumen1 aus denen er trpfelt1 gesammelt48 ,in derselben ,weise1 wie dieses ,drachenblut1 wird auch das ebenso genannte ,harz1 das auf den ,philippinen von den ,frchten der ,drachenrotangpalme 7,calamus draco7 gewonnen wird1 verwendet4 ,auer den bisher genannten ,pflanzen sind noch einige andere zu erwhnen1 die wegen ihres ,gehaltes an ,katechin oder ,gerbstoffen zum ,schwarzfrben und zum ,gerben verwendet werden4 ,unter dem ,namen ,katechu kommen die verschiedensten gerbstoffhaltigen ,massen in den ,handel1 die teils aus den ,frchten der ,arekapalme 7,areca catechu71 teils aus den ,zweigen und dem ,kernholze einer ,akazie 7,acacia catechu71 teils aus den ,blttern der ,gambirpflanze 7,uncaria gambir7 durch ,auskochen mit ,wasser gewonnen werden4 ,demnach unterscheidet man ,palmen- oder ,areka-,katechu1 dunklen ,akazien- oder ,pegu-,katechu und gelben oder ,gambir-,katechu4 ,die in den ,tropen hufig angebaute1 ursprnglich in ,sdasien heimische ,arekapalme ist ein uerst zierlicher ,baum von etwa #ae m ,hhe mit sehr geradem1 dnnem1 weiem ,stamm und etwas krauser ,krone von dunkelgrnen ,fiederblttern4 ,seine eifrmigen1 etwa #d cm langen ,frchte enthalten ein ziemlich hartes1 marmoriertes ,nhrgewebe1 das1 in ,querscheiben geschnitten1 mit ,kalkmilch in ein scharf schmeckendes ,blatt des ,betelpfeffers gewickelt1 in ganz ,sdasien und ,indonesien zum sogenannten ,betelkauen verwendet wird4 ,durch ,kochen in ,wasser wird aus den ,arekanssen der ,areka-,katechu gewonnen4 ,ebenfalls im sdlichen ,asien heimisch ist die in ganz ,vorder- und ,hinterindien1 auf ,ceylon und im tropischen ,afrika von ,abessinien bis zum ,sambesi verbreitete ,katechu-,akazie1 ein #d-h m hoher ,baum aus der ,familie der ,hlsenfrchtler mit brauner1 rissiger ,rinde1 sehr verzweigter1 schirmfrmiger ,krone1 weilich behaarten1 dornigen ,zweigen1 zerstreut stehenden1 paariggefiederten ,blttern und gelben ,blten4 ,in der ,trockenzeit fllt sein ,laub ab4 ,das in mglichst kleine ,spne gehauene1 vom hellgelben ,splint befreite ,kernholz wird etwa #ab ,stunden lang in mit ,wasser angefllten irdenen ,tpfen ausgekocht und der dunkelbraune ,auszug dann in ,schalen eingedickt1 um zuletzt in ,formen vollstndig zu erhrten4 ,er kommt in ,klumpen in den ,handel1 die vor dem ,gebrauch durch ,chemikalien und heies ,wasser wieder aufgelst werden4 ,wie der ,areka-,katechu wird er massenhaft in der ,frberei gebraucht1 sowohl als ,beize1 als auch zur ,erzeugung von sehr dauerhaften schwarzen1 braunen und grnen ,farbenschattierungen und zum ,gerben von weichem1 geschmeidigem ,leder4 ,illustration3 ,tafel #aje4 7,copyright by ,f4 ,o4 ,koch47 ,junger ,blauholzbaum 7,haematoxylon campechianum7 angepflanzt in ,kwai 7,ostafrika74 ,illustration3 7,copyright by ,f4 ,o4 ,koch47 ,junger ,rotholz- oder ,brasilbaum 7,caesalpina sappan74 ,illustration3 ,tafel #ajf4 ,mangrovendickicht mit zahlreichen ,stelzwurzeln am ,kamerunflu in ,westafrika4 ,bis jetzt sind nur die ,katechubestnde in ,indien ausgenutzt worden1 und zwar in dem ,mae1 da die ,gewinnung in den letzten ,jahren sehr zurckging und nur fr etwa #e ,millionen ,mark exportiert wurde4 ,infolge davon hat die englische ,regierung die ,katechugewinnung aus den wildwachsenden ,bestnden geregelt und den ,anbau des ,baumes angeordnet4 ,dagegen sind die groen ,katechubestnde des tropischen ,afrika noch vollstndig unbenutzt geblieben4 ,besonders im ,steppenwalde ,deutsch-,ostafrikas kommt der ,baum massenhaft vor und drfte mit der ,zeit zur ,gewinnung von ,katechu1 der recht gute ,preise erzielt1 reizen4 ,in den ,spalten des ,stammes der ,katechu-,akazie findet man nicht selten kristallinische ,ablagerungen von ,katechin oder ,katechusure1 nach der ,katechugerbsure dem wichtigsten ,bestandteil des ,katechu1 die unter dem ,namen khersal in ,indien als stopfendes ,arzneimittel bei ,diarrhoe ,verwendung finden4 ,der von dieser ,pflanze gewonnene ,katechu wurde zuerst #aead von ,barbosa als ,handelsartikel ,sdasiens erwhnt4 ,eine ,beschreibung der ,stammpflanze und der ,darstellung des ,katechu gab aber erst ,sassetti im ,jahre #aehf1 und bald darauf gelangte ,katechu auch nach ,europa4 ,um die ,mitte des #ag4 ,jahrhunderts erscheint er als eine sehr teuere ,droge in deutschen ,apothekertaxen1 und #afhj schilderte ,clayer den ungeheuren ,verbrauch desselben in ,ostasien hauptschlich zum ,betelkauen1 dem dort sozusagen jedermann huldigt4 ,neben dem in ,vorderindien gewonnenen ,bombay-,katechu ist der aus ,hinterindien stammende ,pegu-,katechu der im ,handel gewhnlichste und fr pharmazeutische ,verwendungen neben dem ,gambir allein zulssige4 ,er bildet unregelmige dunkelbraunrote ,kuchen1 wie der vorhergehend besprochene ,areka-,katechu1 und kommt in ,matten oder ,kisten verpackt in den ,handel4 ,in mittelgroen1 graubraunen1 porsen1 leicht zerreiblichen1 sehr leichten und daher auf ,wasser schwimmenden ,wrfeln kommt der gelbe oder ,gambir-,katechu in den ,handel4 ,er bildet ein durch vielstndiges ,kochen in ,wasser und nachheriges ,eindicken gewonnenes ,extrakt aus den jungen ,trieben von ,uncaria gambir1 einem kletternden ,strauch ,hinterindiens und der ,sundainseln aus der ,familie der ,rubiazeen oder ,krappgewchse1 die besonders auf der ,halbinsel ,malakka1 aber auch auf ,java und ,sumatra angebaut wird und ber ,singapur in den ,handel gelangt4 ,drei- bis viermal im ,jahre werden die jungen ,zweige und ,bltter des ,gambirstrauchs zur ,gewinnung des sehr reichlich ,katechin 7neben ,katechugerbsure7 enthaltenden ,gambirs abgeschnitten1 zerkleinert1 durch ,kochen in ,wasser extrahiert und1 auf ,sirupkonsistenz eingedickt1 an der ,luft noch vllig getrocknet4 ,der ,gambir ist fast geruchlos1 schmeckt bitter1 ist in kaltem ,wasser schwer1 leicht dagegen in heiem ,wasser lslich1 frbt sich mit ,eisenoxydsalzen grn und dann auf ,zusatz von ,alkali purpurn4 ,er wurde in ,europa gegen das ,ende des #ah4 ,jahrhunderts bekannt1 hat aber erst seit den #ahcj;er ,jahren eine ungemein groe ,bedeutung in der ,frberei und zum ,gerben schweren ,leders1 wie auch zum ,imprgnieren von ,stoffen1 die beim ,gebrauch der ,nsse ausgesetzt sind1 wie ,fischernetze1 ,zeltstoffe und ,kofferberzge1 erlangt4 ,auch gegen den ,kesselstein in ,dampfmaschinen findet er hufig ,verwendung4 ,die ,ausfuhr von ,singapur1 wo fast die gesamte ,produktion zusammenkommt1 beziffert sich auf jhrlich etwa #dj ,millionen kg im ,werte von #ai ,millionen ,mark4 ,davon empfngt ,london allein gegen #ae ,millionen kg1 whrend ,deutschland nur etwa #g ,millionen kg verbraucht4 ,ebenfalls reich an ,gerbstoff ist der in dunkelbraunroten bis schwrzlichen1 in dnnen ,splittern rubinrot durchscheinenden ,stcken in den ,handel gelangende ,kino1 der sich in ,weingeist mit dunkelblutroter ,farbe lst und wie ,katechu und ,gambir teilweise in der ,medizin als adstringierendes ,mittel1 besonders aber technisch zum ,frben und ,gerben ,anwendung findet4 ,meist kommt er als ,malabar- oder ,amboina-,kino zu uns und bildet den nach ,einschnitten in den ,stamm des ,baumes ,pterocarpus marsupium1 eines ,schmetterlingsbltlers1 ausgeflossenen und dann eingetrockneten1 rtlichen1 gerbsurehaltigen ,saft1 whrend der gleichfalls zu uns gelangende australische ,kino aus dem in gleicher ,weise gewonnenen ,saft verschiedener ,eukalyptusarten besteht4 ,kaum ,bedeutung fr uns hat der bengalische ,kino1 der aus dem eingedickten ,saft der ,rinde von ,butea frondosa besteht1 ebenso der westindische1 der aus der ,rinde von ,coccoloba uvifera gewonnen wird1 traubentragend wegen seiner ,frchte genannt1 die angenehm sauer schmecken und in ,westindien und ,sdamerika1 wo der ,baum kultiviert wird1 gerne mit ,zucker gegessen werden2 auch bereitet man aus ihnen erfrischende ,getrnke4 ,das schwere1 geaderte ,holz dieses mit wohlriechenden weien ,blten in ,trauben versehenen ,baumes wird zur ,herstellung feiner ,mbel benutzt1 und aus ihm durch chemische ,umsetzung eine rote und violette ,farbe gewonnen4 ,die wsserige rtlichbraune ,lsung des ,kino frbt sich nmlich mit ,alkalien versetzt rotviolett und gibt mit ,eisenchlorid einen dunkelgrnen ,niederschlag1 der mit ,alkalien purpurn wird4 ,der westindische ,kino ist seit #ageg gebruchlich1 whrend der ,malabar-,kino erst seit #ahaa bei uns eingefhrt ist4 ,der am frhesten in ,europa gebrauchte ,kino war brigens der afrikanische1 von ,pterocarpus erinacea gewonnen1 der seit #agcc als zusammenziehendes ,mittel im ,arzneischatze gefhrt wird4 ,als ,myrobalanen kommen seit dem frhen ,mittelalter1 da uns die ,araber ihre ,kenntnis vermittelten1 die #e cm langen und #b1e cm dicken1 lnglich birnfrmigen1 grnlich gelben oder gelbbraunen ,frchte mehrerer ostindischer ,bume zu uns1 die wegen ihres ,gehaltes von #cb-de ,prozent ,gerbstoff ebenfalls zum ,schwarzfrben und ,gerben verwendet werden4 ,die meisten der in den ,handel kommenden stammen von verschiedenen ,vertretern der ,gattung ,terminalia1 die in den regengrnen ,wldern von ganz ,vorderindien1 ,ceylon1 ,hinterindien und dem indischen ,archipel wachsen1 von deren einer ,art1 ,terminalia catappa1 die mandelhnlichen ,samen gegessen und auch zur lgewinnung benutzt werden1 whrend die ,rinde zum ,gerben dient4 ,frher wurden noch als schwarze oder graue ,myrobalanen die getrockneten ,frchte eines ebenfalls in ,ostindien wachsenden ,strauches1 ,phyllanthus emblica1 eines ,wolfsmilchgewchses1 in den ,handel gebracht2 jetzt aber werden meist die zuerst genannten nach ,europa1 und zwar vorzugsweise nach ,england importiert4 ,im ,altertum verstand man unter ,myrobalanen die ,frchte der in gypten wildwachsenden ,balanites aegyptiaca1 die zum ,salben benutzt wurden4 ,im ,mittelalter bertrug man dann den ,namen zuerst auf die in ,syrien wachsenden gelben ,pflaumen1 unsere jetzigen ,mirabellen1 und dann erst auf die gelben ,frchte1 deren gerbstoffhaltige uere braune ,schicht gewhnlich pulverisiert in den ,handel gelangt4 ,demselben ,zwecke des ,gerbens und ,schwarzfrbens dienen die gerbstoffreichen ,hlsenfrchte eines in ,westindien1 ,mexiko und dem nrdlichen ,sdamerika1 besonders in ,kolumbien und ,venezuela1 heimischen1 #f-h m hohen ,schmetterlingsbltlers1 der ,caesalpinia coriaria1 die als ,dividivi in den ,handel gelangen4 ,sie sind gegen #h cm lang und #b-c cm breit und enthalten #bj-cj ,prozent ,gerbstoff4 ,diese von den ,indianern schon lngst als ,gerbmittel verwendeten ,gerbschoten wurden zuerst im ,jahre #agfh von den ,spaniern nach ,europa gebracht1 kommen aber erst seit ,anfang des #ai4 ,jahrhunderts in greren ,mengen dahin4 ,kolumbien fhrt davon jhrlich #d1b und ,venezuela #c1d ,millionen kg aus1 von denen ,deutschland ber ,hamburg etwa #e ,millionen kg im ,werte von #a ,million einfhrt4 ,von einer anderen ,caesalpinia-,art stammen die als falsche ,dividivi bezeichneten ,gelbschoten1 whrend ,caesalpinia tinctoria die in ,chile und ,peru zum ,gelb- und ,schwarzfrben gebrauchte ,dividivi von ,bogot in ,form von groen1 flachen ,hlsen mit roter oder hellbrauner ,haut hervorbringt4 ,ebenso reich an ,farbstoff sind die kurzen1 breiten ,hlsen von ,caesalpinia digyna1 die als ,tarihlsen aus ,vorderindien importiert werden4 ,weiter finden zum ,schwarzfrben und ,gerben die als ,bablach in den ,handel kommenden unreif gesammelten ,hlsenfrchte verschiedener ,akazienarten ,verwendung4 ,die ostindische ,sorte stammt von ,acacia arabica var4 indica in ,form von #e-h cm langen1 flachen1 dunkel- oder hellbraunen ,schoten1 die #ad-bj ,prozent ,gerbstoff enthalten1 die gyptische dagegen rhrt von ,acacia nilotica her in ,form von grnbraunen ,hlsen mit hnlichem ,gerbstoffgehalt4 ,sie dienen zum ,gelb-1 ,braun- und ,schwarzfrben1 zur ,bereitung von ,tinte und zum ,gerben von leichterem ,leder4 hnliche ,verwendung findet der ,sumach oder ,schmack1 der aus den getrockneten ,blttern verschiedener ,rhus-,arten und von ,coriaria myrtifolia gewonnen wird4 ,die beste ,sorte liefert der ,gerbersumach 7,rhus coriaria71 dessen ,bltter schon die ,alten als ,gerbmaterial benutzten1 wie sie auch seine ,beeren als ,gewrz wie ,myrtenbeeren oder ,pfeffer gebrauchten1 um die ,speisen schmackhafter zu machen4 ,zuerst nennt ihn der athenische ,gesetzgeber ,solon zu ,anfang des #f4 vorchristlichen ,jahrhunderts4 ,seit der ,zeit der arabischen ,herrschaft wird der trockene1 steinige ,standorte bevorzugende ,strauch in ,unteritalien und ,sizilien in groem ,mastabe kultiviert4 ,aus dem arabischen sommq ging der italienische ,name sommaco hervor1 woraus die deutsche ,bezeichnung ,sumach oder ,schmack hervorging4 ,der ,gerbersumach ist ausgewachsen ein #e-f m hoher ,strauch1 dem man jhrlich die bebltterten ,schlinge abschneidet1 so da er nur etwa #a1e m hoch wird4 ,zur ,sumachgewinnung lt man dann die abgeschnittenen ,zweige der kultivierten ,pflanze an der ,sonne trocknen1 streift die drren ,bltter ab und mahlt sie4 ,dadurch erhlt man ein grnliches ,pulver von zusammenziehendem ,geschmack und eigentmlichem ,geruch1 von dem ,sizilien allein fr mehr als #af ,millionen ,mark jhrlich ausfhrt4 ,es wird zum ,schwarz- und ,dunkelrotfrben und zum ,gerben feiner1 leichter ,ledersorten verwendet1 whrend die ,frchte des ,gerbersumachs1 der bei uns auch als ,zierstrauch kultiviert wird1 im ,orient noch heute als ,gewrz an ,speisen und zum ,sauermachen von ,essig dienen4 ,bis zu #aj ,prozent ,gerbstoff -- in der ,wissenschaft als ,gerbsure oder ,tannin bezeichnet -- enthlt die von verschiedenen ,eichen 7besonders ,quercus pedunculata und ,q4 sessiliflora7 abgeschlte ,rinde1 die an sich geruchlos ist1 aber zerkleinert1 mit ,wasser und tierischer ,haut in ,berhrung gebracht1 den bekannten ,lohgeruch entwickelt4 ,die beste ,eichenrinde wird von jungen1 hchstens #be ,jahre alten ,bumen gewonnen1 die in einer besonderen ,art von ,niederwaldbetrieb gezogen werden4 ,dazu gehrt ein mildes ,klima innerhalb der ,grenze des ,rebbaus4 ,in den ,eichenschlwldern ,deutschlands werden nur ,stiel- und ,traubeneichen genutzt1 und zwar gibt man letzteren den ,vorzug4 ,auf #dejj ,hektar gewinnt man nur #b1e-c ,millionen kg4 ,deutschland verbraucht davon jhrlich etwa #ejj ,millionen kg1 von denen #hj-ajj ,millionen kg im ,werte von #aa ,millionen ,mark aus dem ,auslande1 besonders aus sterreich und ,frankreich1 bezogen werden4 ,zur ,herstellung guten ,sohlleders gibt es kein besseres ,material als dieses4 ,in ,amerika dient die ,rinde der bis #cj m hohen ,kastanieneiche 7,quercus prinus71 die in den mittleren und sdlichen ,vereinigten ,staaten wchst1 zu demselben ,zwecke4 ,man gewinnt sie von alten1 wildgewachsenen ,stmmen4 ,sie ist meist #b-c cm dick und enthlt bis #af ,prozent ,gerbsure4 ,man bereitet daraus einen ,extrakt1 der bis ber #cj ,prozent derselben enthlt4 ,in derselben ,weise verwendet man die durchschnittlich nur #aj ,prozent ,gerbstoff enthaltende1 aber als billiges ,material gleichwohl angewandte1 rotbraune ,rinde der kanadischen ,hemlocktanne 7,tsuga canadensis71 eines #be-cj m hohen ,baumes des klteren ,nordamerika1 der dem ,grenzgebiet der ,laub- und ,tannenwaldregion angehrt und selbst in nassen1 kalten ,smpfen gedeiht4 ,man beutet in den ,vereinigten ,staaten etwa #d ,millionen ,hektar von ihm bestandenen ,waldes zur ,gewinnung der ,rinde aus4 ,die ,hemlocktanne kam im ,jahre #agcf durch ,collinson nach ,europa und wird in unseren ,gartenanlagen als eine der schnsten ,koniferen in mehreren ,varietten angepflanzt4 ,als teilweiser ,ersatz der verschiedenen ,arten von ,eichenrinde wird neuerdings in immer steigenden ,mengen die sehr gerbstoffreiche ,rinde der ,mangrovenbume aus den tropischen ,kstengebieten in den ,handel gebracht1 von der ,deutsch-,ostafrika beispielsweise jhrlich fr #djjjj ,mark ausfhrt4 ,diese ,mangroven- oder ,manglebume 7,rhizophora mangle1 ,rh4 mucronata u4 a47 umgrten in dichten ,bestnden die meisten flachen ,ksten und ,flumndungen der ,tropen4 ,es sind bis #ae m hohe ,bume1 deren ,stmme und ste zahlreiche1 vielfach bogenfrmig gekrmmte ,luftwurzeln entwickeln1 mit denen sie sich gleichsam im lockeren ,uferschlamm verankern1 was sehr ntig ist1 wenn man bedenkt1 da bei der steigenden ,flut sich die ,wellen oft strmisch an die von ihnen eingenommenen ,standorte herandrngen und ihren ,schaum hoch ber die im ,winde gebogenen ,wipfel aufspritzen lassen4 ,ihr ,holz ist auerordentlich zhe und hart und findet deshalb als ,nutzholz in verschiedenster ,weise ,verwendung4 ,die immergrnen1 dicken1 lederartigen ,bltter sind durch starke ,verdickung der ,oberhaut in wirksamer ,weise gegen bermigen ,wasserverlust geschtzt4 ,das scheint auf den ersten ,blick unntig1 da die ,pflanzen doch im ,wasser stehen2 bedenken wir aber1 da dieses ,wasser salzhaltig ist und da ,kochsalz fr alle ,gewchse1 wenn es in unbeschrnkter ,menge in den ,krper derselben eingefhrt wird1 ein sehr stark wirkendes ,gift ist1 so begreifen wir diese ,schutzeinrichtung vollkommen4 ,eine andere1 durch ihren ,standort im ,wasser bedingte ,eigentmlichkeit der ,mangroven sind die ,pneumatophoren oder ,atmungswurzeln1 die von einem mchtigen ,arenchymmantel umhllt sind und durch ,lentillen genannte ,spalten reichlich ,kohlensure ausscheiden und ,sauerstoff einatmen1 um so den ,gasstoffwechsel der unter ,wasser befindlichen ,organe zu ermglichen4 ,aus den paarweise gestellten weien ,blten gehen lngliche1 einsamige1 nicht aufspringende ,frchte mit lederartiger ,schale hervor1 die auch wiederum die hchst zweckmige ,einrichtung aufweisen1 bereits am ,baume zu keimen4 ,der ,keimblattstamm verlngert sich dabei monatlich um etwa #d cm und wchst durch die ,frucht heraus1 so da der ,keimling nach neun ,monaten gegen #j1e m1 unter ,umstnden sogar #a m ,lnge erreicht4 ,er ist unten am dicksten und etwa #hj g schwer4 ,diese langen1 schweren1 aus den ,frchten heraushngenden ,keimblattstcke pendeln nun bei ,luftstrmung hin und her1 endlich reien die ,gefbndel1 durch welche noch immer die ,verbindung mit dem rhrenfrmigen ,teile des ,keimblatts erhalten war1 der ,keimling fllt in die ,tiefe und bohrt sich durch die ,wucht des ,sturzes mit seinem unteren1 zur ,ausbildung der ,wurzel bestimmten ,ende tief in den ,schlamm ein4 ,sogar eine #j1e m hohe ,wasserschicht wird von ihm mit solcher ,gewalt durchfahren1 da er in dem darunter befindlichen ,schlamme aufrecht stehend stecken bleibt4 ,hier entwickeln sich im ,laufe weniger ,stunden ,wurzeln1 die den ,keimling endgltig im ,boden befestigen4 ,durch diese ingenise ,einrichtung ist dafr gesorgt1 da die ,nachkommenschaft im ,schlammgebiet selbst ,wurzel fat1 wo sie die gnstigsten ,existenzbedingungen findet1 und nicht in der ,frucht von den ,wogen ans ,ufer geschwemmt wird an ,orte1 die fr die ,weiterentwicklung hchst ungnstig sein knnten4 ,geschieht es nmlich1 da bei hoher ,flut der ,keimling die hohe ,wasserschicht nicht mit gengender ,kraft durchfhrt1 um sich in den ,schlamm einzubohren1 so fhren ihn die ,wogen weiter1 um ihn ans ,land zu werfen1 wo es ihm gleichwohl oft noch gelingt ,fu zu fassen4 ,abgesehen von ihrer als ,gerbmaterial fr ,leder hchst wertvollen gerbstoffreichen ,rinde sind die ,mangrovendickichte1 welche nur dadurch einigermaen zugnglich sind1 da die netzfrmig ausgebreiteten ,stelzwurzeln der ,bume ber den ,wasserspiegel hervorragen und auf diese ,weise einen ,sttzpunkt zum berklettern bieten1 von hoher ,wichtigkeit als landerobernde ,vegetationsformen1 die immer weiter ins ,meer hinaus vorschreiten und nach und nach bedeutende ,gebiete an den ,ksten in ,land verwandeln4 ,die bogenfrmig ausgespreizten ,stelzwurzeln sammeln nmlich wie ,reusen alles hineingeratene ,pflanzenmaterial und smtlichen ,auswurf des ,meeres an1 halten es fest und verdichten den ,untergrund des ,sumpfwaldes schlielich so weit1 da er fest und gangbar wird4 ,diese fr die seichten ,ksten der ,tropen so charakteristischen ,mangrovenwlder sind durchaus an das ,salzwasser des ,meeres gebunden und steigen an den ,mndungen der ,flsse nur so weit herauf1 als das ,wasser noch brackig ist4 ,im ,bereiche des reinen ,swassers verschwinden sie vollkommen4 ,leider sind diese ,mangrovenbezirke durch das viele stehende ,wasser gefrchtete ,brutpltze der ,moskitos1 von denen die ,anophelesarten die bertrgerinnen der ,malaria sind4 ,von weiteren gerbstoffhaltigen ,drogen1 die technisch auer der ,gerberei besonders fr die ,frberei in ,betracht kommen1 sind die ,gallpfel zu nennen1 die bekanntlich durch den ,stich bestimmter ,gallwespenweibchen auf den ,blttern und ,knospen verschiedener ,eichenarten entstehen1 indem durch den ,reiz der aus dem ,ei hervorgegangenen ,insektenlarve ,wucherungen der betroffenen ,stellen des ,blattgewebes in ,form von blasigen ,austreibungen bewirkt werden4 ,unsere einheimischen ,eichen 7,quercus pedunculata und ,q4 sessiliflora7 werden von einer ,anzahl ,gallwespen befallen1 deren jede eine ,galle von bestimmter ,form hervorbringt4 ,so erzeugt ,cynips scutellaris die kirschgroen1 weichen1 auswendig grn bis rot gefrbten kugeligen ,gallen1 die man so hufig an der ,unterseite der ,eichenbltter findet4 ,reicher an ,gerbstoff als unsere einheimischen sind die groen ungarischen1 die von ,cynips hungarica an der ,unterseite der ,bltter von der ,stieleiche 7,quercus pedunculata71 und die kleinen ungarischen ,gallpfel1 die von ,cynips kollari gleichfalls an den ,blttern der ,stieleiche erzeugt werden4 ,whrend diese #be-cj ,prozent ,gerbstoff enthalten1 steigt der ,tanningehalt bei den kleinasiatischen1 von ,cynips gallae tinctoriae auf der ,unterseite der ,bltter von ,quercus infectoria erzeugten auf #fj ,prozent und mehr4 ,von diesen in ganz ,vorderasien gefundenen ,gallen sind die nrdlich von ,aleppo in ,nordsyrien gesammelten die gehaltreichsten an ,gerbsure4 ,aus dem westlichen ,gebiet kommen sie ber ,alexandrette nach ,europa1 aus dem stlichen dagegen gehen sie ber ,mossul nach ,bombay und gelangen als indische ,gallen in den ,handel1 um auer zum ,frben zur ,tintenbereitung und zur ,gewinnung von ,gerbsure und zur ,herstellung von ,gallpfeltinktur zu dienen4 ,kleinasiatische und griechische ,gallpfel wurden schon zur ,zeit des ,hippokrates1 des berhmtesten ,arztes des ,altertums 7#dfj-cfd v4 ,chr471 medizinisch und technisch verwertet4 ,auch ,theophrast 7#cij-bhf v4 ,chr47 erwhnt sie1 und der ltere ,plinius um die ,mitte des #a4 christlichen ,jahrhunderts berichtet1 da man mit ,gallpfelsaft getrnktes ,leinen zur ,prfung des ,kupfervitriols auf seinen ,gehalt an ,eisenvitriol benutze4 ,auch spter blieben die ,gallpfel besonders in medizinischem ,gebrauch1 bis nach den ,kreuzzgen solche aus ,syrien und ,kleinasien einen regelmigen ,ausfuhrartikel jener ,lnder bildeten4 ,in guten ,jahren kommen allein von ,aleppo #h-ijjj ,scke im ,werte von je #adj-afj ,mark in den ,handel4 ,die ,knopperneiche 7,quercus vallonea71 die in ,kleinasien und im kilikischen ,taurus vorkommt1 liefert in ihren ,fruchtbechern die #bj bis #ce ,prozent ,gerbsure enthaltenden kleinasiatischen oder ,smyrnavalonen1 whrend die ,knoppern durch den ,stich einer ,gallwespe 7,cynips calycis7 in die jungen ,frchte vorzugsweise der ,stieleiche 7,quercus pedunculata71 seltener der ,traubeneiche 7,quercus sessiliflora7 hervorgebrachte1 auf der ,oberflche mit flgelartigen ,hckern besetzte ,gallen mit #bd-ce ,prozent ,gerbstoff sind1 die in der ,frberei und1 besonders in sterreich1 auch noch zum ,gerben des ,sohlleders dienen4 ,sie kommen als levantinische ,knoppern in den ,handel4 ,in der oft mit ,mannazucker bedeckten besten ,sorte von ,smyrna betrgt der ,gerbstoffgehalt #cj-ce ,prozent4 ,trotz ihres herben ,geschmackes dienten die ,frchte der ,knopperneiche schon der armen ,bevlkerung bei den alten ,griechen als ,nahrungsmittel1 und auch jetzt noch werden sie in ihrer ,heimat roh oder gerstet verspeist1 whrend unsere einheimischen ,eicheln heute nur noch als geschtztes ,schweinefutter dienen4 ,in ,griechenland allein werden jhrlich #ejjj-gdjj ,tonnen geerntet1 die als vorzgliches ,gerbmaterial besonders fr ,sohlleder1 aber auch zum ,schwarzfrben1 z4 ,b4 von ,seidenhten1 dienen4 ,der ,gerbproze1 bei welchem die ,gerbsure ,anwendung findet1 ist nebenbei bemerkt ein in seinen ,einzelheiten noch nicht vllig aufgeklrter ,vorgang1 der mit der ,frberei einige ,verwandtschaft besitzt4 ,dabei verwandelt der ,gerbstoff unter ,aufnahme von ,sauerstoff aus der ,luft die von der haartragenden ,oberhaut und der fettdurchwachsenen ,unterhaut befreite ,lederhaut1 die der ,gerber auch wohl als ,corium bezeichnet1 zu einem vor jeglicher ,fulnis bewahrten ,gebilde1 dem ,leder4 ,so wichtig der ,sauerstoff auch fr den ,gerbproze ist1 so bewirkt er an sich noch keine ,lederbildung des ,coriums4 ,legt man ein ,stck der letzteren1 die aus einem festen ,gefge vielfach verschlungener ,faserbndel besteht1 in feuchtem ,zustande in eine ,sauerstoffatmosphre oder bergiet sie in einem ,becherglase mit reichlich ,sauerstoff abgebenden ,wasserstoffsuperoxyd1 so wird noch kein ,leder daraus2 dies geschieht erst bei ,gegenwart einer ,gerbstofflsung4 ,die lteste ,methode der ,lederfabrikation haben wir in der ,smisch- oder lgerberei vor uns4 ,die ,jger- und ,nomadenstmme unserer ,tage1 welche1 wie die ,jger der ,urzeit1 das ,fell des erlegten ,wildes auf der ,fettseite mit dem ,steine bearbeiten1 um ihm seine ,geschmeidigkeit auch nach dem ,eintrocknen zu erhalten1 stellen damit eine primitive ,art smisch gegerbtes ,leder her4 ,etwas vollkommener ist das ,gerbverfahren1 das beispielsweise die ,frauen der nordamerikanischen ,indianer anwandten1 um die ,tierhaut in ,leder zu verwandeln1 d4 h4 in solcher ,weise zu verndern1 da sie weder in ,fulnis bergeht1 noch ausgetrocknet hart wird4 ,zu diesem ,zwecke spannten sie die abgezogene ,haut eines von den ,mnnern erbeuteten ,bffels oder sonst eines ,wildes zwischen ,holzpflcke auf dem ,boden aus und schabten mit einem geschrften ,stein das anhaftende ,fett und ,fleisch1 wie auch die ,haare ab4 ,dann rieben sie die ,haut mit dem ,gehirn und ,fett des ,tieres ein und bearbeiteten sie tchtig lngere ,zeit mit dem ,schaber oder einem andern ,stein1 bis sie weich wurde wie smisch gegerbtes ,leder4 hnlich wie sie verfahren andere primitive ,vlker der ,gegenwart1 die zum ,einreiben der rohen ,felle auer ,gehirn auch ,fett oder l verwenden4 ,noch heutzutage werden die in ,kleienbeizen angeschwellten ,blen81 wie die in ,leder zu verwandelnde ,mittelschicht der ,haut von den ,gerbern genannt wird1 mehrere ,male mit ,tran eingerieben2 zwischendurch hngt man sie einige ,zeit an der ,luft auf und lt sie zuletzt in ,wrmekammern angren4 ,dabei nehmen die ,fette ,sauerstoff aus der ,luft auf1 es entstehen sauerstoffreiche ,fettsuren1 sogenannte ,oxyfettsuren1 die sich mit dem geschwellten ,corium so fest verbinden1 da sie selbst durch ,waschen mit ,soda und ,seife nicht mehr entfernt werden knnen4 ,ein anderes1 in der ,alten und ,neuen ,welt gebruchliches1 ganz rationelles ,verfahren1 um das ,fell vor ,fulnis zu bewahren1 ist die ,anwendung des ,rauches4 ,die moderne ,technik macht auch hiervon wenigstens insoweit ,gebrauch1 als ein groer ,teil der aus ,amerika zu uns kommenden rohen ,rindshute der vorlufigen ,erhaltung halber etwas geruchert wird -- andere salzt man ein --1 und da man ,felle und ,blge fr ,sammlungen mit ,kreosot1 also mit demjenigen ,bestandteile des ,rauches prpariert1 der die ,tierfaser gegen ,fulnis widerstandsfhig macht4 ,auch die ,anwendung von ,alaun1 die ,grundlage der ,weigerberei1 mu schon lange bekannt sein1 da schon die ,rmer neben dem lohgegerbten festen ,leder1 von ihnen corium genannt1 ein weiches und geschmeidiges1 mit ,alaun bearbeitetes ,leder unter dem ,namen aluta kannten4 ,neuen ,datums ist die ,chromgerberei1 die ein sehr widerstandsfhiges ,leder liefert1 whrend die altgebte ,lohgerberei ein allerdings noch besseres ,produkt erzeugt4 ,sie wurde schon im frhesten ,altertum gebt und dazu in ,europa vorzugsweise die bis #af ,prozent ,gerbstoff aufweisende ,eichenrinde als die tanninreichste von allen ,rinden unserer ,waldbume verwendet4 ,in ,ruland1 wo die ,eichen fehlen1 gerbt man von alters her mit den ,rinden der ,birken1 ,weiden und ,erlen1 wie in ,nordamerika mit der ,rinde der ,hemlocktanne4 ,das auf diese ,weise in ,nordamerika erzielte rote ,sohlleder wurde zuerst im ,jahre #ahdd nach ,england und bald ber den ganzen europischen ,kontinent eingefhrt1 doch erwies sich dieses ,hemlockleder trotz seiner ,billigkeit nicht als dem einheimischen lohgegerbten ,leder gleichwertig4 ,schon die gypter des vierten vorchristlichen ,jahrtausends bten die ,gerberei mit gerbstoffhaltigen ,brhen1 die sie aus den ,rinden der einheimischen ,pflanzen herstellten4 ,auf den ltesten ,wandbildern der ,grber des alten ,reiches zu ,beginn des dritten vorchristlichen ,jahrtausends sehen wir dasselbe ,gerbverfahren angewandt1 das man heute noch betreibt4 ,im frhen ,altertum waren die persischen und babylonischen ,leder berhmt2 man fertigte dort nicht blo grbere1 sondern auch sehr feine und schn gefrbte ,ware an4 ,mit ,safran gelb gefrbte pantoffelartige ,schuhe waren das ,kennzeichen der ,vornehmen4 ,diese altasiatische ,industrie arbeitete selbst fr ,europa1 wohin die schiffahrtkundigen ,phnikier diese beliebte ,handelsware brachten und gegen einheimische ,produkte umtauschten4 ,gegen den ,anfang der christlichen ,zeitrechnung hatten die ,juden fast ausschlielich den ,lederhandel ,syriens in ,hnden und versorgten mit dieser ,ware ,rom und die brigen bedeutenderen ,stdte des rmischen ,reiches4 ,zur ,zeit der arabischen ,herrschaft kam im westlichen ,afrika und in ,spanien eine ,luxusgerberei zur ,blte1 fr deren ausgezeichnete ,produkte die ,vlker ,mitteleuropas lange ,zeit gute ,kufer waren1 bis man hier1 zuerst in ,frankreich1 das ,geheimnis der ,fabrikation dieser besseren ,ware ausgekundschaftet hatte und dann in der ,neuzeit selbst zu fabrizieren anfing4 ,die ,erinnerung an diese ,verhltnisse ist in den ,bezeichnungen der verschiedenen ,ledersorten bis in die ,gegenwart erhalten geblieben4 ,so haben wir dem ,namen nach noch heute ,leder aus ,marokko als ,maroquin1 aus der ,stadt ,safi in ,marokko ausgefhrtes ,leder als ,saffian und ,leder aus ,cordova in ,sdspanien als ,corduan4 ,von jener sdwestlndischen ,kunstgerberei aber hat man allen ,grund anzunehmen1 da die ,araber sie auf ihren ,eroberungszgen in ,asien kennen lernten und sie nachtrglich bis an die ,gestade des ,atlantischen ,ozeans verpflanzten4 ,da ,asien1 wie berhaupt die ,wiege der ,kultur1 so auch die einer ,industrie wie der feineren ,gerberei gewesen sein wird1 lt sich wohl sicher annehmen1 und dafr spricht auch1 da eben in den stlichen ,gegenden ,europas1 bei den ,russen1 ,bulgaren1 ,ungarn1 ,trken usw41 die ,lederbereitung frhzeitig in ausgezeichneter ,weise betrieben wurde4 ,wir lesen bereits bei ,plinius1 da das indogermanische ,volk der ,kelten sein ,leder vermittelst ,birkenteer bereitete2 daraus ergibt sich1 da die ,juchtengerberei nichts ,nationalrussisches ist1 sondern schon von den ,urindogermanen gebt wurde1 von denen sie manche ,zweige spter wieder aufgaben4 ,auer den bereits genannten ,gerbstofflieferanten werden fr die ,lohgerberei des ,leders noch verschiedene andere verwendet1 von denen wir die wichtigsten kurz aufzhlen wollen4 ,dahin gehrt die ,rinde der ,aleppokiefer 7,pinus haleppensis71 eines #aj-af m hohen harzreichen ,baumes des ,mittelmeergebiets1 der in der ,region des lbaums im ,meeressand wie auf verwittertem ,felsboden gedeiht4 ,seit der ,zeit ,theophrasts im #d4 vorchristlichen ,jahrhundert bis heute wird sie zum ,gerben benutzt und weithin exportiert4 ,in ,australien und ,tasmanien wird zu diesem ,zwecke die ,rinde eines daselbst heimischen1 #ab m hohen ,schmetterlingsbltlers1 ,acacia penninervis1 benutzt4 ,noch mehr1 nmlich ber #cj ,prozent ,gerbstoff1 enthlt die schwere1 schwarzviolette ,rinde der in ,sd- und ,ostaustralien hufig vorkommenden besten ,gerberakazie1 der ,acacia decurrens1 die dort in ,schlwldern mit einer ,umtriebszeit von nur acht ,jahren gewonnen wird4 ,ein ausgewachsener ,baum von zehn ,jahren liefert etwa einen ,zentner ,rinde von #dd ,prozent ,tanningehalt1 die neuerdings auch gemahlen als ,mimosarinde nach ,europa ausgefhrt wird4 ,so bringt ,australien allein von ,acacia decurrens jhrlich etwa #ae ,millionen kg im ,wert von #a1he ,millionen ,mark in den ,handel4 ,wie der ,baum neuerdings auf ,anregung der ,regierung in seiner australischen ,heimat in ,kultur genommen wird1 so wird er jetzt auch in ,deutsch-,ostafrika in grerem ,mae angepflanzt4 ,die ,bume brauchen #e-h ,jahre1 bis sie die ersten ,ertrge liefern4 ,dann aber kann das ,abschlen eines ,teiles der ,rinde in bestimmten ,abstnden eine ,reihe von ,jahren hindurch wiederholt werden4 ,wie ,australien in seinen verschiedenen ,gerberakazien1 so besitzt ,neuseeland in der ,rinde der #bj-bc m hohen1 selleriebltterigen ,tanekahafichte 7,phyllocladus trichomanoides71 einer weitlufigen ,verwandten der ,eibe1 ein ,material mit #bh-ci ,prozent eines auerordentlich wertvollen ,gerbstoffs1 das neuerdings in erhhtem ,mae exportiert wird1 um zum ,gerben feiner1 weicher ,ledersorten zu dienen4 ,daher zieht ,grenoble1 dieser berhmte ,sitz der ,glachandschuhfabrikation1 den grten ,teil der ,ausfuhr desselben an sich4 ,sdamerika dagegen hat einen sehr wichtigen ,gerbstofflieferanten in dem harten1 fleischroten ,holz eines in den ,wldern ,argentiniens und ,paraguays hufig wachsenden hohen ,baumes1 des ,quebracho -- sprich kebratscho -- 7,schinopsis lorentzii74 ,dasselbe enthlt bis #bj ,prozent ,gerbsure und wird zur ,extraktion derselben1 da es sehr hart ist1 mit krftigen ,maschinen zerkleinert4 ,die ,rinde dieses ,baumes mit blulichgrnen ,blttern und gelben ,blten wird medizinisch verwendet4 ,sie gelangte #ahgh zum erstenmal nach ,europa und wurde als ,ersatz der ,chinarinde gegen ,fieber empfohlen4 ,sie wird besonders gegen ,asthma angewandt4 uerst wichtige ostasiatische ,gerbstofflieferanten sind auch die chinesischen ,gallpfel1 die seit dem ,jahre #ahdf aus ,china und seit #ahfj aus ,japan auf den europischen ,markt gelangen4 ,sie werden durch den ,stich einer ,blattlaus 7,aphis chinensis7 an den ,blttern und ,blattstielen des geflgelten ,sumachs 7,rhus semialata7 hervorgebracht und stellen ursprnglich grne1 spter graubraune1 dnnwandige ,blasen mit #ei-gg ,prozent ,gerbstoffgehalt dar4 ,sie sind #c-aj cm lang und #a1e-d cm dick und bergen im frischen ,zustande im ,innern zahlreiche junge ,blattluse4 ,um diese abzutten1 werden die ,gallen in weitgeflochtenen ,weidenkrben heien ,wasserdmpfen ausgesetzt4 ,man bedient sich ihrer zum ,schwarz-1 ,braun- und ,graufrben von ,geweben und ,leder und zur ,bereitung schwarzer ,tinte4 ,unser ,wort ,tinte kommt vom romanischen1 speziell italienischen tinta ,farbe1 das seinerseits aus dem lateinischen tincta gefrbtes 7nmlich aqua ,wasser7 hervorging4 ,schon im hohen ,altertum schrieb man mit schwarzer ,tinte1 die aus ,ru1 arabischem ,gummi und ,wasser bereitet wurde1 jedenfalls aber im ganzen sehr wenig haltbar war4 ,aus der rmischen ,kaiserzeit sind uns verschiedene ,rezepte zur ,bereitung solcher ,tinte erhalten geblieben1 so von ,plinius3 ,schwarze ,tinte und ,farbe 7atramentum7 wird aus ,ru von verbranntem ,harz und ,pech gemacht1 und man hat zu diesem ,zwecke auch geschlossene ,kammern1 in denen sich der ,ru sammelt4 ,die beste schwarze ,tinte kommt von ,kiefern4 ,sie wird brigens mit dem ,ru aus fen und ,bdern verflscht4 ,man macht auch welche aus geglhter ,weinhefe4 ,die berhmten ,maler von ,athen ,polygnotus und ,mikon machten ihre schwarze ,farbe auch aus ,weintrestern4 ,apelles erfand die schwarze ,farbe aus verkohltem ,elfenbein1 und man nennt solche elephantinon4 ,es wird auch schwarze ,farbe aus ,indien gebracht1 deren ,zusammensetzung mir aber unbekannt ist4 7,damit meint ,plinius jedenfalls die ber ,indien zu den ,rmern gelangende chinesische ,tusche47 ,es wird auch welche aus feinem ,ru gemacht1 der sich an ehernen ,kesseln ansetzt1 oder aus ,kiefernkohle1 die man in einem ,mrser zerstt4 -- ,alle schwarze ,farbe wird an der ,sonne fertiggemacht1 die ,schreibtinte mit ,zusatz von ,gummi1 die ,malerfarbe mit ,zusatz von ,leim4 ,man macht sie mit ,essig flssig1 damit sie sich nicht leicht wieder auswaschen lt1 und mischt eine ,abkochung von ,wermut darunter1 damit die ,muse nicht an sie gehen48 ,auer der schwarzen waren auch farbige1 besonders rote1 allerdings ebenso leicht schimmelnde ,tinten im ,gebrauch1 die alle in gleicher ,weise mit dem zugespitzten und an der ,spitze gespaltenen ,schreibrohr calamus auf die ,schreibrollen aus ,papyrus oder ,pergament aufgetragen wurden4 ,unsere ,bezeichnung ,rubrik kommt ja aus dem lateinischen rubrum das ,rote1 von der kurzen1 seit der altgyptischen und rmischen bis fast in unsere ,zeit rotgeschriebenen ,inhaltsangabe als ,aufschrift bei ,aktenstcken und am ,eingang von amtlichen ,verfgungen4 ,schon im #c4 ,jahrhundert n4 ,chr4 begann man die ,tinte in der heute noch gebruchlichen ,weise anzufertigen1 indem man eine stark gerbstoffhaltige ,gallpfelabkochung mit ,eisenvitriol versetzte4 ,dadurch entstand ein feiner ,niederschlag von gerbsaurem ,eisenoxydul1 der durch schleimige ,verdickungsmittel1 wie arabischer ,gummi1 spter auch ,dextrin1 in ,suspension erhalten wurde4 ,erst seit einem halben ,jahrhundert kennt und benutzt man klare1 filtrierbare ,gallustinten1 in denen das ,eisen in gelster gerbsaurer und gallussaurer ,verbindung enthalten ist und sich erst nach dem ,schreiben in unlslicher ,form auf dem ,papier niederschlgt4 ,die erste derartig zubereitete ,tinte1 die heute noch als ,vorbild der meisten im ,handel befindlichen ,gallustinten gelten kann1 war die im ,jahre #ahee von ,leonhardi in ,dresden erfundene ,alizarintinte1 so genannt1 weil sie auer ,indigo auch noch ,krapp zugesetzt erhielt4 ,da man aber spter erkannte1 da die ,indigobeigabe an sich gengt1 um der ,tinte gehrige ,schwrze zu verleihen1 lie man den ,krappzusatz als berflssig weg4 ,neuerdings ersetzt man die ,indigolsung in zunehmendem ,mae durch andere sauer reagierende ,lsungen von ,farbstoffen1 besonders ,anilinfarben4 ,die ,blauholztinten werden aus ,blauholzextrakt unter ,anwendung von doppeltchromsaurem ,kali1 ,chromalaun und verschiedenen in der ,frberei als ,beizen gebrauchten ,salzen und ,suren dargestellt4 ,gegenber den ,gallustinten haben sie den ,nachteil1 da die ,schriftzge leichter vom ,papier entfernt werden knnen2 dagegen kommt ihnen der ,vorteil einer vorzglichen ,kopierfhigkeit zu4 ,ihrer ,billigkeit wegen benutzt man sie1 z4 ,b4 in ,form der ,kaisertinte1 hufig fr ,schulzwecke4 ,die ,anilintinten sind halb- bis einprozentige ,lsungen der entsprechenden1 auf chemischem ,wege dargestellten ,farben in ,wasser unter ,zusatz von ,oxalsure und ,zucker4 ,in bezug auf ,echtheit und ,bestndigkeit stehen sie den ,gallus- und ,blauholztinten bei weitem nach1 besitzen aber groe ,kopierfhigkeit1 die sich mit der ,menge des darin gelsten ,farbstoffs steigert4 ,vor der ,anwendung der ,anilinfarben stellte man die rote ,tinte meist aus ,pernambukholz oder aus der ,kochenille gewonnenem ,karmin1 die blaue dagegen aus ,indigokarmin oder ,berlinerblau her4 ,wie die ,tinte der ,abendlnder im ,altertum und ,mittelalter aus ,ru1 der durch ,verbrennen von l oder ,holz vorzugsweise von harzreichen ,koniferen gewonnen wurde1 wird auch die ,tusche der ,chinesen und ,japaner1 mit der sie vermittelst eines feinen ,haarpinsels auf ,papier meist vom ,papiermaulbeerbaum schreiben1 aus ,ru gewonnen1 und zwar vornehmlich aus dem ,rue des ,sesamles1 der mit dem bei allen ,ostasiaten so beliebten ,patschuli parfmiert wird1 was ihm den typischen echten ,geruch gibt4 ,dieses ,parfm1 das auch zum ,parfmieren der indischen ,schale und anderer ,erzeugnisse ,ostindiens dient1 ist der haltbarste unter allen ,pflanzendften und wird aus den durch einen reichen ,gehalt an therischem l wohlriechenden ,blttern des sdindischen ,halbstrauches ,pogostemon patschuli in ,bengalen gewonnen1 wo er auch1 wie auf ,ceylon und ,malakka1 kultiviert und patschapat oder patschuli geheien wird4 ,schon im ,altertum gelangte die chinesische ,tusche durch indische ,vermittlung nach den ,mittelmeerlndern1 wo sie bei den ,griechen indikn mlan und bei den ,rmern indicum nigrum1 d4 h4 schwarzes ,indigo 7eigentlich schwarze indische ,farbe7 hie4 ,vitruvius bezeichnet es als kohlschwarz1 auch ,plinius erwhnt es in seiner ,naturgeschichte an der vorhin von uns erwhnten ,stelle1 und der weitgereiste ,grieche ,arrian im #b4 ,jahrhundert n4 ,chr4 sagt in seinem ,bericht ber die ,umschiffung des ,roten ,meeres1 da es nebst seidenen ,zeugen und seidenen ,fden von der ,stadt ,minnagara an der ,indusmndung ber ,alexandrien in den ,handel gelange4 ,wie alle orientalischen ,vlker die ,wohlgerche ber alles lieben und sich und ihre ,waren nach ,mglichkeit parfmieren1 so sind sie auch besondere ,freunde bunter ,farben1 die sie in der ,kleidung und ganzen ,lebensfhrung zur ,geltung kommen lassen4 ,weniger angenehm fr unseren ,geschmack ist ihre mit diesem gesteigerten ,farbenbedrfnisse zusammenhngende ,freude am ,schminken4 ,wie die ,orientalinnen in ihren ,frauengemchern1 haben auch die vornehmen ,frauen in ganz ,vorderasien und gypten sich schon im hchsten ,altertume geschminkt und ihre ,haare1 ,handflchen und ,fingerngel gefrbt4 ,in den ,grabkammern der alten gypter hat sich uns ein reiches ,inventar von wohlriechenden ,salben und ,schminken mit allem brigen ,toilettenzubehr vornehmer ,damen gefunden1 das uns von der groen ,bedeutung dieser ,artikel ,kunde gibt4 ,bei den gypterinnen war der zwerghafte1 unterwachsene und bucklige ,besa1 ein durchaus nicht einheimischer1 sondern aus dem asiatischen ,orient mit der ganzen hheren ,toilettenkunst eingefhrter ,gott1 der ,toilettengott1 den wir sehr hufig auf ,schminkbchsen und anderen ,toilettegegenstnden abgebildet finden4 ,von ihnen und den vornehmen ,asiatinnen ,syriens1 ,phnikiens und ,kleinasiens nahmen dann naturgem die wohlhabenden ,griechinnen1 und von diesen wiederum die ,rmerinnen der spteren ,zeit diese von uns als ,unsitte empfundene ,gewohnheit des ,frbens und ,schminkens hauptschlich des ,gesichtes an4 ,aus vielen ,stellen griechischer ,schriftsteller geht hervor1 da es bei den griechischen ,damen ganz allgemein ,sitte war1 das ,gesicht zu schminken4 ,die dazu verwandte weie ,farbe war ,bleiwei1 whrend das ,rot von der ,frberochsenzunge 7,anchusa tinctoria71 von der ,pflanze paidros1 von ,maulbeeren und von phkos 7einem ,tang1 zweifellos der ,lackmusflechte7 gewonnen wurde4 ,so fhrt ,athenaios eine ,stelle des ,dichters ,eubulos in einem ,stck1 das ,die ,kranzverkuferinnen heit1 an1 in der es heit3 ,wie die blonden ,augenbrauen mit ,ru oder ,antimonsalbe1 so werden die ,wangen mit ,bleiwei und ,maulbeersaft beschmiert2 und geht nun die ,dame im ,sommer aus1 so flieen von den ,augen her zwei schwarze ,tintenbche auf die ,wangen1 von den ,wangen aber rote ,streifen auf den ,hals1 und die ,haare der ,stirne reiben sich am ,bleiwei grau48 ,gleicherweise sprechen rmische ,schriftsteller vom ,schminken der rmischen ,damen1 bei denen besonders roter ,lackmus zum ,frben der ,wangen benutzt wurde4 ,aber alles ,eifern dagegen war umsonst1 die ,sitte blieb bestehen4 ,schon der ,athener ,xenophon1 der ,schler des ,sokrates 7#ddj-cee v4 ,chr47 sagt3 ,wenn ich eine ,dame sehe1 die sich dick mit ,bleiwei angestrichen hat1 um weier zu erscheinen als sie wirklich ist1 und sich auch dick mit ,frberochsenzunge angepinselt hat1 um rter zu erscheinen als sie wirklich ist1 und die ,schuhe mit hohen ,abstzen trgt1 um grer zu erscheinen als sie wirklich ist1 dann mu ich doch bemerken1 da dergleichen ,betrug wohl mitunter ,fremde tuschen kann1 aber diejenigen gewi nicht1 welche die ,dame nher zu beobachten ,gelegenheit haben4 ,denn sie sieht frh morgens1 bevor sie sich geschmckt hat1 ganz anders aus1 als wenn sie ,toilette gemacht hat2 und ist sie angepinselt1 so verrt doch jeder ,schweitropfen1 jede ,trne1 jeder ,wassertropfen den ,pinsel48 ,zu allen ,zeiten hat der ,mann die ,herrin des ,liebreizes1 der ,anmut und der ,liebe81 die ,palme der ,liebe und ,anmut fr ihren ,gatten81 welche geschtzt ward von ihrem ,manne81 und wie sonst die ,wendungen zur ,kennzeichnung der ,frau in den altgyptischen ,grabdenkmlern lauten1 gewhren lassen1 wenn sie auch von ihrem ,triebe nach ,putz auf falsche ,bahnen geleitet wurde4 ,denn wie vor #ejjj ,jahren gelten noch heute die ,worte des ,prinzen und ,gaufrsten ,ptah-hotep1 der im alten ,reich unter dem ,knig ,tet-kara der #e4 ,dynastie 7#bgej-bfbe v4 ,chr47 lebte und dessen im ,papyrus ,prisse1 dem ltesten ,moralbuche der ,welt1 uns erhaltenen ,anstands-1 ,sitten- und ,weisheitslehren ,jahrtausende hindurch als ,richtschnur und ,norm im ,pharaonenlande dienten4 ,sie lauten3 ,wenn du weise bist1 sorge fr dein ,haus1 liebe deine ,frau in ,zchten1 nhre sie1 kleide sie und schmcke sie1 das ist die ,lust ihrer ,glieder4 ,gib ihr ,wohlgerche1 erfreue sie1 so lange du lebst2 denn sie ist ein ,gut1 das seines ,besitzers wrdig sein soll4 ,sei kein ,tyrann4 ,freundliches ,wesen erreicht mehr als ,gewalt4 ,munter ist alsdann ihr ,atem und munter ihr ,auge1 das sie im ,spiegel schaut4 ,gern mag sie wohnen in deinem ,hause und mit ,lust und ,liebe darin arbeiten48 ,,xxiii4 ,der ,kautschuk und die ,guttapercha4 ,wenn man den ,stengel einer ,wolfsmilch- oder einer andern ,milchsaftpflanze abbricht1 so erscheint an den ,bruchflchen ein ,tropfen dichten1 weien ,milchsafts1 der zahlreiche ,stoffe wie ,gummi1 ,zucker1 ,eiwei1 ,gerbstoffe1 verschiedene ,salze und ,alkaloide1 ferner hufig ,harze und ,kautschuk in ,form kleiner ,krnchen und manchmal auch eigenartig gestaltete ,strkekrner enthlt4 ,er befindet sich in einem ,system dnnwandiger ,rhren und dient teils als ,reservenhrlsung1 teils aber als wichtiges ,schutzmittel fr die ,pflanze4 ,wird eine solche nmlich verletzt1 so tritt der unter starkem ,druck im ,individuum gehaltene ,milchsaft rasch in groen ,mengen aus und bedeckt1 an der ,luft schnell erhrtend1 die ,wundflche mit festem ,verschlu1 so da keine ,krankheitserreger in sie hineindringen knnen4 ,begreiflicherweise hat diese ,eigenschaft frhzeitig die ,aufmerksamkeit des ,menschen erregt1 der ja zunchst alle ,erzeugnisse der ,schpfung nur nach ihrem ,gebrauchswert fr sein eigenes ,dasein zu beurteilen pflegt4 ,so haben die ,indianerstmme ,brasiliens schon seit langer ,zeit den rasch vertrocknenden1 dicken ,milchsaft eines stattlichen ,baumes aus der ,familie der ,euphorbiazeen oder ,wolfsmilchgewchse der von ihnen bewohnten ,wlder technisch zur ,herstellung von weichen und zugleich elastischen ,flaschen und andern ,gegenstnden benutzt1 indem sie einen ,klumpen ,lehm am ,ende eines ,stockes in die dickflssig gewordene ,milchsaftmasse tauchten1 die sie nach dem ,anschneiden der betreffenden ,bume mit ,steinbeilen durch eine ,rinne aus ,schilfrohr in daruntergestellte ,kalabassen1 d4 h4 ausgehhlte ,flaschenkrbisse1 geleitet hatten4 ,war der federnde ,harzberzug erstarrt1 so wurde der trockene ,lehm ausgeklopft und zurck blieb eine als ,wassergef benutzbare ,flasche mit engem ,hals1 die sehr elastisch und unzerbrechlich war4 ,um nun den ganzen ,proze zu beschleunigen1 wurde die so gewonnene ,form ber einem ,feuer getrocknet1 dessen ,rauch der ursprnglich hellbraunen ,kautschukflasche eine dunkle ,farbe verlieh4 ,solche kamen frher als ,negerkpfe8 in den ,handel und werden von ,par an der ,mndung des ,amazonenstroms heute noch in dieser ,form ausgefhrt4 ,auch ,schuhe1 in denen es sehr angenehm zu marschieren war und die die ,fe trocken hielten1 was in den morastigen ,wldern von nicht zu unterschtzender ,bedeutung war1 ,spielblle und ,fackeln wurden aus diesem wegen seiner ,federkraft im ,deutschen zunchst ,federharz genannten ,stoff verfertigt4 ,die ,indianer bezeichneten ihn als kautschu oder kahutschu1 welch fremdartiger ,name sich dann bald einbrgerte1 und zwar zunchst bei den ,franzosen als caoutchouc 7mit unhrbarem c am ,ende74 ,es war nmlich der franzsische ,gelehrte ,charles ,marie de la ,condamine 7in ,paris #agja geboren und #aggd ebendort verstorben71 der ,europa mit diesem neuartigen ,stoffe bekannt machte1 nachdem ihn allerdings schon der ,spanier ,gonzalo ,fernandez d',oviedo y ,valdes in seiner #aecf erschienenen ,allgemeinen ,geschichte ,indiens8 7d4 h4 ,amerikas1 das man zuerst fr ,indien ansah7 erwhnt hatte bei ,gelegenheit der ,beschreibung des ,ballspiels der ,indianer4 ,er sagt von letzterem1 es werde anders gespielt und auch der ,ball sei aus einer andern ,masse hergestellt als derjenige1 dessen sich die ,christen bedienen4 ,nach ihm beschrieb der ,jesuit ,charlevoix den batos8 genannten ,ball der ,indianer als eine ,kugel aus einer festen1 auerordentlich elastischen ,masse4 ,er springt hher als unsere ,blle1 fllt auf den ,boden und springt viel hher wieder auf1 als die ,hand ihn nach unten warf2 er fllt nieder und springt von neuem1 obgleich dieses ,mal weniger hoch1 und so nimmt die ,hhe der ,sprnge allmhlich ab48 ,diesen eigenartigen ,stoff bezeichnet der spanische ,geschichtschreiber ,antonio de ,herrera ,tordesillas zum erstenmal als ,gummi2 aber ihn nach seinem ,ursprunge bekanntgemacht zu haben gebhrt durchaus dem ,franzosen la ,condamine4 ,dieser ,gelehrte hielt sich von #agcf-agdd in ,sdamerika auf1 zuerst als ,teilnehmer an der von der franzsischen ,akademie der ,wissenschaften organisierten ,gradmessung in ,peru1 nach welcher er dann ,brasilien bereiste1 wobei er diesen ,rohstoff bei den ,indianern kennen lernte4 ,er brachte ,proben davon mit nach der ,heimat und reichte #agea darber eine ,denkschrift bei der ,akademie der ,wissenschaften zu ,paris ein4 ,doch fanden seine ,mitteilungen ber die merkwrdigen ,eigenschaften des elastischen ,baumharzes aus ,brasilien ebensowenig ,beachtung wie die etwas spteren von ,fresneau und ,aublet du ,petit-,thouar4 ,man betrachtete den ,kautschuk als eine ,kuriositt1 mit der man nichts anzufangen wute1 und glaubte endlich seinen ganzen ,nutzwert erschpft zu haben1 als man die ,fhigkeit desselben entdeckte1 ,bleistiftstriche durch ,reiben damit vom ,papier zu entfernen4 ,zu diesem ,zwecke ward er lngere ,zeit hindurch in geringen ,mengen eingefhrt2 doch war er noch so teuer1 da ein wrfelfrmiges ,stck von #ab mm ,seitenlnge nicht weniger als #c ,mark kostete4 ,in ,england erhielt er davon den ,namen india rubber81 der ihm bis heute verblieb1 whrend er in ,deutschland die lateinische ,bezeichnung ,gummi elasticum81 auch schlichtweg nur ,gummi bekam4 ,doch nannte man ihn hier in ,anlehnung an das franzsische caoutchouc auch ,kautschuk1 wobei das k am ,schlusse betont wurde4 ,in den ,jahren #agfa und #agfh verffentlichte der franzsische ,chemiker ,macquer seine chemischen ,untersuchungen ber den ,kautschuk1 der bei gewhnlicher ,temperatur einen hchst elastischen ,stoff darstellt4 ,bei #j verliert er jedoch diese ,eigenschaft fast ganz1 ohne indessen brchig zu werden4 ,die gewhnlichen ,lsungsmittel wirken auf ihn gar nicht ein und selbst gegen starke chemische ,agenzien verhlt er sich sehr indifferent1 nur konzentrierte ,schwefel- und ,salpetersure zersetzen ihn4 ,bei ,temperaturerhhung ndern sich seine chemischen und physikalischen ,eigenschaften4 ,bei #ej wird er etwas weicher1 bei #ajj fngt er an stark zu kleben1 bei #abj schmilzt er und geht bei #bjj in eine braunschwarze1 schmierige ,masse ber1 welche durch ,abkhlen nicht wieder in ihren frheren ,zustand zurckkehrt4 ,noch weiter erhitzt1 verbrennt er an der ,luft mit rtlicher1 stark ruender ,flamme4 ,im ,jahre #agia stellte ,grassart in ,paris ,rhren aus ,kautschuk her1 indem er ,streifen desselben um ,glasrhren wickelte und die ,rnder durch ,erwrmen verklebte4 ,doch wurden solche anfnglich kaum technisch benutzt4 ,noch im ,jahre #ahbj kannte man kaum eine andere ,verwendung des ,kautschuks als zum ,auswischen von ,bleistiftstrichen1 wie solches nach dem ,vorschlage des ,chemikers ,priestley seit dem ,jahre #aggj gebt wurde1 dann zu ,verschlssen und ,rhrenverbindungen an chemischen ,apparaten1 zu elastischen ,verbnden1 luftdichten ,firnissen und zum ,wasserdichtmachen von ,leder und ,geweben nach dem ,vorgange des ,englnders ,samuel ,peal seit #agia4 ,um #ahbj wurden in ,paris die ersten ,bougies und ,katheter aus ,kautschuk verfertigt4 ,in jenem ,jahre nahm der ,englnder ,hancock ein ,patent auf elastische ,gewebe mit ,kautschukstreifen2 gleichzeitig gelang es #ahbj ,stadler in ,wien1 den ,kautschuk in ,fden zu ziehen und diese1 bersponnen1 zu elastischen ,geweben zu verbinden1 eine ,industrie1 die dann namentlich von ,reithofer in ,wien erfolgreich weiter entwickelt wurde4 ,damals begann auch ,macintosh in ,glasgow seine ersten ,versuche zur ,anfertigung wasserdichter ,stoffe durch ,auftragen von ,kautschuklsung auf ,gewebe4 ,er nahm #ahbc ein ,patent darauf1 doch verschwanden die bergewnder aus seinem wasserdichten ,zeug bald wieder1 weil sie in der ,klte hart und unelastisch wurden1 in der ,wrme dagegen leicht zusammenklebten4 ,im ,jahre #ahcj machte ,thomas ,hancock die ersten ,versuche mit der ,herstellung von berschuhen aus ,kautschuk1 den sogenannten ,gummischuhen4 ,doch vermochte diese ,industrie erst von #ahcf an einen ,aufschwung zu nehmen1 als es ,chaffee in ,roxburgh 7,nordamerika7 und ,nickels in ,england gelang1 ,maschinen zu erfinden1 welche den ,kautschuk durch bloes ,kneten bei miger ,wrme in einen erweichten1 fast unelastischen ,krper umwandeln1 der mit ,leichtigkeit jede gewnschte ,gestalt annimmt4 ,trotz allen diesen ,errungenschaften blieb der ,kautschuk ein ,stoff von nur untergeordneter industrieller ,bedeutung1 bis der ,amerikaner ,charles ,goodyear zu ,newhaven im ,staate ,connecticut #ahci das ,vulkanisieren desselben erfand durch ,imprgnieren mit ,schwefel und ,erhitzen4 ,dadurch wurden ihm die ,nachteile des unangenehmen ,geruchs und der ,vernderung durch die ,temperatur genommen und hatte man es in der ,hand1 durch geringen ,zusatz von geschmolzenem ,schwefel1 mit dem sich der ,kautschuk zu einer eigenen ,masse verbindet1 und kurzem starken ,erhitzen bei allen ,temperaturen weich bleibenden ,gummi1 durch strkeren ,zusatz von ,schwefel in ,verbindung mit langdauerndem ,erhitzen dagegen als ,ebonit bezeichneten ,hartgummi von hornartiger ,beschaffenheit zu erzeugen4 ,diese ,erfindung erst ermglichte eine unbeschrnkte ,anwendung des ,kautschuks und verschaffte diesem ,pflanzenprodukt eine ungeheure ,bedeutung1 die heute noch immer zunimmt4 ,den ,ansto zu diesem ,aufschwung gab die ,entdeckung des ,dr4 ,ldersdorff in ,berlin1 da dem durch ,terpentinl aufgeweichten ,kautschuk die nach dem ,trocknen zurckbleibende ,klebrigkeit genommen wird1 wenn man ihm ,schwefel beimischt4 ,auf diese ,beobachtung baute ,goodyear seine ,erfindung auf1 die er sofort nach amerikanischer ,art im groen technisch verwertete1 indem er alle mglichen ,gebrauchsartikel daraus anfertigte4 ,im ,jahre #ahdb kamen die ersten vulkanisierten ,kautschukartikel aus seiner ,fabrik nach ,europa1 aber erst die ,weltausstellung vom ,jahre #ahea im ,kristallpalast in ,london und noch mehr diejenige von #ahee zu ,paris verschafften seinen uerst mannigfaltigen ,erzeugnissen allgemeine ,anerkennung und ,nachahmung in der ganzen ,kulturwelt4 ,welchen ,aufschwung die ,kautschukindustrie seither genommen hat1 dessen sind wir alle ,zeugen4 ,tatschlich gibt es heute kaum einen ,zweig der ,industrie1 der nicht in irgend einer ,form ,kautschuk verwendet1 so da man ohne bertreibung sagen kann1 dieser ,stoff begleite den ,menschen von der ,wiege bis zum ,grabe4 ,schon der ,sugling saugt die ihm als ,ersatz oder wenigstens als ,ergnzung der ,muttermilch verabreichte ,tiermilch mit dem ,gummisauger und streckt sich behaglich auf seiner weichen ,gummiunterlage aus4 ,dann spielt er mit seiner ,gummipuppe oder greift zum ,gummiball4 ,mit einem ,schwamm aus weichem ,gummi wird er gewaschen und mit einem ,kamm aus hartem ,gummi wird er gekmmt1 und so geht es das ganze ,leben hindurch fort4 ,es ist ganz unmglich1 alle ,gebrauchs-1 ,sport- und ,luxusgegenstnde aus ,kautschuk1 die der ,kulturmensch der ,gegenwart im tglichen ,leben verwendet1 auch nur aufzuzhlen4 ,es sei hier beispielsweise nur an die ,pneumatik der ,fahrrder und ,automobile erinnert1 dann an die mancherlei ,verwendung1 die dieser ,stoff in der ,chirurgie1 ,orthopdie1 ,chemie1 ,elektrotechnik1 ,meteorologie1 ,luftschiffahrt usw4 findet4 ,es ist im ,laufe eines ,menschenalters so weit gekommen1 da wir uns die moderne ,kultur ohne ,kautschuk und seine ,derivate berhaupt nicht mehr vorstellen knnen4 ,entsprechend dem ins ungeahnte gesteigerten ,bedarf ist auch die ,gewinnung des so kostbaren ,stoffs mit ,riesenschritten vorwrtsgegangen4 ,whrend der ,jahresverbrauch an ,kautschuk im ,jahre #ahdj noch kaum #djjjjj kg betrug1 ist er #aiji auf ber #fh ,millionen kg im ,werte von etwa #ejj ,millionen ,mark gestiegen4 ,davon lieferte ,sdamerika #db1h ,millionen kg1 ,afrika #bc1d ,millionen kg und ,asien und ,polynesien #a1h ,millionen kg4 ,deutschlands ,einfuhr an ,kautschuk betrgt rund #aec ,millionen ,mark4 ,der ,kautschuk ist eine ,substanz1 die sich in ,form mikroskopisch kleiner ,kgelchen in geringem ,mae bei den milchenden ,pflanzen auch ,mitteleuropas wie ,mohn1 ,zichorie oder ,wolfsmilch findet1 whrend er in den ,milchsften zahlreicher ,tropenpflanzen einen berwiegenden ,bestandteil bildet1 der sich beim ,stehen des ,saftes vielfach von selbst abscheidet4 ,er findet sich im ,milchsaft der betreffenden ,pflanzen in hnlich feiner ,verteilung wie die ,butter in der ,milch und sammelt sich beim ,stehen desselben wie jene an der ,oberflche in ,form eines ,rahmes an4 ,das ,zusammenballen der ,kautschukkgelchen erfolgt1 indem das ,ganze durch den ,rauch gewisser ,nsse und ,hitze oder durch den ,zusatz von ,alkalien1 ,suren oder ,salzen zur ,gerinnung gebracht wird4 ,hierbei gerinnen aber die ,eiweistoffe des ,milchsaftes1 nicht der ,kautschuk1 und dabei kleben die kleinen ,kautschuktrpfchen zusammen1 wie im ,blute der gerinnende ,faserstoff1 das ,fibrin1 die ,blutkrperchen zusammenballt4 ,infolgedessen ist der ,kautschuk stets ausgiebig mit ,eiweistoffen durchsetzt und dadurch leicht geneigt1 in ,fulnis berzugehen oder einen blen ,geruch anzunehmen4 ,durch ,zentrifugieren kann er allein rein und geruchlos erhalten werden4 ,chemisch besteht er im wesentlichen aus einem zu den ,polyterpenen 7,c#aj;,h#af7 gehrenden ,kohlenwasserstoff1 gemengt mit ,harz1 wenig therischem l1 ,wachs1 ,eiwei und ,fett4 ,seine chemische ,beschaffenheit wechselt aber bei den verschiedenen ,pflanzenfamilien1 was schon aus der voneinander abweichenden ,beschaffenheit der verschiedenen ,handelssorten gefolgert werden kann4 ,diese ,kohlenwasserstoffe stehen durch ihre ,zusammensetzung den therischen len1 durch ihre ,nichtflssigkeit1 ihr ,verhalten gegen ,lsungsmittel und ihre ,zersetzungsprodukte den ,harzen nahe4 ,der lteste technisch zur ,anwendung gelangte ,kautschuk stammt vom brasilianischen ,kautschukbaum 7,hevea brasiliensis71 der am ,amazonenstrom und an dessen groen ,zuflssen1 besonders in den ausgedehnten ,wldern an der rechten ,seite des ,stromes1 am ,madeira1 ,tapajoz und ,purus wchst4 ,diese ,flsse werden allein der ,kautschukgewinnung wegen auf weite ,strecken hinauf mit ,dampfern befahren4 ,der hohe1 schlanke ,baum erreicht eine freie ,stammhhe bis zu #ae m und trgt dann eine lockere1 luftige ,krone von langgestielten1 dreizhligen ,blttern1 kleinen1 unscheinbaren1 rispig angeordneten1 teils mnnlichen1 teils weiblichen ,blten und dreifcherigen ,kapseln1 deren ,fcher mit zwei ,klappen aufspringen und je einen groen1 lnglichen1 gescheckten ,samen enthalten4 ,letzterer enthlt ein dem ,leinl hnliches fettes l und wie die ,bltter ,aceton und ,blausure4 ,beim ,aufspringen der ,kapseln wird der ,samen eine ,strecke weit fortgeschleudert und so durch den ,urwald verbreitet4 ,mit diesem verwandte ,heveaarten wachsen in ,guiana und weiter sdlich bis zum ,rio ,negro1 der sich bei der ,stadt ,manaos in den ,amazonenstrom ergiet1 dann in ,venezuela am ,orinoko und seinen ,zuflssen bis zu den ,anden von ,peru und ,bolivia4 ,sie bilden keine kompakten ,wlder1 sondern wachsen zerstreut zwischen anderen ,bumen1 so da man nur selten zwei oder drei ,heveabume nebeneinander findet4 ,sie sind auf die ,niederungen beschrnkt1 in denen ein heies1 feuchtes ,klima herrscht und eine ausgeprgte ,regenzeit sich einstellt1 infolge deren ihr ,besiedelungsgebiet regelmig alle ,jahre einmal berschwemmt wird4 ,infolge unausgesetzter1 rcksichtsloser ,ausbeutung sind die ,kautschukbume in den zugnglicheren ,partien der ,flulufe vielfach ausgerottet worden2 doch ist das ,gebiet1 in dem sie wachsen1 so gro1 da gleichwohl noch keine ,erschpfung der ,produktion eingetreten ist1 obschon das ,amazonasgebiet allein jhrlich bis #cj ,millionen kg ,parkautschuk1 so genannt1 weil er ber ,par ausgefhrt wird1 produziert4 ,immerhin ist es auffallend1 da trotz der enormen ,bedeutung des ,kautschuks fr das ,amazonasgebiet der ,baum in seiner ,heimat kaum irgendwo kultiviert wird4 ,die wildwachsenden ,bume werden von den nach den flaschenartigen1 als seringas1 d4 h4 ,spritzen1 bezeichneten ,rohformen des ,kautschuks seringeros genannten ,kautschuksammlern in der ,weise angezapft1 da mit einem kleinen ,beile ,vfrmige ,einschnitte in die ,rinde geschlagen werden1 unter deren ,verbindungsstelle kleine ,blechbecher angebracht werden1 deren ,seiten mit ,ton verschmiert sind1 damit nichts von dem reichlich aus den ,wunden hervorquellenden ,milchsaft daneben fliee und so verloren gehe4 ,jeder ,einschnitt liefert innerhalb #a-c ,stunden durchschnittlich #cj ccm ,milchsaft4 ,die ,schnitte1 die nur ganz oberflchlich gefhrt sein drfen1 damit der ,holzkrper nicht verletzt werde1 da sich sonst leicht ,bohrkfer in die betreffenden ,wunden einnisten1 werden von unten nach oben fortschreitend in ,horizontalreihen angebracht4 ,dabei ertrgt ein ,baum von #a1be-b1e m ,stammumfang sehr gut #aj-bj ,einschnitte alle #b oder #c ,tage1 bis er endlich erschpft ist und eine weitere ,milchsaftabsonderung unterbleibt4 ,illustration3 ,tafel #ajg4 ,kautschukbume 7,hevea brasiliensis7 in ,manaos am ,amazonenstrom in ,brasilien4 ,illustration3 ,das ,einschneiden solcher zur ,gewinnung des ,kautschuksaftes4 ,illustration3 ,tafel #ajh4 ,das ,anzapfen von ,kautschukbumen 7,hevea brasiliensis7 vermittelst ,spiralschnitt auf einer ,plantage ,ceylons4 ,illustration3 ,das ,ruchern des vom ,kautschukbaum gewonnenen ,kautschuks4 ,die der ,kuhmilch hnliche1 trinkbare1 nur etwas nach ,ammoniak riechende ,flssigkeit wird dann aus den ,blechbechern in ein greres ,gef gegossen und zur ,beschleunigung der ,gerinnung geruchert4 ,man bringt zu diesem ,zwecke die steinharten ,frchte der sogenannten ,shevonpalme 7,attalea excelsa7 oder ,parnsse1 oder solche von ,maximiliana regia und ,euterpe edulis zum ,glhen1 was einen starken1 lhaltigen ,rauch erzeugt4 ,dieser letztere wird dadurch zusammengehalten1 da man ein krugartiges1 irdenes ,gef mit enger ,mndung darber aufstellt4 ,der ,seringero giet nun mit einer ,krbisschale etwas vom dicklichen ,milchsaft ber ein ,holz mit spatenhnlich verbreitertem ,ende1 lt den berschu desselben in die darunter gestellte groe ,blechschale abtropfen und hlt dann den hngengebliebenen ,teil in den weien ,qualm1 wobei er den ,stock in fortwhrender ,drehung erhlt4 ,durch die ,wrme des ,feuers und die bei der ,verbrennung entstehenden kreosotartigen ,bestandteile des ,rauches nimmt die ,milch in kaum #ae ,minuten eine gelbe ,farbe an und wird fest4 ,hierauf wird dasselbe ,verfahren wiederholt und eine ,schicht legt sich ber die andere1 bis man einen ,klumpen von der ,gre einer ,kegelkugel erlangt hat1 der etwa #ae kg wiegt4 ,dieser wird dann1 nachdem er eine ,nacht hindurch getrocknet hat1 aufgeschnitten und vom ,holze heruntergestreift1 das zu dessen leichteren ,lsung vorher mit einer dnnen ,tonschicht bestrichen wurde1 und kommt als seringa in den ,handel4 ,er zeigt auf dem ,querschnitt eine deutliche ,schichtung1 ist auen braun bis braunschwarz1 aber schon in einer ,tiefe von #a cm bernsteingelb4 ,aus dem ,reste des ,milchsaftes1 der in den ,gefen haften bleibt und deshalb nicht zu ,kugeln verarbeitet werden kann1 stellt man kleine1 formlose ,stcke her1 die unter dem ,namen barrocha oder sernamby de seringa in den ,handel kommen1 aber nur zwei ,drittel vom ,preise des ,kugelfeingummis erzielen4 ,dieser sogenannte ,speckgummi1 an dem man noch an der verschiedenen ,farbe die einzelnen ,schichten erkennen kann1 ist uerst elastisch und fest und bertrifft alle anderen ,sorten des ,kautschuks bei weitem an ,gte4 ,eine geringere ,sorte ist der caucho 7sprich kautscho71 der in der ,weise gewonnen wird1 da man die ,bume fllt und ihnen durch angebrachte ,einschnitte den ,milchsaft entzieht1 den man in einem vorher fertiggestellten ,erdloch oder in einem ausgehhlten ,holzklotz sammelt4 ,hierauf lst man in einer ,blechschssel ein ,stck ,seife auf1 mischt das ,seifenwasser mit dem zerstampften ,kraut der ,betilla nigra1 einer dort berall vorkommenden ,pflanze1 und vermengt diese ,mischung mit der ,kautschukmilch1 die sehr bald fest wird4 ,so entsteht eine ,art ,block1 den man mehrere ,monate liegen lt1 bis das darin befindliche ,wasser zum grten ,teil verdunstet ist4 ,die ,herstellung von caucho auf die beschriebene ,weise wird weniger in ,brasilien als in ,peru betrieben4 ,seine ,ausfuhr geht meist ber die ,anden nach ,bolivia1 wohin neuerdings auch der feinere ,pargummi des hohen ,ausgangszolles wegen1 womit ihn ,brasilien belastet1 vielfach transportiert wird1 um ihn aus den ,hafenpltzen der ,westkste ,sdamerikas zu exportieren4 ,wegen der groen ,bedeutung des von ihnen gewonnenen ,kautschuks hat man die ,heveabume1 deren hchste ,ertragsfhigkeit1 nebenbei bemerkt1 erst mit dem #bd4 ,jahre beginnt1 auch anderwrts in den ,tropen angepflanzt1 so besonders auf ,ceylon1 ,malakka und ,java in ber zehn ,millionen ,exemplaren4 ,es gelang auch1 sie dort vollkommen einzubrgern1 aber berall da1 wo der ,boden nicht recht na gehalten werden konnte1 war der ,ertrag an ,milchsaft ein so berraschend geringer1 da die mit groen ,hoffnungen auf reichen ,gewinn unternommenen ,kulturen wieder aufgegeben wurden2 die ,bume wurden gefllt und an ihrer ,stelle pflanzte man andere ,nutzpflanzen an4 ,da man auch in ,sdamerika nur im berschwemmungsgebiet des ,amazonenstroms reichlich guten ,kautschuk gewinnt und sich mit der weiteren ,entfernung von diesem nicht nur die ,menge1 sondern auch die ,gte desselben verringert1 obgleich die ,bume selbst vorzglich gedeihen1 so htte dieser ,umstand schon einen ,fingerzeig dafr geben sollen1 da die ,heveaarten eine ganz besondere ,empfindlichkeit gegen ,standort und ,klima aufweisen1 also nur da mit ,erfolg angesiedelt werden knnen1 wo regelmige berschwemmungen den ,boden sehr stark durchtrnken4 ,von den deutschen ,kolonien wrde daher besonders das ,kstengebiet von ,kamerun mit seinen vielen ,fluarmen und feuchten ,niederungen einige ,aussicht auf erfolgreiche ,kautschukkultur mit ,heveaarten darbieten4 ,nun hat man glcklicherweise auer diesen auch weniger anspruchsvolle ,kautschukpflanzen kennen gelernt1 unter welchen an erster ,stelle die ebenfalls ,nordostbrasilien angehrende ,euphorbiazee ,manihot glaziovii1 ein #h-ae m hoher ,baum mit rtlichgrauer ,rinde1 von der sich silberweie ,querstreifen in derselben ,weise wie bei der ,birke ablsen1 langgestielten1 fingerfrmig geteilten ,blttern und unansehnlichen1 gelbroten ,blten1 von denen mnnliche und weibliche an denselben ,bltenstnden sitzen1 zu nennen ist4 ,die ,frucht ist eine #b-c cm groe1 fast kugelige dreifcherige ,kapsel1 die mit drei ,lngsschlitzen aufspringt und in jedem ,fach einen gescheckten1 sehr hartschaligen ,samen besitzt4 ,die ,pflanze enthlt in fast allen ,teilen1 den ,milchsaft ausgenommen1 ,blausure4 ,sie ist in der ,provinz ,ceara heimisch und wird deshalb auch ,ceara-,kautschukbaum genannt4 ,sie bildet einen wichtigen ,bestandteil der ,certoflora von ,nordostbrasilien1 einer den ,stein- und ,sandsteppen hnlichen ,formation1 und wird ebenfalls neuerdings zu kultivieren begonnen4 ,sie lt sich sehr leicht aus ,samen und ,stecklingen erziehen und wchst auerordentlich rasch4 ,diese guten ,eigenschaften zeigten sich auch bei ihrer berfhrung nach den ,tropenlndern der ,alten ,welt4 berall wo man den ,baum anpflanzte1 auf ,ceylon1 in ,vorder- und ,hinterindien1 auf ,java1 in ,ost- und ,westafrika1 gedieh er auch auf ganz geringwertigem ,boden vortrefflich bis zu einer ,meereshhe von #ajjj m1 gab aber eine so geringe und minderwertige ,ausbeute an ,kautschuk1 da man an allen ,orten mit feuchtem tropischen ,klima seinen ,anbau wieder aufgab4 ,nur in ,gegenden mit einer halbjhrigen ,trockenzeit liefert er einigermaen ,milchsaft zur ,kautschukgewinnung4 ,schon nach vier ,jahren kann er angezapft werden und liefert dann1 wenn dies behutsam1 ohne grobe ,verletzung des ,holzes geschieht1 eine ,reihe von ,jahren hindurch das ,material zum sogenannten ,cearakautschuk1 dessen ,marktpreis #f1ej-g ,mark pro kg betrgt4 ,noch besser ist es aber1 mit dem ,anzapfen zu warten1 bis der ,baum #f-g ,jahre alt geworden ist1 da er dann mehr aushlt4 ,als #h-i;jhrig liefert er dann bei insgesamt #bd ,anzapfungen im ,jahre hchstens #f kg ,kautschuk1 der aber geringwertiger als der echte ,parkautschuk ist4 ,die ,gerinnung seines ,milchsaftes wird durch ,hinzugieen von ,alaunlsung1 neuerdings auch mit ,zitronensaft oder einer billigeren ,sure bewirkt4 ,gegenwrtig wird dieser ,kautschukbaum im trockenen1 steinigen ,gelnde von ,deutsch-,ostafrika im groen angebaut1 doch sind die meisten der ,bume dort noch nicht alt genug1 um ertragsfhig zu sein4 ,ebenfalls in ,nordostbrasilien heimisch und sehr anspruchslos an ,boden und ,klima ist der #e-g m hohe ,mangabeirabaum 7,hancornia speciosa7 aus der ,familie der ,apocynazeen mit schlaff herabhngenden sten1 ziemlich groen ,blten und einer pflaumengroen1 gelben1 rotgestreiften1 beerenartigen ,frucht4 ,sie ist in ihrer ,heimat als manguba allgemein bekannt und wird hoch geschtzt1 da der ,fruchtbrei1 in welchem die ,samen liegen1 sehr angenehm s-suerlich schmeckt und deshalb gerne gegessen wird4 ,der ,baum wchst in den trockenen ,gegenden ,brasiliens von ,rio de ,janeiro bis ,pernambuco1 besonders in den ,campos cerrados den ,provinzen ,bahia und ,pernambuco1 geht sdlich bis ,s4 ,paulo und westwrts durch ,matto ,grosso bis zu den ,grenzen ,perus4 ,die gelernten ,kautschuksammler zapfen zwar nur erntereiche ,bume sachgem an1 die herumziehenden ,sammler aber haben arg gehaust und die ,bestnde stark gelichtet4 ,der ,staat ,s4 ,paulo hat daher zum ,schutz und zur ,aufmunterung der ,anpflanzung dieser ,bume ein ,gesetz erlassen1 das weiteste ,beachtung verdient4 ,seine ,gengsamkeit in ,verbindung mit frher ,ergiebigkeit und verhltnismig hoher ,ernte lassen ihn fr die trockenen ,gebiete von ,deutsch-,ostafrika und des ,hinterlandes von ,westafrika geeignet erscheinen2 jedenfalls drfte er bessere ,resultate geben als die anderen bisher genannten ,kautschuklieferanten4 ,ein ,baumriese des mittel- und sdamerikanischen ,urwaldes ist die den ,maulbeer- und ,feigenbumen verwandte ,castilloa elastica4 ,einzelne ,exemplare des ,baumes sollen bis #ej m hoch werden1 seine durchschnittliche ,hhe ist aber #bj-cj m4 ,die lnglich herzfrmigen1 hellgrnen ,bltter werden bis #cj cm lang und #ah cm breit4 ,die achselstndigen ,bltenstnde weisen einzelne weibliche und gehufte mnnliche ,blten auf1 aus welch ersteren #c-e cm breite1 flache ,frchte mit zahlreichen ,einzelfrchten hervorgehen4 ,eigentmlich ist1 da der ,baum zwei ,arten von ,zweigen besitzt1 von denen die einen1 in der ,jugend gebildeten1 spter abgeworfen werden4 ,der ,baum wchst vom sdlichen ,mexiko bis ,ecuador und dem nrdlichen ,peru1 meist in ,wldern1 aber auch auf den ,grasflchen4 ,da nun die wilden ,bestnde durch den rcksichtslosen ,raubbau1 der beim ,abzapfen des ,milchsaftes meist getrieben wird1 sich schon bedenklich vermindert haben1 pflanzte man den ,baum zuerst in ,westindien und ,zentralamerika1 dann auch an zahlreichen anderen ,orten der ,tropen plantagenmig an4 ,er ist nmlich eine der sichersten und ergiebigsten ,kautschukpflanzen und lt sich berall da kultivieren1 wo der ,anbau von ,kakao mit ,erfolg betrieben werden kann4 ,da er dabei in betreff des ,bodens nicht zu whlerisch ist und eine #c-dmonatliche ,trockenzeit vertrgt1 so sind ,aussichten auf erfolgreiche ,kultur in vielen ,tropenlndern vorhanden4 ,allerdings stehen angepflanzte ,bume in bezug auf die ,menge und ,beschaffenheit des ,milchsaftes wildwachsenden nach1 doch wird wohl diesem belstande bei mehr ,erfahrung in der ,pflege einigermaen abgeholfen werden knnen4 ,auch sind die ,versuche1 den ,baum als ,schattenbaum fr ,kakao und ,kaffee zu verwenden1 beachtenswert4 ,in den deutschen ,kolonien scheint er in dem feuchtwarmen ,kstenklima von ,kamerun1 ,samoa und ,neuguinea fortzukommen4 ,in ,kamerun haben allerdings die ,kulturen unter einem ,bohrkfer stark zu leiden2 auf ,neuguinea lieferten dagegen die ersten ,anzapfungen recht befriedigende ,ergebnisse4 ,die ,gerinnung des ,milchsaftes wird in der ,heimat dieses ,kautschukbaumes meist durch ,hinzufgen von ,saft der zerquetschten ,ipomaea bona nox1 eines sehr hufigen ,unkrautes aus der ,familie der ,windengewchse1 hervorgerufen4 ,die von den gewissenlosen ,kautschuksammlern vielfach gebte1 weil bequemste ,art der ,kautschukgewinnung besteht auch hier darin1 da die ,bume kurz ber der ,wurzel gefllt werden4 ,dabei gewinnt der ,sammler eine fnfmal so groe ,menge ,saft als durch das schonende ,anzapfen1 das den ,baum erhlt und eine sptere regelmige ,wiederholung des ,anschneidens mglich macht4 ,der grte ,teil des aus ,kolumbien kommenden ,kautschuks wird von einem andern hohen ,waldbaum aus der ,familie der ,euphorbiazeen oder ,wolfsmilchgewchse mit gestielten lanzettlichen ,blttern1 einfachen ,bltenhren und von ,fruchtfleisch umgebenen kugeligen ,samen1 ,sapium verum1 gewonnen1 der vornehmlich in ,hhen von #b-cjjj m wchst4 ,auch andere ,arten derselben ,gattung1 die in niederen ,regionen heimisch sind1 geben guten ,kautschuk1 whrend es zweifelhaft ist1 ob ,sapium biglandulosum in ,mittel- und ,sdamerika1 von der man zuerst die ,herkunft des kolumbischen ,kautschuks ableiten wollte1 berhaupt ein brauchbares ,produkt liefert4 ,nchst ,sdamerika ist ,afrika das an ,kautschukpflanzen reichste ,land1 dessen ,kautschukerzeugung in den letzten ,jahren1 zusammen mit der wirtschaftlichen ,erschlieung des ,erdteils berhaupt1 einen bedeutenden ,aufschwung genommen hat4 ,unter diesen sind die verschiedenen ,landolphia-,arten die weitaus wichtigsten4 ,es sind dies ,schlinggewchse aus der ,familie der ,apocynazeen oder ,hundsgiftgewchse mit holzigem ,stengel1 die sich vermittels ,ranken an benachbarte ,strucher oder ,bume klammern und an diesen bis in die hchsten ,baumwipfel emporklettern4 ,sie haben #aj und mehr cm lange1 eifrmige ,bltter1 groe1 bis #c1e cm lange trichterfrmige ,blten mit aufrechten ,zipfeln in dichten ,bltenstnden und kleinen ,orangen gleichende1 gelbe oder rote ,beerenfrchte1 in deren gelbem1 suerlichem ,fruchtfleisch die groen vieleckigen ,samen eingebettet sind4 ,diese ,frchte bilden eine ,lieblingsspeise der ,affen1 werden aber auch vom ,menschen gerne gegessen4 ,diese ,landolphia-,arten1 von denen jetzt #ad als gute ,kautschuklieferanten bekannt geworden sind1 kommen hauptschlich in den ,urwldern ,west- und ,mittelafrikas sehr verbreitet vor und bilden durch den aus ihnen gewonnenen ,kautschuk den ,reichtum1 aber auch1 wie man es durch die ,miwirtschaft im ,kongostaat genugsam erfahren hat1 zugleich1 wie frher das weie und schwarze ,elfenbein1 den ,fluch des ,landes4 ,manche ,arten sind aber schon so weit vermindert1 ja fast ausgerottet worden1 da man sich neuerdings dazu bequemen mute1 sie auch anzubauen1 was allerdings seine ,schwierigkeiten hat4 ,der ,kautschuk wird in der ,weise aus ihnen gewonnen1 da man die dickeren ,triebe der ,lianen anschneidet1 worauf der ,saft ausfliet und mitunter schon an der ,luft gerinnt4 ,in den einzelnen ,gegenden bedient man sich verschiedener ,mittel1 um ihn zum ,gerinnen zu bringen2 meist aber wird der saure ,saft der ,frchte derselben ,schlingstrucher dazu verwendet4 ,schlielich formt man aus ihm kopfgroe ,klumpen1 die dann als solche in den ,handel gelangen4 ,bei der ,gewinnung des ,kautschuks verfahren die ,neger sehr unvernnftig1 indem sie sich nicht die ,mhe nehmen1 die ,liane anzuschneiden1 sondern sie hauen sie einfach kurz ber dem ,erdboden ab und fangen den auslaufenden ,saft auf4 ,dies ist natrlich die bequemste ,art der ,gewinnung desselben1 die auch eine einmalige grere ,ausbeute als das ,anzapfen liefert2 aber dabei geht die ,pflanze zugrunde1 und bei der groen ,nachfrage und den hohen ,preisen des ,kautschuks liegt die ,gefahr nahe1 da durch diesen ,raubbau die ganzen ,bestnde an ,kautschuklianen vernichtet werden4 ,die ,kolonialregierungen suchen deshalb durch ,belehrung der ,schwarzen und ,gesetze dieses verhngnisvolle ,raubsystem mglichst einzuschrnken und die ,eingeborenen zu einer vernnftigen ,behandlung der so wertvollen ,kautschuklianen anzuleiten4 ,den ,landolphien nahe verwandt sind die ,clitandra-,arten1 ebenfalls in den ,urwldern der afrikanischen ,tropen wachsende ,klettergewchse1 die man bis jetzt am hufigsten im ,kongobecken und in ,kamerun angetroffen hat4 ,erst in jngster ,zeit hat man ihren hohen ,wert fr die ,kautschukgewinnung erkannt1 und sie nehmen heute schon in dieser ,industrie eine bedeutende ,stellung ein4 ,der ,milchsaft ist bei ihnen auerordentlich reichlich vorhanden1 und zwar in derselben ,gte wie bei den besseren ,landolphia-,arten1 wird auch in derselben ,weise wie bei jenen gewonnen4 ,in ,togo und ,kamerun werden versuchsweise neben den ,landolphia- auch ,clitandra-,arten auf einigen europischen ,pflanzungen angebaut4 ,von niederen1 strauchartigen ,apocynazeen derselben ,gattung und von mehreren ,carpodinus-,arten1 die an mehr trockenen ,stellen ,westafrikas gefunden werden1 gewinnt man den in den fingerdicken1 weithin verstelten ,rhizomen in verhltnismig groer ,menge abgelagerten ,kautschuk1 der als ,wurzelkautschuk aus dem nrdlichen ,kongogebiet und ,angola in den ,handel kommt4 ,zur ,gewinnung desselben werden die ,wurzelstcke der krautigen1 schmalbltterigen1 etwa meterhohen ,pflanzen zerschnitten1 einige ,tage der ,sonne ausgesetzt1 dann gegen zehn ,tage in ,wasser gelegt1 hierauf mit ,holzlatten geschlagen und schlielich gekocht4 ,das dabei gewonnene ,produkt1 dem von den ,eingeborenen gewhnlich ,wrfelform gegeben wird1 ist sehr minderwertig und enthlt oft bis zur ,hlfte des ,gewichts ,rinden- und ,holzstcke4 ,in ,ostafrika und ,madagaskar liefert eine andere ,apocynazee1 ,mascarenhasia elastica1 die vielfach an sumpfigen ,bachufern wchst1 einen ,kautschuk mittelmiger ,qualitt1 der meist mit ,landolphiakautschuk vermischt in den ,handel kommt4 ,als weit besserer ,kautschuklieferant als diese genannten afrikanischen ,arten wchst in denselben ,gegenden ,westafrikas von der ,goldkste bis zum ,kongo ein ebenfalls in die ,familie der ,apocynazeen gehrender #cj m hoher ,baum1 ,kickxia elastica1 mit grauer ,rinde1 lanzettlichen1 lang zugespitzten1 lederartigen1 dunkelgrnen ,blttern und gelblichen ,blten in dichten ,trugdolden4 ,aus ihnen gehen die aus zwei ,kapseln bestehenden1 zahlreiche ,samen enthaltenden1 #ae-bj cm langen ,frchte hervor4 ,dieser ,baum ist erst in neuerer ,zeit als ,kautschuklieferant entdeckt worden4 ,im ,jahre #ahid brachten eingeborene ,hndler aus dem ,lagosgebiet eine bis dahin unbekannte ,kautschuksorte zum ,verkauf an die ,kstenpltze4 ,bei nherer ,untersuchung erwies sich das neue ,produkt als sehr wertvoll2 es wurde gern gekauft1 gut bezahlt und infolgedessen bald in groen ,mengen von den ,eingeborenen auf den ,markt gebracht4 ,lange kannte man die ,pflanze nicht1 die diesen ,kautschuk lieferte1 bis im ,jahre #ahih der ,deutsche ,dr4 ,paul ,preu am ,mungoflu in ,kamerun die ,pflanze entdeckte und ,kickxia elastica benannte4 ,von den ,franzosen und ,englndern wird sie aber nach einem auf der ,goldkste einheimischen ,namen gewhnlich ,funtumia elastica genannt4 ,der ,baum ist sehr reich an stark kautschukhaltigem ,milchsaft1 der in zweierlei ,weise gewonnen wird4 ,bei der ersten klettert der ,eingeborene auf den ,baum und schneidet von der ,krone bis fast auf den ,erdboden eine ,rinne in die ,rinde des ,baumes1 in welche in bestimmten ,abstnden schrglaufende ,seitenrinnen einmnden4 ,der ausrinnende ,milchsaft wird in einem ,topf am ,boden aufgefangen und nach dem ,gerinnen zu ,ballen geformt4 ,wird dieses ,anzapfen vorsichtig gemacht1 ohne da man durch die ,rinde hindurch in den ,holzkrper einschneidet1 so wchst der ,baum weiter und kann im folgenden ,jahre wieder angezapft werden4 ,bei der zweiten1 allerdings bequemeren ,methode wird der ,baum gefllt und der aus ihm herauslaufende ,saft gewonnen4 ,da durch diesen von den ,schwarzen mit ,vorliebe gebten ,raubbau schon groe ,kickxiabestnde vernichtet wurden1 so da ein erheblicher ,rckgang der ,kautschukgewinnung in den nchsten ,jahren zu befrchten ist1 hat man auch diesen ,baum neuerdings in ,plantagenkultur genommen4 ,so finden sich heute in ,kamerun und auf ,neuguinea groe1 in ,togo und ,ostafrika kleine ,anpflanzungen des ,kickxiabaumes1 dessen ,kautschuk an ,wert dem echten ,parkautschuk nur wenig nachsteht4 ,da die ,nachfrage nach ihm steigt1 wird er neuerdings in grerem ,mae auch im ,kongostaat angepflanzt1 weil er bedeutend schneller wchst und ertragsfhig wird als die ,kautschuklianen1 welch letztere durch die gewissenlose ,raubwirtschaft der die ,neger dazu mibrauchenden ,beamten schon bedenklich dezimiert sind4 ,whrend die ersten ,anzapfungen der ,kickxia elastica bereits nach #f-g ,jahren ohne irgend welchen nennenswerten ,schaden fr die ,weiterentwicklung des ,baumes vorgenommen werden knnen1 tritt eine ,verwertungsmglichkeit der ,lianen erst nach #bj ,jahren ein4 ,man kommt daher vom ,anbau der ,lianen mehr und mehr zurck und pflanzt sie nur noch dort1 wo die ,kickxia elastica nicht fortkommen will4 ,der ,milchsaft der ,kickxia africana dagegen1 auf den man wiederholt von ,england aus aufmerksam gemacht hat1 ist nach eingehenden ,untersuchungen von ,dr4 ,traun1 einer ,autoritt in der ,kautschukindustrie1 ein fr die ,technik vllig unbrauchbarer ,rohstoff1 der1 gutem ,kautschuk beigemischt1 denselben nur entwertet4 ,es mu daher vor seiner ,verwendung sehr gewarnt werden4 ,ein in ganz ,westafrika von ,senegambien bis an den ,kongo vorkommender ,kautschukbaum ist auch ,ficus vogelii aus der ,familie der ,morazeen oder ,maulbeerbaumgewchse4 ,er besitzt auf stattlichem ,stamm eine breit ausladende ,krone von dunkelgrnen1 stark glnzenden1 groen ,blttern1 deretwegen er von den ,eingeborenen gern als willkommener ,schattenspender auf ,dorfpltzen angepflanzt wird4 ,seine haselnugroen1 runden1 grnen ,frchte bilden eine gesuchte ,speise der ,vgel und ,affen4 ,der durch ,einschnitte aus ihm gewonnene ,milchsaft liefert einen nicht gerade hervorragenden1 aber doch gut verkuflichen ,kautschuk1 der besonders gern mit besseren ,sorten gemischt in den ,handel gebracht wird4 ,deshalb hat man neuerdings in ,kamerun begonnen1 den ,baum in ,kultur zu nehmen4 ,illustration3 ,tafel #aji4 ,ein der ,kautschukgewinnung dienender indischer ,gummibaum 7,ficus elastica7 mit zahlreichen ,luftwurzeln auf ,sumatra4 ,illustration3 ,tafel #aaj4 ,allee in einer ,anpflanzung von ,kixia elastica in ,westafrika4 ,illustration3 ,mit ,spiralschnitt versehene ,castilloa elastica in ,stephansort auf ,neuguinea4 ,illustration3 ,tafel #aaa4 ,blick in eine ,gummiwarenfabrik 7,a4-,g4 ,metzeler ,cie4 in ,mnchen74 ,illustration3 ,tafel #aab4 ,figrchen aus roher ,guttapercha1 wie sie von den ,eingeborenen von ,brasilien geknetet werden4 ,illustration3 ,eine ,pflanzung von ,guttaperchabumen 7,isonandra gutta7 auf ,java4 ,grere ,bedeutung als er hatte bis jetzt sein sdostasiatischer ,verwandter1 die auch bei uns als ,zierpflanze gehaltene und unter dem ,namen ,gummibaum allgemein bekannte ,ficus elastica1 die in ihrer ,heimat als die dort beste ,kautschukpflanze kultiviert wird4 ,sie ist ein riesiger1 bis #fj m hoher ,baum1 der in der ,jugend meist als berpflanze auf anderen ,bumen wchst1 wohin seine ,samen durch die ,vgel und ,affen verbracht werden4 ,spter wird er ein ,baumwrger und schlielich erst ein selbstndiger ,baum mit stark zerklftetem ,stamm1 der von zahlreichen stammartigen ,luftwurzeln gesttzt wird4 ,diese ,luftwurzeln erreichen oft die ,lnge von #be m bei #a1e m ,umfang4 ,die ,zweigenden sind mit ttenfrmig eingerollten1 schn roten oder weien ,nebenblttern bedeckt1 die nach dem ,abfallen eine ,ringnarbe hinterlassen4 ,die ,bltter sind an den ,bumen bedeutend kleiner als bei den als ,zimmerpflanzen gehaltenen ,exemplaren4 ,mnnliche1 weibliche und ,gallenblten bedecken die ,innenseite der ,feigen1 die gereift gelbgrn und ziemlich fleischig werden4 ,der ,baum wchst vom stlichen ,himalaja1 von ,sikkim ber ,assam durch das ganze westliche gebirgige ,hinterindien1 ber ,malakka und ,sumatra bis ,java und ,borneo4 ,er bevorzugt den unteren ,bergwald1 steigt aber im ,himalaja bis #afjj m hoch4 ,nirgends bildet er ,wlder2 er findet sich vielmehr zerstreut im ,urwald1 und in den kautschukreicheren ,wldern wachsen auf #a ,hektar nicht mehr als #a-b ,gummibume4 ,seit einigen ,jahrzehnten hat man in ,assam1 auf ,java1 ,sumatra und ,borneo1 in neuerer ,zeit mit bestem ,erfolg auch auf ,neuguinea1 in ,togo1 ,kamerun und ,ostafrika ,pflanzungen des ,baumes angelegt1 da infolge des ,raubbaues die ,produktion des ,kautschuks aus wildwachsenden ,bumen stetig abnimmt und trotz den ,bemhungen der ,forstverwaltungen ein ,schutz der ,bume schwer durchfhrbar ist4 ,ein ungnstiger ,umstand fr die ,rentabilitt solcher ,pflanzungen ist die betrchtliche ,anzahl von ,jahren1 die vergehen mssen1 ehe man den ,milchsaft in gengender ,menge gewinnen kann4 ,die ,anzapfung der ,bume geschieht wie bei den anderen ,arten1 indem man mit starken ,messern oder xten ,einschnitte in die ,rinde macht1 aus denen dann meist der geronnene ,milchsaft herausgekratzt wird4 ,ein groer ,baum mit einer ,laubkrone von #de-ej m liefert bei einem einmaligen ,anzapfen mehr als #b kg ,kautschuk1 und diese ,menge vermag er #dj und mehr ,jahre hindurch jhrlich zu geben4 ,das ,produkt ist infolge von ,verunreinigung hufig schwarz und klebrig und hat im ,vergleich zum ,parkautschuk einen geringen ,wert1 ist aber doch fr mancherlei ,erzeugnisse zu gebrauchen4 ,die ,vermehrung des ,baumes erfolgt fast stets durch etwa #a m lange ,stecklinge1 die1 in die ,erde gesteckt1 sich sehr schnell bewurzeln und rasch zu jungen ,pflanzen heranwachsen1 doch mssen sie ungefhr #ae m auseinander gepflanzt werden1 weil sie spter mchtige ,kronen entwickeln und ihre weitausladenden ste mit ,luftwurzeln sttzen4 ,weiter sind noch ,willoughbya coriacea und andere ,arten der ,gattung zu nennen1 die als groe1 relativ dickstmmige ,lianen des ,urwaldes ,hinterindien und den malaiischen ,archipel bewohnen und zur ,gewinnung von ,kautschuk angezapft werden4 ,sie haben ebenfalls lanzettliche1 lederartige ,bltter1 dagegen achselstndige ,blten mit flacher ,blumenkrone in ,rispen1 aus denen groe1 innen saftige1 kugelige ,beeren mit harter ,schale und schmackhaftem ,fruchtfleisch hervorgehen4 ,sie winden sich vermittelst langer1 fadenfrmiger ,ranken an ,bumen empor1 sind aber niemals in ,masse an einem ,orte zu finden1 was die ,ausbeutung erschwert4 ,der grte ,teil des von ,borneo ausgefhrten ,kautschuks stammt von diesen ,lianen4 ,auf ,neuguinea gewinnen die ,eingeborenen aus ,ficus rigo1 einem #ae m hohen ,baum1 einen guten ,kautschuk4 ,da aber der ,baum sich nur auf einem beschrnkten ,gebiet findet und von den ,eingeborenen sehr unvernnftig behandelt wird1 so drfte er bald ausgerottet sein1 wenn man ihn nicht vorher in ,kultur nimmt4 ,nach seinen ,eigenschaften verdient er ernste ,beachtung fr ,kaiser-,wilhelms-,land4 ,endlich sind in neuester ,zeit noch zwei ,kautschukproduzenten in ,kultur genommen worden1 die es verdienen kurz genannt zu werden4 ,der eine ist die in ,venezuela und ,guiana heimische ,kautschukmistel1 ein ,schmarotzergewchs gleich unserer ,mistel1 die unter anderem auch auf dem ,kaffeebaum gedeiht und sich daher dazu eignet1 solche ,kaffeeplantagen1 die aus irgend einem ,grunde nicht mehr recht ertragsfhig sind1 wieder ertragsfhig zu machen4 ,der ,kautschuk wird aus den alljhrlich erzeugten ,frchten gewonnen4 ,die andere ist eine den ,guayulekautschuk liefernde ,komposite ,mexikos1 die sich zum ,anbau in trockenen ,gebieten eignet4 ,sie bildet niedrige ,halbstrucher1 die abgeschnitten werden mssen1 um einen ,ertrag zu liefern4 ,doch ist ihr ,anbau bis jetzt1 so lange man andere ergiebigere ,kautschuklieferanten besitzt1 ein sehr beschrnkter4 ,im allgemeinen hat die ,kautschukproduktion in neuester ,zeit nicht in dem ,mae zugenommen1 wie es beim immer steigenden ,bedarfe fr die ,industrie wnschenswert gewesen wre2 ,asien nimmt darin im ,durchschnitt eher ab als zu1 ,afrika erhlt sich knapp auf der erreichten ,hhe und selbst das ,amazonengebiet scheint den ,hhepunkt berschritten zu haben4 ,nun darf man allerdings damit rechnen1 da noch manche wichtige ,kautschukpflanzen entdeckt werden1 da die zum ,teil recht rohe ,art der ,gewinnung verbessert wird1 da es gelingen drfte1 die ,ergiebigkeit zu steigern und auch aus bisher wenig beachteten ,pflanzen guten ,kautschuk zu gewinnen4 ,am meisten ist aber von der ,ausbildung der ,kulturen in groem ,mastab zu erwarten4 ,es mssen fr die einzelnen ,lnder und ,standorte die geeignetsten ,kautschukpflanzen ausfindig gemacht werden1 deren ,milchsaft wenn immer mglich mit ,zuhilfenahme von maschinellen ,einrichtungen zu verarbeiten wre1 was die ,qualitt des ,rohproduktes bedeutend verbessern wrde4 ,aus einem im ,april #aiaj in der ,times erschienenen ,aufsatz3 ,rubber developments in #aiaj entnehmen wir1 da die ,vereinigten ,staaten den grten ,teil des aus ,sdamerika auf den ,markt gebrachten ,kautschuks konsumieren4 ,im ,jahre #aiji belief sich die ,produktion an wildgewachsenem ,kautschuk auf #fd ,millionen kg2 davon entfielen auf ,brasilien #ch ,millionen kg4 ,man knnte annehmen1 da die fortwhrende und enorme ,preissteigerung dieses ,handelsartikels auch eine stetige ,produktion desselben herbeifhren mte4 ,aber ,brasilien drfte am ,ende seiner ,leistungsfhigkeit angelangt sein4 ,man wird kaum allzusehr fehl gehen1 wenn man die ,erzeugung von ,urwaldkautschuk in den nchsten ,jahren auf #ff-gb ,millionen kg berechnet2 zhlt man noch #bg ,millionen kg aus ,plantagen hinzu1 so gelangt man zu einer ,gesamtproduktion von annhernd #ajj ,millionen kg4 ,vorlufig ist sie allerdings noch wohl imstande1 die ,nachfrage zu decken2 da aber diese weit rascher wchst als das ,angebot1 so werden sich beide binnen kurzem die ,wage halten4 ,deshalb beginnen die groen ,kautschukproduzenten ihr ,augenmerk darauf zu richten1 wie die ,kontinuitt der ,erzeugung erhalten oder gar eine ,vermehrung herbeigefhrt werden knne4 ,es ist dies eine fr die ,weltwirtschaft sehr wichtige ,frage1 die aber nicht in ,afrika1 sondern der ,hauptsache nach in der ,neuen ,welt gelst werden mu4 ,nicht nur ist der afrikanische ,kautschuk qualitativ durchaus minderwertig1 sondern er ist durch die jahrzehntelang gebte ,raubwirtschaft immer seltener geworden4 ,von den #gj ,millionen kg ,kautschuk des ,jahres #aijh lieferte ,afrika nur #ad ,millionen kg und dieser ,ertrag hat seither nicht in erwhnenswerter ,weise zugenommen1 wenn auch in jngster ,zeit englische ,gesellschaften auf deutschem ,kolonialgebiet grere ,landerwerbungen zum ausgesprochenen ,zweck der ,kautschukgewinnung machten4 ,es ist geradezu ein ,trost1 zu vernehmen1 da vor allem das ,kongobecken1 in welchem die unglckliche ,bevlkerung unter dem ,zwang des vom hartherzigen ,leopold ,,ii4 eingefhrten ,systems der ,gummierzeugung beinahe zugrunde gerichtet wurde1 schon jetzt fast nicht mehr mitkonkurrieren kann4 ,denn wenn die ,kautschukgewinnung am ,kongo auf die ,dauer nicht mehr rentiert und preisgegeben werden mu1 so knnte noch derjenige ,teil der schwarzen ,bevlkerung1 der den ,anforderungen der groen ,kautschukproduktionsgesellschaften noch nicht erlag1 gerettet werden4 ,auch in ,brasilien fordert das ungesunde ,klima der ,urwlder am ,amazonenstrom1 in denen der wichtigste und ertragreichste ,kautschuklieferant1 die ,hevea brasiliensis1 die heute noch #fj ,prozent der ,gesamtproduktion liefert1 wchst1 zahlreiche ,opfer1 so da dadurch der ,wert der wildwachsenden ,bestnde von ,kautschukbumen beeintrchtigt wird4 ,deshalb beruht die ,zukunft der ,kautschukindustrie durchaus auf den ,anpflanzungen dieses ,baumes1 der schon im #e4 ,jahre angezapft werden kann1 whrend die ,castilloa elastica dies erst im #g4 bis #i4 ,jahre zu tun gestattet und zudem einen geringeren ,ertrag liefert4 ,diese haben besonders in ,malakka1 auf ,java1 ,sumatra und ,ceylon bereits eine groe ,ausdehnung erlangt und sind recht eintrglich1 da der ,plantagenkautschuk zurzeit besser als der wilde brasilianische bezahlt wird4 ,wenn er auch reiner und sauberer als dieser ist1 kann sich gleichwohl dieses von nicht ausgewachsenen ,bumen stammende ,produkt an innerem ,wert nicht mit dem von den wilden1 oft bis zu #cj ,jahre alten brasilianischen ,gummibumen gewonnenen ,erzeugnis messen4 ,auch weist die in den asiatischen ,plantagen gezchtete ,hevea bereits eine gefhrliche ,krankheit auf1 deren ,ursache man noch nicht recht auf die ,spur gekommen ist4 ,man ist geneigt anzunehmen1 da das sdamerikanische ,gewchs dem vulkanischen ,boden von ,java und ,sumatra sich nicht anzupassen vermag4 ,mit groen ,opfern suchen die ,pflanzer nach einem ,heilmittel dafr2 denn ihre ganze ,existenz hngt davon ab4 ,zudem hat die indische ,regierung vom ,juni #aiaj an alle ,arbeitsvertrge der zahllosen aus ,indien stammenden ,kulis1 die als ,plantagenarbeiter auf ,kautschukpflanzungen des malaiischen ,archipels verdingt sind1 aufgehoben1 so da bei der ,schwierigkeit1 aus der einheimischen malaiischen ,bevlkerung die ntigen ,arbeitskrfte zu erhalten1 neue ,heveaplantagen kaum angelegt werden knnen4 ,auch in ,brasilien und ,peru1 wo neuerdings eine englisch-franzsische ,finanzgruppe an den ,ostabhngen der ,anden in ,gebieten1 die fr die ,zchtung des ,guttaperchabaumes geradezu ideale ,vorbedingungen aufweisen1 groe ,heveakulturen angelegt haben1 bildet die ,beschaffung der ntigen ,arbeitskrfte einen ,gegenstand der ,besorgnis1 da auf die trgen und sorglosen ,eingeborenen nicht zu rechnen ist4 ,nun hat die japanische ,regierung die berfhrung japanischer ,arbeiter1 die sich durch ,flei und ,gengsamkeit auszeichnen1 nach diesen sdamerikanischen ,kautschukplantagen in groen ,massen gestattet1 so da dadurch die fr alle ,plantagen so wichtige ,arbeiterfrage aufs beste gelst zu sein scheint4 ,wenn sich dann nur keine ,rassenfrage mit der ,zeit daraus entwickelt4 ,schon in wenigen ,jahren knnen aus diesen ,heveakulturen allfllige ,ausflle in der ,ernte des brasilianischen wilden ,kautschuks gedeckt werden4 ,jedenfalls beruht die ,entwicklung und ,zukunft der modernen ,kautschukindustrie in erster ,linie in der sehr zukunftsreichen sdamerikanischen ,kautschukproduktion aus der ,hevea brasiliensis4 ,dem ,kautschuk sehr nahe verwandt ist die ,guttapercha -- aus dem ,malaiischen getah-pertcha1 d4 h4 ,milchsaft von ,sumatra1 entstanden -- die im malaiischen ,archipel aus dem ,milchsaft einiger zur ,familie der ,sapotazeen gehrender ,bume gewonnen wird4 ,merkwrdigerweise war der ,gebrauch dieses ,pflanzenproduktes zu allen technischen ,zwecken bei den ,eingeborenen ,malakkas und ,indonesiens lange nicht so verbreitet1 wie derjenige des ,kautschuks unter den brasilianischen ,indianerstmmen4 ,die ,bekanntschaft der ,kulturwelt mit demselben ist noch ziemlich jungen ,datums4 ,zwar waren schon im ,jahre #ahcj ,muster dieses ,harzes aus ,singapur an die ,asiatische ,gesellschaft nach ,london gesandt worden1 sie fanden jedoch nicht die geringste ,beachtung4 ,diese wurde erst erregt1 als im ,jahre #ahdc der ,englnder ,montgomery dem ,londoner ,gewerbeverein ,mitteilungen ber diesen ,stoff machte1 den er als ,stiel einer von ,eingeborenen benutzten ,axt1 der sich im warmen ,wasser erweichen und biegen lie1 kennen lernte4 ,kurze ,zeit darauf legte der ,spanier ,joze d',almeida der ,asiatischen ,gesellschaft in ,london eine ,probe der ,guttapercha vor2 daraufhin gelangten #ajj kg dieses ,materials versuchsweise aus ,singapur nach ,london4 ,die ausgezeichneten ,eigenschaften desselben riefen aber sehr schnell eine bedeutende ,nachfrage nach ihm hervor1 so da schon #ahde #aajjj kg nach ,england gebracht wurden4 ,die so schnell hervorgerufene ,nachfrage hatte zur ,folge1 da die ,gewinnung der ,guttapercha1 die zunchst nur in den ,smpfen von ,dschohor auf der ,insel ,singapur aus dem ,guttaperchabaum 7,palaquium gutta7 von ,malaien und ,chinesen gesammelt wurde1 bald gewaltige ,dimensionen annahm4 ,aber durch die dabei gebte rcksichtslose ,raubwirtschaft1 der ganze ,wlder des so wertvollen ,baumes durch ,umhauen zum ,opfer fielen1 wurde dieser ,guttaperchalieferant auch in der weiteren ,umgebung von ,singapur ganz ausgerottet4 ,da sah sich die englische ,guttaperchahandelsgesellschaft gezwungen1 einen rationellen ,betrieb einzufhren und nur noch das ,anzapfen der ,bume wie beim ,kautschuk zu dulden4 ,an ,stelle des inzwischen gnzlich ausgerotteten ,palaquium gutta1 eines bis #bj m hohen dickstmmigen ,baumes mit glnzenden1 lederartigen ,blttern1 gelben ,blten und ,beerenfrchten1 von dem in den ersten vier ,jahren der ,guttaperchagewinnung ber #cjjjjj ,exemplare gefllt wurden1 traten andere ,arten von ,palaquium1 sowie ,payena leeri1 welch letztere aber einen leicht faserig werdenden ,stoff1 der auch weniger elastisch ist1 liefert4 ,ihr ,milchsaft ist auch weier als derjenige der ,palaquium-,arten4 ,um ,getah zu sammeln1 ziehen die ,eingeborenen ,sumatras in ,gruppen von #c-d ,personen in den ,wald1 meist in ,begleitung eines ,mannes1 der es versteht1 die ,geister der zu fllenden ,bume zu beschwren4 ,haben sie solche gefunden1 so werden sie gefllt1 die ,stmme horizontal gelegt und vermittels eines breiten ,messers in ,entfernungen von #cj-ej cm auf der oberen ,hlfte mit #b cm breiten1 um ein ,drittel des ,umfangs herumlaufenden ,einschnitten versehen4 ,der hierbei herausflieende ,saft wird nicht eingesammelt1 da er fr minderwertig gilt4 ,die breiten ,einschnitte fllen sich aber bald mit einem dickeren ,milchsaft1 der alsbald mit einem hakenfrmigen ,werkzeug so grndlich als mglich aus den ,rinnen herausgekratzt wird1 wo er mit ,rindenteilen und ,holzsplittern vermischt zu ,klumpen gerinnt4 ,nach ,hause zurckgekehrt werfen die ,getahsammler die ,klumpen in ,tpfe mit #gj ,c4 heiem ,wasser und kneten die schnell erweichende ,masse so lange mit den ,hnden durch1 bis alle ,rinden- und ,holzstcke entfernt sind1 was aber selten vollstndig gelingt4 ,dann formt man die ,masse zu kugeligen oder rechteckigen ,stcken und bringt sie zur ,ausfuhr4 ,nach ,burck liefert ein ,baum von #dj cm ,stammumfang durchschnittlich #afj g ,getah4 ,in ,borneo werden nach demselben ,gewhrsmanne jhrlich gegen #bf ,millionen ,bume gefllt1 um den stets wachsenden ,bedarf an ,guttapercha zu decken4 ,es wre dies aber nicht ntig1 wenn man den ,milchsaft in hnlicher ,weise gewnne wie den ,kautschuk4 ,deshalb ist es erklrlich1 da die hollndische ,regierung ihre ,aufmerksamkeit diesem ,vernichtungswerke zugewandt hat1 und da es sich undurchfhrbar erwies1 das ,einsammlungsverfahren der ,eingeborenen zu verbessern1 so begann sie damit1 an verschiedenen ,orten ,kulturen von ,guttaperchabumen anzulegen1 die recht gut gedeihen und fr spter ,erfolg versprechen4 ,die durch ,einschnitte erhaltene rohe ,guttapercha1 von den ,malaien getah-muntah genannt1 wird1 bevor sie nach ,europa geschickt wird1 mit ,wasser und etwas ,zitronensaft oder ,kokosnul gekocht1 von ,verunreinigungen befreit und in ,formen von #aj-bj kg gegossen4 ,die ,guttapercha des ,handels ist in den besten ,sorten fast wei1 sonst rtlich1 oft ziemlich dunkel und marmoriert1 auf dem ,schnitt heller2 sie fhlt sich fettig an und ist im ,gegensatz zum ,kautschuk bei gewhnlicher ,temperatur nur biegsam und wenig dehnbar1 aber nicht elastisch4 ,sie wird aber bei #de ,c4 teigig1 bei #fe weich und knetbar1 lt sich dann zu dnnen ,blttern auswalzen und in ,formen pressen1 deren feinste ,details sie nachher bewahrt4 ,bei #ajj wird sie klebrig und bei #aej schmilzt sie bei teilweiser ,zersetzung4 ,sie widersteht den meisten ,lsungsmitteln und besteht aus #gh-hb ,prozent ,gutta 7,c#aj;,h#af7n und drei ,oxydationsprodukten dieses ,kohlenwasserstoffes3 ,fluovil1 ,alban und dem sehr unbestndigen ,guttan4 ,auerdem enthlt sie ,gerbstoffe1 ,salze und zuckerhnliche ,stoffe4 ,an der ,luft und am ,licht wird sie durch ,sauerstoffaufnahme so verndert1 da sie1 die vorher ein ,nichtleiter der ,elektrizitt war1 ein guter ,leiter derselben wird4 ,man bewahrt sie deshalb am besten in ,gruben auf1 die mit ,wasser gefllt und vom ,licht abgeschlossen sind4 ,auch im ,erdboden hlt sie sich sehr gut4 ,so waren unterirdisch gelegte ,telegraphenkabel nach mehr als #be ,jahren noch vllig unverndert1 ebenso ,seekabel1 die in den ,jahren #ahej-fi gelegt worden waren4 ,gegen ,schwefel verhlt sich ,guttapercha hnlich wie ,kautschuk1 nur lt sie sich schwieriger vulkanisieren4 ,ein ,gemenge von #a ,teil ,guttapercha und #b ,teilen ,kautschuk steht in bezug auf seine ,eigenschaften in der ,mitte zwischen beiden ,substanzen4 ,guttapercha wird technisch zu den verschiedensten ,gegenstnden verwendet1 bei denen es auf ,undurchdringlichkeit gegen ,wasser1 ,widerstand gegen ,alkohol1 ,laugen und ,suren ankommt und keine hhere ,temperatur mitwirkt4 ,am meisten findet sie in der ,elektrizitt zur ,isolierung der ,leitungsdrhte in ,kabeln usw4 ,verwendung4 ,bei oberirdischen elektrischen ,leitungen werden die ,drhte einfach mit dem dnn ausgewalzten ,guttaperchapapier umwickelt1 diese durch die ,spiritusflamme zum ,schmelzen gebracht und die ,isolation ist fertig4 ,unersetzlich ist die ,guttapercha -- und darin liegt ihr ,hauptwert -- bei der ,herstellung unterseeischer ,kabel1 whrend nmlich alle anderen ,isolatoren vom ,seewasser angegriffen und endlich zerstrt werden1 ist sie der einzige ,stoff1 der sich nicht nur hlt1 sondern mit der ,zeit eher hrter und undurchdringlicher wird4 ,bis jetzt sind sowohl fr den ,kautschuk1 als fr die ,guttapercha nur schlechte ,surrogate bekannt1 so da es fr die ,industrie sehr wichtig ist1 da diese beiden ,stoffe weiterhin in guter ,qualitt beschafft werden knnen4 ,hauptstapelplatz aller ,sorten von ,rohguttapercha ist ,singapur4 ,zwei ,drittel von dessen ,ausfuhr1 die von #ahhe-if #cb ,millionen kg im ,werte von #ajj ,millionen ,mark betrug1 gehen nach ,london und ,liverpool2 den ,rest nehmen die ,mrkte von ,hamburg1 ,rotterdam und ,marseille auf4 ,in dieselbe ,familie der ,sapotazeen wie der ,guttaperchabaum gehrt auch der amerikanische ,zapotill- oder ,balatabaum 7,achras ballota71 ein ,baum ,guianas und smtlicher ,antillen1 dessen beim ,ausschneiden herausflieender ,milchsaft zu einer der ,guttapercha hnlichen1 lederartig zhen1 schneidbaren und sehr elastischen ,masse wird1 die gegenwrtig unter dem einheimischen ,namen ,balata jhrlich in ,mengen von gegen #ajjjjj kg namentlich von ,berbice1 dem stlichen ,distrikt von ,britisch-,guiana1 aus in den europischen ,handel gelangt1 um als ,surrogat der ,guttapercha namentlich zu ,treibriemen1 ,schuhsohlen und -,abstzen1 sowie zu chirurgischen ,zwecken gebraucht zu werden4 ,der ,stamm dient in seinem ,vaterlande als ,bauholz und kommt auch als ,nutzholz unter der ,bezeichnung bully tree wood oder ,balata rouge in den ,handel4 ,sehr nahe verwandt mit ihm sind der ,zapota- oder ,breiapfelbaum 7,achras sapota7 und die ,mammei-,sapote 7,lucuma mammosa71 die in ,westindien und im nrdlichen ,sdamerika heimisch sind4 ,der ,milchsaft beider findet technische ,verwendung und beide liefern zugleich ebare ,frchte4 ,die ,mammei-,sapote liefert eine ,art ,guttapercha1 die aber bisher wenig ,verwendung fand4 ,grere ,bedeutung kommt dem ,zapota- oder ,breiapfelbaum zu1 dessen guttaperchahnliches ,produkt zur ,fabrikation des bei den ,brgern der ,vereinigten ,staaten so beraus beliebten ,kaugummis verwendet wird4 ,es ist dies der ,chiclegummi1 der durch ,anzapfen des ,zapotabaumes gewonnen wird4 ,die aus den ,einschnitten der ,rinde dieses ,baumes hervortretende milchweie ,flssigkeit wird ber ,feuer eingedickt und soll schlielich eine hellgraue ,farbe annehmen4 ,fr den ,export gibt man dem ,chiclegummi eine brotlaibhnliche ,gestalt4 ,ein ,gummisammler oder ,chiclero8 kann tglich bis zu #g1e kg ,chicle gewinnen und erhlt fr das ,kilogramm #bj-cj ,cents 7 #he-ace ,pfennige74 ,um einen ,teil des ,eingangszolls nach den ,vereinigten ,staaten zu sparen1 der zurzeit #bj ,cents pro ,kilogramm betrgt1 lt man den ,chicle zuerst in ,kanada reinigen und trocknen1 wodurch er etwa die ,hlfte seines ursprnglichen ,gewichtes verliert4 ,bei der ,weiterverarbeitung wird der ,gummi noch mit allerlei ,zutaten wie ,zucker1 ,vanille und ,pfefferminze versehen4 ,irgend welche medizinisch wirksame ,stoffe sind in dem reinen ,chiclegummi nicht vorhanden1 gleichwohl wirkt er schon auf mechanischem ,wege konservierend auf die ,zhne4 ,die ,menge des nach den ,vereinigten ,staaten eingefhrten ,chicle belief sich im ,jahre #aijh_/ji auf #bgbejai kg im ,werte von #aihgaab ,dollar1 whrend die ,einfuhr im ,jahre #ahhe erst #dfdigi kg betrug4 ,der ,preis des ,gummis1 der vor dem ,jahre #ahhh nur #ad-af ,cents pro ,kilogramm betrug1 ist heute auf #if ,cents gestiegen4 ,die ,jahresproduktion der amerikanischen ,fabriken wird auf #c ,milliarden ,stck ,kaugummi angegeben4 ,sicherlich ist nicht sowohl das ,kauen1 als vielmehr das damit verbundene ,spucken1 in welcher ,fertigkeit die ,yankees geradezu eine verblffende ,virtuositt erlangt haben1 eine fr ,fremde wenig angenehme ,gewohnheit dieses ,volkes4 ,der den ,chiclegummi liefernde ,zapotabaum1 der teils wild wchst1 teils angepflanzt wird1 liefert daneben1 wie gesagt1 auch eine sehr geschtzte ,frucht1 den ,breiapfel4 ,ferner wird sein ,holz1 das sehr schwer und hart und dem ,mahagoni hnlich ist1 gerne zur ,mbelfabrikation verwendet4 ,in den alten mexikanischen ,ruinen findet man ausgezeichnet erhaltene ,trrahmen und ,balken1 wie auch ,wandschnitzereien aus ,zapotaholz als ,beweis dafr1 wie auerordentlich dauerhaft dieses ist4 ,,xxiv4 ,die ,harze und ,lacke4 ,wie ,milchsaft1 ,gummi und therische le1 so sind ,balsame1 ,gummiharze und ,harze sehr hufig in ,pflanzen enthalten und knnen auf verschiedene ,weise daraus gewonnen werden4 ,die ,milchsfte und die daraus hervorgehenden ,federharze wie ,kautschuk und ,guttapercha wurden im vorigen ,abschnitte besprochen1 whrend die ,balsame und ,gummiharze in den folgenden ,abschnitten behandelt werden sollen4 ,sie sind mit greren oder kleineren ,mengen von therischen len vermengte ,schleime und ,harze1 die nach dem ,ausflieen durch ,verdunsten der ersteren mehr oder weniger rasch erhrten4 ,die therischen le1 die ihnen meist einen starken ,geruch verleihen1 knnen durch ,destillation mit ,wasser aus ihnen ausgezogen werden1 wobei ,schleim und ,harz zurckbleiben4 ,es sind ,schutzstoffe der ,pflanze zum ,verschlieen von ,wunden und dadurch zur ,abhaltung des ,eindringens von irgend welchen ,krankheitserregern bestimmt4 ,meist werden sie durch knstlich beigebrachte ,verletzungen gewonnen4 ,zu den ,balsamen gehren ,mekka-1 ,peru-1 ,tolu-1 ,kopaiva-1 ,styrax- und ,kanadabalsam1 zu den ,gummiharzen ,styrax1 ,benzo1 ,ammoniakum1 ,asa foetida oder ,stinkasant1 ,euphorbium1 ,galbanum1 ,gummigutti1 ,sagapenum1 ,myrrhe und ,weihrauch1 die alle meist medizinisch ,verwendung finden4 ,in der ,pflanze sind auch die ,harze mit flchtigen therischen len vermengt1 als deren ,oxydationsprodukte sie berhaupt entstehen4 ,sie unterscheiden sich von ihnen durch ,sauerstoffgehalt und ,nichtflchtigkeit4 ,sie finden sich besonders in tropischen ,pflanzen und bei uns in den ,nadelhlzern2 und zwar kommen sie in allen ,pflanzenteilen vor1 sind aber am reichlichsten in den ,rinden1 aus denen sie durch ,einschnitte gewonnen werden4 ,sie sind meist gelb oder braun1 durchscheinend1 anfnglich weich1 verhrten aber durch ,verdunstung der in ihnen enthaltenen therischen le4 ,als solche nennt man sie ,hartharze1 weil sie bei gewhnlicher ,temperatur sprde und fest sind4 ,sie brennen mit ruender ,flamme und geben bei trockener ,destillation brennbare ,gase und le ab4 ,in ihren physikalischen ,eigenschaften stehen sie den ,fetten nahe1 doch besitzen sie eine vollstndig von jenen abweichende chemische ,konstitution4 ,kein ,harz ist ein chemisches ,individuum1 sondern ein ,gemisch von ,resinen1 ,resenen1 ,harzsuren usw4 ,die therischen le1 aus denen die ,harze durch ,sauerstoffaufnahme und andere ,vernderungen hervorgehen1 sind meist sauerstofffrei1 nur aus ,kohlenstoff und ,wasserstoff zusammengesetzt1 daher leicht brennbar4 ,das wichtigste derselben ist das ,terpentinl1 das aus dem ,terpentin1 einem durch ,einschnitte in den ,stamm von ,nadelhlzern gewonnenen balsamartigen ,harzflu durch ,destillation vermittelst ,wasserdmpfen gewonnen wird4 ,in ,deutschland dienen zur ,terpentingewinnung verschiedene ,kiefern und ,fichten1 so besonders ,pinus silvestris und ,picea excelsa2 das sdfranzsische ,terpentin dagegen1 das weniger ,terpentinl als das deutsche besitzt1 wird von der ,strandkiefer 7,pinus maritima7 gewonnen4 ,das ,straburger ,terpentin wird von der ,weitanne 7,abies pectinata71 das venezianische in ,sdtirol von der ,lrche 7,larix decidua7 gewonnen4 ,in den ,vereinigten ,staaten von ,amerika1 die weitaus das meiste ,terpentin erzeugen1 wird es auer von verschiedenen ,pinusarten namentlich von der ,hemlockstanne 7,tsuga71 einem im stlichen ,nordamerika sehr verbreiteten1 bis #dj m hohem ,baum von #a1c m ,durchmesser1 vom ,bau der ,rottanne1 gewonnen1 whrend der verwandte ,kanadabalsam ein in ,kanada und den ,nachbarlndern aus der ,balsamtanne 7,abies balsamei und fraseri7 erzielter ,terpentin ist4 ,alle diese werden vorzugsweise im ,frhjahr durch ,erffnen der ,harzgnge der ,rinde durch ,schnitte oder ,anbohrungen gewonnen und in darunter gestellten ,gefen gesammelt4 ,die ,menge wechselt zwischen #b und #c1e kg pro ,baum und ,ernte1 kann aber bei alleinstehenden1 starken ,fichten1 auf deren ,erhaltung es weiter nicht ankommt1 bis auf #dj kg getrieben werden1 wonach allerdings ein so mihandelter ,baum gewhnlich eingeht4 ,dieses gelblichweie1 honigdicke1 starkklebende1 balsamische ,harz reagiert sauer1 ist lslich in ,alkohol1 ther und therischen len1 enthlt #ae-bj ,prozent ,terpentinl1 ,harz1 ,harzsuren1 wenig ,ameisen- und ,bernsteinsure4 ,durch ,destillation des ,terpentins mit ,wasser wird daraus das klare1 farblose1 stark lichtbrechende ,terpentinl gewonnen1 das an der ,luft ,sauerstoff aufnimmt und ihn teilweise in ,ozon verwandelt1 wodurch es bleichend wirkt1 dickflssig wird und zu einer durchsichtigen1 harten ,harzschicht eintrocknet4 ,es lst ,harze1 ,kautschuk1 ,schwefel1 ,fette und dient zum ,herstellen von ,lacken und ,firnissen1 zum ,verdnnen von lfarben1 zum ,entfernen von ,fett- und ,farbenflecken aus ,kleidern1 zum ,bleichen von allerlei ,geweben und ,elfenbein1 als ,arzneimittel1 als ,schutz gegen ,phosphorvergiftung in ,zndhlzchenfabriken und zum ,verflschen therischer le4 ,der bei der ,gewinnung des ,terpentinls aus dem ,terpentin zurckbleibende entwsserte ,rckstand ist das ,kolophonium oder ,geigenharz1 das bei #acj-ace schmilzt und1 auer zum ,bestreichen der ,geigenbogen1 zur ,herstellung von ,siegellack1 ,harzseifen1 ,harzl1 ,firni1 ,kitt1 zum ,lten1 zum ,leimen des ,papiers1 zu ,blitzpulver usw4 dient4 ,die ,produktion der ,vereinigten ,staaten allein an ,terpentinl betrgt jhrlich #gj ,millionen kg im ,wert von #cb ,millionen ,mark1 und zwar wird ber die ,hlfte davon von ,savannah im ,staate ,georgia exportiert1 das der erste ,weltmarkt fr ,terpentin ist4 ,die bedeutendsten europischen ,mrkte sind ,london1 ,hamburg1 ,antwerpen1 ,bordeaux4 ,qualitativ ist die franzsische ,sorte die beste2 sie wird in der ,technik vielfach der amerikanischen vorgezogen4 ,an dritter ,stelle kommt die ,produktion ,rulands1 die zum grten ,teil im ,lande selbst ,verwendung findet4 ,schon im ,altertum kannte und verwendete man solches ,terpentin4 ,so schreibt der um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 lebende griechische ,arzt ,dioskurides in seiner ,arzneimittellehre3 ,aus der ,pinie 7ptys7 und ,kiefer 7pek7 kommt ein flssiges ,harz1 das aus ,gallien und ,etrurien in den ,handel kommt1 frher auch aus ,kolophon -- der ionischen ,stadt an der ,kste ,lydiens -- gebracht wurde und deswegen kolophna genannt wird4 ,es kommt auch vom ,fue der ,alpen vom ,baume1 den die ,leute dort larix 7,lrche7 nennen4 ,an ,farbe ist es verschieden2 denn es gibt reinweies1 lfarbiges1 honigfarbiges1 wie das vom ,lrchenbaum4 ,auch die ,zypresse gibt ein flssiges ,harz4 -- ,trockenes ,harz kommt von der ,arve1 der ,weitanne1 der ,schwarzkiefer1 der ,pinie4 ,von allen whlt man das1 was am besten riecht1 durchsichtig1 weder zu trocken1 noch zu na ist1 sondern wie ,wachs ist und sich zerreiben lt4 ,am besten ist das von ,pinien und ,weitannen1 das gut1 fast wie ,weihrauch riecht4 ,vorzglich schtzt man das von der ,insel ,pityusa 7d4 h4 ,pinieninsel1 jetzt ,iviza71 welche bei ,spanien liegt4 ,es wird mit und ohne ,wasser ber einem ,kohlenfeuer gekocht und zu wohlriechenden1 erweichenden ,pflastern benutzt4 ,ausgeglhtes ,harz wird auch zu ,pflastern1 zu strkenden ,arzneien und zum ,frben der ,salben gebraucht4 ,durch ,verbrennen des ,harzes gewinnt man ,ru1 wie aus dem ,weihrauch4 ,er dient vorzugsweise zum ,frben der ,augenlider1 wie auch zum ,heilen von deren ,krankheiten4 ,aus ,ru wird auch die schwarze ,tinte 7to mlan1 eigentlich3 das ,schwarze7 bereitet1 mit der wir schreiben48 ,unter ,terpentin verstand man im ,altertum das ,harz der von den ,griechen therbinthos genannten ,terpentinpistazie 7,pistacia therebinthus71 eines sdeuropischen1 dem ,nubaume hnlichen ,baumes1 der heute besonders auf ,chios und den benachbarten ,inseln1 dann auf ,rhodos und ,cypern zur ,gewinnung des nach dem ,anschneiden herausflieenden ,terpentins kultiviert wird4 ,wir erhalten ihn hauptschlich von den ,kykladen1 und zwar ,chios1 doch meist mit venezianischem ,terpentin vom ,lrchenbaume oder mit ,straburger ,terpentin von der ,weitanne verflscht4 ,auerdem liefert die ,terpentinpistazie rundliche1 durch ,stiche der ,pistazienblattlaus 7,aphis pistaciae7 hervorgerufene1 oft innen mit gelben ,harztropfen gefllte1 ,pistazien- oder ,terpentingallpfel genannte ,gallen1 die1 wie auch die ,bltter des ,baumes1 zum ,gerben und ,rotfrben dienen4 ,diesen ,baum und seine ,produkte beschreibt schon der pflanzenkundige ,grieche ,theophrast 7#cij bis #bhf v4 ,chr47 in seiner ,pflanzengeschichte4 ,die ,terebinthe 7trminthos7 wchst am ,ida und in ,makedonien klein und strauchartig2 bei ,damaskus in ,syrien ist sie aber gro und schn4 ,es soll dort ein ,berg sein1 der ganz mit ,terebinthen bestanden ist4 ,das ,holz ist zh1 die ,wurzeln sind stark und gehen tief4 ,die ,blte ist derjenigen des lbaumes hnlich1 aber rot4 ,auer der ,frucht trgt der ,baum auch ,gallen1 worin kleine ,tierchen wohnen4 ,in diesen steckt eine harzige ,flssigkeit1 die man aber nicht sammelt4 ,das ,harz gewinnt man aus dem ,holze1 die ,frucht gibt nicht viel ,harz48 ,von letzterem sagt der vorhin genannte ,arzt ,dioskurides1 es werde aus dem steinigen ,arabien gebracht1 aber auch in ,juda1 ,syrien1 ,libyen1 auf ,cypern und den ,kykladen gewonnen4 ,es sei das beste aller ,harze2 nach ihm folge an ,gte das ,mastixharz1 dann dasjenige von ,pinie und ,tanne4 ,es wird innerlich und in ,pflastern viel angewandt4 ,man gibt dem durchsichtigen1 farblosen1 jedoch etwas blulichen1 wohlriechenden den ,vorzug1 auch mu es den echten ,terpentingeruch haben48 ,die ,verwendung des ,harzes der ,terpentinpistazie ist in den ,mittelmeerlndern und im ,morgenlande uralt4 ,die alten gypter nannten es sunter und bezogen es teils aus ,syrien und ,cypern1 teils aus dem ,lande ,punt 7,sdarabien74 ,noch hufiger gebrauchten sie das ,harz der ihr nahe verwandten ,mastixpistazie 7,pistacia lentiscus71 das sie fatti nannten1 whrend der ,baum selbst bei ihnen schub hie4 ,dieses ,mastixharz1 von dem man drei ,sorten1 nmlich ein schwarzes1 rotes und weies unterschied1 diente in gypten seit den ltesten ,zeiten zu ,rucherungen in den ,tempeln und als ,heilmittel4 ,es war ein wichtiger ,bestandteil der kyphi genannten und zu heiligen ,rucherungen verwendeten ,harzmischung und wird schon in ,inschriften aus der ,zeit ,pepis ,i4 7um #bfjj v4 ,chr47 erwhnt2 auch diente es zum ,einbalsamieren der ,leichen4 ,heute findet es im ganzen ,orient seine ,hauptverwendung als ,kaumittel1 um das ,zahnfleisch fest und den ,atem wohlriechend zu machen4 ,diese besonders bei den ,frauen im ,harem zur ,kurzweil gebte ,sitte mu ebenfalls schon uralt sein2 denn nach ihr nannten die ,griechen dieses ,harz mastch 7von mastzein kauen1 mstax ,mund1 ,bissen74 ,so schreibt ,dioskurides in seiner ,arzneimittellehre3 ,das ,harz1 das aus dem ,mastixbaum 7schnos7 gewonnen wird1 heit mastch und macht gekaut den ,atem angenehm und zieht das ,zahnfleisch zusammen4 ,es wird auch zu ,zahnpulvern benutzt und als ,arznei gebraucht1 wird auch in die ,haut des ,gesichtes gerieben1 um ihr ,glanz zu verleihen4 ,das beste und meiste liefert die ,insel ,chios2 solches ist glnzend1 hat die ,farbe des tyrrhenischen ,wachses1 ist zerreiblich1 wohlriechend4 ,das grne ist schlechter4 ,die ,verflschung geschieht mit ,weihrauch und ,zapfenharz48 ,sein ,zeitgenosse ,plinius sagt in seiner ,naturgeschichte3 ,es gibt verschiedene ,sorten von ,mastix 7mastiche72 am hchsten wird der weie von ,chios geschtzt4 ,von ihm kostet das ,pfund #bj ,denare 7#ab ,mark71 whrend der dunkelfarbige nur #ab gilt4 ,der ,mastix von ,chios soll wie ein ,gummi aus der ,mastixpistazie 7lentiscus7 herausflieen und erhrten4 ,er1 wie auch die ,bltter des ,baumes sind vielfach in arzneilichem ,gebrauch4 ,so wei ich1 da der ,arzt ,demokrates der ,considia1 ,tochter des ,konsularen ,marcus ,servilius1 geraten hat1 ,milch von ,ziegen zu trinken1 die mit lentiscus gefttert wurden1 und da der ,erfolg ein gnstiger war48 ,auch im ,mittelalter war der ,mastix ein wichtiges ,arzneimittel4 ,in ,westeuropa war er im #i4 ,jahrhundert n4 ,chr4 eine groe ,seltenheit1 doch fand er bald darauf durch ,vermittlung der arabischen rzte im ,arzneischatze des ,abendlandes ,eingang4 ,im #af4 ,jahrhundert wurde er regelmig in den ,apotheken gefhrt4 ,heute noch wird er hauptschlich auf der ,insel ,chios1 daneben in geringerer ,menge auf ,samos und ,cypern gewonnen4 ,zu dem ,zwecke wird der strauchartige ,mastixbaum in groen ,bestnden kultiviert und aus ihm das ,balsamharz1 das sich in besonderen ,behltern in der ,rinde befindet1 durch ,einschnitte in ,stamm und ,zweige gewonnen4 ,diese werden von ,mitte ,juni an zwei ,monate hindurch von der ,basis des ,stammes bis hinauf in die ste in ,form von geraden oder gekreuzten ,schnitten gemacht1 aus denen das ,harz in ,tropfen heraustritt1 um entweder direkt am ,baum1 oder1 wenn es herabtropft1 auf untergelegten ,blttern oder ,steinplatten zu erhrten1 was nach #b-c ,wochen der ,fall ist4 ,dann wird es sorgfltig in mit ,papier oder ,baumwollenzeug ausgelegte ,krbchen gesammelt4 ,ein ,bumchen liefert #d-e kg4 ,von den in den ,handel gelangenden etwa #cjjjjj kg ,mastix im ,werte von einer halben ,million ,mark liefert die von den ,trken ,saks ada1 d4 h4 ,mastixinsel genannte ,insel ,chios den grten ,teil1 und zwar ist die beste ,sorte die an den ,zweigen von selbst ausgeschwitzte1 die kleine1 durchsichtige1 anfnglich grnliche1 spter gelbliche ,stcke bildet4 ,die ,masse wird bei langsamem ,kauen im ,munde erweicht1 schmilzt bei #ajh und entwickelt dabei einen balsamischen ,geruch4 ,auer als ,kaumittel dient sie im ,orient als ,beigabe zu ,konfitren und zur ,darstellung des sehr beliebten1 feinen ,likrs ,raki oder ,mastichi1 den man mit ,wasser vermischt trinkt1 bei uns zu ,rucher- und ,zahnpulvern1 ,kitt und besonders ,firnis4 ,in hnlicher ,weise wird das wohlriechende ,elemiharz verwendet1 das ,theophrast als ,gummi des thiopischen lbaums erwhnt4 ,schon im #af4 ,jahrhundert fand es als ,resina elemnia als ,rucher- und ,wundheilmittel1 wie auch zu ,salben bei uns ziemlich hufige ,verwendung4 ,es ist dies ein ,sammelname fr mehrere ,harze1 die aus ,ostindien zu uns kamen4 ,das am meisten gebrauchte ist das offizinelle ,manilaelemi1 das von dem auf den ,philippinen1 besonders der ,insel ,luzon1 aber auch auf dem asiatischen ,festland kultivierten ,canarium luzonicum gewonnen wird1 und zwar durch zweimal jhrlich wiederholtes ,anschneiden des ,baumes4 ,um einen rascheren ,ergu des ,harzes zu erzielen1 wird in der ,nhe des ,baumes ein ,feuer angezndet4 ,in frischem ,zustande stellt es eine klare1 wenig gefrbte ,auflsung von ,harzen in therischem l dar1 aus der sich das ,harz zum ,teil in fester ,form ausscheidet1 so da es undurchsichtig ist4 ,es riecht balsamisch und schmeckt gewrzhaft bitter4 ,die beste ,sorte ist gelblich bis grnlichwei1 zhflssig1 klebrig und erhrtet beim lngeren ,aufbewahrtwerden4 ,an ,stelle dieser schwer in ,europa zu beschaffenden ,droge fhrte man nach der ,entdeckung ,amerikas verschiedene hnliche wohlriechende ,harze ebenfalls unter demselben ,namen ,elemi in ,europa ein1 so das grnlichgelbe1 spter durch ,ausscheidung von festem ,harz kreidig aussehende ,harz der in ,yukatan und ,mexiko wachsenden ,amyris plumieri1 einer sehr nahen ,verwandten des ,weihrauchbaumes1 dann dasjenige von ,carana- und ,protiumarten in ,westindien1 ,venezuela und ,nordbrasilien4 ,spter haben auch ,ost- und ,westafrika von ,boswelliaarten ,elemi geliefert4 ,doch wird neuerdings wieder am hufigsten der ,manilaelemi verwendet1 den der ,jesuit ,camellus #agja zuerst erwhnt4 ,dem ,elemi hnlich ist das ,gommartharz1 das auf ,martinique und ,guadeloupe von ,bursera gummifera gewonnen wird4 ,es ist auen weilich1 innen grnlich oder gelblich1 geschichtet1 riecht terpentinartig und wird zu ,firnissen benutzt1 ebenso zu lithographischen ,umdruckfarben1 zum ,steifmachen der ,hte und zu ,salben und ,pflastern4 ,in derselben ,weise dient der ,cayenneweihrauch von ,icica heptaphylla und das ,harz von ,occum vom ,gabunflu in ,westafrika4 ,viel wichtiger als diese ist das ,dammarharz4 ,dammar ist ein malaiisches ,wort1 das ,harztrne1 ,harz bedeutet4 ,das in den ,handel gelangende ,dammarharz ist das freiwillig in groen ,mengen austretende und bald an der ,luft erhrtende ,harz von ,shorea wiesneri und anderen ,dipterocarpazeen1 hohen1 ,wlder bildenden ,bumen ,vorder- und ,hinterindiens und der sdasiatischen ,inseln4 ,es stellt gelblichweie1 durchsichtige1 auen bestubte ,krner oder unfrmliche ,massen verschiedener ,gre dar1 ist im ,bruche glasglnzend1 muschelig1 etwas klebend1 leicht zerreiblich1 riecht angenehm balsamisch und lst sich vollstndig in ,alkohol1 ther1 ,chloroform1 ,benzol und ,schwefelkohlenstoff4 ,es dient zu technischen und ,beleuchtungszwecken1 zur ,herstellung von ,heftpflaster und liefert einen ,firnis1 der zwar nicht so dauerhaft wie der ,bernstein- oder ,kopalfirnis ist1 aber1 weil billig1 farblos1 klar und glnzend1 sich sehr gut zum berziehen von lgemlden eignet4 ,die erste ,aufzeichnung ber das ,dammarharz findet sich um #afgj bei ,rumphius1 einem #afbg geborenen ,deutschen1 der als hollndischer ,konsul auf ,amboina wirkte4 ,es gelangt seit #ahbg hauptschlich von ,sumatra in den ,handel4 ,die echte ,droge ist das dammar putih oder weie ,harz der ,malaien1 whrend das dammar batu oder ,steinharz1 eine ,art ,manilakopal1 der frher fr das ,dammar des europischen ,handels gehalten wurde1 von der mit dem ,dammarbaum verwandten ,dipterocarpazee ,vateria indica stammt4 ,das dammar item oder schwarze ,harz rhrt vom ostindischen ,canarium strictum und ,c4 rostratum der ,molukken her4 ,das dammar mekong oder gelbe ,harz und das dammar mata kutjing oder ,katzenaugenharz stammt von ,hopeaarten der ,halbinsel ,malakka1 whrend der dammar dagieng oder ,rosendammar von ,resinodendron rassak1 der dammar selo vom indischen ,jackbaum 7,artocarpus integrifolia7 besonders auf ,malakka und das ,saulharz von ,shorea robusta auf ,sumatra und ,java gewonnen wird4 ,illustration3 ,tafel #aac4 ,gewinnung von ,rohterpentin in den ,fichtenwldern von ,nordkarolina4 ,illustration3 ,destillation des reinen ,terpentins in den ,wldern von ,nordkarolina4 7,beide ,bilder3 ,copyright by ,underwood ,underwood47 ,illustration3 ,tafel #aad4 ,die neuseelndische ,kaurifichte 7,agathis australis74 ,illustration3 ,kopalbume 7,trachylobium verrucosum7 in ,deutsch-,ostafrika4 7,nach ,karsten u4 ,schenck1 ,vegetationsbilder847 ,erst seit dem ,mittelalter ist in ,europa das nordafrikanische ,sandarakharz bekannt1 das man von ,wacholderarten abstammend whnte und deshalb auch ,wacholderharz hie1 bis der ,naturforscher und ,arzt ,broussonet 7#agfa-ahjg7 von ,montpellier1 der lngere ,zeit auf den ,kanarischen ,inseln lebte und dort ,pflanzen sammelte1 zu ,ende des #ah4 ,jahrhunderts die in den ,gebirgen des nordwestlichen ,afrika1 besonders im ,atlas und seinen ,vorbergen1 heimische ,zypressenart ,callitris quadrivalvis als den wirklichen ,erzeuger des von den ,arabern ,sandarak genannten ,baumharzes entdeckte4 ,als solches kam es erst durch die arabischen rzte in ,europa als innerliches und uerliches ,heilmittel1 das auch zu ,rucherungen und zur ,herstellung von ,pflastern und ,salben diente1 auf4 ,unter sandarache verstand man im ,altertum das von uns ,realgar genannte ,schwefelarsen1 whrend das von uns ,sandarak geheiene ,harz den ,alten nicht bekannt war4 ,wohl kannten diese sehr wohl die ihn erzeugende ,zypressenart1 die die ,griechen kdros und die ,rmer nach ihnen citrus nannten und deren ,holz sie auer zu ,schiffsbauten besonders in der ,luxustischlerei zu kostbaren ,mbeln und mottensicheren ,kleiderkisten benutzten1 aber da ein ,harz von ihr gewonnen werde1 wird von keinem ,schriftsteller derselben erwhnt4 ,in der arabischen wie auch in der persischen ,literatur des ,mittelalters wird es als sindars oder sandars mehrfach erwhnt und dabei seine hnlichkeit mit dem ,bernstein hervorgehoben4 ,in ,europa hie das ,harz im ,mittelalter vernix oder bernix -- wie brigens wohl auch der ,bernstein --1 was auf seine ,verwendung zu ,firnissen schlieen lt2 denn das deutsche ,wort ,firnis ist wie auch das franzsische vernis und das englische varnish aus vernix hervorgegangen4 ,heute noch dient es auer in der ,arzneikunde besonders zur ,herstellung von ,firnissen1 ,kitten und ,lacken4 ,die ,sandarakzypresse ist ein in ,algerien forstlich gepflegter1 meist #f m hoher1 sparrigstiger ,baum oder ,strauch1 der teils freiwillig1 teils aber durch ,einschnitte in ,stamm und ste -- durch letztere gewhnlich gebte ,manipulation wird eine viel grere ,ausbeute erhalten -- den in der ,auenrinde enthaltenen ,harzsaft herausflieen lt4 ,getrocknet bildet es sprde1 blagelbliche bis fast brunliche1 durchsichtige ,krner1 die beim ,kauen nicht erweichen2 es schmeckt balsamisch-harzig1 etwas bitter1 riecht beim ,erwrmen balsamisch und etwas terpentinartig4 ,es wird mit ,mastix1 ,kolophonium1 ,fichten- und ,dammarharz verflscht4 ,auer diesem hauptschlich aus ,marokko zu uns gelangenden echten ,sandarak wird neuerdings in groer ,menge ein ihm sehr hnliches1 nur in ,weingeist reichlicher lsliches ,harz von verschiedenen ,callitrisarten als australischer oder tasmanischer ,sandarak aus den ,kstengebieten ,australiens und ,tasmaniens zu uns gebracht4 ,bei dieser ,gelegenheit wird es am ,platze sein1 einige ,worte ber den ,firnis zu sagen1 dessen ,bezeichnung1 wie gesagt1 aus der mittelalterlichen ,benennung des ,sandaraks seinen ,ursprung nahm4 ,man versteht darunter an der ,luft schnell trocknende und eine glnzende1 meist durchsichtige ,decke auf den damit berzogenen ,gegenstnden bildende ,flssigkeit4 ,dabei unterscheidet man aus trocknenden len bereitete fette ,firnisse1 dann durch ,lsung von ,harzen in diesen len hergestellte ,lacklfirnisse oder fette ,lacke und endlich durch ,lsung von ,harzen in ,terpentinl oder ,alkohol hergestellte ,terpentinl- und alkoholische ,firnisse4 ,auch ther1 ,kampferl1 ,holzgeist und ,aceton werden als ,lsungsmittel angewendet4 ,unter ihnen sind die fetten ,firnisse weitaus am dauerhaftesten1 widerstehen der ,wrme und ,feuchtigkeit am besten1 trocknen aber am langsamsten4 ,sie bestehen aus trocknenden len1 besonders ,lein- und ,mohnl1 deren ,fhigkeit an der ,luft unter ,aufnahme von ,sauerstoff zu trocknen durch ,behandlung mit sauerstoffabgebenden ,stoffen wie ,bleigltte1 ,braunstein oder ,bleizucker erhht werden kann4 ,so wird beispielsweise ,leinlfirnis in der ,weise hergestellt1 da man helles1 kalt gepretes ,leinl unter ,umrhren etwa #b ,stunden kocht1 dann nach ,hinzufgen von #c ,prozent ,bleigltte abermals #c ,stunden kocht4 ,hierauf lt man die ,flssigkeit mehrere ,monate lagern1 bleicht sie auch in einem mit einer ,glasplatte bedeckten ,bleikasten in #aj cm hoher ,schicht durch ,sonnenlicht4 ,der weitaus feinste ,firnis aber ist der ,kopallack1 wie auch der ,bernsteinlack4 ,unter dem ,sammelnamen ,kopal versteht man sehr verschiedene1 schwer schmelzbare1 bernsteinhnliche ,baumharze1 die nach den verschiedenen ,verschiffungspltzen unterschieden werden und teils rezent1 zum grten ,teil aber fossil sind1 d4 h4 von vorweltlichen ,harzbumen getropft sind und in kleineren oder greren ,klumpen aus der ,erde gegraben werden4 ,besonders ,afrika ist reich an ,kopalen1 von denen man hauptschlich den ostafrikanischen oder ,sansibar- und ,mosambikkopal und den westafrikanischen oder ,kamerunkopal unterscheidet4 ,der ostafrikanische ,sansibar- und ,mosambikkopal wird meist an der ,kste zwischen #e bis #ae sdlicher ,breite gegraben und stammt von der ,leguminose ,trachylobium verrucosum4 ,es ist dies ein bis #dj m hoher ,baum mit mchtigem ,stamm und weit ausgebreiteten sten1 lederfrmigen ,blttern1 ziemlich groen1 roten ,schmetterlingsblten in ,rispen und lnglichen1 warzigen1 nicht aufspringenden ,hlsenfrchten4 ,er ist ein typischer ,kstenbaum1 der nur im ,bereich der ,seewinde gedeiht1 auch an den ,ksten ,madagaskars wchst und neuerdings zur ,harzgewinnung auf ,ceylon und ,java angepflanzt wird4 ,stamm und ste sind vielfach mit einem klaren ,harzberzug reichlich bedeckt4 ,dieses ,harz wird vom ,baume abgelst und kommt als ,baumkopal in den ,handel4 ,weitaus der meiste ,kopal wird aber in einem #aej-cjj km breiten ,kstenstreifen1 wo der ,baum einst unweit des ,meeres gedieh und in der ,folge spurlos bis auf das von ihm ausgeschwitzte unverwesliche ,harz verschwand1 aus der ,erde gegraben4 ,dieser ist im rohen ,zustande von einer mit ,sand vermengten undurchsichtigen ,verwitterungskruste bedeckt1 im ,innern jedoch vollstndig klar und durchsichtig1 von blagelber bis blartlicher ,farbe4 ,um diese ,sand- und ,verwitterungskruste zu entfernen1 wird er mit ,soda oder ,pottaschenlauge gewaschen und zeigt dann eine facettierte ,oberflche1 welche man allgemein als ,gnsehaut bezeichnet4 ,er ist der hrteste aller ,kopale und kommt darin dem ,bernstein fast gleich4 ,er dient zur ,herstellung der besten ,lacke und ,firnisse1 die imstande sind1 ,wind und ,wetter lange ,zeit erfolgreich zu widerstehen4 ,die grten1 schnsten und durchsichtigsten ,stcke werden wie ,bernstein zu ,dreh- und ,schnitzarbeiten verwendet4 brigens unterscheidet man von diesem fossilen ,kopal zwei ,sorten3 eine1 die ,chakazzi genannt wird1 nur eine schwache ,verwitterungskruste besitzt und eine geringe ,hrte aufweist1 als ,beweis dafr1 da sie erst verhltnismig kurze ,zeit im ,boden gelegen haben kann4 ,sie findet sich ber dem ,boden oder ganz oberflchlich im ,boden an ,stellen1 wo der ,baum noch vorkommt1 zumeist aber im ,rckgang begriffen ist4 ,der eigentliche1 reife ,kopal aber liegt tiefer im ,boden1 von ,sand und ,erde berlagert1 an ,stellen1 wo weit und breit keine ,kopalbume mehr zu sehen sind1 weil sich das ,meer inzwischen weit zurckgezogen hat und infolgedessen die ,lebensbedingungen fr dieselben aufhrten gnstige zu sein4 ,es ist schon lngst auch aus andern ,tatsachen festgestellt worden1 da die ,ostkste ,afrikas in langsamem ,vorrcken begriffen ist und das ,meer einst jene steppenartigen1 den ,gegenden besplte1 in denen jetzt der ,kopal gegraben wird4 ,wenn die auf den ,nordostmonsun folgenden ,regen die ,erde aufgelockert haben1 beginnen die ,eingeborenen mit kleinen ,hacken nach diesem fossilen ,harze zu graben1 von dem jetzt schon jhrlich fr ber eine ,million ,mark ber ,sansibar ausgefhrt wird4 ,bei geordnetem ,betrieb knnte noch viel mehr davon gewonnen werden1 was eine wichtige ,einnahmequelle fr das ,deutsche ,reich bedeuten wrde1 da fast die ganze ,kopalgegend zur deutschen ,kolonie gehrt4 ,auch die ,kste von ,westafrika weist von ,sierra ,leone bis nach ,benguela hin an zahlreichen ,orten fossilen ,kopal auf4 ,er wird in ,mergel1 ,sand oder ,lehm in ,tiefen bis zu #c m gefunden und kommt neuerdings in viel greren ,mengen als der ostafrikanische in den ,handel1 ist aber von geringerer ,qualitt und wird nur mit #b ,mark per kg bezahlt1 whrend jener beinahe das ,dreifache davon gilt4 ,whrend der ,kopal von ,angola eine demjenigen von ,sansibar hnliche1 nur grere ,oberflchenfacettierung zeigt1 auch in greren1 bis #b kg schweren ,klumpen ausgegraben wird1 ist derjenige von ,gabun oder ,benguela von eigenartigen1 tiefen ,sprunglinien durchzogen1 an denen er leicht erkannt werden kann4 ,diese sind dadurch entstanden1 da sich das ,harz im ,laufe der ,zeit an der ,peripherie strker zusammenzieht als im ,innern2 wenn dies nur in geringem ,mae geschieht1 so bildet sich die fr den ,sansibarkopal charakteristische facettierte ,oberflche von kleinen1 polygonalen ,wrzchen4 ,seit einigen ,jahren kommt auch aus ,kamerun ,kopal in den ,handel1 der fr diese ,kolonie von ,bedeutung zu sein scheint4 ,er wird in faust- bis kindskopfgroen1 graugelben ,stcken gefunden und ist meist von einer starken1 gelblichweien ,verwitterungskruste bedeckt4 ,dies und seine auerordentliche ,hrte beweisen1 da wir es ebenfalls mit einem fossilen ,baumharze zu tun haben4 ,rezent vom ,baume gewonnenes ,harz ist dort nicht bekannt2 doch findet sich in ,kamerun ein ,kopalbaum1 aber kein ,trachylobium1 sondern eine andere1 ,copaifera genannte ,leguminose4 ,an einzelnen ,stellen ,nordkameruns findet sich dieses ,harz in mchtigen ,lagern im ,boden und kann leicht gegraben werden4 ,an ,stellen1 an denen es vermutet wird1 legt man ,probeschrfungen an und beutet dann das ,gefundene aus4 ,doch wird hier wie berall sonst in ,afrika die ,kopalgewinnung bis jetzt recht nachlssig betrieben4 ,in ,jahren1 da die ,feldfrchte gut geraten und der ,neger genug zu essen hat1 wird er nie daran denken1 ,kopal zu graben2 denn solches verursacht ,mhe1 und jede ,anstrengung sucht er nach ,mglichkeit zu vermeiden4 ,merkwrdig ist1 da hier so wenig als in der ostafrikanischen ,kolonie sich das deutsche ,kapital bis jetzt um die ,ausbeutung dieser ,naturschtze bekmmerte4 ,ist nun ,afrika recht eigentlich das ,land der ,kopale zu nennen1 so findet sich dieses ,naturprodukt auch anderwrts1 so als ,brasilkopal an der ,ostkste ,sdamerikas1 als ,manilakopal auf den ,philippinen1 ,sundainseln und ,molukken und als ,kaurikopal auf der ,nordinsel von ,neuseeland4 ,der ,brasilkopal ist die weichste ,kopalart1 findet sich niemals fossil1 sondern stammt durchgehends von jetzt noch lebenden ,bumen4 ,am hufigsten kommt das von ,hymenae courbaril stammende ,harz in ,form von knolligen1 gelben bis dunkelgrnen ,stcken mit einem ganz dnnen1 kreidigen berzug in den ,handel4 ,wahrscheinlich liefern auch noch andere ,arten von ,hymenae in ,sdamerika ,kopal4 ,der ,manilakopal fliet in ,massen aus dem ,stamm einer stattlichen ,fichte1 ,agathis dammara1 hervor1 vereinigt sich an den ,wurzeln in ,klumpen1 wird hufig vom flieenden ,wasser fortgeschwemmt und sammelt sich nicht selten am ,ufer der ,flsse in groen ,blcken an4 ,er kommt in bis zu #dj kg schweren ,stcken in den ,handel4 ,die ,oberflche derselben ist meist etwas dunkler gefrbt als das ,innere1 doch fehlt eine eigentliche ,verwitterungskruste4 ,die ,farbe ist gewhnlich bernsteingelb1 seltener braun1 der ,geruch ist angenehm balsamisch1 hnlich demjenigen des ,kaurikopals4 ,dieser ,kaurikopal stammt von der neuseelndischen ,kaurifichte 7,agathis australis71 die auf den nrdlichsten ,teil der ,nordinsel beschrnkt ist und hier nur an ihr besonders zusagenden ,stellen vorkommt4 ,das ist um so bedauerlicher1 da sie nicht nur ein sehr schner1 stattlicher1 bei einem ,stammdurchmesser von bis zu #g m #ej m ,hhe erreichender ,baum mit zahlreichen sten und dunkeln ,blttern ist1 sondern auch treffliches ,nutzholz und groe ,mengen ,harz liefert4 ,dieses letztere fliet freiwillig aus dem ,stamm und sammelt sich in groen ,klumpen an den ,wurzeln1 findet sich aber auch am und im ,boden an ,stellen1 wo ehemals ,kauriwlder standen1 massenhaft1 oft in mehreren ,lagen bereinander1 vor1 so da das zumeist von dort angesiedelten sterreichern ausgebte ,gewerbe des ,kopalgrabens ein sehr lohnendes ist4 ,diese ,kopalgrber1 fast ausschlielich ,dalmatiner1 wohnen meist in ,auckland und ziehen mit einem dnnen ,stahlspeer und einer gewhnlichen ,schaufel ausgerstet auf die ,suche nach dem ,kaurikopal4 ,zunchst wird der ,speer in die ,erde gestoen4 ,fhlt nun der ,grber1 da er auf einen ,kaurikopalklumpen gestoen ist1 so beginnt er zu graben4 ,neuerdings werden auch weite ,strecken umgegraben1 ohne da erst der ,stahlspeer ,anwendung findet4 ,die ,klumpen schwanken von ,nu- bis ,kindskopfgre1 doch hat man gelegentlich auch bis #df kg schwere ,massen gefunden4 ,als ,zeichen1 da sie schon sehr lange im ,boden gelegen haben1 sind sie meist mit einer starken ,verwitterungskruste berzogen4 ,im ,gegensatz zur weilichen ,farbe des frisch aus dem ,kauribaume geflossenen1 auch viel weicheren ,kopals ist diejenige des hrteren fossilen1 seiner ,entstehungszeit nach meist ins ,tertir zurckreichenden ,kopals hellgelb bis dunkelbraun2 doch sind letztere ,stcke1 die meist aus sumpfigen ,stellen gegraben werden1 weniger beliebt4 ,die ,masse ist hart1 riecht intensiv balsamisch und schmeckt gewrzhaft4 ,als der neuseelndische ,kaurikopal gegen das ,ende der #ahdj;er ,jahre zuerst aufgefunden und nach ,london geschickt wurde1 hatte man zunchst keine ,verwendung dafr4 ,von den ,amerikanern lernten dann die ,englnder seine trefflichen ,eigenschaften kennen und schtzen4 ,so benutzten sie ihn bald auer zur ,herstellung von ,lacken und ,firnissen zum ,beschweren der ,seide1 bei der ,linoleumfabrikation usw4 ,infolge der vermehrten ,nachfrage wurde seine ,gewinnung immer eifriger betrieben4 ,whrend sein ,export noch im ,jahre #ahfj nur wenig ber #ajjjjj kg im ,werte von #hijjjj ,mark betrug1 war er #ahii auf ber #aa ,millionen kg im ,werte von #ac ,millionen ,mark gestiegen4 ,in letzter ,zeit ging die ,produktion desselben etwas zurck2 doch sind jetzt noch ber #gjjj ,personen mit seiner ,gewinnung beschftigt4 ,ein ganz hnliches1 ebenfalls von einer ,agathis stammendes fossiles ,harz wird brigens auch in ,neu-,kaledonien gegraben und kommt ebenfalls als ,kaurikopal in den ,handel4 ,zur ,herstellung von ,lacken und ,firnissen wird der ,kopal1 um ihn lslich zu machen1 geschmolzen4 ,ist er wieder erstarrt1 so wird er gepulvert und lngere ,zeit der ,luft ausgesetzt4 ,zur ,bereitung von fettem ,kopalfirnis mischt man den geschmolzenen ,kopal sofort mit erhitztem ,leinlfirnis1 kocht1 wenn der ,lack weich werden soll1 einige ,zeit1 setzt dann das ebenfalls erhitzte ,terpentinl hinzu und filtriert nach dem ,erkalten durch graues ,lschpapier4 ,elastischen ,kopalfirnis erhlt man aus #c ,teilen ,kopal1 #a1e ,teilen ,leinlfirnis und #i ,teilen ,terpentinl4 ,doch wird letzteres erst zugesetzt1 nachdem der ,leinlfirnis mit dem ,kopal #b-c ,stunden gekocht hat4 ,etwas mehr ,leinl macht den ,lack noch elastischer2 nimmt man aber nur #a1be ,teil ,leinlfirnis und kocht nicht1 so trocknet der ,firnis schnell4 ,in ,chloroform oder ,benzol gelster ,kopal wird als ,kaltlack in der ,photographie benutzt4 ,fr die ,kulturgeschichte ,europas von auerordentlicher ,bedeutung ist der ,bernstein1 von den ,franzosen und ,englndern als gelbe ,ambra bezeichnet -- ein ,produkt1 ber das alles ,mgliche gefabelt wurde 7die echte graue ,ambra1 deutsch ursprnglich ,amber1 nach dem arabischen anbar1 da die arabischen rzte zuerst diesen ,stoff dem ,abendlande bermittelten1 genannt1 findet sich in ,stcken von bis zu #ij kg ,gewicht1 #a1e m ,lnge und ber #j1e m ,dicke bei ,madagaskar1 ,java1 ,japan1 ,surinam1 ,brasilien im ,meere schwimmend1 bis seine ,herkunft als ,auswurfsstoff des bis #be m ,lnge erreichenden ,pottwals dadurch erkannt wurde1 da man ihn auch in den ,gedrmen jenes ,zahnwales fand4 ,der ,amber ist eine graubraune1 leichte1 wachsartige1 in der ,hand erweichende ,masse von sehr verschiedener1 meist graubrauner ,frbung und hchst angenehmem ,geruch1 lst sich in ,alkohol und ther1 lt sich in kochendem ,wasser in eine lige ,flssigkeit umwandeln und bei groer ,hitze verflchtigen4 ,er wurde frher als ,aphrodisiacum1 dann als ,arzneimittel verwendet1 dient heute nur noch als ,parfm in ,ruchermitteln und wohlriechenden len und ,seifen74 ,der deutsche ,ausdruck ,bernstein1 der noch im #af4 und #ag4 ,jahrhundert ,brnstein 7im angelschsischen burn brennen ebenfalls enthalten7 hie1 bedeutet ,brennstein1 weil dieser an der sdlichen ,ostseekste in ,ostpreuen vom strmischen ,meere meist in sogenanntem ,bernsteinkraut 7,tangen1 besonders ,fucus vesiculosus und fastigiatus7 eingehllt ans ,ufer geworfene zitronengelbe bis weie oder rotbraune1 mehr oder weniger durchsichtige ,stein ins ,feuer geworfen mit ruender ,flamme und ,ausstrmenlassen eines aromatischen ,geruches verbrennt4 ,seine geheimnisvolle ,herkunft auf den ,wogen des ,meeres in ,verbindung mit der fr einen ,stein hchst merkwrdigen ,eigenschaft1 brennbar zu sein1 machte ihn schon in sehr frher vorgeschichtlicher ,zeit zuerst in seiner ,heimat und dann weit darber hinaus zu einem hchst wertvoll geachteten ,amulette und zugleich1 dank seiner schnen ,farbe und prchtigen ,politurfhigkeit1 auch ,schmuckstein4 ,von der jngsten neolithischen ,zeit an wurde er besonders zur ,bronze- und ersten ,eisenzeit durch ,tauschhandel immer weiter nach ,sden zu den reichen ,vlkern am ,mittelmeer1 den ,etruskern1 ,mykenern1 ,syrern und gyptern verbreitet1 in deren ,grbern wir ihn in ,perlenform zum ,tragen an einem ,bande um den ,hals finden4 ,kein anderes ,naturprodukt hat die ,kultur ,deutschlands in der jngeren vorgeschichtlichen ,zeit so mchtig beeinflut als der ,bernstein1 der bald auf zwei durch zahlreiche ,depotfunde von dagegen eingetauschten ,artikeln1 besonders ,bronzewaffen1 dann auch durch ,beeinflussung ihrer ,ornamentik und ihrer ,tpfereiprodukte deutlich als solche charakterisierten ,handelswegen nach ,sden transportiert wurde4 ,der eine fhrte der ,weser entlang1 durchs ,tal der ,fulda nach dem ,rheintal und von da ber einige ,alpenpsse nach ,italien und gleichzeitig ins ,rhonetal1 der andere fhrte die ,oder aufwrts durch das ,tal der ,march ins ,gebiet der ,donau4 ,die ,griechen nannten den ,bernstein lektron -- ein ,ausdruck1 aus welchem bekanntlich unsere ,bezeichnung ,elektrizitt hervorging1 weil man am ,elektron1 wenn er gerieben wurde1 zuerst die spter als elektrisch erkannten ,eigenschaften entdeckte4 ,wie die vornehmen ,mykener ,bernsteinschmuck trugen1 den wir in ziemlicher ,menge unter den ,totenbeigaben ihrer reich mit kunstvoll aus ,gold und ,silber und einer wegen der ,farbe ebenfalls als lektron bezeichneten ,mischung beider ,edelmetalle hergestellten ,schtzen ausgestatteten ,grber finden1 so trugen auch die ,mnner und ,frauen der homerischen ,zeit ,bernsteinschmuck4 ,nach den ltesten auf uns gekommenen ,nachrichten der ,griechen sollen die diesen wertvollen ,schmuckstein zu ihnen bringenden phnikischen ,bernsteinhndler erzhlt haben1 da im ,nordwesten der ,erdscheibe sich der ,eridanos 7als mythologischer ,name spter auf den ,po bezogen7 in den ,okeanos 7das die ,erdscheibe umgebend gedachte ,meer7 ergiee1 an dessen ,mndung gewisse ,bume von der dort nahe vorbeifahrenden ,sonne ,bernstein ausschwitzen4 ,aus dieser ,sage geht hervor1 da schon die alten ,phnikier und die von ihnen weitgehend beeinfluten ,griechen den ,bernstein richtig als ,baumharz erkannten4 ,dies war auch bei den ,rmern der ,fall1 die ihn succinum nannten1 weil er aus dem ,saft 7succus7 bestimmter ,bume1 die ,plinius geradezu als eine ,art ,pinien bezeichnet1 entstanden sei4 ,selbstverstndlich hat es schon die ,kulturvlker des ,altertums aufs hchste interessiert1 zu erfahren1 was fr eine ,bewandtnis es mit dem aus unbekanntem ,norden zu ihnen gelangenden ,bernstein auf sich habe4 ,der erste1 von dem wir wissen1 da er um die ,sulen des ,herkules 7die ,meerenge von ,gibraltar7 herum eine ,entdeckungsreise nach dem ,norden unternahm1 um die ,heimat des ,bernsteins wie auch des ,zinnes und kstlicher ,felle zu erkunden1 war der ,grieche ,pytheas aus ,massalia 7,marseille7 zur ,zeit ,alexanders des ,groen um #ccj v4 ,chr4 ber seine ,reise nach ,britannien1 der ,insel ,thule 7wohl eine der ,shetlandinseln7 und dem ,bernsteinland 7wahrscheinlich an der ,nordseekste ,schleswigs7 schrieb er dann nach seiner ,rckkehr in die ,vaterstadt einen ,periplus1 d4 h4 ,umfahrt1 benannten1 uns in einzelnen ,fragmenten erhaltenen ,bericht1 worin er erzhlt1 da der ,bernstein 7lektron7 auf der ,insel ,abalos im ,okeanos gegenber dem germanischen ,volke der ,guttonen von den ,wellen angetrieben werde4 ,jedenfalls ist er nicht in die ,ostsee1 geschweige denn ins ,samland gelangt1 sondern wird den von ihm mitgeteilten ,bescheid von den ,bewohnern ,nordfrieslands an der ,westkste ,schleswigs1 zu denen er gelangte und bei denen er den ,bernstein eintauschte1 erhalten haben4 ,jedenfalls ist auch spterhin noch ,bernstein von der friesischen ,nordseekste her zu den ,vlkern des ,mittelmeeres gebracht worden1 da der um #gi n4 ,chr4 verstorbene ,rmer ,plinius die von ihm ,glessarien oder ,elektriden genannten ,bernsteininseln ins germanische ,meer gegenber ,britannien verlegt4 ,die erste sichere ,andeutung der samlndischen ,kste im jetzigen ,ostpreuen als ,heimat des ,bernsteins gibt uns der seit #cj v4 ,chr4 #bb ,jahre in ,rom als ,lehrer der ,rhetorik lebende und sich daneben mit dem ,studium der rmischen ,geschichte beschftigende ,grieche ,dionysios von ,halikarna sdlich von ,milet an der ,westkste ,kleinasiens4 ,der rmische ,geschichtschreiber ,cornelius ,tacitus 7#ed-aag n4 ,chr471 der uns die erste ethnographische ,schilderung des alten ,germaniens und seiner ,bewohner gab1 wute1 da die styer 7,esthen7 von der rechten ,kste des suevischen ,meeres 7,ostsee7 den ,bernstein glesum 7wohl spter auf das hnlich durchsichtige und glnzende ,glas bertragen7 nannten1 da sie ihn als ,auswurf des ,meeres sammelten und an die ,rmer verhandelten4 ,um mit den ,bewohnern der ,bernsteinkste direkt in ,verbindung zu treten1 sandte dann der von #ed-fh regierende ,kaiser ,nero eine rmische ,expedition unter ,anfhrung eines rmischen ,ritters an die ,ostseekste nach ,norden1 von wo sie mit diesem kostbaren ,erzeugnis des ,samlandes reich beladen heimkehrte4 ,im ,mittelalter fand ein ausgedehnter ,bernsteinhandel besonders nach dem ,oriente hin statt1 wo er heute noch als ,amulett zum ,schutze vor ,erkrankung und als ,schmuckstein sehr geschtzt wird4 ,in den ltesten ,zeiten war das ,auflesen des ,bernsteins jedermann erlaubt4 ,erst die mittelalterlichen ,bischfe erkannten in dem lapis ardeus vulgo ,brnstein ein geeignetes ,steuerobjekt1 das ihnen groen ,gewinn brachte4 ,die erste ,urkunde darber datiert aus dem ,jahre #abfd4 ,nach ihnen beuteten die ,deutschen ,ritter das ,bernsteinregal in grtem ,mastabe aus und verkauften den ,bernstein an die ,bernsteininnungen1 die sich um #acjj in ,lbeck und ,brgge1 #adej in ,stolp1 ,kolberg und ,danzig und #afdj in ,knigsberg bildeten4 ,kln1 ,frankfurt am ,main1 ,nrnberg und ,venedig waren damals die ,haupthandelspltze fr ,bernstein4 ,spter wurden mit groer ,strenge waltende ,bernsteingerichte eingesetzt1 und die ,strandbewohner muten den ,bernsteineid schwren1 in welchem sie gelobten1 allen gefundenen ,bernstein an die ,behrde abzuliefern1 die sich das alleinige ,recht am ,bernstein anmate4 ,und diejenigen1 die das anstrengende und gefhrliche ,amt hatten1 den ,bernstein aus dem ,meere mit ,netzen zu fischen1 erhielten als einzige ,entschdigung das fr ihr ,fischereigewerbe ntige ,salz4 ,diese unnatrlichen ,verhltnisse fhrten zur ,verpachtung der ,bernsteinnutzung an ,danziger ,kaufleute1 die alsbald den ,handel bis ,indien und ,persien ausdehnten und in vielen ,stdten ,faktoreien einrichteten4 ,die guten ,geschfte1 die sie dabei machten1 veranlate die ,regierung1 die ,sache wieder selbst in die ,hand zu nehmen4 ,doch wechselten in der ,folge noch vielfach ,verpachtung und ,selbstverwaltung miteinander ab4 ,erst zu ,ende des #ah4 ,jahrhunderts wurde der ,bernsteineid abgeschafft1 seit #ahaa wurde das ,recht der ,bernsteingewinnung in ,generalpacht gegeben und seit #ahcg an den ,meistbietenden verkauft4 ,der ,bernstein der preuischen ,ostseekste wurde spter auch aus dem ,meere gebaggert und wird seit #bjj ,jahren am ,lande in groem ,mastabe gegraben4 ,er findet sich in der sogenannten ,blauen ,erde1 einer durch ,glaukonitkrnchen blulich gefrbten1 sandig-tonigen ,bildung von #a1be-f m ,mchtigkeit1 zusammen mit ,holzresten1 ,haifischzhnen1 ,meeresmuscheln usw4 ,diese ,blaue ,erde ist unteroligoznen ,alters1 doch findet sich der ,bernstein in ihr auf sekundrer ,lagersttte2 er mu also lter sein und wurde von einem damals durch das ,meer zerstrten1 gegen ,skandinavien zu gelegenen ,land hier eingeschwemmt4 ,mit welcher ,gewalt heute noch besonders ,nordweststrme ,bernstein vom ,meeresgrunde loslsen1 um ihn1 meist in ,tange eingewickelt1 mit den ,wellen ans ,land zu treiben1 das beweist1 da in einer einzigen ,herbstnacht #ahfb in der ,gegend von ,palmnicken und ,nodems nicht weniger als gegen #bjjj kg ,bernstein angeschwemmt wurden4 ,meist sind es nur kleine ,stcke1 und solche von #ejj g kommen darunter nur selten vor4 ,das grte bis jetzt bekannt gewordene ,stck ,bernstein wog #fgej g und befindet sich im kniglichen ,mineralienkabinett in ,berlin4 ,wie schon der groe ,aristoteles 7#chd-cbb v4 ,chr47 richtig vermutete1 ist der ,bernstein ein von einem ,baume geflossenes ,harz4 ,diese ,erkenntnis einiger ,gelehrter des ,altertums ging im ,mittelalter wieder verloren und an ihre ,stelle traten die vagsten ,vermutungen1 bis erst wieder ,boch #agif ihn fr ein fossiles ,pflanzenharz erklrte und ,struve ihn #ahaa von einem ,nadelholze ableitete4 ,conventz wies dann nach1 da der ,bernstein des ,samlandes von einer ,fichte1 ,picea succinifera1 abstammt1 deren ,holz- und ,rindenreste hufig im ,bernstein eingeschlossen vorkommen4 ,wie bei den heutigen ,kiefern und ,fichten sogenannte ,harzgallen mitten im ,holz entstehen1 so bildeten sich solche bei der ,bernsteinfichte auch im ,kambium4 ,in ihrem ,harzreichtum kann letztere mit der vorhin besprochenen neuseelndischen ,agathis australis verglichen werden1 deren ,stamm und ste dermaen von ,harz triefen1 da sie vielfach davon wie mit ,eis in ,krusten und ,zapfen bedeckt sind4 ,das ,harz der ,bernsteinfichte wurde in solchen ,massen ausgeschieden1 da es den ,stamm herablief und sich um die ,wurzeln sammelte1 oder von den ,zweigen tropfte und auf allerlei am ,boden liegende ,bltter fiel1 deren ,form es im ,abdruck bewahrte4 ,dabei wurden zahlreiche ,insekten und andere ,tiere vom zhen ,harz umflossen und in ganz idealer ,weise durch die ,jahrmillionen bis auf unsere ,zeit konserviert4 ,die zahlreichen pflanzlichen ,einschlsse beweisen1 da der ,bernsteinwald1 der sptestens eoznen ,alters ist und von manchen selbst in die oberste ,kreide verlegt wird1 auer ,tannen und ,fichten ,lebensbume 7,thuja71 ,eichen1 ,palmen1 ,lorbeergewchse1 ,erikazeen1 ,farne1 ,flechten und ,moose enthielt4 ,ungeheure ,zeitrume hindurch standen diese ,wlder und sammelte sich in ihnen der ,bernstein an4 ,die ,bume selbst1 die ihn ausgeschwitzt haben1 sind mit allen andern ,lebewesen schon lngst zugrunde gegangen und nur das unverwesliche ,harz derselben hat sich durch die ungeheuren ,zeitrume1 die uns von jener ,periode trennen1 erhalten4 ,der ,bernstein ist meist klar und gleichmig honiggelb1 seltener gelblichwei bis braun gefrbt2 nur ausnahmsweise ist er mit ,luftblasen erfllt und schaumig4 ,er entwickelt beim ,reiben einen eigentmlichen ,geruch1 wird dabei negativ elektrisch1 schmilzt bei #bhg1 brennt mit ruender ,flamme1 wobei er einen angenehmen ,geruch entwickelt1 wird beim ,erhitzen in l weich und biegsam und lt sich dann in ,formen pressen1 dabei wird milchiger ,bernstein durchsichtig4 ,frher wurde er hauptschlich zu ,amulettschmuck verarbeitet1 wie heute noch aus ihm bestehende ,perlenhalsbnder mit ,vorliebe zahnenden ,kindern zum vermeintlichen ,erleichtern des ,zahnens um den ,hals gehngt werden4 ,gegenwrtig wird er meist zu ,zigarren- und ,pfeifenspitzen verarbeitet1 whrend der ,abfall und die kleinen ,stcke zur ,herstellung eines trefflichen ,firnisses benutzt werden4 ,frher glaubte man bei uns wie heute noch in ,ruland1 da er alle ,krankheiten anziehe und so seinen ,trger davor beschtze1 weshalb ,bernsteinhalsbnder sehr beliebt und geschtzt waren4 ,desgleichen sollten aus ,bernstein verfertigte ,schalen und ,schsseln jede ,vergiftung der aus ihnen genossenen ,speisen und ,getrnke verunmglichen und aufheben1 was besonders im alten ,rom der ,csaren fr sehr wertvoll gelten mute1 da dort solche in gewissen ,kreisen an der ,tagesordnung waren4 ,gegenwrtig ist ,bernstein namentlich in ,china und ,japan als geschtztes ,amulett gegen ,krankheiten1 in ,marokko gegen die ,gefahren des ,krieges viel im ,gebrauch4 ,im ganzen wird in ,deutschland jhrlich fr #bafejjj ,mark ,bernstein fr ,zigarren- und ,pfeifenmundspitzen1 fr #adejjj ,mark fr ,halsperlen und fr #aijjjj ,mark fr ,firnis und ,lack verbraucht4 ,plinius erzhlt in seiner ,naturgeschichte1 da er zu seiner ,zeit besonders von den ,kelten der ,poniederung und der ,sdabhnge der ,alpen als ,schutzmittel gegen den ,kropf getragen wurde4 ,schon in den vorgeschichtlichen ,niederlassungen ,oberitaliens findet er sich hufig1 ist aber hier nicht der ostpreuische gelbe1 sondern ein in der mioznen ,molasse des ,landes selbst1 speziell der ,emilia1 gefundener rtlicher oder brauner ,bernstein1 der aber nur in erbsen- bis nugroen ,stcken vorkommt4 ,bei der beraus groen ,wertschtzung1 die aller ,bernstein seit der jngeren ,steinzeit bei smtlichen europischen ,vlkern geno1 ist es nicht zu verwundern1 da solcher bereits in vorgeschichtlicher ,zeit auch aus dem ,potal nach den danach lsternen ,lndern im stlichen ,mittelmeergebiet gelangte1 sonst htten nicht1 wie wir vorhin sahen1 die phnikischen ,kaufleute den ltesten ,griechen angegeben1 da der ,bernstein von den ,ufern des ,eridanos 7 ,po7 komme1 wo er durch die starke ,hitze der dort in der ,nhe vorbeifahrenden ,sonne aus gewissen ,bumen ausgeschwitzt werde4 brigens gibt es in den meisten ,lndern ,europas und anderwrts verschiedenerlei1 meist tertiren ,landbernstein1 der eine mehr oder weniger starke ,verwitterungskruste besitzt1 wodurch er sich vom ,seebernstein der ,ostseekste unterscheidet2 doch ist er nirgends in solcher ,massenhaftigkeit wie in der ,blauen ,erde der ostpreuischen ,kste vorhanden1 wird zudem meist nur in kleinen1 gewhnlich dunkel gefrbten ,stcken gefunden und hat infolgedessen auch keinerlei ,bedeutung als ,handelsartikel erlangt4 ,ferner findet zur ,bereitung von ,firnis das ,lackharz vielseitige ,verwendung4 ,es ist dies ein in mehr oder weniger dicken ,krusten1 seltener auch ,tropfen von ,zweigen indischer und hinterindischer ,strucher und ,bume wie ,aleurites lactifera1 ,schleichera trijuga1 ,butea frondosa1 besonders aber ,feigenarten wie ,ficus religiosa und indica abgelesenes ,harz1 das durch die ,weibchen der ,lackschildlaus 7,coccus lacca7 hervorgebracht wird4 ,diese sammeln sich an den betreffenden ,zweigen so massenhaft an1 da jene von ihnen geradezu rot bestubt erscheinen4 ,nach ihrer ,befruchtung stechen sie ihre lebende ,unterlage an und scheiden durch ,umwandlung des von ihnen aufgesaugten ,saftes in ihrem ,krper die ,harzmasse als ,exkret aus1 die die ,tierchen vllig umhllt und oft auf die darunter befindlichen ,zweige herabtropft4 ,unter dieser schtzenden ,umhllung1 in welcher der aufgebrauchte weibliche ,organismus zugrunde geht und der ,nachkommenschaft als ,wiege dient1 entwickeln sich die jungen ,schildluse1 bis sie1 reif geworden1 dieselbe durchbohren und ausschlpfen4 ,der ,lack wird nun samt den ,zweigen von den ,bumen abgebrochen und von jenen abgelst1 und zwar meist erst nach dem ,ausschlpfen der ,schildluse1 um die ,produktion nicht herabzusetzen4 ,frher wurde der undurchbohrte ,lack1 der noch die jungen ,schildluse und damit viel roten ,farbstoff enthlt1 hher geschtzt als jetzt und speziell in ,indien zur ,gewinnung eines scharlachroten1 dem ,karmin der ,cochenille an ,leuchtkraft sehr nahe kommenden1 zur ,frbung von ,baumwolle und ,seide verwendeten ,farbstoffs benutzt1 der daselbst heute noch als ,lacklack in den ,handel kommt4 ,entzieht man der ,masse den roten karminartigen ,farbstoff mit schwacher ,sodalsung1 so entsteht der gelblichbraune ,krnerlack1 aus dem man durch ,schmelzen und ,auffangen der bei #adj geschmolzenen ,masse auf ,bananenblttern den ,schellack in ,form von glnzenden1 braunroten1 dnnen1 flachen ,stcken mit muscheligem ,bruch gewinnt4 ,der ,schellack schmilzt leicht1 lst sich grtenteils in ,weingeist und ther1 in ,alkalien und gesttigter ,boraxlsung2 er kann auch durch ,chlor gebleicht werden1 wodurch er fr die ,herstellung von farblosen ,firnissen besonders geeignet wird4 ,man gebraucht ihn namentlich zur ,bereitung der ,weingeistfirnisse1 der ,tischlerpolitur1 des ,siegellacks1 verschiedener ,kitte und in der ,feuerwerkskunst1 auch bildet er die ,hauptmasse des ,marineleims und der ,elektrophorkuchen4 ,in ,borax aufgelst dient er als ,wasserfirnis zum ,steifen und ,wasserdichtmachen der ,filzhte1 zum ,firnissen von ,papier und1 mit feinem ,ru versetzt1 als unauslschliche ,tinte4 ,in ,china und ,japan dagegen wird der ,lack durch ,einschnitte in ,stamm und ste des zu den ,terebinthen oder ,balsamgewchsen gehrenden ,firnissumachs 7,rhus vernicifera7 gewonnen4 ,es ist dies ein daselbst heimischer1 zur ,lackgewinnung vielfach auch angepflanzter uerst giftiger ,baum1 dessen ,ausdnstungen schon schdlich sind und dessen belriechender ,saft1 auf die ,haut gebracht1 starke ,entzndung derselben mit ,bildung von schmerzhaften ,geschwren hervorruft4 ,er erreicht eine ,hhe von #h-aj m und hat gestielte1 eifrmige1 zugespitzte1 unten mit feinen ,haaren bedeckte ,bltter1 die nicht giftig sind4 ,in dem durch ,einschnitte in die ,rinde ausflieenden weien ,milchsaft ist das ,lakkol enthalten1 das durch ein ,lakkase genanntes ,ferment an der ,luft in den glnzend schwarzen ,lack umgewandelt wird4 ,aus diesem ,produkt stellen die ,ostasiaten1 besonders die ,japaner1 durch ,mischen mit dem le der ,bignonia tomentosa1 eines ,kletterstrauches mit groen trompetenartigen ,blten1 oder der ,perilla ocymoides1 mit ,zusatz von ,zinnober1 wenn die ,farbe eine rote sein soll1 sonst ohne solchen1 ihren berhmten ,lackfirnis her4 ,schon im ,mittelalter war bei ihnen dieser prchtige1 fast unverwstliche ,firnis im ,gebrauch1 um mit ihm fast alle ,holzgegenstnde des tglichen ,gebrauchs1 ,e- und ,trinkgeschirr1 wie auch kleine und groe ,mbel1 selbst ganze ,tempel zu berziehen4 ,schon aus der ,zeit des #ab4-ae4 ,jahrhunderts sind uns ,namen berhmter ,lackknstler berliefert1 und um #agjj hatte die ,lackkunst besonders durch den ,maler ,ogata ,korin ihren ,hhepunkt erreicht4 ,die ersten japanischen ,lackwaren gelangten in der zweiten ,hlfte des #af4 und zu ,beginn des #ag4 ,jahrhunderts durch die seit #aeeg auf der ,insel ,macao an der ,mndung des ,perlflusses #acc km sdstlich von ,kanton niedergelassenen ,portugiesen und dann aus ,manila1 der ,hauptstadt der durch die seit #aefi von den ,spaniern besetzten ,philippinen1 nach ,europa4 ,war doch das durch die ,reisebeschreibung des ,venezianers ,marco ,polo aus dem #ac4 ,jahrhundert als ,zipangu im ,abendlande bekannte ,japan #aedc von den ,portugiesen entdeckt und von ihnen der erste ,handelsverkehr mit jenem kunstsinnigen ,volke angebahnt worden4 ,sie brachten dann die ,jesuiten ins ,land1 als deren berhmtester ,missionar der heilige ,franz ,xaver zu nennen ist4 ,aber von #afag-afcg gab es dann ,reibereien zwischen den ,vertretern beider ,nationen1 die damit endigten1 da die zahlreichen unter den ,japanern gewonnenen ,christen wieder ausgerottet und die ,portugiesen vertrieben wurden4 ,dafr erhielten die ,hollnder1 die seit #afji freien ,zutritt und ,erlaubnis zum ,handeln erlangt hatten1 eine allerdings recht beschrnkte ,mglichkeit der ,ausfuhr japanischer ,kunstgegenstnde1 unter denen auer ,porzellan- und ,metallgegenstnden hauptschlich ,lackartikel eine wichtige ,rolle spielten4 ,da diese letzteren bei den ,vornehmen ,europas groen ,beifall fanden und viel begehrt wurden1 suchten die ,hollnder sie bald auch nachzuahmen1 was ihnen indessen nicht gelang4 ,eine ganze ,sammlung japanischer ,lackarbeiten besa im #ah4 ,jahrhundert die unglckliche ,knigin ,marie ,antoinette2 diese ist jetzt im ,louvre zu sehen4 ,heute wird der ,japanlack in folgender ,weise gewonnen und benutzt4 ,zuerst wird der ,milchsaft des im ,japanischen urushi-no-ki genannten ,lackbaums in der ,weise gewonnen1 da man die ,bume einschneidet1 den zwischen den ,schnittflchen sich ansammelnden1 rasch trocknenden1 zhen schmutzigweien1 an der ,sonne erst braun und dann schwarz werdenden ,saft auskratzt und sammelt4 ,der beste ,lack wird im ,august gewonnen1 und zwar aus dem ,stamm2 der von den sten herrhrende ist hrter und zher4 ,er enthlt #fj-hj ,prozent ,lack- oder ,urushinsure 7,c#ad;,h#ah,o#b71 #c-f ,prozent ,gummi1 #a-c ,prozent ,eiwei1 #aj-cj ,prozent ,wasser und eine geringe ,menge giftiger1 flchtiger ,sure4 ,infolge des letzteren ist das ,sammeln des ,lackharzes eine gefhrliche ,beschftigung und wird nur von der rmsten ,volksklasse gebt4 ,das ,lackieren selbst ist viel weniger gefhrlich und es beschftigen sich damit zahlreiche ,personen4 ,die ,gefhrlichkeit dieser ,arbeit wird durch den ,umstand vermindert1 da diejenigen1 die eine heftigere ,vergiftung damit durchmachten1 eine solche nicht mehr zu befrchten haben4 ,die japanische ,industrie htete bis vor kurzem sorgfltig das ,geheimnis ihres ,lackes vor den ,augen der ,europer1 und obschon die ,hollnder mit groem ,eifer bestrebt waren1 dasselbe zu erfahren1 konnten sie doch die ,qualitt des japanischen ,lackes nicht erreichen1 der erst neuerdings als ,rhus- oder ,japanlack auf den europischen ,markt gelangt4 ,in ,japan ist seine ,verwendung eine sehr allgemeine4 ,da diese vulkanische ,insel kein so vorzgliches ,kaolin und solchen ,lehm wie das meist aus alten ,sedimentformationen aufgebaute benachbarte ,china besitzt1 kamen seine ,bewohner schon frh dazu1 ihre ,gefe statt aus gebranntem ,ton und ,porzellan wie die ,chinesen aus ,holz herzustellen und dieses durch einen ,harzberzug wasser-1 feuer- und suredicht zu machen4 ,dazu wurde auer dem ,harz von ,euphorbien und ,anacardiazeen vor allem das ,harz des ,lackbaumes benutzt4 ,die alten ,lackerzeugnisse1 unter welchen #fjj-gjj;jhrige ,arbeiten vorkommen1 sind die besten und widerstandsfhigsten4 ,echte ,lackgefe werden auch von siedendem ,wasser nicht beschdigt2 auch ,suren und andere tzflssigkeiten knnen ihnen nichts anhaben4 ,nur im ,feuer geht der ,lack zugrunde1 wenn das seinen ,grundstoff bildende ,holz zu ,kohle gebrannt ist4 ,das damit zu berziehende ,holz wird zuerst geglttet1 jede ,fuge mit ,papier oder ,werg ausgefllt und dann mit dnnem ,bast oder ,hanf berklebt1 worauf die aus ,ocker und ,pappe bestehende ,schicht kommt4 ,auf diese ,grundierung werden je nach ,art des ,objektes und der ,feinheit des gewnschten berzuges #c-cj dnne ,lackschichten aufgetragen4 ,in die obere ,schicht kommen die ,farbstoffe1 besonders ,zinnober und ,goldstaub1 und schlielich der ,glanzstrich4 ,die ,hauptsache dabei ist1 da die einzelnen ,lackschichten gut trocknen1 was nicht in trockener1 sondern in etwas feuchter ,luft geschehen mu1 weshalb auch der echte japanische ,lack in alter ,zeit in feuchten ,gruben oder in der ,nhe von ,wssern auf schwimmenden ,khnen getrocknet und poliert wurde4 ,die hochentwickelte japanische ,lackindustrie hat nicht nur die ,abendlnder zur ,nachahmung gereizt1 sondern auch deren einheimische ,firnisverwendung in weitgehendem ,mae beeinflut4 ,weniger war dies bei der indischen und persischen ,lackfabrikation der ,fall1 die sich seit dem ,altertum selbstndig entwickelte4 ,die ,produkte derselben stehen nicht auf der ,hhe der japanischen ,lackarbeiten und haben ein fr unseren ,geschmack zu buntes ,aussehen4 ,sowohl ,muster als ,farben sind zweifellos von ihr der einheimischen ,schalfabrikation entlehnt1 die in diesen ,lndern eine uralte einheimische ,industrie ist1 deren ,produkte frher auch von den ,damen des ,abendlandes1 besonders um die ,mitte des letzten ,jahrhunderts viel mehr als heute geschtzt wurden4 ,wie die buntgemusterten ,schale und ,lackarbeiten ist der aus dem indischen ,lacke hergestellte rote ,siegellack ebenfalls eine ,erfindung und ein ,erzeugnis ,ostindiens1 das aus jenem ,lande ums ,jahr #aefj durch die ,portugiesen nach ,europa gebracht wurde und hier als spanisches ,wachs8 bald weitere ,verbreitung fand4 ,vorher hatte man hier allgemein auf ,wachs -- die ,babylonier mit ihren hbsch aus ,halbedelsteinen geschnittenen ,siegelzylindern auch auf weichem1 spter gebranntem ,ton -- gesiegelt1 und zwar durften bis zur ,aufnahme des roten indischen ,siegellacks nur ,kaiser und ,knige in rotem ,wachs siegeln4 ,spter wurde bei uns der rote indische ,siegellack auf mancherlei ,weise nachgeahmt4 ,illustration3 ,tafel #aae4 ,allee des kautschukliefernden indischen ,feigenbaumes 7,ficus elastica7 im ,botanischen ,garten von ,peradeniya auf ,ceylon4 ,die ,bume sind mit schmalen1 hohen ,wurzelsttzen1 sogenannten ,tafelwurzeln1 zum ,schutze gegen das ,umgeworfenwerden durch ,orkane ausgestattet4 ,illustration3 ,japanische ,bronze- und ,lackarbeiter4 ,illustration3 ,tafel #aaf4 ,altchinesische ,fruchtschale in geschnitzter ,lackarbeit 7,peking-,lack74 ,aus ,berichte des k4 ethnographischen ,museums in ,mnchen #aiji84 ,durchmesser #de cm bei #ad cm ,hhe4 ,die dnne ,holzwandung ist nach ,ausgleichung aller ,unebenheiten und ,verbindungsnhte durch feines ,werg und ,papier mit ,gaze berzogen2 darber liegt eine ,schicht aus einer ,mischung von ,schmirgel- oder ,sandsteinpulver und einem harzigen oder tierischen ,bindemittel1 die nach vollstndiger ,trocknung mit einem ,polierstein sorgfltig geglttet ist4 ,auf diese ,unterlage1 die an kleinen ,bruchstellen nachgeprft werden kann1 sind drei ,lackschichten aufgetragen1 die vom ,knstler einzeln bearbeitet wurden4 ,den ,grund bildet eine ledergelbe ,schicht1 der eine braungrne ,lage folgt1 und ber beide ist eine zinnoberrote ,decke gelegt4 ,die in diese drei ,lackschichten eingeschnittene ,ornamentierung zeigt ein in der chines4 ,kunst gewohnheitsmig wiederkehrendes1 auch von den ,japanern bernommenes ,dekorationsmotiv1 nmlich den ,drachen als symbolisierten ,blitz in einer stilisierten ,regenwolke4 ,whrend der ,lack in ,indien auer zu ,siegellack besonders zur ,gewinnung des roten ,farbstoffs benutzt wird1 verwenden wir ihn zu den verschiedensten schtzenden berzgen namentlich auf ,gegenstnden von ,holz oder ,pappe 7papier mch74 ,der meiste ,lack kommt aus den ,gangeslndern1 ,siam und ,annam zu uns1 und zwar ist der ,hauptausfuhrhafen dafr ,kalkutta4 ,von nicht aus solchem indischen ,lack hergestellten ,firnisberzgen1 die technisch in ,europa und allen ,kulturlndern von ,bedeutung sind1 ist der wichtigste der aus ,zelluloid1 d4 h4 nitrierter1 mit einer alkoholischen ,lsung von ,kampfer und je nach ,bedarf auch ,farbstoffen und ,rizinusl versetzter ,baumwolle oder ,seidenpapier hergestellte ,zaponlack1 den man verwendet1 um blanke metallische ,flchen1 die keiner erheblichen ,wrme und keinen starken mechanischen ,angriffen ausgesetzt sind1 vor der ,einwirkung von ,luftgasen oder ,suren zu schtzen4 ,auer der ,elektrotechnik haben sich auch andere ,industrien die ,vorteile desselben zunutze gemacht4 ,so ist z4 ,b4 heute fast alles ,silber zum ,schutze gegen ,oxydierung in ,zaponlack getaucht4 ,wenn man hufig gebrauchte silberne ,gerte einige ,zeit nachdem man sie gekauft hat besieht1 bemerkt man1 da gewisse gelbliche ,stellen des ,lackes abgeblttert sind4 ,das ist eben der infolge des starken ,gebrauchs abgegriffene ,zaponlack4 ,,xxv4 ,die duftenden ,pflanzenharze4 ,wie sich der ,mensch gerne zu festlichen ,anlssen mit wohlriechendem le salbt und die ,kleidungsstcke mit parfmiertem ,wasser besprengt1 so verwendet er seit ,urzeiten gerne zu gottesdienstlichen ,handlungen ,rucherungen von duftenden ,hlzern und ,harzen1 als deren vornehmstes der ,weihrauch sich bis auf unsere aufgeklrte ,zeit erhalten hat4 ,schon im vierten und fnften vorchristlichen ,jahrtausend haben die alten ,kulturvlker des ,morgenlandes ihren ,gttern teils in ,verbindung mit blutigen oder unblutigen ,opfern1 teils mit ,gebet und ,gesang ,weihrauch1 ,myrrhen und ,galbanum geopfert1 um sie durch den dabei ausstrmenden ,wohlgeruch zu erfreuen4 ,nach der ,mitteilung des ,vaters der ,geschichtsforschung ,herodot1 verbrannten die ,chalder beim ,feste des ,bel in ,babylon alljhrlich fr tausend ,talente1 d4 h4 #dgajjjj ,mark ,weihrauch1 und nach ,plutarch brachten die gypter morgens1 mittags und abends der ,sonne ein ,weihrauchopfer dar4 ,auch bei den ,juden wurden morgens und abends auf dem vor dem ,vorhange des ,allerheiligsten in der ,stiftshtte und spter im ,tempel stehenden1 mit ,gold berzogenen ,rucheraltar allerlei wohlriechende ,spezereien1 vor allem auch ,weihrauch1 verbrannt4 ,bei den ,griechen kam der ,gebrauch des ,weihrauchs zum ,opfer durch ,vermittlung der ,phnikier etwa im #g4 vorchristlichen ,jahrhundert auf1 bei den ,rmern erheblich spter1 in ,verbindung mit ,weinspenden1 whrend vorher ,met oder ,milch der ,herdentiere dazu gedient hatte4 ,die ,christen betrachteten anfnglich solche ,rauchopfer als heidnische ,greuel2 aber bereits im ,verlaufe des #d4 ,jahrhunderts drangen sie auch in den christlichen ,kultus ein1 nur verbot man1 diese ,gott und den ,heiligen allein zukommende ,ehrung nach rmischer ,sitte auch den kaiserlichen ,bildsulen zukommen zu lassen4 ,der ,weihrauch und die anderen beim ,verbrennen duftenden ,pflanzenharze wurden im heidnischen wie im jdischen und zuletzt im christlichen ,kult in ,metallgefen verbrannt1 die an ,ketten getragen und hin und her geschwungen wurden1 um die ,tempelrume mit ,wohlgerchen zu erfllen4 ,solche bronzene ,rucherpfannen 7lateinisch turibula incensoria7 wurden mehrfach in ,pompeji gefunden und sind schon in altgyptischen ,tempeldarstellungen abgebildet4 ,in nichts ist ja der ,mensch so konservativ als im ,kult4 ,und damit der ,gottheit dargebrachte ,rauchopfer lassen sich bis in das frheste ,altertum zurckverfolgen4 ,aus der biblischen ,geschichte kennen wir sehr wohl den ,wert1 der auf solche ,rucherharze gelegt wurde1 und wissen aus der ,weihnachtsgeschichte wie die ,weisen aus dem ,morgenlande1 die dem ,sterne nachgegangen waren1 bis sie das ,jesuskindlein in ,bethlehem fanden1 anbetend vor ihm niederfielen und ihre ,schtze auftaten und ihm ,gold1 ,weihrauch und ,myrrhen als das ,kostbarste1 was es damals gab1 schenkten4 ,beim altisraelitischen ,gottesdienst wurde neben ,weihrauch und ,myrrhe auch chelbenah1 was 7erhrtete7 ,milch bedeutet1 lateinisch galbanum1 geopfert1 eine ,droge1 die der berhmte griechische ,arzt ,hippokrates1 der groe ,aristotelesschler ,theophrastos und andere als chalbn erwhnen4 ,es ist dies der am ,stengel und an der ,basis des persischen ,doldengewchses ,ferula galbaniflua freiwillig austretende erhrtete ,milchsaft1 der in ,form von mehr oder weniger verklebten1 auen grnlichbraunen ,krnern1 die oft zu einer gleichartigen ,masse vereinigt sind1 in den ,handel gelangt4 ,er ist in der ,klte sprde1 zwischen den ,fingern knetbar1 riecht stark aromatisch1 schmeckt etwas bitter1 terpentinartig und diente frher auch als ,arzneimittel1 indem man ihm eine gewisse ,einwirkung auf das ,uterinsystem zuschrieb4 ,heute wird er bei uns nur noch uerlich als leicht hautreizendes ,pflaster unter der ,bezeichnung ,mutterharz verwendet4 ,noch im ,mittelalter war er eine nicht unwichtige ,droge1 die als ein ,handelsartikel ,venedigs mehrfach erwhnt wird und sich auch unter den ,effekten des im ,jahre #acfj in ,england gefangenen ,knigs ,johann von ,frankreich befand4 ,wichtiger war den alten ,kulturvlkern des ,morgenlandes die aus ,arabien stammende ,myrrhe1 ein in unregelmigen ,krnern oder ,knollen von ,nu- bis ,faustgre in den ,handel gelangendes1 gelbliches bis braunes1 durchscheinendes ,gummiharz verschiedener in ,nordostafrika und ,sdarabien heimischer ,terebinthenarten1 von denen der echte ,myrrhenbaum1 ,commiphora 7d4 h4 ,gummierzeuger7 myrrha1 der wichtigste ist4 ,von dem nur etwa #f-h m hohen ,baum fliet das ,myrrhenharz von selbst nach austrocknenden ,winden1 die die ,rinde zum ,bersten bringen1 nachdem sich das ,holz durch vorausgegangene ,regen mit ,wasser gefllt hat1 aus in ,form eines milchig trben1 gelblichen ,saftes und erstarrt1 allmhlich dunkler werdend1 zu einer eigentmlich balsamisch riechenden und gewrzhaft bitter schmeckenden ,masse1 die sich beim ,erhitzen aufblht und einen angenehmen ,geruch verbreitet4 ,die ,myrrhe enthlt verschiedene therische le1 ,gummi und ,harz und hat ihren ,namen aus dem arabischen murr1 was bitter bedeutet4 ,seit den ltesten ,zeiten bildete sie neben dem ,weihrauch einen wichtigen ,bestandteil der ,rucherungsmittel und wohlriechenden ,salben1 die im ,orient bei allen gottesdienstlichen ,handlungen zur ,anwendung gelangten4 ,der griechische ,geschichtschreiber ,plutarch berichtet uns1 da die ,priester im ,tempel der ,isis tglich dreimal rucherten1 und zwar des ,morgens mit ,balsam1 gegen ,mittag mit ,myrrhen 7bal7 und am ,abend mit kyphi1 einer ,mischung von #af und mehr verschiedenen ,ingredienzen1 bei deren ,anfertigung auf die ,heiligkeit der ,zahl vier ,rcksicht genommen werden mute4 ,das ,kyphi ist ein in den hieroglyphischen ,inschriften ungemein hufig erwhntes heiliges ,ruchermittel4 ,das altgyptische ,totenbuch nennt verschiedene ,bestandteile desselben2 auerdem haben uns griechische ,schriftsteller so ausfhrliche ,mitteilungen darber hinterlassen1 da wir die wichtigsten ,bestandteile desselben kennen4 ,allerdings stieg die ,zahl der ,ingredienzen1 die anfnglich nur wenige betrugen1 im ,lauf der ,jahrhunderte auf mehrere ,dutzend4 ,deren ,mischung wurde in den ,tempeln selbst vorgenommen1 und nach ,plutarch las man den ,salbenreibern und ,ruchermittelmischern whrend ihrer ,arbeit aus heiligen ,schriften vor1 damit ihre ,gedanken dabei auf das ,gttliche gerichtet seien4 ,aus den ,inschriften an den ,tempelwnden und dem ,texte der ,papyri erfahren wir von der harzigen ,ausschwitzung eines nicht nher definierbaren arabischen ,baumes aus der ,familie der ,myrrhenbume1 aus welcher die ,salbenreiber der gyptischen ,tempel in besonderen ,laboratorien 7asit7 ein ,ruchermittel herstellten4 ,dann wird das ,produkt des ebenfalls arabischen ,tesepbaumes 7vermutlich auch einer ,commiphora-,art7 hufig in den ,kyphirezepten erwhnt1 auch fand dessen ,gummiharz wie die ,myrrhe beim ,einbalsamieren der ,leichen ,verwendung4 ,die wichtigsten ,bestandteile des ,kyphi aber waren verschiedene ,weihrauch- und ,myrrhenarten2 daneben gelangte auch ,mastixharz zur ,anwendung1 von dem man zur ,zeit der ,pharaonen schon drei ,sorten1 nmlich schwarzes1 weies und rotes unterschied4 ,bei den alten gyptern dienten ,myrrhen auch als ,arznei1 zum ,wrzen von ,wein und zum ,herstellen von wohlriechenden ,salben1 mit denen bei festlichen ,anlssen vor allem das ,haupthaar gesalbt wurde4 ,auf letztere nimmt das lteste uns aus der altgyptischen ,literatur erhaltene ,gedicht aus dem mittleren ,reich 7#bafj-aghh v4 ,chr47 ,bezug1 nmlich das ,lied des ,harfners81 der den ,schmausenden in den ,husern der ,reichen whrend des ,mahles vorsang und sie folgendermaen zum ,lebensgenusse aufforderte4 ,folge deinem ,wunsch1 dieweil du lebst1 ,lege ,myrrhen auf dein ,haupt1 ,kleide dich in feines ,linnen ,getrnkt mit kstlichen ,wohlgerchen1 ,den echten ,dingen der ,gtter4 ,vermehre deine ,wonne noch mehr1 ,la dein ,herz nicht mde sein1 ,folge deinem ,wunsch und deinem ,vergngen ,und schaffe dir ein ,schicksal auf ,erden ,nach den ,wnschen deines ,herzens1 ,bis jener ,tag der ,trauer zu dir kommt2 ,denn ,osiris erhrt ihr ,schreien nicht1 ,und keinen ,menschen ruft die ,totenklage aus dem ,grabe zurck4 ,feiere den frohen ,tag und ruhe nicht an ihm6 ,denn siehe1 niemand nimmt seine ,gter mit sich1 ,und noch keiner kehrte zurck1 der dorthin gegangen ist48 ,auch bei den ,juden im ,alten ,testamente ist viel von ,myrrhen zu gottesdienstlichen ,rucherungen und als profanes ,duftmittel bei festlichen ,anlssen die ,rede4 ,was alles an solchen ,wohlgerchen damals bekannt war1 zhlt uns der um #hjj v4 ,chr4 lebende ,dichter des ,hohen ,liedes auf1 wenn er in ,kap4 #d1 #ac von der ,geliebten sagt1 ihr ,krper dufte wie ,zypern mit ,narden1 ,narden mit ,safran1 ,kalmus und ,kinnamom 7,zimt71 mit allerlei ,bumen des ,weihrauchs1 ,myrrhen und ,alo 7dem zu ,rucherungen verwandten wohlriechenden ,aloeholz71 mit allen besten ,wrzen84 ,und in ,kap4 #e1 #e3 ,meine ,hnde troffen von ,myrrhen7-salbe7 und ,myrrhen liefen ber meine ,finger48 ,in ,kap4 #c1 #aj spricht er zur ,geliebten3 ,der ,geruch deiner ,salben bertrifft alle ,gewrze48 ,von den gyptern und ,vorderasiaten gelangte der ,gebrauch der ,myrrhe als gottesdienstliches ,rucherwerk und ,parfm bei festlichen ,anlssen zu den ,griechen und ,rmern1 die sie in hnlicher ,weise wie die gypter anwandten4 ,als geschtztes ,heilmittel empfehlen sie die rmischen rzte ,scribonius ,largus und ,alexander ,trallianus 7im #f4 ,jahrhundert n4 ,chr474 ,cornelius ,celsus spricht von einer schwarzen1 bei ,augenkrankheiten angewandten ,myrrhe4 ,auch im ,dispensatorium des ,valerius ,cordus wird die ,myrrhe angefhrt4 ,die heilige ,hildegard nennt im #ab4 ,jahrhundert mirrha und empfiehlt sie gegen allerlei ,erkrankungen4 ,so hat sich die ,myrrhe als geschtztes ,heilmittel1 wenn auch nicht als ,rucherwerk1 bis auf unsere ,tage auch im ,abendlande im ,gebrauch erhalten4 ,noch viel wichtiger als die ,myrrhe war als ,ruchermittel bei allen gottesdienstlichen ,handlungen der ,orientalen der ,weihrauch1 von welchem die ,alten1 wie auch von der ,myrrhe1 verschiedene1 grtenteils nach den ,orten der ,herkunft benannte ,arten unterschieden4 ,ihre ,erzeuger sind verschiedene ,boswellia-,arten1 von denen ,boswellia carteri1 der echte ,weihrauchbaum1 von den ,altgyptern anti genannt1 der wichtigste war4 ,die ,weihrauchbume sind1 wie die ,myrrhenbume1 in ,nordostafrika nahe dem ,kap ,guardafui und auf einem beschrnkten ,saum der mittleren1 als ,hadramaut bezeichneten ,sdostkste ,arabiens heimisch4 ,in deren ,stmme werden zu ,ende ,februar oder ,anfang ,mrz und dann noch zweimal jeweilen innerhalb ,monatsfrist von den ,eingeborenen tiefe ,einschnitte gemacht1 aus denen ein milchweier ,saft reichlich ausfliet1 nach einiger ,zeit erstarrt er zu gelben ,krnern1 die dann von den ,stmmen abgelst oder am ,boden aufgelesen werden4 ,sie schmecken aromatisch1 etwas bitter1 erweichen im ,mund und geben1 auf glhende ,kohlen gestreut1 einen angenehmen balsamischen ,geruch von sich4 ,wie dieser ,geruch den ,menschen angenehm war1 so dachte man sich1 werde er auch die ,gtter erfreuen4 ,so verbrannte man schon im ltesten gypten zu ,ehren der ,himmlischen den ,weihrauch 7anti71 den man als eine der grten ,kostbarkeiten mit der ,myrrhe und den ,gewrzen ,indiens aus dem sdlichen ,arabien bezog4 ,wegen dieser aufs hchste geschtzten ,produkte wurde jenes ,land von allen weiter westwrts wohnenden ,vlkern1 denen es dieselben bermittelte1 stark beneidet und glcklich gepriesen4 ,das ,land ,jemen in der ,sdwestecke ,arabiens war ihnen das ,glckliche ,arabien84 ,hier bestand in frhest nachweisbarer ,zeit schon in der ersten ,hlfte des zweiten vorchristlichen ,jahrtausends das ,reich von ,machn1 das dann spter von demjenigen von ,saba vernichtet und abgelst wurde4 ,von den ,sabern berichtet der griechische ,geschichtschreiber ,diodoros aus ,sizilien1 daher ,siculus genannt1 der zur ,zeit ,csars und ,augustus' in #dj ,bchern die bis zum ,jahre #fj v4 ,chr4 reichende ,geschichte fast aller damals bekannten ,vlker schrieb3 ,die ,saber wohnen im ,glcklichen ,arabien1 haben zahmes ,vieh in unermelicher ,menge und so viel ,balsam1 ,kassia1 ,zimt1 ,kalmus1 ,weihrauch1 ,myrrhen1 ,palmen und andere wohlriechende ,gewchse1 da das ganze ,land von einem wahrhaft gttlichen ,wohlgeruch durchzogen ist1 den selbst die ,seefahrer aus betrchtlicher ,entfernung wahrnehmen2 es ist ihnen dann zumute1 als rchen sie die fabelhafte ,ambrosia48 ,der um #be n4 ,chr4 gestorbene griechische ,geograph ,strabon berichtet auf ,grund eigener ,anschauung auf ,reisen und des ,studiums lterer ,geographen in seiner #ag ,bcher umfassenden ,geographika3 ,im ,lande der ,saber1 dem gesegnetsten ,arabiens1 wchst ,myrrhe1 ,weihrauch1 ,zimt und ,balsam4 ,sie holen auch ,gewrze aus dem ,negerlande1 wohin sie mit ledernen ,khnen fahren4 ,ihr ,vorrat an dergleichen ,herrlichkeiten ist so gro1 da sie ,zimt1 ,kassia und dergleichen wie ,brennholz verbrennen und die reichsten von ihnen1 die ,gerrher1 alle ,gerte im ,hause wie ,ruhebetten1 ,dreife1 ,milchtpfe1 ,teller usw4 von ,gold und ,silber1 und auch die ,tren1 ,wnde1 ,decken mit ,elfenbein1 ,gold1 ,silber und ,edelsteinen geziert haben48 ,der griechische ,philosoph ,theophrast1 ,schler des ,aristoteles1 schreibt in seiner ,pflanzengeschichte schon im #d4 ,jahrhundert v4 ,chr43 ,weihrauch 7lbanos71 ,myrrhe 7smrn7 und ,balsam 7blsamon7 kommen aus ,arabien und werden durch ,einschnitte gewonnen oder quellen von selbst aus den ,bumen hervor1 die teils auf dem ,gebirge wild wachsen1 teils auf eigenen ,feldern am ,fu der ,gebirge kultiviert werden4 ,der ,weihrauchbaum soll nur etwa fnf ,ellen hoch und sehr stig sein4 ,seine ,bltter sollen denjenigen des ,birnbaums hnlich1 nur viel kleiner und sehr grn sein2 die ,rinde soll glatt wie beim ,lorbeer sein4 ,der ,myrrhenbaum ist noch kleiner1 strauchartiger1 der ,stamm soll hart1 an der ,erde hin und her gebogen und dicker als ein ,unterschenkel sein4 ,andere beschreiben diese ,bume anders4 ,seefahrer1 welche das ,gebirge gesehen haben1 berichten1 die ,bume seien dort durch ,einschnitte verwundet1 die ,tropfen fielen teils herab1 teils blieben sie am ,baume kleben4 ,man breite aus ,baumblttern geflochtene ,matten darunter1 oder stampfe den ,boden fest4 ,der von den ,matten stammende ,weihrauch und die ,myrrhe seien klar und durchscheinend1 die vom ,erdboden aufgelesenen weniger1 und die von den ,bumen geschabten seien durch ,rindenstcke verunreinigt4 ,auf dem ,gebirge der ,saber fanden die ,seefahrer keine ,wchter1 weil dort kein ,einwohner dem andern stiehlt4 ,diesen ,zustand benutzten die ,fremden1 sammelten groe ,massen dieser ,stoffe und fuhren damit weg4 brigens hrten sie1 da die ,saber ihren ,weihrauch und ihre ,myrrhe in den ,sonnentempel bringen1 der von bewaffneten ,wchtern beschtzt wird4 ,dort tut ein jeder seine ,ware auf einen ,haufen und legt auf diesen ein ,tfelchen1 worauf der ,preis angegeben ist4 ,kommen nun die ,kaufleute1 so sehen sie nur nach den ,tfelchen4 ,billigen sie den ,preis1 so nehmen sie die ,ware und legen das ,geld hin4 ,die ,stcke ,weihrauch1 die in den ,handel kommen1 sind sehr verschieden und manche wohl so gro1 da sie die ,hand fllen knnen4 ,von der ,myrrhe hat man eine ,sorte von natrlichen ,tropfen1 eine andere in knstlich gestalteten ,stcken48 ,der griechische ,schriftsteller ,flavius ,arrianus 7um #ajj n4 ,chr4 zu ,nikomedia in ,bithynien geboren1 ward #acf unter ,hadrian ,prfekt von ,kappadokien und starb unter ,marcus ,aurelius7 berichtet in der ,geschichte der ,feldzge ,alexanders des ,groen nach den besten ,quellen3 ,als ,alexander in die ,wste der ,gedrosier 7jetzt ,mekrn in ,beludschistan7 kam1 standen dort viele ungewhnlich groe ,myrrhenbume1 die noch niemand ausgebeutet hatte4 ,die phnikischen ,kaufleute1 die dem ,heere folgten1 fhrten ganze ,ladungen von ,myrrhe weg48 ,und ,plinius endlich sagt in seiner ,naturgeschichte ber dieses ,pflanzenprodukt3 ,die ,myrrhe 7myrrha7 wchst an mehreren ,stellen ,arabiens1 namentlich da1 wo der ,weihrauch wchst4 ,auch kommt eine geschtzte ,sorte von ,inseln1 und die ,saber holen sogar ,myrrhen jenseits des ,meeres bei den ,troglodyten4 ,die ,bume sind dornig1 wachsen teils wild1 teils absichtlich gepflanzt2 aus ihnen schwitzt die ,myrrhe1 kommt in ,beutel gepackt zu uns1 und die ,salbenhndler sortieren sie dann nach dem ,geruch und der ,fettigkeit4 ,auch ,indien liefert eine ,myrrhensorte1 aber eine schlechte48 ,endlich schreibt der griechisch-gyptische ,grokaufmann ,kosmas ,indikopleustes 7d4 h4 der ,indienfahrer71 ein ,zeitgenosse des ostrmischen ,kaisers ,justinian ,i4 7#dhc-efe n4 ,chr471 der mit seinem ,freunde und ,kollegen ,menas von ,alexandrien -- beide gingen im hheren ,alter ins ,kloster -- eine ,reise nach ,ostafrika und ,indien machte3 ,das ,land1 welches den ,weihrauch hervorbringt1 ist an der ,sdgrenze von thiopien gelegen1 im ,innern des ,kontinents2 aber der ,okeanos reicht noch darber hinaus4 ,daher ziehen die benachbarten ,bewohner ,barbarias nach dem ,hochland1 und im ,handelsverkehr fhren sie von dort die meisten ,spezereien aus4 ,weihrauch1 ,kassia1 ,kalmus und vieles andere1 und sie schaffen es auf dem ,seewege nach ,adule 7dem heutigen ,zeila in ,massaua7 und ,glcklich-,arabien1 nach ,indien und ,persien4 ,schon im ,altertum pflegte das zu geschehen2 denn die ,knigin von ,saba1 welche ,christus die ,knigin von ,mittag nennt1 brachte ,wohlgerche und ,kostbarkeiten zu ,salomo1 welche auf der afrikanischen ,ostkste heimisch sind1 ferner ,ebenholz1 ,affen und ,gold aus thiopien1 da sie thiopien benachbart jenseits des ,roten ,meeres wohnte48 ,hier erweist sich allerdings der biedere ,religise 7denn er schrieb seinen ,reisebericht erst als ,mnch7 nicht als vllig bibelfest1 da er die ,geschenke der ,knigin von ,saba mit den ,produkten zusammenwirft1 die ,salomo auf seinen wiederholt ausgefhrten ,expeditionen nach ,ophir 7im jetzigen ,rhodesia7 holen lie4 ,spter haben dann erst wieder arabische ,geographen vom ,weihrauchlande aus eigener ,anschauung ,zuverlssiges zu berichten gewut4 ,sehr gro war der ,verbrauch des ,weihrauchs zu gottesdienstlichen ,rucherungen schon im alten gypten4 ,dabei wurden daselbst wie bei der ,myrrhe verschiedene ,sorten unterschieden1 die je nach der ,gottheit1 der die ,rucherung galt1 verschieden gewhlt wurden4 ,so fhrt eine ,inschrift des ,tempellaboratoriums in ,edfu aus der ,zeit der ,ptolemer #ad ,sorten ,anti-,harz 7,weihrauch7 neben #h ,sorten ,ab-,harz 7eine ,abart der ,myrrhe7 auf4 ,von den #ad ,anti-,harzsorten bildeten #aa die erste und #c die zweite ,qualitt4 ,alle hatten besondere ,namen und sollten aus den ,augen der betreffenden ,gottheit1 der sie geweiht waren1 herausflieen4 ,an den ,festen der ,gottheit1 der sie entsprungen sein sollten und der sie deshalb geweiht waren1 wurde nur die betreffende ,sorte1 und zwar in gewaltigen ,mengen verbraucht4 ,so steht im ,osiristempel in ,dendera geschrieben1 man solle am ,osirisfeste im ,monat ,choiak besonders mit der zweiten ,sorte der ersten ,qualitt die ,rucherbecken fllen2 denn es heit3 ,es entsteht aus dem ,auge des ,osiris ein ,anti-,harz in ,wahrheit1 herauskommend aus dem linken ,auge2 seine ,farbe ist rtlich48 ,in ,nachahmung dieser gyptischen ,sitte benutzten auch die alten ,juden nach ihrem ,auszuge aus gypten den ,weihrauch zu ihren gottesdienstlichen ,rucherungen1 wie schon im #b4 ,buch ,mose #cj1 #cd u4 f4 zu lesen ist4 ,und der ,herr 7,jahve7 sprach zu ,mose 7am ,sinai um #abhj v4 ,chr473 ,nimm zu dir ,spezerei1 ,balsam1 ,bdellium1 ,galbanum und reinen ,weihrauch1 von einem so viel als vom andern1 und mache ,rucherwerk daraus1 nach der ,apothekerkunst gemengt1 da es rein und heilig sei4 ,und sollst desselben tun vor das ,zeugnis 7nmlich die ,bundeslade7 in der ,stiftshtte1 wo ich mich dir offenbaren werde4 ,das soll euch das ,allerheiligste sein4 ,und desgleichen ,rucherwerk sollt ihr euch nicht machen1 sondern es soll dir heilig sein dem ,herrn4 ,wer ein solches machen wird1 da er damit ruchere1 der soll ausgerottet werden von seinem ,volke48 ,infolge seiner beraus groen ,wertschtzung und vollkommenen ,unentbehrlichkeit bei den gottesdienstlichen ,funktionen nicht nur bei den gyptern1 sondern auch bei den ,kulturvlkern ,vorderasiens und am ,mittelmeer war der ,handel mit ,weihrauch noch viel mehr als derjenige mit ,myrrhe ein sehr wichtiger ,faktor und brachte den ,vlkern1 die sich mit seiner ,erzeugung und seinem ,transport abgaben1 reichen ,gewinn4 ,ja1 man kann sagen1 da kaum ein anderes ,pflanzenerzeugnis im ,altertum einen derartigen ,einflu auf das ,wirtschaftsleben und die ganze ,kulturentwicklung der beteiligten ,vlker ausgebt hat1 wie die wohlriechenden ,gummiharze ,weihrauch und ,myrrhe4 ,welchen ,reichtum er den ,vlkern ,glcklich-,arabiens brachte1 haben wir bereits gesehen4 ,allerdings ist die ,menge von ,gold1 die sie besaen1 im ,lande selbst gewonnen worden4 ,dann aber brachte ihnen der ,zwischenhandel mit den indischen und ostafrikanischen ,waren reichen ,gewinn4 ,wie uns griechische und rmische ,schriftsteller berichten1 mu einst im sdlichen ,teil des ,roten ,meeres ein groer ,verkehr von ,handelsschiffen bestanden haben1 die ,waren aus ,indien und ,ostafrika holten4 ,so sagt uns ,arrians ,bericht ber die ,umschiffung des ,roten ,meeres 7,periplus maris erythraei7 aus dem #b4 ,jahrhundert n4 ,chr41 da die ,einwohner ,glcklich-,arabiens aus ,makrolus an der ,kste ,ostafrikas ,weihrauch1 ,myrrhe1 ,kankamon 7ein der ,myrrhe hnliches ,gummiharz7 und anderes ,rucherwerk1 von anderen ,hfen derselben ,kste aber ,elfenbein1 ,hrner des ,nashorns1 ,schildplatt und ,sklaven bezogen1 aus ,indien aber erhielten sie ,reis1 ,sesaml1 ,zucker 7sacchari871 ,pfeffer1 ,baumwollgewebe1 ,seidenstoffe1 ,indigo1 das ingwerartige ,gewrz und ,heilmittel ,costus1 ,zimtkassia1 ,narde und ,nardensalbe1 das wohlriechende1 ebenfalls zu ,rucherungen dienende ,gummiharz ,bdellium1 ,onyx und andere ,edelsteine1 murrhinische ,gefe und ,stahlwaren4 ,von ,sdarabien aus wurden diese ,produkte auf dem ,landwege weiter expediert4 ,die ,hauptkarawanenstrae dafr1 die berhmte ,weihrauchstrae des ,altertums1 fhrte zunchst nach ,syrien1 wo sie sich teilte1 um einerseits nordostwrts nach ,babylonien und sdwestwrts nach gypten abzuzweigen4 ,sie verdete erst als zu ,beginn der rmischen ,kaiserherrschaft die unternehmenden gyptischen ,kaufleute regelmig mit ihren ,schiffen in den sdarabischen ,hfen erschienen und die verschiedenen stark begehrten ,handelsartikel an ,ort und ,stelle kauften4 ,die ,folge davon war1 da die am ,karawanenhandel beteiligten ,stmme1 ihres frheren reichen ,verdienstes beraubt1 teilweise nach ,nordarabien auswanderten und sich dort fruchtbarere neue ,niederlassungen erkmpften1 oder als ,sldner in die ,dienste der ,parther und ,rmer traten4 ,diese semitischen ,stmme aus ,sdarabien werden im ,alten ,testament als ,ismaeliten bezeichnet1 d4 h4 als ,nachkommen ,ismaels1 des ,sohnes ,abrahams und seiner ,nebenfrau ,hagar1 die spter von ihrem ,manne samt dem ,sohne verstoen und in die ,wste geschickt wurde4 ,es sei beispielsweise nur an den ,bericht in #a4 ,mose #cg1 #be erinnert1 in welchem die ,shne ,jakobs hinter dem ,rcken des ,vaters ihren jngsten ,bruder ,joseph an eine nach gypten ziehende ,karawane verkauften3 ,und sahen einen ,haufen ,ismaeliten kommen aus ,gilead 7dem ,ostjordanland7 mit ihren ,kamelen1 die trugen ,wrze1 ,balsam und ,myrrhe und zogen hinab nach gypten48 ,illustration3 ,bild #fh4 ,darstellung eines ,weihrauchbaums im ,grabtempel der ,knigin ,hatschepsut in ,der el ,bahri4 7,nach ,dmichen47 ,die ,inschrift lautet3 ,grnende ,weihrauchbume #ca ,stck1 herbeigefhrt unter den ,kostbarkeiten des ,landes ,punt fr die ,majestt des ,gottes ,amon1 des ,herrn der irdischen ,throne4 ,niemals ist hnliches gesehen worden seit ,erschaffung des ,weltalls48 ,dieser ,handelsverkehr der ,saber und ,miner1 wie die ,angehrigen des lteren ,reiches von ,machn von den griechisch-rmischen ,schriftstellern bezeichnet werden1 reicht in sehr hohes ,altertum zurck4 ,so bezogen schon die gypter der ltesten ,dynastien ,weihrauch1 ,myrrhe und die brigen fr ihre ,gottesdienste gebrauchten ,rucherharze von ihnen4 ,auerdem aber haben je und je mchtige ,herrscher des ,pharaonenlandes eigene ,expeditionen zu ,schiff nach ,sdarabien ausgesandt1 um diese kostbaren und wichtigen ,produkte in greren ,mengen zu holen4 ,das ,land1 das diese heiligen ,gummiharze hervorbrachte1 hie bei den alten gyptern taneter1 d4 h4 ,gottesland4 ,es galt ihnen als die ,heimat ihrer ,gtter1 die nach allgemeinem ,glauben einst dort wohnten und von dort her nach dem ,niltal gelangt sein sollten4 ,die in den ,inschriften gebruchliche geographische ,bezeichnung fr dieses ,land ist ,punt 7eigentlich ,pun1 da das t am ,schlusse nur der weibliche ,artikel ist2 da aber dieser ,name einmal eingefhrt ist1 so behalten wir ihn bei74 ,es umfate auer ,sdarabien die gegenberliegende ,kste von ,afrika und wurde schon sehr frh von den gyptern selbst aufgesucht4 ,schon vor dem ,jahre #cjjj v4 ,chr41 zur ,zeit der ,knige der #a4 und #b4 ,dynastie1 die sich als ,grabsttten ,pyramiden aus an der ,sonne getrockneten ,lehmziegeln errichteten1 sandten die machtvollen ,herrscher des ,niltals1 die in ,memphis in ,untergypten residierten1 ihre ,schiffe1 wie nach ,syrien1 um als wertvolles ,bauholz fr das holzarme ,land ,zedernstmme von den ,abhngen des ,libanon und andere ,gter zu holen1 so nach dem ,lande ,punt1 um die wohlriechenden ,harze1 die man zum ,ruchern und zu den im ,leben des ,orientalen so wichtigen ,salben und ,schminken brauchte1 auf direktem ,wege zu beschaffen4 ,genauere ,nachrichten ber solche ,expeditionen erhalten wir durch die ,denkmler erst aus der ,zeit des ,knigs ,sahur der #e4 ,dynastie1 der von #bgdc bis #bgca v4 ,chr4 herrschte1 und die sich bereits unter ,knig ,snofru 7#bicj-bijf7 zu entwickeln beginnende lteste gyptische ,seemacht mchtig frderte4 ,wir erfahren von ihm1 da er eigene ,schiffe nach ,punt sandte1 die #hjjjj ,ma ,weihrauch 7anti71 #fjjj ,gewichte ,elektron 7eine ,legierung aus ,gold und ,silber7 und #bfjj ,stbe einer kostbaren ,holzart1 vielleicht ,ebenholz1 nach der ,hauptstadt ,memphis brachten4 ,krzlich entdeckte ,reliefs aus seinem ,pyramidentempel schildern die ,heimkehr dieser ,flotte und diejenige einer anderen1 die aus ,phnikien mit semitischen ,gefangenen und einheimischen ,matrosen anlangte4 ,es ist dies die lteste ,darstellung seetchtiger ,fahrzeuge und syrischer ,semiten1 die wir besitzen4 ,whrend der #f4 ,dynastie 7#bfbe-bdge v4 ,chr47 waren die ,gaufrsten von ,elephantine die ,erforscher der sdlich und stlich von gypten gelegenen ,lnder und fhren in ihren ,grabinschriften den ,titel ,karawanenfhrer1 der seinem ,herrn die ,erzeugnisse der ,fremdlnder berbringt84 ,einer derselben1 namens ,harchuf1 brachte dem ,knig ,phiops ,,ii4 einen ,zwerg aus dem ,lande ,punt mit1 wofr er von jenem einen ,anerkennungsbrief erhielt1 auf den er so stolz war1 da er ihn auf der ,vorderseite seines ,grabes bei ,assuan einmeieln lie als ein ,zeichen der groen ,gunst1 die er beim ,knige geno4 ,von einer greren ,expedition nach dem ,lande ,punt erfahren wir erst wieder whrend der #ah4 ,dynastie4 ,veranlat wurde sie von der energischen ,tochter und ,erbin ,thutmosis ,i41 ,hatschepsut1 die mit ihrem ,halbbruder ,thutmosis ,,ii4 verheiratet war und nach dessen ,tode von #aeaf-adha v4 ,chr4 selbstndig regierte4 ,um die oberste der drei ,terrassen ihres ,grabtempels in ,der el ,bahri westlich von ,theben mit den ,bumen1 die den ,weihrauch1 das heilige anti1 hervorbrachten1 zu schmcken1 entsandte sie eine ,expedition nach dem ,gotteslande ,punt1 deren ,einzelheiten sie in ,inschriften und uerst lebendigen szenischen ,darstellungen an den ,wnden eben jener ,tempelhalle schildern lie4 ,im neunten ,jahre ihrer ,regierung lief die aus fnf groen ,seeschiffen bestehende ,flotte durch einen ,kanal im stlichen ,delta ins ,rote ,meer aus und fuhr sdwrts nach dem ,lande ,punt4 ,dort angekommen1 wurde der gyptische ,admiral vom ,frsten ,parihu1 seiner ,frau ,ati1 zwei ,shnen und einer ,tochter aufs freundlichste aufgenommen4 ,nach dem ,austausch der blichen ,geschenke und der ,aufstellung der mitgebrachten ,statuen der ,knigin und der beiden ,hauptgtter gyptens1 ,amon und ,ra1 wurden die gewnschten ,produkte des ,landes ,punt gegen die von zu ,hause mitgebrachten ,waren getauscht4 ,eine ,darstellung mit der erklrenden ,inschrift ,belasten der ,transportschiffe8 zeigt uns das ,einladen der ,waren mit allen ,details4 ,wir sehen darauf1 wie gyptische ,matrosen bemht sind1 drei in ,kbeln gepflanzte1 blattlos gezeichnete1 starkstmmige1 knorrige ,bume1 die ausdrcklich als anti1 d4 h4 ,weihrauchbume1 bezeichnet werden1#b die ,landungsbrcke hinauf auf das ,verdeck des ,schiffes zu tragen1 wo bereits fnf andere solche ,weihrauchbume zwischen den aufgestapelten ,schtzen sichtbar sind4 ,die sechszeilige1 hieroglyphische ,inschrift erklrt den ,vorgang in folgender ,weise3 ,das ,belasten der ,transportschiffe mit einer groen ,menge von herrlichen ,produkten ,arabiens1 mit allen kostbaren ,hlzern des heiligen ,landes1 mit ,haufen von ,weihrauchharz1 mit grnenden ,weihrauchbumen1 mit ,ebenholz1 mit reinem ,elfenbein1 mit ,gold und ,silber aus dem ,lande ,amu1 mit dem wohlriechenden ,tesepholze1 mit ,kassiarinde 7,zimtkassia71 mit ,ahamweihrauch 7vom ,balsambaum71 mit ,mestemschminke1 mit ,anuaffen 7,cynocephalus hamadryas71 ,kophaffen 7,cynocephalus babuinus7 und ,tesemtieren1 mit ,fellen von ,leoparden des ,sdens1 mit ,frauen und ihren ,kindern4 ,niemals ist gemacht worden ein ,transport gleich diesem von irgend einer ,knigin seit ,erschaffung des ,weltalls48 ,wie werden die ,einwohner ,thebens gestaunt haben1 als diese seltsamen ,dinge alle vom gyptischen ,befehlshaber ,ihrer ,majestt8 berbracht wurden6 ,die ,weihrauchbume aber lie sie1 #ca an der ,zahl1 auf der obersten ,terrasse ihres schnen ,totentempels dem ,gotte ,amon zu ,ehren aufstellen und rhmt sich in der ,inschrift3 ,ich habe ihm ein ,punt gemacht in seinem ,garten1 wie er mir befohlen hatte4441 es ist gro genug fr ihn1 um sich darin zu ergehen48 ,neuerdings hat man hinter diesem ihrem ,totentempel1 in welchem ihr und ihrem ,vater der bliche ,totendienst abgehalten wurde1 ihr und nicht weit davon ihres ,vaters ,grab gefunden4 ,die ,beziehungen zum ,lande ,punt blieben auch unter ihren ,nachfolgern der #ah4 und #ai4 ,dynastie erhalten und fter melden uns die ,inschriften an den ,tempelwnden von ,expeditionen dahin4 ,so lieferte der ,handel mit ,punt ,thutmosis ,,iii41 der #ed ,jahre1 und zwar wie astronomisch bestimmt wurde1 vom #c4 ,mai #aeja bis zum #ag4 ,mrz #addg v4 ,chr4 regierte1 regelmige und reiche ,einknfte4 ,auch ,haremheb1 der von #acej-acae ber gypten herrschende ,begrnder der #ai4 ,dynastie1 entsandte nach einer urkundlichen ,inschrift an den ,wnden seiner ,grabkammer eine erfolgreiche ,expedition nach ,punt4 ,dies wiederholten seine groen ,nachfolger1 vor allen ,sethos ,i4 7#acac-abib7 und ,ramses ,,ii4 7#abib-abbe v4 ,chr474 ,besonders unter letzterem mu ein reger ,schiffsverkehr nicht nur im stlichen ,mittelmeer1 sondern auch durch den ,swasserkanal der ,landenge von ,suez nach den ,ksten des ,roten ,meeres stattgefunden haben4 ,aber nicht nur jene machtvollen ,knige1 sondern auch die reichen ,priesterschaften der groen ,tempel des ,amon1 ,ra und ,ptah besonders in der ,reichshauptstadt ,theben besaen ihre eigenen ,flotten auf dem ,mittelmeer und im ,roten ,meere1 welche1 wie die ,inschriften melden1 die ,erzeugnisse von ,phnikien1 ,syrien und ,punt in die ,schatzkammern des ,gottes lieferten84 ,es mu also damals die ,schiffahrt in gypten in grerem ,mastab als je zuvor betrieben worden sein4 ,illustration3 ,bild #fi u4 #gj4 ,die ,weihrauchexpedition der ,knigin ,hatschepsut4 ,oben3 ,ankunft der ,flotte im ,lande ,punt4 ,die ,schiffe sind an am ,ufer stehende ,bume gebunden worden4 ,unten3 ,die ,schiffe werden mit ,weihrauchbumen1 ,weihrauch in ,scken1 ,affen und anderen ,schtzen des ,landes beladen4 7,nach ,dmichen47 ,spter hat dann der dritte ,knig von ,israel1 ,salomo 7#iic-iec71 unter dem die jdische ,knigsmacht ihren hchsten ueren ,glanz erreichte1 wohl in ,nachahmung der gyptischen ,herrscher1 ebenfalls eine ,handelsexpedition nach ,punt und darber hinaus nach dem ,goldlande ,ophir1 das wir neuesten ,feststellungen zufolge in ,rhodesia zu suchen haben1 entsandt4 ,die von ihm in ,ezeon-,geber im ,lande der ,edomiter am ,ufer des ,schilfmeeres erbauten ,schiffe bemannte er mit der ,schiffahrt kundigen ,knechten des phnikischen ,knigs ,hiram von ,tyrus1 seines ,bundesgenossen4 ,jene ,expedition brachte dem ,salomo #dbj ,zentner ,gold1 und da sie sich so beraus rentabel erwies1 lie er sie mehrfach wiederholen4 ,so heit es in #a4 ,knige #bf-bh1 wo ausfhrlich darber berichtet wird3 ,die ,schiffe ,salomos aber kamen in dreien ,jahren einmal und brachten ,gold1 ,silber1 ,elfenbein1 ,affen und ,pfauen8 -- letztere von indischen ,kaufleuten eingetauscht4 ,auch die ,knigin von ,saba aus dem ,lande ,reich-,arabien8 -- wahrscheinlich die ,knigin ,bilkis der sabatischen ,inschriften -- kam1 wie in #a4 ,knige #aj1 #b zu lesen ist1 gen ,jerusalem mit sehr viel ,volk mit ,kamelen1 die ,spezerei trugen und viel ,goldes und ,edelgestein84 ,es sind dies dieselben ,dinge1 die bis dahin die ,miner aus dem ,lande ,punt nach gypten und ,syrien verhandelt hatten4 ,spter lie dann auch der gyptische ,knig ,nekau der #bf4 ,dynastie -- der ,pharao ,necho der ,bibel 7#fab-eif v4 ,chr47 --1 dessen ,schiffe im ,mittelmeere und im ,roten ,meere fuhren1 und der den ,kanal von ,bubastis nach ,suez wollte erneuern lassen1 von ihm dienstbaren phnikischen ,schiffsleuten ganz ,afrika umfahren4 ,jedenfalls sind jene damals auch in das ,innere1 nach ,rhodesia1 gelangt1 wo man in den ,ruinen von ,simbabwe allerlei phnikische und gyptische ,altertmer fand4 ,das war die letzte ,umseglung ,afrikas1 von der wir wissen1 vor derjenigen ,vasco da ,gamas im ,jahre #adig2 denn die um #dfj v4 ,chr4 unternommene ,afrikafahrt des karthagisch-punischen ,admirals ,hanno die ,westkste ,afrikas entlang1 wobei er die ersten ,gorillas zu ,gesicht bekam1 endete vor der ,umschiffung des ,kaps der ,guten ,hoffnung4 ,illustration3 ,tafel #aag4 ,blick zum ,terrassentempel der ,knigin ,hatschepsut in der ,grberstadt ,der el ,bahri westlich von ,theben1 in welchem die im ,text abgebildete und beschriebene ,expedition nach dem ,lande ,punt zur ,erlangung von ,weihrauchbumen dargestellt ist4 ,illustration3 ,ein ,weihrauchbaum 7,boswellia carteri7 auf den ,kalkbergen von ,fartak in ,sdarabien4 7,nach einer in der ,sammlung des ,bot4 ,instituts der ,universitt ,wien befindlichen ,photogr4 von ,prof4 ,dr4 ,o4 ,simony47 ,illustration3 ,tafel #aah4 ,ernte von ,orangenblten auf den ,feldern der ,parfmerie ,b4 ,court in ,grasse4 ,illustration3 ,jasminernte der ,parfmeriefabrik ,b4 ,court in ,grasse4 ,was den ,schiffsverkehr der gypter nach ,sdarabien1 dem ,lande des ,weihrauchs1 anbetrifft1 so war er wieder besonders lebhaft zur ,ptolemerzeit4 ,aber auch damals tat er den ,handelsbeziehungen der ,saber zum ,norden keinen bedeutenden ,eintrag4 ,nach wie vor blieben diese letzteren1 wie uns eine ,inschrift aus der ,ptolemerzeit beweist1 die ,weihrauchlieferanten aller groen ,tempel gyptens4 ,der ,reichtum der ,saber war immer noch weltberhmt und ihre ,unbezwingbarkeit bewhrte sich selbst gegenber dem ,feldherrn des rmischen ,kaisers ,augustus1 der nach anfnglichen ,erfolgen von dem uneinnehmbaren ,marib abziehen mute4 ,noch heute zeugen die gewaltigen ,ruinen1 die #bj ,stockwerke hohe ,burg ,gomdn in ,sanaa1 der ,tempel von ,marib1 dessen #i1e m hohe ,mauern ellipsenfrmig um eine natrliche ,bodenerhhung verlaufen und die groe ,talsperre von ,marib1 deren ,bersten die ,araber mit dem ,untergange der ,sabermacht in ,zusammenhang brachten1 von der einstigen hohen ,kultur jenes ,reiches1 das auer durch seine eigenen ,produkte1 vor allem ,weihrauch und ,myrrhe1 durch seine ,lage auf dem ,wege von ,indien nach gypten und den ,lndern am ,mittelmeer zum ,handelsstaate prdestiniert war4 ,sein ,machtbereich erstreckte sich bis nach ,gaza am ,mittellndischen ,meere und berall dem ,handelswege entlang besa es befestigte ,niederlassungen als ,ablagen fr den ,handelsverkehr und ,sttzpunkte seiner ,macht4 ,aus sptsabischer ,zeit sind ,gold-1 ,silber- und ,kupfermnzen der ,herrscher1 die zugleich oberste ,priester ihres ,volkes waren1 auf uns gekommen4 ,sie bekunden eine starke ,abhngigkeit von griechischen1 spter von rmischen ,vorbildern und zeigen uns die ,knige zuerst in altarabischer ,haartracht mit frei herabhngendem1 langem ,haar1 spter in geringelten1 langen ,strhnen und zuletzt im kurzen ,haar der rmischen ,imperatoren4 ,wie bei den gyptern war auch bei den ,vorderasiaten1 namentlich den ,babyloniern1 der ,weihrauch ein bei den ,gottesdiensten zu ,rucherungen viel gebrauchter ,handelsartikel4 ,herodot berichtet uns im #e4 ,jahrhundert v4 ,chr41 da die ,araber alljhrlich dem ,perserknige ,dareios 7um #ejj v4 ,chr47 einen ,tribut von tausend ,talenten 7 #bfbjj kg7 ,weihrauch abliefern muten4 ,derselbe ,autor sagt1 da die ,weihrauchbume in ,arabien von vielen kleinen1 geflgelten ,schlangen bewacht werden4 ,wollen nun die ,leute den ,weihrauch holen1 so mssen sie erst ,styrax 7griech4 strax1 der aus ,stamm und sten des in ,syrien und ,arabien wachsenden ,styraxbaumes1 ,styrax officinalis1 gewonnene1 zhflssige1 graubraune1 aromatisch riechende ,balsam7 anbrennen1 um die gefhrlichen ,tiere durch den ,dampf zu vertreiben4 ,welche ,rolle dieses ,ruchermittel auch bei den ,juden spielte1 ist uns aus dem ,alten ,testament genugsam bekannt4 ,den ,propheten des ,alten ,bundes ist das um seiner kostbaren1 wohlriechenden ,harze wegen viel beneidete ,glcklich-,arabien1 das ,land der ,saber1 der ,inbegriff des ,reichtums4 ,so begreifen wir1 da ,jesaias1 der seit #gdj v4 ,chr4 in ,jerusalem wirkte1 da er seinem ,volke alle ,herrlichkeiten der ,erde versprach1 wenn es ,jahve die ,treue halte und ihm allein diene1 ihm 7in ,kap4 #fj1 ,vers #f7 verhie3 ,dann wird die ,macht der ,heiden zu dir kommen und die ,menge der ,kamele wird dich bedecken2 sie werden aus ,saba alle kommen und ,gold und ,weihrauch bringen und des ,herrn ,lob verkndigen48 ,und im ,neuen ,testament hat die sinnige1 die ,geburt des ,heilandes mit den verschiedensten auergewhnlichen ,begebenheiten ausschmckende ,sage als ,beweis der besonderen ,verehrung des ,jesuskindleins die uns allen von ,jugend auf bekannte ,geschichte von den ,weisen 7eigentlich ,magiern7 aus dem ,morgenlande erdichtet1 die dem ,sterne nach ,bethlehem folgten1 um das ,kind anzubeten4 ,und das ,kostbarste1 was jene ,zeit sich erdenken konnte1 brachten sie dem ,kindlein dar2 so heit es ,matthus #b1 #af3 und sie taten ihre ,schtze auf und schenkten ihm ,gold1 ,weihrauch und ,myrrhen84 ,von den seefahrenden ,phnikiern lernten die ,griechen den ,weihrauch und seine gottesdienstliche und profane ,verwendung als ,ruchermittel namentlich bei ,begrbnissen und als ,arzneimittel kennen4 ,das beweist schon die bernahme der semitischen ,bezeichnung desselben lebonah1 d4 h4 wei1 in die griechische ,sprache als lbanos1 woraus dann spter die ,rmer1 als sie diese ,droge von den sditalischen ,griechen kennen lernten1 olibanum machten4 ,spter benutzten die ,griechen auch die aus dem griechischen thein opfern gebildete ,bezeichnung thos1 woraus das lateinische thus fr ,weihrauch wurde4 ,auch den ,griechen war1 wie den gyptern und ,vorderasiaten1 der ,weihrauch so sehr der ,inbegriff alles ,herrlichen1 da der ,dichter ,pindar 7#ebb-ddb v4 ,chr471 der erhabenste ,lyriker seines ,volkes1 in einer herrlichen ,ode die ,seelen der ,abgeschiedenen auf den ,gefilden der ,seligen unter ,weihrauchbumen wandeln lt1 whrend sie noch bei ,homer1 der diese ,droge berhaupt noch nicht gekannt zu haben scheint1 in der ,unterwelt auf ,asphodeloswiesen 7,asphodelus ramosus1 einer in den ,mittelmeerlndern in ,menge wachsenden ,lilienart mit weien ,bltentrauben1 deren scharfe ,wurzelknollen als ,arznei und ihres ,reichtums an ,strkemehl wegen auch als ,nahrung gegessen wurden1 so auch1 wie ,porphyrius uns erzhlt1 vom ,philosophen ,pythagoras1 der sie sehr liebte7 wandelten und sich hier vornehmlich mit ,spiel und ,jagd die ,zeit vertrieben4 ,der griechische ,arzt ,dioskurides 7im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr47 sagt in seiner ,arzneimittellehre3 ,der ,weihrauch 7lbanos7 wchst in demjenigen ,teile ,arabiens1 den man als das weihrauchtragende bezeichnet4 ,der beste ist der sogenannte mnnliche1 auch stagonis genannt1 von ,natur in walzigen ,stcken4 ,er ist wei1 inwendig fettig und brennt1 an die ,flamme gebracht1 schnell4 ,man wendet den ,weihrauch und den aus verbranntem ,weihrauch gewonnenen ,ru als ,arznei an48 ,in derselben ,weise wurden brigens auch nach demselben ,autor die ,myrrhe und der ,myrrhenru benutzt4 ,der griechische ,geschichtschreiber und ,geograph ,arrianus 7ums ,jahr #aaj n4 ,chr4 in ,nikomedien geboren und unter ,marcus ,aurelius gestorben71 der einzige ,schriftsteller des ,altertums1 der eine genaue ,kenntnis der arabischen ,kste besa1 schreibt in seinem ,buche ber die ,umschiffung des ,roten ,meeres3 ,an der ,sdkste ,arabiens liegt der ,handelsplatz ,kane in der weihrauchtragenden ,gegend4 ,landeinwrts von ,kane liegt die ,hauptstadt des ,landes1 ,sabbatha1 in der der ,knig wohnt4 ,nach ,kane wird der ,weihrauch1 der im ,lande gewonnen wird1 wie in ein gemeinschaftliches ,magazin gebracht1 was teils auf ,kamelen1 teils auf ,fellbooten1 teils auf eigentlichen ,schiffen geschieht4 ,von ,kane aus wird der ,weihrauch weiter verhandelt4 -- ,das ,weihrauchland erstreckt sich von ,kane weiter ostwrts an der ,kste hin bis zum ,vorgebirge ,syagros und der sachalitischen ,handelsstadt ,moscha1 ist bergig1 sehr schwer zugnglich1 hat eine dicke1 neblige ,luft4 ,die ,weihrauchbume sind nicht gro4 ,der ,weihrauch quillt in ,tropfen hervor und erstarrt an der ,rinde1 wie bei uns in gypten das ,gummi 7kmmi74 ,er wird von den ,sklaven des ,knigs und verurteilten ,verbrechern gesammelt4 ,die ,gegend ist ungeheuer ungesund1 selbst fr ,leute1 die nur vorbeischiffen4 ,die ,weihrauchsammler sind demnach einem sicheren ,tode geweiht2 dieser wird oft noch durch ,nahrungsmangel beschleunigt4 ,auch auf dem ,vorgebirge ,syagros ist eine ,burg mit einem ,weihrauchmagazin und einem ,hafen4 -- stlich vom ,vorgebirge ,syagros liegt an der ,sdkste ,arabiens im sachalitischen ,gebiete die ,hafenstadt ,moscha1 wohin der sachalitische ,weihrauch gebracht wird1 welcher von kniglichen ,beamten verhandelt wird4 ,der ,weihrauch liegt hier auf einem groen ,haufen1 der gar nicht bewacht wird1 indem die ,gtter selbst den ,ort schtzen4 ,denn nimmt ein ,schiffer ohne ,erlaubnis der kniglichen ,beamten auch nur ein ,krnchen heimlich oder offen1 so ist das ,schiff1 durch ,gttermacht gebannt1 nicht imstande1 den ,hafen zu verlassen48 ,arrian berichtet auch in seinem ,buche ber ,indien1 da die ,leute ,alexanders 7des ,groen7 an der ,mndung des ,euphrat das ,dorf ,diridotis fanden1 wohin ,kaufleute ,weihrauch und anderes ,rucherwerk aus ,arabien brachten1 und ,plinius sagt in seiner ,naturgeschichte3 ,weihrauch und ,myrrhe 7thus et myrrha7 sind ,erzeugnisse ,arabiens1 doch wchst die ,myrrhe auch im ,lande der ,troglodyten1 der ,weihrauch aber sonst nirgends1 und nicht einmal in ganz ,arabien1 sondern nur in der ,landschaft ,saba1 wo in einer gebirgigen ,gegend die ,weihrauchwlder stehen4 ,der ,weihrauch wird von ,saba aus auf einer schmalen ,strae1 welche durch das ,land der ,miner geht1 verfhrt4 -- ,den ,baum selbst kennen wir nicht1 obgleich die rmischen ,waffen tief nach ,arabien hinein vorgedrungen sind4 ,die griechischen ,beschreibungen weichen sehr voneinander ab4 -- ,als ,alexander 7der ,groe7 noch ein ,kind war und groe ,massen ,weihrauch auf die ,altre warf1 hatte ihm sein ,erzieher ,leonides gesagt1 er mge erst dann soviel davon vertun1 wenn er die ,weihrauchlnder erobert habe4 ,wie nun ,alexander spter ,arabien erobert hatte1 schickte er dem ,leonides eine ganze ,schiffsladung ,weihrauch1 damit er tchtig ruchern knne4 -- ,in ,rom kostet jetzt das ,pfund des besten ,weihrauchs #f ,denare 7 #c ,mark71 das der zweiten ,sorte #e ,denare 7 #b1ej ,mark7 und das der dritten ,sorte #c ,denare 7 #a1ej ,mark74 ,jhrlich wird jetzt eine ungeheure ,menge von ,weihrauch bei ,leichenbegngnissen verbrannt1 whrend man in alten ,zeiten den ,gttern nur etwas ,mehl und ,salz opferte1 und gleichwohl waren sie damals gndiger als sie jetzt sind48 ,derselbe ,autor berichtet weiterhin1 da ,kaiser ,nero beim ,leichenbegngnis seiner zweiten ,gemahlin1 ,poppaea ,sabina1 die er nach ,verstoung der achtbaren ,oktavia durch schnden ,freundschaftsbruch in seinen ,besitz gebracht hatte1 aber1 ihrer berdrssig1 sie im ,jahre #fe durch ,mihandlung in hochschwangerem ,zustande ttete1 als ,opfer fr die ,gtter mehr ,weihrauch verbrennen lie1 als nach der ,berechnung ,sachkundiger ganz ,arabien in einem ,jahre hervorzubringen vermge4 ,allerdings waren die ,eigenliebe und die ,gefallsucht dieser ,frau sehr gro4 ,obschon sie nicht mehr jung war1 lebte sie nur der ,pflege ihrer ,krperschnheit1 trug zur ,erhaltung ihres zarten ,teints eine ,maske1 die sie vor dem ,sonnenbrande schtzen sollte1 und fhrte auf ihren ,reisen und whrend des ,sommeraufenthaltes stets #ejj ,eselinnen mit sich1 um tglich in deren ,milch baden und so1 wie sie glaubte1 die ,weie ihrer ,haut erhalten zu knnen4 ,ferner berichtete ,statius1 da1 als der reiche ,abascontius seine ,gattin ,priscilla bestatten lie1 im langen ,leichenzuge1 als zur ,verbrennung bestimmt1 alle ,blumen1 die ,arabiens und ,kilikiens ,frhling erzeugt1 auch die ,blumen des ,saberlandes1 die ,gewrze ,indiens1 ,weihrauch und ,balsam aus ,palstina getragen wurden4 ,auer als ,rucherwerk spielte der ,weihrauch bei den ,griechen und ,rmern auch medizinisch eine wichtige ,rolle4 ,schon die ,hippokratiker bedienten sich seiner bei ,asthma1 ,uterusleiden und uerlich zu verschiedenen ,salben4 ,diese ,verwendung blieb das ,mittelalter hindurch1 wie auch die christliche ,kirche von den antiken ,kulten das ,verbrennen von ,weihrauch in besonderen ,ruchergefen1 die vielfach mit groer ,kunst hergestellt wurden1 bernahm und in den rmisch- und griechisch-katholischen ,abzweigungen bis auf den heutigen ,tag beibehielt4 ,auch die katholisierende englische ,hochkirche und die ,sekte der ,irvingianer bedient sich noch dieses uralten ,rauchopfers bei ihren ,gottesdiensten4 ,vom lateinischen incensum1 d4 h4 das1 was 7bei den ,gottesdiensten7 verbrannt wird1 hat der ,weihrauch die ,bezeichnung encens im ,franzsischen und incense im ,englischen4 ,auch hier bewahrheitet sich die immer wiederkehrende ,tatsache1 da der ,mensch in nichts so konservativ ist1 als in ,sachen der ,religion4 ,bedeutende ,mengen von ,weihrauch verbrauchen auch die ,chinesen zu ,opfern und bei ,leichenbegngnissen4 ,sie erhielten ihn seit dem #aj4 ,jahrhundert von den ,arabern4 ,auch in ,indien wird seit dem frhesten ,altertum von einheimischen ,commiphoraarten ,weihrauch gewonnen und bei den ,gottesdiensten als ,brandopfer verbrannt4 ,so wird er schon um #ejj v4 ,chr4 im ,ayur veda ,susrutas erwhnt4 ,dieser indische ,weihrauch1 der schon im ,altertum neben dem arabischen und heute noch von den ,muhammedanern mit ,vorliebe verbraucht wird1 stammt von ,boswellia thurifera1 einer vom ,gangesgebiet bis zur ,koromandelkste wachsenden1 dem echten ,weihrauchbaum sehr nahe verwandten ,burserazee1 die ,colebrooke #ahji in ,ostindien entdeckte4 ,diesen ,baum haben wahrscheinlich schon die ,griechen auf dem ,alexanderzuge im ,pandschab kennen gelernt4 ,jedenfalls wurde auch dieser ,weihrauch spter neben dem arabischen verwendet4 ,dioskurides bezeichnet ihn als syagrium2 er sei brunlich und werde mit der ,zeit gelblich4 ,er werde absichtlich zu walzigen ,stcken geformt4 ,auer ihm gebe es noch eine geringe dunkler gefrbte und eine geringe weie ,sorte4 ,verflscht werde dieser wie auch der arabische ,weihrauch mit ,pinienharz und ,gummi2 doch sei der ,betrug leicht zu merken1 weil der ,gummi nicht brennt1 das ,pinienharz sich in ,rauch verwandelt1 der ,weihrauch aber klar brennt4 ,auch der ,geruch gebe ein sicheres ,merkmal1 um den ,unterschied festzustellen4 ,in derselben ,weise diente auch das dunkelbraune bis grnliche ,gummiharz der im nordwestlichen ,indien und in ,belutschistan einheimischen ,commiphora roxburghi und das mehr gelbrote ostafrikanische von ,commiphora africana4 ,beide wurden besonders zu ,rauchopfern wie auch arzneilich viel verwendet und kamen als ,bdellium in den ,handel4 ,dieses ,bdelliumharz wurde schon von den alten gyptern fr sich allein oder mit ,myrrhen1 ,weihrauch und ,mastix 7dem ,harz von ,pistacia lentiscus7 in ,form einer ,kyphimischung zum ,rauchopfer oder zur ,herstellung von ,arzneien verwendet4 ,auch die ,juden1 die es hebrisch bdolah nannten1 benutzten es wie ,myrrhe1 ebenso die ,griechen1 die dieses ,harz wie die brigen ,weihrauchharze durch ,vermittlung der ,phnikier kennen lernten4 ,durch die ,griechen wurden dann die ,rmer damit bekannt gemacht4 ,plinius erwhnt es1 und sein ,zeitgenosse1 der griechische ,arzt ,dioskurides1 sagt von ihm3 ,das bdllion trpfelt aus einem arabischen ,baume4 ,das beste ist bitter1 durchscheinend1 wie ,leim anzusehen1 fett1 in der ,mitte leicht erweichend1 ohne ,beimischung von ,holzteilen und andern ,verunreinigungen4 ,auf glhende ,kohlen gestreut gibt es einen angenehmen ,geruch4 ,eine zweite ,sorte ist schmutzig und schwarz1 bildet grere ,klumpen und kommt aus ,indien4 ,es kommt auch eine ,sorte von ,petra 7der alten ,hauptstadt der ,nabater in ,nordwestarabien bei der ,sinaihalbinsel72 sie ist trocken1 harzig1 blulich und ist von zweiter ,gte4 ,man verflscht das ,bdellium mit 7arabischem7 ,gummi2 dann ist es aber nicht mehr so bitter und riecht beim ,ruchern nicht so angenehm4 ,es wird innerlich und uerlich angewendet48 ,auer ,arrian1 dessen ,bericht ber seine ,umschiffung des ,roten ,meeres wir vorhin erwhnten1 nennt es auch ,vegetius als ein ,produkt des fernen ,morgenlandes4 ,wie von ,weihrauch und ,myrrhe hat man in einigen altgyptischen ,grbern auch berreste von ,mekka- oder ,gileadbalsam gefunden1 die alle den ,toten als ,opfergabe mitgegeben wurden4 ,sein ,erzeuger ist der arabische ,balsambaum 7,commiphora opobalsamum71 ein #e-f m hoher ,baum mit papierdnner1 ledergelber ,rinde und rutenfrmigen sten1 die nur nach den ,winterregen belaubt sind4 ,wie sein naher ,verwandter1 der echte ,weihrauchbaum1 ist er im ,somalland in ,nordostafrika und im sdlichen ,arabien heimisch und wurde schon im ,altertum nicht nur in ,arabien1 sondern auch in ,syrien zur ,gewinnung eines hchst wohlriechenden flssigen ,gummiharzes angepflanzt4 ,dieses ist der ,balsam der alten ,schriftsteller1 der zwar auch zu gottesdienstlichen ,rucherungen1 besonders aber heute noch als hochgeschtzte ,arznei ,verwendung findet4 ,die beste1 von selbst ausflieende oder durch ,ritzen des ,stammes und der ste gewonnene ,sorte ist dnnflssig1 blagelb1 riecht dem ,zitronenl hnlich und kommt nicht in den ,handel1 da sie von den vornehmen ,orientalen ausschlielich fr sich als ,heilmittel und zu feinen ,parfms und ,salben verwendet wird4 ,eher ist der weniger wohlriechende1 gelbrtliche1 trbe1 dickflssige ,balsam im ,orient zu kaufen1 der dort seit dem ,altertum zu rituellen ,zwecken und als ,arznei sehr begehrt ist4 ,schon die alten gypter bedienten sich hufig seiner und nannten ihn aham4 ,auch die ,juden benutzten es gern zu gottesdienstlichen und profanen ,zwecken als ,arzneimittel und zur ,herstellung wohlriechender ,salben4 ,ebenso kannten ihn die ,schriftsteller des ,altertums sehr wohl als ,handelsartikel ,arabiens4 ,der griechische ,geograph ,strabon 7um #be n4 ,chr4 gestorben7 schreibt1 der ,balsam 7blsamon7 werde an der ,kste des ,saberlandes gewonnen1 whrend ihn der rmische ,geschichtschreiber ,tacitus 7#ed-aag n4 ,chr47 nur in ,juda von mig groen ,bumen gewinnen lt4 ,auch ,theophrast und ,plinius sagen1 er gehe nur aus letzterem ,lande hervor4 ,ersterer schreibt in seiner griechischen ,pflanzengeschichte3 ,der ,balsam wird im syrischen ,tieflande gewonnen1 aber1 wie man sagt1 nur aus zwei groen ,grten4 ,der ,baum soll die ,gre eines ,granatbaums und sehr viele ste haben4 ,das ,blatt soll hnlich der ,raute1 nur mehr wei und dabei immergrn sein4 ,die ,frucht soll an ,gre1 ,gestalt und ,farbe derjenigen der ,terebinthe gleichen4 ,ihr ,geruch soll ganz herrlich und lieblicher sein als der ,geruch der ausflieenden ,tropfen4 ,um letztere zu gewinnen1 soll man zur ,zeit der grten ,hitze mit eisernen ,ngeln den ,baumstamm und die ste ritzen4 ,dann wird der ,balsam bis zum ,winter gesammelt4 ,der ,ertrag ist aber gering2 denn ein ,mann sammelt den ,tag ber nur eine ,muschel voll4 ,der ,geruch ist ganz ausgezeichnet und so stark1 da wenig ,balsam fr einen groen ,raum gengt4 brigens wird kein reiner ,balsam1 sondern nur mit fremdartigen ,zustzen gemischter in den ,handel gebracht4 ,auch die ,zweige riechen sehr gut und werden teuer bezahlt1 weswegen man den ,baum oft beschneidet4 ,wilder ,balsam soll nirgends vorkommen4 ,aus dem greren ,balsamgarten soll man #cf ,pfund1 aus dem kleineren #f ,pfund gewinnen48 ,und #cej ,jahre spter schrieb ,plinius in seiner ,naturgeschichte3 ,allen andern ,wohlgerchen wird der ,balsam 7balsamum7 vorgezogen1 welchen nur ,juda erzeugt4 ,dort fand er sich nur in zwei kniglichen ,grten4 ,die zwei ,vespasiane 7,vespasian und sein ,sohn ,titus1 die den mit der ,zerstrung ,jerusalems und der ,vernichtung des jdischen ,volkes als ,nation im ,jahre #gj n4 ,chr4 endigenden ,krieg in ,juda fhrten7 haben dieses ,bumchen auch der ,stadt ,rom gezeigt4 ,das ,land1 in welchem es wchst1 gehrt jetzt uns2 es ist aber ganz anders beschaffen1 als es rmische und auslndische ,schriftsteller beschrieben haben4 ,als die ,rmer ,juda eroberten1 wollten die ,juden den ,balsambaum ausrotten2 allein die ,rmer verteidigten ihn1 und so entstand ein ,kampf um einen ,strauch4 ,jetzt wird er auf ,staatskosten angepflanzt und ist zahlreicher und hher als je4 ,seine ,hhe erreicht nicht ganz zwei ,ellen4 ,man unterscheidet drei ,sorten dieses ,strauches4 ,der frisch aus gemachten ,ritzen flieende ,saft heit ,saftbalsam 7opobalsamum7 und sein ,geruch ist ungemein lieblich4 ,die zarten ,trpfchen werden in ,hrner gesammelt und dann in neue irdene ,gefe gegossen4 ,der ,balsam gleicht anfangs einem dicken l und ist farblos1 spter wird er rtlich und hart4 ,jeder ,strauch wird jetzt im ,sommer dreimal geritzt und spter abgeschnitten4 ,auch die ,teile des abgeschnittenen ,strauches kommen in den ,handel und haben nach der ,eroberung ,judas in weniger als fnf ,jahren einen ,ertrag von #hj ,millionen ,sestertien 7etwa #ab ,millionen ,mark7 gegeben4 ,der ,balsam1 den man aus den abgeschnittenen ,stcken des ,strauches kocht1 heit ,holzbalsam 7xylobalsamum7 und wird unter ,salben gekocht4 -- ,die ,verflschung des reinen ,balsams wird recht grob und groartig betrieben1 so da ein ,gef reinen ,saftes1 welches vom kaiserlichen ,schatzamte fr #cjj ,denare 7etwa #ae ,mark7 gekauft wird1 dann durch ,verflschung vermehrt fr #ajjj ,denare 7#ej ,mark7 verkauft wird48 ,der rmische ,geschichtschreiber lius ,lampridius meldet uns vom schwelgerischen ,heliogabalus1 der im ,jahre #bah #ag;jhrig durch die ,bemhungen seiner ehrgeizigen ,gromutter ,julia ,maesa1 der ,schwgerin des ,kaisers ,septimius ,severus1 von den ,legionen in ,syrien zum ,kaiser ausgerufen wurde und bis zu seiner ,ermordung durch die ,prtorianer im ,jahre #bbb regierte1 als ,ausdruck hchster ,verschwendung1 er habe sogar den kostbaren ,balsam in ,lampen gebrannt4 ,im ,mittelalter betrieben die ,araber die ,kultur des arabischen ,balsambaums4 ,noch der ,venezianer ,prosper ,alpino1 der #afag #fd;jhrig als ,professor der ,botanik in ,padua starb1 sah1 als er gypten um #aeij besuchte1 im ,sultansgarten von ,matarie1 wenige ,kilometer nordstlich von ,kairo1 den echten ,balsambaum angepflanzt4 ,er berichtet uns darber in einem #aeib verffentlichten eigenen ,dialog4 ,seither wurde er erst wieder im letzten ,jahrhundert von ,europern gesehen4 ,einst besa dieser ,balsam1 den wir neben ,myrrhe und ,wrze aller ,art als ,ladung der von ,gilead im ,ostjordanland nach gypten ziehenden ,karawane der ,ismaeliter erwhnt finden1 an die ,jakobs ,shne ihren spter zu so hoher ,stellung in gypten gelangten ,bruder ,joseph verkauften1 eine groe ,bedeutung als ,handelsartikel auch des ,abendlandes4 ,war er doch ursprnglich das heilige ,salbl der christlichen ,kirche1 das zum sogenannten ,chrisma -- deshalb bei uns auch ,chrisam genannt -- benutzt wurde1 wie ihn die morgenlndischen ,kulte bereits in gleicher ,weise verwendeten4 ,erst als das den ,balsam erzeugende ,land ,arabien und ,syrien in die ,hnde der ,muhammedaner fiel und dieser ,handelsartikel infolge der gespannten ,beziehungen mit den ,christen immer seltener wurde und schlielich fast gar nicht mehr zu haben war1 ist dann nach ,entdeckung der ,neuen ,welt durch eine ppstliche ,bulle im #af4 ,jahrhundert der aus dem nrdlichen ,sdamerika bezogene ,perubalsam zum heiligen ,salbl befrdert worden1 als welches es seither ausschlielich dient4 brigens werden auch die nach ,verletzung der ,rinde ausgeschwitzten ,gummiharze einiger anderer amerikanischer ,balsambume als des ,perubalsambaums1 so besonders dasjenige des in ,westindien und dem nrdlichen ,sdamerika heimischen westindischen ,elemibaumes 7,commiphora plumieri -- so genannt nach dem #afdf zu ,marseille geborenen ,franziskaner ,charles ,plumier1 den ,ludwig ,,xiv4 dreimal nach ,amerika schickte1 um besonders von ,guiana aus ,heilpflanzen nach ,frankreich zu bringen2 er starb1 als er eine vierte ,reise antreten wollte1 im ,hafen von ,sta4 ,maria bei ,cadix71 auch aus der ,familie der ,burserazeen oder ,balsambume wie die ,erzeuger der vorhin genannten wohlriechenden ,gummiharze4 ,dessen ausgeschwitzter ,balsamharz wird als westindisches ,elemi bezeichnet1 im ,gegensatz zum viel lnger bekannten ostindischen ,elemi1 das in ,indien ebenfalls seit ,urzeiten zu gottesdienstlichen ,rucherungen1 als ,arzneimittel und zur ,herstellung von wohlriechenden ,salben dient4 ,ein dem westindischen ,elemi sehr hnliches wohlriechendes ,gummiharz liefert auch der im nrdlichen ,sdamerika heimische brasilische ,elemibaum 7,commiphora ambrosiaca71 dessen nach ,verletzungen aus der ,rinde ausflieender ,balsam1 an der ,luft erhrtet und in groen1 unfrmlichen1 zusammengebackenen1 blagelblichen ,klumpen in den ,handel gelangt4 ,es riecht eigentmlich aromatisch und dient auer zu ,rucherungen auch zur ,herstellung von ,salben und ,pflastern4 ,in gleicher ,weise wird das ,caranna- oder ,mararaharz von der am ,orinoko wachsenden ,amyris caranna1 das die ,eingeborenen ,guianas von alters her bei ,quetschungen und ,wunden gebrauchen1 und das von dem ebenfalls in ,guiana wachsenden ,baume ,amyris heptaphylla gewonnene ,conimaharz verwendet4 ,letzteres stellt eine ,art ,kopal dar und wird auch als solches zur ,herstellung von ,firnissen und ,lacken benutzt4 ,auch verschiedene solche wohlriechende ,gummiharze bergende ,hlzer werden zu gottesdienstlichen und medizinischen ,rucherungen benutzt1 so das ,holz des orientalischen ,balsambaums 7,commiphora opobalsamum7 und das ebenfalls balsamisch riechende ,gafaholz von ,commiphora erythraea auf den ,dahlakinseln an der ,kste der italienischen ,kolonie ,erythra am ,sdufer des ,roten ,meeres4 ,letzteres wird besonders in der muhammedanischen ,welt zu ,rucherungen in den ,moscheen und zum ,beruchern der ,wassergeschirre benutzt4 ,als ,surrogat der teuren orientalischen ,myrrhe diente den ,griechen1 wie wir von ,dioskurides erfahren1 zu ,rucherungen und als ,heilmittel die kleingeschnittene ,wurzel der ,pferdesellerie 7hipposlinon71 einer besonders in ,botien wildwachsend gefundenen ,pflanze 7,smyrnium olusatrum71 die getrocknet als botische ,myrrhe in den ,handel gelangte4 ,am brauchbarsten sei sie1 meint jener ,arzt1 wenn sie den angenehmen ,geruch der echten ,myrrhe habe4 ,ein wertvolleres ,ruchermittel1 das auch zur ,herstellung von ,arzneien eine ziemliche ,bedeutung besa1 war den ,griechen wie den vorderasiatischen ,vlkern1 von denen sie seine ,verwendung kennen lernten1 der ,styrax1 ein wohlriechendes ,gummiharz1 das bereits in den hieroglyphischen ,texten als minaki erwhnt wird4 ,bei den regen ,handelsverbindungen mit ,syrien und ,babylonien kann es uns nicht wundern1 da dieses wohlriechende ,balsamharz aus ,syrien1 wo es im ,altertum in ziemlicher ,menge gewonnen wurde1 schon frhe nach dem ,niltal gelangte1 um so mehr die gypter einen so ungemein groen ,bedarf an solchen ,ruchermitteln und wohlriechenden ,drogen zur ,herstellung von gottesdienstlichen ,rucherungen und ,salben und ,arzneien hatten4 ,durch die ,phnikier wurde dieses ,gummiharz nach ,griechenland gebracht1 was nach ,herodots ,aussage noch zu seiner ,zeit1 im #e4 vorchristlichen ,jahrhundert1 der ,fall war4 ,die ,hippokratiker bedienten sich seiner vielfach als ,heilmittel1 besonders bei den ,frauen zur ,befrderung der ,menstruation4 ,der um #be n4 ,chr4 verstorbene griechische ,geograph ,strabon aus ,amasia am ,sdrande des ,schwarzen ,meeres gibt als ,vaterland des dieses ,balsamharz liefernden ,baumes ,arabien und das ,taurusgebirge in ,nordsyrien an4 ,er sagt darber3 ,hoch auf dem ,rcken des ,taurusgebirges1 bei der ,stadt ,selge1 wchst der ,styraxbaum 7strax7 in groer ,menge4 ,von ihm kommen die ,styraxlanzenschfte1 welche denen von der ,kornelkirsche hnlich sind4 ,in den ,stmmen dieser ,bume wohnt eine ,art ,holzwrmer4 ,diese bohren sich ,gnge durch die ,rinde und aus ihnen fllt dann das ,wurmmehl1 das sich unten um den ,stamm sammelt4 ,danach tropft auch eine ,flssigkeit heraus1 welche wie ,gummi leicht zusammenbackt4 ,sie vermischt sich am ,boden mit dem ,wurmmehl und mit ,erde2 ein ,teil aber bleibt am ,stamme kleben und ist rein4 ,auch der am ,boden liegende unreine ,styrax wird gesammelt2 er riecht besser als der reine1 ist aber in anderer ,hinsicht schwcher wirkend4 ,er wird besonders zum ,ruchern gebraucht48 ,um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 sagt der aus ,kilikien stammende griechische ,arzt ,dioskurides von ihm3 ,der ,styrax 7strax7 trpfelt aus einem ,baume1 der dem ,quittenbaum hnlich ist4 ,fr den besten gilt der gelbe1 fette1 harzige1 der weiliche ,klmpchen enthlt1 recht lange wohlriechend bleibt und beim ,erweichen eine honigartige ,flssigkeit ausschwitzt4 ,so ist der syrische aus ,gabale1 ferner der aus ,pisidien und ,kilikien beschaffen4 ,der dunkelfarbige1 zerreibliche1 kleienartige taugt nichts4 ,selten ist der durchsichtige1 gummi- und myrrhenartige ,styrax4 ,man verflscht den ,styrax mit dem aus dem ,baume kommenden ,wurmmehl1 dem man ,honig1 pulverisierte ,schwertlilienwurzel und sonst allerlei beimischt4 ,es gibt auch ,leute1 welche ,wachs und ,talg mit ,gewrzen und ,styrax an der heien ,sonne kneten1 dann durch ein weites ,sieb in kaltes ,wasser treiben1 wodurch wurmartige ,stcke entstehen1 die als ,wurmstyrax verkauft werden und bei ,unerfahrenen fr echten ,styrax gelten4 -- ,der ,styrax hilft gegen mancherlei bel1 man verbrennt ihn auch so1 da man viel ,ru gewinnt1 den man ebenfalls braucht 7namentlich fr schwarze ,tinte zum ,schreiben74 ,von ,syrien wird auch die ,styraxsalbe in den ,handel gebracht48 hnlich drckt sich sein ,zeitgenosse ,plinius aus4 ,er sagt nmlich3 ,syrien erzeugt in der oberhalb ,phnikiens gelegenen ,gegend den ,styrax 7styrax72 auch wird der von ,pisidien1 ,sidon1 ,cypern und ,kilikien gerhmt1 nicht aber der von ,kreta4 ,der beste ist der braunrote1 fettigzhe aus dem syrischen ,amanus4 ,verflscht wird der ,styrax mit ,zedernharz und ,gummi1 auch mit ,honig und bittern ,mandeln4 ,vom besten kostet das ,pfund #ag ,denare 7etwa #aj ,mark74 ,der ,styrax wird innerlich und uerlich gebraucht48 ,dieses ,styrax ist das der ,benzoe verwandte balsamisch riechende ,gummiharz des ,styraxbaumes 7,styrax officinale71 eines #d-g m hohen1 strauch- bis baumartigen ,gewchses mit kurzgestielten1 eifrmigen1 unterseits weifilzigen ,blttern1 endstndigen ,trauben wohlriechender ,blten und filzigen1 grnen ,steinfrchten4 ,er wchst in ,sdeuropa1 ,kleinasien1 ,syrien1 ,cypern und ,kreta4 ,an die ,stelle dieses festen ,styrax1 der den alten ,kulturvlkern allein bekannt war1 ist seit dem #ag4 ,jahrhundert der flssige ,styrax getreten1 der aus dem unter der ,rinde liegenden ,splint des in ,lykien und ,karien wachsenden ,amberbaums 7,liquidambar orientalis7 durch ,kochen mit ,wasser und ,abpressen gewonnen wird4 ,das wiederum getrocknete ,holz dient mit gepreter ,borke in der griechischen ,kirche als ,christholz neben ,weihrauch zu rituellen ,rucherungen und kam frher als ,weihrauchrinde in den ,handel4 ,auer dem ,holz des ,amberbaums wurden im ,altertum wie heute noch im ,orient1 besonders aber bei den verschiedenen sdasiatischen ,vlkern1 andere wohlriechende ,hlzer zu ,kultzwecken1 beim ,gottesdienst und bei feierlichen ,opfern verbrannt4 ,unter ihnen sind das ,sandelholz und das ,aloeholz weitaus die wichtigsten4 ,ersteres ist das hchst aromatisch1 rosenartig riechende1 gelbe ,kernholz oder ,holz von lteren ,stmmen des an der ,malabarkste heimischen1 aber in ganz ,vorder- und ,hinterindien1 besonders auf den ,sundainseln1 angepflanzten ,sandelbaumes 7,santalum album -- wei genannt1 weil das geruchlose ,splintholz wei ist74 ,die ,hindus1 ,malaien und ,chinesen benutzen das wohlriechende ,holz zu mancherlei kostbaren ,gertschaften und zu ,gtzenbildern4 ,die ,buddhisten schnitzen sich mit ,vorliebe ,rosenkrnze daraus und die ,chinesen bedienen sich des ,holzes zugleich mit ,weihrauch als ,ruchermittel in den ,tempeln und bei ,leichenbegngnissen4 ,auch die wohlhabenden ,inder und ,araber ruchern in ihren ,husern mit demselben und lassen sich daraus ,pfeifenrohre schneiden4 ,letzteres dagegen1 das als ,aloe gerhmte ,rucherwerk des ,alten ,testaments1 ist ein dunkelbraunes1 sehr hartes und sprdes ,holz1 das von ,aquilaria agallocha1 einem ,baume ,hinterindiens stammt4 ,es enthlt nur wenig wohlriechendes ,harz2 man schneidet daher die harzfreien ,teile weg oder grbt die ,stmme in die ,erde1 wobei dann das ganze ,holz gleichmig damit durchtrnkt wird4 ,die ,kulturvlker des ,altertums schtzten es hoch und bezahlten es sehr teuer4 ,der um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 lebende griechische ,arzt ,dioskurides nennt es in seiner ,arzneimittellehre agllochon und sagt1 es sei ein punktiertes1 wohlriechendes ,holz1 das aus ,indien und ,arabien gebracht werde und zum ,kauen diene1 um dem ,munde ,wohlgeruch zu verleihen1 auch zum ,ruchern statt ,weihrauch1 und auerdem in manchen ,fllen als ,arznei benutzt werde4 ,nach dem ,untergange des ,rmerreiches wurde es nur noch im ppigen ,byzanz verwendet und kam erst wieder1 als das ,abendland zur ,zeit der ,kreuzzge mit dem ,morgenlande in ,beziehungen trat1 durch die ,araber nach ,europa4 ,es galt im ,mittelalter als besonders heilkrftig1 whrend es jetzt noch in ,ostasien in der ,parfmerie und zu ,heilzwecken ,verwendung findet4 ,in seiner ,heimat ,hinterindien wird es regelmig in den ,tempeln verbrannt4 ,napoleon ,i4 benutzte es in seinen ,palsten mit ,vorliebe zu ,rucherungen als ,parfm4 ,endlich sind noch zwei nicht in den europischen ,handel gelangende ,produkte zu nennen1 die bei den ostasiatischen ,kulturvlkern eine groe ,rolle spielen4 ,erstens der ,sumatra- oder ,borneokampfer1 ein dem gewhnlichen ,laurineenkampfer hnliches1 zugleich aber etwas nach ,patschuli riechendes festes therisches l von weier ,farbe und kristallinischem ,aussehen1 das in den ,stmmen des hohen1 auf ,sumatra und ,borneo wachsenden ,kampferbaums oft in groen1 mehrere ,pfund schweren ,stcken ausgeschieden wird1 sonst das ganze ,kernholz zur ,konservierung und zum ,schutze vor ,insektenfra und ,pilzinvasion durchtrnkt4 ,bevor der echte oder ,laurineenkampfer aufkam1 war er wie heute noch in ,china und ,japan der allein als ,ruchermittel bei gottesdienstlichen und andern feierlichen ,handlungen verwendete1 der dort auch zum ,einbalsamieren der ,leichen ,vornehmer dient4 ,er ist sehr teuer und kam zu ,beginn des ,mittelalters als wertvolle ,arznei und kostbares ,ruchermittel nach ,syrien1 wo ihn der griechische ,arzt ,aetios aus ,amida im #f4 ,jahrhundert als kaphura zuerst erwhnt4 ,ins ,abendland kam er durch die ,vermittlung der sich seiner hufig bedienenden arabischen rzte und wird um #ajgj in ,italien vom jdischen ,arzt ,simon ,seth und um #aaej von der gelehrten ,hildegard1 btissin des ,klosters ,rupertsberg bei ,bingen1 erwhnt4 ,erst zu ,beginn des #ag4 ,jahrhunderts wurde er durch den weit billigeren ostasiatischen ,laurineenkampfer ersetzt4 ,zweitens der in ,cochinchina1 ,java und ,amboina aus der ,komposite ,blumea balsamifera gewonnene ,blumea- oder ,ngaikampfer1 der seiner ,kostbarkeit wegen in seiner ,heimat und in ,china nicht mehr zu ,rucherungen1 wohl aber als ,arzneimittel und in letzterem ,lande auch zum ,parfmieren der feinen ,schreibtusche verwendet wird4 #b ,wenn neuerdings der nordamerikanische ,forscher ,breasted in seiner eben deutsch im ,verlag von ,carl ,curtius in ,berlin ,w erschienenen1 sonst sehr lesenswerten ,geschichte gyptens8 an dieser und an allen anderen ,stellen das ,wort anti mit ,myrrhe1 statt wie smtliche brigen ,forscher mit ,weihrauch bersetzt1 so ist er darin vollkommen im ,irrtum1 wie mir der beste ,kenner der ,materie1 ,prof4 ,g4 ,schweinfurth in ,berlin-,schneberg1 auf eine persnliche ,anfrage hin eingehend zu begrnden die ,freundlichkeit hatte4 ,,xxvi4 ,die pflanzlichen ,wohlgerche4 ,die ,hervorbringung von ,duftstoffen ist eine ungemein verbreitete ,erscheinung in der ,pflanzenwelt4 ,von den niederen ,pilzen bis hinauf zu den hchsten ,bltenpflanzen wird dieser ,weg mit ,vorliebe eingeschlagen1 um die verschiedenen ,insekten zur ,verschleppung der ,sporen oder zur ,befruchtung der ,blten durch bertragung des ,bltenstaubs herbeizulocken4 ,auch bei den ,tieren steht die ,ausbildung von ,duftstoffen in engster ,beziehung zur ,fortpflanzung1 und zwar wenden sie hier die ,mnnchen zur ,anlockung und geschlechtlichen ,erregung der ,weibchen an4 ,man denke auer vielen anderen nur an den ,duftstoff der ,schmetterlinge1 des ,bibers1 des ,moschustieres und der ,zibetkatze1 welch beide letzteren dem ,menschen die strksten berhaupt existierenden ,parfme lieferten4 ,da ,wohlgerche auch auf den ,menschen anregend und belebend wirken1 ist eine lngst festgestellte ,tatsache1 die neuerdings auch durch wissenschaftliche ,versuche belegt wurde4 ,so konnte man beispielsweise feststellen1 da ein ,mann1 der unter gewhnlichen ,bedingungen am ,ergographen #a kg mit dem ,daumen hochzuheben vermochte1 unter dem ,banne des ,geruches von ,tuberosen #a kg und #ajj g hochhob4 ,in hnlicher ,weise die ,psyche anregend und dadurch die ,muskelkraft und die krperliche ,leistungsfhigkeit berhaupt steigernd wirken andere ,wohlgerche4 ,vor allem wird aber die geistige ,ttigkeit1 besonders die ,phantasie durch gewisse ,dfte angeregt1 die bei den verschiedenen ,menschen ganz verschieden bevorzugt werden4 ,so liebte der groe ,dichter ,friedrich ,schiller beim ,geruche faulender pfel1 die er sich stets in der ,schublade seines ,schreibtisches hielt1 ,viktor ,hugo dagegen bei demjenigen der wilden ,winde zu dichten4 ,starke ,dfte wie ,moschus regen auf1 und unangenehme ,gerche knnen empfindsame ,menschen geradezu krank machen4 ,so wurde der groe ,albrecht von ,haller durch den ,geruch von ,kse1 der ,herzog von ,eprnay durch denjenigen des ,hasen geradezu ohnmchtig2 ,knoblauchgeruch entkrftete ,heinrich ,,iii4 von ,frankreich1 spornte dagegen ,heinrich ,,iv4 zu den tollsten ,streichen an4 ,in besonders nahen ,beziehungen stehen ,wohlgerche zur ,mystik und zum ,geschlechtsleben4 ,im vorigen ,abschnitt haben wir gesehen1 wie das ,verbrennen wohlriechender ,harze und solche enthaltender ,hlzer schon sehr frh in den ,gottesdienst der orientalischen ,kulturvlker eingefhrt wurde1 um durch die ,geruchsorgane die ,sinne zur leichteren suggestiven ,aufnahme bersinnlicher ,eindrcke in das fr solche ,dinge empfngliche ,gemt vorzubereiten und es so in ,ekstase zu versetzen4 ,von den morgenlndischen ,religionen ging dieser ,gebrauch auf die abendlndischen ber und spielt heute noch eine bedeutende ,rolle im ,kulte4 ,vom ,verbrennen solch wohlriechender ,drogen wie ,weihrauch1 ,myrrhen und bei den alten ,europern namentlich von ,holz und getrockneten ,beeren des ,wacholders1 rhrt auch der in den deutschen ,sprachgebrauch bergegangene franzsische ,ausdruck ,parfm her1 der aus dem ,lateinischen per fumum abzuleiten ist1 was durch den ,rauch81 d4 h4 durch die ,verbrennung gewisser ,substanzen erzeugter ,wohlgeruch bedeutet4 ,alles deutet darauf hin1 da sich das ,weib zuerst der ,wohlgerche als sexuellen ,reizmittels bediente und erst weit spter dieselben zur ,verdeckung eigener bler ,gerche verwendete4 ,es ist durchaus kein ,zufall1 da bei allen ,verfhrungsszenen im ,alten ,testament ,parfms erwhnt werden4 ,so weit wir in der ,geschichte zurckzugehen vermgen1 finden wir wohlriechende ,salben und le im ,inventar vornehmer ,frauen und ,hetren1 und zwar war schon im alten ,reiche in gypten die ,verwendung der ,wohlgerche so spezialisiert1 da fr alle ,krperteile besondere ,parfms zur ,anwendung gelangten4 ,von den ,orientalen1 die bis auf den heutigen ,tag groe ,liebhaber von ,wohlgerchen sind1 so da sie sogar das ,konfekt nach unserm ,empfinden bermig parfmieren1 bernahmen die ,griechen und ,rmer diese ,vorliebe fr ,wohlgerche4 ,als die ,makedonier im ,gefolge ,alexanders des ,groen nach der ,niederlage des ,dareios bei ,gaugamela am #a4 ,oktober #cca v4 ,chr4 die luxurisen ,zelte des persischen ,groknigs ,dareios plnderten1 waren sie nicht nur ber die mancherlei darin befindlichen ,kostbarkeiten1 sondern vor allem auch ber den unermelichen ,reichtum an wohlriechenden ,salben und kstlichen ,gewrzen erstaunt4 ,doch bald lernten sie an diesen ,produkten einer verfeinerten ,kultur selbst groe ,freude haben1 und so war bald auch in den reichen ,griechenstdten der ,luxus an ,parfmen ein gewaltiger1 so da sich schlielich die ,gesetzgeber gentigt sahen1 dagegen einzuschreiten4 ,das von den ,alten wegen der in dieser ,stadt herrschenden ,vorliebe fr diese wohlriechende ,blume als veilchenduftend8 bezeichnete ,athen trieb in den drei letzten vorchristlichen ,jahrhunderten die ,parfmverschwendung so weit1 da fr die verschiedenen ,teile des ,krpers besondere ,salben im ,gebrauch waren4 ,dort rieben die ppigen ,frauen die ,haare mit einem ,parfm aus ,majoran ein1 ,kinn und ,nacken dagegen mit einem solchen aus ,thymian und die ,arme mit einem aus ,minze4 ,in dem verweichlichten ,rom der ,csaren wurde die ,verschwendung mit ,wohlgerchen auf die ,spitze getrieben4 ,damals war das unter dem ,konsulat des ,licinius ,crassus aufgebrachte ,gesetz1 das in ,italien den ,verkauf auslndischer ,parfmerien verbot1 schon lngst als unhaltbar aufgegeben1 und von weither bezog man die kostbarsten ,essenzen1 den ,veilchenduft von ,athen1 ,rosenl aus ,kyrene1 ,nardensalbe aus ,assyrien1 ,hennabltenextrakt aus gypten usw4 ,die ,verwendung der ,parfms stand ganz im ,dienste der ,liebesgttin ,venus1 und der ,handel mit den ,wohlgerchen wurde meist von ,kurtisanen1 ,kupplerinnen und ,bordellwirten ausgebt4 ,man macht sich keinen rechten ,begriff von den ,unsummen1 die damals in ,rom fr ,wohlgerche und kostbare ,salben ausgegeben wurden4 ,zahllos sind die von den alten griechischen und rmischen ,schriftstellern genannten ,drogen1 die zur ,bereitung der tglich nach dem ,bade zur ,geschmeidigmachung des ,krpers angewandten ,salben verwendet wurden4 ,die hauptschlichsten sind das ,rosen-1 ,lilien-1 ,veilchen-1 ,narzissen-1 ,myrten-1 ,majoran-1 ,thymian-1 ,minzen-1 ,basilikum-1 ,iris-1 ,narden-1 ,kalmus-1 ,kardamom-1 ,balsamholz-1 ,zimt-1 ,kassia-1 ,malabathron- 7von der ostasiatischen ,kassienart ,cinnamomum dulce71 ,safran-1 ,weihrauch-1 ,myrrhen- und ,galbanuml4 ,in seiner ,naturgeschichte berichtet uns der beim ,vesuvausbruch1 der ,pompeji und ,herkulanum verschttete1 #gi n4 ,chr4 umgekommene ltere ,plinius1 da wohl die ,perser die ,erfinder der ,salben seien2 denn diese schmieren sich bis zum ,triefen damit ein4 ,das erste ,salbenkstchen hat1 so viel mir bekannt1 ,alexander nach der ,besiegung des ,darius unter den ,sachen vorgefunden1 die dieser ,knig mit sich fhrte4 ,spter hat sich der ,gebrauch der ,salben auch bei uns verbreitet4 ,man schtzt sie hoch1 man glaubt1 sie gehren zu den ,annehmlichkeiten des ,lebens1 ja man geht so weit1 da man die ,leute noch einsalbt1 wenn sie tot sind48 ,die ,namen der ,salben sind teils von ihrem ,ursprung1 teils von ihren ,bestandteilen1 teils aus anderer ,veranlassung hergenommen4 ,bald hat man der einen1 bald der andern den ,preis zuerkannt1 bald hat man die einzelnen ,salben am liebsten aus dem einen1 bald aus dem andern ,lande bezogen4 ,sie bestehen aus einem mit einem ,riechstoff imprgnierten l und sind vorzugsweise mit ,drachenblut 7dem blutroten ,harz des ,drachenblutbaumes von ,sokotra1 der bekannten ,insel ,ostafrikas7 oder ,frberochsenzunge gefrbt4 ,dabei bewirkt eine ,beimengung von ,harz oder ,gummi1 da sich der ,riechstoff nicht so schnell verflchtigt4 ,verflscht werden die ,salben auf vielerlei ,art4 ,es gibt ,leute1 welche die ,salben lieber dickflssig als dnnflssig haben1 die sich also mit ihnen lieber beschmieren als begieen lassen4 ,marcus ,otho hat sogar den ,kaiser ,nero dahin gebracht1 da er sich die ,fusohlen salben lie1 was doch wohl barer ,unsinn ist4 ,man hrte auch von einem einfachen ,brger1 der die ,wnde seiner ,bder salben lie4 ,der ,kaiser ,cajus 7,caligula7 lie die ,badesessel salben1 und spter machte sich auch ein ,sklave des ,nero dieses kaiserliche ,vergngen4 ,die ,liebhaberei fr ,salben hat sich sogar in die rmischen ,feldlager eingeschlichen1 und an festlichen ,tagen werden die ,adler der ,legionen und andere bestubte1 von ,lanzenspitzen umstarrte ,feldzeichen gesalbt4 ,wann der ,gebrauch der ,salben sich unter den ,rmern verbreitet habe1 wage ich nicht zu sagen4 ,jedenfalls ist es aber gewi1 da im ,jahre der ,stadt #efe 7#ahh v4 ,chr471 nach ,besiegung des ,antiochus 7im ,jahre #aij7 und ,asiens1 die ,zensoren ,publius ,licinius ,crassus und ,lucius ,julius ,csar das ,gesetz gaben1 da niemand auslndische ,salben verkaufen drfe4 ,jetzt aber ist es lngst so weit gekommen1 da gar manche sie sogar in die ,getrnke tun und sich so auch inwendig parfmieren4 ,es ist auch eine ,tatsache1 da ,lucius ,plotius1 ,bruder des ,konsuls und ,zensors ,lucius ,plancus1 als er von den ,triumvirn gechtet war und sich im ,salermitanischen verborgen hielt1 durch seinen ,salbengeruch verraten wurde4 ,wird ein solcher ,mensch totgeschlagen1 so erleidet die ,welt eben keinen groen ,verlust48 ,plinius kann sich also mit diesem bermigen ,parfmgebrauch1 der durch griechischen ,einflu aufkam1 nicht recht befreunden4 ,anderthalb ,jahrhunderte spter wei uns der in ,naukratis in gypten geborene und im luxurisen ,alexandreia lebende ,grieche ,athenaios manch interessanten ,zug von der ,salbenmanie der ppigen ,griechen jener reichen ,handelsstadt zu erzhlen4 ,so sagt er1 da es bei den ,reichen ,sitte sei1 nach der ,mahlzeit ,salben in goldenen ,gefen herumzugeben und man sich den ,spa mache1 einem schlafenden ,gaste das ,gesicht tchtig damit einzuschmieren4 ,um zu zeigen wie sich ein echter griechischer ,stutzer salbt1 fhrt dieser sehr belesene ,grammatiker ,athenaios eine ,stelle aus der ,alkestis des ,dichters ,antiphanes an1 wo es heit3 ,wenn er sich gebadet1 lt er sich aus einem goldenen ,becken ,hnde und ,fe mit gyptischer ,salbe einreiben1 mit phnikischer ,salbe dagegen ,wangen und ,brust1 mit ,minzensalbe die ,arme1 mit ,majoransalbe die ,augenbrauen und das ,haupthaar1 mit ,thymiansalbe ,knie und ,hals48 ,dann fhrt er eine ,stelle aus dem ,gedichte ,prokris an1 wo vorgeschrieben wird1 wie dem ,schohund der ,prokris abgewartet werden soll4 ,a43 ,mach dem ,hndchen ein weiches ,lager aus milesischer ,wolle zurecht und lege eine hbsche ,purpurdecke darber48 -- ,b43 ,du lieber ,gott68 -- ,a43 ,koch ihm ,weizengraupen mit ,gnsemilch 7wohl mit ,honig gemischte ,milch1 worin ,lebern eingeweicht sind768 -- ,b43 ,potz tausend68 -- ,a43 ,salbe ihm die ,fe mit megallischer ,salbe68 -- ,derselbe ,autor berichtet3 ,knig ,antiochos ,epiphanes 7,a4 ,,iv41 syrischer ,knig aus dem ,stamm der ,seleukiden1 regierte #age-afc v4 ,chr41 reizte durch grausame ,tyrannei die ,juden zum ,aufstand unter den ,makkabern und machte einen erfolglosen ,angriff auf gypten7 pflegte sich in ffentlichen ,bdern unter der ,menge des badenden ,volkes mit zu baden und lie jedesmal ganze1 mit den kostbarsten ,salben gefllte ,fchen mitbringen4 ,bei dieser ,gelegenheit sagte einmal jemand zu ihm3 ,ihr ,knige seid doch recht glcklich1 da ihr so herrliche ,salben fhrt und einen so angenehmen ,wohlgeruch verbreitet6' ,der ,knig gab keine ,antwort1 kam aber am anderen ,tage wieder1 brachte ein gewaltiges ,gef mit1 das mit der kostbaren ,myrrhensalbe1 welche stkt heit1 gefllt war1 und lie es ber dem ,kopfe dessen1 der ihn glcklich gepriesen hatte1 ausgieen4 ,sobald dies geschehen war1 sprangen alle1 die sich im ,badehause befanden1 scharenweise auf1 rannten herbei1 um auch etwas von der ,salbe zu erwischen und sich damit einzuschmieren4 ,auch der ,knig rannte in derselben ,art herbei1 und wie nun der ,boden schlpfrig war und einer ber den andern herfiel1 so gab es ein laut schallendes ,gelchter48 ,spterhin schreibt er3 ,bei einem groen1 feierlichen ,aufzuge1 den derselbe ,knig bei ,gelegenheit der ,daphnischen ,spiele abhielt1 befanden sich auch #cjj ,weiber1 welche aus goldenen ,urnen ,salben umherspritzten48 ,auch bei ffentlichen ,schaustellungen liebte man im ppigen ,rom der ,kaiserzeit1 das ,publikum mit ,wohlgerchen zu bespritzen2 so schreibt der rmische ,philosoph und ,tragdiendichter ,lucius ,annaeus ,seneca 7#b-fe n4 ,chr471 besser als ,erzieher und ,leiter des jugendlichen ,nero bekannt1 in einer seiner ,episteln3 ,heutzutage hat man sogar die ,erfindung gemacht1 in verborgenen ,rhren ,wasser1 das mit ,safran gemischt ist1 bis zu einer ungeheuren ,hhe emporzupumpen1 um die ,leute im ,theater damit zu bespritzen und zu parfmieren4 ,man hat die ,kunst erfunden1 das ,theater pltzlich mit ,wasser zu fllen und es so in einen ,teich zu verwandeln1 und wieder trocken zu legen2 ebenso hat man die ,kunst erfunden1 bei ,schmausereien dem ,speisesaal bei jedem ,gericht eine neue ,decke zu geben48 ,von ,kaiser ,hadrian1 der von #aag-ach regierte1 schreibt der ,geschichtschreiber lius ,spartianus3 ,kaiser ,hadrian teilte zu ,ehren seiner ,schwiegermutter ,gewrze 7aroma7 unter das ,volk aus und lie zu ,ehren 7seines ,vorgngers7 ,trajan ber die ,stufen des ,theaters 7wohlriechenden ,mekka-7 ,balsam und 7zur ,parfmierung in ,wein gelsten7 ,safran flieen48 ,zu dessen ,zeit wurden auch die ,statuen in den ,theatern mit duftenden ,essenzen aller ,art1 besonders auch dem sehr beliebten ,safran gesalbt1 von welchem nach dem griechischen ,arzte ,dioskurides ,thessalos behauptete1 er sei das einzige wirklich gut riechende ,ding4 ,es gab damals auch hohle ,bildsulen aus ,erz1 die mit feinen ,poren bedeckt waren1 aus welchen man wohlriechende ,essenzen herauszupressen vermochte1 so da die ,luft ringsum mit ,wohlgerchen erfllt war4 ,auch bei ,gastmhlern der ,vornehmen war die ,einrichtung getroffen1 da aus den ,kuchen und dem ,obst bei der geringsten ,berhrung wohlriechende ,parfms1 mit ,vorliebe in ,wein gelster ,safran herausflossen4 ,und von ,kaiser ,heliogabalus 7eigentlich ,valerius ,avitus ,bassianus1 wurde als ,oberpriester des syrischen ,gottes ,elogabalus1 dessen ,namen er selbst annahm1 auf ,anstiften seiner ,gromutter ,julia ,msa1 der ,schwgerin des ,kaisers ,septimius ,severus1 #bah #ag;jhrig von den syrischen ,legionen zum ,kaiser ausgerufen1 zog #bai in ,rom ein1 wohin er den orgiastischen ,dienst seines ,gottes verpflanzte und ein schwelgerisches1 wollstiges ,leben fhrte1 bis er schon #bbb von der ,leibgarde1 den ,prtorianern1 ermordet wurde7 berichtet sein ,biograph lius ,lampridius3 ,kaiser ,heliogabalus lie die ,polster1 auf denen er mit seinen ,gsten bei ,tische lag1 oder die ,betten1 auf denen er ruhte1 mit ,rosenblttern fllen1 lie die ,sulenhallen mit ,rosenblttern bestreuen und ging auf diesen spazieren1 oder er gebrauchte statt der ,rosen allerlei ,blumen wie ,lilien1 ,veilchen1 ,hyazinthen und ,narzissen4 ,er badete nur in ,teichen1 deren ,wasser mit edlen ,essenzen oder mit ,safran gemischt war4 ,die ,polster1 auf denen er gewhnlich bei der ,mahlzeit lag1 waren mit ,hasenhaar oder ,rebhuhnfedern ausgestopft4 -- ,einst lud ,heliogabalus die vornehmsten ,herren zu ,gast und wies ihnen als ,sitz ,sofas an1 die mit ,safran gepolstert waren48 ,auch andere antike ,schriftsteller melden allerlei von solchem1 erst durch orientalische ,einflsse in das ,rom der ,csaren gekommenen extravaganten ,luxus4 ,nach dem ,untergange der rmischen ,weltherrschaft beschrnkte sich die ,anwendung der feineren ,parfmerien wesentlich auf das an ,kultur hher stehende ,morgenland und die ,vornehmen von ,byzanz1 whrend das die ,weltflucht predigende ,christentum des ,abendlandes solchem ,luxus nicht gewogen war4 ,unter den ,arabern1 die1 wie alle ,orientalen1 ,wohlgerche sehr lieben1 wurde mit den ,parfmen besonders von ,rosen ein groer ,luxus wenigstens unter den ,vornehmen1 die sich solches leisten konnten1 getrieben4 ,und diese ,liebhaberei verbreiteten sie berall in ,nordafrika1 ,spanien und ,sizilien1 wo sie ,fu faten4 ,hier war im ,gegensatz zum asketischen ,christentum berall eine ,sttte frohen ,lebensgenusses4 ,wie in ,bagdad so wurden auch in ,andalusien ,blumengrten angelegt und heitere ,feste gefeiert4 ,zur ,zeit der ,abbaditenherrschaft hatte ,sevilla beispielsweise #djjjjj ,einwohner und war ganz ,andalusien durch die ,flle seiner reichbewsserten ,kulturen ein ,paradies1 von dessen ,herrlichkeiten sich als letzte ,zeugen die auf ,mandelbume gepfropften ,rosen erhielten4 ,als ,beispiel des hier im ,frstenhause herrschenden ,luxus sei erwhnt1 da1 als einmal der ,lieblingsgattin des als ,dichter hervorragend begabten ,abbaditenfrsten ,muchtamid die ,lust ankam1 es den ,weibern aus dem ,volke nachzumachen1 die sie mit bloen ,fen ,lehm treten sah1 dieser duftende ,spezereien zerreiben und auf den ,boden des ,saales ausstreuen lie1 so da sie ihn ganz bedeckten4 ,alsdann ward ,rosenwasser darauf gegossen1 und mit ,vergngen wateten die vornehmen ,damen in der schlammartigen ,masse von ,myrrhen1 ,weihrauch1 ,zimt1 ,ambra und ,moschus4 ,erst durch den ,einflu der ,kreuzzge und der arabischen rzte kam auch im ,abendlande die ,anwendung von ,wohlgerchen bei den ,wohlhabenden auf und drang whrend der ,renaissance in breitere ,volksschichten zunchst in den reichen ,stdten ,italiens1 spter auch ,mitteleuropas ein4 ,aus ihrer ,heimat ,florenz verpflanzte ,katharina von ,medici #aecc bei ihrer ,vermhlung mit ,franz ,i4 ,sohn1 dem nachmaligen ,knig ,heinrich ,,ii41 den bermigen ,gebrauch von ,parfmen an den franzsischen ,hof1 der dann unter ,ludwig ,,xiv4 und ,,xv4 die ,verwendung von ,wohlgerchen beinahe so weit trieb1 als es die ,vornehmen im kaiserlichen ,rom getan hatten4 ,wie der ,kaiser ,nero seine ,gemcher stets mit ,rosenessenzen parfmiert haben wollte1 liebte ,ludwig ,,xiv4 in einer stark nach ,orangenblten duftenden ,atmosphre zu leben4 ,der allmchtige ,minister ,richelieu1 der seit #afbd unter ,ludwig ,,xiii4 die ,geschicke ,frankreichs leitete1 verlie nur selten sein scharfparfmiertes ,arbeitszimmer4 ,zu seiner ,zeit war der ,geruch faulender pfel sehr beliebt und man rieb deren zersetztes1 mit ,gewrznelken und ,zimt gespicktes ,fleisch mit ,fett zusammen1 um sich mit der so erhaltenen ,masse die ,haare zu parfmieren4 ,es ist dies die ,pomade1 die von den faulen pfeln pommes ihren ,namen erhielt und deshalb eigentlich wie im ,franzsischen ,pommade geschrieben werden sollte4 ,so ppig auch der franzsische ,hof war1 so war er in bezug auf ,reinlichkeit kein ,muster1 und hier wurden die ,parfme zum groen ,teil zum ,verdecken der eigenen blen ,gerche verwendet4 ,im ,gegensatz zur ,badfreundlichkeit des ,mittelalters war jene ,zeit sehr wasserscheu2 bis zum ,knig hinauf mied man als ,nachwirkung der mittelalterlichen ,askese nach ,mglichkeit selbst das tgliche ,waschen von ,gesicht und ,hnden mit ,wasser1 befeuchtete vielmehr nur diese ,krperteile bei der ,toilette mit ,parfmen1 und war daneben uerst sparsam mit dem ,wechseln der ,leibwsche1 die viele ,wochen anbehalten wurde1 bis man sich endlich zum ,wechseln derselben entschlo4 ,besonders unter dem liederlichen ,ludwig ,,xv4 wurde die ,verschwendung in der ,anwendung von ,parfmen eine heillose1 so da dessen eine ,mtresse1 die ,pompadour1 jhrlich dafr mehr als eine halbe ,million ,franken ausgab4 ,und zwar waren damals die strksten ,dfte die beliebtesten1 so auer ,peau d',espagne besonders ,moschus1 ,zibet1 ,ambra und sogar ,asa foetida 7,teufelsdreck74 ,in den ,rumen1 in denen sich der ,knig aufhielt1 mute jeden ,tag mit den ,parfmen gewechselt werden4 ,noch die ,kaiserin ,josephine berfllte ihr ,schlafzimmer mit ,moschusduft1 whrend der ,kaiser ,napoleon ,i4 sich mit ,klnischem ,wasser berschwemmte4 ,heute verwenden selbst die ,vornehmen nicht mehr solch bertriebene ,parfmierung1 die nur ein ,zeichen stumpfer ,geruchsnerven und unfeiner ,art ist4 ,am meisten ,parfmluxus treiben noch die elegant sein wollenden ,frauen1 deren ,geruchsorgan1 wie durch eingehende wissenschaftliche ,versuche festgestellt wurde1 berhaupt weniger fein empfindet als dasjenige der ,mnner1 so da ihnen ein ,parfm noch angenehm ist1 das letzteren vielfach schon unangenehm stark erscheint4 ,aber wenn auch heute bedeutend weniger ausgiebig wie frher parfmiert wird1 so ist dennoch der ,verbrauch an ,parfmen sehr viel grer als je in der parfmwtigsten ,vergangenheit1 weil derselbe sich nicht mehr auf die hchsten ,kreise1 die sich diesen ,luxus erlauben konnten1 beschrnkt1 sondern sich auf alle ,volkskreise gleichmig ausgedehnt hat1 so da die ,herstellung derselben einen bedeutenden ,industriezweig darstellt4 ,und zwar wird heute im ,gegensatz zum ,altertum nicht sowohl der ,krper1 als die getragene ,leibwsche und die ,schrnke und ,behlter1 in denen sie aufbewahrt wird1 parfmiert1 wobei jedes ,individuum am besten sein eigenes1 seiner ,persnlichkeit entsprechendes ,parfm whlt und dann auch beibehlt4 ,denn es ist entschieden als ein ,fehler zu bezeichnen1 da man die ,wohlgerche alle ,tage wechselt1 wie es zwar auch manche ,modekniginnen tun1 die immer das ,parfm gebrauchen1 das nach ihrem ,geschmack zur ,farbe ihrer jeweiligen ,toilette zu gehren scheint4 ,es ist ein ,zeichen viel hherer ,kultur und feinerer ,sitte1 wenn ,damen unter allen ,umstnden den von ihnen als sympathisch empfundenen und deshalb gewhlten ,wohlgeruch immer1 als unzertrennlich von ihrer ,art und ,person whlen1 gleich der ,rose1 ,lilie oder ,nelke1 die auch stets nur ihren spezifischen1 ganz zu ihnen gehrenden und mit zur ,kennzeichnung ihres ,wesens dienenden ,duft aufweisen4 ,am raffiniertesten wird der ,parfmgebrauch in ,frankreich getrieben1 wo die eleganten ,damen in die ,sume ihrer ,rcke und in die ,achselseiten der ,taillen schmale ,streifen getrockneten ,parfms in ,pulverform einnhen lassen1 der bei jeder ,bewegung des ,rocksaumes und der ,gestalt fein berauschend emporwirbelt4 ,dabei wird das ,haar niemals parfmiert1 da es bei jeder ,person seinen eigenen ,wohlgeruch hat1 der sich nur bei der allergrten1 peinlichsten ,reinlichkeit bei ,anwendung vielfacher ,waschung zeigt1 und um so mehr hervortritt1 je mehr das ,haar gereinigt und gepflegt wird4 ,so soll1 um nur zwei ,beispiele anzufhren1 nach ,ada von ,gersdorff1 das nun wei werdende ,blondhaar der deutschen ,kaiserin ,auguste ,viktoria einen feinen1 an ,veilchenduft erinnernden ,geruch aufweisen1 whrend das einst dunkle1 nun ebenfalls grau werdende ,haar der ,kniginwitwe ,margarita von ,italien einen zarten ,ambraduft aushauchen soll4 ,beide ,frstinnen parfmieren es niemals4 ,europa verbraucht jhrlich etwa #a ,million kg flssiges ,parfm1 #hjjjjj kg ,pomaden und ,essenzen1 auerdem aber ungeheure ,mengen parfmierter ,seifen1 ,puder1 ,rucherkerzen1 ,waschwsser usw4 ,die meisten ,parfms liefert ,frankreich1 das jhrlich fr ber #ab ,millionen ,franken davon ins ,ausland versendet1 whrend ,deutschland in demselben ,zeitraum fr gegen #b ,millionen ,mark ein- und fr #f ,millionen ,mark ausfhrt4 ,erst neuerdings ist auch ,england in den ,wettbewerb mit jenen beiden ,lndern getreten4 ,in ,frankreich ist die ,sdkste an der ,riviera der ,produktionsort der meisten ,wohlgerche1 und zwar ist das ,zentrum dieser ,industrie das ,stdtchen ,grasse1 wenige ,stunden westlich von ,nizza1 dann auch ,cannes und ,nizza selbst1 wo gewaltige ,kulturen wohlriechender ,blumen angelegt sind1 um dem ,bedarfe der ,parfmfabriken zu gengen4 ,diese verarbeiten jhrlich ebenfalls ber #a ,million kg der verschiedensten wohlriechenden ,blumen und ,kruter und beschftigen dabei etwa #aejjj ,menschen4 ,die ,kunst der ,parfmgewinnung aus ,blumen ist hier erst in der ,neuzeit aufgekommen4 ,und zwar sind die zur ,parfmgewinnung verwandten ,stoffe des ,pflanzenreichs fast stets therische le1 die aus den ,blten1 ,blttern1 ,fruchtschalen oder anderen ,teilen der betreffenden ,pflanze durch ,auspressen1 durch ,destillation mit ,wasserdampf oder durch ,zusammenbringen mit ,fetten1 die sie aufnehmen1 gewonnen werden4 ,die ,destillation mit ,wasserdampf wird da angewendet1 wo der ,duftstoff1 wie z4 ,b4 in den ,blten der ,rose1 quantitativ ein fr allemal ausgebildet ist4 ,dadurch wrde man nun bei anderen ,blten1 wie ,jasmin1 ,tuberose und dergleichen1 die whrend ihrer ,bltezeit immer nur ganz geringe ,mengen ,parfm auf einmal bilden1 da sie durch den ,wasserdampf gettet werden1 blo minimale ,mengen des ,duftstoffes gewinnen4 ,hier wendet man das ,zusammenbringen mit einem das ,parfm gierig aufsaugenden ,krper wie ,fett an4 ,bei diesem ,proze1 den die ,franzosen ,enfleurage bezeichnen1 kommen die betreffenden wohlriechenden ,blten auf hlzernen ,gestellen zwischen zwei ,fettschichten zu liegen1 an die sie ihren ,riechstoff abgeben1 indem das ,parfm der vom ,fett durch ,gaze getrennten ,blten durch darber geleitete ,luft auf dieses ,medium bertragen wird4 ,das ,fett -- frher reines ,tierfett1 jetzt bevorzugt man das geruchlose ,vaselin -- wird dann durch ,extraktion mit ther von dem eingedrungenen therischen l befreit oder kommt direkt als ,pomade in den ,handel4 ,auch nach der ,extraktion ist meist noch so viel ,duftstoff im ,fett enthalten1 da dieser ,rckstand als ,haarpomade verkauft werden kann4 ,aus #ajjj kg ,jasminblten lassen sich durch ,destillation #bjj g therisches l entziehen2 bei der ,enfleurage aber gewinnt man aus demselben ,quantum etwa #ahjj g therisches l und berdies noch die vorgenannte ,menge bei der schlielichen ,destillation4 ,dies macht also zusammen #b kg ,duftstoff4 ,illustration3 ,tafel #aai4 ,ein ,feld von zur ,parfmgewinnung angepflanzten ,tuberosen in ,sdfrankreich4 ,illustration3 ,rosenernte auf den ,feldern der ,parfmerie ,b4 ,court in ,grasse 7,sdfrankreich74 ,illustration3 ,tafel #abj4 ,das ,sortieren der ,rosen zur ,gewinnung von ,rosenl4 7,parfmerie ,b4 ,court in ,grasse47 ,illustration3 ,das ,extrahieren der therischen le im ,wasserbad4 7,parfmerie ,b4 ,court in ,grasse47 ,illustration3 ,tafel #aba4 ,rosenernte der ,firma ,schimmel ,co4 in ,miltitz bei ,leipzig4 ,illustration3 ,tafel #abb4 ,destillierraum fr ,rosenl der ,firma ,schimmel ,co4 in ,miltitz bei ,leipzig4 ,je mehr ,farbe und ,gerbstoff eine ,blte ausbildet1 um so weniger ,riechstoff entwickelt sie4 ,weie ,blten bilden1 besonders wenn sie auf die ,befruchtung durch in der ,dmmerung fliegende ,falter angewiesen sind1 sehr starke ,wohlgerche aus1 dann kommen die mehr auf den ,besuch von ,taginsekten eingerichteten gelben und roten und erst zuletzt die blauen ,blten4 ,grne ,blten sind stets geruchlos1 whrend brunliche und schmutzigrote1 faulendem ,fleisch hnlich gefrbte1 zur ,anlockung der die ,befruchtung bei ihnen vollziehenden ,aasfliegen jenen angenehme1 fr uns aber unangenehme indoloide ,dfte entwickeln4 ,eine berflle von ,licht erhht wohl die ,menge des ,parfms1 vermindert aber dessen ,feinheit2 deshalb sind viele im ,norden gezogene ,duftstoffe an ,qualitt viel feiner als im ,sden gewonnene4 ,so bertrifft deutsches ,rosenl an ,feinheit das bulgarische1 das brigens auch mit weniger ,sorgfalt gewonnen wird1 und ,sdengland bringt das wohlriechendste ,lavendel- und ,pfefferminzl hervor4 ,die meisten ,pflanzen verdanken ihren ,geruch einem komplizierten ,gemisch verschiedener ,verbindungen1 und gerade die charakteristischsten darunter finden sich oft in uerst geringer ,menge1 so da die naturgetreue knstliche ,nachahmung derselben zu den schwierigsten ,aufgaben der chemischen ,technik gehrt4 ,seltener ist ein einzelner ,stoff der alleinige oder wesentliche ,geruchstrger1 wie das ,iron der ,iris- oder ,schwertlilienwurzel1 das identisch ist mit dem ,jonon in der ,veilchenblte -- deshalb wird erstere im ,volksmund auch ,veilchenwurzel genannt --1 das ,vanillin in der ,vanilleschote1 das ,kumarin in der ,tonkabohne1 im ,waldmeister und ,ruchgras1 das ,eugenol im ,nelkenl1 der ,zimtaldehyd im ,kassia- oder ,zimtl4 ,eine ,analyse des ,blumenduftes ist deshalb meist ausnehmend schwierig1 weil selbst ,stoffe1 die quantitativ nur in ,spuren vorhanden sind1 oft die gewichtigsten ,faktoren im ,konzert der verschiedenen ,geruchskomponenten bilden4 ,so sind ,hauptbestandteile des hchst aromatisch riechenden ,nelkenls die schon lngst bekannten beiden ,duftstoffe ,eugenol und ,karyophyllen4 ,mischt man nun auch diese beiden ,krper im richtigen ,verhltnis1 wie sie in den ,gewrznelken enthalten sind1 so hat diese ,komposition durchaus noch nicht den ,geruch des ,nelkenls4 ,da wurde im ,laboratorium der grten deutschen ,parfmfabrik1 von ,schimmel ,co4 in ,miltitz bei ,leipzig1 die ,beobachtung gemacht1 da das allererste ,destillat des therischen ls ganz geringe ,mengen eines uerst intensiv und ganz anders riechenden ,krpers enthielt4 ,setzte man nur wenige ,tropfen von diesem dem ,eugenol-,karyophyllengemisch zu1 so erzielte man dann erst den charakteristischen ,geruch des natrlichen ,nelkenls4 ,eine solche ,substanz ist z4 ,b4 der ,anthranilsuremethylester1 der dem ,orangenbltenl seinen ,duft verleiht2 mit seiner ,hilfe kann man eine ganze ,reihe noch anderer feiner ,blumendfte synthetisch erzeugen4 ,allerdings sind das alles mehr oder weniger glckliche ,nachahmungen des ,naturprodukts4 ,zu einem knstlichen ,aufbau eines natrlichen ,parfms gelangt man meist nur dann1 wenn der ,geruchstrger ein einheitlicher ,stoff ist4 ,eine solche ,synthese gelang beim ,vanillin aus ,eugenol und beim ,veilchenduft ,jonon 7identisch mit dem ,iron der ,schwertlilienwurzel7 aus ,geraniol1 dem mit dem ,rhodinol der ,rose identischen therischen l des ,geraniums und wohlriechender ,grasarten4 ,ein ,surrogat dagegen ist der knstliche ,moschus1 zu dessen ,herstellung ein ,zufall gefhrt hat4 ,als ,bauer nmlich das ,butyltoluol 7das ,toluol wird durch ,destillation des ,steinkohlenteers gewonnen7 mit ,salpetersure behandelte und dabei in jenes drei ,nitrogruppen einfhrte -- dieselben ,gruppen1 die beispielsweise aus dem ,glyzerin den gefrchteten ,sprengstoff ,nitroglyzerin hervorgehen lassen -- erhielt er eine ,substanz1 die dem natrlichen1 fast unerschwinglich teuren1 der sexuellen ,anreizung des ,weibchens dienenden ,sekret des mnnlichen ,moschustieres tuschend hnlich duftet4 ,die ,duftstoffe gehren den verschiedensten ,krperklassen an4 ,die therischen le sind ,verbindungen von ,kohlenwasserstoffen und enthalten teilweise auch sauerstoffhaltige ,krper4 ,viele scheiden beim ,erkalten einen ,stearopten genannten festen ,krper von anderer ,zusammensetzung als das flssig bleibende ,elopten aus4 ,teilweise sind die ,duftstoffe ,alkohole1 wie das ,geraniol 7identisch mit ,rhodinol71 das riechende ,prinzip des kostbaren ,rosenls1 oder das aus dem billigen ,terpentinl gewonnene ,terpineol1 das dem ,fliederparfm seinen charakteristischen ,duft verleiht4 ,der ,benzylalkohol ersetzt zusammen mit ,benzylacetat den ,wohlgeruch des ,jasmins1 der ,zimtalkohol duftet nach ,hyazinthen1 das ,menthol -- auch ein ,alkohol -- gibt der ,pfefferminze ihr wrziges1 erfrischendes ,aroma4 ,von ,aldehyden ist das ,citral der ,trger des ,zitronengeruchs1 ,anisaldehyd derjenige des blhenden ,weidorns2 auch das ,vanillin der ,vanille und das ,piperonal des ,heliotrops sind ,aldehyde4 ,das ,nitrobenzol ist das synthetische ,bittermandell4 ,knstlich gewinnt man auch das ,nerolil genannte l der ,orangenblten1 einen wesentlichen ,bestandteil des ,klnischen ,wassers4 ,eine wichtige ,gruppe bilden auch die ,ester1 ,verbindungen aus organischen ,suren und ,alkoholen1 weil sie nicht nur ,geruchs-1 sondern auch ,geschmackstrger sind1 und zwar vermitteln sie gewhnlich ,geschmack und ,geruch von ,obstsorten1 wie ,birne1 ,apfel1 ,ananas usw4 ,schon im ,jahre #ahej erschienen sie als die ersten knstlich zusammengesetzten ,parfms im ,handel1 und zwar zuerst auf dem englischen ,markt als apple-oil und pear-oil4 ,heute verwendet man sie meist fr ,limonaden1 ,fruchtbonbons und dergleichen mehr4 ,geruch und ,geschmack stehen ja in engem ,zusammenhang1 und erst die ,kombination von ,geruchs- und ,geschmackssinn vermittelt die ,geschmacksabstufungen4 ,der leichteste ,schnupfen hebt ja nicht nur die ,geruchs-1 sondern auch die ,geschmacksempfindung mehr oder weniger auf4 ,manche ,duftstoffe riechen verdnnt und unverdnnt ganz gleich1 so z4 ,b4 der ,moschus2 andere wieder duften nur in chemischer ,reinheit sehr angenehm1 whrend die geringste ,verunreinigung einen widerwrtigen ,migeruch bewirkt4 ,andere wieder1 wie das ,jonon1 ,vanillin und ,kumarin1 riechen in konzentrierter ,form unangenehm scharf und kampferartig und erst in sehr groer ,verdnnung lieblich4 ,die ,gegenwart mancher ,duftstoffe lt andere selbst in den kleinsten ,dosen stark hervortreten1 so beispielsweise der ,kampfer die im ,schwei enthaltenen ,duftstoffe4 ,daher kommt es1 da1 wenn jemand ein krzlich erst aus dem kampferhaltigen ,behlter geholtes ,kleid anhat1 er schon beim leichtesten ,schwitzen einen unangenehm starken ,schweigeruch verbreitet4 ,wie sich einerseits das ,geruchsorgan gegen bestimmte ,dfte abstumpfen kann1 so da man sie vorbergehend oder dauernd nicht mehr riecht1 so kann dasselbe andererseits auch durch bung sehr verfeinert werden1 was uns die ,tee-1 ,hopfen- und ,zigarrenhndler beweisen1 die ,unterschiede der von ihnen zu beurteilenden ,ware herausriechen1 die ein ,ungebter gar nicht herauszufinden vermag4 ,man sollte meinen1 das ,vermgen1 die ,wohlgerche zum ,teil genau zu kopieren und auf knstlichem ,wege vielfach in grerer ,vollkommenheit darzustellen1 habe die betreffenden ,naturprodukte langsam verdrngen mssen4 ,dies ist aber durchaus nicht der ,fall1 sondern der ,verbrauch der ,drogen selbst steigt vielmehr und beide1 ,natur- und ,kunstprodukt1 beherrschen nebeneinander den ,markt1 wie dies beispielsweise bei der ,vanille der ,fall ist4 ,da viele ,laien unbegreiflicherweise eine unbezwingliche ,scheu vor allen chemischen ,kunstprodukten empfinden1 wird auch trotz allen ,triumphen der ,chemie in ,zukunft stets das ,naturprodukt neben dem ,kunstprodukt in ,ehren gehalten werden und seine alte ,stellung behaupten4 ,das lteste durch ,destillation gewonnene therische l ist das ,rosenl1 das im #i4 ,jahrhundert n4 ,chr4 zuerst in ,persien durch rzte aus den herrlich duftenden ,centifolien des ,landes gewonnen wurde4 ,ihm folgten die ,destillate von anderen wohlriechenden ,pflanzenteilen1 besonders ,orangenblten1 ,levkojen1 ,moschusweide1 ,pfefferminze und anderen4 ,bald war dieser neue ,industriezweig an seinem ltesten ,herd1 in ,schiras in ,persien1 so verbreitet1 da der ,staat von den ,darstellern solcher therischer le1 unter denen das ,rosenl an ,bedeutung weit vorausstand1 eine ,steuer erhob4 ,die ,kunst der ,destillation kam dann im #aj4 ,jahrhundert durch die ,araber nach ,spanien und drang von da ber ,frankreich allmhlich nach ,deutschland vor1 wo sie auch zum ,extrahieren der verschiedensten therischen le benutzt wurde4 ,in ,mitteleuropa war die ,rose zu selten1 als da es sich lohnte1 aus ihr das ,rosenl darzustellen4 ,dazu benutzte man die ,flle der wohlriechenden orientalischen ,rosen4 ,in ,sdeuropa ist eine ,haupterzeugungssttte des ,rosenls ,kasanlik am ,sdabhange des ,balkans in ,bulgarien1 wo die rote ,damaszenerrose in solchen ,mengen an ,hecken gezogen wird1 da trotz der hchst primitiven1 unzureichenden ,destillation der ,rosenbltter in kupfernen ,retorten ber direktem ,holzfeuer alljhrlich an #cjjj kg ,rosenl gewonnen werden4 ,bedenkt man nun1 da #ejjj-fjjj kg ,blumenbltter der ,rose ntig sind1 um #a kg ,rosenl zu liefern1 so kann man sich vorstellen1 um was fr ,mengen von ,rosen es sich dabei handelt1 die alle innerhalb eines ,monats gepflckt und bearbeitet werden mssen4 ,die aufbrechenden ,blten werden in den ersten ,morgenstunden1 whrend welcher der lgehalt am grten ist1 gepflckt und sollen noch an demselben ,tage destilliert werden4 ,an schnen1 sonnigen ,tagen1 wenn der ,rosenflor in berreicher ,menge sich entfaltet1 kommt man mit dieser ,arbeit kaum nach1 so da dann viele ,blten unbenutzt stehen bleiben und verblttern4 ,welch herrlichen ,anblick diese blhenden ,rosenhecken im ,mai und ,juni gewhren1 kann man sich leicht vorstellen4 ,bei der ungeheuren ,menge an ,blten1 die erforderlich sind1 um grere ,mengen des ,rosenls zu erzeugen1 ist es kein ,wunder1 da #a kg davon im ,grohandel gegen #hjj ,mark kostet4 ,dieses von den ,trken ,athar1 d4 h4 ther genannte ,rosenl ist hellgelb1 von sehr intensivem ,rosengeruch und erstarrt bei #ae-bb ,c4 ,infolge seiner ,kostbarkeit ist es kaum je unverflscht zu haben4 ,am meisten dient dazu das denselben ,riechstoff in reichem ,mae enthaltende und deshalb sehr hnlich duftende therische ,geraniuml1 das in ,almeria in ,spanien1 dann in ,algerien und seit #ahhg besonders auf der ,insel ,runion aus den ,blttern des hochrote ,blten aufweisenden1 bis #a1f m ,hhe erreichenden ,rosengeraniums 7,pelargonium roseum7 gewonnen wird4 ,dieses wird wiederum mit dem indischen ,lemongrasl verflscht1 das aus dem in ,sdindien heimischen blulichgrauen ,lemongras 7,andropogon schoenanthus7 gewonnen wird4 ,wie mit diesen beiden therischen len wird das ,rosenl auch mit dem beraus wohlriechenden1 balsamartigen therischen le verflscht1 das aus dem ,holz des in ,argentinien und ,paraguay wachsenden1 #ah m hohen ,guajakbaumes 7,bulnesia sarmienti7 gewonnen wird und eine ,ausbeute von #e1d ,prozent liefert4 ,meist wird von den bulgarischen ,rosenlfabrikanten das billige ostindische1 als ,palmarosal bezeichnete ,lemongrasl zum ,verflschen benutzt1 von dem jhrlich an #ajjj kg dort eingefhrt werden4 ,demnach ist also nicht weniger als ein ,drittel des bulgarischen ,rosenls81 von dem #a kg im ,grohandel1 wie gesagt1 gegen #hjj ,mark kostet1 ostindisches ,lemongras- oder ,palmarosal1 von dem #a kg im ,grohandel auf #bc ,mark zu stehen kommt4 ,dabei wissen die schlauen ,bulgaren mit der grten ,raffiniertheit die ,kontrolle des ,staates zu umgehen und die beaufsichtigenden ,beamten zu berlisten4 ,sie wissen dem ,lemongrasl durch lngeres ,stehenlassen an der ,sonne seine ,schrfe zu nehmen und ihm einen dem ,rosenl hnlicheren ,geruch zu verleihen und besprengen dann mit diesem l die frischgepflckten ,rosenblten schon auf dem ,felde1 so da der im ,destillierraum die ,prfung vornehmende ,beamte nie andere als solche mit ,lemongrasl bespritzte ,rosenblumenbltter zu ,gesicht bekommt4 ,wer nun auch immer fr schweres ,geld erworbene kleine1 lngliche ,glasflschchen mit einigen ,tropfen ,inhalt aus der ,trkei mit nach ,hause bringt1 kann sicher sein1 kein reines ,rosenl gekauft zu haben2 oft hat er nur ,geranium- oder das noch billigere ,lemongrasl eingehandelt4 ,mehr ,garantie fr reine ,ware bieten die sdfranzsischen ,destillerien hauptschlich in ,grasse1 ein tadelloses ,produkt dagegen liefert die deutsche ,firma ,schimmel ,co4 7,inhaber ,gebrder ,fritzsche7 in ,miltitz bei ,leipzig1 die mit zielbewuter ,energie die ,rosenlgewinnung in die ,hand genommen hat4 ,schon vor zehn ,jahren hatte diese ,firma #ce ,hektare mit der roten1 auch in ,kasanlik angepflanzten ,damaszenerrose angebaut1 die ber #bfjjjj kg ,blten lieferten4 ,sie bringt jhrlich etwa #ajj kg ,rosenl in den ,handel1 welches an ,reinheit und infolgedessen an ,qualitt das bulgarische ,produkt weit bertrifft und deshalb im ,grohandel das kg auf #aejj ,mark zu stehen kommt4 ,doch liefert diese ,firma auch ein knstliches ,rosenl zu #bhj ,mark als ,engrospreis4 ,die von ihr benutzten ,vakuumdestillationsapparate1 die bis zu #dejjj ,liter zu fassen vermgen1 entsprechen selbstverstndlich den hchsten ,anforderungen der ,gegenwart1 und die hohe technische ,vervollkommnung bedingt bei gleichem ,destillationsprinzip eine viel rationellere ,ausnutzung des ,rohmaterials und die ,gewinnung eines in jeder ,beziehung ausgezeichneten ,produktes4 ,das ,rosenl selbst besteht aus einem duftlosen1 wachsartigen1 festen und einem flssigen ,krper1 welch letzterer der eigentliche ,dufttrger ist und ,rhodinol genannt wurde4 ,spter stellte es sich heraus1 da es mit dem im ,geraniuml und ,lemongrasl enthaltenen ,geraniol identisch ist1 die ,bulgaren also fr ihre ,verflschung auf ein therisches l gestoen sind1 dessen wichtigster ,bestandteil genau derselbe ist wie beim echten ,rosenl4 ,die groe ,verschiedenheit des ,duftes ist auf geringfgige ,beimengungen zurckzufhren1 die trotz ihrer zurcktretenden ,quantitt den ,charakter des ,duftes bestimmen4 ,da nun dem ,altertum die ,kunst der ,destillation fehlte1 die1 wie gesagt1 erst im #i4 ,jahrhundert n4 ,chr4 von persischen rzten erfunden wurde1 ist das1 was die ,alten unter ,rosenl verstanden1 etwas ganz anderes1 als was wir darunter verstehen4 ,ihr ,rosenl war eine ,art ,salbe 7griechisch mron71 die wesentlich aus mit ,rosenduft imprgniertem1 fettem l1 und zwar ,olivenl bestand4 ,in seiner ,arzneimittellehre teilt uns der um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 lebende griechische ,arzt ,dioskurides ihre ,zubereitung in folgenden ,worten mit4 ,rosenl 7rdinon laion7 wird so bereitet3 ,es werden #e ,pfund und #h ,unzen 7lateinisch uncia1 im ,gewicht von #a_/ab ,medizinalpfund oder rund #cj g7 schonos 7,lemongras oder wohlriechendes ,bartgras1 ,andropogon schoenanthus1 von dem ,dioskurides an einer anderen ,stelle sagt1 da es in ,arabien1 und zwar die beste im ,lande der ,nabater wachse1 frisch1 mit der ,hand gerieben1 einen ,rosengeruch verbreite1 gekostet auf der ,zunge heftig brenne und vielfach als ,arznei angewendet werde7 klein geschnitten1 in ,wasser geweicht1 in #bj ,pfund und #e ,unzen ,olivenl gekocht und zuweilen umgerhrt4 ,hierauf wird das l durchgeseiht und es werden ihm die ,blumenbltter 7ptalon7 von #ajjj ,rosen zugesetzt2 diese drfen nicht na sein1 werden aber vorher mit wohlriechendem ,honig gesalbt und im le einen ,tag lang zu wiederholten ,malen mit den ,hnden gedrckt und umgerhrt4 ,hat sich nun etwas ,hefeartiges zu ,boden gesetzt1 so kommt die ,masse in einen mit ,honig ausgestrichenen ,mischkrug4 ,die ,rosenbltter werden aus dem le genommen1 ausgedrckt1 in ein anderes ,gef getan1 mit #h ,pfund #c ,unzen eingedickten les bergossen und wiederum ausdrckt4 ,das letztere ,verfahren gibt die geringere ,sorte ,rosenl4 ,man kann das ,verfahren noch zweimal wiederholen1 wodurch man eine dritte und vierte ,sorte l bekommt4 ,jedesmal wird aber das ,gef erst mit ,honig ausgestrichen4 ,will man alle diese ,rosenlsorten recht stark machen1 so wirft man in das zuerst gewonnene l wieder ebensoviel frische ,rosenblumenbltter1 rhrt sie mit ,hnden1 die mit ,honig gesalbt sind1 um1 drckt sie aus und setzt dieselben dann auch noch ebenso zur zweiten1 dritten und vierten ,sorte4 ,so kann man siebenmal neue ,rosen ins l bringen1 dann aber mu man aufhren4 ,auch die ,presse wird brigens mit ,honig bestrichen1 und endlich wird das l sorgfltig von dem ,safte der ,rosenbltter getrennt2 denn bleibt von diesem nur das ,geringste darin1 so verdirbt das l4 -- ,manche ,leute zerstampfen die ,rosen1 stellen die ,masse an die ,sonne1 werfen sie dann in l und stellen dieses an die ,sonne4 ,manche dicken vorher das l mit einem ,zusatz von ,kalmus und langdornigem ,ginster ein2 andere tun1 um ihm eine schne 7rote7 ,farbe zu verleihen1 ,frberochsenzunge 7anchsa7 hinzu1 oder1 um die ,haltbarkeit zu befrdern1 ,salz4 -- ,das ,rosenl wird innerlich und uerlich vielfach gebraucht48 ,seit der ,gewinnung des echten ,rosenls im #i4 ,jahrhundert bildet es als persisches ,athar einen sehr wichtigen ,handelsartikel im ganzen ,orient und gelangte von ,persien aus bis nach ,indien und ,china1 wo es ebenfalls sehr geschtzt wurde4 ,seit der ,mitte des #ae4 ,jahrhunderts treten uns bestimmte ,angaben ber den ,gebrauch dieses ,rosenls auch in ,europa entgegen4 ,seit dem #ag4 ,jahrhundert verbreitete sich die ,rosenlindustrie von ,persien aus weiter und gelangte damals auch nach ,bulgarien1 wo sie aber erst im #ai4 ,jahrhundert die jetzige groe ,bedeutung erlangte4 ,die franzsische ,rosenlindustrie begann um die ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts1 die deutsche erst #ahhc4 ,wie auf ,ceylon und ,malakka das in ,arabien und ,ostindien wildwachsende1 sehr gewrzhaft riechende und duftende ,bartgras 7,andropogon schoenanthus7 als ,lemongras zur ,gewinnung des wohlriechenden ,grasles im groen angebaut wird1 so ist dies in noch weit grerem ,umfange mit dem in trockeneren ,gegenden ,sdasiens verbreiteten ,citronellgras 7,andropogon citratus7 der ,fall1 das sich von jenem durch seine rote ,behaarung1 die schmalen ,bltter und die kurzen ,bltenhren unterscheidet4 ,das #b-b1e m hohe ,gras wird aus ,samen gezogen und gerade vor dem ,blhen geschnitten4 ,bei sorgfltiger ,kultur gibt es zwei bis drei ,ernten im ,jahr4 ,in ,sdindien wird besonders auch das aus den ,wurzelstcken von ,andropogon muricatus gewonnene ,kuskus- oder1 wie die ,tamilen sagen1 ,votiverl viel benutzt1 aber in nicht sehr groen ,mengen nach ,europa ausgefhrt4 ,dort wird auch viel ,sandelholzl aus dem in kleine ,spne gehackten1 rosenartig riechenden ,kernholz des kleinen ,sandelbaumes 7,santalum album7 destilliert1 das in allerdings weniger ertragreicher ,qualitt auch auf den kleinen ,sundainseln gewonnen und exportiert wird4 ,in der ,medizin dient es zur ,behandlung der ,gonorrhoe an ,stelle des lteren ,copaivabalsams4 ,das wohlriechende ,holz dient zum ,fournieren von ,mbeln1 zur ,herstellung von allerlei kleinen ,gerten1 ,gtzenbildern und ,rosenkrnzen4 ,am meisten dient es -- bei den ,chinesen zugleich mit ,weihrauch -- als ,ruchermittel in ,tempeln und bei ,begrbnissen2 auch die wohlhabenden ,araber ruchern mit demselben und lassen sich daraus wohlriechende ,pfeifenrohre schnitzen4 ,illustration3 ,tafel #abc4 ,einbringen des ,lavendels zur ,destillation von ,lavendell in ,barrme 7,alpes maritimes74 ,illustration3 ,tafel #abd4 ,vorbereitung zur ,destillerie von ,lavendell in ,barrme 7,alpes maritimes74 ,ebenfalls bei den ,chinesen als ,parfm und ,medizin sehr beliebt ist die wohlriechende ,wurzel der indischen ,komposite ,saussurea lappa1 die von ,kaschmir aus in bedeutenden ,mengen ber ,kalkutta und ,bombay dorthin exportiert wird4 ,so importiert allein der ,hafen ,hankau jhrlich fr ber #ajjjjj ,mark dieser ,droge1 die das ganze ,mittelalter hindurch als ,costuswurzel auch in ,europa zu den stark begehrten ,handelsartikeln aus dem ,oriente gehrte4 ,auch im ,morgenlande wurde sie viel gebraucht4 ,whrend diese aromatische ,wurzel heute in der abendlndischen ,medizin keine ,rolle mehr spielt1 ist dies noch bei dem aus den gewrzhaft riechenden ,blttern zweier nahe verwandter australischer ,bume destillierten ,cajaputl 7vom malaiischen caju puti1 d4 h4 weier ,baum1 ,melaleuca leucadendron7 und beim ,eucalyptusl 7von dem bis #acj m ,hhe erreichenden1 uerst rasch wachsenden und daher zur ,entsumpfung fieberreicher ,gegenden benutzten ,eucalyptus globulus7 der ,fall4 ,aus den ,blttern einer anderen ,myrtazee1 ,amomis caryophyllacea1 wird in den kleinen ,antillen1 und zwar bis jetzt fast ausschlielich von wildwachsenden ,bumen1 das ,bayl gewonnen1 whrend aus den ,frchten des hauptschlich auf ,jamaika kultivierten ,pimentbaumes das ,pimentl hergestellt wird4 ,gleicherweise destilliert man aus den verschiedenen ,gewrzen wie ,zimt1 ,kassia1 ,gewrznelken1 ,muskatnu1 ,cardamomen1 ,ingwer1 ,kalmus1 ,anis1 ,sternanis1 ,fenchel1 ,koriander usw4 die betreffenden therischen le1 die mancherlei ,verwendung finden4 ,das gleiche ist mit den wohlriechenden ,lippenbltlern der ,fall1 wie ,pfefferminze1 ,fenchel1 ,melisse1 ,citronell1 ,krauseminze1 ,rosmarin1 ,lavendel1 ,thymian1 ,basilicum und ,salbei1 zu denen als eines der wichtigsten tropischen therischen le dasjenige eines ,halbstrauchs von ,indien1 ,ceylon und ,malakka1 ,pogostemon patschuli1 hinzukommt1 das nach der bengalischen ,benennung ,patschuli heit4 ,diese alle werden durch ,destillation aus den ,blttern und brigen krautigen ,pflanzenteilen gewonnen4 ,mit dem durchdringend riechenden ,patschuli parfmieren die indischen ,frauen ihre ,kopfhaare1 die ,kaufleute die teuren ,schale und den ,tabak1 die ,chinesen ihre ,tusche4 ,auch in ,europa wird diese ,essenz hufig zu ,parfmerien verwendet1 da der ,duft derselben der haltbarste unter allen ,pflanzengerchen ist4 ,mit dem ,patschuliduft wurden brigens die ,europer durch die damit parfmierten indischen ,schale bekannt1 die frher zu ganz enormen ,preisen verkauft wurden4 ,einige franzsische ,fabrikanten aber ahmten sie in so ausgezeichneter ,weise nach1 da die ,kaufleute das indische ,fabrikat nur durch sein eigentmliches ,parfm zu unterscheiden vermochten4 ,natrlich boten die franzsischen ,fabrikanten alles auf1 um zu demselben ,parfm zu gelangen1 damit kein ,mensch mehr ihr ,fabrikat vom indischen unterscheiden knne und sie dafr dieselben hohen ,preise wie fr jenes erhielten4 ,lngere ,zeit blieben ihre ,bemhungen erfolglos1 bis es endlich gelang1 das ,geheimnis zu lften4 ,das getrocknete ,patschulikraut kam nach ,europa und der franzsische ,schal war fortan auch durch die ,nase nicht mehr vom echt indischen1 durch ,handarbeit hergestellten1 zu unterscheiden4 ,das in der ,pflanze enthaltene ,patschulil ist ein ,beispiel dafr1 wie der ,naturproze1 durch den der ,duftstoff entsteht1 erst knstlich eingeleitet werden mu4 ,die frisch gepflckten ,bltter enthalten nmlich das l noch nicht2 sie werden halbtrocken in den ,schiffsraum verpackt und machen nun auf der ,reise nach ,europa eine ,art ,grung durch1 bei welcher erst der ,duftstoff entsteht4 ,ganz hnlich ist es mit der ,entwickelung von anderen ,duftstoffen1 z4 ,b4 bei den ,vanilleschoten1 die in frischem ,zustande keine ,spur ,vanillin enthalten4 ,erst durch einen knstlich eingeleiteten ,grungsproze kommt es zur ,bildung dieses wohlriechenden ,stoffes1 der dann in feinen1 weien ,kristallen die durch die ,grung schwarz gewordenen ,schoten bedeckt4 ,ebenso entwickelt sich das gleich zu besprechende ,kumarin der ,tonkabohne1 des ,waldmeisters und verschiedener ,grasarten erst nach dem ,trocknen als ,heu1 wodurch erst jene ,substanzen den bekannten1 ihnen eigentmlichen betubenden ,duft erhalten4 ,eines der feinsten und kostbarsten der flchtigen le1 dem in ,sdasien sogar der allererste ,rang eingerumt wird1 ist das ,ylang-,ylangl1 das aus den grnlichen ,blten des etwa #bj m hohen1 auf den sdasiatischen ,inseln heimischen1 von den ,malaien als ,kananga bezeichneten ,baumes ,cananga odorata1 aus der ,familie der ,anonazeen1 gewonnen wird4 ,es kommt fast ausschlielich aus den ,philippinen ber ,manila in den ,handel und wird aus den ,blten von kultivierten ,bumen1 deren ,duft sehr viel feiner als derjenige der wildwachsenden ist1 hergestellt2 das l der letzteren1 das als ,kanangal bezeichnet wird1 kostet deshalb auch fast zwanzigmal weniger1 nmlich blo #be ,mark das kg1 whrend das echte ,ylang-,ylangl von kultivierten ,bumen #dhj ,mark das kg im ,grohandel kostet4 ,es ist lichtgelb1 etwas leichter als ,wasser und von groem ,wohlgeruch4 ,durch die groe ,nachfrage und die sehr hohen dafr bezahlten ,preise veranlat1 wurde es seit ,anfang der #ahfj;er ,jahre zuerst auf ,luzon1 dann auch auf ,java dargestellt4 ,seit vier ,jahren sind mit der ,kultur des ,kanangabaumes auch auf der franzsischen ,insel ,runion bedeutende ,erfolge erzielt worden1 betrgt doch die ,zahl der bltentragenden ,bume dort bereits etwa #bjjjjj4 ,der ,baum nimmt zwar mit jedem ,boden vorlieb1 gibt aber den meisten ,ertrag an ,blten auf gutem ,boden4 ,auch mssen die ,pflanzungen vor dem ,winde geschtzt werden1 da die ,zweige sich sonst durch ,aneinanderreiben beschdigen4 ,nur die ,bume1 die in geschtzten ,vertiefungen und auf krftigem1 feuchtem ,boden gepflanzt wurden1 haben sich als widerstandsfhig und nutzbringend erwiesen4 ,bei guter ,pflege trgt die ,pflanze schon nach #a ,jahren die ersten ,blten1 die aber noch arm an dem wohlriechenden l sind4 ,die erste volle ,blte pflegt vom vierten ,jahre an einzutreten1 steigert sich bis zum zehnten ,jahre und bleibt dann eine ganze ,reihe von ,jahren auf demselben ,ertrag4 #aj kg ,blten von einem ,baum entsprechen einer ,mittelernte1 doch kann ein solcher ausnahmsweise #ej bis #fj kg liefern4 ,durchschnittlich kann man pro ,hektar #bjjj kg ,blten rechnen1 die #bj kg hchstwertigen ,ylang-,ylangles im ,werte von #ifjj ,mark1 oder #dj kg minderwertigen ,ylang-,ylangles liefern2 es ist dies also eine mit ,rcksicht auf die geringen ,erzeugungskosten sehr rentable ,kultur1 die auch fr die deutschen ,kolonien sehr empfehlenswert wre4 ,in ,sdasien werden schon lange die wohlriechenden ,samenkrner einer strauchartigen ,malve 7,hibiscus abelmoschus7 als ,parfm benutzt1 z4 ,b4 zwischen die ,wsche gelegt4 ,sie riechen hnlich wie ,moschus und kommen deshalb als ,moschuskrner in den ,handel4 ,von ,indien aus hat sich der ,strauch1 dessen unreife ,frchte als beliebtes ,gemse gegessen werden1 ber die ganzen ,tropen und ,subtropen verbreitet und wird besonders in ,westindien1 speziell ,martinique1 im groen kultiviert4 ,in den beiden letzten ,jahrzehnten hat sich der ,verbrauch des aus den ,moschussamen gewonnenen therischen les auerordentlich gesteigert4 ,ihm im ,geruche hnlich ist das aus der bitteraromatischen ,wurzel der in der zentralasiatischen ,steppe heimischen ,sumbulpflanze1 eines ,doldengewchses 7,ferula sumbul71 gewonnene andere ,moschusl1 das ebenfalls ein ,surrogat des echten ,moschusles bildet4 ,der echte ,moschus stammt bekanntlich von dem zwischen ,nabel und ,geschlechtsteilen liegenden1 #cj-ej g schweren ,beutel des rehhnlichen1 auf den ,gebirgen ,hinterasiens1 besonders in ,tibet und der ,mongolei lebenden1 #a1ae m langen ,moschustieres 7,moschus moschiferus71 der mit einer brunlichen1 schmierigen ,substanz von sehr durchdringendem ,geruch gefllt ist4 ,diese dient zur ,anlockung und geschlechtlichen ,erregung des ,weibchens4 ,der beste ,moschus kommt von der ,provinz ,jn-nan im sdwestlichen ,china in kleinen1 verlteten ,bleiksten zu #bj-cj ,stck in den ,handel und kostet bis zu #cejj ,mark das kg4 ,in hnlicher ,weise wird auch das ,zibet der mnnlichen ,zibetkatze und das ,bibergeil des ,bibermnnchens verwendet4 ,sie sind nebst der ,ambra des ,pottwales1 die meist in greren ,knollen freischwimmend auf dem ,meere angetroffen und gefischt wird1 die einzigen aus dem ,tierreiche gewonnenen ,duftstoffe1 denen in der ,parfmerie eine groe ,bedeutung zukommt4 ,obschon wir hier nur die pflanzlichen ,duftstoffe zu besprechen haben1 mssen wir sie dennoch erwhnen1 da sie zur ,geltendmachung der pflanzlichen ,duftstoffe sehr wichtig sind4 ,so unangenehm sie konzentriert auf unser ,geruchsorgan wirken1 so angenehm sind sie stark in ,alkohol verdnnt4 ,was sie fr die ,parfmerie so wichtig macht1 ist nicht sowohl ihr eigenes ,aroma1 als vielmehr ihre ,fhigkeit1 die ,geruchsentwicklung der ihnen beigemischten pflanzlichen ,ingredienzen zu frdern und andererseits wieder zu fixieren1 d4 h4 eine etwas zu rasche ,verflchtigung zu verhindern4 ,hierin werden sie am wirkungsvollsten von den knstlichen ,riechstoffen untersttzt1 dem zweiten groen ,faktor in der ,parfmeriefabrikation1 den wir im wesentlichen der deutschen ,riechstoffchemie zu verdanken haben4 ,von ihnen war bereits die ,rede1 so da wir hier nicht nher darauf einzutreten brauchen4 ,wie das in den ,orchideenblten nicht seltene ,vanillin1 das jetzt auch knstlich hergestellt wird1 sich in konzentrierter ,form in den gegorenen ,schoten der ,vanillepflanze vorfindet1 so ist das in der ,pflanzenwelt als ,duftstoff weitverbreitete ,kumarin1 das1 wie gesagt1 dem ,waldmeister1 dem ,ruchgras und dem ,heu den charakteristischen ,geruch verleiht1 in der sdamerikanischen ,tonkabohne in besonders hohem ,mae angehuft4 ,die sie hervorbringenden ,tonkabume 7,dipterix odorata7 sind #bj-bg m hohe ,schmetterlingsbltler1 die in den ,wldern ,guianas1 ,venezuelas und ,nordbrasiliens heimisch sind4 ,von dort kommen die ber mandelgroen1 glnzend schwarzen1 runzeligen ,samen in den ,handel1 die sich nach vorbergehendem ,einlegen in ,rum mit farblosen ,kumarinkristllchen bedecken4 ,whrend sie wie die ,vanilleschoten und das ,kraut von ,waldmeister und ,ruchgras frisch fast geruchlos sind1 duften sie jetzt stark nach ,heu1 indem sich wahrscheinlich das ,kumarin1 wie das ,vanillin und hnliche ,duftstoffe1 aus einer andern leicht zersetzlichen ,substanz erst bildet4 ,es dient vielfach zur ,parfmerie1 als wohlriechende ,beigabe zum ,schnupftabak1 zur ,bereitung von ,maitrankessenz und zur ,imprgnierung von gewhnlichen1 geruchlosen ,kirschbaumtrieben1 die dann als ,weichselrohr zur ,herstellung von ,pfeifenrohren1 ,spazierstcken usw4 dienen4 ,in der ,medizin wird damit der penetrante ,geruch des ,jodoforms gemildert4 ,reichliche ,verwendung finden auch die in den ,blten und ,frchten der ,agrumen1 wie auch in den wohlriechenden ,blten der verschiedenen ,gartenpflanzen1 wie ,veilchen1 ,reseda1 ,maiglckchen1 ,heliotrop1 ,hyazinthen1 ,tuberosen1 ,jasmin1 ,akazien usw4 enthaltenen therischen le4 ,die ,stadt ,grasse in ,sdfrankreich ist das ,zentrum von deren ,kultur und ,gewinnung4 ,dabei werden die gepflckten ,blten mit geschmolzenem ,fett bergossen und umgerhrt1 erstarrt #bd ,stunden liegen gelassen4 ,dann wird das ,fett wieder geschmolzen und dieser ,proze wiederholt1 bis das ,fett mit dem ,riechstoff gesttigt ist4 ,zur ,erreichung dieses ,resultates sind von manchen ,blten bis #f kg auf #a kg ,fett erforderlich4 ,fr die feinsten ,gerche verfhrt man in der ,weise1 da man groe1 starke ,glastafeln #j1e cm hoch mit ebensolchem reinem ,fett -- frher ,schweineschmalz und ,rindstalg1 jetzt meist ,vaselin -- belegt und in diese die ,blten1 deren ,duft man auffangen will1 mit dem ,kelch nach oben steckt4 ,auf die ,glastafel wird eine zweite1 in derselben ,art zugerichtete gelegt1 welche1 als ,deckel dienend1 den ,geruch nicht entweichen lt2 darauf wird eine dritte wiederum mit ,blten besteckt1 ,glasseite auf ,glasseite gelegt1 die man ebenfalls mit einer ,deckplatte versieht1 und so fort4 ,nach #be-cj ,tagen ist das ,fett mit dem ,dufte der tglich gewechselten ,blten gesttigt4 ,diese als ,pomaden bezeichneten parfmierten ,fette bilden die ,grundlage der meisten ,parfmartikel4 ,aus ihnen kann man durch ,extraktion mit ,weingeist den ,riechstoff als ,essenz erhalten und in einzelnen ,fllen ihn auch als therisches l fr sich abscheiden4 ,der ,sprit gibt dem ,parfm die ,frische1 und sein ,geruch hat etwas ,belebendes4 ,um nun die verschiedenen1 vielfach mit ,phantasienamen belegten ,parfmwsser zu erhalten1 werden die ,essenzen in mannigfaltiger1 als ,fabrikgeheimnis geheimgehaltener ,weise gemischt und zur gegenseitigen ,durchdringung der ,duftstoffe oft lngere ,zeit in ,holzfssern gelagert4 ,mehr von historischem ,interesse ist das uns allen aus der biblischen ,geschichte bekannte ,nardenl1 mit dem auch die ,fe des ,heilands von der ,ehebrecherin gesalbt wurden und das im ,altertum als kostbares ,parfm eine groe ,rolle spielte4 ,es wurde bei den ,alten aus mehreren wohlriechenden ,pflanzen1 besonders aus der ,familie der ,baldriangewchse1 gewonnen4 ,die echte kostbare ,nardensalbe des ,altertums wurde aus der im mittleren ,himalaja wachsenden echten indischen ,narde 7,nardostachys jatamansi7 bereitet4 ,ihre ,wurzel schmeckt bitter gewrzhaft und war neben dem ,opium ein wichtiger ,bestandteil des aus etwa #fj verschiedenen ,pflanzenstoffen mit ,beigabe der widersinnigsten tierischen ,substanzen1 wie z4 ,b4 des ,fleisches von ,giftschlangen1 hergestellten ,theriaks1 eines vom griechischen ,leibarzte des ,kaisers ,nero1 ,andromachos1 erfundenen berhmten ,gegenmittels gegen den ,bi giftiger ,schlangen und alle tierischen ,gifte berhaupt1 das dieser einst mit einem in ,versen abgefaten ,rezept dazu jenem ,kaiser zu ,fen legte4 ,seither wurde jenes ,mittel bis ins vergangene ,jahrhundert1 wie das ebenfalls in der rmischen ,kaiserzeit von einem andern griechischen ,arzte1 ,menekrates1 erfundene ,diachylonpflaster1 ein durch ,kochen von ,bleioxyd in l mit ,zugabe von ,gummiharzen und ,harzen bereitetes ,zugpflaster1 das bis heute in sehr hohem ,ansehen beim ,volke blieb1 stets feierlich in aller ffentlichkeit unter dem ,schall von ,trompeten und ,trommeln hergestellt4 ,noch im ,jahre #aghg schmetterten die ,pauken und ,trompeten bei der gewichtigen ,darstellung dieses ,theriaks1 zu dessen ,herstellung die ,vipern in ,neapel noch unter den ,bourbonen unter staatlicher ,aufsicht gefangen wurden4 ,das bei den vornehmen alten ,rmern besonders zum ,salben des ,krpers nach dem ,bade sehr beliebte wohlriechende indische ,nardenl ist heute noch in seiner ,heimat ,indien ein geschtztes ,duft- und ,heilmittel1 weshalb die ,nardenpflanze dort zu diesem ,zwecke von alters her angebaut wird4 ,das aus einer anderen ,baldrianart1 ,nardostachys grandiflora1 in ,nepal gewonnene l riecht weniger angenehm1 aber strker als das aus der echten indischen ,narde gewonnene4 ,die arabische ,narde wurde wahrscheinlich aus dem wohlriechenden ,nardenbartgras 7,andropogon nardus7 hergestellt1 das wohl der griechische ,schriftsteller ,flavius ,arrianus 7um #ajj n4 ,chr4 zu ,nikomedia in ,bithynien geboren1 ward #acf unter ,hadrian ,prfekt von ,kappadokien1 starb unter ,marc ,aurel7 in seiner ,darstellung von ,alexanders des ,groen ,feldzug nach ,asien im ,sinne hatte1 als er schrieb3 ,als ,alexander durch eine ,wste gegen das ,land der ,gedrosier 7eine iranische ,landschaft1 etwa dem heutigen ,beludschistan entsprechend7 vorrckte1 fand er viele wohlriechende ,nardenwurzeln1 welche von den ,phnikiern gesammelt1 vom ,heere aber in solcher ,menge zertreten wurden1 da die ganze ,gegend danach roch48 ,die italienische ,narde dagegen wurde aus dem ,lavendel1 die kretische ,narde aus ,valeriana italica und ,v4 tuberosa und die gallische oder keltische ,narde aus ,valeriana celtica und ,v4 saliunca gewonnen1 deren ,wurzeln noch jetzt von ,triest aus nach dem ,orient ausgefhrt werden1 wo man sie zur ,herstellung einer nach dem ,bade zum ,salben des ,krpers beliebten ,salbe benutzt4 ,letztere ,baldrianart hat ihren ,namen nach einer alten1 schon vom griechischen ,arzte ,dioskurides im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 erwhnten ligurischen ,bezeichnung erhalten4 ,dieser ,autor schreibt nmlich in seiner ,arzneimittellehre3 ,die keltische ,narde wchst auf den ligurischen ,bergen1 wo sie saliunka genannt wird4 ,es ist dies ein kleiner ,strauch1 der samt den ,wurzeln gesammelt und in ,bndelchen gebunden wird4 ,die ,bltter sind lnglich1 gelblich1 die ,blten quittengelb4 ,nur die ,stmmchen und ,wurzeln sind wohlriechend und im ,gebrauch48 ,auerdem unterscheidet er eine indische und syrische ,narde4 ,letztere81 fhrt er fort1 hat ihren ,namen nicht davon1 da sie wirklich in ,syrien wchst1 sondern nur deswegen1 weil die ,seite des ,gebirges1 auf welchem sie wchst1 nach ,syrien zu liegt1 whrend die entgegengesetzte ,seite sich nach ,indien hinneigt4 ,letztere ist am besten frisch1 leicht1 gelb1 von starkem ,wohlgeruch4 ,die indische ,narde dagegen1 die nach dem ,flusse ,ganges gangitis heit1 ist kraftloser1 da sie auf nassen ,stellen wchst4 -- ,aus diesen wird die ,nardensalbe 7nrdinon mron7 auf verschiedene ,weise mit allerlei ,zustzen bereitet48 ,,xxvii4 ,die ,arzneipflanzen4 ,so lange es ,menschen gibt1 haben sie allerlei ,verletzungen und ,krankheiten zu erleiden gehabt1 gegen die sie ,linderungs- und ,heilmittel anzuwenden suchten4 ,diese entnahmen sie zumeist der sie umgebenden ,pflanzenwelt1 der sie ,zauberkrfte mancherlei ,art zuschrieben1 die sie sich zu ,nutzen machten4 ,so entwickelte sich in engstem ,zusammenhang mit der ,ausbung von ,zauberei die lteste ,medizin der ,naturvlker1 deren ,spuren sich noch zahlreich in unserem ,volkstume nachweisen lassen4 ,und whrend frsorgliche ,frauen und mitleidige ,stammesgenossen die erste und in leichteren ,fllen einzige ,handreichung taten1 wurden in schwierigeren ,fllen die erfahrenen ,alten der ,sippe zur bernahme der ,behandlung zugezogen4 ,auf solche ,weise erhoben sich die ,erfahrensten des ,stammes1 denen die ,sippengenossen volles ,vertrauen entgegenbrachten1 zu ,zauberpriestern und rzten in einer ,person4 ,manche unter ihnen genossen nicht nur zeitlebens das grte ,ansehen1 sondern wurden nach ihrem ,tode als machtvolle ,geister gttlich verehrt4 ,ein solcher vergttlichter ,weiser und ,arzt seines ,volkes war dem uralten ,kulturvolke der gypter ,i-em-hotep 7der in ,frieden kommt871 meist gekrzt ,imhotep genannt1 der uns als der lteste mit ,namen bekannte ,arzt der ,welt entgegentritt und spter zum ,gott der ,heilkunde erhoben wurde4 ,als solcher war er der gute ,arzt der vergttlichten ,menschengeister und der lebenden ,menschen1 dem man in ,krankheitsfllen ,opfer und ,gelbde darbrachte1 damit er die ,krankheit zum ,guten wende und ,heilung eintreten lasse4 ,denn von jeher wurde der ber die ,anwendung eines ,heilkrautes gesprochene ,heilsegen fr wichtiger und wirkungsvoller gehalten als seine guten ,eigenschaften als solche1 und ber allem stand das durch ,opfer erlangte ,wohlwollen solcher im ,geisterreiche waltender ,heilgewaltiger4 ,da nun dieser ,heilgott der alten gypter eine wirkliche1 im ,volksbewutsein durch die ,jahrtausende lebendig gebliebene ,persnlichkeit war1 darber kann durchaus kein ,zweifel bestehen4 ,und tatschlich haben die neuesten ,forschungen der altgyptischen ,literaturdenkmler ergeben1 da der ,gegenstand solch nachhaltiger ,verehrung1 dessen ,name als der eines weisen ,priesters und mchtigen ,zauberers1 eines geschickten ,arztes und groen ,baumeisters durch die ganze gyptische ,geschichte hindurch unvergessen blieb1 ein ,zeitgenosse des ,knigs ,zoser war1 mit dem ,manetho1 ein gyptischer ,priester aus ,sebennytos1 der unter ,ptolemus ,i4 7#cje-bhe v4 ,chr47 lebte und in griechischer ,sprache eine leider bis auf die von ,julius ,africanus und ,eusebius uns mitgeteilten ,bruchstcke und den kurzen ,auszug bei ,josephus verloren gegangene ,geschichte seines ,landes schrieb1 die dritte ,dynastie beginnen lt4 ,dieser ,knig ,zoser herrschte vor den ,erbauern der groen ,pyramiden bei ,gise von etwa #bihj v4 ,chr4 an und begrndete die ,vorherrschaft der untergyptischen ,stadt ,memphis1 die er zu seiner ,residenz erhob4 ,seiner ,regierungszeit gehren die ersten greren ,steinbauten des ,niltals an1 und unter ihm begannen die in zunchst staffelfrmigen ,pyramiden errichteten ,knigsgrber1 statt aus ungebrannten1 nur an der ,sonne getrockneten ,lehmziegeln wie zuvor1 aus ,steinquadern gebaut zu werden4 ,unter ihm hat nun als einflureicher ,beamter seines ,hofes und sein ,hauptratgeber ,imhotep gelebt1 der sich schon im ,leben solchen ,ansehens bei seinem ,knige erfreute1 da er sein ,grab dicht neben dem ,grabe seines ,knigs in der ,stufenpyramide von ,sakkara bei ,memphis erhielt4 ,nach einer alten ,tradition hatte er den ehrenden ,beinamen ,herr der ,geheimlehre und der ,zahlen84 ,die ,gelehrtesten seines ,volkes1 die ,schreiber1 hatten ihn zu ihrem ,schutzherrn erwhlt4 ,und wer unter ihnen fromm war1 weihte ihm regelmig eine ,spende aus dem ,wasserbehlter seines ,schreibzeugs1 ehe er seine ,arbeit begann4 ,noch nach ,jahrhunderten kannte das ,volk die ihm zugeschriebenen ,sprichwrter1 und #bejj ,jahre nach seinem ,tode war er zum ,gott der ,heilkunde geworden1 in welchem die ,griechen1 die ihn ,imuthes nannten1 ihren eigenen ,heilgott ,asklepios zu erkennen glaubten4 ,als ,gott wurde er auf einem ,sessel sitzend abgebildet1 mit einem einfachen ,lendentuche und ,hals- und ,armbndern wie seine vornehmen ,volksgenossen angetan1 in der ,rechten den ,zauberstab mit dem ,kopf des ,schakals1 also des ,tieres1 das als ,wchter des ,eingangs in die ,unterwelt gedacht war1 an der ,spitze und in der ,linken den ,nilschlssel1 das ,symbol des ,lebens1 haltend4 ,die ursprngliche und angesehenste rztliche ,gottheit der alten gypter war aber die ,gttin ,isis1 der man nicht nur die ,entstehung zahlreicher ,krankheiten1 sondern auch die ,macht zuschrieb1 sie wieder zu heilen4 ,ihre gttliche ,wunder- und ,heilkraft bewies sie dadurch1 da sie ihren von ,seth 7der personifizierten ,drre7 erschlagenen ,sohn ,horus 7die am ,himmel aufsteigende junge ,sonne7 wieder zum ,leben erweckte4 ,sie lehrte dann die ,menschen die ,krankheiten erkennen und heilen4 ,die ,erfindung vieler ,arzneimittel wurde auf sie zurckgefhrt4 ,wegen der groen ,erfahrung1 welche sie in der ,arzneikunde besa1 brachte man ,kranke mit ,vorliebe in ihren ,tempel1 damit sie whrend des ,schlafes durch einen von ihr eingegebenen ,traum erfhren1 welches ,mittel sie zu ihrer ,heilung anwenden sollten4 ,als dritte medizinische ,gottheit galt den alten gyptern der ,gott ,thot 7von den ,griechen mit ihrem ,hermes identifiziert74 ,von ihm heit es im rztlichen ,papyrus ,ebers1 so genannt1 weil ihn der bekannte ,schriftsteller ,prof4 ,georg ,ebers whrend seines ,aufenthaltes in ,theben-,luxor im ,winter #ahgb_/gc von einem dortigen ,kopten erwarb -- er befindet sich jetzt auf der ,leipziger ,universittsbibliothek und ist1 trotzdem er zur ,zeit der #ah4 ,dynastie 7#aehj-acej v4 ,chr47 geschrieben wurde1 noch so gut erhalten1 als ob der ,schreiber1 der ihn beschrieb1 erst sein ,schreibrohr beiseite gelegt habe --1 er sei derjenige1 der da die ,bcher macht1 die ,erleuchtung schenkt den ,schriftgelehrten und rzten1 die sich in seiner ,nachfolge befinden1 um 7die ,menschen von ihrer ,krankheit7 zu erlsen48 ,er hie eigentlich ,tehuti und wurde schon zur ,zeit der ersten ,dynastie des ,reichs um #cdjj v4 ,chr4 als ,urheber und ,beschtzer des ,schrifttums bezeichnet1 als ,schreiber der ,wahrheit81 ,herr der gttlichen ,worte81 ,darreicher der ,schriften8 usw4 ,beim ,aburteilen der ,seelen in der ,unterwelt durch die ,gtter fhrte er ,buch ber die ,wgung der ,herzen4 ,er wurde ibiskpfig dargestellt1 mit dem ,henkelkreuz als dem ,zeichen des ,lebens in seiner ,rechten und einer ,papyrusrolle in der ,linken4 ,der ,mittelpunkt seiner ,verehrung war die ,hohe ,schule von ,sesennu 7dem ,hermopolis der ,griechen71 wo vornehmlich die ,schreiber und rzte ausgebildet wurden4 ,der um #ahj n4 ,chr4 lebende griechische ,sophist ,claudius lianus leitet in seinen #ad ,bchern ,vermischte ,erzhlung8 den ,namen dieses ,gottes irrtmlicherweise von thouod ,sule her1 weil er als ,erfinder aller ,knste und ,wissenschaften seine ,weisheit in steinerne ,sulen grub4 ,aus diesen hieroglyphischen ,inschriften schpften die ,priester in den ltesten ,zeiten ihr ,wissen1 merkten sich die dort verzeichneten ,regeln der ,arzneikunde und trugen sie nach ,erfindung des ,papiers in die #db ,rollen des ,thot 7von den ,griechen entsprechend der ,identifizierung des ,thot mit ihrem ,hermes hermetische ,bcher genannt7 ein4 ,da die ,krankheit bei den alten gyptern wie bei allen ,vlkern durch den ,zorn der ,gtter herbeigefhrt sein sollte und eine ,vershnung mit denselben nach der spter aufgekommenen ,lehre nur durch die ,diener derselben bewerkstelligt werden konnte1 so bten die ,priester zugleich die ,arzneikunde aus4 ,sie wurden in den verschiedenen ,tempelschulen des ,landes wie in den heiligen ,schriften1 so auch in der ,arzneikunde unterrichtet und gingen dann zum ,abschlu ihrer ,studien nach ,heliopolis1 der berhmtesten medizinischen ,hochschule von gypten1 wo sie sich zu ,spezialrzten fr die verschiedenen ,krankheiten des ,menschen ausbildeten4 ,schon damals war die ,heilkunde weitgehend spezialisiert1 und es gab ,augenrzte1 die wegen dem schon damals verbreiteten ,trachom sehr viel zu tun hatten und1 nach einer ,stelle im ,papyrus ,ebers1 die von der ffnung des ,gesichts in den ,pupillen hinter den ,augen8 handelt1 offenbar schon ,staroperationen ausfhrten1 dann ,kopfrzte1 ,ohrenrzte1 ,zahnrzte1 die1 wie man an den ,kiefern mancher ,mumien fand1 bereits knstliche ,zhne einzusetzen verstanden1 ,bauchrzte1 ,gliederrzte usw4 ,zahlreiche auf den ,denkmlern abgebildete und in den ,grbern gefundene chirurgische ,instrumente1 wie ,scheren1 ,lanzetten1 ,messer1 ,rasiermesser1 ,pinzetten1 ,sonden1 ,metallstbchen zum ,glhen1 wie auch das ,zubehr einer reichhaltigen ,reiseapotheke beweisen1 da man schon im #c4 ,jahrtausend v4 ,chr4 auch eine reiche chirurgische ,ttigkeit entfaltete4 ,ferner sprechen vorzglich geheilte ,knochenbrche an ,mumien fr eine groe praktische ,erfahrung im ,einrichten von solchen und von ,verrenkungen1 wie auch fr die ,wundbehandlung im allgemeinen4 ,szenen1 welche uns das ,anlegen von ,verbnden an diesem oder jenem ,glied von ,verwundeten und ,kranken1 das ,darreichen von ,arzneien1 das ,anlegen von ,schrpfkpfen1 die ,vornahme verschiedener ,operationen1 wie ,amputation und ,kastration1 veranschaulichen1 finden sich auf verschiedenen ,denkmlern4 ,zur durchgngig an den ,knaben gebten ,beschneidung1 die wir beispielsweise auf einer ,darstellung am ,tempel des ,chonsu in ,karnak an den ,kindern ,ramses' ,,ii4 der #ai4 ,dynastie 7#abib-abbe v4 ,chr47 dargestellt finden1 dienten wie zu andern chirurgischen ,eingriffen des ,kultes ,messer aus ,feuerstein4 ,solche wurden auch in den ,riten zahlreicher anderer ,vlker noch lange nach ,einfhrung der ,metalle als ,werkzeugmaterial wenigstens bei gottesdienstlichen ,handlungen beibehalten4 ,die altgyptischen rzte bten keinerlei ,privatpraxis aus1 sondern standen im ,solde des ,staates4 ,sie wohnten wie die brigen ,priester mit ihren ,familien in eigenen ,husern1 bildeten aber unter sich eine durch strenge ,satzungen geordnete ,korporation1 die auch in der ,ausbung ihrer ,kunst sich gewissenhaft an die vorgeschriebenen medizinischen ,regeln des ,thot zu halten hatte4 ,befolgten sie dieselben und starb der ,kranke1 so waren sie aller ,verantwortung enthoben1 hielten sie sich aber nicht an die vorgeschriebene ,norm und gingen sie eigene ,wege in der ,methodik der ,behandlung1 so wurden sie mit dem ,tode bestraft1 und zwar auch dann1 wenn der ,ausgang der ,krankheit ein gnstiger war4 ,jeder ,kranke wurde umsonst auf ,staatskosten behandelt1 mute aber bei seiner ,erkrankung nicht in das ,haus des ,arztes1 sondern in den ,tempel schicken1 um rztliche ,hilfe zu erbitten4 ,dabei hatte der ,bote genau anzugeben1 an welchem bel der ,betreffende erkrankt sei1 worauf der ,arzt des ,heiligtums nach irgend einem der ,spezialisten des ,kollegiums sandte und ihn in das ,haus des betreffenden ,patienten beorderte4 ,wenn auch die rztliche ,behandlung vollstndig umsonst war1 da ja die ,priester vom ,staate besoldet wurden und zu ihrem ,unterhalt besondere ,lndereien und sonstige ,einknfte erhielten1 so war es doch ,sitte1 da die ,patienten nach ihrer ,genesung demjenigen ,heiligtum1 das ihnen den ,arzt gesandt hatte1 je nach ,vermgen einfache oder ansehnlichere ,geschenke darbrachten oder zum ,unterhalt der in den ,tempelhfen gehaltenen heiligen ,tiere beitrugen4 ,bei allen ,vlkern des ,altertums waren die gyptischen rzte um ihrer groen ,erfahrung und ,geschicklichkeit in der ,behandlung der verschiedenen ,krankheiten willen berhmt4 ,und obschon bei den ,rmern zu ,ende der ,republik und zu ,beginn der ,kaiserzeit die sehr angesehenen griechischen rzte eine beraus erfolgreiche ,ttigkeit entfalteten1 lie man beispielsweise1 wie uns ,plinius berichtet1 unter der ,regierung des ,kaisers ,tiberius ,claudius 7#da-ed n4 ,chr47 beim ,ausbruch einer schrecklichen und furchtbar verheerend wirkenden ,seuche gyptische rzte nach ,italien kommen1 die mit ihren ,kuren viel ,geld verdienten4 ,die als rzte die ,heilkunde ausbenden ,priester bildeten den niedersten ,stand der ,priesterschaft4 ,weit hher standen im ,ansehen des ,volkes die als ,propheten bezeichneten ,mitglieder des ,priesterkollegiums1 die nicht durch uere ,mittel1 sondern durch ,beschwrungen und ,zaubermittel1 wie auch durch ,amulette allein mit ,hilfe der ,dmonen die ,krankheiten zu bannen verstanden4 ,so wurde auch bei diesem ,volke1 als es bereits sehr hoch in seiner ,kultur gestiegen war1 der beim ,anwenden eines ,mittels gesprochene ,zaubersegen als noch viel wirksamer als die ,arznei selbst betrachtet4 ,zu dieser ,priesterkaste der ,propheten gehrten auch alle die ,weisen1 ,wahrsager und ,zauberer1 welche in den ,bchern ,moses1 besonders im ,,ii4 ,kap4 #g und #h1 als mchtige ,zauberer mit ihren ,beschwrungen ,wundertaten vor dem ,pharao verrichteten1 aber von ,mose1 dem ,jahve beistand1 besiegt wurden4 ,in den verschiedenen auf uns gekommenen rztlichen ,papyri wird jeweilen nicht nur die bei den verschiedenen ,krankheiten anzuwendenden ,heilmittel in genauer ,rezeptierung1 sondern auch die bei deren ,anwendung auszusprechende ,zauber- und ,beschwrungsformel als das ,allerwichtigste dabei sorgfltig angegeben4 ,schon bei ihrer ,herstellung in den als asit bezeichneten1 in besonderen ,tempelrumen eingerichteten ,laboratorien1 an deren ,wnden die heiligen ,vorschriften zur ,bereitung der ,arzneien angegeben waren1 muten gewisse ,zeremonien beobachtet und bestimmte ,segen zu deren ,wirksammachung gesprochen werden4 ,manche ,kombinationen von ,heilmitteln fhrte man direkt auf alte berhmte ,heilknstler oder gar ,gtter zurck4 ,die zahlreichen auf uns gekommenen ,rezepte sind recht kurz gehalten und bestehen vielfach nur in ,andeutungen1 weil das einzelne als althergebracht und also allgemein bekannt vorausgesetzt wurde4 ,zur ,herstellung der auf den medizinischen ,papyri genannten ,einreibungen1 ,salben1 ,umschlge1 ,pflaster1 ,trnke1 ,abkochungen1 ,speisemischungen1 ,klistiere usw41 auf denen genau angegeben war1 wann und wie sie zu applizieren oder einzunehmen waren1 wurden allerlei pflanzliche und tierische ,produkte1 wie auch ,mineralbestandteile zuerst sorgfltig mit der ,wage gewogen und dann gemischt4 ,auer ,natron1 ,brechweinstein1 ,antimon und ,eisen bildeten zahlreiche pflanzliche ,produkte nebst ,wasser1 ,wein1 ,palmenwein1 ,essig1 ,honig1 ,menschen- und verschiedene ,tiermilch1 ,blut1 ,galle1 ,fett und ,exkremente der verschiedensten ,tiere1 auch ,mnner- und ,frauenurin usw4 eine wichtige ,rolle4 ,die ,mittel wurden fr #d1 #h1 #i oder #aj ,tage verordnet4 ,die zahlreichen ,rezepte zu ,mitteln gegen ,hautkrankheiten lassen darauf schlieen1 da dieses bel trotz aller ,reinlichkeit damals im ,pharaonenreiche sehr hufig war4 ,als ,beispiele lassen wir drei ,rezepte folgen3 ,desgleichen ein ,mittel zu bewirken das ,harnen3 ,honig pulverisierte ,johannisbrotschalen je #a ,teil4 ,daraus eine ,kugel zu pulverisierte ,keuschbaumsamen machen4 ,arznei fr ,leibesffnung3 ,milch tena nequant-,pulver ,drachme zu kochen1 umzuschtteln1 zu essen4 ,honig ,drachme ,fr vier ,tage4 ,weihrauch 7anti7 je #a ,teil4 ,gegen den ,durst1 das ,stoen1 ,blut von der ,eidechse das ,stechen im ,auge4 ,rupfe die ,haare aus1 ,blut von der ,wanze schmiere es darauf1 um gesund zu machen48 ,wie wir durch ,aristoteles erfahren1 galt fr jeden gyptischen ,arzt die gesetzliche ,norm3 die ,entwicklung der ,krankheit einige ,tage zu beobachten und erst am vierten ,tage mit einem entsprechenden ,heilmittel wirksam einzugreifen4 ,die ,kuren scheinen auch vielfach gelungen zu sein1 so da sich der ,ruf der gyptischen rzte weithin ber die ,mittelmeerlnder verbreitete4 ,schon in ,homers ,odysse heit es ja von gypten und seinen ,bewohnern3 444 ,dort bringt die fruchtbare ,erde ,mancherlei ,sfte hervor1 zu guter und schdlicher ,mischung1 ,dort ist jeder ein ,arzt und bertrifft an ,erfahrung ,alle ,menschen 4448 ,dieser ,ausspruch hat insofern seine ,berechtigung1 als jeder gypter1 um das ,gesamtwohl des ,volkes zu frdern1 sich auer der tglichen uerlichen ,reinigung alle ,monate einmal drei ,tage hindurch durch ,brech- und ,abfhrmittel1 ,waschungen und ,klistiere auch innerlich zu reinigen und gewisse ditetische ,vorschriften zu beobachten hatte1 da nach althergebrachter ,annahme die meisten ,krankheiten aus ,unreinigkeiten des ,magens1 der ,eingeweide und der ,haut entstehen sollten4 ,eben dieser ,dit wegen81 sagt ,herodot im #e4 vorchristlichen ,jahrhundert1 sind die gypter neben den ,libyern das gesundeste ,volk der ,erde48 ,das ,volk lebte sehr einfach und badete tglich1 um alle ,ansteckungsstoffe1 namentlich den gefrchteten ,aussatz1 vom ,krper fernzuhalten4 ,aus denselben ,grnden trug man auch nicht wollene1 sondern leinene ,kleider und mied gewisse ,speisen1 wie ,schweinefleisch1 ,seefische und ,saubohnen4 ,selbst den ,knigen war fr den tglichen ,verbrauch ein bestimmtes ,quantum von ,speisen und ,getrnken vorgeschrieben1 das nicht berschritten werden durfte4 ,da die altgyptischen rzte aus religiser ,scheu vor dem ,leichnam ihn nicht sezierten und die ,einbalsamierer eine besondere ,zunft bildeten1 die auerhalb des ,priesterkollegiums stand und sich im allgemeinen wohl keines besonders guten ,rufes erfreute1 da man ihnen schne ,frauenleichen erst am dritten oder vierten ,tage nach dem ,tode berlie1 so herrschten bei den rzten hchst abenteuerliche ,vorstellungen ber den anatomischen ,bau des menschlichen ,krpers1 auf die wir hier allerdings nicht eintreten knnen4 ,nur das eine sei erwhnt1 da man glaubte1 das ,herz nehme bis zum #ej4 ,jahre jhrlich um zwei ,quentchen zu1 um von da an jhrlich um ebensoviel abzunehmen1 so da notgedrungen der ,tod vor dem vollendeten hundertsten ,lebensjahre erfolgen mute4 ,dieselbe ,stellung wie der ,heilgott ,imhotep bei den gyptern nahm bei den alten ,griechen der gttliche ,asklepios ein1 der etwa im #ac4 vorchristlichen ,jahrhundert in ,thessalien gelebt haben soll4 ,die ausschmckende ,sage hat ihn zu einem ,sohne des ,lichtgottes ,apollon und der ,knigstochter ,koronis gemacht1 der zu ,trikka in ,thessalien1 der ,wiege seiner ,verehrung1 geboren und nach dem frhen ,tode seiner ,mutter vom weisen ,kentauren ,cheiron erzogen wurde1 der ihn besonders in der ,heilkunst unterrichtete4 ,da er sogar ,verstorbene erweckte1 erschlug ihn dann nach der ,sage ,zeus mit dem ,blitz1 in der ,befrchtung1 die ,menschen mchten durch ihn ganz dem ,tode entzogen werden2 nach anderer berlieferung geschah dies auf die ,beschwerde des ,gottes der ,unterwelt hin4 ,bei ,homer und ,pindar ist ,asklepios noch als einfacher ,mensch gedacht1 dessen ,vergttlichung eben begann4 ,seine ,shne ,podaleirios und ,machaon erscheinen in der ,ilias als rzte im ,heere der ,griechen4 ,sie und ihre ,nachkommen1 die ,asklepiaden1 hatten sich durch einen feierlichen ,eid verpflichten mssen1 ihre ,kunst nur den dazu ,berechtigten und unter den herkmmlichen ,bedingungen zu lehren4 ,bei ihrer ,behandlung spielte die ,inkubation 7griechisch enkoimsis genannt7 die grte ,rolle4 ,sie bestand darin1 da der ,kranke an geweihter ,sttte -- eben im ,tempel des ,heilgottes -- auf dem ,felle des von ihm geopferten ,tieres schlief1 um im ,traume vom ,heilgotte eine ,offenbarung ber das anzuwendende ,mittel zu erlangen4 ,meist leiteten die ,priester1 die zugleich rzte waren1 die ,inkubation ein und legten die ,trume der ,kranken aus1 oder trumten wohl auch selbst fr diese4 ,das bliche ,opfer der ,genesenen war ein ,hahn1 den auch ,sokrates nach seinem ,tode 7#cii v4 ,chr47 durch das ihm auferlegte ,trinken des ,schierlingsbechers dem ,heilgotte darzubringen befahl4 ,und zum ,danke an den ,gott hingen die ,geheilten ,votivtafeln mit dem ,bericht ber die von ihnen angewandte ,kur im ,tempel auf4 ,eine grere ,anzahl derselben haben die neuesten ,ausgrabungen zu ,epidauros am ginetischen ,meerbusen in der ,argolis1 wo in ,griechenland der ,hauptsitz seiner ,verehrung war1 zutage gefrdert4 ,von diesem ,orte aus verbreitete sich der ,asklepioskult ber ganz ,griechenland1 die gische ,inselwelt und die ,kste von ,kleinasien1 wo besonders in ,kos1 ,knidos1 ,trikka1 ,pergamon und ,athen sich einst vielbesuchte ,heiligtmer von ihm befanden4 ,diese waren stets in gesunder ,lage auf ,anhhen in heiligen ,hainen1 in der ,nhe von ,quellen und ,heilwassern errichtet1 und auch die von den ,heilpriestern den ,kranken befohlene ,tempelkur bestand in auch nach unseren viel weiter gefrderten ,anschauungen recht zweckmigen hygienischen ,verordnungen4 ,so kann es uns nicht wundern1 da der ,asklepiosdienst sich mit der griechischen ,kolonisation weithin in den ,lndern am ,mittelmeer verbreitete4 ,das ,symbol des ,gottes1 der von den ,bildhauern brtig1 im ,gesichtsausdruck dem ,zeus hnlich1 nur milder und jugendlicher1 dargestellt wurde1 war die ,schlange1 und zwar die gelbliche ,natter 7,coluber aesculapi71 die in seinen ,tempeln gehalten und bei der ,grndung neuer ,kultsttten in diese bergefhrt wurde4 ,so gelangte die skulapschlange mit dem ,dienst des in ,italien skulap genannten ,asklepios aus ,epidauros nach ,rom1 als dort sein ,kult im ,jahre #bic v4 ,chr4 bei einer ,pest auf ,befehl der sibyllinischen ,bcher eingefhrt wurde4 ,in dieser ,stadt stand der ,tempel des ,heilgottes auf der ,tiberinsel4 ,mit den ,rmern kam dann diese ,schlangenart1 die sich in ,sdeuropa vornehmlich auf felsigem1 sprlich mit ,buschwerk bestandenem ,boden aufhlt und hier eine ,lnge von #a1e m erreicht1 an alle natrlichen ,thermen nrdlich der ,alpen1 wo ,kranke ,genesung suchten4 ,deshalb wird dieses in jeder ,beziehung anmutige ,tier heute noch berall1 wo einst ,rmerbder standen1 z4 ,b4 in ,schlangenbad1 ,baden bei ,wien usw41 gefunden4 ,bei den alten ,germanen wurde kein besonderer ,heilgott verehrt4 ,wie bei allen ,vlkern auf primitiver ,kulturstufe war bei ihnen die ,heilkunst kein ,privileg einer besonderen ,kaste1 sondern wurde von smtlichen lteren und durch ,erfahrung belehrten ,volksgenossen1 besonders weisen ,frauen1 denen man besondere ,zauberkrfte zuschrieb1 ausgebt4 ,als ,heilmittel wurden auer mineralischen und tierischen ,produkten die ,sfte der verschiedensten ,pflanzen verwendet1 wie dies heute noch bei allen ,vlkern der ,erde geschieht4 ,hat man doch ausgerechnet1 da bei diesen gegenwrtig noch etwa #djjjj ,pflanzen in arzneilichem ,gebrauche stehen4 ,die zufllige ,entdeckung einer heilsamen ,eigenschaft erweckte begreiflicherweise die ,begierde nach weiteren solchen ,offenbarungen der ,natur1 und wenn diese ausblieben1 so bemchtigte sich die ,phantasie des ,wunsches und dichtete vielen ,gewchsen ,heilkrfte an1 die diese gar nicht besaen4 ,so wurde aus geringem ,wissen ein hoffendes ,glauben und aus diesem ein ppiger ,aberglaube4 ,man glaubte1 da alle durch ,gestalt1 ,farbe und ,entwicklungsweise ausgezeichneten ,pflanzen besondere ,krfte haben mten1 so beispielsweise das ,farnkraut1 das keine ,blten aufwies und bei dem man auch keine ,smlinge fand4 ,dieses ,kraut sollte in der an ,zauber reichen ,johannisnacht seinen ,samen fallen lassen1 der sofort tief in den ,boden verschwinde und sich deshalb dem menschlichen ,auge entziehe4 ,das in den halbdunkeln ,klften goldigschimmernde ,leuchtmoos wurde als das ,gold der ,kobolde gedeutet1 das wie die meisten ,heilsfte aus ,krutern nur durch ,zauber gewonnen werden knne4 ,man glaubte1 da sich die geheimen inneren ,krfte der ,pflanzen vielfach schon an besonderen ,merkmalen der ueren ,erscheinung erkennen lassen4 ,das leberartig gestaltete ,blatt des ,leberblmchens 7,hepatica triloba7 sollte heilsam sein bei ,leberkrankheiten1 das ohrfrmige ,blatt der ,haselwurz 7,asarum europaeum7 sollte gut sein gegen ,gehrleiden1 die am ,stengel entlang laufenden ,bltter des ,beinwells 7,symphytum officinale7 sollten ,knochenbrche heilen1 wie die um den ,stengel herum verwachsenen ,bltter des ,hasenohrs 7,bupleurum rotundifolium7 ,wunden zusammenschlieen sollten4 ,gegen alle mglichen ,leiden wurde das ,schellkraut 7,chelidonium majus7 verwendet1 das seinen ,namen vom ,vermgen ,warzen abzulsen und die ,haut bei ,krankheiten derselben abzuschlen -- vom althochdeutschen sceljan schlen -- erhielt4 ,in ,ruland wird es gegen ,krebs gegeben und wurde von dorther erst krzlich auch bei uns als ,krebsheilmittel empfohlen4 ,sein dunkelgelber ,milchsaft sollte ,gelbsucht heilen und wurde von den ,alchemisten des ,mittelalters vorzugsweise zum ,goldmachen verwendet1 daher die ,pflanze auch ,goldwurz heit4 ,wegen dieser seiner ,fhigkeit1 die zugleich das ,vermgen der ,herstellung des ,steines der ,weisen8 in sich schlo1 der nach dem damals allgemein verbreiteten ,glauben seinem ,besitzer ewige ,jugend und unermeliche ,reichtmer brachte1 da er alle vier ,elemente3 ,feuer1 ,luft1 ,wasser und ,erde enthalten sollte1 hie das ,schellkraut bei den ,alchemisten coeli donum81 d4 h4 ,himmelsgabe4 ,der botanische ,gattungsname ,chelidonium ist aber nicht etwa daraus hervorgegangen1 wie man vermuten knnte1 sondern aus dem griechischen chelidn ,schwalbe4 ,die ,pflanze hatte nmlich schon im ,volksglauben des ,altertums mancherlei ,beziehungen zu diesem ,zugvogel4 ,sie blht bei der ,ankunft der ,schwalben und welkt nach deren ,wegzug4 ,aristoteles1 der ,vater der ,naturgeschichte und ,metaphysik 7#chd-cbb v4 ,chr471 der den ,gelehrten des ,mittelalters als absolute ,autoritt galt1 sagt von ihr3 die ,schwalben htten ihren erblindeten ,jungen durch deren ,milchsaft die ,sehkraft wieder verschafft3 dadurch seien berhaupt die ,menschen auf die ,heilwirkung der ,pflanze aufmerksam geworden4 ,der #aeij als ,leibarzt des ,pfalzgrafen ,johann ,kasimir in ,heidelberg gestorbene berhmte ,arzt ,tabernaemontanus 7nach seinem ,geburtsorte ,bergzabern so genannt7 gibt in seinem ,kruterbuch1 an dem er -- nebenbei bemerkt -- #cf ,jahre gearbeitet hat1 etwa #cj ,rezepte an1 in denen das ,schellkraut einen wesentlichen ,bestandteil bildet2 in einem derselben wird der ,bltensaft mit ,honig zu ,sirup gesotten4 ,als ,amulett sollte die ,wurzel stets bei sich tragen1 wer bei seinen ,mitmenschen zu hohem ,ansehen gelangen will4 ,und wer ber den ,ausgang einer schweren ,krankheit ,bescheid haben mchte1 der braucht die ,pflanze dem ,kranken nur auf den ,kopf zu legen2 weint der ,kranke dabei1 so wird er genesen1 singt er aber laut und hell1 so mu er sterben4 ,auch die ,raute 7,ruta graveolens7 sollte mancherlei ,zauber- und ,heilkrfte in sich bergen1 weshalb sie schon bei den ,rmern in hohem ,ansehen stand4 ,aus ihr hergestellte ,trnke sollten gegen die verschiedensten ,krankheiten1 besonders aber gegen ,kolikschmerzen heilsam sein2 gegen diese sollte schon ein ber den ,kesselbalken des ,herdes aufgehngtes ,stengelbndel der ,raute helfen4 ,stcke der ,pflanze um den ,hals gehngt sollten ,blatternkranken die ,sehkraft erhalten2 wer sich vor ,schlangengift schtzen wollte1 der brauchte nur die ,fe damit einzureiben4 ,der ums ,jahr #ahj n4 ,chr4 lebende griechische ,sophist ,claudius lianus erzhlt in seinen ,tiergeschichten3 das ,wiesel kenne diese ,wirkung sehr wohl4 ,sobald es den ,kampf mit ,giftschlangen zu unternehmen beabsichtige1 fresse es ,rautenbltter und dann knnten ihm diese mit ihrem ,gifte nichts anhaben4 ,besondere ,bedeutung erlangte die ,raute durch das ,christentum4 ,es sollte die bsen ,geister und das ,ungeziefer vertreiben und1 kreuzweise im ,zimmer aufgehngt1 gegen ,alpdrcken schtzen4 ,aus ,rautenl wurde der ,diebsessig8 hergestellt1 der alle ,ansteckungsstoffe unschdlich machen konnte und bis vor kurzem ein in ,apotheken erhltliches ,desinfektionsmittel bildete4 ,seinen ,namen erhielt dieser ,stoff von dem ,umstande1 da ihn ,diebe gewhnlich brauchten1 um zu ,pestzeiten ungefhrdet die ,wohnungen der ,kranken und ,toten plndern zu knnen4 ,sie wurde und wird noch jetzt viel in ,bauerngrten angepflanzt und so mancher ,bauer im stlichen ,deutschland geniet in jedem ,frhjahr ein mit ,raute bestreutes ,brot1 um den ,magen zu reinigen1 das ,jahr ber guten ,appetit zu haben und von ,krankheiten verschont zu bleiben4 ,noch mehr ,zauber wurde mit dem ,johanniskraut 7,hypericum perforatum7 getrieben1 dessen ,bltter durch das ,vorhandensein von ldrsen durchsichtig punktiert erscheinen und dessen ,bltenknospen einen an der ,luft sich rot frbenden ,saft enthalten1 weshalb es auch ,blutkraut genannt wurde4 ,nach der deutschen ,sage war es zur ,sommersonnenwende aus dem ,blute des von einem ,eber geritzten ,gottes ,odin hervorgesproen1 whrend die christliche ,kirche das ,kraut aus dem ,blute ,johannes des ,tufers hervorgehen lie4 ,an der ,johannisfeier wurden ,huser und ,kirchen damit geschmckt1 damit ,leib1 ,seele und ,besitztum vor ,schaden bewahrt blieben4 ,man trug das ,blutkraut immer bei sich1 um vor ,verwundung und ,verhexung geschtzt zu sein2 gefolterte ,hexen erhielten einen aus ihm und ,distelsamen gekochten ,trank ,olebanum81 damit der ,teufel ausfahre und sie bekennen sollten4 ,deshalb war der ,teufel gegen das ,kraut sehr erbost und wollte es vernichten4 ,zu diesem ,zwecke lie er sich viele ,nadeln machen und zerstach damit die ,bltter2 doch verdorrte das ,kraut nicht1 aber seine ,bltter zeigen die ,nadelstiche noch heute4 ,will man erkennen1 ob ein ,hexenmeister zugegen sei1 so legt man unter das ,tischtuch von der ,wurzel des ,johanniskrauts1 ohne da jemand es merkt2 sitzt nun ein ,zauberkundiger mit zu ,tisch1 so wird es ihm sofort bel und er mu hinausgehen4 ,das ,kraut dient auch zu ,liebeszauber1 wenn man es sich an die ,brust steckt und der betreffenden ,person1 deren ,liebe man sich zu erringen sucht1 begegnen kann4 ,es kann aber auch ,liebe vertreiben1 wenn man es der betreffenden ,person in die ,schuhe oder in ein ,kleid hineinpraktiziert4 ,die ,springwurz 7,euphorbia lathyris7 ist eine aus dem ,mittelmeergebiet stammende ,pflanze1 deren ,frchte bei der ,reife mit starkem ,gerusch aufspringen1 wobei die ,samen heftig herausgeschleudert und so verbreitet werden4 ,darin glaubte man die ,kraft zu erkennen1 wonach die ,pflanze die ,fhigkeit besitze1 alles ,geschlossene oder ,feste aufzusprengen und ,ngel1 ,pflcke usw4 auszuziehen4 ,schon ,salomo soll den ,schamir8 als felsenspaltendes ,mittel beim ,bau seines ,tempels in ,jerusalem benutzt haben4 ,er hatte sich ihn dadurch verschafft1 da er das ,nest und die ,brut eines ,urhahns8 mit einem ,kristall8 bedecken lie2 der ,vogel holte nun den ,schamir herbei und wollte damit den ,stein wegsprengen1 da liefen die ,leute des ,knigs mit groem ,geschrei herbei1 und der ,urhahn lie vor ,schreck die ,wurzel fallen1 die man dem ,knige brachte4 ,in ,deutschland wuchs diese ,springwurz nicht1 man konnte sie sich nur in der ,weise beschaffen1 da man das ,nest eines ,schwarzspechts mit einem ,pflock verschlo1 dann holte der ,vogel die ,springwurz herbei und hielt sie an den ,pflock1 wie der ltere ,plinius nach ,demokrit und ,theophrast erzhlen2 in diesem ,moment mute man unter dem ,nest einen roten ,mantel ausbreiten und ein lautes ,geschrei erheben1 dann erschrak der ,vogel und lie die ,springwurz zu ,boden fallen4 ,der gelehrte ,konrad von ,megenberg 7um #acji auf dem ,schlosse ,megenberg in ,franken1 dessen ,vogt sein ,vater war1 geboren und #acgd als ,kanonikus am ,dom zu ,regensburg gestorben71 der ,verfasser der ersten ,naturgeschichte in deutscher ,sprache1 bemerkt dazu1 es sei nicht gut1 wenn dieses ,mittel allgemein bekannt wrde1 denn dann wre kein ,schlo mehr sicher4 ,diese ,wirkung des ,krautes galt als sehr weitgehend1 indem bei ,berhrung mit demselben dem ,gefesselten die ,ketten und ,bande1 wie dem ,zahnkranken die hohlen ,zhne ausfallen sollten1 das ,pferd seine ,hufeisen verliere usw4 ,auer dem ,specht kennen auch ,elster1 ,rabe1 ,wiedehopf und ,schwalbe diese ,eigenschaft des ,krautes4 ,der ,specht mit seiner ,springwurz war im rmischen ,altertum das ,symbol des ,blitzes2 wie dieser alles spalten und ffnen kann1 so der ,specht beziehungsweise die ,springwurz4 ,auch in der germanischen ,gttersage spielt sie eine gewisse ,rolle4 ,als sich nmlich ,gerda weigerte1 ,fros ,weib zu werden1 und selbst die ,lockung durch die goldenen pfel nichts nutzten1 so drohte man ihr mit der ,springwurz1 die sie schon zwingen werde4 ,deshalb wurde letztere auch ,zhmezweig genannt4 ,sonst dienten die ,samen als ,purgierkrner und der ,saft als ,blutreinigungsmittel bei ,flechten und anderen ,hautausschlgen4 ,daher empfahl ,karl der ,groe den ,anbau des ,pillenkrautes84 ,mit dem zauberkundigen jdischen ,knige ,salomo hngt auch der ,salomonssiegel 7,polygonatum anceps und ,p4 multiflorum7 zusammen2 dieser soll die ,siegeleindrcken gleichenden ,narben der vorjhrigen ,sprosse am wagrecht im ,boden kriechenden ,wurzelstock verursacht haben1 um anzuzeigen1 da der ,pflanze besondere ,krfte innewohnen4 ,er soll sie auch als ,sprengmittel beim ,tempelbau verwendet haben4 ,einen hnlichen unterirdischen ,wurzelstock besitzt der ,wurmfarn 7,polystichum filix mas71 der nur in der an ,zauber reichen ,johannisnacht mit goldenem ,lichterglanz blht4 ,es sind dies die ,sporen1 die aber nur mit ,hilfe des ,teufels erlangt werden knnen1 die von groer ,kraft gegen ,verhexung1 ,irregehen und ,erkrankung im allgemeinen sein und immerwhrende ,jugend1 ,glck1 ,reichtum und die ,erfllung aller ,wnsche verleihen sollten4 ,wird der ,wnschelsame8 in den ,schuhen getragen1 so sollte er unsichtbar machen4 ,die ,siegwurz oder der ,allermannsharnisch verhilft zu ,sieg und schtzt gegen ,zauberei und ,krankheit1 die dem ,menschen auf niedriger ,kulturstufe auch nur ,folge von ,verhexung ist4 ,und zwar unterschied das ,volk zweierlei ,art3 die weibliche ,siegwurz war ,gladiolus 7von gladius ,schwert7 communis4 ,schon die schwertfrmigen ,bltter sollten die ,schutzwirkung anzeigen1 und die von netzigen ,fasern1 den ,resten der ,blattgefbndel1 bekleidete rundliche ,knolle erschien wie ein ,panzerhemd oder ,harnisch4 ,die mnnliche ,siegwurz dagegen war ,allium victorialis4 ,ihre lngliche ,zwiebel hat ebenfalls eine netzfaserige ,hlle2 dem sie ,tragenden sollen sieben ,hmmer nichts anhaben knnen1 daher wird sie auch ,siebenhmmerlein8 genannt4 ,um fr alle ,flle die gewnschte ,schutzwirkung zu besitzen1 wurden die beiden ,wurzeln als ,mann und ,frau zusammengetan4 ,noch bis in unsere ,zeit verlangten die ,bauern in ,norddeutschland in den ,apotheken ,he un ,se81 d4 h4 ,er und ,sie1 und nagelten sie zum ,schutze gegen ,zauberei und ,teufelsspuk an ihre ,tren4 ,auch in der ,schweiz hngt man ,allium victorialis gegen ,unwetter und ,hexerei in der ,wohnung auf2 aufs ,bett gelegt wirke es gegen ,albdrcken und in ein ,tuch eingebunden heile es ,zahnschmerzen und ,kopfweh4 ,der vorhin angefhrte ,arzt ,tabernaemontanus sagt in seinem ,kruterbuch1 da die ,bergknappen sie mit sich fhren1 um damit die ,gespenster und bsen ,geister zu vertreiben1 von denen sie angefochten werden4 ,besonders aber ward sie von den ,landsknechten hochgehalten1 die sie als ,amulett stets bei sich trugen1 um hieb-1 stich- und schufest zu sein4 ,das durch zwei hodenfrmige1 als ,reservestoffbehlter dienende ,knollen ausgezeichnete ,knabenkraut 7,orchis maculata7 diente zu ,liebeszauber und war als ,heiratswurz8 gesucht4 ,wird die ,pflanze am ,johannistage ausgerissen1 so bleibt sie monatelang grn und hlt alle ,krankheit von den ,bewohnern fern4 ,wird sie in die ,kleider genht1 so erwirbt sie dem ,trger derselben die ,zuneigung der ,menschen4 ,die handfrmig geteilten ,knollen des breitbltterigen ,knabenkrautes aber dienten als ,teufelshand8 als ,talisman gegen den bsen ,blick1 ,verhexung und ,krankheit1 die natrlich wie alles ,unerklrliche auch auf ,zauberei zurckgefhrt wurde4 ,wer sie bei sich trgt1 hat ,glck im ,spiel und immer ,geld im ,beutel2 nur darf man sie nicht im ,hause aufbewahren1 da sonst den ,khen die ,milch schwindet4 ,sie ist aber nur dann eine ,glckshand1 wenn sie am ,johannistage mittags oder nachts #ab ,uhr ausgegraben wurde4 ,besonders stark beschftigte die ,volksphantasie die so geheimnisvoll nie auf dem ,boden1 sondern stets nur auf ,bumen wachsende ,mistel 7,viscum album71 die im ,winter1 whrend sonst alles abstirbt1 weitergrnt2 deshalb vermochte sie allein den ,sonnengott ,balder zu tten1 als der tckische ,loki den blinden ,hdur bewog1 einen aus ,mistelholz geschnitzten ,pfeil gegen ihn abzuschieen4 ,besonders zauberkrftig war die allerdings uerst selten auf einer ,eiche wachsend gefundene ,mistel1 die die allerschlimmsten ,krankheiten heilte1 alle ,giftwirkung aufhob und allem ,fruchtbarkeit verlieh4 ,schon bei den ,kelten geno sie das grte ,ansehen4 ,war eine solche ,raritt entdeckt1 so holten sie die ,druiden in feierlichem ,aufzuge am sechsten ,tage nach dem ,neumond4 ,zuerst wurden unter dem ,baum allerlei ,opfer dargebracht1 dann schnitt der weigekleidete ,oberpriester die zauberkrftige ,pflanze mit goldener ,sichel ab und verbarg sie in seinem ,mantel4 ,als ,shne fr den ,frevel wurden dann zwei weie ,stiere geopfert und bei dem darauf folgenden ,opferschmause besondere ,riten beobachtet4 ,die ,mistel heit noch heute in der ,altmark ,heil allen ,schaden84 ,am wirksamsten ist eine mit dem ,pfeil vom ,baume geschossene ,mistel1 die man1 ehe sie zu ,boden fllt1 mit der linken ,hand auffngt2 dazu mu aber die ,sonne im ,zeichen des ,schtzen stehen und der ,mond im abnehmenden ,licht sein4 ,da die ,zweige der ,mistel immer gabelig sind1 so erblickte man darin eine ,wnschelrute1 welche ,tren zu verborgenen ,schtzen ffnen und ,diebe bannen sollte4 ,sie hilft gegen ,albdrcken und verleiht ,fruchtbarkeit4 ,so wurde sie als segenspendendes ,symbol am ,julfest in der ,halle aufgehngt und band man ,zweige von ihr in der ,christnacht an die ,obstbume1 damit sie im kommenden ,jahre recht reichlich ,frucht tragen mchten4 ,geheimnisvolle ,krfte barg nach altgermanischem ,glauben auch der dem ,donnar heilige ,haselstrauch 7,corylus avellana74 ,wurden ,runen in einen ,haselstock geschnitten und das richtige ,zauberlied dazu gesungen1 so war das fr die verschiedensten ,dinge gut3 es machte unverwundbar1 der fliegende ,pfeil wurde dadurch im ,fluge gehemmt1 wunde ,glieder wurden geheilt1 ,feuer1 ,sturm und ,wellen gedmpft1 der ,sieg errungen1 streitende ,mnner vershnt1 ,gefangene gelst und die ,minne der ,frauen errungen4 ,diese ,macht ist wohl dem frhen ,blhen der ,hasel1 vor allen anderen ,pflanzen unserer ,zone1 zuzuschreiben4 ,daher war sie auch ein ,sinnbild des ,lebens und seiner ,neuerstehung nach dem ,winter1 das ,fruchtbarkeit verlieh4 ,hasel- und ,holderzweig zusammengebunden1 schtzten vor dem wilden ,heer1 verscheuchten die ,irrlichter1 bewahrten vor ,diebstahl und ,verhexung1 bannten ,giftschlangen und entzauberten verhexte ,gegenstnde4 ,unter dem ,haselstrauch1 der eine ,mistel trgt1 wohnt der ,haselwurm oder ,schlangenknig1 eine weie1 gekrnte ,schlange von fabelhafter ,strke1 die durch den dicksten ,eichbaum wie nichts hindurchfuhr4 ,um ihn einzufangen1 mute man den betreffenden ,haselstrauch im ,namen ,gottes begren1 ihn ausgraben1 den darunterliegenden ,wurm durch ,hersagen eines gewissen ,zauberspruches besprechen8 und mit ,beifu bestreuen2 das nahm ihm seine ,kraft4 ,im ,besitze des ,haselwurmes kannte man alle geheimen ,krfte der ,pflanzen1 war gegen alle bsen ,geister und alle ,zauberei belwollender ,menschen gesichert1 fand alle verborgenen ,schtze1 konnte durch alle ,tren brechen1 war unverwundbar und unsichtbar4 ,sogar der ,bse mute einem zu ,willen sein4 ,aber in jeder ,nacht zwischen #aa und #ab ,uhr mute der ,haselwurm mit einem ,ei und ,raute gefttert werden4 ,auch der ,wacholderstrauch 7,juniperus communis7 galt den alten ,deutschen als mit wunderbaren ,zauber- und ,heilkrften begabt und spielte als solcher in ,sitte und ,sage eine groe ,rolle4 ,noch heute hlt das ,volk groe ,stcke auf den ,kranawitt- oder ,machandelbaum1 dessen ,beeren und aus dem ,holz gewonnenes l seit dem ,altertum als ,volksheilmittel viel gebraucht werden4 ,wacholderreisig verwendeten die alten ,germanen zu ihren ,opfern und beim ,verbrennen der ,toten4 ,nach altem ,volksglauben schtzt der ,rauch verbrannter ,zweige vor ,ansteckung und vertreibt bse ,geister und ,schlangen4 ,eine ,allerweltszauberpflanze war ferner der ,alraun oder das ,erd-1 ,gold- oder ,galgenmnnlein1 so genannt1 weil er unter dem ,galgen aus dem ,samen eines unschuldig gehngten jungen ,diebes hervorgehen sollte4 ,doch ist die ,erlangung desselben mit allerlei ,gefahren verbunden4 ,der in der ,wurzel hausend gedachte ,geist schrie beim ,herausgraben so entsetzlich1 da man vor ,entsetzen starb2 daher benutzte man bei deren ,gewinnung einen schwarzen ,hund1 der aber bei diesem ,geschft das ,leben einbte4 ,die ,wurzel mute an einem ,freitag vor ,sonnenaufgang ausgegraben werden1 und zwar legte man sie zuerst ringsherum frei1 schlug drei ,kreuze1 sprach einen ,zauberspruch1 band einen ,strick daran und lie sie durch den schwarzen ,hund1 an dem kein weies ,haar sein durfte1 vermittelst des ,schwanzes herausziehen1 nachdem man sich vorher die ,ohren sorgfltig mit ,wachs verstopft hatte4 ,eben diese ,gewinnungsart1 die stets gleich geschildert wird1 erzhlte eine alte ,frau in ,gttingen ,dr4 ,crome4 ,das dabei im ,jahre #ahbj unter dem ,hochgericht auf dem ,leineberge bei jener ,stadt gewonnene ,alruneken8 habe den ,mann1 der es sich mit ,hilfe des ,teufels verschaffte1 sehr reich gemacht4 ,solche ,alraune verschafften nicht blo ,reichtum1 sondern schtzten vor allem ,zauber1 machten ihren ,besitzer unsichtbar1 ffneten die verschlossenen ,tren1 bewahrten vor ,blitzschlag1 gaben ,glck zu jedem ,tun1 ,gesundheit und kinderlosen ,frauen ,fruchtbarkeit4 ,sie muten sehr heimlich gehalten1 am besten in einem ,holzkstchen verwahrt werden und wurden blo beim ,schtzeheben1 ,wahrsagen und sonstiger von ihnen verlangter ,arbeit hervorgeholt4 ,man setzte ihnen bei jeder ,mahlzeit etwas zu essen und zu trinken vor1 wusch sie alle ,freitage oder ,sonnabende mit ,wein oder ,wasser1 zog ihnen an ,neumonden frische ,kleider aus weier oder roter ,seide an4 ,starb ihr ,besitzer1 so wurde der ,alraun auf den jngsten ,sohn vererbt2 starb dieser aber vor dem ,vater1 so erhielt ihn der lteste ,bruder4 ,er war der beste ,talisman gegen ,erkrankung1 und da er sonst noch alle mglichen guten ,eigenschaften aufwies1 so wurde er geradezu mit ,gold aufgewogen und ein schwunghafter ,handel mit ihm getrieben4 ,schon das frheste ,altertum hat ihn gekannt und verehrt4 ,er wurde ursprnglich aus der fleischigen ,pfahlwurzel einer im ganzen ,mittelmeergebiet heimischen ,nachtschattenart1 der ,mandragora officinalis mit grnlichgelben ,blten und gelben ,beeren von #a1e cm ,durchmesser1 gewonnen4 ,diese sollte der menschlichen ,gestalt hnlich sein1 was schon ,pythagoras bezeugt1 und wurde deshalb als ein mit ,zauberkraft wie alle ,geister ,verstorbener ausgestattetes ,erdmnnlein oder ,erdweiblein -- denn man unterschied auch hier zweierlei ,geschlechter -- angesehen4 ,aber ganz abgesehen von ihrer ,zauberkraft1 barg die ,wurzel betubende ,stoffe1 weshalb man sie im ,altertum zur ,schmerzlinderung vor chirurgischen ,operationen gab4 ,noch im ,mittelalter wurde ihr ,saft mit demjenigen von ,bilsenkraut und ,mohn als ,betubungsmittel verabreicht4 ,im ,abendlande1 wo die echte ,mandragora nicht mehr gedeiht1 ersetzte man sie vielfach durch die rbenfrmige ,wurzel der ,zaunrbe 7,bryonia dioica71 die an ,zunen und ,hecken wchst4 ,ihr ,saft dient seit alter ,zeit als ,abfhrmittel und sie selbst als ,alraun1 der zu mannigfaltiger ,zauberei1 namentlich aber zu ,liebeszauber benutzt wurde4 ,noch heute ist auf dem ,lande der ,glaube verbreitet1 da1 wenn ein ,mdchen auf dem ,gange zur ,kirme ein ,stckchen ,wurzel der ,zaunrbe in die ,schuhe lege1 ihr alle ,burschen zufliegen werden4 ,der ltere ,plinius berichtet1 da sie vor ,raubtieren schtze und ,knochensplitter aus ,wunden ziehe1 den ,ertrag der ,milch vermehre und das ,verderben derselben verhindere4 ,die ,jungfrau von ,orleans soll einen ,alraun besessen haben1 daher ihre ,erfolge4 ,der in der ,bibel mehrfach erwhnte dudaim1 von ,luther mit ,lilien8 bersetzt1 wird vielfach als ,alraun gedeutet1 ist aber wahrscheinlicher die auch heute noch im ,orient vielfach zu ,liebeszauber benutzte ,frucht von ,cucumis dudaim4 ,es wrde uns zu weit fhren1 hier alle die zahllosen ,pflanzen anzufhren1 die bei unseren ,vorfahren als ,arznei und ,zaubermittel gebraucht wurden1 und wie bei ihnen war es bei den anderen ,vlkern4 ,das erkennen wir deutlich an der ,herkunft des griechischen ,wortes phrmakon1 das unserer ,bezeichnung ,pharmazie zugrunde liegt und sowohl ,zauber- als ,heilmittel heit4 ,pharmakis bedeutet die ,zauberin1 und diese war bei den alten ,griechen zugleich rztin1 die mit eigener ,hand die mancherlei ihr als heilkrftig bekannten ,kruter sammelte und daraus die verschiedenen ,heiltrnke bereitete4 ,erst sehr spt wandten sich die ,mnner berufsmig dem ,sammeln und ,verkaufen der pflanzlichen ,rohstoffe zu4 ,die ,griechen nannten sie ,rhizotomen oder ,wurzelschneider1 und erst als sie nach und nach auch die ,zubereitung und den ,verkauf der von den rzten angewandten ,arzneien bernahmen1 wurden sie pharmakoples1 d4 h4 ,arzneiverkufer1 genannt4 ,aus ihnen wurden dann die ,pharmazeuten im ,sinne von ,arzneibereitern1 die spter auch ,apotheker hieen nach der griechischen ,bezeichnung apothk ,aufbewahrungsort 7fr ,kruter nmlich74 ,dieser von den ,rmern als apotheca bernommene ,ausdruck bedeutete spter berhaupt das ,lager der ,arzneipflanzen1 weshalb es im ,mittelalter als ,krauthausz verdeutscht wurde4 ,in der mittelalterlichen ,klosterwirtschaft wurde unter dem ,wort ,apotheke der ,raum fr die ,heilkruter verstanden1 der im #ac4 ,jahrhundert auch auf stdtische ,kruterlden1 in denen meist getrocknete ,heilpflanzen feilgehalten wurden1 berging4 ,nun verstanden begreiflicherweise die darin waltenden ,apotheker ,hilfe suchenden ,kranken auch verwickeltere ,arzneien1 die zu ,hause nicht so leicht bereitet werden konnten1 herzustellen1 was gerne benutzt wurde4 ,so wurden sie allmhlich von ,heilkruterverkufern zu ,bereitern von aus den ,heilkrutern hergestellten ,arzneien4 ,bei der ,arzneibereitung war das ,mischen der verschiedenen ,stoffe das ,wichtigste2 der dafr im mittellateinischen gebrauchte ,ausdruck conficere mengen fhrte dazu1 das ,produkt als confectum zu bezeichnen4 ,da nun die meisten ,arzneistoffe des besseren ,einnehmens wegen in ,honig und spter in ,zucker eingebettet wurden1 so bekam dann das ,wort ,konfekt mit der ,zeit den ,sinn einer knstlich bereiteten ,sware berhaupt1 wobei der ursprngliche ,bezug auf ,heilkraft mehr und mehr verschwand1 so da heute dieser ,ausdruck nur ,zuckerzeug bedeutet4 ,nach dem ,untergang der antiken ,welt waren es in erster ,linie die ,araber gewesen1 die von den ,kulturvlkern des ,altertums die ,arzneikunde und ,kenntnis der dabei angewandten ,heilmittel bernahmen1 um sie zur ,zeit der ,kreuzzge den ,abendlndern zu vermitteln4 ,dabei lehrten sie diese auch allerlei neue ,arzneiformen wie beispielsweise die ,sirupe bereiten1 die durchaus ein ,geschenk arabischer ,heilkunst sind4 ,aus dem arabischen scharb ,trank wurde das spanische scharope1 das italienische sciroppo1 siropo1 das franzsische sirop und schlielich im #ab4 oder #ac4 ,jahrhundert das deutsche ,sirup4 ,es war dies ein dickflssiger ,trank1 der sorgfltig aus allerlei ,krutern und ,gewrzen mit ,hilfe von ,honig und spter ,zucker bereitet wurde4 ,hufig wurde er nach arabischem ,muster mit ,rosen- oder ,veilchenwasser parfmiert4 ,sonst waren die wichtigsten ,arzneiformen des ,mittelalters die ,elektuarien1 im ,deutschen zu latweri und zuletzt latwerg umgebildet4 ,es waren dies durch ,kochen eingedickte ,sfte verschiedener ,heil- und ,wrzkruter1 die nach dem ,wortlaute der ursprnglich griechischen ,bezeichnung ekleiktn zerleckt werden sollten4 ,sie wurden entweder wie ,salben in ,bchsen1 oder in ,wrfel geschnitten als ,zelteln1 oder in ,stangenform gegossen1 wie heute noch der eingedickte ,lakritzensaft1 aufbewahrt4 ,hchst selten gelangten ,pulver und gar nie ,pillen zur ,anwendung1 welch letztere erst in der ,neuzeit in ,aufnahme kamen4 ,abgesehen von der arabischen ,hochschule von ,cordova1 in der neben anderen ,wissenschaften auch die ,medizin und ,alchemie reiche ,pflege fanden1 war ,salerno in ,unteritalien die lteste ,pflegesttte der wissenschaftlich betriebenen ,medizin in ,europa4 ,im #ab4 ,jahrhundert erlie ,knig ,roger von ,neapel die erste ,medizinalverfassung1 die dann der seiner ,zeit weit vorauseilende ,kaiser ,friedrich ,,ii4 ausbaute und zu der er die erste ,arzneitaxe hinzufgte4 ,erst sehr viel spter wurde dann in ,mitteleuropa die staatliche berwachung ber ,zubereitung und ,verkauf der ,arzneimittel eingefhrt1 nachdem vom ,beginne des #ab4 ,jahrhunderts an sich in ,frankreich1 ,deutschland usw4 die ,pharmazie von der ,medizin getrennt hatte und regulre ,apotheken eingerichtet worden waren4 ,schon im #ad4 ,jahrhundert erblhte eine freilich der ,hauptsache nach alchemistische ,literatur ber die verschiedenen ,prparate und ,rohstoffe des ,arzneischatzes1 als deren vornehmste ,trger ,raimundus ,lullus1 ,basilius ,valentius1 ,albertus ,magnus und ,roger ,baco zu nennen sind4 ,erst ganz allmhlich und besonders durch die immer bedeutendere ,frderung von seiten der ,chemie konnte die ,arzneimittellehre eine einigermaen rationelle ,gestaltung annehmen und sich von dem ungeheuren ,wust und ,ballast befreien1 den viele ,jahrhunderte in ihr aufgehuft hatten4 ,immer mehr wurde die einst ganz unglaublich zahlreiche ,menge der in den ,apotheken gehaltenen ,arzneistoffe eingeschrnkt1 so da heute weitaus die ,mehrzahl der einst arzneilichen ,pflanzen nur durch das ,anhngsel officinalis8 hinter ihrem ,namen als solche gekennzeichnet ist1 jedoch keinerlei ,verwendung mehr im ,arzneischatze findet4 ,im folgenden sollen nun ,herkunft und ,verwendung nur der wichtigsten pflanzlichen ,arzneimittel in ,krze besprochen werden4 ,das ,wort droga bedeutete ursprnglich einen wertvollen ,arzneirohstoff vorwiegend aus der ,gruppe der aromatischen ,stoffe2 doch scheint man bereits im #af4 ,jahrhundert den ,begriff des ,getrockneten damit verbunden zu haben4 ,sonst nannten die ,lateiner des ,mittelalters die arzneilichen ,rohstoffe simplicia im ,gegensatz zu den zusammengesetzten ,arzneimitteln1 die man als composita bezeichnete4 ,nach ,tschirch ist heute noch in den hollndischen ,apotheken der ,ausdruck simplicia fr ,drogen in ,anwendung1 und auch in ,frankreich nennt man sie mdicaments simples4 ,solche ,drogen waren um so geschtzter und teurer1 je schwieriger sie zu beschaffen waren4 ,dabei spielte vielfach schon die ,art der ,gewinnung eine wichtige ,rolle4 ,bis in die ,neuzeit hinein waren nmlich nicht nur vom ,volke1 sondern auch von den rzten genau einzuhaltene ,vorschriften bei der ,herstellung von solchen gefordert4 ,wie bei den ,menschen auf niederer ,kulturstufe die bei der ,einnahme einer ,arznei gesprochene ,zauberformel viel wichtiger als diese selbst ist1 so achtete man auch bei uns bis vor noch nicht sehr langer ,zeit genau auf die ,segen81 die bei der ,gewinnung gewisser ,drogen und dann wiederum bei der ,herstellung der einzelnen daraus bereiteten ,medikamente gesprochen werden muten1 wenn sie wirksam sein sollten4 ,so sind nicht nur in den mittelalterlichen ,kruterbchern1 sondern auch in den bis ins #ai4 ,jahrhundert hinein von rzten1 ,apothekern1 aber auch allen besseren ,familien1 besonders des ,adels gefhrten ,arzneibchlein1 in denen die verschiedensten1 von ,geschlecht zu ,geschlecht vererbten ,rezepte zur ,bereitung von ,arzneien sorgsam zu allgemeinem ,nutzen gesammelt wurden1 jeweilen auch gewissenhaft die bei der ,bereitung und ,anwendung der betreffenden ,heiltrnke zu sprechenden ,segen8 notiert4 ,lie man diese auer acht1 so glaubte man1 werde auch die ,arznei trotz sorgfltigster ,bereitung nicht die gewnschte ,wirkung ausben4 ,wie fr krperliche ,krankheiten wurden ,heiltrnke aber auch fr ,liebes- und andern ,zauber von den ,laien so gut als von den rzten und ,apothekern bereitet4 ,mit ,vorliebe wurde das heilige ,salbl und die ,hostie1 die heute noch vom ,volke kraft der ,weihung durch den ,priester als mit besonderen ,wunderkrften ausgestattet angesehen werden1 zu solchem ,liebeszauber1 wie auch zu ,krankheitszauber aller ,art benutzt4 ,schon ,kaiser ,karl der ,groe verbot in einer ,verordnung im ,jahre #hac den ,priestern bei schwerer ,strafe1 solches unter keinem ,vorwand zu ,heil- oder ,zauberzwecken irgend welcher ,art herzugeben4 ,und drei ,jahrhunderte spter beschwor ,bruder ,berthold namentlich die ,bauern1 weder mit dem ,chrisma1 noch gar mit der ,hostie ,zauberei zu treiben4 ,auch ohne ,beimengung von ,pflanzenextrakten galt der ,wein an sich schon als ,heiltrank2 er diente innerlich zum ,krftigen und ,wiederbeleben der ,krperfunktionen1 und uerlich zum ,waschen der ,wunden1 bevor sie mit l getrnkt wurden1 wie dies ja schon im ,altertum der ,fall war4 ,es sei hier nur an die bekannte ,geschichte vom barmherzigen ,samariter erinnert4 ,mit ,wein wurde unter anderm die im ,mittelalter sehr oft genannte potio ,paulina1 der ,trank des heiligen ,paulus bereitet1 wohl so genannt mit ,anspielung darauf1 da der ,apostel ,paulus dem ,thimotheus ,wein gegen schwachen ,magen und allerhand ,krankheitsbeschwerden empfiehlt4 ,diese potio ,paulina war eine ,art ,universalmittel1 die alle ,krankheiten des ,kopfes1 des ,magens1 der ,brust1 ,schlagflu1 ,lhmung und ,pest heilen und den ,mensch verjngen und verschnen sollte2 nur mute sie hufig genossen werden1 was sich aber nicht jedermann leisten konnte4 ,die letztere ,vorschrift hat nach dem ,berichte des ,chronisten ,thietmar von ,merseburg 7geboren #igf als ,sohn des ,grafen ,siegfried von ,walbeck1 seit #ajji ,bischof von ,merseburg1 gestorben #ajai7 der ,markgraf ,liuthar zu wrtlich befolgt2 dadurch zog er sich durch den paulinischen ,trank einen schweren ,rausch zu und starb dabei pltzlich4 brigens ist diese potio ,paulina nichts anderes als der aus dem ,altertum berkommene1 beraus geschtzte ,alantwein1 der aus der ,wurzel des ,alantkrautes 7,inula helenium7 mit ,zusatz von ,honig durch ein umstndliches ,verfahren gewonnen wurde4 ,die ,alantpflanze ist eine hohe ,staude mit groen1 rauhen ,blttern und umfangreichen gelben1 mit groen ,strahlenblten versehenen ,kpfchen1 die in ganz ,sdeuropa bis ,persien heimisch ist4 ,sie wurde schon bei den ,griechen und ,rmern kultiviert4 ,columella um die ,mitte des #a4 christlichen ,jahrhunderts gibt uns ausfhrliche ,anweisungen ber deren ,anbau4 ,nach ihm soll sie auf gut gedngtem1 tief gegrabenem ,boden drei ,fu weit auseinandergest und mglichst wenig versetzt werden1 damit sie besser wachse4 ,sein ,zeitgenosse1 der ltere ,plinius 7gestorben #gi n4 ,chr4 beim ,vesuvausbruch1 der ,pompeji und ,herkulanum verschttete71 sagt in seiner ,naturgeschichte1 der ,alant sei an sich dem ,magen nachteilig1 werde aber durch ,zusatz von ,sem sehr heilsam4 ,man trocknet die ,alantwurzel1 stt sie zu ,pulver1 tut dann eine ,sigkeit hinzu1 oder man kocht sie mit einer ,mischung von ,essig und ,wasser und gibt dazu noch eingekochten ,weinmost1 ,honig1 ,rosinen und saftige ,datteln4 ,man geniet sie auch mit ,quitten1 ,spierlingsfrchten 7einer ,art ,mehlbeeren71 ,pflaumen1 wozu man auch wohl ,pfeffer und ,thymian hinzusetzt4 ,in dieser ,weise dient die ,alantwurzel als ,magenstrkung1 und es ist bekannt1 da ,julia1 die ,tochter des ,kaisers ,augustus1 sie in dieser ,weise tglich a48 ,diese ,wertschtzung blieb der ,alantwurzel das ganze ,mittelalter hindurch erhalten4 ,noch in dem #afjd gedruckten ,hausbuch des deutschen ,arztes ,colerus wird dem ,alantwein1 dessen ,zubereitung ausfhrlich geschildert wird1 ganz dieselben ,eigenschaften zugeschrieben1 die im ,mittelalter von der potio ,paulina gerhmt wurden2 er sollte wider alle ,gifte dienen1 ,brust und ,lunge subern1 das ,herz strken und erfreuen1 den verschleimten ,magen reinigen1 die ,verstopfung der ,leber und ,milz beseitigen1 sowie alle kalte1 phlegmatische ,feuchtigkeit wegnehmen1 den ,weibern die monatliche ,reinigung frdern1 gegen den ,husten dienen1 der von der ,erkltung der ,brust kommt1 den ,gries und ,stein austreiben1 die ,gebrmutter strken1 die natrliche ,hitze und ,kraft erhalten1 frhlich und lustig machen und noch manches andere4 ,helena habe in gypten den ,alantwein machen lernen als einen bewhrten ,trank fr alles ,gift1 ,leid und ,trauern4 ,schon ,plinius berichtet1 da die ,pflanze helenium genannt werde1 weil sie aus den ,trnen der schnen ,gattin des ,agamemnon1 ,helena1 hervorgegangen sein soll4 ,seit alter ,zeit wird sie als sehr heilkrftig auch in ,deutschland kultiviert und findet sich namentlich um ,gebirgsdrfer herum verwildert4 ,ihr dicker ,wurzelstock ist noch heute offizinell1 weshalb die ,staude auch an einzelnen ,orten auf ,feldern gebaut wird4 ,seit dem hohen ,altertum werden die ,bltter und ,wurzeln der #a-a1be m hohen ,eibischstaude 7,althaea officinalis7 gegen ,husten und als schleimige ,beimengung zu ,latwergen und ,pillen verwendet4 ,bei den alten ,griechen und ,rmern hie sie althaea1 bei ,scribonius ,largus ebiscus und hibiscum1 zur ,zeit ,karls des ,groen mismalva oder ibischa1 welch letzterer ,name sich bei der heiligen ,hildegard im #ab4 ,jahrhundert allein vorfindet und zum sddeutschen ,ibsche1 wie auch zum norddeutschen ,eibisch wurde4 ,sie wchst auf feuchtem1 am liebsten salzigem ,boden in ,sd-1 aber auch ,mitteleuropa bis zur ,ostsee1 im gemigten ,west- und ,nordasien1 in ,nordamerika und ,australien4 ,die #a-a1be m hohe ,staude besitzt filzige ,stengel und ,bltter1 groe fleischfarbene ,blten und wird zur ,gewinnung des starken ,rhizoms besonders bei ,bamberg1 ,nrnberg und ,schweinfurt im groen kultiviert4 ,diese wird im ,herbst von der zweijhrigen ,pflanze gesammelt und frisch geschlt1 ist weigelblich1 riecht slich1 schmeckt fade schleimig und enthlt #ce ,prozent ,schleim1 #cg ,prozent ,strke1 #aj ,prozent ,zucker und #b ,prozent ,asparagin4 ,sie dient neben den schleimig schmeckenden ,blttern zur ,bereitung von ,brusttee4 ,der mit ,zucker gekochte wsserige ,auszug der ,wurzel wird zu ,sirup und gummser ,paste1 ohne ,zucker dagegen bei der ,appretur und sonst vielfach verwendet4 ,uralt ist auch die ,verwendung des ,baldrians 7,valeriana officinalis71 der bekannten ,staude mit kurzem1 aufrechtem1 bis #a cm dickem1 oft ,auslufer und zahlreiche dnne1 stielrunde ,nebenwurzeln treibendem ,rhizom1 #cj-aej cm hohem1 oben versteltem ,stengel und rispigen ,dolden von fleischroten1 wohlriechenden ,blten4 ,diese in ganz ,nordeuropa1 ,nordasien und ,japan wachsende ,pflanze liefert in ihrer ,wurzel ein sehr wichtiges ,arzneimittel4 ,diese hat eine braune ,auenrinde1 riecht nach dem ,trocknen eigentmlich kampferartig unangenehm -- doch lieben bekanntlich die ,katzen den ,geruch sehr -- und schmeckt gewrzhaft bitter4 ,sie enthlt #j1e-a ,prozent therisches ,baldrianl1 das bei der kisso genannten japanischen ,abart mit schmleren ,blttern bis #f1 ja #h ,prozent steigt4 ,bei den alten ,griechen und ,rmern war sie unter dem ,namen phu bekannt1 der sich bis zum #ae4 ,jahrhundert in der ,literatur erhielt4 ,daneben kam seit dem #aa4 ,jahrhundert der ,name valeriana auf1 der nach ,linn von der deutschen1 auch im ,schwedischen gebruchlichen ,bezeichnung ,baldrian1 d4 h4 ,baldrs 7des ,lichtgottes1 der als ,sohn ,odins und ,freyas als der reinste der ,asen galt7 ,kraut abzuleiten ist1 vielleicht aber nach dem rmischen ,arzte ,plinius ,valerianus so genannt wurde1 oder nur mit dem lateinischen valere gesund sein zusammenhngt4 ,dieser ,ausdruck ist aber vorzugsweise nur von den rzten gebraucht worden4 ,beim deutschen ,landvolk war sie im ,mittelalter unter dem ,namen ,denemarcha1 noch frher ,tenemarg bekannt1 ein ,ausdruck1 der sich in einem ,teil der ,schweiz bis heute erhielt4 ,das ,infus der ,wurzel dient gegen ,krmpfe und ,hysterie1 wie auch als ,reizmittel bei schwachen ,nerven4 ,ein sehr altes deutsches ,volksmittel ist die ,bergwohlverleih oder ,mutterwurz genannte ,arnica montana1 eine auf ,bergwiesen ,sd- und ,mitteleuropas1 in ,norddeutschland dagegen in der ,ebene wachsende ,komposite mit #cj-fj cm hohem1 drsig-kurzhaarigem ,stengel und groen1 goldgelben1 aromatisch riechenden ,blten1 die neben dem in der ganzen ,pflanze enthaltenen ,arnizin ein kamillenartig riechendes therisches l enthalten4 ,im schwach aromatisch riechenden und scharf gewrzhaft1 etwas bitter schmeckenden ,wurzelstock ist neben ,arnizin1 ,inulin1 ,gerbstoff und ,gummi zu #a ,prozent das in greren ,dosen ,brechen erregende ,arnikal enthalten4 ,in gepulvertem ,zustand erregt die ,wurzel ,niesen4 ,seit alter ,zeit diente die gepulverte ,wurzel1 in ,bier getrunken1 gegen ,blutungen1 ,durchfall1 ,fieber1 ,lhmung und ,epilepsie1 die im ,juni und ,juli gesammelten ,blten aber1 mit ,weingeist ausgezogen1 als vielgerhmtes zerteilendes und ,wundmittel4 ,die schon zu ,ende des #af4 ,jahrhunderts von ,joel in ,greifswald empfohlene ,heilpflanze wurde erst seit #agab von den rzten hufiger verwendet4 #aggg stellte ,collin die ,arnikablten als ,fiebermittel den ,chinarinden gleich4 ,da die heilige ,hildegard die ,pflanze im #ab4 ,jahrhundert als wolfisgelegena bezeichnet1 mu der ,name ,wohlverleih auf wolfsgele 7,wolfsgelb7 zurckgefhrt werden1 der sich brigens schon vom #aj4 ,jahrhundert an nachweisen lt4 ,das jngere1 von den gelehrten ,botanikern erfundene ,wort ,arnika ist vom griechischen arnkis ,lammpelz -- wegen der drsigen1 weichhaarigen ,bltenhlle -- abzuleiten4 ,schon der gelehrte ,basler ,botaniker ,kaspar ,bauhin 7#aefj-afbd7 bemerkt1 da der gemeine ,mann die ,pflanze ,wohlverleih1 der ,arzt aber sie ,arnica nenne4 ,als ,giftpflanze war die ,herbstzeitlose 7,colchicum autumnale1 nach der ,stadt ,kolchis in ,kleinasien1 wo die ,pflanze nach ,dioskurides hufig vorkam1 so geheien7 schon im ,altertum und ,mittelalter bekannt4 ,sie wurde auch ,ephemeron genannt1 weil man glaubte1 da derjenige1 der eine ,zwiebel derselben esse1 noch an demselben ,tage sterben msse4 ,erst in der ,neuzeit fand sie als ,gichtmittel arzneiliche ,verwendung4 ,zum erstenmal finden wir sie #afah in der englischen ,pharmakopoe erwhnt2 in ,deutschland aber kam sie erst #agfc durch ,strck in ,anwendung4 ,zeitlose heit sie1 weil sie sich an keine ,zeit wie die brigen ,bltenpflanzen hlt1 im ,herbst blht und die ,samen mit den ,blttern erst im darauffolgenden ,frhjahr treibt4 ,weil sie aber zuerst im ,jahre die ,frucht und erst im ,herbste die ,blte zeitigt1 nannten sie die ,alten auch filius ante patrem1 d4 h4 ,sohn vor dem ,vater4 ,statt der zuerst angewandten1 frisch widrig rettigartig riechenden ,knollen werden seit der ,empfehlung von ,dr4 ,williams in ,ipswich im ,jahre #ahbj die weit haltbareren1 im frischen ,zustande weilichen1 aber beim ,trocknen dunkelrotbraun werdenden ,samen zur ,gewinnung des ,colchicins angewandt4 ,neben der ,herbstzeitlose haben wir in der ,familie der ,giftlilien den auf den ,gebirgswiesen ,europas und ,nordasiens verbreiteten ,germer 7,veratrum album71 auch flschlich weie ,niewurz genannt1 zu erwhnen4 ,die eigentliche weie ,niewurz 7,helleborus albus7 ist eine der sogenannten ,christrose verwandte ,hahnenfuart2 beider ,wurzelstock enthlt das scharf giftige ,veratrin und wurde unter dem gemeinschaftlichen ,namen hellberos1 was eine ,pflanze1 deren ,genu tdlich wirkt1 bedeutet1 als eines der berhmtesten ,arzneimittel des ,altertums von den ,griechen und durch die ,vermittlung dieser auch bei den ,rmern verwendet4 ,letztere gebrauchten dafr den einheimischen ,namen veratrum1 das von verare wahrsprechen -- das ,niesen deutete ja nach ihrer ,meinung die ,besttigung der ,wahrheit an -- abzuleiten ist4 ,schon der groe ,schler des ,aristoteles1 ,theophrast1 unterschied erstere als weie und letztere als schwarze hellboros4 ,erstere sei selten1 und die beste ,art derselben wachse auf dem ,oeta1 letztere dagegen wachse allenthalben in ,griechenland4 ,nach ,dioskurides mssen die ,wurzeln zur ,zeit der ,weizenernte ausgegraben werden1 und zwar hat man dabei nach ,plinius folgende ,maregeln zu beobachten3 ,erst schneidet man um sie herum mit dem ,schwert einen ,kreis1 dann blickt man nach ,osten1 fleht zu den ,gttern1 da sie gtigst die ,erlaubnis erteilen1 sie zu nehmen1 und beobachtet dabei den ,flug des ,adlers4 ,ein solcher befindet sich in der ,regel in der ,nhe2 fliegt er nher heran1 so ist dies ein ,zeichen1 da derjenige1 der die ,wurzel geschnitten hat1 noch in demselben ,jahre sterben mu48 ,beide ,wurzelarten wurden gegen die verschiedensten ,krankheiten gegeben und sollten auch ,wahnsinn und ,epilepsie heilen4 ,heute werden die scharfen in ihnen enthaltenen ,stoffe meist nur noch uerlich bei ,rheumatismus angewandt4 ,den ,alten nicht bekannt war der ,stechapfel 7,datura stramonium71 der wahrscheinlich aus ,persien stammt und durch ,vermittlung der aus ,nordindien stammenden ,zigeuner erst im #af4 ,jahrhundert nach ,deutschland gelangte1 wo er jetzt berall an ,wegen und auf ,schutthaufen in der ,nhe von ,drfern und ,stdten1 wo einst die ,vertreter jenes ,wandervolkes rasteten1 verwildert angetroffen wird4 ,er wurde von den ,zigeunern wie die weibltige ,datura metel in ,ostindien und ,arabien zur ,herstellung von ,berauschungsmitteln mit ,hanf1 ,opium1 ,gewrzen usw4 verwendet4 ,ebenso bereiteten die alten ,peruaner aus den ,samen der strauchartigen ,datura sanguinea mit groen1 hngenden1 halb roten1 halb gelben ,blten einen tonga genannten berauschenden ,trank1 den einst die ,priester des ,sonnentempels zu ,sogamossa1 dem peruanischen ,orakelsitz1 tranken1 um sich mit den ,geistern der ,verstorbenen in ,verbindung zu setzen2 deshalb wird sie heute noch in jenem ,lande yerba de huaca1 d4 h4 ,grberpflanze genannt4 ,als ,arzneimittel gegen ,krmpfe1 ,asthma und ,rheumatismus werden die ,bltter und ,samen unseres ,stechapfels erst seit #agfb1 da sie ,strck in ,wien empfahl1 angewendet4 ,illustration3 ,tafel #abe4 ,der ,baldrian4 7,nach der ,natur phot4 von ,h4 ,dopfer47 ,illustration3 ,die ,arnica4 7,nach der ,natur phot4 von ,h4 ,dopfer47 ,illustration3 ,tafel #abf4 ,tollkirsche 7,atropa ,belladonna7 in einer ,waldlichtung bei ,weidling nchst ,wien4 7,nach einer im ,besitz des ,botan4 ,institutes in ,wien befindlichen ,phot4 von ,a4 ,ginzberger47 ,illustration3 ,baumartig kultivierter ,rizinus auf den ,kanarischen ,inseln4 7,nach einer im ,besitz des ,botan4 ,institutes zu ,wien befindlichen ,phot4 von ,g4 ,kraskovits47 ,ebenfalls irgendwo aus ,westasien zwischen dem ,kaspischen ,meer und ,afghanistan scheint das ,bilsenkraut 7,hyoscyamus niger7 nach ,europa eingefhrt worden zu sein1 und zwar schon im ,altertum4 ,der aus ,kilikien gebrtige griechische ,arzt ,dioskurides beschreibt vier ,arten des ,bilsenkrautes1 die alle in ,griechenland wachsen4 ,unter ihnen war die weie ,abart 7,h4 albus7 die gebruchlichste und wurde schon von den ,hippokratikern angewandt4 ,als dem ,apollon geweihtes heiliges ,kraut wurde es alljhrlich von ,kreta nach ,rom gebracht und stand als ,liebestrank neben der ,mandragora in hohem ,ansehen4 ,da es ,wahnsinn veranlassen knne1 wute schon ,sokrates4 ,von der ,beobachtung1 da ,schweine nach dem ,genusse des ,krautes in ,krmpfe verfallen1 soll nach ,helianus der ,name hyoskamos1 d4 h4 ,schweinebohne1 herrhren1 whrend ,bilsenkraut das ,kraut des keltischen ,sonnengottes ,beal bedeutet4 ,erst seit dem ,jahre #agfb1 da eingehende ,erfahrungen ber die ,wirkung des ,bilsenkrautes bekanntgegeben wurden1 fand es bei den wissenschaftlich gebildeten rzten als ,beruhigungs- und ,schlafmittel ,anwendung4 ,eine dritte ,nachtschattenart ist die in ,laubwldern der ,gebirgsgegenden ,europas wachsende ,tollkirsche 7,atropa belladonna71 die zuerst von deutschen ,botanikern und rzten als ,giftpflanze erwhnt wird4 ,erst im #af4 ,jahrhundert wurde sie in den ,arzneischatz eingefhrt und findet sich #agga in der ,wrttemberger ,pharmakopoe angefhrt4 ,die ,bezeichnung ,belladonna kam im #af4 ,jahrhundert in ,italien auf1 als die ,frauen sich ihrer als kosmetischem ,mittel zur ,erweiterung der ,pupillen bedienten1 whrend ihr von ,linn gewhlter ,artname von der unerbittlichen ,parze ,atropos1 d4 h4 der ,unabwendbaren herrhrt4 ,das aus ihr gewonnene ,alkaloid ,atropin1 das in der ,augenheilkunde und als krampfstillendes ,mittel eine groe ,rolle spielt1 wurde #ahca von ,mein zuerst isoliert4 ,einen hnlichen ,stoff stellten #ahcc ,geiger und ,hesse aus dem ,stechapfel dar1 dessen ,identitt mit ,atropin dann ,planta nachwies4 ,zur ,verarbeitung gelangen die in der ,bltezeit im ,juni und ,juli gesammelten ,bltter #b-d;jhriger ,pflanzen1 die bei #cj ,c4 rasch getrocknet werden1 aber nicht ber ein ,jahr aufbewahrt werden drfen4 ,die ,bltter wilder ,pflanzen enthalten etwas mehr ,alkaloid als diejenigen kultivierter ,pflanzen4 ,auch die ,geschichte des neuerdings als ausgezeichnetes ,herzmittel zu so groem ,ansehen gelangten rotblhenden ,fingerhutes 7,digitalis purpurea7 lt sich als innerlich angewandte ,droge nur bis zum #af4 ,jahrhundert verfolgen2 uerlich wurde diese ,pflanze teilweise schon im #aj4 ,jahrhundert in ,form von ,umschlgen oder als ,bltterdekokt gegen ,geschwre verwendet4 ,gegen ,wassersucht brauchte sie zuerst der englische ,arzt ,withering 7#agda-agii7 in ,birmingham1 und #aghc wurde sie in die ,edinburger ,pharmakopoe aufgenommen4 ,das ,wort ,digitalis1 das zuerst der als ,professor der ,botanik in ,tbingen verstorbene ,bayer ,leonhard ,fuchs 7#aeja-aeff7 #aedb aufbrachte1 ist vom lateinischen digitabulum ,fingerhut abzuleiten4 ,auch vom ,fingerhut werden die sorgfltig im ,schatten getrockneten1 am besten zu ,beginn der ,bltezeit gesammelten ,bltter wildwachsender ,pflanzen verwendet4 ,seit dem frhesten ,altertum war der ,eisenhut 7,aconitum napellus7 den ,vlkern gebirgiger ,gegenden1 in denen er mit ,vorliebe wchst1 als uerst starkes ,gift bekannt4 ,so dienten die knollig aufgetriebenen ,wurzeln1 nach denen die ,pflanze den ,beinamen napellus1 d4 h4 ,rbchen hat1 den alten ,deutschen als ,wolfswurz und den alten ,griechen als lykktonon1 d4 h4 ,wolftter zum ,vergiften wilder ,raubtiere1 besonders des die ,herden umschleichenden ,wolfes1 wie diejenigen der noch giftigeren ,art1 ,aconitum ferox1 des ,himalaja von den dortigen ,bewohnern zum ,vergiften der ,pfeile benutzt wird4 ,nach dem griechischen ,mythos soll schon die zauberkundige ,medeia1 ,tochter des ,knigs ,aetes von ,kolchis1 ein ,gift daraus bereitet haben1 womit sie nach der ,verstoung durch ihren ,gatten ,jason ihre ,kinder ttete4 ,auch soll man nach einigen ,angaben aus dem ,altertum ,verbrecher damit hingerichtet haben2 ebenso diente sie noch im #af4 ,jahrhundert den lplern zur ,bereitung von ,pfeilgift4 ,als ,arzneimittel gegen ,kopfweh und ,wechselfieber wurde sie seit dem #ag4 ,jahrhundert in den ,apotheken gefhrt1 kam aber erst durch die ,empfehlung des ,wiener ,arztes ,a4 ,strck seit #agfb allgemeiner in ,gebrauch4 ,in den ,handel gelangen die zu ,ende der ,bltezeit im ,juli und ,august von wildwachsenden ,pflanzen gesammelten und rasch an der ,luft getrockneten ,knollen4 ,sie enthalten bis #j1h ,prozent des #ahcc von ,geiger und ,hesse entdeckten ,alkaloids ,akonitin1 das zur ,herabsetzung von ,temperatur und ,puls im ,fieber1 wie auch zur ,herabminderung von ,schmerzen peripherer ,nerven dient4 uerst beliebt als ,volksheilmittel gegen alle mglichen ,beschwerden ist die ,kamille 7,matricaria chamomilla7 seit dem ,altertum1 da sie ,hippokrates als eunthemos1 d4 h4 gute ,blume1 ,dioskurides als anthems und anthllis und ,galenos als anthems und chamaimlon1 d4 h4 am ,boden wachsender ,apfel1 empfehlend erwhnen4 ,aus letzterer ,bezeichnung ging dann der ,name ,chamemilla hervor1 der uns bei ,till ,lants zu ,ende des #ag4 ,jahrhunderts zuerst entgegentritt4 ,als beliebtes ,bittermittel ist seit dem ,altertum die ,wurzel des auf ,bergwiesen wachsenden ,enzians 7,gentiana lutea u4 a47 gebruchlich1 von der meistens ein wsseriger ,extrakt zur ,anwendung gelangte4 ,von den beiden ,zeitgenossen ,dioskurides und ,plinius wird der ,name gentiana auf den #afg v4 ,chr4 verstorbenen ,knig ,genthius von ,illyrien zurckgefhrt1 der sie als ,mittel gegen die ,pest empfohlen haben soll4 ,galenos und ,cletius ,abascantus benutzten sie gegen die ,auszehrung1 ,origines gegen ,blutspeien und ,coelius ,aurelianus gegen ,spulwrmer4 ,nach ,celsus und ,scribonius ,largus war die ,wurzel auch als ,antidot im ,gebrauch und bis zur ,einfhrung der ,laminariastifte wurde sie von den ,chirurgen auch als ,quellstift benutzt4 ,seit dem ,mittelalter wird auch ein gegen ,kolik dienlicher ,schnaps aus ihr gebrannt1 der besonders bei den lplern viel benutzt wird4 ,die im mitteleuropischen ,gebirge und im nrdlichen ,europa bis ,sibirien heimische ,engelwurz 7,angelica officinalis7 dient in ihrer ,heimat als beliebtes ,gemse und fand von altersher -- so haben wir diesbezgliche ,berichte aus dem #aj4 ,jahrhundert -- als appetitbefrderndes und krampfstillendes ,mittel ,verwendung4 ,in ,deutschland wurde sie im #ad4 und #ae4 ,jahrhundert als ,gewrzpflanze eingefhrt und galt bald als ein ,hauptmittel gegen die ,pest1 diente auch zur ,bereitung des ,angelikaschnapses1 dessen ,darstellung im ,jahre #aejj von ,brunschwig beschrieben wurde4 ,im #af4 ,jahrhundert finden wir die ,pflanze des fteren erwhnt und bereits an vielen ,orten kultiviert2 besonderen ,ruf hatten zu jener ,zeit die ,angelikawurzeln aus den ,grten der ,mnchsklster von ,freiburg im ,breisgau4 ,obschon die ,pflanze in den ,mittelmeerlndern nicht vorkommt und daher den ,alten unbekannt war1 glaubten die alten deutschen rzte und ,botaniker in ihr das ,panas heracleum1 das ,smyrnion1 ja selbst das ,silphium der alten ,griechen vor sich zu haben1 was natrlich vllig irrig war4 ,das destillierte l der graubraunen1 scharf gewrzhaft und etwas bitter schmeckenden ,wurzel wurde erst in der zweiten ,hlfte des #af4 ,jahrhunderts gewonnen und wird zum erstenmal #aehb in der ,arzneitaxe der ,stadt ,frankfurt und #aehi im ,dispensatorium noricum aufgefhrt4 ,die wurmabtreibende ,wirkung der ,farnwurzel 7von ,aspidium filix mas7 war schon dem ,begrnder der ,botanik ,theophrastos und den spteren griechischen rzten bekannt4 ,in der ganzen rmischen ,kaiserzeit und im ,mittelalter blieb die ,wurzel des ,wurmfarns gebruchlich1 findet sich aber nur hier und da in den medizinischen ,schriften erwhnt4 ,erst zu ,ende des #ah4 ,jahrhunderts kam sie wieder mehr zu ,ansehen und um #agge bildete sie den ,hauptbestandteil eines ,geheimmittels1 das von der franzsischen ,regierung der ,witwe des ,arztes ,nuffer in ,murten abgekauft wurde1 wie auch desjenigen ,mittels1 das ,friedrich der ,groe von dem aus ,neuchtel stammenden ,apotheker ,daniel ,matthieu in ,berlin erwarb4 ,im ,jahre #ahbe fhrte der ,genfer ,apotheker ,j4 ,peschier das therextrakt davon ein1 das neuerdings von der ,filmaron genannten wirksamen ,substanz abgelst wurde4 ,in ,persien1 ,turkestan und ,buchara1 speziell der ,kirgisensteppe1 wchst die ,komposite ,artemisia cina1 eine dem ,wermut und ,estragon sehr nahe verwandte ,beifuart1 der ,wurmbeifu1 dessen in der zweiten ,hlfte des ,juli und im ,august unmittelbar vor dem ,aufblhen gesammelten eigenartig aromatisch riechenden ,blten1 den ,zitwer- oder ,wurmsamen liefern1 dessen wurmabtreibende ,wirkung schon im ,altertum bekannt war4 ,nach ,europa scheint die ,droge erst durch die ,kreuzzge eingefhrt worden zu sein4 ,der spter bliche ,name semen santonici wird auf eine ,mitteilung des griechischen ,arztes ,dioskurides zurckgefhrt1 der von einer beim keltischen ,stamme der ,santonen im sdlichen ,gallien 7,aquitanien7 wachsenden ,artemisiaart1 dem ,wermut 7,artemisia absinthium71 berichtet4 ,danach wurde das wirksame ,prinzip des ,wurmsamens1 das heute fast nur noch verwendet wird1 ,santonin genannt4 ,in der besten ,ware ist es zu #b1e ,prozent enthalten und wird von an ,ort und ,stelle errichteten ,fabriken in ,taschkent und ,tschimkent gewonnen4 ,in russisch ,turkestan werden durch die ,kirgisen teils von wildwachsenden1 neuerdings aber auch in zunehmendem ,mae von kultivierten ,pflanzen etwa #b1e ,millionen kg jhrlich geerntet und zum grten ,teil zur ,extrahierung des ,santonins verwendet4 ,die ,pfefferminze 7,mentha piperita7 ist eine der ltesten aus ,china nach ,vorderasien und dann nach ,europa gelangten ,arzneipflanzen1 deren aromatische1 whrend der ,blte gesammelte ,bltter gekocht als krampfstillendes ,mittel gebraucht werden4 ,in gypten findet sie sich schon ums ,jahr #aeej v4 ,chr4 in dem ,papyrus ,ebers erwhnt und wurde von ,schweinfurth auch in einem ,grabe in ,abd-el-,quurnah aus der ,zeit von #abjj-fjj v4 ,chr4 unter den ,totenbeigaben nachgewiesen4 ,auch die alten ,griechen und ,rmer gebrauchten die ,pflanze1 die erstere mntha1 letztere dagegen menta nannten und im ,gegensatz zur wilden ,wasserminze die zahme hieen4 ,im ,mittelalter fehlte sie in keinem ,arzneigrtchen4 ,um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts wurde sie von den ,lndern ,europas zuerst in ,england zur ,gewinnung des therischen ,pfefferminzles im ,groen kultiviert1 dann in ,frankreich1 ,deutschland1 ,ruland und seit #ahaf besonders in den ,vereinigten ,staaten von ,nordamerika4 ,die weitaus ltesten ,pfefferminzkulturen1 die schon vor dem ,beginn der christlichen ,zeitrechnung begonnen wurden1 besitzen ,china und ,japan1 wo der kristallisierbare ,mentholkampfer seit ebenso lange gewonnen und als ,heilmittel im ,gebrauche gewesen sein soll4 ,das bittere und deshalb fast ausschlielich zur ,gewinnung von ,menthol dienende japanische ,pfefferminzl soll von ,mentha arvensis stammen4 ,die ,jahresproduktion des les betrgt in ,amerika #ijjjj kg1 in ,japan #gjjjj kg1 in ,england #ijjj kg1 in ,frankreich #cjjj kg1 in ,deutschland #hjj kg und in ,italien #fjj kg jhrlich4 ,vielfach wird es mit ,rizinusl1 ,weingeist und ,petroleum verflscht4 ,das englische l enthlt #eh-ff ,prozent ,menthol4 ,ebenfalls als ,blhungen vertreibend werden seit dem ,altertum die ,bltter der ,melisse 7,melissa officinalis7 bei ,kolik und ,diarrhoe verwendet1 neuerdings hauptschlich in ,form des les4 ,sie1 die ihren ,namen vom griechischen melssa ,biene hat1 weil der ,duft des ,krautes die ,bienen anlockt1 ist die kalamnth und das melissophllon der ,griechen und das apiastrum 7von apis ,biene7 der ,rmer4 ,im ,mittelmeergebiet heimisch1 ist sie ums ,jahr #ifj von den ,arabern in ,spanien kultiviert worden und kam frh in die ,arzneigrten ,mitteleuropas4 ,gleicherweise verhlt es sich mit der ihr nahe verwandten ,salbei 7,salvia officinalis71 die ebenfalls im ,mittelmeergebiet heimisch ist und seit alter ,zeit als eine der vorzglichsten ,heilpflanzen fr die verschiedensten ,zwecke gebraucht wird4 ,schon ,karl der ,groe gebot dieses ,kraut salvia1 das von salvare heilen benannt ist1 in seinen ,grten zu pflanzen1 und die heilige ,hildegard im #ab4 ,jahrhundert rhmt die ,heilkraft der von ihr als selba bezeichneten ,salbei4 ,denselben ,zwecken diente seit dem ,altertum der ,rosmarin 7,rosmarinus officinalis71 ein #a-b m hoher immergrner ,strauch mit stark aromatischen ,blttern1 die frher auch als ,wrze und beim ,brauen des ,bieres dienten4 ,columella rhmt den ,rosmarin auch als gutes ,bienenfutter1 und ,horaz berichtet in einer seiner ,oden1 da mit ihm und ,myrten die kleinen ,gtterbilder der ,penaten bekrnzt wurden4 ,nach ,ovid bekrnzte man sich auch bei ,festen mit ,rosmarin oder ,veilchen oder ,rosen4 ,auch ,quendel 7,thymus serpyllum7 und ,thymian 7,thymus vulgaris7 sind seit uralter ,zeit benutzte ,heil- und ,gewrzkruter1 die beide gleichfrmig von den alten griechischen und rmischen rzten zum ,vertreiben von ,blhungen verwendet wurden4 ,der griechische ,pflanzenkenner ,theophrast1 der ,schler des ,aristoteles1 berichtet1 da der von ihm als hrpyllos bezeichnete ,quendel oder ,feldthymian allenthalben auf den ,bergen und ,hgeln wachse1 besonders in ,thrakien gemein sei und eine treffliche ,bienenspeise liefere4 ,ihm vor allem verdankte der ,honig des ,berges ,hymettos sdstlich von ,athen seinen ,wohlgeschmack1 der ihn deshalb weithin berhmt machte4 ,auch der dort gesammelte ,quendel wurde vor anderem geschtzt4 ,wie ,theophrast unterscheiden auch ,dioskurides1 ,plinius und ,columella neben dem wilden den von ihnen als thmos1 d4 h4 ,kraft1 ,mut bezeichneten ,gartenthymian1 der dann durch die ,klster in ,mitteleuropa verbreitet wurde4 ,weil der ,thymian aus ,italien nach ,deutschland kam1 wurde er als welscher oder rmischer ,quendel bezeichnet4 ,im #af4 ,jahrhundert wurde er hier allgemein angebaut und in den ,apotheken gefhrt4 ,das aus ihm gewonnene gelbrote therische l findet sich #aehi im ,dispensatorium noricum erwhnt1 und #agai fand ,kaspar ,neumann das ,thymol1 das innerlich als fulnis- und grungswidriges ,mittel gegen ,fieber und ,eingeweidewrmer1 wie auch als desodorierendes ,mittel als ,ersatz der tzenden und giftigen ,karbolsure verwendet wird4 ,seit alter ,zeit ist in ,china das ,mutterkorn 7,secale cornutum1 d4 h4 gehrnter ,roggen7 -- franzsisch ergot --1 das ,sklerotium oder ,dauermycelium des ,pilzes ,claviceps purpurea in den von ihm bald ganz aufgezehrten ,fruchtknoten verschiedener ,grasarten1 besonders des ,roggens1 als ,arzneimittel gegen ,blutungen speziell der ,gebrmutter im ,gebrauch4 ,von griechischen rzten kannten ,dioskurides und ,galenos die ,droge1 deren medizinische ,verwendung bei uns erst aus dem ,ende des #af4 ,jahrhunderts datiert4 #aehh verwendete ,wendelin ,thallius das ,mutterkorn1 das gemutertes1 d4 h4 verndertes ,korn bedeutet1 als blutstillendes ,mittel2 aber erst zu ,ende des #ag4 ,jahrhunderts fhrte es ,r4 ,j4 ,camerarius in ,tbingen in der ,geburtshilfe als die glatten ,muskelfasern der ,gebrmutter zum ,zusammenziehen bringendes ,mittel ein4 ,die genaue ,kenntnis seiner ,wirkung verdanken wir #ahbj den ,amerikanern ,prescott und ,stearns4 #ahec erkannte ,tulasne zuerst den ,entwicklungsgang des ,pilzes1 #ahfc vervollstndigte ,kuhn denselben und wies nach1 da die in langen ,schluchen erzeugten und deshalb als ,askosporen bezeichneten ,sporen auf der ,blte des ,roggens wieder ,mutterkorn erzeugen4 ,das hauptschlich in ,ruland1 das den grten ,teil der ,handelsware liefert1 dann in ,galizien1 weniger in ,spanien1 ,portugal und in noch geringerem ,mae bei uns ausschlielich vom ,roggen1 und zwar kurz vor dessen ,fruchtreife gesammelte ,mutterkorn enthlt als wichtigste ,bestandteile die ,alkaloide ,cornutin1 ,ergotinin und ,ergotoxin4 ,unter ,ergotin versteht man ,mutterkornextrakte verschiedener ,herstellungsweise1 von denen das erste derartige #ahdb von ,j4 ,bonjean in ,chambry 7,savoyen7 dargestellt wurde4 ,die im ,mutterkorn enthaltene ,sphacelinsure 7vom griechischen sphkelos ,brand7 wirkt gangrnbildend und ist vorzugsweise die ,ursache des ,mutterkornbrandes1 die seuchenartig als ,kriebelkrankheit oder ,kornstaupe besonders in ,hungerjahren auftrat1 wenn feuchte ,witterung die ,entwicklung des ,mutterkornes begnstigte und damit verunreinigtes ,mehl1 zu ,brot verbacken1 die ,hauptnahrung des ,volkes bildete4 ,die erste sichere ,nachricht ber diese ,krankheit findet sich aus dem ,jahre #heg in den ,annalen des ,klosters ,xanten4 ,dann trat sie besonders #ibb1 #iid1 #ajjh1 #aabi und in neuerer ,zeit #aeif1 #afdi im ,vogtland und #agcf in ,hannover auf4 ,kriebelkrankheit hie sie1 weil sich zuerst durch ,zusammenziehung zahlreicher ,blutgefe der ,extremitten ein ,kriebeln darin zeigte und diese erst hernach gefhllos wurden und abstarben4 ,als ,salepknollen oder ,geilwurz wurden von jeher die als ,hoden imponierenden ,doppelknollen verschiedener ,orchisarten als ,nahrungsmittel und als die ,geschlechtsttigkeit anregendes ,mittel verwendet2 denn das ,altertum und das ,mittelalter sahen in der ,hodengestalt eine ,signatur81 d4 h4 ein ,hinweis darauf1 da sie vorzglich auf die ,geschlechtsorgane einwirken4 ,bei ,dioskurides und ,galen heit der ,salep rchis ,hoden1 woher die ,pflanzengattung der ,orchideen berhaupt ihren ,namen erhielt4 ,das ,wort ,salep ist aus dem arabischen chusjata ssalab d4 h4 ,fuchshoden verstmmelt4 ,in ,deutschland wird der aus dem ,orient eingefhrte ,salep zuerst um #adhj als radix satyri in dem ,drogenverzeichnis von ,nrdlingen erwhnt4 ,vom #af4 ,jahrhundert an sind in den ,kruterbchern ,abbildungen der betreffenden ,pflanzen anzutreffen4 ,die ,hauptmasse der bei uns hauptschlich zur ,bereitung von ,schleim verwendeten ,handelsware kommt ber ,smyrna1 teilweise auch ber ,konstantinopel aus ,kleinasien2 so expediert ,smyrna jhrlich etwa #fdbejj kg der zur ,bltezeit im ,juni oder kurz danach gegrabenen1 nach der ,reinigung von anhngender ,erde zwecks ,abttung zuerst in siedendem ,wasser gebrhten und dann an der ,luft getrockneten ,orchisknollen4 ,ansehnliche ,mengen werden brigens auch bei uns gesammelt4 ,in der ,trkei und in ,griechenland dient ,salepschleim mit ,honig vermischt als tgliches ,morgengetrnk und wird im ,winter in besonderen ,buden ausgeschenkt oder auch in ,blechbchsen auf den ,straen als ,salepschleim ausgerufen und noch warm verkauft4 ,auch mit ,fleischbrhe oder ,schokolade gekocht gibt ,salep eine treffliche1 leichtverdauliche und deshalb besonders fr ,kranke angewandte ,speise1 mit der sich vornehme ,haremsfrauen die im ,morgenlande als besondere ,schnheit angesehene ,krperflle zu erwerben suchen4 ,seit ,urzeiten ist als appetitanregendes ,magenmittel der auer therischem l von grner ,farbe den glykosidischen ,bitterstoff ,absinthiin enthaltende ,wermut 7,artemisia absinthium7 benutzt worden4 ,es ist dies eine zur ,familie der ,beifue gehrende ,komposite mit weigrauen seidenhaarigen ,blttern und gelben ,blten1 die1 wie deren ,verwandte1 namentlich der baumartige ,beifu 7,artemisia arborea71 schon im ,papyrus ,ebers 7um #afjj v4 ,chr47 erwhnt wird2 auch die ,hippokratiker wandten diese1 wie auch den verwandten ,eberrei 7,artemisia abrotanum7 als magenstrkendes und die ,gelbsucht heilendes ,mittel an4 ,wie das apsnthion der alten ,griechen und ,rmer ist das althochdeutsche wermuota als ein ,bittertrank charakterisiert1 das auch als ,wurmmittel besonders beim ,vieh im ,gebrauch war4 ,in den ltesten medizinischen und botanischen ,schriften ,deutschlands wird der ,wermut meist an hervorragender ,stelle angefhrt4 ,im #ab4 ,jahrhundert finden wir ihn im ,zrcher ,arzneibuch1 und im #ac4 ,jahrhundert wurde das ,kraut bis nach ,island und ,norwegen gebracht4 ,das therische l war ,porta um #aegj bekannt2 es dient als ,erregungsmittel fr die ,nerven und ist der ,hauptbestandteil des besonders in ,frankreich sehr beliebten ,likrs ,extrait d'absinthe4 ,neuerdings ist dieser giftige ,trank in der ,schweiz verboten worden1 so da die ,wermutpflanzer des ,val de ,travers im ,kanton ,neuchtel sich knftighin eine andere ,pflanze zu ihren ,kulturen ausersehen mssen4 ,ein in hnlicher ,weise die ,verdauung anregendes ,bittermittel ist das ,tausendguldenkraut 7,erythraea centaurium71 eine auf ,bergwiesen wachsende ,enzianart1 die nach dem in der ,kruterkunde sehr erfahrenen ,lehrer des ,herakles1 skulap1 ,jason und anderer ,heroen1 dem ,kentauren ,cheiron1 schon von den alten ,griechen als kentarion bezeichnet wurde4 ,jener soll durch dieses ,kraut eine ,wunde an seinem ,fue geheilt haben1 wie ,achilleus1 ein weiterer ,schler des ,cheiron1 damit nach der ,ilias die ,wunde des ,eurypyles heilte4 ,es wird wie die ,enzianwurzel verwendet1 ist aber gegenwrtig fast auer ,gebrauch gekommen1 wie auch das einst vielbenutzte ,kardobenediktenkraut 7,cnicus benedictus74 ,diese in den ,mittelmeerlndern heimische ,staude von distelfrmigem ,aussehen wurde schon bei den ,alten unter dem ,namen htra knkos arzneilich verwendet1 kam dann durch die ,mnche nach ,mitteleuropa und wurde daselbst durch die ,klster verbreitet4 ,hier erhielt sie auch die ,bezeichnung carduus benedictus1 d4 h4 gesegnete ,distel1 weil man darin die von ,theophrast als besonders wirksam gepriesene akrna beziehungsweise die atrktylis des ,dioskurides vermutete1 deren ,bltter und ,samen gegen ,skorpionstich dienten4 ,wahrscheinlich sind aber diese mit ,carthamus lanatus identisch4 ,das ,kardobenediktenkraut1 das noch vielfach in ,grten gezogen und u4 a4 bei ,clleda im ,groen kultiviert wird1 dient immer noch als ,volksheilmittel und ist ein ,bestandteil der ,klner ,klosterpillen4 ,uralte ,volksheilmittel sind die ,schafgarbe 7,achillea millefolium71 die schon von ,plinius als ,wundpflanze genannt wird1 der ,vogelknterich 7,polygonum aviculare71 der als sanguinaria bei den ,rmern in hohem ,ansehen stand und neuerdings seit #cj ,jahren mit der ,angabe1 ein in ,sibirien neuentdecktes ,heilmittel zu sein1 unter dem ,namen ,homeriana1 ,weidemanns russischer ,knterichtee usw4 als unfehlbares ,mittel gegen ,schwindsucht mit groer ,reklame vertrieben wird1 der ,dosten 7,origanum vulgare71 den bereits ,theophrast und ,dioskurides bei ,lungen- und ,leberleiden verwandten und der zur ,zeit ,luthers als der ,ysop der ,bibel galt1 das auf den semitischen ,sonnengott ,adonai1 d4 h4 ,herr zurckgefhrte ,adonisrschen 7,adonis vernalis71 das ,ovid aus dem ,blute des sagenhaften ,jnglings ,adonis1 des ,geliebten der ,aphrodite1 hervorgehen lt4 ,heute noch wird es mit ,vorteil bei ,wassersucht verwendet1 da es das wertvolle ,herzgift ,adonidin1 einen ,ersatz fr ,digitalis1 enthlt4 ,ferner das ,lffelkraut 7,cochlearia officinalis71 das seit der ,empfehlung des brabantischen ,arztes ,joh4 ,wier im ,jahre #aeeg gegen ,skorbut gebraucht wird1 der ,hohlzahn 7,galeopsis ochroleuca71 der seit dem ,mittelalter einen ,ruf als ,heilmittel gegen ,schwindsucht besitzt1 das harntreibende ,bruchkraut 7,herniaria glabra7 und das gleicherweise wirkende1 schon von den alten griechischen rzten verwendete1 neuerdings wieder durch ,pfarrer ,kneipp populr gewordene ,zinnkraut oder der ,schachtelhalm 7,equisetum arvense71 das ,kraut des ,maiglckchens 7,convallaria majalis71 das von altersher vom russischen ,volke gegen ,wassersucht und ,herzleiden angewandt wurde und1 seit ,marm die der ,digitalis hnliche ,wirkung des von ,walz #ahch zuerst isolierten ,glykosids ,convallamarin im ,jahre #ahfg erkannte1 in ,form des wsserigen ,extraktes als wertvolles ,herzmittel auch bei uns oft an ,stelle von ,digitalis gegeben wird1 da es im ,gegensatz zu jenem keine kumulative ,wirkung besitzt4 ,auer diesen wren noch viele andere einheimische ,kruter zu nennen1 auf die wir hier nicht nher eintreten knnen4 ,selbst der als ,hinrichtungsmittel beliebte giftige ,schierling 7,conium maculatum71 das kneion der alten ,griechen1 dessen ,saft unter anderen auch ,sokrates trinken mute1 als er im ,jahre #cii v4 ,chr4 als ,verchter der ,gtter und ,verfhrer der ,jugend zum ,tode verurteilt wurde1 war bei den ,hippokratikern als innerliches und uerliches krampfstillendes und betubendes ,mittel sehr beliebt1 wie frher bei uns gegen ,zahnschmerz eine ,abkochung der scharfen1 die ,speichelabsonderung befrdernden ,bertramwurzel 7,anacyclus officinalis7 gebraucht wurde4 ,von einst viel gerhmten ,wurzeldrogen sind noch zu nennen die ,wurzeln des auf sonnigen ,hgeln wachsenden ,bibernell 7,pimpinella saxifraga und ,p4 magna71 der sich schon in einem deutschen ,manuskript des #h4 ,jahrhunderts als ,bestandteil eines ,universalmittels findet4 ,bei den alten ,griechen und ,rmern hie die ,pflanze kakalis und diente als ,zahnmittel1 gegen ,fieber und ,steinbeschwerden4 ,aus dem deutschen bibernella1 das uns bei der heiligen ,hildegard im #ab4 ,jahrhundert entgegentritt1 ging dann die volkstmliche ,bezeichnung pimpinella hervor1 die den botanischen ,namen lieferte4 ,die altdeutschen rzte gaben der ,p4 magna den ,vorzug1 welche besonders als ,mittel gegen die ,pest hohen ,ruf erlangte4 ,auch die ,wurzel des ,lwenzahns 7,taraxacum officinale7 war schon bei den ,alten im ,gebrauch als leichtes ,abfhrmittel bei ,magen- und ,leberleiden4 ,durch die arabischen rzte wurde ihre ,anwendung im ,abendlande populr1 wo sie noch heute als ,blutreinigungsmittel zu den sogenannten ,frhjahrskuren mit anderen abfhrenden ,pflanzenprodukten dient4 ,ein uraltes nordisches ,heilmittel gegen ,blasen- und ,nierenleiden1 das schon im #ac4 ,jahrhundert erwhnt1 seit der ersten ,hlfte des #ah4 ,jahrhunderts von franzsischen1 italienischen und spanischen rzten benutzt wird und seit ,anfang des #ai4 ,jahrhunderts in ,deutschland offizinell ist1 sind die von ,april bis ,juni von wildwachsenden ,pflanzen gesammelten und getrockneten kleinen1 lederigen1 glatten ,bltter der immergrnen ,brentraube 7,arctostaphylos uva ursi71 die #c1e ,prozent des mit dem ,vacciniin der ,heidelbeeren identischen glykosidischen ,bitterstoffes ,arbutin enthalten4 ,auerdem enthalten sie auch reichlich ,gerbstoff1 weshalb sie auch zum ,frben und ,gerben des ,saffianleders gebraucht werden4 ,der die glnzenden ,bltter erzeugende ,strauch ist reich verzweigt1 erhebt sich aber nur wenig ber den ,boden4 ,er wchst mit ,vorliebe auf ,heiden und an ,felsen und erzeugt rtliche ,blten und rote ,frchte1 aus deren etwas mehligem ,fruchtfleisch man im ,norden ,brot backen soll4 ,weiter hat uns der arktische ,norden die ,renntierflechte oder das islndische ,moos 7,cetraria islandica7 bescheert1 die nicht blo die wichtigste ,nahrung der ,renntiere bildet1 sondern auch von den ,menschen als ,gemse verzehrt und zu ,brot verbacken wird4 ,sie enthlt #gj ,prozent durch ,jod nicht geblute ,flechtenstrke ,lichenin1 #aa ,prozent durch ,jod geblutes ,dextrolichenin1 die beide nhrend und reizmildernd wirken1 und #b-c ,prozent des ,bitterstoffes ,cetrarin1 der zwar appetitanregend wirkt1 aber vor dem ,genusse durch den ,menschen durch ,mazeration mit schwach alkalischem ,wasser vllig entfernt werden mu4 #aedb findet sich bei ,valerius ,cordus eine ,angabe1 welche auf diese ,droge schlieen lt1 doch wurde sie mit ,sicherheit erst seit #afff durch ,bartolin bekannt2 #afga empfahl sie ,borrich als ,abfhrmittel und #afhc ,hjrne gegen ,lungenleiden4 ,als ,mittel fr ,lungenkranke fand sie erst durch die ,empfehlung von ,linn und ,scopoli allgemeinere medizinische ,anwendung2 auch als blutbildendes ,mittel wird sie mit ,erfolg angewandt1 da die ,zahl der roten und weien ,blutkrperchen durch deren ,genu vermehrt wird4 ,sie wird in greren ,mengen aus ,skandinavien1 den ,alpen1 den ,pyrenen1 dem ,harz und dem ,fichtelgebirge1 nicht aber aus ,island eingefhrt4 ,als uraltes1 reizmilderndes und stopfendes ,mittel war wohl zuerst in ,westasien der als ,opium bezeichnete1 durch ,einritzen der unreifen ,fruchtkapseln des ,schlafmohns 7,papaver somniferum7 gewonnene und durch ,eintrocknen an der ,luft durch ,sauerstoffaufnahme eingedickte ,milchsaft in ,gebrauch4 ,von den ,anwohnern der kleinasiatischen ,kste lernten dann die alten ,griechen den von ihnen mkon genannten ,schlafmohn und seine betubenden ,eigenschaften kennen4 ,vielleicht war er schon in homerischer ,zeit bekannt4 ,nicht nur wird in der ,ilias die ,pflanze mkon erwhnt1 sondern in der ,odyssee auch ein nepnthes genannter1 die ,erinnerung auslschender ,zaubertrank genannt1 der mglicherweise aus ,mohnsaft1 vielleicht in ,verbindung mit ,hanfextrakt1 bereitet wurde4 ,diese betubende ,wirkung des ,mohnsaftes mu sehr frh auch rztlich benutzt worden sein1 obschon keine diesbezglichen ,mitteilungen auf uns gekommen sind4 ,den anfnglich mknion und erst viel spter nach der griechischen ,bezeichnung ops fr ,milchsaft als pion bezeichnete eingedickte ,mohnsaft1 das ,opium1 hat der grte griechische ,arzt ,hippokrates 7#dfj-cfd v4 ,chr47 nicht gekannt oder doch nicht benutzt1 obschon er den ,milchsaft der ,bltter und ,fruchtkapseln1 wie die ,fruchtkapseln selbst leer oder mit den ,samen als ,heilmittel anwandte4 ,wie die ,hippokratiker1 wendet auch der pflanzenkundige ,schler des ,aristoteles1 ,theophrast 7#cij-bhf v4 ,chr471 die ,bezeichnung mknion auf den betubenden ,milchsaft einer ,wolfsmilchart 7,euphorbia peplus7 an4 ,erst die griechischen rzte ,diokles von ,karystos und ,herakleides von ,tarent sollen im #c4 vorchristlichen ,jahrhundert den eingedickten ,mohnsaft als ,medikament benutzt haben1 und ,nikander von ,kolophon in ,ionien lieferte um #bjj v4 ,chr4 eine ,beschreibung der gefhrlichen ,wirkung desselben4 ,der um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 in ,rom lebende1 aus ,kilikien stammende griechische ,arzt ,dioskurides kennt diese ,droge genau und berichtet bereits auch von deren ,verflschung4 ,in dem von ihm auf uns gekommenen ,arzneibuch heit es3 ,die ,abkochung der ,bltter und ,kpfe des ,mohns 7mkon7 macht schlfrig1 was auch bei der ,klatschrose 7rhoi7 der ,fall ist4 ,letztere hat ihren ,namen rhoi davon1 da ,milchsaft 7ops7 aus ihr fliet 7rhei74 ,der ,milchsaft der ,mohnarten1 in der ,gre einer ,erve 7robos7 -- etwa einem kleinen ,linsenkorn entsprechend -- eingenommen1 beschwichtigt ,schmerzen1 bringt ,schlaf und frdert die ,verdauung4 ,in grerer ,gabe ist er gefhrlich1 da er ,schlafsucht und ,tod bewirken kann4 ,der beste1 durch ,einschnitte mit dem ,messer in die unreifen ,mohnkpfe nach dem ,trocknen des ,taues gewonnene ,mohnsaft 7ops7 ist dick1 riecht stark1 macht schon durch den ,geruch schlfrig1 schmeckt bitter1 lst sich leicht in ,wasser auf1 ist glatt1 wei1 weder rauh noch krmlig1 schmilzt an der ,sonne1 brennt hell1 wenn er von der ,flamme berhrt wird und behlt seinen ,geruch1 auch wenn man ihn gelscht hat4 ,man verflscht ihn mit glaucium -- dem ,saft des grobltigen ,schllkrauts 7,chelidonium glaucium71 das in ,italien und ,griechenland wild wchst --1 mit ,gummi -- und zwar arabischem ,gummi -- und dem ,saft des wilden ,salats 7thrdax74 ,ist er mit glaucium verflscht1 so gibt er1 mit ,wasser vermengt1 eine gelbe ,farbe2 enthlt er ,saft vom wilden ,salat1 so ist der ,geruch schwach und rauher2 ,gummi dagegen macht ihn schwach und durchscheinend4 ,manche treiben den ,unsinn so weit1 da sie ihn sogar mit ,fett verflschen48 ,auch ,plinius berichtet ausfhrlich ber ,gewinnung und ,eigenschaften des von ihm opion genannten ,opiums1 das damals schon nach ihm hauptschlich in ,kleinasien gewonnen wurde4 ,er sagt ferner1 da nach ,andreas1 dem ,leibarzt des ,ptolemaeus ,philopator 7#bba bis #bje v4 ,chr471 das ,opium in ,alexandrien verflscht wurde4 ,im #f4 ,jahrhundert wird ,opium thebaicum 7aus ,obergypten7 von ,alexander ,trallianus und im #g4 ,jahrhundert von ,paulus ,aetius genannt4 ,das gyptische ,opium rhmt der um #bjj n4 ,chr4 verstorbene griechische ,arzt ,galenos als das beste und krftigste1 auch spricht er von libyschem und selbst spanischem ,opium4 ,der arabische ,arzt ,avicenna 7eigentlich ,ibn ,sina1 #ihj-ajcg7 spricht ebenfalls von gyptischem ,opium4 ,durch ,araber soll bereits im #g4 ,jahrhundert ,opium nach ,persien1 im #h4 nach ,indien und im ,laufe des #aj4 nach ,china gekommen sein1 wo es #igc in einem ,arzneibuch erwhnt wird4 ,die ersten ,nachrichten ber in ,indien selbst gewonnenes ,opium verdanken wir ,odoardo ,barbosa1 der solches #aeaf auf dem ,markte von ,kalikut nebst kleinasiatischem antraf4 ,derselbe ,portugiese1 der nach der ,entdeckung des ,seeweges ums ,kap der ,guten ,hoffnung nach ,ostindien fuhr1 gibt uns auch die frhesten ,nachrichten ber ,versendung indischen ,opiums nach ,china1 wo allerdings der ,schlafmohn schon seit dem #aa4 ,jahrhundert zur ,gewinnung von ,opium angepflanzt wurde4 ,doch wurde er auch hier zunchst nur als ,medizin benutzt und gelangte erst im #ag4 ,jahrhundert in groem ,umfange als ,genumittel zum ,rauchen zur ,anwendung4 ,dieser ,gebrauch soll aus ,formosa nach ,china gelangt sein1 und ,formosa soll sein ,opium aus ,java bezogen haben4 ,in einem zwischen #aeeb und #aegh verfaten chinesischen ,kruterbuch wird die ,gewinnung des ,opiums und seine ,verwendung1 aber nur in der ,medizin1 beschrieben4 ,die europischen rzte des ,mittelalters hielten das ,opium fr sehr gefhrlich und wendeten es deshalb nur selten an1 so da sein ,gebrauch gegenber dem ,altertum stark abnahm4 ,meist wurden nur die ,mohnfrchte verordnet1 deren schlafbringende ,wirkung man sehr wohl kannte4 ,in ,deutschland soll das aus dem ,orient eingefhrte ,opium erst durch den weitgereisten ,schwyzer ,arzt ,paracelsus 7#adic bis #aeda7 unter der ,bezeichnung laudanum eingefhrt worden sein4 ,in dem in regem ,handelsverkehr mit dem ,morgenlande stehenden ,italien war es schon viel frher im ,gebrauch2 so erwhnt es #abij ,simon ,jamensis1 der ,leibarzt des ,papstes ,nikolaus ,,iv4 ,als ,bestandteil des bereits erwhnten ,theriaks wurde es in der ,folge viel gebraucht4 ,die wissenschaftliche ,grundlage fr die ,verwendung des ,opiums in der ,medizin legte der englische ,arzt ,sydenham 7#afbd bis #afhi74 ,nachdem schon #afhh ,ludwig und nach diesem ,wedelius1 ,hofmann und andere die narkotischen ,wirkungen des ,opiums zum ,gegenstand eingehender ,untersuchungen gemacht hatten1 gelang es erst #ahjc ,derosne aus dem ,opium eine kristallisierbare ,substanz1 das ,narkotin1 herzustellen4 #ahjd stellte dann der ,paderborner ,apotheker ,sertrner die ,mekonsure und #ahjf das von ihm ,morphin genannte schlafmachende ,prinzip8 dar4 #ahcb entdeckte ,robiquet das ,codein und fast zu derselben ,zeit ,dublanc das ,mekonin1 eine indifferente ,verbindung4 ,heute kennen wir etwa #bj verschiedene ,alkaloide als ,bestandteile des hauptschlich zur ,anwendung gelangenden kleinasiatischen ,opiums1 unter denen das ,morphin1 das darin zu #aj bis #ab ,prozent enthalten ist1 die erste ,rolle spielt4 ,nach ihm kommen an ,wichtigkeit das darin zu #j1b-j1h ,prozent enthaltene ,codein1 das zu #d-aj ,prozent enthaltene ,narkotin1 das zu #j1b-j1c ,prozent enthaltene ,thebain1 das zu #j1a-j1d ,prozent enthaltene ,narcein usw4 und schlielich #d ,prozent ,mekonsure4 ,schon im ,altertum benutzte man den ,mohnsaft als ,gegengift1 und das ,opium war eines der wichtigsten ,bestandteile des ,theriaks1 eines ,latwerges1 das ,neros ,leibarzt ,andromachos gegen den ,bi giftiger ,schlangen erfunden haben soll und das nach dem ,arzte ,claudios ,galenos 7#acc-bjj n4 ,chr47 aus #gj ,ingredienzen bestand4 ,dem ,namen thriakn antdoton 7von tr ,tier und akomai abwehren71 d4 h4 ,tierbi heilendes ,gegenmittel1 entsprechend war der ,theriak eigentlich ein aus giftigen ,tieren bereitetes ,gegengift gegen ,tiergift1 dem ,grundsatze der alten ,heilkunde gem1 da das1 was schdigt1 auch heilen mu4 ,dazu kamen spter auch zahlreiche ,pflanzengifte und die heterogensten ,stoffe hinzu und damit konnte es ebensogut gegen ,pflanzen- und mineralische ,gifte genommen werden4 ,seit dem #ab4 ,jahrhundert finden wir das ,mittel unter der volkstmlichen ,bezeichnung ,trak oder ,trakel auch in ,deutschland verbreitet4 ,der ,verfasser der ersten in deutscher ,sprache geschriebenen ,naturgeschichte1 ,konrad von ,megenberg 7um #acji auf dem ,schlosse ,megenberg bei ,schweinfurt in ,franken als der ,sohn des ,schlovogtes geboren und #acgd als ,kanonikus am ,dom zu ,regensburg gestorben71 lt ihn aus dem ,fleisch der ,schlange tirus und aus anderen hnlichen ,dingen bereitet werden und gegen jegliches ,gift wirksam sein1 mit ,ausnahme desjenigen1 das von jener ,schlange selbst kommt4 ,schon vor dem #ae4 ,jahrhundert gab es verschiedene ,arten von ,theriak1 was daraus hervorgeht1 da damals die grosz tiriaca8 als die allein echte1 nach altbewhrtem ,rezept ausgefhrte1 den geringwertigen ,surrogaten entgegengestellt wurde1 die von herumziehenden ,quacksalbern als ,universalmedizin ebenfalls unter der reklamehaften ,bezeichnung ,theriak verkauft wurden4 ,letztere enthielten eine mehr oder weniger groe ,zahl heilkrftiger ,stoffe in ,honig gemischt4 ,der ,hauptfabrikationsort fr den echten ,theriak war ,venedig1 wo er unter groem ,pomp beim ,schalle von ,trompeten und ,pauken ffentlich hergestellt wurde4 ,daneben bereitete man auch welchen in den heimischen ,apotheken unter ,aufsicht von rzten aus den erlesensten dazu gehrigen ,sachen4 ,seine ,anwendung geschah nicht nur innerlich1 sondern auch uerlich2 so galt er in die ,nase gestrichen als das beste ,schutzmittel gegen ,pestilenz4 ,wie das ,opium zum ,stopfen bei ,diarrhoe und seine ,salze zur ,herabsetzung von ,hustenreiz und ,schmerzen aller ,art dienen1 so steht seit dem ,mittelalter die ,faulbaumrinde 7von ,rhamnus frangula7 als ,abfhrmittel in ,gebrauch4 ,diese hat vor dem ,gebrauch mindestens ein ,jahr zu lagern1 da frische ,rinde brechenerregend wirkt4 ,sie enthlt als wirksames ,prinzip das ,glykosid ,frangulin1 das in frischen ,rinden fehlt1 dagegen reichlich in lteren vorhanden ist4 ,das ,frangulin spaltet sich in ,rhamnodulcit und ,frangulinsure4 ,erst seit dem ,jahre #ahdh wird die ,faulbaumrinde in ,deutschland medizinisch verwendet4 ,demselben ,zwecke dient auch die als ,cascara sagrada bezeichnete nordamerikanische ,faulbaumrinde 7von ,rhamnus purshiana71 die in ihrer ,heimat schon lngere ,zeit als mildes ,abfhrmittel im ,gebrauche steht und #ahgh von ,dr4 ,j4 ,h4 ,bundy in ,calusa 7,kalifornien7 gegen gewohnheitsmige ,verstopfung empfohlen wurde4 ,nach ,europa kam zuerst das ,fluidextrakt und seit #ahhc auch die ,rinde1 die infolge der unsinnigen ,ausbeutung des im westlichen ,nordamerika 7,kalifornien1 ,oregon1 ,washington und ,britisch-,kolumbien7 heimischen ,gewchses in letzter ,zeit sehr selten und deshalb auch sehr teuer geworden ist4 ,als mildes ,abfhrmittel dient sonst bei uns das sehr viel billigere ,rizinusl1 das von den ,samen einer im tropischen ,afrika heimischen und von da ber die ganze ,welt verbreiteten ,wolfsmilchart 7,ricinus communis7 gewonnen wird4 ,dieses einjhrige1 sehr rasch zu gewaltiger ,hhe aufschieende und deshalb bei uns1 wo es in mehreren ,varietten1 meist mit ,canna indica zusammen1 als ,zierpflanze auf ,rasen kultiviert wird1 auch als ,wunderbaum8 bezeichnete ,kraut mit sehr groen1 gelappten ,blttern und ansehnlichen1 getrennt geschlechtlichen ,blten ist beraus anpassungsfhig und lt sogar noch in ,christiania seine ,samen reifen4 ,in ,indien1 wo es schon im frhen ,altertum als lpflanze eingefhrt wurde1 dienen seine ,bltter der bengalischen ,seidenraupe 7vom ,eria-,seidenspinner1 ,saturnia cynthi7 als ,futter1 und in ,italien wird es als palma ,christi geschtzt4 ,die von ,luther mit ,krbis bersetzte1 aus einem kleinen ,samenkorn zur schattenspendenden ,staude herangewachsene ,pflanze kikajon vor des ,propheten ,jonas 7im #h4 vorchristlichen ,jahrhundert7 ,htte1 in deren ,schatten er bei ,ninive ruhte und die dann ein ,wurm stach1 so da sie verdorrte1 kann nichts anderes als eine ,rizinuspflanze gewesen sein1 die in der ,tat gegen ,verletzungen sehr empfindlich ist4 ,ihrer eifrmigen1 marmorierten1 lreichen ,samen wegen wird die ,rizinuspflanze schon seit sehr langer ,zeit in gypten und ,vorderasien angepflanzt4 ,so fand man solche als ,totenbeigaben schon in gyptischen ,grbern aus der ,zeit um #djjj v4 ,chr4 ,hier hie die ,pflanze dekam und deren ,samen kiki1 und das aus den letzteren geprete l wurde nach den ,berichten von ,herodot 7#dhd-dbg v4 ,chr47 und ,strabon 7#fc vor bis #bj n4 ,chr47 ausschlielich als ,brennl und zum ,salben verwendet4 ,auch in ,griechenland wurde die ,pflanze1 wie brigens noch jetzt1 unter dem ,namen kiki angepflanzt4 ,weil die ,samen einer gehrig mit ,blut vollgesogenen ,hundszecke 7,acarus ricinus7 tuschend hnlich sehen1 wurde die ,pflanze nach diesen im ,altgriechischen auch krton genannt1 wie uns ,dioskurides um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 berichtet4 ,dieser ,autor schreibt in seinem ,arzneibuche3 ,das ,rizinusl 7kkinon laion7 wird folgendermaen gewonnen3 ,man nimmt die reifen ,samen 7krton7 und trocknet sie in der ,sonne1 bis ihre ,schale abfllt4 ,dann wirft man sie1 von der ,schale befreit1 in einen ,mrser1 stt sie sorgfltig1 tut sie in einen mit ,wasser gefllten1 verzinnten ,kessel und kocht sie2 so geben sie ihr l von sich1 es schwimmt auf dem ,wasser und wird abgeschpft4 ,die gypter1 die dessen mehr gebrauchen als wir1 verfahren anders4 ,sie reinigen die ,samen gut1 mahlen sie dann in einer ,mhle und pressen das l aus4 ,dieses l taugt nicht zur ,speise1 wohl aber fr ,lampen und ,pflaster48 ,dagegen wandte dieser griechische ,arzt die zerstoenen ,rizinussamen als ,abfhrmittel an4 ,durch die ,kreuzzge gelangte die ,rizinusstaude als ,zierpflanze in die ,grten ,mitteleuropas1 wo sie noch im #af4 ,jahrhundert gelegentlich anzutreffen war1 doch geriet sie in der ,folge bei uns in ,vergessenheit4 ,erst um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts wurde das ,rizinusl von ,westindien aus1 wo es reichlich erzeugt wurde1 in ,europa als ,abfhrmittel eingefhrt und fand hier bald in rztekreisen ,anerkennung4 ,durch eine #agfd verffentlichte ,dissertation von ,dr4 ,cauvane wurde es in weiteren ,kreisen bekannt4 #aghh fand es ,aufnahme in der ,londoner ,pharmakopoe4 ,als offizinelle ,handelsware ist in den ,apotheken heute nur das aus den geschlten reifen ,samen kalt geprete und mit ,wasser ausgekochte l zulssig1 das eine ,ausbeute von #dj-de ,prozent liefert4 ,es enthlt im wesentlichen das ,triricinolein1 das ,triglycerid der laxierend wirkenden ,ricinolsure1 daneben ,tripalmitin und geringe ,mengen von ,tristearin4 ,in den ,samen1 den ,prerckstnden und im unreinen le findet sich das auerordentlich giftige ,ricin1 welches durch ,kochen des frisch gepreten les mit ,wasser ausgeschieden wird4 ,prof4 ,ehrlich in ,frankfurt a4 ,m4 berechnete1 da #a g ,ricin genge1 um #a ,million ,meerschweinchen zu tten4 ,diese enorme ,giftigkeit bersteigt bei weitem diejenige des ,zyankaliums und ,strychnins4 ,durch ,einspritzung von immer greren1 nicht tdlichen ,dosen von ,ricin gelang es ,ehrlich1 in den betreffenden ,tieren durch ,bildung eines ,gegengiftes eine so weitgehende ,giftfestigkeit zu erzeugen1 da die tausend-1 ja zehntausendfache ,dosis unbeschadet ertragen wurde4 ,dieses im ,blutserum der mit ,ricin vorbehandelten ,tiere kreisende ,antitoxin vermag die roten ,blutkrperchen normalen ,blutes sehr rasch in eine gallertartig-klumpige ,masse zu verwandeln1 ganz analog dem bakteriellen ,antitoxin1 das die ,bakterien seiner speziellen ,art sofort zusammenballt1 zur ,agglutination bringt1 whrend normales ,blutserum diese ,eigenschaft nicht besitzt4 ,das unreine ,rizinusl dient endlich als ,brennl und zur ,seifenfabrikation4 ,vielfach kommt ,verflschung desselben mit gebleichtem ,sesaml vor4 ,eine seit uralter ,zeit in ,china als ,abfhrmittel gebrauchte ,pflanzenwurzel ist der echte ,rhabarber 7,rheum officinale71 der als groe gelbe ,wurzel8 schon in einem angeblich von ,kaiser ,shen-nung um #bhjj v4 ,chr4 verfaten ,kruterbuche erwhnt wird4 ,um die ,wende der christlichen ,zeitrechnung scheint diese ,droge in den ,mittelmeerlndern bekannt geworden zu sein4 ,als erster erwhnt der griechische ,arzt ,dioskurides um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 die ,wurzel rha1 nach dem ,flusse ,rha1 der ,wolga1 aus welcher ,gegend sie bezogen wurde1 so genannt4 ,sein ,zeitgenosse ,plinius spricht von einer rhacoma1 die wohl auch als ,rhabarber zu deuten ist4 ,bei den spteren ,autoren werden zweierlei ,rhawurzeln nach ihrer ,herkunft unterschieden1 nmlich ein rha ponticum1 d4 h4 eine pontische ,wurzel1 nach ihrem ,bezug aus der ,gegend des ,schwarzen ,meeres so geheien1 und ein rha barbarum1 das von der ,indusgegend ber das ,rote ,meer und den alten ,hafenort ,barbarike zunchst nach ,alexandrien eingefhrt wurde4 ,aus dieser letzteren ,bezeichnung1 die allgemein im ,sinne von fremde1 auslndische ,wurzel8 gebruchlich wurde1 entstand dann unser ,wort ,rhabarber1 whrend die lateinische ,bezeichnung ,rheum aus dem rhon des ,galenos hervorging4 ,im #f4 ,jahrhundert verordnete der ,arzt ,alexander ,trallianus das eine ,mal ,rheum1 das andere ,mal ,rheum barbarum und ponticum4 ,darunter wurden1 wie schon ,scribonius ,largus und ,celsus vom ,rha barbarum und vom ,rha ponticum berichten1 verschiedene ,rhabarberprparate verstanden1 obschon diese ,ausdrcke ursprnglich ein und dasselbe bezeichneten4 ,im #aa4 ,jahrhundert wuten die arabischen rzte schon1 da der ,rhabarber aus ,china komme4 ,der erste ,europer1 der in die ,rhabarbergegend gelangte1 war der ,venezianer ,marco ,polo1 der nach seiner ,rckkehr aus ,china im ,jahre #abie in seiner ,reisebeschreibung ber ,rhabarberkulturen in ,tangut berichtet4 ,von dort und aus dem ,gebirge um den ,see ,kuku-nor wurden die getrockneten ,rhabarberwurzeln an die ,chinesen verkauft1 welche sie nach ,si-ning am ,hwang-ho1 d4 h4 dem ,gelben ,flusse1 brachten1 das von jeher der ,hauptstapelplatz dieser ,droge gewesen zu sein scheint4 ,im ,mittelalter war der ,rhabarber sehr kostbar und selten und wurde deshalb nur wenig gebraucht4 ,erst durch die ,entdeckung des ,seeweges nach ,ostindien und dadurch1 da die ,russen mit den ,chinesen ,handelsverbindungen anknpften1 wurde er wohlfeiler und gelangte aus diesem ,grunde auch mehr zur ,anwendung4 ,bis zum ,ende des #ag4 ,jahrhunderts wurde ,rhabarber ber ,kanton und ,macao verschifft1 teilweise aber auch auf dem ,landwege in die ,lnder im ,westen gebracht4 ,dann suchten die ,russen den ,handel damit in ihre ,hnde zu bekommen4 ,im ,jahre #agjd gelang es ihnen1 denselben durch ,vertrge mit der chinesischen ,regierung zu monopolisieren4 ber die ,grenzstadt ,kiachta1 wo die getrockneten ,wurzeln ,stck fr ,stck geprft und die verdorbenen und unansehnlichen ,stcke verbrannt wurden1 gelangten sie in einer ,schlittenkarawane einmal jhrlich ber ,irkutsk nach ,moskau4 ,hier wurden sie nochmals revidiert und die fr brauchbar erkannten ,stcke dem ,handel bergeben4 ,dieser vorzgliche moskowitische8 oder ,kronrhabarber8 war bis #ahdb der einzige des ,handels4 ,in jenem ,jahre ffneten nmlich die ,chinesen auer ,kanton und ,macao weitere ,hfen dem ,fremdenverkehr1 wodurch den chinesischen ,rhabarberhndlern ,gelegenheit gegeben wurde1 sich der strengen ,kontrolle der ,russen in ,kiachta zu entziehen und auch schlechtere ,sorten zu verkaufen4 ,hierdurch und durch den ,taipingaufstand von #aheb-aheh1 der die ,karawanen an der sibirischen ,grenze sehr gefhrdete1 verringerte sich die ,zufuhr ber ,kiachta immer mehr und hrte #ahfj ganz auf2 #ahfc wurde der ,rhabarberhof daselbst ganz aufgehoben4 ,seither gibt es keinen moskowitischen oder ,kronrhabarber mehr im ,handel4 ,was so bezeichnet wird1 ist nach ,art dasselbe1 d4 h4 eine kantig beschnittene und durchbohrte1 dunkelgefrbte1 rotbrchige ,sorte1 whrend der gewhnliche chinesische ,rhabarber weniger stark beschnitten und in der ,qualitt viel gemischter ist4 ,die ,stammpflanze des ,rhabarbers blieb dem ,abendlande unbekannt1 bis im ,jahre #ageh durch die ,vermittlung eines tartarischen ,rhabarberhndlers ,samen einer ,rheumart als die der echten ,rhabarberpflanze von ,kiachta nach ,st4 ,petersburg kamen4 ,carl von ,linn beschrieb #agfb die hieraus gezogenen ,pflanzen als ,rheum palmatum4 #ahfg sandte der franzsische ,konsul in ,han-kau am ,mittellauf des ,blauen ,flusses 7,yang-tse-kiang71 ,dr4 ,dabry de ,thiersant1 lebende ,wurzeln1 die er durch ,vermittlung eines ,missionars in ,sze-tschwan aus dem stlichen ,tibet erhalten hatte1 mit der ,angabe nach ,paris1 da sie von der echten1 der ,rhabarbergewinnung dienenden ,pflanze stammten4 ,abkmmlinge aus diesen ,wurzeln wurden dann von ,baillon als ,rheum officinale1 eine neue ,art1 beschrieben1 welche aber der vorigen nahe steht4 ,sie ist mit dem vom russischen ,reisenden ,przewalski auf seinen ,reisen in der westlichen ,mongolei und in ,kan-su #ahga-ahgc in der ,gegend von ,kuku-nor und in der ,berglandschaft ,tangut1 dem ,zentrum der ,verbreitung der besten ,rhabarberpflanzen1 gefundenen ,rheum palmatum tanguticum der ,lieferant des echten ,rhabarbers4 ,das ,hauptverbreitungsgebiet der #a1e-b1e m hohen1 breite1 handfrmige1 dunkelgrne ,bltter und weie ,blten aufweisenden offizinellen ,rhabarberpflanze ist das ,hochplateau von ,osttibet und das westchinesische ,gebirgsland zwischen dem ,blauen und ,gelben ,flu1 das zu den ,provinzen ,sze-tschwan und ,kan-su gehrt4 ,die ,hauptmasse des ,rhabarbers kommt von ,rheum officinale aus ,osttibet und der chinesischen ,provinz ,sze-tschwan1 nur ein geringer ,teil nrdlich davon aus der ,provinz ,kan-su von ,rh4 palmatum tanguticum2 und zwar wird die beste ,sorte von wildwachsenden ,pflanzen gewonnen4 ,der wahrscheinlich nur in geringen ,mengen angebaute ,rhabarber gilt als minderwertig4 ,noch sehr viel geringer an wirksamer ,substanz ist natrlich der in ,europa gepflanzte echte ,rhabarber1 was leicht begreiflich ist1 wenn man bedenkt1 da er in seiner ,heimat in #c-djjj m ,hhe gedeiht und bis #fcjj m ,hhe steigt4 ,zur ,gewinnung der offizinellen ,droge benutzt man mindestens #h-aj ,jahre alte ,pflanzen1 deren ,wurzelstcke kurz vor der ,bltezeit und wieder vor der ,samenreife gegraben1 vom oberen ,teil und der ,rinde befreit1 in kleinere ,stcke gespalten1 durchbohrt und an ,schnre aufgezogen ziemlich oberflchlich1 teils an der ,luft1 teils am ,ofen getrocknet werden4 ,dann gelangen sie an die groen ,huser1 die sie vollkommen putzen1 sortieren und noch besser trocknen4 ,die ,ware kommt dann in groen1 auen mit gelbem oder rotem ,papier berzogenen und mit chinesischen ,schriftzeichen signierten1 innen mit ,zinkblech ausgeschlagenen ,kisten aus der ,provinz ,schen-si dem ,gelben ,flu entlang nach ,tien-tsin und ,peking1 aus der ,provinz ,sze-tschwan mit dem ,hauptstapelplatz ,kwan-jun dem ,blauen ,flu entlang nach ,schang-hai und aus ,tibet und ,yn-nan zum ,teil auch dem sdlicheren ,perlflu entlang nach ,kanton in den ,handel4 ,die beste1 orangegelbe ,sorte stammt aus ,schen-si und ist auch weitaus die teuerste2 die andern1 billigeren ,sorten sind ockergelb und werden hauptschlich von der groen ,handelsstadt ,han-kau am ,mittellauf des ,blauen ,flusses aus ausgefhrt1 von wo der meiste ,rhabarber ber ,schang-hai in den ,welthandel gelangt4 ,der ,rhabarber enthlt als primre ,bildungen der ,pflanze zwei ,gruppen von ,glykosiden1 nmlich die abfhrend wirkenden ,anthraglykoside und deren ,spaltungsprodukte1 unter denen die ,chrysophansure1 das ,emodin und das ,rhein die wichtigsten sind1 und die nicht abfhrend1 wohl aber zusammenziehend wirkenden ,tannoglykoside und deren ,spaltungsprodukte4 ,daher kommt es1 da kleine ,dosen ,rhabarber stopfend durch letztere und erst grere abfhrend durch erstere wirken1 indem die ,glykoside im ,darm langsam gespalten werden4 ,dabei wird gleichzeitig die ,absonderung der ,galle angeregt4 ,illustration3 ,bild #ga4 ,der ,bltenstand der offizinellen ,rhabarberpflanze 7,rheum officinale74 ,eine dem chinesischen ,rhabarber hnliche ,wurzel liefert der in ,sdruland und ,sibirien heimische pontische ,rhabarber 7,rheum rhaponticum71 den man1 als er durch den ,botanikprofessor ,prosper ,alpino in ,padua bekannt wurde1 lange ,zeit fr den echten ,rhabarber hielt4 ,wahrscheinlich wird der grte ,teil des rha ponticum der ,alten aus ihm bestanden haben4 ,wenn auch schwcher als der chinesische ,rhabarber wirkend1 wird er nicht nur in seiner ,heimat und im ,morgenlande1 besonders ,persien1 sondern auch seit der ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts in ,england1 ,frankreich1 ,deutschland1 sterreich und ,ungarn im groen angepflanzt und in den ,handel gebracht4 ,er wird namentlich in der ,tierarzneikunde seiner greren ,billigkeit wegen viel verwendet4 ,in ,england begann um #ahjj der ,apotheker ,hayward in ,hanbury bei ,oxford seine ,kultur in grerem ,stile1 die dann seit #ahde einen bedeutenden ,aufschwung nahm4 ,die ,hauptkulturen ,frankreichs sind in den ,departements ,morbihan1 ,doubs und ,isre4 ,ein ,teil der wirksamen ,bestandteile der echten ,rhabarberwurzel fehlt in den von dieser ,art gewonnenen ,wurzeln1 die auch dnner sind4 ,nach der ,entdeckung ,amerikas hielten bekanntlich die ,spanier dieses ,land zuerst fr den stlichen ,teil ,asiens und bemhten sich1 auer dem ,gold1 das sie in dem vom ,venezianer ,marco ,polo als sehr goldreich beschriebenen ,lande ,zipangu 7,japan7 zu finden hofften1 auch die wichtigsten asiatischen ,gewrze und ,arzneidrogen zu bekommen1 um sich an dem damit zu treibenden ,handel zu bereichern4 ,unter den ,drogen1 die ,kolumbus in seinen ersten ,briefen in die ,heimat erwhnt1 befindet sich1 so speziell in den ,briefen vom #d4 und #ad4 ,mrz #adic1 auch ,rhabarber4 ,dieser amerikanische ,rhabarber hat sich als die knollenfrmig angeschwollenen1 abfhrend wirkenden ,wurzeln verschiedener ,windengewchse erwiesen1 unter denen die schon lange vor der ,ankunft der ,spanier in ,mexiko als ,abfhrmittel verwendete ,jalapenwurzel seit ,anfang des #ag4 ,jahrhunderts auch in den ,arzneischatz ,europas eingefhrt wurde4 ,diese seit #aecf deutlicher erkannte ,wurzel1 die der ,spanier ,monardes zuerst in der ,provinz ,mechoacan in ,mexiko kennen lernte und als ,rhabarber von ,mechoacan in jenem ,jahre beschrieb1 figurierte in den europischen ,drogenverzeichnissen des #ag4 und #ah4 ,jahrhunderts als ,mechoacannawurzel1 bis sie zu ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts nach dem mexikanischen ,bezugsorte ,jalapa von den ,marseillern den ,namen ,jalapenwurzel erhielt4 ,die ,mutterpflanze aber lernte man erst #ahbi durch ,cox in ,philadelphia kennen4 ,sie kam dann #ahcj zuerst nach ,europa durch ,schiede1 der ihr den ,namen ,convolvulus jalapa gab4 ,heute wird sie aber meist nach ,hayne als ,ipomoea purga bezeichnet4 ,die ,jalapenwinde ist eine am stlichen ,abhang der mexikanischen ,cordillere in ,hhen von #abjj-bdjj m wildwachsende ausdauernde ,schlingpflanze1 die auch an manchen ,orten der ,tropen wie auf ,jamaika1 in ,sdamerika1 auf ,ceylon und in ,ostindien kultiviert wird4 ,die walnu- bis faustgroen ,knollen werden das ganze ,jahr hindurch1 besonders aber am ,ende der ,regenzeit im ,mai gesammelt1 an der ,sonne1 in heier ,asche oder1 in einem ,netz aufgehngt1 ber freiem ,feuer getrocknet4 ,in letzterem ,falle erhalten sie ein berutes ,aussehen und etwas ,harz tritt aus4 ,um den ,austrocknungsproze zu beschleunigen1 werden die greren ,knollen durchschnitten2 nur kleine lt man ganz4 ,sie sind hart1 fest und schwer1 erscheinen auen dunkelbraun1 runzelig1 innen weilichgrau1 faserig1 riechen eigenartig und schmecken anfangs slich1 ekelhaft1 dann scharf1 im ,rachen lange haftend4 ,haupthandelsplatz der nur von wildwachsenden ,pflanzen gesammelten echten mexikanischen ,jalapa ist der mexikanische ,hafenort ,vera ,cruz1 von wo die ,droge in ,ballen von #ej kg ,gewicht exportiert wird4 ,als wichtigsten ,bestandteil enthlt sie das zuerst #afcd durch ,ausziehen der ,wurzelknolle mit ,weingeist gewonnene1 bis zu ber #bj1 meist aber zu #aj-ac ,prozent darin enthaltene ,jalapenharz1 das aus #ie ,prozent eines in ther unlslichen harzartigen ,glykosids ,convolvulin und zu #e ,prozent des in ther lslichen ,harzes ,jalapin besteht4 ,aus ersterem werden im ,darm die ,convolvulin- und ,purginsure gespalten4 ,in der ,wirkung steht dieses ,abfhrmittel in der ,mitte zwischen ,rhabarber und ,aloe1 indem es nicht so leicht verstopft1 wie ersterer1 und auch nicht so stark die ,gedrme reizt1 wie letztere4 ,als drastisches ,abfhrmittel wird das ,gummiharz einer altweltlichen ,windenart 7,convolvulus scammonia7 als ,scammonium verwendet4 ,dieses hat seinen ,namen vom griechischen skmma1 das ,gegrabene1 und wurde schon im ,altertum gebraucht1 aber nach ,dioskurides schon ebenso verflscht wie heute4 ,von der im stlichen ,mittelmeergebiet bis zum ,kaukasus heimischen1 in ,kleinasien und ,syrien stellenweise hufigen ausdauernden ,pflanze wird der eingetrocknet brunlichgelbe bis dunkelbraune ,milchsaft aus der blogelegten ,wurzel vermittelst ,einschnittes gewonnen4 ,er schmeckt kratzend1 bitter und riecht dem ,jalapenharz hnlich1 besteht aus #aj ,prozent ,harz1 und zwar zum groen ,teil aus ,jalapin1 dann aus ,zucker1 ,gummi und ,gerbstoff4 ,im ,mittelalter wurde er fter unter der ,bezeichnung ,diagrydium arzneilich verwendet1 kommt aber heute nur ganz ausnahmsweise zur ,anwendung4 ,hufiger wird das ,podophyllin angewandt1 das von einer an schattigen1 feuchten ,stellen der ,laubwlder des atlantischen ,nordamerika wachsenden staudigen ,berberidee mit #e-ilappigen ,blttern1 groen1 weien1 nickenden ,blten und eifrmigen1 gelblichen1 etwa einer kleinen ,zitrone hnlichen1 vielsamigen ,frchten mit suerlichem1 ebarem ,fruchtfleisch gewonnen wird1 indem der weie1 kriechende ,wurzelstock mit ,alkohol ausgezogen und dieser spirituse ,auszug mit ,wasser gefllt wird4 ,das so gewonnene ,podophyllin stellt ein zitronengelbes bis orangebraunes amorphes1 bitteres ,pulver dar1 das #ab ,prozent ,harz mit den abfhrenden ,glykosiden ,podophyllotoxin und ,pikropodophyllin enthlt4 ,auch uerlich wird die ,droge als hautreizendes ,mittel angewandt4 ,der ,wurzelstock dieser ,pflanze wurde von alters her von den ,indianern zum ,laxieren verwendet4 ,im ,jahre #ahbj wurde das daraus gewonnene ,harz in die ,pharmakopoe der ,vereinigten ,staaten1 #ahfd in diejenige ,englands1 spter auch in das deutsche1 sterreichische und schweizerische ,arzneibuch aufgenommen4 ,dem ,wurzelstock dieses nordamerikanischen ,podophyllum peltatum ist derjenige des ,podophyllum emodi aus ,kaschmir und dem ,sdabhang des ,himalaja auch in der ,wirkung sehr hnlich4 ,auch er wird von den ,eingeboren in derselben ,weise gebraucht4 ,uralt ist bei den ,kulturvlkern ,vorderasiens und des ,mittelmeergebiets die ,anwendung der ,aloe als ,abfhr- und ,wundheilmittel4 ,schon #b-c ,jahrtausende v4 ,chr4 war sie in gypten und ,babylonien im ,gebrauch und wurde unter der semitischen ,bezeichnung halal1 was bitter bedeutet1 aus den ,kstenlndern ,ostafrikas eingefhrt4 ,die ,griechen und ,rmer lernten sie spter unter dem ,namen aloe kennen4 hnlich wie der ltere ,plinius sagt sein ,zeitgenosse ,dioskurides von ihr3 ,die meiste ,aloe wchst in ,indien und von dort kommt auch ihr ,saft in den ,handel2 welche wchst auch in ,arabien und ,kleinasien1 wie auch auf einigen ,inseln1 z4 ,b4 ,andros1 doch wird ihr ,saft an letztgenannten ,orten nicht gesammelt1 aber man legt die zerquetschten ,bltter auf ,wunden4 ,man unterscheidet zwei ,arten von ,aloe1 eine sandige und eine leberfarbige4 ,beide werden mit ,gummi verflscht1 was sich jedoch durch den ,geschmack1 den ,mangel an ,bitterkeit und durch den ,geruch verrt1 auch lt sich der verflschte nicht zwischen den ,fingern zu feinem ,staube zerreiben4 ,innerlich wird er vielfach als ,arznei gebraucht1 uerlich aber in ,pulverform auf ,wunden gestreut48 ,im mittleren und nrdlichen ,europa war die ,aloe seit dem #aj4 ,jahrhundert im ,gebrauch und wird zu dieser ,zeit in angelschsischen ,arzneibchern angefhrt4 ,in ,deutschland hat besonders der gelehrte ,dominikaner ,albertus ,magnus1 ,graf von ,bollstdt 7#aaic-abhj71 viel zu ihrer ,einfhrung beigetragen4 ,die ,droge ist der eingekochte ,milchsaft aus den ,blttern verschiedener ,aloearten aus dem tropischen und subtropischen ,afrika1 besonders dem ,kapland4 ,die offizinelle ,kap-,aloe wird fast ausschlielich von ,aloe ferox gewonnen1 welche im sdlichen und sdstlichen ,kapland fters dichte ,bestnde bildet4 ,es ist dies eine ,liliazee mit #a bis #a1ge m hohem1 meist einmal gegabeltem ,stamm1 blulichgrnen1 unterseits weigefleckten1 nicht nur am ,rande1 sondern meist auch an der ,ober- und ,unterseite stacheligen ,blttern und einer groen ,traube von purpurroten1 an der ,spitze grnlichen ,blten4 ,die beste ,sorte von ,aloe wird dadurch1 und zwar meist von den ,eingeborenen1 gewonnen1 da man die abgeschnittenen fleischigen ,bltter mit der ,schnittflche nach innen unten rings um eine ber eine flache ,bodenvertiefung ausgebreitete gegerbte ,rindshaut derart aufstapelt1 da ein kuppelartiger ,bau von etwa #a m ,hhe entsteht4 ,nach einigen ,stunden werden die ,bltter einfach beiseite gestoen und der von selbst aus ihnen geflossene ,saft in ein ,gef gesammelt und abends ber freiem ,feuer eingekocht1 wobei fleiig gerhrt werden mu1 um das ,anbrennen desselben zu verhindern4 ,noch besser ist es1 ihn langsam an der ,sonne eintrocknen zu lassen4 ,in letzterem ,falle scheidet sich das ,aloin des ,saftes kristallinisch aus und es entsteht die1 wie wir vorhin erfuhren1 schon von ,dioskurides und den andern rzten des ,altertums unterschiedene matte1 lederfarbene ,aloe1 whrend die eingekochte1 durchsichtig1 glnzend und statt rot bis hellbraun wie die vorige infolge von berhitzung schwarz geworden ist4 ,eine geringere ,sorte wird durch ,auspressen1 und die schlechteste durch ,auskochen der ,bltter gewonnen4 ,sie riecht eigentmlich und schmeckt widerlich bitter durch den in ihr enthaltenen ,bitterstoff ,aloin1 der in ,wasser lslich ist und stark abfhrend wirkt4 ,ferner sind darin #cj-dj ,prozent ,aloeharz1 #j1b ,prozent ,aloe-,emodin und ,spuren therischen les enthalten4 ,die durch ,auskochen der ,bltter gewonnene geringste ,sorte wird ihrer ,wohlfeilheit wegen nur von ,tierrzten benutzt4 ,im #af4 ,jahrhundert gelangte die ,kultur der ,aloe vulgaris nach ,sdeuropa und durch die ,spanier nach ,westindien4 ,seit #afic ist die ,barbados-,aloe im englischen ,handel1 whrend die ,kap-,aloe erst seit ihrer ,gewinnung durch den ,buren ,peter de ,wett aufkam4 ,aus der ,barbados-,aloe stellte dann der ,edinburger ,apotheker ,thomas ,smith #ahej als erster das ,aloin dar4 ,die heute meist von ,curaao stammende ,barbados-,aloe wird in ,kalabassen und diese dann in ,fsser verpackt1 whrend die gebruchlichere ,kap-,aloe zum ,teil in ,affenhute1 als dem billigsten ,verpackungsmaterial1 vernht in ,kisten in den ,handel gelangt und so auf den ,londoner und ,hamburger ,auktionen verkauft wird4 ,illustration3 ,bild #gb4 ,die offizinelle ,kap-,aloe 7,aloe ferox74 ,von einem unscheinbaren ,hlsenfrchtler1 der ,cassia angustifolia1 einem im mittleren ,nilgebiet von ,assuan durch ,dongola bis ,kordofan heimischen1 #cj-fj cm hohen ,strauch mit paariggefiederten ,blttern1 stammen die vom ,volke als ,abfhrmittel sehr beliebten ,sennesbltter1 die vom ,juni bis ,dezember gesammelt werden und getrocknet meist ber ,england in den ,handel kommen4 ,sie sind #a bis #c cm lang1 eifrmig1 lederig1 mattgrn und enthalten auer ,senna-,rhamnetin1 ,senna-,chrysophansure und ,cathartinsure als eigentlichen abfhrenden ,stoff das zu #j1h ,prozent darin enthaltene ,senna-,emodin4 ,die alten ,griechen und ,rmer kannten diese ,droge noch nicht4 ,sie wurde erst seit dem #i4 ,jahrhundert durch arabische rzte unter der ,bezeichnung sann in ,europa bekannt1 doch wurden im frhen ,mittelalter die ,fruchthlsen1 und nicht die ,bltter der ,pflanze von den arabischen rzten verwendet2 letztere kamen erst seit dem #aa4 ,jahrhundert immer mehr in ,gebrauch1 whrend man in neuerer ,zeit wiederum den ,hlsen mehr ,aufmerksamkeit zuwendet4 ,vom ,jahre #ahjh-ahbh war der ,handel mit ,sennesblttern in gypten unter ,muhammed ,ali monopolisiert und verpachtet4 ,als dadurch die ,preise der ,droge sehr in die ,hhe stiegen1 verpflanzten die ,englnder den ,anbau des ,sennesstrauches nach ,sdindien und ,ceylon1 von wo heute die grte ,menge unter der ,bezeichnung ,tinnevelly-,senna von ,tuticorin aus ber ,england in den ,handel kommt1 whrend zur ,zeit des gyptischen ,monopols ,triest der ,hauptstapelplatz dafr war4 ,als gelindes ,abfhrmittel wird das suerliche ,fruchtmus einer anderen ,leguminose1 der indischen ,tamarinde 7,tamarindus indica71 gebraucht4 ,dieser im tropischen ,afrika von ,abessinien und dem oberen ,nilgebiet sdwestlich bis zum ,zambesi heimische ,schmetterlingsbltler1 der heute berall in den ,tropen meist als ,alleebaum kultiviert wird1 stellt einen #be m hohen1 bis #h m ,stammumfang aufweisenden schattigen ,baum dar mit paariggefiederten ,blttern1 gelblichen1 purpurn gederten ,blten und gestielten #ae cm langen und #b1e cm breiten ,fruchthlsen1 die in zerbrechlicher1 gelbbrauner1 rauher ,schale ein braunschwarzes ,mus1 und in diesem rundliche1 viereckige1 glnzend rotbraune ,samen aufweisen4 ,fr die trockenen1 vegetationsarmen ,binnenlnder ,afrikas sind die als beliebtes ,obst und zur ,herstellung von erfrischendem ,mus und durstlschenden ,getrnken benutzten ,frchte von der grten ,bedeutung4 ,auch das gelbliche1 oft rot gestreifte1 harte1 sehr dauerhafte und von keinerlei ,insekten1 selbst nicht den ,termiten1 angegangene ,stammholz ist als ,werk- und ,drechslerholz hochgeschtzt4 ,die alten gypter kannten den ,baum als nutem1 d4 h4 ,schotenbaum1 und wandten das angenehm suerliche ,mus seiner ,frchte als abfhrende ,arznei an4 ,die brigen ,kulturvlker des ,altertums erwhnen die ,frucht noch nicht1 sondern erst die arabischen ,schriftsteller des ,mittelalters unter der ,bezeichnung tamar hindi1 d4 h4 indische ,datteln1 woraus dann unsere ,benennung ,tamarinde hervorging4 ,durch ,vermittlung der arabischen rzte wurden die ,tamarindenschoten und das daraus hergestellte ,mus in die europischen ,apotheken eingefhrt4 ,der erste europische ,arzt1 der solches erwhnt und von dessen ,anwendung als khlendem ,abfhrmittel bei ,gallenkrankheiten spricht1 ist ,johannes ,actuarius im #ac4 ,jahrhundert4 ,bei den alten deutschen rzten findet sich dafr die ,bezeichnung siliqua arabica1 d4 h4 arabische ,schote4 ,seit dem #ae4 ,jahrhundert fhren die deutschen ,apotheken die ,tamarinde1 die aber niemals besondere ,geltung erhielt4 ,erst in neuerer ,zeit ist das in ,bonbonform gebrachte ,tamarindenmus von ,frankreich aus als tamar indien zu ,abfhrzwecken mehr und mehr eingefhrt worden4 ,ihre ,wirkung wird durch den ,gehalt von #h ,prozent ,weinstein und #ae ,prozent ,weinsure bedingt4 ,ein ausgewachsener ,baum liefert #ahj-bjj kg ,frchte1 deren ,mus berall in den ,tropen gern als ,kompott verspeist wird4 ,aus den ,lndern am oberen ,nil kam der ,fruchtbaum schon sehr frh nach ,indien1 wo er im ,ayur ,veda ,susrutas als ambika angefhrt wird4 ,bereits #aegj traf ihn ,hernandez in ,mexiko1 und #afdh von ,markgraf in ,brasilien angepflanzt4 ,gleichzeitig mit der ,tamarinde wurden die von arabischen und persischen rzten zuerst erwhnten getrockneten ,frchte des ursprnglich ebenfalls im oberen ,nilgebiet heimischen und von da ber die ,tropen beider ,hemisphren verbreiteten1 bis #ah m hohen und schne ,bume bildenden ,schmetterlingsbltlers ,cassia fistula unter dem ,namen ,rhrenkassie in die europischen ,apotheken eingefhrt4 ,actuarius im #ac4 ,jahrhundert beschrieb sie als ,cassia nigra und erst ,mesue fhrt sie als ,cassia fistula an4 ,das honigartig riechende1 sschmeckende1 braune ,mus1 das aus den #cj-fj cm langen1 #a1e-c cm dicken1 schwarzen oder schwarzbraunen1 zylindrischen1 kurzgestielten1 meist etwas gekrmmten ,hlsenfrchten mit glatter1 holziger ,schale gewonnen wird1 enthlt auer ,gummi und ,pektinstoffen ber die ,hlfte des ,gewichtes ,zucker und wird als mildes ,abfhrmittel fr sich oder als ,bestandteil von ,elektuarien benutzt4 ,die seste ,ware kommt1 wie das meiste ,tamarindenmus1 aus ,ostindien in zylindrischen1 aus derben ,rohrspnen geflochtenen ,krben in den ,handel2 daneben ist amerikanische und afrikanische ,rhrenkassie auf dem ,markt4 ,in ,indien benutzt man die jungen1 unreifen ,frchte1 mit ,zucker eingemacht1 als ,abfhrmittel4 ,die sehr gewrzhaft riechende ,rinde des ,baumes1 die der ,pflanze die sonst nur fr eine ,abart des ,zimtbaums1 die ,zimtkassie1 gebruchliche ,benennung ,cassia verschaffte1 ist sehr reich an ,gerbstoff und wird deshalb vielfach zum ,gerben benutzt4 ,als drastisches ,abfhrmittel bei ,wassersucht diente frher noch mehr als heute der eingedickte schleimige1 gelbe ,saft eines in ,sd- und ,hinterindien wachsenden #ae m hohen ,baumes1 ,garcinia hanbury1 der als ,gummigutti in den ,handel kommt4 ,von den ,eingeborenen wurde er schon lngst arzneilich und technisch verwendet1 als ihn die ,europer kennen lernten4 ,zuerst erwhnt ihn ein chinesischer ,reisender1 der von #abie-ig ,kambodscha besuchte1 unter dem ,namen kiang-hwang4 ,die erste ,probe davon brachte der hollndische ,admiral ,j4 van ,neck nach ,europa2 von ihm erhielt ,clusius #afjc davon unter der malaiischen ,bezeichnung gutah jemon1 d4 h4 heilkrftiges ,gummiharz4 #afaa machte ein ,bamberger ,arzt1 ,michael ,reuden1 den ersten medizinischen ,gebrauch davon4 #afea nahm ,horstius das ,mittel in seine ,pharmacopoea catholica auf1 und #agea erkannte ,neumann die ,natur der ,droge als ein ,gummiharz4 ,von #bj-cj ,jahre alten ,bumen wird der gelbe ,milchsaft durch spiralig um den ,stamm verlaufende ,schnitte vor ,eintritt der ,regenzeit1 d4 h4 von ,februar bis ,april gewonnen1 in #ej cm langen und #f-g cm dicken ,bambusrohren durch ,erwrmen am ,feuer erhrtet und dann die stangenfrmige rotgelbe ,masse als ,rhrengutti in den ,handel gebracht4 ,er enthlt durchschnittlich #gg ,prozent ,harz1 etwas in ,alkohol lsliches ,gummiguttigelb und #ab ,prozent ,gummi4 ,die drastische ,wirkung der berchtigten ,morisonpillen ist wesentlich auf ihren ,gehalt an ,gummigutti zurckzufhren1 der in strkeren ,dosen leicht ,vergiftungen hervorruft4 ,ein anderes1 schon in sehr kleinen ,mengen auerordentlich heftig abfhrendes und1 in die ,haut eingerieben1 in kurzer ,zeit eine starke ,hautentzndung mit ,pustelbildung hervorrufendes ,mittel ist das ,krotonl1 das aus den zerstoenen1 geschlten1 reifen ,samen einer #f m hohen1 sehr nahe mit der ,rizinusstaude verwandten ,wolfsmilchpflanze1 ,croton tiglium1 bei gelinder ,wrme ausgepret wird und ein dickes1 braungelbes1 etwas unangenehm riechendes1 zunchst milde1 aber sehr bald scharf brennend schmeckendes l darstellt4 ,innerlich bringt schon ,tropfen mit ,zucker verrieben nach einer halben ,stunde eine ,ausleerung hervor1 whrend #a ,tropfen -- brigens die grte ,gabe1 welche innerlich als ,heilmittel verabreicht werden darf -- schon ber ein ,dutzend ,ausleerungen mit starkem ,drang hervorruft4 ,das wirksame ,prinzip ist das krotonolsaure ,triglycerid und das ,krotonharz1 auf welch letzterem die blasenziehende ,eigenschaft des les beruht4 ,so dient es auch als ,bandwurmmittel und uerlich zu ableitenden ,salben bei ,rheumatismus und ,neuralgien4 ,die ,bekanntschaft mit diesem le verdankt das ,abendland den arabischen rzten4 ,ums ,jahr #iej war es ,serapion dem lteren1 und #ej ,jahre spter ,avicenna 7eigentlich ,ibn ,sina1 dem ,leibarzte mehrerer ,sultane1 gestorben #ajcg in ,hamadan7 bekannt4 #aegh lieferte ,d',acosta eine genauere ,beschreibung nicht nur des les1 sondern auch der in ,ostindien heimischen ,stammpflanze1 die auer hier und in ,ceylon auf ,java1 den ,philippinen und in ,china kultiviert wird4 ,ein uraltes ,abfhrmittel sind endlich die faustgroen1 runden1 gelben ,frchte der in groer ,menge die ,wsten ,nordafrikas und ,westasiens bewohnenden ,bittergurke 7,citrullus colocynthis71 die einst hauptschlich den ,strauen als ,nahrung dienten und als ,koloquinten arzneiliche ,verwendung fanden4 ,sie finden sich bereits im ,alten ,testament erwhnt1 und wie schon ,hippokrates1 verwandte sie auch ,dioskurides unter der ,bezeichnung kolokynthis1 d4 h4 ,eingeweidebeweger1 als ,arznei4 ,besonders von den arabischen rzten wurde diese von ihnen handal genannte ,droge viel verwandt und deshalb die ,koloquinte schon im #aj4 ,jahrhundert auf ,cypern und in ,spanien angepflanzt4 ,als ,arzneimittel werden die ,frchte in angelschsischen ,arzneibchern des #aa4 ,jahrhunderts angefhrt4 ,gegen halbseitiges ,kopfweh rhmte sie schon ,alexander ,trallianus im #f4 ,jahrhundert4 ,die getrockneten1 geschlten ,frchte kommen aus ,spanien1 ,marokko1 ,syrien und neuerdings in komprimierter ,form aus ,persien und ,ostindien in den ,handel und enthalten besonders im ,fruchtfleisch einen glykosidischen ,bitterstoff1 das ,colocynthin1 zu #j1f-b ,prozent4 ,die gersteten ,samen der ,koloquinte werden brigens von der rmeren ,bevlkerung der ,sahara als willkommene ,speise gegessen4 ,eine schon im ,altertum fr den ,arzneischatz wichtige ,pflanze bildete das ,sholz4 ,es ist dies die ungeschlte ,wurzel der in ,sdeuropa und im sdwestlichen ,asien bis ,persien heimischen1 bis #b m hohen1 ausdauernden ,leguminose1 ,glycyrrhiza glabra1 mit bis #bj cm langen ,fiederblttern und violetten ,blten in ,trauben4 ,in den hippokratischen ,schriften wird sie zwar nur einmal erwhnt1 aber die spteren griechischen rzte benutzten sie als glykrrhiza1 d4 h4 ,swurzel1 hufig als schleimlsendes ,mittel bei ,husten4 ,bei den rmischen rzten figurierte sie als radix dulcis1 was ebenfalls se ,wurzel bedeutet4 ,noch ,alexander ,trallianus im #f4 ,jahrhundert benutzte sie viel gegen ,brustbeschwerden4 ,unter den von ,karl dem ,groen in seinem capitulare de villis vom ,jahre #hab zum ,anbau empfohlenen ,nutzpflanzen findet sie sich nicht1 doch wird sie von der heiligen ,hildegard1 btissin des ,klosters ,ruppertsberg bei ,bingen 7#ajih-aagi71 als liquiricium aufgefhrt1 woraus dann das deutsche ,lakriz und das franzsische rglisse hervorging1 alles natrlich ,ableitungen des griechischen glykrrhiza1 das uns schon bei dem ,schler des ,aristoteles1 ,theophrast 7#cij-bhf v4 ,chr471 entgegentritt4 ,die bis #b cm dicke1 gelbe ,sholzwurzel enthlt als wesentlichsten ,bestandteil das als ,sholzzucker bezeichnete ,glycyrrhizin1 ein an ,kalk gebundenes ,glykosid1 das zu #f-h ,prozent darin enthalten ist4 ,im #ae4 ,jahrhundert wurde von den ,benediktinern in ,bamberg die ,kultur des ,sholzes in ,deutschland eingefhrt und meist von da aus die deutschen ,apotheken mit dieser ,droge versorgt4 ,seit dem #ac4 ,jahrhundert wird es in ,italien1 vorzugsweise in ,kalabrien und ,sizilien1 besonders aber in ,spanien kultiviert1 von wo es1 im ,winter ausgegraben und in ,bndel von #cj-ce kg ,gewicht verpackt1 in den ,handel kommt4 ,auch aus ,sdfrankreich1 ,mhren und ,syrien1 wo die ,pflanze im groen kultiviert wird1 und aus der ,umgebung von ,smyrna1 wo man sie von wildwachsenden ,exemplaren sammelt1 wird sie teils als solche1 teils auf ,lakrizensaft verarbeitet1 exportiert4 ,der eingekochte ,lakrizensaft war schon dem ,dioskurides und ,plinius bekannt2 in ,deutschland erwhnt ihn zuerst ,konrad von ,megenberg1 der #acgd #fc;jhrig als ,kanonikus am ,dom zu ,regensburg verstorbene ,verfasser der ersten in deutscher ,sprache geschriebenen ,naturgeschichte4 #adej treffen wir ihn in der ,arzneiliste der ,stadt ,frankfurt a4 ,main4 ,er wird durch ,auskochen der zerquetschten minderwertigen ,wurzeln in ,wasser mit nachherigem ,eindampfen gewonnen und dient auer als ,geschmackskorrigens fr ,arzneien auch in der ,bierbrauerei4 ,auer dem sdeuropischen und asiatischen ,sholz kommt eine geschlte1 sogenannte russische ,abart von der ,variett ,glycyrrhiza glandulifera in groen1 durch eiserne ,bnder zusammengehaltenen ,ballen von #hj-ajj kg in den ,handel4 ,sie wird besonders bei ,sarepta und den ,inseln der ,wolgamndungen im groen angebaut und ihre ,wurzeln werden roh ber ,astrachan nach ,moskau und ,st4 ,petersburg1 wo sie erst geschlt werden1 ausgefhrt4 ,ein anderer1 meist von wildwachsenden ,pflanzen an den ,ufern des ,ural gesammelter ,teil kommt von ,nishnij-,nowgorod aus auf den ,markt4 ,diese eigenartig s schmeckende ,droge gilt als das beste ,sholz2 auch bei ihm ist die ,herbsternte reicher an ,glycyrrhizin als die ,sommerernte4 ,fast ebensogut in der ,qualitt ist das in groen ,mengen in ,sibirien1 ,turkestan und der ,mongolei gesammelte und eine besondere ,handelsmarke bildende chinesische ,sholz von ,glycyrrhiza uralensis1 das pharmakognostisch wesentliche ,unterschiede vom russischen und spanischen zeigt4 ,von einigen dem vorigen sehr nahe verwandten ,schmetterlingsbltlern aus der ,gattung ,astragalus wird in ,kleinasien1 ,syrien und ,persien der als ,bindemittel in der ,technik und ,arzneikunde viel gebrauchte ,tragantgummi gewonnen4 ,er tritt als bei gutem ,wetter innerhalb #c-d ,tagen erhrtender ,schleim1 bei feuchter ,witterung durch entsprechende ,volumzunahme freiwillig1 beziehungsweise durch zufllige ,verletzungen der ,rinde durch ,insekten oder weidende ,tiere1 in der ,regel aber durch knstlich angebrachte ,einschnitte aus ,stamm und sten jener dornigen ,bsche und wird in farblosen1 gelblichweien bis brunlichen ,blttern oder ,krnern gesammelt4 ,die ,sortierung in die verschiedenen ,handelssorten geschieht meist in ,smyrna oder ,konstantinopel1 von wo jhrlich etwa ,million kg in den ,handel gelangen4 ,besonders gro ist der ,bedarf in der ,kattundruckerei als ,verdickungsmittel fr ,farben1 in der ,appretur von ,seidenwaren und zum ,glnzendmachen von ,sohlleder4 ,er quillt in ,wasser stark auf1 gibt gepulvert mit #bj ,teilen ,wasser einen derben1 vielfach auch zu ,klistieren benutzten ,schleim und enthlt auer einem in ,wasser lslichen ,gummi hauptschlich das in ,wasser quellende1 unlsliche ,bassorin1 ein ,polysaccharid4 ,der ,tragant war schon den alten ,griechen und ,rmern als tragacantha bekannt und wurde von ihnen technisch und medizinisch benutzt4 ,theophrast nennt ,kreta1 den ,peloponnes und ,medien1 d4 h4 das ,gebirge im ,nordwesten des heutigen ,persien als die ,heimat der ihn liefernden ,pflanzen1 und ,dioskurides sagt1 der beste sei durchsichtig1 glatt1 fast s4 ,er wirke wie 7arabischer7 ,gummi1 werde in ,augenheilmittel getan und gegen ,brustleiden eingenommen4 ,sein ,zeitgenosse ,plinius der ltere nennt ,medien und ,achaja als ,hauptbezugsgegenden der ,droge und fgt bei1 da ein ,pfund davon zu seiner ,zeit drei ,denare 7etwa #ij ,pfennige7 kostete4 ,durch die arabischen rzte wurde dann das ,abendland mit dem ,tragantgummi bekannt4 ,zum ersten ,male findet sich die ,droge in ,deutschland im #ab4 ,jahrhundert erwhnt4 ,um #acdj berichtet der ,italiener ,pegolotti ber draganti als ,ausfuhrartikel von ,satalia 7,adalia im sdlichen ,kleinasien7 neben dem ,tragant aus ,romania1 dem heutigen ,griechenland4 ,neuerdings wird als ,surrogat des ,tragants der ,kuteragummi von der #f m hohen ,leguminose ,maximilianea gossypium1 mit groen1 gestielten ,blttern und gelben ,blten1 in ,vorderindien gewonnen4 ,auer in seiner ,heimat wird er in ,cochinchina1 ,senegambien und auf der ,insel ,mauritius angepflanzt und liefert den dem ,tragantgummi hnlichen1 in ,wasser auch nur teilweise lslichen ,kuteragummi1 der in derselben ,weise wie der ,tragant verwendet wird4 ,ein seit dem frhesten ,altertum sehr geschtzter ,exportartikel ,afrikas ist der arabische oder ,akaziengummi1 der hauptschlich aus ,stamm und sten der im ,nordosten ,afrikas1 besonders im oberen ,nilgebiet wachsenden1 bis #f m hoch werdenden ,gummiakazie 7,acacia senegal7 von den ,eingeborenen gesammelt wird1 um nicht nur an die ,fremden verkauft zu werden1 sondern in erster ,linie ihnen selbst als wichtiges ,nahrungsmittel zu dienen4 ,diese ,gummiakazie bildet in ,senegambien und ,kordofan1 im ,stromgebiet des ,weien ,nil und des ,atbara ausgedehnte ,wlder und besteht aus stacheligen ,struchern oder bis #f m hohen ,bumen mit schirmartiger ,krone1 sehr hartem ,holz1 grauer1 rissiger ,rinde und dicken ,lagen gelben bis purpurroten ,bastes1 kleinen1 doppelgefiederten ,blttern1 schwarzen ,stacheln1 langen1 gelben ,bltenhren und linealischen ,fruchthlsen mit dunkeln ,samen4 ,wenn im ,juli1 ,august und ,september in dem sonst regenarmen ,lande ausgiebige ,regengsse stattfinden und daraufhin heie ,witterung eintritt1 so berstet durch die austrocknenden ,ostwinde die ,rinde der dann eben blattlosen und sich mit den schnen1 gelben ,bltenhren bedeckenden ,gummiakazien1 und aus der allmhlich der ,vergummung8 anheimfallenden ,innenrinde fliet in oft grerer ,menge der farblose ,gummischleim aus1 der alsbald am ,baume erhrtet4 ,mit dem ,ausbrechen der ,bltter hrt dann die ,gummibildung auf4 ,je lnger nun z4 ,b4 am ,senegal der austrocknende ,wsten-,ostwind weht1 um so reichlicher ist die ,ernte4 ,nach ,busse soll aber dieser ,gummiflu nicht freiwillig stattfinden1 wie man bis jetzt allgemein glaubte1 sondern sein ,entstehen lediglich der ,verletzung durch die ,rinde 7und das ,holz7 anbohrende ,insekten1 besonders ,ameisen1 verdanken4 ,jeder ,gummiklumpen entsprche demnach einer kleinen ,wunde1 und zwar frbt sich der austretende ,gummi um so mehr rotbraun1 je tiefer die ,wunde ist und je mehr sich infolgedessen gerbstoffartige ,stoffe beimischen4 ,smith endlich fhrt das ,ausflieen von ,gummi auf die ,ttigkeit eines von ihm als ,bacterium acaciae bezeichneten winzigen ,pilzes zurck1 der stets auf denselben ,bumen und an den ,stellen1 wo sich ,gummi bildet1 aufgefunden wird4 ,nach ,louvel beginnt die ,gummiabsonderung1 sobald die ,pflanze #g-h ,jahre alt ist1 sie erreicht im #cj4 ihren ,hhepunkt und dauert bis zum #dj4 an4 ,nur selten wird die ,gummiakazie vom ,menschen angeschnitten1 um ihr wertvolles ,produkt zu erhalten4 ,am reichlichsten fliet der ,gummi in den ,monaten ,februar und ,mrz bis ,mitte ,april1 und zwar ist die ,absonderung desselben in abnorm heien ,jahren am strksten4 ,frher richteten gelegentlich ,elefanten groe ,verwstungen in den ,gummiwldern an1 so da der ,ertrag geschmlert wurde4 ,die beste ,sorte kommt aus ,kordofan in den ,handel2 eine sehr gute ,qualitt liefert auch ,sdnubien und ,abessinien4 ,weniger geschtzt dagegen ist der von anderen ,akazienarten in ,ost- und ,sdafrika1 wie auch in ,marokko und der ,berberei gesammelte1 mehr braune ,gummi4 ,letzterer lst sich nicht vollstndig wie der echte1 helle arabische ,gummi im doppelten ,gewicht ,wasser zu einem klebenden1 aber nicht fadenziehenden1 geruchlosen1 gelblichen ,schleim auf4 ,illustration3 ,tafel #abg4 ,anpflanzung von ,sholz 7,glycyrrhiza7 an der ,save bei ,bosnabrod in ,bosnien4 7,nach einer im ,besitz des ,botan4 ,institutes zu ,wien befindlichen ,photographie von ,l4 ,adamovic47 ,illustration3 ,in ,europa wild wachsender ,rhabarber 7,rheum undulatum74 ,illustration3 ,tafel #abh4 7,phot4 von ,dr4 ,w4 ,beam47 ,anschlagen einer ,gummiakazie 7,acacia verek7 in ,kordofan4 ,illustration3 7,phot4 von ,dr4 ,w4 ,beam74 ,ausschwitzung von arabischem ,gummi an einer angeschlagenen ,gummiakazie in ,kordofan4 ,beim ,einsammeln des ,gummis ist vor allem darauf zu achten1 da nur immer ein und dieselbe ,art gesammelt wird1 oder aber die ,sorten verschiedener ,arten gleich an ,ort und ,stelle auseinander gehalten werden4 ,dies ist deshalb von groer ,wichtigkeit1 weil sich die verschiedenen ,gummisorten in ganz verschiedenem ,mae in ,wasser lsen und es so leicht vorkommen kann1 da ,gummisorten gemischt werden1 von denen die eine ganz1 die andere nur zu einem gewissen ,teil lslich ist4 ,eine solche ,mischsorte wrde dadurch fast vollstndig entwertet4 ,derartige minderwertige gemischte ,sorten kommen meist fein gepulvert in den ,handel1 finden aber nur schwer ,absatz1 weil ein solcher auch stark verunreinigt zu sein pflegt4 ,es empfiehlt sich1 nur mglichst helle und gleichmig gefrbte ,stcke derselben ,akazienart zu sammeln und die ,sorten streng auseinander zu halten4 ,der beste ,gummi ist farblos bis hellgelb1 ziemlich durchsichtig und bildet runde oder lngliche ,krper mit glatter1 teilweise rissiger ,oberflche4 ,die ,hrte entspricht ungefhr derjenigen des ,steinsalzes4 ,der ,hauptbestandteil desselben ist ,arabin1 eine ,verbindung der ,arabinsure mit ,kalk und kleinen ,mengen ,kali und ,magnesia1 ferner wenig ,bassorin und ,spuren von ,zucker1 ,gerb- und ,farbstoffen4 ,die ,verwendung des ,gummis ist eine uerst mannigfaltige4 ,in der ,medizin dient er als reizmilderndes1 schleimiges1 einhllendes ,arzneimittel1 besonders bei ,magen- und ,darmentzndung und bei ,vergiftungen1 dann als ,konstituens bei ,emulsionen1 ,latwergen1 ,pasten1 ,pastillen1 ,pillen usw41 als ,streupulver bei ,wunden1 speziell ,brandwunden1 zu ,klistieren1 im groen aber in ,frbereien1 ,druckereien1 ,appreturanstalten fr ,seidenwaren und feine ,spitzen1 dann ,tinten- und ,zndholzfabriken usw4 als ,klebemittel4 ,allein ,deutschland bedarf seiner im ,werte von etwa #af ,millionen ,mark jhrlich4 ,frankreich importiert jhrlich aus dem ,senegal zwischen #b und #e ,millionen kg nach ,bordeaux2 der grte ,teil desselben wird im ,lande selbst verarbeitet4 ,schon die alten gypter bedienten sich des arabischen ,gummis in der ,malerei1 wie auch in der ,appretur und beim ,frben von ,linnenstoffen4 ,auf den gyptischen ,denkmlern aus den ,jahren um #aejj v4 ,chr41 die uns am ,grabtempel der ,knigin ,hatschepsut in ,der el ,bahri an der ,westseite der einstigen ,residenzstadt ,theben erhalten sind1 wird der ,gummi als kami en punt1 d4 h4 ,gummi aus dem ,lande ,punt 7der ,sdspitze ,arabiens und der gegenberliegenden ,somalikste7 bezeichnet und neben ,weihrauch als eine begehrte ,droge jenes ,landes angefhrt4 ,der gyptische kami kam als kmmi zu den ,griechen4 ,der groe ,pflanzenkenner ,theophrast sagt ber ihn in seiner ,pflanzengeschichte3 ,die ,akazie 7akntha7 in gypten liefert den ,gummi 7kmmi72 er fliet von selbst aus1 oder aus ,wunden1 die man absichtlich macht48 ,dioskurides nennt den gyptischen ,gummibaum akaka 7woraus unser ,akazie entstand7 und sagt1 da der ,gummi vielfach als ,arznei verwendet werde4 ,dasselbe sagt ,plinius von der ,droge1 die er gummi nennt4 ,der gyptische ,gummi sei weitaus die beste ,sorte1 habe eine dunkle ,farbe und komme in wurmfrmig gedrehten ,stcken in den ,handel4 ,schon der groe ,hippokrates benutzte den kmmi als ,arzneimittel1 und der weitgereiste ,herodot kannte ihn als ,bestandteil der ,tinte4 ,nach dem um #be n4 ,chr4 gestorbenen griechischen ,geographen ,strabon aus ,amasia am ,pontos kam der ,gummi besonders aus der ,umgegend der gyptischen ,stadt ,akanthos1 deshalb treffe man in den alten ,schriften1 z4 ,b4 bei ,cornelius ,celsus1 die ,bezeichnung gummi acanthinum2 doch seien auch die ,benennungen gummi thebaicum und g4 alexandrinum gebruchlich4 ,der ,name arabischer ,gummi8 -- daher stammend1 weil er ber arabische ,hfen ausgefhrt und durch die ,araber verbreitet wurde -- tritt uns zuerst beim jdischen ,arzte ,ibn ,serapion im #aa4 ,jahrhundert entgegen4 ,im ,mittelalter wurde er im ,abendlande nur sehr wenig angewendet und kam auch in sehr geringen ,mengen nach ,europa4 ,der ,senegalgummi kam erst im #ad4 ,jahrhundert durch die ,portugiesen nach ,europa1 im #ag4 ,jahrhundert begann seine ,verwendung in ,frankreich1 aber erst vom ,jahre #ahcb an begann er zunchst in ,frankreich den arabischen ,gummi zu verdrngen4 ,als durch den ,mahdistenaufstand der ,sudan fr den ,gummiexport gesperrt wurde und infolge davon die ,nilgummisorten sehr selten wurden1 eroberte sich der ,senegalgummi den ,weltmarkt und wird jetzt berall da angewendet1 wo das viel billigere ,dextrin1 der durch ,verkleisterung von ,strkemehl erhaltene ,strkegummi1 nicht genommen werden kann4 ,surrogate des arabischen oder ,akaziengummis sind der indische oder ,feroniagummi1 der aus dem verwundeten ,stamm des ,elefantenapfelbaums 7,feronia elephantum71 eines groen ,baumes in ,ostindien bis ,ceylon mit anisartig duftenden1 unpaarigen ,fiederblttern1 rtlichgrnen ,blten und vielsamigen1 apfelhnlichen ,frchten mit harter ,rinde und geniebarem ,fleisch1 trufelt und in groen1 gelben bis braunen1 durchsichtigen1 in ,wasser leicht lslichen ,klumpen erstarrt4 ,er klebt stark1 wird wie arabischer ,gummi benutzt und ist diesem fr ,wasserfarben vorzuziehen4 ,ferner der in ,westindien1 besonders auf ,martinique und ,guadeloupe1 und ,brasilien gesammelte ,cashawagummi1 der aus ,wunden des daselbst heimischen1 jetzt berall in den ,tropen kultivierten ,akajoubaumes 7,anacardium occidentale71 eines ,verwandten des ,mahagoni1 fliet4 ,es ist dies einer der schnsten ,kulturbume1 der sich durch hohen1 dicken ,stamm und mchtige ,laubkrone auszeichnet4 ,die ,stiele der ,frchte sind zu hhnereigroen1 birnfrmigen1 gelben1 slichsauren ,scheinfrchten geworden1 die ein sehr beliebtes ,obst abgeben1 whrend die als ,anhngsel daraufsitzenden kleinen1 nierenfrmigen eigentlichen ,frchte als westindische ,elefantenluse bezeichnete ,steinfrchte bilden1 die auch ebar sind und aus denen ein in der ,medizin und ,technik verwendetes l gepret wird4 ,ein angenehm styraxartig riechendes ,harz wird als ,ladanum aus verschiedenen ,arten von ,cistrosen auf ,cypern1 ,kreta1 ,naxos und in ,spanien gewonnen4 ,schon von den alten griechischen rzten wurde es als erwrmendes und zusammenziehendes ,mittel1 innerlich bei chronischem ,katarrh und uerlich auf ,wunden und ,geschwre1 verwendet4 ,noch jetzt ist es im ,orient sehr geschtzt und gilt dort als ,schutzmittel gegen die ,pest1 whrend es bei uns nur etwa zu ,rucherungen und als ,parfm dient4 ,ebenfalls blo noch uerliche ,verwendung findet bei uns das ,elemiharz1 das durch ,anschneiden verschiedener auf den ,philippinen heimischer ,kanariumarten1 in ,indien1 ,ostafrika1 ,venezuela und ,brasilien von anderen ,burserazeen gewonnen wird4 ,in frischem ,zustande stellt es eine klare1 wenig gefrbte ,auflsung von ,harzen in therischen len dar1 aus der sich das ,harz durch ,verdunsten dieser letzteren ausscheidet4 ,der ,geruch ist balsamisch1 der ,geschmack gewrzhaft1 bitter4 ,es dient bei uns als ,heilmittel auf ,wunden1 whrend die ,eingeborenen es auch innerlich1 namentlich gegen ,kopfschmerz1 und zu ,rucherungen verwenden4 ,zu scharfen ,einreibungen und als ,zusatz zu blasenziehenden ,pflastern dient das ,euphorbium1 ein aus der geritzten ,rinde einer nordafrikanischen1 bis #b m hohen1 fleischigen1 blattlosen ,wolfsmilchart 7,euphorbia resinifera7 ausflieender und an der ,pflanze selbst erhrtender ,milchsaft1 der hellgelbliche1 zerreibliche ,stcke bildet1 die beim ,erwrmen schwach weihrauchartig riechen und auf der ,zunge scharf brennen4 ,die ,einschnitte in den ,stamm und die vierkantigen ,zweige werden zur ,fruchtzeit gemacht4 ,dieses ,gummiharz wird ausschlielich im marokkanischen ,atlas gesammelt und kommt ber ,mogador in den ,handel4 ,schon im ,altertum war es bekannt und wurde als scharfes ,abfhrmittel von den griechischen rzten verordnet4 ,juba ,,ii41 der ,sohn ,jubas ,i4 von ,numidien1 der sich nach der ,niederlage der ,pompejaner bei ,thapsus im ,jahre #df v4 ,chr4 das ,leben nahm1 ein nach dem ,sturze seines ,vaters nach ,rom gebrachter und dort erzogener1 wissenschaftlich gebildeter ,mann1 dem spter ,augustus wieder einen ,teil seines vterlichen ,reiches verlieh1 schrieb ber diese ,pflanze seiner ,heimat1 die er nach seinem ,leibarzte ,euphorbos benannt haben soll1 eine kleine ,schrift4 ,spter ging die ,kenntnis der ,stammpflanze verloren1 bis ,berg im ,jahre #ahfc aus im ,euphorbium enthaltenen ,bruchstcken die schon #ahjd von ,jackson erwhnte ,pflanze bestimmte4 ,die ersten ,exemplare der ,pflanze kamen #ahgj in den groen botanischen ,garten von ,kew bei ,london4 #ahfh isolierte ,flckiger das neben verschiedenen ,harzen darin zu #cd ,prozent enthaltene ,euphorbon4 ,ein anderes1 ebenfalls kaum mehr innerlich1 sondern als ,bestandteil reizender und zerteilender ,salben und ,pflaster nur noch uerlich gebrauchtes ,gummiharz ist das ,ammoniacum1 der zur ,zeit der ,fruchtreife durch ,stiche von ,insekten ausflieende und an der ,luft zu innen weilichen1 auen brunlichen1 eigentmlich unangenehm riechenden und scharf bitter schmeckenden erbsen- bis walnugroen ,krnern erhrtende ,milchsaft einer ausdauernden1 bis #b1e m hohen ,umbellifere der mittleren und stlichen ,gegenden ,persiens und der ,wsten um den ,aralsee1 ,dorema ammoniacum4 ,er erweicht in der ,hand1 gibt mit ,wasser eine ,emulsion1 ist in ,alkohol nicht vollstndig lslich und enthlt schwefelfreie ,harze und ,gummi4 ,das von den griechischen rzten des ,altertums gegen mancherlei ,krankheiten gegebene hammoniacum war noch nicht dieses persische1 sondern ein von der nordafrikanischen ,ferula tingitana aus ,marokko gewonnenes ,produkt4 ,nach ,plinius1 der es hammoniaci lacrima1 d4 h4 ,ammoniaktrne1 nennt1 wchst es in den unterhalb des ,negerlandes gelegenen ,sandwsten ,afrikas4 ,es kommt von einem ,baume1 der beim ,orakel des ,jupiter ,hammon vorkommt1 heit auch metopion und quillt wie anderes ,harz oder ,gummi in ,tropfen hervor4 ,es gibt zwei ,sorten desselben2 die beste ist zerbrechlich1 die andere fett und harzig und heit auch phrama4 ,das ,pfund des besten kostet #dj ,as 7etwa #a ,mark und #fj ,pfennige74 ,es erwrmt1 zerteilt1 lst auf und dient gegen allerlei ,leiden48 ,den ,namen hat die ,droge natrlich von der ,oase des ,jupiter ,ammon1 von der sie einst bezogen wurde1 und so drfte ,don unrecht haben1 der sie1 da sie von den alten ,autoren bisweilen auch armoniacum geschrieben wird1 nur als verdrehtes armeniacum aufgefat wissen mchte4 ,schon im #b4 ,jahrhundert n4 ,chr4 wurde sie allmhlich durch das persische ,gummiharz verdrngt1 das im #i4 ,jahrhundert von persischen1 im #aj4 und #aa4 ,jahrhundert auch von arabischen rzten genannt wird1 aber erst im #ad4 ,jahrhundert in ,deutschland bekannt wurde4 ,die ,stammpflanze wurde #ahbi von ,don beschrieben und benannt4 ,von einem andern ,doldenbltler ,irans1 ,ferula persica1 wird das knoblauchartig riechende ,sagapenum gewonnen1 das im ,orient und in ,indien als ,gewrz und ,heilmittel heute noch ,verwendung findet4 ,dieses ,gummiharz wurde schon in der rmischen ,kaiserzeit von den griechischen rzten verwendet4 ,dioskurides beschreibt es in folgender ,weise3 ,das sagpnon ist der ,saft einer unserer ,ferula hnlichen ,pflanze und kommt aus ,medien4 ,das beste ist durchscheinend1 auen gelblich1 innen wei2 der ,geruch hlt die ,mitte zwischen dem slphion 7,teufelsdreck7 und glbanon4 ,der ,geschmack ist scharf48 ,ein der ,ammoniakpflanze hnlicher ,doldenbltler ,griechenlands und ,kleinasiens1 ,ferula opopanax oder ,opopanax cheironium1 eine schon von ,theophrast nach dem kruterkundigen ,kentauren ,cheiron in ,thessalien als pnakes cheirnion bezeichnete ,heilpflanze1 liefert durch ,einschnitte in die fleischige ,wurzel das heute wenigstens bei uns nicht mehr gebruchliche ,gummiharz ,opopanax 7zu deutsch3 ,saft der ,panaxpflanze1 d4 h4 der allheilenden ,kraftwurzel74 ,im ,altertum wurde es arzneilich viel verwendet4 ,dioskurides1 der die ,pflanze vermutlich nach dem damaligen ,hauptbezugsorte der daraus gewonnenen ,droge1 der ,heraklesstadt in ,bithynien am ,schwarzen ,meer1 ,herakleia pontica1 einer bis zu den mithridatischen ,kriegen 7der letzte -- dritte -- derselben dauerte von #gd-fc v4 ,chr47 sehr blhenden ,hafenstadt ,kleinasiens1 pnakes herakleon nennt1 sagt in seiner ,arzneikunde von ihr3 ,das pnakes herakleon1 aus welchem ein ,saft gewonnen wird1 den man opopnax nennt und gegen viele bel gebraucht1 wchst vorzglich in ,botien und dem arkadischen ,psophis1 wird aber auch1 da der ,saft mit ,gewinn verkauft werden kann1 in ,grten gezogen4 brigens wchst die ,pflanze auch in ,makedonien und dem libyschen ,kyrene48 ,im ,gegensatz zu diesem hat sich auch bei uns bis auf den heutigen ,tag ein anderes ,gummiharz als wichtiges ,arzneimittel und teilweise auch sehr beliebtes ,gewrz im ,gebrauch erhalten1 nmlich die ,asa foetida1 im ,deutschen wegen ihres abscheulichen knoblauchartigen ,geruchs als ,teufelsdreck bezeichnet4 ,die ihn liefernde ,pflanze war schon dem ,hippokrates als medisches 7im ,gegensatz zum kyrenischen7 ,silphion bekannt4 ,spter sagt ,dioskurides von ihm3 ,der vom medischen und syrischen slphion kommende festgewordene ,saft hat einen durchdringenden ,geruch und wird gegen sehr viele ,leiden angewandt48 ,dieser eingetrocknete ,milchsaft1 den ,plinius aus ,persien1 ,armenien und ,medien kommen lt1 laser nennt und dem eingedickten ,safte des silphium von ,kyrene gleichend bezeichnet1 ist das ,gummiharz des ,stinkasantes 7,ferula asa foetida71 einer bis #b1e m hohen ,staude aus der ,familie der ,umbelliferen1 die in ,persien1 ,afghanistan1 dem oberen ,indusgebiet1 besonders in den ausgedehnten ,steppen und ,wsten zwischen dem persischen ,meerbusen und dem ,aralsee heimisch ist und bei ,herat und anderswo auch kultiviert wird4 ,bei der geringsten ,verletzung tritt der ,milchsaft aus der ,rinde der ,wurzel aus4 ,er wird in der ,weise gewonnen1 da die betreffenden ,sammler1 gewhnlich ,hirten1 zur ,zeit1 da die ,bltter zu welken beginnen1 etwa ,mitte ,april1 den oberen ,teil der ,wurzel blolegen1 rings um sie die abgeschnittenen ,bltter1 ,stengel und andere ,pflanzen als ,schutz der ,wurzel vor ,wind und ,sonne anhufen1 von dem mit einem dichten ,schopfe von ,blattresten versehenen ,wurzelbeginne eine dnne ,scheibe abschneiden und die auf der ,wundflche angesammelte dnne ,milch abkratzen4 ,diese ,prozedur wird nach jedesmaliger ,ruhepause von einigen ,tagen noch zweimal wiederholt4 ,nachdem die ,wurzel nun wieder #h-aj ,tage unberhrt geblieben1 liefert sie #b-c ,monate hindurch einen dicken ,milchsaft1 der die gute ,asa foetida bildet4 ,von einer ,wurzel wird bis zu #a kg derselben gewonnen4 ,der frisch weie ,gummiharzsaft wird auen herum durch die ,einwirkung der ,luft bald rot1 violett und schlielich gelbbraun und kommt in losen oder verklebten ,krnern und ,klumpen in den ,handel4 ,er ist bei gewhnlicher ,temperatur wie ,wachs schneidbar1 erweicht bei geringer ,erwrmung zu einer klebenden ,masse1 riecht hchst unangenehm knoblauchartig1 schmeckt widerlich scharf bitter und aromatisch1 gibt mit drei ,teilen ,wasser verrieben eine weiliche ,emulsion und besteht zu #fa ,prozent aus dem in ther lslichen ,ferulaester des ,asaresinotannols1 aus #cj ,prozent ,gummi1 #g ,prozent therischem l1 #a1e ,prozent freier ,ferulasure und ,spuren von ,vanillin4 ,bei uns dient er als ,beruhigungsmittel bei ,krampfkolik1 ,hysterie und ,nervositt1 als ,stopfmittel gegen ,diarrhen beim ,pferd und sonst vielfach in der ,tierarzneikunde4 ,in ,indien1 ,persien und dem ganzen ,morgenlande ist er zudem ein sehr beliebtes ,speisegewrz1 das bis vor nicht sehr langer ,zeit auch in der feineren ,kche ,europas sehr beliebt war4 ,war es doch in ,frankreich1 wo er noch unter dem ancien rgime in ,mode gekommen war1 bei jedem ,gastmahl der ,vornehmen ,sitte1 die ,suppenteller vorher mit einem ,stck ,stinkasant abzureiben1 um die ,suppe dadurch wohlschmeckender zu machen4 berall im ,orient gilt er als die ,verdauung befrdernd2 besonders wird stets das gebratene ,hammelfleisch damit bestrichen1 um ihm den beliebten durchdringenden ,knoblauchgeruch zu verleihen4 ,im ,orient schon lange im ,gebrauch1 wurde er durch die arabischen rzte dem ,abendlande bekannt4 ,die von der arabischen ,arzneiwissenschaft weitgehend beeinflute ,medizinschule von ,salerno in ,unteritalien bediente sich seiner schon im #aa4 ,jahrhundert4 ,auch nach ,deutschland kam die ,droge sehr frh4 ,vom #ab4 ,jahrhundert an bildete sie einen ,einfuhrartikel des italienischen ,handels4 ,heute kommt die beste ,sorte durch ,karawanen von ,persien nach ,bombay und von dort zu ,schiff nach ,europa4 ,einst auch in der ,arzneikunde besonders des ,orients vielgebrauchte ,gummiharze sind der ,weihrauch und die ,myrrhe4 ,ersterer wird im sdstlichen ,arabien1 in ,nordostafrika und ,indien aus verschiedenen ,boswellia-,arten durch im ,frhjahr ausgefhrte tiefe ,einschnitte in den ,stamm der mig hohen ,bume in ,form eines reichlich ausflieenden milchweien ,saftes gewonnen und erstarrt nach einiger ,zeit zu gelben ,krnern1 die von den ,stmmen abgelst oder am ,boden aufgelesen werden4 ,seit dem frhen ,altertum war er nicht nur zu rituellen ,rucherungen1 sondern auch als ,medizin hoch geschtzt4 ,die ,hippokratiker bedienten sich seiner bei ,asthma1 ,gebrmutterleiden und uerlich zur ,herstellung von ,salben4 ,fast ebenso alt ist der medizinische ,gebrauch der ,myrrhe1 die ebenfalls schon im ,papyrus ,ebers erwhnt wird und nach ,herodot im alten gypten vorzugsweise zum ,einbalsamieren der ,leichen und als ,ruchermittel im ,kulte verwendet wurde4 ,zu letzterem ,zwecke wurde sie dann bei den gottesdienstlichen ,handlungen aller vom ,morgenlande beeinfluter ,religionen in derselben ,weise wie der ,weihrauch benutzt4 ,schon im ,alten ,testament wird sie als kostbares ,erzeugnis des glcklichen8 im ,sinne von fruchtbaren ,sdarabien erwhnt1 das uns spter der griechische ,geograph ,agatharchidas in seiner ,schrift ber das ,rote ,meer in folgender ,weise schildert3 ,die ,saber sind das grte und in jeder ,hinsicht glcklichste ,volk ,arabiens4 ,ihr ,land bringt alles hervor1 was zur ,annehmlichkeit des ,lebens gehrt4 ,die ,herden sind zahllos2 das ganze ,land duftet von dem herrlichen1 unvergleichlichen ,geruch1 den dort die in ,menge wachsenden ,gewrze wie ,balsam1 ,kassia1 ,myrrhe1 ,weihrauch1 ,zimt1 ,kalmus und ,palmen aushauchen4 ,der ,wohlgeruch1 der aus den ,wldern kommt1 lt sich mit ,worten nicht beschreiben48 ,die ,myrrhe stammt von verschiedenen ,commiphora-,arten1 und zwar die beste von ,commiphora abessinica1 einem #f-h m hohen ,bumchen der ,berge von ,abessinien1 ,erythraea und ,sdarabien4 ,der entweder freiwillig aus ,rissen der ,rinde oder durch ,einschnitte austretende ,saft ist anfangs milchig trbe1 gelblich1 trocknet aber bald an der ,luft ein1 wobei er sich dunkler frbt4 ,er kommt in ,form von nu- bis faustgroen unregelmigen ,knollen oder lcherigen ,klumpen in den ,handel4 ,am hufigsten ist die von den ,somalis gesammelte ,myrrhe von ,commiphora playfairi1 die in ,kisten von #ej-ajj kg von ,aden aus direkt1 oder ber ,bombay1 wo die ,ware sortiert wird1 nach ,europa gelangt4 ,wie die alten gypter benutzten auch die ,hippokratiker die ,droge uerlich und innerlich4 ,in seiner ,arzneimittellehre schreibt ,dioskurides ber sie3 ,die ,myrrhe besteht aus ,tropfen1 die von selbst oder aus absichtlich gemachten ,wunden eines arabischen ,baumes flieen4 ,es gibt verschiedene1 mit verschiedenen ,namen bezeichnete ,sorten4 ,aus den fettigen pret man das wohlriechende ,myrrhenl4 ,die beste ,myrrhe kommt aus dem ,lande der ,troglodyten1 ist durchscheinend1 grnlich1 schmeckt beiend4 ,die ,myrrhe wird oft verflscht1 namentlich durch ,gummi4 ,die echte1 frische ist zerreiblich1 leicht1 berall gleichfarbig1 doch zerbrochen inwendig wei gefleckt2 sie besteht aus kleinen ,stcken1 ist bitter1 riecht gut1 schmeckt scharf4 ,sie erwrmt1 macht schlfrig1 bindet1 trocknet1 zieht zusammen1 wird innerlich und uerlich gebraucht48 ,cornelius ,celsus spricht von einer schwarzen1 bei ,augenkrankheiten angewendeten ,myrrhe4 ,im ,arzneischatz von ,scribonius ,largus1 ,valerius ,cordus und ,alexander ,trallianus aus dem #f4 ,jahrhundert spielt dieses ,gummiharz eine nicht unwichtige ,rolle2 auch die heilige ,hildegard im #ab4 ,jahrhundert empfiehlt die ,mirrha4 ,innerlich wird sie als austrocknendes ,mittel1 hufiger aber uerlich als ,antiseptikum in ,form von ,mundwssern1 ,salben und ,pflastern verwendet4 ,sie besteht aus therischen len1 ,harzen und ,gummi4 ,hufig wird ihr ,bdellium beigemischt1 ein hnlich riechendes1 bitter schmeckendes1 ebenfalls beim ,kauen erweichendes1 dunkelbraunes bis grnliches ,gummiharz1 das im nordwestlichen ,indien und in ,beludschistan von ,commiphora roxburghi gewonnen und in ,indien arzneilich verwendet wird4 ,das ostafrikanische ,bdellium von ,commiphora africana ist mehr gelbrot und findet sich unter dem ,senegalgummi4 ,es war schon im alten gypten gebruchlich1 wird von ,plinius1 ,arrianus1 ,vegetius und anderen genannt und diente1 was im ,orient heute noch der ,fall ist1 zu ,salben1 ,pflastern und ,rucherwerk4 ,eine dickflssige1 starkriechende ,mischung von ,harzen mit therischen len stellen die ,balsame dar1 die ebenfalls freiwillig oder nach ,verwundungen aus ,stamm und sten mehrerer ,pflanzenarten ausflieen1 oder durch ,auskochen und ,auspressen aromatischer ,pflanzenteile gewonnen werden4 ,sie riechen stark aromatisch1 verlieren an der ,luft den grten ,teil ihres ,gehaltes an aromatischen1 therischen len1 trocknen ein und verharzen4 ,bei der ,destillation mit ,wasser geben sie die therischen le ab und hinterlassen ,harz4 ,ursprnglich verstand man unter ,balsam ausschlielich den von ,commiphora opobalsamum1 dem ,balsambaum der ,alten1 gewonnenen ,mekka- oder ,gileadbalsam1 bertrug aber den ,namen spter auf verschiedene andere dickflssige ,pflanzensfte von aromatischem ,geruch4 ,der eigentliche1 freiwillig oder durch ,einschnitte in den ,stamm des #e-f m hohen1 in ,nordostafrika und dem sdwestlichen ,arabien wachsenden ,balsambumchens 7,commiphora opobalsamum7 ausflieende1 trbe1 blagelbe1 wohlriechende1 aromatisch erwrmend schmeckende ,mekkabalsam kommt berhaupt nicht in den europischen ,handel1 sondern nur der durch ,auskochen der ,zweige mit ,wasser gewonnene dickflssige1 gelbliche1 etwas trbe1 aber weniger angenehm riechende und bitterlich schmeckende ,balsam1 der allmhlich verharzt1 #aj ,prozent therische le enthlt1 hnlich wie der ,kopaivabalsam wirkt1 aber ausschlielich in der ,parfmerie benutzt wird4 ,frher wurde er1 wie auch die kleinen1 meist rtlichen1 geruch- und geschmacklosen eifrmigen ,steinfrchte des ,balsambumchens viel arzneilich benutzt4 ,der griechische ,geschichtschreiber ,diodorus ,siculus schreibt um #ej v4 ,chr43 ,in einem ,tale ,syriens wchst der ,balsam und liefert bedeutenden ,gewinn1 weil er auer dort nirgends in der ganzen ,welt gefunden wird und doch von den rzten sehr gesucht ist48 ,und der #be n4 ,chr4 verstorbene weitgereiste griechische ,geograph ,strabon sagt3 ,auer an der ,kste des ,saberlandes wird in der ,nhe von ,jericho1 in einer gut bewsserten ,gegend1 der ,balsam aus einem ,strauche gewonnen1 in dessen ,rinde man ,einschnitte macht4 ,den ausflieenden schleimigen ,saft fngt man in ,gefen auf4 ,er heilt ,kopfschmerzen wunderbar schnell1 tut den ,augen wohl und ist um so teurer1 weil er hier allein1 und zwar in ,grten1 gewonnen wird48 ,plinius berichtet uns1 da er wegen seines hohen ,preises viel verflscht werde1 und da auer dem feinen1 wohlriechenden1 durch dreimaliges ,ritzen im ,laufe des ,sommers ausflieenden ,saftbalsam 7opobalsamum7 der geringere1 durch ,auskochen von abgeschnittenen ,stcken des ,strauches in ,wasser gewonnene ,holzbalsam 7xylobalsamum7 in den ,handel komme2 letzterer werde hauptschlich unter ,salben gekocht4 ,auch ,dioskurides und ,tacitus berichten ausfhrlicher ber ihn4 ,an ,stelle dieses sehr seltenen und teuren ,balsams1 der seit der ,zeit1 da das ,morgenland in die ,hnde der ,muhammedaner gefallen war1 nur schwierig zu haben war1 wurde nach der ,entdeckung der ,neuen ,welt der schon vor der spanischen ,invasion von den ,indianern benutzte ,perubalsam im #af4 ,jahrhundert durch eine ppstliche ,verordnung zum offiziellen ,chrisma der katholischen ,kirche erhoben4 ,bei der ,eroberung ,zentralamerikas durch die ,spanier im ,jahre #aecj wurde dieser ,balsam dort als ,wundheilmittel im ,gebrauch vorgefunden4 ,er kam dann mit anderen ,waren durch den peruanischen ,hafenplatz ,callao nach ,spanien und erhielt so den ,namen balsamum peruvianum1 obschon er niemals in ,peru1 sondern weiter nrdlich in ,sdamerika bis ,mexiko gewonnen wird4 ,in #cjj-gjj m ber dem ,meer gelegenen ,bergwldern eines als ,costa del ,balsamo1 d4 h4 ,balsamkste benannten schmalen ,kstenstriches der zentralamerikanischen ,republik ,san ,salvador wchst die ,stammpflanze1 ,myroxylon pereirae1 in ,form eines bis #bj m hohen immergrnen ,baumes aus der ,familie der ,schmetterlingsbltler mit kurzem1 sich schon #b-c m ber der ,erde in wenige aufstrebende ste teilendem ,stamm1 unpaariggefiederten ,blttern1 lockeren ,bltentrauben und bis #aj cm langen1 #c cm breiten ,hlsen1 in denen die ansehnlichen ,samen zwischen zwei mit dickflssigem1 schwachgelblichem ,balsam gefllten ,hohlrumen liegt4 ,aus letzteren wird der weie ,perubalsam gepret1 der nicht in den ,handel gelangt1 aromatisch nach ,vanille riecht und bitter aromatisch schmeckt4 ,der dunkelbraune1 klare1 in dnner ,schicht rubinrot durchscheinende1 dickflssige1 nicht fadenziehende1 offizinelle ,perubalsam wird aus den zwischen ,rinde und ,holz gelegenen ,balsambehltern durch stellenweise ,entrindung der ,basis des ,stammes zu ,ende der ,regenzeit in der ,weise gewonnen1 da die entrindeten ,stellen zuerst whrend #d-e ,minuten durch ,daranhalten von ,fackeln geschwelt werden4 ,dann legt man auf die entblte ,holzflche1 an der der ,balsam als anfnglich hellgelber1 dicker ,saft heraussickert1 ,zeuglappen1 aus denen1 wenn sie damit getrnkt sind1 der ,balsam durch ,pressen und ,auskochen mit ,wasser gewonnen wird4 ,eine geringere1 dickflssigere ,sorte wird durch ,auskochen der losgelsten ,rinde gewonnen4 ,dieses ,verfahren wird mehrmals whrend vier ,wochen wiederholt1 so da ein ,baum vom #aj4 ,jahre an #cj ,jahre hindurch jhrlich etwa #b1e kg ,balsam liefert4 ,die ,bume besitzen eine erstaunliche ,lebenskraft und gehen selbst bei bertriebener ,anzapfung kaum je ein1 wenn nur die ,wunden durch berstreichen mit ,lehm gegen das ,eindringen von ,pilzen und ,insekten geschtzt werden4 ,der wichtigste ,bestandteil des ,perubalsams ist das ,cinnamein oder ,perubalsaml1 das zu #fb-fd ,prozent nebst freier ,zimtsure und ,vanillin1 auch ,peruviol1 einem honigartig riechenden ,alkohol1 darin enthalten ist4 ,er wird in der ,medizin uerlich und innerlich in der verschiedensten ,weise verwendet und spielt auch in der ,parfmerie eine sehr wichtige ,rolle4 #aefe beschrieb ihn zuerst ,monardes 7#adic-aegh7 und #aegf erhielt ,philipp ,,ii4 einen genauen ,bericht ber dessen ,gewinnung durch ,don ,diego4 ,anfangs kosteten #cj g hundert ,dukaten4 ,erst zu ,ende des #af4 ,jahrhunderts1 so beispielsweise #aehb in der ,arzneitaxe von ,worms1 findet er sich unter seinem jetzigen ,namen in den deutschen ,apotheken4 ,im ,jahre #ahfa wurde der ,perubalsambaum1 der1 wie ,cortez #aebb an ,kaiser ,karl ,v4 berichtete1 schon im alten ,mexiko in den berhmten kniglichen ,grten von ,hoaxtepec bei der ,hauptstadt ,mexiko nebst anderen ,arzneipflanzen kultiviert wurde1 auch in den ,tropen der ,alten ,welt1 nmlich auf ,ceylon und ,java1 eingefhrt4 ,von einem dem vorigen sehr nahe verwandten ,baum ,sdamerikas1 der besonders im unteren ,stromgebiet des ,magdalena in ,kolumbien1 auch unweit der ,stadt ,tolu in ,venezuela und westlich von diesen ,gegenden in den ,wldern zwischen den ,cauca und dem ,sinu heimisch ist1 ,myroxylon toluifera1 wird der ,tolubalsam gewonnen1 indem der ,stamm an zahlreichen ,stellen ,v-frmig eingeschnitten1 an der ,basis des ,einschnittes angebohrt und der heraussickernde ,balsam in kleinen1 vor der ffnung befestigten ,gefen aufgefangen wird4 ,er wird dann1 in ,schluche von rohen ,huten gesammelt1 an die ,kstenpltze geschafft und hier in ,blechbchsen eingefllt4 ,im frischen ,zustande ist er braungelb1 dickflssig1 in dnnen ,schichten durchsichtig4 ,spter erhrtet er zu einer braunroten1 in der ,hand erweichenden ,masse1 welche erwrmt einen vanille- und benzoartigen ,wohlgeruch ausstrmt und einen aromatischen1 suerlichen1 nur wenig scharfen ,geschmack besitzt4 ,er besteht aus #hj ,prozent eines harzartigen ,esters von ,zimt- und ,benzosure nebst diesen ,suren in freiem ,zustande und wird als ,arznei innerlich und uerlich1 besonders aber in der ,parfmerie angewandt4 ,monardes erwhnt seine ,herkunft aus der ,provinz ,tolu zwischen ,cartagena und ,nomen ,dei2 #aeha brachte ihn ,clusius von ,london mit nach ,wien4 ,er kam mit dem ,perubalsam durch die ,spanier nach ,europa und war schon im #ag4 ,jahrhundert in ,england und ,deutschland verbreitet4 ,ebenfalls von einer stattlichen1 bis #cj m und mehr hohen ,leguminose ,sdamerikas mit paariggefiederten1 lederigen1 durchscheinend punktierten ,blttern stammt der ,kopaivabalsam1 der seit alter ,zeit von den ,indianern als ,wundbalsam angewandt wurde1 bis ihn im ,jahre #afjj ein portugiesischer ,mnch in ,brasilien entdeckte4 ,seit dem ersten ,drittel des #ag4 ,jahrhunderts steht er in ,europa im ,gebrauch2 #afcf ist er als ,balsamum copaeyvae in der ,amsterdamer ,pharmakopoe angefhrt4 ,er kommt in groen ,mengen aus dem ganzen nrdlichen ,sdamerika in den ,handel4 ,die ,stammpflanze ist meist ,copaiba officinalis2 deren ,holzkrper ist von bis zu #b cm mchtigen ,kanlen durchzogen1 die besonders in ihrem unteren ,ende so stark mit dem flssigen ,harzsafte erfllt sind1 da der ,stamm oft mit lautem ,knall berstet und lange ,sprnge entstehen1 aus denen dann der ,balsam austritt4 ,es wurde festgestellt1 da diese durch eine nachtrgliche ,auflsung von ,zellgewebe entstandenen ,harzgnge bis zu #ej kg ,harzsaft enthalten knnen4 ,die ,harzsammler verlassen sich aber nicht auf diesen freiwilligen ,ergu des ,harzes1 sondern schlagen etwa #fj cm ber dem ,erdboden mit der ,axt tiefe ,lcher bis ins ,kernholz1 wo sich die ,balsamgnge befinden4 ,darauf wird eine ,rinne in das ,loch gesteckt und der klare1 ziemlich dicke1 gelbbrunliche1 eigentmlich aromatisch riechende ,balsam fliet in dicken ,tropfen aus4 ,bisweilen pausiert der ,ergu einige ,zeit2 nach einiger ,zeit wird dann ein gurgelndes ,gerusch hrbar und alsbald findet wieder ein lebhafter ,balsamergu statt4 ,als beste ,sorte wird der dicke ,maracaibo-,balsam betrachtet1 der #fj ,prozent therisches l und den ,rest ,harzsuren enthlt4 ,er befrdert die ,absonderung der ,schleimhute und dient auer bei chronischem ,lungenkatarrh besonders bei gonorrhoischer ,harnrhren- und ,blasenentzndung4 ,demselben ,zwecke diente viel frher der ,kubebenpfeffer1 ein altes indisches und arabisches ,gewrz1 das aus den vor der vollstndigen ,reife gesammelten und durch ,trocknen geschrumpften1 balsamisch riechenden1 aromatisch scharf bitter1 aber nicht brennend schmeckenden ,frchten von ,piper cubeba besteht1 einer im malaiischen ,archipel heimischen1 bis #f m hohen ,kletterpflanze1 die auch auf ,java1 ,sumatra1 ,westindien und ,sierra ,leone1 meist an den ,schattenbumen der ,kaffeeplantagen emporrankend1 kultiviert wird4 ,sie enthalten auer ,cubebin und ,kubebenharzsure ein hauptschlich ,kubebenkampfer enthaltendes therisches l4 ,ihre harntreibende ,wirkung wird schon vom arabischen ,arzte ,ibn ,sina 7,avicenna7 um #ajjf angegeben4 ,vom #ab4 und #ac4 ,jahrhundert an wurden sie durch ,vermittlung der arabischen rzte auch in ,europa angewandt1 gerieten aber spter wieder in ,vergessenheit1 bis #ahah ein englischer ,arzt1 der ihre ,verwendung gegen ,gonorrhoe bei den ,malaien kennen lernte1 sie wieder empfahl4 ,sie haben ihren ,namen aus dem arabischen kababeh und wurden schon von ,marco ,polo beschrieben1 der sie auf seinen ,reisen auf ,sumatra und ,java kennen lernte4 ,wissenschaftlich bestimmt wurde die ,pflanze erst durch ,karl von ,linns ,sohn im ,jahre #agha4 ,kubebenl war #aehb auf der ,frankfurter ,messe zu haben1 und die ,kubeben sind #afji im ,inventar der ,ratsapotheke in ,braunschweig angefhrt4 ,das ,cubebin wurde #ahci von ,soubeiron und ,capitaine zuerst dargestellt4 ,ganz neuen ,datums ist die ,verwendung des gegen dieselben ,affektionen gegebenen ,sandelholzls1 das aus dem ,kernholz des in den trockenen ,teilen ,vorderindiens in #fjj-ajjj m ,hhe im ,gebirge wachsenden1 #f-aj m hohen1 dichtbelaubten1 immergrnen ,sandelbaumes 7,santalum album7 gewonnen wird4 ,der ,baum1 der jetzt auer in fast ganz ,indien besonders auf den ,sandelholz-,inseln des indischen ,archipels 7,sumba1 ,timor1 ,flores1 ,sumbava1 ,lombok1 ,bali usw47 kultiviert wird1 gibt1 wenn er ausgewachsen im ,alter von #bj-dj ,jahren gefllt wird1 durch langsame ,destillation des verkleinerten ,holzes mit ,wasserdampf das #hj ,prozent ,santalol enthaltende dicke1 farblose oder blagelbliche ,sandell1 das ,chapoteaut zuerst untersuchte4 ,whrend das ,altertum nur den vom #d-g m hohen ,styraxbaume in ,kleinasien und ,syrien gewonnenen festen ,styrax kannte und vielfach als ,medizin verwandte1 wird seit dem #f4 ,jahrhundert daneben auch der heute ausschlielich verwendete flssige ,styrax oder ,styraxbalsam aus dem ,splint des in ,lykien und ,karien in ,schlwldern kultivierten ,amberbaumes 7,liquidambar orientalis7 durch ,auskochen der ,rinde mit ,wasser und ,abpressen gewonnen4 ,der bis zu #bj m1 meist aber nur #aj-ad m hohe1 platanenartige ,baum hat ein sehr engbegrenztes ,verbreitungsgebiet und liefert aus dem ,vilajet ,aidin1 wo der ,ort ,mughla den ,mittelpunkt der ,styraxgewinnung bildet1 jhrlich etwa #djjjj kg 7aus einem ,gebiet von #fjj qkm74 ,er bildet eine graue1 undurchsichtige1 zhflssige1 eigenartig nach ,benzo und ,perubalsam riechende1 aromatisch und etwas bitter schmeckende ,masse1 welche auer #cf ,prozent ,harz ,zimtsureester1 ,styracin1 ,cinnamein und ,benzosure enthlt4 ,der ,styraxbalsam wird auer als billigerer ,ersatz des teuren ,perubalsams zu innerlichem und uerlichem ,gebrauche in der ,medizin1 besonders in der ,parfmerie gebraucht4 ,der ausschlielich im amerikanischen ,handel befindliche ,styraxbalsam der ,neuen ,welt wird aus dem #i-ab m hohen1 in ,mittelamerika und als ,charakterbaum im ganzen atlantischen ,nordamerika wachsenden amerikanischen ,amberbaum 7,liquidambar styraciflua7 mit tief gelappten ,blttern durch ,auskochen des ,holzes alter ,stmme gewonnen4 ,neuerdings wird dieser ,baum vielfach auch bei uns als ,zierbaum angepflanzt und ertrgt sehr gut unsere ,winter1 wenn er einmal eine bestimmte ,hhe erreicht hat4 ,als ebensolches krankhaftes ,produkt wie der ,styraxbalsam fliet aus dem ,stamme verwundeter ,benzobume 7,styrax benzoin7 in ,siam und auf ,sumatra das anfangs milchige1 an der ,luft zu einer rtlichgelben1 aromatischen ,masse erhrtende ,benzoharz aus1 das einen balsamischen1 reizenden ,geschmack hat und beim ,kauen an den ,zhnen haftet4 ,und zwar geben ltere ,bume eine dunklere ,benzo als jngere4 ,die beste ,sorte kommt aus dem uersten ,nordosten der ,shanstaaten am linken ,ufer des ,mekong4 ,dort in ,siam wird die ,rinde des mittelhohen ,baumes durch ,lngsschnitte und ,losheben der ,rinde so bearbeitet1 da sich das ,harz whrend zweier ,monate zwischen ,holz und ,rinde ergiet und sich hier ansammelt4 ,auf ,sumatra schneidet man viermal im ,jahre die ,rinde jngerer ,bume durch gerade oder schrge ,lngsschnitte an und sammelt den heraustretenden weien1 alsbald erhrtenden ,milchsaft nach einiger ,zeit1 um ihn in ,form von greren1 zuweilen verklebten ,krnern von muscheligem ,bruche in den ,handel zu bringen4 ,er enthlt bis ber #bj ,prozent freie ,benzosure und #gj-hj ,prozent ,benzoharz und dient als schleimlsendes ,mittel bei chronischen ,katarrhen1 als gelind reizendes ,mittel bei torpiden ,geschwren1 zu ,rucherungen1 ,zahnwssern und besonders reichlich in der ,kosmetik4 ,die erste aus ,sumatra stammende ,benzo wurde #adfa unter anderen ,kostbarkeiten dem ,dogen von ,venedig vom ,sultan von gypten als ,geschenk gesandt4 ,die arabischen rzte machten deren ,verwendung zuerst im ,abendlande bekannt4 #aeba wird sie unter den in ,venedig verkauften ,drogen aufgefhrt und #aega als ,asa dulcis in der ,elinger ,arzneitaxe erwhnt4 ,die ,siam-,benzo kommt erst seit #ahec nach ,europa4 ,seit alter ,zeit wird in ganz ,ostasien der eingedickte wsserige ,extrakt verschiedener gerbstoffreicher ,hlzer als ,katechu beim ,betelkauen und als ,arznei verwendet4 ,der ,ausdruck bedeutet im ,indischen ,baumsaft und wird von den ,eingeborenen meist nur als ,kat bezeichnet4 ,diese ,droge lt sich erst seit #aead als ,kacho in der europischen ,literatur nachweisen und wird seit der ,mitte des #ag4 ,jahrhunderts in deutschen ,apotheken gehalten4 ,damals1 als sie aufkam1 war sie einer der teuersten ,stoffe der ,arzneitaxe und wurde1 wie schon der ,name terra japonica sagt1 fr eine ,mineralsubstanz gehalten4 ,erst seit #ahbg erscheint sie in bedeutenderen ,mengen auf dem europischen ,markt1 und zwar als ,pegu-,katechu1 der besonders aus der ,provinz ,pegu in ,britisch-,birma ber ,rangun in den ,handel gelangt4 ,erst spter kam der ,gambir-,katechu auf1 der ber ,singapur nach ,london und ,hamburg verschifft wird4 ,die ersten bestimmten ,daten ber diese ,droge stammen aus dem ,jahre #aghj4 ,der ,pegu-,katechu wird von der ,katechu-,akazie 7,acacia catechu71 einem #d-h m hohen ,baum ,vorder- und ,hinterindiens1 wie auch des tropischen ,afrika in der ,weise gewonnen1 da das in kleine ,stcke zerhackte ,kernholz derselben etwa #ab ,stunden lang mit ,wasser in irdenen ,tpfen ausgekocht wird4 ,der dunkelbraune ,auszug wird dann in ,schalen so weit eingedampft1 da er nach dem ,ausgieen in der ,form erstarrt4 ,je nachlssiger das ,eindampfen und ,trocknen betrieben wird1 um so dunkler wird er4 ,er schmeckt zusammenziehend bitter und enthlt bis #ed ,prozent ,katechugerbsure und #ag ,prozent ,katechin oder ,katechusure4 ,der gelbe ,gambir-,katechu dagegen wird aus den jungen ,trieben und ,blttern von ,uncaria gambir1 einem kletternden ,strauch ,hinterindiens und der ,sundainseln aus der ,familie der ,rubiazeen oder ,krappgewchse1 der an den ,ksten der ,halbinsel von ,malakka1 auf ,sumatra1 ,java und neuerdings auch auf ,ceylon kultiviert wird1 ebenfalls durch ,auskochen in ,wasser1 aber meist in gueisernen ,pfannen gewonnen und nach dem ,eindampfen gleicherweise in ,formen1 meist flachen ,holzksten1 getrocknet4 ,er ist gelb bis hellbraun1 wird hauptschlich von den ,eingeborenen zum ,kauen mit gelschtem ,kalk1 einem ,stckchen ,arekanu und einem ,blatt des ,betelpfeffers benutzt und enthlt bis #dg ,prozent ,katechugerbsure und #bj ,prozent ,katechin1 daneben weniger ,umsetzungsprodukte des letzteren als der ,pegu-,katechu4 ,beide dienen als zusammenziehende1 stopfende ,mittel1 daneben besonders der ,gambir-,katechu in der ,technik zum ,gerben und ,frben4 hnlich dem ,katechu1 aber weniger in der ,medizin1 dafr besonders in der ,gerberei und ,frberei verwandt1 ist der ,kino1 eine dunkelrotbraune bis schwrzliche1 in dnnen ,splittern rubinrot durchscheinende ,masse von stark zusammenziehendem ,geschmack und den ,speichel rot frbend1 die durch ,einschnitte in die ,rinde verschiedener tropischer ,bume gewonnen wird4 ,unter diesem ,namen kam zuerst um #agcc der eingetrocknete rote ,saft des westafrikanischen ,baumes ,pterocarpus erinaceus1 eines ,schmetterlingsbltlers aus ,senegambien1 ber ,london in den ,handel4 ,im ,jahre #ahaa wurde dieser ,name auf den ,saft des nahe mit diesem verwandten indischen ,pterocarpus marsupium bertragen1 der an der ,malabarkste wchst und dort von den ,eingeborenen in der ,weise angezapft wird1 da etwas ber dem ,boden rinnenfrmige ,einschnitte in die ,rinde gemacht werden1 aus denen ein zher1 roter ,saft ausfliet1 der aufgefangen oder1 am ,stamme erhrtet1 gesammelt und an der ,sonne vollends getrocknet wird4 ,in demselben ,jahre #ahaa wurde unter demselben ,namen der dem vorigen sehr hnliche ,saft verschiedener ,eukalyptusarten ,australiens in ,england eingefhrt1 ebenso neuerdings aus ,hinterindien der von ,pterocarpus indicus und wallichii1 aus ,bengalen der von ,butea frondosa und aus ,westindien der von ,coccoloba uvifera4 ,der ,malabarkino enthlt auer ,kinoin und ,kinorot bis #he ,prozent ,kinogerbsure4 ,illustration3 ,tafel #abi4 7,stich von ,ph4 ,gallo nach ,joh4 ,stradanus47 ,darstellung der medizinischen ,anwendung des ,guajakholzes gegen die als ,franzosenkrankheit bezeichnete ,syphilis4 ,illustration3 ,der ,botanische ,garten zu ,leiden4 7,nach einem in der graphischen ,sammlung zu ,mnchen befindlichen ,stiche47 ,illustration3 ,tafel #acj4 ,ein ,kampferbaum im ,botan4 ,garten zu ,tokio in ,japan4 7,nach einer in der ,sammlung des ,botan4 ,institutes der ,universitt ,wien befindlichen ,photogr4 von ,h4 ,hallier47 ,illustration3 ,stinkasant 7,asa foetida74 7,nach einer ,photographie aus dem ,botanischen ,garten zu ,mnchen47 ,ihm hnlich1 nur leichter zerbrechlich und schneller in ,wasser auflsbar ist der ,extrakt der peruanischen ,ratanhiawurzel1 die auer ,ratanhiarot bis ber #dj ,prozent ,ratanhiagerbsure enthlt und gleicherweise als ,adstringens in der ,medizin1 wie auch zum ,gerben verwendet wird4 ,ratanhia nannten die ,indianer des altperuanischen ,quitschastammes die relativ groe ,wurzel eines in ,peru wie in dem angrenzenden ,brasilien und ,bolivien auf sandigen ,abhngen der ,kordilleren in #ajjj-bejj m ,hhe wachsenden ,halbstrauchs aus der zu den ,leguminosen gehrenden ,familie der ,caesalpinieen1 die sie seit langer ,zeit als ,heilmittel verwandten4 ,sie benutzten sie auch als ein das ,gebi konservierendes ,mittel zum ,reinigen der ,zhne1 wie alle ,naturvlker ,wurzeln oder ,zweige bestimmter ,holzarten zum meist fleiig von ihnen gebten ,zahnputzen in ,anwendung bringen4 ,als solches ,zahnputzmittel lernte der spanische ,botaniker ,ruiz die ,ratanhiawurzel bei den ,frauen von ,huanuco und ,lima kennen und brachte sie nach ,spanien1 von wo sich ihre ,anwendung bald ber ,frankreich1 ,england und ,deutschland verbreitete4 ,obschon bereits #ahje ,wildenow in ,deutschland die ,aufmerksamkeit der rzte auf diese neue ,droge lenkte1 wurde sie doch erst um #ahah durch die ,empfehlungen von ,jobst1 von ,klein und anderen bei uns allgemeiner4 ,als beste ,ware kommt von ,payta und ,callao in ,peru aus die von wildwachsenden ,pflanzen gegrabene und getrocknete ,wurzel in bis #fj cm langen und bis #a1e cm dicken ,stcken1 neuerdings auch der in der ,heimat der ,pflanze selbst aus der frischen ,wurzel durch ,auskochen in ,wasser gewonnene ,extrakt in unfrmlichen braunroten1 auen matten1 innen aber glnzenden ,stcken in den ,handel1 um innerlich bei ,diarrhoen1 ,nierenblutungen1 uerlich zu ,mund- und ,gurgelwssern zu dienen4 ,von ,sd-1 aber auch ,mittelamerika kam im #af4 ,jahrhundert ebenfalls die ,sarsaparillwurzel von verschiedenen ,smilaxarten aus der ,familie der ,liliengewchse als sehr geschtztes ,heilmittel nach ,europa1 um hier als ,mittel gegen die von den spanischen ,soldaten von ,amerika her eingeschleppte und bald ganz auerordentliche ,verbreitung findende ,syphilis das bis dahin hauptschlich gebrauchte ,guajakholz zu verdrngen4 ,das ,wort stammt vom spanischen zarza parilla1 d4 h4 stachelige ,schlingrebe1 galt ursprnglich der in ,sdeuropa heimischen ,smilax aspera und wurde spter auf die amerikanische ,pflanze bertragen1 deren ,wurzel zuerst der ,spanier ,pedro de ,cieza de ,leon1 der von #aece-aeej in ,sdamerika weilte und sie in der ,provinz ,guajakil in ,ekuador kennen lernte1 als ,heilmittel empfahl4 ,bald darauf ist auch sein ,landsmann ,monardes 7#adic-aegh7 in ,mexiko mit ihr bekannt geworden und lernte etwas spter eine bessere ,sorte aus ,honduras kennen1 die heute die allein offizinelle bei uns ist4 ,er wute schon anzufhren1 da die ,wurzeln der ,sarsaparille sehr weit in die ,erde gehen und da man oft mannstief graben mu1 um sie zu erlangen4 ,sie werden fast ausschlielich von wildwachsenden ,pflanzen gesammelt1 und zwar hauptschlich im ,hinterland der ,westkste von ,guatemala4 ,die ,pflanze bevorzugt feuchtes1 flaches1 etwas sumpfiges1 den berschwemmungen der ,flsse ausgesetztes ,waldland und lt ihre stacheligen1 verworren durcheinander wachsenden ,stengel an den ,bumen emporklettern4 ,in der trockenen ,jahreszeit ,januar bis ,mai werden die ,wurzeln ausgegraben1 gut gewaschen und an der ,sonne getrocknet4 ,sie gehen von mchtigen ,rhizomen aus1 sind bei einer ,dicke von #g-h mm bis #b m lang1 gelbbraun1 lngsfaltig und zeigen auf dem ,querschnitt eine mchtig entwickelte1 wie das zentrale ,mark meist weie1 seltener blartliche ,rinde und einen gelblichen ,holzring4 ,sie sind fast geruchlos1 schmecken zuerst schleimig1 dann kratzend und enthalten drei ,sapotoxine3 ,parillin1 ,smilasaponin und ,sarsasaponin1 welch letzteres am strksten abfhrend und als solches angeblich blutreinigend wirkt4 ,aus dieser ,droge wurde das einst weltberhmte ,zittmannsche ,dekokt gegen ,syphilis bereitet1 das aber heute kaum mehr zur ,verwendung gelangt1 da wir in den ,quecksilberprparaten und neuerdings in einem ,arsenderivat viel wirksamere und angenehmer einzunehmende ,mittel haben4 ,bevor diese ,droge aufkam1 galt zu ,anfang des #af4 ,jahrhunderts auch in ,europa wie in ,amerika1 wo sie schon lngst von den ,indianern in diesem ,sinne gebraucht wurde1 das harzdurchtrnkte ,guajakholz als bestes ,mittel gegen die ,syphilis4 ,es stammt hauptschlich von der ,zygophyllazee ,guajacum officinale1 einem bis #ab m hohen ,baum des nrdlichen ,sdamerika und der ,antillen mit intensiv blauen ,blten und kommt in ,form von oft mehrere ,zentner schweren1 vom gelblichweien ,splint befreiten ,stcken von dunkelgrnlichbraunem ,kernholz in den ,handel4 ,auer verschiedenen ,harzen1 ,guajak- und ,guajakonsure enthlt es ,saponinsure und ,saponin1 welch letzteres die hauptschlich wirksame ,substanz ist1 aber noch reichlicher als im ,kernholz im ,splint und am allerreichlichsten in der ,rinde vorhanden ist1 so da eigentlich letztere vor ersterem weit den ,vorzug verdiente4 ,guajak ist die hispanisierte indianische ,bezeichnung der ,pflanze1 die ,fernandez de ,oviedo #aebf zuerst beschrieb und von der er angab1 da #aejh die erste ,sendung des ,holzes nach ,spanien gelangte1 um gegen die dort herrschende ,syphilis zu dienen4 ,bald breitete sich ihr ,ruhm ber ganz ,europa aus4 ,schon #aeag rhmte sich in ,deutschland der kaiserliche ,leibarzt ,leopold ,poll1 #cjjj ,menschen mit dem ,guajakholze von dieser damals uerst bsartig auftretenden ,krankheit1 die alle ,volksschichten erfat hatte1 geheilt zu haben4 ,auch der #aebc auf der ,insel ,ufenau im ,zrcher ,see an den ,folgen dieser ansteckenden ,krankheit verstorbene ,ulrich von ,hutten machte vier ,jahre vor seinem ,tode angeblich mit ,erfolg eine ,guajakkur in ,augsburg durch1 ber die er in seiner ,schrift ,de ,guajaci medicina et morbo gallico liber unus8 ,mitteilung macht4 #aebe beschaffte der ,rat der ,stadt ,straburg #ajg kg des ,holzes fr eine energische ,behandlung der an der ,lustseuche erkrankten ,brger4 ,in seiner zeitgenssischen ,chronik berichtet der ,franzose ,guiffrey von seinem ,knige ,franz ,i41 da dieser selbst mehrere ,jahre nacheinander unter ,fhrung eines zuverlssigen ,kapitns eine ,gallion -- es waren dies die grten ,segelschiffe des ,mittelalters1 die besonders zur ,kriegfhrung dienten und stark armiert waren1 im ,gegensatz zu den kleinen ,karavellen1 mit denen beispielsweise ,kolumbus vom spanischen ,seehafen ,palos ausfuhr1 um nach ,indien zu segeln1 wobei er1 ohne es zu wissen1 ,amerika entdeckte -- nach ,brasilien sandte1 um jeweilen eine ,ladung ,guajakholz zur ,behandlung seiner eigenen und seiner ,hofleute ,syphilis zu holen4 ,nur einmal1 im ,jahre #aedc1 habe er bei einem ,aufenthalt in ,la ,rochelle von normannischen ,korsaren eine von ihnen erbeutete ,schiffsladung gekauft1 in der sich unter anderem auch du gayet ou palme sainte8 gefunden habe4 ,im ,jahre #aede beschrieb ,brasavela in seiner in ,venedig erschienenen ,drogenkunde bereits drei ,sorten des ,holzes1 worunter auch das von der westindischen ,insel ,san ,juan1 dem heutigen ,puerto ,rico1 stammende ,palo santo oder ,lignum sanctum1 d4 h4 heiliges ,holz von ,guajacum sanctum1 das heute von den ,bahamainseln und aus ,florida in den europischen ,handel gelangt1 um vornehmlich zur ,tischlerei und ,drechslerei zu dienen4 ,in der ,folge wurde letztere ,sorte1 so schon #aehb auf der ,messe in ,frankfurt am ,main1 als ,guajacum parvum1 d4 h4 kleiner ,guajak von dem von ,g4 officinale stammenden ,guajacum magnum1 dem groen ,guajak1 unterschieden4 #aegc fand der ,augsburger ,arzt ,leonhard ,rauwolf auf dem ,basar der syrischen ,stadt ,aleppo ,guajakholz neben ,chinawurzel als ,heilmittel gegen ,syphilis feilgeboten4 ,die ,arzneitaxe von ,wittenberg brachte #aeii ,lignum und ,cortex ,guajacis 7,holz und ,rinde74 ,ein ,jahrhundert hielt der ,ruf dieser ,droge als ,heilmittel gegen die ,syphilis an1 um dann1 wie gesagt1 von der ,sarsaparillwurzel verdrngt zu werden4 ,als man als ,hauptbestandteil des ,holzes das darin enthaltene ,harz erkannte1 benutzte man von der ,mitte des #ag4 ,jahrhunderts an vielfach an dessen ,stelle das ,guajakharz1 das seltener freiwillig ausfliet1 sondern meist durch ,einschnitte in den ,stamm mit nachherigem ,schwelen gewonnen wird4 ,als solches kommt es in haselnu- bis walnugroen1 dunkelrotbraunen1 auen schmutzig grnlich bestubten ,krnern in den ,handel1 whrend das durch ,auskochen des zerkleinerten ,kernholzes hergestellte ,prparat in unregelmigen1 mehr schwarzgrnen ,massen verkauft wird4 ,letzteres schmeckt unangenehmer und lnger anhaltend kratzend als das vorige und dient heute nur noch als ,reagens fr ,fermente und von ,blut4 ,ebenfalls gegen ,syphilis wurde eine ,zeitlang das mittelamerikanische ,quassiaholz verwendet1 das schon zu ,beginn des #ah4 ,jahrhunderts von den aus ,afrika importierten ,negersklaven unter dem ,namen quasci in ,surinam gegen die bsartigen epidemischen ,fieber des ,landes gebraucht wurde4 ,nach ,fermins ,angaben sollen bereits #agad die groen scharlachroten ,blten des ,baumes noch vor dem ,holz als geschtztes ,magenmittel von den ,eingeborenen benutzt worden sein4 ,nach ,albrecht von ,hallers ,zeugnis besa der ,drogist ,seba in ,amsterdam schon #agcj das ,quassiaholz1 und #agdb soll es bereits ein ganz gemeines ,medikament gewesen sein4 ,das gelblichweie1 dichte1 geruchlose ,quassienholz stammt von einem kleinen1 auf den ,antillen und im nrdlichen ,sdamerika heimischen ,baum aus der ,familie der ,simarubazeen mit gefiederten ,blttern und lnglichen1 schwarzen ,steinfrchten1 dem ,karl von ,linn #agfc nach der ,bitterkeit seines ,holzes den wissenschaftlichen ,namen ,quassia amara gab4 ,er wird auer in seiner ,heimat auch in einigen ,tropenlndern der ,alten ,welt kultiviert und liefert das echte oder surinamsche ,quassiaholz1 whrend das leichtere1 weniger dichte ,jamaika-,quassiaholz von der verwandten1 viel hheren und stattlicheren1 in ,westindien1 besonders ,jamaika1 heimischen ,picrasma excelsa stammt4 ,beide schmecken stark bitter1 und zwar ersteres durch den ,gehalt des von ,winkler #ahcd zuerst dargestellten ,bitterstoffs ,quassiin1 letzteres dagegen durch das hnliche ,picrasmin2 der ihn enthaltende wsserige ,auszug dient1 wie in seiner ,heimat1 so auch bei uns als appetitanregendes ,mittel4 ,er besitzt schwach narkotische ,eigenschaften und diente frher als ,bittermittel in der ,bierbrauerei1 ebenso als ,fliegengift4 ,in gleicher ,weise frher als ,heilmittel gegen ,syphilis1 whrend heute hauptschlich noch als ,blutreinigungsmittel verwendet1 wurden die im ,herbst ausgegrabenen1 bis #bj cm dicken1 stigen1 holzigen ,wurzeln der im stlichen ,nordamerika1 besonders in ,florida1 ,virginien1 ,karolina und ,pennsylvanien heimischen ,lorbeerart ,sassafras officinalis4 ,als die ,spanier #aeab unter ,juan ,ponce de ,leon ,florida entdeckten1 das sie1 wie schon ,kolumbus die sdlicher davon gelegenen ,lnder1 nicht fr eine neue ,welt1 sondern fr einen ,teil des asiatischen ,gewrzlandes ,indien hielten1 weshalb diese ,gebiete auch den ,namen ,india erhielten1 der erst spter zur ,unterscheidung vom eigentlichen ,indien in ,westindien przisiert wurde1 hielten sie die bis #cj m hohen dizischen ,sassafrasbume anfangs fr den von ihnen so sehnlichst erwnschten ,zimt4 ,und der sie begleitende ,mnch ,monardes1 der spter diese ,entdeckungsreise beschrieb1 sagt1 da das ,holz auch wirklich nach ,zimt gerochen habe1 was durchaus nicht der ,fall ist4 ,was man zu finden hofft1 das bildet man sich schlielich ein gefunden zu haben6 ,noch in spterer ,zeit bezeichneten die ,portugiesen die ,sassafrasrinde in ,fortsetzung ihres holden ,wahnes1 es mit der ,zimtrinde1 die brigens von einer nahe verwandten ,lorbeerart stammt1 zu tun zu haben1 als canela4 ,die ,pflanze1 deren ,holz schon von den ,indianern ,floridas als ,fiebermittel benutzt wurde1 erhielt dann spter1 als sie einsahen1 da sie nicht die ,zimtpflanze sei1 von den ,spaniern die ,bezeichnung ,sassafras vom spanischen salsafras ,saxifraga1 weil man ihr dieselbe ,wirkung1 ,blasensteine zu zerkleinern1 zuschrieb1 wie dem ,steinbrech4 ,nach dem fenchelartigen ,geruch und slich aromatischen ,geschmack erhielt die bereits um die ,mitte des #af4 ,jahrhunderts von ,spanien aus ber ganz ,europa ausgebreitete holzige ,wurzel des ,sassafras in ,deutschland die ,bezeichnung ,fenchelholz4 ,bei den ,indianern ,floridas hie das ,holz pavanne1 deshalb wird es in deutschen ,apotheken1 z4 ,b4 #aehb in ,frankfurt a4 ,m4 und #aehg in ,hamburg1 als ,lignum ,pavanum seu ,floridum oder ,lignum ,sassafras aufgefhrt4 ,schon #aeih kannte man einen ,spiritus ligni ,sassafras4 ,der ,holzteil und mehr noch die ,rinde der ,wurzel enthalten bis #i ,prozent eines frisch destilliert farblosen1 spter aber durch ,aufnahme von ,sauerstoff aus der ,luft gelb bis braun werdenden therischen les1 das #hj ,prozent ,safrol1 #aj ,prozent ,phellandren1 #f1h ,prozent ,rechtskampfer1 weiter ,eugenol1 ,cadinen usw4 enthlt4 ,in den ,vereinigten ,staaten von ,nordamerika wird aus dem ,wurzelholz mit der ,rinde ein dort viel verwendetes ,fluidextrakt hergestellt1 whrend das daraus destillierte therische l sehr beliebt zum ,aromatisieren von ,seifen1 ,getrnken und ,tabak ist4 ,sehr viel wichtiger fr die ,arzneikunde und namentlich die ,technik als diese nordamerikanische ,lorbeerart ist die gleichfalls dem ,zimt sehr nahe verwandte ostasiatische ,art1 der ,kampferbaum 7,cinnamomum camphora71 dessen ,produkt1 der ,kampfer1 ein altes chinesisches ,heilmittel ist4 ,aber nicht dieses ostasiatische1 sondern ein hnliches sdasiatisches ,produkt1 der ,sumatra- oder ,borneokampfer1 der in den ,stmmen eines hohen ,baumes ,sumatras und ,borneos aus der ,familie der ,dipterocarpazeen 7,dryobalanops camphora71 der auch der ostindische ,kopalbaum 7,vateria indica7 angehrt1 in eigenen ,behltern in oft mehreren ,pfund schweren ,stcken abgesetzt wird1 war schon im ,altertum in ganz ,sdasien als ,heilmittel verbreitet und beliebt4 ,dieser sdasiatische ,kampfer war als wertvolle ,arznei auch in ,china und ,japan bekannt1 wo er heute fast ausschlielich verbraucht und viel hher geschtzt wird als der bei uns von dort her in den ,handel kommende ,laurineenkampfer4 ,unter der ,sanskritbezeichnung kapura1 d4 h4 wei1 gebrauchten ihn die alten ,inder4 ,nach der ,zeit der ,vlkerwanderung war er von ,indien aus nach ,westasien gelangt1 wo ihn der griechische ,arzt ,atios aus ,amida in ,mesopotamien im #f4 ,jahrhundert unter dem ,namen kaphura als kostbares ,arzneimittel erwhnt4 ,auch den ,arabern zur ,zeit ,muhammeds war er bekannt2 denn er wird im ,koran als ein ,khlungsmittel der ,getrnke der ,seligen im ,paradiese erwhnt4 ,mit der von ihnen kamfur genannten ,droge machten dann die arabischen rzte das ,abendland bekannt1 wo der ,dipterocarpazeenkampfer im #aa4 ,jahrhundert in ,italien und im #ab4 ,jahrhundert in ,deutschland als ,mittel gegen ,gicht und ,rheumatismus verwendet wurde4 ,so erwhnen ihn um #ajgj der jdische ,arzt ,simon ,seth und um #aaej die gelehrte btissin ,hildegard im ,kloster ,rupertsberg bei ,bingen4 #abic lernte der venezianische ,kaufmann ,marco ,polo auf seiner mit ,vater und ,onkel unternommenen ,rckreise von ,china auf ,borneo und ,sumatra den dort heimischen ,kampferbaum selbst kennen1 wie er in seinem ,reisebericht erzhlt4 ,zur ,zeit des ,paracelsus 7#adic-aeda7 war der davon gewonnene ,kampfer in ,deutschland allgemein als ,arzneimittel im ,gebrauch4 ,erst zu ,beginn des #ag4 ,jahrhunderts kam in ,europa der ostasiatische ,kampfer an ,stelle des teueren ,sumatra- und ,borneokampfers auf1 indem inzwischen die ,chinesen1 von der ,gewinnung jenes durch ,fllen1 ,spalten und ,auslesen der ,dryobalanopsbume veranlat1 dieselbe ,droge von einem einheimischen ,baume1 eben dem echten ,kampferbaum1 zu gewinnen trachteten1 was denn auch gelang4 ,dieser echte ,kampferbaum ist ein an der chinesischen ,kste von ,cochinchina bis zur ,mndung des ,jang-tse-kiang und den vorgelagerten ,inseln bis ,sdjapan wachsender1 #h-aj m hoher1 lindenhnlicher ,baum mit brauner1 runzliger ,rinde und knorrigen sten4 ,er hat immergrne1 eirunde1 glnzende ,bltter1 kleine1 weie1 in ,rispen stehende ,blten und dunkelrote1 erbsengroe ,beeren mit pfefferhnlichem ,samen4 ,alle ,teile des ,baumes1 besonders aber die ,wurzeln1 riechen und schmecken stark kampferartig4 ,er verlangt ein warmes ,klima und mglichst feuchte ,luft4 ,besonders auf ,formosa und in ganz ,sdjapan wird er zur ,gewinnung von ,kampfer benutzt und deshalb in ausgedehnten ,waldungen gezogen4 ,junge ,bume sind fr die ,kampferausbeutung wertlos4 ,je lter sie aber werden und je dichter ihr ,holz wird1 um so hher steigt in ihnen der ,kampfergehalt1 bis er etwa im #ajj4 ,jahr ein ,maximum erreicht hat4 ,schon #dj-ej;jhrige ,bume werden zur ,kampfergewinnung gefllt4 ,dabei wurde das ,holz1 besonders des ,stammes1 gespalten und ursprnglich wie beim ,sumatra- und ,borneokampferbaum das in ,spalten und ,klften ausgeschiedene feste therische l ausgekratzt4 ,bald aber ging man dazu ber1 das in kleine ,spne geschnittene und zudem durch ,klopfen faserig gemachte ,holz einer ,destillation mit ,wasserdmpfen zu unterwerfen1 um den ,kampfer zu gewinnen4 ,da dieses feste therische l am reichlichsten in den ,wurzeln und unteren ,teilen des ,stammes enthalten ist1 werden lediglich diese ,teile1 auer den ,wurzeln noch der ,stamm bis etwa in #c m ,hhe1 der meist auf sehr primitive ,weise ausgefhrten ,destillation unterworfen1 wobei der ,rohkampfer in ,gestalt blartlicher1 krniger ,massen mit #bj ,prozent flssigem ,kampferl gewonnen wird4 ,als solcher kommt er von ,formosa in mit ,bleiblech ausgeschlagenen ,kisten von #ej-fj kg ,gewicht verpackt1 von ,japan dagegen in ,bambusrhren oder ,tubbs genannten ,holzbottichen von #hj kg in den ,handel und wird in ,europa und ,amerika1 neuerdings auch schon in ,japan und ,hongkong1 in eigenen ,kampferraffinerien durch weitere ,sublimation gereinigt4 ,der ,kampfer1 seiner chemischen ,beschaffenheit nach ein ,keton von der ,formel ,c#aj;,h#af,o1 bildet sich im lebenden ,kampferbaum aus einem ursprnglich im ,holz vorhandenen flchtigen1 farblosen l1 dem ,kampferl1 das in frhzeitig in allen ,teilen des ,baumes angelegten lzellen gebildet wird und sich spter durch ,sauerstoffaufnahme -- oft erst jahrelang nach ,entstehung des ,sekretes -- in ,kampfer umwandelt1 der dann vorzugsweise in den ,spalten und ,hhlungen des unteren ,teiles des ,stammes zur ,ausscheidung gelangt4 ,das vom rohen ,kampfer vor dem ,raffinieren ausgeprete und durch ,zentrifugieren entfernte flssige1 frher als wertlos beseitigte ,kampferl wird neuerdings auf ,safrol verarbeitet4 ,der raffinierte ,kampfer1 der in #a-e kg schweren1 konvex-konkaven1 in der ,mitte durchlcherten ,kuchen in den ,handel gelangt1 stellt eine weie1 durchscheinende1 kristallinisch-krnige1 fettig anzufhlende1 bei gewhnlicher ,temperatur allmhlich ohne ,rckstand sich verflchtigende ,masse von durchdringendem ,geruch und brennend scharfem1 hinterher khlendem ,geschmack dar1 das in der ,medizin uerlich als die ,haut reizendes1 ableitendes1 schmerzlinderndes ,mittel bei rheumatischen ,leiden1 innerlich in kleinen ,dosen zur ,beruhigung1 in greren zur ,anregung und ,belebung des ,nervensystems1 der ,atmung und ,blutzirkulation1 besonders aber in der ,technik als ,mottengift und in sehr groem ,mae zur ,herstellung von ,zelluloid und rauchschwachem ,pulver verwendet wird4 ,japan und ,formosa fhren jhrlich ber #d ,millionen kg ,kampfer aus1 von denen etwa #cb ,prozent nach ,deutschland1 #ca ,prozent nach ,amerika1 #bb ,prozent nach ,frankreich1 #ac ,prozent nach ,england und #b ,prozent nach ,indien gehen4 ,zum eigenen ,kampferl bezieht ,japan noch viel von ,formosa1 um ihn bei der ,lackbereitung zu verwenden4 ,bei der groen ,wichtigkeit1 die dem ,kampfer zukommt1 werden zurzeit ausgedehnte ,anpflanzungen von ,kampferbumen von seiten der japanischen und chinesischen ,regierungen gemacht4 ,schon jetzt liefert die sdchinesische ,provinz ,fo-kien ber #abjjjj kg ,kampfer jhrlich4 ,auch werden spter ,madagaskar1 ,ceylon1 ,deutsch-,ostafrika1 gypten1 ,algerien und der ,sden der ,vereinigten ,staaten von ,nordamerika sich an der ,produktion beteiligen1 wenn die dort angelegten1 sehr gut fortkommenden ,kulturen des ,kampferbaumes zur ,ausbeutung reif sein werden4 ,die neuerdings gehegte ,hoffnung1 den ,kampfer auch aus den ,blttern des ,baumes gewinnen zu knnen1 ist bis jetzt nur wenig erfllt worden4 ,auer den bereits erwhnten hat die ,neue ,welt noch eine ganze ,menge wichtiger ,drogen aus dem ,pflanzenreiche geliefert1 so die ,ipecacuanha- oder ,brechwurzel1 die heute noch in reichlichem ,mae ,verwendung findet4 ,sie besteht aus der unterirdisch kriechenden ,achse eines niederen ,halbstrauchs aus der ,familie der ,rubiazeen oder ,krappgewchse 7,cephalis ,ipecacuanha7 mit nur #aj-cj cm hoch aufsteigenden ,stengeln1 lnglichovalen ,blttern1 weien ,blten und erbsengroen1 blauen ,beeren4 ,sie wchst in den feuchten1 schattenreichen ,wldern ,sdbrasiliens wild und wird neuerdings auch auf der ,halbinsel ,malakka im ,schatten einzelner ,bume kultiviert1 um ber ,singapur in den ,handel zu gelangen4 ,die beliebteste ,sorte wird mit ,ausnahme der ,regenzeit das ganze ,jahr hindurch in der sdbrasilianischen ,provinz ,matto ,grosso gesammelt1 indem man den ziemlich oberflchlich horizontal unter der ,erde verlaufenden1 hchstens #e mm dicken1 knotigen ,stamm aushebt1 aber die an den ,knoten entspringenden1 grtenteils zu ,strkemehl aufspeichernden ,reservestoffbehltern gewordenen ,wurzeln abschneidet1 um sie im ,boden zu belassen oder1 falls sie mit herauskamen1 wieder einzupflanzen4 ,sie bilden dann ,adventivknospen1 aus denen nach #c-d ,jahren ein neuer ,bestand ausbeutungsfhiger ,pflanzen hervorgeht4 ,die in ,abstnden von #a mm von ungleichen1 rundlichen ,wlsten1 den ,narben der einst hier entsprungenen zahlreichen ,seitenwurzeln1 versehenen unterirdischen ,stammstcke werden so rasch als mglich getrocknet1 am ,tage der ,sonne ausgesetzt und nachts durch ,bedecken vor dem ,tau beschtzt1 und sind nach #b-c ,tagen versandfhig4 ,in sogenannten ,seronnen von #dj-db kg ,gewicht werden sie von den ,eingeborenen oft ,tagereisen weit auf den ,kpfen aus dem ,innern an die ,kste getragen und gelangen ber ,rio de ,janeiro nach ,london zum ,verkauf4 ,in #ae cm langen ,stcken1 noch hufiger aber fein geschnitten kommen sie in die ,apotheken1 um hier meist zur ,herstellung der bekannten ,ipecacuanha-,aufgsse verwendet zu werden4 ,das wirksame ,prinzip ist das #ahag von ,pelletier und ,magendie gefundene ,emetin neben ,cephalin und ,psychrotin4 ,es ist zu #d ,prozent fast nur in der graubraunen ,rinde und nur in ,spuren im ,holzkrper vorhanden4 ,das offizinelle ,ipecacuanha-,pulver soll #b ,prozent dieser ,alkaloide enthalten4 ,diese brechenerregende und expektorierend wirkende ,droge hat eine sehr interessante ,geschichte1 die es wohl verdient1 hier in ,krze mitgeteilt zu werden4 ,der ,name ,ipecacuanha1 den uns die ,portugiesen vermittelten1 stammt aus der ,tupisprache und ist aus i 7klein71 pe 7am ,wege71 ca 7,kraut71 gune 7brechenerregend7 zusammengesetzt1 bedeutet also kleines ,kraut1 das am ,wege wchst und ,brechen erregt84 ,die ,tupi- und andern ,indianer ,brasiliens verwandten sie als ,brechmittel4 ,da sie aber auer ihr noch andere ,wurzeln als solches benutzten und mit dem ,worte pe-ca-gune8 -- zusammengezogen in pecacum -- bezeichneten1 erhielt sie zur ,unterscheidung von den greren die ,benennung i 7klein71 also ,i-pe-ca-gune4 ,der portugiesische ,volksname der ,droge ist aber nicht ,ipecacuanha1 sondern ,poaya4 ,zum erstenmal wird sie #aeij vom portugiesischen ,mnch ,michael ,tristram1 der von #aegj-afjj in ,brasilien lebte1 unter dem ,namen ,igpecaya oder ,pigaya erwhnt2 aber erst #afdh wurde sie durch den hollndischen ,arzt ,wilhelm ,piso in ,europa genauer bekannt4 ,auf einer von #afcf-afda unter ,fhrung des ,grafen ,moritz von ,nassau-,siegen unternommenen ,forschungsreise durch ,brasilien lernte er sie kennen und gab dann nach seiner ,heimkehr die erste ,beschreibung und ,abbildung der ,pflanze1 die er ,ipecacuanha nennt4 ,gleichwohl war man ber die botanische ,stellung der ,pflanze noch lange im unklaren4 ,rjus hielt sie fr eine ,art ,einbeere 7,paris71 ,moriceau fr eine ,art ,geiblatt 7,lonicera7 und der groe ,karl von ,linn fr eine ,art ,veilchen1 weshalb er sie ,viola ,ipecacuanha nannte4 ,erst der portugiesische ,marinearzt ,dr4 ,bernardino ,antonio ,gomez gab #ahja die ntige ,berichtigung ber die von ihm in ,brasilien kennen gelernte ,stammpflanze4 #ahjd beschrieb ,wildenow die ,pflanze als ,cephalis ipecacuanha2 spter zog der ,aargauer ,mller das ,genus ,cephalis zu ,psychotria4 ,grere ,aufmerksamkeit erregte die ,droge erst zu ,ende des #ag4 ,jahrhunderts4 #afgb brachte sie der ,arzt ,le ,gras nach einem dreimaligen ,aufenthalte in ,brasilien von dort mit2 von ihm erhielt sie der ,apotheker ,claquenelle1 ebenso ,lemery4 ,dann brachte der ,arzt ,daliveau aus ,montpellier1 der die ,pflanze in ,brasilien gesehen und dort auch ihre ,verwendung kennen gelernt hatte1 ,nachrichten ber sie mit nach ,europa4 #afhj bekam ,dr4 ,afforti von dem aus ,brasilien zurckgekehrten und nach schwerer ,erkrankung von ihm geheilten ,kaufmann ,garnier zum ,dank eine ,portion ,ipecacuanha unter dem ,namen der brasilischen ,ruhrwurzel4 ,afforti beachtete dieselbe nicht1 gab aber davon dem ,studenten ,joh4 ,adrian ,helvetius1 der damit nach seiner ,etablierung in ,reims #afhd sehr gute ,kuren bei ,ruhr machte4 ,er erregte damit weithin in ,frankreich ,aufsehen1 so da ihm ,ludwig ,,xiv4 sein als ,geheimnis behandeltes ,mittel um #ajjj ,louisdor abkaufte und ihm dazu noch ein ,privilegium des ,alleinverkaufs erteilte4 ,in ,deutschland lenkte besonders ,leibnitz die ,aufmerksamkeit auf das neue ,mittel1 ber das er in den ,verhandlungen der ,leopoldinischen ,soziett der ,naturforscher im ,jahre #afif eine ,abhandlung3 ,de novo antidysenterico americano verffentlichte4 ,zwei ,jahre spter nahm sich ,valentini der ,droge im besonderen an1 doch ging es noch lngere ,zeit1 bis sie allgemeinere ,verwendung fand4 ,bis weit in die zweite ,hlfte des #ah4 ,jahrhunderts war sie in den ,apotheken noch recht selten und dementsprechend teuer4 ,so kostete das ,pfund nach ,valentini #agjd #cj ,gulden und das ,lot 7#aj g7 in ,mlhausen #h ,pfennige4 #ahhg kamen dann die ersten ,proben aus den seit #ahff1 anfangs allerdings ohne ,erfolg in ,indien1 besonders um ,kalkutta1 angelegten ,kulturen auf den ,londoner ,markt und erwiesen sich als der brasilianischen ,droge ebenbrtig4 ,von der von ,hooker aus dem botanischen ,garten von ,kew bei ,london gesandten ,stammpflanze waren #ahgb nur noch #ab ,pflanzen als ,nachkommen vorhanden4 ,eine ,vermehrung durch ,stecklinge hatte greren ,erfolg2 so erzielte man auf diese ,weise von #cjj in den ,jahren #ahga und #ahgb in ,sikkim vorhandenen ,exemplaren bereits #ahgc #fjjj ,stck4 ,doch hatte die ,kultur der ,ipecacuanha auch hier erst rechten ,erfolg1 als man begann1 den ,bedrfnissen der ,pflanze nach ,feuchtigkeit und ,schatten ,rechnung zu tragen4 ,bei der ,gesuchtheit der ,droge kann es uns nicht wundern1 da sie sehr oft mit falscher ,ipecacuanha vermischt und so geflscht wird4 ,von solcher kommt die in ,kolumbien wachsende ,cephalis acuminata der echten am nchsten4 ,ihr unterirdisch kriechender ,stamm ist rtlichbraun und bis #h mm dick4 ,man bezeichnet diese ,sorte als ,cartagena-,ipecacuanha1 weil sie vom gleichnamigen ,hafen in ,kolumbien exportiert wird4 ,erheblich schwcher wirkend ist die aus dem nrdlichen ,sdamerika stammende dnnere1 hellgraue bis graubraune mehlige ,ipecacuanha81 so genannt1 weil die mit nur schwachen ,einkerbungen versehene sehr dicke ,rinde im ,durchschnitt mehlig wei ist4 ,sie stammt von ,richardsonia scabra4 ,grer und strker als die echte ,rioware1 aber sehr arm an ,emetin1 ist die bis #h mm dicke1 auen graubraun bis grauschwarze schwarze ,ipecacuanha81 die von der in ,venezuela1 ,peru und ,kolumbien 7dem vormaligen ,neu-,granada7 wachsenden ,psychotria emetica herrhrt4 ,ganz emetinfrei ist die stark verstelte und mit sprlichen ,einschnrungen versehene grauweie oder hellbraungelbe weie ,ipecacuanha81 die von der brasilischen ,veilchenart ,jonidium ipecacuanha stammt1 ebenso die von ,viola itoubou1 von ,polygala violacea in ,venezuela1 von ,chamaelirium luteum und ,heteropteris pauciflora in ,brasilien und andern4 ,ganz schwach emetinhaltig ist dagegen die mit sehr dnner ,rinde und ohne ,einschnrungen versehene ,trinidad-,ipecacuanha von ,cephalis tomentosa4 ,ebenfalls durch die ,portugiesen zuerst in ,europa bekanntgeworden ist die auer als appetitanregendes ,mittel auch wie die ,ipecacuanha gegen ,ruhr verwendete ,colombowurzel1 die von der in den ,wldern der ostafrikanischen ,kstenlnder heimischen ,jatrorrhiza palmata stammt4 ,heute wird sie auer in ,mozambique1 wo sie die ,portugiesen bei ihrer ,niederlassung von den ,eingeborenen als stopfende ,arznei kennen lernten1 in ,deutsch-,ostafrika1 auf ,madagaskar1 den ,maskarenen1 ,seychellen und ,ceylon kultiviert4 ,die dem kurzen ,wurzelstock entspringenden rbenfrmig verdickten1 bis #cj cm langen und bis #h cm dicken1 fleischigen ,wurzeln der zu den ,menispermazeen gehrenden ausdauernden1 strauchartigen ,pflanze werden im ,mrz gegraben1 gewaschen1 in #b cm dicke ,scheiben geschnitten1 auf ,schnre gezogen und im ,schatten getrocknet4 ,in von ,matten umhllten ,ballen von etwa #ej kg ,gewicht kommen sie aus ,mozambique1 ,sansibar oder ,bombay nach ,hamburg und ,london in den ,handel4 ,sie sind im ,durchschnitt gelb und enthalten auer reichlich ,strkemehl und ,gummi1 die dem daraus hergestellten ,dekokt eine schleimige ,konsistenz geben1 drei ,alkaloide und zwei ,bitterstoffe4 ,der ,name ,colombo hat keinerlei ,beziehung zur gleichnamigen ,stadt auf ,ceylon1 sondern rhrt von der ,bezeichnung kalumb her1 die ihr die ,kaffern gaben4 ,zuerst empfahl der toskanische ,arzt ,francesco ,redi #afge die ,calumba als giftwidriges ,mittel4 ,als solches hat sie sich nun nicht bewhrt1 wohl aber als tonisches ,bittermittel und zum ,stopfen bei ,durchfllen4 ,ihre ,abstammung und ,heimat wurde geheim gehalten1 bis ,philipp ,commerson #aggj die sie liefernde ,pflanze im ,garten des ,gouverneurs ,poivre auf ,isle de ,france 7jetzt ,mauritius genannt7 kultiviert fand4 ,erst seit sie der ,arzt ,gaubius in ,leiden im ,jahre #agga angelegentlich empfahl1 wird sie hufiger medizinisch verwendet4 ,die sogenannte amerikanische ,colombowurzel von der ,gentianee ,frasera carolinensis aus ,ohio1 ,carolina und ,pennsylvanien enthlt nur ,gerbsure und ist minderwertig4 ,am meisten wird die ,droge durch die mit ,ocker gelb gefrbte ,wurzel der ,zaunrbe 7,bryonia alba und dioica7 verflscht4 ,von einem im atlantischen ,nordamerika1 namentlich ,virginien1 ,florida und ,alabama heimischen immergrnen klimmenden ,strauch 7,gelsemium sempervirens7 aus der ,familie der ,loganiazeen1 die sehr stark giftige ,vertreter1 wie den das ,strychnin liefernden ,brechnubaum1 den ,curarebaum1 aus dem die ,indianer in ,guiana und ,venezuela ihr berchtigtes ,pfeilgift1 den schlingenden ,upasstrauch1 aus dessen ,wurzelrinde die ,malaien ,javas ihr nicht minder gefhrliches ,pfeilgift ,upas herstellen1 und den vom ,jesuiten ,camelli #afii nach dem ,stifter des ,jesuitenordens1 ,ignatius ,loyola1 ,ignatiusstrauch benannten ,schlingstrauch der ,philippinen1 der die uerst giftigen ,ignatiusbohnen liefert1 aufweist1 stammt die ,gelsemiumwurzel4 ,gelsemium ist der ltere ,name des ,jasminum -- hergeleitet vom arabischen jasmin --1 der dieser ,pflanze wegen ihrer hnlichkeit mit diesem orientalischen ,strauche gegeben wurde4 ,das ,rhizom kommt meist in kleine ,stcke zerschnitten in den ,handel und enthlt vier ,alkaloide1 die als schmerzbetubendes ,mittel bei ,neuralgien1 ,zahnschmerz1 ,rheumatismus und ,brustfellschmerzen dienen4 ,die ,indianer brauchten sie zum ,vergiften der ,fische4 ,diese bei uns weniger angewandte ,droge dient in ,nordamerika seit langer ,zeit als ,volksmittel gegen ,fieber und ,neuralgien4 ,die ,wirkung besteht in ,schwchung der ,motilitt und ,herabsetzung der ,sensibilitt2 in greren ,gaben verursacht die ,droge ,schwindel1 erweiterte ,pupillen und ,doppeltsehen1 allgemeine ,muskelschwche und schlielich ,tod durch ,atmungslhmung4 ,der getrocknete ,wurzelstock der kanadischen ,gelbwurz 7,hydrastis canadensis7 liefert die neuerdings auch bei uns wie in ihrer ,heimat vielgebrauchte ,hydrastis1 die schon lange vor ,ankunft der ,europer von den nordamerikanischen ,indianern teils zu medizinischen ,zwecken1 besonders bei ,entzndungen der ,augen1 des ,mundes und des ,halses1 teils zum ,frben des ,gesichtes und der ,kleidungsstcke benutzt wurde4 ,in derselben ,weise wurde das ,rhizom noch jahrhundertelang nach der ,entdeckung ,amerikas als golden seal1 d4 h4 goldene ,siegelwurz1 als ,aufgu oder ,tinktur weiter gebraucht1 bis es #ahfj in die ,pharmakopoe der ,vereinigten ,staaten aufgenommen wurde1 nachdem es schon seit #ahcc allgemeiner als ,arznei verwendet und seit #ahdg in greren ,mengen in den ,handel gebracht worden war4 ,die ,verwendung in ,europa datiert erst seit #ahhc4 #ahea entdeckte ,durand das wichtigste der darin enthaltenen ,alkaloide1 das ,hydrastin1 das bis zu #d1h ,prozent darin enthalten ist und sich im ,krper in ,hydrastinin und ,opiansure spaltet4 ,hydrastis wirkt gefverengend und darum ,blutungen stillend4 ,besonders gegen ,gebrmutterblutungen wird es viel verwendet1 auerdem auch bei chronischem ,magenkatarrh und uerlich bei ,augenentzndungen4 ,die sie liefernde ,pflanze ist eine in den feuchten ,wldern ,kanadas und besonders der nordstlichen ,vereinigten ,staaten heimische ausdauernde ,schattenpflanze aus der ,familie der ,ranunculazeen mit #b-c handfrmig gelappten ,blttern und grnlichweien ,blten1 die wegen des erhhten ,verbrauchs im wilden ,zustande fast nicht mehr vorkommt und zurzeit in den ,staaten sdlich von ,new ,york an schattigen ,hgeln und in ,waldlichtungen in grerer ,menge angepflanzt wird4 ,die ,wurzelstcke sollen nur von der dreijhrigen ,pflanze im ,herbst nach der ,samenreife gesammelt1 gereinigt und1 auf groe ,tcher ausgebreitet1 an der ,luft getrocknet werden4 ,in ,ballen oder ,scke verpackt kommen sie meist ber ,cincinnati zum ,versand4 ,vielfach werden sie mit den ,wurzelstcken der in den dortigen ,waldungen heimischen ,aristolochia serpentaria und anderer ausdauernder ,kruter verflscht4 ,ebenfalls in ,nordamerika heimisch ist die nach dem ,stamme der ,seneka-,indianer oder ,irokesen benannte ,senegawurzel1 die von einer nrdlich vom ,tennesseeflusse vom ,atlantischen ,ozean bis zum ,felsengebirge vorkommenden ausdauernden ,kreuzblumenart 7,polygala senega7 gewonnen wird4 ,schon von den ,indianern wurde sie als ,mittel gegen den ,bi der ,klapperschlange verwendet4 #agcf wurde sie deshalb von dem in ,virginien ansssigen schottischen ,arzte ,john ,tennent als ,senega rattle snake root 7,s4-,klapperschlangenwurzel7 in den ,arzneischatz eingefhrt4 ,schon #agcd gab der ,nrnberger ,arzt ,jakob ,treu eine ,abbildung der ,stammpflanze4 ,noch im ,jahre #aggi war nach ,murray die ,droge in ,deutschland nur in wenigen ,apotheken vorrtig4 #ahjd stellte dann ,gehlen das bis zu #e ,prozent darin enthaltene1 dem ,saponin hnliche1 in kaltem ,wasser unlsliche ,alkaloid ,senegin dar1 das neben dem sauren ,glykosid1 der ,polygalasure und zwei neutralen ,glykosiden darin vorkommt4 ,die ,wirkung der ,droge ist eine schleimlsende1 schweitreibende und leicht abfhrende4 ,wie die folgende wird sie auch als ,waschmittel benutzt4 ,denselben ,zwecken dient die gleicherweise meist als ,abkochung verordnete ,quillaia- oder ,seifenrinde1 die von dem immergrnen1 in ,chile1 ,peru und ,bolivien heimischen ,seifenbaume 7,quillaia saponaria7 gewonnen wird4 ,den in seiner ,heimat gebruchlichen ,namen ,quilla hat er vom spanischen ,worte quilli1 das waschen8 bedeutet2 denn seine ,rinde wurde seit langer ,zeit im ,lande zum ,waschen benutzt4 ,als ,wasch- oder ,panamarinde kam sie zuerst von ,panama aus zu ,anfang der #ahej;er ,jahre nach ,england und ,frankreich1 einige ,jahre spter auch nach ,deutschland4 ,seit dieser ,zeit hat sie1 da sie die ,farben nicht angreift1 technisch statt ,seife in den ,wschereien eine groe ,bedeutung erlangt4 ,sie ist auen grob lngsgestreift1 oft rissig1 weilich oder hellbraun1 innen glatt und brunlich1 hat einen kratzend bitteren1 schleimigen ,geschmack und enthlt auer bis #aj ,prozent ,saponin die der ,polygalasure sehr nahestehende ,quillaiasure1 ,sapotoxin und ,lactosin4 ,sie wird als ,ersatz der ,senega bei chronischem ,lungenkatarrh in ,form einer beim ,schtteln stark schumenden ,abkochung gegeben2 auch kommt ein als ,saponin bezeichnetes ,extrakt derselben in den ,handel4 ,die ,rinde selbst wird jetzt direkt von ,chile und ,peru nach ,hamburg und ,havre gebracht1 die die ,hauptstapelpltze dafr sind4 ,jhrlich kommen davon ber #c ,millionen kg im ,werte von einer halben ,million ,pesos 7fast ebensoviel ,mark7 allein aus ,chile in den ,handel4 ,auch das mittelharte ,holz ist dort geschtzt und wird zu feineren ,gerten1 besonders zu den im ,lande gebruchlichen schuhartigen1 hlzernen ,steigbgeln1 die mit reichgemusterten ,ornamenten in ,kerbschnittmanier verziert sind1 verwendet4 ,der ,quilli ist eine bis #aj m ,hhe erreichende ,rosazee1 deren bis gegen #b m dicker ,stamm1 unbeschadet des ,wohlbefindens der ,pflanze1 fter im ,innern vermorscht4 ,er ist nicht besonders dicht verzweigt und seine ste gehen stark auseinander4 ,er hat elliptische1 glnzende1 lederharte1 hellgrne ,bltter und zu kleinen ,trauben vereinigte weie ,blten4 ,er steigt ber #bjjj m ins ,gebirge hinauf1 doch wird ihm leider von den ,rindensammlern 7cascarilleros71 denen man mit ihren schwarzbraunen ,lasten oft begegnet1 arg zu ,leibe gegangen4 ,frher entrindeten sie die ,bume meist nur so weit1 als sie reichen konnten1 whrend sie jetzt mit ,hilfe von ,leitern die ,entrindung bis weit in das ,astwerk hinein vornehmen4 ,ebenfalls aus ,sdamerika stammt die erst seit #ahga durch ,garcia ,morena1 den damaligen ,prsidenten von ,ekuador1 nach ,europa gesandte und hier bald als angebliches ,heilmittel gegen ,magenkrebs sehr berschtzte und sehr teuer bezahlte ,condurangorinde1 d4 h4 ,geierrinde4 ,schon lange steht sie in ihrer ,heimat gegen ,schlangenbi und krebsartige ,krankheiten bei den ,indianern im ,gebrauch4 ,ihre ,stammpflanze ist eine an den ,westabhngen der ,kordilleren zwischen ,ekuador und ,peru in #aejj m und mehr ,hhe wachsenden ,liane 7,marsdenia condurango7 aus der ,familie der ,asklepiadazeen mit gegenstndigen1 breiten1 samtartig behaarten ,blttern1 paarigen ,rispen kleiner ,blten und dicken1 glatten ,fruchtkapseln4 ,ihre ,rinde ist graubraun1 schmeckt bitterlich1 schwach kratzend1 riecht aromatisch und enthlt als wichtigsten ,bestandteil ein als ,condurangin bezeichnetes ,gemisch von fnf ,glykosiden1 das appetitanregend wirkt4 ,deshalb wird die ,rinde auch heute noch gerne als ,stomachikum gegeben4 ,sehr viel wichtiger als sie ist eine andere sdamerikanische1 ebenfalls aus dem ,andengebiet stammende ,rinde1 die ,chinarinde1 die weitaus die wichtigste ,droge ist1 die uns der neue ,weltteil geschenkt hat2 ja sie kann geradezu als das wichtigste ,heilmittel aus dem ,pflanzenreiche bezeichnet werden1 da sie beziehungsweise das aus ihr gewonnene ,chinin allein imstande ist1 die weitaus verbreitetste und bsartigste aller ,krankheiten1 besonders der warmen ,lnder1 die ,malaria1 an der bisher viele ,hunderttausende von ,menschen jhrlich zugrunde gingen1 zu heilen1 und dadurch der ,weiterverbreitung dieser schrecklichen ,krankheit durch die ,anpheles-,stechmcken zu wehren4 ,in ,bercksichtigung der ungeheuren ,bedeutung1 die diesem ,arzneimittel zur ,ausrottung der die schnsten und fruchtbarsten ,gebiete der ,tropen fr ,weie bisher fast unbewohnbar machenden ,infektionskrankheit zukommt1 wollen wir etwas eingehender auf die ,geschichte dieser ,droge eingehen4 ,zunchst ist festzustellen1 da die ,bezeichnung ,china durchaus nichts mit dem ostasiatischen ,reiche der ,mitte zu tun hat1 sondern der alten ,inkasprache ,perus angehrt1 in der es als quina 7sprich kina7 ,rinde bedeutet4 ,und zwar bezeichneten die ,eingeborenen damit eine bestimmte1 von stattlichen ,bumen der ,ostabhnge des nrdlichen ,teiles von ,peru und sdlichen ,gebietes von ,ekuador in ber #ajjj m ,meereshhe gewonnene1 frisch blagelbe1 durch ,trocknen und ,lagern aber braun werdende ,rinde1 die sie gegen ,fieber verwendeten4 ,im ,gegensatz zu anderen ,rinden1 die sie als ,heilmittel verwandten1 bezeichneten sie die ,chinarinde durch ,verdoppelung des ,wortes quina als quinaquina im ,sinne von etwa guter ,rinde4 ,als dann die verhaten fremden ,eindringlinge1 die ,spanier1 die so grausam gegen das ,herrscherhaus der ,inkas verfuhren1 das ,land besetzten1 wurde ihnen zunchst das ,geheimnis1 das brigens nur in einem beschrnkten ,gebiet der engeren ,heimat des ,fieberrindenbaumes1 nmlich in der ,gegend von ,loxa im sdlichsten ,teil von ,ekuador1 bekannt war1 nicht verraten4 ,erst #afcj wurde die ,chinarinde durch die ,vermittlung eines ,jesuiten1 der sich durch seine ,leutseligkeit das ,vertrauen und die ,liebe der ,eingeborenen zu erwerben wute1 den ,spaniern im ,innern von ,peru bekannt4 ,der erste ,weie1 der damit vom ,wechselfieber soll geheilt worden sein1 war der ,corregidor oder ,oberrichter -- eine ,art vom ,knig eingesetzter ,verwalter -- der ,stadt ,loxa1 ,don ,juan ,lopez de ,canizares4 ,die cascara 7,rinde7 de quinaquina de ,uritusingu empfahl er bei seinen ,bekannten weiter und durch seine ,vermittlung wurde im ,jahre #afch die ,gemahlin des ,vizeknigs von ,peru1 ,grfin ,anna de ,chinchon 7sprich ,tschintschon71 damit von einem hartnckigen ,wechselfieber geheilt4 ,ihr zu ,ehren wurde dann #agdb der ,fieberrindenbaum durch ,karl von ,linn ,cinchona -- eigentlich sollte es ,chinchona heien -- genannt4 ,nach ihrer ,genesung lie die ,grfin grere ,mengen der so vortrefflich das ,fieber bekmpfenden ,rinde aus ,loxa kommen und verteilte sie bei den ihr bekannten ,malariakranken der ,stadt ,lima4 ,so kam dieses neue ,heilmittel als ,grfinnenpulver8 polvo de la condesa zunchst in ,perus ,hauptstadt in ,gebrauch4 #afdj brachte ,juan de ,vega1 der ,leibarzt des ,grafen ,chinchon1 das erste ,pfund der ,rinde nach ,sevilla in ,spanien4 ,illustration3 ,tafel #aca4 7,phot4 ,vincenti1 ,daressalam47 ,ein ,saatbeet fr junge ,chinabume in ,deutsch-,ostafrika4 ,illustration3 ,tafel #acb4 ,ein ,kussobaum in der ,landschaft ,schoa in ,abessinien4 7,nach ,photogr4 von ,f4 ,rosen in ,karsten u4 ,schenck1 ,vegetationsbilder847 ,illustration3 ,chinabume 7,cinchona succirubra7 auf ,lembang in ,java4 ,in der ,folge waren es besonders die ,jesuiten1 die sich des eintrglichen ,handels mit der ,chinarinde bemchtigten1 weshalb sie in ,spanien als ,jesuitenpulver1 polvo de los jesuitos1 bekannt wurde4 ,bis zum ,jahre #ahaa war ja der ganze ,handel mit den spanischen ,kolonien durch das ,mutterland monopolisiert4 ,in ,sevilla befand sich die berhmte1 #aejc gegrndete casa de contractacion de ,indias1 eine zugleich verwaltende und richterliche ,funktionen ausbende ,behrde1 die dem #aeaa eingesetzten ,rate von ,indien unterstellt war und die oberste ,aufsichtsbehrde fr den amerikanischen ,handel bildete4 ,kein ,schiff durfte nach ,amerika absegeln oder1 von dorther kommend1 in ,europa landen1 ohne von den ,beamten der casa besichtigt und mit der erforderlichen ,erlaubnis versehen worden zu sein4 ,jeder spanische ,kapitn1 er mochte auslaufen wo er wollte1 durfte seine ,rckfahrt aus ,amerika nur ber ,sevilla nehmen4 ,im ,jahre #aebi erhielten auch verschiedene andere ,stdte die ,erlaubnis1 ,schiffe nach den ,kolonien zu senden1 aber den ,rckweg muten alle ber ,sevilla nehmen1 um die ,revision durch die ,beamten der casa zu bestehen4 ,dieses ungeheure1 aber fr den ,handel uerst hemmende ,vorrecht besa ,sevilla bis zum ,jahre #agbj1 in welchem ,cadix an seine ,stelle trat1 weil im ,laufe der ,zeit der ,guadalquivir durch ,versandung so verflacht war1 da ihn grere ,schiffe nicht mehr befahren konnten4 ,durch die ,monopolisierung und den hohen ,eingangszoll kam die pulverisiert eingefhrte ,chinarinde1 die sich in ,spanien bald groer ,beliebtheit als ,heilmittel gegen die ,malaria zu erfreuen hatte1 sehr hoch zu stehen1 so da sich nur die ,reichen ihrer bedienen konnten4 ,kostete doch noch lange nach #afej das ,pfund derselben nicht weniger als #djj ,mark4 ,schon #afdb empfahl sie ,barba1 ,professor der ,medizin in ,valladolid4 #be ,jahre spter war sie in den greren ,stdten ,europas bekannt und geschtzt4 ,zu dieser raschen ,verbreitung der quinaquina trug namentlich die rhrige ,ttigkeit des ,generalprokurators des ,ordens ,jesu1 des ,kardinals de ,lugo1 viel bei1 der in ,rom den ersten ,stapelplatz des aus ,sdamerika neu eingefhrten ,heilmittels errichtete4 ,auf seiner ,durchreise empfahl er das ,mittel in ,paris dem hchst einflureichen ,kardinal ,mazarin gegen die ,malaria1 an der ,ludwig ,,xiv4 litt4 ,und als dieser davon geheilt wurde1 wollte bald jedermann1 dessen ,geldbeutel sich diesen ,luxus leisten konnte1 von der so wunderbar schnell vom ,fieber befreienden pulverisierten ,rinde ,gebrauch machen4 #afec war sie in ,antwerpen1 #afee in ,london1 #affc in ,knigsberg1 #affi in ,leipzig und ,frankfurt am ,main zu kaufen1 doch kostete ein ,quentchen#a1ff g #ej ,kreuzer1 d4 h4 den zwlffachen ,preis des ,opiums und den fnfundzwanzigfachen des ,kampfers4 ,als ,geheimmittel konnte sie noch #afgi der englische ,arzt ,robert ,talbot ausnutzen1 der in jenem ,jahr dieses ,fieber vertreibende ,arcanum ,ludwig ,,xiv4 fr #bjjj ,louisdor und eine ,leibrente verkaufte4 ,die erste rohe ,beschreibung und eine allerdings sehr unvollkommene ,abbildung der ,pflanze gab ,blegny4 ,genauere ,angaben ber die ,herkunft und ,gewinnung der ,droge verdanken wir dem ,franzosen ,la ,condamine1 der von #agcf-agdd ,peru bereiste1 #agcg bei ,loxa die ,cinchona officinalis sammelte und #agdj eine ausfhrliche ,beschreibung nebst ,abbildung der ,pariser ,akademie der ,wissenschaften vorlegen lie4 #agci fand dann ,j4 de ,jussieu ebenfalls bei ,loxa die spter als ,cinchona pubescens bezeichnete ,art4 #agfj wurde der ,botaniker ,mutis und #aggg ,ruiz und ,pavon vom spanischen ,ministerium mit der genaueren ,erforschung des ,chinabaums beauftragt4 ,ersterer beobachtete um die peruanische ,stadt ,bogota herum #d verschiedene ,cinchonaarten und letztere1 die nach eingehendem ,studium von ,peru und ,chile erst #aghh nach ,spanien zurckkehrten1 beschrieben #agic deren nicht weniger als #aa ,arten4 #ahaj stellte der ,apotheker ,gomez in ,lissabon eine amorphe ,masse aus der ,chinarinde dar1 in welcher #ahbg die beiden ,franzosen ,pelletier und ,caventou die zwei ,alkaloide ,chinin und ,cinchonin nachwiesen4 ,seit dieser ,zeit wurden aus den ,chinarinden noch eine ,anzahl anderer ,alkaloide neben ,suren1 einem bittern ,glykosid ,chinovin und dem ,chinarot dargestellt4 ,die ,chinarinde wird von verschiedenen nahe miteinander verwandten prchtigen immergrnen ,bumen der zu den ,rubiazeen oder ,krappgewchsen gehrenden ,gattung ,cinchona gewonnen4 ,die ursprnglich allein verwendete gelbe ,chinarinde von ,loxa stammt von der hauptschlich in ,ekuador wachsenden ,cinchona officinalis1 deren in ,bolivia heimische ,variett ,c4 ledgeriana heute besonders auf ,java1 ,ceylon und in ,britisch ,indien kultiviert wird4 ,sonst wird zur ,gewinnung von ,chinin zurzeit namentlich auch die in ,peru und ,bolivia heimische ,c4 calisaya gepflanzt1 die die gelbe ,knigsrinde -- so genannt weil sie als die beste erkannte ,art frher fr den spanischen ,hof in ,madrid bestimmt war -- in starken ,platten oder ,rhren mit dunkler1 tiefrissiger ,borke liefert4 ,auerdem ist die von ,ruiz und ,pavon beschriebene1 in ,nordperu und dem sdlichen ,ekuador wachsende ,c4 succirubra 7d4 h4 rotsaftige ,cinchona7 mit rtlicher ,rinde sehr beliebt1 ebenso die von denselben ,autoren geschilderte ,c4 micrantha 7d4 h4 kleinbltige ,cinchona71 deren schn gelbe ,rinde als ,huanacorinde in den ,handel gelangt4 ,die bei weitem alkaloidreichste ,chinarinde liefert die in den bolivianischen ,provinzen ,enquisivi1 ,yungas1 ,larecaja und ,caupolican und in der sdperuanischen ,provinz ,carabaya zwischen #aejj und #ahjj m ,seehhe wachsende ,c4 ledgeriana1 so genannt1 weil zuerst am ,rio ,mamore in ,bolivia mit ,hilfe des ,indianers ,manuel ,juera ,mamani durch den ,englnder ,charles ,ledger #ahfe gesammelte ,samen von ,bolivia der englischen und hollndischen ,regierung gesandt wurden1 welch letztere sie auf ,java anpflanzen lie1 whrend erstere damit ,kulturen in ,ceylon und ,indien beschickte4 ,dieser dickstmmige1 hohe ,chinabaum mit ausgebreiteter1 reichbelaubter ,krone hat schmalelliptische1 unterseits rote1 fast lederartige1 kahle ,bltter1 kleine1 gelbliche1 nickende ,blten in ,rispen und kreisfrmige1 braune ,fruchtkapseln1 die zahlreiche kleine1 geflgelte ,samen enthalten4 ,ebenfalls bis ber #be m hoch1 bei einem ,stammdurchmesser von fast einem ,meter an seinem ,grunde1 wird der ,erzeuger der gelben ,knigsrinde ,c4 calisaya mit #h-ae cm langen1 eifrmigen ,blttern mit rtlichen ,blattstielen und ,mittelrippen und beinahe doldentraubigen ,bltenrispen von fleischroten1 weichhaarigen1 wohlriechenden ,blten4 ,groe1 saftiggrne1 kurz behaarte1 breitelliptische ,bltter und groe ,rispen #b cm langer1 innen kurz behaarter1 rosenroter1 hnlich den ,syringen duftenden ,blten mit fnfzipfliger ,blumenkrone besitzt der rotsaftige ,chinabaum1 ,c4 succirubra4 ,beim ,austritt aus der ,knospe sind die jungen ,bltter purpurrot gefrbt1 und an dieser ,farbe gibt sich der die brigen ,waldbume meist berragende ,chinabaum oft weithin zu erkennen4 ,die ,rinden der vorzugsweise die ,ostabhnge der ,anden des nrdlichen ,sdamerika zwischen #aj nrdlicher und #ai sdlicher ,breite 7die besten ,arten gedeihen von #g nrdlicher bis #ae sdlicher ,breite7 in #ajjj-cdjj m ,hhe bewohnenden ,chinaarten wurden von besonderen1 ,cascarilleros genannten ,sammlern aus den ,wldern geholt4 ,unter einem ,majordomo zogen sie in die ,chinagebiete und suberten zunchst an den von ihnen entdeckten ,bumen mit einem sbelartigen ,messer1 dem machete1 die ,stmme von allen ,lianen und berpflanzen4 ,dann entfernten sie die wertlose ,borke und schnitten ,lngs- und ,querrisse in die ,rinde1 um diese in groen ,stcken abzulsen4 ,zuletzt wurde der ,baum gefllt1 um auch die dickeren ste und dnneren ,zweige von der ,rinde zu befreien1 die mglichst rasch an ,ort und ,stelle meist ber einem gelinden ,feuer getrocknet wurde4 ,zu diesem ,zwecke wurden leichte ,htten errichtet1 auf deren ,boden ein mglichst rauchloses ,feuer aus trockenem ,holz unter ,hrden von ,palmblattstielen1 auf denen die hufig zu wendenden ,rinden aufgeschichtet waren1 entzndet wurde4 ,dabei mute zu starkes ,feuer vermieden werden1 weil durch eine hohe ,temperatur die wirksamen ,bestandteile der ,rinde zersetzt werden4 ,nach sptestens vier ,wochen waren auch die dickeren ,rindenstcke gengend getrocknet1 um als haltbare ,ware in den ,handel zu gelangen4 ,obschon in spterer ,zeit den ,cascarilleros vorgeschrieben war1 dort1 wo sie einen ,chinabaum gefllt hatten1 einige ,stecklinge der ,pflanze in den ,boden zu stecken1 so nahm doch mit der ,zeit der ,betrag der jhrlichen ,ernte dermaen ab1 da man mit ,sorgen der ,zukunft entgegensah2 denn bei dem nicht eigentlich massenhaften ,auftreten der ,cinchonen und ihrer rcksichtslosen ,ausbeutung erwuchs die berechtigte ,befrchtung der gnzlichen ,ausrottung dieser kostbaren ,bume4 ,zuerst machte der ,deutsche ,wedell die ,kulturmenschheit auf den ,schaden des fortgesetzten ,raubbaues aufmerksam1 und der ,straburger ,botaniker ,fe wies bald darauf auf die ,wichtigkeit der ,kultur der ,chinabume1 um zur wirksamen ,bekmpfung der ,malaria das aus ihrer ,rinde gewonnene ,chinin zu einem mglichst billigen ,preise in den ,handel bringen zu knnen4 ,zwischen #ahcj und #ahdi beschftigten sich hollndische ,botaniker wiederholt mit dem ,gedanken der ,kultur der ,chinabume in den ,hochtlern der sdamerikanischen ,anden4 ,dieser ,anregung ist es zweifellos zuzuschreiben1 da ,jesuiten in der peruanischen ,stadt ,cuzko1 der einstigen ,residenz der ,inkas1 #ahdi junge ,chinapflanzen nach ,zweigniederlassungen ihres ,ordens in ,algier sandten4 ,hier aber gediehen die ,kinder des ,hochgebirges nicht1 und auch #ahej und nochmals #ahff bewerkstelligte ,nachsendungen aus ,peru blieben erfolglos4 ,nachdem auch ,la ,condamines ,bemhungen1 lebende ,cinchonen nach ,europa zu bringen1 miglckt waren1 gelang es dem vorhin genannten ,wedell1 wenigstens ,samen herbeizuschaffen1 die in ,paris keimten4 ,damit auf der ,insel ,runion vorgenommene ,akklimatisationsversuche brachten aber keinen nennenswerten ,erfolg4 ,glcklicher bei der bertragung der so wichtigen ,arzneipflanze waren die ,hollnder1 die das ,gelingen des fr die ,menschheit so beraus wichtigen ,problems der ,ansiedelung von ,chinabumen in ihren indischen ,kolonien in erster ,linie den unablssigen ,bemhungen des hollndischen ,ministers ,pahud1 namentlich von der ,zeit an1 da er ,generalgouverneur von ,java wurde1 zu verdanken haben4 ,auf ,veranlassung des deutschen ,botanikers ,miquel1 des ,bruders des einstigen preuischen ,finanzministers1 wurde #aheb der ,deutsche ,j4 ,k4 ,hakarl zur ,gewinnung des erforderlichen ,kulturmaterials nach ,peru gesandt4 ,oftmals vom ,tode bedroht1 gelang es ihm nach berwindung groer ,gefahren und zahlloser ,schwierigkeiten #ahed in #ba ,wardschen ,kulturksten eine ,menge von jungen ,chinapflanzen nach ,java einzuschiffen4 ,auch in ,europa wurden mittlerweile in den botanischen ,grten von ,paris und ,leiden ,chinapflanzen aus ,samen gezchtet1 die ebenfalls ihren ,weg nach ,java nahmen4 ,dort fhrte von #ahee an der in hollndischen ,diensten stehende ,deutsche ,franz ,wilhelm ,junghuhn 7#ahai-ahfd7 die ,bepflanzung mit ,chinabumen in groem ,mae durch1 so da er den ,bestand von #adi ,pflanzen auf ber #a ,million erhhte4 ,im ,jahre #ahgf besaen die ,hollnder auf ,java bereits ber #b ,millionen ,cinchonen und seither haben die ,chinaanpflanzungen auf jener ,insel eine solche ,ausdehnung gewonnen1 da sie heute etwa #hj ,prozent der gesamten ,weltproduktion von ber #aj ,millionen kg ,chinarinde liefern4 ,erst in weitem ,abstand folgt auf ,java ,ostindien mit einer jhrlichen ,produktion von nicht ganz #a ,millionen kg ,chinarinde1 an welchem ,betrage ,ceylon blo mit einem ,sechstel beteiligt ist4 ,die ,anregung zu diesem ,unternehmen gab ,royle der englisch-ostindischen ,handelsgesellschaft1 wobei er die ,nilagiris oder ,blauen ,berge an der ,malabarkste als besonders geeignet fr die ,kultur dieses sdamerikanischen ,gebirgsbaumes empfahl4 ,die ersten ,versuche damit hatten einen wenig befriedigenden ,erfolg4 ,erst als der mit den ,verhltnissen in ,peru und ,bolivia vertraute ,markham durchsetzte1 da man den in ,ekuador sammelnden ,botaniker ,spruce mit der ,gewinnung des ,samens der rotsaftigen ,art beauftragte1 blhte die ,chinakultur in ,indien seit #ahei1 besonders durch ,spruces ,begleiter1 den ,grtner ,cro1 gefrdert1 sehr schnell auf4 ,die ,hauptplantagen wurden nun in ,utakamund auf den ,blauen ,bergen und seit #ahfa auf ,ceylon zum ,teil in einer ,hhe von #bfjj m angelegt4 ,hier sowohl1 wie in ,java1 vermochte man nach und nach bessere ,vermehrungsarten ausfindig zu machen und besonders chininreiche ,arten heranzuzchten4 #ahfg kamen die ersten in ,indien gewachsenen ,rinden auf den ,londoner ,markt und #ahgj die ersten javanischen ,rinden nach ,amsterdam4 ,der indische ,export stieg dann dermaen1 da im ,jahre #ahhf ,ceylon allein gegen #g ,millionen kg nach ,london lieferte4 ,da aber sank der ,preis des ,chinins so sehr1 da die ,chinaplantagenbesitzer ,ceylons es vorzogen1 die ,chinabume1 deren im ,jahre #ahhb noch #ij ,millionen sollen gestanden haben1 abschlagen zu lassen und das betreffende ,land zur ,teekultur zu verwenden4 ,noch im ,mai #ahgj kostete das ,kilogramm schwefelsaures ,chinin #ede ,mark1 dann sank der ,preis1 zuweilen wieder etwas ansteigend1 im ,juni #ahhi auf #ca ,mark4 ,an diesem starken ,preisabschlag war nicht sowohl die groe ,produktion von ,chinarinde schuld1 als vor allem die durch die ,auffindung zahlreicher1 das ,fieber herabsetzender chemischer ,stoffe1 wie ,antipyrin1 ,antifebrin usw41 bewirkte ,ersetzung des ,chinins durch ,surrogate4 ,einzig als ,spezifikum gegen ,malaria und teilweise als ,heilmittel gegen ,keuchhusten ist das ,chinin heute noch allein in ,frage kommend und deshalb von ungeheurem ,werte fr die ,menschheit1 so da die ,kultur des ,chinarindenbaumes nach wie vor von der grten ,wichtigkeit fr die ,weltwirtschaft ist4 ,so hat man den ,chinarindenbaum seit #ahfe erfolgreich auf ,runion1 ,mauritius1 ,madagaskar1 ,teneriffe und seit #aijj und #aijb von ,java aus auch in ,kamerun angepflanzt4 ,der anfnglich 7#ahfh7 gute ,resultate aufweisende ,anbau auf ,st4 ,helena ging infolge ,vernachlssigung zugrunde4 ,in ,dardschiling in ,sikkim1 wo der ,chinabaum #ahfb eingefhrt wurde1 wie auch in ,neuseeland und ,australien1 wohin der ,anbau desselben #ahfb beziehungsweise #ahff gelangte1 hat die ,cinchonenkultur keinerlei ,bedeutung erlangt4 ,die ,bume lieben ein wechselvolles1 feuchtes ,klima und eine mittlere ,temperatur von #ab-bj ,c4 ,diese klimatischen ,verhltnisse finden sie in den ,tropen besonders in einer ,hhe von #afjj-bdjj m4 ,dort wachsen sie1 dem ,charakter jener ,gebiete entsprechend1 meist zerstreut1 hchstens da und dort zu kleinen ,gruppen vereinigt4 ,veranlat durch die groe ,konkurrenz der sdasiatischen ,kulturen sind neuerdings auch im ,heimatlande der ,cinchonen1 von ,kolumbia bis nach ,bolivia1 ,chinaanpflanzungen angelegt worden und wird der rationellen ,gewinnung der ,rinde erhhte ,aufmerksamkeit geschenkt4 ,in allen ,plantagen nutzt man die ,kulturbume viel planmiger aus als frher die wildwachsenden ,bume4 ,dabei beobachtet man ein doppeltes ,verfahren4 ,entweder richtet man den ,niederwaldbetrieb ein1 indem man die ,bume #f-h ,jahre alt werden lt und sie dann etwa #ae cm ber dem ,boden abschlgt4 ,hierauf entsteht ein krftiger ,stockausschlag1 mit dem man nach #e-h ,jahren in gleicher ,weise verfhrt4 ,oder man zieht den lebenden ,bumen etwa #d cm breite ,rindenstreifen der ,lnge nach ab4 ,die ,wunden werden dann sorgfltig mit einem ,schutzmittel -- meist ,moos oder ,lehm -- bedeckt1 unter welchem eine merkwrdigerweise noch alkaloidreichere ,rinde erzeugt wird4 ,eine weitere ,art der ,gewinnung besteht im ,abschlen der ,rinde mit scharfen ,schabeisen bis auf das ,kambium1 das dann neue ,rinde erzeugt4 ,deutschland mit seinen vier sehr bedeutenden ,chininfabriken bezieht die ,hauptmasse der ,chinarinde aus ,java ber ,amsterdam und nur einen kleinen ,teil ber ,london und aus ,peru direkt1 um aus ihr ,chinin zu gewinnen4 ,doch wird neuerdings das meiste ,chinin auf ,java und in ,indien in inmitten der ,pflanzungen gelegenen ,fabriken gewonnen1 so da die ,einfuhr der ,rinde nach ,europa immer mehr zurckgeht und keinen ,mastab mehr fr den ,konsum abgibt4 ,deutschlands ,einfuhr betrug im ,jahre #aijf #cfghjjj kg im ,wert von #dghajjj ,mark4 ltere ,rinden weisen einen hheren ,alkaloidgehalt auf als jngere1 ,stammrinden mehr als ,zweigrinden1 und zwar bei kultivierten ,pflanzen in weit hherem ,mae als bei wildgewachsenen4 ,in jungen ,organen sind die ,alkaloide im ,zellsaft gelst1 in lteren in festem1 amorphem ,zustand in der ,zelle1 oft in gerbsaurer ,verbindung1 abgelagert4 ,oxalsauren ,kalk fhrende ,zellen enthalten niemals ,alkaloide4 ,im parenchymatischen ,gewebe der ,mittelrinde findet man bei den in ihrer ,heimat wildgewachsenen ,pflanzen nur etwa #b ,prozent ,alkaloide1 whrend es die kultivierten ,bume ,javas auf #aj-ag ,prozent daran bringen4 ,in europischen ,gewchshusern1 also unter ungnstigen ,bedingungen erzeugte ,rinden enthalten dagegen gar kein ,chinin1 das sonst bis zu #ac ,prozent darin enthalten sein kann4 ,daneben sind in den alkaloidreichsten ,rinden bis #d ,prozent ,chinidin1 bis #h ,prozent ,cinchonidin1 bis #h ,prozent ,chinasure1 #b-c ,prozent ,chinagerbsure und #b ,prozent des bittern ,glykosids ,chinovin enthalten4 ,das wichtigste ,alkaloid1 das ,chinin1 besitzt antipyretische und antiseptische ,wirkung und ist ein spezifisches ,gift fr die im ,blute der ,malariakranken kreisenden ungeschlechtlichen ,plasmodien besonders der ,tertiana und ,quartana1 weniger greift es die ,erreger des bsartigen tropischen ,fiebers an und ist nur gegen die ,geschlechtsformen der letzteren ganz unwirksam4 ,solange frher die offizinellen ,chinarinden in ,sdamerika von wildwachsenden ,pflanzen gewonnen wurden1 waren meist durch wertlose ,rinden verwandter ,gattungen vorgenommene ,verflschungen hufig4 ,jetzt kommen solche nur noch selten vor1 da blo ,rinden kultivierter ,pflanzen ,sdasiens von den ,arzneiverordnungen zugelassen werden4 ,im allgemeinen kommt das ,chinin allein den ,chinabumen zu4 ,einzig die den ,cinchonen verwandte1 in ,venezuela und ,kolumbia wachsende ,remijia purdieana enthlt auch ,chinin1 und zwar bis zu #b ,prozent4 ,ebenfalls als ,fiebermittel und ,stomachicum wie die ,chinarinde wird die von einer bis #f m hohen1 in ,westindien1 besonders den ,bahamainseln und ,kuba1 heimischen ,wolfsmilchart1 ,croton eluteria1 gewonnene ,cascarillrinde verwendet4 ,cascarilla heit im ,spanischen kleine ,rinde4 ,anfnglich 7#afdj7 hielt man diese schon damals gegen ,ruhr und ,fieber angewandte ,rinde fr eine kleine ,form der ,chinarinde2 daher jener ,name4 ,zu ,ende des #ag4 ,jahrhunderts wurde sie in ,deutschland als ,china nova oder ,cortex eluterii bekannt4 ,sie kommt in rhrenfrmigen ,bruchstcken von graugelber bis brauner ,farbe1 eigenartig aromatischem ,geruch und unangenehm bitterem ,geschmack in den ,handel und enthlt auer dem ,bitterstoff ,cascarillin #ae ,prozent ,harz1 ,gerbstoff und therisches l4 ,noch weniger wichtig als sie ist die einst als ,ruhrmittel benutzte ,simarubarinde1 die von ,simaruba officinalis1 einem stattlichen1 in ,franzsisch-,guiana und ,nordbrasilien heimischen ,baum gewonnen wird4 ,heute kaum mehr gebraucht1 kam die ,rinde #agac als ,mittel gegen blutige ,diarrhoen aus ,cayenne nach ,paris2 #agah wurde sie daselbst gegen die damals epidemisch herrschende ,ruhr angewandt4 #agbc brachte ,barrre eine grere ,menge der ,droge nach ,europa und gab #agda eine genauere ,beschreibung der ,stammpflanze4 ,die frheste ,nachricht ber letztere scheint von ,desmarchais aus dem ,jahre #agbh zu stammen1 wobei er schon von ,simaruba oder bois amer spricht4 #agge gab dann der ,apotheker ,aublet eine weitere eingehende ,beschreibung der ,pflanze unter dem ,namen ,simaruba amara4 ,der jamaikanische ,baum wurde #aggb von ,wright entdeckt und ein ,jahr spter von ihm als ,quassia simaruba beschrieben4 ,die gelbbraune1 geruchlose1 stark bitter und etwas schleimig schmeckende ,rinde der dicken ,wurzeln1 die meist ber ,ciudad ,bolivar am ,orinoko1 der vormals ,angostura 7weil an einem ,engpa gelegen7 genannten ,hauptstadt von ,venezuela1 in den ,handel gelangt1 enthlt ein benzoartig riechendes l1 ,harz1 ,gerbstoff und einen kristallisierbaren ,bitterstoff4 ,ebenso wie diese heute auer ,gebrauch gekommen ist die nach demselben ,verschiffungsort als ,angosturarinde bezeichnete stark bittere ,wurzelrinde des im nrdlichen ,sdamerika heimischen1 #bj-be m hohen1 immergrnen ,baumes ,galipea officinalis 7nach dem ,indianerstamme der ,galiponen so genannt7 aus der ,familie der ,terebinthineen oder ,balsamgewchse1 die frher als ,heilmittel gegen ,wechselfieber berhmt war4 ,im ,gegensatz zu dieser echten bezeichnete man die ,rinde des in ,sdasien heimischen ,brechnubaumes 7,strychnos nux vomica7 als falsche ,angosturarinde4 ,sie ist schwrzlich aschgrau1 schmeckt sehr bitter und wurde zu ,ende des #ah4 und zu ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts der auer als ,fiebermittel auch als ,heilmittel gegen ,ruhr angewandten echten ,angosturarinde beigemischt4 ,heute werden von dem in ganz ,indien1 ,siam1 ,kochinchina und ,nordaustralien heimischen niederen ,baum mit orangehnlichen1 etwa #d-e cm langen1 graugelben ,frchten nur die in einem sehr trockenen1 gallertartig weichen ,fruchtfleisch eingebetteten scheibenfrmigen1 am ,rande verdickten1 #b1e cm breiten und #j1e cm dicken1 graugrnlichen1 mit seidenglnzenden1 in radialer ,ausstrahlung angedrckten ,haaren dicht besetzten ,samen als ,krhenaugen oder ,brechnsse medizinisch verwendet4 ,sie enthalten bis zu #e ,prozent der sehr giftigen ,alkaloide ,strychnin und ,brucin1 beide annhernd zu gleichen ,teilen1 doch ist das ,strychnin meist in etwas geringerer ,menge vorhanden4 ,sie sind in der ,pflanze an die ,igasur- oder ,strychnossure gebunden4 ,weitere ,bestandteile sind ,eiwei1 ,zucker1 ,fett1 ,gerbsure und in geringen ,mengen ein ,loganin genanntes ,glykosid4 ,wenn auch die giftigen ,glykoside im hornigen ,nhrgewebe der ,samen in grter ,menge vorhanden sind1 so ist doch die ganze ,pflanze damit getrnkt2 gleichwohl soll der ,inhalt der ,frchte von ,vgeln unbeschadet genossen werden4 ,die ,giftwirkung beruht vorzugsweise auf dem ,strychnin1 das tetanische ,krmpfe bewirkt und zuerst die ,atmungsmuskeln1 dann auch die brigen1 mit vorwiegender ,beteiligung der ,strecker1 in ,starrheit versetzt1 so da rasch der ,tod durch ,erstickung eintritt4 ,in kleinen ,dosen erhht es den ,tonus der ,muskeln und ,nerven2 deshalb wird es mit gutem ,erfolg bei ,lahmheit der ,muskeln1 namentlich der ,darmmuskulatur1 gegeben4 ,die reifen1 von wildwachsenden ,bumen gesammelten und getrockneten ,samen kommen meist aus ,indien nach ,london auf den ,markt4 ,aus ihnen stellt man auer ,extrakten und ,tinkturen das ,strychnin dar1 mit dem man die schdlichen ,raubtiere vermittelst ,kder vergiftet4 ,in ,sdasien war die ,giftwirkung der ,brechnsse schon lngst bekannt2 auch wurden sie dort in frherer ,zeit zur ,herstellung eines ,pfeilgiftes1 daneben auch als ,betubungsmittel benutzt4 ,so sollen sie nach ,royle im ,ayur veda ,charakas als ,narkotikum des indischen ,arzneischatzes erwhnt werden4 ,in ,europa wurden sie durch ,vermittlung der ,araber gegen ,ende des #ae4 ,jahrhunderts in den ,arzneischatz eingefhrt2 als solche fhrt sie ,brunfels #aeca unter dem ,namen nux vomica an4 ,zuerst finden wir sie um #aejj als ,kraen ,eugeln im ,inventar der ,apotheke zu ,zwickau angefhrt4 #aebj und #aeba werden sie als nux vomica neben nux indica 7,kokosnu7 in der ,arzneitaxe von ,annaberg erwhnt4 #aefa gab ,valerius ,cordus eine sehr gute ,beschreibung der ,samen1 die er irrtmlich fr ,frchte hielt4 ,auch ,bauhin und ,gesner berichten von ihnen2 doch waren sie noch im #ag4 ,jahrhundert wenig verbreitet und kaum je als ,arznei gebraucht4 ,als solche fanden sie erst von #aggj an ,verwendung4 ,das in ihnen und in anderen ,strychnosarten enthaltene ,strychnin wurde nicht zuerst in ihnen1 sondern #ahai und #ahbd von ,caventou in den einst ebenfalls offizinellen ,ignatiusbohnen nachgewiesen4 ,dieselben stammen von einem ebenfalls zur ,familie der ,loganiazeen gehrenden ,schlingstrauch der ,philippinen 7,strychnos ignatii71 den der ,jesuit ,camelli #afii als erster ,europer kennen lernte und nach dem ,stifter seines ,ordens1 ,ignatius ,loyala1 ,ignatiusstrauch nannte1 und enthalten fast dieselben ,bestandteile wie die ,brechnsse4 ,frher wurden sie besonders gegen ,wechselfieber und ,epilepsie gebraucht4 ,ein naher ,verwandter desselben ist der sich an den hohen ,waldbumen der ,insel ,java emporschlingende1 #be-cb m lange ,upasstrauch 7,strychnos tieut71 aus dessen ,wurzelrinde die ,eingeborenen durch ,auskochen mit ,wasser und nachherigem ,eindicken zu ,sirupkonsistenz ihr beraus gefrchtetes ,pfeilgift herstellen1 das ebenfalls ,strychnin als ,hauptbestandteil enthlt und sehr rasch den ,tod des damit getroffenen ,tieres herbeifhrt4 ,gleicherweise bereiten die ,indianer ,venezuelas aus der ,rinde des sich um andere ,urwaldbume schlingenden ,curarestrauches 7,strychnos crevauxii1 nach dem #ahhb als ,forschungsreisender in ,sdamerika ermordeten franzsischen ,arzte ,crevaux so genannt7 ihr nicht minder wirksames ,pfeilgift1 das die ,enden der motorischen ,nerven lhmt1 die ,tiere so bei erhaltenem ,bewutsein lhmt und durch ,lhmung der ,atmungsmuskeln rasch den ,tod herbeifhrt4 ,deshalb wird es vielfach bei physiologischen ,untersuchungen benutzt1 wobei man die ,tiere1 wenn ntig1 durch knstliche ,atmung am ,leben erhlt2 doch ist dies bei kleineren ,dosen durchaus nicht ntig4 ,im ,gegensatz zu diesem ,curarin1 das die motorischen ,muskeln lhmt1 steht das ,strophantin1 das die ,zusammenziehbarkeit der ,muskeln1 besonders des ,herzmuskels steigert1 und deshalb bei ,schwchezustnden des ,herzens vielfach als ,ersatz der langsamer wirkenden und die ,verdauungsorgane mehr angreifenden ,digitalis gegeben wird4 ,als eines der strksten ,herzgifte1 die es gibt1 wird es in seiner ,heimat1 ,westafrika1 vielfach auch als ,pfeilgift benutzt4 ,sein ,erzeuger ist ein holziger ,kletterstrauch ,oberguineas aus der ,familie der ,apocynazeen oder ,hundsgiftgewchse -- zu denen u4 a4 auch unser ,oleander gehrt -- 7,strophantus hispidus71 der sich an den hchsten ,bumen des ,urwalds emporwindet und kreuzgegenstndige1 breitelliptische1 rauhhaarige ,bltter1 gelbe ,blten mit lang herabhngenden ,blumenblattspitzen und #cj cm lange1 an beiden ,enden zugespitzten ,krbissen mit tief gefurchter ,oberflche hnliche ,fruchtkapseln -- meist zwei nebeneinander -- besitzt1 die bis #bjj ,samen enthalten4 ,letztere sind bis #ae mm lang und #c1e mm breit1 braun und etwas filzig behaart und dienen den ,eingeborenen vorzugsweise zur ,gewinnung von ,pfeilgift1 whrend eine ,abkochung der ,wurzeln und der ,rinde innerlich gegen ,malaria und ,dysenterie und uerlich zur ,behandlung von ,geschwren aller ,art1 auch des ,guineawurms1 dient4 ,wie ,strophantus hispidus von ,senegambien bis ,oberguinea wird in ,niederguinea und im ganzen ,kongogebiet der gleicherweise kletternde ,strophantus gratus bei allen ,negerdrfern in ,halbkultur angetroffen4 ,seine ,balgfrchte werden kurz vor der ,reifezeit gesammelt und bilden ein nicht unwichtiges ,handelsprodukt im ,verkehr der ,eingeborenenstmme1 indem diese aus den leuchtend gelben1 unbehaarten1 auerordentlich stark bitter schmeckenden ,samen ein sehr wirksames ,pfeilgift herstellen4 ,in gleicher ,weise werden in ,ostafrika die graugrnen1 weiseidig behaarten ,samen von ,strophantus kombe benutzt1 die heute in den deutschen ,apotheken ausschlielich offizinell sind4 ,die sie erzeugende ,liane wchst hauptschlich am ,sambesi und wird ebenfalls vielfach von den ,eingeborenen in ,halbkultur um ihre ,drfer gehalten4 ,schon ,david ,livingstone machte auf seinen ,forschungsreisen von #aheh-ahfd auf das ostafrikanische ,pfeilgift kombe und auf die den ,herzschlag verlangsamende ,wirkung desselben aufmerksam4 #ahfa ermittelte dann der englische ,konsul in ,zanzibar1 ,john ,kirk1 da dieses ,kombegift aus ,strophantussamen bereitet wird4 ,fagge und ,stevens1 spter ,fraser1 untersuchten dieses vom ,sambesi erhaltene ,kombegift und letzterer stellte #ahgb das ,strophantin dar1 dessen physiologische ,wirkung er auch klarlegte4 ,zugleich erkannte er die ,identitt dieses ,giftes mit dem #ahfd von ,plikan untersuchten westafrikanischen ,pfeilgift ine oder onage 7von den ,samen von ,strophantus gratus7 aus ,gabun4 #ahfg waren die ,samen als neues ,herzgift auf der ,pariser ,weltausstellung ausgestellt4 ,schon #ahjb beschrieb ,a4 de ,candolle den ,strophantus hispidus aus ,sierra ,leone4 ,von weiteren ,apocynazeen1 die als wichtige ,giftpflanzen bei den ,eingeborenen eine groe ,rolle spielen1 ist der ,odallam und die ,tanghinpflanze zu erwhnen4 ,an den ,ksten des ,indischen ,ozeans bis ,neuguinea wchst ersterer 7,cerbera odallam7 als hufige ,strandpflanze4 ,seine dicken1 fleischigen ste tragen ziemlich groe1 breitlanzettliche ,bltter und endigen in einer ,rispe stark duftender1 weier ,blten4 ,die ,frchte sind faustgroe1 dunkelgrn gefrbte ,steinfrchte1 in deren fleischiger ,schale ein uerst zhes ,netz eingebettet ist1 das mit seinem ,geflecht das ,eindringen von ,meerwasser zu den ,samen verhindern soll2 denn die ,frchte sind fr den ,transport mit den ,meeresstrmungen eingerichtet4 ,auf diese ,weise wird die ,pflanze ber alle ,ksten des ,indischen ,ozeans verbreitet4 ,noch viel giftiger als er ist die berchtigte ,tanghinpflanze 7,tanghinia venenifera7 von ,madagaskar1 deren ,frchte bei den ,gottesurteilen des dort lebenden ,malaienstammes der ,hova ,verwendung finden4 ,derjenige1 der im ,verdacht steht1 ein ,verbrechen begangen zu haben1 mu von der ,frucht genieen4 ,ist er schuldig1 so geht er daran zugrunde2 ist er aber unschuldig1 so erbricht er sie und kommt mit dem ,leben davon4 ,natrlich ist dabei die ,hand der ,zauberpriester im ,spiele1 die solchen1 die sie retten wollen1 zugleich ein ,brechmittel verabreichen4 ,in der europischen ,medizin haben diese beiden ,drogen noch keine ,verwendung gefunden1 wohl aber eine andere1 die bei den ,gottesurteilen der ,neger ,westafrikas eine nicht unwichtige ,rolle spielt1 nmlich die ,kalabarbohne4 ,ihr ,erzeuger ist die vom ,kap ,palmas bis ,kamerun heimische1 neuerdings auch in ,indien und ,brasilien eingefhrte1 mehr als #ae m emporsteigende ,leguminose ,physostigma venenosum mit holzigem ,stamm von #d cm ,dicke1 gefiederten ,blttern1 achselstndigen1 hngenden ,trauben von groen1 purpurroten ,blten und etwa #ad cm langen1 leicht zusammengedrckten ,hlsen1 die #a-c nierenfrmige1 schokoladenbraune1 glatte ,samen mit einer tiefen1 von erhabenen ,rndern umgebenen ,rinne enthalten4 ,diese sind sehr giftig1 wenn auch beinahe geruch- und geschmacklos4 ,wer von den ,eingeborenen der ,zauberei beschuldigt wird1 mu davon genieen4 ,stirbt er daran1 so ist er schuldig1 bricht er es aus1 so ist er unschuldig4 ,letzteres hngt natrlich auch wieder davon ab1 ob ihm die allmchtigen ,fetischpriester wohlwollen oder nicht4 ,ist ersteres der ,fall1 so bekommt er im geheimen ein ,brechmittel mit seiner ,dosis ,gift eingefhrt1 das bald seine ,wirkung tut und den ,schtzling des ,fetisches rettet4 ,die ,pflanze wurde #ahdj durch ,daniell bekannt1 #ahei beschrieb sie ,balfour1 und wenige ,jahre spter entdeckte ,fraser ihre eigentmliche arzneiliche ,wirkung4 ,diese beruht auf dem ,gehalt an dem ,alkaloid ,physostigmin ,eserin1 das farb-1 geruch- und geschmacklose ,kristalle bildet und direkt lhmend auf das ,zentralnervensystem1 zuerst das ,gehirn und dann das ,rckenmark1 wirkt4 ,da es schon in minimalen ,dosen eine starke ,zusammenziehung der ,pupillen bewirkt1 benutzen es die ,augenrzte1 um die nach ,atropineintrufelung entstandene ,pupillenerweiterung zu beseitigen1 auch als ,heilmittel bei ,augenkrankheiten4 ,daneben wird es bei ,erschlaffung des ,darmes mit ,kotstauung und gasiger ,auftreibung des ,leibes1 bei ,starrkrampf1 ,neuralgien1 ,epilepsie usw4 gegeben4 ,neben ,physostigmin ist in den ,kalabarbohnen noch das dem ,strychnin hnlich wirkende ,alkaloid ,calabrin und ein indifferentes ,physosterin enthalten4 ,von einer nahen ,verwandten dieser stammt die als ,ersatz der ,chinarinde gegen ,fieber #ahgh nach ,europa eingefhrte ,rinde des in ,argentinien heimischen ,quebracho 7sprich kebratscho7 7,aspidosperma quebracho74 ,es ist dies ein ,baum oder ,strauch aus der ,familie der meist ziemlich giftige ,vertreter aufweisenden ,apocynazeen oder ,hundsgiftgewchse mit sehr hartem ,holz1 dnnen1 hngenden ,zweigen1 kleinen1 stachlich zugespitzten1 brunlichgrnen ,blttern1 gelben ,blten und groen1 holzigen1 rundlichen ,fruchtkapseln4 ,die ,quebrachorinde enthlt sechs verschiedene ,alkaloide1 die der ,zusammensetzung nach einigen ,chinarindenalkaloiden hneln4 ,heute wird sie nur noch gegen ,asthma gebraucht4 ,hufigere ,verwendung in der ,arzneikunde finden die ,bltter der sdamerikanischen ,rutazee ,pilocarpus pinnatifolius und anderer verwandter ,arten4 ,diese ,rautengewchse aus der ,verwandtschaft der ,zitronen-1 ,orangen- und ,quassiabume ist ein in ,brasilien heimischer1 etwa #c m hoher ,strauch mit dicht rotgelb behaarten ,zweigen1 lederigen1 kurzgestielten1 unpaariggefiederten1 groen1 unterseits kurzhaarigen ,blttern1 dichten ,trauben mit kleinen grnen ,blten und einsamigen ,kapseln4 ,die ,bltter dieser ,art1 wie auch von ,pilocarpus jaborandi in ,nordbrasilien1 von ,p4 selloanus und ,p4 trachylophus in ,sdbrasilien und verschiedener anderer ,arten wurden von den ,indianern zum ,schweitreiben bei ,krankheiten1 wie auch als ,gegengift bei ,schlangenbissen unter dem ,namen ,jaborandi verwendet4 ,die erste ,kunde ber diese ,droge findet sich in der #afdh erschienenen ,historia naturalis ,brasiliae von ,piso und ,marcgraf2 doch machte sie erst der brasilianische ,arzt ,s4 ,continho in ,pernambuco #ahgc bekannt4 ,er bediente sich derselben als schweitreibendem ,mittel und sandte in jenem ,jahre ,proben der ,bltter zur ,prfung nach ,paris4 ,diese riechen beim ,zerreiben aromatisch1 schmecken scharf und enthalten als hauptschlich wirksame ,substanz das #ahge gleichzeitig von ,hardy und ,gerrard isolierte ,pilocarpin1 das die gesteigerte ,absonderung von ,schwei-1 ,speichel- und sonstigen ,drsen bewirkt1 neben ,pilocarpidin1 ,isopilocarpin1 dem atropinartig wirkenden ,jaborin und ,gerbstoff4 ,das ,jaborin des ,handels ist ein ,gemisch dieser letzteren mit einer ,spur ,pilocarpin4 ,der ,gehalt an freien ,alkaloiden betrgt in den ,jaborandiblttern durchschnittlich #j1ge ,prozent4 ,nur infolge ,beimengung minderwertiger ,sorten wird er geringer4 ,als ,surrogat werden verschiedene andere ,bltter von hnlicher ,wirkung verwendet1 auf die wir hier nicht eintreten wollen4 ,weit grere ,bedeutung haben in der modernen ,medizin die gleichfalls in ,sdamerika heimischen ,kokabltter erlangt1 aus denen das zur ,schmerzbetubung und zur ,anregung der seelischen und motorischen ,zentren der ,grohirnrinde in so reichem ,mae dienende ,cocain gewonnen wird4 ,seit ,urzeiten werden sie von den ,indianern der ,westkste ,sdamerikas als koka1 d4 h4 ,pflanze 7also ,pflanze par excellence7 -- von den ,spaniern coca geschrieben -- als ,anregungsmittel und zur ,vertreibung der ,mdigkeit whrend der ,ruhepausen zusammen mit etwas ungelschtem ,kalk oder der ,asche von ,chenopodium quinoa1 einer dort viel angepflanzten ,nhrfrucht aus der ,familie der ,melden1 gekaut4 ,dadurch wird eine reichliche ,absonderung grnen ,speichels bewirkt1 daneben aber ein ,gefhl der ,leichtigkeit1 eine lebhafte1 freudige ,aufregung bewirkt1 die es ermglicht1 ohne sprbare ,ermdung schwerbeladen die anstrengendsten ,mrsche ber die hchsten ,psse der ,anden zu bewltigen4 ,mig genossen haben die ,kokabltter keine schdliche ,wirkung1 nur in greren ,mengen und gewohnheitsmig gebraucht1 wirken sie lhmend und rufen einen als ,kokakachexie bezeichneten ,zustand hervor1 der sich durch ,abmagerung1 ,verfall der ,krperkrfte und ,herabsetzung aller geistigen ,ttigkeit bekundet4 ,da nun die ,peruaner schon sehr lange vor der ,entdeckung ihres ,landes durch die ,europer eine fr sie so wichtige ,pflanze fr heilig hielten und sie um ihre ,ansiedlungen herum kultivierten1 kann uns nicht wundern4 ,ihre ,bltter waren im ganzen ,lande sehr begehrt und galten als beliebtestes ,tauschmittel an ,stelle des ,geldes4 ,bei der ,eroberung ,perus unter ,francisco ,pizarro #aecb-aecc lernten die ,spanier dieses ,genumittel kennen1 wandten es aber selbst nicht an2 vielmehr verboten sie auf ,veranlassung der christlichen ,priester die ,kultur der ,pflanze4 ,nach wenigen ,jahren aber gestatteten sie dieselbe wieder2 denn der ,anbau dieser ,pflanze war seit den ltesten ,zeiten eine der ,hauptarbeiten der ,eingeborenen4 ,so kommt es1 da die ursprnglich wilde ,form derselben im ,lande fast nicht mehr gefunden wird4 ,der #a1e m hoch werdende ,kokastrauch mit bis #h cm langen und halb so breiten1 oben oliven- und unten graugrnen1 eifrmigen1 lederartigen1 kahlen ,blttern wird auer in ,peru und ,ekuador vorzugsweise in ,kolumbia an den stlichen ,abhngen der ,anden in einer ,hhe von #ajjj-bjjj m in ausgedehnten1 cocales genannten ,plantagen angepflanzt4 ,alle #b-c ,monate werden die reifen ,bltter1 die einen ,stich ins ,gelbliche zeigen1 bei trockenem ,wetter gesammelt und sofort getrocknet1 um dann fest in ,wollscke eingepret versandt zu werden4 ,da sie aber durch lngeren ,transport bis zur ,hlfte ihres ,gehaltes an wirksamer ,substanz einben1 werden sie vielfach schon an ,ort und ,stelle verarbeitet1 wobei #a kg trockene ,bltter #b g ,cocain geben4 ,so nannte ,niemann #ahfj das hchstens bis zu #a ,prozent in den ,kokablttern enthaltene wirksame ,alkaloid1 das ,gdicke #ahee zuerst entdeckt und ,erythroxylin genannt hatte4 #ahhd erst fhrten ,freund und ,koller das ,cocain als die damit bepinselten ,schleimhute unempfindlich machendes ,mittel in die ,heilkunde ein4 ,bald wurde es auch innerlich als ,ansthetikum der ,magenschleimhaut und die seelischen und motorischen ,funktionen des ,gehirns anregendes ,mittel gegeben und fhrte auch wie das ,morphin vielfach zu ,mibrauch4 ,mit dem beginnenden starken ,verbrauch der ,droge in der ganzen ,kulturwelt wurde der in den stlichen ,andengebieten ,perus und ,bolivias in den nie vom ,frost heimgesuchten warmen ,hochtlern bis dahin ausschlielich von den ,indianern kultivierte ,kokastrauch 7,erythroxylon coca7 nach ,westindien1 ,ostindien1 ,ceylon1 ,java1 ,australien1 ,zansibar und ,kamerun gebracht und dort im groen angepflanzt4 ,diese ,lnder versorgen nun auch den ,weltmarkt mit ihren ,produkten4 ,am ppigsten gedeiht der ,strauch in feuchten ,lagen2 doch gewinnen seine ,bltter in trockenen ,lagen an ,gte1 deshalb werden nur solche zum ,anbau ausgewhlt4 ,schon nach #b ,jahren geben sie vier ,ernten im ,jahr und bleiben bis zum #dj4 ,jahr ertragsfhig4 ,die ersten ,nachrichten von dieser ,pflanze datieren von #adii4 ,im ,jahre #aegj machte dann der spanische ,arzt ,nicolaus ,monardes nach seiner ,rckkehr aus ,sdamerika die ,wirkung des ,kauens der ,kokabltter1 die von ber acht ,millionen ,menschen im ,andengebiet tglich gebt wird1 in ,sevilla bekannt1 und ,joseph de ,jussieu sandte #agej die erste ,kokapflanze aus ,peru nach ,europa1 wo sie im ,jardin des plantes ,aufnahme fand4 ,ein narkotisches1 krampfstillendes ,harz liefert der indische ,hanf 7,cannabis indica74 ,es ist dies eine ,variett des in ,westasien heimischen gewhnlichen ,hanfes 7,cannabis sativa71 die nur im warmen ,ostindien dieses ,harz reichlich erzeugt und hier in erster ,linie zur ,gewinnung desselben gepflanzt wird4 ,erst in gebirgigen1 klteren ,distrikten1 wie z4 ,b4 im ,himalaja1 wo die ,pflanze ihr narkotisches ,harz nicht mehr produziert1 wird sie1 wie bei uns1 zur ,gewinnung ihrer ,faser angebaut4 ,das schon unter #ej ,c4 schmelzende ,harz wird besonders von den weiblichen ,bltenstnden der bis #b m hoch werdenden ,pflanze ausgeschwitzt und durch eingeborene ,arbeiter in der ,weise gewonnen1 da sie1 in der ,regel nackt und nur ausnahmsweise mit einem ,lederanzuge bekleidet1 durch die ,hanfpflanzungen hindurchgehen1 wobei sich das ,harz an ihnen festsetzt4 ,in ,persien dagegen wird es meist dadurch erhalten1 da man die in ,blte stehenden ,spitzen und die ,bltter der ,pflanze stundenlang krftig auf rauhen1 groben1 wollenen ,teppichen reibt1 so da sich das ,harz auf der ,oberflche des ,teppichs ablagert1 von wo es mit einem ,messer abgeschabt und zu ,kuchen geformt wird4 ,die ,stcke1 wie sie auf den ,mrkten ,zentralasiens verkauft werden1 stellen dicke ,tafeln von auen dunkelbrauner1 innen grnlicher bis brunlicher ,farbe und fester ,konsistenz dar4 ,dies ist der ,haschisch1 ein persisches ,wort1 das ,kraut bedeutet1 weil frher an seiner ,stelle die harzreichen ,bltenteile selbst1 sei es zum ,rauchen1 sei es als innerlich genommenes ,medikament1 zur ,anwendung gelangten4 ,der ,haschisch enthlt bis #cg ,prozent ,harz und therisches l1 daneben #c1c ,prozent ,cannabinol 7ein giftiges rotes l aus der ,reihe der ,phenole71 das die hauptschlich wirksame ,substanz darstellt4 ,die ,droge mu sehr vorsichtig aufbewahrt werden und verliert mit dem ,alter bedeutend an ,wirksamkeit4 ,in ,sdasien war die narkotische ,wirkung des ,hanfharzes schon im #h4 ,jahrhundert v4 ,chr4 bekannt2 die ,handelsnamen lassen sich alle auf ,indien zurckfhren4 ,als ,berauschungsmittel ist es in ,vorderasien erst durch die ,muhammedaner eingebrgert worden4 ,in ,deutschland kam die ,droge erst im #ag4 ,jahrhundert zur medizinischen ,verwendung1 und wissenschaftliche ,versuche ber die ,wirkung desselben wurden in der ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts auf ,veranlassung von ,o',shaughnessy in ,kalkutta angestellt4 ,sehr nahe mit dem ,hanf verwandt ist der ,hopfen 7,humulus lupulus71 dessen ,fruchtzapfen auer ,harz und einem therischen l1 ein von ,griesmayer zuerst ,lupulin1 spter aber1 um ,verwechslungen zu vermeiden1 ,humulin genanntes ,alkaloid von narkotischer1 krampfstillender ,wirkung enthalten4 ,deshalb dienen sie auer in der ,bierbrauerei auch in der ,medizin1 seitdem sie #ahac der franzsische ,apotheker ,planche als ,heilmittel empfahl4 #ahba destillierten dann ,payen und ,chevalier zuerst das therische ,hopfenl4 ,spter kam dann von ,amerika her die ,bezeichnung ,lupulin fr die ,fruchtzapfen der allein kultivierten weiblichen ,pflanze auf4 ,die ,droge wird nur von in ,kultur stehenden ,pflanzen gesammelt und gut getrocknet1 vor ,licht und ,luft geschtzt aufbewahrt1 hlt sich aber auch so nicht ber ein ,jahr in voller ,wirkung4 ,mit dem ,oleander und dem westafrikanischen ,strophantus zu den ,apocynazeen oder ,hundsgiftgewchsen gehrig ist der kanadische ,hanf 7,apocynum cannabinum71 dessen ,wurzel seit langer ,zeit von den ,indianern als ,medikament verwendet wurde4 ,von ihnen lernten die ,weien in ,nordamerika sie kennen4 ,das neuerdings aus den ,vereinigten ,staaten in grerer ,menge besonders nach ,ruland importierte1 daraus hergestellte ,fluidextrakt enthlt das nach ,art der ,digitalis auf das ,herz wirkende ,glykosid ,apocynin4 ,das ,mittel verdient auch bei uns fter zur ,anwendung zu gelangen1 da ihm eine sehr gute ,wirkung auf das erkrankte ,herz nachgerhmt wird4 ,ebenfalls schon lange von den ,indianern ,nordamerikas medizinisch1 besonders als ,wundmittel1 benutzt wurde die nach ihrer hnlichkeit mit unserer ,haselnu von den ,weien als ,zauberhasel bezeichnete ,hamamelis von ,virginien 7,hamamelis virginiana74 ,dieser bis #g m hohe ,strauch ist ein ,hauptbestandteil der ,wlder der atlantischen ,staaten der nordamerikanischen ,union1 der besonders viel zur bunten herbstlichen ,verfrbung der ,wlder beitrgt4 ,seine holzige ,kapseln darstellenden ,frchte ffnen sich mit solcher ,gewalt1 da die ,samen bis #d m weit fortgeschleudert werden4 ,das alkoholische ,fluidextrakt aus der ,rinde enthlt neben einem glykosidischen ,gerbstoff und ,fett etwa #h ,prozent ,hamamelitannin und wird als tonisches und adstringierendes ,mittel gegen ,diarrhen und ,blutungen angewandt4 ,auch uerlich wird dieses ,hazeline genannte ,prparat als blutstillendes ,mittel und gegen ,hmorrhoiden gegeben1 daneben das aus der ,hamamelis gewonnene ,fett zu der hchst angenehmen ,hazelinecrme verarbeitet4 ,als ,tonikum und ,sedativum des ,uterus bei habituellem ,abort ist auch bei uns seit etwa #dj ,jahren das aus ,nordamerika eingefhrte ,fluidextrakt der ,rinde des amerikanischen ,schneeballenbaums 7,viburnum prunifolium7 im ,gebrauch4 ,es ist dies ein in den stlichen und mittleren sdlichen ,staaten der ,union bis zum ,mississippi1 aber auch in ,kanada1 wenn auch dort kleiner an ,wuchs1 heimischer #c-e m hoher ,strauch oder ,baum1 der neuerdings auch bei uns als ,zierstrauch gepflanzt wird4 ,das flssige ,extrakt der ,wurzel-1 ,stamm- und ,zweigrinden enthlt neben verschiedenen ,pflanzensuren und ,gerbsure ein bitterschmeckendes1 gelbbraunes ,harz1 welch letzteres in derselben ,beschaffenheit auch in unserem einheimischen ,schneeball 7,viburnum opulus7 enthalten ist1 weshalb dessen ,rinde in derselben ,weise arzneilich verwendet wird4 ,ein im sdlichen ,teile der brasilianischen ,provinz ,bahia hufiger ,baum mit violetten ,blten aus der ,familie der ,schmetterlingsbltler ist der ,ararobabaum 7,andira araroba71 der in kleineren und greren ,hohlrumen des #a-b m dicken ,stammes eine zerreibliche1 fast erdige1 gelbbrunliche1 stark abfrbende ,masse ausscheidet1 deren ,anwendung als ,heilmittel die in ,brasilien eingewanderten ,portugiesen von den ,indianern kennen lernten4 ,von dort brachten sie die ,droge nach ihrer ostindischen ,besitzung ,goa1 wo sie hauptschlich gegen parasitre ,hautkrankheiten ,anwendung fand4 ,dort lernte ,kemp im ,jahre #ahfd das ,mittel kennen und machte in der ,folge die europischen rzte darauf aufmerksam4 ,da stellte ,silva ,lima #ahge fest1 da die araroba der brasilianischen ,eingeborenen1 die1 weil von ,bahia aus verschifft1 als ,polvo de ,bahia in den ,handel gelangte1 mit dem ,polvo de ,goa aus ,ostindien identisch sei1 und fast gleichzeitig wies ,attfield ,chrysophansure in derselben nach4 #ahgh erkannten ,liebermann und ,seidler als ,hauptbestandteil der ,droge 7nmlich #ij ,prozent7 das ,chrysarobin1 das sich bei ,gegenwart von ,luft und ,alkalien zu ,chrysophansure oxydiert2 daneben sind noch #aj ,prozent in ,benzol lsliche harzartige ,substanzen darin enthalten4 #ahgi beschrieb ,aguiar die ,stammpflanze als ,andira araroba4 ,das gelbbraune ,ararobapulver wird aus ihr in der ,weise gewonnen1 da man die ,bume fllt1 ihren ,holzkrper in ,blcke zersgt1 spaltet und die mit der gesuchten ,masse gefllten ,hohlrume auskratzt4 ,die rohe ,ware gelangt seit #ahge aus ,brasilien direkt1 statt wie frher aus ,bahia ber ,goa1 in den europischen ,handel und wird in ,europa von den darin enthaltenen ,holzsplittern und ,rindenteilen gereinigt4 ,besonders zur ,behandlung der ,psoriasis genannten ,schuppenflechte hat sich das daraus gewonnene ,chrysarobin als auerordentlich ntzlich erwiesen4 ,neuerdings kommen aus ,mittelchile die ,frchte des ,bldo 7,boldoa fragrans7 als besonders gegen ,leber- und ,gallensteinleiden empfohlenes ,mittel nach ,europa4 ,es ist dies ein immergrner1 stark duftender1 dicht belaubter kleiner ,baum oder ,strauch1 der ziemlich hufig wild angetroffen und nicht kultiviert wird4 ,in mannigfaltigster ,weise wird innerlich und uerlich in der ,medizin das ,terpentinl verwendet1 das von verschiedenen ,fichtenarten gewonnen wird4 ,beim ,verwunden der ,stmme derselben fliet eine gelblichweie1 honigdicke1 klebende1 ,terpentin genannte balsamartige ,masse aus1 aus der dann durch ,destillation mittels ,wasserdmpfen das neben wenig ,harzen und ,pflanzensuren hauptschlich ,pinen1 ,dipenten und polymere ,terpene enthaltende therische ,terpentinl gewonnen wird4 ,von ,bedeutung fr den ,handel sind nur die nordamerikanischen1 aus ,pinus australis 7teilweise aber auch aus der ,hemlockfichte1 ,tsuga canadensis7 gewonnenen1 etwas nach ,kolophonium riechenden ,terpentinle und das noch bessere1 von der ,strandfichte ,pinus pinaster gewonnene1 nach ,wacholder riechende franzsische ,terpentinl4 ,an dritter ,stelle kommt die ,produktion ,rulands1 die1 wie die franzsische1 zum grten ,teil im ,lande selbst ,verwendung findet4 ,die ,produktion der ,vereinigten ,staaten ,nordamerikas betrgt jhrlich nicht weniger als #dgjjjj ,fsser zu #ej ,gallonen 7etwa #aej kg7 #gj ,millionen kg l im ,werte von #cb ,millionen ,mark1 die mehr als zur ,hlfte ber ,savannah1 den bedeutendsten ,handelsplatz ,georgias exportiert werden4 ,die bedeutendsten europischen ,mrkte dafr sind ,london1 ,hamburg und ,antwerpen4 ,schon im klassischen ,altertum war aus dem ,harz verschiedener ,fichten gewonnenes therisches l meist unter dem ,namen ,zedernl in technischem und arzneilichem ,gebrauch1 whrend man unter ,terpentinl 7terebnthinon laion71 wie uns der um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 lebende griechische ,arzt ,dioskurides berichtet1 das aus den ,frchten der in den ,mittelmeerlndern heimischen ,terebinthe oder ,terpentinpistazie 7,pistacia therebinthus7 -- griechisch terbinthos -- geprete1 spter auch durch ,einschnitte in den ,stamm des betreffenden ,baumes gewonnene therische l verstand4 ,auch in ,china und ,japan hat auf ,grund der frhen und hohen ,entwicklung der ,lackindustrie die ,gewinnung destillierter ,koniferenle schon in frher ,zeit stattgefunden4 ,aber mit der altweltlichen hat sich die nordamerikanische ,terpentinlindustrie erst seit dem ,anfang des #ah4 ,jahrhunderts entwickelt4 ,wie das ,terpentinl findet auch der durch trockene ,destillation aus dem ,holze der ,stmme und ,zweige von ,koniferen1 vornehmlich ,pinus silvestris1 gewonnene ,holzteer in der ,arzneikunde innerlich als sekretionsbeschrnkendes ,mittel und uerlich bei ,hautkrankheiten vielfach ,verwendung4 ,er bildet eine dickflssige1 braunschwarze ,masse von eigentmlichem brenzlichem ,geruche und widerlich bitterem1 brennendem ,geschmacke und enthlt auer indifferenten len und ,pflanzensuren ,paraffin1 ,kreosot1 ,brenzkatechin1 ,guajakol1 ,phenol oder ,karbolsure1 ,kresol1 ,benzol1 ,toluol1 ,naphthalin und andere wertvolle ,stoffe1 die teilweise daraus isoliert werden1 um als solche gegeben werden zu knnen4 ,der meiste ,holzteer wird im waldreichen ,nordeuropa entweder in besonderen ,teerschwelereien oder als ,nebenprodukt der ,holzkohlenbereitung und der ,holzessigfabrikation gewonnen4 ,schon im ,altertum kannte man dieses ,produkt1 das die ,rmer pix liquida nannten4 ,plinius beschreibt ausfhrlich dessen ,gewinnung und ,verwendung4 rmer an harzartigen ,stoffen1 dafr aber reicher an brenzlichen len als der ,koniferenteer ist der aus dem ,holz der ,rotbuche 7,fagus silvatica7 destillierte ,buchenteer1 aus welchem das bis zu #be ,prozent in ihm enthaltene ,kreosot gewonnen wird1 und der hauptschlich in ,ruland und ,polen aus dem ,holz von verschiedenen ,birkenarten1 besonders ,betula verrucosa1 pubescens und alba1 destillierte ,birkenteer von an ,juchtenleder 7das auch damit behandelt wird7 erinnerndem ,geruch4 ,eigentmlich naphthalinartig riecht dagegen der durch trockene ,destillation der ,steinkohlen bei der ,leuchtgasfabrikation erhaltene ,steinkohlenteer1 der allerdings im ,gegensatz zu den vorigen kaum in der ,medizin ,verwendung findet1 aber das ,rohprodukt sehr zahlreicher aus ihm gewonnener chemischer ,stoffe bildet und daher fr die chemische ,industrie von der grten ,bedeutung ist4 ,von ,pflanzenstoffen1 die zur ,vertreibung von ,bandwrmern dienen1 ist teilweise schon im ,altertum neben der allerdings gebruchlicheren ,wurzel des ,wurmfarns 7,aspidium filix mas71 die wir bereits besprachen1 der ,saft der ,granatpfel gebruchlich gewesen4 ,schon der ltere ,cato 7#bcd-adi v4 ,chr47 empfiehlt ihn dagegen4 ,auch die sonst zum ,gerben dienenden ,fruchtschalen des ,granatbaumes 7,punica granatum7 waren im ,mittelalter offizinell4 ,die ,rinde von ,stamm und ,wurzel desselben hat erst ,buchanan #ahjg als ,bandwurmmittel empfohlen1 nachdem er diese ,verwendung bei den ,hindus in ,indien kennen gelernt hatte4 #ahgh entdeckte dann der franzsische ,apotheker ,tancret die ,alkaloide der ,rinde1 unter denen das ,pelletierin das wichtigste ist4 ,auerdem enthlt sie #bb-bh ,prozent ,gerbsure1 dient daher technisch zum ,gerben des ,marokkoleders 7franzsisch marrocain genannt74 ,die meiste ,granatrinde kommt aus ,algier und ,sdfrankreich in den deutschen ,handel und wird in der ,regel nur von den als ,obstbume nicht mehr verwendbaren ,exemplaren geerntet4 ,sie wird als ,pulver1 ,dekokt oder ,extrakt verwendet4 ,ein seit uralter ,zeit in ,abessinien1 wo infolge des bestndigen ,essens von rohem ,fleisch1 besonders ,rindfleisch1 fast jedermann an ,bandwrmern leidet und regelmig von ,zeit zu ,zeit das ,mittel einnimmt1 gebruchliches ,anthelmintikum sind die getrockneten1 abgeblhten weiblichen ,bltenstnde des ,kusso genannten ,baumes 7,hagenia abyssinica74 ,es ist dies ein in den gebirgigen ,teilen ,abessiniens1 am ,kilimandscharo und im ,usambaragebirge in ,deutsch-,ostafrika wachsender1 bis #bj m hoher ,baum mit zottig behaarten ,zweigen1 gefiederten ,blttern1 groen ,rispen reich mit ,drsen besetzter weier ,blten und eifrmigen ,nchen4 ,die bis #cj cm langen1 bereits abgeblhten weiblichen ,rispen1 bei denen die ausgewachsenen ,kelchbltter dunkelpurpurrot geworden sind1 bilden das offizinelle ,kusso oder ,koso1 das in ,bndeln von etwa #ej cm ,lnge verpackt1 mit gespaltenen ,halmen des gegliederten ,zypergrases umwickelt1 ber die an ,riffen reiche ,meerenge von ,bab-el-mandeb1 d4 h4 wegen der vielen dort gescheiterten ,schiffe ,tor der ,trnen8 genannt1 nach ,aden gebracht wird1 um dann von dort aus in ,scken von #ae kg nach ,triest1 ,livorno und ,bombay in den ,handel zu gelangen4 ,der krftige1 charakteristische1 unangenehme ,geruch und die verhltnismig lebhaftrote ,farbe sind ,zeichen fr die ,gte der ,droge1 whrend alte1 unwirksame ,ware braun und schwachriechend ist4 ,der ,geschmack ist anfangs schleimig1 dann unangenehm bitter und zusammenziehend4 ,die ,blten enthalten neben #bd ,prozent ,gerbstoff als hauptschlich wirksamen ,stoff das ,kosotoxin1 auerdem ,kosidin1 ,kosoin und ,protokosin4 ,der erste ,europer1 der den ,baum auf seiner ,entdeckungsreise nach den ,nilquellen #agfi bis #agga in ,abessinien beobachtete und den ,gebrauch der ,blten von seiten der ,eingeborenen gegen ,eingeweidewrmer sah1 war der ,englnder ,james ,bruce4 ,er beschrieb ihn unter dem ,namen ,bankesia abyssinica4 ,getrocknete ,zweige mit ,blttern und ,blten des ,baumes brachte #ahbb der franzsische ,arzt ,brayer nach ,paris4 ,danach wurde die ,pflanze von ,knuth1 der die ltere ,brucesche ,bezeichnung nicht kannte1 ,brayera anthelminthica genannt4 #ahcd wurde die ,droge in ,deutschland eingefhrt1 gelangte aber erst seit #aheb in greren ,mengen durch ,jabot zu sehr teuren ,preisen in den ,handel4 ,frische ,kussoblten befrdern ebenso rasch als das ,extrakt der ,wurmfarnwurzel und der ,granatrinde die drei hauptschlich in ,betracht kommenden ,tnien-,arten aus dem ,darm1 in welchem sie schmarotzen4 ,in ,ostindien und ,indonesien werden vielfach die gepulverten gerbstoffreichen ,arekansse1 von ,areca catechu1 die sonst von jedermann mit einem ,blatte des ,betelpfeffers und etwas gelschtem ,kalk als ,genumittel gekaut werden1 mit ,kaffee oder heier ,milch vermischt1 zum ,abtreiben von ,wrmern verwendet4 ,noch beliebter1 weil viel wirksamer1 ist dort der von den etwa #a cm groen ,frchten des kleinen1 immergrnen ,kamlabaumes 7,mallotus philippinensis7 abgeriebene drsighaarige berzug1 der als ein leichtes1 feines1 weiches1 ungleichfrmiges1 nicht klebendes braunrotes ,pulver ohne ,geruch und ,geschmack in den ,handel kommt4 ,der zu den ,euphorbiazeen oder ,wolfsmilchgewchsen gehrende kleine ,baum oder ,strauch mit abwechselnden1 gestielten1 ovalen1 zugespitzten1 unterseits filzig behaarten und mit roten ,drsen besetzten ,blttern1 innen rotdrsigen ,blten in achselstndigen ,bltenstnden und mit scharlachroten ,drsen dicht besetzten kirschgroen ,kapseln wchst in mehreren ,varietten in ganz ,sdasien1 der malaischen ,inselwelt1 ,neuguinea und ,nordaustralien und liefert in den ,frchten ein zum ,brennen und als ,abfhrmittel benutztes fettes l4 ,der als ,kamla in den ,handel gelangende drsige berzug der ,frchte dient in ,indien auer als ,bandwurmmittel auch seit alter ,zeit zum ,frben von ,seide und gibt ein schnes ,orangebraun4 ,siedendes ,wasser wird von ihm nur schwach gelb gefrbt2 ,eisenchlorid frbt diesen ,auszug braun1 ,alkalien dagegen frben ihn dunkelrot4 ,die wirksame ,substanz im ,kamla ist auer #hj ,prozent ,harz das von ,anderson in gelben ,nadeln isolierte ,rottlerin und ein gelber1 kristallisierbarer ,farbstoff4 ,im hortus malabaricus hat ,rheede #afgh den ,kamlabaum zuerst abgebildet4 ,die anthelminthische ,wirkung des ,drsenberzuges seiner ,frchte wurde erst #ahda von ,irvine in ,kalkutta empfohlen4 #ahfd wurde es in die englische ,pharmakopoe1 #ahga auch in die deutsche aufgenommen4 ,man sammelt die ,handelsware in ,indien fast ausschlielich von wildwachsenden ,bumen4 ,man pflckt die ,frchte im ,mrz1 schttelt sie in ,sieben und reibt den ,rest der ,drsen vollends ab4 ,zu einer ,bandwurmkur gengen #f-aj g davon4 ,vor dem ,kusso hat es den ,vorzug1 weniger leicht belkeit und ,erbrechen zu erregen und zugleich abfhrend zu wirken4 ,auch gegen ,hautkrankheiten wird es benutzt4 ,in ,sdarabien und den gegenberliegenden afrikanischen ,lndern wird seit alter ,zeit ein als ,wurrus bezeichnetes1 dem ,kamla hnliches ,prparat als ,bandwurmmittel benutzt4 ,es sind die kleinen ,drsen der jungen ,hlsen eines ,schmetterlingsbltlers 7,crotalaria erythrocarpa71 die dem ,kamla analoge ,substanzen enthalten und ,seide goldgelb frben1 und zwar noch intensiver als ,kamla4 ,als ,volksmittel gegen ,bandwurm sind endlich noch die ,samen des aus ,amerika bei uns eingefhrten ,riesenkrbis 7,cucurbita maxima7 zu erwhnen1 die zu #fj-hj ,stck1 zerstoen und mit ,wasser verrieben1 als ,emulsion getrunken werden4 ,im ,klistier gegen ,eingeweidewrmer1 besonders aber uerlich in ,form von ,pulver oder ,tinktur gegen ,luse werden die aus ,mittelamerika stammenden ,sabadillsamen oder ,lusekrner benutzt4 ,sie werden von einem stattlichen1 bis #b m hohen ,zwiebelgewchs aus der ,familie der ,liliazeen 7,sabadilla officinarum7 hervorgebracht1 das in ganz ,mittelamerika und ,venezuela heimisch ist und an den ,ksten des ,golfes von ,mexiko auch kultiviert wird4 ,die ,handelsware wird vorzugsweise in ,venezuela meist von wildwachsenden ,pflanzen gesammelt und kommt ber ,caracas beziehungsweise ,la ,guayra1 dem ,hafen von ,caracas1 an erster ,stelle nach ,hamburg4 ,sie sind bis #h mm dick1 lnglich1 unregelmig kantig und von einer dnnen1 glnzend braunschwarzen ,samenschale umgeben4 ,sie enthalten etwa #d ,prozent ,alkaloide1 die das offizinelle1 kufliche ,veratrin bilden4 ,dieses ist kein einheitlicher ,krper1 sondern ein inniges ,gemenge mehrerer ,alkaloide1 nmlich vorwiegend ,cevadin und ,veratrin1 auerdem ,cevadillin1 ,sabadin1 dem zum ,teil an ,cevadinsure und ,veratrumsure gebundenen ,sabadinin und ,veratramarin4 ,die wichtigste ,anwendung der ,sabadillsamen ist die ,gewinnung des ,veratrins1 das bei ,neuralgien1 ,rheumatismus und ,lhmungen als ,irritans meist in ,salbenform eingerieben wird4 ,die ,spanier lernten um #aegj als erste ,europer den ,sabadillsamen als ,mittel gegen ,luse bei den ,azteken ,mexikos kennen4 #aegb erhielt bereits der ,arzt ,nikolaus ,monardes in ,sevilla ein ,muster davon zugeschickt4 ,dieser und der spter lebende ,hernandez1 der eine ,abbildung der ,pflanze #afea verffentlichte1 verglichen die ,pflanze ihres ,bltenstandes wegen mit der ,gerste1 spanisch cebada1 und nannten sie im ,gegensatz zu jener mit dem ,diminutiv cebadilla1 woraus dann spter sabadilla wurde4 ,lemery bezeichnet die ,pflanze direkt als eine ,art ,gerste4 ,im ,jahre #agbf bildete der ,sabadillsamen einen wichtigen ,bestandteil des franzsischen ,kapuzinerpulvers8 und kam in der ,folge auch unvermischt zur ,vertilgung von ,ungeziefer in allgemeinen ,gebrauch4 ,fr den vom ,apotheker ,wilhelm ,meiner in ,halle #ahah in den ,lusesamen aufgefundenen basischen ,krper ,sabadillin gebrauchte der ,entdecker #ahba zum erstenmal den ,ausdruck ,alkaloid81 der dann zur ,bezeichnung aller ,pflanzenbasen in ,aufnahme kam4 ,die beiden franzsischen ,apotheker ,pelletier und ,caventou stellten #ahai zum erstenmal den von ihnen ,veratrin genannten ,stoff dar4 ,die ,stammpflanze wurde nmlich zu dieser ,zeit mit der wissenschaftlichen ,bezeichnung ,veratrum officinale belegt4 ,schon im ,altertum wurde der ,senf sowohl als ,gewrz1 als auch als ,arzneimittel innerlich und uerlich gebraucht4 ,die ,griechen nannten ihn sinpi oder npy1 eine ,bezeichnung1 die dann die ,rmer mit der ,pflanze von ihnen bernahmen4 ,wahrscheinlich wurde im ,altertum vorzugsweise der schwarze ,senf 7,brassica nigra7 angebaut1 der heute noch in ,sdeuropa bevorzugt wird4 ,wenigstens verlangt der um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 lebende griechische ,arzt ,dioskurides als ,merkmal eines guten ,senfes1 da er gestoen grn aussehe1 womit nur der schwarze ,senf gemeint sein kann4 ,auch ,palladius im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 spricht sich in demselben ,sinne aus4 ,die ,hippokratiker wandten ihn besonders bei ,brustkrankheiten zur ,befrderung des ,auswurfs an4 ,dioskurides sagt von ihm1 er erwrme und ziehe1 wenn er gegessen wird1 den ,schleim an sich4 ,gepulvert geschnupft errege er ,nieen4 ,er werde auer innerlich auch uerlich als ,reizmittel verwendet4 ,in ,wasser erweichte1 dann zerriebene und mit ,olivenl gemischte ,senfsamen reibe man in schmerzende ,stellen ein4 ,scribonius ,largus und ,alexander ,trallianus 7im #f4 ,jahrhundert7 empfehlen den ,senf als ,heilmittel4 ,auch im ,mittelalter wurde er als solches verwendet4 #afjg wird ,senfmehl in der ,apothekertaxe der ,stadt ,schweinfurt angefhrt4 #afjh meldet der ,italiener ,porta1 da das aus den ,samen geprete fette l flssiger und schrfer erhalten werde1 wenn die ,samen vorher in ,wasser erweicht wrden4 ,die ,notwendigkeit des ,wassers zur ,senflbildung wies zuerst ,glaser #ahbe nach1 und #ahdj fanden ,boutron und ,frmy1 da dabei ein ,ferment wirke4 ,heute wissen wir1 da in den ,senfsamen auer ,sinapin und ,sinapinsure das aus myronsaurem ,kalium bestehende ,glykosid ,sinigrin enthalten ist1 das unter dem ,einflu des ebenfalls darin enthaltenen ,fermentes ,myrosin bei ,gegenwart von ,wasser 7unter ,aufnahme eines ,molekels desselben7 ,allylsenfl1 ,traubenzucker und ,kaliumhydrosulfat und als ,nebenprodukte ,allylcyanid1 ,schwefelkohlenstoff und freien ,schwefel liefert4 ,meist wird das ,senfmehl als ,senfteig und ,senfpapier zur ,ableitung von allerlei ,schmerzen und ,entzndungen innerer ,organe uerlich angewendet1 wobei eine hauptschlich durch das ,allylsenfl hervorgerufene ,rtung der ,haut eintritt4 ,auch die #f ,prozent ,schleim enthaltenden ,leinsamen wurden schon im ,altertum innerlich als reizmilderndes1 einhllendes ,mittel bei ,darmkatarrh mit ,diarrhe und ,blasenentzndung und uerlich zu ,kataplasmen verwendet4 ,als solches benutzten sie sowohl die ,hippokratiker als die rzte der rmischen ,kaiserzeit4 ,im #ab4 ,jahrhundert empfahl sie die heilige ,hildegard von ,rupertsberg bei ,bingen zu ,umschlgen4 ,zu letzteren ist das entlte ,leinsamenmehl besser als das lhaltige1 da es mehr ,wasser als jenes bindet4 ,die #bb ,prozent ,schleim enthaltenden ,quittenkerne wurden erst von den ,arabern medizinisch benutzt2 von diesen lernten die europischen rzte deren ,verwendung als einhllendes ,mittel und ,beigabe zu ,augenwssern4 ,heute werden sie nur noch selten dafr gebraucht4 ,als reizmilderndes1 einhllendes ,mittel bei ,husten wird seit #ahcg in ,deutschland der durch ,graefe nach ,berlin gelangte krause ,knorpeltang 7,chondrus crispus7 verwendet4 ,dieser wchst berall an der felsigen ,kste des nrdlichen ,atlantischen ,ozeans und dient den armen ,kstenbewohnern ,irlands als ,nahrungsmittel und ,volksheilmittel4 ,von der irischen ,bezeichnung ,carraigeen1 d4 h4 ,felsenmoos1 rhrt die bei uns dafr gebruchliche ,bezeichnung ,carrageen her4 ,in ,dublin wurde es #ahca als ,ersatz des teuren arabischen ,gummis angewandt4 ,auer dem ,norden und ,nordwesten ,irlands liefert die ,kste von ,massachusetts in den ,vereinigten ,staaten die grte ,menge der ,droge in ,form der getrockneten1 hchstens handgroen1 gelappten ,vegetationskrper dieser ,meeresalge teilweise mit ,gigartina mamillosa vermischt4 ,andere ,meeresalgen drfen nur in sehr geringer ,menge darin vorhanden sein4 ,die im frischen ,zustande schwarzrot1 violettrot bis grnrot gefrbten ,algen werden in ,fssern mit ,swasser ausgewaschen1 an der ,sonne gebleicht und getrocknet4 ,der rote1 ,phycoerythrin genannte ,farbstoff zersetzt sich in den toten ,pflanzen und lt sich mit ,wasser ausziehen4 ,die getrocknete ,droge ist brunlich- bis weigelb1 steifknorpelig1 durchscheinend und entwickelt1 mit kaltem ,wasser aufgequollen1 den charakteristischen ,meeresgeruch4 ,sie schmeckt schleimig-fade und enthlt neben #f1c ,eiweistoffen #hj ,prozent ,carrageenschleim1 der in der lebenden ,pflanze den ,zweck hat1 sie whrend der ,ebbe durch ,zurckhalten von reichlich ,wasser vor dem ,austrocknen zu bewahren4 ,auer in der ,medizin und als leichtverdauliches ,nahrungsmittel finden die ,carrageen auch in der ,technik als ,klr- und ,klebemittel1 als ,bindemittel bei ,wasserfarben usw4 viel ,verwendung4 ,die #ah ,prozent ,asche1 die sie beim ,verbrennen zurcklassen1 enthlt reichlich ,chloride und ,sulfate1 weniger ,jodide und ,bromide4 ,letztere sind reichlicher in der ,asche anderer ,meeresalgen enthalten1 so vor allem im ,blasentang 7,fucus vesiculosus7 und seinen ,verwandten1 die als ,kelp oder ,varek an den ,ksten der ,bretagne und ,irlands gesammelt und getrocknet werden1 um nach ihrer ,verbrennung daraus durch ,destillation mit ,braunstein und ,schwefelsure das im ,meerwasser nur in ,spuren vorhandene ,jod zu gewinnen4 ,in derselben ,weise wie die ,carrageen dient eine im ,indischen und ,stillen ,ozean weitverbreitete ,rotalge 7,eucheuma spinosum7 besonders an den ,ksten ,chinas und ,japans als ,volksnahrungsmittel4 ,sie enthlt als ,hauptbestandteil eine pektinartige ,gelose und kam im ,jahre #ahdj unter dem ,namen ,agar-agar als ,heilmittel nach ,europa4 ,sie dient in der ,appretur1 ,konditorei und ,kche4 ,fr die ,heilkunde ist sie insofern sehr wichtig1 weil aus ihr die ,gallerte gewonnen1 die zur ,herstellung von festen ,kulturbden zur ,reinzucht von ,bakterien in der ,bakteriologie eine so groe ,bedeutung erlangt hat1 weil sie im ,brutschrank bei viel hherer ,temperatur als die gewhnliche ,gelatine tierischen ,ursprungs noch in festem ,zustande verharrt4 ,deshalb ist sie zur ,kultur aller nur bei ,bluttemperatur gedeihender ,bakterien unumgnglich ntig4 ,wie sie enthlt auch die an denselben ,meeresksten wachsende ,gracilaria lichenoides nicht unbedeutende ,mengen von ,nhrstoffen und wird daher ebenfalls sowohl direkt als ,speise genossen als zu ,agar-agar verarbeitet4 ,in etwas hheren ,wasserschichten als die ,rottange siedeln sich an den ,meeresksten die ,brauntange an1 die die ,leitpflanzen der oberen1 zwischen ,ebbe- und ,flutgrenze gelegenen ,litoralzone darstellten4 ,vermge ihrer durch den braunen ,farbstoff ,phycophin1 der das ,chlorophyll oder ,blattgrn verdeckt1 hervorgerufenen ,braunfrbung vermgen sie sogar direkte ,besonnung zu ertragen1 ohne ,schaden zu leiden4 ,auerdem entwickeln sie zum ,schutze ihres ,thallus oder ,vegetationskrpers allerlei ,haarbildungen1 die ihn wie eine ,wolke8 umgeben4 ,zu ihnen gesellen sich noch einige ,rottange1 die aber hier zum ,schutze gegen das grelle ,sonnenlicht meist brunlich oder schwrzlich gefrbt sind4 ,solche ,brauntange der ,uferzone sind die ,laminaria-,arten1 von denen die in den ,polarmeeren verbreitete ,lammaria digitata var4 cloustoni1 der gelappte ,fingertang1 die offizinellen ,stipites laminariae liefert4 ,aus dem stammartigen ,teile des ,thallus werden die in der ,chirurgie und ,frauenheilkunde frher mehr als heute gebrauchten ,laminariastifte hergestellt1 die zum ,erweitern von ,kanlen1 besonders des ,uterushalses1 dienen4 ,beim ,eintrocknen der ,alge sind sie stark zusammengeschrumpft und dnn1 quellen aber infolge ihres groen ,schleimgehaltes bei spterem ,feuchtigkeitszutritt stark auf und schaffen so eine ausgiebige ,erweiterung der ,kanle1 in die sie eingelegt werden4 ,nur weil sie sich nicht sicher sterilisieren lassen1 sind sie neuerdings mehr und mehr auer ,gebrauch gekommen4 ,gleicherweise verhlt es sich mit den blutstillenden ,spreuhaaren von den ,stengeln verschiedener meist baumartiger ,farne aus der ,gattung ,cibotium1 die in ihrer ,heimat ,sdasien von alters her zur ,blutstillung auf ,wunden gelegt wurden4 ,sie bilden sehr weiche1 seidig-wollige1 goldgelbe oder gelbbraune1 fast metallisch schimmernde ,massen und kommen als ,penghawar-,djambi 7nach der ,provinz ,djambi auf ,sumatra so genannt7 in den ,handel4 ,in ,europa wurden sie erst gegen die ,mitte des vorigen ,jahrhunderts bekannt4 ,sie enthalten auer ihrer auf die ,kapillaritt zurckzufhrenden ,hauptwirkung ,gerbstoff1 ,harz1 ,wachs und ,humussure4 ,infolge der ,endosmose fllen sich die ,hohlrume zwischen den einzelnen ,hrchen augenblicklich mit dem austretenden ,blut und bewirken so eine ,gerinnung desselben4 ,frher wurden sie besonders gegen ,nasenbluten viel verwendet4 ,dies ist in ganz ,sdasien heute noch der ,fall1 auerdem dienen sie vielfach zur ,ausfllung von ,kissen und ,matratzen1 da sie ein sehr weiches ,polster liefern4 ,endlich haben wir noch der ,brlappsamen zu gedenken1 die als austrocknendes ,streupulver bei ,wunden 7dasselbe ballt sich nicht zusammen und wird vom ,wundsaft so wenig als vom ,wasser benetzt71 zum ,bestreuen der ,pillen1 damit sie nicht zusammenkleben1 zu ,feuerwerk und als ,blitzpulver reiche ,verwendung finden4 ,es sind dies die auf ungeschlechtlichem ,wege in besonderen ,gehusen der fruchtenden ,bltter von ,wasserfarnen der ,gattung ,lycopodium entstandenen ,sporen1 die einst als ,erdschwefel1 ,druden- oder ,hexenmehl zu allerlei aberglubischen ,kuren ,verwendung fanden2 auch wurden sie samt dem sie erzeugenden ,kraut als harntreibendes ,mittel bei ,blasenleiden benutzt4 ,gegenber der ,mannigfaltigkeit und ,gre der ,brlappgewchse der palozoischen ,zeit1 die besonders in der ,karbonperiode in den ,sigillarien und ,lepidodendren ,riesen von #cj-dj m ,hhe hervorbrachten1 sind die heute noch lebenden ,vertreter winzige ,krutlein1 die hauptschlich in den ,tropengebieten der ,erde verbreitet sind2 doch kommen mehrere ,arten auch bei uns vor und sind besonders im ,gebirge stellenweise sehr hufig4 ,der gewhnliche ,lieferant des ,brlappsamens ist ,lycopodium clavatum1 der genagelte8 ,brlapp1 nach den langen1 nagelfrmigen ,blttern so genannt4 ,im ,deutschen ,reich1 in der ,schweiz und dem fr uns als ,hauptproduktionsland mit in ,betracht kommenden ,ruland werden die endstndigen1 dachziegelartig sich deckenden ,fruchtbltter mit den an deren ,innenseite befindlichen nierenfrmigen1 zweiklappig aufspringenden ,sporangien im ,juli und ,august kurz vor der ,sporenreife geschnitten1 an der ,sonne getrocknet1 ausgeklopft und zum ,ausscheiden von ,verunreinigungen gesiebt4 ,in manchen ,teilen ,europas finden auch ,l4 annotinum und complanatum1 seltener auch ,l4 alpinum und innundatum ,verwendung zur ,gewinnung der ,sporen1 die blagelb1 sehr beweglich und leicht sind und sich fettig anfhlen4 ,die verschiedenen ,lycopodiumarten waren den alten ,botanikern als ,erdmos8 bekannt4 #aehg fhrte ,dodonus fr ,l4 clavatum die ,bezeichnung pes lupi 7 griechisch lykopodion7 ,wolfsfu -- wegen der weichhaarigen ,zweigspitzen -- ein4 ,bock bildete die ,pflanze unter dem ,namen ,beerlapp81 d4 h4 ,brenfu -- nach der ,form der ,zweigspitzen -- ab4 #afdi finden wir ,lycopodium als ,puder zum ,bestreuen von ,wunden medizinisch verwendet1 und seit #affd wird es als ,lycopodium in den ,apothekertaxen angefhrt4 ,,xxviii4 ,die ,geschichte des ,ziergartens4 ,die ersten ,grten der ,menschheit waren begreiflicherweise rohe1 ausschlielich fr die ,kche berechnete ,nutzgrten1 aus denen sich erst auf einer betrchtlichen ,hhe der ,kultur eigentliche ,ziergrten entwickeln konnten1 die nicht mehr nur praktischen ,zwecken1 sondern vielmehr zur ,befriedigung sthetischen ,lebensgenusses dienten4 ,solche sind wohl zweifellos an den ,ursttten menschlicher ,kultur in ,zentralasien zuerst geschaffen worden4 ,beim kurzkpfigen1 uralaltaischen ,volke von ,sumer und ,akkad1 das den ,grund zur altbabylonischen ,kultur in ,mesopotamien legte1 werden sie vor #fjjj und mehr ,jahren ebensogut vorhanden gewesen sein1 wie bei den ltesten ,chinesen1 bei denen sich schon #cjjj ,jahre vor unserer ,zeitrechnung ,ziergrten um die knigliche ,residenz und um die ,landhuser der ,vornehmen vermuten lassen4 ,gem den verfeinerten ,lebensgewohnheiten dieses uralten1 aus ,zentralasien stammenden ,kulturvolkes schufen sich dessen ,herrscher und ,frsten in ihren gerumigen ,grten ideale ,landschaften1 die in bunter ,abwechslung allerlei ,szenerien in verkleinertem ,mastabe vorfhrten4 ,die lteste ,beschreibung solcher chinesischer ,ziergrten verdanken wir dem ,englnder ,william ,chambers1 der in ,china gewesen war und in den ,jahren #ageg und #aggb zwei ,bcher ber chinesische ,gebude und chinesische ,grten herausgab1 die seinerzeit in ,europa auerordentliches ,aufsehen erregten und hier zur ,nachahmung wenigstens der letzteren reizten1 woraus dann der neue englische ,landschaftsgarten hervorging4 ,nach seiner ,beschreibung gab es in diesen chinesischen ,grten bald sanft gerundete1 bald felsige ,berge von wenigen ,metern ,hhe1 von denen sich ,wasserlufe in schumenden ,kaskaden herabstrzten1 um sich durch liebliche1 baumbestandene und grasige ,ebenen zu winden und in mit ,wasserpflanzen und ,getier aller ,art belebten ,seen zu sammeln4 ,brcken in allen mglichen ,formen1 geschweift und eben1 gerade oder im ,zickzack1 fhrten von einem ,ufer zum andern oder auf blumenbedeckte1 kleine ,felseninseln4 ,an den ,ufern der ,teiche1 in den ,ebenen zwischen ,blumenpflanzungen und im ,schatten von majesttischen ,baumgruppen1 auf den ,gipfeln der ,berge und ,felsen standen die mannigfaltigsten1 bunt bemalten und lackierten ,lusthuschen1 deren ,dachecken mit zierlichen ,glckchen behngt waren4 ,der ganze ,garten war mit ,leben erfllt2 im ,gebsch erscholl der liebliche ,gesang der ,nachtigallen und anderer ,snger aus der ,vogelwelt1 das ,girren der ,turteltauben1 das ,rufen der ,pfauen1 ,gold- und ,silberfasanen1 ,hhner verschiedenster ,art1 ,wachteln usw41 whrend von den ,teichen das ,geschnatter der ,enten und ,gnse erklang4 ,ebenso lieblich wie diese waren die ,parkgrten ,japans1 die in ,nachahmung der chinesischen1 der ,bevlkerungsdichte und dem damit zusammenhngenden ,raummangel des ,landes entsprechend1 in ,verbindung mit einer hoch ausgebildeten ,liebe und ,kenntnis der ,natur eine gleichsam potenzierte ,ausbildung des chinesischen ,gartenstils aufwiesen und heute noch aufweisen4 ,alles im japanischen ,garten ist noch weiter ins ,kleine und ,feine reduziert und1 um auf dem beschrnktesten ,raum einen ,park mit allem ,zubehr errichten zu knnen1 lernte man die sonst gro werdenden ,bume in ,zwergformen ziehen1 so da es mglich wurde1 selbst hundertjhrige ,exemplare in ,tpfen zu halten4 ,das ,land1 von dessen ,grten wir die ltesten geschichtlichen ,urkunden und ausfhrliche bildliche ,darstellungen an den ,wnden der ,grabkammern der ,vornehmen besitzen1 ist gypten4 ,um die ,huser1 die1 wie berall im ,morgenlande1 aus einem rechteckigen1 von ,gemchern umgebenen ,hofe bestanden1 zogen sich ,reihen schattenspendender ,bume4 ,nach einer ,richtung verlngerten sie sich und umschlossen ein rechteckiges ,wasserbecken1 das ,lotosblumen und ,teichrosen barg und zahlreichen ,fischen und mannigfaltigen ,wasservgeln zum ,aufenthalte diente4 ,vielfach war es so ausgedehnt1 da es mit buntgeschmckten ,gondeln befahren werden konnte4 ,der ,regenmangel des ,landes erzeugte das ,bedrfnis1 diese vornehmlich aus ,sykomoren1 ,dattelpalmen1 ,zypressen und ,platanen bestehenden ,baumgrten ausgiebig zu bewssern1 indem man das ,wasser der aus dem ,nil gespeisten ,kanle durch dieselben hindurch in die ,bassins leitete4 ,buntbemalte ,lusthuser luden zur ,rast ein1 und im ,schatten der ,reblauben1 ,feigenbume und anderer ,obstbaumsorten lustwandelte der reiche gypter1 der sich solchen ,luxus leisten konnte1 in seinen ,muestunden mit seiner ,familie und seinen ,freunden4 ,hier sa er beim ,brettspiel oder hrte auf die ,musik der ,harfen1 ,flten und ,lauten und sah dem langsamen1 feierlichen ,tanze der ,frauen zu1 whrend seine ,kinder unter den ,bumen mit ihren ,bllen und ,puppen spielten4 ,eine ,menge von ,dienern und ,sklaven wartete der ,befehle des ,herrn in ,haus und ,garten4 ,ein ,verwalter fhrte die ,aufsicht ber ,haus und ,grundstck1 whrend ein ,obergrtner die ,sklaven in der ,pflege des ,gartens anleitete4 ,ein solcher von schattenspendenden ,bumen bestandener ,garten galt den alten gyptern als der ,inbegriff des ,reichtums und behaglichen ,lebens4 ,in einem in ,bulak aufbewahrten ,papyrus spricht der alte ,schreiber zu einem begterten ,vornehmen3 ,du hast dir ein bewssertes ,grundstck angelegt1 du hast dein ,gartenland mit ,hecken umgeben1 ,sykomoren hast du in ,reihen gepflanzt1 wohl sie ordnend auf dem ganzen ,gebiete bei deinem ,hause4 ,du fllst deine ,hand mit allen ,blumen1 welche dein ,auge erschaut4448 ,und den ,blumengrten wurde von den gyptern wie den ,gemse- und ,obstgrten groe ,aufmerksamkeit geschenkt4 ,so sehen wir einen solchen in einem ,knigsgrabe in ,theben dargestellt4 ,alle ,blumenbeete sind darin halbmondfrmig angelegt und die ,blumen darin in dem ,beetrande parallel geschweiften ,reihen gepflanzt4 ,jedes ,beet trgt andere ,blumen1 die wir jedoch nicht recht zu bestimmen vermgen4 ,auf einem ,gemlde des ,grabes ,amenhoteps ,,iii4 aus der #ah4 ,dynastie 7#adaa-acge7 in ,theben sehen wir eine ,villa des ,pharao mit ,trmen1 ,obelisken und einem tempelartigen ,bau4 ,davor erstreckt sich ein prchtiger ,blumen- und ,obstgarten1 in der ,mitte von einem ,kanal durchzogen und von einem ,teich bewssert4 ,in ihm wachsen ,lotus und ,papyrus1 und um ihn ragen verstelte ,sykomoren4 ,die von ihren ,dienerinnen umgebene ,herrin des ,hauses empfngt hier eben ,damenbesuch und reicht einer der ,geladenen einen schn gebundenen ,blumenstrau in ,gestalt eines ,fllhorns dar4 ,auf einem andern ,wandgemlde in ,theben blicken wir in ,haus und ,garten eines reichen gypters4 ,da bemerken wir unter anderem eine ,frau1 welche sich einen lzweig gepflckt hat und unter ,granat- und ,feigenbumen dahinwandelt2 eine andere tritt eben zur ,pforte ein4 ,sie fhrt an ihrer ,hand zwei ,kinder1 die sich mit ,rebenranken geschmckt haben4 ,eine ,dienerin trgt ihnen das ,spielzeug und ein ,rebmesser nach1 vermutlich um ,trauben1 die in ,flle am ,spaliere prangen1 zum leckeren ,mahle zu schneiden4 ,damit die ,seele1 der ka1 des ,verstorbenen sich im khlen ,schatten laubreicher ,bume ergehen und an ,farbe und ,duft der ,blumen erfreuen knne1 legte man vor den ,grbern kleine ,grten mit ,wasserbassins an1 die aus benachbarten ,kanlen gespeist wurden4 ,oft liest man auf ,grabstelen des neuen ,reiches 7#aehj-abje v4 ,chr47 die ,formel3 ,mge ich wandeln am ,ufer meines ,teiches ,tag fr ,tag ewiglich2 mge meine ,seele sitzen auf den ,zweigen der ,bume in meinem ,grabgarten1 den ich mir bereitet habe2 mge ich mich erfrischen tagtglich unter meiner ,sykomore48 ,eine dieser ,epoche angehrende ,stele aus ,theben1 die sich nun im ,museum von ,bulak befindet1 bringt eine ,illustration zu diesen ,worten4 ,auf der annhernd perspektivisch gehaltenen ,darstellung des ,grabgartens bemerken wir links1 am ,fue einer ,bergkette gelegen1 drei ,totentempelchen4 ,seitwrts kniet mit in ,anbetung erhobenen ,hnden der ,selige1 der aus seiner ,grabkammer herausgegangen ist1 um im ,garten zu lustwandeln4 ,in demselben stehen neben einer ,sykomore zwei sehr naturgetreu gezeichnete ,dattelpalmen mit schweren ,fruchtgehngen1 unter welchen auf einem ,opfertisch ,brote als ,totenspeise liegen4 ,der ,grabgarten des zur ,zeit der #ah4 ,dynastie 7#aehj-aecj v4 ,chr47 lebenden vornehmen ,anna in der ,totenstadt von ,theben enthielt nach dem auf uns gekommenen ,verzeichnis #ij ,sykomoren1 #agj ,dattelbume1 #c ,mimosen1 #e ,granatbume1 #b ,behennubume usw4 und #ab ,reben4 ,nach dieser bedeutenden ,zahl von ,bumen mu er also ziemlich gro gewesen sein4 ,zu den vornehmsten ,geschenken der gyptischen ,knige an ihre ,gottheiten1 denen sie ihren ,dank fr ,siege und sonstiges ,wohlergehen abstatten wollten1 gehrten auer den prchtigen ,tempeln1 deren ,wnde allseitig mit buntfarbigen ,darstellungen aus dem ,leben des ,spenders geschmckt waren1 auch dementsprechende ,gartenanlagen1 die das ,heiligtum umgaben4 ,so heit es in der ,schenkungsurkunde des ,knigs ,ramses ,,iii4 7#bj4 ,dynastie1 #aaih-aafg v4 ,chr47 von den ,gaben an den ,sonnengott in ,heliopolis3 ,ich machte dir groe ,grten1 versehen mit ihren ,bumen1 mit ,reben und lbumen4 ,ich versah sie mit ,grtnern1 zahlreichen ,leuten1 um reines1 bestes l zu bereiten und damit die ,lampen in deinem prchtigen ,tempel anzuznden4 ,ich machte dir ,baumpltze und ,gehlze mit ,bumen1 ,dattelpalmen1 auch ,weiher1 versehen mit ,lotusblumen1 ,binsen1 ,grsern und ,beeten mit sen1 wohlriechenden ,blumen jedes ,landes fr dein schnes ,antlitz4448 ,besonders gro und prunkvoll mit hbschen ,anlagen und ,alleen von ,schattenbumen geschmckt waren zur ,zeit des neuen ,reiches 7#aehj-abje v4 ,chr47 die ,grten um den ,reichstempel1 den groen ,amonstempel in der ,hauptstadt ,theben4 ,von dem prachtvollen ,vorhof desselben in ,luxor1 der alten sdlichen ,vorstadt von ,theben1 den die ,baumeister ,amenhoteps ,,iii4 7#adaa-acge v4 ,chr47 mit unerhrter ,khnheit aus zwei ,reihen mchtiger1 wohlproportionierter ,sulen mit ,kapitellen in ,form von aufbrechenden ,papyrusknospen angelegt hatten1 erstreckten sie sich bis zum glnzenden ,pylon1 den derselbe ,knig vor dem ,tempel von ,karnak errichtet hatte4 ,mitten durch sie hindurch fhrte eine ,doppelreihe von steinernen ,widdern1 flankiert von ,dattelpalmen1 von einem ,tempel zum andern4 ,die ,gesamtwirkung jener herrlichen ,schpfung mu auerordentlich imposant gewesen sein4 ,die leuchtenden ,farben der bunt bemalten ,architektur mit den vergoldeten ,sulen und ,toren und den mit ,silber ausgelegten ,fubden1 darber die an ihrer ,spitze mit rot leuchtendem ,kupfer verkleideten ,obelisken1 hoch sich erhebend ber die nickenden ,wipfel der grnen ,palmen und des halb tropischen ,bltterwerks1 das wie ein ,rahmen das ,ganze einfate und auf der ,oberflche des ,tempelsees sich spiegelte -- alles dies mu einen prchtigen ,eindruck gemacht haben1 von dem die dstern ,ruinen heute kaum eine ,ahnung mehr geben4 ,diese prunkvolle ,anlage hat weit ber ein ,jahrtausend bestanden und wurde von spteren ,pharaonen vergrert4 ,so erfahren wir1 da noch ,ramses ,,iii4 der #bj4 ,dynastie1 der von #aaih-aafg v4 ,chr4 regierte1 in seiner ,residenzstadt ,theben einen weiteren prchtigen ,bezirk und ,garten fr den ,gott ,amon errichten lie1 der nach einer uns erhaltenen schriftlichen ,urkunde nahezu #hjjj ,sklaven zu seiner ,bedienung erhielt4 ,schon diese groe ,zahl von ,angestellten lt auf die ,gre der ,anlage schlieen4 brigens hatten alle greren ,tempelanlagen gyptens wie ihren ,teich zum ,baden1 so auch ihren ,garten zum ,lustwandeln fr den betreffenden ,gott und seine ,diener4 ,speziell von ,ramses ,,iii4 wird uns auch durch ,inschriften bekundet1 da er nicht nur in seiner ,residenz- und ,hauptstadt ,theben1 sondern auch im ganzen ,reiche zahlreiche ,bume pflanzen lie1 die in einem ,lande1 dem die natrlichen ,wlder fehlten1 erquickenden ,schatten boten4 ,viel weniger als von diesen ,grten der gypter wissen wir von denjenigen der alten ,babylonier1 die unter hnlichen klimatischen ,bedingungen ,ruhepltze unter schattenspendenden ,bumen in von ,wasser durchstrmten ,grten liebten4 ,sehr stark von diesen gewhnlichen ,lustgrten ,babyloniens wich eine besonders auffallende ,anlage ab1 von der uns etwas eingehender von einigen ,schriftstellern des ,altertums berichtet wird4 ,es sind dies die als eines der ,weltwunder angestaunten hngenden ,grten81 die einst am ,ufer des ,euphrat bei der ,stadt ,babylon errichtet wurden1 wie die ,sage erzhlt1 von der assyrischen ,knigin ,semiramis1 die zahlreiche ,zge der babylonischen ,liebesgttin ,ischtar trgt1 aber gleichwohl eine historisch greifbare ,persnlichkeit darstellt1 nmlich die auf den kniglichen ,inschriftsteinen von ,assur ,scha-ammu-ramat genannte ,frau des ,palastes ,samsiadads1 des ,knigs der ,welt1 ,knigs von ,assyrien1 ,mutter des 7um #hjj v4 ,chr4 regierenden7 ,adad-nirari1 des ,knigs der ,welt1 ,knigs von ,assyrien84 ,sie war eine ,babylonierin und mu als tatkrftige ,herrscherin in den ,kmpfen der ,assyrer gegen das ,reich ,urartu1 das die ,stadt ,van in seinem ,mittelpunkt hatte und sich bis zum ,urmiasee erstreckte1 eine bedeutende ,rolle gespielt haben4 ,auch scheint auf ihre ,mitwirkung hin im ,jahre #ghg unter ihrem ,sohne ,adad-nirari der ,gott ,nebo von ,babylonien nach ,assyrien eingefhrt1 d4 h4 beide ,reiche staatsrechtlich vereinigt worden zu sein4 ,ihr ,enkel wurde dann ,unterknig von ,babylon4 ,da dann spter die ,meder1 die sich um #fjj v4 ,chr4 des ,quellgebiets des ,euphrat und ,tigris bemchtigten1 sie als ,reichsgrnderin von ,assyrien betrachteten1 das doch zu ihrer ,zeit schon #hjj ,jahre bestand1 und ihr zahlreiche ,zge der ,liebes- und ,kriegsgttin ,ischtar andichteten1 beweist1 da die ,erinnerung an sie in ,armenien noch lange ,zeit nach ihrem ,tode lebendig blieb4 ,vollends sagenhaft wurde sie spter bei den ,persern4 ,das erfahren wir aus dem ,bericht1 den ,ktesias1 der griechische ,leibarzt des persischen ,groknigs ,artaxerxes ,,ii41 um #djj v4 ,chr4 in seiner ,erzhlung von der ,knigin ,semiramis von ihrem ,leben gab4 ,jedenfalls hat sie durchaus nichts mit den spter so eng an ihren ,namen geknpften hngenden ,grten8 ,babylons zu tun4 ,der tatschliche ,erbauer dieses ,wunderwerkes war einer jener gewaltigen1 mit unerhrter ,machtflle ausgestatteten ,herrscher des ,landes1 nach dem ,berichte des ,berosus1 der zu ,beginn des #c4 vorchristlichen ,jahrhunderts ,belpriester in ,babylon war und in griechischer ,sprache ein ,buch1 betitelt3 ,babylonisches und ,chaldisches81 schrieb1 ,nebukadnezar1 der von #fjd-efa als ,mehrer des ,reichs und ,verschnerer seiner ,hauptstadt ,babylon herrschte und gewaltige ,kanalbauten anlegen lie4 ,der griechische ,geschichtschreiber ,diodoros berichtet in seiner zur ,zeit ,csars und ,augustus' geschriebenen historischen ,bibliothek81 da dieser machtvolle ,assyrerknig1 der seine ,herrschaft bis an die ,grenzen gyptens ausdehnte und im ,jahre #ehf ,jerusalem zerstrte1 diese hngenden ,grten fr seine ,gemahlin ,amyitis errichtet habe1 die1 im ,berglande ,medien geboren1 in der ,euphratebene sich nach den ,bergen und ,wldern ihrer ,heimat sehnte4 ,sie bestanden aus einer #ej m und mehr hohen1 bis #djj m breiten ,pyramide mit mehreren bereinander getrmten ,terrassen1 die auf dicken1 in geringen ,abstnden errichteten ,backsteinmauern ruhten4 ,sie waren mit einer hohen ,erdschicht bedeckt1 in die nicht blo ,blumen und ,zierstrucher1 sondern groe ,bume gepflanzt waren1 die mchtig emporwuchsen und der ganzen ,anlage das ,aussehen eines bewaldeten ,berges gaben4 ,pumpwerke fhrten aus dem ,euphrat ,wasser auf die oberste der ,terrassen1 um von hier in ,rhren und ,rinnen durch die ganze ,gartenanlage zu deren ,bewsserung zu strmen und auch noch die ,bder zu speisen1 die mit allerhand anderen ,gemchern und ,grotten in die ,seitenwnde der ,terrassen eingebaut waren4 ,die ,wurzeln der ,bume mgen schlielich das ,mauerwerk zersprengt und den ,einsturz des ganzen wunderbaren ,baues herbeigefhrt haben1 dessen ,ruinen man heute noch am ,euphrat erkennen zu knnen glaubt4 ber die ,terrassengrten der ,meder und ,perser sind uns von den ,griechen allerlei ,berichte erhalten4 ,sie waren an steilen ,bergabhngen angelegt1 wo sich die ,herstellung solcher von ,mauern gesttzter ebener ,grten in ,terrassen von selbst ergab4 ,sie waren mit ,treppen verbunden und von ,wasserlufen durchzogen1 die stellenweise anmutige ,flle bildeten und mit ,wasserpflanzen erfllte ,becken1 die auch ,springbrunnen besaen1 speisten4 ,zwischen ,reihen von schattenspendenden ,bumen1 die von ,singvgeln aller ,art bewohnt waren1 mssen ,beete von mrchenhafter ,pracht der ,rosen1 ,lilien1 ,safran und anderer ,blumen gestanden haben4 ,im ,mittelpunkt der ,anlage standen schloartige ,huser mit ,sulenhallen1 nach denen alle ,wege fhrten4 ,auer solchen ,grten besaen die ,knige und ,groen des ,reiches ausgedehnte ,jagdgebiete in ,gestalt von eingehegten ,parken1 die von zahlreichem ,wild belebt waren4 ,vom persischen dafr gebrauchten ,worte pardes1 das ,park bedeutet1 stammt die griechische ,bezeichnung pardeisos und das deutsche ,paradies fr den in hnlich wunderbarer ,weise mit ,bumen bestandenen und von der mannigfaltigsten ,tierwelt belebten ,garten ,eden1 in welchem nach der jdischen ,schpfungssage ,gott die ersten ,menschen aus ,erde geschaffen haben soll4 ,nach den ,schilderungen der ,griechen mssen die ,paradiese der ,perserknige ,dareios und ,kyros vollkommen parkartig ausgesehen haben4 ,sie lagen den gut unterhaltenen ,poststraen des ,reiches entlang1 auf denen ein regelmiger kniglicher ,postdienst mit allen erst spter unter den ,rmern und dann erst wieder in der ,neuzeit eingefhrten ,bequemlichkeiten eingerichtet war1 und beherbergten wohnlich eingerichtete ,jagdhuser1 ,scheunen und ,stallungen fr den ,knig und sein zahlreiches ,gefolge samt deren ,pferden4 ,in seiner ,biographie des ,alkibiades 7um #dej in ,athen geboren1 veranlate seine ,vaterstadt #dae zum verhngnisvollen ,zug nach ,syrakus1 der ber #hjjj ,athenern das ,leben kostete1 und wurde nach bewegtem ,leben #djd in einem ,schlo in ,phrygien ermordet7 sagt uns ,plutarch3 ,der persische ,satrap ,tissaphernes1 zu welchem ,alkibiades 7im ,jahre #dab7 geflohen1 ehrte diesen so sehr1 da er sogar seinem schnsten ,parke1 der mit ,springbrunnen1 anmutigen ,wiesen und mit kniglicher ,pracht ausgeschmckten ,anlagen geziert war1 den ,namen ,alkibiades gab1 den der ,park seitdem behalten hat48 ,die von den ,griechen als fr sie etwas ganz ,neues und ,unerhrtes angestaunte ,pracht dieser orientalischen ,grten steht vllig im ,einklang mit der weichlichen ,genusucht ihrer ,erbauer1 die ihr ,leben inmitten ihres ,harems in ppigen ,palsten und ,grten vertrumten4 ,demgegenber ist es bezeichnend1 da wir bis in die ,zeit ,alexanders des ,groen1 der im ,juni #cbc unerwartet in seinem #cd4 ,lebensjahr in ,babylon starb1 nichts von ,grten der ,griechen erfahren4 ,in ihren kleinen stdtischen ,gemeinwesen nahm die ,teilnahme am ffentlichen ,leben1 an der ,politik und an den nationalen ,wettkmpfen ihr ganzes ,interesse in ,anspruch4 ,ihre ,tage verlebten sie meist auerhalb des ,hauses1 auf dem ,marktplatz1 wo es immer etwas ,neues zu verhandeln gab1 und nur soweit ihr ,gewerbe sie dort festhielt1 waren sie in ihrer schmucklos einfach eingerichteten ,wohnung anzutreffen4 ,fr die trge ,ruhe des ,gartengenusses der ,morgenlnder hatten sie weder ,zeit noch ,verstndnis4 ,was uns der ,knder altgriechischen ,lebens1 ,homer1 vom ,garten zu erzhlen wei1 lt nur auf ,obst- und ,gemsegrten schlieen1 von deren kunstmiger ,anlage keine ,rede ist4 ,wohl lagen die ,tempel der olympischen ,gtter in ,grten1 aber es waren dies keine ,ziergrten1 sondern des ,schattens wegen angelegte heilige ,haine1 in denen vielfach ,bildsulen und andere ,votivgegenstnde aufgestellt wurden4 ,auch die ,sulenhallen der ,gymnasien1 in denen die ,knaben und ,jnglinge vor allem in der krperlichen ,ausbildung erzogen wurden und spter auch die ,philosophen ihre ,schler zu regelmigen ,vortrgen versammelten1 scheinen nur von ,baumalleen umgeben gewesen zu sein4 ,was der ,grieche an ,blumen zur ,ausschmckung der ,tafel bei ,gastmhlern bedurfte1 wurde in ,nutzgrten gezogen und auf dem ,markte zum ,kauf feilgeboten4 ,einzig zwei ,grten werden uns im ,athen der klassischen ,zeit genannt1 die als ffentliche ,versammlungs- und ,erholungsorte fr das ,volk dienten und in welchen den ,mnnern1 die sich um den ,staat verdient gemacht hatten1 ,denkmler errichtet wurden4 ,der eine befand sich in nchster ,nhe der ,akademie1 dem ,lehrorte ,platons1 und war in der zweiten ,hlfte des #e4 vorchristlichen ,jahrhunderts unter dem ,staatsmann ,kimon angelegt worden4 ,der andere lag am ,lykeion1 wo ,aristoteles lehrte4 ,beide waren durch gerade ,wege und ,alleen regelmig eingeteilt1 enthielten auer den ,pltzen fr die krperlichen bungen schattige ,alleen und ,haine von ,platanen1 ,terebinthen1 ,ulmen1 lbumen usw4 zwischen grnen ,rasenpltzen und waren mit ,altren und ,statuen geschmckt4 ,viel spter berichtet uns der griechische ,geschichtschreiber und ,geograph ,pausanias1 der zwischen #afj und #ahj n4 ,chr4 in seiner ,periegesis eine wertvolle ,schilderung der von ihm bereisten ,lnder gab3 ,zu ,athen hatte ,apollon einen wunderschnen ,hain1 der aus ,bumen1 die man in ,grten zu ziehen pflegt1 und aus allen mglichen ,pflanzen bestand1 welche auch1 ohne ,frucht zu tragen1 angenehm duften und lieblich anzusehen sind48 ,ein anderer ,grieche1 mit dem romanisierten ,namen ,longus1 schildert uns seinen1 allerdings mehr praktischen ,zwecken dienenden ,garten folgendermaen3 ,ich habe einen ,garten1 den ich mit eigener ,hand besorge1 und der zu jeder ,jahreszeit seinen ,ertrag liefert3 im ,frhling ,rosen1 ,lilien1 ,hyazinthen und beiderlei ,veilchen 7nmlich ,blauveilchen und ,weiveilchen oder ,levkojen71 im ,sommer ,mohn1 den weidenblttrigen ,birnbaum und alle pfelarten48 ,weniger bescheiden als in ,griechenland mgen die ,grten in den reichen ,handelsstdten ,kleinasiens gewesen sein1 wo der orientalische ,einflu den schon zuvor vorhandenen einfachen ,hausgarten in den letzten ,jahrhunderten der vorchristlichen ,zeitrechnung immer grer und ppiger1 mit zahlreichem ,blumenflor und schattigen ,ruhepltzen ausgestaltete4 ,dieser von knstlerischem ,standpunkt1 wie alles1 was die ,griechen unternahmen1 eingerichtete ,garten trug mancherlei vom ,orient bernommene ,blumen und ,zierpflanzen1 war aber im brigen recht einfach4 ,so lernten ihn die ,rmer in ,unteritalien kennen und ahmten ihn bald nach4 ,in dem ,mae als das ,brgertum ,roms wohlhabender wurde1 ward das vordem vom ,rauch des ,herdfeuers geschwrzte ,atrium zu einem als ,empfangsraum benutzten weiten ,vorraum umgewandelt1 der in seiner ,mitte unter der ,lichtffnung ein kleines ,wasserbassin zur ,aufnahme des vom ,dach zusammengelaufenen ,regenwassers aufwies4 ,im hinteren ,hausteil gruppierten sich die ,gemcher um einen offenen1 meist von ,sulenhallen umgebenen ,hof1 das ,peristyl1 das1 wie wir aus den ,funden von ,pompeji wissen1 hufig sehr groe ,abmessungen hatte und mit der ,zeit ganz in einen ,garten verwandelt wurde4 ,regelmig gestaltete ,rasenflchen und ,blumenbeete zerlegten ihn in mehrere ,rechtecke1 die von niedrig gehaltenen ,buchshecken eingesumt waren und auer ,rosenstcken einzelne ,strucher von ,lorbeer und ,myrte trugen4 ,in der ,hofmitte befand sich gewhnlich ein ,wasserbecken1 und zwischen den ,sulen der ringsum laufenden ,halle liebte man in der spteren ,kaiserzeit aus dem ,morgenlande eingefhrte ,zedratzitronen in groen ,tonkbeln aufzustellen1 wie zur ,zeit ,ludwigs ,,xiv4 in ,holzkbeln gepflanzte und in besonderen ,orangerien berwinterte ,pomeranzenbume die ,alleen der ,prunkgrten einfaten4 ,die ,wnde des ,peristyls trugen meist bunte ,malereien1 die dem ,ganzen ein vornehmes ,geprge verliehen1 und aus dem ,grn der ,vegetation leuchteten farbige ,statuetten hervor4 ,pltschernde ,springbrunnen verbreiteten im ,sommer angenehme ,khlung und im ,gezweig der in ,alleen gestellten ,bume trieben ,vgel ihr munteres ,spiel4 ,besonders in ,syrien verwendete man nach ,plinius viel ,flei auf die ,grten1 zumal die ,gemsegrten1 so da ein griechisches ,sprichwort sagt3 ,die ,syrer haben vielerlei ,kohl48 ,auch ihre ,obst- und ,ziergrten mssen sehr sorgfltig gepflegt worden sein4 ,da spter die ,rmer mit ,vorliebe syrische ,sklaven1 die in der hheren ,grtnerei1 im ,veredeln1 ,pfropfen1 ,vermehren und zweckmigen ,beschneiden der ,obstbume einen besonderen ,ruf im ,altertum genossen und in aller ,gartentechnik ,meister waren1 zum ,besorgen ihrer eigenen ,grten und ,obstkulturen benutzten1 davon war bereits bei der ,besprechung der ,fruchtbume die ,rede4 ,ein ungenannter ,grieche der hellenistischen ,zeit gibt uns in den ,geoponik1 einer wahrscheinlich ums ,jahr #iab n4 ,chr4 veranstalteten ,sammlung von ,auszgen aus guten alten griechischen ,schriften ber ,land und ,gartenwirtschaft1 folgende ,ratschlge zur ,anlegung eines ,ziergartens3 ,der ,garten 7pardeisos7 mu so liegen1 da man ihn von der ,villa aus sehen1 sich an seinem ,anblick laben und die durch den ,blumenduft gewrzte und dadurch gesndere ,luft atmen kann4 ,er mu von einer ,mauer oder anderen ,umzunung eingefat sein4 ,die ,pflanzen selbst drfen nicht unordentlich gemischt gepflanzt werden1 als wenn gerade die ,verschiedenheit angenehm ins ,auge fiele1 sondern sie mssen nach den verschiedenen ,arten getrennt stehen1 damit nicht die kleinen von den groen gedrngt oder der ,nahrung beraubt werden4 ,die ,rume zwischen den ,bumen mssen mit ,rosen oder ,lilien oder ,veilchen oder ,safran ausgefllt sein4 ,diese gewhren einen lieblichen ,anblick1 ,wohlgeruch1 sind auch sonst zu brauchen1 vermehren auch die ,einknfte und geben den ,bienen ,nahrung4 ,die ,bume mssen von ,bumen stammen1 die in voller ,kraft stehen2 doch mu man im voraus wissen1 da die aus ,samen gezogenen in der ,regel schlechter sind als die von ,ablegern stammenden4 ,noch besser als diese sind aber die veredelten1 nicht blo in betreff der ,schnheit der ,frchte1 sondern auch an ,fruchtbarkeit und baldigem ,ertrag48 ,als die ,rmer sich den ihnen bekannten ,erdkreis unterjochten1 kamen sie in ihren stlichen ,provinzen mit der hellenistischen und asiatischen ,kultur in enge ,berhrung4 ,die ,folge davon war1 da die ,vornehmen dieses einst rauhen1 ,ackerbau treibenden und ,krieg fhrenden ,volkes es in der luxurisen ,lebensfhrung ihren asiatischen ,vorbildern gleich zu tun strebten4 ,mit dem ,reichtum und den ,kunstschtzen1 die sie aus den eroberten stlichen ,provinzen heimbrachten1 berfhrten sie auch mit der ,kenntnis orientalischer ,sitten die dort altgewohnte ,kunst1 das ,leben fern vom ermdenden ,treiben der ,stadt in gartenmig verschnter ,natur zu genieen4 ,so fllte sich kurz vor und whrend der ,kaiserzeit nicht nur die nhere ,umgebung ,roms1 sondern ganz ,italien mit prchtigen ,grten nach den ,vorbildern des ,ostens4 ,in ihnen bildete die ,villa1 das groe ,landhaus1 den ,mittelpunkt1 von dem die ,anlagen des ,gartens gleichsam ausstrahlten4 ,im ,gegensatz zum ,stadthaus1 das auf engem ,raum stets in der hergebrachten ,weise mit ,atrium und ,peristyl errichtet wurde1 pflegte man in der ,villa den besonderen ,liebhabereien des ,erbauers ,rechnung zu tragen und als ,fortsetzung der ,wohnung in die ,natur hinaus ausgedehnte ,gartenanlagen mit ,frucht- und ,zierbumen zu errichten4 ,einer der ersten vornehmen ,rmer1 der orientalischen ,gartenluxus in ,rom trieb1 war ,lucius ,licinius ,lucullus1 der ,besieger der ,knige ,mithridates von ,pontus und ,tigranes von ,armenien1 der nach seiner ,abberufung aus ,kleinasien im ,jahre #fd v4 ,chr41 den ,staatsgeschften fern1 seinen ,liebhabereien lebte4 ,wie er aus ,kerasos im ,pontusgebiet den ,kirschbaum nach ,italien brachte1 war er einer der ersten1 der in der ,baumzucht und ,blumenkultur gewandte orientalische ,grtner nach der ,heimat berfhrte1 um hier solch schne ,grten1 wie er sie in den ,kulturzentren des ,ostens gesehen hatte1 fr sich erstehen zu lassen4 ,der griechische ,schriftsteller ,plutarch 7#ej-abj n4 ,chr47 nennt die einst von ,lucullus eingerichteten ,grten1 von denen der bedeutendste auf dem heutigen ,monte ,pincio sich befand1 geradezu mrchenhaft4 ,zwischen ,alleen von ,obstbumen lagen blhende ,blumenbeete4 ,von ,hecken versteckt befanden sich darin ,mstereien fr feines ,geflgel und ,teiche mit feinen ,speisefischen4 ,da dieser ,rmer den ,freuden der ,tafel huldigte1 ist ja bekannt genug1 so da die ,bezeichnung lucullische ,mahlzeiten bald in ,rom das ,nonplusultra von ppigkeit bezeichnete1 was gewi zu jener ,zeit des aufkommenden ,luxus etwas besagen wollte4 ,die ppige ,lebenshaltung dieses ,lucullus lt uns bereits den unerhrten ,luxus mancher ,reicher in der ,kaiserzeit ahnen4 ,plutarch kennzeichnet uns sein ,treiben mit folgenden ,worten3 ,nachdem ,lucullus ein berhmter ,staatsmann und ,feldherr geworden und ungeheure ,reichtmer gewonnen hatte1 verwendete er diese auf ,lustbarkeiten1 ,schmausereien1 ,maskeraden1 ,fackeltnze1 prunkende ,gebude1 prachtvolle ,alleen und ,bder1 auf ,gemlde1 ,bildsulen und andere solche ,dinge1 namentlich aber auf seine ,grten1 so da noch zu unserer ,zeit 7#b ,menschenalter nach des ,lucullus ,tod71 wo doch die ,pracht und ,verschwendung aufs hchste gestiegen ist1 die lucullischen ,grten unter den kaiserlichen fr die allerprchtigsten gelten4 -- ,er lie auch am ,meere und bei ,neapel gewaltige ,bauten auffhren1 die grten ,berge durchstechen1 ,kanle und ,seen1 in die das ,meereswasser geleitet wurde1 rings um seine ,huser graben1 lie auf dem ,meere selbst ,palste bauen1 so da ihn der ,stoiker ,tubero den rmischen ,xerxes nannte4 ,bei ,tusculum hatte er eine ,menge ,villen1 sie hatten hohe ,warten mit weit in die ,ferne reichender ,aussicht und zahlreiche schne ,alleen und ,pavillons4 ,dabei hatte er die ,einrichtung getroffen1 da er1 wie er selbst uerte1 gleich einem ,kranich oder ,storche zu jeder ,jahreszeit eine andere ,wohnung beziehen konnte48 ,schon zu des ,lucullus ,zeit1 zu ,ende der rmischen ,republik1 umspannte ein reicher ,kranz der schnsten ,villen mit ausgedehnten ,grten die ,umgebung ,roms4 ,nicht blo die ,abhnge des ,sabinergebirges1 sondern auch die ,campagna di ,roma besa ausgedehnte ,villen1 wie diejenigen des ,cicero1 ,quintilius1 ,pompejus1 der ,valerier1 ,voconier und ,claudier4 ,sie waren meist nach dem ,muster eines ,soldatenlagers angelegt und das ,hauptgebude hie auch ,praetorium1 d4 h4 ,feldherrnhaus4 ,ihr ,reichtum an ,teichen1 ,fontnen1 ,pflanzen1 seltenen ,tieren1 ,luxusgegenstnden aller ,art und architektonischen ,nachahmungen griechischer und orientalischer ,vorbilder mu geradezu erstaunlich gewesen sein4 ,einzelne ,villen der ,campagna hatten so groe ,grten1 da diese von zwei bis drei der ffentlichen ,heerstraen durchschnitten wurden4 ,der ,luxus stieg noch im ,laufe der ,kaiserzeit1 whrend welcher ein prunkvoller ,garten mit schnen ,gebuden1 ,tempeln und ,bildsulen sich an den andern reihte4 ,einen guten ,begriff der ,anlage solcher ,villen geben uns zwei ,beschreibungen aus ,briefen des jngeren ,plinius1 des ,schwester- und ,adoptivsohnes des im ,jahre #gi n4 ,chr4 beim ,vesuvausbruch umgekommenen lteren dieses ,namens1 der von #fb-aad lebte und #ajc ,prokonsul in ,bithynien und ,pontus war1 von wo aus er dem ihm befreundeten ,kaiser ,trajan ,mitteilung von der bis dahin kaum gekannten ,sekte der ,christen machte4 ,er beschreibt seine beiden eigenen ,villen1 von denen die eine bei ,ostia an der ,tibermndung am ,meere lag und nach der ,flle von ,lorbeergebsch ,laurentinum hie1 whrend die andere sich in den ,bergen ,toskanas1 also im ,lande der ,tusker befand1 deshalb ,tuscum hie und ihrer khlen ,gebirgslage wegen im ,sommer bewohnt wurde4 ,die erstere beschreibt er in einem ,briefe an seinen ,freund ,gallus folgendermaen3 ,meine laurentische ,villa1 mein lieber ,gallus1 macht mir sehr viel ,freude4 ,von dem einen ,speisesaal hat man weithin die ,aussicht aufs ,meer1 auf das ,ufer und die reizendsten ,villen4 ,ein anderer ,speisesaal liegt dagegen so1 da man in ihm vom ,meere nichts sieht und selbst bei tosendem ,sturm das ,brausen der ,wogen kaum hrt4 ,dieser ,saal hat aber die ,aussicht auf den ,garten und den ihn umgebenden ,weg fr ,wagen und ,snften4 ,derselbe ist mit ,buchs und stellenweise mit ,rosmarin eingefat4 ,denn der ,buchs gedeiht nur da ppig1 wo er von ,husern geschtzt wird2 wo er dagegen freisteht und vom ,winde getroffen wird1 verdorrt er4 ,an der einen ,seite des ,weges zieht sich eine schattige ,rebenpflanzung hin1 in der man auch mit bloen ,fen weich und bequem gehen kann4 ,der ,garten ist dicht mit ,maulbeer- und ,feigenbumen bepflanzt1 denen dieser ,boden ganz besonders zusagt1 whrend andere ,bume nicht sonderlich gedeihen4 ,mitten im ,garten steht ein ,speisesaal1 von dem man landeinwrts eine herrliche ,aussicht hat4 ,man sieht auch von hier nach der ,villa und einem ,wirtschaftsgarten4 ,an das ,gebude stt ein bedeckter ,gang1 der an beiden ,seiten ,fenster hat1 welche bei heiterem1 ruhigem ,wetter alle geffnet werden1 bei windigem aber nur auf der ,seite1 wo es windstill ist4 ,vor dem ,gange ist eine von ,veilchen duftende ,terrasse48 ,letztere dagegen schildert er in einem andern ,briefe folgendermaen3 ,mein tuskisches ,landgut1 lieber ,apollinaris1 liegt in einer sehr gesunden ,lage am ,fu des ,apennins4 ,im ,winter ist zwar die ,luft so rauh und kalt1 da ,myrten1 lbume und andere ,gewchse1 die eine anhaltende ,wrme verlangen1 absterben2 doch gedeiht der ,lorbeer ganz vortrefflich und leidet zuweilen vom ,frost1 jedoch nicht mehr als bei ,rom4 ,der ,sommer ist dagegen sehr mild und die ,luft fast immer von sanften ,winden bewegt4 ,die ganze ,gegend ist hchst reizend4 ,stelle dir ein ungeheures ,amphitheater vor1 wie nur die ,natur es schaffen kann4 ,eine sich weithin dehnende ,ebene wird von ,bergen umringt2 die ,berge tragen auf ihrem ,rcken hohe1 alte ,wlder1 in denen die ,jagd reiche ,beute gewhrt4 ,am ,gebirgshang entlang zieht sich ein ,schlagwald und zwischen diesem erheben sich ,hgel mit gutem1 urbarem ,boden4 ,der ,wand entlang erstreckt sich eine ununterbrochene ,reihe von ,weinbergen1 die unten von ,buschwerk eingefat sind2 dann kommen ,wiesen und tiefgrndige ,felder4 ,die ,wiesen sind dicht mit ,blumen wie mit lauter ,edelsteinen berst4 ,der ,klee und die brigen ,kruter sind stets saftig2 denn das ,ganze wird durch nie versiegende ,bche bewssert4 ,gleichwohl ist es nirgends sumpfig4 ,mitten durch die ,fluren fliet der ,tiber und fhrt auf ,schiffen die ,erzeugnisse des ,bodens zur ,stadt4 ,meine ,villa liegt am ,fue eines sanft ansteigenden ,hgels4 ,vor der ,hauptfront derselben zieht sich eine ,sulenhalle hin und vor dieser eine ,terrasse mit vielen1 von ,buchs eingefaten ,beeten4 ,weiter unten kommt eine grere ,rabatte und auf beiden ,seiten derselben stehen ,buchsbume1 die so geschnitten sind1 da sie ,gestalten von verschiedenen ,tieren vorstellen4 ,noch tiefer1 da1 wo der ,boden eben ist1 wchst weicher1 zarter ,akanthus4 ,rings herum zieht sich ein ,heckengang mit niedrigem und mannigfach geschnittenem ,gebsch4 ,gleich daran stt eine ,allee in ,gestalt eines ,zirkus mit niedrig gehaltenem und in verschiedene ,gestalten geschnittenem ,buchs4 ,das ,ganze ist von einer ,mauer umgeben1 die treppenfrmig gezogener ,buchs dem ,auge entzieht4 ,in einiger ,entfernung liegt ein ,wiesenplan1 von ,natur ebensoschn wie die eben beschriebenen ,kunstanlagen2 weiterhin erstrecken sich ,felder und viele andere ,wiesen und ,gehlze4 ,von dem ,speisesaal aus bersieht man die ,terrasse1 die ,wiese1 das ,feld und den ,wald4 ,es ist eine ,rennbahn1 ein ,sulengang und weiter rckwrts ein ,sommerhaus vorhanden1 das einen kleinen1 von vier ,platanen beschatteten ,platz einschliet4 ,auf ihm springt aus einem ,marmorbecken ein ,brunnen1 der die ,platanen und den unter ihnen befindlichen ,grasplatz besprengt und erfrischt4 ,weiter unten im ,garten sprudelt eine kleine ,quelle hervor1 welche in ein ,becken fliet und lieblich murmelt4 ,es ist auch ein ,teich im ,garten1 dessen ,wasser sich in ein ,marmorbecken strzt und sich dabei in lauter ,schaum auflst4 ,die ,rennbahn1 welche zu der ,villa gehrt1 dehnt sich weithin aus1 ist von ,platanen umgeben1 in der ,mitte aber ganz frei4 ,die ,platanen sind von ,epheu umrankt1 also unten von fremdem ,laub grn1 oben von eigenem4 ,der ,epheu windet sich girlandenartig von einer ,platane zur andern4 ,unten steht ,buchs zwischen den ,platanen2 er ist nach auen von ,lorbeer eingefat1 dessen ,schatten mit dem der ,platanen zusammenfllt4 ,die ,rennbahn luft eine ,strecke gradaus1 bricht am ,ende im ,halbkreis ab1 ist dort von ,zypressen eingefat1 durch deren dichteren ,schatten khl und finster4 ,in den innern ,kreisen und ,gngen dagegen wechselt khler ,schatten mit ,sonnenschein1 und dort steht auch das ,rosengebsch4 ,aus diesen sich mannigfaltig krmmenden ,gngen kommt man wieder auf gerade ,wege1 deren mehrere1 von ,buchs eingefat1 nebeneinander laufen4 ,dort findet sich auch ein kleiner ,grasplatz1 dort in tausend ,gestalten geschnittener ,buchs und hier und da ist er selbst so geschnitten1 da er ,buchstaben bildet1 welche den ,namen des ,herrn und den des ,grtners darstellen4 ,dazwischen stehen kleine1 zu ,pyramiden geschnittene ,obstbume4 ,dieser schne ,platz ist auch mit niedrig gehaltenen ,platanen geschmckt2 hinter ihm steht glatter1 sich ringelnder ,akanthus 7d4 h4 kultivierter ,acanthus mollis im ,gegensatz zum wildwachsenden ,a4 spinosus1 dem stachligen ,a47 und auf diesen folgen wieder verschiedene ,gestalten und ,namen4 ,am ,ende des ,ganzen steht eine halbkreisfrmige ,bank von weiem ,marmor1 beschattet von ,weinreben1 die sich um vier ,sulen aus karystischem ,marmor schlingen4 ,in der ,bank sind ,rhren angebracht1 und aus diesen fliet ,wasser2 dasselbe strmt in ein niedliches ,marmorbassin1 das immer voll bleibt1 ohne berzuflieen4 ,will man auf der ,bank speisen1 so werden die ,schsseln und schweren ,gerichte auf den breiten ,rand des ,beckens gestellt4 ,die leichteren schwimmen auf ,schiffchen oder knstlich gebauten ,schwimmvgeln und knnen so zu jedem ,gaste gelangen4 ,dem ,marmorbassin gegenber steht ein ,springbrunnen1 dessen ,wasser in die ,hhe getrieben1 dann aber in ,rhren aufgefangen und weitergeleitet wird4 ,nicht weit von der ,bank steht ein ,pavillon1 um den sich bis aufs ,dach hinauf ,reben freundlich emporranken4 ,man ruht hier wie im ,walde1 ist aber in voller ,sicherheit vor ,regen4 ,auch hier ist ein ,springbrunnen1 dessen ,wasser gleich weiter fliet4 ,hier und da findet man ,marmorbnke1 welche den ,mden zu sanfter ,ruhe einladen4 ,an jedem ,ruheplatz ist ein kleiner ,brunnen1 und die ,einrichtung berhaupt so getroffen1 da der ganze ,garten bewssert werden kann48 ,in den ,grten der vornehmen ,rmer sorgte man vor allem fr reichlichen ,zuflu von ,wasser1 um allenthalben ,khlung zu spenden1 rauschende ,sturzbche zu bilden1 groe1 mit buntbemalten ,marmorfiguren geschmckte ,bassins zu fllen und ,springbrunnen und andere ,brunnen zu speisen4 ,hier lie eine ,nymphe ,wasser aus einer ,urne in ein ,becken laufen1 dort entquoll es dem ,schnabel einer von einem ,knaben gebndigten ,gans als ,springbrunnen4 ,in seiner berhmten ,villa tiburtina1 die sich ,kaiser ,hadrian bei ,tibur im ,sabinergebirge erbaut hatte1 war sogar ein groer knstlicher ,see mit kunstvoll gezimmerten ,miniaturschiffen1 auf dem sich der ,kaiser ,seeschlachten vorfhren lie4 ,so zahlreich und kompliziert waren in manchen dieser ,grten die ,wasserknste1 da auer den zahlreichen ,grtnern ein eigener ,wassertechniker1 der aquarius1 fr ihre ,instandhaltung angestellt werden mute4 ,oft war auch ein ,tiergarten damit verbunden1 indem in eingehegten ,rumen allerlei zahme ,tiere1 besonders ,ziervgel1 und in marmornen ,becken ,fische der verschiedensten ,art gehalten wurden4 ,durch ,tacitus kennen wir den ,park am ,goldenen ,hause8 des ,kaisers ,nero1 der von beispielloser ,pracht war1 nicht blo in bezug auf den architektonischen und den plastischen ,schmuck1 sondern auch was die zauberhaften ,blumengrten und mannigfaltigsten ,wasserknste betrifft4 ,wie ,vespasians ppiger ,sohn ,domitian1 der nach seines lteren ,bruders ,titus ,tode am #ac4 ,september #ha den ,thron der ,csaren bestieg1 um am #ah4 ,september #if unter den ,schwertstreichen des ,prokurators ,stephanus1 des ,gardeoffiziers ,cornelius und mehrerer ,gladiatoren aus sieben ,wunden blutend sein durch gruliche ,schandtaten und bermige ,grausamkeit verwirktes ,leben auszuhauchen1 die prunkvollste und ausgedehnteste aller ,kaiserbauten auf dem ,palatin mit ,riesenslen in einem ,walde von ,sulen aus den kostbarsten ,steinarten erbauen lie1 so lie er sich ein an ,pracht mit seinem ,schlosse wetteiferndes ,lustschlo auf dem ,albanergebirge errichten4 ,es erhob sich in vier ,terrassen1 die ganze ,ebene um ,rom beherrschend1 und umschlo in seinen ausgedehnten ,grten auch ein ,theater und ein ,amphitheater1 in welchen zahllose ,feste1 besonders zu ,ehren ,minervas1 gefeiert wurden4 ,an ,ausdehnung und ,mannigfaltigkeit der ,bauten wurde diese ,villenanlage ,domitians noch weit durch die gewaltige1 einen ,umfang von #ab rmischen ,meilen aufweisende ,villa ,hadrians in ,tibur berboten1 deren groer knstlicher ,see vorhin erwhnt wurde4 ,in seinem ,landsitze1 an dem er vom ,jahre #aah bis zu seinem ,tode #ach bauen lie1 suchte er die ,erinnerungen seines rastlosen ,wanderlebens durch die herrlichen ,schpfungen der griechischen ,welt festzuhalten4 ,zwischen prchtigen ,gartenanlagen erhoben sich ber das ,areal zerstreut zwischen ,bergen und ,tlern mit ,wldern1 ,wasserfllen und ,grotten ein ,hippodrom und ein ,theater1 eine griechische und eine lateinische ,bibliothek4 ,groartige ,prunksle fr festliche ,empfnge wechselten mit einfacheren ,bauten des tglichen ,lebens1 durch den erfreuenden ,ausblick in mannigfache ,grten belebt4 ,im ,hintergrunde scheinen die beiden berhmten ,sttten attischer ,philosophie1 das ,lykeion und die ,akademie gelegen zu haben1 schattige ,haine mit ,ruhepltzen1 der ,erinnerung an die groen ,meister geweiht4 ,von ihnen gelangte man zu einem ,prytaneion1 einem kleinen ,kuppelbau1 das ,solons alten ,bau auf dem ,markte in ,athen wiederholte4 ,in gleich spielendem ,sinne hie ein ,bau die ,poikile wie das athenische ,vorbild1 das nach den farbigen ,wandgemlden die ,bunte8 hie und vermutlich eine ,gemldesammlung barg4 ,zwischen ihnen lag die ,canopus genannte ,anlage1 wo sich der ,kaiser in den ,frohsinn des namentlich von den lebenslustigen ,griechen aus ,alexandreia besuchten gyptischen ,badeortes zurckversetzen konnte bei dem ,anblick eines mit gyptischen ,denkmlern geschmckten ,wasserlaufs4 ,an einer andern ,stelle war das den ,musen geweihte idyllische ,tempetal -- eine ,nachahmung des thrakischen ,vorbildes --1 dann der heitere ,hain des ,elysiums neben dem dstern der ,unterwelt zu sehen4 ,dazwischen sprangen wundervolle ,wasserwerke1 die von ,flulufen aus dem nahen ,sabinergebirge gespeist wurden und den ,kaiser1 den ,segner der griechischen ,welt1 der mit beispielloser ,freigebigkeit den ,griechenstdten ,wasserleitungen und ,wasserwerke wunderbarster ,art erbaut hatte1 an seine ,ttigkeit als ,kulturbringer im ,osten des ,reiches erinnern sollten4 ,einen schwachen ,abglanz dieser altrmischen ,kaiserherrlichkeiten bewahrte das die ,ansprche des ,imperiums an sich reiende ,byzanz1 bis auch dieses in greisenhafter ,entartung dahinzuwelken begann4 ,nach dem endlichen ,untergange der ,weltherrschaft ,roms verschwand in den ,wirren und der ,not der ,zeit allmhlich alle diese bis dahin beispiellose ,pracht im ,abendlande1 wo die durch die ,vlkerwanderung mobil gewordenen ,barbarenstmme die ,schpfungen der ,rmer wohl anstaunten1 aber kein ,verstndnis fr sie hatten1 geschweige denn sie mit ,sachverstndnis bernehmen und weiterbilden konnten4 ,die politischen und zugleich auch geistigen ,erben der ,rmer waren zunchst die ,araber1 denen im ,laufe des frhen ,mittelalters der grte ,teil des rmischen ,weltreiches1 nmlich ,vorderasien1 ,afrika1 ,sdspanien und ,sizilien1 zufiel4 ,aus den einstigen umherschweifenden ,hirtenstmmen waren sehafte ,stadtbewohner geworden1 die in den von ihnen eroberten alten ,kulturlndern die feinere ,lebensfhrung der unterjochten ,vlker verstndnisvoll bernahmen und ihren persnlichen ,bedrfnissen anpaten4 ,so wurden die ,villen und ,grten ihrer ,vorgnger1 die sie berall auf ihrem ,siegeszuge vorfanden1 fr sie ,vorbilder1 nach denen sie ihre ,stdte mit einem ,kranze ppiger ,grten umgaben1 wie sie heute noch beispielsweise die ,stadt ,damaskus aufweist1 eingeschlossen von hohen ,mauern1 wie es die ,abgeschlossenheit des huslichen ,lebens ihrer ,bewohner verlangte4 ,es waren regelmige ,anlagen1 mit breiten1 geraden ,hauptwegen und rechteckigen ,feldern1 auf denen im bunten ,wechsel ein reicher ,blumenflor mit lauschigen ,pltzen von ,schattenbumen und farbigen ,kiosken sich fanden4 ,auf abschssigem ,boden senkte sich der ,garten in ,terrassen1 die mit ,treppengngen verbunden waren4 ,mit raffiniertem ,geschick war die ,bewsserung1 namentlich in wasserarmen ,gegenden1 durchgefhrt4 ,offene ,kanle und unterirdisch gefhrte ,ton- oder ,kupferrhren durchzogen den ,boden1 jeden der ,bume des ,gartens besonders speisend4 ,unter diesen spielte naturgem die ,dattelpalme aus alter ,anhnglichkeit die grte ,rolle4 ,im ,garten des maurischen ,sommerpalastes von ,generalife 7arabisch dschenat al arif1 d4 h4 ,garten des ,baumeisters7 in der ,nhe der ,alhambra 7arabisch kelt al hamrah1 d4 h4 die rote ,burg7 bei ,granada aus dem #ac4 ,jahrhundert fhrt ein in ,marmor gefater ,kanal das ,wasser aus weiter ,entfernung vom ,gebirge in den hoch gelegenen ,garten4 ,in ununterbrochenen ,kaskaden strzt es in ihm hinab1 um schlielich in ein ,becken mit einem hohen ,springbrunnen zu flieen1 von wo es dem ,garten in kleinen ,rinnsalen zur ,trnkung der ,pflanzen zustrmt4 beraus gro war der ,blumenreichtum dieser ,grten4 ,eine arabische ,inschrift an einem der zierlichen ,kioske dieses ,gartens von ,generalife sagt3 ,dein ,garten ist geziert mit ,blumen1 die von ihren ,stengeln die sesten ,dfte aushauchen4 ,frische ,luft durchstreicht den ,zitronenbaum und verbreitet den ,wohlgeruch seiner ,blten weit umher4 ,rund um mich her verbreitest du ,harmonie1 ,blumen und ,grn48 ,begreiflicherweise war der ,eindruck1 den die abendlndischen ,kreuzfahrer von solchen arabischen ,grten des ,morgenlandes erhielten1 ein sehr starker und nachhaltiger4 ,darinne stund manig zederbaum mit eten laubes riche8 heit es von einem sarazenischen ,garten in einem ,gedicht des ,minnesngers ,heinrich von ,veldeke aus dem ,jahre #aahj1 und man empfindet die groe ,bewunderung der ,beschauer1 wenn in solchen ,springbrunnen von grunem mermelstein8 und die das dazu ntige ,wasser herbeifhrenden ,leitungen mit funffzig hoen swybogen8 beschrieben werden4 ,es ist immerhin wenig1 was wir von den arabischen ,grten des ,mittelalters wissen4 ,schlsser von mrchenhafter ,pracht mit den prunkvollsten ,grten mssen nach den ,schilderungen der arabischen ,schriftsteller aus jener ,zeit die ,kalifen aus dem ,geschlechte der ,abbasiden in ,bagdad1 der damals grten und in bezug auf ,industrie und ,wissenschaft bedeutendsten aller arabischen ,stdte1 besessen haben4 ,von dem damals hier getriebenen ,luxus meldet uns ein ,gesandter des griechischen ,kaisers in ,byzanz1 der im ,jahre #iag mit einer ,botschaft an den ,frsten der ,glubigen von ,mosul aus den ,tigris hinunterfuhr4 ,die ,truppen bildeten vom ,stadttor an im ,paradeanzug ,spalier und saen auf silbernen und goldenen ,stteln4 ,das ,schlo wimmelte von ,hunderten von ,kammerherrn nebst ,tausenden weier und schwarzer ,diener4 #chjjj der kostbarsten ,teppiche waren berall aufgehngt und #bbjjj waren zum ,beschauen ausgestellt4 ,im kostbaren1 mit ,arkaden aus ,marmor geschmckten ,stall standen tausend ,pferde1 von denen jedes von einem kostbar gekleideten ,bereiter am ,zaum gehalten wurde4 ,im ,tiergarten sah der ,gesandte unter anderem vier prchtig aufgezumte ,elefanten und hundert ,lwen4 ,dann fhrte man ihn zu einem zwischen zwei ,wldchen gebauten ,pavillon4 ,darin war ein mit ,zinn belegter ,teich1 #cj ,ellen lang und #bj ,ellen breit1 der wie ,silber glnzte4 ,darauf ruhten vier leichte1 vergoldete und mit gestickter ,leinwand ausgeschlagene ,khne4 ,um den ,teich herum standen #djj ,palmen1 den unansehnlichen ,stamm mit kostbarem indischen ,tiekholz bekleidet1 das von vergoldeten ,reifen zusammengehalten wurde4 ,am besten aber gefiel dem ,gesandten das ,baumhaus82 darin stand ein aus ,silber und ,gold verfertigter ,baum1 dessen ,bltter im ,winde zitterten4 ,in den ,zweigen saen knstliche ,vgel1 welche sangen und girrten4 ,in allen ,teilen des auf das kostbarste ausgestatteten ,schlosses boten ,diener und ,sklaven in ,schnee gekhltes ,wasser1 ,fruchtsfte und ,reisbier herum4 ,zuletzt kam man vor den ,kalifen1 der in schwarzen1 goldgestickten ,kleidern auf einem schwarzen ,thron von ,ebenholz sa1 auf dem ,haupte die edelsteingeschmckte ,mitra4 ,vor ihm standen fnf ,shne1 drei zur ,rechten und zwei zur ,linken4 ,die ,audienz nahm den blichen ,verlauf4 ,nachher schickte man dem ,gesandten #ej ,beutel mit je #djjj ,mark in sein ,absteigequartier4 ,der ,ehrenadjutant erhielt ,ehrenkleider1 da es noch keine ,orden gab4 ,den von prunkvollen ,grten umgebenen ,schlssern liebte man schne ,namen zu geben1 wie das ,liebesgestirn81 die ,braut81 der ,knig81 die ,krone81 der ,liebende81 der ,geliebte84 ,auen erschienen sie ziemlich einfach1 waren aber innen um so luxuriser eingerichtet4 ,von den ppigen ,sitten der hier ,wohnenden zeugt die eine ,tatsache1 da1 als dem ,statthalter ,chumarnje vom ,arzte ,massage verordnet wurde1 er1 um dem ,daumen des ,masseurs zu entgehen1 den ,teich seines ,gartens mit ,quecksilber fllen und eine seidene1 an goldenen ,bolzen straffgespannte ,matte darauflegen lie4 ,darauf wurde er die ganze ,nacht hindurch geschaukelt und so auf das ,zarteste massiert4 ber die ,privatgrten aus ,bagdads ,bltezeit sagt uns der ,orientalist ,a4 ,mez1 dem wir auch obige ,angaben verdanken3 ,einen groen ,garten am ,hause konnten sich nur die ,allerreichsten leisten1 die ,wohlhabenden hatten ihn drauen vor den ,toren4 ,da es keinen ,rasen gab und der ,palmstamm als hlich empfunden wurde1 so mute man mit der ,mischung von ,blumen und ,wasser auskommen2 dazwischen stand als ,gartenbaum die kstliche1 ernste ,zypresse4 ,blumenknigin war auch hier die ,rose1 danach kam die ,narzisse4 ,gern wurde das helle ,rot der ,rosen mit dem dunkeln der ,anemonen zusammengestellt48 ,rosen stehen um ,anemonen herum in deinem herrlichen ,garten1 ,als ob ,menschengesichter ringsum in eine ,feuersbrunst starrten48 7,sanaubari in ,schabuschtis ,klosterbuch1 ,handschrift ,berlin1 ,folio #if b47 ,dann das ,veilchen im ,trauerkleide81 ,jasmin1 weier ,mohn1 ,granaten1 ,minze1 ,nelken1 ,lilien1 ,myrten und ein paar orientalische ,spezialitten3 ,churram1 ,sausam und ,behr4 ,auf dem ,teiche lag wie groe ,goldstcke8 der ,lotos4 ,also kein ,vergleich mit der ostasiatischen und amerikanischen ,pracht1 ber welche der heutige ,blumenfreund verfgt2 sogar die ,tulpe fehlte4 ,in diese bunte ,welt wurde eine ,loggia oder ein ,pavillon mit ,kuppelhut hineingebaut2 dorthin lud man die ,freunde ein1 a und trank1 labte das ,auge an ,schnke und ,schnkin1 am ,tanz von ,knaben und ,mdchen1 das ,ohr am ,singen der ,vgel1 an kunstreichem ,saitenspiel und ,gesang4 ,man freute sich der ,aussicht1 wenn nachts der ,vollmond am ,horizont lag wie ,gold auf blauen ,hyazinthen81 oder bleich und dnn der junge ,mond wie1 was man sich vom ,nagel abschneidet81 wenn die ,zypressen als hochgeschrzte junge ,mdchen im ,windeswehen spielten4 ,hier zechte man gerne nachts beim ,schall von ,zithernlaute1 ,flte und ,pauke4 ,das ,gemach war mit ,blumen bestreut4 ,die ,zecher trugen ,blumenkrnze auf dem ,haupt und warfen sich ,blumengre zu4 ,sie erwarteten vom ,wein und der ,musik1 da ihre ,seele flog82 dann tanzten8 sie1 hpften auf einem ,bein1 seufzten oder rannten mit dem ,kopf gegen die ,mauer1 -- letztere bung sah man auch an der ,inbrunst der ,frommen gern4 ,illustration3 ,tafel #acc4 ,ein japanischer ,tempelgarten in ,kyoto4 ,illustration3 ,ein altrmischer ,hausgarten4 7,das nach den ,funden wieder hergestellte ,peristyl im ,hause der ,vettier in ,pompeji74 ,illustration3 ,tafel #acd4 ,der ppstliche ,garten des ,quirinal in ,rom gegen das ,ende des #ag4 ,jahrhunderts4 7,nach dem ,kupferstichwerk von ,g4 ,b4 ,falda ,li giardini di ,roma8 #afhc47 ,illustration3 ,tafel #ace4 ,die ursprngliche ,gartenanlage der ,villa d',este in ,tivoli4 7,nach einem ,stich von ,j4 ,b4 ,piranesi74 ,illustration3 ,tafel #acf4 ,gartenanlage von ,schlo ,linderhof in ,sdbayern4 ,derselbe ,autor schildert uns einen vornehmen gyptischen ,garten des ,mittelalters nach der ,beschreibung eines ,zeitgenossen3 ,im ,garten stand ein ,pavillon auf vier ,marmorsulen an einem ,teich1 drum herum ,zitronenbume1 denen man die ,frchte lie1 bis sie abfielen4 ,vier ,pumpen fllten den ,teich1 dessen ,wasser oft gewechselt wurde4 ,darauf lag ein ,kahn aus ziseliertem ,erz4 ,singvgel1 ,tauben und ,pfauen tummelten sich herum4 ,die ,wege waren mit feinen1 bunten ,matten belegt1 als ,tore dienten ,ketten aus ,eisen4 ,der ,rosengarten lag besonders4 ,dort wurde beim ,rosenfest aus ,girlanden ein ,rosenschlo erbaut1 in dem gegessen und gesungen wurde4 ,auch ,parke von groen ,bumen hatte man1 aber ohne ,rasen4 ,und nirgends ,wald6 ,dadurch sind dem ,araber fnf ,sechstel unserer ,romantik abgeschnitten und auch der romanischen2 denn selbst ,ariosts ,abenteuer spielen in ,waldluft4 ,das romantische ,land der ,muslims ist die ,wste48 ,im ganzen zeigen die muhammedanischen ,hausgrten eine nicht weiter berraschende hnlichkeit mit denjenigen der ,rmer1 denen sie nachgebildet waren4 ,indem der ,orientale sein ,haus in ,nachahmung des rmischen1 in welchem sich das husliche ,leben ebenfalls von der ,auenwelt abgekehrt abspielte1 um innere von ,sulen umgebene ,hfe aufbaute1 wurden diese die ,grundlage des ,hausgartens1 in welchem die ,familie sich an der frischen ,luft erging4 ,in der ,mitte befand sich wie beim rmischen ,hausgarten ein ,brunnenbecken mit meist springendem ,wasserstrahl1 ringsherum regelmige ,rasenflchen mit ,blumenbeeten und ,zierstruchern1 die ,wege mit ,marmorplatten belegt4 ,solche ,hfe zeigt uns heute noch das im #ac4 ,jahrhundert erbaute maurische ,knigsschlo der ,alhambra bei ,granada1 allerdings ohne die ursprngliche ,bepflanzung4 ,das durch seine uerst zierliche und geschmackvolle ,architektur und ,bemalung ausgezeichnete1 in ,abbildungen allgemein bekannte ,schlo besteht aus einer ganzen ,reihe solcher rechteckiger ,gartenhfe1 deren grter der ,hof der ,alberca1 auch ,patio de los arrayanes1 d4 h4 ,myrtenhof1 genannt ist4 ,in ihm befindet sich eine der drei im #af4 ,jahrhundert im ,innern der ,alhambra gefundenen berhmten ,vasen aus emaillierter ,fayence4 ,der ,lnge nach durchschneidet ihn ein schmales1 marmornes ,wasserbecken1 das zwei ,springbrunnen miteinander verbindet4 stlich davon befindet sich der berhmteste dieser ,hfe1 der ,lwenhof1 so genannt1 weil in seiner ,mitte eine von zwlf recht mangelhaft geratenen steinernen ,lwen getragene ,doppelschale aus ,alabaster sich findet1 die von einem ,springbrunnen gekrnt wird4 ,das von diesem abflieende ,wasser ergiet sich durch die ,lwenmuler in ein unteres ,bassin1 um von da weitergeleitet zu werden4 ,wie die mittelalterliche ,kirche des ,abendlandes die getreue ,nachfolgerin der christlich-rmischen war1 so fhrten die ,klster des ,mittelalters das aus der ,rmerzeit bernommene ,erbe in bescheidener ,weise fort4 ,auch ihnen bot das rmische ,haus ein willkommenes ,vorbild zu einer nach auen abgeschlossenen ,wohnung4 ,dem ,peristyle desselben entsprach der ,kreuzgang1 und der von diesem eingeschlossene ,hof hatte anfnglich eine ganz hnliche ,teilung wie der ,lwenhof der ,alhambra1 wie der zu ,anfang des #i4 ,jahrhunderts gezeichnete ,plan fr einen ,neubau des ,klosters ,st4 ,gallen deutlich erkennen lt4 ,die spteren ,klster schmckten diese ,hfe oft mit zierlichen offenen ,brunnenhusern und legten diese unmittelbar an den ,kreuzgang1 so da man vom ,refektorium oder ,speisesaal aus einen reizvollen ,durchblick durch das ,brunnenhuschen auf die ,bsche und ,blten des ,hofes geno4 ,abgesehen von diesem ,klosterhofgarten scheint nichts von der rmischen ,gartenkunst auf die nordischen ,vlker im ,mittelalter bergegangen zu sein1 obwohl die ,rmer auch in ihren nordischen ,provinzen1 in ,gallien1 ,germanien und ,britannien1 ebenso wie in den brigen ,teilen des ,reichs1 ihre ,villen und ,villengrten besaen1 die als ,vorbilder htten dienen knnen4 ,die ,wirren der ,vlkerwanderung lieen solches nicht zu1 und auch als ruhigere ,zeiten kamen1 verhinderten die politischen und sozialen ,zustnde die ,ausbildung einer ,gartenkunst1 trotz des lebendigen ,gefhls fr die ,schnheit der ,blumen1 das in den ,dichtungen des spteren ,mittelalters zum ,ausdrucke kommt4 ,der ,brger sa in den unruhigen1 von ,kriegslrm durchtosten ,zeiten in der ihm ,sicherheit des ,lebens und ,eigentums gewhrenden eng ummauerten ,stadt1 der ,adelige auf hohem1 eingeschrnktem ,burgsitz4 ,hinter den ,mauern der ,befestigungen hatte der eine so wenig wie der andere ,raum fr ein ,gartenleben1 wie es die vornehmen ,rmer gefhrt hatten1 ganz abgesehen von dem ,fehlen einer ,kultur1 die das ,bedrfnis nach einem solchen ,leben hervorgebracht htte4 ,das ,einzige1 was von rmischer ,gartenkultur in diesen ,lndern zurckblieb1 waren der ,weinstock1 die verschiedenen ,obstbume1 ,gemse und ,blumen1 die von den einstigen ,herren aus ,italien mitgebracht worden waren4 ,nach und nach erwachten die ,geister aus der dumpfen ,enge der geistigen ,beschrnktheit1 in der sie das ganze ,mittelalter hindurch verharrt hatten4 ,langsam erwachte die ,freude an dem bis dahin fr sndliche ,fleischeslust gehaltenen ,naturgenu1 das sthetische ,vergngen an schnen ,landschaftsbildern1 an zierlichen ,pflanzen1 an der ,form und ,farbe ihrer ,blten4 ,aus dem praktische ,zwecke verfolgenden ,arzneigarten wurde am ,bauernhause das rein idealen ,zwecken der ,freude an schnen ,farben und ,formen dienende ,blumengrtchen4 ,gleicherweise fand dieser ,proze in den ,grten zwischen den ,hfen der ,brgerhuser und vor den ,stadtmauern1 wie bei den ,adeligen an der ,burgmauer statt4 ,gleichzeitig erwachte die ,freude an schnen ,bumen2 namentlich die ,linde stand neben der ,eiche und der ,eberesche in hohem ,ansehen1 wie im ,orient die ,platane als ,schattenbaum bevorzugt wurde4 ,um die ,linde waren ,bnke errichtet1 die zum ,ruhen einluden1 und der umgebende ,rasen war mit geschachzabelten und gevierten81 d4 h4 in schachbrettartig1 mit ,vierecken gemusterten ,blumenbeeten ausgestattet1 die dem ,auge ,freude gewhrten4 ,dazwischen fanden sich allerlei ,gemse und ,arzneikruter4 ,war der ,besitzer reich1 so schmckte ein ,vogelhaus den ,garten und wurden seltene ,tiere in ,kfigen gehalten4 ,manchmal war in einer lauschigen ,ecke noch eine dichte ,geiblattlaube vorhanden1 in die ,liebende sich mit ,vorliebe zurckzogen1 um ihrem jungen ,glcke zu leben4 ,mit der ,befestigung der politischen ,zustnde und dem allmhlich durch den regen ,handel mit dem ,morgenlande befrderten ,wohlstand1 der die ,vorbedingung einer die ,gartenkunst benden vornehmen ,lebenshaltung bildet1 erwachte in den leitenden ,kreisen der ,stadtrepubliken und ,tyrannenstaaten ,italiens1 durch die noch von den ,gelehrten und den ,vertretern der ,kirche gesprochene lateinische ,sprache und die ,menge der noch vorhandenen ,erinnerungen und ,denkmler begnstigt1 in der ,renaissance die ,wiedergeburt antiken ,denkens und ,lebens4 ,war schon am ,ausgange des ,mittelalters namentlich in den ,dichtungen der ,minnesnger das ,naturgefhl wieder so weit zum ,durchbruche gekommen1 da die einfachsten ,erscheinungen in der ,natur1 wie das ,erwachen des ,frhlings1 das ,knospen und ,blhen der ,bume1 das wohltuende ,grn des ,grases und der ,bltter in ,wald und ,feld1 der liebliche ,gesang der ,vgel1 wieder als etwas ,schnes empfunden wurden1 so entstand in den ,italienern mit der ,renaissance zum erstenmal in der ,menschheitsgeschichte die selbst den ,gebildetsten des ,altertums versagte ,fhigkeit1 die ,gestalt der ,landschaft als ,ganzes in ihrer mehr oder weniger ausgesprochenen ,lieblichkeit oder ,grandiositt zu erfassen4 ,sie kommt in der ,malerei vom #ae4 ,jahrhundert bereits zum ,ausdruck1 indem die ,landschaft nicht mehr nur mit dem ,bestreben1 einen ,schein der ,wirklichkeit hervorzubringen1 sondern schon mit der ,absicht1 ihr einen besonderen poetischen ,gehalt unterzulegen1 dargestellt wird4 ,dieses modern empfindende ,naturgefhl kommt auch in der italienischen ,literatur dieser ,zeit zum ,ausbruch4 ,so geniet der #adje zu ,pienza in ,toskana geborene neas ,sylvius de ,piccolomini1 der von #adeh-adfd als ,pius ,,ii4 auf dem ppstlichen ,throne sa1 mit ,entzcken das ,panorama1 das sich ihm vom hchsten ,gipfel des ,albanergebirges1 vom ,monte ,cavo aus1 darbot1 oder die ,schnheit des ,hgellandes um ,siena mit seinen ,villen und ,klstern auf den ,hhen4 ,illustration3 ,bild #gc4 ,anlage eines italienischen ,renaissancegartens mit ,architektur4 7,nach ,j4 ,b4 ,ferrarii ,de florum cultura8 #afcc47 ,aus dem wachsenden ,verstndnisse fr die landschaftliche ,schnheit erwuchs dem gebildeten ,italiener eine ,vorliebe fr das ,landleben1 die um so strker zum ,ausdruck kam1 je grere politische und polizeiliche ,sicherheit die einzelnen ,stdte und ,staaten gewhrten4 ,dabei waren von ,sizilien und ,unteritalien ausgehende ,einflsse1 die auf arabischen ,einflu zurckzufhren sind1 nicht zu verkennen4 ,wie die ,normannen manche ,feinheiten der arabischen ,sitten angenommen und an ihre ,nachbarn1 die ,italiener des ,festlandes weitergegeben hatten1 verbreitete sich die ,freude an hbsch eingerichteten ,grten langsam ber die italienische ,halbinsel4 ,und so fllte sich denn bald wieder die ,umgegend gewisser ,stdte1 hauptschlich ,florenz1 spter auch ,rom1 mit den ,landhusern der durch ,handel und ,industrie reich gewordenen ,stdter4 ,damit war die ,wiederanknpfung an die noch vorhandenen ,reste einer der kstlichsten ,schpfungen des alten ,rmertums gegeben1 um so mehr1 als inzwischen auch die ,architektur bei den zahlreichen berbleibseln der altrmischen ,baukunst in die ,schule gegangen war und einen neuen ,baustil hervorgebracht hatte1 eben den der italienischen ,renaissance4 ,denn der italienische ,garten der ,renaissance1 der nun entstand1 war eine ,schpfung der ,architektur1 wie es wahrscheinlich der altrmische ,garten auch gewesen war4 ,die ihn schufen1 waren ,architekten1 jene ,knstler der ,renaissance1 die nicht blo ,baumeister1 sondern ,universalknstler waren1 die alle bildenden ,knste beherrschten und dadurch allen ihren ,bauschpfungen den ,stempel vllig einheitlicher ,kunstwerke aufprgten4 ,so kam es1 da der ,garten in der italienischen ,renaissance nicht eine ,kunstgattung fr sich darstellte1 sondern stets ,teil eines ,kunstwerks war1 indem ,villa und ,garten als ein einheitliches ,ganzes aufgefat wurden4 ,mit der ,aufgabe1 einen ,palast1 eine ,villa zu bauen1 bernahm der ,architekt zugleich die ,aufgabe1 auch den dazu gehrenden ,garten zu schaffen4 ,und da in dieser ,verbindung von ,haus und ,garten fr die knstlerische ,lsung der ,aufgabe das ,haus mit seiner ,lage und der ,anordnung seiner ,teile notwendigerweise die ,richtschnur abgab1 so hatte sich die ,einteilung des ,gartens der des ,hauses unterzuordnen4 ,das ,haus aber wurde von diesen ,architekten in der ,anordnung der ,rume1 wie im ganzen ,aufbau strenger ,symmetrie unterworfen2 die ,folge davon war1 da diese ,gesetze auch auf den ,garten bertragen wurden4 ,da nun ,italien durchweg ein gebirgiges ,land ist1 und fr die ,lage der ,villen in erster ,linie die ,schnheit der ,aussicht bestimmend war1 sie also meistens an den ,abhngen errichtet wurden1 so mute der ,garten terrassiert werden1 was an sich schon wesentlich dazu beitrug1 ihn zu einem architektonischen ,kunstwerk zu gestalten4 ,die ,anlage solcher ,terrassen aber erforderte das ,auffhren von ,mauern und ,brstungen1 und untereinander muten die ,terrassen durch ,treppenanlagen verbunden werden4 ,so wurden die ,terrassenanlagen mit ihren ,brstungsgelndern und ihren ,freitreppen zu dem ,hauptelemente bei der architektonischen ,gestaltung1 das den ,charakter dieser italienischen ,grten bestimmte4 ,der regelmigen ,anlage des ,ganzen entsprechend1 wobei die ,mittelachse des ,gebudes sich in den ,garten fortsetzte1 traten auch die schmckenden ,pflanzengruppen und ,blumenbeete in architektonischen ,formen auf und mute sich der ,pflanzenwuchs der ,schere beugen4 ,die ,blumen wuchsen in geometrisch geformten ,beeten1 und dazwischen stellte man die zahlreichen wieder ausgegrabenen1 der ,farbe beraubten1 antiken ,statuen oder ,nachahmungen derselben zum ,schmucke als willkommene ,abwechslung fr das ,auge auf4 ,wenn immer mglich1 durfte zur ,belebung des ,ganzen auch das strmende ,wasser nicht fehlen4 ,in rauschenden ,kaskaden strmte es von oben herab1 um1 unten angelangt1 in ,springbrunnen wieder aufzusteigen und sich schlielich in weiten1 gemauerten ,bassins zu sammeln4 ,eine der ltesten solcher ,anlagen war diejenige der ,villa ,rucellai in ,florenz1 die die durch die ,einfhrung der ,orseilleflechte aus dem ,orient in die ,frberei des ,abendlandes reich gewordenen ,nachkommen des im #ac4 ,jahrhundert in der aufstrebenden ,stadt ansssig gewordenen ,deutschen ,federigo1 d4 h4 ,friedrich1 sich bauten4 ,in ihr waren zur ,staffage zahllose antike ,trmmer aufgestellt1 an denen der junge ,michelangelo ,studien als ,zeichner und ,bildhauer machte4 ,als spter in der ,architektur ein anderer ,geschmack aufkam und die noch mavolle ,hochrenaissance in die weniger ruhigen ,formen des ,barock berging1 nahmen die ,wasseranlagen in den ,grten derart berhand1 da sie in vielen ,fllen durchaus den ,eindruck beherrschten4 ,da konnte man bald der ,wasserknste nicht genug bekommen4 ,zahllose ,springbrunnen in ganzen ,alleen -- in der ,villa d',este in ,tivoli bei ,rom z4 ,b4 zhlte man deren an #ajjj -- schleuderten ihre ,wasser in die ,hhe1 und die reiche1 in ,marmorfiguren wieder auflebende ,welt der heidnischen ,gtter und ,halbgtter1 die als plastischer ,schmuck sich nicht nur auf den ,terrassen1 den ,treppen und ihren ,balustraden erhob1 sondern auch die ,springbrunnen und ,wasserbecken belebte1 spie ebenfalls in oft recht geschmackloser ,weise ,wasser4 ,brunnen entsprangen den ,treppen1 sprudelten aus den ,wnden der ,terrassen hervor und selbst die ,kaskaden1 die sogenannten ,wassertreppen1 wurden von ihnen unterbrochen4 ,die ,bergwnde wurden ausgehhlt und die ,grotten1 die man hier bildete1 fllte man mit allerlei ,wassereffekten4 ,schlielich arteten die ,wasserknste in ,spielereien aus4 ,man lie in den ,grotten ,wasser in hohle ,rhren fallen und trieb dadurch die ,luft hinaus in eine ,pfeife1 die tnte4 ,aus einer ,anzahl solcher ,pfeifen stellte man ganze ,wasserorgeln her4 ,berhmt war in dieser ,beziehung der ,garten der vom ,neapolitaner ,pierro ,ligorio fr den ,kardinal ,hippolyto von ,este erbauten ,villa d',este in ,tivoli1 in welchem zwischen den architektonischen ,prospekten nicht blo olsharfen1 sondern auch vom ,wasser getriebene ,musikwerke fr den ,kardinal und seine ,freunde ihre ,melodien erschallen lieen4 ,der ,vogelbrunnen in baumbeschatteter ,grotte ahmte allerlei ,vogelstimmen nach1 bis das pltzliche ,erscheinen einer groen1 knstlichen ,eule den kleinen ,vgeln ,schweigen gebot4 ,auerdem wurde das ,wasser zu allerhand schlechten ,scherzen gegen uneingeweihte ,besucher benutzt1 die unvermutet bespritzt wurden1 wenn sie in den ,grotten oder auf den beim ,herumspazieren begangenen ,wegen auf bestimmte ,stellen des ,fubodens traten4 ,betrgerische ,sitze waren angebracht2 setzte man sich auf sie nieder1 so spritzte ein ,wasserstrahl unter den ,fen des ,sitzenden hervor4 ,in manchen ,grotten standen ,bildsulen1 die sich bei ,berhrung einer bestimmten ,stelle umdrehten und den harmlosen ,zuschauer mit ,wasser begossen1 und andere dergleichen ,spe mehr4 ,eine weitere1 noch bedenklichere ,ausartung betraf den ,pflanzenwuchs4 ,die meisten ,schmuckbume des italienischen ,gartens1 vor allem die ,pinie und ,zypresse1 welch letztere in ihrer aufstrebenden1 scharf umrissenen ,form etwas durchaus architektonisches hat1 das keiner ,nachhilfe bedurfte1 dann die immergrne ,eiche1 der ,orangenbaum1 der ,lorbeer1 ferner die ,gestrucher1 wie ,myrten1 ,azaleen1 ,rhododendren und andere1 haben von vornherein so bestimmte1 feste ,umrilinien1 da die ,versuchung1 ihre ,kronen zu beschneiden1 durchaus fern lag4 ,anders war es schon mit den ,hecken1 mit denen die verschiedenen ,teile des ,gartens umschlossen waren4 ,in den lteren ,grten waren die ,flchen zwischen den ,hauptrichtungslinien1 die durch die ,achsen der ,villa bestimmt wurden1 meist in quadratische oder doch wenigstens rechteckige ,felder aufgeteilt1 wobei die ,kreuzungspunkte der ,wege durch ,baumgruppen1 ,springbrunnen oder ,lauben geziert waren1 whrend ,alleen von ,zypressen1 den wichtigsten ,bumen des italienischen ,gartens1 die ,hauptwege begleiteten4 ,die einzelnen ,felder dieses ,parterres1 deren ,begrenzung mit der ,zeit von der einfachen1 geradlinigen ,linienfhrung zu gewundenen1 selbst verschnrkelten ,formen berging1 waren in ihrem ,innern mit saftig grnem ,rasen1 mit blhenden ,gestruchern und ,blumen aller ,art erfllt4 ,da begann man statt der natrlich gewachsenen ,formen allerlei aus ,buchs und ,eibe geschnittene ,figuren1 wie sie schon die ,rmer der ,kaiserzeit geliebt hatten1 zur ,ausschmckung zu verwenden4 ,manche der ,felder wurden auch als sogenannte ,labyrinthe ausgebildet1 d4 h4 zwischen mit der ,schere zu grnen ,wnden beschnittenen ,hecken fhrten verschlungene ,wege zu einem ,platze im ,mittelpunkt des ,labyrinths1 den man auffinden mute1 wobei man in allerhand ,sackgassen geriet4 ,alle diese ,buchs- und ,eibenhecken reizten begreiflicherweise dazu1 auer den geradlinig beschnittenen auch andere ,formen herzustellen1 z4 ,b4 die ,endpunkte der ,hecken durch ,halbkugeln oder ,kugeln auszuzeichnen oder den ,heckenrndern statt einer geraden eine geschwungene obere ,begrenzung zu geben4 ,solche ,grten aus dem #af4 ,jahrhundert finden wir noch andeutungsweise im heutigen ,italien1 z4 ,b4 in der berhmten1 jetzt leider stark verfallenen ,villa ,aldobrandini in ,frascati bei ,rom1 in den ,giardini ,giusti in ,verona und ,boboli hinter dem ,palazzo ,pitti in ,florenz4 ,in ihnen sind allerdings die einst in strengen ,formen gehaltenen ,gewchse der ,schere entwachsen und haben riesige ,dimensionen angenommen1 die das einstige ,aussehen nicht mehr wiedergeben1 heute aber nach unserem ,geschmack groartiger und schner wirken4 ,italien galt damals fr tonangebend in ,geschmack und ,sitten der groen ,welt4 ,so konnte es nicht fehlen1 da die franzsischen ,knige wie die deutschen ,kirchenfrsten seinen ,gartenbau nachahmten4 ,claude ,mollet1 der ,grtner ,heinrichs ,,iv4 von ,frankreich1 errichtete in dieser ,weise die ,gartenanlagen der ,schlsser von ,blois1 ,fontainebleau und ,st4 ,germain en ,laye4 ,zwischen den geradlinigen ,alleen waren kunstvolle als parterres en broderie bezeichnete ,blumenbeete errichtet1 zwischen denen die ,kavaliere und ,damen des ,hofes lustwandelten4 ,aus verschiedenfarbigen ,pflnzchen mhsam hergestellte ,buchstaben und ,sinnsprche erfreuten die ,besucher4 ,aus ,hainbuchen und ,weidorn schnitt man ,tiergestalten1 ,menschen und ,schiffe1 zwischen welchen weie ,marmorstatuen eine wohltuende ,abwechslung boten4 ,und whrend die ,grten der ,renaissance sich auf die nhere ,umgebung der sie schmckenden ,palste beschrnkt hatten1 ging man mehr und mehr zu dem weiten1 ausgedehnten ,garten des folgenden ,barock ber4 ,die ,grten der ,barockzeit1 wie sie uns in ,italien in der ,villa ,borghese und in der ,villa ,pamphili ,doria in ,rom1 leider stark verballhornisiert1 entgegentreten1 zeigen alle mehr oder weniger entwickelt schon ,vorboten des freien ,landschaftstils in ,gestalt von in rein natrlichen ,formen gehaltenen ,waldpartien1 die auf begrenztem ,raum mglichst viel ,naturschnheit knstlich vereinigen4 ,nach diesem ,muster entstand in ,frankreich allmhlich der nach dem ,architekten und ,gartenknstler ,le ,ntre benannte regelmige ,gartenstil zur ,zeit ,ludwigs ,,xiv41 der vorbildlich fr ganz ,europa wurde4 ,le ,ntre war #afac als ,sohn des ,palast- und ,gartenintendanten der ,tuilerien geboren und mag sich schon frh mit ,gartenangelegenheiten beschftigt haben4 ,doch wurde er zunchst ,maler und ging als solcher nach ,italien1 wo er besonders in ,rom die dortigen ,grten kennen lernte4 ,die ,eindrcke1 die er hier vom ,zusammenwirken von ,haus und ,garten als einheitlichem ,kunstwerk und von der ,wirkung und verschiedenen ,verwendung des ,wassers erhielt1 sind zweifellos bestimmend fr sein spteres ,schaffen gewesen4 ,als ,ludwig ,,xiv4 an ,stelle des von ,heinrich ,,iv4 angelegten und von ,ludwig ,,xiii4 erweiterten ,jagdschlosses im ,walde von ,versailles mit einem ,aufwand von insgesamt mehr als einer ,milliarde alter ,franken eine ppig ausgestaltete neue ,residenz baute1 berief er ,le ,ntre zur ,anlage des gewaltigen1 das ,schlo umgebenden ,gartens und fand in ihm den geeigneten ,mann zur ,verwirklichung seiner groartigen ,plne4 ,bis an das ,ende seines langen ,lebens -- er starb #hg;jhrig im ,jahre #agjj -- blieb er im ,dienste des ,knigs1 der ihm stets seine volle ,gunst zuwandte1 und schuf die ,grten der brigen ,knigsschlsser der franzsischen ,krone um4 ,er hat das groe ,verdienst1 aus dem bis dahin nur regelmigen franzsischen ,garten einen architektonischen geschaffen zu haben4 ,nicht1 da er dazu etwas ,neues htte erfinden mssen1 er wandelte vielmehr nur um1 was schon vorhanden war1 unter dem ,eindrucke dessen1 was er in ,italien gesehen hatte4 ,er verband ,haus und ,garten zu einem knstlerischen ,ganzen und tat das in einer ,weise1 die dem nach theatralischen ,effekten verlangenden ,geiste seiner ,zeit durchaus angemessen war4 ,illustration3 ,bild #gd4 ,wahrer ,grundri des weltberhmten kgl4 ,lustgartens zu ,versailles48 7,nach einem ,stich von ,m4 ,diesel47 ,vor ihm hatte sich die ,gartenkunst ,europas nrdlich der ,alpen unberhrt von derjenigen der ,renaissance entwickelt4 ,hier war man noch viel rmer als dort und fhlte sich auerhalb der ummauerten ,stdte und ,burgen nicht sicher genug1 um den vorhandenen kleinen ,ziergarten hinaus in die ,landschaft zu verlegen4 ,und als auch die wirtschaftlichen und politischen ,zustnde sich hier so weit gebessert hatten1 da man an ein ,landhausleben wie in ,italien denken konnte1 so blieb die ,gartenanlage wie sie im ,mittelalter gewesen war1 eine geschachzabelte und gevierte81 d4 h4 eine schachbrettartig regelmig aufgeteilte1 ebene ,anlage4 ,so sehen wir diese ,grten1 von denen kaum etwas erhalten ist1 noch in den ,kupferstichwerken des #ag4 ,jahrhunderts als eintnige1 regelmige ,anlagen1 deren meist gleich groe quadratische ,felder mit geschnittenen ,hecken umgeben waren4 ,die ,wege waren oft mit ,laubengngen aus ,gitterwerk berdacht1 die zu zierlichen ,pavillons fhrten4 ,auch ,springbrunnen und ,skulpturen fehlten nicht1 ebenso waren mit ,vorliebe verwickelte ,gnge in ,form von zu senkrechten ,wnden geschnittenen ,buchs- und ,eibenhecken als ,labyrinthe vorhanden1 die den ,besucher nach langer ,irrfahrt endlich zu einem ,platze im ,mittelpunkt der ,anlage fhrte2 doch war bei ihnen von einer einheitlichen ,kunstwirkung1 zusammen mit dem ,hause1 keine ,rede1 wie sie im italienischen ,garten so eindrucksvoll durchgefhrt war1 ganz abgesehen davon1 da diese kleinen ,anlagen sich in der ,ebene befanden und schon deshalb fr einen architektonischen ,aufbau1 wie im italienischen ,garten1 keine ,keime in sich trugen4 ,schon zu ,ende des #af4 ,jahrhunderts begann unter italienischem ,einflusse ein neuer grozgiger ,geist in die ,gartenanlagen der franzsischen ,knigsschlsser zu kommen4 ,man brachte wie in ,italien die ,linien des ,hauptgebudes1 des ,schlosses1 mit dem ,garten in ,verbindung und schuf damit einen weiten ,durchblick1 eine ,perspektive2 auch legte man um das ,schlo einen freien ,platz1 um dadurch das ,gebude als den ,mittelpunkt der ganzen ,anlage hervorzuheben4 ,durch diese ,neuerungen1 die ,claude ,mollet1 der ,grtner ,ludwigs ,,xiii41 an den kniglichen ,grten von ,fontainebleau in ,verbindung mit der ,anlage groer ,wasserbecken mit ,springbrunnen zuerst in ,frankreich einfhrte1 erhielt der ,garten einen ,zug ins ,groartige und begann sich damit dem ,glanze der franzsischen ,kultur anzupassen1 die im #ag4 ,jahrhundert diejenige der ,nachbarlnder1 namentlich ,deutschlands1 das whrenddem unter den ,schrecknissen des ,dreiigjhrigen ,krieges zu leiden hatte1 weit berragte4 ,ihren ,hhepunkt erreichte diese ,zeit unter der ,regierung des ,sonnenknigs1 ,ludwigs ,,xiv41 und die ,grten1 die in der zweiten ,hlfte des #ag4 ,jahrhunderts fr ihn und die ,ersten des ,landes angelegt wurden1 spiegeln deutlich die ,eigentmlichkeiten des franzsischen ,hoflebens dieser ,periode wieder mit der ,gemessenheit und ,steifheit seines ,zeremoniells und seiner theatralischen ,grandezza1 die ihren bezeichnenden ,ausdruck in den schwlstigen ,allongepercken und den die ,gestalt erhhenden ,stckelschuhen fand4 ,aus dem ,geiste dieser vornehm tuenden ,zeit heraus bildete ,andr ,le ,ntre den regelmigen franzsischen ,garten zum architektonischen um4 ,das ,haus1 das ,schlo1 war der ,brennpunkt seines ,gartens und sollte mglichst von allen ,hauptpunkten der ausgedehnten ,anlage sichtbar sein2 andererseits sollte vom ,schlo aus der ganze ,garten berblickt werden knnen4 ,um dies leichter zu ermglichen1 wurde es auch in der ,ebene auf eine erhhte ,terrasse von gewaltigen ,dimensionen gebaut1 wodurch es frei aus dem ,garten herausgehoben wurde4 ,dasselbe ,ziel verfolgte die ,hervorhebung der ,mittelperspektive auf das ,schlo und vom ,schlosse aus4 ,die von der ,mitte des ,schlosses ausgehende ,hauptallee durchschnitt den ,garten seiner ganzen ,lnge nach und war mit hohen geschnittenen ,baumwnden eingefat4 ,lngliche ,wasserbecken in derselben ,richtung unterbrachen sie4 ,in dieser ,perspektive schweifte nun der ,blick ber eine ,flle von ,wasserbecken mit ,springbrunnen in die ,ferne1 und umgekehrt bot sich vom ,ende des ,gartens1 ja von weither gesehen1 das ,schlo auf seiner ,terrasse eindrucksvoll dar4 ,auer dieser ,mittelperspektive wurden berall1 kreuz und quer durch den ,garten1 andere ,durchblicke angelegt und damit das eintnige ,schema der schachbrettartigen ,aufteilung der ,flche durchbrochen4 ,um mglichst ,abwechslung zu bringen1 wurde jede dieser ,nebenperspektiven1 deren meist mehrere strahlenfrmig von einem ,punkte ausgingen1 mit einem point de vue1 einer ,fontne1 einer ,statue1 einem kleinen ,gartenhuschen oder etwas hnlichem ausgestattet4 ,die abgelegenen ,gartenpartien wurden von hohen ,heckenwnden1 meist geschnittenen ,hainbuchen1 umgeben und ihr ,inneres mit ,baumwuchs erfllt1 was den ,eindruck hervorrief1 als seien alle den ,garten durchquerenden ,perspektiven mit hohen grnen ,kulissen umstellt4 ,zwischen diesen stilisierten ,anlagen waren1 damit neben der strengen ,form auch die spielende ,phantasie ihr ,recht bewahre1 allerlei ,labyrinthe und ,irrgnge1 ,grotten1 ,naturtheater und verschieden ausgestattete ,pltze mit ,lusthusern aus ,gitterwnden oder ,springbrunnen und plastischen ,gruppen jeder ,art zerstreut4 ,der ganze ,garten war nach italienischem ,muster mit ,statuen der antiken ,gtter- und ,halbgtterwelt belebt1 die frei oder in nischenartigen ,vertiefungen der ,heckenwnde aufgestellt waren und mit ihrem ,wei das eintnige ,grn des ,hintergrundes unterbrachen4 ,noch mehr als im italienischen ,garten war das ,wasser zur ,mitwirkung herangezogen4 ,war es dort das lebendige1 in ,kaskaden herabrauschende und in ,fontnen aufsprudelnde ,wasser gewesen1 so waren es hier ausgedehnte ,wasserbecken1 die an sich schon durch die ,masse wirkten1 gleichfalls belebt von ,springbrunnen1 welche aus plastischen ,gruppen hervorschossen1 und hintereinanderstehenden ,wasserstrzen4 ,als ein ,hauptstck des ,gartens breitete sich unmittelbar vor dem ,schlosse das ,blumenparterre in ,gestalt von ,blumenteppichen aus1 wie es schon der ltere franzsische ,garten1 gleich demjenigen der italienischen ,renaissance1 besa4 ,um ihre ,zeichnung gehrig zur ,geltung zu bringen1 beschrnkte man sich ebenso wie in ,italien nicht auf ,blumen1 die nicht ausreichten1 als die ,muster feiner und zierlicher wurden1 sondern man verwendete dazu ,rasen und geschnittenen ,buchs und fllte die ,zwischenrume zwischen den einzelnen ,figuren mit gefrbtem ,sand1 mit ,ziegelmehl oder ,kohlenstaub4 ,in der ,mitte der ,blumenbeete waren die hohen ,ziergewchse1 wie ,sonnenblumen und ,malven1 gruppiert und wurden von immer niedrigeren eingefat4 ,fr den ,frhling wurden ,tulpen1 ,hyazinthen und ,narzissen in schachbrettfrmiger ,anordnung auf die ,beete gepflanzt1 um nach dem ,verblhen durch anderen ,blumenflor abgelst zu werden4 ,selten fehlte auch die ,orangerie1 die meist ein besonderes ,parterre an geschtzter ,stelle bildete1 an welche sich die zum berwintern ntigen ,kalthuser anschlossen4 ,hier standen in ,reihen sdliche ,gewchse in ,kbeln1 wie ,orangen1 ,zitronen1 ,myrten und ,lorbeer4 ,aber ihre ,verwendung war durchaus nicht auf die ,orangerie beschrnkt1 sie begleiteten vielmehr auch die ,linien des ,parterres und umgaben die ,wasserbecken4 ,in diesen groartigen ,anlagen1 die durchaus keine brgerlichen ,hausgrten waren1 sondern den ,bedrfnissen von ,knigen und ,herren mit groer ,hofhaltung entsprachen1 dienten als ,schaupltze glnzender ,feste1 ihre ,boskets und cabinets de verdure waren der ,ort fr die arkadischen ,schferspiele der ,hofgesellschaft4 ,ihre ,kosten waren derart1 da sie nur entstehen konnten1 wo den ,launen eines absoluten ,herrn unbeschrnkte ,mittel zur ,verfgung standen1 die durch rcksichtslose ,besteuerung der ,untertanen beschafft wurden4 ,nchst ,versailles war einer der schnsten von ,le ,ntre angelegten ,grten derjenige von ,marly1 von dessen wundervollen ,wasserwerken uns alte ,kupferstiche ein gutes ,bild geben4 ,der ,garten von ,gro-,trianon war kleiner und einfacher4 ,auch den ,garten von ,st4 ,cloud baute ,le ,ntre um und legte an der ziemlich steilen ,talwand der ,seine die berhmten ,wasserwerke an4 ,der ,garten von ,chantilly kam an ,ausdehnung demjenigen von ,versailles gleich2 er hatte einen ,kanal von #c km ,lnge1 der #hj m breit war1 whrend derjenige von ,versailles bei #afjj m ,lnge nur #fj m ,breite besa4 ,auch die ,grten von ,st4 ,germain1 ,meudon und ,fontainebleau baute er um und machte die ,plne zu zahlreichen auswrtigen ,grten2 denn wie das ,zeremoniell und die ,sitten der ,versailler ,hofhaltung berall in ,europa ,nachahmung fanden1 so war auch der ,versailler ,garten das vielbewunderte ,muster fr die brigen ,hfe1 die es in allem dem ,sonnenknige8 gleichtun wollten4 ,grten dieser ,art schossen sozusagen wie ,pilze aus dem ,boden hervor4 ,wir lernen sie wie die franzsischen am besten durch die ,kupferstiche kennen1 in denen die berhmtesten ,grten der damaligen ,zeit abgebildet und beschrieben wurden4 ,da ist z4 ,b4 in ,england der ,garten von ,hamptoncourt1 in ,ruland derjenige von ,peterhof1 in ,schweden derjenige von ,drottningholm bei ,stockholm4 ,die meisten ,nachahmer fand aber der franzsische ,garten1 wie andere franzsische ,dinge auch1 in ,deutschland1 wo alle die zahllosen greren und kleineren1 bis zu den kleinsten ,hfen1 die sich1 so gut oder so schlecht es ging1 nach franzsischem ,muster einzurichten suchten1 eine ,nachahmung des ,versailler ,gartens zur ,erhhung ihres ,glanzes fr unbedingt notwendig hielten4 ,von den vielen deutschen ,anlagen dieser ,art sind vor allem die ,grten von ,schnbrunn bei ,wien1 ,nymphenburg und ,schleiheim bei ,mnchen1 ,schwetzingen bei ,heidelberg1 ,wilhelmshhe bei ,kassel1 dessen ,kaskadenanlage allerdings eine ,nachahmung derjenigen der ,villa ,aldobrandini in ,frascati bei ,rom ist1 dann in ,hannover1 ,charlottenburg usw4 zu nennen4 ,auch die geistlichen ,frsten wollten nicht hinter den weltlichen zurckbleiben2 davon zeugen die ,grten der ,frstbischfe von ,salzburg 7,hellbrunn und ,mirabellgarten71 ,olmtz zu ,kremster1 ,wrzburg und ,mainz4 ,einer der sptesten franzsischen ,grten war auch die jetzt ganz vernderte ,schpfung ,friedrichs des ,groen in ,sanssouci1 die bezeichnend fr die ,vorliebe des groen ,knigs fr alles ,franzsische ist4 ,le ,ntres ,nachfolger suchten den ,mangel groer ,verhltnisse in ihren ,anlagen durch die ,bereicherung der ,einzelheiten zu ersetzen4 ,die als ,fortsetzung der ,rume des ,hauses gedachten1 von glatt geschnittenen1 hohen ,laubwnden umschlossenen ,gartenrume des klassischen ,le ,ntreschen ,stils erschienen ihnen langweilig1 und so gaben sie den langen ,heckenwnden die bewegten ,formen der ,steinarchitektur1 was sehr unnatrlich aussah4 ,man versah sie mit ,sulen1 ,pfeilern und ,gesimsen1 man schnitt ,tr- und ,fensterffnungen in sie hinein1 bekrnte sie mit ,kugeln und ,obelisken1 alles aus dem lebendigen ,grn geschnitten4 ,die ,laubengnge bildete man in ,form von ,kreuzgewlben oder gab ihnen aus ,laubwerk geschnittene ,dcher4 ,damit nicht genug1 ahmte man schlielich ganze ,gebude1 ja selbst ,ruinen aus ,heckenwerk nach4 ,mit dieser ,unnatur hielt die knstliche ,behandlung der ,buchs- und ,eibenpflanzungen ,schritt1 indem man von der ,wiedergabe einfacher stereometrischer ,krper zu derjenigen von ,tier- und ,menschenfiguren1 ja zu ganzen aus solchen ,figuren gebildeten bewegten ,szenen berging4 ,je kleiner der ,garten war1 um so mehr ging er in solchen ,knsteleien auf und um so unnatrlicher erschien er4 ,die unausbleibliche ,reaktion gegen diese ,ausartung einer in ihren ,anfngen gro und ernst angelegten ,kunstweise ging von ,england aus4 ,in diesem ,lande1 das durch seine ,inselnatur vor den kriegerischen ,einfllen der ,nachbarn geschtzt war und sich schon seit dem #ad4 ,jahrhundert geordneter sozialer ,zustnde erfreute1 hatte die ,kulturentwicklung keine ,unterbrechung erfahren1 und der zunehmende ,seehandel brachte dauernden ,wohlstand und teilweise sogar bedeutenden ,reichtum weiter ,kreise4 ,zu einer ,zeit1 da auf dem mitteleuropischen ,festlande ,adel und ,brger noch hinter ihren ,mauern saen1 konnte der englische ,lord schon seine ,burg1 den keep1 verlassen und sich ein bequemes ,haus inmitten seines ,gutsbezirkes bauen4 ,namentlich in dem glcklichen ,zeitalter der ,knigin ,elisabeth von #aeeh bis #afjc fllte sich das ,land1 das seit der ,eroberung durch die ,normannen im #aa4 ,jahrhundert das bergewicht ber die ,stdte erlangt hatte1 mit prchtigen ,landsitzen1 deren ,grten sich allerdings im groen und ganzen nicht allzusehr von den gleichzeitigen in ,frankreich und ,deutschland unterschieden4 ,die ,einteilung in rechteckige ,felder1 die ,laubengnge und ,irrgrten1 die ,wasserbecken und ,springbrunnen waren wie diejenigen der mitteleuropischen ,grten4 ,dagegen spielte bei ihm die terrassenfrmige ,anlage eine grere ,rolle1 vielleicht als eine ,folge der hgeligen englischen ,landschaft1 vielleicht aber auch auf italienische ,einflsse zurckzufhren4 ,ferner hatte der englische ,garten eine ausgeprgte ,vorliebe fr beschnittene ,buchs- und ,eibenpflanzungen1 die wohl durch die ,kenntnis des hierin gleichgearteten hollndischen ,gartens verstrkt wurde1 zumal zur ,zeit der ,knigin ,elisabeth eine starke hollndische ,einwanderung stattfand4 ,dieser ,einflu wurde naturgem mit dem ,erscheinen ,wilhelms von ,oranien in ,england und whrend seiner ,regierung verstrkt4 ,der hollndische ,garten war recht eigentlich1 vermge der ,natur des ,landes1 ein ,garten der ,ebene mit schachbrettartiger ,einteilung der von geradegeschnittenen ,hecken umgebenen ,felder4 ,da nun die kleinen ,landsitze1 die sie aufwiesen1 sich meist an den die hollndischen ,provinzen in groer ,zahl durchschneidenden ,kanlen hinzogen1 waren sie von dorther reich mit geradlinigen ,wasseradern durchzogen1 ohne ,kaskaden und hohe ,fontnen aufzuweisen4 ,selbst fr die wenigen und sprlich flieenden ,springbrunnen war man auf ,maschinen angewiesen1 die durch ,wind- oder ,pferdekraft in ,bewegung gesetzt werden muten4 ,schon durch die meist geringe ,gre der ,grten begnstigt1 waren alle seine ,teile in kleinem ,mastabe gehalten1 wodurch etwas ,kleinliches1 ,langweiliges1 jeden groen ,zuges1 wie er z4 ,b4 durch ,terrassenanlagen in die ,grten htte hineingelegt werden knnen1 ,bares in sie hineingelangte4 ,die peinliche ,ordnung und ,sauberkeit seiner ,wohnung bertrug der ,hollnder in seinen ,garten1 dessen ,baum- und ,strauchwerk stets unter der ,schere gehalten1 ja mit ,vorliebe zum ,ausschneiden knstlicher ,figuren benutzt wurde4 ,manchmal wurden sogar die ,baumstmme wei angestrichen1 um sie schner und sauberer erscheinen zu lassen4 ,die hufige ,verwendung von knstlich gezogenen ,zwergobstbumen in ,kbeln und ,tpfen1 wie die ,aufstellung von ,muscheln1 ,korallenstcken1 ,porzellanfiguren und anderen solchen ,dingen1 die der lebhafte ,handel des aufblhenden ,landes in ,menge aus fremden ,lndern herbeibrachte1 war ein ,ausflu derselben ,neigung4 ,was aber den hollndischen ,garten vor allem auszeichnete1 das war sein reicher ,blumenflor4 ,es war wohl eben jener ,hang zum ,kleinen und ,zierlichen1 der sich in der ,freude des ,hollnders an der ,schnheit und ,farbenpracht der einzelnen ,blume uerte1 namentlich der ,tulpen und ,hyazinthen1 die in immer neuen ,farbenvariationen und ,formen zu ziehen der die ,gartenkunst vllig beherrschende ,ehrgeiz der ,hollnder wurde4 ,illustration3 ,tafel #acg4 ,der ,rundtempel ,monopteros im ,englischen ,garten in ,mnchen4 ,illustration3 ,tafel #ach4 ,der chinesische ,turm im ,englischen ,garten in ,mnchen4 ,illustration3 ,tafel #aci4 ,die ,wasserflle im ,englischen ,garten in ,mnchen4 ,illustration3 ,tafel #adj4 ,ein ,tempelteich bei ,tokio mit der blaubltigen heiligen ,lotosblume aus ,indien 7,nelumbium speciosum74 ,trotz seiner ,absonderlichkeiten bte der hollndische ,garten im #af4 und #ag4 ,jahrhundert einen nicht geringen ,einflu auf die ,gartenkunst der brigen ,lnder ,mitteleuropas1 namentlich auch auf ,england und ,deutschland aus4 ,es mag das wohl mit daran gelegen haben1 da hollndische ,grtner einen guten ,ruf genossen1 den sie sich in der ,baum- und ,blumenzucht ihrer ,heimat erworben hatten4 ,wir merken diesen ,einflu heute noch in manchen absonderlichen ,zieraten kleiner ,grten1 an der ,verwendung von ,muscheln und hnlichen ,dingen zum ,einfassen von ,beeten1 an glnzenden ,glaskugeln und beschnittenen ,bumen und ,struchern4 ,als dann der franzsische ,garten ,le ,ntres sich dem hollndischen und englischen ,geschmack unterwarf1 da begegnete diese ,vorliebe seinem beschnittenen ,buschwerk1 und bald wurden darin wahre ,orgien gefeiert1 aus den ,bumen und ,struchern die bizarrsten ,formen zu schneiden1 nicht blo ,nachbildungen von ,tier- und ,menschengestalten1 sondern auch die mannigfaltigsten frei erfundenen phantastischen ,gebilde4 ,schon zu ,beginn des #ag4 ,jahrhunderts hatte der geniale ,reformator auf dem ,gebiete der ,wissenschaften und zugleich ,staatsmann ,francis ,bacon 7#aefa-afbf7 -- seit #afai ,lordkanzler und ,baron von ,verulam in einer ,schrift ,essay on the gardens8 sich gegen die geschmacklosen1 aus ,buchs und ,eibe geschnittenen ,figuren ausgesprochen1 die nur fr ,kinder paten1 und hatte ,grundstze aufgestellt1 nach denen der ,garten anzuordnen sei4 ,derselbe solle aus drei ,teilen bestehen1 von denen die beiden ersten nicht wesentlich von dem damals blichen abwichen1 whrend der dritte ,teil eine ,wildnis sein sollte4 ,es war dies also schon ein deutlicher ,anklang an den spteren ,landschaftsgarten4 ,in der ,folge erhoben sich immer mehr ,stimmen gegen den herrschenden ,gartengeschmack4 ,sie trafen zusammen mit den ,vorboten jener sentimental romantischen ,epoche1 die auf das verschnrkelte1 im ,zeremoniell erstarrte ,zeitalter ,ludwigs ,,xiv4 folgte4 ,in ,england leitete ,milton mit seinem verlorenen ,paradies8 7zuerst gedruckt #affg71 in ,frankreich ,rousseau mit seinem ,emile8 7#agfa71 in ,deutschland ,albrecht von ,haller1 ,kleist und ,gener mit ihren ,naturdichtungen diese ,periode ein1 alle predigten die ,rckkehr zur ,natur4 ,von diesem ,standpunkte aus ging man dem herrschenden franzsischen ,garten zu ,leibe1 in welchem man in seinem damaligen englischen ,zustande allerdings ein ,muster von ,unnatur erblicken konnte4 ,der englische ,dichter ,pope 7#afhh-agdd7 verspottete seine ,baum- und ,wasserknsteleien2 er und der englische ,philosoph ,addison 7#afgb-agai7 waren unter den ,ersten1 die in der ,praxis vllig mit dem herrschenden ,gartengeschmack brachen4 ,letzterer legte seinen eigenen ,garten nach dem philosophisch von ihm begrndeten ,grundsatze3 ,nachahmung der ,natur8 an4 ,nach seiner eigenen ,beschreibung sollte sein ,garten den ,eindruck einer von selbst entstandenen ,wildnis machen4 ,kchengewchse und ,blumen standen durcheinander wie wildwachsend auf den ,gartenpltzen2 ,feld- und ,gartengewchse1 ,obst- und andere ,bume wuchsen gemischt und eine ,quelle war als ,bach in vielen ,windungen und ,verzweigungen durch den ,garten geleitet4 ,bei dieser absonderlichen ,art der ,naturnachahmung kam nichts ,vernnftiges heraus4 ,den ersten ,schritt zu einer neuen ,gartenkunst tat im zweiten ,viertel des #ah4 ,jahrhunderts ,william ,kent1 der als ,landschaftsmaler sein ,auge fr die besonderen ,reize der englischen ,natur geschrft hatte4 ,diese ,naturschnheiten im ,garten darzustellen1 also ein knstlerisch schnes ,landschaftsbild mit dem ,wechsel grner1 vom ,wasser belebter ,wiesenflchen mit ,baumgruppen und ,gehlzen zu schaffen1 war sein ,ziel4 ,dadurch mute jede gerade ,linie aus dem ,garten verschwinden1 und um ihn mit der ,umgebung zu verbinden und in ,einklang zu bringen1 fielen auch die umgrenzenden ,mauern und wurden durch ,grben ersetzt4 ,so sollte unter allen ,umstnden die ,tuschung aufrechterhalten werden1 da man sich nicht in einem ,gebilde von ,menschenhand1 sondern in der freien ,natur befinde4 ,diese an sich gesunde ,richtung artete nun bald zur widerlichen ,manier aus1 als der phantasielose und nicht das geringste ,verstndnis fr malerische ,naturschnheit besitzende ,grtner des ,knigs in ,hamptoncourt1 ,brown1 sie in seiner ,art in die ,praxis umsetzte4 ,als gesuchter ,landschaftsgrtner gestaltete er um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts mit seinen ,schlern die alten ,gartenanlagen ,englands der ,reihe nach um1 durch seine armselige1 handwerksmige ,manier jene verwstend und ihren reizvollen alten ,baumwuchs zerstrend4 ,spott und rger ber dieses ,treiben konnten nicht ausbleiben4 ,der vielgereiste ,architekt ,william ,chambers klagte1 wie die ,axt oft an einem ,tage das ,wachstum eines ,jahrhunderts vernichte1 wie tausende ehrwrdiger ,bume1 ja ganze ,wlder weggeschlagen wrden1 um schlechtem ,grase und einigen amerikanischen ,krutern ,platz zu machen4 ,er beschreibt sehr anschaulich die neuen ,anlagen3 wenn man sie betreten habe1 erblicke man ein weites grnes ,feld1 worauf in geringen ,abstnden ,bume wachsen1 umgeben mit einer verworrenen ,einfassung von ,gestruchen und ,bumen4 ,ein in regelmiger ,s-,form geschlngelter ,fuweg winde sich zwischen ,einfassungen von ,gebsch hindurch4 ,auf der andern ,seite des ,gartens erblicke man genau dasselbe1 was man vorher gesehen habe4 ,nirgends biete sich ,schatten1 und wenn der ,wanderer ermdet und aus ,mangel an ,erquickung sich entschliee1 nichts mehr zu sehen1 so bleibe ihm doch nur die ,wahl1 den ,weg weiter bis zum ,ausgange zu verfolgen oder umzukehren und den langweiligen ,weg noch einmal zu machen4 ,william ,chambers war in ,china gewesen und seine in den ,jahren #ageg und #aggb herausgegebenen zwei ,bcher ber chinesische ,gebude und ,grten erregten nicht nur in ,england1 sondern auch in ,frankreich und ,deutschland1 wo sie in bersetzungen erschienen1 ungeheures ,aufsehen4 ,ohnehin fanden damals1 unter der ,herrschaft des ,rokoko1 ,erzeugnisse und ,formen des chinesischen ,kunstgewerbes in ,europa weite ,verbreitung4 ,gegenber der ,eintnigkeit des damaligen ,landschaftsgartens konnten die ,schilderungen1 die ,chambers in seinen ,bchern vom chinesischen ,garten gab1 ihren ,eindruck nicht verfehlen4 ,dieser letztere war im ,gegensatz zum neuen englischen ,garten sehr abwechslungsreich und bildete eine ,vereinigung aller mglichen landschaftlichen ,szenerien1 wie zu ,eingang geschildert wurde4 ,nach seinem ,vorbilde errichtete man ,berge1 trmte ,felsen auf1 ber die das ,wasser in rauschenden ,fllen herabstrzte1 bildete ,inseln1 die man mit ,brcken verband1 baute griechische ,tempel1 chinesische ,pagoden1 gyptische ,pyramiden1 trkische ,moscheen mit ,minarets4 ,um alles recht natrlich zu machen1 kostmierte man die ,dienerschaft so1 wie es der ,stil der einzelnen ,gebude verlangte4 ,da die fhrenden ,geister der ,zeit1 wie ,rousseau1 die ,rckkehr zum einfachsten ,leben1 zum ,urzustande der ,menschheit predigten1 so errichtete man auch lndliche ,gebude und vor allem mit ,baumrinde bekleidete ,einsiedeleien1 die ,eremitagen1 die den rechten ,hintergrund fr die ,schferspiele hergeben sollten1 mit denen man in seidenen ,hirtengewndern und mit bebnderten ,hirtenstben dem ,rufe nach ,natrlichkeit ,folge zu leisten glaubte4 ,das ,ganze fand reichliche ,nahrung an einem besonderen ,zuge der ,zeit1 an der ,empfindsamkeit1 an dem ,verlangen nach ,rhrung1 an der ,sucht1 groe ,gefhle zu haben1 wovon die ganze damalige ,zeit erfllt war4 ,man denke nur an ,werthers ,leiden von ,goethe4 ,auch der ,garten sollte bestimmte ,empfindungen wecken1 sollte nach dem ,prinzip der ,abwechslung mit seinen einzelnen ,teilen verschieden auf die menschliche ,seele wirken4 ,in ,deutschland wurde das alles mit bekannter ,grndlichkeit in ein ,system gebracht4 ,der ,kieler ,philosoph ,hirschfeld gab in den ,jahren #aggg-aghb ein fnfbndiges ,werk3 ,theorie der ,gartenkunst heraus4 ,er dachte sich den ,garten als eine ,anstalt1 ,bewegungen der ,seele zu erregen wie ,vergngen1 ,wonne1 ,schwermut1 ,erstaunen1 ,andacht1 ,ehrfurcht1 ,ruhe1 ,frieden1 und demgem unterschied er in ihm ,teile1 die solche seelische ,empfindungen auslsen sollten4 ,dem ,anmutigen und ,heitern sollte das ,erhabene oder ,melancholische1 dem ,lieblichen und ,sanften das ,wilde oder ,romantische folgen4 ,eine berraschung sollte die andere ablsen und dadurch den ,eindruck der ,szenerien steigern4 ,dazu hatte man auch noch andere ,mittel1 die zur ,anwendung gelangten4 ,man erbaute ,tempel1 die der ,freundschaft1 der ,liebe1 der ,einsamkeit1 der ,tugend gewidmet waren4 ,um menschliche ,grotaten auf sich einwirken zu lassen1 errichtete man berhmten ,mnnern1 ,helden1 ,dichtern1 ,gelehrten1 ,philosophen im ,garten ,monumente4 ,die ,schauer der ,wehmut1 denen man sich nur allzugern hingab1 weckte man an einsamen ,stellen des ,gartens durch ,grabdenkmler1 durch den ,genius des ,todes mit gesenkter ,fackel1 durch epheubewachsene ,sarkophage und von ,trauerweiden beschattete ,urnen4 ,da man gleichwohl das ,gefhl hatte1 da alles dies nicht ausreiche1 um den gewnschten ,effekt zu erzielen1 suchte man die ntige ,stimmung durch ,inschriften zu erzeugen4 berall waren gereimte oder ungereimte ,sprche1 meist ,zitate aus lateinischen und einheimischen ,dichtungen1 angebracht1 in denen die ,natur mit bestimmten seelischen ,erregungen in ,einklang gebracht wurde4 ,den ,klassizismus lste die ,periode der ,romantik ab1 und neue ,grundstze wurden fr den ,bau der ,grten aufgestellt4 ,besonders brachte der englische ,grtner ,repton von #agid an den ,gartenbau auf einen besseren ,weg1 indem er die ,forderung aufstellte1 da der ,boden1 auf dem der ,garten angelegt werden soll1 nach seiner natrlichen ,beschaffenheit zu bentzen sei1 womit er die knstlichen ,berge1 ,seen und dergleichen verwarf4 ,auch trennte er die nchste ,umgebung des ,hauses1 den pleasureground1 von der weiteren ,umgebung1 dem ,park1 und forderte fr ersteren eine architektonische ,ausbildung unter ,wiedereinfhrung der blumengeschmckten ,terrasse4 ,mit ,repton schliet die ,entwicklung des englischen ,landschaftsgartens ab2 er fand keine greren ,nachfolger1 und seine ,grundstze blieben whrend des ganzen #ai4 ,jahrhunderts herrschend4 ,wer heute dieses ,land bereist1 wird in manchen ,gegenden1 wo die ,landwirtschaft fast vllig durch die groen ,landsitze zurckgedrngt ist1 den ,eindruck bekommen1 als ob das ganze ,land ein groer ,park sei1 so dicht reihen sich die einzelnen ,anlagen aneinander4 ,immer ist es dasselbe ,bild3 ,wiesen1 ,waldstcke1 ,baumgruppen und ,einzelbume1 dazwischen die sanftgewundenen ,bche und ,flsse4 ,diese in verschnertem ,bilde sich zeigende typische englische ,landschaft suchte man seit dem ,beginne des #ai4 ,jahrhunderts auf dem ,kontinente nachzuahmen1 auch da1 wo der ,charakter der ,gegend ein ganz anderer war1 also bei ,befolgung der englischen ,grundstze ein durchaus anderes ,bild sich htte ergeben mssen4 ,ein ,landschaftsgarten in der ,lneburger ,heide z4 ,b4 wrde einen ganz andern ,charakter zeigen mssen1 als ein ,landschaftsgarten im ,harz4 ,in diesen ,fehler verfielen auch die ersten ,nachahmer des ,reptonschen ,gartens in ,deutschland zu ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts1 so von ,sckell1 dessen ,hauptwerk der englische ,garten in ,mnchen ist4 ,erst ,frst von ,pckler 7#aghe-ahga7 betrat in ,deutschland den richtigen ,weg4 ,unter dem ,eindruck der groen englischen ,anlagen1 die er selbst studiert hatte1 schuf er in den ,jahren #ahaf-ahde den ,park der ihm gehrenden ,standesherrschaft ,muskau in ,schlesien um und gab #ahcd eine ,schrift ber ,landschaftsgrtnerei heraus1 worin er seine ,anschauung begrndete4 ,er unterscheidet vor allem scharf zwischen dem ,garten1 der nach der ,weise der lteren ,gartenkunst eine ,fortsetzung des ,hauses sein sollte1 und dem ,park in der weiteren ,umgebung des ,hauses1 der stets dem ,charakter des ,landes und des ,klimas angepat sein msse4 ,nach diesen ,grundstzen schuf er aus ,muskau eine mustergltige ,anlage1 einen ,park1 der aus wirklichen1 natrlichen ,wldern1 ,wiesen1 ,gewssern1 ,hgeln und ,tlern besteht4 ,unter seiner ,mitwirkung entstanden in der ,folge eine groe ,anzahl frstlicher ,grten1 die heute zu unsern schnsten ,anlagen zhlen1 so z4 ,b4 diejenigen von ,babelsberg und ,potsdam4 ,illustration3 ,bild #ge4 ,plan einer englischen ,gartenanlage4 7,nach einem ,stich von #ahjb47 ,fast gleichzeitig mit ihm war als ausbender ,gartenknstler der sptere ,generaldirektor der kniglich preuischen ,grten ,peter ,joseph ,lenn ttig4 ,in den ,jahren von #ahaf-ahff schuf er ganz in dem vom ,frsten ,pckler geforderten ,sinne um ,potsdam herum die ,schlogrten von ,babelsberg1 ,klein-,glienicke und ,sanssouci4 ,inmitten dieser reich verschnerten ,landschaft aber legte er #ahbe im ,vereine mit dem groen ,architekten ,schinkel den ,garten der lieblichen ,villa ,charlottenhof an1 die dem damaligen ,kronprinzen1 dem nachmaligen ,knige ,friedrich ,wilhelm ,,iv41 gehrte4 ,schinkel hatte das ,haus nach ,art einer altrmischen ,villa entworfen1 und dem mute sich der ,garten anpassen4 ,so entstand denn hier ein beraus reizvoller ,garten mit ,terrassen1 regelmig geordneten ,blumenbeeten1 ,laubengngen1 ,fontnen und ,teichen4 ,nach der ,beschreibung des jngeren ,plinius1 die wir zu ,eingang gaben1 wurde sogar ein rmischer ,hippodrom angelegt4 ,die schon bei ,lenn hervortretende ,neigung zum regelmigen architektonischen ,garten entwickelten seine ,nachfolger weiter1 wie z4 ,b4 der regelmige ,knigsplatz am ,tiergarten in ,berlin beweist4 ,sie erwachte aber auch an andern ,orten ,deutschlands1 so in ,mnchen1 wo im ,jahre #ahfb von ,effner das ausgedehnte ,parterre im franzsischen ,garten des ,schleiheimer ,schlosses im ,auftrage ,ludwigs ,i4 wieder herstellte4 ,im ,garten des ,schlosses ,linderhof in den bayrischen ,voralpen schuf dann ,ludwig ,,ii4 eine ,anlage ganz italienischen ,charakters mit ,terrassen1 die sich vom ,schlosse zu einem groen1 in ,marmor gefaten ,wasserbecken senken1 dessen ,wasser in ,kaskaden und ,fontnen1 begleitet von ,marmortreppen1 hinter dem ,schlosse von der ,berglehne herabstrmt4 ,zu einem ,abschlu und zur theoretischen ,begrndung des neuen ,gartenbaustils1 dem heute mehr oder weniger alle ,gartenknstler folgen1 brachte es erst der frhere knigliche ,hofgrtner in ,sanssouci und sptere stdtische ,gartenbaudirektor von ,berlin1 ,gustav ,meyer1 dessen berhmteste ,schpfungen der ,marlygarten bei der ,friedrichskirche in ,potsdam1 der ,friedrichs- und der ,humboldtshain bei ,berlin1 der ,bremer ,stadtpark usw4 sind4 ,wie der ,hausgarten zum ,privatpark1 so verhlt sich zum ,stadtpark der ffentliche gartenmig geschmckte ,platz im ,innern der ,stadt4 ,auch er1 der ganz von ,husern umgeben ist1 hat sich nach der neueren knstlerischen ,anschauung den ,gesetzen der ,architektur zu unterwerfen2 doch kommen hier vor allem die ,verkehrsrcksichten in ,betracht1 denen sich die ,anlage anzupassen hat4 ,ihn schmcken vor allem ,teppichbeete und ,gruppen von ,zierpflanzen1 deren die moderne ,gartenkunst eine ,menge besitzt4 ,dadurch1 da man erkannt hat1 welch groe ,bedeutung sowohl in ethischer1 als sanitarischer ,beziehung der ,gartenkunst zukommt1 hat man vor allem die durch die ,beseitigung der ,bollwerke um die ,stdte zur ,bepflanzung freigewordenen ,pltze zur ,herstellung von ,gartenanlagen benutzt1 die den ,erholung suchenden ,stdtern einen angenehmen ,aufenthalt darbieten4 ,in den neueren ,stadtteilen sucht man von vornherein schattige ,alleen und durch die ,grtnerkunst geschmckte ,anlagen zu schaffen1 die mit ihrem frischen ,grn und den bunten ,farben der in ihnen gepflanzten ,blumen dem ,auge eine wohltuende ,abwechslung im ,einerlei der ,husermassen verschaffen4 ,und wie im ffentlichen ,leben1 so ist auch in die ,huslichkeit der minder ,bemittelten die ,freude an ,pflanzengrn und ,bltenschmuck immer mehr eingedrungen1 besonders seitdem der ,jugend in der ,schule die ,liebe und das ,verstndnis zur ,pflanze zugleich mit einer ,anleitung zu deren ,pflege und ,aufzucht vermittelt wird4 ,um aber auch einen ,wettstreit unter den ,erwachsenen hervorzurufen1 durchwandern in vielen ,stdten die ,mitglieder gewisser ,kommissionen die ,straen1 um den am schnsten geschmckten ,balkonen und ,fenstern ,preise und ,belobungen zu erteilen4 ,in den ,grostdten sucht man immer mehr auf die ,dcher der ,huser ein ,stckchen ,natur zu bringen1 indem man ,blumen auf ihnen ansiedelt und ganze ,grten darauf schafft4 ,schon in den groen ,stdten des ,altertums haben sich die rmeren ,leute1 denen kein ,stckchen ,land zum ,bepflanzen zuteil geworden war1 mit solchen ,dachgrten beholfen1 wie uns die alten ,schriftsteller berichten4 ,besonders liebte man ,reblauben1 pergulae genannt1 anzulegen1 welche die ,terrasse oder den ,garten an der ,wohnung anmutig beschatteten4 ,selbst grere ,bume wurden in groen ,tonkbeln in solcher ,menge gezogen1 da bei manchen ,autoren von frmlichen ,lusthainen auf den ,dchern der groen ,stdte des ,altertums die ,rede ist4 ,durch ,pumpen hinaufgeleitetes ,wasser sprang aus dem marmornen ,becken eines ,springbrunnens1 flo dann vielfach in gerumige ,fischbehlter und diente1 rund um das ,haus geleitet1 zur ,sicherung desselben bei ,feuersgefahr4 ,und wer zu arm fr solchen ,aufwand war1 dem muten wie bei uns einige in den ,fenstern seiner ,wohnung in irdenen ,tpfen gezogene ,bltenpflanzen gengen4 ,der sarkastische1 unter ,nero aus ,bilbilis in ,spanien nach ,rom gekommene und ums ,jahr #ajb verstorbene rmische ,epigrammdichter ,martialis lie in einem uns erhaltenen ,gedichte einen seiner ,gnner wissen3 ,der ,garten1 lieber ,lupus1 den du mir unter der ,stadt geschenkt hast1 ist sehr klein1 fast kleiner als das ,grtchen in meinem ,fenster48 ,und da dieser ,schmeichler und ,gnstling verschiedener ,kaiser lange ,zeit krglich genug lebte1 bezeugt eine ,stelle aus einem anderen seiner ,poeme1 worin er sagt3 ,mein ,stbchen1 guter ,freund1 ist im ,winter eisig kalt und hat nicht einmal einen ganzen ,fensterladen2 selbst ,boreas 7der ,nordwind7 wrde sich fr eine solche ,wohnung bedanken4 ,besser als ich sind deine ,obstkulturen daran2 diese stehen hinter ,scheiben von ,marienglas 7,glimmer71 und freundlich scheint von ,sden die ,sonne hinein48 ,wie einst die prachtliebenden ,tyrannen der reichen griechischen ,handelsstadt ,siziliens ,syrakus1 wollten auch die prunkschtigen ,kaiser des weltbeherrschenden alten ,rom ,grten sogar auf ihren groen ,lustschiffen haben4 ,so lie schon der sptere ,bundesgenosse der ,rmer1 ,hieron ,,ii41 der von #bfi-bae v4 ,chr4 ber ,syrakus herrschte1 auf seinem ,prachtschiff einen ganzen schwimmenden ,garten mit ,lusthusern1 ,pergolen1 ,blumenrabatten1 ,schwimmbassins und ,ringplatz anlegen4 ,diesen ,luxus suchten die rmischen ,kaiser noch zu bertrumpfen4 ,so berichtet uns der ,geheimschreiber des ,kaisers ,hadrian1 ,suetonius 7#gj-ade n4 ,chr471 von dem nach den ,soldatenstiefelchen1 die er als ,kind im ,lager trug1 ,caligula genannten dritten rmischen ,kaiser1 ,gajus ,csar1 ,sohn des ,germanikus und der ,agrippina1 der von #cg-da n4 ,chr4 herrschte1 da er sich ,schiffe mit zehn ,reihen von ,ruderbnken bereinander bauen lie4 ,dieselben waren auf das ,kstlichste eingerichtet und mit ,kunstgegenstnden aus ,gold und ,edelsteinen reich geschmckt4 ,die ,segel waren buntfarbig1 und groe ,bder aus ,marmor1 ,sulenhallen und prunkvolle ,speisesle waren vorhanden4 ,weinstcke und ,obstbume aller ,art standen in ,menge auf dem ,verdeck4 ,unter diesen lagerte sich der ,kaiser mit seinem ,gefolge und fuhr unter schallender ,musik den ,ksten ,kampaniens entlang4 ,bekanntlich sind neuerdings prchtige berreste zweier solcher luxuris eingerichteter altrmischer ,kaiserschiffe von #gf beziehungsweise #fd m ,lnge1 die den prunkvollen ,festen dieses ,kaisers und vielleicht auch schon seines ,vorgngers ,tiberius als ,hintergrund dienten1 aus dem ,nemisee nrdlich von ,rom gefischt worden4 ,schon sie geben uns einen ,begriff von der kostbaren ,einrichtung dieser ,riesenschiffe1 zu deren ,hebung man eine zeitweilige ,trockenlegung des ,sees plant1 da man zahlreiche wertvolle ,kunstgegenstnde in ihnen zu finden hofft4 ,,xxix4 ,die ,zierblumen4 ,schon auf niederer ,kulturstufe mu sich der ,mensch an den bunten ,farben und am ,wohlgeruche der ,blumen mancherlei ,art erfreut haben1 die ihm je und je auf seinen ,wanderungen entgegentraten4 ,wenn sie ihm auch nicht ,nutzen gewhren konnten1 es sei denn als ,arznei1 so befriedigten sie wenigstens sein erwachendes sthetisches ,empfinden4 ,deshalb pflckte er sie gelegentlich1 um sich damit zu schmcken4 ,so bekrnzen sich die leichtlebigen ,bewohner der ,samoainseln nicht blo zu festlichen ,anlssen1 sondern tagtglich ,haupt und ,brust mit ,girlanden wohlriechender ,blumen1 was einen sehr hbschen ,anblick gewhrt4 ,begreiflicherweise muten solche ,stmme sehr bald darauf verfallen1 solche ,bltenpflanzen in der ,nhe ihrer ,wohnungen zu ziehen1 damit sie jederzeit den begehrten ,schmuck zur ,verfgung hatten4 ,von den ltesten ,blumengrten der ,menschheit wissen wir nichts2 denn1 ganz abgesehen davon1 da damals die ,schrift noch nicht erfunden war1 htte es niemand der ,mhe wert erachtet1 uns davon ,kunde zu geben4 ,das erste ,volk1 von dem wir ,kunde haben1 da es sich gewisser ,blumen erfreute und diese teilweise auch anpflanzte1 um sie in gengender ,menge zur ,hand zu haben1 war das uralte ,kulturvolk der gypter1 das der weien und blauen ,seerose des ,nils 7,nymphaea lotus und coerulea7 ein besonderes ,interesse1 ja als ,kinder des lebenspendenden1 heiligen ,stromes geradezu ,verehrung entgegenbrachte4 ,nil und weie ,seerose -- von den alten gyptern suschin1 von den ,griechen jedoch lts geheien -- gehrten nach seinem ,empfinden zusammen wie ,mutter und ,kind1 eines ohne das andere undenkbar4 ,wenn der heilige ,strom nach den starken ,regen in seinem quatorialen ,quellgebiet anzuschwellen begann1 erwachte der im ,schlamme desselben wurzelnde ,lotos zu neuem ,leben2 wenn der ,strom das ,land weithin mit seinem ,fruchtbarkeit spendenden ,na berschwemmte1 stand die ,pflanze in voller ,blte1 und wenn er langsam zu sinken begann1 so reiften ihre ,frchte heran1 deren ,samen der ,bevlkerung eine willkommene ,speise darboten und als ,nahrungsmittel eine wichtige ,rolle spielten4 ,so berichtet uns der ,vater der griechischen ,geschichtschreibung1 ,herodot aus ,halikarna an der kleinasiatischen ,kste 7#dhd-dbd v4 ,chr471 der gypten selbst bereiste1 von der weien ,seerose3 ,im ,nil wachsen1 wenn er die ,felder berschwemmt1 viele ,lilien 7krnon71 welche die gypter lts heien4 ,deren mohnkapselartigen ,frchte sammeln die ,leute1 drren sie an der ,sonne1 zermahlen dann deren ,samen und backen mit ,hilfe des ,feuers ,brot daraus4 ,auch die ,wurzel ist ebar und schmeckt nicht bel2 sie ist rundlich und von der ,gre einer ,quitte4 ,auer diesem ,lotos haben die gypter noch andere im ,wasser wachsende ,lilien1 deren ,frucht einer ,wespenwabe gleicht1 worin ,samen1 so gro wie ,olivenkerne1 in ,menge sitzen2 man it sie frisch und gedrrt48 ,mit diesen letzteren meint ,herodot die erst kurz vor seiner ,zeit in gypten eingefhrte rosenrote indische ,seerose 7,nelumbium speciosum71 deren ,blten wenigstens ein ,drittel grer als diejenigen unserer weien ,seerose sind und einen angenehmen ,anisduft aushauchen4 ,sie ist in ,indien heimisch1 wo sie als padma in ,sage und ,kult der ,inder dieselbe ,rolle1 wie der heilige ,lotos bei den gyptern spielt4 ,auf ihr1 die der zweite ,gott der indischen ,gttertrias 7,trimurti71 ,wischnu1 als er auf der ,milchstrae das ,universum durchschwamm1 um die ,welt zu erschaffen1 als ,symbol der entstehenden ,erde aus seinem ,nabel hervorgehen lie1 ist dessen ,gemahlin ,lakschmi1 die ,gttin der ,liebe1 die ,tochter des ,weltmeers und der ,nacht1 schwimmend gedacht4 ,in der eben erschlossenen ,blte sitzt sie in ihrem unvergleichlichen ,liebreiz1 wie spter der zum ,gott erhobene ,knigssohn ,siddharta aus dem ,geschlecht der ,sakja -- daher auch ,sakjamuni1 d4 h4 ,einsiedler der ,sakja genannt1 besser aber unter dem ,ehrennamen ,buddha der ,erleuchtete8 bekannt 7#fbc-edc v4 ,chr47 -- in ihr sinnend als der ,weisheit ,flle von seinen zahlreichen ,anhngern1 den ,buddhisten1 dargestellt wurde4 ,deshalb rufen ihn seine ,anhnger tagtglich unter der stehenden ,formel3 om mani padme hum1 d4 h4 du ,juwel in der ,lotosblume8 an1 ein ,gebet1 das in zahllosen ,tempeln1 wie auf den ,gebetsmhlen der ,tibeter geschrieben steht und in dem sich die ,religion der gedankenlosen ,menge niedergeschlagen hat4 ,auf einem schwimmenden ,blatte der padma ist auch ,brahma1 der erste ,gott der indischen ,gtterdreiheit1 der ,ursprung aller ,wesen1 zu dem sie auch zurckkehren1 in der fr die ,inder charakteristischen ,weise mit gekreuzten ,beinen sitzend gedacht4 ,diese heilige ,pflanze ist dem ,inder das ,symbol des sich stets erneuernden ,lebens1 das sichtbare ,zeichen der ungeschwchten ,schpfungskraft der ,gtter1 der ,inbegriff alles ,schnen und ,lieblichen2 mit ihren ,blttern und ,blten schmckt er heute noch wie vor ,jahrtausenden die ,tempel und ,altre seiner ,gottheiten4 ,dieser heilige indische ,lotos1 deren der ,brause einer ,giekanne hnliche ,frchte in ihren nach oben zu offenen ,fchern vom ,volke grn oder getrocknet gerne verspeiste ,samen von der ,gre von ,olivenkernen enthalten1 gelangte in der ersten ,hlfte des letzten vorchristlichen ,jahrhunderts aus dem ,gebiet des ,ganges und ,indus nach ,persien und eroberte sich erst ums ,jahr #ejj v4 ,chr4 das ,heimatrecht in den ,gewssern gyptens4 ,hier wurde er in der hellenistisch-rmischen ,zeit als ,zier- und ,nutzpflanze im ganzen ,lande viel angebaut1 war aber schon im #aj4 ,jahrhundert n4 ,chr4 wieder aus dem ,lande verschwunden4 ,er war also dem alten gypten fremd1 und die weie einheimische ,seerose 7,nymphaea lotos71 die heute noch mit der himmelblauen ,verwandten in den ,wssern des ,niltals wchst und zur ,zeit der ,nilberschwemmung ihre hbschen ,blten entfaltet1 nach deren ,zahl der ,fellache den kommenden ,jahressegen abschtzt1 war die heilige ,pflanze der gypter1 das ,symbol des ,nils selbst und zugleich das hieroglyphische ,wortbild fr das ganze ,land ,kemi1 d4 h4 gypten4 ,ihre ,blte galt als ,sinnbild der ,lebensflle und des berflusses1 war das ,zeichen der ,zahl #ajjj1 mit welcher der gypter den ,begriff der ,menge und des ,segens verband4 ,sie war den ,gottheiten ,osiris1 ,isis1 deren ,sohn ,horus1 wie auch ,hathor1 der von den ,griechen mit ihrer ,aphrodite identifizierten ,gttin der ,liebe und des ,lebensgenusses1 heilig und wurde von diesen als ,diadem getragen4 ,osiris1 der gyptische ,gott der schaffenden ,kraft des ,lichts und der gleicherweise ,leben spendenden ,feuchtigkeit1 das allverehrte ,prinzip des ,guten und ,schnen1 der von seinem ,bruder ,seth1 dem ,dmon des ,drre und ,miwachs erzeugenden ,glutwindes der ,wste1 gettet wurde1 um dann in der ,unterwelt ber die ,geister der ,verstorbenen zu herrschen1 war auf einem ,lotosblatt thronend gedacht4 ,er wie seine ,gemahlin ,isis1 das weibliche1 empfangende und gebrende ,prinzip1 waren mit ,lotosblumen geschmckt4 ,letztere wird mit ,vorliebe1 den ,nilschlssel1 das ,zeichen der erschlossenen ,fruchtbarkeit1 in der ,rechten1 in einem ,papyrusnachen ber die prangenden ,bltenkelche der heiligen ,pflanze gleitend dargestellt1 whrend ihr ,sohn ,horus 7gyptisch ,har71 der die dem ,leben feindliche ,dunkelheit und ,drre berwindende ,lichtgott1 der ,rcher seines ,vaters ,osiris an dessen ,mrder ,seth1 sich beim ,schwinden der ,nacht in einer halbgeffneten ,lotosblte als das ,symbol der neu aufwachenden ,sonne aus den ,fluten des ,weltmeers erhebt4 ,wie er1 seine ,eltern und seine ,amme ,hathor1 die ,gttin des ,ehesegens und ,freundin der ,kinderwelt1 waren auch die gyptischen ,kniginnen mit den ,blten der heiligen ,lotospflanze als ihrer schnsten ,zier geschmckt4 ,keine andere ,pflanze1 selbst nicht der in seiner ,wurzelknolle ebenfalls eine angenehme ,speise darbietende ,papyrus1 auch ein ,geschenk des ,nils und in der ,hieroglyphik das ,zeichen des ,nordens1 wo er in den ,smpfen des ,deltas in ,menge wuchs1 spielte im tglichen ,leben des gypters als ,zier- und ,opferblume eine so wichtige ,rolle und hat seine ganze ,kunst1 die ,architektur1 ,skulptur und ,malerei so weitgehend beeinflut1 wie der heilige ,lotos4 ,auf allen ,darstellungen aus dem ,leben der alten gypter begegnen wir ihm1 wo auch immer sich jemand auf oder am ,wasser beschftigt1 wo ,opfertische gedeckt sind1 wo ,gesellschaften gegeben werden4 ,wenn reichgeschmckte vornehme ,damen beisammensitzen und ,sngern oder ,lautenspielern zuhren oder ,tnzerinnen zusehen1 stehen ,blumenvasen mit ,lotosblten auf den ,tischen und halten sie ,lotosblten in den ,hnden4 ,von flchtigen ,skizzen bis aufs ,feinste ausgefhrte ,darstellungen wechseln die ,lotosbilder durch die mehrtausendjhrige ,geschichte ,altgyptens4 ,und zwar war bis zum alten ,reich ums ,jahr #cjjj v4 ,chr4 speziell die weie ,lotosblume die heilige1 die auch zur ,verzierung der ,tempel bei ,festen1 wie auch zum ,schmcken der ,sarkophage in ,girlanden benutzt wurde4 ,von da an gewann der blaue ,lotos -- von den gyptern sarpat genannt -- die berhand ber den weien und war im mittleren und neuen ,reiche die fast ausschlielich benutzte1 bis erst wieder zur ,ptolemer- und ,kaiserzeit 7#ccc vor bis #cfb n4 ,chr47 die weie ,lotosblume einigermaen zu ,ehren kam4 ,wie bei uns seit alter ,zeit die ,rose1 so war die ,blte des ,lotos im alten gypten die ,knigin der ,blumen1 die man berall antraf1 die auf allen ,mrkten zu kaufen war und an deren ,farbe und zimtartigem ,duft man sich in frohen ,tagen erfreute4 ,sie war auch das bevorzugte ,geschenk der ,liebenden und wurde als ,amulett aus ,holz oder gebranntem ,ton auf der ,brust getragen4 ,wie eintretenden ,gsten als ,zeichen des ,willkomms eine einzelne ,blte oder ein ,strau derselben von ,dienern oder ,dienerinnen berreicht wurde1 so prangte sie im schwarzen ,haar der sorgfltig frisierten ,dame4 ,im neuen ,reiche 7#aehj-abje v4 ,chr47 war es in feinen ,kreisen ,sitte1 zu ,gastmhlern ,geladenen einen ,kranz aus ,lotosblten um den ,hals zu hngen und ihr ,haupt mit ,blumengewinden zu zieren1 aus denen eine halberschlossene ,lotosblte ber die ,stirne herabhing4 ,illustration3 ,bild #gf-gh4 ,altgyptische ,darstellungen von ,lotosblumen4 ,links ein ,diener mit abgeschnittenen ,bltenstengeln1 in der ,mitte und rechts ,vasen mit ,lotosblten4 7,nach ,lepsius und ,woenig47 ,bei keinem ,opfer fehlte die heilige ,pflanze1 das ,attribut der hchsten ,gottheiten4 ,weizenhren oder ,lotosblten in den ,hnden sehen wir die mchtigen ,herrscher sich den ,gtterbildern opfernd nahen und die ,gtter sich gegenseitig beschenken4 ,und einst selbst eine reine1 in den ,strahlen der ,sonne leuchtende1 heilige ,lotosblume im ,garten des ,sonnengottes ,ra8 zu werden1 war1 wie in den ,totengebeten steht1 der sehnlichste ,wunsch eines jeden gypters4 ,mehrere der in der ,totenstadt westlich von ,theben aufgefundenen ,knigsmumien fanden sich noch mit ,kranzresten geschmckt1 in denen sie vorherrscht4 ,so war die noch im ,tode ,ehrfurcht gebietende ,mumie des groen ,ramses ,,ii4 der #ai4 ,dynastie 7#abib-abbe v4 ,chr47 mit ,gewinden aus ,blttern des von alters her der ,isis geheiligten ,baumes ,mimusops schimperi1 des ,lebensbaumes8 mit in ,form und ,farbe den ,hagebutten nicht unhnlichen ,frchten mit dnnem berzug von mehligem1 wohlschmeckendem ,fruchtfleisch1 abwechselnd mit den blauen ,blumenblttern des ,lotos verflochten4 ,und zwar wurden diese ,blumengewinde dem beigegebenen ,totenbuche zufolge bei einer zur ,zeit der #ba4 oder #bb4 ,dynastie 7#ajij bis #gde v4 ,chr47 vorgenommenen prunkvollen neuen ,bestattung um die ,mumie des groen ,toten geschlungen4 ,von anderen altgyptischen ,gartenblumen sind uns nur sprliche ,reste erhalten geblieben4 ,so fanden sich in einem die ,brust der ,mumie des ,knigs ,amenhotep ,,ii4 aus der #ah4 ,dynastie 7#aehj-aedg v4 ,chr47 bedeckenden ,blumengewinde ,reste des arabischen ,jasmins1 der feigenbltterigen ,malve und einer blauen ,ritterspornart1 die in ,westasien heimisch sind und im ,niltal in ,grten gezogen worden sein mssen4 ,zwischen ihnen hingen gelbe ,bltentrauben der im ,lande selbst wachsenden ,nilakazie und eines andern ,schmetterlingsbltlers 7,sesbania aegyptiaca7 mit rotgelben ,blten4 ,in den ,weidenlaubgewinden der ,prinzessin ,nsi-,chonsu1 der ,tochter des ,tont-hont-huti der #bb4 ,dynastie 7#ide-gde v4 ,chr47 fanden sich neben ,blten der asiatischen ,kornblume diejenigen einer in gypten nur im ,april blhenden ,komposite1 eines ,bitterkrautes1 die uns sogar von der ,jahreszeit der ,schmckung dieser ,leiche genaue ,kunde geben4 ,in einem ,grabe der #bj4 ,dynastie 7#abjj-ajij v4 ,chr47 lagen die ,blten und vollstndig geschwrzten ,bltter der ,pfefferminze4 ,mehrfach haben sich auch bei ,mumien dieser und spterer ,perioden berreste der hochgelben ,blte einer ,komposite1 der kretischen ,wucherblume1 neben denjenigen des rotblhenden ,schotenweiderichs gefunden4 ,neben ,girlanden sind auch ,blumenstrue in grerer ,zahl in den ,katakomben der ,totenstadt von ,theben gefunden worden4 ,sie lagen in den ,sarkophagen auf den ,mumien1 zwischen diese und die innere ,sargwand eingezwngt4 ,diese ,strue1 aus ,feld- und ,gartenblumen1 ,wedeln der ,dattelpalme 7altgyptisch utu genannt7 und verschiedenartigen ,laubblttern gefertigt1 sind lnglich1 hren- oder zapfenfrmig und kurz oder lang gestielt4 ,sie wurden in der ,weise hergestellt1 da man die ,blumen und ,bltter um einen krzeren oder lngeren ,stab mit ,baststreifen umwickelte4 ,auch die ,holzstiele der ,strue waren hufig kunstvoll mit ,bast umflochten4 ,noch heutigentags werden die ,blumenstrue in gypten1 wie im ganzen ,orient1 auf diese ,weise gebunden4 ,wie zierlich geflochtene ,hals- und ,brustkrnze trugen die alten gypter1 wie wir aus zahlreichen ,darstellungen von ,festen und ,gelagen besonders auf den ,kpfen der ,sngerinnen und ,tnzerinnen bemerken1 auch mancherlei ,stirnkrnze4 ,zu allen ,festen und ,gelagen gehrten im alten gypten nicht nur eine ,ausschmckung der betreffenden ,rume mit blumengezierten ,girlanden und auf den ,tischen aufgestellten ,blumen in zierlichen ,alabastervasen oder ,krgen von gebranntem ,ton mit einem bis drei engen ,hlsen1 in denen auf den bildlichen ,darstellungen noch die hineingesteckten ,blumen zu erkennen sind1 sondern vor allem auch ,blumengewinde um ,haupt1 ,hals und ,brust1 mit denen der ,gastgeber seine ,gste schmckte4 ,eine ,korridorinschrift am groen ,tempel der ,hathor in ,denderah1 welche die ausgelassene ,techufeier zu ,ehren der ,gttin zum ,gegenstand hat1 lautet3 ,die ,erde ist in ,freude4 ,die ,einwohner von ,denderah sind trunken von ,wein1 ein ,kranz von ,blumen ist auf ihren ,huptern48 berhaupt sind die alten gypter nicht die dstern1 vom ,gedanken an den ,tod beherrschten ,menschen gewesen1 als die wir sie wegen der weitgehenden ,frsorge fr das ,leben nach dem ,tode zu betrachten gewohnt sind4 ,sie waren vielmehr ein recht lebenslustiges ,volk1 als welches sie uns bereits ,herodot1 der lteste griechische ,geschichtschreiber 7#dhd-dbd v4 ,chr471 aus eigener ,anschauung schildert4 ,feste wurden viel gefeiert1 und an ihnen ging es sehr hoch her4 ,der ,bedarf an ,krnzen war demnach ein groer und das ,kranzwinden galt im ,lande als geachtete ,kunst1 die gut lohnte4 ,der rmische ,schriftsteller ,plinius 7#bc-gi n4 ,chr47 erwhnt unter den von den gyptischen ,kranzwindern mit ,vorliebe benutzten ,blumen den brennend roten alexandrinischen ,amarant1 dessen hahnenkammartig ausgebreitete ,blumenhre jedenfalls eine prchtige ,zierde fr ,krnze abgab4 ,eingehendere ,nachrichten ber die ,bedeutung der ,krnze im ,altertum haben uns verschiedene griechische ,schriftsteller berliefert4 ,so berichtet der um #bjj n4 ,chr4 in ,alexandreia und ,rom lebende griechische ,grammatiker ,athenaios aus ,naukratis in gypten in seiner ,schrift ,deipnosophistai3 ,es ist eine alte ,sitte1 den ,gsten vor dem ,nachtisch ,krnze und ,salben herumzugeben4 -- ,hellanikos erzhlt1 da ,amasis1 welcher ursprnglich ein ,mensch aus gemeinem ,stande war 7er strzte den ,knig ,hophra1 regierte von #egj-ebf v4 ,chr41 begnstigte den ,verkehr mit den ,griechen1 denen er die ,stadt ,naukratis berlie1 und war ein ,freund des ,tyrannen ,polykrates von ,samos71 durch einen ,kranz ,knig von gypten geworden sei4 ,er hatte nmlich den ,kranz aus den prchtigsten ,frhlingsblumen geflochten und dem damaligen ,knige gyptens1 ,patarmis1 gesandt1 als dieser seinen ,geburtstag feierte4 ,dieser freute sich sehr ber den herrlichen ,kranz1 lud den ,amasis zur ,tafel1 behandelte ihn seitdem als ,freund und sandte ihn einstmals mit einem ,heer gegen rebellische ,truppen4 ,diese whlten aber den ,amasis als ,knig48 ,dieser ,autor bespricht eingehend die verschiedenen ,arten von ,krnzen1 die man zu seiner ,zeit trug1 aus ,lotosklee1 wie ihn schon der jonische ,lyriker ,anakreon 7#eej-dgh v4 ,chr47 schildert1 aus ,dill1 wie ihn die griechische ,dichterin ,sappho aus ,mytilene auf ,lesbos 7um #fjj v4 ,chr47 beschreibt1 aus andern wohlriechenden ,krutern1 wie ,majoran1 ,thymian1 ,salbei1 ,seifenkraut1 dann aus ,lorbeer1 ,myrte und verschiedenen wohlriechenden ,blumen4 ,im schnen ,alexandreia gibt es auch ,krnze1 die man 7zu ,ehren des schnen ,lieblings des ,kaisers ,hadrian1 ,antinoos aus ,bithynien1 der sich im ,jahre #acj als ,opfer fr den ,kaiser unweit ,besa in den ,nil strzte und ertrank1 worauf der ,kaiser sein ,andenken vielfach feierte und auch ein ,sternbild in der ,milchstrae dicht beim ,adler nach ihm benannte7 ,antinoeios nennt2 sie werden aus der gyptischen ,seerose 7lts7 angefertigt4 ,diese ,blume wchst in ,smpfen und zeigt sich in der ,mitte des ,sommers4 ,sie kommt in zwei ,farben vor1 entweder rosa1 und dann nennt man den ,kranz eigentlich ,antinoios stphanos1 oder himmelblau1 und dann heit der ,kranz ltinos stphanos48 -- ,ein gyptischer ,dichter namens ,pankrates hatte den ,einfall1 dem rmischen ,kaiser ,hadrian 7#gf-ach n4 ,chr471 als er in ,alexandreia war1 die rosenfarbene ,seerose zu zeigen1 sie fr ein ,wunder auszugeben und zu sagen1 sie sei aus dem ,blute des maurusischen ,lwen entsprossen1 den ,hadrian in ,libyen1 nicht sehr weit von ,alexandreia1 auf einer ,jagd mit eigener ,hand erlegt hatte4 ,dieser ,lwe war ein ungeheures ,tier und hatte lange so arg in ,libyen gehaust1 da ein ,teil des ,landes von den ,bewohnern hatte verlassen werden mssen4 ,hadrian fand seinen ,spa an der ,erfindung des ,pankrates und befahl1 da er auf ,staatskosten im ,museion leben solle4 -- ,in dem von ,pankrates dem ,hadrian bergebenen ,gedicht kam auch folgende ,stelle vor3 ,ehe die ,blume des ,antinoos 7der ,lotos7 von der ,erde erzeugt war1 dienten behaarter ,feldthymian1 weie ,lilie1 purpurrote ,hyazinthe und ,bltter des weien ,schwalbenkrauts nebst ,rosen1 die sich beim ,zephyr des ,frhlings ffnen1 zu ,krnzen48 ,athenaios fgt dem hinzu1 da es auch ,sitte sei1 die ,tren derjenigen1 die man liebt1 mit ,krnzen zu schmcken4 ,homer habe den ,gebrauch von ,krnzen noch nicht erwhnt1 er msse bei den ,griechen erst spteren ,ursprungs sein4 ,spter sei er sehr hufig getragen worden4 ,anakreon spreche von ,myrtenkrnzen1 die mit ,rosen durchzogen waren1 und ,theopompos erzhlt im dritten ,buch seiner ,hellenika1 die gypter htten dem ,agesilaos1 als er in ihr ,land kam1 unter andern ,geschenken auch ,papyros zu ,krnzen geschickt4 ,die ,sybariten stellten oft ffentliche ,schmausereien an und ehrten diejenigen1 die die grten ,beitrge dazu lieferten1 mit goldenen ,krnzen2 ja sie bekrnzten auch diejenigen ,kche1 die die ,speise am delikatesten zubereiteten4 -- ,bei dem groen ,feste1 das ,ptolemaios ,philadelphos 7der ,grnder des ,museions und der ,bibliothek in ,alexandreia1 regierte #bhe-bdg v4 ,chr47 zu ,alexandreia in der ,mitte des ,winters gab1 war sein ,prachtzelt von ,lorbeer1 ,myrte und andern ,bumen umschattet und der ganze ,boden mit ,blumen aller ,art bestreut4 gypten bringt nmlich sowohl durch sein mildes ,klima1 als durch die ,kunst seiner ,grtner zu jeder ,jahreszeit ,blumen im berflu hervor1 so da man z4 ,b4 ,rosen1 ,levkojen usw4 zu jeder ,zeit in beliebiger ,menge haben kann4 ,bei dieser ,gelegenheit war in einer ,jahreszeit1 da in einer andern ,stadt kaum zu einem ,kranze ,blumen aufzutreiben gewesen wren1 bei diesem ,feste in ,alexandreia berflu an ,blumenkrnzen fr die ungeheure ,menge der ,festgste1 und der ,boden war so dick mit ,blumen bestreut1 da er wirklich einer gttlichen ,wiese glich4 ,bei dem feierlichen ,umzug1 der bei dieser ,gelegenheit abgehalten wurde1 kam auch alles zur ,schau1 was sich auf die ,geschichte der einzelnen ,gottheiten bezog4 ,im ,gefolge des ,bacchos erschienen #dj ,satyrn1 um deren ,lampen von ,gold strahlende ,efeubltter gewunden waren4 ,viktorienbilder trugen ,rucherpfannen von #f ,ellen ,lnge1 die mit ,efeuranken und goldenen ,zweigen umgeben waren4 ,ein ,altar von #f ,ellen folgte1 geschmckt mit goldenem ,efeulaub und einem ,kranze von goldenem ,weinlaub4 ,dem ,altare folgten #abj ,knaben1 in ,purpur gekleidet und ,weihrauch1 ,myrrhe und ,safran in goldenen ,gefen tragend4 ,nach ihnen kamen #dj ,satyrn1 die mit goldenen ,efeukrnzen geschmckt waren und einen groen1 aus goldenen ,reb- und ,efeuranken bestehenden ,kranz trugen4 ,ihnen folgte ein ausgezeichnet groes und stattliches1 reich mit ,gold geschmcktes ,weib1 das in der einen ,hand einen ,kranz aus ,myxa1 in der andern einen ,stab aus ,dattelpalmenholz trug4 ,hinter ihr gingen wieder ,viktorien mit ,rucherpfannen1 die mit goldenen ,efeugirlanden geschmckt waren1 und ,satyrn mit goldenen ,efeukrnzen einher4 ,ihnen folgte ein von #ahj ,menschen gezogener ,wagen1 der die ,bildsule des ,bacchos trug2 diese go aus einem goldenen ,becher ,wein und hatte neben sich ein groes ,weingef und eine ,rucherpfanne mit zwei ,schalen1 die mit ,zimtkassia und ,safran gefllt waren4 ber dem ,bacchos wlbte sich eine ,laube1 die aus ,efeu1 ,weinrebe und allerlei ,bumen gebildet war4 ,rings hingen auch ,krnze1 ,bnder und mit ,efeu und ,reblaub umwundene ,stbe4 ,hinter diesem ,wagen gingen ,bacchantinnen einher mit fliegendem ,haar1 mit ,schlangen oder ,eichenlaub1 ,reben- und ,efeuzweigen bekrnzt4 ,dann folgte ein von #cjj ,mann gezogener ,wagen1 #bj ,ellen lang und #af breit2 auf ihm stand eine mit ,trauben gefllte ,kelter1 die #bd ,ellen lang und #ad ,ellen breit war4 #fj ,satyrn traten die ,trauben und sangen unter ,fltenspiel ein ,kelterlied2 dabei flo der ,most auf den ganzen ,weg hin4 ,der nachfolgende von #fj ,mann gezogene ,wagen war #be ,ellen lang und #ad ,ellen breit1 und trug einen ungeheuren1 aus ,pantherfellen genhten ,schlauch1 aus welchem auf den ganzen ,weg allmhlich auslaufender ,wein flo usw4 usw48 ,das ,tragen von goldenen ,krnzen galt im ,altertum als besonders feierlich und wird uns ziemlich hufig angegeben4 ,so erzhlt ,athenaios an einer andern ,stelle3 ,bei einem feierlichen ,umzuge1 den der ,knig von ,syrien1 ,antiochos der ,tolle 7im #b4 ,jahrhundert v4 ,chr47 hielt1 befanden sich #cjjj leicht bewaffnete1 in ,purpur gekleidete1 mit goldenen ,krnzen geschmckte ,kilikier1 #bjjj ,reiter in ,purpurkleidern1 von denen die meisten goldene ,krnze trugen1 und hinter den ,soldaten folgten #hjj ,jnglinge mit goldenen ,krnzen48 ,im gewhnlichen ,leben waren ,krnze von allerlei bunten und wohlriechenden ,blumen die gebruchlichsten4 ,dabei sagt uns das ,onomastikon des ,pollux3 ,die ,blumen1 welche man zu ,krnzen verwendet1 sind ,rosen1 ,veilchen1 ,lilien1 ,minze1 ,anemonen1 ,feldthymian1 ,safran1 ,hyazinthen1 gelbe ,strohblumen1 rotgelbe ,taglilie1 grauer ,thymian1 ,knigskerze1 ,nadelkerbel1 ,narzissen1 ,steinklee1 ,hundskamille1 ,kamille und andere ,blumen1 die entweder schn oder wohlriechend sind48 ,so sagt ein nicht genannter ,dichter3 ,hier schicke ich dir einen ,kranz1 den ich mit eigenen ,hnden aus schnen ,blumen gewunden habe1 aus ,lilien1 ,rosen1 ,anemonen1 ,narzissen und blauen ,veilchen48 ,ein anderer singt3 ,ich will ,levkojen1 zarte ,myrten1 ,narzissen und leuchtende ,lilien winden1 ich will sduftenden ,safran1 purpurrote ,hyazinthen und liebliche ,rosen winden1 und damit das lockige ,haar der ,heliodora bekrnzen48 ,die ,sitte1 sich bei ,festen zu bekrnzen1 bernahmen dann die ,rmer von den ,griechen4 ,der ltere ,plinius 7#bc-gi n4 ,chr47 schreibt darber in seiner ,naturgeschichte4 ,anfangs kannte das rmische ,volk nur ,krnze1 die durch ,kriegstaten erworben wurden2 jetzt aber hat es mehr ,arten von ,krnzen als alle andern ,vlker zusammen4 ,und zwar werden zumeist ,blumen dazu verwendet1 die die ,natur nur fr ,tage erschuf4 ,einst hat das rmische ,volk nur einen ,scipio1 der den ,beinamen ,serapio fhrte1 mit ,blumen geehrt4 ,er starb als ,tribun und war beim ,volke sehr beliebt4 ,da er kein ,vermgen hinterlie1 so besorgte das ,volk auf eigene ,kosten das ,begrbnis1 indem jeder das ,seinige dazu beitrug1 und warf ihm berall1 wo der ,leichenzug vorbeiging1 ,blumen zu4 ,whrend in ,athen ,jnglinge noch vor der ,mittagsstunde die ,versammlungen weiser ,mnner mit einem ,kranze auf dem ,kopfe besuchten1 herrschte in solchen ,dingen bei den ,rmern stets groe ,strenge4 ,so wurde beispielsweise im zweiten punischen ,kriege 7#bah-bja v4 ,chr47 der ,geldwechsler ,lucius ,fulvius kraft eines ,senatsbeschlusses ins ,gefngnis gefhrt und erst am ,ende des ,krieges wieder in ,freiheit gesetzt1 als er sich unterfing1 bei hellem ,tage aus seiner ,bude mit einem ,rosenkranze auf dem ,kopfe auf das ,forum hinauszusehen4 ,auch den ,publius ,munatius lieen die ,triumvirn fesseln und ins ,gefngnis abfhren1 als er von der ,bildsule des ,marsyas einen ,blumenkranz nahm und sich aufsetzte4 ,er bat zwar die ,tribunen1 ihm beizustehen2 doch taten diese keinen ,einspruch4 -- ,unter allen ,krnzen aus ,blumen haben diejenigen aus ,rosen den grten ,vorzug1 und zwar legt man denen den hchsten ,wert bei1 die nur aus zusammengehefteten ,rosenblttern bestehen4 ,heute aber nimmt man den ,stoff zu ,krnzen aus ,indien oder aus ,lndern1 die jenseits von ,indien liegen4 ,fr die herrlichsten gelten die aus ,nardenblttern1 oder die mit bunten1 von wohlriechenden ,salben triefenden ,seidenstoffen durchflochtenen4 ,so weit geht jetzt die ,verschwendung der ,weiber68 ,in ,sicyon wetteiferte die ,kranzflechterin ,glycera durch immer schnere natrliche ,krnze mit dem ,maler ,pausias1 der ihre ,krnze malte1 so da ,natur und ,kunst sich gegenseitig zu bertreffen suchten4 ,auf dem berhmten ,gemlde1 das ,die ,kranzflechterin 7stephanoplocos7 heit1 und noch heutigentags vorhanden ist1 hat er die ,glycera gemalt4 ,dies geschah nach der hundertsten ,olympiade 7um #chj v4 ,chr474 -- ,wie man nun einmal angefangen hatte1 ,blumen in die ,krnze zu flechten1 wurden auch die ,winterkrnze ,mode1 deren ,blumen1 weil dann die ,jahreszeit keine natrlichen liefert1 aus knstlich gefrbten ,hornspnen bestehen4 ,in ,rom schlich sich auch allmhlich fr die ,krnze1 wegen ihres zarten ,wesens1 der ,name corolla1 und dann der ,name corollarium fr ,krnze aus vergoldetem oder versilbertem ,kupferblech ein4 -- ,zuerst lie sich der reiche ,crassus 7der wegen seines ungeheuren ,reichtums von #cj ,millionen ,mark den ,beinamen dives der ,reiche8 fhrende ,triumvir1 geboren #aae v4 ,chr41 besiegte als ,prtor #gb den ,sklavenaufstand unter ,spartacus1 ward #gj mit ,pompejus ,konsul1 schlo sich dann an ,csar an und bildete #fj mit diesem und ,pompejus das #a4 ,triumvirat1 ward #ee zum zweitenmal ,konsul1 ging als ,prokonsul nach ,syrien und ward #ec nach der ,niederlage bei ,carrhae gegen die ,parther hinterlistig gettet7 die ,bltter aus ,gold nachbilden und verschenkte die daraus verfertigten ,krnze bei den ,spielen1 die er gab4 ,es kamen dann noch zur ,erhhung der ,schnheit der ,krnze ,bnder hinzu2 an den etruskischen durften nur goldene ,bnder angebracht werden4 ,lange ,zeit hindurch waren sie einfach2 erst ,publius ,claudius ,pulcher lie sie in getriebener ,arbeit darstellen und brachte sogar am ,baste1 womit die ,krnze gewunden waren1 ,goldblttchen an48 ,zwei griechische rzte1 ,mnesitheos und ,kallimachos1 haben eigens ber die ,krnze geschrieben1 die dem ,kopfe und somit der ,gesundheit schaden4 ,bei ,wein und ,frhlichkeit kann der ,blumenduft schaden1 ohne da man daran denkt4 -- ,da aber auch absichtlich durch die ,krnze1 die man bei ,gastmhlern zu tragen pflegt1 ,unheil gestiftet werden kann1 ersieht man aus folgendem ,beispiel3 ,vor der ,schlacht bei ,actium 7,stadt und ,vorgebirge ,aktion an der ,westkste ,griechenlands1 sdlich vom ,eingang des ,ambrakischen ,golfes1 wo ,octavianus -- der sptere ,augustus -- am #b4 ,september #ca v4 ,chr4 durch seinen ,seesieg ber ,antonius und ,kleopatra die ,alleinherrschaft gewann7 begann ,antonius den ,verdacht zu fassen1 ,kleopatra mchte einmal den ,versuch machen1 ihn durch ,gift aus dem ,wege zu rumen1 und geno nichts mehr1 bevor es von andern gekostet war4 ,dies merkte nun die ,knigin4 ,bei einer lustigen ,mahlzeit setzte sie sich einen ,kranz auf1 dessen ,blumen sie mit ,gift bestrichen hatte1 und tat im ,laufe des muntern ,gesprchs den ,vorschlag1 die ,blumen des ,kranzes zu zerpflcken und mitzutrinken4 ,antonius ahnte nichts ,bses1 lie die ,blumen in seinen ,becher werfen1 setzte an und wollte trinken4 ,da hielt ,kleopatra schnell die ,hand vor und sagte3 ,sieh1 ,antonius1 du denkst dich dadurch zu schtzen1 da du alle deine ,speisen und ,getrnke erst kosten lssest2 aber das wrde dir alles nicht helfen1 wenn ich nicht wte1 da ich ohne dich nicht leben kann48 ,sie lie nun1 um zu beweisen1 wie sie ber ,tod und ,leben gebiete1 einen ,menschen aus dem ,gefngnis kommen und befahl ihm1 aus dem ,becher zu trinken4 ,er tat's und sank auf der ,stelle nieder48 ,derselbe ,plinius sagt1 da in alten ,zeiten nur ,gttern ,krnze gegeben worden seien2 spter sollen auch die ,opfernden zu ,ehren der ,gtter ,krnze auf ihr ,haupt gesetzt und zugleich die ,opfertiere bekrnzt haben4 ,dann seien sie auch bei den heiligen ,kampfspielen in ,gebrauch gekommen1 wurden aber eigentlich nicht dem ,sieger1 sondern dessen ,vaterland zugesprochen4 ,solche ,siegeskrnze pflege man als ,weihgeschenke in den ,tempeln aufzuhngen4 -- ,der ums ,jahr #ajjj n4 ,chr4 lebende ,suidas gibt dem ,empfinden der antiken ,welt ,ausdruck1 wenn er sagt3 ,den ,toten gab man einen ,kranz1 weil sie den ,kampf des ,lebens bestanden hatten48 ,in diesem ,sinne erzhlt ,valerius ,maximus vom karthagischen ,feldherrn ,hannibal1 er habe den rmischen ,feldherrn ,marcus ,marcellus1 als er im ,lande der ,bruttier kmpfend gefallen war1 mit einem ,lorbeerkranze schmcken und standesgem begraben lassen4 ,auch der ,scheiterhaufen1 auf dem die ,leiche verbrannt wurde1 pflegte mit ,blumen1 ,weihrauch und anderem kostbarem ,rucherwerk und wohlriechenden ,essenzen bestreut zu werden4 ,war der ,leichnam verbrannt1 so lschte man die glimmende ,asche mit ,wein1 fllte sie in eine ,urne und stellte sie in einem ,grabmal an der ,heerstrae auf4 ,in der ,biographie des ,feldherrn des ,achischen ,bundes1 ,philopmen1 der #ahc v4 ,chr41 als er von den ,messeniern gefangen genommen wurde1 den ,giftbecher trinken mute1 sagt ,plutarch1 da bei dessen ,beerdigung der ,sohn des achischen ,feldherrn1 ,polybios1 die ,aschenurne trug1 die aber vor der ,menge der ,bnder und ,krnze kaum zu sehen war4 ,in den ,grabschriften der ,heroen des um #cji in ,burdigala 7,bordeaux7 geborenen und nach #cic verstorbenen rmischen ,dichters ,ausonius1 der ,christ und ,erzieher des ,kaisers ,gratian war1 wird der ,besucher aufgefordert3 ,besprenge die ,gebeine mit ,wein und lieblich duftendem ,nardenl1 fge purpurfarbige ,rosen und ,balsam hinzu48 ,der ,dichter ,properz 7#de-bb v4 ,chr47 singt in einer seiner ,elegien3 ,wre ich gestorben und legte jemand meine ,gebeine in zarte ,rosenbltter1 so wrde mir die ,erde leicht sein48 ,sein ,zeitgenosse ,tibull 7#dc vor bis #bj n4 ,chr47 aber meint3 ,in schwarzem ,trauergewande mgen sie meine ,gebeine sammeln1 sie mit ,wein und dann mit ,milch abwaschen1 sie mit ,tchern wieder abtrocknen1 in ein ,marmorgef tun und die ,zwischenrume mit morgenlndischen ,gewrzen fllen48 ,gerade diese letztere ,sitte mu bei den ,vornehmen ,roms zu ,beginn der ,kaiserzeit sehr beliebt gewesen sein4 ,so beschwrt der produktivste und phantasiereichste aller rmischen ,dichter1 ,ovid1 der im ,jahre #g n4 ,chr4 #ej;jhrig von ,augustus wegen einer ,skandalaffre mit dessen ,tochter ,julia nach ,tomi am ,schwarzen ,meer verbannt wurde und #ag daselbst starb1 seinen besten ,freund mit den ,worten3 ,bin ich tot1 so lege meine ,gebeine mit ,blttern und ,pulver von amomum 7den aus ,indien bezogenen ,kardamomen7 in eine kleine ,urne und bestatte sie in der ,vorstadt ,roms48 ,auch die ,grber wurden in der ,antike mit ,vorliebe durch ,blumen geschmckt4 ,schon ,sophokles 7#dig-djf v4 ,chr47 lt in seiner ,elektra sagen3 ,als ich an das alte ,grab des ,vaters kam1 sah ich1 da auf die ,mitte frische ,milch gegossen und der ,rand rings mit ,blumen aller ,art belegt war48 ,in der neis ,vergils 7#gj-ai v4 ,chr47 lt der ,dichter den neas1 als er das ,grab seines ,vaters ,anchises wieder besuchte1 zwei ,becher ,wein1 dann zwei mit frischer ,milch und zwei mit heiligem ,blute ausgieen und purpurfarbige ,blumen darauf streuen2 und an einer andern ,stelle jenes ,epos1 das den ,ahnherrn des julischen ,geschlechts verherrlichen sollte1 heit es3 ,streut mit vollen ,hnden ,lilien und purpurne ,blten auf das ,grab68 ,tibull sagt in einer seiner ,elegien3 ,bist du gut gewesen1 so werden ,trnen bei deiner ,bestattung flieen und werden deine alten ,freunde jhrlich deinen ,grabeshgel mit ,blumengirlanden schmcken und sagen3 ,schlummre sanft den ,todesschlummer68 ,selbst von dem ,scheusal ,nero wei sein ,biograph ,suetonius zu melden1 da es doch ,leute gab1 die noch viele ,jahre lang sein ,grab mit ,blumen schmckten48 ,bei diesem zweifellos groen ,bedarf an ,blumen1 der uns nach den ,berichten der ,schriftsteller des ,altertums im ganzen ,bereich der hellenisch-rmischen ,kultur entgegentritt1 ist es sehr merkwrdig1 da so beraus selten von ,blumengrten1 die doch berall in der ,nhe der ,stdte vorhanden gewesen sein mssen1 die ,rede ist4 ,nur der prosaische ,cato 7#bcd-adi v4 ,chr47 rt in seiner ,schrift ber den ,landbau3 ,wer einen ,garten bei der ,stadt hat1 der ziehe ,kranzblumen aller ,art48 ,schon der ,vater der griechischen ,botanik1 der ,schler des groen ,aristoteles1 ,theophrast 7#cij-bhf v4 ,chr471 zog in seinem durch die ,freigebigkeit seines ,kollegen ,demetrios ,phalereus1 der von #cah bis #cjg ,athen verwaltete und fr kurze ,zeit dessen ,blte herstellte1 unterhaltenen ,garten in ,athen auch allerlei ,blumen1 wie ,veilchen1 ,nelken und ,klebnelken1 von denen er sagt1 da sie zur ,ausschmckung von ,krnzen verwendet werden4 ,und der ltere ,plinius wei uns zu melden3 ,um die ,pflanzen kennen zu lernen1 bin ich bei ,antonius ,castor in die ,lehre gegangen1 der zu unserer ,zeit in dieser ,wissenschaft das grte ,ansehen geno4 ,ich besuchte ihn sehr oft in seinem ,grtchen1 in welchem er die meisten ,pflanzen zog4 ,dabei war er schon ber hundert ,jahre alt1 hatte nie eine ,krankheit gehabt und durch sein hohes ,alter weder an seinem ,gedchtnisse1 noch an seiner krperlichen ,munterkeit eine ,abnahme erfahren48 ,wie wir aus einigen literarischen ,angaben und ,darstellungen auf ,vasen wissen1 pflegten die ,griechen der klassischen ,zeit mit ,erde gefllte1 meist mit ,henkeln versehene irdene ,tpfe mit allerlei rasch aufsprieenden ,pflnzchen zu besen4 ,wenn sie dann grn bewachsen waren1 trug man sie am ,adonisfeste im feierlichen ,zuge daher4 ,mit diesen rasch dahinwelkenden ,adonisgrtlein8 wollte man den frhen ,tod des ,jnglings andeuten1 der ein ,sinnbild des sdlichen ,sommers darstellte1 in welchem alles ,grn unter der ,glut der erbarmungslosen ,sonne allzuschnell dahinstirbt4 ,dieser ,adonis war eigentlich ein syrischer ,naturgott1 ein ,abbild der nach kurzer ,blte immer wieder ersterbenden ,vegetation4 ,nach griechischem ,mythos war er der ,sohn des ,kypriers ,kinyras und dessen ,tochter ,myrrha und wurde aus einem ,myrrhenbaum geboren1 in welchen letztere verwandelt worden war4 ,er erwuchs zu einem wunderschnen ,jngling1 in den ,aphrodite1 die ,liebesgttin1 und ,persephone1 die ,beherrscherin der ,unterwelt1 die mit ,bewilligung ihres ,vaters ,zeus zwei ,drittel des ,jahres bei ihrer ,mutter ,demeter1 der ,erdgttin1 auf der ,oberwelt zubringen durfte1 sich gleicherweise verliebten4 ,als er dann auf der ,jagd von einem ,eber gettet wurde1 stritten beide ,gttinnen um seinen ,besitz4 ,da entschied ,vater ,zeus1 da er abwechselnd bei der ersteren auf der ,oberwelt und bei der letzteren in der ,unterwelt leben sollte4 ,wie schon bei den ltesten gyptern und ,babyloniern wurden auch bei den ,griechen und ,rmern allerlei fremdlndische1 gegen die klimatischen ,verhltnisse empfindliche ,pflanzen in ,tpfen gezogen1 die man ber die klteste ,zeit zum ,schutze in die ,huser stellen konnte4 ,so schreibt ,theophrast in seiner ,pflanzengeschichte3 ,die ,stabwurz 7abrtonon7 wird fters in ,blumentpfe 7strakon7 gepflanzt wie die ,adonisgrten im ,sommer48 ,in spterer ,zeit baute man zum ,zwecke des berwinterns gegen ,klte empfindlicher ,pflanzen eigentliche1 mit ,glimmerplatten statt wie bei uns mit ,glas gedeckte ,treibhuser4 ,so berichtet uns der witzige ,epigrammendichter ,martial1 #dj-ajb n4 ,chr41 da man hinter ,scheiben von durchsichtigem ,edelstein8 feinere ,obstsorten vor der ,winterklte schtze2 er dagegen habe in seinem ,stbchen nicht einmal einen ganzen ,fensterladen und msse dann beim eisigen ,nordwind nicht bel frieren4 ,und in der wahrscheinlich ums ,jahr #iab n4 ,chr4 veranstalteten1 ,geoponika genannten ,sammlung von ,auszgen guter alter griechischer ,schriften ber die ,land- und ,gartenwirtschaft steht zu lesen3 ,frhzeitige ,rosen nennt man diejenigen1 die in ,krben oder ,tpfen gezogen und wie ,krbisse oder ,gurken behandelt werden 7d4 h4 im ,winter bei kaltem ,wetter in sonnigen1 mit ,glimmer gedeckten ,rumen geschtzt1 bei mildem aber ins ,freie getragen werden74 ,im ,freien stehende treibt man1 wenn man will1 dadurch1 da man zwei ,hnde breit um sie herum einen ,graben zieht und tglich zweimal ,wasser in diesen giet48 ,als in den ,wirren der ,vlkerwanderung die antike ,kultur zu ,grunde gegangen war und nur noch in ,byzanz eine lnger dauernde1 den ,arabern1 nicht aber den ,christen des ,abendlandes zugute kommende ,nachblte erlebte1 ging auch die knstliche ,zucht und das ,treiben von ,blumen in ,europa verloren4 ,erst mit dem ,erwachen der ,geister in der ,neuzeit kam sie1 vom ,morgenlande beeinflut1 bei uns in ,flor4 ,der erste1 der die ,treiberei von ,blumen in grerem ,mastabe in ,mitteleuropa ausbte und zur ,modesache bei den ,vornehmen erhob1 war der berhmte ,grtner ,ludwigs ,,xiv41 ,la ,quintinie1 der dafr sorgte1 da sein ,herr und ,gebieter1 der ein groer ,blumenfreund war1 stets in den ,rumen seines ,schlosses irgend welche ,bltenpflanzen1 besonders ,rosen1 ,tulpen1 ,hyazinthen1 ,narzissen und ,anemonen besa4 ,in der ,folge ist dieser ,zweig der grtnerischen ,ttigkeit in hohem ,mae gepflegt und mit allem ,raffinement ausgebildet worden4 ,mit dieser grtnerischen ,kunstfertigkeit hngt auch die ,einfhrung neuer ,blumenarten und die ,zchtung neuer ,sorten aus denselben und den schon vorhandenen zusammen4 ,diese ,zucht neuer ,zierblumen ist im wesentlichen eine ,errungenschaft der zweiten ,hlfte des #ai4 ,jahrhunderts4 ,sie ist der ,ausflu des ,strebens der ,handelsgrtner1 immer neue ,formen hervorzubringen1 um damit bei dem danach lsternen ,publikum ein gutes ,geschft machen zu knnen4 ,fr gewisse seltene ,formen und ,neuheiten werden von den reichen ,blumenfreunden tatschlich ,unsummen bezahlt1 und der groe ,gewinn treibt die ,zchter zu fortgesetzten ,anstrengungen an1 etwas ,seltenes oder noch nie ,dagewesenes auf den ,markt zu bringen4 ,das ,hauptmittel dabei bildet das ,warmhaus1 das die ,kultur von ,blumen und ,ziergewchsen von der rtlichen ,lage unabhngig macht und die ,vereinigung aller mglichen ,pflanzen gestattet1 mit denen dann experimentiert wird4 ,am hufigsten tritt in der ,kultur1 zunchst schon durch die bessere ,ernhrung bedingt1 eine ,vergrerung der ,blte ein4 ,solche ,riesenformen kehren aber bei der ,weiterkultur1 wenn sie nicht sehr krftig ernhrt werden1 leicht zur ,stammform zurck4 ,nicht selten sind nderungen der ,farbe1 doch beschrnken sie sich gewhnlich auf einen bestimmten ,farbenkreis4 ,so variiert ,blau 7durch ,hinzutreten einer ,sure zu dem betreffenden ,farbstoff7 in ,violett oder ,rosa und schlielich ,wei1 ,blutrot in ,rosa oder ,wei1 ,zinnoberrot in ,orange und ,gelb1 ,violett in ,blau und ,wei1 seltener in ,rosa1 ,gelb fast nur in ,wei1 ,wei meist gar nicht oder allenfalls in ,zartrosa oder ,zartblau4 ,neben den ,farbenvariationen treten gefllte ,formen auf1 indem sich ,staubbltter in ,blumenbltter verwandeln4 ,diese beiden ,vernderungen der ,farbe und die ,fllung oder ,petalodie 7von ptalon ,blumenblatt7 der ,blumen hngen nun ebenfalls vielfach mit ,ernhrungsursachen zusammen4 ,so fllen sich beispielsweise vielfach die ,blten der ,levkojen1 wenn man die betreffenden ,pflanzen eine ,zeitlang kmmerlich ernhrt4 ,in den weitaus meisten ,fllen aber lassen sich solche ,vernderungen nicht erzwingen1 sondern treten spontan1 ohne fr uns erkennbare ,ursache auf4 ,der ,mensch mu sie abwarten und entdecken2 dann aber kann er groen ,gewinn daraus ziehen4 ,da solche neue ,varietten ihre besonderen neuen ,eigentmlichkeiten auf ihre ,nachkommen vererben1 hat der ,mensch nichts anderes zu tun1 als diese1 wenn er sie zufllig fand1 weiter zu zchten4 ,dieses merkwrdige1 fr uns vllig unerklrliche ,auftreten neuer1 bis dahin nicht existierender ,formen bezeichnet man als ,mutationen oder ,sprungvariationen4 ,das lteste1 historisch beglaubigte ,beispiel einer solchen ,sprungvariation ist das schlitzblttrige ,schillkraut1 das jetzt schon ber #cjj ,jahre bekannt ist4 ,eine der jngsten dagegen ist die ,erdbeere ohne ,auslufer4 ,vilmorin fand sie in einem einzigen ,exemplar unter einer ,aussaat der gewhnlichen ,erdbeere4 ,solche neue ,formen sind je und je aufgetreten1 nur nahm man davon keine ,notiz1 bis in der ,gegenwart die ,wissenschaft die allgemeine ,aufmerksamkeit auf diese ,tatsache lenkte4 ,in dieser ,beziehung waren die ,beobachtungen des hollndischen ,botanikers ,hugo de ,vries bahnbrechend1 die er an solchen neuen ,sprungvarietten einer aus ,nordamerika bei uns eingefhrten gelbblhenden ,nachtkerzenart 7,oenothera lamarckiana7 machte4 ber diese und andere bisher an ,mutationen festgestellten ,beobachtungen und die daraus zu ziehenden ,schlsse habe ich eingehend auf ,s4 #dfd-dga des zweiten ,bandes meiner gemeinverstndlichen ,entwicklungsgeschichte des ,naturganzen1 betitelt ,vom ,nebelfleck zum ,menschen8#c1 berichtet1 so da ich ,interessenten darauf verweise4 ,solche ,sprungvarietten und seltene1 neue1 wilde ,arten nun hat der ,pflanzenzchter unter ,beobachtung gewisser ,vorsichtsmaregeln zu kultivieren1 bis er eine fr den ,verkauf gengende ,menge ,samen1 ,wurzelknollen oder ,zwiebeln besitzt4 ,dieses ,ziel ist dann meist in #d-e ,jahren erreicht4 ,in der ,regel ist aber seine ,aufgabe durchaus nicht so einfach4 ,er mu in vielen ,fllen erst ungnstige ,eigenschaften der neuen ,arten ausmerzen und durch andere1 bessere ersetzen4 ,in anderen ,fllen ist es berhaupt nur eine einzige ,eigenschaft1 durch die sich die neue ,art auszeichnet1 dann gilt es1 diese auf die schon bekannten alten ,sorten zu bertragen4 ,dies geschieht durch ,kreuzung oder ,hybridisation1 wie der technische ,ausdruck lautet4 ,das ,ergebnis ist eine ,nachkommenschaft von ,bastarden oder ,hybriden1 die wie die ,kinder verschieden gearteter ,eltern die ,mischung der mtterlichen und vterlichen ,eigenschaften in verschiedenem ,grade zeigen4 ,in der ersten ,generation sind sie noch einfrmig4 ,der ganze ,reichtum der ,formenflle bricht erst bei weiteren ,kreuzungen hervor4 ,der ,zchter setzt die ,kreuzung so lange fort1 bis die von ihm gewnschte ,kombination von ,eigenschaften erreicht ist4 ,ist dies geschehen1 so sucht man sie samenbestndig zu machen4 ,dies gelingt oft durch wiederholte ,inzucht4 ,je lnger die ,inzucht fortgesetzt wird1 um so grer wird die ,samenbestndigkeit4 ,dieser ,weg mu bei den ,pflanzen1 die nur einmal blhen und ,frucht tragen und dann absterben1 in den meisten ,fllen eingeschlagen werden4 ,bei allen ,pflanzen1 die erst nach mehreren ,jahren zur ,blte gelangen1 also sehr vielen ,stauden und ,holzgewchsen1 whlt man die vegetative ,vermehrung4 ,jede aus einem ,steckling oder ,edelreis der neuen ,form erwachsene ,pflanze zeigt genau dieselben ,eigenschaften wie die ,mutterpflanze1 von der sie stammt4 ,hierauf beruht die ,vermehrung unserer meisten ,obstarten1 der ,kartoffeln1 ,georginen1 ,canna-1 ,coleusarten usw4 ,manche ,pflanzen1 wie ,blattbegonien1 ,gloxinien1 ,peperonien u4 dergl41 lassen sich auch ganz einfach durch abgeschnittene ,bltter vermehren1 die im ,boden alsbald ,wurzel fassen4 ,noch viel mehr als der hchst zuflligen und selten eintretenden ,mutation verdanken wir es der planmigen ,hybridisation1 da wir heute ber eine solch ungeahnte ,menge von ,zierblumen1 die noch nie in der ,vorzeit existiert haben1 sondern erst in unserer ,zeit aus oft sehr unscheinbaren1 einheimischen oder auslndischen ,stammformen hervorgezaubert wurden1 besitzen4 ,wir werden im folgenden sehen1 wie beraus bescheiden und begrenzt der ,besitz an ,zierpflanzen bei den ,kulturvlkern des ,altertums war1 und wie unermelich dagegen die ,blumenflle ist1 ber die wir heute verfgen4 ,alle ,weltteile haben ihren ,tribut geliefert1 um unsere ,grten und ,gewchshuser damit zu fllen und unser ,auge mit deren ,farben- und ,formenreichtum1 wie unsere ,nase mit ihren teilweise herrlichen ,dften zu erfreuen4 ,beginnen wir nun mit der ,betrachtung und kulturgeschichtlichen ,wrdigung der wichtigsten ,zierpflanzen des ,menschen1 unter denen schon im ,altertum die ,rose als die vornehmste galt4 ,wie wir dies heute noch tun1 betrachteten die alten ,kulturvlker ,vorderasiens1 wie auch die ,griechen und ,rmer1 die ,rose als die ,knigin der ,blumen4 ,dieser ,anschauung gibt ,achilles ,tatius beredten ,ausdruck1 wenn er sagt3 ,wenn ,zeus der ,blumenwelt eine ,knigin htte geben wollen1 so htte er die ,rose dazu gemacht2 denn sie ist die ,zierde der ,erde1 der ,stolz der ,pflanzenwelt1 die ,krone der ,blumen1 der ,purpur der ,wiesen1 der ,abglanz des ,schnen4 ,sie ist der ,liebe voll und steht im ,dienste der ,aphrodite2 sie prangt mit duftenden ,blten und wiegt sich auf beweglichem ,laube1 das sich des fchelnden ,zephyrs erfreut48 ,sie war aber nicht blos das ,symbol der ,liebesgttin und ihr geweiht1 sondern soll nach alter griechischer ,sage direkt von deren ,blut die rote ,farbe erhalten haben4 ,so sagt uns ein ungenannter griechischer ,dichter in den ,geoponika3 ,die ,rose1 so erzhlt man1 war ursprnglich wei und geruchlos4 ,einst ritzte ,aphrodite ihren ,fu an einem ,rosenstachel und von dem hervorquellenden ,blute der ,gttin nahm die ,rose ihre rote ,farbe und den ,wohlgeruch an48 ,diese also von der ,liebesgttin selbst gefrbte ,blumenknigin kam mit der weien ,lilie erst nach dem ersten ,viertel des letzten vorchristlichen ,jahrtausends von ,westasien her nach ,griechenland4 ,die griechischen ,bezeichnungen vrdon und lerion dafr sind ,entlehnungen der ,sprache ,irans4 ,und wie die ,namen1 so stammen auch die ,pflanzen selbst aus dem ,hochlande von ,persien1 wo aus einer nahe ,verwandten der in ,sdeuropa wachsenden wohlriechenden ,provencerose 7,rosa gallica7 mit fnf weien bis rosenroten ,blumenblttern durch ,umwandlung fast aller ,staubbltter in ,blumenbltter die als ,centifolie1 d4 h4 ,hundertblumenblttrige1 bezeichnete gefllte ,form hervorging4 ,weil diese ,fllung auf ,kosten der ,mglichkeit ,samen tragen zu knnen geschah1 so knnen diese ,edelrosen nicht gest werden1 sondern mssen auf vegetativem ,wege vermehrt und fortgepflanzt werden4 ,dies geschieht meist durch ,okulieren1 d4 h4 ,einsetzen einer ,knospe 7,auge87 der edeln ,pflanze auf einen ,wildling4 ,als hochstmmige ,wildlinge dienen in erster ,linie die ein- oder zweijhrigen ,stmmchen der einheimischen ,hundsrose 7,rosa canina71 die selbst zur ,zchtung von ,edelrosen nicht verwendet wird4 ,jedenfalls waren aber die ,centifolien der ,alten noch lange nicht in dem ,mae gefllt1 wie sie es heute sind4 ,gleichwohl haben sie dieselben in hohem ,mae entzckt4 ,in den homerischen ,epen erscheinen sie mit der ,lilie als der ,inbegriff des ,wunderbaren und ,gttlichen4 ,die ,pflanzen selbst scheint der ,dichter derselben berhaupt noch nicht gekannt zu haben2 er nennt sie1 oder besser gesagt1 gewisse ,eigenschaften von ihnen1 wenn er etwas unbestimmt ,herrliches ausdrcken will4 ,so bezeichnet er die ,morgenrte als rosenfingerig1 und ,aphrodite salbt den ,leichnam des ihr sympathischen ,hektor mit rosenduftendem1 d4 h4 besonders herrlich duftendem l4 ,ajax soll eine lilienzarte ,haut besitzen1 die ,hektor mit seinem ,speer durchbohren will4 ,auch bei dem im #h4 vorchristlichen ,jahrhundert in ,botien lebenden griechischen ,dichter ,hesiod war es nicht anders4 ,in seiner ,theogonie spricht er von zwei rosenarmigen ,tchtern des ,meergottes ,nereus und bezeichnet die ,stimmen der ,musen und ,zikaden als ,lilienstimmen1 aber was ,rosen und ,lilien tatschlich sind1 ist ihm vllig dunkel geblieben4 ,wie htte er auch diese ,blumen kennen sollen1 wenn noch in einem von der ,forschung in die ,mitte des #g4 vorchristlichen ,jahrhunderts gesetzten ,hymnus des alteleusinischen ,demeterdienstes erzhlt wird1 wie ,persephone1 die ,tochter des ,zeus und der ,erdgttin ,demeter1 auf der ,wiese mit ihren ,gespielinnen gespielt und auer ,veilchen1 ,krokos1 ,hyazinthen und ,schwertlilien auch ,rosen 7nicht vom ,strauch gebrochen und nicht mit ,stacheln bewehrt1 wie wirkliche ,rosen1 sondern ,phantasierosen7 gepflckt habe und die ,wunderblume ,narkissos -- ein ,wunder zu sehen fr ,menschen und ,gtter -- die sich mit hundert ,huptern aus der ,wurzel erhebt1 deren ,duft ,himmel1 ,meer und ,erde erfreut8 7also ebenfalls nicht die wirkliche1 sondern eine ,phantasienarzisse1 die1 wie der ,name bezeugt1 der mit dem ,wort ,narkose zusammenhngt1 eine exotische ,blume mit berauschendem ,dufte bezeichnen sollte74 ,an einer spteren ,stelle desselben ,hymnus erzhlt ,persephone ihrer ,mutter1 wie sie auf einer reizenden ,wiese gespielt und ,kelche der ,rosen und ,lilien -- ein ,wunder zu schauen8 gepflckt habe4 ,dieser ,zusatz des ,wunderbaren erhebt ja an sich schon diese ,blumen ins ,fabelhafte1 ,unglaubliche1 noch nie ,geschaute4 ,in einem ,fragment des um ein ,menschenalter lteren griechischen ,lyrikers ,archilochos von ,paros 7um #gjj v4 ,chr471 der aber weiter in der ,welt herumgekommen zu sein scheint als der ,verfasser jener eleusinischen ,tempelpoesie und auer den gischen ,inseln auch ,thrakien und ,lydien kannte1 tritt uns erst unverkennbar die ,kenntnis des ,rosenstrauches entgegen1 dessen schne ,blte 7rods te kaln anths7 der ,dichter neben dem ,myrtenzweig als ,schmuck des ,mdchens1 ohne ,zweifel seiner ,geliebten1 der ,neobule1 erwhnt4 ,hundert ,jahre spter war die ,rose ein ,liebling der ,dichterin ,sappho aus ,mitylene auf der ,insel ,lesbos 7um #fjj v4 ,chr471 von der sie hufig gepriesen und als ,gleichnis schner ,mdchen herangezogen wurde4 ,nach ihr hat der lebensfrohe ,lyriker ,anakreon aus ,teos in ,ionien 7#eej-dgh v4 ,chr471 der in ,samos und ,athen lebte1 sie vielfach in seinen ,gedichten verherrlicht4 ,er sagt von dieser ,blume3 ,mit schnblhenden ,rosen bekrnzt wollen wir trinken4 ,die ,rose ist die herrlichste ,blume2 sie ist bei den ,gttern beliebt2 mit ihr bekrnzt sich der ,sohn ,kytherens 7der ,liebesgott ,eros -- bei den ,rmern ,amor genannt71 wenn er mit den ,grazien tanzt4 ,so will auch ich mit ,rosen bekrnzt tanzen48 ,von da an finden wir die ,rose neben der ,lilie als beliebten ,blumenschmuck eingebrgert und bei keinem griechischen ,feste fehlend4 ,zweifellos war sie aus der ,landschaft ,phrygien im mittleren ,kleinasien ber ,thrakien und ,makedonien nach ,griechenland eingewandert4 ,das nyseische ,gefilde1 auf dem ,persephone nach dem homerischen ,hymnus ,rosen und ,lilien pflckt1 ist nach den ,angaben in der ,ilias in ,thrakien zu denken1 und der ,name einer ihrer ,gespielinnen1 ,rhodope1 ist zugleich derjenige des thrakischen ,gebirges1 in welches jene ,nymphe verwandelt sein sollte4 ,und ,herodot aus der dorischen ,stadt ,halikarnassos an der kleinasiatischen ,kste sdlich von ,milet 7#dhd-dbd v4 ,chr47 sagt3 ,in einer ,landschaft ,makedoniens liegen die sogenannten ,grten des ,midas1 des ,sohnes des ,gordios 7eines phrygischen ,knigs und der ,kybele1 dem ,dionysos den ,wunsch gewhrte1 da alles1 was er berhre1 sich in ,gold verwandle1 von welcher lstigen ,wohltat er sich dann durch ein ,bad im ,flusse ,paktolos befreite1 der seitdem ,gold fhrt74 ,in diesem ,garten wachsen die ,rosen wild1 jede hat #fj ,bltter1 und sie riechen besser als andere ,rosen48 ,gleicherweise drckt sich der bei ,athenaios erwhnte alexandrinische ,dichter ,nikander im zweiten ,buche seiner ,georgika aus1 wenn er sagt3 ,midas von ,odonien 7einer ,landschaft in ,thrakien7 erzog1 nachdem er die ,herrschaft von ,asis 7in ,kleinasien7 verlassen1 zuerst in den ,grten von ,emathia 7einer ,landschaft in ,makedonien7 die ,rosen1 die mit #fj ,blumenblttern umsumt sind48 ,schon diese bei ihm und ,herodot hervorgehobene altbabylonische ,zahl #fj weist auf die ,herkunft dieses ,mythos aus ,asien1 woher mit dem ,dienst der ,aphrodite und des ,gottes des ,natursegens ,dionysos auch die ihnen geweihte ,blume zu den ,griechen kam4 ,noch der pflanzenkundige ,schler des groen ,aristoteles1 ,theophrast 7#cij-bhf v4 ,chr471 schreibt in seiner ,pflanzengeschichte1 da die meisten reichgefllten ,rosen1 die er bereits hekatonphylla1 d4 h4 hundertbltterig -- identisch mit dem rmischen centifolia -- nennt1 in der ,gegend von ,philippi in ,makedonien wachsen4 ,an der diesbezglichen ,stelle teilt er uns sein ganzes ,wissen ber diese ,pflanze mit3 ,es gibt verschiedene ,arten von ,rosen 7rdon72 sie haben mehr oder weniger ,blumenbltter 7phllon71 sind mehr oder weniger rauh oder glatt1 an ,farbe und ,wohlgeruch verschieden4 ,die meisten sind fnfbltterig2 es gibt aber auch zwlf- bis zwanzigbltterige1 ja die ,zahl der ,blumenbltter soll bis auf hundert steigen1 und solche nennt man hekatonphylla4 ,die meisten ,hekatonphyllen wachsen um ,philippi1 wohin man sie vom 7benachbarten7 ,pangaiosgebirge1 woselbst sie in ,menge vorkommen1 verpflanzt hat4 -- ,im allgemeinen richtet sich bei den ,rosen die ,schnheit der ,farben und der ,wohlgeruch nach dem ,standort2 jedoch kann auf demselben ,boden der ,geruch verschieden sein4 ,den besten ,geruch haben die ,rosen von ,kyrene 7in ,nordafrika zwischen ,tripolis und gypten72 daher wird dort die kostbarste ,rosensalbe 7mron7 gemacht4 ,man kann den ,rosenstrauch 7rodni7 auch durch ,samen vermehren2 dieser liegt unter der ,blte in der ,frucht 7mln1 eigentlich ,apfel7 und ist mit ,wolle umgeben4 ,da aber das ,wachstum aus den ,samen sehr langsam vor sich geht1 so pflegt man die ,rosen durch ,stecklinge zu vermehren4 brigens trgt der ,rosenstrauch schnere ,blumen1 wenn man ihn abgebrannt oder abgeschnitten hat2 dagegen treibt er wilde ,schlinge1 wenn man ihn nach ,belieben wachsen lt4 ,auch durch oftmaliges ,verpflanzen werden seine ,blumen schner4 ,die wilden 7grios7 ,rosen haben rauhere ,zweige und ,bltter1 weniger stark gefrbte und kleinere ,blten48 ,die ltesten ,babylonier haben so wenig wie die brigen vorderasiatischen ,vlker und die gypter der lteren ,zeit die ,rose gekannt4 ,erst bei den jngeren ,assyriern tritt sie uns als viel gebrauchtes ,ornament1 nmlich stilisiert als ,rosette1 entgegen1 und bei den jngern ,babyloniern1 wie sie uns der griechische ,geschichtschreiber ,herodot aus eigener ,anschauung um die ,mitte des #e4 vorchristlichen ,jahrhunderts schildert1 hatte sie auch erst durch ,vermittlung ihrer persisch-medischen berwinder ,eingang gefunden4 ,so schreibt er im ersten ,buche seines ,geschichtswerks3 ,jeder ,babylonier trgt auf seinem ,stock das ,bild entweder eines ,apfels oder einer ,rose oder einer ,lilie oder eines ,adlers oder irgend eines andern ,gegenstandes48 ,auch die alten ,hebrer zur ,zeit ,salomos 7#iic-iec v4 ,chr471 der in seinen wohlgepflegten ,grten eine ,menge aus dem ,auslande eingefhrter neuer ,kulturpflanzen ziehen lie und sich an seinem prunkhaften ,hofe gern mit einer so schnen ,blume geschmckt htte1 wenn er es htte tun knnen1 kannten die ,rose1 dieses herrliche ,geschenk ,irans1 noch nicht4 ,wenn ,luther1 der ,auslegung der ,rabbinen folgend1 das hebrische susan mit ,rose bersetzt1 so ist dies ein heute vollstndig klargelegter ,irrtum2 es bedeutet vielmehr ,lilie1 und zwar nicht sowohl die weie1 sondern die farbige ,feuerlilie oder noch wahrscheinlicher eine berall in ,palstina wildwachsende1 ebenfalls glockenfrmige ,blten besitzende ,kaiserkrone4 ,dahin sind die ,stellen zu berichtigen1 wie z4 ,b4 bei dem 7im #h4 ,jahrhundert v4 ,chr4 lebenden7 ,hosea1 wo es in den bisher gebruchlichen ,bibelbersetzungen heit3 ,ich will ,israel wie ein ,tau sein1 da er soll blhen wie eine ,rose81 oder an mehreren ,stellen des nicht lange nach der ,salomonischen ,zeit gedichteten ,hohen ,liedes1 wie3 ,ich bin eine ,blume zu ,saron und eine ,rose im ,tal81 oder3 wie eine ,rose unter den ,dornen1 so ist meine ,freundin unter den ,tchtern8 usw4 ,erst den ,verfassern der schon in die griechische ,zeit fallenden ,apokryphen war die ,rose bekannt4 ,nach allem scheint diese ,zierpflanze von dem im ,jahre #ecf aus dem ,exil in ,babylon1 wohin sie ,nebukadnezar nach der ,zerstrung ,jerusalems #ehf gefhrt hatte1 auf ,grund der vom ,perserknige ,kyros erteilten ,erlaubnis nach ,palstina zurckgekehrten1 etwa #dbjjj ,juden nach ,syrien gebracht worden zu sein4 ,demgem wird sie zuerst in den nach dieser ,zeit verfaten ,bchern der ,weisheit und ,jesus ,sirach erwhnt4 ,auch nirgends in den altgyptischen ,inschriften und ,papyri wird die ,rose angefhrt4 ,auch ,herodot1 der gypten aus eigener ,anschauung kannte1 erwhnt wohl die ,lotosblume1 die er als ,lilie des ,nils bezeichnet1 aber nicht die ,rose als ,zierpflanze gyptens4 ,erst etwa ums ,jahr #fjj v4 ,chr4 kam die ,rose wahrscheinlich von ,syrien her und nicht durch ,griechen1 die allerdings der ,handel schon damals zu den ,nilmndungen fhrte1 wo ihnen dann ,knig ,amasis ,,ii4 7#egj bis #ebf v4 ,chr471 der ,freund des ,polykrates von ,samos1 die ,stadt ,naukratis berlie1 nach dem ,niltal1 wo sie in der ,folge besonders in der ,landschaft ,arsinoe1 dem heutigen ,fajum1 viel angepflanzt wurde4 ,zur ,zeit der ,herrschaft der ,ptolemer 7#cbc-cj v4 ,chr47 und der ,rmer war diese ,landschaft bei allen ,vlkern des ,mittelmeerbeckens wegen ihrer ,wein- und ,rosengrten berhmt4 ,schon ,theophrast berichtet1 da die ,rosen und ,veilchen gyptens1 die wie alle ,blumen des ,landes1 auer der ,myrte1 geruchlos sein sollten1 um zwei ,monate frher blhen als in ,griechenland4 ,diesen ,umstand benutzten die ppigen ,einwohner ,roms zur ,kaiserzeit1 um sich zu einer ,zeit1 da es noch keine blhenden ,rosen im eigenen ,lande gab1 welche von dort kommen zu lassen4 ,so sagt ,martial 7#dj-ajb n4 ,chr471 der unter ,nero aus seinem ,vaterlande ,spanien nach ,rom kam1 in einem seiner ,epigramme3 ,im ,winter schickt der ,nil ,rosen nach ,rom1 aber mehr und schnere sendet ,paestum 7die griechische ,pflanzstadt ,poseidonia in ,unteritalien1 dessen verhltnismig noch gut erhaltener ,poseidontempel aus ,abbildungen genugsam bekannt ist748 ,diesen ,tatsachen entsprechend hat man erst in den der griechisch-rmischen ,periode angehrenden ,grbern der ,nekropole von ,hawara im ,fajum berreste der ,rose gefunden1 fr die es auch keine einheimische gyptische ,bezeichnung gab4 ,in demotischen ,texten findet sich dafr der ,name uartu1 der semitischer ,herkunft zu sein scheint1 da er sich als uard im ,arabischen wiederfindet4 ,dies wrde fr einen ,import der ,rose durch semitische und nicht griechische ,vermittlung sprechen4 ,bekanntlich hat der gyptologe ,georg ,ebers diese ,bezeichnung der ,rose als ,name der ,heldin seines ,romanes ,uarda benutzt4 ,nach ,unteritalien kam die orientalische ,gartenrose schon frh mit den ihre ,kolonien daselbst grndenden ,griechen4 ,in ihrer ,gesellschaft befand sich jedenfalls auch die morgenlndische weie ,lilie1 deren griechischer ,name lerion in das lateinische lilium1 und der griechische ,pluralis rda in rosa verwandelt wurde4 ,im spteren ,italien hat diese heilige ,blume der ,aphrodite-,venus bei den ,festen der ,vornehmen eine sehr bedeutende ,rolle gespielt4 ,schon der ,redner ,cicero 7#ajf-dc v4 ,chr47 nennt die ,rose da1 wo er ein ,leben voll ppigkeit bezeichnen will4 ,und es war in der ,tat orientalische ,ausschweifung1 wenn1 wie ,athenaios 7um #bjj n4 ,chr47 uns berichtet1 ,kleopatra in ,kilikien1 wohin sie dem ,marcus ,antonius1 um ihn fr sich zu gewinnen1 entgegengezogen war1 diesen in ,speisezimmern bewirtete1 deren ,boden eine ,elle hoch mit ,rosen bedeckt war4 ,damit man sich nicht in ihnen mit den ,fen verfing1 war ber sie ein feines ,netz gezogen4 ,die ,kosten fr diese kleine berraschung betrugen ein ,talent1 d4 h4 #dejj ,mark4 ,derselbe ,athenaios berichtet von dem im #d4 ,jahrhundert v4 ,chr4 ber ,syrakus herrschenden grausamen ,tyrannen ,dionysios1 da er die ,fubden seines ,palastes mit ,feldthymian und ,rosen bedecken lie und sich dann darauf herumwlzte1 um in ,wohlgerchen zu schwelgen4 ,es war eine ,nachahmung der ppigen ,sitten bithynischer ,frsten1 wenn sich der rmische ,beamte ,gajus ,verres1 der von #gc-ga v4 ,chr4 ,statthalter von ,sizilien war und whrend seiner dortigen ,amtsfhrung nicht weniger als #dj ,millionen ,sesterzien1 d4 h4 #f ,millionen ,mark erprete1 weswegen er im ,jahre #gj angeklagt wurde1 wobei ,cicero als ,anwalt der ,bewohner ,siziliens seine berhmten ,verrinischen ,reden hielt1 den fr die ,begriffe der ,rmer der damaligen ,zeit ganz unerhrten ,luxus leistete1 mit ,rosen bekrnzt in seiner ,snfte auf ,rosenkissen zu ruhen und dabei ein mit ,rosen geflltes ,netzchen an die ,nase zu halten4 ,die diesbezgliche ,stelle in der ,rede ,ciceros gegen ,verres lautet wrtlich3 ,als unser ,feldherr ,verres seine ,residenz in ,syrakus aufgeschlagen hatte1 lie er sich1 sobald es ,rosen gab1 in einer ,snfte herumtragen1 in welcher das ,polster mit ,rosen ausgestopft war2 dabei hatte er einen ,kranz von ,rosen auf dem ,kopfe und einen andern solchen um den ,hals1 und vor die ,nase hielt er sich ein aus ganz zarten ,leinfden gestricktes1 engmaschiges1 mit ,rosen geflltes ,netzchen48 ,solche ,verschwendung wurde noch bei weitem von den an ,grenwahn leidenden ,csaren ,roms bertrumpft4 ,berichtet doch ,spartianus von dem rmischen ,kaiser ,aelius ,verus1 dem ,adoptivsohn des ,antoninus ,pius1 der #afa von ,mark ,aurel zum ,mitregenten erhoben wurde und #afi zu ,altinum in ,venetien starb1 er habe auf einem ,bett geschlafen1 das mit ,rosenblttern gefllt war1 denen das ,weie1 also der ,nagel1 genommen worden war4 ,seine ,decke bestand aus ,lilien und sein ,krper war mit persischen ,salben parfmiert4 ,von ebenso gereinigten ,rosenblttern und von ,lilien lie er oft die ,polster machen1 worauf beim ,schmause die ,gste lagen1 desgleichen auch die ,tische selbst48 ,es handelt sich also hier um mit ,rosen- und ,lilienblttern gefllte ,kissen1 die gelegentlich auch von anderen ppigen ,kaisern benutzt wurden1 wenn es sich um besonderen ,pomp bei festlichen ,anlssen handelte4 ,so berichtet uns der ,geschichtschreiber ,aelius ,lampridius in seiner ,biographie des ,kaisers ,heliogabalus 7der auf ,anstiften seiner ,gromutter ,julia ,maesa1 der ,schwgerin des ,kaisers ,septimius ,severus1 #bah #ag;jhrig als ,oberpriester des ,gottes ,elagabal1 dessen ,namen er annahm -- er hie eigentlich ,avitus ,bassianus -- in ,emesa in ,syrien von den syrischen ,legionen zum ,kaiser ausgerufen wurde1 #bai in ,rom einzog1 wohin er den orgiastischen ,dienst seines syrischen ,gottes verpflanzte und wo er schwelgerisch und wollstig lebte1 bis er #bbb von den ,prtorianern ermordet wurde73 ,kaiser ,heliogabalus speiste fter auf ,kissen1 die mit ,rosen7blttern7 gefllt waren1 hatte mit ,rosen7blttern7 ausgestopfte ,betten und spazierte in ,sulenhallen1 deren ,boden mit ,rosen bedeckt war4 ,er wechselte auch mit der ,blume und gebrauchte statt der ,rosen ,lilien1 ,veilchen1 ,hyazinthen oder ,narzissen4 ,er fllte auch ,bassins mit ,rosen- oder ,wermutwein1 badete sich darin1 trank sich dabei an dem ,wein1 worin er sa1 voll und lud zugleich das ,volk ein mitzutrinken48 ,von ,kaiser ,gallienus 7#bec ,mitregent seines ,vaters ,valerianus1 von #bfj an ,alleinherrscher1 bis er #bfh in ,mailand ermordet wurde7 berichtet uns ,trebellius ,pollio3 ,kaiser ,gallienus baute fter im ,frhjahr ganze ,villen von ,rosen und ,burgen aus ,obst1 bewahrte ,trauben drei ,jahre lang auf1 traktierte seine ,freunde mit ,melonen und setzte ihnen in ,monaten1 in welchen eigentlich keine zu haben waren1 frische ,feigen und andere ,obstarten vor48 ,sich mit ,rosen zu umgeben galt bei den ,machthabern des ,altertums als ein ,zeichen frstlichen ,prunkes4 ,so berichtet ,florus von dem syrischen ,knige ,antiochos ,,iii41 dem ,groen1 der seine ,herrschaft ber ,kleinasien auszudehnen suchte und infolge davon #aib mit den ,rmern in ,krieg geriet und nach zwei unglcklich verlaufenen ,schlachten #aij ganz ,kleinasien diesseits des ,taurus an jene abtreten mute3 ,als ,antiochus1 ,knig von ,syrien1 gegen die ,rmer ,krieg fhrte1 hatte er sich zur ,winterszeit auf ,euboea gelagert2 seine ,zelte bestanden aus ,gold und ,seide1 von allen ,seiten waren ,rosen herbeigeschafft und ,fltenspieler sorgten fr gute ,unterhaltung48 ,in diesem ,bericht und in anderen hnlichen ,inhalts besteht das ,luxurise gerade darin1 im ,winter ,rosen haben zu wollen1 wenn sonst niemand welche hatte4 ,dazu wurden sie entweder in mit ,marienglas gedeckten ,ksten getrieben1 wie uns dies ,martial in einem ,epigramm fr ,rosen und ,lilien mitteilt und auch ,palladius im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 noch erwhnt1 oder aus wrmeren ,gegenden1 besonders ,nordafrika1 bezogen4 ,auch ,sditalien1 wo1 wie in ,paestum nach der ,angabe des ,dichters ,vergil in seiner ,georgica die ,rosen zweimal ,blten trugen1 lieferte solchen ,leuten1 die sich nach der ,bezeichnung des ,seneca1 des ,erziehers und ,leiters des jugendlichen ,nero 7#b-fe n4 ,chr471 in einer seiner ,episteln durch naturwidrige ,mittel im ,winter ,rosen zu verschaffen suchen81 das ,gewnschte4 ,hier wurden die ,rosen nach der ,angabe des ,plinius 7#bc-gi n4 ,chr47 in der ,weise vorzeitig zum ,blhen gebracht1 da man einen ,fu von der ,wurzel des ,stockes entfernt einen ,graben zog und in diesen warmes ,wasser go84 ,dasselbe empfiehlt auch drei ,jahrhunderte spter ,palladius1 der rt1 zweimal tglich warmes ,wasser hineinzugieen4 ,auf solche ,weise war es den ,herren der ,welt mglich1 wie der jngere ,claudius ,mamertinus in seinem ,panegyricus ,juliani1 d4 h4 der ,lobschrift ber den ,kaiser ,julianus ,apostata 7#cfa-cfc71 sagt1 an den ,tafeln bei ihren ,gastmhlern wunderbare ,vgel und ,fische aus fernen ,meeren1 ,obstsorten1 die zu ganz anderer ,zeit reifen1 ,schnee im ,sommer1 ,rosen im ,winter beim ,schmause zu verbrauchen84 ,da solche ,extravaganzen nicht billig zu stehen kamen1 ist sehr wohl begreiflich4 ,doch in ,rom1 das so viele andere ,vlker ausgeraubt hatte1 gab es genug sehr reiche ,leute1 die sich diese ,vergngungen leisten konnten4 ,so berichtet der rmische ,geschichtschreiber ,suetonius 7#gj-adj n4 ,chr471 der einstige ,geheimschreiber des ,kaisers ,hadrian1 da bei einer ,festlichkeit1 die ein ,freund des ,kaisers ,nero 7geboren #cg1 regierte von #ed-fh n4 ,chr47 mitten im ,winter gab1 die ,beschaffung der ,rosen allein die ,kleinigkeit von #d ,millionen ,sesterzien #fjjjjj ,mark kostete4 ,diese nun einmal zum ,lebensgenu gehrende schne ,blume zierte auch die ,liebenden1 um so mehr1 weil sie das ,sinnbild der ,liebesgttin selbst war4 ,wie die ,reichen beim ,schmause in ,rosen lagen1 schenkte der ,liebende seiner ,geliebten die ,blume ,aphrodites4 ,schon beim rmischen ,komdiendichter ,plautus 7#bed-ahd v4 ,chr47 treffen wir als liebkosende ,anrede den ,ausdruck rosa1 mea rosa1 meine ,rose4 ,wie das ,haupt der ,tnzerin1 der ,fltenspielerin und des weinschenkenden ,knaben von einem ,rosenkranze umwunden war1 bekrnzte der ,trinkende sich selbst und seinen ,becher mit der ,dionysos selbst geheiligten ,blumenzier4 ,von ,anakreon im #f4 vorchristlichen ,jahrhundert an tnt uns bei den ,lyrikern immer wieder als ,ausdruck ausgelassener ,lebensfreude die ,aufforderung entgegen3 ,lat uns mit schnblhenden ,rosen bekrnzen und trinken6 ,vom ,griechen lernte der ,rmer1 so da bald auch bei ihm ,sinnentaumel und ,rosen zusammengehrten4 ,so singt ,martial3 ,wenn der ,sorgenlser rast1 wenn die ,rose herrscht1 wenn die ,haare feucht sind vom ,taumel1 dann4448 ,und wie ,dionysos1 der ,gott des ,natursegens1 zugleich auch der ,fhrer und ,herrscher der ,abgeschiedenen war1 so schmckte man auch die ,toten und deren ,grber mit ,rosen4 ,wie der ,lorbeer ,ruhm1 so bedeutete die ,rose ,liebe und ,verehrung1 und beides wollten die ,einwohner von ,cremona dem ,kaiser ,vitellius bezeugen1 als er1 nachdem sein ,heer bei jener ,stadt im ,herbst #fi von den ,legionen ,vespasians geschlagen worden war1 das ,schlachtfeld besichtigte4 ,da81 so sagt uns der ,geschichtschreiber ,tacitus1 bestreuten die ,cremonenser seinen ,weg mit ,lorbeer und ,rosen1 errichteten ihm ,altre und brachten ihm ,opfer dar48 ,auch zu wohlriechenden ,essenzen und ,salben fand die ,rose vielfach ,verwendung4 ,so findet ,plinius1 da kein ,land so passend sei zur ,bereitung wohlriechender ,salben1 als gypten und dann ,campanien wegen seines berflusses an ,rosen4 ,derselbe ,autor gibt an1 da aus ,rosen das ,rosenl 7oleum rhodinum7 bereitet werde1 worunter aber nicht das von uns verstandene ,produkt zu verstehen ist2 denn die ,kunst der ,destillation war dem ,altertum noch unbekannt4 ,palladius im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 sagt uns1 wie solches bereitet wurde3 ,um ,rosenl 7oleum roseum7 zu bekommen1 braucht man auf #a ,pfund ,olivenl #a ,unze gereinigte ,rosenbltter und hngt die ,mischung #g ,tage lang in ,sonnen- und ,mondenschein48 ,sehr beliebt war auch der ,rosenhonig und der ,rosenwein1 deren ,herstellung uns derselbe ,autor in folgender ,weise schildert3 ,rosenhonig 7rhodomeli7 entsteht1 wenn man ,rosensaft mit ,honig mischt und die ,masse #dj ,tage an die ,sonne hngt4 -- ,der ,rosenwein 7vinum rosatum7 ist ein ,wein1 in welchem #cj ,tage lang ,rosenbltter gelegen haben und der alsdann einen ,zusatz von ,honig erhlt48 ,plinius aber rt den ,rosenwein in der ,weise zu bereiten1 da man zerstoene ,rosenbltter in einem ,leinwandsckchen drei ,monate in ,most liegen lt4 ,man pret auch die ,blumenbltter entweder fr sich samt den ,ngeln 7unguis1 d4 h4 den farblosen ,blumenblattstielen71 oder man legt sie1 nachdem man die ,ngel abgeschnitten hat1 in l oder ,wein1 lt sie so an der ,sonne stehen und sondert sie dann durch ,pressen von der ,flssigkeit4 ,einige fgen auch ,salz bei4 ,man nimmt auch recht gut riechenden ,blumenblttern die ,ngel1 zerreibt sie1 pret sie in dichter ,leinwand aus und kocht den ,saft bei gelindem ,feuer bis zur ,honigdicke ein48 ,auch ,rosenpltzchen 7rods71 die uns der griechische ,arzt ,dioskurides um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 erwhnt1 waren beliebt1 und sein #aej ,jahre spter in dem ppigen ,alexandreia lebender ,volksgenosse ,athenaios empfiehlt als ,leckerbissen3 ,es gibt eine herrlich duftende ,speise1 welche rodoni heit4 ,um sie zu bereiten1 mischt man ,rosenbltter1 die im ,mrser zerrieben sind1 ,gehirn von ,hhnern und ,schweinen1 ,eidotter1 ,olivenl1 ,fischslze1 ,pfeffer1 ,wein1 reibt alles gut durcheinander und kocht bei gelindem ,feuer48 ,plinius schreibt der ,rose zusammenziehende und khlende ,eigenschaften zu4 ,er sagt von ihr in seiner ,naturgeschichte3 ,von den ,blumen unserer ,grten werden fast nur ,rosen und ,veilchen zu ,krnzen verwendet4 ,aber noch mehr ,rosen als zu ,krnzen werden zu anderen ,zwecken gebraucht4 ,man legt sie in l1 was schon zur ,zeit ,trojas geschehen ist2 man verbraucht sie zu ,salben2 auch werden sie zu ,pflastern und ,augenmitteln verwendet2 sie wrzen die ,speisen und solche ,wrze schadet nicht4 ,unsere ,grtner geben den ,rosen aus ,praeneste 7in ,latium7 und aus ,campanien den ,vorzug2 andere rhmen die milesischen 7von ,milet an der kleinasiatischen ,kste71 welche die glhendste ,farbe1 aber nicht ber #ab ,blumenbltter haben4 berhaupt unterscheidet man die ,rosen nach der ,menge der ,blumenbltter1 nach ,farbe und ,geruch und danach1 da sie mehr rauh oder glatt sind4 ,die kleinste ,zahl der ,blumenbltter ist #e2 es gibt aber auch welche mit mehr1 und selbst eine mit #ajj ,blumenblttern 7centifolia71 sie wchst in ,campanien und bei ,philippi 7in ,mazedonien71 zeichnet sich aber nicht durch ,wohlgeruch aus4 ,caepio1 der unter ,kaiser ,tiberius schrieb1 da man die ,centifolie nicht zu ,krnzen verwende1 sie hchstens an den ,enden solcher anbringe1 da sie sich weder durch ihren ,geruch1 noch durch ,schnheit empfehle4 ,die in der ,cyrenaika 7zwischen ,tripolis und gypten7 heimischen ,rosen riechen am besten und geben daher die beste ,salbe4 ,die ,rosen zu ,karthago und in ,spanien blhen den ganzen ,winter hindurch4 ,nur eine ,rosenart wird gepfropft1 nmlich die blasse1 stachelige mit #e ,blumenblttern48 ,und ,palladius empfiehlt3 ,um ,rosenknospen lange frisch zu erhalten1 macht man in ein grnes1 stehendes ,pfeilrohr 7canna ,arundo donax7 von der ,seite einen ,spalt1 schiebt die ,knospe hinein und lt das ,rohr sich wieder schlieen4 ,zur ,zeit1 da man die ,knospe wieder haben will1 schneidet man das ,rohr durch4 ,manche tun auch ,rosen in einen weder ausgepichten1 noch glasierten ,topf1 schlieen ihn gut und vergraben ihn unter freiem ,himmel48 ,bei solchem groen ,bedarf an ,rosen ist es begreiflich1 da die ,rosen sehr hufig neben anderen ,blumen in den ,grten der ,griechen und ,rmer gezogen wurden und vielfach von stationren und wandernden ,blumenhndlern feilgeboten wurden4 ,schon ,varro empfiehlt in der republikanischen ,zeit ,roms als vorteilhaft fr solche1 die in der ,nhe der ,stadt ein ,grundstck besitzen1 ,veilchen- und ,rosengrten 7violaria ac rosaria7 anzulegen4 ,wie solche zu behandeln seien1 erklrt ,palladius4 ,im ,februar werden die ,rosenbeete 7rosarium7 angelegt1 und zwar durch ,stecklinge 7virgultum7 oder durch ,samen4 ,nicht die gelben ,bltenteile 7also die ,staubbeutel7 mitten in der ,rose sind die ,samen1 diese stecken vielmehr in den birnfrmigen ,beeren1 deren ,reife man daran erkennt1 da sie braun und weich werden4 ,alte ,rosenbeete werden im ,februar behackt und alle drren ,zweige an den ,struchern werden dann abgeschnitten4 ,an leere ,stellen pflanzt man aus ,stecklingen gezogene junge ,stcke4 -- ,an warmen ,stellen kann man die ,rosenbeete auch im ,november anlegen4 ,hat man nicht ,reiser genug1 um ,stecklinge zu machen1 so schneidet man ,zweige ab1 legt sie wie ,ableger 7propago7 in die ,erde und hilft mit ,dnger und ,wasser nach48 ,und in den ,geoponika rt ein griechischer ,autor3 ,will man ,rosen haben1 die frh blhen1 so setzt man sie in ,blumentpfe1 stellt diese in der kalten ,jahreszeit bei ,klte in ein sonniges ,zimmer1 bei ,sonnenschein und warmem ,wetter aber ins ,freie1 wie man es mit den ,krbissen und ,gurken macht4 ,hlt man ,rosen1 die sich eben ffnen1 in ,schwefeldampf1 so werden sie augenblicklich wei48 ,wie die ,rose das ,sinnbild der blhenden ,jugend1 der ,liebe und ,fruchtbarkeit war1 so galt sie den ,rmern auch1 weil die zahlreichen ,blumenbltter das ,innere verhllen1 als ,zeichen der ,verschwiegenheit und wurde deshalb in den ,speiseslen ber der ,tafel aufgehngt und bei ,trinkgelagen in ,krnzen um die ,becher gewunden1 um vor ,plauderhaftigkeit in der ,weinseligkeit zu warnen4 ,eine ,nachahmung dieses altrmischen ,brauches war es1 wenn der mnchisch strenge ,papst ,hadrian ,,vi4 7#aebb-aebc71 der auf die ,abstellung der kirchlichen ,mibruche und ,zurckfhrung des rmischen ,hofs auf apostolische ,einfachheit bedacht war1 als ,symbol der ,verschwiegenheit ,rosen an den ,beichtsthlen anbringen lie4 ,der bekannte ,ausdruck3 sub rosa 7unter der ,rose1 d4 h4 im ,vertrauen7 hat hierin den ,grund seiner ,entstehung4 ,bei der ,christianisierung des sich zersetzenden ,rmerreiches zog mit dem ,eindringen der neuen ,religion die sogenannte ,arkandisziplin1 d4 h4 ,geheimlehre1 welche die von den heidnischen ,mysterien herbergenommene ,praxis1 ,taufe1 ,abendmahl1 ,salbung1 ,glaubensbekenntnis und ,herrengebet vor den ,nichtgetauften geheim zu halten gebot1 auch die ,rose in ihren symbolisierenden ,kreis1 indem sie das rote ,blut ,christi und rote ,rosen in ,wechselbeziehung zueinander treten lie1 wie verschiedene ,katakombenbilder andeuten4 ,rosen und ,rosenkrnze wurden zu ,symbolen des ,martyriums und dienten den die ,gedenktage solcher ,feiernden zum ,ausschmcken der ,martyrergrber4 ,da mit der ,erklrung des ,christentums als ,staatsreligion durch ,konstantin im ,jahre #cbc die heidnischen ,kulte unter christlichem ,gewande weiterbestanden1 so ging die ,rose von dem ,dienste der ,isis mit dem ,horusknaben auf dem ,arm in denjenigen der gleicherweiser dargestellten und verehrten ,maria mit dem ,jesusknaben auf dem ,arm ber4 ,als ,himmelsknigin wurde ,maria durch die ,rose symbolisiert 7rosa mystica7 und diese ,blume -- einst der ,aphrodite-,isis heilig -- wurde die ,marienblume par excellence1 mit der man die ,marienbilder im ,marienmonat1 dem ,mai1 vorzugsweise schmckte und ber die sich die ,dichter des ,mittelalters in berschwenglichen ,allegorien ergingen4 ,in vielen ,legenden wird sie gefeiert und dient fter als ,veranlassung zur ,grndung einer ,kirche oder ,kapelle4 ,man denke nur an die berhmte ,sage1 die sich an den uralten ,rosenstock von ,hildesheim knpft4 ,in anderen ,fllen wird sie als ,liebeszeichen der ,himmelsknigin vom ,himmel auf die ,erde gesandt1 und dieser zu ,ehren wird auch die bei ,buddhisten und ,muhammedanern gebruchliche ,gebetschnur1 als deren ,vorgnger sich christliche ,mnche und ,einsiedler zum ,abzhlen ihrer ,gebete und ,psalmen loser kleiner ,steinchen bedienten1 ,rosenkranz genannt4 ,im ,mittelalter1 wo so viele ,kulturen zugrunde gingen1 blieben doch ,rose und ,lilie als besonders der ,himmelsmutter geweihte und mit ihr in ,zusammenhang gebrachte ,blumen1 die zudem verhltnismig leicht zu ziehen waren1 in den ,grten ,mitteleuropas gewhnlich4 ,die ,dichter dieser ,zeit1 denen keine groe ,auswahl solcher ,blumen fr ihre ,schilderungen zu ,gebote standen1 sprechen fter von diesen beiden ,edelblumen1 die die himmlische ,anmut und ,reinheit der heiligen ,jungfrau darstellen sollten4 ,und wie gotische ,kirchen sich mit steinernen mystischen ,rosen schmckten1 so pflegte auf den ,bildern der ,verkndigung der ,erzengel ,gabriel den schlanken ,lilienstengel zu tragen1 deren weie ,blten aber charakteristischerweise nur ,blumenkelche ohne ,staubfden -- zur ,versinnbildlichung der unbefleckten ,empfngnis -- aufweisen4 ,auch in die ,wappensprache jener infolge des starken ,vorherrschens der ,analphabeten bildlich denkenden ,zeit gingen beide ,blumen ber4 ,wie drei ,lilien1 die angeblich aus ,lanzenspitzen hervorgegangen sein sollten1 seit #aaej das knigliche ,wappen und das ,sinnbild des legitimen ,knigtums ,frankreich waren1 die auch der ,jeanne d',arc1 der ,jungfrau von ,orleans1 bei ihrer ,erhebung in den ,adelstand durch ,karl ,,vii4 am #ag4 ,juli #adib verliehen wurden1 so bildete im #ae4 ,jahrhundert die rote und die weie ,rose das ,abzeichen der ,parteignger der ,huser ,lancaster und ,york in den ,wirren1 die bei der ,schwche des ,knigtums in ,england wteten4 ,auch auf ,mnzen erscheint die ,rose nicht selten2 ferner gewann sie als geheimnisvolles ,symbol der mittelalterlichen ,bauhtten eine groe ,bedeutung1 die sich bei den ,freimaurern bis auf den heutigen ,tag erhielt4 ,in den ,kelchblttern der ,rosenknospe ist nmlich deutlich das ,pentagramm oder der ,drudenfu1 das wahrscheinlich von den alten gyptern bernommene geheime ,erkennungszeichen der ,pythagorer1 das auch bei den ,kelten als ,druidenfu ein heiliges ,zeichen war und auf alten gallischen ,mnzen nicht selten abgebildet ist1 in der spiraligen ,aufeinanderfolge der einzelnen ,bltter zu erkennen4 ,die geometrischen ,proportionen desselben bezeichneten die ,jnger der ,baukunst seit dem hohen ,altertum als gttliche ,proportionen oder goldenen ,schnitt1 weil alle sthetisch schne ,baukunst von den altgyptischen ,tempeln bis zu den gotischen ,domen des ,mittelalters bewut oder unbewut in deren ,gesetzen wurzelt4 ,am hufigsten sind sie im ,grundri des ,hauptschiffes und in der ,fassadengliederung zu erkennen4 ,wie bei den ,kulturvlkern des ,altertums wurden auch bei den ,deutschen und den anderen europischen ,vlkern des ,mittelalters als ,frhlingsfeier ,rosenfeste in sogenannten ,rosengrten gefeiert2 es waren dies von ,rosenhecken umgebene ,pltze1 in denen die ,festfeiernden mit ,rosen geschmckt zusammenkamen4 ,solche ,rosengrten gab es bei allen greren ,stdten1 in ,worms sogar zwei4 ,und da spter statt rosa mehrfach die ,bezeichnung flos campi benutzt wird1 so lt sich daraus schlieen1 da sich die ,rosengrten allgemein als mit ,blumen eingefate ,pltze zur ,abhaltung von ,volksfesten umschreiben lassen4 ,schon der altdeutsche ,snger sagt3 ,diu rse ist diu schoenste under aller blete81 daher ist auch jener hchst anspruchslosen ,zeit der ,rosengarten der schnste unter allen ,grten1 mit dem die herrlichsten ,dinge verglichen werden4 ,bei dieser groen ,beliebtheit und ,volkstmlichkeit der ,rosengrten ist es kein ,wunder1 da sie dann auch in ,sage und ,dichtung eine nicht unwichtige ,rolle spielten4 ,es sei hier nur an den zu ,ende des #ac4 ,jahrhunderts von einem ritterlichen ,snger gedichteten ,kleinen ,rosengarten81 der die ,kmpfe ,dietrichs von ,bern 7des ,ostgotenknigs ,theoderich des ,groen1 der #dhi ,odoaker bei ,verona besiegte und deshalb in der ,sage als ,dietrich von ,bern weiterlebt7 mit dem ,zwergknig ,laurin und dessen ,zaubergarten schildert1 und an den von demselben ,verfasser stammenden ,rosengarten von ,worms8 erinnert1 welch letzterer1 der neben ,rosen auch andere schne ,blumen trug1 vom ,nibelungenhelden ,siegfried mit elf anderen ,helden fr die von ihm in ,liebe umworbene ,kriemhild1 der ,tochter des ,knigs ,giebich von ,worms1 bewacht wurde4 ,auch bei den festlichen ,veranstaltungen der ,ritterzeit1 besonders des #ad4 ,jahrhunderts1 spielte die ,rose mit anderen ,blumen eine groe ,rolle4 ,in diesem kriegerischen ,zeitalter wurden mit ,vorliebe1 wie wir auch auf zeitgenssischen ,malereien und ,elfenbeinschnitzereien sehen1 von festlich geschmckten ,damen eine fr diesen besondern ,zweck erbaute sogenannte ,minneburg verteidigt1 die dann von den ,herren eingenommen werden mute4 ,als ,wurfgeschosse dienten allerlei ,blumen1 besonders ,rosen1 dann kleine ,frchte1 ,kuchen und andere ,leckereien1 statt siedenden ,wassers wurden ,parfms herabgegossen1 bis endlich die ,ritter unter einem ,blumenregen die ,burg erstrmten und die ,damen gefangen nahmen4 ,die bei den ,rmern noch in sptester ,zeit gefeierten ,rosenfeste1 rosaria oder rosalia genannt1 bei welchen man an verschiedenen ,tagen des ,mai und ,juni die ,grber mit ,rosen schmckte und gemeinsame ,mahlzeiten abhielt1 bei denen den ,teilnehmern ,rosen als die ,gabe der ,jahreszeit verabreicht wurden1 erhielten sich in ,illyrien und auf der ,donauhalbinsel als rusalia weiter1 und aus diesem mit ,pfingsten in ,zusammenhang gebrachten ,frhlingsfest entwickelte sich bei den ,serben1 ,slowenen1 ,wei- und ,kleinrussen1 in hnlicher ,weise auch bei den ,walachen und ,albanesen das frhliche ,naturfest rusalija4 ,bei diesem wurde dann in ,miverstehung des ursprnglichen ,sinnes des von rosa her genannten ,festes die ,sage von ,russalky geheienen berirdischen weiblichen ,wesen abgeleitet1 die um diese ,zeit ,feld und ,wald beleben und ,fruchtbarkeit spenden sollen4 ,mit diesem rmischen ,rosenfeste hngt auch die im ,frhling1 am vierten ,fastensonntage1 dem ,sonntage ,ltare1 vom ,papst in feierlichem weiem ,gewande in ,gegenwart des ,kardinalkollegiums in einer mit ,rosen geschmckten ,kapelle am ,altare geweihte goldene ,rose1 die hernach als segenbringend an ,frsten und ,frstinnen1 auch ,kirchen und ,stdte verschenkt wurde4 ,er tauchte sie zuerst in ,balsam1 bestreute sie dann mit ,weihrauch1 besprengte sie mit ,weihwasser und betete indessen zu ,christus als der ,blume des ,feldes und zu ,maria als der ,lilie des ,tales4 ,als besondere ,auszeichnung erhielt unter anderen auch ,kurfrst ,friedrich der ,weise von ,sachsen kurz vor der ,einfhrung der ,reformation1 ebenso in jngster ,zeit die wahnsinnige ,kaiserin ,charlotte von ,mexiko und die bei aller ,lasterhaftigkeit hchst bigotte ,knigin ,isabella ,,ii4 von ,spanien die goldene ,rose4 ,nachrichten ber diesen ,gebrauch1 der auf altrmische ,vorstellungen von der ,bedeutung der ,rose als ,symbol des ,lebens und der ,vergnglichkeit zurckgeht1 gehen bis ins #aa4 ,jahrhundert1 in die ,zeit ,leos ,,xi41 zurck4 ,dann werden in der katholischen ,kirche als weiterer berrest der altrmischen rosalia bis auf den heutigen ,tag am ,pfingstsonntage1 den pascha rosata 7italienisch domenica de rosa71 ,rosen von der ,hhe der ,kirche auf den ,boden herabgelassen4 ,bei solch groer ,bedeutung1 die der ,rose in ,volkssitte und ,religion zukam1 kann es uns nicht wundern1 da ihre von den ,rmern durch ,vermittlung der ,klster bernommene ,kultur auch in den trben ,zeiten des ,mittelalters in ,europa erhalten blieb und mancherorts sogar die ,kunst des ,treibens derselben gebt wurde4 ,so berichtet uns der ,chronist ,johann von ,beka von einem am #f4 ,januar #abdi vom gelehrten ,dominikaner ,albertus1 wegen seiner ausgedehnten ,gelehrsamkeit ,magnus1 der ,groe1 zubenannt 7#aaic-abhj71 in ,kln ,wilhelm von ,holland gegebenen groen ,bankett1 an welchem durch wahrhaft magische ,kunst8 -- wie sich der erstaunte ,berichterstatter ausdrckt -- blhende ,rosen zu sehen waren4 ,wenn diese ,blume auch spterhin bei allen ,vlkern ,europas die wohlverdiente ,wertschtzung geno1 so spielt sie doch im ,leben des an bunten ,farben und ,wohlgerchen sich ganz besonders erfreuenden ,orientalen eine noch viel wichtigere ,rolle4 ,speziell in ihrer alten ,heimat ,persien blht sie beinahe das ganze ,jahr hindurch in kstlicher ,flle und in herrlich duftenden gefllten ,sorten1 die bei den auch dort noch seit alter ,zeit gefeierten ,frhlingsfesten eine wichtige ,rolle spielen4 ,wie haben die persischen ,dichter seit dem ,firdsi1 d4 h4 der ,himmlische1 genannten ,abul ,ksim ,manr 7#idj-ajbj7 bis heute die ,rose als ,knigin der ,blumen immer wieder gefeiert und die ,liebe zwischen ihr und der ,nachtigall 7einer ,blbl genannten ,kurzfudrossel aus der ,gattung ,pycnonotus und nicht unsere einheimische ,nachtigall7 besungen4 ,welche ,wichtigkeit kommt ihr nicht zur ,herstellung des dort allgemein beliebten ,rosenzuckerwerks und der kstlichen ,rosenessenz zu1 welch letztere persische rzte im #i4 ,jahrhundert zuerst destillierten4 ,ersteres1 das wie im ganzen ,orient1 so auch in der ,trkei und in ,griechenland durch ,einlegen der wohlriechenden ,rosenbltter in ,zucker gewonnen wird1 ist der volkstmlichste ,leckerbissen1 whrend mit ,honig gekochte ,rosenbltter in ,limonaden das beliebteste ,volksgetrnk der muhammedanischen ,welt bilden4 ,der ,gesandte des deutschen ,kaisers ,ferdinand ,,ii4 am trkischen ,hofe in ,konstantinopel1 ,ghislenius ,busbequius1 erzhlt im ersten1 #aeed geschriebenen ,briefe aus jener ,stadt1 die ,trken dulden nicht1 da ein ,rosenblatt auf der ,erde liege1 denn sie glauben1 die ,rose sei aus den ,schweitropfen hervorgegangen1 die ,muhammed auf seiner nchtlichen ,himmelfahrt vergo -- also die alte1 nur islamisierte und ins ,prosaische bertragene ,adonissage6 ,auf dem angeblichen ,grabe des von den schiitischen ,persern verehrten #d4 ,kalifen ,ali ben ,abu ,taleb1 dem treuesten ,gefhrten ,muhammeds und ,gemahl seiner ,tochter ,fatime1 der #fef nach ,othmans ,ermordung zum ,beherrscher der ,glubigen erhoben1 aber #ffa in ,kufa ermordet wurde1 bei ,messar in der ,nhe des heutigen ,belch -- frher ,bactra -- sah der ,reisende ,vambry die wunderwirkenden roten1 angeblich aus dessen ,blut hervorgesprossenen ,rosen 7gli surch71 die ihm in der ,tat an ,geruch und ,farbe alle andern zu bertreffen schienen und die1 weil sie nach der islamitischen ,lokalsage nirgends anderswo gedeihen sollen1 auch nirgends angepflanzt werden4 ,diese aus ,persien stammende und im ,altertum ber die ,mittelmeerlnder verbreitete ,centifolie1 von der bisher ausschlielich die ,rede war1 ist diejenige ,unterart der in ,sdeuropa und ,westasien heimischen ,provencerose 7,rosa gallica71 die hier im ,altertum und ,mittelalter ausschlielich bekannt war4 ,nun wurde in der ,folge die ,centifolie vielfach mit der ,provencerose gekreuzt und ergab die ltesten ,rosenhybriden der ,ziergrten des ,menschen4 ,eine uralte ,gartenrose ging auch durch ,kreuzung der ,centifolie mit der ,hundsrose hervor2 es ist dies die ,damascenerrose1 die uns wohl schon im ,altertum als zweimal blhend gerhmte ,rose von ,paestum entgegentritt4 ,wie die ,centifolie #accb aus ,persien zunchst nach ,sdeuropa gelangte1 so brachte der franzsische ,ritter ,robert von ,brie schon vorher1 zur ,zeit der ,kreuzzge1 die ,damascenerrose nach seinem ,schlo ,provins in der ,champagne1 wo sie kultiviert und durch ,ableger weiter verbreitet wurde4 ,alle diese ,rosen der lteren ,grten empfehlen sich durch ,widerstandskraft und ,frosthrte von selbst1 blhen aber nur einmal im ,jahre4 ,diesem belstand wurde erst in der ,neuzeit abgeholfen durch das ,aufkommen der ,remontant8-,rosen1 die auf verschiedene1 sehr lange ,zeit blhende ostasiatische ,arten zurckzufhren sind4 ,durch die ,einfhrung dieser hochkultivierten prchtigen ostasiatischen ,rosenarten nahm erst die ,rosenkultur den groen ,aufschwung1 der diese ,pflanze heute noch mehr als frher zum bevorzugten ,liebling zahlreicher ,blumenfreunde machte4 ,und zwar ist die indische ,rose 7,rosa indica7 die ,ursprungsform der prchtigen ostasiatischen ,rosen1 die besonders in ,china und ,japan seit sehr alter ,zeit kultiviert werden1 frhe nach ,indien kamen und um #afih aus ,china auch in unsere ,grten gelangten4 ,zu ihnen gehren die ,bengalrosen1 die ,teerosen und die ,monatsrosen4 ,letztere werden meist niedrig gehalten und sind zur ,einfassung von ,rabatten1 wie auch in ,tpfen gezogen als ,stubenpflanzen beliebt und besitzen mehr flatterige1 weniger gefllte1 hellrosa ,blten4 ,bemerkenswerte ,formen unter ihnen sind die ,hermosa und die ,zwergrschen4 ,eine echte ,edelrose ist die von ,rosa chinensis abstammende ,teerose1 deren ,kreuzung mit der ,provencerose die ,bourbonenrose1 die ,gloire de ,dijon und ,malmaison 7nach der ,besitzung der rosenfreundlichen ,gattin ,napoleons ,i41 ,josephine1 so genannt71 wie auch die ,la ,france1 die bevorzugte ,rose der deutschen ,kaiserin1 hervorgehen lie4 ,letztere1 die erst #ahfh in den ,handel gelangte1 will1 wie so manche andere1 nur durch ,ableger auf ungeschlechtlichem ,wege sich fortpflanzende ,form1 schon jetzt nicht mehr recht gedeihen4 ,alle diese prchtigen ,rosen1 zu denen auch die angenehm duftende1 gelbblhende ,marschall ,niel gehrt1 besitzen die vorzgliche ,eigenschaft1 zu remontieren81 d4 h4 nicht die ,periode des ,blhens auf eine kurze ,zeit zu beschrnken1 sondern ihre prchtigen ,blten ,wochen und ,monate hindurch unausgesetzt zu entfalten4 ,sie verdanken diese ,eigenschaft der ,einwirkung der indischen ,rose1 welche berhaupt keiner ,winterruhe bedarf und deshalb auch zur ,kultur in den ,tropen empfohlen werden kann4 ,da aber die ,stammart ein ,kind der ,tropen ist1 so mssen diese gegen ,klte empfindlichen ,rosensorten im ,winter sorgfltig vor dem ,erfrieren geschtzt werden4 ,schon in ,england1 aber noch viel hufiger in ,sdeuropa1 besonders der ,riviera1 begegnet uns die in ,sdwestchina 7,yn-nan7 heimische kletternde1 stachellose ,banksrose 7,rosa banksiae7 mit halbgefllten hellgelben oder weien ,blten und kleinen ,frchten4 ,in unsern ,gewchshusern ist es nicht mglich1 sie in so prchtiger ,entfaltung wie beispielsweise an der ,riviera zu erhalten4 ,auch die eigentlichen ,kletterrosen mit kleinen weien oder rosenroten ,blten in ,bscheln sind in ,china und ,japan heimisch4 ,zu ihnen gehrt vor allem die japanische ,bschelrose 7,rosa multiflora71 die mit ihren pyramidenfrmigen1 reichblhenden ,rispen in vielen ,farben und ,formen unsere ,lauben und ,hauswnde zieren4 ,die in dunkelroten1 kleinbltigen ,bscheln blhende ,crimson ,rambler dagegen stammt von der ,prrierose des stlichen ,nordamerika4 ,sie dauert auch in unserem ,klima gut aus und ist eine sehr anspruchslose1 reichblhende ,pflanze1 die deshalb sehr hufig bei uns angetroffen wird4 ,von ,abessinien bis ,ynnan in ,sdwestchina heimisch ist die in den ,mittelmeerlndern verwilderte ,bisamrose 7,rosa moschata7 mit weien1 angenehm nach ,moschus duftenden1 kleinen ,blten in groen ,endrispen4 ,sie wird neuerdings auch bei uns kultiviert1 mu aber gegen ,klte geschtzt werden4 hnlich wie die schwarze ,johannisbeere leicht nach ,wanzen riechen dagegen die dottergelben ,blten der von ,kleinasien bis ,afghanistan heimischen1 ebenfalls im ,mittelmeergebiet hufig verwilderten gelben ,rose 7,rosa lutea71 die mit den ostasiatischen ,teerosen in keinerlei verwandtschaftlicher ,beziehung steht4 ,eine hnliche ,bltenflle und denselben ,duft entwickelt die wahrscheinlich nur als eine ,abart dieser aufzufassende zweifarbige ,kapuzinerrose 7,rosa bicolor71 deren ,blumenbltter auen gelb1 innen aber scharlachrot gefrbt sind4 ,die ,zimtrose 7,rosa cinnamomea7 mit rosa bis karminroten ,blten und braunroten ,zweigen ist auf den ,gebirgen ,mittel- und ,sdeuropas heimisch1 whrend die auch bei uns als ,fruchtstrauch kultivierte ,kaiserin des ,nordens8 mit rundlichplatten1 groen1 roten ,frchten in ,nordasien zu ,hause ist4 ,es ist dies ein ,abkmmling der durch ihre ,frosthrte ausgezeichneten chinesischen ,runzelrose 7,rosa rugosa71 die sich durch krftiges1 etwas runzliges ,laubwerk auszeichnet1 von dem sich die groen dunkelpurpurroten ,blten ebenso prchtig abheben1 wie im ,herbste die hochroten1 kleinen pfeln nahekommenden ,frchte1 deren ,kelchbltter nicht einschrumpfen1 sondern frisch und grn stehen bleiben4 ,japan eigentmlich ist die ,chamleonrose1 so genannt1 weil sie ihre ,farbe wechselt4 ,im ,schatten ist sie wei1 im ,lichte dagegen rot4 ,bei ,nacht nimmt sie eine wachsartig weie ,farbe an4 ,dies geschieht nicht auf einmal1 sondern die ,blten wechseln durch einen blauen ,ton schnell zum blassen ,rosa1 um schlielich wachswei zu werden4 ,bringt man die ,rose dann wieder an das helle ,sonnenlicht1 so nimmt sie sehr rasch wieder ihre ,scharlach- oder ,ponienfarbe an4 ,die reizende ,moosrose aber ist ein ,abkmmling der ,centifolie1 wie die franzsische oder ,essigrose mit gefllten und halbgefllten1 wohlriechenden1 roten ,blten1 die man zur ,herstellung von ,rosenbonbons und ,rosenlikr verwendet1 ein solcher der ,provencerose ist4 ,wie man bei uns gelegentlich die ,marschall ,niel-,rose wegen ihres feinen ,duftes zur ,herstellung von ,bowle benutzt1 so wird die herrlich duftende morgenlndische ,centifolie zur ,herstellung des khlenden ,scherbets1 d4 h4 arabisch ,trank1 wovon das italienische sorbetto stammt1 verwendet4 ,ihr gehren auch die lrosen von ,kasanlik an1 aus denen das ,rosenl dargestellt wird4 ,aus zerstampften ,rosenblttern fertigt man in der ,trkei mit ,zusatz von ,gummi schwarze ,perlen an1 und schwach eingesalzene ,rosenbltter finden in der ,schnupftabakfabrikation ,verwendung4 ,im ,winter versorgt uns die ,riviera mit ,rosen1 wie mit andern ,blumen4 ,so fhrt ,deutschland von dort jhrlich fr #c ,millionen ,mark ein1 fhrt aber andererseits fr #ae ,millionen ,mark veredelte ,rosenpflanzen aus4 berhaupt hat die ,rosenzucht fr die ,grtnerei eine sehr groe ,bedeutung4 ,die ,rosen variieren ungemein leicht und bis #ahej hat man ,neuheiten unter denselben fast nur durch ,sammeln und ,vermehren der spontan entstandenen ,sprungvarietten gewonnen4 ,eine solche ist beispielsweise die aus der ,centifolie hervorgegangene ,moosrose und die ,bourbonrose4 ,bei allen ,pflanzen entstehen solche neue ,formen unvermittelt und zufllig4 ,der ,mensch kann sie nicht erzeugen1 nur entdecken4 ,er kann dann allerdings nachtrglich durch ,kreuzung mit einer verwandten ,art1 die gewisse1 der ,sprungvariett abgehende ,vorzge besitzt1 diese seinen ,wnschen entsprechend zu vervollkommnen suchen4 ,die ,kreuzung setzt er so lange fort1 bis die gewnschte ,kombination von ,eigenschaften bei seinen ,pfleglingen eingetreten ist4 ,auf solche ,weise sind die meisten ,neuheiten geschaffen worden1 deren die ,rosenzchter in ihren ,katalogen insgesamt etwa #djjj aufzhlen4 ,noch der #aefj in ,basel geborene und von #aehh bis zu seinem ,tode #afbd als ,professor der ,botanik und ,medizin daselbst wirkende gelehrte ,pflanzenkenner und ,schpfer der binren ,nomenklatur1 ,kaspar ,bauhin1 unterschied auer #ai wilden blo #ag zahme ,rosenarten4 ,in solch ungeahnter ,flle hat sich also seither unser ,besitztum an ,kulturrosen1 besonders seit der ,einfhrung der ostasiatischen hochgezchteten ,sorten1 vermehrt4 ,und zwar kam zuerst #aghj die ,bengalrose von niedrigem ,wuchs aus ,kanton zu uns1 dann #ahjg die ,banksrose aus ,japan und ,china und erst #ahbe die hochstmmige ,teerose ebenfalls von dorther4 ,die neue ,zeit vermehrte dieses ,material durch ,einfhrung weiterer neuer ,sorten und durch systematische ,kreuzung4 ,in ,frankreich erreichte die ,rosenkultur durch ,kaiserin ,josephine in den ,grten ihres ,schlosses ,malmaison und den wissenschaftlichen ,begleiter ,alexanders von ,humboldt auf seiner berhmten sdamerikanischen ,reise1 den ,botaniker ,bonpland1 seit #ahjj ihre hchste ,entwicklung4 ,in ,england geschah dies durch verschiedene ,privatpersonen1 besonders in der ,grafschaft ,hertford4 ,in ,deutschland war die ,rosensammlung des kurfrstlichen ,gartens in ,kassel berhmt2 auch die ,rosenau bei ,koburg und die ,pfaueninsel bei ,potsdam wiesen bedeutende ,rosenkulturen auf4 ,die bedeutendste ,rosensammlung findet sich zurzeit im ,schlogarten zu ,friedrichshof bei ,kronberg im ,taunus1 in denjenigen des ,schlosses ,monrepos bei ,geisenheim am ,rhein und des ,schlosses ,knigstein unweit von ,homburg vor der ,hhe4 ,die ,vermehrung der ,edelrosen geschieht in der ,weise1 da man ein ,auge auf einen ,wildling der ,hundsrose 7,rosa canina7 bertrgt1 und zwar am ,wurzelhals1 wenn man ,buschrosen ziehen will1 sonst aber auf einem niedrigen1 mittelhohen oder hohen ,stamm4 ,auch durch ,ableger1 ,wurzelschnittlinge1 ,auslufer und ,stecklinge werden die ,rosen vermehrt4 ,sie knnen unter ,umstnden ein ,leben von mehreren hundert ,jahren erreichen4 ,so galt der mit seinen ,auslufern #f1e m hohe und #g1e m breite ,rosenstrauch auf dem ,friedhof an der ,auenmauer der ,apsis des ,domes von ,hildesheim schon im #ag4 ,jahrhundert als uralt4 ,nach ,alexander von ,humboldts ,ansichten der ,natur8 wird dieses ,rosenstocks vermutlich schon im #aa4 ,jahrhundert ,erwhnung getan1 und zwar durch die ,haushaltungsregister des ,doms1 in denen ,ausgaben fr die ,pflege eines ,rosenstocks verzeichnet sind4 ,er ist ber der ,erde #ej cm dick4 ,im ,garten der ,marineverwaltung von ,toulon steht ein von ,bonpland eingesandter1 #ahac gepflanzter ,banksrosenstock1 der heute ber dem ,boden #ij cm ,umfang hat und mit seinen ,zweigen eine #be m breite und #f-h m hohe ,mauer bedeckt und whrend seiner ,bltezeit im ,april und ,mai oft #bejjj ,blten zu gleicher ,zeit aufweist4 ,der grte ,rosenstock ,europas befindet sich aber im ,wehrleschen ,garten in ,freiburg im ,breisgau4 ,dieser1 ein ,wildstamm1 wurde von seinem ,besitzer im ,jahre #ahha mit einer ,teerose okuliert4 ,diese ,veredlung machte gleich gute ,fortschritte und trug im folgenden ,jahre bereits #bg ,blten4 ,vor einem ,jahrzehnt hatte der ,baum einen ,flchenraum von #hh qm erreicht und trug #gdjj ,blten4 ,ein ,jahr spter entwickelte er #hjjj ,blten2 zwei ,jahre spter nahm er schon einen ,flchenraum von #hi qm ein und besa ber #ajjjj ,blten4 ,heute wird diese ,zahl noch weit berschritten4 ,der #a1aj m hohe ,stamm besitzt einen ,umfang von #cd cm4 ,das an ,draht gezogene ,zweigwerk bildet eine groe ,laube4 ,auch in ,china1 das uns so herrliche ,kulturrosen lieferte1 wurde die ,rose seit dem hohen ,altertum aus den einheimischen ,wildlingen als bevorzugte ,gartenblume gezogen4 ,die ,chinesen exportieren groe ,mengen ,rosenwasser1 machen auch ,riechkissen und ,rosenbutter4 ,in den ,grten des chinesischen ,kaisers werden ,rosen in solcher ,menge gezogen1 da die daraus gewonnene ,essenz jhrlich gegen #ajjjjj ,mark eintrgt4 ,aber nur die kaiserliche ,familie und die ,mandarinen drfen sich dieses ,parfms bedienen4 ,nchst der ,rose ist die weie ,lilie 7,lilium candidum7 eine der vornehmsten und geschtztesten ,zierpflanzen4 ,diese auf #a m hohem ,stengel #e-bj reinweie ,blten mit #e langgestielten1 in groe gelbe ,antheren endigende ,staubfden tragende ,pflanze wchst im stlichen ,mittelmeergebiet bis ,persien und zum nrdlichen ,kaukasus wild1 verwildert auch sehr leicht und wurde ebenfalls in ,westasien zuerst vom ,menschen in den ,grten kultiviert4 ,sie wird schon in den ltesten auf uns gekommenen ,gesngen der ,perser und ,syrier hoch gefeiert und galt wegen der schneeweien ,farbe ihrer ,blten als das ,sinnbild der ,unschuld und ,reinheit4 ,wir sahen bereits1 da die im ,alten ,testament als schuschan bezeichnete ,bltenpflanze nicht die ,rose1 sondern eine ,lilienart1 und zwar nicht sowohl die weie1 als eine farbige ,lilie1 wahrscheinlich die ebenfalls glockige ,blten aufweisende ,kaiserkrone bedeutet4 ,mit dieser ,bezeichnung einer auf dem ,felde wildwachsenden ,lilie hngt auch der ,name der persischen ,hauptstadt ,susa zusammen2 und zwar bedeutete dieses persische susan hchstwahrscheinlich die weie ,lilie1 nach der die ,stadt genannt wurde4 ,spricht doch noch der griechische ,arzt ,dioskurides im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 von einer ,liliensalbe 7chrsma lerinon71 die auch die von ,susa stammende 7ssinon7 genannt wird81 und meint damit bestimmt eine aus der weien ,lilie hergestellte wohlriechende ,salbe4 ,wenn nun in der ,bibelbersetzung ,luthers steht1 da die ,baumeister den ,sulen und deren ,kapitlen die ,gestalt von ,lilienstengeln mit deren ,blten gaben1 so ist dies dahin zu berichtigen1 da damit die auch von den ,griechen als ,lilie 7lerion7 bezeichnete weie ,lotosblume1 die heilige ,blume des ,nils1 verstanden war1 die die phnikischen ,baumeister in ,nachahmung der gyptischen ,vorbilder an den ,sttzen des reich mit ,geblk aus ,zedernholz vom ,libanon ausgestatteten ,tempels ,jahves in ,jerusalem darstellten4 ,illustration3 ,tafel #ada4 ,die ,wasserrose des ,amazonenstromes 7victoria regia7 im ,botanischen ,garten von ,buitenzorg auf ,java4 ,illustration3 ,der tausendjhrige8 ,rosenstock am ,hildesheimer ,dom4 ,illustration3 ,tafel #adb4 ,eine ,tulpenanpflanzung in ,hillegom 7,holland74 ,illustration3 ,eine ,hyazinthenanpflanzung in ,hillegom 7,holland74 ,bei den alten ,griechen erwhnt schon ,homer die weie ,lilie als lerion mit dem schmckenden ,beiwort thuma idsthai1 d4 h4 ein ,wunder zu sehen1 und nennt die als besonders schn wei zu bezeichnende ,haut des ,helden ,ajax als lerios1 d4 h4 wei wie die ,lilie4 ,wie die orientalische gefllte rote ,rose der ,liebesgttin ,aphrodite-,venus1 so war die hehre weie ,lilie bei den ,griechen und den spter von jenen hochgradig beeinfluten ,rmern der ,hera-,juno1 der ,gattin des hchsten der ,gtter1 ,zeus-,jupiter1 heilig4 ,ein in den ,geoponika uns berlieferter griechischer ,mythos tut uns kund1 da diese ,blume aus der ,milch der ,himmelsfrstin hervorgegangen sei4 ,es heit dort nmlich3 ,als ,alkmene 7die ,tochter des ,knigs ,elektryon von ,mykene und ,gemahlin des ,amphitryon1 ,enkels des ,perseus und ,sohnes des ,alkaios1 ,knigs von ,tiryns7 den ,herakles -- den sie von ,zeus empfing -- geboren hatte1 welcher eigentlich sterblich war1 wollte ihm ,zeus 7sein ,vater7 die ,unsterblichkeit verleihen und legte ihn zu diesem ,zwecke heimlich an die ,brust der schlafenden ,hera4 ,der ,knabe trank sich da tchtig satt1 aber wie er ablie1 flo noch ,milch in ,strmen aus1 und was davon an den ,himmel kam1 bildete dort die ,milchstrae1 was aber auf die ,erde lief1 das brachte die ,lilie hervor1 die demnach die milchweie ,farbe trgt48 ,im alten ,griechenland wurde im ,gegensatz zur einheimischen wilden ,lilie1 die krnon hie1 die aus dem ,orient dahin gelangte weie ,lilie als lerion bezeichnet4 ,der griechische ,komdiendichter ,aristophanes 7#dee-chg v4 ,chr47 erwhnt aus ersterer hergestellte ,krnze1 letztere dagegen beschreibt ,theophrast in seiner ,pflanzengeschichte4 ,von den ,griechen ,unteritaliens lernten dann die ,rmer die weie ,gartenlilie des ,orients kennen1 wobei sie das griechische lerion sich als lilium mundgerecht machten4 ,in einer der ,eklogen ,virgils 7#gj-ai v4 ,chr47 trgt der altitalische ,wald- und ,feldgott ,silvanus einen ,kranz von 7vermutlich bunten wilden7 ,lilien1 und an einer ,stelle der ,aeneis summen die ,bienen um weie ,lilien 7candidum lilium74 ,bei ,columella werden weie ,lilien fr die ,bienen in ,grten gezogen1 und in einer ,elegie lt ,properz 7#de-bb v4 ,chr7 das ,wohlwollen der ,nymphen durch weie ,lilien gewinnen4 ,plinius schreibt ber sie3 ,fast so edel wie die ,rose ist die ,lilie1 die ebenso zur ,herstellung von ,salbe und l benutzt wird2 letztere heit lirinon4 ,die ,lilie beginnt in der ,zeit zu blhen1 da die ,rosen in voller ,blte stehen1 und gewhrt dann1 zwischen ihnen stehend1 einen herrlichen ,anblick4 ,der ,stengel1 auf dem die ,blume steht1 hat oft drei ,ellen ,hhe1 die ,blume selbst aber steht auf einem schwachen ,stiele1 der nicht imstande ist1 sie aufrecht zu tragen4 ,sie ist blendend wei1 auswendig gestreift1 am ,grunde schmal1 nach auen allmhlich becherfrmig erweitert1 mit zurckgebogenen ,rndern4 ,der ,stempel 7pilum7 ist dnn1 die ,staubgefe 7stamina7 haben die ,farbe des ,safrans 7crocus74 ,der ,geruch des ,kelches 7calyx7 ist von demjenigen der ,staubgefe etwas verschieden3 bei ,bereitung der ,salbe und des les werden aber auch die ,bltter nicht verachtet48 ,wie die ,lilie nach griechischem ,vorbild der ,juno heilig war1 galt sie den ,rmern auch als ,sinnbild der ,hoffnung und in der ,kaiserzeit als ,emblem des ,thronfolgers4 ,auf einigen rmischen ,mnzen1 die solchen ,thronfolgern galten1 findet sich auf der ,rckseite eine ,lilie abgebildet mit der ,umschrift3 spes populi romani 7,hoffnung des rmischen ,volkes74 ,die ltere antike ,auffassung1 die in dieser reinweien ,blume ein ,symbol der ,reinheit und ,unschuld sah1 bernahm dann die christliche ,kirche1 die die schne1 feierliche ,blume der ,himmelsknigin ,maria als ,sinnbild ihrer reinen1 unbefleckten ,empfngnis in die ,hand gab4 ,spter bemchtigte sich der ,aberglaube dieser ,blume und lie sie aus den ,grbern unschuldig ,hingerichteter hervorwachsen4 ,allgemein herrschte im ,mittelalter der ,glaube1 da der ,mnch1 der eine ,lilie in seinem ,chorstuhle fand1 drei ,tage hernach sterben msse4 ,ein hochbegabter ,abt der ,benediktinerabtei ,corvey an der ,weser wurde1 wie eine ,chronik meldet1 durch einen solchen ,fund in so gewaltigen ,schrecken versetzt1 da er den ,tod davontrug4 ,sein ,nachfolger bekannte sich in seiner letzten ,beichte schuldig1 die ,lilie selbst hingelegt zu haben1 um sich die angesehene ,stellung seines ,opfers zu verschaffen4 ,wie in der ,geschichte ,englands die rote und weie ,rose1 so spielte in ,frankreichs ,geschichte die ,lilie eine bedeutende ,rolle4 ,nach der ,legende berreichte ein ,engel dem ,frankenknig ,chlodwig aus dem ,geschlechte der ,merovinger1 der #af;jhrig seinem ,vater ,childerich als ,knig der salischen ,franken im heutigen ,belgien folgte1 #dhf durch den ,sieg bei ,soissons ber den rmischen ,statthalter ,syagrius das ,seinegebiet eroberte und #dif die ,alamannen schlug1 als er darauf mit #cjjj ,franken in ,reims zum ,christentume bertrat1 einen ,lilienstengel4 ,spter waren -- seit #aaej nachweisbar -- vermutlich aus ,lanzenspitzen zu stilisierten ,blumen umgewandelte ,lilien das knigliche ,wappen ,frankreichs1 das von da an durch die ganze ,geschichte ,frankreichs als ,symbol des legitimen ,knigtums eine wichtige ,rolle spielte1 und zwar waren es seit ,karl ,,vi4 7#achj-adbb7 deren in der ,regel drei1 whrend vorher ihre ,zahl unbestimmt gewesen war4 ,nicht nur in ,wappen und ,siegel1 auch auf ,szepter1 ,kronenreifen1 in ,stickereien auf den ,gewndern der ,knige und auf ,wappenrcken der ,herolde erschienen die berhmten fleurs de lis4 ,und nach dem ,aussterben der ,kapetinger mit ,karl ,,iv4 im ,jahre #acbh hielt die ,seitenlinie der ,valois bis zur ,hinrichtung ,ludwigs ,,xvi4 und dann von #ahae-ahcj die ,bourbonen die drei ,lilien als knigliches ,abzeichen bei4 ,da eine solche schon in ihrem stolzen ,aussehen wahrhaft knigliche ,blume auch sonst ohne sinnbildliche ,bedeutung dekorativ eine groe ,rolle spielte und auf allerlei ,geweben1 besonders ,tapeten1 nachgebildet wurde1 ist selbstverstndlich4 ,auerdem wurden von mehreren ,regenten auch ,lilienorden gestiftet1 so z4 ,b4 um #adac von ,ferdinand1 ,knig von ,arragonien1 #aedf vom ,papste ,paul ,,iii4 7,alexander ,farnese1 geb4 #adfh1 regierte von #aecd-aedi1 besttigte den ,jesuitenorden1 ordnete #aedb eine allgemeine ,inquisition zur ,unterdrckung des ,protestantismus an1 erffnete #adde das bis #aefc dauernde ,konzil von ,trient1 war ein ,gnner der ,knstler und ,literaten71 und zuletzt #ahad von dem nach dem ,sturze ,napoleons ,i4 zum ,knige erhobenen ,ludwig ,,xviii4 ,die ,anhnger der mit ihm zur ,herrschaft gelangenden ,bourbonen trugen die ,lilien als ,protest gegen das ,veilchen1 womit sich die ,getreuen des gestrzten ,korsen kenntlich machten4 ,wie im ,altertum war auch im ,mittelalter die ,lilie neben der ,rose der ,stolz der europischen ,grten2 whrend aber letztere in der ,neuzeit seit der ,einfhrung der edlen ostasiatischen ,schwestern durch ,kreuzung und ,variation eine groe ,flle verschiedener ,sorten bildete1 hat sich die ,lilie unverndert in ihrem alten ,adel erhalten und bildet den vornehmsten ,reprsentanten der ,zierblumen des lndlichen ,gartens1 whrend sie in den ,stdten eher zurcktrat und erst neuerdings wieder neben ihren seither eingefhrten farbenprchtigen ostasiatischen ,schwestern einige ,bedeutung erlangte4 ,schon im ,altertum hren wir einige ,stimmen1 die von bunten ,lilien reden4 ,so sagt ,dioskurides im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr43 ,manche behaupten1 es gebe auch purpurfarbige ,lilien18 damit soll wohl eine ,abart der weien ,lilie verstanden sein1 die er selbst noch nie sah4 ,wie eine solche erzeugt werden knne1 sagen uns die ,geoponika1 in denen es heit3 ,florentinus behauptet1 man knne die ,lilien rot frben1 wenn man zwischen die ,schuppen der ,zwiebel die ,farbe streue1 welche cinnabari heit 7damit ist das ,drachenblut genannte dunkelrote ,harz des ,drachenbaums der ,insel ,sokotra gemeint74 ,mit anderen ,farben kann man die ,lilie anders frben48 ,ein anderes ,rezept dazu gibt ein anderer griechischer ,schriftsteller in diesem ,sammelwerke3 ,will man ,lilien von ,purpurfarbe haben1 so reit man #aj oder #ab blhende ,lilienstengel aus und hngt sie in ,rauch4 ,aus ihnen wachsen kleine1 zwiebelfrmige ,wurzeln hervor4 ,ist dann die ,zeit des ,pflanzens da1 so legt man den ,stengel in ,hefe von rotem ,wein1 bis sie durch und durch rot sind4 ,nun pflanzt man sie in ,erde und begiet sie gehrig mit ,hefe4 ,die aus solchen ,stengeln wachsenden ,lilien blhen rot48 ,dieses phantastische ,verfahren gibt dann ,plinius als erwiesene ,tatsache wieder4 ,palladius 7um #chj v4 ,chr47 schreibt3 ,im ,februar bringt man die ,lilienzwiebeln in die ,erde1 oder behackt sie1 wenn sie schon darin sind1 mit groer ,sorgfalt1 damit die jungen ,zwiebeln nicht verletzt werden4 ,diese kann man spter von der ,mutterzwiebel ablsen1 verpflanzen und auf solche ,weise neue ,lilienbeete 7lilietum7 erzielen48 ,nach ,dioskurides wurden ,lilienbltter auf ,schlangenbi- und ,brandwunden und mit ,essig auf ,quetschwunden gelegt und die gebratene und mit allerlei anderen ,stoffen vermischte ,wurzel zu ,heilzwecken verschiedener ,art benutzt2 daneben war das ,lilienl als ,arznei berhmt und erhielt sich bis in die ,gegenwart beim ,volke in ,ansehen4 ,ein ,rezept dazu gibt uns ,palladius3 ,um ,lilienl 7oleum liliaceum7 zu bereiten1 giet man #a ,pfund ,olivenl auf #aj ,lilienblten1 die sich in einem ,glase befinden1 und stellt dieses #dj ,tage an die ,sonne48 ,ein ,konservierungsmittel fr ,lilien teilt uns ein ,grieche in der ,geoponika mit3 ,um ,lilien das ganze ,jahr hindurch frisch zu erhalten1 verfhrt man folgendermaen3 ,man pflckt die ,blten1 ehe sie sich ffnen1 samt den ,bltenstielen und legt sie in neue1 irdene1 nicht ausgepichte ,tpfe1 deckt diese zu1 und so bleiben die ,blten das ganze ,jahr frisch4 ,so oft man welche brauchen will1 nimmt man sie heraus1 setzt sie der ,sonne aus1 und sie ffnen sich1 sobald sie warm werden48 ,im frhen ,mittelalter wurde die ,lilie1 wie auch die ,rose1 mehr als ,arzneipflanze zur medizinischen ,verwendung1 denn als ,zierpflanze in den ,grten ,mitteleuropas angepflanzt4 ,das besondere ,lob der ,schnheit1 das ihr der #hdi verstorbene frnkische ,mnch ,walahfrid ,strabo spendet1 als er sie im ,klostergarten wachsen sah1 beweist aber1 da neben der ,ntzlichkeit auch die ,freude an deren ,schnheit fr die ,kultur dieser ,pflanze magebend war4 ,im spteren ,mittelalter bedienten sich die ,ritter gerne der ,gilgen oder ,ilgen1 wie damals die ,lilien im deutschen ,sprachgebiet genannt wurden1 als ,zier1 und auch beim ,volke waren sie beliebt1 bis im ,laufe der ,neuzeit nach und nach das ,interesse an ihnen abnahm und sie infolgedessen nur noch selten angepflanzt wurden4 ,erst in unserer ,zeit ist wiederum eine erhhte ,wertschtzung dieser prchtigen ,zierpflanze1 die nicht blo den schlichten ,bauerngrten1 sondern auch den schnen ,parkanlagen der ,vornehmen sehr wohl ansteht1 eingetreten4 ,dazu trug ganz wesentlich die ,einfhrung der nicht minder schnen ostasiatischen ,lilien bei4 ,eine erste ,auswahl solcher brachte der #agif in ,wrzburg geborene und #ahff in ,mnchen gestorbene ,arzt ,philipp ,franz von ,siebold1 der #ahbb als ,sanittsoffizier in hollndischen ,diensten nach ,batavia ging und von #ahbc-ahcj und abermals von #ahei-ahfb sich in ,japan aufhielt1 aus letzterem ,lande nach ,europa4 ,unter diesen ist vor allem die auch als ,knigin aller ,lilien bezeichnete japanische ,goldlilie 7,lilium auratum7 zu nennen1 die wie die weie westasiatische ,lilie #a m hoch wird und bis #bf cm groe1 perlweie1 wohlriechende ,blten mit rotbraun bis purpurn punktierten und dem ,mittelnerv entlang1 goldgelb gebnderten ,blumenblttern besitzt4 ,auch sie wird heute wie die weie ,lilie in mehreren ,varietten bei uns kultiviert4 ,ebenso die prchtige ,lilie 7,lilium speciosum7 aus ,japan mit #j1f-a m hohem ,stengel1 eirunden ,blttern und sehr groen1 berhngenden1 mit zurckgeschlagenen rosenroten ,blumenblttern gezierten1 nach ,vanille riechenden ,blten und die getigerte ,lilie 7,lilium tigrinum7 aus ,china und ,japan1 die an der ,spitze des #b m hohen ,stengels zahlreiche feuerrote1 schwarzpunktierte ,blten in pyramidenfrmiger ,rispe trgt4 ,von den feuchten ,bergwldern des ,himalaja in #bjjj-cjjj m ,hhe stammt die ,riesenlilie 7,lilium giganteum7 mit #b-c1f m hohem ,stengel1 gestielten1 herzfrmigen ,blttern und weilichgrnen1 innen schwach purpurgeflammten1 hchst wohlriechenden ,blten1 whrend die dem einheimischen ,trkenbund sehr nahe stehende ,lilium superbum mit #b m hohem ,stengel und scharlachroten ,blten aus ,nordamerika zu uns kam4 ,von ,sibirien erhielten wir die ,prachtlilie 7,lilium pomponium -- seitdem ,plinius eine gewisse ,birnensorte nach einem gewissen ,pomponius benannte1 pflegte man berhaupt schne ,frchte und auch ,blumen pomponisch zu nennen7 mit einfarbigen1 mennig- bis scharlachroten ,blten4 ,ihr in bezug auf ,gestalt und ,farbe der ,blte sehr hnlich ist die im ,orient und in ,kleinasien heimische ,scharlachlilie 7,lilium chalcedonicum71 die ,frank-,leunis fr die eigentliche krnon ,theophrasts und die hmerokalls des ,dioskurides hlt4 ,jedenfalls scheinen die alten ,griechen sie gekannt und gelegentlich auch in ihren ,grten angepflanzt zu haben4 ,neben allen diesen werden aber auch bescheidenere ,lilienarten bei uns angepflanzt1 so die aus dem ,piemont zu uns gekommene ,feuerlilie 7,lilium croceum7 und der in ,laubwldern ,mitteleuropas wachsende ,trkenbund 7,lilium martagon7 -- so genannt weil seine ,blte mit den zurckgeschlagenen ,blumenblattzipfeln an einen trkischen ,turban erinnert4 ,alle diese verschiedenen ,zierlilien werden bei uns besonders in ,sdfrankreich und den englischen ,scillyinseln im rmelkanal1 in ,nordamerika hauptschlich in ,sdkarolina und auf den ,bermudasinseln im groen kultiviert1 um von dort aus die ,zwiebeln in den ,handel zu bringen4 ,noch viel mehr als hier werden aber die schnen farbigen ,zierlilien in ,japan angepflanzt1 von wo aus jhrlich ber #e ,millionen ,zwiebeln derselben ausgefhrt werden4 ,eine der schnsten ,zierpflanzen ,ostindiens1 speziell ,malabars1 ist die auch bei uns in ,gewchshusern gezogene rankende ,prachtlilie 7,gloriosa superba71 whrend die aus ,sdruland und der ,tartarei eingefhrte ,zahnlilie 7,erythronium dens canis7 -- so genannt1 weil die ,zwiebeln in #c-d ,zhne gespalten sind -- auch bei uns eine nicht selten angetroffene ,gartenzierpflanze ist4 ,die ,zwiebeln der letzteren ,art dienen den ,tartaren als ,nahrungsmittel und ,aphrodisiacum1 werden in ,ruland auch als ,mittel gegen ,eingeweidewrmer und ,fallsucht verwendet4 ,in ,persien1 ,afghanistan und ,kaschmir heimisch ist die hufig in unseren ,grten angetroffene ,kaiserkrone 7,fritillaria imperialis1 ersteres ,wort stammt von fritillus1 ,knobelbecher1 aus dem die ,wrfel geworfen werden71 die zu ,anfang des #af4 ,jahrhunderts von ,persien nach ,konstantinopel und #aegj durch ,vermittlung des deutschen ,gesandten am trkischen ,hofe ,gislenius ,busbequius in die kaiserlichen ,grten zu ,wien eingefhrt wurde1 von wo aus sie sich bald in fast allen ,grten ,mitteleuropas einbrgerte4 ,sie wird bis #a1b m hoch und trgt unter einem ,schopfe grner ,bltter hngende gelblich- bis brunlichrote ,blten in ,bscheln4 ,sie wird in vielen ,varietten mit gelben1 orangefarbenen bis feuerroten ,blten kultiviert und blht im ersten ,frhling1 wenn noch wenig andere ,blten zu finden sind4 ,die ,zwiebeln werden alle drei ,jahre verpflanzt4 ,sie sind strkemehlreich1 riechen hchst unangenehm1 sind sehr scharf1 selbst giftig1 und wurden frher auch arzneilich benutzt4 ,sie sind nach dem ,kochen geniebar1 indem dadurch der scharfe ,stoff sich verflchtigt4 ,seit einiger ,zeit wird sie besonders in ,frankreich zur ,strkegewinnung kultiviert4 ,von #a ,hektar soll man #fcjj kg ,strkemehl erhalten4 ,der reichlich von den ,blten zur ,anlockung der die ,befruchtung besorgenden ,insekten ausgeschiedene ,honigsaft soll brechenerregend wirken4 ,die ihr nah verwandte schwarze ,lilie 7,fritillaria kamtschatcensis7 mit schwarzpurpurnen ,blten wchst in ,ostsibirien1 ,kamtschatka1 ,japan und dem westlichen ,nordamerika4 ,fr die ,bewohner ,ostsibiriens und ,kamtschatkas sind ihre rundlichen1 strkemehlreichen ,zwiebeln ein wichtiges ,nahrungsmittel4 ,zu dem ,zwecke werden sie den ,sommer ber mhsam auf den ,grasfluren eingesammelt1 weil die ,pflanze nie gesellig wchst2 jedoch gewhrt ihnen dabei die ,ttigkeit der ,kamtschatkaratten oder ,sammelmuse 7,hypudaeus oeconomus7 groe ,erleichterung1 weil sie in ihren ,vorratskammern vorzglich diese ,zwiebeln als ,winterproviant anhufen1 die dann der ,mensch fr sich in ,anspruch nimmt4 ,als letzte ,verwandte ist noch die ,brettspiel- oder ,schachblume1 in ,norddeutschland ,kibitzei genannt 7,fritillaria meleagris -- letzteres ,wort heit ,perlhuhn1 wegen der hnlich gescheckten ,zeichnung der ,blte71 zu nennen1 die in ,mitteleuropa bis ,norwegen und ,sdruland sehr zerstreut auf feuchten ,wiesen wchst4 ,die #cj-dj cm hoch werdende ,pflanze treibt #a-b hngende ,blten mit roten und weilichen viereckigen ,flecken und wird in verschiedenen ,varietten3 wei1 gelb1 gefleckt1 rot1 purpurrot1 schwarz1 braungefleckt und aschgrau als ,zierpflanze gezogen4 ,schon ,kaspar ,bauhin 7#aefj-afbd71 der von seiner ,doktorpromotion im ,jahre #aeha an als ,botaniker in seiner ,vaterstadt ,basel wirkte und von #afad an an ,stelle des verstorbenen ,felix ,platter als ,stadtarzt und ,professor der ,anatomie und ,botanik daselbst amtete1 kannte frh- und sptblhende ,spielarten der ,schachblume4 ,diese mu also schon recht frh in die ,grten bergesiedelt und in ,kulturpflege genommen worden sein4 ,in dieselbe ,familie der ,liliazeen gehren auch die ,tulpen1 die ihren ,namen vom trkischen tulbend1 d4 h4 ,turban1 erhielten4 ,so nannten die ,trken die ,gartentulpe1 die wir von ihnen bekamen4 ,von den etwa #ej ,arten1 die von ,mittel- und ,sdeuropa bis ,japan am zahlreichsten wildwachsend angetroffen werden1 ist bei uns die #be bis #ej cm hohe gelbe ,tulpe 7,tulipa silvestris7 heimisch1 die frher auf ,waldwiesen hufig war und jetzt vielfach in ,obstgrten und ,weinbergen in ,menge angetroffen wird4 ,sie hat als ,kulturpflanze keinerlei ,bedeutung erlangt1 wohl aber die ,gartentulpe1 die ein durch ,kultur veredelter ,abkmmling der in den ,steppen am ,kaspischen ,meer1 im ,gebiet des ,don und in der ,krim heimischen ,tulipa suaveolens mit sehr kurzem ,stengel und roten1 am oberen ,ende gelben1 wohlriechenden ,blten ist4 ,unsere ,gartentulpe 7,tulipa gesneriana1 so genannt weil sie vom ,zricher ,naturforscher ,konrad ,gesner #aeei zuerst beschrieben wurde7 ist aber keine einheitliche ,art1 sondern ein ,sammelbegriff fr zahlreiche in den ,grten kultivierte ,tulpensorten der verschiedensten1 zum grten ,teil unbekannten ,herkunft4 ,dem vorhin bei der ,einfhrung der ,kaiserkrone in die ,grten ,mitteleuropas erwhnten ,gislenius ,busbequius1 dem ,gesandten ,kaiser ,ferdinands ,i4 am trkischen ,hofe in ,konstantinopel1 verdanken wir die ,einfhrung der trkischen ,gartentulpe -- wohl der ,tulipa suaveolens -- im ,abendlande4 ,im ,frhjahr #aeed sah er auf einem ,ritte zwischen ,adrianopel und ,konstantinopel die von den ,trken in mehreren ,arten in ,grten kultivierte rotgelbe ,tulpe zusammen mit ,narzissen und ,hyazinthen blhen4 ,sie gefiel ihm so gut1 da er sich alsbald ,samen von ihr zu verschaffen suchte4 ,dies gelang ihm auch nach einiger ,mhe1 und diesen sandte er nun an einen ,freund in ,deutschland1 dessen ,name uns unbekannt ist4 ,auch dessen ,wohnort kennen wir nicht2 wir wissen nur1 da der ,zricher ,naturforscher und ,arzt ,konrad ,gesner 7#aeaf-aefe7 die damals neu in ,europa eingefhrte ,zierpflanze im ,april #aeei in ,augsburg blhen sah und sie als erster ,abendlnder beschrieb4 ,im ,jahre #aegc erhielt sie der ,botaniker ,clusius 7,charles de l',ecluse1 geb4 #aebf in ,arras1 #aegc-aehg ,hofbotaniker in ,wien1 von #aeic bis zu seinem ,tode #afji ,professor in ,leiden7 und kultivierte sie als groe ,raritt in den kaiserlichen ,grten ,wiens4 ,auch von ,leiden aus war er fr die ,verbreitung dieser schnen neuen ,blumenart sehr ttig4 ,diese war aber schon lange vor ihm nach den ,niederlanden gekommen2 denn wir wissen1 da sie schon ums ,jahr #aegj in ,mecheln blhte und damals bei den ,hollndern freudige ,bewunderung gefunden hatte4 #aegg kam sie nach ,england und eroberte sich im ,laufe der nchsten ,jahrzehnte ganz ,mittel- und ,westeuropa4 ,bevor wir uns weiter mit dem ,triumphzuge der ,gartentulpe durch das ,abendland beschftigen1 ist es am ,platze1 hier einige ,worte ber die ,trken1 die sie uns mit der ,kaiserkrone und den ,hyazinthen verschafften1 und ihre ,freude an ,blumen zu sagen4 ,schon der franzsische ,reisende ,belon spricht mit ,bewunderung von den ,grten1 die er #aeeh in der ,trkei sah4 ,er sagt darber3 ,es gibt kein ,volk1 das mehr die ,blumen als ,zierde liebt und sie hher schtzt1 als die ,trken2 dabei wrdigen sie weniger deren ,geruch1 als besonders deren ,formen und ,farben4 ,sie tragen mehrere ,arten derselben in den ,falten ihres ,turbans mit sich1 ja1 die ,handwerker haben bei der ,arbeit ,blumen von verschiedenen ,farben in ,wassergefen vor sich stehen4 ,das ,gartenwesen ist bei ihnen so gut als bei uns in groem ,ansehen und sie scheuen keine ,kosten1 sich fremde ,bume und ,pflanzen zu verschaffen1 besonders solche1 die schne ,blten besitzen48 hnlich drckt sich ,gislenius ,busbequius aus1 der von #aeej an als deutscher ,gesandter in ,konstantinopel weilte1 und fgt dem hinzu1 da die ,trken hufig ,blumen verschenken und1 obwohl geizig in andern ,dingen1 viel ,geld dafr ausgeben4 ,auer ,rosen1 ,flieder1 ,veilchen1 ,anemonen1 ,lilien und ,hyazinthen zgen sie mit ,vorliebe ,tulpen4 ,in jedem ,frhjahre feierten sie ein ,tulpen- oder ,lampenfest1 indem sie den ,tulpenflor abends mit verschieden gefrbten ,lampions beleuchteten4 ,einmal habe ein ,grovezier den ,einfall gehabt1 lebende ,schildkrten zu ,trgern seiner ,lampen zu verwenden2 diese wandelnden ,leuchter zwischen den blhenden ,tulpen- und ,hyazinthenbeeten mssen allerdings dem ,feste einen eigenartigen ,reiz verliehen haben4 ,das trkische ,erbe der ,tulpen- und ,hyazinthenverehrung traten die ,hollnder an1 die auer der ,freude am ,kleinen1 ,zierlichen besonders die ,farbenpracht der einzelnen ,blten schtzten4 ,und das ,bestreben1 diese in immer neuen ,farben und ,formen zu zchten1 beherrschte bei ihnen vollstndig die ,gartenkunst4 ,diese sonst so nchternen und ruhig abwgenden ,leute wurden bald von einer geradezu leidenschaftlichen ,begeisterung fr diese schnen trkischen ,ziergewchse ergriffen4 ,schon lange vorher waren sie ja groe ,blumenfreunde gewesen4 ,der franzsische ,botaniker ,lobel -- nach welchem die schnen ,lobelien den ,namen erhielten -- betont in der ,vorrede seiner #aegf erschienenen ,histoire des plantes die ,liebhaberei der ,vlmen fr die ,blumen schon whrend der ,kreuzzge und zur ,zeit der reichen1 prunkliebenden burgundischen ,herzge4 ,als dann die ,hollnder deren ,erbe antraten1 brachten sie von ihren ausgedehnten ,handelsreisen aus der ,levante und beiden ,indien verschiedene ,blumensorten mit nach ,hause und zogen sie mit ,erfolg in ihren ,gewchshusern4 ,lobel urteilt1 da sie besser als irgend eine andere ,nation die exotischen ,pflanzen zu behandeln wten1 so da man in ihren ,grten mehr seltene ,gewchse finde als im ganzen brigen ,europa4 ,leider seien dann durch die ,brgerkriege und den ,kampf der protestantisch gewordenen ,bewohner gegen das sie bedrckende katholische ,haus ,habsburg viele der schnsten ,grten zerstrt und die ,blumenkultur vielfach vernachlssigt worden4 ,vorbildlich wirkte spter in ,holland der #aegg angelegte botanische ,garten der ,universittsstadt ,leiden1 in welchem als erstem in ,europa #aeii ein ,gewchshaus fr auslndische ,pflanzen angelegt wurde4 ,im ,jahre #afcc enthielt das ,pflanzenverzeichnis des dortigen botanischen ,gartens bereits #aajd ,arten4 ,damals beschftigten sich ,magistratspersonen1 ,gelehrte und wohlhabende ,brger der verschiedensten ,berufszweige mit ,vorliebe damit1 durch ,einfhrung neuer ,pflanzen die ,botanik und besonders die ,blumenzucht zu frdern4 ,kein ,kauffahrteischiff verlie1 wie ein damaliger ,gelehrter bemerkt1 einen hollndischen ,hafen1 dessen ,kapitn nicht dazu verpflichtet wurde1 von allen ,orten1 an denen er landete1 ,samen1 ,wurzelknollen und1 wenn mglich1 auch lebende ,pflanzen mit nach ,holland zu bringen4 ,die angesehensten ,brger ,hollands zeichneten sich besonders durch oft recht kostspielige ,bepflanzung ihrer ,grten mit auslndischen ,gewchsen aus1 und es war ihnen eine ,freude1 ,ableger davon dem botanischen ,garten in ,leiden zu schenken4 ,dieser ,garten enthielt1 als der berhmte ,hermann ,boerhave 7geb4 #affh in ,voorhout bei ,leiden1 seit #agji ,professor der ,medizin und ,botanik1 spter auch der ,chemie in ,leiden bis zu seinem #agch erfolgten ,tode7 dort als ,lehrer wirkte und alles tat1 um ihn zu mehren1 bereits #fjjj ,pflanzenarten4 ,dieser ,gelehrte gab zuerst den ,fenstern der ,treibhuser eine schiefe ,lage1 indem so1 wie er sagte1 die grte ,menge von ,sonnenstrahlen ,einla finden konnte4 ,in diesem fr ganz ,europa als ,vorbild dienenden ,garten wurden brigens zuerst zu ,anfang des #ah4 ,jahrhunderts ,pelargonien 7,geranien7 vom ,kap der ,guten ,hoffnung und andere auslndische ,zierpflanzen1 die bald die ,gunst auch der ,laien erlangten1 eingefhrt und zu ,zierpflanzen mit greren ,blten gezchtet4 ,als zu ,anfang des #ag4 ,jahrhunderts in ,holland zuerst aus den orientalischen ,gartentulpen gefllte gezogen wurden1 brach eine neue ra in der niederlndischen ,blumenzucht an4 ,im ,jahre #afbi zhlte der ,englnder ,parkinson bereits #adj ,spielarten von ,tulpen auf1 die dort kultiviert wurden4 ,bald brach in ,holland eine eigentliche ,tulpomanie aus1 deren ,hauptsitz das diese ,zierpflanze vor allem zchtende ,harlem war und hier in den ,jahren #afcd-afdj ihren ,gipfel erreichte4 ,diese ,tulpenliebhabersucht1 die auf einmal in ,tulpenzwiebeln das hchste1 kostbarste ,gut der ,erde sah1 ergriff ,hoch und ,niedrig1 ,arm und ,reich4 ,fabelhafte ,preise wurden fr neu auftauchende ,spielarten bezahlt1 so da ein wahrer ,taumel die sonst so kaltbltigen ,hollnder ergriff4 ,jedermann spekulierte in ,tulpen und ganze ,vermgen wechselten ihre ,besitzer4 ,durch die ,tulpe ,van ,eyck wurde ein blutarmer ,handelsgehilfe zum mehrfachen ,millionr4 ,eine einzige blhbare ,zwiebel der ,sorte ,semper ,augustus brachte dem glcklichen ,besitzer #acjjj und eine solche von ,admiral ,erckhuizen #fjjj hollndische ,gulden ein1 whrend eine solche von ,admiral ,lietkens bis #ejjj ,gulden eintrug4 ,eine ,zwiebel der ,marke ,vive le roi wurde gegen #b ,lasten ,weizen1 #d ,lasten ,roggen1 #d fette ,ochsen1 #h ,ferkel1 #ab ,schafe1 #b ,oxthoft 7 #dej ,liter7 ,wein1 #d ,tonnen ,achtguldenbier1 #b ,tonnen ,butter1 #ajjj ,pfund ,kse1 #a ,bndel ,kleider und einen goldenen ,becher eingetauscht4 ,im ,jahre #afcg wurden nach ,hirschfeld laut vorgelegtem ,register in der kleinen ,stadt ,alkmar zugunsten des ,waisenstifts #abj ,tulpen mit ihren ,brutknollen fr #ijjj ,gulden verkauft und ein einziges ,exemplar der ,sorte ,vizeknig8 trug #dbjc ,gulden ein4 ,in ,anbetracht des damaligen ,geldwertes sind das ungeheure ,summen2 denn zu jener ,zeit galt ein ,gulden in ,holland so viel1 da man damit #a ,bushel 7 #cf ,liter7 ,weizen kaufen konnte4 ,ganze ,vermgen wurden in ,tulpen angelegt1 so da manche ,reiche in ihren ,tulpenbeeten mehr als #ejj klassifizierte ,varietten besaen4 ,erst als die ,behrde #afcg ein ,gesetz gegen das schwindelhafte ,gebaren vieler ,tulpenhndler erlie1 verlor sich nach und nach dieses ,tulpenfieber und wurde die ,zucht dieser ,zierblume1 von der man spter ber #ajjj ,spielarten unterschied1 in normale1 gesunde ,bahnen gelenkt4 ,unsere ,gartentulpen entstammen also mehreren ,kreuzungsprodukten1 die allerdings nicht nher bekannt sind4 ,der wichtigste ,grundstamm derselben bildet jedenfalls die vorgenannte1 in den ,steppen ,sdrulands und ,westasiens heimische ,tulipa suaveolens1 von der auch direkt mehrere ,varietten1 zum ,teil mit gefllten ,blten gezchtet wurden4 ,eine der beliebtesten ,formen derselben ist die bekannte ,duc van ,toll4 ,andere1 im ,orient wildwachsende ,arten gelangten durch ,kauffahrer nach ,italien und ,sdfrankreich1 wo sie sich teilweise einbrgerten und verwilderten1 unter ihnen vor allem ,tulipa clusiana1 die #afjf von ,konstantinopel nach ,florenz kam und von hier nach ,sdfrankreich weitergegeben wurde4 ,von ihr und von der aus der ,trkei eingefhrten ,tulipa turcica1 wie auch von der in ,sdfrankreich1 ,italien und ,kleinasien gedeihenden ,tulipa praecox zog man die verschiedensten ,varietten4 ,von ,tulipa turcica speziell stammen die monstrsen ,perroquetten oder ,papageitulpen mit sehr groen ,blumen von schner gelber und roter ,farbe mit weit abstehenden1 zerrissenen und gefransten ,blumenblttern4 ,auch die ,tulipa greigi aus ,turkestan mit brunlich gefleckten ,blttern und purpur- oder scharlachroten1 am ,grunde schwarzen ,blumenblttern ist mehrfach zur ,kreuzung herbeigezogen worden4 ,durch ,hybridisation dieser ,wildlinge mit den bereits vorhandenen ,arten von ,gartentulpen und der letzteren wieder unter sich sind seit #ahjj die verschiedenen1 in der ,frbung von ,violett- bis ,blutrot durch alle ,schattierung von ,gelb ins ,weie spielenden1 ein- oder mehrfarbigen bis gefleckten ,neutulpen8 entstanden4 ,unter diesen unterscheidet man gegenwrtig als ,hauptvarietten ,frh- und ,sptsorten4 ,erstere1 die ,frhtulpen1 mit krzerem ,stengel1 blhen an einem warmen ,standorte schon im ,april oder noch frher und lassen sich gut treiben4 ,unter den ,spt- oder ,landtulpen -- so genannt1 weil ihre ,zwiebeln kaum je in ,tpfe1 sondern direkt ins ,gartenland gepflanzt werden -- unterscheidet man einfarbige oder ,muttertulpen 7couleurs71 buntfarbige oder gebrochene 7parangons71 und unter diesen wiederum ,bizarden mit gelbem und ,flamandes mit weiem ,bltengrund4 ,violette ,flamandes heien mit einem hollndischen ,namen bijbloemen1 rote dagegen nach den ,franzosen roses4 ,die gefllt blhenden ,varietten werden von den ,blumisten den einfachen ,sorten nachgesetzt und meist zu ,teppichbeeten und ,gruppen benutzt4 ,die ,kultur der ,tulpen stimmt im wesentlichen mit derjenigen der ,hyazinthen1 die alsbald besprochen werden soll1 berein4 ,die zur ,erlangung neuer ,spielarten aus ,samen gezogenen ,tulpen blhen meist erst im #g4 ,jahre1 whrend die aus ,zwiebeln gezogenen dies im #c41 ja teilweise schon im #b4 ,jahre tun4 ,sdeuropische ,gartenzierpflanzen sind die gelbe ,taglilie 7,haemerocallis flava7 mit reingelber ,blumenkrone1 wie auch deren ,abarten1 die ,h4 fulva mit rotgelben und ,h4 alba mit weien ,blten4 ,schon ,theophrast und ,dioskurides nennen sie unter der ,bezeichnung hmerocalls und sagen1 da namentlich ihre ,zwiebel arzneilich gebraucht werde4 ,noch viel mehr war dies im ,altertum mit der ,meerzwiebel 7,scilla maritima7 der ,fall1 die nach diesen beiden ,autoren roh und noch hufiger1 in ,teig oder ,lehm gehllt1 auf glhenden ,kohlen gebraten oder in ,wasser oder ,honig gekocht als ,medizin gegessen wurde4 ,auerdem diente sie zur ,schrfung des ,essigs4 ,plinius beschreibt in seiner ,naturgeschichte ausfhrlich die ,herstellung des ,meerzwiebelessigs1 der auch als ,arznei genossen wurde4 ,er sagt von ihm3 ,er macht die ,augen hell1 ist bei ,magenschmerz und ,seitenstechen heilsam1 wenn man alle zwei ,tage davon einnimmt4 brigens ist er so stark1 da man von ihm auf kurze ,zeit halb ohnmchtig werden kann1 wenn man davon trinkt48 ,dieses an den ,ksten des ,mittellndischen wie auch des ,atlantischen ,meeres wachsende ,zwiebelgewchs wurde schon von den alten gyptern arzneilich verwendet und hie bei ihnen askili1 woraus spter das arabische askil hervorging1 whrend die ,griechen es sklla und die ,rmer nach ihnen scilla nannten4 ,im ,altertum pflanzte man diese ,zwiebelart auf ,grber und hing sie als ,amulett vor die ,tre1 um vor ,zauber und namentlich ,vergiftung geschtzt zu sein4 ,in ,arkadien pflegten die ,landleute die ,bilder des ,wald- und ,weidegottes ,pan bei dessen ,festen mit ,meerzwiebel zu bewerfen4 ,in welch hohem ,ansehen diese ,pflanze im ,altertume als ,arzneimittel stand1 beweist auch die ,stelle des ,plinius1 worin gesagt wird3 ,unter den ,zwiebeln 7bulbus7 steht die ,meerzwiebel 7scilla71 obgleich sie nur als ,heilmittel und zur ,schrfung des ,essigs dient1 in hchstem ,ansehen4 ,sie zeichnet sich durch ,gre und scharfen ,geschmack aus und wchst vorzugsweise auf den balearischen ,inseln1 auf ,ebusus 7der ,insel ,iviza7 und in ,spanien4 ,der ,philosoph ,pythagoras hat ein ,buch ber diese ,pflanze geschrieben1 in welchem er ihre ,heilkrfte zusammenstellt48 ,spter wurde sie besonders durch die ,klster verbreitet2 auch ,karl der ,groe hie sie in seinen ,grten anpflanzen4 ,das ganze ,mittelalter hindurch bis in die ,gegenwart wurde sie bei uns in ,tpfen gezogen1 um als geschtztes ,heilmittel zu dienen4 ,es gibt wohl kaum ein besseres ,bauernhaus1 in welchem sie nicht zu finden wre4 ,hier fristet sie mit ihren faust- bis kindskopfgroen ,zwiebeln zwischen den blhenden ,geranien und ,nelken auf den ,gesimsen vor den ,fenstern ein beschauliches ,dasein4 ,durch ihre harntreibende ,wirkung findet sie besonders bei der ,behandlung von ,wassersucht ,verwendung1 whrend die zerquetschten und dann schleimigen ,bltter auf ,wunden gelegt werden4 ,von ihren nheren ,verwandten hat einzig die an bewaldeten ,orten ,sddeutschlands hufige1 in ,norddeutschland dagegen seltene ,scilla bifolia wegen ihrer schnen blauen bis violetten ,blten besonders zur ,einfassung von ,blumenbeeten in unsern ,grten ,eingang gefunden4 ,eine weit grere ,rolle als diese bescheidene ,frhlingsbotin spielt in der modernen ,blumenzucht die ,gartenhyazinthe 7,hyacinthus orientalis71 die wie die ,tulpe von den ,trken aus den ,grten von ,bagdad und ,aleppo nach ,konstantinopel gebracht wurde und von da um die ,mitte des #af4 ,jahrhunderts nach ,mitteleuropa gelangte4 ,die ,stammform derselben ist in den ,steppen ,westasiens heimisch und gelangte schon im ,altertum nach ,kleinasien und ,griechenland1 wo sie verwilderte4 ,bei den alten ,griechen bedeutete sie die ,blume der ,trauer1 die ihren ,namen nach der ,sage von einem schnen spartanischen ,jnglinge1 dem ,sohne des ,knigs ,amyklas von ,lakonien1 einem ,lieblinge ,apollons1 erhielt1 der sich mit ihm gerne in ,wettkmpfe einlie4 ,zephyros 7der ,westwind7 gnnte dem jungen ,manne nicht die ,gunst des ,gottes1 die er vielmehr gerne besessen htte1 und beim ,diskuswerfen lenkte er die schwere ,scheibe aus ,erz so1 da sie den ,kopf des ,hyakinthos traf und ihn ttete4 ,darber war ,apollon sehr betrbt4 ,wohl verstand er sich auf die ,heilkunst1 aber ber den ,tod war ihm keine ,macht gegeben4 ,um wenigstens das ,andenken an seinen ,liebling der ,nachwelt zu erhalten1 lie er aus dessen ,blut die wrzig duftende ,hyazinthe erstehen1 deren dunkelblaue ,farbe ,trauer bedeutet4 ,spter war die hykinthos auch der ,demeter ein ,zeichen der ,klage und der ,trauer um ihre vom ,gotte der ,unterwelt geraubte ,tochter ,proserpina4 ,doch wird sie bei den alten ,schriftstellern kaum je genannt4 ,der ,grieche ,pollux erwhnt sie einmal in seinem ,onomastikon als eine zu ,krnzen verwendete ,blume1 mit der sich vornehmlich junge ,mdchen als ,zeichen der ,trauer beim ,verluste ihrer ,gespielin bei deren ,hochzeit schmckten4 ,und der ,rmer ,columella nennt die hyacinthus als die ,blaue1 in der ,farbe des ,himmels ,leuchtende1 von der er auch eine weie ,abart als die schneeige 7niveus7 erwhnt4 ,jedenfalls wurde sie im ,altertum nur ausnahmsweise als ,gartenpflanze1 hchstens etwa auf ,grbern wegen des ihr anhaftenden ,beigeschmacks der ,trauer1 kultiviert4 ,dem ,morgenlande verdanken wir ihre ,zucht4 ,von den ,arabern erhielten sie die ,trken1 die sie gerne in ihren ,grten anpflanzten4 ,um die ,mitte des #af4 ,jahrhunderts gelangte sie aus ,konstantinopel nach dem ,abendlande1 wo sie noch weiter veredelt wurde und die violenblaue ,farbe der ,blumenbltter in ,purpur1 ,karmin1 ,rosa1 ,dunkelblau bis fast ,schwarz1 ferner in ,wei1 ,gelb und selbst ,orange verwandelte4 ,in ,holland1 wo sie besondere ,pflege gefunden hatte1 verdrngte sie sogar mit der ,zeit ihre ,schwester1 die vormals so vergtterte ,tulpe4 ,besonders in ,harlem wurde sie im groen gezogen und aus ihr durch immer weitergefhrte ,kreuzung neue ,spielarten geschaffen1 die fr teures ,geld ihren ,besitzer wechselten4 ,auer einfachen erzielte man auch zwei- und dreifach gefllte ,hyazinthen von groartiger ,pracht4 ,sie galten fr wenigstens so wertvoll als die schnen und seltenen ,tulpensorten1 und wenn eine neu auftauchende ,variett ihren ,namen erhalten sollte1 gab es ein feierliches ,tauffest1 zu dem auer den ,verwandten und ,nachbarn auch die ,bewohner der ,umgegend eingeladen wurden und bei dem es hoch herging4 ,man konnte sich solches leisten2 denn trotz der hohen ,spesen war das ,geschft infolge der sehr hohen fr neue ,arten bezahlten ,preise sehr eintrglich4 ,die erste ,konkurrenz erwuchs der hollndischen ,hyazinthenkultur in ,berlin1 dessen ,sandboden diese ,zucht in hohem ,mae begnstigte4 ,der aus ,frankreich eingewanderte ,kunstgrtner ,david veranstaltete hier #agdj die erste bedeutendere ,tulpenausstellung und brachte dadurch diese ,blume in der ,hauptstadt ,preuens in ,mode4 ,die in der napoleonischen ,zeit ber ,mitteleuropa hereinbrechenden kriegerischen und politischen ,ereignisse lenkten aber die ,aufmerksamkeit des ,publikums wieder davon ab1 doch erwachte sie nach den ,freiheitskriegen von neuem4 ,die ,nachkommen ,davids1 seine ,shne ,peter und ,david1 unterhielten in der ,kommandantenstrae in ,berlin prchtige ,hyazinthenkulturen1 die zu den meistbesuchten ,sehenswrdigkeiten ,berlins gehrten4 ,den ,hhepunkt erreichte hier die ,hyazinthenzucht im ,jahre #ahcj4 ,vor dem ,schlesischen ,tor breitete sich ein #bd ,morgen umfassendes ,blumenparadies aus1 in welchem unter anderen ,zwiebelgewchsen #d ,millionen ,hyazinthen gezogen wurden4 ,ungezhlte ,scharen ,neugieriger kamen zur ,zeit der ,blte herbei1 um dieses wirklich sehenswerte ,farbenwunder zu bestaunen4 ,bis zum ,jahre #ahfj war sonst die ,kultur der fr den ,handel gezogenen ,tulpen- und ,hyazinthenzwiebeln fast ganz auf das ,gebiet von ,harlem in ,holland konzentriert4 ,hier wachsen diese schnen1 gengsamen ,kinder der westasiatischen ,steppe vorzglich im ,sandboden unmittelbar hinter den ,dnen4 ,jeder ,grtner spezialisiert sich begreiflicherweise fr eine gewisse ,zahl von ,typen1 wodurch eine groe ,regelmigkeit in der ,produktion der ,zwiebeln gewhrleistet wird4 ,unbestritten werden vor allem die ,hyazinthen aus ,harlem bezogen1 wo man ber #cjj ,spielarten derselben zchtet4 ,man zhlt gegenwrtig in ,holland mehr als #bjjj ,blumenzwiebelzchter und etwa #aej ,exporthuser1 die diese als ,winterflor in ,tpfen oder als erste ,bepflanzung der ,gartenbeete sehr geschtzte ,handelsware nach allen ,weltteilen versenden4 ,jedes ,frhjahr gibt es ffentliche ,versteigerungen in den ,hyazinthen- und ,tulpenfeldern selbst4 ,auerdem wird wchentlich einmal eine ,spezialbrse dafr in ,harlem abgehalten4 ,die ,blumenzwiebelkulturen nehmen eine ,oberflche von etwa #cejj ,hektaren ein und der ,wert der whrend der ,saison exportierten ,blumenzwiebeln erreicht #af ,millionen ,mark1 was einem ,bruttoertrag von beinahe #dhjj ,mark pro ,hektar der ,kultur entspricht4 #dj ,prozent des ,produkts wandern nach ,england2 ,deutschland und sterreich nehmen #be ,prozent1 die ,vereinigten ,staaten #ah1 die ,nordlnder1 vor allem ,dnemark1 ,schweden und ,norwegen #i1 ,frankreich und die brigen latinischen ,lnder kaum #e ,prozent davon4 ,die ,vermehrung der hollndischen ,blumenzwiebeln1 also der ,hyazinthen und ,tulpen1 erfolgt auf ungeschlechtlichem ,wege durch ,pflanzen der ,brutzwiebeln1 von denen erstere mehrere1 letztere dagegen meist nur eine produzieren4 ,die ,vermehrung durch ,samen erfolgt1 weil sehr langsam vor sich gehend1 nur1 um die alten ,varietten zu regenerieren oder neue zu erzielen4 ,whrend eine unverletzte ,hyazinthenzwiebel nur eine kleine ,zahl ,brutzwiebeln -- zwischen #a-f oder hchstens #h1 oft aber auch gar keine -- bildet1 liefert eine verletzte um die ,verletzungsstellen herum deren zahlreiche4 ,deshalb macht man zur ,vermehrung der ,blumenzwiebeln gewhnlich vier ,schnitte durch den untern ,teil derselben oder hhlt ihn aus4 ,letzteres ,verfahren liefert nmlich weitaus am meisten ,brutzwiebeln1 whrend man vermittelst des ,kreuzschnittes durch den ,zwiebelboden weniger1 dafr aber1 weil sie besser ernhrt werden1 grere erhlt1 die sich rascher entwickeln und schneller zum ,blhen gelangen1 nmlich meist schon ein ,jahr nach der ,verletzung der ,mutterzwiebel4 ,diese ,operation wird meist im ,juni vorgenommen1 wenn die ,zwiebeln1 die im ,frhling blhten1 aus dem ,boden herausgenommen werden1 um erst wieder im ,herbst ausgepflanzt zu werden4 ,frher trocknete man sie einfach an der ,sonne2 jetzt aber setzt man sie nach dem ,einschneiden ihres ,bodens der ,luft aus1 nachdem man sie mit ,asche oder ,kalk bestubt hat1 wodurch die ,wunden alsbald heilen4 ,sie werden an einem luftigen ,orte aufbewahrt und bilden an den ,schnittstellen bis zu #dj ,brutzwiebeln4 ,im ,oktober oder ,november pflanzt man die ,zwiebeln mit den ,brutzwiebeln wie die gewhnlichen ,hyazinthenzwiebeln in ,erde1 die das ,jahr vorher mit ,kuhmist gedngt wurde4 ,viele dieser ,brutzwiebeln bilden im folgenden ,jahre ,bltter4 ,im ,juni werden sie mit den ,mutterzwiebeln dem ,boden entnommen1 von letzteren abgelst und von der anhaftenden ,erde gereinigt1 getrocknet und an einem luftigen ,orte aufbewahrt4 ,im ,oktober werden sie wieder wie gewhnliche ,zwiebeln gepflanzt4 ,erst nach dem dritten ,pflanzen erreichen sie eine gengende ,gre1 um im folgenden ,jahre blhen zu knnen4 ,als solche kommen sie dann zum ,verkauf4 ,von den ,verwandten der ,gartenhyazinthe werden auch die auf ,kulturboden wie ckern und ,weinbergen bei uns wildwachsenden perlbltige und ,trauben-,bisamhyazinthe 7,muscari botryoides und racemosum7 mit nach ,moschus beziehungsweise ,pflaumenduft riechenden1 einfachen blauen ,traubenblten gelegentlich als ,zierpflanzen in den ,grten kultiviert4 ,noch beliebter als diese1 weil schner blhend1 ist die aus ,china stammende eibltterige ,funkie 7,funkia ovata71 mit gestielten1 breiteifrmigen ,blttern und hellrosenroten ,blten4 ,ihr nahe steht die aus ,sdasien1 besonders ,ceylon und ,java stammende ,tuberose 7,polyanthes tuberosa7 -- ,tuberose1 d4 h4 die ,knollenwurzelige 7von tubera ,knollen7 genannt --1 deren #aj-bj in langgestielter1 endstndiger ,traube stehenden wohlriechenden1 weien ,blten besonders in ,sdfrankreich1 wie brigens auch die ,hyazinthen1 zur ,parfmgewinnung gepflanzt werden4 ,in ,amerika1 wohin sie frh gelangte1 ist sie zum ,liebling besonders der ,bewohner ,perus geworden1 die mit ihr vorzugsweise die ,altre in den ,kirchen schmcken1 whrend die ,damen sich mit ,struen von ihr versehen1 um mglichst oft daran riechen zu knnen4 ,als ,topfzierpflanze ist bei uns auch die der vorigen hnliche doldenbltige ,schmucklilie oder blaue ,liebesblume 7,agapanthus umbellatus7 -- von agp ,liebe und nthos ,blume -- mit reicher ,dolde von blauen ,blten auf #j1f bis #a m hohem ,schafte vom ,kap der ,guten ,hoffnung beliebt1 whrend das wohlriechende ,maiglckchen 7,convallaria majalis7 mit seiner zierlichen ,traube berhngender1 weier ,blten zu unseren beliebtesten ,frhlingsgartenpflanzen gehrt4 ,als sehr frhblhende ,pflanze wird sie besonders in ,berlin wie der ,flieder getrieben und die blhbaren ,keime berallhin in die ,blumengeschfte versandt4 ,ihre getrockneten ,blten bilden den ,hauptbestandteil des ,niepulvers und geben mit den gepulverten ,samen der ,rokastanie den bekannten ,schneeberger8 ,schnupftabak1 so genannt1 weil er zu ,schneeberg im ,knigreich ,sachsen zuerst bereitet wurde4 ,auch der in ,sdeuropa heimische stige ,asphodill 7,asphodelus ramosus7 wird wie sein ,verwandter1 der gelbe ,asphodill 7,a4 luteus7 in manchen ,grten gezogen4 ,ersterer1 der an der ,kste berall auf ,wiesen ppig wchst1 wurde als ,sinnbild der ,trauer von den alten ,griechen auf die ,grber gesetzt und seine ,wurzelknollen1 die nach ,porphyrius auch der ,philosoph ,pythagoras gerne gegessen haben soll1 fr die bevorzugte ,speise der ,geister der ,abgeschiedenen gehalten4 ,nach verschiedenen ,stellen in der ,odyssee wandeln nach homerischer ,anschauung die ,geister der ,verstorbenen in der ,unterwelt auf ,asphodillwiesen 7asphodls leimn71 auf denen von ihnen auch groe ,jagden abgehalten werden sollen4 ,plinius sagt von ihm3 ,der asphodelus soll ein vorzgliches ,mittel gegen ,vergiftungsversuche sein1 wenn man ihn vor dem ,tore der ,villa pflanzt4 ,man it den ,samen und die ,wurzel1 nachdem man sie gerstet hat1 was bei der letzteren in der ,asche geschieht1 worauf man ,salz und l hinzufgt und sie auch noch mit ,feigen zusammenstampft2 es ist dies ein ,gericht1 das ,hesiodus 7der im #h4 ,jahrhundert v4 ,chr4 in ,botien lebende griechische ,dichter7 fr vorzglich wohlschmeckend hlt4 ,seine ,wurzel gleicht einer mittelgroen ,kohlrbe 7napus71 und keine ,pflanze hat mehr ,knollen 7bulbus71 denn es sind deren oft #hj zu gleicher ,zeit vorhanden4 ,es ist eine ,erfahrungstatsache1 da mit ,gerstengrtze gekochte ,asphodelusknollen abgezehrten und schwindschtigen ,leuten sehr gut bekommen und da sie1 mit ,mehl zusammengeknetet1 ein sehr gesundes ,brot geben4 ,nikander braucht ,stengel1 ,samen und ,knollen gegen den ,bi von ,schlangen und ,skorpionen1 legt sie auch als ,schutzmittel gegen die genannten ,tiere unter das ,kopfkissen4 ,in ,kampanien gehen die ,schnecken dem ,stengel dieser ,pflanze eifrig nach und saugen ihn aus4 ,man heilt brigens mit asphodelus eine ,menge ,krankheiten1 verjagt und ttet auch die ,muse damit1 indem man mit ihm deren ,lcher verstopft48 ,nach ,hesiod dienten die ,wurzelknollen des ,asphodill trotz ihres scharfen ,geschmackes den alten ,pelasgern als ,speise und lieferten in ,verbindung mit ,malven ein kstliches ,gericht8 7wrtlich eine knigliche ,speise71 whrend ,theophrast 7im #d4 ,jahrhundert v4 ,chr47 sagt1 da sie nur von ,armen gegessen werden4 ,der ,asphodill diente im ,altertum auch als ,schutzmittel gegen ,zauberei und wurde bei den mittelalterlichen rzten zu einem der sieben ,kruter der ,planeten erhoben1 auf welche besonders ,saturn einen ,einflu ausben und ihm die ,eigenschaft erteilen sollte1 jeden1 der ein ,stck der ,pflanze bei sich trage1 vor bsen ,geistern zu schtzen4 ,noch heute dienen die ,wurzeln zur ,bereitung eines nahrhaften ,mehles1 das aus dem ,orient1 wo die ,pflanze sehr gemein ist1 in den ,handel gebracht wird4 ,wegen des reichen ,gehaltes an einer schleimigen1 klebenden ,substanz verwenden die ,buchbinder1 ,schuster und ,sattler ,toskanas und anderer ,gegenden ,italiens die gepulverten ,wurzeln als ,kleister4 ,die goldgelbe1 deshalb auch ,goldwurz genannte ,wurzelknolle des gelben ,asphodills diente frher uerlich als ,amulett und innerlich als harntreibendes ,mittel1 whrend sie neuerdings besonders in ,algerien zur ,zuckerfabrikation und ,schnapsbereitung dient4 ,auf den ,hhen des ,libanons dagegen wchst der ,asphodelus kotschyi 7nach dem sterreichischen1 #ahff in ,wien verstorbenen ,botaniker ,theodor ,kotschy1 der ,syrien bereiste und sie zuerst beschrieb1 so genannt71 dessen strkemehl- und gummireichen ,wurzeln als nurtoak im ,orient an ,stelle von ,salep 7,orchideenwurzelknollen7 hufig ,verwendung finden4 ,der deutsche ,reisende ,strelack ernhrte sich und seine ,begleiter auf der zweiten ,reise durch ,syrien vier ,tage lang damit und brachte #ahfc gegen #aajjj kg derselben mit nach ,deutschland1 um das daraus gewonnene ,mehl als neues1 billiges ,nahrungsmittel in den ,handel zu bringen4 ,als ,dekorationspflanze fr ,treppenaufgnge1 ,sulenhallen und in ,blumenbeeten dient die ,flachslilie1 der neuseelndische ,flachs 7,phormium tenax71 so genannt1 weil ihre ,bltter zur ,gewinnung einer uerst zhen ,faser gewonnen werden4 ,sie wurde von ,solander und ,j4 ,banks1 den ,begleitern von ,james ,cook auf dessen erster ,reise um die ,welt 7#agfh-agga71 in ,neuseeland entdeckt1 wo sie weite ,strecken bedeckt4 ,ihre ,wurzelknolle ist wegen des ,gehaltes an einem sehr bittern ,stoff nicht ebar und dient den ,maorimttern dazu1 ihre ,brustwarzen damit einzureiben1 wenn sie ihre ,kinder entwhnen wollen4 ,beliebte ,treibhauszierpflanzen sind dagegen die wegen ihrer zwischen ,palmen und ,lilien in der ,mitte stehenden ,tracht als ,palmlilien bezeichneten ,yuccas1 die smtlich amerikanischen ,ursprungs sind4 ,namentlich wird die #a-a1c m hohe1 schne ,palmlilie 7,yucca gloriosa7 aus ,peru in verschiedenen ,formen mit oft bunten ,blttern in groen ,tpfen gezogen4 ,sie treibt umfangreiche1 rispige hren von prchtigen1 hngenden1 weien ,blten4 ,ihre ,wurzelknollen werden von den ,indianern zu ,mehl zerrieben und zu ,brot verbacken2 die ,bltter dagegen liefern einen ,faserstoff4 ,wichtiger ist derjenige der in ,virginien heimischen fadigen ,palmlilie 7,yucca filamentosa74 ,deren ,blattfden werden in ihrer ,heimat zur ,herstellung von ,geweben und ,stricken benutzt4 ,gleicherweise verwendet man die der in ,westindien und ,mexiko heimischen aloebltterigen ,prachtlilie 7,yucca aloifolia71 deren ,blten als ,gemse verzehrt werden und deren ,bltter in ,mexiko zur ,herstellung von ,papier dienen1 whrend aus der ,blattoberhaut knstliche ,blumen verfertigt werden4 ,alle ,yuccaarten werden durch bestimmte kleine1 meist weilich gefrbte ,motten in der ,weise befruchtet1 da sie den ,pollen in die ausgehhlte ,narbe der ,blte stopfen1 damit die aus den daraufgelegten ,eiern sich entwickelnden ,rupchen die zur ,erhaltung der ,art ntige ,nahrung finden4 ,wenn sie auch spter einen ,teil der sich entwickelnden ,samen verzehren1 so hat dies nichts zu bedeuten1 da die ,pflanze auch so ber gengend ,smlinge verfgt1 so da der ,dienst dieses ,tierchens1 ohne den sie aussterben mte1 nicht zu teuer belohnt ist4 ,weil diese kleinen ,motten in ,europa fehlen1 tragen die bei uns gezogenen ,yuccaarten1 auch wenn sie noch so schn blhen1 niemals ,samen4 ,im ,altertum spielte auch die rauhe ,stechwinde 7,smilax aspera7 -- rauh1 wegen der ,stacheln an ,stengeln und ,blttern genannt -- als ,arznei- und ,zierpflanze eine gewisse ,rolle1 whrend eine amerikanische ,verwandte die offizinelle ,sarsaparillwurzel liefert4 ,diese sdeuropische ,schlingpflanze1 welche in ,italien und ,griechenland bis #af m hoch1 namentlich an den ,platanen hinaufklettert1 besitzt wohlriechende1 weie ,blten1 die bei den alten ,griechen mit ,efeu zusammen bei den ,dionysosfesten zu ,krnzen gewunden wurden4 ,nach alter ,sage sollte das ,gewchs durch ,verwandlung der ,nymphe ,smilax entstanden sein1 welche aus unerwiderter ,liebe zu dem ,jngling ,krokos starb4 ,theophrast beschreibt sie ausfhrlich als smlax1 ,dioskurides sagt3 ,der rauhe ,smilax 7smlax trachea7 wird als ein wichtiges ,mittel gegen ,gifte gebraucht18 und ,plinius schreibt ber sie3 ,der smilax stammt ursprnglich aus ,kilikien1 ist in ,griechenland hufig1 hat kleine1 nicht ausgeschnittene1 brigens denen des ,efeu hnliche ,bltter4 ,die ,blten sind wei und riechen wie ,lilien4 ,er ist bei allen ,opfern und ,krnzen ein ,unglckszeichen1 weil er ,trauer bedeuten soll1 indem ein unglckliches ,mdchen namens ,smilax in diesen ,strauch verwandelt wurde4 ,der groen ,masse des ,volkes ist dieser ,umstand nicht bekannt2 es entheiligt daher seine ,feste oft dadurch1 da es ihn statt des ,efeus verwendet1 wiewohl doch eigentlich jedermann wissen sollte1 da die ,dichter dem ,vater ,bacchus und dem ,silenus 7nach griechischer ,sage ,sohn des ,hermes oder ,pan1 ,erzieher und ,gefhrte des ,bakchos1 wird in der ,kunst als dickbuchiger ,alter mit ,glatzkopf1 ,stumpfnase und ,ziegenohren mit einem ,weinschlauch dargestellt7 ,efeukrnze zuschrieben4 ,aus dem ,holze des smilax macht man auch ,schreibtfelchen2 dieses hat die ,eigentmlichkeit1 da es1 ans ,ohr gehalten1 einen leisen ,ton von sich gibt48 ,an einer andern ,stelle sagt dieser ,autor3 ,werden ,bltter zu ,krnzen verwendet1 so sind es vorzugsweise diejenigen des smilax und des ,efeus48 ,noch jetzt sind weit mehr als die ,blten die kugeligen1 roten ,frchte dieser ,stechwinde in ,griechenland eine ,zierde fast aller ,blumenstrue und dienen den jungen ,damen1 in die ,haare geflochten1 als schner ,kopfputz4 ,als ,arznei dagegen diente bei den alten ,griechen und ,rmern der stechende ,musedorn 7,ruscus aculeatus71 ein #cj-fj cm hoher1 immergrner ,strauch mit blattfrmigen1 in einen ,stachel auslaufenden grnen ,zweigen1 auf deren ,mitte die #c-e grnlichen ,blten stehen4 ,whrend aus dieser ,pflanze in ,italien hufig ,besen gemacht werden1 wird sie bei uns nicht selten als ,zierpflanze in ,grten gepflanzt4 ,frher war sie als harntreibendes ,mittel gebruchlich4 ,theophrast erwhnt sie als alexandrinischer ,lorbeer und ,dioskurides1 wegen ihrer hnlichkeit mit dem ,myrtenstrauch1 als wilde ,myrte 7myrsn agra74 ,er sagt von ihr3 ,sie dient als ,arznei1 auch verspeist man die jungen ,sprossen als ,gemse2 sie schmecken etwas bitter48 ,plinius aber schreibt von ihr3 ,der alexandrinische ,lorbeer wchst in grter ,menge am ,ida und bei ,heraklea am ,pontus1 aber nur auf dem ,gebirge4 ,er dient der ,kunstgrtnerei und zum ,kranzflechten2 die ,wurzel dient als ,heilmittel48 ,auch der in den ,mittelmeerlndern wildwachsende gemeine ,tamus 7,tamus communis7 mit kugeligen1 roten ,frchten war bei den ,alten offizinell4 ,dioskurides bezeichnet ihn als wilde ,rebe8 und sagt von ihm3 ,wurzel und ,frchte dienen als ,arznei1 die jungen ,sprossen als ,speise48 ,soweit die ,liliazeen4 ,unter den ,amaryllideen sind das ,schneeglckchen 7,galanthus nivalis71 das auf ,bergwiesen ,sddeutschlands wild wchst und bisweilen verwildert auch in ,obstgrten angetroffen wird1 und die ,frhlingsknotenblume 7,leucojum vernum1 -- ersteres ,wort kommt aus dem ,griechischen leukn on1 d4 h4 weies ,veilchen71 die in schattigen ,laubwldern ,sd- und ,mitteldeutschlands1 sehr selten in ,norddeutschland angetroffen wird1 beliebte ,frhlingsgartenzierpflanzen4 ,ihre ,zwiebeln sind brechenerregend und giftig1 whrend die viel giftigeren der nahe verwandten sdafrikanischen ,buphone toxicaria den ,buschmnnern einen ,bestandteil ihres gefrchteten ,pfeilgiftes liefern4 ,was die ,lilien fr die ,alte ,welt bedeuten1 das sind gewissermaen die ,amaryllisarten der ,neuen4 ,diese ,pflanzenfamilie hat ihren ,namen von der vom rmischen ,dichter ,vergil 7#gj-ai v4 ,chr47 in seinen ,hirtengedichten besungenen ,hirtin oder ,nymphe ,amaryllis1 einer griechischen ,bezeichnung1 die die ,glnzende1 ,leuchtende bedeutet4 ,diese amerikanischen ,lilien verdienen denn auch in der ,tat wegen ihrer schnen ,blten diesen sie auszeichnenden ,namen4 ,unter ihnen ist besonders ,amaryllis formosissima zu nennen1 die in ihrem ,vaterlande ,sdamerika oft ganze ,ebenen bedeckt und zur ,zeit der ,blte einen wundervollen ,anblick gewhrt4 ,wegen ihrer groen1 gelbroten1 aber duftlosen ,blten wird sie nebst den brigen ,arten und zahlreichen1 sehr verschieden gefrbten ,bastarden hufig bei uns in ,tpfen kultiviert4 ,durch mannigfache ,kreuzungen der ,wildlinge wurden von englischen1 deutschen1 hollndischen und amerikanischen ,grtnern wahre ,wunderblumen gezchtet4 ,die hauptschlichste ,stammutter der modernen1 im ,herbste blhenden ,sorten ist die schon im ,jahre #aggg von den ,ufern der ,batafogobai nach ,europa eingefhrten ,amaryllis reticulata1 whrend die im ,winter und ,frhling blhenden ,sorten von anderen ,arten abstammen4 ,die aus ,westindien stammende ,amaryllis belladonna mit sehr giftiger ,zwiebel hat ,dolden von zart rosafarbigen ,blten1 whrend die gerade zu ,weihnachten blhende ,amaryllis tettaui feuerrote ,blten besitzt4 ,die brigen1 zu ,ausgang des ,winters und im ,frhling blhenden ,formen wechseln vom zartesten ,rosa bis zum dunkelsten ,rot4 ,weie ,formen sind sehr selten und werden1 obschon sie noch unvollkommen in der ,form sind1 beinahe mit ,gold aufgewogen4 ,zu den schnsten ,zwiebelgewchsen aus der ,gattung der ,amaryllideen gehren auch die ,eucharisarten1 von denen ,eucharis amazonica und candida bei uns vielfach gezogen werden4 ,hufig gezogene ,gartenzierpflanzen sind ferner die ,narzissen1 von denen die gelbe oder gemeine ,narzisse 7,narcissus pseudonarcissus7 mit langer1 glockiger1 am ,rande welliger1 goldgelber ,krone an der blagelben ,blte -- die jonquille der ,franzosen -- auf ,bergwiesen wild wchst und manchenorts verwildert ist4 ,auf ,bergwiesen ,griechenlands1 ,norditaliens und der ,schweiz -- z4 ,b4 am ,nordufer des ,genfersees bei ,les ,avants -- wchst dagegen die echte ,narzisse 7,narcissus poeticus7 mit weier ,blte und sehr kurzer1 schsselfrmiger ,krone mit feingekerbtem1 scharlachrotem ,rande in ,menge wild1 whrend die ebenfalls hchst wohlriechende ,tazette 7,narcissus tazetta7 in ,griechenland1 an der ,riviera und in ,sdspanien in feuchten ,niederungen und die spte ,narzisse 7,narcissus serotinus7 in mittleren ,lagen ,sdeuropas heimisch ist4 ,beide letztgenannte ,arten tragen mehrere ,blten auf einem ,stengel1 sind wei und hchst wohlriechend2 letztere unterscheidet sich von der ersteren wesentlich dadurch1 da sie regelmig im ,herbste blht4 ,tazetta ist das ,verkleinerungswort des italienischen tazza fr ,tasse1 ,schale und wurde dieser ,narzissenart wegen der hnlichkeit ihrer ,blte mit einem ,tchen gegeben4 ,sie wurde durch ,clusius 7#aebf-afji7 #aefe am ,fue des ,berges von ,gibraltar und die ,jonquille mit gelben ,blten und langer1 gelber ,krone ebenfalls von ihm auf den ,wiesen bei ,cadix und ,sevilla gefunden und dann in unsere ,grten eingefhrt4 ,in ,sdfrankreich bereitet man aus den wohlriechenden ,blten der ,narzissen und ,tazetten feine ,parfms4 ,unter ,narzisse verstanden die alten ,griechen und ,rmer die echte und die spte ,narzisse4 ,nrkissos hie nach der griechischen1 uns in den ,geoponika und durch ,ovids ,metamorphosen erhaltenen ,sage ein schner ,jngling1 der sich durstend an einer ,quelle lagerte1 dabei im ,wasserspiegel sein ,bild sah1 von dessen ,schnheit bezaubert er es umarmen wollte1 dabei ins ,wasser fiel und ertrank4 ,die mitleidigen ,gtter sollen ihn dafr in jene schne ,blume verwandelt haben4 ,theophrast meint offenbar die spte ,narzisse1 wenn er schreibt3 ,der nrkissos wird von vielen auch lerion 7,lilie7 genannt4 ,er trgt wie die ,lilie eine weie ,blume auf dem ,stengel und erzeugt in einer hutigen ,hlle eine groe1 schwarze1 lngliche ,frucht4 ,fllt diese ab1 so wchst aus ihr eine neue ,pflanze2 man sammelt sie aber auch absichtlich zum ,kultivieren oder pflanzt die ,wurzel4 ,diese ist fleischig1 rund und gro4 ,die ,blte erscheint erst spt1 nach dem ,aufgang des ,arkturos und zur ,zeit der ,herbst-,nachtgleiche48 ,auch ,vergil spricht von ihr1 wenn er in seiner ,georgica sagt3 ,gern mchte ich die ppig prangenden ,grten besingen1 die zweimal im ,jahre blhenden ,rosenbeete 7rosarium7 in ,paestum1 die bewsserten ,endivien 7intybum71 den am ,ufer grnenden ,sellerie 7apium71 die sich im ,grase dahinschlngelnde ,gurke 7cucumis7 mit ihren schwellenden ,frchten1 die spt in reichlicher ,flle blhende ,narzisse1 die gebogenen ,acanthusbltter1 den bleichen ,efeu1 die den ,strand liebenden ,myrten48 ,dioskurides dagegen meint mit seiner ,beschreibung offenbar die echte ,narzisse1 von der er sagt1 da sie am schnsten auf den ,gebirgen wachse und wohlriechend sei4 ,die gekochte zwiebelartige ,wurzel bewirke ,erbrechen1 werde aber mit ,honig zusammengerieben auf ,brandwunden gelegt und sonst als ,arznei gebraucht4 ,das aus ihr fr den arzneilichen ,gebrauch mit ,kalmus1 ,myrrhe und wohlriechendem ,wein hergestellte ,narzissenl werde zu arzneilichem ,gebrauche bereitet1 verursache aber ,kopfweh4 -- ,wegen des roten ,saums der ,bltenkrone wurde diese ,narzisse von ,vergil als purpureus narcissus und von ,plinius als purpureum lilium bezeichnet4 ,letzterer schreibt in seiner ,naturgeschichte3 ,es gibt auch purpurfarbige ,lilien1 deren ,stengel zuweilen doppelt1 deren ,wurzel eine einzige groe ,zwiebel ist2 man nennt sie narcissus4 ,die eine ,art hat eine weie ,blte mit purpurfarbigem ,becher 7calyx74 ,sie unterscheidet sich dadurch von den eigentlichen ,lilien1 da sie nur an der ,wurzel ,bltter hat4 ,die besten ,narzissen wachsen auf den ,gebirgen ,lykiens4 ,bei einer dritten ,art ist alles ebenso1 nur der ,becher ist krautartig4 787 ,alle blhen spt1 nmlich nach dem ,aufgang des ,arkturus und whrend der ,herbst-,nachtgleiche48 ,letztere ,behauptung hat er kurzweg dem ,theophrast nachgeschrieben1 der dies nur von der spten ,narzisse aussagt4 ,ein ,grieche bemerkt in den ,geoponika1 da die ,narzisse aus der ,zwiebel gezogen werde4 ,unter den ,irideen oder ,schwertliliengewchsen sind vor allem die ,schwertlilien selbst zu nennen4 ,unter ihnen haben wir die berall in stehenden ,gewssern ,europas wildwachsende1 #j1f-a m hohe gelbe ,schwertlilie 7,iris pseudacorus1 d4 h4 falscher ,acorus1 weil sie vor der ,bltezeit mit dem ,kalmus hnlichkeit hat74 ,sie hat groe1 gelbe ,blten und einen kurzen1 innen rtlichen1 ausdauernden ,wurzelstock mit scharfem ,saft1 der frher als falscher ,kalmus oder ,gilgenwurzel 7,gilge ist die im ,mittelalter gebruchliche ,bezeichnung fr ,lilie7 benutzt wurde4 ,dann die bis #a m hohe blaue oder deutsche ,schwertlilie 7,iris germanica7 mit dunkelblauen ,blten4 ,sie hat ihre ,heimat im ,mittelmeergebiet und wurde jedenfalls schon von den ,rmern ber die ,alpen gebracht1 wuchs vermutlich auch in den ,grtlein der mittelalterlichen ,burgen1 und ist nicht nur an ,orten1 wo solche standen1 sondern auch sonst an sonnigen ,abhngen und felsigen rtlichkeiten1 an denen es ihr warm genug ist1 vllig verwildert4 ,sie zhlt von alters her zu den beliebtesten ,gartenpflanzen1 ist bei aller ,anspruchslosigkeit uerst dankbar und hat sich infolgedessen berall leicht eingebrgert4 ,auch in ,england wurde sie vor dem ,jahre #aeig angepflanzt4 ,sie hat mit der ,zeit zahlreiche ,spielarten mit dunkelvioletten1 blulichweien1 hellgelben und andern ,blumenblttern hervorgehen lassen und findet vielfach zur ,ausschmckung von ,bschungen ,verwendung4 ,illustration3 ,tafel #adc4 ,beet verschiedenfarbiger ,schwertlilien in einem japanischen ,garten bei ,tokio4 ,illustration3 ,eine ,chrysanthemum-,ausstellung im kaiserl4 ,palast in ,tokio4 ,illustration3 ,tafel #add4 ,unter einer blhenden japanischen ,glycine4 ,illustration3 ,mit ,blumen geschmckte japanische ,snfte4 ,ebenfalls in ,sdeuropa wie auch im ,orient heimisch ist die bleiche ,schwertlilie 7,iris pallida7 mit blavioletten1 wohlriechenden ,blten und die florentinische ,schwertlilie 7,iris florentina7 mit weien1 an der ,basis braun geaderten1 wohlriechenden ,blten4 ,der knollige ,wurzelstock dieser drei ,arten kommt als angenehm duftende ,veilchenwurzel8 in den ,handel4 ,zu dessen ,gewinnung werden besonders die blaue und bleiche ,schwertlilie in ,italien1 speziell in ,toskana um ,florenz herum1 auf ,hgeln oder an ,bergabhngen zwischen ,weinbergen kultiviert4 ,nach drei ,jahren wird der fleischige ,wurzelstock geschnitten1 geschlt1 gereinigt und an der ,sonne getrocknet4 ,dadurch bekommt der frisch widerlich riechende und scharf bitter schmeckende ,wurzelstock einen angenehmen veilchenartigen ,geruch und milden ,geschmack4 ,sein riechendes ,prinzip ,iron ist identisch mit dem ,jonon der ,veilchenblten4 ,es ist also der ,name ,veilchenwurzel sehr wohl angebracht4 ,sie diente frher als ,amulett gegen die ,pest1 whrend man jetzt aus ihr ,rosenkrnze und kleine ,schmucksachen schnitzt1 ,stbchen zum ,daraufbeien fr zahnende ,kinder schneidet und sie zur ,herstellung von ,zahnpulver1 ,brusttee1 ,pulver zum ,bestreuen von ,pillen und ,aromatisieren von ,haarpudern verwendet4 ,im ,orient dient der gepulverte ,wurzelstock zum ,schminken1 indem die darin enthaltenen spitzigen ,kristallnadeln von kleesaurem ,kalk beim ,reiben die ,haut fr kurze ,zeit entzndlich rten4 ,aus den ,abfllen der ,wurzel destilliert man ein therisches l4 ,schon bei den alten ,griechen und ,rmern fand die ,veilchenwurzel arzneiliche ,verwendung4 ,theophrast sagt von ihr3 ,es gibt eine wohlriechende ris1 die in ,illyrien besser ist als in ,makedonien2 in ,thrakien und klteren ,lndern hat sie gar keinen ,geruch4 -- ,die ,heilpflanzenverkufer und ,wurzelgrber geben die ,vorschrift1 man solle beim ,ausgraben der wilden ,iris einen aus ,mehl von ,sommerweizen und ,honig gebackenen ,kuchen der ,erde zur ,belohnung geben2 man solle ferner drei ,kreise mit einem zweischneidigen ,schwerte beschreiben1 das zuerst abgeschnittene ,stck der ,wurzel in die ,hhe halten und dann erst das brige ausgraben48 ,dioskurides teilt mit1 da die ,pflanze den sonst dem personifizierten ,regenbogen zukommenden ,namen ,iris von der ,vielfarbigkeit ihrer ,blten erhielt1 die entweder wei oder blagelb oder quittengelb oder purpurfarbig oder blau sind4 ,die wohlriechenden ,wurzeln werden zerschnitten1 im ,schatten getrocknet und1 an ,fden aufgereiht1 aufbewahrt4 ,die beste ,iriswurzel kommt aus ,illyrien und ,makedonien1 und von dieser sind diejenigen die besten1 die dicht1 zh1 blagelb1 sehr wohlriechend und von brennendem ,geschmack sind1 auch mssen sie1 whrend sie gestampft werden1 ,nieen erregen4 ,die libysche ist kraftloser1 wei1 von bitterem ,geschmack4 ,alle werden1 wenn sie altern1 von ,wrmern durchfressen1 riechen aber dann noch besser2 man gebraucht sie gegen vielerlei ,leiden48 ,auch ,plinius bespricht die ,iris in seiner ,naturgeschichte ausfhrlich und sagt1 die beste ,iriswurzel wachse in ,illyrien1 nicht an der ,kste1 sondern im ,innern2 ihr nahe komme die makedonische und zuletzt komme die afrikanische1 die die grte ist und am bittersten schmeckt4 ,auch die pisidische ist brauchbar4 ,leute1 welche ,iriswurzeln sammeln1 begieen sie drei ,monate vorher mit ,honigwasser1 um durch diese ,opfer die ,erde zu vershnen4 ,dann ziehen sie um die ,iris mit der ,spitze eines ,schwertes einen dreifachen ,kreis und1 haben sie dieselbe herausgenommen1 so heben sie sie sogleich zum ,himmel empor4 ,sie ist von ,natur hitzig und erzeugt beim ,anfassen eine ,art ,brandflecken4 ,frher wurde das beste ,irisl 7irinum7 auf der ,insel ,leukas und in ,elis bereitet1 wo man die ,iris seit langer ,zeit zu diesem ,zwecke anpflanzt4 ,jetzt bekommt man auch vortreffliches aus ,pamphylien1 ,kilikien und aus dem ,norden4 -- ,man bindet den ,kindern zum ,schutz gegen ,krankheit eine ,iriswurzel um1 vorzglich1 wenn sie ,zhne bekommen oder am ,husten leiden2 auch kaut man die ,wurzel1 um den ,geruch des ,atems zu verbessern1 braucht sie ferner gegen viele bel4 ,beim ,sammeln wird die ,vorschrift beobachtet1 da man sie mit der linken ,hand ausreit und dabei sagt1 welchen ,menschen und welche ,krankheit man damit heilen will4 ,die ,krutersammler verfahren brigens beim ,sammeln der ,iris und einiger anderer ,pflanzen1 z4 ,b4 des ,wegerichs 7plantago71 ganz heimtckisch4 ,sie behalten nmlich einen ,teil der ,pflanze zurck und graben ihn wieder am ,fundorte ein1 wenn sie schlecht bezahlt werden1 gewi1 um so die ,krankheit1 welche durch die ,pflanze geheilt wurde1 wieder zum ,ausbruch zu bringen48 ,endlich wird in den ,geoponika gesagt3 ,die illyrische ,iris wird vom ,januar bis zum ,april in ,grten gezogen1 indem man ,wurzelsprossen von alten ,stmmen trennt und einpflanzt48 ,neben diesen werden noch viele andere ,arten von ,schwertlilien in unseren ,grten gezogen1 so die ebenfalls aus den ,mittelmeerlndern zu uns gekommene bunte ,schwertlilie 7,iris variegata7 mit gelben1 dunkelviolett geaderten ,blten1 die englische ,schwertlilie 7,iris anglica7 mit wohlriechenden1 weien ,blten1 an deren ,grunde sich blaue oder purpurrote ,flammen und ,flecken befinden1 die hnlich gezeichnete1 nur noch farbenreichere spanische ,schwertlilie 7,iris hispanica71 die ,zwergschwertlilie 7,iris pumila7 mit niedrigem ,stengel und dunkelvioletten ,blten1 die in zahlreichen ,varietten besonders zur ,einfassung von ,blumenbeeten verwendet werden4 ,ferner die sibirische ,schwertlilie 7,iris sibirica7 mit schmalen ,blttern und hellblauen1 violett geaderten ,blten1 die auch in mehreren ,varietten besonders in feuchtem ,boden kultiviert wird4 ,gleichfalls viel ,wasser verlangt die prchtige1 groe ,blten besitzende ,iris laevigata aus ,sibirien und ,japan und die ,iris kmpferi aus ,japan1 die eine besondere hnlichkeit mit unserer gelben ,schwertlilie aufweist4 ,beide wurden in verschiedenen ,varietten bei uns eingefhrt und knnen1 da sie auch bei uns winterhart sind1 zur ,einfassung von ,teichen und ,wasserlufen sehr empfohlen werden4 ,im ,jahre #ahcj kam aus ,persien die dstere1 fast schwarzblhende ,iris susiana und spter aus dem ,kaukasus die ,iris iberica zu uns4 ,alle diese ,schwertlilienarten lieben die ,sonne1 die fr ihr reichliches ,blhen unerllich ist4 ,neben den bunteren ,schwestern behauptet immer noch die mit am reichsten blhende1 in ihren ,ansprchen uerst bescheidene deutsche ,schwertlilie eine wichtige ,stellung unter dem ,schwertlilienflor4 ,in den alten ,sorten ziert sie die prunkvollen ,herrschaftsgrten so gut wie die bescheidenen ,bauerngrtchen1 in denen sie neben ,rose und weier ,lilie zum althergebrachten eisernen ,bestande gehrt4 ,besonders schn macht sie sich in einer greren ,gruppe im grnen ,rasen oder am ,gebschrande4 ,an die ,irisarten schlieen sich als deren nchste ,verwandte die ,gladiolen an1 von denen die meisten ,arten in ,sdafrika heimisch sind4 ,ihr wichtigster sdeuropischer ,vertreter ist die ,siegwurz 7,gladiolus communis71 die #a m hoch wird mit purpurroten1 weien oder fleischfarbigen ,blten4 ,siegwurz heit sie1 weil ihr slicher1 schwach veilchenartig riechender ,zwiebelknollen unter dem ,namen ,siegwurz oder ,allermannsharnisch zum ,heilen von ,wunden und besonders als ,amulett gegen ,verwundung besonders von den ,soldaten getragen wurde4 ,die wichtigsten1 der abgeschnitten zu ,bucketts und als ,einzelpflanzen in ,vasen hchst beliebten modernen bunten ,spielarten stammen von ,gladiolus cardinalis mit scharlachroten ,blten und ,gladiolus psittacinus mit scharlachroten und gelben ,blten4 ,beide stammen aus ,sdafrika und ergaben durch ,kreuzung eine groe ,zahl von ,hybriden4 ,eine solche1 besonders reichblhende und farbenprchtige ,variett sind die von ,van ,houten in ,gent gezchteten ,genter ,gladiolen1 die zunchst1 als von wrmeliebenden ,eltern stammend1 noch nicht bei uns winterhart waren1 bis sie es durch ,kreuzung mit einer von ,william ,bull #ahgj eingefhrten winterharten ,variett aus ,natal wurden4 ,sie waren aber gleichwohl wegen verschiedener ,schnheitsfehler noch minderwertig und konnten deshalb nicht direkt als ,zierpflanzen verwendet werden4 ,dies war erst mglich1 als ,lemoine in ,nancy durch ,kreuzung dieser ,hybriden mit der schnen sdafrikanischen ,gladiolus sandersi1 die nicht nur winterharten1 sondern auch buntgefrbten ,nancyer ,gladiolen mit auffallend groen1 punktierten ,blumenblttern zchtete4 ,sie knnen nun im freien ,lande kultiviert werden1 ohne da ihre ,knollen herausgenommen und wie noch diejenigen der ,genter ,gladiolen in frostfreiem ,raume berwintert werden mssen4 ,der ebare ,schwertel 7,gladiolus edulis7 in ,sdafrika hat eine fast zusammengesetzte ,bltenhre mit schnen ,blten und ebaren ,zwiebelknollen4 ,die ,zwiebeln des als ,feldunkraut unter ,getreide in ,sdeuropa hufig anzutreffenden ,gladiolus segetum mit #d cm langen purpurroten1 rachenfrmigen ,blten -- dem ,xphion der alten ,griechen und dem gladiolus der alten ,rmer1 beides ,schwertchen8 wegen der schwertfrmigen ,gestalt der aufrechtstehenden ,bltter bedeutend -- diente im ,altertum als ,arznei und wurde zu ,theophrasts ,zeit mit ,mehl verbacken gegessen4 ,plinius sagt von ihr3 ,man grbt sie vor der ,ernte aus und trocknet sie zum ,arzneigebrauch im ,schatten48 ,wegen ihren bunten ,farben als ,gartenzierpflanzen sehr beliebte ,frhlingsblumen sind die in ber #cj ,spielarten gezogenen ,crocusarten1 die zumeist ,abkmmlinge des auf ,bergwiesen ,sdeuropas wildwachsenden ,frhlingssafrans 7,crocus vernus7 sind4 ,schon bei ,homer wird der ,crocus erwhnt1 indem es in der ,ilias heit3 ,als ,zeus sich auf dem ,berge ,ida lagerte1 lie die ,erde unter ihm frisches ,gras1 betauten lots-,klee1 krkos und hykinthos dicht und weich emporwachsen48 ,varro schreibt3 ,im ,herbste pflanzt man im ,garten ,lilien und ,crocus81 und ,vergil in seiner ,georgika3 ,abends kehren die arbeitssamen ,bienen zum ,stocke zurck2 ihre ,beine sind belastet mit ,pollen vom ,thymian1 auch suchen sie ,nahrung am ,erdbeerbaum 7arbutus7 an den grauen ,weiden 7salix71 an casia 7wahrscheinlich einer ,daphne-,seidelbast-,art71 rtlichem ,crocus1 fetten ,linden 7tilia71 rostbraunen ,hyazinthen48 ,columella schreibt in seinem ,buche ber ,landbau3 ,in den ,grten suchen die ,bienen ,nahrung an weien ,lilien1 auch pflanzt man fr sie ,zwiebelknollen von korykischem und sizilischem ,crocus 7,safran748 ,auf der ,balkanhalbinsel1 wo meist ,crocus sativus1 der ,safran1 zur ,gewinnung der ,bltennarben kultiviert wird1 werden seine ,knollen roh und gerstet gegessen1 wie in den ,steppen ,westasiens diejenigen der dort wildwachsenden weien ,lilie4 ,solche ebare ,zwiebeln haben auch ,ixia bulbifera und ,i4 crocata1 schnblhende ,verwandte des ,crocus1 von denen bei uns ber #bj ,arten1 meist vom ,kap der ,guten ,hoffnung1 in den mannigfachsten ,farben kultiviert werden1 dann der bermudische ,schweinsrssel 7,sisyrinchium bermudianum71 eine beliebte ,gartenpflanze von den ,bermudasinseln mit violettblauen1 im ,schlunde gelben ,blten und ,haemodorum panniculatum ,australiens1 dessen blutrote1 scharfe ,zwiebeln von den ,eingeborenen gerstet gerne verspeist werden4 ,endlich ist noch als letzte der ,amaryllideen die rote ,tigerlilie ,mexikos zu nennen1 die nach dem gelehrten ,jesuiten ,giov4 ,battista ,ferrari 7#aehd-afec71 der auch mehreres ber ,botanik schrieb1 ,ferraria tigrina genannt wurde4 ,wegen ihrer prachtvollen1 innen scharlachroten1 schwarzrot getigerten oder marmorierten ,blten wird sie nicht selten in ,gewchshusern gezogen4 ,unter den ,liliazeen sind noch die in #af ,arten im ,kapland1 in ,ostafrika und in ,madagaskar heimischen ,tritomaarten zu nennen1 von denen mehrere wegen ihren schnen ,bltenhren bei uns als ,zierpflanzen kultiviert werden1 zum ,teil auch im freien ,lande aushalten4 ,besonders die ber #a m hohe ,tritoma uvaria mit #cj cm langer hre scharlachroter1 zuletzt gelber ,blten wird in vielen ,varietten kultiviert4 ,ebenso schne ,gartenzierpflanzen haben die ,tradescantien geliefert4 ,es sind dies auf ,amerika beschrnkte krautartige ,pflanzen mit oft rispig zusammengestellten ,blten in kurzen ,trugdolden1 von denen besonders hufig die ,tradescantia virginica aus den sdlichen ,vereinigten ,staaten und aus ,mexiko mit violettblauen ,blten1 weil winterhart1 in unseren ,grten angetroffen wird4 ,viel empfindlicher ist ,tr4 discolor aus ,brasilien mit weien ,blten1 die als ,topfpflanze im ,zimmer gezogen wird4 ,als ,ampelpflanzen dienen dagegen ,t4 guianensis mit langen1 hngenden ,zweigen und selten erscheinenden weien ,blten und die ihr hnliche1 nur etwas empfindlichere ,t4 zebrina mit braunen1 silberigwei gestreiften ,blttern4 ,ebenfalls aus dem tropischen und subtropischen ,amerika kamen die verschiedenen ,cannaarten als beliebte ,blattdekorationspflanzen1 die in ,tpfen im ,kalthause berwintern und im ,frhjahr zu ,gruppen ins freie ,land gesetzt werden1 zu uns4 ,die lteste1 schon im ,jahre #aegj in ,europa eingefhrte und am meisten gepflanzte ,art ist die #a1e-b1e m hohe ,canna indica mit roten ,blten1 deren erbsengroe1 schwarze1 harte ,samen zu ,rosenkrnzen und ,halsbndern benutzt werden4 ,zu ihr kamen erst im #ai4 ,jahrhundert auch gelbe und buntgefrbte ,arten1 von denen der ,blumenzchter ,crozy in ,lyon 7,depart4 ,hyres7 die wichtigsten seit dem ,jahre #ahge einfhrte4 ,diese wurden untereinander gekreuzt1 so da eine ,menge von ,spielarten vorhanden sind4 ,die ,wurzelstcke mssen frostfrei berwintert werden4 ,im ,garten gedeihen sie besonders in sehr nahrhafter1 lockerer ,erde auf einer meterhohen ,unterlage von ,pferdemist bei reichlicher ,bewsserung4 ,aus dem ,wurzelstock der westindischen1 in ,peru ,adeira genannten ,canna edulis1 die im nrdlichen ,sdamerika1 besonders ,brasilien1 aber auch sonst in den ,tropen kultiviert wird1 bereitet man das westindische ,arrowroot4 ,auch von anderen ,arten wird der ,wurzelstock als ,gemse gegessen4 ,mit den verschiedenen ,cannaarten wird meist die ,rizinusstaude und werden einige kleine ,bananen1 wie die seit #ahbi aus ,sdchina in unsere ,gewchshuser eingefhrte ,musa cavendishi 7so genannt nach dem ,londoner ,chemiker ,henry ,cavendish1 #agca bis #ahaj1 der #aggg das ,wasserstoffgas entdeckte7 in ,gruppen angepflanzt4 ,nur wenig ber #a m hoch wird die von ,sdafrika in unsere ,warmhuser eingefhrte ,strelitzia reginae mit eigentmlich vogelartigen1 blaugelben ,blten4 ,dann werden von den drei am ,kap der ,guten ,hoffnung heimischen ,arten der ,amaryllideengattung ,clivia1 ,zwiebelgewchsen mit langen1 rinnenfrmigen ,blttern und glocken- oder rhrenfrmigen ,blten1 in ,dolden auf starken ,schften1 ,clivia miniata mit mennigroten ,blten und ,c4 nobilis mit scharlachroten ,blten1 beide in mehreren ,varietten im ,gewchshaus wie im ,zimmer kultiviert4 ,als weitaus aristokratischste ,mitglieder sind endlich unter den ,monokotylen die ,orchideen zu nennen1 die in bezug auf ,mannigfaltigkeit und absonderliche ,gestaltung und ,frbung der ,blten im ,pflanzenreich ganz einzigartig dastehen4 ,sie erhielten ihren ,namen vom griechischen rchis1 was ,hoden bedeutet1 weil die damit zunchst bezeichneten ,erdorchideen der ,gattung ,orchis an dieses ,organ erinnernde doppelte ,wurzelknollen besitzen1 von denen die eine jeweilen fr das nchstfolgende ,jahr angelegt wird4 ,schon im ,altertum wurden diese ,knollen vom ,menschen gesammelt und gegessen4 ,wegen ihrer hodenartigen ,gestalt glaubte man1 da ihr ,genu die sexuelle ,potenz beeinflusse4 ,so schreibt schon ,theophrast im #d4 vorchristlichen ,jahrhundert3 ,die rchis hat zwei ,wurzelknollen1 einen groen und einen kleinen2 der groe soll sexuell krftig machen1 wenn man ihn in ,milch von einer auf den ,bergen weidenden ,ziege kocht1 der kleine soll aber die ,kraft mindern48 ,dioskurides im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 schreibt3 ,die rchis hat ihre ,bltter an der ,erde um den ,stengel2 dieser wird eine ,spanne hoch und trgt purpurrote ,blten4 ,die ,wurzel ist knollig1 lnglich1 doppelt1 olivenfrmig2 die eine steht hher1 die andere tiefer4 ,diese ist voll1 jene weich und runzlig4 ,sie werden zum ,verspeisen gekocht4 ,die ,pflanze wchst in steinigem und sandigem ,boden48 ,noch heute werden die ,knollen von verschiedenen ,orchisarten gesammelt und getrocknet1 um als ,salep oder ,geilwurz in den ,handel zu kommen4 ,das ,wort ,salep ist aus der arabischen ,bezeichnung fr diese ,doppelknollen chusjata sslalab1 d4 h4 ,fuchshoden verstmmelt4 ,bei allen polygamen ,orientalen steht diese ,speise als angeblich die sexuellen ,funktionen befrderndes ,mittel in hohem ,ansehen und wird von vielen derselben mit ,honig gekocht regelmig zum ,frhstck gegessen4 ,von ,erdorchideen finden wir am hufigsten verschiedene der in schattigen ,bergwldern ,asiens1 ,europas und ,nordamerikas auf kalkreichem ,humusboden wachsenden ,frauenschuharten in ,grten angepflanzt4 ,so zumeist den europischen ,frauenschuh 7,cypripedium calceolus71 der bis nach ,ostsibirien vorkommt und in ,deutschland besonders in ,buchenwldern auf ,kalkboden vorkommt4 ,von anderen1 noch prchtigeren ,arten1 die als dankbar blhende und leicht zu erhaltende ,zierpflanzen im ,zimmer kultiviert werden1 sind zu nennen ,cypripedium venustum aus ,neapel mit hellgefleckten ,blttern1 schnen rtlichgrnen1 purpurrtlichen und blabraun gezeichneten ,blten und ,c4 barbatum in ,sdindien und auf ,java mit schwrzlichgrn1 netzartig gezeichneten ,blttern und schnen1 violett und weigefrbten ,blten4 ,gleich den ,erdorchideen legen auch die als berpflanzen 7,epiphyten7 auf ,bumen der dichten1 feuchten ,wlder der ,tropen lebenden ,baumorchideen1 die ihre ,nahrung und die zum ,wachstum ntige ,feuchtigkeit vermittelst mehr oder weniger langer1 weier ,luftwurzeln aus der umgebenden ,luft schpfen1 solche ,reservestoffbehlter an4 ,wie sie durch ihren buntfarbigen ,bltenschmuck in ,gesellschaft mit den leuchtenden ,blten der ,schlingpflanzen dem ,urwald der heien ,landstriche ihren besonderen ,reiz verleihen1 haben sie sich durch ihre aparte ,schnheit die ,liebe vieler vornehmer ,blumenfreunde erworben und sind besonders beim ,geburts- und ,geldadel ,englands zu eigentlichen ,modepflanzen geworden1 fr deren ,kultur besondere ,gewchshuser erstellt werden4 ,auch werden einzelne seltene ,arten um ein ,vielfaches ihres ,gewichtes mit ,gold aufgewogen4 ,um diese verfhrerische ,blumenknigin der von ,malaria durchseuchten1 von reienden ,tieren und feindlich gesinnten ,menschen bevlkerten ,baumwildnis der ,tropen zu erlangen1 sind schon unzhlige1 von den groen ,orchideenimporteuren ausgesandte ,europer in den ,tod gegangen4 ,das gefhrliche ,geschft des ,orchideensammelns im ,urwald hat fr die khnen ,menschen1 die sich damit abgeben1 einen besonderen ,reiz1 sonst wrden sie nicht ihr ,leben wagen2 auerdem ist es eine sehr lohnende ,arbeit und ein hchst eintrgliches ,geschft4 ,da ein solcher ,mann seinen ,auftraggeber nahezu #fjjjj ,mark jhrlich kostet1 und damit dessen ,arbeit noch nicht einmal bezahlt ist1 kann es uns nicht wundern1 da es nur wenige ,orchideenimporteure gibt4 ,die vier bedeutendsten derselben leben in ,st4 ,albans in ,england1 in ,new ,jersey in den ,vereinigten ,staaten1 in ,paris und in ,berlin4 ,die englische ,firma besitzt ungefhr #ae ,sammler in den dafr eintrglichsten ,gebieten1 nmlich in ,mexiko1 ,venezuela1 ,guatemala1 ,honduras1 ,nicaragua1 ,columbia1 ,brasilien1 ,bolivia1 ,peru1 ,neuguinea1 ,hollndisch-,indien1 besonders ,java und ,sumatra1 dann ,borneo1 ,birma1 ,assam und in den ,gegenden am ,fue des ,himalaja4 ,wenn auch die ,orchideen ber die ganze ,erde verbreitet sind1 so nimmt ihre ,zahl nach dem quator hin bedeutend zu1 und der heien ,zone gehren alle ,baumorchideen mit den mannigfaltigsten1 grten und schnsten ,blten an4 ,bis in die ,neuzeit kannten die ,europer nur die ,erdorchideen mit weniger auffallenden ,blten4 ,schon die ,vter der ,botanik beschftigten sich eingehend mit ihnen1 und manche ,tierhnlichkeit der schon unter ihnen auftretenden bizarren ,blten verfhrte zu dem wunderlichsten ,aberglauben4 ,mit der ,entdeckung ,indiens und der ,neuen ,welt traten erst die tropischen ,orchideen in den ,gesichtskreis der diese ,lnder zu ,handelszwecken aufsuchenden ,europer4 ,da diese ,pflanzen keinen praktischen ,nutzen gewhrten1 nahmen die ,krieger und ,kaufleute1 die die ,tropenlnder zuerst betraten1 keinerlei ,notiz von ihnen4 ,als erster erwhnte der groe franzsische ,arzt und ,botaniker ,clusius 7,charles de l',ecluse1 #aebf in ,arras in ,nordfrankreich geboren und #afji als ,botanikprofessor in ,leiden in den ,niederlanden gestorben7 die ,frucht der ,vanille1 als dem einzigen dem ,menschen ,nutzen gewhrenden ,produkt der ,orchideen im ,jahre #afje4 ,erst am ,ausgange des #ag4 ,jahrhunderts kamen ,beschreibungen und ,abbildungen tropischer ,baumorchideen nach ,europa4 ,karl von ,linn1 der ,begrnder der modernen ,botanik 7#agjg-aggh71 kannte #agfd nur insgesamt #ajb1 meist der gemigten ,zone angehrende ,orchideenarten und nur #cj ,baumorchideen4 ,der ,berliner ,botaniker ,karl ,ludwig ,willdenow 7#agfe-ahab71 der bedeutendste ,systematiker seiner ,zeit1 beschrieb #ahje #cia ,arten mit #adj ,epiphyten4 ,in seinem #ahcj-ahdj erschienenen ,hauptwerk beschrieb der ,englnder ,lindley bereits gegen #bjjj ,arten1 unter denen sich fast #ajjj ,baumorchideen befanden1 und #ahhj schtzte de ,puydt die ,zahl aller bekannten ,orchideen auf #fjjj6 ,so sehr hat sich unser ,gesichtskreis in diesem ,gebiet erweitert4 ,dennoch kennen wir noch lange nicht alle berhaupt auf der ,welt existierenden ,orchideenarten1 von denen sich viele ganz hoch im ,astwerk der ,tropenbume verstecken1 so da man sie erst erlangt1 wenn man aufs ,geratewohl ,bume fllt und sie von den hchsten sten jener ablst4 ,illustration3 ,tafel #ade4 ,gruppe verschiedener ,orchideen1 zusammengestellt von der ,orchideengrtnerei von ,otto ,beyrodt in ,marienfelde b4 ,berlin4 ,illustration3 ,tafel #adf4 ,blumenstand am ,viktualienmarkt in ,mnchen4 ,was die ,kultur der tropischen ,orchideen betrifft1 so gelang es erst am ,ausgange des #ah4 ,jahrhunderts einige ,epidendronarten in einem europischen ,treibhause zu ziehen4 ,im ,jahre #ahac kultivierte man in dem weltberhmten botanischen ,garten von ,kew bei ,london nicht mehr als #dj ,orchideenarten4 ,in den #ahcj;er ,jahren befanden sich ,orchideen in ,privatgrten ,hamburgs und ,dresdens1 und #ahea kultivierte man im ,garten des ,grafen ,thun schon gegen #ejj tropische ,arten derselben4 ,bald wurden an den verschiedensten ,orten eigene ,orchideenhuser gebaut1 und vor etwa #dj ,jahren begann das ,populrwerden dieser ,zucht bei den ,vornehmen besonders ,englands4 ,gegenwrtig schtzt man die ,zahl der kultivierten ,orchideenarten auf etwa #bjjj4 ,dabei hat die ,liebhaberei fr diese eigenartig zierlichen ,bltenpflanzen eine erstaunliche ,hhe erreicht und werden einzelne derselben mit ,zehntausenden von ,mark bezahlt4 ,unglaublich mannigfaltig ist wie die ganze ,form1 so auch die ,gestalt und ,farbe der verschiedenen ,orchideenblten4 ,manche der letzteren sehen aus wie gewisse ,insekten1 ,kraken1 ,vgel1 besonders ,pinguine1 dann kleine ,gnomen usw4 ,in ,mittelamerika wchst die ,san ,espiridoorchidee1 die ihren ,namen und eine sich daran anschlieende fast abgttische ,verehrung bei den bigotten ,spaniern in ihrer ,heimat davon erhielt1 da ihre zierliche ,blte an eine herabschwebende weie ,taube erinnert1 in ,gestalt welcher der heilige ,geist sich auf ,christus bei seiner ,taufe im ,jordan herabgesenkt haben soll4 ,von den winzigsten1 zu lang herabhngenden ,trauben vereinigten ,blten gibt es alle bergnge zu solchen1 die so gro sind wie zwei zusammengelegte ,mnnerhnde1 von weien1 einfachen bis zu den in den leuchtendsten1 buntesten ,farben gefrbten1 von duftlosen bis zu solchen1 die weithin einen fast betubenden ,wohlgeruch aushauchen4 ,dabei sind die ,orchideenblten noch mehr als diejenigen der anderen ,bltenpflanzen dem ,besuche ganz spezieller ,insekten angepat2 und da solche ,besucher sie an ihren oft sehr versteckten ,standorten finden und die ,befruchtung der ,blten vornehmen knnen1 sind sie mit einer im brigen ,pflanzenreich meist beispiellosen ,dauerhaftigkeit der vielfach sehr dicken1 mit wachsglnzender ,oberflche versehenen ,blten begabt1 so da sie unter ,umstnden viele ,wochen warten knnen1 bis endlich das zur ,vornahme der ,befruchtung erwartete ,insekt erscheint und dieselbe vornimmt4 ,gerade diese ,dauerhaftigkeit ihrer wunderbaren ,blten macht sie zu besonderen ,lieblingen aller ,blumenfreunde1 die sich den ,luxus einer solchen ,kultur leisten knnen4 ,der hohe ,preis der fr viele dieser ,orchideen bezahlt wird1 findet sehr leicht seine ,erklrung in der oft uerst schwierigen und mit ,lebensgefahr verbundenen ,beschaffung derselben2 denn kaum eine andere ,beschftigung bringt so viel ,mhen und ,abenteuer mit sich als diejenige eines ,orchideensammlers4 ,nur gesunde1 intelligente1 khne und dabei im ,verkehr mit den ,eingeborenen hchst diplomatisch handelnde1 sprach- und lebensgewandte ,mnner eignen sich zu diesem schweren1 aber schnen und gutbezahlten ,beruf4 ,die besten unter ihnen sind die ,deutschen1 die alle nach einem gewissen1 bewhrten ,system arbeiten und an ,ort und ,stelle zahlreiche ,eingeborene in ihren ,dienst nehmen1 ohne die sie nur wenig ausrichten wrden4 ,es ist eine beraus schwierige ,sache1 den ,standort seltener ,orchideen1 die sich so hoch in den ,wipfeln angesiedelt haben1 da man sie vom ,boden aus berhaupt nicht zu sehen vermag1 auszukundschaften4 ,und ist dies endlich gelungen1 so beginnt erst die ,mhe des ,sammlers2 denn1 um sie zu erlangen1 mu er oft mchtige ,urwaldstmme mit der ,axt umhauen lassen1 bis er endlich zum heierstrebten ,ziele gelangt4 ,so wurde festgestellt1 da fr drei ,exemplare des schnen1 durchaus nicht seltenen ,odontoglossum mindestens ein solcher ,baum mhsam gefllt werden mu4 ,wieviel ,urwaldriesen haben schon ihr ,leben lassen mssen1 um die zahlreichen ,orchideensorten von oft sehr beschrnkter ,verbreitung in unsere ,orchideenhuser zu liefern6 ,und sind endlich die ,orchideen glcklich erlangt1 so heit es1 sie durch kunstgerechtes1 vorsichtiges ,trocknen berhaupt versandfhig machen4 ,diese ,prozedur nimmt oft viele ,wochen in ,anspruch4 ,wenn dadurch alle austreibbare ,feuchtigkeit aus ihnen entwichen ist1 werden sie in luftdurchlssige ,behlter gepackt und mssen auf den ,kpfen von ,menschen oft viele ,tagereisen weit ber reiende ,strme und bodenlose ,smpfe1 durch gefhrliche ,dschungeln und schwer passierbare ,gebirge mhsam transportiert werden1 bis sie auf die ,eisenbahn gebracht und dann in ,schiffe verladen werden1 und so die ,reise nach ihrem ,bestimmungsorte antreten knnen4 ,wie vor ,feuchtigkeit mssen sie gleicherweise auch vor zu groer ,hitze und vor ,licht geschtzt werden4 ,und hat man auch alle diese ,bedingungen sorgsam erfllt1 so ist es gleichwohl mglich1 da schlielich die meisten oder gar alle ,exemplare unterwegs ,schaden gelitten haben und zugrunde gegangen sind1 so da alle ,arbeit und alle ,auslagen umsonst waren4 ,fr solche ,verluste kann der ,sammler natrlich nicht verantwortlich gemacht werden2 sie gehren eben zum selbstverstndlichen ,geschftsrisiko1 der oft viele ,tausende von ,mark betrgt und deshalb diese wunderbaren ,erzeugnisse der ,tropen so teuer macht4 ,wie manche durch ihre ,gre ausgezeichnete ,diamanten1 haben gewisse ,orchideen ihre eigene1 vielfach hchst interessante ,geschichte aufzuweisen1 die ber ganze ,menschenschicksale entschied und nicht selten den ,khnen1 die sie fr die ,bewunderung der ,kultureuroper zu erobern suchten1 den ,tod brachte4 ,manche derselben sind an ganz bestimmte ,standorte und ,hhenlagen1 andere wieder an kleinere ,bezirke des ,vorkommens gebunden1 sterben leicht vollstndig aus und verschwinden vom ,schauplatz1 und an ihrer ,stelle erscheinen dann pltzlich zum ,erstaunen der ,blumenfreunde neue1 bis dahin gnzlich unbekannte ,orchideenarten4 ,ein ,kenner1 ,oliver ,bartlett1 schreibt in bezug auf die ,gewinnung solcher seltener ,orchideenarten3 ,vor einigen ,jahren bot eine ,firma in ,st4 ,albans ihrem ,vertreter in ,kalkutta die ,summe von #ajjj ,pfund 7also #bjjjj ,mark7 fr die ,beschaffung eines blhenden ,exemplars von ,cypripedium fairrieanum1 von welchem ein ,forscher eine einzelne ,art zufllig entdeckt hatte4 ,diesen hatte ein wilder ,volksstamm auf dem abgeschlossenen ,gebiet von ,bhutan ergriffen und gezwungen1 an ihren ,kmpfen teilzunehmen1 bei denen er schlielich den ,tod fand4 ,noch tragischer ist das ,ende des berhmten franzsischen ,orchideensammlers ,leon ,humblot4 ,er ging vor einigen ,jahren mit seinem ,bruder und sechs franzsischen ,landsleuten nach ,madagaskar4 ,sie alle waren engagiert1 um ,insekten aller ,art1 ,schmetterlinge1 ,vgel und ,orchideen zu sammeln4 ,humblot1 der eine vllig unbekannte ,gegend durchforschte1 hatte das ,unglck1 eine ,ladung ,vogelschrot in ein ,gtzenbild der ,eingeborenen zu schieen1 worauf die erzrnten ,priester des ,stammes ihn mit l begossen1 anzndeten und lebendig verbrannten48 ,eine weniger tragische ,geschichte weist die berhmte ,cattleya skinneri auf1 die eine hervorragend schne1 fleckenlose ,blte aufweist4 ,ihre ,heimat ist ,costarica1 wo sie ursprnglich von ,jesuitenpatres entdeckt wurde1 die sie schleunigst auf die ,dcher ihrer ,kirchen verpflanzten2 diese bedeckt sie nun zur ,zeit der ,blte mit ihren reizenden1 schneeigen ,blten4 ,auch die ,cattleya labiata hat ihre ,geschichte4 ,sie war die erste ihrer ,art1 die1 wie man vermutete1 aus dem brasilianischen ,organgebirge bei ,rio de ,janeiro stammend1 in ,europa eingefhrt wurde4 ,pltzlich ging die ,kenntnis ihres ,standortes verloren1 und da keine neuen ,exemplare eingefhrt werden konnten1 wurde sie1 selbst unter der geschicktesten ,pflege1 ganz auerordentlich selten4 ,verschiedene kostspielige ,expeditionen wurden nach ,brasilien und den angrenzenden ,lndern gesandt1 doch wurden nur andere wertvolle ,cattleyas1 nicht aber sie entdeckt4 ,so fanden z4 ,b4 ,arnold die ,cattleya gaskelliana im schwer zugnglichen ,carribogebirge und ,seydl die herrliche ,cattleya laurentiana4 ,jahre danach sandte der ,forscher ,bungeroth eine ,pflanze in die ,heimat1 die er als eine neue ,abart mit dem ,namen ,cattleya warroqueana bezeichnete1 und die sich dann schlielich als die langgesuchte ,cattleya labiata erwies4 ,ein deutscher ,orchideensammler1 der dem ,ufer des gewaltigen ,flyflusses in ,neuguinea entlang ging1 stie pltzlich auf eine papuanische ,begrbnissttte1 auf welcher die gewaltige1 hochrotblhende ,orchidee mit dem bernamen ,elefantenmotte8 in ppiger ,flle zwischen ,knochen und ,schdeln wucherte4 ,als er sich daran machte1 einige derselben auszugraben1 widersetzten sich die ihn begleitenden ,eingeborenen aufs energischste gegen solches nach ihrem ,glauben frevelhaftes und gefhrliches ,vorhaben4 ,erst nach langen ,unterhandlungen und durch ,geschenke an ,baumwollstoff1 ,kupferdraht und ,perlen vermochte er die aberglubischen ,eingeborenen dazu zu bringen1 ihn ungestrt gewhren zu lassen4 ,als diese ,orchideen in ,london zur ,versteigerung kamen1 war ein ,exemplar derselben am meisten begehrt1 das mit seinen prchtigen ,blten aus der ,augenhhle eines menschlichen ,schdels herauswuchs4 ,diese ,orchidee wurde fr #abj ,pfund 7 #bdjj ,mark7 verkauft4 ,den ,wert neu eingetroffener ,orchideen kann auch der beste ,kenner nicht genau beurteilen4 ,so durchstreifte eines ,tages ein gewisser ,herr ,harvey1 ein begterter ,advokat aus ,liverpool1 die ,treibhuser von ,herrn ,frederick ,sander1 als er pltzlich auf ein ,exemplar der ,laelia anceps stie1 welche das ,merkzeichen auf der ,knolle viel hher trug1 als dies sonst blich ist4 ,da ,herr ,harvey schon viel von den ,launen8 der ,orchideen gesehen und gehrt hatte1 kaufte er die ,pflanze sofort fr #dh ,schilling 7ebensoviel ,mark71 und in einer der spteren ,saisons verkaufte er sie wiederum an ,herrn ,sander um den ,preis von #bjj ,pfund ,sterling 7 #djjj ,mark74 ,sie hatte ,blten getrieben1 die einzig in ihrer ,art waren4 ,ein anderes ,mal erhielt ,herr ,sander eine groe ,anzahl von ,cypripedium insigne und bemerkte unter den ,pflanzen eine1 die statt der typischen braunen ,bltenstengel solche von hellgelber ,farbe aufwies4 ,er stellte die ,pflanze besonders1 und als sie zum ,blhen kam1 trieb sie ,blumen von einem herrlichen ,goldgelb -- es war eine neue ,spielart einer sehr kostbaren ,sorte4 ,wenn eine solche ,abart einzig in ihrer ,art und als das ,produkt einer von der ,natur selbst herbeigefhrten ,kreuzung dasteht1 so wird sie niemals ergiebig sein2 denn die ,blten knnen nicht1 wie dies sonst blich ist1 mit dem ,bltenstaub anderer ,blten befruchtet werden1 und das einzige ,mittel1 sie zu vermehren1 besteht darin1 das ,original zu teilen4 ,fr eine einzige ,orchidee sind schon #bjhj englische ,pfund 7gleich #dafjj ,mark7 angeboten und abgelehnt worden1 und #ajj ,pfund 7gleich #bjjj ,mark7 sind fr einen mikroskopisch kleinen ,fleck ,bltenstaub zum ,bastardieren bezahlt worden4 ,in ,privatgeschften wurden von wohlhabenden ,amateuren #abjj ,pfund ,sterling 7#bdjjj ,mark7 fr ein ,exemplar einer besonderen ,gattung und #gjj ,pfund ,sterling 7#adjjj ,mark7 fr ein ,duplikat oder eine geteilte ,pflanze bezahlt4 ,in den groen ,treibhusern bemht man sich soviel wie mglich die ,bedingungen zu erfllen1 die zum ,gedeihen der einzelnen ,spielarten unerllich sind4 ,so mu man beispielsweise ein ,gewchshaus1 in welchem ,orchideen aus dem heien ,borneo kultiviert werden1 fast noch einmal so warm halten als ein anderes1 in welchem ,orchideen aus den ,hochtlern ,mexikos und den luftigen ,abhngen der ,kordilleren ,sdamerikas untergebracht sind4 ,in einem dritten ,treibhaus mu die ,luft mit ,tabakrauch erfllt sein4 ,ein groer europischer ,hndler empfngt jhrlich #b ,millionen ,pflanzen2 dabei ist man so unsicher in bezug auf ihr ,fortkommen1 da sie auf der ,versteigerung meist ohne ,garantie verkauft werden4 ,selbstverstndlich sind so kostbare ,pflanzen auf die mannigfaltigste ,weise miteinander gekreuzt worden und haben sehr wertvolle ,blendlinge ergeben4 ,man hat schon ,bastarde von ihnen erzielt1 in welchen drei verschiedene ,gattungen vertreten sind4 ,darin hat sich der bereits erwhnte deutsche ,grtner ,friedrich ,sander1 der in ,st4 ,albans bei ,london und in ,brgge in ,belgien grtnerische ,riesenbetriebe besitzt und seiner reichen ,orchideengeschfte wegen in ,england allgemein als ,orchideenknig bekannt ist1 hervorgetan4 ,so hat er u4 a4 zwei durch seinen ,sammler ,godseff in ,neuguinea und ,neukaledonien gesammelte ,acalyphaarten miteinander gekreuzt und damit wunderbar schne ,hybriden erzielt1 deren erste schon im ,april #ahih auf der groen internationalen ,gartenbauausstellung zu ,gent in ,belgien allgemeines ,aufsehen erregte4 ,die ,blten haben bis #ej cm lange ,schwnze1 sind zuerst grnlichwei und gehen dann in ,rosa und ,orangerot1 bei manchen auch in ,gelb ber4 ,sie sind1 wie brigens viele andere ,orchideen1 besonders auch dadurch wertvoll1 da ihre ,bltezeit sehr lange whrt4 ,von den ,ranunkelgewchsen sind von den bei uns einheimischen nur wenige als ,zierpflanzen in unsere ,grten aufgenommen worden4 ,unter ihnen ist die auf ,wiesen auch in ,deutschland wachsende ,trollblume 7,trollius europaeus7 mit groen1 geschlossenen1 gelben ,blten zu nennen1 die wie ihre nordasiatische ,verwandte 7,t4 asiaticus7 und andere ,arten als ,zierpflanzen in ,grten kultiviert wird4 ,die weitaus schnste der altweltlichen ,ranunkeln ist die in ,sdeuropa heimische ,pfingstrose 7,paeonia officinalis7 mit unterirdischem1 knollig verdicktem ,wurzelstock1 #cj-fj cm hohem ,stengel und #e cm im ,durchmesser haltenden karminroten ,blten4 ,sie wird in zahlreichen ,varietten von ,purpur bis ,wei meist in gefllten ,formen in ,grten kultiviert4 ,wurzel und ,samen wurden frher arzneilich benutzt4 ,die ,blumenbltter verwendet man wegen ihrer ,farbe zu ,rucherungen4 ,im ,altertum galt sie als ,schutzmittel gegen die ,neckereien der ,faune1 d4 h4 der als ,wohlwollenden8 bezeichneten guten ,geister der ,fluren und ,felder1 die nach dem ,volksglauben namentlich dem ,vieh ,fruchtbarkeit und ,schutz gegen die ,wlfe verliehen4 ,sie wurde von den alten ,griechen paina und von den ,rmern1 die sie durch jene kennen lernten1 paeonia genannt4 ,noch mehr als ihre wurden aber von ihnen die ,wurzeln der in den ,mittelmeerlndern heimischen korallensamigen ,pfingstrose 7,paeonia corallina7 arzneilich besonders gegen ,gicht gebraucht1 weshalb die rosenrot blhende ,pflanze auch ,gichtrose genannt wird4 ,bei deren ,gewinnung muten gewisse ,riten gebt werden4 ,gegen die gebruchlichste1 das ,ausgraben bei ,nacht1 wendet sich schon der pflanzenkundige ,grieche ,theophrast im #d4 ,jahrhundert v4 ,chr4 indem er sagt3 ,es wird aber wohl ohne ,grund vorgeschrieben1 man solle die ,ponie 7paina71 welche auch glykysd heit1 bei ,nacht ausgraben2 denn wenn man bei ,tage danach grbe und dabei von einem ,specht gesehen wrde1 so erlitte man ,unglck48 ,ihre roten ,samen wurden als ,amulett getragen und sollten1 auf ,fden gereiht und um den ,hals befestigt1 ,kindern das ,zahnen erleichtern1 weshalb sie beim ,volke ,zahnkorallen heien4 ,neben der offizinellen ,pfingstrose ,sdeuropas werden auch die schmalblttrige ,pfingstrose 7,paeonia tenuifolia7 aus ,sdruland mit tiefroten ,blten und die weiblhende ,pfingstrose 7,p4 albiflora7 aus ,sdsibirien1 dem ,himalaja und ,japan1 wie auch die #a-b m hohe baumartige ,pfingstrose 7,p4 moutan -- letzteres ist ihr chinesischer ,name7 mit #e-aj;bltteriger ,blumenkrone in zahlreichen1 auch gefllten ,varietten bei uns als ,zierpflanzen kultiviert4 ,letztere1 die in ,china und ,japan hochgezchtet wurde1 eignet sich besonders zu ,einzelpflanzungen in ,rasen1 verlangt aber ,winterschutz4 ,ihre stechend aromatische ,wurzelrinde wird in ,japan arzneilich viel gebraucht4 ,scharf giftig ist der blaue oder echte ,eisenhut oder ,sturmhut 7,aconitum napellus71 so genannt nach der helmartigen ,form seiner hbschen ,blten4 ,anderswo heit er ,mnchskappe1 in ,norwegen ,tor- oder ,tyrhialm1 d4 h4 ,helm der ,kriegsgtter ,tor oder ,tyr4 ,akniton1 d4 h4 auf felsigem ,boden 7im ,gebirge7 wachsende ,pflanze1 nannten sie die ,griechen1 und nach den ,metamorphosen des rmischen ,dichters ,ovid 7#dc v4 bis #g n4 ,chr47 soll sie aus dem ,geifer des ,hllenhundes ,cerberus entstanden sein1 als dieser von ,herkules aus der ,unterwelt heraufgeschleppt wurde4 ,ihre giftige ,wurzel wurde schon im ,altertum zum ,vertilgen von ,raubtieren1 denen sie im ,kder gegeben wurde1 benutzt1 daneben auch als ,arzneimittel gegen ,gicht1 ,rheumatismus und ,lungenkrankheiten gegeben4 ,als offizinelle ,pflanze kam sie dann im ,mittelalter in die ,bauerngrten und hat sich hier das ,brgerrecht erworben4 ,ebenso verhlt es sich mit dem ,rittersporn1 dessen sdeuropische1 blau oder weiblhende ,abart 7,delphinium staphisagria71 die staphs agra der ,griechen1 ebenfalls arzneiliche ,verwendung fand4 ,ihre scharfschmeckenden1 schwarzgelblichen ,samen dienten gepulvert und mit ,olivenl vermischt1 wie uns der griechische ,arzt ,dioskurides berichtet1 zum ,vertilgen von ,lusen und ,krtze4 ,deshalb wurden sie von den ,rmern pedicularia 7von pediculus ,laus7 und bei uns ,luserittersporn genannt4 ,meist werden in unseren ,grten der in den ,gebirgen ,mitteleuropas wachsende hohe ,rittersporn 7,delphinium intermedium71 dann der aus dem ,orient stammende ,gartenrittersporn 7,d4 ajacis1 nach dem homerischen ,helden ,ajax so genannt1 weil die ,pflanze aus dessen ,blut hervorgewachsen sein soll1 nachdem er sich aus ,unmut1 im ,streite mit ,odysseus besiegt worden zu sein1 selbst den ,tod gab7 und der aus ,nordamerika zu uns gebrachte dreifingerige ,rittersporn 7,d4 exaltatum7 kultiviert4 ,beliebte ,gartenzierpflanzen sind auch die einheimische gemeine ,akelei mit blauen und die kanadische ,akelei mit scharlachroten ,blten 7,aquilegia vulgaris und canadensis74 ,letztere stammt aus den stlichen ,vereinigten ,staaten und ,kanada4 ,beide werden auch in gefllten ,spielarten gezogen4 ,ihrem ,safte wohnen betubende ,eigenschaften inne2 doch werden sie nicht medizinisch verwendet4 ,dies ist jedoch beim ,schwarzkmmel 7,nigella sativa7 der ,fall1 der aus ,sdeuropa als ,heilpflanze zu uns kam und nach den ,verordnungen ,karls des ,groen in den ,grten seiner ,meierhfe angebaut werden sollte4 ,wie damals wurden schon im ,altertum seine wohlschmeckenden ,samen ins ,brot geknetet4 ,die ,pflanze hie bei den ,griechen melnthion und bei den ,rmern git und wurde gegen mancherlei bel gebraucht4 ,gleicherweise stammt aus den ,mittelmeerlndern die ihr nahe verwandte ,jungfer im ,grnen oder ,gretel im ,busch 7,nigella damascena71 die hufig in ,bauerngrten gefunden wird1 wie auch die verschiedenen ,adonisrschen 7,adonis flammea u4 a474 ,oft auch finden sich in ,stadtgrten zur ,einfassung der ,blumenbeete oder an ,felspartien die blauen1 selten roten oder weien ,leberblmchen 7,hepatica triloba71 die den ,vorzug haben1 zu unsern ersten ,frhlingsboten zu gehren4 ,wegen ihrer leberfrmigen ,bltter wurde die ,pflanze frher als ,heilmittel gegen ,leberleiden verwendet4 ,von den eigentlichen ,anemonen ist vor allem die ,gartenanemone 7,anemone coronaria7 zu nennen1 die in ,sdeuropa und im ,orient heimisch ist und groe1 dunkelrote oder weie ,blten besitzt4 ,schon der griechische ,arzt ,dioskurides unterschied die wilde anemn von der zahmen1 in ,grten gepflanzten und sagt1 letztere habe scharlachrote ,blten1 whrend die wilde weie oder purpurrote ,blten besitze4 ,beide dienen als ,arznei48 ,dem fgt sein ,zeitgenosse ,plinius bei1 da die ,anemonen 7anemone7 auerdem zu ,krnzen dienen1 wie auch die ,adonisrschen 7adonion1 von ,adonis autumnalis74 ,in der ,gegenwart werden die ,gartenanemonen in zahlreichen ,varietten mit groen dunkelroten1 blauen oder weien ,blten1 namentlich in ,holland als ,zierpflanzen kultiviert4 ,ihr ,wurzelstock wird nach dem ,verblhen aus der ,erde genommen und bis zum ,frhjahr trocken aufbewahrt4 ,ebenfalls als ,zierpflanzen geschtzt sind3 die ,sternanemone 7,anemone hortensis7 aus ,istrien und ,italien1 die ,anemone fulgens mit scharlachroten ,blten aus dem ,mittelmeergebiet1 die ,pfauenanemone aus ,sdfrankreich mit groen1 aus #aj-ab lanzettfrmigen1 spitzen1 schmalen1 feurig karminroten ,blumenblttern bestehenden ,blten1 dann von auslndischen die japanische ,anemone mit rosa und weien ,blten1 deren bekanntester ,abkmmling die prchtige ,honorine ,joubert ist1 und besonders die grobltigen1 in satten ,farben von ,rot bis ,violett und ,wei prangenden ,himalajaanemonen1 die die ,zierde unserer ,grten bilden und leicht zu ziehen sind4 ,an die ,ranunkeln schlieen sich die ,mohnbltigen an1 unter denen neben ,klatschrose und ,schlafmohn in den mannigfaltigsten ,farben und mit gefllten ,blten besonders der morgenlndische ,mohn 7,papaver orientale7 als ,zierpflanze unserer ,grten kultiviert wird4 ,letzterer trgt auf dem bis #a m hohen1 borstigen ,stengel nur eine bis #ac cm im ,durchmesser haltende scharlachrote1 oft im ,grunde mit schwarzblauem ,kreuze bezeichnete ,blte4 ,bescheidener als sie sind die ebenfalls als ,zierpflanzen kultivierten ,nachtviolen1 die eigentliche ,nachtviole 7,hesperis tristis7 mit schmutziggelben1 purpurrot geaderten ,blten1 die abends herrlich duften -- sie wird in ,sdeuropa wegen der als treffliches ,viehfutter dienenden ,bltter und lreichen ,samen angebaut -- und die ,gartennachtviole oder ,matronale 7,h4 matronalis7 -- von den ,grtnern auch ,viola matronalis1 d4 h4 ,frauenveilchen1 genannt --1 deren rote1 lila oder weie1 wohlriechende ,blten hufig gefllt sind4 ,vielfach ist sie aus den ,grten entwichen und verwildert4 ,diesen nahe verwandt sind die ,levkojen1 die ihren ,namen vom griechischen leukion1 d4 h4 ,weiveilchen 7leuks wei und on ,veilchen71 ableiten4 ,unter dieser ,bezeichnung verstanden die alten ,griechen die an den ,mittelmeerksten wild wachsende ,winterlevkoje 7,matthiola -- nach dem #aejj in ,siena geborenen und #aegg in ,trient gestorbenen kaiserlichen ,leibarzt in ,wien ,peter ,andreas ,matthiolus so genannt -- incana1 d4 h4 die weilichgraue71 die wegen ihrer wohlriechenden ,blten geschtzt wurde4 ,theophrast im #d4 ,jahrhundert v4 ,chr4 sagt von ihr3 ,die ,leukoje 7leukion7 erscheint von den schneren ,blumen zuerst1 und zwar schon im ,winter1 wenn die ,luft mild ist4 ,sie dauert gewhnlich drei ,jahre1 wird im ,alter kleiner und bringt dann weiere ,blumen hervor48 ,vergil 7#gj-ai v4 ,chr47 bezeichnet sie in einer seiner ,eclogen als paliens viola1 d4 h4 bleiche ,viole1 und ,dioskurides im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 sagt von ihr3 ,die ,levkoje ist allgemein bekannt1 sie hat verschieden gefrbte1 weie1 gelbe1 blaue und purpurrote ,blten4 ,die gelbbltige ist als ,arznei im ,gebrauch48 ,ebenso mannigfaltig gefrbt sind die ,blten der etwas greren1 gleichfalls in ,sdeuropa heimischen ,sommerlevkoje 7,matthiola annua71 die einjhrig ist und wegen ihrer schnen1 wohlriechenden ,blten eine der beliebtesten ,topfpflanzen bildet4 ,auer ,sommer- und ,winterlevkojen in mehreren ,klassen unterscheidet man auch mehrjhrige ,levkojen1 von denen manche ,sorten mehr als zwei ,jahre dauern und strauchartig werden1 dabei jedoch an ,schnheit verlieren4 ,man zieht sie deshalb jedes ,jahr neu heran und behandelt sie wie zweijhrige4 ,die ,levkojenkultur ist ein wichtiger ,zweig der ,handelsgrtnerei und wird besonders in ,erfurt stark betrieben4 ,die gelbe ,viole 7viola7 der ,alten1 von der die antiken ,dichter1 so besonders ,ovid und ,vergil1 hufig sprechen1 die in besonderen ,feldern 7violaria7 kultiviert wurde und zu ,krnzen gewunden auf den ,markt kam1 ist unser ,goldlack 7,cheiranthus cheiri -- letzteres ,wort1 das auch in der ersten ,hlfte des ,gattungsnamens enthalten ist1 ist die arabische ,bezeichnung der ,pflanze1 die ,kraut mit wohlriechenden ,blten8 bedeutet74 ,die ,stammpflanze findet man an steinigen ,stellen der ,ksten ,griechenlands hufig wild4 ,sie wurde wegen ihrer wohlriechenden ,blten sehr frhe in die ,grten herbergenommen und bildet bis auf den heutigen ,tag eine beim gemeinen ,volke sehr beliebte ,zierpflanze4 ,ursprnglich nur mit braunen und violetten ,blten begabt1 hat man aus ihr sehr verschieden gefrbte ,varietten1 auch mit gefllten ,blten1 erzielt4 ,mit den ,levkojen wurde sie auf eine sehr hohe ,stufe blumistischer ,vollkommenheit gebracht und nimmt unter allen ,sommerblumen eine sehr wichtige ,stellung ein4 ,auch sie wird besonders in ,erfurt angepflanzt4 ,zum ,unterschied vom weien ,veilchen1 der ,levkoje1 nannten die alten ,griechen das wohlriechende ,veilchen 7,viola odorata7 schwarzes ,veilchen 7mlan on74 ,in den ,geoponika sagt ein griechischer ,autor3 ,das ,veilchen 7on7 hat seinen ,namen ,ion daher bekommen1 da die ,erde es zu ,ehren der von ,zeus geliebten ,jungfrau ,io erschuf48 ,bei den ,hellenen war es das ,symbol der jhrlich wieder auflebenden ,erde und der jungen ,freundschaft4 ,nach der ,sage wurde die ,tochter des ,atlas1 als sie sich vor ,apollon verbarg1 in ein ,veilchen verwandelt4 ,mit ,veilchen und ,rosmarin wurden im ,mai die ,bildnisse der ,hausgtter geschmckt und verzierten die ,bacchantinnen ihre ,thyrsosstbe4 ,unter allen ,griechen hatten die ,athener eine besondere ,vorliebe fr diese ,blume4 ,mit ,veilchen bekrnzten sie sich und mit ,veilchenwasser parfmierten sie sich2 deshalb hie die ,stadt bei den ,alten das veilchenduftende ,athen84 ,um dem groen ,bedarf zu gengen1 wurden ,veilchen in der ,umgebung ,athens im groen kultiviert4 ,theophrast 7im #d4 ,jahrhundert v4 ,chr47 sagt3 ,das ,veilchen blht1 wenn es gut gepflegt wird1 das ganze ,jahr hindurch48 ,der ,komdiendichter ,aristophanes 7#dee-chg v4 ,chr47 sagt an einer ,stelle seiner ,acharner3 ,frher nannte man die ,athener veilchenbekrnzt 7iostphanos748 ,auer ,varro 7#aaf-bg v4 ,chr47 spricht ,vergil 7#gj-ai v4 ,chr47 von ,veilchenbeeten 7violarium71 und letzterer sagt1 sie mssen na gehalten werden4 ,columella im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 schreibt3 ,veilchen 7viola7 werden auf gut gedngtem und gegrabenem ,boden gezogen4 ,man setzt ,pflanzen vom vorigen ,jahre in fuweite ,gruben vor ,anfang ,mrz4 brigens st man den ,veilchensamen entweder im ,frhjahr oder im ,herbst48 ,sein ,zeitgenosse ,plinius sagt in seiner ,naturgeschichte3 ,das purpurne ,veilchen 7viola purpurea7 wchst an sonnigen und magern ,stellen wild1 wird aber auch in ,grten aus ,pflanzen gezogen4 ,man setzt ,veilchenkrnze gegen ,rausch und ,schwere des ,kopfes auf48 ,wie in den reichen ,griechenstdten1 wurde auch im ,rom der ,csaren gelegentlich ein groer ,luxus wie mit anderen1 so auch mit diesen ,blumen getrieben4 ,so berichtet lius ,lampridius in seiner ,biographie des ,heliogabalus 7geb4 #bja1 regierte #bah-bbb73 ,kaiser ,heliogabalus lie manchmal zum ,spa ber ,gste1 die bei ihm schmausten1 ,veilchen 7viola7 und andere ,blumen in solcher ,menge schtten1 da mehrere sich aus der ,masse nicht herausarbeiten konnten und erstickten48 ,im ,mittelalter wurde das bescheidene ,veilchen zwar gelegentlich von ,dichtern erwhnt1 doch spielte es als ,gartenpflanze eine sehr unbedeutende ,rolle4 ,in der ,neuzeit hat besonders ,napoleons ,i4 erste ,gattin ,josephine es als ihre ,lieblingsblume und ihren bevorzugten ,schmuck zu ,ehren gezogen4 ,bei ihrer ,hochzeit im ,jahre #agif mit dem genialen1 um #f ,jahre jngeren ,korsen1 gengte ihr ein ,veilchenstrau1 und mit ,veilchen war ihr ,hochzeitsrock bestickt4 ,zu jeder ,wiederkehr dieses glcklichen ,tages wnschte sie sich ,veilchen als ,festgeschenk aus ihres ,mannes ,hand1 und selbst im ,donner der ,schlachten verga dieser nicht1 fr die ,erfllung dieses ,wunsches zu sorgen1 auch dann1 als er die ,kaiserkrone trug4 ,als jedoch #ahji das bittere ,wort der ,scheidung ausgesprochen war und die zu solch unerhrtem ,glanze emporgestiegene ,tochter des einstigen ,kapitns von ,martinique aus ,staatsraison der sterreichischen ,prinzessin ,marie ,luise weichen mute1 blieben die ,veilchen von ,bonapartes ,hand aus4 ,und als die gedemtigte ,frau am #bi4 ,mai #ahad in ,malmaison starb1 lag auf ihrem ,sarge im ,gartensaal unter ,rosen und ,zypressen ein frischer ,veilchenstrau auf weiseidenem ,kissen4 #fj ,jahre spter schmckte ,josephinens ,lieblingsblume1 die inzwischen zum ,sinnbild der ,napoleoniden geworden war1 in unzhligen prachtvollen ,struen und ,krnzen ein anderes ,totenlager in ,cambdenhouse zu ,chiselhurst als letztes ,lebewohl1 das dem dritten ,napoleon von seinen ,anhngern aus ,frankreich nachgerufen wurde4 ,das ,veilchen war auch ein ,liebling ,goethes1 der sich im ,frhjahr auf seinen ,spaziergngen in ,weimars ,umgebung gern mit ihm schmckte4 ,stets trug der ,dichterfrst ,veilchensamen bei sich1 um ihn zu ,seiten des ,wegs auszustreuen2 und die ,erde erwies sich dankbar fr die ,gabe des ,poeten und lie den bescheidenen ,frhlingsboten berall1 wo er gestreut ward1 aufsprieen1 damit sich die ,vorbergehenden an ihm erfreuen konnten4 ,zu der einfachen ,sorte gewann man im ,laufe des #ai4 ,jahrhunderts auch gefllte und immerblhende ,arten1 ebenso solche mit roten und weien ,blten4 ,auch praktischen ,zwecken wurden sie dienstbar gemacht4 ,man benutzt sie zur ,bereitung von ,veilchensirup1 ,creme1 ,gelee1 ,gefrorenem1 feinem ,backwerk1 auch werden sie berzuckert gegessen und in der ,parfmerie verwendet4 ,doch wird das meiste ,veilchenparfm nicht aus ihnen1 sondern aus der ,veilchenwurzel -- der frher besprochenen ,schwertlilie -- gewonnen4 ,aus dem zwei- bis dreifarbigen ,ackerveilchen 7,viola bicolor und tricolor71 das auf ckern und ,brachen gemein ist1 hat die ,kunst zuerst der englischen ,grtner die uerst mannigfaltig gefrbten1 grobltigen1 fast das ganze ,jahr hindurch blhenden ,stiefmtterchen oder ,penses gezogen1 die mit ihren zahllosen ,spielarten einen nicht unbedeutenden ,handelsartikel der ,kunstgrtner bilden4 ,das dreifarbige wilde ,stiefmtterchen 7,viola tricolor7 mit mannigfach variierenden ,blten1 bei denen alle oder nur die oberen ,blumenbltter violett oder blablau und die brigen oder alle gelb sind1 findet sich in ganz ,europa1 ,nordafrika1 ,kleinasien1 ,sibirien und ,nordamerika4 ,seine ,kultur als ,gartenzierpflanze kam erst im #ai4 ,jahrhundert in ,england auf4 ,man kultiviert jetzt sehr grobltige ,varietten1 auch ,bastarde mit ,viola altaica1 ,viola lutea1 dem gelben ,veilchen1 das auf ,galmeiboden variiert1 und ,viola cornuta als beliebte ,gartenstiefmtterchen und unterscheidet grundfarbige1 gestreifte1 weirandige1 goldrandige1 fnffleckige 7,odier71 ,cassier-1 ,riesen- oder ,trimardeau-,penses4 ,diese ,samtveilchen spielen in ,england und ,frankreich dieselbe ,rolle wie das ,vergimeinnicht in ,deutschland und dienen besonders zum ,schmucke der ,grber4 ,alle diese hochkultivierten1 grobltigen ,formen hat natrlich weder das ,altertum1 noch das ,mittelalter gekannt2 es sind ganz moderne ,neuschpfungen der ,grtnerkunst1 die uns beweisen1 wie ,groes durch ,zuchtwahl und ,kreuzung geleistet werden kann4 ,die im ,umri dreieckige ,blume der ,stammpflanze mit leuchtend gelbem1 von schwarzen ,strahlen durchzogenem ,saftmal galt im ,mittelalter als ,symbol der ,dreieinigkeit4 ,seit dem #af4 ,jahrhundert wird das ,kraut des wilden ,stiefmtterchens bei ,hautausschlgen verwendet1 sei es zu ,umschlgen1 sei es innerlich als ,tee4 ,da es nachgewiesenermaen ,salizylsure enthlt1 ist dies durchaus zweckmig und recht wirksam4 ,eine neuerdings in ,mode gekommene ,warmhaus- und ,zimmerpflanze1 die wie die ,gloxinien kultiviert wird und sich leicht durch ,blattstecklinge fortpflanzen lt1 ist das zu den ,gesnerazeen gehrende ,usambaraveilchen 7,saintpaulia ionantha71 eine in ,felsspalten der ,usambaraberge in ,deutsch-,ostafrika wachsende1 ausdauernde1 niedrige ,pflanze mit dicken1 fleischigen ,blttern und blauvioletten ,blten mit dottergelben ,staubgefen4 ,von den eigentlichen ,gesnerien -- nach dem schweizerischen ,naturforscher ,konrad ,gesner in ,zrich 7#aeaf bis #aefe7 so genannt -- mit knolligen ,wurzelstcken1 gezahnten ,blttern und meist sehr schnen1 scharlachroten1 rhrenfrmigen1 fnflappigen ,blten1 smtlich im tropischen ,sdamerika1 besonders in ,brasilien heimisch1 werden verschiedene1 so vor allem ,gesnera magnifica und cardinalis in mehreren ,varietten1 in ,warmhusern und auch im ,zimmer kultiviert4 ,ebenso werden von der ,gesnerazeengattung ,achimenes mit #be ,arten mit meist roten bis violetten ,blten im tropischen ,amerika mehrere1 wie besonders ,a4 grandiflora mit purpurnen oder violetten ,blten1 ,a4 mexicana mit groen blauen oder purpurroten ,blten1 ,a4 amabilis und tubiflora mit violetten ,blten bei uns in ,warmhusern hnlich den ihnen nahe verwandten ,gloxinien kultiviert4 ,durch ,kreuzungen sind aus ihnen verschiedene dankbare ,gartenpflanzen erzielt worden4 ,den ,gesnerazeen nahe stehen die ,akanthazeen oder ,brenklaugewchse1 von denen der sdeuropische echte ,brenklau 7,acanthus mollis7 dadurch bekannt ist1 da die malerische ,form seiner #ej cm langen und #af-bf cm breiten1 buchtiggelappten und gezhnten ,bltter dem genialen griechischen ,bildhauer ,kallimachos das ,motiv zum ,schmucke des korinthischen ,kapitls gaben4 ,er wurde schon im ,altertum zur ,einfassung der ,gartenbeete benutzt4 ,vergil sagt3 ,der ,akanthus bildet eine ,zierde der ,grten28 hnlich drckt sich der ltere ,plinius aus1 der dazu bemerkt1 er werde an den ,rand erhabener ,beete gepflanzt4 ,wurzel und ,bltter dienten als ,arznei4 ,eine in den ,tropen der ,alten ,welt1 namentlich in ,afrika1 heimische ,gattung der ,akanthazeen sind die ,thunbergien1 von denen viele ,arten mit violetten oder blauen ,blten bei uns in ,warmhusern kultiviert werden4 ,thunbergia alata aus ,sdostafrika dagegen kann einjhrig in freiem ,lande kultiviert werden4 ,sie klettert #a1e m hoch und hat gelbe1 schwarzgefleckte ,blten4 ,unter den ,resedagewchsen ist auer dem an ,ackerrndern und auf ,schutthalden verbreiteten gelben ,wau 7,reseda lutea7 der ,frberwau 7,reseda luteola7 mit kleinen1 gelblichweien ,blten in ,mitteleuropa heimisch4 ,letzterer wurde schon von den neolithischen ,pfahlbauern zum ,gelbfrben benutzt und zu diesem ,zwecke im ,altertum und ,mittelalter angepflanzt4 ,heute wird er zu diesem ,zwecke nur noch in ,england und ,holland kultiviert4 ,der als ,topf- und ,gartenzierpflanze hufig kultivierte wohlriechende ,wau oder die ,gartenreseda 7,reseda odorata7 ist ein ,import aus ,nordafrika4 ,sie erschien pltzlich um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts und verbreitete sich innerhalb weniger ,dezennien durch ganz ,europa und berall1 wohin europische ,kultur vorgedrungen ist4 ,die ,zeichen ihrer groen ,beliebtheit finden sich in der franzsischen ,bezeichnung mignonette1 das als miglionet ins ,italienische1 als mioneta ins ,spanische und auch ins ,englische berging4 ,ihre so geheimnisvolle ,herkunft wurde erst #ahhg durch die botanische ,forschungsreise von ,taubert nach der ,cyrenaica1 der sie dort wildwachsend fand1 aufgeklrt4 ,wegen ihres ,wohlgeruches wurde sie teilweise schon von den alten gyptern1 besonders aber von den dort heimischen ,arabern zu ,totenkrnzen benutzt4 ,der franzsische ,arzt ,n4 ,granger1 der #agcc nach dem ,orient ging und #agcg in ,basra starb1 sandte ,samen der wohlriechenden ,reseda1 die er in der ,cyrenaica gesammelt hatte1 an die ,direktion des ,jardin du roi1 des heutigen ,jardin des plantes in ,paris4 ,von jenem ,garten aus1 wo sie zuerst in ,europa gepflanzt wurde1 verbreitete sie sich ber die botanischen ,grten ,europas4 #agec war sie aber noch nicht nach ,upsala gelangt1 sonst htte sie ,carl von ,linn in der ersten ,ausgabe seiner ,species plantarum erwhnt4 ,allmhlich fand sie auch in ,privatgrten ,aufnahme und erlangte trotz ihrer ,unansehnlichkeit wegen des lieblichen ,geruches ihrer ,blten1 der langen ,bltezeit und der leichten ,kultur weite ,verbreitung4 ,es existieren von ihr zahlreiche1 wenn auch wenig vom ,typus abweichende ,spielarten4 ,bei der ,destillation liefern die ,resedenblten #j1jjb ,prozent dunkles1 festes therisches l4 ,fr praktische ,zwecke destilliert man #a kg ,geraniol 7,geraniuml7 mit #ejj kg frischen ,resedenblten und bringt das ,produkt als ,resedageraniol in den ,handel4 ,die in allen ,teilen durch einen reichen ,gehalt an therischem l starkriechende ,gartenraute 7,ruta graveolens7 wurde schon im ,altertum als beliebtes ,gewrz und magenstrkendes1 ,blhungen vertreibendes ,heilmittel gepflanzt4 ,der ,geruch des ,krautes ist den ,katzen und ,ratten zuwider4 ,sie hie schon bei den ,griechen rta und bei den ,rmern im ,gegensatz zur wilden ,raute ruta hortensis1 d4 h4 ,gartenraute4 ,der griechische ,arzt ,dioskurides schreibt in seiner ,arzneimittellehre3 ,die ,bergraute und berhaupt die wilde ,raute wirkt viel heftiger als die ,gartenraute1 ist deshalb zum ,essen unbrauchbar1 kann1 in ,menge genossen1 sogar tten4 ,am besten ist diejenige ,gartenraute1 die neben ,feigen wchst4 ,die ,gartenraute wird als ,gewrz und auch sehr vielfach als ,arznei verwendet48 ,durch ,vermittlung der ,klster kam dann diese ,heilpflanze in die ,bauerngrten nrdlich der ,alpen1 wo sie sich teilweise bis auf unsere ,tage erhielt und stellenweise auch verwilderte4 ,whrend die zahlreichen einheimischen und auslndischen ,geraniumarten oder ,storchschnabelgewchse nur ganz ausnahmsweise in besonders grobltigen ,arten zu ,gartenzierpflanzen erhoben wurden1 war dies in hohem ,mae bei den vom ,kap der ,guten ,hoffnung zu uns gekommenen ,pelargonien oder ,kranichschnbeln der ,fall4 ,fast alle #age ,arten derselben sind auf ,sdafrika beschrnkt4 ,da viele derselben durch prchtige ,blten1 wohlriechende1 schngezeichnete ,bltter1 den anhaltenden ,bltenreichtum und leichte ,kultur ausgezeichnet sind1 ist es kein ,wunder1 da sie zu ,anfang des #ai4 ,jahrhunderts allgemein beliebte ,modeblumen wurden1 die meist in ,tpfen gezogen wurden4 ,spter wurden sie meist wieder von ,kakteen1 ,camellien und anderen ,neuheiten verdrngt1 sind aber seit einigen ,dezennien durch zahllose1 besonders von ,england eingefhrte grobltige ,spielarten und ,hybriden wieder beliebter geworden4 ,in den ,bauernhusern haben sie sich mit den ,nelken die alte ,gunst bewahrt4 ,die strauchartigen unter ihnen sind sehr leicht zu kultivieren1 whrend die krautartigen mit ,knollenwurzel eine sorgfltige ,behandlung erheischen4 ,die ,mutterpflanze unserer meist rotblhenden ,pelargonien1 die vom ,volke gewhnlich als ,geranien bezeichnet werden1 ist das in ,sdafrika heimische1 in ,sdspanien verwilderte ,pelargonium inquinans mit strauchigem1 dickem1 fleischigem ,stengel1 kreisrund nierenfrmigen1 etwas gekerbten1 gleich dem ,stengel filzig schmierigen ,blttern und leuchtend scharlachroten ,blten in langgestielten ,dolden4 ,neben ihm ist auch das als ,brennende ,liebe8 bezeichnete ,pelargonium zonale mit langgestielten ,dolden mit rosaroten ,blten die ,mutterpflanze vieler ,gartenpelargonien4 ,das ,zitronengeranium 7,pelargonium odoratissimum7 mit kleinen1 weien ,blten und das ,rosengeranium 7,p4 roseum71 eine ,abart des raspelbltterigen ,geraniums 7,p4 radula71 die #a1f m hoch wird und hellrote ,blten besitzt1 werden besonders in ,frankreich1 ,spanien1 ,algerien und auf der ,insel ,runion zur ,gewinnung des angenehm rosenartig riechenden1 farblosen bis grnlichen therischen ,geraniumls im groen kultiviert4 ,das darin wirksame ,prinzip1 das ,geraniol1 ist1 wie frher gesagt1 identisch mit dem ,rhodinol1 dem therischen l der ,rosen4 ,es dient auer zu ,parfms -- auch zum ,parfmieren des ,schnupftabaks -- hauptschlich als ,surrogat und zum ,verflschen des ,rosenls1 wird aber selbst wieder mit dem therischen ,lemongrasl von ,andropogon schoenanthus u4 a4 verflscht4 ,vom blumistischen ,standpunkte aus unterscheidet man3 #a4 ,die sehr groblumigen englischen ,pelargonien1 die meist von ,p4 grandiflorum und ,p4 quinquevulnerum abstammen4 ,sie sind teilweise auch franzsischen ,ursprungs und umfassen auerdem die fr die ,topfkultur sehr geeigneten ,odierpelargonien 7nach ihrem ,zchter1 dem ,franzosen ,odier1 so genannt7 mit #dj-fj cm hohem1 holzigem ,stamm und groen1 fnffleckigen ,blumen4 ,ihnen hnlich sind die ,diadempelargonien4 #b4 ,die ,fancy- 7vom englischen fancy1 ,einbildungskraft1 ,phantasie7 oder ,phantasiepelargonien von niedrigem ,wuchs1 mit zahlreichen zierlichen ,blumen von unregelmiger ,form1 aber lebhafter ,zeichnung4 ,sie wurden meist in ,frankreich gezchtet4 #c4 ,die ,scharlachpelargonien1 die aus den erwhnten ,p4 zonale und inquinans gezchtet wurden4 ,sie sind meist von robustem ,wuchs1 mit einfrmigen1 nur mit einem ,auge versehenen oder anders gerandeten1 roten1 rosenroten1 lachsroten oder weien ,blten1 einfach1 gefllt und buntbltterig4 ,zu ihnen gehren die ,nosegay- oder ,straupelargonien mit sehr groen ,bltendolden4 ,die ,mutterpflanze der ,efeupelargonien 7oder ,efeugeranien71 von denen einige mit niederliegenden ,stengeln als ,ampel- und ,balkonpflanzen kultiviert werden1 ist das strauchige1 fast #a m hohe ,pelargonium peltatum mit ziemlich groen1 blaroten1 auch wei und roten ,blten4 ,die ersten ,pelargonien wurden #afij vom ,kap nach ,europa gebracht4 ,ihre ,kultur zur ,gewinnung von therischem l begann #ahdg in ,frankreich und wurde spter in ,algerien eingefhrt4 ,in ,spanien kultiviert man sie besonders um ,valencia und ,almeria4 ,seit ,ende der #ahhj;er ,jahre liefert die franzsische ,insel ,runion nchst ,algerien das meiste ,geraniuml4 ,die knollige ,wurzel des ebenfalls sdafrikanischen ,pelargonium triste ist ebar4 ,illustration3 ,tafel #adg4 ,anlegung eines ,nutz- und ,ziergartens durch die ,schuljugend in der ,gartenstadt ,port ,sunlight 7,sdengland74 7,nach ,berlepsch-,valendas1 ,die ,gartenstadt ,mnchen-,perlach47 ,illustration3 ,tafel #adh4 ,grten von ,arbeiterwohnhusern in ,port ,sunlight4 ,illustration3 ,tafel #adi4 ,blumengarten in ,verbindung mit einem ,gemsegarten in ,port ,sunlight4 ,illustration3 ,tafel #aej4 ,der ,garten von ,tafel #adg drei ,monate nach seiner ,anlegung4 ,ebenso werden die knolligen ,wurzeln der mittelamerikanischen ,sauerkleearten ,oxalis tuberosa und esculenta gegessen4 ,zu diesem ,zwecke werden diese ,pflanzen in ihrer ,heimat angebaut1 wie auch der dickstengelige ,sauerklee 7,oxalis crassicaulis71 dessen in ,aussehen und ,geschmack unsern ,kartoffeln hnliche ,wurzelknollen verspeist werden1 whrend die ,bltter als ,salat dienen4 ,die dicken ,stengel sind reich an oxalsaurem ,kalk1 der aus dem ausgepreten ,safte derselben in ,kristallen aufschiet4 ,die ganze ,pflanze dient auch zu ,rabatteneinfassungen4 ,gleicherweise enthlt das ,kraut des gemeinen ,sauerklees 7,oxalis acetosella7 viel ,oxalsure1 das frher daraus gewonnen wurde und als ,sauerkleesalz in den ,handel kam4 ,zu #a kg desselben waren #aej kg ,bltter ntig4 ,neuerdings wird dieses knstlich hergestellt4 ,die ,bltter des ,sauerklees werden indessen wie ,sauerampfer zu ,salat benutzt4 ,sie standen frher als heraldische ,pflanze im ,wappen der ,irlnder4 ,als shamrock wurde die ,pflanze von englischen ,dichtern hufig besungen4 ,alljhrlich am #ag4 ,mrz1 am ,tage des heiligen ,patricius 7,patrik71 des ,schutzpatrons von ,irland1 wird ein ,sauerkleeblatt von jedem patriotischen ,irlnder im ,knopfloch oder am ,hut getragen1 da jener ,schutzheilige des ,landes durch dieses ,sinnbild den ,iren das ,geheimnis der heiligen ,dreifaltigkeit erklrt haben soll4 ,mit der ,ausrottung der ,wlder auf dieser ,insel wurde auch der nur in ,wldern wachsende ,sauerklee ausgerottet und der kriechende ,klee 7,trifolium repens7 erschien durch die ,kultur4 ,deshalb werden nun die ,bltter dieser ,pflanze an ,stelle derjenigen des ,sauerklees als shamrock getragen und vielfach fr das echte ,nationalabzeichen der ,irlnder gehalten4 ,von den ,malvengewchsen sind die ,moschus- und ,rosenmalve 7,malva moschata und alcea71 beide mit rosenroten1 erstere ausnahmsweise auch mit weien ,blten1 zu ,gartenzierpflanzen erhoben worden4 ,die wilde oder ,romalve 7,malva silvestris71 auch ,ksepappel genannt1 mit hellpurpurnen1 dunkler gestreiften ,blten1 die beim ,kochen ihres ,krautes eine schleimige ,lsung liefert1 wird seit dem frhen ,altertum uerlich zu erweichenden ,umschlgen und innerlich zu ,gurgelwssern und als beruhigendes ,mittel gebraucht4 ,auerdem wird sie auch als ,gemse angepflanzt4 ,schon der griechische ,dichter ,hesiod erwhnt sie unter der ,bezeichnung malch als ebar4 ,dioskurides im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 sagt in seiner ,arzneimittellehre3 ,die im ,garten gezogene ,malve 7malch7 pat besser zur ,speise als die wilde4 ,man braucht die ,pflanze auch uerlich und innerlich als ,heilmittel48 ,palladius 7um #chj n4 ,chr471 der sie1 wie schon der ltere ,plinius1 malva nennt1 rt1 sie im ,oktober zu sen und sagt1 da man sie auch im ,februar sen knne4 ,sie liebe einen fetten1 feuchten1 gedngten ,boden4 ,haben die ,pflnzchen #d-e ,bltter1 so versetzt man sie2 denn ist sie grer1 so wchst sie nicht leicht an4 ,sie schmeckt brigens besser1 wenn sie nicht versetzt wird4 ,man kann sie dadurch zwingen1 nicht emporzuschieen1 da man auf ihre ,spitze ein ,steinchen oder ,erdklmpchen legt4 ,sie gedeiht am besten1 wenn sie fleiig gehackt wird1 wobei man aber ihre ,wurzeln nicht berhren darf48 ,von der in ,syrien heimischen krausen ,malve 7,malva crispa7 wird der ,bast des ,stengels als ,gespinstmaterial gebraucht1 ebenso von der ostindischen ,hanfrose 7,hibiscus cannabinus71 einer einjhrigen1 krautigen ,pflanze1 welche in ihrer ,heimat seit alter ,zeit in ausgedehntem ,mae kultiviert wird und den weilichen1 geschmeidigen1 weichen1 dem ,flachs hnlichen ,gambohanf liefert4 ,auch der vernderliche ,eibisch 7,hibiscus mutabilis71 dessen schne ,blten morgens beim ,aufblhen wei1 mittags rosenrot und abends beim ,verblhen purpurrot sind1 liefert einen guten ,bast4 ,bltter und ,blten werden in ,china und ,ostindien als ,heilmittel benutzt4 ,die ,pflanze wird in ,sdspanien kultiviert4 ,ebenfalls strauchartig ist der chinesische ,roseneibisch 7,hibiscus rosa chinensis71 der gleich dem vorigen in ,ostindien und ,china als schne ,zierpflanze kultiviert wird4 ,seine groen1 stark variierenden ,blten dienen dazu1 ,kopfhaare1 ,augenbrauen und auch ,schuhe schn schwarz zu frben4 ,auch sein ,bast wird technisch verwendet4 ,der syrische ,eibisch 7,hibiscus syriacus71 ein ,strauch von #a1e-c m ,hhe mit #h cm breiten1 violetten1 roten oder weien1 im ,grunde schwarzroten ,blten1 ist bei uns eine beliebte1 im ,freien unter ,bedeckung berwinternde ,zierpflanze4 ,winterhrter ist der noch hufiger in ,grten angetroffene1 aus ,sdeuropa stammende ,stundeneibisch 7,hibiscus trionum71 dessen zarte ,blten sich zu bestimmten ,tageszeiten ffnen und nur wenige ,stunden offen bleiben4 ,wegen dieser ,eigentmlichkeit wird er auch ,stundenblume oder ,wetterrose genannt4 ,der arzneilich von uns gebrauchte gemeine ,eibisch 7,althaea officinalis7 mit bis #a1be m hohem1 aufrechtem ,stengel1 beiderseits weichfilzigen ,blttern und weien1 ins ,rtliche spielenden ,blten wchst auf feuchten ,wiesen1 besonders auf ,salzboden1 wild und wird in ,mitteldeutschland im groen kultiviert4 ,er stand wegen seiner ,heilkraft seit den ltesten ,zeiten bei den europischen ,vlkern in hohem ,ansehen4 ,schon der griechische ,pflanzenkenner ,theophrast im #d4 ,jahrhundert v4 ,chr4 erwhnt ihn als althaa1 ,vergil 7#gj-ai v4 ,chr47 in einer seiner ,eclogen als hibiscus4 ,der griechische ,arzt ,dioskurides schreibt von ihm3 ,die althaa heit auch ibskos1 ihre ,bltter sind rund1 flaumig2 die ,blte ist rosa1 der ,stamm zwei ,ellen hoch1 die ,wurzel schleimig1 inwendig wei4 ,die ,pflanze leistet1 innerlich und uerlich angewendet1 treffliche ,dienste und heit eben deswegen althaa 7von althanein heilen748 ,noch heute sind ,bltter und ,blten1 besonders aber die ,wurzel wegen ihres ,schleims offizinell4 ,ein beliebtes ,hausmittel bei ,bronchitis mit ,husten zur leichteren ,lsung des ,schleims und ,befrderung des ,auswurfs ist die aus einer ,abkochung der ,eibischwurzel mit ,eiwei1 arabischem ,gummi und ,zucker hergestellte ,eibischpaste oder weie ,lakritze4 ,bei ,landleuten ist auch die gelbe ,eibischsalbe als ,heilmittel sehr beliebt4 ,eine aus dem ,orient in unsere ,grten gekommene und als beliebte ,zierpflanze in den mannigfaltigsten ,farben darin kultivierte ,malvenart ist die #b1e bis #c1h m hohe ,stockmalve oder ,stockrose 7,althaea rosea7 mit einer langen1 aufrechten hre von ursprnglich roten bis weien ,blten4 ,letztere enthalten sehr viel ,schleim und werden1 wie diejenigen des gemeinen ,eibischs1 zu schleimlsenden ,medizinen gebraucht4 ,besonders aber dienen die ,blumenbltter der als schwarze ,malve bezeichneten schwrzlich blhenden ,spielart zum ,frben1 speziell zum ,rotfrben des ,weins4 ,jetzt geschieht dies noch mehr als mit dem ,safte der ,heidelbeeren2 deshalb sind sie von den ,weinhndlern sehr gesucht4 ,aus diesem ,grunde breitet sich die ,kultur der schwarzen ,malve immer mehr aus4 ,besonders gro ist ihr ,verbrauch zum ,frben von ,zuckerwaren in der ,trkei4 ,die ,bastfasern der ,stengel knnen zur ,papierfabrikation verwendet werden4 ,zu den ,malven gehren auch die ,staudenpappeln 7,lavatera71 deren #bj ,arten meist im ,mittelmeergebiet heimisch sind4 ,mehrere derselben dienen als ,zierpflanzen1 so ,lavatera olbia1 ein schner #b-b1e m hoher ,halbstrauch mit purpur- bis rosaroten ,blten1 der auf den ,inseln ,sdfrankreichs zur ,umzunung der ,grten benutzt wird1 bei uns aber im ,kalthaus berwintert werden mu2 dann die schne1 #a1be-b m hohe ,sommerpappel 7,lavatera trimestris7 mit rosenroten1 dunkler gederten oder weien ,blten und die ausdauernde ,lavatera arborea mit #d cm im ,durchmesser haltenden purpurroten ,blten4 ,sie wchst in den ,mittelmeerlndern und auf den ,kanaren und eignet sich zur ,anpflanzung auf ,rasenpltzen2 doch mu sie bei uns im ,kalthaus berwintert werden4 ,auer als ,kchengewchs findet sich wegen seiner groen ,bltter sehr hufig ,rheum undulatum1 der ,rhabarber mit am ,rande welligen ,blttern1 als ,zierpflanze in ,anlagen angebaut4 ,die saftigen1 dicken ,blattstiele geben mit ,zucker gekocht ein treffliches ,kompott4 ,in ,schlesien wie in ,england wird die ,pflanze auch zur ,weinbereitung angepflanzt4 ,nahe verwandt damit ist der ,amarant oder die ,samtblume4 ,von ihnen sind beliebte ,gartenzierpflanzen3 der aus ,persien stammende rote ,fuchsschwanz 7,amarantus caudatus71 der oft ber und ber rot ist1 mit sehr langer1 schlaff berhngender1 hellroter ,bltenhre4 ,dann der aus ,ostindien zu uns gekommene dreifarbige ,fuchsschwanz 7,amarantus tricolor7 mit grn1 gelb und hochrot gefrbten ,blttern4 ,der mehlreiche ,fuchsschwanz 7,a4 frumentaceus7 liefert ein strkemehlreiches1 als wichtiges ,nahrungsmittel verbackenes ,samenmehl und wird deshalb in ,ostindien im groen angebaut4 ,in ,brasilien dagegen dient als ,gemse und in ,westindien als ,heilmittel ,amarantus melancholicus1 dessen rote ,spielart als ,dekorationspflanze in ,grten sehr beliebt ist4 ,nicht minder hufig treffen wir in ,grten den in ,mittelamerika heimischen blutroten ,fuchsschwanz 7,a4 sanguineus7 mit sehr langer1 aufrechter1 blutroter ,rispenhre4 ,seit der ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts ist der auf bebautem ,boden und auf ,schutt angetroffene rauhhaarige ,fuchsschwanz 7,a4 retroflexus7 aus ,amerika zu uns eingewandert4 ,von den ,glockenblumen 7,campanula7 wird der einjhrige ,frauenspiegel 7,c4 speculum7 in mehreren ,varietten als ,zierpflanze kultiviert4 ,von den zweijhrigen zieht man ebenso das ,marienveilchen 7,c4 media7 aus ,sdeuropa mit groen1 blauen1 auch rosaroten und weien1 traubig oder rispig angeordneten ,blten1 nicht selten mit mehreren ,kronen1 auch kronenartigem ,kelch und ebarer ,wurzel1 und ,c4 pyramidalis aus den ,mittelmeerlndern mit noch greren ,blten in straufrmiger ,rispe4 ,von den ausdauernden ,arten eignet sich die von den ,gebirgen ,mitteleuropas stammende rasenartige ,c4 caespitosa mit hellblauen ,blten in ,trauben zur ,verschnerung knstlicher ,felsenpartien und zu ,einfassungen1 ebenso die aus europischen ,gebirgen genommene zierliche ,c4 pusilla mit berhngenden1 hellblauen ,blten4 ,auch die in fast ganz ,europa1 wie auch in ,sibirien heimische ,c4 persicifolia mit wenigen1 aber schnen1 groen1 blauen ,blten wird als ,zierpflanze gezogen1 whrend die zweijhrige ,c4 rapunculus aus den ,wldern ,europas wegen ihrer fleischigen1 wohlschmeckenden ,wurzel in ,frankreich und ,england als ,gemse gepflanzt wird4 ,sehr zahlreiche ,zierpflanzen fr ,garten- und ,topfkultur hat die ,familie der ,nelken geliefert1 deren wilde ,vertreter die ,poesie unserer ,wiesen bilden4 ,sie sind vorzugsweise in der gemigten1 ja teilweise in der kalten ,zone und in hheren ,gebirgsregionen heimisch4 ,bei den ,kulturvlkern des ,altertums spielten sie als ,gartenpflanzen keinerlei ,rolle4 ,der ,gattungsname ,dianthus 7verkrzt aus dem ,griechischen ,dis nthos ,zeusblume71 den ,karl von ,linn den ,nelken im engeren ,sinne verlieh1 war schon den ,alten bekannt4 ,so spricht der ,grieche ,theophrast im #d4 ,jahrhundert v4 ,chr4 von ihr als einer zu ,krnzen beliebten ,blume1 und der ,grammatiker ,athenaios um #bjj n4 ,chr4 berliefert uns ein ,fragment des ,dichters ,nikandros1 in welchem von der wohlriechenden ,zeusblume 7ends ,dis nthos7 die ,rede ist4 ,damit drfte wohl die strauchartige ,baumnelke 7,dianthus arboreus71 welche an den felsigen ,ksten des gischen ,meeres wild wchst1 gemeint sein4 ,jedenfalls haben die ,griechen und ,rmer unsere klassische ,gartennelke 7,dianthus caryophyllaceus -- letzteres ,wort bedeutet ,nublatt7 nicht gekannt4 ,die ,stammpflanze derselben ist im ,mittelmeergebiet heimisch1 wchst an felsigen ,stellen und hat einzeln stehende1 hchst angenehm gewrzhaft riechende ,blten und treibt zahlreiche stige1 verlngerte ,stengel4 ,sie variiert in der ,frbung der ,blten ganz auerordentlich und wurde in der ,neuzeit in allen nur erdenkbaren ,farbenvarietten gezchtet4 ,diese heute so auerordentlich beliebte ,zierblume wurde im muhammedanischen ,orient zur ,kulturpflanze erhoben und kam im #ac4 ,jahrhundert durch ,kreuzfahrer von dort nach ,mitteleuropa4 ,in einer noch wenig hochgezchteten1 fnfblttrigen ,form finden wir sie in der ,hand des ,mannes mit der ,nelke8 von ,jan van ,eyck 7zwischen #adcj und #addj in ,brgge gemalt1 jetzt in ,berlin7 als eine fr die damalige ,zeit moderne ,blume dargestellt1 whrend sie in dem ebenfalls in ,berlin befindlichen1 #aecb entstandenen lgemlde des deutschen ,kaufmanns ,georg ,gisse im ,stahlhof in ,london von ,hans ,holbein dem ,jngeren1 wo deren drei in einer durchsichtigen ,glasvase mit zwei ,henkeln stehen1 schon in mehreren ,nuancen von ,rot in teilweise gefllten ,exemplaren zu sehen sind4 ,in dem noch spter entstandenen ,portrt des englischen ,edelmannes ,simon ,george aus ,cornwall von demselben ,maler 7jetzt im ,stdtischen ,museum zu ,frankfurt a4 ,m47 ist in der rechten ,hand des mit hbschem ,barett geschmckten ,mannes eine ungefllte rote ,nelke mit fnf ziemlich groen ,blumenblttern dargestellt4 ,damals mssen die einfachen1 ungefllten ,nelken in dunkleren und helleren ,tnungen von ,rot die fast ausschlielich in ,europa gezogenen ,nelken gewesen sein4 ,in ,frankreich begann die ,nelkenzucht schon seit der ,zeit ,ludwigs ,,ix4 des ,heiligen 7geb4 #abae1 folgte seinem ,vater #abbf unter der ,vormundschaft seiner ,mutter ,blanca von ,kastilien1 unternahm #abdh einen ,kreuzzug1 von dem er gegen ein ,lsegeld von #ajjjjj ,mark ,silber von den ,sarazenen in gypten mit seinen ,brdern ,karl und ,alfons #abed nach ,frankreich zurckkehrte1 unternahm im ,juli #abgj einen ,zug gegen ,tunis1 auf welchem er am #be4 ,august #abgj im ,lager von ,tunis starb74 ,aber erst im #ag4 ,jahrhundert war die ,kultur dieser ,gartenpflanze in ,mitteleuropa zu einiger ,blte gelangt4 ,der erste1 von dem wir wissen1 da er die ,gartennelke leidenschaftlich liebte1 war ,ludwig ,,ii4 von ,bourbon1 ,prinz von ,cond1 der groe ,cond genannt 7#afba-affh71 einer der hervorragendsten franzsischen ,feldherren in den ,kriegen des #ag4 ,jahrhunderts4 ,ihm zu ,ehren trugen seine ,soldaten1 die er in der ,schlacht bei ,rocroi am #ai4 ,mai #afde zu ruhmreichem ,siege ber die ,spanier1 und am #c4 ,august desselben ,jahres zum ,sieg ber den bayerischen ,general ,mercy bei ,allersheim gefhrt hatte1 die ,nelke als ,sinnbild der ,tapferkeit und ,unerschrockenheit4 ,zur ,zeit der groen franzsischen ,revolution von #agic war die rote ,gartennelke1 von der bisher allein die ,rede war und die wohl bis dahin allein gezchtet wurde1 das ,emblem der in stolzer ,todesverachtung das ,schaffot besteigenden ,royalisten4 ,wie sie heute die ,blume des ,volkes ist1 war sie damals noch die ,blume der ,aristokratie1 wie in ,frankreich1 so auch in ,england und den brigen ,kulturstaaten ,europas4 ,bei den ,briten heit der ganze ,farbenbegriff ,rot nach der roten ,nelke pink4 ,erst spter wurde sie beim ,volke populr und wurde bei ihm die ,blume der ,liebe4 ,zuletzt spielte sie eine vorbergehende ,rolle als ,erkennungsmittel der ,anhnger des revanchelustigen franzsischen ,generals ,boulanger1 der dann1 als er seinen ehrgeizigen ,plan scheitern sah1 sich in ,belgien am ,grabe seiner einstigen ,geliebten erscho4 ,mit ,vorliebe trgt der ,torrero die rote ,nelke als ,kampfesschmuck und weiht sie nach erlangtem ,sieg ber seinen spitzgehrnten ,feind der ,dame seines ,herzens4 ,wenn die junge ,spanierin in ,begleitung ihrer ,duenna1 d4 h4 ,hterin1 nach der ,messe aus der ,kirche tritt1 richtet sich der erste ,blick ihres verstohlen drauen auf sie wartenden ,amorosos auf die ,nelke1 die auf einen ,moment unter der grazis gelfteten ,mantilla sichtbar wird4 ,die ,farbe der ,nelke bezeichnet ihm die ,stunde1 zu der er die ,angebetete ungestrt sprechen kann4 ,auch bei anderen ,romanen wird ihr solch stumme ,liebesbotschaft anvertraut1 wie der ,hyazinthe bei den ,trkinnen4 ,die ,italienerin weiht vor dem ,muttergottesbilde am ,kreuzweg den fr ihren ,geliebten bestimmten ,nelkenstrau durch inbrnstiges ,gebet und steckt ihn jenem als ,schutz- und ,gedenkzeichen zu1 bevor er mit den beladenen ,maultieren den gefahrvollen ,weg ber das ,gebirge antritt4 ,auch der rote ,nelkenstrau am ,hute des ,jagers8 gibt von der guten ,aufnahme bei seinem ,dearndel8 ,bescheid4 ,diese selbst trgt ,sonntags beim ,kirchgang eines ihrer blutroten ,nagerle8 auf ihrem ,betbchel8 als schnste ,zier4 ,von ,bauernhaus zu ,bauernhaus und von ,pfarre zu ,pfarre werden ,nelkensenker getauscht und wird so die schne ,blume1 der besondere ,liebling der ,landbevlkerung1 berallhin verbreitet4 ,in den ,alpen heit es1 man soll die ,nelken beim ,glockenklang sen1 dann werden sie reich gefllt4 berall ist sie neben den als ,geranien bezeichneten1 in allen ,farbennuancen von ,rot leuchtenden ,pelargonien in ,tpfen auf den ,fenstersimsen der ,bauernhuser zu finden und ist hier gleichsam das ,symbol des glcklichen ,zusammenlebens und huslichen ,friedens4 ,und je hher man ins ,gebirge steigt1 um so herrlicher leuchten die bunten ,farben dieser ,wunderblume4 ,so sind die ,engadiner ,nelken wegen der ,intensitt ihres ,kolorits und der ,gre ihrer ,blten weltberhmt2 auch die ,blten von #ad 3 #i cm ,durchmesser aufweisenden1 meist lachsrosa gefrbten ,harznelken erfreuen sich besonderer ,beliebtheit4 ,das ,wort ,nelke ist aus ,ngelein1 ,ngelken -- wie sie heute noch beim ,volke heit -- verkrzt4 ,ursprnglich bezeichnete man damit die ,gewrzngelein wegen ihrer hnlichkeit mit ,ngeln2 und als die ,blume aus dem ,oriente bei uns eingefhrt wurde1 bertrug man diesen ,namen auf die hnliche ,nagelgestalt und nicht minder aromatischen ,geruch aufweisende ,bltenpflanze4 ,gegen die ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts machte der ,lyoner ,grtner ,lon ,lille die ,nelkenkultur zu seiner ,spezialitt und von da an wurde die ,zucht dieser schnen ,blume auch von zahlreichen anderen ,grtnern mit besonderem ,eifer betrieben1 so da es heute gegen #bjjj ,varietten der ,nelke gibt4 ,am beliebtesten sind die ,remontantnelken1 d4 h4 solche1 die nach dem ,hauptflor an neugebildeten ,trieben nochmals blhen4 ,ebenfalls als ,gartenzierpflanze sehr geschtzt ist die leider duftlose chinesische ,nelke 7,dianthus chinensis71 eine1 wie schon der ,name sagt1 aus ,china zu uns gekommene1 hochgezchtete1 ein- oder zweijhrige ,pflanze mit prachtvollen1 bis #h cm im ,durchmesser haltenden1 in allen ,nuancen von ,rot1 ,purpur1 ,schwarzrot und ,wei leuchtenden1 auerordentlich zierlich gezeichneten1 sowohl einfachen als gefllten ,blten4 ,die schnste derselben ist die von einem russischen ,grtner eingefhrte ,d4 heddewigi 7,dianthus chinensis imperialis71 eine ungefllte ,art mit fnf ganz zerschlissenen1 karminroten ,blumenblttern mit weien ,saftmalen und schwrzlicher ,zone4 ,die in ,sdosteuropa heimische1 ausdauernde ,federnelke 7,d4 plumarius7 mit #b-e sehr wohlriechenden1 weien oder blaroten ,blten1 die auch in gefllten ,spielarten vorkommen1 wird hufig zur ,einfassung von ,blumenbeeten benutzt4 ,auch die ,studenten- oder ,bartnelke 7,d4 barbatus71 eine rosenrot blhende sddeutsche ,alpenpflanze1 und ihre ,spielart mit breiteren ,blttern 7,d4 latifolius7 sind beliebte ,gartenzierpflanzen4 ,nur ausnahmsweise kultiviert werden dagegen die auf feuchten ,waldwiesen ziemlich selten angetroffene ,prachtfedernelke 7,d4 superbus7 mit fein zerschlitzten1 blalila oder bla rosenroten ,blumenblttern1 die nach dem botanischen ,schriftsteller und ,reisenden ,joh4 ,franz ,suegier genannte ,dianthus seguieri in ,sd- und ,mitteldeutschland und die zu ,ehren der beiden ,naturforscher ,joh4 ,karthauser 7 #aggg7 und ,friedrich ,karthauser 7 #agif7 getaufte ,karthusernelke 7,d4 carthusianorum71 die ebenfalls blutrot1 nur mit drei dunkleren ,purpurstreifen durchzogen ist4 ,einige dieser ,nelken1 besonders die ,gartennelke1 dienten frher als ,heilmittel4 ,von den #aj ,arten ,lichtnelken 7,lychnis1 nach der ,theophrastischen ,bezeichnung lychns d4 h4 ,leuchte71 die in der ,alten ,welt1 vornehmlich in ,sibirien1 wachsen1 ist die #ej-hj cm hoch werdende brennende ,liebe8 oder ,feuernelke 7,lychnis chalcedonica7 mit scharlachroten ,blten und zweiteiligen ,blumenblttern aus ,westsibirien1 ,mittel- und ,sdruland zu nennen4 ,sie wird auch in ,varietten mit fleischfarbenen und weien1 auch gefllten ,blten bei uns als ,rabattpflanze gezogen4 ,ihre ,wurzel enthlt ,saponin und wird wie die ,seifenwurzel zum ,waschen gebraucht4 ,auch die ,kranzlichtnelke 7,l4 coronaria7 mit an die ,kornrade erinnernden purpurroten ,blten und ungeteilten ,blttern aus ,sdosteuropa wird bei uns hufig als ,zierpflanze kultiviert4 ,ebenso dienen die #bj-cj cm hohe ,l4 fulgens aus ,sibirien mit lebhaft roten1 vierteiligen ,blumenblttern1 ,l4 haageana aus ,japan1 wohl nur eine ,kulturform der vorigen1 mit orangeroten1 rosenroten oder weien ,blten1 ,l4 grandiflora aus ,japan mit sehr groen1 scharlachroten1 ungeteilten ,blumenblttern und ,l4 sieboldi1 ebenfalls aus ,japan1 mit noch greren1 weien ,blten als auch bei uns sehr geschtzte ,gartenzierpflanzen4 ,von ,abendlichtnelken 7,melandryum7 werden ,m4 album mit weien1 seltener rtlichen ,blten aus ,mittel- und ,nordeuropa1 wie auch ,sibirien und die im arktischen ,gebiete wachsende ,m4 rubrum mit hellpurpurnen ,blten1 auch in gefllten ,formen als ,zierpflanzen kultiviert4 ,ebenso wird von ,pechnelken 7,viscaria7 besonders ,v4 viscosa aus ,mittel-1 ,nordeuropa1 dem ,kaukasus und ,westsibirien mit roten ,blten in mehreren ,varietten1 auch gefllt1 gezogen4 ,von den ,klebnelken der ,gattung ,silene werden besonders das einjhrige ,marienrschen 7,s4 armeria7 aus ,mitteleuropa1 das aber auch nach ,nordamerika1 ,brasilien und ,ostindien verschleppt wurde1 mit karminroten ,blten in groen ,doldentrauben1 dann die im ,mittelmeergebiet heimische ,s4 pendula mit rosaroten ,blten in mehreren ,varietten als ,zierpflanzen kultiviert4 ,sie dienen namentlich auch zu ,einfassungen auf ,teppichbeeten und ,felsgruppen4 ,fr letztere eignet sich besonders die niedrige1 rotblhende1 arktische und hochalpine stengellose ,klebnelke 7,s4 acaulis74 ,endlich werden auch verschiedene ,arten der ,gattung ,statice1 deutsch ,strandnelken genannt1 weil sie meist in ,kstengegenden oder ,salzsteppen heimisch sind1 aus ,sd- und ,osteuropa1 von den ,kanarischen ,inseln und aus ,mittelasien als ,zierpflanzen kultiviert4 ,ihre hrigen oder traubigen ,bltenstnde dienen in der ,blumenbinderei1 werden auch getrocknet fr ,dauerstrue benutzt4 ,bei den alten ,griechen und ,rmern wurde das ,seifenkraut 7,saponaria officinalis7 an ,stelle der fehlenden ,seife verwendet und zu diesem ,zwecke auch kultiviert4 ,es enthlt besonders in den ,wurzeln das ,glykosid ,saponin1 das in ,wasser wie ,seife schumt4 ,die ,griechen nannten es strthion4 ,theophrast sagt von ihm1 es habe eine schne1 aber geruchlose ,blume4 ,columella gibt an1 da die ,schafe vor der ,schur mit der ,wurzel desselben gewaschen wurden1 und ,dioskurides meint3 ,das ,seifenkraut1 das die ,walker zur ,reinigung der ,wolle gebrauchen1 ist allgemein bekannt4 ,seine ,wurzel besitzt ,schrfe und ,heilkraft48 ,sein ,zeitgenosse ,plinius sagt3 ,das ,seifenkraut 7herba lanaria7 hat eine groe ,wurzel1 die man in ,stcke schneidet und zum ,waschen der ,wolle benutzt2 diese wird dadurch auerordentlich wei und weich4 ,man kultiviert sie eigens zu diesem ,zwecke48 ,ihre ,wichtigkeit verlor sich1 als die in ,germanien erfundene ,seife den ,rmern bekannt wurde und ihre ,stelle einnahm4 ,die fleischigen ,portulakarten mit gelben oder roten ,blten1 die sehr kurze ,zeit blhen und sich dann wie eine ,gallerte auflsen1 haben vielsamige ,fruchtkapseln1 die sich mit einem ,deckelchen 7portula1 ,trchen7 ffnen4 ,daher der ,name4 ,die mehr als #bj ,arten derselben wachsen in den ,tropen und ,subtropen der ,alten1 besonders aber der ,neuen ,welt4 ,der in den ,mittelmeerlndern heimische gemeine ,portulak 7,portulaca oleracea7 mit kleinen1 gelben oder gelblichweien ,blten wird in ,grten in mehreren ,spielarten als ,p4 sativa kultiviert4 ,die jungen1 sehr saftigen ,bltter werden als ,zutat zu ,salat oder ,suppenkraut gegessen1 auch mit ,essig eingemacht4 ,frher wurden ,kraut und ,same arzneilich benutzt4 ,die ,pflanze hie bei den ,griechen andrchn4 ,dioskurides sagt von ihr1 sie werde als ,speise genossen und gegen alle bel gebraucht4 ,mehrere ,arten werden als ,zierpflanzen angebaut1 so besonders die einjhrige ,portulaca grandiflora aus ,brasilien mit hellpurpur- oder karminroten1 weien oder gelben1 auch gefllten ,blten4 ,sie ist unter dem ,namen ,portulakrschen8 bekannt4 ,verschiedene ,mauerpfefferarten der ,gattung ,sedum werden in ,grten kultiviert1 so vor allem der weie ,mauerpfeffer 7,sedum album7 aus den ,mittelmeergegenden1 dessen ,kraut frher medizinisch verwendet wurde4 ,jetzt noch dienen die zarten ,bltter als ,salat und ,suppenwrze4 ,dasselbe geschieht mit dem groen ,gartentripmadam 7,s4 anacampseros7 mit purpurroten oder weien ,blten4 ,die ,stengel dieser ,pflanze werden in ,spalten der ,huser gesteckt und dienen als ,orakel fr das ,glck und die ,lebensdauer junger ,ehepaare oder der ,familienglieder4 ,auch der ,felsenpfeffer 7,s4 reflexum7 wird hier und da kultiviert und in derselben ,weise benutzt4 ,die an sonnigen ,pltzen ,sdeuropas bis ,kleinasiens wachsende ,schmerwurzel 7,s4 maximum7 mit #cj-fj cm hohem1 aufrechtem ,stengel mit weien1 grnlichgelben oder roten ,blten wird noch heute arzneilich gebraucht4 ,zahlreiche auslndische ,arten werden als ,zierpflanzen kultiviert1 so vor allem die prchtige1 #ahcj von v4 ,siebold aus ,japan eingefhrte ,s4 sieboldi4 ,sedum japonicum mit blaugrnen1 rotgesumten ,blttern und roten ,blten verwendet man als ,ampelpflanze oder zur ,einfassung in ,grten4 ,auch das in ,sibirien heimische ,sedum crassifolium mit roten ,blten in gedrngter ,rispe1 dessen ,bltter von den ,kalmcken als ,teesurrogat gebraucht werden1 wird bei uns hufig in ,grten gezogen4 ,wie der scharfe ,mauerpfeffer 7,sedum acre7 als kleines aezon 7d4 h4 immerlebend71 wurde die gemeine ,hauswurz 7,sempervivum tectorum7 als groes aezon schon im ,altertum auf ,dchern zur ,abhaltung des ,blitzes gepflanzt4 ,daneben wurde sie nach ,plinius als ,zierpflanze auch in irdenen ,tpfen gezogen und ihr aus den zerquetschten ,blttern gewonnener ,saft nach ,dioskurides als khlendes1 zusammenziehendes ,mittel auf ,brandwunden gelegt4 ,karl der ,groe befahl die ,anpflanzung der ,hauswurz auf seinen ,gtern4 ,so wurde sie1 auch mit ,hilfe der ,klster1 in ,mitteleuropa populr und spielte bis in die ,gegenwart in der lndlichen ,arzneikunde eine wichtige ,rolle1 indem der aus ihr geprete ,saft gegen ,halsentzndungen1 wunde ,brustwarzen1 ,bienenstiche und ,brandwunden verwendet wurde4 ,zur ,hexensalbe muten die ,bltter des ,donnerkrautes8 am ,donnerstage gepflckt werden4 ,von den ,steinbrechen 7,saxifraga7 dient die in den ,pyrenen und in ,irland heimische ,saxifraga umbrosa mit wei1 gelb und rot punktierten ,blten in lnglichen ,rispen ebenfalls zur ,einfassung in ,grten1 whrend die aus ,china und ,japan stammende ,s4 sarmentosa mit rotbehaarten ,blttern und weien oder blaroten ,blten sich als ,zierpflanze hufig in ,zimmern und ,gewchshusern findet4 ,die ,primeln oder ,schlsselblumen sind meist ,hochgebirgsbewohner4 ,die ,mehrzahl der etwa #adj ,arten wchst in ,europa und ,asien1 wenige kommen in ,nordamerika vor und bilden auch hier den ersten ,frhlingsschmuck der ,bergwiesen1 weshalb sie berhaupt ihren ,namen erhielten4 ,primula1 das ,verkleinerungswort des weiblichen prima1 bedeutet nmlich der kleine ,erstling4 ,diese ,bezeichnung bekam die ,pflanze1 weil sie mit dem ,veilchen als erster ,bote des ,lenzes erscheint und als solcher die ,gemter der aus der winterlichen ,enge in die ergrnenden ,fluren ,hinausziehenden doppelt erfreut4 ,im ,deutschen erhielt sie den ,namen ,schlsselblume1 weil sie als die erste ,frhlingsblume den ,himmel gleichsam erschliet4 ,als ,heilmittel war seit dem ,altertum besonders die arzneiliche ,schlsselblume 7,primula officinalis7 mit gelben ,blten sehr hochgeschtzt4 ,daraus bereiteter ,tee galt als sehr nervenstrkend und heilsam gegen ,krmpfe1 ,nervenzuflle und ,gemtsverstimmung4 ,schon die spter heilig gesprochene ,hildegard1 btissin des ,klosters ,rupertsberg bei ,bingen im #ab4 ,jahrhundert1 pries den hymelsloszel 7,himmelschlssel7 wegen seiner ,heilkraft4 ,auer solcher sollte er aber auch noch das ,vermgen besitzen1 den ,zugang zu verborgenen ,schtzen zu erschlieen4 ,er hie deshalb auch ,marien- oder ,petersschlssel4 ,bis in unsere ,zeit wurden wenigstens die ,blten arzneilich und die ,wurzel als ,niesmittel gebraucht4 ,mit ihr wurde auch die gelbblhende ,primula elatior von den ,wiesen und ,rainen in die ,grten verpflanzt und in ,kulturpflege genommen4 ,beide ,pflanzen werden jetzt in mehreren gelb1 rot1 braun1 auch gefllt blhenden ,varietten als ,zierpflanzen kultiviert1 ebenso die ,hybriden oder ,bastarde derselben mit ,primula acaulis4 ,letztere mit sehr kurzgestielter ,dolde und fnf safrangelben ,flecken auf dem flachen ,saum der hellgelben ,blumenbltter wchst im ,mittelmeergebiet und in ,mitteleuropa4 ,bei manchen ,varietten entwickelt sich der ,kelch in der ,form und ,farbe der ,blumenkrone1 so da zwei gleiche ,blumen ineinander zu stecken scheinen4 ,noch beliebter als die ,primeln waren im vergangenen ,jahrhundert1 whrend welchem sie sehr viel gepflanzte1 spielartenreiche ,modeblumen waren1 die in der ,gegenwart stark an ,beliebtheit eingebt haben1 die ,aurikeln1 die ihren ,namen von der ohrfrmigen ,gestalt ihrer ,bltter erhielten4 ,frher hie man sie auricula ursi1 d4 h4 ,brenhrchen4 ,die ,ausgangsform der ,gartenaurikeln ist die auf ,torfboden und an ,felsen der ,voralpen und ,alpen1 wie auch des ,schwarzwalds wachsende ,primula auricula mit mehlig bestubten ,blttern und schwefelgelben1 wohlriechenden ,blten mit flachem ,saum4 ,diese traf der ,botaniker und ,arzt ,clusius 7,charles de l',ecluse1 #aebf bis #afji71 damals ,hofbotaniker in ,wien im ,jahre #aehb im ,gschnitztal sdlich von ,innsbruck und nahm sie mit sich nach ,wien und #aeic bei seinem ,wegzuge nach ,leiden4 ,zugleich mit ihr fhrte ,clusius die rotblhende ,primula pubescens1 die als ein ,bastard der vorigen mit ,primula hirsuta anzusehen ist und bei ,innsbruck wchst1 in die ,grten ein4 ,in der ,mitte des #ag4 ,jahrhunderts wurden beide ,primelarten besonders in ,belgien1 ,holland1 ,england und ,deutschland in mehreren ,farbenvarietten mit ,vorliebe gezogen4 ,in der ,folge aber verschwand die bestndigere ,p4 auricula wieder vollstndig aus den ,grten und ,p4 pubescens war ausschlielich der ,ausgangspunkt der mchtig aufblhenden ,aurikelzucht1 die in den letzten ,jahrzehnten des #ag4 ,jahrhunderts ihren ,hhepunkt erreichte4 ,unter den ber #ajjj ,spielarten unterscheidet man einfarbige1 zweifarbige 7,dublettenaurikeln71 mehrfarbige 7,bizardaurikeln7 und verschiedenfarbige ,aurikeln 7,picottaurikeln74 ,eine hollndische ,art heit ,luiker1 d4 h4 ,ltticher4 ,englische ,sorten werden als gepuderte8 unterschieden1 weil sie eine starke ,bestubung der ,oberflche mit ,wachskgelchen aufweisen4 ,wichtiger als die einheimischen sind aber gegenwrtig die ostasiatischen ,aurikeln1 vor allem die ,primula chinensis aus ,sdchina mit ,dolden sehr groer1 hell lilafarbiger1 rosenroter oder weier ,blten4 ,obschon sie erst im ,jahre #ahbd von ,china nach ,england kam1 zhlt sie heute sehr viele ,spielarten mit weien und roten1 einfachen und gefllten ,blten4 ,sie ist als ,zimmer- und ,gewchshauspflanze gleich wertvoll1 blht das ganze ,jahr hindurch und liefert gutes ,material fr ,buketts1 was sehr wichtig ist4 ,besonders die weien1 gefllten ,blten sind fr die ,blumenbinderei von groer ,bedeutung4 ,ebenso stammt die sehr reichblhende ,primula obconica aus ,china2 sie ist dadurch allgemeiner bekannt geworden1 da die ,drsenhaare an der ,oberflche der ,bltter eine gelblichgrne ,flssigkeit ausscheiden1 die bei ,berhrung der ,pflanze empfindliche ,hautentzndung mit betrchtlich gestrtem ,allgemeinbefinden verursacht4 ,es scheint bei gewissen ,individuen eine besondere ,disposition vorhanden zu sein2 oft tritt die ,erkrankung erst mehrere ,stunden oder ,tage nach der ,berhrung der ,pflanze ein4 ,auch ,primula cortusoides aus dem ,osthimalaja und aus ,jn-nan1 wie auch ,pr4 japonica werden in mehreren ,spielarten in unseren ,grten kultiviert4 ,nicht minder geschtzte ,winterblher als die chinesische lieferte die nach ihr eingefhrte ,himalajaprimel1 die mit den ostasiatischen und europischen ,arten mehrfach gekreuzt wurde4 ,gelegentlich werden auch der blaue ,speik 7,primula glutinosa7 mit violetten1 wohlriechenden ,blten mit abstehendem ,saum1 der in den ,zentralalpen auf ,urgestein zu finden ist1 und die zierliche1 im hohen ,norden heimische1 als ,relikt der ,eiszeit auf feuchten ,alpenwiesen und auf ,torfboden des norddeutschen ,tieflandes -- aber auch in der ,magelhaensstrae -- angetroffene mehlig bestubte ,primel 7,primula farinosa7 mit fleischroten oder violetten ,blten mit gelbem ,schlunde in ,tpfen angepflanzt oder in ,grten gehalten4 ,gelegentlich geschieht dies auch mit der ,alpensoldanelle 7,soldanella alpina7 mit ihren zierlichen blulichen oder violetten ,bltenglckchen mit gefranstem ,saume4 ,eine weitere1 sehr geschtzte ,zierpflanze der ,alpen und ,voralpen ist das ,alpenveilchen 7,cyclamen europaeum71 wegen seiner plattkuchenfrmigen1 fleischigen ,knolle auch ,erdscheibe genannt4 ,letztere schmeckt in frischem ,zustande brennend scharf und enthlt das ,alkaloid ,cyclamin1 das1 in den ,magen gebracht1 heftiges ,erbrechen bewirkt und ins ,blut eingespritzt ttet4 ,frher wurden die ,wurzelknollen als drastisches ,purgiermittel benutzt2 sie verlieren aber durch ,kochen oder ,braten in ,asche ihre ,schrfe und werden deshalb von den ,russen gegessen4 ,die ,wildschweine sollen sie gerne und ohne ,nachteil fressen1 deshalb wird das ,cyclamen auch ,saubrot genannt4 ,das im einheimischen ,gebirge wachsende sdeuropische ,cyclamen war unter dem ,namen kyklminon schon bei den alten ,griechen bekannt und seine ,wurzelknolle wurde als ,heilmittel und zu ,zauberei benutzt4 ,plinius1 der sie selbst in ,anlehnung an die griechische ,bezeichnung cyclaminon nennt1 sagt1 sie werde von den ,rmern ,erdknollen 7tuber terrae7 genannt1 wachse im ,schatten1 habe purpurrote ,blten und eine breite1 einer ,rbe hnliche ,wurzel mit schwarzer ,rinde4 ,sie diene gegen ,schlangenbi4 ,sie sollte bei allen ,husern gezogen werden1 wenn es wahr ist1 da da1 wo sie steht1 kein ,zaubermittel wirkt1 weswegen sie auch ,amulett 7amuletum7 heit4 ,wein1 worin sie liegt1 soll sogleich berauschen4 ,die ,wurzel wird zerschnitten und getrocknet oder bis zur ,honigdicke eingekocht und aufbewahrt48 ,wie die einheimische ,art wird auch das persische ,alpenveilchen 7,cyclamen persicum7 aus ,vorderasien mit weien1 im ,schlunde roten ,blten viel in ,tpfen gezogen und ist durch ,kulturpflege zu ,formen mit sehr groen ,blttern und ,blten in allen ,nuancen von ,rot neben ,wei gezchtet worden4 ,dadurch1 da es im ,winter zum ,blhen gebracht werden kann und lange ,zeit hindurch im ,flor steht1 ist es eine der am hufigsten angetroffenen ,topfpflanzen der ,stdter geworden4 ,durch ,kreuzung des bunt gezeichneten efeubltterigen ,alpenveilchens mit kleinen ,blten mit dem persischen ,alpenveilchen mit weit schneren1 greren ,blten wurden ,hybriden erzeugt1 die die hbschen ,bltter der ersteren neben den schnen ,blten der letzteren aufweisen4 ,ebenfalls als ,blatt- und ,zierpflanzen sehr beliebt und deshalb hufig in ,tpfen kultiviert angetroffen werden die ,begonien oder ,schiefbltter4 ,von den ber #djj ,vertretern der in den ,tropen wachsenden ,familie haben sehr viele prachtvoll gefrbte ,bltter1 wachsen sehr schnell und lassen sich sehr leicht aus ,stecklingen ziehen4 ,legt man nmlich ein von ihnen abgeschnittenes ,blatt auf feuchte ,erde1 so wachsen aus allen ,stellen1 an denen die ,blattnerven verletzt wurden1 junge ,pflnzchen hervor4 ,unter den vielen bei uns in ,gewchshusern und als ,zimmerpflanzen gezogenen ,arten unterscheidet man #a4 ,blattbegonien1 die wegen ihrer prachtvoll gefrbten1 teilweise sehr bunten ,bltter gehalten werden4 ,sie sind seit dem ,anfang der #ahej;er ,jahre hchst beliebt geworden und stammen hauptschlich von dem ostindischen ,knigsschiefblatt 7,begonium rex71 dessen groe1 dunkelgrne ,bltter ein breites ,silberband mit gleichgefrbten ,flecken aufweisen4 ,es wurde mit anderen ,formen aus den ,tropen der ,alten ,welt gekreuzt und ergab zahlreiche schne ,spielarten4 #b4 ,blten- oder ,knollenbegonien1 die smtlich aus ,sdamerika stammen und in bezug auf ,effekt1 ,bltenflle und ,bltendauer mit den auerordentlich effektvollen ,scharlachpelargonien wetteifern4 ,die wichtigsten ,stammformen sind ,begonia boliviensis mit leuchtendroten ,blten aus ,bolivia1 ,b4 veitchi und davisi aus ,peru und ,b4 froebeli aus ,venezuela4 ,die ,blten der durch ,kreuzung dieser untereinander erhaltenen ,blendlinge variieren von ,wei und sattem ,gelb bis zum dunkelsten ,rot1 auch gibt es gefllte ,formen4 ,von den immergrnen1 strauch- oder halbstrauchartigen ,begonien werden mehrere ,arten besonders aus ,brasilien wegen ihrer ,monate hindurch und mehrfach im ,winter erscheinenden ,blten kultiviert4 ,sdamerika lieferte uns auch die hufig als ,zierpflanze1 besonders als ,schlingpflanze zur ,bekleidung von ,lauben gezogene vielblumige ,feuerbohne 7,phaseolus multiflorus71 die weie oder hochrote ,blten und ebare ,samen hervorbringt4 ,beliebte ,gartenzierpflanzen liefern auch die verschiedenen ,wicken1 vor allem die in ,sdeuropa heimische wohlriechende ,wicke 7,lathyrus odoratus7 mit sehr groen1 rot und violetten oder rot und weien1 wohlriechenden ,blten4 ,sie blht fast den ganzen ,sommer hindurch und eignet sich vorzglich zur ,verzierung niedriger ,gelnder4 ,dann die nordafrikanische ,wicke 7,lathyrus tingitanus7 mit groen1 einfarbigen1 violetten oder dunkelpurpurnen ,blten1 die griechische ,wicke 7,l4 climenum7 aus ,griechenland und ,kleinasien mit blauen ,blten1 an denen nur die ,fahne rot ist1 die ,bukettwicke 7,l4 latifolius7 mit einer ,traube von groen1 purpur- bis rosenroten ,blten1 die grobltige ,wicke 7,l4 grandiflorus7 mit besonders groen1 aber schwach wohlriechenden1 purpurroten ,blten1 beide aus ,sdeuropa4 ,alle diese werden in mehreren ,varietten kultiviert4 ,die ,gattung der ,winden 7,convolvulus7 mit trichterfrmigen ,blten ist in den ,grten besonders durch die nichtwindende dreifarbige ,winde 7,c4 tricolor7 aus dem ,mittelmeergebiet mit himmelblauen1 im ,grunde gelben1 in der ,mitte weien ,blten1 dann durch ,c4 mauretanicus mit ebenfalls himmelblauen und durch ,c4 dahurica mit rosenroten ,blten vertreten4 ,verwandt damit sind die schlingenden ,mina lobata und ,m4 lex aus ,mexiko mit gelb und rot gefrbten ,blten in langgestielten1 gabeligen ,bltenstnden1 die ebenfalls bei uns als ,zierpflanzen kultiviert werden4 ,ebensolche windende ,kruter sind die in #bd ,arten ausschlielich im wrmeren ,mittel- und ,sdamerika heimischen ,wunderblumen 7,mirabilis7 mit groen1 in der ,nacht geffneten ,blten4 ,unter ihnen werden die #fj-abj cm hohe ,mirabilis longiflora mit sehr langohrigen1 weien1 am ,schlund purpurnen1 sehr wohlriechenden ,blten aus den ,bergen ,mexikos und die ebendort heimische ,m4 jalapa1 die falsche ,jalape1 mit schnen roten1 gelben oder weien1 oder auch in diesen ,farben gestreiften und gesprenkelten1 geruchlosen ,blten in zahlreichen ,varietten bei uns kultiviert4 ,die ,wurzel wirkt abfhrend und wurde frher wie die offizinelle ,jalape verwendet4 ,zur ,gattung der ,boretschgewchse gehrt auerdem der als ,gewrz und geschtzte ,bienenweide in nicht nur dunkel- bis hellblauen1 sondern auch roten und weien ,formen gezogene gemeine ,boretsch 7,borago officinalis71 das in der gemigten ,zone der ,alten ,welt in #cj ,arten wachsende ,vergimeinnicht oder ,museohr 7,myosotis72 unter diesen ist das bei uns auf feuchten ,wiesen und an ,bchen wachsende gemeine ,vergimeinnicht 7,myosotis palustris7 mit in der ,knospe rtlichen1 spter himmelblauen ,blten mit gelbem ,schlund ein sehr beliebtes1 auch in ,grten angepflanztes ,blmchen4 ,neben ihm werden die zweijhrige1 mitteleuropische ,m4 silvatica mit der ,abart ,m4 alpestris mit rauhhaarigen ,stengeln und himmelblauen ,blten und noch manche andere kultiviert4 ,das strahlendste ,blau haben die ,blten von ,m4 azorica4 ,blendlinge von ihr mit ,m4 alpestris sind die ,m4 semperflorens mit sehr langer ,bltezeit und andere ,formen1 wie ,elise ,fonrobert84 ,ebenso werden von ,hundszungen der ,gattung ,cynoglossum purpurrote1 himmelblaue und weie ,arten in ,grten gezogen4 ,in der ,bukett- und ,kranzbinderei1 besonders fr ,grberschmuck viel verwendet werden die ,immortellen1 wie der franzsische ,name sagt unvergngliche8 ,blumen1 aus der ,familie der ,kompositen oder ,korbbltler mit trockenhutigen ,blumenhllblttern1 die lange ,zeit nach dem ,abschneiden ihre ,form und ihr frisches ,aussehen bewahren4 ,im ,deutschen bezeichnet man sie meist als ,strohblumen1 weil sie trocken wie ,stroh erscheinen4 ,durch diese vllig trockenhutigen ,hllbltter sind sie wie das ihnen sehr nahestehende1 neuerdings ebenfalls als ,zierpflanze kultivierte ,edelwei 7,gnaphalium leontopodium7 und andere filzige ,kruter1 mit diesem die ,wrme schlecht leitenden berzug gegen zu starke ,verdunstung an ihren von heier ,sonne beschienenen felsigen ,standorten geschtzt4 ,die wichtigste derselben ist die in ganz ,sdeuropa auf sonnigen1 trockenen ,felsabhngen wachsende gemeine oder gelbe ,strohblume oder ,gold-,immortelle 7,helichrysum stoechas7 mit am ,rande -- ebenfalls zum ,schutze gegen zu starke ,verdunstung -- zurckgerollten1 gerieben wohlriechenden ,blttern und goldgelben ,blten4 ,wegen letzteren nannten sie die alten ,griechen helichrsos1 d4 h4 ,sonnengold4 ,sie1 wie auch die ,rmer1 verwandten sie vielfach zum ,winden von sehr dauerhaften ,krnzen und als ,arznei4 ,der griechische ,arzt ,dioskurides 7im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr47 schreibt3 ,die ,gold-,immortelle 7helchrysos7 wird auch chrysnthemon 7d4 h4 ,goldblume7 und amranton 7d4 h4 die ,unverwelkliche7 genannt und dient zur ,bekrnzung von ,gtterbildern4 ,sie wchst an trockenen1 felsigen ,stellen und hat trockenen ,trauben hnliche1 goldgelbe1 runde ,blten4 ,man gebraucht sie als ,arznei1 legt sie auch zwischen die ,kleider1 um diese vor fressendem ,gewrm zu schtzen48 hnlich meldet sein ,zeitgenosse1 der ltere ,plinius3 ,die goldglnzenden1 bschelweise hngenden ,blten der ,gold-,immortelle 7helichrysos7 welken nie und dienen zur ,bekrnzung der ,gtterbilder4 ,namentlich hat ,ptolemus1 ,knig von gypten1 diese sehr sorgfltig damit geschmckt48 #djj ,jahre vor ihm schrieb ,theophrast4 ,es gibt ,quacksalber1 welche behaupten1 man erlange einen guten ,ruf1 wenn man sich mit der ,gold-,immortelle bekrnzt und sich dabei mit ,salbe aus einem ,gef von gediegenem ,gold einreibt4 ,jene ,pflanze hat aber eine goldfarbene ,blume1 ein weiliches ,blatt1 einen weilichen1 harten ,stengel und eine oberflchliche1 dnne ,wurzel48 ,in seinen ,idyllen sagt der um #bhj v4 ,chr4 lebende ,dichter ,theokrit aus ,syrakus1 der bedeutendste ,dichter der alexandrinischen ,periode1 ein ,meister der dann von ,bion und ,moschos und spter von ,vergil nachgeahmten bukolischen ,poesie1 d4 h4 der poetischen ,darstellung des ,hirtenslebens3 ,der ,becher ist mit ,efeu und ,gold-,immortellen bekrnzt81 und ,ihr ,haar war goldiger als ,gold-,immortellen1 ihre ,brust glnzender als der ,mond84 ,auch der ,dichter ,nikander spricht von ihr4 ,zu dieser einen1 im ,altertum ausschlielich gebruchlichen ,strohblume 7,helichrysum orientale7 kamen in neuerer ,zeit eine ,menge anderer hinzu1 so die auf den ,inseln des indischen ,archipels heimische franzsische ,immortelle1 so genannt1 weil sie besonders in der ,provence1 dann in ,erfurt kultiviert wird4 ,man gebraucht diese ,strohblume wie alle brigen1 auch gefrbt4 ,ebenso benutzt man die ,malmaison-,immortelle 7,helichrysum bracteatum7 und ,h4 macranthum mit greren ,blten4 ,beide stammen aus ,australien und werden vielfach kultiviert4 ,zu den ,immortellen rechnet man auerdem die sdeuropische ,papierblume 7,xeranthemum annuum7 mit weien und violetten ,blten1 welch letztere mit ,suren lebhaft rot gebeizt werden2 dann das australische ,acroclinium roseum mit rosenroten und weien und die ebenfalls australische ,rodanthe manglesii mit karminroten ,blumenblttern und gelber ,scheibe4 ,ferner das vom ,kap der ,guten ,hoffnung stammende ,helipterum speciosissimum mit wei und braunen1 und ,h4 corymbiflorum mit roten ,blten1 die weikpfige1 geflgelte ,sandimmortelle aus ,australien und die ostindische ,gomphrena globosa mit roten 7rote ,immortelle7 und weien ,blten4 ,weiter wird auch ,anaphalis margaritacea mit weifilzigem ,stengel1 unterseits filzigen1 lineallanzettlichen ,blttern und weien ,blten als virginische ,immortelle zu ,trockenbuketts benutzt4 ,endlich werden auch die verschiedensten ,disteln1 vor allem die ,silberdistel 7,carlina acaulis7 und die ,karden 7,dipsacus7 als ,trockenblumen verwendet4 ,sehr gro ist die ,zahl der ,kompositen1 die zu ,gartenzierpflanzen erhoben wurden4 ,die wichtigsten derselben sind3 die aus ,sdeuropa stammende rote und weie ,spornblume 7,centranthus71 die samtartig schwarzrote ,knopfblume 7,scabiosa atropurpurea71 die neben der violetten ,s4 columbaria und purpurnen ,s4 lucida kultiviert wird1 dann die ebenfalls aus ,sdeuropa zu uns gekommene goldgelbe ,ringelblume 7,calendula officinalis71 deren ,kraut zum ,gelbfrben der ,butter und deren ,blten zur ,verflschung des ,safrans dienen4 ,auch von den ,kreuzkrutern 7,senecio7 werden verschiedene ,arten als ,gartenzierpflanzen kultiviert1 so ,senecio cruentus mit purpurnen ,strahlen- und gleichgefrbten oder gelben ,scheibenblten von den ,kanarien in zahlreichen ,varietten mit groen1 sehr verschiedenfarbigen ,blten als ,zimmerpflanze1 dann ,s4 elegans mit weien oder roten ,blten aus ,afrika ebenfalls in mehreren ,varietten1 ,s4 kmpferi aus ,japan und ,s4 giesebrechti als sehr dekorativer hoher ,strauch aus ,mexiko fr das ,kalthaus4 ,groer ,beliebtheit erfreuen sich die sehr nahe mit diesen verwandten ,cinerarien oder ,aschenkruter1 die wegen der ,aschenfarbe der ,unterseite der ,bltter mancher ,arten so genannt werden4 ,die ,bastardcinerarien der ,grtner haben unten meist weifilzige ,bltter und bunte1 purpurne1 violette und weie ,blten4 ,wegen der ,schnheit und ,farbenflle der letzteren gehren sie zu den beliebtesten ,topfzierpflanzen4 ,beliebt sind auch die auf steinigen1 sonnigen ,pltzen wachsenden ,katzenpftchen 7,antennaria7 mit weien oder purpurroten ,blten1 ferner die stattliche ,sonnenblume 7,helianthus annnus71 welche #aefi aus ihrer ,heimat ,mexiko nach ,europa kam1 und vor allem die ebendaher stammende verschiedenfarbige ,dahlie4 ,diese nach dem schwedischen ,botaniker ,dr4 ,dahl1 der #aghg zu ,abo starb1 so benannte1 aber von ,willdenow nach der lteren1 von ,thunberg dem berhmten ,reisenden und ,botanikprofessor ,georgi in ,st4 ,petersburg zu ,ehren gegebene ,benennung 7,georgina variabilis7 in ,georgine umgetaufte ,zierpflanze mit knollig verdickter ,wurzel1 #a1e-a1h m hohem ,stengel und seltener einfachen1 meist gefllten ,blten wurde zuerst ums ,jahr #aghd durch ,vincent ,cervantes1 ,professor und ,direktor des botanischen ,gartens in ,mexiko1 an den spanischen ,mnch und ,vorsteher des botanischen ,gartens ,cavanilles nach ,madrid gesandt4 ,dieser beschrieb sie #agia als ,dahlia pinnata 7mit gefiederten ,blttern74 ,da aber der ,name ,dahlia von ,thunberg bereits an eine andere ,pflanze vergeben war1 nannte man sie nach dem ,vorschlage von ,willdenow ,georgina4 ,von ,spanien aus verbreitete sich die prchtig blhende ,gartenpflanze nach allen ,kulturlndern der ,alten ,welt1 kam #aghg nach ,england1 #ahjd durch ,alexander von ,humboldt1 der ,samen aus ,mexiko nach ,berlin sandte1 nach ,deutschland1 wo im ,berliner ,botanischen ,garten zahlreiche ,farbenvarietten aus ihr gezchtet wurden4 ,doch kannte man die ,georginen um #ahjj schon in ,dresden4 ,die erste gefllte ,georgine zog #ahjh der ,garteninspektor ,hartwig in ,karlsruhe1 und #ahbd begann ,deegen in ,kstritz seine erfolgreichen ,kulturen4 ,weil die ,georgine im ,herbst bis zum ,eintritt des ersten ,frostes1 der allerdings das ,laub derselben zum ,absterben bringt1 so da sie schwrzlich1 wie verbrht erscheint1 ihre zahlreichen prchtigen ,blten entfaltet1 zu einer ,zeit also1 da die meisten anderen ,gartenblumen bereits verblht haben1 ist sie eine ,lieblingspflanze unserer ,grten geworden1 mit der man in manchen ,gegenden einen groen ,kultus treibt1 indem man zur ,zeit ihrer ,blte ,georginenfeste arrangiert1 bei denen die ,lokale mit den abgeschnittenen ,blten ausgeschmckt und aus den verschiedenen ,farben groe ,tableaus zusammengestellt werden4 ,von den #i ,arten1 die smtlich auf der mexikanischen ,hochebene heimisch sind1 ist ,georgina variabilis die ,stammpflanze von ber #bjjj ,varietten4 ,bis zur ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts war man bemht1 mglichst volle1 prall gefllte ,blumen in den verschiedensten ,farben zu erzielen4 ,man unterschied nach der ,form der ,blten3 anemonenbltige mit groen ,strahlenblten und kleinen1 in ,form einer ,halbkugel geordneten ,scheibenblten -- heute werden sie nur noch selten gezogen --1 dann kugelbltige mit zahlreichen1 gleichgeformten1 sich nach hinten zurcklegenden ,blten1 flachbltige mit gleichgeformten1 flach ausgebreiteten1 in der ,regel zurckgebogenen ,blumenblttern1 rhrenbltige mit rhrigen und ohrbltige mit ohrfrmigen ,blumenblttern4 ,sie treten in allen ,farbennuancen vom zartesten ,wei bis zum intensivsten ,gelb und zum dunkelsten ,schwarzpurpur auf4 ,die ,liliputgeorginen haben sehr kleine1 reizend geformte ,blten1 die ,zwerggeorginen sind von niedrigem1 zwerghaftem ,wuchs und zur ,topfkultur geeignet4 ,seit ,anfang der #ahgj;er ,jahre sind wieder einfach blhende ,spielarten unter dem ,namen ,dahlien in mannigfachen ,farben und ,zeichnungen beliebt geworden1 daneben auch die ,kaktusdahlien1 deren ,blten von dem streng symmetrischen ,bau der lteren gefllten ,dahlien wesentlich abweichen und sich durch spitze1 strahlige1 nadelartige1 gewundene1 namentlich aber gelockte ,blten auszeichnen4 ,sie haben seit einigen ,jahren die alten ,georginensorten fast vollstndig verdrngt4 ,diese ,abart der ,georginen stellt eine typische1 durch ,mutation pltzlich von selbst entstandene ,sprungvariett dar4 ,der alte ,georginenzchter van den ,berg in ,jutphaas 7,holland7 verdankt sie einem ,zufall4 ,er hatte sich von einem ,geschftsfreund in ,mexiko eine grere ,sendung mexikanischer ,knollen1 ,wurzelstcke und ,zwiebeln kommen lassen4 ,die ,sendung war aber unterwegs bis auf eine einzige ,knolle verdorben4 ,nur diese trieb aus -- es war die ,kaktusdahlie mit ,blten1 die in dieser ,form in ,mexiko selbst ganz unbekannt ist4 ,in bezug auf ,gre und ,form der ,knollen1 der ,belaubung und namentlich der ,blten1 die wie bei allen anderen ,kompositen dadurch gefllt werden1 da auch die ,scheibenblten wie die ,strahlenblten eine farbige1 zungenfrmige ,blumenkrone ausbilden1 weichen die verschiedenen ,georginen so sehr untereinander ab1 da man kaum irgendwo in ,grten die typische ,form auffinden kann4 ,die zahllosen1 mit dem ,untergange der ,knollen wieder verschwindenden ,spielarten entstanden und entstehen durch knstliche ,befruchtung und namentlich durch ,samenzucht1 die alljhrlich neue ,varietten liefert1 die nie den vorjhrigen ganz gleich sind4 ,die gegen ,klte sehr empfindlichen ,knollen mssen vor dem ,eintritt des ,frostes aus der ,erde genommen und im ,keller berwintert werden4 ,im ,frhjahr1 sobald keine ,nachtfrste mehr zu frchten sind1 werden sie #e cm tief ausgepflanzt4 ,die ,vermehrung geschieht durch ,teilung der ,knollen oder durch ,stecklinge1 die man von den mit berflssigen ,keimen versehenen ,knollen ablst1 sobald sie etwa #aj cm lang geworden sind4 ,neue ,spielarten erzielt man aus ,samen1 den man von den ersten ,blten besonders schner ,varietten sammelt4 ,die ,wurzelknollen enthalten reichlich ,inulin1 eine dem ,strkemehl hnliche ,substanz der ,kompositenwurzeln1 die sich in heiem ,wasser lst1 beim ,erkalten wieder ausscheidet und1 mit ,schwefelsure zusammengebracht1 ,zucker gibt4 ,aus diesem ,grunde dienen die ,dahlienknollen in ihrer ,heimat ,mexiko als geschtztes ,nahrungsmittel4 ,sehr zahlreiche ,zierpflanzen hat die artenreiche ,familie der ,astern geliefert1 deren ,blten neben den ,georginen den ,schmuck unserer ,grten zur ,herbstzeit1 da sonst wenig andere ,blumen mehr zu sehen sind1 bilden4 ,von den ber #bjj meist der nrdlichen ,erdhlfte1 und zwar vorzugsweise ,nordamerika angehrenden ,asterarten sind verschiedene vom ,menschen in ,pflege genommen worden und haben sich im ,laufe der ,zeit zu prchtigen ,kulturpflanzen entwickelt4 ,so finden wir nicht nur die auf sonnigen1 felsigen ,hgeln ,sd- und ,mitteleuropas wildwachsende blaue ,aster 7,aster amellus71 sondern auch die in ,nordasien und den hheren ,gebirgen ,mitteleuropas heimische violette ,aster 7,aster alpinus7 seit langem in ,grten angepflanzt4 ,von ersterer spricht bereits der rmische ,dichter ,vergil in augusteischer ,zeit1 indem er in seiner ,georgica sagt3 ,auf den ,wiesen steht die ,blume amellus1 welche in dichter ,menge wchst4 ,sie ist goldgelb und von dunkelvioletten ,blumenblttchen umgeben1 hat einen scharfen ,geschmack und dient zu ,krnzen4 ,ihre in ,wein gekochte ,wurzel dient als ,arznei fr kranke ,bienen48 ,letzteres sagt auch ,columella und fgt hinzu1 da die ,blumen des amellus den ,bienen angenehm seien4 ,die ,griechen -- so ,dioskurides -- nannten sie astr1 und in ,anlehnung daran spricht auch ,plinius in seiner ,naturgeschichte von ihr als aster4 ,auer diesen beiden sind auch die am ,meeresstrand und auf ,salzboden gedeihende lilafarbene ,strandaster 7,aster tripolium7 mit gelber ,bltenscheibe und mehrere andere ausdauernde ,arten namentlich ,nordamerikas als ,herbstastern in ,grten beliebt und teilweise auch verwildert4 ,mit prchtigen1 verschiedenfarbigen ,strahlenblten versehen sind die in ,china und ,japan heimischen ,gartenastern 7von ,callistephus chinensis71 die sich von unseren ,astern durch stark laubbltterige uere ,hllbltter unterscheiden und in etwa #fj gefllten ,formen in #fgjj ,farbenvarietten als die wichtigsten aller einjhrigen ,gartenpflanzen kultiviert werden4 ,die ersten ,vertreter dieser hauptschlich vom uralten ,kulturvolke der ,chinesen hochgezchteten ,formen1 die von jenen mit ,vorliebe auf den ,kunstgegenstnden aus ,porzellan und ,seide dargestellt werden1 kamen zu ,ende des #ah4 ,jahrhunderts durch den ,jesuiten d',incarville aus ,china nach ,frankreich1 um von hier aus durch ,europa verbreitet zu werden4 ,sie sind bei uns die weitaus verbreitetsten ,astern4 ,sehr nahe ,verwandte der ,astern1 die vielfach zu ihnen gerechnet werden1 sind die ,wucherblumen1 die in den ,goldastern oder ,chrysanthemen hchst wertvolle und neuerdings auch bei uns sich zunehmender ,beliebtheit erfreuende ,zierblumen hervorgebracht haben4 ,ihr bescheidenster ,vertreter ist die ausdauernde groe ,gnseblume oder ,marienblume 7,chrysanthemum leucanthemum7 mit weien ,strahlen- und gelben ,scheibenblten1 die in ,europa auf ,wiesen und ,rainen gemein ist und schon frh in die ,grten verpflanzt wurde4 ,mit den ,europern wanderte sie in andere ,erdteile und brgerte sich in ,nordamerika1 wie auch in ,neuseeland ein4 ,ihre zarten ,sprosse werden in ,italien als ,salat gegessen2 ihre ,blten dagegen werden wie diejenigen der ihr nahe verwandten ,bertramwurz oder ,mutterkrautkamille 7,chrysanthemum parthenium7 arzneilich verwendet4 ,beide werden in vielen ,varietten als ,zierpflanzen kultiviert1 letztere besonders auch in ,formen mit goldgelben ,blttern zur ,bepflanzung von ,teppichbeeten4 ,andere ,arten dieser ,familie liefern das ,insektenpulver1 so besonders die beiden mit rosa- oder fleischfarbenen ,strahlenblten versehenen ,chrysanthemum roseum und marschalli im ,kaukasus1 in ,armenien und ,nordpersien4 ,das ebenfalls in ,persien heimische ,chrysanthemum cinerariaefolium mit sehr kleinen1 gelben ,scheibenblten und weigelblichen ,strahlenblten wird1 wie auch das dalmatinische ,chrysanthemum roseum in zahlreichen ,spielarten bei uns kultiviert2 ebenso das nordafrikanische ,chrysanthemum carinatum mit schwarzroten bis braunvioletten ,scheiben- und weien ,strahlenblten4 ,sie variiert in den mannigfaltigsten ,farben und stellt eine der ausgezeichnetsten ,florblten dar4 ,ebenso ist das sdeuropische ,chrysanthemum coronarium mit gelber ,bltenscheibe und gelbem ,strahl bei uns eine beliebte ,gartenzierpflanze4 ,auch die ,strauch-,marguerite der ,kanaren 7,chrysanthemum frutescens7 wird in hohen und zwerghaften ,formen1 wei- und gelbblhend bei uns im ,kalthaus kultiviert und im ,winter in groer ,menge aus dem ,sden eingefhrt4 ,nicht nur als ,zierpflanze1 sondern auch als ,kchengewrz und ,arzneimittel gegen ,wrmer wird die in ,sdeuropa heimische ,frauenminze 7,chrysanthemum balsamita7 mit balsamisch riechenden ,blttern und gelben ,blten in unseren ,grten angepflanzt4 ,schon von ,karl dem ,groen wurde sie als ,costus hortensis1 d4 h4 ,gartenkostus1 zum ,anbau empfohlen und ihres wrzigen ,geruches wegen im ,mittelalter an ,stelle des ,hopfens als ,bierwrze verwendet4 ,jetzt dient sie vielfach auch zur ,herstellung von ,totenkrnzen und anderem ,grberschmuck4 ,blumistisch sehr viel wertvoller ist das ausdauernde ,herbstchrysanthemum1 die indische ,goldaster 7,chrysanthemum indicum71 die noch mehr als bei den ,sdasiaten bei den ,ostasiaten1 zumal den ,japanern1 zur nationalen ,lieblingsblume wurde4 ,schon lange vor dem ,beginn der christlichen ,zeitrechnung wurde sie im ,lande der aufgehenden ,sonne in den zahlreichsten ,farbenvarietten mit weien1 gelben1 orangefarbenen1 braunen1 roten1 schwarzpurpurnen und zweifarbigen ,blten kultiviert4 ,dabei unterscheidet man einfache ,sorten1 rhrenbltige1 zungengefllte1 anemonenbltige und ,pomponchrysanthemen4 ,sowohl in ihrer ,stammform1 dem einfachen ,herbstchrysanthemum 7japanisch nogiku71 als seinen hochgezchteten ,kulturvarietten 7japanisch kiku7 spielt es wie heute1 so bereits in den ersten ,jahrhunderten unserer ,zeitrechnung in der ,poesie und ,malerei der ,japaner eine sehr groe ,rolle4 ,nach der ,aussage der ,japaner erreichte diese ,blumenzchtung im #af4 ,jahrhundert ihren ,hhepunkt4 ,ein aus jener ,zeit stammendes ,gemlde aus dem ,besitze der ,familie ,takatsukasa1 auf welchem ein ,chrysanthemumgarten in ,kioto dargestellt ist1 erregte auf der letzten ,pariser ,weltausstellung vom ,jahre #aijj allgemeine ,bewunderung4 ,noch heute werden im ganzen ,inselreich diese ,blumen in tausenden von ,spielarten in den mannigfaltigsten knstlichen ,formen und ,zusammenstellungen1 die menschliche und ,tiergestalten bis zu #aj m ,hhe1 ja historische und dramatische ,begebenheiten1 ,darstellungen aus ,mrchen usw4 wiedergeben1 gezchtet1 und am #i4 ,september feiert das ganze ,volk das ,fest der ,kiku1 die zum ,sinnbilde langen ,lebens wurde4 ,die meisten ,varietten dieser ,zierpflanze in seinem ,garten zu besitzen1 kann sich auer dem japanischen ,kaiser angeblich noch der sehr reiche ,graf ,okuma in ,tokio rhmen4 ,sonst sehen es die ,liebhaber der ,kiku1 deren ,zahl ,legion ist1 darauf ab1 eine ihnen besonders zusagende ,form in mglichst eigenartiger ,ausbildung zu erlangen4 ,als ,beispiel fr die ,mhe1 die auf die ,zucht neuer ,rassen verwendet wird1 soll hier erwhnt werden1 da der ,zchter ,hayashi jedes ,jahr #cjjjj ,chrysanthemen der ,sorte ennichi-giku1 bei der es darauf ankommt1 mglichst bizarr gestaltete ,blten zu erzielen1 kultiviert1 unter denen sich hchstens #e ,exemplare finden1 die seinen ,anforderungen entsprechen und zur ,nachzucht verwendet werden4 ,zu mglichster ,gre herangezchtet ist das ,riesenchrysanthemum ,zukuri1 das ber tausend ,blumen tragen kann2 das ,gegenstck dazu bildet die ,zwergpflanze bonsai-zukuri4 ,hironishi ist eine ungefllte ,rasse1 deren ,blumen nur #af ,blumenbltter enthalten drfen4 ,es ist dies die ,kaiserblume1 von der das ,chrysanthemumwappen der kaiserlichen ,familie abgeleitet ist4 ,die ipon-zukuri ist eine ,rasse mit nur einer ,achse und nur einer ,blte4 ,schon im ,jahre #afhh kultivierte man in ,holland #f aus ,ostasien eingefhrte ,spielarten von ,chrysanthemen1 aber erst hundert ,jahre spter fand die ,pflanze grere ,verbreitung in ,europa und wird seit #ahbf1 wo dies in ,toulon zuerst geschah1 auch bei uns aus ,samen gezchtet4 ,in neuerer ,zeit wurde sie namentlich in ,england1 dann auch in ,deutschland zu groer ,vollkommenheit gebracht2 doch werden noch immer viele ,varietten aus ,japan und ,china eingefhrt4 ,obwohl wir es hierin noch lange nicht mit den ,japanern aufnehmen knnen1 so besitzen wir bereits eine ,menge von ,spielarten derselben mit weien1 gelben1 orangefarbenen1 braunen1 roten1 schwrzlich purpurfarbigen1 auch zweifarbigen ,blten mit den verschiedensten ,formen der ,blumenkrone und ihrer einzelnen ,bltter4 ,alle diese wunderbaren ,abnderungen erzielen die ,zchter teils durch knstliche ,auslese1 teils durch ,hybridation oder ,kreuzung und durch zufllig auftretende ,mutationen4 ,die wunderbaren1 riesigen ,blumen1 die neuerdings auf ,ausstellungen und in ,schaufenstern der ,blumenlden unser ,staunen erregen1 gehren nicht1 wie man glauben knnte1 einer besonderen ,art an1 sondern es sind anormale ,bltenstnde1 berblumen81 die durch eine eigene ,kulturmethode erzeugt werden4 ,man bringt die ,chrysanthemen zu diesem ,zwecke in ein ,kalthaus1 wo sie ganz dicht am ,fenster aufgestellt werden4 ,an jeder ,pflanze lt man nur wenige ,bltter und schneidet die ,bltenknospen gleich nach ihrem ,erscheinen bis auf eine einzige ab4 ,unter der ,einwirkung der sehr starken ,dngung nimmt dann diese1 mehr als sonst blich ernhrte ,blume einen riesigen ,umfang an1 der mitunter sogar demjenigen eines ,menschenkopfes gleichkommt4 ,dabei hngen die stark verlngerten ,blumenbltter1 die zu lang sind1 um sich selbst aufrecht halten zu knnen1 in grazisen ,linien herunter und verleihen diesen ,blten einen absonderlichen ,ausdruck1 der sehr dem modernen ,geschmacke entspricht4 ,das ,strauenfederchrysanthemum mit bewimperten ,blttern ist wie die ,kaktusdahlie eine vor einigen ,jahren in einem einzigen ,exemplare beim ,blumenzchter ,alphonse ,hardy aufgetretene ,sprungvariett1 die sich infolge ihres absonderlichen ,aussehens rasch einbrgerte4 ,von weiteren bemerkenswerten ,kompositen1 die als ,gartenzierpflanzen kultiviert werden1 ist die ,flockenblume 7,centaurea7 zu nennen1 deren #dgj ,arten meist im ,mittelmeergebiet heimisch sind4 ,unsere blaue ,kornblume oder ,cyane -- vom griechischen kanos blau so genannt -- 7,centaurea cyanus7 ist ein ,sommergewchs aus ,sizilien1 das mit dem ,klatschmohn 7,papaver rhoeas7 als ,ackerunkraut wahrscheinlich schon zur ,pfahlbauzeit mit dem ,getreide nach ,mitteleuropa verbreitet wurde4 ,diese einstige ,lieblingsblume ,kaiser ,wilhelms ,i41 die als solche bei dessen ,lebzeiten sich besonderer ,gunst in ganz ,deutschland erfreute1 wird heute in ,arten mit mannigfach gefrbten ,blten als ,zierpflanze in ,grten kultiviert4 ,auch die auf ,kalkbergen und ,gebirgswiesen wachsende ,bergflockenblume 7,centaurea montana7 mit greren himmelblauen1 in der ,mitte purpurrtlichen ,blten und die #b m und darber hoch werdende ,centaurea atropurpurea werden als ,zierpflanzen gezogen4 ,aus dem ,orient und dem stlichen ,mittelmeergebiet kam die ,bisamflockenblume 7,centaurea moschata7 mit groen1 weien oder violett gefrbten1 schwach nach ,bisam 7,moschus7 riechenden ,blten zu uns1 ebenso die ,centaurea orientalis1 whrend die ,centaurea ragusina mit fein zerschlitztem1 weifilzigem ,laub und gelben ,blten aus ,dalmatien stammt4 ,die niedrige1 ebenfalls weifilzige ,centaurea candidissima wird gerne zu ,teppichbeeten verwendet1 whrend die ,centaurea macrocephala mit #ij cm hohem ,stengel und goldgelben ,blten von #i cm ,durchmesser mehr als ,einzelpflanze auf ,rasen kultiviert wird4 ,aus dem sdlichen ,nordamerika kam die schne ,zinnie 7,zinnia elegans7 als prchtige einjhrige ,gartenzierpflanze zu uns4 ,ihren ,namen erhielt sie nach ,joh4 ,gottfried ,zinn 7#agbg-agei71 der zu ,schwabach bei ,nrnberg geboren wurde und als ,professor der ,medizin in ,gttingen starb4 ,er gab eine ,beschreibung der um jene ,universittsstadt wachsenden ,pflanzen heraus4 ,die #ab ,arten ,zinnia wachsen in ,mexiko1 ,arizona und ,texas4 ,die ,zinnia elegans wird #fj-hj cm hoch1 hat gegenstndige ,bltter1 groe ,bltenkpfe mit kleinen1 gelben ,scheibenblten und groen1 gelben ,strahlenblten4 ,sie wird in vielen ,varietten mit goldgelben1 purpur- und scharlachroten1 rosa1 reinweien1 gestreiften1 einfachen1 gefllten und krausen ,blten bis zu ,riesenformen kultiviert4 ,ebenso ,z4 haageana und ein ,bastard zwischen beiden1 ,z4 darwini1 von dem wieder mehrere ,spielarten gezchtet wurden4 ,ebenfalls aus ,nordamerika stammt das zweifarbige ,schngesicht 7,calliopsis bicolor71 das in unseren ,grten wegen seiner goldgelben bis braunen ,strahlenblten als schnblhende ,zierpflanze allgemein beliebt ist4 ,desgleichen verhlt es sich mit der nordamerikanischen geschlitzten ,rudbeckie 7,rudbeckia laciniosa7 mit brunlicher ,scheibe und abstehenden1 gelben ,strahlenblten4 ,sie wurde von ,karl von ,linn nach dessen ,lehrer und ,freund ,hans ,rudbeck1 ,professor der ,botanik in ,upsala in ,schweden1 wo er #affj geboren wurde und #agdj starb1 genannt4 ,auch ,silphium perfoliatum mit gelben ,blten ist eine aus ,nordamerika stammende ,gartenzierpflanze1 die teilweise verwildert ist1 wie die von ebendorther stammende ,meerambrosie 7,ambrosia maritima74 ,letztere erhielt von ,linn diesen ,namen wegen ihres angenehmen ,geruchs1 der an die ,ambrosia1 die ,nahrung der unsterblichen ,gtter1 erinnern sollte1 erstere dagegen von dem berhmten ,heilmittel und ,gemse slphion1 das die ,griechen aus ,kyrene in ,nordafrika bezogen und das eine mit dem ,stinkasant verwandte ,doldenpflanze und keine ,komposite wie diese war4 ,von den etwa #ajj im wrmeren ,amerika1 besonders zahlreich in ,mittelamerika1 wachsenden ,steviaarten werden ebenfalls mehrere1 so die purpurrote ,stevia purpurea1 die weie ,s4 serrata und die fleischfarbige ,s4 ivaefolia bei uns in ,grten kultiviert und liefern ein beliebtes ,material fr die ,blumenbinderei4 ,von den fast ausschlielich nordamerikanischen ,goldruten 7,solidago7 wird besonders die kanadische ,goldrute 7,solidago canadensis71 die in ihrer ,heimat gegen den ,bi der ,klapperschlangen gebraucht wird und deshalb ,klapperschlangenkraut heit1 nebst einigen anderen ,arten als ,zierpflanze kultiviert1 findet sich aber auch mehrfach bei uns verwildert4 ,aus dem wrmeren ,amerika1 wo sie in #bj ,arten vertreten sind1 stammen auch die ,toten- oder ,samtblumen 7,tagetes7 mit zierlichen ,kpfchen von gelben und orangefarbenen ,blten4 ,besonders ,tagetes patula und ,t4 erecta1 die beide einander sehr hnlich sind und stark aromatisch riechen1 werden in mehreren ,varietten als ,gartenpflanzen kultiviert4 ,man kennt sie in ,europa seit dem #af4 ,jahrhundert4 ,sehr schne ,gartenpflanzen sind auch ,t4 signata und ,t4 lucida4 ,selbst das berall auf unsern ,wiesen wachsende gemeine ,gnseblmchen oder ,tausendschnchen 7,bellis perennis7 mit gelben ,scheiben- und weien oder roten ,zungenblten1 das frher namentlich vom ,landvolke als ,heilmittel gegen ,auszehrung gebraucht wurde1 ist vom ,menschen in ,kulturpflege genommen worden und wird besonders in der rotblhenden einfachen oder gefllten ,spielart mit teilweise sehr groen ,blten zur ,einfassung von ,gartenbeeten und als ,topfpflanze in ,blumenfenstern gezogen4 ,seinen deutschen ,namen erhielt es davon1 da es besonders hufig auf ,feldern wchst1 auf denen ,gnse zur ,weide getrieben werden1 und weil es gerne von diesen gefressen wird4 ,tausendschnchen heit es nach dem lateinischen bellis1 das von bellus schn herrhrt und etwa mit ,schnchen bersetzt werden darf4 ,schon der ltere ,plinius 7#bc-bi n4 ,chr47 erwhnt es in seiner ,naturgeschichte und schreibt von ihm3 ,das ,gnseblmchen 7bellis7 wchst auf ,wiesen2 die ,blte ist wei und spielt ins ,rtliche48 ,eine der ltesten und wichtigsten ,arzneipflanzen1 die heute noch keinem ,bauerngarten fehlt1 ist die echte ,kamille 7,matricaria chamomilla7 mit gelber ,bltenscheibe und weiem ,strahl4 ,sie hat ihren griechischen ,namen chamaimlon 7von chamai niedrig und mlon ,apfel71 woraus dann das lateinische chamomilla entstand1 nach dem lteren ,plinius vom apfelartigen ,geruch ihrer ,blten4 ,letztere werden getrocknet in den ,apotheken1 wie auch in fast allen ,haushaltungen gehalten1 um in ,krankheitsfllen ,verwendung zu finden4 ,sie besitzen einen angenehmen1 etwas kampferhnlichen ,geruch1 den sie dem himmelblau gefrbten1 therischen ,kamillenl verdanken1 dem krampfwidrige1 beruhigende ,eigenschaften innewohnen4 ,auerdem enthalten sie ,salizylsure1 wodurch sie antiseptisch wirken4 ,ausschlielich ,zierblume ist dagegen die ,matricaria coccinea mit scharlachroten ,blten4 ,endlich werden noch von ,kompositen verschiedene ,kugeldisteln1 so ,echinops sphaerocephalus mit weien und ,e4 ritro mit blauen1 metallisch glnzenden ,bltenkpfen aus ,sdeuropa und ,vorderasien1 wie auch allerlei ,gaillardien kultiviert4 ,von den #ab ,arten der letzteren sind #aa in ,nordamerika und #a in ,sdamerika heimisch4 ,von ,gaillardia pulchella wird die var4 pieta in mehreren ,formen als ,zierpflanze kultiviert4 ,sie ist #a-b;jhrig1 #dj-ej cm hoch1 mit in ihrer greren ,hlfte purpurroten1 an der ,spitze goldgelben1 dreizhnigen ,strahlenblten und schwarzpurpurnen ,scheibenblten4 ,gaillardia aristata in ,nordamerika ist ausdauernd und eignet sich fr ,rabatten4 ,von den zahlreichen ,wolfsmilchgewchsen wird die im ,mittelmeergebiet heimische1 #fj-ij cm hohe kreuzblttrige ,wolfsmilch 7,euphorbia lathyris7 mit sehr groer ,bltendolde viel in ,grten kultiviert4 ,schon ,karl der ,groe befahl sie in den ,grten der kaiserlichen ,domnen anzupflanzen4 ,dann wurde sie besonders von den ,mnchen in den ,klostergrten als wichtiges ,heilmittel gezogen4 ,ihre ,samen wurden nmlich im ,mittelalter allgemein und werden im sdlichen ,frankreich vom ,volke heute noch unter dem ,namen ,purgierkrner als ,abfhrmittel gebraucht neben der ,wurzel der ,zypressenwolfsmilch 7,euphorbia cyparissias71 die den ,namen ,bauernrhabarber fhrt4 ,letztere wird in ,sdfrankreich und ,ruland noch heute hufig angewendet4 ,als eigentliche ,zierpflanzen sind dagegen in unsere ,grten eingefhrt worden3 ,euphorbia fulgens1 ein in ,mexiko heimischer ,strauch mit leuchtendroten ,blten1 ,e4 pulcherrima aus ,mexiko und ,mittelamerika mit spter etwas verholzten ,stengeln und unscheinbaren ,blten1 die von einer bis #be cm im ,durchmesser haltenden ,rosette scharlachroter ,brakteen 7,deckbltter7 umschlossen sind1 sowie ,e4 splendens aus ,madagaskar mit lederigen1 glatten ,blttern und scharlachroten ,blten4 ,aus ,ostindien kam die ,gartenbalsamine 7,impatiens balsamina7 zu uns1 die in den verschiedenfarbigsten ,spielarten als ,zwerg-1 ,rosen- und ,camellienbalsamine kultiviert wird4 ,aus ,zentralafrika dagegen wurden die ,impatiens holsti und die noch reicher blhende ,impatiens sultani eingefhrt1 die hufig neben dem ebendorther bezogenen ,usambaraveilchen in den ,blumenlden anzutreffen sind4 ,aus ,sdafrika kam das meist als ,kalla bezeichnete ,aronsgewchs mit bis #a m langen1 herzfrmigen ,blttern und groer1 weier1 ttenfrmiger ,bltenscheide zu uns1 die als ,richardia oder1 nach dem #agig zu ,dolce bei ,verona geborenen spteren ,physikprofessor ,francesco ,zantedeschi1 der verschiedene botanische ,arbeiten verfate1 als ,zantedeschia aethiopica bezeichnet wird4 ,die ,benennung ,kalla stammt von ,plinius1 der zwei ganz verschiedene ,pflanzen1 die man als gefleckten ,aronstab und ,frberochsenzunge deutet1 calla oder calsa nannte4 ,wegen ihrer schnen ,bltter und ,blten ist die ,kalla bei uns hufig auf ,blumentischen als ,topfzierpflanze anzutreffen1 wie auch der aus ,mittelamerika stammende1 viel kleinere ,bltenschweif 7,anthurium7 mit dunkelgrnen ,blttern und scharlachroter ,kolbenscheide1 der ,dr4 ,scherzer zu ,ehren1 welcher sie im ,hochland von ,guatemala gesammelt hatte1 den ,beinamen scherzerianum erhielt4 ,auer dieser mittelamerikanischen ,art1 welche auer in ,guatemala auch in ,costarica gefunden wird1 werden von den etwa #bjj ,arten dieses ,aronsgewchses aus dem tropischen ,amerika verschiedene andere in unsern ,gewchshusern kultiviert1 so ,anthurium leuconeuron1 magnificum1 andreanum und pedato-radiatum4 ,durch ,bastardierung wurden mehrere neue ,arten erhalten1 die prchtige1 teilweise bei guter ,pflege auch im ,zimmer gedeihende ,blattpflanzen bilden4 ,eine beliebte ,zimmerpflanze ist auch die zur ,familie der ,asklepiadazeen gehrende kletternde ,wachsblume oder ,asklepia 7,hoya carnosa7 aus ,ostindien und ,china mit glnzenden1 fleischigen ,blttern und groen ,dolden blartlicher1 oben samtartig filziger1 sehr wohlriechender ,blten1 die frmlich vom ausgeschiedenen ,nektar tropfen4 ,als zarteste aller ,schlingpflanzen wird aber in ,grten zu verschiedenen ,bekleidungen der aus ,nordamerika stammende klimmende ,erdrauch1 ,fumaria -- oder 7nach dem nordamerikanischen ,namen7 ,adlumia -- cirrosa gezogen1 whrend die ebenfalls aus der ,neuen ,welt zu uns gekommene ,cobaea scandens mit anfnglich grnen1 dann violetten1 glockenfrmigen ,blumen als reichblhendes einjhriges ,schlinggewchs sehr hufig angetroffen wird4 ,sie bildet in ihrer ,heimat ,mexiko prchtige ,girlanden von einem ,strauch oder ,baum zum andern4 ,ebenfalls aus ,mexiko erhielten wir die rot- oder violettblhende ,maurandia semperflorens1 die gleicherweise zur ,bekleidung von ,lauben und ,wnden gezogen wird4 ,demselben ,zwecke dient die dieser sehr hnliche rotblhende ,kletterpflanze aus ,mexiko ,lophospermum scandens4 ,eine der schnsten ,ampelpflanzen dagegen ist die aus ,ostasien stammende einjhrige ,torenia asiatica mit lang herabhngenden ,stengeln4 ,schon #agec wurde von ,karl von ,linn der aus ,nordchina zu uns gekommene ,doppelsporn 7,dicentra spectabilis7 als ,fumaria spectabilis beschrieben1 aber erst etwa #ahdh in unsere ,grten verpflanzt4 ,diese #j1e-j1f m hohe ,gartenzierpflanze mit rosenroten1 herzfrmigen1 hngenden ,blten in schlanken ,trauben erfreute sich bald groer ,beliebtheit und wurde mit verschiedenen1 von ihrer ,form hergenommenen ,namen1 wie ,jungfernherz1 flammendes oder hngendes ,herz1 bezeichnet4 ,ihre zweite botanische ,benennung ,diclytra ist durch einen ,druckfehler aus ,dielytra1 was mit doppelter ,hlle8 -- wegen der ,form der ,blte -- bedeutet1 entstanden4 ,sie gedeiht auch in ,sibirien4 ,die #ad brigen ,arten der ,gattung wachsen in ,mittel-1 ,nord- und ,ostasien1 wie auch in ,nordamerika4 ,aus letzterem ,lande kamen die dunkelrosarote ,dexinia purpurea und ,d4 formosa zu uns4 ,beide halten im ,freien aus1 whrend die gelbblhende ,dexinia chrysantha aus ,kalifornien frostfrei berwintert werden mu4 ,ein wunderhbsches1 auer zur ,verdeckung von ,mauern auch als allerliebste ,ampelpflanze gezogenes ,pflnzchen ist das ,zymbelkraut 7,linaria cymbalaria7 -- wegen der zymbelfrmigen ,form der ,bltter so genannt4 ,es ist aus ,sdeuropa bei uns eingewandert1 wie auch das dort auf ,felsen und altem ,gemuer wachsende groe ,lwenmaul 7,antirrhinum majus7 mit dichten ,trauben heller oder dunkler purpurroter1 seltener weier ,blten mit meist gelbem ,gaumen4 ,es wird in zahlreichen ,spielarten in den verschiedensten ,farbenschattierungen1 auch als ,zwergform in unsern ,grten gezogen und gelangte mit den europischen ,auswanderern nach ,nordamerika1 wo es heute an vielen ,orten verwildert angetroffen wird4 ,auch verschiedene ,arten von ,fingerhut 7,digitalis7 haben ihren ,weg in unsere ,grten gefunden1 so der purpurrtliche1 blagelbe und weie4 ,aus ,amerika kamen die der letzteren verwandten ,gauklerblumen 7,mimulus -- ,diminitivum des griechischen mmos ,gaukler1 ,gebrdeknstler1 wegen der ,form der ,blumenkrone so genannt7 zu uns und sind sehr geschtzte ,zierpflanzen4 ,die wichtigsten sind3 ,mimulus cardinalis aus ,kalifornien mit dunkelrot gefleckten oder gestreiften1 ber der ,unterlippe gelbgebarteten ,blumen1 ,mimulus luteus1 vom sdwestlichen ,nordamerika bis nach ,chile vorkommend1 mit #c cm langen1 reingelben1 bisweilen im ,schlund und auf den ,lappen des ,saums purpurrot punktierten oder gefleckten ,blten1 ,m4 moschatus aus ,oregon1 ,peru und ,chile mit gelben1 auf dem ,gaumen gebarteten1 fein braun punktierten1 nach ,moschus riechenden ,blumen4 ,auer diesen werden noch andere ,arten in vielen ,varietten und ,blendlingen als ,garten- und ,zimmerpflanzen kultiviert4 ,unter dem ,namen ,mimulus duplex finden sich in ,grten ,varietten verschiedener ,arten mit blumenkronenartigem ,kelch1 z4 ,b4 ,m4 cupreus calycanthemus1 d4 h4 die kupferne1 kelchblumige ,gauklerblume4 ,auch die ,salbeiarten haben verschiedene ,zierpflanzen geliefert4 ,schon seit dem ,altertum wurde die als ,arzneipflanze und ,kchengewrz in ,sdeuropa auf sonnigen ,bergen wildwachsende ,gartensalbei 7,salvia officinalis7 in ,grten angepflanzt4 ,es ist dies ein bis #a m hoher ,halbstrauch mit angenehm riechenden1 grauweilichen ,blttern und blauen1 auch roten und weien ,blten4 ,aus in ,dalmatien gezogenen ,pflanzen gewinnt man ein gelbliches1 therisches l1 das verschieden verwendet wird4 ,die ,rmer1 die sie salvia1 d4 h4 ,heilkraut nannten und arzneilich wie auch die ,griechen verwendeten1 brachten sie ber die ,alpen4 ,in den ,verordnungen ,karls des ,groen ber die in seinen ,grten zu kultivierenden ,pflanzen findet sich auch die ,salbei1 die das ganze ,mittelalter hindurch und teilweise heute noch als ,kchengewrz1 zu ,gurgelwasser und gegen ,nachtschweie eine wichtige ,rolle spielte4 ,stark betubend riecht die ihr nahe verwandte ,muskatellersalbei 7,salvia sclarea71 ein in ,sdeuropa und im ,orient heimisches zweijhriges ,gewchs mit blulichweien ,blten zwischen weien ,deckblttern1 das bei uns hufig in ,grten gezogen wird und in ,westdeutschland hier und da verwildert ist4 ,man setzt ,kraut und ,bltter dem ,wein zu1 um ihm ,muskatellergeschmack zu geben4 ,mit ,zucker und ,hefe der ,grung unterworfen1 gewinnt man aus ihm in ,england den clary wine4 ,stark gewrzhaft riecht auch die im stlichen ,mittelmeergebiet heimische ,salvia pomifera1 ein ,strauch mit graufilzigen ,blttern und auf der ,unterlippe weigefleckten ,blten4 ,infolge des ,stiches einer ,gallwespe entstehen an ihren jungen ,trieben graue1 runde1 fleischige ,auswchse von #e cm ,durchmesser1 die sehr angenehm gewrzhaft schmecken4 ,auch geben die ,stengel mit ,blttern und ,blten einen in ,griechenland beliebten ,tee4 ,viele andere ,arten1 wie ,salvia coccinea aus ,florida mit scharlachroten ,blten in sechsblumigen ,quirlen1 ,s4 cyaniflora mit dunkelkornblumenblauen1 quirlstndigen ,blten in fast fulangen hren1 ,s4 fulgens mit scharlachroten1 #e cm langen ,blten1 beide aus dem ,sden der ,union1 ,s4 patens aus ,mexiko1 ,s4 splendens aus ,brasilien mit leuchtend ponceauroten ,blten und ,brakteen in langen hren1 ,s4 argentea vom ,parna mit groen1 langwollig weibehaarten1 auf dem ,boden liegenden ,blttern u4 a4 werden bei uns als ,zierpflanzen kultiviert4 ,hbsche ,zierpflanzen lieferte die in #ij ,arten im tropischen und subtropischen ,afrika heimische ,labiatenfamilie ,coleus4 ,von ihr werden eine groe ,zahl buntbltteriger ,spielarten kultiviert1 die sich besonders von ,c4 scutellarioides in ,ostindien und dessen ,formen pectinatus1 verschaffelti1 blumei1 atropurpurea u4 a4 ableiten4 ,manche ,sorten derselben lassen sich nur in ,gewchshusern und ,zimmern ziehen1 andere dagegen knnen im ,sommer ausgepflanzt werden4 ,weiter sind von den ,lippenbltigen die aus ,chile stammende buchtige ,trompetenzunge 7,salpiglossis sinuata7 zu nennen4 ,diese bis #a1c m hohe ,zierpflanze mit schnen ,blten wird in zahlreichen ,spielarten in ,tpfen gezogen und in ,gruppen ins freie ,land verpflanzt4 ,nordamerikanischen ,ursprungs sind die ausdauernde ,pentastemon grandiflorus mit verschieden gefrbten1 schnen ,blten in traubigen ,rispen und die glatte ,schildblume mit roten oder weien1 in dichten hren stehenden ,blumen4 ,die ,wurzel der letzteren wirkt abfhrend und wird in ihrer ,heimat1 wie die sehr bittern ,bltter1 als ,heilmittel gebraucht4 ,in ,asien und ,europa heimisch sind die hufig als ,zierpflanzen in ,grten gezogenen ,wollkruter1 unter denen die groblumige oder gemeine und die kleinblumige oder echte ,knigskerze 7,verbascum thapsiforme und ,v4 thapsus7 die gebruchlichsten sind4 ,unter thpsos oder thpsia verstanden die alten ,griechen eine zum ,gelbfrben benutzte ,doldenpflanze 7,thapsia garganica71 whrend die ,knigskerze bei ihnen phlmos hie4 ,der ltere ,plinius sagt in seiner ,naturgeschichte3 ,die ,knigskerze 7verbascum7 heit bei den ,griechen phlmos4 ,geschwollene ,drsen heilt man so damit1 da man sie1 samt der ,wurzel zerstoen1 mit ,wein benetzt und in das ,blatt gewickelt in ,asche warm macht und sie noch warm auflegt4 ,es gibt ,leute1 die versichern aus eigener ,erfahrung1 dieses ,mittel wirke am besten1 wenn eine ,jungfrau es nchtern dem ,nchternen auflege1 es mit der oberen ,handflche berhre und dabei sage3 ,apollo sagt1 jedes bel werde gehemmt1 dem eine ,jungfrau entgegentritt4' ,sie mu sodann die ,hand umwenden1 dreimal so sprechen1 und beide mssen dreimal ausspucken48 ,auch sein ,zeitgenosse ,dioskurides1 der eine weie und schwarze ,knigskerze 7phlmos7 unterscheidet1 sagt1 da sie gegen verschiedene ,krankheiten gebraucht werde4 ,die alten ,griechen benutzten die wolligen ,bltter mehrerer ,arten als ,lampendocht oder tauchten die ganze ,pflanze in ,pech1 um sie als ,fackel zu gebrauchen2 daher der ,name phlmos4 ,der ,flaum der ,bltter1 der aus baumfrmig verzweigten ,haaren besteht1 diente frher als ,zunder4 ,im ,volksglauben der ,deutschen war die ,knigskerze das ,symbol der ,knigswrde4 ,die ,jungfrau ,maria wird vielfach ihren ,bltenstand1 gewhnlich ,himmelbrand genannt1 in der ,hand haltend dargestellt4 ,ihre slich-schleimig schmeckenden ,blten bilden heute noch einen wichtigen ,zusatz zu allen ,brustteearten und werden vom ,volke zu ,tee angebrht gegen ,bronchitis und leichte ,fieberanflle gebraucht4 ,gleicherweise werden die ,bltter des groen ,wegerichs 7,plantago major71 aus denen man ,hustenzeltchen fabriziert1 gegen ,luftrhrenkatarrh verwendet4 ,von dem auf ,sandboden in ,deutschland wachsenden ,sandwegerich 7,plantago arenaria7 werden die ,samenschalen wegen ihres groen ,schleimgehalts von ,wscherinnen zum ,strken von ,wsche1 wie auch in der ,frberei und ,kattundruckerei und zur ,appretur von ,lodenstoffen benutzt4 ,auch mehrere ,arten von ,ehrenpreis 7,veronica71 ,sommergewchse1 ,stauden und immergrne ,kalthausstrucher1 letztere von exotischer ,herkunft1 werden als ,zierpflanzen kultiviert4 ,die ,gattung hat ihren ,namen von der frommen ,frau 7angeblich mit dem griechischen ,namen ,berenike1 woraus die mittelalterlichen ,lateiner1 die diese ,sage ausbildeten1 ,veronika machten7 in ,jerusalem1 die ,jesus auf seinem ,todesgang ihr ,kopftuch zum ,abtrocknen von ,schwei und ,blut darreichte und zum ,lohn dafr auf dem zurckgereichten ,tuch den ,abdruck seines ,antlitzes erhielt4 ,als alte ,arzneipflanze wird auch das an allen ,teilen stark gewrzhaft riechende und schmeckende ,liebstckel 7,levisticum officinale7 mit grnlichgelben ,doldenblten in ,bauerngrten angepflanzt4 ,es stammt aus den ,gebirgen ,sdeuropas1 wird bis #b m hoch und wurde schon im ,altertum in ,grten gezogen4 ,es hie bei den alten ,rmern ligusticum1 woraus sich die deutsche ,bezeichnung ,liebstckel bildete4 ,plinius sagt von ihm3 ,das ligusticum wchst in ,ligurien und hat davon den ,namen4 brigens wird es berall in ,grten gezogen1 heit auch panax 7d4 h4 ,allheilmittel748 ,auerdem wurde es in ,sdeuropa als ,einmachgewrz benutzt4 ,columella im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 sagt von ihm1 da es nebst andern gewrzhaften ,krutern fr die ,kche eingemacht werde4 ,karl der ,groe empfahl dessen ,anbau in den kaiserlichen ,grten4 ,im ,mittelalter wurde es hufig angewandt und war damals in allen ,gewrz- und ,arzneigrten angepflanzt1 ist aber heute ziemlich auer ,gebrauch gekommen4 ,ein hnliches ,kchengewrz und ,arzneimittel war den ,alten das ,bohnenkraut 7,satureja hortensis71 das bei den ,griechen thmbra1 bei den ,rmern satureja hie4 ,es wurde und wird ebenfalls in ,grten gezogen und schmeckt dann milder als die wildwachsende ,pflanze4 ,auch dieses ,kraut lie ,karl der ,groe in seinen ,grten anpflanzen4 ,vom ,mittelalter bis heute spielte es als ,bohnenkraut beim ,einmachen von ,gartenbohnen eine gewisse ,rolle4 ,wichtiger ist die ,gartenmelisse 7,melissa officinalis71 die ebenfalls aus ,sdeuropa zu uns kam und1 seit sie durch die ,mnche in die mitteleuropischen ,grten eingefhrt wurde1 wegen des angenehmen ,geruchs der ganzen ,pflanze als ,zier- und ,heilpflanze berall angebaut wird4 ,aus ihr wird das in der ,wirkung dem ,pfefferminzl hnliche therische ,melissenl und ,melissenwasser gewonnen2 auerdem ist sie der ,hauptbestandteil der species resolventes1 d4 h4 des zerteilenden ,tees1 und des frher berhmten1 von den ,karmelitermnchen als ,geheimnis ausgegebenen ,karmeliterwassers4 ,auch sie wurde von den alten ,griechen und ,rmern arzneilich gebraucht2 da aber unsere ,gartenmelisse nur auf den ,gebirgen ,sdeuropas vorkommt1 gebrauchten sie gewhnlich die in den ,ebenen wachsende ,melissa altissima4 ,sie hie bei den ,griechen melissphyllon und bei den ,rmern apiastrum4 ,ebenso wurde der an felsigen ,stellen ,sdeuropas wachsende ,ysop 7,hyssopus officinalis7 arzneilich gebraucht4 ,columella sagt1 da man aus ihm auch einen ,wrzwein mache4 ,heute noch wird diese an allen ,teilen stark gewrzhaft riechende ,pflanze in ,bauerngrten angepflanzt4 ,ein auch bei uns allgemein kultivierter1 einst hochgeschtzter ,strauch ist der in ,sdeuropa heimische1 #a-a1c m hohe1 immergrne gemeine ,rosmarin 7,rosmarinus officinalis7 mit schmalen1 lederigen1 am ,rande zurckgerollten1 unterseits weifilzigen1 stark balsamisch-kampferartig riechenden ,blttern und blauen ,lippenblten4 ,die ,pflanze wchst in ,griechenland und ,italien wild1 wird aber auch in ,grten gehalten4 ,bei den alten ,griechen hie sie libants 7von lbanos ,weihrauch1 wegen des aromatischen ,geruches ihrer ,bltter7 und wurden mit ,rosen und ,veilchen viel zu ,krnzen benutzt2 die ,rmer dagegen nannten sie ros marinus oder ros maris1 was wahrscheinlich aus dem griechischen rps 7niedriges ,gestruch7 und mrinos 7balsamisch7 abzuleiten ist4 ,nach ,dioskurides wurde der ,rosmarin auch als ,arznei verwendet2 er soll nach ihm erwrmende ,eigenschaften haben4 ,ein ,grieche erzhlt in den ,geoponika ber die ,entstehung dieses wohlriechenden ,strauches3 ,es lebte einmal ein ,jngling namens ,libanos1 der die ,gtter fromm verehrte1 und den neidische ,menschen eben deswegen tteten4 ,da aber brachte die ,erde zur ,ehre der ,gtter eine ,pflanze hervor1 welche nach dem ,namen des ,ermordeten dendrolbanon 7,baumweihrauch1 wie der ,rosmarin auer libants von den ,griechen genannt wurde7 genannt wird4 ,die ,gtter freuen sich mehr1 wenn man ihnen einen ,kranz von diesem ,baumweihrauch 7,rosmarin7 weiht1 als wenn man ihnen einen solchen von ,gold aufsetzt48 ,auer den ,gtterbildern pflegten bei den ,rmern auch die ,bildsulen der ,laren mit ,rosmarin bekrnzt zu werden4 ,karl der ,groe empfahl1 ihn in seinen ,grten zu pflanzen4 ,noch heute tragen nach uralter ,sitte die ,landleute1 die diese ,pflanze stets in ihren ,grten ziehen1 bei ,leichenbegngnissen statt der lteren ,zitrone einen ,rosmarinzweig in der ,hand4 ,schne1 aus ,nordamerika zu uns gebrachte1 hchst aromatisch duftende1 grobltige ,verwandte des ,rosmarins sind die in ,grten kultivierten ,monardaarten 7,m4 dydima und ,m4 fistulosa71 die man in ihrem ,vaterlande auch als ,heilmittel gebraucht4 ,ihren ,namen erhielten sie von dem mehrfach erwhnten spanischen ,arzt ,nikolaus ,monardes in ,sevilla 7#adic-aegh74 ,eine uralte ,heilpflanze der europischen ,vlker1 die frher als ,universalmittel gegen viele ,krankheiten galt1 ist die ebenfalls zu den ,lippenbltlern gehrende gemeine ,verbene 7,verbena officinalis7 mit blauen ,blten in rispigen hren4 ,sie wchst hufig an ,wegen und ,dorfstraen und galt schon den alten gyptern1 die sie als der ,heilgttin ,isis geweihte ,pflanze betrachteten1 fr heilig4 ,unter verbena1 das sich bei den alten rmischen ,schriftstellern hufig findet1 verstanden die alten ,rmer allgemein ein bei sakralen ,handlungen wie ,opfern1 ,bndnissen und ,kriegserklrungen gebrauchtes ,kraut4 ,der alte ,grammatiker ,acro sagt uns darber3 ,verbenen sind alle ,pflanzen1 die bei festlichen ,gelegenheiten zur ,bekrnzung der ,altre gebraucht werden4 ,das ,wort hat ursprnglich herbenae 7von herba ,kraut7 geheien1 ist aber durch vernderte ,aussprache des h in verbenae bergegangen1 wie man auch statt ,heneti ,veneti 7,venetier7 und statt hesperus vesperus 7,abendstern7 sagt48 ,in diesem ,sinne sagt ,horaz 7#fe-h v4 ,chr47 in der neunten ,ode des vierten ,buches3 ,mein ,altar ist mit ,verbenen geschmckt1 und ein ,lamm soll geopfert werden48 hnlich schreibt ,vergil 7#gj-ai v4 ,chr47 in seiner achten ,ecloge3 ,verbrenne ,verbenen und ,weihrauch68 ,dazu bemerkt der um #chj n4 ,chr4 lebende ,servius3 ,verbenen sind immergrne1 wohlriechende ,zweige4 ,andere sagen1 es seien berhaupt zu heiligen ,handlungen dienende ,zweige4 ,noch andere meinen1 darunter seien vornehmlich lzweige zu verstehen2 andere beziehen es auf den ,rosmarin4 ,immer kommts aber darauf hinaus1 da es grne ,zweige sind48 ,an einer anderen ,stelle sagt derselbe ,servius zu ,vergils neide ,buch #ab1 ,vers #abj1 wo erzhlt wird1 neas habe mit ,turnus ein feierliches ,bndnis schlieen wollen und dabei seien die daran ,beteiligten mit verbena bekrnzt gewesen3 ,verbena bedeutet an sich ein heiliges ,kraut 7herba sacra71 namentlich1 wie viele glauben1 den ,rosmarin 7rosmarinus71 den man 7mit der griechischen ,bezeichnung7 libanotis nennt1 wenn es nmlich von der heiligen ,stelle des ,kapitols genommen wurde1 und die ,fetialen und der pater patratus 7beides ,bezeichnungen fr die im ,namen des ,staats dergleichen ,verhandlungen fhrenden ,priester7 sich damit bekrnzten1 wenn sie ,bndnisse schlieen oder ,krieg ankndigen wollten48 ,statt verbena wird fter auch der ,ausdruck sagmina gebraucht4 ,so erzhlt ,livius in ,i1 #bd1 #d1 da der rmische ,fetial ,marcus ,valerius bei ,abschlieung des ,bndnisses zwischen dem ,knige ,tullus 7,hostilius1 #c4 rmischen ,knig1 regierte von #fgb-fdj v4 ,chr47 und den ,albanern sagmina1 nmlich reine ,kruter8 aus der ,burg geholt habe1 und da der ,fetial alsdannn den ,spurius ,fusius zu seinem ,gehilfen 7pater patratus1 wrtlich gevaterter ,vater7 erwhlte1 indem er dessen ,haupt und ,haar mit der verbena berhrte4 ,der ltere ,plinius sagt3 ,von jeher haben sich die ,rmer der sagmina bedient1 wo es sich um religise ,feierlichkeiten handelte1 durch die dem ,staate aufgeholfen werden sollte1 zugleich auch bedienten sie sich bei ,opfern und ,gesandtschaften der verbenae4 ,jedenfalls bedeuten beide ,wrter dasselbe1 nmlich ein samt dem daran haftenden ,erdballen auf der ,burg 7dem ,kapitol7 ausgerissenes ,kraut1 und immer hie einer der an die ,feinde geschickten ,gesandten verbenarius48 ,und ,festus gibt ber sagmen folgende ,erklrung ab3 ,sagmina heien die verbenae1 d4 h4 reinen ,pflanzen1 welche an einem heiligen ,orte vom ,konsul1 ,prtor oder von abreisenden ,gesandten1 welche ein ,bndnis schlieen oder ,krieg verknden wollen1 geholt waren48 ,nach ,stellen aus ,vergil und ,horaz wurden ,verbenen auch bei der ,venus dargebrachten ,opfern gebraucht4 ,zum ,unterschied zu der heiligen verbena benennt ,plinius unsere gemeine ,verbene 7,verbena officinalis71 die beim ,volk -- wohl wegen ihrer starken vermeintlichen ,wirkung als ,heil- und ,zauberkraut -- ,eisenkraut heit1 als verbenaca1 whrend sie die ,griechen als peristeren hptios oder heilige ,pflanze 7hier botn7 oder ,zeusohr 7,dis lakt71 erignion1 chamailkon1 siderits1 kurtis1 persephnion1 kallsis1 hipprsion oder dmtrias bezeichneten4 ,schon diese zahlreichen ,benennungen beweisen uns die hohe ,achtung1 die das ,eisenkraut bei den ,kulturvlkern am ,mittelmeer geno4 ,auch bei den ,kelten galt das ,eisenkraut als heilig und wurde unter feierlichem ,ritual beim ,opfer dargebracht4 ,als ,zierpflanzen sind von den #hj meist amerikanischen ,arten zu nennen3 ,verbena chamaedrifolia1 ein ,halbstrauch mit leuchtend scharlachroten ,blten aus ,argentinien und ,sdbrasilien1 der #ahbi durch ,pater ,feuille in die europischen ,grten eingefhrt wurde1 dann ,verbena teucrioides aus ,brasilien mit weien oder rtlichen1 wohlriechenden ,blten4 ,ihre ,blendlinge mit der vorigen ,art bezeichnet man als ,verbena hybrida4 ,sie sind es1 die in unseren ,grten als ,zierpflanzen gezogen werden und wichtige ,florblumen darstellen4 ,sie haben hnlich den ,aurikeln ein weies ,auge und werden in allen ,farben kultiviert4 ,auch ,kreuzungen dieser mit der argentinischen ,verbena tenera sind wichtig4 ,die gestreiften italienischen ,spielarten stammen aus ,kreuzungen von ,verbena pulchella mit ,v4 incisa1 die beide ebenfalls aus ,argentinien zu uns kamen4 ,die ,gartenverbenen sind ungemein vernderlich1 doch hat man unter ihnen auch zahlreiche samenbestndige ,farbenvarietten4 ,verwandt mit diesen ,gartenverbenen ist die ebenfalls sdamerikanische ,aloysia citriodora1 ein #j1f-a1b m hoher ,strauch mit nach ,zitronen riechenden ,blttern1 die in seiner ,heimat als ,heilmittel gebraucht werden4 ,bei uns wird er wegen derselben in ,tpfen gezogen4 ,ebenso ist die ihr verwandte duftende ,volkmarie 7so genannt nach dem ,prsidenten der ,kaiserlichen ,akademie1 dem ,naturforscher ,joh4 ,georg ,volkmar aus ,nrnberg1 #afaf-afic7 7,clerodendron fragrans71 eine etwas filzige ,topfpflanze aus ,japan mit fast herzfrmigen1 gezhnten ,blttern1 wegen der weilichen oder rtlichen1 wohlriechenden ,blten bei uns als ,zimmerpflanze beliebt4 ,nahe verwandt mit dem ,oleander1 der im nchsten ,abschnitte besprochen werden soll1 ist das in den ,laubwldern ,europas bis nach ,norddeutschland wildwachsende kleine ,immergrn 7,vinca minor71 dessen zahlreiche nichtblhende ,stengel niedergestreckt und reich beblttert sind und ,wurzeln schlagen1 whrend die blhenden aufrecht stehen4 ,die ,blten sind langgestreckt1 blau1 bei einigen ,spielarten wei1 violett1 rot1 purpurn1 einfach oder gefllt4 ,noch schner ist das in allen ,teilen grere ,immergrn 7,v4 major7 mit krzern ,bltenstielen und hellblauen ,blumen4 ,eine seiner ,spielarten hat goldgelb gezeichnete ,bltter1 eine ,variett1 die es brigens auch vom kleinen ,immergrn gibt4 ,beide ,arten benutzt man vorzugsweise zur ,ausschmckung schattiger und feuchter ,stellen des ,gartens1 wo aus ,lichtmangel keine anderen ,pflanzen gedeihen1 auerdem als ,schmuck von ,grbern4 ,alle diese ,arten blhen schon vom ,mrz an bis zum ,juni und oft noch einmal im ,herbst4 ,man vermehrt sie durch ,teilung der ,stcke und durch ,auslufer1 die sich hufig schon bewurzelt finden4 ,eine meist in ,gewchshusern kultivierte1 ausdauernde ,art der ,antillen ist ,vinca rosea mit langrhrigen1 dunkelrosenroten1 im ,schlunde purpurnen ,blumen4 ,ein sdasiatischer ,strauch ist der in ,grten ,sdeuropas hufig kultivierte ,jasmin 7,jasminum grandiflorum71 der seinen ,namen vom persischen jasman oder jasmin hat4 ,seine langen1 biegsamen ste sind als ,pfeifenrhren1 namentlich in der ,trkei1 sehr beliebt4 ,die wohlriechenden weien ,blten waren frher als ,arznei gebruchlich1 werden jetzt aber nur noch als ,parfm1 sowie zur ,bereitung des in der ,parfmerie geschtzten therischen ,jasminls gebraucht1 indem man sie mit dem zu ,pomade beliebten ,behenl von ,moringa oleifera bergiet4 ,ein im ,orient1 in ,sd- und ,ostasien hufig angepflanzter ,zierstrauch ist der in ,ostindien heimische arabische ,jasmin oder ,sambac 7,jasminum sambac71 dessen blae ,blten wie bei allen ,nachtblumen erst nach ,sonnenuntergang einen starken ,wohlgeruch aushauchen1 weshalb sie als ,opfer und zum ,ausstreuen in ,tempeln1 wie auch zum ,parfmieren des chinesischen ,tees dienen4 ,aus ihnen wird aber ebenfalls ein therisches ,jasminl und ein dem ,rosenwasser hnliches ,wasser dargestellt4 ,mit den orangefarbenen ,blumenkronrhren frbt man in ,ostindien statt des ,safrans ,speisen und andere ,gegenstnde gelb4 ,in derselben ,weise werden die gelben ,blten des ihm verwandten ostindischen ,trauerstrauchs 7,nyctanthes arbor tristis7 verwendet4 ,als wilder ,jasmin oder wohlriechender ,pfeifenstrauch wird der aus ,china und ,japan zu uns gekommene ,philadelphus coronarius mit starkriechenden1 einfachen und gefllten1 grnlichweien ,blten und gefllten ,blttern kultiviert und ist auch stellenweise um ,drfer herum verwildert4 ,seine geraden ,schosse dienen zu ,pfeifenrhren und die ,blten zum ,extrahieren des ,parfms4 ,auch ,philadelphus satsumi aus ,japan1 ,p4 latifolius1 pubescens und gordonianus aus ,nordamerika werden in unsern ,parks gezogen4 ,dem wohlriechenden ,pfeifenstrauch hnliche ,blten hat der sehr stige1 #a bis #b m hohe japanische ,zierstrauch1 die rauhbltterige ,deutzie 7so genannt nach dem ,amsterdamer ,ratsherrn ,joh4 ,deutz1 dem ,frderer von ,thunbergs botanischen ,reisen71 ,deutzia scabra1 die in unsern ,anlagen zu finden ist1 whrend die dieser hnliche1 aber kleinere zierliche ,deutzie 7,d4 gracilis7 als frhblhende ,topfpflanze bei uns beliebt ist4 ,ebenfalls in ,japan und im nrdlichen ,china heimisch ist die mit den vorigen verwandte ,hortensie 7,hydrangea hortensis71 ein bis #a m hoher ,strauch mit ursprnglich rosenroten ,blten in oft #cj cm im ,durchmesser haltenden ,trugdolden4 ,die gefllte81 d4 h4 nur mit groen1 unfruchtbaren ,blten versehene ,abart wurde #aghh in den berhmten1 #agcj gegrndeten botanischen ,garten in ,kew bei ,london eingefhrt und erhielt ihren ,namen vom englischen ,botaniker ,commerson1 der sie #agfg in ,china entdeckte1 nach seiner ,freundin1 ,frau ,hortense ,lapeaute1 die ihren ,gemahl1 der als ,astronom mit ihm zusammen an der ,bougainvilleschen ,expedition teilnahm1 begleitete4 ,die einfachblhende ,form mit fruchtbaren ,blten wurde erst in neuester ,zeit eingefhrt4 ,die rotblhende ,form kann man durch ,zusatz von ,eisen und ,alaun in eine blaublhende verwandeln4 ,zu diesem ,zwecke setzt man dem ,wasser1 mit dem man die in ,tpfen gezogene ,pflanze begiet1 #e g ,eisen-,ammoniakalaun auf #a ,liter ,wasser oder etwas ,eisenvitriol bei4 ,die ,grtner pflegen der ,erde schon beim ,einpflanzen im ,august etwas ,eisenfeilspne -- etwa #ae g auf #a ,liter ,erde -- beizugeben4 ,am besten dient hierzu eisenhaltige ,erlenbruch- oder ,sumpfmoorerde2 in solcher entwickelt die ,hortensie bestndig blaue ,blten4 ,sie findet sich auch in ,japan und entsteht bei uns zuweilen von selbst4 ,hydrangea paniculata1 ein ,strauch mit weilichen1 spter rtlichen1 unfruchtbaren ,blten1 wchst in ,japan und auf ,sachalin und wird bei uns besonders in groblumigen ,varietten als winterharter ,zierstrauch angepflanzt1 wie auch die weibltige nordamerikanische baumartige ,hortensie 7,hydrangea arborescens71 die in ,virginien zu ,hause ist und #c m hoch wird4 ,die ,bltter von ,h4 thunbergi dienen den ,japanern zum ,tee1 der von ihnen wegen des ,wohlgeschmacks ,himmelstee genannt wird4 ,die ,erikazeen mit etwa #dbj ,arten wachsen in ,europa besonders im ,mittelmeergebiet1 am reichsten aber im ,kapland1 und zwar fast ausschlielich in der ,nhe der ,westkste4 ,von den einheimischen ,arten werden auer dem ,alpenheidekraut1 der fleischroten ,heide 7,erica carnea71 auch einige ,verwandte derselben in ,grten gezogen4 ,den ,namen erhielt die ,pflanzengattung vom griechischen erek1 womit von den ,alten die sdeuropische baumartige ,heide 7,erica arborea7 wegen ihrer brchigen ste 7von erekein brechen7 bezeichnet wurde4 ,dioskurides schreibt in seiner ,arzneimittellehre3 ,die ,baumheide 7erek7 ist ein buschiger ,baum1 der ,tamariske hnlich1 aber weit kleiner4 ,aus ihren ,blten holen die ,bienen einen ,honig1 der gar nicht beliebt ist48 ,sein ,zeitgenosse1 der ltere ,plinius1 sagt3 ,erice nennen die ,griechen einen ,strauch1 der der ,tamariske hnlich1 wie ,rosmarin gefrbt ist1 fast ebensolche ,bltter hat und die ,schlangen verscheuchen soll48 ,diese ,baumheide wird #aj m hoch1 hat kleine1 fast kugelige1 in ,trauben vereinigte1 wohlriechende ,blten1 berzieht in manchen ,gegenden ,griechenlands weite ,strecken und liefert namentlich den ,bienen in ,attika eine ,hauptnahrung2 doch hat der von diesen ,pflanzen gesammelte ,honig 7erka-mli1 ,heidehonig7 einen eigentmlichen ,geruch zum ,unterschied des beliebten und teuren1 schon im ,altertum berhmten ,honig des ,berges ,hymettos1 der vorzglich von ,rosmarinus und ,thymus capitatus von ,bienen gesammelt wird4 ,das fleisch- bis ziegelrote maserwchsige ,wurzelholz der auf den ,kanaren bis #bj m hoch werdenden ,baumheide1 das besonders aus ,spanien1 ,sdfrankreich und ,korsika ausgefhrt wird1 wird zu ,schnitz- und ,dreharbeiten1 besonders aber zu ,pfeifenkpfen verwendet4 ,auer den einheimischen werden neuerdings besonders viele ,erika-,arten vom ,kap der ,guten ,hoffnung als ,zierpflanzen kultiviert4 ,sie fordern eine besondere ,behandlung in den sogenannten ,kaphusern8 und zeichnen sich durch groe ,zierlichkeit aus4 ,ihre mannigfach geformten ,blten zeigen das reinste ,wei1 zartes ,rosa1 feuriges ,rot1 ,purpur1 seltener ,gelb und ,grn4 ,winterharte europische ,arten1 wie die ,sumpfheide 7,erica tetralix7 und ,e4 ciliaris aus ,sdwesteuropa1 besonders aber ,erica carnea aus ,sdeuropa1 ein zeitiger ,frhjahrsblher mit weien oder roten ,blten1 kultiviert man im ,garten am ,rande von ,gebschen1 als ,einfassungen und auf ,moorbeeten4 ,in ,australien und ,ozeanien sind die ,erika-,arten durch die ,epakridazeen vertreten1 von denen ebenfalls zahlreiche zur ,zierde in unseren ,grten gezogen werden4 ,manche von ihnen haben ebare ,frchte1 von denen die der ,styphelia sapida am meisten geschtzt werden4 ,zu den ,erikazeen gehren auch die ,rhododendren oder ,alpenrosen4 ,wrtlich bersetzt heit das griechische rhododndron ,rosenbaum1 wegen der rosenroten ,blten4 ,im ,altertume verstand man unter dieser ,bezeichnung den ebenfalls rotbltigen ,oleander 7,nerium oleander74 fter findet man in unseren ,grten die rostbltterige ,alpenrose 7,rhododendron ferrugineum71 die ,knigin der ,alpenpflanzen1 angesiedelt4 ,als ,schneerose ist sie schon viel besungen worden und dient den lplern als beliebter ,schmuck4 ,auch zieren damit die ,bergwanderer ihre ,hte4 ,hufiger als sie werden auslndische ,arten als ,zierpflanzen in ,grten und ,gewchshusern kultiviert1 so vor allem die aus den ,bergen ,kleinasiens zu uns gekommene pontische ,alpenrose 7,rh4 ponticum7 mit mattvioletten ,blten1 die kaukasische ,alpenrose 7,rh4 caucasicum7 mit groen1 blagelben ,blten aus dem ,kaukasus1 die goldbltige ,alpenrose 7,rh4 chrysanthum7 mit goldgelben ,blten aus ,sibirien4 ,sehr zahlreiche baumartige ,rhododendren wachsen an den ,abhngen des ,himalaja1 so die baumartige ,alpenrose 7,rh4 arboreum71 die in ,hhen von #afjj-ccjj m vorkommt und in ihrer ,heimat1 von ,kaschmir bis ,nepal1 #f-i m hoch wird4 ,sie hat groe1 dunkelrote ,blten1 wird aber in verschiedenen ,abnderungen in den ,grten gezogen4 ,die ,unterflche der ,bltter dieser ,art ist mit einer sen1 zuckerartigen ,masse berzogen1 die bisweilen in durchsichtigen ,tropfen hinabhngt und von den ,gebirgsbewohnern ,indiens gegessen wird4 ,die eigentliche ,alpenrose des ,himalaja ist aber ,rh4 dalhousianum 7der ,lady ,dalhouse zu ,ehren benannt71 die wohlriechende1 weie oder rosafarbene ,blten von #ac cm ,umfang mit dem feinsten ,aroma erzeugt1 welche ohne ,unterbrechung #b-c ,monate aufeinander folgen4 ,sie findet sich im ,sikkim-,himalaja in einer ,hhe von #afjj-bfjj m1 whrend ,rh4 nivale daselbst nur an der ,grenze des ewigen ,schnees gedeiht4 ,aus ,nordamerika stammen ,rhododendron maximum1 die der pontischen gleicht1 aber hher wird1 mit zart fleischroten bis fast weien1 innen gelb und grn gefleckten ,blten und ,rh4 catawbiense mit dunkelroten ,blten4 ,alle diese ,arten wurden untereinander gekreuzt und haben sehr viele ,blendlinge geliefert1 die teilweise wundervolle ,blten aufweisen und den ,stolz unserer ,gewchshuser bilden4 hnlich verhlt es sich mit den den ,rhododendren verwandten ,azaleen1 so genannt nach dem griechischen azalos trocken1 drr1 weil sie meist an drren ,orten wachsen4 ,auch sie sind wie jene smtlich ,hochgebirgspflanzen1 die in zahlreichen ,spielarten und ,kreuzungsprodukten mit den ,rhododendren einen wichtigen ,teil unseres ,frhlingsflors ausmachen4 ,die #dj ,arten derselben wachsen in ,nordamerika1 ,ostasien und eine einzige im ,kaukasus4 ,die prachtvollsten ,sorten kamen ums ,jahr #ahjj aus ,china zu uns1 unter welchen ,azalea indica mit roten ,blten1 die dort seit alter ,zeit als beliebte ,zierpflanze kultiviert wird1 die ,stammmutter der meisten ,spielarten ist und in zahlreichen ,varietten und ,blendlingen in unsern ,kalthusern kultiviert wird4 ,sie ist wahrscheinlich auf vier ,arten zurckzufhren und wird in bezug auf ,bltenreichtum1 ,glanz und ,farbenpracht der ,blumen von keiner anderen ,pflanzengattung bertroffen4 ,alle von der indischen ,art abstammenden ,azaleen haben meist #aj ,staubgefe und bleibende ,bltter1 weshalb sie auch zur ,familie der ,rhododendren gezhlt werden4 ,alle brigen1 die pontischen1 japanischen und amerikanischen ,arten haben nur #e ,staubgefe und abfallende ,bltter4 ,die ersteren erfrieren bei uns im ,freien1 knnen also nur in ,kalthusern gezogen werden1 whrend letztere unsere ,winter im allgemeinen ertragen und mit nur leichtem ,schutz im ,freien ausdauern4 ,am frhesten1 nmlich schon seit #agic1 wurde bei uns die in den ,gebirgen des nrdlichen ,kleinasien heimische pontische ,azalee 7,a4 pontica7 eingefhrt4 ,es ist dies ein #a-b m hoher ,strauch mit groen1 goldgelben1 wohlriechenden ,blten4 ,der ,nektar ihrer ,blten ist sehr stark narkotisch1 so da der von ihm gesammelte ,honig betubt und selbst ,raserei zur ,folge hat1 wie schon die zehntausend ,griechen1 die unter ,xenophons ,fhrung im ,jahre #djj v4 ,chr4 den berhmten ,rckzug aus ,mesopotamien ber das armenische ,hochland nach ,trapezunt am ,schwarzen ,meere machten1 an sich erfuhren4 ,auer ihr werden bei uns im ,freien meist die amerikanischen ,arten3 ,azalea punicea1 mucronata1 amoena1 calendulacea1 arborescens und viscosa1 wie auch deren ,kreuzungsprodukte gezogen4 ,ein anderer1 wegen seiner wundervollen ,blten bei uns als ,topfpflanze1 aber schon in wrmeren ,lagen ,norditaliens und ,sdfrankreichs im ,freien gezogener ,zierstrauch1 der aus ,ostasien zu uns kam1 ist die ,camellie oder japanische ,rose4 ,diese mit den ,teegewchsen die ,familie der ,ternstrmiazeen 7nach dem ,schweden ,c4 ,ternstrm1 der ,china durchforschen wollte1 aber #agde vor ,erreichung dieses ,zieles starb1 so genannt7 bildende ,pflanze erhielt nach dem ,abb ,berlese in ,paris1 dem ,verfasser einer ,monographie der ,camellien1 ihren ,namen von ,karl von ,linn nach dem ,jesuiten ,georg ,josef ,kamell 7,camellius71 der als gelernter ,apotheker in ,manilla auf den ,philippinen #afci allerlei ,pflanzen1 die medizinisch von ,wichtigkeit sein knnten1 sammelte4 ,die ,camellien sind dem ,teestrauche hnliche ,strucher im ,himalaja1 in ,cochinchina1 ,china und ,japan4 ,die prchtigste ,art ist die ,camellia 7oder ,thea7 japonica1 ein #ab-ae m hoher ,strauch mit lederartigen1 immergrnen ,blttern und reichlich erscheinenden1 endstndigen1 stiellosen1 groen1 roten ,blten1 die sich leicht fllen4 ,sie wird in ,japan in ,hecken und in ,china als ,zierpflanze angebaut4 ,aus ihren braunen ,samen wird dort ein dem ,olivenl hnliches l gepret1 das als ,heilmittel und zum ,hausgebrauch benutzt wird4 ,sie wurde #agci von ,lord ,petre von ,japan nach ,england gebracht und hier mit der erst gegen das ,ende des #ah4 ,jahrhunderts in ,europa eingefhrten chinesischen ,art vielfach gekreuzt4 ,man zieht heute von ihr mehrere hundert prachtvolle ,varietten mit roten1 rosenroten1 weien und weigestreiften1 gesprenkelten oder gefleckten ,blten4 ,sie blhen bei uns in ,gewchshusern von ,februar bis ,april1 doch bringt man viele ,sorten durch knstliches ,antreiben schon im ,oktober und ,november zur ,blte4 ,bei sorgfltiger ,pflege gedeiht sie auch im ,zimmer1 ertrgt aber sehr schlecht einen ,wechsel des ,standortes1 da in solchem ,falle die ,blten regelmig abfallen4 ,die in ,china und ,japan einheimische1 in letzterem ,lande sasankua genannte kleinere1 zartere ,verwandte1 ,camellia sasankua mit stumpferen1 weicheren ,blttern und kleineren ,blten1 wird in ihrer ,heimat hufig kultiviert4 ,nicht nur werden ihre wohlriechenden1 weien ,blten vielfach dem chinesischen ,tee beigemengt1 um ihn zu parfmieren1 sondern auch die getrockneten ,bltter unter die ,teebltter gemischt1 desgleichen fr sich allein als ,tee benutzt4 ,mit einer ,abkochung derselben waschen die ,japanerinnen ihr ,haar1 und aus den ,samen gewinnt man ein geschtztes1 wohlriechendes l4 ,in ,nepal wird ,camellia kissi mit stark wohlriechenden ,blten ebenfalls als ,teesurrogat verwendet und liefert aus den ,samen ein gutes l4 ,nach den japanischen ,camellien gelangte dann auch aus ,china die reichblhende ,camellia reticulata mit breiten ,blttern und groen ,blten zu uns und lieferte durch ,kreuzung mit jenen zahlreiche ,blendlinge mit schnen1 bunten ,blten4 ,unter den ,nachtschattengewchsen sind einige ,stechapfelarten als ,zierpflanzen von ,bedeutung1 so die ,datura metel mit nachts sich ffnenden zarten1 weien1 fast wie ,lilien riechenden ,blten4 ,sie wchst im ,mittelmeergebiet1 in ,afrika und ,sdasien und wird in ,indien1 ,persien und ,arabien zur ,bereitung von ,berauschungsmitteln mit ,haschisch1 ,opium und ,gewrzen verwendet4 ,datura fastuosa 7d4 h4 die schne1 stolze7 mit groen1 weien1 bisweilen auen violetten1 auch gefllten1 wohlriechenden ,blten in ,ost- und ,sdasien1 dem malaiischen ,archipel und dem tropischen ,afrika wird in ,indien und ,china wie der ,stechapfel bei uns benutzt und als ,zierpflanze kultiviert4 ,sie wird auch bei uns in ,tpfen gezogen1 mu aber frostfrei berwintert werden4 ,gleicherweise ist dies mit ,datura suaveolens 7d4 h4 der angenehm riechenden7 und der #c-d m hohen ,d4 arborea 7d4 h4 der baumartigen7 der ,fall1 die beide in ,chile und ,peru heimisch sind und groe1 hngende1 weie1 besonders gegen ,abend wohlriechende ,blten besitzen4 ,ebensolche hngende1 groe1 aber statt weie von der ,basis bis zur ,mitte gelbe1 in der oberen ,hlfte jedoch mattrote1 mit blutroten ,streifen durchzogene ,blten weist die ebenfalls strauch- oder baumartige ,d4 sanguinea in ,peru auf4 ,aus deren ,blten bereiteten sich die ,peruaner1 wie wir bereits erfuhren1 einen berauschenden ,trank1 den einst die ,priester des ,sonnentempels in ,sagamossa1 dem peruanischen ,orakelsitze1 tranken1 um sich mit den ,geistern der ,verstorbenen in ,verbindung zu setzen4 ,deshalb wird die ,pflanze heute noch von den ,peruanern yerba de huaca1 d4 h4 ,grberpflanze1 genannt4 ,von ,nachtschattengewchsen werden auch manche ,arten des ,tabaks als ,zierpflanzen kultiviert1 so ,nicotiana tabacum var4 purpurea latissima und die #c m hoch werdende ,n4 glauca aus ,mexiko1 ferner ,n4 longiflora und affinis1 letztere mit groen1 wohlriechenden ,blten1 beide aus ,chile1 die gewaltige ,n4 tomentosa aus ,peru und die ,n4 wigandioides mit #a m langen und #fj cm breiten ,blttern aus ,venezuela4 ,ebenfalls sdamerikanischer ,herkunft sind die bei uns als ,gartenzierpflanzen so beliebten ,fuchsien1 die nach dem von ,karl ,v4 geadelten ,schwaben ,leonhard ,fuchs 7#aeja-aefe7 so genannt wurden4 ,dieser war zuerst ,schullehrer in seinem ,geburtsorte ,wemding in ,schwaben1 erwarb sich dann als ,arzt und ,botaniker groen ,ruf und starb als ,professor der ,medizin in ,tbingen4 ,neben ,otto ,brunsfeld und ,hieronymus ,bock 7genannt ,tragus7 war er der ,begrnder der vaterlndischen ,pflanzenkunde und gab die damals besten ,pflanzenabbildungen heraus4 ,sein in ,basel gedrucktes ,new ,kreuterbuch besa einst groes ,ansehen1 so da es noch #afdc neu aufgelegt wurde4 ,die ,fuchsien sind ,strucher oder kleine ,bume mit vorherrschend roten ,blten mit gefrbtem ,kelch1 vier ,blumenblttern und kleinen1 fleischigen1 vielsamigen1 dunklen ,beeren4 ber #fj ,arten derselben finden sich in den ,gebirgen von ,mexiko bis zum ,sden von ,chile in ,hhen von #ajjj-cjjj m1 wenige auf den ,antillen1 in ,guiana und ,brasilien1 auch in ,neuseeland4 ,der franzsische ,botaniker ,charles ,plumier beschrieb #agjc die erste ,fuchsia1 die als ,f4 coccinea #aghh in die europischen ,grten eingefhrt wurde4 ,seit dem ,anfang des #ai4 ,jahrhunderts sind mehrere ,arten in ,kultur1 und gegenwrtig zhlt man mehr als #hjj ,hybriden und ,spielarten derselben4 ,die hauptschlichsten ,stammeltern der jetzigen ,fuchsien sind auer ,f4 coccinea mit dnnen1 purpurrtlichen sten1 kleinen ,blten mit scharlachrotem ,kelch1 violettblauer ,blumenkrone und lang hervorragenden ,staubfden ,f4 fulgens mit mennigroten1 ,f4 globosa mit prchtigen1 scharlachroten und ,f4 gracilis mit kleineren1 aber sehr zahlreichen1 karminroten ,blten -- alle drei aus ,mexiko -- und ,f4 corymbiflora aus ,peru mit #ac cm langen ,blten mit karminrotem ,kelch und scharlachroter ,blumenkrone4 ,lange ,zeit war die ,gre der ,blume die geschtzteste ,eigenschaft dieser beinahe prchtigsten ,bltenpflanzen der ,gewchshuser1 dann kamen die ,sorten mit weilicher ,kelchrhre und gefrbter ,blumenkrone1 spter gestreiftblumige ,sorten1 darauf gefllte und fast gleichzeitig ,fuchsien mit sehr dunkler ,blumenkrone und zurckgeschlagenen ,kelchblttern1 endlich die ,sorten mit roten ,kelchen und weier ,blumenkrone auf4 ,bemerkenswert sind noch ,f4 serratifolia aus ,peru mit dunkelroten sten und roten ,blten1 die in unserem ,winter -- dem ,sommer ihrer ,heimat -- erscheinen1 und ,f4 microphylla aus ,mexiko mit sehr kleinen ,blttern und ,blten4 ,die ,beeren mehrerer ,arten werden in ,sdamerika1 mit ,zucker eingemacht1 gegessen1 von andern dient das ,holz zum ,schwarzfrben4 ,die ,fuchsien wachsen leicht und willig1 blhen sehr reichlich und gedeihen am besten1 wenn man sie an einem luftigen1 khlen1 nur eben frostfreien1 wenn mglich etwas hellen ,raum bei sprlichster ,bewsserung berwintert4 ,nahe verwandt mit den ,fuchsien sind die ,weidenrschen 7,epilobium71 deren grobltige ,formen als ,zierpflanzen in den ,grten gezogen werden1 wie auch die bis #a m hohe gemeine ,nachtkerze 7,oenothera biennis71 deren schwefelgelbe ,blten sich abends ffnen und am folgenden ,morgen welken4 ,sie wchst bei uns auch wild auf feuchtem ,sandboden an ,fluufern1 stammt aus ,virginien in ,nordamerika und soll sich seit #afad von ,padua aus ber ,europa als ,zierpflanze verbreitet haben4 ,durch groe1 wohlriechende1 gelbe1 abends zwischen #g und #h ,uhr sich erschlieende ,blten ist ,oenothera grandiflora ausgezeichnet1 die wie die vorige auch kultiviert wird1 um deren rtliche1 in der ,farbe ,schinken hnliche ,wurzeln in ,scheiben geschnitten im ,winter wie ,sellerie als ,salat oder auch mit ,fleischbrhe als ,gemse zu essen4 ,wie in ,peru und ,chile die leuchtend rotgelben ,amaryllideen1 sind dort auch die meist violett getpfelten ,gauklerblumen 7,mimulus71 von denen bereits die ,rede war1 zu ,hause4 ,von dort stammen auch die ,pantoffelblumen 7,calceolaria71 deren prchtig gelbe oder orangefarbene ,bltenbschel die ,felsabhnge an den ,fen der ,kordilleren schmcken4 ,sie gehren mit dem ,fingerhut in die ,familie der ,scrophulariazeen und weisen #acd ,arten vorzugsweise auf den ,anden ,sdamerikas1 in ,peru und ,chile1 einzelne bis ,mexiko und zwei in ,neuseeland auf4 ,in ,chile speziell sind sie in fast #gj ,arten bekannt und haben sich den verschiedenartigsten ,lebensverhltnissen in ,gebirg und ,ebene angepat4 ,o4 ,brger schreibt ber sie3 ,die weithin leuchtenden groen1 vollen ,bltenbschel der in ,peru und ,chile beheimateten ,pantoffelblumen 7,calceolaria7 tragen wie wenig andere ,pflanzen zum ,schmuck der chilenischen ,landschaft bei3 am ,rande der ,bche1 an den ,felsen und ,hngen1 welche die ,wege begleiten1 auf den heien ,steinhalden oder auch zwischen dem trockenen ,gerll der ,flulufe1 wo kaum ein ,halm spriet1 haben sie ,wurzel gefat4 ,und es ist ein farbenfreudiges ,geschlecht4 ,freilich in der groen ,mehrzahl bevorzugen sie ,gelb oder ,orange1 aber andere glnzen mit purpurnen und noch andere mit weien ,pantffelchen1 wie aus ,atlas4 ,bei den ,eingeborenen sind sie sehr beliebt und sie sammeln groe ,strue der topatopa oder capachito1 wie sie in ihrer ,sprache heien1 um das ,zimmer damit zu schmcken4 ,leider verwelken sie aber sehr rasch48 ,ebenfalls im tropischen ,amerika heimisch sind die ,gloxinien1 deren wundervolle1 farbenprchtige ,blten die ,zierde unserer ,gewchshuser bilden4 ,diese ,gattung aus der ,familie der ,gesnerazeen hat ihren ,namen nach dem ,straburger ,botaniker ,p4 ,b4 ,gloxin1 der #aghe botanische ,beobachtungen verffentlichte1 und besteht aus ausdauernden ,krutern mit knollenartigem ,wurzelstock1 saftigem ,stengel1 gegenstndigen1 einfachen ,blttern1 einzeln oder gebschelt stehenden1 groen1 langgestielten1 glockenfrmigen ,blten mit ausgebreitetem1 ungleich fnflappigem ,saum4 ,die sechs ,arten sind von ,mexiko bis ,brasilien und ,peru zu ,hause4 ,von ihnen werden vorzugsweise die ,gloxinia speciosa von ,brasilien und ,hybriden von dieser und ,gloxinia maculata mit aufrechten1 horizontalen oder hngenden1 vielfach im ,innern getpfelten blauen1 roten oder weien ,blten aus ,brasilien kultiviert4 ,diese prachtvollsten aller ,florblumen gedeihen aber auch gut im ,zimmer4 ,zum ,winter ziehen sie ein und die ,knollen knnen trocken aufbewahrt werden4 ,jedes ,blatt entwickelt an dem der ,quere nach abgeschnittenen ,blattstiel1 aber auch1 wenn man es auf ,erde befestigt1 an allen durchschnittenen ,blattnerven ,knllchen1 so da man von einem groen ,blatt deren fnfzig erzeugen kann4 brigens werden unter dem ,namen ,gloxinien auch zahlreiche ,formen und ,farbenspielarten der brasilischen ,sinningia speciosa1 auch ,kreuzungen derselben mit den eigentlichen ,gloxinien1 bei uns kultiviert4 ,gleicherweise sdamerikanischen ,ursprungs sind die ,petunien1 nach petun1 der brasilianischen ,bezeichnung fr den nahe mit ihnen verwandten ,tabak1 mit dem man diese ,pflanzenart wegen der hnlichkeit der ,bltter verwechselte1 so genannt4 ,diese ,gattung der ,solanazeen oder ,nachtschattengewchse umfat mit klebrigen ,drsenhaaren besetzte niedere ,kruter mit groen1 vielfarbigen ,blten und vielsamigen ,kapseln4 ,die #ad ,arten kommen ausschlielich in ,sdamerika1 speziell in ,sdbrasilien und ,argentinien vor und wurden erst seit #ahbd in ,europa bekannt4 ,durch ,kreuzung von ,petunia nyctaginiflora1 einem ,sommergewchs im ,gebiete des ,la ,platastromes mit weien1 und von ,petunia violacea1 einem ,sommergewchs in ,argentinien1 ,montevideo und ,chile mit leuchtend dunkelkarminroten1 im ,schlund schwarzvioletten1 gestreiften ,blten hat man eine ,menge schner1 auch gefllter ,varietten und ,blendlinge 7,petunia hybrida1 ,p4 grandiflora7 erzeugt1 die sich vorzglich zur ,bepflanzung von ,gruppen auf ,rasenflchen1 auch zur ,kultur in ,tpfen eignen und hufig zu sehen sind4 ,weiter hat uns ,sdamerika mit der spanischen oder ,kapuzinerkresse 7,tropaeolum7 beschenkt4 ,von den #ce ausschlielich dort vorkommenden ,arten dieser ,gattung brachten die ,spanier zuerst ,tropaeolum minus #aege aus ,peru nach ,spanien1 whrend die grere ,art1 ,tropaeolum majus1 erst #afhd von dorther nach der ,iberischen ,halbinsel kam1 von wo aus sie schon #afhf nach ,england gelangte4 ,alte ,berichte tun uns kund1 wie gro das ,entzcken der ,blumenfreunde jener ,zeit ber die ,einfhrung dieser schnen1 reich blhenden und anspruchslosen einjhrigen ,staudenpflanzen war4 ,besonders ,tropaeolum majus findet sich jetzt als eine der gemeinsten ,florblumen in zahlreichen ,varietten in unseren ,grten4 ,am meist kletternden ,stengel finden sich bei ihr schildfrmige ,bltter und groe1 gelbe1 orange- bis purpurbraune ,blten1 die geruchlos sind4 ,doch riecht und schmeckt die ganze ,pflanze durch ein therisches l kressenartig1 was ihr zu ihrem ,namen verhalf4 ,sie wird als ,salat gegessen2 die ,bltenknospen und die unreifen ,frchte werden auch in ,essig und ,salz eingelegt und wie ,kapern gebraucht4 ,daher wird sie oft unechte ,kaper8 genannt4 ,durch ,kreuzung dieser ,art mit dem hnlichen ,tropaeolum minus werden zahlreiche ,varietten1 auch ,zwergformen1 gewonnen4 ,tropaeolum tuberosum mit knolligem ,wurzelstock und vierlappigen ,blttern wird in ihrer ,heimat ,peru der geniebaren ,knollen wegen kultiviert und gedeiht auch bei uns4 ,tropaeolum lobbianum aus ,kolumbien mit leuchtend kapuzinerroten ,blten klettert #c-d m hoch1 dauert in ,gewchshusern aus und blht dort auch im ,winter4 ,tropaeolum pentaphyllum aus ,montevideo hat scharlachrote ,blten mit spitzen1 grnen ,kelchzipfeln und hlt bei uns im ,freien aus4 ,die kletternde ,kanarienvogelrebe 7,tropaeolum aduncum7 mit schwefelgelben ,blten und zerschlitzten ,blumenblttern eignet sich besonders zur ,bekleidung hoher ,wnde4 ,wie die ,kapuzinerkresse stammt auch die ,feuerbohne 7,phaseolus multiflorus7 mit feuerroten bis weien ,blten aus ,peru1 wo sie schon von den ,inkas zur ,gewinnung der ,samen als ,speise kultiviert wurde4 ,wie die ,samen der gemeinen ,schminkbohne fanden sie sich als ,totenbeigabe in den ,grbern der ,peruaner4 ,bei uns wird sie nicht sowohl als ,nutz-1 sondern vorwiegend als ,zierpflanze kultiviert und dient vorzugsweise zum ,hinaufspinnen und zum ,bekleiden von ,lauben4 ,der franzsische ,arzt und ,botaniker ,clusius 7,charles de l',ecluse1 geb4 #aebf in ,arras1 #aegc-aehg ,hofbotaniker in ,wien1 seit #aeic ,professor der ,botanik in ,leiden1 wo er #afji starb7 sah die ,feuerbohne mit purpurnen ,blten zuerst #aefd in einem ,kloster zu ,lissabon und bekam dort auch ,feuerbohnensamen aus ,brasilien zum ,geschenk4 ,diese brachte er nach der ,rckkehr in seiner ,heimat zum ,wachsen2 sie blhten blarot4 ,die daraus erzielten ,samen schenkte er an ,freunde weiter1 die sie wiederum als interessante ,novitt in ihren ,grten pflanzten4 ,so verbreitete sich diese schnblhende ,kletterpflanze wie die brigen sdamerikanischen ,ebohnenarten als welsche8 7spanische7 oder ,stangenbohnen8 immer weiter unter den ,vlkern ,europas4 ,rein amerikanische ,bume und ,strucher mit ansehnlichen ,blten in rispigen ,bltenstnden sind die ,jasmintrompeten 7,tecoma71 eine ,gattung der ,bignoniazeen1 die von ,mexiko bis ,argentinien1 zumeist aber in ,brasilien heimisch ist4 ,ihnen nahe verwandt sind die beiden kletternden ,campsisarten1 von denen ,c4 radicans mit scharlachroten ,blten den stlichen ,vereinigten ,staaten von ,illinois bis ,florida und ,c4 grandiflora mit greren1 mattfarbigen ,blten aus ,japan bei uns an warmen ,mauern angepflanzt werden4 ,in ,mittel- und ,sdamerika1 besonders auf den ,berghhen ,chiles und ,perus wachsen die #ha ,arten ,loasa1 von denen ,l4 lateritia mit gelbroten ,blten aus ,chile bei uns in ,grten1 an ,lauben usw4 kultiviert wird4 ,l4 urens mit gelben ,blten stammt aus ,peru1 ist einjhrig und wird in hnlicher ,weise verwendet4 ,im westlichen ,nord- und ,sdamerika dagegen1 besonders in ,kalifornien1 sind die in etwa #bj ,arten vorkommenden ,godetien heimisch4 ,es sind einjhrige ,pflanzen mit groen1 roten oder weien ,blten in bebltterten ,trauben oder hren4 ,mehrere ,arten derselben1 wie besonders ,godetia amoena1 romanzowii und whitneyi werden in verschiedenen ,varietten als ,zierpflanzen kultiviert4 ,in ,peru und ,ekuador ist der ,vanillenheliotrop 7,heliotropium peruvianum7 heimisch1 ein bis #b m hoher ,zierstrauch1 der wegen des kstlichen ,vanillegeruchs seiner ,blten sehr beliebt ist und in mehreren ,spielarten mit weien1 hell- oder dunkelblauen ,blten kultiviert wird4 ,in ,sdfrankreich bereitet man aus seinen ,blten die fr die ,parfmerie wichtige ,heliotropessenz1 doch wird der ,heliotropgeruch sehr oft auch durch ,mischung von ,vanille mit ,orangenblten1 ,rosen und ,bittermandell1 ebenso mit ,piperonal nachgeahmt4 ,auer ihm wird das ebenfalls sdamerikanische ,heliotropium corymbosum mit greren ,blttern und dunkleren1 narzissenhaft duftenden ,blten in unseren ,grten kultiviert4 ,der mit dem ,vanillenheliotrop sehr nahe verwandte1 ebenfalls in ,sdamerika heimische ,strauch ,tournefortia heliotropioides dagegen wird in ,treibhusern gezogen4 ,ebenfalls sdamerikanischer ,herkunft sind die ,passionsblumen 7,passiflora71 die in etwa #bej ,arten in ihrer ,heimat den ,schmuck der ,wlder bilden4 ,sie klettern dort von ,baum zu ,baum und entfalten dabei ihre schnen1 vielfach wohlriechenden ,blten1 die meist angenehm schmeckende ,frchte hervorgehen lassen4 ,die erste ,passionsblume1 die nach ,europa kam1 war die fleischfarbige ,passiflora incarnata1 die ein ,jesuit #afji nach ,bologna brachte4 ,im ,jahre #afbe kam sie nebst der weien ,p4 coerulea mit blauem ,fadenkranz unter dem ,namen amerikanische ,clematis8 nach ,rom4 ,in einem #afcc erschienenen ,buch3 de florum cultura gab ihr der #afec in ,siena verstorbene ,jesuit ,j4 ,b4 ,ferrari den ,namen ,passiflora1 indem er die ,bltenteile der ,p4 coerulea mit den ,marterwerkzeugen ,christi verglich4 ,die drei ,narben sollten die ,ngel1 mit der die ,kreuzigung vorgenommen wurde1 der rotbesprengte ,fadenkranz die ,dornenkrone1 der gestielte ,fruchtknoten den ,kelch1 die fnf ,staubbeutel die ,wunden1 die dreilappigen ,bltter die ,lanze1 die ,ranken die ,geieln1 die weie ,farbe der ,blumenbltter die ,unschuld des ,erlsers darstellen4 ,da die fromme ,einbildungskraft in den verschiedenen ,teilen der seltsamen ,blte die ,attribute des ,leidens ,christi dargestellt fand1 machte diese ,zierpflanze im katholischen ,sdeuropa1 wo sie gut fortkam1 bald so populr1 da sie hier1 wie in ihrer ,heimat ,peru und ,brasilien1 viel gepflanzt wurde1 um so mehr1 da sie #e cm lange1 eifrmige1 orangegelbe1 ebare ,beeren lieferte4 ,als eigentliche ,fruchtpflanze wird in ,sdamerika die vierkantige ,passionsblume 7,p4 quadrangularis7 wie der ,weinstock an ,spalieren gezogen4 ,ihre #aa cm im ,durchmesser haltenden1 vanilleartig riechenden ,blten mit weien1 purpurn und violett gescheckten ,blumenblttern lassen gnseeigroe1 rtliche ,frchte hervorgehen1 deren breiiges1 sliches ,fruchtmark gerne gegessen1 als ,heilmittel und zur ,herstellung von wohlschmeckenden ,getrnken verwendet wird4 ,wegen der hnlichkeit der ,frchte mit ,granaten wird diese1 wie berhaupt alle ,passionsblumen1 im ,spanischen granadilla genannt4 ,noch grere1 ebenfalls hufig gegessene purpurne ,frchte hat die ebare ,granadilla 7,p4 edulis7 in ,peru4 ,ausschlielich amerikanisch sind auch die den ,myrten verwandten #aeg ,cupheaarten1 von denen mehrere bei uns als ,zierpflanzen kultiviert werden4 ,aus ,mexiko stammen die #j1e m hohe ,cuphea silenodes1 eine der schnsten ,gartenpflanzen1 und ,c4 platycentra mit scharlachroten1 rhrenfrmigen ,blten4 ,von dorther stammt auch die unseren ,steinbrechen verwandte ,echeveria metallica mit sehr groen1 runden1 schn metallisch gefrbten ,blten1 die in ,grten zu ,einfassungen und ,teppichbeeten sehr beliebt ist1 wie auch ,cotyledon gibbiflora und secunda mit prchtigen1 roten ,blten4 ,ihnen nahe verwandt sind die als ,topfzierpflanzen bei uns gehaltenen ,crassula coccinea mit groen1 scharlachroten1 wohlriechenden ,blten1 und ,c4 arborescens1 beide vom ,kap der ,guten ,hoffnung4 ,von ,kalifornien bis ,mexiko wachsen in #aj ,arten die zu den ,mohngewchsen gehrenden ,eschscholzien1 so genannt nach dem #agic in ,dorpat geborenen und #ahca als ,professor der ,medizin gestorbenen ,joh4 ,friedr4 ,eschscholtz1 der #ahae und #ahbc ,kotzebue als ,arzt auf dessen ,entdeckungsreisen begleitete4 ,diese dem ,mohn verwandten ,pflanzen sind durch einen verwachsenbltterigen ,kelch ausgezeichnet1 der1 ber seinem ,grunde umschnitten1 in ,form einer geschnbelten ,mtze abfllt4 ,hufig findet man in unseren ,grten die #cj cm hohe ,e4 californica mit groen1 glnzendgelben1 im ,grunde orangefarbigen ,blten2 sie ist sehr dankbar1 vom ,sommer bis in den ,herbst blhend und ausdauernd1 erfriert zwar bei uns1 st sich aber von selbst aus und verbreitet sich dabei sehr leicht4 ,sie enthlt mehrere ,alkaloide und wird in ihrer ,heimat als schlafmachendes und schmerzstillendes ,mittel benutzt4 ,eine ,amerikanerin ist auch die bei uns beliebte ,flammenblume 7,phlox1 wegen der leuchtenden ,blten so1 d4 h4 ,flammenfeuer1 genannt74 ,von den #cj nordamerikanischen ,arten werden mehrere wegen ihrer schnen1 vorherrschend roten ,blten in zahlreichen ,spielarten und ,blendlingen als eine ,hauptzierde unserer ,grten kultiviert4 ,phlox drummondi 7nach dem englischen ,naturforscher ,james ,l4 ,drummond1 der #ahbf ,nordamerika bereiste und #ahce auf ,kuba starb1 so genannt7 aus ,texas mit lilafarbigen1 am ,schlunde dunkelpurpurrot gefleckten1 auch hell- und dunkelpurpurroten oder rosenroten und weien ,blten ist einjhrig1 und wurde #ahce von ,drummond im ,garten von ,kew bei ,london eingefhrt1 von wo aus sie bald nach dem ,kontinent verbreitet wurde und hier berall willige ,aufnahme fand1 da sie reich blht1 ausdauernd und winterhart ist4 ,dieselben ,vorzge besitzt der #a m hohe ,staudenphlox 7,ph4 paniculata7 aus ,nordamerika mit ursprnglich hellilafarbenen ,blten in groen ,doldentrauben4 ,er wird wie die ebenso hohe ,ph4 divaricata und die brigen ,phloxarten in vielen ,varietten in den prchtigsten ,farben und ,zeichnungen1 auch in wohlriechenden ,formen gezogen4 ,unter ihnen eignen sich die niedrigen ,phlox procumbens und reptans besonders zu ,einfassungen4 ,eine einjhrige1 #cj-fj cm hohe ,zierpflanze unserer ,grten aus dem westlichen ,nordamerika1 die auch bei uns verwilderte1 ist die grobltige ,collomie 7,collomia grandiflora7 mit rtlichen ,blten4 ,eine ebenso beliebte nordamerikanische ,zierpflanze ist das ausgezeichnete ,hainschnchen 7,nemophila insignis7 mit kornblumenblauen1 seltener weien ,blten aus ,kalifornien1 whrend die ihr nahe verwandte himmelblaue ,wasserwinde 7,hydrolea azurea7 eine hbsche1 kleine ,treibhauspflanze aus ,mexiko ist4 ,verwandt mit dem sdamerikanischen ,chinabaum sind die ,bouvardien1 kleinwchsige ,strucher oder ,kruter mit prsentiertellerfrmigen1 weien1 gelbroten oder roten1 besonders am ,abend sehr wohlriechenden ,blten4 ,mehrere von den in ,mexiko und ,mittelamerika heimischen ,arten werden als ,garten- und ,zimmerpflanzen kultiviert1 so besonders die langbltige ,bouvardia 7,b4 longiflora7 mit langen1 weien1 abends herrlich duftenden ,blten1 die in ihrer ,heimat ,zentralamerika als ,flor de ,san ,juan 7d4 h4 ,johannesblume7 sehr beliebt ist4 ,aronsgewchse des tropischen ,sdamerika sind die ,caladiumarten1 von denen ,caladium bicolor aus dem ,gebiet des ,amazonenstromes mit pfeilfrmigen ,blttern1 die einen groen rtlichen ,fleck in der ,mitte aufweisen1 und ,c4 picturatum nebst deren ,hybriden die zahlreichen buntbltterigen ,caladien lieferten1 die als ,zierpflanzen in ,warmhusern gezogen werden4 ,im entwickelten ,zustande halten sie bei guter ,pflege einige ,zeit im ,zimmer aus4 ,alle #aj ,arten haben scharfschmeckende ,bltter und ,knollen1 wegen der letzteren werden manche ,arten in ihrer ,heimat als ,nhrpflanzen kultiviert4 ,besonders zahlreich ist auch die ,pfeffergattung ,peperomia in ,amerika vertreten4 ,von ,p4 scandens von ,peru bis zu den ,antillen1 ,p4 elliptica auf den ,maskarenen1 stlich von ,madagaskar1 und ,p4 maculosa in ,peru und auf ,san ,domingo werden die scharfschmeckenden ,bltter wie ,betel gekaut4 ,mehrere ,arten1 wie ,p4 marmorata und ,p4 arifolia1 kultiviert man als ,blattpflanzen im ,warmhaus und ,zimmer4 ,eine ausschlielich amerikanische ,pflanzengruppe sind endlich auch die ,kakteen1 dickfleischige ,gewchse1 die wegen ihrer wunderlichen ,gestalt und schnen ,blumen sich in der ,gegenwart bei uns besonderer ,beliebtheit erfreuen4 ,sie sind ,produkte der ,anpassung der ,pflanze an die regenarme ,wste1 ,erzeugnisse der heiglhenden ,sonne in einem fast niederschlagsfreien ,gebiet1 wo mit jedem ,tropfen ,wasser gegeizt werden mu4 ,ihr ganzer ,leib besteht aus dem zu einem ,wasserreservoir verdickten ,stengel1 an welchem die ,bltter zu spitzen ,stacheln geworden sind1 die manchmal sich auch zu weien1 lufthaltigen ,haaren verdnnen wie beim ,greisenhaupt4 ,neben der wechselvollen1 an ,monstruositten reichen ,krperform liegt ein ,hauptreiz der ,kakteen in ihren wundervollen ,blten1 die es an ,schnheit mit jeder andern im ,pflanzenreiche aufnehmen knnen4 ,whrend manche ,kakteen nur selten und erst im hohen ,alter blhen1 zeichnen sich andere durch einen stattlichen ,bltenflor aus4 ,besonders groe und schne ,blumen treffen wir bei den ,sulenkakteen1 namentlich bei denjenigen1 die am ,gestein emporklettern2 unter ihnen ist ja die ,knigin der ,nacht8 durch ihre herrlichen1 fein duftenden1 leider nur eine ,nacht ber offenen ,blten berhmt4 ,auch die zarten1 kstlichen ,blten der andern ,kakteen1 die bei den ,sulenkakteen1 ,fackeldisteln und ,igelkakteen meist wei1 bei andern gelb und bei den ,phyllokakteen in allen ,nuancen von ,rot gefrbt sind1 dauern oft nur wenige ,stunden und im besten ,falle einige ,tage1 im ,gegensatz zu den oft viele ,wochen ausdauernden ,orchideenblten4 ,bei einzelnen ,arten1 wie etwa bei ,echinopsis eyriesii1 ist der ,vorgang des ,blhens ein so kurzer1 da sich das ,entfalten und ,verwelken der ,blten geradezu mit den ,augen verfolgen lt4 ,doch haben es die ,kakteenzchter in neuerer ,zeit verstanden1 durch ,kreuzbefruchtung von rasch verblhenden ,arten mit den lnger blhenden ,phyllokakteen herrliche ,bastarde1 sogenannte ,hybriden1 zu erlangen1 die zu den hervorragendsten ,bltenpflanzen berhaupt gehren1 so z4 ,b4 den herrlichen ,phyllocactus pfersdorffii4 ,weil durchweg alle ,kakteen in ,verbindung mit groer ,anspruchslosigkeit eine auerordentliche ,lebensfhigkeit besitzen1 eignen sie sich ganz besonders zur ,zimmerkultur1 wie sie bei uns gewhnlich betrieben wird4 ,deshalb werden in ,europa zahlreiche ,vertreter der etwa #ijj ausschlielich dem warmen ,amerika angehrenden ,arten gezogen1 da sie bei aller ,leichtigkeit der ,kultur durch ihre interessanten exotischen ,formen und die prchtigen ,blten erfreuen4 ,wenn sie auch als ,kinder des ,lichts die ,sonne lieben und groe ,hitze ertragen1 aber auch erhebliche ,mengen des oft genug verweigerten ,wassers verlangen1 so ist es falsch1 in ihnen ,pflanzen zu sehen1 die zu ihrem ,gedeihen unbedingt eine ,backofentemperatur ntig haben4 ,ja1 umfangreiche ltere ,exemplare mancher ,arten haben sich bei uns so eingewhnt1 da sie im ,winter ungedeckt im ,freien aushalten1 ohne ,schaden zu nehmen4 ,von wirklichen ,kulturschwierigkeiten ist brigens bei den ,kakteen kaum die ,rede4 ,sie lassen sich mhelos durch ,stecklinge1 wie auch durch ,samen vermehren4 ,sind sie in letzterem ,falle einmal dem ,keimlingsstadium entwachsen1 dann sind selten noch ,verluste zu befrchten4 ,allerdings mu in der ,kultur derselben bei uns die ,wasserzufuhr regelmiger als in ihrer ,heimat erfolgen4 ,zudem nimmt man an ihnen vielfach ,pfropfung und ,veredelung vor1 um langsam wachsende ,pflanzen zu krftigerer ,entwicklung zu bringen und selten blhende ,arten zur ,entfaltung ihrer ,blumen zu veranlassen4 ,stets aber mssen sie die schne1 frostfreie ,jahreszeit im ,freien zubringen1 wenn sie gut gedeihen sollen1 und bedrfen der knstlichen ,befruchtung1 um keimfhige ,samen hervorzubringen1 da bei uns die ,insekten fehlen1 die in ihrer ,heimat die knstliche bertragung des ,bltenstaubes auf die ,narben vollziehen4 ,unter den ,krankheiten der ,kakteen ist die ,kaktusfule am verderblichsten4 ,als ,schutzmittel dagegen mu man fr reichliche ,zufhrung von ,luft und ,licht und fr angemessene ,bewsserung sorgen4 ,das ,endziel der ,kakteenpflege ist fr uns die ,erzielung von schnen ,blten4 ,und man kann unbedenklich sagen1 da dieses ,bestreben lohnend ist2 denn an ,schnheit der ,form1 ,gre und ,farbenpracht vermgen1 wie gesagt1 die ,kakteenblten mit allen ,blten des ,pflanzenreichs zu wetteifern4 ,die ,nuancen der meist radfrmigen oder trichterfrmigen ,blten sind durchweg leuchtend und beraus krftig1 dabei doch niemals grell und scharf4 ,reinwei1 ,schwefelgelb1 ,hochgelb1 ,dunkelrosa1 ,scharlachrot und ,orange herrscht vor4 ,dabei sind durch ,kreuzung zahlreiche ,zwischenformen entstanden4 ,so erscheinen mehrere ,farben der ,skala an ein und derselben ,blte1 aber niemals hart nebeneinander gesetzt1 sondern in ,flammenform oder in zarter ,verreibung und ,tnung ineinander bergehend4 ,die ,prunkhaftesten und dabei doch wieder zartesten in der ,farbe sind die ,blattkakteen1 jene ,epiphyllum- und ,phyllokaktusarten1 die in den deutschen ,husern gewhnlich um ,weihnachten ihre ,blten entfalten4 ,der ,deutsche mit seinem lebhaften ,sinn fr das ,farbenfrohe1 ,leuchtende1 sah in diesen ,blattkakteen1 von denen besonders die ,phyllokaktus in etwa #ab ,arten aus ,mittel- und ,sdamerika1 speziell aus ,brasilien bei uns eingefhrt wurden1 sogleich einen neuen geeigneten ,schmuck seiner ,fenster1 neben den von ihm bis dahin bevorzugten ,geranien1 ,begonien und grobltigen1 gefllten ,nelken4 ,dieser ,blumenliebe1 namentlich der ,landbewohner1 haben wir es zu danken1 wenn wir bei unsern sommerlichen ,wanderungen durch die ,drfer neben jenen lteren auch diese in reichem ,mae antreffen4 ,da man nun mit ,recht vermuten kann1 da sich die ,bauernfrauen mit ihrer ,kakteenpflege wohl kaum so viel ,mhe geben1 wie ihre ,gatten und ,brder beim ,kartoffelbau1 so lt sich schon hieraus unschwer schlieen1 da die ,pflege der akklimatisierten ,amerikaner nicht allzuschwer sein kann4 ,auch hier gilt1 wie brigens bei allen ,bltenpflanzen1 durch vielfache ,experimente begrndete ,regel1 da mglichste ,vernachlssigung und ,schlechtgehaltenwerden der ,stcke sie eher zu reichlichem ,blhen bringt als sorgfltige ,pflege und ,hegung4 ,die ,grtnereien haben die ,sache von der praktischen ,seite aufgefat4 ,wiederum waren es namentlich die ,phyllokakteen1 die in ,kreuzungen und neuen ,formen die ,farbenskala fast erschpften1 -- allerdings ohne jemals ,blau hervorzubringen4 ,john ,baker81 ,franceschi81 ,jules ,simon81 ,wrayi8 usw4 gehen vom prachtvollsten ,gelb und ,rot bis zum ,kompromi beider ,farben1 bis zur ,halbblutorangefarbe von ,victoria84 ,die ,erzeugung dieser neuen ,arten ist ein ganz besonderes ,kapitel grtnerischer ,kunst1 und man ist sehr auf dem ,holzweg mit der ,annahme1 da solche praktisch verwertbare ,kreuzung nur ein ,kinderspiel sei4 ,hufig kommt erst nach hundert ,fehlschlgen ein ,erfolg und auch dann oft nur ein halber4 ,merkwrdig bei diesen ,blattkakteen ist1 da sie hnlich wie die ,camellien mit ihren ,blten gewissermaen eine ,art sensiblen ,empfindens zeigen4 ,rckt man nmlich ein mit ,bltenknospen bedecktes ,epiphyllum vom ,fenster ab und gibt ihm nur eine leichte ,drehung1 so kann man in neun von zehn ,fllen darauf rechnen1 da der ,bltenansatz binnen wenigen ,tagen abfllt1 womit leider die ,herrlichkeit fr ein volles ,jahr vorbei ist4 ,in ihrer ,heimat sind diese ,blattkakteen nicht am ,boden1 sondern als ,epiphyten auf ,bumen wachsende berpflanzen1 die mit ihren hbschen ,blten im ,verein mit den in nicht minder leuchtenden ,farben prangenden ,lianenblten den schnsten ,schmuck der ,urwaldbume des tropischen ,amerika bilden4 #c ,band ,,ii1 ,das ,leben der ,erde8 behandelnd1 mit #chj ,abbildungen im ,text und #ba ,vollbildern1 #aijh1 im ,verlag von ,ernst ,reinhardt1 ,mnchen1 erschienen4 ,,xxx4 ,die ,zierbume und ,zierstrucher4 ,die ltesten ,baumbestnde unserer ,parks reichen in die ,zeit zurck1 da die herrschaftlichen ,landsitze ganz ,mitteleuropas nach dem ,beispiele des ,gartens von ,versailles mit geraden ,baumalleen durchzogen waren4 ,damals muten sich die ,bume der ,schere beugen und ihre ,kronen in regelmige1 geometrische ,formen1 meist ,vierecke oder ,kugeln1 bringen lassen4 ,gegen diese ,unnatur erfolgte nun1 wie wir im ,abschnitt ber die ,geschichte des ,ziergartens erfuhren1 von ,england aus durch den ,einflu ostasiatischer ,gartenkunst eine ,reaktion1 die im englischen ,garten8 die ,rckkehr zu den ,formen der natrlichen ,landschaft sah4 ,whrend bis dahin die ,baum- und ,straucharten dem heimischen ,bestande entnommen worden waren1 ging man zugleich dazu ber1 auch einige sdeuropische ,vertreter der ,pflanzenwelt1 vor allem ,platane1 ,rokastanie1 ,flieder und ,goldregen in den ,parkanlagen anzusiedeln4 ,dazu kamen mit der ,zeit zahlreiche amerikanische ,gste aus einem ausgedehnten ,waldgebiet mit vielen sehr schnen ,formen mit dem mitteleuropischen hnlichen ,klima4 ,bereits im ,jahre #afcf waren gegen #ej kanadisch-virginische ,bume und ,strucher aus den franzsischen ,kolonialgebieten ,nordamerikas im ,pariser ,jardin des plantes angesiedelt4 ,und bei den regelmigen ,verbindungen mit jenen konnte es nicht fehlen1 da die kleinen und groen ,parkbesitzer immer mehr der fremden1 interessanten ,typen zusammenzubringen suchten4 ,fr ,deutschland gewannen die ,anlagen in ,harbke und ,tegel in der ,mark ,brandenburg eine fhrende ,stellung4 ,hier hatte man1 von vorzugsweise praktischen ,gesichtspunkten ausgehend1 um der berhandnehmenden ,holznot zu steuern1 die ,verwendung der fremden ,bume im heimischen ,forstbetrieb versucht4 ,dabei zog man aus den ,erfahrungen ,nutzen1 die ,freiherr von ,wangenheim als ,offizier des #aggf vom ,kurfrsten ,friedrich ,,ii4 von ,hessen-,kassel an die ,englnder zum ,kampfe gegen die nordamerikanische ,union verkauften hessischen ,feldjgerkorps -- im ganzen waren es #bbjjj ,mann1 fr die jener elende ,monarch zur ,bestreitung seiner ,mtressenwirtschaft #babgfggh ,taler ,blutgeld8 einstrich -- bis zum ,jahre #aghd an ,ort und ,stelle zu sammeln ,gelegenheit hatte4 ,in jener ,zeit entstanden die ,pflanzungen fremder ,baumarten1 die heute durch ihre ,gre in den ,parks von ,wilhelmshhe bei ,kassel1 von ,schwetzingen bei ,heidelberg1 ,wrlitz bei ,dessau im ,anhaltischen und anderwrts unsere ,bewunderung erregen4 ,dem #ai4 ,jahrhundert blieb es vorbehalten1 die ,baumschtze des westlichen1 pazifischen ,teiles von ,nordamerika aufzuschlieen und endlich auch die wertvollen ,bestandteile der ostasiatischen ,baumvegetation sich anzueignen4 ,so wurden in den letzten ,jahrzehnten besonders japanische und mandschurische ,arten in stets steigender ,zahl bei uns eingefhrt4 ,alle in unsern ,parkanlagen angesiedelten ,bume stammen aus einem der groen ,waldgebiete der nrdlichen gemigten ,zone1 also ,mitteleuropa vom ,kaukasus bis zu den ,gebirgen ,spaniens1 vom atlantischen und von diesem wesentlich verschiedenen pazifischen ,teile von ,nordamerika und ,ostasien4 ,die brigen ,teile der ,erde und vor allem die ganze sdliche ,erdhlfte haben nur ganz wenige und unbedeutende ,arten geliefert4 ,sprechen wir aber von der ,einfhrung fremder ,baumarten nach ,deutschland1 so drfen wir nicht vergessen1 da auch von den heimischen ,arten nicht wenige importiert sind4 ,so ist die ,lrche nur in den ,alpen heimisch und wurde von da nach den ,niederungen gebracht4 ,auch die ,weitanne ist im grten ,teile ,norddeutschlands erst knstlich angesiedelt worden1 und der ,buchs tritt nach seiner natrlichen ,verbreitung nur am ,hrnli bei ,basel und an der oberen ,mosel auf deutsches ,gebiet ber4 ,die ,stechpalme gedeiht blo im ,bereiche des atlantischen ,klimas4 ,natrlich mssen bei der ,einbrgerung fremder ,arten vor allem die klimatischen ,verhltnisse in ,bercksichtigung gezogen werden1 wobei vor allem die ,lnge und ,intensitt des winterlichen ,frostes1 die frhe oder spte ,jahreszeit1 in welcher die zum ,austreiben der ,bltter oder ,sprosse ntigen ,temperaturen erreicht werden1 dann die ,hhe der sommerlichen ,temperaturen whrend der ,vegetationsmonate und schlielich die ,regenmengen whrend derselben magebend sind4 ,mit die wichtigsten ,zierbume unserer ,parks sind die ,nadelhlzer1 unter denen die ,tannen und ,fichten am hufigsten angetroffen werden4 ,neben der ,weitanne 7,abies pectinata7 ist die #ad ,tage spter austreibende1 durch ihre schne1 im ,freistande lnger aushaltende ,beastung ausgezeichnete1 nach ihrem ,entdecker benannte ,nordmannstanne 7,abies nordmanniana7 aus dem ,kaukasus zu nennen4 ,dann die kilikische ,weitanne 7,a4 cilicica7 aus dem ,taurus1 die weniger frostempfindlich ist als die griechische und spanische ,tanne 7,a4 cephalonica und pinsapo71 welche nur in frostfreien1 geschtzten ,lagen gedeihen und durch ihren regelmigen ,wuchs das ,auge erfreuen4 ,eine der schnsten nordamerikanischen ,arten ist die mattgrne1 durch ihre ,frosthrte und ihre ,raschwchsigkeit in der ,jugend beliebte ,koloradotanne 7,a4 concolor74 ,gleichfalls sehr lange1 aber unten hellere ,nadeln als oben besitzt die ebenfalls bei uns eingefhrte kalifornische ,kstentanne 7,a4 grandis71 die in ihrer ,heimat #ij m hoch wird und damit die hchste aller ,tannen ist4 ,sehr viel niedriger1 manchmal nur strauchartig sind die ,balsamtannen1 die den fr die ,mikroskopie wichtigen ,kanadabalsam liefern4 ,besonders trifft man die atlantische ,balsamtanne 7,a4 balsamea7 als ,parkbaum nicht selten1 whrend die ostasiatischen ,tannen bis jetzt nur wenig ,eingang in unsere ,grten fanden4 ,die bei uns am hufigsten angetroffene ,vertreterin der in ,nordamerika und in ,ostasien heimischen ,hemlockstannen der der ,abies nahe verwandten ,gattung ,tsuga ist die kanadische ,schierlingstanne 7,tsuga canadensis74 ,dichter benadelt und raschwchsiger1 aber gegen ,frost weniger widerstandsfhig ist die westliche ,schierlingstanne 7,t4 mertensiana74 ,eine der schnsten und forstlich wertvollsten ,errungenschaften aber ist die in ihrem ,aussehen der ,fichte hnliche1 nach dem schottischen ,botaniker ,douglas benannte ,douglastanne 7,pseudotsuga douglasii71 deren ,nadeln beim ,trocknen nicht abfallen1 darin also den ,tannen gleichen1 whrend die ,fruchtzapfen sich nicht entblttern wie bei diesen1 sondern wie bei den ,fichten als ,ganzes abfallen4 ,ihre ,rinde ist von zahlreichen ,harzbeulen blasig aufgetrieben4 ,dieser wichtigste ,waldbaum ,nordamerikas ist grn und zeichnet sich durch groe ,raschwchsigkeit gegenber der blaugefrbten ,kolorado-,douglasie 7,p4 glauca7 aus1 die aber frosthrter ist4 ,im ,sden ihres ,verbreitungsgebietes ist letztere geradezu blulichwei1 so da sie mit der ebenfalls im ,felsengebirge heimischen blauen ,form der ,stechfichte 7,picea pungens var4 glauca7 als ,zierbaum in ,wettbewerb tritt4 ,zahlreicher und fr unsere ,parks von grerer ,bedeutung sind die ,fichten1 unter denen die gemeine ,fichte oder ,rottanne 7,picea excelsa7 die verbreitetste ist4 ,sie ist mit ,unrecht wegen ihrer steifen ,langweiligkeit verschrien1 da sie in zahllosen ,spielarten1 wie ,hnge-1 ,trauer-1 ,schlangen-1 ,sulen- und ,zwergfichten1 auftritt4 ,sie kann bis #fj m hoch werden und bei einem ,alter von #gjj-hjj ,jahren einen ,stammdurchmesser von #b m erlangen4 ,an sehr trockenen ,standorten bildet sie ,kmmerformen1 die durch niedrigen1 langsamen ,wuchs und kurze ,benadlung ausgezeichnet sind4 ,zweige solcher hneln dann der aus ,kleinasien stammenden ,sapindusfichte 7,p4 orientalis71 die von allen ,fichtenarten die kleinsten1 hchstens #a cm langen ,nadeln besitzt4 ,sie wird #cj m hoch und bildet im ,taurus und ,kaukasus ausgedehnte ,bestnde4 ,an den ,zweigen und ,zapfen scheidet sie hufig als ,sapindustrnen bezeichnete ,harztropfen aus4 ,von europischen ,formen sind noch die von ,skandinavien durch ganz ,nordasien heimische ,altaifichte 7,p4 obovata7 und die auf den ,bergen des ,balkans heimische1 dort omorika genannte ,omorikafichte 7,p4 omorica7 zu nennen4 ,letztere hat einen sehr schlanken ,wuchs1 wird bis #dj m hoch und zeichnet sich ganz besonders durch ihre merkwrdig geringe ,empfindlichkeit gegen ,beschdigung durch die giftigen ,gase1 speziell die schweflige ,sure1 des ,steinkohlenrauchs aus1 was sie fr alle ,parks um unsere schlotreichen ,stdte mit ihren zahlreichen ,fabrikanlagen doppelt wertvoll macht4 ,als ,zierhlzer so wichtig wie als ,nutzhlzer sind die amerikanischen ,fichten1 von denen die blaugrn erscheinende1 bis #ej m hohe ,weifichte 7,p4 alba7 aus dem stlichen ,nordamerika von ,kanada bis ,nordkarolina und die etwa #be m hohe1 dunkelgrne ,schwarzfichte 7,p4 nigra7 mit schwrzlicher ,rinde1 die im stlichen ,nordamerika ausgedehnte ,wlder bildet1 um #agjj nach ,europa gelangten4 ,etwas spter1 nmlich erst seit #agee hier eingefhrt1 ist die bis #bj m hohe frischgrne ,rotfichte 7,p4 rubra7 mit rtlichem ,holz1 die im nordstlichen ,nordamerika heimisch ist und an der ,hudsonsbai in buschigen ,zwergformen die nrdliche ,grenze des ,baumwuchses erreicht4 ,leichter an den scharfstechenden1 sparrig abstehenden1 blauen oder silbergrauen ,nadeln kenntlich ist die erst #ahfc ebenfalls aus ,nordamerika zu uns gebrachte ,stechfichte 7,p4 pungens74 ,sie wchst im ,felsengebirge zwischen #bjjj und #bhjj m ,hhe und hat sich als zweifellos schnste unserer ,koniferen besonders in der als ,blaufichte 7var4 glauca7 bezeichneten ,variett mit durch einen ,wachsberzug als ,verdunstungsschutz blulichweien ,nadeln sehr rasch in unsern ,grten verbreitet4 ,derselben prchtigen ,frbung wegen wird auch die als ,silberfichte 7var4 argentea7 bezeichnete ,variett der ,engelmannsfichte 7,p4 engelmanni7 als ,zierbaum unserer ,grten geschtzt4 ,seltener wird in unseren ,parks die im pazifischen ,nordamerika -- auch auf der ,insel ,sitka im ,territorium von ,alaska -- heimische ,sitkafichte 7,p4 sitchensis7 angetroffen4 ,endlich ist auch seit #ahfa die auerordentlich schne1 bis #dj m hoch werdende ,picea alcockiana mit dunkelgrnen1 unterseits blulichgrnen ,nadeln1 die wie alle vorigen ein sehr gutes ,nutzholz liefert1 aus ,japan bei uns eingefhrt worden4 ,whrend bei den bisher besprochenen ,koniferengattungen die ,nadeln stets einzeln an den ,zweigen sitzen1 ist dies bei den ,kiefern 7,pinus7 nur in den allerersten ,lebensjahren des ,baumes der ,fall4 ,alle spteren ,zweige1 die weiterwachsenden ,langtriebe1 tragen nur hutige ,schuppen1 in deren ,achseln die langen ,nadeln zu #b-e an fast ganz zurckgebildeten ,kurztrieben sitzen4 ,in der heimischen ,baumwelt sind die zweinadeligen ,kiefern vor allem durch die bis #dj m hohe gemeine ,kiefer oder ,fhre 7,pinus silvestris7 vertreten4 ,diese besitzt unter den europischen ,nadelholzgewchsen die weiteste ,verbreitung und gedeiht am besten auf tiefgrndigem1 humosem ,sandboden4 ,dann durch die in ,sdeuropa verbreitete ,schwarzkiefer 7,p4 laricio71 die in den sterreichischen ,alpen in der ,abart der sterreichischen ,kiefer 7,p4 nigricans7 vertreten ist1 und die subalpine ,knieholzkiefer oder ,legfhre 7,p4 montana71 die in den ,alpen von #adjj-bjjj m ,hhe weite ,flchen bedeckt und einen energischen ,schutz gegen ,lawinen und ,erdrutsche bildet4 ,dagegen stehen je #e ,nadeln beisammen bei der im ,hochgebirge heimischen ,arve oder ,zirbelkiefer 7,p4 cembra7 und bei der aus ,nordamerika zu uns gelangten ,weymouthskiefer 7,p4 strobus71 einem ,baume mit grauer1 glatter ,rinde und regelmiger1 kegelfrmiger ,krone4 ,sie bildet im atlantischen ,nordamerika groe ,wlder und erhielt ihren ,namen daher1 da sie im ,jahre #agje durch ,lord ,weymouth aus den ,neuenglandstaaten nach ,europa gebracht wurde4 ,dank ihrer weichen1 seidenglnzenden ,benadlung ist sie jetzt berall bei uns als ,zierbaum sehr beliebt4 ,im pazifischen ,teil ,nordamerikas ist sie durch die ihr sehr hnliche1 aber in unseren ,grten nur selten angetroffene ,gebirgsstrobus 7,p4 monticola7 vertreten4 ,ihr sehr hnlich ist die im ,himalaja heimische ,trnenkiefer 7,p4 excelsa7 so genannt1 weil deren ,zweigspitzen und besonders die groen1 bis #be cm langen ,zapfen meist mit trnenartigen ,harztropfen besetzt sind4 ,mit ihr trifft man in ,grten weiterhin die vielfach nur als rtliche ,variett der vorigen angesehene rumelische ,strobus 7,p4 peuce7 mit krzeren1 steifen ,nadeln und krzeren ,zapfen an4 ,auerdem finden wir nicht selten die grte ,kiefernart1 nmlich die kalifornische ,zuckerkiefer 7,p4 lambertiana7 mit #dj cm langen ,zapfen und die nur wenig von ihr unterschiedene ,goyokiefer 7,p4 pentaphylla7 in unsern ,parks angepflanzt4 ,sonst kommen von den etwa #hj bekannten ,kiefernarten nur noch wenige fr unsere ,grten in ,betracht1 so die nordamerikanischen ,strauchkiefer 7,p4 banksiana71 die wegen ihrer groen ,anspruchslosigkeit an den ,boden eine der wichtigsten forstlichen ,einfhrungen und aus dem gleichen ,grund auch fr den ,park1 besonders bei ,neuanlagen auf ,schutt und dland1 sehr wertvoll ist4 ,dreinadlige ,kiefern sind in den ,parks selten anzutreffen4 ,unter ihnen ist die nur in milden ,lagen fortkommende ,gelbkiefer 7,p4 ponderosa7 aus dem pazifischen ,nordamerika wegen ihres ppigen ,wuchses und der prchtigen1 bis #be cm langen ,nadeln auch bei uns sehr geschtzt4 ,wie unter den ,kiefern die vorgenannte ,arve1 ein an der ,waldgrenze in den ,alpen wachsende1 aber stark im ,rckgang begriffene ,nadelholzart1 wegen ihrer dichten ,benadlung und ihres regelmigen ,jugendwachstums ein sehr beliebter ,zierbaum unserer ,grten wurde1 ist die gleichfalls aus den ,alpen stammende ,lrche 7,larix europaea71 trotzdem auch sie ein echter ,gebirgsbaum ist1 in den ,parks der ,niederungen angesiedelt worden und gedeiht hier ganz gut4 ,sie liebt einen steinigen1 tiefgrndigen ,boden und gedeiht nicht auf zu nassem oder trockenem ,boden4 ,aber erst in einem rauhen ,klima entfaltet sie ihre ganze ,schnheit4 ,von den acht anderen ,lrchenarten1 die bei uns im ,freien aushalten1 ist ihrer dekorativen ,wirkung wegen die aus ,japan kommende zartschuppige oder ,hondolrche 7,l4 leptolepis7 besonders beliebt4 ,infolge eines zarten ,wachsberzuges zur ,einschrnkung der ,wasserverdunstung erscheinen ihre ,nadeln blaugrn und gehen im ,herbst in ,violett ber2 ihre jungen ,triebe sind rotbraun1 whrend sie bei der europischen ,lrche graugelb sind4 ,nur in der ,bltezeit ist ohne weiteres die im ,amurgebiet und im ,kamtschatka heimische sibirische ,lrche 7,l4 dahurica7 zu erkennen1 und zwar an der grnen ,farbe ihrer weiblichen ,blten1 die bei allen anderen ,arten karminrot gefrbt sind4 ,die #cj m hohe zierliche ,larix pendula aus dem atlantischen und die #dj-hj m hohe schlanke ,larix occidentalis aus dem pazifischen ,gebiete von ,nordamerika werden nur ganz ausnahmsweise bei uns angepflanzt4 ,mit den ,cedern zusammen tragen die ,lrchen nur einzelne ,nadeln an ihren ,trieben2 dann erst bilden sich an diesen ,langtrieben seitlich knopfige ,kurztriebe1 an denen die ,nadeln zu ,bscheln gedrngt stehen4 ,whrend die ,nadeln aber bei den ,lrchen weich und zart sind1 da sie nur ein ,jahr auszudauern brauchen1 weil diese ,baumart regelmig im ,herbst ihre dann schn goldgelb gefrbten ,nadeln abwirft1 sind sie bei den ,cedern1 weil bleibend1 starr und stechend4 ,von den drei immergrnen ,cederarten steht die ,libanonceder 7,cedrus libani7 den ,lrchen am nchsten und unterscheidet sich von ihnen auer durch die bleibenden ,nadeln durch ihre uere ,erscheinung und die kugelige1 aufrechte ,zapfenform4 ,sie trgt in der ,jugend einen berhngenden ,wipfel1 bildet aber im ,alter eine prchtig aufgebaute schirmfrmige ,krone4 ,dieser ,baum1 der einst auf allen ,gebirgen ,syriens und ,kleinasiens prchtige ,bestnde bildete1 ist jetzt in seiner ,heimat fast ausgerottet1 gedeiht aber als ,parkbaum in ,deutschland nur in sehr milden1 luftfeuchten ,lagen4 ,eher noch als sie gedeiht bei uns die im nordafrikanischen ,atlasgebirge heimische ,atlasceder 7,cedrus atlantica71 die sich leicht an ihrem stets aufrechten ,gipfel erkennen lt4 ,schwer dagegen kommt bei uns die in ,nepal und sonst am ,sdabhang des ,himalajagebirges heimische ,himalaja- oder ,deodarceder 7,cedrus deodara1 letzteres ist die indische ,bezeichnung1 die ,gottesbaum bedeutet7 von pyramidenfrmiger ,tracht mit nicht hngenden ,zweigen bei uns fort4 ,mibruchlicherweise werden auch anders geartete ,nadelhlzer als ,cedern bezeichnet1 so die in ihrer ,heimat sugi genannte japanische ,kryptomerie 7,cryptomeria japonica71 die1 seitdem sie ,fortune #ahdd in ,europa einfhrte1 hier und da in unseren ,grten kultiviert wird und auch unsere ,winter im ,freien aushlt4 ,obschon sie mit den echten ,cedern keinerlei hnlichkeit besitzt1 ihre ,benadlung viel eher an die im ,zimmer in ,tpfen oder im ,warmhaus hufig gezogene ,norfolk-,araukarie 7,araucaria excelsa7 erinnert1 ist sie bei uns als japanische ,ceder8 im ,handel4 ,sie ist das wichtigste1 in vielen ,formen gezogene ,nutzholz ,japans1 das in prchtigen alten ,exemplaren die heiligen ,haine und die ,tempel ziert und1 wie in ihrer ,heimat1 so auch in unseren ,grten meist durch ,stecklinge vermehrt wird4 ,das ,gegenstck zu diesem altertmlichen ,nadelholz ,ostasiens bildet in ,kalifornien die nicht minder altmodische ,riesensequoie oder die zu ,ehren des britischen ,feldherrn ,arthur ,wellesley1 ,herzog von ,wellington 7#agfi-aheb71 ,wellingtonie genannte ,sequoia gigantea4 ,beide sind1 wie auch die immergrne ,sequoie 7,s4 sempervirens7 im ,gebirge ,kaliforniens und die im sdlichen atlantischen ,nordamerika heimische ,sumpf- oder ,eibencypresse 7,taxodium distichum7 ,reste einer im ,tertir weitverbreiteten ,nadelholzgattung1 die heute bis auf diese wenigen ,vertreter ausgestorben ist4 ,die in einem kleinen ,bezirke in ,calaveras ,county in ,kalifornien in #aejj m ,hhe auf der ,sierra ,nevada wachsenden ,riesensequoien wurden #ahej vom britischen ,botaniker ,lobb bekanntgemacht4 ,sie erreichen bei einem ,durchmesser von #aj m am ,fu des ,stammes eine ,hhe von #abj m und sind nach den australischen ,eukalypten die hchsten ,bume der ,erde1 die ein ,alter von #djjj ,jahre erreichen knnen4 ,um die letzten ihres ,stammes vor ,vernichtung zu schtzen1 ist das ,gebiet1 auf dem sie wachsen1 zum unantastbaren ,nationalpark erklrt worden4 ,die kleinen1 eifrmigen ,zapfen enthalten fast nie keimfhige ,samen4 ,deshalb erfolgt ihre ,vermehrung wie diejenige der japanischen ,kryptomerien in der ,regel durch ,stecklinge4 ,in unseren ,parkanlagen begegnen wir ihnen als streng kegelfrmig gewachsenen ,bumen mit unten dickem1 nach oben hin aber rasch sich verschmlerndem ,stamm4 ,die pfriemenhnlichen ,nadeln erinnern ganz an diejenigen der ,kryptomerien1 stehen aber allseitig um den ,trieb1 whrend sie bei jenen sich in fnf ,zeilen darum herum ordnen4 ,bei der auch bei uns angepflanzten virginischen ,sumpfcypresse stehen die zarten1 eibenhnlichen ,nadeln an den ,langtrieben einzeln1 an den ,kurztrieben dagegen kammartig in zwei dichte ,reihen geordnet4 ,das auffallendste aber ist1 da im ,herbst mit den ,nadeln zugleich auch die ,kurztriebe abgeworfen werden4 ,die ,sumpfcypresse1 die in ihrer ,heimat in den ,smpfen wchst und darin zur ,atmungsmglichkeit der ,wurzeln eigentmlich geknickte1 ber das ,wasser emporragende ,pneumatophoren bildet1 verlangt bei uns im klteren ,klima einen trockeneren ,standort1 um der ,frostgefahr zu entgehen1 und bildet in diesem ,falle natrlich auch keine geknickten ,atemwurzeln1 wie sie es in ihrer ,heimat tut4 ,erreicht auch dieser ,baum an seinen natrlichen ,standorten mit einem ,stammumfang von #aj m bei einer ,hhe von #cf m ein ebenfalls mehrtausendjhriges ,alter1 so wird er darin von der mexikanischen ,eibencypresse 7,taxodium mexicanum71 die nicht auf sumpfigem1 sondern mig feuchtem ,boden wchst1 noch bertroffen4 ,so ist in ,tule bei ,oaxaca in ,mexiko noch ein ,mitglied dieser ,pflanzenfamilie am ,leben1 dem ,a4 ,decandolle ein ,alter von #fjjj ,jahren beimit4 ,jedenfalls ist dieser auf beifolgender ,tafel nach einer ,originalaufnahme wiedergegebene ,baum1 dessen ,stamm #a m hoch ber dem ,boden gemessen #ca m ,umfang besitzt1 whrend die #ce m hohe ,krone fast #ajj m umspannt1 das lteste ,glied der heutigen ,schpfung und erscheint schon dadurch ehrwrdig4 ,hat er doch alles erlebt1 was wir kurzlebige ,menschen die ,weltgeschichte nennen4 ,als die mchtigen ,pharaonen der #d4 ,dynastie ihre gewaltigen ,grabdenkmler in ,form der steinernen ,pyramiden von ,gise bauten1 besa dieser ,methusalem unter den ,pflanzen bereits das respektable ,alter von #acjj ,jahren4 ,als die ,neolithiker ,mitteleuropas von ,sden her mit den ersten ,metallschmucksachen und -,gerten bekanntgemacht wurden1 war er schon ber #bjjj ,jahre alt4 ,und wenn wir alle1 die wir heute uns des ,lebens freuen1 nicht mehr sein werden1 so wird dieser noch sehr lebenskrftige ,pflanzengreis weiterblhen und gedeihen4 ,was hat er nicht schon alles erlebt und was wird er noch alles erleben1 bis auch er einst zugrunde geht6 ,die echte ,cypresse 7,cupressus sempervirens71 deren charakteristische ,gestalt sich jedem ,italienfahrer unauslschlich eingeprgt hat1 vermag mit alleiniger ,ausnahme der besonders mild gelegenen ,bodenseeinsel ,mainau und ihrer ,umgebung nirgends in ,deutschland jahrelang ungeschdigt im ,freien auszuhalten4 ,dieses auerordentlich stimmungsvolle1 fr die heutigen ,mittelmeerlnder geradezu charakteristische ,kind des warmen ,sdens ist ein #bj und mehr ,meter hoher ,baum von spitz kegelfrmigem ,wuchs1 der aber auch in einer ,abart mit sich seitwrts ausbreitenden sten vorkommt1 mit dunkelgrnen ,blttern und #b-c cm langen ,fruchtzapfen4 ,es ist die bekannteste der #ab ,cypressenarten1 die im ,mittelmeergebiet1 im gemigten ,asien1 in ,nordamerika und ,mexiko zu ,hause sind4 ,die ,cypresse ist von den ,bergen des nrdlichen ,persien und dem ,libanon bis nach ,griechenland heimisch und findet sich meist in ,hhen von #fjj bis #adjj m ber dem ,meer4 ,dabei soll sie ein ,alter von ber #bjjj ,jahren erreichen knnen und erzeugt ein harzreiches1 auerordentlich dauerhaftes ,holz1 das mancherlei ,verwendung findet4 ,sie hie bei den ,assyriern bursu1 bei den ,phnikiern bert1 und wahrscheinlich davon abgeleitet1 bei den ,griechen kyprissos4 berall bei den ,semiten war sie seit ,alters der heilige ,baum der ,astarte-,aphrodite1 so da diese gelegentlich auch baalat bert1 d4 h4 ,gttin der ,cypresse1 genannt wird4 ,mit der ,verbreitung des ,astartekultes durch die ,phnikier gelangte sie mit der ,taube1 die das heilige ,tier der ,gttin war1 immer weiter westlich berall dahin1 wo jene ,kolonien grndeten4 ,durchaus falsch ist die brigens sehr ansprechende ,darlegung von ,victor ,hehn1 wonach die ,cypresse von einem ,ursitz auf dem ,gebirge von ,busi westlich von ,herat in ,afghanistan1 wie ihn ,alexander von ,humboldt annimmt1 im ,gefolge des iranischen ,lichtdienstes weiter nach ,westen verbreitet worden sein soll4 ,in ihrer schlanken1 obeliskenartigen ,gestalt soll die ,zendreligion das ,bild der heiligen1 zum ,himmel aufstrebenden ,flamme gesehen haben1 und deshalb soll sie vor den ,feuertempeln und in den ,hfen der ,palste gepflanzt worden sein4 ,ebensowenig hat sie der ,insel ,cypern den ,namen gegeben4 ,ihre ,beziehungen zur orientalischen ,gttin der ,fruchtbarkeit sind sehr viel lter als ihre ,verehrung bei den feueranbetenden ,persern4 ,aus ihrem duftenden1 der ,zeit und dem ,wurmfra widerstehenden ,holze -- schon ,theophrast 7im #d4 ,jahrhundert v4 ,chr47 nennt es3 von ,natur unverwstlich -- schnitzte man mit ,vorliebe nicht nur ,gtterbilder von auerordentlicher ,dauer1 sondern verfertigte allerlei ,hausgert und baute daraus vor allem ,schiffe4 ,schon in ,homers ,odyssee wird der ,baum genannt1 indem erwhnt wird1 da um die ,grotte der ,kalypso ,erlen1 ,schwarzpappeln und wohlriechende ,cypressen standen1 und weiterhin3 als ,odysseus als ,bettler verkleidet nach seiner ,heimatinsel ,ithaka zurckkehrte1 setzte er sich auf die eschene ,trschwelle und lehnte sich an die cypressene ,trsttze4 ,zahlreich waren die ,xana1 d4 h4 die aus ,holz geschnitzten ltesten ,gtterbilder in den griechischen ,heiligtmern -- bevor die noch dauerhafteren aus ,stein1 besonders ,marmor1 aufkamen -- und auch die ,tren in denselben aus ,cypressenholz4 ,aus ,cypressenholz bestand auch die lteste ,athletenstatue1 die ,pausanias im #b4 ,jahrhundert n4 ,chr4 im ,olympia noch stehen sah4 ,sie stellte den vor dem ,jahre #edj v4 ,chr4 lebenden gineten ,praxidamas dar1 war von jenem in den heiligen ,hain der ,altis gestiftet worden und hatte sich besser erhalten1 als eine andere1 etwas sptere1 die aus ,feigenholz gearbeitet war4 ,ebenso bildeten die ,rmer ihre ltesten ,gtterbilder mit ,vorliebe aus ,cypressenholz4 ,illustration3 ,tafel #aea4 ,die mexikanische ,eibenzypresse 7,taxodium mexicanum7 von ,tule bei ,oaxaca in ,mexiko1 das wohl lteste ,glied unserer heutigen ,schpfung4 7,nach ,photogramm von ,w4 ,g4 ,bremer in ,oaxaca47 ,illustration3 ,tafel #aeb4 ,eine alte ,eibe in der ,nhe von ,paterzell bei ,weilheim in ,oberbayern in einem ,bestand von etwa #djj groen ,exemplaren4 ,illustration3 ,tafel #aec4 ,zwei ,zypressen inmitten von mit ,mauern umgebenen ,olivenhainen bei ,rovigno in ,istrien4 ,illustration3 ,hain von ,steineichen1 bekannt als ,bosco sacro81 in der rmischen ,campagna4 ,illustration3 ,tafel #aed4 ,pyramidenpappeln als ,zierbume vor der ,villa ,stuck in ,mnchen4 ,wie die ,phnikier haben auch die alten ,griechen ihre ,schiffe vorzugsweise aus dem unverwstlichen ,cypressenholz gebaut1 wie ,plato sagt3 ,es ist ein rechtes ,glck1 wenn ein ,staat weder ,cypressen1 noch anderes zum ,schiffsbau taugliches ,holz hat1 weil die ,schiffahrt keinen ,segen bringt48 ,und der griechische ,geschichtschreiber ,diodor berichtet vom ,knig ,antigonos1 dem ,einugigen81 dem ,feldherrn ,alexanders des ,groen 7#chd-cja v4 ,chr41 erhielt #cbc bei der ,teilung von dessen ,reich ,grophrygien1 ,lykien und ,pamphylien1 fhrte aus ,ehrgeiz und ,eroberungslust viele ,kriege gegen die brigen ,diadochen1 in denen er ,kleinasien und ,syrien eroberte1 nahm #cjf mit seinem ,sohn ,demetrios ,poliorketes1 d4 h4 dem ,stdtebelagerer81 den ,knigstitel an und verlor in der ,schlacht bei ,ipsos in ,phrygien gegen ,kassandros1 ,lysimachos und ,seleukos ,reich und ,leben71 er habe zur ,bekmpfung seiner ber groe ,flotten gebietenden ,gegner1 den einstigen ,mitfeldherrn ,alexanders1 #hjjj ,mann mit dem ,fllen von ,cedern1 ,pinien und ,cypressen auf dem ,libanon beschftigt4 ,tausend ,paar ,lasttiere sollen das ,holz zur ,kste getragen haben1 wo von werkkundigen ,zimmerleuten ,schiffe daraus gebaut wurden4 ,auch ,gedenktafeln und ,srge wurden mit ,vorliebe aus dem dauerhaften ,cypressenholz verfertigt4 ,so sagt ,plato1 da die ,landlose der ,brger in den ,tempeln auf cypressenen ,gedenktafeln fr die ,nachwelt verzeichnet werden sollten1 und schreibt der griechische ,geschichtschreiber ,thukydides4 ,bei den ,athenern ist es ,sitte1 die ,gebeine der in einer ,schlacht ,gefallenen erst ffentlich zur ,schau zu stellen und sie dann in ,srgen zu begraben1 die aus ,cypressenholz gemacht sind48 ,nach demselben ,autor umschlossen cypressene ,schreine1 je einer fr eine ,phyle 7,stamm1 d4 h4 durch ,abstammung von einem ,stammvater verbundenen ,teil eines ,volkes1 deren es seit ,kleisthenes1 dem ,haupt der ,alkmoniden1 #eaj v4 ,chr41 #aj gab1 welche wiederum in ,demen eingeteilt waren71 die in die ,erde zu bergenden ,gebeine bei jener #dcj zu ,athen gefeierten ffentlichen ,bestattung der fr das ,vaterland ,gefallenen zu ,beginn des peloponnesischen ,krieges1 bei welcher ,perikles1 der schon das ,jahr darauf von der ,pest hinweggerafft wurde1 seine berhmte ,rede zur ,verherrlichung ,athens hielt4 ,und was vor dem ,zerstrtwerden durch ,insekten und deren ,larven beschtzt werden sollte1 das wurde bei den ,griechen1 wie auch spter bei den ,rmern in cypressene ,kstchen eingeschlossen1 so bei ,horaz die ,manuskripte der von ihm gedichteten ,lieder4 ,wo immer der ,kult der phnikischen ,astarte ,eingang fand1 da wurden ,cypressenhaine vor deren ,heiligtmern errichtet4 ,so kam die ,cypresse durch die ,vermittlung der sditalischen ,griechen zu den ,rmern4 ,plinius schreibt in seiner ,naturgeschichte ber sie3 ,die ,cypresse ist ein auslndischer ,baum1 der anfangs nur mit groer ,mhe gezogen wurde48 ,cato1 der sie die ,tarentinische nennt1 weil sie von dorther in das rmische ,gebiet gekommen ist1 spricht ber sie weitlufiger als ber alle andern ,bume4 ,ihr ,vaterland ist ,kreta4 ,dort entsteht berall1 wo jemand den ,boden auflockert1 durch ,naturkraft ein ,cypressenwald4 7,ihre kleinen ,samen haben auf jeder ,seite einen als ,fallschirm dienenden hutigen ,rand1 womit sie leicht vom ,winde in die ,weite getragen und so in der ,ferne angest werden47 ,auf den ,gebirgen ,kretas1 dem ,ida und den ,weien ,bergen1 wchst sie auch da1 wo der ,boden nicht bearbeitet ist1 neben dem ewigen ,schnee1 was allerdings wunderbar ist1 da sie viel ,wrme verlangt und in bezug auf den ,boden sehr sprde tut4 ,sie wchst sehr langsam1 gewhrt nicht den geringsten ,nutzen 7nmlich an ,frchten71 hat widerliche 7d4 h4 nicht wohlschmeckende7 ,frchte1 bittere ,bltter1 einen betubenden ,geruch1 keinen angenehmen ,schatten 7weil er infolge der ,hhe des ,baumes nur schmal ist71 lockeres ,holz4 ,die ,cypresse ist dem ,gott ,dis 7,gott der ,unterwelt7 geweiht und wird deshalb 7in ,gestalt von in ,kbeln gepflanzten ,exemplaren7 an die ,tre der ,huser gestellt1 in welchen sich ein ,sterbefall ereignet hat4 ,ihr sulenfrmiger ,wuchs empfiehlt sie zur ,abwechslung mit ,pinienalleen2 jetzt beschneidet man sie auch so1 da sie mauerdichte ,zune gibt1 auch bringt man sie durch ,beschneiden dahin1 da sie ,jagden1 ,flotten und andere ,bilder vorstellt1 welche mit ihren zarten1 kurzen1 immergrnen ,blttern bekleidet sind4 ,es gibt zwei ,arten von ,cypressen3 ,die eine1 die man die weibliche nennt1 wchst dicht und sulenfrmig 7es ist dies die zu ,eingang erwhnte var4 pyramidalis von ,cupressus sempervirens71 die andere heit die mnnliche und breitet ihre ste seitwrts aus 7var4 horizontalis71 sie wird beschnitten und dient auch als ,sttze fr ,weinstcke4 ,beiden ,arten schneidet man auch die ,seitenste weg und zieht sie auf diese ,weise zu ,stangen und ,pfhlen1 welche1 wenn der ,stamm #ac;jhrig ist1 ,stck fr ,stck einen ,denar 7 #fj ,pfennige7 kosten4 ,es geht daraus hervor1 da ein solcher ,cypressenwald sehr eintrglich ist2 daher nannten die ,alten solche ,pflanzungen die ,aussteuer ihrer ,tchter84 ,noch heutigen ,tags heit brigens die ,cypresse nach ,fee wegen dieses ,brauches auf ,kreta ,aussteuer der ,tochter8 und wird in grerer ,anzahl bei der ,geburt eines ,kindes gepflanzt1 wie man in ,frankreich bei solchem ,anlasse einige hundert ,pappeln pflanzt und sie zu dessen ,gunsten verkauft1 wenn es erwachsen ist1 oder in der ,sdsee einige ,brotfruchtbume setzt1 die das alleinige ,eigentum des neuen ,familienmitgliedes bilden4 ,auch bei uns pflanzt mancher ,bauer jedem seiner ,kinder bei deren ,geburt einen oder einige ,obstbume1 deren ,ertrag ausschlielich dem betreffenden ,individuum gehrt4 ,auch die ,grenzen der ,grundstcke wurden mit ,vorliebe durch solche nur wenig ,schatten verbreitende ,cypressen bepflanzt4 ,so schreibt der gelehrte ,varro 7#aaf-bg v4 ,chr473 ,die ,grenze der ,grundstcke 7fundus7 werden oft durch ,bume bezeichnet1 damit kein ,streit entsteht4 ,manche ,leute pflanzen zu diesem ,zwecke ,pinien1 was meine ,frau im ,sabinerlande tun lie1 andere ,cypressen1 wie ich auf meinen ,gtern am ,fue des ,vesuv1 andere ,ulmen1 wie hufig im ,crustumenischen zu sehen ist48 ,als den ,gottheiten der ,unterwelt geweihter ,baum wurde die ,cypresse zunchst bei den vornehmen ,rmern1 wie heute noch im ,orient und in ,sdeuropa von ,griechenland bis ,spanien1 als ,totenbaum auf die ,grber gepflanzt4 ,so war sie bei den ,dichtern der augusteischen ,zeit der typische ,baum der ,trauer1 mit dessen ,zweigen ,leichenaltar und ,scheiterhaufen besteckt wurden4 ,so lt ,vergil in der ,aeneis auf dem ,grabe des ,polydorus einen groen ,erdhgel aufschtten1 mit dunklen ,florbinden umwundene ,altre bauen und daneben schwarze ,cypressen pflanzen4 ,weiterhin lt er bei der ,bestattung des ,misenus von den ,trojanern einen ungeheuren ,scheiterhaufen aus harzigem ,kien- und ,eichenholz bauen1 dessen ,seiten mit schwarzem 7,cypressen-7,laube bedecken und davor als ,zeichen der ,trauer ,cypressen aufstellen4 ,dazu sagen ,festus und ,servius gleicherweise3 es sei rmische ,sitte1 ,cypressen oder ,cypressenzweige vor die ,haustre der ,toten zu stellen1 weil diese ,bume absterben1 sobald sie gefllt sind1 so wie der ,mensch1 wenn er einmal gestorben ist1 nicht wieder zum ,leben gelangt4 ,auch ,lucanus sagt3 ,die ,cypresse ist das ,zeichen der ,trauer81 und ,statius schreibt in seiner ,thebais3 ,das ,lager des ,toten wird aus ,zweigen der traurigen ,cypresse geflochten4 ,auf das ,geflecht wird eine ,lage ,stroh gelegt1 auf diese eine ,lage von ,grasgirlanden1 dann eine ,schicht bunter1 dem ,flammentode gewidmeter ,blumen und diese werden mit morgenlndischem ,weihrauch und ,zimt 7cinnamum7 belegt48 ,bei ,horaz wird die trauerverkndende ,cypresse8 als ,totenbaum gerne im ,gegensatz zum ,genu der heiteren ,gegenwart gestellt4 ,in einer seiner ,oden heit es3 ,im ,tode mut du alles1 was dir auf ,erden teuer ist1 verlassen und von den ,bumen1 die du gepflegt1 folgt dir nur die verhate ,cypresse48 ,in den ,metamorphosen des ,ovid wird die ,entstehung der ,cypresse in folgender ,weise erklrt3 ,ein ,knabe1 den ,apollo liebte1 hatte das ,unglck1 unversehens einen den ,nymphen geheiligten1 prchtigen ,hirsch zu tten2 untrstlich darber1 flehte er die ,gtter an1 ihn wenigstens in ,ewigkeit trauern zu lassen4 ,deshalb wurde er durch das ,mitleid der ,gtter in einen ,cypressenbaum verwandelt1 der den schlanken ,wipfel hoch zum ,himmel erhebt1 von den ,gttern betrauert und zugleich das ,unglck der ,menschen betrauernd4 ,da spter alles1 was irgendwie mit der ,cypresse zusammenhing und von ihr abstammte1 die vornehmen ,rmer an den ,tod erinnerte und ihnen deshalb unangenehm war1 beweist auch die ,erzhlung des ,geschichtschreibers lius ,spartianus in seiner ,biographie des rmischen ,kaisers ,lucius ,septimius ,severus 7der1 #aic von den pannonischen ,legionen zum ,csar ausgerufen und vom ,senat anerkannt1 die ,prtorianer auflste1 #aie den ,gegenkaiser ,pescennius ,niger bei ,kyzikos1 #aif den andern ,gegenkaiser ,clodius ,albinus bei ,lyon schlug1 gegen die ,parther zu ,felde zog1 #bjc nach ,rom zurckkehrte1 #bjh nach ,britannien ging und #baa in ,eboracum -- der ,stadt ,york in ,england -- starb73 ,dem ,kaiser ,severus begegnete kurz vor seinem ,tode ein ,neger1 der zugleich als ,soldat und als ,hanswurst diente1 mit einem ,cypressenkranze auf dem ,kopfe4 ,der ,kaiser erschrak ber die bse ,bedeutung1 die in der schwarzen ,farbe des ,menschen und in der ,cypresse lag1 und befahl1 den ,menschen sogleich aus seiner ,nhe zu entfernen48 ,trotz aller ,pflege von seiten des ,menschen gedeiht die ,cypresse auch in ,italien lange nicht so1 wie in ihrer orientalischen ,heimat4 ,als nie recht eingebrgerter ,fremdling bildet sie in diesem ,lande keine eigentlichen ,haine1 sondern steht meist einsam oder in kleinen ,gruppen1 mit ,vorliebe auf den ,friedhfen2 nicht selten wird sie als ,alleebaum gepflanzt1 wobei sie auch dann ihr dsteres und zugleich feierliches ,geprge nicht verleugnen kann4 ,wie in der ,ebene von ,neapel der ,blick besonders hufig auf ,pinien fllt1 so im ,arnotale auf ,cypressen1 die der sonst heiteren ,landschaft einen dsteren ,akzent verleihen4 ,wer aber den ,baum in seiner feierlichen ,schnheit bewundern will1 der mu nach dem ,orient gehen1 wo er die schnsten und hchsten ,exemplare auf den alten ,friedhfen der ,trken findet1 so schon in ,skutari1 der asiatischen ,seite von ,konstantinopel1 aber noch viel majesttischer in ,smyrna oder ,brussa4 ,schon ,plinius und ,dioskurides1 beide im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr41 sagen1 da die verschiedenen ,teile der ,cypressen als ,heilmittel benutzt wurden4 ,auch bei den arabischen rzten war dies der ,fall1 und in duftende ,cypressenwlder schickten sie die ,brustkranken1 damit diese durch den harzigen ,geruch der dort eingeatmeten ,luft ,genesung fnden4 ,von anderen ,cypressenarten1 die auch in ,sdeuropa gepflanzt werden1 verdienen noch ,erwhnung3 die blaugrne ,cypresse 7,cupressus pendula7 aus ,mexiko1 die eine ziemlich durchsichtige1 hell blaugrne ,pyramide bildet1 dann die gleicherweise aus hheren ,lagen ,mexikos stammende ,weihrauchcypresse 7,c4 thurifera71 ein hoher ,baum mit abstehenden ,haupt- und ,nebensten4 ,sie gleicht erwachsen einem ,lebensbaum 7,thuja71 hat grne ,fruchtzapfen und schwitzt ein wohlriechendes1 in ihrer ,heimat wie ,weihrauch zu ,rucherungen benutztes ,harz aus4 ,dann die ,trauercypresse 7,c4 pendula71 ein ziemlich hoher ,baum mit ausgebreiteter ,krone1 berhngenden sten und mehrkugeligen ,zapfen aus ,china3 er wird dort und auch in ,nordostindien auf ,grber gepflanzt und kam #ahdh nach ,europa4 ,flschlicherweise wird bei uns oft der gemeine ,lebensbaum 7,thuja occidentalis7 ,cypresse genannt4 ,dieses nordostamerikanische ,nadelholz1 dessen flache1 unterseits hellgrne ,zweige im ,winter infolge einer teilweisen ,umwandlung des ,chlorophylls oder ,blattgrns eine braungelbe ,mifrbung annehmen1 kam schon #aeff nach ,europa1 und zwar zuerst nach ,frankreich1 als der moralisch schwache ,karl ,,ix4 von #aefj-aegd das ,land beherrschte4 ,es hat sich vollstndig bei uns eingelebt und wird sehr hufig in ,anlagen gepflanzt4 ,auch im ,walde werden neuerdings ,lebensbume zu pflanzen versucht1 doch ist dies mehr mit der pazifischen ,art1 dem in seiner ,heimat #ej m ,hhe erreichenden ,riesenlebensbaum 7,thuja gigantea7 der ,fall1 dessen aromatisch riechende1 unterseits hellgrau gefrbte ,zweige sich im ,winter nur wenig verfrben4 ,in ,anlagen finden wir auerdem die nordamerikanische ,thuja plicata und die den ,lebensbumen nahe verwandte1 im ,wuchse nur schlanker1 cypressenartiger gestaltete kalifornische ,heyderie 7,libocedrus decurrens71 deren gewhnliche1 auch in der lateinischen ,benennung -- von lbos ,flssigkeit1 ,wasser und kdros ,ceder -- sich bekundender ,name ,fluceder8 als irrefhrend besser nicht gebraucht wird4 ,schon seit lngerer ,zeit in ,grten und ,friedhfen verbreitet ist auch der chinesische ,lebensbaum 7,biota orientalis -- vom griechischen biot ,leben1 weil immergrn71 dessen ,zweige unterseits kleine helle ,flecken tragen4 ,der ,baum ist sofort daran zu erkennen1 da seine ,zweige durchweg steil aufgerichtet stehen2 deshalb1 weil sie nicht ausgebreitet liegen1 sind sie nur sehr undeutlich in eine dunklere ,ober- und in eine hellere ,unterseite geschieden4 ,auch die blaubereiften1 aus sechs dicken ,fruchtschuppen gebildeten ,zapfen sind dadurch charakterisiert1 da sie auen eine rinnenartige ldrse tragen1 whrend sie bei den nordamerikanischen ,lebensbumen kugelig erhht sind4 ,auch die ,halb- oder ,lebensbaumcypressen 7,chamaecyparis7 werden von den ,grtnern flschlicherweise als ,cypressen bezeichnet4 ,tragen sie auch eine hnliche ,benadlung1 so knnen sie gleichwohl in der ,schnheit des ,wuchses nicht mit den echten ,cypressen wetteifern4 ,im ,unterschied von diesen sind die ,zweige der ,halbcypressen nicht gleichseitig vierkantig1 sondern flach1 mit deutlich verschiedener1 meist auch anders gefrbter ,ober- und ,unterseite4 ,die verbreitetste1 nicht nur in unseren ,anlagen1 sondern auch im deutschen ,walde eine ziemliche ,rolle spielende ,art1 ist die aus dem pazifischen ,nordamerika zu uns gebrachte1 nach dem schottischen ,grtner ,lawson benannte ,lawsoncypresse 7,ch4 lawsoniana71 die an ihrem stark berhngenden ,gipfeltriebe sofort von den anderen ,arten zu unterscheiden ist4 ,weit verbreitet ist auch die auf beiden ,seiten der ,zweige fast gleichmig dunkelgrne1 an der ,nutkabucht in ,nordwestamerika heimische ,nutkacypresse 7,ch4 nutkaensis71 ebenso zwei japanische ,arten3 die durch schrg abstehende1 scharfspitzige ,kantenbltter ausgezeichnete ,sawaracypresse 7,ch4 pisifera71 die in mehreren ,formen gezchtet wird1 und die durch einwrtsgebogene1 stumpfe ,kantenbltter charakterisierte stumpfblttrige ,halbcypresse 7,ch4 obtusa74 ,alle diese ,halbcypressen mit erwachsen schuppenartiger ,belaubung tragen in ihrer ,jugend weiche1 pfriemenartige ,nadeln4 ,nun gelang es der grtnerischen ,zucht1 solche ,jugendzweige als ,stecklinge zu verwerten1 und daraus ,pflanzen heranzuziehen1 die auch im ,alter nur nadelfrmige ,primrbltter tragen4 ,solche ,formen mit dauernd beibehaltenem ,jugendkleid1 die frher als besondere ,gattung ,retinispora angesehen wurden1 sind heute noch unter diesem irrigen ,namen im ,handel4 ,so ist ,retinispora plumosa einfach die das ,jugendkleid beibehaltende ,form der ,sawacypresse 7,ch4 pisifera74 ,aus der groen ,zahl der cypressenartigen1 oft schwer zu unterscheidenden ,nadelhlzer ist noch eine durch ihre oben glnzendgrne1 unten aber blulichweie ,frbung der ,triebe gekennzeichnete ,art zu nennen1 nmlich die in ,japan groe ,wlder bildende ,hiba 7,thujopsis dolabrata71 die1 weil vollkommen winterhart und gegen ,beschattung wenig empfindlich1 sogar fr den deutschen ,wald empfohlen wird4 ,sie liefert ein sehr dauerhaftes ,holz4 ,von allen bisher genannten ,nadelhlzern trennt die ,wacholderarten der fleischige ,bau der ,zapfen1 deren ,schuppen bei der ,reife vllig verwachsen und deshalb ganz den ,eindruck einer ,beere machen4 ,von den etwa #cj ,arten der nrdlichen ,halbkugel sind in unseren ,parkanlagen nur wenige zu finden1 da die meisten bei uns nur in ganz milden ,lagen zu gedeihen vermgen4 ,aber auch unsere einheimische ,art1 der gemeine ,wacholder 7,juniperus communis71 der in den ,sagen und in der ,volksheilkunde unserer heidnischen ,vorfahren eine so groe ,rolle spielte1 ist selten in ,kultur zu treffen4 ,am hufigsten findet sich noch der im ,hochgebirge und im ,polargebiet wachsende ,zwergwacholder 7,j4 nana71 der mit seinen zur ,ausntzung der durch ,sonnenbestrahlung erzeugten ,bodenwrme und zum ,schutz durch ,schnee niederliegenden sten und den dichtgedrngten1 weicheren und krzeren ,nadeln gern als ,gartenschmuck verwendet wird4 ,ebenso wird der hnlich auf der ,erde liegende nordamerikanische ,wacholder 7,j4 prostrata71 dann der schuppige ,wacholder 7,j4 squamata7 vom ,himalaja und ,j4 sphaerica mit kugeligen ,beeren aus ,china gelegentlich in unseren ,grten kultiviert4 ,bisweilen findet sich in unseren ,anlagen auch der in ,sdeuropa heimische ,baumwacholder 7,j4 excelsa71 der nebst dem im stlichen ,mittelmeergebiet1 besonders in ,syrien und ,phnikien heimischen1 in der ,erscheinung der ,cypresse hnlichen1 ebenfalls baumartigen ,cedernwacholder 7,j4 phoenicea7 die ,ceder der ,alten bildete1 deren rtliches1 wohlriechendes ,holz als der ,verwesung widerstehend81 wie schon ,theophrast im #d4 ,jahrhundert v4 ,chr4 sagt1 mit ,vorliebe als ,werkholz benutzt wurde1 whrend sie den gemeinen ,wacholder als kleine ,ceder8 7kdros mikr7 bezeichneten4 ,nach ,homers ,ilias war das ,bettgestell des ,knigs der ,troer1 ,priamos1 aus solchem ,wacholderholz gefertigt 7kdrinos7 und duftete lieblich4 ,nach der ,odyssee aber brannte in der ,wohnung der ,nymphe ,kalypso1 ,tochter des ,atlas1 die den auf die von ihr bewohnte ,insel ,ogygia verschlagenen ,odysseus #g ,jahre lang festhielt1 ein ,feuer von ,baumwacholder 7kdros7 und ,lebensbaum 7thon von thein opfern1 weil sein ,holz beim ,opfer verbrannt wurde7 und verbreitete weithin ber die ,insel ,wohlgeruch4 ,rings um die ,wohnung der ,nymphe standen ,erlen 7klthr71 ,schwarzpappeln 7ageiros7 und wohlriechende ,cypressen 7kyprissos74 ,auf den ,bumen nisteten ,kuzchen 7skps71 ,falken 7rx7 und ,rabenkrhen 7korn74 ,in ,vergils neis erleuchtete die in der ,odyssee als ,tochter des ,sonnengottes ,helios und der ,okeanide 7,meerjungfrau7 ,perseis genannte1 auf der ,insel ,aeaea hausende ,zauberin ,kirke1 die die ,gefhrten des ,odysseus in ,schweine verwandelt hatte1 nachts ihren stolzen ,palast mit wohlriechendem ,wacholderholz 7odorata cedrus74 ,nach demselben ,epos standen in der alten ,burg des ,knigs ,latinus in ,latium 7in ,mittelitalien am ,tyrrhenischen ,meer zwischen den ,flssen ,tiber und ,liris -- jetzt ,garigliano -- gelegen7 der ,reihe nach die aus ,wacholderholz 7cedrus7 geschnitzten ,bilder der ,ahnen4 ,nach ,plinius wuchsen die besten ,cedernwacholder 7cedrus7 auf ,kreta1 in ,syrien und in ,afrika4 ,das ,holz 7materia71 das mit ,cedernwacholderl 7cedri oleum7 getrnkt ist1 wird weder von ,wrmern1 noch von ,fulnis angegriffen4 ,der ,baumwacholder 7juniperus7 hat dieselben guten ,eigenschaften wie der cedrus4 ,er wird in ,spanien und insbesondere im ,lande der ,vaccer sehr gro und sein ,kernholz ist noch dichter als dasjenige des cedrus4 ,sein ,holz hat ewige ,dauer2 deshalb macht man aus ihm gerne ,gtterbilder4 ,so z4 ,b4 ist der zu ,rom in einem ,tempel aufgestellte sosianische ,apollo1 der von ,seleucia 7in ,syrien7 gebracht wurde1 aus ,cedernholz 7cedrinus est1 in diesem ,fall ist jedenfalls das echte ,cedernholz der ,libanonceder gemeint74 -- ,aus den ,beeren des ,baumwacholders bereiteter ,wein 7vinum e junipero7 wird von rzten denjenigen als besonders wohltuend empfohlen1 welche durch ,waffenbungen oder ,reiten ermdet sind48 ,noch heute werden die aromatisch riechenden ,beeren dieses mittellndischen ,wacholders1 wie im ,orient diejenigen des ,bauchwacholders1 statt unserer schwarzen ,wacholderbeeren1 in ,apotheken wie im ,haushalte gebraucht4 ,der griechische ,arzt ,galenos im #b4 ,jahrhundert n4 ,chr4 sagt von ihnen3 ,die ,wacholderbeeren heien arkeuths1 haben einige ,schrfe1 sind etwas s1 haben auch etwas ,zusammenziehendes und ,gewrzhaftes4 ,sie erwrmen1 reinigen ,leber und ,nieren1 verdnnen die dicken1 zhen ,sfte und werden deshalb den ,gesundheitsmitteln zugesetzt4 ,viel ,nahrung gewhren sie dem ,krper nicht4 ,in allzu groer ,menge fallen sie dem ,magen beschwerlich und verursachen ,kopfschmerzen48 ,plinius sagt1 man gebe sie gegen ,blhungen1 ,fieber und ,husten1 lege sie auch auf ,geschwlste und salbe sich mit l1 in welchem sie zerrieben wurden1 um vor ,schlangenbi sicher zu sein4 ,ein sicheres ,mittel1 um ,schlangen zu vertreiben1 sei1 ,sgemehl von ,baumwacholder an die ,orte zu streuen1 wo sich welche befinden4 ,da dieses ,mittel probat ist1 wollen wir schon glauben2 denn wir wissen1 da die ,schlangen ein empfindliches ,geruchsorgan besitzen und dieser starkriechenden ,masse wie allen intensiven ,gerchen aus dem ,wege gehen4 ,so ist es ein vielerprobtes ,mittel der ,neger an der schlangenreichen ,kste von ,liberia1 sich beim ,passieren von daran besonders reichen ,strecken vor dem ,gebissenwerden durch diese ,reptilien zu schtzen1 indem sie sich ,fe und ,unterschenkel mit ,knoblauch einreiben4 ,von dem in den stlichen ,mittelmeergegenden heimischen ,weihrauchwacholder 7,j4 thurifera7 wird das ,harz als schlechter oder arabischer ,weihrauch in den ,handel gebracht und aus dessen ,holz1 wie auch aus demjenigen des verwandten lykischen ,wacholders 7,j4 lycia7 in ,kleinasien1 ein in der ,tierarzneikunde gebruchliches ,wacholderholz- oder ,kadel destilliert4 ,in unseren ,parks werden diese ,arten kaum angetroffen4 ,dagegen wird von alters her wegen seiner offizinellen ,eigenschaften der an den ,nord- und ,sdabhngen der ,alpen und ,pyrenen heimische strauchartige ,sade- oder ,sevenbaum 7,j4 sabina7 gezogen4 ,schon der griechische ,arzt ,dioskurides im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 erwhnt ihn als brad 7von brads langsam1 weil er sehr langsam in die ,hhe wchst74 ,er kommt in ,griechenland zur ,seltenheit auf den nrdlichen1 hheren ,gebirgen vor1 hie bei den ,italienern im ,mittelalter sabina1 woher er den wissenschaftlichen ,beinamen erhielt4 ,frher wurden am ,feste von ,marie-,krautweihen an manchen ,orten nebst anderen grnen ,pflanzen auch ,sevenzweige geweiht1 die das aberglubige ,volk zur ,abhaltung des ,teufels und der ,hexen in den ,wohnungen aufhing und fr heilsam gegen alle mglichen bel hielt4 ,es wird auch eine buntbltterige ,abart als ,zierpflanze gezogen1 doch soll dieser ,strauch wegen seiner groen ,giftigkeit1 die schon ,todesflle bewirkte1 und weil er als ,abtreibungsmittel gerne bentzt wird1 nicht in ffentlichen ,anlagen gehalten werden4 ,den seinigen sehr hnlich1 nur nicht so unangenehm harzig riechend1 sind die ,zweige des virginischen ,wacholders oder ,sadebaums 7,j4 virginiana71 der um #affd aus dem stlichen ,nordamerika in ,deutschland als ,zierbaum eingefhrt wurde4 ,whrend er bei uns niedergedrckt1 strauchartig bleibt1 bildet er in seiner ,heimat stattliche ,bume1 deren wohlriechendes1 rotbraunes ,holz trotz seiner ,leichtigkeit sehr dauerhaft ist und kaum je vom ,wurmfra leidet4 ,es wird deshalb zu ,schiffsplanken1 ,schindeln und allerlei ,mbeln1 besonders aber zu ,zigarrenkisten und zur ,umkleidung von ,bleistiften benutzt4 ,der ,bleistiftfabrikant ,faber in ,stein bei ,nrnberg fhrt jhrlich viele tausend ,kubikmeter davon ein und pflanzt auch den ,baum fr sich bei ,frth in grerem ,mastab4 ,ebenso wird er im ,braunschweigischen mit ,erfolg angepflanzt4 ,auer dem virginischen liefert auch der auf den ,bermudasinseln heimische ,juniperus bermudiana einen groen ,teil des amerikanischen ,bleistiftholzes1 das als rotes ,cedernholz8 in den ,handel gelangt4 ,noch mehr als die fleischige ,frucht des ,wacholders weicht die prchtig rote1 seltener gelbe ,scheinbeere der ,eibe 7,taxus7 von der sonst blichen ,zapfenform der ,koniferenfrucht ab2 doch weisen die einzeln stehenden1 vorn spitzen ,nadeln auf ihre ,familienzusammengehrigkeit mit jenen4 ,die #f-i m hoch werdende gemeine ,eibe 7,taxus baccata7 findet sich in ,gebirgswldern ,europas1 ,asiens und ,nordamerikas1 ist aber im deutschen ,walde fast ausgestorben4 ,in ,park und ,garten dagegen1 wo sie unter ,schutz steht1 ist sie eine der bekanntesten ,erscheinungen4 ,sie wchst sehr langsam1 leidet nicht unter starker ,beschattung und besitzt ein fr ,nadelhlzer ganz erstaunliches ,ausschlagsvermgen1 so da sie sich leicht durch ,stecklinge vermehren und zu ,hecken und ,figuren nach ,belieben zuschneiden lt4 ,allerdings enthalten ihre ,nadeln1 wie auch die hellvioletten ,samen ein giftiges ,alkaloid1 das ,taxin1 das besonders fr ,pferde1 aber auch fr ,ziegen und ,schafe gefhrlich ist4 ,der ,samenmantel dagegen wird von den ,amseln und anderen ,vgeln gerne verzehrt2 dabei besorgen diese die ,weiterverbreitung der ,samen1 die erst in zwei oder drei ,jahren keimen4 ,die ,eibe ist das einzige ,nadelholz1 das vollstndig harzfrei ist4 ,mnnliche und weibliche ,blten wachsen bei ihr meist getrennt auf verschiedenen ,individuen2 doch kommt es nicht selten vor1 da ein ,stock1 der jahrelang nur einerlei ,blten trug1 pltzlich beiderlei ,blten hervorbringt4 ,in alten ,exemplaren wird die ,eibe baumfrmig und erreicht dann eine ,hhe von #aj-ae m4 ,bei dem geringen ,dickenwachstum deuten so groe ,eibenbume1 die dann ,stmme von #a m ,durchmesser aufweisen1 auf ein ,alter von ber #ajjj ,jahren4 ,im ,park von ,hamptoncourt bei ,london kennt man solche ,bume1 deren ,alter von ber #ajjj ,jahren historisch beglaubigt ist4 ,ein ,eibenbaum bei ,katholisch-,hennersdorf in ,schlesien wird auf #adjj ,jahre geschtzt und gilt fr den ltesten ,baum ,deutschlands4 ,noch lter ist die ,eibe auf dem ,friedhofe zu ,braburn in ,england1 die man -- jedenfalls bertrieben -- fr #cjjj;jhrig ausgibt4 ,grere ,eibenbestnde sind auer auf der ,tucheler ,heide1 wo gegen #ajjj ,bume grnen1 nur noch im bayrischen ,allgu vorhanden4 ,kleinere ,haine von ebenfalls sehr alten ,eiben findet man bei ,treseburg im ,bodetal im ,harz1 dann auf dem ,veronikaberge bei ,ilmenau1 in einem ,forstrevier der rauhen ,rhn bei ,dermbach im ,groherzogtum ,weimar1 wo gegen #djj sehr alte ,bume vorhanden sind4 ,in ,sddeutschland ist neuerdings auf einen ,eibenhain in der ,nhe von ,paterzell bei ,weilheim sdlich von ,mnchen mit teilweise ber #ajjj;jhrigen1 bis #ah m hohen ,exemplaren durch ,dr4 ,f4 ,kollmann aufmerksam gemacht worden4 ,in den ,mittelmeerlndern wchst die ,eibe als ,strauch nur sprlich auf hheren ,gebirgen4 ,sie galt den ,alten als ein ,baum des ,todes1 so da sogar schon ein lngerer ,aufenthalt unter ihrem ,schatten fr lebensgefhrlich angesehen wurde4 ,deshalb warnt ,dioskurides1 in ihrem ,schatten zu schlafen4 ,lucanus und ,silius ,italicus nennen die ,eibe als einen den ,gttern der ,unterwelt geweihten ,baum2 deshalb bekrnzte man sich mit ihr als ,zeichen der ,trauer4 ,die ,griechen nannten sie smlax1 die ,rmer dagegen taxus4 ,zahlreiche ,vlker1 so schon die neolithischen ,pfahlbauern an den ,ufern der ,schweizerseen1 bedienten sich der ,eibenzweige zur ,herstellung von ,bogen und zu anderen auerordentlich dauerhaften ,gerten4 ,im ,mittelalter verfertigte man besonders die ,armbrustbogen daraus4 ,schwarz gebeizt ist ihr rtlichbraunes ,holz kaum vom ,ebenholze zu unterscheiden4 ,nach ,plinius sollten aus ,eibenholz verfertigte ,weinbecher den ,tod bringen1 wie man in ,gallien bemerkt habe4 ,csar schreibt in seinem ,berichte ber den ,krieg in ,gallien3 ,als ,csar den ,ambiorix besiegt hatte1 ttete sich ,kativolcus1 der ber die eine ,hlfte der ,eburonen regierte1 durch das ,gift der ,eibe4 ,dieser ,baum ist in ,gallien und ,germanien hufig48 ,nach demselben ,autor sollen manche ,volksstmme der ,gallier mit ,eibensaft vergiftete ,lanzenspitzen benutzt haben4 ,heute noch wird eine ,abkochung aus ,zweigen von ihm1 wie aus solchen des ,sadebaums1 beim ,volke zum ,fruchtabtreiben verwendet4 ,von ,ostasien1 besonders ,japan1 kamen die den ,eiben hnlichen1 nach den zu #b-c in ,kpfchen zusammenstehenden weiblichen ,blten als ,kopfeiben 7,cephalotaxus7 bezeichnete ,zierstrucher zu uns4 ,sie gedeihen aber nur in milden ,lagen4 ,die gebruchlichsten ,arten derselben sind ,c4 harringtonia1 zu ,ehren des ,earl von ,harrington in ,elvaston-,castle1 der sie zuerst anpflanzte1 so bezeichnet1 und ,c4 fortunei4 ,ebenfalls ostasiatischen ,ursprungs ist der hufig in unseren ,parkanlagen zu treffende ,gingkobaum 7,gingko biloba nach ,linn1 neuerdings aber gewhnlich als ,salisburia -- nach ,richard ,anton ,salisbury -- adiantifolia bezeichnet74 ,er wird in ,japan ginkyo geheien und wurde um #agej von dorther in ,europa eingefhrt4 ,nach ,belaubung1 ,verzweigung und ,ausschlagsfhigkeit wrde man ihn fr ein ,laubholz halten2 der ,bau des harzfreien ,holzes aber und der ,blten weist ihn zu den eibenartigen ,nadelhlzern1 whrend die hchst merkwrdige ,befruchtung der letzteren1 von der im #b4 ,band meiner gemeinverstndlichen ,entwicklungsgeschichte des ,naturganzen nach den neuesten ,forschungsergebnissen3 ,vom ,nebelfleck zum ,menschen#d auf ,seite #beh eingehend die ,rede war1 groe hnlichkeit mit derjenigen der ,palmfarne hat4 ,ist er doch neben diesen der einzige unter allen ,gymnospermen1 der noch ,spermatozoden wie die niederen ,farne erzeugt4 ,und an einen ,farn1 das ,frauenhaar 7,adiantum capillus veneris7 erinnert auch der fcherfrmige ,bau und die ,nervatur der ,bltter1 die an den nichtblhenden ,zweigen zweilappig sind und im ,herbste smtlich abgeworfen werden1 und zwar an den weiblichen ,bumen -- der ,gingko ist nmlich zweihusig -- spter als an den mnnlichen4 ,die ,bltter der blhenden ,zweige sind ungeteilt1 die der ,stockausschlge dagegen mehrspaltig-viellappig4 ,der ,baum entspricht also der bei den ,laubhlzern in weitem ,umfang geltenden ,regel1 wonach die ,bltter der ,bltenzweige einfacher1 die der ,stockausschlge dagegen grer und reicher gegliedert sind als die brigen ,bltter4 ,die mnnlichen ,blten sind gestielte ,ktzchen1 welche zahlreiche ,staubbltter mit je zwei an der ,spitze sitzenden ,pollensckchen tragen4 ,die weiblichen ,blten sind lnger gestielt und weisen am ,ende meist zwei becherfrmige ,fruchtbltter auf1 die mit je einer aufrechten ,samenanlage besetzt sind4 ,die einer gelben oder grnlichen1 groen ,kirsche hnliche ,frucht besitzt einen von einem umfangreichen1 harzreichen ,fruchtfleisch umschlossenen zweikantigen1 steinharten ,kern1 dessen ,samen gerstet in ,china als ,nahrungsmittel dient4 ,illustration3 ,bild #gi4 ,i ,zweig mit ,blttern und ,blten des mnnlichen ,gingkobaumes 7,salisburia adiantifolia71 ,,iii ein einzelnes ,staubblatt mit zwei ,pollenfchern1 ,,ii weiblicher ,bltenstand mit einigen jungen ,frchten4 ,in seiner ,heimat ,china und ,japan ist der ,gingko ein heiliger ,baum1 der fast nur in den ,hainen um die ,tempel angepflanzt wird4 ,wild wird er nur noch an wenigen ,stellen in den ,bergen der gegenber der ,insel ,formosa gelegenen chinesischen ,provinz ,fo-kien gefunden4 ,er ist der letzte noch erhaltene ,vertreter einer ,pflanzengattung1 die zur mittleren ,tertirzeit auch in ,europa lebte und sich seit dem ,beginne der mesozoischen ,zeit kaum mehr vernderte4 ,was die ,brckenechse 7,hatteria7 in der ,zoologie1 das ist der ,gingko in der ,botanik -- ein hchst interessantes lebendes ,fossil6 ,wie die ,brckenechse eine ,brcke zwischen den ,alt- und ,neuechsen bildet1 so fhrt der altertmliche ,gingko ganz unmerklich von den altmodischen ,nadelhlzern hinber zu den ,laubbumen1 als deren ersten ,vertreter wir die ,buche 7,fagus7 besprechen wollen4 ,von der gemeinen oder ,rotbuche 7,fagus silvatica7 werden in den ,gartenanlagen mehrere ,varietten kultiviert1 unter denen die ,blutbuche 7var4 purpurea7 mit dunkelbraunroten ,blttern die bekannteste ist und prchtige ,kontraste hervorbringt4 ,von besonderem ,interesse ist der bei der ,blutbuche zuerst gelungene ,nachweis1 da eine solche zufllig entstandene ,bildungsabweichung1 wie das rote ,laub1 eine samenbestndige1 vererbliche ,eigenschaft sein kann4 ,als ,heckenpflanze wertvoll ist die ,weibuche 7,carpinus betulus71 die auch auf schlechtem ,boden und im ,schatten gedeiht4 ,durch ihre groe ,ausschlagsfhigkeit ist sie wie geschaffen fr regelmiges ,beschneiden und schtzt ihre ,umgebung im ,winter gegen ,wind und ,schnee1 indem ihr drres ,laub zum groen ,teil erst im ,frhjahr abfllt4 ,neben ihr wird auch nicht selten die ihr sehr hnliche sdeuropische ,hopfenbuche 7,ostrya carpinifolia7 kultiviert1 so genannt1 weil die ,fruchthllen sackartig die ,nchen umschlieen1 so da das ,ganze an eine ,hopfenfrucht erinnert4 ,auch die ,eiche 7,quercus7 ist ein beliebter ,gartenbaum4 ,auer den einheimischen ,arten ist besonders die ungarische ,eiche 7,q4 hungarica7 und die ebenfalls sdeuropische ,zerreiche 7,q4 cerris7 wegen ihres schngeformten ,laubes beliebt4 ,durch ihre prchtigrote ,herbstfrbung sind einige bei uns eingefhrte nordamerikanische ,arten ausgezeichnet1 so vor allem die ,roteiche 7,q4 rubra7 mit spitzgelappten ,blttern1 die in ihren ,blttern kaum mehr eine ,verwandtschaft mit den ,blattformen der einheimischen ,eichen aufweist4 ,nicht selten trifft man als ,parkbaum die ,edelkastanie 7,castanea vesca71 die bei uns keine ,frchte mehr zeitigt4 ,von weiteren ,ktzchenbltlern ist der ,nubaum 7,juglans regia7 zu nennen1 der prchtige ,kronen bildet2 doch tritt sein ,zierwert gegenber seiner ,bedeutung als ,fruchtbaum sehr zurck4 ,dies trifft bei den nordamerikanischen ,arten nicht zu1 von denen der ,schwarznubaum 7,j4 nigra7 schon #afbi in ,europa angepflanzt wurde4 ,seine sehr harten1 schwarzen ,nsse stecken in einer fast runden1 gelblichgrnen ,hlle4 ,sie sind sehr lreich1 werden aber kaum je gegessen4 ,mehr in die ,lnge gezogene schwarze ,nsse besitzt in klebrig behaarter grner ,schale die ebenfalls nordamerikanische ,graunu 7,j4 cinerea71 die klimatisch noch hrter als die brigen ,nuarten ist1 aber einen etwas geringeren ,holzwert besitzt4 ,wenig ,verbreitung haben dagegen bei uns die ,hickoryarten gefunden1 von denen die weie ,hickorynu 7,hicoria ovata7 noch die bekannteste ist2 sie ist aber besonders in der ,jugend sehr frostempfindlich und gedeiht nur an sehr geschtzten ,standorten4 ,mit der heimischen ,haselnu 7,corylus avellana7 wird auch die stattliche trkische ,haselnu oder ,baumhasel 7,c4 colurna7 aus ,kleinasien und die von ebendort stammende ,lambertsnu 7,c4 tubulosa71 deren ,frchte in der rhrenfrmigen ,hlle fast verschwinden1 in verschiedenen ,zierformen gezogen4 ,das bald schlitzblttrige1 bald dunkelpurpurne ,laub macht die ,hasel zum ,schmuckstrauch1 dem der groe ,vorzug zukommt1 auch im ,schatten anderer ,bume als ,unterholz prchtig zu gedeihen4 ,von weiteren ,ktzchenbltlern sind die ,erlen und ,birken zu nennen4 ,den ersteren kommt1 abgesehen von einigen ,formen der ,rot- oder ,schwarzerle 7,alnus glutinosa71 fr ,park und ,garten nur eine untergeordnete ,bedeutung zu4 ,die ,birken dagegen1 vor allem die durch ihren prchtigen1 weien ,stamm und ihre zierlichen1 herabhngenden ,zweige ausgezeichnete ,weibirke 7,betula verrucosa71 die nicht nur ihrer hbschen ,erscheinung wegen1 sondern auch weil sie sehr gengsam und raschwchsig ist1 verdienen die weiteste ,verbreitung auch in kleineren ,hausgrten4 ,von fremden ,arten ragt durch ihre schne ,kronenbildung die nordamerikanische ,papierbirke 7,b4 papyracea7 hervor1 aus deren leicht ablsbarer ,borkenhaut in ihrer ,heimat eine ,art ,papier gemacht wird4 ,ihr hnlich ist die europische ,hnge- oder ,trauerbirke 7,b4 pendula71 die ebenfalls sehr hbsch ist und uerst dekorativ wirkt4 ,an ,schnellwchsigkeit werden die ,birken von ,weiden und ,pappeln bertroffen1 die denn auch wichtige ,gartenbume liefern4 ,von den mannigfachen ,weidenarten ist die ,weiweide 7,salix alba7 hufig anzutreffen2 auf den ,friedhfen dagegen hat sich die ,trauerweide 7,s4 babylonica7 als ,sinnbild der ,trauer eingebrgert4 ,dieser #c-g m hohe ,baum mit berhngenden sten und ,zweigen stammt aus ,japan und ,china und kam vor #bjj ,jahren nach dem ,orient und von da zu uns4 ,doch besitzen wir von ihm nur weibliche ,bume1 weil alle unsere ,exemplare von einem und demselben weiblichen ,steckreise abstammen1 das zu ,beginn des #ah4 ,jahrhunderts aus dem ,orient nach ,europa gebracht wurde4 ,die ,trauerweide wchst nicht in ,babylonien und ist nicht der ,baum1 unter welchem die ,juden whrend ihrer babylonischen ,gefangenschaft ihre ,harfen aufhingen und trauerten4 ,dieser im #acg4 ,psalm als garab bezeichnete ,baum war vielmehr eine ,pappel 7,populus euphratica74 ,berhmt ist die ebenfalls weibliche ,trauerweide1 die das ,grab ,napoleons ,i4 auf ,st4 ,helena beschattete4 ,ein prchtiger ,zierbaum unserer ,grten ist die in ,sdeuropa und ,westasien heimische ,silberpappel 7,populus alba71 die wegen ihrer silberweien1 filzig behaarten ,bltter so genannt wird4 ,unangenehm kann sie nur dadurch werden1 da sie nach der ,fruchtreife die in weie ,flugwolle gehllten ,samen weithin verbreitet4 ,doch lt sich dieser ,nachteil dadurch umgehen1 da man nur mnnliche ,exemplare derselben pflanzt4 ,ebenso schnellwchsig ist die an feuchten ,waldrndern und ,bachufern in ganz ,europa heimische ,schwarzpappel 7,p4 nigra71 die ihre mchtigen ste weithin ausstreckt1 whrend die an denselben ,standorten wachsende ,zitterpappel oder ,espe 7,p4 tremula7 nur ein zierlich feines ,astwerk entwickelt4 ,vielleicht ein ,bastard dieser beiden ist die aus dem ,orient zu uns gekommene graue ,pappel 7,p4 canescens71 die ebenfalls als ,zierbaum beliebt ist4 ,wahrscheinlich nur eine besondere ,wuchsform der ,schwarzpappel ist die zur ,zeit ,napoleons ,i4 berall als ,straeneinfassung gepflanzte ,pyramidenpappel 7,p4 pyramidalis71 die nicht von den ,ufern des ,mississippi1 wie es in allen ,lehrbchern steht1 sondern aus ,persien zu ,ende des #ag4 ,jahrhunderts zuerst in einem ,exemplar nach ,warschau kam4 ,zu ,beginn des #ah4 ,jahrhunderts gelangte der ,baum nach ,oberitalien4 ,um #agdj wurde ein mnnliches ,exemplar aus der ,lombardei in den ,garten nach ,wrlitz gebracht1 von wo aus die ,pyramidenpappel sich in weitere frstliche ,anlagen ,deutschlands verbreitete4 ,da alle andern ,exemplare in ,mitteleuropa ,ableger dieses einen ,baumes sind1 ist es kein ,wunder1 da sie ausnahmslos mnnlich sind und die ,art infolge der ausschlielichen ,fortpflanzung durch ,steckreiser schon bedeutend an ,lebensenergie eingebt hat4 ,dieser in ,zentralasien heimische und in ,nordindien von alters her angepflanzte ,baum wurde seit seiner ,einfhrung in ,mitteleuropa vor etwa hundert ,jahren berall den ,flssen und ,straen entlang als volkstmlichster ,alleebaum kultiviert1 bis zu ,ausgang des #ai4 ,jahrhunderts der ,wechsel der ,mode seine ,herrschaft brach4 ,da er an den ,landstraen ,obst- und andern ,bumen weichen mute1 dazu trug vor allem der ,umstand bei1 da er auerordentlich flache1 ber #ce m weit streichende ,wurzeln bildet1 die die angrenzenden ,felder stark aussogen und nicht selten auch die ,schotterdecken der ,straen in ,unordnung brachten4 ,auerdem erreicht er kein hohes ,alter1 wird bald hlich wipfeldrr und bot allerlei ,ungeziefer ,unterschlupf1 wahrscheinlich alles nur ,folgen der ,schwchung der ,pflanze durch die fortwhrende vegetative ,vermehrung4 ,in ganz ,deutschland kennt man nur acht nachtrglich eingefhrte weibliche ,pyramidenpappeln1 die sich zur ,bildung von ,samen zur ,fortpflanzung auf geschlechtlichem ,wege zur ,rassenaufbesserung eignen wrden4 ,von den verschiedenen fremden ,pappelarten bertrifft die in mehreren ,formen eingefhrte kanadische ,pappel 7,p4 canadensis7 an ,raschwchsigkeit alle einheimischen ,holzarten4 ,sie hnelt auerordentlich der ,schwarzpappel1 hat nur zum ,unterschiede von ihr mehr in die ,hhe strebende ste und dreieckige1 am ,grunde gerade abgeschnittene ,bltter4 ,sie bildet eine lngliche ,krone1 erreicht auf gutem ,boden schon in #cj ,jahren eine ,hhe von #cj m und wurde im #ah4 ,jahrhundert aus ,nordamerika nach ,frankreich gebracht1 von wo aus sie sich schnell durch ganz ,europa verbreitete4 ,da sie viel hheren ,holzertrag als die ,schwarzpappel gewhrt1 hat sie letztere bei uns stark zurckgedrngt4 ,schon wegen ihrer ,raschwchsigkeit ist sie fr ,alleen und ,parkanlagen sehr zu empfehlen4 ,aus dem ,orient kam die nach ihrer an die ,weiden erinnernden ,blattform so genannte schmalbltterige lweide 7,elaeagnus angustifolia7 zu uns4 ,dieser #c-f1e m hohe ,baumstrauch wird seiner lanzettlichen1 unterseits silberweien ,bltter wegen ziemlich hufig in unsern ,parkanlagen angepflanzt4 ,die unscheinbaren1 inwendig gelblichen1 stark duftenden ,blten sind eine gute ,bienenweide und die slichen1 mehligen ,frchte knnen gegessen werden und werden deshalb in ,griechenland und ,vorderasien gesammelt4 ,infolge ihrer dekorativen ,erscheinung sind auch die noch hellere nordamerikanische ,silberlweide 7,e4 argentea7 und die doldige lweide 7,e4 umbellata7 aus ,japan als ,zierstrucher sehr beliebt4 ,das gleiche ist mit den verwandten graubltterigen ,shepherdien 7nach ,john ,shepherd1 der in den #ahbj;er ,jahren ,inspektor des botanischen ,gartens zu ,liverpool war1 so genannt7 der ,fall4 ,es sind dies ,shepherdia canadensis und argentea1 welche beide aus ,nordamerika stammen4 ,in dieselbe ,familie gehrt auch der an der ,ost- und ,nordsee und auf den ,flugebieten des ,alpenvorlandes heimische ,sanddorn 7,hippopha rhamnoides71 ein bis #c m hoher1 sparrig verstelter ,strauch mit schmalen1 unten ebenfalls silberweien ,blttern und goldgelben1 braunpunktierten1 beerenhnlichen ,frchten1 der undurchdringliche ,hecken liefert und zur ,befestigung von ,dnen und ,dmmen benutzt wird4 ,das schne ,holz dient zu ,drechslerarbeiten1 ,bltter und ,holz dienen zum ,gelb- und ,braunfrben4 ,die sauer schmeckenden ,beeren werden in nrdlichen ,lndern an ,fischbrhen gegessen1 auch bereiten sich die ,finnlnder ein ,mus daraus4 ,aus ,sdeuropa kam der ,bocksdorn oder dornige ,jasmin 7,lycium europaeum7 zu uns4 ,es ist dies ein bis #b1e m hoher ,strauch mit berhngenden ,zweigen1 die wie beim ,sanddorn in ,dornen auslaufen4 ,er hat nachtschattenartige1 rotviolette ,blten1 wie der ihm hnliche1 ebenfalls im ,mittelmeergebiet heimische gemeine ,bocksdorn 7,l4 barbarum71 nur da seine ,staubfden nicht wie bei diesem hervorragen4 ,beide werden als ,zierstrucher zu ,hecken und niederen ,wandverkleidungen verwendet und sind in manchen ,gegenden ,deutschlands so sehr verwildert1 da es schwer fllt1 sie dort nicht fr einheimisch zu halten4 ,ebenfalls ein ,sdeuroper1 der schon in ,sdtirol wildwachsend angetroffen wird und berall in unsern ,anlagen gefunden wird1 ist der ,judasbaum 7,cercis siliquastrum7 -- so geheien1 weil sich der ,sage nach der ,verrter ,judas1 genannt ,ischariot1 d4 h4 ,mann von ,kariot1 daran gehngt haben soll -- dessen schlanke ,zweige sich im ,mai mit den bscheligen1 rosaroten1 wohlriechenden ,schmetterlingsblten schmcken1 kurz nachdem sich die einfachen1 rundlichen ,bltter entfaltet haben4 ,die #aj-af cm langen1 braunen ,hlsenfrchte1 die man auch als falsches ,johannisbrot bezeichnet1 bleiben bis tief in den ,winter hinein an den ,zweigen hngen4 ,sie werden nicht gegessen1 wohl aber die angenehm scharf schmeckenden ,blten1 die man gerne als ,wrze verwendet4 ,der ,baum ist im ,morgenlande sehr gemein4 ,nahe mit ihm verwandt ist die dreidornige ,gleditschie 7,gleditschia triacanthos7 -- nach dem #agad zu ,leipzig geborenen und #aghf zu ,berlin als ,aufseher des botanischen ,gartens gestorbenen ,joh4 ,theodor ,gleditsch so genannt -- ein in unseren ,anlagen kultivierter1 #i-ab m hoher ,baum mit paarig gefiederten ,blttern und kleinen1 grnlichen1 in kurzen hren stehenden ,blten4 ,sie ist stark bedornt1 indem sich regelmig oberhalb der ,blattachseln besondere ,nebensprossen in ,form brauner ,dornen mit zwei ,nebendornen bilden4 ,bei manchen ,bumen sind ste und ,stamm frmlich mit solchen gespickt1 whrend neben ihnen eine ,form ohne alle ,dornenbildung als fr den ,garten angenehmer gezogen wird4 ,aus dessen scharfbewehrten ,zweigen soll die ,dornenkrone ,christi bestanden haben1 weswegen der ,baum auch ,christusdorn genannt wird4 ,doch ist der ,baum in ,nordamerika zu ,hause und kam erst im #ah4 ,jahrhundert in die ,alte ,welt4 ,da er rasch wchst und nur geringe ,ansprche an den ,boden stellt1 findet er neuerdings vielfach auch als ,straenbaum ,verwendung4 ,daneben wird eine ,form mit hngenden ,zweigen in unseren ,anlagen kultiviert4 ,das sliche ,mark der groen1 braunen1 leicht gedrehten1 flachen ,hlsen dient der ,jugend als ,leckerbissen1 whrend man es in ,nordamerika als ,arzneimittel verwendet und einen sen ,met daraus bereitet4 ,seltener trifft man den ebenfalls nordamerikanischen1 #f-aj m hohen1 ,schusserbaum 7,gymnocladus canadensis71 dessen ,samen so rund sind1 da sie mit den ,schussen oder ,gluckern1 den kleinen ,spielkugeln1 der ,kinder verwechselt werden knnen4 ,er besitzt doppeltgefiederte ,bltter und blht in weien ,trauben4 ,die ,rinde dient in seiner ,heimat zum ,waschen1 da sie ,seifenstoff enthlt1 und aus den ,samen bereitet man in ,kentucky ein ,kaffeesurrogat4 ,ebenfalls bei uns als ,gartenzierbaum1 auch in einer ,form mit hngenden sten1 wird die ostasiatische ,sophora japonica gepflanzt4 ,es ist dies ein der gemeinen ,robinie hnlicher ,baum ,chinas und ,japans mit einfachen ,fiederblttern1 licht gelbgrnen ,schmetterlingsblten1 aus denen in seiner ,heimat eine gelbe ,farbe zum ,frben gewonnen wird1 und perlschnurartigen ,hlsen1 die ihm den deutschen ,namen ,schnurbaum verschafften4 ,nahe verwandt mit ihm ist die ebenfalls als ,zierbaum unserer ,anlagen gezogene gelbe ,vergilie 7,cladrastis lutea7 -- nach dem rmischen ,dichter ,publius ,vergilius ,maro so genannt -- aus ,nordamerika mit unpaarig gefiederten ,blttern und in ,trauben stehenden gelben ,blten4 berall bei uns wegen des schnellen ,wachstums und der jasminhnlich riechenden1 honigreichen1 weien ,schmetterlingsblten in langgestielten ,trauben als ,zierpflanze in ,anlagen1 aber auch als ,nutzbaum auf ,eisenbahndmmen und ,schutthalden1 die sie mit seinem ausgedehnten ,wurzelsystem festzuhalten vermag1 wird die gemeine ,robinie oder falsche ,akazie 7,robinia pseudacacia7 gezogen4 ,sie erhielt ihren ,namen vom ,grtner ,heinrichs ,,iv4 und dessen ,nachfolgers ,ludwig ,,xiii41 ,jean ,robin1 der diesen ,baum im ,jahre #afjj aus ,virginien nach ,frankreich brachte4 ,ein spter1 #afce1 von seinem ,sohne ,vespasian ,robin gepflanztes ,exemplar steht jetzt noch im botanischen ,garten in ,paris in voller ,kraft4 ,zu ,beginn des #ah4 ,jahrhunderts kam dieser nordamerikanische ,fremdling nach ,deutschland1 wo sich besonders ,friedrich der ,groe 7regierte von #agdj-aghf7 fr seine ,verbreitung verwendete4 ,doch erfllte er nicht die auf ihn als ,nutzbaum gesetzte ,hoffnung1 obschon sein gelbliches1 oft rtlich geadertes1 ziemlich hartes ,holz zhe1 sehr widerstandsfhig und leicht polierbar ist und zu feinen ,tischler- und ,drechslerarbeiten dient4 ,zudem ist der bis #be m hohe ,baum sehr gengsam1 wenig empfindlich und zur ,befestigung von ,dmmen und ,fluufern sehr geeignet4 ,das ,holz liefert eine ebenso schne gelbe ,farbe als das ,quercitronholz1 die ,rinde dient zum ,gerben1 die durch je ein scharfes ,dornenpaar in den ,achseln geschtzten ,bltter kann man als ,viehfutter verwenden und die ,samen geben ein fettes l4 ,unter den verschiedenen1 durch ,kultur entstandenen ,spielarten des vom ,volke auch als ,silberregen8 bezeichneten ,baumes ist die unbewehrte ,robinie 7,r4 inermis7 mit fast glatten sten und die ,kugelrobinie 7,r4 umbraculifera7 mit kurzen1 unter der ,blttermasse zusammengedrngten ,zweigen hervorzuheben4 ,der falsche ,name ,akazie hat sich so sehr fr diese ,baumart eingebrgert1 da sie meist unter diesem bekannt ist4 ,und doch hat sie mit den echten ,akazien fast keine hnlichkeit4 ,diese in warmen ,gegenden lebenden artenreichen ,bume1 die u4 a4 den arabischen ,gummi und den ,katechu liefern1 kommen bei uns im ,freien nicht fort1 werden aber im ,gewchshaus und als ,zimmerpflanzen in manchen ,arten gezogen4 ,im ,vorfrhling werden die mit goldgelben1 kugeligen ,blten geschmckten ,zweige verschiedener australischer ,akazienarten in ,menge von der ,riviera bei uns eingefhrt1 aber -- um den ,wirrwarr noch grer zu machen -- als ,mimosen8 verkauft4 ,die richtige ,mimose oder ,sinnpflanze 7,mimosa pudica7 ist ein in ,brasilien heimischer ,schmetterlingsbltler1 dessen zarte1 gefiederte ,blttchen so beraus empfindlich sind1 da sie bei der geringsten ,berhrung zusammenklappen1 wobei die ,blattstiele sich senken4 ,es ist dies also eine ,stellung1 die sie bei den ersten sie treffenden ,regentropfen und im ,schlafe zum ,schutz gegen den ,tau einnehmen4 ,erst wenn die ,pflanze sich vllig beruhigt hat1 richten sich die ,blattstiele wieder auf und legen sich die ,fiederblttchen auseinander4 ,diese zierliche1 krautartige ,pflanze ist in vielen ,gegenden der ,tropen1 so namentlich in ,ostindien verwildert und zu einem frmlichen ,unkraut geworden1 dessen man sich kaum mehr zu erwehren vermag4 ,unter den echten ,akazien ist die wahrscheinlich aus ,westindien stammende1 jetzt in den wrmeren ,gegenden aller ,weltteile gepflanzte ,acacia farnesiana zu nennen1 die bei uns als ,topfpflanze kultiviert wird1 in ,sdeuropa jedoch im ,freien gedeiht und hufig in den ,grten ,italiens1 ,griechenlands und ,spaniens anzutreffen ist4 ,dieser dornige ,strauch mit doppeltgefiederten ,blttern und gelben1 langgestielten ,bltenkpfchen wird wegen des kstlichen veilchenartigen ,duftes der letzteren auch in ,sdfrankreich und an der ,riviera gezogen1 um die flschlich als ,kassienblten bezeichneten ,blten in der ,bukettbinderei und ,parfmerie zu benutzen4 ,ihren ,namen hat sie davon1 da sie in ,europa zuerst im ,garten der ,villa ,farnese in ,rom angepflanzt wurde4 ,wie bei der ,mimose sind brigens auch bei der gemeinen ,robinie die ,bltter in gewisser ,beziehung reizbar4 ,ihre gewhnlich1 um das ,licht mglichst auszunutzen1 flach ausgebreiteten ,fiederblttchen stellen sich bei zu starker ,beleuchtung senkrecht1 mit der ,kante gegen das ,licht1 so da die ,verdunstung in denselben herabgesetzt wird4 ,bei khler ,witterung und abends1 wenn die ,sonne untergegangen ist1 senken sie sich nach unten und legen sich gewiermaen1 um sich gegenseitig zu erwrmen1 leicht gegeneinander4 ,steigt bei andauernder ,hitze der ,wasserverbrauch in bedrohlichem ,mae1 so wirft der ,baum1 wie brigens noch verschiedene andere ,pflanzen unter solchen ,umstnden zur ,verringerung der ,transpirationsflche1 einen ,teil seiner ,bltter ab4 ,gleich ihr kamen ebenfalls aus ,nordamerika1 und zwar ,sdkarolina1 die bis #be m hohe klebrige ,robinie 7,r4 viscosa7 mit klebrigen ,drsenhaaren an ,zweigen und ,hlsen und rtlichen ,blten1 und die borstige ,robinie 7,r4 hispida71 deren ste und ,zweige dicht mit braunen ,stachelborsten berzogen sind1 mit greren rosaroten ,blten1 zu uns4 ,wichtiger noch als die ,robinien sind fr unsere ,grten der ,goldregen 7,cytisus laburnum71 ein mitunter baumartig werdender ,strauch1 der in ,sdfrankreich und lngs des ,sdfues der ,alpen bis nach ,ungarn wild wchst4 ,er ist unstreitig einer unserer schnsten ,bltenstrucher und wird deshalb allgemein in den ,grten und ffentlichen ,anlagen angepflanzt1 obschon er in fast allen ,teilen1 namentlich aber in den kugeligen schwarzen ,samen ein ,cytisin genanntes1 ,erbrechen erregendes und stark die ,gedrme reizendes1 abfhrendes ,alkaloid enthlt1 das in groen ,dosen selbst den ,tod herbeifhren kann4 ,deshalb sollten ,kinder unbedingt auf die ,giftigkeit des ,strauches aufmerksam gemacht werden4 ,die geruchlosen1 goldgelben1 hngenden ,bltentrauben gleichen in der ,form denjenigen der gemeinen ,robinie1 dagegen sind die ,bltter nicht gefiedert1 sondern kleeartig dreigeteilt4 ,das dunkelbraun bis schwarz gefrbte ,kernholz wird an ,stelle von ,ebenholz verwendet und deshalb falsches ,ebenholz genannt4 ,in ,norditalien1 ,krnten und ,kroatien wchst der purpurne ,goldregen 7,cytisus purpureus7 als ein niedriger ,strauch mit meist unbehaarten ,blttern und seitenstndigen roten ,blten4 ,auch er wird als ,zierstrauch kultiviert und ist1 besonders auf den ,stamm des eigentlichen ,goldregens gepfropft1 ein schner ,kronbaum4 ,an einem solchen ,pfropflinge fand der ,pflanzenzchter ,adam in ,vitry bei ,paris an der ,verwachsungsstelle beider einen ,trieb1 der ein richtiger vegetativer ,bastard war und ohne ein ,produkt geschlechtlicher ,kreuzung zu sein1 in allen seinen ,merkmalen die ,mitte zwischen seinen ,eltern hielt4 ,das ,entstehen solcher ,pfropfbastarde ist eine sehr seltene ,erscheinung und verdient deshalb hier genannt zu werden4 ,wie der ,goldregen sind verschiedene seiner ,verwandten1 so die sd- und mitteleuropischen ,geiklee- und ,ginsterarten1 in den ,garten geholt worden4 ,der ,geiklee- oder ,bohnenstrauch 7,c4 arboreus7 wurde in seiner ,heimat am ,mittelmeer seiner dreizhligen1 kleehnlichen1 ein treffliches ,futter fr ,ziegen1 ,schafe und ,rinder bildenden ,bltter wegen schon im ,altertum kultiviert4 ,nach den rmischen ,autoren sollte er besonders auf die ,milchabsonderung gnstig wirken1 so da selbst sugende menschliche ,mtter gerne eine ,abkochung seiner ,bltter mit ,wein vermischt zur ,frderung der ,milchabsonderung genossen4 ,der ,ackerbauschriftsteller ,columella und der gelehrte ,naturkundige ,plinius um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 verwundern sich beide darber1 weshalb diese fr die ,viehzucht so ntzliche ,futterpflanze nicht noch hufiger in ,italien gepflanzt werde4 ,acht ,monate lang liefere der ,baum den ,tieren grnes ,futter und den ,rest des ,jahres noch gute ,nahrung in getrockneter ,gestalt4 ,nicht blo dem eigentlichen ,vieh1 auch den ,hhnern sei er zutrglich und seine ,blten bildeten eine treffliche ,bienenweide4 ,dabei mache seine ,kultur nur geringe ,kosten1 da er sich mit dem magersten ,boden begnge und lange ,trockenzeiten ertrage4 ,man kpfte ihn und zog ihn niedrig1 benutzte also vorzugsweise den immer erneuten ,stockausschlag4 ,in der modernen ,landwirtschaft der ,mittelmeerlnder bildet der ,strauch keine ,rolle mehr1 ist aber wie der dieselben ,landstriche ,sdeuropas bewohnende kopfbltige ,bohnenstrauch 7,cytisus capitatus7 eine geschtzte ,zierde unserer ,grten geworden4 ,ein vereinzelt schon in ,sddeutschland wildwachsender ,schmetterlingsbltler ist der nicht sowohl durch seine wenig zahlreichen braungelben ,blten1 als vielmehr durch seine an ,fischblasen erinnernden hutigen ,hlsen auffallende1 #c-e m hohe gemeine ,blasenstrauch 7,colutea arborescens74 ,die ,hlse1 an deren ,innenwand die ,samen hngen1 wird nmlich durch die von der ,pflanze ausgeschiedene sauerstoffreiche ,luft zu einer ,blase prall aufgetrieben1 die nach der ,reife vom ,wind entfhrt wird1 bis sie1 allmhlich zerreiend1 die ,samen entlt und so fr die ,ausbreitung der ,art sorgt4 ,die ,knaben pflegen sie mit starkem ,knall zu zerdrcken4 ,die jungen ,triebe frben gelb1 die ,bltter fhren wie die ,sennesbltter ab und dienen deshalb auch zu deren ,verflschung4 ,als ,gartenzierstrauch kam aus ,vorderasien der etwas kleinere1 nur #a1e-c m hohe blutrote ,blasenstrauch mit ,trauben schmutzig blutroter ,blten und an der ,spitze klaffenden ,fruchtblasen zu uns1 whrend der verwandte1 #b-c m hohe silberweie ,salzstrauch 7,halimodendron argenteum7 mit seidenhaarigen ,fiederblttern und schnen1 fleischroten bis lilafarbenen ,blten wegen der letzteren aus den ,salzsteppen am ,irtisch in ,westsibirien in unseren ,anlagen angesiedelt wurde4 ,ebenso kamen aus ,sibirien der strauchartige und der baumartige ,erbsenbaum 7,caragana frutescens und arborescens7 zu uns4 ,der erstere wird bis #b m1 der letztere bis #e m hoch4 ,beide haben gelbe ,blten und werden1 weil anspruchslos1 hufig gepflanzt und besonders zu ,hecken verwendet4 ,aus den ,blttern kann man eine blaue ,farbe gewinnen1 und die erbsenartigen ,samen sind als ,geflgelfutter verwendbar4 ,von ihnen gibt es auch eine hngende und eine buntbltterige ,variett4 ,ab und zu trifft man in ,ziergrten auch noch andere schmetterlingsbltige ,strucher1 doch hat sich keiner derselben auch nur annhernd eine solche ,beliebtheit erworben1 wie der ber #g m lange ,schlingstrauch ,chinas1 die unter dem ,namen ,glycine bekannte ,wistaria chinensis1 die jetzt den ,namen ,kraunhia floribunda fhrt4 ,an nach ,sden gerichteten1 einigermaen geschtzten ,wnden hlt sie sogar den norddeutschen ,winter im ,freien aus und schmckt im ,frhjahr die von ihr bekleideten ,hausfassaden und ,lauben mit der ,pracht ihrer blavioletten1 duftenden ,blten4 ,von dieser1 kletternde ,strucher umfassenden ,leguminosengattung mit unpaarig gefiederten ,blttern und ziemlich langgestielten blauen1 selten weien ,blten in endstndigen nickenden oder hngenden1 lockeren ,trauben und langen1 gestielten ,hlsen gibt es vier ,arten in ,china1 ,japan und dem stlichen ,nordamerika4 ,die bei uns meist gepflanzte chinesische ,glycine stammt aus der ,mongolei und ,china1 wurde dort und dann besonders in ,japan viel zur ,zierde kultiviert und kam von dort zu uns4 ,sie besitzt in der ,jugend seidenartig behaarte ,bltter und klettert bis #cj m hoch4 ,kraunhia frutescens aus ,virginia1 ,illinois und ,louisiana ist in allen ,teilen kleiner als die vorige1 blht spter und besitzt wohlriechende ,blten4 ,sie ist empfindlicher gegen ,klte als vorige ,art und wird in mehreren ,varietten kultiviert4 ,eine ,variett1 ,kr4 magnifica1 blht noch reicher als die ,stammart und hat blulichviolette ,blten mit gelbem ,fleck4 ,frher sehr beliebte kletternde ,strucher mit meist matt gefrbten1 aber in der ,abenddmmerung weithin einen herrlichen ,duft aushauchenden ,blten sind die ,loniceren aus der ,gattung der ,geiblattgewchse4 ,von den ber #ajj ,arten sind fast alle auf der ,nordhalbkugel heimisch1 und zwar am zahlreichsten im stlichen ,asien und im ,gebiet des ,himalaja4 ,das gemeine oder nrdliche ,geiblatt 7,lonicera periclymenum7 ist ein ,schlingstrauch ,sdeuropas1 ,westasiens und ,nordafrikas mit meist auen roten1 innen gelben ,blten und roten ,beeren4 ,es ist in ,blattform und ,bltenfarbe sehr vernderlich und wird in ,grten zum berziehen von ,lauben und ,wnden usw4 benutzt4 ,in ,sdeuropa bis zum ,kaukasus wchst das sdliche ,geiblatt 7,l4 caprifolium7 mit in der ,farbe wechselnden1 #e cm langen ,blten4 ,auch das nordamerikanische immergrne ,geiblatt 7,l4 sempervirens7 mit glnzend dunkelgrnen ,blttern und prachtvoll scharlachroten ,blten mit sehr langer ,rhre wird hufig bei uns kultiviert4 ,lonicera brachypoda aus ,japan wird besonders in der ,abart mit goldgelb geaderten ,blttern zum ,beziehen kleiner ,beete und ,gitter1 auch als ,ampelpflanze gezogen4 ,die nichtwindenden ,geiblattarten bezeichnet man gewhnlich als ,heckenkirschen1 weil die paarig verwachsenden roten ,frchte einigermaen an ,kirschen erinnern4 ,unter ihnen werden als ,zierstrucher kultiviert3 die bis #b1e m hohe gemeine ,heckenkirsche oder ,beinweide 7,lonicera xylosteum71 mit eirunden1 behaarten1 besonders auf der ,unterseite graugrnen ,blttern1 weien1 sich spter gelb frbenden ,blten und roten ,beeren1 dann die tatarische ,heckenkirsche 7,l4 tatarica71 ein #b1e-c m hoher buschiger ,strauch mit unbehaarten1 hellgrnen ,blttern1 schnen rosenroten ,blten und roten ,beeren aus ,mittel- und ,sdruland und ,sibirien1 ferner ,l4 nigra mit rtlichweien ,blten und schwarzen ,beeren1 und ,l4 alpigena mit purpurnen ,blten und roten ,beeren1 beide aus den ,gebirgen ,mitteleuropas4 ,auch die kanadische ,heckenkirsche 7,l4 canadensis7 und die durch groe1 schnfarbige ,blten ausgezeichnete ,l4 ledebouri findet man nicht selten in ,ziergrten kultiviert4 ,doch ist die ,anpflanzung von ,loniceren in der ,nhe von ,obstgrten nicht ratsam1 weil in ihren ,frchten die ,larve der ,kirschfliege lebt4 ,von der gemeinen ,heckenkirsche wird das knochenharte ,holz 7,beinholz7 zu ,peitschenstcken1 ,pfeifenrhren1 frher auch zu ,ladestcken und ,stricknadeln verarbeitet4 ,eine nahe ,verwandte der ,geiblattarten ist die als ,zierstrauch hufig angepflanzte1 #a m hohe ,diervillea canadensis mit eifrmigen1 zugespitzten1 gesgten ,blttern und traubigen1 gelben1 im ,juni hervorbrechenden ,blten4 ,sie hat ihren ,namen davon1 da sie der franzsische ,arzt ,dierville1 ein ,freund des ,botanikers ,tournefort1 diesem #agjh von ,kanada aus nach ,paris sandte4 ,vom ,april und ,mai an bis in den ,august blhen dagegen die bis #a1c m hohen ,weigelien1 deren rotblhende ,formen meist auf die nordchinesische ,weigelie 7,diervillea florida7 zurckzufhren sind4 ,die nach dem ,greifswalder ,botanikprofessor ,chr4 ,ehrenfried ,weigel 7#agdh-ahca7 genannten ,strucher haben lngliche ,bltter und meist rosarote1 angenehm duftende1 kelchfrmige ,blten1 derentwegen sie bei uns eingefhrt wurde und hufig in ,grten anzutreffen ist4 ,verwandt mit ihnen ist die ,schneebeere 7,symphoricarpus racemosus7 ein allgemein bekannter nordamerikanischer ,zierstrauch von #a1e m ,hhe1 mit unscheinbaren1 fleischroten ,blten und kirschgroen1 weien ,beeren1 welche in dichten ,knueln den ganzen ,winter ber an den ,zweigen stehen bleiben4 ,da die eifrmigen ,bltter viel ,schatten ertragen und der ,strauch sehr leicht gedeiht1 wird er hufig zur ,ausfllung von ,lcken und dunkeln ,ecken verwendet4 ,eine hnliche ,gengsamkeit in bezug auf ,licht und ,boden zeigt der ebenso hufig angepflanzte einheimische schwarze ,holunder 7,sambucus nigra71 der mit dem ihm nahe verwandten gemeinen ,schneeball 7,viburnum opulus7 und dem wolligen ,schneeball 7,v4 lantana7 als ,zierstrauch in unsere ,grten wanderte4 ,ebenso ist der in den ,mittelmeerlndern heimische ,laurus tinus1 der ,grtner- oder ,bastardlorbeer 7,v4 tinus7 bei uns als ,topfpflanze allgemein beliebt4 ,whrend bei der wilden ,form des ,schneeballs nur der uerste ,kranz der ,bltendolde aus sterilen ,schaublten zur ,anlockung der ,insekten besteht1 wird bei ihrer ,kulturform die ganze ,bltendolde aus geschlechtslosen1 blassen ,schaublten gebildet1 so da der ,bltenstand sich schneeballhnlich prsentiert1 was dem ,strauche den ,namen gab4 ,die roten oder schwarzen ,beeren dieser ,strucher sind eine beliebte ,speise der ,vgel1 die fr die ,verbreitung der ,art sorgen4 ,aus ,ostasien und ,nordamerika kamen die ,pfeifenstrucher 7,philadelphus7 zu uns4 ,von diesen ist der im #af4 ,jahrhundert aus ,china und ,japan bei uns eingefhrte wohlriechende ,pfeifenstrauch oder wilde ,jasmin 7,ph4 coronarius7 mit starkriechenden1 teils einfachen1 teils gefllten weien ,blten in ,bscheln1 die am hufigsten angetroffene ,art4 ,auch ,ph4 satsumi ist verbreitet1 doch sind diese ostasiatischen ,arten in neuerer ,zeit mehr durch nordamerikanische ,arten1 wie ,ph4 latifolius pubescens und gordonianus verdrngt worden4 ,den ,namen ,pfeifenstrauch fhren sie von den schlanken1 geraden ,schlingen1 aus denen man durch ,entfernung des ,markes ,pfeifenrhren macht4 ,wegen des starken ,bltendufts wird der wohlriechende ,pfeifenstrauch teilweise auch zur ,parfmgewinnung angepflanzt4 ,nahe verwandt mit ihnen sind die nach dem ,amsterdamer ,ratsherrn ,johann ,deutz1 der botanische ,forschungsreisen frderte1 genannten ,deutzien mit hnlichen1 nur etwas kleineren und geruchlosen ,blten4 ,diese ,zierstrucher sind japanischen ,ursprungs und gehren zu den dankbarsten ,sommerblhern unserer ,grten4 ,durch ,kreuzung sind aus ihnen verschiedene ,gartenformen1 meist mit gefllten ,blten1 gezogen worden4 ,die gewhnlichste ist die #a-b m hohe gekerbte ,deutzie 7,d4 crenata71 deren rauhe ,bltter zum ,polieren dienen1 und die hufig als frhblhende ,topfpflanze gezogene1 kleinere zierliche ,deutzie 7,d4 gracilis71 die schon im ,mai ber und ber mit aufrecht gestellten weien ,bltentrauben bedeckt ist4 ,noch frhere ,blher sind die ihnen verwandtschaftlich nahestehenden ,johannisbeeren 7,ribes71 unter denen zwei nordamerikanische ,formen als ,zierstrucher die bescheideneren einheimischen ,arten verdrngten4 ,es sind dies die blutrot und goldgelb blhende ,johannisbeere 7,r4 sanguineum und aureum74 ,von ersterer1 die #aghg vom schottischen ,botaniker ,menzies an der amerikanischen ,nordwestkste entdeckt wurde1 aber erst #ahbf in ,grten ,europas ,aufnahme fand1 hngen die schon im ,april noch vor der ,entwicklung der ,bltter hervorbrechenden purpurroten ,bltentrauben1 whrend die goldgelben geruchlosen oder wohlriechenden ,bltentrauben der letzteren1 die #ahjf westlich vom ,felsengebirge in ,nordamerika entdeckt und #ahab in unsere ,grten verpflanzt wurde1 mehr aufrecht gestellt sind4 ,sie hat insofern groe ,bedeutung erlangt1 als sie die ,pfropfunterlage fr die hochstmmig gezogenen ,stachel- und ,johannisbeerstrucher liefert4 ,beide ,arten haben durch ,kreuzung einen interessanten ,bastard hervorgebracht4 ,einen hnlichen traubigen ,blten- beziehungsweise ,fruchtstand wie die ,johannisbeeren haben die ,sauerdornarten 7,berberis74 ,vom gemeinen ,sauerdorn 7,b4 vulgaris7 gibt es mehrere ,gartenformen1 die sich teilweise durch weibuntes oder dunkelrotes ,laubwerk auszeichnen4 ,da aber unser ,sauerdorn auf seinen ,blttern die ,zwischenform eines gefrchteten ,getreiderostpilzes beherbergt1 vermeidet man1 ihn in der ,nachbarschaft von ,getreidefeldern anzupflanzen4 ,daher trifft man an seiner ,stelle vielfach auslndische1 teilweise immergrne ,arten4 ,glnzende1 dunkle1 immergrne ,bltter haben auch die nach dem amerikanischen ,botaniker ,bernhard ,mac ,mahon genannten1 aus ,nordamerika in unsere ,grten gelangten ,mahonien1 von denen ,m4 aquifolium mit der ,stechpalme hnlichen ,blttern1 gelben ,blten und schwarzpurpurnen1 blaubereiften ,beeren die verbreitetste ist4 ,ebenso hufig begegnen wir dem ebenfalls aus ,nordamerika zu uns gekommenen ,gewrzstrauch ,calycanthus floridus1 einer #b-b1e m hohen ,gartenzierpflanze mit braunroten1 besonders beim ,welken starkriechenden ,blten1 aus denen bei uns nur selten ,frchte hervorgehen4 ,aus ,ostasien bezogen wir den seltener zu findenden ,calycanthus occidentalis4 ,diese auch in ,wurzel und ,rinde aromatisch-kampferartig duftenden ,strucher sind die nchsten ,verwandten der ,lorbeergewchse1 unter denen der #e-f1e m hohe1 immergrne edle ,lorbeer 7,laurus nobilis7 seines schnen ,laubes wegen als ,kalthauspflanze nicht selten gezogen wird4 ,dieser in ,sdeuropa hufig kultivierte ,baumstrauch ist in den ,mittelmeerlndern heimisch und wurde nicht erst in geschichtlicher ,zeit aus ,vorderasien hierher verpflanzt1 wie ,v4 ,hehn irrtmlicherweise annahm4 ,seine stige ,krone trgt glnzendgrne1 lederartige ,bltter1 gelblichweie ,blten und blulichschwarze1 eifrmige1 einsamige ,frchte4 ,letztere schmecken aromatisch bitter und werden in der ,volksmedizin zur ,strkung des ,magens1 als ,ruchermittel und in der ,veterinrpraxis verwendet4 ,durch ,auskochen und ,pressen gewinnt man aus ihnen das grne1 stark gewrzhaft riechende1 bei gewhnlicher ,temperatur schmalzartige ,lorbeerl1 das man zum ,salben bei ,entzndung und zum ,vertreiben der ,fliegen benutzt4 ,ebenso werden die gewrzhaft riechenden und schmeckenden ,bltter seit dem hchsten ,altertum arzneilich verwendet1 dienen gegenwrtig aber nur als ,kchengewrz1 zu ,essigen und ,likren und zum ,verpacken von ,lakritzenstangen4 ,sie kommen aus ,italien1 ,frankreich und ,spanien in den ,handel4 ,in den ,mittelmeerlndern wird der ,lorbeer vielfach kultiviert und findet sich als ,zierpflanze auch bei uns1 mu aber im ,kalthaus berwintert werden4 ,wegen des scharfaromatischen ,geruchs seiner ,bltter und ,frchte wurde er frhe schon als eine mit besonderen ,krften begabte ,pflanze angesehen4 ,der ,duft seiner ,zweige sollte vor ansteckenden ,krankheiten und ,verzauberung schtzen4 ,so suchte1 wie berichtet wird1 der furchtsame ,kaiser ,commodus1 der von #ahj bis #aib n4 ,chr4 regierte und schlielich am #ca4 ,dezember jenes ,jahres auf ,anstiften seiner ,geliebten ,marcia erdrosselt wurde1 in einem ,lorbeerhaine ,rettung1 wenn die ,pest im ,anzuge war4 ,krnze von ,lorbeer legte man ,wahnsinnigen um ,schlfe und ,hals1 in der ,annahme1 sie dadurch besnftigen zu knnen4 ,lorbeerfrchte und -,bltter genossen die ,priester1 wenn sie weissagen sollten1 und ,lorbeerzweige trugen die ,propheten1 wenn sie eine ,stadt betraten4 ,der ,lorbeer shnte das vergossene ,blut2 deshalb reinigten die rmischen ,legionen gleich nach dem ,siege sich1 ihre ,waffen und ,feldzeichen mit ,lorbeer4 ,dadurch wurde der ,lorbeerzweig zur ,trophe1 zum ,symbol des ,sieges und zum ,verknder der glcklich vollbrachten ,waffentat4 ,der ,lorbeerkranz schmckte die ,stirne der siegenden ,helden und mit ihm wurden die ,fasces1 d4 h4 das zum ,auspeitschen dienende ,rutenbndel der ihn begleitenden ,lictoren oder ffentlichen ,diener der mit der ,macht des ,imperiums bekleideten hchsten ,magistrate umwunden4 ,lorbeergeschmckt 7laureatus vom lat4 laurea ,lorbeer7 folgten die ,soldaten dem ,wagen des triumphierenden ,feldherrn bei seinem ,einzuge in ,rom1 um gleichsam von ,mord und ,totschlag gereinigt in die ,stadt einzuziehen4 ,spter erklrte man1 die ,ursache1 weshalb der ,triumphierende sich mit ,lorbeer schmcke1 liege darin1 da der ,lorbeer seinen ,namen vom lateinischen laus ,ruhm habe und einst laudus hie1 was natrlich unrichtig ist4 ,von der rmischen ,zeit an blieb der ,lorbeer stets ein ,abzeichen des ,ruhmes bis in unsere ,tage1 da junge ,doktoren mit beerentragenden ,lorbeerzweigen geschmckt wurden1 woher das ,wort ,baccalaureus sich ableitet4 ,die reinigende ,kraft des ,lorbeers veranlate dessen ,verwendung zu ,rucherungen wie auch zu ,weihwedeln4 ,im ,altertum besprengte sich der ,strengglubige beim ,eintritt wie beim ,ausgang aus dem ,tempel mit dem ,lorbeerzweig1 der zuvor in ,weihwasser getaucht worden war2 gern nahm er auch beim ,herausgehen ein ,lorbeerblatt vom ,sprengwedel in den ,mund4 ,die rmisch-katholische ,kirche bernahm dann allerdings diesen ,gebrauch nicht aus dem rmischen ,heidentum1 sondern bevorzugte als ,sprengwedel einen ,strau des dem ,majoran verwandten ,lippenbltlers ,ysop 7,origanum smyrnaeum71 eines im stlichen ,mittelmeergebiet hufig angetroffenen ,halbstrauches1 den sie zu demselben ,zwecke von den ,juden bernahm4 ,sonst gilt bei uns als ,ysop ein anderer1 durch reichen ,gehalt an therischem l aromatisch riechender halbstrauchartiger ,lippenbltler 7,hyssopus officinalis7 aus ,sdeuropa1 der teils als ,zierpflanze1 teils als ,gewrzkraut hufig auch in ,deutschland kultiviert wird und hin und wieder an sonnigen ,schutthalden1 namentlich in der ,umgebung alter ,burgen1 verwildert angetroffen wird4 ,das ,kraut wurde arzneilich namentlich gegen ,magenleiden verwendet1 weshalb die ,pflanze heute noch besonders in ,bauerngrten hufig angepflanzt gefunden wird4 ,der von den ,griechen dphn genannte ,lorbeerbaum war1 weil er durch den ,duft seiner ,bltter ,moder und ,verwesung verscheuchen sollte1 dem ,apollon geweiht1 der aus einer ,personifikation der die ,seuche sendenden und daher auch von dieser befreienden ,sonnenglut allmhlich zum ,gott der ,shne fr sittliche ,befleckung und ,erkrankung geworden war4 ,die ,sage meldet1 da1 als der ,sohn ,agamemnons1 ,orestes1 um sich vom ,blut der von ihm mit ihrem ,buhlen gisthos in ,myken erschlagenen ,mutter ,klytaimnestra zu shnen1 sich mit seinem ,freunde ,pylades auf ,apollons ,gehei nach ,taurien begab1 das ,bild der ,artemis zu holen1 und dort von seiner als ,priesterin waltenden ,schwester ,iphigeneia nach ,landesbrauch mit seinem ,freunde geopfert werden sollte1 er von ihr erkannt und gerettet wurde4 ,an seiner ,stelle sei dann ein anderes ,shnopfer der ,gttin dargebracht worden1 und1 als die ,reste desselben im ,boden vergraben wurden1 sei aus ihnen der ,lorbeerbaum hervorgesprot4 ,apollon soll1 als er nach der ,erlegung des die ,gegend um ,delphi am ,fue des ,berges ,parna hausenden ,drachen ,python selbst der ,shne bedurfte1 auf ,befehl des ,zeus sich im ,tal ,tempe gebadet1 sich mit ,lorbeer bekrnzt und auch einen ,lorbeerzweig in seine ,rechte genommen haben und sei so nach ,delphi gezogen1 wo er das dortige ,orakel bernahm4 ,in der ,folge hat sich der ,lorbeer mit dem ,kult des ,apollon als diesem ,gotte heilige ,pflanze berallhin verbreitet1 wo jenem reinigenden1 shnenden ,gotte ,heiligtmer errichtet wurden4 ,bei allen gottesdienstlichen ,handlungen des ,apollonkultes wurden ,zweige von ihm symbolisch verwendet1 und er verlieh dem im ,dienste des ,gottes stehenden ,seher die ,kraft1 ,verborgenes zu schauen und den um ein ,orakel ,bittenden die ,zukunft zu enthllen4 ,so ward der ,lorbeer auch das ,abzeichen des im ,dienste des ,gottes zur ,begleitung der ,leier seine ,lieder singenden ,sngers und1 da der ,gott der ,anfhrer der neun ,musen war1 auch aller mit diesen zusammenhngenden ,knste4 ,und wie zur ,corona triumphalis geflochtene ,lorbeerzweige die ,stirne des ,siegers schmckten1 so zierte der ,lorbeerkranz auch den im ,dienste der ,musen sich auszeichnenden ,dichter oder ,knstler4 ,der ,lorbeer brennt1 nach ,plinius1 nur widerwillig und zeigt dies durch sein ,knistern an4 ,der feuerabwehrenden ,kraft des ,lorbeers wurde es zugeschrieben1 da bei dem groen ,brande ,roms unter den ,konsuln ,spurius ,postumius und ,piso1 als die ,regia in ,flammen stand1 das ,sacrarium1 d4 h4 der ,tempel des ,apollo1 unversehrt blieb1 weil ein ,lorbeer vor ihm stand4 ,dann aber war es gerade das ,lorbeerholz wegen seiner ,hrte1 das nach ,theophrastos und demselben ,plinius als ,quirl zum ,erzeugen des ,feuers durch ,reiben diente1 whrend als ,unterlage1 auf der gerieben wurde1 das weiche ,holz des ,efeus oder des ,wegdorns 7,rhamnus7 benutzt wurde4 ,ein reines ,feuer zu den ,opfern der ,griechen und ,rmer durfte nur der ,reibung zweier wie dieser glckbringender ,hlzer entstammen1 whrend man in spterer ,zeit es vorzog1 das reine ,feuer zum ,gottesdienste mit ,hilfe von ,brennglsern1 vielfach aus ,bergkristall1 oder von metallischen ,hohlspiegeln zu gewinnen4 ,der ,lorbeer sollte auch die ,blitze abwehren4 ,um vor dieser ,gefahr beschtzt zu sein1 bekrnzte sich der aberglubische ,kaiser ,tiberius1 der ,schwiegersohn und seit dem ,jahre #d n4 ,chr4 auch ,adoptivsohn des ,augustus1 der nach dessen ,tode im ,jahre #ad zur ,herrschaft gelangte und bis zum ,jahre #cg n4 ,chr4 regierte1 wie der ,geschichtschreiber ,suetonius berichtet1 mit ,lorbeer1 wenn ein ,gewitter am ,himmel nahte4 ,solche ,vorstellungen wurden durch die vielfach gemachten ,erfahrungen geweckt1 da nicht alle ,bume gleichmig vom ,blitze getroffen werden4 ,auch bei uns schlgt der ,blitz fast niemals in ,walnubume und ,buchen1 am hufigsten aber in ,eichen1 welch letztere deshalb von den alten ,germanen dem ,donnergotte geheiligt waren4 ,es hngt dies mit der elektrischen ,leitungsfhigkeit des ,holzkrpers zusammen1 das bei den einzelnen ,baumarten eine ganz verschiedene ist4 ,ionesco hat auf ,grund von genauen ,untersuchungen festgestellt1 da tatschlich ,bume1 die zur ,jahreszeit der ,gewitter verhltnismig viel fettes l1 wie auch der ,lorbeer1 in ihrem ,holzkrper fhren1 dem ,blitzschlag am wenigsten ausgesetzt sind4 ,abgestorbene ste an einem ,baume erhhen fr denselben die ,blitzgefahr4 ,wie der ,lorbeer dem ,apollon1 so war die gemeine ,myrte 7,myrtus communis7 bei den ,griechen als ,symbol der ,jugend und ,schnheit der ,liebesgttin ,aphrodite geweiht und wurde um ihre ,heiligtmer herum angepflanzt und bei ihren ,festen und den ,eleusinien vielfach als ,schmuck getragen4 ,schon von den alten ,persern wurde sie bei gottesdienstlichen ,handlungen benutzt und galt deshalb bei ihnen als heilige ,pflanze4 ,sie ist ein immergrner1 #b-d m hoher ,strauch oder kleines ,bumchen mit lanzettfrmigen1 wohlriechenden ,blttern1 weien1 seltener auch rtlichen oder gefllten ,blten und schwarzen1 aromatischen ,beeren1 die frher1 bevor man den ,pfeffer kannte1 als ,gewrz und ,arznei dienten4 ,bei den ,rmern gab es einen mit diesen ,beeren bereiteten ,leckerbissen1 der myrtatum hie2 vielfach wurde1 wie ,columella berichtet1 damit gewrzter ,wein getrunken4 ,die ,myrte ist im ganzen ,mittelmeergebiet heimisch und wchst hier mit ,vorliebe auf sumpfigem ,boden4 ,der griechischen ,sage zufolge soll sie1 die von den ,hellenen myrsn genannt wurde1 in ,attika entstanden sein4 ,hier liebte einst ,aphrodite eine schne und mutige ,jungfrau1 und als diese starb1 schuf die ,gttin zu ihrem ,andenken die ,myrte4 ,seither ist sie das ,ehrenabzeichen jungfrulicher ,brute bei ihrem ,hochzeitsfeste1 ein ,brauch1 der sich bis auf unsere ,tage erhielt4 ,schon im ,altertum wurden auch ,myrtenwunder mit der ,aphrodite1 wie im ,mittelalter ,rosenwunder mit der ,gottesmutter ,maria in ,zusammenhang gebracht4 ,so schreibt der um #bjj n4 ,chr4 in ,alexandreia und ,rom lebende griechische ,grammatiker ,athenaios aus ,naukratis in gypten in seinen ,deipnosophistai1 in denen er uns wichtige ,nachrichten ber das ,leben und die ,sitten der alten ,griechen berlieferte3 ,in dem ,buche des aus ,naukratis stammenden ,polycharmos1 das von der ,aphrodite handelt1 habe ich ber den sogenannten ,naukratitenkranz ,aufschlu erhalten4 ,dort heit es3 ,in der #bc4 ,olympiade 7im #g4 ,jahrhundert v4 ,chr4 um #fhf7 reiste ,herostratos1 ,brger von ,naukratis1 in die ,fremde1 kam weit umher und kaufte zu ,paphos auf ,cypern ein ,bild der ,aphrodite1 das eine ,spanne hoch und uralt war1 um es mit nach ,naukratis zu nehmen4 ,auf der ,rckreise1 als das ,schiff in die ,nhe gyptens kam1 trat pltzlich ein solches ,unwetter ein1 da man das ,land nicht mehr sehen konnte1 und keiner von der ,bemannung des ,schiffes wute1 wo er war4 ,in der ,not nahmen sie alle ihre ,zuflucht zum kleinen ,bilde der ,aphrodite und flehten um ,rettung4 ,da lie die ,gttin pltzlich auf dem ganzen ,schiff ,myrten emporwachsen1 und das ,schiff fllte sich mit ,wohlgeruch1 whrend die ,mannschaft eben noch in ,verzweiflung gewesen war1 an ,seekrankheit stark gelitten und entsetzlich gespieen hatte4 ,mit einem ,male hrte das ,erbrechen auf1 die ,sonne zeigte sich wieder1 und das ,schiff gelangte glcklich nach ,naukratis4 ,dort sprang ,herostratos mit dem ,bilde der ,gttin und mit ,zweigen von ,myrten ans ,land1 opferte der ,aphrodite1 berief seine ,verwandten und ,freunde in den ,tempel selbst zum ,gastmahl1 gab jedem ,gaste einen ,myrtenkranz und nannte einen solchen3 ,naukratitenkranz48 ,der jonische ,dichter ,anakreon1 der in ,samos und ,athen lebte 7#eej-dgh v4 ,chr471 spricht von mit ,rosen durchflochtenen ,myrtenkrnzen1 die man bereits zu seiner ,zeit zu ,ehren der ,aphrodite trug4 ,wie der ,lorbeerkranz bei den ,rmern als ,shne fr einen blutigen ,sieg getragen wurde1 so zogen in ,rom mit dem ,myrtenkranze geschmckt diejenigen ,feldherrn ein1 denen statt eines ,triumphes eine ,ovation zukam4 ,dies war der ,fall1 wenn der ,sieg mit wenig ,blutvergieen oder ber verchtliche ,feinde1 wie ,sklaven und ,seeruber1 erfochten wurde4 ,als ,marcus ,crassus im ,jahre #ga v4 ,chr4 die unter ,spartacus fechtenden ,sklaven1 die durch zahlreiche ,zuzge1 besonders aus ,fechterschulen1 ein ,heer von #abjjjj ,mann zusammenbrachten1 besiegt und die den ,kampf berlebenden smtlich gekreuzigt hatte1 erlangte er als besondere ,gunst vom ,senat die ,erlaubnis1 bei seiner ,ovation einen ,lorbeerkranz statt des ,myrtenkranzes zu tragen4 ,marcus ,valerius dagegen trug infolge eines ,gelbdes bei seinem ,triumph in ,rom neben dem ,lorbeer- auch einen ,myrtenkranz4 ,und zwar wurde wie zu ,vermhlungen1 so auch zu ,ovationen die kleinbltterige1 kultivierte ,myrte verwendet1 whrend man die grobltterige als die gewhnliche ,form der wildwachsenden ,pflanze zu ,krnzen und ,girlanden fr ,verstorbene verwendete1 weshalb sie auch ,totenmyrte hie4 ,die erbsengroen ,beeren der kleinbltterigen peruanischen ,myrte sind zuckers und wohlschmeckend und werden ebenso gegessen wie die schmackhaften ,beeren der ,lumamyrte in ,chile und ,peru4 ,die ,beeren und ,blten der zentralamerikanischen ,myrtus caryophyllus kommen als mexikanisches ,piment in den ,handel4 ,im ,sdwesten ,mitteleuropas sind die ,stechpalme 7,ilex aquifolium7 und der ,buchs 7,buxus sempervirens7 zu ,hause4 ,beide erreichen in ,deutschland selten groe ,strke4 ,der erstere ist besonders im ,winter1 wenn die leuchtend roten ,beeren reif sind1 ein so dekorativer ,strauch1 da es sehr begreiflich ist1 wenn er in verschiedenen ,spielarten in unseren ,grten gezogen wird4 ,letzterer ist in einer stets beschnittenen ,zwergform zur ,einfassung der ,wege in ,grten sehr beliebt4 ,in ,sdeuropa dagegen wchst der ,buchs zu einem #f-h m hohen ,baum1 dessen uerst schweres1 hartes ,holz seit der neolithischen ,zeit zu ,kmmen1 ,flten1 ,kreiseln1 ,bchsen usw4 verarbeitet wurde4 ,unser ,wort ,bchse heit3 aus ,buchsholz hergestellt4 ,das deutsche ,buchs kommt vom lateinischen buxus1 das seinerseits wieder vom griechischen pxos sich ableitet4 ,pxis hie bei den alten ,griechen ,bchse 7aus ,buchsbaum74 ,schon bei ,homer wird in der ,ilias erzhlt1 da das ,joch der ,maultiere des troischen ,knigs ,priamos aus ,buchsholz 7pxinon zygn7 hergestellt und mit schnen ,ringen geziert gewesen sei4 ,der rmische ,dichter ,ovid 7#dc vor bis #g n4 ,chr47 spricht vom ,triller der ,buchsflte und vom ,buchskamme1 mit dem das ,haar gekmmt werde1 whrend ,vergil 7#gj-ai v4 ,chr47 vom flott unter den ,peitschenhieben herumtanzenden ,kreisel aus ,buchsholz 7volubile buxum7 redet4 ,auch ,claudianus spricht von der ,buchsflte1 die ein ,sterbelied sthne1 wenn er sie blase1 und ,columella sagt1 da bei der ,ksebereitung der geronnene ,ksestoff in eine ,form aus ,buchsholz gespannt werde4 ,der ltere ,plinius nennt das ,buchsholz als wegen seiner ,hrte hochgeschtzt1 aber schlecht brennend und nur geringwertige ,kohlen gebend4 ,der auf den ,pyrenen hufig wachsende ,baum werde auf ,korsika am dicksten1 aber seine ,blten machen dort den ,honig bitter4 ,er sei in den ,grten veredelt worden1 lasse sich zu dichten ,wnden ziehen und gut beschneiden4 ,martialis und ,firmicus sprechen wie der jngere ,plinius vom ,buchsbaum1 der in den rmischen ,grten zu den verschiedensten ,gestalten1 besonders von groen ,tieren1 beschnitten wurde4 ,noch heute wird das harte ,holz als das brauchbarste ,material zu ,holzschnitten1 zu ,blasinstrumenten1 wie ,flten und ,klarinetten1 wie auch zu ,dosen und ,kmmen verarbeitet4 ,die ,bltter wurden frher als gelindes ,abfhrmittel gebraucht4 ,verwandt mit dem ,buchs sind die ,rauschbeeren 7,empetrum71 von denen der nur #j1c-j1e m hohe schwarze oder ,alpenrausch 7,e4 nigrum7 eins der vorzglichsten torfbildenden ,gewchse ist und vielfach zur ,einfassung von sogenannten ,moorbeeten in ,grten ,verwendung findet4 ,dieser hochnordische ,strauch wchst als ,relikt der ,eiszeit auf ,moor- und ,torfboden ,norddeutschlands und der hheren ,gebirge bis ,grnland und steigt in den ,alpen bis #bcjj m ,hhe4 ,den ,namen hat er davon1 da die saftigen1 aber sauer schmeckenden ,beeren im berma genossen berauschen und ,schwindel erregen sollen4 ,von den ,nordvlkern werden sie roh und als ,mus gerne gegessen und dienen auch zur ,bereitung eines ,getrnks4 ,von den ,kreuzdornarten 7,rhamnus7 kam der immergrne ,wegdorn 7,rh4 alaternus1 mit letzterem ,namen nennt ihn der ltere ,plinius1 indem seine ,bltter und ,beeren im ,altertum als ,heilmittel dienten7 aus ,sdeuropa in unsere ,grten1 whrend der einheimische gemeine ,wegdorn 7,rh4 carthartica7 zu ,hecken benutzt wird1 den ,bienen ,nahrung und den ,menschen ein treffliches1 hartes ,holz zu ,drechsler- und ,tischlerarbeiten liefert4 ,die noch grnen ,frchte dienen zum ,gelbfrben1 die reifen schwarzen dagegen1 wie auch diejenigen des ,faulbaums 7,rh4 frangula71 als ,abfhrmittel4 ,von letzterem ist die innere ,rinde als ,laxans offizinell1 whrend das ,holz zu ,schuhstiften1 feinen ,drechsler- und ,tischlerwaren dient und die beste ,kohle zu ,schiepulver bildet4 ,die ,samenkerne liefern ein gutes ,brennl4 ,der bis #b1e m hohe ,faulbaum ist ein beliebter ,zierstrauch in ,anlagen1 wo man auerdem auch die hchstens #b m hohe ,rh4 alpina von den ,alpen und sddeutschen ,gebirgen1 sowie die hnliche1 aber grere ,rh4 grandifolia aus ,persien und dem ,kaukasus kultiviert4 ,in ,italien wird der im ,orient und in ,sdeuropa heimische gemeine ,stechdorn 7,paliurus aculeatus7 seiner starken ,dornen wegen hufig zu ,hecken1 bei uns aber wie die verwandte ,sckelblume 7,ceanothus americanus7 aus den ,vereinigten ,staaten als ,gartenzierstrauch angepflanzt4 ,aus den ,zweigen des nur in ,palstina im ,jordantale und am ,toten ,meer heimischen ,judendorns 7,zizyphus spina ,christi7 -- von den ,arabern nebeg genannt -- soll die ,dornenkrone ,christi geflochten gewesen sein4 ,der ,stechpalme steht auch die wirtelbltige ,winterbeere 7,prinus verticillatus71 ein #a-b m hoher ,strauch aus ,virginien mit in ,wirteln gestellten1 weilichen ,blten nahe4 ,er wird wie die ebenfalls nordamerikanische ,p4 glabra besonders an feuchten ,standorten unserer ,lustgrten gepflanzt4 ,als ,gebschpflanzen unserer ,parks finden wir auer den einheimischen ,arten3 dem gemeinen ,spindelbaum oder ,pfaffenhtchen 7,evonymus europaeus7 ,mitteleuropas1 dem greren1 bis #e m hohen breitbltterigen ,spindelbaum 7,e4 latifolius7 aus den sddeutschen ,kalk- und ,voralpen und dem nur bis #b m hohen warzigen ,spindelbaum 7,e4 verrucosus7 -- so genannt1 weil seine ste dicht mit ,korkwarzen besetzt sind -- aus den ,gebirgswldern des stlichen ,deutschland besonders auch den japanischen ,spindelbaum 7,e4 japonicus7 mit immergrnen1 elliptischen ,blttern angepflanzt4 ,alle haben schn rot bis gelb gefrbte1 heftig abfhrende und ,brechen erregende ,frchte und ein hellgelbes1 zu ,drechslerwaren und ,schnitzwerk1 zu ,schusterngeln und besonders ,zahnstochern beliebtes ,holz1 das verkohlt auch zur ,herstellung von ,schiepulver dient und die beste ,zeichenkohle liefert4 ,besonders dient solchen ,zwecken der gemeine ,spindelbaum1 der auch zu ,hecken gezogen wird1 und von dem eine ,variett mit hngenden ,zweigen als ,zierstrauch dient4 ,dem ,spindelbaum sehr nahe steht die in ,gebirgswldern ,sddeutschlands heimische gemeine ,pimpernu 7,staphylea pinnata71 ein #c-f m hoher ,strauch mit gefiederten ,blttern und weilichen1 hngenden ,bltentrauben1 die ebenfalls bei uns in ,anlagen kultiviert wird4 ,das feste ,holz dient gleicherweise zu ,drechslerarbeiten1 die ,frchte wirken gelinde abfhrend und die ,samen enthalten ein gutes ,brennl4 ,sehr nahe damit verwandt ist der nordamerikanische kletternde ,baumwrger 7,celastrus scandens71 ein #b-e m hoher ,schlingstrauch1 der als ,zierpflanze in unseren ,grten vornehmlich zu ,lauben und ,wandbekleidungen dient4 ,ebenfalls aus ,nordamerika kam die als wilder ,wein8 allgemein bekannte ,jungfernrebe 7,ampelopsis quinquefolia7 zu uns1 deren fnfzhliges ,laubwerk mit seiner prchtigen1 blutroten ,herbstfrbung in unserer einheimischen ,pflanzenwelt einzigartig dasteht und deshalb sehr hufig zur ,bekleidung von ,mauern und schattigen ,lauben benutzt wird4 ,zu seiner ,befestigung an der ,unterlage dienen zu verholzenden ,ranken ausgebildete ,seitenzweige1 deren ,aufgabe darin besteht1 geeignete ,sttzen aufzusuchen1 zu umwickeln und dann durch korkzieherartige ,einrollung den ,hauptzweig nachzuziehen4 ,vermag aber eine solche ,pflanze1 etwa an einem glatten ,baumstamm1 keinen ,sttzpunkt zu finden1 so findet in der ,weise eine ,anpassung statt1 da sich die ,tastspitzen der ,ranken zu ,saugscheiben verbreitern1 die an der glattesten ,unterlage sich anzupressen und fest zu haften vermgen4 ,solche ,haftscheiben werden von manchen ,arten des wilden ,weins sogar regelmig gebildet4 ,solche selbstklimmende8 ,formen sind zur ,bekleidung von ,hauswnden und ,mauern ganz besonders geeignet4 ,als solche findet besonders die aus ,ostasien zu uns gekommene1 ebenfalls im ,sptherbst1 vor dem ,bltterfall1 herrlich rot sich frbende dreispitzige ,jungfernrebe 7,a4 tricuspidata7 -- auch in der ,abart ,a4 veitchi -- mit dreigelappten ,blttern neuerdings weite ,verbreitung4 ,an die ,jungfernreben schlieen sich als einheimische ,lianen die zu den ,hahnenfugewchsen gehrenden ,waldreben 7,clematis7 an1 die in verschiedenen importierten grobltigen ,formen prchtige ,gartenzierpflanzen zur ,bekleidung von ,wnden und zum berziehen von ,lauben bilden4 ,whrend die mitteleuropische gemeine ,waldrebe 7,cl4 vitalba7 ganz bescheidene grngelbe ,blten hat1 besitzen schon die sdeuropischen ,arten viel grere und farbenprchtigere ,blten4 ,von ihnen hat die italienische ,waldrebe 7,cl4 viticella71 die in vielen ,varietten zur ,bekleidung von ,lauben und ,wnden bei uns gepflanzt wird1 einzeln stehende1 langgestielte1 blauviolette ,blten1 die in einer ,abart purpurrot sind1 whrend eine andere1 ebenfalls im ,mittelmeergebiet heimische ,art fast weie1 nur schwach riechende ,blten aufweist4 ,die glockenbltige ,waldrebe 7,cl4 viorna7 ist in ,nordamerika bis ,mexiko heimisch1 rankt #c-d m empor und besitzt auen purpurviolette1 innen grnlichgelbe1 #b1f cm lange glockenfrmige ,blten1 whrend die als ,schlingstrauch nicht minder beliebte ,clematis coccinea aus ,texas eine ,unterart derselben mit zinnoberroten glockenfrmigen ,blten darstellt4 ,ebenfalls nordamerikanischen ,ursprungs sind die bis zu #b m hoch rankende ,clematis flammula1 die von ,juli bis ,oktober ihre milchweien1 nach ,orangenduft riechenden ,blten entfaltet1 die ebenso hohe1 von ,juli bis in den ,herbst hinein groe weie1 rote1 violette und blaue ,blten entwickelnde ,cl4 jackmanni und die bis #ae cm groe1 halbgefllte weie1 leicht lila gefrbte1 angenehm duftende ,blten entfaltende ,cl4 fortunei4 #c-d m hoch ranken die ebenfalls nordamerikanische ,cl4 campaniflora1 die von ,juli bis ,august bluliche bis lilaweie berhngende glockenfrmige ,blten entwickelt1 die japanische ,cl4 lanuginosa mit groen herzfrmigen ,blttern und hellblauen ,blten von #af cm ,durchmesser und die ebenfalls aus ,japan stammende ,cl4 patens mit schnen blauen ,blten von #h cm ,durchmesser4 ,whrend alle vorgenannten bei uns des ,winterschutzes bedrfen1 hlt letztere den ,winter ,sddeutschlands sehr wohl im ,freien aus4 ,alle diese ,arten wie auch die japanische ,cl4 florida hat man untereinander und mit der italienischen ,waldrebe 7,cl4 viticella7 gekreuzt und damit viele neue ,formen mit sehr groen1 prachtvoll gefrbten ,blten gewonnen4 ,durch ihre ,gengsamkeit und ,winterhrte ausgezeichnet ist die ebenfalls als ,gartenzierpflanze zur ,bekleidung von ,lauben beliebte gemeine ,alpenrebe 7,atragene alpina71 die in den sddeutschen ,alpen und ,voralpen heimisch ist und nur kleine violette oder weie ,blten aufweist4 ,ein ebenfalls sehr beliebter windender ,zierstrauch unserer ,grten ist der aus dem sdlichen ,nordamerika zu uns gekommene und zur ,bekleidung von ,lauben hufig angewandte ,pfeifenstrauch 7,aristolochia sipho71 ein naher ,verwandter unserer an ,zunen und in ,grten als ,unkraut aus ,sdeuropa eingewanderten gemeinen ,osterluzei 7,a4 clematitis74 ,sie trgt groe1 runde1 schattenspendende ,bltter und wie ,tabakspfeifen gekrmmte brunlichgrne ,fallenblten1 die durch ihren ,aasgeruch kleine ,fliegen zur ,befruchtung anlocken und sie erst wieder entlassen1 wenn sie sich mit dem nach der ,befruchtung der ,stempelblten ausstubenden ,pollen beladen haben4 ,sie ist verwandt mit den in ,warmhusern gezogenen ,nepenthazeen oder ,kannenstruchern aus dem tropischen ,sdasien und ,indonesien1 die mit verdauendem ,saft gefllte ,fallgruben an den entsprechend umgewandelten ,spitzen der ,bltter besitzen und die darin erbeuteten ,insekten wie die ,tiere in ihrem ,magen verdauen4 ,ein mit gruppenweise zusammengestellten kurzen1 zu ,haftorganen sich umbildenden ,luftwurzeln bis #af m hoch kletternder immergrner ,strauch ist der hufig in ,europa und ,asien an ,bumen und ,mauern in bis zu armdicken ,stmmen emporsteigende ,efeu 7,hedera helix71 in alten ,schriften wegen seiner immergrnen ,bltter auch ,ewigheu genannt4 ,daraus oder aus dem daneben gebruchlichen ,eibenheu hat sich das deutsche ,efeu gebildet4 ,bei den alten ,griechen hie die ,pflanze kisss1 bei den ,rmern hedera und diente1 als dem ,gotte des ,weins und des ,natursegens1 ,dionysos-,bacchus1 geweiht1 zu ,krnzen bei ,festgelagen und zur ,umwindung des mit einem ,pinienzapfen gekrnten ,thyrsosstabes4 ,um den reichen ,bedarf danach zu decken1 wurde der ,efeu im ,altertum gepflanzt1 und zwar rt ,columella hochwachsenden ,efeu 7orthocissus7 und gemeinen ,efeu 7edera7 in der letzten ,hlfte des ,februar zu pflanzen4 ,alle ,teile der ,pflanze1 auch das nur in sdlichen ,gegenden ausflieende ,harz1 wurden arzneilich benutzt4 ,der ltere ,plinius wundert sich ber die ihr erwiesenen ,ehre1 da man sie als beliebtestes ,kranzmaterial verwende1 da sie den ,bumen schadet1 ,grabmler und ,mauern sprengt und den ,schlangen einen khlen ,zufluchtsort bietet48 ,diese noch heute weitverbreitete ,meinung ist aber unrichtig1 da durch den ,efeu niemals gesunde ,mauern zerstrt werden knnen1 er vielmehr die ,unterlage vor ,verwitterung schtzt4 ,nur da1 wo sich seine ,stmmchen durch bereits bestehende ,fugen drngen1 vermag er1 wie alle ,holzpflanzen1 im ,laufe der ,zeit durch sein geradezu unwiderstehliches ,dickenwachstum ,steine auseinander zu sprengen4 ,der eigentlich dem ,dionysos geweihte heilige ,efeu war ursprnglich der im ,orient heimische und mit dem ,kulte des ,gottes nach ,sdeuropa gelangte goldfrchtige ,efeu 7,h4 chrysocarpa71 ein sonst wie der gemeine ,efeu benutzter ,strauch1 der sich statt durch bereifte1 schwarze1 wie unser ,efeu1 durch goldgelbe ,beeren auszeichnet und vornehmlich zur ,bekrnzung der ,dichter diente4 ,auch bei ihnen blhen nur ltere ,stmme4 ,nahe ,verwandte des ,efeus sind die ,aralien1 von denen die in ,china heimische ,aralia edulis dort und in ,japan kultiviert wird1 um die ,wurzel und jungen ,stengel als angenehmes ,gemse zu essen4 ,die japanische ,aralie 7,a4 japonica7 ist eine der schnsten ,freiland-,dekorationspflanzen1 mu aber ,winters eingebunden werden4 ,auch ,a4 spinosa ist ein hervorragendes ,blattziergewchs1 das im ,warmhause kultiviert und ,sommers im ,freien gehalten wird4 ,ebenso ,a4 papyrifera1 ein #b-d m hoher ,strauch ,chinas1 dessen bis #ag cm dicker ,stamm in seinem spiralig in dnne ,blttchen geschnittenen ,mark das samtweiche ,reispapier liefert1 das erst #ahjd von ,dr4 ,livingstone von ,china nach ,england gebracht wurde4 ,wegen ihrer noch vor dem ,hervorbrechen der ,bltter erscheinenden groen weien1 auen rot berhauchten ,blten sind die ,magnolien sehr beliebte ,gartenzierbume4 ,sie haben ihren ,namen nach dem ,botanikprofessor ,pierre ,magnol in ,montpellier 7#afch-agde74 ,die ,stammformen der am meisten gezchteten ,arten sind hauptschlich zwei ostasiatische ,arten1 die angenehm duftende1 rein weie ,magnolia yulan und die geruchlose1 rote ,magnolia obovata4 ,spter erst kamen die nordamerikanischen ,magnolien zu uns1 die aber weniger beliebt als die vorgenannten sind1 obschon sie frosthrter sind1 weil sich ihre ,blten erst nach dem ,aufbrechen der groen ovalen ,bltter entfalten4 ,doch ist ihr vorzgliches ,holz fr die ,mbelindustrie von einiger ,bedeutung4 ,neuerdings wird sogar eine ,art1 die japanische ,ho-,magnolie 7,m4 hypoleuca71 als ,nutzholz zur ,anpflanzung im deutschen ,walde empfohlen4 ,nahe verwandt mit den ,magnolien ist der ebenfalls seines ,holzes wegen wichtige nordamerikanische ,tulpenbaum 7,liriodendron tulipifera71 der1 wie die mchtigen ,stmme unserer ,parks beweisen1 schon frh -- und zwar aus ,virginien -- zu uns kam4 ,die tulpenhnlichen rotgelben ,glockenblten treten erst an lteren ,exemplaren auf und sind daher meist weniger bekannt als die auffallend geformten ,bltter4 ,letztere tragen an den ,aderwinkeln ihrer ,unterseite in der ,art der von unsern ,linden her bekannten ,milbenhuschen1#e deren zahlreiche ,bewohner nchtlicherweile die ,reinigung der ,blattoberflche besorgen4 ,sehr hufig begegnet man in unseren ,ziergrten der #agif in ,europa eingefhrten strauchartigen japanischen ,scheinquitte 7,chaenomeles japonica71 deren bschelweise vereinigte scharlachrote ,blten im ersten ,frhjahr zwischen dem sprlichen ,grn der hufig bedornten ,zweige hervorschauen4 ,bei uns bilden sich die ,frchte nur in heien ,sommern aus und sind ungeniebar1 whrend sie in ,japan zu ,konfekt eingekocht1 zur ,herstellung von ,gelee und einer ,art ,likr benutzt werden4 ,andere ,arten von als ,zierbume zu uns gebrachten wilden ,quitten blhen blarot oder mennigfarben4 ,noch entzckender ist der aus ,china zu uns gekommene dreilappige ,pfirsich 7,prunus triloba71 der auch ,mandelaprikose oder ,rschenmandel genannt wird4 ,an schlanken1 fast unverzweigten ,ruten des meist in hohen ,stmmchen gezogenen ,strauches erscheinen zuerst in dichten ,reihen die zart rosafarbenen1 meist gefllten und daher kleinen ,rschen vergleichbaren ,blten und erst nach deren ,verblhen die lnglichen1 gesgten ,bltter4 ,selten trifft man bei uns die echte ,mandel 7,amygdalus communis71 die nur in besonders geschtzten ,lagen ihre ,frchte reifen lt4 ,hufig dagegen ist die von ,ungarn bis ,sdsibirien heimische ,zwergmandel 7,a4 nana71 ein kleiner ,strauch mit lanzettlichen1 feingesgten ,blttern und dicht an den vorjhrigen ,zweigen gedrngten1 kleinen ,rosablten1 denen zuliebe sie vielfach in ,grten gepflanzt wird4 ,auch unsere beiden als ,obstbume gezchteten ,kirschenarten1 die ,s- und ,sauerkirsche 7,prunus avium und ,p4 cerasus7 haben in ,formen mit weien1 gefllten ,blten prchtige ,zierbume fr unsere ,parks geliefert4 ,dabei knnen die ,blumenbltter teilweise vergrnen1 d4 h4 wieder das ,aussehen von ,laubblttern annehmen1 aus denen sie sich ja stammesgeschichtlich entwickelt haben4 ,weniger der weien1 rosaberhauchten ,blten1 als ihres schnen ,laubwerkes wegen wird eine rotbltterige ,form der ,kirschpflaume 7,p4 cerasifera var4 pissardi7 bei uns gepflanzt4 ,whrend die ,bltter der gewhnlichen ,kirschbaumarten nur bei der ,entwicklung im ,frhjahr zum ,zwecke der ,wrmesteigerung und als ,schutz gegen zu grelle ,besonnung durch ,einlagerung des in saurer ,lsung roten ,anthocyans prchtig braunrot gefrbt sind1 behalten diejenigen dieser ,art diese ,verfrbung den ganzen ,sommer ber4 ,solche einmal entstandene ,varietten werden auf vegetativem ,wege durch ,pfropfung vermehrt1 knnen aber gelegentlich1 wie besonders bei der ,blutbuche beobachtet wurde1 auch durch ,samen weitergezchtet werden1 indem der ,samen eines rotbltterigen ,baums zu einem groen ,teile rotbltterige ,pflnzlinge liefert4 ,wie die einheimische ,traubenkirsche und ,steinweichsel 7,p4 padus und ,p4 mahaleb7 wird neuerdings vielfach auch die aus ,virginien in ,nordamerika bei uns eingefhrte sptblhende ,traubenkirsche 7,p4 serotina7 kultiviert4 ,sie unterscheidet sich von unserer einheimischen ,form durch lorbeerhnliche1 glnzende ,belaubung und aufrechte ,bltentrauben4 ,auer der bereits erwhnten flammendrot blhenden ,scheinquitte hat uns ,ostasien in seinem ,bltenapfel 7,malus floribunda7 und dessen ,verwandten einige der schnsten ,bltenstrucher des ,frhjahrs geschenkt4 ,europa selbst bietet in verschiedenen ,formen der ,mehlbeeren 7,sorbus aria und suecica71 vor allem aber in deren ,bastardbildungen mit ,vogelbeere 7,s4 aucuparia7 und ,elsbeere 7,s4 torminalis7 hbsche ,zierbume4 ,die ,vogelbeere oder gemeine ,eberesche1 die sich im ,herbst mit den von den ,vgeln bevorzugten prchtigroten ,frchtebscheln schmckt1 ist wegen ihres schnen ,aussehens und raschen ,wuchses in ,parks und als ,alleebaum sehr beliebt und wird auch in einer ,variett mit hngenden sten als ,trauerbaum gezogen4 ,das weilich oder brunlich geaderte1 gegen den ,kern zu oft dunkler geflammte1 ziemlich harte1 feine ,holz nimmt gute ,politur an und ist deshalb von ,tischlern und ,drechslern gesucht4 ,mit ,vogelbeerzweigen besteckte man frher am ,walpurgisabend 7#a4 ,mai7 die ,stalltren1 um ,hexen abzuhalten4 ,auch peitschte man am nchsten ,morgen die ,khe mit diesen ,zweigen1 damit sie reichlicher ,milch gben4 ,in ,mecklenburg war das ,quitzern1 d4 h4 das ,schlagen mit den ,zweigen des als ,quitz bezeichneten ,mehlbeerbaums1 noch im #ah4 ,jahrhundert ,sitte4 ,dabei mute der ,gequitzte dem1 der ihn quitzte1 ein ,geschenk geben4 ,auch die beiden ,weidornarten 7,crataegus oxyacantha und ,c4 monogyna7 sind sowohl in der wilden ,form1 zu ,hecken und ,einfriedigungen zugeschnitten1 als besonders mit gefllten roten ,blten als ,hochstamm gezogen in ,park und ,garten beliebt4 ,dieser rotblhende ,weidorn wird hufig als ,rotdorn8 bezeichnet4 ,von ,rot- und ,weidorn hat man in den ,grten eine ,variett mit hngenden ,zweigen und eine solche mit gescheckten ,blttern gezchtet4 ,von den zahlreichen fremden ,arten ist besonders der aus dem stlichen ,nordamerika zu uns gekommene scharlachfrchtige ,weidorn 7,c4 coccinea7 mit groen1 rundlich gesgten ,blttern beliebt1 ebenso der virginische ,hahnensporn-,weidorn 7,c4 crusgalli7 und die gleichfalls von ,kanada bis ,karolina gemeinen ,c4 glandulosa1 prunifolia1 rotundifolia1 salicifolia1 punctata1 grandiflora u4 a41 whrend ,c4 sanguinea aus ,sibirien1 ,c4 nigra aus ,ungarn und ,c4 melanocarpa aus dem ,orient zu uns kamen4 ,ebenfalls wird der mit mispelgroen1 glnzend roten oder gelben1 ebaren ,frchten versehene und deshalb in ,vorderasien und in den ,mittelmeerlndern hufig kultivierte ,azarol-,weidorn 7,c4 azarolus7 mit weien ,blten hufig in unsern ,grten als ,zierpflanze gezogen4 ,alle ,weidornarten haben nach ihrem ,weichwerden im ,oktober nicht nur von den ,vgeln begehrte1 sondern auch von den ,kindern gerne gegessene1 inwendig gelbe1 mehlige ,frchte und ein hartes1 von ,drechslern gesuchtes ,holz4 ,da aber viele ,insekten auf ihnen leben1 die gerne von ihnen auf die ,obstbume bergehen1 so sollten sie nicht in der ,nhe der letzteren gepflanzt werden4 ,auer der sddeutschen gemeinen ,zwerg- oder ,steinmispel 7,cotoneaster vulgaris7 und der filzigen ,steinmispel 7,c4 tomentosa71 beide mit rosenroten ,blten und prchtigroten ,frchten1 werden auch die aus ,nordeuropa und ,sibirien bei uns eingefhrte schwarzfrchtige ,zwergmispel 7,c4 nigra71 die aus dem ,orient stammende doldentraubige ,zwergmispel 7,c4 racemiflora7 mit roten ,frchten1 der bei uns im ,winter schutzbedrftige sdeuropische immergrne ,feuerdorn 7,c4 pyracantha -- nach der schon von ,dioskurides genannten ,bezeichnung pyrkantha1 d4 h4 ,feuerdorn7 mit weien ,blten und den ,winter ber hngenbleibenden feuerroten ,frchten1 wie auch die immergrne1 rotfrchtige rundbltterige ,zwergmispel 7,c4 rotundifolia7 aus dem ,himalaja in unsern ,grten und ,anlagen als ,zierstrucher gepflanzt4 ,weie ,blten1 wie alle zuletzt genannten1 haben auch die gleicherweise wie jene in unsern ,parks gezogenen ,felsenmispeln 7,aronia71 von denen die laubarme gemeine ,felsenmispel 7,a4 rotundifolia7 mit haselnugroen1 schwarzblauen1 rundlichen ,frchten und die kanadische ,felsenmispel 7,a4 canadensis7 angenehm schmeckende ,frchte liefern1 welche besonders in ,frankreich als amlanches hufig gegessen werden4 ,von den ,rosenbltlern sind ferner die meist wei1 seltener rot blhenden ,spierstrucher 7,spiraea7 zu nennen1 von denen gegen #ej ,arten und zahllose ,kreuzungen dieser anspruchslosen ,strucher bei uns angepflanzt werden1 obschon sich ihre ,blten weder durch ,farbenpracht1 noch durch ,wohlgeruch auszeichnen4 ,als ,gartenzierpflanzen und zu ,hecken beliebt sind der #a-b m hohe rosenrot1 aber auch wei blhende weidenblttrige ,spierstrauch 7,spiraea salicifolia71 und der weiblhende gamanderbltterige ,spierstrauch 7,s4 chamaedryfolia71 beide aus ,sibirien1 dann der hainbuchenbltterige 7,s4 carpinifolia71 der schneeballbltterige 7,s4 opulifolia71 der doldentraubige 7,s4 corymbosa71 der rotblhende filzbltterige 7,s4 tomentosa71 alle aus dem stlichen ,nordamerika1 der ,douglasische 7,s4 douglasii7 aus dem westlichen ,nordamerika1 der hbsche pflaumenbltterige 7,s4 prunifolia7 mit roten und der dreilappige und prchtige ,spierstrauch 7,s4 trilobata und callosa7 aus ,ostasien1 speziell ,japan1 beide mit weien ,blten4 ,die meisten dieser ,formen trifft man nicht selten verwildert auch auerhalb der ,grten an4 ,statt der einfachen1 meist gezhnten ,bltter der ,spiren besitzen die ,fiederspieren 7,sorbaria7 gefiederte ,bltter4 ,die am hufigsten angepflanzte ,form derselben ist die #b-b1f m hohe vogelbeerbltterige ,fiederspiere 7,s4 sorbifolia7 mit bis #cj cm langer pyramidaler ,rispe von weien ,blten aus ,sibirien und ,nordchina4 ,ebenfalls aus ,ostasien kam die bis #b m hohe japanische ,kerrie 7,kerria japonica7 -- zu ,ehren des englischen ,grtners ,kerr so genannt1 der zu ,anfang des vorigen ,jahrhunderts nach ,china und ,japan reiste und viele ,pflanzen von da in ,europa einfhrte -- als ,zierstrauch zu uns und wird wegen ihrer schnen1 goldgelben1 fast immer gefllten1 vom ,frhling bis zum ,herbst fortblhenden ,blten und der geringen ,pflege1 die sie verlangt1 fast berall in den ,grten angepflanzt4 ,da die ,blten nach ,form und ,farbe sehr an diejenige der ,hahnenfe 7,ranunculus7 erinnern1 wird das ,ziergewchs auch als ,ranunkelstrauch oder japanische ,honigrose bezeichnet4 ,nahe mit diesen verwandt ist die auch bei uns als ,rasenzierstrauch kultivierte1 nach dem deutschen ,arzte ,arnold ,gillen1 der #afbg ein lateinisches ,botanikbuch in ,kassel herausgab1 genannte dreibltterige ,gillenie 7,gillenia trifoliata7 aus dem stlichen ,nordamerika4 ,von ebendort stammt der bei uns hufig in ,anlagen zu treffende und schon fast verwilderte1 bis #e m hohe ,hirschkolben-,sumach oder nordamerikanische ,essigbaum 7,rhus typhina71 so genannt1 weil seine sauren roten ,frchte zur ,verstrkung des ,essigs dienen4 ,seine weitreichenden1 mit ihrem braunen ,filz an ein im ,bast stehendes ,hirschgeweih erinnernden ,schlinge und ,wurzelauslufer sind auerordentlich zh und schlagen immer wieder aus4 ,das schngefiederte1 sattgrne ,laub nimmt im ,herbste wie dasjenige der gleichfalls aus dem stlichen ,nordamerika stammenden ,jungfernrebe und zahlreicher anderer ,pflanzen jenes ,erdteils eine prachtvolle rote ,frbung an4 ,das ,holz dient als ,nutzholz1 und in seiner ,heimat werden die ,bltter zum ,gerben benutzt4 ,ebenfalls in ,nordamerika heimisch ist der glatte ,sumach 7,rh4 glabra71 dessen ,fiedern unterseits nicht fein behaart1 sondern glatt sind4 ,seine ,rinde wird in den ,vereinigten ,staaten zum ,gerben benutzt4 ,ihm hnlich1 aber in allen ,teilen kleiner1 ist der in den ,mittelmeerlndern heimische ,gerber-,sumach 7,rh4 coriaria71 dessen zu ,pulver zerkleinerte ,zweige und ,bltter unter dem ,namen ,schmack in den ,handel gelangen und zum ,gerben der ,hute und ,schwarzfrben dienen4 ,in ,spanien wird damit das ,saffian- und ,korduanleder bereitet1 dessen ,herstellung die christlichen ,spanier von den ,arabern bernahmen4 ,schon die alten ,griechen1 namentlich die ,bewohner von ,megara1 gerbten mit seinem ,holze ,leder und frbten ,wolle goldgelb4 ,auerdem bentzten sie die suerlich schmeckenden1 ebenfalls gerbstoffhaltigen ,beeren zum ,stopfen bei ,durchfall und als ,gewrz1 besonders zu ,fleischspeisen4 ,seiner ,giftigkeit wegen gefrchtet und dennoch nicht selten zur ,bekleidung von ,lauben angepflanzt wird der ,giftsumach 7,rh4 toxicodendron74 ,er ist ein ebenfalls aus ,nordamerika stammender ,kletterstrauch mit dreizhligen ,blttern und kleinen1 grnlichen ,bltenrispen4 ,alle ,teile desselben enthalten einen gelblichweien1 an der ,luft schwarz werdenden ,milchsaft1 der bei der ,berhrung eine ,hautentzndung hervorruft1 bei empfindlichen ,personen sogar ,schwindel- und ,krampfanflle erzeugt4 hnlich giftig ist der gleichfalls an der ,luft schwarzwerdende ,saft des frher besprochenen ostasiatischen ,firnis-,sumachs 7,rh4 vernificera71 aus dem die ,japaner ihren berhmten ,lack herstellen4 ,aus den ,frchten des in ,china und ,japan heimischen ,wachs-,sumachs 7,rh4 succedanea7 wird das in groen ,mengen aus ,japan exportierte ,japanwachs hergestellt1 whrend vom ebenfalls in ,ostasien heimischen geflgelten ,sumach 7,rh4 semialata7 die durch ,blattluse 7,aphis chinensis7 erzeugten1 langgezogenen1 blasenfrmigen ,gallen gewonnen werden4 ,von diesen1 als ,gerbmaterial wichtigen1 chinesischen ,gallpfel erfuhren wir bereits1 da sie seit der ,mitte des vorigen ,jahrhunderts einen wichtigen ,handelsartikel bilden und in ,menge aus ,china ausgefhrt werden4 ,auch diese ,sumachart ist in unsere ,grten eingefhrt worden und an den eleganten1 groen ,blttern zu erkennen1 deren ,spindel etwas geflgelt ist4 ,viel gepflanzt wird bei uns auch der in ,sdeuropa und im ,orient bis nach ,china heimische ,perckenstrauch 7,rh4 cotinus71 dessen lockere ,rispen von grngelben ,blten zur ,fruchtzeit die ,bltenstiele auerordentlich verlngern und aus den unfruchtbaren ,blten zahlreiche rotbraune ,wollfden hervorsprossen lassen1 so da der ,fruchtstand wie eine wildzerzauste ,percke auf dem ,strauche sitzt4 ,theophrast nennt ihn kokkyga und ,plinius in ,anlehnung an die griechische ,bezeichnung coccygia4 ,die gerbstoffreiche ,rinde und die ,bltter dienten schon im ,altertum zum ,gerben und das ,holz zum ,gelbfrben von ,leder zu ,grteln und ,schuhen4 ,noch heute wird es als ungarisches ,gelbholz oder ,fisetholz zum ,fournieren und ,gelbfrben gebraucht4 ,nahe verwandt mit den ,sumacharten ist der ostindische ,tintenbaum 7,semecarpus anacardium71 welcher in seinen ,frchten die ostindischen ,elefantenluse liefert1 die unreif zur ,herstellung einer unverlschlichen schwarzen ,tinte und eines ,firnis1 reif dagegen zur ,heilung von ,hautkrankheiten benutzt werden4 ,in der ganzen ,gattung sind scharfe ,stoffe sehr verbreitet und zum ,teil von so gefhrlicher ,wirkung1 da man z4 ,b4 sich whrend des ,regens frchtet1 unter einen ,baum von ,semecarpus heterophylla zu treten1 weil die davon abflieenden ,tropfen auf der ,haut ,entzndung hervorrufen4 ,am allerbsartigsten in dieser ,beziehung ist der an den ,flumndungen des malaiischen ,archipels nicht seltene ,renghasbaum 7,gluta rhengas71 der ,arbeitern1 die ihn zu fllen versuchen1 mit seinem ,safte geradezu lebensgefhrliche ,geschwre verursacht1 so da ihn in seiner ,heimat kein ,mensch anrhrt1 geschweige denn verletzt4 ,mit den verschiedenen ,sumacharten1 speziell dem amerikanischen ,essigbaum1 wird vielfach wegen der hnlichkeit der ,bltter der ebenfalls in unseren ,parkanlagen als ,schattenbaum angepflanzte sdchinesische ,gtterbaum 7,ailanthus glandulosa7 verwechselt4 ,in seiner ,heimat heit er wegen der ,hhe von #af-ai m ,gtter- oder ,himmelsbaum4 ,er wre einer unserer wertvollsten ,parkbume1 wenn er nicht gar zu leicht das ,opfer strenger ,winter wrde4 ,die ,pflanze besitzt ein auerordentlich rasches ,wachstum und lt sich1 so lange sie jung ist1 in rohem1 frisch aufgeschlossenem ,boden leicht versetzen1 ist also fr ,neuanlagen von ,grten wie geschaffen4 ,dabei sind die groen1 rotberlaufenen ,fruchtstnde im ,herbst ein prchtiger ,schmuck1 so unscheinbar auch die gelbgrnen1 im ,juli in dichten ,rispen erscheinenden ,blten sind4 ,neben den gewhnlichen zwitterigen ,bumen gibt es auch getrenntgeschlechtige1 so da nicht alle blhenden ,bume auch ,frchte tragen knnen4 ,die lreichen ,samen sitzen in der ,mitte eines schraubig gedrehten1 zungenfrmigen ,flugblattes und werden durch den ,wind verbreitet4 ,in ,china lebt auf diesem ,baume die ,raupe des prchtigen1 groen ,ailanthus-,spinners 7,saturnia cynthia71 welche in zwei ,ernten jhrlich so viel ,seidenmaterial liefert1 da es dort seit ,jahrhunderten zur ,herstellung von ,kleidern vewendet wird4 ,die ,raupe ernhrt sich von den bis #a m langen gefiederten ,blttern und wurde zur ,seidengewinnung mit seinem ,nhrbaum auch in ,sdfrankreich und ,algerien eingefhrt4 ,ab und zu kann der ,schmetterling auch bei uns angetroffen werden4 ,ein ebenfalls sehr schner1 #aj-ae m hoher1 sehr rasch wachsender1 aber wegen seiner ,empfindlichkeit gegen ,frost nur an geschtzten ,stellen vorkommender und auch da nur selten blhender ostasiatischer ,baum ist der japanische ,kaiserbaum 7,pawlonia imperialis -- nach ,anna ,pawlona1 der ,tochter des russischen ,kaisers ,paul ,i4 und ,gemahlin ,wilhelms ,,ii41 ,knigs der ,niederlande1 so genannt74 ,er besitzt groe1 langgestielte1 ganzrandige1 behaarte ,bltter und aufrecht gestellte ,rispen von groen1 hell blauvioletten1 angenehm duftenden ,blten4 ,drei kleefrmig geordnete ,bltter desselben bilden das japanische ,kaiserwappen4 ,das leichte ,holz findet vielfache ,verwendung1 und aus dem ,samen gewinnt man ein l1 das in ,japan zur ,herstellung gewisser durchsichtiger ,papiersorten dient4 ,dem ostasiatischen ,ailanthus sehr nahe verwandt ist der aus dem sdlichen ,nordamerika stammende und bei uns als ,gartenzierstrauch beliebte gemeine ,lederbaum 7,ptelea trifoliata74 ,dieser bis #e m hohe ,strauch mit dreizhligen ,blttern1 die beim ,reiben unangenehm riechen1 bildet kreisrunde ,flgelfrchte aus1 die an diejenigen der ,flatterulme erinnern4 ,wegen noch grerer ,frostempfindlichkeit bei uns in ,tpfen kultiviert und den ,winter ber im ,keller oder ,kalthaus aufgestellt wird der in allen ,teilen einen bitteren1 giftigen ,saft enthaltende ,oleander oder ,rosenlorbeerbaum 7,nerium oleander74 ,diese1 dem ,immergrn 7,vinca7 nahe verwandte1 beliebte ,schmuckpflanze unserer ,wohnungen und ,grten ist ein in den warmen ,mittelmeerlndern wildwachsender1 sehr leicht durch ,stecklinge zu vermehrender baumartiger ,strauch1 der von seiner in die ,augen fallenden ,eigenschaft1 die ,wasserlufe und kiesigen ,rinnen oder ,schluchten1 in denen sich nur vorbergehend die ,wildbche nach heftigem ,regen gegen das ,meer hinabwlzen1 zu begleiten und einzufassen1 von den ,griechen den ,namen nrion1 von ners flieend -- es sei hier nur an ,nereus1 den ,wassergott1 und die ,nereiden1 die ,gttinnen des flssigen ,elements erinnert --1 erhielt4 ,diese ,bezeichnung bernahmen dann die ,rmer4 ,trotz dieses bevorzugten ,standortes ist aber der ,oleander durchaus keine eigentliche ,wasserpflanze und ersteigt auch die steinigen ,halden der ,berge1 an denen oft ,nebel lagern4 ,merkwrdig ist1 da die ,alten bis auf ,plinius und ,dioskurides die so charakteristische ,pflanze der sdlichen ,landschaft nicht nannten1 so da ,v4 ,hehn auf die falsche ,vermutung kam1 der ,oleander sei in der ,zeit zwischen ,theophrast 7 #bhf v4 ,chr47 und dem ,ende der rmischen ,republik 7das auf den #b4 ,september #ca v4 ,chr4 durch den ,sieg von ,csar ,octavianus1 seit #bg v4 ,chr4 ,augustus beigenannt1 ber ,antonius und ,kleopatra fllt7 vermutlich aus dem pontischen ,gebirge zuerst nach ,griechenland und von da spter auch nach ,rom gekommen4 ,es ist dies offenbar eine ,verwechslung mit der pontischen ,alpenrose 7,rhodondendron ponticum71 denn der von den ,griechen auch als rhododndron1 d4 h4 ,rosenbaum oder rhododphn1 d4 h4 ,rosenlorbeer1 bezeichnete ,oleander kommt im pontischen ,gebirge berhaupt nicht wild vor4 ,in der rmischen ,kaiserzeit war der ,rosenlorbeer bei den rzten und dem ,volke in ,italien so bekannt und als ,gift gefrchtet wie heute1 wo er in ,sditalien amazzo l'asino1 d4 h4 ,eselmrder1 heit4 ,der aus ,kilikien gebrtige ,arzt ,dioskurides sagt in seiner ,arzneimittellehre3 ,der bekannte ,strauch nrion oder rhododphn oder rhododndron1 der lngere und dickere ,bltter hat als der ,mandelbaum -- hier folgt die weitere ,beschreibung -- wchst in ,paradiesen 7vom persischen pardes1 d4 h4 ,park7 und in ,ufergegenden und an den ,flssen4 ,seine ,blten und ,bltter wirken schdlich auf ,hunde1 ,esel1 ,maultiere und die meisten ,vierfler2 den ,menschen aber sind sie1 mit ,wein getrunken1 heilsam gegen den ,bi von ,tieren1 besonders wenn man ,raute hinzumengt4 ,kleinere ,tiere aber1 wie ,ziegen und ,schafe1 sterben1 wenn sie einen ,aufgu davon trinken48 ,palladius1 der im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 ein noch im ,mittelalter vielfach benutztes ,werk ber den ,landbau in #ad ,bchern schrieb1 erwhnt ihn als ,mittel die ,muse damit zu vertilgen1 indem man deren ,gnge und ,lcher mit ,blttern dieses ,baumes verstopft4 ,whrend der ,oleander in ,sdeuropa eine ,hhe von #e1 ja selbst #g und #h m erreicht1 sieht man ihn in ,deutschland in den ,kbeln kaum ber #c m hoch werden4 ,die von ,juni bis ,september erscheinenden duftlosen ,blten sind bei der wildwachsenden ,pflanze karminrot1 doch hat man aus ,samen zahlreiche ,spielarten mit einfachen und gefllten1 verschieden nuancierten roten und weien ,blumen gezogen4 ,aus ,indien stammt der wohlriechende ,oleander 7,n4 odoratum71 der lngere und schmlere ,bltter von frischem ,grn und sehr angenehm duftende grere1 weie1 rosenrote oder fleischfarbene ,blten mit purpurnen ,linien in der ,rhre besitzt4 ,die gelb blhenden ,varietten sind empfindlicher als diese und deshalb auch weniger bei uns verbreitet4 ,der in ,ostindien wachsende ,frberoleander 7,n4 tinctorium7 liefert eine ,art ,indigo4 ,ebenfalls ein ,mitglied der immergrnen1 mediterranen ,strauchvegetation1 der wegen seiner schnen ,belaubung hufig auch als ,zierstrauch kultiviert wird1 bei uns aber ber den ,winter im ,kalthaus untergebracht werden mu1 ist der zu den ,erikazeen gehrende gemeine ,erdbeerstrauch 7,arbutus unedo71 dessen erdbeerhnliche1 aber etwas fade schmeckenden ,frchte vom gelehrten rmischen ,schriftsteller ,varro 7#aaf-bg v4 ,chr47 mit ,eicheln1 ,brombeeren und ,holzpfeln zu den ,nahrungsmitteln der ,urzeit1 also zu denen1 die die jungfruliche ,erde dem ,menschen von selbst darbot1 gerechnet wurde4 ,jetzt1 da man bessere ,frchte in ,menge besitzt1 verschmht man seine #b-b1e cm dicken1 scharlachroten ,frchte trotz ihres suerlich-sen ,geschmacks1 sowohl in ,griechenland als auch in ,italien und berlt sie den ,vgeln1 fr die sie ja ursprnglich von der ,pflanze bestimmt waren2 nur in ,spanien1 wo der schne ,strauch namentlich in der ,sierra ,morena hufig zu finden ist1 werden sie zahlreich auf den ,markt gebracht4 ,in sehr groer ,menge genossen1 sollen sie betubend wirken und ,kopfschmerzen verursachen4 ,sie enthalten ziemlich viel ,zucker und knnen auch zur ,branntweinfabrikation benutzt werden4 ,der stattliche ,strauch oder kleine ,baum von #c-e m ,hhe1 mit rotberindeten ,zweigen und groen1 lederartigen1 denjenigen des ,lorbeers hnlichen1 immergrnen ,blttern und hngenden ,trauben von weien oder rosenroten ,blten findet sich in ganz ,europa wild und wird wie sein ,verwandter1 der in ,griechenland und im ,orient heimische ,arbutus andrachne1 in wrmeren ,gegenden in ,grten kultiviert4 ,letztere ,art fllt durch ihren glatten1 rtlichen ,stamm auf4 ,die lateinische ,bezeichnung arbutus hngt wohl nicht mit arbor ,baum1 sondern mit einer noch im althochdeutschen ertberi 7,erdbeere7 erhaltenen indogermanischen ,benennung der ,frucht nach ihrer hnlichkeit mit der ,erdbeere zusammen4 ,auch die trockene1 sonnige ,standorte liebenden ,ginsterpflanzen sind in den ,macchien reich vertreten4 ,verwandt mit dem ,gaspeldorn 7,ulex europaeus71 der als englischer ,ginster 7jetzt broom genannt7 dem englischen ,knigsgeschlecht der ,plantagenet -- von planta genista ,ginsterpflanze -- seinen ,namen gab1 und dem ,besenstrauch 7,sarothamnus vulgaris71 welche beide prchtig gelb gefrbte ,bltentrauben hervorbringen1 mit denen sie einen wirklichen ,schmuck mancher sonst an ,vegetation armer ,gegenden bilden1 sind die frher besprochenen ,cytisusarten1 zu denen unser ,goldregen gehrt4 ,ebenso typische ,reprsentanten der mediterranen ,strauchvegetation sind die bis #a1f m hoch werdenden ,cistrosen 7,cistus71 von den alten ,griechen kstos und in ,anlehnung daran von den ,rmern cistus genannt4 ,sie besitzen an reichverzweigten sten brunlichgrne1 klebrige ,bltter und weie bis rosenrote ,blten mit zahlreichen gelben ,staubfden4 ,gepflckt welken sie uerst rasch1 doch entfalten sich an ,zweigen1 die man ins ,wasser steckt1 alsbald neue ,blten4 ,diese aromatisch duftenden ,ciststrucher tragen nicht wenig dazu bei1 den ,macchien ihren charakteristischen ,geruch zu verleihen1 den die ,schiffer1 z4 ,b4 in der ,nhe von ,korsika1 im offenen ,meer schon aus weiter ,ferne riechen zu knnen angeben4 ,nach diesem wrzigen ,duft seiner ,heimatinsel sehnte sich auch ,napoleon ,i4 auf ,st4 ,helena vor seinem ,ende zurck4 ,das ,gummiharz1 das die ,ciststrucher ausschwitzen1 war unter dem ,namen ladanum oder labdanum frher ein berhmtes1 von orientalischen und griechischen rzten vielbenutztes ,heilmittel4 ,heute wird es nur noch zum ,ruchern verwendet4 ,an den ,wurzeln der ,cistrosen schmarotzt die brennend gelbrote1 groe ,blten ohne ,bltter entwickelnde ,rafflesiazee ,cytisus hypocystis1 der nrdlichste ,vertreter der sonst auf die ,tropen beschrnkten ,familie1 die in der auf ,sumatra heimischen und von ,elefanten verbreiteten ,rafflesia ,arnoldi die grte ,blte der ,welt mit #a m ,durchmesser hervorbringt4 ,ebenfalls sehr hufig in den ,macchien ist die ,mastixpistazie 7,pistacia lentiscus71 die hier nur als ,strauch auftritt1 whrend sie unter anderen ,bedingungen1 vor allem freistehend1 zu einem etwa #d1e m hohen ,baume emporwchst4 ,sie hat dunkelgrne1 paarig gefiederte1 lederartig zhe1 oben glnzende ,bltter1 die sich durch einen harzigen ,geruch auszeichnen1 und in roten ,trauben beieinanderstehende kleine ,blten4 ,die ,frucht ist eine kugelige1 schwrzliche ,steinfrucht4 ,als ein ,hauptbestandteil der immergrnen ,macchien ist sie im ganzen ,mittelmeergebiet heimisch und wird vielfach kultiviert1 so besonders im nrdlichen ,teile der ,insel ,chios1 wo durch ,einschnitte in den ,stamm und die ,zweige der aus kleinen1 weien oder gelben1 durchscheinenden1 in der ,hitze wohlriechenden ,krnern bestehende ,mastix gewonnen wird4 ,seinen ,namen1 im ,griechischen mastch 7von mastzo ich kaue7 hat er von der im ,orient von alters her besonders bei den ,frauen gebruchlichen ,sitte1 ihn zur ,kurzweil zu kauen1 wie es die ,nordamerikaner mit ihrem gum tun4 ,er erweicht nmlich im ,munde und soll das ,zahnfleisch strken und den ,atem parfmieren4 ,jhrlich kommen etwa #ejjjjj kg ,mastix im ,werte von einer halben ,million ,mark in den ,handel2 bei uns findet er vornehmlich zur ,bereitung von ,rucherpulver1 ,firnissen und ,lacken ,verwendung4 ,das harte ,holz dient zur ,anfertigung von ,zahnstochern und ,einlegearbeiten1 aus den ,blttern bereitet man in ,algerien einen als lentisque bezeichneten ,gerbstoff und aus den ,samen pret man l4 ,mit der ,mastixpistazie ist die ,terpentinpistazie 7,pistacia terebinthus7 verwandt4 ,auch sie ist durch das ganze ,mittelmeergebiet verbreitet1 entfernt sich aber mehr von der ,kste als die vorige ,art und wird in ,tirol noch bei ,bozen angetroffen4 ,sie wchst auf trockenen1 sonnigen ,hgeln1 ist in den ,macchien gewhnlich strauchartig1 wird aber sonst zu einem kleinen ,baum und trgt auffallende1 unpaarig gefiederte ,bltter1 groe1 aus zahlreichen ,blten zusammengesetzte ,trauben und kleine1 dunkelrote ,frchte4 ,durch ,einschnitte in die ,rinde liefert sie den cyprischen ,terpentin oder den ,terpentin von ,chios1 ein feines1 flssiges ,harz1 das besonders frher als ein geschtztes ,heilmittel verwendet wurde4 ,an den ,enden der ste entstehen durch die ,stiche einer ,blattlaus 7,aphis pistaciae7 groe bockshornartig gestaltete1 dickwandige1 harte1 grnrote1 harzreiche ,gallen1 die #fj ,prozent ,gerbsure und #ae ,prozent ,gallussure enthalten4 ,frher wurden auch sie als ,medikament benutzt1 doch dienen sie heute fast nur noch zum ,frben von ,seide und ,wein4 ,aus den angenehm bitteren ,samen1 die in ,griechenland heute noch als kokonetza gegessen werden1 pret man ein fettes l4 ,schon die ,jugend der alten ,perser wurde angehalten1 im freien ,felde zu leben und sich von ,terebinthenfrchten1 ,eicheln und wilden ,birnen zu ernhren4 ,als der ,mederknig ,astyages auf dem ,throne sitzend sah1 wie sein ,heer von den ,scharen des ,cyrus geschlagen wurde1 rief er entsetzt aus3 ,wehe uns1 wie tapfer sind diese terebinthenessenden ,perser48 ,in ,syrien und ,palstina wird die ,terpentinpistazie zu einem stattlichen ,baum1 dem in den ltesten ,zeiten gttliche ,ehren gespendet wurden4 ,schon ,abraham schlug sein ,zelt unter den ,terebinthen ,mamre zu ,hebron auf und baute dem ,herrn daselbst einen ,altar4 ,dort erschien ihm der ,herr und gab ihm seine ,verheiung1 er werde trotz des hohen ,alters der ,sarah einen ,sohn bekommen und ein groes ,volk werde aus ihm hervorgehen1 das werde gesegnet sein unter allen ,vlkern4 ,die ,sttte1 wo der ,hain ,mamre gestanden1 wurde noch viele ,jahrhunderte nach ,abrahams ,tod als geweihter ,ort verehrt1 an welchem man ,opfer darbrachte und wo die ,umwohner ,markt abhielten4 ,eine andere heilige ,terebinthe war die des ,jakob zu ,sichem1 unter der zu ,josuas ,zeit die ,bundeslade stand und von ,josua ein steinerner ,altar errichtet wurde4 ,dort versammelten sich noch zur ,zeit der ,richter alle ,mnner von ,sichem und erhoben ,abimelech zum ,knig4 ,auch zu ,gideon kam der ,engel des ,herrn unter einer ,terebinthe zu ,ophra1 und ,gideon baute daselbst einen neuen ,altar1 nachdem er die hlzerne ,bildsule der ,aschera der ,midianiter umgehauen hatte4 ,endlich hat auch die ,terebinthe zu ,jabes historische ,berhmtheit durch ihre ,erwhnung im ,alten ,testamente erlangt4 ,in spterer ,zeit1 als der ,jahvekultus geistiger geworden war1 stieen sich die ,propheten besonders an diesem sonst heidnischen ,baumkult speziell der ,terebinthe1 unter der auch die ,toten -- es sei hier nur an ,rebekkas ,amme ,debora erinnert -- mit ,vorliebe begraben wurden4 ,whrend diese wrmeliebenden ,kinder des ,sdens nicht zu uns gelangten1 ist die gemeine ,rokastanie 7,aesculus hippocastanum7 einer unserer hufigsten ,parkbume geworden4 ,aesculus oder esculus 7vom lateinischen edere essen7 hie bei den alten ,rmern die immergrne ,speiseeiche 7,quercus aesculus71 welchen ,namen ,karl von ,linn auf diesen1 den ,alten unbekannten ,baum bertrug4 ,hippokstanon1 d4 h4 ,pferdekastanie1 nannte er sie1 weil die denjenigen der ebaren ,kastanie 7,castanea vesca7 hnlichen ,samen von den ,trken1 gemahlen und unter das ,futter vermengt1 ihren ,pferden gegen ,husten und ,dmpfigsein 7,schweratmen infolge ,lungenemphysem7 mit gutem ,erfolg gegeben werden sollen4 ,trotz der hnlichkeit der ,frchte hat aber die ,rokastanie1 die zu den ,sapindazeen oder ,seifenbaumgewchsen gehrt1 keinerlei ,verwandtschaft mit der ,ekastanie1 die mit ,eiche und ,rotbuche die ,familie der ,fagazeen bildet4 ,dieser #ai-be m hohe ,baum mit den bekannten #e-gzhlig gefingerten ,blttern und weien1 rot und gelb gefleckten ,blten hat1 wie erst neuerdings nachgewiesen werden konnte1 seine ,heimat in den ,gebirgen von ,nordgriechenland1 ,thessalien und ,epirus unterhalb der ,tannenregion in einer ,meereshhe von #ajjj-acjj m und wchst auch in der ,berglandschaft von ,imeretien im ,kaukasus wild4 ,die ,trken brachten ihn ums ,jahr #aeeg nach ,konstantinopel1 von wo #aegf der sterreichische ,gesandte ,freiherr von ,ungnad die ersten ,frchte nach ,wien sandte4 ,dort pflanzte ,clusius die ,rokastanie zuerst im kaiserlichen ,garten und beschrieb ,matthiolus die ,pflanze als ,castanea equina1 auch bildete er einen ,fruchtzweig derselben ab4 ,erst um #afaf gelangte der ,baum von ,konstantinopel nach ,frankreich1 von wo er sich1 wie auch aus ,wien1 ber ganz ,mitteleuropa verbreitete und so gemein wurde1 da er hier heute der hufigste ,schatten- und ,alleebaum ist4 ,um die ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts wurde er auch in ,nordamerika angesiedelt und fand hier ebenfalls weite ,verbreitung1 da er sehr rasch wchst1 durch seine weit ausgebreitete1 dichte ,krone ausgiebigen ,schatten spendet1 durch seine prchtigen ,bltenkerzen im ,frhjahr das ,auge erfreut und im ,herbst die groen1 glnzendbraunen ,samen liefert1 die #fj ,prozent ,nhrstoffe1 darunter #dj ,prozent ,strkemehl enthalten4 ,trotzdem haben sie als menschliches ,nahrungsmittel bis jetzt keine ,verwendung gefunden1 da sie durch einen ziemlichen ,gehalt an ,saponin unangenehm schmecken4 ,dieser kann nun durch ,behandeln mit ,alkohol entfernt werden1 wodurch man ein wertvolles ,nhrprparat beziehungsweise ,strkemehl zur ,spiritusfabrikation gewinnt4 ,unverndert bilden sie ein treffliches ,viehfutter1 das durch den ,gerbstoffreichtum der ,schale ein treffliches ,gegenmittel fr die unvermeidlichen ,folgen der ,ftterung mit ,grnfutter bildet4 ,sie lassen sich leicht aufbewahren1 indem man sie an einem luftigen ,ort gut trocken hlt2 doch drfen sie nicht zu hoch aufeinander liegen1 da sie dann schwer trocknen und leicht schimmeln4 ,die hart gewordene ,frucht lt man vor dem ,verfttern #bd ,stunden in ,wasser aufquellen1 wodurch ihre ,bitterkeit teilweise verschwindet4 ,aus den rohen ,samen kann man einen trefflichen ,kleister fr ,buchbinder und ,tapezierer bereiten1 der den ,vorteil hat1 wegen seiner ,bitterkeit vor der ,einnistung von ,insekten geschtzt zu sein4 ,aus den zu ,kohle verbrannten ,schalen gewinnt man eine ganz schne schwarze ,farbe4 ,die ,blten sind eine sehr ergiebige ,bienenweide2 das gelblichweie oder rtliche1 weiche und schwammige ,holz dagegen ist wenig als ,werkholz geschtzt1 da es grobfaserig ist und leicht fault4 ,trotz ihrer langen ,zchtung hat die ,rokastanie keine nennenswerten ,spielarten oder ,kulturformen hervorgebracht4 ,kleiner als sie und mit rhrigem statt glockigem ,kelch1 mit zusammengeneigten statt wie bei jener ausgebreiteten ,blumenblttern ist die schmutzigrot blhende rote ,pawie 7,pawia rubra71 ein aus dem sdwestlichen ,nordamerika bei uns eingefhrter ,zierbaum von nur #d-g m ,hhe und glatter brauner statt stacheliger grner ,samenkapsel4 ,letztere sind gleich den ,blttern und ,samen giftig und deshalb unbrauchbar als ,viehfutter1 was bei der altweltlichen ,rokastanie nicht der ,fall ist4 ,mit ihren zerriebenen und zu einem ,teige geformten ,frchten betubt man beim ,fischfang die ,fische4 ,die zerstoene und gekochte ,wurzel und ,rinde enthlt viel ,saponin und wird in ,amerika statt ,seife zum ,waschen von ,wollzeug gebraucht4 ,ihren ,namen erhielt sie zu ,ehren des um die ,mitte des #ag4 ,jahrhunderts als ,professor der ,botanik in ,leiden verstorbenen ,peter ,paw4 ,sie wird bei uns recht selten angepflanzt und bildet nur selten grere ,bume4 ,sehr hufig dagegen treffen wir in den ,grten und ,anlagen die rotblhende ,kastanie 7,aesculus carnea71 ein ,kreuzungsprodukt der altweltlichen ,rokastanie mit der neuweltlichen ,pawie4 ,der ,bastard hlt in seinen ,merkmalen so ziemlich die ,mitte zwischen seinen ,eltern inne4 ,seine rote ,blumenkrone ist nicht ausgebreitet wie bei der ,rokastanie1 sondern leicht zusammengeneigt und die brunlichgrne ,fruchthlle nur sprlich bestachelt4 ,er wird grer als die ,pawie1 wenn auch nicht so gro wie die ,rokastanie2 er wchst nicht so schnell wie letztere1 blht auch #b-c ,wochen spter als diese4 ,da die rotblhende ,kastanie durch ,pfropfung auf den jungen ,stamm der gemeinen ,rokastanie vermehrt wird1 aber weniger in die ,dicke wchst als diese1 so entsteht meist eine sehr auffallende ,stammform1 indem sich dieser an der ,pfropfstelle pltzlich verschmlert1 eine ,erscheinung1 die man nicht selten auch bei ,obstbumen1 besonders ,apfelbumen -- aus derselben ,ursache entstanden -- beobachtet4 ,etwas grer als die rote ,pawie wird die gelbblhende ,pawie 7,pawia lutea7 mit langen gelben ,blumenblttern und unbehaarten ,staubbeuteln1 whrend die glattbltterige ,pawie 7,p4 glabra7 mit kurzen gelben ,blumenblttern und behaarten ,staubbeuteln kleinwchsig ist4 ,diese sind ebenfalls ,bewohner des sdwestlichen ,nordamerika und lassen sich am ,laube nur schwer voneinander unterscheiden4 ,durch schlankere ,form der glatten ,blttchen zeichnet sich blo die strauchartige kleinbltige ,rokastanie 7,aesculus parviflora7 aus den ,bergwldern des stlichen ,nordamerika aus4 ,sie blht spter als die andern ,arten und an den erst im ,sommer erscheinenden auffallend langen und schmalen ,bltenrispen treten die ,staubfden weit aus den groen1 weien ,blten heraus4 ,an allgemeiner ,beliebtheit als prchtiger ,schattenbaum wetteifert mit der ,rokastanie die ,platane4 ,sie wchst rasch1 bildet einen mchtigen ,stamm mit kraftvoll ausgestreckten sten und hellgrnen1 gelappten1 handnervigen ,blttern1 die1 wie diejenigen der ,rokastanie1 im ,herbst abgeworfen werden4 ,sie vereinigt die ,schnellwchsigkeit der ,pappel mit dem ,brennwert der ,buche1 weshalb es sich empfiehlt1 sie besonders als ,alleebaum anzupflanzen4 ,die dunkle1 in bestndiger ,erneuerung begriffene ,borke des ,stammes blttert fortwhrend in regellosen ,stcken ab1 so da die jngere1 hellgefrbte ,rinde zutage tritt und der ,stamm malerisch gefleckt erscheint4 ,unscheinbar hngen die kleinen gelben mnnlichen und tiefroten weiblichen ,blten getrennt am ,baume1 bevor die ,bltter zum ,vorschein kommen4 ,aus letzteren gehen zu beinahe nugroen ,kugeln vereinigte ,frchte hervor1 die noch im ,winter am ,baume pendeln4 ,aus ihnen lsen sich die mit zarten ,flughaaren versehenen ,frchte ab1 um vom ,winde verbreitet zu werden4 ,da der ,baum sich leicht in den sten zurckschneiden lt1 wird er vielfach stark gescheitelt4 ,wer aber nur die mihandelten1 durch bermiges ,stutzen nieder und breit gehaltenen ,bume1 wie sie vielfach vor den ,gasthusern und in den ,biergrten zu sehen sind1 kennt1 der ahnt nicht1 welche ,schnheit die ,platane da entfaltet1 wo man ihr frei und unbehindert ihre breit ausladenden ste aus dem schlanken ,stamme herauszustrecken erlaubt4 ,das ,geschlecht der mit den ,feigen-1 ,brotfrucht- und ,ulmenbumen zu den ,nesselgewchsen gehrenden ,platanen besa zur ,tertirzeit mit den ihnen sehr nahe verwandten ,liquidambarbumen eine viel ausgedehntere ,verbreitung als heute4 ,whrend des mittleren und oberen ,tertirs waren sie durch ganz ,europa1 ,nordasien und ,nordamerika bis weit ber den ,polarkreis hinaus verbreitet und wuchsen sogar in ,grnland und auf ,spitzbergen4 ,vom spttertiren ,platanus aceroides drften die beiden heute noch existierenden und in der ,kulturwelt angepflanzten1 #aj-bj m hohen ,platanenarten stammen3 die morgenlndische ,platane 7,pl4 orientalis7 der ,alten ,welt und die abendlndische ,platane 7,pl4 occidentalis7 von ,nordamerika4 ,erstere hat strker gelappte ,bltter mit grnen ,blattstielen und ein mehr in die ,breite wachsendes ,astwerk1 whrend letztere nur schwach gelappte1 unterseits flaumhaarige ,bltter mit braunen ,blattstielen besitzt und ihre ,zweige mehr aufrecht stellt4 ,da die neuweltliche ,platane die ,winterklte viel besser ertrgt als die dagegen weit empfindlichere altweltliche1 wird sie in ,mitteleuropa hufiger als jene angepflanzt4 ,doch ist die bei uns fast ausschlielich gepflanzte ,form das ,kreuzungsprodukt beider ,arten1 die ahornbltterige ,platane 7,pl4 acerifolia71 die der amerikanischen ,form nher steht und wie diese winterhart ist4 ,ihre ,vermehrung erfolgt stets durch ,stecklinge4 ,die morgenlndische ,platane findet sich an ,gebirgsbchen in ,wldern unterhalb der ,cedernregion bis zu #afjj m ,hhe vom ,himalaja bis ,griechenland und ,makedonien1 auch auf ,zypern1 dem sdlichen ,anatolien und ,persien4 ,sie hie bei den ,griechen pltanos1 von plats breit1 weil sie ihre ste weit ausreckt4 ,schon in der ,ilias wird sie erwhnt4 ,als nmlich die ,griechen sich mit ihren ,schiffen in der ,stadt ,aulis am ,euripos in ,botien zum ,zuge nach ,troja sammelten1 da lagerten sie sich an einer ,quelle unter einer schnen ,platane48 ,nach ,homer erwhnt dann der ,dichter ,theognis aus ,megara um #efj v4 ,chr4 einen ,platanenhain in ,lakonien1 der an einem ,teiche stand1 mit dessen ,wasser ein ,winzer seine ,reben trnkte4 ,durch ihre ,gre und durch ihr ,alter ehrwrdige ,exemplare galten den ,umwohnern als heilig4 ,solche heilige ,platanen werden uns von alten ,schriftstellern aus ,lykien und ,karien in ,kleinasien erwhnt4 ,eine hnliche ,sitte mu auch in ,persien geherrscht haben2 denn ,herodot berichtet uns vom persischen ,groknig ,xerxes1 da1 als er auf seinem ,kriegszuge gegen ,griechenland #dhe v4 ,chr4 auf dem von ,phrygien nach der ,hauptstadt von ,lydien1 ,sardes1 fhrenden ,wege eine prchtige ,platane traf1 er ihr einen goldenen ,schmuck schenkte und einen besonderen ,wchter fr sie einsetzte48 ,bis in unsere ,zeit findet man in ,persien1 ,kleinasien und ,griechenland solche ehrwrdige alte ,platanen von einer ,hhe von #cj m und einem ,stammumfang bis #af m1 deren ausgehhlter ,stamm ,hirten und ,jgern zu vorbergehendem ,aufenthalte dient4 ,auch der ,grieche ,pausanias1 der im #b4 ,jahrhundert n4 ,chr4 den ,bdeker des ,altertums schrieb1 wei auf seiner ,wanderung durch ,griechenland und ,kleinasien hin und wieder von solchen ,riesenplatanen zu erzhlen1 die noch mit der ,heroenzeit in ,verbindung gebracht wurden4 ,so berichtet er von der bei ,kaphyai in ,arkadien wachsenden hohen und herrlichen ,menelais1 so genannt1 weil sie1 nach der ,sage der ,umwohner1 vom ,knige ,menelaos selbst vor der ,abfahrt nach ,troja an der betreffenden ,quelle gepflanzt worden sein soll4 ,und beim ,flusse ,pieros bei ,pharai in ,achaja sah er ,platanen von solcher ,gre1 da man in der ,hhlung der ,stmme einen ,schmaus halten und nach ,belieben darin auch schlafen konnte4 ,der griechische ,pflanzenkundige ,theophrast im #d4 ,jahrhundert v4 ,chr4 sagt3 ,in ,griechenland wchst die ,platane an einigen ,stellen sehr hufig4 ,am ,adriatischen ,meere dagegen sollen kleine ,platanen wachsen1 ausgenommen beim ,heiligtum des ,diomedes 7auf der ,insel ,diomedea an der apulischen ,kste74 ,in ganz ,italien soll der ,baum selten sein1 obgleich es reich an ,flssen ist2 das dortige ,klima ist ihm nicht gnstig4 ,der ltere ,dionysios 7#dca-cfg v4 ,chr471 der ,tyrann1 hatte einige ,platanen in einen ,garten bei ,rhegion 7das er #chg erobert hatte7 gepflanzt1 wo man sie jetzt in der ,ringschule sieht2 aber sie wollen trotz aller ,pflege nicht recht gedeihen4 ,auf ,kreta soll bei ,gortyna eine ,platane stehen1 welche ihr ,laub nicht abwirft1 whrend alle benachbarten es abwerfen4 ,eine hnliche soll auf ,zypern stehen48 ,zweifellos ist die ,platane durch ,griechen zuerst nach ,unteritalien und von da spter nach ,mittelitalien zu den ,rmern gekommen1 die zugleich mit dem ,baum deren griechische ,benennung bernahmen4 ,zu ,ende der rmischen ,republik war es eine ,liebhaberei der ,vornehmen1 raschwchsige ,platanen in den ,grten ihrer ,villen anzupflanzen und sie1 statt mit ,wasser1 mit ,wein zu begieen1 da ein ,aberglaube solchen ,trank den ,fremdlingen heilsam erklrte4 ,so wird beispielsweise vom berhmten ,redner ,hortensius berichtet1 er habe einmal bei einer ,gerichtsverhandlung seinen ,kollegen ,cicero gebeten1 mit ihm die ,reihe im ,reden zu tauschen1 da er notwendig auf seine ,villa nach ,tuskulum hinaus msse1 um seine ,platane eigenhndig mit ,wein zu begieen4 ,mit ,vorliebe ruhte man in der ,kaiserzeit im ,schatten solcher liebevoll aufgezogener ,platanen und gab sich1 wie die rmischen ,dichter es mehrfach besangen1 der ,ruhe und dem ,genusse des ,weines hin4 ,so bezeichnet ,ovid die ,platane als einen dem ,lebensgenu dienenden ,baum1 und ,horaz empfindet es als eine ,entweihung des heiligen ,bodens1 die fruchtspendende ,erde statt mit einem ntzlichen ,obstbaum mit solch einem nutzlosen ,schnheitsbaum zu bepflanzen4 ,auch ,plinius bemerkt in seiner ,naturgeschichte3 ,die ,platane 7platanus7 ist wunderbarerweise nur ihres ,schattens wegen aus weiter ,ferne zu uns verpflanzt worden4 ,erst wurde sie ber das ,ionische ,meer auf die ,insel des ,diomedes gebracht1 um des ,helden ,grab zu beschatten2 von da gelangte sie nach ,sizilien und von dort endlich nach ,italien4 ,jetzt steht sie sogar im ,lande der ,moriner 7am belgisch-franzsischen ,strand -- doch ist dies wohl eine ,verwechslung mit dem nordischen ,ahorn1 den ,plinius selbst den gallischen oder weien ,ahorn nennt71 also auf zinspflichtigem ,boden1 so da auch ihr ,schatten versteuert werden mu4 -- ,die ,platanen sind jetzt zu so hohen ,ehren gekommen1 da sie nun sogar mit reinem ,wein begossen werden4 ,die ,erfahrung lehrte1 da der ,wein den ,wurzeln gut bekam1 und so hat man sie denn in der ,kunst des ,weintrinkens unterrichtet4 ,in frherer ,zeit waren die ,platanen der ,akademie in ,athen berhmt1 deren #cc ,ellen lange ,wurzeln noch ber die ,zweige hinausgingen4 ,jetzt ist eine ,platane in ,lykien berhmt4 ,sie steht bei einer lieblichen1 khlen ,quelle1 neben einer ,strae4 ,ihr ,inneres gleicht einem ,hause2 denn sie ist hohl und ihre ,hhlung mit #ha ,fu4 ,ihr ,wipfel gleicht einem ,haine1 ihre langen ste gleichen ,bumen und werfen ihre ,schatten weithin ber die ,felder4 ,ihre ,hhlung hnelt einer ,felsengrotte1 enthlt auch rings eine ,bank von bemoostem ,tuffstein4 ,sie ist so wunderbar1 da ,licinius ,mutianus1 der dreimal ,konsul und noch neulich ,legat in ,lykien war1 fr die ,nachwelt die ,bemerkung hinterlie1 er habe mit #ah ,begleitern im ,baume einen ,schmaus abgehalten4 ,zu ,polstern habe man das ,laub des ,baumes genommen4 ,vor jedem ,windhauch war die ,gesellschaft sicher4 ,dann habe er noch im ,baume geruht und sei da besser aufgehoben gewesen1 als in ,slen mit schimmernden ,marmorwnden1 bunten ,gemlden und vergoldeten ,prachtdecken4 ,zu ,gortyna auf der ,insel ,kreta steht eine ,platane1 die in griechischen und lateinischen ,schriften besprochen wird2 unter ihr soll nach der ,sage selbst ,jupiter einst geruht haben4 ,sie besitzt die ,eigentmlichkeit1 ihre ,bltter nie zu verlieren4 ,junge ,platanen1 die man von ihr auf ,kreta zog1 haben diesen ,fehler ihres ,stammbaumes beibehalten2 denn es ist ja ein ,vorzug jedes ,baumes1 wenn er im ,winter die ,sonnenstrahlen durchlt4 ,unter der ,regierung des ,kaisers ,claudius 7#da-ed n4 ,chr47 hat ,aeterninus1 der ,freigelassene des ,marcellus1 diese ,platanensorte auf seine ,gter bei ,rom verpflanzt4 ,diese auslndischen ,wunder stehen noch jetzt in ,italien neben anderen1 die in diesem ,lande selbst durch ,kunst erzeugt wurden4 -- ,durch eigentmliche ,fortpflanzung und ,beschneidung zwingt man die ,platanen zu unglckseligen ,verkrppelungen4 ,ganze solche ,krppelwlder stammen von ihrem ,erfinder1 dem ,ritter ,gajus ,matius1 einem ,freunde des ,kaisers ,augustus48 ,heute wre der ,ahorn noch vor der ,rokastanie dazu berufen1 als ,alleebaum im ,innern der ,stdte die bisher dazu bevorzugten ,linden zu verdrngen1 die gegen die zahlreichen sie treffenden ,schdigungen besonders empfindlich sind und deshalb sehr leicht eingehen1 wenn sie nicht von alters her standen und schon stark genug waren1 um den modernen ,gefahren1 besonders den ,ausstrmungen von ,leuchtgas1 zu trotzen4 ,wie wenige der zahlreichen ,lindenalleen und ,gruppen alter ,linden bleiben am ,leben1 wenn die wachsende ,stadt sie erreicht4 ,nicht nur ist die ,linde 7,tilia7 dem ,deutschen durch ,sage und ,sitte teuer1 sondern auch wegen ihres schnellen ,wachstums1 ihrem dichten ,schatten und dem angenehmen ,duft ihrer ,blten4 ,sie bildet bei uns keine reinen ,waldbestnde1 sondern findet sich auch im ,walde immer nur einzeln2 dagegen wchst sie in den russischen ,ostseeprovinzen in greren ,bestnden4 berall in ,deutschland ist die kleinbltterige oder ,winterlinde 7,tilia parvifolia7 mit beiderseits kahlen1 unterseits meergrnen1 schon ,mitte ,mai ausschlagenden ,blttern und einem greren ,bltenreichtum die gemeinere1 whrend die schon anfangs ,mai ihr ,laub hervortreibende grobltterige oder ,sommerlinde 7,t4 grandifolia7 mit unterseits kurzbehaarten1 beiderseits grnen ,blttern und weniger zahlreichen ,blten hufiger angepflanzt wird1 da sie eine grere ,strke und ein hheres ,alter erreicht4 ,die guten ,eigenschaften beider1 ,blattgre und ,bltenreichtum1 vereinigt ein durch ,kreuzung beider ,arten gezogener ,bastard1 noch mehr aber eine andere ,gartenform1 die als ,kreuzung zwischen ,winterlinde und der besonders grobltterigen nordamerikanischen ,schwarzlinde 7,t4 americana7 aus ,kanada aufzufassen ist4 ,grere ,bedeutung hat von fremden ,arten auer der abendlndischen ,silberlinde 7,t4 alba7 aus ,nordamerika mit auf der ,unterseite schwachbehaarten ,blttern und groen ,blten hauptschlich die in ,ungarn1 der ,trkei1 in ,griechenland und ,kleinasien heimische morgenlndische ,silberlinde 7,t4 argentea71 die philra der alten ,griechen1 von der ,plinius sagt1 da man sie zum ,binden von ,krnzen gebrauche und seit alter ,zeit in ,ehren halte4 ,der niedere ,baum ist durch seine wunderbar regelmige1 eifrmige ,krone von unterseits dicht weifilzigen ,blttern ein ganz besonderer ,parkschmuck und hat zudem den ,vorzug1 erst anfangs ,mai zu blhen1 wenn die einheimischen ,linden schon lngst verblht haben4 ,er verlngert also die ,herrlichkeit der ,lindenblte um einen vollen ,monat1 was nicht nur der ,naturfreund1 sondern auch der ,imker zu schtzen wei4 ,die nicht selten gepflanzte grne ,linde 7,t4 euchlora7 aus dem ,orient hnelt der ,winterlinde1 trgt aber grere1 nicht rostfarbene ,brtchen in den ,aderwinkeln wie sie1 sondern graue ,haare und bleibt im ,herbste lnger grn4 ,statt der ,linden werden in den ,straen unserer ,stdte1 wie auch auf ,dorfpltzen vielfach ,ulmen oder ,rstern 7,ulmus1 aus dem ,keltischen elm7 angepflanzt4 ,wenn ihnen auch der ,reiz des ,bltenduftes fehlt1 so sind sie dafr widerstandsfhiger gegen die ,gefahren der ,grostadt2 doch drfen sie nicht zu nahe an die ,huserreihen angepflanzt werden1 da ihre ,wurzeln mit ,vorliebe in die ,grundmauern dringen und da eine bedeutende ,sprengwirkung ausben knnen4 ,leider werden deren ,bltter sehr hufig von ,blattlusen besiedelt und durch allerlei ,gallen verunstaltet4 ,von unseren heimischen ,arten ist die ,feldulme 7,ulmus campestris7 mit kurz zugespitzten1 eifrmigen ,blttern weniger verbreitet als die ,bergulme 7,u4 montana7 mit verkehrteifrmigen1 lang zugespitzten ,blttern4 ,beide bilden mancherlei ,spielarten1 von denen besonders die hngenden ,formen fr kleine ,grten sehr geeignet sind1 in denen sie mit ihrer dichten1 nach allen ,seiten berhngenden ,schirmkrone jede knstliche ,laube berflssig machen4 ,daneben finden sich ,formen mit streng pyramidenfrmigem ,wuchse1 bei andern ist das ,laub dunkelrot oder weigefleckt oder eigenartig gekruselt4 ,bei den alten ,griechen hie die auch in ,sdeuropa noch gedeihende ,feldulme ptela1 bei den ,rmern dagegen ulmus1 und wurde hauptschlich gepflanzt1 um den ,weinreben als ,sttze zu dienen4 ,mit ,ulmenstcken peitschten die ,alten ihre ,sklaven1 wenn sie sich etwas hatten zuschulden kommen lassen4 ,ihr ,holz1 das in bezug auf ,dauerhaftigkeit dem ,eichenholze kaum nachsteht1 eignet sich vorzglich als ,bau- und ,werkmaterial4 ,da es sich nicht wirft1 wurden aus ihm nach ,theophrast besonders ,tren angefertigt4 ,columella unterscheidet auer der inlndischen eine gallische ,ulme1 die er atinia nennt und vorzugsweise anzupflanzen rt1 da sie ppiger als die italienische wachse und ihr ,laub vom ,rindvieh viel lieber gefressen werde4 ,deshalb diente sie den ,alten als wichtigster ,futterbaum und wurde als solcher nie aus ,samen gezogen1 sondern durch ,wurzelsprossen vermehrt4 ,auer den altweltlichen ,ulmen werden in unsern ,anlagen auch noch einige amerikanische ,arten1 wie ,ulmus americana und fulva1 angepflanzt4 ,zu ihnen kam neuerdings die japanische ,ulme 7,zelkowa keaki71 die ein treffliches ,nutzholz liefert4 ,sie ist daran erkenntlich1 da ihr scharf gezacktes ,laub im ,herbst sich prchtig rot frbt und so einen beraus malerischen ,anblick gewhrt4 ,den ,ulmen nahe verwandt ist die als ,zierstrauch bei uns angepflanzte hainbuchenbltterige ,planere 7,planera carpinifolia71 nach dem ,erfurter ,professor ,joh4 ,jakob ,planer 7#agdc-aghi7 so genannt4 ,sie ist im ,kaukasus heimisch1 gleicht den ,ulmen1 hat aber ungeflgelte ,samen4 ,ebenso wird in unsern ,anlagen der winterharte nordamerikanische ,zrgelbaum 7,celtis occidentalis7 kultiviert1 der sich von den echten ,ulmen hauptschlich durch seine ,frchte unterscheidet4 ,diese sind kirschenhnliche1 orange- bis braunrotgefrbte1 suerlich schmeckende ,steinfrchte4 ,grere1 schwarze1 sliche ,frchte hat der ihm sonst hnliche nordafrikanische1 auch noch in ,sdeuropa wildwachsende gemeine ,zrgelbaum 7,c4 australis71 der in ,oberitalien und ,sdtirol nicht selten angetroffen wird1 zumal sein festes ,holz von der ,landbevlkerung zu ,peitschenstcken und ,blasinstrumenten begehrt wird2 bei uns gedeiht er aber nur in den wrmeren ,lagen4 ,gleichfalls in ,sdeuropa regelmig angebaut1 um das ,laub den ,seidenraupen zu verfttern1 wird der ostasiatische weie ,maulbeerbaum 7,morus alba74 ,bei uns wird er neben dem westasiatischen schwarzen ,maulbeerbaum 7,m4 nigra7 mit schwarzvioletten statt wie bei jenen weien1 slich sauer schmeckenden ,frchten als ,zierbaum in ,parks angepflanzt1 kommt aber auch nur in wrmeren ,lagen fort4 ,ebenso verhlt es sich mit dem aus dem sdlichen ,nordamerika als ,zierbaum bei uns eingefhrten amerikanischen ,amberbaum 7,liquidambar styraciflua7 mit handfrmig gelappten ,blttern4 ,in seiner ,heimat liefert er durch ,auskochen der zerkleinerten ,zweige den zu ,ofenlack und ,rucherkerzen verwendeten weien ,liquidambar4 ,sehr beliebte ,parkpflanzen sind auch die verschiedenen ,ahornarten 7,acer71 deren doppelte ,flgelfrucht die ,kinder als ,nasenreiter benutzen4 ,sie sind am nchsten mit den ,rokastanien verwandt und besitzen verschieden gelappte ,bltter4 ,mehr in der ,ebene und auf niedrigem ,gebirge bis zu einer ,hhe von #aajj m wchst der spitzbltterige ,ahorn 7,acer platanoides71 auch deutscher ,zuckerahorn genannt1 da sein ,frhjahrssaft ,zucker gibt1 dessen ,gewinnung indessen nicht lohnt4 ,er ist ein allgemein beliebter ,alleebaum1 der im ,harze bis zu #dej m hinaufgeht und hier die ,nordgrenze seiner ,verbreitung in ,deutschland erreicht4 ,dagegen ist der ebenfalls #bj-be m ,hhe erreichende ,bergahorn 7,acer pseudoplatanus7 ein echter ,gebirgsbaum1 der auf den ,alpen bis #afjj m gefunden wird1 nrdlich bis ,dnemark und ,gothland geht und bei uns als einer der schnsten ,bume in ,parkanlagen kultiviert wird4 ,sein ,saft enthlt ebenfalls ,zucker1 der aber nicht ausgebeutet wird4 ,sein hartes1 weies ,holz mit vielen brunlichen ,spiegeln nimmt sehr leicht ,politur an und ist als ,werkholz geschtzter als das mehr gelbliche1 weniger feine des spitzbltterigen ,ahorns4 ,von ihm sind mehrere ,spielarten mit weigescheckten1 gelb panachierten und dunkelroten ,blttern vorhanden4 ,letztere ,form ist nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls bei uns kultivierten nordamerikanischen ,rotahorn 7,a4 rubrum71 der den ,namen von den schon im ,april vor dem ,erscheinen der dreispitzigen grnen ,bltter erscheinenden roten ,blten erhielt4 ,als ,zierstrucher pflanzt man den oft nur #c und nur ausnahmsweise #aj m hoch werdenden einheimischen ,feldahorn 7,a4 campestre7 und den nur #b1e-c m hohen sdfranzsischen ,ahorn 7,a4 monspessulanum1 d4 h4 von ,montpellier71 der an felsigen ,orten am ,mittelrhein wild wchst4 ,sehr hufig findet sich bei uns auch der #agcd durch ,collinson zuerst nach ,england gebrachte und von da auf den europischen ,kontinent herbergekommene nordamerikanische ,zuckerahorn 7,a4 saccharinum71 der seinen ,namen davon hat1 da sein ,frhjahrssaft auf ,zucker verarbeitet wird4 ,er hat unserm ,spitzahorn hnliche1 nur unten statt glatte grne1 leicht behaarte1 blulichgrne ,bltter1 die im ,herbst eine prachtvolle orangerote ,frbung annehmen1 woran der ,baum leicht zu erkennen ist4 ,trotz seiner ,schnheit und ,winterhrte hat aber dieser ,zuckerahorn bei uns nicht die ,verbreitung gefunden1 die er verdient1 wohl weil ihm frhzeitig schon in dem nicht minder prchtigen1 ebenfalls bereits im #ah4 ,jahrhundert aus ,nordamerika bei uns eingefhrten ,silberahorn 7,a4 dasycarpum7 mit auerordentlich zierlichem1 tiefeingeschnittenem1 unterseits silberhaarigem ,laub ein gefhrlicher ,mitbewerber entstand4 ,auch unsere ,mistel 7,viscum album7 hat bereits von dem schnen ,fremdling ,besitz ergriffen1 ja1 sie ist auf wenigen ,bumen so hufig wie auf dem ,silberahorn4 ,er hat eben ein sehr weiches ,holz1 so da er wegen des geringen ,holzwertes nicht fr den ,anbau im ,walde in ,betracht kommt1 whrend der ,zuckerahorn dafr vielfach empfohlen wird4 ,auch der nordamerikanische1 ebenfalls zur ,zuckergewinnung benutzte schwarze ,ahorn 7,a4 nigrum7 ist hufig in unsern ,anlagen zu treffen2 ebenso der strauchartige1 in ganz ,ruland1 besonders an der ,wolga1 wildwachsende tatarische ,ahorn 7,a4 tataricum7 mit herzfrmigen1 gesgten ,blttern und lange nach diesen in dichten ,rispen hervorbrechenden weien ,blten1 die unsern ,ahornarten hnliche rote ,frchte hervorgehen lassen1 und der sich durch dreiteilige ,bltter mit langem ,mittellappen von ihm unterscheidende mandschurische ,ahorn 7,a4 ginnala74 ,sdeuropa lieferte uns die ebenfalls strauchartigen ,acer italicum und ,a4 creticum4 ,diese nannten die ,griechen sphndamnos1 whrend die ,rmer unter acer wohl den noch in ,norditalien vorkommenden ,spitz- und ,bergahorn verstanden4 ,aus dem lateinischen ,eigenschaftsworte acernum 7ahornen7 soll die deutsche ,bezeichnung ,ahorn entstanden sein4 ,am meisten vom ,ahorntypus weichen die ,bltter des ebenfalls aus ,nordamerika in unsere ,anlagen gebrachten1 bis #ab m hohen zweihusigen ,eschenahorns 7,acer negundo7 ab4 ,sie sind #c-ezhlig gefiedert1 haben aber gleichwohl keine besondere hnlichkeit mit dem ,eschenblatte4 ,dieser ,baum wird in seiner ,heimat nchst dem ,zuckerahorn am meisten zur ,zuckergewinnung benutzt und weist verschiedene ,spielarten mit weibunten und gelbbunten ,blttern auf4 ,diese panachierten ,formen werden bei uns noch viel hufiger als die normale ,form des ,eschenahorns kultiviert4 ,die kronenlosen ,blten erscheinen lange vor dem ,ausbruch der ,bltter1 und die in langen1 schlaffen ,trauben herabhngenden ,doppelfrchte sind sehr klein und ihre ,flgel krmmen sich so weit gegeneinander1 da sie sich am freien ,ende nahezu berhren4 ,prchtige ,zierbume unserer ,anlagen bilden auch die verschiedenen ,arten von ,eschen 7,fraxinus74 ,die in feuchtem ,humus-1 nicht aber auf ,sandboden gedeihende gemeine ,esche 7,fraxinus excelsior71 die mela der ,griechen und der fraxinus der ,rmer1 spielt in der nordischen ,mythologie eine groe ,rolle4 ,sie ist der mit seinen weitreichenden ,wurzeln alles umfassende ,weltenbaum ,ygdrasil1 und der altgermanischen ,sage nach ging aus ihr der ,mann hervor1 whrend aus der ,erle das ,weib entstand4 ,bei den alten ,deutschen hie nach der ,esche ask der allgemein benutzte 7eschene7 ,speer asks4 ,noch im ,mittelalter pflanzte man in der ,nhe der ,burgen ,eschen an1 um aus ihrem ,holze ,lanzenschfte1 ,streitaxtstiele und andere ,waffenteile und ,gerte anzufertigen4 ,schon in der ,ilias ist der eschene ,speerschaft der vorzugsweise gebruchliche4 ,da ihr ,laub vom ,vieh1 besonders von ,schafen und ,ziegen1 gerne gefressen wird1 pflanzte man sie nach ,columella bei den ,rmern in besondern ,plantagen an4 ,auer der gewhnlichen ,form werden in unsern ,grten verschiedene ,zierformen derselben gezogen2 so die ,traueresche mit im ,bogen abwrts gekrmmten ,seitensten4 ,sie wird hufig in der ,weise verwertet1 da solche ,hngezweige auf einen #b-c m hohen ,stamm gepfropft werden1 so da mit der ,zeit eine dichte1 nach allen ,seiten gleichmig abwrts gewlbte ,schirmlaube entsteht1 fr die ein weiteres ,hhenwachstum natrlich ausgeschlossen ist4 ,dann die ,goldesche mit goldgelb gescheckten1 die ,krausesche mit faltig gekruselten ,blttern1 eine einfachbltterige ,spielart mit der eifrmigen1 ungeteilten ,urform des ,blattes mit allen bergngen zum fiederteiligen ,eschenblatte und eine solche mit weigescheckten ,blttern4 ,von fremden ,eschen begegnen wir am hufigsten der auch in unsern ,wald eingefhrten ,weiesche 7,fraxinus americana71 die durch rostbraune ,knospen und gelbliche ,triebe kenntlich ist1 der pennsylvanischen oder ,rotesche 7,fr4 pennsylvanica7 und der ,schwarzesche 7,fr4 nigra71 alle drei aus dem atlantischen ,gebiete ,nordamerikas4 ,ebenso finden wir als ,zierbaum in unsern ,anlagen die #f-i m hohe sdeuropische ,blumen- oder ,mannaesche 7,fr4 ornus7 mit dreipaarig gefiederten ,blttern und unverkmmerten1 sondern als ,kelch und ,blumenkrone vierspaltig ausgebildeten weien oder rtlichen ,blten4 ,aus ihrer ,rinde fliet durch das ,anstechen der ,mannazikade1 am hufigsten aber durch tglich ausgefhrte ,kreuzschnitte ein ser1 an der ,luft erhrtender ,saft1 der getrocknet den ,mannazucker liefert1 welcher in groer ,menge von ,sdeuropa1 besonders von ,sizilien und ,kalabrien1 wo der ,baum in groen ,plantagen angebaut ist1 in den ,handel gebracht wird1 um besonders als gelindes ,abfhrmittel fr ,kinder zu dienen4 ,nahe mit den ,eschen verwandt sind die ,forsythien1 der ,jasmin und der ,flieder4 ,die erstgenannten haben ihren ,namen vom englischen ,botaniker ,w4 ,a4 ,forsyth1 der #agia ber ,krankheiten der ,bume und #ahjb ber die ,kultur der ,obstbume schrieb1 und stammen aus ,china und ,japan4 ,die bei uns hufigste ,art ist die zu ,frhjahrsbeginn1 oft schon im ,mrz1 ihre groen1 vierzipfligen1 gelben ,blten vor dem ,ausbrechen der einfachen1 leichtgesgten ,bltter hervortreibende hngende ,forsythia 7,f4 suspensa7 mit anfangs aufstrebenden1 spter berhngenden braunen ,zweigen4 ,seltener ist die gegen ,klterckschlge empfindlichere grne ,forsythie 7,f4 viridissima7 mit grnen ,zweigen1 an denen die ,bltter fast gleichzeitig mit den ebenfalls gelben ,blten erscheinen4 ,wie sie stammt auch als weiterer ,frhblher der mit ihr verwandte gelbe ,jasmin 7,jasminum nudiflorum71 den man in geschtzten ,lagen hufig mit ihr zusammen antrifft1 aus ,china4 ,dessen grne1 vierkantige ,zweige schmiegen sich gern an ,mauern und ,zune an4 ,die dreiteiligen ,blttchen brechen erst hervor1 wenn die an ,schlsselblumen erinnernden gelben ,rhrenblten verblht haben4 hnliche1 nur viel kleinere1 dafr aber viel zahlreichere1 in ,rispen vereinigte1 sehr wohlriechende1 meist violette ,blten hat der gemeine ,flieder 7,syringa vulgaris71 auch trkischer oder spanischer ,flieder und nach der trkischen ,benennung der ,pflanze lilas auch ,lila genannt4 ,dieser #c-g m hohe ,strauch mit herzfrmigen ,blttern und den schnen1 angenehm duftenden ,lilabltenstruen8 stammt aus ,vorderasien und ist schon so lange in ,kultur1 da von ihm eine ,menge auch wei und rtlich blhender ,varietten gezchtet wurden4 ,ja1 es gibt von ihm sogar eine gefllte ,form1 die der ,grtner ,lemoine in ,nancy zuerst in den ,handel brachte2 dieselbe stammt von einem ungefllten ,flieder und entstand als ,sprungvariett im ,garten eines ,privatmannes in ,luxemburg1 von dem sie ,lemoine erwarb4 ,dieser im modernen ,park wie im altmodischen ,bauerngarten gleich beliebte ,zierstrauch stammt von einem ,exemplar1 das ,ghislenius ,busbequius1 der ,gesandte ,kaiser ,ferdinands ,i41 #aefj aus der ,trkei zuerst nach ,wien brachte4 ,seitdem ein franzsischer ,grtner in ,vaugirard bei ,paris vor #fj ,jahren durch ,zufall fand1 da sich beim ,flieder leicht die winterliche ,ruhezeit abkrzen lt1 so da er schon im ,winter wieder zum ,blhen gebracht werden kann1 wird er in ausgedehntem ,mae getrieben84 ,hierzu dient entweder vorbergehendes ,betuben durch therisieren1 d4 h4 ,einwirkenlassen von therdmpfen1 oder eine genau abgestimmte ,hitzewirkung1 meist ein ,bad in warmem ,wasser4 ,jetzt ist die ,fliedertreiberei besonders in ,frankreich sehr ausgedehnt4 ,so bringt beispielsweise eine einzige ,grtnerei bei ,paris von ,mitte ,november bis zum ,mai #ajjjjj ,fliederpflanzen zum ,treiben4 ,zur ,anzucht dieser gewaltigen ,pflanzenmasse dient eine ,baumschule von #hj ,hektaren1 in welcher die ,stecklinge bis zum #e4 bis #i4 ,jahre gezogen werden4 ,dann kommen die ,fliederbsche in ausgedehnte ,treibhuser1 wo sie bei #bh-cj ,c4 zuerst im ,dunkeln gehalten werden4 ,man lt an jedem ,zweig nur #b-d ,bltenknospen und #b ,blattknospen stehen und entfernt alle brigen ,knospen1 damit der ,saft die ,blten und ,bltter der stehenbleibenden ,knospen mglichst krftig ernhre4 ,nach #bj ,tagen sind die reinweien ,blten erschlossen1 strmen einen kstlichen ,wohlgeruch aus und knnen in der an ,blumen so armen ,winterszeit zu guten ,preisen verkauft werden4 ,auch in ,sdfrankreich und an den brigen ,orten der ,parfmgewinnung wird der ,flieder zur ,gewinnung des ,bltenduftes im groen angepflanzt4 ,dabei dient die daraus gewonnene ,fliederessenz hufig als ,ersatz der ,tuberosenessenz4 ,auch im ,freien hat man mehrfach beobachtet1 da ,fliederbsche1 die im ,herbst1 etwa bei einer ,feuersbrunst1 groer ,hitze ausgesetzt waren1 soweit sie dadurch nicht zerstrt wurden1 bald darauf wieder zu treiben und zu blhen begannen4 ,frhblhend und zum ,treiben verwendbar ist auch der sonst zartere persische ,flieder 7,syringa persica71 an dessen mit schmaleren ,blttern besetzten ,zweigen sich mehr lockere1 duftigere ,bltenbschel wiegen4 ,vom chinesischen ,flieder 7,s4 chinensis71 dessen reichblhende ,zweige sich unter der ,last der dichten1 schwach duftenden ,blten zur ,erde neigen1 steht nicht fest1 ob er nicht nur eine ,gartenform1 ein ,kreuzungsprodukt darstellt4 ,whrend alle diese frhblhenden ,fliederarten durch glatte1 unbehaarte ,bltter ausgezeichnet sind1 gibt es auch spterblhende ,arten mit behaarten ,blttern1 die uns noch im ,juli mit ihrem ,bltenschmuck erfreuen4 ,zu ihnen gehrt der wohlriechende ,emodi-,flieder 7,s4 emodi71 so genannt nach seiner ,heimat1 dem ,distrikt ,emodi im westlichen ,himalaja4 ,er trgt lnglichlanzettliche ,bltter1 deren weiliche ,unterseite die zum ,teil rauhbehaarten ,blattnerven deutlich hervortreten lt4 ,ferner der in ,siebenbrgen vorkommende1 nach seiner ,entdeckerin1 der ungarischen ,freifrau ,rosalie von ,josika1 benannte ,josika-,flieder 7,s4 josikea7 mit bewimperten ,blttern und sehr langen1 dunkelvioletten ,bltenrispen4 ,in der heimischen ,pflanzenwelt ist dem ,flieder am nchsten verwandt der wenigstens in ,sddeutschland wildwachsende ,liguster1 auch ,rainweide genannt 7,ligustrum vulgare71 der im ,juni in weien ,rispen blht und als ,tintenbeeren8 bezeichnete schwarze1 beerenhnliche ,steinfrchte hervorgehen lt4 ,wie diese werden verschiedene fremde ,arten1 so besonders die sehr reichblhende japanische ,rainweide 7,l4 ibota71 gerne zu ,hecken benutzt1 da sie sich leicht schneiden lassen1 ihr grnes ,laub zum ,teil im ,winter behalten und durch ihren dichten ,wuchs den ,vgeln vollkommene ,nistpltze1 daneben in ihren ,beeren auch ,futter spenden4 ,ein beliebter ,gartenzierstrauch ist endlich auch die ,tamariske 7,tamarix71 die myrk der ,griechen und ,rmer1 die nach ,plinius -- von manchen fr einerlei mit der tamarice gehalten -- beim ,volke als ,unglcksbaum galt1 weil sie nichts trgt und nirgends gepflanzt wird84 ,viel hufiger als die #a-b1e m hohe1 buschige deutsche ,tamariske 7,myricaria germanica7 mit kleinen rosenroten ,blten in langen hren an den ,zweigenden1 deren ,samen von den ,bergbchen in die ,ebene herabgeschwemmt wird1 so da sie neben dem bereits besprochenen ,sanddorn 7,hippopha rhamnoides7 ein hufiger ,gast auf den ,flugeschieben des ,alpenvorlandes ist1 wird die in ,sdeuropa an feuchten ,pltzen hufige franzsische ,tamariske 7,tamarix gallica7 zur ,verzierung von ,strauchgruppen in ,grten gepflanzt4 ,ihre fein zerteilten1 beraus zarten ,bltter trugen ihr den begrndeten ,namen ,federstrauch8 ein4 ,wenn sie blht1 stehen die in auerordentlich dichten hren hervorbrechenden kleinen1 blavioletten ,blten so gehuft1 da darunter das ,grne der ,bltter vollkommen verschwindet4 ,nachdem wir nun die um ihrer ,schnheit willen gewrdigten ,zierstrucher einer eingehenden ,besprechung unterzogen haben1 wollen wir noch kurz die ntzlichen unter denselben wrdigen1 die in ihren ,frchten nicht nur den ,vgeln1 sondern auch dem ,menschen eine willkommene ,speise darbieten4 ,unter ihnen ist zunchst der ,holunder 7,sambucus nigra7 zu nennen1 von den ,griechen akt1 von den ,rmern sambucus genannt4 ,er war schon im frhesten ,altertum eine bekannte und geschtzte ,heilpflanze1 deren ,blten als schweitreibender ,tee und deren schwarze ,beeren als ,hustenmittel genossen werden4 ,daneben sind letztere vielfach auch1 so besonders in ,norddeutschland1 ein beliebtes ,genumittel geworden4 ,die ,frchte des ,zwergholunders 7,sambucus ebulus7 sind nur in vorgeschichtlicher ,zeit1 so von den anspruchslosen ,pfahlbauern der neolithischen ,zeit1 zusammen mit den ,beeren des gemeinen ,holunders als ,obst genossen worden1 doch waren sie nebst andern ,teilen der ,pflanze schon im ,altertum als ,heilmittel geschtzt4 ,bei ,dioskurides um die ,mitte des #a4 christlichen ,jahrhunderts heit er chamaikt1 d4 h4 niederer ,holunder1 bei den ,rmern ebulus und bei den ,deutschen atich1 das sich spter in ,attich verwandelte4 ,seine ,beeren sollen nach dem schweizerischen ,botaniker ,oswald ,heer1 der die ,samenkerne in neolithischen ,pfahlbauten der ,ostschweiz fand1 schon von den ,pfahlbauern am ,ende der ,steinzeit zum ,frben mit einem hellen ,blau verwendet worden sein4 ,jedenfalls wurden sie1 wie diejenigen des gemeinen ,holunders1 noch im klassischen ,altertum zum ,frben benutzt4 ,so sagt ,theophrast1 da der weinfarbige ,saft der unreif rtlichen1 reif aber schwarzen ,beeren des ,holunders den ,leuten dazu dient1 um sich ,hnde und ,kopf zu frben4 ,nach ,plinius dienten sie besonders zum ,frben der ,kopfhaare1 und in einer ,ekloge ,vergils heit es3 ,das ,gesicht des ,gottes ,pan war mit den blutigen ,beeren des ,zwergholunders 7ebulus7 gefrbt48 ,die ,berberitze 7,berberis vulgaris7 wird zum erstenmal im ,drogenverzeichnis des ,platearius aus dem #ab4 ,jahrhundert erwhnt2 ihr ,name scheint arabischen ,ursprungs zu sein4 ,im #af4 ,jahrhundert erfreute sie sich groer ,beliebtheit und wurde aus ihren ,beeren in ,frankreich und ,deutschland ein ,wein gemacht4 ,der ,brombeerstrauch 7,rubus fruticosus71 dessen ,frchte ein beliebtes ,kompott geben und von jeher vom ,menschen gerne gegessen wurden1 hie bei den ,griechen btos1 bei den ,rmern dagegen rubus und seine ,frucht wegen deren hnlichkeit mit der ,maulbeere morum4 ,dioskurides und ,plinius sagen1 da der ,brombeerstrauch den ,menschen die ebaren ,frchte liefere1 die1 wie auch die ,bltter1 zu ,heilzwecken gebraucht werden4 ,und ,palladius im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 schreibt3 ,im ,september sammelt man ,brombeeren1 pret ihren ,saft aus1 lt ihn etwas gren1 mischt dann ein ,drittel ,honig hinzu und kocht die ,mischung bis zur ,honigdicke ein48 ,wie im ,altertum wurden auch im ,mittelalter neben den ,frchten die ,bltter und jungen ,schlinge der ,brombeere als ,arznei benutzt4 ,in ,karls des ,groen ,capitulare de villis vom ,jahre #hab wird ein mit ,honig und ,gewrzen bereiteter ,brombeerwein als moratum erwhnt1 der ebenso wie das aus ,maulbeeren hergestellte gleichlautende ,getrnk das ganze ,mittelalter hindurch in ,klstern wie in ,brgerhusern gerne getrunken wurde4 ,in den lateinischen ,glossen des ,abtes ,caesarius von ,heisterbach im ,siebengebirge bei ,bonn aus dem #ac4 ,jahrhundert heit es3 ,unsere ,leute werden gehalten1 ,brombeeren zu sammeln zur ,bereitung des ,moratum fr ,feierlichkeiten1 kranke ,klosterbrder und hohen ,besuch48 ,im ,altertum wie im ,mittelalter wurde sprachlich nicht zwischen ,brombeere und ,himbeere unterschieden4 ,der griechische ,arzt ,dioskurides nennt beide btos und unterscheidet letztere von der ersteren durch den ,zusatz idaa1 weil sie in ,menge auf dem 7,berge7 ,ida wachse4 ,er sagt von den beiden3 ,der ,himbeerstrauch ist viel zarter als der ,brombeerstrauch1 hat nur kleine ,stacheln und findet sich auch ganz ohne ,stacheln 7was brigens auch jetzt noch der ,fall ist74 ,man benutzt beide ,strucher in derselben ,weise48 ,nach dem griechischen ,beispiele nannten auch die ,rmer 7z4 ,b4 ,plinius7 die ,himbeere im ,gegensatz zur ,brombeere rubus idaeus4 ,die ,himbeere 7,rubus idaeus71 aus deren ,frchten ebenfalls ein wohlschmeckender ,beerenwein gekeltert werden kann1 wurde teilweise schon im ,mittelalter in ,klostergrten angepflanzt4 ,vom #af4 ,jahrhundert an wurde sie dann auch sehr hufig in den ,grten der ,brgersleute kultiviert4 ,der im ,jahre #aefj in ,basel als ,sohn eines ,refugianten aus ,amiens in der ,picardie geborene ,kaspar ,bauhin sagt in einem #aeih in ,frankfurt a4 ,main erschienenen ,werke botanischen ,inhalts1 da die ,himbeere in ,bhmen aus den ,wldern in die ,grten verpflanzt sei1 und ,clusius unterscheidet in seiner #afaj in ,antwerpen erschienenen ,geschichte seltener ,pflanzen rote und weie 7gelbe7 ,himbeeren4 ,zu unserer einheimischen kam im #ai4 ,jahrhundert die kanadische ,himbeere 7,r4 odoratus71 deren groe1 rote1 in ,doldentrauben gehufte ,blten mit leichtem ,wohlgeruch flache1 rtliche ,frchte hervorgehen lassen1 die aber zum ,essen keinen besonderen ,genu gewhren4 ,deshalb wird der mit groen1 mehrlappigen ,blttern besetzte ,strauch bei uns nur als ,zierpflanze kultiviert4 ,die ,erdbeere 7,fragaria vesca7 finden wir zum erstenmal bei ,ovid und ,vergil im #a4 ,jahrhundert v4 ,chr4 als fragum erwhnt4 ,plinius der ltere vergleicht die ,frucht mit derjenigen des ,erdbeerbaums 7unedo7 und sagt1 da beide sich durch ihre ,substanz unterscheiden4 ,nutzpflanze war sie auch im ,mittelalter nicht blo ihrer ,frchte1 sondern auch der ,bltter wegen1 die vielfach als ,heilmittel benutzt wurden4 ,kulturpflanze aber wurde sie erst im #af4 ,jahrhundert4 ,in einem #aecg in ,basel erschienenen botanischen ,werke erzhlt ,ruellius1 da die ,erdbeere in die ,grten verpflanzt werde1 damit sie grere ,frchte gebe1 und da dabei die roten ,frchte sich teilweise in weie umgendert htten4 hnliche ,angaben finden sich auch bei den deutschen ,vtern der ,botanik4 ,bei ,elsholtz #afij werden noch dieselben ,varietten der ,walderdbeere als ,gartenpflanzen genannt1 ebenso bei ,weinmann in ,regensburg #agcg4 ,es hat also lange gedauert1 bevor amerikanische ,erdbeeren nach ,deutschland gelangten2 denn nach ,alphonse de ,candolle wurde die frhreife nordamerikanische ,erdbeere 7,fragaria virginiana7 mit groen1 fast kugeligen1 tiefgrubigen1 scharlachroten ,frchten aus ,virginien erst #afbi in englische und die chilenische ,erdbeere 7,f4 chilensis7 mit den grten ,frchten unter allen ,erdbeerarten #agae in franzsische ,grten eingefhrt4 ,letztere ,art wurde zuerst am ,mus d'histoire naturelle in ,paris gepflanzt und von da verbreitete sie sich nach ,england1 ,deutschland und den brigen ,lndern ,europas4 ,bastardformen beider hat dann die europische ,gartenkultur in den ,ananaserdbeeren hervorgebracht1 deren groe1 wohlschmeckende ,frchte heute in solchen ,mengen auf den ,markt kommen1 da sich auch der ,unbemittelte an ihnen fr wenig ,geld erlaben kann4 ber die chilenischen ,erdbeeren schreibt ,professor ,otto ,brger in seinem #aiji erschienenen ,buche3 ,acht ,lehr- und ,wanderjahre in ,chile3 ,die erste ,frucht des ,frhlings ist die ,erdbeere4 ,ende ,oktober bis in den ,dezember hinein hrt man schon frh morgens die ,frutilleros1 die ,erdbeerenverkufer1 welche von ,renca und ,conchali kommen1 ihre ,ware1 die in zwei ,krben aus rohen ,huten ber einem ,maultiere hngt1 ausrufen3 la frutilla1 la frutilla8 oder el frutillero1 el frutillero2 compra la frutilla68 ,und dann kann man #ajj ,mammuterdbeeren anfnglich fr #fj-ej 7#a ,mark bis #he ,pfennige71 spter fr #dj-cj ,centavos 7#fh-ea ,pfennige7 erstehen48 ,die ,frutilla 7,fragaria chilensis7 ist eine einheimische ,art1 in den mittleren und sdlichen ,provinzen1 vornehmlich in der ,vorkordillere von ,nuble und im ,bereich der ,kste von ,concepcin bis zum ,rio ,palena und vielleicht bis zur ,magelhaensstrae verbreitet4 ,die ,erdbeere ist das einzige chilenische ,gewchs1 welches wegen seiner ,frchte nach ,europa verpflanzt wurde4 ,dem franzsischen ,gelehrten und ,reisenden ,frezier gebhrt solches ,verdienst4 ,er nahm im ,jahre #agab oder #agac fnf ,pflnzchen von ,concepcin mit1 von denen er aber zwei dem ,kapitn seines ,schiffes als ,vergtung fr das zum ,begieen erforderliche se ,wasser zu belassen hatte4 ,die brigen drei brachte er nach ,frankreich1 und sie riefen alle jene groen ,kulturen ins ,leben1 welche es bis #ahbj gab2 dann erst gestattete die grere ,handelsfreiheit einen ,nachschub 7,cl4 ,gay1 ,agricultura1 ,bd4 #b1 ,s4 #aac-aad74 ,nachdem sich die chilenische ,erdbeere in ,europa veredelt hatte und zu riesigen ,dimensionen gezchtet worden war1 wurde sie wiederum nach ,chile verschifft und gab hier jenen ausgedehnten ,erdbeerchacras 7chacra1 aus der indianischen ,quetschuasprache ,perus entnommener ,ausdruck fr kleines ,landgut7 den ,ursprung1 wie sie bereits in der ,mitte des vorigen ,jahrhunderts um ,santiago herum bestanden4 ,namentlich von ,kindern wird noch eine kleine ,sorte als fresa angeboten1 die der ,chilene gern zur ,bowle nimmt -- er braut sich ein solches ,getrnk aus zerquetschten ,erdbeeren und ,weiwein4 ,diese stammt von der gemeinen europischen ,erdbeere ab1 die #ahcj nach ,chile eingefhrt wurde48 ,von den ber #djj ,erdbeerarten1 die von unseren ,grtnern durch ,kreuzungen und ,kulturpflege erzielt wurden1 ist auer den vorgenannten besonders auch die groblumige oder ,ananaserdbeere 7,fragaria grandiflora7 aus ,surinam mit groen1 scharlachroten1 verschieden geformten1 meist breiter als hohen1 unregelmigen1 oft fast gelappten ,scheinbeeren zur ,bastardierung benutzt worden4 ,die rote ,johannisbeere 7,ribes rubrum7 war den ,griechen und ,rmern unbekannt4 ,in ,griechenland wchst dieser ,strauch berhaupt nicht und in ,italien nur auf den ,gebirgen im ,norden des ,landes und dort auch nur sprlich4 ,sonst ist diese ,pflanze in ganz ,mittel- und ,nordeuropa1 in ,skandinavien1 ,nordruland und ,sibirien1 wie auch auf dem ,himalaja heimisch4 ,der ,johannisbeerstrauch soll angeblich durch die ,normannen nach ,frankreich1 von da nach ,spanien und der ,schweiz gekommen sein1 was aber sicher unrichtig ist4 ,in den ,schriften des ,mittelalters wird die ,johannisbeere vor dem #ae4 ,jahrhundert nicht erwhnt4 berhaupt hat man in ,mitteleuropa1 wie ,lauenstein feststellte1 bis zur ersten ,hlfte des #ac4 ,jahrhunderts noch keinerlei ,beerenstrucher kultiviert1 dafr sammelte man die wildwachsenden ,beeren4 ,erst zu ,beginn des #ae4 ,jahrhunderts wird die ,johannisbeere zum erstenmal in einem ,manuskript genannt1 das die ,glosse ribes sunt ,johannesdrbel8 enthlt4 ,noch in den ,jahren #adhd und #adid wird sie in einem ,mainzer und ,passauer ,herbar als sant johans trublin sehr mangelhaft abgebildet4 ,der aus den zerdrckten ,frchten ausgeprete ,saft wurde zu ,sirupdicke eingekocht und gegen ,magenleiden und ,fieber gegeben4 ,noch im ,jahre #aeeg wurde sie in ,england nicht kultiviert1 da sie nicht auf der ,liste der damals dort angebauten ,beerenobstarten figuriert1 und selbst im ,jahre #aeig war sie in ,frankreich eine ,seltenheit und besa noch keinen ,eigennamen4 ,sie wurde damals dort als groseille d'outremer bezeichnet1 wie sie jetzt noch in ,genf raisin de mare und im ,kanton ,solothurn in der ,schweiz ,meertrbli genannt wird1 indem man sich einbildete1 sie sei bers ,meer in die betreffenden ,gegenden gekommen1 was sicher unrichtig ist4 ,nur das eine lt sich aus solchen ,ausdrcken erkennen1 da die ,johannisbeere als etwas ,fremdes1 von auswrts ,importiertes in diese ,lnder kam4 ,der ,name ribes1 den die ,pflanze in den ,arzneibchern des #af4 ,jahrhunderts erhielt1 beruht auf einer ,verwechslung4 ,die ,araber benutzten nmlich unter dieser ,bezeichnung eine auf den ,gebirgen ,syriens wachsende ,rhabarberart 7,rheum ribes71 die in ,europa vollstndig fehlt1 als geschtztes ,heilmittel4 ,der ,arzt ,serapion1 der im #ac4 ,jahrhundert in ,spanien oder ,marokko gelebt haben soll1 wei noch1 da der echte ribes in ,syrien wchst1 aber er sagt1 da einige ,autoren den ,sauerampfer1 acetosa1 darunter verstnden4 ,der ,arzt ,mattheus ,sylvaticus fhrt auer ,sauerampfer auch noch coccus als ,surrogat des echten ribes der ,araber an4 ,letzteres sind aber die ,kermeskrner1 die durch den ,stich der ,kermesschildlaus 7,coccus ilicis7 hervorgerufenen ,auswchse der in ,sdeuropa und im ,orient einheimischen ,kermeseiche 7,quercus coccifera71 die als rote1 runde1 etwas suerliche ,kermeskrner bis vor etwa hundert ,jahren in den ,apotheken gebruchlich waren und deren frischer ,saft mit ,zucker eingekocht als ,alchermeskonfekt feilgeboten wurde4 ,beim weiteren ,suchen nach der arabischen ,heilpflanze ribes kam man dazu1 die ,beeren des ,johannisbeerstrauches in ,nordeuropa arzneilich zu verwenden und der ,pflanze diesen ,namen zu geben1 der ihm als ribs im ,dnischen und rips im ,schwedischen bis auf den heutigen ,tag verblieb4 ,gegen das ,ende des #ad4 ,jahrhunderts kam der ,johannisbeerstrauch zuerst in ,sddeutschland in ,kultur1 indem seine ,beeren medizinische ,verwendung fanden4 ,hier reift er schon um ,johanni 7#bd4 ,juni7 und wurde deshalb in ,verbindung mit seiner hnlichkeit mit den ,trauben als sant johannis trbelin bezeichnet4 ,in dem #aeci zum erstenmal in ,straburg herausgegebenen ,kreuterbuch8 des ,hieronymus ,bock heit es von ihm3 ,das holdselige beumlin1 daz die wolschmeckende rohte ,johanns ,treublein bringet1 wrt fast inn den ,lustgrten gepflantzet48 ,von hier aus hat sich die ,kultur des ,beerenobstes nach ,westen und ,norden verbreitet4 ,in ,norddeutschland finden wir es zum erstenmal im niederdeutschen ,gaerde der suntheit81 ,lbeck #adib1 wo es ,ribes und ,sunte ,johansdruuen genannt wird4 ,von ,frankreich1 wo die ,johannisbeere zuerst in einem #aecf in ,basel gedruckten dreibndigen lateinischen ,werke von ,j4 ,ruellius erwhnt wird1 kam sie nach ,belgien und ,holland und von da nach ,england4 ,gegen das ,ende des #af4 ,jahrhunderts kannte man verschiedene ,kulturrassen der ,johannisbeere1 und ,c4 ,clusius erhielt im ,jahre #aehi aus ,amsterdam eine vermutlich in ,england gezchtete weibeerige ,form1 die vorher nicht bekannt war4 ,im #af4 ,jahrhundert1 als man berall bestrebt war1 neue ,pflanzen in die ,grten aufzunehmen1 hat man die ,johannisbeere zuerst nach ,italien gebracht4 ,in einem #aefa in ,straburg gedruckten lateinischen ,werke des ,zrchers ,konrad ,gesner wird erwhnt1 da in ,florenz eine rote ,johannisbeere vorkomme mit haselnugroen ,frchten von sehr saurem ,geschmack4 ,heutigentags wird die ,johannisbeere in ,italien so gut wie gar nicht kultiviert1 denn sie gedeiht dort sehr schlecht4 ,das gleiche ist in ,griechenland der ,fall1 wo die ,frchte t phrangkostphyla1 d4 h4 ,frankentrauben1 genannt werden4 ,da nun die ,griechen alle ,westeuroper ,franken nennen1 so gibt dieser ,name an1 woher die ,johannisbeere nach ,griechenland gelangte4 ,die schwarze ,johannisbeere 7,ribes nigrum71 gleich der vorigen mit ,bltentrauben versehen1 von ihr aber durch schwarze ,beeren verschieden1 war im ,altertum den ,griechen und ,rmern ebensowenig als die rote ,johannisbeere bekannt4 ,sie hat wie diese ihre ,heimat weiter nrdlich in ,mittel- und ,nordeuropa1 durch ganz ,sibirien bis zum ,amur und im ,westhimalaja und wchst in feuchten ,wldern4 ,erst in der zweiten ,hlfte des #af4 ,jahrhunderts wurde man auf sie aufmerksam1 zunchst wohl durch ihre hnlichkeit mit der roten ,johannisbeere4 ,aber die ,frchte1 die einen entschiedenen ,geschmack nach ,wanzen haben1 fand man zunchst durchaus nicht angenehm4 ,erst spter gewhnte man sich daran und viele fanden ihn sogar hchst angenehm1 so da man seine ,frchte wie diejenigen der roten ,johannisbeere zu ,konfitre und ,gelee einmachte4 ,r4 ,dodonaeus gibt in seiner #aehc zuerst erschienenen ,botanik eine gute ,abbildung von ihr1 sagt aber1 da sie nur selten in ,grten angebaut werde4 ,le ,grand d',aussy berichtet in seinem #aghb verffentlichten ,buche ,histoire de la vie prive des ,franais1 da der von ihm cassis genannte ,strauch seit kaum #dj ,jahren in den ,grten ,frankreichs gepflanzt werde1 und zwar nur infolge einer ,broschre1 die dieser ,pflanze alle nur erdenkbaren guten ,eigenschaften andichtete4 ,aus seinen ,frchten wird ein beliebter1 sehr wohlschmeckender ,likr bereitet4 ,wie die rote und schwarze ,johannisbeere ist die ,stachelbeere 7,ribes grossularia7 im gemigten und nrdlichen ,europa und im sibirischen ,waldgebiet bis zur ,mandschurei und ,nordchina1 ebenso im westlichen ,himalaja und auf dem ,atlasgebirge einheimisch4 ,die ,griechen und ,rmer kannten sie nicht1 auch nicht in wildem ,zustande4 ,der ,strauch wird zuerst in einem ,psalmenbuch des #ab4 ,jahrhunderts als groiselier zur ,bezeichnung eines ,dornenstrauchs und die ,frucht vom ,trouvre 7 dem provenzalischen ,troubadour7 ,rutebeuf im #ac4 ,jahrhundert als groiselle erwhnt4 ,die ,umstnde1 unter denen dies geschieht1 sind aber solcher ,art1 da diese ,bezeichnung nach den ,ausfhrungen von ,fischer-,benzon eher auf den ,weidorn als auf die ,stachelbeere zu beziehen sind4 ,jedenfalls kann in diesen beiden ,fllen nur eine wildwachsende ,pflanze gemeint sein4 ,die erste unzweideutige ,erwhnung des ,stachelbeerstrauchs finden wir im bereits erwhnten1 #aecf in ,basel gedruckten lateinischen ,buche von ,j4 ,ruellius1 der darin von ihr folgendes sagt3 ,die ,beere des dornigen ,strauches wird im unreifen ,zustande wegen einer nicht unangenehmen ,sure statt saurer ,trauben zu ,saucen oder ,suppen benutzt4 ,da sie gleichsam das ,aussehen einer ,feige 7grossulus7 aufweist1 nennt das ,volk den ,strauch grossularia 7groseillier7 und die ,frucht grossula 7groseille74 ,nach erlangter ,reife wird die ,beere so s1 da sie gegessen werden kann2 dennoch wird sie bei ppigen ,mahlzeiten verschmht1 wohl aber von schwangeren ,frauen begehrt48 ,weiter sagt er1 da die ,stachelbeere in den ,grten hufig zu finden sei4 ,da er #adgd geboren wurde1 so reicht seine ,erinnerung bis in das #ae4 ,jahrhundert zurck1 und wir mssen annehmen1 da er sie allerdings in sehr wenig veredelter ,form schon als ,kind kannte4 ,in ,deutschland erwhnen sie zuerst ,hieronymus ,bock #aeci und ,konrad ,gesner #aedb als noch wenig bekannte ,gartenpflanze4 ,sie nennen sie ,grosselbeere und grossularis und empfehlen sie in erster ,linie als ,heckenpflanze4 ,erst gegen das ,ende des #af4 ,jahrhunderts war die ,kultur der ,stachelbeere in ,deutschland ziemlich allgemein geworden und erzog man bald bessere1 grofrchtige ,sorten4 ,im ,jahre #aehi erhielt der ,franzose ,carolus ,clusius1 ,botanikprofessor in ,leiden1 von ,carolus de ,tassis1 ,brgermeister von ,amsterdam1 eine aus ,england erhaltene ,stachelbeere mit roten ,frchten und #aead sah er im ,garten zu ,leiden eine ,sorte mit dunkelroten ,frchten1 whrend er vorher nur grne ,stachelbeeren mit greren ,frchten als die wilden ,arten gekannt hatte4 ,das eine steht fest1 da die ,stachelbeere als ,kulturpflanze von ,westen nach ,osten und ,norden wanderte4 ,in ,leiden gedeiht sie schlecht1 noch schlechter als die ,johannisbeere4 ,das franzsische groseillier und groseille bezeichnete ursprnglich den ,stachelbeerstrauch und seine ,frucht1 whrend die ,johannisbeere durch die ,zustze rouge und d'outre mer von ihm unterschieden wurde1 heute bedeutet es die ,johannisbeere1 von der man die ,stachelbeere als grosseille maquereaux unterscheidet4 ,gegenwrtig werden als reife ,speisebeeren die zum ,teil taubeneigroen ,formen bevorzugt1 welche ursprnglich in ,england gezchtet wurden und gern hochstmmig gezogen werden4 ,hierzu pfropft man die ,stachel- wie die ,johannisbeeren auf ,stmmchen der frher besprochenen1 #ahab aus ,nordamerika in unsere ,grten verpflanzten goldgelb blhenden ,johannisbeere 7,ribes aureum74 ,mehrere amerikanische ,stachelbeerstrucher werden bei uns als ,zierstrucher kultiviert4 ,wie ,johannis- und ,stachelbeere hat der ,mensch auch die ,himbeer- und ,brombeerstaude in ,pflege genommen und durch ,kulturauslese bedeutend veredelt1 whrend ,heidel- und ,preielbeeren nach wie vor nur im wilden ,zustande bekannt sind und noch immer wie in der ,urzeit dem ,menschen reichen ,ertrag liefern4 ,die ,heidelbeere 7,vaccinium myrtillus7 durchzieht den ,waldboden mit ihren unterirdischen braunen ,sprossen wie ein dichtes ,netzwerk1 treibt grne1 kantige ,stengel1 deren jeweilige ,triebspitze bald das ,wachstum einstellt1 whrend seitlich unter ihr ein neuer ,trieb abzweigt4 ,dadurch erhalten die bebltterten ,stengel ihre eigenartige ,verzweigung4 ,die rtlichgrnen1 kugeligen ,blten hngen einzeln an den stchen und lassen nach der ,befruchtung durch ,insekten jene wohlbekannten schwarzblauen1 dunkel bereiften ,beeren hervorgehen1 die vermge der ,frbekraft ihres dunkelroten ,saftes vielfach der ,rotwein8fabrikation dienen4 ,die eifrmigen1 dnnen ,bltter der ,heidelbeere fallen im ,herbste ab1 whrend dies bei den lederigen ,blttern der immergrnen ,preielbeere 7,v4 vitis idaea7 nicht der ,fall ist4 ,letztere ist nicht nur im ,walde zu ,hause1 wie erstere1 sondern bedeckt auch weite ,strecken auf drrem ,heideboden4 ,ihre rtlichweien1 glockigen ,blten drngen sich in ,trauben am ,triebende zusammen4 ,die leuchtendroten ,beeren reifen erst nach den ,heidelbeeren und werden weniger frisch verwendet als diese1 um so mehr aber in eingemachtem ,zustande4 ,seltener ist die auf ,moorboden wachsende ,rauschbeere oder ,sumpfheidelbeere 7,v4 uliginosum71 deren groe1 schwarze1 hellbereifte ,frchte ebenfalls ebar1 aber von fadem ,geschmack1 wenn auch nicht berauschend sind1 wie man frher flschlicherweise glaubte1 weshalb man sie ,rauschbeeren nannte4 ,sie sind indessen narkotisch und bewirken1 in ,menge genossen1 ,kopfschmerzen und ,erbrechen4 ,die ,pflanze mit viel greren und kantigen1 braunroten ,zweigen wie bei der ,heidelbeere und blulichgrnen1 ganzrandigen ,blttern1 trgt viel zur ,torfbildung bei4 ,die ,moosbeere 7,v4 oxycoccos7 dagegen1 die besonders auf den mit ,torfmoos berzogenen ,moorgrnden der ,hochmoore gedeiht1 ist ein kleines ,struchlein mit fadenfrmigem ,stengel1 zierlichen1 immergrnen ,blttchen und an langem ,stiele nickenden rosenroten ,blten4 ,die roten1 erst nach einem ,froste geniebaren ,beeren sind nur fr ,nordeuropa1 wo die ,pflanze hufig vorkommt1 wichtig und werden wie die ,preielbeeren eingemacht4 ,eine grere ,bedeutung hat neuerdings die in ,nordamerika einheimische1 unserer ,moosbeere sehr hnliche1 nur grere ,kronsbeere 7,v4 macrocarpum7 erlangt1 welche ihrer geniebaren ,frchte wegen auch bei uns zum ,anbau auf ,torfboden empfohlen worden ist4 ,in ihrer ,heimat hat man sie1 die man dort cranberry nennt1 auf feuchtem ,gelnde in grerem ,mae angepflanzt4 ,sie gibt dort reiche ,ertrge an ,beeren1 die grer und billiger als die ,preielbeeren sind4 ,viel krzere ,zeit sind zwei ,brombeerarten in ,kultur1 nmlich die nordamerikanische ,loganbeere1 die #d-f cm lange rotbraune ,frchte von angenehmem ,geschmack liefert1 und die japanische ,weinbeere1 die hellrote1 von einem rotbraun behaarten ,kelch eingeschlossene1 wohlschmeckende ,beeren von der ,gre einer ,himbeere liefert4 ,auch um die ,veredelung des ,beerenobstes hat sich der ,amerikaner ,luther ,burbank in ,kalifornien in hohem ,mae verdient gemacht4 ,welch groe volkswirtschaftliche ,bedeutung die einheimischen ,waldbeeren besitzen und welchen ,verdienst sie der sie meist kostenlos einsammelnden rmeren ,bevlkerung bringen1 kann man aus der ,angabe ermessen1 da der ,ertrag daran in besonders guten ,jahren fr das ,gebiet einer einzigen ,oberfrsterei bis #ajjjjj ,mark betragen kann4 ,illustration3 ,tafel #aee4 ,johannisbeer-,anpflanzung1 teils buschig1 teils hochstmmig gezogen1 mit dazwischen gepflanzten ,erdbeeren4 7,anlage der ,konservenfabrik ,lenzburg47 ,illustration3 ,tafel #aef4 ,zierbume und ,strucher des ,botanischen ,gartens zu ,mnchen4 ,im ,hintergrund der ,glaspalast4 ,von weiteren ,beerenfrchten sind endlich noch diejenigen der ,mistel 7,viscum album7 zu nennen1 deren zhschleimiger ,inhalt bei uns zur ,herstellung von ,vogelleim benutzt wird1 whrend in ,sdeuropa hierzu derjenige der ,riemenblume 7,loranthus europaeus7 dient4 ,dieser ,schmarotzer wchst vorzugsweise auf ,eichenarten und ,kastanien4 ,schon im ,altertum wurden die ,beeren des ,loranthus1 der bei den ,griechen ixa und bei den ,rmern viscum hie1 in dieser ,weise verwendet1 weshalb der ,vogelleim selbst bei jenen xos und bei diesen viscum hie4 ,so schreibt ,dioskurides3 ,der beste ,vogelleim wird von der runden ,frucht eines ,strauches bereitet1 der auf der ,eiche wchst und dessen ,bltter dem ,buchsbaum 7pxos7 hnlich sind4 ,die ,frucht wird zerstoen1 dann gewaschen und in ,wasser gekocht4 ,manche stellen den ,vogelleim auch kurzweg durch ,kauen der ,frucht her48 ,sein ,zeitgenosse ,plinius drckt sich ihn hnlicher ,weise aus4 ,er sagt3 ,der beste ,vogelleim kommt vom viscum der ,steineiche 7robur74 ,diese werden zur ,erntezeit gesammelt1 wenn sie noch unreif sind2 denn bei spter folgenden ,regengssen wachsen sie zwar noch1 aber der ,leimstoff nimmt ab4 ,man trocknet sie1 zerstt sie in einem ,holzmrser und kocht sie in ,wasser1 bis nichts mehr obenauf schwimmt4 ,die zhe ,masse wird dann1 bevor sie zum ,vogelfang verwendet wird1 mit ,nul zusammengeknetet4 ,sie wird auch zu erweichenden ,pflastern verwendet4 ,manche glauben1 das viscum werde durch religise ,einwirkung krftiger1 wenn man es nmlich bei ,neumond und ohne ,eisen anzuwenden von der ,steineiche sammle4 ,es sei dann auch in andern ,fllen wirksam1 vorausgesetzt1 da es die ,erde nicht berhrt habe48 ,da diese ,schmarotzer nur auf ,bumen und nicht auf der ,erde gedeihen1 hat schon die ,gelehrten des ,altertums beschftigt4 ,interessant ist1 da schon ,theophrast im #d4 ,jahrhundert v4 ,chr4 von der ,verbreitung dieser ,misteln wute1 da sie durch ,vgel 7vorzugsweise von der ,misteldrossel7 bewirkt wird4 ,er schreibt in seiner ,pflanzengeschichte3 ,jedenfalls ist es ein ,wunder1 da die ,ixia-,arten1 welche doch eine tchtige ,frucht haben1 durchaus nicht in der ,erde keimen4 ,sie wachsen nur auf ,bumen und entstehen jeweilen aus ,samen1 die von ,vgeln verschluckt worden und mit deren ,kot auf die ,bume gekommen sind4 ,manche ,eichen tragen sowohl die ,riemenblume 7ixa7 als die ,mistel 7hphear71 und zwar wchst erstere auf der ,nordseite und letztere auf der ,sdseite des ,baumes48 ,die ,mistel ist neuerdings dadurch sehr interessant geworden1 da verschiedene1 uerlich nicht unterscheidbare ,rassen von ihr festgestellt wurden1 die jeweilen nur auf bestimmten ,baumarten gedeihen4 ,so geht die auf unsern ,apfelbumen und ,schwarzpappeln verbreitete ,form wohl auf andere ,laubhlzer1 am seltensten auf ,eichen1 nicht aber auf ,nadelhlzer ber1 whrend die ,tannenmistel ausschlielich auf der ,weitanne wchst1 ,kiefern und ,fichten dagegen gemeinsam eine dritte ,form zu besitzen scheinen4 ,da die mitten im ,winter in den kahlen ,baumkronen grnenden ,bsche in der ,mythologie und im ,volksglauben unserer ,vorfahren eine gewisse ,rolle spielten1 ist sehr begreiflich4 ,nach der germanischen ,sage wurde der lichte ,gott des ,sommers1 ,baldur1 vom blinden ,wintergott ,hdur durch einen ,mistelpfeil gettet4 ,es ist dies der strahlende ,sonnengott1 der im ,winter von der ,macht der ,finsternis dahingerafft wird1 um im ,frhling aufs neue in jugendlicher ,pracht zu erstehen4 ,und da dies der ,fall sein werde1 dafr bietet der ,mistelzweig ,gewhr1 den man in ,nachahmung angelschsischer ,sitte am ,julfest neuerdings auch bei uns bei der ,wintersonnenwende in den ,wohnungen aufhngt2 denn der gabelige ,mistelzweig ist das ,symbol der ,wiederbelebung der erloschenen ,sonnenkraft1 die nach altem ,volksglauben in der ,mistel allein lebendig bleibt1 wie schon uerlich ihr ,weitergrnen auf den im ,winter wie erstorben ihrer ,bltter beraubt dastehenden ,laubbumen beweist4 ,daher rhrt die allheilende und belebende ,kraft desselben gegen alle bel4 ,am ,tage von ,baldurs ,neugeburt1 wenn die grte ,sonnenschwche vorber ist1 am ,julfest oder am ,neujahr1 sammelte man feierlich die ,allheilende81 um die ,wohnung whrend der ,festzeit damit zu schmcken und zu weihen4 hnliche mythologische ,beziehungen haben unzweifelhaft auch zu der auerordentlichen ,verehrung ,veranlassung gegeben1 die die ,mistel bei den keltischen ,volksstmmen geno4 ,ihre ,priester1 die ,druiden1 berichtet ,plinius1 kennen nichts ,heiligeres als die ,mistel und ehren auch den ,baum1 auf dem sie wchst1 namentlich wenn es eine ,eiche ist4 ,dies ist aber nur uerst selten der ,fall4 ,hatte man nun ausnahmsweise eine solche auf dem dem ,donnergotte heiligen ,eichbaum entdeckt1 so wurde sie mit groer ,feierlichkeit am sechsten ,tage nach dem ,neumond zu ,jahresbeginn eingeholt4 ,nachdem man unter dem heiligen ,baum die gehrigen ,opfer dargebracht und die ,festmahlzeit veranstaltet hatte1 bestieg der in weie ,gewandung gekleidete oberste ,druide den ,baum1 schnitt mit einer goldenen ,sichel die ,mistel ab und warf sie in seinen ,mantel4 ,diese von den ,kelten die ,alles heilende8 genannte ,pflanze durfte den ,boden nicht berhren und half dann angeblich gegen alle ,leiden1 wurde nach ,plinius insbesondere zur ,heilung der ,epilepsie verwendet4 ,derselbe rmische ,autor bezeichnet das ,neujahrsfest als den ,hauptsammeltag fr die ,mistel1 und in ,frankreich hat sich noch in manchen ,gegenden die uralte ,sitte erhalten1 da ,kinder am ,neujahr mit einem ,mistelbusch von ,haus zu ,haus laufen und mit dem ,ruf3 ,aguillaneuf 7entstanden aus3 au gui l'an neuf7 ,ewaren und ein ,geldgeschenk verlangen4 ,in ,deutschland scheint der ,ruf ,guthyl8 und das ,neujahrs-,anklopfen8 mit grnen ,ruten dem zu entsprechen4 ,zum ,schlu soll noch die ,eigentmlichkeit erwhnt werden1 da auf den faulenden ,stengeln der ,mistel ein besonderer ,pilz 7,tubercularia visci7 und auf den ,blten ein bestimmter ,blattfloh 7,psylla visci7 lebt4 #d #b4 ,band betitelt3 ,das ,leben der ,erde mit #chj ,abbildungen im ,text1 #ba ,vollbildern und #b ,stammbumen1 ,mnchen #aijh1 ,verlag von ,ernst ,reinhardt4 #e ,s4 ,nheres nebst ,abbildung in dem ,abschnitt ber akarophile ,gewchse auf ,seite #dib ff4 in ,band ,,ii des3 ,vom ,nebelfleck zum ,menschen1 betitelt das ,leben der ,erde1 ,verlag von ,ernst ,reinhardt1 ,mnchen #aijh4 ,,xxxi4 ,die ,nutzhlzer4 ,eines der wichtigsten ,rohprodukte des ,pflanzenreiches1 das auf allen ,gebieten menschlicher ,ttigkeit die mannigfaltigste ,verwendung findet1 ist das ,holz4 ,aus ihm hat sich der tertire ,urmensch neben den aufgelesenen ,steinen seine ersten ,werkzeuge und ,waffen zur ,untersttzung und ,verlngerung seiner ,arme gemacht1 bevor er sich noch ,gerte aus ,feuerstein herzustellen begann4 ,und je hher er spter in der ,kultur fortschritt und je mehr er zum ,herren der ,erde wurde1 um so grere ,bedeutung gewann fr ihn das ,holz als unentbehrliches ,rohmaterial fr alle ,bedrfnisse des tglichen ,lebens1 zu allerlei ,hantierung und zum ,brennen4 ,unter den mannigfaltigen ,holzarten1 die ihm in verschiedenen ,gegenden und zu verschiedenen ,zeiten in wechselnder ,menge und ,beschaffenheit zu ,gebote standen1 wute er dabei fr die verschiedenen ,zwecke eine ,auswahl zu treffen1 indem er bald die ,eigenschaften der verschiedenen ,holzarten kennen lernte4 ,dabei stand ihm gerade in unserm ,kontinent gegenber ,ostasien und besonders ,nordamerika eine sehr geringe ,auswahl von ,holzarten zur ,verfgung4 ,so setzen kaum #dj einheimische ,baumarten den ,wald des nrdlichen ,europa zusammen1 den ,wald der ,vereinigten ,staaten dagegen #djj4 ,die ,zahl der ,eichenarten ist in ,europa ganz auerordentlich gering1 in den ,vereinigten ,staaten und in ,mexiko dagegen recht gro2 die ,zahl der ,kiefernarten betrgt in ,europa #aj1 in ,nordamerika aber #dj2 selbst ,kanada weist noch #ae ,nadelhlzer auf4 ,aber nicht blo sind im nordamerikanischen ,wald fast alle ,baumgattungen des europischen ,waldes in einer greren ,artenzahl vertreten1 so ,eichen und ,eschen in #ac ,arten1 ,ahorne in #h ,arten1 ,birken in #g ,arten1 ,ulmen und ,nubume in je #e ,arten usw41 sondern es sind in ihm eine groe ,zahl von ,gattungen vorhanden1 die dem europischen ,walde vollkommen fremd sind1 darunter die ,hickorybume 7,carya7 mit #i weitverbreiteten ,arten1 die ,magnolien mit #g1 die ,platanen mit #c1 die ,catalpa mit #b ,arten1 der ,tulpenbaum 7,liriodendron71 der ,sassafras1 die ,sequoia mit #b ,arten1 die ,douglastanne und verschiedene andere4 ,die beiden zuletzt genannten ,gattungen1 ebenso wie die ,riesentanne 7,abies gigantea71 die ,riesenceder 7,thuja gigantea71 die ,zuckerkiefer 7,pinus lambertiana7 mit ihren vielfach ber #ajj m emporragenden und mehrere ,meter dicken ,stmmen veranschaulichen zugleich am besten1 zu welcher ,riesenhaftigkeit sich der nordamerikanische ,baumwuchs nicht nur in ,kalifornien und ,oregon1 sondern auch im appalachischen ,osten gestaltet1 wo die ,wei- und ,roteichen 7,quercus alba und ,q4 rubra71 die ,magnolien 7,m4 grandiflora71 die ,kastanien 7,castanea americana71 die ,platanen und ,pappeln vielfach gewaltige ,baumgestalten darstellen4 ,noch artenreicher als selbst das appalachische ,gebiet an der atlantischen ,seite ,nordamerikas ist das asiatische ,florenreich1 das zudem eine auffallende hnlichkeit mit ersterem zeigt2 hat es doch nicht weniger als #bej ,arten in #fe ,gattungen mit jenem gemein4 ,beide ,florenreiche aber stehen dem tertiren ,florenreiche ,europas zum grten ,teil ziemlich nahe4 ,zur ,tertirzeit wuchsen nmlich in ,europa ,riesencedern1 ,sumpfcypressen1 ,storax- und ,walnubume1 ,liquidambar1 ,tulpenbume1 ,catalpa und ,sassafras1 die vor der von ,norden her vordringenden ,vereisung im sdlichen ,teil ,nordamerikas eine ,zuflucht fanden und am ,leben blieben1 whrend sie bei uns vernichtet wurden1 und zwar ganz wesentlich infolge der ostwestlich gerichteten ,gebirge1 die ein ,entweichen nach dem ,sden ber den ,wall der ,alpen und ,karpaten nicht erlaubten4 ,auch ein ,entweichen nach ,osten war durch die ,verbindung des ,kaspischen ,meeres mit dem ,mittelmeere verhindert4 ,so war ein ,zurckweichen und ein ,wiederkehren wie in ,nordamerika weder im ,sden1 noch im ,osten ,europas mglich4 ,als die niederschlagsreichen1 kalten ,winter der ,eiszeit nachlieen und die letzte ,vereisung wich1 drangen in ,europa von ,sden nach ,norden ,bume ein1 die geringere ,wrmemengen als die einstigen tertiren zur ,vollendung ihrer ,vegetationsperiode verlangen4 ,so war nach den ,ablagerungen in den ,torfmooren die ,kiefernperiode die lteste ,waldperiode der mittel- und nordeuropischen ,lnder4 ,nur in ,dnemark scheint der ,kiefernperiode eine ganz kurze bergangszeit mit ,espen und ,birken vorausgegangen zu sein4 ,mit dem ,wrmerwerden des ,klimas folgten der ,kiefer die ,eiche nebst ,spitzahorn1 ,esche1 ,mistel und ,efeu und gelangten in der jngeren ,ankyluszeit1 whrend noch die ,landbrcke zwischen ,jtland und ,schonen bestand1 auch nach ,schweden4 ,in diese ,eichenzeit fllt die frhneolithische ,stufe der ,kjkkenmddinger mit ihren ,abfallhaufen von ,meereskonchylien1 die zu einer ,zeit entstanden sein mssen1 als das ,meer an der ,ostsee noch salziger und wrmer war als heute4 ,auf diese wrmere ,eichenzeit folgte mit der ,entstehung der vom ,meere erfllten ,litorinasenkung eine ,klimaverschlechterung1 welche zur ,folge hatte1 da zunchst die ,fichte und dann die ,buche immer weiter nach ,norden rckten4 ,in diese ,zeit fllt die ltere nordische ,steinzeit4 ,whrend der jngeren ,stein- und ,bronzezeit war der hufigste ,nadelholzbaum der ,schweiz die ,weitanne1 die wir neben viel ,eichen und besonders auch ,buchen1 seltener ,kiefern1 als hauptschlichstes ,nutzholz der ,pfahlbauzeit antreffen4 ,damals so wenig als in frherer prhistorischer ,zeit war brigens ,mitteleuropa von einem geschlossenen ,urwalde bedeckt1 vielmehr waren die ,wlder in groem ,umfange von ,steppengebieten1 ,mooren1 ,heiden und andern waldfreien ,flchen durchzogen4 ,und gerade die ,steppenstriche waren fr die lteste menschliche ,siedelungsgeschichte von hervorragender ,wichtigkeit1 denn die ltesten ,ansiedler folgten durchweg bei der ,besiedelung des ,landes den waldfreien ,strecken4 ,erst in dem ,mae als spter die ,bevlkerungsdichte zunahm und leistungsfhige ,metallwerkzeuge zum ,roden und dann ,verbrennen des ,waldes aufkamen1 wurde mit der zunehmenden ,waldvernichtung begonnen1 die selbst heute noch nicht berall zum ,stillstand gekommen ist4 ,viel schlimmer als einst unsere ,vorfahren haben neuerdings die ,nordamerikaner mit dem ,walde1 dem grten ,reichtum ihres ,landes1 gehaust4 ,weite ,gebiete der ,vereinigten ,staaten sind durch den grten ,raubbau des einst sie bedeckenden ,waldes verlustig gegangen1 was auch direkt durch ,klimaverschlechterung fr die ,einwohner fhlbar wurde4 ,in ,florida1 ,georgia und ,carolina wurden von den ,terpentinausbeutern die ,wlder der ,kstenkiefer1 welche unter einer mavolleren ,methode jahrhundertelang die beste ,einnahmequelle fr die ,bevlkerung der ,sdwestkste htte bilden knnen1 in einer ,weise ausgeraubt1 da #i_/aj des ,terpentingehaltes jedes ,baumes weggeworfen und der ausgeraubte ,baum gefllt und seinem ,schicksal berlassen wurde1 bis das ganze ,land verdet war4 ,in derselben ,weise sind die schier endlosen ,pinienwlder von ,wisconsin und ,michigan1 die ausgedehnten ,gebiete der weien ,rieseneiche im westlichen ,ohio1 ,indiana1 ,illinois1 ,kentucky1 ,missouri und ,arkansas und die unvergleichlichen ,wlder der schwarzen ,walnu1 welche die ,lndereien von ,indiana und ,illinois bedeckte1 vernichtet worden4 ,aus einer jungen ,weieiche stellte man eine einzige ,eisenbahnschwelle her und lie den ,rest verfaulen4 ,das beste ,holz war in solchem berflusse vorhanden1 da es vllig wertlos schien4 ,und so wirtschaftete der rcksichtslose ,amerikaner gedankenlos weiter1 bis das ,holz begann selten zu werden2 da erst dachte man daran1 die ,wlder zu schtzen4 ,ginge nun der ,raubbau in der bisherigen ,weise weiter1 so wrde in etwas mehr als #be ,jahren ,amerika keine ,wlder mehr besitzen4 ,man hat ausgerechnet1 da das ,land infolge ,schwindens der ,wlder mehr als #ajj ,quadratmeilen fruchtbaren ,boden jhrlich durch ,austrocknung verliert4 ,in genauem ,verhltnis zum ,raubbau der angrenzenden ,wlder vermindern sich die ,wassermassen des ,mississippi2 denn die ,wlder sind es1 die die rasche ,verdunstung des gefallenen ,regens verhindern und berhaupt die ,niederschlge veranlassen oder wenigstens begnstigen4 ,nimmt man die ,wlder fort1 so nimmt man den ,flssen ihre ,nahrungsmittel weg1 wenigstens das1 was ihnen ,nahrung mittelbar zufhrt4 ,was nicht die ,gier nach ,gewinn am ,walde sndigte1 das verschuldete in der ,union der grenzenlose ,leichtsinn und die ,schlechtigkeit der ,holzarbeiter1 ,jger und ,abenteurer1 denen jedes ,verantwortlichkeitsgefhl abgeht4 ,unfreiwillig oder freiwillig gelegt1 entflammt sich alljhrlich in der ,trockenzeit1 bald hier1 bald dort der unheimliche ,waldbrand1 nimmt durch die ,lssigkeit der sprlichen ,einwohner meist ungeheure ,dimensionen an und vernichtet das ,baumwachstum vieler ,jahrzehnte4 ,in den letzten #bj ,jahren sind durch ,waldbrnde in den ,vereinigten ,staaten etwa #bjjj ,menschen umgekommen und ist fr verschiedene ,milliarden ,mark ,materialschaden erwachsen4 ,der jhrliche ,durchschnittsverlust an ,holz durch solche ,waldbrnde lt sich auf etwa #ajj ,millionen ,mark schtzen4 ,der ,waldbrand des ,jahres #aiaj1 von dem in den ,zeitungen zu lesen war1 hat hunderte von ,menschenleben1 zahlreiche ,ortschaften1 #h ,stdte und ,wlder im ,wert von #ej ,millionen ,mark zerstrt4 ,er war klein zu nennen gegenber demjenigen von #aijh1 der herrliche ,wlder in einer ,lngenausdehnung von #cjj km im ,werte von #djj ,millionen ,mark zerstrte1 oder gar gegenber demjenigen von #ahga1 der fr ber #h ,milliarden ,mark1 d4 h4 mehr als der zehnjhrige ,holzverbrauch des ,landes betrgt1 ,wald vernichtete4 ,zu den ,waldbrnden kommen noch die gewhnlichen ,feuersbrnste1 die jedes ,jahr fr nahezu #ajjj ,millionen ,mark ,gebude und ,einrichtungen in den ,vereinigten ,staaten zerstren4 ,natrlich nimmt diese ,zerstrung das ,kapital der ,wlder in entsprechendem ,mae in ,anspruch4 ,dazu kommt der stetig wachsende ,verbrauch von ,holzpapier1 der ausgedehnten ,waldungen das ,leben kostet4 ,die zahlreichen ,zeitungen allein verschlingen jhrlich etwa #cjjj ,millionen kg ,holz4 ,die ,menge des jhrlich in der ,union geschlagenen ,holzes ist schon jetzt dreimal grer als der jhrliche natrliche ,zuwachs4 ,so hat man ausgerechnet1 da das unermelich erscheinende ,kapital1 das die ,union in ihren ,waldungen besa1 schon in einem oder sptestens zwei ,generationen aufgebraucht sein wird1 wenn nicht vorher dem unsinnigen ,holzkonsum ,halt geboten wird4 ,whrend das ,holz fr unsere ,altvordern auer dem ,verbrennungswert noch einen gewissen ,wert als ,bau- und ,werkmaterial besa1 ist in unserer ,zeit seine ,verwendungsmglichkeit ins ,ungeheure gestiegen2 denn wir machen nicht nur ,papier damit1 aus welchem ganze ,huser und selbst ,eisenbahnrder hergestellt werden1 sondern wir verfertigen daraus sogar ,kunstseide1 die immer weitere ,verwendung findet4 ,welche ,wertsteigerung dabei das ,holz erfhrt1 knnen wir aus einer diesbezglichen ,zusammenstellung ersehen4 ,ein ,raummeter ,holz wiegt nach ,o4 ,n4 ,witt #djj-ejj kg und kostet im ,walde #c ,mark4 ,derselbe ,raummeter1 als ,brennholz an ,ort und ,stelle befrdert1 erhht seinen ,wert auf #f ,mark4 ,durch ,kochen mit ,soda oder ,sulfitlauge lassen sich aus dem ,holze etwa #aej kg ,zellstoffasern isolieren2 da #ajj kg davon einen ,wert von #ae-bj ,mark besitzen1 lt sich der ,nutzungswert des ,raummeters auf etwa #cj ,mark schtzen4 ,wandelt man die ,zellstoffaser durch dnnes ,ausbreiten auf der ,papiermaschine zu ,papier um1 so ergibt sich ein ,wert fr die ,zellulose des angewandten ,raummeters ,holz von #dj-fj ,mark4 ,verspinnt man die ,zellstoffaser zu ,zellstoffgarn fr ,jute- und ,baumwollersatz1 so erzielt man ,verkaufswerte von #ej-ajj ,mark4 berfhrt man die ,zellstoffaser durch ,lsen in einer ,mischung von ,kupferoxyd und ,ammoniak 7,salmiakgeist7 und ,pressen durch feine ,dsen in eine ,surelsung1 in der sie sofort zu einem feinen ,faden erstarrt1 in knstliche ,seide1 so kommt man zu einem ,werte von #cjjj ,mark pro ,kubikmeter4 ,und gewinnt man schlielich ein fr spezielle ,zwecke ganz besonders wertvolles ,produkt knstlicher ,seide daraus1 so stellt sich der ,wert auf den angewandten ,raummeter ,holz1 der also ursprnglich #c ,mark wert war1 auf reichlich #ejjj ,mark4 ,diese ,kunstseide wird hauptschlich zur ,herstellung von ,spitzen1 ,borden1 ,bndern und ,quasten verwendet4 ,auch fr ,krawatten- und ,mbelstoffe1 ,vorhnge und ,tapeten bildet die ,kunstseide ein ausgezeichnetes ,material1 das in immer steigendem ,mae in den ,handel gelangt4 ,schon heute wird die ,gesamtwelterzeugung dieser jungen ,industrie auf #e ,millionen kg -- allerdings gegen etwa #ej ,millionen kg ,naturseide -- geschtzt4 ,allein ,deutschland verbraucht etwa #a1e ,millionen kg im ,jahresdurchschnitt1 und das ,inland war #aiji imstande1 ,kunstseide im ,betrage von etwa #aj ,millionen ,mark an das ,ausland abzugeben4 ,in bezug auf ,holzertrag sind die ,nadelhlzer die ausgiebigsten und werden daher vielfach in ,waldgebieten1 die frher ausschlielich ,laubwlder trugen1 in ausgedehnter ,weise angebaut4 ,ihr ,holz ist viel einfacher gebaut als dasjenige der ,laubbume2 ,gefe fehlen ihm ganz1 doch enthalten die meisten ,arten besondere ,harzgnge1 die beim ,erffnen durch ,einschnitte in der ,richtung des ,stammes das balsamartige ,terpentin liefern4 ,die ,lrche wird hierzu im ,frhjahr nahe dem ,boden angebohrt1 das ,bohrloch durch einen ,zapfen verschlossen und im ,herbst entleert4 ,bei der ,tanne sammelt sich das ,terpentin in ,harzhhlen der ,rinde an und fliet nach ffnung der ,beulen ab4 ,in sterreich gewinnt man auf den ,stamm jhrlich #b kg ,terpentin1 in ,westfrankreich etwa #c1f kg4 ,von starken ,fichten1 besonders alleinstehenden1 auf deren ,erhaltung es nicht ankommt1 kann man bis #dj kg ,terpentin gewinnen4 ,in ,frankreich werden ,bume im ,alter von #bj-dj ,jahren #bj-dj ,jahre hindurch1 krftigere ,individuen noch lngere ,zeit1 auf ,terpentin ausgebeutet4 ,meist wird dort die ,strandkiefer 7,pinus maritima7 dazu verwendet4 ,das deutsche ,terpentin gewinnt man von der ,kiefer 7,pinus silvestris7 und ,fichte 7,picea excelsa71 das ,straburger ,terpentin von der ,weitanne 7,abies pectinata71 das venezianische ,terpentin in ,sdsterreich von der ,lrche 7,larix europaea71 das amerikanische ,terpentin hauptschlich von ,pinus australis1 ,p4 palustris und ,p4 taeda und den ,kanadabalsam von der ,balsamtanne 7,abies balsamea und fraseri74 ,letzterer unterscheidet sich vom gewhnlichen ,terpentin vor allem durch seine starke ,lichtbrechung1 weshalb er besonders zur ,einbettung mikroskopischer ,prparate dient4 ,eine weitere wichtige ,nutzung der ,nadelhlzer ist die ,gewinnung von ,holzteer1 die in folgender ,weise von ,fichten gewonnen wird3 ,die betreffenden ,stmme werden im ,juni von sten und ,rinde bis zum ,holz in der ,hhe von etwa #b1e m befreit4 ,nur an der nrdlichen ,seite der ,baumstmme wird ein etwa #e cm breites ,band der ,rinde gelassen1 um den ,baum am ,leben zu erhalten4 ,man lt den ,baum #b-e ,jahre so stehen1 worauf die ,rinde in derselben ,weise von den ,stmmen abgeschlt wird1 doch etwa #a1e m hher1 so da die ,stmme jetzt #d m hoch kahl sind1 mit ,ausnahme des ,bandes der nrdlichen ,seite4 ,wiederum lt man den ,baum #b ,jahre so stehen4 ,dabei bedeckt sich der kahle ,teil der ,stmme mit einer dicken ,lage von ,harz4 ,dann schneidet man den an der nrdlichen ,seite gelassenen ,rindenstreifen los4 ,die ,bume werden im ,oktober oder ,november gefllt und das so behandelte ,holz zum ,meiler gebracht1 wo es etwa #a1h m hoch aufgestapelt wird4 ,hierauf wird das ,holz der ,lnge nach gespalten und nach dem ,trocknen im kommenden ,sommer in ,teermeilern unter ,luftabschlu verbrannt4 ,ist dann in #d-e ,tagen das ,brennen beendet1 so sind bei der trockenen ,destillation etwa #gejj ,liter ,teer von dunkelbrauner ,farbe und sirupartiger ,konsistenz ausgeflossen4 ,er wirkt durch seinen ,gehalt an ,kreosot fulniswidrig und dient daher zum ,anstreichen von allem der ,feuchtigkeit ausgesetztem ,holz und ,tauwerk4 ,bei der fraktionierten ,destillation gibt er zuerst leichte1 dann schwere ,teerle1 zuletzt ,kreosot und als ,rckstand ,pech ab1 womit die ,schiffe kalfatert werden4 ,birkenholzteer dient zur ,bereitung von ,juchtenleder4 ,aus ,torf- und ,braunkohlenteer bereitet man ,leuchtle1 ,schmierle und ,paraffin4 ,der belriechende1 schwarze ,steinkohlenteer gibt bei der ,destillation zuerst leichte ,kohlenwasserstoffe 7,benzol1 ,toluol usw47 ab1 die1 mit ,schwefelsure und ,natronlauge gereinigt und rektifiziert1 als ,benzin in den ,handel kommen4 ,bei weiterem ,erhitzen erhlt man die leichten ,teerle1 die hauptschlich zur ,darstellung der ,anilinfarben1 als ,leuchtle und zum ,lsen des ,kautschuks dienen1 dann schwere ,teerle1 die zum ,imprgnieren des ,holzes und als ,schmierle dienen4 ,aus ihnen wird die ,karbolsure isoliert4 ,weiterhin werden wiederum ,kohlenwasserstoffe gewonnen1 die als ,schmierle verwendet werden4 ,aus ihnen isoliert man auch ,naphthalin und ,anthracen1 die ,farbstoffe und einige pharmazeutische ,produkte liefern4 ,der ,destillationsrckstand ist das ,steinkohlenpech1 das als ,asphaltsurrogat und zu ,firnissen dient4 ,in ,europa werden jhrlich ber #gjj ,millionen kg ,teer verarbeitet1 wovon ber die ,hlfte allein in ,england4 ,wird ,teer bei unzureichendem ,luftzutritt verbrannt1 so scheidet sich viel ,kohlenstoff ab1 der als ,ru benutzt wird4 ,der ,teer ist seit dem ,altertum bekannt und gebruchlich4 ,der ltere ,plinius berichtet eingehend ber die ,herstellung und ,verwendung desselben1 den er pix liquida nennt4 ,zur ,erzeugung intensiver ,hitze berall da1 wo ,rauch- und ,flammenbildung vermieden werden mu1 z4 ,b4 im ,schmiedefeuer1 beim ,erhitzen von ,gegenstnden1 wie ,bgeleisen1 im ,zimmer usw4 benutzt man ,holzkohle1 die ein weiteres wichtiges ,produkt der ,holzausbeutung ist4 ,sie wird durch ,erhitzen von ,holz bei ,luftabschlu gewonnen4 ,bei dem aus dem ,altertum stammenden ,meilerbetrieb wird das ,holz in annhernd halbkugelfrmigen ,haufen1 ,meiler genannt1 in groen ,scheiten regelmig um drei in der ,mitte errichtete ,pfhle aufgesetzt und mit einer ,decke von ,rasen1 ,erde und ,kohlenklein bedeckt4 ,unter dieser ,decke entzndet man das ,holz und leitet die ,verbrennung bei sorgsam geregeltem1 sparsamem ,luftzutritt in der ,weise1 da nicht mehr ,holz verbrennt1 als erforderlich ist1 um die gesamte ,holzmasse auf die ,verkohlungstemperatur zu erhitzen4 ,im wesentlichen sollen nur die aus dem erhitzten ,holze sich entwickelnden ,gase oder ,dmpfe verbrennen4 ,ist die ,verkohlung vollendet1 was man an der ,farbe des entweichenden ,rauches erkennt1 so lt man den ,meiler abkhlen und nimmt ihn auseinander4 ,runde oder eckige gemauerte ,meilerfen gestatten eine leichtere1 vollstndigere ,gewinnung der ,nebenprodukte1 wie ,teer und ,holzessig1 die beim ,meilerbetrieb verloren gehen1 liefern aber geringere ,ausbeute und weniger gute ,kohle4 ,eine bessere ,leitung des ,verkohlungsprozesses erreicht man bei ,anwendung von ,retorten4 ,hierbei gewinnt man destillierte8 ,kohle1 wie sie besonders fr die ,schiepulverfabrikation erforderlich ist4 ,das bei uns in ,sddeutschland und der ,schweiz weitaus populrste ,nadelholz ist die gemeine ,fichte oder ,rottanne 7,picea excelsa74 ,sie ist eine der schnsten und ergiebigsten ,waldbume1 die bei einem ,alter von #gjj-hjj ,jahren eine ,hhe von #fd m bei einem ,stammdurchmesser von ber #b m an der ,basis erreichen kann4 ,am rtlichbraunen ,stamm mit pyramidenfrmig spitzer ,krone hngen die unteren langen ,hauptste fast herab oder sind niedergebogen1 whrend die krzeren oberen krftiger und aufgerichtet sind4 ,die #ae-be mm langen1 geraden oder schwachgekrmmten1 zweischneidig vierseitigen1 spitzen1 dunkelgrnen ,nadeln bleiben bis zum #g4 ,jahre stehen und fallen im ,gegensatz zu denjenigen der ,wei- oder ,edeltanne beim ,trocknen des ,zweiges ab4 ,die 7mnnlichen7 ,staubblten sitzen zu eifrmigen gelben1 bei der ,fichte im ,gegensatz zur ,weitanne allmhlich rot werdenden ,knueln hoch oben am ,ende starker ste zwischen den ,nadeln der letztjhrigen ,triebe1 bei der ,fichte mehr vereinzelt1 bei der ,weitanne zahlreicher4 ,wenn sie im ,mai den gelben ,bltenstaub entlassen1 weht ihn der ,wind zwischen die ,schuppen der bei der ,fichte roten bis dunkelvioletten1 bei der ,weitanne dagegen grnlichgelben 7weiblichen7 ,samenblten4 ,nach der ,befruchtung schlieen sich die geffneten ,zpfchen der letzteren1 senken sich nach abwrts und ffnen sich erst im ,oktober1 wenn der ,same voll ausgereift ist und sie braun geworden sind1 wieder1 um die geflgelten ,samen durch den ,wind verbreiten zu lassen4 ,doch fliegen sie meist erst im folgenden ,jahre aus1 wonach erst die leeren ,zapfen als ,ganzes abfallen4 ,bei der ,weitanne dagegen bleiben die ,fruchtzpfchen aufrecht auf ihren ,zweigen stehen2 zwischen den einzelnen1 breiten ,schuppen wachsen die ,enden der ,deckbltter 7,brakteen7 zierlich heraus1 und im ,september1 nach der ,reife1 ffnet sich der ,zapfen nicht1 sondern er entblttert sich allmhlich und verliert seine graubraunen ,schuppen1 bis zuletzt nur die kahle ,spindel brig bleibt4 ,wer also einen richtigen ,tannenzapfen der ,weitanne zu haben begehrt1 der mu warten1 bis etwa ein ,baum vor der ,samenreife gefllt wird oder der ,sturm einige ste mit ,fruchtzapfen herunterreit4 ,samenjahre kehren bei der ,fichte durchschnittlich alle fnf ,jahre wieder4 ,dabei bleibt der ,samen #c-e ,jahre keimfhig4 ,auch im ,alter erreicht die ,fichte wie die ,lrche nie eine eigentliche ,kronenabwlbung4 ,sie wchst ziemlich schnell1 hrt aber in der ,ebene mit #fj-hj ,jahren auf zu wachsen2 im ,gebirge dagegen wchst sie weiter und wird nicht selten #djj-fjj ,jahre alt4 ,die ,fichte ist nmlich mehr ein ,baum des ,gebirges als der ,ebene1 geht nach ,norden nicht so weit als die gengsamere ,kiefer1 liebt einen frischen1 steinigen1 humusreichen1 nicht zu flachgrundigen ,boden und viel ,bodenfeuchtigkeit1 da sie ausgiebig ,wasser verdunsten lt4 ,whrend sie erst in ,nordostdeutschland1 besonders in der ,niederlausitz1 in ,schlesien1 ,ostpreuen und jenseits der ,weichsel in die ,niederungen steigt1 ist sie mehr sdlich und westlich durchaus ein ,gebirgsbaum4 ,im deutschen ,mittelgebirge ist sie der herrschende ,baum4 ,auch im deutsch-sterreichischen ,bergland hat sie bedeutende ,massenverbreitung und dringt bis in die italienischen ,alpen und in ,frankreich bis zu den ,pyrenen vor4 ,in ,serbien erreicht sie etwa bei #dc nrdlicher ,breite ihre ,sdgrenze1 geht aber durch ,sdsibirien stlich bis zum ,amurlande4 ,in den ,alpen steigt sie bis in die ,legfhrenregion hinauf1 hher als die ,kiefer1 reicht aber in ,lappland nicht ber den #fi4 ,grad hinaus1 whrend die ,kiefer hier bis zum uersten ,saum der ,wlder reicht4 ,in ,westdeutschland1 ,belgien1 den ,niederlanden und den britischen ,inseln war sie ursprnglich nicht heimisch1 sondern wurde hier erst seit #aghj zur ,aufforstung groer dflchen eingefhrt4 ,sie eignet sich nmlich vorzglich dazu1 verdeten und verwilderten ,boden rasch zu decken und zu verbessern4 ,sie ist eine der zhesten ,waldbaumarten1 ganz besonders dazu geeignet1 auf kmmerlichen ,standorten den ,kampf ums ,dasein mit ,erfolg zu beginnen und1 wenn auch nicht siegreich zu beenden1 so doch nicht zu unterliegen und als energischer ,pionier der nchsten ,generation von ,bumen eine bessere ,sttte zu bereiten4 ,man bewirtschaftet die ,fichtenbestnde meist in #gj-ajj;jhrigem ,umtriebe4 ,in ,norddeutschland verjngt man wegen der ,sturmgefhrlichkeit in kleinen ,kahlschlgen1 in denen der herrschenden ,windrichtung entgegen fortgeschritten wird4 ,im mittleren und sdlichen ,deutschland ist man aber bei der ,fichten-,dunkelschlagwirtschaft8 geblieben4 ,wegen des ,rsselkfers lt man das zu bebauende ,land ein ,jahr ruhen4 ,dann pflanzt man die drei- oder vierjhrigen1 in ,saatbeeten erzogenen ,pflnzchen in das ,kulturfeld1 und zwar je #c oder #d ,exemplare zusammen4 ,man mischt sie auch zweckmig mit ,buchen und ,tannen1 aber nicht mit ,kiefern oder ,eichen4 ,bei #ajj;jhrigem ,umtriebe rechnet man auf den mittleren ,fichtenstandorten ungefhr #f ,festmeter vom einzelnen ,baum4 ,kaum eine andere ,holzart ist zur ,massenerzeugung so geeignet und liefert ein so gnstiges ,resultat als die ,fichte4 ,das weiche ,holz schwindet stark und ist auer als ,brennstofferzeuger besonders als ,bau- und ,werkholz beliebt4 ,die ,rinde nicht zu alter ,bume dient zum ,gerben4 ,erzeugung und ,verbrauch dieser ,materialien lassen sich nicht berblicken4 ,im ,gegensatz zur flachbewurzelten ,fichte lt die ,wei- oder ,edeltanne 7,abies pectinata7 ihre ,wurzeln tief in den ,boden eindringen und ist dadurch sturmfest2 auch ist sie dem ,schneebruch und ,insektenschden weniger ausgesetzt als jene4 ,sie kann #aj-ae ,jahre von andern ,bumen unterdrckt stehen und gedeiht1 freigestellt1 dennoch gut4 ,sie erholt sich leicht1 wenn sie jung vom ,wild beschdigt wird1 und ihre verlorene ,spitze ersetzt sie sofort durch eine oder zwei andere4 ,ihre glatte1 graue1 innen braune1 ziemlich dicke ,rinde ist an den ,stellen1 an denen sich ,terpentin ansammelt1 beulenartig aufgetrieben4 ,an dem bis ber #de m hoch werdenden ,stamm stehen die ,haupt- und ,seitenste zu drei bis sechs quirlfrmig horizontal ausgebreitet4 ,die #ac-bf mm langen1 #b mm breiten1 flachen ,nadeln mit stumpfer1 eingekerbter ,spitze sind oben glnzend dunkelgrn mit vertiefter ,mittellinie1 unten dagegen blaugrau mit zwei deutlichen1 aus je einer ,reihe weier ,punkte -- den ,spaltffnungen -- gebildeten ,lngslinien4 ,sie starren nur an den aufrechten ,gipfeltrieben rings um den ,trieb herum1 an den ,seitenzweigen ordnen sie sich kammfrmig zu beiden ,seiten des ,triebes1 so da smtliche ,nadeln ihre blattgrnreiche ,oberseite dem ,lichte zuwenden4 ,auf die ,eigentmlichkeiten der ,fruchtbildung wurde bereits hingewiesen4 ,da die ,fruchtzapfen bei der ,reife1 wenn der ,samen ausfllt1 verblttern1 werden sie fr die ,forstnutzung im ,september gepflckt4 ,die junge ,pflanze erscheint zeitig im ,frhjahr1 oder #c-d ,wochen nach der ,frhjahrssaat mit #d-h ,keimblttern1 die sich von denjenigen der ,fichte durch ihre breitere1 flachere ,form unterscheiden4 ,sie wird im ersten ,jahre etwa #b1f cm1 im zweiten #e1b cm hoch4 ,der ,zuwachs ist auf die ,dicke des ,stmmchens und auf ein oder zwei ,seitenstchen gerichtet1 die sich in horizontaler ,richtung ber den ,boden hin verbreiten4 ,das ,lngenwachstum aber ist in dieser ,zeit sehr unbedeutend4 ,im #ad4 oder #ae4 ,jahre hat die junge ,weitanne erst eine ,hhe von #ae-fj cm erreicht1 whrend die viel schneller wachsende ,fichte in dieser ,zeit bedeutend grer geworden ist4 ,bis zum #ajj4 ,jahre wchst nun die ,weitanne jhrlich um etwa #cj cm1 von da an weniger4 ,vom #cj4 ,jahre an beginnt sie ,frchte zu tragen4 ,auch sie kann #djj bis #fjj ,jahre alt werden und eine ,hhe von #fc m bei einem ,umfang von gegen #f m erreichen4 ,die ,weitanne fordert wie die ,rotbuche einen hheren ,feuchtegrad der ,atmosphre und gemigtere ,temperatur als die ,fichte4 ,sie liebt daher im ,gebirge vorzugsweise die westlichen und nrdlichen ,einhnge4 ,den besten ,weitannenboden liefern die feldspatreichen ,urgebirgsarten1 ,granit und ,gneis1 ferner tonreiche ,schiefer und ,konglomerate4 ,der ,boden mu tiefgrndig und humusreich sein4 ,als ,waldbaum gehrt sie den hheren ,stufen des mitteleuropischen ,berglandes und den sdosteuropischen ,gebirgslandschaften meist in einer ,hhe von #hjj-abjj m ber ,meer im mittleren1 von #abjj-agjj m im sdlichen ,europa an4 ,zur hchsten ,vollkommenheit gedeiht sie nur im ,bestandsschlu81 da sie einen erheblichen ,schneedruck ertrgt und in der ,jugend des ,schutzes durch ,altstmme bedarf4 ,wird sie in reinen ,bestnden angepflanzt1 so gehrt ein ,umtrieb von #adj bis #afj ,jahren dazu4 ,hufiger mischt man sie unter ,buchen und ,fichten4 ,die ,tannenbestnde werden am besten in frostfrei liegenden ,samenschlgen verjngt4 ,man st wegen der ,frostgefahr und des ,musefraes im ,frhjahr und bedeckt die ,samen hchstens #j1h cm tief mit ,erde4 ,sind die ,pflnzlinge #b ,jahre alt1 so werden sie umgepflanzt1 werden aber erst mit #f ,jahren an ihren definitiven ,standort gebracht4 ,verwendet man ,wildlinge1 so sind sie mit ,ballen einzusetzen4 ,aus der ,weitanne gewinnt man das beste ,terpentin von hellgelber ,farbe1 mit zitronenartigem ,geruch und einem ,gehalt von #cd bis #ce ,prozent ,terpentinl4 ,das weie1 leicht spaltbare ,holz steht im ,verbrennungswert um #j1b niedriger als dasjenige der ,fichte1 dagegen um #j1ad hher als dasjenige der ,kiefer und um #j1af hher als dasjenige der ,rotbuche4 ,es gibt ein treffliches ,bauholz1 das an ,dauer1 ,tragkraft und ,elastizitt ein wenig hinter dem ,fichtenholz zurcksteht und darin ungefhr dem ,kiefernholz gleichkommt4 ,es wird besonders zu ,span- und ,schnitzholz1 zu ,schachteln1 ,siebrndern1 ,bttcherarbeiten und gedrechselten ,waren sehr geschtzt4 ,da die ,stmme1 soweit sie astrein sind1 ziemlich gleichstark bleiben1 eignen sie sich vorzglich zu ,mastbumen4 ,das ,holz junger ,stmme gibt die besten ,resonanzbden fr ,musikinstrumente4 ,meist benutzt man junge ,weitannen mit farbigen ,bndern geziert zu ,maibumen und beim ,aufpflanzen auf den ,giebel neu aufgerichteter ,huser1 ebenso als ,weihnachtsbaum1 da diese ,baumart vor den ,fichten den ,vorzug hat1 beim ,trocknen die ,nadeln nicht zu verlieren4 ,schon die alten ,germanen schmckten beim ,julfest ihre ,behausung mit ,tannenzweigen als ,symbol der ,unvergnglichkeit des ,naturlebens4 ,dieses heidnische ,julfest wurde nach der ,einfhrung des ,christentums zum ,weihnachtsfest umgedeutet1 das aber erst seit der ,mitte des #ag4 ,jahrhunderts durch einen geschmckten ,weihnachtsbaum mit angezndeten ,kerzchen gefeiert wird4 ,der erste nachweisbare ,weihnachtsbaum brannte in ,straburg4 ,in ,skandinavien1 ,nord- und ,ostruland und ganz ,nordasien ist die ,altaifichte 7,picea obovata7 heimisch1 whrend im ,morgenlande die ,sapindusfichte 7,p4 orientalis7 als ein #cj m hoher ,baum mit dichter1 feiner ,verzweigung1 sehr gedrngt stehenden1 kurzen1 glnzend dunkelgrnen ,nadeln und harzreichem ,holz auf dem ,taurus und ,kaukasus dichte ,wlder bildet4 ,in ,serbien1 ,bosnien1 ,montenegro und ,bulgarien bildete die ber #dj m hoch werdende ,omorikafichte 7,p4 omorika7 von sehr schlankem ,wuchs1 mit silberweien ,streifen auf der ,unterseite der glnzend dunkelgrnen ,nadeln groe ,wlder1 ist aber heute durch anhaltende ,raubwirtschaft auf wenige ,standorte beschrnkt4 ,diese1 wie auch die im ,kaukasus und im pontischen ,gebirge heimische ,nordmanns-,weitanne 7,abies nordmanniana7 mit schwrzlichgrauer ,rinde1 unterseits blulichwei gestreiften ,nadeln und sehr groen1 mit ,harz bedeckten ,fruchtzapfen1 die in ,griechenland heimische griechische ,tanne 7,a4 cephalonica7 mit spitzen ,nadeln1 die schne1 ber #fj m hoch werdende spanische ,tanne 7,a4 pinsapo71 die in den ,gebirgen ,sdspaniens und ,nordafrikas noch ,bestnde bildet1 und die sibirische ,tanne 7,a4 sibirica7 werden bei uns kultiviert4 ,desgleichen kultiviert man von amerikanischen1 die in ihrer ,heimat eine groe ,bedeutung als ,nutzhlzer haben1 die ,schwarzfichte 7,picea nigra71 einen etwa #be m hohen ,baum mit schwrzlicher ,rinde1 dunkelgrnen1 durch die weilichen ,spaltffnungen blaugrn erscheinenden ,nadeln und #c cm langen1 in der ,jugend schn violetten ,zapfen4 ,sie bildet mit der ,rotfichte 7,p4 rubra71 einem bis #bj m hohen ,baum mit rtlichem ,holz und frischgrnen ,nadeln1 und der ,weifichte 7,p4 alba71 einem #be-cj m hohen ,baum mit graugrnen1 blaugrn erscheinenden ,nadeln und #c-d cm langen ,zapfen im nordstlichen ,nordamerika grere ,bestnde4 ,ihr ,holz ist dauerhafter als das der beiden zuletzt genannten ,arten4 ,whrend in unsern ,mittelgebirgen die mehr wrmeliebende ,tanne die tieferen ,lagen1 die meist auch besseren ,untergrund haben1 einnimmt1 und die ,fichte hher hinaufsteigt1 vermgen beide nicht auf sonnigen1 trockenen ,hngen oder auf schlechtem1 steinigem ,boden zu gedeihen4 ,dagegen tut dies die ,kiefer oder ,fhre 7,pinus silvestris71 die ihre ,wurzeln tief durch die engsten ,felsspalten zu zwngen versteht und wie im kargen ,felsboden1 so auch im magersten ,sandboden fortzukommen vermag4 ,nicht weniger als der gesamten ,waldflche ,deutschlands1 besonders die von der letzten ,eiszeit herrhrenden sandigen ,gebiete des ,nordostens1 sind mit ihr bestanden4 ,durch sie ist es berhaupt fr den ,menschen mglich geworden1 die unfruchtbaren ,sand-1 ,heide- und ,moorgegenden ,norddeutschlands zu besiedeln4 ,im ,naturwald kommt die ,kiefer nur auf ganz nahrungsarmem ,boden rein vor4 berall auf den mittleren und besseren ,bodenarten sind die ,bestnde mit ,eichen1 ,birken und ,buchen durchsprengt4 ,von den ,grenzen ,italiens bis ,lappland wird sie gefunden und reicht von ,frankreich bis nach ,sibirien4 ,sie gedeiht im hohen ,norden ,rulands noch1 wo kein ,baum mehr fortkommt1 und geht in ,norwegen bis zum #gj4 ,grad nrdlicher ,breite1 wo die nrdlichsten ,kiefernwaldungen der ,erde sind4 ,in ,sdeuropa wchst sie nur auf ,gebirgen2 in ,griechenland1 namentlich auf den ,gebirgen ,makedoniens1 wird sie in ber #bjjj m ,hhe1 wie an der ,baumgrenze im ,norden1 strauchartig4 ,der #be-cc m hohe ,baum bildet nach erreichtem ,hhenwachstum seine zuvor pyramidenfrmige ,krone schirmfrmig aus4 ,der #j1f-a1b m dicke ,stamm ist mit dicker1 lngsrissiger ,borke bedeckt1 die unten schwarzgrau1 weiter oben rotbraun und zu oberst leuchtend braungelb gefrbt ist4 ,im freien ,stande ist sie der ,lnge nach mit sten besetzt und blht vom #ae4 ,jahre an1 whrend sie in geschlossenen ,bestnden bis hoch hinauf die infolge ,lichtmangels abgestorbenen ste abwirft1 nur eine unbedeutende1 lockere ,krone bildet und erst vom #ej4 ,jahre an blht4 ,durch die tief in den ,boden eindringenden ,wurzeln ist die ,kiefer sturmfester als die nur ein oberflchliches ,wurzelwerk ausbildende ,fichte1 leidet aber an ihrer weit ausgreifenden1 fast kuppelfrmig gewlbten ,krone mehr durch ,schneedruck als jene4 ,die ,nadeln der ,kiefer sind lnger und dnner als diejenigen der ,fichte und ,tanne1 #b1e bis fast #h cm lang1 matt blaugrn1 sind im ,querschnitt halbkreisfrmig und kommen1 mit der abgeflachten ,seite gegeneinander gestellt1 zu je zweien aus einer hutigen ,scheide1 die eigentlich ein stark verkrzter ,seitentrieb ist4 ,sie werden im ,alter dunkler grn1 sind von mehreren ,harzgngen durchzogen und fallen im ,herbst des dritten oder vierten ,jahres ab4 ,an der ,spitze der hellgrnen1 jungen ,triebe erscheinen im ,april und ,mai gestielte1 kugelige ,zpfchen von brunlichroter ,farbe1 die ,samenblten1 whrend am ,grund anderer die reich mit goldgelbem ,pollen gefllten grnen1 mnnlichen ,bltenktzchen hervorbrechen4 ,dieser ergiet sich so reichlich1 um vom ,winde auf die weiblichen ,blten getragen zu werden1 da er nach einem ,gewitterregen die ,oberflche von ,wasserrinnen und ,grben dicht berzieht2 so ist es begreiflich1 da man einst1 bevor man die ,natur dieses berzuges erkannt hatte1 die ,fabel vom ,schwefelregen erfinden konnte4 ,die ,zapfen der ,kiefer sind erst im ,sptherbst des zweiten ,jahres ausgereift1 sie sind dann mattgrau1 eifrmig1 ffnen sich aber erst im ,mrz des dritten ,jahres durch ,auseinanderweichen der holzigen ,fruchtbltter1 um die nach oben in einen langen1 hutigen ,flgel auslaufenden ,samen vom ,winde entfhren zu lassen4 ,aber auch wenn sie geleert sind1 bleiben sie noch lange am ,baume hngen1 bis sie der ,wind abreit4 ,dann werden sie als ,kienpfel8 vielfach gesammelt und geben ein gutes ,brennmaterial4 ,die junge ,kiefer braucht zu ihrem ,gedeihen reichliche ,belichtung und ist deshalb mit sehr raschem ,jugendwachstum ausgestattet1 das ihr erlaubt1 sich bald ber die langsamer wachsenden ,holzarten ihrer ,umgebung hinauszuheben4 ,dabei kommt der regelmige ,aufbau der jhrlichen ,astquirle besonders klar zum ,ausdruck1 zumal die ,kiefer niemals stchen zwischen den ,quirlen entwickelt4 ,auch ihre lichte ,zweigstellung weist darauf hin1 da sie mehr ,sonne und ,licht bedarf als ,tanne und ,fichte4 ,da in diesem ,falle der ,stamm besonders der ,erwrmung ausgesetzt ist1 kann ihm die dicke ,schutzborke1 durch die sich die ,licht liebenden ,hlzer im allgemeinen von den ,schatten ertragenden ,baumarten unterscheiden1 nur von ,vorteil sein4 ,um junge ,kiefernpflanzen zu erzielen1 st man den ,samen in ,rillen und verpflanzt in der ,regel die einjhrigen1 seltener die zweijhrigen ,pflnzchen in die ,bestnde1 die vierjhrigen mssen1 wenn sie nicht eingehen sollen1 sorgfltig mit ,ballen versehen sein4 ,in ,mischbestnden bleibt die ,kiefer gesunder als in reinen ,bestnden4 ,sie wchst in der ersten ,hlfte ihres ,lebens viel schneller als in der zweiten1 vom #ej4 bis #hj4 ,lebensjahre wchst sie langsamer1 aber gleichmiger fort und erreicht ein ,alter von ungefhr #cjj ,jahren4 ,das gelbliche bis rtlichweie ,holz besonders der nicht zu rasch aufgeschossenen ,stmme ist infolge seines ,harzreichtums sehr dauerhaft und deshalb besonders zu ,erd- und ,wasserbauten viel begehrt4 ,frher wurden mit ,vorliebe ,schiffsmasten aus ihm hergestellt1 whrend man es neuerdings mehr zu ,eisenbahnschwellen und zur ,holzpflasterung verwendet4 ,besonders gut eignet sich dazu das engringige skandinavische ,kiefernholz1 whrend als ,zimmerholz dasjenige der amerikanischen ,kiefern1 besonders das pitchpine1 vorgezogen wird4 ,aus dem harzreichen ,stockholze gewann man frher mehr als heute ,kienl und ,kienru2 auerdem liefert die ,kiefer ,terpentin1 ,teer und ,pech1 die ,rinde ,gerbstoff4 ,die gallertartige1 se ,borke wird in ,schweden roh und zubereitet gerne gegessen4 ,die ,kiefer hat besonders unter den ,insekten eine groe ,anzahl gefhrlicher ,feinde1 unter denen der ,kiefernspinner1 die ,nonne1 die ,kieferneule1 der ,kiefernspanner1 der groe und kleine ,kiefernrsselkfer1 die groe und kleine ,kiefernblattwespe und der ,kiefernmarkkfer zu nennen sind4 ,im ,gebirge ist die ,kiefer durch die ,bergkiefer1 auch ,knieholzkiefer oder ,legfhre1 ,latsche genannt 7,pinus montana frher ,p4 pumilio7 vertreten4 ,sie ist auerordentlich anpassungsfhig an die verschiedensten ,standorte1 wechselt dementsprechend auerordentlich in bezug auf ,wuchs1 ,form und ,aussehen1 so da schon ,sachkenntnis dazu gehrt1 sie unter allen ,umstnden zu erkennen4 ,in der baumlosen ,hochgebirgsregion -- in den ,alpen von #adjj-bjjj m ,hhe -- berzieht sie als niederes1 dem ,boden angedrcktes ,knieholz sehr weite ,flchen und bildet einen vortrefflichen ,schutz gegen ,lawinengefahr1 da sie1 wegen ihrer groen ,biegsamkeit den ,schneedruck aushaltend1 groe ,schneemassen festzuhalten vermag4 ,andererseits gedeiht sie auch im lockeren ,flugsande der ,dnen1 wo sie1 besonders in ,dnemark1 zur ,festhaltung des ,sandes angepflanzt wird4 ,zu ihren natrlichen ,standorten gehren auch die ausgedehnten ,hochmoore des ,alpenvorlandes1 wo sie bald strauchartig ihre ste bogenfrmig vom ,boden erhebt1 bald als aufrechter1 bis #ae m ,hhe erreichender ,baum mit ,kiefern und ,birken vermischt kleine ,bestnde bildet4 ,diese letztere ,form wird auch als ,spirke8 bezeichnet1 whrend bei der eigentlichen ,legfhre der ,stamm dem ,boden anliegt und erst gegen die ,spitze zu sich allmhlich aufrichtet1 um der ,sonne entgegenzustreben4 ,alle ,formen der ,bergkiefer unterscheiden sich von der gemeinen ,kiefer durch eine nach ,strke und ,frbung viel mehr an die ,fichte als an die ,kiefer erinnernde ,borke1 durch gedrungenen ,wuchs1 durch dauerhaftere1 dunkelgrne1 krzere und dickere ,nadeln und kleine nicht mattgraue1 sondern glnzend braune1 nach dem ,aufspringen fast kugelige ,zapfen4 ,das dichte1 feine ,holz dient zu ,drechslerarbeiten und ,schnitzereien2 auch gewinnt man aus ihm statt ,terpentinl das besonders zu ,inhalationen bei ,bronchitis beliebte ,latschenl1 das ein altes ,volksheilmittel ist und besonders in ,bayern und ,tirol viel angewandt wird4 ,vom ,wienerwald bis ,sizilien1 von ,sdspanien bis nach ,kleinasien findet sich1 zumeist in ,korsika1 im ,apennin und in ,bithynien1 die der gemeinen ,kiefer hnliche1 aber mit grauschwarzer ,borke und dunklen1 grnen ,nadeln versehene1 #cj-ch m hohe ,schwarzkiefer 7,pinus laricio7 mit pyramidenfrmiger ,krone1 die sich erst im ,alter wlbt4 ,sie ist der schon mehrfach in der ,ilias als pek genannte ,baum1 der schon bei den alten ,griechen zur ,terpentin- und ,harzgewinnung ausgebeutet wurde4 ,das harzreiche ,holz wurde1 weil nicht faulend1 besonders zu ,pfhlen1 dann aber auch zur ,herstellung von ,fackeln verwendet4 ,die ,fackelmacher bildeten im alten ,griechenland ein besonderes ,gewerbe4 ,in derselben ,weise wurde sie bei den ,rmern ausgebeutet4 ,heute wird sie besonders in ,frankreich zur ,harzgewinnung kultiviert1 wie in den sterreichischen ,alpen ihre ,abart1 die sterreichische ,kiefer 7,pinus nigricans74 ,bei uns wird neuerdings die aus sterreich eingefhrte ,schwarzkiefer infolge ihrer beraus groen ,gengsamkeit in bezug auf den ,boden zur ,aufforstung von dland verwendet2 doch kann sich ihr ,holz an ,gte mit demjenigen unserer gemeinen ,kiefer nicht messen4 ,ebenfalls zur ,harznutzung wird die in ,sdeuropa und ,kleinasien im ,gebirge nahe der ,meereskste hufig angetroffene ,strandkiefer 7,p4 maritima7 bentzt4 ,im ,westen von ,algerien bildet sie noch ausgedehnte ,wlder4 ,der schne1 #be-cj m hohe ,baum mit pyramidenfrmiger ,krone1 langen1 dunkelgrnen1 etwas gekrmmten ,nadeln und braunen ,zapfen ist in fast alle am ,meere gelegene ,lnder eingefhrt worden4 ,vornehmlich aber der ,terpentingewinnung dient die als ,terpentinkiefer 7,p4 pinaster7 bezeichnete ,abart derselben4 ,der sehr hoch werdende ,baum hat einen grauschwarzen ,stamm1 sehr rauhe ste mit ziemlich dicken1 lebhaft grnen ,nadeln und grauen ,zapfen und wird auf dem drren ,heideboden der ,landes in ,sdwestfrankreich im groen zur ,terpentingewinnung kultiviert4 ,ihr wurde von der ,wissenschaft die ,bezeichnung der alten ,rmer fr ,kiefer1 pinaster1 gegeben4 ,den lateinischen ,namen pinus dagegen erhielt von den ,rmern die in ,sdeuropa heimische ,pinienkiefer oder ,pinie 7,pinus pinea71 ein #ab-af m hoher ,baum mit malerischer ,schirmkrone1 #ac-bj cm langen ,nadeln mit #aa-ac cm langen ,zapfen mit ebaren ,samen1 ,piniennsse oder1 nach dem italienischen pignoli1 als ,pignolen bezeichnet4 ,er bildet heute noch stellenweise in ,griechenland und ,italien ,wlder1 von denen der ,pineta genannte ,pinienwald bei ,ravenna der bekannteste ist4 7,taf4 #ig47 ,der ltere ,plinius gibt uns eine eingehende ,beschreibung der ,kultur der ,pflanze1 von der der ,dichter ,vergil sagt3 ,die ,pinie 7pinus7 ist der schnste ,baum der ,grten1 die ,esche 7fraxinus7 der schnste ,baum der ,wlder1 die ,pappel 7populus7 der schnste der ,flsse1 die ,tanne 7abies7 aber der schnste der ,hochgebirge48 ,das hufigste und ntzlichste ,nadelholz ,griechenlands aber war die von den alten ,hellenen ptys genannte ,aleppokiefer 7,pinus haleppensis7 mit #g-i cm langen1 fadenfrmigen ,nadeln und #h-aj cm langen1 bergebogenen1 kegelfrmigen ,zapfen4 ,mit letzterem1 der auch von der gemeinen ,pinie genommen wurde1 war der mit ,efeu und ,weinlaub umwundene ,thyrsosstab der ,bacchanten gekrnt1 weil mit dem von diesem ,baume gewonnenen ,harz der ,wein zur ,konservierung resiniert81 d4 h4 geharzt wurde4 ,mit einem ,kranze aus seinen ,zweigen wurden die ,sieger der dem ,meergotte ,poseidon zu ,ehren alle zwei ,jahre abgehaltenen ,isthmischen ,spiele an der den ,peloponnes mit dem brigen ,griechenland verbindenden ,meerenge von ,korinth geschmckt4 ,seine ,stmme lieferten den ,griechen auer ,harz und ,terpentin das beste ,schiffsbauholz4 ,von nordamerikanischen ,kiefern1 die eine ber ihr ,vaterland hinausgehende ,bedeutung erlangt haben1 ist die hauptschlich das amerikanische ,terpentin liefernde ,weihrauchkiefer 7,pinus taeda7 mit fast weihrauchartigem ,harz1 dann die ebenfalls im atlantischen ,gebiet der ,union ausgedehnte ,wlder bildende ,pechkiefer 7,p4 rigida71 ferner die ,terpentinkiefer 7,p4 palustris7 zu nennen1 deren gelbrotes ,holz als pitchpine wegen des verhltnismigen billigen ,preises in groer ,menge bei uns eingefhrt und besonders zu ,fubden1 ,vertfelungen1 ,innenausstattung von ,trambahnwagen1 seltener zu ,mbeln ,verwendung findet4 ,unter demselben ,namen wird auch das ,holz der auf dem ,felsengebirge noch in groen ,bestnden vorkommenden ,gelbkiefer 7,p4 ponderosa7 in den ,handel gebracht1 whrend das ebenfalls gelbe ,holz der in den ,sdstaaten der ,union und in ,mexiko wachsenden ,besenkiefer 7,p4 australis7 als yellow pine reiche ,verwendung findet4 ,auch sie liefert viel ,harz und ,pech sowie ,terpentin4 ,noch grer als sie werden ,coulters- und ,sabines-,kiefer 7,p4 coulteri und ,p4 sabineana71 die wie die vorigen als ,zier- und ,nutzbume bei uns kultiviert werden4 ,die grte ,bedeutung kommt aber als ,zier- und ,nutzholz der schlanken ,weymouthskiefer 7,p4 strobus7 aus dem atlantischen ,gebiet ,nordamerikas zu1 die seit #agje1 als sie ,lord ,weymouth nach ,europa brachte1 das ,brgerrecht bei uns erworben hat4 ,sie besitzt #aj-af cm lange1 hellgrne1 fein geriefte ,nadeln und langgestreckte1 groschuppige ,fruchtzapfen4 ,sie ist durch ihr rasches ,wachstum ausgezeichnet und liefert ein weies1 geradfaseriges ,holz1 das bei uns hauptschlich zu ,kisten1 ,rollden usw4 verarbeitet wird4 ,noch weit grer als sie wird die #hj-if m ,hhe bei einem ,stammdurchmesser von #d1h m erreichende kalifornische ,riesenkiefer 7,p4 lambertiana71 die durch blaugraue1 #aj-ac cm lange1 am ,rande fein gezhnelte ,nadeln ausgezeichnet ist4 ,bei ihr entspringen wie bei der ,weymouthskiefer und den folgenden ,kieferarten einschlielich der ,arve die ,nadeln zu #e aus einer ,scheide4 ,nur etwa #ch m hoch mit #h-aj cm langen1 gekielt dreikantigen ,nadeln und #dj cm langen ,zapfen wird die im ,sden der ,union und in ,mexiko wachsende ,acahuitfichte 7,p4 ayacahuitle7 -- bei den alten ,mexikanern ayaquahuitl genannt --1 deren ,holz auerordentlich harzreich ist und aus deren ,zapfen ein klares1 wohlriechendes ,terpentin tropft1 das in seiner ,heimat vielfach ,verwendung findet4 ,wie die ,pinie ebare1 als ,zirbelnsse bezeichnete ,samen1 hat auch die ,zirbelkiefer oder ,arve 7,p4 cembra7 geniebare ,frchte4 ,dieser stattliche ,baum mit #aj-ac cm langen1 steifen1 dreikantigen ,nadeln und #h-aj cm langen1 eifrmigen ,zapfen ist bei uns ein ausgesprochener ,bewohner des ,hochgebirges1 der bis an die ,baumgrenze 7ber #bjjj m7 hinansteigt und hier dem ,wanderer als eine prchtige ,erscheinung entgegentritt4 ,leider ist aber dieser ,baum in den ,alpen entschieden im ,rckgang begriffen1 da er den erfolgreichen ,wettbewerb lebenskrftigerer ,arten nicht aushlt4 ,in den ,karpaten steigt er tiefer hinab als in den ,alpen und bildet in ,sibirien auf dem flachen ,lande ausgedehnte ,wlder4 ,auf den ,gebirgen ,asiens und im uersten ,nordosten ,sibiriens bildet die ,arve eine der ,legfhre entsprechende1 als ,legarve bezeichnete ,form4 ,diese nordische ,arve ist durch gewisse biologische ,unterschiede von der alpin-karpatischen verschieden1 sie keimt und wchst rascher1 wird hher 7#ce-db m1 whrend sie im ersteren ,gebiet sehr selten #bj m hoch wird und nie ber #bd m hinausgeht71 ist mit einem ,wort noch lebenskrftiger als die mehr im ,sden vorkommende4 ,ihr rtlich gelbes ,holz dient mit ,vorliebe zum ,bau der ,alphtten1 zur ,vertfelung der ,zimmer der ,gebirgsbewohner 7z4 ,b4 im ,engadin7 und liefert wegen seiner ,gleichmigkeit ein vortreffliches1 viel benutztes ,material zu ,schnitzarbeiten4 ,gleicherweise ein ,hochgebirgsbewohner wie die ,arve1 aber ein solcher1 der im ,gegensatz zu jener von seinem ursprnglichen ,wohngebiet hinabstieg und vom ,menschen weithin auch in den ,niederungen angesiedelt wurde1 ist die ,lrche 7,larix decidua71 die insofern von allen europischen ,nadelhlzern eine ,ausnahmestellung einnimmt1 als sie nicht immergrn ist1 sondern im ,herbst regelmig ihre ,nadeln abwirft4 ,diese mssen also viel zarter gebaut sein1 als die der brigen ,nadelhlzer4 ,sie sind nur #b1e cm lang und stehen an den jungen ,trieben einzeln in spiraliger ,anordnung2 im zweiten ,jahr aber bilden sich kurze1 knopffrmige ,seitentriebe1 an denen die ,nadeln1 zu #ae-cj vereinigt1 hellgrne ,bschel bilden4 ,sowohl die hngenden1 gelben ,pollenblten1 als die aufrechten1 roten ,fruchtblten bilden sich an lteren ,zweigen1 und die #d cm langen1 eifrmigen ,zapfen bleiben mehrere ,jahre am ,baum2 die ,samen aber werden an dem auf die ,blte folgenden ,frhjahr daraus entlassen4 ,die ursprngliche ,heimat dieses #be-de m hohen ,baumes mit anfangs gelbbrauner1 spter grauer1 rauher1 rissiger ,rinde ist ,nordruland und ,sibirien1 von wo sie zur ,eiszeit mit der weniger anpassungsfhigen ,arve nach ,sden kam und mit dem ,wrmerwerden des ,klimas sich wiederum nach ,norden und auf die khlen ,gebirgslagen zurckzog4 ,im ,flachlande leidet sie sehr durch einen ,pilz 7,peziza willkommi71 der krebsige ,wucherungen am ,holze hervorruft1 und durch die ,lrchenminiermotte 7,coleophora laricinella71 deren ,larve die ,nadeln ausfrit4 ,wenn sie trotzdem immer wieder bei uns angepflanzt wird1 so ist daran die hervorragende ,gte ihres im ,kern auffallend braunroten ,holzes schuld1 das seiner ,festigkeit und durch seinen reichen ,harzgehalt bedingten auerordentlichen ,dauerhaftigkeit wegen ein vortreffliches ,bauholz liefert4 ,die junge ,rinde wird als ,gerbmaterial derjenigen der ,fichte vorgezogen1 und durch tiefe ,bohrlcher wird der hauptschlich im ,kernholz enthaltende venezianische8 ,terpentin in den ,sdtlern der ,alpen1 vorzugsweise um ,meran1 ,bozen und ,triest1 gewonnen4 ,von der im mitteleuropischen ,gebirge wachsenden ,lrche ist die sibirische ,lrche 7,l4 dahurica7 nur durch die nicht berhngenden ,zweige1 durch die weniger zahlreich gebschelten ,nadeln und durch die am ,rande etwas eingebogenen ,zapfenschuppen verschieden4 ,in ,japan wchst die zartschuppige ,lrche 7,l4 leptolepis71 whrend im westlichen ,nordamerika die #dj bis #hj m hohe ,larix occidentalis von schlankem ,wuchs und festem ,holz ausgedehnte ,waldungen bildet4 ,im stlichen ,nordamerika dagegen bildet von ,virginien bis ,kanada die zierliche1 leicht bezweigte ,larix pendula von #cj m ,hhe groe ,bestnde und liefert ein gutes ,nutzholz4 ,mit der ,lrche verwandt und hauptschlich durch auch im ,winter bleibende ,nadeln und grere1 #i cm lange1 mehrere ,jahre zur ,reife bedrfende ,fruchtzapfen1 sowie ihre schirmfrmige ,krone verschieden ist die ,ceder 7,larix cedrus74 ,die bekannteste ,art ist die auch als ,cedrus libani bezeichnete ,libanonceder1 die einst auf allen ,gebirgen ,syriens und ,kleinasiens ausgedehnte ,waldungen bildete1 welche aber im ,laufe der ,zeit bis auf geringe ,reste dem ,menschen zum ,opfer fielen1 da ihre mchtigen ,stmme ein treffliches ,bau- und ,schiffsholz abgaben1 das sehr gesucht war und weithin ausgefhrt wurde4 ,das ,cedernholz1 das schon im ,gesetze des ,moses als ,opfergabe genannt wird1 ist das weieste und am wenigsten harzhaltige unter allen ,nadelhlzern2 es ist sehr geradfaserig und deshalb leicht spaltbar4 ,noch zur ,zeit des ,knigs ,hiram von ,tyrus 7#ajja-ifg v4 ,chr471 des ,freundes und ,bundesgenossen der jdischen ,knige ,david und ,salomo1 war der ganze ,libanon1 wie der ,antilibanon1 das ,taurus- und ,amanusgebirge von ausgedehnten ,cedernwldern bedeckt1 aus denen die umliegenden ,frsten das ntige ,bau- und ,schiffsholz holen lieen4 ,schon der altbabylonische ,priesterknig ,gudea von ,lagasch lie nach den uns erhaltenen ,inschriften um #bjjj v4 ,chr4 ,cedernholz zur ,bedachung seines ,tempels vom ,amanusgebirge an der ,kste des ,mittelmeers holen4 ,dasselbe berichten uns mehr als #ajjj ,jahre spter die groen ,assyrerknige4 ,in der ,bibel wird erzhlt1 wie ,knig ,salomo das ,geblk zu dem von ihm erbauten herrlichen ,tempel ,jahves in ,jerusalem von den ,cedernhainen des ,libanons beschaffen lie4 ,wie im holzarmen ,mesopotamien war auch in gypten die ,ceder das die grten ,balken liefernde ,nutzholz4 ,die hier vorkommenden ,baumarten1 die ,sykomore1 ,dattelpalme1 ,akazie und ,tamariske gaben ein fr grere ,bauobjekte durchaus ungeeignetes ,material1 und so wurde schon zur ,zeit des alten ,reiches ,cedernholz aus ,syrien und ,ebenholz aus ,nubien auf den groen1 zum ,transport von ,getreide und ,vieh dienenden ,lastschiffen nach gypten zum ,bau der groen ,tempel eingefhrt4 ,auch zur ,herstellung der greren ,fahrzeuge wurde mit ,vorliebe ,cedernholz benutzt4 ,daraus war nicht nur das jetzt im ,fieldmuseum in ,chicago befindliche1 #i m lange1 #b m breite und #a1b m tiefe ,totenschiff des von #ahhg-ahdi v4 ,chr4 regierenden ,sesostris ,,iii4 aus der #ab4 ,dynastie gemacht -- es stammt aus seiner ,ziegelpyramide bei ,daschur --1 sondern auch die groen ,handels- und ,kriegsschiffe1 mit denen bereits die ,knige des alten ,reichs bis weit ins ,mittel- und ,rote ,meer hinausfahren lieen1 um allerlei kostbare ,erzeugnisse zu holen oder ,kriege zu fhren4 ,so besa schon ,snofru1 der ,erbauer der ltesten ,pyramide 7#bicj-bijf v4 ,chr471 ,fluschiffe von #ej m ,lnge1 und sein ,vorgnger1 der letzte ,knig der #c4 ,dynastie1 trieb bereits einen regen ,handel mit dem ,norden und entsandte eine ,flotte von #dj ,schiffen nach der phnikischen ,kste1 um von den ,abhngen des ,libanon ,cedernbalken fr seine ,bauten in ,memphis zu holen4 ,illustration3 ,tafel #aeg4 ,gruppe von ,libanon-,zedern im kilikischen ,taurus4 7,nach einer in der ,sammlung des ,botan4 ,institutes der ,universitt ,wien befindlichen ,photogr4 von ,w4 ,stehe1 ,mersina47 ,illustration3 ,momentaufnahme der ,fllung der ,mammutkiefer 7,sequoia gigantea7 ,mark ,twain8 in ,kalifornien4 ,der im folgenden ,bilde dargestellte ,querschnitt der ,stammbasis desselben ist im ,american ,museum of ,national ,history in ,new ,york aufgestellt 7nach ,sherwood74 ,illustration3 ,tafel #aeh4 ,querschnitt durch die im ,jahre #ahia gefllte ,mammutkiefer ,mark ,twain81 deren ,alter sich nach den ,jahresringen auf #acda ,jahre bestimmen lt4 ,dieser ,baum begann demnach sein ,dasein im ,jahre #eej n4 ,chr41 als ,kaiser ,justinian ,i4 das ,reich der als ,arianer fr ihn den ,athanasianer ketzerischen ,ostgoten in ,italien durch den ,obereunuchen ,narses mit starker ,heeresmacht zerstren lie4 ,die oberste ,reihe von ,karten gibt die wichtigsten ,daten der ,weltgeschichte von diesem ,jahre an wieder1 die folgende die ,geschichte der ,philosophie1 die dritte dunklere ,reihe die ,aufeinanderfolge der ,jahrhunderte1 die vierte die ,entwicklung der ,biologie1 die fnfte diejenige der vergleichenden ,anatomie1 die sechste 7eine einzige ,karte7 die ,begrndung der ,palontologie1 die siebente die ,entwicklung der ,embryologie 7nach ,sherwood74 ,weiter entnehmen wir auf uns gekommenen ,inschriften von ,amenemhet ,i4 aus der #ab4 ,dynastie1 der von #bjjj-aigj v4 ,chr4 regierte1 da er auf einem ,feldzuge nilaufwrts nach ,aethiopien #bj groe ,cedernschiffe mit sich fhrte4 ,spter erfahren wir von ,thutmosis ,,iv4 aus der #ah4 ,dynastie1 der von #adbj-adaa ber gypten herrschte1 da er aus dem von ihm eroberten ,syrien eine ,ladung ,cedernholz fr die heilige ,barke des ,gottes ,amon nach ,theben mitbrachte4 ,ferner wird uns durch inschriftliche ,urkunden von ,ramses ,,iii4 aus der #bj4 ,dynastie1 der von #aaih-aafg v4 ,chr4 regierte1 bezeugt1 da er1 wie seine mchtigen ,vorgnger besonders der #ah4 und #ai4 ,dynastie1 zahlreiche groe seetchtige ,schiffe bis nach ,cypern und dem ,land ,punt in ,sdarabien beziehungsweise ,ostafrika sandte1 um die ,erzeugnisse jener ,lnder gegen einheimische ,waren umzutauschen4 ,damals besaen auch die mchtigen1 mit ungeheurem ,besitze und einem entsprechenden ,einkommen von den siegreich aus ihren ,feldzgen nach ,vorderasien und ,aethiopien zurckkehrenden ,pharaonen ausgestatteten ,priesterschaften der groen ,tempel des ,amon1 ,ra und ,ptah je ihre eigenen ,flotten auf dem ,mittelmeer und im ,roten ,meer1 welche die ,erzeugnisse von ,phnikien1 ,syrien und ,punt in die ,schatzkammern der betreffenden ,gottheiten lieferten4 ,ramses ,,iii4 spricht in einer ,tempelinschrift von einer von ihm gestifteten heiligen ,barke des thebanischen ,amon von mehr als #fg m ,lnge1 die aus ungeheuren ,cedernbalken vom ,libanon auf seinen ,werften gebaut worden war4 ,auch die ,phniker und ,chethiter verwendeten das ,cedernholz viel1 wie zu ,bauten und ,schiffen1 so auch zur ,herstellung groer ,gtterbilder4 ,so erbeutete der gyptische ,knig ,thutmosis ,,iii41 wie uns in einer ,inschrift seines daraufhin errichteten ,tempels bezeugt ist1 nach seinem ruhmvollen ,siege vor ,megiddo am ,ostabfall des ,karmel ber das ,heer der vorderasiatischen ,verbndeten unter dem ,oberbefehl des ,knigs von ,kadesch am #ad4 ,mai #adgi v4 ,chr4 auer #ibd ,kriegswagen1 #bbch ,pferden und #bjb ,waffenrstungen auch das prachtvolle ,zelt des ,knigs von ,kadesch mit dessen reicher ,einrichtung1 darunter sein ,knigszepter1 eine silberne ,statue -- wahrscheinlich die seines ,gottes -- und eine ,statue von ihm selbst aus ,cedernholz1 mit ,gold und ,lapislazuli verziert1 sowie ungeheure ,mengen an ,gold und ,silber4 ,der ,grieche ,theophrast kennt die ,ceder ,syriens und sagt1 da deren ,holz zu ,schiffen mit drei ,reihen von ,ruderbnken bereinander verwendet werde3 ,auf den ,gebirgen ,syriens wachsen gewaltig hohe und dicke ,cedern 7kdros72 es gibt einzelne1 die von drei ,mnnern nicht umspannt werden knnen1 und in den ,parks werden sie noch grer und schner48 ,der ltere ,plinius berichtet3 ,die ,knige von gypten und ,syrien sollen in ,ermanglung von ,tannen 7abies7 ,cedern zu ihren ,flotten verwendet haben4 ,die grte davon soll auf der ,insel ,cypern gestanden haben2 ,demetrius lie sie zu einem ,schiffe verwenden1 das #aa ,reihen von ,ruderbnken bereinander besa2 sie war #acj ,fu hoch und so dick1 da sie gerade von drei ,mann umspannt zu werden vermochte48 ,wie das ,dach des ,dianatempels zu ,ephesus1 ruhten auch diejenigen zahlreicher groer ,tempel der hellenistischen und christlichen ,zeit im ,orient1 so beispielsweise der ,kirche1 die die ,mutter ,kaiser ,konstantins des ,groen 7#bgd-ccg n4 ,chr471 ,helena1 ber dem ,heiligen ,grab erbauen lie1 auf mchtigen ,cedernbalken4 ,bei allen ,kulturvlkern des ,altertums war das ,cedernholz durch seine ,unverwstlichkeit bekannt und beraus geschtzt4 ,deshalb verwendete man es mit ,vorliebe zur ,herstellung von ,gtterbildern1 von ,srgen und ,kisten1 zum ,aufbewahren von kostbaren ,gegenstnden1 besonders auch ,schriftrollen4 ,so spricht der rmische ,dichter ,horaz von carmina linenda cedro im ,sinne von der ,unsterblichkeit werte ,gedichte1 und ,pausanias im #b4 ,jahrhundert n4 ,chr4 berichtet3 ,in ,olympia befindet sich ein berhmter ,kasten aus ,cedernholz2 er ist mit ,bildern bedeckt1 die teils aus ,gold und ,elfenbein1 teils aus dem ,cedernholze selbst gearbeitet sind4 ,in diesem ,kasten ist ,kypselos1 der spter ,knig von ,korinth wurde 7#feg-fbi v4 ,chr471 als ,kind von seiner ,mutter versteckt worden1 als er von seinen ,feinden berall gesucht wurde48 ,heute kommt das syrische ,cedernholz kaum mehr in den ,handel1 wohl aber dasjenige der im nordafrikanischen ,atlasgebirge heimischen ,atlasceder 7,cedrus atlantica7 und der am ,sdabhang des ,himalaja wachsenden ,deodarceder 7,cedrus deodara71 die sich nur wenig von der ,libanonceder unterscheiden4 ,wie alle ,cedernarten besitzen auch sie ein leichtes1 weiches1 sehr wohlriechendes ,holz von hell braunrtlicher ,farbe und sehr groer ,dauer2 soll es doch selbst von den gefrchteten ,termiten nicht angegriffen werden4 ,es findet fr viele ,zwecke1 namentlich zu ,furnieren1 ,galanterie- und ,drechslerarbeiten ,verwendung4 ,aus ihm werden auch die ,rennbote gebaut1 die zu den berhmten ,wettfahrten auf der ,themse zwischen auserwhlten ,mannschaften der ,universitten ,cambridge und ,oxford im ,gebrauch stehen4 ,die alten ,griechen bezeichneten mit dem ,worte kdros auch noch andere kostbare ,nadelhlzer1 die sich durch stark balsamischen ,geruch ihres ,holzes auszeichneten1 und stellten sich aus ihnen mottensichere ,kisten zur ,aufbewahrung ihrer ,wollkleider her4 ,darunter war vor allem dasjenige einer heute noch im westlichen ,nordafrika1 auf dem ,atlasgebirge und seinen ,vorbergen1 wachsenden stattlichen ,cypressenart1 die wir bei der ,besprechung des ,sandaraks im ,abschnitt ber ,harze als ,sandarakcypresse 7,callitris quadrivalvis7 kennen lernten1 in hohem ,ansehen4 ,durch die ,griechen ,sditaliens wurden die ,rmer mit diesem kostbaren ,holze bekannt1 wobei sie aus dem griechischen kdros das lateinische citrus machten4 ,auer durch seine ,unverwstlichkeit war es vor allem durch seine prchtige ,maserung berhmt und wurde zur ,herstellung von ,luxusmbeln und zum ,furnieren gebraucht4 ,letzteres besteht darin1 da man minderwertige ,hlzer 7,blindhlzer7 mit dnngeschnittenen ,blttern 7,furnieren7 wertvollerer ,holzarten berkleidet4 ,als ,blindhlzer dienen weichere1 wenig arbeitende und sich werfende ,hlzer1 wie ,fichte1 ,tanne1 magere ,kiefer1 ,linde1 vornehmlich aber die verschiedenen ,pappel- und ,weidenarten4 ,das ,furnieren ist nicht sowohl aus ,grnden der ,billigkeit so beliebt1 sondern aus ,zweckmigkeit1 weil dadurch dem ,werfen und ,reien entgegengewirkt wird4 ,zudem sind die am schnsten gemaserten und gewellten ,holzarten zur ,verwendung in massiven ,stcken unbrauchbar1 knnen aber auf diese ,weise leicht verwendet werden4 ,diese ,kunst des ,furnierens ist brigens keine ,errungenschaft der ,neuzeit1 sondern wurde schon bei den ,kulturvlkern des ,altertums1 besonders bei den ,griechen und ,rmern gebt4 ,so schreibt der ltere ,plinius in seiner ,naturgeschichte3 ,zu dnnen ,platten1 womit man anderes ,holz berzieht1 verwendet man vorzugsweise das ,holz der 7schnmaserigen7 ,citrum-,cypresse 7eben der ,sandarakcypresse71 der ,terpentinpistazie1 der ,ahornarten1 des ,buchsbaums1 der ,stechpalme1 der ,ilexeiche1 der ,holunderwurzel1 der ,pappel2 auch die ,erle liefert1 wie ,lebensbaum 7,thuja7 und ,ahorn ,knorren zum ,furnieren48 ,im #d4 ,jahrhundert v4 ,chr4 erwhnt der pflanzenkundige ,theophrast die ,sandarakcypresse als thon4 ,der ,baum gleiche in allen ,teilen der wilden1 jetzt auf ,kreta1 ,bithynien und ,persien wachsenden ,cypresse mit seitwrts ausgebreiteten sten 7,cupressus expansa7 und wachse im ,gebiet von ,kyrene und beim ,tempel des ,amon4 ,in groer ,menge stand der ,baum frher da1 wo jetzt die ,stadt steht1 auch sollen dort noch einige alte ,dcher von ihm gebaut sein4 ,sein ,holz widersteht der ,fulnis fr immer1 und besonders die ,wurzel ist gemasert2 man macht aus ihr die herrlichsten ,kunstwerke48 ,sptere ,schriftsteller bemerken1 da das schn gemaserte ,holz vorzugsweise zu ,tischplatten1 die weithin ,liebhaber fanden1 und andern schnen ,mbeln verwendet wurde4 ,so erzhlt uns der rmische ,dichter ,lucanus1 der ,neffe ,senecas 7#ci-fe n4 ,chr473 ,kleopatra 7#fh-cj v4 ,chr47 besa groe1 scheibenfrmige1 aus den ,wldern des ,atlas stammende ,tische81 und in seiner ,geschichte ,roms berichtet der uns #ai v4 ,chr4 geborene ,vellejus ,paterculus1 der als praefectus equitum 7,reiteroberst7 ,tiberius auf dessen ,feldzgen in ,germanien und ,pannonien begleitete3 ,julius ,csar 7#ajj-dd v4 ,chr47 hat1 als er ber ,gallien triumphierte1 gallische ,gerte aus citrus1 als die ,hauptmerkwrdigkeit dieses ,landes zur ,schau tragen lassen84 ,damals 7#ea v4 ,chr47 mssen solche ,mbel in ,rom noch selten gewesen sein1 sonst htte ,csar nicht damit prunken knnen4 ,spterhin allerdings haben auch die ,vornehmen ,roms solche kostbare ,mbel1 besonders ,tische1 aus dem ,holz der ,cypresse des ,atlas gerne in ihren ,husern aufgestellt und damit ihren ,reichtum kund gegeben2 denn sie waren1 wie wir gleich hren werden1 auerordentlich teuer und nur fr sehr ,reiche erschwingbar4 ,die ,schriftsteller der rmischen ,kaiserzeit erwhnen diese ,citrusmbel sehr hufig1 so der witzige rmische ,epigrammendichter ,martialis 7um #dj n4 ,chr4 zu ,bilbilis in ,spanien geboren1 kam unter ,nero nach ,rom1 ,schmeichler und ,gnstling der ,kaiser1 starb um #ajb7 nicht weniger als #h ,stellen seiner auf uns gekommenen ,gedichte1 die smtlich bezeugen1 welchen hohen ,wert die ,rmer seiner ,zeit auf diese ,citrusmbel legten4 ,unter ihnen waren besonders die ,tische beliebt1 denen man vielfach ,fe von ,elfenbein gab4 ,der stliche ,teil des ,atlasgebirges scheint schon damals von den groen dazu erforderlichen ,exemplaren der ,callitriscypresse vllig beraubt gewesen zu sein1 so da man sich solches ,rohmaterial aus den fernen ,wldern ,maurusiens1 auch ,mauretanien genannt1 kommen lassen mute4 ,deshalb schreibt der vorhin erwhnte ,geschichtschreiber ,lucanus 7#ci-fe n4 ,chr473 ,in die ,wlder des entlegenen ,maurusien sind die rmischen xte eingedrungen1 und dort werden fr die ,rmer ,tische geholt48 ,und der um #be n4 ,chr4 gestorbene weitgereiste griechische ,geograph ,strabon aus ,amasia am ,pontos sagt in seiner ,geographika3 ,maurusien ist ein gesegnetes ,land1 hat nur wenig ,einden1 dagegen einen ,reichtum an ,flssen und ,seen4 ,namentlich liefert es den ,rmern die grten ,tische aus einem ,stck1 die auch herrlich bunt sind48 ,am ausfhrlichsten spricht sich der gelehrte ltere ,plinius 7geb4 #bc n4 ,chr4 in ,como1 bekleidete unter ,nero und ,vespasian mehrere hhere ,zivil- und ,militrmter1 war zuletzt ,befehlshaber der ,flotte bei ,misenum und kam als solcher1 als er dem bedrohten ,pompeji zu ,hilfe kommen wollte1 #gi beim ,ausbruch des ,vesuvs um7 ber den ,citrusbaum aus4 ,er schreibt in seiner ,naturgeschichte darber3 ,der ,citrus ist bei ,leuten1 welche die ,pracht lieben1 auerordentlich beliebt4 ,er kommt aus dem ,atlasgebirge1 das noch sehr wenig bekannt ist1 obgleich schon fter rmische ,feldherren dahin vorgedrungen sind und sich #e rmische ,kolonien in dieser ,provinz befinden4 ,besonders hufig findet er sich noch in ,maurusien4 ,aus seinem ,holz werden ,tische gemacht1 nach deren ,besitz die rmischen ,mnner ebenso unsinnig gierig sind1 wie die rmischen ,frauen nach ,perlen4 ,es ist noch jetzt ein solcher ,tisch vorhanden1 den ,cicero 7#ajf-dc v4 ,chr47 zu jener ,zeit1 da das ,geld 7in ,rom7 noch gar nicht im berflu vorhanden war1 mit einer ,million ,sesterzien 7 #aejjjj ,mark7 bezahlte4 ,es wird auch ein anderer erwhnt1 der dem ,gallus ,asinius gehrte und #aajjjjj ,sesterzien 7#afejjj ,mark7 kostete4 ,es sind ferner zwei vom ,knige ,juba 7,,ii41 der von ,kaiser ,augustus einen ,teil des von seinem ,vater ,juba ,i4 im ,jahre #df v4 ,chr4 nach der ,schlacht bei ,thapsus1 in welcher er sich das ,leben nahm1 verlorenen ,reiches ,numidien zurck erhielt7 versteigert worden1 von denen der eine #abjjjjj ,sesterzien 7 #ahjjjj ,mark71 der andere etwas weniger kostete4 ,noch krzlich ist ein solcher ,tisch1 der von den ,cethegen stammte und #adjjjjj ,sesterzien 7 #bajjjj ,mark7 gekostet hatte1 durch eine ,feuersbrunst verloren gegangen4 ,fr einen solchen ,preis knnte man die schnsten ,landgter kaufen4 ,der grte bis jetzt bekannte ,tisch von ,citrusholz stammt vom mauretanischen ,knige ,ptolemus2 er ist aus zwei ,halbkreisen zusammengesetzt1 hat #d ,fu ,durchmesser und ,fu ,dicke4 ,das wunderbarste an ihm ist der ,umstand1 da er so zusammengefgt ist1 da man davon durchaus keine ,spur sieht4 ,ein anderer derartiger ,tisch1 welcher von einem ,freigelassenen des ,kaisers ,tiberius den ,namen hat1 besteht aus einem einzigen ,stcke1 ist fast #d ,fu breit und ,fu dick4 ,derjenige1 den ,kaiser ,tiberius selbst besa1 hatte #d ,fu #b ,zoll ,durchmesser1 jedoch nur #a ,zoll ,dicke4 ,solche ,prachttische werden aus dem angeschwollenen ,wurzelstock gemacht und um so hher geschtzt1 wenn dieses unter der ,erde gewachsen ist4 ,dergleichen ,wurzelmasern sind seltener als die am ,stamm oder an sten4 brigens sind alle diese ,masern eigentlich ein ,erzeugnis des fehlerhaften ,wachstums dieser ,bume1 deren ,dicke man natrlich nach diesen ,querschnitten beurteilen kann4 ,die ,hauptschnheit dieser ,tische besteht darin1 da die ,masern wie gekruseltes ,geder oder kleine ,wirbel aussehen4 ,bildet das ,geder in die ,lnge gezogene ,streifen1 so heit das ,holz getigert 7tigrinus71 besteht es aber aus geschlossenen ,wirbeln1 so heit es gepanthert 7pantherinus74 ,manches ,citrusholz ist auch wellenfrmig gekruselt und wird um so hher geschtzt1 je mehr die ,figuren den ,augen des ,pfauenschweifs hneln4 ,nchst diesen gemaserten ,holzarten steht dasjenige im hchsten ,preise1 das wie dicht mit ,krnern best aussieht2 man nennt dieses gebient 7apiatus74 ,bei all diesen ,sorten kommt es brigens vorzugsweise auf die ,schnheit der ,farbe an4 ,hierzulande gefllt diejenige am besten1 die wie ,met aussieht und glnzende ,adern hat4 ,auch auf die ,gre des ,stammes kommt viel an1 und man liebt die ,tische1 die aus einem einzigen groen ,stck bestehen1 jedoch auch solche1 die aus mehreren ,stcken von groen ,stmmen zusammengesetzt sind4 ,fehlerhaft sind diejenigen ,citrustriebe1 die nicht gemasert sind1 sondern wie gewhnliches ,holz aussehen1 ferner wenn ,spltchen oder haarfrmige ,ritzchen vorhanden sind1 wie das durch ,einwirkung von ,hitze und ,wind leicht vorkommt4 ,fehlerhaft ist ferner ein schwarzer1 murnenartiger ,streifen1 berhaupt jede schwarze oder sonst unangenehme ,farbe4 ,die ,barbaren bestreichen die frisch gefllten ,stmme mit ,wachs und vergraben sie in die ,erde2 die ,kunsttischler dagegen legen sie wiederholt #g ,tage lang auf ,getreidehaufen und nehmen sie dann wieder #g ,tage herunter1 wodurch sie merkwrdig viel an ,gewicht verlieren4 ,neulich ist man durch ,schiffbrche auf die ,entdeckung gekommen1 da auch dieses ,holz durch ,seewasser austrocknet und so dicht1 hart und unverwstlich wird1 wie auf keine andere ,weise4 ,reibt man solche ,tische mit trockener ,hand1 besonders nach dem ,bade1 so frdert das ihre ,schnheit4 ,wein schadet ihnen nicht und man gebraucht sie besonders gern bei ,tischgelagen4 ,die ,citrusbume sind1 was ,stamm1 ,bltter und ,geruch anbetrifft1 der wilden ,cypresse hnlich4 ,der ,berg im diesseitigen ,mauretanien1 der sonst das berhmteste ,citrusholz lieferte1 jetzt aber erschpft ist1 heit ,ankorarius48 ,da1 wo es heimisch und in grerer ,menge zu haben ist1 wird das ,holz der ,cypressen1 wie auch der ,lebensbume 7,thuja71 das von ,farbe im ,kern meist graubraun1 sehr leicht1 weich1 und von aromatischem ,geruch ist1 wegen seiner ,dauerhaftigkeit gern zu feineren ,schreiner-1 ,drechsler- und ,schnitzarbeiten verwendet4 ,von auereuropischen ,nadelhlzern liefert die in sumpfigen ,fluniederungen der ,sdoststaaten der nordamerikanischen ,union wachsende ,sumpfcypresse 7,taxodium distichum7 ein sehr wichtiges ,nutzholz4 ,es ist braun1 leicht1 weich1 sehr tragkrftig und auerordentlich dauerhaft und wird in ,deutschland vielfach zu ,decken- und ,wandvertfelungen gebraucht4 ,noch riesenhafter als sie werden die in ,kalifornien heimischen ,wellingtonien 7,sequoia giganta71 die eine ,hhe von ber #ajj m bei einem ,stammdurchmesser bis zu #af m und einem nachweisbaren ,alter von ber #djjj ,jahren erreichen1 somit zu den ltesten und hchsten ,bumen der ,erde zhlen4 ,bei diesen ,riesen erscheint das ,innere1 vor ,jahrtausenden gebildete ,holz noch so absolut gesund1 als wre es erst vor wenigen ,jahren entstanden4 ,von dieser ,baumgattung kommt vornehmlich das ,holz der ,sequoia sempervirens als redwood oder amerikanisches ,rotholz8 nach ,europa4 ,es besitzt einen lebhaften roten ,kern1 ist leicht1 weich1 hat sehr enge1 scharf gezeichnete ,jahresringe und ist ebenfalls durch groe ,dauer ausgezeichnet4 ,wegen seiner ,politurfhigkeit ist es besonders zu ,vertfelungen1 ,deckenkonstruktionen usw4 beliebt1 wird aber auch vielfach zu ,bleistiftfassungen verwendet4 ,zu letzteren dient aber in der ,regel1 wie wir im vorhergehenden ,abschnitt sahen1 das trotz seiner ,leichtigkeit sehr dauerhafte und kaum je vom ,wurm angegriffene rotbraune1 wohlriechende ,holz des virginischen ,wacholders 7,juniperus virginiana71 das auch mit ,vorliebe zur ,herstellung von ,zigarrenkistchen benutzt wird4 ,als falsches ,cedernholz81 ,cedrelen- oder ,zigarrenkistchenholz kommt aus ,mittelamerika ein wohlriechendes1 rotbraunes ,holz nach ,europa1 das in der ,struktur dem ,mahagoniholz sehr nahe kommt1 aber von ,cedrela odorata stammt4 ,es ist dies ein den ,mahagonibumen sehr nahe verwandter1 mit jenen in die ,familie der ,terebinthen oder ,balsamgewchse gehrender hoher ,baum des brasilianischen und mittelamerikanischen ,urwaldes mit #c-epaarig gefiederten ,blttern4 ,es kommt als westindisches oder spanisches ,cedernholz oder ,cedrelate1 d4 h4 ,cedertanne 7vom griechischen kdros ,ceder und elt ,tanne7 in den ,handel1 ist leichter und weicher als ,mahagoni und wird hauptschlich zu ,kisten fr ,zigarren1 ,zucker und ,gewrze verwendet4 ,britisch-,honduras allein fhrt davon fr #aejjjj ,mark jhrlich aus4 ,doch kann der heutige ,bedarf nicht mehr mit ,cedrelenholz gedeckt werden1 so da einheimische ,arten wie ,erle und ,rotbuche dafr eintreten mssen4 ,aus ,australien kommt unter dem ,namen ,pinkosknollen8 nicht selten ein ,holz auf den europischen ,markt1 das von rotgelber bis dunkelroter ,farbe1 schwer1 sehr zhe und harzreich ist1 sich aber nach allen ,richtungen gut bearbeiten lt1 daher ein vorzgliches ,material fr ,drechsler und ,holzschnitzer bildet4 ,die ,abstammung ist noch unbekannt2 doch sind es wahrscheinlich die ,ast- und ,wurzelknoten einer ,schmucktanne4 ,von allen ,laubhlzern ,europas liefert die ,eiche 7,quercus7 das in fast allen ,gewerben am meisten gebrauchte ,holz1 da es unser bestes und dauerhaftestes ,nutzholz ist1 gleich vorzglich im ,hoch- und ,wasserbau1 wie auch als ,mbelholz4 ,und wenn die ,eiche nicht so langsamwchsig und so anspruchsvoll an den ,boden wre1 wrden die ,eichenwlder heute noch so verbreitet sein1 wie im ,mittelalter4 ,da die ,eiche sehr lichtbedrftig ist1 bildet sie allein nur lichte ,wlder1 in denen reichlich ,unterwuchs1 auch ,gras1 gedeiht4 ,sie war also der geeignetste ,baum fr die ,waldweide1 die vor ,einfhrung der ,stallftterung fr ,mitteleuropa auerordentlich wichtig war4 ,auerdem bot sie den ,schweineherden in ihren nahrhaften ,frchten neben den ,bucheckern das beste ,mastfutter1 eine ,nutzung1 die einst viel wichtiger war1 als der ,wert des damals noch im berflu vorhandenen ,holzes4 ,durch die ,ausdehnung der ,landwirtschaft seit #agej sind inzwischen viele frhere ,eichenbden an die ,landwirtschaft bergegangen1 und die mehrhundertjhrigen ,eichenbestnde1 wie sie z4 ,b4 noch im ,spessart stehen1 stellen ein riesiges ,vermgen dar4 ,man kultiviert die ,eiche als ,hochwald mit #abj-ahj;jhrigem ,umtriebe oder als ,oberholz des ,mittelwaldes1 daneben aber auch im ,niederwaldbetrieb von meist #ae-bj;jhrigem ,umtrieb als ,eichenschlwlder zur ,gewinnung von ,eichenrinde4 ,die malerische ,gestalt alter ,eichen1 die als mchtige ,riesen ihre ,nachbarn weit berragen und mit ihren knorrigen sten ,wind und ,wetter ,jahrhunderte hindurch ,trotz geboten haben1 lassen die ,verehrung begreifen1 die nicht nur die ,deutschen1 sondern auch andere ,vlker diesem ,baume zollten4 ,schon in ,homers ,ilias heit es1 die ,eiche sei dem ,zeus geheiligt1 und in der ,ilias wird erzhlt1 da man im ltesten griechischen ,orakelsitze ,dodona den ,willen des ,gttervaters ,zeus aus dem ,rauschen einer hochwipfligen ,eiche 7drs7 hre48 ,auch in ,italien war die ,eiche dem ,jupiter fulgurator1 wie bei den ,germanen dem ,donnergotte ,thor1 geweiht1 weil der ,blitz mit ,vorliebe in solche hochragende ,eichen schlug1 whrend er andere ,bume1 wie beispielsweise die ,buche1 ganz verschonte4 ,in heiligen ,eichenhainen opferten die alten ,kelten und ,germanen und hielten dort ihre ,opferschmuse ab4 ,unter einer groen ,eiche1 der ,mahleiche1 versammelte sich die ,sippe zu ,beratungen1 und1 wie bei den ,rmern die ,brgerkrone 7corona civica71 die einem ,brger verliehen wurde1 wenn er einen andern ,brger in der ,schlacht gerettet hatte1 aus ,eichenlaub gewunden war1 so war der ,kranz aus ,eichenlaub bei den alten ,deutschen eine ,auszeichnung1 die heute noch in dauerhafter ,nachahmung bei ,freischieen an die besten ,schtzen verliehen wird4 ,auch bei den slavischen ,volksstmmen hielt man die ,eiche fr heilig und gebrauchte nur ,eichenholz zu ,opferfeuern4 ,als dann das ,christentum nach ,deutschland und in die ,lnder der ,ostsee drang1 wurden zur ,ausrottung der heidnischen ,opfergebruche viele alte heilige ,eichen umgehauen4 ,so soll insbesondere eine heilige ,eiche bei ,geismar in ,hessen berhmt gewesen sein1 die vom angelschsischen ,apostel der ,deutschen1 ,bonifazius 7eigentlich ,winfried #fhj-gee71 gefllt wurde4 ,im ,mittelalter spielte das ,eichenlaub in der gotischen ,ornamentik eine wichtige ,rolle4 ,die etwa #bjj ,eichenarten sind vorwiegend in ,nordamerika und ,westasien heimisch4 ,man unterscheidet bei ihnen je nach der ,zeit der ,fruchtreife zwei ,hauptgruppen1 nmlich ,eichen mit im ersten ,jahre reifenden ,frchten und solche1 deren ,frchte erst im zweiten ,jahre reifen4 ,erstere sind die verbreitesten1 und unter ihnen unterscheidet man wiederum ,arten mit im ,herbst fallenden ,blttern und immergrnen ,blttern4 ,unter den altweltlichen ,eichen mit im ,herbst fallenden ,blttern unterscheiden wir als nur ganz abgesprengte ,posten der zahlreichen ,eichenfamilie die beiden wichtigsten bei uns wachsenden ,arten nach der ,beschaffenheit der weiblichen ,blten als ,stiel- und ,traubeneiche1 wenn diese1 wie bei der letzteren1 in kleinen traubenfrmigen ,knueln dicht an der ,spitze des neuen ,triebes1 oder1 wie bei der ersteren1 vereinzelt an einem besonderen ,stiele sitzen4 ,die ,stiel- oder ,sommereiche 7,quercus pedunculata7 ist ein bis #eg m hoch werdender ,baum mit kurzgestielten ,blttern4 ,der ,stamm ist whrend der ersten #ej ,jahre glatt1 bildet aber im hheren ,alter eine rissige ,borke4 ,die ,krone ist nie dicht und wird von vielfach gekrmmten und geknickten sten und ,zweigen gebildet4 ,die ,pfahlwurzel dringt bis #b1e m tief in den ,boden1 auerdem treibt der ,stamm zahlreiche ,seitenwurzeln1 die ihn auerordentlich fest verankern4 ,am besten gedeiht die ,stieleiche auf fruchtbarem1 lockerem ,auboden der ,ebene1 wchst aber noch in lehmigem1 frischem ,sandboden1 whrend sie in hheren ,lagen der ,traubeneiche weicht4 ,sie findet sich in ganz ,europa und ,westasien1 bildet in ,ungarn und ,kroatien ausgedehnte ,wlder und im russischen ,tiefland einen breiten ,waldgrtel zwischen dem ,finnischen ,meerbusen und der ,steppengrenze4 ,wie nach ,norden geht sie im ,osten ber die ,buche1 doch nicht ber den ,ural hinaus4 ,sie fordert zur ,belaubung eine etwas hhere ,temperatur -- nmlich #aa-ab ,grad ,celsius -- als die ,buche1 verliert aber im ,herbst die ,bltter erst1 wenn die tgliche ,wrme tiefer gesunken ist als zu ,anfang der ,vegetationsperiode4 ,in den ,alpen geht sie etwa bis #ajjj m4 ,in ,deutschland kommen die schnsten1 wenn auch niemals ganz reinen ,stieleichenwlder in der fruchtbaren mitteldeutschen ,ebene und am ,niederrhein vor4 ,die ,stieleiche wird bis #bjjj ,jahre alt und weist hufigere ,samenjahre als die ,buche auf4 ,ihr ,holz hat sehr breite und dicke ,markstrahlen1 sogenannte ,spiegel1 d4 h4 ,streifen1 in denen die ,gefe radir zum ,mark verlaufen1 ist sehr dauerhaft und dient in der ,technik als sehr geschtztes ,bau-1 ,nutz- und ,werkholz4 ,besonders gern wird es zu ,mbeln und ,furnieren1 und das ,holz der slovenischen ,stieleiche als bestes ,faholz verwendet4 ,unter ,wasser wird es dunkler1 fester1 schwerer4 ,stmme1 die sehr lange unter ,wasser lagen1 sind als ,wasser- oder ,mooreichenholz zur ,herstellung von ,mbeln sehr geschtzt4 ,man lagert deshalb auch absichtlich ,eichenholz mehrere ,jahre unter ,wasser1 beizt freilich auch frisches ,eichenholz1 um es dem ,wassereichenholz hnlich zu machen4 ,als ,brenn- und ,kohlenholz steht es dem ,buchenholze etwas nach4 ,die ,rinde wird wegen des groen ,gehaltes an ,gerbstoff als wichtiges ,gerbmaterial benutzt4 ,aus demselben ,grunde werden auch die infolge ihres ,gerbstoffgehaltes zusammenziehend schmeckenden ,eicheln zu ,eichelkaffee und ,eichelkakao verarbeitet4 ,in der ,kultur befinden sich zahlreiche ,varietten der ,stieleiche4 ,ihr gegenber bleibt die ,trauben- oder ,wintereiche 7,quercus sessiliflora71 die man wegen ihres hrteren ,holzes auch als ,steineiche bezeichnet1 niedriger1 gedrungener4 ,sie hat langgestielte ,bltter1 wird nur #cj-dj m hoch1 erreicht kein so hohes ,alter und verbreitet sich nicht so weit nach ,osten und ,norden als die vorige1 geht auch in unsern ,gebirgen nicht ber #gjj m ,hhe4 ,beide ertragen bis -#ca ,grad ,celsius ,klte und ffnen zuletzt von unsern ,waldbumen die ,knospen4 ,dabei entfalten sie gleichzeitig ,bltter und ,blten1 und zwar die ,traubeneiche meist #aj-ad ,tage spter als die ,stieleiche4 ,auch von ihr werden mehrere ,varietten angepflanzt4 ,in ,sddeutschland kommt vereinzelt die in ,sdeuropa heimische1 stlich bis zum ,kaspischen ,meer reichende1 in besonderem ,formenreichtum in ,ungarn und ,siebenbrgen wachsende weichhaarige ,eiche 7,q4 lanuginosa7 vor1 so genannt1 weil ihre ,bltter in der ,jugend auf beiden ,flchen grau behaart sind1 spter aber kahl werden4 ,sie bleibt kleiner als unsere ,eichen4 ,noch kleiner1 meist strauchartig1 ist die in ,rumelien1 ,griechenland1 ,cypern und ,persien heimische ,galleiche 7,q4 infectoria71 die zu den ,eichen mit im zweiten ,jahre reifenden ,frchten gehrt4 ,sie ist sehr buschig1 wird #b m hoch und liefert an den kurzgestielten ,blttern die durch die ,gallwespe 7,cynips gallae tinctoriae7 erzeugten1 #a1e-b1e cm im ,durchmesser haltenden ,gallpfel1 whrend die ihr sehr hnliche sdeuropische ,kermeseiche 7,q4 coccifera7 in den durch die ,kermesschildlaus 7,coccus ilicis7 hervorgerufenen erbsengroen1 braunroten1 mit rotem ,safte gefllten ,kermeskrnern einen ebenfalls wichtigen ,handelsartikel erzeugt4 ,ihre ,wurzelrinde wird wie die weniger wertvolle ,stammrinde zum ,gerben benutzt4 ,sie gehrt zu den ,eichen mit immergrnen ,blttern1 desgleichen die in den ,kstenlndern ,sdeuropas wachsende immergrne ,eiche 7,q4 ilex71 die auer gutem ,nutzholz ebare ,frchte hervorbringt4 ,sie ist die drs der alten ,griechen1 eine ,bezeichnung1 die von drssein einzunen herrhrt4 ,noch heute wird ihr ,holz in ,griechenland zum ,umzunen der ,schferhrden benutzt4 ,auch die ,frchte der ebenfalls in den ,mittelmeerlndern heimischen langfrchtigen ,eiche 7,q4 ballota7 und der ,speiseeiche 7,q4 esculus7 -- der phgs der alten ,griechen von phgein essen -- werden noch heute wie im ,altertum roh und gerstet gegessen4 ,die ,rinde dieser sparrigen1 #b1e-c1h m hohen ,eichen wird gleicherweise zum ,gerben benutzt4 ,bedeutend wichtiger als diese ist die ,korkeiche 7,quercus suber71 ein #aj-ab1 hchstenfalls bei einem ,stammdurchmesser von #j1h-a m #af m ,hhe erreichender und etwa #bjj ,jahre alt werdender1 immergrner ,baum des westlichen ,teils des ,mittelmeergebiets1 der noch in ,istrien und ,thessalien1 aber nicht mehr weiter stlich wild vorkommt4 ,die ,nordgrenze seiner ,verbreitung fllt mit der ,linie einer mittleren ,jahreswrme von #ac1e ,grad ,celsius zusammen4 ,er verlangt ein warmes oder doch gemigtes ,klima2 daher steigt er nirgends hoch ins ,gebirge4 ,in ,spanien1 ,portugal und ,sdfrankreich wird er bis zu #ejj m1 in ,algier und ,marokko bis zu #ajjj m ,meereshhe angetroffen4 ,ein lebhafter ,luftwechsel und eine ,flle von ,licht ist ihm sehr zutrglich1 daher zieht er die ,abhnge den ,ebenen und die ,kste dem ,binnenlande vor4 ,dabei ist eine ,sdlage seinem ,wachstum am gnstigsten2 doch hindert auch eine andere ,lage sein ,gedeihen durchaus nicht1 vorausgesetzt1 da die brigen ,wachstumsbedingungen erfllt sind4 ,in wildem ,zustande soll der ,baum nach den ,angaben eines erfahrenen franzsischen ,forstmannes nur auf ,granit- oder ,schieferboden angetroffen werden4 ,tatschlich bildet er auf solchem ,boden die beste ,rinde4 ,jedenfalls darf der ,boden nicht kalkreich und nicht sumpfig oder gar brackig sein4 ,wie schon aus den klimatischen ,verhltnissen seines ,verbreitungsgebietes hervorgeht1 stellt er in bezug auf ,boden- und ,luftfeuchtigkeit recht bescheidene ,ansprche1 liefert aber auf feuchtem ,boden eine fr technische ,zwecke unbrauchbare ,rinde4 ,heute wird der ,baum1 dessen teilweise recht se ,eicheln eine sehr gute ,schweinemast bilden -- so wird der ,wohlgeschmack der berhmten ,schinken von ,bayonne auf die ,mstung der ,schweine mit den ,frchten der ,korkeiche zurckgefhrt1 whrend in ,spanien diejenigen der immergrnen ,eiche 7,quercus ilex7 zur ,schweinemast vorgezogen werden -- zum ,zwecke der ,korkgewinnung in seiner ,heimat vielfach angepflanzt und wurde neuerdings auch in den ,sdstaaten und an der atlantischen ,kste sdwrts von ,virginien eingefhrt4 ,die ,anpflanzung erfolgt durch ,legen der frisch gereiften ,eicheln1 was meist im ,herbst geschieht4 ,da die jungen ,bumchen die ersten ,jahre hindurch beschattet werden mssen1 benutzt man dazu ,reben1 die zu gleicher ,zeit in ,reihen gepflanzt werden4 ,die ,bodenbearbeitung1 die fr die ,reben unerllich ist und sich durch deren ,ertrgnisse lohnt1 kommt auch den jungen ,korkeichen zugute4 ,mit dem #bj4 ,jahr sind letztere so weit gediehen1 da die ,reben durch deren ,beschattung leiden und deshalb ausgerottet werden mssen4 ,zu dieser ,zeit sind die ,korkeichen ertragsfhig geworden und bleiben es ununterbrochen bis wenigstens zum #aej4 ,jahr4 ,dann leben sie zwar noch fort1 aber mit ihrer ,rindenproduktion geht es scharf bergab1 so da sie dann bei geregeltem ,forstbetrieb umgehauen werden4 ,bis zum #d4 ,jahre sind ,stamm und ste mit der glatten ,oberhaut bedeckt4 ,diese wird dann durch den sich von da an bildenden ,korkmantel gesprengt4 ,lt man diesen natrlichen ,korkmantel bestehen1 so bleibt er dnn1 brchig und fr technische ,zwecke unbrauchbar4 ,er wird deshalb1 sobald der ,stamm eine ,dicke von #e-aj cm erreicht hat1 mit ,messern und ,hacken entfernt1 ein ,vorgang1 den man im ,hauptproduktionsgebiet des ,korkes1 in ,algerien1 als dmasclage bezeichnet4 ,diese erste ,rinde hat einen sehr geringen ,handelswert und wandert gewhnlich in die ,gerbereien4 ,die vom ,baume neugebildete ,rinde erreicht eine bedeutendere ,dicke als die erstgebildete und besteht aus weicheren1 gleichmigen ,korkelementen4 ,mit jeder folgenden ,ernte wird die ,qualitt des ,korkes besser4 ,nach etwa #h-aj ,jahren ist die ,korkschicht so mchtig -- etwa #e-bj cm dick -- geworden1 da sie geschlt wird1 und dies kann am ,stamm in regelmigen ,intervallen von #h-i ,jahren1 an den ,hauptsten von #aj-ab und an den kleinen sten von #af-bj ,jahren wiederholt werden4 ,um eine natrlich wertvollere dickere ,rinde zu erhalten1 die zur ,herstellung von ,champagnerpfropfen geeignet ist1 wartet man auch am ,stamm #aj1 #ab1 ja #ah ,jahre mit der ,abschlung der ,korkrinde4 ,diese geht in der ,weise vor sich1 da im ,juni oder ,juli1 wenn der ,saftflu des ,baumes in lebhaftem ,gange ist1 der ,stamm in weiten ,abstnden am ,fu und unter den ,hauptsten mit einer am ,stielende keilfrmig zugeschrften ,axt geringelt wird4 ,diese ,ringschnitte werden bei dnneren ,stmmen durch zwei1 bei dickeren durch drei bis vier ,lngsschnitte miteinander verbunden4 ,diese ,arbeit wird mit der grten ,vorsicht ausgefhrt1 denn nur die tote ,borke1 nicht der lebende ,bast darf dabei angeschnitten werden4 ,dann wird die ,rinde mit ,hilfe des ,beiles gelst1 an der ,auenseite gereinigt1 indem man die ,epidermis abschabt und eine ,rinde nach der andern1 oder auch mehrere nebeneinander mit ihrer ,hohlseite nach unten ber eine mit glhenden ,kohlen gefllte ,grube legt und mit ,steinen oder ,holz beschwert1 damit sie flach werden4 ,sobald sie angekohlt sind1 werden sie auf die andere ,seite gelegt1 damit auch diese1 aber in geringerem ,grade1 angekohlt werde4 ,das ,ankohlen gibt dem ,kork das1 was die ,stopfenschneider ,nerv8 nennen2 es bewirkt ferner ein ,schlieen der ,poren1 welche sonst ,feuchtigkeit aufnehmen und damit den ,kork untauglich zur ,verwendung als ,stopfen machen wrden4 ,zu stark darf aber die ,rinde nicht angekohlt werden1 da sie sonst ihre ,elastizitt verliert4 ,ist sie dagegen zu wenig angekohlt1 dann ist sie nicht fest genug fr das ,messer des ,korkschneiders4 ,seltener wird die ,rinde vor dem ,ankohlen in ,wassergruben geworfen und mit groen ,steinen beschwert1 bis sie platt geworden sind4 ,die geringwertige ,korkrinde1 welche nicht fr die ,stopfenschneidereien bestimmt ist1 wird einfach auf ,haufen an der ,luft getrocknet4 ,nach zwei ,monaten haben sie ein ,fnftel ihres ,gewichtes verloren und werden dann als verkuflich betrachtet1 whrend die angekohlten ,rindenstcke sofort nach der ,behandlung mit ,feuer auf beiden ,seiten oberflchlich mit rauhen ,tchern gereinigt und auf ,haufen gesetzt werden1 bis die benachrichtigten ,kufer erscheinen und sie bernehmen4 ,sofort nach der ,aberntung werden zwei ,lngsschnitte1 zuweilen auch drei oder vier in den ,bast gemacht1 soweit er entblt ist4 ,dies geschieht1 um zu verhten1 da die sich bildende neue ,rinde an der ,oberflche berstet4 ,doch drfen die ,schnitte niemals an der ,nordseite gemacht werden4 ,wenn die ,korkeiche auf einmal geschlt wird1 bildet sich ihre neue ,rinde langsamer1 sie wird aber von besserer ,qualitt1 als wenn sie abteilungsweise in ,pausen geschlt wrde4 ,wenn die ,rinde nicht abgeschlt wird1 so verliert sie nach einer gewissen ,zeit ihre ,brauchbarkeit4 ,dieser wertlose ,zustand kndigt sich durch ,risse und ,lcher an1 die immer zahlreicher werden1 bis die ,rinde im #ej4 oder #fj4 ,lebensjahre gleich derjenigen anderer ,bume in kleinen ,stcken abfllt4 ,solange die ,korkeiche lebt1 fllt ihre ,rinde niemals insgesamt oder in groen ,streifen ab1 wie manchmal behauptet wird4 ,wre dem so1 dann wrde die ,korkeiche eine in dieser ,hinsicht einzig stehende ,ausnahme in der ,pflanzenwelt bilden4 ,alle erstgeschlte ,rinde ist1 wie gesagt1 zur ,verwendung als ,kork wertlos und mu zu einem ,spottgeld hauptschlich als ,gerbmaterial verkauft werden4 ,auch wenn ,korkeichen ein reifes ,alter erlangt haben1 ohne da sie abgeerntet werden1 und sie sollen fortan ausgenutzt werden1 so ist ihre ,rinde ebensowenig wert als diejenige junger ,bume4 ,erst durch das ,geschltwerden wird sie in der ,weise verndert1 da sie sich als ,kork verwenden lt1 und zwar wird die ,qualitt des ,korkes1 wie gesagt1 mit jeder folgenden ,ernte besser4 ,die in verschiedener ,weise zu ,ballen vereinigte ,korkrinde kommt in verschiedenen ,qualitten in den ,handel4 ,die beste ist elastisch1 weder holzig1 noch lcherig und von rtlicher ,farbe4 ,die gelb gefrbte ist geringwertiger1 am schlechtesten aber ist die weie4 ,kork1 der ,risse hat1 wird als ,ausschu betrachtet2 ebenfalls solcher1 der weich und schlaff ist4 ,letzteres ist gewhnlich ein untrgliches ,zeichen dafr1 da er auf feuchtem ,boden erzeugt wurde4 ,ein in gutem ,zustande gehaltener ,korkeichenwald liefert in jedem #aj4 ,jahr eine ,ernte1 die zu zwei ,dritteln aus ordinrem und ,bastardkork und zu einem ,drittel aus zur ,stopfenfabrikation brauchbarem dickem und dnnem ,kork von #e-bj cm ,dicke besteht4 ,die ,korkrinde enthlt so viel ,gerbsure wie die beste ,rinde anderer ,eichen2 aus diesem ,grunde frben sich eisenhaltige ,flssigkeiten1 die in ,berhrung mit dem ,kork kommen1 durch ,bildung von gerbsaurem ,eisen mit der ,zeit schwrzlich4 ,die spanischen ,gerber1 namentlich diejenigen von ,cadix1 verwenden ,korkrinden mit ,vorliebe zum ,gerben2 doch wird sie ihnen nur in sehr beschrnktem ,mae zugnglich gemacht4 ,es ist begreiflicherweise viel eintrglicher1 die ,korkeichen zur ,korkgewinnung als zu ,lohschlgen zu verwenden4 ,nach einer zuverlssigen franzsischen ,quelle werfen so benutzte ,korkeichenwlder eine viermal hhere ,rente ab als andere ,eichenwlder4 ,whrend die ,jungfernernte von einem ,baume nur etwa #e kg ,kork liefert1 betrgt die ,ernte von einem vollkrftigen ,baum einschlielich der ste #ajj-aej kg4 ,der ,durchschnittspreis fr #ajj kg ,kork schwankt zwischen #agj und #ahj ,mark4 ,die ,gesamtkorkproduktion der ,welt lt sich nicht genau feststellen2 doch ist das sicher1 da es sich dabei um einen ,wert von gegen #ajj ,millionen ,mark handelt4 ,verbraucht doch ,england allein fr weit ber #bj ,millionen ,mark dieses fr die moderne ,kultur ganz unentbehrlichen ,rohmaterials jhrlich1 ,deutschland und ,frankreich nicht viel weniger4 ,die ,korkrinde wird hauptschlich zur ,herstellung von ,flaschenkorken verwendet1 die frher allgemein mit der ,hand1 neuerdings aber vorzugsweise mit ,maschinen geschnitten werden4 ,der ,verlust an ,material ist dabei ein sehr groer und betrgt bis zu #fj ,prozent4 ,doch finden auch die ,abflle ,verwendung1 so besonders zur ,herstellung von ,linoleum und vielen andern technischen ,erzeugnissen1 wie ,umhllungsmassen von ,dampfrhren1 ,ambounterlagen1 ,stokissen auf ,schiffen1 ,schwimmgrteln usw4 ,auer ,korkstpseln werden auch ,korksohlen1 ,korkjacken1 ,schwimmer von ,fischernetzen und ,angelhaken und dergleichen aus ,kork hergestellt4 ,der beste ,kork1 der ausschlielich zur ,herstellung von ,champagnerkorken benutzt wird1 kommt aus den spanischen ,provinzen ,catalonien und ,andalusien in den ,handel4 ,er darf beim ,einpressen in die ,flaschenmndung keine ,haarrisse bekommen1 durch welche die ,kohlensure entweichen knnte1 und mu so elastisch sein1 da er selbst nach jahrelangem ,gebrauch1 mit ,wasser gekocht1 seine ursprngliche zylindrische ,gestalt und seinen ursprnglichen ,umfang wieder erhlt4 ,er kann bis zu #fj ,jahre im ,dienst aushalten4 ,der ,kork ist ein ,artikel1 den schon die alten gypter1 ,griechen und ,rmer kannten und zu verschiedenen ,zwecken verwandten4 ,so benutzten ihn die erstgenannten zur ,herstellung von ,srgen1 die letzteren dagegen zu ,bienenstcken1 wie uns ,varro mitteilt1 der im #a4 ,jahrhundert v4 ,chr4 schreibt3 ,die besten ,bienenstcke sind die aus ,rinde 7cortex7 gemachten48 ,unter dem lateinischen cortex1 das zunchst ,rinde im allgemeinen bedeutet1 ist in diesem ,falle vorzugsweise die ,rinde der ,korkeiche zu verstehen4 ,aus dem lateinischen cortex ist dann unser deutsches ,wort ,kork entstanden4 ,obschon die ,korkeiche nicht mehr in ,griechenland wchst1 beschreibt sie ,theophrast im #d4 ,jahrhundert v4 ,chr4 allerdings nur vom ,hrensagen und deshalb nicht ganz richtig4 ,er sagt von ihr3 ,die ,korkeiche 7phells7 wchst in ,tyrrhenien 7,etrurien71 hat einen einfachen ,stamm1 wenig ste1 ist hoch und hat festes ,holz4 ,die ,rinde ist sehr dick1 zerrissen wie bei der ,pinie 7ptys71 jedoch in grere ,stcke gespalten4 ,das ,blatt ist wie bei der ,esche 7mel71 dick und lnger 7damit meint er wohl die einzelnen ,blttchen des ,eschenblattes74 ,der ,baum ist nicht immergrn 7tatschlich sind die ,bltter der ,korkeiche immergrn71 sondern lt die ,bltter fallen4 ,die ,frucht ist eichelartig wie diejenige der ,ariaeiche 7ara74 ,man schlt die ,rinde ab und behauptet1 sie msse ganz abgeschlt werden1 sonst leide der ,baum4 ,diese ersetzt sich in etwa drei ,jahren48 ,besonders wurde die schon von ,theophrast hervorgehobene ,fhigkeit des ,schwimmens auf dem ,wasser als die schtzenswerteste ,eigenschaft dieses ,produktes ausgenutzt4 ,so erzhlt ,plinius1 da der ,kork1 den er als suber bezeichnet1 von den ,fischern als ,schwimmer fr ihre ,netze und sonst allgemein als ,bojen fr die ,anker der ,schiffe benutzt werde4 ,mgen nun auch die ,vlker des ,altertums den ,kork zu den verschiedensten ,zwecken benutzt haben1 so ist doch das eine sicher1 da sie ihn nicht wie wir zum ,stopfen brauchten4 ,erstens hatten sie keine enghalsigen ,flaschen wie wir im ,gebrauch1 wozu er sich in erster ,linie eignet1 und fr die spter von den ,rmern ,galliens von den keltischen ,einwohnern des ,landes angenommenen ,holzfsser aus ,dauben war ein hlzerner ,spund das gegebene ,verschlumaterial4 ,die ,vorratsgefe der ,alten waren groe amphorenartige ,tonkrge1 von den ,griechen pthos1 von den ,rmern dolium genannt1 die mit ,deckeln aus demselben ,material mit ,zuhilfenahme einer dicht verschlieenden ,masse wie mit ,wasser angerhrtem ,lehm oder gebranntem ,gips1 auch mit einem ,kitt aus ,harz1 ,kreide und l luftdicht verschlossen wurden4 ,wurde der ,deckel nicht luftdicht verschlossen1 damit man jeweilen vom ,vorrate seinen ,bedarf zu holen vermochte1 so wurde die ,verdunstung durch ,aufgieen einer ,schicht l1 also in der ,regel ,olivenl1 z4 ,b4 auf ,wein1 verhindert1 wie wir dies noch auf den ,chianti- und anderen ,weinflaschen ,italiens sehen4 ,erst als die enghalsigen ,glasflaschen aufkamen1 die vor dem #ae4 ,jahrhundert nirgends in ,europa erwhnt werden1 fand der ,kork seit dem #ag4 ,jahrhundert zur ,herstellung von ,pfropfen zum ,verschlieen derselben zunehmende ,verbreitung und bald allgemeine ,verwendung1 nachdem auch hier vorher ,wachs- und ,holzpfropfen zu deren ,verschlu gedient hatten4 ,dank seiner ,wasserdichtigkeit1 ,elastizitt1 ,dauerhaftigkeit und ,leichtigkeit hat sich der ,kork nunmehr den ,kulturvlkern der ganzen ,erde vollkommen unentbehrlich gemacht und wird auch in seiner herrschenden ,stellung nicht so leicht von einem andern ,stoffe verdrngt werden knnen4 ,allerdings ist dem ,korkstopfen im letzten ,jahrzehnt ein nicht zu unterschtzender ,konkurrent entstanden in dem bekannten ,patentverschlu mit ,gummidichtung1 der namentlich bei ,bierflaschen fast allgemeine ,verwendung findet und den ,vorteil bietet1 da die ,flasche ohne ,zuhilfenahme einer ,korkmaschine verschlossen und ohne weiteres geffnet werden kann4 ,diese ,leichtigkeit1 den ,verschlu zu ffnen1 hat aber auch ihre ,schattenseiten1 zu denen sich noch andere ,nachteile gesellen1 so da gleichwohl fr sehr viele ,zwecke der ,flaschenverschlu durch ,kork dauernd beibehalten wird4 ,was durch diesen ,patentverschlu1 der auch fr die ,flaschen zum ,sterilisieren der ,kindermilch allgemeine ,aufnahme gefunden hat1 der ,korkrinde an ,absatz verloren geht1 wird reichlich ersetzt durch die von ,jahr zu ,jahr steigende ,verwertung gemahlener ,korkrinde zur ,herstellung des ,linoleums4 ,dieser ,stoff wird als ,fubodenbelag1 der leicht zu reinigen ist und sonst viele ,vorteile bietet1 sich immer mehr die ,wertschtzung aller ,schichten der ,bevlkerung erobern und bald in jeder ,wohnung zu finden sein4 ,illustration3 ,tafel #aei4 ,korkeiche 7,quercus suber7 bei ,cannes an der ,riviera4 7,nach einer in der ,sammlung des ,botan4 ,institutes der ,universitt ,wien befindlichen ,photographie47 ,illustration3 ,tafel #afj4 ,waldstudie von ,j4 van ,ruisdael4 ,illustration3 ,tafel #afa4 ,nadelholzwlder an der oberen ,isar bei ,schftlarn4 ,illustration3 ,tafel #afb4 ,holzflerei auf der ,isar4 ,vor allem wird die ,champagnerfabrikation sich voraussichtlich noch lange des ,korkzapfens als unvergleichlich wertvollem ,verschlumaterial ihres ,produktes bedienen4 ,hat doch die ,einfhrung desselben in ,europa berhaupt erst die ,champagnerfabrikation mglich gemacht4 ,der ,erfinder des ,champagners1 der ,benediktinermnch ,dom ,prignon 7#afcf-agae71 ,pater ,kellermeister in der ,abtei von ,hautvilliers in der ,champagne1 war zugleich der ,erfinder des ,champagnerkorkes1 der ihm den unbedingt erforderlichen festen ,verschlu zur ,zurckhaltung der sich bildenden ,kohlensure verbrgte4 ,von neuweltlichen ,eichen mit im ersten ,jahre reifenden ,frchten und im ,herbst abfallenden ,blttern ist die wegen ihrer grauweien1 in breiten1 dnnen ,stcken sich ablsenden ,rinde als ,weieiche 7white oak -- ,quercus alba7 bezeichnete ,art zu nennen4 ,der schne1 bis #be m hohe ,baum bildet in den ,vereinigten ,staaten ausgedehnte ,wlder und liefert viel ,gerbrinde4 ,seine ,bltter verfrben sich nicht im ,herbst4 ,auch die grofrchtige ,eiche 7,q4 macrocarpa7 mit mildschmeckenden ,frchten und die ,kastanieneiche 7,q4 prinus7 sind in ,nordamerika sehr verbreitet und liefern zum ,gerben sehr geschtzte ,rinden4 ,zu den ,eichen mit im zweiten ,jahre reifenden ,frchten haben wir in der ,neuen ,welt die auf der ,westseite ,nordamerikas heimische weidenbltterige ,eiche 7,q4 phellos74 ,der etwa #bj m hohe ,baum hat der ,silberweide hnliche ,bltter4 ,ebenfalls im westlichen ,nordamerika gedeiht an feuchten ,stellen die ,wassereiche 7,q4 nigra74 ,im stlichen ,teil ,nordamerikas dagegen wachsen die ,frbereiche 7,q4 tinctoria71 die ihr hnliche ,scharlacheiche 7,q4 coccinea7 mit braunroten ,blttern1 die sich im ,herbst scharlachrot verfrben4 ,sie bildet in den ,vereinigten ,staaten groe ,wlder und ihr ,holz wird vielfach nach ,england ausgefhrt4 ,ferner die nach der prchtigen scharlachroten ,verfrbung ihrer ,bltter so genannte ,roteiche 7,q4 rubra71 die vom ,huronensee bis ,florida und ,texas in ausgedehnten ,bestnden wchst und wegen ihrer ,raschwchsigkeit auch in unsere ,forsten eingefhrt wurde4 ,an feuchten ,stellen gedeiht dort die ebenfalls sehr schnellwchsige ,sumpfeiche 7,q4 palustris71 die1 wie alle vorgenannten1 viel ,gerbrinde liefert4 ,in ,sdeuropa bis ,syrien dagegen wachsen von den ,eichen mit im zweiten ,jahre reifenden ,frchten die ,zerreiche 7,q4 cerris71 ein groer ,baum mit ungemein festem1 hartem ,holz1 ebaren ,frchten und gerbstoffreicher1 zum ,gerben dienender ,rinde1 und in ,rumelien1 ,griechenland und ,kleinasien die ebenfalls bis #ai m hohe ,knopperneiche 7,q4 vallonea71 deren schuppige1 #c-d1e cm im ,durchmesser haltende ,fruchtbecher als ,valonen in den ,handel kommen und zum ,gerben und ,schwarzfrben dienen4 ,wie die ,eichen gehren die ,buchen 7,fagus7 in die ,familie der ,cupuliferen oder ,npfchenfrchtler4 ,unter ihnen ist die gemeine ,buche oder ,rotbuche 7,fagus silvatica7 der schnste und fr uns wichtigste ,vertreter der ,gattung4 ,dieser stattliche ,baum1 dessen glatter ,stamm mit hellsilbergrauer ,rinde emporstrebt1 um hoch oben die volle ,besonnung verlangenden grnen ,bltter an zierlichen sten auszubreiten1 bildet den von den ,dichtern viel besungenen grnen ,waldesdom8 und soll die ,anregung zur gotischen ,bauart gegeben haben4 ,die ,buche ist der ,hauptreprsentant des deutschen ,laubholzwaldes und gedeiht am besten in nicht zu feuchtem1 aber auch nicht zu trockenem1 kalkhaltigem ,hgel- und ,bergland1 bildet aber auch auf dem frischen1 humsen ,sandboden der norddeutschen ,ebene mchtige ,bestnde4 ,im sandigen ,flachlande hat sie allgemein den ,nadelhlzern weichen mssen2 nur vereinzelt und deshalb vom ,naturfreund doppelt geschtzt ragen dort die ,buchenwlder wie ,oasen aus dem ,einerlei der ,kiefern4 ,der ,buchenhochwald bedeckt in ganz ,deutschland rund #ae ,prozent der gesamten ,waldflche4 ,die ,buche eignet sich forstlich fr den ,hoch-1 ,mittel- und ,niederwaldbetrieb4 ,das weiliche bis braunrtliche1 harte1 dichte1 schwere1 gut spaltbare1 aber wenig elastische1 stark schwindende und arbeitende ,holz weist zahlreiche wie ,atlas glnzende ,spiegel als ,reservestoffbehlter des ,holzkrpers auf und verstockt leicht im ,wechsel von ,nsse und ,trockenheit1 ist aber stets im ,wasser oder stets im ,trocknen ziemlich dauerhaft4 ,absolut unbrauchbar ist es zur ,verwendung im ,freien1 dagegen wird es von ,wagner und ,drechsler1 wie auch zum inneren ,ausbau unserer ,huser vielfach verwendet4 ,in heiem ,wasserdampf erweicht1 wird es biegsam und dient zur ,herstellung gebogener ,mbel4 sterreich-,ungarn besitzt etwa #dj ,fabriken zur ,herstellung solcher gebogener ,mbel1 denen #cejjjj ,hektar ,buchenwaldungen das ,material liefern1 die #cejjj ,menschen beschftigen und gegen #bcjjjj ,meterzentner gebogener ,wiener ,mbel8 jhrlich exportieren4 ,deutschland besitzt nur wenige solcher ,fabriken1 da das ,buchenholz hier weit schwieriger zu haben ist und die ,arbeitslhne teurer als in sterreich-,ungarn sind4 ,imprgniert dient ,buchenholz neben dem dafr weit besseren ,eichenholz zu ,eisenbahnschwellen1 gebeizt und gefrbt als ,zigarrenkistenholz4 ,es liefert ein vorzgliches ,brennholz1 dessen ,wert als solches aber durch die ,einfhrung der ,steinkohle als blichstem ,heizmaterial bedeutend herabgesetzt wurde4 ,es gibt auch die besten ,holzkohlen und dient zur ,darstellung von ,holzessig und knstlichem ,indigo4 ,die chemische ,fabrik ,laufach im ,spessart verwendet zur ,holzessigfabrikation jhrlich etwa #bejjj ,ster ,spessarter ,buchenholz4 ,endlich liefert es auch den vortrefflichen ,buchenholzteer mit reichem ,gehalt an ,kreosot1 der meist daraus gewonnen wird4 ,der ,gehalt des ,buchenholzrauches an ,kreosot ist es1 der als viel angewandtes ,konservierungsmittel beim ,ruchern von ,schinken und ,wrsten dient4 ,die gerbstoffhaltige ,buchenrinde kann als ,lohe beim ,gerben benutzt werden3 die ,buchenholzasche gibt die beste ,pottasche und ,lauge zum ,waschen4 ,die lreichen ,buchennsse 7,bucheln oder ,bucheckern7 bilden nicht nur eine treffliche ,schweinemast1 sondern liefern auch dem ,menschen ein gutes ,speisel4 ,nicht im l1 wohl aber in den ,huten und im zurckbleibenden ,kern der ,nsse ist ein ,fagin genanntes ,gift enthalten1 das in greren ,dosen1 namentlich bei ,khen und ,pferden1 lhmend auf das ,rckenmark und die ,atmung wirkt4 ,die im ,herbste abfallenden eifrmigen1 in der ,jugend weihaarig bewimperten1 glatten1 leicht gewellten ,bltter geben eine gute ,streu fr den ,waldboden4 ,sie brauchen zu ihrer ,verwesung etwa drei ,jahre und bilden dann eine schwrzliche1 von ,pilzfden durchzogene ,modermasse1 die von zahllosen ,regenwrmern und anderen kleinen ,tieren gefressen und verarbeitet wird4 ,an ihrer ,auflsung und chemischen ,umsetzung arbeiten auch zahlreiche ,fadenpilze und ,bakterien4 ,die so zugerichtete ,bodenschicht1 der ,humus1 ist der ,nhrboden fr die hheren ,pflanzen1 fr deren ,ansiedlungsmglichkeit die ,buche mit ihren abfallenden ,blttern einen wichtigen ,faktor bildet4 ,in milden1 warmen ,lagen gewinnen die das ,laub schnell zersetzenden ,bakterien die ,oberhand und reiche ,humusbden schaffen ppiges ,gedeihen fr ,feld und ,wald4 ,bei allzuviel ,sonne und zuviel ,niederschlgen1 wenn ihnen der ,boden ungeschtzt preisgegeben ist1 wird ihr ,wachstum gehemmt1 nur ,fadenpilze vermehren sich weiter und durchziehen die oberen ,schichten1 mit deren ,zersetzung sie aber allein nicht fertig werden4 ,so entsteht fester1 saurer ,rohhumus81 den die ,regenwrmer nicht mehr zu verzehren und in ihrem ,darmkanal durchzuarbeiten vermgen1 und der einst stmmige ,hochwald wird zu unfruchtbarem ,heide- und ,moorland4 ,gegen diese ,gefahren ist gerade die ,buche eine treffliche ,pionierin und ihr reichliches ,laub ist besonders im ,nadelwald ein vortreffliches ,material fr die ,humusbildung4 ,dabei vermag ihr an der ,spitze fein versteltes und mit zarten ,pilzfden1 die ihr zur ,gewinnung des ,stickstoffs behilflich sind1 umsponnenes ,wurzelwerk berallhin durch den ,boden zu dringen und die zum ,gedeihen und ,wachstum ntige ,nahrung zu schpfen4#f ,auch die ,buche ertrgt wie ,stiel- und ,traubeneiche bis #ca ,c4 ,klte4 ,sie findet sich hauptschlich in ,mitteleuropa1 geht westwrts bis ,mittelspanien und ,nordportugal1 sdlich bis ,sizilien und ,apulien1 stlich bis zum ,kaukasus4 ,hier berall ist sie ein entschiedener ,gebirgsbaum1 der je sdlicher1 um so hher hinangeht4 ,am tna steigt sie bis #ahhj m1 in den bayrischen ,alpen bis #acjj m1 in den norddeutschen ,gebirgen aber bis etwa #fej m4 ,in ,norwegen findet sie sich bis zum #ei4 nrdlicher ,breite4 ,ihre nrdliche ,grenze berhrt die schwedische ,westkste von ,gothenburg1 geht an der ,ostkste nur bis ,kolmar bei #eg und durchschneidet fast geradlinig den ,kontinent von ,knigsberg aus ber ,polen bis ,podolien und zur ,krim4 ,jenseits dieser ,linie wrde die ,vegetationsperiode auf weniger als fnf ,monate beschrnkt werden1 was die ,buche nicht vertrgt4 ,im ,frhjahr zersprengt das ,keimpflnzchen die ,buchennu1 streckt zuerst das ,wrzelchen heraus und sucht sich im ,boden zu befestigen und ,nahrung und ,wasser daraus zu holen4 ,das l der zwei zusammengefalteten ,keimbltter verwandelt sich zunchst in ,zucker und allmhlich in neue ,pflanzensubstanz4 ,sobald die ,wurzel hinreichend lang ist1 entfalten sich die ,keimbltter1 werfen die sie einzwngende ,schale ab1 breiten sich aus und werden grn1 um mit ,hilfe des ,chlorophylls neuen ,zucker zu bereiten4 ,bis zum #f4 ,jahre wchst die ,buche langsam1 dann aber streckt sie sich bedeutend und nimmt jhrlich #af-bd cm an ,lnge zu4 ,vor dem #fj4 ,jahre blht sie selten4 ,die ,blten finden sich an heurigen ,trieben und entfalten sich gleichzeitig mit dem ,ausbruch des ,laubes4 ,seitensprosse haben fast nur langgestielte1 hngende1 kugelige1 mnnliche ,bltenstnde in ,form von ,ktzchen1 der ,gipfeltrieb trgt mnnliche und weibliche ,blten1 wobei wiederum die mnnlichen am unteren1 die weiblichen dagegen am oberen ,teil des ,sprosses sich befinden4 ,mit #abj-aej ,jahren vollendet die ,buche gewhnlich ihr ,wachstum und kann dann bei #j1i-a1be m ,stammdurchmesser ber #cj m hoch sein4 ,sie liebt volle1 geschlossene ,bestnde und gedeiht nur1 wenn der ,boden vollstndig gedeckt ist4 ,sie war einst mit der ,eiche im ganzen westlichen und in ausgedehnten ,waldgebieten des sdlichen und mittleren ,deutschland der herrschende ,baum4 ,seit #aghj ist sie aber vielfach den rascher wachsenden und frher einen nutzbaren ,holzertrag liefernden ,nadelhlzern gewichen4 ,die ,begrndung von ,bestnden erfolgt unter dem ,schatten der den ,samen abwerfenden ,mutterbume4 ,man erzieht die ,buchen leicht in ,saatbeeten und verpflanzt sie drei- bis vierjhrig zu mehreren zusammen ins ,freie1 wo sie aber gegen ,sonnenbrand geschtzt werden mssen4 ,gegenwrtig erzieht man nicht reine ,buchen-1 sondern aus ,eichen1 ,buchen1 ,ahorn1 ,eschen usw4 gemischte ,bestnde1 in welchen die ,buche den ,boden schtzt und ihn durch reichlichen ,blattfall verbessert1 daneben auch die genannten ,nutzholzarten durch krftigen ,bestandsschlu zu gnstiger ,stammausbildung zwingt4 ,die ,buche ist auch wichtig als ,bodenschutz oder ,treibholz im lteren ,eichen- und ,kiefernbestand und gibt bis #aj ,prozent der gesamten ,holzmasse als ,nutzholz4 ,in guten ,jahren sammelt man pro ,hektar etwa #ajj ,scheffel ,buchnsse im #abj;jhrigen ,betrieb4 ,eine sehr groe ,anzahl ,insekten und ,pilze leben auf der ,buche1 doch lange nicht so viel als auf der ,eiche1 die darin weitaus an erster ,stelle unter allen ,holzgewchsen steht4 ,obgleich die ,rotbuche nicht im alten ,griechenland vorkam1 kannte sie doch ,theophrast als oxa4 ,auf den ,gebirgen ,norditaliens wuchs sie dagegen hufig und wird von den rmischen ,autoren mehrfach als fagus erwhnt1 eine ,bezeichnung1 die aus ,verwechslung von der griechischen ,bezeichnung phgs fr ,speiseeiche 7von phgein essen7 abzuleiten ist4 ,macrobius rechnet die ,buche zu den glcklichen ,bumen 7felices arbores71 weil man aus ihrem ,holze ,opfergeschirre mache4 ,bei den alten ,germanen war die ,buche der ,gttin des ,herdes und der ,ehe1 ,freya1 geweiht4 ,in ,nordamerika und ,japan wird die ,buche durch verschiedene nahe ,verwandte vertreten1 die wir hier bergehen knnen4 ,ebenfalls zu den ,ktzchentrgern gehrt die ,hain- oder ,weibuche 7,carpinus betulus71 von den vorgenannten ,cupuliferen durch das ,auftreten einer falschen1 aus einem ,blatte gebildeten cupula ausgezeichnet4 ,sie ist am nchsten mit den ,haselnuarten verwandt4 ,mit der ,rotbuche hat sie wenig ,merkmale gemein1 auer da der ,stamm bei beiden dieselbe glatte1 silberweie ,rinde mit fehlender ,borke aufweist4 ,beide ,baumarten wollen im ,schatten des ,waldes leben und aufwachsen4 ,mssen sie trotzdem sich in freiem ,stande entwickeln1 so schtzen sie sich durch tief bis zum ,boden herabreichendes ,astwerk gegen die allzu warm scheinende ,sonne4 ,besonders auf alten ,weidepltzen stehen oft solche prchtige1 rings beastete ,weidebuchen84 ,ist aber der ,baum im ,bestand erwachsen und wird er pltzlich durch eine ,lichtung der ,sonne ausgesetzt1 ohne da er ,zeit hat1 sich allmhlich daran zu gewhnen1 so wird die ,rinde auf der ,sonnenseite gar bald schwarz und brandig1 sie stirbt und lst sich ab und der ,baum geht an sogenanntem ,rindenbrand8 langsam zugrunde4 ,der bis #f m hohe ,stamm ist selten gerade1 sondern mehr oder weniger eckig1 durch tiefe ,furchen der ,lnge nach eingeschnitten1 mit deutlichen1 den ,stamm spiralig umziehenden ,lngswlsten1 wie man sagt spannrckig81 zudem oft mit starken ,beulen und ,buckeln versehen4 ,schon bei #b-c m ,hhe teilt sich der ,stamm in starke ste und setzt sich nach der ,astteilung zwar gerade1 aber nur schwach fort4 ,alte ,bume zeigen ,astlcher mit tiefen ,aushhlungen und weisen einen wunderlich gekrmmten ,astbau auf4 ,die ,belaubung ist infolge der feinen ,verzweigung dicht4 ,die ,krone bildet an jngeren1 krftig wachsenden ,bumen eine breite1 stumpfe ,pyramide mit so vielen tiefeckigen ,einschnitten1 als ,hauptste vom ,stamme ausgehen4 ,mit zunehmendem ,alter krmmen sich die ,zweige infolge der schweren1 fast alljhrlichen ,fruchtlast abwrts1 welchem ,drucke endlich auch die ste folgen1 und so mildert sich die vorher etwas starre ,form der ,krone durch ,abrundung der ,spitzen und ,ausgleichung der ,einschnitte4 ,gleichzeitig mit dem ,ausbruch der ,bltter erscheinen im ,april und ,mai die mnnlichen und weiblichen ,bltenstnde4 ,die ,frucht ist eine sehr hartschalige1 flache ,nu mit ,lngsrippen4 ,die ,frchte fallen im ,november und spter1 nach den ,blttern1 wie ,kreisel sich drehend zu ,boden4 ,die ,hainbuche wchst in der ,jugend lange buschig und trgt frhzeitig und reichlich ,samen4 ,sie ist unempfindlich gegen ,frost und periodische berschwemmungen und hat wenig von ,krankheiten zu leiden4 ,sie ertrgt viel ,schatten und dient daher als ,bodenschutzholz in lichten ,eichenwaldungen4 ,im ,niederwaldbetrieb ist die ,hainbuche durch ihre bedeutende ,ausschlagsfhigkeit von ,wert2 auch ist sie1 weil sie den ,schnitt gut ertrgt1 zur ,anlage von ,hecken geeignet4 ,sie kann ein ,alter von #cjj-djj ,jahren erreichen1 steht aber im ,massenertrage von ,holz der ,rotbuche weit nach4 ,ihr gelblichweies ,holz ist sehr schwer1 hart und schwierig zu spalten und zu bearbeiten1 arbeitet stark und besitzt nur im ,trockenen lange ,dauer4 ,es ist ein gutes ,werkholz zur ,herstellung von ,hobelksten1 ,kammrdern in ,mhlen1 ,maschinenbestandteilen usw41 berhaupt von allem1 was ,reibung und ,sto auszuhalten hat4 ,an ,brennkraft kommt es demjenigen der ,rotbuche gleich1 gibt auch gute ,kohlen und reichlich ,pottasche4 ,die ,rinde kann zum ,gerben benutzt werden1 die ,bltter geben ,ziegen1 ,schafen und ,pferden ein gutes ,futter4 ,die ,hainbuche war den alten ,griechen und ,rmern nicht bekannt1 wohl aber die bei ihnen wachsende ,hopfenbuche 7,carpinus ostrya7 -- ostra von den ,griechen und carpinus von den ,rmern genannt4 ,cato preist deren ,holz als das beste zur ,herstellung von lpressen4 ,die ,festigkeit und ,zhigkeit des ,holzes der ,hainbuche hat die ,redensart vom hanebchenen ,mann8 entstehen lassen1 der aber oft auch hanebchen grob8 sein kann4 ,in ,ostpreuen sollen einzelne ,hainbuchen einen ,stammumfang von #e m besitzen4 ,eine selbstndige ,art ist die orientalische ,hainbuche 7,carpinus orientalis71 whrend die amerikanische ,hainbuche 7,c4 americana7 bei uns als ,zierpflanze kultiviert wird4 ,der als ,fruchtbaum aus dem warmen ,sden zu uns gekommene ,nubaum 7,juglans regia7 hat ein hochgeschtztes braunes ,holz1 das mit ,vorliebe zu ,mbeln1 ,gewehrschften1 ,drechsler- und ,bildhauerarbeiten verwendet wird4 ,es ist gleichmig schwer und hart1 leicht zu bearbeiten und polierfhig1 schwindet aber stark und ist nur im ,trockenen dauerhaft4 ,der ,nubaum liefert auch das meiste ,furnierholz4 ,die ,wurzelstcke1 welche gleichfalls zu ,furnieren geschnitten werden1 besitzen oft eine herrliche ,maserung4 ,die getrockneten ,schalen der grnen ,nsse enthalten einen zum ,braunbeizen vielverwendeten ,farbstoff1 die ,nu- oder ,krnerbeize4 ,sein ausgezeichnetes ,holz htte dem ,nubaum den ,weg in den ,wald geffnet1 wenn nicht seine groe ,empfindlichkeit hindernd im ,wege stnde4 ,an seine ,stelle tritt deshalb im ,wald vielfach die aus ,nordamerika stammende1 weniger empfindliche ,schwarznu 7,juglans nigra71 die ebenso wie die ,graunu 7,j4 cinerea7 wegen ihres schnen1 gleichmig rotbraunen ,holzes besonders zur ,herstellung von ,mbeln hochgeschtzt ist und dem ,holz der einheimischen ,walnu vorgezogen wird4 ,ein hervorragend zhes und elastisches ,holz1 das fr den ,wagenbau groe ,bedeutung erlangt hat1 liefert die ebenfalls aus ,nordamerika in verschiedenen ,arten in unsere ,wlder verbrachte ,hickorynu 7besonders ,carya alba74 ,von allen dreien1 die durch ihre ,fiederbltter gekennzeichnet sind1 bedarf sie bei uns allerdings der grten ,pflege4 ,ein vortreffliches ,bau-1 ,werk- und ,faholz liefert die ,edelkastanie 7,castanea vesca71 die aber bei uns nur im ,rheintal am ,fu des ,schwarzwaldes und der ,vogesen in wrmeren ,lagen1 wo der ,weinstock und feinere ,obstarten gezogen werden1 gedeiht4 ,hier wird sie im ,niederwaldbetrieb bewirtschaftet1 um aus den jungen ,schlingen sehr brauchbare ,rebstecken zu gewinnen4 ,ihr ,holz besitzt fast alle ,eigenschaften1 wie auch die ,farbe des ,eichenholzes1 ist jedoch durch das ,fehlen der mit freiem ,auge deutlich sichtbaren ,markstrahlen sofort von jenem zu unterscheiden4 ,im ,gegensatz zum ,holze der ,edelkastanie ist dasjenige der ,rokastanie 7,aesculus hippocastanum7 von nur geringem ,werte1 da es leicht1 schwammig1 weich und von sehr geringer ,dauer ist1 namentlich in der ,nsse rasch fault4 ,andererseits reit und wirft es sich wenig1 nimmt ,farbe und ,politur gut an und wird nicht von ,wrmern heimgesucht4 ,es wird von ,drechslern und ,tischlern hnlich wie das ,lindenholz verwendet1 kann auch zu ,holzschuhen verarbeitet werden4 ,sonst wird fr letztere das weiche ,linden- und noch hufiger ,erlenholz verwendet4 ,auch die ,erlen 7,alnus71 von denen es #ad ,arten auf der nrdlichen ,halbkugel gibt1 sind ,ktzchenbltler und dadurch bemerkenswert1 da sie wie die ,schmetterlingsbltler in ,symbiose mit ,rhizobien genannten ,knllchenbakterien leben1 die an den ,wurzeln orangefarbene1 knollenfrmige ,auswchse erzeugen4 ,indem diese ,bakterien den ,stickstoff der im ,boden enthaltenen ,luft binden und in salpeter- und schlielich salpetrigsaure ,verbindungen berfhren1 leisten sie der ,erle auerordentlich wichtige ,dienste zur ,gewinnung dieses fr ihr ,gedeihen so notwendigen ,nhrmaterials4 ,mit ,hilfe dieser kleinen ,wohltter vermgen diese ,bume auf stickstoffarmem ,boden gut zu gedeihen und durch ,stickstoffanreicherung diesen zu verbessern4 ,von den vier deutschen ,erlenarten ist die an ,bachufern und in feuchten ,niederungen wachsende ,schwarzerle 7,alnus glutinosa7 die hufigste4 ,sie bildet ihren schlanken1 dunkeln ,stamm von #d-be m ,hhe bis zum ,gipfel aus und trgt an den schrg abstehenden sten die im ersten ,frhjahr sich entfaltenden mnnlichen und weiblichen ,bltenstnde4 ,aus den weiblichen ,ktzchen gehen eine ,menge brauner ,zpfchen hervor1 aus denen im ,winter die ungeflgelten ,samennchen ausfallen4 ,die ,bltter sind glnzend dunkelgrn1 fhlen sich klebrig an und sind an der ,spitze stark abgestumpft im ,gegensatz zu den zugespitzten1 weichhaarigen1 niemals klebrigen ,bltter der ,wei- oder ,grauerle 7,alnus incana71 die im brigen der ,schwarzerle sehr hnlich ist4 ,sie hat ihren ,namen von der glnzend silbergrauen1 glatten ,rinde1 wchst meist strauchartig1 erreicht aber als ,baum eine ,hhe von #aj m4 ,sie liebt weniger nassen humosen ,boden als die vorige1 gedeiht auch an ,berghngen und auf ,gebirgskmmen4 ,sie spielt in der nordischen ,mythologie eine groe ,rolle3 aus ihr soll die ,frau hervorgegangen sein1 whrend aus der ,esche der ,mann hervorging4 ,varietten beider ,arten werden als ,ziergehlze kultiviert4 ,beide ,erlenarten sind durch ganz ,europa verbreitet1 doch steigt die ,weierle im ,gebirge hher hinauf als ihre ,verwandte und geht auch weiter nach ,norden1 was ihr den ,namen nordische ,erle8 eintrug4 ,die weichhaarige ,erle 7,a4 pubescens7 ist wahrscheinlich ein ,bastard dieser beiden ,arten4 ,ihre ,rinde ist graubraun und ihre mehr stumpfen ,bltter sind nur zu uerst spitz auslaufend4 ,eine besonders auf ,granit in der ,knieholzregion des ,gebirges1 namentlich der ,alpen1 des ,schwarzwaldes1 des ,jura und ,bhmerwaldes1 wachsende strauchartige1 sich am ,boden schmiegende ,art ist die ,grnerle 7,a4 viridis71 die1 was ihre ,verwertung betrifft1 nur als ,brennholz in ,betracht kommt4 ,alle ,erlen verfgen ber ein starkes ,ausschlagsvermgen1 indem sie nach dem ,verlust von sten aus schlafenden8 ,knospen neue hervorzubringen und so ,schdigungen leicht auszugleichen vermgen4 ,das ,holz der ,schwarzerle ist frisch gelbrot1 trocken rostrot1 das der ,grauerle dagegen heller und das der ,grnerle wei4 ,es ist leicht1 weich und fest1 aber ziemlich grob1 leicht brchig und wenig elastisch4 ,es vertrgt keinen ,wechsel1 ist aber im ,wasser dauerhaft und wird deshalb auer zum ,brennen hauptschlich als ,wasserbauholz verwendet4 ,auerdem dient es zum ,schnitzen und ,drechseln1 wird zu ,brsten und ,zigarrenkistchen verarbeitet und in ,nachahmung von ,mahagoni und ,ebenholz gebeizt1 auch zu ,galanteriewaren1 ,pfeifenkpfchen usw4 verwendet4 ,neben ,haselnu und ,erle gehren die ihnen nahe verwandten ,weiden und ,pappeln zu den ersten ,verkndern des ,frhlings1 indem sie wie jene sehr frh ihre schon im ,herbst unter der ,knospenhlle ziemlich weit entwickelten ,blten hervortreten lassen4 ,beide ,arten von ,ktzchentrgern sind zweihusig1 indem jedes ,individuum entweder nur mnnliche oder nur weibliche ,blten hervorbringt4 ,in ,europa1 ,mittel- und ,nordasien bis ,china und ,japan heimisch und teilweise in ,nordamerika verwildert sind ,silber-1 ,schwarz- und ,zitterpappel4 ,die ,silber- oder ,weipappel 7,populus alba71 die sich in unseren ,anlagen neben der ,schwarzpappel in wundervollen1 #bh-cj m hohen ,exemplaren findet1 hat auf der ,unterseite weifilzige1 an den jungen ,trieben handfrmig gelappte1 an den lteren ,zweigen rundlich eifrmige ,bltter4 ,ihr ,holz ist sehr geschtzt1 da es sich wegen seines gleichmigen ,baues sehr wenig verzieht und deshalb vorzgliche ,reibretter liefert4 hnlich ist dasjenige der ,schwarzpappel 7,p4 nigra71 die wir hauptschlich im lockeren1 feuchten ,boden der ,fluufer und an feuchten ,waldrndern1 aber auch hufig in ,anlagen angepflanzt treffen4 ,sie ist die ageiros der alten ,griechen1 die siebenmal in der ,odyssee und einmal in der ,ilias genannt wird1 whrend die ,weipappel bei diesen achers hie4 ,ein ,scholiast1 d4 h4 ,grammatiker des ,altertums1 erklrt letzteren ,namen daher1 da ,herakles den ,baum aus der ,unterwelt1 dem achrn1 an die ,oberwelt gebracht habe4 ,in ,anlehnung an diesen ,mythus nennt der rmische ,dichter ,vergil in seinen ,eklogen die ,pappel 7populus7 dem ,herkules1 den ,weinstock aber dem ,bacchus angenehm4 ,diese ,sage von der ,herkunft aus der ,unterwelt rhrt von der dsteren ,rinde her1 die schon sehr frh eine dicke1 schwrzliche ,borke bildet1 im ,gegensatz zu der lange glatt bleibenden ,rinde der ,zitterpappel oder ,espe 7,p4 tremula74 ,dieser in feuchten ,laubwldern und an ,bchen hufige1 bis in die ,alpen und auf den ,brocken hinaufgehende ,baum ist dadurch bekannt und sprichwrtlich1 da seine an einem dnnen1 langen1 seitlich abgeplatteten ,stiel sitzenden rundlichen1 gebuchteten ,bltter beim geringsten ,lufthauch zittern4 ,whrend er sich bei uns vorzugsweise in den ,fluniederungen angesiedelt findet1 bildet er in ,ostpreuen und ,ruland als ,waldbaum reine ,bestnde und erreicht eine ,hhe von #bj m4 ,er ist der kerks der alten ,griechen1 findet sich aber in ,griechenland sehr selten4 ,sein grauweies1 glnzendes1 eine glattere ,bearbeitung als dasjenige der vorgenannten ,arten erlaubendes1 weiches ,holz wird besonders zur ,herstellung von ,zndhlzchen und ,zndholzschachteln1 daneben auch in der ,holzstofffabrikation verwendet4 ,vielleicht nur ein ,bastard von ,zitter- und ,silberpappel ist die im ,orient heimische1 nicht selten in unsern ,anlagen kultivierte ,graupappel 7,p4 canescens71 die #bj-cj m hoch wird1 whrend die bis #ce m hoch wachsende ,pyramidenpappel 7,p4 pyramidalis7 mit purpurnen ,ktzchen und steilaufstrebenden stchen1 die dem ,baum eine sulenfrmige ,gestalt verleihen1 wahrscheinlich nur eine ,abart der ,schwarzpappel ist4 ,wenn wir von ,pappeln sprechen1 so meinen wir sie4 ,dennoch ist sie kein ,kind unserer ,heimat1 sondern hat ihre ,heimat in ,zentralasien2 sie kam zu ,beginn des #ah4 ,jahrhunderts von ,persien nach ,europa und gelangte im ,jahre #agdj in einem mnnlichen ,exemplar aus ,norditalien in den ,garten nach ,wrlitz4 ,bis auf acht erst viel spter eingefhrte weibliche ,exemplare stammen alle deutschen ,pyramidenpappeln1 die seit der napoleonischen ,zeit sich reihenweise den ,flssen und ,landstraen ,mitteleuropas entlangziehen und der ,landschaft ein uerst charakteristisches ,geprge verleihen1 von diesem einen mnnlichen ,baume ab und wurden durch ,stecklinge erzielt4 ,in den ,boden gesteckte abgeschnittene ,zweige schlagen sehr leicht ,wurzel4 ,wahrscheinlich ist diese ungeschlechtliche ,vermehrung in ,verbindung mit der ,senkung des ,grundwasserspiegels infolge ,regulierung der ,wasserlufe der ,grund des in letzter ,zeit hufig zu bemerkenden frhzeitigen ,absterbens der ,pyramidenpappeln4 ,dieses beginnt mit ,wipfeldrre und lt schlielich den ganzen ,baum eingehen4 ,neuerdings pflanzt man auer der etwas kleineren ,balsampappel 7,p4 balsamifera7 besonders die ebenfalls aus ,nordamerika zu uns gebrachte1 bis #bj m hohe kanadische ,pappel 7,p4 monilifera74 ,beide sind auerordentlich raschwchsig und liefern dabei vielseitig brauchbares ,holz1 sind daher nicht blo als ,zierpflanzen1 sondern auch fr die ,forstwirtschaft von ,bedeutung4 ,alle ,pappelhlzer sind leicht1 weich1 wenig werfend und liefern deshalb vorzgliches ,blindholz fr furnierte ,mbel und ,packkisten1 sind auch treffliche ,papierstofflieferanten4 ,nur ganz im ,trockenen lassen sie sich lngere ,zeit unzersetzt aufbewahren1 im ,wasser faulen sie rasch4 ,dieselbe geringe ,bedeutung wie das ,pappelholz besitzt auch im allgemeinen das ,holz der ,weiden 7,salix71 das ebenfalls sehr weich und leicht1 wenig fest und dauerhaft ist1 also als ,bauholz gleicherweise unbrauchbar ist4 ,die ,farbe des ,kernholzes ist rtlich1 braun- oder rtlichgelb4 ,es wird wie das ,pappelholz vorzugsweise als ,blindholz1 dann zu ,packkisten1 ,spielwaren usw4 verwendet4 ,von den #afj ,weidenarten finden sich gegen #ej in ,deutschland4 ,um sie alle auseinander zu halten1 braucht es ein besonderes ,studium4 ,eine der bekanntesten derselben ist die von allen ,weiden zuerst blhende ,salweide 7,salix caprea71 die in ,mittel- und ,nordeuropa1 wie auch in ,nordasien heimisch ist4 ,ihre ,zweige sind es1 die unser katholisches ,volk an ,stelle der in unserem ,klima fehlenden ,palmzweige am ,palmsonntag zur ,weihe bringt1 weshalb diese ,weidenart auch ,palmweide heit4 ,nach altgermanischem ,glauben schirmen ihre ,zweige das ,haus1 in welchem sie aufbewahrt werden1 gegen ,zauber1 ,hexenspuk und bse ,geister4 ,dieser heute noch beim ,volke geltende ,glaube ist ein ,nachklang aus germanischer ,vorzeit1 in der die ,weiden mit der ,geisterwelt der ,verstorbenen in ,zusammenhang gebracht wurden4 ,neben der ,salweide wird besonders auch die ,weiweide 7,salix alba7 mit fein behaarten1 schmalen ,blttern den ,bchen und ,wegen entlang als ,kopfweide8 gezogen1 d4 h4 der ,stamm wird in bequem erreichbarer ,hhe1 etwa an der ,gabelungsstelle von ,leitsten1 gekpft4 ,die dann aus der ,wundstelle hervorbrechenden dnnen1 schmiegsamen ,ruten werden als beliebtes ,flechtmaterial fr ,krbe und andere geflochtenen ,gegenstnde verwendet1 whrend das ,holz des ,stammes als ,nutz- oder ,brennholz dient4 ,die weie ,weide galt im ,altertum als ,symbol der ,keuschheit1 weshalb die ,frauen in ,hellas bei den ,thesmophorien ihr ,lager mit unfruchtbaren ,zweigen von mnnlichen ,bumen dieser ,weidenart bestreuten4 ,es war dies ein zu ,anfang ,november1 nach der ,bestellung der ,wintersaat zu ,ehren der ,demeter thesmphoros1 d4 h4 der ,gesetze gebenden ,gttin der fruchtbaren mtterlichen ,erde gefeiertes ,fest4 ,diese galt als die ,grnderin des ,ackerbaus1 der brgerlichen ,gesellschaft und der rechtmigen ,ehe und ihr ,fest wurde von den ,frauen unter strengem ,ausschlu der ,mnner gefeiert4 ,whrend die ,zweige der ,bruch- oder ,knackweide 7,s4 fragilis7 sehr leicht brchig sind und deshalb nur als ,brennholz ,verwendung finden1 sind die dottergelben ,zweige der nur deretwegen angepflanzten ,dotterweide 7,s4 vitellina71 weil durch besondere ,zhigkeit ausgezeichnet1 als ,material zum ,binden sehr geeignet4 ,ebenfalls zum ,binden und zur ,korbflechterei sehr geeignet ist die ,band- oder ,korbweide 7,s4 viminalis71 die in ,europa und ,nordasien sehr gemein ist und hufig an flieenden und stehenden ,gewssern angebaut wird4 ,sie hat eine grnlichgelbe ,zweigrinde und sehr lange1 zugespitzte1 unterseits weihaarig glnzende ,bltter4 ,sie besitzt ein sehr krftiges ,ausschlagsvermgen1 so da die ,korbruten jhrlich geerntet werden knnen4 ,um ,reifstbe fr ,bandholz um ,fsser und ,kbel zu erhalten1 sind dagegen #c-f ,jahre ntig4 ,ihr weit ausstreichendes ,wurzelwerk macht ,bandweidenpflanzungen zur ,befestigung von ,uferbschungen vorzglich geeignet4 ,noch besser als sie ertrgt den jhrlichen ,schnitt eine ,bastardform zwischen ihr und der ,purpurweide 7,s4 purpurea71 so genannt wegen ihrer purpurnen1 statt wie sonst gelben ,staubbeutel4 ,auch sie wird an feuchten ,stellen und ,ufern hufig angebaut1 ebenso die aus ,ruland bei uns eingefhrte kaspische ,weide 7,s4 acutifolia7 und die feine ,flechtware liefernde einheimische ,mandelweide 7,s4 amygdalina71 so genannt nach ihrem an die ,mandelbltter erinnerndem1 unterseits blulichwei bereiftem ,laubwerk4 ,auch von diesen gibt es verschiedene in ,kultur stehende ,bastarde4 ,alle diese werden ausschlielich durch ,stecklinge vermehrt1 da sich abgeschnittene und in den ,boden gesteckte ,zweige sehr rasch bewurzeln und es zu langwierig wre1 diese ,weidenpflanzen aus ,samen zu ziehen4 ,besonders in ,nieder-sterreich1 im ,neckartal und in ,holland werden diese ,weiden fr die ,flechtindustrie im groen gezchtet und liefern als ,nebenprodukt eine zum ,gerben geeignete ,rinde mit einem mittleren ,gerbstoffgehalt von #h ,prozent1 auerdem zum ,flechten von ,matten und ,taschen und zum ,drehen von ,stricken dienenden ,bast4 ,das leichte1 weiche ,weidenholz dient im ,oderbruch zum ,schnitzen von ,holzschuhen und wird sonst viel benutzt1 auch zum ,brennen von ,kohle4 ,nach ,theophrast gaben die alten ,griechen dem leichten ,weidenholz zu ,schilden den ,vorzug4 ,derselbe ,autor sagt in seiner ,pflanzengeschichte1 da die ,weide 7ita7 am ,wasser wachse und in vielen ,arten vorkomme1 doch seien die ,ruten der ,purpurweide schner und besser zu ,flechtwerk als diejenigen der weien ,weide4 ,die ,griechen und besonders die ,rmer pflanzten die ,weiden in bedeutender ,menge zu den verschiedensten ,zwecken4 ,nach ,plinius hielt der ltere ,cato die ,weidenzucht fr einen der wichtigsten ,teile der ,landwirtschaft und nannte die ,weide die ntzlichste aller ,wassergewchse4 ,er schreibt3 ,es gibt verschiedene ,arten von ,weiden 7salix74 ,die einen liefern ,stangen fr ,weinberge und in ihrer ,rinde ,material zum ,binden2 andere geben ,ruten1 welche durch ihre ,biegsamkeit und ,zhigkeit zum ,binden tauglich sind2 andere liefern zarte ,ruten zu feinem ,flechtwerk1 wieder andere starke ,ruten zu ,krben und anderem ,gebrauch in der ,landwirtschaft4 ,werden die ,weidenruten durch ,schlen wei und behandelt man sie sorgfltig1 so geben sie ,krbe1 die nachgiebiger sind1 als wenn sie aus ,leder gemacht wren1 liefern auch die besten ,lehnsthle4 ,gekpfte ,weiden treiben neue ste1 und diese wachsen sogar aus den ,kpfen um so dichter4 ,jedenfalls ist die ,weide ein ,baum1 dessen ,anpflanzung bei geringen ,kosten einen sicheren1 auch von jeder ,witterung unabhngigen ,ertrag gibt48 ,sehr ausfhrlich behandelt sein ,zeitgenosse ,columella die ,weidenkultur durch ,stecklinge1 die1 bevor sich noch die ,blattknospen geffnet haben1 in #b1e ,fu tief umgegrabenem feuchten ,boden je zwei ,fu auseinander gepflanzt werden sollten4 ,in den ersten drei ,jahren lockere man in den ,weidenpflanzungen den ,boden fters durch ,graben auf1 spter genge es1 solches dreimal jhrlich zu tun4 ,bei ,unterlassung dieser ,pflege verkmmerten die ,weiden bald4 ,heute ist die ,kultur und ,verarbeitung von ,korbweiden zu ,korb- und ,stuhlarbeiten eine sehr ausgedehnte und beschftigt viele ,tausende von ,menschen4 ,deshalb verdienen sie noch hufiger1 als dies geschieht1 angepflanzt zu werden1 da die ,flechtreiser in manchen ,gegenden ,deutschlands noch vom ,auslande bezogen werden mssen4 ,die ,flechtruten mssen einjhrig1 #a1c-b1h m lang1 gerade1 mglichst dick und ohne ,knoten und ,abzweigungen sein4 ,sie werden um die ,mitte ,august geschnitten und dann entweder noch mit der ,rinde oder vorteilhafter schon entrindet 7wei7 in den ,handel gebracht1 indem man sie vorher in ,wasser gelegt und dann durch eine mit der ,hand zusammengeprete ,holzklammer gezogen hat1 um die als ,bast bezeichnete ,rinde von ihnen zu entfernen4 ,letztere wird zum ,gerben benutzt4 ,die ,ruten aber dienen wei oder gefrbt zum ,flechten4 ,durch das ,abschneiden der jhrigen ,triebe schwillt das obere ,ende der ,kulturweiden unverhltnismig an und wird als ,kopf bezeichnet2 hufig bersten sie oben und faulen durch den eindringenden ,regen4 ,nicht gekpfte ,baumweiden1 namentlich ,bruch- und ,weiweiden1 knnen etwa #aej ,jahre alt werden und dienen dann in #aj-ae;jhrigem ,umtriebe und als ,kopfholz in #a-b;jhrigem ,abhiebe zu ,brennholz4 ,das ,weidenlaub dient heute noch1 wie im ,altertum1 auch getrocknet1 als gutes ,viehfutter und die ,bienen1 welche die ,ursache der so hufigen ,verbastardierung der ,weiden sind1 finden in den frhblhenden ,weidenarten eine wertvolle ,nahrung4 ,als ,zierbaum steht die ,trauerweide 7,salix pendula7 obenan4 ,dieser #c-g m hohe ,baum mit berhngenden sten und ,zweigen stammt aus ,japan und ,china1 kam vor #bjj ,jahren nach dem ,orient und von da zu uns1 aber nur in einem weiblichen ,exemplar1 so da alle unseren1 aus ,stecklingen gezogenen ,trauerweiden weiblich sind4 ,er wird bei uns vorzugsweise als ,trauerbaum kultiviert4 ,ebenfalls zu den ,amentazeen oder ,ktzchenbumen gehren die ,birken 7,betula1 aus dem betulla der ,rmer71 die in #ce ,arten die ,nordhemisphre in der gemigten und kalten ,zone bewohnen und die nrdlichsten ,holzpflanzen berhaupt reprsentieren4 ,auerordentlich malerisch ist der ,anblick der nordischen ,birkenwlder4 ,auf hohen1 schlanken1 bis zu einer ,hhe von #ah m kaum eine ,spur von ,astbildung zeigenden1 blendend weien ,stmmen wiegt sich eine leichte ,krone von zarten1 hngenden ,blttern4 ,dabei ist der ,boden mit einem weichen ,teppich von ,moos und ,flechten bedeckt1 zwischen denen1 soweit das ,licht eindringen kann1 eine blae1 dem ,edelwei naheverwandte ,immortelle 7,gnaphalium dioicum7 ppig emporspriet4 hnlich den ihnen nahestehenden ,erlen bilden auch die ,birken die mnnlichen1 zu zweit am ,ende der ,zweige hngenden ,ktzchen schon im ,vorwinter aus2 die zarten1 grnlichen ,ktzchen der ,fruchtblten aber erscheinen erst im ,frhjahr und ragen seitwrts oder aufrecht an kleinen ,seitentrieben hervor4 ,im ,herbst fallen dann die nunmehr hngenden ,samenktzchen auseinander und berlassen dem ,wind1 wie die ,befruchtung1 so auch die ,ausbreitung der gelben1 geflgelten ,samenkrnchen1 die oft weithin den ,boden bedecken4 ,oft werden sie vom ,winde auf weite ,strecken fort und bedeutend hoch in die ,luft gewirbelt4 ,deshalb trifft man nicht selten junge ,birken hoch oben auf ,felsenspitzen1 auf ,mauern von ,ruinen und auf ,dchern2 sie knnen da1 wenn man sie gewhren lt1 recht gro werden1 da die ,birke von allen ,bumen die kleinste ,wurzelverbreitung besitzt und auch im freien ,stand mit einer kleinen ,menge ,erde vorlieb nimmt4 ,smtliche drei ,baumbirken1 die zu den ,nutzhlzern gehren1 wachsen in ,deutschland4 ,der nrdlichste ,baum ,europas1 der bis in die ,nhe des ,nordkaps unter #ga ,grad nrdlicher ,breite geht1 ist die ,warzen- oder ,weibirke 7,betula verrucosa71 ein #bj-be m hoher ,baum ,mittel- und ,nordeuropas1 der stlich bis ,kamtschatka geht und auch in ganz ,nordasien auerordentlich verbreitet ist4 ,bei uns in ,mitteleuropa hufiger als diese mehr nordische ,weibirke ist die wahrscheinlich nur eine ,abart derselben bildende ,hnge- oder ,trauerbirke 7,b4 pendula71 deren dnne ste im ,gegensatz zur vorigen weit herabhngen4 ,diese liebt einen sandigen1 etwas lehmigen ,boden1 findet sich bei uns in kleinen ,hainen und wird in ,gartenanlagen angepflanzt1 hufig auch im ,mischwald und als ,gestruch im ,buschwald1 kommt auch auf ,hochmooren vor4 ,sonst ist auf sumpfigen1 moorigen ,stellen und in feuchten ,feldern die ,haar- oder ,ruchbirke 7,b4 pubescens7 heimisch1 die als mig hoher ,baum oder noch hufiger1 namentlich in hheren ,lagen1 strauchartig in den ,alpen und den mitteldeutschen ,gebirgen bis an die ,baumgrenze geht1 in ,norddeutschland aber auch in der ,ebene wchst4 ,whrend1 wie die ,bltter1 auch die jungen ,triebe der erstgenannten beiden gemeinen ,birken kahl1 hchstens von ,wachsausschwitzungen rauh und warzig sind1 sind diese bei der ,haarbirke in der ,jugend mit einem dichten1 weichen ,haarfilze berzogen1 der im erwachsenen ,zustande ganz schwindet oder nur auf die brtigen ,aderwinkel der ,unterseite der ,bltter beschrnkt bleibt4 ,die ,rinde von ,wei- und ,hngebirke ist reinwei1 whrend sie bei der ,haarbirke etwas ins ,graue geht4 ,dafr behlt letztere ihre glatte1 in papierdnnen ,bndern sich ablsende ,rinde bis ins ,alter am ganzen ,stamm1 whrend ,wei- und ,hngebirke im hheren ,alter am unteren ,stammteil eine dicke1 tiefrissige ,borke von schwrzlicher ,farbe und auerordentlicher ,hrte bilden4 ,da die ,borke einen ,schutz gegen ,erwrmung und ,verdunstung bildet1 ist es begreiflich1 da die auf nassem ,boden wachsende ,haarbirke dieses ,schutzes weniger bedarf als jene4 ,die ,form der ziemlich dnnen1 langgestielten ,bltter sind bei ,wei- und ,hngebirke dreieckig bis rautenfrmig1 bei der ,haarbirke dagegen mehr oval4 ,alle drei ,birkenarten sind1 besonders in der ,jugend1 sehr raschwchsig und vermgen bei ihrer leichten ,verbreitungsfhigkeit durch den ,wind im ,wald entstandene ,lcken schnell auszufllen4 ,dabei knnen aber ,wei- und ,hngebirke durch das ,hin- und ,herpeitschen ihrer warzenbedeckten1 lang herabhngenden ,zweige im ,winde die ,nachbarpflanzen ziemlich belstigen1 whrend die ,zweige der ,haarbirke sperriger und weniger hngend sind4 ,sie wird deshalb als ,mischholz vorzugsweise zwischen ,nadelbume gepflanzt1 da es wegen dieses ,umsichschlagens der ,zweige im ,winde selten ein ,laubbaum in ihrer ,nachbarschaft aushlt4 ,auch als ,oberholz im ,mittelwald und als ,schutzbume leisten die ,birken gute ,dienste4 ,sie bedrfen nur wenig ,sonnenwrme1 um ihr ,wachstum zu beginnen1 belauben sich schon1 wenn die ,tageswrme ber #g ,c4 steigt1 und verlieren ihre ,bltter im ,herbst1 wenn dieser ,wrmegrad nicht mehr erreicht wird4 ,dies befhigt sie1 wenigstens zu ,struchern verkrppelt1 bis zu den baumlosen ,polarlndern vorzudringen4 ,sie gedeihen am besten in frischen1 nicht zu windigen ,lagen auf feuchten1 humusreichen ,sandbden4 ,ihre ,polargrenze stimmt mit derjenigen der ,nadelhlzer nahe berein4 ,man erzieht die ,birken leicht und sicher durch ,pflanzung zwei- bis fnfjhriger ,pflnzlinge1 welche aus den ,schlgen genommen werden1 wo sie aus angeflogenem ,samen von selbst wachsen4 ,die ,weibirken bilden stlich der ,weichsel ausgedehnte reine ,bestnde4 ,ihr ,anbau in ,deutschland datiert erst aus dem ,beginne des #ai4 ,jahrhundert1 als man die durch lange ,miwirtschaft ermdeten und verdeten ,waldbestnde wieder aufzufrischen suchte4 ,jetzt werden sie als ,nutzholz hufig gepflanzt4 ,ihr dichtes1 feines1 sehr zhes1 gelblichweies ,holz bildet keinen ,kern1 besitzt geringe ,hrte1 arbeitet stark und wird in feuchter ,luft sehr schnell morsch4 ,es dient hauptschlich zu ,leiterbumen1 ,felgen1 ,deichseln1 ,zahnrdern und zu groben ,schnitzwaren1 wie ,trgen1 ,holzschuhen usw42 als ,brennholz rechnet man es zu den ,harthlzern4 ,es brennt hell1 gibt viel ,hitze und1 wie auch die daraus gebrannte ,kohle1 ein bestndig lebhaftes ,feuer4 ,die ,ruten liefern das ,material zu unsern gewhnlichen braunen ,besen1 werden auch zu ,strafruten1 zu ,dachreisig und als ,wieden zum ,binden gebraucht4 ,oft werden die ,birken speziell zur ,gewinnung von ,reisig angepflanzt und die ,bume dann geschneitelt1 d4 h4 die einzelnen ste werden abgehauen1 um hnlich wie bei ,kopfweiden jhrlich die ,schlinge ernten zu knnen4 ,die harzreiche weie ,rinde ist fast unverweslich1 man legt sie unter die ,schwellen und ,balken1 die feucht oder auf ,steinen zu liegen kommen1 und benutzt sie zur ,unterlage der ,rasendcher1 auch stellt man ,krbe1 ,schnupf- und ,tabaksdosen daraus her4 ,wegen ihres hohen ,gerbstoffgehaltes wird sie auch zum ,gerben benutzt4 ,in ,ruland wird aus der ,birkenrinde und ,birkenwurzel durch trockene ,destillation der ,birkenteer gewonnen1 der zur ,bereitung des ,juchtenleders dient1 dem er den eigentmlichen ,geruch verleiht4 ,die ,bltter dienen als ,schaffutter1 sind als harntreibendes ,mittel beliebt und geben mit ,alaun eine grne ,farbe1 das ,schttgrn1 und mit ,kreide das ,schttgelb4 ,birkenknospen geben ,birk- und ,auerhhnern ein angenehmes ,futter und den ,finnlndern einen beliebten ,tee4 ,alte ,stmme liefern beim ,anbohren im ,frhjahr einen durch #b ,prozent ,traubenzucker sen ,saft1 der zur ,bereitung von ,birkenwein und ,birkenbier verwendet wird4 ,ein aus dem ,stamm gewonnenes ,harz dient in ,ruland gegen ,gicht und scheint schon in vorgeschichtlicher ,zeit als ,amulett zu gleichem ,zwecke benutzt worden zu sein4 ,gemasertes ,birkenholz gibt schnes ,furnierholz1 das meist unter dem ,namen schwedische ,birke8 im ,handel ist4 ,der bei der ,verbrennung des ,holzes entstehende ,ru findet zur ,bereitung von ,buchdruckerschwrze und ,malerfarben ,verwendung4 ,aus der ,asche gewinnt man eine gute ,pottasche4 ,zu ,pfingsten abgehauene ,birken werden als ,maien8 vor die ,huser1 ,kirchen und selbst in die ,stuben gesetzt4 ,dieser ,gebrauch ist ein ,nachklang des ,frhlingsfestes der alten ,germanen4 ,da die ,birke bei diesen in hohem ,ansehen stand1 beweist1 da der zweite ,buchstabe der ,runenschrift b seinen ,namen birkan von der ,birke hatte4 ,nach altem ,volksglauben reiten die ,hexen auf einem ,birkenbesen zum ,blocksberg4 ,die bis in unsere ,zeit bei ,studenten beliebten1 ,birkenmaier8 genannten ,becher aus ,birkenstmmen mit der ,rinde bildeten die ,trinkgefe der alten ,germanen4 ,da die ,birke in ,griechenland1 wie berhaupt im sdstlichen ,europa1 nicht wchst1 kannten die ,griechen diesen ,baum nicht1 wohl aber die ,rmer1 die ihre fasces genannten ,strafruten auer aus ,ulmenzweigen gelegentlich auch aus ,birkenreisig herstellten4 ,sie kommt in ,norditalien noch auf der ,nordseite hoher ,berge wild vor4 ,der ltere ,plinius schreibt in seiner ,naturgeschichte3 ,der ,spierlingsbaum 7sorbus7 und die ,birke 7betulla7 lieben einen kalten ,standort4 ,die ,birke ist eigentlich ein gallischer ,baum2 ihre ,rinde ist blendend wei und dabei sehr dnn4 ,die ,obrigkeiten gebrauchen ihre ,ruten zum ,strafen2 sie dienen auch zu ,reifen und ,korbrippen4 ,in ,gallien kocht man aus ,birken auch ,teer 7bitumen748 ,auer den besprochenen ,baumbirken wchst als ,vertreter der im ,hochgebirge heimischen ,strauchbirken auf den ,mooren ,norddeutschlands und auf den kalten ,hochmooren ,bayerns1 wie der ,alpen die ,strauchbirke 7,betula humilis71 whrend ebenfalls als ,relikt der ,eiszeit auf den ,alpen und auf den hchsten ,mooren des ,riesengebirges1 des ,erzgebirges und des ,harzes die ,zwergbirke 7,b4 nana7 als ein fast kriechender ,strauch von hchstens #a m ,hhe mit selten ber fingerdick werdendem ,stmmchen gedeiht4 ,in ihrer eigentlichen ,heimat ,nordeuropa1 ,nordasien und ,kanada kann sie gelegentlich #f m ,hhe erreichen1 whrend sie in ,grnland und auf ,spitzbergen sehr klein bleibt4 ,aus ihren feinen ,wurzelfasern verfertigen die ,lapplnder ganz schne ,decken4 ,in ,kanada und in den nrdlichen ,staaten der ,union1 aber auch in ,sibirien und ,japan wchst als ein bis #be m hoher ,baum mit weien1 in dnnen ,huten sich ablsender ,rinde die ,papierbirke 7,b4 papyracea71 aus deren ,gesamtrinde man sehr leichte und dennoch dauerhafte ,boote 7canoes7 verfertigt4 ,ebenfalls in ,nordamerika1 und zwar im stlichen ,teile jenes ,kontinents sind die weibuchenbltterige ,birke 7,b4 carpinifolia7 mit brunlichgelber bis dunkelbrauner1 selten hellgrauer ,rinde1 die #bj m hohe ,schwarz- und ,gelbbirke 7,b4 nigra und lutea7 mit schon sehr bald rissiger1 schwarzer beziehungsweise gelber ,rinde und die ,zuckerbirke 7,b4 lenta7 zu ,hause1 werden aber oft in unseren ,anlagen als ,zierbume kultiviert4 ,die ,zuckerbirke wird #bd m hoch und besitzt eine braunschwarze1 in dicken1 breiten ,stcken sich ablsende ,rinde von gewrzhaftem und sem ,geschmack1 weshalb sie den ,indianern als ,kaumittel und zur ,bereitung erfrischender ,getrnke dient4 ,sie liefert bei der ,destillation ein therisches l1 das als ,gaultheria- oder ,wintergrnl in den ,handel gelangt4 ,in ,japan und in der ,mandschurei sind die pappelbltterige ,birke 7,b4 populifolia7 und die ulmenbltterige ,birke 7,b4 ulmifolia7 zu ,hause1 whrend im ,himalaja die zur ,anfertigung von ,papier dienende ,bhojpatra- oder ,churjibirke 7,b4 utilis7 mit brauner ,stammrinde heimisch ist4 ,damit wren die wichtigsten ,birkenarten aufgezhlt4 ,ihres ,holzwertes wegen verdienen auch die bei uns meist nur als ,zierbume gepflanzten ,platanenarten 7,platanus7 ,beachtung4 ,das ziemlich feine1 feste1 harte und gut polierbare ,holz dieser ,kernbume ist von zahlreichen ansehnlichen ,markstrahlen durchsetzt und in ,farbe und ,eigenschaften unserem ,rotbuchenholz sehr hnlich4 ,wie dieses ist es des lstigen ,arbeitens wegen in massiver ,verwendung zu besseren ,mbeln wenig brauchbar1 wohl aber zu ,furnieren1 sowie zu ,galanterie- und ,drechslerwaren1 ist aber weniger haltbar als jenes4 ,die berall bei uns verbreitete1 durch ,stecklinge vermehrte ,art ist die ahornbltterige ,platane 7,platanus acerifolia71 ein ,kreuzungsprodukt der wetterhrteren nordamerikanischen und griechischen ,platane 7,pl4 occidentalis und orientalis74 ,ihre groen ,bltter sind dem ,ahornlaub hnlich handfrmig gelappt und der schlanke ,stamm stt fortwhrend die ,borke in unregelmigen1 dnnen ,schuppen ab1 so da der ,schaft glatt bleibt und gelblich gefleckt erscheint4 ,vielseitiges ,nutzholz liefern die ,ahornarten 7,acer71 von denen wir den ,bergahorn 7,acer pseudoplatanus71 den ,spitzahorn 7,a4 platanoides7 und den ,feldahorn oder ,maholder 7,a4 campestre7 unterscheiden4 ,die handfrmig fnflappigen ,bltter erinnern beim ,bergahorn durch ihre abgerundeten ,ecken lebhaft an das ,weinlaub1 whrend sie beim ,spitzahorn scharf ausgezogene ,spitzen besitzen und etwas denjenigen der ,platane hneln4 ,whrend letzterer die abwrts hngenden ,bltentrauben erst nach der ,entfaltung der ,bltter entwickelt1 lt ersterer seine aufrechten gelben ,bltendolden schon im ,april und ,mai leuchten4 ,die ,frchte sind einsamige ,nchen1 die je zu zweit miteinander verwachsen sind und sich in lange grne ,flgel fortsetzen1 damit sie der ,wind in spiraliger ,bahn um sich selbst wirbelnd davontrage4 ,diese ,flgel der ,doppelfrucht stehen beim ,bergahorn in spitzem ,winkel zusammen1 beim ,spitzahorn dagegen bilden sie einen stumpfen ,winkel und beim ,feldahorn1 bei dem die ,frchte filzig behaart sind1 stehen sie wagrecht auseinander4 ,bei letzterem1 der nur selten zum stattlichen ,baum heranwchst und uns in der ,regel nur als ,buschwerk am ,waldrand und in ,feldhlzern entgegentritt1 sind die ebenfalls fnflappigen ,bltter kleiner als bei den andern beiden ,arten1 die ,lappen der letzteren sind abgerundet und ziemlich ganzrandig4 ,wie der ,name schon sagt1 ist der ,bergahorn ein echter ,gebirgsbaum1 der in den ,alpen bis #afjj m hoch steigt und nrdlich bis ,dnemark und ,gothland geht2 der ,spitzahorn1 der ebenfalls #bj-be m hoch wird1 steigt weniger hoch1 geht aber weiter nach ,osten und ,norden als ersterer4 ,das ,holz dieser ,ahornarten ist gelblichwei1 beim ,feldahorn meist ins ,rtliche bergehend1 mittelschwer1 mig hart1 sehr fein mit oft kaum sichtbaren ,jahresringen1 glatt zu bearbeiten und leicht polierbar2 vermge seiner ,eigenschaft1 nur mig zu schwinden und zu reien1 ist es fr furnierte und massive ,mbel1 ,tischplatten und zur ,herstellung musikalischer ,instrumente vorzglich geeignet4 ,es ist auch ein gutes ,drechslerholz und findet in der ,hausindustrie zu ,schnitzwaren1 ,kchengerten1 ,laubsgearbeiten und ,schuhmacherleisten vielseitige ,verwendung4 ,seine ,dauerhaftigkeit ist aber nur im ,trockenen eine gute2 doch wird es hier1 wenn nicht luftig gehalten1 gern von ,wrmern angegangen4 ,der ,ahornmaser ist sehr schn1 ebenso das wellige 7flammige7 ,holz1 das meist dem ,spitzahorn eigen ist und an alten ,stmmen durch ,welligwerden der ,jahresringe1 entsprechend den ,rissen der rtlichbraunen ,borke1 entsteht4 ,trotzdem das ,holz des ,feldahorns seiner schnen ,maserung wegen sehr gesucht ist1 wird der ,baum seines langsamen ,wuchses wegen nicht im ,hochwald angepflanzt1 dagegen sichert ihm seine ,ausschlagsfhigkeit im ,niederwaldbetrieb einen ,platz4 ,der besonders im ,frhjahr stark zuckerhaltige ,saft der ,ahornarten wird bei uns kaum genutzt1 wohl aber in ,nordamerika1 wo der im ,herbst ein orangefarbenes ,laubwerk aufweisende ,zuckerahorn 7,a4 saccharinum7 zu ,hause ist und vorzugsweise dazu verwendet wird4 ,dieser ,baum ist als durchaus winterhart auch in unsere ,wlder eingefhrt worden1 spielt aber darin noch keine nennenswerte ,rolle4 ,noch weniger ist dies beim ebenfalls aus ,nordamerika bei uns eingefhrten ,silberahorn 7,a4 dasycarpum7 der ,fall1 dessen zierliches1 scharf eingeschnittenes ,laubwerk ihn als ,park- und ,straenbaum empfiehlt4 ,als solcher ist er besonders in ,sddeutschland eingebrgert1 ferner der gleichfalls nordamerikanische ,eschenahorn 7,acer negundo71 so genannt wegen seiner unpaarig gefiederten ,bltter4 ,auer diesen ist er an seinen lange vor dem ,ausbruch des ,laubes erscheinenden1 hngenden ,bltenbscheln und den kleinen1 mit den ,flgeln sich berhrenden ,doppelfrchten erkenntlich4 ,auch er wird wie der gleicherweise nordamerikanische ,schwarz- und ,rotahorn 7,a4 nigrum und rubrum7 in seiner ,heimat zur ,gewinnung von ,ahornzucker angezapft und ist eine ,zierde unserer ,anlagen und ,alleen4 ,die ,spielart des ,eschenahorns mit weibunten und gelbbunten ,blttern wird als die ,krone unserer panachiertbltterigen ,bume angesehen4 ,zu den schnsten ,schmuckhlzern zhlt eine ,maserbildung des ,ahorns1 die besonders hufig und in groer ,schnheit am amerikanischen ,zuckerahorn auftritt und unter dem ,namen ,vogelaugenmaser8 als ,furnierholz die hchsten ,preise erzielt4 ,da die ,maserbildung fr gewhnlich nur in den ueren ,stammschichten auftritt1 erfolgt das ,schneiden der ,furniere durch ,abschlen um den ,stamm4 ,grau gebeizt sind diese ,furniere unter dem ,namen ,maple8 im ,handel4 ,von den #ci in der gemigten und subtropischen ,zone der ,nordhemisphre1 besonders in ,nordamerika1 ,ostasien und dem ,mittelmeergebiet1 heimischen ,eschen 7,fraxinus7 ist die bei uns vorkommende gemeine ,esche 7,fraxinus excelsior1 d4 h4 die hochragende7 einer unserer schnsten ,waldbume mit hohem1 schlankem ,stamm1 in der ,jugend hellgrauer1 glatter1 im ,alter braungrauer1 rauher1 durch quere ,borkenrisse ausgezeichneter ,rinde1 groen1 schwarzen ,knospen an den glatten1 graugrnen ,trieben1 mit #c-fpaarigen ,fiederblttern und vor dem ,laub erscheinenden1 nackten1 d4 h4 kronenlosen ,zwitterblten1 die mit ihren roten bis violetten ,staubgefen in dichten ,bscheln an den alten ,trieben sitzen und nach der ,befruchtung in einen zungenfrmigen1 deutlich geaderten ,flgel auslaufende lngliche ,frchte hervorgehen lassen4 ,als groe ,seltenheit trifft man auch ,eschen mit ungefiederten1 hchstens am ,grunde gelappten ,blttern1 die als ,rckbildung zur ursprnglichen1 einfachen ,form angesehen werden mssen4 ,ist die ,gipfelknospe eines ,triebes durch ,frost oder ,insekten zerstrt worden1 so bernehmen zwei gleichstarke ,seitenknospen die ,fhrung und verursachen eine typische ,zwieselbildung4 ,die gemeine ,esche findet sich in ganz ,europa bis #fj nrdlicher ,breite1 ebenso in ,nordasien und im ,orient in feuchten ,wldern1 dann an ,flu- und ,bachufern4 ,sie gedeiht noch in ,smpfen1 nicht aber auf ,sandboden1 erreicht eine ,hhe von #dj m und steigt in den ,alpen bis #abjj m hinauf4 ,sie verlangt frischen1 fruchtbaren ,boden1 kann aber dank ihres auerordentlich weit verzweigten ,wurzelsystems1 das berall das versinkende ,oberflchenwasser aufzunehmen vermag1 auch auf lockeren ,schutthalden von ,kalkgebirgen1 wie z4 ,b4 auf der ,schwbischen ,alp und im ,schweizer ,jura1 fortkommen4 ,die ,wurzel dringt nicht weit in den ,boden1 breitet sich aber nach allen ,seiten weit aus1 so da sie den ,boden dennoch von aller in ihm enthaltenen ,feuchtigkeit auszusaugen vermag4 ,auer ,bodenfeuchtigkeit braucht sie ,licht1 ist aber gegen ,frost und ,hitze empfindlich4 ,sie meidet daher wie den ,sandboden1 so auch die rauheren ,gebirgslagen4 ,man pflanzt sie in ,laubholzbestnden an1 kultiviert sie aber am hufigsten im ,niederwaldbetrieb4 ,ihr von jungen ,bumen weies1 von lteren dagegen brunlichgelbes1 mit breiten ,jahresringen1 aber feinen ,spiegeln versehenes ,holz ist dicht1 hart1 sehr zhe und elastisch1 gut spaltbar1 nicht leicht reiend und sehr tragfhig4 ,diese ,eigenschaften machen es zur ,herstellung von ,axt- und ,hammerstielen1 von ,drechsler- und ,wagnerarbeiten1 landwirtschaftlichen ,werkzeugen1 ,turn- und ,sportgerten1 besonders ,schneeschuhen und ,schlitten1 aber auch als ,tischlerholz vorzglich geeignet4 ,vornehmlich geschtzt ist der ungarische ,eschenmaser von alten ,stmmen mit welligem ,verlauf der ,holzfasern4 ,furniere mit solchem ,maser werden mit #aj-ab ,mark pro ,quadratmeter bezahlt4 ,im ,brennwert rangiert das ,eschenholz dicht hinter dem ,eichenholz4 ,das ,laub wird von ,schafen und ,ziegen gerne gefressen und ist ein gutes ,viehfutter1 das als solches besonders in ,steiermark und ,krnten1 aber auch in den grasarmen ,mittelmeerlndern viel benutzt wird4 ,wie das junge ,eschenholz auch zu ,fareifen1 werden die jungen ,triebe zu ,lanzenschften1 ,peitschenstielen usw4 verwendet4 ,schon ,homer1 der allerdings von der weiter im ,sden wachsenden ,blumen- oder ,mannaesche 7,fraxinus ornus7 als mel in ,ilias und ,odyssee mehrfach spricht -- die gemeine ,esche wchst nur auf den ,gebirgen ,makedoniens und am ,sdabhang der ,alpen -- sagt von der ,esche1 sie wachse in ,gebirgstlern und diene zu ,speerschften1 ,trschwellen und -,pfosten4 ,auch die ,rmer haben diese im ,auge1 wenn sie von fraxinus sprechen4 ,so sagt der ,ackerbauschriftsteller ,columella3 ,die ,esche gibt ein ,laub1 das ,schafen und ,ziegen sehr angenehm und auch fr ,rindvieh recht brauchbar ist4 ,man zieht sie deswegen in eigenen ,pflanzungen48 ,sein ,zeitgenosse ,plinius aber schreibt in seiner ,naturgeschichte3 ,die ,esche wurde ihres ,holzes wegen geschaffen4 ,ihr ,wuchs ist hoch und schlank2 ihre ,bltter sind gefiedert 7pinnatus74 ,sie ist durch ,homer und des ,achilles ,lanze berhmt geworden4 ,das ,holz ist jedenfalls zu vielerlei ,gebrauch gut4 ,das ,holz der auf dem ,ida in der ,landschaft ,troas wachsenden ,eschen ist dem ,cedernholze so hnlich1 da es kaum davon unterschieden werden kann1 wenn es geschlt ist4 ,griechische ,schriftsteller behaupten1 ,eschenlaub sei ,pferden und ,maultieren tdlich2 in ,italien ist dies jedenfalls nicht der ,fall4 ,dagegen ist der aus ihnen geprete ,saft1 getrunken und auf die schwellende ,biwunde gelegt1 das beste ,mittel gegen ,schlangengift4 ,die ,wirkung ist so gro1 da jede ,schlange den ,eschenbaum von weitem flieht und seinen ,schatten selbst dann meidet1 wenn er frh und abends am lngsten ist4 ,ich habe selbst gesehen1 da eine ,schlange1 welche in einen ,kreis zwischen ,eschenbltter und ,feuer gelegt wurde1 sich lieber ins ,feuer strzte1 als die ,bltter berhrte4 ,es ist eine groe ,wohltat der ,natur1 da die ,eschen frher blhen1 als die ,schlangen erscheinen1 und da sie nicht eher die ,bltter abwerfen1 als bis die ,schlangen zur ,winterruhe gegangen sind48 ,natrlich ist dies ,aberglaube1 wie er in damaliger ,zeit selbst bei den ,gebildetsten weit verbreitet war4 ,die ,blumen- oder ,mannaesche1 von der hier die ,rede ist1 findet sich in ,bergwldern ,sdeuropas1 waldbildend namentlich im ,karst1 in ,kroatien1 ,slavonien1 ,dalmatien und im ,orient und wird besonders in ,sizilien kultiviert1 da sie durch im ,frhjahr in ihre ,rinde gemachte ,einschnitte die ,manna als einen sen1 an der ,luft erhrtenden ,saft liefert4 ,bei uns findet sie sich nur als ,zierholz angepflanzt4 ,sie ist ein buschiger kleiner ,baum oder ,strauch1 dessen ,blten grne ,kelch- und weie ,kronbltter tragen4 ,von der gemeinen ,esche1 die in der germanischen und nordischen ,mythologie eine bedeutende ,rolle spielt -- man denke nur an die ,weltesche ,ygdrasil und die ,abstammung des ,mannes von der ,esche1 whrend die ,frau aus der ,erle hervorging -- kultiviert man als ,zierbume verschiedene ,abarten1 wie die einbltterige ,esche1 die ,trauer- oder ,hngeesche1 die ,goldesche mit rtlichgelber ,rinde usw4 ,in ,parkanlagen werden auch mehrere nordamerikanische ,arten1 wie die ,wei-1 ,rot-1 ,schwarz- und ,blauesche angepflanzt4 ,unter ihnen ist besonders die ,weiesche 7,fraxinus americana71 weil viel frosthrter und spter als die gemeine ,esche austreibend1 neuerdings auch in einzelnen ,versuchspflanzungen als ,waldbaum bei uns angesiedelt worden4 ,auf einer ,esche 7,fraxinus chinensis7 in ,sdchina und ,annam wird die ,wachsschildlaus 7,coccus pe-la7 gezchtet1 die das chinesische ,wachs liefert4 ,der ,baum1 der am innigsten mit dem deutschen ,volksleben verwachsen ist1 ist die ,linde 7,tilia74 ,sie galt den alten ,germanen und ,slaven als heiliger ,baum und war der weiblichen ,gottheit ,herka oder ,frau ,holle1 bei den ,slaven der ,liebesgttin ,krasopani geweiht4 ,in ,sitte und ,sage spielt sie eine sehr wichtige ,rolle4 ,wie heute noch alle ,volksfeste sich unter der alten ,dorflinde abspielen1 so kamen unsere ,vorfahren mit ,vorliebe unter ehrwrdigen ,lindenbumen zusammen4 ,so gibt es in ,deutschland noch viele ,gerichts-1 ,vehm-1 ,blut-1 ,geisterlinden usw4 ,an ,gerichtssttten standen wenigstens drei1 meist aber sieben ,linden4 ,das in der ,regel am ,hauptbaume befestigte roh geschnitzte ,gtterbild hie ,wigbild1 woraus spter ,weichbild1 im ,sinne von ,grenze des ,gerichts1 spter ,stadtgrund1 entstand4 ,berhmt ist namentlich die altehrwrdige ,vehmlinde bei ,dortmund4 ,auf ,burgen und in ,klstern war die ,linde ,hausbaum4 ,dort wurde der ,gast im ,sommer bewirtet1 dort wurde erzhlt1 gezecht1 gespielt und der fahrende ,spielmann oder ,snger angehrt4 ,wie auf den ,burgen war die ,linde auch im ,kloster der ,baum der ,erholung und als solcher meist am ,brunnen gepflanzt4 ,weil der ,baum als ,bildstock fr ,marien- und ,heiligenbilder bentzt zu werden pflegte1 wurde er wie diese selbst mit dem ,nimbus der ,heiligkeit und ,wunderttigkeit umgeben1 zu dem man nicht selten ,wallfahrten unternahm4 ,am meisten beschftigen sich ,lindensagen mit der ,mutter ,gottes als der ,nachfolgerin der heidnischen ,herka oder ,frau ,holle4 ,auer religisem ,aberglauben hat die ,volksmeinung1 wonach der ,blitz nicht in ,linden einschlagen soll1 viel dazu beigetragen1 da hufig ,linden an ,feldwege und auf ,viehtriften zum ,schutze der ,hirten und ,feldarbeiter gepflanzt wurden4 ,auch zum ,verbrennen der ,toten wurde1 wie uns die ,kohlenreste alter ,grabhgel beweisen1 mit ,vorliebe ,lindenholz als dasjenige eines heiligen ,baumes genommen4 ,zahlreiche ,ortschaftsnamen weisen auf die ,linde1 so vor allem auch ,leipzig1 das ,lindenstadt bedeutet4 ,der ,name ist aus dem slavischen ,worte ,lipsk entstanden1 das aus lipa ,linde gebildet ist4 ,die berhmteste ,linde ,deutschlands ist die zu ,neustadt am ,kocher in ,wrttemberg1 von welcher die ,stadt auch ,neustadt an der ,linde heit4 ,sie hat an ihrem ,fue #ab m ,umfang4 ,ihre mchtigen ste wurden schon im ,jahre #acib durch #fj steinerne ,sulen gesttzt1 und ein ,gedicht von #adjh sagt3 ,vor dem ,thor eine ,linde staht1 die #fg ,sulen hat48 ,im ,jahre #ahca wurden diese ,sttzsulen auf #aff vermehrt4 ,ein abgebrochener ,ast gab #g ,klafter ,holz4 ,diese ,linde mu gegen #hjj ,jahre alt sein4 ,die strkste ,linde ,deutschlands ist aber diejenige auf der ,burg zu ,nrnberg1 welche bei nur #ah m ,hhe einen ,stammumfang von #ad m aufweist4 ,ihr ,stamm ist so weit hohl1 da man durch ihn wie durch ein ,tor zu ,pferde hindurchreiten kann4 ,sie ist wohl ber #hjj ,jahre alt4 ,unter der ,schirmflche der ,linde zu ,vilsen im ,hannoverschen versammeln sich jeden ,sonntag #ac ,gemeinden zum ,gottesdienst4 ,unter der ,linde von ,augustusburg1 die einen ,stammumfang von #ab m besitzt1 hatten einst #abj ,speisetische ,platz4 ,vom ,kurfrsten ,august von ,sachsen1 der das ,schlo ,augustusburg baute1 existieren noch viele ,verordnungen1 die mit3 ,gegeben unter der ,linde8 unterzeichnet sind4 ,in alten ,linden1 die in der ,nhe von ,kirchen stehen1 findet man zuweilen noch eiserne ,ringe und ,klammern4 ,diese dienten einst als ,klammern fr diejenigen1 die hier ffentlich ,kirchenbue zu leisten hatten4 ,man unterscheidet bei uns zwei ,arten von ,linden3 ,die kleinbltterige oder ,winterlinde 7,tilia parvifolia7 und grobltterige oder ,sommerlinde 7,t4 grandifolia74 ,letztere ist in ,deutschland weniger verbreitet als erstere4 ,beide haben eine weitverzweigte1 tiefgehende ,wurzel1 einen krftigen ,stamm mit im ,alter ziemlich dicker1 graubrauner oder schwarzgrauer1 rissiger ,rinde4 ,die ,innenrinde liefert einen trefflichen ,bast4 ,die ste beginnen schon tief unten am ,stamm und breiten sich ringsum nach allen ,seiten hin aus4 ,die unteren halten sich fast wagrecht2 je weiter nach oben1 desto mehr streben auch die ste aufwrts4 ,an den wagrecht ausgebreiteten oder niederhngenden ,zweigen stehen die rundlichen1 zugespitzten1 scharf gesgten und am ,grunde ausgeschnittenen ,bltter1 die bei der ,winterlinde kleiner1 oberseits dunkelgrn1 unterseits blaugrn und kahl sind1 whrend sie bei der anfangs ,mai1 statt wie die vorige ,mitte ,mai1 ausschlagenden ,sommerlinde unterseits hellgrn und kurz behaart sind4 ,in den ,winkeln der ,blattnerven der ,unterseite stehen als ,acarodomatien oder ,milbenhuschen kleine ,haarbschel1 die bei der ,winterlinde rostfarbig1 bei der ,sommerlinde dagegen gelblichwei sind4 ,die gelblichen ,zwitterblten hngen in ,trugdolden geordnet an langem1 mit zungenfrmigem ,deckblatte verwachsenem ,stiele zu #e-g bei der ,winterlinde und zu #b-c an der #ad ,tage spter1 d4 h4 ,ende ,juni bis ,mitte ,juli blhenden ,sommerlinde4 ,sie liefern einen als ,hausmittel vielgebrauchten ,tee4 ,die filzig behaarten ,nufrchtchen benutzen das gemeinsame ,deckblatt als ,flugapparat1 bleiben aber1 besonders bei der spter reifenden ,winterlinde1 oft bis zum ,frhjahr am ,baume4 ,die ,keimung erfolgt wie bei manchen anderen ,bumen erst im zweiten ,frhjahr4 ,die zwei ,keimbltter sind handfrmig geteilt1 im ,gegensatz zu der sonst gltigen ,regel1 nach der sie einfacher geformt sind als das sptere ,laubblatt4 ,die zweijhrigen ,pflnzlinge werden umgepflanzt3 damit sie recht erstarken1 empfiehlt es sich1 sie etwa im fnften ,jahre ein zweites ,mal im ,pflanzbeet umzulegen4 ,die ,linde zeigt von ,jugend an ein freudiges ,wachstum und bildet einen anfangs fast immer walzenrunden1 glnzend brunlichen1 mit weilichen ,warzen berstreuten ,stamm1 der schon in geringer ,hhe ste ausstreckt1 welche sich gern flach ausbreiten4 ,die ,krone wlbt sich frhzeitig ab und wird mit dem ,alter immer dichter und umfangreicher4 ,die tiefgreifende und sich weithin verzweigende ,wurzel befhigt die ,linde den strksten ,strmen zu trotzen4 ,die ,winterlinde bevorzugt den frischen1 feuchten ,waldboden der niederen ,vorberge und ,ebenen1 whrend die ,sommerlinde auch in trockeneren ,lagen wchst4 ,beide gedeihen schlecht im ,nassen4 ,sie bilden bei uns keine reinen ,waldbestnde wie in den russischen ,ostseeprovinzen1 sondern finden sich immer nur einzeln in ,wldern1 werden bis #cj m hoch und erreichen ein tausendjhriges ,alter4 ,die ,winterlinde ist in ,deutschland berall die gemeinere1 die ,sommerlinde dagegen wird hufiger angepflanzt und geht auch hher in die ,gebirge4 ,wegen ihres schnellen ,wuchses1 ihres dichten ,schattens und angenehmen ,geruches der ,blten sind sie als ,alleebume beliebt4 ,ihr rasches ,wachstum1 die ,fhigkeit vom ,stamm und der ,wurzel wieder auszuschlagen und gleich der ,buche den ,boden zu verbessern1 machen sie auch forstlich wichtig4 ,in #h-aj ,jahren sind sie als ,reiholz1 in #bj-be ,jahren als ,schlagholz und in #fj-hj ,jahren als ,bauholz verwendbar4 ,doch legt der ,forstmann wenig ,wert auf ,linden1 weil der ,brennwert ihres ,holzes nur ein ,drittel desjenigen des ,buchenholzes betrgt und die ,linde gleichwohl denselben ,boden fordert1 wie die edleren ,harthlzer4 ,das weilichgelbe bis rtlichweie1 feine1 weiche1 gut zu bearbeitende und1 wenn richtig getrocknet1 wenig arbeitende ,holz eignet sich vermge der ,eigenschaft1 sich in jeder ,richtung schnitzen1 drehen und hobeln zu lassen1 vorzglich als ,bildhauer- und ,modellschreinermaterial4 ,namentlich werden ,heiligenbilder aus ,lindenholz geschnitzt1 weshalb es frher als ,heiligenholz8 bezeichnet wurde4 ,noch mehr dient es zum ,schnitzen von ,spielwaren1 ,lffeln1 ,wurfschaufeln usw41 zu ,reibrettern1 massiven ,mbeln1 die besonders in ,ruland sehr beliebt sind1 und als ,blindholz fr furnierte ,arbeiten4 ,dauer behlt das dem ,wurmfra nur wenig ausgesetzte ,holz blo im ,trockenen1 fr freie ,lagen dagegen1 in denen es dem ,wechsel unterworfen ist1 ist es unbrauchbar4 ,die festen1 leichten ,lindenkohlen dienen als ,reikohle zum ,zeichnen1 zur ,fabrikation von ,schiepulver1 ,zahnpulver und ,rucherkerzen4 ,in ,ruland und ,westamerika benutzt man mit ,maschinen geschnittene ,lindenholzfasern als ,fllmaterial fr ,bettmatratzen frs gemeine ,volk4 ,die ,rinde verwendet man in ,ruland zu ,schlittenkrben1 ,wagen1 ,kisten und zum ,dachdecken4 ,der innere ,bast wird im ,mai von #bj-cj jhrigen ,stangenhlzern in ,streifen von #f-i cm ,breite abgeschlt1 wie ,flachs in ,wasser gerottet1 im ,oktober dann durch ,klopfen und ,waschen von den leichter zersetzbaren ,bestandteilen befreit1 so da nur die ein feines ,maschennetz bildenden1 sehr dickwandigen ,bastzellen zurckbleiben1 worauf man die einzelnen ,jahreslagen voneinander trennt4 ,in ,ruland1 das den meisten ,lindenbast liefert1 verfertigt man daraus ,krbe1 ,decken1 ,stricke1 ,siebe1 besonders aber die zum ,verpacken von ,waren dienenden ,bastmatten2 man verwendet ihn auch zum ,anbinden von ,blumen4 ,ein ,baum von #aj m ,hhe und #cj-dj cm ,stammumfang liefert #de kg ,bast1 fr #aj-ab ,matten ausreichend4 ,ruland liefert jhrlich #ad ,millionen ,stck ,matten4 ,die herrlich duftenden ,lindenblten erfreuen nicht nur den ,menschen1 sondern liefern eine treffliche ,bienenweide und einen vielbenutzten schweitreibenden ,tee1 auch das offizinelle ,lindenbltenwasser4 ,in trockenen ,jahren schwitzen die ,bltter1 auch ohne da ,blattluse im ,spiele sind1 den ,honigtau als eine se1 klebrige1 bald an der ,luft verdickende ,flssigkeit aus1 welche ihnen das ,aussehen gibt1 als seien sie mit ,firnis berstrichen4 ,nach einigen ,tagen wird diese ,ausschwitzung teerartig und schwarz1 dabei werden die ,bltter ganz schlaff4 ,da sich leicht ,schmarotzerpilze darauf entwickeln1 wenn der ,honigtau nicht bald vom ,regen abgewaschen wird1 so ist er fr die ,pflanze schdlich4 ,auf den griechischen ,gebirgen wchst die von ,ungarn bis ,westasien heimische morgenlndische ,silberlinde 7,tilia argentea7 mit an der ,oberseite matten1 unterseits aber dicht weifilzigen ,blttern4 ,sie ist die phlyra der ,griechen1 die ,theophrast beschreibt4 ,sie ist jedenfalls auch der ,baum1 den die ,rmer als tilia bezeichneten2 denn die ,winter- und ,sommerlinde kommen als ,sdgrenze ihrer ,verbreitung nur noch auf den ,bergen ,norditaliens vor4 ,plinius schreibt von ihr3 ,man unterscheidet bei den ,linden 7tilia7 mnnliche und weibliche ,bume4 ,der ,saft der ,bltter und ,rinde ist s1 aber die ,frucht rhrt kein ,tier an4 ,zwischen ,rinde und ,holz liegt ein hutiges ,gewebe1 der ,bast1 aus welchem man ,bnder macht1 die tiliae heien die feinsten nennt man philyrae1 braucht sie zum ,binden von ,krnzen und hlt sie seit alter ,zeit in ,ehren4 ,das ,holz ist dem ,wurmfra nicht unterworfen1 mig hoch1 aber ntzlich4 ,die ,bltter dienen als ,arznei48 ,auer dieser morgenlndischen wird auch die abendlndische ,silberlinde 7,tilia alba7 aus ,nordamerika mit auf der ,unterseite schwach filzig behaarten ,blttern und groen ,blten neben der von ebendort stammenden ,schwarzlinde 7,t4 americana7 in ,anlagen gepflanzt1 doch nur ausnahmsweise bei uns als ,nutzholz gezogen4 ,sehr beliebte ,alleebume sind auch die ,ulmen oder ,rstern 7,ulmus71 deren ,zweige lange1 starre ,ruten bilden1 die mit zwei ,reihen gleichlaufender ,kurztriebe1 an ihrem jngsten ,teile mit ebenso laufenden eifrmigen1 scharf zugespitzten und gesgten ,blttern besetzt sind4 ,leider sind letztere sehr oft von ,blattlusen dicht besetzt und unterseits eingerollt1 auch hufig durch ,gallen verunstaltet4 ,abgesehen von diesen ,nachteilen gehren die ,ulmen zu den schnsten ,zierbumen und wachsen unter gnstigen ,umstnden sehr rasch4 ,ihr ziemlich schweres1 hartes1 schwer spaltbares1 aber glattes1 elastisches1 zhbiegsames1 im ,splint gelblichweies1 im ,kern hellbraunes bis dunkelrotbraunes1 oft fleckiges und maseriges ,holz gehrt mit zu den festesten und dauerhaftesten ,holzarten1 sowohl bei ,verwendung im ,trockenen1 als auch im ,freien und unter ,wasser4 ,es ist ein ausgezeichnetes ,wagner- und ein in neuerer ,zeit auch viel verwendetes ,mbelholz2 doch ist es seiner schwierigen ,bearbeitung wegen bei den ,tischlern nicht besonders beliebt4 ,da es in der ,dauer dem ,eichenholze kaum nachsteht und auch dem ,wurmfrae fast gar nicht ausgesetzt ist1 eignet es sich besonders zu ,bau- und ,werkholz1 ist auch der aufflligen ,maserung wegen zu feinen ,furnieren sehr gesucht1 liefert ferner gute ,kohlen4 ,das ,holz gibt ,pottasche2 die getrockneten und frischen ,bltter geben ein gutes ,schaffutter4 ,die jngere ,rinde dient zum ,gerben und ,gelbfrben4 ,am hufigsten ist bei uns die ,feldulme 7,ulmus campestris71 ein bis #cj m hoher1 ein ,alter von mehreren hundert ,jahren erreichender ,baum1 der im ,gebirge bis #hjj m hoch steigt und sich von ,nordafrika durch ,europa bis ,sibirien und ,kleinasien findet4 ,man kultiviert ihn in zahlreichen ,varietten4 ,noch hher steigt die ,bergulme 7,u4 montana71 bei der die ,flughaut statt am oberen ,rande der ,frucht in der ,mitte derselben liegt4 ,bei beiden sitzen die ,frchte dicht am ,zweige1 bei der ,flatterulme 7,u4 effusa71 die in ,wldern und ,vorhlzern von ,gebirgsgegenden wchst und bei uns hufig in der ,nhe von ,ortschaften angepflanzt wird1 flattern sie an einem langen ,stil und tragen auerdem am ,rand einen feinen ,wimperkranz4 ,letztere nimmt mit rmeren ,bden als die beiden erstgenannten vorlieb und ist vornehmlich im ,flachland zu ,hause4 ,in neuester ,zeit werden aber die meisten ,anpflanzungen von der ,waldulme 7,u4 scabra7 gemacht1 die in ,europa und ,nordasien bis zum ,amur heimisch ist4 ,auch das ,holz der schon im ,jahre #afjj aus ,virginien nach ,frankreich gebrachten nordamerikanischen gemeinen ,robinie oder falschen ,akazie 7,robinia pseudacacia7 wre ein vorzgliches ,bau- und ,konstruktionsholz und wrde jedenfalls auch als ,wagner-1 ,drechsler- und ,mbelholz benutzt1 wenn es in grerer ,menge zur ,verfgung stnde4 ,der ,kern zeigt ein gelb- bis rtlichbraunes ,holz1 das schwer1 hart1 elastisch1 zhe und schwierig zu bearbeiten ist1 aber eine groe ,festigkeit und sehr groe ,dauer besitzt4 ,wenn sich diese ,holzart in unsern ,gegenden berhaupt gehalten hat1 so ist daran nur ihre groe ,anspruchslosigkeit an die ,bodenverhltnisse schuld1 nicht aber der ,mensch1 der zu ihrer ,verbreitung nur wenig getan hat und sie nur selten rationell zu groen ,bumen zieht1 sondern sie stets noch jung abholzt1 um sie zu ,rebstcken und ,sttzen anderer ,pflanzen zu verwerten4 ,dem ,ulmen- und ,akazienholz sehr hnlich ist dasjenige der ,maulbeerbume 7,morus74 ,es ist sehr hart1 schwer1 dauerhaft und wird in der verschiedensten ,weise1 in ,sdeuropa und ,asien auch als ,fa- und ,schiffsbauholz1 zu ,straenpflaster und ,hafenbauten verwendet4 ,ebenso hart und fest1 doch leider stark reiend und sich werfend ist das ,holz der verschiedenen ,sorbusarten4 ,dasjenige des ,vogelbeerbaums 7,sorbus aucuparia7 liefert ein vorzgliches ,holz fr den ,wagner1 auch fr ,drechsler und ,holzschnitzer1 whrend dasjenige von ,spierling 7,s4 domestica7 und ,mehlbeerbaum 7,s4 aria7 besonders fr ,maschinenbauer1 ,formstecher und ,instrumentenmacher hohen ,gebrauchswert besitzt4 ,auch unsere ,obstbume liefern vorzgliche und vielseitig verwendbare ,hlzer4 ,das ,holz des ,birnbaums ist schwer1 dicht und hart1 sehr fein und im ,trockenen dauerhaft1 es wirft sich zudem wenig und nimmt eine vorzgliche ,politur an4 ,es ist deshalb ein hochgeschtztes ,schreinerholz1 das besonders schwarz gebeizt als ,ebenholzimitation fr feine ,mbel viel verwendet wird1 ferner ein gutes ,drechsler- und vorzgliches ,schnitzholz1 vornehmlich fr den ,holzschneider bildet1 der es als ,surrogat fr das seltenere und teurere ,buchsbaumholz in ,verwendung nimmt2 deshalb wird das ,birnbaumholz auch als deutscher ,buchsbaum8 bezeichnet4 ,das ,holz des ,apfelbaums ist zwar hrter und fester1 aber weniger beliebt1 da es sich strker wirft und reit4 ,man verwendet es mit ,vorliebe fr ,werkzeuge4 ,das rtlichweie ,kirschbaumholz ist mig hart und schwer1 sehr fein1 gut zu beizen und zu polieren1 schwindet aber sehr stark4 ,gut getrocknet ist es ein schnes1 in neuerer ,zeit wieder sehr beliebtes ,mbel- und ,drechslerholz4 ,das rotbraune ,holz der ,pflaumen- und ,zwetschenbume ist auch sehr fein1 hart und ausgezeichnet polierbar1 aber sehr sprde und stark reiend4 ,es wird vornehmlich fr feine ,kunstschreiner-1 namentlich aber fr ,drechsler- und ,holzschnitzarbeiten verwendet4 ,sehr schwer1 fest1 hart und zhe ist auch das ,holz von ,kornelkirsche1 ,hartriegel und ,weidorn2 man verwendet es zu kleineren ,dreharbeiten1 ,hammerstielen1 ,radkmmen1 ,spazier- und ,regenschirmstcken4 ,ein sehr brauchbares ,wagner- und ,drechslerholz liefert der schwarze ,holunder4 ,aus seinen ,wurzelstcken1 die hufig schnes ,maserholz besitzen1 werden mit ,vorliebe ,pfeifenkpfe geschnitzt4 ,zu letzterem ,zwecke werden namentlich auch die ,wurzelstcke der in ,sdfrankreich und auf ,korsika vorkommenden ,baumheide 7,erica carnea71 die unter dem ,namen ,bruyremaser im ,handel sind1 benutzt4 ,vorteilhafte ,verwendung zu feineren ,drechsler- und ,einlegearbeiten1 ,zahnstochern und dergleichen findet das1 wenn zur richtigen ,zeit gefllt1 schn gelbe1 ziemlich harte1 feine und leicht zu schneidende ,holz des ,spindelbaums oder ,pfaffenhtchenstrauchs 7,euonymus europaeus74 ,ein unbertreffliches ,material fr ,rder1 ,wagendeichseln1 besonders aber ,peitschenstcke liefert der in ,sdeuropa wachsende ,zrgelbaum 7,celtis australis71 dessen ,holz demjenigen der ihm sehr nahe verwandten ,ulme hnelt1 aber zher und elastischer als dieses ist4 ,auch der gemeine ,flieder 7,syringa vulgaris71 die ,stechpalme 7,ilex aquifolium71 die ,berberitze 7,berberis vulgaris71 der ,goldregen 7,cytisus laburnum7 und der ,essigbaum 7,rhus coriaria7 liefern vorzgliches ,holz fr kleinere ,drechsler- und ,kunstschreinerarbeiten4 ,neben all diesen heimischen ,holzarten werden eine ,menge auereuropischer ,hlzer als ,schmuckhlzer bei uns eingefhrt1 um zu ,klaviergehusen1 ,salonmbeln1 ,billardtischen usw4 verarbeitet zu werden4 ,unter ihnen ist wohl das ,ebenholz1 das seit ltester ,zeit im ,gebrauch stehende und teilweise wertvollste aller ,schmuckhlzer4 ,unter diesem ,namen fat man eine ,menge schwerer1 dunkler und uerst harter ,hlzer von hoher ,politurfhigkeit1 aber groer ,sprdigkeit zusammen1 die von verschiedenen in den wrmeren bis tropischen ,regionen gedeihenden ,bumen der ,gattung ,diospyros abstammen4 ,das gebruchlichste derselben ist dasjenige des indischen ,ebenholzbaums 7,diospyros ebenaster71 eines ,baumes aus der ,familie der ,ebenazeen mit bis #bf cm langen wechselstndigen ,blttern1 achselstndigen1 auch aus altem ,holze entspringenden1 gelblichweien oder grnlichen ,blten in ,trugdolden und bis #aj cm langen olivengrnen1 als ,mehlpfel8 bezeichneten ebaren ,frchten mit gelbem1 schleimigem1 suerlichem ,fleisch4 ,der in ,vorder- und ,hinterindien1 wie auch im indischen ,archipel sehr verbreitete ,baum wird auf ,mauritius kultiviert und ist neuerdings auch im tropischen ,amerika eingefhrt worden4 ,er liefert einen ,teil des indischen ,ebenholzes1 besonders des ,ceylonebenholzes4 ,das ,splintholz junger ,bume ist weilich und hin und wieder mit weien1 nach dem ,kerne hin sich vermehrenden schwrzlichen ,adern durchzogen4 ,bei alten ,bumen jedoch ist das ,weie kaum fingerdick1 alles brige ist schwarz und von so gleichmiger ,textur1 da man die ,spiegel und ,jahresringe nicht leicht bemerkt4 ,dadurch und durch die grere ,schwere unterscheidet sich das echte ,ebenholz leicht von schwarzgebeizten hiesigen ,holzarten1 namentlich vom ,eichenholz4 ,neben dem indischen gibt es auch afrikanisches ,ebenholz1 von dem das ,madagaskarebenholz von ,d4 haplostylis mit weiem ,splint und tief blauschwarzem ,kern als das schnste gilt4 ,das ,sansibar-1 ,kamerun- und ,makassarebenholz von verschiedenen anderen ,diospyrosarten ist weniger schn1 von oft grauer bis braunschwarzer ,farbe4 ,ein reh- bis kaffeebraunes1 oft regellos schwarz gestreiftes1 wie mit ,tinte bergossenes1 aber schnes und seltenes ,holz ist unter dem ,namen buntes oder streifiges ,ebenholz1 auch ,koromandelebenholz von ,d4 hirsuta1 so genannt1 weil es zumeist von der ,koromandelkste in ,ostindien ausgefhrt wird1 im ,handel4 ,alle diese ,ebenhlzer kommen in ,stmmen von oft gewaltiger ,gre zu uns1 gehren zu den schnsten und teuersten ,schmuckhlzern und waren das geschtzteste ,holz des ,altertums4 ,schon im ,alten ,testament wird es als ,luxusholz erwhnt4 ,im #e4 ,jahrhundert schreibt der griechische ,geschichtschreiber ,herodot3 ,die ,abgaben1 welche die an gypten grenzenden ,neger dem ,perserknig ,dareios alle zwei ,jahre entrichteten und noch entrichten1 bestehen in ,gold1 #bjj ,stmmen ,ebenholz 7benos71 #e ,negerknaben und #ej groen ,elefantenzhnen4 berhaupt ist das ,negerland reich an ,gold1 ,elefanten und ,ebenholz48 ,strabon und ,plinius sagen1 da in dem sdlich von gypten gelegenen ,negerland die ,wlder nebst ,palmen vorzglich aus ,ebenholzbumen bestehen4 ,des letzteren ,zeitgenosse1 der griechische ,arzt ,dioskurides1 schreibt in seiner ,arzneimittellehre3 ,fr das beste ,ebenholz gilt das aus dem ,negerland stammende schwarze1 aderlose1 das so glatt ist wie poliertes ,horn und1 zerbrochen1 wie eine dichte ,masse erscheint4 ,gekaut schmeckt es beiend und schwach zusammenziehend4 ,auf ,kohlen gelegt brennt es mit ,wohlgeruch und ohne ,rauch4 ,frisch ans ,feuer gebracht1 brennt es wegen seines lgehaltes an2 an einem ,wetzstein gerieben1 wird es blagelblich4 ,es gibt auch indisches ,ebenholz1 das weie und gelbliche ,striche und ,flecken hat1 aber das schwarze 7afrikanische7 ist besser4 ,manche ,leute verkaufen ,holz vom ,maulbeerbaum oder von ,mimosen als ,ebenholz1 weil es durch seine hnlichkeit tuscht4 ,das ,ebenholz wird gegen einige ,krankheiten in ,anwendung gebracht48 ,der ,grieche ,strabon und der ,rmer ,vergil nennen ,indien als die ,heimat des schwarzen ,ebenholzes1 das im ,lateinischen in ,anlehnung an das ,griechische ebenum hie1 woraus dann die deutsche ,bezeichnung hervorging4 ,ersterer fgt hinzu1 da sich die ,inder ihren ,krper mit glatten ,walzen von ,ebenholz zu streichen pflegen1 weil sie das fr gesund halten1 und ,theophrast sagt in seiner ,pflanzenkunde3 ,ein eigentmlicher ,baum ,indiens ist der ,ebenholzbaum 7ebn74 brigens gibt es davon zwei ,arten1 wovon die seltenere mit glattem ,stamm 7der echte ,ebenholzbaum7 schnes1 die hufige1 ein ,strauch1 schlechtes ,holz liefert4 ,die schne ,farbe des ,ebenholzes ist von ,natur vorhanden und erscheint nicht erst beim ,aufbewahren48 ,illustration3 ,tafel #afc4 ,lindenallee am ,kanal vor dem ,nymphenburger ,schlo bei ,mnchen4 ,illustration3 ,tafel #afd4 ,ein gefllter ,mahagonistamm in den ,urwldern von ,zentralamerika4 ,illustration3 ,tafel #afe4 7,copyright by ,underwood ,underwood47 ,eisenholzbume am ,isthmus von ,tehuantepec in ,mexiko4 ,im ,vordergrund eingeborene ,fruchtverkufer4 ,illustration3 ,junger ,tiekbaum 7,tectona grandis7 im ,botan4 ,garten von ,buitenzorg auf ,java4 7,nach einer in der ,sammlung des ,botan4 ,institutes der ,universitt ,wien befindlichen ,photogr4 von ,c4 ,lang47 ,illustration3 ,tafel #aff4 7,nach ,phot4 von ,h4 ,dopfer47 ,kohlenmeiler vor der ,verkohlung4 ,illustration3 7,nach ,phot4 von ,h4 ,dopfer47 ,torfstich am ,schluifelder ,moos bei ,mnchen4 ,als grnes ,ebenholz kommt neuerdings ein sehr hartes und schweres ,holz in dnnen ,stmmchen aus ,sdamerika nach ,europa4 ,es stammt von ,bignonia leucoxylon und besitzt in frisch geschnittenem ,zustand eine brunliche ,farbe mit einem ,stich ins ,grne1 der sich aber an der ,luft etwas verliert4 ,trotz seiner ,hrte ist es gut schneidbar und kann wie das echte ,ebenholz1 jedoch nur fr kleinere ,gegenstnde1 verwendet werden4 ,unter demselben ,namen oder als ,grnherzholz kommt ein ,holz von ,britisch-,guinea in groen1 roh behauenen ,blcken auf den ,markt4 ,es stammt von ,nectandra rodiaei und wird meist zur ,stockfabrikation und im ,schiffbau verwendet4 ,fr ,mbel- und ,schreinerarbeiten ist es nicht nur seiner groen ,hrte wegen1 sondern vor allem1 weil es den ,leim schlecht hlt1 ungeeignet4 ,ein sehr wertvolles ,holz zu ,kunstschreiner- und ,drechslerarbeiten1 ,fchern1 ,parkettbden 7z4 ,b4 im ,schlo ,herrenchiemsee7 ist das blaue ,ebenholz oder ,veilchenholz4 ,es stammt von der sdaustralischen ,acacia homalophylla1 ist dunkelblaubraun bis olivengrn und besonders im frischen ,zustande durch den ,veilchengeruch ausgezeichnet4 ,ebenso beliebt als ,kunstholz fr ,drechsler1 ,holzbildhauer1 ,parketbden und die ,stock- und ,brstenindustrie ist das im frischen ,schnitt unscheinbar rtlichgraue1 unangenehm riechende1 an der ,luft aber durch ,sauerstoffaufnahme sich schn violett bis blutrot frbende violette ,ebenholz1 ,purpur- oder ,amarantholz4 ,es ist hart1 sehr schwer und stammt von sdamerikanischen und westindischen ,bumen1 wie ,copaifera bracteata und ,machaereum violaceum4 ,als rotes oder braunes ,ebenholz1 auch ,grenadille- oder ,kongoholz kommen rtliche bis kaffeebraune1 sehr schwere und harte1 aber elastische und schne ,politur annehmende ,hlzer meist aus ,afrika zu uns1 die zumeist von ,dalbergia melanoxylon stammen4 ,unter ,eisenholz versteht man eine ,menge sehr harter1 mit gewhnlichen xten nicht angreifbarer ,hlzer verschiedener botanischer ,abstammung1 welche von ,ostindien1 ,australien1 der ,sdsee und von ,madagaskar nach ,europa gelangen und besonders in der ,kunsttischlerei und ,drechslerei ,verwendung finden4 ,das wichtigste derselben ist dasjenige des in feuchten ,wldern ,ostindiens wild wachsenden ,eisenholzbaums 7,mesua ferrea71 dessen ,blten auch getrocknet veilchenartig riechen und in der ,parfmerie verwendet werden4 ,ebenfalls dunkelrot bis schokoladebraun mit oft tiefschwarzen ,adern1 schwer1 hart und gut polierbar ist das amerikanische ,palisander- oder ,jakarandaholz1 das von verschiedenen ,bumen des nrdlichen ,sdamerika und ,mittelamerikas stammt4 ,als ,stammpflanze des echten ,palisanderholzes gilt ,jacaranda brasiliana1 ein schner ,baum mit doppelt gefiederten ,blttern1 unterseits wolligfilzigen ,fiederchen1 mit groen ,blten in lockeren ,rispen und rundlichen1 zusammengedrckten ,kapseln mit geflgelten ,samen4 ,das ,holz zhlt zu den edelsten ,kunsthlzern und liefert vornehmlich ,furnierholz zu ,luxusmbeln1 ,klavierksten1 ,billardtischen u4 dgl4 m4 ,als ,mbel- und ,kunstschreinerholz unbrauchbar1 aber fr ,kegelkugeln1 zu ,lagern an ,maschinen1 die eine starke ,reibung auszuhalten haben1 zu ,tischen fr ,gerber usw4 sehr geschtzt ist das ,guajakholz1 von dem bereits im ,abschnitt fr ,arzneipflanzen die ,rede war4 ,sehr wertvolle ,zierhlzer sind die ,rosenhlzer1 die von verschiedenen ,bumen des ,tropenwaldes stammen4 ,sie haben diesen ,namen teils von ihrer rosenroten ,farbe1 die von hellrosa oder fleischrot bis tief karminrot wechselt1 teils von dem krftigen und angenehm rosenhnlichen ,geruche4 ,interessant ist die ,tatsache1 da die ,farbe aller stark riechender ,rosenhlzer im ,lichte verblat1 whrend die geruchlosen1 zu denen vornehmlich das ostindische ,rosenholz von ,dalbergia latifolia zhlt1 meist lichtecht und deshalb zu ,mbeln besser geeignet ist4 ,das echte ,rosenholz stammt von der von ,brasilien bis ,peru heimischen ,physocalymna scaberrima1 einem #f-h m hohen ,baum mit gegenstndigen ,blttern und groen ,bltentrauben1 die schon zur ,zeit der ,entlaubung erscheinen4 ,es ist sehr hart1 dicht und schwer mit rosen- bis tief karminroten ,streifen4 ,rothlzer sind auch das ,pernambuk- oder echte ,brasilholz von dem im nrdlichen ,sdamerika und auf den ,antillen einheimischen bestachelten ,schmetterlingsbltler ,caesalpinia echinata1 ferner das ostindische ,rotholz von der verwandten ,caesalpinia sappan1 deren beste ,sorte aus ,siam in den ,handel kommt 7es ist in ,europa schon zu ,anfang des #ad4 ,jahrhunderts als lignum presillum nachweisbar71 das afrikanische ,rotholz1 ,cambal- oder ,camwoodholz von ,baphia nitida1 einem #ab-af m hohen ,schmetterlingsbltler in ,sierra ,leone1 und das ostindische rote ,sandel- oder ,kaliaturholz von ,pterocarpus santalinus4 ,alle diese ,arten besitzen ein ,holz mit teilweise angenehmem ,geruch und zeigen auf der frischen ,schnittflche gelbrote bis intensiv rote ,farbe1 die jedoch durch ,einwirkung der ,luft hell- bis dunkelrot1 ja selbst brunlichschwarz wird4 ,auer ,nutzhlzer sind sie vor allem ,farbhlzer4 ,die ,caesalpiniaarten enthalten den durch ,oxydation sich bildenden ,farbstoff ,brasilen1 welcher zum ,rot- und ,violettbeizen dient1 whrend beim ostindischen roten ,sandelholz der rote ,farbstoff ,santalin wirksam ist1 der mit verschiedenen ,metallsalzen rote bis braune ,farbbeizen liefert2 beide werden heute vielfach durch ,anilinfarben ersetzt4 ,ein hnliches ,farbholz ist das ,campesche- oder ,blauholz von der zentralamerikanischen ,caesalpiniazee ,haematoxylon campechianum1 von dem1 wie vom ,pernambuk- oder ,brasilholz1 bereits auf ,seite #abg die ,rede war4 ,es ist ein hartes1 feines1 schwer zu bearbeitendes1 doch gut polierbares ,holz von angenehmem ,geruch im frischen ,schnitte und krftig blutroter ,farbe1 die an der ,luft violett bis schwrzlich wird4 ,als ,werkholz verwendet man es zu ,drechsler- und ,galanteriewaren1 wie auch zu ,violinbgen4 ,die ,hauptmasse jedoch wird in den ,fabenfabriken verraspelt1 um den blauen ,farbstoff1 das ,hmatoxylin zu gewinnen1 das sich in ,alkalien mit violetter ,farbe lst und auer als ,kernfrbungsmittel in der mikroskopischen ,technik hauptschlich zum ,schwarzfrben dient4 ,ebenfalls in ,zentralamerika heimisch ist das echte ,gelbholz oder der ,fustik1 der vom ,frbermaulbeerbaum 7,machusa tinctoria7 stammt und den gelben ,farbstoff ,morin enthlt1 der heute noch trotz der ,konkurrenz der ,anilinfarben mit ,vorteil zu gelben1 braunen und olivengrnen ,beizen dient4 ,als ungarisches ,gelbholz oder ,fiset kommt dagegen das ,holz des ,frbersumachs oder ,perckenbaums 7,rhus cotinus7 zur ,verwendung4 ,es enthlt denselben gelben ,farbstoff wie die ,quercitronrinde der nordamerikanischen ,frbereiche 7,quercus tinctoria71 das ,quercitrin4 ,ohne extrahierbaren ,farbstoff gelb gefrbt und deshalb oft flschlicherweise ,gelbholz genannt ist das gelbe ,sandelholz1 das von dem in ,ostindien heimischen ,sandelbaum 7,santalum album7 stammt4 ,es ist gelblich1 stellenweise rtlich und besitzt einen starken1 angenehmen ,geruch durch das in ihm enthaltene und durch ,destillation daraus gewonnene offizinelle ,sandell4 ,zu den bekanntesten1 schon seit ,anfang des #ah4 ,jahrhunderts in ,europa verwendeten auslndischen ,hlzern gehrt das ,mahagoniholz1 das von verschiedenen1 nur im tropischen ,amerika vertretenen #be-cj m hohen ,bumen der nach dem ,leibarzte der ,kaiserin ,maria ,theresia ,gerard van ,swieten 7#agjj zu ,leiden geboren1 starb in ,wien #aggb7 ,swietenia genannten ,meliazeengattung aus der ,familie der ,terebinthen oder ,balsamgewchse stammt4 ,das frische ,holz ist gelbrot bis brunlich1 frbt sich aber mit der ,zeit dunkelbraun bis fast schwarz4 ,es ist schwer und hart und bildet auch wegen des geringsten ,schwindens unter allen technisch verwendeten ,hlzern ein hochgeschtztes ,mbel-1 ,kunstschreiner- und ,furnierholz4 ,die wichtigste ,art ist die in ,westindien und im tropischen ,amerika in einer verhltnismig schmalen ,zone zwischen dem #aa4 und #bc4 ,grad nrdlicher ,breite heimische ,swietenia mahagoni1 die bei einem ,stammdurchmesser von #d m bis #cc m hoch wird4 ,der ,baum besitzt einen weit ausgebreiteten1 dicht belaubten ,wipfel1 trgt paarig gefiederte ,bltter1 kleine1 gelblichweie ,blten in achselstndigen ,rispen mit beinahe faustgroen1 braunen1 holzigen ,kapseln mit zahlreichen flachen ,samen4 ,er wchst auerordentlich langsam und soll seine volle ,gre erst im ,alter von #bjj ,jahren erreichen4 ,man findet den ,baum nirgends in geschlossenen ,bestnden1 vielmehr steht er einzeln als ein ,riese unter den anderen ,bumen des tropischen ,waldes4 ,fnf ,mahagonibume auf den ,hektar gelten schon als ein dichtes ,vorkommen2 meist sind die ,bume noch sprlicher verteilt4 ,das ,fllen derselben wird von ,juni bis ,januar vorgenommen1 und zwar verlegt man wegen der drckenden ,hitze1 welche tagsber herrscht1 die ,arbeit gern auf die mondhellen ,nachtstunden4 ,die gefllten ,stmme werden vierkantig behauen und auf ,ochsen- oder ,maultierkarren dem nchsten ,wasserlaufe zugefhrt1 wo sie entweder einzeln oder zu ,flen verbunden nach dem ,meere geflt werden4 ,whrend sie aber im ,swasser ohne ,schaden beliebig lange verbleiben knnen1 mu ihr ,aufenthalt im ,meerwasser so kurz als mglich sein1 da sie darin leicht vom ,bohrwurm angegriffen werden4 ,zur ,ausfuhr kommen in der ,regel nur die besten und grten ,stmme1 die kleineren ,stcke und die ,abflle verarbeitet man an ,ort und ,stelle4 ,die erste ,bekanntschaft mit dem ,mahagoniholz machten die ,europer bald nach der ,entdeckung ,amerikas4 ,schon zur ,zeit des ,fernando ,cortez und seiner ,begleiter soll das ,holz zum ,bau von ,schiffen benutzt worden sein4 ,ebenso verwendete es der britische ,seefahrer ,walter ,raleigh in ,westindien zur ,ausbesserung seiner ,fahrzeuge4 ,in unbearbeitetem ,zustande gelangte es erst zu ,anfang des #ah4 ,jahrhunderts als ,ballast eines von ,westindien zurckkehrenden ,schiffes nach ,england4 ,der ,schiffskapitn schenkte die groen ,blcke seinem ,bruder1 einem angesehenen ,arzte in ,london1 der sie lange ,zeit unbenutzt in seinem ,hof lagern hatte1 bis seine ,gattin durch den ,schreiner ,wollaston einen ,kasten daraus verfertigen lie4 ,dieser gefiel so gut1 da der ,doktor sofort noch einen ,schreibtisch fr sich daraus herstellen lie4 ,die schne ,farbe und glnzende ,politur des ,mbels lieen in der ,herzogin von ,buckingham den ,wunsch aufkommen1 fr sich auch solche zu bestellen4 ,es war dies im ,jahre #agbd4 ,die ,nachfrage nach diesem auslndischen ,zierholz nahm dann in der ,folge langsam zu1 so da schon im ,jahre #aggc allein aus ,jamaika #ebjjjj ,kubikfu davon nach ,england eingefhrt wurden4 ,da es damals noch sehr selten war1 sahen sich die ,tischler schon aus ,sparsamkeitsgrnden dazu gezwungen1 es fast nur als ,furnierholz zu gebrauchen4 ,besonders schne ,stcke desselben erzielen heute noch recht hohe ,preise2 so bezahlte eine ,pianofortefabrik vor nicht sehr langer ,zeit fr einen einzigen1 in drei ,blcke zerschnittenen ,mahagonifurnierstamm die ansehnliche ,summe von #fjjjj ,mark4 ,besonders geschtzt ist das geflammte1 sogenannte ,pyramidenmahagoni4 ,es kommt in verschiedener ,qualitt aus ,kuba1 ,mexiko und ,zentralamerika zu uns4 ,britisch-,honduras fhrt jhrlich fr gegen #c ,millionen ,mark davon aus4 ,als weies ,mahagoni wird das ,holz des in ,westindien heimischen ,acajoubaums 7,anacardium occidentale7 verwendet1 whrend das afrikanische ,mahagoni von verschiedenen ,khajaarten aus ,westafrika gewonnen wird4 ,das australische oder ,bastardmahagoni dagegen stammt von verschiedenen ,eucalyptusarten ,australiens4 ,diese bis zu #aej m erreichenden ,bume1 die somit zu den hchsten ,bumen der ,erde zhlen1 haben ein rotbraunes1 sehr hartes und dauerhaftes1 von ,insekten nicht angegangenes ,holz4 ,in ,sdeuropa wird wegen seiner ,schnellwchsigkeit und der aromatischen ,ausdnstung seiner ,bltter seit der ,einfhrung durch ,ramel im ,jahre #ahef der blaue ,gummibaum 7,eucalyptus globulus7 angepflanzt1 der #agib von ,labillardire in ,tasmanien entdeckt wurde1 eine ,hhe von #aaj m erreicht und ein vorzgliches ,bauholz liefert1 das mit ,vorteil zum ,schiffsbau dient1 da es im ,wasser nicht leicht fault4 ,durch die ,fhigkeit1 auch auf sumpfigem ,boden schnell zu wachsen und zu dessen ,entwsserung beizutragen1 soll der ,baum gnstig zur ,bekmpfung des ,wechselfiebers wirken4 ,ein aus ihm hergestelltes therisches l wird vielfach in der ,medizin verwendet4 ,eines der wertvollsten ,zierhlzer fr ,drechsler und zur ,herstellung von ,einlegearbeiten ist das schn rtlichbraune ,schlangen- oder ,tigerholz1 so genannt1 weil es einer ,schlangenhaut hnlich1 mit greren und kleineren dunkelbraunen ,flecken gezeichnet ist4 ,es ist sehr hart1 dicht und schwer und kostet pro #ajj kg wenigstens #afjj ,mark4 ,es kommt in mittelstarken ,stmmchen von ,nordbrasilien und ,guiana in den ,handel und wird zur ,anfertigung von ,spazierstcken1 ,geigenbogen1 ,furnieren und eingelegten ,arbeiten benutzt4 ,ob es von der ,morazee ,brosimum aubletti1 von der ,leguminose ,machaerium schomburgki oder von einem andern ,baum stammt1 ist ungewi4 ,ebensowenig sind die ,bume bekannt1 die das ,ferolia- oder ,satinholz liefern1 das aus ,ost- und ,westindien zu uns gelangt4 ,mit ,rcksicht auf die ,farbe unterscheidet man gelbes1 rotes und braunes ,satinholz4 ,letzteres ist am hufigsten und wird als ,nusatin8 fr ,mbel fast allgemein verwendet4 ,es ist leicht1 weich1 von mattbrauner ,farbe und unserem ,nuholz sehr hnlich1 doch von feinerem ,gefge1 whrend das gelbe ,satinholz schwer1 hart1 wunderschn atlasglnzend und in manchen ,arten auch wohlriechend ist4 ,mit diesem letzteren wird vielfach das ,zitronenholz 7von ,citrus medica7 verwechselt1 das in neuerer ,zeit wegen seiner schnen gelben ,farbe und seidenartig geflammten ,struktur ein sehr beliebtes ,furnierholz fr ,mbel geworden ist4 ,ein sehr schnes und wertvolles ,zierholz kommt unter dem ,namen ,knigsholz von ,sumatra und ,java1 aber auch aus ,westindien1 namentlich ,jamaika1 nach ,europa4 ,es stammt vom ,tembesubaume 7,fagrea peregrina71 doch werden noch verschiedene andere ,arten als ,knigshlzer bezeichnet4 ,der ,name stammt daher1 da die ,huptlinge der betreffenden ,gegenden den ,handel mit diesen ,holzsorten als ihr ,monopol betrachten4 ,ihre ,farbe ist violett bis schwarzbraun1 oft mit rtlichen ,adern durchzogen4 ,aus dem tropischen ,amerika kommt das kaffeebraune1 mit dunkleren1 unregelmig verteilten ,lngsstreifen schn gezeichnete ,ziricota- oder echte ,zebraholz1 ferner das tief rtlichbraune mit teils helleren1 teils dunkleren1 oft auch welligen ,tupfen gezeichnete ,patridge- oder ,rebhuhnholz1 sowie das im frischen ,schnitte lebhaft gelbrote1 spter braunrot werdende1 uerst schwere und harte ,kokoboloholz in den ,handel4 ,die ,abstammung aller dieser drei ,hlzer ist ungewi4 ,sie dienen hauptschlich fr ,einlegearbeiten1 als ,brstenhlzer und fr die ,stockindustrie4 ,ein wegen seiner prchtig hellroten ,farbe fr ,mbel1 ,einlegearbeiten usw4 sehr geschtztes ,holz ist das aus ,indien und von den ,sundainseln stammende ,padukholz von ,pterocarpus macrocarpus1 whrend das aus dem tropischen ,amerika kommende ,panakoko- oder ,pferdefleischholz von ,robinia tomentosa1 so genannt1 weil es frischem ,pferdefleisch hnlich brunlich mit roten oder grnschwarzen ,schattierungen ist1 hauptschlich zu ,geigenbgen1 ,einlegearbeiten1 sowie in der ,stockindustrie ,verwendung findet4 ,als das wichtigste ,holz fr den ,schiffbau mu das im tropischen ,asien heimische ,tiekholz bezeichnet werden1 das einen bedeutenden ,handelsartikel bildet4 ,es ist hell braunrot mit starkem1 an ,kautschuk erinnerndem ,geruch4 ,weil manche ,sorten uerlich unserem ,eichenholze hnlich sind1 wird es auch als indisches ,eichenholz8 bezeichnet4 ,es ist aber dauerhafter als dieses und hat vor ihm den ,vorzug1 da es von ,insekten nicht angegangen wird und vor allem auch dadurch1 da mit ihm in ,verbindung gebrachte eiserne ,ngel1 ,schrauben1 ,bolzen usw4 nicht rosten1 was beim ,eichenholz nicht vermieden werden kann4 ,daneben ist es auerordentlich fest und schwindet kaum4 ,der echte ,tiekbaum 7,tectona grandis1 aus der malabarischen ,bezeichnung tekka fr diesen ,baum entstanden7 ist ein in ,ostindien1 ,hinterindien von ,birma bis ,malakka1 und auf ,java heimischer1 sehr groer ,baum mit gegenstndigen1 groen1 eifrmigen1 unterseits weifilzigen ,blttern1 weien ,lippenblten in groen1 endstndigen ,rispen und im vergrerten ,kelch eingeschlossenen1 haselnugroen ,frchten4 ,er gedeiht am besten auf trockenem ,waldboden1 meidet aber die immergrnen ,bergwlder1 wie auch das ,meeresufer und steigt in den ,gebirgen bis zu #acjj m empor1 gedeiht aber schon bei #ajjj m ,meereshhe nicht mehr so gut wie am ,fue der ,gebirge4 ,auf angeschwemmtem ,boden erreicht er in #hj ,jahren1 im ,gebirge dagegen kaum vor #bjj ,jahren seine hchste ,entwicklung4 ,der ,stammumfang mit dann bis #g m und die groen ste stehen bis #cj m ber dem ,boden4 ,der ,baum wird seines ,holzes halber viel kultiviert und ist auch auf ,sumatra1 ,cochinchina und in ,sdchina eingefhrt worden4 ,sehr ausgedehnt sind die ,tiekwlder in ,birma und ,siam4 ,gewhnlich fllt man die ,bume zwischen dem #dj4 und #fj4 ,jahr1 wenn sie eine ,hhe von #ag-bj m und eine ,stammstrke von #a m erreicht haben4 ,um recht trockenes ,holz zu erhalten1 ringelt man in ,indien am untern ,teil des ,stammes ,rinde und ,splintholz ab und lt den schnell absterbenden ,baum zwei ,jahre lang stehen4 ,da aber dadurch das ,rissigwerden des ,holzes begnstigt wird1 ist diese ,methode neuerdings auf ,malabar verlassen worden4 ,das ,holz wird in ,indien vielfach benutzt1 aber auch in groen ,mengen nach ,europa und ,nordamerika eingefhrt1 wo es auer als ,schiffbauholz zu groen ,konstruktionen und zum ,bau von ,eisenbahnwagen verwendet wird4 ,es enthlt in frischem ,zustande ein l1 das in ,indien hufig das ,leinl ersetzt4 ,die ,rinde bentzt man zum ,gerben1 mit den ,blttern frbt man ,seide und ,baumwolle purpurrot1 auch dienen sie wie die ,blten als ,heilmittel4 ,ein sehr leichtes und weiches ,holz kommt von ,nordamerika in groer ,menge nach ,europa und findet hier hauptschlich als ,blindholz fr furnierte ,arbeiten1 dann zu ,wagenkastendecken und als ,fllungen im ,wagenbau1 wie auch zu leichten ,mbeln ausgedehnte ,verwendung4 ,es ist dies das amerikanische ,pappelholz oder white wood1 das von dem auch bei uns als ,zierbaum angepflanzten nordamerikanischen ,tulpenbaum 7,liriodendron tulipifera7 stammt4 ,auch das ,holz des in ,china heimischen ,kampferbaums 7,laurus camphora7 findet auer zur ,kampfergewinnung wegen seiner schn blartlichen ,farbe1 vornehmlich in gemaserten ,stcken1 als ,furnierholz vielseitige ,benutzung4 ,die ,palmenhlzer1 deren ,farbe im ,querschnitt gewhnlich einen hellbrunlichen ,grundton mit einer ,menge kleiner1 tiefschwarzer ,punkte zeigt1 die wie ,fliegenkot aussehen1 finden meist nur als ,furnierhlzer zu ,einlegearbeiten ,verwendung4 ,damit htten wir die fr uns in ,betracht kommenden ,nutzhlzer erschpft4 #f ,siehe das ,nhere ber die ,pilzwurzel8 oder ,mycorrhiza im #ac41 die ,pflanzengenossenschaften behandelnden ,abschnitt meines ,werkes3 ,das ,leben der ,erde1 ,verlag von ,ernst ,reinhardt1 ,mnchen #aijh4 ,,xxxii4 ,die ,nutzpflanzen der ,wste4 ,nicht nur die mit atmosphrischen ,niederschlgen gesegneten ,gebiete der ,erde haben ihre ,nutzpflanzen1 sondern auch die niederschlagsarmen und infolge ihrer ,trockenheit allem ,leben so feindlichen ,wsten4 ,und in diesen ,wsten sind solche begreiflicherweise von ,tieren und ,menschen1 die ihnen begegnen1 doppelt geschtzt4 ,nun sind alle ,wstenpflanzen vor allem darauf angewiesen1 mglichst haushlterisch mit dem ihnen so sprlich zu ,gebote stehenden ,wasser umzugehen4 ,deshalb haben sie alle stark das ,wasser verdunstenden ,organe1 so namentlich die ,bltter1 vielfach ganz abgeschafft oder doch bis auf kleine1 bedeutungslose ,schppchen reduziert und haben auerdem1 sei es in den unterirdischen ,zwiebelknollen1 wie bei den ,lilienarten1 sei es im oberirdischen ,stamm1 wie bei den smtlich in ,amerika heimischen ,kakteen1 teilweise sehr umfangreiche ,wasserspeicher angelegt1 whrend bei den altweltlichen1 fast ausschlielich in ,afrika vorkommenden ,euphorbiazeen oder ,wolfsmilchgewchsen und ,aloarten der ,stamm auf ein ,minimum reduziert ist und dafr die fleischigen ,bltter zu ,wasser aufspeichernden ,organen geworden sind4 ,in diesen schwammigen ,geweben1 die als ,wasserreservoire dienen1 ist das ,wasser1 um es nach ,mglichkeit zurckzubehalten1 an einen dicken1 gallertartigen ,schleim gebunden4 ,die ganze ,pflanze ist von einer lederartigen1 festen ,oberhaut umgeben1 die die ,atmungsffnungen auf das geringste ,ma vermindert hat1 um dem angesammelten ,wasser keinen ,durchla zu gewhren4 ,auerdem schrnken ,haare1 ,stacheln und ,wachsberzge die ,verdunstung fast bis zur ,unmglichkeit ein4 ,illustration3 ,tafel #afg4 7,nach ,photogr4 von ,o4 ,b4 ,waite in ,mexiko47 ,sulenkaktus 7,cereus7 als ,wegeinfassung auf dem ,hochlande von ,anahuac in ,mexiko4 ,illustration3 ,tafel #afh4 7,nach ,photogr4 von ,dr4 ,h4 ,ro47 ,typische ,kakteenlandschaft in den ,bergen stlich von ,tehuacan in ,mexiko4 ,illustration3 7,nach ,photogr4 von ,o4 ,b4 ,waite47 ,baumartig verzweigter ,sulenkaktus 7,cereus7 am ,wege von ,oaxaca nach ,mitla in ,mexiko4 ,die ,kakteen sind der ,typus solcher ,wstenpflanzen4 ,sie sind lebende ,wasserreservoire in der trockenen ,wste und deshalb fr ihre wasserlosen ,standorte so beraus bedeutsam4 ,die ,hauptmasse eines jeden besteht aus an ,schleim gebundenem ,wasser1 was ihnen in den wasserfreien ,gegenden1 auf die sie beschrnkt sind1 fr ,tiere und ,menschen die grte ,wichtigkeit verleiht4 ,in ,mexiko und in den mittel- und sdamerikanischen ,berglndern entscheiden sie durch ihr ,vorhandensein oder ihre ,abwesenheit geradezu ber ,leben und ,tod4 ,und was dort der ,mensch mit seinem langen ,buschmesser1 dem machete1 bewirkt1 nmlich die zu ihrem ,schutze an der ,pflanze haftenden ,stacheln abschlagen1 um sie ergreifen und essen zu knnen1 das erzielt das ,maultier mit seinen ,hufen4 ,mit derselben ,leidenschaft1 wie bei uns die ,esel den ,spuren der ,disteln folgen1 so geben sich dort die ,maultiere mit wahrer ,virtuositt dem ,sport des ,kaktusschlagens8 hin1 um in der wasserlosen ,gegend zum allzu verlockenden saftigen ,bissen zu gelangen4 ,allerdings werden sie dabei nur zu oft zu ,krppeln1 indem die eisenharten1 langen ,stacheln tief in den ,huf der ,tiere eindringen1 so da viele dieser ,einhufer mit gelhmten ,beinen herumhumpeln4 ,nichtsdestoweniger mssen sie meist mit ,gewalt von ihrer leidenschaftlichen ,begierde nach dem leckeren ,mahle abgehalten werden4 ,fr den ,menschen gibt es zwar angenehmere ,getrnke als den schleimigen1 khlen ,saft der ,kakteen2 nichtsdestoweniger hat dieser klebrige ,trunk verschmachtende ,reisende1 ja1 ganze ,expeditionen oft genug vom ,tode des ,verdurstens gerettet4 ,auer durch ihr saftiges ,mark sind die ,kakteen auch durch ihre ,frchte ,tieren und ,menschen in der ,wste ntzlich4 ,unter diesen ,kakteenfrchten sind am bekanntesten diejenigen des von den ,mexikanern ,tuna genannten ,tuna-,feigenkaktus 7,opuntia tuna74 ,sie sind bis apfelgro1 hellrot1 angenehm suerlich und werden nach ,entfernung der dicken1 stacheligen ,schale frisch oder gedrrt in ,menge vom ,menschen gegessen2 aus den unreifen ,frchten gewinnt man durch ,kochen ein an ,apfelmus erinnerndes ,kompott4 ,einige ,indianerstmme rsten auch die saftigen1 sen ,stengel1 bevor sie sie essen4 ,ein naher ,verwandter von ihm ist der gemeine ,feigenkaktus 7,opuntia ficus indica71 der bald nach der ,entdeckung ,amerikas von den ,spaniern nach ihrer ,heimat gebracht wurde und sich von da ber das ganze ,mittelmeergebiet1 ,nordafrika und ,westasien verbreitete und dem ,menschen ein geschtztes ,obst liefert4 ,die weitaus wohlschmeckendsten ,frchte unter allen ,kakteen besitzt aber der in ,westindien heimische ,cereus triangularis4 ,man nennt sie ,erdbeerbirnen1 da sie an beide ,frchte erinnern4 ,sie haben die ,gre eines ,gnseeis und sind auen und innen scharlachrot4 ,der in ,mexiko heimische1 #f-ac m hohe und #j1f-a1c m dicke ,riesenkaktus 7,cereus giganteus7 besitzt birnenfrmige1 grnlichgelbe ,frchte in der ,nhe des ,wipfels1 die innen schn rot und schmackhaft sind und viele kleine1 schwarze ,samen enthalten4 ,ihre ,schale ist weichfaserig1 saftig und s4 ,fr die ,indianer sind die ,frchte1 die in bezug auf ,geschmack an ,feigen erinnern1 nur viel saftiger sind1 wahre ,leckerbissen1 mit denen sie sich als einziger ,nahrungsquelle begngen1 solange sie solche haben knnen4 ,das ,mark der ,frchte wird von ihnen in luftdicht verschlossenen irdenen ,tpfen konserviert1 auch wird daraus ein klarer1 lichtbrauner ,sirup gepret4 ,noch besser als die ,frchte des ,riesenkaktus sollen nach dem ,urteil der ,mexikaner diejenigen des ,thurberschen ,kaktus 7,cereus thurberi7 schmecken1 die ebenfalls in groen ,mengen von ihnen gegessen werden4 ,sie sind etwa hhnereigro und mit langen1 schwarzen ,stacheln besetzt4 ,sobald sie reif sind1 was an ihrer rtlichen ,farbe erkennbar ist1 fallen die ,stacheln ab1 die ,schalen bersten und lassen reichlich ein rotes1 saftiges ,mark1 mit kleinen1 schwarzen ,samen durchsetzt1 zutage treten4 ,dieser1 wegen seiner sen ,frchte von den ,mexikanern pitahaja dolce genannte ,kaktus wird #e1e-f m hoch und #ae-bj cm dick und wird nach den ,begriffen der ,indianer und ,mexikaner kultiviert1 d4 h4 diese streuen den ,samen der von ihnen gegessenen ,frchte irgendwohin und berlassen das brige der ,natur4 ,auch aus dem saftigen1 sen ,fruchtfleisch dieser ,kaktusart lt sich ein feiner ,sirup gewinnen4 ,ebenso ntzlich ist der ,seeigelkaktus 7,echinocactus wislizeni71 der bei einem ,durchmesser von #j1e m nur #c m hoch wird4 ,das ,stengelmark dieses von den ,mexikanern visnaga genannten1 sehr stark bestachelten ,kaktus schmeckt im ,innern angenehm suerlich und den ,durst lschend1 wenn es gekaut wird1 whrend das ,mark der ,frchte sauer ist und deshalb nur selten als ,speise dient2 dagegen wird aus den kleinen schwarzen ,samen durch ,mahlen ein schmackhaftes ,mehl bereitet4 ,die ,reisenden in den ,wsten des nrdlichen ,mexiko und sdlichen ,arizona sind hchst erfreut1 wenn sie ihm begegnen1 da sie bei ihm ihren ,durst auf angenehme ,weise zu lschen vermgen4 ,fast alle an beiden ,seiten der ,wstenwege wachsenden ,seeigelkaktusse zeigen groe ,lcher1 die von den durstigen ,reisenden gebohrt wurden4 ,einzelne ,abschnitte des ,stammes werden als ,kochgeschirr benutzt4 ,wenn ein wandernder ,indianer sich ein ,mahl zu bereiten wnscht1 sucht er einen groen ,echinokaktus1 haut ein etwa #a m langes ,stammstck ab und hhlt es zu einem ,troge aus4 ,in diesen wirft er den weichen ,markkern1 welchen er bei der ,aushhlung gewann1 und was er sonst ,geniebares an ,wurzeln oder ,fleisch besitzt und fgt ,wasser hinzu4 ,dann erhitzt er einen ,feldstein im offenen ,feuer so stark wie mglich und wirft ihn in den ,trog4 ,ist der ,stein abgekhlt1 so wird er abermals erwrmt und ein zweites ,mal in den ,trog geworfen4 ,das gengt gewhnlich zum ,durchkochen der ,masse2 nur selten ist eine dritte ,erwrmung des ,steines notwendig4 ,die ,papajoindianer schlen die ,rinde mit den ,stacheln vom ,stamm dieses ,kaktus ab ohne ihn umzuhauen1 lassen ihn einige ,tage der ,sonne ausgesetzt1 spalten dann den ,stamm1 um den weichen ,markkern zu gewinnen1 den sie in ,stcke schneiden und in dem aus den ,frchten des ,riesen- und ,thurberkaktus bereiteten ,sirup kochen4 ,wenn diese ,stcke getrocknet sind1 sollen sie einen ,geschmack wie ,zitronat besitzen4 ,der in ,zentralamerika heimische ,melonenkaktus 7,melocactus communis71 der eine #cj-fj cm hohe1 runde oder ovale1 lngsgefurchte ,masse bildet1 wird in ,zeiten der ,drre besonders vom ,vieh aufgesucht1 das ihn mit den ,hrnern von den ,stacheln zu befreien und aufzubrechen sucht1 um sich am saftigen ,stamme zu laben4 ,seine angenehm suerlich schmeckenden ,beeren werden nicht blo in ,zentralamerika1 sondern auch in ,westindien hufig gegessen4 ,alle ,sorten von ,kakteen dienen dem ,vieh als ,futter4 ,auf den groen ,hazienden des nordwestlichen ,mexiko wre auf dem grasarmen ,boden die als einzig lohnender ,zweig der ,landwirtschaft betriebene ,viehzucht nicht mglich1 wenn die ,kakteen nicht wren1 die die ,rinder1 ,pferde und ,maultiere geradezu am ,leben erhalten4 ,und auch getrocknet dienen die ,stmme als ,nutz- und ,brennholz1 das nicht nur gegen alle ,witterungseinflsse unempfindlich1 sondern auch so beraus leicht ist1 da ein ,maultier die zehnfache ,menge desselben an ,stelle gewhnlichen ,holzes tragen kann4 ,endlich hat einst zur ,bltezeit der ,cochenillezucht eine bestimmte ,art derselben1 die ,nopalea coccinellifera in ,mexiko1 dem ,dorado aller ,kakteen1 und in der ,folge auch in anderen ,tropenlndern1 wo diese lukrative ,industrie eingefhrt wurde1 als ,nhrpflanze der ,cochenilleschildlaus eine groe wirtschaftliche ,bedeutung gehabt2 gehrt doch das aus jenen ,lusen gewonnene ,karmin auch heute noch zu den edelsten ,farbstoffen4 ,dadurch aber1 da die billigen ,anilinfarben mit ihm in ,konkurrenz traten1 wurde der ,cochenillekarmin als nicht mehr konkurrenzfhig in den ,hintergrund gedrngt4 ,da doch die verschiedenen ,kakteen fr alle wasserarmen und daher fr eine andere ,vegetation als diese ungeeigneten ,gegenden so beraus wertvoll sind1 ist es sehr zu verwundern1 da man sie nicht eigentlich durch systematische ,zchtung zu verbessern suchte4 ,den ersten vielverheienden ,anfang dazu hat neuerdings der berhmte ,pflanzenzchter ,luther ,burbank in ,santa ,rosa in ,kalifornien gemacht1 dem es gelang1 eine stachellose1 grostengelige und beraus saftige ,abart der ,opuntie zu zchten1 die sich auerordentlich einfach1 durch ,stecken eines ,stckchens des fleischigen ,stengels in den ,boden1 fortpflanzen lt und auerdem ebenfalls stachellose1 sehr wohlschmeckende und nahrhafte1 feigengroe1 rtliche ,frchte zeitigt4 ,ein solches ,zuchtprodukt ist fr die ,menschheit von unschtzbarem ,wert1 da es ihr auch die sterilsten ,wsten zu besiedeln gestattet4 ,erst mit einer solchen ,nutzpflanze1 die auch ohne ,bewsserung gedeiht1 kann sie sich mit ihren ,haustieren in den ihr bisher verschlossenen ,gebieten festsetzen und so weite ,lnderstrecken der ,kultur erschlieen1 die bisher lebenfeindliche de und ,wildnis waren4 ,durch solche ,neuerungen ist der ,menschheit1 mag sie sich noch so sehr vermehren1 auf unbersehbare ,zeiten hinaus ,raum genug zur ,ausdehnung auf unserem ,planeten gegeben4 ,welch herrliche ,grten werden dann die unendlichen1 bisher toten ,wsten der ,erde sein1 wenn der ,mensch auch die ,sonnenwrme sich als ,energiequelle dienstbar gemacht und berall durch ,staubecken oder ,pumpen ,wasser zu seinen leiblichen und industriellen ,bedrfnissen1 wie auch zum ,trnken seiner ,haustiere und ,nutzpflanzen1 die desselben zu ihrer ,existenz bedrfen1 zur ,verfgung haben wird6 ,auer den ,kakteen gibt es noch viele andere wenig bekannte ,wstenpflanzen1 die schon heute in ihrer unveredelten1 wilden ,form dem ,menschen von teilweise recht groem ,nutzen sind4 ,es seien hier nur einige der wichtigsten kurz angefhrt4 ,so wchst im ,gebiet der ,kakteen1 speziell auch in ,mexiko1 die noch auf trockenem1 sandigem ,boden gedeihende ,yucca baccata1 von den ,spaniern bayonett genannt4 ,sie liefert alle ,jahre #a-f ,frchte1 die in reifem ,zustande in ,form und ,gre ,bananen hneln4 ,deren ,farbe ist grnlichgelb und das ,fruchtfleisch1 in welchem groe1 schwarze ,samen eingebettet sind1 ist s und schmackhaft4 ,ihre unreifen ,frchte werden wie ,kartoffeln in der ,asche gerstet4 ,die kurz vor dem ,aufbrechen gepflckten ,bltenknospen werden ebenfalls gerstet und in diesem ,zustande als ,leckerbissen betrachtet4 ,aus den ,blttern wird ein grober1 aber sehr dauerhafter ,faserstoff gewonnen4 ,von dem ,werte der auf drrem1 vulkanischem ,boden ,mexikos1 ,arizonas und ,sdkaliforniens wachsenden ,agaven1 die von den ,mexikanern im groen kultiviert werden1 ist an anderer ,stelle bereits die ,rede gewesen4 ,an ihnen ist mancherlei nutzbar4 ,die ,wurzeln werden gerstet genossen4 ,in ,wasser gekocht gibt die frisch geschnittene1 kopfgroe ,bltenstengelknospe einen guten ,sirup und ein sehr angenehmes ,gericht4 ,meist wird sie aber vor dem ,ausbrechen vertieft abgeschnitten und der sich reichlich in die ,hhlung ergieende ,zuckersaft gesammelt1 um durch ,vergrung eine ,art ,wein1 den ,pulque1 das ,nationalgetrnk der ,mexikaner1 daraus zu gewinnen4 ,in den westlichen ,steppen ,nordamerikas wchst die ,kama 7,camassia esculenta71 deren walnugroe ,zwiebelknollen von den ,indianern sehr geschtzt sind1 da sie wie ,kartoffeln1 nur ser schmecken4 ,ihr ,zuckergehalt mu ein betrchtlicher sein1 da sie zerstampft und in ,wasser gekocht einen guten ,sirup liefern4 ,noch vor kaum mehr als einem ,menschenalter hat diese bevorzugte ,speise der ,indianer im ,staate ,idaho zu einem blutigen ,kriege1 dem berchtigten ,kamakriege1 gefhrt4 ,das ,vieh der ,ansiedler vernichtete diese ,pflanze1 welche sie1 die ,indianer1 fr ihren ,lebensunterhalt nicht entbehren knnten4 ,so lautete wenigstens die ,begrndung der ,kriegserklrung gegen die ,weien4 ,aber auch die ,blagesichter essen die ,kamawurzel gern2 denn nicht wenige ,farmer lassen zur ,erntezeit dieser ,knollen im ,juni und ,juli von ihren ,kindern ,vorrte fr die ,kche sammeln4 ,sehr geschtzt in den ,wsten um den ,salzsee von ,utah sind die walnugroen1 uerst schmackhaften ,wurzelknollen der als wilder ,sago bezeichneten ,liliazee ,calochortus luteus1 die von den ,indianern eifrig ausgegraben und gesammelt werden4 ,deren ,kinder schtzen sie um des slichen ,geschmackes willen wie ,zuckerzeug4 ,als die ,mormonen1 die sich selbst ,heilige des ,jngsten ,tages8 nennen1 von ihren heidnischen8 ,nachbarn im ,staate ,illinois fortwhrend befehdet1 #ahdg nach ,westen ber das ,felsengebirge auswanderten1 um sich in dem spter als ,utah in die ,union aufgenommenen ,territorium am groen ,salzsee eine neue ,heimat zu grnden1 die sie der ,wste abringen muten1 da bildeten diese ,wurzeln im ersten ,jahre ihres dortigen ,aufenthaltes einen sehr wichtigen ,bestandteil ihrer ,nahrung4 ,was das ,manna der ,wste den nach dem ,lande ,kanaan ziehenden ,juden war1 das wurde der wilde ,sago den unter dem ,prsidenten ,brigham ,young 7#ahja-ahgg7 das ,land der ,verheiung suchenden ,mormonen4 ,eine andere ausdauernde ,lilienart1 die in ,nordamerika und ,texas weite ,strecken steiniger1 unfruchtbarer ,hgelhnge hauptschlich in ,erhebungen von #aej-bjj m mit ihren hellgrnen1 #j1i-a1b m langen1 schmalen ,blttern bedeckt1 ist der ,sotol 7,dasylirion texanum74 ,alle #c-d ,jahre treibt er einen saftigen1 zuckerreichen1 starken ,bltenstengel bis zu #c m ,hhe empor4 ,dieser ist das fr den ,menschen ,wertvollste an der ,pflanze1 da er vorzugsweise zu ,schaffutter1 aber auch zur ,nahrung des ,menschen dient4 ,der ,schfer1 der seine ,herde auf eine ,sotolweide fhrt1 geht ihr mit dem langen ,haumesser1 machete genannt1 voraus und spaltet die ,stengelkpfe1 deren weiches1 saftiges ,mark von den ,schafen gerne gefressen wird4 ,nach einiger ,vertrautheit mit diesem ,futter wissen sich die ,schafe selber zu helfen2 sie warten die ,vorbereitung ihres ,hirten nicht ab1 sondern zerreien selbst die ,bltter des ,sotol und dringen nagend in den ,stengelkopf ein4 ,dieses ,futter ist nahrhaft und zugleich durstlschend1 so da es berflssig wird1 die ,schafe1 die sich von diesem ,futter ernhren1 zur ,trnke zu fhren4 ,whrend der heien ,monate wird der ,sotol in seinem ,verbreitungsgebiet als das wertvollste ,schaffutter betrachtet4 ,jedenfalls wrde ohne sein ,vorhandensein die ,ernhrung des gegenwrtigen bedeutenden ,schafbestandes in jenen sonst so drren und pflanzenarmen ,gegenden nicht mglich sein4 ,die ,mexikaner verspeisen die jungen ,stengelkpfe des ,sotol gekocht oder gerstet4 ,die letztere ,zubereitung ist weitaus die beliebteste und geschieht in folgender ,weise3 ,es wird ein ,loch gegraben1 das #f-h ,kpfe aufnehmen kann1 und mit einem darin angezndeten und lngere ,zeit unterhaltenen ,feuer grndlich erhitzt4 ,alsdann wird das ,feuer herausgeschaufelt1 bis auf ein ,bett glhender ,kohlen1 auf das die ,kpfe geworfen und mit ,erde bedeckt werden4 ,nach #aj-ab ,stunden sind sie gar4 ,sie haben dann ein braunes1 saftiges ,aussehen und schmecken ganz angenehm slich4 ,nach diesem ,bratproze knnen die zuckerreichen ,kpfe auch zur ,destillation eines als ,sotolmescal bezeichneten ,branntweins benutzt werden1 was sehr hufig geschieht4 ,dieser ist sehr stark1 hat einen eigentmlichen durchdringenden ,geruch und ist bei den niederen ,volksklassen ,mexikos sehr beliebt4 ,er wird etwa fr #a ,mark per ,liter ausgeschenkt und berauscht sehr schnell1 was als ein ,vorzug angesehen wird4 ,endlich kann aus den ,blttern des ,sotol ein grober ,faserstoff gewonnen werden1 der zur ,herstellung von allerlei ,flechtwerk und ,seilen dient4 ,die fleischigen1 als ,wasser- und ,reservenahrungsbehlter dienenden ,wurzeln der verschiedensten ,wstenpflanzen liefern dem ,menschen wie den ,tieren eine willkommene ,nahrung1 so auf den trockenen ,pltzen der nordamerikanischen ,steppen die hhnereidicke1 zarte1 weie1 strkemehlreiche1 einen angenehmen slichen1 an ,rben erinnernden ,geschmack besitzende ,wurzel der ,brotwurzel genannten ,psoralea esculenta und die zarte1 spindelfrmige ,wurzel einer von den ,indianern yampah genannten ,umbellifere1 die von den ,shoshone- und ,schlangenindianern geradezu als die beste ,nahrung aus dem ,pflanzenreiche betrachtet wird4 ,sie bildet bei mehreren nordwestlichen ,indianerstmmen einen geschtzten ,handelsartikel und wird auch von den weien ,bewohnern dieser ,gegenden als ,suppenwrze benutzt4 ,die ,nez ,percs-,indianer sammeln die saftigen1 fingergroen ,wurzeln der an den den ,gebirgsabhngen des stlichen ,oregon wachsenden ,umbellifere ,carum gairdneri1 um sie wie ,kartoffeln zu kochen4 ,sie schmecken dann sehr angenehm rahmartig4 brigens haben auch wir eine in der ,rheingegend als ,unkraut gemeine ,kmmelart1 den knolligen ,kmmel oder die ,erdkastanie 7,carum bulbocastanum71 deren bis #e cm dicke ,wurzelknollen kastanienhnlich schmecken und gekocht1 gebraten und als ,salat gegessen werden4 ,besonders in der ,moldau-,walachei sind sie eine sehr geschtzte und viel gesammelte ,nahrung1 deren ,anbau sich sehr lohnen wrde4 ,dieselben ,indianer ,oregons sammeln auch die schwarzen ,wurzeln einer andern auf drrem1 vulkanischem ,erdreich wachsenden ,umbellifere1 ,oenanthe sarmentosa1 einer nahen ,verwandten unseres ,rokmmels 7,oenanthe phellandrium71 um sie gerstet zu verspeisen4 ,beim ,kochen berstet sie und zeigt einen weien1 strkemehlartigen ,inhalt4 ,sie schmeckt s1 rahmartig und gilt deshalb bei den ,indianern als ein ,leckerbissen ersten ,ranges4 ,ferner sammeln die ,indianer die ,wurzeln der in der ,sdhlfte des ,felsengebirges und im ,wasatchgebirge vorkommenden ,umbellifere ,peucedanum ambiguum1 die von den ,weien als ,biskuitwurzel bezeichnet wird4 ,die ,pflanze wchst auf so drren ,gehngen1 da sie nicht einmal drftiges ,gras hervorbringen4 ,die ,wurzeln werden im ,mai1 zur ,zeit der ,blte1 gegraben und sind so auerordentlich reich an ,strkemehl1 da dieses auch ohne ,mahlen beim ,trocknen frmlich herausfllt4 ,es ist sehr wei und angenehm zu essen1 besitzt einen milden ,selleriegeschmack und hlt sich viele ,monate hindurch4 ,ebenso sammeln sie die groen1 spindelfrmigen ,wurzeln der in den ,gebirgsgegenden ,kaliforniens wachsenden weiblhenden ,portulakart ,lewisia rediviva1 die als sehr nahrhaft gilt und auch fr den ,winterbedarf getrocknet wird4 ,eine andere ,knollenpflanze der drren ,gegenden von ,neu-,mexiko1 ,arizona und ,kalifornien1 die tiefe ,sandansammlungen weithin bedeckt1 ist eine von den ,spaniern als canaigre bezeichnete ,sauerampferart1 ,rumex hymenosepalus4 ,die dunkelbraunen1 im ,durchschnitt zitronengelben1 batatenhnlichen ,knollen von #aj-bj cm ,lnge und #b-e cm ,dicke schmecken stark zusammenziehend durch einen ,gehalt von #i1f ,prozent ,gerbsure und knnen deshalb auch zum ,gerben verwendet werden4 ,dieser ,gerbstoffreichtum macht sie allerdings fr den ,menschen nur im ,notfalle ebar4 ,in diesen drren ,gegenden bieten auch allerlei wildwachsende ,samen eine erwnschte ,speise4 ,so gedeiht an den trockenen1 felsigen ,hngen der ,gebirgswsten von ,mexiko1 ,kalifornien und ,arizona bis zu #bgjj m ,hhe eine nur unter gnstigen ,verhltnissen #i m ,hhe erreichende ,fichte 7,pinus edulis71 die von der spanisch redenden ,bevlkerung pion1 von der amerikanischen jedoch ,nufichte genannt wird1 weil ihre bohnengroen1 ligen ,samen in ,menge gesammelt und als vortreffliche ,speise wie ,nsse gegessen werden4 ,sie haben einen sen1 angenehmen ,geschmack1 der durch ,rsten bedeutend verfeinert wird4 ,sie dienen auch vielfach zur ,gewinnung eines guten ,speiseles1 dessen berschu ber den ,selbstgebrauch einen nicht unwichtigen rtlichen ,handelsartikel bildet4 ,nur hat es den einen ,nachteil1 bald ranzig zu werden4 ,das leichte und weiche1 aber sehr dauerhafte ,holz dient vorzugsweise zur ,bereitung geschtzter ,kohlen4 ,auch die sehr eiwei- und mehlreichen ,samen eines in den ,wsten von ,utah1 ,colorado1 ,arizona und ,nordamerika an tiefgelegenen sandigen ,stellen wachsenden strauchartigen ,hlsenfrchtlers1 der ,schraubenbohne 7,prosopis strombulifera71 von der spanisch redenden ,bevlkerung tornilla genannt1 werden gesammelt und geben gekocht eine ausgezeichnete1 selbst vom verwhnten ,weien gern gegessene ,grtze4 ,wegen dieser ,samen schtzen die ,indianer diesen ,bohnenstrauch hoch1 und auch viele ,soldaten der ,union halten ihn in dankbarem ,andenken2 denn auf den strapazisen ,kriegszgen gegen die ,indianer in der trostlosen ,wildnis1 die seine ,heimat bildet1 hat er es ihnen ermglicht1 nicht nur ,feuer anzuznden1 sondern hat auch ihren erschpften1 hungrigen ,pferden und ,maultieren in den ,blttern und mehr noch in den ,samen eine wohlttige ,labung geboten4 ,alles ,vieh frit diese ,bohnen1 selbst wenn es in gutem ,futterstande gehalten wird und sonst genug zu fressen hat1 mit augenscheinlicher ,begierde2 deshalb drfte auch dieser ,strauch sich zur ,besiedelung sandiger ,wsten eignen4 ,ein noch viel weiter sdlich1 nmlich vom ,coloradoflu bis nach ,chile vorkommender und bei einiger ,pflege einen bis #ab m hohen ,baum bildender ,verwandter dieses ,bohnenstrauches ist der ,mesquite 7,prosopis juliflora74 ,mit seiner runden ,krone und seinen dornenbewehrten sten erinnert er lebhaft an unsere1 brigens derselben ,familie angehrende ,akazie4 ,an den trockenen ,hgelhngen seiner ,heimat wchst er oft als einziger ,vertreter der ,pflanzenwelt so weit das ,auge reicht und lt im ,juni und ,juli seine #ae-bj cm langen1 flachen1 etwas gekrmmten und zwischen den ,samenkrnern eingeschnrten ,schoten in ganzen ,bscheln reifen4 ,diese enthalten1 wie diejenigen der verwandten ,tamarinde1 ein ses1 schwach suerliches ,fruchtfleisch1 das nicht weniger als #bf ,prozent ,traubenzucker enthlt und1 grob zerstoen und mit ,wasser bergossen1 zur ,herstellung eines nahrhaften und erquickenden ,aufgusses dient4 ,um ihren angenehm schmeckenden ,atole zu bereiten1 verfahren die ,mexikaner etwas anders4 ,zunchst kochen sie die ,schoten in ,wasser1 dann ersetzen sie das warme ,wasser durch kaltes1 zerquetschen die ,schoten in demselben und seihen nach einiger ,zeit die ,flssigkeit ab4 ,durch ,stehenlassen kann man die zuckerreiche ,abkochung in alkoholische ,grung bringen und erhlt dadurch ein berauschendes ,getrnk1 das viele ,liebhaber findet4 ,die reifen ,schoten1 die gerne vom ,vieh aufgesucht und gefressen werden1 sind sehr der ,entwicklung von ,maden ausgesetzt1 so da die ,mexikaner und ,indianer keine andere ,abwehr dieser lstigen ,gste kennen1 als die gesammelten ,schoten samt den ,bohnen sofort in einem ,mrser zu feinem ,mehl zu zerstoen und dasselbe mglichst gut verschlossen aufzubewahren1 bis sie es zum ,backen eines groben ,brotes gebrauchen wollen4 ,die ,maden sind jedenfalls schon bei der ,ernte in den ,schoten1 worein sie wohl durch eine ,art ,kleinschmetterling gelegt worden sind1 vorhanden und werden durch das ,mahlen gettet und so in ihrer weiteren ,entwicklung zerstrt4 ,so erklrt es sich1 da sich das so gewonnene ,mehl viel lnger als die ,schoten aufbewahren lt4 brigens ist den ,indianern das ,auftreten der ,maden durchaus nicht unlieb1 denn sie sehen in ihnen einen erwnschten ,nahrungszuwachs2 nur die kultivierten ,mexikaner denken anders und treffen entsprechende ,vorkehrungen4 ,diese ,schoten bilden begreiflicherweise eine wichtige ,nahrung fr die ,indianer und mexikanischen ,mischlinge1 wie fr ihre ,pferde und ,maultiere4 ,auch die ,unionssoldaten haben sie auf ihren ,kriegszgen gegen die ,indianer als ,pferdefutter schtzen gelernt1 und ein mit ,vermessungen betrauter ,offizier der ,vereinigten ,staaten ging in seinem ,bericht an das ,kriegssekretariat sogar so weit1 zu behaupten1 der ,erfolg seiner ,expedition wre ohne das ,vorhandensein der ,mesquiteschoten berhaupt nicht mglich gewesen4 ,das lt uns den ungeheuren ,wert des ,mesquite fr die ,bewohner der unfruchtbarsten ,gegenden seines ,verbreitungsgebietes begreifen4 ,diese wten wohl kaum1 wie sie sich ohne ihn durchs ,leben schlagen sollten4 ,ratlos wrden sie sich auch nach ,brennmaterial umsehen1 wenn er nicht vorhanden wre2 denn solches wird an vielen ,orten ausschlielich vom ,mesquite geliefert4 ,und welch treffliches ,brennmaterial bietet er nicht6 ,beim ,verbrennen seines ,holzes strmt eine ,hitze aus wie aus ,steinkohlen4 ,fr die ,kohlenbrennerei wird schwerlich ein besseres ,holz aufzufinden sein als das seinige4 ,zudem liefert er1 wenn die ,stmme eine gengende ,dicke erreicht haben1 ein fr die ,mbeltischlerei sehr gesuchtes ,werkholz1 dessen ,kernholz gelbrot bis purpurn leuchtet und scharf gegen den fahlgelben ,splint absticht4 ,beide nehmen eine schne ,politur an1 was ihren ,wert als ,nutzholz erhht4 ,auerdem ist es so hart1 da es verschiedenen mexikanischen ,stdten zur ,pflasterung der ,straen dient und sich dabei sehr bewhrt hat4 ,vom ,mai bis ,september schwitzt ein bernsteingelber ,gummi aus den ,mesquitestmmen1 das wie arabischer ,gummi schmeckt1 sich leicht in drei ,teilen ,wasser auflst und dann einen guten ,klebstoff bildet1 der den arabischen ,gummi vllig ersetzt4 ,von diesem unterscheidet er sich chemisch dadurch1 da er nicht wie jener von essigsaurem ,blei gefllt wird und damit einen weien ,niederschlag gibt4 ,je lter der ,stamm und je dicker und geborstener die ,rinde ist1 um so reichlicher ist die ,ausschwitzung von ,gummi1 der auch aus allen ,astlchern sickert4 ,ein groer ,baum liefert eine ,ernte von etwa #abj g2 doch kann dieselbe bis auf #djj g erhht werden4 ,als ,mesquite- oder ,sonoragummi wird er zu etwa #ajjjj kg jhrlich hauptschlich nach ,mexiko exportiert1 wo ihn viele ,apotheken als ,ersatz des arabischen ,gummis fhren4 ,auch die an ,erbsen erinnernden braunen ,samen eines andern1 zu den ,leguminosen gehrenden ,baumes1 des ,eisenholzes 7,olneya tesota71 der an den1 felsigen ,stellen in den wasserrmsten ,gegenden des nordwestlichen ,mexiko und in ,arizona wchst1 werden von den ,indianern roh und gerstet gegessen4 ,in letzterem ,zustande sollen sie wie ,erdnsse schmecken4 ,das ,stammholz liefert gutes ,brennmaterial und eignet sich zur ,anfertigung von allerlei ,gerten4 ,schon um dieser ,eigenschaft willen verdient der ,baum ,beachtung zur ,nutzbarmachung von ,wsten4 ,ein anderes nicht unwichtiges ,wstengewchs ist die die den1 sandigen ,strecken von ,texas und ,arizona bewohnende1 #j1f-a1h m hohe strauchartige ,zwergpflaume 7,prunus fasciculata71 deren karminrote1 se1 etwas grer als die der ,schlehe werdenden ,frchte sowohl frisch als gedrrt und zu ,mus verarbeitet gerne gegessen werden4 ,wenn sie zu reifen beginnen1 wandern die ,indianer von weit her zur ,ernte herbei1 um mglichst groe ,vorrte von ihnen einzuheimsen4 ,endlich ist noch als ein hchst zierliches ,blumenkind der nordamerikanischen ,wste die ,coloradolilie 7,hesperocallis undulata7 zu erwhnen1 deren #c-e cm dicke ,wurzelknollen #cj cm tief in der ,erde ruhen1 bis ein alle #aj-ab ,jahre eintretender grndlicherer ,regen sie aus ihrem ,scheintod zu neuem ,leben erweckt4 ,dann treiben sie aus dem nackten1 schattenlosen ,sande je einen #fj-ij cm langen1 mit dunkelgrnen1 tiefgekerbten ,blttern umkrnzten ,bltenstengel1 der im ,laufe von wenigen ,wochen #cj bis #dj aus #f weien ,blumenblttern mit einer grnlichpurpurnen ,mittelrippe bestehende ,blte hervortreibt4 ,milchwei1 wenn sie sich ffnen1 werden sie im ,laufe des ,tages perlwei und am ,abend -- der ,zeit ihrer grten ,schnheit -- halb durchsichtig4 ,die mrchenschnen ,glocken schlieen sich um ,mitternacht1 um dann abzusterben und jngeren ,geschwistern ,platz zu machen1 die am frhen ,morgen in entzckender ,jugendfrische aus den gesprengten ,knospen hervortreten4 ,eine groe ,pflanze treibt #e-f ,blten im ,tage1 die vom ,augenblicke ihrer ,entfaltung an1 zumal am ,abend1 einen starken1 sen ,duft ausstrmen lassen4 ,daher hat man dieser ,gattung den ,namen ,hesperocallis1 d4 h4 ,abendschn1 gegeben4 ,nach der ,befruchtung zeitigen die ,blten eine #c cm lange1 mit schwarzen ,samen dichtgefllte ,kapsel4 ,besonders wenn die ,mesquiteschoten knapp sind1 graben die ,indianer eifrig nach den ,wurzelknollen der in ihrer ,sprache ethulia genannten ,blume1 um sie als willkommene ,speise zu verzehren4 ,wenn nun allein die nordmexikanische ,wste eine solche ,menge nutzbarer ,pflanzen beherbergt1 die es verdienten1 vom ,menschen in anderen1 dieselben ungnstigen ,lebensbedingungen aufweisenden ,wsten angesiedelt zu werden1 so kann man sich denken1 was fr wertvolles ,pflanzenmaterial die verschiedenen ,wstengebiete der ,erde zusammen darbieten4 ,es sei hier beispielsweise nur an die sdafrikanische ,kalahariwste erinnert1 auf der nach den ersten ,schauern der kurzen ,regenzeit eine ihre ,ranken weithin ber den ,wstensand treibende ,cucurbitazee1 die ,zamamelone 7,cucumis zama71 eine ,verwandte unserer aus ,wsten desselben ,erdteils ,afrika stammenden ,wassermelone1 hervorspriet4 ,bald erscheinen an ihr gelbe ,blten1 aus denen auerordentlich saftige ,frchte von der ,gre eines ,straueneis hervorgehen4 ,diese dienen ,tieren und ,menschen als willkommene ,nahrung und besonders auch durstlschendes ,mittel1 das ihnen das fehlende ,wasser ersetzt4 ,den ,buschmnnern1 jenen zwergartigen1 gelbhutigen1 unstet dem ,wilde als ihrer ,hauptnahrung nachwandernden ,jgern der weiten ,kalahari1 ist diese wilde ,wassermelone1 die nach einer guten ,regenzeit strichweise die wasserarme ,steppe bedeckt1 neben den saftigen ,wurzeln verschiedener ,pflanzen die wichtigste pflanzliche ,nahrung1 die sie eifrig aufsuchen und von der sie ,depots im ,boden anlegen1 um sie sich bei ihrer ,rckkehr von der ,jagd zu sichern4 ,in ,zeiten1 da sie nicht zu haben sind1 vergraben die ,buschmnner mit ,wasser gefllte ,straueneier als ,reservewasserbehlter in den ,sand1 um sich damit zur ,zeit der ,drre vor dem ,verdursten zu schtzen4 ,im ,norden der ,kalahari wchst eine von den ,betschuanen -- wie diese behaupten -- dort eingefhrte sliche ,melone1 von ihnen mangotan genannt1 die ihnen mhelos ,stillung des ,hungers1 wie des ,durstes gewhrt4 ,sollen solche ,melonen1 an denen der ,mensch durch knstliche ,zucht noch grere und wohlschmeckendere ,frchte zu erzielen vermchte1 planmig angebaut1 nicht die ,wste bewohnbarer machen helfen8 ,man sollte denken1 da die ,zeit nicht mehr fern ist1 da solche ,schtze der ,natur von dem sich ber immer weitere ,gebiete der ,erde ausbreitenden ,menschen willig in ,kulturpflege genommen und durch systematische ,veredlung noch nutzbarer gemacht werden drften4 ,denn wir sind noch lange nicht am ,ende der menschlichen ,entwicklung angelangt4 ,wir befinden uns vielmehr erst am ,anfange derselben und unsere ,nachkommen werden weiterfhren1 was wir und unsere ,vorfahren begonnen haben1 bis die ganze ,erde mit allen ihren ,wsten dem ,leben und der menschlichen ,kultur erobert ist4 ,auer diesen ,melonen dienen noch mancherlei andere ,pflanzen dem ,menschen1 der diese drren1 pflanzenarmen ,gebiete jagend durchstreift1 zur ,nahrung4 ,so graben die ,buschmnner und ,betschuanen besonders nach den schmackhaften ,zwiebeln von ,ixias und anderen ,lilienarten4 ,diese bilden neben dem fleischigen ,kern der gewaltigen1 sehr tiefgehenden ,wurzel des ,elefantenfues 7,testudinaria elephantipes7 und dem strkemehlreichen ,mark des ,palmfarns ,zamia einen ,hauptbestandteil ihrer ,nahrung4 ,in den ,wsten ,nordafrikas und ,westasiens gedeiht ein kleiner1 dorniger ,baum von abschreckendem ,aussehen aus der ,familie der ,simarubazeen aus der engeren ,verwandtschaft der ,terebinthe und des ,weihrauchbaums4 ,dieser von den ,arabern ,zachun genannte ,balanites aegyptiaca mit einpaarig gefiederten ,blttern1 grnlichweien ,blten und walnugroen1 im reifen ,zustande grnlichen1 lreichen ,frchten wehrt sich so tapfer wie irgend ein anderes ,wstengewchs gegen die verheerenden ,sandstrme1 die mit ihrem ,gluthauch alles ,lebendige zu verschlingen drohen4 ,seine ,frchte waren schon von den alten gyptern1 denen doch besseres ,obst als ,nahrungsmittel zu ,gebote stand1 geschtzt und wurden von ihnen ihren ,toten als ,speise fr das ,geisterreich mitgegeben4 ,als solche hat man sie fter in ,grbern der #ab4 ,dynastie 7#bjjj-aghh v4 ,chr47 im ,grberfelde von ,kahun und in anderen ,nekropolen des mittleren ,reichs gefunden4 ,aus den ,samen pressen die ,araber heute noch ein l1 dem sie heilende ,wirkung zuschreiben4 ,aus dem ,verkaufe dieses ls an die ,reisenden1 zumal an die ,pilger1 machen die in ,palstina wohnenden ,araber ein eintrgliches ,geschft4 ,und das sehr harte ,holz des ,zachuns wird von den ,drechslern ,jerusalems zu den verschiedensten ,gegenstnden1 hauptschlich aber zu ,spazierstcken verarbeitet4 ,in den ,wsten der ,mongolei wchst der ,sulchir 7,agriophyllum gobicum71 ein kaum #a m ,hhe erreichender1 stacheliger ,strauch1 der auf kahlem ,flugsande gedeiht1 im ,august blht und im ,september seinen ,samen reifen lt4 ,dieser letztere ist das ,korn der ,wstennomaden1 der ,segen der ,wste84 ,in regenreichen ,jahren ergibt er eine gute ,ernte1 in trockenen dagegen verkommt der ,strauch und dann hungert der ,mongole4 ,die ,sulchirernte ist hchst einfach3 ,die ,frchte werden gesammelt und die ,samen auf einer von ,sand freien1 lehmigen ,bodenflche ausgedroschen4 ,dann werden letztere gerstet1 durch ,stampfen in ,holzmrsern von den ,hlsen befreit1 in ,handmhlen gemahlen und geben ein ziemlich schmackhaftes ,mehl1 das mit ,backsteintee zusammen gekocht wird und dem ,mongolen als willkommene ,speise dient4 ,dieselbe zentralasiatische ,wste bewohnt der #c-d m hohe1 bis #ae cm dicke ,saxaulstrauch1 der vereinzelt im kahlen ,sande gedeiht4 ,er besitzt keine ,bltter und schattenlos streckt er seine langen ,zweige aus1 und doch baut der ,mongole neben ihm seine ,jurte auf1 um hinter ihm ,schutz gegen die eisigen ,winterstrme1 wie gegen den sengenden ,sonnenbrand zu suchen4 ,im ,frhling bedeckt sich der ,saxaul mit kleinen1 gelben ,blten1 aber seine ,samen sind nur fr ,tiere1 nicht fr den ,menschen geniebar4 ,dagegen ist sein hartes1 sprdes ,holz auer dem getrockneten ,mist seiner ,haustiere das einzige ,brennmaterial1 das dem ,nomaden zur ,verfgung steht1 um seinen geliebten tsamba zu kochen4 ,ebenso widerstandsfhig gegen ,hitze und ,drre1 wie auch den eisigen ,frost des ,winters ist die die ,wsten ,zentralasiens und ,sdostrulands bewohnende ,wstenweide 7,salix acutifolia74 ,auch sie gewhrt dem ,menschen keinen anderen ,nutzen1 als da sie ihm ,brennholz liefert4 ,aus ihren ,zweigen kann allerlei ,flechtwerk hergestellt werden4 ,sie eignet sich besonders zur ,humusbildung auf magerstem ,boden1 wodurch derselbe fr anspruchsvollere ,gewchse vorbereitet wird4 ,auf fruchtbarem ,boden entwickelt sie sich zu einem schnen1 stattlichen ,baum4 ,in den ,wsten ,australiens sind als ,holzerzeuger sehr ntzlich die verschiedenen ,eukalyptusbume1 die ihre ,wurzeln auerordentlich tief in den ,boden hinabsenken1 um ihm alle ,feuchtigkeit zu entnehmen1 andererseits aber auch eine ganz auerordentliche ,gre erreichen1 wie sie selbst nicht von den kalifornischen ,mammutfichten1 den ,giganten der ,pflanzenwelt1 erreicht wird4 ,wie die neben ihnen wachsenden ,akazien liefern sie auer ,brennholz auch gutes ,bau- und ,werkholz1 das vorteilhaft zur ,kohlen- und ,teerbrennerei ,verwendung findet4 ,aus den ,blttern lt sich das wohlriechende ,eukalyptusl destillieren1 das zur ,lackbereitung und in der ,parfmerie dient4 ,jedenfalls wrden sich auer den hier genannten noch verschiedene andere ,wstenpflanzen zum ,anbau bei der ersten ,besiedelung von ,wsten durch den ,menschen empfehlen4 ,einmal gepflanzt wrden diese wetterharten1 der lebenfeindlichen ,umgebung durch zahllose ,generationen angepaten ,pioniere aus der ,pflanzenwelt ohne ,mithilfe des ,menschen gedeihen und ihm ausgedehnte ,gebiete der ,erde1 die heute de ,flchen sind1 dem ,leben und der ,kultur erobern helfen4 ,,xxxiii4 ,die ,feinde der ,nutzpflanzen4 ,nur ausnahmsweise und gelegentlich ist in den vorangegangenen ,abschnitten auch von manchen verderblichen ,krankheiten der ,nutzpflanzen die ,rede gewesen4 ,unsere ,betrachtung wre unvollstndig1 wenn wir zum ,schlusse nicht anfhren wollten1 da gerade die in der ,regel in ganz unnatrlicher1 einseitiger ,anhufung unter oft ungnstigen1 ihren natrlichen ,standorten und ,lebensbedingungen durchaus nicht entsprechenden ,lebensverhltnissen auf einem in seiner ,zusammensetzung ungeeigneten1 vielfach ausgesogenen ,boden angebauten und meist durch vielhundertjhrige ,kultur von seiten des ,menschen verweichlichten ,nutzpflanzen ,krankheiten unendlich viel leichter anheimfallen als ihre robusten1 unter den natrlichen ,lebensbedingungen lebenden ,wildlinge gebliebenen ,verwandten4 ,dabei ist zu bedenken1 da durch ungnstige klimatische oder ,bodenverhltnisse in ,verbindung mit mangelhafter ,pflege durch den ,menschen die verschiedenen ,krankheitserreger viel grere ,bedeutung fr die ,kulturpflanzen gewinnen als fr die brigen1 in ihren natrlichen1 ihren ,bedrfnissen angepaten ,verhltnissen lebenden ,pflanzen4 ,so kann es uns nicht wundern1 da1 je lnger eine ,nutzpflanze in menschlicher ,pflege steht und je hher kultiviert sie ist1 sie um so zahlreicheren ,erkrankungen ausgesetzt ist und von um so mehr tierischen und pflanzlichen ,feinden bedroht wird4 ,wie fr die ,menschen und die ,tiere sind auch fr die ,kulturpflanzen winzige ,pilze die gefhrlichsten ,krankheitserreger4 ,so entstehen schwere ,schdigungen unserer ,getreideernten1 ja vlliger ,miwachs dieser fr uns ,menschen so wichtigen ,brotfrchte besonders durch die ,brandpilze1 die die hren und ,krner unter ,umwandlung in eine schwrzliche ,masse vernichten1 dann durch mancherlei ,rostpilze1 die die ,bltter und ,halme abtten und dadurch die ,fruchtbildung verunmglichen1 ferner durch den ,mutterkornpilz1 der sich in der hre an ,stelle des ,kornes entwickelt1 auerdem durch eine ,reihe erst neuerdings aufgefundener ,blattpilze1 die die grnen ,bltter besonders des ,weizens befallen und vorzeitig abtten1 endlich auch die jngst entdeckten ,pilze1 der ,roggenhalmbrecher8 und ,weizenhalmtter81 die sich im untersten ,grunde des ,halmes und in den ,wurzeln entwickeln und dadurch den wertvollen ,getreidepflanzen vorzeitigen ,tod bringen4 ,so haben unsere wichtigsten ,krnerfrchte1 wie ,weizen1 ,gerste und ,hafer1 auer unter besonderen ,arten von ,flugbrand1 deren ,sporen nach ,auszehrung der ,fruchtanlage in der ,blte in braunen ,massen ausstuben1 um immer wieder dieselbe ,getreideart1 niemals aber eine andere zu befallen1 noch unter anderen spezifischen ,brandarten zu leiden1 so der ,weizen durch den ,steinbrand1 die ,gerste durch den ,hart- oder ,schwarzbrand und der ,hafer durch den gedeckten ,haferbrand1 alles nicht zur ,bltezeit der betreffenden ,getreidearten ausstubenden und umherfliegenden ,brandarten1 sondern solchen1 die den ,keimling anstecken und erst beim ,dreschen ihre schwrzlichen ,sporenmassen frei werden lassen1 um an gesunde ,krner zu gelangen4 ,diesen haften sie uerlich an und gelangen1 falls solches ,korn zur ,saat bentzt wird1 mit dem ,getreidekeimling zum ,austreiben1 wobei sie ihre ,schluche in ihn eindringen lassen und mit ihm wachsen1 bis sie ihn zugrunde gerichtet haben4 ,diese letzteren ,brandarten bekmpft man durch sogenanntes ,beizen des ,saatgutes mit ,kupfersalzen1 ,formalin und heiem ,wasser4 ,die ersteren dagegen knnen nur durch rechtzeitiges tgliches ,entfernen der den ,flugbrand in den ,blten aufweisenden ,exemplare oder noch besser durch isolierte ,zchtung brandfreier ,getreidestmme vermieden werden4 ,verschiedene ,rostpilze schdigen den ,mais1 den ,klee1 die ,bohnen und ,erbsen und weisen denselben ,wirtswechsel wie die frher besprochenen ,getreiderostarten auf4 ,so gedeihen die ,wintersporen des ,erbsenrostes nur auf den ,blttern der ,cypressenwolfsmilch1 um regelmig ihre ,sommersporen auf den ,erbsen zu entwickeln4 ,die ,wintersporen des orangeroten ,becherrostes der ,stachelbeeren gedeihen nur auf der ,unterseite der ,bltter der scharfen ,segge1 wo sie schwarze ,sporenhufchen bilden4 ,der ebenfalls orangerote ,gitterrost1 der die ,bltter des ,birnbaumes befllt1 erzeugt rotgelbe ,gallertklumpen ausschlielich an ,stamm und ,zweigen des ,sadebaumes 7,juniperus sabina74 ,zwei gefrchtete ,getreideschdlinge1 der wahre ,rost und der ,kronenrost1 entwickeln ihre ,wintersporen ausschlielich1 der erstere auf den ,blttern der ,ackerochsenzunge1 der letztere auf denjenigen des ,faulbaums4 ,und so geht es ins ,endlose1 ohne da wir bis jetzt von den meisten solchen ,rostpilzen den ,gang der ,entwicklung und den ,zwischenwirt berhaupt erkannt htten4 ,den ,blttern und ,frchten der ,apfel- und ,birnbume sind die ,schorf- und ,fusicladiumpilze gefhrlich4 ,die ,moniliakrankheit verdirbt die ,blten und jungen ,triebe der ,kirschbume1 der ,gnomoniapilz bewirkt die ,seuche und das ,abfallen ihrer ,bltter wie auch das ,verderben ihrer ,frchte4 ,verschiedene ,kulturpflanzen leiden unter dem ,mehltau1 unter ihnen besonders der ,weinstock2 dabei bildet sich ein weier1 dnner berzug auf braunwerdenden ,flecken der ,bltter und jungen ,weinbeeren4 ,an letzteren stirbt dadurch die ,haut ab1 noch ehe die ,frucht die ,hlfte ihrer normalen ,gre erlangt hat und zerreit bei weiterer ,ausdehnung des ,beerenfleisches1 so da die ,beere abstirbt und verfault4 ,der weie berzug besteht aus dem echten ,mehltaupilz 7,oidium tuckeri71 dessen ,sporen vom ,regen und ,wind auf benachbarte ,bltter und ,trauben weiter verbreitet werden1 wo sie bei ,vorhandensein von ,feuchtigkeit leicht keimen4 ,regenreiche ,jahre begnstigen die ,ausbreitung dieser ,krankheit1 die seit #ahde von ,england durch ,frankreich nach ,sdeuropa1 der ,schweiz und ,deutschland wanderte und sehr groen ,schaden anrichtete4 ,man bekmpft die ,krankheit erfolgreich durch ,schwefeln1 d4 h4 berpudern der ,weinstcke mit ,schwefelblumen1 wodurch der ,pilz gettet und gesunde ,pflanzen geschtzt werden4 ,der falsche ,mehltau dagegen wird von ,peronospora viticola hervorgerufen4 ,der ,pilz zeigt sich nur auf der ,unterseite der ,bltter als weier ,filz1 whrend auf der ,oberseite rundliche1 braune ,flecken entstehen4 ,die ,krankheit trat zuerst in ,amerika auf1 wurde hernach in ,frankreich und dann in andern ,lndern ,europas beobachtet und hat seitdem groe ,verheerungen angerichtet4 ,sie wird durch ,bespritzen der ,reben zur ,zeit der ,rebenblte und #d-f ,wochen spter noch einmal mit #a-a1e kg ,kupfervitriol und #b-b1e kg gelschtem ,kalk in #ajj ,liter ,wasser erfolgreich bekmpft4 ,der ,pinselschimmel 7,penicillium glaucum7 verdirbt den ,most1 weshalb die von ihm befallenen1 eine schmutzige1 hellgrne bis gelbliche ,frbung zeigenden faulen ,beeren vor dem ,keltern der ,trauben entfernt werden mssen4 ,nicht ungnstig dagegen ist die durch ,peziza funckeliana hervorgerufene ,edelfule der ,trauben1 indem dieser ,pilz in den ,beeren mehr ,sure als ,zucker verzehrt1 wodurch ein strkerer ,wein entsteht4 ,dieser ,pilz ruft aber nur bei wenigen ,traubensorten1 deren ,bukett er erzeugt1 solch gutartige ,vernderungen hervor1 so namentlich beim ,riesling1 dessen ,bukett er zwar zerstrt1 dafr aber ein anderes1 dem ,sherry hnliches erzeugt4 ,alte ,weinkenner am ,rhein behaupten1 da man erst im ,jahre #ahbb gelernt habe1 aus edelfaulen ,trauben die feurigen1 edlen ,weine des ,rhein- und ,moselgaues zu bereiten4 ,in jenem ,jahre war der ,sommer dem ,weinstock auerordentlich gnstig1 so da schon gegen ,ende ,september eine berzeitigung eintrat und gelesen werden mute4 ,da dann die ,weinbauern nicht auf eine so frhe ,ernte vorbereitet waren1 wurde meist eine faule ,brhe8 gelesen1 die aber einen so guten ,wein lieferte1 da man diese ,edelfule spter knstlich herbeifhrte4 ,auch die ,phytophthorakrankheit der ,kartoffeln1 die ,bltter und ,knollen dieser wichtigen ,nutzpflanze zum ,absterben bringt1 ist ,mitte des vorigen ,jahrhunderts aus ,nordamerika zu uns gekommen4 ,illustration3 ,bild #hj4 ,echter ,mehltau des ,weinstocks 7,oidium tuckeri74 a ein vom ,pilze befallenes ,rebenblatt1 b eine von ihm zerstrte ,traube1 c der ,pilz selbst 7stark vergrert74 ,auer diesen die grnen ,teile der ,pflanze angreifenden ,pilzen gibt es eine ,menge anderer1 die die ,wurzeln befallen und dadurch die ,pflanze zum ,absterben bringen4 ,solche ,wurzeltter bedrohen besonders die verschiedenen in ,kultur befindlichen ,leguminosen4 ,aber noch weit mehr als durch pflanzliche sind besonders die ,wurzeln durch tierische ,feinde bedroht4 ,diese bestehen ebenfalls meist aus winzigen ,lebewesen1 vorzugsweise aus der ,familie der ,wrmer1 ,milben und ,insekten4 ,unter den letzteren1 die meist ziemliche ,gre aufweisen1 gibt es manche1 die sich nicht auf bestimmte ,pflanzen beschrnken1 sondern smtlichen ,gewchsen schdlich werden knnen4 ,dazu gehren z4 ,b4 die ,maikfer1 deren ,larven als ,engerlinge drei bis vier1 ja in ,ostpreuen sogar fnf ,jahre im ,boden leben und hier den ,wurzeln fast aller ,pflanzen gefhrlich sind1 ferner die schmalen1 gelben ,drahtwrmer1 die ,larven des ,saatschnellkfers1 die die ,wurzeln besonders der ,getreidearten1 ,kartoffeln und ,gemsepflanzen zerfressen1 wie auch die verschiedenen ,erdraupen1 auf die wir hier nicht nher eintreten knnen4 ,illustration3 ,bild #ha4 ,falscher ,mehltau des ,weinstocks 7,peronospora viticola74 a davon befallene ,traube mit kranken ,beeren1 b aus einer ,atmungsffnung der ,unterseite des ,blattes hervorgewachsene gestielte ,sporentrger des ,pilzes1 deren ,sporen teilweise schon vom ,winde verweht wurden4 ,unendlich viel grer als die ,zahl dieser allgemeinen ,schdlinge ist diejenige solcher tierischer ,schdlinge1 die immer nur auf eine bestimmte ,nhrpflanze angewiesen sind und ihr durch ihre groe ,menge ebenso arg zuzusetzen vermgen wie die verschiedenen speziellen ,krankheitspilze4 ,fr die ,getreidearten sind die ,larven des unbersehbaren ,heers der ,kornkfer1 deren man jetzt schon ber #ajjjj ,arten unterscheidet1 dann ,frit- und andere ,fliegen1 ferner ,blasenfe1 allerlei ,halmwespen und ,zwergzikaden gefhrlich1 fr die ,zucker- und ,futterrben auer zahlreichen ,insekten besonders ,rundwrmer4 ,eines der gefhrlichsten ,wrmchen dieser letzteren ,art ist neben dem ,rbenlchen das ,weizenlchen1 welches das sogenannte ,gichtigwerden und den ,faulbrand des ,weizens hervorruft und dadurch oft gewaltigen ,schaden anrichtet4 ,diese sind so zhlebig1 da sie selbst nach zwanzig und mehr ,jahren vlliger ,austrocknung nach ,befeuchten wieder aufleben4 ,naturgem tritt der durch sie hervorgerufene ,faulbrand in nassen ,jahren strker als in trockenen auf4 ,zum ,schutze gegen sie mssen alle gichtischen ,krner des ,weizens am besten durch ,verbrennen vernichtet werden und darf zum ,aussen nur gesundes1 in einer halbprozentigen ,kupfervitriollsung gebeiztes ,saatgut verwendet werden4 ,die ,kleefelder werden durch das ,stocklchen1 die ,bohnen1 ,erbsen und andere ,leguminosen durch ,blattluse1 der ,raps durch einen ,glanzkfer schwer geschdigt4 ,sehr gro ist die ,zahl der ,obstfeinde im ,tierreiche4 ,die ,raupen gewisser ,schmetterlinge1 wie die des ,frostspanners1 des ,schwammspinners usw41 zerstren das ,laub und damit auch den ,ertrag der ,obstbume4 ,blten und ,bltter werden verdorben durch den ,apfelbltenstecher1 durch die ,larven mehrerer ,wickler1 die das ,madigwerden und das ,abfallen der pfel und ,birnen verursachen1 durch die ,kirschenfliege1 die die ,maden in den ,kirschen erzeugt1 und dergleichen kleine ,insekten mehr4 ,die ,blutluse sind fr die ,apfelbaumstmme wie die verschiedenen ,schildluse fr andere ,obstbaumarten von der grten ,gefhrlichkeit4 ,ein schrecklicher ,gegner ist dem ,weinstock die aus ,amerika eingeschleppte1 zuerst im ,jahre #ahfc in ,europa bemerkte1 seitdem aber in allen ,weingegenden verbreitete ,reblaus1 die von #ahfi an innerhalb acht ,jahren in ,frankreich allein den dritten ,teil des gesamten mit ,reben bepflanzten ,areals vernichtete und dadurch dem ,nationalvermgen dieses ,landes nach durchaus nicht bertriebener ,schtzung einen ersten ,schaden von wenigstens #ac ,milliarden ,franken verursachte4 ,der seit ihrem ,auftreten in diesem ,lande verursachte ,gesamtschaden wird auf mehr als #bj ,milliarden ,franken geschtzt4 ,auch der ,traubenwickler ist fr den ,rebbau eine groe ,kalamitt2 denn der sogenannte ,heu- oder ,sauerwurm1 das ,rupchen dieses ,schmetterlings1 zerstrt namentlich in feuchten ,jahren die ,blten und zarten jungen ,beeren der ,rebe4 ,groen ,schaden verursachen auch zahllose ,blattkfer und ,blattflhe4 ,unter den ersteren ist besonders der in ,nordamerika heimische ,kolorado-,kartoffelkfer berchtigt1 der sich seit etwa vierzig ,jahren ber das ganze ,land ausgebreitet hat und oft einen ,ausfall von #cj ,prozent und mehr der ,kartoffelernte bewirkte1 ja manchenorts so zahlreich auftrat1 da die durch ihn angerichteten ,verwstungen den ,menschen zwangen1 den ,anbau der ,kartoffeln zeitweise ganz einzustellen4 ,trotzdem er durch amerikanische ,saatkartoffeln nach ,europa verschleppt wurde1 hat er sich glcklicherweise bei uns nicht einbrgern knnen1 da ihm offenbar das ,klima hier nicht behagt4 ,es ist vllig unmglich1 dem geneigten ,leser auch nur einen annhernden ,begriff von der ,zahl der tierischen ,schmarotzer zu geben1 die neben den pflanzlichen ,krankheitserregern unsere verschiedenen ,kulturpflanzen bedrohen4 ,es genge1 hier als ,beispiel nur die ,baumwollstaude anzufhren1 an der die praktischen1 fr die ,erkenntnis der ,schdlinge der ,kulturpflanzen uerst verdienten ,nordamerikaner auer #cj verschiedenen ,pilzkrankheiten nicht weniger als #dgj ,tierarten gelegentlich oder ausschlielich schmarotzen4 ,unter diesen befinden sich drei ,schdiger ersten ,ranges1 nmlich die ,baumwollraupe1 die ,kapselraupe und der mexikanische ,kapselkfer4 ,sie alle vermehren sich in fabelhafter ,weise und richten da1 wo sie auftreten1 groen ,schaden an4 ,bedenkt man1 da eine einzige die ,rupchen hervorbringende ,motte wenigstens #ejj ,eier legt1 die sich im ,laufe eines ,sommers in fnf ,generationen zu unzhlbaren ,millionen fortpflanzen1 so begreift man1 da der ,mensch vllig auerstande wre1 seine verschiedenen ,kulturpflanzen gegen ihre zahllosen ,schdiger in erfolgreicher ,weise zu schtzen1 wenn nicht jeder der letzteren wenigstens einen ,spezialfeind in der niederen ,tierwelt bese1 der ihm das ,leben sauer macht4 ,im ,bunde mit diesen seinen ,freunden und ,bundesgenossen fhrt der ,herr der ,schpfung einen unausgesetzten ,kampf gegen das groe ,heer der ,schdlinge und bedient sich dabei der verschiedensten ,hilfsmittel1 unter denen das ,spritzen mit tzenden1 giftigen ,stoffen und die ,fangkulturen in erster ,linie stehen4 ,unter den letzteren versteht man gewisse zwischen den ,hauptkulturen gesetzte ,pflanzungen1 die sich frher entwickeln als diese und die nur zum ,zwecke angelegt werden1 um die tierischen ,schdlinge anzulocken und dann mit diesen zusammen vertilgt zu werden4 ,so benutzt man beispielsweise bei der ,baumwolle dazu eine frhreifende ,maisart1 die auf schmalen ,beeten zwischen den ,baumwollfeldern angepflanzt wird4 ,endlich werden auch manche tierische ,schmarotzer durch ihre natrlichen ,feinde zu bekmpfen gesucht4 ,so wird seit einigen ,jahren der ,kapselkfer der ,baumwolle in ,amerika durch eine rote ,ameise bekmpft1 die man in ,massen zchtet und auf den ,baumwollfeldern ansiedelt4 ,in neuester ,zeit hat man auf ,java die sogenannte ,kakaowanze1 die die ,kakaobume vernichtet und den ,ertrag der betreffenden ,plantagen auf ,jahre hinaus zerstrt1 in hnlicher ,weise und mit gutem ,erfolg mit ,hilfe einer schwarzen ,ameise zu bekmpfen gesucht1 die sich als ,vernichterin jener ,schmarotzerin vorzglich bewhrt hat4 ,die ,nester dieser ,ameise werden in ,kisten aus ,blech gefat und in den ,kakaobumen aufgehngt4 ,von hier aus beginnen die ,ameisen alsbald ihr ,vernichtungswerk und tten rasch die gefrchteten ,wanzen4 ,sehr leistungsfhige staatliche ,insektenzuchtinstitute besitzen besonders die ,vereinigten ,staaten von ,nordamerika4 ,unter ihnen ist dasjenige von ,sakramento in ,kalifornien das bekannteste1 das alljhrlich groe ,lieferungen an ,private besorgt4 ,so hat dieses ,institut beispielsweise im vergangenen ,monat ,april nach den ,zeitungsberichten #eb ,millionen ,marienkfer in ,gewicht von #ajjj kg in besonderen ,eisenbahnwagen nach den ,melonenfeldern von ,imperial ,valley in ,kalifornien spediert1 wo ihnen die ,aufgabe zufllt1 ,blattluse und ,insekten aller ,art zu vertilgen1 die die ,melonenpflanzungen verheeren4 ,der beste ,schutz gegen die ,schdlinge ist und bleibt aber die peinlich sorgfltige ,pflege der ,kulturpflanzen und ein tadellos gesundes ,saatgut1 soweit die ,vermehrung durch ,aussen des ,samens bewerkstelligt wird4 ,auch mssen bei der ,einfhrung von ,setzlingen nicht nur der ,stamm und die ,zweige1 sondern vor allem auch die ,wurzeln mit allen ihren ,auslufern genau auf die ,anwesenheit von ,schmarotzern untersucht werden4 ,htte man dies getan1 so wre beispielsweise auch die in ,amerika bei den viel krftigeren einheimischen ,reben nur geringen ,schaden anrichtende ,reblaus nicht nach ,europa eingeschleppt worden und htten die gewaltigen ,verluste1 die hier die ,rebbau treibenden ,lnder erleiden muten1 vermieden werden knnen4 ,die weitaus wichtigsten ,gehilfen des ,menschen sind aber die ,vgel1 die infolge ihres beinahe unersttlichen ,hungers -- die ,folge ihres uerst raschen ,stoffwechsels und ihrer maximalen ,lebensintensitt -- die grten ,feinde der meisten ,schdlinge unserer ,nutzpflanzen sind4 ,haben wir mit der einseitigen ,anpflanzung weiter ,gebiete mit denselben zu unserem ,nutzen gezogenen ,pflanzenarten auch die ,schdlinge derselben in einer ,weise1 wie dies in der freien ,natur1 wo aber auch keine solche ,anhufung derselben ,pflanzenart vorkommt1 sondern berall gemischte ,bestnde vorhanden sind1 unmglich ist1 sich vermehren lassen1 so liegt es in unserem eigenen ,interesse1 auch die ,zahl ihrer ,feinde1 der ,vgel1 mglichst zu vermehren4 ,statt da man dies tat und diesen unseren grten ,wohlttern durch ,vogelschutzmaregeln und ,bieten von ,nistgelegenheiten zu ungestrtem ,brten die ,mglichkeit einer ,existenz und der ausgiebigsten ,vermehrung verschaffte1 hat man sie in der grausamsten und kurzsichtigsten ,weise aus ,roheit1 aus ,leckerei und ,modetorheit verfolgt und in der unglaublichsten ,weise dezimiert4 ,damit hat sich die ,kulturmenschheit leider nur ins eigene ,fleisch geschnitten4 ,erst dann1 wenn sie dies eingesehen hat und danach handelt1 wird dieser belstand sich bessern und statt ,fluch ,segen hervorgehen4 ,wenn der ,mensch durch seine ,kultur das ,gleichgewicht in der ,natur gestrt hat1 so ist es seine absolute ,pflicht1 diese ,strung nach ,mglichkeit wieder auszugleichen4 ,hat er die einseitige ,verbreitung der ,kulturpflanzen bewirkt1 so mu er auch vor allem die ,feinde der knstlich heraufgeschraubten ,kulturpflanzenvernichter knstlich heraufschrauben1 d4 h4 so viel er kann die ,vgel vermehren4 ,dies soll nicht nur durch mglichst weitgehenden ,vogelschutz1 sondern vor allem auch durch ,darbieten von knstlichen ,nistgelegenheiten zum ungestrten ,brten geschehen4 ,was wir in unseren ,kulturlndereien ntig haben1 das sind dazwischen errichtete dornige ,nistgehlze81 durch die das ,raubzeug und zugleich das grte ,raubtier1 der unkultivierte ,mensch1 am ,beunruhigen der brtenden ,wohltter und dem ,ausnehmen ihrer ,nester verhindert werden4 berall1 wo solches bisher geschehen ist1 hat es die reichsten ,frchte getragen und der ,land- und ,forstwirtschaft den grten ,nutzen gebracht4 ,dafr sei nur ein ,beispiel unter vielen angefhrt4 ,so schreibt der verdiente deutsche ,vorkmpfer des ,vogelschutzes1 ,freiherr ,b4 von ,berlepsch3 ,als im ,frhjahr #aije der gesamte1 mehrere ,quadratmeilen groe1 sdlich von ,eisenach gelegene ,hainichwald gnzlich vom ,eichenwickler 7,tortrix viridana7 kahlgefressen war1 blieb mein ,wald1 der durch ber #bjjj daselbst aufgehngte ,nistksten einen reichen ,meisenbestand aufweist1 vllig davon verschont4 ,er hob sich von den umliegenden ,waldungen tatschlich wie eine grne ,oase ab4 ,erst etwa einen halben ,kilometer jenseits der ,grenze machten sich die ersten ,spuren des ,fraes bemerkbar1 nach weiterem halben ,kilometer war er aber bereits in vollem ,umfange eingetreten4 ,ein deutliches ,zeichen1 wie weit die ,meisen und ,genossen whrend des ,winters1 berhaupt auerhalb der ,brutzeit1 gestrichen waren48 ,gleiche ,beobachtungen bei den ,verwstungen der ,raupe desselben ,schmetterlings wurden auch in groherzoglich hessischen ,forsten gemacht1 in denen ebenfalls der ,vogelschutz seit einiger ,zeit betrieben wird4 ,aber nicht nur von ,insekten1 die unseren ,kulturen schdlich sind und sie zugrunde richten1 auch von solchen1 die uns selbst lstig fallen1 befreien uns die ,vgel4 ,ungezhlte ,massen von ,stubenfliegen1 die ,verbreiter verschiedener menschlicher ,krankheiten1 fangen die ,schwalben ab1 die unermdlich gerade ihre ,hauptbrutsttten1 die ,stlle und ,dngerhaufen1 nach ihnen abfliegen4 ,sie dezimieren auch die lstigen ,stechmcken1 in ,sddeutschland ,schnaken genannt1 wie die im ,wasser lebenden oder darin1 wie die ,enten1 ihre ,nahrung suchenden ,tiere ihrer ,brut nachstellen und uns so ntzen4 ,welchen ,nutzen beispielsweise die verschiedenen ,wildhhner ihren ,standorten erweisen1 da knnen wir aus ,beobachtungen von ihren gezhmten ,verwandten1 den ,haushhnern1 schlieen4 ,so wurden in einem ,versuche von ,professor ,eckstein 7,prometheus1 #aijh7 ,hhner in einen vom ,kiefernspanner 7,bupalus piniarius7 befallenen ,wald getrieben1 damit sie die unter dem ,moos auf dem ,boden berwinternden ,puppen auffren4 ,da zeigte es sich1 da jedes ,huhn tglich etwa #dejj ,puppen dieses schlimmen ,forstschdlings verzehrte1 und die ,nachsuche ergab1 da auf dem ,geviertmeter1 der vorher #be-adj ,puppen enthalten hatte1 nach dem ,absuchen durch die ,hhner nur noch #b-c dieser schdlichen ,schmetterlingspuppen vorhanden waren4 ,sehr gro ist auch der ,nutzen der musefressenden ,vgel1 vor allem des ,turmfalken1 der verschiedenen ,bussarde und ,eulen1 die sich1 wie ausgedehnte ,untersuchungen des ,mageninhaltes geschossener ,tiere bewiesen1 zu #ij ,prozent von diesen den ,kornfrchten und zahlreichen andern ,kulturpflanzen des ,menschen so beraus schdlichen ,nagern ernhren4 ,jedenfalls sollte noch mehr als bisher von jedem ,menschen der ,ausspruch beherzigt werden3 ,die ,tiere schtzen ,heit1 dem ,menschen ntzen68 ,sachregister4 ,abies #efh1 #ffa4 ,acanthus mollis #eji4 ,acer #fcd1 #gjg4 ,aconitum napellus #bij1 #ejc4 ,aesculus #fbf4 ,agathis australis #aig4 ,agave rigida #ef1 #gcc4 ,ahorn #fcd1 #gjg4 ,akazie 7falsche7 #eie1 #gag4 -- 7,gummi7 #cbj4 ,akelei #ejc4 ,alantwurzel #bhd4 ,alkanna #abb4 ,aloe #bcf1 #cda4 ,alraun #bgh4 ,amaryllis #dhf4 ,ambra #aii1 #bei4 ,ampelopsis #faj4 ,anchusa tinctoria #abc4 ,anemone #ejd4 ,aralie #fab4 ,arbutus unedo #fbb4 ,areca catechu #add1 #cgd4 ,arnika #bhf4 ,artemisia absinthium #bif4 ,arve #ega1 #ffi4 rzte 7gyptische7 #bfh4 ,asa foetida #cbf4 ,asphodelus #dha4 ,astarte #egg4 ,aster #ecc4 ,aurikel #ebd4 ,azaleen #eeb4 ,baldrian #bhe4 ,balsam #bca1 #cbi4 ,balsamine #edj4 ,bambus #he4 ,brenklau #eji4 ,bast #ff4 ,battikfrberei #aag4 ,baumwolle #ic4 ,baumwollspinnerei #aja4 ,bdellium #bcj1 #cbi4 ,begonie #ebg4 ,belladonna #bhi4 ,bellis perennis #ech4 ,benzoharz #ccd4 ,bernstein #aii4 ,bernsteinlack #bjd4 ,bibergeil #bei4 ,bilsenkraut #bhh4 ,birke #gjj4 ,blauholzbaum #abg1 #gbb4 ,blumenkrnze #dcj4 ,blumenzwiebeln #dhj4 ,boehmeria tenacissima #fd4 ,bohnenkraut #ede4 ,boretsch #ebh4 ,brache #d4 ,brandpilz #gdc4 ,brasilholz #abg1 #gbb4 ,brechnu #cfa4 ,brennessel #fe4 ,brombeere #fdj4 ,buche #ehi1 #fij4 ,buchs 7,buxus7 #fjg4 ,caesalpina echinata #abg1 #gbb4 ,calceolaria #eeg4 ,camellie #eed4 ,campanula #eaf4 ,campescheholz #abg1 #gbb4 ,cananga odorata #beh4 ,canna #dic4 ,cannabis sativa #eb4 ,carludovica palmata #gc4 ,carthamus tinctorius #aci4 ,carum #gce4 ,cascara sagrada #cjc4 ,castilloa elastica #ahj4 ,ceder #fga4 ,cedrela odorata #fgi4 ,ceiba pentandra #fg4 ,cereus #gbi4 ,chamaecyparis #eha4 ,chelidonium #bgb4 ,chinarinde #cea4 ,chromgerberei #aed4 ,chrysanthemum #ece4 ,cistrosen #fbc4 ,clematis #faj4 ,cochenille #abf4 ,colombowurzel #cdg4 ,coloradokfer #gdi4 ,coloradolilie #gci4 ,condurango #cea4 ,convolvulus #ebg4 ,corchorus capsularis #fc4 ,coriaria myrtifolia #adh4 ,crocus sativus #ach4 -- vernus #dib4 ,curare #cfb4 ,curcuma #acg4 ,cyclamen #ebe4 ,cyperus papyrus #gd4 ,cypresse #ege1 #fgd4 ,cypripedium #die4 ,cytisus laburnum etc4 #eif4 ,dahlie #eca4 ,dammarharz #aib4 ,datura #bhh1 #eee4 ,der el ,bahri #bba4 ,dianthus #eag4 ,digitalis #bhi1 #edb4 ,dividivi #adg4 ,dracaena draco #adc4 ,drachenblut #adc4 ,dreifelderwirtschaft #c4 ,drogen #bhb4 ,ebenholz #gah4 ,efeu #fab4 ,eibe #ehe4 ,eibencypresse #egd4 ,eibisch #bhe1 #ead4 ,eiche #fgi4 ,eichenrinde #adi4 ,eisenholz #gba1 #gch4 ,eisenhut #bij1 #ejc4 ,elaeagnus #eib4 ,elemiharz #aia1 #bcc4 ,engelwurz #bia4 ,enzian #bij4 ,erdbeere #fdb4 ,erika #eea4 ,erle #eij1 #fif4 ,esche #fcf1 #gji4 ,esparsette #bd4 ,espartogras #ei1 #hc4 ,eukalyptus #gdb4 ,euphorbium #cbd4 ,evonymus #fji4 ,fagus #ehi1 #fij4 ,frberdistel #aci4 ,frberei #aad4 ,frbereiche #acf4 ,frberochsenzunge #abc4 ,farnwurzel #bia4 ,fichte #fei4 ,ficus elastica #agh4 ,fingerhut #bhi4 ,firnis #aic4 ,flachs #cc4 ,flieder #fcg4 ,fhre #ffe4 ,fraxinus #fcf1 #gji4 ,fritillaria #dgj4 ,fuchsie #eef4 ,gallpfel #aea1 #aef4 ,gallustinten #aeh4 ,gartenkunst #cha4 ,geilwurz #bie4 ,geiblatt #eii4 ,gelbholz #gbc4 ,gelbwurzel #acg4 ,gelsemium #cdh4 ,georgine #eca4 ,gerberei #aec4 ,gesnerazeen #eji4 ,gingko #ehg4 ,gladiolen #dia4 ,gleditschia #eic4 ,glockenblume #eaf4 ,glycine #eih4 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#gdj4 ,mesquite #gcg4 ,mimosa pudica #eie4 ,mistel #bgg1 #fdi4 ,mohn #bii1 #eje4 ,moschus #bei4 ,musa textilis #ed4 ,mutterkorn #bid4 ,myrrhe #baa1 #cbg4 ,myrte #fje4 ,nachtkerze #eeg4 ,nachtviole #eje4 ,nadelhlzer #feg4 ,narde #bfa4 ,narzisse #dhf4 ,nelke #eag4 ,nelumbium speciosum #dbf4 ,nesseltuch #fe4 ,niewurz #bhg4 ,nubaum #fie4 ,nufichte #gcf4 ,nymphaea lotus #dbe4 ,oleander #fbj4 ,opium #bii4 ,opopanax #cbe4 ,opuntie #gbi4 ,orchideen #did4 ,orth ,alb4 #aj4 ,oxalis tuberosa #eac4 ,paeonia #ejb4 ,palaquium gutta #aha4 ,panamapalme #gc4 ,papaver somniferum #bii4 ,papierfabrikation #hj4 ,pappel #eia1 #fih4 ,papyrus #gd4 ,paradies #chg4 ,parfmfabrikation #bdh4 ,passifloren #efa4 ,patschuli #beg4 ,pawlonia #fbj4 ,pelargonien #eaa4 ,pernambukholz #abg1 #gbb4 ,perubalsam #ccj4 ,petunie #eeh4 ,pfefferminze #bib4 ,pfriemengras #eh4 ,phaseolus #efj4 ,phlox #efb4 ,phormium tenax #dhc4 ,piassave #fi4 ,picea #efi1 #fei4 ,pilze #gdc4 ,pinus #ega1 #ffe4 ,pistacia lentiscus #aij1 #fbc4 -- 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