,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #aiaa erschienenen ,buchausgabe so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert2 ,rechtschreibvarianten wurden nicht vereinheitlicht1 sofern die ,verstndlichkeit des ,textes dadurch nicht berhrt wird4 ,fremdwrter und ,transliterationen 7vorwiegend aus dem ,griechischen7 wurden weder korrigiert noch vereinheitlicht4 ,die gedruckte ,fassung wurde in einer ,frakturschrift gesetzt1 in der die ,grobuchstaben ,i und ,j identisch sind2 die ,auswahl in der vorliegenden ,ausgabe erfolgte daher mitunter willkrlich4 ,im ,sachregister wird nunmehr zwischen den ,begriffen mit den ,anfangsbuchstaben ,i und ,j unterschieden1 was im ,original nicht mglich war4 ,einige ,bildtafeln enthalten mehrere ,abbildungen4 ,das ,verzeichnis der ,tafeln wurde der zweiten ,hlfte dieses ,bandes entnommen4 ,besondere ,schriftschnitte wurden in der vorliegenden ,fassung mit den folgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 fett3 ,gleichheitszeichen gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,tilden ,das ,caret-,symbol 77 steht vor hochgestellten ,zeichen4 ,kulturgeschichte der ,nutzpflanzen ,die ,erde und die ,kultur ,die ,eroberung und ,nutzbarmachung der ,erde durch den ,menschen ,in ,verbindung mit ,fachgelehrten gemeinverstndlich dargestellt von ,dr4 ,ludwig ,reinhardt ,bd4 ,,iv in zwei ,teilen ,kulturgeschichte der ,nutzpflanzen ,mnchen #aiaa ,verlag von ,ernst ,reinhardt ,kulturgeschichte der ,nutzpflanzen von ,dr4 ,ludwig ,reinhardt ,band ,,iv1 #a4 ,hlfte ,mit #eg ,abbildungen im ,text und #ij ,kunstdrucktafeln ,mnchen #aiaa ,verlag von ,ernst ,reinhardt ,alle ,rechte vorbehalten ,roberg'sche ,buchdruckerei1 ,leipzig4 ,vorwort4 ,die emsige ,forscherarbeit der letzten ,jahrzehnte hat auf dem weiten ,gebiete der allgemeinen ,kulturgeschichte eine ,flle von ,material zusammengetragen1 das aber1 dem ,nichtfachmann unzugnglich1 in wissenschaftlichen ,zeitschriften und ,monographien verborgen war4 ,es aus diesem ,dornrschenschlaf zu erwecken und dem weiten ,kreise der ,gebildeten zugnglich zu machen1 war eine lockende ,aufgabe1 der ich mich in ,gemeinschaft mit dem ,geographen und ,nationalkonomen ,dr4 ,r4 ,hotz und anderen ,fachgelehrten gern unterzogen habe4 ,in gewissem ,sinne bildet es eine ,ergnzung und ,erweiterung des in gleichem ,verlage erschienenen ,sammelwerkes ,vom ,nebelfleck zum ,menschen82 denn wenn dort versucht wurde1 die lange ,geschichte der ,menschwerdung zu schildern1 so soll in ,die ,erde und die ,kultur8 gezeigt werden1 wie der ,mensch im ,laufe der ,jahrtausende die ,erde erobert und seinen ,zwecken dienstbar gemacht hat4 ,die ,gliederung des ,gesamtwerkes ist die folgende3 ,band ,i3 ,die ,erde und ihr ,wirtschaftsleben 7von ,dr4 ,r4 ,hotz74 ,band ,,ii3 ,kulturgeschichte des ,menschen4 ,band ,,iii3 ,kulturgeschichte der ,nutztiere4 ,band ,,iv3 ,kulturgeschichte der ,nutzpflanzen4 ,jeder ,band ist in sich abgeschlossen und einzeln kuflich4 ,band ,,iv ist soeben erschienen1 ,band ,i und ,,iii erscheinen im ,laufe des ,jahres #aiaa1 ,band ,,ii im ,sommer #aiab1 so da sptestens im ,herbst des ,jahres #aiab das ganze ,werk vollstndig sein wird4 ,in dem vorliegenden ,doppelband ,die ,kulturgeschichte der ,nutzpflanzen8 suchte ich das fortzusetzen1 was einst der feinsinnige ,philologe ,victor ,hehn fr einen ,teil der bekanntesten ,kulturpflanzen begonnen hatte3 eine ,geschichte ihrer ,domestikation und ihrer ,wanderung ber die ,erde im ,gefolge des ,menschen zu geben4 ,ein ,menschenalter ist seit dem ,erscheinen von ,hehns ,werk verflossen1 manches hat sich gendert1 dazu habe ich den ,gegenstand nach allen ,seiten erweitert2 denn nicht nur die ,kulturpflanzen sollen in dem ,werke behandelt werden1 sondern die ,nutzpflanzen im weitesten ,sinne des ,wortes4 ,eine ,flle von ,literatur war zu sichten und zu bearbeiten1 fast zu gro fr die ,arbeitskraft eines einzelnen ,menschen4 ,ich habe mich bemht1 allen wissenschaftlichen ,ballast wegzulassen und durch grndliches ,quellenstudium das heute ,sichergestellte in klaren ,zgen gemeinverstndlich darzustellen4 ,besondere ,sorgfalt wurde auf die ,bilder verwendet1 die auf ,kunstdrucktafeln1 grtenteils nach noch unverffentlichten ,photographien1 dem ,texte beigegeben werden4 ,allen ,gelehrten1 die mich in meiner ,arbeit in zuvorkommender ,weise untersttzt haben1 spreche ich auch an dieser ,stelle meinen verbindlichen ,dank aus4 ,basel1 im ,oktober #aiaj4 ,dr4 ,ludwig ,reinhardt4 ,inhalt des ersten ,bandes4 #a4 ,die ,getreidearten4 #a4 ,der ,weizen und seine ,abarten #a #b4 ,die ,getreidearten4 #b4 ,gerste1 ,roggen1 ,hafer1 ,hirse und ,buchweizen #bf #c4 ,die ,getreidearten4 ,reis und ,mais #eb #d4 ,die ,fruchtbume4 #a4 ,teil #gb #e4 ,die ,fruchtbume4 #b4 ,teil #aee #f4 ,die ,agrumen #bcg #g4 ,die ,gemsearten #bef #h4 ,ebare ,knollengewchse #cdi #i4 ,die lgewchse #cii #aj4 ,der ,zucker #dcf #aa4 ,der ,kaffee #ded #ab4 ,der ,tee #dge #ac4 ,der ,kakao #ejj #ad4 ,die ,gewrze #eaf #ae4 ,die berauschenben ,getrnke #eif #af4 ,die betubenden ,pflanzenstoffe #fdg #ag4 ,der ,tabak #ffe #ah4 ,die ,grungserreger #fhc ,tafelverzeichnis des ersten ,bandes4 #a4 ,getreidearten #af #b4 ,alter ,pflug2 ,die ,entwicklung des ,pfluges #af #c4 ,dreschen in ,galila #af #d4 ,dampfdreschmaschine #af #e4 ,dampfpflug #cb #f4 ,dampfpflug #cb #g4 ,mohrenhirse2 ,buchweizen #dh #h4 ,reisfeld #dh #i4 ,singhalesen beim ,pflgen #ef #aj4 ,reisfelder2 ,pflanzen des ,reises #ef #aa4 ,entkernen des ,reises2 ,dreschen des ,reises #ef #ab4 ,singhalesinnen b4,reisstampfen #ef #ac4 ,maisscheune der ,zulu #fd #ad4 ,maismhle der ,zulu #fd #ae4 ,lngsspalier von ,birnen #ha #af4 ,kreuzspalier von ,birnen #ha #ag4 ,blhende ,mandelbume2 ,traubenernte #ha #ah4 ,konservenfabrik in ,lenzburg #ha #ai4 ,maulbeerbume2 uralter ,feigenbaum #abi #bj4 ,alter lbaumhain in ,arco #abi #ba4 lbaum in ,antibes #aeb #bb4 ,olivenhain auf ,capri2 ,dattelpalmen am ,nil #aeb #bc4 ,dattelpalmen in ,algier2 ,dattelernte in ,algerien #afh #bd4 ,kokospalme in ,westafrika #afh #be4 lpalme2 ,zuckerpalme #agf #bf4 ,kokospalmen2 verschiedene ,palmen #agf #bg4 ,arekansse2 ,sagopalmen #agf #bh4 ,auf ,arekapalmen kletternde ,inder #agf #bi4 ,talipotpalme #ahe #cj4 ,seychellenpalme2 ,victoria ,regia #ahe #ca4 ,fcherpalme #aib #cb4 ,bananenhain2 ,verladung von ,bananen #aib #cc4 ,mangobaum #bja #cd4 ,brotfruchtbaum2 ,brotfrucht #bja #ce4 ,zweig der ,brotfrucht #bja #cf4 ,baobab2 ,malaienwohnung #bja #cg4 ,kolabume #bjh #ch4 ,durian2 ,mangostane #bjh #ci4 ,ananas2 ,tamarindenallee #bjh #dj4 ,melonenbaum #bjh #da4 ,tropisches ,gewchshaus #baf #db4 ,fruchtladen auf ,ceylon2 ,fruchtladen in ,sdindien #baf #dc4 ,kastanienbume2 ,alter ,feigenbaum #bcb #dd4 ,johannisbrotbaum2 ,zitronenhain in ,salo #bcb #de4 ,japanische ,kche #bhi #df4 ,japanischer ,gemsehndler #bhi #dg4 ,artischockenpflanzung2 ,wassermelonen #ccg #dh4 ,krbisbaum #ccg #di4 ,japanische ,buerin2 ,japanischer ,bauer #ceb #ej4 ,papyrusdickicht2 ,maniokpflanzung #ceb #ea4 ,fufustampfen auf d4 ,goldkste2 ,yamsknollen auf ,jamaika #cfh #eb4 ,yamsknollen2 ,frauen in ,bonaberi #cfh #ec4 ,champignonkultur bei ,paris2 ,champignonernte #cib #ed4 ,verarbeitung von ,champignons #cib #ee4 ,schibutterbume2 ,szenerie aus dem ,urwald #daf #ef4 ,rizinuspflanzung2 ,karnaubapalme #daf #eg4 ,wildes ,zuckerrohr #dda #eh4 ,zuckerrohrernte2 ,zuckerrohrernte #dda #ei4 ,liberiakaffee #dfe #fj4 ,liberiakaffee #dfe #fa4 ,pflcken der ,teebltter #dhj #fb4 ,pflcken der ,teebltter #dhj #fc4 ,singhalesinnen ,tee verlesend #dhj #fd4 ,trocknen der ,teebltter #dhj #fe4 ,teestrauch #dhi #ff4 ,mateernte #dhi #fg4 ,kakaosaatbeete #eab #fh4 ,junge ,kakaopflanzung #eab #fi4 ,kakaoernte #eab #gj4 ,kakaobaum2 ,vanillestrauch #eab #ga4 ,vanillepflanzung #ebj #gb4 ,pfefferrebe #ebj #gc4 ,wilder ,hopfen2 ,hopfengarten #ede #gd4 ,hopfenpflcker2 gedrrter ,hopfen #ede #ge4 ,zimtbaum2 ,schlen des ,zimtrohrs #egg #gf4 ,muskatnsse2 ,gewrznelkenbume #egg #gg4 ,hydraulische ,kelter2 ,moderne ,weinfsser #fbe #gh4 ,faune nach ,rubens2 ,champagnerkellerei #fbe #gi4 ,kokapflanze2 ,pulquegewinnung #fdj #hj4 ,opiumraucher2 ,opuntie #fdj #ha4 ,blhender ,tabak #fgb #hb4 ,anlage einer ,tabakpflanzung #fgb #hc4 ,trockenscheune in einer ,pflanzung #fgb #hd4 ,reifer ,tabak2 ,trockenscheune 7,inneres7 #fgb #he4 ,sortieren der ,tabakbltter #fhj #hf4 ,fermentieren der ,tabakbltter2 ,zigarettenfabrik #fhj #hg4 ,knetmaschinen #fig #hh4 ,moderner ,backraum #fig #hi4 ,malztenne der ,lwenbrauerei2 ,sudhaus der ,lwenbrauerei #gje #ij4 ,grkeller der ,lwenbrauerei1 ,lagerkeller der ,lwenbrauerei #gje #ia4 ,hofbruhaus 7auen7 #gje #ib4 ,hofbruhaus 7innen7 #gje ,i4 ,die ,getreidearten ,der ,weizen und seine ,abarten4 ,die ltesten vom ,menschen in ,kultur genommenen ,nutzpflanzen sind1 soweit wir dies heute zu beurteilen vermgen1 ,weizen und ,gerste1 die irgendwo in ,vorder- oder ,mittelasien1 von frsorgenden ,frauen gesammelt und gehegt1 spter auch angepflanzt1 mit der ,zeit durch fortgesetzte ,auslese zu ,spendern besonders groer1 mehlreicher ,krnerfrchte gediehen4 ,diese wurden nicht nur ihnen und ihren ,kindern1 sondern auch den zunchst ausschlielich von der ,jagd und spter1 nach der ,zhmung und ,aufzucht von ,haustieren1 von ,viehzucht lebenden ,mnnern zu einer immer unentbehrlicheren ,zukost zu der von diesen gelieferten ,fleischnahrung4 ,whrend der ,mann der ,urzeit mit seinen ,sippengenossen der ,jagd oblag1 suchte die ,frau fr sich und ihre ,kinder1 soweit sie nicht mehr von ihr gestillt wurden1 was damals in ,analogie mit heute noch auf derselben ,kulturstufe lebenden ,vlkern zwei bis drei ,jahre gedauert haben mag1 die fr sie erreichbare1 hauptschlich aus ,vegetabilien und kleinen ,tieren wie ,wrmern1 ,schnecken1 ,heuschrecken1 ,kfern1 ,raupen1 ,frschen1 ,eidechsen1 ,schlangen und dergleichen bestehende ,nahrung4 ,mit dem ziemlich langen ,grabstock versehen1 den sie als ,universalwerkzeug und ,waffe stets bei sich fhrte1 zog sie1 von ihren ,kindern begleitet1 in die ,speise irgend welcher ,art zur ,stillung des stets regen ,hungers versprechende ,nachbarschaft des jeweiligen ,lagerplatzes1 um hier alle mglichen1 ihr als nahrhaft bekannten ,wurzeln1 ,frchte und ,smereien zu sammeln und zugleich alle ihr dabei entgegentretenden kleineren ,tiere zu erbeuten4 ,was nicht sofort verzehrt wurde1 wanderte als ,vorrat in die mitgefhrte ,felltasche und spter in den aus ,binsen oder ,bast geflochtenen ,korb1 um dann1 roh oder schwach am ,feuer gerstet1 als ,speise zu dienen4 ,unbeweglich1 wie sie durch die ,mutterschaft geworden war1 zog sie notgedrungen das fr sie erreichbare minderwertige ,kleinere dem begehrenswerteren ,greren vor4 ,der viel beweglichere ,mann dagegen bevorzugte als ,nahrung die vorzugsweise in ,schlingen und ,fallgruben oder durch ,anschleichen und ,hetzen von ihm erbeuteten greren ,tiere4 ,aber in dem ,mae als die ,bevlkerung des ,landes zunahm und der ,wildreichtum durch die unausgesetzten ,jagden sich verminderte1 nahm diese ,nhrpflanzen zur ,stillung des ,hungers suchende ,ttigkeit der ,frau an ,bedeutung stetsfort zu4 ,so kam sie in der ,frsorge fr sich und ihre ,kinder nach und nach dazu1 nicht blo gewisse ,reviere mit ihr allein bekannten ,standorten nahrhafter ,pflanzen1 deren ,zahl fr jene sehr wenig whlerischen ,menschen der ,urzeit selbstverstndlich unvergleichlich grer war1 als wir es uns heute vorstellen knnen1 fr sich zu reservieren1 sondern auch spter in frsorgender ,arbeit selbst ,samen dieser ,nahrungspflanzen auszustreuen1 in der berechtigten ,erwartung1 hier einst mhelos fr die ,ihrigen ernten zu knnen4 ,illustration3 ,bild #a4 ,mit ,steinkugel beschwerter ,grabstock eines ,buschmannweibes in der ,stellung1 wie er zum ,ausgraben von nahrhaften ,wurzeln von ihr in den ,boden getrieben zu werden pflegt4 7,stark verkleinert47 ,wir ,kulturmenschen1 die das gewohnheitsmige ,erleben selbst der auergewhnlichsten ,erscheinungen vollstndig abgestumpft hat1 so da wir dieselben als ganz selbstverstndlich hinnehmen und gar nicht mehr darber nachdenken1 bersehen gewhnlich1 welche auergewhnliche ,begabung und ,verstandesschrfe dazu erforderlich waren1 bis ein ,mensch1 und zwar ein armseliges1 schwaches ,weib1 von der frsorgenden ,mutterliebe getrieben1 voll ,hoffnung1 dereinst hier ernten zu knnen1 die ersten ,samenkrner einer ,nhrpflanze in die vorher von ihr mit dem ,grabstock gelockerte ,erde streute4 ,den alten ,griechen1 welche den ersten ,regungen menschlicher ,gesittung nher standen als wir1 erschien ein planvolles ,erdenken des ,ackerbaues1 dem der primitivere ,hackbau vorausging1 als fr menschliche ,verstandeskrfte vollkommen unerfalich und undenkbar4 ,deshalb schrieben sie diese so beraus wertvolle1 den ,keim zu aller hheren ,gesittung berhaupt legende ,erfindung einer ,gottheit zu4 ,und so wie sie dachten alle anderen ,vlker der ,erde auf gleicher ,erkenntnisstufe1 die alle diese so beraus folgenschwere ,erfindung als ,geschenk einer ,gottheit betrachteten und nicht als ,produkt menschlichen ,denkens auffaten4 ,mit dem ersten ,pflanzenbau1 den solchermaen die frsorgende ,mutterliebe einer intelligenten ,frau der ,urzeit in den ,sinn gab1 selbst wenn er nur von ,wanderhorden am ,sommerlagerplatz armselig genug betrieben wurde1 waren alle knftigen ,fortschritte der ,menschheitsentwicklung im ,keime gegeben4 ,nicht nur hrte damit der ,mensch auf als ,almosenempfnger in den ,wild- und ,wurzelgrten der ,natur von der ,laune des ,augenblicks und vom ,zufall des ,tages abzuhngen1 seine ,zukunft wurde eine mehr und mehr gesicherte1 von der ungewissen ,jagd unabhngige4 ,diese friedliche1 ihr innerhalb des ,familienverbandes eine zunehmende ,macht verleihende ,ttigkeit der ,frau fhrte sie frher schon auf eine hhere ,kulturstufe als den ,mann1 der lange nur als ein geduldetes ,anhngsel der ,mutterfamilie erschien2 denn in der ,haushaltung1 die das ,weib der ,urzeit mit ihren ,kindern fhrte1 war der ,mann lange ,zeit nur eine ,art ,pensionr1 der fr die ,gunst1 von der ,pflanzenspeise mitessen zu drfen1 vom ,ertrage seiner ,jagd wenigstens etwas beizusteuern hatte4 ,erst auf einer spteren ,entwicklungsstufe der ,menschheit wurde das ,weib1 weil es schwcher war und sich nicht gegen solche ,vergewaltigung von seiten des ,mannes zu wehren vermochte1 von diesem als ,sklavin und ,arbeitstier betrachtet4 ,fr sich selbst zog er das se ,nichtstun vor und brdete alle ,arbeit dem ,weibe auf4 ,aber mit dem berhandnehmen der ,volkszahl gengten die ,frauenarme bald nicht mehr1 um den zunchst ausschlielich von diesen gebten ,hackbau zur ,ftterung der sich mehrenden ,stammesgenossen zu bewltigen1 zumal ihnen alle sonstigen ,hausgeschfte3 das ,kochen1 das ,weben der ,kleidung1 das ,gerben der ,hute1 das ,formen und ,brennen des ,tons zu ,geschirr1 der ,hausbau und was sonst noch in den ,bereich ihrer ,pflichten fiel1 oblagen4 ,und die ,zahl dieser weiblichen ,arbeiten wurde mit der besseren ,lebenshaltung in zunehmendem ,mae gesteigert1 so da die ,frauenkraft mit dem besten ,willen allen an sie gestellten ,forderungen nicht mehr gengen konnte4 ,da galt es mnnliche ,kraft zur ,gewinnung der fr die wachsende ,bevlkerung immer wichtiger werdenden ,nhrfrchte zu gewinnen4 ,diese aber leistete zunchst nicht der freie ,mann1 dem die ,arbeit von jeher als grter ,schimpf galt1 wie wir bei allen auf dieser ,kulturstufe verharrenden ,menschheitsstmmen zu beobachten vermgen1 sondern dazu wurden die ,kriegsgefangenen verwendet1 die man bis dahin gettet1 d4 h4 den gefrchteten ,geistern mchtiger ,verstorbener1 die sich allmhlich zu ,gottheiten entwickelten1 geopfert hatte1 weil man nichts mit ihnen anzufangen wute4 ,so erkannten die ,stmme der jngeren ,steinzeit bald1 da diese ,ttung eine unbegreifliche ,verschwendung gewesen war4 ,deshalb wurde sie als unzweckmig abgeschafft und man begngte sich als ,opfer fr die siegverleihenden ,mchte die ,anfhrer oder nur wenige1 durch das ,los bestimmte ,mnner aus der ,zahl der ,gefangenen zu schlachten4 ,die brigen blieben am ,leben und muten als ,knechte den ,acker bestellen und alle schwere ,arbeit verrichten4 ,noch intensiver vermochte man den ,landbau zu betreiben1 als zu diesen unfreien ,hrigen als ersten mnnlichen ,arbeitern die ,zugkraft des zunchst blo zur ,milch- und ,fleischgewinnung vom ,manne gezchteten ,rindes hinzukam1 das den als ,fortbildung der ,hacke erfundenen einfachen ,hakenpflug zur ,auflockerung des ,bodens vor der ,aussaat des ,getreides durch den zum ,ackerfelde bestimmten ,boden zu ziehen hatte4 ,besonders ausgiebig konnte der durch ,kastration dem menschlichen ,willen gefgiger gemachte ,stier als ,ochse den ,pflug ziehen1 und mit seiner ,mithilfe vermochte man immer grere ,lndereien dem ,anbaue der ,nahrung spendenden ltesten ,nutzpflanzen dienstbar zu machen4 ,in dem ,mae als sich der uere ,betrieb des ,feldbaues vervollkommnete1 verbesserte sich auch die ,beschaffenheit der in menschliche ,pflege und ,kulturauslese verbrachten ,krnerfrchte1 die neben den ebaren ,baumfrchten und ,wurzelknollen1 welche aber erst spter in ,anbau genommen werden konnten1 als die ltesten ,nutzpflanzen des ,menschen zu gelten haben4 ,schon auf der ,stufe des umherziehenden ,sammlers mssen dem ,menschen die in dichten ,bestnden beieinander wachsenden ,grasarten in erster ,linie als ,nahrungspflanzen aufgefallen sein4 ,mochten ihre mehlreichen ,samen auch nur klein sein1 so ersetzten sie den ,mangel an ,gre durch ihre leicht anzuhufende groe ,zahl4 ,und als er zum ,aussen der ,getreidekrner bergegangen war1 griff er unwillkrlich1 um eine grere ,menge davon zusammenzubringen1 nach den groen1 in mglichst krftig aufgeschossenen ,halmen befindlichen ,samen4 ,schon damit war der erste ,schritt zur unbewuten ,zuchtwahl getan1 welche von selbst weiterschritt1 wenn auf dem zur ,aussaat gewhlten ,feld unter den ziemlich dicht nebeneinander aufschieenden ,halmen im ,ringen nach ,luft und ,licht die krftigeren ,pflanzen die ,oberhand gewannen1 whrend die schwchlicheren unterdrckt wurden und damit aus der ,zucht ausschieden4 ,je nach den klimatischen ,verhltnissen und der ,beschaffenheit des ,bodens entwickelte sich die betreffende1 in die ,pflege des ,menschen genommene ,pflanze nach verschiedenen ,richtungen weiter4 ,dazu kam die ihr innewohnende ,variabilitt oder ,vernderungsfhigkeit1 welche pltzlich neue ,eigenschaften in ihr zutage treten lie4 ,diese auffallenden abweichenden ,formen suchte sich der ,mensch1 wenn sie sich als fr ihn ntzlich erwiesen1 besonders aus und vermehrte sie durch getrennte ,aussaat4 ,so entwickelten sich unwillkrlich aus einer und derselben ,stammpflanze mit der ,zeit die mannigfaltigsten ,kultursorten1 die ihre ,herkunft aus jener einen ,art kaum glaublich erscheinen lie4 ,daher kommt es1 da alle seit lngerer ,zeit in der ,pflege und ,kulturauslese des ,menschen befindlichen ,nutzgewchse eine solch unbersehbare ,mannigfaltigkeit von ,formen aufweisen und in so zahlreiche ,unterarten mit allen bergngen ineinander zerfallen1 da es ganz unmglich ist1 sie alle zu scheiden4 ,die lteste vom ,menschen in ,pflege und ,kulturauslese genommene ,getreideart war zweifellos neben der ,gerste1 die besonders in ,europa die erste ,verbreitung besa1 der ,weizen 7,triticum vulgare74 ,er wurde irgendwo im westasiatischen ,steppengebiet von einem heute nicht mehr festzustellenden1 zu ,ansssigkeit und hherer ,kultur fortgeschrittenen ,volke aus einem ,wildlinge mit kleinen ,samen zur wichtigen ,nhrfrucht mit groen1 mehlreichen ,krnern erhoben4 ,der gemeinsame ,besitz dieser sicher schon vor mehr als #ajjjj ,jahren in menschliche ,obhut und ,pflege genommenen ,grasart bei den ltesten ,kulturvlkern ,westasiens und gyptens1 wie auch bei den aus dem ,innern ,asiens1 den ,oasen am ,sdrande des ,tarimbeckens etwa im vierten vorchristlichen ,jahrtausend nach ,osten gewanderten und als bereits reine ,ackerbauer in den fruchtbarsten1 aus ,l1 dem besten ,getreideboden1 bestehenden ,gegenden ,nordchinas ansssig gewordenen ,chinesen lieen eine zentralasiatische ,herkunft des ,weizens annehmen4 ,so hat vor allem der ,straburger ,botaniker ,h4 ,graf zu ,solms-,laubach eingehend dazutun versucht1 da die ,wiege der ,weizenkultur in ,zentralasien gesucht werden msse1 zu einer ,zeit als die ,wste ,gobi noch vom ,meere bedeckt war und die ,chinesen und die westasiatischen ,kulturvlker noch nher beieinander wohnten4 ,als dann mit dem ,verschwinden des ,meeres die ,existenzbedingungen des ,menschen in jenen niederschlagsarmen ,gegenden sich verschlimmerten1 seien erstere nach ,osten und letztere nach ,westen ausgewandert und htten diese ihre wichtige lteste ,kulturpflanze mitgenommen4 ,so schn nun diese ,annahme klingt und so verlockend sie auch auf den ersten ,blick erscheint1 so kann sie doch wohl kaum lnger aufrechterhalten werden1 denn bisher ist noch nirgends in ,zentralasien wildwachsender ,weizen angetroffen worden1 wohl aber in ,westasien4 ,dort ist neuerdings mit groer ,wahrscheinlichkeit in ,persien und am ,antilibanon die wilde ,stammform des ,weizens mit kleinen ,samenkrnern und ziemlich brchiger ,spindel1 alles ,merkmalen1 die auf ursprngliche ,wildheit und nicht blo ,verwilderung schlieen lassen1 gefunden worden4 ,zuletzt gelang es ,aaronsohn im ,jahre #aijf1 sie auch am ,sdostabhang des ,hermon im ,westjordanlande1 in ,rosch ,pinah und an den ,ostabhngen des ,dschebel ,safed und ,kanaan in einigen voneinander abweichenden ,spielarten nachzuweisen1 wobei allerdings die ,mglichkeit nicht ganz ausgeschlossen ist1 da wir es in diesem letzteren ,falle mit seit langer ,zeit verwilderten einstigen ,kulturformen des ,menschen zu tun haben4 ,jedenfalls sprechen alle uns bekannten geschichtlichen ,tatsachen dafr1 da die ,weizenkultur ihren ltesten nachweisbaren ,herd in der durch ein reichverzweigtes ,kanalnetz bewsserten und dadurch zu einem uerst fruchtbaren ,lande gemachten ,ebene des ,zweistromlandes zwischen ,iran im ,osten und ,kleinasien im ,westen hatte4 ,hier in ,mesopotamien1 wo das uralaltaische ,volk von ,sumer und ,akkad1 d4 h4 ,sd- und ,nordbabylonien das lteste fr uns nachweisbare ,kulturzentrum schuf1 das dann allmhlich von den eingewanderten ,semiten eingenommen wurde1 die jene ,kultur vllig in sich aufnahmen und in eigenartiger ,weise weiterbildeten1 war die ganze ,lebenshaltung des ,volkes auf den im reich bevlkerten ,lande intensiv betriebenen ,weizenbau neben der ,kultur von ,gerste und ,hirse1 wie auch ,sesam als ,fettspender1 gegrndet4 ,der lteste griechische ,geschichtschreiber ,herodot1 der ums ,jahr #dfj v4 ,chr4 das ,land bereiste1 war von den ,getreidekulturen ,babyloniens so entzckt1 da er spter bei der ,beschreibung jenes ,landes sagte3 ,assyrien ist so bermig fruchtbar1 da das ,getreide einen zweihundertfachen1 ja in den besten ,jahren einen dreihundertfachen ,ertrag gibt und da die ,bltter des ,weizens und der ,gerste reichlich vier ,finger breit werden1 ,hirse und ,sesam aber sehen dort aus wie ,bume48 ,wenn wir auch von der offenkundigen bertreibung dieses ,berichterstatters absehen1 so ist doch so viel sicher1 da der ,weizen dort auerordentlich ppig gedieh4 ,der groe ,schler des ,aristoteles und nach dessen ,tod im ,jahre #cbb ,haupt der peripatetischen ,schule1 ,theophrastos 7#cij-bhf v4 ,chr47 in ,athen1 schreibt in seiner ,pflanzengeschichte3 ,in ,babylonien ist man gentigt1 den ,weizen nicht nur einmal1 wie in anderen fruchtbaren ,gegenden1 sondern sogar zweimal abzusicheln1 zum drittenmal aber mit ,schafen abzuweiden2 erst dann kann man ihn in den ,halm wachsen lassen1 weil er sonst zu ppig in die ,bltter treibt4 ,er gibt dort #ej- bis #ajj;fltigen ,ertrag4 ,die groe ,fruchtbarkeit erlangt der ,boden ,babyloniens durch ,bewsserung48 ,noch ,berosos1 ein ,priester zu ,babylon1 der im dritten vorchristlichen ,jahrhundert drei ,bcher ber babylonische ,geschichte in griechischer ,sprache schrieb1 berichtet1 da der ,weizen in der ,gegend seines ,wohnortes wildwachsend angetroffen werde4 ,auch im ltesten gypten1 dessen ,kulturvolk auf eingehende astronomische ,kenntnisse gesttzt einen schon sehr genau ausgerechneten ,kalender im ,jahre #dbda v4 ,chr4 einfhrte1 also damals schon eine staunenswerte ,hhe der ,kultur errungen hatte1 erhielt der ,weizen den ,vorrang vor der ,gerste und wurde seit den ltesten fr uns nachweisbaren ,dynastien in solcher ,menge angepflanzt1 da die ,schriftsteller des ,altertums die ganze fruchtbare ,niederung am ,delta des ,niltales mit einem einzigen1 groen ,weizenfelde verglichen4 ,der ,weizen hie im ,altgyptischen su und wurde wie der ,spelt bti und die ,gerste ati in zwei ,sorten1 einer weien und einer roten1 kultiviert4 ,seine ,fruchtkrner finden sich fast regelmig unter den ,totenspeisen4 ,wie sie als ,nhrfrucht fr die ,lebenden von der grten ,bedeutung waren1 so sollten sie auch die ,geister der ,verstorbenen nicht entbehren4 ,die altgyptischen ,grabdenkmler zeigen uns schon ganz deutlich begrannten und unbegrannten ,weizen1 wie auch smtliche ,vorgnge beim ,pflgen1 ,sen1 ,ernten1 ,dreschen und ,magazinieren des ,getreides4 ,der ,pflug aus der ,pyramidenzeit1 d4 h4 dem ,beginne des dritten vorchristlichen ,jahrtausends war ein gekrmmtes1 vorn zugespitztes ,holz von einem ,baumast1 an welchem1 durch ,baststricke oder ,weidengeflecht befestigt1 sich die ,deichsel befand4 ,er wurde meist von ,rindern und nur ausnahmsweise von vier ,mnnern zu ,paaren gezogen4 ,die ,kornfrucht wurde mit kurzen ,sicheln in ,kniehhe abgeschnitten1 in ,garben zusammengeschnrt und diese auf ,eseln nach der im ,freien auf etwas erhhter1 dem ,winde leicht ,zutritt gewhrender ,stelle errichteten ,tenne gebracht1 wo man sie auflste und ber die hren ,rinder oder ,esel im ,kreise herum trieb1 damit sie die ,krner austrten4 ,whrenddem wendete ein ,arbeiter mit einer ,holzgabel die niedergetretenen ,haufen um4 ,vermittelst der ,worfel wurde dann die ,frucht von der ,spreu geschieden1 d4 h4 ,mnner warfen die ausgetretene ,masse mit ,schaufeln in die ,hhe1 so da der ,wind die ,spreu wegfegte1 whrend die schweren ,krner zur ,erde fielen4 ,vielfach wurde die ,ttigkeit des ,windes durch ,hin- und ,herschwingen eines ,wedels untersttzt4 ,dann wurde das ,getreide1 nachdem es durch ein ,rohrsieb vom anhaftenden ,staub und ,unkrautsamen befreit worden war1 in ,scke geschaufelt und auf den ,rcken der ,arbeiter in die oben geffneten1 hohen1 runden ,speicher getragen4 ,in den staatlichen ,magazinen wurde das ,getreide in grerer ,menge fr ,zeiten der ,not auf viele ,jahre hinaus aufgespeichert4 ,da der ,weizen die ,hauptkulturpflanze des ,niltales bildete1 gehrte auch ,weizengebck zu den ,hauptnahrungsmitteln der alten gypter4 ,nachdem das ,korn von den ,frauen auf einfachen ,handmhlen gemahlen worden war1 wurde es mit ,wasser zu einem ,teig angemacht1 der vielfach mit den nackten ,fen geknetet und zu den verschiedensten ,fladen und ,kuchen verarbeitet wurde4 ,diese wurden dann teils in heier ,asche1 teils auf erhitzten ,steinplatten1 meist jedoch in bienenkorbhnlichen1 etwa #a m hohen ,backfen1 die innen geheizt wurden und auf welche die fladenfrmigen ,brote auen angeklebt wurden1 gargebacken und in der ,regel1 um sie schmackhafter zu machen1 mit ,sesamkrnern bestreut4 ,solches ,weizenbrot galt im alten gypten als das vornehmste ,opferbrot4 ,die ,weizenkultur war noch zur ,rmerzeit in gypten so ausgedehnt1 da teilweise die ,proletarier in ,rom mit deren ,ertrgnis gefttert wurden4 ,so wurden unter ,kaiser ,augustus allein #bj ,millionen rmischer modii 7 #age ,millionen ,liter7 ,weizen aus ,alexandrien nach ,rom verschifft1 und wenn auch dieser von ,plinius in seinem ,bericht ber die ,gte der nach ,rom gesandten ,tributleistungen der von den ,rmern unterjochten ,vlker dem italienischen1 botischen und sizilischen ,weizen nachgestellt wird1 so ist dies nur damit zu erklren1 da die gypter zu diesen ,zwangslieferungen begreiflicherweise nicht die besten ,sorten ,getreide genommen haben werden4 ,auch in ,syrien und ,palstina war der ,weizen als ,getreidefrucht sehr angesehen und wurde neben der ,gerste viel kultiviert1 wie schon verschiedene diesbezgliche ,stellen aus dem ,alten ,testamente dartun4 ,so wird in ,jesaias1 #be gesagt1 da man ,weizen und ,gerste1 wie auch ,spelt jegliches an seinen ,ort se und solches nach der ,ernte durch ,darbertreiben von ,rindern ausdresche4 ,dabei wurde als ,tenne ein wenn mglich erhhter1 dem ,wind allseitig ,zutritt gebender ,ort gewhlt4 ,nur ausnahmsweise wurde eine in den anstehenden ,fels gehauene ,vertiefung1 in welcher man sonst die ,trauben bei der ,weinbereitung mit den ,fen zertrat und die deshalb von ,luther bei seiner ,bibelbersetzung als ,kelter bezeichnet wurde1 zum ,dreschen benutzt1 wie beispielsweise im ,buche der ,richter #f1 #aa1 wo der ,engel des ,herrn sich unter eine ,eiche zu ,ophra setzte1 die war ,joas1 des ,vaters der ,efriter1 und sein ,sohn ,gideon 7der ,held und ,heerfhrer -- ,richter -- der ,israeliten im #ab4 ,jahrhundert v4 ,chr41 der sein ,volk von der siebenjhrigen ,herrschaft der ,midianiter befreite7 drosch ,weizen in der ,kelter1 da er flhe vor den ,midianitern84 ,und als der ,engel seine ,botschaft ausgerichtet hatte1 da der ,herr mit ihm sei und er die ,midianiter schlagen werde wie einen einzelnen ,mann1 hie ihn ,gideon warten1 bis er ihm ein ,speiseopfer geleistet habe4 ,und ,gideon ging und schlachtete ein ,ziegenbcklein und nahm ein epha ungesuertes ,mehl 7d4 h4 aus ungesuertem ,teig gebackenes ,fladenbrot7 und legte 7das gekochte7 ,fleisch in einen ,korb und tat die ,brhe in einen ,topf und brachte es zu ihm heraus unter die ,eiche und trat herzu4 ,da sprach der ,engel ,gottes3 ,nimm das ,fleisch und das ,ungesuerte und la es auf dem ,fels1 der hier ist1 und giee die ,brhe aus4 ,und er tat also4 ,da reckte der ,engel des ,herrn den ,stecken aus1 den er in der ,hand hatte1 und rhrete mit der ,spitze das ,fleisch und das ungesuerte ,mehl an4 ,und das ,feuer fuhr aus dem ,fels und verzehrte das ,fleisch und das ungesuerte ,mehl4 ,und der ,engel des ,herrn verschwand aus seinen ,augen48 ,da baute ,gideon daselbst dem ,herrn einen ,altar und hie ihn3 der ,herr des ,friedens4 ,sehr frhe schon in vorgeschichtlicher ,zeit kam auch der ,weizen mit der ,gerste und der ,hirse wie zu den neolithischen ,hackbauern ,europas1 so auch nach ,osten zu dem alten ,kulturvolke der ,chinesen1 als sie noch im ,innern ,asiens saen4 ,bei ihrer1 wie bereits bemerkt1 in das vierte vorchristliche ,jahrtausend zu setzenden ,auswanderung in die fruchtbaren ,gegenden ,nordchinas waren sie schon lngst im ,besitze dieser wertvollen ,nhrfrucht4 ,in den chinesischen ,annalen wird von einem ,kaiser namens ,schen-nung berichtet1 der ums ,jahr #bhjj v4 ,chr4 lebte und anordnete1 da bei einem alljhrlich wiederkehrenden groen ,feste in symbolischer ,handlung die fnf wichtigsten ,kulturpflanzen der damaligen ,zeit ausgest werden sollten4 ,unter ihnen befand sich neben der ,gerste1 dem ,reis1 den ,sojabohnen und der ,hirse auch der ,weizen4 ,die in den neolithischen ,pfahlbauansiedlungen ,mitteleuropas am hufigsten neben der fr ,europa lteren ,gerste angebaute ,krnerfrucht war nach den eingehenden ,untersuchungen des verstorbenen ,zricher ,botanikers ,oswald ,heer der kleinkrnige ,pfahlbauweizen1 eine heute ausgestorbene ,weizenart1 welche durch ihre sehr kleinen ,krner anzeigt1 da diese ,getreideart noch sehr wenig durch knstliche ,zucht und ,auslese veredelt worden war4 ,daneben wurde der ,emmer und das ,einkorn oder der ,zwergweizen1 zwei ebenfalls sehr wenig ausgiebige ,getreidearten1 angepflanzt4 ,erst zu ,beginn der ,bronzezeit1 etwa um #ahjj v4 ,chr41 wurde durch die regeren ,handelsverbindungen mit den stlichen ,mittelmeerlndern1 die durch ihre groen1 mehlreichen ,samen sich als hochgezchtete ,art ausweisende1 ertragreiche gyptische ,kulturvariett1 der sogenannte ,mumienweizen -- so genannt1 weil er sich den altgyptischen ,mumien mitgegeben findet -- zu den ,hackbauern ,mitteleuropas gebracht4 ,auch bei den ,griechen der homerischen ,zeit war neben ,gerste und ,spelt der ,weizen das ,hauptgetreide1 dessen ,krner auch den ,pferden und dem ,federvieh1 soweit solches schon in menschlicher ,pflege stand1 verfttert wurden4 ,so wurden nach der ,ilias die schnellfigen ,rosse des ,diomedes und nach der ,odyssee die zwanzig ,gnse1 die ,penelope auf ihrem ,gute in ,ithaka besa1 mit lieblich schmeckendem ,weizen8 7pyrs7 gefttert4 ,und als ,hektor zum ,kampfe gegrtet aufbricht1 redet er1 bevor er den zweirderigen ,schlachtwagen besteigt1 seine beiden ,pferde an3 ,wohlauf1 ihr meine ,rosse1 zeigt euch dankbar fr die gute ,pflege1 die euch ,andromache 7seine ,gattin7 angedeihen lie1 indem sie euch kstlichen ,weizen und ,wein vorsetzte1 so oft ihr nach ,futter und ,trank verlangtet48 ,von spteren griechischen ,autoren schreibt ,theophrast in seiner ,pflanzengeschichte zu ,ende des vierten vorchristlichen ,jahrhunderts3 ,es gibt viele ,sorten von ,weizen4 ,sie haben ihre ,namen von ihrem ,vaterlande oder von anderen ,dingen und unterscheiden sich in der ,farbe1 ,gre und ,gestalt und anderen ,eigenheiten der ,krner1 sind auch an ,wirkung und ,nhrkraft verschieden4 ,mancher ,weizen wird im ,herbst1 mancher dagegen im ,frhjahr gest4 ,es gibt auch eine ,sorte1 die in drei1 eine1 die in zwei ,monaten reif wird2 auf ,euba soll er von der ,aussaat bis zur ,reife nur #dj ,tage brauchen4 ,an ,nhrwert sind manche ,sorten so verschieden1 da ,kmpfer1 die in ,botien kaum drei ,pfund verzehren1 deren fast fnf brauchen1 wenn sie nach ,athen kommen4 ,der ,grund solcher ,verschiedenheit liegt im ,boden und in der ,luft48 ,und ,columella1 ein aus ,spanien nach ,rom gekommener rmischer ,ackerbauschriftsteller aus dem ersten ,jahrhundert n4 ,chr41 sagt in seinem ,buche ber den ,landbau3 ,die wichtigsten und dem ,menschen ntzlichsten ,getreidearten sind ,weizen 7triticum7 und ,spelt 7semen adoreum1 d4 h4 beim ,opfer dargebrachter ,samen2 sein gewhnlicher ,name war bei den ,rmern far74 ,wir kennen mehrere ,weizensorten2 fr den ,anbau eignet sich aber diejenige am besten1 die robus genannt wird1 weil sie sich durch ,gewicht und ,glanz auszeichnet4 ,den zweiten ,rang nimmt der ,siligoweizen ein2 er gibt ein kstliches ,brot1 wiegt aber leicht4 ,die dritte ,sorte ist der ,dreimonatsweizen2 er ist bei den ,landleuten sehr beliebt1 denn er hilft aus1 wenn ,regen1 berschwemmung oder eine andere ,ursache die zeitige ,aussaat verhindert hat4 ,dieser ist brigens auch eine ,siligosorte4 ,alle brigen ,weizenarten kann man recht gut entbehren1 es sei denn1 da man seine ,freude daran hat1 recht vielerlei zu besitzen und zur ,schau zu stellen48 ,columellas ,zeitgenosse ,plinius meint3 ,der ,weizen saugt das ,land am meisten aus4 ,in verschiedenen ,gegenden werden verschiedene ,getreidearten gebaut1 und dieselbe ,art fhrt auch nicht berall denselben ,namen4 ,die gemeinsten sind ,spelt 7far71 frherhin auch adoreum genannt1 ferner siligo -- wie der ,spelt grannenlos -- und ,weizen4 ,siligo heit eine zarte ,weizensorte1 sie ist wei1 kraftlos1 leicht und eignet sich fr feuchten ,boden4 ,jenseits der ,alpen hlt sie sich nur im ,lande der ,allobroger und ,meminer 7keltischer ,bergvlker in der ,gallia narbonensis1 d4 h4 ,sdostfrankreich71 in den andern geht sie nach zwei ,jahren in ,weizen ber4 ,eine andere ,weizenart1 arinca1 wird in ,gallien1 jedoch auch in ,italien angepflanzt2 in gypten1 ,syrien1 ,kilikien1 ,kleinasien und ,griechenland dagegen vorzugsweise zea 7eine ,art ,spelt71 olyra 7eine ,art ,weizen7 und tiphe 7,einkorn74 -- gypten liefert ein feines ,weizenmehl1 das aber dem italienischen an ,gte nachsteht48 ,spter schreibt er1 um zu sagen1 wie fruchtbar der ,weizen sein knne3 ,in der byzakischen ,landschaft ,afrikas 7,algerien7 gibt ein ,ma ausgesten ,weizens bei der ,ernte #aej ,ma zurck4 ,der dortige ,prokurator hat dem ,kaiser ,augustus eine ,weizenstaude geschickt1 welche aus einem ,korne gewachsen war1 sich aber in fast #djj ,halme teilte4 ,das klingt kaum glaublich2 aber die darber gewechselten ,briefe sind noch vorhanden4 ,er hat auch dem ,nero eine ,weizenstaude mit #cfj ,halmen aus einem ,korn geschickt4 ,hundertfltigen ,ertrag geben auch die ,felder in ,sizilien1 ,btika 7die nach dem ,flusse ,baetis ,quadalquivir genannte sdlichste1 ganz ,andalusien umfassende ,provinz ,spaniens71 gypten48 ,seit dem ,altertum werden in ,europa wie in allen ,kulturlndern die verschiedensten ,arten von begranntem oder unbegranntem ,weizen angebaut1 auf deren ,unterschiede wir hier nicht eintreten knnen4 ,es genge zu bemerken1 da heute jhrlich etwa #ij ,milliarden ,kilogramm ,weizen geerntet werden4 ,dabei nimmt der ,weizenbau immer noch gewaltig zu1 indem stetsfort neue ,strecken ,kulturlandes hierfr in ,bearbeitung genommen werden4 ,unter allen ,zerealien bedarf der ,weizen am meisten ,wrme2 er verlangt nmlich eine mittlere ,sommertemperatur von #ad ,c4 ,gegenwrtig ist der ,weizenbau ber die ganze gemigte und subtropische ,zone der ,alten und ,neuen ,welt verbreitet4 ,in der heien ,zone kann sein ,anbau nur noch auf ,bergen stattfinden1 deren ,temperatur derjenigen unserer ,gegenden entspricht4 ,am besten geeignet zur ,weizenkultur ist lehmhaltiger ,kalkboden2 doch ist auch lehmiger ,sandboden sehr gut dafr4 ,wenn zu viel ,lehm vorhanden ist1 ist der ,boden zu feucht und gibt einen nur geringen ,ertrag an ,samenkrnern4 ,sonst nimmt es der ,weizen nicht allzu genau mit der ,bodenart4 ,er flieht nur bermige ,feuchtigkeit und verlangt kohlensauren ,kalk1 daneben natrlich die unentbehrlichen ,nhrstoffe wie ,stickstoff1 phosphorsauren ,kalk und ,alkalien4 ,um rationelle ,getreidekultur zu betreiben1 mu also der ,ackerbauer die natrliche und chemische ,zusammensetzung des ,bodens1 auf dem er ,getreide pflanzen will1 genau kennen und die ,dngung desselben dementsprechend regeln4 ,am besten ist dabei entschieden der ,stalldnger1 der die ,ackerkrume nicht nur chemisch1 sondern auch physikalisch verbessert4 ,auerdem ist es ntig1 da der ,acker1 auf dem der ,weizen gedeihen soll1 sorgfltig von ,unkraut gereinigt sei1 weil dieses ,kulturgewchs sich leicht durch allerlei ,unkraut verdrngen lt4 ,aus diesem ,grunde lt man zwischenhinein auf dem zur ,weizenkultur verwendeten ,boden eine ,kultur wie ,runkelrben oder ,tabak wachsen1 die das ,unkraut vertilgt4 berhaupt soll mglichster ,fruchtwechsel gebt werden1 damit der ,boden trotz der ,dngung nicht einseitig ausgesogen werde4 ,die ,entwicklung und das ,reifen des ,korns sind1 was die ,zeitdauer betrifft1 hauptschlich vom ,klima und von der ,getreidesorte abhngig4 ,das als ,winterkorn bezeichnete ,getreide wird in den nrdlichen ,gegenden der gemigten ,zone im ,oktober1 in den sdlichen jedoch erst im ,dezember gest4 ,das ,sommerkorn dagegen kommt erst im ,mrz oder ,april zur ,aussaat4 ,fr ein einigermaen rauhes ,klima kann als ,grundregel gelten1 da das ,korn keine ,spur von ,wachstum zeigt1 so lange die ,temperatur niedriger als #f ,c4 ist1 und da es ungefhr drei ,wochen wachsen mu1 bevor es der ,winterklte ,widerstand zu leisten vermag4 ,um eine reiche ,ernte zu erzielen1 mu das ,saatkorn vllig reif und schwer sein1 sich trocken anfhlen1 leicht durch die ,finger gleiten und durch die ,unkraut-,auslesemaschinen vom ,unkraut befreit sein4 ,um allfllige1 dem unbewaffneten ,auge unsichtbar an ihm haftende ,krankheitskeime1 besonders des ,getreiderostes und ,stinkbrandes zu entfernen1 wird es zudem vor der ,aussaat gekalkt oder geschwefelt2 letzteres ist die am meisten gebte1 grndlichste und zugleich billigste ,methode4 ,dazu wird das ,saatkorn in einem ,bottich mit einer ,lsung von #cjj g schwefelsaurem ,kupfer auf #ajj ,liter ,wasser gewaschen1 wobei die obenauf schwimmenden leichten ,krner als zur ,saat ungeeignet entfernt werden4 ,bei dem nur auf kleineren ,bauernhfen gebten ,kalken wird das ,korn mit einer aus #a1e ,liter ungelschtem ,kalk auf #ajj ,liter ,wasser hergestellten ,kalkmilch begossen und dabei fortgesetzt mit der ,schaufel umgewendet1 damit jedes einzelne ,korn gut mit der ,masse imprgniert werde4 ,diese ,vorsichtsmaregel ist durchaus ntig1 denn der ,weizen wird wie alle ,kulturpflanzen von verschiedenen bsartigen ,pilzkrankheiten heimgesucht4 ,beim ,stinkbrand werden die ,fruchtknoten mit einer stark nach ,heringslake riechenden1 klebrig-schmierigen ,sporenmasse erfllt4 ,kommen solche erkrankte hren unter das ,getreide1 und werden gemahlen1 so knnen groe ,mengen von ,mehl vollstndig unbrauchbar gemacht werden4 ,noch verbreiteter und1 wenn mglich1 bsartiger ist der ,getreiderost1 der alle ,getreidearten heimsucht4 ,es bilden sich dabei an den ,blttern rtliche ,flecken1 die die ,entwicklung der ,pflanze hindern und nicht blo den ,ertrag herabsetzen1 sondern auch das ,eingehen der erkrankten ,pflanze bewirken knnen4 ,rost kommt aus der germanischen ,wurzel rud1 d4 h4 rot4 ,bei den ,griechen hie er erisb und bei den ,rmern rubigo 7von rubus rot74 ,aus ,furcht vor dieser schlimmen ,getreidekrankheit opferten die letzteren sogar dem ,gotte ,rubigus und feierten zur ,abwendung der ,krankheit am #be4 ,april die ,rubigalien4 ,schon den ,bauern des ,mittelalters war es aufgefallen1 da die ,rostkrankheit des ,getreides sich immer nur da zeigte1 wo in der ,nhe der ,felder ,berberitzenstrucher standen4 ,obgleich durchaus kein ,beweis fr diesen ,zusammenhang erbracht werden konnte1 war der ,glaube daran schon so tief gefestigt1 da hufig die ,gerichte die ,entfernung von ,berberitzenstruchern aus der ,nhe von ,getreidefeldern beantragten4 ,erst vor verhltnismig kurzer ,zeit wurde von der wissenschaftlichen ,forschung der untrgliche ,beweis erbracht1 da die ,praxis ganz richtig erkannt hatte4 ,ein und derselbe ,pilz 7,puccinia graminis7 bedarf zu seinem ,fortkommen des ,wirtswechsels1 indem er in der einen ,generation auf den ,getreidehalmen und in der folgenden auf den ,blttern der ,berberitze1 wo er hellgelbe ,pusteln verursacht1 sich ansiedelt1 um endlos diesen ,kreislauf aufs neue zu vollfhren4 ,deshalb drfen auch absolut keine ,berberitzenstrucher in der ,nhe von ,getreidefeldern geduldet werden4 ,dies sei nur nebenbei bemerkt1 um begreiflich zu machen1 wie sehr eine ,desinfektion des ,saatkornes ntig ist4 ,illustration3 ,bild #b4 ,weizenlchen 7,tylenchus scandens71 stark vergrert4 ,von tierischen ,parasiten des ,weizens ist vor allem das ,weizenlchen 7,tylenchus scandens7 zu nennen1 welches das sogenannte ,gichtigwerden oder den ,faulbrand des ,weizens verursacht und dadurch oft gewaltigen ,schaden anrichtet4 ,die jungen lchen dringen in die ,bltenhre ein und bilden1 hnlich wie manche ,insektenlarven ,gallpfel1 eine abnorme ,entwicklung des ,korns1 was man als ,gicht oder ,radenkorn bezeichnet4 ,die ,weibchen legen darein eine groe ,menge ,eier und sterben1 wie auch die ,mnnchen1 ab4 ,aus den ,eiern entwickeln sich geschlechtslose ,larven1 die in ,anabiose1 eingetrocknet den staubigfaserigen ,inhalt des ,gichtkorns bilden4 ,gelangt letzteres mit den gesunden ,weizenkrnern in den feuchten ,ackerboden1 so werden die winzigen ,wrmchen durch ,wasserzufuhr wieder lebendig1 gelangen zu einer jungen ,weizenpflanze1 kriechen an derselben hinauf1 halten sich bei trockener ,witterung in den ,blattscheiden ohne ,bewegung und ,lebenszeichen auf1 suchen aber bei einfallendem ,regen mit dem ,emporwachsen des ,halmes immer weiter nach oben zu kommen und gelangen so zu einer ,zeit schon in die oberste ,blattscheide1 da sich die ,blte zu bilden beginnt4 ,in diese dringen sie nun ein1 wachsen zur ,geschlechtsreife heran1 paaren sich und pflanzen sich fort1 um den ,kreislauf stets wieder aufs neue zu vollenden4 ,bemerkenswert ist die auerordentliche ,zhlebigkeit der ,weizenlchen1 die1 wie mehrfache ,versuche bewiesen1 nach #bj und mehr ,jahren vlliger ,eintrockung bei ,befeuchtung wieder aufleben4 ,naturgem tritt der ,faulbrand in nassen ,jahren strker auf als in trockenen4 ,der ,landmann mu sich gegen den ,schdling dadurch schtzen1 da er alle gichtigen ,krner des ,weizens -- am besten durch ,verbrennen -- vernichtet und zum ,sen nur gesundes1 in einer halbprozentigen ,kupfervitriollsung gebeiztes ,saatgut verwendet4 ,so vorbereitet wird das ,korn mit voller ,hand1 breitwrfig1 wie man zu sagen pflegt1 auf den durch ,pflgen und ,eggen vorbereiteten ,boden gest und durch nochmaliges ,eggen mglichst in ihn hineingebracht2 denn alle an der ,oberflche liegen bleibenden ,krner erliegen der ,klte oder der ,sonnenwrme1 oder werden von den danach lsternen ,vgeln1 besonders ,tauben1 weggepickt4 ,viel besser als die ,menschenhand besorgen dies ,geschft die modernen ,smaschinen1 die ausgezeichnet rasch und gut arbeiten und ber die ,hlfte des ,saatkorns ersparen1 indem sie den ,samen gleich in die ,erde versenken4 ,vierzehn ,tage nach der ,aussaat erscheinen die ersten ,keime1 so da der ,ackerboden einen grnen ,anflug erhlt4 ,im ,laufe des ,frhjahrs und ,sommers wchst nun das ,korn im ,wechsel von ,regen und ,sonnenschein heran1 treibt seine ,blten1 die durch den ,wind mit dem reichlich ausstubenden ,pollen befruchtet werden1 und lt den ,samen reifen4 ,sobald die ,samenkrner so fest geworden sind1 da sie ohne groe ,anstrengung durch den ,nagel gerade noch einen ,eindruck bekommen1 beginnt die ,ernte1 die in kleineren ,betrieben noch von ,hand1 sonst aber in zunehmendem ,mae ebenfalls durch ,maschinen besorgt wird4 ,durch ,maschinen wird es auch gedroschen1 geworfelt1 gesiebt und dabei die ,getreidekrner nach der ,gre sortiert1 whrend das ,stroh automatisch zu ,bndeln vereinigt wird4 ,die ,getreidescke werden in gut gelfteten ,scheunen aufbewahrt -- in den ,zentren des ,getreidebaus benutzt man dazu besondere ,silos mit automatisch arbeitenden ,elevatoren4 ,fr den menschlichen ,gebrauch wird dann das ,korn in den ,mhlen gemahlen und kommt als ,mehl verschiedenster ,sorte teils zum ,bcker1 teils an die ,makkaroni- oder ,schiffszwiebackfabrikanten oder wird sonstwie in den einzelnen ,haushaltungen zur ,herstellung von allerlei ,ewaren verwendet4 ,jahrtausende hindurch haben unsere ,ahnen der vorgeschichtlichen und frhgeschichtlichen ,zeit das zur ,herstellung des ,breies1 der ,grtze und spter auch des ,fladenbrotes ntige1 damals noch uerst grobkrnige und vielfach mit feinen ,gesteinssplittern vermengte ,mehl selbst herstellen mssen4 ,zu diesem ,zwecke wurde das meist kurz geschnittene ,korn durch die ,hufe der darber getriebenen ,rinder1 ,ziegen oder ,schafe ausgetreten -- woher berhaupt die lateinische ,bezeichnung des ,weizens triticum 7von tritare austreten71 d4 h4 das ,ausgetretene8 herrhrt -- und in ,vorratsbehltern verschiedenster ,gestalt aufbewahrt4 ,daraus holten sich die ,frauen jeweilen ihren tglichen ,bedarf an ,korn4 ,wie heute noch im ,orient1 konnte man einst frh morgens noch vor dem ,morgengrauen das ,reibegerusch der primitiven steinernen ,handmhlen in den ,siedlungen der ,stein- und ,bronzezeit hren1 in denen die ,frauen das ,mehl zur ,herstellung des ,breies oder der flachen1 ungetriebenen ,brotfladen fr das ,frhstck herstellten4 ,es war dies die erste ,arbeit des ,tages1 soviel ,korn als fr die erste ,mahlzeit der ,hausgenossen ntig war1 zu ,mehl zu mahlen4 ,deshalb heit es in den ,lobsprchen eines tugendsamen ,weibes aus den ,sprchen ,salomos 7,kap4 #ca1 ,vers #ae7 von der ,frau1 die morgens frh aufsteht1 wenn es noch ,nacht ist1 und die ,speise fr ihren ,mann1 die ,kinder und das ,gesinde bereitet81 d4 h4 auf der ,handmhle das fr den ersten ,tagesbedarf erforderliche ,korn zu ,mehl mahlt4 ,illustration3 ,bild #c4 ,auf einer ,handmhle ,korn zu ,mehl verreibende gypterin4 ,statuette aus ,kalkstein um #bfjj v4 ,chr41 jetzt im ,alten ,museum in ,berlin4 ,illustration3 ,tafel #a4 #a4 ,roggen1 #b4 blhendes ,roggenhrchen1 #c4 ,spelt oder ,dinkel1 #d4 vierzeilige ,gerste1 #e4 ,emmer1 #f4 unbegrannter ,weizen1 #g4 begrannter ,weizen1 #h4 reifes hrchen von unbegranntem ,weizen1 #i4 zweizeilige ,gerste1 #aj4 ,hafer1 #aa4 ,haferhrchen in der ,blte1 #ab4 sechszeilige ,gerste1 #ac4 hrchen der zweizeiligen ,gerste4 ,illustration3 ,tafel #b4 7,phot4 von ,e4 ,reinhardt47 ,holzpflug mit ,metallspitze1 wie er heute noch in ,toskana verwendet wird4 ,die gleiche ,form war schon im ,altertum blich4 ,im ,hintergrunde ,sttzbume fr ,weinreben4 ,illustration3 ,die ,entwicklung des ,pfluges1 dargestellt in den ,modellen des ,deutschen ,museums in ,mnchen 7,phot4 und ,verlag von ,m4 ,stuffler74 ,ursprnglich bestanden diese ,handmhlen1 die uns in groer ,zahl in den prhistorischen ,museen entgegentreten1 aus zwei losen ,steinen1 einem kleineren1 walzenfrmigen1 der auf einem greren1 flachen ber das zu mahlende ,korn hin und her gerieben wurde4 ,spter wurden zwei annhernd gleich groe ,steine so zugehauen1 da der obere1 an welchem exzentrisch ein hlzerner ,handgriff angebracht war1 um den unteren herumgedreht werden konnte1 wie dies heute noch an den im ,morgenlande berall gebruchlichen ,hausmhlen zu sehen ist4 ,solche einfache steinerne ,handmhlen besaen noch die deutschen ,stmme zur ,zeit der ,vlkerwanderung4 ,gotisch hieen sie quairnus1 althochdeutsch quirn oder quern4 ,an letztere erinnern noch manche ,eigennamen wie ,querner1 ,kerner1 ,krner1 die also gleichbedeutend mit unserem ,worte ,mller sind1 und ,ortsnamen wie ,quirnfurt1 ,querfurt1 ,krnbach usw4 ,da aber ganze ,orte nach der ,handmhle quirn bezeichnet wurden1 zeigt1 da es im ,mittelalter neben den kleineren auch grere ,mhlen gab1 wie sie nicht in jedem ,hause1 nicht einmal an jedem ,orte vorkamen1 weil sie sonst kein unterscheidendes ,kennzeichen fr die ,benennung htten abgeben knnen4 ,wahrscheinlich wurden sie spter so vergrert1 da sie durch ,tiere getrieben wurden1 was bei den ,griechen und ,rmern der spteren ,zeit bereits allgemein blich war4 ,aber mit dem ,untergange der hellenisch-rmischen ,kultur verfielen in den ,bedrngnissen der ,vlkerwanderungszeit diese bequemen ,einrichtungen an den meisten ,orten und kamen auer ,gebrauch4 ,so benutzten die ,germanenstmme des frhen ,mittelalters noch ausschlielich die kleinen ,handmhlen4 ,erst nach und nach kamen bei ihnen die von den ,rmern in den von ihrer ,kultur befruchteten ,gebieten gebauten molinae1 d4 h4 meist schon durch ,wasser- statt ,tierkraft getriebenen ,mhlen auch in ,germanien allmhlich in ,aufnahme4 ,deren ,anlage erheischte jedoch so viel ,vorbereitungen1 wie ,erwerb von ,wasserrechten und ,land1 ,stauung des ,wassers1 ,einrichtung der ,wasserrder und der an sie gekuppelten ,maschinen1 da diese ,mlinen81 wie sie im spteren ,mittelalter genannt wurden 7franz4 moulin71 sich nur sehr langsam neben den allgemein gebruchlichen ,quirnsteinen einbrgerten4 ,illustration3 ,tafel #c4 7,copyright by ,underwood ,underwood47 ,das ,dreschen des ,getreides in ,galila4 ,die gleiche ,art war schon im ,altertum blich4 ,illustration3 ,tafel #d4 ,dampfdreschmaschine mit ,strohselbstbinder der ,maschinenfabrik ,heinrich ,lanz in ,mannheim4 7,im ,betrieb auf ,gut ,boldebuck in ,mecklenburg47 ,die ,wassermhlen waren brigens durchaus keine rmische ,erfindung1 sondern dienten schon sehr frh im ,orient zum ,ersatze der menschlichen oder tierischen ,kraft bei der ,mehlbereitung4 ,bereits ,mithridates der ,groe 7#acb-ff v4 ,chr471 der im ,jahre #hh von den ,kstenlndern am ,schwarzen ,meere aus ganz ,kleinasien eroberte und daselbst alle ,rmer1 etwa #hjjjj an der ,zahl1 ermorden lie1 besa in seinem ,reiche welche4 ,es waren dies oberschlchtige ,wasserrder1 die frher bekannt waren und dem ,mhlenbetriebe dienten als die unterschlchtigen1 von denen uns erst der rmische ,kriegsingenieur unter ,csar und ,augustus1 ,vitruvius1 berichtet4 ffentliche ,wassermhlen kamen in ,rom erst zu ,ende des #d4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 unter den ,kaisern ,honorius und ,arkadius auf1 und das lteste darauf bezgliche ,gesetz aus dem ,jahre #cih zeigt deutlich1 da sie damals noch eine neue ,einrichtung waren1 die man durch ffentlichen ,schutz sichern mute4 ,darauf bezgliche ,befehle wurden noch gegen das ,ende des #e4 ,jahrhunderts von ,kaiser ,zeno erneuert4 ,diese ,mhlen lagen an den ,kanlen1 die ,wasser nach ,rom fhrten1 und konnten1 da sie nur von wenig ,wasser getrieben wurden1 jedenfalls nur verhltnismig geringe ,kraft entwickeln4 ,als der ,gotenknig ,vitiges im ,jahre #ecf den ,feldherrn des ostrmischen ,kaisers ,justinian1 ,belisar1 in ,rom belagerte und die #ad groen ,wasserleitungen der ,stadt verstopfen lie1 geriet dieser in groe ,verlegenheit1 nicht wegen ,wassermangel berhaupt -- denn dagegen sicherte ihn der ,tiberstrom --1 sondern wegen ,verlustes desjenigen ,wassers1 das die ,mhlen trieb1 die alle an diesen ,kanlen lagen4 ,pferde und ,ochsen1 die man zum ,treiben der ,mhlen htte gebrauchen knnen1 fehlten den ,einwohnern der belagerten ,stadt4 ,da geriet ,belisar auf den ,gedanken1 die ,mhlen auf im ,tiber verankerte ,fahrzeuge zu bringen und sie vom ,strome treiben zu lassen4 ,damit wurde er zum ,erfinder der ,schiffsmhlen4 ,diese funktionierten ganz gut4 ,und als die ,belagerer starke ,balken in den ,strom warfen1 um sie zu zerstren1 schtzten sich die ,belagerten durch vorgezogene ,ketten4 ,illustration3 ,bild #d u4 #e4 ,durch ,arbeitssklaven oder wohl hufiger durch ein ,maultier getriebene ,mhle aus ,pompeji4 7,nach ,mau47 #d4 ,die aus ,lava gehauenen beiden ,mahlsteine samt dem gemauerten ,unterteil ohne die zerfallenen ,holzteile1 die zum ,bewegen des oberen ,steines um den festliegenden unteren dienten2 #e4 ,querschnitt derselben mit ,rekonstruktion der ,holzteile4 ,vor der ,erfindung der ,wassermhlen war tierische oder menschliche ,kraft zum ,treiben der ,mhlen gebruchlich4 ,bei der ,unmenge von ,sklaven1 ber die man in ,rom verfgte1 besorgten diese lange ,zeit hindurch das ,drehen der groen ,mhlen1 die aus zwei ,steinen aus rauhem ,trachyt bestanden1 wie man an den uns in ,pompeji ziemlich zahlreich erhaltenen ,exemplaren sehen kann4 ,die ,unterlage bildete ein kreisfrmiger1 groer ,stein mit erhhtem ,rand4 ,in seiner ,mitte ruhte ein am oberen ,ende wagerecht abgestutzter ,kegel1 aus dessen ,mitte ein kurzer ,eisenzapfen hervorragte1 der in eine entsprechende ,hhlung einer eisernen ,scheibe am sogenannten ,lufer pate4 ,dieser ,lufer war ein sanduhrfrmiger ,doppeltrichter1 in den oben das ,getreide geschttet wurde1 um durch vier ,lcher1 von welchen die ,eisenscheibe durchbohrt war1 zwischen ,bodenstein und ,lufer zu geraten und beim ,drehen des letzteren zermalmt zu werden4 ,das fertig gemahlene ,mehl wurde am ,rande der ,unterlage mit der ,hand hinweggenommen4 ,neben diesen moderneren ,mhlen haben die ,rmer noch lange ,zeit hindurch ihr ,getreide gerstet von ,sklaven in ,mrsern stampfen lassen4 ,vom lateinischen pinsere stampfen nannte man die ,leute1 die dieses ,geschft besorgten1 pinsores1 spter pistores4 ,besonders wurde dies mit dem alsbald zu besprechenden ,spelt oder ,dinkelweizen gemacht1 da damit die ,hllspelzen desselben leichter zu entfernen waren4 ,verordnungen ber die ,mhlensklaven kommen noch unter dem ,kaiser ,valentinian vor1 der von #cfd-cge regierte4 ,erst unter dem #cgi von ,gratian zum ,mitregenten ernannten ,theodosius dem ,groen1 der #cie in ,mailand starb1 nachdem er sein ,reich unter seine beiden ,shne ,arkadius und ,honorius geteilt hatte1 hrte man1 wie uns ,antonius berichtet1 auf1 ,sklaven zu halten und ,mhlen von ,menschen treiben zu lassen4 ,windmhlen waren im ,altertum noch nicht im ,gebrauch4 ,diese kamen vielmehr erst um die ,mitte des #aa4 ,jahrhunderts in ,deutschland auf4 ,jahrhunderte hindurch blieb dann hier das ,mhlenwesen auf der einmal erreichten ,stufe stehen1 bis von den praktischen ,nordamerikanern aus ein mchtiger ,ansto zu ,verbesserungen im ,mhlenbetriebe erfolgte4 ,in ,pennsylvanien und am ,mississippi bestanden bereits zu ,anfang des vergangenen ,jahrhunderts ,mhlen1 die die ,leistungen der europischen ,mhlen weit bertrafen1 indem sie auf ,grobetrieb eingerichtet waren4 ,dazu kam die ,anwendung der ,dampfmaschine zuerst #aghd in ,england1 dann #ahbe in ,deutschland1 und zwar ,magdeburg1 und #ahbh in ,frankreich1 so da von dieser ,zeit an ,dampfmhlen nach amerikanischem ,system rasche ,ausbreitung fanden4 ,vom ,jahre #ahcd an1 da ,sulzberger solche ,neuerung einfhrte1 wandte man eiserne ,walzen statt der ,mhlsteine an1 wodurch das ,mahlverfahren noch weiter gehoben wurde1 bis zuletzt der hchste ,aufschwung durch die ,erfindung von ,porzellanwalzen im ,jahre #ahgd durch den ,zricher ,wegmann erfolgte4 ,wie der ,weizen das ,hauptgetreide des klassischen ,altertums war1 so ist er es heute noch bei allen romanischen ,vlkern1 wie auch bei den ,englndern1 die ihn ,korn1 wie wir den ,roggen nennen4 ,man stellt daraus das weie ,gebck8 dar4 ,die ,krner sind entweder durch den reichen ,gehalt an einer als ,kleber bezeichneten ,eiweiart glasig oder durch relativen ,mangel daran in ,verbindung mit ,vorwiegen des ,strkemehls mehlig4 ,keine von beiden ,formen ist im ,extrem zum ,verbacken sehr tauglich4 ,im ersteren ,falle liefert er ein sehr festes ,produkt1 im letzteren dagegen bckt er wegen des mangelhaften ,klebergehaltes nur schlecht4 ,deshalb wird der rein mehlige ,weizen besonders zur ,strkefabrikation benutzt1 whrend der kleberreiche speziell zur ,herstellung von ,nudeln1 ,makkaroni und ,grie ,verwendung findet4 ,die ,bedeutung vieler deutscher ,seestdte1 welche mit ,getreide nach dem ,auslande handelten1 wie ,danzig und ,knigsberg1 bestand vorzugsweise darin1 da man dort ,gemische unseres mehligen deutschen ,weizens mit dem glasigen russischen ,weizen herstellte1 wie sie von den verschiedenen ,absatzgebieten gewnscht wurden4 ,das ,weizenstroh ist zwar kurz1 aber doch wertvoll und wird meist zu ,hcksel verschnitten4 ,eine auf sehr schlechtem ,boden in ,toskana gezogene ,sorte liefert in ihren dnnen1 festen ,halmen das ,material zu den geschtzten florentiner ,strohhten4 ,von echten ,weizenarten sind noch der ,zwerg- oder ,binkelweizen 7,triticum compactum7 und seine vorgeschichtliche ,variett1 der ,kugelweizen 7,triticum compactum globiforme7 zu nennen4 ,letzterer wurde bereits in neolithischen ,stationen in ,bosnien1 ,ungarn1 ,oberitalien und ,sddeutschland gefunden und dehnte dann sein ,gebiet im ,laufe der ,bronzezeit bis nach ,dnemark aus4 ,ersterer wurde1 wie verschiedene ,funde beweisen1 in der ,schweiz von der jngeren ,steinzeit bis in die rmische ,epoche ununterbrochen kultiviert4 ,in der ,westschweiz baut man stellenweise den ,zwergweizen heute noch an1 whrend der ,kugelweizen sich in ,schweden und ,norwegen bis in die ,gegenwart erhielt und dort noch ziemlich verbreitet ist4 ,der welsche ,weizen 7,triticum turgidum7 wurde bis jetzt nur in vorgeschichtlichen ,fundstellen ,oberitaliens und der ,schweiz gefunden1 hat aber nie in ,europa eine grere ,bedeutung erlangt4 ,viel wichtiger als diese mehr historisches ,interesse beanspruchenden ,weizenarten sind die bespelzten ,weizensorten1 der ,spelt1 ,emmer und ,einkorn4 ,unter ihnen ist der ,spelt oder ,dinkelweizen 7,triticum spelta7 weitaus der wichtigste4 ,olivier will ihn nebst ,weizen #ahjg in ,mesopotamien wildwachsend angetroffen haben4 ,doch wurde er zu keiner ,zeit weder in ,babylonien1 noch gypten angebaut4 ,auch im ,sanskrit1 im ,indischen und ,persischen fehlt ein ,name fr ihn1 whrend seine europischen ,namen auf eine alte ,kultur im stlichen ,europa hindeuten4 ,heute wird er vorzugsweise nur noch in ,sddeutschland und der ,schweiz1 dann in ,sdtirol und ,nordspanien in grerem ,umfange angebaut4 ,aber auch hier1 wie auch in ,italien und ,frankreich1 wo er frher viel angepflanzt wurde1 ist er mehr und mehr auf den ,aussterbeetat gesetzt worden4 ,besonders sind es die alamannischen ,stmme1 die noch aus alter ,gewohnheit an der frher von ihnen als ,korn8 bezeichneten ,getreideart hngen4 ,seine hre gleicht derjenigen des gemeinen ,weizens in allen wesentlichen ,punkten1 abgesehen davon1 da die hrchen etwas weitlufiger an der ,spindel verteilt sind4 ,nur insofern ist ein durchgreifender ,unterschied zu konstatieren1 als die hrenspindel bei der ,reife1 als ursprngliches ,merkmal aller darin nicht durch ,kultur verbesserter ,getreidearten1 noch zerbrechlich ist und die ,krner bei der ,reife von den ,spelzen eingeschlossen bleiben und auch beim ,dreschen nicht wie beim ,weizen ausfallen4 ,um das ,speltkorn aus der ,umhllung herauszuschlen1 ist ein eigener ,mahlproze1 das sogenannte ,schlen oder ,gerben erforderlich1 das in den ,mhlen in besonderen ,gngen1 den ,gerbgngen81 vorgenommen wird4 ,in der ,kultur hat der ,spelt immerhin gewisse ,vorzge vor dem gemeinen ,weizen1 indem er geringe ,ansprche an ,boden und ,klima macht und seine ,krner vor dem ,raube durch die ,sperlinge und andere ,vgel gesichert sind1 die oft groe ,teile der ,weizenfelder verwsten4 ,auch die ,festigkeit des ,halmes ist beim ,spelt eine hhere als beim ,weizen1 so da schwerer ,gewitterregen das ,getreide nicht so leicht knickt und zu ,boden schlgt4 ,wo aber ein guter ,boden und ausreichende ,sommerwrme zur ,verfgung stehen1 da bertrifft bei rationeller ,kultur der ,ertrag des ,weizens denjenigen des ,speltes betrchtlich1 und das mag wohl der ,grund sein1 weshalb der ,anbau des ,speltes auch in den ,gebieten1 wo er alteingesessen ist1 mehr und mehr zurckgeht4 ,das ,speltkorn liefert ein gelbliches ,brotmehl1 das im allgemeinen weniger geschtzt wird als das ,weizenmehl4 ,als ,handelsware trifft man vielfach1 besonders in ,sddeutschland1 den ,speltgrie an1 der als ,einlage zu ,suppen sehr beliebt ist4 ,zu demselben ,zwecke wird der gleichfalls vom ,spelt gewonnene ,grnkern verwendet1 der die noch unreifen ,krner darstellt1 die aus den gedrrten1 unreifen hren durch ,schlen gewonnen werden4 ,die ,heimat des ,speltes ist vermutlich ,sdosteuropa1 d4 h4 ,sdruland oder ,westasien1 jedenfalls ein ,land mit kurzen ,wintern und heien ,sommern4 ,er ist ein typisches ,wintergetreide1 das im ,herbst gest und im ,frhsommer geerntet wird2 als ,sommerfrucht kommt er kaum je zur ,aussaat4 ,schon da er eine solche ,winterfrucht ist1 beweist seine ,herkunft aus dem russisch-asiatischen ,steppengebiet4 ,dort wird das ,getreide stets im ,herbst gest und im ,frhjahr geerntet2 auf diese ,weise entgeht es der alles versengenden sommerlichen ,hitze4 ,denselben ,entwicklungsgang haben dort viele ,gewchse1 die ihn auch nach ihrer ,einwanderung in ,gegenden ohne ,sommerdrre wie die unserige bewahrt haben1 so die ,trespenarten und andere ,grser1 die bei uns im ,september keimen1 ber ,winter wachsen solange es nicht zu kalt ist1 jedenfalls nicht vom ,froste gro leiden1 im ,juli ihre ,frchte reifen lassen und dann absterben4 ,diese ,tatsache gibt uns einen willkommenen ,fingerzeig1 weshalb und woher ,winterfrucht in ,gegenden wie bei uns aufkam1 wo sonst nur ,sommerfrucht zu gedeihen und also auch heimisch zu sein vermag4 ,so hat auch das mittellndische ,getreide1 wie ,volkart zuerst darauf hinwies1 bei seiner ,wanderung nach ,norden als ,kulturpflanze die ,aussaat im ,herbste beibehalten4 ,aus dem ,wintergetreide entstanden dann in hohen ,lagen1 die erst spter besiedelt wurden1 nach und nach auch ,sommergetreideformen2 es ist dies ein ,proze1 den wir brigens noch heute beim ,roggen zu verfolgen vermgen4 ,a4 de ,candolle und ,buschan geben das sdstliche ,europa als die ,heimat der ,speltkultur an1 von wo aus sie nach ,mittel- und ,sdeuropa eingefhrt worden wre4 ,dies ist vom pflanzenbiologischen ,standpunkte aus sehr wohl mglich2 ist doch1 wie ,hoops hervorhebt1 auch der ,roggen1 ebenfalls ursprnglich eine ,winterfrucht1 zweifellos in diesen ,gegenden zu ,hause4 ,volkart dagegen meint1 der ,spelt sei ursprnglich mediterraner ,herkunft2 dies wohl mit ,unrecht4 ,auch der namhafte ,straburger ,botaniker ,h4 ,graf zu ,solms-,laubach1 der die ,heimat des ,speltes wie die der anderen ,hauptkulturformen des ,weizenstammes nach ,zentralasien verlegt1 drfte im ,irrtum sein1 schon aus dem ,grunde1 da dieses ,getreide1 soweit wir bis jetzt wissen1 weder in frherer noch in neuerer ,zeit in ,zentral- und ,ostasien kultiviert wurde4 ,weit eher noch drfte ,westasien1 diese uralte ,wiege der menschlichen ,kultur1 der wir so viele pflanzliche und tierische ,erwerbungen1 wie auch technische und geistige ,kulturgter zu verdanken haben1 als ,heimat des ,speltes in ,frage kommen4 ,schon im ltesten gypten wurde neben ,weizen und ,gerste auch ,spelt gepflanzt4 ,die alten gypter nannten ihn bti und unterschieden von ihm eine weie und eine rote ,sorte4 ,der ,grieche ,theophrast im vierten vorchristlichen ,jahrhundert nennt ,spelt das alexandrinische ,korn1 und der ,rmer ,plinius im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 bemerkt1 das aus ihm bereitete ,mehl sei feiner und weier als gewhnliches ,weizenmehl1 obwohl es nach der ,angabe seines ,zeitgenossen1 des griechischen ,arztes ,dioskurides aus ,kilikien1 weniger ,nhrwert als ,weizenbrot besitze und leichter austrockne4 ,in gypten selbst galt allerdings ,speltmehl fr geringwertiger als ,weizenmehl1 denn nur das letztere ward zu den ,opferbroten verwendet4 ,in ,europa war der ,spelt schon zur ,bronzezeit nrdlich der ,alpen bekannt und wurde von den an den ,seeufern ansssigen ,pfahlbauern der frhen ,metallzeit in ihren ,hackfeldern am ,lande angebaut4 ,ist nun diese ,tatsache durch ,funde unwiderleglich bewiesen1 so ist anzunehmen1 da er damals sicher auch in ,sdfrankreich kultiviert wurde2 denn die alte ,vlkerverkehrsstrae vom ,mittelmeer nach der ,westschweiz1 wo wir die verkohlten ,speltkrner in den berresten der ,pfahlbauten der ,bronzezeit finden1 fhrte das ,rhonetal aufwrts4 ,wahrscheinlich war aber der ,spelt zur ,bronzezeit schon im ganzen ,mittelmeergebiet heimisch und drften mit der ,zeit ,spuren einer solchen prhistorischen ,speltkultur auch bei ,ausgrabungen in ,italien zum ,vorschein kommen4 ,jedenfalls haben ihn spter besonders die ,rmer als altgewohntes ,getreide kultiviert und ihn in der ,folge innerhalb des ganzen von ihnen beherrschten ,reiches populr gemacht4 ,sie1 die in der ltesten ,zeit ausschlielich von ,spelt lebten und auch noch in spterer ,zeit als uerst konservativ im ,kulte dessen ,krner1 gewhnlich gerstet1 mit ,salz ihren ,gttern als gebruchlichstes ,opfer darbrachten1 waren die ,haupttrger der ,speltkultur4 ,plinius bezeichnet ihn als die gemeinste ,kornfrucht ,italiens und sagt1 da er in den ,hlsen aufbewahrt werde1 da er sich nicht gut aus ihnen dreschen lasse4 ,varro1 der fruchtbarste und bedeutendste ,gelehrte ,roms 7#aaf-bg v4 ,chr47 gibt an1 da1 wenn man den in den hren aufbewahrten ,spelt zu verspeisen beabsichtige1 man ihn im ,winter vom ,speicher hole1 in ,holzmrsern zur ,enthlsung stampfe und dann rste4 ,dieses von ihnen als far bezeichnete ,getreide1 das bei den ,griechen1 die es kaum anpflanzten1 zei oder ze hie1 eine ,bezeichnung1 die brigens heute als ,genusname dem aus ,amerika zu uns gekommenen ,mais verliehen wurde1 brachten die ,rmer nach ,gallien1 ,germanien und ,britannien und empfahlen es den dortigen ,vlkern zum ,anbau4 ,das deutsche ,dinkelgebiet hlt sich genau innerhalb der ,grenzen des alten rmischen ,reiches4 ,ihre ,nachfolger in der ,hochschtzung des ,speltbaues waren dann spter die ,alamannen1 die nach dem ,verlassen ihrer ostelbischen ,heimat beim ,einwandern ins rmische ,dekumatenland ihn dort kennen lernten4 ,sie nannten dieses ,getreide1 das auch in solchem ,boden noch gedieh1 in welchem der ,weizen keinen guten ,ertrag mehr gab1 spelta1 ein ,wort1 das dann den ,rmern im ,laufe des #c4 und #d4 ,jahrhunderts durch den ,getreidehandel mit jenen gelufig wurde4 ,seit jener ,zeit ist bis auf den heutigen ,tag die ,speltkultur in ,deutschland vorzugsweise eine ,eigentmlichkeit des schwbischen ,stammes geblieben1 an der dieser mit groer ,zhigkeit festhielt1 bis in neuerer ,zeit die ,verdrngung desselben durch den profitableren ,weizen auch hier nach und nach berhand nahm4 ,noch ltere ,bestandteile unseres ,getreidebaues1 die aber in noch weit geringerem ,grade als der ,spelt kultiviert werden1 sind die uns schon bei den neolithischen ,pfahlbauern ,mitteleuropas vor #djjj bis #ejjj ,jahren begegnenden ,emmer und ,einkorn4 ,erstere1 mit dem ,spelt sehr nahe verwandte ,weizenart 7,triticum dicoccum7 hat gleichfalls eine zerbrechliche hrenspindel und am ,korn festsitzende ,spelzen4 ,whrend aber beim ,spelt die hrchen besonders locker an der ,spindel befestigt sind1 stehen sie beim ,emmer vielmehr dicht gedrngt4 ,wie beim ,emmer ist auch beim ,einkorn 7,triticum monococcum7 die zweizeilig hrchentragende hre stets begrannt2 fr gewhnlich entwickelt sich aber in jedem hrchen nur eine einzige reife ,frucht4 ,obschon diese ,getreidearten von allen am gengsamsten sind und mit beraus magerem ,boden und rauher ,lage vorlieb nehmen1 werden sie aber wegen ihres noch geringeren ,ertrages heute bei uns in geringerem ,umfange als selbst der ,spelt angepflanzt4 ,in ,deutschland sind sie fast nur in ,schwaben und ,thringen anzutreffen4 ,dagegen stehen sie in ,gebirgsgegenden ,sdeuropas1 besonders in ,spanien1 ,frankreich1 ,italien1 ,serbien1 ebenso in ,kleinasien1 gypten1 ,abessinien und ,arabien immer noch in ,ehren4 ,in ,europa werden ihre ,samenkrner wie diejenigen des ,speltes zur ,gewinnung von ,grnkern1 ,grie und ,strkemehl benutzt4 ,das war in vorgeschichtlicher ,zeit anders4 ,da war man noch nicht so verwhnt und anspruchsvoll wie heute und baute auch diese weniger ergiebigen ,getreidearten gerne4 ,von der neolithischen ,zeit1 besonders aber von der ,bronzezeit an1 wurden sie nicht nur in ,vorderasien und gypten1 sondern auch in den ,mittelmeerlndern und in ,mitteleuropa kultiviert4 ,in gypten findet sich besonders der ,emmer 7altgyptisch emrai genannt7 in den ,grabbeigaben der ltesten ,pharaonendynastien und noch in der fnften ,dynastie1 die auf die ,zeit der groen ,pyramidenerbauer folgte 7#bgjj-beej71 wurden vielfach die ,leichen in ,spreu von ,emmer gelegt und die ,grabkammer damit aufgefllt4 ,in den ,trmmern von ,hissarlik-,troja fand ,schliemann unter den verkohlten ,vegetabilien das ,einkorn so massenhaft aufgespeichert1 da es damals als ,brotgetreide zweifellos die erste ,stelle mu eingenommen haben4 ,auch in ,syrien und ,palstina bildete es einst ein sehr wichtiges ,getreide4 ,es ist das im ,alten ,testament mehrfach erwhnte ,kussmet1 aus dem einst die ,juden und ihre syrischen ,nachbarn1 wie spter die ,araber ihr ,brot bereiteten4 ,nach ,indien scheint seine ,kultur niemals vorgedrungen zu sein4 ,eine wilde ,stammform kennen wir bis jetzt nur von letzterem1 dem ,einkorn1 die in ,mesopotamien1 in ,syrien am ,antilibanon1 in ,kappadocien1 in ,kleinasien und im ,taurusgebiet1 aber auch in ,griechenland und ,serbien in wildem ,zustande in der ,form von ,triticum aegilopoides gefunden wird4 ,,ii4 ,die ,getreidearten4 ,gerste1 ,roggen1 ,hafer1 ,hirse und ,buchweizen4 ,zeitlich ebenso frh wie der ,weizen wurde von den ,steinzeitvlkern die ,gerste 7,hordeum vulgare7 angepflanzt1 die die ,hauptnhrfrucht der ,indogermanen war und bei ihnen wenigstens in das #d4 vorchristliche ,jahrtausend zurckreicht4 ,in ,europa scheint sie die lteste berhaupt angepflanzte ,getreideart gewesen zu sein1 die in der frhneolithischen ,zeit ausschlielich angebaut wurde1 bis schlielich von ,osten her aus ,asien auch der ,weizen hinzukam1 den wir dann in der spteren neolithischen ,zeit neben der lteren ,gerste als ,brotfrucht antreffen4 ,die ,kulturgerste stammt von der von den ,kaukasuslndern bis ,persien und ,beludschistan einerseits und ,mesopotamien andererseits verbreiteten wilden ,gerste 7,hordeum spontaneum7 ab4 ,diese steht der zweizeiligen ,gerste am nchsten und unterscheidet sich von ihr fast nur durch die brchige ,spindel der hre1 die der ,mensch mit der ,zeit durch entsprechende ,kulturauslese in eine zum ,zwecke der leichteren ,ernte notwendige zhe ,spindel umwandelte4 ,bei dieser ,kornfrucht sind im ,gegensatz zum ,weizen und ,roggen1 bei welchen jeder ,absatz der hrenspindel nur ein einziges hrchen trgt1 stets drei hrchen nebeneinander gestellt1 um welche die ,hllspelzen eine ,art ,manschette bilden4 ,sind nun smtliche hrchen voll ausgebildet1 so erhlt man sechs ,reihen derselben1 die sich entweder deutlich voneinander abheben1 dann haben wir die sechszeilige ,gerste vor uns1 oder von denen nur die ,mittelzeile deutlich hervortritt1 whrend die ,nebenzeilen ineinander flieen1 wie bei der gemeinen1 auch vierzeiligen ,gerste4 ,bleiben dagegen die seitlichen hrchen unentwickelt1 so resultiert die zweizeilige ,gerste4 ,von einer zweizeiligen ,urform haben sich die vier- und sechszeiligen ,gerstearten schon in sehr frher vorgeschichtlicher ,zeit ausgebildet2 denn letztere treten uns nicht blo in den neolithischen ,pfahlbauten ,mitteleuropas1 sondern auch in den ,grabbeigaben der ltesten gyptischen ,dynastien aus dem vierten vorchristlichen ,jahrtausend entgegen4 ,ja1 die sechszeilige ,gerste war1 in der ,abart ,h4 pyramidatum mit pyramidenfrmig zugespitzten hren1 im ganzen ,altertum bis in junge historische ,zeiten hinein die gewhnlichste ,kulturart1 whrend die vierzeilige erst in neuerer ,zeit wenigstens in ,europa grere ,bedeutung erlangte4 ,heute ist letztere wohl hier die verbreitetste ,saatgerste4 ,neben dem allerdings viel hufiger angepflanzten ,weizen finden wir auch die ,gerste1 im ,altgyptischen ati genannt und in einer weien und roten ,sorte unterschieden1 im ,niltal schon zur ,zeit der ltesten ,dynastien kultiviert4 ,doch scheint sich hier namentlich die arme ,bevlkerung damit ernhrt zu haben und daraus hergestelltes ,brot oder ,brei ihren ,toten ins ,grab mitgegeben zu haben4 ,in den ungebrannten1 nur an der ,sonne getrockneten ,backsteinen der ,stufenpyramide von ,daschur aus dem ,ende des vierten vorchristlichen ,jahrtausends fanden sich auer langgeschnittenem ,stroh1 ,unkraut und den ,blttern mehrerer ,sumpfpflanzen berreste der vierzeiligen und sechszeiligen ,gerste neben solchen von ,weizen4 ,als ,beigabe aus ,grbern des alten ,reiches kam in ,sakkara eine ,schale mit zertrmmerten ,gerstenhren1 im ,grberfeld von ,theben dagegen erhrtete ,breiklumpen von grob zerriebenen ,gerstenkrnern zutage4 ,auch in ,wandmalereien finden wir hren dargestellt1 die in uerst schematischer ,weise den ,charakter der ,gerstenhre zeigen4 ,weiter nrdlich und westlich finden wir in den neolithischen ,fundpltzen ,kleinasiens und ,sd- bis ,mitteleuropas neben verkohlten berresten des ,zwergweizens auch solche von ,gerste1 deren ,krner durch auerordentliche ,kleinheit ausgezeichnet sind4 ,eine schon etwas grokrnige ,gerstenart finden wir in den schweizerischen ,pfahlbauten1 in denen neben dem kleinen ,pfahlbauweizen die kurze sechszeilige ,gerste nach den ,untersuchungen von ,oswald ,heer weitaus das hufigste ,getreide war4 ,neben ihr wurde auch die dichte sechszeilige und die zweizeilige ,gerste angepflanzt1 aber sehr viel seltener als die kurze sechszeilige ,gerste1 die als das eigentliche ,pfahlbaugetreide bezeichnet werden kann4 ,jedenfalls nahm sie den weitaus grten ,raum in den primitiv genug mit der ,holzhacke in gerodeten ,waldlichtungen angelegten und niemals gedngten ,hackfeldern der ,pfahlbauern ein1 die1 sobald ihr ,ertrag durch ,erschpfung des ,bodens nachlie1 verlassen wurden1 um auf frisch gerodetem1 jungfrulichem ,boden durch neue ersetzt zu werden4 ,auch in den berresten der jngeren ,steinzeit ,nordeuropas wie in denjenigen der ganzen ,bronze- und ,eisenzeit finden wir die ,gerste durch ganz ,mitteleuropa von ,ungarn bis ,frankreich recht hufig4 ,besonders im ,norden hat sie sich in der ,folge so gut eingebrgert1 da sie beispielsweise in ,schweden bis tief ins #ae4 ,jahrhundert hinein berhaupt das einzige dort angebaute ,getreide war1 whrend ,roggen und ,weizen bis in die ,mitte jenes ,jahrhunderts als fr jene ,gegenden neue und ungewhnliche ,getreidearten bezeichnet wurden4 ,krzlich fand man1 wie schon frher wiederholt1 in der ,fundschicht einer dem #e4 oder #f4 ,jahrhundert n4 ,chr4 angehrenden ,ansiedlung in der schwedischen ,provinz stergtland einen kleinen halbkugeligen verkohlten ,gegenstand1 der sich bei genauerer ,untersuchung als ein grobgemahlenes1 mit ,steinsplitterchen des ,mahlsteines vermischtes vorgeschichtliches ,gerstenbrot erwies4 ,meist lt sich allerdings an den vorgeschichtlichen ,gerstenkrnern nicht sicher bestimmen1 welcher ,art von ,gerste sie angehren1 und auch die ,schriftsteller des ,altertums sprechen sich in der ,regel nicht deutlich genug ber die ,verschiedenheit der ,gerstensorten aus4 ,stets ist es die kurze sechszeilige ,gerste1 das ,hauptgetreide der ,pfahlbauern1 welche wir neben dem ,weizen deutlich erkennbar auf den griechischen ,mnzen abgebildet finden4 ,sie ist es1 die wir auf den ltesten1 nur auf einer ,seite geprgten ,mnzen aus dem #f4 ,jahrhundert v4 ,chr4 7,mnzen der griechischen ,stadt ,metapontion am ,meerbusen von ,tarent in ,unteritalien7 in ,form einer prchtig ausgefhrten1 langen1 begrannten hre als das ,symbol der plis1 des stdtischen ,gemeinwesens1 abgebildet finden4 ,ein ,vierdrachmenstck einer andern griechischen ,stadt1 nmlich ,leontinon auf ,sizilien1 aus dem fnften vorchristlichen ,jahrhundert zeigt um einen ,lwenkopf herum vier einzelne ,krner derselben ,getreideart4 ,zwei ,mnzen aus ,skotussa und ,methydrion in ,thessalien geben ,abbildungen eines einzelnen hrchens des grannenlosen ,winterweizens wieder1 whrend ein ,obolos von ,orchomenos in ,botien ein einzelnes ,weizenkorn derjenigen ,abart des gemeinen ,weizens zeigt1 welche gegenwrtig als englischer ,weizen bezeichnet und heute noch vorzugsweise in den ,mittelmeerlndern angebaut wird4 ,auf einer zweiten ,mnze von ,metapontion aus spterer ,zeit als die erstgenannte1 sitzt auf der dichtgedrngten kurzen hre der sechszeiligen ,gerste eine ,wanderheuschrecke1 auf der ,rckseite aber ist ,apollon mit dem ,lorbeerzweig1 der die ,gerstenfelder vor der furchtbaren ,heuschreckenplage bewahrende ,gott1 dargestellt4 ,auf einer anderen ,mnze aus dieser unteritalischen ,stadt ist neben der ,gerstenhre eine ,zwergmaus auf einem ,gerstenblatte dargestellt und auf der ,rckseite ,ceres1 die ,beschtzerin der ,gerstenfelder vor der ,museplage1 in deren ,haar die hren derselben ,gerstenart geflochten sind4 ,selbst in diese kleinen hren1 wie in die fast ebenso kleinen auf campanischen ,mnzen -- neben dem ,pferdekopf --8 sagt der verstorbene ,zricher ,botaniker ,oswald ,heer #ahfe1 in einer ,arbeit ber die ,pflanzen der ,pfahlbauten1 wute der ,knstler den ,charakter der heiligen 7kurzen1 sechszeiligen7 ,gerste zu legen1 whrend auf modernen ,mnzen1 so denen der franzsischen ,republik von #ahdh1 kein ,mensch zu unterscheiden vermag1 ob ,gerste1 oder ,weizen1 oder ,roggen dargestellt sein soll48 ,auf einer andern ,mnze von ,metapontion ist der ,sperling1 dieser stete ,begleiter des ,getreides1 auf einer weiteren die ,getreidemcke neben der ,gerstenhre deutlich erkennbar abgebildet4 ,daraus knnen wir schlieen1 da das ,getreide schon damals unter denselben tierischen ,feinden wie heute zu leiden hatte4 ,wenn nun auch aus den metapontischen ,mnzen nicht zu entscheiden ist1 welche ,art von ,gerste gemeint sei1 so zeigen uns diejenigen von ,leontinon nach der ,gestalt der einzelnen ,krner1 da wir es hier mit der kleinen1 kurzen1 sechszeiligen ,gerste zu tun haben1 wie sie schon von den neolithischen ,pfahlbauern angebaut wurde1 die also der ,urtypus der heiligen1 auf den altgriechischen ,silbermnzen dargestellten ,gerste ist4 ,die ,griechen der homerischen ,zeit1 zu ,ende des vorletzten ,jahrtausends v4 ,chr41 bten schon lngst den ,anbau dieser ,gerste neben demjenigen von ,weizen aus4 ,in der ,ilias und ,odyssee ist neben dem ,weizen 7pyrs7 vielfach von der ,gerste 7kri71 bei den spteren ,griechen krith genannt1 die ,rede1 die fast stets den schmckenden ,beinamen die weie8 7leukn7 trgt4 ,so werden in beiden ,epen die ,pferde mit ,gerste und lyra1 das ist eine ,art ,spelt1 gefttert4 ,dioskurides sagt uns nmlich in seiner ,arzneimittellehre1 da die lyra zu derselben ,pflanzenart wie der ,spelt 7zei7 gehre1 aber etwas weniger als dieser nhre4 ,auch aus ihm werde ,brot gebacken4 ,der eigentliche ,spelt 7zei7 kommt nicht in der ,ilias1 sondern nur in der jngeren ,odyssee vor4 ,als der ,atride ,agamemnon1 dem ,sohn des ,odysseus1 ,telemachos1 bei seinem ,besuche in ,mykene als bliches ,gastgeschenk ,pferde schenken wollte1 sagt dieser zu ihm3 ,o ,sohn des ,atreus1 willst du mir ein ,geschenk machen1 so mge dies klein und wertvoll sein4 ,die ,rosse1 die du mir schenken willst1 mchte ich lieber nicht annehmen4 ,sie bleiben besser bei dir1 denn du herrschest ber weite ,gefilde1 wo viel ,klee wchst und ,weizen1 ,spelt 7zei7 und weie ,gerste2 ,ithaka dagegen ist 7weil gebirgig7 nicht fr ,rosse passend1 dagegen fr ,ziegen4 ,in der ,ilias wird auf der ,tenne die weie ,gerste leicht von den ,fen der darber getriebenen ,ochsen ausgedroschen81 und im ganzen griechischen ,altertum galt die weie ,gerste8 als besser als die rtliche ,gerste81 wie schon ,theophrast unterscheidet4 ,und der griechische ,arzt ,dioskurides im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 sagt3 ,die ,gerste ist am besten1 wenn sie wei und rein ist4 ,sie enthlt zwar weniger ,nahrungsstoff als der ,weizen1 doch ernhrt ein aus gersteter ,gerste gekochter ,trank 7ptisn1 woraus bei den ,rmern z4 ,b4 ,plinius tisana1 und daraus unsere ,bezeichnung ,tisane nicht nur fr eine ,gerstenabkochung1 sondern fr jede durch ,abkochen von ,arzneistoffen hergestellte ,flssigkeit wurde7 doch stark1 weil sich beim ,kochen viele ,teile der ,gerste ablsen4 ,man braucht brigens die ,gerste 7auch als ,arznei7 in verschiedenen ,zubereitungen innerlich und uerlich48 ,im ganzen ,altertum war vornehmlich gerstete ,gerste ein auerordentlich wichtiges und verbreitetes ,nahrungsmittel2 ja sie drfte berhaupt eine der frhesten1 wenn nicht die frheste ,zubereitungsart des ,getreides zur ,nahrung des ,menschen darstellen1 von der wir ,kunde haben4 ,so hat schon der vorhin genannte ,zricher ,botaniker ,oswald ,heer zu ,anfang der #ahfj;er ,jahre bei der wissenschaftlichen ,untersuchung der aus den schweizerischen ,pfahlbauten herrhrenden ,getreideberreste festgestellt1 da in der neolithischen und noch zur ,metallzeit aus der ,gerste keinerlei ,brot hergestellt wurde1 sondern da dieses so beraus hufig kultivierte ,getreide1 das1 wie gesagt1 die wichtigste pflanzliche ,nahrung jener vorgeschichtlichen ,mitteleuroper bildete1 stets nur gerstet gegessen worden sein mu4 ,erst durch das ,rsten wurden die ,grannen und ,hlsen der ,gerste so brchig1 da sie leicht entfernt werden konnten4 ,dies lie sich auf keine andere ,weise bewerkstelligen4 ,das ist auch der ,grund1 weshalb die gerstete ,gerste noch im ganzen ,altertum eine so beraus wichtige ,rolle spielte1 und1 als sie die ,menschen nicht mehr aen1 sie dieselbe nach altgeheiligter ,sitte noch ihren ,verstorbenen in die unterirdische ,behausung als ,totenspeise mitgaben und den ,gttern opferten4 ,whrend also die ,gerste von den ,pfahlbauern stets gerstet gegessen wurde1 verfertigten sie aus den brigen ,getreidearten ,brei und flaches1 nur #a1e-b1e cm hohes1 fladenartiges ,brot1 und zwar auer ,weizen- auch ,hirsebrot1 welch letzterem meist auch zerquetschte ,weizenkrner mit ,leinsamen zur ,erhhung des ,wohlgeschmacks beigemischt wurden4 ,diese rundlichen ,brotfladen der ,pfahlbauern1 von denen sich mehrere berreste bis auf unsere ,tage erhielten1 sind auf der oberen ,seite ganz unregelmig runzelig1 auf der unteren ,seite dagegen1 wo sie auf dem heigemachten ,stein auflagen1 glatt und hohl4 ,die sonst kaum zu schlende ,gerste aber wurde durch ,rsten geniebar gemacht und so gegessen2 aus ihr verfertigte man keinerlei ,brot1 sonst htte man berreste davon finden mssen4 ,auch die ltesten gypter aen die ,gerste gerstet und gaben sie gerstet ihren ,toten zu deren ,speisung im ,geisterlande mit1 wie uns zahlreiche ,grberfunde kundtun4 ,auch bei den alten ,juden spielte die gerstete ,gerste1 kali1 d4 h4 ,gerstetes genannt1 eine sehr wichtige ,rolle neben dem aus ,weizen und ,spelt gebackenen ,brot1 das auch bei ihnen gebruchlich war4 ,die uns allen von ,jugend auf bekannte1 idyllische ,geschichte der ,moabiterin ,ruth1 die nach dem ,tode ihres ,mannes nach ,bethlehem 7d4 h4 ,brotstadt7 kam und durch ihre ,verheiratung mit ,boas die ,stammutter des ,davidschen ,hauses wurde1 spielt zur ,zeit da die ,gerstenernte anfing48 ,auch ihr wurde wie den anderen an der ,einheimsung der ,ernte ,beteiligten kali1 also gerstete ,gerste verabreicht4 ,der junge ,david1 der seines ,vaters ,herden weidete1 brachte seinen im ,felde lagernden ,brdern ,brot aus gersteter ,gerste 7kali71 und auch dem vor ,absalon fliehenden ,david1 wird auer ,weizen1 ,gerste1 ,mehl1 ,saubohnen und ,linsen1 gerstete ,gerste 7kali71 gebracht1 und auch von den ,linsen wird ausdrcklich gesagt1 da sie gerstet gewesen seien4 ,auch bei den ,griechen der homerischen ,zeit spielte die gerstete ,gerste1 von ihnen lphiton genannt1 eine wichtige ,rolle und wurde1 wie in der ,odyssee geschildert wird1 in ledernen ,schluchen 7meist aus ,ziegenfell7 statt des ,brotes auf die ,reise mitgenommen4 ,auch ,odysseus ,sohn ,telemachos befiehlt1 als er seine weite ,reise nach ,mykene antreten will1 der ,dienerin ,eurykleia 7der weithin ,berhmten87 #bj ,ma alphiton1 d4 h4 von den ,hllen befreite und grob gemahlene1 gerstete ,gerste in wohlgenhte ,lederschluche zu tun1 um sie zur ,wegzehrung fr sich und seine ,begleiter mitnehmen zu knnen4 ,stets wird in der ,odyssee beim feierlichen ,opfer gerstete ,gerste auf das zu schlachtende ,rind oder sonstiges ,opfertier als ,opfer an die ,gottheit gestreut1 und als die ,gefhrten des ,odysseus auf den ,rat des ,eurylochos frevelhafterweise einige dem ,sonnengotte gehrige ,rinder schlachten und den ,gttern als ,opfer darbringen wollten und es ihnen dazu an weier ,gerste8 gebrach1 so bestreuten sie dieselben wenigstens mit ,eichenblttern4 ,als ,nestor einen ,ochsen schlachten wollte1 brachte ,aretos in einem ,becken ,weihwasser herbei und hielt in der anderen ,hand ein ,krbchen mit gersteter ,gerste4 ,da nahte auch ,thrasymedes mit einer scharfen ,axt in den ,hnden1 um den ,ochsen niederzuschlagen1 und so begann der alte ,nestor die feierliche ,handlung1 indem er seine ,hnde wusch und gerstete ,gerste auf das ,tier streute4 ,noch in viel spterer ,zeit bildete gerstete ,gerste auch bei den ,griechen eine wichtige ,nahrung des ,menschen4 ,so bestand noch in der klassischen ,zeit in ,athen eine vom berhmten ,gesetzgeber der ,athener1 ,solon 7#fci-eei v4 ,chr471 einem der sieben ,weisen1 erlassene ,verordnung1 wonach jede junge ,frau bei ihrer ,verheiratung ein phrgetron genanntes ,gef zum ,rsten der ,gerste in den jungen ,hausstand mitzubringen hatte4 ,und als die ,griechen sich nach und nach von dieser altertmlichen ,nahrung emanzipierten1 durfte gerstete ,gerste wenigstens bei keinem ,opfer fehlen4 ,in den ,traditionen des uralten ,kultes der ,demeter 7soviel als ,g-mtr1 d4 h4 ,mutter ,erde8 als ,hervorbringerin der ,brotfrucht7 auf ,kreta wie in ,eleusis bei ,athen galt die ,gerste als das lteste ,korn8 und gerstete ,gerste8 als die einst von den ,ahnen gegessene wichtigste ,speise aus dem ,pflanzenreiche als die unerlliche ,grundlage im ,opferritual4 ,dabei wurde die meist schwach gerstete ,gerste1 zwischen den ,mahlsteinen enthlst und grob zerkleinert1 mit ,wasser angerhrt und allein oder mit ,zutat von ,leinsamen oder ,olivenl gegessen4 ,noch der #gi n4 ,chr4 beim ,vesuvausbruch1 der ,pompeji und ,herculaneum verschttete1 als ,befehlshaber der beim ,kap ,misenum1 bei der gleichnamigen ,stadt stationierten ,flotte umgekommene ltere ,plinius sagt in seiner ,naturgeschichte3 ,schrot 7grobes ,mehl7 von gersteter ,gerste 7polenta7 ziehen die ,griechen dem aus anderem ,getreide hergestellten ,schrote vor4 ,sie bergieen die ,gerste mit ,wasser1 trocknen sie eine ,nacht hindurch1 rsten sie am folgenden ,tage und schroten 7frangere1 d4 h4 brechen7 sie auf der ,mhle4 ,manche rsten die ,gerste strker1 besprengen sie dann nochmals mit ,wasser und trocknen sie wieder1 bevor sie dieselbe auf die ,mhle bringen4 ,zu #bj ,pfund ,gerste werden #c ,pfund ,leinsamen1 ,pfund ,koriander und ein acetabulum 7ein kleines1 auf dem ,stnder mit ,essig und l stehendes ,salzschlchen7 voll ,salz genommen4 ,das alles wird gerstet und in der ,mhle mit der ,gerste vermengt4 -- ,in ,italien wird die ,gerste nicht angefeuchtet1 nur gerstet und dann zu feinem ,mehl 7farina1 im franzsischen farine noch erhalten7 gemahlen 7molere72 man gibt ihr dieselben ,zustze und fgt noch ,rispenhirse 7milium7 bei4 ,die ,alten aen ,gerstenbrot2 jetzt dient es fast nur noch zu ,viehfutter2 dagegen wird eine ,gerstenabkochung 7tisana7 fr strkend und heilsam gehalten4 ,der berhmte ,arzt ,hippokrates 7#dfj v4 ,chr4 auf der ,insel ,kos geboren1 bereiste ,griechenland1 ,kleinasien1 ,skythien1 starb #cfd in ,larissa in ,thessalien1 fhrte die ,geheimnisse der rzteschule der ,asklepiaden ins ,leben ein1 begrndete die ,lehre von den ,krisen und die ,ditetik7 hat dieser ,gerstenabkochung ein eigenes ,buch 7,schriftrolle7 gewidmet48 ,illustration3 ,tafel #e4 ,moderner ,dampfpflug von ,j4 ,kemna in ,breslau1 der eine ,leistung von bis zu #ajj ,morgen im ,tag erzielt4 ,illustration3 ,tafel #f4 ,siebenschariger ,dampfpflug von ,j4 ,kemna in ,breslau1 der eine ,arbeitsbreite von #b1e m besitzt und mit einer ,geschwindigkeit von ca4 #b1e m in der ,sekunde gezogen wird4 ,wie bei den ,griechen und ,rmern war ihrem ganzen ,stamme1 den ltesten ,indogermanen1 die ,gerste das ,korn8 schlechthin1 dessen einzelne ,krner bei ihnen das kleinste ,gewicht und ,lngenma bildeten4 ,wre der ,weizen damals deren ,hauptkornart gewesen1 so wre das ,weizenkorn und nicht das ,gerstenkorn zu einem solchen ,zwecke herangezogen worden4 ,nur bei einem ,zweige derselben1 bei den ,rmern1 wurde die ,gerste sehr frhzeitig aus ihrer ,rolle als ,hauptnahrungsmittel durch den von ihnen far genannten ,spelt verdrngt1 und so diente bei ihnen tatschlich das ,speltkorn als ,maeinheit4 ,doch wurde bei ihnen neben dem ,spelt auch noch in spterer ,zeit die zweizeilige ,gerste als ,sommerfrucht1 die sechszeilige ,gerste dagegen als ,winterkorn gebaut4 ,die zweizeilige ,gerste preist schon der rmische ,ackerbauschriftsteller ,columella im ersten christlichen ,jahrhundert wegen ihres ,gewichts und der ,weie ihres ,mehls4 ,heute ist sie in einer grokrnigen ,sorte die am meisten kultivierte ,sommergerste ,mitteleuropas und ,englands4 ,in den gebirgigen ,gegenden ,oberbayerns und der ,schweiz geht sie mit dem ,roggen bis zur obersten ,grenze des ,getreidebaus4 ,irgendwo in ,vorderasien ist die wild wachsende ,gerste nicht nur zur ,kulturpflanze mit festerer ,spindel1 sondern auch mit greren1 mehlreicheren ,krnern und so allmhlich ausgiebigerem ,ertrage gezchtet worden und drang mit der ,zeit von ihrer ltesten ,anbausttte1 wo wir sie jedenfalls schon vor mehr als #ajjjj ,jahren als angepflanzt annehmen drfen1 wie zu den ,neolithikern der ,mittelmeerlnder1 so auch stlich nach ,china1 wo sie uns auch schon sehr frhe1 nmlich zu ,beginn des dritten vorchristlichen ,jahrtausends1 entgegentritt4 ,die ,gerste erfordert fr einen erfolgreichen ,anbau einen ziemlich guten ,boden2 hingegen macht sie in bezug auf die ,sommerwrme nur geringe ,ansprche und durchluft ihren ,entwicklungsgang von der ,keimung bis zur ,kornreife in verhltnismig kurzer ,zeit4 ,eine mittlere ,sommertemperatur von #h ,c4 gengt schon1 um sie zur ,reife zu bringen4 ,so geht ihr ,anbau wie derjenige des ,roggens bis zum ,nordkap und in den ,alpen bis gegen #bjjj m ber ,meer4 ,sie gedeiht noch im nrdlichen ,schottland1 auf den ,orkney- und ,farerinseln1 am ,weien ,meer wie in ,nordamerika und ,australien4 ,in ,nordeuropa mit ,einschlu des nrdlichen ,deutschlands1 wo nach den neuesten ,forschungen die ,urheimat der ,indogermanen gelegen haben mu1 ist sie von den ltesten ,zeiten bis in die ,gegenwart die ,hauptbrotfrucht geblieben1 so da sie dort noch heute als ,korn8 schlechthin bezeichnet wird4 ,in diesen nrdlichen ,lndern mit kurzem ,sommer wird hauptschlich die vierzeilige ,gerste als ,sommerfrucht angebaut1 da sie ihre ,vegetationszeit auf #ij ,tage einzuschrnken vermag4 ,in ,mitteleuropa und der ,schweiz dagegen wird die ertragreichere zweizeilige ,gerste jener in der ,regel vorgezogen4 ,doch steht die produzierte ,gerstenmenge fast in allen ,lndern hinter der ,weizenmenge zurck2 deshalb wird nur in den nordischen ,gebieten3 ,dnemark1 ,schweden1 ,norwegen und ,finnland aus klimatischen ,grnden mehr ,gerste als ,weizen gebaut4 ,auf den britischen ,inseln ist der ,ertrag der beiden ,getreidearten annhernd gleich4 ,die ,hauptmasse der ,gerstenproduktion kommt aus ,ruland1 an zweiter ,stelle mssen ,deutschland und sterreich-,ungarn genannt werden1 die ungefhr gleiche ,mengen davon hervorbringen4 ,von auereuropischen ,lndern kommen als ,gerstenproduzenten namentlich ,nordamerika1 ,algerien und gypten in ,betracht4 ,auch in ,chile und ,australien wird ziemlich viel ,gerste gebaut4 ,in wrmeren ,gegenden1 namentlich in ,japan1 pflanzt man eine nackte ,gerste1 deren ,frchte nicht von den ,spelzen umschlossen werden4 ,sie ist ein wichtiger ,bestandteil der dort als ,wrze zum ,reis genossenen ,shojusauce2 zu dem ,zwecke wird sie mit zerquetschten ,sojabohnen vermengt und die ,masse1 wie wir spter kennen lernen werden1 durch ,hinzufgen eines bestimmten ,pilzes gren gelassen4 ,obschon das ,mehl der ,gerste zum ,brotbacken weniger geeignet ist als ,weizen- und ,roggenmehl1 wird in den nrdlichen ,lndern wie ,schottland1 ,dnemark und ,skandinavien dennoch das ,brot meist daraus bereitet4 ,bei uns in ,mitteleuropa kommt der ,gerste die grte ,wichtigkeit fr die ,malzgewinnung zur ,bierbrauerei1 sowie zur ,herstellung von ,malzzucker und ,malzextrakt zu4 ,man lt zu diesem ,zwecke die ,frchte durch ,befeuchten mit ,wasser keimen1 bis sie etwa ein #e mm langes ,wrzelchen getrieben haben1 wobei sich die ,masse durch den dabei entwickelten ,lebensproze stark erwrmt4 ,ist durch die ,mitwirkung eines in den ,samenkrnern enthaltenen1 als ,diastase bezeichneten ,fermentes bei der ,keimung ein groer ,teil der unlslichen ,strke in lslichen ,zucker umgewandelt1 so wird die ,keimung durch starkes ,erhitzen 7,drren7 unterbrochen1 das ,malz zur ,extraktion des ,zuckers gekocht und diese ,lsung zur ,bierbereitung weiterhin in alkoholische ,grung gebracht4 ,ein ,zusatz von ,hopfen gibt dann der ,flssigkeit den bittern ,geschmack4 ,auerdem wird die ,gerste durch ,abschlen zu ,grtze1 ,grie und ,graupen verarbeitet4 ,ferner dient sie als beliebtes ,futtermittel fr das ,federvieh1 und geschrotet als ,kraft- oder ,mastfutter fr grere ,haustiere4 ,in ,sdeuropa werden auch die ,pferde mit ,gerste gefttert4 ,so alt der ,anbau von ,weizen und ,gerste in ,asien und ,europa ist1 so jungen ,datums ist hier die ,kultur von ,roggen und ,hafer4 ,diese beiden ,getreidearten haben weder die alten ,babylonier1 gypter1 ,inder und ,chinesen1 noch die homerischen ,griechen gekannt4 ,selbst die ,griechen der klassischen ,zeit und die ,rmer haben deren ,anbau als ,feldfrucht noch nicht gebt4 ,diese beiden ,nhrfrchte1 die in der ,gegenwart bei uns eine so groe ,bedeutung erlangt haben1 sind1 wie auch die ,bluthirse im ,sden ,osteuropas1 von den ,slawen zuerst als ,feldfrucht angepflanzt und veredelt worden1 und zwar zu einer ,zeit1 als sich bereits die griechischen und rmischen ,stmme von der arischen ,gesamtfamilie1 zu der auch die ,slawen gehrten1 getrennt und im ,sden ,europas gesonderte ,wohnsttten bezogen hatten4 ,nur die germanischen ,stmme1 welche lnger wie jene mit den ,slawen in ,berhrung blieben1 nahmen von diesen frhzeitig den ,bau der beiden neuen ,getreidearten an4 ,unter den angestammten ,getreidearten der ,alten ,welt ist der ,roggen 7,secale cereale7 mit dem ,hafer entschieden der jngste4 ,er kann in ,mitteleuropa erst in der bergangsperiode von der ,bronze- zur ,eisenzeit nachgewiesen werden4 ,den ,pfahlbauten der ,schweiz fehlte er noch gnzlich1 whrend er hier zur ,rmerzeit angebaut wurde1 wie mehrfache ,funde und ,angaben der ,schriftsteller beweisen4 ,in ,dnemark tritt er in den ersten nachchristlichen ,jahrhunderten auf2 doch findet er sich am allerhufigsten in den frhmittelalterlichen slawischen ,niederlassungen4 ,die ,slawen brachten ihn den finnischen und germanischen ,stmmen1 bei denen er1 die ltere ,gerste berholend1 vielfach das ,hauptbrotgetreide1 das ,korn8 schlechthin1 wurde4 ,die ,heimat des ,roggens ist in der sarmatischen ,ebene in ,sdruland zu suchen1 von wo aus sein ,anbau nach ,norden zu den eben genannten ,volksstmmen1 sowie westwrts nach ,thrakien gelangte4 ,zuerst erwhnt ihn der ltere ,plinius 7#bc n4 ,chr4 in ,como geboren und #gi als ,befehlshaber der ,flotte bei ,misenum beim ,vesuvausbruch umgekommen7 als die ,hauptbrotfrucht der keltischen ,bevlkerung der ,poebene2 doch hat dem vornehmen ,rmer das krftige1 daraus bereitete ,brot1 das ,schwarzbrot81 so wenig als den verweichlichten ,kulturnationen unserer ,zeit behagt4 ,er schreibt in seiner ,naturgeschichte3 ,der ,roggen 7secale71 den die ,tauriner am ,fue der ,alpen asia nennen1 ist das geringste ,getreide1 kann nur zur ,stillung des ,hungers dienen1 gibt brigens viele ,krner1 hat einen dnnen ,halm und liefert ein dunkles1 schweres ,mehl4 ,um diesen ,geschmack zu verbessern1 mischt man ihm ,spelt bei2 aber dennoch ist er dem ,magen im hchsten ,grade zuwider4 ,er wchst in jedem ,boden1 trgt etwa hundertfltig und schont den ,boden8 -- was brigens durchaus nicht der ,fall ist4 ,auch der griechische ,arzt ,galenos 7#aca-bjj n4 ,chr471 der uns das zweite bekannte ,zeugnis ber den ,roggen berliefert hat1 kann sich mit ihm durchaus nicht befreunden4 ,er sagt ber ihn in seiner ,schrift von den ,eigenschaften der ,speisen3 ,auf vielen ckern ,thrakiens und ,makedoniens habe ich eine ,getreideart gesehen1 die der ,granne und dem ganzen ueren nach unserer asiatischen tph 7wahrscheinlich ,einkorn7 hnlich war4 ,ich fragte die ,leute nach dem ,namen1 und sie antworteten1 die ganze ,pflanze wie auch der bloe ,samen heie brza4 ,das daraus bereitete ,brot riecht unangenehm und ist schwarz48 ,so wenig nun auch das ,roggenbrot bei den ,gebildeten jener ,zeit ,anklang fand1 so scheint sich doch die ,roggenkultur damals sdwrts ausgedehnt zu haben2 denn in einem diokletianischen ,erla aus dem ,beginne des #d4 ,jahrhunderts wird der ,roggen unter den ,getreidepflanzen an dritter ,stelle gleich hinter ,weizen und ,gerste genannt4 ,in ,oberitalien und den ,alpengegenden wird er heute noch ziemlich viel gepflanzt2 doch ist sein ,hauptverbreitungsgebiet ,deutschland und ,westruland1 wo er das ,korn8 schlechthin genannt wird4 ,in diesen ,lndern ist das schwarze ,roggenbrot ein ,hauptnahrungsmittel der ,landbevlkerung4 ,ist es auch etwas weniger nahrhaft als das aus ,weizenmehl hergestellte ,weibrot1 so ist es dafr schmackhafter und hlt sich viel lnger weich und geniebar als letzteres1 das leicht austrocknet und dadurch seinen ,wohlgeschmack verliert4 ,enthlt der ,weizen #fd ,prozent ,strkemehl und gegen #ac ,prozent ,eiweistoffe1 so enthlt das ,roggenkorn nur #fj ,prozent ,strkemehl und #aa ,prozent ,eiwei4 ,auer zum ,brotbacken wird der ,roggen noch zum ,branntweinbrennen verwendet4 ,die ,kleie1 welche beim ,mahlen des ,roggenkorns als ,abfall zurckbleibt1 dient1 wie auch das ganze geschrotene ,korn1 als ,viehfutter2 auerdem wird der ,roggen als voluminse ,halmfrucht oft vor seiner ,reife als ,grnfutter geschnitten und an das ,vieh verfttert4 ,das ,stroh findet als ,hcksel und zur ,einstreu fr das ,vieh1 beim ,dachdecken und in der ,papierfabrikation1 ebenso zur ,herstellung von ,strohmatten1 ,flaschenmuffen und hnlichen ,gebrauchsgegenstnden ,verwendung4 ,der ,roggen stellt weit geringere ,ansprche an die ,gte des ,ackerbodens und ist auch mit einer geringeren ,sommerwrme zufrieden als der ,weizen4 ,in ,skandinavien gedeiht der ,roggen selbst noch am ,nordkap1 und in den ,alpen steigt er so hoch hinauf als die hchsten ,felder reichen4 ,so findet er sich bei ,findelen im ,kanton ,wallis noch bei #bjge m und bei ,l im ,mnstertal bei #aijj m ,hhe neben der ,gerste angebaut4 ,er wird sowohl einjhrig als ,sommerroggen1 als auch zweijhrig als ,winterroggen angebaut1 indem man die ,saat frhzeitig im ,herbst anpflanzt und den ,keimlingen dadurch ,zeit zu reichlicher ,bestockung gewhrt4 ,die ,roggenhre ist in ihrer ,zusammensetzung derjenigen des ,weizens sehr hnlich1 doch hllen die beiden viel kleineren ,hllspelzen nicht wie dort das ganze hrchen ein4 ,in jedem hrchen entwickeln sich nur zwei ,blten1 so da die reifen ,krner in der hre in vier ,lngsreihen angeordnet sind4 ,als einziger ,rispentrger unter unseren ,getreidegrsern kann der ,hafer 7,avena sativa7 nicht leicht mit einer anderen ,getreideart verwechselt werden4 ,er stammt hchst wahrscheinlich vom ,flughafer 7,avena fatua7 ab1 den noch die ,rmer nur als unbrauchbares ,feldunkraut kannten4 ,als ,kulturform unterscheidet er sich von der wilden ,stammform hauptschlich dadurch1 da1 abgesehen von den greren ,krnern1 die ,spindel der hrchen nicht mehr so brchig ist und die ,frchte deshalb nicht so leicht abfallen4 ,diese ,veredelung wurde gleichfalls durch zielbewute ,kulturauslese erreicht1 und zwar vermutlich in ,sdostruland1 in der kaspisch-kaukasischen ,ebene oder in dem daran angrenzenden turkestanischen ,tiefland4 ,von hier drang er schon in vorgeschichtlicher ,zeit westwrts1 wo wir ihn nrdlich der ,alpen in den schweizerischen ,pfahlbauten und in etwa gleichzeitigen ,landansiedelungen ,deutschlands schon zur ,bronzezeit antreffen4 ,hier lernten ihn spter die ,rmer als menschliches ,nahrungsmittel kennen4 ,sie staunten ber das barbarische ,brotkorn8 der ,germanen1 wie sie es nannten2 denn sie sahen in dem ,kulturhafer nur den ihnen als lstiges ,ackerunkraut bekannten ,flughafer1 den sie hchstens als ,viehfutter und ,arzneimittel gelten lieen4 ,die ,griechen der homerischen ,zeit kannten den ,hafer noch nicht4 ,der erste griechische ,schriftsteller1 der ihn erwhnt1 ist der ,arzt ,dieuches aus dem ,anfang des #d4 ,jahrhunderts v4 ,chr41 der sagt1 man knne aus dessen ,krnern einen ,brei kochen1 der leichter verdaulich als der gewhnlich genossene ,gerstenbrei sei4 ,der ausgezeichnete griechische ,botaniker ,theophrastos 7#cga-bhf v4 ,chr47 kennt ihn nur als ein ,ackerunkraut1 ebenso der ltere ,cato 7#bcd-adi v4 ,chr471 der in seiner ,schrift ber den ,landbau sagt1 man msse den ,hafer beim ,hacken und ,jten des ,getreides als lstiges ,unkraut ausreien4 ,auch die rmischen ,dichter ,vergil 7#gj-ai v4 ,chr47 und ,ovid 7#dc vor bis #ag nach ,chr47 kennen ihn nur als solches4 ,ersterer sagt in einer seiner ,eklogen1 d4 h4 ausgewhlten ,gedichte3 ,meine ,felder liegen de2 da1 wo ich ,gerste gest1 wchst der unglckselige ,taumellolch 7lolium7 und unfruchtbarer ,hafer 7sterilis avena768 ,und in seiner ,georgika1 einem ,gedicht ber den ,landbau1 klagt er3 ,gar mancher st zu frh1 seine ,saat verdirbt und sein ,feld trgt dann nichts als unntzen ,hafer 7vana avena748 ,erst der rmische ,ackerbauschriftsteller ,columella aus ,spanien im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 spricht von seiner ,verwendung als ,viehfutter3 ,hafer wird gest1 um grn oder als ,heu verfttert zu werden2 man lt auch welchen stehen1 um wieder ,samen zu bekommen48 ,sein ,zeitgenosse ,plinius 7#bc-gi n4 ,chr47 meint3 ,der ,hafer 7avena7 ist ein unter dem ,getreide vorkommendes ,unkraut und entsteht durch ,entarten der ,gerste4 ,die germanischen ,vlker sen ihn und essen keinen anderen ,brei als ,haferbrei48 ,der #aca n4 ,chr4 in ,pergamon in ,kleinasien geborene griechische ,arzt ,claudios ,galenos1 der zuerst in seiner ,vaterstadt und dann in ,rom1 wo er um #bjj starb1 die ,heilkunst ausbte1 schreibt ber den brmos1 was man bisher mit ,hafer bersetzte1 da ,plinius an einer ,stelle die ebaren ,samen einer ,getreideart so bezeichnet1 das aber wahrscheinlicher eine ,wickenart bedeutet1 da ,galenos ihn ausdrcklich als ,hlsenfrucht bezeichnet3 ,der brmos wird in groer ,menge in ,asien angebaut1 besonders in ,mysien1 das ber ,pergamon liegt4 ,er dient als ,futter fr das ,zugvieh2 von ,menschen wird nur zur ,zeit von ,hungersnot daraus gebackenes ,brot gegessen4 ,auer einer ,hungersnot wird er nur selten1 und dann in ,wasser gekocht und mit sem ,wein oder eingekochtem ,most oder ,honigwasser gegessen4 ,er gibt nicht gar viel ,nahrung und das aus ihm bereitete ,brot schmeckt nicht angenehm1 bekommt aber gut48 ,wenn wir nun auch diese ,notiz nicht fr den ,hafer verwenden knnen1 so ist uns doch aus spterer ,zeit der ,anbau von ,hafer als ,viehfutter wenigstens im ostrmischen ,reiche verbrgt4 ,als solcher erscheint er zwar noch nicht als ,getreide fr den ,menschen1 wohl aber unter den ,futterkrutern frs ,vieh im bereits erwhnten ,erla des ,kaisers ,diokletian 7#bci-cac7 und der ,kirchenvater ,hieronymus 7#cdj-dbj7 sagt an einer ,stelle1 der ,hafer werde wie die ,wicke von den weidenden ,tieren gefressen4 ,so dient er auch heute noch in ,norditalien wie in ,griechenland nur als ,grnfutter1 whrend als ,pferdefutter allgemein ,gerste benutzt wird4 ,illustration3 ,bild #f4 ,flugbrand des ,getreides 7,ustilago segetum74 a ,vom ,flugbrand befallener ,hafer4 ,der ,parasit dringt in die junge ,haferpflanze ein und entwickelt sich in derselben unsichtbar weiter1 bis bei der ,bltenbildung das mitgewandelte ,pilzmyzel in die jungen ,fruchtknoten eindringt und dort1 reichlich ernhrt1 das ganze ,korn zerstrt1 indem es ihn in einen ,haufen winzigster ,brandsporen umwandelt4 b ,in ,wasser keimende ,brandspore bei #hjj;facher ,vergrerung4 ,das eigentliche ,kulturgebiet des ,hafers als ,getreidefrucht des ,menschen ist das ,europa nrdlich der ,alpen1 so weit es nicht zu kalt fr ihn wird4 ,bezglich seiner ,ansprche an die ,beschaffenheit des ,ackerbodens ist er gengsamer als alle brigen ,getreidearten4 ,er kann ebensogut auf geringem ,sandboden1 als auf schwerem ,tonboden oder auf ,moorboden angebaut werden4 ,trotzdem ist seine geographische ,verbreitung nicht so gro als diejenige von ,weizen und ,gerste1 weil sein ,anbau ein wrmeres ,klima erfordert und er sich langsamer als jene entwickelt4 ,im ,norden erreicht seine ,kultur den #gj4 ,breitengrad nicht und in den ,alpen steigt er nicht ber #afgj m ,meereshhe4 ,man baut ihn als ,sommergetreide mit frher ,aussaat4 ,er leidet wie die brigen ,getreidearten vornehmlich durch den ,flugbrand1 der in nassen ,jahren groe ,verheerungen anrichtet4 ,den meisten ,hafer produzieren die ,vereinigten ,staaten von ,nordamerika1 dann folgen ,ruland und ,deutschland mit ,mengen1 welche die ,weizenproduktion der betreffenden ,lnder noch weit bersteigen4 ,auch ,frankreich und sterreich liefern betrchtliche ,mengen4 ,im ,verhltnis zur ,gre des bebauten ,landes ist die ,haferproduktion in den nordischen ,lndern3 ,schweden1 ,norwegen1 ,dnemark1 ,schottland und ,kanada besonders gro2 in ,schweden liefert z4 ,b4 der ,hafer mehr als die ,hlfte alles berhaupt gewonnenen ,getreides4 ,dort und in ,norwegen wird aus ihm ein trockenes1 jahrelang haltbares ,fladengebck1 das ,fladbrot -- eine ,art ,zwieback -- verfertigt1 das als ,volksnahrung eine groe ,rolle spielt4 ,auch in ,schottland bckt man aus dem ,hafermehl harte1 ungesuerte ,kuchen4 ,das nationale ,frhstcksessen der ,schotten1 ,iren und vieler ,englnder aber ist die mit ,milch gekochte ,hafergrtze1 der porridge1 der vor dem ,aufkommen des ,kaffees auch bei uns in ,sddeutschland und der ,schweiz als ,habermus8 als solches figurierte und neuerdings sich glcklicherweise immer mehr als uerst rationelles erstes tgliches ,essen einbrgert4 ,sonst wird der ,hafer zu ,schleimsuppen1 ,grtze1 ,grie und ,brei verwandt1 besonders aber an ,pferde verfttert4 ,haferstroh dient wie dasjenige der brigen ,getreidearten in der ,landwirtschaft als ,streu und wird zu ,hcksel verschnitten4 ,illustration3 ,bild #g4 ,rispenhirse 7,panicum miliaceum74 7,nach ,hegi47 ,weiter sind die ,hirsearten wichtige ,getreidegrser4 ,diese ein- bis zweibltigen ,rispengrser sind leicht daran zu erkennen1 da die ,deck- und ,vorspelze hart und hufig glnzend sind4 ,eine der grten der gegen #ejj bekannten ,arten ist die ,rispenhirse 7,panicum miliaceum71 deren ,stammform bisher unbekannt ist4 ,jedenfalls ist sie irgendwo in ,zentralasien zur ,kulturpflanze erhoben worden und hat von da schon sehr frhe ihren ,eroberungszug ber die ganze ,alte ,welt angetreten4 ,so gelangte sie schon in der neolithischen ,zeit nach ,mitteleuropa und wurde hier von den ,stmmen der jngeren ,steinzeit neben ,gerste und ,weizen angepflanzt4 ,in den neolithischen ,pfahlbauten der ,schweiz finden wir die ,hirsekrner so verquetscht und zu brothnlichen ,massen verknetet1 da eine ,bestimmung der ,art nach den ,krnern unmglich ist4 ,auch aus den antiken ,schriftstellern werden wir nicht klug1 welche ,hirseart von den von ihnen beschriebenen fremden ,vlkern verzehrt wurde4 ,im ganzen scheint die ,rispenhirse darunter verstanden worden zu sein3 doch ist daneben damals schon in ,mitteleuropa eine zweite ,art nachweisbar4 ,es ist dies die ,kolbenhirse 7,panicum italicum71 deren ,stammform als ,panicum viride1 ein durch die gemigte ,zone der alten ,welt verbreitetes ,unkraut bildet4 ,sie unterscheidet sich von der kultivierten ,form nur durch geringere ,gre und das spontane ,abfallen der ,fruchthren bei der ,reife4 ,auch diese ,wildhirse scheint in ,innerasien zuerst als ,getreide in die ,pflege des ,menschen genommen worden zu sein und hat sich frh nach allen ,richtungen verbreitet4 ,schon ums ,jahr #bhjj v4 ,chr4 treffen wir sie neben ,weizen1 ,gerste1 ,reis und ,sojabohne in ,china angebaut4 ,noch frher mu sie in ,nordindien kultiviert worden sein1 wo sie die ,arier bei ihrer ,einwanderung als die gewhnliche ,brotfrucht der ,eingeborenen berall angebaut fanden4 ,doch verschmhten sie selbst zunchst dieses ,korn1 das ihnen minderwertig erschien4 ,wie im ,sanskrit treffen wir eine ,bezeichnung fr sie im ,altgyptischen1 doch ist ihre ,kultur weder im ,niltal1 noch in ,mesopotamien zu grerer ,bedeutung gelangt1 da hier offenbar schon ltere ,getreidearten so gut eingebrgert waren1 da sie sie nicht aus ihrer herrschenden ,stellung zu verdrngen vermochte4 ,dagegen war sie von jeher bei den ,negern in ,afrika das ,hauptgetreide4 ,wie der sptere ,plinius1 sagt der um #be n4 ,chr4 verstorbene weitgereiste griechische ,geograph ,strabon aus ,amasia im ,pontusgebiet3 ,in thiopien leben die ,leute 7,neger7 von ,rispenhirse 7knchros7 und von ,gerste 7krith7 und machen aus beiden ihren ,trank48 ,auch bei den ,steppenvlkern ,sdrulands war die ,hirse die wichtigste ,nhrfrucht4 ,so sagt derselbe ,autor3 ,das ,tal des ins ,schwarze ,meer flieenden ,thermodon ist feucht1 mit frischem ,grn bedeckt1 ernhrt ,herden von ,rindern und ,pferden und die meisten ,felder sind mit ,kolbenhirse 7lymos7 und ,rispenhirse 7knchros7 bestellt4 ,noch nie haben die ,leute in diesem ,tale ,hungersnot erlebt48 ,auch im ,hochlande von ,armenien fanden die ,griechen im ,jahre #djj v4 ,chr4 auf ihrem ,rckzuge nach der unglcklichen ,schlacht von ,kunaxa laut dem ,berichte ihres ,fhrers ,xenophon1 der ihn in seiner ,anabasis beschrieb1 die ,kolbenhirse 7lymos7 als ,hauptgetreide angepflanzt4 ,die ltesten ,griechen bauten die ,hirse nicht an4 ,nirgends wird sie in den homerischen ,epen erwhnt4 ,von den griechischen ,schriftstellern nennt sie zuerst ,hesiod im achten vorchristlichen ,jahrhundert1 aber an einer wahrscheinlich spter eingeschobenen ,stelle4 ,erst den spteren ,griechen war sie wohlbekannt1 sowohl die ,rispenhirse knchros1 als auch die ,kolbenhirse lymos oder meln4 ,der griechische ,pflanzenkundige ,theophrast 7#cij-bhf v4 ,chr47 erwhnt beide als ,getreide 7stos7 und sagt1 da man sie im ,sommer se4 ,besonders die ,spartaner werden uns als ,hirseesser bezeichnet2 auch in ,athen war der ,hirsebrei ein gewhnliches ,gericht4 ,doch urteilt der aus ,anazarbos in ,kilikien gebrtige griechische ,arzt ,dioskurides um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 in seiner ,arzneimittellehre3 ,die ,rispenhirse 7knchros7 hat1 wenn sie in ,brot verwandelt wird1 weniger ,nhrkraft als anderes ,getreide4 ,als ,brei wird sie arzneilich gebraucht1 auch legt man sie gerstet in ,sckchen auf schmerzende ,stellen4 -- ,die ,kolbenhirse 7lymos7 heit auch meln2 sie ist ein der ,rispenhirse hnliches ,getreide1 wird ebenso zu ,speise und ,arznei gebraucht1 hat aber weniger ,nhrkraft als jene48 ,eine etwas grere ,rolle als in ,griechenland1 wo sie im ganzen nur geringe ,bedeutung erlangte1 spielte die ,hirse bei den ,volksstmmen ,italiens4 ,auch bei ihnen wurden beide ,arten gepflanzt1 die ,rispenhirse als milium und die ,kolbenhirse als panicum4 ,letzterer ,name hngt mit panis ,brot zusammen und beweist1 da das ,mehl der ,kolbenhirse1 wie schon bei den neolithischen ,pfahlbauern1 vorzugsweise zu fladenartigem1 nicht getriebenem ,brot verbacken wurde1 whrend man aus dem gemahlenen ,korn der ,rispenhirse mit ,vorliebe einen in der ,regel nur mit ,wasser1 ausnahmsweise mit ,milch gekochten ,brei herstellte4 ,in seiner ,naturgeschichte sagt ,plinius3 ,die ,rispenhirse 7milium7 gedeiht vorzglich in ,kampanien1 man kocht dort aus ihr einen weien ,brei 7puls7 und bckt aus ihr ein recht ses ,brot4 ,die sarmatischen ,vlker 7,nomadenvlker im ,norden des ,schwarzen ,meeres1 ein ,teil der ,skythen7 leben vorzugsweise von solchem ,hirsebrei1 mischen auch rohes ,mehl mit ,pferdemilch oder mit ,blut aus den ,schenkeladern des ,pferdes und essen es so4 ,die ,neger kennen keine andere ,feldfrucht als ,rispenhirse und ,gerste4 -- ,die ,kolbenhirse 7panicum7 ist in ganz ,gallien gebruchlich2 in ,italien pflanzt man sie in der ,landschaft1 die der ,po durchfliet1 und mischt 7gemahlene7 ,saubohnen hinzu1 ohne welche man dort berhaupt nichts zubereitet4 ,die pontischen ,vlker 7besonders in ,kaukasien und dem nrdlichen ,kleinasien7 ziehen die ,kolbenhirse jeder anderen ,speise vor48 ,auch die iberischen ,volksstmme bauten ihn mit ,vorliebe an4 ,so sagt der beraus gelehrte ,marcus ,terentius ,varro 7#aaf-bg v4 ,chr47 in seiner ,schrift ber den ,landbau3 ,in den ,erdgruben1 die man in ,spanien zur ,aufbewahrung des ,getreides anlegt1 hlt sich die ,rispenhirse 7milium7 mehr als #ajj ,jahre lang gut48 ,und der aus ,spanien stammende ,ackerbauschriftsteller ,columella im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 schreibt3 ,zum ,getreide kann man auch die ,kolbenhirse 7panicum7 und die ,rispenhirse 7milium7 rechnen4 ,sie verlangen einen leichten1 lockeren ,boden und gedeihen selbst auf magerem ,sand1 wenn er nur feucht ist und ,regen darauf fllt2 trockenen und tonigen ,boden scheuen sie4 ,vor dem ,frhjahr darf man sie nicht sen1 weil sie die ,wrme lieben2 die beste ,zeit der ,aussaat ist ,ende ,mrz4 ,die ,aussaat ist an sich wohlfeil1 weil man dem ,ma nach nicht viel streut2 spter macht sich aber ein oftmaliges ,behacken und ,jten ntig4 ,die ,ernte geschieht1 bevor die ,samen ausfallen1 indem man die ,samenrispen 7spicae7 mit der ,hand abpflckt4 ,man hngt sie alsdann in die ,sonne1 trocknet sie1 hebt sie dann auf dem ,kornboden auf1 und so halten sie sich lnger als anderes ,getreide4 ,aus der ,rispenhirse bereitet man ,brot1 das sich gut essen lt1 solange es noch warm ist4 ,die ,kolbenhirse wird durch ,stampfen 7in ,holzmrsern7 von der ,schale befreit und gibt dann1 besonders mit ,milch gekocht1 einen ,brei1 der nicht bel schmeckt4 ,die ,rispenhirse kann ebenso zu ,brei gekocht werden48 ,trotzdem die ,hirse bei den ,volksstmmen ,italiens gebaut wurde1 trat sie1 gleich der ,gerste1 vor dem ,spelt und spter dem ,weizen zurck4 ,nur wenn die letzteren nicht gut gerieten1 war man ber jene mindergeschtzten1 aber ausgiebigeren ,getreidearten froh4 ,speziell in der ,poebene und im sdlichen ,gallien wurden sie noch lange von den dort wohnenden keltischen ,stmmen bevorzugt4 ,als ,csar die ,hafenstadt ,massalia 7das heutige ,marseille7 belagerte1 ernhrten sich die ,einwohner mit alter ,hirse und verdorbener ,gerste1 die sie fr derartige ,zeiten der ,not aufgespeichert hatten4 ,in hnlicher ,weise wurden noch zu ,anfang des #f4 nachchristlichen ,jahrhunderts whrend einer ,hungersnot zu ,pavia und ,tortona groe ,mengen von ,hirse aus den stdtischen ,magazinen zu sehr niedrigen ,preisen an das ,volk abgegeben1 ein ,beweis dafr1 da der ,hirsebau sich im keltischen ,oberitalien auch unter rmischer und gotischer ,herrschaft behauptete4 ,bis ins #ah4 ,jahrhundert hinein war der ,hirsebau in ,mitteleuropa ziemlich verbreitet1 und bei unseren ,vorfahren bildete der ,hirsebrei neben dem ,hafermus die tgliche ,morgenkost1 die seither durch ,kaffee und ,brot verdrngt wurde4 ,nur in ,nordchina1 ,zentralasien und ,sdruland bildet diese ,krnerfrucht heute noch eine der wichtigsten ,getreidearten1 die als ,brei und ,kuchen von jedermann tglich genossen wird4 ,vom ,kaspischen ,meer bis zur ,donaumndung ist die ,hirse sogar die ,hauptnhrfrucht1 und bis vor #ej ,jahren war es in ,sdruland allgemein gebte ,sitte1 den ,toten auer ,brot und ,branntwein einen ,topf voll ,hirsebrei mit ins ,grab zu geben4 ,tiefer nach ,afrika hinein drang der ,anbau dieser nordischen ,hirsearten niemals vor1 da hier verschiedene einheimische ,hirsearten bereits groe ,bedeutung erlangt hatten4 ,unter ihnen ist vor allem die ,negerhirse 7,pennisetum spicatum7 zu nennen1 deren ,heimat das tropische ,afrika ist4 ,von hier aus drang sie frh nach gypten und teilweise auch ,palstina vor1 wo sie schon im ,alten ,testament als duchn genannt wird1 eine ,bezeichnung1 die heute noch bei den ,arabern gebruchlich ist1 whrend die ,neger sie gewhnlich mavele nennen4 ,sie wird #b m hoch und bildet walzenfrmige ,fruchtstnde von ber #cj cm ,lnge und bis #d cm ,dicke1 in denen die ,krner sich dichtgedrngt finden4 ,das daraus gewonnene feine ,mehl wird1 mit ,wasser angemacht1 zu einer wohlschmeckenden ,grtze gekocht1 die in vielen ,gegenden ,afrikas die ,hauptnahrung der ,eingeborenenbevlkerung bildet4 ,allerdings ist in diesem ,kontinente eine andere ,hirseart noch viel beliebter und deshalb verbreiteter4 ,es ist dies die ,mohrenhirse oder das ,neger- bzw4 ,kafferkorn 7,andropogon sorghum71 von den ,arabern durra1 von den ,negern jedoch meist mtamma genannt4 ,von ihr gibt es eine ,menge ,varietten1 die #b-g m hoch werden1 bis #a m lange und #g-aj cm breite ,bltter treiben und schlielich eine mehr oder weniger gedrngte endstndige ,rispe hervorbringen1 an denen die #d-e mm langen und #c-d mm breiten ,frchte sitzen4 ,bei der wilden ,urform1 dem aleppischen ,bartgrase 7,andropogon halepense71 die ber die wrmeren ,gebiete der ganzen ,erde verbreitet ist und in manchen ,gegenden an ,wasserlufen groe ,dickichte bildet1 fallen die die hrenpaare tragenden stchen des ,bltenstandes nach der ,fruchtreife ab1 whrend sie bei den ,kulturformen stets erhalten bleiben4 ,auch werden die ,frchte der wilden ,form ganz und gar von den ,hllspelzen umhllt1 whrend dies nur bei einer einzigen1 noch wenig durch ,kulturauslese vernderten ,kulturform der ,fall ist4 ,die zahlreichen ,kulturvarietten unterscheiden sich nun durch ,gestalt1 ,gre und ,farbe der ,hllspelzen1 die von ,schneewei zu ,gelb1 ,rot1 ,braun und ,schwarz wechseln1 wie auch durch die ,gestaltung der ,rispe1 die bald weitschweifig und flatterig wie bei der ,stammform ist1 bald mehr oder weniger gedrngte1 elliptische bis kugelige ,kolben bildet4 ,die ,mohrenhirse nimmt mit trockenem1 magerem ,boden vorlieb und eignet sich deshalb besser als irgend eine andere ,pflanze zum ,anbau in solchen tropischen und halbtropischen ,gegenden1 wo auf eine krzere ,regenzeit eine langanhaltende ,trockenzeit folgt4 ,deshalb bildet sie nicht nur in ,afrika1 wo sie heimisch ist und zuerst in ,kultur genommen worden zu sein scheint1 sondern auch in ,indien und ,china die ,hauptbrotfrucht1 die in zahlreichen ,spielarten gezogen wird4 ,aus ihrer ,heimat ,afrika gelangte sie schon zur ,zeit der ltesten ,dynastien um die ,mitte des #d4 vorchristlichen ,jahrtausends nach gypten1 wo sie neben den lteren hier eingefhrten ,getreidearten als boti ziemlich hufig gepflanzt wurde2 wenigstens wird ihre ,frucht ziemlich hufig unter den ,grabbeigaben gefunden1 auch ist sie mehrfach deutlich erkennbar an den ,wnden der ,grabkammern abgebildet worden4 ,so findet sich auf einem ,wandgemlde im ,grabe des ,amenembe eine ,ernteszene der ,mohrenhirse dargestellt4 ,die mannshohen1 unten hellgrn und oben gelb mit rotem1 kolbenfrmigen ,fruchtstand gemalten ,halme werden dabei aus dem ,boden gezogen1 in ,garben gebunden und nach der ,tenne getragen1 wo sie vermittelst einer ,hechel von ihren ,krnern befreit werden4 ,illustration3 ,bild #h4 ,die ,mohrenhirse 7,andropogon sorghum74 ,nach ,hegi4 ,spter drang die ,mohrenhirse auch nach ,westasien vor1 ohne da wir allerdings geschichtliche ,dokumente dafr besen4 ,noch heute wird sie wie in ,obergypten1 so in ,palstina und ,vorderasien ziemlich hufig angebaut4 ,in der ,folge kam sie auch nach ,indien1 wo sie um die ,wende der christlichen ,zeitrechnung bereits bekannt war1 doch fehlt ein ,sanskritname fr sie4 ,nach ,china soll sie angeblich im #d4 ,jahrhundert nach ,chr4 als ,hirse aus dem ,lande ,shu8 eingefhrt worden sein4 ,heute nhrt sich ein groer ,teil der ,milliarden ,einwohner ,indiens und ,chinas vorzugsweise von dieser ,hirseart statt von ,reis1 wie man gewhnlich annimmt4 ,in ihrer alten ,heimat ,afrika ist sie1 wie schon der ,name ,mohrenhirse oder ,kafferkorn besagt1 die weitaus wichtigste ,getreidefrucht geblieben1 aus welcher nicht nur fladenartiges ,brot und ,brei1 sondern auch ein als merissa bezeichnetes1 sehr beliebtes ,bier hergestellt wird4 ,zu dem ,zwecke werden die ,krner der ,mohrenhirse zuerst in ,wasser aufgeweicht1 sodann vorbergehend in die ,erde vergraben1 um das ,keimen derselben zu bewirken4 ,ist dies erreicht1 so werden sie zu einem groben ,mehl zerstampft1 in einem irdenen ,topf gekocht und die durch ,filtration daraus gewonnene klare1 zuckerhaltige ,flssigkeit in ,kalabassen einer langsamen ,grung unterzogen4 ,nach #a-b ,tagen ist das leicht berauschende ,getrnk fertig4 ,die ltesten ,griechen und ,rmer haben die ,mohrenhirse nicht gekannt4 ,der erste rmische ,autor1 der uns von ihr berichtet1 ist der #gi n4 ,chr4 beim ,vesuvausbruch umgekommene ltere ,plinius1 der in seiner ,naturgeschichte schreibt3 ,vor etwa zehn ,jahren ist in ,italien eine aus ,indien stammende ,hirseart 7milium7 eingefhrt worden1 welche dunkelfarbig und grokrnig ist und einen rohrartigen ,halm hat4 ,sie wird bis sieben ,fu hoch4 ,ihre ,bltenrispe wird ,mhne 7phoba7 genannt2 sie gibt von allen ,getreidearten den hchsten ,ertrag1 von einem einzigen ,halme #c ,sextarien 7 #a1ed ,liter748 ,trotz ihres auerordentlichen ,ertrages fand sie aber in ,italien damals nicht recht ,eingang1 wahrscheinlich weil das dem ,roggen hnliche1 schwrzliche ,mehl den verwhnten ,rmern nicht behagte4 ,kein spterer ,autor spricht mehr von ihr1 so da wir annehmen mssen1 da sie bald wieder vllig aus ,italien verschwand4 ,erst durch die ,araber wurde sie wieder in die ,mittelmeerlnder eingefhrt4 ,so erwhnt sie aus ,italien zuerst wieder ,petrus de ,crescentiis ums ,jahr #acjj unter dem ,namen milica4 ,doch diente sie damals vorzugsweise als ,viehfutter und nur in ,teuerungszeiten wurde das daraus gewonnene ,mehl mit anderem gemischt genossen4 ,einzig der ,umstand1 da diese ,getreideart sieben ,monate zu ihrer ,entwicklung bedarf1 hat es bewirkt1 da diese sonst so wertvolle1 ertragreiche ,krnerfrucht nicht weiter nordwrts in ,europa ,verbreitung fand4 ,ihre ,nordgrenze findet sie hier in ,sdtirol1 wo sie unter dem ,namen ,sirch gepflanzt wird4 ,hier scheint aber diese ,getreideart frher allgemeiner angepflanzt worden zu sein1 da bis vor kurzem der ,grundzins in diesem ,korn bezahlt werden mute4 ,von hier kommen auch meist die abgeernteten und vermittelst metallener ,kmme entkrnten ,fruchtrispen1 die man bei uns sehr viel zur ,anfertigung von ,besen und groben ,brsten1 die man flschlicherweise als ,reisbesen oder ,reisbrsten bezeichnet1 benutzt4 ,in der ,neuzeit hat sich die ,mohrenhirse weitherum1 so weit das ,klima warm genug fr sie ist1 verbreitet4 ,auch in ,nordamerika wurde sie im #ai4 ,jahrhundert vielfach angepflanzt1 erwies sich aber empfindlicher gegen nasse ,klte und bedarf einer hheren ,sommerwrme zur ,reifung ihrer ,samen als der dort einheimische ,mais4 ,sie wird wie dieser1 nur noch enger gepflanzt1 auerdem mssen die betreffenden ,felder fter gejtet werden1 da die jungen ,pflnzchen der ,mohrenhirse sich langsamer als diejenigen des ,maises entwickeln1 weshalb sie in grerer ,gefahr sind1 vom ,unkraut unterdrckt zu werden4 ,spter treiben sie nach dem ,abschneiden ein zweites ,mal ,halme1 wodurch es mglich wird1 nach einer ,grnfutterernte eine ,krnerernte zu gewinnen1 vorausgesetzt natrlich1 da die klimatischen ,verhltnisse es gestatten4 ,eine ebenfalls aus ,afrika stammende ,abart der ,mohrenhirse ist die ,zuckerhirse 7,andropogon saccharatus71 die hher wird als jene und eine weitschweifige ,rispe besitzt4 ,auch sie wird weitherum in ,afrika und anderen ,tropenlndern ihrer ,samen wegen angebaut1 die indessen nicht so gut schmecken wie diejenigen der ,mohrenhirse4 ,dafr enthalten ihre ,stengel ziemlich viel ,zucker1 der sich daraus gewinnen lt4 ,in den weniger heien ,lndern1 wo sie ihre ,frchte nicht mehr reifen lt1 dient sie als nahrhafte ,futterpflanze4 ,auch sie gelangte aus ihrer zentralafrikanischen ,heimat frhe nach gypten und ,vorderasien und von da nach ,china1 wo sie heute noch als ,kao-liang1 d4 h4 groe ,hirse1 eine weite ,verbreitung besitzt4 ,in letzterem ,lande wird sie erst zu ,beginn der christlichen ,zeitrechnung erwhnt1 hat sich aber dadurch die besondere ,gunst der ,bevlkerung erworben1 da sich aus dem von ihr ausgepreten ,zuckersafte1 der dort niemals zur ,zuckergewinnung benutzt wird1 ein beliebtes alkoholhaltiges ,getrnk herstellen lt4 ,besonders in der ,mandschurei ist dieser ,kao-liang das gewhnliche ,korn und wird dort in sehr ausgedehntem ,mae gepflanzt4 ,in den ,berichten aus dem japanisch-russischen ,krieg konnte man genug von diesen hohen ,kao-liangkulturen lesen1 die den ,soldaten gute ,deckung und willkommene ,fourage bot4 ,zur ,gewinnung von ,zucker wird dieses ,getreidegras neuerdings auch in ,nordamerika in grerem ,mastab angepflanzt4 ,gleicherweise afrikanischen ,ursprungs und hier seit sehr alter ,zeit als ,getreide angepflanzt ist die ,negerhirse 7,pennisetum spicatum7 -- nicht mit der ,mohrenhirse zu verwechseln4 ,diese #a-b m hohe ,hirseart mit #h-aj cm langer und #b-d cm dicker1 kolbiger ,fruchtrispe spielt heute noch in ihrer ,heimat als ,nhrfrucht eine groe ,rolle und ist bei den ,negerstmmen ,zentralafrikas ein ,hauptgegenstand des ,hackbaues4 ,im letzten vorgeschichtlichen ,jahrtausend mu sie auch nach gypten und von da spter weiter nach ,vorderasien gekommen sein2 denn zu ,beginn des sechsten vorchristlichen ,jahrtausends erwhnt sie der jdische ,prophet ,hesekiel unter dem ,namen dochan als eine ,getreideart ,babyloniens1 aus der man ,brot bereite4 ,dieser ,ausdruck hat sich bis heute in der arabischen ,bezeichnung duchn fr ,negerhirse erhalten4 ,sie wird ebenfalls im ,orient1 besonders in ,sdarabien und in ,indien angebaut1 und aus ihren ,samen stellen die ,araber ihren ,kuskus genannten ,fruchtbrei her1 der1 wenn mglich1 mit ,hammelfett oder ,hammelfleisch gekocht wird und so beliebt ist1 wie anderwrts der damit gekochte ,reis4 ,in hheren ,gebirgslagen ,abessiniens heimisch und daselbst im groen unter dem ,namen ,tef angebaut1 ist eine ,art von ,liebesgras1 ,eragrostis abessinica1 die nur #j1e m hoch wird4 ,die sehr kleinen1 kaum hirsekorngroen1 aber sehr zahlreichen ,samen liefern der gesamten ,bevlkerung ,abessiniens das allgemeinste und beliebteste ,brot1 das gewhnlich in eine gepfefferte ,fleischsauce getaucht oder mit ,erbsenbrei1 sonst auch nur mit ,salz1 ,pfeffer und ,butter gegessen wird4 ,dieses ,getreide wurde nach den zahlreichen auf uns gekommenen berresten einst im alten gypten hufig angebaut1 wird aber dort nicht mehr gepflanzt4 ,heute wird es nur noch in ,abessinien bis zu #bbjj m ber ,meer in verschiedenen weien1 grnen und roten ,spielarten kultiviert4 ,die ,ernte geschieht schon #c-d ,monate nach der ,aussaat1 was ein groer ,vorzug dieser ,brotfrucht ist4 ,illustration3 ,tafel #g4 ,mohrenhirse 7,andropogon sorghum7 in ,deutsch-,ostafrika 7nach ,karsten ,schenck1 ,vegetationsbilder874 ,endlich ist noch eine rasenartig wachsende1 durchschnittlich #a m hoch werdende ,getreideart zu erwhnen1 der ,korakan 7,eleusine coracana71 der in ,indien seine ,heimat hat1 aber heute auer dort besonders auch im tropischen ,afrika bei den ,negervlkern als uimbi sehr viel zur ,gewinnung von ,brot und ,bier angepflanzt wird4 ,auch von ihr gibt es eine ,menge von ,kulturformen1 die sich in den verschiedenen ,gegenden ihres ,kulturgebietes ausbildeten4 ,in ,ostafrika wird sie in hheren ,lagen1 oft mit grerer ,sorgfalt als es sonst zu geschehen pflegt1 in wohlbewsserten ,feldern angebaut4 ,illustration3 7,nach ,photographie von ,apotheker ,max ,dietrich1 ,rietschen ,o4 ,l47 ,buchweizenfeld4 ,illustration3 ,tafel #h4 ,landschaft auf ,sumatra mit als ,sawahs bezeichneten ,reisfeldern2 rechts unten befindet sich ein ,wchterhuschen4 ,im ,hintergrund fhrt eine aus ,bambusrohr errichtete ,brcke ber den ,flu4 ,illustration3 ,bild #i4 ,der ,buchweizen 7,fagopyrum esculentum74 ,auer den bisher betrachteten ,grasarten1 die bekanntlich alle monokotyl sind1 hat auch eine dikotyle ,pflanze aus der nchsten ,verwandtschaft der ,knteriche1 der ,buchweizen 7,fagopyrum esculentum71 ein naher ,verwandter von ,sauerampfer und ,rhabarber1 einige ,bedeutung als ,getreidefrucht erlangt4 ,mit zwei anderen ,polygonumarten1 deren ,kultur auf ,zentralasien beschrnkt blieb1 hat er seine ,heimat in der nrdlichen ,mongolei und ,mandschurei1 dann um den ,amur- und ,baikalsee herum1 wo er heute noch wild gefunden wird4 ,er ist ein einjhriges1 bis #fj cm hoch werdendes ,kraut1 mit gestielten1 herzfrmigen ,blttern1 weien oder rtlichen ,blten und dreikantigen1 glnzendbraunen ,nchen1 die den ,bucheckern hnlich sind und deshalb diesem ,getreide den ,namen ,buchweizen verschafften4 ,er ist hchst anspruchslos in bezug auf den ,boden und wchst noch im magersten ,sande4 ,dann hat er entsprechend seiner asiatischen ,heimat mit kurzen1 warmen ,sommern und langen1 kalten ,wintern eine kurze ,vegetationsperiode und empfiehlt sich durch seine schmackhaften ,frchte1 whrend die ,blten eine gute ,bienenweide liefern4 ,als ,kornfrucht wird der ,buchweizen besonders in ,ruland viel angepflanzt und daraus ,grtze und ,kuchen bereitet4 ,wer je jenes ,land bereist hat1 dem werden die besonders zu ,festzeiten in gewaltigen ,mengen verspeisten blini1 d4 h4 ,pfannkuchen aus ,buchweizenmehl1 aufgefallen sein1 die in recht viel ,butter dnn wie ,papierbltter oder auch dicker gebacken werden4 ,mit saurer ,sahne und ausgelassener ,butter vorgesetzt1 bilden sie einen ,leckerbissen hocheleganter ,diners wie der einfachsten ,bauernkost4 ,wer es vermag1 leistet sich als ,zukost dazu gerucherten ,lachs und ,kaviar4 ,wie in ganz ,ruland1 so hngt heute noch auch in ,norddeutschland der gemeine ,mann von alters her an seiner ,grtze aus ,buchweizen1 dessen ,krner als ,mastfutter denselben ,wert wie ,gerste und als ,pferdefutter einen greren als ,hafer besitzen4 ,da die ,buchweizenkrner mit einer sehr harten ,schale umgeben sind1 so mssen sie immer zuerst geschrotet werden1 bevor sie als ,futter dienen4 ,gemahlen werden sie1 meist mit ,weizenmehl vermischt1 zu ,brot verbacken4 ,auch als ,grnfutter wird der ,buchweizen angebaut und dient sehr hufig als ,grndnger4 ,im nrdlichen ,china und in ,japan wird er viel angebaut1 erst seit kurzem auch in ,nordindien und auf ,ceylon4 ,die alten ,kulturvlker in ,vorderasien und am ,mittelmeer kannten ihn nicht4 ,erst zu ,ausgang des ,mittelalters kam er nach ,europa4 ,seine frheste ,erwhnung findet sich im ,zinsregister des mecklenburgischen ,dorfes ,gadebusch 7bekannt durch den ,heldentod des ,dichters ,theodor ,krner7 vom ,jahre #adcf1 und #aedf gab ,hieronymus ,bock eine genaue ,beschreibung der damals noch nicht allgemein in ,deutschland bekannten ,pflanze4 ,in ,sddeutschland nennt man ihn gewhnlich ,heidekorn1 d4 h4 ein von den ,heiden gekommenes ,getreide4 ,ein anderer deutscher ,name ist ,taterkorn1 was so viel bedeutet als ,brotfrucht der ,tataren4 ,jedenfalls haben diese den ,buchweizen nach ,ruland bermittelt und hat ,viktor ,hehn ,unrecht1 wenn er das seltsame1 aus ,nordindien stammende und erst im ,jahre #adag in ,mitteleuropa auftauchende ,wandervolk der ,zigeuner1 das ums ,jahr #ajjj aus seiner ursprnglichen ,heimat zunchst nach ,persien und ,armenien auswanderte1 dann lngere ,zeit in ,lndern griechischer ,zunge1 und zwar wahrscheinlich ,kleinasien1 umherzog1 in diesen ,tatern erblickt4 ,da diese ruhelos umherschweifenden ,stmme keinen ,ackerbau treiben1 so knnen sie auch unmglich ,verbreiter einer besonderen ,kornart gewesen sein1 das zudem in ihrer ursprnglichen ,heimat ganz unbekannt war4 ,whrend der ,buchweizen im ,norden ber ,ruland nach ,deutschland kam1 scheinen ihn die ,franzosen erst durch die ,vermittlung der ,araber 7,sarazenen7 erhalten zu haben1 da sie ihn als bl sarasin bezeichnen4 ,die ums ,jahr #abbe unter dem ,drucke der ,mongolen aus ,zentralasien nach ,vorderasien ausgewanderten ,trken werden diese ,kornfrucht nach ,armenien gebracht haben1 von wo aus sie bei der ,ausdehnung der ,trkenherrschaft nach ,kleinasien und in die ,lnder am stlichen ,mittelmeer gelangte4 ,durch die im spteren ,mittelalter als ,seeruber das ganze ,mittelmeer unsicher machenden ,araber1 die gewhnlich als ,sarazenen bezeichnet wurden1 scheint der ,buchweizen an die ,gestade des westlichen ,mittelmeers verbreitet worden zu sein2 daher rhrt wohl die franzsische ,bezeichnung her4 ,zu ,ende des #af4 ,jahrhunderts bildete er schon ein ziemlich allgemeines ,nahrungsmittel der ,armen in manchen ,gegenden ,frankreichs4 ,im #ah4 ,jahrhundert wurde er durch ganz ,europa und seit dem #ai4 auch in ,nordamerika kultiviert4 ,wie in ,norddeutschland und bei den ,slawen ist er in manchen ,tlern der ,ostalpen eine beliebte ,brotfrucht1 so besonders in ,tirol1 wo er ,plent heit 7aus dem ,italienischen polenta7 und das aus seinem nahrhaften ,mehl hergestellte ,gericht ,sterz genannt wird4 ,krftiger1 dauerhafter und im ,ertrag sicherer1 wenn auch mit weniger ausgiebigem1 dickschaligem und nicht so wohlschmeckendem ,korn1 das zudem auch leichter bei der ,reife ausfllt1 ist der aus ,sibirien stammende tatarische ,buchweizen 7,fagopyrum tataricum74 ,er besitzt wie der gemeine ,buchweizen saftige1 stige1 meist rotgefrbte ,stengel mit herzfrmigen1 gestielten ,blttern1 aber in schlaffe ,trauben geordnete grnliche ,blten und an den ,kanten buchtig gezhnte ,nchen4 ,deutsche ,botaniker brachten ihn im #ah4 ,jahrhundert aus ,sibirien1 wo er schon lange kultiviert wird1 nach ,st4 ,petersburg1 von wo aus er ber ,europa verbreitet wurde4 ,da er aber ein bitteres und schwrzeres ,mehl als der gemeine ,buchweizen liefert1 wird er meistens nur zu ,grnfutter verwendet4 ,,iii4 ,die ,getreidearten4 ,reis und ,mais4 ,so wichtig die bisher von uns betrachteten ,grasarten als ,krnerfrchte fr die ,existenz des ,menschen waren1 so kann doch keine dieser ,nhrpflanzen es an ,bedeutung und weiter ,verbreitung mit dem ,reis 7,oryza sativa7 aufnehmen1 von dem reichlich die ,hlfte aller ,menschen1 d4 h4 etwa #gej ,millionen1 mehr oder weniger lebt4 ,vor allem sind es die ,asiaten1 die vorzugsweise oder fast ausschlielich von ihm leben1 indem sie seine in kochendem ,wasser erweichten ,krner fast ohne ,zutat1 mit fettem ,hammelfleisch als ,pilau in ,vorderasien1 oder mit allerlei scharfen ,gewrzen und ,fisch- oder ,hhnerfleisch in ,sd- und ,ostasien1 verzehren4 ,aus gemahlenem ,reis werden in ,indien die verschiedensten ,speisen1 auch ,brot1 zubereitet4 ,in ,ostasien1 besonders in ,japan1 werden die drei tglichen ,mahlzeiten nach dem ,worte fr gekochten ,reis als ,morgen-1 ,mittag- und ,abendreis bezeichnet4 ,in ,japan setzen arme ,gebirgsbewohner1 die sich mit ,buchweizen1 ,gerste und ,weizen begngen mssen1 wenigstens ,greisen1 ,kindern und ,kranken ,reis als ,speise vor4 ,whrend in ,china1 ,korea und ,japan der ,reis die hauptschlichste ,krnerfrucht ist1 heit er in ,indien und ,hinterindien das ,getreide schlechtweg4 ,im tropischen ,australien1 durch ganz ,sdasien bis nach ,westafrika kommt in sumpfigen ,gebieten1 selbst in ,gegenden1 wo der ,mensch ihn nicht anbaut und auch nie angebaut hat1 so da ein ,verwildern ausgeschlossen ist1 der wilde ,reis vor1 der sich nur darin vom langbegrannten ,kulturreis unterscheidet1 da seine ,frchte nach dem ,reifen abfallen1 eine ,eigenschaft1 die fast alle wilden ,getreidearten im ,gegensatz zu den ,kulturformen besitzen4 ,im oberen ,niltale1 wo er nach ,schweinfurth die ,gewsser massenhaft bedeckt1 werden die von den ,eingeborenen hochgeschtzten ,frchte des wilden ,reises aus dem ,wasser geschpft1 um als willkommene ,speise zu dienen4 ,auch sonst berall werden seine abfallenden ,frchte von den auf der ,stufe der ,sammler lebenden ,naturvlkern regelmig gesammelt und nach leichter ,rstung im ,feuer1 wodurch der mehlige ,inhalt der ,krner aufquillt und so der ,verdauung leichter zugnglich gemacht wird1 als beliebte ,zukost zur tierischen ,nahrung gegessen4 ,ganz in derselben ,weise wird in ,nordamerika der in seichten ,gewssern1 wie am ,ufer der ,seen und ,strme der ,nordweststaaten der ,union und im sdlichen ,kanada wildwachsende ,tuscarora- oder ,wasserreis 7,zizania aquatica71 der #b-b1e m hoch wird und eine beliebte ,nahrung fr die ,fische und ,wasservgel bildet1 auch von den ,indianern gesammelt und verspeist4 ,doch ist die ,pflanze nicht wie der ,reis durch ,veredlung zur ,kulturpflanze erhoben worden1 obwohl sie dieselben guten ,eigenschaften wie jener aufweist4 ,welches ,volk den ,reis zuerst in seine ,pflege nahm und durch zielbewute ,kulturauslese die groe ,brchigkeit seiner hrenspindel beseitigte1 so da die ,frucht am ,halme geerntet zu werden vermochte1 das knnen wir nicht mehr feststellen4 ,nur das eine wissen wir1 da diese bedeutsame ,kulturtat irgendwo in ,sdasien geschah1 und zwar wahrscheinlich in ,hinterindien4 ,in ,sdchina finden wir dieses ,getreide zuerst in grerem ,mastabe angebaut4 ,schon im ,jahre #bhjj v4 ,chr4 hat nach dem altchinesischen ,werke ,schu-,king der bereits erwhnte ,kaiser ,schen-nung die fnf heiligen ,erntegewchse1 auer ,hirse1 ,weizen1 ,gerste und ,sojabohnen auch den ,reis als eines der wichtigsten ,nahrungsmittel des ,menschen beim ,frhjahrsfeste selbst gepflanzt1 um durch diese feierliche ,handlung dem ,volke die ,wichtigkeit des ,anbaues derselben vor ,augen zu fhren4 ,im ,jahre #bcef v4 ,chr4 lie dann der ,kaiser ,jao am ,jang-tse-,kiang ausgedehnte ,bewsserungsanlagen zur ,erleichterung der ,reiskultur anlegen und regelte durch bestimmte ,gesetze die ,verteilung der ,einknfte von den ,reisfeldern4 ,von ,china gelangte der ,reisbau frh schon nach ,korea und ,japan1 wie er von ,hinterindien aus nach ,indien gebracht wurde1 um von da auch nach den ,sundainseln und ,philippinen1 wie auch nach ,ceylon zu wandern4 ,auf der ,insel ,java soll der ,legende zufolge der ,reis bereits im ,jahre #ajhd v4 ,chr4 angepflanzt worden sein4 ,aus ,indien kam die ,reiskultur whrend der ersten ,hlfte des letzten vorchristlichen ,jahrtausends nach ,persien1 von da westwrts in die durch ihren ,wasserreichtum zu seinem ,anbau sehr geeignete ,euphratniederung und erst spt in die ,lnder am ,mittelmeer4 ,auf dieser ,wanderung vernderte sich die indische ,sanskritbezeichnung dieser ,nhrfrucht vrhi in brizi der iranischen ,sprachen1 und1 aus dem ,altpersischen entstellt1 erhielten die ,griechen ihre ,benennung ryza1 aus dem sich dann die verschiedenen neusprachlichen ,benennungen1 auch das deutsche ,reis1 herausbildeten4 ,die alten ,babylonier und gypter kannten dieses sdasiatische ,getreide so wenig als die ,juden des ,alten ,testaments4 ,erst durch die ,feldzge ,alexanders des ,groen trat es in den ,gesichtskreis der ,kulturvlker am ,mittelmeer1 nachdem manche weitgereiste ,griechen1 wie beispielsweise ,herodot1 schon vorher unbestimmte ,kunde von einer in ,indien wachsenden ,pflanze erhalten hatten1 deren ,krner von der ,gre eines ,hirsekorns in einer ,hlse stecken1 mit der letzteren gekocht und so gegessen werden4 ,die erste sichere ,nachricht ber den ,reis verdanken wir ,aristobulos1 einem ,begleiter ,alexanders des ,groen auf seinen ,heerzgen in ,asien von #ccd-cbd v4 ,chr41 der im hohen ,alter eine ,geschichte des ruhmreichen ,knigs und seiner ,feldzge1 verbunden mit einer ,naturschilderung der von jenem durchzogenen ,lnder verfate4 ,seine ,schrift ist uns nicht erhalten2 aber der zur ,zeit ,csars und ,augustus' lebende griechische ,geschichtschreiber ,diodoros aus ,sizilien1 daher ,siculus genannt1 teilt uns folgenden ,passus daraus mit3 ,aristobulos sagt1 der ,reis 7ryza7 stehe in ,indien auf ,beeten1 die eingedmmt und mit ,wasser bedeckt sind4 ,die ,hhe dieser ,pflanze betrage vier ,ellen2 sie trage viele hren und viele ,krner1 reife zur ,zeit1 da die ,plejaden untergehen und werde wie der ,spelt durch ,stampfen enthlst4 ,er wachse auch in ,baktriana1 ,babylonien1 ,susis und im unteren ,syrien48 ,also nicht blo in ,indien1 sondern auch schon am oberen ,oxus und in ,vorderasien wurde im #d4 ,jahrhundert v4 ,chr4 diese wasserliebende ,getreidepflanze kultiviert4 ,auch des ,aristobulos ,zeitgenosse ,theophrast 7#cij-bhf71 der von ,teilnehmern am berhmten ,alexanderzuge diesbezgliche ,mitteilung erhielt1 beschreibt uns die ,nhrpflanze ganz richtig3 ,die ,indier bauen den sogenannten ,reis 7ryzon7 in ,menge an und kochen daraus ,brei 7hpsaina74 ,an sich sieht er dem ,spelt 7zei7 hnlich1 enthlst aber den ,graupen 7chndros74 ,er ist leicht verdaulich 7upeptos74 ,die ,pflanze sieht dem ,taumellolch 7ara7 hnlich1 mu lange ,zeit hindurch im ,wasser stehen1 bildet aber keine hre1 sondern eine ,rispe wie die ,rispenhirse 7knchros7 und die ,kolbenhirse 7lymos748 ,selbst sein1 wie auch vordem ,alexanders des ,groen ,lehrer1 ,aristoteles1 der ein ,jahr nach des letzteren unerwarteten ,tod in ,babylon1 nmlich #cbb in ,chalkis auf ,euba starb1 also von dem #cbg erfolgten ,eindringen seines vormaligen ,zglings in ,indien noch ,kenntnis erhalten hatte1 berichtet in seiner ,tiergeschichte von einem aus ,reis gewonnenen ,wein1 indem er sagt3 ,wenn die ,elefanten von einem eisernen ,gescho verwundet sind1 so gibt man ihnen l zu trinken2 wollen sie dieses nicht1 so gibt man ihnen eine abgekochte ,mischung von l und ,reiswein 7onos orzas1 also nach unserem ,sprachgebrauch ,arrak748 ,spter erwhnt solchen auch ,strabon4 ,er sagt nmlich3 ,die ,indier sind sehr mig1 trinken nur bei ,festen ,wein1 und dieser ist aus ,reis gemacht statt aus ,gerste4 ,ihre ,hauptspeise ist ,reisbrei48 ,dieser ,geschichtschreiber berichtet auch bei der ,erzhlung der ,kmpfe zwischen ,eumenes und ,seleukos1 da ersterer wegen ,getreidemangels seine ,truppen in der persischen ,hochebene mit ,reis1 ,sesam und ,datteln ernhrt habe1 mit welchen ,produkten jene ,gegend reich gesegnet sei6 ,der ums ,jahr #bjj n4 ,chr4 in ,alexandrien und ,rom lebende griechische ,grammatiker ,athenaios aus ,naukratis in gypten schreibt in seinen #ae ,bchern ,deipnosophistai1 die wichtige ,nachrichten ber ,leben1 ,sitte1 ,kunst und ,wissenschaft der alten ,griechen enthalten1 da ,megasthenes1 der unter dem #bha von ,ptolemaios ,keraunos ermordeten ,knig ,seleukos ,nikator von ,syrien ,agent und als solcher in ,indien gewesen war1 in seinem von ,indien handelnden ,buche berichtet1 da dort bei ,gastmhlern einem jeden ein ,tischchen vorgesetzt werde4 ,auf dieses werde eine goldene 7tatschlich wie ,gold aussehende ,messingschssel7 ,schssel mit gekochtem ,reis gestellt und dazu noch allerlei gute ,gaben gereicht4 ,von der dazu damals schon gebruchlichen scharfen ,currysauce berichtet er uns nicht1 obschon er wohl selbst an solchem ,mahle teilgenommen hat4 ,sehr merkwrdig ist1 da1 nachdem die ,griechen eine solche richtige ,vorstellung der ,reispflanze gehabt hatten1 der gelehrte ,rmer ,plinius der ltere 7#bc-gi n4 ,chr47 eine solch falsche ,beschreibung derselben1 die nach ihm fleischige ,bltter haben soll1 in seiner ,naturgeschichte liefern konnte4 ,bei den ,griechen und ,rmern war der ,reis eine fr die brgerliche ,kche durchaus ungebruchliche ,speise1 obschon er in spterer ,zeit1 um die ,wende der christlichen ,zeitrechnung1 infolge der regen ,handelsverbindungen mit dem ,osten zu recht billigem ,preise zu haben war4 ,rt doch der ,dichter ,horaz 7#fe-h v4 ,chr47 in einer seiner ,satiren einem ,geizigen3 ,ist dein ,magen leer1 so flle ihn noch mit einem ,reisbrei 7ptisanarium oryzae1 d4 h4 ,abkochung von ,reis71 der nicht teuer ist2 fr acht ,as 7etwa #cb ,pfennig7 bekommst du eine ,portion1 mit der du den ,bauch gehrig fllen kannst48 ,selbst bei den nach fremdlndischen ,erzeugnissen begierigen ,reichen fand er keinen rechten ,beifall4 ,er wurde vielmehr von den griechischen rzten1 die zwar selbst keine sehr hohe ,meinung von seiner ,verdaulichkeit und seinem ,nhrwerte hatten1 hauptschlich als ,krankenspeise verordnet4 ,so nennt ihn ,dioskurides im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 mig nahrhaft1 und ,galenos im #b4 ,jahrhundert n4 ,chr4 als schwerer verdaulich als ,graupen 7chndros71 dabei weniger nahrhaft und nicht so wohlschmeckend wie diese4 ,wie im ,altertum blieb der ,reis das ganze ,mittelalter hindurch erst recht eine ,luxusnahrung der sdeuropischen ,bevlkerung1 die auch nur sprlich als ,leckerei in die ,lnder nrdlich der ,alpen gelangte1 wo diese ,kornfrucht bis in unsere ,zeit bei der groen ,menge1 namentlich bei der lndlichen ,bevlkerung1 einen nur bei ,krankheit oder als ,festspeise mit ,milch1 ,mandeln und ,zucker verspeisten ,luxusartikel bildete4 ,auch haben weder die ,rmer1 noch die ,byzantiner je den ,versuch gemacht1 die ,reispflanze im ,abendlande selbst zu kultivieren4 ,dies taten erst die ,araber1 die ihn zu ,ende des #g4 ,jahrhunderts1 als sie erobernd nach ,westen bis an die ,gestade des ,atlantischen ,ozeans vordrangen und den unterjochten ,lndern ihre ,kultur aufzwangen1 aus ,syrien nach gypten und ganz ,nordafrika1 und im #h4 ,jahrhundert auch nach ,spanien und ,sizilien brachten4 ,bei ihrem ,bestreben1 die von ihnen gewonnenen ,lnder nach dem ,abbilde derer1 aus denen sie kamen1 einzurichten1 fhrten sie berall1 wohin sie erobernd gelangten1 die ,reiskultur als diejenige ihres ,lieblingskornes ein4 berall legten sie ,kanle und ,rieselfelder zur ,anpflanzung dieser ,sumpfpflanze an und verhandelten den berschu ihrer ,ernten an die umwohnenden christlichen ,vlker4 ,illustration3 ,tafel #i4 ,singhalesen auf ,ceylon beim ,pflgen eines unter ,wasser gesetzten ,reisfeldes mit ,hilfe von ,bffeln4 ,illustration3 ,tafel #aj4 ,unter ,wasser gesetzte ,felder mit angepflanztem ,reis auf ,sumatra4 ,links auf einer ,erhhung die aus ,palmblttern erbaute ,htte des die ,reispflanzungen bei der ,fruchtreife htenden ,malaien4 ,das ,pflanzen der ,reissetzlinge in ,japan4 ,nach der ,eroberung der maurischen ,knigreiche1 deren letzten ,rest1 ,granada1 ,ferdinand ,v41 der ,katholische1 von ,aragon im ,jahre der ,entdeckung ,amerikas1 #adib1 gewann1 gingen die ausgedehnten arabischen ,reisfelder in den ,besitz des letzteren ber4 ,und da glcklicherweise keine religisen ,bedenken die ,fortsetzung der ,werke der ,unglubigen verboten1 wurde von der christlichen ,bevlkerung ,spaniens auch der muhammedanische ,reisbau bernommen4 ,und als zu ,anfang des #af4 ,jahrhunderts sich die spanische ,macht in ,neapel und bald auch in ,oberitalien festsetzte1 wurde der ,anbau des ,reises auch dahin verbracht und bald ebenfalls nach ,sdfrankreich ausgedehnt2 um so mehr1 als er eintrglicher war als die bisher hier gebaute gewhnliche ,krnerfrucht4 ,blo das dadurch bedingte berhandnehmen des ,sumpffiebers1 der ,malaria1 lie in der ,folge mehr und mehr eine ,einschrnkung seines ,anbaus durch die ,obrigkeit aufkommen4 ,so durften die ,reisfelder nicht zu nahe bei den menschlichen ,wohnungen sein4 ,illustration3 ,tafel #aa4 ,das ,entkernen des ,reises in ,japan4 ,das ,dreschen zur ,enthlsung des ,reises in ,japan4 ,illustration3 ,tafel #ab4 ,singhalesinnen auf ,ceylon mit einem zum ,enthlsen des ,reises dienenden ,holzstampfer1 mit einer ,worfel zum ,subern und einem ,tonkrug zum ,kochen des enthlsten ,reises4 ,ziemlich spt erst gelangte die ,reiskultur nach ,nordamerika4 ,als erster erhielt im ,jahre #afdg der englische ,gouverneur des ,staates ,virginia1 ,sir ,william ,berkeley1 aus seiner ,heimat einen halben ,bushel1 d4 h4 #ah ,liter ,reissaat1 die #af ,bushel1 d4 h4 #egf ,liter guten ,reis lieferten2 jedoch whrte es bis zum ,jahre #afid1 bis die ,reiskultur in ,nordamerika als wirklich eingefhrt gelten konnte4 ,in diesem ,jahre lief ein hollndisches ,schiff1 von ,madagaskar kommend1 den ,hafen von ,charleston in ,sdkarolina an4 ,bei dieser ,gelegenheit machte der ,kapitn dem ,gouverneur ,thomas ,smith einen ,besuch und schenkte ihm auf dessen ,bitte einen kleinen ,sack ,reissaat1 den er zufllig an ,bord hatte4 ,smith wollte versuchen1 auf einem sumpfigen ,stck ,land1 das ihm gehrte1 den ,reis anzupflanzen2 und dieser ,versuch fiel glnzend aus4 ,er war der erste ,anfang der blhenden ,reiskultur in ,sdkarolina1 das heute noch das ,renommee besitzt1 den besten ,reis zu pflanzen4 ,allerdings stammt heute ein groer ,teil dessen1 was als ,karolinareis im ,handel verkauft wird1 aus ,java4 ,schon im ,jahre #agbd wurden etwa #ahjjj ,fa ,reis aus dem ,staate ,karolina ausgefhrt1 doch blieben hier auch spter ,mais und ,weizen das wichtigste ,nahrungskorn der ,bevlkerung1 whrend er in ,asien fast das ausschlieliche ,nahrungsmittel der ,reis bauenden ,bevlkerung bildet4 ,zu ,beginn des #ah4 ,jahrhunderts kam die ,reiskultur auch nach ,brasilien1 wo die ,pflanze in der ,folge teilweise verwilderte4 ,heute wird der ,reis in allen ,weltteilen gebaut1 soweit die sommerliche ,hitze wenigstens vier ,monate andauert und #bi ,c4 erreicht1 wenn auch immer noch ,sdasien den ,lwenanteil an seinem ,anbau aufweist und drei ,viertel allen im ,welthandel vorkommenden ,reises von ,bengalen und ,burma geliefert werden4 ,das ,anbaugebiet1 das nur von einigen ,lndern genau bekannt ist1 kann man fr die ganze ,erde auf etwa #gjjjjj qkm abschtzen1 eine ,jahresernte auf #abj ,milliarden kg und deren ,wert auf #fjjj ,millionen ,mark veranschlagen4 ,davon erntet ,britisch-,ostindien jhrlich #be ,milliarden kg1 von denen es #agjj ,millionen kg jhrlich exportiert4 ,auf ,java betrgt die ,produktion etwa #c ,milliarden kg2 ,kochinchina fhrt etwa #gjj ,millionen kg und ,siam #ejj ,millionen kg aus4 ,japan erntet etwa #c ,milliarden kg1 die ,vereinigten ,staaten dagegen nur #fd ,millionen kg1 wovon #aj ,millionen kg als ,karolinareis zur ,ausfuhr gelangen4 ,in ,europa wird in der ,poebene etwa #a ,milliarde kg ,reis von #bjjjjj ,hektaren geerntet1 dann kommt ,spanien mit #bjjjj und ,portugal mit #djjj ,hektaren ,reisland4 ,auch in ,griechenland wird etwas ,reis gebaut1 und sogar im ,rhonetal in ,frankreich4 ,doch ist diese ,kultur nur von geringer ,bedeutung4 ,infolge der mehrtausendjhrigen ,kultur in den verschiedensten ,klimaten und ,nhrbden hat der ,reis zahllose ,varietten gebildet1 die sich gar nicht berblicken lassen4 ,im ,museum von ,kalkutta findet man nicht weniger als #aajd verschiedene ,sorten ,reis1 die in ,britisch-,indien kultiviert werden2 auerdem figurieren dort noch weitere #cjj verschiedene ,arten ,reis aus anderen ,gegenden4 ,auf ,ceylon allein sollen #afa verschiedene ,arten ,reis angepflanzt werden1 und in ,hinterindien1 ,china und ,japan sollen mehr als #adjj ,sorten desselben existieren4 ,alle diese ,arten sind aber nur ,kulturvarietten einer einzigen botanischen ,spezies1 die von den ,gelehrten eben ,oryza sativa genannt wird4 ,bei der edelsten ,sorte desselben bleiben die einzelnen ,krner nach dem ,dmpfen getrennt und verkleben nicht1 im ,gegensatz zu dem auer ,strkemehl einen hohen ,gehalt an ,amylodextrin besitzenden ,klebreis1 dessen lngliche1 durch hellrote ,farbe ausgezeichneten ,krner beim ,garwerden zusammenkleben und bald in ,brei bergehen4 ,doch kommt diese letztere ,sorte kaum je zu uns und wird dann vorzugsweise zu ,backwerk verwendet4 ,was wir als ,reiskleister essen1 ist nur der in der ,kche durch falsche ,zubereitung verdorbene gute1 nicht klebende ,reis4 ,um dieses herrliche ,nahrungsmittel mit ,genu essen zu knnen1 mu es in der richtigen ,weise zubereitet werden1 was folgendermaen geschieht3 ,nach grndlicher ,waschung wird die betreffende ,menge ,reis mit reichlich ,wasser aufs ,feuer gesetzt und darin gekocht1 bis er gar ist1 d4 h4 man nimmt von ,zeit zu ,zeit einzelne ,krner desselben heraus und sucht sie zwischen den ,fingern zu zerdrcken4 ,sobald dies geschehen kann1 wird das ,wasser abgegossen1 der ,reis gut durcheinander gemischt und der betreffende ,topf mit dem ,deckel geschlossen1 um den ,inhalt noch durch den heien ,dampf gar werden zu lassen4 ,solchermaen zubereiteter ,reis wird nie klebrig oder gar kleisterig und ist erst das1 was die ,reiskenner unter gut zubereitetem ,reis bezeichnen1 der als ,bestandteil der indisch-hollndischen ,reistafel oder nach indischer ,art nur mit ,fleisch und ,curry versetzt gegessen wird und eine ,delikatesse ersten ,ranges ist1 die einem den ,speichel im ,mund zusammenflieen macht1 wenn man nur daran denkt4 ,alle ,reisarten1 mgen sie von zwergigen oder hochwachsenden ,sorten stammen1 begrannte und grannenlose ,frchte mit kleinen oder groen ,krnern tragen1 frh oder spt reifen1 weie1 gelbe1 rote1 braune oder schwarze1 behaarte oder unbehaarte ,frchte mit weichen oder harten ,krnern erzeugen1 verlangen wenigstens eine periodische ,bewsserung1 welche die ,reiskultur treibenden ,gegenden so stark versumpft und in ihnen die ,entstehung von ,wechselfieber begnstigt1 da diese ,krnerfrucht beispielsweise in ,italien nur in grerer ,entfernung von bewohnten ,ortschaften gebaut werden darf4 ,schon an den ,nhrsalzen der ,frucht erkennt man1 da der ,reis von einer ,wasserpflanze stammt1 die sich im ,gegensatz zu den brigen ,krner- oder gar ,knollenfrchten dem ,leben auf dem ,lande durchaus noch nicht angepat hat4 ,wie alle ,tiere1 sind auch alle ,pflanzen1 die einst in frhester ,urzeit dem ,meere als dem ,ursprung alles ,lebens entstiegen und sich1 von ,luft statt ,wasser umgeben und in ,licht gebadet1 dem ,leben am ,lande anpaten1 ursprnglich1 der salzigen ,flut1 in der sie einst lebten1 entsprechend1 sehr kochsalz- und dadurch natronreich4 ,die ,pflanzen haben sich nun als sehr viel frher dem ,leben am ,lande angepate und durch ihre ,assimilation berhaupt erst den ,tieren die ,existenz daselbst ermglichende ,lebewesen sehr viel mehr von ihrer natronreichen ,urheimat1 dem ,meere1 emanzipiert und das ,natron in ihren ,geweben durch das ,alkalimetall des ,erdbodens1 das ,kali1 ersetzt1 und zwar um so weitgehender1 je landfester sie wurden4 ,nun ist der ,reis das kalirmste und dadurch das fr die ,nieren reizloseste ,nahrungsmittel1 das wir kennen1 das besonders allen ,nierenkranken nicht warm genug kann anempfohlen werden4 ,milch enthlt schon #emal1 ,mehlspeisen #fmal1 ,erbsen #abmal1 ,rindfleisch #aimal1 ,bohnen #bamal und ,kartoffeln gar #bf-bhmal mehr ,kalisalze als der ,reis4 ,trotz dieses groen ,vorzuges spielt aber der ,reis leider in unserer ,ernhrung nicht die ,rolle1 die ihm gem seiner groen ,leichtverdaulichkeit und ,nahrhaftigkeit zukommen sollte4 ,in letzter ,zeit ist zwar darin eine erhebliche ,besserung eingetreten2 denn noch vor hundert ,jahren galt der ,reis als ,luxusartikel1 den man hchstens etwa bei festlichen ,anlssen zu einer sen ,platte verwendete4 ,damals war der jhrliche ,verbrauch nicht mehr als #ajj g pro ,kopf der ,bevlkerung ,deutschlands1 whrend er heute doch wenigstens auf #b1e kg jhrlich fr jeden ,einwohner dieses ,reiches gestiegen ist4 ,aber das ist wahrhaftig nicht viel1 im ,vergleich mit der ,unmenge von ,kartoffeln1 die die ,deutschen genieen4 ,der ,englnder1 der die ,kartoffeln auch nicht verschmht1 it dreimal mehr ,reis als der ,deutsche4 ,deutschland fhrt jhrlich ,reis im ,werte von #dj-ej ,millionen ,mark ein1 davon verzehrt es aber nur fr #cj ,millionen ,mark2 der ,rest wandert1 meist als ,reisstrke1 wieder nach dem ,ausland4 ,illustration3 ,bild #aj4 ,der ,reis 7,oryza sativa74 ,nach ,hegi4 ,der ,kulturreis ist wie alle ,getreidearten eine einjhrige ,pflanze1 die auf einem durchschnittlich #a1b m hohen1 nicht sehr krftigen1 hohlen ,halme mit verhltnismig breiten1 #cj cm langen1 am ,rande etwas scharfen und an der ,basis bewimperten ,blttern eine endstndige1 berhngende ,rispe mit einbltigen hrchen und #cj-fj1 ja sogar #ajj und mehr ,samenkrner entwickelt4 ,aus praktischen ,grnden unterscheidet man ,wasser- und ,bergreis1 die abweichende ,anforderungen an den ,boden stellen4 ,beide verlangen zu ihrer ,entwicklung eine ,wrme1 wie sie nur in der heien ,zone und in den wrmeren ,gegenden der gemigten ,zone gefunden wird4 ,nur in ,gegenden1 in denen es ununterbrochen #d ,monate hindurch hei ist1 gedeiht der ,wasserreis1 der zwar viel ,bodenfeuchtigkeit1 aber keine allzugroe ,luftfeuchtigkeit verlangt4 berall da1 wo in den ,tropen whrend #aj ,monaten eine ziemlich gleichmige ,temperatur herrscht1 knnen #b ,jahresernten von demselben ,felde eingeheimst werden4 ,der ,bergreis vertrgt eine khlere ,temperatur als der sonst ertragreichere und ausschlielich in den ,welthandel gelangende ,wasserreis4 ,daher sehen wir in ,sdasien sein ,anbaugebiet im ,gebirge aufwrtssteigend da beginnen1 wo dasjenige des letzteren aufhrt4 ,es ist dies bei einer ,erhebung von #ajjj m der ,fall4 ,von da bis zu #afjj m ,hhe liefert er sichere ,ertrge2 denn sein ,anbau wird in die warme ,jahreszeit verlegt und seine ,entwicklung nimmt im ,gegensatz zum ,wasserreis1 der meist #e bis #f ,monate zur ,vollendung seines ,wachstums bedarf1 nur #d ,monate in ,anspruch4 ,unter #ajjj m wrde der ,bergreis zwar auch noch gedeihen1 aber bei vorhandenen ,wachstumsbedingungen wird der ,wasserreis vorgezogen1 der mehr und bessere ,frucht gibt4 ,ein leichter1 etwas sandiger ,boden in ebener ,lage ist dem ,bergreis am frderlichsten1 whrend der ,wasserreis tonigen ,boden mit schwach sandiger ,krume vorzieht4 ,ein ,reisfeld darf nicht die geringste ,beschattung1 weder von ,bergen1 noch ,bumen haben1 sondern mu tagsber dem vollen ,sonnenschein ausgesetzt sein4 ,da aller ,reis in knstlich unter ,wasser gesetzten ,feldern angepflanzt werden mu1 legt man die ,reisfelder im gebirgigen ,gelnde terrassenfrmig bereinander an1 indem man sie von oben herab der ,reihe nach berieselt und durch ,dmme von etwa #fj cm ,hhe mit ,durchstichen voneinander trennt4 ,diese in ,indonesien als ,sawahs bezeichneten ,reisfelder1 die oft bis zu groer ,hhe ins ,gebirge hinaufsteigen und zu oberst knstliche ,teiche1 die sie speisen1 tragen1 folgen den ,konturen der ,berge und verleihen dadurch der tropischen ,landschaft1 in der sonst das ,wirken des ,menschen gegenber der ,flle der ,vegetation vollkommen verschwindet1 ein bestimmtes1 als ,zeichen menschlicher ,ttigkeit angenehm berhrendes ,geprge4 ,infolge dieser starken ,bewsserungsnotwendigkeit wird manchenorts1 namentlich in ,china und ,japan1 aber auch in ,sdungarn und ,italien1 mit dem ,reisbau zugleich ,fischzucht verbunden1 wobei die ,fische1 gewhnlich ,karpfen1 sich dadurch ntzlich erweisen1 da sie die den jungen ,reispflanzen schdlichen ,insektenlarven1 ,wrmer und ,schnecken wegfressen4 ,mssen dann spter die ,reisfelder trocken gelegt werden1 so finden diese ,fische ihre ,zuflucht in den tiefen ,abzugsgrben1 die zu diesem ,zweck in den ,reisfeldern angelegt sind4 ,nachdem die brigens gut zu dngenden ,felder bewssert sind1 setzt man die jungen ,reispflanzen1 die man vorher in einem ,saatbeete gezogen hat und etwa #cj-dj ,tage wachsen lie1 auf sie in gewissen ,abstnden ber4 ,sind die ,stecklinge festgewachsen1 so wird wieder ,wasser ins ,feld geleitet und damit fortgefahren1 bis die ,pflanzen anfangen gelb zu werden2 dann lt man das ,wasser ab1 um das ,reifwerden der ,krner zu befrdern4 ,beginnt der ,reis reif zu werden1 so gilt es die meist gewaltigen ,scharen von diebischen ,reisvgeln und andere ,krnerfresser1 die sich hungrig hinter das ihnen willkommene ,futter hermachen wollen1 durch allerlei ,scheuchapparate zu vertreiben4 ,ist er reif geworden1 so werden die ,fruchtrispen kurz abgeschnitten und getrocknet1 dann -- soweit er nicht verkauft wird -- in ,scheunen aufbewahrt1 aus welchen die ,frauen den tglichen ,bedarf holen und dreschen1 d4 h4 gewhnlich in hlzernen ,mrsern mit ,holzkeulen stampfen1 bis die ,krner sich aus den ,spelzen lsen4 ,die leeren hren und das ,stroh werden dann mit der ,hand entfernt und die enthlsten ,krner auf einen ,korbteller geschttet und geworfelt1 wobei sich im ,winde die ,spreu von den ,krnern scheidet4 ,zuletzt wird der ,reis zur ,entfernung des ihn noch umgebenden ,silberhutchens geschlt1 d4 h4 nochmals gestampft1 was von den wechselweise zustoenden ,frauen im ,takte geschieht4 ,bei allen diesen ,manipulationen werden in den verschiedenen ,lndern die verschiedensten ,gebruche beobachtet1 da dem ,asiaten der ,reis ein heiliges ,gewchs ist1 bei dessen ,behandlung alles leichtsinnige ,lachen und ,schwatzen verboten ist4 ,nach ,europa gelangt der ,reis meist noch in den ,hlsen2 als solcher heit er in ,sdasien paddy1 in ,amerika dagegen rough rice1 d4 h4 rauher ,reis4 ,bei uns wird er dann in besonderen ,mhlen geschlt und auerdem poliert1 indem die ,krner in einen ,zylinder geschttet werden1 in welchem sich eine mit ,wolle berzogene ,rolle rasch dreht2 dabei wird durch einen kleinen ,zusatz von l der gewnschte appetitliche ,glanz zu erhhen gesucht4 ,vermge seiner vorhin hervorgehobenen groen ,leichtverdaulichkeit in ,verbindung mit hohem ,nhrwert ist der ,reis besonders fr die ,bewohner der ,tropen1 die leicht an ,verdauungsstrungen und ,leberleiden erkranken1 von der grten ,bedeutung4 ,deshalb fhlen sie sich auch bei dieser ,kost so beraus wohl und genieen tglich gewaltige ,portionen davon1 nmlich ungefhr #a kg1 indem sie ihn mit ,zugabe von ,gemse1 allerlei scharfen ,gewrzen und kleinen ,mengen tierischer ,nahrung1 besonders getrockneten ,fischen genieen4 ,trotzdem sie jahraus1 jahrein tglich dreimal denselben ,reis1 auf dieselbe ,weise bereitet1 genieen1 entleidet er ihnen niemals4 ,aber auch alkoholische ,getrnke wissen sie aus ihm zu bereiten1 indem sie ihn zuerst zwlf ,stunden in ,wasser aufweichen1 dann die ,krner kochen bis sie weich geworden sind1 sie abkhlen und durch ,hinzufgen einer ,hefe in alkoholische ,grung kommen lassen4 ,das so gewonnene1 leicht an ,sherry erinnernde berauschende ,getrnk1 das die ,japaner sake nennen1 wird in ,fsser gefllt1 die ihrerseits wieder in einer ,strohhlle stecken4 ,das gewhnlich #ac ,prozent ,alkohol enthaltende ,getrnk gelangt in glasierten ,ton- oder ,porzellanflaschen in den ,handel und wird hei aus winzigen ,porzellantchen1 und zwar beim ,beginn der ,mahlzeit1 getrunken4 ,auf hnliche ,weise erlangen die ,chinesen aus ,reis1 der mit verschiedenen ,gewrzen versetzt wurde1 einen samschu genannten ,branntwein1 der etwa #cf ,prozent ,alkohol enthlt4 ,in ,ostindien dient gemlzter ,reis zur ,herstellung von ,arrak1 der sonst aus ,melasse bei der ,gewinnung des ,rohrzuckers1 mancherorts1 wie in ,goa1 auch aus ,palmensaft gemacht wird4 ,die ,abflle vom ,polieren des ,reises1 bestehend aus zerbrochenen ,krnern und ,schalenresten1 wie auch der auf dem ,schiffstransport durch das ,meerwasser zu ,schaden gekommene ,reis1 der als ,nahrungsmittel nicht mehr zu verwenden ist1 wird zu ,strkemehl verarbeitet4 ,solches ,reismehl1 das reicher an ,fett ist als der geschlte ,reis1 ist ein sehr gutes ,futter- und ,mastmittel fr ,rindvieh4 ,die meiste ,reisstrke dient aber als ,appretur1 um ,baumwollstoffe schwerer und haltbarer erscheinen zu lassen1 und geht auf diese ,weise wiederum nach ,indien1 das den ,reis lieferte1 zurck4 ,endlich ist auch das ,reisstroh ein sehr wertvolles ,produkt1 welches namentlich in der ,papierfabrikation und in der ,korb- und ,hutflechterei eine vielfache ,verwendung findet4 ,eine andere ,grasart1 die als ,getreide fr den ,menschen eine ungemein groe ,bedeutung erlangt hat1 ist der ,mais 7,zea mais74 ,sie ist die einzige ,krnerfrucht1 mit der uns der amerikanische ,kontinent beschenkt hat4 ,nirgends mehr wird sie in wildem ,zustande angetroffen2 doch ist es hchst wahrscheinlich1 da sie ursprnglich in ,mexiko heimisch war und dort zuerst von uns unbekannten1 zu hherer ,gesittung gelangten ,indianerstmmen in ,zucht und ,pflege genommen wurde2 hat uns doch dieses ,land neuerdings eine zweite1 wildwachsende ,art der ,gattung geliefert4 ,bei der ,entdeckung ,amerikas fanden die ,spanier diese fr die dortige ,bevlkerung wichtigste ,nhrfrucht berall im ,lande1 soweit es das ,klima zulie1 in ,kultur4 ,alle ,indianersprachen hatten eine ,bezeichnung fr sie1 und speziell die ,inselkaraiben1 die ,tainos1 mit denen es ,kolumbus und die ,spanier zuerst zu tun hatten und die sie dann durch schonungslose ,ausbeutung und strengen ,frondienst auf den von ihnen angelegten ,gtern im ,laufe von etwa #ej ,jahren zum ,aussterben brachten1 nannten sie mahiz1 ein ,ausdruck1 den dann die ,spanier annahmen und spter mit der ,nutzpflanze in den europischen ,sprachgebrauch einfhrten4 ,bei allen ,indianerstmmen1 von den ,inkas ,perus bis zu den ,moundbuilders in ,nordamerika stlich vom ,mississippi wurde der ,mais als ,hauptnahrungsmittel nebst ,bohnen1 ,krbis und ,tabak in verschiedenen ,varietten gepflanzt4 ,und wie seine ,samenkrner den ,lebenden als wichtigstes ,nahrungsmittel dienten1 so wurden sie den ,toten als ,wegzehrung in ihre unterirdischen ,behausungen mitgegeben4 ,im alten ,mexiko hie die ,gttin des ,ackerbaus ,cinteutl nach der ,bezeichnung fr ,mais cintli und erhielt1 wie die ,demeter bei den ,griechen1 oder ,ceres bei den ,rmern1 die ersten ,fruchtkolben der ,maisernte als ,weihegabe4 ,zur ,entfernung der harten ,schalen kochten die ,azteken ,mexikos die ,maiskrner zuerst mit tzkalk1 um sie dann auf dem dreibeinigen ,mahlstein mit einer steinernen ,walze zu zerreiben und die ,masse1 mit ,wasser zu einem steifen ,brei angemacht1 in runden ,fladen 7altmexikanisch tlaxcalli1 spanisch tortilla7 auf flachen ,tontellern ber dem ,feuer zu backen4 ,an ,knollenfrchten wurden ,batate1 ,mandioka und ,yams gebaut1 whrend der spanische ,pfeffer 7,capsicum7 das beliebteste ,gewrz bildete4 hnlich war es im alten ,peru4 ,in den ,tempeln von ,cusco1 der ,hauptstadt des peruanischen ,reiches der ,inka1 bereiteten die ,sonnenjungfrauen das ,maisbrot fr die ,opfer1 wie die ,frauen in den ,haushaltungen es fr ihre ,familienangehrigen bereiteten4 ,auer den ,kartoffeln1 die im ,lande selbst aus ,wildlingen zur ,kulturpflanze erhoben wurden1 war auch hier der ,mais die ,hauptnahrung der ,bevlkerung4 ,die ,ketschua1 die ,trger der ,inkakultur1 hatten ihn aus ihrer ,urheimat im ,norden1 dem ,gebiete von ,quito1 mitgebracht4 ,in den tropischen ,anden gedieh er noch sehr gut in #aijj m ,hhe und fand sich auch an dem ,titicacasee im ,sden ,perus bis #cijj m und mehr ,hhe angepflanzt4 ,in ,europa wurde der ,mais zuerst in spanischen ,grten zu ,anfang des #af4 ,jahrhunderts gest und kam dann bald auch als ,raritt in manche ,grten ,mitteleuropas1 ohne da man wute1 da die ,pflanze aus der ,neuen ,welt stamme4 ,zuerst wird die ,pflanze in dem #aecg in ,basel erschienenen lateinischen ,pflanzenwerke des ,ruellius3 ,de natura stirpium als aus ,griechenland oder ,asien gekommenes trkisches ,getreide8 genannt2 aber die erste genauere ,beschreibung derselben findet sich in dem #aedc in ,basel gedruckten deutschen ,kruterbuche des ,tbinger ,botanikers ,leonhard ,fuchs4 ,auch nach ihm ist der ,mais aus der ,trkei gekommen1 wchst gerne und war damals schon in ,deutschland ganz gemein4 ,erst sptere ,autoren1 wie der ,nrnberger ,joh4 ,joachim ,camerarius in seinem #aeij in ,frankfurt a4 ,m4 erschienenen ,kruterbuch und der ,regensburger ,apotheker ,j4 ,wilhelm ,weinmann in seinem vierbndigen1 von #agcg-agde herausgegebenen ,pflanzenatlas sprechen mit ,text die ,ansicht aus1 der ,mais stamme aus ,amerika4 ,dieses ,korn81 so schreibt der ,erstgenannte1 wird unbillich ,trkisch genannt2 denn es wchst nicht in ,asia in der ,trkei1 sondern in ,india1 so gegen ,mitternacht liegt1 von dannen man es zu uns gebracht und gewehnet4 ,die ,indianer nennen dies ,korn in ihrer ,sprache ,maiz4 ,sie machen ,gruben mit dem ,pfahl und werfen #d-e ,krner hinein und machen es wieder zu1 um es vor den ,papageien zu schtzen4 ,die ,samen werden vorher in ,wasser gequellt4 ,in wenigen ,tagen schiet es auf und ist in vier ,monaten zeitig48 ,camerarius kennt bereits vier ,sorten desselben1 darunter die buntscheckige4 ,illustration3 ,tafel #ac4 7,copyright by ,f4 ,o4 ,koch47 ,maisscheune der ,zulukaffern4 ,illustration3 ,tafel #ad4 ,zulufrauen ,mais mahlend4 7,copyright by ,f4 ,o4 ,koch47 ,erst im #ag4 ,jahrhundert gelangte der ,mais aus den ,grten1 wo er mehr als ,zier-1 denn als ,nutzpflanze gehalten wurde1 auf die ,felder und wurde hier auch in ,europa als ,getreidefrucht gezogen4 ,besonders waren es die ,venezianer1 die ihn berall auf ihren ,handelsreisen im ,orient verbreiteten4 ,der jetzt noch gebruchliche ,name trkischer ,weizen8 soll wohl nur andeuten1 da der ,mais aus weiter ,ferne zu uns gekommen sei1 wie die englische ,bezeichnung turkey fr den ebenfalls aus ,mexiko zuerst nach ,europa gelangten ,truthahn4 ,in den ,pyrenen heit er spanisches ,korn und die ,trken nennen ihn gyptisches ,korn1 die ,deutschen aber ,welschkorn4 ,durch die regen ,handelsbeziehungen der ,europer mit ,asien gelangte dann der ,mais schon whrend der im ,jahre #afdd zu ,ende gegangenen ,mingdynastie zu ,anfang des #ag4 ,jahrhunderts nach ,china und bald darauf auch nach ,japan4 ,heute wird er in ausgedehntem ,mae in ,afrika bei den verschiedensten ,negerstmmen angebaut und ist wie in den ,tropen und ,subtropen1 so auch in alle ,lnder mit gemigtem ,klima vorgedrungen1 so da man sagen kann1 da er nchst dem ,reis die grte ,anzahl ,menschen ernhrt und als ,riesenmais und ,bandmais1 d4 h4 einer ,abart mit weigestreiften ,blttern1 auch als ,zierpflanze bei den ,kulturvlkern der ,erde ,eingang gefunden hat4 ,der ,mais1 wie er uns heute in gegen #fj ,varietten entgegentritt1 ist ohne ,zweifel eine schon erheblich vernderte ,kulturform1 von der sich die ,urform vermutlich durch verzweigte weibliche ,bltenstnde unterschied4 ,als solche ,rckschlge in die alte ,form kommen auch heute noch gelegentlich fingerartig geteilte ,kolben vor4 ,er ist eine ,riesenform unter den ,grsern1 die eine ,hhe von #e-f m erreichen kann und mit groen1 bis fast #b m langen und #aj cm breiten ,blttern versehen ist4 ,je nrdlicher er angebaut werden soll1 um so niedriger zur ,reife gelangende ,sorten mu man whlen1 wenn man ,korn von ihm zu ernten beabsichtigt4 ,bei uns reift er meist nur in den wrmeren ,jahren seine ,frchte2 doch lohnt sein ,anbau gleichwohl als nahrhaftes ,grnfutter4 ,dafr eignet sich auch noch fr ,mittel- und ,norddeutschland der groe badische ,mais von #b-b1e m ,hhe4 ,in ,oberitalien1 ,ungarn1 ,sdfrankreich und ,spanien ist er wie im wrmeren ,amerika fast das wichtigste ,volksnahrungsmittel geworden1 indem aus seinem ,mehle durch ,kochen mit ,wasser eine in ,italien als ,polenta1 an der unteren ,donau jedoch als ,mamaliga bezeichnete ,art ,pudding hergestellt wird1 von dem sich ,hunderttausende von ,bauern und ,arbeitern ,tag fr ,tag ernhren4 ,ist aber das ,maismehl durch ,feuchtwerden verdorben1 indem sich ein bestimmter ,pilz darin angesiedelt hat1 so wirkt die aus solchem hergestellte ,polenta giftig1 so da dann hufig ,massenerkrankungen entstehen4 ,diese in ,italien als ,pellagra bezeichnete ,vergiftung1 deren ,symptome brigens der durch den ,genu verdorbener ,kicher- und ,platterbsen erzeugten1 in ,sdeuropa und ,nordafrika heimischen ,erkrankung hneln1 nimmt einen chronischen ,verlauf mit alljhrlichen1 meist im ,frhjahr erfolgenden ,nachschben4 ,sie beginnt mit heftigen ,magen- und ,darmstrungen und einem eigentmlichen ,ausschlag1 bei welchem die ,haut sich rtet1 anschwillt und schlielich in ,fetzen abgeht4 ,spter treten dann ,nervenlhmungen und ,verbiegungen der ,gelenke als ,folge einer ,rckenmarkserkrankung auf1 desgleichen allgemeine ,ernhrungsstrungen1 geistige ,verwirrung und schlielich geht der davon ,betroffene an ,entkrftung zugrunde4 ,wegen dieses tckischen ,maidismus81 der gelegentlich auch an ,tieren1 besonders an ,pferden1 beobachtet wird1 ist die ,aufbewahrung der ,maiskrner an einem trockenen1 gut gelfteten ,orte und die ,verwendung unverdorbenen ,mehles fr die ,ernhrung des ,volkes von grter ,bedeutung4 ,illustration3 ,bild #aa4 ,der ,mais 7,zea mais71 bei a eine der mnnlichen1 am ,scheitel der ,pflanze befindlichen ,bltenhren vergrert4 7,nach ,hegi47 ,fr ,tiere1 namentlich das ,federvieh1 aber auch fr ,rinder und ,schweine1 die gemstet werden sollen1 gibt es kein besseres ,nahrungsmittel als den ,mais1 der noch mehr nhrende ,bestandteile als andere ,getreidearten1 ,weizen eingeschlossen1 enthlt4 ,es ist nur schade1 da die ,keime ein l enthalten1 das dem ,maismehl einen wenig angenehmen ,geschmack verleiht4 ,es kommt vor1 da selbst ,pferde nach einiger ,zeit einen ,widerwillen gegen ,mais zeigen1 namentlich wenn er ihnen als ,mehl vorgesetzt wird4 ,die aufgeweichten und geschroteten ,krner scheinen aber den ,tieren weniger schnell zu widerstreben4 ,aber auch fr den ,menschen ist der ,mais wegen seiner ,leichtverdaulichkeit besonders in ,form des ,maizena1 eines fein gemahlenen und entfetteten ,maismehles1 von grter ,bedeutung und eignet sich besonders fr die ,ernhrung von ,kindern1 ,schwachen und ,rekonvaleszenten4 ,nur fr das ,brotbacken ist er ungeeignet1 da er nicht aufgeht1 sondern eine kompakte ,masse bleibt4 ,wird ihm jedoch #be ,prozent ,weizenmehl hinzugesetzt1 so verliert er diesen ,fehler4 ,aus einer solchen ,mischung gebackenes ,brot ist besonders in der ,trkei sehr beliebt4 ,in den ,vereinigten ,staaten it man die jungen1 unreifen ,fruchtkolben1 gerstet oder in ,salzwasser abgekocht1 als schmackhaftes ,gemse1 oder die noch weichen ,maiskrner werden1 mit ,streuzucker und ,zimt oder einem anderen ,gewrz versetzt und zu ,trtchen oder ,kuchen verbacken1 verzehrt4 ,auch anderwrts werden die unreifen ,frchte auf verschiedene ,weise zubereitet1 auch eingemacht4 ,die ,eingeborenen ,sdamerikas stellen dagegen auf uerst primitive ,weise aus reifen ,maiskrnern ein als chicha 7sprich tschitscha7 bezeichnetes gegorenes ,getrnk dar1 das einst berall beliebt war1 heute sich aber nur noch in ,bolivien besonderer ,wertschtzung erfreut4 ,allerdings ist seine ,bereitung wie diejenige der ,kawa der ,sdseeinsulaner keine fr uns ,europer sehr appetitliche1 so da man es begreift1 da mit dem ,kulturfortschritt1 der auch in ,sdamerika seinen ,einzug hlt1 dieses altvterliche ,getrnk an ,beliebtheit zusehends einbt4 ,es wird nmlich in der ,weise hergestellt1 da ,frauen -- selten ,mnner -- die weichgekochten ,maiskrner kauen und dann in einen ,behlter speien1 worin der ,speichel1 mit warmem ,wasser verdnnt1 das ,strkemehl des ,mais in ,dextrin und ,zucker verwandelt1 deren ,lsung durch die allgegenwrtigen ,hefepilze schlielich in alkoholische ,grung bergefhrt wird4 ,so war es noch bis vor kurzem blich1 da1 wie man bei uns einem ,gaste ein ,glas ,limonade oder ,wein vorsetzt1 der ,indianer dem bei ihm ,einkehr haltenden ,fremdling einen ,krug chicha mascada1 d4 h4 selbstgekaute chicha anbot1 um ihm seine ,freundschaft zu beweisen4 ,in ,mexiko wird die chicha etwas appetitlicher aus ,gerstenwasser und ,maismehl unter ,zusatz von ,ananasscheiben1 welches man zusammen gren lt1 ,zucker1 ,nelken und ,zimt bereitet4 ,die unreifen ,maisstengel sind so reich an ,zucker1 da man diesen daraus fabrikmig zu gewinnen versucht hat4 ,in ,mexiko bereitet man durch ,grung des zuckerreichen ,saftes ein als pulque de mahiz bezeichnetes berauschendes ,getrnk4 ,man entkrnt die ,maiskolben von ,hand1 im groen aber durch besondere ,maschinen und benutzt die ,spindeln als ,brennstoff4 ,in ,afrika dienen letztere wie bei uns das ,klosetpapier und aus den ,krnern wird mit ,vorliebe ein ses1 schwach alkoholhaltiges ,bier bereitet4 ,bei uns wird der ,mais vielfach zu ,strkemehl und ,spiritus verarbeitet4 ,wenn die ,krner nicht zu ,mehl vermahlen und in ,brei- oder ,kuchenform gegessen werden1 so lt man sie im ,wasser aufquellen und it sie gerstet1 wobei sie aufspringen4 ,dermaen behandelt und mit ,zucker bestreut1 geniet man sie in ,menge besonders auch in den muhammedanischen ,lndern4 ,die ,hllen der ,fruchtkolben dienen zum ,polstern und ,flechten und liefern ein wertvolles ,material zur ,papierbereitung4 ,in vielen ,gegenden ,amerikas dient auch ein daraus herausgeschnittenes zartes ,stck unmittelbar als ,zigarettenumhllung4 ,die ,malaien kochen diese ,hutchen in einer ,zuckerlsung und bringen sie getrocknet als ,zigarettenpapier in den ,handel4 ,die ,maiskultur bleibt sich berall ziemlich gleich und ist sehr einfach1 da man nach der ,aussaat im wesentlichen nur dafr ,sorge zu tragen hat1 da das ,unkraut nicht zu sehr berhand nimmt4 ,nachdem der ,boden gedngt und tchtig umgepflgt ist1 werden in einem ,abstande von #be-dj cm ,lcher in den ,boden gemacht1 mit je #c bis #e ,samenkrnern belegt und wiederum geschlossen4 ,der ,mais wchst dann heran und bedarf bis zur ,reife #c-d ,monate4 ,gegen das ,ende der ,vegetationsperiode bildet sich dann oben an dem mit ,zuckersaft gefllten1 nicht hohlen ,stengel ein ,bschel mnnlicher ,blten1 deren in groer ,menge gebildete leichte ,pollen ausstuben und durch den ,wind auf die in den ,achseln der ,bltter verborgenen1 einzig ihre klebrigen ,narben herausstreckenden weiblichen ,blten bertragen werden4 ,nach der ,befruchtung verwendet die ,pflanze allen in ihr angesammelten ,zuckersaft1 um die ,samen mit ,nhrstoffen fr den ,keimling zu fllen1 und schlielich stirbt sie vllig ausgesogen ab4 ,sie wird dann meist als ,brennmaterial verwendet1 wobei die so erlangte ,asche zur ,dngung des ,bodens dient4 ,in den nichttropischen ,lndern1 wo das ,vieh nachts in die ,stlle getrieben wird1 benutzt der ,landmann den vertrockneten ,mais auch als ,streu fr das ,vieh4 ,sonst bilden die ,bltter und ,halme 7auch getrocknet7 ein geschtztes ,viehfutter und die ,scheiden der ,kolben finden nach der ,ernte fr die ,papierfabrikation und als ,zigarettenhllen usw4 vielfache ,verwendung4 ,man unterwirft sie auch einem einfachen ,hechelprozesse und benutzt die isolierten ,fasern als ,polstermaterial u4 dgl4 ,infolge seines beraus krftigen und ausgiebigen ,wachstums1 welches ihn gegen uere ,einflsse widerstandsfhig macht1 wird der ,mais von relativ wenigen ,schdlingen angegriffen4 ,am bekanntesten unter denselben ist der ,maisbrand1 der aber selten eine wirklich bedrohliche ,form annimmt4 ,junge ,maispflanzen ttet er1 ltere schwcht er und regt die von ihm befallenen ,stellen des ,stengels zu kropfigen ,anschwellungen an4 ,weniger bekannt ist die bisher nur auf ,java beobachtete ,lijer-,krankheit1 welche die jungen ,pflanzen befllt und ttet und wegen ihres epidemischen ,charakters gefhrlicher ist als die anderen ,krankheitsformen des ,maises4 ,der ,erreger dieser ,krankheit ist ein ,peronospora-,pilz1 dessen ,sporen durch den ,wind von ,maisfeld zu ,maisfeld getragen werden und so rasch ausgedehnte ,maiskulturen zum ,absterben bringen4 ,bekanntlich sind es auch ,peronospora-,arten1 die den von den ,landwirten so gefrchteten falschen ,mehltau8 der ,reben und eine der schlimmsten ,kartoffelkrankheiten hervorrufen1 wobei die von ihnen befallenen ,bltter zuerst wie ,schimmel aussehende ,flecken bekommen1 die sich rasch ausdehnen und das ,blattgewebe zerstren1 so da die ,bltter sich brunen4 ,auch wenn der ,mais geerntet ist1 sind seine ,samenkrner allerlei ,schdlingen ausgesetzt4 ,besonders suchen sie kleine ,kornwrmer heim1 die in vier ,arten vorkommen und durch ihre riesige ,vermehrung ungeheuren ,schaden anrichten knnen4 ,die ,weibchen legen bis #fjjj ,eier1 von denen jedes auf ein ,maiskorn geklebt wird4 ,nach #d-e ,tagen kriecht daraus eine winzige ,larve hervor1 die sich in das ,innere hineinbohrt1 um den ,inhalt in etwa #ad ,tagen zu verzehren4 ,dann puppt sie sich ein und wird zum geflgelten ,insekt1 um nach der ,paarung ihren ,kreislauf in derselben ,weise zu vollenden4 ,am besten werden diese schdlichen ,insekten durch fortwhrendes ,umschaufeln des ,maises verscheucht4 ,in den ,schiffsrumen wird der ,mais mit dem giftigen ,claytongas desinfiziert1 mit welchem auch die ,ratten und das andere ,ungeziefer gettet werden4 ,der grte ,teil des geernteten ,maises wird in den ,produktionslndern selbst verbraucht4 ,erst in der zweiten ,hlfte des vorigen ,jahrhunderts begannen die ,vereinigten ,staaten von ,nordamerika und die ,republiken ,sdamerikas1 besonders ,argentinien1 ihn in zunehmendem ,mae nach ,europa zu exportieren1 wo er heute1 obschon nahrhafter1 um ein ,drittel billiger als ,weizen zu haben ist4 ,deshalb wird vielfach das ,weizenmehl mit dem billigeren ,maismehl verflscht84 ,obschon das ,maismehl zur ,hlfte aus reinem ,strkemehl besteht1 eignet es sich wegen seiner graugelben ,farbe doch nicht zur ,strkefabrikation4 ,doch gewinnt man aus den zum ,keimen gebrachten ,samen das zu etwa #bj ,prozent in ihnen enthaltene hellgelbe1 nicht leicht ranzig werdende ,maisl1 das nur teilweise zur ,vermengung mit den teueren ,sorten von ,tafell1 der ,hauptsache nach jedoch in den ,seifen- und ,farbenfabriken verwendet wird4 ,im vergangenen ,jahr wurden nicht weniger als #afjjjj ,hektoliter desselben produziert4 ,die bei der ,auspressung des ls zurckbleibenden ,kuchen finden groen ,absatz als ,viehfutter4 ,daneben wird das verzuckerte ,strkemehl des ,maises1 wenn auch bisher nur in beschrnktem ,mae1 zur ,spiritusfabrikation verwendet1 wobei als ,nebenprodukt ebenfalls etwas ,maisl gewonnen wird4 ,in ,argentinien nahm im vorletzten ,jahre die ,maiskultur gegen drei ,millionen ,hektare in ,anspruch und die ,ernte wurde auf #cejj ,millionen kg geschtzt1 whrend die ,weizenernte #dejj ,millionen kg betrug4 ,in ,nordamerika macht die ,maisernte nicht weniger als #gejjj ,millionen kg aus4 ,die mit ,mais bebaute ,flche betrgt in den ,vereinigten ,staaten nicht weniger als #dj ,millionen ,hektar gegen #ah ,millionen ,hektar ,weizen und #gd ,millionen ,hektar gesamtes ,getreideland4 ,der ,hauptsitz der ,maiskultur1 die natrlich im groen mit ,maschinen der verschiedensten ,art betrieben wird1 liegt in dem flachen1 fruchtbaren ,staate ,kansas1 das von zahlreichen1 in den ,mississippi mndenden ,flssen und von verschiedenen miteinander konkurrierenden ,eisenbahnen durchzogen wird4 ,dadurch besitzt jener ,staat billige ,transportwege nach der als ,hauptstapelplatz dafr dienenden ,hafenstadt ,new ,orleans4 ,wie in ,spanien1 ,italien1 ,griechenland und den ,balkanstaaten bildet auch in zahlreichen ,gegenden ,afrikas der ,mais eines der ,hauptnahrungsmittel der ,eingeborenen4 ,in den deutschen ,kolonien wird er nur in ,togo und ,ostafrika seit lngerem angebaut4 ,togo fhrte im ,jahre #aijg #bj ,millionen kg im ,werte von #aaiijjj ,mark aus1 whrend ,ostafrika nur fr #bajjj ,mark exportierte4 ,in der ,regel wird er hier berall zweimal geerntet4 ,nach ,kamerun1 ,sdwestafrika und den ,sdseeinseln ist er erst in neuerer ,zeit gelangt1 doch brgert er sich auch hier schon ein4 ,die ,regierung sucht mglichst solche ,spielarten einzufhren1 die sich dem ,klima und ,boden anpassen und sichere ,ernten liefern4 ,seinen ,hauptbedarf an ,mais bezieht ,deutschland heute aus ,nordamerika1 nmlich fr #ejcigjjj ,mark1 sodann aus ,argentinien fr #bbieajjj ,mark4 ,die gesamte ,maiseinfuhr ,deutschlands im ,jahre #aijf hatte einen ,wert von #aab1g ,millionen ,mark4 ,,iv4 ,die ,fruchtbume4 ,erster ,teil4 ,noch viel mehr als die ,getreidearten1 die verhltnismig rasch ihre ,vegetationsperiode vollenden und nach der ,ernte den ,menschen wieder frei geben1 binden ihn die ,obstbume an die ,scholle4 ,diese wachsen langsam und mssen lange gezogen1 getrnkt und vor ,beschdigungen durch den ,sturm und ,angriffe wilder ,tiere beschtzt werden1 bis sie -- dann aber auch jhrlich ganze ,menschenalter hindurch -- ebare ,frchte liefern4 ,deshalb vermochte der vorgeschichtliche ,mensch erst nachdem er sein unstetes ,leben ganz aufgegeben und fr mehr oder weniger dauernd festen ,wohnsitz bezogen hatte1 auch die fr ihn wahrscheinlich die lteste ,nahrung spendenden ,fruchtbume in ,kulturpflege zu nehmen und ihre ,frchte nach und nach durch zielbewute ,auslese der besten ,sorten zur ,nachzucht zu vervollkommnen4 ,schon die ,mitteleuroper der jngeren ,steinzeit hatten auer verschiedenen ,getreidearten wenigstens eine ,art von ,obstbumen in ,kulturpflege4 ,es waren dies ,apfelbume 7,pirus malus71 deren kleine1 fast nur aus ,kerngehuse mit wenig1 wohl noch recht suerlichem ,fruchtfleisch bestehenden ,frchte sich verkohlt in den berresten der meist durch ,brand untergegangenen ,pfahldrfer am ,rand der ,schweizer ,seen vorfanden4 ,dank der konservierenden ,moorerde1 in der sie #ejjj ,jahre und mehr lagen1 sind sie noch so vorzglich erhalten1 da wir ber diese lteste bei uns kultivierte ,obstsorte recht gut unterrichtet sind4 ,es war ein beraus kleinfrchtiger1 noch sehr wenig durch ,domestikation verbesserter ,apfel1 der neben dem ,holzapfel des ,waldes in ziemlichen ,mengen geerntet wurde und mit den ,haselnssen und den ,getreidearten als ,vorrat fr den ,winter diente4 ,seltener ganz1 meist halbiert mssen die ,frchte an der ,sonne gedrrt worden sein1 um sie als willkommene ,zukost zum ,brot zu genieen4 ,dieser noch kaum durch ,kultur veredelte kleine ,apfel der neolithischen ,pfahlbauten war aber nicht etwa ein ,abkmmling unseres wilden1 sogenannten ,holzapfels1 der sich durch vllige ,kahlheit der ,bltter von allen ,kulturformen unterscheidet1 sondern gleichfalls wie die brigen ,kulturgter jener ,menschen ein ,import aus ,westasien4 ,und zwar scheinen vorzugsweise zwei ,arten von ,wildlingen durch ,zuchtwahl und ,kreuzung zur ,bildung der ltest nachweisbaren pfelsorten beigetragen zu haben1 nmlich einerseits der ,strauchapfel 7,pirus pumila7 dem man noch hufig im ,kaukasus und den sdlichen ,altaigebirgen wild wachsend begegnet1 und andererseits eine ,form aus ,vorderasien1 die auch noch in ,kleinasien vorkommt1 der filzigbltterige ,apfel 7,pirus dasyphylla74 ,dieser letztere gilt speziell als die ,stammpflanze unserer ,reinetten4 ,als weitere wichtige ,stammeltern unserer heute zu so ansehnlicher ,gre gediehenen und mit vorzglichem1 sem bis saurem ,fruchtfleisch versehen1 auch wegen ihrer ,haltbarkeit sehr geschtzten ,speisepfel kommen noch der glattbltterige ,apfel 7,pirus silvestris7 aus ,westasien und der pflaumenbltterige ,apfel 7,pirus prunifolia7 aus ,mittelasien in ,betracht4 ,letzterer1 der in ,nordchina1 ,sdsibirien und der ,tatarei seine ,heimat hat und durch seine gelben bis blutroten ,frchte ausgezeichnet ist1 gilt als ,stammform des ,astrachaner ,apfels und des russischen ,eisapfels4 ,der ,kulturapfel1 von dem heute ber #fjj verschiedene ,arten bekannt sind1 bildet in seiner ltesten ,heimat ,westasien gelegentlich kleine ,wlder4 ,diese erstrecken sich nrdlich von ,kleinasien bis nach ,zentralasien hinein4 ,er gedeiht nur in einem mig warmen ,klima und konnte deshalb nicht allzuweit sdlich vordringen4 ,in khleren ,lagen ,syriens gedeiht er noch1 aber kaum mehr in gypten4 ,so hat er im ,lande der ,pharaonen keinerlei ,rolle gespielt und findet sich nirgends unter den ,obstarten abgebildet1 auch haben sich keinerlei berreste von ihm in ,grbern gefunden4 ,in den ,hieroglyphentexten kommt nun einige ,male das ,wort dappich fr eine ,frucht vor1 die man nur als ,apfel deuten kann1 um so mehr als der ,apfel im ,hebrischen tappuch und im ,arabischen taffach heit4 ,nun mu der ,apfelbaum zur ,zeit der #ai4 ,dynastie 7#acej-abje v4 ,chr471 also im neuen ,reiche von ,syrien her nach gypten eingefhrt worden sein2 denn ,tempelinschriften in ,theben tun uns kund1 da ,knig ,ramses ,,ii4 7#abib-abbe71 dessen wohlerhaltene ,mumie sich im ,museum von ,bulak bei ,kairo befindet1 ,apfelbume in seinen ,grten im ,delta pflanzen lie4 ,und noch von ,ramses ,,iii4 der #bj4 ,dynastie 7#aaih-aafg v4 ,chr47 erfahren wir1 da er den ,priestern des groen ,ammontempels in ,theben nicht weniger als #hdh ,krbe voll pfel als ,opfergabe berreichen lie4 ,aber was die kniglichen ,grtner zustande brachten1 das konnte nicht dem gemeinen ,volke gelingen4 ,und so blieb der ,apfelbaum dem gyptischen ,volke bis auf den heutigen ,tag ein ,fremdling1 da er dort infolge der andauernden bergroen ,wrme keine ,frchte mehr zeitigt4 ,aus denselben ,grnden ist der ,apfelbaum auch den ,bewohnern ,palstinas mehr oder weniger fremd geblieben4 ,auch dort scheint er frher1 so lange das ,klima infolge der reicheren ,bewaldung khler war1 in den hheren ,lagen gut gediehen und auch ,frucht getragen zu haben1 wie wir verschiedenen ,stellen des ,alten ,testaments entnehmen knnen4 ,aber mit dem ,wrmer- und ,trockenerwerden des ,klimas war sein ,schicksal in diesem ,lande besiegelt4 ,dagegen sagten ihm die klimatischen ,verhltnisse des gebirgigen ,armenien und ,kleinasien gut zu und so gedieh er hier vortrefflich und verbreitete sich ber das ganze ,land4 ,von ,kleinasien her gelangte er schon gegen das ,ende des vorletzten ,jahrtausends v4 ,chr4 nach ,griechenland1 wo er ziemlich viel kultiviert wurde4 ,nicht blo in den homerischen ,epen wird er erwhnt1 sondern seine als mlon bezeichnete ,frucht spielt auch im ,mythos eine gewisse ,rolle4 ,so galt der aus dem ,orient -- angeblich ,indien -- ber ,kleinasien nach ,griechenland gekommene ,gott des ,natursegens1 ,dionysos1 wie als ,schpfer des ,weinstocks1 so auch als derjenige des ,apfelbaums1 den er der ,liebesgttin ,aphrodite schenkte4 ,dadurch wurde der ,apfel zum ,sinnbilde der ,liebe4 ,aphrodite ihrerseits schenkte drei goldene pfel dem ,hippomenes1 mit denen dieser die schnellfige ,atalante zum ,weibe gewann4 ,eris aber erregte durch den goldenen ,apfel1 den sie an der ,hochzeit des ,peleus und der ,thetis unter die ,gste warf1 die ,eifersucht der drei ersten ,gttinnen1 woher der ,ausdruck ,erisapfel im ,sinne von ,zankapfel stammt4 ,eine hnliche ,rolle spielte der ,apfel in der bekannten ,geschichte1 in welcher ,paris1 der ,sohn des trojanischen ,knigs ,priamos1 unter denselben drei ,gttinnen die ,wahl zu treffen hatte und ihn als ,siegespreis der ,schnsten derselben1 ,aphrodite1 darbot4 ,die goldenen pfel der ,hesperiden aber hatte ,ga1 die ,mutter ,erde1 der ,hera bei der ,vermhlung derselben mit ,zeus als ,symbol der ,fruchtbarkeit geschenkt4 ,herakles holte sie im ,lande der ,hyperborer1 wo sie von drei der ,hesperiden und vom hundertkpfigen ,drachen ,ladon bewacht wurden4 ,eine noch weitere ,verbreitung als bei den ,griechen fand die ,kultur des ,apfelbaums bei den ,rmern1 die die ,frucht in ,anlehnung an das griechische mlon malum nannten4 ,schon der ltere ,cato 7#bcd-adi v4 ,chr47 meldet uns in seiner ,schrift ber den ,landbau1 da die ,apfelbume in ,pflanzschulen gest und spter gepfropft wrden4 ,um die ,mitte des ersten christlichen ,jahrhunderts sagt der ltere ,plinius in seiner ,naturgeschichte3 ,es gibt sehr viele ,sorten pfel1 die man alle mit verschiedenen ,namen bezeichnet1 und manche haben den ,mann1 der sie erzeugte1 andere ihre ,heimat berhmt gemacht4 ,die sogenannten appianischen pfel hat ein ,mann namens ,appius1 aus der ,familie des ,appius ,claudius 7der #cab v4 ,chr4 ,zensor war und die berhmte1 von ,rom nach ,capua fhrende1 spter bis ,brundisium1 dem heutigen ,brindisi1 verlngerte1 nach ihm benannte ,strae anlegte7 dadurch erzeugt1 da er pfel auf ,quittenstmme pfropfte4 ,sie haben den ,geruch der ,quitten4 ,es gibt auch pfel1 die blutrot sind1 was davon herrhrt1 da sie auf einen ,maulbeerstamm gepfropft wurden4 7,natrlich sind diese ,erklrungen falsch47 ,im allgemeinen rten sich die pfel auf der ,sonnenseite4 ,aus allen ,apfelsorten bereitet man ,wein4 ,die wilden pfel haben einen sauern ,geschmack und jeder saure ,apfel ist imstande1 durch seine ,sure die ,schrfe eines ,schwertes stumpf zu machen48 ,auch sein ,zeitgenosse1 der aus ,spanien nach ,rom gekommene ,ackerbauschriftsteller ,columella sagt3 ,es gibt sehr verschiedene ,sorten pfel2 sie schmecken gut und befrdern die ,gesundheit48 ,und der aus ,pergamon gebrtige griechische ,arzt ,claudios ,galenos 7#aca-bjj n4 ,chr47 meint3 ,unreife pfel sind zwar durchaus schdlich1 reife dagegen roh1 gebraten und gekocht sehr gesund48 ,sie wurden gerne als ,wintervorrat aufbewahrt4 ,wie man dies zu tun habe1 darber schreibt der beraus gelehrte und fruchtbare rmische ,schriftsteller ,marcus ,terentius ,varro 7#aaf-bg v4 ,chr47 in seiner ,schrift ber den ,landbau3 ,die dauerhaften ,apfelsorten wie beide ,quittensorten 7die ,birnen- und ,apfelquitten7 mssen an einem trockenen1 khlen ,orte auf ,spreu liegend aufbewahrt werden4 ,beim ,bau der ,obstkammer 7oporotheca1 von den ,griechen entlehnt7 mu von vornherein dafr besorgt sein1 da ihre ,fenster nach ,norden stehen und da der 7khle7 ,nordwind ,einla habe2 jedoch mssen die ,fenster fr gewhnlich mit ,lden geschlossen sein1 weil allzuviel ,wind das ,obst austrocknet und welk macht4 ,man gibt auch der ,decke1 den ,wnden1 dem ,boden einen marmorartigen berzug 7von ,stuck71 damit sie desto khler sind4 ,manche richten die ,obstkammer so ein1 da sie darin speisen1 und sich dabei an der ,pracht der dort lagernden ,frchte ergtzen knnen4 ,es gibt freilich ,leute in ,rom1 die das ,obst kaufen1 statt es selbst zu ziehen1 und schmcken damit ihre ,obstkammer2 das sollte man nicht nachahmen4 ,die pfel legt man in der ,obstkammer auf ,bretter oder auf ,stroh oder auf ,wollflocken1 die ,granatpfel in ,fsser1 die mit ,sand gefllt sind1 die ,quitten werden schwebend aufgehngt1 ,birnen werden in 7durch ,kochen7 eingedickten ,weinmost gelegt2 ,spierlingsfrchte 7sorbum von ,sorbus domestica7 und ,birnen werden auch zerschnitten und an der ,sonne getrocknet1 die ersteren halten sich auch an jedem trockenen ,orte lange frisch4 ,rben werden in ,senf1 ,walnsse in ,sand gelegt48 ,der ltere ,cato 7#bcd-adi v4 ,chr47 verlangt von der ,wirtschafterin1 die das ,hauswesen im ,landhause 7villa7 besorgt und fr alle ,bewohner derselben kocht1 sie msse viele ,hhner und ,eier im ,vorrat halten4 ,ferner mu sie getrocknete ,birnen1 ,spierlingsfrchte1 ,feigen1 getrocknete ,weinbeeren1 in eingedicktem ,most liegende ,spierlingsfrchte1 auch ,birnen und ,trauben in ,fssern1 ebenso ,quitten vorrtig haben4 ,sie mu ,trauben haben1 die in ,weinmost1 in ,krgen und in der ,erde aufbewahrt werden4 ,auerdem mu sie frische prnestische ,nsse im ,krug unter der ,erde1 scantianische pfel in ,fssern und andere ,obstarten1 die man aufzubewahren pflegt1 auch wilde1 haben48 ,auerdem verlangt er von ihr1 sie msse die ,kunst ,mehl und ,schrot1 die damals noch von jeder ,haushaltung selbst hergestellt wurden1 zu machen verstehen1 drfe keine ,schwtzerin sein und sich mit den ,nachbarinnen umhertreiben1 auch ohne ,befehl des ,hausherrn oder der ,hausfrau nicht opfern1 solle reinlich sein und auch die ,villa rein halten1 tglich1 bevor sie zu ,bett gehe1 den ,herd reinigen1 an ,festen den ,herd bekrnzen und an diesen ,tagen dem ,hausgotte opfern4 ,von den in der spteren ,kaiserzeit unterschiedenen #bi pfelsorten gediehen die berhmtesten bei der ,stadt ,abella in ,kampanien1 die jedenfalls hier eine sehr alte1 schon von den ,kelten betriebene pfelkultur besa2 denn ihren ,namen wird sie von der keltischen ,bezeichnung aball fr pfel erhalten haben4 ,der rmische ,ackerbauschriftsteller ,palladius im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 sagt von den ,apfelbumen3 ,es gibt deren viele ,sorten1 und es wre zu weitlufig1 sie aufzuzhlen4 ,sie lieben einen krftigen1 fetten ,boden1 der nicht durch ,bewsserung1 sondern von ,natur feucht ist2 besteht er aber aus trockenem ,sand oder ,ton1 so tut die ,bewsserung gut4 ,an kalten ,orten setzt man sie auf die ,sdseite der ,berge4 ,man braucht die ,erde um sie weder durch ,ackern1 noch durch ,graben aufzulockern2 daher passen sie gut auf ,wiesen4 ,mist verlangen sie zwar nicht1 nehmen ihn aber gerne an1 auch kann er mit ,asche gemischt sein4 ,beim ,beschneiden nimmt man am besten nur was trocken oder falsch gewachsen ist weg4 ,der ,apfelbaum dauert nicht so viele ,jahre wie der ,birnbaum4 ,lt er seine pfel vor der ,zeit der ,reife fallen1 so spaltet man eine ,wurzel und keilt einen ,stein in den ,spalt 7natrlich ist dies ,unsinn74 ,hngen die pfel in zu groer ,zahl am ,baum1 so nimmt man die schlechtesten weg 7damit sich die anderen umso schner entwickeln74 ,die ,zeit der ,veredlung ist der ,februar und ,mrz4 ,apfelreiser gedeihen auf ,apfel- und ,birnbumen1 ,weidorn1 ,pflaume1 ,spierling1 ,pfirsich1 ,platane1 ,pappel1 ,weide4 -- ,die pfel1 welche aufbewahrt werden sollen1 mssen sorgfltig ausgelesen werden4 ,man legt sie an einem dunkeln1 windfreien ,orte in abgesonderten ,haufen auf ,stroh und teilt die ,haufen oft4 ,manche schlieen sie auch in ausgepichte groe ,tonkrge1 deren ,deckel mit ,gips verstrichen wird1 oder hllen sie in ,ton oder bestreichen nur die ,stiele mit ,ton1 oder legen sie auf ,hrden1 die mit ,spreu belegt sind1 oder decken sie von oben mit ,stroh4 ,die sogenannten ,kugelpfel kann man ohne weiteres ein ganzes ,jahr aufbewahren4 ,manche ,leute senken auch die in gut ausgepichten und verpichten ,gefen befindlichen pfel unter ,wasser4 ,andere nehmen die pfel einzeln vom ,baum1 tauchen ihre ,stiele in siedendes ,pech1 legen sie reihenweise auf die ,gestelle und decken sie mit ,nublttern4 ,viele legen sie zwischen ,sgespne von ,pappel- oder ,tannenholz4 ,es ist bekannt1 da man die pfel so legen mu1 da der ,stiel unten ist1 und da man sie nicht eher anrhren darf1 als bis man sie braucht4 ,auch ,wein und ,essig wird aus pfeln wie ,birnen gemacht48 ,die von ihnen in ,italien angepflanzten besseren pfelsorten brachten die ,rmer mit den brigen von ihnen verbreiteten ,obstsorten auch ber die ,alpen nach ,gallien und ,germanien4 ,hier gab es zwar bereits kultivierte pfel1 aber doch noch nicht so feine ,arten1 wie sie die ,rmer aus ,italien mitbrachten1 auch kannte man noch nicht die von jenen gebten ,methoden der ,veredelung des ,obstes durch ,pfropfen4 ,in allen von den ,rmern beeinfluten romanischen und germanischen ,sprachen fhren sowohl die ,obstarten als auch die ,ausdrcke fr ihre ,veredelung 7wie impfen1 aus dem lateinischen impu7t7are7 ausnahmslos ,namen1 die aus dem ,lateinischen entlehnt sind4 ,nur ein ,obstname1 nmlich derjenige des ,apfels1 ist in den ,sprachen ,mitteleuropas nicht aus dem ,lateinischen entlehnt1 sondern altes ,erbgut der hier ansssigen ,stmme4 ,er lautet althochdeutsch apful1 nordisch appel1 urkeltisch aball1 altslawisch jabluko4 ,es ist deshalb anzunehmen1 da der ,apfel1 die einzige ,obstart1 fr die sich beim ,eindringen der rmischen ,obstkultur in den ersten ,jahrhunderten nach ,christus der altangestammte ,name in ,germanien behauptete1 hier schon in einer seit der ,pfahlbauzeit erhalten gebliebenen kultivierten1 wenn auch minderwertigen ,art bekannt war1 die sich allerdings ganz wesentlich vom rmischen ,apfel unterschied4 ,er spielte in der ,mythologie der alten ,deutschen eine nicht unbedeutende ,rolle1 indem er nach altgermanischer ,vorstellung als ,symbol der ,mutterbrust und der nhrenden ,liebe galt4 ,in der nordischen ,mythologie sind pfel die ,speise der ,asen1 des mchtigsten ,gttergeschlechts1 das von den ,riesen seinen ,ursprung nahm4 ,iduna war ihre ,bewahrerin und sie besaen die ,kraft1 den zu verjngen1 der sie a4 berall da1 wo nun die ,rmer nrdlich der ,alpen ihre ,militrstationen grndeten und ,mrkte anlegten1 machten sie bald auch ,versuche mit der ,anpflanzung sdlicher ,obstsorten1 die ihnen fr ihre gewohnte bessere ,lebensfhrung unentbehrlich waren4 ,so wissen wir aus der ,naturgeschichte des lteren ,plinius 7#bc-gi n4 ,chr471 da die ,belgier schon zu seiner ,zeit eine besondere kernlose ,art von pfeln zogen4 ,im #f4 ,jahrhundert bedankt sich der romanisierte ,franke ,venantius ,fortunatus bei seinem ,freunde und ,landsmann ,gregor von ,tours 7eigentlich ,georgius ,florentius geheien1 um #edj in ,clermont-,ferrand geboren1 von #egc-eid ,bischof von ,tours7 in einem uns erhaltenen poetischen ,billett fr pfel und ,apfelpfropfreiser1 die dieser ihm gesandt hatte4 ,in ,karls des ,groen ,capitulare de villis vel curtis imperii1 d4 h4 seinen ,verordnungen ber die ,einrichtung und ,bewirtschaftung der kniglichen ,domnen aus dem ,jahre #hab1 durch die er auf sein ,volk vorbildlich wirken wollte und die fr uns das wichtigste ,dokument der frhmittelalterlichen ,garten- und ,obstkultur sind1 werden frhe und spte1 suerliche und se ,sorten1 auch ,dauerpfel unter den damals gebruchlichen ,bezeichnungen wie ,gosmaringer1 ,geroldinger1 ,crevedeller und ,sperauker genannt4 ,diese ,bezeichnungen stammen meist von ,orten ,sddeutschlands1 wo innerhalb des ,dekumatenlandes sehr frh die von den ,rmern eingefhrte ,apfelkultur in ,blte kam und wertvolle1 aus dem ,sden stammende1 ,sorten kultiviert wurden4 ,ein ausgedehnter ,raum sollte in den ,meierhfen zum ,aufbewahren von ,obstsorten verschiedenster ,art1 besonders von pfeln1 eingerichtet sein4 ,als ein ,obstgarten erscheint in der altschsischen ,dichtung vom ,heliand der ,garten ,getsemane4 ,in ihm1 den man sich mglichst ungepflegt als einen mit ,obstbumen bestandenen ,rasenplatz vorzustellen hat1 gab die ,bauerndirne ihrem ,geliebten ein ,stelldichein und fanden bei festlichen ,anlssen die ,lustbarkeiten statt4 ,den in ihm befindlichen ,obstbumen wurde meist nur geringe oder gar keine ,pflege zuteil4 ,vorbildlich in der ,obstkultur gingen vor allem die ,klster den ,bauern mit gutem ,beispiel voran2 denn im frhen ,mittelalter waren sie ganz besonders die ,heger und ,pfleger der von den ,rmern bernommenen ,kulturgter1 und wenn die ,mnche auf ihren stetigen ,wanderungen eine neue ,sorte entdeckten1 so brachten sie dieselbe mit in ihr ,kloster4 ,und aus dem ,klostergarten gelangten spter ,pfropfreiser davon in die ,grten der benachbarten ,drfer4 ,so berichtet uns der ,geschichtschreiber des ,klosters ,morimund1 da die ,brder1 die auszogen1 um eine neue ,kolonie zu grnden1 ,samen und ,pflnzlinge von allen ,sorten fr den ,garten des neu zu grndenden ,klosters mitnahmen4 ,die ,mnche1 welche nach ,altenkampen im ,klnischen gingen1 nahmen die graue ,reinette mit1 welche im ,bassigny um ,morimund hufig war4 ,von ,altenkampen verpflanzten sie andere ,mnche desselben ,ordens nach ,walkenried1 von dort nach ,pforte1 von ,pforte nach ,leubus in ,schlesien1 von wo sie sich durch ganz ,schlesien verbreitete4 ,so ist auch der ,borsdorfer ,apfel ein ,produkt der ,cistersiensermnche von ,pforte1 den sie mit sdlndischen ,pfropfreisern auf dem fr ,obst- und ,weinpflanzungen besonders geeigneten ,ackerhofe zu ,borsendorf bei ,dornburg an der ,saale gezogen hatten4 ,in demselben ,pforte wird zuerst im ,jahre #abga ein ,obstgrtner als magister pomi erwhnt4 ,so verbreiteten sich durch die segensreiche ,kulturttigkeit dieser ,mnche diese edleren ,obstsorten1 die sie auch auf die ,wildstmme der umliegenden ,bauernhfe pfropften4 ,bald drang so statt der wilden ,kirschen1 sauren ,holzpfel und ,schlehen wohlschmeckendes ,obst als weitergeleitetes altes ,erbe des rmischen ,kulturvolkes auch in die entlegensten ,gaue ,germaniens vor4 ,was seither die vorzugsweise von ,laien fortgefhrte ,veredelung aus dieser westasiatischen ,obstart gemacht hat1 ist genugsam bekannt1 so da wir nicht nher darauf einzugehen brauchen4 ,es genge1 hier zu bemerken1 da nicht nur in ganz ,europa1 sondern auch in ,nordamerika1 besonders ,kalifornien1 die ,apfelkultur sich zu ganz auerordentlicher ,blte entfaltet hat1 so da in einem ,jahre schon ber eine ,milliarde ,kilogramm frischen ,obstes von dort allein nach ,england eingefhrt wurde4 ,auch getrocknet1 mit ,zucker als ,kompott oder zu ,mus eingekocht gelangen die pfel heute berall in den ,handel1 und aus ihnen wird auch an vielen ,orten ein angenehm suerlicher1 schwach alkoholhaltiger ,trank als sogenannter pfelwein hergestellt4 ,fast ebenso viele ,formen wie von den ,kulturpfeln gibt es von den kultivierten ,birnen 7,pirus communis71 deren ,stammeltern ebenfalls aus ,westasien zu uns gelangten4 ,besonders waren es die orientalische herzbltterige ,birne 7,pirus cordata7 und die persische ,birne 7,pirus persica71 die miteinander und spter auch mit unserer einheimischen ,holzbirne gekreuzt wurden und zu zahlreichen ,varietten ,anla gaben4 ,daher kommt es denn auch1 da weder die pfel- noch die ,birnensorten samenbestndig sind4 ,durch die ,aussaat entstehen fast stets nur ,bume mit ganz minderwertigen ,frchten4 ,um nun die gewnschten edlen ,frchte zu erhalten1 mu der ,wildling veredelt werden1 d4 h4 man schneidet den oberen ,teil desselben ab und schiebt in die ,wundflche zwischen ,rinde und ,holz einen ,zweig der guten ,sorte1 ein ,edelreis84 ,nachdem die betreffende ,wundstelle gut verbunden und durch ,aufstreichen von ,baumwachs luftdicht abgeschlossen ist1 verwchst der ,wildling mit dem ,edelreis2 jener bernimmt die ,ernhrung des letzteren1 das nun austreibt und eine neue ,krone bildet4 ,illustration3 ,tafel #ae4 ,lngsspalier von ,birnbumen auf einer der ,obstpflanzungen der ,konservenfabrik ,lenzburg 7,schweiz74 ,illustration3 ,tafel #af4 ,kreuzspalier von ,birnbumen auf einer der ,obstpflanzungen der ,konservenfabrik ,lenzburg 7,schweiz74 ,die ,kultur der ,birne ist wie diejenige des ,apfels schon aus klimatischen ,grnden ,syrien und gypten fremd1 dagegen in ,persien und ,armenien eine uralte4 ber ,kleinasien gelangte sie schon ebensofrh als diejenige des ,apfels nach ,griechenland1 wo die ,birne bei ,homer nchn1 vom groen ,pflanzenkundigen ,theophrast daneben auch pios und bei den ,griechen spter ausschlielich pios genannt wurde4 ,auer der ,insel ,thasos war besonders auch der ,peloponnes durch den ,reichtum an ,birnen bekannt4 ,ja1 nach der ,angabe des um #bjj n4 ,chr4 in ,alexandrien lebenden ,athenaios fhrte diese ,halbinsel aus diesem ,grunde auch den ,beinamen ,apia1 d4 h4 ,birnenland4 ,nach ,italien mssen nach dem ,funde des bronzezeitlichen ,pfahlbaus von ,baradello schon die aus dem ,norden des ,balkans dahin wandernden ,stmme des vorletzten ,jahrtausends v4 ,chr4 den ,birnbaum gebracht haben4 ,in der ,folge nahm sein ,anbau in ,italien1 wo die ,birne pirum genannt wurde1 immer grere ,ausdehnung an4 ,in seiner ,schrift ber den ,landbau sagt der ltere ,cato 7#bcd-adi v4 ,chr473 ,es gibt eine ,menge ,birnensorten1 so die volemische1 anicianische1 sementivische1 tarentinische 7von den ,griechen aus ,tarent bernommen71 ,most- und ,krbisbirne und andere4 ,sie werden gepflanzt und gepfropft48 #bjj ,jahre spter schreibt ,plinius in seiner ,naturgeschichte3 ,es gibt eine sehr groe ,menge von ,birnensorten4 ,roh sind sie smtlich selbst fr ganz gesunde ,leute schwer verdaulich und werden daher ,kranken verboten4 ,auch die ,waldbirne wird getrocknet1 um sie als ,arznei zu gebrauchen48 ,sein ,zeitgenosse1 der griechische ,arzt ,dioskurides1 meint3 ,alle ,birnen 7pios71 und es gibt deren viele ,sorten1 haben zusammenziehende ,krfte4 ,verzehrt man rohe ,birnen nchtern1 so schaden sie leicht4 ,aus ,birnen macht man ,birnenwein1 wie man auch welchen aus ,quitten1 ,spierlingen und ,johannisbrot macht4 ,alle diese ,weine haben etwas ,zusammenziehendes und sind gesund48 ,nach dem ebenfalls um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 lebenden1 aus ,spanien nach ,rom gekommenen ,ackerbauschriftsteller ,columella wurden aus noch nicht ganz reifen ,birnen und pfeln an der ,sonne gedrrte ,schnitze hergestellt1 die nebst getrockneten ,feigen einen sehr wichtigen ,teil der ,nahrung der lndlichen ,bevlkerung bildeten4 ,zur ,mostgewinnung pflanzte man besondere ,mostbirnen1 und feinere ,birnen wurden in eingekochtem ,most konserviert4 ,palladius im #d4 ,jahrhundert rt1 die ,birnbume #cj ,fu auseinanderzusetzen1 die ,erde aufzulockern und feucht zu halten1 auch einmal jhrlich zu dngen4 ,zweckmiger als aus ,samen ist es1 sie durch ,pfropfen von ,wildstmmen zu gewinnen1 und zwar pfropft man sie auf wilde ,birnbume1 ,apfelbume und1 wie einige angeben1 auch auf ,mandel- und ,granatbume1 ,quitten und ,eschen 7griechische ,schriftsteller fgen dieser ,liste die ,maulbeerbume hinzu und sagen1 da die darauf gewachsenen ,birnen rot werden74 ,will man ,birnen lange aufbewahren1 so sucht man mit der ,hand gepflckte1 ganz unbeschdigte1 noch nicht vllig reife aus1 tut sie in ein ausgepichtes ,gef1 befestigt darauf den ,deckel ganz dicht1 legt es so um1 da der ,deckel nach unten kommt und vergrbt es an einer ,stelle1 um die jahraus1 jahrein ,wasser fliet4 ,man hebt auch ,birnen in ,spreu und ,getreide auf48 ,neben der als pios bezeichneten ,kulturbirne wurden von den ,griechen die als chras bezeichneten wilden ,birnen gelegentlich noch gesammelt und gegessen4 ,in der ,urzeit mu dies eine regelmige ,nahrung der ,griechenstmme gewesen sein1 wie das uralte ,fest der ,achraden bei den ,argivern beweist1 und wie das aus dem ,holz des wilden ,birnbaums geschnitzte ,herabild zu ,tiryns auf den wilden ,birnbaum als ersten ,nhrbaum der ,tiryntier hinweist4 ,je weiter wir in der ,menschheitsgeschichte zurckgehen1 desto ausschlielicher finden wir den wilden ,birnbaum mit seinen herben1 wenig zum ,genusse verlockenden ,frchten als ,nahrungsspender4 ,so wurden zur jngeren ,steinzeit1 wie uns die ,funde in den ,kulturschichten der ,pfahlbaustationen von ,wangen und ,robenhausen in der ,schweiz beweisen1 neben wilden pfeln auch wilde ,birnen gesammelt und1 in ,schnitze geschnitten und an der ,sonne gedrrt1 als ,wintervorrat aufgehoben4 ,die saftige ,kulturbirne aber fehlte bis ins erste ,jahrhundert unserer ,zeitrechnung in ,mitteleuropa durchaus4 ,sie gelangte im ,gegensatz zum ,apfel1 der sich hier bereits seit dem ,ende des dritten vorchristlichen ,jahrtausends kultiviert vorfand1 erst durch die ,rmer der ,kaiserzeit in die ,lnder nrdlich der ,alpen4 ,zwar wurden ,samenkerne dieser ,obstarten nicht im ,wegwurf der rmischen ,militrstationen gefunden1 was bei der ,kleinheit und ,vergnglichkeit derselben einigermaen begreiflich ist4 ,wohl aber fanden sich die viel greren und sehr harten ,steinkerne der bald zu besprechenden ,pflaumen1 ,mirabellen1 ,kirschpflaumen1 ,s- und ,sauerkirschen1 ,pfirsiche und ,aprikosen und die ,schalen der ,walnsse und groen ,haselnsse1 nicht blo in den ausgemauerten1 sondern vornehmlich in den zahlreichen mit ,holz ausgekleideten ,schachtbrunnen der ,saalburg bei ,homburg1 die nachweislich schon von den ,rmern selbst im #b4 ,jahrhundert n4 ,chr4 durch ausgemauerte ,brunnen ersetzt und zugeschttet wurden4 ,hier lagen sie in einer ,schlammschicht #e-aj m unter der ,oberflche4 ,da sie etwa erst in spteren ,jahrhunderten in die ,brunnen geworfen sein knnten1 ist unter diesen ,umstnden vllig ausgeschlossen1 ganz abgesehen davon1 da das ,kastell unter ,gallienus 7#bfj-bfh n4 ,chr47 definitiv an die ,germanen verloren und von jenen eingeschert und zerstrt wurde und seither keine menschliche ,niederlassung mehr hier vorhanden war4 ,erst einige ,jahrhunderte spter ist dann die ,kulturbirne von den ,germanen in ,pflege genommen worden1 worauf die ,bildung von althochdeutsch pira1 spter bira aus dem lateinischen pirum deutet4 ,in dem aus dem ,jahre #hab datierenden ,verzeichnis der auf den ,gtern ,karls des ,groen zu haltenden ,obstbume figurieren neben den pomarii1 den ,apfelbumen1 auch die pirarii1 von denen ebenfalls mehrere ,sorten erwhnt werden1 so sere1 frhreife und sptreife4 ,und der im ,jahre #hdi verstorbene frnkische ,mnch ,walahfrid ,strabo1 ein groer ,gartenfreund1 der es trotz seiner edlen ,abkunft nicht verschmhte1 durch tchtiges ,zugreifen1 wie er selbst sagt1 sich die ,hnde schwielig zu machen und zu brunen1 hat in einem lateinischen ,gedichte ber die ,pflege der ,grten8 beschrieben1 wie er in seinem ,garten im ,juli ,pfirsiche und im ,august ,feigen1 ,pflaumen1 ,nsse und groe volemische ,birnen pflcke1 von denen eine die ganze ,hand ausfllt4 ,zu den von den ,rmern bernommenen ,birnensorten sind dann durch die ,bemhungen der ,klster und spter auch der ,laien zahlreiche neue hinzugekommen4 ,so zhlt ,valerius ,cordus in der ersten ,hlfte des #af4 ,jahrhunderts mehr als #ej in ,mitteldeutschland kultivierte ,sorten auf1 die sich inzwischen1 besonders durch die ,bemhungen belgischer ,obstzchter1 ganz wesentlich vermehrt haben4 ,vom ,obstbau der alten ,kulturvlker haben wir nur eine geringe ,kenntnis1 da ihre ,schriftsteller von solch allgemein bekannten ,dingen keine ,aufzeichnungen hinterlieen4 ,in gypten und ,babylonien hat das ,kernobst keinerlei ,rolle gespielt1 wohl aber in dem durch seine ,hhenlage khleren ,persien1 in welchem ,lande schon zu den ,zeiten des lteren ,kyros 7um #eej v4 ,chr47 die ,straen1 welche von der ,hauptstadt nach den ,provinzen fhrten1 mit ,obstbumen als ntzlichen ,schattenspendern bepflanzt waren4 ,schon damals hatten die persischen ,groknige die ,gepflogenheit1 bei feierlichen ,anlssen ,obstbume mit eigener ,hand zu pflanzen1 -- beides ,sitten1 die sich bis auf unsere ,zeit erhalten haben4 ,schon sehr frhe drang der ,obstbau aus ,vorderasien ber ,kleinasien zu den ,griechen und spter zu den ,rmern1 die sich seiner mit ,liebe annahmen4 ,schon bei ,homer finden wir die zwischen den ,krautgrten gelegenen ,obstgrten der ,vornehmen erwhnt1 die in der ,regel von lteren ,familienangehrigen besorgt wurden4 ,so finden wir in der ,odyssee die ,obhut der ,obstbume vorzugsweise ,greisen anvertraut1 die niedergebckt im ,garten pflanzten1 gruben und beschnitten4 ,so hat sich auch der greise ,laertes1 ,odysseus ,vater1 in seine ,grten zurckgezogen1 und sein ,genosse hierin war der gealterte ,sklave ,dolios1 den einst ,penelope von ihres ,vaters ,hause in dasjenige ihres ,gatten ,odysseus mit hinbergebracht hatte4 ,der ,baumgarten des ,altertums war wie der ,rebberg durch eine ,mauer1 einen ,graben oder einen ,zaun1 spter auch durch eine lebende ,hecke als ,privateigentum abgegrenzt4 ,wer nun diese ,grenze nicht respektierte1 machte sich eines frevelhaften ,einbruchs in fremdes ,eigentum schuldig4 ,wie schwer solche ,vergehen bisweilen geahndet wurden1 beweist uns die von dem griechischen ,geschichtsschreiber ,apollodoros berichtete ,episode des ,herrschers von ,kalydon auf ,kreta ,oineus 7d4 h4 ,winzer71 der seinen eigenen ,sohn ,toxeus 7d4 h4 den ,schtzen7 ttete1 weil dieser es frevelhaft gewagt hatte1 den ,graben1 der seinen ,weinberg umschlo1 zu berspringen4 ,nach der ,schilderung in der ,odyssee trug ,laertes bei seinen ,arbeiten im ,obstgarten zum ,schutz seiner ,beine vor ,beschdigungen durch die ,dornen ein ,paar alter ,beinschienen aus ,leder und dazu einen geflickten ,rock4 ,der ,garten war von einer ,dornenhecke umgeben und enthielt wohlgepflegte ,apfel-1 ,birn-1 ,feigen- und lbume4 ,ein hoher ,birnbaum fiel besonders auf2 unter ihm stand ,odysseus nach seiner ,heimkehr1 eine ,weile mit der ,rhrung kmpfend1 da er seinen ,vater in der ,ferne beobachtet4 ,und als er sich ihm zu erkennen gibt1 erinnert er ihn an die ,zeit der ,kindheit1 als er ihm einst #ac ,birnbume1 #aj pfelbume1 #dj ,feigenbume und #ej ,weinstcke zu eigener ,nutznieung schenkte4 ,die alten ,rmer nannten ihre ,obstgrten nach den vorzugsweise darin kultivierten ,apfelbumen pomarium1 whrend sie den ,lustgarten hortus1 den ,blumengarten floralium und den ,kchengarten mit den ,gemsen hortus pinguis oder rusticus1 d4 h4 den fetten oder lndlichen ,garten nannten4 ,in den groen ,obstgrten der ,reichen waren zugleich ,magazine zum ,aufbewahren von ,obst1 wie auch daran sich anschlieende bescheidene ,wohnungen fr die ,grtnerdienst tuenden ,sklaven vorhanden4 ,sonst wissen wir sehr wenig von ihnen1 nur so viel1 da in ihnen1 wie wir bald sehen werden1 schon eine ganze ,menge aus dem ,osten importierter ,fruchtbume gediehen4 ,im ,mittelalter waren1 wie gesagt1 die ,klster die ,trger und berlieferer der altrmischen ,kultur und ihrer ,erzeugnisse4 ,sie haben sich ein besonderes ,verdienst um die ,erhaltung und ,ausbreitung der von den ,rmern eingefhrten ,nutzpflanzen1 besonders der aus dem ,sden importierten ,obstbume erworben4 ,selbstverstndlich waren die ,klostergrten ebenso eingefriedigt wie diejenigen der ,bauern4 ,in einem ,weistum vom ,jahre #aejj wird sogar vorgeschrieben1 da der aus senkrechten ,stcken mit dazwischen geflochtenen ,ruten oder schrg aufgerichteten ,brettern1 von denen immer mehrere durch einen senkrechten ,pfahl gehalten wurden1 hergestellte ,zaun mannshoch sein solle4 ,was dann noch an ,hhnern und sonstigem ,geflgel hinbersteige1 das drfe der ,bauer totschlagen4 ,nach den uns erhaltenen ,zeichnungen aber ist seine ,hhe fr gewhnlich nicht mehr als #a m gewesen4 ,in diesen ,grten wurde nicht sehr streng zwischen ,gemse- und ,obstgarten unterschieden4 ,oftmals wird erwhnt1 da ,bume im ,kohlgarten gestanden haben4 ,war ein besonderer ,baum- oder ,obstgarten vorhanden1 so waren darin nur wenige ,sorten vertreten1 und zwar meist pfel und ,birnen1 seltener ,steinobst oder gar ,nsse4 ,noch der rmische ,geschichtsschreiber ,tacitus 7#ed-aag n4 ,chr47 hielt in seiner ethnographischen ,schilderung ,germaniens dieses ,land fr schon zu kalt zum ,obstbau1 nur fr ,getreidebau geeignet4 ,die ,einwohner desselben1 so schrieb er1 nhrten sich von ganz einfachen ,speisen wie wilden pfeln und ,beeren1 frischem ,wildbret und saurer ,milch4 ,diese ,lebensweise hat sich im ,laufe des ,mittelalters1 als auch ,germanien das ,erbe der altrmischen ,kultur antrat1 grndlich gendert4 ,deutschland war nicht zu rauh fr die ,obstzucht2 die ,obstbume gediehen vielmehr ganz gut1 soweit sie das gegenber den ,mittelmeerlndern viel rauhere ,klima ertrugen4 ,und den ,ansto zu diesem ,wechsel legten die ,rmer selbst durch ihre ,kolonisation1 die die ,schtze an wertvollen ,nutzpflanzen1 die ihr ,land durch den ,import aus dem ,morgenlande aufwies1 ber den eisumgrteten ,grenzwall der ,alpen hinber in die durch ihren ,reichtum an ,wldern und ,smpfen ausgezeichneten und dadurch fr die ,rmer zunchst nur abschreckenden ,lnder des ,nordens brachten4 ,auch ,italien selbst war einst ein solch armes ,waldland gewesen1 als es von den ,italikern besiedelt wurde4 ,und als es durch ,rodung und nachfolgenden ,ackerbau schon einigermaen kultiviert war1 erschien es den lteren ,griechen als ein ,land1 das im ,vergleich schon mit ihrem eigenen und noch viel mehr mit dem an ,kultur viel weiter fortgeschrittenen ,orient einen nordischen1 primitiven ,charakter trug und dessen ,produktion in noch ziemlich spter ,zeit vorwiegend in ,holz1 ,vieh und ,getreide bestand4 ,noch der im ,jahre #bhf v4 ,chr4 in ,athen verstorbene ,schler des ,aristoteles1 ,theophrastos von der ,insel ,lesbos1 der ,begrnder der antiken ,pflanzenkunde1 der eine uns noch erhaltene ,naturgeschichte der ,gewchse8 schrieb1 rechnet ,italien zu den wenigen ,lndern am ,mittelmeer1 wo noch ,schiffsbauholz vorkommt4 ,und als der prunkliebende ,knig ,hieron ,,ii4 von ,syrakus1 der im ,jahre #bfi v4 ,chr4 nach einem entscheidenden ,siege ber die sogenannten ,mamertiner in seiner ,vaterstadt zur ,herrschaft gelangte1 die er als tchtiger ,regent und ,bundesgenosse der ,rmer bis zu seinem ,tode im ,jahre #bae ausbte1 sich ein riesiges ,getreideschiff baute1 so fand sich nach dem ,berichte des um #bjj n4 ,chr4 in ,alexandrien und ,rom lebenden griechischen ,grammatikers ,athenaios aus ,naukratis in gypten nur im brettischen ,gebirge in ,italien ein ,baum1 der als ,hauptmast dienen konnte4 ,es war dies im heutigen1 aus ,laricio-,kiefern bestehenden ,nilawalde1 der aber damals auch mit ,eichen oder ,buchen untermischt gewesen sein mu1 da ein ,sauhirt1 der seine ,herde zur ,eichel- oder ,bucheckernmast in den ,wald trieb1 der ,auffinder dieser damals schon bemerkenswerten ,raritt war4 ,von ungeheuren1 unwirtlichen ,wldern auf der italischen ,halbinsel hren wir auch durch die rmische berlieferung4 ,den ciminischen ,wald beim heutigen ,viterbo nrdlich von ,rom beschreibt der rmische ,geschichtsschreiber ,livius 7#ei v4 bis #ag n4 ,chr47 unter dem ,jahre #cjh v4 ,chr41 also nach der ,zeit ,alexanders des ,groen1 als so schrecklich1 wie nur die spter von den ,rmern betretenen ,wlder ,germaniens4 ,von einem hnlichen ,grauen vor diesem entsetzlichen ,waldgebiete mu auch der im #b4 ,jahrhundert n4 ,chr4 lebende rmische ,geschichtsschreiber ,florus erfat gewesen sein1 der wie ,livius eine ,geschichte ,roms von der ,grndung der ,stadt bis zu ,kaiser ,augustus schrieb4 ,er berichtet1 da damals der ,prtor ,c4 ,manlius zu ,anfang des von #bah-bja v4 ,chr4 dauernden zweiten punischen ,krieges zum ,entsatze des von den ,bojern1 einem teils in ,oberitalien1 teils zwischen ,alpen und ,donau sehaften keltischen ,volksstamme1 bedrngten ,mutina 7dem heutigen ,modena7 herbeirckte1 sein ,heer in den unwegsamen ,wldern fast aufgerieben wurde4 ,noch schlimmer erging es nach demselben ,autor dem ,prtor ,l4 ,postumius in dem litanischen ,wald1 aus welchem von seinem ganzen ,heere nur wenige ,mann den ,ausweg fanden4 ,und dieses ,waldland ,italien1 das ursprnglich auer ,haselnssen1 ,holzpfeln1 ,schlehen1 ,holzbirnen1 ,eicheln1 ,bucheckern und ,waldbeeren keinerlei ebare ,frchte trug1 schildert uns der im ,jahre #aaf v4 ,chr4 geborene und #bg v4 ,chr4 verstorbene bedeutendste ,gelehrte ,roms1 ,marcus ,terentius ,varro1 es sei dermaen mit aus dem ,morgenlande eingefhrten ,fruchtbumen best1 da es wie ein groer ,obstgarten erscheine6 ,edle pfel und ,birnen1 ,quitten und ,mandeln1 ,kirschen1 ,pflaumen1 ,pfirsiche1 ,feigen1 ,granaten1 ,oliven1 ,maulbeeren1 ,kastanien1 ,walnsse1 ,pistazien wurden zur rmischen ,kaiserzeit in ,menge auf jener einst aller ebaren edleren ,frchte mangelnden ,halbinsel gezogen4 ,die ,vermittler dieser ,umwandlung1 von deren ,reichtum in der ,folge ganz ,europa bis auf unsere ,tage solch groen ,nutzen zog1 bildeten ,sklaven und ,freigelassene aus ,syrien1 ,kilikien und den verschiedenen ,lndern ,kleinasiens4 ,nach den glcklich durchgefhrten asiatischen ,kriegen1 die eine ,flle ,kriegsgefangener auf den rmischen ,markt brachten1 wimmelte ,italien von ihnen lange vor dem groen rmischen ,sittenmaler ,juvenalis 7#dg-acj n4 ,chr471 der sich in einer ,satire beklagt1 es sei so weit gekommen1 da der syrische ,flu ,orontes sich in den ,tiber ergiee4 ,er meint damit3 ,rom und seine ,umgebung sei dermaen von ,syriern berschwemmt1 da man sich an den ,orontes versetzt glauben knne4 ,diese syrischen ,sklaven waren durch ,arbeitsamkeit1 ,ausdauer und ,ergebenheit gegen ihre ,herren ausgezeichnet4 ,schon der rmische ,komdiendichter ,plautus 7#bed-ahd v4 ,chr47 nennt sie das allergeduldigste ,geschlecht der ,menschen4 ,dem ,kriegshandwerke abgeneigt1 waren sie als ,trger einer beraus alten ,kultur aufs beste vertraut mit dem ,aufziehen und ,pflegen von ,pflanzen1 besonders ,obstbumen1 die sie durch sachkundige ,beschneidung und ,dngung zu ergiebigster ,fruchtbildung veranlaten4 ,aufs beste verstanden sie sich auf das ,veredeln1 dessen ,methoden uns schon von altgriechischen ,autoren eingehend geschildert werden1 von den spteren rmischen ,schriftstellern ber ,obstbau nicht zu reden1 die sich sehr eingehend ber diese ,materie aussprechen4 ,sagt doch bereits der ltere ,plinius 7#bc-gi n4 ,chr473 ,in der ,veredelung der ,bume haben die ,menschen schon lngst das ,hchste erreicht81 bemerkt aber dazu1 da man eine ,snde begehen wrde1 alles auf gut ,glck durcheinander veredeln zu wollen2 denn ,dornstrucher 7spina7 darf man nicht pfropfen1 weil sich sonst die ,blitze nicht leicht shnen lassen und jeder ,blitzschlag mit zwei-1 drei- oder vierfacher ,gewalt einschlgt1 wenn man zwei-1 drei- oder vierfach veredelt hat48 ,an einer anderen ,stelle meint derselbe ,plinius3 ,auf die ,veredelung 7inserere1 d4 h4 einsen7 mag wohl die ,natur selbst den ,menschen aufmerksam gemacht haben1 indem durch ,vgel oder ,winde fter ,samen auf ,bume gebracht werden und auf diesen gedeihen4 ,so habe ich z4 ,b4 einen ,kirschbaum auf einer ,weide1 eine ,platane auf einem ,lorbeer1 einen ,lorbeer auf einem ,kirschbaum und allerlei der ,art gesehen4 ,auch ,kerne1 die von ,dohlen als ,vorrat in ,ritzen alter ,mauern gesteckt werden1 geben ,veranlassung zu dergleichen ,erscheinungen48 -- ,das ,okulieren 7inoculatio7 besteht darin1 da man von einem ,baume ein ,auge mit etwas ,rinde abschneidet und in einen anderen ,baum einsetzt1 von dem man ein eben solches ,stck ,rinde weggeschnitten hat1 ,vergil 7#gj-ai v4 ,chr47 lehrt auch1 in dem ,knoten1 auf dem eine ,knospe sitzt1 ein ,loch zu machen und eine fremde ,knospe in dieses zu setzen4 ,beim ,pfropfen 7insitio7 schneidet man den ,stamm mit der ,sge durch1 glttet die ,wunde mit der ,hippe 7dem gekrmmten ,rebmesser71 schiebt das ,pfropfreis zwischen ,holz und ,rinde1 wie es von altersher geschieht1 oder spaltet den ,stamm und setzt die ,reiser in den ,spalt4 ,nach ,cato 7#bcd-adi v4 ,chr47 soll man die ,wunde mit einer ,mischung von ,ton1 ,kreide1 ,sand und ,kuhmist verstreichen48 ,ein ungenannter ,grieche der klassischen ,zeit schreibt in den ,geoponika1 einer ums ,jahr #iab n4 ,chr4 veranstalteten ,sammlung von ,auszgen aus guten alten griechischen ,schriften ber ,land- und ,gartenwirtschaft3 ,es sind drei ,arten der ,veredelung 7enkentrisms von kntron ,gerte1 ,reis1 also zu deutsch ,reiseinfgung7 im ,gebrauch4 ,veredelt man so1 da man den ,stamm durchschneidet1 von der ,wunde aus einen ,keil zwischen ,rinde und ,holz treibt und in die so entstandene ,hhlung das ,reis 7nthema7 einfgt1 so nennt man dieses ,verfahren emphyllisms 7von phllon ,blatt74 ,spaltet man aber den ,stamm1 nachdem er quer durchschnitten ist1 in der ,mitte und setzt das ,reis in den ,spalt ein1 so heit dieses ,verfahren insbesondere enkentrisms4 ,in beiden ,fllen der ,veredelung mu man rasch zu ,werke gehen1 damit weder die ,wunde des ,stammes1 noch das ,reis austrocknet4 ,die ,reiser1 welche man einsetzt1 mssen zweijhrig sein und die ,dicke eines kleinen ,fingers haben und sich in zwei oder drei ,enden teilen2 die einjhrigen wachsen zwar leicht an1 sind aber unfruchtbar4 7,im ,mittelalter dagegen verwendete man gleich heute1 wie beifolgender alter ,holzschnitt zeigt1 stets einjhrige ,edelreiser1 die natrlich vollkommen fruchtbar sind4 ,man schneidet sie im ,winter1 in der ,zeit der ,knospenruhe1 ab und bewahrt sie meist in feuchtem ,sand1 damit sie nicht zu stark eintrocknen1 und pfropft damit beim ,trieb im ,frhjahr47 ,die ,reiser werden zehn oder mehr ,tage vor der ,veredelung von ihrem ,baume geschnitten und in einem gut zugedeckten ,topfe aufbewahrt1 damit sie nicht zu sehr eintrocknen4 ,die ,knospen mssen an ihnen noch geschlossen sein1 an dem zu veredelnden ,baume aber eben aufbrechen wollen1 wenn man die ,reiser einsetzt1 und eben deswegen mssen die ,reiser schon vorher abgeschnitten sein4 ,es zeigt auch die ,erfahrung1 da sie weit leichter anwachsen1 wenn sie nicht mehr frisch sind4 ,der ,grund dieser ,erscheinung ist darin zu suchen1 da sie in ganz frischem ,zustande1 weil voll ,saft1 auch dicker sind2 wrde man sie so einsetzen1 so wrden sie in der ersten ,zeit1 ehe sie anwachsen1 noch schwinden1 wodurch ,ritze entstehen wrden1 in welche die ,luft eindringen kann4 -- ,werden ,reiser in die ,ferne verschickt1 so tut man sie in einen ,topf1 dessen ,boden mit feuchtem ,ton bedeckt ist4 ,man steckt sie in den ,ton1 schliet den ,topf und verstreicht gut alle ,fugen am ,deckel48 ,die ,technik des ,pfropfens war bei den alten ,griechen und ,rmern zu einer in der ,jetztzeit kaum wieder erreichten ,virtuositt ausgebildet4 ,man glaubte damals1 soweit man sich nicht durch aberglubische ,erwgungen1 von denen ,plinius eine erwhnt1 bestimmen lie1 jedes beliebige ,reis auf jeden beliebigen ,baum pfropfen zu knnen1 und erreichte damit auch in der ,tat ,erstaunliches4 ,so will derselbe ,plinius einen ,baum gesehen haben1 der an seinen verschiedenen sten mehrere pfel- und ,birnensorten1 ,granaten1 ,feigen1 ,weintrauben1 ,oliven und ,nsse zugleich trug2 doch soll er nicht lange gelebt haben4 ,schon beim rmischen ,dichter ,vergilius ,maro 7#gj-ai v4 ,chr47 trgt die ,platane pfel1 die ,esche ,birnen1 der ,erdbeerbaum ,nsse und die ,ulme ,eicheln1 und bei ,palladius1 um #chj n4 ,chr41 ist in seinem ,buche ber den ,landbau kein ,baum1 von dem nicht ausgesagt wrde1 er knne die und die fremden ,frchte zu tragen gezwungen werden4 ,illustration3 ,bild #ab4 ,das ,pfropfen der ,obstbume im ,mittelalter mit einjhrigen ,reisern4 7,nach einem ,baseler ,holzschnitt von #aedh47 ,die mit ,baumharz verstrichene ,wunde ist noch vorsorglich mit einem ,leinwandlappen umbunden1 was heute nicht mehr blich ist und auch im ,altertum nicht angewendet wurde4 ber diese ,virtuositt1 die ,natur zu vergewaltigen und zu mibrauchen1 wie er sich ausdrckt1 entsetzte sich zwar mancher1 wie der biedere ,plinius1 als ber einen den ,zorn der ,gtter wachrufenden ,frevel4 ,so aberwitzig auch solche ,knsteleien erscheinen mochten1 so hatten sie doch das ,gute1 die ,mannigfaltigkeit und ,vollkommenheit der einst in ,italien fremden1 nun aber durch die regen ,verbindungen mit dem an ,fruchtbaumsorten so reichen ,orient hier eingebrgerten ,frchte immer weiter zu steigern4 ,wenn die rmischen ,aristokraten nach ,ablauf ihres ,jahres aus ,syrien oder einer anderen der an der ,ostgrenze des ,reiches gelegenen ,provinzen heimkehrten und manche angenehme ,frucht1 die dort auf ihre ,tafel gekommen war1 nach ,italien und auf ihre ,villen zu versetzen wnschten1 so hatten sie in ihren syrischen1 kleinasiatischen und persischen ,sklaven auerordentlich erfahrene und geschickte ,grtner1 die ihnen beim ,groziehen und ,veredeln der mitgebrachten ,pflanzenschtze behilflich waren und zur ,belohnung dafr die goldene ,freiheit oder wenigstens eine gndige1 milde ,behandlung erwarten durften4 ,so hat der ,orient1 dem wir die ,gewinnung der meisten ,fruchtsorten1 die ,kaprifikation der ,feige1 die ,fllung der ,rosen1 ,violen und anderer ,blumen und die ,hochzuchten zahlreicher ,gemsearten verdanken1 durch seine infolge ,kriegsunglckes in den letzten vorchristlichen ,jahrhunderten nach dem ,herrenlande ,italien verbrachten gartenkundigen ,einwohner diese ihre neue ,heimat aufs weitgehendste mit neuen grtnerischen ,zuchtprodukten befruchtet4 ,und aus ,italien brachten die ,rmer die ihnen zu ,hause liebgewordenen ,fruchtarten in ihre nrdlichen und westlichen ,provinzen1 die sie damit beschenkten1 indem sie dieselben dort anpflanzten und heimisch werden lieen4 ,so war es mit den verschiedenen pfel- und ,birnensorten1 wie noch mit so mancher anderen ,fruchtart1 mit der wir uns im folgenden zu beschftigen haben1 der ,fall4 ,welchen ,fortschritt die ,kultur dieser beiden so wichtigen ,fruchtbume im ,altertum gemacht hat1 lehrt uns folgende von ,f4 ,unger aufgestellte ,zusammenstellung1 die wir allerdings nicht belegen4 ,so kannten ,theophrast 7um #cjj v4 ,chr47 von pfeln #b1 ,birnen #c ,sorten1 ,cato d4 ltere 7um #afj v4 ,chr47 #g1 #f ,plinius d4 ltere 7um #gj n4 ,chr47 #cf1 #da ,palladius 7um #chj n4 ,chr47 #cg1 #ef ,diese sind dann in der ,folge um mehr als das ,dreiigfache vermehrt worden1 so da man gegenwrtig von jeder ,art ber #aejj ,spielarten zhlt1 die sich durch ,gre1 ,gestalt1 ,farbe1 ,konsistenz1 ,geschmack und ,zeit der ,reife oft auerordentlich voneinander unterscheiden4 ,zu den durch die ,vermittlung der ,rmer dem ,europa nrdlich der ,alpen verschafften ,obstbumen des ,orients gehrt auch die mit den pfeln nahe verwandte ,quitte 7,cydonia vulgaris71 die heute noch in den ,wldern des nrdlichen ,persien beim ,kaspischen ,meer1 sdlich vom ,kaukasus in ,armenien und ,kleinasien wildwachsend mit kleinen1 unscheinbaren1 gelben ,frchten gefunden wird4 ,in ihrer ,heimat ist sie schon im zweiten vorchristlichen ,jahrtausend von einem uns unbekannten ,volke in ,pflege genommen und zu einer grofrchtigen ,kultursorte umgewandelt worden4 ,dem babylonisch-gyptischen ,kulturkreise blieb auch dieser ,obstbaum fremd1 schon weil er als die ,khle liebender ,gebirgsbaum die anhaltende ,wrme der ,niederungen nicht ertrug4 ,schon zu ,beginn des letzten christlichen ,jahrtausends mu er westwrts gewandert und in ,kleinasien gepflanzt worden sein4 ,seine frheste urkundliche ,erwhnung findet er bei dem aus ,lydien gebrtigen griechischen ,dichter ,alkman ums ,jahr #fej v4 ,chr4 ,dann nennt ihn ums ,jahr #fjj v4 ,chr4 der griechische ,dichter ,stesichoros aus ,sizilien in seinem ,stcke ,helena und #ej ,jahre spter der durch ,schillers ,ballade uns allen wohlbekannte ,dichter ,ibykos aus ,rhegion in ,unteritalien4 ,also war diese ,frucht und der sie hervorbringende ,baum schon im #g4 vorchristlichen ,jahrhundert den ,griechen allgemein bekannt4 ,sie bezeichneten ihn als mlon kydnion1 d4 h4 kydonischen ,apfel 7woher der noch heute geltende botanische ,gattungsname ,cydonia herrhrt71 weil sie ihn zunchst aus dem ,gebiete der ,kydonen an der ,nordwestkste ,kretas bezogen4 ,dahin war er einst von der karischen ,sdkste ,kleinasiens als ein der ,liebesgttin heiliger ,fruchtbaum gelangt4 ,als dann die ,griechen den ,fruchtbaum in ,pflege nahmen1 weihten sie seine von ihnen meist nur als goldene pfel8 bezeichneten ,frchte gleichfalls ihrer ,liebesgttin ,aphrodite und benutzten sie als ,geschenk bei ,liebesspielen und als brutliche ,gabe4 ,bei der ,hochzeit trug die ,griechin der alten ,zeit die der ,liebesgttin geweihte ,quitte als ,unterpfand einer glcklichen ,ehe in der ,hand und brachte sie ihrem ,gatten als ,zeichen dafr1 da sie sich nunmehr dem ,dienste der ,aphrodite weihe1 ins ,haus1 eine ,sitte1 die der berhmte1 zu den sieben ,weisen gerechnete ,gesetzgeber der ,athener1 ,solon 7#fci bis #eei v4 ,chr471 zum offiziellen ,hochzeitsritus erhob und die sich in ,attika im ,laufe der ,jahrhunderte durch allen ,wechsel der ,zeiten bis auf den heutigen ,tag erhielt4 ,die schn gelbe ,frucht1 die sich wegen ihrer ,herbe roh nicht genieen lie1 die aber mit ,honig eingekocht eine von ihnen als ,delikatesse geschtzte1 aromatisch duftende1 feinschmeckende1 mlo- oder kydnomli genannte se ,speise lieferte1 haben die ,griechen schon im ,altertume sehr geschtzt4 ,die ,hippokratiker bedienten sich ihrer als ,arznei gegen ,durchfall4 ,gleichwohl scheint ,viktor ,hehn im ,irrtum zu sein1 wenn er die goldenen pfel der griechischen ,sage nicht als idealisierte pfel1 sondern als ,quitten auffat1 was ihm dann andere kritiklos nachsprachen4 ,von den griechischen ,kolonien ,unteritaliens gelangte dann die ,quitte auch zu den ,rmern1 die aus dem griechischen mlon kydnion1 d4 h4 kydonischer ,apfel1 malum cotoneum machten1 ein ,ausdruck1 aus welchem dann spter das althochdeutsche ,kutina und schlielich das neuhochdeutsche ,quitte hervorging1 whrend die ,frchte heute noch im ,italienischen mela cotogna heien4 ,der aus ,spanien nach ,rom gekommene ,ackerbauschriftsteller ,columella zhlt drei ,sorten ,quitten 7cydonium7 auf1 nmlich struthium1 chrysomelinum und musteum1 letzteres offenbar eine ,mostquitte4 ,nach ihm kennt ,plinius um #ge n4 ,chr4 schon sechs ,sorten1 die nicht nur als ,genu-1 sondern auch als ,heilmittel verwendet wurden1 nmlich eine goldgelbe1 gefurchte1 chrysomelum genannte1 eine ausgezeichnet riechende weie einheimische1 eine ebenfalls geschtzte neapolitanische1 eine strutheum genannte kleinere und noch wohlriechendere ,sptsorte und eine musteum 7d4 h4 ,mostquitte7 genannte ,frhsorte4 ,unter ihnen sind sowohl pfel- als ,birnenquitten zu verstehen1 die schon ,cato ums ,jahr #aej v4 ,chr4 unterschied4 ,zur letzten von ihm erwhnten ,sorte bemerkt ,plinius3 ,die mulvianische ,quitte ist dadurch entstanden1 da die gewhnliche ,quitte 7cotoneum7 auf strutheum gepfropft wurde4 ,sie ist die einzige ,sorte1 welche roh gegessen werden kann4 ,alle ,quittensorten sieht man jetzt in den ,empfangszimmern der ,mnner aufgestellt und vor die ,bildsulen der ,nachtgottheiten gelegt4 ,in den ,zunen wachsen auch kleine1 wilde ,quitten von vortrefflichem ,geruch48 ,sein ,zeitgenosse1 der aus ,kilikien gebrtige1 in ,rom ttige griechische ,arzt ,dioskurides meint3 ,die ,quitten bekommen dem ,magen gut1 sind gekocht milder als roh4 ,um ,quittenwein zu machen1 welcher kydonts und mlts heit1 lt man zerstoene ,quitten #cj ,tage lang in ,most und seiht diesen dann durch4 ,um mlomli1 auch kydnomli genannt1 zu bekommen1 legt man ,quitten1 denen die ,kerne genommen sind1 in ,honig4 ,um dem ,olivenl den angenehmen ,geruch der ,quitten zu geben1 legt man ,quitten so lange hinein1 bis der ,zweck erreicht ist48 ,schon der ,grieche ,theophrast im #d4 vorchristlichen ,jahrhundert wute1 da wie aus den ,samen der ,kulturbirne 7pios7 die elende wilde ,birne 7chras7 und aus dem ,samen des edlen ,apfels eine schlechte1 saure ,sorte gezogen werde1 so zieht man aus der edlen ,quitte 7strthion7 die wilde ,quitte 7kydnion748 ,und ,palladius im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 sagt1 da man die ,quitten durch ,pfropfen vermehre3 ,die ,quittenbume 7cydonius7 lieben einen khlen1 feuchten ,standort4 ,man pfropft am besten ,quitten auf ,quitten4 ,aber auf diesem ,baume gedeihen auch ,pfropfreiser von ,granaten1 ,spierlingen und allen apfelhnlichen ,frchten1 welche sogar dadurch verbessert werden4 ,man hebt die geernteten reifen ,quitten auf verschiedene ,art auf1 und will man sie in ,honig legen1 so zerschneidet man sie vorher mit einem ,messer aus ,rohr oder ,elfenbein in vier ,stcke48 ,mit den brigen ,obstarten brachten die ,rmer auch den ,quittenbaum in die nrdlichen ,provinzen des ,reichs1 wo er sich auch nach dem ,untergange der ,rmerherrschaft erhielt1 so da er im ,inventare der ,grten ,karls des ,groen aus dem ,jahre #hab als cotoniarius figuriert4 ,bei der heiligen ,hildegard1 btissin von ,rupertsberg bei ,bingen 7#ajih-aaig71 wird er als quotanus1 beim ,dominikaner ,albertus ,magnus1 ,graf von ,bollstdt1 einem der grten ,gelehrten des ,mittelalters 7#aaic-abhj71 als coctanus oder citonius erwhnt4 ,da aber seine ,frchte nur mit ,honig oder spter ,zucker eingemacht geniebar sind1 hat er beim ,volke keine besonders groe ,bedeutung erlangt4 ,in ,italien werden brigens noch jetzt wie zur ,zeit des ,plinius reife ,quitten in den ,zimmern aufgestellt1 um diese mit deren angenehmem ,duft zu erfllen4 ,durch die ,vermittlung der ,phnikier1 die diesen ,fruchtbaum berall in den von ihnen gegrndeten ,kolonien anpflanzten1 erhielten die alten ,griechen den ,granatapfel 7,punica granatum74 ,dieser ist in ganz ,vorderasien1 vom nordwestlichen ,indien ber ,persien bis ,kleinasien1 zu ,hause1 erscheint im wilden ,zustande stets strauchartig und besitzt nur kleine ,frchte1 die erst durch ,kulturauslese zu ,faustgre gediehen4 ,durch seine feuerroten ,blten und seine rotwangigen1 kernreichen ,frchte mit suerlichem ,fruchtfleisch mute er frhe schon die ,aufmerksamkeit des ,menschen auf sich ziehen1 der ihn dann in seine ,pflege nahm und ihn in ,beziehungen zu seinem ,hauptgotte1 dem ,sonnengotte1 brachte4 ,als ,kultpflanze spielte er im syrisch-phnikischen ,gottesdienste eine wichtige ,rolle und verbreitete sich ber das ,gebiet der ,westsemiten1 bei denen er rimmn genannt wurde1 als ahrmani nach gypten1 wo wir ihm im neuen ,reiche zuerst begegnen4 ,die lteste ,erwhnung desselben finden wir an der ,wand der ,grabkammer des ,schreibers ,anna1 der unter ,thutmosis ,i4 7#aedg-aeja v4 ,chr47 starb4 ,hier wird er unter den ,bumen des ,totengartens erwhnt1 unter denen der ,geist des ,verstorbenen wandelnd gedacht war4 ,da jener ,frst ,thutmosis den ersten ,feldzug nach ,syrien unternahm1 scheint die ,granate als ,folge desselben nach dem ,niltale gekommen zu sein4 ,die lteste ,darstellung des ,granatbaums stammt aus der ,zeit des erfolglosen ,reformators der gyptischen ,staatsreligion ,amenhotep ,,iv4 am ,ende der #ah4 ,dynastie 7#acge-aceh v4 ,chr47 in einem ,grabe bei seiner damaligen ,residenz1 dem heutigen ,teil el ,amarna nrdlich von ,theben1 whrend die ltesten ,granatfrchte unter den ,totenbeigaben eines ,grabes der #bj4 ,dynastie zur ,zeit ,ramses ,,iv4 7#aafg-aadh v4 ,chr47 aus der ,totenstadt von ,theben gefunden wurden4 ,diese ,granatpfel sind kleiner und einfacher gebaut als die heutigen4 ,whrend nmlich letztere meist #f-h ,fruchtfcher besitzen1 haben die ersteren deren nur #d-f4 ,in spterer ,zeit finden wir diesen ,fruchtbaum auch auf ,wandgemlden und seine ,frchte unter den ,opfergaben ziemlich hufig abgebildet4 ,aus seinen schn roten ,blten flocht man ,girlanden1 mit denen man die mumifizierten ,toten schmckte1 und aus seinem suerlichen ,fruchtfleisch stellte man eine ,art ,limonade her1 die in den altgyptischen ,texten als schedech-it erwhnt wird4 ,diese ,frucht war so beliebt1 da sich die ,juden auf ihrer ,wstenwanderung unter ,moses1 wie uns im ,pentateuch berichtet wird1 nach den ,granatpfeln und ,weintrauben gyptens zurcksehnten4 ,und als sie sich ums ,jahr #abej v4 ,chr4 ,kanaan erobert und im ,lande huslich niedergelassen hatten1 wandten sie den im ,lande schon lngst angebauten ,granatbumen groe ,sorgfalt zu2 denn auch in ihrem ,kulte spielte bald die ,blte und die ,frucht des ,granatbaums eine bedeutungsvolle ,rolle4 ,ihre ,priester muten nmlich1 wenn sie ins ,heiligtum eintraten1 ein ,kleid anhaben1 an dessen ,saum ,granatpfel hingen4 ,auch der zu ,beginn des letzten vorchristlichen ,jahrtausends unter ungeheurem ,aufwand an ,geld gebaute salomonische ,tempel barg in seinen zahlreichen ,verzierungen hufig das ,granatapfelmotiv1 und speziell die ,sulen trugen ,kapitle in ,form von aufgeschichteten vergoldeten ,granatpfeln4 ,was die praktische ,verwendung der suerlichen bis sen ,frchte anbetrifft1 so wurden sie auch bei den ,juden auer als ,speise in frischem ,zustande zur ,herstellung eines durstlschenden ,saftes verwendet4 ,so gab es im alten ,palstina eine ,ortschaft ,gath-rimmn1 was ,kelter des ,granatapfels8 bedeutet4 ,bekannt ist ihre ,rolle in dem um #hjj v4 ,chr4 entstandenen ,hohen ,liede1 wo es in ,kap4 #f1 #f von der ,geliebten heit3 ,deine ,wangen sind wie ein ,ritz am ,granatapfel zwischen deinen ,zpfen8 und in ,vers #aj3 ,ich ging hinab in den ,nugarten1 zu schauen die ,strucher am ,bach1 nachzusehen1 ob der ,weinstock blhete1 ob die ,granatbume grneten18 oder ebendort #d1 #ac3 ,dein ,gewchs ist wie ein ,lustgarten von ,granatbumen mit edlen ,frchten48 ,auch in ganz ,vorderasien mu der ,granatapfel und ein aus seinem sauersen ,fruchtsafte hergestellter ,trank beliebtes ,genumittel gewesen1 was uns die ,stelle von ,herodot verrt1 da der ,perserknig ,dareios ,i4 7,sohn des ,hystaspes1 ,groneffe des ,kyros1 der nach ,kambyses kinderlosem ,absterben und der ,ermordung des falschen ,smerdis #eba v4 ,chr4 den ,thron bestieg1 bekanntlich #dij den ,zug zur ,unterjochung ,griechenlands unternahm1 die an dem ,siege der ,griechen unter ,miltiades bei ,marathon scheiterte1 und #dhe starb7 diese ,frucht nicht missen mochte4 ,von ,kleinasien aus1 und zwar speziell aus ,karien1 kam der ,granatapfel ebenfalls in ,verbindung mit religisen ,anschauungen zu den ,griechen1 denen sein ,kernreichtum ein ,sinnbild der ,fruchtbarkeit war1 weshalb sie ihn den chthonischen ,gottheiten ,demeter 7 ,g mtr1 d4 h4 ,mutter ,erde7 und ,persephone weihten4 ,schon zu homerischer ,zeit scheint man den ,granatbaum gekannt zu haben1 da in der ,odyssee neben ,birn- und ,apfelbumen auch ,granatbume 7jonisch roi7 in den ,grten des ,alkinoos und ,laertes erwhnt werden4 ,der berhmteste ,arzt des ,altertums1 ,hippokrates 7#dfj-cfd v4 ,chr471 empfiehlt den ,saft des ,granatapfels1 in ,attika ro genannt1 als ,labetrunk fr ,kranke1 besonders ,fiebernde1 und der ,schler des ,aristoteles1 ,theophrast im #d4 vorchristlichen ,jahrhundert1 schreibt1 da die ,granatblte auch gefllt vorkomme1 so da sich ihre ,masse wie bei einer gefllten ,rose ausbreitet4 ber #djj ,jahre spter sagt ,dioskurides3 ,der ,granatapfel 7ro7 schmeckt gut1 ist gesund1 gibt aber sehr wenig ,nahrung48 ,da die ,rmer diese ,frucht nicht nach dem ,griechischen nannten1 sondern als punischen ,apfel 7malum punicum7 oder ,granatapfel 7malum granatum1 woraus das italienische melogranato oder granato entstand7 bezeichneten1 mu die ,bekanntschaft derselben durch die ,punier1 d4 h4 ,karthager1 vermittelt worden sein1 doch werden sie den ,baum selbst wohl zweifellos durch die ,griechen ,kampaniens erhalten haben4 ,noch ,plinius sagt3 ,bei ,karthago wachsen die besten ,granatpfel2 es gibt davon verschiedene ,sorten4 ,ihr ,genu bekommt nicht sonderlich gut4 ,die einzelnen ,teile des ,baumes gebraucht man als ,heilmittel48 ,und der ums ,jahr #abj n4 ,chr4 verstorbene witzige ,epigrammdichter ,martialis schrieb einem ,freunde bei ,zusendung eines ,krbchens mit diesen ,frchten3 ,du erhltst keine kernlosen afrikanischen ,granaten1 sondern inlndische ,frchte aus meinem ,garten48 ,trotzdem das ,klima von ,mittelitalien den ,anbau des die ,wrme liebenden ,granatbaumes nicht gerade gnstig war1 wurde er hier gepflanzt2 doch wurden die viel seren nordafrikanischen ,sorten1 die einst von den ,phnikiern aus ,syrien eingefhrt worden waren1 den ziemlich saueren einheimischen ,sorten bei weitem vorgezogen4 ,so besitzen wir noch ein ,zeugnis aus der zweiten ,hlfte des #d4 ,jahrhunderts1 worin ,flavianus ,myrmecius in einem kleinen ,gedichte seinen ,freund ,rufus ,festus ,avienus bittet1 er mchte ihm1 wenn sein ,schiff aus ,afrika komme1 einige dort gewachsene se ,granatpfel senden4 ,sein eigener ,garten trge zwar auch solche1 aber sie seien sauer und herb und nicht den nektargleichen ,frchten zu vergleichen1 wie sie die warme ,sonne ,afrikas hervorbringe4 ,wie bei den ,griechen1 die ihnen den ,granatbaum bermittelten1 erhielt er auch bei den ,rmern eine gewisse sakrale ,bedeutung4 ,so trug nach altem rmischen ,opferritual die das ,abbild der rmischen ,matrone aus der ,urzeit darstellende ,gattin des ,oberpriesters auf dem ,haupte einen ,granatbaumzweig1 dessen ,enden mit einem weien ,wollfaden verknpft waren1 wie das ,haupt ihres ,mannes mit einem lzweig geschmckt war4 ,die aus der karthagischen ,zeit bernommenen ,granatbaumanpflanzungen kultivierten die ,rmer in ihrer ,provinz ,afrika weiter und zogen eine sehr se1 blutrote1 scheinbar kernlose1 d4 h4 sehr weichkernige ,sorte1 die den ,vandalen1 die im ,jahre #dbi von ,spanien aus unter ,geiserich nach ,nordafrika einfielen und #dci hier ein ausgedehntes ,reich grndeten1 besonders gemundet zu haben scheint4 ,auch die ,araber lieen sich seine ,kultur angelegen sein und brachten ihn1 als sie nach dem ,siege von ,xeres de la ,frontera #gaa ,sdspanien besetzten1 dahin4 ,hier wurde diese ,frucht in der ,folge viel gezogen und die im #aj4 ,jahrhundert von den ,mauren gegrndete ,stadt ,granada erhielt von der ,granate1 deren ,abbild dann auch ins ,stadtwappen berging1 ihren ,namen4 ,sonst ist die arabische ,bezeichnung der ,frucht roma4 ,in den altbyzantinischen ,geweben1 die dann das ,abendland nachahmte1 spielt das ,granatapfelmuster eine groe ,rolle4 ,gern pflanzte man dort wie im ganzen ,abendlande den ,strauch mit den hbschen ,blten in ,kbel und stellte ihn zur ,einfassung von ,treppen und zur ,verzierung von ,altanen auf4 ,von dem sptgriechischen ,namen der ,blte1 balastion -- wohl auch einem orientalischen ,fremdwort -- hat sich das italienische balaustro und davon balaustrata gebildet1 woraus unser ,balustrade entstand4 ,vom suerlichen1 rotgefrbten ,fruchtsafte stellt man die ,grenadine her1 jenen ,sirup1 der mit ,wasser verdnnt auf sehr angenehme ,weise den ,durst lscht4 ,heute haben aber die ,zitrone und die ,orange dem ,granatapfel den ,platz geraubt1 den er bei den ,alten einnahm4 ,doch noch jetzt verknpft das ,volk in ,griechenland1 wo man die ,pflanze hufig verwildert antrifft1 mit der ,frucht die ,vorstellung reichen ,segens und der unzhlbaren ,menge1 und die feuerrote ,blte ist als ,geschenk ein ,zeichen feuriger ,liebe4 ,im ,mittelalter aber diente allgemein wie in ,sdeuropa1 so auch bei uns eine ,abkochung der ,frucht als ,fiebermittel1 bis die ,chinarinde im #af4 ,jahrhundert aufkam und dieses ltere ,mittel verdrngte4 ,auch die ,mispel 7,mespilus germanica7 stammt aus dem ,orient1 und zwar ist sie in ,nordpersien zu ,hause4 ,dieser ,baum1 dessen wenig schmackhafte ,frchte nur im berreifen1 teigigen ,zustande geniebar sind und sich im allgemeinen in unserer verwhnten ,zeit keines besonderen ,ansehens erfreuen1 kam frhzeitig nach ,griechenland1 wo er schon von dem ums ,jahr #gjj v4 ,chr4 auf der ,insel ,paros lebenden ,dichter ,archilochos und spter von ,theophrastos aus ,lesbos 7#cij bis #bhf v4 ,chr47 unter dem ,namen mspilon erwhnt wird4 ,in ,italien war er nach ,plinius noch zur ,zeit ,catos1 der im ,jahre #adi v4 ,chr4 starb1 unbekannt1 gelangte aber nach dem makedonischen ,kriege aus ,makedonien unter seinem griechischen ,namen dahin4 ,plinius spricht mehrfach vom mespilus1 und ,palladius im #d4 ,jahrhundert nach ,chr4 sagt3 ,die ,mispeln gedeihen an warmen ,orten gut1 aber auch an kalten4 ,man zieht sie aus ,stecklingen1 welche im ,mrz oder ,november in gut bearbeiteten und gedngten ,boden eingesetzt werden4 ,der ,baum wchst sehr langsam4 ,man pfropft die ,mispel im ,februar auf ,mispel- oder ,birn- oder ,apfelstmmchen2 dabei nimmt man das ,reis von der ,mitte des ,stammes1 denn von der ,spitze genommen taugt es nichts4 ,immer mu in den ,spalt gepfropft werden1 denn beim ,propfen in die ,rinde gedeiht es nicht4 ,die ,frchte nimmt man vom ,baume1 ehe sie ebar sind1 denn sie bleiben auch am ,baume sehr lange hart4 ,man verwahrt sie in ausgepichten ,tpfen oder hngt sie einzeln auf1 oder legt sie in eingedickten ,most2 auch legt man sie so in ,spreu1 da sie sich nicht berhren48 ,da die ,rmer den ,mispelbaum im sdlichen ,gallien bereits vorfanden1 beweist1 da er vermutlich von der griechischen ,kolonie ,massalia aus in das ,gebiet der ,rhone gebracht wurde4 ,durch die ,rmer wurde er auch in ihren nordischen ,militrstationen angesiedelt4 ,im ,mittelalter wurde er in ,frankreich und ,deutschland so hufig angepflanzt1 da er heute vielerorts verwildert auftritt1 so da noch ,carl von ,linn1 der ihm den ,beinamen des ,deutschen8 gab1 glaubte1 er sei in ,deutschland von jeher heimisch gewesen4 ,auch er gehrt als mespilarius zu den ,bumen1 die im ,capitulare de villis und in zwei ,garteninventaren aus der ,zeit ,karls des ,groen aus dem ,anfange des #i4 ,jahrhunderts vorgeschrieben werden4 ,viel besser als die deutsche ,mispel8 schmeckt die seit kaum hundert ,jahren in die ,mittelmeerlnder eingefhrte japanische ,mispel 7,eriobotrya japonica71 deren gelbe1 angenehm suerliche ,frchte von den ,franzosen kurz nfles1 d4 h4 ,mispeln1 genannt werden4 ,wer an der ,riviera oder in ,algerien gereist ist1 dem sind die im ersten ,frhjahre als erstes ,obst reifenden ,frchte1 wie auch der dichtbelaubte ,baum mit seinen groen1 oben glnzenden und unten dicht wollfilzigen1 lederartigen ,blttern sehr wohl bekannt4 ,obschon wenig haltbar1 gelangen die ,frchte1 seit wir durch gute ,zugsverbindungen nach der ,durchtunnelung der ,alpen dem ,sden gleichsam nher sind1 immer hufiger zu uns und werden jetzt regelmig in den ,frchtehandlungen zum ,kaufe angeboten4 ,diesen ,brger ,ostasiens brachte ,sir ,joseph ,banks im ,jahre #aggh aus ,japan zuerst nach ,england1 von wo er bald in die ihm mehr zusagenden1 weil wrmeren ,lnder am ,mittelmeer gelangte4 ,doch gedeiht er noch ganz gut an dem vor rauhen ,winden geschtzten ,nordufer des ,genfersees4 ,auch in ,chile wurde er zu ,beginn des vorigen ,jahrhunderts eingefhrt4 ,er hat sich dort so gut eingebrgert1 da seine ,frchte in jenem ,lande wie in den ,mittelmeerlndern zum gemeinsten ,obste gehren4 ,noch unschmackhafter als die faden ,mispeln sind die gleichfalls erst1 wenn sie durch lngeres ,hngen am ,baume teigig geworden sind1 geniebaren1 mehligen ,frchte des ,spierlings 7,sorbus domestica71 der ,kulturform der ,eberesche 7,sorbus aucuparia71 die aber gleichwohl schon im ,altertum gerne gegessen wurden4 ,die sie liefernden ,bume wurden schon von den alten ,griechen und ,rmern kultiviert4 ,der griechische ,pflanzenkenner ,theophrast im #d4 ,jahrhundert v4 ,chr4 beschreibt ausfhrlich den von ihm oa genannten ,spierlingsbaum und sagt3 ,manche ,spierlingsbume tragen runde1 andere lngliche ,frchte1 die sich auch durch den ,geschmack unterscheiden2 im ganzen sind die runden wohlriechender und ser4 ,sie sind leicht dem ,wurmstich ausgesetzt1 wie auch die ,bume selbst1 die am besten an kalten1 feuchten ,stellen gedeihen48 ,palladius im #d4 ,jahrhundert sagt4 ,die ,spierlingsbume 7sorbus7 werden im ,april gepfropft1 und zwar auf andere ,spierlingsbume1 auf ,quitten und auf ,weidorn4 ,man hebt die ,frchte in irdenen1 gut geschlossenen ,gefen auf1 die man an einem trockenen1 sonnigen ,orte in die ,erde grbt2 auch zerschneidet man sie in ,stcke und drrt diese an der ,sonne4 ,diese ,schnitzchen kocht man dann1 wenn sie gegessen werden sollen4 ,man hngt ferner die ,frchte einzeln an einem schattigen1 trockenen ,orte auf1 soll auch ,wein und ,essig aus ihnen gemacht werden48 ,nrdlich der ,alpen werden die ,spierlingsbume zuerst im ,capitulare de villis ,karls des ,groen von #hab und im ,entwurf des ,st4 ,galler ,klostergartens vom ,jahre #hbj erwhnt4 ,seine im ,hochsommer in groen ,trauben reifenden scharlachroten bis gelben ,beeren1 die besonders von den ,drosseln begierig gefressen werden1 dienen1 wie auch diejenigen des ,elsenbeerbaumes 7,sorbus torminalis71 vielfach zur ,herstellung eines wrzig schmeckenden1 starken ,schnapses1 der besonders gegen ,durchfall getrunken wird4 ,der ,baum1 der sie liefert1 ist ursprnglich in ,sdeuropa zu ,hause und verdankt seine berfhrung nach dem ,norden ebenfalls den ,rmern4 ,im ,mittelalter wurde er wie die ,mispel hufig kultiviert4 ,in ,sddeutschland und ,frankreich wird er noch jetzt vielfach als ,obstbaum gezogen1 doch hat hier seine ,kultur nie grere ,bedeutung erlangt1 so wenig als diejenige des ,weidorns 7,crataegus oxyacantha71 dessen als ,rotdorn bezeichnete rotblhende ,form als prchtiger ,baum berall gezchtet wird4 ,seine roten1 wenig fleischigen1 als ,mehlbeeren bezeichneten ,frchte werden von den anspruchslosen ,kindern gern gegessen4 ,blo einige neuerdings bei uns eingefhrte amerikanische ,arten1 wie ,crataegus coccinea haben saftigere1 auch von den ,erwachsenen gern genossene ,frchte von der ,gre einer ,kirsche1 die auch wegen ihrer prchtigen1 lebhaft roten ,farbe ein ,schmuck des ,baumes sind4 ,immerhin ist dieser bei uns einheimische ,strauch1 der hufig in ,wldern der ,gebirgsgegenden wild vorkommt1 insofern fr die ,obstbaumzucht von ,bedeutung1 als er als ,unterlage zum ,aufpfropfen edler ,birnensorten dient4 ,aber auch die leuchtend roten ,scheinfrchte der einheimischen wilden und verwilderten ,rosen1 die ,hagebutten1 bieten in ihrem fleischig gewordenen ,bltenboden nach ,entfernung der ihn innen bedeckenden kleinen1 weichen ,haare und der eingeschlossenen einsamigen1 nuhnlichen ,frchtchen mit ,zucker gekocht ein durch seinen ,wohlgeschmack ausgezeichnetes ,fruchtmus1 das1 als ,buttenmost8 bezeichnet1 geradezu einen ,leckerbissen bildet1 dessen einfache ,abkunft man ihm gar nicht anmerken wrde4 ,aber auch roh bilden sie1 wenn ein ,frost ber sie gegangen ist und sie infolgedessen einen sen ,geschmack erlangt haben1 eine noch heute von den ,kindern gern gegessene ,speise4 ,schon die ,pfahlbauern mssen sie gesammelt und gegessen haben2 denn man fand die ,samenkerne der ,hundsrose in grerer ,menge in den sptneolithischen ,pfahlbauten von ,robenhausen und ,moosseedorf4 ,zur ,pfahlbauzeit war man ja in bezug auf die pflanzliche ,nahrung sehr wenig whlerisch1 so hat man auer den ,hagebutten auch die schwarzen ,holunder- und ,attichbeeren 7von ,sambucus nigra und ,s4 ebulus71 dann die ,wasser- und ,buchnsse1 die ,mehl- und anderen ,beeren wie ,erdbeeren1 ,himbeeren1 ,brombeeren1 ,heidel- und ,preielbeeren1 die ,haselnsse1 ,holzpfel und ,holzbirnen1 ,schlehen und ,wildkirschen gesammelt und gegessen4 ,reste von der ,kornelkirsche 7,cornus mas7 sind nicht unter jenem ,wegwurfe gefunden worden1 so da der ,strauch1 der sich im ,frhjahr ber und ber mit gelben ,blten bedeckt und spter schn kirschrote1 glnzende ,steinfrchte von pflaumenhnlicher ,gestalt1 nur bedeutend kleiner und von suerlichem ,geschmack1 reifen lt1 damals noch nicht nrdlich der ,alpen vorkam4 ,in den ,pfahlbautenresten von ,castione bei ,parma in ,oberitalien sind seine ,fruchtsteine dagegen zahlreich gefunden worden4 ,im ganzen ,altertum wurden seine ,frchte gegessen4 ,in der ,ilias und ,odyssee werden sie als krana erwhnt1 auch ,theophrast spricht von ihnen4 ,da man im ,altertume aus den geraden ,stmmchen ,lanzenschfte machte1 nennt der rmische ,dichter ,vergil die ,kornelle 7cornus7 gut zum ,krieg4 ,plinius unterscheidet mnnliche und weibliche ,strucher und findet nur das ,holz der ersteren zu ,lanzenschften geeignet1 da es zu den hrtesten ,holzarten gehre2 das des weiblichen aber sei schwammig4 ,was fr eine ,pflanze er unter der letzteren ,bezeichnung meint1 lt sich allerdings nicht sagen4 ,er sagt3 ,die ,kornelkirschen werden zur ,speise gezogen und der griechische ,arzt ,dioskurides empfiehlt sie zum ,einmachen48 ,wie solche ,konserven bei den alten ,rmern hergestellt wurden1 teilt uns sein ,zeitgenosse ,columella mit4 ,er sagt in seinem ,buche ber den ,landbau3 ,die ,kornelkirschen1 welche wie ,oliven gegessen werden1 die ,nagelpflaumen 7eine gewisse ,sorte der ,kulturpflaume71 ,haferpflaumen 7auch ,krieche von ,prunus insititia1 stammt wahrscheinlich aus dem ,orient1 ist dornig und einem ,schlehenbaume hnlich1 trgt ebensolche1 nur doppelt so groe ,frchte je nach den ,kultursorten von dunkelblauer1 rtlicher1 gelber oder grner ,farbe und suerlichem ,fruchtfleisch1 weshalb sie schon im ,altertum in ,sdeuropa hufig angepflanzt wurde7 und die verschiedenen ,sorten von ,birnen und ,pflaumen werden in folgender ,weise eingemacht4 ,man sammelt sie1 wenn sie weder berreif1 noch allzu unreif sind4 ,sie werden einen ,tag lang im ,schatten getrocknet und dann mit einer ,mischung von gleichviel ,essig und eingedicktem ,most bergossen4 ,es ist auch etwas ,salz beizufgen1 damit keine ,wrmchen oder andere ,tierchen in der ,masse entstehen4 ,noch besser ist es brigens eingedickten ,most und nur ,essig zu nehmen4 ,die ,birnen sammelt man1 wenn sie der ,reife nahe sind1 untersucht sie genau1 ob sie keine ,fehler oder ,wrmer haben1 legt sie in einen irdenen1 ausgepichten ,topf1 giet aus halb eingetrockneten ,trauben bereiteten ,wein oder eingedickten ,most darber1 so da der ,topf voll und jede ,birne mit der ,flssigkeit bedeckt ist1 verschliet den ,topf mit einem ,deckel und verstreicht den ,ritz mit ,gips4 brigens knnen die ,birnen wie die pfel auch in ,honig aufbewahrt werden4 ,ich rate wenigstens so viele in ,honig zu legen1 da sie fr ,flle vorrtig sind1 in denen sie ,kranken ntzlich sein knnen4 ,mit anders eingemachten darf man sie jedoch nicht mischen1 sonst verdirbt eines das andere4 ,sonst werden pfel und ,birnen von recht sem ,geschmack1 die aber noch nicht ganz reif sein drfen1 mit einem aus ,rohr oder ,knochen verfertigten ,messer zerschnitten und an die ,sonne gelegt1 bis sie eintrocknen4 ,hat man recht viel solcher gedrrter pfel- und ,birnenschnitzchen in ,vorrat1 so sind sie nebst getrockneten ,feigen ein sehr wichtiger ,teil der lndlichen ,nahrung fr den ,winter48 ,in ,ruland werden die ,kornelkirschen viel gegessen und auch mit ,zucker eingemacht4 ,auch bei den ,trken bilden sie eine beliebte ,speise und werden unter dem griechischen ,namen krania berall auf den ,straen von ,konstantinopel1 ,smyrna usw4 von ,hndlern ausgeboten4 ,mit ,wasser verdnnt bildet ihr ,saft ein angenehmes1 ,scherbet 7vom arabischen scharab fr ,trank7 genanntes ,getrnk4 ,ebenso werden die sen pflaumengroen ,frchte von ,prunus ursina1 eines bedornten baumartigen ,strauchs ,vorderasiens1 der besonders am ,antilibanon in ,menge wild wchst1 wie auch diejenigen des kleinen1 ganz der ,erde angepreten ,gebirgsstrauchs ,prunus prostrata1 sehr gerne gesammelt und gegessen4 ,eine weit grere ,rolle als diese doch recht bescheidenen1 kaum kultivierten ,frchte spielen die zu den ,rosenbltlern gehrenden ,kirschen und ,pflaumen4 ,diese sind in den edlen ,kultursorten erst in geschichtlicher ,zeit nach ,sdeuropa und von da ber die ,alpen nach ,norden gelangt4 ,die vorgeschichtlichen ,europer kannten als ,steinobst einzig die herben1 wenig schmackhaften ,frchte der ,vogelkirsche 7,prunus avium71 der ,traubenkirsche 7,prunus padus7 und ,schlehe 7,prunus spinosa74 ,reste von ihnen sind in den neolithischen ,pfahlbauten der ,schweiz1 ,italiens und sterreichs und in den verschiedensten bronzezeitlichen ,stationen ,mitteleuropas gefunden worden4 ,auch die primitiveren ,vlker des ,altertums sammelten sie noch1 um sich ihrer als ,speise zu bedienen4 ,bei manchen ,volksstmmen erfreute sich die ,traubenkirsche besonderer ,beliebtheit4 ,so berichtet uns der griechische ,geschichtsschreiber ,herodot 7#dhd v4 ,chr4 in ,halikarnassos geboren und um #dbd zu ,thurii in ,unteritalien gestorben7 von den ,argippern1 plattnasigen ,leuten mit langem ,kinn1 die nrdlich von den ,skythen am ,fue hoher ,berge wohnen und eine eigene ,sprache reden81 -- man hat in ihnen wohl mit ,recht die ,vorfahren der heutigen ,baschkiren am ,sdende des ,uralgebirges vermutet -- da sie von den ,frchten eines pntikon genannten feigenbaumgroen ,baumes leben1 der saubohnengroe1 kernhaltige ,frchte besitzt4 ,die ,argipper schlagen die reifen ,frchte in ,tcher1 pressen eine dicke1 schwarze ,flssigkeit heraus1 welche aschy heit4 ,diese genieen sie ohne ,beimischung oder mit ,milch4 ,aus den ,trebern machen sie ,kuchen1 welche ihre ,speise sind48 ,dieses von ,herodot beschriebene ,verfahren traf der deutsche ,forscher ,adolf ,ermann1 wie er in seiner ,reisebeschreibung durch ,sibirien berichtet1 noch bei den heutigen ,baschkiren1 in deren ,sprache sich merkwrdigerweise noch derselbe ,name fr den ,traubenkirschsaft wie vor mehr als #bjjj ,jahren1 nmlich atschui1 findet4 ,daraus drfen wir mit ,recht schlieen1 da ,herodot unter dem pntikon den ,traubenkirschbaum verstand4 ,auch die ,frchte der in ganz ,mittel- und ,sdeuropa wildwachsend angetroffenen ,schlehe 7,prunus spinosa7 wurden trotz ihres herben ,geschmacks1 der erst nachdem ,frost auf sie eingewirkt hat etwas angenehmer suerlich wird1 von den unverwhnten ,gaumen der ,menschen der ,stein- und frhen ,metallzeit gegessen und teilweise ein ,mus daraus gemacht1 wie uns der ltere ,cato aus der ersten ,hlfte des #b4 vorchristlichen ,jahrhunderts von den ,rmern berichtet4 ,noch die spter heilig gesprochene btissin ,hildegard1 ,vorsteherin des ,klosters ,rupertsberg bei ,bingen 7#ajih-aaig71 fhrt die ,schlehe unter den ,obstbumen ihrer ,zeit an4 ,bis in die ,neuzeit hinein war ,schlehenmus eine auf dem ,lande beliebte ,zukost zu ,brot1 auch wurde daraus eine ,art ,schnaps gebrannt4 ,in der ,moldau-,wallachei werden die ,schlehen roh gegessen und auch getrocknet fr den ,winter aufbewahrt4 ,mit ,traubenmost zusammengestampft geben sie den roten1 mandelartig schmeckenden ,schlehenwein4 ,die heutige ,kulturform der ,skirsche 7,prunus avium7 ist zweifellos im nrdlichen ,kleinasien von einer dortigen ,art ,vogelkirsche gezchtet worden4 ,der rmische ,naturkundige ,plinius der ltere berichtet um die ,mitte des #a4 christlichen ,jahrhunderts1 da die ,kirsche ihren ,namen krasos von der gleichnamigen ,stadt an der ,sdkste des ,schwarzen ,meeres zwischen ,sinope und ,trapezunt erhielt1 die im ,jahre #fh v4 ,chr4 durch den rmischen ,feldherrn ,lucius ,licinius ,lucullus zerstrt wurde4 ,dieser durch seinen ,tafelluxus und seine ,schlemmerei sprichwrtlich gewordene vornehme ,rmer habe von dorther im ,jahre #fd v4 ,chr4 den ,kirschbaum bei seinem ,triumph in ,rom aufgefhrt und so nach ,italien verpflanzt4 ,die ,stelle in seiner ,naturgeschichte lautet wrtlich folgendermaen3 ,ehe ,lucius ,lucullus den ,mithridates besiegt hatte1 wuchsen in ,italien keine ,kirschbume 7cerasus74 ,im ,jahre #fhj nach ,roms ,erbauung brachte er den ersten aus dem ,pontusgebiet nach ,italien1 und er hat sich in weniger als #abj ,jahren bis ,britannien verbreitet48 ,merkwrdigerweise erwhnt aber der griechische ,geschichtschreiber ,plutarchos 7#ej-abj n4 ,chr47 diese ,tatsache in seinem ,leben des ,lucullus8 mit keinem ,wort4 ,jedenfalls hat es schon lange vor ,lucullus kleine ,skirschen in ,italien gegeben1 nur hat dieser ,rmer eine besonders edle ,sorte aus dem von ihm verwalteten ,kleinasien mitgebracht1 wie auch ,servius in einer ,erluterung zu ,vergils ,georgica zur ,tat des ,lucullus hinzufgt3 brigens wuchsen in ,italien schon vor der ,zeit des ,lucullus ,kirschen1 aber harte48 ,jedenfalls mssen1 wie schon aus der griechischen ,benennung dieser ,frucht hervorgeht1 zu des ,lucullus ,zeit um die sinopische ,kolonie ,kerasos ,edelkirschen von besonderer ,gte kultiviert worden sein1 denn zweifellos erhielt jene kleinasiatische ,stadt ihren ,namen von den in groer ,zahl um sie herum angepflanzten ,edelkirschbumen und nicht umgekehrt die ,kirsche ihren ,namen von jener ,stadt1 wie die alten ,autoren sagen4 brigens sollen nach ,koch die ,bewohner der pontischen ,gebirge noch heute die ,skirsche mit dem ,namen kirash bezeichnen4 ,derselbe ,autor weist auch auf eine ,mitteilung des griechischen ,arztes ,dioskurides aus der ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 hin1 wonach der pontische ,kerasia8-,baum ,gummi ausschwitze1 eine ,erscheinung1 die ausschlielich der ,skirsche und niemals der ,sauerkirsche zukommt4 ,dieser ,kirschgummi soll nach den ,angaben dieses griechischen ,arztes ein gutes ,mittel gegen den ,husten und berhaupt gesund sein84 ,auf kleinasiatischem ,boden1 am ,idagebirge und bei ,milet1 scheint man veredelte ,skirschen schon zur ,zeit des ,knigs ,lysimachos gekannt zu haben1 der #cfa-bha v4 ,chr4 lebte1 nach dem ,tode ,alexanders des ,groen als einer von dessen ,feldherrn ,thrakien zu einer selbstndigen ,satrapie erhob und sich #cjf mit den brigen ,diadochen den ,knigstitel beilegte4 ,ja1 schon ,theophrastos und sein ,zeitgenosse ,diphilos von ,siphnos aus dem ,ende des #d4 vorchristlichen ,jahrhunderts beschreiben den ,kirschbaum als einen in ,griechenland bekannten und angebauten ,fruchtbaum4 ,ersterer sagt1 man erkenne den ,baum schon von weitem1 er sei im ganzen nicht sehr reich an sten1 habe weie1 der ,birnenblte hnliche ,blten und rote ,frchte so gro wie ,saubohnen4 ,er wachse mit ,linden zusammen vorzglich an ,gewssern und schwitze einen ,gummi aus4 ,da ,theophrast ihn so ausfhrlich beschreibt1 beweist1 da er fr die meisten seiner ,landsleute noch etwas ,neues war4 ,bei dem regen ,verkehr der ,griechen untereinander konnte es nicht ausbleiben1 da der edle ,skirschbaum frh in die griechischen ,kolonien nach ,sizilien und ,unteritalien gelangte4 ,doch wurde er von hier erst verhltnismig spt an die ,rmer abgegeben4 ,so nennt noch der ltere ,cato1 der im ,jahre #adi v4 ,chr4 gestorbene unvershnliche ,gegner ,karthagos1 in seinen ,schriften ber den ,landbau die ,kirsche als ,kulturgewchs berhaupt nicht1 und der im ,jahre #bg v4 ,chr4 gestorbene ,varro1 einer der gelehrtesten ,mnner ,roms1 gedenkt ihrer nur ein einziges ,mal1 indem er sagt1 da der ,kirschbaum 7cerasus7 zur ,zeit des krzesten ,tages gepfropft werde4 ,servius bezeugt1 da in ,italien schon vor der im ,jahre #fd v4 ,chr4 erfolgten ,heimkehr des ,lucullus aus ,kleinasien1 wo er als ,statthalter amtete1 ,kirschbume gewachsen seien1 aber nur solche mit kleinen1 harten ,frchten4 ,demnach scheint also der ,feinschmecker ,lucullus nur eine besonders grofrchtige und wohlschmeckende ,kulturform der ,skirsche in ,mittelitalien angesiedelt zu haben4 ,von hier aus verbreitete sich der ,obstbaum durch die ,vermittlung der ,rmer nach ,norden1 so da er also nach ,plinius schon #abj ,jahre nach jener ,kulturtat des reichen ,lucullus bis nach ,britannien vorgedrungen war4 ,derselbe ,plinius sagt fernerhin3 ,es werden verschiedene ,sorten ,kirschen gezogen1 gute auch in ,belgien und am ,rhein4 ,krzlich ist durch ,pfropfen auf ,lorbeer eine ,sorte geschaffen worden1 die laurea heit1 herb1 aber nicht unangenehm schmeckt4 ,der ,kirschbaum liebt einen khlen ,standort1 seine ,frchte reifen frh1 man trocknet sie auch an der ,sonne oder bewahrt sie wie ,oliven in ,fssern auf4 ,in gypten ist es ihm zu warm1 so da dort der ,kirschbaum selbst bei der grten ,sorgfalt nicht gedeiht48 ,und der rmische ,ackerbauschriftsteller ,palladius im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 schreibt3 ,der ,kirschbaum liebt einen kalten ,standort1 an einem warmen bleibt er klein1 einen heien ertrgt er gar nicht4 ,er liebt ,berge und ,hgel4 ,junge wilde ,kirschstmmchen versetzt man im ,oktober oder ,november in den ,garten und veredelt sie anfangs ,januar4 ,man st auch die ,frchte und aus diesen kommen die ,bumchen uerst schnell4 ,ich habe auch selbst erlebt1 da ,kirschzweige1 die ich als ,sttzen in ,weingrten gesteckt hatte1 schnell zu ,bumen heranwuchsen4 ,ich habe es am besten befunden1 zwischen ,rinde und ,holz zu pfropfen4 ,man pfropft ,kirschreiser auf ,kirschbume1 ,pflaumenbume1 ,platanen2 andere sagen auch1 man knne sie auf ,pappeln pfropfen4 ,der ,kirschbaum steht gern einzeln1 liebt das ,behacken1 verdirbt aber durch ,mist4 ,martialis sagt1 wenn man ,kirschen 7cerasum7 ohne ,kern habe wolle1 so msse man den ,baum auf #b ,fu zurckschneiden1 dann bis zur ,wurzel spalten1 das ,mark ganz herauskratzen1 beide ,teile zusammenbinden und die ,wunde mit ,mist verstreichen4 ,nach ,jahresfrist ist die ,wunde fest verwachsen4 ,nun wird der ,stamm mit ,reisern1 die noch keine ,frucht getragen1 gepfropft1 und diese tragen dann1 wie ,martialis versichert1 kernlose ,frchte4 7,dies ist natrlich ,unsinn67 ,kirschen werden nur aufbewahrt1 wenn sie an der ,sonne getrocknet sind48 ,der rmische ,arzt ,celsus meint3 ,die ,kirsche ist dem ,magen gesund18 und sein griechischer ,kollege ,dioskurides sagt3 ,der ,genu frischer ,kirschen 7kersion7 hat andere ,wirkung als der getrockneter48 ,als aus dem ,pontusgebiet1 einer ,gebirgsgegend mit kalten ,wintern stammend1 fhlte sich dieser ,fruchtbaum nrdlich der ,alpen offenbar besonders wohl und zeitigte hier besonders wohlschmeckende ,frchte1 die zudem den groen ,vorzug besaen1 zu einer ,zeit zu reifen1 da die brigen ,obstarten noch im ,rckstande waren4 ,in dem gleichmig milden ,italien hatte er eben diese fr ihn gnstigsten ,verhltnisse nicht gefunden4 ,jedenfalls haben sich unter den verschiedenen ,kirschenarten1 die von den rmischen ,schriftstellern der ,kaiserzeit erwhnt werden1 auch saure ,sorten befunden2 denn auf zwei ,wandgemlden in ,pompeji sollen nach dem ,urteil gewiegter ,kenner auch ,darstellungen von ,sauerkirschen abgebildet sein4 ,weiterhin hat man1 was noch viel mehr besagen will1 in dem ,schachtbrunnen des befestigten ,lagers der ,saalburg bei ,homburg vor der ,hhe unzweideutige ,kerne der ,sauerkirsche gefunden4 ,der sie liefernde ,baum1 die ,sauerkirsche 7,prunus cerasus71 drfte in ,transkaukasien1 wo er heute noch wildwachsend angetroffen wird und wo auch die ,skirsche besonders ppig gedeiht1 heimisch sein4 ,er scheint eine ,abart der ,vogelkirsche von geringerer ,gre und im ,gegensatz zu jener1 die unterseits behaarte ,bltter besitzt1 mit vllig kahlen ,blttern zu sein1 die auch viel leichter als jene ,wurzelschlinge treibt4 ,diese ,sauerkirsche kam etwas spter als die ,skirsche zu den ,griechen und ,rmern4 ,deren ,einfhrung mu durchaus unbemerkt vor sich gegangen sein2 wenigstens erfahren wir nichts darber von den ,schriftstellern des ,altertums1 die sonst alles ,neue gewissenhaft anzufhren pflegen4 ,se und sauere ,arten haben wir uns jedenfalls auch unter den verschiedenerlei ,sorten von ,kirschbumen 7ceresarii7 zu denken1 die im ,capitulare de villis ,karls des ,groen angefhrt werden4 ,im ,laufe des ,mittelalters hat sich die ,kirschenzucht in ,mitteleuropa intensiv entwickelt und spielt heute fr viele ,gegenden eine bedeutende ,rolle1 indem die ,frchte1 soweit sie nicht frisch gegessen werden1 zur ,bereitung einer trefflichen ,konfitre und eines starken ,schnapses1 des ,kirschwassers1 in ,england cherry brandy geheien1 benutzt werden4 ,mit der ,frucht bernahmen die alten ,deutschen auch die ,bezeichnung der ,rmer dafr2 denn das deutsche ,wort ,kirsche ist so gut wie das franzsische cerise und das englische cherry vom lateinischen cerasus abzuleiten4 ,zuerst hie die ,frucht ,kerasbeere1 dann ,kersbeere1 ,kerschbeere und schlielich einfach ,kersche oder ,kirsche4 ,noch vielfach wird in ,norddeutschland das aus dem ,kersbeere entstandene ,kesber oder ,kesper dafr gebraucht4 ,die ,bezeichnung ,wissel dagegen1 aus dem unser ,weichsel wurde1 scheint der alte vorrmische ,name der ,deutschen fr die einheimische ,vogelkirsche zu sein1 der dann speziell auf die ,sauerkirsche bertragen wurde4 ,die ,felsenkirsche oder der echte ,weichsel 7,prunus mahaleb7 mit kleinen1 blauschwarzen1 bitterlichen ,frchten stammt aus ,sdosteuropa und dem ,orient4 ,mahaleb ist die ursprngliche arabische ,bezeichnung des ,gewchses1 das erst im #af4 ,jahrhundert nach ,westeuropa kam und namentlich in ,frankreich rasch ,verbreitung fand4 ,wegen des wahrscheinlich durch einen ,gehalt an ,kumarin hervorgebrachten ,wohlgeruchs seines ,holzes und namentlich seiner ,rinde wird es zur ,parfmierung von allerlei ,spezereien gebraucht1 besonders aber zur ,herstellung von wohlriechenden ,pfeifenrohren verwendet1 indem namentlich im ,elsa und um ,baden bei ,wien die ,kultur des ,weichsels1 dessen ,stockausschlge bentzt werden1 im groen ,mastabe getrieben wird4 ,dem deutschen ,schlehe1 althochdeutsch slha1 entspricht das slawische sliva in der ,bedeutung von ,pflaume1 wie dem franzsischen crque das deutsche ,krieche und das niederdeutsche ,kreke nachgebildet sind4 ,weit edler als die ,schlehe ist die ,pflaume1 die bereits von den ,griechen der lteren ,zeit als ,obst gekannt und geschtzt war unter der ,bezeichnung kokkmlon 7deren erste ,hlfte wahrscheinlich ein orientalisches ,wort ist und kaum ,kuckuck bedeutet74 ,in einer der ,idyllen des aus ,syrakus gebrtigen griechischen ,dichters ,theokrit1 die ums ,jahr #bhj v4 ,chr4 verfat wurde1 wird die ,ankunft der ,geliebten so s genannt wie der ,frhling im ,gegensatz zum ,winter und die ,pflaume im ,gegensatz zur ,schlehe 7brbylon74 ,der ,begrnder der ,botanik ,theophrast im #d4 vorchristlichen ,jahrhundert spricht vom ,pflaumenbaum und vom ,gummi1 der aus ihm quillt und vielfach rztliche ,verwendung fand4 ,neben der ,bezeichnung kokkmlon kennt er auch den ,namen prmnon1 unter welchem die ,pflaume von den ,griechen zu den ,rmern gelangte1 welche daraus prunum machten4 ,der berhmte1 #aca n4 ,chr4 in ,pergamon geborene und um #bjj in ,rom verstorbene griechische ,arzt ,claudius ,galenos berichtet1 da die ,frucht des ,pflaumenbaums 7kokkymlea7 in ,asien prmnon heie4 ,der ,pflaumenbaum 7,prunus insititia7 wchst in ,sdeuropa und durch ,kleinasien bis zum ,kaspischen ,meere wild und wurde1 wie die ,kulturschichten der neolithischen und bronzezeitlichen ,pfahlbauniederlassungen der ,schweiz1 ,oberitaliens und sterreichs beweisen1 schon in frher vorgeschichtlicher ,zeit durch die regen ,handelsbeziehungen mit dem ,sden in ,mitteleuropa eingefhrt1 wo der ,baum dann spter1 der menschlichen ,aufsicht entwachsen1 verwilderte4 ,die grofrchtige ,kulturpflaume aber ist gleich der ,kirsche in den ,lndern sdlich vom ,schwarzen ,meer1 in ,armenien und ,transkaukasien1 aus der dort heimischen ,wildpflaume gezchtet worden1 whrend die grere ,zwetsche 7,prunus domestica7 im ,kaukasus und nrdlichen ,persien heimisch ist4 ,die ,kultur dieser ,steinobstarten kam etwa im #e4 vorchristlichen ,jahrhundert und diejenige der ,pflaume etwas spter nach ,syrien1 wo sie besonders um die ,stadt ,damaskus in spter als besonders wohlschmeckend gerhmten ,arten kultiviert wurde4 ,das ,wort ,zwetsche soll nach ,schmeller aus dem griechischen damskenon entstellt sein1 eine ,deutung1 die jedenfalls falsch ist4 ,zu ,beginn des #c4 vorchristlichen ,jahrhunderts1 d4 h4 nach ,erffnung des ,orients durch ,alexander den ,groen1 kamen diese ,steinobstarten nach ,griechenland und ber die sditalischen griechischen ,pflanzstdte etwa zu ,anfang des #b4 vorchristlichen ,jahrhunderts unter dem griechischen ,namen prmnon zu den ,rmern4 ,der ltere ,cato 7#bcd-adi v4 ,chr47 nennt in seiner ,schrift ber den ,landbau den ,pflaumenbaum nur einmal als einen in seiner rmischen ,heimat wenig bekannten ,obstbaum4 ,plinius dagegen behauptet1 da alle ,pflaumenarten erst nach ,cato in ,mittelitalien eingebrgert worden seien4 ,jedenfalls wurden sie erst im augusteischen ,zeitalter in den ,grten der ,rmer hufiger gepflanzt1 nachdem besonders die ,krieche1 d4 h4 die runde1 schwarzbraune ,pflaume und die gelbe ,mirabelle durch die ,kriegszge des ,pompejus in ,westasien den ,rmern bekannt geworden waren4 ,sie schtzten diese ,frchte so1 da sie nach ,plinius schon in der zweiten ,hlfte des #a4 christlichen ,jahrhunderts in den ,grten der vornehmen ,rmer in groer ,menge und zahlreichen ,spielarten gezogen wurden4 ,dieser ,autor sagt in seiner ,naturgeschichte3 ,es gibt eine ungeheure ,schar von ,pflaumen1 bunte1 schwarze1 weie und solche1 die man ,gerstenpflaumen nennt1 weil sie mit der ,gerste reifen4 ,eine andere1 ebenso gefrbte ,sorte1 welche spter reift und grer wird1 heit ,eselspflaume1 weil sie sehr wohlfeil ist4 ,es gibt auch ,pflaumen von ,onyxfarbe1 aber beliebter sind die wachsgelben und purpurroten1 von den auslndischen die wegen ihres ,wohlgeruchs geschtzte armenische 7unter letzterer ist zweifellos die ,aprikose verstanden748 ,die mit der ,obstkultur vertrauten syrischen und kleinasiatischen ,sklaven veredelten auch diese ,frucht immer mehr und pfropften die edle ,pflaume sogar auf den wilden ,schlehdorn4 ,so berichtet der ,dichter ,horaz 7#fe-h v4 ,chr471 da bei seinem ,landhause ,pflaumen auf ,dornen wchsen1 und ,plinius meldet3 ,merkwrdig sind die auf ,walnubume gepfropften ,pflaumen2 sie sehen aus wie ,nsse1 schmecken aber wie ,pflaumen und heien ,nupflaumen 7nuciprunum74 ,in ,btica 7der nach dem ,btisflusse genannten1 ,sdspanien umfassenden altrmischen ,provinz7 pfropft man ,pflaumen auf ,apfelbume und auf ,mandelbume4 ,der ,kern der letztgenannten ist wie ein ,mandelkern4 ,als beste ,art gilt die ,damaszenerpflaume2 dieses ,erzeugnis ,syriens1 das seinen ,namen von ,damaskus hat1 wchst auch seit langer ,zeit in ,italien1 wo sie jedoch einen greren ,kern und weniger ,fleisch hat1 auch beim ,trocknen keine ,runzeln bekommt1 weil ihr die heimische ,sonne fehlt48 ,nach dem griechischen ,arzt ,claudios ,galenos aus ,pergamon 7#aca-bjj n4 ,chr47 ist die spanische ,pflaume die beste nach der ,damaszener1 und ,palladius im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 gibt an1 da die ,pflaume im ,januar am besten auf ,pflaume gepfropft werde2 man knne sie auch auf ,pfirsich-1 ,mandel- und ,apfelbume pfropfen1 aber die ,frchte verlren dabei an ,gte4 ,die ,pflaumen werden auf ,hrden an der ,sonne getrocknet1 auch taucht man frisch gepflckte ,pflaumen in siedendes ,meer- oder ,salzwasser und trocknet sie dann entweder in einem ,backofen oder an der ,sonne48 ,der erwhnte ,galenos sagt3 ,die ,pflaumen 7kokkmlon7 werden fast alle bei der ,reife s1 geben nicht viel ,nahrung1 knnen im ,vorrat getrocknet werden48 ,dioskurides meint1 da die ,pflaumen dem ,magen nicht sehr gut bekommen1 am besten noch die getrockneten ,damaszener ,pflaumen4 ,gleich den brigen ,obstarten haben die ,rmer auch die ,pflaumen und ,zwetschen nrdlich von den ,alpen angesiedelt4 ,diese ,einfhrung der dort vorher unbekannten ,fruchtbume nach dem ,norden haben die ,funde aus den ,schachtbrunnen der ,saalburg und aus einem sptrmischen ,pfahlbau bei ,fulda in ,form von ,steinkernen dieser ,obstarten besttigt4 ,wie aus dem griechischen prmnon das prunum der ,rmer entstand1 so ging aus dem ,pluralis des ,lateinischen pruna das althochdeutsche pfruma und aus diesem schlielich pflume1 ,pflaume hervor4 ,im ,capitulare de villis ,karls des ,groen aus dem ,jahre #hab werden prunarii diversi generis1 d4 h4 ,pflaumenbume verschiedener ,sorten erwhnt1 worunter wohl nicht blo ,pflaumen-1 sondern auch ,zwetschenbume in mehreren ,spielarten zu verstehen sind4 ,die grofrchtige ,zwetsche1 die in ,turkestan und im sdlichen ,altaigebirge ihre ,heimat hat1 kam erst mit den ,turkvlkern nach dem ,abendlande4 ,erst vor #djj ,jahren wurde sie durch die massenhafte ,einfuhr der getrockneten ,frchte aus ,ungarn und ,mhren1 wohin sie von der ,trkei aus bald gelangte1 bei uns bekannt4 ,auch die von der in ,turkestan und ,vorderasien heimischen und in ,persien angebauten ,kirschpflaume 7,prunus cerasifera7 stammende ,mirabelle -- die ,myrobalane der lteren ,botaniker -- kam erst in der zweiten ,hlfte des #af4 ,jahrhunderts in ,mitteleuropa in ,aufnahme4 ,in ,europa wird die grofrchtige ,trkenzwetsche seit lngerer ,zeit besonders an der unteren ,donau im groen gezogen4 ,dort begegnet man1 besonders in ,bosnien1 ganzen ,wldern von ,zwetschenbumen1 deren ,frchte im ,herbst #d-f ,wochen hindurch die ,hauptnahrung der ,bevlkerung bilden und in gedrrtem ,zustande massenhaft nach ,europa und anderwrts ausgefhrt werden4 ,von dem berreichen ,ertrag wird auch ein beliebter ,branntwein1 ,sliwowitza genannt 7von sliva1 verwandt mit ,schlehe1 ,zwetsche71 hergestellt1 der in ,unmengen im ,lande selbst konsumiert und auch exportiert wird4 ,im ,laufe des ,mittelalters ist in dem durch seine ,obstbaumzucht hervorragenden ,frankreich auer anderen saftigen1 sen ,spielarten auch die ,reineclaude hervorgegangen1 die einer nicht festgestellten franzsischen ,knigin zu ,ehren diesen ,namen erhielt1 wie heute noch neue ,varietten von ,obst oder ,blumen gerne nach vornehmen ,damen genannt werden4 ,von ,europa sind dann die verschiedenen ,pflaumen- und ,zwetschenarten nach ,nordamerika eingefhrt worden1 wo sie sich rasch einbrgerten4 ,gleich allen anderen ,obstarten werden sie besonders in ,kalifornien im groen gezchtet und in eisgekhlten ,eisenbahnwagen berallhin durch die ,vereinigten ,staaten versandt1 wo sie willige ,abnehmer finden4 ,edle ,frchte hat der ,mensch ferner in der armenischen ,pflaume oder der ,aprikose 7,prunus armeniaca7 und der persischen ,pflaume oder dem ,pfirsich 7,prunus persica7 -- frher nach ,linn ,amygdalus persica1 d4 h4 persische ,mandel genannt -- gewonnen4 ,beide ,fruchtbume stammen aus dem ,innern ,asiens noch jenseits des ,kirschen- und ,pflaumenlandes1 und zwar die ,aprikose aus dem stlichen ,turkestan1 der ,dsungarei1 der sdlichen ,mandschurei und ,nordchina und der ,pfirsich 7chinesisch tao7 aus ,mittelchina1 wo in den ,gebirgen der ,provinzen ,schen-si und ,kan-su eine als ,prunus davidiana bezeichnete sehr nahestehende ,art mit kleinen ,frchten1 die vielleicht die ,stammpflanze des ,kulturpfirsichs ist1 heute noch wildwachsend angetroffen wird4 ,das ,volk1 das beide ,fruchtarten zuerst in seine ,pflege nahm1 sind die ,chinesen4 ,aus den ,berichten in den chinesischen ,annalen wissen wir1 da ihr ,anbau in verschiedenen ,varietten bis ins #c4 vorchristliche ,jahrtausend zurckreicht4 ,nur sehr langsam verbreitete sich ihre ,kultur west- und sdwrts4 ,weder im ,sanskrit noch im ,hebrischen existiert ein ,name fr diese ,frchte4 ,den gyptern wurden beide erst in der griechisch-rmischen ,periode bekannt4 ,wie die ,forschungen des ,sinologen ,bretschneider die bis dahin in ,kleinasien gesuchte ,heimat von ,aprikose und ,pfirsich nach ,ostasien verlegten1 so haben sie uns auch einen ,einblick in die ,wanderung dieser beiden ,steinobstarten nach ,westen verschafft4 ,wir wissen jetzt aus chinesischen ,annalen1 da im ,jahre #abh v4 ,chr4 der khne chinesische ,general ,tschang-kin bis zu den ,lndern am ,oxus und ,jaxartes vordrang4 ,seit diesem denkwrdigen ,zuge entspann sich zwischen den ,chinesen und dem ,volke der ,ansi1 in denen man mit groer ,wahrscheinlichkeit die ,parther vermutet1 ein lebhafter ,handelsverkehr1 der das ganze letzte ,jahrhundert v4 ,chr4 andauerte4 ,dieser mu das ,verbreitungsgebiet der beiden ,obstsorten westwrts ausgedehnt haben4 ,und die ,ansi ihrerseits besorgten den ,austausch der aus ,china kommenden ,waren mit den angrenzenden ,distrikten ,vorderasiens1 mit ,persien und ,mesopotamien4 ,aus ,persien gelangte dann der ,pfirsichbaum und aus ,armenien der ,aprikosenbaum nach der ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr41 als die rmische ,kaisermacht sich nach dem ,untergange des ,knigs ,mithridates im ,jahre #fc ,armeniens und bald darauf auch ,persiens bemchtigte1 zuerst nach dem ,lande der ,sieger1 ,italien4 ,hier nahmen nun die vorhin erwhnten syrischen ,sklaven der vornehmen ,rmer diese beiden neuen ,fruchtbume in ,pflege1 und bald wurden sie auch nach ,griechenland und in die brigen ,provinzen des rmischen ,reiches gebracht4 ,dieser ihrer ,geschichte gem wei kein rmischer ,schriftsteller weder der ausgehenden ,republik1 noch des augusteischen ,zeitalters irgend etwas vom ,pfirsich4 ,erst auf einem ,wandgemlde der im ,jahre #gi n4 ,chr4 durch den bekannten ,vulkanausbruch verschtteten ,stadt ,pompeji findet sich eine bildliche ,darstellung dieser ,frucht1 und der bei jener ,katastrophe als ,befehlshaber der beim ,kap ,misenum stationierten rmischen ,flotte umgekommene ltere ,plinius berichtet1 da zu seiner ,zeit eine einzelne ,frucht des ,pfirsich 7persica71 der weder in ,italien1 noch in ,kleinasien und ,griechenland heimisch1 sondern aus ,persien nach ,italien gebracht worden sei1 mit #cjj ,sesterzien1 das sind nach unserem ,gelde etwa #de ,mark1 bezahlt wurde1 so selten und kostbar war sie damals noch4 ,man nannte sie nach dem ,orte ihrer ,herkunft persica mala1 d4 h4 persische pfel1 auch persica allein1 die ,aprikosen dagegen armeniaca mala1 d4 h4 armenische pfel4 ,aus dem persica der ,rmer hat sich dann spter das pesca der ,italiener1 das pche der ,franzosen und das ,pfirsich der ,deutschen gebildet4 ,die armeniaca dagegen wurden spter von den ,rmern in ,anlehnung an ihre ,benennung im ,griechischen prkkkion1 die wir bei ,dioskurides und ,galen finden1 meist als praecoqua bezeichnet1 eine ,benennung1 die uns ,palladius im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 noch anfhrt1 indem er berichtet1 da die sogenannten ,aprikosen im ,januar auf ,pflaumen gepfropft werden4 ,und zwar haben die ,rmer1 wie uns ,galen belehrt1 eine bessere ,aprikosensorte mit der ,bezeichnung praecoquum versehen1 whrend sie der geringeren die ,benennung armeniacum belieen4 ,aus dem praecoquum der ,rmer haben dann die ,araber1 die bei ihrem ,siegeszuge ber ,syrien und ,nordafrika den ,fruchtbaum kennen lernten1 ihr albarkuk 7wobei al der ,artikel ist7 gebildet1 und diesen bernahmen dann die ,italiener als sie in ,sizilien und ,unteritalien mit der sarazenischen ,kultur in ,berhrung kamen und den ,fruchtbaum von dorther kennen lernten4 ,wie die ,italiener aus dem arabischen albarkuk ihr albercocco bildeten1 formten die ,spanier1 die die ,bezeichnung mit der ,frucht den ,mauren entlehnten1 ihr albaricoque1 woraus das franzsische abricot und aus diesem wiederum das deutsche ,aprikose wurde4 ,der griechische ,arzt ,galenos meint1 der ,pfirsich sei dem ,magen nicht sehr zutrglich1 verdaue sich aber besser1 wenn man ihn vor als nach der ,mahlzeit esse4 ,ein ,jahrhundert vor ihm erklrten ,dioskurides3 ,der ,pfirsich ist eine gesunde ,speise1 wenn er gehrig reif ist18 und ,plinius3 ,der ,pfirsich bekommt einem besser als die ,pflaume und das meiste andere ,obst4 ,bei der ,pfirsichsorte1 die man duracinum 7aus dem ,griechischen drakinn laut ,geoponika7 nennt1 geht das ,fleisch nicht vom ,kern48 ,diese allein lt sich nach ,palladius auf verschiedene ,weise eine ,zeit lang aufbewahren48 ,bei den gewhnlichen ,sorten war dies nicht mglich2 denn ,gargilius ,martialis klagt3 ,man hat auf mancherlei ,weise versucht1 ,pfirsiche lange aufzubewahren1 aber vergeblich48 ,nach ,palladius im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 kann man ,pfirsichbume aus ,kernen ziehen1 die im ,november oder ,januar mit der ,spitze nach unten in tief gegrabene ,beete1 je zwei ,fu voneinander gelegt werden1 oder auf ,wildlinge pfropfen1 und zwar auf ,pfirsiche1 ,mandeln1 ,pflaumen und ,aprikosen4 ,am besten werden die ,frchte an warmen ,stellen1 auf sandigem1 feuchtem ,boden4 ,wachsen die ,bume an kalten und windigen ,stellen1 so gehen sie ein1 wenn sie nicht vor ,klte und ,wind geschtzt werden4 ,im ,herbst wird die ,erde um die ,bume aufgehackt und sie werden mit ihren eigenen ,blttern gedngt4 ,um groe ,frchte zu bekommen1 begiet man den ,baum zur ,bltezeit #c ,tage lang mit ,ziegenmilch48 ,tafel #ag4 ,illustration3 7,phot4 von ,e4 ,reinhardt47 ,blhende ,mandelbume bei ,assisi in ,umbrien4 ,traubenernte in der ,provence in ,sdfrankreich4 ,tafel #ah4 ,illustration3 ,das ,einmachen von ,obst in der ,konservenfabrik ,lenzburg4 ,wie rasch diese geschtzten ,obstsorten durch die ,rmer nordwrts der ,alpen gebracht wurden beweist die ,tatsache1 da bereits zu ,columellas ,zeit gegen das ,ende des #a4 christlichen ,jahrhunderts eine besondere gallische ,pfirsichsorte bekannt war4 ,in den ltesten ,schachtbrunnen der ,rmer auf der ,saalburg sind1 wie bereits erwhnt1 sowohl ,aprikosen- wie ,pfirsichkerne gefunden worden4 ,auch im ,pfahlwerk des ,fuldatales aus sptrmischer ,zeit kamen #be ,pfirsichsteine zum ,vorschein2 wie ,vonderau berichtet1 wurde ein ,teil derselben einer ,kulturschicht entnommen1 die auch mehrere ,bruchstcke der glnzend-roten terra sigillata enthielten4 ,pater de la ,croix entdeckte beim ,dorfe ,sanxay in ,poitou einen kleinen ,pfirsichkern in einer ,mauer1 die aus dem #b4-d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 stammen soll4 ,ein anderer ,fund wurde aus dem ,pfahlwerk von ,paladru im ,departement ,isre aus der ,merowingerzeit gemacht4 ,unter den persicarii diversi generis1 d4 h4 ,pfirsichbumen verschiedener ,art1 die wir im ,verzeichnis der ,obstbume aus den ,grten ,karls des ,groen #hab erwhnt finden1 werden sich jedenfalls auch ,aprikosen befunden haben1 welche im ,mittelalter teils zu den ,pfirsichen1 teils zu den ,pflaumen gerechnet wurden4 ,noch ,albertus ,magnus 7geb4 #aaic in ,schwaben1 gest4 #abhj in ,kln71 einer der grten ,gelehrten des ,mittelalters1 nennt den ,pfirsich prunum persicum und die ,aprikose prunum armeniacum1 und die ,botaniker des #af4 ,jahrhunderts sahen die ,aprikose meist als eine ,pfirsichsorte an4 ,heute blht die ,kultur der ,pfirsiche und ,aprikosen auer um ,paris1 wo besonders diejenigen von ,montreuil berhmt sind1 besonders im sdlichen ,nordamerika1 speziell in ,kalifornien1 das ganze ,bahnzge davon frisch oder getrocknet nach den stlichen ,vereinigten ,staaten versendet4 ,ebenso in ,sdamerika1 speziell in ,argentinien1 wohin diese ,obstbume durch die ,jesuiten gelangten1 werden sie im groen gezogen4 ,jetzt finden wir in der ,nhe der alten ,niederlassungen der ,spanier reiche ,bestnde vllig wildwachsender ,bume1 die von den ,argentiniern nicht blo ihrer ,frchte1 sondern auch ihres ,holzes wegen geschtzt werden4 ,oft findet sich der rasch wachsende ,baum mitten in den sonst baumlosen ,pampas des ,holzes wegen kultiviert4 ,auch in ,chile spielen sie neben dem brigen von ,europa dorthin importierten ,obst eine groe ,rolle4 ,prof4 ,otto ,brger schreibt darber in seinem ,buche3 ,acht ,lehr- und ,wanderjahre in ,chile3 ,in der ,vorkordillere bilden ,pfirsiche1 se und saure ,kirschen -- cerezos und guindos -- fruchtbeladene ,haine4 ,nach der chilenischen ,weihnacht beginnt die ,zeit ihrer ,reife4 ,da sind die ,verkaufsstnde voll ,kirschen1 duraznos und priscos 7verschiedene ,sorten ,pfirsiche71 ciruelas 7,pflaumen7 und ,frhbirnen4 ,was umschliet allein das ,wort durazno fr eine ,flle von ,frchten1 die sich durch ,gre1 ,form1 ,farbe1 ,gltte1 ,flaum1 frheres oder spteres ,reifen voneinander unterscheiden und dementsprechend verschiedene ,namen im ,volke fhren4 ,der ,pfirsich oder durazno 7offenkundig aus dem lateinischen duracinum abzuleiten7 ist seit der ,eroberung in ,chile heimisch 7#aeda wurden die nrdlichsten ,provinzen durch die ,spanier erobert1 nachdem ,diego de ,almagro #aecf von ,peru aus zuerst dorthin vorgedrungen war7 und war schon um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts der gemeinste ,obstbaum4 ,eine grnlichgelbe ,sorte mit roten ,wangen1 bei welcher der ,kern freiliegt1 wird prisco genannt4 ,die duraznos werden in ,menge getrocknet und dann1 wenn es -- wie meistens -- mit dem ,kern geschieht1 als huesillos oder ohne ihn als orejones bezeichnet und vom ,volke mit mote 7gekochten ,weizen- oder ,maiskrnern7 gegessen4 ,die ciruelas 7,pflaumen7 und damascos 7,aprikosen7 sind ebenfalls schon lange in ,chile heimisch und gedeihen wie die duraznos am besten in ,mittelchile1 whrend die ,feigenbume -- las higueras --1 die im ,dezember die greren und saftigeren brevas und im ,herbste die kleineren und sen higos liefern1 im ,norden sogar noch besser vorwrts kommen4 ,die getrockneten ,feigen sind die der zweiten ,ernte4 ,unter tunas versteht man die ,frchte eines ursprnglich auf den ,antillen beheimateten ,kaktus 7,opuntia tuna74 ,die nisperas1 d4 h4 ,mispeln1 sind die gelblichen1 rundlichen ,frchte eines japanischen ,baumes 7,eriobotrya japonica71 die in ihren vollstndigen1 traubigen ,fruchtstnden gebrochen werden4 ,sie haben einen suerlichen ,geschmack und sind ein wenig das ,aschenbrdel unter ihren ,genossen4 ,der ,spanier hat einen ,spruch3 ,quien come nisperas ,wer 7japanische7 ,mispeln it ,i bebe cerveza ,und ,bier trinkt ,i beza a mujeres viejas1 ,und alte ,weiber kt1 ,ni come1 ni bebe1 ni beza68 ,der hat nicht gegessen1 getrunken1 gekt4 ,auerdem gibt es brunlichgrne ,lucumafrchte von der ,gre eines ,apfels von einem aus ,peru stammenden dichtbelaubten ,sapotaceenbaume 7,lucuma obovata74 ,weiter gibt es in ,chile eine wilde ,art 7,l4 valparadisea71 welche die feuchten und schattigen ,schluchten der ,provinzen ,aconcagua und ,valparaiso bewohnt1 deren viel kleinere ,frchte wohl s1 aber zugleich adstringierend schmecken und darum nicht gegessen werden4 ,birnen und pfel liefert der ,sden1 vom ,rio ,biobio ab1 in wahren ,prachtexemplaren2 es gibt ,birnen von einer ,gre und sen ,saftigkeit und pfel der verschiedensten ,sorten von einer ,feinheit und ,reinheit der ,zeichnung und des ,aromas1 die unseren besten nicht nachstehen4 ,aus gewissen ,sorten wird seit alters pfelwein -- chicha de manzana -- in vorzglicher ,qualitt hergestellt1 dessen ,fabrikation von den ,deutschen der ,provinz ,valdivia ausgedehnt und vervollkommnet wurde4 ,und was gibt es noch8 ,vor allem ,trauben1 schwarze und gold-grne1 die ebenfalls wie die ,wassermelonen mit rotem ,fleisch -- sandias -- und die gelben ,melonen zu den ,artikeln des ,massenkonsums gezhlt werden drfen1 so beliebt und billig sind sie1 dann ,orangen -- las neranjas --1 die aber erst im ,september am wohlschmeckendsten werden1 saure und se ,limonen1 ,mandeln1 ,walnsse und avellanos1 die chinesische ,haselnu1 die schwere ,menge1 und dann noch etwas echt ,chilenisches1 piones1 die ,samen der ,araukarie des ,sdens4 ,ferner die einheimische und europische ,erdbeere1 die aus ,brasilien oder ,peru eingefhrte ,ananas und ,banane1 platanos genannt1 die chirimoya 7,anona cherimolia71 eine ,frucht von ganz apartem1 wunderbarem ,aroma1 und die palta 7,persea gratissima71 welche den ,lorbeergewchsen zugehrt4 ,diese reifen in den gegen das ,meer hin offenen1 warmen und feuchten1 gegen die trockenen1 eisigen ,winde der ,hochkordillere geschtzten ,chacras ,quilltas48 ,welche ,flle von herrlichem ,obst hat also nicht die ,alte ,welt der ,neuen zu ihren zahlreichen einheimischen ,produkten hinzugegeben1 die auch sehr schtzenswert sind6 ,wir werden im folgenden ,abschnitte einige der wichtigsten unter denselben kennen lernen4 ,sonst sind auer den ,guajaven 7,psidium pyriferum7 mit birnfrmigen und dem nahe verwandten ,psidium pomiferum mit kugeligen1 pflaumen- bis apfelgroen ,frchten vom ,ansehen der ,orangen1 unter deren lederartiger ,schale ein nach innen schn rosenrot gefrbtes1 zartes ,fruchtfleisch von ,erd- und ,himbeergeschmack sich findet1 die eirunde und ber faustgroe westindische ,anchojebirne 7von ,grias cauliflora7 zu nennen4 ,unsere ,kirschen vertreten im warmen ,sdamerika die vorzglich in ,guiana heimische ,pitanga 7von ,eugenia michelii7 und die ,jabuticaba 7von ,eugenia cauliflora74 ,die ,frucht der letzteren von der ,gre unserer ,herzkirsche hat unter der zarten1 schwarzen ,haut ein weies1 weiches1 sehr saftiges ,fleisch mit #b-c ,kernen4 ,sie steht an ,geschmack unseren ,kirschen nach1 reift in ,brasilien am ,ende des ,winters 7,september und ,oktober7 und ist doppelt geschtzt1 da sie zu der ,zeit die einzige ,frucht bildet1 welche frisch zu haben ist4 ,eine andere ,frucht von der ,gre und ,form unserer ,pflaumen sind die ,ibametara-,arten 7von ,spondias myrobalanus7 u4 a41 die in ,westindien und dem nrdlichen ,sdamerika wildwachsen und hier berall1 wie auch anderwrts in den ,tropen1 wohin alle diese ,fruchtbume verbracht wurden1 vom ,menschen angepflanzt werden1 weil er ihre wohlschmeckenden1 sen ,frchte beraus schtzt1 ,mus daraus bereitet und allerlei ,getrnke davon macht4 ,kehren wir nach diesem kurzen ,abstecher nach ,sdamerika in unsere ,heimat zurck1 so ist in bezug auf die ,kultur der ,pfirsiche und ,aprikosen zu bemerken1 da sie bei uns nur in sdlichen ,gegenden oder an sonniger1 geschtzter ,lage gut gedeihen1 aber als ,hochstmme wohlschmeckendere ,frchte denn als ,spalierbume liefern4 ,mit ,vorliebe zieht man sie in den ebenfalls sonnige ,lage beanspruchenden ,weingrten2 aber auch in den wrmeren ,obstgrten gedeihen sie gut4 ,besonders die sattroten1 direkt dem ,stamm aufsitzenden1 vor den ,blttern erscheinenden ,blten des ,pfirsichs verleihen durch ihre hbsche ,frbung zwischen dem weien ,blust des brigen ,kernobstes und den rosafarben angehauchten ,apfelblten einem gemischten ,obstgarten ein hchst eigenartiges1 manchmal geradezu bezauberndes ,geprge4 ,im ,gegensatz zum ,pfirsich1 dessen saftige uere ,fruchtschale gegessen wird1 it man bei der verwandten ,mandel 7,amygdalus communis7 den ,samenkern1 der in einer sen und bitteren ,abart vorkommt4 ,diejenigen der letzteren ,sorte enthalten in erheblicher ,menge die giftige ,blausure und sind deshalb1 in grerer ,menge genossen1 auch dem ,menschen schdlich1 whrend sie kleinen ,tieren sicheren ,tod bringen4 ,sie dienen vorzugsweise zum ,wrzen der ,speisen4 ,die sen ,mandeln dagegen werden ihres lgehaltes wegen gegessen und allerlei ,gebck und ,mehlspeisen zugesetzt4 ,unter der samtig behaarten ueren ,haut1 welche zur ,zeit der ,reife in einem ,lngsspalt aufspringt1 befinden sich die in der ,regel sehr harten1 festen ,schalen4 ,man kultiviert aber auch ,formen mit brchigen ,schalen1 die ,knack- oder ,krachmandeln1 deren ,samen wie ,nsse gegessen werden4 ,die ,fruchtknoten aller ,kirsch-1 ,pflaumen- und ,mandelarten1 die bekanntlich mit dem ,kernobst in die ,familie der ,rosazeen gehren1 enthalten zwei ,samenanlagen1 von denen aber in der ,regel nur eine zur ,ausbildung gelangt2 entwickeln sich aber in den ,knackmandeln beide1 so entstehen solche ,exemplare1 die als ,vielliebchen8 dienen4 ,der ,mandelbaum wchst in ,afghanistan1 ,turkestan1 ,persien wild und kommt auch hier mit bittern und sen ,samen vor4 ,indien und ,ostasien ist er ursprnglich fremd2 dort hat man auch keine einheimische ,bezeichnung fr ihn4 ,in den ,schriften des ,sanskrit wird er nicht erwhnt1 ebensowenig in der lteren chinesischen ,literatur4 ,erst in chinesischen ,werken des #aj4 oder #aa4 ,jahrhunderts wird er angefhrt1 und zwar als ,baum aus den ,lndern der ,muhammedaner84 ,er scheint also durch die ,handelsbeziehungen der ,chinesen mit ,baktrien als ,tausch gegen ,aprikose und ,pfirsich von dort her nach ,china gelangt zu sein4 ,auch in den vorgeschichtlichen ,niederlassungen ,sdeuropas hat man nirgends ,spuren von ,mandeln gefunden4 ,aber in ,persien begegnen wir diesem ,fruchtbaum sehr frh4 ,von dort gelangte er schon vor der ,mitte des letzten vorgeschichtlichen ,jahrtausends nach ,syrien und ,kleinasien und von da vor dem ,ende des #e4 ,jahrhunderts v4 ,chr4 nach ,griechenland4 ,seine ,frucht wird als naxa amygdl1 d4 h4 ,mandel von ,naxos -- einer ,insel der ,cycladen1 welche1 weil in der ,mitte zwischen dem sdlichen ,kleinasien und ,griechenland liegend1 eine natrliche ,zwischenstation beim bergang von ,kleinasien nach ,griechenland bildet -- zuerst von ,phrynichos1 einem ,dichter der lteren attischen ,komdie und ,zeitgenossen des ,aristophanes im #e4 ,jahrhundert v4 ,chr4 erwhnt4 ,bei den attischen ,komdiendichtern des #d4 vorchristlichen ,jahrhunderts ist seine ,frucht als amygdl schlechthin schon ganz gewhnlich4 ,von den ,griechen lernten dann die ,rmer den ,fruchtbaum kennen4 ,noch gegen die ,mitte des #b4 ,jahrhunderts v4 ,chr4 kennt ,cato in ,italien die ,mandeln nur als fremde ,importware unter der ,bezeichnung griechische ,nsse81 als ,beweis dafr1 da die ,rmer diese ,frchte durch ,vermittlung der ,griechen ,unteritaliens erhalten hatten4 ,erst bei ,columella1 einem rmischen ,ackerbauschriftsteller des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr41 ist der ,mandelbaum unter der griechischen ,bezeichnung amygdala auch in ,mittelitalien heimisch1 whrend seine ,frchte immer noch griechische ,nsse heien4 ,die ,bezeichnung amygdala amara und dulcia1 d4 h4 bittere und se ,mandeln1 treten uns zum erstenmal in der ,zusammenstellung der gebruchlichsten ,medikamente8 des ,scribonius ,largus entgegen1 die noch vor der ,mitte des #a4 christlichen ,jahrhunderts verfat wurde4 ,seither ist die ,pflanze in ganz ,italien eingebrgert1 und aus dem griechisch-lateinischen amygdale ist im ,laufe der ,jahrhunderte das italienische mandorle und daraus unser ,mandel geworden4 ,in allen ,grten stehen in ,italien die ,mandelbumchen im ,februar und ,mrz im ,schmucke ihrer schneeigen ,blten1 bevor noch die ,bltter hervorgekommen sind4 ,ihre ,frchte sind nicht blo eine beliebte ,volksnahrung1 sondern man gewinnt heute auch aus ihnen ein als sehr mild geschtztes l1 aus den bittern dagegen das in der ,parfmerie ,verwendung findende ,bittermandell und ein bei ,husten reizmilderndes blausurehaltiges ,wasser1 das brigens gleicherweise auch aus den ,kirschlorbeerblttern bereitet wird4 ,nrdlich der ,alpen ist der ,mandelbaum1 soweit er in den klimatisch milderen ,gegenden noch zu gedeihen vermag1 erst in nachrmischer ,zeit naturalisiert worden4 ,bei den ,ausgrabungen des rmischen ,militrlagers der ,saalburg bei ,homburg vor der ,hhe hat man keine ,spur von ,mandeln gefunden1 und der ,fund einer ,mandelschale in dem wahrscheinlich sptrmischen ,pfahlwerk im ,tale der ,fulda nrdlich des ,mains wird von den magebenden ,forschern mit einem ,fragezeichen registriert4 ,der althochdeutsche ,name mandulae hat zwar gegenber dem gelehrten angelschsischen amigdal einen entschieden volkstmlichen ,anstrich1 er kann aber wegen des unverschobenen d frhestens im #h4 ,jahrhundert aufgenommen worden sein4 ,im ,capitulare de villis ,karls des ,groen vom ,jahre #hab und in dem nach dem ,muster desselben abgefaten ,entwurfe zum ,st4 ,galler ,klostergarten vom ,jahre #hbj werden unter den zu pflanzenden ,bumen auch amandalarii1 d4 h4 ,mandelbume aufgefhrt1 aber in den ,inventaren der kaiserlichen ,grten vom ,jahre #hab fehlen sie4 ,der ,mandelbaum1 der in bezug auf ,klte noch empfindlicher ist als der ,pfirsichbaum1 scheint also auch in der ,karolingerzeit nur ausnahmsweise und wohl nur in einigen besonders warmen ,landesteilen gezogen worden zu sein4 ,obwohl er gegenwrtig am ,oberrhein und in der ,rheinpfalz recht gut gedeiht und seine ,frchte reift1 so pflegen wir doch auch heute noch die ,mandel zu den ,sdfrchten zu zhlen4 hnlich war es im ,mittelalter4 ,die ,mandeln1 welche damals in ,deutschland konsumiert und zu medizinischen ,zwecken verwendet wurden1 stammten wohl grtenteils1 wie heute noch1 aus ,italien4 ,die ,bewohner ,nordfrankreichs dagegen scheinen ihren ,bedarf an ,mandeln auer aus den sdlichen ,teilen des eigenen ,landes namentlich aus ,spanien bezogen zu haben1 wie die ,geschichte des altfranzsischen ,namens almande vermuten lt4 ,die nahe ,verwandtschaft zwischen ,mandel und ,pfirsich spricht sich auch darin aus1 da beide sehr leicht gekreuzt werden knnen und auch dann noch reichlich ,frchte tragen4 ,wie der ,pfirsich seine rosenroten1 treibt auch die ,mandel ihre weien ,blten vor der ,entfaltung der ,bltter1 damit diese um so ausgiebiger von den ,bienen befruchtet werden4 ,wie in den ,mittelmeerlndern wird auch im ,sden der ,vereinigten ,staaten1 besonders in ,kalifornien1 die ,mandelkultur manchenorts im groen getrieben4 ,in den lichten ,wldern ,transkaukasiens und ,armeniens ist die wegen ihrer sen1 saftigen ,trauben so geschtzte ,weinrebe 7,vitis vinifera7 zu ,hause1 wo sie heute noch wild1 wenn auch mit kleinen und wenig schmackhaften1 etwas herben ,frchten gefunden wird4 ,als ,schlingpflanze rankt sie sich wie bei uns die ,waldrebe von ,baum zu ,baum und klettert in die ,wipfelregion ans ,licht empor4 ,hier ist sie wohl zuerst durch ,kulturauslese veredelt und zur ,kulturpflanze mit groen1 sen ,frchten gemacht worden4 ,doch ist ,westasien nicht die ausschlieliche ,heimat dieser ,waldliane4 ,ihr ,vorkommen reicht von hier ostwrts bis in das gemigte ,mittelasien hinein und westwrts ber ganz ,sdeuropa und einen ,teil ,mitteleuropas4 ,doch wurde sie hier nirgends kultiviert1 sondern1 wie ,funde aus ,sdfrankreich1 der ,schweiz und ,norditalien beweisen1 wurden ihre ,frchte schon zur ,steinzeit gelegentlich vom ,menschen gesammelt und gegessen1 wo wir dann zur ,seltenheit einmal ihre harten ,samen unter dem ,speiseabfall seiner ,niederlassungen finden4 ,immerhin sind manche ,angaben ber das ,wildvorkommen der ,rebe in ,sd- und ,mitteleuropa mit ,vorsicht aufzunehmen1 da diese ,kulturpflanze in den ,weinbau treibenden ,lndern leicht verwildert und dann als dort heimisch angesehen wird4 ,so ist es sehr zweifelhaft1 ob die in ,baden und im ,elsa gefundenen angeblich wilden ,reben wirklich ursprnglich wild wachsend oder nicht blo seit der ,einfhrung des ,weinstocks in diesen ,gegenden verwildert sind1 was immerhin das wahrscheinlichste sein drfte1 da sonst wilde ,reben in ,deutschland auerhalb der ,weinbauregion noch nicht nachgewiesen werden konnten4 ,der heute ber die ganze ,welt ausgedehnte ,rebbau hat seinen ,ursprung in den ,lndern sdlich des ,kaukasus und des ,kaspisees genommen1 wo die wilde ,rebe ganz besonders ppig gedeiht und den ,menschen geradezu zu ihrer ,domestikation auffordert4 ,von ,armenien kam er im #d4 vorchristlichen ,jahrtausend nach ,babylonien1 ,syrien und ,palstina und lt sich von der #e4 ,dynastie1 d4 h4 seit #bgjj v4 ,chr4 an auch in gypten nachweisen4 ber ,kleinasien und ,griechenland wanderte er dann1 wie wir spter bei der ,besprechung des ,weinbaus eingehender sehen werden1 nach ,italien und von da nrdlich der ,alpen zu den gallischen und rtischen ,stmmen und zuletzt zu den ,germanen4 ,alle ,ausdrcke dieser ,vlker1 die auf den ,weinbau ,bezug haben1 sind dem ,lateinischen entnommen von vindemia 7franz4 vendange7 ,wingert oder ,weinlese bis mustum 7franz4 mot7 ,most und vinum 7franz4 vin7 ,wein4 ,sehr zahlreich sind die ,anweisungen der antiken ,ackerbauschriftsteller ber die beste ,art des ,rebbaus4 ,schon der im #h4 ,jahrhundert v4 ,chr4 lebende griechische ,dichter ,hesiod singt3 ,wenn der ,frhling beginnt und die ,schwalbe kommen will1 dann mache dich ans ,beschneiden der ,weinstcke 7on718 und wenn der ,orion und der ,sirius bis zur ,mitte des ,himmels steigen1 dann ist die ,zeit da1 in der du die ,trauben abschneiden und nach ,hause bringen mut48 ,varro und ,columella berichten eingehend ber die ,anlage des ,weingartens 7vinea7 und die ,behandlung der ,rebe 7vitis74 ,letzterer meint3 ,die ,zahl der verschiedenen ,weinsorten ist so zahllos wie die ,sandkrner der libyschen ,wste2 denn jede ,gegend und fast jeder kleine ,ort hat seine besonderen ,sorten und fr diese besondere ,namen4 ,manche haben auch ihren ,namen gendert1 indem sie anderswohin versetzt wurden2 manche haben in ihrer neuen ,heimat ihre ,eigentmlichkeit verloren1 so da sie der ,ursorte gar nicht mehr hnlich sind4 ,ganz richtig haben schon ,cato und nach ihm ,celsus gesagt1 man solle nur ,weinsorten pflanzen1 die in gutem ,rufe stehen1 und solle sie nur in dem ,falle behalten1 da sie sich als gut bewhren4 ,fr einen recht gnstigen ,standort mssen wir recht edle ,sorten whlen1 fr einen ungnstigen aber solche1 die groe ,mengen von ,trauben zu geben pflegen48 ,wie von jeher die ,orientalen1 so waren auch die alten ,griechen und ,rmer groe ,liebhaber der ,traube1 die von ihnen als die edelste der ,frchte gepriesen wurde4 ,um solche mglichst lange essen zu knnen1 wurde sie frisch oder gedrrt und auf die mannigfaltigste ,weise konserviert aufbewahrt4 ,verschiedene solche ,verfahren beschreibt ,columella4 ,von seinen zahlreichen ,angaben ber die ,aufbewahrung von ,trauben wollen wir hier einige anfhren3 ,um ,trauben 7uva7 ein ,jahr lang frisch zu erhalten1 verpicht man ihren ,stiel sogleich1 wenn man sie vom ,stocke geschnitten hat4 ,dann fllt man ein neues irdenes ,gef mit recht trockener ,spreu1 die man durch ,sieben vom ,staube gereinigt hat1 und legt die ,trauben darauf4 ,alsdann bedeckt man das ,gef mit einem andern1 verpicht die ,fuge mit ,lehm1 der mit ,spreu vermischt ist1 stellt das ,gef auf ein recht trockenes ,gestell und bedeckt es mit trockener ,spreu4 ,eine andere ,art1 ,trauben frisch zu erhalten1 ist folgende3 ,in einen groen ,tonkrug 7dolium7 wird eingedickter ,most gegossen1 ber diesen werden ,stcke in die ,quere eingeklemmt1 die jedoch den ,most nicht berhren drfen4 ,auf diese ,stcke werden neue irdene ,schsseln gesetzt und in diese die ,trauben so gelegt1 da sie einander nicht berhren4 ,dann werden die ,deckel auf die ,schsseln gelegt und verstrichen4 ,nchstdem setzt man neue ,stcke ber den ,schsseln ein und auf diese neue ,schsseln1 und fhrt so fort1 bis das ganze ,fa voll ist4 ,endlich setzt man den ,deckel auf1 der gut gepicht und inwendig tchtig mit eingedicktem ,most bestrichen wird1 worauf man die ,fugen noch mit ,asche verklebt4 ,andere tun eingedickten ,most in das ,tongef1 stemmen ,stcke hinein1 hngen die ,trauben an die ,stcke1 so da sie den ,most nicht berhren1 legen den ,deckel auf und verstreichen ihn4 ,andere legen ,trauben schichtweise in ,gerstenkleie1 oder ,sgemehl von ,pappeln oder ,tannen1 oder ,gipsmehl4 ,mein ,onkel ,marcus ,columella 7zu ,gades in ,spanien7 tat die ,trauben in groe ,tonkrge1 die in- und auswendig stark gepicht waren2 sie durften einander nicht berhren und von jeder war der ,stiel in siedendes ,pech getaucht4 ,war der ,deckel aufgelegt und die ,fuge mit ,gips verstrichen1 so wurde auch der ,gips noch tchtig gepicht1 so da durchaus keine ,feuchtigkeit eindringen konnte4 ,nun wurden die ,krge in ,quell- oder ,brunnenwasser gestellt und so mit einem ,gewichte beschwert1 da sie ganz unter der ,oberflche blieben4 ,auf solche ,weise halten sich die ,trauben vortrefflich1 mssen aber1 wenn sie herausgenommen sind1 gleich gegessen werden1 weil sie sonst sauer werden4 ,als allgemeine ,regel mu noch die aufgestellt werden1 da man pfel und ,trauben nicht an demselben ,orte aufbewahren darf1 ja da der ,geruch der pfel nicht einmal aus einiger ,entfernung die ,trauben erreichen darf1 denn er verdirbt sie48 ,hufig wurden auch ,traubenbeeren und ganze ,trauben an der ,sonne getrocknet 7uva passa7 und dann in ,tpfen aufbewahrt4 ,vielfache ,verwendung fand in der griechischen und rmischen ,kche auch der durch ,kochen eingedickte ,traubenmost 7defrutum71 wie auch der aus sauer gewordenem ,wein hergestellte ,essig 7acetum74 ,alle diese ,produkte hat schon vorher der ,orient gekannt und bentzt4 ,so sind von der ,traube gelste1 getrocknete ,weinbeeren seit der ,zeit der ,pyramidenerbauer1 d4 h4 seit dem ,beginne des #c4 vorchristlichen ,jahrtausends1 hufig als ,wegzehrung den ,toten mitgegeben worden und finden sich teilweise so gut in den altgyptischen ,grbern erhalten1 da sich der ,zucker darin noch nachweisen lt4 ,wie die ,rebenkultur heute in ,mitteleuropa betrieben wird1 ist genugsam bekannt1 so da wir nicht nher darauf einzugehen brauchen4 ,es genge hier zu bemerken1 da der ,weinstock einer sorgfltigen ,pflege bedarf1 viel ,sonne und einen kalkreichen1 steinigen1 d4 h4 viel ,wrme verschluckenden ,boden verlangt4 ,aber wenn auch alle diese ,bedingungen erfllt sind1 ist die ,rebe1 wie die ,erfahrung gelehrt hat1 nur dann wirklich ertragreich und liefert wertvolle ,trauben1 wenn sie richtig geschnitten wird4 ,die ,fortpflanzung geschieht durch ,stecklinge1 die meist mit drei ,augen1 d4 h4 ,knospen zur ,verwendung gelangen4 ,das unterste derselben wird in die ,erde gesteckt2 die beiden andern treiben aus und geben je nach der ,kraft des ,triebes mehr oder weniger lange ,schosse1 die man im ,herbst zurckschneidet1 und zwar den oberen so1 da #h-i ,augen bleiben1 die anderen aber viel weiter zurck1 so da nur zwei ,augen bleiben4 ,jenes ,reis ist das ,tragholz fr das nchste ,jahr2 denn die an ihm befindlichen ,augen entwickeln ,triebe1 welche nach dem #d4 oder #e4 ,blatte ,blten erzeugen4 ,man lt an diesen ,trieben nur eine bestimmte ,zahl ,bltter stehen1 nach dem #b4 oder #c4 oberhalb der letzten ,bltentraube bricht man den ,scho ab1 um nicht unntz ,nhrstoffe nach dem fernerhin nicht weiter brauchbaren ,triebe gelangen zu lassen4 ,hat das ,tragholz1 der sogenannte ,schenkel1 abgetragen1 so schneidet man dasselbe mit dem hakenfrmig gekrmmten ,rebmesser ab1 das die ,rmer der ,kaiserzeit in ,gallien und in den von den ,legionren aus ,gallien und ,hispanien am linken ,rheinufer gepflanzten ,rebbergen schon in gleicher ,weise besaen wie wir heute noch1 die wir ja einst die ganze ,rebkultur mit allen ,gerten und diesbezglichen ,bezeichnungen von jenen bernahmen4 ,whrend das ,tragholz im ,sommer seine ,frchte an den ,seitentrieben zeitigte1 entwickelte der oben erwhnte1 kurz auf zwei ,knospen zurckgeschnittene ,zapfen8 aus demselben wieder zwei lange ,triebe1 die man bis zum ,herbste auswachsen lt4 ,sie knnen eine sehr betrchtliche ,lnge erreichen und bringen ,bltter und in den ,achseln derselben ,knospen hervor4 ,von ihnen treiben in demselben ,jahre alle1 ausgenommen die obersten1 in ,form von schwachen ,zweigen aus1 die ,geize8 genannt werden4 ,da diese im ersten ,jahre berhaupt nicht zum ,blhen kommen1 und auch im zweiten ,jahre1 wenn sie zu ,tragholz werden1 auch nur schwchlich blhen wrden1 schneidet sie der ,weinbauer weg1 lt ihnen aber meist #b-c ,bltter4 ,diesen letzteren kommt nmlich eine doppelte ,bedeutung zu4 ,es entsteht nmlich neben dem ,geize eine zweite ,knospe1 die sich als eine ,achselknospe aus dem untersten ,schuppenblatte uerst krftig entwickelt und einerseits zu ihrer ,ernhrung der beiden ,bltter des bei ihr stehenden ,geizes bedarf1 andererseits aber auch leicht zum ,austreiben kme1 wenn man den ,geiz bis zum ,grunde entfernen wrde4 ,im ,herbst wird nun wieder an den beiden ,schossen des ,zapfens der ,schnitt in der ,weise ausgefhrt1 da der obere mit #h-aj ,augen zum ,schenkel wird und im nchsten ,jahre das ,tragholz liefert2 die untere wird dagegen abermals zum ,zapfen4 ,an den in den ,treibhusern gezogenen ,reben schneidet man das ,tragholz viel weiter zurck1 so da an dem bis zu #ae ,jahren tragfhigen ,haupttrieb seitlich knorrige ,stmpfe stehen bleiben1 aus denen dann eine neue ,tragrebe gezogen wird4 ,hier lt man meist auch nur zwei ,trauben zur ,ausbildung gelangen4 ,durch ,auspflcken der zu reichlichen ,beerenanlagen bringt man es dahin1 da die bleibenden zuweilen eine ganz auergewhnliche ,gre erreichen4 ,so hat man in ,england durch die sorgfltigste ,pflege und reichliche ,dngung ,trauben von ber #g1e kg ,schwere mit pflaumengroen ,frchten gezogen1 die jedenfalls diejenigen1 die die ,kundschafter der ,juden aus dem ,lande ,kanaan brachten1 noch weit bertreffen4 ,noch jetzt ist jenes den ,israeliten bei ihrem ,zuge durch die ,wste gelobte ,land1 ,palstina1 ein vorzgliches ,weinland1 wo die ,kultur der ,rebe heute noch wohl in derselben ,weise wie vor #djjj ,jahren betrieben wird4 ,die ,weinberge sind meist auf hgeligem ,gelnde angelegt1 weil die terrassenfrmig aufsteigenden ,hnge dem ,weinbau gnstig sind und dieses ,terrain sich weniger fr ,getreidebau eignet4 ,doch ist auch viel flaches ,gebiet mit ,reben bepflanzt und zahlreiche ,namen von ,ortschaften1 die heute keinen ,rebbau mehr haben1 weisen darauf hin1 da dies frher1 vor der dem ,wein feindseligen muhammedanischen ,invasion noch der ,fall war4 ,zum ,schutze gegen ,menschen und ,tiere1 unter welch letzteren besonders die ,fchse zu nennen sind1 die sich bei der ,traubenreife als ungebetene ,gste zum ,schmause einstellen1 werden die ,weinberge im ,orient mit #a-b m hohen trockenen ,steinmauern1 die noch mit ,dornen bewehrt sein knnen1 oder mit lebenden ,hecken von dem aus ,amerika eingewanderten ,feigenkaktus umgeben4 ,mitten darin baut man aus losen1 unbehauenen ,steinen einen #e-f m hohen ,turm1 der oben eine von ,laubwerk oder ,matten beschattete ,htte trgt1 wo der ,weinbauer bei der ,traubenreife sein ,lager aufschlgt1 um den ,weinberg1 den er von hier aus gut zu bersehen vermag1 ,tag und ,nacht zu berwachen4 ,da diese ,htten hufig erneuert werden mssen1 so erscheinen sie schon einem ,hiob 7#bg1 #ah7 als ,bild der ,vergnglichkeit4 ,in den ,weinbergen ,palstinas werden nicht nur ,reben1 sondern auch andere ,fruchttrger1 wie ,feigen-1 ,aprikosen-1 ,pfirsich- ,apfel-1 ,birn-1 ,mandel-1 ,quitten- und ,granatbume gepflanzt1 deren ,frchte verfhrerisch locken4 ,da bleibt dem ,fellachen1 d4 h4 ,bauern1 bei der diebischen ,natur seiner ,volksgenossen nichts anderes brig1 als diese ,schtze sorgfltig zu bewachen2 denn was er nicht htet1 erntet er auch nicht4 ,schon die unreifen ,trauben und ,frchte berhaupt liebt der ,morgenlnder wie unsere ,kinder sehr1 indem er sie entweder roh oder mit ,essig und reichlich ,olivenl angemacht als ,salat it4 ,so zieht der ,winzer bei der ,fruchtreife mit ,sack und ,pack in die ,weinbergshtte hinaus1 um hier mit seiner ,familie so lange zu hausen -- das ,kleinvieh bringt er in den khlen ,nchten im dunkeln ,raum des ,wachtturmes unter dem ,turmabschlu1 wo er ,wache hlt1 unter --1 bis alles aufgegessen oder verkauft ist4 ,bei der ,neuanlage eines ,rebbergs werden die ,stecklinge als etwa #a1c m lange ,ruten gewhnlich ,ende ,februar in #ej cm tiefe und #bj cm breite ,gruben in #b-d m allseitiger ,entfernung versenkt4 ,eine solche ,neupflanzung trgt dann im dritten ,jahre die ersten ,trauben4 ,in manchen ,gegenden1 besonders in der ,ebene1 lt man die ,reben am ,boden liegen1 in andern zieht man sie aufrecht an ,fruchtbumen irgend welcher ,art oder an ,pfhlen in die ,hhe4 ,schon im ,februar wird der ,rebberg1 nachdem die ,erde durch mehrmaligen ,regenfall gengend erweicht ist1 mit dem schon von den ,vorfahren vor einigen tausend ,jahren gebrauchten primitiven hlzernen ,hakenpflug gepflgt oder1 wo dieser nicht hinkommen kann1 mit der ,hacke gelockert und die ,reben bis auf wenige kurze ,ruten mit krftigen ,augen beschnitten4 ,im ,laufe des ,frhjahrs wird das ,land noch zwei- bis dreimal zur ,beseitigung des ,unkrauts und zur ,auflockerung des ,bodens gepflgt oder behackt4 ,nach vollendeter ,traubenblte entwickelt sich dann ppiges ,laubwerk und es treiben bis #c m lange ,schlinge1 deren ,spitzen nach ,bedarf entfernt werden4 ,die ,trauben1 die in der ,ebene schon im ,juni1 im ,gebirge erst im ,juli zu reifen beginnen1 erlangen nach ihrer ,reife eine ,lnge von zwei ,spannen und ein ,gewicht von #a1e kg mit groen1 feinhutigen1 saftigen ,beeren4 ,sie werden1 weil den ,einwohnern als rechtglubigen ,muhammedanern der ,genu des ,weines verboten ist1 entweder an ,ort und ,stelle gegessen oder auf den nchsten ,markt zum ,verkaufe gebracht1 wo sie nicht mehr als hchstens #h ,pfennige das ,kilogramm kosten4 ,mancherorts wird der berschu zu ,rosinen1 ,traubenhonig und ,traubenkuchen verarbeitet1 um als solche in den ,handel gebracht zu werden2 die ,beeren mancher nichtreifender ,sorten dagegen werden zur ,herstellung einer sen ,limonade1 wie sie sonst aus ,zitronensaft bereitet wird1 verwendet4 ,die zu ,rosinen bestimmten ,trauben werden korbweise in ein ,gef mit geklrtem ,laugenwasser1 dem etwas l beigegeben ist1 getaucht und auf einem geebneten ,drrplatz im ,weinberg oder auf ,matten ausgebreitet #aj-ae ,tage lang zum ,drren der ,sonnenhitze ausgesetzt4 ,die ,benetzung mit ,lauge und l hat den ,zweck1 da die ,rosinen schn weich und von der ,sonne nicht allzusehr verbrannt werden1 sie zugleich auch einen gewissen ,glanz erhalten4 ,zuletzt werden sie von den ,stielen abgelesen und nach der ,gre sortiert4 ,der ,traubenhonig wird in der ,weise gewonnen1 da der ausgeprete ,traubensaft mit einer weichen ,kalksteinmasse vermischt1 umgerhrt und ber ,nacht stehen gelassen wird4 ,dabei verbindet sich die ,weinsure mit dem ,kalk zu einer unlslichen ,verbindung und wird bei diesem ,vorgange zugleich der aus ,pektin bestehende1 die ,lsung trbende ,pflanzenschleim niedergeschlagen4 ,der so durch den ,kalk geklrte und in seiner ,herbe gemilderte ,saft wird dann abgeschpft und bis zu ,sirupdicke eingekocht4 #ajj ,teile ,trauben geben etwas mehr als #bj ,teile ,traubenhonig1 der sehr gern als ,zukost zum ,brot verspeist wird und pro ,kilogramm nur #bj-cj ,pfennige kostet4 ,die ,traubenkuchen werden teilweise hnlich wie der ,traubenhonig bereitet4 ,den durch den kohlensauren ,kalk der ,kalksteinmasse abgeklrte und von der ,sure befreite ,traubensaft lt man etwas einkochen und rhrt ,mehl oder ,gries und hernach ,pinien- oder ,kiefernsamen hinein4 ,der so entstandene dicke ,brei wird auf ,tcher gestrichen1 an der ,sonne getrocknet1 um als dnne ,fladen abgenommen und verspeist zu werden4 #a kg kostet in ,palstina etwa #a4ej bis #a4hj ,mark4 ,auch die christlichen ,araber produzieren wenig ,wein1 um so mehr aber die in ,palstina niedergelassenen ,europer1 besonders die als hchst wertvolle ,erwerbung des ,landes daselbst ihre ,kolonien grndenden ,templer1 die meist aus dem ,schwabenlande stammen und das solide deutsche ,bauerntum nach dem ,morgenlande verpflanzten4 ,der ,palstinawein ist ein sehr krftiges ,getrnk von etwas herbem ,geschmack4 ,weinkeltern 7vom lat4 calcatura71 wie sie die ,kanaaniter und ,israeliten hatten und wie man sie noch in manchen ,weinbergen sieht1 werden nicht mehr benutzt4 ,es waren dies zwei in ,felsen gehauene ,becken1 von denen das grere1 in welchem die ,trauben mit den ,fen ausgetreten wurden1 etwa #d m auf jeder ,seite mit4 ,dasselbe wurde gelegentlich auch zum ,ausdreschen von ,getreide bentzt4 ,sein flacher ,boden neigt nach einer ,ecke1 wo eine ,rinne es mit dem kleineren1 tiefer liegenden ,becken zur ,aufnahme des ,mostes 7aus dem lateinischen mustum7 verbindet4 ,von da aus wurde dieser in mit nach innen gekehrtem ,fell gebildete und mit ,harz oder ,pech verstrichene ,schluche aus ,tierhaut gefat1 oder man go ihn1 wie die christlichen ,araber noch immer tun1 in irdene ,gefe und leerte ihn nach der ,grung mit ,zurcklassung der ,hefe in andere ,gefe4 ,der ,araber1 der alles ,se liebt1 zeigt eine ,vorliebe fr sen und starken ,wein1 den er aus ,trauben keltert1 die #ad ,tage lang schn ausgebreitet in der ,sonne lagen4 ,der daraus geprete ,saft ist s1 zugleich aber stark berauschend4 ,wenn die ,araber ,weinmost lange aufbewahren wollen1 so pflegen sie ihn zu kochen und dann erst in ,tonkrge zu fllen1 in die oben am ,halse etwas ,olivenl als ,verschlu hinzugefgt wird4 ,das ,weinbereitungsgeschft vollzieht sich im ,morgenlande noch rascher als im ,abendlande1 da die zerdrckten ,trauben schon nach #f-ab ,stunden in ,grung bergehen und also nicht lange stehen bleiben drfen4 ,weitere aus ,asien zu uns gelangte ,fruchtbume sind die mit den ,ulmen-1 ,nessel- und ,feigengewchsen verwandten ,maulbeerbume4 ,lange vor dem aus ,ostasien stammenden weien ist der westasiatische schwarze ,maulbeerbaum 7,morus nigra7 ins ,mittelmeergebiet und von da aus nach ,mitteleuropa eingefhrt worden4 ,seine ursprngliche ,heimat deckt sich mit derjenigen der ,kulturrebe und erstreckt sich vom ,gebirgsland von ,armenien bis gegen ,persien4 ,er erschien zu ,ende des #f4 vorchristlichen ,jahrhunderts in ,griechenland und von da ein ,jahrhundert spter auch in ,italien4 ,schon der ,dichter ,aeschylos1 der im ,jahre #def v4 ,chr4 in ,sizilien starb1 spricht in zweien seiner ,tragdien von mra 7plur4 von mron71 die spter auf ,maulbeeren bezogen wurden1 aber im gewhnlichen ,sprachgebrauch ,brombeeren heien4 ,im ,volksgebrauch sind nmlich die ,maulbeeren wegen ihrer ,gestalt und ,frbung zunchst als ,brombeeren bezeichnet worden4 ,dem diese ,frchte tragenden ,baum aber gaben die ,griechen1 weil er vllig verschieden von der ,brombeerstaude war1 den ,namen sykminos4 ,dies war aber eigentlich ihre ,bezeichnung fr die ,sykomore oder den ,maulbeerfeigenbaum 7,ficus sycomorus71 der ursprnglich in gypten zu ,hause war1 aber frh in ,westasien von ,palstina1 ,syrien und ,cypern bis nach ,karien und die ,insel ,rhodos angepflanzt wurde4 ,die ,griechen lernten ihn dort auf ihren ,handelsfahrten kennen und bildeten aus dem syrischen ,namen der ,frchte schikmim1 einem ,pluralis1 mit ,anlehnung an die griechische ,bezeichnung fr ,feige skos ihr sykminos als ,namen fr den ,baum4 ,als nun der ,maulbeerbaum bei seinem ,vordringen nach ,westen zu den ,griechen der kleinasiatischen ,kste gelangte1 nannten sie ihn wegen der hnlichkeit der ,bltter und seiner ganzen ,gestalt mit der ,sykomore eben auch sykminos4 ,nicht nur in der ,naturgeschichte der ,pflanzen des ,theophrastos 7#cij-bhf v4 ,chr471 sondern noch bei spteren ,schriftstellern werden beide ,bume mit demselben ,worte bezeichnet4 ,der zur ,zeit ,csars und ,augustus lebende griechische ,geschichtschreiber ,diodoros aus ,sizilien unterschied zuerst die beiden ,fruchtbume1 indem er erklrte1 es gebe zwei ,arten sykminos3 die eine trage brombeer-1 die andere feigenhnliche ,frchte4 ,zum ,unterschiede von der eigentlichen ,brombeere 7mron7 nannte man die ,frchte der brombeerfrchtigen sykminos sykmron4 ,so entstand der jngere ,name des ,maulbeerbaums sykmoros1 welcher bald als vollkommen gleichbedeutend mit sykminos gebraucht und auch auf den gyptischen sykminos1 den ,maulbeerfeigenbaum1 ausgedehnt ward1 der davon heute noch ,sykomore heit4 ,das gemeine ,volk aber blieb bei der ,bezeichnung mron 7,brombeere7 fr ,maulbeere und unter diesem ,namen kam die ,frucht von den ,griechen ,unteritaliens zu den ,rmern1 die den ,namen um so williger annahmen1 als morum auch bei ihnen die von den ,griechen bernommene ,benennung der ,brombeere war4 ,spter drang auch das ,wort sycomorus ein1 das fr ,maulbeere und ,brombeere gleicherweise gebraucht wurde2 da unterschied man die ,maulbeere als ,baumbrombeere von der gewhnlichen oder ,waldbrombeere4 ,auch im ,lateinischen des ,mittelalters hie der ,baum morus und die ,frucht morum 7plur4 mora74 ,unter diesem ,namen wird er im ,capitulare de villis und in den beiden ,garteninventaren ,karls des ,groen aus dem ,jahre #hab und im ,entwurf zum ,st4 ,galler ,klostergarten aus dem ,jahre #hbj unter den anzupflanzenden ,obstbumen angefhrt4 ,der ,maulbeerbaum erreicht eine ansehnliche ,gre und trgt ein dunkles ,laub1 das im ,frhling spt hervorbricht4 ,daher bezeichnet ihn ,plinius im #a4 christlichen ,jahrhundert als den weisesten unter den ,bumen1 der sich erst hervorwage1 wenn kein ,frhlingsfrost mehr zu frchten sei4 ,die ssuerlichen1 dunkelroten ,beeren munden erst1 wenn sie vllig reif sind1 und mssen dann rasch verzehrt werden1 da ihr ,saft leicht in saure ,grung bergeht4 ,man pflckt sie daher im ,sden frhmorgens und geniet oder verkauft sie1 ehe die ,hitze des ,tages sie verdorben hat1 heute noch wie in alter ,zeit1 da der rmische ,dichter ,horaz im augusteischen ,zeitalter solches in einem ,gedichte aussprach4 ,mit ihrem roten ,safte bemalten sich ppige ,weiber und lose ,mnner beim ,mummenschanz die ,wangen und frbten vielfach auch ihren ,wein dunkelrot4 ,der als ,zeitgenosse des ,horaz um die ,wende der christlichen ,zeitrechnung lebende1 im ,jahre #ag n4 ,chr4 in der ,verbannung in der ,stadt ,tomi in der heutigen ,dobrudscha am ,westrande des ,schwarzen ,meeres verstorbene rmische ,dichter ,ovid erzhlt uns im vierten ,buche seiner ,metamorphosen1 woher die rote ,farbe der ,maulbeeren stamme1 nmlich vom ,blute des ,pyramus1 als dieser sich wegen seiner von einem ,lwen gettet geglaubten ,geliebten ,thisbe unter dem ,maulbeerbaume den ,tod gab4 ,es ist dies eine durchaus kleinasiatische1 auch bei anderen ,pflanzen mit rotsaftigen ,frchten wiederkehrende ,sage1 die diesmal in ,babylonien vor sich gegangen sein soll1 wohl als ,erinnerung an die ,herkunft des ,baumes aus dem fernen ,osten4 ,plinius sagt vom ,maulbeerbaum3 ,die ,grtnerkunst hat an diesem ,baum nicht viel ausgerichtet1 auch durch ,veredeln nicht2 doch zeigen sich die ,frchte an ,gre verschieden48 ,nach ,athenaios um #bjj n4 ,chr4 labten sich an letzteren besonders die ,kinder4 ,in der ,geoponika1 einer wahrscheinlich ums ,jahr #iab n4 ,chr4 veranstalteten ,sammlung von ,auszgen aus alten griechischen ,schriften ber ,land- und ,gartenwirtschaft1 wird gesagt1 da man die ,maulbeere auf ,kastanie1 ,speiseeiche1 ,apfel- und wilden ,birnbaum1 auf ,terpentin-,pistazie1 ,ulme und ,silberpappel pfropfe2 in letzterem ,falle wrden die ,maulbeerfrchte wei4 ,der weie ,maulbeerbaum 7,morus alba7 war dem ,altertum und dem ,mittelalter vollkommen fremd2 denn erst im #ae4 ,jahrhundert gelangte dieser im zentralen und stlichen ,asien heimische ,baum von kleinerem ,wuchse1 glatteren und zarteren ,blttern als sein ,schwesterbaum1 die schwarze ,maulbeere1 und sen1 etwas faden1 weien ,frchten mit der ,einfhrung der ostasiatischen ,seidenraupenkultur aus ,china nach ,sdeuropa4 ,diesem ,insekte behagen die viel rauheren und grberen ,bltter des schwarzen ,maulbeerbaumes nicht1 und so fhrte man mit seiner ,zucht auch den ostasiatischen weien ,maulbeerbaum bei uns ein4 berall in ,norditalien und ,sdfrankreich1 wo die ,seidenraupenzucht in groem ,mastabe betrieben wird1 treffen wir diesen ,baum in langen ,reihen angepflanzt an1 um ihn seiner ,bltter zu berauben1 die jenem ,tiere verfttert werden1 damit es daraus gro werden und schlielich seine ,seidenhlle bei der ,verpuppung spinnen knne4 ,in ,deutschland bemhte sich besonders ,friedrich der ,groe um die gewinnbringende ,zucht desselben und damit um die ,anpflanzung des weien ,maulbeerbaums1 dessen ,laub das einzige ,futter ist1 das den ,seidenraupen gereicht werden kann4 ,doch hatte er dabei nur geringen ,erfolg1 da das ,klima zu rauh fr das ,gedeihen jener ,tiere ist4 ,illustration3 ,tafel #ai4 ,reihe von weien ,maulbeerbumen1 deren ,bltter den ,seidenraupen als ,futter dienen1 im ,kanton ,tessin4 ,uralter ,feigenbaum in ,roscoff 7,finisterre74 ,der ,baum bedeckt eine ,flche von #fjj qm4 ,illustration3 ,tafel #bj4 ,ein ,hain alter lbume bei ,arco in ,sdtirol4 ,nahe verwandt mit dem ,maulbeerbaum ist1 wie wir brigens schon aus der hnlichkeit der ,maulbeeren und ,maulbeerfeigen schlieen knnen1 der ,feigenbaum 7,ficus carica71 der sehr gern wild in ,felsspalten wchst und von ,nordwestindien bis in die ,mittelmeerlnder vorkommt4 ,verwildert begegnet man ihm hier berall sehr hufig1 aber wahrhaft wildwachsend fand ihn ,th4 ,kotschy an den ,ufern des nrdlichen ,euphrat4 ,der ,stamm ist strauch- bis baumartig1 kann bei einem ,durchmesser von #dj-ej cm bis #aj m hoch werden4 ,das ,holz ist leicht und pors und hat ein schwammiges ,mark wie dasjenige des ,holunders4 ,der ,bast1 die ,bltter und ,frchte sind mit ,milchgefen versehen4 ,die ,frucht ist eine ,scheinfrucht von grnlicher1 purpurroter1 brauner oder fast schwarzer ,farbe1 innen fleischig1 gelb bis rot und besteht aus dem fleischig gewordenen1 urnenartig vertieften ,fruchtboden1 auf welchem -- von auen unsichtbar -- die winzigen ,blten und spter die sehr kleinen ,samen sitzen4 ,in ,sdeuropa gibt ein vllig ausgewachsener ,feigenbaum jhrlich etwa #ajj kg frische ,feigen1 die im getrockneten ,zustande etwa #cj kg schwer sind4 ,diese bilden in den sdlichen ,lndern ein ,hauptnahrungsmittel fr ,menschen und ,tiere und werden frisch und gedrrt als gesundes ,obst gegessen4 ,infolge der mehrtausendjhrigen ,kultur gibt es eine groe ,menge von ,varietten4 ,alle werden am besten durch ,stecklinge fortgepflanzt1 durch ,samen nur dann1 wenn neue ,spielarten gewonnen werden sollen4 ,der ,feigenbaum verlangt nasse ,winter mit nur #b ,c4 ,klte und trockene ,sommer mit bis zu #ee ,c4 in der ,sonne1 eine gegen ,nord- und ,ostwinde geschtzte ,lage und sandigen ,humusboden mit kalkigem ,untergrund4 ,da nur die jungen ,zweige ,frchte hervorbringen1 werden die ,spitzen der jungen ,triebe abgekneift1 wenn sie etwa #ab cm lang sind1 damit sie im nchsten ,jahre reichlich tragen4 ,ist die junge ,pflanze #c m hoch geworden1 so spitzt man sie ein1 um ihr ,wachstum in die ,breite zu veranlassen4 ,wchst ein ,zweig zu ppig ins ,holz1 so drckt man seine ,spitze gegen das ,ende hin mit dem ,finger so zusammen1 da die weiche1 saftige ,substanz dem ,drucke nachgibt1 wodurch das ,lngenwachstum aufhrt und der ,saft in die ,teile zurckgeht1 in denen er notwendig ist4 ,dadurch und durch das ,biegen der ,zweige in ,bogen1 die ,spitze nach abwrts1 werden diese ,teile sehr fruchtbar4 ,im ,frhjahr mssen die ,bume gedngt werden2 dabei werden sie bis ber #ajj ,jahre alt4 ,irgendwo im semitischen ,westasien ist der ,feigenbaum in grauer ,vorzeit in ,kulturpflege genommen worden1 und zwar soll nach der ,lautgestalt der semitischen ,bezeichnungen tinu fr ,feigenbaum und balasu fr ,feige nach ,lagarde im ,wohngebiet des ,bachrstammes im sdstlichen ,arabien die engere ,heimat der ,kulturfeige sein1 eine ,annahme1 die der ,straburger ,botaniker ,graf ,h4 von ,solms-,laubach auch aus naturgeschichtlichen ,grnden fr glaubhaft hlt4 ,schon sehr frh wurde der ,feigenbaum in ,syrien und ,palstina heimisch und lie hier eine ,flle ser ,frchte reifen1 die den ,bewohnern eine wichtige ,nahrung lieferten4 ,das ,alte ,testament erwhnt ihn oft1 namentlich in ,verbindung mit dem ,weinstock4 ,so bedeutete bei den ,juden ,palstinas die ,redensart3 unter seinem ,weinstock und ,feigenbaum wohnen1 so viel als ein ruhiges1 friedliches ,dasein genieen4 ,als die ,herrscher gyptens im mittleren ,reich zu ,beginn der #ab4 ,dynastie 7#bjjj-aghh v4 ,chr47 in regere ,verbindung mit ,syrien traten1 gelangte der ,feigenbaum von dort nach dem ,niltal1 wo wir seine ,darstellung in einem ,grabe eben jener #ab4 ,dynastie in ,beni ,hassan antreffen4 ,dort ist unter anderem eine ,feigenernte dargestellt4 ,auf einem niederen1 seine ,zweige weit ausstreckenden ,feigenbaum1 dessen gelappte1 blaugrne ,bltter sehr deutlich erkennbar wieder gegeben sind1 sehen wir drei durch ihre ,krperfarbe als ,hundsaffen 7,cynocephalus ursinus71 die im uralten gypten besondere ,verehrung genossen1 charakterisierte ,affen1 die sich die ,feigen schmecken lassen1 whrend unter dem ,baume ein ,mann damit beschftigt ist1 die braungelben ,feigen von den ,zweigen zu pflcken und sie in einen aus ,papyrus geflochtenen viereckigen ,korb zu legen4 ,ein anderer ist eben im ,begriff seinen mit ,tragriemen versehenen1 ganz mit ,feigen gefllten ,korb vom ,boden aufzuheben1 um ihn von dannen zu tragen4 ,unter den ,opferspenden und als ,grabbeigabe werden die ,feigen nur selten angetroffen1 doch waren sie im ,niltal eine wichtige ,medizin und wurde aus ihnen eine ,art ,wein hergestellt4 ,sie hieen im gyptischen dab und der sie liefernde ,feigenbaum nuhi net dab1 d4 h4 ,feigensykomore4 ,auch bei den ,juden wurden brigens die ,feigen1 die eine wichtige ,volksnahrung bildeten1 medizinisch verwendet4 ,so wird uns berichtet1 da ,hiskias1 der ,knig von ,juda1 der von #gbh-fig regierte und den ,jahvekult wiederherstellte1 #gja von den ,assyrern unter ,sanherib hart bedrngt1 einen lebensgefhrlichen ,karbunkel bekam und von diesem durch den ,propheten ,jesaias geheilt wurde1 indem er durch ein ,feigenpflaster die ,geschwulst zum ,aufbrechen brachte4 ,noch ,plinius berichtet1 da in ,wein gesottene ,feigen das beste ,mittel zum ,reifwerdenlassen von ,karbunkeln und ,furunkeln seien4 ,illustration3 ,bild #ac4 ,feigenernte im alten gypten4 ,grabgemlde in ,beni ,hassan4 7,nach ,woenig47 ,von ,syrien verbreitete sich die ,feigenkultur frh nach ,kleinasien1 wo spter besonders in ,karien eine so gute ,sorte gezogen wurde1 da diese in ,menge exportiert wurde4 ,auch in ,lydien galten die ,feigen neben dem ,wein so sehr als die ersten ,gter des ,lebens1 da nach ,herodot diejenigen1 die dem ,knige ,kroisos 7,crsus7 den ,zug gegen den ,perser ,kyros abrieten1 sich darauf beriefen1 jene ,menschen trnken nicht einmal ,wein1 sondern ,wasser1 und htten auch keine ,feigen zur ,nahrung4 ,das homerische ,zeitalter ,griechenlands zu ,ende des #b4 vorchristlichen ,jahrtausends kannte die westasiatische ,feige noch nicht4 ,an den wenigen ,stellen1 an denen vom ,feigenbaum die ,rede ist1 handelt es sich unverkennbar um den als erines bezeichneten wilden ,feigenbaum1 der schon in vorhistorischer ,zeit ber das ganze ,mittelmeergebiet verbreitet war4 ,so berichtet die ,ilias von einem groen wilden ,feigenbaum1 der vor ,troja stand1 und die ,odyssee von einem solchen1 der ber dem ,strudel der ,charybdis 7bei ,messina7 sich erhob4 ,noch in augusteischer ,zeit berichtet der um #be n4 ,chr4 verstorbene1 aus ,amasia in ,pontos gebrtige griechische ,geograph ,strabon1 da zu seiner ,zeit bei ,troja1 wo der ,simos und ,skamander zusammenflieen1 eine rauhe1 mit wilden ,feigenbumen besetzte ,stelle sei1 und damals noch der vom ,dichter ,homeros erwhnte wilde ,feigenbaum 7erines7 gezeigt werde4 ,nur in einer offenkundig ganz spten ,stelle der an sich gegenber der ,ilias ziemlich jngeren ,odyssee wird der se ,feigenbaum 7syk glyker7 als neben anderen ,fruchtbumen im ,garten des ,phakenknigs ,alkinoos stehend erwhnt4 ,diese ,stelle wird allgemein als ein ,einschiebsel aus spterer ,zeit aufgefat4 ,die ,forschung hat sicher festgestellt1 da die ,griechen an der kleinasiatischen ,kste erst im #i4 ,jahrhundert v4 ,chr4 mit dem von ihnen als syk bezeichneten ,feigenbaume mit ebaren ,feigen1 skoi genannt1 von ,osten her bekannt wurden4 ,der im #h4 ,jahrhundert in ,botien lebende ,dichter ,hesiod kennt diesen edlen ,feigenbaum noch nicht2 erst ,archilochos ums ,jahr #gjj v4 ,chr4 erwhnt ,feigen als ,erzeugnis seiner ,heimatinsel ,paros4 ,in ,attika soll die ,personifikation der ,frucht hervorbringenden mtterlichen ,erde1 ,demeter 7eigentlich ,g mtr7 den ,feigenbaum als ,geschenk dem ,phytalos1 der sie gastlich aufnahm1 aus der ,erde haben hervorsprieen lassen1 wie bei anderer ,gelegenheit ,athene den lbaum4 ,der griechische ,geschichtschreiber ,pausanias berichtet in seiner zwischen #afj und #ahj n4 ,chr4 verfaten ,reisebeschreibung durch ,griechenland1 er habe noch die ,inschrift auf dem ,grabe des ,heroen gelesen1 die folgendermaen lautete3 ,hier hat ,phytalos einst1 der ,held1 die hehre ,demeter ,gastlich empfangen1 und hier zuerst erschuf sie die ,frucht ihm1 ,die von dem ,menschengeschlecht die heilige ,feige genannt wird2 ,seitdem schmckt des ,phytalos ,stamm nie alternde ,ehre4 ,wein und ,feigen wurden in ,griechenland bald allgemeines ,lebensbedrfnis1 das arm und reich gleichermaen zum tglichen ,mahle verlangte4 ,wohl jeder ,athener war1 wie es ,plato von sich aussagt1 philsykos1 d4 h4 ein ,feigenfreund4 ,neben ,sikyon1 der ,gurkenstadt im ,peloponnes1 nahe der ,meerenge von ,korinth1 rhmte sich die ,landschaft ,attika der besten ,feigen2 und wie stolz gerade die ,athener auf dieses ,produkt ihrer ,kulturen waren1 lehrt die von einem aus ihrem ,kreise erfundene ,sage1 der mchtige ,perserknig ,xerxes habe sich nach seiner ,niederlage gegen die griechische ,flotte bei ,salamis im ,jahre #dhj v4 ,chr4 bei jeder ,mittagstafel durch ihm vorgesetzte attische ,feigen daran erinnern lassen1 da er das ,land1 in welchem sie wchsen1 noch nicht sein nenne und jene ,frchte1 statt sie sich von den ,einwohnern als seinen ,untertanen steuern zu lassen1 als auslndische ,ware kaufen msse4 ,mit der griechischen ,kolonisation gelangte der ,feigenbaum schon frh auch nach ,sizilien und ,unteritalien4 ,von hier aus wurden dann die ,bewohner ,mittelitaliens mit ihm bekannt und aus dem griechischen skos wurde das lateinische ficus4 ,ja1 er findet sich sogar in die ,sage von der ,grndung ,roms verflochten1 indem die ausgesetzten ,zwillinge1 ,romulus und ,remus1 von der ,wlfin unter dem ruminalischen 7von rumen1 ,zitze7 ,feigenbaum sollen gesugt worden sein4 ,es ist ganz derselbe ,zug der ,sage1 der den den ,juden der spteren ,zeit ganz unentbehrlichen ,feigenbaum in den ,garten ,eden1 das ,paradies1 versetzen lie4 ,noch zur ,zeit des ,kaisers ,tiberius wurden nach ,plinius wie heute edle ,feigenarten direkt von ,syrien nach ,italien verpflanzt4 ,besonders beliebt in ,rom waren nach ihm die kaunischen1 die berall auf den ,straen der ,weltstadt von fahrenden ,obsthndlern ausgerufen wurden4 ,diese kaunischen ,feigen haben einmal dem ,marcus ,crassus1 als er gegen die ,parther zu ,felde ziehen und an ,bord des ,schiffes gehen wollte1 ,verderben prophezeit1 indem ein ,feigenverkufer kaunische ,feigen mit dem ,geschrei3 cavneas ausbot1 worin die ,worte cave ne eas hte dich zu gehen68 lagen4 ,es war dies im ,jahre #ec v4 ,chr41 als der wegen seines ungeheuren ,reichtums von #cj ,millionen ,mark mit dem ,beinamen dives1 d4 h4 der ,reiche belegte ,triumvir 7neben ,csar und ,pompejus7 sich als ,prokonsul nach ,syrien begab1 um die ,parther zu bekriegen1 wobei er bei ,carrhae besiegt und dann hinterlistig gettet wurde4 ,derselbe ,plinius berichtet1 da die ,feigen so gro wie ,birnen werden1 und da man zu seiner ,zeit nicht weniger als #bi verschiedene ,sorten derselben unterschieden habe1 die in ,italien angepflanzt wurden2 doch seien die besten ,efeigen von den ,rmern aus ,kleinasien und ,nordafrika bezogen worden4 ,wo es ,feigen von vorzglicher ,gte gibt18 sagt er1 da trocknet man sie an der ,sonne und bewahrt sie in ,kstchen auf4 ,die ,insel ,ebusus 7jetzt ,iviza1 die grte der ,pityusen- oder ,fichteninseln bei den spanischen ,balearen7 liefert ausgezeichnete ,ware1 auch das ,land der ,marruciner 7in ,latium74 ,wo sie in grerer ,menge vorhanden sind1 fllt man groe ,fsser damit1 wie in ,asien2 in der afrikanischen ,stadt ,ruspina fllt man sie in kleinere4 ,getrocknete ,feigen werden statt ,brot gegessen4 ,der ,genu frischer ,feigen dagegen ist der ,gesundheit nicht zutrglich48 ,auer als beliebte ,volksnahrung1 die sie berall im ,sden bis auf den heutigen ,tag geblieben sind1 verwandte man sie auch zur ,essigbereitung4 ,der aus ,gades 7dem heutigen ,cadix7 in ,spanien gebrtige rmische ,ackerbauschriftsteller ,columella im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 rhmt solchen besonders4 ,er schreibt3 ,es gibt ,gegenden1 die ,mangel an ,wein und also auch an ,essig haben4 ,in solchen mu man die ,feigen so reif als mglich sammeln1 namentlich1 wenn schon ,regen eingetreten ist und sie von selbst vom ,baume fallen4 ,man tut sie in groe ,tpfe und lt sie da gren4 ,ist die ,grung so weit vorgeschritten1 da die ,feigen sauer geworden sind1 wird alle ,flssigkeit1 die nun aus ,essig besteht1 sorgsam geseiht und in ausgepichte1 wohlriechende ,gefe gegossen4 ,solcher ,essig ist ausgezeichnet gut und scharf1 und wird nie trbe und schimmelig1 wenn er nicht an einem feuchten ,orte steht48 ,wie ,plinius1 meint auch sein ,zeitgenosse1 der aus ,kilikien gebrtige griechische ,arzt ,dioskurides3 ,frische ,feigen sind1 wenn auch reif1 dem ,magen schdlich1 erregen ,ausschlag und ,schwei1 beschwichtigen ,durst und ,hitze4 ,trocken sind sie nahrhaft1 erwrmen auch1 erregen ,durst1 bekommen dem ,magen gut48 ,die reifen ,frchte mssen gleich nach dem ,abpflcken gegessen werden und drfen nicht viel mit den ,fingern gedrckt werden2 daher soll nach ,plinius der ltere ,cato1 der im ,jahre #adi v4 ,chr4 verstorbene unvershnliche ,gegner des wieder aufblhenden ,karthago1 im rmischen ,senat eine frhreife 7praecox7 ,feige aus ,karthago vorgewiesen und gesagt haben3 ,ich frage euch1 wann glaubt ihr1 da diese ,frucht vom ,baume gebrochen wurde88 ,wie nun alle sie als frisch anerkannten1 fuhr er fort3 ,so wisset denn1 da sie vorgestern in ,karthago gepflckt wurde2 so nahe an unseren ,mauern haben wir den ,feind1 daher stimme ich fr die ,vernichtung desselben48 ,als er diese ,worte gesprochen -- fhrt ,plinius fort -- ward der ,krieg gegen ,karthago beschlossen1 welcher mit der ,zerstrung jener ,stadt endete4 ,jedenfalls wird jenes fanatisch die gefrchtete ,rivalin ,roms hassende ,original1 das als ,zensor die altrmische ,sittenstrenge und ,einfachheit der ,lebensweise aufrecht zu erhalten bestrebt war1 eine unreif in ,karthago gepflckte und erst unterwegs durch ,liegen zum ,reifen gebrachte ,frucht in der ,kurie vorgezeigt haben1 um die ,kriegserklrung durchzudrcken4 ,gem der volkstmlichen ,ansicht1 die ,dioskurides und ,plinius vertreten1 da nmlich frische ,feigen der ,gesundheit nicht zutrglich seien1 wohl aber getrocknete1 wurden tatschlich auch vorzugsweise getrocknete ,feigen gegessen4 ,nach ,columella wurden sie in der ,sonne gedrrt und1 in gut gepichte1 weite ,tonkrge festgetreten und unten und oben mit ,fenchel bestreut1 gut verschlossen an einem trockenen ,orte aufbewahrt4 ,so erhielten sie sich sehr lange gut4 ,andere suchen die saftigsten frischen ,feigen aus1 teilen sie mit einem aus ,rohr verfertigten ,messer oder mit den ,fingern1 lassen sie an der ,sonne einschrumpfen und kneten sie dann zur ,mittagszeit1 wenn sie von der ,sonne durchwrmt sind1 nach ,sitte der ,afrikaner und ,spanier zu ,kuchen zusammen1 die ,sterne1 ,blumen oder ,brote darstellen1 trocknen sie dann vollends in der ,sonne und legen sie endlich in ,gefe48 ,welche ,mengen dieser getrockneten ,feigen gelegentlich von einzelnen verzehrt wurden1 lt uns der ,geschichtschreiber ,julius ,capitolinus ahnen1 wenn er schreibt3 ,clodius ,albinus1 welcher von dem in ,gallien stehenden rmischen ,heere zum ,kaiser ausgerufen wurde 7als ,gegenkaiser des ,septimius ,severus1 von dem er alsbald #aif n4 ,chr4 bei ,lyon geschlagen wurde1 wobei er umkam71 war1 wie ,cordus in seinem ,werke erzhlt1 so gefrig1 da man es kaum fr mglich halten sollte4 ,so z4 ,b4 verzehrte er nchtern #ejj getrocknete ,feigen von der ,sorte1 welche die ,griechen kallistruthia nennen1 oder #ajj kampanische ,pfirsiche oder #aj hostiensische ,melonen oder #bj ,pfund lavikanische ,trauben oder #ajj ,feigendrosseln oder #djj ,austern48 ,der gelehrte ,varro 7#aaf-bg v4 ,chr47 schreibt3 ,die ,samen der ,feigen sind so klein1 da kaum ,pflnzchen aus ihnen entstehen knnen4 ,man pflanzt daher in der ,baumschule 7seminarium7 lieber junge ,reiser von ,feigenbumen1 als da man ,samen st4 ,letzteren wendet man nur an1 wenn man keine frischen ,reiser haben kann1 wie z4 ,b4 dann1 wenn man sich auslndische ,feigensorten will ber das ,meer kommen lassen4 ,in diesem ,falle werden reife ,feigen an ,bindfden gebunden1 getrocknet1 verschickt und so in die ,erde gelegt4 ,auf diese ,weise sind die ,feigensorten1 welche jenseits des ,meeres heimisch sind1 nach ,italien gekommen48 ,nach einem griechischen ,schriftsteller der ,geoponika wurde die ,feige auch auf ,maulbeerbume und ,platanen gepfropft1 und zwar nicht blo wie andere ,bume im ,frhjahr1 sondern auch im ,sommer bis zur ,wintersonnenwende4 ,columella schreibt3 ,den ,feigenbaum darf man bei ,klte nicht pflanzen4 ,er liebt sonnige1 steinige und felsige ,stellen4 ,er gedeiht schnell1 wenn man ihn in eine weite ,grube setzt4 ,alle ,feigensorten werden1 obgleich sie sich durch ,geschmack und ,ansehn unterscheiden1 auf einerlei ,weise gepflanzt4 ,an kalte ,standorte1 die im ,herbste wasserreich sind1 bringt man ,frhsorten1 damit die ,ernte vor eintretendem ,regen eingebracht werden kann4 ,an warme ,stellen pflanzt man ,sptsorten4 ,will man eine ,frhsorte knstlich in eine ,sptsorte verwandeln1 so bricht man die ersten ,frchte1 wenn sie noch klein sind1 ab1 worauf der ,baum andere treibt1 welche dann erst im ,winter reifen4 ,zuweilen ist es ntzlich1 den ,feigenbumen1 wenn das ,laub bei ihnen hervorbricht1 die ,spitzen abzuschneiden und hierdurch die ,fruchtbarkeit zu steigern4 ,jedenfalls bekommt es dem ,baume sehr gut1 wenn man ihm zur ,zeit1 da die ,bltter treiben1 mit rotem ,ton nebst dem ,prerckstand von ,oliven und ,menschenkot1 so weit seine ,wurzeln reichen1 begiet4 ,dadurch werden die ,feigen grer1 fleischiger1 besser48 ,schon in der rmischen ,kaiserzeit kamen die ,feigen von der karischen ,kste ,kleinasiens als eine besonders vorzgliche ,sorte unter dem ,namen caricae nach ,rom1 obschon auch in ,italien ganz gute ,sorten wuchsen4 ,feigen nebst ,datteln und ,honig bot man am ,neujahrstage den ,gttern als ,opfer und den ,freunden als ,geschenk dar4 ,schon im ,altertum wurde der ,feigenbaum in ,spanien und ,nordafrika1 wie auch im sdlichen ,frankreich angepflanzt4 ,heute reicht sein ,kulturgebiet von der ,bretagne bis zum ,kap der guten ,hoffnung4 ,nach ,china gelangte er erst nach dem #h4 ,jahrhundert1 in der ,neuzeit nach ,australien und bald nach der ,entdeckung des neuen ,weltteils auch nach ,amerika1 wo er heute besonders in ,kalifornien im groen gezogen wird4 ,in den eigentlichen ,tropen wchst der ,feigenbaum zwar ganz gut1 wenigstens da1 wo das ,klima nicht zu feucht ist1 jedoch erreichen seine ,frchte daselbst nirgends dieselbe ,vollkommenheit wie in den ,subtropen4 ,der ,feigenbaum wird selten hher als #f m4 berall im ,orient wird er meist in ,grten gezogen1 die hchstens einigemal gehackt oder umgepflgt werden4 ,man vermehrt ihn dort durch ,ableger4 ,will man von einem ,baum eine andere ,sorte ,feigen erzielen1 so schneidet man den ,stamm unmittelbar am ,boden ab und vollzieht die ,veredelung durch ,einsenken von ,pfropfreisern in je einen ,spalt4 ,die ,edeltriebe knnen schon im ersten ,jahre ber mannshoch werden und sogar einige ,frchte tragen4 ,zuerst kommen die ,frhfeigen1 die im ,april noch unreif mit ,salz als ,delikatesse verspeist werden4 ,im ,mai treiben die ,sommerfeigen1 die ,anfang ,juni reifen und als schne1 groe1 grnhutige1 sehr saftige ,erstlinge auf den ,markt kommen4 ,von ,ende ,juli bis ,november reifen die verschiedenen anderen ,sorten in ununterbrochener ,reihenfolge1 bis im ,dezember1 wenn schon alle ,bltter durch die ,winterstrme weggefegt sind1 die letzten ,sptfeigen gepflckt werden4 ,ein guter ,teil der ,feigen wird in ,palstina frisch verzehrt1 ein bedeutend grerer aber an der ,sonne getrocknet4 ,wenn die ,feigen eines ,baumes infolge des welk gewordenen ,stieles schlaff herabhngen1 so schttelt man den ,baum1 liest die abgefallenen ,frchte zusammen und breitet sie auf der ,erde aus1 um sie etliche ,tage an der ,sonne trocknen zu lassen4 ,zur ,aufbewahrung fr den ,winter werden sie in weithalsige ,tonkrge fest zusammengepret1 damit die ,luft keinen ,zutritt habe und sie sich weich und gut erhalten4 ,getrocknete ,feigen werden auch vermge ihres reichen ,zuckergehaltes zur ,schnapsfabrikation verwendet4 ,in ,gegenden1 in denen die ,sonnenwrme nicht zum ,drren der ,feigen gengt1 werden sie in besonderen fen getrocknet und gelangen dann in ,kisten verpackt zum ,versand4 ,die sehr groe1 weilichgelbe ,smyrnafeige lt sich sehr gut drren und gibt im ,jahre zwei ,ernten4 ,von ihr werden jhrlich #ce ,millionen kg im ,werte von #f1e ,millionen ,mark ausgefhrt4 ,viele ,sorten eignen sich jedoch nicht zum ,trocknen und mssen roh verzehrt werden4 ,besonders im ,sommer halten sie sich nicht lange1 sondern gehen bald in ,grung ber und sind dann an ihrem suerlichen ,geschmack erkenntlich4 ,man bewahre sie deshalb auch getrocknet an einem mglichst khlen ,ort auf1 lasse sie in fester ,verpackung und schtze sie vor dem ,zutritt der ,luft4 ,der weie ,staub1 der an der ,oberflche getrockneter ,feigen zu bemerken ist1 rhrt von ausgetretenem ,traubenzucker her4 ,in manchen ,gegenden ,italiens berstreut man die ,feigen mit ,kastanienmehl1 wodurch ihnen ,feuchtigkeit1 aber auch ,zucker entzogen wird4 ,vielfach wird auch ,mus aus den ,feigen gemacht4 ,in ,spanien macht man daraus einen ,kse1 dem man geschlte ,mandeln1 ,haselnsse1 ,pinien- und ,pistaziennsse1 feine ,kruter und ,gewrze zusetzt4 ,getrocknet und braun gerstet liefern sie den ,feigenkaffee4 ,die ,efeigenbume sind die nur ,fruchtblten enthaltenden weiblichen ,feigenstcke1 whrend die nichtkultivierten mnnlichen ,stcke die nichtebaren ,bocksfeigen liefern4 ,letztere hieen im ,altertum bei den ,griechen erinn1 bei den ,rmern caprificus und dienten damals schon zur ,befruchtung der in der ,kultur zu ebaren ,frchten ausgebildeten ,frchte der weiblichen ,pflanze4 ,diesen ,vorgang nennt man ,kaprifikation4 ,damit hat es folgende ,bewandtnis3 ,die als ,bocksfeigen bezeichneten ,frchte der nicht durch ,kultur veredelten mnnlichen ,feigenbume stellen ,urnen dar1 die blo an der ,mndung mnnliche ,pollenblten1 sonst aber ausschlielich sogenannte ,gallenblten tragen4 ,letztere sind von einer winzigen ,inquiline oder ,gallwespe1 der ,feigenwespe 7,blastophaga grossorum7 mit dem ,legestachel angebohrte und mit je einem ,ei belegte ,fruchtblten1 deren ,fruchtknoten zur ,galle wird1 indem die weie1 fulose ,larve des ,insekts die ganze ,samenanlage zu ihrem ,wachstume verbraucht4 ,wenn die kleinen ,wespen herangewachsen sind1 verlassen sie die ,gallen4 ,und zwar schlpfen die flgellosen ,mnnchen zuerst aus1 indem sie durch ,zerbeien der sie beherbergenden ,galle ein ,loch in ihrer ,kinderwiege zum ,ausschlpfen herstellen4 ,spter tun dies auch die beflgelten ,weibchen1 die alsbald von den ,mnnchen noch in der ,urne der ,bocksfeige befruchtet werden4 ,nun streben sie in die ,weite4 ,indem sie zu diesem ,zwecke zur ,urnenmndung emporklettern1 beladen sie sich am ganzen ,krper mit dem ,bltenstaub der dort gelegenen ,pollenblten1 den sie beim ,aufsuchen neuer ,urnen an die ,narben der der ,befruchtung harrenden ,fruchtblten abstreifen4 ,sie suchen nmlich ausschlielich diejenigen ,urnen auf1 die sich in einem jngeren ,entwicklungsstadium befinden1 um dort ihre ,eier in die ,fruchtknoten zu legen4 ,in die normalen ,fruchtblten der gewhnlichen ,feige knnen diese ,wespen keine ,eier legen1 da ihr ,legestachel zu kurz ist1 um bis an die ,fruchtknotenhhle hinabgestoen zu werden4 ,die dort hineingesenkten ,eier bleiben in einer fr ihre ,weiterentwicklung ungnstigen ,stelle des ,griffels liegen und gehen zugrunde4 ,der dabei auf die ,narben gebrachte ,pollen aber befruchtet diese ,blten1 whrend der auf die ,gallenblten gelangte wirkungslos bleibt1 da deren ,narben mehr oder weniger verkmmert sind4 ,diese letzteren dagegen besitzen einen kurzen ,griffel und sind zur ,aufnahme des ,insekteneies vorzglich geeignet4 ,sie bringen nun auch die jungen ,wespen hervor1 welche jeweilen die ,befruchtung der ,feigen zu bernehmen haben4 ,illustration3 ,bild #ad4 #a urnenfrmiger ,bltenstand der ,efeige von aus ,gallen der nicht ebaren ,bocksfeige ausgeschlpften winzigen ,feigenwespen besucht1 #b langgriffelige ,fruchtblte der ,efeige1 #c die aus einer kurzgriffeligen ,fruchtblte der ,bocksfeige hervorgegangene ,galle1 #d aus einer solchen ausschlpfende ,feigenwespe1 in #e das ,tier ganz dargestellt4 ,die ,kaprifikation der ,feige wird in der ,weise vorgenommen1 da man vom mnnlichen wilden ,feigenbaume ,zweige mit ,feigen oder einzelne ,feigen abschneidet und sie oben in kultivierte weibliche ,feigenbume hineinhngt4 ,aus den bald verwelkenden wilden ,feigen sind dann die ,gallwespen gezwungen1 auszukriechen und die zahmen ,feigen aufzusuchen und zu befruchten4 ,diese ,kaprifikation ist eine ,erfindung der ,semiten ,arabiens und ,syriens1 die diese ,methode mit der ,feigenkultur weiter verbreiteten1 um dem ,abfallen der weiblichen ,efeigen infolge ,nichtbefruchtung zu wehren4 ,so wurde sie auch von den alten ,griechen gebt4 ,schon der ,vater der griechischen ,geschichtschreibung ,herodot erwhnt sie im #e4 vorchristlichen ,jahrhundert4 ,drei ,generationen spter schreibt der treffliche ,pflanzenkenner ,theophrastos in seiner ,pflanzenkunde darber3 ,dem ,abfallen der ,frchte des ,feigenbaumes 7syk7 beugt man durch die ,kaprifikation 7erinasms7 vor4 ,man hngt nmlich1 wenn es geregnet hat1 an den zahmen ,baum wilde ,feigen1 ,bocksfeigen 7erines71 aus denen ,gallwespen 7psn7 hervorkommen1 welche in die zahmen ,feigen von deren ,auenende aus hineinkriechen4 ,da eine ,frucht kaprifiziert ist1 erkennt man daran1 da sie rot1 bunt und derb wird1 whrend die nichtkaprifizierte wei und kraftlos ist4 brigens fallen die ,feigen ohne ,kaprifikation nicht berall ab2 in ,italien z4 ,b4 sollen sie hngen bleiben und deshalb wird dort jenes knstliche ,mittel nicht angewendet4 ,auch in den nrdlichen ,gegenden und auf magerem ,boden ,griechenlands soll die ,kaprifikation nicht ntig sein1 wie bei ,phylakos im ,gebiet von ,megara und in manchen ,gegenden bei ,korinth4 ,auch bei ,wind1 namentlich bei ,nordwind1 fallen die ,feigen leichter ab1 besonders wenn sie in groer ,menge vorhanden sind1 desgleichen werfen ,frhsorten leichter ab als spte1 weshalb man letztere nicht kaprifiziert48 ,einen ,sinn hat die ,kaprifikation in der ,gegenwart nur dann1 wenn man keimfhige ,samen zur ,vermehrung der ,feigenbume zu erhalten begehrt4 ,da aber die ,feigenbume heute nicht mehr aus ,samen1 sondern aus ,stecklingen gezogen werden1 ist die ,kaprifikation eigentlich berflssig2 denn im ,laufe der ,zeit und durch die ,kultur begnstigt1 hat die ,feige die ,eigenschaft erworben1 auch ohne ,bestubung durch die ,wespen saftig und s zu werden4 ,doch wird sie gleichwohl an den meisten ,orten1 namentlich in ,unteritalien1 ,sizilien1 ,griechenland und den griechischen ,inseln1 ,kleinasien1 ,syrien1 ,tripolis1 ,algier1 ,sdspanien und ,portugal noch immer ausgefhrt1 indem man glaubt1 da sie das ,abfallen der unreifen ,feigen verhindere und eine frhere ,reife herbeifhre1 sowie da ein kaprifizierter ,baum sehr viel mehr ,feigen trage1 als ein nichtkaprifizierter4 ,die ,kaprifikation unterbleibt dagegen in ,nord- und ,mittelitalien1 ,tirol1 ,sardinien1 ,sdfrankreich1 ,nordspanien1 ,portugal1 gypten1 auf den ,kanaren und den ,azoren4 ,diese eigentmliche ,befruchtungsart durch speziell angepate kleine ,wespen finden wir brigens bei allen ,ficusarten1 deren die ,tropen eine ,flle oft sehr groer1 baumartiger ,formen beherbergen4 ,aber nur noch die ,sykomore -- von den alten ,griechen so1 d4 h4 ,feigenmaulbeerbaum genannt -- wird in gypten1 wo ihre ,frchte seit uralter ,zeit ein beliebtes ,volksnahrungsmittel sind1 kaprifiziert4 ,die ,sykomore 7,ficus sycomorus71 der ,maulbeerfeigenbaum1 ist ein #ac-af m hoher ,baum ,afrikas mit dickem ,stamm und immergrnen1 fast herzfrmig eirunden ,blttern4 ,seine walnugroen1 gelblichen ,frchte von angenehm sem und gewrzhaftem1 maulbeerhnlichem ,geschmack treten in ,bscheln oft zu ,hunderten unmittelbar aus dem ,stamm und werden von ,menschen und ,tieren sehr gerne gegessen4 ,um vollkommen reif zu werden1 sticht oder ritzt man sie einige ,tage vor der ,reife an1 wobei ein bitter schmeckender ,saft abfliet4 ,der ,baum liebt feuchten ,boden und wchst deshalb mit ,vorliebe am ,wasser4 ,das weiche1 schwer verwesliche ,holz war im ,niltal das wichtigste einheimische ,werkholz1 das zu allerlei ,gerten1 besonders aber zur ,herstellung der ,mumiensrge diente4 ,infolge des mannigfachen ,nutzens1 den sie gewhrte1 begreifen wir die ,hochachtung1 welche die ,sykomore im alten gypten als der ,isis und ,hathor1 den ,gttinnen der ,fruchtbarkeit und ,liebe1 geweihter ,baum geno4 ,sie hie altgyptisch nuhi und galt als ,typus eines ,baumes1 nach welchem andere neu eingefhrte genannt wurden1 z4 ,b4 der ,feigenbaum3 die ,feigensykomore1 der ,weihrauchbaum3 die ,weihrauchsykomore1 die ,terpentinpistazie3 die ,harzsykomore usw4 ,nicht blo a das ,volk seit den ltesten nachweisbaren ,zeiten gerne seine gewhnlich als ,eselsfeigen8 bezeichneten ,frchte1 sondern opferte diese mit ,vorliebe den ,toten4 ,den gyptern des alten ,reiches war der ,reichtum des ,nillandes an ,sykomoren ein besonderer ,stolz und sie fgten meist dem ,namen ihres ,landes ,kem81 was ,schwarze ,erde81 d4 h4 fruchtbares ,schwemmland des ,nils1 im ,gegensatz zur sterilen gelben ,wste bedeutet1 zur ,kennzeichnung der kultivierten1 baumtragenden ,niederung1 das ,deutbild eines ,baumes bei2 und zwar war es die ,sykomore1 nach welcher sie ihre ,heimat auch das ,land des ,nuhibaumes8 nannten1 etwa wie sich ein ,teil ,deutschlands das ,land der ,eichen8 nennen kann4 ,in ihrem ,schatten lebten die ,lebenden und aen ihre ,frchte1 die auch den ,toten die liebste ,opfergabe war1 so da sich ganze ,krbe davon getrocknet in den ,grabkammern fanden4 ,zweige und ,bltter derselben dienten zum ,schmucke der ,mumien1 die in ,srgen aus ,sykomorenholz ruhten4 ,und nicht nur stand als ,baum des ,lebens8 nach dem ,totenbuch der alten gypter eine ,sykomore am ,eingang zum ,reiche der ,seelen1 sondern im ,laube dieser ,bume dachte man sich die ,geister der ,verstorbenen mit ,vorliebe hausend4 ,darum ist es nach dem ,zeugnis so vieler ,steleninschriften der heieste ,wunsch des ,abgeschiedenen1 unter einer ,sykomore zu wohnen4 ,deshalb pflegte man diese ,bume in eigenen ,grabgrtchen1 die wenn mglich von ,wasser aus dem ,nilstrom umflossen waren1 zu pflanzen4 ,noch zur ,zeit der #ah4 und #ai4 ,dynastie1 d4 h4 im neuen ,reiche 7von #aeej bis #abjj v4 ,chr471 wnscht sich der ,tote in stehender ,formel3 ,mge meine ,seele 7ka7 sitzen auf den ,zweigen des ,grabgartens1 den ich mir bereitet habe2 mge ich mich erfrischen tagtglich unter meiner ,sykomore48 ,so war einst dem anspruchloseren ,bewohner des ,landes die ,sykomore auch im ,diesseits ein ,baum des ,lebens81 zugleich ,obdach gegen die sengende ,hitze des ,mittags und ,nahrungsspenderin4 ,erst in spterer ,zeit nahm ihre ,wertschtzung gegenber anderen ,fruchtspendern ab und ihre ,frchte1 die ,eselsfeigen1 galten jngeren ,geschlechtern fr weniger schmackhaft4 ,dem gibt der jdische ,prophet ,amos im #h4 vorchristlichen ,jahrhundert ,ausdruck1 indem er zu ,knig ,amazia sagt1 da jene ,frchte nur noch die drftige ,nahrung der ,kuhhirten bilden3 ,ich bin kein ,prophet1 noch eines ,propheten ,sohn1 sondern ich bin ein ,kuhhirt1 der ,maulbeerfeigen ablieset48 ,auch bei den brigen ,vlkern des ,altertums waren die ,eselsfeigen wenig geschtzt4 ,so schreibt der griechische ,geschichtschreiber ,strabon3 ,in gypten gibt es einen ,maulbeerbaum 7sykminos71 dessen ,frucht sykmron heit2 sie ist einer ,feige hnlich1 schmeckt aber nicht sonderlich gut48 ,und ,dioskurides beschreibt ihn1 wie schon #cjj ,jahre vor ihm ,theophrast1 sehr ausfhrlich3 ,der gyptische ,maulbeerbaum 7sykminos71 der1 wie dessen ,frucht1 auch sykmron heit1 ist ein groer ,baum1 dem ,feigenbaum hnlich1 sehr saftreich1 hat dem ,maulbeerbaum 7mra7 hnliche ,bltter und trgt drei- bis viermal des ,jahres ,frchte1 die aus dem ,stamme selbst kommen4 ,sie sind denen des wilden ,feigenbaums hnlich1 haben aber keine ,kerne und werden nur reif1 wenn man sie mit den ,fingerngeln ritzt oder mit eisernen ,ngeln kratzt4 ,die meisten ,bume dieser ,art wachsen in ,karien1 auch auf ,rhodos1 berhaupt an ,orten1 welche arm an ,weizen sind2 sie geben dort einigen ,schutz gegen ,hungersnot4 ,die ,frucht gibt brigens nur wenig ,nahrung4 ,die ,rinde des ,baumes verwundet man absichtlich1 fngt den ausflieenden ,milchsaft mit einem ,badeschwamm 7spngos7 oder mit ,wolle auf1 trocknet ihn und braucht ihn innerlich und uerlich zu ,heilzwecken48 ,wie das gemeine ,volk im ,niltal seit alters gerne die ,sykomorenfrchte1 trotz ihres etwas faden ,geschmackes it1 so schmausen sdlicher wohnende ,eingeborenenstmme ,afrikas die ,frchte nahe verwandter ,arten4 ,so wchst beispielsweise in ,ostafrika eine besondere ,maulbeerfeigenart1 die ,ficus capensis1 deren ,frchte in allen ,ortschaften der ,landschaft ,usambara auf den ,markt kommen1 aber an ,wohlgeschmack diejenigen der echten ,sykomore lange nicht erreichen4 brigens findet man auch in ,sdpersien zwei wilde ,feigenarten 7,ficus persica und ,ficus iohannis7 mit haselnugroen1 ebaren ,frchten1 die von den anspruchslosen ,eingeborenen gerne gegessen werden4 ,wie der sfrchtige ,feigenbaum ist auch der edle lbaum 7,olea europaea7 ein ,gewchs des sdlichen ,vorderasiens1 das in dieser seiner eigentlichen ,heimat von den dort wohnenden semitischen ,volksstmmen frh veredelt und durch ,kulturauslese zu lohnendem ,fruchtertrage an dem fr alle vorzugsweise von fettarmer ,pflanzenkost1 besonders ,getreide1 lebenden ,menschen so wertvollen le gebracht wurde4 ,die lteste l liefernde ,kulturpflanze der ,menschheit scheint der ,sesam 7,sesamum indicum7 gewesen zu sein1 ein heute noch von ,westafrika bis ,japan in umfangreichem ,mae angebautes einjhriges ,kraut mit schn hellrot gefrbten1 an den ,fingerhut gemahnenden ,blten1 das ,indien zu seiner ,heimat hat4 ,hier wurde es zur ,kulturpflanze erhoben und gelangte von da schon sehr frh nach ,babylonien1 wo im ,altertume alles l aus ,sesam bereitet wurde4 ,in den erst spter zu hherer ,kultur gelangten ,lndern am ,mittelmeer ist diese ltere lpflanze durch den jngeren lbaum verdrngt worden1 der im nrdlichen1 nahe dem ,meere gelegenen ,syrien oder ,kilikien von den dort wohnenden ,stmmen1 vermutlich aus der engeren ,verwandtschaft der ,chethiter1 schon im #c4 vorchristlichen ,jahrtausend zur ,kulturpflanze erhoben wurde4 ,die wildwachsende ,form mit kleinen1 nur mit einem sehr dnnen ,fruchtfleisch umgebenen ,frchten findet sich seltener als ,baum1 meist als ,strauch durch ganz ,westasien und wurde schon in vorgeschichtlicher ,zeit durch ,vgel1 die seine ,frchte verzehrten1 durch das ganze ,mittelmeergebiet verbreitet4 ,noch heute tritt er uns berall bis zu den ,azoren und ,kanaren in den ,macchien als ,oleaster entgegen4 ,wie die ,feige gedeiht auch der zur wertvollen ,kulturpflanze erhobene edle lbaum am besten auf ,kalkboden in nicht zu groer ,entfernung vom ,meere4 ,schon sehr frh hat er sich ber ganz ,syrien verbreitet4 ,jedenfalls war er berall in ,kanaan angepflanzt1 als die ,juden ums ,jahr #abej das ,land eroberten1 und ihre spteren ,herrscher1 besonders ,david und ,salomo1 befrderten dessen ,anbau in jeder ,weise4 ,das aus den ,oliven gewonnene l wurde von den ,juden in der mannigfaltigsten ,weise verwendet3 zum ,schmlzen der ,mehlspeisen1 zum ,opfer1 zum ,brennen in der ,lampe und zum ,salben des ,haupthaares und ,krpers berhaupt4 ,es galt auch als wertvolles ,tausch- und ,zahlmittel4 ,so erfahren wir1 da ,knig ,salomo1 der von #iic bis #iec v4 ,chr4 regierte1 die am ,tempelbau beschftigten phnikischen ,arbeiter teilweise mit ,olivenl entlohnte4 ,den berschu ihrer lproduktion verkauften die ,juden nach den ,zeugnissen der ,bibel an die ,phnikier und nach dem reichen1 stark bevlkerten gypten1 das allerdings schon lngst eigene lbaumkulturen besa4 ,der ,begrnder der ,botanik1 ,theophrastos im #d4 vorchristlichen ,jahrhundert1 berichtet von ausgedehntem ,olivenbau in der ,thebais1 vermutlich den ,oasen der libyschen ,wste1 wo der ,baum heute noch vielfach gepflanzt wird1 sagt aber1 da auch das brige gypten ein an lbumen reiches ,land sei4 ,da sie aber einen trockenen ,boden lieben1 gedeihen diese aber hier nur soweit1 als die berschwemmung von seiten des ,niles fehlt4 ,aus demselben ,grunde fehlte der lbaum auch in den ,niederungen von ,euphrat und ,tigris1 wo als ,fettspender ausschlielich die ,sesampflanze angebaut wurde4 ber ,kleinasien gelangte der lbaum in der ersten ,hlfte des #b4 vorchristlichen ,jahrtausends zu den ,griechenstmmen am gischen ,meer4 ,whrend noch ,hehn bestritt1 da in homerischer ,zeit der lbaum in ,griechenland selbst angebaut wurde1 und annahm1 da alles ,olivenl1 das damals vornehmlich zum ,salben des ,krpers von den ,griechen gebraucht wurde1 als ,importware durch die ,phnikier aus ,syrien gebracht worden sei1 wissen wir heute mit ,sicherheit1 da der lbaum schon in mykenischer ,zeit um die ,mitte des vorletzten ,jahrtausends v4 ,chr4 in ,griechenland selbst angebaut wurde4 ,nicht nur hat man auf mehreren bildlichen ,darstellungen aus jener ,zeit unverkennbare ,darstellungen von lbumen und in verschiedenen der ,palste ,kretas und auf der ,insel ,thera steinerne lmhlen aus mykenischer ,zeit gefunden1 sondern in den ,knigsgrbern von ,mykene fanden sich auch eine ,anzahl ,olivenkerne4 ,also mu der ,baum damals schon im ,lande selbst kultiviert worden sein und haben seine ,frchte als ,speise gedient4 ,was in den homerischen ,epen als phnikischer ,import angefhrt wird1 war nicht sowohl reines1 als parfmiertes ,olivenl1 mit dem die ,helden nach dem ,bade von den ,mgden eingerieben wurden4 ,mit solch duftendem le salbten sich nach ,homer nicht nur die ,menschen1 sondern auch die unsterblichen ,gtter1 so ,hera1 die sich dem ,zeus angenehm machen wollte4 ,in der ,schatzkammer des ,odysseus wie des ,telemachos lag neben ,gold1 ,silber1 ,erz1 ,kleider und ,wein auch ,olivenl 7laion74 ,wie ,telemachos nach dem ,bade mit l gesalbt und mit schnen ,kleidern angetan wurde1 da er aussah wie ein unsterblicher ,gott81 salbte ,patroklos auch die ,mhne seiner ,streitrosse1 wenn sie gewaschen worden waren1 mit ,olivenl4 ,desgleichen tat ,achilleus mit den ,mhnen seiner ,pferde1 die als ,shne des ,windgottes ,zephyr unsterblich waren4 ,und wie die liebreizende ,aphrodite nach ,homer auf ,cypern1 dem ,orte ihrer besonderen ,verehrung1 von den ,chariten mit ambrosischem le gesalbt wurde1 dessen ,duft1 wenn es bewegt wurde1 ,himmel und ,erde durchdrang1 so salbte sie damit auch den ,leichnam ihres von ,achilleus gefllten ,lieblings ,hektor4 ,mit ihm reinigte ,athene gleicherweise das gramerfllte ,gesicht von ,odysseus treuer ,gattin ,penelope whrend des ,schlafes1 damit es bei ihr1 die sich in ,trauer um ihren verschollenen ,gemahl weder gewaschen noch gesalbt hatte1 mit der unsterblichen ,schnheit leuchte1 die die schnbekrnzte ,liebesgttin umgibt1 wenn sie damit gesalbt zum lieblichen ,reigen der ,chariten geht4 ,aber nicht nur das ,olivenl1 auch das ,holz des lbaums1 und zwar des ela genannten ,kulturbaums1 spielt in den homerischen ,epen eine nicht unbedeutende ,rolle4 ,nicht nur standen im ,garten des ,phakenknigs ,alkinoos reichlich ,frucht tragende lbume1 sondern aus ,olivenholz waren die ,keule des ,kyklopen ,polyphem1 der ,stiel der ,streitaxt des ,peisandros und das ,bettgestell1 das sich ,odysseus in seiner ,heimat ,ithaka eigenhndig gezimmert hatte1 angefertigt4 ,um so merkwrdiger mu es uns erscheinen1 da ,herodot berichtet1 der lbaum sei erst zur ,zeit des attischen ,gesetzgebers ,solon 7#fci-eei v4 ,chr47 nach dem griechischen ,festlande gebracht worden4 ,damals kann nicht der ,kulturlbaum an sich1 sondern nur eine hher gezchtete ,abart mit greren ,frchten nach ,hellas gekommen sein4 ,in der ,tat weisen die in mykenischen ,fundschichten zutage getretenen ,steinkerne auf eine noch recht kleinfrchtige ,olivenart hin4 ,nach der attischen ,sage soll ,athene selbst dem ,knige ,theseus auf der ,burg den lbaum geschaffen haben1 und nach der ,erzhlung der ,bewohner von ,elis soll ihn ,herakles von den ,hyperborern im uersten ,nordwesten dorthin gebracht haben4 ,in zahlreichen griechischen ,mythen ist vom lbaum die ,rede1 und mit ,zweigen von ihm bekrnzte man nach uralter ,sitte die ,sieger der ,wettkmpfe in ,olympia4 ,mit ,vorliebe nahm man sie von den ,bumen in den heiligen ,bezirken1 die teilweise ein sehr hohes ,alter aufwiesen4 ,so stand auch auf dem ,marktplatze der ,stadt ,megara1 westlich von ,athen1 ein uralter lbaum1 dessen ,jugend bis in die ,heroenzeit hinaufgereicht haben soll4 ,von solchen als heilig und unverletzlich gehaltenen lbumen ist auch in ,athen die ,rede4 ,so waren im ,garten der ,akademie solche der ,athene geweihte und daher unantastbare lbume1 die von dem alten1 durch die ,stadtgttin selbst auf der ,akropolis einst hervorgezauberten und spter nach der ,verbrennung durch die ,perser im ,jahre #dha v4 ,chr4 durch ,wurzelschlinge verjngten ,baume stammten und das l lieferten1 von dem ein ,krug voll beim gymnischen ,agon whrend des groen1 von ,peisistratos um #edj v4 ,chr4 gestifteten ,panathenenfestes den ,siegespreis bildete4 ber die ,erschaffung des lbaums auf der ,akropolis in ,athen berichtet uns ein ungenannter griechischer ,autor1 jedenfalls ein ,athener1 in den ,geoponika1 dessen #i4 ,buch ausschlielich vom lbaume und seinen ,frchten handelt3 ,anfnglich war die ,erde ganz mit ,wasser bedeckt4 ,da tauchte zuerst ,attika aus dem groen ,meere hervor1 und es entstand ein ,streit zwischen dem 7,meergott7 ,poseidon und 7der aus dem ,haupte des ,zeus entsprungenen7 ,athene1 nach wessen ,namen die da zu grndende ,stadt benannt werden sollte4 ,zeus entschied1 sie sollte dem gehren1 der ihr das beste ,geschenk gbe4 ,poseidon gab der ,stadt einen ,hafen und ,schiffswerften1 ,minerva aber schuf auf der ,burg einen an ,blten und ,frchten reichen lbaum1 bekrnzte sich mit dessen ,zweigen1 ward als ,siegerin erklrt und nach ihrem ,namen wurde die ,stadt ,athen genannt4 ,infolge dieser ,begebenheit werden die ,sieger in ffentlichen ,wettkmpfen mit lzweigen bekrnzt4 brigens hat sich noch gefunden1 da ein lblatt auch anderweitig gute ,dienste leisten kann2 schreibt man nmlich darauf ,athn und bindet es um den ,kopf1 so vergeht das ,kopfweh48 ,schon zu ,beginn des #f4 vorchristlichen ,jahrhunderts hatte der weise ,gesetzgeber ,solon1 der einer der sieben ,weisen war1 eingehende ,bestimmungen ber den ,oliven- und ,feigenbau in ,attika erlassen4 ,nach ihm hat besonders ,peisistratos sich den ,anbau des ntzlichen lbaumes auf der kahlen und damals schon durch ,entwaldung baumlosen ,landschaft ,attikas angelegen sein lassen4 ,und als die ,griechen ihre ,kolonisation nach ,westen ausdehnten1 nahmen sie selbstverstndlich den ,anbau des ,olivenbaums so gut als denjenigen des ,weinstocks und des ,feigenbaums als fr sie unentbehrliche ,nutzpflanzen mit sich4 ,so bedeckten sich im ,laufe des #g4 und #f4 vorchristlichen ,jahrhunderts die ,gestade ,siziliens und ,sditaliens mit jenen ,pflanzen4 ,plinius sagt1 da nach ,fenestella 7der unter der ,regierung des ,kaisers ,tiberius1 die von #ad-cg n4 ,chr4 whrte1 lebte7 es zur ,zeit des ,lucius ,tarquinius ,priscus 7des #e4 rmischen ,knigs1 eines ,etruskers1 der von #faf-egh regierte7 in ,italien1 ,spanien und ,afrika noch keine kultivierten lbume gegeben habe4 ,erst unter der ,regierung von dessen ,sohn ,lucius ,tarquinius ,superbus 7der seinen ,schwager ,servius ,tullius strzte1 um von #ecd-eaj zu regieren7 sei der erste lbaum nach ,latium gekommen4 ,von da verbreitete er sich dann allmhlich nach ,norden bis an den ,sdabfall der ,alpen1 soweit ihm das ,klima berhaupt vorzudringen gestattete4 ,diese ,periode des ,aufblhens des rmischen ,gemeinwesens war eine ,zeit des lebhaftesten ,verkehrs mit den griechischen ,ansiedelungen ,campaniens4 ,da nun ,griechen die ,vermittler der lbaumkultur bei den ,rmern waren1 beweisen schon die lateinischen ,bezeichnungen oliva und oleum 7l71 die dem ,griechischen ela und laion entlehnt sind1 wie brigens auch smtliche auf die lbereitung bezglichen ,ausdrcke4 ,schon im #a4 ,jahrhundert v4 ,chr4 war ,italien bis auf die ,gegend nrdlich vom ,apennin1 deren ,klima bis heute keinen lbau duldet1 so reich an lbumen1 da es damals hierin allen brigen ,lndern am ,mittelmeer den ,rang ablief4 ,der aus ,spanien nach ,rom gekommene rmische ,ackerbauschriftsteller ,columella schreibt in seinem ,buche ber den ,landbau3 ,von allen ,bumen ist der lbaum dem ,range nach der erste und erfordert dennoch den geringsten ,aufwand4 ,fr gewhnlich trgt er nur ein ,jahr ums andere1 aber sein ,fruchtertrag verdoppelt sich1 wenn man ihn gut pflegt2 andererseits bringt er doch auch dann einigen ,nutzen1 wenn man ihn viele ,jahre hindurch vernachlssigt1 und lt sich durch bessere ,pflege innerhalb ,jahresfrist wieder in guten ,stand bringen4 ,es gibt viele ,olivensorten und im allgemeinen gilt bei ihnen die ,regel1 da die groen besser zum ,verspeisen1 die kleinen dagegen besser zur ,gewinnung von l sind4 ,groe ,hitze und groe ,klte ist allen ,sorten schdlich4 ,man pflanzt daher in heien ,gegenden diese ,bume am besten an nach ,norden gelegenen ,abhngen1 in klteren aber gegen ,sden4 ,tiefe ,tler und hohe ,berge passen nicht fr sie1 sondern mige ,hgel1 wie man sie im ,sabinerlande und im ganzen sdlichen ,spanien antrifft48 ,dann gibt er ausfhrliche ,anleitung ber die ,anlage von lbaumpflanzungen 7olivetum71 auf die wir hier nicht nher eintreten wollen4 ,columellas ,zeitgenosse ,plinius berichtet1 da im #eje4 ,jahre ,roms 7#bdi v4 ,chr47 unter dem ,konsulat des ,appius ,claudius und ,lucius ,iunius #b ,pfund ,olivenl #aj ,asse 7ber #e ,mark7 kosteten1 da im ,jahre #gd v4 ,chr4 dagegen #aj ,pfund ,olivenl blo #a ,as 7etwa #dg ,pfennige7 zu stehen kam1 und #bb ,jahre spter unter des ,gnus ,pompejus drittem ,konsulat ,italien einen solchen berflu daran besa1 da noch welches in die ,provinzen ausgefhrt werden konnte4 ,dazu bemerkt er3 ,zur ,zeit des ,hesiodus 7im #h4 ,jahrhundert v4 ,chr47 mu man es mit der ,olivenzucht 7in ,griechenland7 noch nicht weit gebracht haben2 denn er behauptet1 niemand habe damals von seinen lbaumpflanzungen ,nutzen gehabt4 ,jetzt aber besitzt man fr diese ,bume eigene ,baumschulen und erntet schon zwei ,jahre1 nachdem man sie aus ihnen herausgenommen hat1 ,frchte4 ,es gibt verschiedene ,sorten von ,oliven4 ,vergil nennt sie orchites1 radius und posia4 ,die ,olivenernte folgt auf die ,traubenernte und die ,behandlung des les ist anfangs schwieriger als diejenige des ,mostes4 ,je reifer die ,olive 7bacca1 d4 h4 ,beere71 desto fetter ist ihr ,saft1 aber desto schlechter schmeckt er4 ,die ,zeit1 in der ,gte und ,menge des ls am besten in ihr vereinigt sind1 zu der man sie also am liebsten erntet1 ist die1 da sie anfangen sich dunkel zu frben1 da die ,rmer sie drupa1 die ,griechen drypetis nennen4 ,die frhreifen ,olivensorten erntet man gleich nach ,beginn des ,herbstes2 die dickschaligen lt man bis zum ,mrz hngen1 und mehrere von diesen fangen nicht einmal vor dem #h4 ,februar an1 eine dunkle ,farbe zu bekommen4 ,vom ,baume genommene ,oliven darf man nicht lange stehen lassen1 da jeder ,verzug die lmasse in ihnen vermindert1 dagegen die ,schleimmasse vermehrt4 ,frisches l ist zum ,verspeisen am besten2 wenn es ber ein ,jahr alt ist1 schmeckt es schlecht1 was beim ,weine nicht der ,fall ist4 ,auer dem l gewinnt man den labgang 7amurca71 der zum ,dngen der lbume1 zum ,einlen der ,krge1 zum ,trnken der ,tenne1 auf welcher gedroschen werden soll1 zum ,bestreichen des ,getreidespeichers1 um ,holzwrmer und anderes ,ungeziefer abzuhalten1 und als ,heilmittel gut ist48 ,welche ,bedeutung dem ,olivenl nicht blo als ,nahrungs- und ,beleuchtungsmittel1 sondern vor allem auch zur ,krperpflege bei den ,vlkern des ,altertums zukam1 beweist der ,ausspruch desselben ,plinius1 der sagt3 ,es gibt zwei ,flssigkeiten1 welche dem menschlichen ,krper sehr willkommen sind2 innerlich der ,wein und uerlich das ,olivenl2 beide stammen von ,bumen1 aber der ,wein ist jedenfalls entbehrlicher als das l48 ,der griechische ,philosoph ,demokritos aus ,abdera in ,thrakien 7#dfj-cfj v4 ,chr471 der die ,torheiten der ,menschen belchelte und das hchste ,glck der ,menschen in vllige ,seelenruhe setzte1 erwiderte auf die ,frage1 wie man gesund bleiben und seine ,tage verlngern knne1 mit der ditetischen ,regel3 ,innerlich ,honig1 uerlich ,olivenl48 ,an einer anderen ,stelle1 an der er die ,bedeutung der leinreibung bespricht1 meint ,plinius3 ,das ,olivenl hat die ,eigenschaft1 in die ,haut eingerieben den ,krper zu erwrmen1 gegen ,klte zu schtzen und die ,hitze des ,kopfes zu khlen4 ,bei den ,griechen steht auf den fr die ,gymnastik bestimmten ,pltzen l1 mit dem sich jeder umsonst salben darf4 ,auch der rmische ,staat erweist dem lbaum hohe ,ehre1 indem sich die ,ritterscharen am #ae4 ,juli mit dessen ,zweigen bekrnzen1 was auch die siegreichen ,feldherrn bei ,ovationen tun48 ,wie schon in ,griechenland ein ,kranz aus lzweigen die hchste ,auszeichnung des bei den ,wettkmpfen siegenden ,volksgenossen war1 so trugen auch bei den ,rmern die im ,felde gewesenen ,diener lorbeergeschmckter ,feldherrn einen ,kranz von lzweigen4 ,der lzweig war den ,alten berhaupt das ,sinnbild des ,friedens1 und ,besiegte1 die um ,frieden zu bitten kamen1 trugen lzweige in den ,hnden4 ,dies wurde dann weiter auf den ,frieden einer hheren ,welt bertragen1 wenn die frisch aufgenommenen ,mitglieder der samothrakischen ,mysterien lzweige trugen1 oder wenn auf den ,grabsteinen der ltesten ,christen eine ,taube mit dem lzweig im ,schnabel dargestellt wurde4 ,im ,altertum mssen die lbume nur auf einem beschrnkten ,umkreis um die ,ortschaften angepflanzt worden sein1 was aus dem lateinischen ,sprichwort hervorgeht3 extra oleas vagari1 d4 h4 ber die lbume hinausschweifen1 im ,sinne von zu weit gehen1 bers ,ziel schieen4 ,bei der groen ,bedeutung des ,olivenls fr die antike ,welt1 kann es uns nicht wundern1 da von den ,regierenden auer ,brotkorn auch l dem ,proletariat der ,stadt ,rom umsonst gespendet wurde4 ,so berichtet uns ,aelius ,spartianus im ,leben des ,kaisers ,septimius ,severus1 da dieser bei seinem ,tode im ,jahre #baa einen ,getreidevorrat in der ,hauptstadt hinterlie1 durch den der ,bedarf auf sieben ,jahre gedeckt war1 so da tglich #gejjj ,scheffel 7modius7 verausgabt werden konnten -- es ist dies eine ,menge1 die reichlich zur ,ernhrung von #fjjjjj ,menschen hinreichte1 so viele mssen also damals in ,rom vom kaiserlichen ,getreide gelebt haben --1 von ,olivenl aber hinterlie er so ungeheure ,vorrte1 da sie auf fnf ,jahre nicht blo den ,bedarf der ,stadt ,rom1 sondern fr ganz ,italien gengten84 ,bei der gewaltigen ,produktion von ,olivenl ist es daher begreiflich1 da zur rmischen ,kaiserzeit ziemlich groe ,mengen desselben1 auer aus ,italien1 auch aus ,istrien und ,dalmatien in die nrdlich davon gelegenen ,lnder ausgefhrt und daselbst gegen ,vieh1 ,hute und ,sklaven ausgetauscht wurden4 ,von ,massalia1 dem heutigen ,marseille1 aus1 wohin die ,griechen den lbaum schon im ,jahre #fhj v4 ,chr4 mit dem ,weinstocke verpflanzt hatten1 rckte die ,kultur dieser ,nutzpflanzen in die durch ein warmes ,klima und ,kalkboden besonders fr den lbaum geeignete ,provence vor1 wo die lbaumkultur bei der ,eroberung durch die ,rmer bereits ausgedehnte ,verbreitung besa4 ,unter der ,rmerherrschaft wurde sie ber das ganze sdliche ,gallien verbreitet4 ,im #g4 ,jahrhundert wird schon das ,bauml von ,burdigala 7,bordeaux7 erwhnt4 ,von dem ,ertrage der lbaumpflanzungen1 die sich der ganzen ligurischen ,kste entlang erhoben1 wurden die ,volksstmme des ,hinterlandes1 wie der griechische ,geschichtschreiber ,strabon sagte1 gegen ,vieh1 ,hute und ,honig mit dem zum ,brennen der llampen ntigen le versorgt4 ,es als ,fett zum ,kochen zu benutzen1 damit konnten sie sich zunchst so wenig befreunden1 wie die brigen ,barbaren1 auch die ,griechen und ,rmer1 als sie zuerst damit bekannt gemacht wurden4 ,auch konnte es nicht fehlen1 da die ,kstengebiete ,spaniens1 soweit sie sich zum ,anbau des lbaumes eignen1 zur ,zeit der rmischen ,herrschaft lbaumpflanzungen erhielten1 die bis heute so gedeihen1 als wren sie von jeher dort heimisch gewesen4 ,ebenso wurden die windgeschtzten sonnigen ,abhnge der norditalienischen ,seen mit diesem ntzlichen ,fruchtbaume aus dem nrdlichen ,syrien bepflanzt1 der auch ganz ,nordafrika besiedelte und seit dem #ae4 ,jahrhundert auf den ,kanarischen ,inseln1 seit dem #af4 ,jahrhundert am ,kap1 ebenso in ,mexiko und ,peru1 wohin ihn #aefj ,antonio ,ribero brachte1 angebaut wird4 ,bald wurde er auch in ,chile und ,kalifornien1 das heute gewaltige lbaumplantagen aufweist1 wie auch in ,australien heimisch4 ,er wird heute in etwa #dj ,kulturvarietten angepflanzt1 die aber leicht in die ,urform zurckschlagen4 ,an der ,nordgrenze seines ,verbreitungsgebietes leidet er leicht durch ,frost in kalten ,wintern4 ,die ganze ,erscheinung des lbaumes mit den schmalen1 oben mattgrnen1 unten silberiggrau schimmernden ,blttern auf knorrigem ,stamme deutet auf seine ,herkunft aus einem ,klima mit lngeren ,perioden von ,trockenheit4 ,im wilden ,zustande1 als ,oleaster1 ist er strauchartig mit verdornten ,zweigspitzen und bildet undurchdringliche ,dickichte1 whrend er durch ,kultur zu einem #f-h m hohen1 dornlosen ,baume wird1 der ein ,alter bis zu #ajjj ,jahren erreicht4 ,er verlangt einen trockenen1 vor ,wind geschtzten ,kalkboden und mu vom zweiten ,jahre an reichlich mit stickstoffhaltigem ,dnger versehen werden4 ,die ,vermehrung geschieht am zuverlssigsten durch ,samen1 woraus ,wildlinge hervorgehen1 die wie die ebenfalls zur ,vermehrung benutzten ,stecklinge und ,wurzelauswchse im zweiten ,jahre durch ,pfropfen oder ,okulieren veredelt werden mssen4 ,am vorteilhaftesten ist die ,niederstammzucht1 wobei durch regelmiges ,abkneifen der ,zweigspitzen und ,auslichten der erschpften ,tragzweige das ,austreiben junger ,fruchtzweige veranlat werden mu4 ,die ,tragbarkeit beginnt mit dem #g4 ,jahre1 wird mit dem #aj4 ,jahre lohnend und erhlt sich vom #dj4 bis zum #ajj4 ,jahr auf der ,hhe4 ,im ,mai oder ,juni ist der lbaum ber und ber mit lieblich duftenden1 kleinen1 gelblichweien ,blten bedeckt1 die an diejenigen unseres ,hartriegels 7,ligustrum vulgare7 erinnern1 der auch in ,wirklichkeit ein naher ,verwandter desselben ist4 ,die ,frucht ist eine #d cm lange1 pflaumenartige1 dunkelviolette bis schwarze ,steinbeere1 die vom ,november bis ,ende ,januar geerntet wird1 und zwar betrgt die durchschnittliche ,ernte eines vollkrftigen ,baumes zwischen #gj und #ge kg ,frchte1 die in ihrem grnlichweien ,fruchtfleisch zwischen #cj und #ej ,prozent l enthalten4 ,das ursprnglichste ,verfahren bei der ,olivenernte besteht darin1 da ,mnner auf die ,bume steigen und die ,oliven mit ,stangen hinunterschlagen1 die dann von ,frauen und ,kindern am ,boden gesammelt werden1 wobei auch die schon frher abgefallenen berreifen oder faulenden mit den guten zusammen kommen4 ,begreiflicherweise ist das daraus geprete l nicht von besonders guter ,qualitt4 ,will man feines ,olivenl gewinnen1 so mu man die ,oliven einzeln vom ,baume pflcken und alle minderwertigen beseitigen1 auch die ,pressung mglichst beschleunigen1 bevor diese irgendwelche ,vernderung erfahren haben4 ,das allerfeinste l gewinnt man bei schwacher ,pressung1 wenn die ,steinkerne der ,frchte unzerdrckt bleiben4 ,es ist dies das ,jungfernl81 dessen geschtzteste ,sorte aus ,nizza und ,lucca in ,oberitalien kommt4 ,doch wird im ,grobetriebe kaum je so verfahren1 sondern die ,pressung gleich bis zum ,zermalmen der ,kerne gesteigert4 ,der so gewonnene ,brei gelangt in ,scke1 die kalt gepret werden4 ,das abflieende l ist die nchstbeste ,qualitt1 das ,provencerl1 so genannt1 weil es am meisten in der ,provence gewonnen wird4 ,aus den ,rckstnden und den weniger guten ,frchten macht man unter ,anwendung von ,wrme das weniger gute1 geringwertigere ,bauml1 welches als ,brennl und besonders zur ,herstellung milder ,seifen -- speziell der ,marseillerseife -- ,verwendung findet4 ,heute wird das ,olivenl vielfach durch den ,zusatz von ,erdnul verflscht1 das neuerdings in groer ,menge besonders nach ,frankreich eingefhrt wird4 ,als ,nahrungs- und ,heilmittel1 wie auch in der ,technik zum len und zur ,herstellung von ,seife1 ebenso zur ,salbung und letzten lung der ,katholiken spielt das ,olivenl eine bedeutende ,rolle4 ,obschon ,sdfrankreich etwa #bf ,millionen kg davon hervorbringt und das brige ,frankreich aus anderen ,pflanzen ber #hj ,millionen kg l erzeugt1 deckt es damit seinen eigenen ,bedarf noch nicht4 ,es fhrt deshalb noch reichlich ,olivenl aus ,sditalien ein4 ,so soll das meiste ,provencel aus ,apulien stammen4 ,es wird von ,bari aus nach ,nizza verschifft1 wo es als ,provencel verkauft wird4 ,italien produziert #a1f ,millionen ,hektoliter ,olivenl im ,werte von #bjj ,millionen ,franken und fhrt davon fr #gj ,millionen ,franken aus4 ,spanien produziert #aj1f ,millionen kg ,olivenl und fhrt fr etwa #ab ,millionen ,mark aus4 ,griechenland erntet etwa #abb ,millionen kg ,oliven und fhrt fr etwa #c ,millionen ,mark aus4 ,algier besitzt etwa #d ,millionen lbume1 und ,tunis verschifft durchschnittlich #c1e ,millionen kg ,olivenl im ,jahre4 ,syrien erzeugt etwa #g ,millionen kg ,olivenl4 ,wie seit dem frhesten ,altertum1 so ist heute noch der lbaum der ntzlichste ,baum1 ja geradezu das ,wahrzeichen ,syriens und ,palstinas4 ,fast jedes ,dorf ist von einem lbaumhain umgeben1 dessen ,bume auer gelegentlichem ,ausputzen der ,zweige und ,umpflgen des ,landes1 um ,atmungsluft leichter zu den ,wurzeln gelangen zu lassen1 keinerlei ,pflege bedarf4 ,unverwstlich leben sie weiter und tragen jhrlich ihre ,frchte1 die den grten ,reichtum des ,landes bilden4 ,der ,fellache1 d4 h4 ,landmann1 sagt3 ,der ,weinstock sei eine sitt1 eine zrtliche ,dame und verlange ,pflege und ,aufmerksamkeit1 der ,feigenbaum sei eine fellacha1 eine abgehrtete ,buerin1 die schon bei wenig sorgfltiger ,behandlung gedeihe1 der lbaum sei aber eine bedauije1 ein auch in der ,wildnis und bei absoluter ,vernachlssigung noch arbeitsames ,beduinenweib4 ,der lbaum bedarf zu seinem ,gedeihen einzig nur ein von anderen ,kulturen freies ,land2 er duldet nicht1 da man ,weinreben oder ,feigenbume dazwischen pflanzt4 ,diese ,unduldsamkeit des lbaumes erklrt uns1 weshalb in der ,bibel stets ,weinstock und ,feigenbaum1 aber nie ,weinstock und lbaum nebeneinander genannt sind4 ,wie unsere ,obstarten wird er aus ,wildlingen veredelt1 aber nicht durch ,pfropfreiser1 wie noch zur ,zeit des ,apostels ,paulus1 sondern durch ,okulieren4 ,selten zieht man die jungen ,wildlinge aus ,samen1 da es bei ihrem uerst langsamen ,wachstume zu lange ginge1 bis sie veredelungsfhig wren1 und auch veredelt wrden sie ,jahre hindurch unansehnliche ,bumchen bleiben4 ,es werden vielmehr die um den knorrigen ,wurzelstock der alten ,bume drngenden ,schlinge1 deren frische ,jugendkraft dem alttestamentlichen ,psalmendichter zu dem ,bilde ,veranlassung gibt3 ,deine ,kinder sind wie lzweige um den ,tisch herum18 als ,ableger verwendet4 ,sobald sie einigermaen erstarkt sind1 werden sie zur ,zeit der ,olivenblte okuliert4 ,man schneidet am ,wildling ein rechteckiges ,stck ,rinde aus1 bertrgt ein von einem fingerdicken ,edelreis genommenes gleichgroes ,stck mit guten ,augen auf den ,ausschnitt und verbindet die ,veredelung auf eine ,dauer von #ab ,tagen mit ,bast4 ,war die ,veredelung von ,erfolg begleitet1 so lst man die veredelten ,stmmchen vermittelst einer ,axt derart vom ,mutterbaume los1 da man ihnen ein klotzartiges ,stck des ,wurzelstocks belt4 ,hierauf schneidet man ihre ,edeltriebe ziemlich nahe der ,verbindungsstelle ab1 weil sie im ersten ,jahre1 da sie selbstndig ,wurzel fassen1 nicht gengend ,saft htten1 diese ,triebe weiter zu entwickeln1 und versetzt sie4 ,bereits vom dritten ,jahre an kann ein solcher ,baum ,frchte tragen4 ,will man einen schon groen1 wilden oder halbzahmen lbaum veredeln1 so bringt man an jedem ,ast in ,mannshhe eine ,veredelung an und trennt oberhalb derselben in ,form eines ,ringes die ,rinde bis auf das ,holz los1 damit sich die ,sfte des ,baumes mehr dem ,edelreise zuwenden4 ,im ,herbst werden dann nach der ,ernte die ste an der geringelten ,stelle mit dem ,beil abgeschlagen2 sie abzusgen wrde1 wie die ,fellachen sagen1 dem ,baume schaden4 ,tafel #ba4 ,illustration3 ,ein groer lbaum bei ,antibes an der ,riviera4 ,tafel #bb4 ,illustration3 ,olivenhain auf ,capri4 ,dattelpalmen an den ,ufern des ,nils in gypten4 ,der ,olivenertrag ist nur jedes zweite ,jahr ein reichlicher1 wobei ein groer ,baum etwa #abj kg ,oliven ergibt1 aus denen #be ,liter l gewonnen werden kann4 ,bei der ,ernte werden sehr viele ,oliven roh verspeist1 andere eingemacht und der ,rest zur ,gewinnung von l verwendet1 wobei das beste und feinste l aus den unreifen ,oliven gewonnen wird4 ,je fleischiger nmlich die ,olive wird1 desto weniger und geringer ist das l1 das sie gibt4 ,die zur lbereitung bestimmten ,beeren werden zunchst auf dem flachen ,dache oder am ,boden ausgebreitet und dann einige ,zeit aufgehuft1 damit sie81 wie der ,fellache sagt1 in ,grung geraten84 ,hierauf kommen sie in die lpresse1 die aus einem wagrechten1 kreisrunden ,stein mit tellerartiger ,vertiefung besteht1 in welcher ein aufrecht stehender ,mhlstein durch ein ,maultier oder einige ,mnner im ,kreise bewegt wird4 ,nachdem die ,oliven von diesem ,steine zu ,brei zermalmt sind1 werden sie in einer der ,weinkelter hnlichen ,presse ausgepret1 wobei das l in eine kleine1 auszementierte ,zisterne luft und aus dieser in ,lederschluche oder groe irdene ,gefe gefllt wird4 rmere ,leute schtten die ,oliven wie in der ,vorzeit in die ,mulde eines ,felsens und zerdrcken sie mit einem walzenfrmigen ,stein4 ,die zermalmten ,frchte werden in einem ,kessel mit siedendem ,wasser bergossen1 worauf das l oben zu schwimmen kommt und abgeschpft wird4 ,dieses l dient als ,nahrung1 als geschtzte ,arznei1 als ,brennmaterial zur ,erhellung der ,htten whrend der langen ,winternchte und zum ,salben des ganzen ,krpers1 wovon die ,leute stark und krftig zu werden glauben4 ,wie in allen ,gegenden1 in welchen der lbaum gedeiht1 kann man sich auch in ,palstina eine ,mahlzeit ohne ,oliven kaum denken4 ,sie werden meist in der ,weise konserviert1 da man sie1 nachdem ihr ,fruchtfleisch durch leichtes ,klopfen mit einem ,stein aufgerissen wurde1 in ,salzwasser legt1 oder man verbringt sie in groe ,strohkrbe1 streut ,salz darauf1 fgt zur ,wrze ,zweige der ,raute bei1 bedeckt sie mit ,steinen1 vermischt sie nach zehn ,tagen mit ,olivenl und geniet sie1 auf solche ,weise haltbar gemacht1 das ganze ,jahr hindurch4 ,dergleichen ,oliven und ,olivenl1 das sich heute noch wie vor #cjjj ,jahren bei der ,witwe zu ,sarepta im ,kruge der rmsten ,buerin findet1 sind mit ,weizenbrot1 in ,zeiten der ,teuerung auch ,gersten- und ,durrabrot1 die ,hauptnahrungsmittel der ,bevlkerung4 ,das ,olivenl vertritt bei den ,bauern ganz die ,stelle des ,schmalzes und der ,butter1 die nur die nomadisierenden herdenbesitzenden ,beduinen gebrauchen1 und wenn der ,landmann1 der ,fellache1 seinen frisch aus dem ,ofen kommenden ,brotfladen in etwas l eintauchen kann1 so gilt ihm das als ,leckerbissen4 ,alle ,orientalen1 die es sich leisten knnen1 lieben es1 nicht blo ihre ,salate und ,gemse1 sondern berhaupt smtliche ,speisen frmlich in l schwimmend zu genieen4 ,aus dem gelben1 im ,innern dunkel geaderten und gefleckten ,holz1 das angenehm nach l duftet und eine hbsche ,politur annimmt1 werden in manchen ,gegenden ,palstinas1 besonders in ,betlehem1 allerlei hbsche ,gebrauchsgegenstnde angefertigt1 die von den ,fremden gerne als ,andenken gekauft werden4 ,ein aus alten ,stmmen schwitzendes1 vanilleartig riechendes ,gummiharz dient in ,italien zum ,ruchern4 ,auch die ,frchte des amerikanischen lbaums 7,olea americana7 in ,carolina und ,florida werden in ihrer ,heimat gegessen4 ,das beraus harte ,holz der alten ,bume wird dort als devil-wood vielfach bearbeitet4 ,seine ,blten sind beinahe so wohlriechend wie diejenigen des in ,china1 ,cochinchina und ,japan wachsenden wohlriechenden lbaums 7,olea fragrans71 eines etwa #b m hoch werdenden immergrnen ,strauchs1 dessen ,blten zur ,parfmierung des chinesischen ,tees1 wie ihn der ,abendlnder liebt1 benutzt wird4 ,v4 ,die ,fruchtbume4 ,zweiter ,teil4 ,mit den im vorigen ,abschnitte aufgezhlten ,fruchtbumen ist das ,verzeichnis der der alten ,kulturwelt geschenkten ,gaben der ,ceres noch lange nicht erschpft4 ,man denke zunchst nur an die groe ,schar von kstliche ,frucht tragenden ,palmen1 denen im ,haushalte des ,menschen die allergrte ,bedeutung zukommt4 ,schon durch ihre uere ,erscheinung bestimmen sie vielerorts den ,charakter der ,landschaft2 denn in den ,tropen erreichen sie vielfach eine gewaltige ,gre und genieen infolge ihrer ungemein groen ,ntzlichkeit eine hohe ,verehrung1 ja mancherorts geradezu gttliche ,ehre4 ,in ,europa gibt es gegenwrtig nur eine einzige wildwachsende ,palme1 die ganz unscheinbar ist und auch dem ,menschen nur geringen ,nutzen gewhrt4 ,es ist dies die ,zwergpalme 7,chamaerops humilis71 welche in ,sdspanien1 in ,sditalien und in ,griechenland an heien1 trockenen ,standorten ,gestrppe bildet4 ,besonders hufig aber ist sie im trockenen1 warmen ,nordafrika1 wo sie den europischen ,kolonisten das grte ,hindernis bei der ,urbarmachung des ,bodens bildet1 indem ihre ber #a m tief eindringenden ,wurzeln darin ein undurchdringliches1 kaum zu beseitigendes ,geflecht bilden1 deren ,ausrodung beraus mhevoll und kostspielig ist4 ,ihr ,stamm ist so niedrig1 da er oft kaum ber die ,erde emporragt2 er trgt eine ,krone von fcherfrmigen ,blttern1 an deren ,achseln die mit gelben1 zweihusigen ,blten besetzten ,bltenstnde hervortreten4 ,die weiblichen erzeugen einsamige ,beeren1 die eine gewisse hnlichkeit mit ,oliven aufweisen4 ,die frher als lstiges ,unkraut betrachtete ,palme hat sich als ,nutzpflanze erwiesen1 indem aus den ,fasern ihrer ,bltter ,polstermaterial fr ,matratzen und ,kissen gewonnen wird1 das gegenber den ,pferdehaaren den ,vorzug besitzt1 #ge ,prozent billiger zu sein und nicht von ,insekten angegriffen zu werden4 ,der ,verkaufspreis der ,rohbltter am ,gewinnungsorte in ,algerien1 wo die ,pflanze am hufigsten ausgebeutet wird1 betrgt #b ,mark pro ,zentner1 und da ein fleiiger ,mann #d ,zentner in einem ,tage schneiden kann1 so verdient er einen guten ,taglohn4 ,dies gilt in bezug auf die ffentlichen ,lndereien ,algeriens1 wo die ,bltter der ,zwergpalme von eingewanderten ,spaniern1 die gleichzeitig ,spartgras schneiden1 und von ,arabern abgeerntet werden1 whrend die ,frauen und ,kinder sie hecheln4 ,solche gehechelte ,bltter gelten #h-i ,mark pro ,zentner und kommen seit #ahde in zunehmendem ,mae als vegetabilisches ,pferdehaar8 nach ,europa1 besonders ,frankreich1 in den ,handel4 ,auerdem werden die ,bltter neuerdings auch zur ,papierfabrikation benutzt4 ,von dieser ,zwergpalme erhielt die kleine ,insel ,palmaria bei ,spezia ihren ,namen1 da sie von ihr einst frmlich berwuchert war4 ,schon der treffliche griechische ,botaniker ,theophrastos 7#cej-bhf v4 ,chr47 unterschied sie deutlich von der ,dattelpalme1 obschon sie denselben ,namen trug4 ,er sagt1 sie wachse hufig auf ,kreta1 aber noch mehr auf ,sizilien und aus ihren breiten ,blttern wrden ,krbe und ,matten geflochten4 ,noch heute ist dies der ,fall1 auerdem verfertigt man ,kehrbesen aus ihnen1 dreht ,stricke daraus und it gelegentlich die jungen ,gipfeltriebe1 ,wurzeln und ,frchte4 ,von dieser wenig schmackhaften ,kost ernhrten sich nach dem ,berichte des ,cicero 7#ajf-dc v4 ,chr47 in seiner zweiten ,rede gegen ,verres die ,matrosen der an der ,kste ,siziliens von ihrem ,fhrer verlassenen ,flotte4 ,in einer ,satire des rmischen ,dichters ,horaz 7#fe-h v4 ,chr47 ist von aus ,blttern dieser ,palme verfertigten ,kehrbesen die ,rede1 mit denen die ,mosaikfubden gereinigt wrden1 und der zu ,gades in ,spanien geborene rmische ,ackerbauschriftsteller ,columella im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 spricht von daraus verfertigten ,palmmatten1 mit denen sein ,onkel zu ,gades 7,cadix7 in der das sdliche ,spanien umfassenden ,provinz ,baetica whrend der grten ,sommerhitze seine ,weinreben bedecke4 ,die erste grere ,palme1 die uns an der ,riviera durch ihre zierliche ,erscheinung erfreut1 ist die ,dattelpalme 7,phoenix dactylifera71 die hier als weit nach ,norden vorgeschobener ,vorposten des sonnenreichen ,sdens erscheint und auch niemals ,frchte zeitigt4 ,durch ganz ,nordafrika von ,marokko und den ,kanaren bis ,syrien1 ,persien und ,arabien ist sie der heutigen muhammedanischen ,bevlkerung eine zum ,lebensunterhalt vllig unentbehrliche ,fruchtpflanze1 deren zierliche ,kronen von ,fiederblttern berall1 wo sie auftauchen1 die menschlichen ,ansiedelungen ankndigen4 ,ihre sen1 sehr wohlschmeckenden und nahrhaften ,frchte bilden das tgliche ,brot und zugleich den wichtigsten ,handelsartikel der ,araber1 die sich ihren ,anbau sehr angelegen sein lassen4 ,sie gedeiht am besten zwischen dem #ai4 und #ce4 nrdlicher ,breite1 und bedarf nach ,norden zu einer mittleren ,jahreswrme von #ba-bc1 um geniebare ,frchte zu zeitigen4 ,sie verlangt ,sandboden mit ,grundwasser zu ihrem guten ,gedeihen und will ihren ,bltterschopf in der ,sonnenglut baden4 ,kein ,sturm bricht oder entwurzelt sie1 da ihr ,stamm von den verflochtenen ,fasern der ,blattstiele umgeben wird und ihre zahlreichen1 sehr tief reichenden1 zhen ,wurzeln sie beraus fest im ,boden verankern4 ,ihr #bj-cj m1 in einzelnen ,fllen sogar #dj m hoher ,stamm trgt einen ,schopf von #dj bis #hj ,stck #b-c1 ja #d m langer1 graugrner ,fiederbltter1 die das ,licht durchlassen1 so da an ihrem ,fue noch ,gemse und kleinere ,fruchtbume gedeihen4 ,zudem spenden sie willkommene ,khlung1 indem die ,bltter1 je strker sie von der ,sonne bestrahlt werden1 um so mehr ,wasser verdunsten lassen1 wobei ,wrme gebunden wird4 ,meist bildet sich in jedem ,jahr nur ein neues ,blatt1 whrend ein altes abstirbt2 dies fllt nicht ab1 wird aber bei den in ,kultur befindlichen ,bumen von ,menschenhand entfernt4 ,die einzelnen ,exemplare der ,dattelpalme sind mnnlich oder weiblich und bringen ihre ,fruchtorgane in groen ,rispen hervor4 ,jede ,rispe enthlt beim mnnlichen ,baum etwa #abjjj ,blten1 beim weiblichen dagegen #ajj-bjj ,fruchtanstze4 ,dabei bertrgt die ,luftstrmung den ,pollen von den hngenden ,rispen des mnnlichen auf die ,bltenstnde des weiblichen ,baumes4 ,die ,getrenntgeschlechtlichkeit dieser ,pflanze1 deren weibliche ,individuen die ,datteln hervorbringen1 war bereits den alten ,babyloniern1 gyptern und ,griechen bekannt1 und sie wuten sehr gut1 da ,gruppen von vereinzelt stehenden weiblichen ,bumen nur dann ,frucht ansetzen1 wenn stubende mnnliche ,bltenrispen in ihre ,kronen aufgehngt werden4 ,derselbe ,proze der ,auslese und ,kultur1 der aus einem ,wildling den edlen lbaum schuf1 hat auch in ,sdwestasien in vorgeschichtlicher ,zeit die ,dattelpalme geschaffen4 ,als die ,stammpflanze derselben gilt die wilde ,dattelpalme 7,phoenix silvestris71 die noch heute in ,iran und dem wstenhaften ,vorderindien weit verbreitet gefunden wird1 aber kaum ebare1 kleine1 herbe ,frchte liefert4 ,als ,ursprungsland der ,dattelkultur wird meist ,sdarabien angesehen1 doch ist die lteste fr uns nachweisbare ,sttte der ,anpflanzung des veredelten ,baumes ,babylonien1 das ,tiefland des ,euphrat und ,tigris1 zu einer ,zeit bevor noch die semitische ,einwanderung hier stattfand1 die diesen ,fruchtbaum als hchst kostbares ,kulturgut mit andern solchen ,kulturgtern bernahm4 ,schon die ,siedelungen des altbabylonischen ,volkes von ,sumer und ,akkad waren1 wie heute noch diejenigen der ,araber1 im ,schatten der ,dattelpalmen errichtet4 ,ein uns erhaltener babylonischer ,hymnus zhlt uns #cfj ,arten -- eine mystische astrologische ,zahl1 die bei diesen aberglubigen ,menschen eine groe ,rolle spielte -- von ,nutzen dieses ,baumes auf1 der bei den ,assyrern1 wie uns verschiedene ,basreliefs auf ,alabaster beweisen1 geradezu als heilig verehrt wurde4 ,der lteste griechische ,geschichtschreiber1 ,herodot1 der ums ,jahr #dfj v4 ,chr4 ,babylonien selbst bereiste1 berichtet in seiner ,geschichte des ,orients und ,griechenlands1 da die ,dattelpalme der einzige ,baum sei1 der in den ,ebenen ,babyloniens gepflanzt werde und dort in ganzen ,hainen wachse4 ,man sieht dort weder lbume1 noch ,reben1 noch ,feigenbume4 ,nur ,dattelpalmen wachsen berall und tragen ,frchte1 aus welchen man ,speisen1 ,wein und honigsen ,saft gewinnt4 ,die ,leute pflegen ihre ,palmen sehr gut und binden die ,bltenrispen der mnnlichen ,bume in die ,krone der weiblichen1 fruchttragenden1 damit die ,gallwespe 7psn7 von jenen auf diese bergehe und sie zur ,reife bringe4 ,geschieht dies nicht1 so fallen die ,frchte ab4 ,es tragen nmlich die mnnlichen ,dattelbume in ihren ,rispen ,gallwespen wie die ,feigenbume48 ,diese ,behauptung1 die kein anderer ,schriftsteller des ,altertums wiederholt1 war natrlich unrichtig1 indem dies geschieht1 damit der ,wind die ,befruchtung vornehme4 ,er schlo nur aus der in seiner ,heimat am ,feigenbaum gebten ,sitte auf diese ihm sonst unerklrliche babylonische ,gepflogenheit1 die spter der groe ,schler des ,aristoteles1 ,theophrastos 7#cij-bhf71 ganz richtig erklrt1 indem er bemerkt1 da man dies tue1 um den ,bltenstaub sicher auf die weiblichen ,blten gelangen zu lassen4 ,herodot berichtet weiter3 ,meistens fhren sie 7die ,babylonier7 ,krge von ,palmwein darauf8 -- nmlich auf ihren runden1 gepichten ,fahrzeugen1 auf denen sie den ,euphrat hinunter nach ,babylon fahren4 ,eingehender berichtet uns der griechische ,geschichtschreiber ,xenophon1 ein ,schler des ,sokrates 7#ddj-cee v4 ,chr471 ber die von ihm in ,babylonien beobachteten ,dattelpalmen4 ,als er im ,jahre #djj die zehntausend ,mann griechischer ,truppen1 die dem jngeren ,kyros gegen dessen ,bruder ,artaxerxes ,mnemon zu ,hilfe gezogen waren1 nach der unglcklichen ,schlacht bei ,kunaxa ber das armenische ,hochland nach der ,sdkste des ,schwarzen ,meeres und von da weiter nach ,byzanz fhrte1 baute er1 um die breiten1 brckenlosen ,kanle zu passieren1 ,brcken aus ,palmstmmen und quartierte dann seine ,leute in ,drfern ein1 in denen groer ,vorrat von ,getreide1 ,dattelwein und ,dattelessig war4 ,die ,datteln selbst1 welche dem ,gesinde gegeben wurden1 waren so wie diejenigen1 welche man in ,griechenland sieht2 diejenigen aber1 die fr die ,herrschaft bestimmt waren1 besaen eine wundervolle ,schnheit und ,gre4 ,der ,farbe nach waren sie dem ,bernstein gleich4 ,auch wurden sie getrocknet zum ,verspeisen aufbewahrt4 ,a man die getrockneten zum ,trank1 so schmeckten sie zwar s1 bewirkten aber ,kopfweh4 ,dort aen die ,soldaten auch zum erstenmal das ,hirn der ,dattelpalme 7enkphalon tu phonikos74 ,sie bewunderten das ,aussehen und den eigentmlich angenehmen ,geschmack dieser ,speise2 aber sie bewirkte ebenfalls starkes ,kopfweh4 brigens stirbt jede ,palme ab1 wenn ihr das ,gehirn genommen wird48 ,und an einer anderen ,stelle schreibt er3 ,sie 7die ,soldaten7 fuhren dann auf ihnen 7den wasserdicht zusammengenhten und mit ,heu ausgestopften ,fellen1 die ihnen als ,fahrzeuge dienten7 hinber 7ber den ,euphrat7 und holten sich aus der ,stadt 7,charmande7 aus ,datteln hergestellten ,palmwein und ,hirsebrot1 dergleichen in der ,gegend im berflu zu haben war48 ,auch der ltere ,plinius sagt um die ,mitte des #a4 christlichen ,jahrhunderts1 da nicht nur der aus den in ,wasser eingeweichten ,datteln geprete ,dattelwein1 sondern auch die frischen ,datteln ,kopfweh verursachen1 getrocknet weniger4 ,die ,dattelpalme sei nach dem ,weinstock und lbaum der edelste ,baum2 man unterscheide viele ,sorten1 von denen die sogenannten kniglichen ,datteln zu ,babylon die berhmtesten seien4 ,im ,sden seien auch die ,syagren 7d4 h4 ,wildschweindatteln7 und ,margariden berhmt2 letztere seien kurz1 rund und wei1 weshalb sie auch ihren ,namen von der ,perle 7margarita7 erhalten htten4 ,nach diesen seien die ,sandaliden 7d4 h4 ,sandalendatteln7 und ,karyoten 7d4 h4 ,nudatteln7,a die geschtztesten4 ,vorzugsweise sei ,juda durch seine ,dattelpalmen berhmt4 ,ihr ,hauptwert bestehe in dem fetten ,safte mit weinartigem1 sem ,honiggeschmack4 ,die weniger saftigen dortigen ,datteln heien ,nikolaen2,b sie seien ungemein gro1 so da vier davon zusammen die ,lnge einer ,elle ausmachen4 ,weniger ansehnlich1 aber im ,geschmack fast ebensogut wie die ,karyoten seien die ,adelphiden 7d4 h4 ,geschwisterdatteln71 whrend die dritte hierher gehrige ,art1 die ,pateten 7d4 h4 zertreten aussehenden ,datteln71 zu viel ,saft haben1 weswegen sie noch am ,baume platzen und dann wie zertreten aussehen4 ,eine mehr trockene ,sorte seien die langen1 schlanken ,daktylen 7die den eigentlichen ,dattelnamen tragen72 diese1 die wir den ,gttern weihen1 nennen die ,juden1 welche sich durch ,verachtung der ,gtter auszeichnen1 ,chyden 7d4 h4 ,ausschu748 ,da dieser edle ,fruchtbaum schon sehr frh von ,babylonien nach ,syrien und ,palstina gelangte1 kann uns nicht berraschen4 ,allerdings gedieh er in letzterem ,lande in den hheren ,lagen nicht mehr recht1 so da er im ,alten ,testament keine nennenswerte ,rolle als ,fruchtbaum spielte4 ,noch ,david1 der zweite ,knig von ,israel1 der ,jerusalem zur ,residenz erhob und nach ,sauls ,fall #dj ,jahre lang 7#ajcc-iic v4 ,chr47 den ,thron von ,juda behauptete1 zhlt die ,dattelpalme nicht unter den ,bumen auf1 die man in den ,grten pflanzen solle4 ,aber in den ,ebenen und an der ,kste ,syriens gedieh sie vortrefflich und war bald ein durchaus unentbehrlicher ,fruchtbaum1 den auf ihren ,kstenfahrten zu verbreiten sich die schiffahrtkundigen ,phnikier angelegen sein lieen4 ,sie brachten ihn zuerst bei der ,aussendung von ,kolonien nach ,nordafrika1 wo das von ihnen gegrndete und spter mit ,rom rivalisierende ,karthago die ,dattelpalme als ,wappenbild auf ihre ,mnzen schlug4 ,durch die regen ,verbindungen mit ,syrien und ,babylonien gelangte die ,dattelpalme schon zu ,ende des #c4 vorchristlichen ,jahrtausends1 etwa gleichzeitig mit dem ,feigenbaum1 nach gypten1 wo sie uns in den ,darstellungen an den ,wnden der ,grber der #ab4 ,dynastie1 also zu ,beginn des mittleren ,reiches unter der ,bezeichnung bunnu oder phunnu zum erstenmal als offenbar nicht mehr seltener ,fruchtbaum entgegentritt4 ,so sehen wir in einer hbschen ,darstellung des ,grabes ,nr4 #b zu ,beni ,hassan1 wie erwachsene ,bume dieser ,art gefllt werden1 was wohl nicht der ,fall gewesen wre1 wenn dies eine kostbare ,neueinfhrung gewesen wre4 ,in der ,folge war die ,dattelpalme ein in gypten viel angepflanzter und neben der ,dumpalme hufig dargestellter ,baum1 dessen ,frchte zahlreich unter den ,totenbeigaben gefunden werden4 ,aus den ,stengeln der ,fiederbltter -- altgyptisch bai genannt -- stellte man ,stcke1 ,kfige und leichte ,sthle her1 whrend die ,fiedern selbst -- altgyptisch utu -- zum ,flechten von ,matten1 ,krben1 ,sandalen und dergleichen mehr dienten4 ,von den altgyptischen rzten wurden den ,kranken hufig ,datteln zum ,abfhren verordnet4 ,neben der ,dattelpalme wurde von den alten gyptern auch ein dem ,sonnengotte ,ra geheiligter1 besonders in der ,sonnenstadt ,heliopolis verehrter adlerhnlicher ,vogel1 der sich alle #ejj ,jahre selbst verbrennen und aus der ,asche verjngt auferstehen sollte1 ebenfalls bunnu oder phunnu genannt4 ,nun besteht zweifellos zwischen diesen beiden gleichgenannten ,dingen irgend eine nicht mehr zu ergrndende sagenhafte ,beziehung1 die den ,griechen durch ,vermittlung phnikischer ,handelsleute zu ,gehr kam4 ,so nannten sie diesen mythischen ,vogel und die ,dattelpalme aus phunnu verndert phonix und gaben den semitischen ,kaufleuten von der ,kste ,syriens selbst diese ,bezeichnung1 whrend spter die ,rmer diesem ,handelsvolke den sichtlich aus bunnu abgeleiteten ,namen puni oder poeni gaben4 ,dem homerischen ,zeitalter war die ,dattelpalme noch durchaus fremd4 ,erst an einer ,stelle der ,odyssee1 die nicht frher als aus dem #i4 vorchristlichen ,jahrhundert stammen drfte1 wird in ,worten hchster ,bewunderung von einer heiligen ,palme auf der ,insel ,delos gesprochen1 mit der der vielgewanderte ,dulder ,odysseus die schlanke ,tochter des ,knigs der ,phaken1 ,nausikaa1 vergleicht1 die ihn nach seinem ,schiffbruch1 als er nackt und ohne irgend welche ,habe von den ,wogen ans ,land geworfen wurde1 freundlich aufnahm und zu ihrem ,vater ,alkinoos geleitete4 ,es war das die einzige ,palme1 die er auf seinen weiten ,wanderungen sah2 ja1 er sagt von ihr1 da sonst nirgends auf ,erden ein solcher ,baum wachse1 als nur dort3 denn nicht trgt ein solches ,gewchs sonst irgend die ,erde48 ,wenn schon die zierliche ,gestalt des nicht ,frucht tragenden ,baumes im ,abendlande solches ,entzcken erregte1 so wird man begreifen1 da im ,morgenlande selbst1 wo der ,baum durch seine wohlschmeckenden1 nahrhaften ,frchte dem ,menschen ganz unentbehrlich ist1 er als ,inbegriff der durch groe ,ntzlichkeit hervorgehobenen ,schnheit von den ,dichtern in den schnsten ,bildern besungen wird4 ,wer denkt da nicht an die ,stelle im ,hohen ,lied des ,alten ,testaments1 dem einzigen uns erhaltenen1 ums ,jahr #hjj v4 ,chr4 entstandenen und ganz mit ,unrecht dem ,knig ,salomo zugeschriebenen ,erzeugnis der weltlichen ,lyrik der ,hebrer1 da der ,snger seine ,geliebte in begeisterten ,worten beschreibt und von ihr sagt3 ,dein ,wuchs gleicht der ,palme und deine ,brste den ,datteltrauben81 dann an den ,gebrauch der ,israeliten und ,vorderasiaten berhaupt1 ihre ,tchter mit ,vorliebe tamar1 d4 h4 ,dattelpalme zu heien4 ,die athenische ,sage berichtet1 da ihr mythischer ,knig ,theseus nach der berwindung des ,minotaurus auf seiner ,heimfahrt von ,kreta auf ,delos gelandet sei und mit seinen ,genossen zu ,ehren des dort verehrten ,gottes ,apollon ein ,kampfspiel aufgefhrt habe4 ,die ,sieger seien dann mit ,zweigen jener berhmten ,palme geschmckt worden1 und seither sei der ,palmwedel das ,symbol des ,siegers und der ,siegesfreude4 ,schon in der ,mitte des #g4 vorchristlichen ,jahrhunderts stiftete der ,tyrann ,kypselos1 der ,herrscher der auf phnikischen ,ursprung zurckgehenden ,stadt ,korinth1 eine eherne ,palme als ,weihgeschenk fr den delphischen ,apollon1 wie spter auch die ,athener nach ihrem ,doppelsiege ber die ,perser am ,flusse ,eurymedon im ,jahre #dff v4 ,chr4 ,endlich prgten ,ephesus und andere ,griechenstdte1 so auf ,kreta und ,euba1 ,palmen auf ihre ,mnzen4 ,von den ,griechen kam die ,dattelpalme zu den ,rmern1 die vorher blo die auf heien ,standorten ,siziliens und ,unteritaliens wachsende ,zwergpalme 7,chamaerops humilis7 gekannt hatten4 ,auch bei ihnen war der ,palmwedel das ,abzeichen und der ,preis des ,siegers in den ffentlichen ,spielen wie bei den ,triumphzgen1 und mit ihm bestickten sie als ganz besondere ,auszeichnung die tunica palmata1 das kurzrmelige1 wollige ,unterkleid1 das die ,mnner unter der ,toga trugen4 ,die ersten ,dattelpalmen auf italienischem ,boden pflanzten die unteritalischen ,griechen um die dem ,apollon geweihten ,tempel und von ihnen drangen sie mit der ,zeit zu den ,rmern vor1 von denen der ,geschichtschreiber ,livius das erste ,exemplar aus dem ,jahre #bia v4 ,chr4 aus dem ,hain des ,apollo in der ,hafenstadt ,antium in ,italien erwhnt4 ,aber erst im letzten vorchristlichen ,jahrhundert kamen die ,frchte dieses ,baumes als ,handelsartikel durch die ,vermittlung der ,griechen hufiger zu den ,rmern unter der dem semitischen ,worte dafr dachel entlehnten griechischen ,bezeichnung dktyloi1 woraus das lateinische dactyli und zuletzt unser deutsches ,wort ,dattel wurde4 ,da nun die ,griechen aus dem von den ,phnikiern gehrten ,wort dachel dktyloi machten1 mag wohl auf einer ,ideenverbindung mit dem ,worte ,finger1 was dktylos eigentlich bedeutete1 beruhen1 da diese ,frchte entfernt fingerfrmige ,gestalt besitzen4 ,da die ,dattelpalme auf europischem ,boden keine se ,frucht trgt1 sind mit dem ,untergang der antiken ,welt auch die anmutigen hier gepflanzten ,exemplare1 weil keine ,frchte tragend1 als nutzlos zugrunde gegangen4 ,die ,araber dagegen verbreiteten dieses ihr heimatliches ,gewchs berall hin1 wo sie ihren ,fu setzten4 ,so soll der ,kalif ,abdurrahman ,i4 um das ,jahr #gef in einem ,garten bei ,cordova mit eigener ,hand die erste ,dattelpalme auf spanischem ,boden gesetzt haben1 von der alle brigen in ,spanien abstammen sollen4 ,oft soll er sie in sehnschtiger ,erinnerung an die arabische ,heimat betrachtet haben4 ,die ,sarazenen brachten den ,baum wiederum nach ,sizilien und ,sditalien1 wo sich seiner in der ,folge die ,christen bemchtigten1 um die ,blattwedel am ,palmsonntage weihen zu lassen und das ,jahr ber als ,schmuck in ihren ,wohnungen aufzubewahren4 ,dieser ,sitte verdankt ,italien seinen grten ,palmenhain1 der sich bei ,bordighera zwischen ,san ,remo und ,ventimiglia unter fast #dd nrdlicher ,breite befindet4 ,ebare ,frchte liefern sie natrlich hier nicht1 dafr aber mssen sie ihre ,blattwedel opfern4 ,die ,einwohner dieses ,stdtchens haben das durch ,gewohnheit geheiligte ,vorrecht1 zum ,osterfest ,palmen nach ,rom zu liefern1 und diese ,industrie schuf mit der ,zeit die ber #djjj ,stmme zhlende ,palmenanpflanzung4 ,dieses ,vorrecht verlieh ,papst ,sixtus ,v4 im ,jahre #aehf der ,familie ,bresca als ,belohnung dafr1 da ein ,glied dieser ,familie1 ein ,schiffskapitn1 in jenem ,jahre1 whrend der ,aufstellung des unter ,kaiser ,caligula #ci n4 ,chr4 aus ,heliopolis in gypten nach ,rom gebrachten und damals den vatikanischen ,zirkus schmckenden ,obelisken auf dem ,platz von ,st4 ,peter in ,rom1 als die trockenen ,taue zu versagen drohten1 durch den rechtzeitigen ,ruf3 ,wasser auf die ,taue68 dem die ,aufstellung besorgenden ,baumeister ,fontana aus schwerer ,verlegenheit half4 ,den ,palmwedel hat die christliche ,kirche1 wie so viele andere ,symbole der ,bildersprache des ,orients entnommen4 ,wie ,palmenwedel bei den ,festen des ,osiris in gypten1 beim feierlichen ,einzuge der ,knige in ,jerusalem prangten1 die ,sieger in ,olympia schmckten und die ,festgewnder rmischer ,imperatoren zierten1 so bedient sich ihrer heute noch die katholische ,kirche in ,erinnerung an den ,einzug des ,christus 7d4 h4 ,messias7 in die jdische ,hauptstadt4 ,bei der ,feier des ,palmsonntags sollen sie nicht blo ein ,zeichen des ,sieges des ,urhebers des ,christentums1 sondern zugleich ein ,bild himmlischer ,reinheit sein1 deren ,beispiel jener gab4 ,damit nun die ,palmwedel mglichst farblos wei bleiben1 d4 h4 sich ohne ,ausbildung des ,blattgrns entwickeln1 werden die ,kronen vom ,hochsommer an fest zusammengebunden1 so da die innersten ,bltter1 vom ,licht unberhrt1 vergeilen4 ,der ,reisende1 der um diese ,zeit die ,riviera di ,ponente besucht1 sieht dann die ,palmwipfel in ,form von riesigen ,kugeln und begreift anfangs nicht1 was diese ,verstmmelung des schnen ,baumes bezweckt4 ,im ,dunkeln gehalten1 werden solche ,wedel auch schlank und lang4 ,an ihren ,enden laufen sie spitz aus und bleiben biegsam und weich1 so da sie leicht in beliebige ,formen geflochten werden knnen4 ,aber auch das ltere ,judentum benutzt noch die ,palmwedel in ,verbindung von ,myrte und ,bachweide zum ,feststrau fr das ,laubhttenfest1 das ursprnglich ein ,erntefest war4 ,es verlor aber nach der ,zerstreuung der ,juden1 die sich in der ,fremde dem ,handel zuwandten1 diese seine ,bedeutung und behielt nur die andere geschichtliche bei1 eine ,erinnerung an den gttlichen ,schutz whrend der ,wstenwanderung zu sein1 als ihre ,vorfahren unter ,mose in ,htten aus ,palmzweigen wohnten4 ,die ,bestandteile dieses1 bei jenem im ,oktober gefeierten ,feste zur ,aufstellung gelangenden ,straues muten gewisse ,bedingungen erfllen1 so auch der ,palmwedel1 der fr die ,juden grn bleiben mu4 ,der ,schopf zu diesem ,zwecke gehaltener ,palmen wird in ,bordighera weniger stark zusammengebunden1 so da auch die jngeren ,bltter etwas ,licht erhalten und ergrnen knnen4 ,sie bleiben zugleich krzer1 schlieen mit stumpfer ,spitze ab und werden hrter als diejenigen fr die ,katholiken4 ,frher trug auch die ,umgegend des kalabrischen ,reggio und von ,palermo auf ,sizilien ganze ,palmenwaldungen1 die aber als ,nachla der unglubigen ,sarazenen von den ,christen zerstrt wurden4 ,einzig in ,sdspanien1 bei ,elche1 befindet sich noch ein aus mohammedanischer ,zeit herrhrender ,palmenwald von etwa #fj #jjj ,stmmen1 der nicht nur ,bltter fr fromme ,glubige liefert1 sondern auch geniebare ,frchte zeitigt4 ,an der ,riviera wird neuerdings sehr hufig neben der ,dattelpalme die ihr sehr hnliche kanarische ,phnix gepflanzt1 von ihr nur durch gedrngteren1 ppigeren ,wuchs und krftigere ,blattentwicklung verschieden4 ,ihre ,bltter werden gleichfalls hufig zu der an der ,riviera blhenden ,palmenflechterei benutzt4 ,in den ,oasen ,nordafrikas und ,westasiens ist die ,dattelpalme das wichtigste ,kulturgewchs1 ohne welches der ,mensch hier nicht existieren knnte4 ,hier treibt sie ihre ,wurzeln sehr tief in den ,boden1 bis die wasserfhrende ,schicht erreicht ist1 so da sie ohne knstliche ,bewsserung ppig gedeiht4 ,alles an ihr wird von den armen ,oasenbewohnern verwertet4 ,die ,frchte sind das fast ausschlieliche ,nahrungsmittel1 das roh1 getrocknet oder gekocht tglich mehrmals gegessen wird4 ,in ,krbe gepret oder in ,sand gegraben1 knnen sie bis zwei ,jahre aufbewahrt werden und verderben selbst in der brennendsten ,sonnenhitze nicht4 ,deshalb bilden ,datteln auf den ,karawanenreisen ein unentbehrliches ,proviantmittel4 ,der ,stamm der ,dattelpalme liefert die ,pfosten der ,huser1 die ,gerste zu den ,ziehbrunnen1 die ,bretter zu ,tren und das ,werkzeugmaterial berhaupt4 ,die ,bltter dienen zur ,bedachung der ,htten1 die ,rippen zur ,einzunung der ,grundstcke wie auch zu ,wanderstben2 ihre ,fiedern werden zu ,sandalen und ,krben geflochten4 ,aus dem ,fasergewebe der ,blattanstze werden sehr haltbare ,stricke gedreht1 die besonders widerstandsfhig gegen ,salzwasser sind und deshalb vielfach in der ,schiffahrt ,verwendung finden2 die ,herzbltter der ,stammspitze liefern den wohlschmeckenden ,palmkohl und durch ,anzapfen des ,stammes erhlt man einen zuckerhaltigen ,saft1 der vergoren einen berauschenden ,wein liefert4 ,meist aber wird solcher ,dattelwein durch ,grenlassen von mit ,wasser verdnntem ,dattelhonig gewonnen1 der durch ,auspressen der frischen ,datteln erhalten wird4 ,die ,fortpflanzung der ,dattelpalme geschieht bisweilen durch die ,fruchtkerne1 in denen das ,nhrgewebe fr den ,embryo in ,form von hornartig hartem ,holzstoff angehuft ist1 das dann durch ,fermente gelst und in ,zucker verwandelt wird1 um dem jungen ,pflnzchen zum ,wachstume zu dienen4 ,am hufigsten aber wird dieser ,fruchtbaum durch ,schlinge vermehrt1 die man im ,herbste aus der unmittelbaren ,nhe des ,mutterbaumes ausgrbt1 verpflanzt und etwa drei ,monate lang begiet1 von wo an sie sich selbst erhalten knnen4 ,nach sechs bis acht ,jahren beginnen diese die ersten ,blten zu treiben1 aber erst vom #bj4 ,jahre an liefern sie volle ,ertrge1 die bis zum #gj4 oder #hj4 ,jahre andauern4 ,von da an wird der ,ertrag geringer1 und etwa im ,alter von #ajj ,jahren sterben die ,bume ab4 ,stets werden die weiblichen ,dattelpalmen in der ,weise befruchtet1 da man in ihre ,rispen ,teile eines stubenden mnnlichen ,bltenstandes befestigt oder darber schttelt1 damit der ,pollen in reichen ,mengen auf erstere hinunterfalle4 ,in einem ,fruchtstande gelangen meist ber hundert ,beeren zur ,entwicklung1 die dann im ,herbste geerntet werden1 doch nicht gleichzeitig4 ,man pflckt nmlich diejenigen1 die als ,vorrat aufbewahrt werden sollen1 vor ihrer vlligen ,reife1 um sie an der ,sonne ausreifen1 zugleich aber auch trocken und fest werden zu lassen4 ,die am ,baume vllig reif gewordenen it man vorweg4 ,als ,durchschnittsernte rechnet man auf einen ,baum einen ,jahresertrag von #ej kg1 die an ,ort und ,stelle etwa drei ,mark wert sind4 ,endlich hat die ,dattelpalme auch in der ,kunst eine wichtige ,rolle gespielt4 ,bei den alten ,babyloniern gab ihr ,stamm den ,anla zur ,entstehung der spter aus ,stein nachgebildeten runden ,sule1 whrend ihr ,wipfel das in der babylonischen und assyrischen ,kunst so beliebte ,motiv der ,palmette gab1 welches dann die ,griechen aus dem ,orient bernahmen4 ,in gypten dagegen wurden die ,sulen aus ,papyrus und ,lotus nachgeahmt2 dadurch entstand die kanelierte ,sule1 die die ,griechen von dorther bernahmen und in ihrer dorischen und korinthischen ,sule weiter bildeten4 ,da sie ihnen aber nchtern vorkam1 wurde sie mit den ,blttern des im ,mittelmeergebiet in mehreren ,arten verbreiteten ,acanthus gekrnt1 wodurch das korinthische ,kapitl entstand4 ,die ,voluten des ionischen ,kapitls dagegen sind wahrscheinlich den gewundenen ,gehusen der ,tonnenschnecken 7,dolium7 nachgebildet4 ,so hat die ,dattelpalme den weitgehendsten ,einflu auf die allgemeine ,kultur des in ihrem ,bereiche lebenden ,volkes ausgebt4 ,die im tropischen ,afrika einheimische und namentlich an den ,fluufern sehr verbreitete ,ukindu- oder wilde ,dattelpalme 7,phoenix reclinata7 liefert ungeniebare1 holzigtrockene ,frchte1 doch werden die ,fiedern der ,bltter zu ,flechtereien aller ,art benutzt4 ,wichtiger als sie ist die indische ,dattel-,zuckerpalme 7,phoenix silvestris71 die nur #i bis #ac m hoch wird und eine dichte1 halbkugelige ,krone aus #c bis #e m langen ,fiederblttern trgt4 ,sie wird in ihrer ,heimat1 besonders in ,bengalen1 seit unvordenklicher ,zeit zur ,gewinnung von ,palmenzucker kultiviert4 ,ende ,oktober entfernt man an ihr die unteren ,bltter1 die zum ,flechten von ,matten und ,scken fr die ,zuckerverpackung oder als ,brennmaterial dienen1 und macht einige ,tage spter an jener entblten ,stelle einen ,einschnitt in den ,stamm1 in welchen man ein gespaltenes ,bambusrhrchen einsetzt1 das den aus der ,wunde rieselnden sen ,saft in ein ,gef leitet4 ,der ,saft fliet besonders nachts1 und zwar um so strker1 je khler sie ist4 ,frh morgens geht der ,eigentmer mit seinen ,gehilfen von ,baum zu ,baum1 um den ,saft zu sammeln und sofort an ,ort und ,stelle zu einem gur genannten ,sirup zu kochen4 ,dieser wird meist verkauft und von besonderen ,zuckerkochern zu ,palmenzucker eingedickt4 ,wenn der ,saftflu nach etwa acht ,tagen erschpft ist1 so lt man die ,wunde zuheilen und versucht eine ,woche spter an einer anderen ,stelle nach vorhergehendem ,schlen des ,stammes weiteren ,saft zu gewinnen4 ,ein vollkrftiger ,baum kann whrend der ,erntezeit in #ej ,nchten abgezapft werden und liefert #bdj ,sihr 7 #ajj ,liter7 sen ,saft1 aus denen #bd ,sihr 7 #aj ,liter7 ,sirup eingekocht wird4 ,die ,bume werden aus ,samen auf gutgedngtem ,boden gezogen und werden nach ,ablauf des fnften ,lebensjahres zum erstenmal angezapft4 ,die erste ,ernte betrgt nur die ,hlfte des ,ertrags eines vollkrftigen ,baums4 ,durchschnittlich betrgt die ,erntefhigkeit #dj1 unter besonders gnstigen ,verhltnissen #de bis #ej ,jahre4 ,ganz auerordentliche ,wichtigkeit kommt der ,knigin der ,palmen1 der ,kokospalme 7,cocos nucifera7 zu1 die berall in den ,tropen in der ,nhe der ,ksten schon seit sehr langer ,zeit eine geradezu unentbehrliche ,nutzpflanze bildet4 ,da die brigen #bh ,arten der ,palmengattung ,cocos im ,kstengebiet von ,mittelamerika heimisch sind1 mu auch sie1 die man nirgends mehr wild findet1 von dorther stammen1 wie zuerst ,martius vermutete4 ,sie hat sich teils durch den ,menschen1 der sie berall mit sich nahm1 teils durch die ,meeresstrmungen ber den ganzen ,tropengrtel verbreitet4 ,als ausgeprgte ,strandpflanze1 von der man sagt1 da sie nur soweit gedeiht1 als der ,seewind sie erreicht1 sind nmlich ihre mchtigen1 undeutlich dreikantigen ,frchte auf lange andauernden ,transport durch die salzige ,flut eingerichtet4 ,zu diesem ,zwecke haben sie eine #b ,finger dicke1 auerordentlich zhe und dauerhafte ,faserhlle1 die als ,schwimmkrper dient2 auerdem ist der ,keimling in eine steinharte ,schale eingeschlossen1 welche auch nach allflliger ,auflsung der ueren ,faserhlle den zarten ,keimling vor der schdlichen ,einwirkung des scharfen ,meerwassers abhlt4 ,dieser ,umstand erklrt es1 weshalb die zierliche ,palme1 deren wehende ,bltterkronen einen der schnsten und charakteristischen ,zge der tropischen ,landschaft bilden1 sich auch ohne ,zutun des ,menschen als vielfach einzigen ,vertreter der ,baumvegetation auf allen ,koralleninseln der ,sdsee angesiedelt hat4 ,ursprnglich ist die ,kokospflanze eine ausschlieliche ,kstenpflanze4 ,erst durch den ,menschen wurde sie auch fern von der ,kste angesiedelt4 ,da1 wo sie ihre ,wurzeln ins ,grundwasser tauchen kann1 das auch salzig sein darf1 gedeiht sie nmlich auch fern von der ,salzflut4 ,so hat man sie neuerdings nicht blo in ,indien und auf ,ceylon1 sondern auch in ,ostafrika bis #ejj km vom ,meere entfernt angesiedelt4 ,und sie kommt hier so gut als an der ,kste fort4 ,sie wird gewhnlich nur etwa #bj m hoch1 kann aber gelegentlich #be bis #cj m ,hhe erreichen4 ,auf ihrem von den vorherrschenden ,winden meist etwas gekrmmten1 schlanken1 geringelten ,stamm von #cj bis #fj cm ,durchmesser erhebt sich eine ,krone von #aj-ab bis #e m langen1 gefiederten ,blttern1 deren unterseits rinnenfrmig ausgehhlter ,stiel am ,grunde von einem zhen1 braunen ,geflecht umgeben ist4 ,aus den ,achseln der untersten ,bltter kommen die bis #a m langen1 zusammengedrckten ,bltenscheiden hervor1 welche lange1 vielfach verzweigte ,kolben mit gelben mnnlichen und grnen weiblichen ,blten umschlieen4 ,aus letzteren gehen die #bi 3 #bf cm messenden1 bla aschgrauen bis rtlichen ,frchte hervor1 die fast ein ,jahr zu ihrer ,reife brauchen4 ,ein jeder ,fruchtkolben1 deren mehrere gleichzeitig am ,baume zu sehen sind1 trgt #aj bis #cj ,nsse4 ,so reifen das ,jahr ber an einem ,baume gnstigenfalls bis #aej ,nsse2 doch rechnet man durchschnittlich nur auf einen ,jahresertrag von #fj bis #hj ,nssen per ,baum in vier bis fnf ,ernten4 ,die junge ,nu ist mit einer milchigen ,flssigkeit1 der ,kokosmilch1 erfllt1 die einen slichen1 etwas zusammenziehenden ,geschmack besitzt und frisch ein angenehmes1 khlendes ,getrnk bildet4 ,bei der ,reife verdichtet sich diese milchige ,flssigkeit in den ueren ,partien zu einem festen1 weien ,kern1 der neben ,eiweistoffen besonders reichlich ,fett enthlt4 ,in der ,hhlung dieses festen ,teiles des ,nhrgewebes findet sich aber auch nach der ,reife noch ein flssiger ,teil als ,milch1 welche spter bei der ,keimung zuerst zur ,verwendung gelangt4 ,der kleine ,keimling liegt im festen ,nhrgewebe unterhalb des ,keimlochs des nicht fehlgeschlagenen ,fruchtknotenfaches4 ,tafel #bc4 ,illustration3 ,dattelpalmen in ,algier4 ,dattelernte in einer nordafrikanischen ,oase4 ,tafel #bd4 ,illustration3 ,fruchttragende ,kokospalme in ,westafrika mit einem ,neger1 der im ,begriffe ist sie zu besteigen1 um ,nsse herunterzuholen4 ,in einem zusammenhngenden1 dichten ,besiedelungsgebiet wchst die ,kokospalme besonders in ganz ,sdasien1 der indischen und polynesischen ,inselwelt in dichten ,hainen und befriedigt die meisten ,lebensbedrfnisse der ,eingeborenen1 deren ,existenz sich ohne sie gar nicht mehr denken liee4 ,keine andere ,nutzpflanze lt sich an vielseitiger ,verwendung auch nur annhernd mit ihr vergleichen4 ,von ihr sagt ein indisches ,sprichwort1 da sie #iii ,nutzanwendungen gewhre und die #ajjj4 sei berhaupt noch nicht gefunden4 ,aus der ,rinde der ,kokospalme gewinnt man den ,kokosgummi1 womit sich die ,bewohner von ,tahiti und anderer ,inseln der ,sdsee die ,haare bestreichen1 um ihnen ,halt zu geben4 ,in ,indien werden die ueren1 gerbstoffhaltigen ,teile des ,stammes zum ,gerben benutzt4 ,der vom #ce4 ,jahre an stark verholzende ,stamm dient als oft einziges ,nutzholz zum ,bauen und zur ,herstellung der ,mbel und verschiedensten ,gerte4 ,zur ,anfertigung feiner ,mbel wird er besonders viel nach ,england ausgefhrt4 ,die ,bltter benutzt man zum ,dachdecken1 sowie zu ,matten und anderen ,geflechten1 wie besonders ,hten und ,regenschirmen1 die ,bltenscheiden und alten1 ausgetrockneten ,bltter zusammengerollt zu ,fackeln1 die ,mittelrippe zu ,kmmen1 die zusammengebundenen ,bltter zu ,besen4 ,das junge ,mark unter der ,endknospe1 das einen sen1 an ,haselnu erinnernden ,geschmack besitzt1 wird wie die ganz jungen ,bltter als ,gemse1 sogenannten ,palmkohl1 gegessen4 ,das ,fasernetz am ,grunde der ,bltter1 noch mehr aber die faserige ,hlle der ,frchte dient zu unverwstlichen ,tauen1 ,stricken und ,geflechten1 besonders ,matten1 ,teppichen und ,lufern1 aber auch zu ,besen1 ,pinseln und ,brsten4 ,aus den noch geschlossenen ,bltenscheiden wird durch ,umschnrung mit jungen ,kokosblttern und ,anschneiden der ,toddy genannte ,palmwein und aus diesem durch ,destillation ,arrak1 durch ,einkochen ein ,sirup und endlich ein sehr angenehm schmeckender brauner ,zucker1 der ,palmzucker 7tschakara1 mit dem ,sanskritworte sackara1 von dem unser ,zucker abstammt1 zusammenhngend71 von dem ber #aaj ,millionen kg jhrlich produziert werden1 gewonnen4 ,der dnnmilchige ,saft besonders der unreifen ,frchte dient als beraus angenehmes1 erfrischendes ,getrnk1 whrend der wie ,haselnu schmeckende weie ,kern roh verspeist oder zerrieben dem ,curry und anderen ,speisen hinzugefgt wird1 auch pret man aus ihm das zu #fh ,prozent in ihm enthaltene l in ,form eines weien1 dem ,schweineschmalz hnlichen1 blo etwas unangenehm riechenden ,fettes1 das zum ,schmlzen der ,speisen1 als ,brenn- und ,salbl dient1 zu welch letzterem ,zwecke es vielfach mit ,sandelholz parfmiert wird4 ,besonders aber dient es wie das afrikanische ,palml zur ,herstellung von ,kerzen und ,seifen4 ,kokosseife ist besonders bei ,seeleuten sehr beliebt1 da sie die einzige ist1 die auch im ,meerwasser schumt4 #ae ,nsse geben durchschnittlich #b ,liter ,kokosnufett4 ,die ,prerckstnde geben ein wertvolles ,viehfutter4 ,die harte ,schale liefert ,gefe und ,lffel und wird in ,europa zu allerlei ,drechslerwaren1 namentlich ,knpfen1 verarbeitet4 ,welch ungeheure ,werte der ,mensch der ,kokospalme verdankt1 kann man sich einigermaen vorstellen1 wenn man bedenkt1 da einzig die ,insel ,ceylon1 auf der die ,europer erst seit etwa #cj ,jahren systematisch grere ,anpflanzungen dieser ,palme vornahmen1 aus ihren wenigstens #cj ,millionen ,kokosbumen jhrlich einen ,ertrag von rund #cbe ,millionen ,mark bezieht1 whrend der ,reis einen solchen von #aab ,millionen ,mark1 der neuerdings im groen ,mastabe gepflanzte ,tee aber einen solchen von #ajj ,millionen ,mark liefert4 ,deshalb wird die ,kokospalme auch in allen tropischen ,kolonien ,deutschlands in ,menge kultiviert4 ,die grten und wertvollsten ,bestnde besitzen die ,sdseeinseln1 wo sich neben den ,kokoshainen der ,eingeborenen auch groe1 von ,europern angelegte ,kokosplantagen befinden4 ,in ,afrika wird sie in den ,kstenstrichen fast nur von den ,eingeborenen kultiviert4 ,trotzdem haben die deutschen ,kolonien im ,jahre #aijf fr #f ,millionen ,mark der als ,kopra bezeichneten getrockneten ,kokosnu exportiert4 ,da die ,gesamteinfuhr ,deutschlands an ,kopra in demselben ,jahre #af1i ,millionen ,mark betrug1 so ergibt sich1 da dieses ,land jetzt schon mehr als ein ,drittel seines ,koprabedarfes aus seinen ,kolonien zu decken vermag4 ,die ,eingeborenen der ,tropen pflanzen die ,kokospalme gern in und um ihre ,drfer an1 meist nur in kleineren ,bestnden1 seltener als grere ,pflanzungen4 ,diese werden in der ,regel von den ,europern angelegt4 ,die ,kultur der ,kokospalme ist eine hchst einfache4 ,die ,vermehrung geschieht ausschlielich durch die ,frchte1 welche man nach der ,ernte noch #c-d ,wochen lang ausreifen und ankeimen lt1 bevor man sie zur ,aussaat verwendet4 ,wenn der ,keimling etwa #b cm aus der ,frucht herausragt1 werden die ,nsse ihrer ,lnge nach in ,furchen eines aus sandiger1 reich mit ,salz oder ,asche gedngter ,erde bestehenden ,saatbeetes gelegt und lose mit ,erde bedeckt4 ,nach #g bis #i ,monaten werden die jungen ,palmen an ihren definitiven ,bestimmungsort gebracht1 wobei man sie etwa #g m auseinander pflanzt4 ,doch mssen sie noch lngere ,zeit bei allzu groer ,hitze beschattet1 gegen das weidende ,vieh beschtzt und regelmig mit ,holzasche gedngt werden4 ,nach dem ersten ,jahre fangen die ,bltter an gefiedert zu werden1 d4 h4 sie verlieren ihre fr das ,jugendstadium charakteristische zusammenhngende ,form4 ,am ,ende des zweiten ,jahres haben sie am ,grunde einen ,durchmesser von #h cm4 ,im dritten ,jahre nimmt der ,fu der ,krone die ,gestalt eines ,hufeisens an und der ,stamm beginnt sich ber die ,erde zu erheben4 ,im vierten ,jahre hat er #ab und im fnften ,jahre #bd ,bltter4 ,in den folgenden ,jahren setzt er noch weitere #ab ,bltter an1 damit ist seine ,krone vollstndig4 ,nun wendet sich das ,wachstum mehr auf den ,umfang der ,pflanze4 ,vom siebenten oder achten ,jahre an beginnt die ,palme zu blhen und das ganze ,jahr hindurch ,frchte zu zeitigen4 ,die volle ,tragfhigkeit tritt aber meist erst im zwlften ,jahre ein und dauert bis zum sechzigsten bis achtzigsten ,jahre1 dann nimmt der ,ertrag ab1 so da der ,baum schlielich umgehauen und durch eine junge ,kokos ersetzt wird4 ,doch kann der ,baum ein ,alter von #ij-ajj ,jahren erreichen4 ,in bezug auf den ,boden ist die ,kokospalme nicht besonders whlerisch1 wenn sie nur genug ,wasser1 am liebsten brackiges hat4 ,am besten sagt ihr ein tiefgrndiger1 humusreicher ,lehm zu4 ,auer ,wind1 der ihr berall an der ,kste in reichem ,mae zuteil wird1 verlangt sie vor allem reichen ,sonnenschein4 ,luft und ,licht sind zwei ihrer wichtigsten ,lebensbedingungen4 ,im ,schatten verkmmert sie2 daher finden wir niemals ,kokospalmen im geschlossenen ,hochwalde4 ,im ,halbschatten wchst sie mangelhaft1 bildet nur einen ganz dnnen ,stamm und die wenigen ,frchte1 die sie hier hervorbringt1 sind klein und unansehnlich4 ,begreiflicherweise war dieses ,tropengewchs1 das sehr frh die ,gestade ,indiens besiedelte1 den lteren ,kulturvlkern am ,mittelmeer unbekannt4 ,die erste ,beschreibung von ihm gab unter den ,griechen der pflanzenkundige ,aristotelesschler ,theophrast 7#cij-bhf v4 ,chr47 in seiner ,naturgeschichte der ,gewchse nach dem ,bericht1 den er ber die ,kokospalme durch ,begleiter ,alexanders des ,groen auf dessen ,zuge nach ,indien erhalten4 ,er nannte sie kki4 ,der gyptische ,grokaufmann ,kosmas aus ,alexandrien1 der ums ,jahr #eej mit seinem ,begleiter ,menas auf einer ,handelsreise bis ,sdafrika und ,indien gelangte und spter als ,mnch seine ,reise beschrieb1 sah in den ,kstengebieten ,indiens1 der von ihm ,taprobane genannten ,insel ,ceylon und auf den ,malediven1 die er besuchte1 in ,menge die von ihm argllion genannte ,kokospalme2 es ist dies das nargil der ,perser und ,araber1 das aus dem indischen narikela stammt4 ,er sagt1 da man den von ihr gewonnenen sen1 in alkoholische ,grung bergehenden ,saft konchusra nenne4 ,nach ihm hat der weitgereiste ,venezianer ,marco ,polo mit seinem ,vater ,niccol und seinem ,oheim ,maffeo ,polo #abic und #abid auf seiner ,heimreise von ,china ber ,indonesien und ,indien die ,kokospalme hufig gesehen und in seinem whrend der ,gefangenschaft bei den ,genuesen diktierten ,bericht beschrieben4 ,er nennt sie nur den ,palmbaum mit den indischen ,nssen84 ,der ,name ,kokosnu wurde erst nach des ,portugiesen ,magelhaens' ,fahrten1 der als erster ,europer die nach ihm benannte ,meerenge zwischen ,patagonien durchfuhr und im ,november #aebj in den ,stillen ,ozean gelangte1 um am #bg4 ,april #aeba in einem ,gefecht auf der ,marianeninsel ,matan umzukommen1 bei den ,seeleuten bekannt4 ,nach ,garcias und ,klden soll er daher stammen1 da die portugiesischen ,seeleute sie infolge der hnlichkeit der drei ,keimlcher der inneren ,frucht mit den beiden ,augen und der ,nase einer ,meerkatze 7macoco7 coco nannten4 ,die ,erforscher der malaiischen ,inselwelt ,rumphius und ,thunberg im #ag4 ,jahrhundert nannten die ,kokospalme nach der ,bezeichnung der ,amboinesen ,kulapa-,baum4 ,da sie im ,sanskrit ,indiens als narikela vorkommt1 mu sie dort schon vor #c-djjj ,jahren bekannt gewesen sein4 ,an der ,malabarkste wird sie als tenga1 d4 h4 ,sdfrucht bezeichnet1 weil sie von ,sden her1 speziell aus ,ceylon1 dort eingefhrt wurde4 ,auf ,tahiti heit sie ari1 wie sie auch von manchen ,malaienstmmen genannt wird4 ,jedenfalls hat sich diese von ,martius als wandelnde ,seeuferpalme8 bezeichnete ,kulturpflanze1 die unfruchtbar bleibt1 wenn sie nicht vom ,menschen gepflegt wird1 zunchst durch die ,meeresstrmungen1 dann durch den ,menschen von der pazifischen ,kste ,mittelamerikas zuerst ber ganz ,ozeanien und dann die sdasiatische ,inselwelt verbreitet und wurde erst nach der ,entdeckung ,amerikas im ,bereiche des ,atlantischen ,ozeans1 in ,westafrika1 an den ,ksten ,brasiliens und im ,gebiete ganz ,westindiens angesiedelt4 ,dagegen fanden die ersten ,spanier1 die von ,mexiko nach der ,kste des ,stillen ,ozeans hinabstiegen1 sie reichlich auf der ,westkste ,mexikos wie ganz ,mittelamerikas angepflanzt4 ,neu-,kaledonien ist die sdlichste ,insel1 an deren ,nordkste die ,kokospalme noch gedeiht4 ,ihre nrdlichste ,verbreitung aber hat sie auf den ,sandwich-,inseln1 beinahe unter dem ,wendekreis des ,krebses1 gefunden1 wo sie aber infolge ungengender ,sonnenwrme nur sprlich ,frchte hervorbringt4 ,dort genossen in vorchristlicher ,zeit nur die ,mnner die ,frchte1 die den ,weibern tabu waren und nicht einmal von ihnen berhrt werden durften1 bis einmal eine mutige ,huptlingsfrau1 von ihrem ,manne gegen die ,rache der ,priester beschtzt1 dieses altgeheiligte ,verbot bertrat und1 da sie von den ,gttern fr diesen ,frevel nicht bestraft wurde1 ihrem ,geschlecht das ,recht zum ,genu der herrlichen ,frchte verschaffte4 ,eine besonders fr ,westafrika sehr wichtige ,palme ist die lpalme 7,elaeis guineensis71 deren ,vorkommen auf das tropische ,afrika beschrnkt ist4 ,von der ,westkste1 wo sie sich in einem breiten ,streifen vom ,gambia- bis zum ,kuanzaflu findet1 dringt sie nordstlich bis zum ,albertsee und sdstlich bis zum ,nordende des ,nyassasees vor4 ,sie kommt also auch im ganzen ,kongobecken vor1 wird aber im wilden ,zustande nur verhltnismig selten angetroffen4 ,die einzige auer ihr noch vorhandene ,elaeis-,art1 ,elaeis melanococca1 die gleichfalls rote1 zur ,gewinnung von l bentzte ,frchte besitzt1 hat ihre ,heimat im tropischen ,amerika1 wo sie um ,bahia1 an der ,mndung des ,amazonenstroms1 in ,guiana1 ,venezuela und auf dem ,isthmus von ,panama wild wchst4 ,deshalb vermutet man1 da auch die westafrikanische lpalme im ,dorado der ,palmen1 dem nrdlichen ,sdamerika und ,mittelamerika1 ihre ursprngliche ,heimat hat1 von der sie schon im ,tertir auf der damals noch bestehenden ,landbrcke nach ,westafrika gelangte4 ,die westafrikanische lpalme ist ein sehr schnes ,gewchs1 gedeiht aber nur dort1 wo ein feuchtes1 heies ,klima herrscht4 ,nur unter den natrlichen ,lebensbedingungen1 im ,walde1 erreicht sie ihre normale ,hhe von #bj m1 in der ,kultur aber wird sie meist blo #aj-ae m hoch4 ,ihr tief geringelter1 mannsstarker ,stamm schwillt vielfach ber dem ,boden etwas an und ist unter den natrlichen ,verhltnissen im obersten ,teil meist noch mit den ,resten abgestorbener ,blattstiele bedeckt4 ,in der ,entfernung dieser1 damit die ,palme zum ,herunterholen der reifen ,frchte bestiegen werden knne1 beschrnkt sich in der ,regel die ganze ,pflege seitens der ,eingeborenen4 ,die schne ,blattkrone besteht aus #bj-be ,wedeln bis zu #g m ,lnge mit etwa #a m langen ,fiedern1 die sich aber schlecht zum ,flechten eignen4 ,in den ,blattachseln des ,wipfels brechen die mit ktzchenartig angeordneten ,blten reichlich besetzten ,bltenstnde hervor1 die1 wie bei den meisten ,palmen1 getrennten ,geschlechts sind1 jedoch in der nmlichen ,krone1 nicht auf verschiedenen ,individuen sich entwickeln4 ,eine ,palme bringt whrend des ,jahres durchschnittlich drei bis vier der massigen1 nicht herabhngenden ,fruchtstnde zur ,reife4 ,sieben ,monate nach der ,blte reifen die ,frchte heran4 #fjj-hjj1 ja bis #aejj an der ,zahl finden sie sich an einer riesigen1 meist #bj-cj1 gelegentlich bis #ej kg schweren ,traube1 durch kurze ,stacheln voneinander getrennt4 ,sie sitzen sehr fest und sind wegen ihres gedrngten ,wachstums unregelmig abgeplattet und erscheinen fett glnzend1 von hochgelber bis zinnoberroter ,farbe4 ,am ,oberteile sind sie braunschwarz angelaufen4 ,zu uerst bestehen sie aus einer dnnen ,lage eines fettreichen1 faserigen ,fleisches1 das eine dickschalige1 steinharte1 mit einem blulich weien ,kerne versehene ,nu umschliet4 ,etwa ein ,drittel des ,gewichtes der ,fruchtstnde wird von den ,frchten selbst gebildet4 ,deren lhaltiges ,fruchtfleisch bildet eine ,lieblingsnahrung der ,affen und ,papageien1 aber auch des ,menschen1 der es roh oder noch hufiger gekocht in ,form der bei den ,negern sehr beliebten ,palmlsuppe verzehrt4 ,besonders aber gewinnt er daraus das fr ihn so wichtige ,palml1 das ihm als ,fettzusatz zu seiner an ,fett sonst so armen ,pflanzenkost1 auerdem aber zur ,beleuchtung1 zum ,einreiben des ,krpers und als ,arznei dient4 ,zur lgewinnung wird der ganze ,fruchtstand der lpalme abgehauen1 sobald die ,palmnsse reif sind4 ,dann werden die einzelnen ,frchte ausgebrochen und deren ueres ,fleisch durch ,kochen in ,wasser oder durch ,liegenlassen an der ,sonne erweicht4 ,darauf werden sie in ,mrsern gestampft1 wobei sich das ,fleisch vom ,kern lst und zugleich das im ,fruchtfleisch enthaltene l heraustritt4 ,dieses schn orangerote1 wohlschmeckende ,palml wird zum geringeren ,teil von den ,eingeborenen selbst im ,haushalt verwendet1 zum greren ,teil jedoch an die europischen ,faktoreien verkauft4 ,im tropischen ,westafrika1 wo die lpalme manchenorts ausgedehnte ,wlder bildet1 wird es in solchen ,mengen erzeugt1 da es gegenwrtig den wichtigsten ,handelsartikel dieser ,gegenden bildet4 ,aus den nach der lgewinnung brigbleibenden brunlichen1 harten ,kernen wird das weie ,palmkernl gewonnen1 das sogar noch feiner und wertvoller als das ,palml ist4 ,dies wird von den ,eingeborenen auf sehr primitive ,weise durch ,aufklopfen der ,kerne und ,auspressen des ,samens gewonnen4 ,der weitaus grte ,teil der ,kerne gelangt aber in die ,faktoreien1 um nach ,europa gesandt zu werden1 wo die lgewinnung aus diesen vermittelst eigens dafr konstruierter ,maschinen geschieht4 ,die ,abflle bei der lbereitung1 ,palmkuchen genannt1 geben ein ausgezeichnetes ,viehfutter4 ,der ,nutzen der lpalme beschrnkt sich aber nicht blo auf die lreichen ,frchte4 ,sie liefert nmlich auerdem in ihren stattlichen ,wedeln das ,material zur ,umzunung von ,gehften und zu greren ,fischereianlagen1 sowie paarweise zur ,herstellung leichter und zher ,tragkrbe4 ,die starken ,blattrippen dienen als geschtztes ,material fr den ,hausbau und zur ,herstellung von ,palisaden1 aus den ,fiederblttern werden ,krbe und viele andere ,gerte geflochten und aus den ,rippen gute ,besen hergestellt4 ,die auerordentlich festen ,gefbndel der ,wedelstiele vertreten die ,stelle von ,darmsaiten bei den ,musikinstrumenten der ,eingeborenen4 ,endlich wird aus der lpalme der bei den ,eingeborenen so beliebte1 frischem pfelmost hnliche1 anfangs se1 bald aber durch ,hefegrung stark alkoholhaltige und dann berauschende ,palmwein gewonnen4 ,zur ,erlangung kleinerer ,mengen davon schneidet man die mnnlichen ,bltenstnde ab1 zu derjenigen grerer ,mengen jedoch wird die ,palme mit axtartigen ,werkzeugen gefllt1 indem man damit das ganze ,wurzelwerk durchhaut4 ,nachdem die ,stmme #a-b ,wochen am ,boden gelegen haben1 schneidet man ihnen mit dem ,buchmesser die ,wedel ab und hhlt da1 wo das ,mark in das ,herzblatt ausluft1 von oben aus ein ziemlich groes ,loch in den ,stamm1 das mit einer kleinen ffnung bis auf die untere ,seite desselben durchgefhrt wird4 ,durch dieses ,loch wird eine dnne ,holzrhre gesteckt1 durch welche der ,saft tropfenweise in einen untergestellten ,topf abluft4 ,durch ,schneiden und ,brennen wird das ,loch tglich etwas erweitert1 ein ,vorgang1 den die ,neger als das ,rufen des ,palmweins8 bezeichnen4 ,in den ersten #af ,tagen fliet der seste ,saft aus1 dann wird der ,ausflu strker1 aber das ,produkt ist wsseriger4 ,nach hchstens #cj ,tagen ist der ,saftreichtum des ,stammes erschpft4 ,dieser ,palmwein wird von den ,eingeborenen dem von der ,kokospalme gewonnenen vielfach vorgezogen4 ,bei dem groen ,nutzen der lpalme fr den ,menschen kann es uns nicht wundern1 da der dem ,neger so unentbehrliche ,fruchtbaum im #ah4 ,jahrhundert durch westafrikanische ,negersklaven nach ,westindien gebracht wurde1 wo er in hnlicher ,weise wie in seiner ,heimat kultiviert wird4 ,am besten gedeiht er im lockeren ,buschwald1 wo auch die ,fruchtstnde am grten werden4 ,sonst wchst er auch willig auf trockenem und leichtem1 wie auf feuchtem und schwerem ,boden4 ,entweder werden zuerst ,stecklinge aus reifen ,frchten gezogen und dann in ,abstnden von etwa #b m verpflanzt1 oder die ,frchte werden gleich in entsprechenden ,entfernungen in den ,boden gesteckt4 ,der ,baum braucht bis zur vollen ,entwicklung etwa #aj ,jahre2 dann fngt er an zu blhen und ,frchte zu tragen1 was wenigstens bis zum #fj4 ,jahre andauert4 ,da jedes ,jahr #c-g ,frchtbndel zur ,reife gelangen1 kann man im ,durchschnitt bei geregelter ,kultur wohl auf #ej kg ,frchte pro ,baum rechnen4 ,da nun #bej kg frischer ,frchte #bd1e kg l im ,fruchtfleisch und #cb kg ,kerne liefern1 die ihrerseits etwa #ae kg ,kernl abgeben knnen1 so besteht also fast des ,fruchtgewichtes aus l4 ,da aber dieses nicht restlos aus ihnen gewonnen werden kann1 so ist die wirkliche ,ausbeute eine bedeutend geringere und betrgt oft nicht einmal die ,hlfte des tatschlich ,vorhandenen4 ,so gewinnt der ,neger mit seinen unvollkommenen ,verfahren aus #ej kg ,frchten1 die also die mittlere ,jahresernte einer ,palme darstellen1 blo #b1id kg l und #c1hd kg ,kerne4 ,die ,fruchtfleischrckstnde enthalten noch sehr viel brauchbares ,fett1 das durch krftigeres ,pressen leicht zu gewinnen wre4 ,so lange die lpalmen jung sind1 mssen sie namentlich gegen die ,glut der regelmig am ,ende der ,trockenzeit von den ,negern angefachten ,steppenbrnde geschtzt werden4 ,haben sie aber eine gewisse ,hhe erreicht1 so ertragen sie1 ohne ,schaden zu erleiden1 sowohl die ,umschlieung durch andere1 sie berragende ,gewchse1 als auch monatelange berschwemmung ihres ,standortes und die auflodernden ,flammen der ,grasbrnde4 ,im ,zentrum der ,palmenentwicklung1 dem ,waldgebiet des nrdlichen ,sdamerika1 ist die ,weinpalme 7,raphia vinifera7 heimisch1 die auerdem in ,brasilien und ,westafrika verbreitet ist4 ,der ,stamm erreicht blo #e-aj m ,hhe1 besitzt aber bis #ae m lange ,bltter mit gewaltigen1 oft ber #b m langen ,fiedern4 ,durch ,abschneiden der sich entwickelnden ,bltenkolben werden groe ,mengen eines zuckerigen ,saftes gewonnen1 der durch alkoholische ,grung einen ebenfalls viel genossenen ,palmwein liefert2 dieser soll aber an ,gte dem von anderen ,palmen gewonnenen nicht gleichkommen4 ,in ,sdasien und ,indonesien werden verschiedene andere ,palmen als ,weinpalmen bezeichnet1 da sie ebenfalls zur ,bereitung von ,palmwein benutzt werden4 ,andere ,palmengattungen liefern in ihren steinharten1 weien ,frchten einen wertvollen ,ersatz fr das durch die zunehmende ,ausrottung der ,elefanten und die allmhlich sich vermindernde ,mammutelfenbeingewinnung in ,nordsibirien immer seltener und kostbarer werdende ,elfenbein4 ,es sind dies die von verschiedenen ,palmenarten stammenden1 als vegetabilisches ,elfenbein8 auf den ,markt gelangenden ,steinnsse4 ,zuerst erlangten als solches die ,nsse der sdamerikanischen ,steinnupalme 7,phytelephas macrocarpa7 ,bedeutung1 die seit dem ,jahre #ahbf in zunehmender ,menge in der ,kulturwelt ,verwendung finden und deshalb einen der wichtigsten ,handelsartikel des ,staates ,kolumbia bilden4 ,in ihrer ,heimat1 den ,wldern am ,magdalenenstrom und dessen ,zuflssen1 werden sie von den ,eingeborenen schon seit uralter ,zeit zu allerlei ,schnitzereien verwendet4 ,zwei ,spanier1 ,ruiz und ,pavon1 machten bereits in einem #agih erschienenen ,werke die wissenschaftliche ,welt auf diese ,palme und ihre ,nsse aufmerksam und gaben ihr den bis heute in ,geltung gebliebenen lateinischen ,namen ,phytelephas macrocarpa1 der die grofrchtige ,pflanzenelfenbeinpalme bedeutet4 ,tafel #be4 ,illustration3 lpalmenhain in ,westafrika4 ,ansicht eines sumatranischen ,dorfes mit einer blhenden ,zuckerpalme in der ,mitte und einem ,bambustrieb rechts4 ,tafel #bf4 ,illustration3 ,gruppe von ,kokospalmen auf ,java4 ,verschiedene ,palmenarten auf ,java4 ,die ,steinnupalme ist auf ,sdamerika beschrnkt1 liebt feuchte ,standorte und steigt den ,flulufen entlang aus den ,niederungen bis zu #ajjj m ,hhe4 ,sie wchst meist in ,gruppen1 selten in greren ,bestnden4 ,der hchstens #f m hohe ,stamm ist teils von seinem eigenen ,gewicht1 teils von den ,luftwurzeln auf den ,boden gedrckt4 ,darin und in ihrem ganzen brigen ,aussehen gleicht sie auffallend der vorhin erwhnten sdamerikanischen lpalme 7,elaeis melanococca74 ,bei der nahe mit ihr verwandten ,steinnupalme mit etwas kleineren ,frchten 7,phytelephas microcarpa7 ist die ,stammbildung fast ganz unterdrckt1 so da sie sich mit ihrem ,wipfel nur wenig ber den ,boden erhebt4 ,tafel #bg4 ,illustration3 ,junger ,singhalese auf ,ceylon mit zwei ,fruchtbndeln von ,arekanssen und zwei ,kakaofrchten davor4 ,sagopalmen auf ,celebes4 ,tafel #bh4 ,illustration3 ,auf ,arekapalmen kletternde ,inder1 die ihre ,fe zum besseren ,kletternknnen mit einem ,tuch verbunden haben4 ,die ,bume sind getrennt geschlechtig1 und zwar sind die mnnlichen ,exemplare strker und aufrechter als die weiblichen4 ,in den ,achseln der riesigen ,bltter entwickeln sich die ,bltenstnde1 welche an den weiblichen ,palmen ber kopfgroe1 kugelige ,sammelfrchte bilden1 die aus je sechs oder mehr eng aneinander gepreten1 holzigen ,einzelfrchten mit hckeriger ,oberflche bestehen1 die wiederum vier bis sechs hornige ,samen in besonderen ,fchern aufweisen4 ,in diesen #bj-fj g schweren1 etwa hhnereigroen ,samen1 den ,steinnssen1 liegt von einer schwarzbraunen ,schale umgeben der weie1 sehr harte ,kern1 bestehend aus einem von dickwandigen ,steinzellen mit reichlich ,eiwei und l im ,innern gebildeten ,nhrgewebe1 das selbst nach #bdstndigem ,liegen im ,wasser nicht wesentlich erweicht4 ,beim ,keimen aber sieht man diese steinharte ,masse pltzlich weich werden1 indem dabei ,fermente ausgeschieden werden1 die dem ,keimling den wie beim ,dattelkern sehr harten ,reservevorrat lsen und ihn in ,form von ,traubenzucker fr dessen ,wachstum zugnglich machen4 ,in diesem ,stadium lt sich ein angenehm schmeckendes1 ses ,getrnk aus ihnen gewinnen1 das als solches1 oder erst gegoren1 von den ,eingeborenen genossen wird4 ,diese ,keimung der ,samen erfolgt1 wie ,kulturversuche ergaben1 sehr leicht an feuchten ,orten der ,tropen1 so da fr die ,anzucht der ,steinnupalme keinerlei ,vorrichtungen wie ,saatbeete erforderlich sind4 ,diese ,palmnsse bilden den wichtigsten ,handelsartikel fr die am ,meerbusen von ,mexiko gelegenen ,teile ,sdamerikas1 und zwar sind naturgem diejenigen ,sorten am geschtztesten1 deren ,inneres dem echten ,elfenbein in ,farbe und ,tnung am nchsten kommt4 ,besonders trifft dies bei der ,sorte ,savanilla8 zu1 deren gelblicher ,kern gebrauchtem ,elfenbein auffallend hnelt4 ,sie werden auf der ,drehbank bearbeitet und besonders in der ,beinknopfindustrie in ungeheuren ,mengen verbraucht4 ,da sie sich gut frben lassen1 verfertigt man auch knstliche ,korallen1 ,trkise usw4 daraus4 ,die ,abflle werden zur ,darstellung von ,pflanzenalbumen1 einem speziell fr ,frbereizwecke dienenden ,eiwei1 leider aber auch zur ,verflschung von gepulverten ,gewrzen1 die kaffeebraune ,steinschale gepulvert zur weiteren ,verschlechterung von ,kaffeesurrogaten verwendet4 ,seit dem ,jahre #ahgf werden in zunehmendem ,mae auch ,steinnsse aus ,polynesien unter der ,bezeichnung ,tahitinsse bei uns eingefhrt1 die genau dieselben ,eigenschaften wie die sdamerikanischen besitzen1 sich aber infolge ihrer ansehnlicheren ,gre noch besser verwenden lassen4 ,wie sich spter herausstellte1 stammen sie nicht von den ,tahiti- oder ,gesellschaftsinseln1 sondern von den weiter im ,westen gelegenen ,karolinen1 ,salomons- und ,fidschiinseln von drei verschiedenen ,arten der ,palmengattung ,coelococcus1 die auf den genannten ,inseln in greren ,bestnden gedeihen und einen recht ansehnlichen ,export herbeigefhrt haben4 ,im ,gegensatz zu den sdamerikanischen ,steinnssen enthalten sie innerhalb der ,steinzellen ,kristllchen von oxalsaurem ,kalk in der l- und ,eiweischicht eingebettet1 bedrfen daher zu ihrer ,bearbeitung eines besonders gehrteten ,stahls4 ,sie dienen ebenfalls vorzugsweise der ,knopffabrikation2 jhrlich werden etwa #ac ,millionen kg derselben gegenber #ch ,millionen kg sdamerikanischer ,steinnsse ber ,hamburg eingefhrt4 ,von groer ,bedeutung fr smtliche ,sdasiaten und ,indonesier ist die ursprnglich in ,sdasien heimische ,arekapalme 7,areca catechu71 die wegen ihrer diesen ,menschen als ,genumittel unentbehrlichen ,nsse in den ,tropen daselbst hufig angepflanzt wird4 ,es ist dies eine wunderbar zierliche ,palme von #aj-bj m ,hhe mit dnnem1 kerzengeradem1 weiem ,stamm und einer ,krone von dunkelgrnen ,fiederblttern1 deren einzelne ,fiedern etwas nach aufwrts gebogen sind1 und leicht vom ,winde bewegt werden1 so da die bilderreiche indische ,dichtung diese ,palme mit einem von der ,gottheit in die ,erde geschossenen ,pfeile vergleicht1 dessen ,kielfedern noch vom ,fluge erzittern4 ,viele ,europer bezeichnen sie als die anmutigste aller asiatischen ,palmen1 ja manche als die schnste der ,palmen berhaupt4 ,das ,wichtigste und ,wertvollste an ihr sind die an einem nahezu #j1e m langen ,kolben erzeugten1 im reifen ,zustande orangefarbenen ,frchte von der ,gre kleiner ,hhnereier1 die unter einer glatten ,auenhaut eine dicke1 faserige ,mittelschicht und unter dieser eine gelbliche1 dnne ,schale besitzen1 an welcher der ,same fest angewachsen ist4 ,letzterer ist sehr hart und enthlt ein weies1 von fast bis zum ,zentrum eindringenden schwarzen ,platten durchzogenes ,nhrgewebe1 das sehr reich an einem ,katechu genannten ,gerbstoff ist1 der als solcher daraus gewonnen und in groen ,mengen ausgefhrt wird4 ,noch viel wichtiger aber ist ihr ,gebrauch als ,genumittel der ,eingeborenen4 ,die ,nu ist nmlich ein wesentlicher ,bestandteil des ,betels81 der in ganz ,sd- und ,ostasien mit ,leidenschaft von jedermann gekaut wird4 ,man wickelt zu diesem ,zwecke ein ,stckchen derselben in das ,blatt des ,betelpfeffers 7,piper betel7 ein1 fgt etwas gelschten ,kalk1 dann ,gambir und eventuell ,gewrze wie beispielsweise ,kardamomen hinzu und kaut dies wie die ,arbeiter und ,matrosen bei uns den ,priemchentabak4 ,durch den ,reiz dieses ,gemisches werden groe ,mengen eines roten ,speichels ausgeschieden1 der ,zahnfleisch und ,zhne rot frbt und jene ,betelkauer zu ,virtuosen des ,spuckens gemacht hat1 die darin hchstens durch die gumkauenden ,yankees bertroffen werden4 ,die ,arekapalme gedeiht sowohl in ,meereshhe1 wo sie hufig im ,verein mit der ,kokospalme gezchtet wird1 als auch in greren ,erhebungen1 wenn auch selten ber #ajjj m ber ,meer4 ,sie ist seit unvordenklicher ,zeit ber ganz ,sdasien verbreitet und1 da sie im wilden ,zustande nicht mehr vorzukommen scheint1 ist es unmglich1 mit absoluter ,sicherheit ihre engere ,heimat festzustellen4 ,doch kann kaum ein ,zweifel darber bestehen1 da dies die ,sundainseln sind4 ,zur ,gewinnung der ihnen geradezu unentbehrlichen ,arekansse wird sie von den ,eingeborenen jeweilen in nur wenigen ,exemplaren um ihre ,wohnungen gepflanzt4 ,die ,frchte fallen erst nach der ,vollreife von den ,fruchtzapfen ab4 ,unter besonders gnstigen ,umstnden betrgt die ,jahresproduktion einer ,palme #hjj ,frchte1 doch knnen durchschnittlich nicht mehr als #bej-cjj angenommen werden4 ,die ,tragbarkeit beginnt im fnften und endet gewhnlich im dreiigsten ,jahre4 ,ausgedehnte ,arekapalmenplantagen gibt es auf ,ceylon1 das auer seinem eigenen groen ,verbrauch etwa #ac ,millionen kg davon jhrlich ausfhrt1 dann besonders in ,nordindien und auf der ,halbinsel ,malakka4 ,neuerdings wird sie auch auf den ,philippinen1 in ,neuguinea1 ganz ,indonesien und ,ostafrika fr den ,export angepflanzt2 denn fr mehrere hundert ,millionen ,menschen ist ihr ,genu zum ,kauen ein geradezu unentbehrliches ,reizmittel1 dem sie so wenig als die ,gewohnheitsraucher dem ,tabak entsagen wrden4 ,die ,betelnsse werden gepflckt1 bevor sie vollstndig reif sind1 in dem ,zustande nmlich1 in welchem die unter der faserigen ,hlle liegende ,schale noch nicht ganz verhrtet ist4 ,fr die ,beurteilung ihrer ,gte ist die ,gre durchaus nicht magebend1 sondern nur das ,aussehen des aufgeschnittenen ,kerns4 ,wenn der weiche1 markige ,teil1 der den hrteren roten ,teil durchsetzt1 eine bluliche ,schattierung besitzt und der rote1 gerbstoffhaltige ,teil tiefrot ist1 wird die ,nu fr erste ,qualitt erklrt4 ,wenn aber der markige ,teil wei ist und zu sehr vorherrscht1 was der ,fall ist1 wenn sie zu reif geworden ist1 so besitzt sie dann nicht mehr den gewnschten1 stark zusammenziehenden ,geschmack und wird daher als geringwertig betrachtet4 ,meist werden die ,nsse1 nachdem sie von ihrer faserigen ,hlle befreit wurden1 mit einem scharfen ,messer halbiert und an der ,sonne getrocknet4 ,manchmal werden die ,halbstcke vor dem ,trocknen gekocht4 ,am geschtztesten ist der ,artikel1 wenn er in folgender ,weise hergestellt wurde4 ,die -- also unreif -- geernteten ,nsse werden enthlst und in wenig ,wasser gekocht4 ,dabei entsteht eine rote1 dicke1 gallertige ,brhe1 die eingedampft und getrocknet wird4 ,sie dient zum ,einreiben der ,nsse1 nachdem dieselben in ,stcke geschnitten und an der ,sonne getrocknet wurden4 ,die ,stcke werden dadurch glnzend schwarz und in dieser ,zubereitung als eine ,delikatesse ersten ,ranges betrachtet4 ,auch ungeschnitten werden die ,nsse zuweilen getrocknet1 im brigen aber nach demselben ,verfahren behandelt4 ,der ,verbrauch an den ,produktionsorten der ,nsse geschieht hufig ohne jede ,zubereitung oder nach einem kurzen ,einweichen in heiem ,wasser4 ,die ,kultur der ,betelpalme erfolgt wie diejenige der ,kokospalme4 ,oft werden beide ,palmen durcheinander auf demselben ,grundstcke angebaut4 ,die frischen ,nsse von bester ,beschaffenheit werden in ,saatbeeten in ,abstnden von #bj-cj cm zum ,keimen gebracht4 ,wenn sie #a-a ,jahre alt sind1 werden sie in der ,hauptregenzeit auf ein ,feld #c m auseinander ausgepflanzt1 in welchem vorher ,bananenstauden als ,schattenspender wachsen gelassen wurden4 ,spter ist den ,arekapalmen die volle ,sonnenbestrahlung sehr dienlich und man pflanzt sie sogar hufig als ,schattenspender fr ,kakao1 ,betelpfeffer und andere ,nutzpflanzen4 ,wenn auch ihre ,krone voll der ,sonne ausgesetzt sein soll1 so liebt sie doch einen ,boden1 der durch ,beschattung frisch und khl erhalten wird4 ,in ,anbaugebieten dieser ,palme mit langen ,trockenzeiten ist eine mehrmalige grndliche ,bewsserung der ,arekaanpflanzung whrend der ,trockenzeit ntig4 ,als ,nahrungspflanze sehr wichtig fr die ,bewohner der ,molukken und von ,neuguinea sind die verschiedenen ostindischen ,sagopalmen1 die im ,innern des ,stammes eine groe ,menge ,strkemehl als ,reservevorrat aufspeichern1 um am ,ende ihres ,lebens den mchtigen ,bltenstand aufzubauen und die ,frchte reifen zu lassen4 ,die wichtigste derselben ist die gesellig wachsende1 #h-ab m ,hhe bei einem ,durchmesser von #j1f-a1e m erreichende echte ,sagopalme 7,metroxylon rumphii1 nach dem #afbg in ,hanau geborenen und #agjb gestorbenen ,rumphius benannt1 der lange auf der ,insel ,amboina lebte und diese ,palme zuerst beschrieb74 ,sie treibt im ,alter von #aj-ab1 ausnahmsweise auch #ae ,jahren1 schwachrtliche ,blten in groer ,menge an einer gewaltigen1 die ,palme berragenden1 endstndigen1 vielfach verzweigten ,bltenrispe4 ,je mehr die ,frchte ihrer ,reife entgegengehen1 desto mehr schwindet natrlich das ,strkemehl aus dem ,stammkern1 da es ja zur ,fruchtbildung verwandt wird4 ,sobald die pflaumengroen1 von einem gelbbraunen1 glnzenden ,schuppenpanzer umgebenen trockenen ,frchte reif sind1 ist der ,strkevorrat erschpft1 doch lebt der ,baum noch einige ,jahre weiter und stirbt im #bj4 bis sptestens #be4 ,lebensjahre4 ,ganz hnlich verhlt es sich mit der ihr nahe verwandten ,metroxylon sagus1 die im ,gegensatz zu der vorgenannten keine ,dornen an den den ,blattstiel umgebenden ,blattscheiden trgt4 ,diese unbewehrte ,sagopalme1 wie man sie im ,gegensatz zur vorgenannten dornigen nennen knnte1 birgt weniger und geringwertigeres ,strkemehl4 ,whrend erstere mehr auf den ,molukken und in ,neuguinea wchst und neuerdings auch1 seitdem eine grere ,nachfrage nach ,sago vorhanden ist1 anderwrts angepflanzt wird1 wird die dornige ,sagopalme mehr im westlichen ,teil des malaiischen ,archipels1 namentlich auf ,borneo1 ,sumatra und ,java1 wild und kultiviert angetroffen und liefert weitaus den grten ,teil des von ,singapur aus in den ,welthandel gelangenden ,sagos4 ,kurz bevor nun die ,sagopalmen zu blhen beginnen1 werden sie etwa im #i4 oder #aj4 ,jahre zur ,gewinnung des in ihnen in reicher ,menge angesammelten krnigen ,strkemehls gefllt und in #b-c m lange ,blcke zersgt1 die sich leicht aufspalten lassen4 ,der dadurch freigelegte1 ziemlich feste ,kern wird in groen ,schollen losgebrochen und diese werden in einem ,troge zu grobem ,mehl zerstampft4 ,dieses ,mehl wird nun zur ,ausscheidung der ,fasern mit ,wasser vermischt und durch ein ,sieb in einen andern ,trog gegossen4 ,nachdem sich das ,strkemehl auf dem ,boden niedergeschlagen hat und das ,wasser abgelassen wurde1 wird es in den ersten ,trog zurckgeschaufelt1 mit ,wasser vermischt und nochmals durch das ,sieb getrieben4 ,dieses ,verfahren wird ein drittes und manchmal noch ein viertes ,mal wiederholt4 ,dann ist die ,reinigung vollzogen und das ,strkemehl fr den ,gebrauch fr die ,eingeborenen fertig1 die sich fladenartige1 dnne ,brote daraus herstellen und sie als ,zukost zu ihren ,fischen oder anderer tierischer ,kost essen4 ,zur ,herstellung des ,sagos -- das ,wort stammt aus dem ,malaiischen und heit eigentlich sagu1 was ebares ,mehl8 ohne nhere ,bezeichnung der ,herkunft bedeutet -- wird das sich nach dem ,schlmmen absetzende ,mehl1 wenn halb getrocknet1 zerstoen und durch ruckweises ,hin- und ,herschtteln in einem ,tuche1 das an zwei von der ,decke des ,schuppens1 in dem die ,zubereitung stattfindet1 herabhngenden ,seilen befestigt ist1 zu kleinen1 als ,perlen8 bezeichneten ,kgelchen geformt4 ,die diese ,arbeit verrichtenden ,leute mssen besonders geschickt sein1 da von der ,art des ,schttelns die ,gre der ,sagokgelchen abhngt4 ,diese werden dann durch ,siebe mit verschiedenen ,maschen gesondert1 in heien ,schalen unter bestndigem ,rhren schwach gerstet und dann1 auf groen fen ausgebreitet1 bei miger ,hitze vollstndig getrocknet4 ,der ,sagoertrag eines einzelnen ,baumes schwankt je nach der ,grndlichkeit der ,gewinnung -- meist ist sie eine sehr oberflchliche -- zwischen #bjj und #cej kg4 ,die ,gesamtmenge des jhrlich von ,singapur aus in den ,handel gebrachten ,sagos wird auf #ej ,millionen kg berechnet4 ,noch weit mehr konsumieren die ,eingeborenen1 die zum groen ,teil davon leben4 ,die ,sagopalme wird besonders in sumpfigen ,talgrnden1 den ,wasserlufen entlang1 angepflanzt4 ,eine krftige ,sagopalme erzeugt #cjj-djj kg ,strkemehl4 ,dabei erneuert sich die ,anlage von selbst1 indem man von jedem ,baum1 nachdem er gefllt ist1 einen ,schling treiben lt1 der seine ,stelle einnimmt4 ,dieser ist meist nach #h bis #aj ,jahren schlagreif und verlangt keinerlei ,pflege4 ,die ersten ,sagoproben brachte der weitgereiste ,venezianer ,marco ,polo 7#abef-acbc7 #abie nach ,venedig4 ,aber erst durch die ,portugiesen kam die ,ware seit dem #af4 ,jahrhundert in den ,handel4 ,da man aber in neuerer ,zeit fand1 da ,sago nur ein reines ,strkemehl ist1 so bereitet man aus dem ,strkemehl der ,kartoffel deutschen ,sago1 der denselben ,nhrwert besitzt4 ,jetzt wird die ,sagopalme auer in ihrer ,heimat noch an vielen ,orten der ,tropen1 besonders auch in ,westindien1 kultiviert4 ,in derselben ,weise werden auch verschiedene ,verwandte des echten ,sagobaumes ausgebeutet4 ,ein minderwertiges1 nicht in den ,handel gelangendes ,sago gewinnt man brigens auch aus dem ,marke der krzeren1 plumpen ,stmme verschiedener ,farnpalmen1 deren einfach gefiederte1 groe1 lederartige ,bltter an ,stelle der eigentlichen ,palmenwedel unter dem ,namen ,palmenzweige bei ,leichenfeierlichkeiten verwendet werden4 ,eine der berhmtesten ,palmen ist die #bj-be m hohe fcherblttrige ostindische ,talipotpalme 7,corypha umbraculifera71 die in den feuchtesten ,strichen ,ceylons und des ,festlandes wchst und zur leichteren ,wasserverdunstung gewaltige ,bltter von #g-h m ,lnge und #e-f m ,breite entwickelt4 ,unter einem solchen ,blatte knnen zehn ,personen mit ,leichtigkeit ,platz und ,schutz finden4 ,so ist es nicht zu verwundern1 da die ,eingeborenen sich aus ihr sehr zweckmige ,sonnen- und ,regenschirme herstellen1 die sich die ,vornehmen unter ihnen1 besonders die ,huptlinge1 von ihren ,dienern ber den ,kopf halten lassen4 ,auch zum ,decken der ,huser werden sie benutzt1 whrend die ,blattknospen als ,palmkohl gegessen werden und man aus dem ,stamm eine geringe ,sorte ,sago gewinnt4 ,jahrzehnte hindurch sammelt diese ,palme das ntige ,nhrmaterial1 um am ,ende ihres ,lebens den auerordentlich mchtigen1 ,tausende von weien ,blten tragenden1 reich verzweigten ,bltenstand hervorzubringen und dann1 nach der ,fruchtbildung1 abzusterben4 ,auf die in ,lngsstreifen gespaltenen ,bltter ritzen die ,inder und ,singhalesen mit eisernen ,griffeln ihre ,schrift ein4 ,alle heiligen ,schriften der ,buddhisten ,ceylons bestehen aus solchem ,schreibmaterial1 das zu ,bchern aufeinandergelegt und durch ,schnre zusammengefat wird4 ,die ,blattfasern dienen zu ,stricken usw4 ,das weiche ,holz des ,stammes wird kaum benutzt1 dagegen dient das innere ,mark besonders in ,zeiten der ,not zur ,gewinnung von ,sago4 hnlich1 nur noch vielseitiger1 ist die ,verwendung der nahe verwandten ,gebangpalme 7,corypha gebanga7 der ,sundainseln4 ,eine andere ,verwandte1 die ebenfalls in ,vorder- und ,hinterindien heimische ,kitulpalme 7,caryota urens7 liefert namentlich ,fasern und durch ,ausschneiden der sich zum ,auftrieb bereitenden ,bltenstnde einen sen ,saft in solcher ,menge -- bis ber #ej ,liter in #bd ,stunden --1 da nicht nur ,palmwein1 sondern durch ,eindampfen auch brunlicher ,palmzucker 7tschakara7 daraus gewonnen wird4 ,zur ,palmweingewinnung von etwas geringerer ,gte dient auch eine andere ,fcherpalme1 die berall im feuchtwarmen ,gebiete des tropischen ,afrika als ,delebpalme und in ,sdasien und der asiatischen ,inselwelt in einer wenig verschiedenen ,abart als ,palmyrapalme 7,borassus flabellifer7 gedeiht4 ,die stattliche1 durchschnittlich #bj m ,hhe erreichende ,palme ist in ihrer afrikanischen ,abart dadurch ausgezeichnet1 da der ,stamm in seinem oberen ,teile bauchig angeschwollen ist1 was bei der sdasiatischen ,form durchaus fehlt1 indem der ,stamm der letzteren durchwegs zylindrisch ist und sich nach oben hin etwas verjngt4 ,sie ist wie die meisten ,palmen von der grten ,ntzlichkeit fr die ,eingeborenen1 die alles an ihr benutzen4 ,neben der ,kokospalme ist sie1 die von den ,malaien lontar genannt wird und durch die ganze indonesische ,inselwelt bis ,neuguinea vorkommt1 die ,hauptnutzpalme besonders ,ostindiens1 und ein uraltes indisches ,lobgedicht auf sie zhlt nicht weniger als #hja ,nutzanwendungen von ihr auf4 ,sie ist fr ,ostindien deshalb so bedeutsam1 weil sie dem ,menschen gerade dann einen bedeutenden ,teil seiner ,nahrung liefert1 wenn ,reis und andere ,lebensmittel hoch im ,preise stehen1 die ,produkte der ,palmyrapalme aber billig sind1 da sie umsonst aus den ,wldern gewonnen werden knnen4 ,sie wird auch eigens zur ,nahrung kultiviert und die jungen ,keime werden als wohlschmeckendes ,gemse 7,palmkohl7 gern gegessen4 ,aus dem ,marke gewinnt man ,sago4 ,die kokosnuhnlichen ,frchte von der ,gre eines ,kinderkopfes dienen ,menschen und ,vieh zur ,nahrung4 ,sie werden roh und gerstet gegessen und sind fr ,millionen ,inder eine ,hauptnahrung4 ,durch das ,abschneiden der noch von den ,scheiden umgebenen jungen ,kolben der mnnlichen ,bume wird der ,toddy genannte ,palmwein gewonnen4 ,man beginnt von der ,spitze her von diesen ,kolben dnne ,scheiben abzuschneiden2 dabei tritt ungefhr acht ,tage nach dem ersten ,schnitt das ,ausflieen des ,saftes ein1 welches so lange anhlt1 bis der ganze ,kolben weggeschnitten ist1 was vier bis sechs ,monate dauert4 ,man kann daraus entnehmen1 welche groe ,mengen sen ,palmsaftes auf diese ,weise gewonnen werden4 ,durch ,einkochen desselben und ,behandeln mit ,kalk wird brauner ,palmzucker1 von den ,eingeborenen tschakara genannt1 hergestellt4 ,tafel #bi4 ,illustration3 ,blhende ,talipotpalme auf ,ceylon4 ,tafel #cj4 ,illustration3 ,junge ,seychellenpalme im botanischen ,garten von ,buitenzorg auf ,java4 ,vorn ,victoria regia und hinten ein afrikanischer ,leberwurstbaum 7,kigelia africana7 im botanischen ,garten von ,buitenzorg auf ,java4 ,in den jungen1 noch nicht reifen ,frchten ist das ,nhrgewebe der ,samen gallertartig weich und wohlschmeckend4 ,das harte1 hornartige ,nhrgewebe der reifen ,frucht ist ebenfalls ebar1 wenn es durch ,fermentwirkung bei der ,keimung weich geworden ist4 ,zu diesem ,zwecke lt man die ,samen ankeimen1 indem man sie in lockere ,erde grbt4 ,meist jedoch wird der keimende ,samen seiner ,entwicklung zum ,keimpflnzchen berlassen2 wenn dieses dann die ,gre einer krftigen ,mohrrbe erreicht hat1 liefert es in verschiedener ,zubereitung eine schmackhafte ,speise4 ,namentlich die inneren1 zarteren ,teile des ,keimpflnzchens1 das sogenannte ,herz1 werden wegen ihrer zarten ,beschaffenheit zum ,essen bevorzugt4 ,die jungen1 weilichen ,bltter dienen als ,schreibmaterial1 whrend die lteren grnen ,bltter in hnlicher ,weise wie diejenigen der ,fcherpalmen zu ,matten1 ,krben1 ,scken1 ,hten1 ,fchern und zur ,bedeckung der ,htten benutzt werden4 ,das durch seine ,hrte und ,dauerhaftigkeit1 besonders seine ,widerstandskraft gegen die sonst kaum eine pflanzliche ,substanz verschonenden ,termiten ausgezeichnete ,holz lterer ,bume dient zum ,hausbau und wird als ,tischlerholz zu allen nur erdenkbaren ,gegenstnden verarbeitet4 ,aus den dunkelfarbigen ,rindenschichten lterer ,bume werden in ,europa ,spazierstcke und mancherlei ,drechslerwaren verfertigt4 ,das ,holz jngerer ,bume dagegen1 das nur in den ueren ,teilen des ,stammes sehr hart ist1 wird1 nachdem man den weichen inneren ,teil entfernt hat1 zu ,wasserrhren1 ,dachrinnen usw4 benutzt4 ,die ,blattscheiden endlich liefern einen sehr wertvollen ,faserstoff1 der als ,borassus- oder ,palmyrapiassave in den ,handel kommt4 ,auch bei der in den ,wldern ,ostafrikas1 ,ostindiens und ,indonesiens bis zu den ,molukken heimischen echten ,zuckerpalme 7,arenga saccharifera71 in ,malabar ,gomutipalme genannt1 die #af-ai m hoch wird und #f1e-h m lange ,bltter treibt1 besteht der ,hauptnutzen im sen1 durch ,abschneiden der jungen ,bltenkolben1 selten durch ,einschnitte in den ,stamm in ,menge gewonnenen ,saft1 den man zur ,herstellung eines stark berauschenden ,palmweins1 noch hufiger aber durch ,einkochen zur ,gewinnung eines dunkeln ,palmzuckers benutzt4 ,aus dem ,mark bereitet man eine ,art ,sago4 ,zwischen dem ,ursprung der ,blattstiele stehen rohaardicke schwarze ,fasern1 die als ,gomutifasern oder ,ejuh in den ,handel gelangen und zur ,herstellung von ,schnren1 ,segeln1 ,ankertauen und ,besen verwendet werden4 ,ihre mit ,zucker eingemachten unreifen ,frchte gelten in ,cochinchina als ,leckerbissen1 aber das saftige ,fleisch der reifen ,steinfrchte ist so brennend1 da die ,lippen davon anschwellen4 ,auch das rote ,fruchtfleisch der kastaniengroen ,frchte der vorhin erwhnten1 bis #af m hohen ostindischen ,kitulpalme 7,caryota urens71 mit bis #f1e m langen doppeltgefiederten ,blttern1 kann wegen des heftigen ,brennens1 das sie im ,munde verursachen1 in reifem ,zustande nicht genossen werden4 ,auerordentlich beliebt bei den ,malaien und in wenigen ,drfern ,javas1 ,sumatras und ,borneos fehlend1 ist die ,salakpalme 7,zalacca edulis71 eine stammlose1 buschige ,palme mit groen1 stacheligen ,fiederblttern4 ,die ,bltter dienen zum ,dachdecken1 und die mit einem braunroten ,schuppenpanzer umgebenen eifrmigen ,frchte bergen drei von einer weichen1 weien ,fruchtmasse eingehllte ,samen4 ,deren angenehm suerliches1 etwas zusammenhngendes ,fruchtfleisch wird roh1 mit ,zucker oder gekocht gegessen4 ,oft bezahlen die ,malaien dafr sehr hohe ,preise4 ,eine niedrige ,schirmpalme1 welche vielfach als ,topfpflanze bei uns kultiviert wird1 ist die in ,china heimische und frh nach der ,insel ,bourbon verpflanzte ,livistona chinensis1 deren ,frchte1 die ,latanenpfel1 unter der dnnen sich leicht ablsenden ,schale ein schmackhaftes ,fleisch enthalten4 ,eine der ,hauptnahrungspflanzen der sd- und mittelamerikanischen ,indianer ist die bei einer ,stammdicke von #ac-ba cm #be-bi m hoch werdende ,pupunhapalme 7,guilelmia speciosa7 mit #b-b1c m langen ,blttern4 ,deren ,frchte bilden gekocht und gerstet eine sehr wichtige ,speise der ,eingeborenen1 weshalb sie den ,baum um ihre ,htten anpflanzen4 ,aus den ,samen wird auch ,palml gewonnen4 ,dieser ,fruchtbaum der tropischen ,waldgebiete ,amerikas steht schon so lange in der ,kultur des ,menschen1 da er nur noch durch ,schlinge fortgepflanzt werden kann4 ,gleicherweise liefern die ,frchte der auf dem ,gebiet von ,britisch-,honduras groe ,wlder bildenden ,cohunepalme 7,attalea cohune7 das dem ,kokosnul bei weitem vorgezogene ,cohunel1 das bei #bd ,c4 gerinnt4 ,diese schne ,palme bringt nur eine ,ernte im ,jahre hervor1 gewhnlich aus #gjj-hjj ,frchten bestehend4 ,wenn die ,frchte von den ,bumen gefallen sind1 werden sie gesammelt und in sehr roher ,weise zur lgewinnung benutzt4 ,ihre sehr harten ,schalen werden mit einem ,stein aufgeschlagen und die ,kerne in einen hlzernen ,mrser geworfen1 in dem sie zerstoen werden4 ,die dabei entstehende ,masse wird in ,kesseln gekocht und das an die ,oberflche kommende l abgeschpft4 ,in unreifem ,zustande enthalten die ,frchte eine khle1 angenehm schmeckende ,flssigkeit1 die sehr abfhrend wirkt4 ,hat sich diese ,flssigkeit zu einem weichem ,kern verdichtet1 so wird derselbe zerstoen1 mit wenig warmem ,wasser bergossen und durch ein ,tuch geseiht4 ,die erhaltene milchige ,flssigkeit dient zur ,vermischung mit ,kaffee und zur ,herstellung einiger ,gerichte4 ,aus dem sen ,safte der ,palme wird ein weinartiges ,getrnk bereitet4 ,die bis #i m langen ,bltter mit #a m langen ,fiedern dienen zur ,bedachung der ,htten4 ,auch aus den ebaren ,frchten der brasilischen ,alfonsia oleifera und noch mehr aus denjenigen der westindischen ,macahubapalme 7,acrocomia sclerocarpa7 wird ein sehr wohlriechendes l gewonnen1 das vielfach zur ,fabrikation von feinen ,toilettenseifen ,verwendung findet4 ,letztere ,palme ist #f-ab m hoch2 ihr ,stamm verdickt sich am ,grunde etwas und wird von #c-e m langen1 lebhaft grnen ,blttern gekrnt1 die mit braunen ,stacheln bewehrt sind4 ,die kugeligen1 olivengrnen ,frchte von der ,gre einer ,aprikose enthalten einen sehr harten ,kern1 der eine schne ,politur annimmt und deshalb vielfach von den ,negern zu ,schmucksachen verarbeitet wird4 ,um das l zu erhalten1 werden die ,samen leicht gerstet und in einer ,mhle zu ,brei zerrieben4 ,derselbe wird schwach erwrmt1 zu einem ,viertel seines ,gewichts mit kochendem ,wasser vermischt und in einen ,sack gebracht1 der zwischen zwei erwrmten ,eisenplatten gepret wird4 ,das erhaltene l reinigt man1 indem man es kocht und filtriert4 ,nach dieser ,behandlung hat es die ,beschaffenheit von ,butter1 ist goldgelb gefrbt1 riecht veilchenhnlich und besitzt einen slichen ,geschmack4 ,es dient meist als ,speisefett und kommt auch nach ,europa4 ,in verschlossenen ,gefen lt es sich lange aufbewahren4 ,der ,luft ausgesetzt1 verliert es bald seine schne gelbe ,farbe und sein angenehmes ,aroma4 ,in sumpfigen ,niederungen des ,amazonenstroms und sonst in ,brasilien wchst die bis #cj m hohe ,assaipalme 7,euterpe oleracea71 die schlehenartige ,frchte zeitigt4 ,diese werden1 wenn reif1 in irdene ,tpfe gelegt und mit warmem ,wasser bergossen1 das bald eine purpurne ,frbung annimmt4 ,nach einer ,stunde wird der grte ,teil des ,wassers abgegossen1 etwas kaltes ,wasser hinzugefgt und das inzwischen weich gewordene ,fruchtfleisch mit den ,hnden zerdrckt4 ,sind die grnlichen ,steine entfernt1 so wird die rahmartige ,flssigkeit durch ein ,sieb getrieben und ist zum ,genusse fertig4 ,als assai wird es berall in den ,ortschaften von ,straenverkufern feilgeboten4 ,auerdem werden die ,blattknospen aus dem ,innern der ,blattscheiden gekocht als ,gemse oder roh als ,salat 7,palmkohl7 feingeschnitten und mit l und ,essig gemischt gegessen4 ,die ,stmme dienen hufig zu ,pfhlen und ,palisaden4 ,weiter ist die brasilische ,wein- oder ,mostpalme 7,oenocarpus bacaba71 die in ihrer ,heimat berall um die ,wohnungen der ,eingeborenen angepflanzt wird1 von ,wichtigkeit1 da die gekochten und gepreten ,frchte viel ses l zum ,kchengebrauche und zum ,brennen und auerdem ein beliebtes weinartiges1 von den ,indianern bakaba genanntes ,getrnk liefern4 ,an ,ntzlichkeit wird sie noch von der in ,nordbrasilien und im ,orinokogebiet heimischen ,moritzpalme -- nach dem #affe gestorbenen ,prinzen ,moritz von ,nassau1 einem ,befrderer der ,botanik so genannt -- 7,mauritia vinifera7 bertroffen1 deren bis ber #cb m hoher und #j1c-j1f m dicker ,stamm innen schwammig-weich ist und eine ,art ,sago liefert1 der in ,scheiben geschnitten eine brothnliche ,speise gibt4 ,fleisch und ,kern der hhnereigroen ,frchte werden gegessen1 der durch ,abschneiden der unentwickelten ,bltenscheiden gewonnene se ,saft liefert den betubenden ,palmwein der ,guaraniindianer1 whrend die ,oberhaut der ,bltter vortreffliche ,schnre und ,netze gibt und der uere ,teil des ,stammes als ,nutzholz dient4 ,nach ,alexander von ,humboldt ernhrt diese ,palme ausschlielich die im ,mndungsgebiet des ,orinoko lebenden wilden ,stmme der ,guarani1 welche sich ,hngematten aus den ,blattstielen machen und dieselben zwischen den ,stmmen ausspannen1 um in der ,regenzeit1 wenn das ,mndungsgebiet des ,flusses weithin berschwemmt ist1 ganz auf diesen ,bumen zu leben4 ,nicht weniger ntzlich ist fr die ,eingeborenen ,chiles die chilenische ,palme 7,jubaea spectabilis71 die einzige ,palme ,chiles und die sdlichste ,amerikas1 die auf ein kleines ,gebiet der ,kstenkordillere vom ,meeresstrand bis #hjj m ,hhe beschrnkt ist4 ,sie erreicht #be bis #bh m ,hhe bei einem ,stammdurchmesser von #a-b m4 ,diese dickste aller ,palmen der ,erde besitzt eine ,krone von #ej-fj #b1e m langen ,fiederblttern4 ,sie blht erst in einem ,alter von #fj ,jahren1 und zwar fllt der ,beginn der ,bltezeit in den ,oktober1 den chilenischen ,frhling4 ,dann platzt die ,hlle1 die den ,bltenstand einschliet1 mit lautem ,knall4 ,der darin geborgene fleischige ,bltenkolben entfaltet gegen hundert ,zweige1 die zugleich mit mnnlichen und weiblichen strohgelben1 etwas rtlichen ,blten besetzt sind4 ,aus den weiblichen entwickeln sich walnugroe1 apfelgelbe ,steinfrchte1 deren den ,kern umhllendes ,fruchtfleisch an den ,geschmack der ,mispel erinnert4 ,die ,samenkerne1 coquitos genannt1 von denen ein einziger ,baum in einem guten ,jahr #ajjjj zur ,reife bringt1 dienen als ,ersatz fr ,mandeln und sind namentlich in ,peru sehr begehrt4 ,wie von allen ,palmen werden auch von ihr alle ,teile ausgenutzt4 ,aus den ,fasern des ,stammes wird eine zur ,bedachung der ,huser geeignete ,pappe gemacht1 aus den ,fiedern der ,bltter verfertigt man ,krbe und ,flechtwerk aller ,art1 oder zerschleit sie zu ,polsterungsmaterial1 die ,mittelrippen werden nach ,europa exportiert und dort zu ,spazierstcken verarbeitet1 aus dem ,stamme jedoch1 wobei die ,palme geopfert wird1 gewinnt man den zu ,konfitren der huslichen ,kche unentbehrlichen ,palmenhonig 7miel de palma74 ,bestellt man in einem ,restaurant ,chiles beispielsweise einen ,pfannkuchen1 so fragt der ,kellner1 der ihn serviert3 mit ,zucker oder ,palmenhonig88 ,der ,chilene zieht letzteren vor1 der sich alsdann aus der angebohrten ,blechbchse in dnnem1 aber zhem gelbbraunen ,strahl auf das ,gebck ergiet4 ,zur ,gewinnung dieses ,palmenhonigs werden die in ,mittelchile noch in greren ,bestnden wachsenden ,palmen bevor der ,frhlingstrieb erfolgt in der ,weise an der ,wurzel gefllt1 da sie noch durch einen ,teil des ,stammes mit dem ,erdreich in ,verbindung bleiben4 ,dann wird das oberste ,stammende nach ,entfernung der ,krone gekappt und ein ,gef darunter gestellt4 ,whrend des #f-h ,monate andauernden ,ausflusses von sem ,saft liefert sie insgesamt #cjj-djj ,liter desselben4 ,dabei mu nur von ,zeit zu ,zeit fr eine neue ,schnittflche gesorgt werden1 da sich die alte mit der ,zeit verstopft4 ,der ,saft wird dann auf ,sirupdicke eingekocht4 ,eine ,palme liefert #fj-ajj ,liter ,honig4 ,im ,innern ,afrikas ist die thiopische ,fcherpalme 7,borassus aethiopum71 deren ,stamm im zweiten ,drittel angeschwollen ist1 hufig und wird auch teilweise von den ,negern angepflanzt1 da ihre kopfgroen1 #b-b1e kg schweren ,nsse ihnen allgemein zur ,nahrung dienen und teilweise so wichtig sind wie die ,datteln den ,arabern4 ,auch die ,triebe der jungen ,smlinge werden roh gegessen4 ,verwandt mit ihr und der ,deleb- beziehungsweise ,palmyrapalme 7,borassus flabellifer7 ist die im ,westgebiet des ,indischen ,ozeans heimische ,seychellenpalme 7,lodoicea seychellarum74 ,sie selbst ist noch nicht sehr lange bekannt1 whrend ihre bis #dj cm langen und #aj bis #ac kg schweren1 vortrefflich zum ,schwimmen ber weite ,meeresstrecken eingerichteten1 seltsam zweilappigen ,frchte1 deren ,nhrgewebe wie dasjenige der ,kokosnsse schmeckt und gerne verspeist wird1 schon im ,mittelalter in ,indien und ,hinterindien bekannt waren4 ,aus unbekannter ,ferne fand man sie bisweilen am ,strande der ,kste ,vorderindiens oder der vorgelagerten ,inselgruppe der ,malediven angeschwemmt4 ,kein ,mensch wute zu sagen1 woher diese merkwrdigen ,gebilde kamen1 und so bildete sich die ,sage aus1 da sie als eine ,zauberfrucht am ,grunde des ,meeres wchsen4 ,deshalb nannte man sie ,meerkokosnsse oder ,wundernsse ,salomos1 auch maledivische ,nsse1 weil sie zumeist von den ,malediven nach dem indischen ,festland in den ,handel kamen4 ,auf den ,malediven mute jede solche entdeckte ,nu als ,eigentum des ,frsten bei ,todesstrafe sofort diesem gebracht werden1 der sie dann verschenkte oder verkaufte4 ,ihrer groen ,seltenheit und geheimnisvollen ,herkunft entsprechend galt sie als ganz auerordentlich wertvoll und man schrieb ihr die wunderbarsten ,wirkungen zu4 ,besonders die ,malaien lieen sich daraus kostbare1 wunderttige ,trinkgefe schnitzen4 #afjb brachte der hollndische ,admiral ,hermanson zuerst eine solche ,nu1 die er von einem indischen ,frsten geschenkt erhalten hatte1 nach ,europa1 wo ihr dieselben wunderbaren ,krfte wie in ,indien zugeschrieben wurden4 ,kaiser ,rudolf ,,ii4 7#aeeb-afab7 bezahlte fr einen daraus geschnitzten ,becher1 der als zauberkrftiger ,talisman galt und heute noch in der ,schatzkammer des ,kaiserhauses in ,wien aufbewahrt wird1 nicht weniger als #djjj ,goldgulden 7im heutigen ,werte von ber #abjjj ,mark71 eine fr die damalige ,zeit ganz ungeheure ,summe4 ,erst im ,jahre #agfi wurde gelegentlich einer vom ,herzog von ,praslin angeordneten ,untersuchung der ,seychellengruppe auf einer winzig kleinen1 nach ,praslin benannten ,insel die ,mutterpflanze in ,gestalt der bis #dj m hohen ,palme mit #g m langen und #d m breiten ,blattwedeln gefunden1 und #aggj brachte ein unternehmender franzsischer ,kauffahrer diese ,meernsse in ,menge nach ,kalkutta1 wo er sehr gute ,geschfte damit machte4 ,spter kamen sie vielfach als ,kuriositt in europische ,sammlungen4 ,da die ,mutterpflanze getrenntgeschlechtig ist und nicht in dichten ,bestnden1 sondern zwischen den brigen ,urwaldbumen zerstreut wchst1 trgt nicht wenig dazu bei1 da ihre ,vermehrung nur beraus langsam fortschreitet4 ,zudem brauchen die ,frchte nicht weniger als sieben ,jahre zum ,reifen4 ,erst ein ,jahr nach dem ,pflanzen derselben erscheint der ,keimling1 der oft mehrere ,meter unter der ,bodenoberflche dahinkriecht1 bis er nach oben hervorbricht4 ,bis ein ,baum ,blten trgt1 vergehen #cj-dj ,jahre4 ,illustration3 ,bild #ae4 ,nu der ,seychellenpalme 7,lodoicea seychellarum74 ,nach dem ,original im ,baseler botanischen ,institut4 ,in ,obergypten hufig ist die #h-i1e m hoch werdende ,dumpalme 7,hyphaene thebaica71 eine der wenigen ,palmen1 deren ,stamm sich #c bis #dmal gabelt4 ,sie kommt in verschiedenen ,arten in ganz ,afrika vor4 ,die etwa die ,gre und ,form einer ,birne erreichenden brunlichgelben1 vllig glatten ,frchte besitzen um die harten ,samen ein ses1 wohlschmeckendes ,fruchtfleisch1 das besonders die ,affen und ,elefanten1 aber auch die ,menschen sehr lieben4 ,in manchen ,gegenden1 so beispielsweise im ,ambolande1 bilden die ,frchte dieser ,pfefferkuchenpalmen8 ein sehr wichtiges ,nahrungsmittel4 ,auch in gypten gelangen sie heute noch wie zur ,zeit der ltesten ,dynastien zum ,verkauf4 ,die alten gypter aen sie mit ,vorliebe und gaben sie ihren ,toten als ,wegzehrung mit4 ,so finden wir sie hufig als ,grabbeigaben1 besonders der #ab4 ,dynastie seit dem ,beginne des vorletzten ,jahrtausends v4 ,chr4 ,die ,dumpalme hie bei den gyptern mama und deren ,frchte kuku4 ,aus den ,blttern wurden ,sandalen hergestellt1 deren sich mehrere erhielten1 so eine im ,museum in ,florenz4 ,eine neuerdings auch bei uns eingefhrte1 uerst wertvolle ,tropenfrucht sind die ,bananen oder ,paradiesfeigen1 auch ,pisang genannt4 ,diese mit den ,liliengewchsen verwandten ,pflanzen stellen die ,riesen unter den ,stauden dar1 indem ihr krautiger1 nach auen ausschlielich von dicken ,blattscheiden gebildeter ,stamm #f bis zu #aj m ,hhe erreicht4 ,nur wenn die ,pflanzen als ,abschlu ihres ,daseins zur ,blte gelangen1 durchwchst dann im ,innern ein solider ,krper als sogenannter ,krautstamm den ,stengel4 ,die auerordentlich groen1 #c-d m langen und #fj-ij cm breiten1 saftig grnen ,bltter besitzen eine sehr starke ,mittelrippe1 von der sich parallele ,seitennerven abzweigen1 zwischen denen sie der ,wind oft arg zerschlitzt4 ,die ,bananenstaude bringt nur ein ,fruchtbschel hervor1 das aber mit seinen ,frchten #cj-ej kg schwer wird und #fj-ajj1 bei einigen ,abarten bis #cjj ,einzelfrchte enthlt4 ,nachdem die ,frucht gereift ist1 stirbt die ,pflanze ab4 ,die ,blten brechen nach ,beendigung des ,grenwachstums der ,pflanze hervor und sitzen an einem bis #a1e m langen1 meist hngenden ,kolben1 und zwar in #ab-af ,ringen von je #ae-bj fruchtbaren weiblichen ,blten1 von denen jede mit einem groen1 roten1 blauen oder violetten ,deckblatte umgeben ist4 ,diejenigen der oberen ,scheiden1 die am weitesten herabhngen1 sind mnnlich und fallen nach dem ,verblhen samt den ,bltterscheiden ab1 whrend der ,achsenteil1 an dem sie befestigt waren1 erhalten bleibt und auch spter noch weit ber den reifen ,fruchtstand hinausragt4 ,dann folgen einige unfruchtbare ,zwitterblten und darunter erst die fruchtbaren weiblichen1 die nach der ,befruchtung die #bj-cj cm langen und #e-h cm dicken1 schn gelb bis rot gefrbten1 sechskantigen1 nicht aufspringenden ,frchte hervorgehen lassen4 ,diese gurkenfrmig lnglichen1 sichelfrmig gekrmmten1 ursprnglich dreifcherigen1 weichen ,beeren weisen bei smtlichen kultivierten ,sorten als ,zeichen einer uralten ,kultur1 bei der alles ,gewicht auf die mglichst reiche ,entwicklung des ,fruchtfleisches gelegt wurde1 keinerlei ,samen mehr auf1 so da diese ,kulturpflanze sich nur noch durch ,stecklinge fortpflanzt4 ,bei der wildwachsenden sdasiatischen ,stammpflanze sind sie gedrckt kugelig1 whrend sie bei den kultivierten ,arten zugunsten des ,fruchtfleisches unterdrckt wurden und nur noch als dunkle ,punkte zu erkennen sind4 ,die ,bananenfrchte schmecken1 wie sich ein jeder von uns wohl selbst zu berzeugen vermochte1 wie mehlige1 sehr aromatische ,birnen und besitzen einen auerordentlich hohen ,nhrwert4 ,mit der vollstndigen ,entwicklung der ,blte hat das ,wachstum der ,banane sein ,ende erreicht1 mit der ,reife der ,frchte stirbt der ,schaft und wird vom ,menschen umgehauen1 entwickelt aber neue ,nebensprossen4 ,die ,lebensdauer betrgt je nach ,boden1 ,klima und ,eigenschaft der ,spielart #i ,monate bis #c ,jahre1 ist aber unter gnstigen ,lebensverhltnissen meist nicht lnger als #ab-ad ,monate4 ,betrgt sie unter dem quator #i ,monate1 so nimmt dieser ,zeitraum in demselben ,verhltnisse zu1 je weiter vom quator entfernt die ,kultur dieser ,obstpflanze getrieben wird4 ,tafel #ca4 ,illustration3 ,die aus dem sdlichen ,china stammende ,fcherpalme ,livistona chinensis mit ,frchten in einem ,garten in ,kamerun4 ,die auch als ,latanenpfel bezeichneten ,frchte besitzen unter der dnnen1 sich leicht ablsenden ,schale ein schmackhaftes ,fleisch4 ,diese ,palme wird wie andere niedere ,schirmpalmen hufig als ,zimmerpflanze kultiviert4 ,tafel #cb4 ,illustration3 ,bananenpflanzung auf ,jamaika4 ,verladung von ,bananen ins ,schiff auf ,jamaika4 ,der gemeine ,pisang 7,musa paradisiaca7 hat einen schlankeren ,wuchs1 schmalere ,bltter und lngere1 aber weniger schmackhafte ,frchte als der ,bananenpisang oder die eigentliche ,banane 7,musa sapientum74 ,von beiden ,arten gibt es sehr viele ,varietten 7in ,amerika allein #ddj71 neben ,obstbananen auch solche1 die sich nur zum ,kochen und ,backen eignen4 ,man nennt diese ,mehlbananen4 ,aus ihnen1 die roh ein herbes ,fruchtfleisch aufweisen und nur gekocht schmecken1 kann ein ,mehl erhalten werden1 da in einigen ,gegenden ,afrikas1 z4 ,b4 am ,albert ,edward ,nyansa1 ein wichtiges ,nahrungsmittel bildet4 ,anderswo wird aus den unreifen ,bananen ein ,mehl bereitet1 aus dem man ,bananenbrot bckt4 ,in manchen ,gebieten ,afrikas ernhrt sich die ,bevlkerung beinahe ausschlielich von ,bananen1 und auch in ,mittel- und ,sdamerika wie auch auf den ,sdseeinseln bilden sie roh1 gerstet oder gekocht die ,hauptnahrung des ,menschen4 ,aus dem ,safte der sehr zuckerhaltigen ,obstbanane wird auch ein sehr angenehmes1 khlendes ,getrnk von weinartigem ,geschmack hergestellt1 das frisch s und moussierend schmeckt1 bei lngerem ,stehen jedoch suerlich wird und durch alkoholische ,grung stark berauschend wirkt4 ,um diesen ,bananenwein noch strker und gehaltreicher zu machen1 wird ihm vielfach1 so in ,ostafrika1 gerstetes ,kafferkorn oder ,durra 7,andropogon sorghum7 mit ,wasser beigefgt4 ,das ,herz1 d4 h4 das ,mark des ,stammes und die jungen ,schosse dienen in der mannigfaltigsten ,zubereitung als beliebte ,speise1 die saftigen ,blattscheiden und der noch nicht erhrtete ,wurzelstock werden von den ,negern gegessen und aus dem ,schafte der ,bltter1 der als ,wasserreservoir dient1 kann ein trinkbares ,wasser herausgepret werden4 ,im ,sden ,chinas werden die ,blten zu einem geschtzten ,salat verwendet4 ,die groen ,bltter dienen zum ,decken der ,htten1 zu ,sonnenschirmen1 als ,teller zum ,auftragen der ,speisen und dergleichen4 ,einige ,male langsam durch die ,glut eines gelinden ,feuers hin- und hergezogen1 werden sie weich und geschmeidig wie ,papier und dienen dann als ein vorzgliches1 wasserdichtes ,packmaterial1 in denen man beispielsweise die ,tabake von ,manila versendet4 ,die ,blattscheiden enthalten ,fasern1 die seit den ltesten ,zeiten zu ,matten1 ,stricken und anderem ,flechtwerk1 sowie zu ,geweben und zu ,zunder verwendet werden4 ,aus dem ,schafte aber wird eine ,art ,hanf bereitet1 der auf den ,philippinen von der dort zur ,gewinnung des sogenannten ,manilahanfes in ausgedehntem ,mastabe gepflanzten ,faserbanane 7,musa textilis71 in ,vorderindien und in ,ozeanien1 auch von ,musa sapientum1 auf den ,antillen1 in ,guiana und ,angola von ,musa paradisiaca und in ,neusdwales auf der vor kurzer ,zeit aus ,abessinien dort eingefhrten ,musa ensete gewonnen wird4 ,da nun der ,schaft der ,banane nach der ,bildung der ,frchte allmhlich abstirbt1 keimfhige ,samen aber nicht ausgebildet werden1 so beruht die ,erhaltung und ,vermehrung der ,art allein auf der ,ttigkeit des ,wurzelstocks1 der sich durch die reichliche ,entwicklung von ,seitensprossen1 sogenannten ,schlingen1 auszeichnet4 ,hat eine ,banane ,frucht getragen1 so wird sie meist ber der ,wurzel abgehauen1 um das ,mark derselben zum ,essen zu verwenden4 ,von den whrend der ,entwicklung des ,schaftes1 bis die ,fruchtbildung sich vollzogen hatte1 unterdrckten ,schlingen lt man gewhnlich nur zwei gegen das ,ende der ,fruktifikation des ,hauptstammes zur ,weiterentwicklung gelangen und schlgt dann den schwcheren mit dem ausgedienten ,haupttrieb ab4 ,die ,vermehrung der ,bananen erfolgt ausschlielich durch solche ,schlinge1 welche man in der ,nhe ihrer ,basis von der ,mutterpflanze abschneidet und in mit altem1 gerottetem ,mist gedngte1 etwa #cj cm tiefe und ebenso breite ,pflanzlcher steckt1 wo sie so weit mit ,erde bedeckt werden1 da nur etwa #e cm des ,schlings frei herausragt4 ,die ,banane stellt eine der schnsten und anmutigsten ,pflanzenformen dar1 die neben den ,palmen das ,hauptmotiv jeder vom ,menschen bewohnten ,tropenlandschaft bildet und berall um die ,htten der ,eingeborenen gepflanzt wird4 ,als ursprngliche ,kstenpflanze liebt sie die von der ,seeluft erreichte ,niederung4 ,nicht als ob sie nur in der ,nhe des ,meeres fortkme2 sie erreicht aber da ihre ppigste ,entwicklung4 ,auer ,wrme und ,feuchtigkeit1 die um so grer sein mssen1 je hher die betreffende ,spielart wird1 verlangt sie einen geschtzten ,standort2 denn ihr schlimmster ,feind ist der ,wind1 der ihre groen ,bltter bis auf die ,mittelrippe in lauter schmale ,streifen spaltet4 ,wenn nun dieser ,vorgang immer wieder1 bei allen sich neu entwickelnden ,blttern wiederholt wird1 so bt die ,staude sehr an der ,fhigkeit ein1 ,frchte zu erzeugen und verliert sie schlielich ganz4 ,wird ihr solcher ,schaden in erheblichem ,mae vor der ,blte zuteil1 so treibt sie berhaupt keine ,blte2 hat sich bereits ein ,fruchtbndel angesetzt1 so reift es unvollkommen aus4 ,auch wird sie leicht vom ,sturme geknickt4 ,deshalb mssen da1 wo nicht ,bodenerhebungen ,schutz gewhren1 tiefwurzelnde ,bume als ,windbrecher gepflanzt werden4 ,der ,boden mu reich an ,nhrsalzen sein1 und zwar sagt feuchter1 tiefgrndiger und humusreicher ,lehmboden der ,pflanze am besten zu4 ,deshalb findet sich die ,banane vorzugsweise an den ,flulufen angepflanzt1 wo sie zugleich die fr sie ntige ,bodenfeuchtigkeit findet4 ,in solcher ,weise kultiviert1 liefert sie zwlf ,monate nach dem ,setzen eines ,schlings eine ,fruchttraube von #cj-dj kg ,gewicht1 die gelegentlich auch1 wie gesagt1 auf #ej kg steigen kann4 ,die ,kultur der ,banane ist sehr einfach4 ,man pflanzt die ,schlinge #b m weit auseinander1 am liebsten am ,rande von sumpfigen ,wassern4 ,ungefhr #h ,monate nach der ,anpflanzung erscheint ein dunkelvioletter ,knoten an dem ,punkt1 wo sich die obersten ,bltter trennen4 ,bald tritt er frei aus seiner ,umgebung hervor1 an einem langen ,stiele hngend1 der sich beugt unter dem ,gewichte der inzwischen entwickelten1 die ,form eines zugespitzten ,eies aufweisenden ,bltenhlle4 ,kaum zur vollen ,gre ausgebildet1 ffnet sich ein ,blatt dieses ,bltenkolbens und rollt sich bis zur ,basis zurck1 indem es eine ,reihe von #e-f ,blten dem ,blicke freilegt4 ,danach entfalten sich die brigen ,bltter der ,bltenhlle eins nach dem andern1 bis schlielich #bj-cj ,bltenbndelchen aufgedeckt sind1 die alle an dem einen ,stiele hngen4 ,wenn die ,bltter der ,bltenhlle verwelken und abfallen1 beginnen die ,fruchtknoten zu schwellen1 und von da bis zu ihrer ,reife vergehen #c-d ,monate4 ,in dieser ,zeit wendet sich die ,nahrungszufuhr der ,pflanze auf die zahlreichen ,frchte1 deren ,haupternte vom ,januar bis ,mai stattfindet4 ,da aber die ,banane bereits lange vor der ,blte1 wenn sie erst einige ,meter hoch ist1 neue ,schlinge aus ihrem ,wurzelstocke hervortrieb1 von denen man allerdings in geordneten ,plantagen nur zwei stehen lt1 damit nicht ein undurchdringlicher ,wald entstehe1 und diese spter blhen und ,frchte zeitigen1 so kommt es1 da man immer ,blten und ,frchte auf einer ,bananenpflanzung findet4 ,einzig in den ,gegenden1 in denen eine lngere ,trockenzeit herrscht1 lt die ,fruchtreife in dieser ,zeit nach1 so da manchenorts die ,tropenbewohner1 die sich fast ausschlielich von ihr ernhren1 bisweilen kurze ,zeit ohne ,bananen sind1 da sich diese fleischigen ,frchte nicht lngere ,zeit aufbewahren lassen1 selbst wenn man sie noch grn abschneidet4 ,weil sie leicht verderben und auch viele ,liebhaber unter der ,tierwelt besitzen1 so besonders ,affen1 dann unter den ,vgeln namentlich die prchtig gefrbten1 bis #ej cm langen ,bananenfresser 7,musophagae7 und verwandte ,arten1 dann ,eichhrnchen1 ,fledermuse1 verschiedene ,insekten und andere1 werden die ,frchte vor der vlligen ,reife1 wenn sie noch grngelb sind1 geerntet und die ,fruchttrauben unter ,dach zur vollstndigen ,reife gebracht4 ,dabei frbt sich die uere ,fruchtschale der ,banane goldgelb1 des gemeinen ,pisang purpurrot bis schwarz1 wobei das ,fruchtfleisch mehr und mehr erweicht und sich die ,strke desselben ganz in ,zucker verwandelt4 ,es gibt keine andere ,pflanze1 die auf so kleinem ,raum mehr ,nahrungsstoff bietet als die ,banane1 die auf derselben ,grundflche #cmal mehr ,nahrungsstoff als die ,kartoffel und #aemal mehr als der ,weizen liefert4 ,dabei erneuern sich die ,stauden1 die nur kurze ,wurzeln besitzen1 weshalb sie einzeln stehend leicht vom ,sturme zu ,boden geworfen werden1 aus dem ,wurzelstock #fj-hjmal4 ,in der glhenden ,sonnenhitze und bei der grten ,trockenheit beschatten und befeuchten sie den ,boden selbst und bewirken durch die bedeutende nchtliche ,wrmeausstrahlung ihrer riesigen ,bltter ein ,sinken der ,temperatur um #e ,c41 so da sich infolgedessen der ,wasserdunst der ,atmosphre auf ihnen verdichtet1 in groen ,tropfen zusammenfliet1 am ,schafte niedersickert und die ,erde rings um die ,wurzeln anfeuchtet1 als ob sie begossen sei4 ,nur den einen ,nachteil hat sie1 eben als ,folge ihrer auerordentlichen ,leistungsfhigkeit1 da sie den ,boden in hohem ,mae aussaugt4 ,deshalb schlgt man die ,pflanze nach der ,ernte ihrer ,fruchttraube nieder1 zerschneidet sie in ,stcke und dngt damit den stehengebliebenen ,wurzelstock mit den neuen ,tchterpflanzen4 ,die ,banane ist wohl eine der ltesten ,fruchtpflanzen1 die der innerhalb der ,tropenzone aus der ,tierheit hervorgegangene ,mensch in seine ,pflege nahm1 da sie sehr rasch wuchs und ihm mhelos in krzester ,zeit reichen ,ertrag brachte4 ,ihre ,heimat ist die sdostasiatische ,inselwelt1 von wo aus sie ihrer vorzglichen ,frchte wegen vom ,menschen schon in vorgeschichtlicher ,zeit fast ber die ganze ,tropenwelt verbreitet wurde4 ,jedenfalls wurde sie bei der ,entdeckung ,amerikas wenigstens auf der ,westseite dieses ,kontinents1 besonders in ,mittelamerika und ,peru1 angepflanzt gefunden1 was bei der gelegentlichen ,verschlagung malaiischer ,schiffe an dieses ,gestade schlielich auch kein ,wunder ist4 ,der ,peruaner ,garcilasso de la ,vega1 ein ,nachkomme der ,inkas1 der in den ,jahren #aecj-aefh lebte1 sagt in seinen spanisch geschriebenen ,commentarios reales ausdrcklich1 da zur ,zeit der ,inkas in den gemigten ,regionen der ,mais1 die ,quinoapflanze1 die ,kartoffel1 und in den heien die ,bananen den ,hauptbestandteil der ,nahrung der ,eingeborenen ausmachten4 ,noch andere ,autoren fhrt ,alexander von ,humboldt in seinem franzsisch geschriebenen ,buche ,neuspanien8 an und sagt selbst1 da an den ,ufern sdamerikanischer ,strme bei ,indianerstmmen1 die in keinerlei ,beziehungen mit europischen ,niederlassungen gestanden haben1 neben den ,maniok- auch ,bananenpflanzungen anzutreffen gewesen seien4 ,auch hat der amerikanische ,geschichtsforscher ,prescott alte ,werke oder ,handschriften gesehen1 denen zufolge die ,bewohner von ,tumbez an der ,kste von ,peru dem dort #aeca landenden ,pizarro ,bananen als ,gastgeschenk brachten4 ,wenn nun auch nach diesen allerdings nicht absolut beweisenden ,zeugnissen die ,banane in ,amerika vor der ,invasion der ,spanier hchstens an der ,westkste jenes ,kontinents zu finden war1 so hat sie zur ,zeit der ,entdeckung ,amerikas sicher in ,westindien und im nordstlichen ,sdamerika gefehlt4 ,dort wurde sie sehr frh von den ,portugiesen eingefhrt1 und zwar war es der ,pater ,thomas de ,berlengas1 der sie im ,jahre #aeaf von den ,kanarischen ,inseln nach ,san ,domingo brachte1 von wo sie auf die brigen ,antillen und spter auch nach ,brasilien gelangte1 so da sie jetzt allenthalben zu finden und auch verwildert ist4 ,von der sdostasiatischen ,inselwelt verbreitete sich die ,banane nach allen ,seiten und wurde schon lngst auch im ,indusgebiet angepflanzt1 als die ,griechen im ,heere ,alexanders des ,groen im ,jahre #cbg v4 ,chr4 das ,pandschab durchzogen4 ,obschon deren ,frchte dort allgemein als ,volksnahrung dienten1 hielt sie ,alexander fr ungesund und verbot sie seinen ,soldaten zu essen4 ,spter erwhnt ,plinius die ,banane unter dem ,namen pola1 doch wird ihre ,frucht wegen ihrer groen ,verderblichkeit kaum je in den ,bereich der ,mittelmeerlnder gekommen sein4 ,dieses pola des ,plinius ist das ,sanskritwort pala1 das ,frucht bedeutet1 aus dem auch das ,wort ,banane hervorging1 whrend pisang die malaiische ,bezeichnung ist4 ,musa wurde dann die ,pflanzengattung von ,linn nach der arabischen ,bezeichnung muz fr die ,pflanze1 die sich schon im #ac4 ,jahrhundert bei ,ibn ,baithar findet1 genannt1 und zwar ,musa sapientum1 weil die indischen ,weisen 7sapientes7 von den ,frchten lebten und ,musa paradisiaca1 weil sie im ,paradiese stand4 ,spter hie man sie auch ,paradiesfeige oder ,adamsapfel1 weil sie nicht nur feigenartig schmeckt1 sondern weil sie auch fr den ,baum der ,erkenntnis des ,guten und ,bsen im ,paradiese1 von dem ,eva dem ,adam zu essen gab1 gehalten wurde4 berall in den ,tropen sind die ,bananenfrchte ein sehr wichtiger ,handelsartikel1 der nach und nach fr die ganze ,kulturwelt von ,bedeutung geworden ist2 denn durch die rasch fahrenden ,schiffe der ,gegenwart ist dieses kostbare ,erzeugnis der ,tropen auch den ,bewohnern der klimatisch gemigten ,lnder zugnglich gemacht worden4 ,besonders wird sie in groen ,mengen aus ,mittelamerika nach den so obstfreundlichen ,vereinigten ,staaten eingefhrt4 ,so sind von ,nordamerikanern1 speziell ,minor ,c4 ,keith in ,costarica1 allein #aejjj ,hektar ,land mit ,musa bepflanzt worden1 aus denen im ,jahre #aijh ber #ae ,millionen ,bndel ,bananenfrchte von durchschnittlich #cj kg ,gewicht im ,wert von beinahe #bj ,millionen ,mark geerntet und nach den ,vereinigten ,staaten eingefhrt wurden4 ,bei ihrer geringen ,haltbarkeit mssen sie1 sobald sie reif sind1 in mit ,khlvorrichtungen versehenen ,schiffen und ,eisenbahnen rasch spediert werden und schmecken dann unendlich viel besser als die unreifen ,frchte1 die wir bisher aus ,westindien erhielten4 ,so sind sie in allen ,schichten der ,bevlkerung der ,vereinigten ,staaten zu einem eigentlichen ,volksnahrungsmittel geworden1 ein ,beispiel1 das in ,europa ,nachahmung verdiente1 da sie eine vortrefflich bekmmliche und wohlschmeckende ,nahrung bilden4 ,um den ,schwierigkeiten des ,transportes aus dem ,wege zu gehen1 wurden sie in ,england zuerst getrocknet eingefhrt4 ,seitdem aber die ,transportverhltnisse sich gebessert haben und man gelernt hat1 diese ,frchte fast reif zu uns zu bringen1 gelangen sie in immer grerer ,menge frisch nach ,europa und finden hier immer mehr ,anklang1 so da sie im ,begriffe sind1 sich zu einem ,welthandelsartikel wie die ,orangen aufzuschwingen4 ,hat doch ,deutschland allein in den sieben ersten ,monaten des ,jahres #aiji #gh ,millionen kg davon eingefhrt4 ,bei uns wird die sdchinesische ,zwergpalme 7,musa cavendishi71 wie auch die kleinbleibende ,musa coccinea in ,warmhusern kultiviert und als ,zimmerpflanze gehalten4 ,sie1 wie auch die grte aller ,bananensorten1 die ,musa ensete aus ,abessinien mit roten ,blattstielen und ,hauptnerven1 werden gleichfalls im ,sommer auf ,rasenrabatten allein oder mit anderen ,blattpflanzen1 besonders ,ricinus und ,canna zusammen angepflanzt4 ,diese enzeht der ,abessinier ist die grte aller ,krautpflanzen berhaupt4 ,eine fnfjhrige ,pflanze im ,palmenhause zu ,kew bei ,london hatte schon ber #aj m ,hhe und unten am ,schaft #b m ,umfang erreicht und besa #f1e m lange und #a m breite ,bltter4 ,wegen dieser letzteren scheinen die alten gypter bereits die ,pflanze als ,viehfutter kultiviert zu haben2 denn es ist eine altgyptische ,darstellung bekannt1 in welcher ,nilpferde eine ,bananenpflanzung verwsten4 ,durch ,einschnitte in den mchtigen ,schaft fliet ein kstlich schmeckender ,saft aus1 der von den ,abessiniern1 mit ,milch und etwas ,butter vermischt1 sehr gerne gegessen wird4 ,das ,innere des ,schaftes1 wie auch die ,schlinge geben gekocht ein gutes ,gemse1 das von vielen ostafrikanischen ,volksstmmen als wichtigste pflanzliche ,nahrung genossen wird4 ,in ihrer ,heimat trgt auch sie reichlich ,frchte1 die wie alle anderen ,bananensorten mit ,vorliebe auch von den ,affen gegessen werden4 ,plndernd fallen sie in die ,pflanzungen des ,menschen ein und schaden hauptschlich dadurch1 da sie mehr verwsten als fressen4 ,auch den ,maisfeldern sind sie sehr gefhrlich1 indem sie beim ,plndern der ,maiskolben von ,staude zu ,staude springen und natrlich jedesmal die ,staude abbrechen4 ,die ,abessinier sind1 weil sie keine ,schrotgewehre zur ,einschchterung dieser frechen ,diebe besitzen1 dieser ,landplage gegenber fast machtlos4 ,sie behelfen sich damit1 da sie wie anderwrts die ,bananentrauben abschneiden1 bevor sie reif sind1 sie aber zum ,nachreifen in die ,erde vergraben2 denn von dort stehlen sie die ,affen nicht4 ,eine andere1 in ,treibhusern nicht selten angetroffene ,art ist der auf ,madagaskar heimische ,baum der ,reisenden8 7,ravenala madagascariensis71 der auf einem ebenfalls bis #aj m hohen1 blattlosen ,stamm einen ,schopf groer1 zweizeilig gestellter1 im ,gegensatz zu den eigentlichen ,bananen gestielter ,bltter trgt4 ,seinen ,namen hat er daher1 da die ,reisenden auf jener groen1 ,afrika benachbarten ,insel die ,blattstiele mit ihren hohlen ,wanderstcken anstechen1 um das herausflieende schmackhafte ,wasser zu trinken4 ,wahrscheinlich auf der ,halbinsel ,malakka heimisch und von da im gesamten tropischen ,asien und auf der malaiischen ,inselwelt kultiviert1 ist als eine der kstlichsten ,tropenfrchte die ,mangostane 7,garcinia mangostana7 zu erwhnen4 ,sie wchst an einem #bj-be m hohen ,baume mit dicken1 dunkelgrnen ,blttern und ist eine fast kugelige ,frucht von #e-g cm ,durchmesser1 welche innerhalb einer dicken1 weinroten ,schale ein schneeweies1 weiches1 sehr ses und aromatisches ,fruchtfleisch enthlt1 in welchem die ,samen eingebettet sind4 ,das ,fleisch ist als ,mantel des ,samens zu deuten4 ,angenehm suerliche ,frchte von etwa #a kg ,gewicht1 deren ,saft sowohl zur ,wrze an ,speisen getan1 als auch zu khlenden ,getrnken benutzt wird1 besitzt die nahe ,verwandte der ,mangostane1 ,garcinia pedunculata1 ein gegen #bj m hoher ,baum in ,bengalen4 ,die getrockneten ,frchte pflegt man mit ,vorliebe auf ,seereisen mitzunehmen4 ,in ,hinterindien1 ,sdchina und dem malaiischen ,archipel heimisch sind die ,jambosen oder ,rosenpfel1 auch ,malaienpfel genannt1 die auf #f-ab m hohen1 immergrnen ,bumen aus der ,familie der ,myrtengewchse wachsen4 ,jambosa malaccensis trgt apfelgroe runde1 rote1 ,jambosa vulgaris dagegen1 die noch auf den ostindischen ,inseln wildwachsend angetroffen wird1 blagelbe1 rosenrot angehauchte birnfrmige1 rosenartig riechende ,beerenfrchte von der ,konsistenz des ,apfels1 die in einer weiten ,hhle einen olivengroen ,kern bergen4 ,beide werden ihres ,wohlgeschmacks wegen in allen ,tropengegenden1 besonders den ,sandwich- und ,fidschiinseln1 neuerdings auch in ,brasilien1 auf den ,antillen und auf ,madeira kultiviert4 ,ihre in ,zucker eingemachten1 weinsuerlich riechenden ,blten werden bei fieberhaften ,krankheiten verabreicht4 hnliche birnfrmige1 wohlschmeckende ,frchte wie letztgenannte ,art liefert die ebenfalls in ,sdindien heimische ,jambosa macapa1 die auch anderwrts1 so besonders auf ,mauritius1 in mehreren ,abarten kultiviert wird4 ,dasselbe ist mit der in ,sdchina zur ,kulturpflanze erhobenen ,jambolifera pedunculata der ,fall1 deren schwarze1 se ,frchte einen nicht unwichtigen ,handelsartikel bilden4 ,in ,sdasien1 besonders ,indonesien1 werden ebenfalls hufig ,sandoricum indicum wegen ihrer kleinen1 orangehnlichen ,frchte und ,dillenia serrata und ,d4 elliptica wegen ihrer ber apfelgroen1 sauersen1 schleimigen ,frchte1 wie auch ,erioglossum edule und ,lansium domesticum wegen ihrer ,steinfrchte angebaut4 ,besonders angenehm schmeckt auch der groe ,molukkenapfel 7von ,xanthochrymus dulcis und ,x4 pictorius74 ,ebenfalls in ,sdasien heimisch und von da ber die ganze ,tropenwelt verbreitet ist der #aj-ae m hohe ,mangobaum 7,mangifera indica7 mit lederartigen1 lnglichen1 ganzrandigen ,blttern und wohlriechenden1 kleinen1 weien ,blten1 deren nierenfrmige1 auen grne bis gelbe1 in einem rtlichgelben1 saftreichen1 sauersen ,fruchtfleisch einen einzigen groen harten ,samen umschlieenden1 ei- bis faustgroen ,frchte1 die ,mangos1 von vielen ,europern als die edelste der ,tropenfrchte erklrt werden4 ,manche ,kulturformen liefern noch grere ,frchte1 die bis #a kg schwer werden4 ,sie schmecken sehr s1 aromatisch und durch ihren ,gehalt an ,zitronensure erfrischend suerlich4 ,allen ,sorten ist aber ein mehr oder weniger ausgesprochener ,geschmack nach ,terpentin eigen1 welcher manchem den ,genu verleidet4 ,damit sich dieser verliere legt man die geschlte ,frucht einige ,zeit in ,wasser4 ,auch die ,samen werden gerstet gegessen und schmecken dann wie ,kastanien4 ,der ,mangobaum1 der in ,sdindien und ,ceylon noch wild gefunden wird1 aber als solcher nur kleine ,frchte zeitigt1 ist heute in vielen ,varietten ber die ganze ,tropenwelt verbreitet und wird in einer besonders wohlschmeckenden ,sorte auch in ,brasilien kultiviert4 ,in ,sdasien heimisch1 aber ebenfalls im ganzen ,tropengrtel vielfach kultiviert1 ist der indische ,mandelbaum 7,terminalia catappa71 ein groer ,baum mit mchtiger ,laubentwicklung mit abwechselnd gestellten1 gegen das ,ende der ,zweige zusammengehuften1 ganzrandigen1 gestielten ,blttern1 welche am ,anfange der ,trockenzeit schn rot werden1 spter aber abfallen4 ,aus den in hrenartigen ,infloreszenzen stehenden kleinen1 sitzenden ,blten entwickeln sich auen etwas fleischige1 in der ,mitte zusammengedrckte ,steinfrchte1 die in dem sehr harten ,stein einen wie ,mandeln schmeckenden1 lnglich eirunden ,samen einschlieen1 der eine beliebte ,speise bildet4 ,tafel #cc4 ,illustration3 ,ostindischer ,mangobaum 7,mangifera indica7 in ,rio de ,janeiro4 7,nach einer in der ,sammlung des botan4 ,instituts der ,universitt ,wien befindlichen ,photogr4 von ,m4 ,ferrez47 ,tafel #cd4 ,illustration3 ,ein junger ,brotfruchtbaum in ,westafrika4 7,artocarpus incisa47 7,copyright by ,f4 ,o4 ,koch47 ,junge ,frchte des ,tschakfruchtbaumes 7,artocarpus integrifolia74 ,tafel #ce4 ,illustration3 ,ein ,zweig des ,brotfruchtbaumes mit jungen ,frchten aus ,ceylon4 7,artocarpus incisa47 ,tafel #cf4 ,illustration3 ,whrend der sommerlichen ,trockenzeit entbltterte ,baobab oder ,affenbrotfruchtbume in der ,steppe am unteren ,kongo 7nach ,chun74 ,malaienwohnung auf ,sumatra mit ,melonenbaum4 ,ebenso geschtzt ist der gleichfalls ber die gesamten ,tropen verbreitete1 wahrscheinlich in ,ostindien heimische ,gombo oder ,ochro 7,hibiscus esculentus71 eine baumartige ,malvacee1 deren wohlschmeckende junge ,frchte1 besonders gekocht1 sehr beliebt sind4 hnlich verhlt es sich mit dem sehr nahe damit verwandten ,moschushibiscus 7,hibiscus moschatus71 der ebenfalls in den heiesten ,gebieten ,ostindiens heimisch ist und von da aus die weiteste ,verbreitung fand4 ,seine ,samen besitzen einen zarten ,bisamgeruch1 der sie auch fr die ,parfmerie ,verwendung finden lie4 ,einen1 als die ,europer erschienen1 in ganz ,indonesien von ,sumatra bis zu den ,markesasinseln angebauten ,fruchtbaum stellt der ,brotfruchtbaum 7,artocarpus incisa7 dar1 der zu den ,maulbeergewchsen gehrt4 ,es ist dies ein #ac-ag m hoher1 einen zhen1 fadenziehenden ,milchsaft fhrender1 einhusiger ,baum1 mit #cc-ej cm dickem ,stamm und bis #a m langen1 oft #ej cm breiten1 derben1 tiefeingeschnittenen ,blttern4 ,diese sind an den ,schlingen oft ganzrandig1 an den ,sprossen und strkeren ,zweigen dagegen nur zwei- bis dreilappig1 whrend sie sonst bis neun ,lappen aufweisen4 ,sie sind oben dunkelgrn1 von gelblichen ,nerven durchzogen1 fast ganz glatt1 unten rauh1 bleicher gefrbt und mit hervortretenden ,rippen4 ,beim ,welken durchlaufen sie die ganze ,farbenreihe zwischen dunklem ,grn und brennendem ,rot4 ,das eine ,ende ist oft noch samtgrn1 whrend die ,mitte goldgelb leuchtet und das andere ,ende purpurn oder scharlachrot strahlt4 ,die mnnlichen ,bltenstnde sind ktzchenartig gestellt und entspringen von den jungen ,zweigen1 whrend die weiblichen eirund sind und aus den lteren ,zweigen hervorgehen4 ,die ,frucht ist eine ber kopfgroe1 bis #b kg schwere ,scheinfrucht mit einem saftigen1 nahrhaften ,fleisch1 in der als ,zeichen sehr langer ,kultur meist keine ,samen mehr zur ,ausbildung gelangen4 ,in ,scheiben geschnitten und mit oder ohne ,fett gebacken1 schmecken sie wie die besten ,kartoffeln4 ,auch die ,samen1 falls welche vorhanden sind1 it man in heier ,asche gerstet wie ,kastanien4 ,man zieht aber diejenigen ,kulturvarietten1 die keine ,samen mehr erzeugen1 den anderen vor1 weil ihre ,fruchtstnde saftiger sind und einen hheren ,nhrwert besitzen4 ,die ,sdseeinsulaner ernhren sich zum grten ,teile von den ,frchten dieser ,pflanze1 von der zwei bis drei ,bume fr den ganzen ,unterhalt eines ,menschen gengen sollen4 ,die ,heimat des ,brotfruchtbaums scheint in ,java und den ,sundainseln zu liegen1 wo der deutsche ,naturforscher in hollndischen ,diensten ,rumphius 7#afbg-agjb7 eine anscheinend wilde ,form desselben angetroffen haben soll4 ,der ,brotfruchtbaum wird nur auf ungeschlechtlichem ,wege durch ,schlinge knstlich vermehrt4 ,er gedeiht im geeigneten ,klima in jedem ,boden1 selbst in solchem1 der zu keiner anderen ,kultur benutzt werden kann4 ,der ,baum bleibt #fj bis #gj ,jahre lang tragbar2 dabei whrt die ,ernte #i ,monate lang1 nmlich von ,november bis ,juli1 und ist so auerordentlich ausgiebig1 da1 wie der ,weltumsegler ,james ,cook 7#agbh-aggi7 sich ausspricht1 einer1 der in seinem ,leben #aj ,brotfruchtbume gepflanzt hat1 seine ,pflicht gegen sein eigenes und sein nachfolgendes ,geschlecht ebenso vollstndig und reichlich erfllt hat1 als ein ,einwohner unseres rauhen ,himmelstrichs1 der sein ganzes ,leben hindurch whrend der ,klte des ,winters gepflgt1 in der ,sommerhitze geerntet und nicht nur seine jetzige ,haushaltung mit ,brot versorgt1 sondern auch seinen ,kindern etwas an barem ,geld kmmerlich erspart hat48 ,das roh nicht ebare1 mehlige ,fleisch der halbreifen1 grnen ,frchte wird gerstet1 zu ,brot verbacken und als ,mus gegessen4 ,das ,backen geschieht in heier ,asche oder auf heien ,steinen1 seltener in fen4 ,dabei wird das ,innere der ,frchte beim ,braten wei und weich wie ,brotkrume1 mu indessen gleich gegessen werden1 da es nach #bd ,stunden musig und fad wird4 ,nur in ,scheiben geschnitten und getrocknet hlt sich die ,frucht zwei ,jahre1 kann so den ,schiffszwieback ersetzen und wird auch von den ,spaniern als solcher gebraucht4 ,die ,schiffsmannschaften ziehen diese ,nahrung dem ,brote vor4 ,auf den ,sdseeinseln benutzt man die unreife ,brotfrucht auch zur ,herstellung eines sehr schmackhaften ,muses1 indem man sie nur wenig rstet1 dann von der ,schale befreit1 das ,fruchtfleisch in kaltes ,wasser bringt und darauf zu ,brei quirlt4 ,eine sehr schmackhafte ,speise bereitet man ferner aus der geffneten unreifen ,brotfrucht1 indem man ihr die ,rinde und das ,kernhaus nimmt und sie in einem ,mrser tchtig stampft4 ,dann giet man darauf die aus dem saftigen ,kern einer reifen ,kokosnu durch ,versieben entstandene dicke ,milch1 die man durch kleine1 aus feinen ,kokosfasern geflochtene ,beutel pret4 ,von den ,europern wird die unreife ,brotfrucht meist in dnne ,scheiben geschnitten1 in ,butter oder sonstigem ,fett gebacken gegessen1 was eine sehr feine ,speise gibt1 die1 wie mir eine ,jugenderinnerung sagt1 in bezug auf den ,geschmack an knusperig gebratene ,kartoffeln erinnert4 ,ist die ,mehrzahl der ,brotfrchte reif geworden1 so findet die ,haupternte statt4 ,die reifen ,frchte sind goldgelb1 weich1 inwendig breiig1 von widerlich sem ,geruch und ,geschmack4 ,dieser ,brei gilt als ungesund und wird kaum gegessen4 ,dagegen verwendet man die feste ,rinde und das ,kerngehuse der geernteten ,frchte1 indem man sie in ,holzmrsern zu einer teigigen ,masse zusammenstampft1 die man in mahe genannten ,laiben1 sorgfltig in ,bltter und ,bast gehllt1 jahrelang an einem khlen ,orte aufbewahren kann1 wobei sie durch lngeres ,lagern noch an ,gte gewinnen4 ,die ,sdseeinsulaner backen daraus nach ,bedarf1 nachdem sie den ,teig haben gren lassen1 ,kuchen von bernsteingelber ,farbe und etwas herbem1 aber durchaus nicht unangenehmem ,geschmack1 der feinem ,weizenbrot oder -- nach ,anson -- gebratenen ,kartoffeln hnlich sein soll4 ,mit dem ,saft von ,orangen getrnkt1 soll das ,brot s wie ,apfelkuchen schmecken4 ,auch kann man den ,brotfruchtteig wie ,pudding zubereiten4 ,von dieser aufbewahrten ,brotmasse nhren sich die ,insulaner von ,august bis ,oktober1 whrend welcher ,zeit der ,brotfruchtbaum keine ,frchte trgt4 ,auer den ,frchten liefert der ,brotfruchtbaum noch andere ntzliche ,produkte1 so die ,rinde zum ,gerben und ,frben1 den ,bast junger ,zweige zur ,herstellung von tapa oder ,rindenstoff1 den ,milchsaft zur ,herstellung von ,vogelleim und ,kitt2 ein durch ,einschnitte in den ,stamm gewonnenes ,harz 7das dammar selo der ,malaien7 kommt wie ,kopallack zur ,herstellung von ,firnis in den ,handel4 ,das gelbe ,holz benutzt man zum ,huserbau1 zur ,gewinnung von ,booten und ,holzgerten4 ,die ,bltter verwendet man wie starkes ,papier zum ,einwickeln von ,gegenstnden und ,aufbewahren von ,lebensmitteln4 ,die halbverwelkten1 bunten ,bltter werden von den ,eingeborenen an der ,mittelrippe aufgeschlitzt und als ,kopfbedeckung benutzt2 sonst dienen sie auch als ,tischtcher1 ,teller und ,servietten4 ,im tropischen ,amerika wird der echte ,brotfruchtbaum wegen seiner schnen ,belaubung mehr als ,alleebaum1 denn als ,fruchtbaum gepflanzt4 ,der erste ,bericht vom ,brotfruchtbaum datiert aus dem ,jahre #afig von dem englischen ,seefahrer ,william ,dampier 7#afeb-agae71 der ihn in ,menge auf den ,marianen oder ,ladronen1 d4 h4 ,diebesinseln -- jetzt bekanntlich deutsche ,kolonie -- angepflanzt fand4 ,genauere ,nachrichten ber diesen so ntzlichen ,fruchtbaum verdanken wir dem ,reiseberichte des deutschen ,naturforschers ,joh4 ,reinhold ,forster 7#agbi bis #agih71 der mit seinem ,vater den ,kapitn ,james ,cook auf seiner zweiten ,reise um die ,welt von #aggb bis #agge begleitete und spter bis zu seinem ,tode als ,botanikprofessor in ,halle ttig war4 ,um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts brachte ,sonnerat den ,brotfruchtbaum nach der ,insel ,mauritius4 ,spter wollte ,knig ,georg ,,iii41 der #bb;jhrig #agfj auf den englischen ,thron gelangte1 den er bis zu seinem ,tode #ahbj behauptete1 auf ,wunsch der englischen ,kolonisten in ,amerika ihn in ,westindien einfhren4 ,in seinem ,auftrage gelang es nun dem englischen ,kapitn ,bligh 7sprich ,blei7 #ggd junge ,brotfruchtbume einzuschiffen2 allein die ,expedition wurde durch eine ,meuterei der ,mannschaft vereitelt4 ,erst die zweite ,expedition war von ,erfolg begleitet4 ,von #aaej jungen ,brotfruchtpflanzen berstand ein groer ,teil die ,reise4 #eej derselben wurden im ,januar #agic in ,st4 ,vincent gelandet1 die brigen -- auer fnf fr den ,garten von ,kew bei ,london bestimmten -- kamen nach ,jamaika4 ,die ,hoffnung1 durch die ,brotfruchtbume ein neues ,nahrungsmittel fr die ,sklaven in ,amerika zu erhalten1 verwirklichte sich aber nur sehr unvollstndig2 denn jene zogen der ,brotfrucht die besser schmeckende ,banane vor1 die roh zu genieen ist1 sich ebenso leicht anpflanzen lt und eher ,frchte trgt4 ,auch dem ,sdseeinsulaner ist es nicht angenehm1 da er die ,brotfrucht erst noch zubereiten mu1 ehe er sie essen kann4 ,daher trumt er sich8 -- sagt ,forster -- auch in seinem ,paradiese eine ,brotfrucht1 die keiner ,zubereitung bedarf und frisch vom ,baume weg gegessen werden kann48 ,bei der ,geburt eines ,kindes pflanzt er einen ,brotfruchtbaum1 der fr das ,kind allein bestimmt ist4 ,auf dem indischen ,festland1 auf welches die ,brotfrucht schon sehr frh verpflanzt wurde1 ist auer dem weichhaarigen ,brotfruchtbaum 7,artocarpus pubescens7 mit ebenfalls ebaren ,frchten1 die noch weit grere und uerst wohlschmeckende ,frchte reifen lassende ,verwandte1 der nach der indischen ,bezeichnung tschaka fr die ,frucht als ,tschakfruchtbaum 7,artocarpus integrifolia7 zu ,hause4 ,seine groen ,bltter sind ganzrandig und die bis #dj kg schweren ,tschakfrchte von ebenfalls grner ,farbe besitzen innen ein auerordentlich aromatisch schmeckendes1 gelbes ,fruchtfleisch1 das ,menschen und ,tiere mit ,leidenschaft essen4 ,besonders die ,rinder riechen die ,frchte von weitem und eilen herbei1 um sich der von ihnen so geliebten ,speise zu bemchtigen2 doch gnnt ihnen der ,mensch gewhnlich nur die ,schale4 ,der schon sehr lange domestizierte1 in ganz ,sdindien1 ,ceylon und ,indonesien anzutreffende ,baum scheint seine eigentliche ,heimat an der ,malabarkste zu haben1 wo er manchenorts noch wildwachsend angetroffen wird4 ,im ,jahre #aghb wurde er nach ,jamaika1 bald hernach nach ,brasilien und an die verschiedensten ,orte der ,tropen verpflanzt1 wo er berall wegen seiner aromatischen ,frchte geschtzt wird4 ,vielleicht noch mehr als sie geschtzt1 sowohl von den ,europern als auch ganz besonders von den ,eingeborenen1 wird die im malaiischen ,archipel und auf der ,halbinsel ,malakka heimische1 jetzt aber auch vielfach in ganz ,sd- und ,sdostasien kultivierte ,durianfrucht4 ,auch sie wird ber kopfgro1 ist mit derben1 kegelfrmigen ,stacheln besetzt und wird so schwer1 da der ,aufenthalt unter dem hochwipfligen ,baum zur ,zeit der ,fruchtreife geradezu lebensgefhrlich ist4 ,teils deswegen1 teils auch weil den reifen ,frchten von den gefrigen ,flughunden als ,lieblingsnahrung sehr nachgestellt wird1 nimmt man sie meist vor der vollsten ,reife ab4 ,der ,geschmack des weichen inneren ,fleisches der fnfklappigen ,kapsel ist der einer stark mit ,fruchtther gewrzten sen ,eierkreme1 die geradezu berckend wirkt4 ,dabei hat sie aber leider einen ,beigeschmack und vor allem einen ,duft1 der zwischen faulen ,eiern und sehr stark riechenden ,zwiebeln schwankt4 ,deshalb knnen sich viele ,europer nicht dazu entschlieen1 sie auch nur zu versuchen4 ,jedenfalls ist der ,genu des ,durians wegen des unangenehmen ,geruchs in guter ,gesellschaft verpnt und es darf demselben in den ,hotels1 wie auch in den ,geschftsrumen der ,kaufleute nur in einem besonderen ,raume nachgegangen werden4 ,der die ,durianfrchte liefernde ,baum 7,durio zibethinus7 gehrt zu den ,malvengewchsen und stellt einen hohen ,baum mit lnglichen1 ganzrandigen1 lederigen ,blttern dar4 ,sein ,hauptverbreitungsgebiet ist das sdliche ,asien mit ,einschlu von ,indonesien4 ,mit dem ,durian verwandt ist der durch seine massige ,gre1 besonders des ,stammes1 der bis zu #aj m ,durchmesser erreicht1 ausgezeichnete1 in den ,steppen ,mittelafrikas hufig vorkommende ,affenbrotbaum 7,adansonia digitata74 ,seine sehr groen1 einen ,umfang von #fj cm erreichenden weien ,blten werden durch die den ,kolibris hnlichen ,nektarinen oder ,honigvgel im ,fluge bestubt1 die emsig die ,blumen besuchen1 um den von ihnen gespendeten ,honig zu naschen und die sich daran gtlich tuenden kleinen ,insekten zu haschen4 ,die ,frchte sind oben dicke und unten dnnere gurkenartige ,krper1 von oft mehr als #dj cm ,lnge und #aj cm ,dicke1 die unter der hellen ,schale1 in einem suerlichen ,marke groe1 schwarze ,samen enthalten4 ,beide sind ebar und werden von den ,negerstmmen verzehrt1 die auch den ,bast des ,stammes seit uralter ,zeit als wichtiges ,bindematerial1 namentlich auch zur ,anfertigung von ,stricken und dnnen ,seilen1 benutzen4 ,in neuerer ,zeit gelangt derselbe in greren ,mengen in den europischen ,handel und dient vielfach auch zur ,herstellung eines dem alten ,bttenpapiere hnlichen ,papieres4 ,noch beliebter als das ,mark seiner ,frchte ist dasjenige einer australischen ,art 7,adansonia gregorii71 welche der ,sauregurkenbaum genannt wird4 ,da zur ,zeit der vlligen ,fruchtreife in der ,trockenzeit die ,bltter der ,affenbrotbume abgefallen sind1 so bieten sie mit ihren an sehr langen ,stielen hngenden ,frchten einen beraus merkwrdigen ,anblick dar4 ,ebenso groe1 gleichfalls mit einem suerlichen ,fruchtfleisch erfllte1 an #b-b1e m langen ,stielen herabhngende ,frchte besitzt der im tropischen ,westafrika bis zum ,seengebiet verbreitete ,leberwurst- oder ,fetischbaum 7,kigelia africana71 dessen in langen ,trauben herabhngende1 sehr groe1 hellrtliche ,blten ebenfalls von den ,honigvgeln besucht und befruchtet werden4 ,seine ,frchte dienen auer zu ,zauber mancherlei ,art mit ,vorliebe als ,opfergaben an die als ,fetische verehrten ,seelen der ,verstorbenen2 daher der ,name ,fetischbaum4 stlich vom ,seengebiet wird er nicht mehr im wilden ,zustande aufgefunden4 ,hier vertritt ihn die verwandte ,kigelia aethiopica4 ,an der feuchtheien ,westkste des tropischen ,afrika1 von ,oberguinea 7,sierra ,leone7 bis zur ,kongomndung1 wchst in den ,kstenurwldern und landeinwrts bis #cfj km von der ,kste der ,kolabaum 7,cola acuminata74 ,es ist dies ein #aj-ah m hohes ,gewchs mit glnzenden1 lederartigen ,blttern und getrenntgeschlechtigen1 gelben ,blten1 die in ,rispen wie beim ,kakao oft unmittelbar aus dem ,stamm oder aus lteren ,zweigen entstehen4 ,nach der ,befruchtung bilden sich aus ihnen die aus #d-f ,kapseln bestehenden ,frchte1 die sternfrmig um den ,fruchtstiel angeordnet sind4 ,jede ,kapsel enthlt bis zu sechs fast kastaniengroe1 etwa #cj g schwere rtlich-braune ,samen4 ,letztere schmecken stark bitter1 besitzen aber einen ,gehalt von #b1d ,prozent ,koffein und #j1jbc ,prozent ,theobromin1 wodurch sie anregend auf das ,nervensystem und die ,muskulatur bei ,ermdung wirken4 ,deshalb werden sie eifrig von den ,negern gesammelt und gekaut1 wie die ,peruaner zu demselben ,zwecke die ,bltter der ,kokapflanze kauen4 ,auf ihren langen1 oft ,monate dauernden ,handelsreisen durch schwach bevlkerte ,gebiete wrden die ,eingeborenen ohne den ,genu der ,kolansse nicht auskommen1 der ihnen fr lange ,zeit das ,gefhl von ,hunger und ,durst unterdrckt und sie zugleich vor ,ermdung schtzt4 ,wegen dieser seiner hochgeschtzten ,frchte wird der ,kolabaum1 wie auch ein ,verwandter1 ,cola macrocarpa1 seit langem von den ,negern angepflanzt und werden seine ,frchte1 die ,kola- oder ,gurunsse1 als gesuchter ,handelsartikel weithin durch ganz ,zentral- und ,nordafrika in ,tausch gebracht4 ,denn auer den anregenden und die ,mdigkeit beseitigenden ,stoffen enthalten sie in betrchtlicher ,menge auch wirkliche ,nhrstoffe1 wie ,eiwei1 ,strkemehl und ,zucker4 ,den grten ,kolahandel betreibt das ,hinterland der ,goldkste1 vor allem die ,landschaft ,gondja4 ,von hier aus gelangen die ,kolansse vor allem nach dem ,sudan1 jedoch selten oder gar nicht nach ,europa4 ,in ,deutsch-,togo und ,kamerun sind neuerdings auch von ,europern ,kolapflanzungen angelegt worden und die ,ausfuhr der ,kolansse1 die im ,jahre #aijg in ,kamerun schon einen ,wert von #bajjj ,mark darstellte1 drfte in der ,zukunft bedeutend steigen1 da sie in der ,heilkunde eine zunehmende ,wichtigkeit erlangt haben4 ,man stellt daraus ,kolapillen1 ,kolapastillen1 ,kolawein1 dann ,tinkturen1 ,extrakte und ,likre her1 die bei ,nervenschwche und in der ,rekonvaleszenz von ,krankheit gute ,dienste leisten1 auch fr ,sportsleute bei anstrengenden ,kraftleistungen unentbehrlich sind4 ,deshalb wird neuerdings die ,einfhrung der ,kolaprparate als ,strkungsmittel bei der ,armee zur ,erlangung hchster ,marschleistungen versucht4 ,am besten wird die gemahlene ,nu dem ,kakao beigemischt und mit ,gewrzen aller ,art und ,zucker zu einer ,kolaschokolade verarbeitet4 ,auf diese ,weise bekommt man ein ,anregungs- und ,strkungsmittel1 das zugleich ein ,nahrungsmittel ersten ,ranges darstellt1 da es unmglich ist1 in konzentrierterer ,form als in ihr ,nhrstoffe auf engstem ,raume darzubieten4 ,als ,kaffee-,ersatz eignen sich die ,kolansse trotz ihres hohen ,koffeingehaltes1 der sogar hher als selbst beim ,kaffee ist1 nicht1 da beim ,rsten derselben etwa die ,hlfte des ,koffeins verloren geht4 ,durch ,negersklaven ist der ,kolabaum zu ,anfang des vorigen ,jahrhunderts auch nach ,amerika verpflanzt worden4 ,dort wird er jetzt1 besonders auf den ,antillen1 vielfach und mit gutem ,erfolge auch von den ,weien angebaut4 ,der ,baum liefert vom #h4-aj4 ,jahre an volle ,ertrge1 bestehend in etwa #djjj ,nssen jhrlich4 ,auf dieser ,hhe des ,ertrages hlt er sich bis zum #ej4 ,jahre4 ,westindische ,pflanzer sind der ,ansicht1 da1 wenn der ,preis der ,kolansse nur die ,hlfte des ,kaffeepreises erreichen wrde1 die ,kolapflanzungen eintrglicher als die ,kaffeeplantagen wren4 ,ein anderer groer ,baum des tropischen ,westafrika1 die ,intsia africana1 liefert ber #bj cm lange scharlachrote1 bohnenartige ,hlsen1 deren fleischige ,samenmntel namentlich von den ,eingeborenen gerne gegessen werden4 ,eine weitere baumartige ,leguminose des tropischen ,afrika1 die heute in der gesamten ,tropenwelt kultiviert wird und sich daselbst auch vielfach verwildert vorfindet1 ist die ,tamarinde 7,tamarindus indica71 die gleichfalls ,hlsen1 und zwar von #ad cm ,lnge1 mit angenehm suerlichem ,fruchtfleisch entwickelt4 ,dieses letztere ist sehr erquickend und leicht verdaulich1 wirkt aber schwach abfhrend und wird daher auch als ,arzneimittel -- meist in ,form von ,pastillen -- verwendet4 ,in ,ostindien werden auch die brigens wenig schmackhaften ,samen besonders in ,zeiten der ,not gerstet oder gekocht gegessen4 ,aus seiner engeren ,heimat in ,zentralafrika im ,gebiet des oberen ,nil gelangte der ,tamarindenbaum schon sehr frh ins obere ,niltal und wurde auch unter dem ,namen nutem1 was ,schotenbaum8 im allgemeinen bedeutet1 von den alten gyptern kultiviert4 ,sein ,fruchtmus wurde nach dem ,papyrus ,ebers bereits als ,abfhrmittel verwendet4 ,eine grere ,bedeutung erlangte er in ,ostindien1 wohin er in frher ,vorzeit kam und als geschtzter ,frucht- und ,schattenspender willkommen geheien wurde4 ,von dorther lernten die ,araber seine ,frchte kennen und gaben ihm den ,namen1 den er in ,europa besitzt2 denn die arabischen rzte machten das daraus hergestellte ,fruchtmus als leichtes1 angenehmes ,abfhrmittel zuerst im ,abendlande unter der ,bezeichnung ,tamarinde bekannt4 ,letzteres stammt aus dem ,arabischen und ist aus tamr 7hebrisch tamar7 ,dattelpalme und hindi indisch entstanden1 bedeutet also indische ,dattel1 offenbar infolge der hnlichkeit des ,fruchtmuses beider ,pflanzen4 ,sie mu schon sehr frh nach ,indien gekommen sein und wurde dort als ,schattenbaum in der ,nhe der ,huser und den ,straen entlang kultiviert1 da sie schon in der alten ,sanskritliteratur mehrere ,namen besitzt4 ,die ,griechen und ,rmer kannten die ,tamarinde und deren ,mus noch nicht4 ,als ,amerika entdeckt wurde1 folgte sie der ,vlkerwanderung nach dem neuen ,erdteil und wurde namentlich in ,westindien willkommen geheien4 ,spter verbreitete sie sich ber die ,sdseeinseln1 wo sie zwar nicht berall1 aber doch auf den greren ,eilanden hier und da zu finden ist4 ,sie fehlt nur in wenigen tropischen ,gegenden1 und zwar solchen1 die weitab vom groen ,verkehr liegen1 wie ,neuguinea und im ,innern ,brasiliens4 berall ist sie der beliebteste ,alleebaum1 der auer den ,frchten1 die gedrrt oder in ,form von ,mus besonders aus ,ost- und ,westindien1 wie auch ,ekuador in den ,handel kommen1 auch durch sein schweres ,holz sehr ntzlich ist4 ,infolge seiner schnen ,maserung und ,farbe ist es fr ,mbel sehr geschtzt1 dient aber auch zur ,herstellung von allerlei ,werkzeugen und ,stampfmrsern fr ,reis und lfrchte4 ,in ,form von ,holzkohle ist es ein vorzgliches ,rohmaterial fr ,schiepulver4 ,die ,tamarinde wird aus ,samen gezogen und wchst auf jedem ,boden1 ausgenommen sumpfigem4 ,tafel #cg4 ,illustration3 7,nach ,photogr4 von ,w4 ,busse in ,karsten u4 ,schenck1 ,vegetationsbilder847 ,im ,vordergrund ,kolabume1 dahinter ,pandanus und lpalmen bei ,mokundange in ,kamerun4 ber den ,wolken ist der kleine ,kamerunberg sichtbar4 ,tafel #ch4 ,illustration3 ,frucht des ,durian 7,durio zibethinus7 auf ,ceylon4 ,fruchtzweig der ,mangostane 7,garcinia mangostana74 7,beide nach einer in der ,sammlung des botan4 ,institutes der ,universitt ,wien befindlichen ,photographie47 ,im tropischen ,westafrika heimisch ist der #aj-bj m groe1 durch eine sehr reiche ,fruchtentwicklung ausgezeichnete ,akeebaum 7,blighia sapida71 dort ,amejichian genannt4 ,auf einem ,sklavenschiffe nach ,amerika gebracht1 hat sich der ,baum auf den westindischen ,inseln und in ,venezuela unter dem ,namen akee sehr verbreitet und wird heute seiner ,frchte wegen in groem ,mae kultiviert2 diese stellen mandelartige1 aber fast zur ,hlfte von einem dicken1 weien ,samenmantel umgebene ,bohnen dar4 ,zu dreien liegen sie in einer dreifcherigen1 an ihrer ,spitze dreiklappig aufspringenden ,kapsel4 ,ihr ,samenmantel ist von uerstem ,wohlgeschmack und wird im tropischen ,amerika an ,stelle von ,eierspeisen aufgetischt4 ,tafel #ci4 ,illustration3 ,ananaspflanzung auf ,jamaika4 ,allee von ,tamarindenbumen in ,surabaya auf ,ostjava4 ,tafel #dj4 ,illustration3 ,melonenbaum in ,surabaya an der ,nordkste der ,insel ,java4 ,aus der ,familie der ,ebenholzgewchse liefern eine ganze ,reihe von ,arten der ,gattung der ,gtterpflaumenbume 7,diospyros7 in den ,tropen der alten und neuen ,welt geschtzte ,frchte und werden deshalb vielfach angebaut4 ,der bekannteste darunter ist der in ,japan heimische ,kakibaum 7,diospyros kaki71 dessen orangengroe1 prchtig gelb oder rtlich gefrbte1 angenehm s schmeckende ,beerenfrchte das wichtigste ,obst in ,japan und ,china darstellen4 ,neuerdings werden sie vielfach auch in ,italien angepflanzt1 wo sie noch an den oberitalienischen ,seen gedeihen4 ,von dort gelangen sie als beliebtes ,obst in unsere ,sdfruchthandlungen4 ,wegen ihres reichen ,gehaltes an ,gerbstoff drfen sie nicht mit eisernen ,messern geschnitten werden4 ,derselbe bedingt die ,verwendung ihres ,saftes in ,ostasien zum ,dauerhaftmachen von ,netzen und ,fischereigert1 von ,packpapier und ,anstrichfarben4 ,auer diesen ,gtterpflaumen ist in ,ostasien auch der die chinesischen oder japanischen ,haselnsse liefernde ,litschibaum 7,litchi chinensis7 ein wichtiger ,obstspender1 der seiner uerst angenehm schmeckenden ,nsse wegen in vielen ,varietten kultiviert wird4 ,er ist ein etwa #f m hoher ,baum aus der ,familie der ,sapindazeen oder ,seifenbaumgewchse mit zwei- bis dreijochig gefiederten1 lanzettlichen1 oben glatten ,blttern1 gestielten ,blten in ,rispen und #d cm dicken1 eifrmigen1 rotbraunen1 mit zahlreichen annhernd sechseckigen ,schilden bedeckten ,frchten1 die in der ,mitte je eine kurze ,erhabenheit tragen4 ,der braune ,same ist vom saftreichen ,samenmantel umhllt4 ,der ursprnglich in ,china und auf den ,philippinen heimische ,baum wird nicht nur in ganz ,ostasien1 sondern auch in ,westindien und anderen ,tropengebieten kultiviert4 ,im nrdlichen ,sdamerika heimisch1 wo sie noch zahlreich in einer ,form mit kleineren ,frchten wildwachsend in den ,kstengebieten angetroffen wird1 und von da noch vor der ,entdeckung des neuen ,weltteils berall im tropischen ,amerika angepflanzt1 so da sich zahlreiche ,kulturvarietten ausbildeten1 ist die ,ananas 7,ananassa sativa74 ,sie wird je nach den ,sorten #j1e-a1be m hoch und entwickelt ,frchte von #b-ab und sogar #ae kg ,gewicht1 letzteres aber nur bei sehr sorgfltiger ,kultur2 wird diese vernachlssigt1 so sinkt das ,gewicht von #b auf #a kg und von #ab auf #e kg und noch weniger4 ,die ,farbe der ,frchte ist purpur-1 scharlach- oder schwarzrot1 gelb1 grn oder wei in den verschiedensten ,schattierungen4 ,aus einer ,rosette von #j1c-j1h m langen1 steifen1 gezhnten ,blttern wchst ein kurzer ,fruchtstengel heraus1 der in einen ,bltenzapfen endigt und daher nur eine ,frucht trgt4 ,aus ihrem brasilianischen ,namen nana bildeten die ,portugiesen die ,bezeichnung ,ananas1 whrend die ,spanier sie wegen der hnlichkeit der ,frucht mit einem ,pinienzapfen pinas nannten4 ,christoph ,kolumbus lernte sie auf seiner zweiten ,reise im ,jahre #adic auf der westindischen ,insel ,guadeloupe kennen4 ,alle ,schriftsteller1 die zuerst ber ,amerika schrieben1 erwhnen sie2 so gibt der ,spanier ,hernandez de ,oviedo in seiner #aece erschienenen ,naturgeschichte ,indiens die erste ,beschreibung und ,abbildung der ,pflanze und sagt1 da sie in den warmen ,gegenden von ,tahiti und ,mexiko wachse1 und ,geronimo ,benzone meint in seiner #aefh erschienenen ,geschichte der ,neuen ,welt1 keine ,frucht auf ,gottes ,erdboden knne angenehmer sein als sie4 ,bei den ,azteken hie sie matzatli4 ,die erste ,ananas kam im ,jahre #aead nach ,spanien4 ,als man einmal eine solche ,karl ,v4 zu kosten geben wollte1 mitraute er der ,sache und wollte die ,frucht durchaus nicht kosten4 ,im ,jahre #aeib kam die ,pflanze nach ,bengalen1 bald darauf nach ,sdchina4 ,schon vorher war sie durch die ,portugiesen nach ,java gelangt1 wo sie #aeii bereits eingebrgert war und von da aus gelegentlich auch nach ,europa gebracht wurde4 ,heute ist sie ber die ganze ,tropenwelt verbreitet4 ,die ersten ,kulturversuche in ,europa in ,treibhusern schlugen fehl1 bis zu ,ende des #af4 ,jahrhunderts der hollndische ,kaufmann ,le ,cour im ,gewchshause seines ,gartens zu ,driehock bei ,leiden die ersten ebaren ,frchte erzielte4 ,in ,deutschland gewann ,kaltschmidt in ,breslau #agjc die erste reife ,frucht4 ,bald hernach hat sie in diesem ,lande ,wilh4 ,weinmann in ,wort und ,bild beschrieben und populr gemacht1 so da sie in der ,folge mehrfach auch bei uns ihre beraus aromatischen ,frchte reifte1 die roh mit ,zucker genossen oder zu ,bowlen verwendet sehr geschtzt werden4 ,ihr ,saft1 der in den ,tropen vielfach auch zu ,wein und ,branntwein verarbeitet wird1 enthlt ein sehr wirksames1 ,bromelin genanntes ,ferment1 das bei #dj-ej ,c4 ,fleisch lst und es in ein haltbares ,pepton verwandelt4 ,deshalb bentzen die ,neger ,westindiens den ,ananassaft gegen ,diphtherie1 wie die ,amerikaner und nach ihnen die ,europer den ,saft der ,frchte des gleich zu besprechenden ,melonenbaums zu demselben ,zwecke anwandten4 ,die ,frchte der wilden ,ananas sind viel kleiner und bedeutend weniger schmackhaft als die uerst aromatischen kultivierten1 die ber #ae ,prozent ,zucker enthalten und als ,zeichen einer sehr alten ,kultur meist keine ,samen mehr bilden4 ,nur eine weie verwilderte ,art in ,ostindien entwickelt in ihren ,frchten noch welchen4 ,sie wird in mehreren bezglich ,gestalt1 ,gre1 ,farbe und ,geschmack der ,frchte verschiedenen ,spielarten gezogen1 von denen bei der ,entdeckung ,amerikas bereits drei vorhanden waren4 ,in ,brasilien gedeiht sie am besten4 ,in ,peru wird aus ihrem ,safte ein sehr wohlschmeckendes weinartiges ,getrnk bereitet4 ,die ,vermehrung erfolgt nur auf vegetativem ,wege entweder durch ,schlinge des ausdauernden ,wurzelstocks oder noch besser durch den aus der fleischigen ,fruchtachse vorsichtig herausgedrehten ,bltterschopf1 den man einfach kurz vor der ,regenzeit in den gut gedngten ,boden steckt1 worauf die ,frucht nach einem ,jahre geerntet werden kann4 ,merkwrdigerweise geben die als ,stecklinge gepflanzten ,bltterschpfe der ,frchte viel gewrzreichere und sere ,frchte als die aus den ,wurzelstcken entstandenen ,sprosse4 ,nur wenn letztere frhzeitig von der ,mutterpflanze losgelst und sorgfltig angepflanzt werden1 tragen sie ebenfalls gute ,frchte4 ,die ,bltter enthalten ein sehr feines und festes1 als ,pitafaser bezeichnetes ,gespinnstmaterial1 derentwegen die ,pflanze jetzt ebenfalls umfangreich kultiviert wird1 und zwar besonders in ,westindien und den ,bahamainseln1 die ,millionen von ,frchten nach ,nordamerika und ,europa auf den ,markt bringen4 ,da sie aber unreif gepflckt werden mssen1 um den ,transport mglich zu machen1 so haben sie bei uns lange nicht das feine ,aroma1 das ihnen nur dann zukommt1 wenn sie vollreif geerntet werden knnen4 ,eine weitere1 ebenfalls fr das gesamte ,tropengebiet von der grten ,bedeutung gewordene ,obstpflanze des tropischen ,amerikas ist der ,papai oder ,melonenbaum 7,carica papaya71 ein naher ,verwandter der ,passionsblumengewchse1 den die ,karaiben ,westindiens ababai nannten4 ,vor der ,ankunft der ,europer wurde er in ,brasilien1 auf den ,antillen und besonders in ,mexiko angepflanzt4 ,es ist dies ein getrennt geschlechtlicher1 #f-i m hoher1 schlanker1 unverzweigter1 fast staudenartiger ,baum1 der ungemein schnell aus den ,samen schiet1 das ganze ,jahr hindurch blht und ,frchte trgt1 aber schon im vierten ,jahre abstirbt4 ,der ,stamm1 dessen ,holzkrper von einem gelben1 bitteren ,milchsaft strotzt1 trgt an der ,spitze einen ,schopf langgestielter1 handfrmig gelappter ,bltter4 ,zwischen diesen letzteren sind die mnnlichen oder weiblichen halbfingerlangen1 weien ,blten angebracht1 von denen letztere nach der ,befruchtung einfcherige1 vielsamige1 fleischige ,beeren von ,form und ,gre einer ,melone hervorbringen1 die wegen ihres wohlschmeckenden1 zuckerreichen ,fruchtfleisches so beliebt sind1 da der ,baum kurze ,zeit nach der ,entdeckung ,amerikas ber das ganze ,tropengebiet verbreitet wurde4 ,das #b cm dicke1 fast butterartige1 etwas mehlige1 rotgelbe1 wohlschmeckende ,fruchtfleisch bildet eine ,hhlung1 deren innere ,wand von zahlreichen braunen oder braun-grnen ,samen ausgekleidet wird1 die wegen ihres starken ,kressengeschmacks vor dem ,genusse der ,frchte entfernt werden mssen4 ,doch sind letztere heute durch ,kulturauslese so weit verbessert worden1 da die besseren ,sorten vollstndig samenlos geworden sind4 ,man it sie roh mit ,zucker1 auch gekocht und eingemacht2 die unreifen ,frchte werden wie bei uns die ,gurken mit ,salz und ,essig eingemacht oder in ,stcke geschnitten wie ,gemse zubereitet4 ,der nicht blo in den ,frchten1 sondern auch in allen brigen ,teilen der ,pflanze1 besonders den ,blttern1 enthaltene ,milchsaft besitzt zu #ej ,prozent ein pepsinartiges ,ferment1 das ,eiwei verdaut4 ,es ist dies das ,papain1 das in neuerer ,zeit statt ,pepsin bei ,verdauungsschwche gegeben wird1 wie es eine ,zeitlang bei ,diphtherie zur ,auflsung der ,membranen durch ,bepinselung damit bentzt wurde4 berall dort1 wo die ,pflanze kultiviert wird1 besonders in ihrer ,heimat1 dem tropischem ,amerika1 setzt man frisch geschlachtetem und sonst zhem ,fleisch etwas ,bltter oder ,milchsaft des ,melonenbaums beim ,kochen hinzu1 wodurch es alsbald weich und leicht verdaulich wird4 ,wie bei vielen ,kulturpflanzen ist auch die ,stammpflanze des ,melonenbaums nicht bekannt4 ,sehr wahrscheinlich ist diese ,nutzpflanze ein ,kreuzungsprodukt mehrerer ,arten1 die in den feuchten ,gebirgstlern des nrdlichen ,sdamerikas und ,mittelamerikas wild vorkommen4 ,es gibt dort noch manche ,formen1 deren ,frchte sogar ein bei weitem feineres ,aroma als diejenigen des gewhnlichen ,melonenbaums besitzen4 ,dahin gehrt z4 ,b4 die kstliche ,chamburu der tieferen ,lagen der ,anden von ,ekuador4 ,von ,brasilien bis ,westindien ist der als ,mamo bezeichnete ,melonenbaum ein sehr geschtzter ,obstbaum1 der von den ,indianern und zugewanderten ,weien und ,schwarzen wie die ,banane neben ihren ,husern gezogen wird4 ,seine bertragung nach ,ostindien und der malaiischen ,inselwelt durch die ,portugiesen mu schon im #af4 ,jahrhundert erfolgt sein2 bereits im ,jahre #afbf kamen ,samen von ihm aus ,ostindien nach ,neapel4 ,seine weitere ,verbreitung ber die ganze ,tropenwelt der ,erde erfolgte in den beiden letzten ,jahrhunderten4 ,im tropischen ,sdamerika wie auch im gegenberliegenden ,teile ,westafrikas sind die gelben1 roten oder schwarzen ,icacopflaumen 7von ,chrysobalanus icaco7 heimisch1 die sowohl frisch1 als eingemacht trotz ihres etwas herben ,beigeschmackes gerne von den ,eingeborenen und ansssigen ,weien gegessen werden4 ,in ,westindien hat der #ai bis #bb m hohe1 zu den ,guttiferen gehrende ,mammeibaum 7,mammea americana7 mit breit ausladender ,krone seine ,heimat1 der wegen seiner wohlschmeckenden1 ber faustgroen1 rtlichgelben ,frchte ebenfalls seinen ,weg ber das ,tropengebiet beider ,hemisphren fand4 ,sie1 die meist ,mammeipfel genannt werden1 obschon sie mit den pfeln nichts zu tun haben1 enthalten in einer dicken1 bitter schmeckenden ,rinde ein goldgelbes1 den ,aprikosen hnlich schmeckendes ,fleisch und werden deshalb berall1 wo der ,baum angepflanzt wird1 roh oder als ,marmelade gerne gegessen4 ,ebenfalls in ,westindien und im nrdlichen ,sdamerika heimisch ist die ,sapotazee ,lucuma mammosa1 ein ,milchsaft fhrender ,baum1 der eifrmige1 an ,geschmack den ,bergamottbirnen hnliche ,frchte reifen lt1 die als ,mammeizapote oder surinamsche ,mispeln1 in ,peru als ,lucuma1 in ganz ,mittel- und ,sdamerika1 wo der ,baum hufig angepflanzt wird1 viel gegessen werden4 ,ein in denselben ,gegenden wild wachsender und auch hufig angebauter ,baum ist der ihm sehr nahe verwandte ,breiapfelbaum 7,achras sapota71 in seiner ,heimat ,zapota1 von den ,spaniern dagegen nispero1 d4 h4 ,mispel genannt1 der eine der bevorzugtesten ,tropenfrchte liefert1 deren ses1 weiches ,fleisch von sehr angenehmem ,geschmacke ist4 ,deshalb wird er auch sonst in den heiesten ,landstrichen der ,erde allgemein kultiviert4 ,besondere ,wertschtzung genieen die #d cm dicken ,frchte bei den ,brasiliern1 die aus ihm ein sehr wohlschmeckendes ,mus bereiten1 das auch exportiert wird4 ,da die ,fledermuse sehr lstern ber sie herfallen1 wenn sie zu reifen beginnen1 werden sie meist schon vor der ,reife abgenommen1 um sie auf dem ,lager nachreifen zu lassen4 ,derselben ,familie der milchsaftfhrenden ,sapotazeen1 von denen uns ,artgenossen der malaiischen ,inselwelt das wertvolle ,guttapercha liefern1 gehrt der ,sternapfelbaum 7,chrysophyllum cainito7 an1 dessen purpurrote1 glatte1 runde1 se ,frchte ein von den ,antillen ber das tropische ,amerika und die brige heie ,zone verbreitete ,delikatesse bilden4 ,der ,lieferant dieses wohlschmeckenden ,obstes ist ein schner ,baum von #i-ab m ,hhe mit groen1 auf der ,unterseite goldglnzenden ,blttern 7daher auch der ,name ,goldblattbaum7 und kleinen purpurroten ,blten4 ,nicht minder beliebt ist der gleichfalls in ,westindien heimische ,marmeladeapfel 7,vitellaria mammosa74 ,nahe ,verwandte haben sehr lreiche ,samen wie beispielsweise der westafrikanische ,butterbaum 7,butyrospermum parkii71 der die spter zu besprechende ,schibutter liefert4 ,ebenfalls in ,westindien heimisch ist der ,acajoubaum 7,anacardium occidentale71 der auch nach ,brasilien und ,westafrika verbreitet wurde und besonders im ,kongogebiet vielfach angepflanzt wird4 ,der ziemlich hohe1 mit umgekehrt eifrmigen ,blttern bedeckte ,baum erzeugt ,frchte1 welche groen ,bohnen gleichen4 ,sie sind dadurch ungemein auffllig1 da ihr ,stiel zur ,zeit der ,reife mchtig anschwillt und einen etwa #h cm langen1 birnfrmigen1 fleischigen ,krper bildet1 der ssuerlich schmeckt und als erfrischendes ,obst gerne gegessen wird4 ,die eigentliche ,frchte kommen unter dem ,namen amerikanische ,elefantenluse8 in den ,handel4 ,sie enthalten einen sehr lreichen1 gerstet ebaren ,samen1 der aber von einer ,schale umschlossen wird1 die in zahlreichen ,hhlungen ein uerst scharfes1 an der ,luft schwarz werdendes l enthlt4 ,von diesem auf der ueren ,haut leicht ,entzndungen und ,blasen erzeugenden ,reizstoffe macht man in der ,tierarzneikunde ,gebrauch4 ,zu den ,myrtengewchsen gehrt die ursprnglich ebenfalls im tropischen ,amerika heimische und von da ber den ganzen ,tropengrtel verbreitete ,guajave 7,psidium guajava71 deren bald birn-1 bald mehr apfelfrmige1 beerenartige1 grne oder gelbe ,frchte von ,pfirsichgre mit einem goldgelben bis rosenroten1 ssuerlichen1 angenehm schmeckenden ,fruchtfleisch erfllt sind und sehr gerne teils roh1 teils gekocht als ,kompott oder ,marmelade gegessen werden4 ,auch wird ein sehr geschtztes ,gelee von ihnen gewonnen4 ,besonders eignet sich dazu die ,schale und das ,innere der ,frucht1 das mit etwas lstigen kleinen ,kernen1 wie bei den ,johannisbeeren1 erfllt ist4 berall in den ,stdten ,sdamerikas kauft man als dulce eingekochtes ,guajavenmus1 das1 in kleine ,blechkisten gefllt1 allenthalben auf den ,straen der ,stdte feilgeboten wird4 ,dieselbe ,heimat wie die ,guajaven haben die mit den ,magnolien nahe verwandten ,gewrz- oder ,zimtpfel 7,anona squamosa71 die bis #b kg schwer werden und ein starkes1 gewrziges ,aroma besitzen4 ,obschon sie einen stark zusammenziehenden ,terpentingeschmack aufweisen1 an den sich der europische ,gaumen erst gewhnen mu1 steht dieses ,obst doch berall in hoher ,gunst und wird etwa auch einmal in unseren ,delikatelden angeboten4 ,in die ,familie der ,lorbeergewchse endlich gehrt ein hoher ,fruchtbaum mit schnen ,lorbeerblttern1 ,persea gratissima1 der ursprnglich gleichfalls im tropischen ,amerika heimisch war und besonders von den alten ,mexikanern kultiviert wurde1 jetzt aber berall in den ,tropen gezogen wird und selbst noch in ,sdspanien aushlt4 ,die olivengrne1 birnfrmige ,frucht erreicht eine ,lnge von #aj cm und enthlt ein weies1 sehr stark aromatisches1 zucker- und fettreiches ,fruchtfleisch1 das man allein1 oder mit ,kognak oder ,sherry bergossen1 sehr gerne geniet4 ,bei den ,mexikanern hie die ,frucht ahuaca oder aguacate1 daraus machte man ,avagatobirne1 endlich ,advokaten- und sogar ,alligatorbirne4 ,an diesem ,beispiel sieht man wie merkwrdige ,verballhornisierungen einheimischer ,bezeichnungen entstehen1 wenn fremde ,zungen sie sich zurecht legen4 ,endlich sei noch als wichtiger ,fruchtbaum ,indonesiens und ,polynesiens der von den ,kanaken auf ,hawai 7,sandwichinseln7 ohia1 von den ,malaien ,sumatras dagegen jambo genannte ,baum mit apfelartigen ,frchten 7,metrosideros polymorpha7 genannt4 ,selbstverstndlich gibt es auer den genannten ,obstarten noch eine ,menge anderer1 denen aber keine so groe ,bedeutung zukommt wie diesen4 ,doch wird diese kurze ,aufzhlung der wichtigsten ,tropenfrchte gengen1 um zu zeigen1 welche ,flle herrlicher ,frchte das das ,pflanzenleben in hohem ,mae begnstigende ,sonnenlicht innerhalb der ,wendekreise hervorbringt4 ,wie beraus rmlich ist dagegen die ursprnglich in ,europa heimische ,fruchtvegetation1 bevor sie durch den ,import aus ,westasien in unvergleichlicher ,weise bereichert wurde4 ,unser ,kontinent mit seinem niederschlagsreichen1 mit ,nebel und ,winterklte reichlich bedachten ,waldklima besa in der ,vorzeit auer den ,beerenfrchten der ,waldlichtungen wie ,erdbeere1 ,brombeere1 ,himbeere1 ,heidelbeere1 ,preiselbeere und ,moosbeere1 welch letztere in ,smpfen und ,torfmooren wchst1 nur ,holzapfel und ,holzbirne1 ,schlehe und ,vogelbeere1 die faden ,frchte von ,wei- und ,rotdorn1 die ,vogelkirschen und ,haselnsse4 ,auch das waldbedeckte ,italien und ,griechenland1 in das die ,viehzucht und ,ackerbau treibenden ,stmme der ,italiker und ,hellenen einzogen1 barg durchaus nicht mehr als diese hier aufgezhlten rmlichen ,fruchtarten4 ,alles andere1 ohne das wir uns diese sonst klimatisch so bevorzugten ,landstriche gar nicht vorstellen knnen1 hat noch vor dreitausend ,jahren und weniger jenen ,gegenden vollkommen gefehlt4 ,da erntete man nicht blo zum ,genusse der als ,haustiere in eingehegten ,pltzen um die ,htten der ,menschen gehaltenen ,schweine1 sondern auch fr die ,menschen die eiweireichen1 aber herben ,eicheln und die lreichen ,bucheckern1 die man zerrieben und mit ,wasser angemacht zu ,brot und ,fladen buk4 ,niemand wrde glauben1 da die ,edelkastanien und ,walnsse1 die heute als selbstverstndliche ,produkte des warmen ,sdeuropas angesehen werden1 auch hier erst verhltnismig spt eingebrgerte ,fremdlinge sind4 ,wie die groen ,haselnsse als pontische ,nsse1 gelangten auch die ,kastanien und ,walnsse als persische oder knigliche ,nsse1 weil sie aus ,lydien1 also einer ,gegend stammten1 die dem persischen ,knige untertan war1 nach ,griechenland4 ,und als diese berseeischen ,schalenfrchte1 die in ,scken auf den ,markt1 z4 ,b4 von ,athen1 gelangten1 schon lngst hier eingebrgert waren1 schwankte noch ihre ,benennung so sehr1 da der populre ,name ,zeus-,eichel81 ,dis blanos1 der in ,griechenland meist die ,kastanie bezeichnete1 in der entsprechenden lateinischen ,form juglans 7,jovis glans ,jupiterseichel7 die ,bedeutung ,walnu erhielt4 ,tafel #da4 ,illustration3 ,melonenbume1 ,kaffeestauden und andere ,kulturpflanzen der ,tropen im ,gewchshaus der deutschen ,kolonialschule in ,witzenhausen a4 d4 ,werra4 ,tafel #db4 ,illustration3 ,fruchtladen auf ,ceylon mit einheimischen ,frchten1 an der ,schnur hngt eine ,bananenstaude4 ,fruchtladen in ,sdindien1 oben hngen ,ananas und ,bananen1 rechts an die ,wand gelehnt ein ,haufen ,zuckerrohrstengel4 ,in ihrer nrdlicheren ,urheimat bezeichneten die ,griechen mit dem ,worte blanos1 wie die ,rmer mit glans1 die einst auch dem ,menschen zur ,nahrung dienende ,eichel1 von der noch der einer hochkultivierten ,zeit angehrende ,plinius in seiner ,naturgeschichte sagt3 ,eicheln machen den ,reichtum vieler ,vlker aus4 ,bei ,getreidemangel werden sie getrocknet1 gemahlen und zu ,brot verbacken2 in ,spanien werden auch ,eicheln zum ,nachtisch aufgetragen4 ,in ,asche gebraten schmecken sie besser48 ,damit sind jedenfalls die ,frchte der in ,italien und auf der ,iberischen ,halbinsel wachsenden ,speiseeiche 7,quercus esculus7 gemeint1 whrend in ,griechenland die ,knoppereiche 7,quercus aegilops7 eine fr anspruchslose ,menschen ebare und noch jetzt vom ,landvolk gegessene ,eichel hervorbringt4 ,in der lteren ,zeit wurden diese ,eicheln nicht nur in ,zeiten des ,getreidemangels1 sondern regelmig gegessen4 ,so sagt der aus ,askra in ,botien gebrtige griechische ,dichter ,hesiod im #h4 ,jahrhundert v4 ,chr43 ,wo gerechte ,menschen wohnen1 da ist ,hungersnot unbekannt4 ,ihnen geben die ,gtter reichlichen ,unterhalt1 ,eichen 7drs71 die mit ,eicheln 7blanos7 beladen sind1 ,honig1 ,schafe48 ,und ,herodot im #e4 vorchristlichen ,jahrhundert schreibt in seiner ,geschichte3 ,nach dem ,tode des 7um #hbj v4 ,chr4 lebenden ,knigssohns1 der ,sparta ,gesetze gab und es dann verlie1 ohne je wieder dahin zurckzukehren7 ,lykurgos wurden die ,spartaner bald mchtig1 bekamen ,lust zu ,eroberungen und fragten in ,delphi an1 ob sie wohl ,arkadien 7nrdlich von ,lakonien1 dessen ,hauptstadt ,sparta war7 erobern knnten4 ,die ,pythia antwortete3 ,in ,arkadien wohnen viel eichelverzehrende ,mnner1 die werden euch zurckschlagen4#88 ,als die ,griechenstmme in ,hellas einwanderten1 bertrugen sie begreiflicherweise das alte ,wort blanos 7,eichel7 auf verschiedene neue ,frchte1 unter denen sich auch die wilde ,edelkastanie 7,castanea esculenta7 befand4 ,dieser ,baum ist in einer kleinfrchtigen ,form in ganz ,sdeuropa heimisch und tritt uns auch weiter nrdlich schon in vorgeschichtlicher ,zeit entgegen4 ,so finden wir sein ,holz in ,norditalien bei der ,herstellung der bronzezeitlichen ,pfahlbauten und ,terramaren verwendet1 und in den verkohlten berresten der ,terramaren der ltesten ,eisenzeit aus dem ,beginne des letzten vorchristlichen ,jahrtausends lieen sich seine ,frchte ebenfalls nachweisen4 ,auch auf der ,iberischen ,halbinsel reicht der ,nachweis des ,vorkommens von ,kastanien bis in die bergangszeit von der ,stein- zur ,bronzezeit zurck4 ,da nun die ,frchte dieses ,wildlings von den alten ,griechen so wenig als von der heutigen ,bevlkerung ,griechenlands gegessen wurden1 empfanden sie auch keinerlei ,bedrfnis1 diese ,frchte mit besonderem ,namen zu belegen4 ,erst als grofrchtige auslndische ,sorten in ,griechenland aufkamen1 mute man unterscheidende ,bezeichnungen fr sie schaffen4 ,dabei behalf man sich damit1 da man sie zunchst einfach nach den ,lndern ihrer ,herkunft benannte4 ,noch der hochgebildete ,xenophon1 ein ,schler des ,sokrates1 kannte keinen ,namen fr diese ,frchte1 als sie ihm im ,hochlande von ,armenien zuerst unter die ,augen kamen4 ,als er im ,jahre #djj v4 ,chr4 die zehntausend ,mann griechischer ,soldtruppen1 die dem jngeren ,kyros gegen dessen ,bruder ,artaxerxes ,mnemon zu ,hilfe gezogen waren1 nach der unglcklichen ,schlacht bei ,kunaxa ber das armenische ,hochland zum ,schwarzen ,meere und von da nach ,byzanz zurckfhrte1 fand er im ,lande der ,mosynoiken bei ,trapezunt unter den ,dchern der ,huser groe ,vorrte von breiten ,nssen1 welche durchaus keinen ,einschnitt hatten4 ,diese ,frchte bildeten das wichtigste ,nahrungsmittel der ,einwohner und wurden teils gekocht1 teils zu ,brot verbacken48 ,da ,xenophon bei der ,umschreibung der ,kastanien als breite ,nsse ohne ,ritze8 an die ,walnsse zum ,vergleiche gedacht hat1 ist offenkundig4 ,merkwrdig aber bleibt unter allen ,umstnden die ,tatsache1 da er kein besonderes ,wort fr diese ihm fremdartig vorkommenden ,frchte anzugeben wei4 ,nach dem trefflichen ,pflanzenkundigen ,theophrast 7#cij-bhf v4 ,chr47 scheint die einheimische ,benennung der ,kastanie ,zeus-,eichel 7,dis blanos7 gewesen zu sein4 ,und als grofrchtige ,kastanien aus den ,lndern am ,sdrande des ,schwarzen ,meeres nach ,griechenland importiert wurden1 erhielten sie die ,bezeichnung ,eicheln oder ,nsse aus ,herakleia1 ,sinope oder ,paphlagonien1 oder auch sardische ,eicheln1 nach ,sardes1 der ,hauptstadt von ,lydien4 ,letztere ,bezeichnung gebraucht beispielsweise der aus ,sinope stammende1 als ,dichter der neuattischen ,komdie im #c4 vorchristlichen ,jahrhundert in ,athen lebende ,diphilos1 der sagt3 ,die ,eicheln von ,sardes sind sehr nahrhaft und gesund1 doch schwer zu verdauen1 namentlich in rohem ,zustande84 ,sein ,zeitgenosse ,nikander bezeichnet sie zum erstenmal mit dem ,namen1 der ihnen spter haften bleiben sollte2 er nennt sie nmlich kastanische ,nsse81 doch wute niemand spter anzugeben1 wo das ,land ,kastanis liege4 ,heute wissen wir1 da diese ,bezeichnung gar nicht auf eine geographische1 sondern auf eine sprachliche ,benennung zurckgeht1 die dem ,kastanienbaum im ,armenischen zukam4 ,kaskeni bedeutet nmlich im ,armenischen ,kastanienbaum und kask ,kastanie4 ,aus ersterem entstand dann die griechische ,bezeichnung kastanische ,nu8 7kastanaikn kryon7 und spter mit ,weglassung des ,wortes ,nu einfach kastnaion oder kstanon4 ,letztere ,bezeichnung treffen wir beispielsweise in dem ,buche des ,atheners ,mnesitheos1 der nach dem um #bjj n4 ,chr4 lebenden ,athenaios sagt3 ,die ,kastanien 7kstanon7 heien auch eubische ,nsse2 sie sind schwer zu verdauen1 machen aber diejenigen1 die sie gut verdauen knnen1 fett4 brigens sind sie gleich anderen ,nssen gekocht oder gerstet eine viel gesndere ,speise als roh48 ,illustration3 ,bild #af4 ,die ,edelkastanie 7,castanea esculenta74 a blhender ,zweig mit oben mnnlichen und unten weiblichen ,blten an den ,bltenhren1 b mnnliche1 d weibliche ,blte2 c drei weibliche ,blten in einer ,fruchthlle2 e drei ,samen in einer ,fruchthlle1 i dieselben im ,durchschnitt2 f-h junge ,kastanien4 7,nach ,hegi47 ,mit der ,frucht bernahmen auch die ,rmer die ,bezeichnung derselben von den ,griechen4 ,wann nun dieser ,fruchtbaum nach ,italien kam1 lt sich nicht mehr sagen4 ,wahrscheinlich hat ihn der rmische ,komdiendichter ,plautus 7#bed-ahd v4 ,chr471 der die griechischen ,stcke des eben erwhnten ,diphilos und seines lteren ,rivalen ,menandros 7#cdb-bij v4 ,chr47 nachahmte1 gekannt4 ,er spricht nmlich an einer ,stelle von einem das ,dach beschattenden ,baum1 der eine weiche ,nu8 7mollescam nucem7 trage4 ,nun kann darunter sowohl eine weichschalige1 als eine weich zu essende ,nu verstanden sein4 ,allem nach scheint aber ersteres das wahrscheinlichere zu sein1 so da wir also darunter wohl die ,kastanie zu verstehen haben4 ,aber bei dem ,mangel eines feststehenden ,namens kann wohl von einer allgemeinen ,kultur dieser ,bume in ,italien vor dem ,beginn des #b4 vorchristlichen ,jahrhunderts keine ,rede sein4 ,noch der ltere ,cato 7#bcd-adi v4 ,chr471 der als ,zensor die altrmische ,einfachheit in der ,lebensweise und ,sittenstrenge aufrechterhalten wissen wollte1 erwhnt in seiner sonst alle in ,italien angepflanzten ,bume anfhrenden ,schrift ber den ,landbau die ,kastanien so wenig als ,walnsse und ,mandeln1 nur die von den ,griechenstdten ,sditaliens nach ,kampanien versetzten groen ,haselnsse1 die den ,griechen aus dem ,pontusgebiet zugekommen waren4 ,erst zu ,ende der ,republik tritt uns der ,baum und die ,frucht als zweifellos in ,italien heimisch entgegen4 ,unter der von den ,griechen bernommenen ,bezeichnung kastanische ,nu8 7castanea nux oder kurz castanea7 erwhnt sie zuerst der rmische ,dichter ,vergil 7#gj-ai v4 ,chr471 indem er an einer ,stelle seiner ,eklogen sagt ,ich will dir ,kastanien 7castanea nux7 und wachsgelbe ,pflaumen 7prunum7 geben8 und an einer andern3 ,wir haben schmackhaftes ,obst1 auch weiche ,kastanien und ,vorrat von ,kse48 ,dann nennt der ,dichter ,ovid 7#dc vor bis #g n4 ,chr47 diese ,frucht1 indem er von seiner ,geliebten ,amaryllis sagt3 sie liebte ,kastanien und ,nsse84 ,der ltere ,plinius 7#bc-gi n4 ,chr47 sagt in seiner ,naturgeschichte3 ,auch die ,kastanien 7castanea7 werden ,nsse 7nux7 genannt1 obschon es passender wre1 sie ,eicheln 7glans7 zu nennen4 ,sie sind mit ,stacheln besetzt1 wozu sich bei den ,eicheln nur der ,ansatz findet4 ,obgleich sie die ,natur unter ihrer ,stachelschale versteckt hat1 sind sie doch sehr hufig4 ,zuweilen stecken in einer einzigen ,schale drei ,kerne4 ,die ,haut1 welche zwischen ,schale und ,kern liegt1 verschlechtert1 wie bei den ,nssen1 den ,geschmack4 ,man verspeist sie lieber gerstet als roh4 ,sie werden auch gemahlen und knnen dann ein ,brot geben4 ,ursprnglich sind sie in ,sardes heimisch1 und deswegen nennen sie die ,griechen auch sardische ,eicheln2 denn ,zeus-,eicheln sind sie erst spter genannt worden1 als sie durch gute ,pflege veredelt waren4 ,jetzt gibt es mehrere ,arten von ,kastanien2 die tarentinischen sind flach1 die sogenannte balanitis ist runder1 die pura geht leicht aus der ,schale1 die salariana ist flach1 die corelliana ist gut1 ebenso die von ihr gezogene eterejana1 doch stellt nur ihre rote ,schale sie ber die dreikantigen1 gemeinen schwarzen1 welche auch ,kochkastanien 7coctiva7 heien4 ,die besten ,kastanien wachsen um ,tarent und ,neapel4 ,bei den geringen ,kastaniensorten zieht sich die ,schale bis in den ,kern2 sie sind daher schwer verdaulich und dienen nur zu ,schweinefutter48 ,sein ,zeitgenosse1 der griechische ,arzt ,dioskurides1 sagt in seiner ,arzneilehre3 ,die ,kastanie hat verschiedene ,namen3 sardische ,eichel1 lpimon1 kstanon1 auch mton1 ,zeus-,eichel4 ,sie sind der ,wirkung nach den ebaren ,frchten der ,eichenbume hnlich2 besonders haben die ,hute zwischen ,schale und ,fleisch zusammenziehende ,eigenschaften48 ,zur ,erklrung der ,bezeichnungen corellianische und eterejanische ,kastanien schreibt derselbe ,autor an einer andern ,stelle3 ,als eine ,merkwrdigkeit mag hier folgendes erwhnt werden3 ,der rmische ,ritter ,corellius1 aus ,ateste gebrtig1 veredelte einmal im ,neapolitanischen einen ,kastanienbaum mit dessen eigenem ,reise1 und aus diesem erwuchs eine vortreffliche ,kastaniensorte1 die noch jetzt nach jenem ,ritter die corellianische heit4 ,spter veredelte sein ,freigelassener namens ,eterejus diese ,kastanie wieder1 und nun zeigte sich der ,unterschied1 da die corellianische reichlichere1 die eterejanische aber bessere ,frchte trug48 ,in den ,geoponika sagt ein griechischer ,autor1 da die 7schwarze7 ,maulbeere auf ,kastanie 7kstanon7 und ,speiseeiche 7phags von phagen1 essen7 gepfropft werde4 ,und der zur ,zeit ,csars und ,augustus' lebende griechische ,geschichtschreiber ,diodoros aus ,sizilien1 daher ,siculus zubenannt1 schreibt in seinem ,geschichtswerk3 ,in ,arabien wird gediegenes ,gold in ,stcken gefunden1 welche die ,gre einer ,kastanie 7kryon kastanaikn7 haben81 und an einer andern ,stelle3 ,im ,lande der ,ichthyophagen 7d4 h4 ,fischesser1 bei den ,alten zwei ,vlker1 in ,gedrosien und ,arabien7 wachsen viele lbume1 deren ,frucht einer ,kastanie hnlich ist48 ,der aus ,spanien gebrtige rmische ,ackerbauschriftsteller ,columella im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 sagt3 ,der ,kastanienbaum 7castanea7 ist der ,steineiche 7robur7 hnlich und deswegen zu ,pfhlen fr den ,weinstock sehr brauchbar4 ,die ,frucht 7nux1 d4 h4 ,nu7 wird im ,herbst in zweimal gegrabenen ,boden gest und keimt rasch4 ,neben jede steckt man einen kurzen ,rohrstab1 um beim ,jten zu wissen1 wo sie liegt4 ,sobald die ,stmmchen zweijhrig sind1 verpflanzt man so viele1 da die bleibenden je zwei ,fu auseinanderstehen1 damit sie einander nicht schaden4 ,die ,samen werden deswegen dichter gelegt1 weil sie durch verschiedene ,zuflle am ,keimen verhindert werden knnen1 z4 ,b4 durch ,trockenheit oder ein berma von ,nsse1 durch ,muse und ,maulwrfe48 ,und ,palladius sagt im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr43 ,versetzt man ,kastanienbumchen 7castanea71 die irgendwo von selber gewachsen sind1 so gedeihen die so schlecht1 da man oft zwei ,jahre lang nicht wei1 ob sie am ,leben bleiben oder nicht4 ,besser als im ,november werden die ,kastanien im ,februar gest1 nachdem man sie zuerst1 im ,schatten getrocknet und #cj ,tage mit ,flusand bedeckt hat stehen lassen und dann durch ,werfen in kaltes ,wasser geprft hat1 welche untersinken und somit gut sind und welche schwimmen und damit bekunden1 da sie krank sind4 ,wenn sie zweijhrig sind1 werden die jungen ,bumchen versetzt4 ,wenn sie angewachsen sind1 pfropft man sie1 und zwar1 wie ich selbst probiert1 im ,monat ,mrz oder ,april in die ,rinde2 doch kann man sie auch okulieren4 ,man pfropft ,kastanien auf ,kastanien oder ,weiden 7salix74 ,doch reift in letzterem ,falle die ,frucht spter und schmeckt weniger angenehm4 ,man hebt die ,kastanien in ,hrden auf1 doch so1 da sie nicht aufeinander liegen1 oder man legt sie so einzeln in ,kies1 da sie sich nicht berhren1 oder man tut sie in neue irdene ,tpfe und vergrbt diese an einem ziemlich trockenen ,orte1 oder man bewahrt sie in ,krben auf1 die luftdicht mit ,lehm bestrichen sind1 oder unter feiner ,gerstenspreu1 oder in ,behltern1 die dicht aus ,binsen geflochten sind48 ,mit den gleich zu besprechenden ,walnssen kamen auch die ,kastanien in der rmischen ,kaiserzeit ber die ,alpen und daraus wurden in den rmischen ,kolonien von den sich hier ansiedelnden ,veteranen die betreffenden ,fruchtbume gezogen4 ,so fanden sich in den lteren1 spter von den ,soldaten selbst mit allerlei ,wegwurf zugeschtteten ,brunnen des rmischen ,kastells auf der ,saalburg zahlreiche ,walnuschalen1 und bei ,ausgrabungen in ,mainz stie man wiederholt auf ,kastanien1 welche von der ,beliebtheit dieser beiden ,fruchtarten bei den ,rmern ,kunde geben4 ,venantius ,fortunatus1 der ,freund und ,landsmann des frnkischen ,bischofs ,gregor von ,tours in der zweiten ,hlfte des #f4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 sandte seiner ,freundin ,radegunde ein ,krbchen mit ,kastanien1 das von einem poetischen1 uns noch im ,wortlaut erhaltenen ,billette begleitet war1 worin er ihr als lndliche ,gabe molles 7d4 h4 weiche7 castaneas1 die der ,baum auf dem ,felde trug8 anbietet4 ,spter verordnete ,karl der ,groe die ,anpflanzung von castanearios in den kaiserlichen ,krongtern4 ,nach ,england kam dieser ,baum erst am ,anfang des #af4 ,jahrhunderts4 ,die ebare ,kastanie geht weniger weit nach ,norden als der ,nubaum4 ,in warmen ,lagen ,deutschlands1 wie am ,rhein1 wurde er aber schon in den ersten ,jahrhunderten n4 ,chr4 eingebrgert4 ,teilweise ist er hier verwildert und hat sich so gut eingelebt1 da er beispielsweise auf den ,bergen um ,heidelberg herum und an der ,bergstrae geradezu zu einem ,charakterbaum der ,landschaft wurde4 ,weder zur ,rmerzeit noch auch spter drang er nach ,norddeutschland vor1 wo es ihm zu rauh ist und er keine ,frchte mehr zeitigt1 so da er hchstens als ,zierbaum gehalten werden kann4 ,deshalb fehlt auch sein ,name gnzlich in den ,orts- und ,flurnamen ,mittel- und ,norddeutschlands4 ,nur in ,italien1 ,sdfrankreich1 ,spanien1 ,korsika1 ,sardinien usw4 bildet der edle ,kastanienbaum ganze ,waldungen4 ,so sehr sind seit der ,rmerzeit seine schmackhaften ,frchte in diesen ,gebieten zur ,volksnahrung geworden1 da man in ,frankreich die ,trgheit der ,korsen ihren ,kastanien zuschrieb4 ,in der ,tat gengt einer korsischen ,familie der ,besitz von zwei ,dutzend ,kastanienbumen und einer das ganze ,jahr hindurch im ,freien weidenden ,ziegenherde1 um alle ihre ,bedrfnisse zu decken4 ,nach der ,eroberung ,teneriffes durch die ,spanier am ,ende des #ae4 ,jahrhunderts wurde der ,kastanienbaum auch auf diese ,insel verpflanzt4 ,auch hier bildet er ausgedehnte ,waldungen und gedeiht so ppig wie in seiner ,heimat1 dem nrdlichen ,kleinasien1 wo ,wutzer auf seiner ,orientreise nicht nur gewaltige ,bume der groen ,haselnuart1 sondern auch ,platanen und ,kastanien sah1 deren ,gre ihn in ,erstaunen versetzte4 ,die ,frchte einer in ,nordamerika vorkommenden ,spielart des ,kastanienbaums finden dieselbe ,verwendung wie diejenigen der altweltlichen4 ,auch werden dort die der ,castanea pumila1 der ,chincapin1 gegessen4 ,ebenso hat ,china in der ,castanea chinensis und ,indonesien in der ,castanea argentea und ,castanea tungurrut einen ,ersatz fr unsere ,ekastanie4 brigens gibt es in den ,tropen der ganzen ,erde verschiedene ,bume1 die den ,kastanien an ,wohlgeschmack gleichkommende ,frchte besitzen1 die sowohl roh als gerstet gegessen werden4 ,unter ihnen ist der wichtigste ,bombax malabaricum1 ein ungeheurer ,baum ,ostindiens mit sen1 angenehm schmeckenden ,samen4 ,auch die mehlreichen ,samen von ,carolinea princeps in ,guiana und dem brigen nrdlichen ,sdamerika und von ,carolinea insignis auf den ,antillen schmecken gerstet wie ,kastanien und werden1 wie die jungen ,bltter und ,blumen als ,gemse gern verspeist4 hnlich schmecken die sen ,samen von ,melicocca bijuga und ,cupania tomentosa in ,westindien4 ,ausgezeichnet s1 kastanienartig schmecken auch die ,samen des westafrikanischen ,baumes ,blighia sapida1 die samt dem fleischigen1 sie umgebenden ,mantel gekocht und gebraten gern gegessen werden4 ,durch ,negersklaven wurde der ,baum auch nach ,westindien gebracht1 wo er fter kultiviert angetroffen wird4 ,dasselbe ist bei ,laurus chloroxylon in ,brasilien und bei ,sloanea dentata im nrdlichen ,sdamerika der ,fall4 ,auch der durch seine kindskopfgroen ,frchte ausgezeichnete ,topfbaum 7,lecythis ollaria7 des tropischen ,amerika ist seiner kastanienartigen ,samen wegen beliebt und wird1 wie auch mehrere andere ,lecythis-,arten mit hnlichen ,samen1 hufig angepflanzt4 ,endlich ist noch der australische ,baum ,castanospermum australe zu nennen1 dessen aus der ,hlse gelsten kastaniengroen ,samen wie ,kastanien verspeist werden4 ,vom nordwestlichen ,himalaja1 ,beludschistan und ,afghanistan1 wo er nach ,atchison von #bbjj bis #bhjj m ,hhe gefunden wird1 ber ,nordpersien bis nach ,kleinasien ist der ,walnubaum 7,juglans regia7 heimisch1 der berall in seiner ,heimat in greren ,bestnden im ,gebirge wchst und den ,anwohnern in seinen ,nssen eine willkommene ,nahrung spendet4 ,zu den ,griechen kamen sie gleich den ,kastanien unter der ,bezeichnung persische oder knigliche ,nsse 7aus dem bereits mitgeteilten ,grunde1 weil dort im persischen ,kleinasien ein ,knig herrschte7 oder als sinopische ,nsse 7kryon71 weil sie auch von der ,hafenstadt ,sinope am ,sdrande des ,schwarzen ,meeres in greren ,mengen nach ,griechenland gebracht wurden4 ,dem ,namen nach sind sie also fr uns nicht von den ,kastanien unterscheidbar4 ,wie die ,kastanie wurde sie von den ,griechen auch ,dis blanos1 d4 h4 ,zeus-,eichel genannt1 unter welcher ,bezeichnung sie dann spter durch ,vermittlung der ,griechen ,sditaliens zu den ,rmern kam1 welche sie in derselben ,weise juglans 7zusammengezogen aus ,jovis glans1 d4 h4 ,jupiterseichel7 nannten4 ,ihre lreichen ,kerne scheinen sich bei den ,griechen keiner besonderen ,wertschtzung erfreut zu haben2 denn der griechische ,arzt ,dioskurides im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 schreibt3 ,die kniglichen ,nsse 7kryon basilikn71 welche bisweilen auch persische ,nsse genannt werden1 sind schwer zu verdauen1 schaden dem ,magen1 erzeugen ,galle1 machen ,kopfweh1 sind namentlich bei ,husten zu vermeiden4 ,dagegen ist ihr ,genu ,nchternen1 welche ,erbrechen bewirken wollen1 ntzlich4 ,mit ,feigen und ,raute vermischt gibt man sie als ,vorbeugungsmittel gegen ,gift1 vertreibt mit ihnen1 wenn man sie in ,menge verzehrt1 die ,bandwrmer1 benutzt sie noch sonst innerlich und uerlich1 setzt auch die verkohlten ,schalen und ,kerne einigen uerlich anzuwendenden ,mitteln bei4 ,aus den zerstampften ,nssen pret man l4 brigens bekommen frische dem ,magen weit besser als alte48 ,sonst schweigen sich die griechischen ,autoren ber den ,walnubaum aus4 ,wir wissen nur1 da die lakedmonischen ,jungfrauen zur ,zeit des ,einsammelns der ,nsse 7plur4 krya7 ein danach ,krya genanntes ,fest zu ,ehren der ,artemis karytis feierten1 und da deshalb karyatzein den bei diesem ,feste abgehaltenen ,tanz tanzen bedeutete4 ,danach heien ,karyatiden die an einem solchen ,nufeste tanzenden ,jungfrauen1 die ein attischer ,bildhauer als ,geblktrgerinnen -- auch einfach ,koren1 d4 h4 ,mdchen genannt -- an der ,sdhalle des ,erechtheions auf der ,akropolis in ,athen in fr alle ,zeiten vorbildlicher ,weise darstellte4 ,geschtzter als bei den ,griechen waren die ,walnsse bei den ,rmern1 die den ,walnubaum ziemlich hufig angepflanzt zu haben scheinen4 ,der beraus gelehrte ,marcus ,terentius ,varro 7#aaf-bg v4 ,chr47 schreibt ber die ,walnu3 ,diese herrliche1 groe ,frucht heit glans1 weil sie in ihrer grnen ,schale einer ,eichel 7glans7 hnlich sieht2 juglans heit sie von ,jupiter 7,stamm ,jov7 und glans4 ,sie heit auch ,nu 7nux71 weil sie den ,krper schwarz frbt1 wie die ,nacht 7nox7 die ,luft48 ,an einer anderen ,stelle sagt er3 ,hat man ,walnsse 7nux juglans71 ,datteln 7palmula7 und sabiner ,feigen 7ficus7 eingemacht1 so schmecken sie um so besser1 je eher man sie verzehrt2 denn die ,dattel wird durch das ,alter bla1 die ,feige morsch1 die ,walnu trocken48 ,er hlt aber dafr1 da die ,nubume ihrer ,umgebung schdlich seien3 ,neben einem ,eichenwald gedeiht der lbaum schlecht1 neben ,kohl 7olus7 der ,weinstock1 der sich sogar von jenem wegneigt2 auch die ,walnubume 7juglans7 machen rings um sich her das ,erdreich unfruchtbar48 ,der berhmte ,redner ,cicero1 der im ,jahre #dc v4 ,chr4 ermordet wurde1 sagt an einer ,stelle seiner nach seinem ,landgute ,tuskulanum bei der altlatinischen ,stadt ,tusculum im ,sabinergebirge benannten ,schrift3 ,der syrakusanische ,tyrann ,dionysius 7der ltere1 #dca-cfg v4 ,chr47 war so mitrauisch1 da er sich vor dem ,rasiermesser frchtete und sich den ,bart von seinen ,tchtern mit glhenden ,walnuschalen wegbrennen lie48 ,der #gi n4 ,chr4 beim ,vesuvausbruch umgekommene ,plinius meint wie ,varro3 ,der ,schatten der ,walnubume ist von groem und schdlichem ,einflu1 ttet gleich dem der ,pinien1 ,rot- und ,weitannen alle anderen ,pflanzen1 verursacht sogar dem ,menschen ,kopfweh48 ,und von seinen ,frchten sagt er3 ,die ,walnsse 7nux juglans7 haben keinen groen ,wert1 obgleich ihr ,gebrauch bei ,hochzeitsfeierlichkeiten eingefhrt ist4 ,die ,natur hat diese ,frucht dadurch ausgezeichnet1 da sie den in einer holzigen ,schale liegenden ,kern noch in eine weiche ,schale einschlo4 ,da sie von den ,knigen ,persiens stammt1 beweist der ,umstand1 da sie bei den ,griechen knigliche ,nsse 7s4 vor4 ,stelle bei seinem ,zeitgenossen ,dioskurides7 heien2 auch nennt man jetzt noch die beste ,sorte persicon und basilicon4 ,kopfnu 7kryon7 heit eine ,sorte wahrscheinlich deswegen1 weil sie durch ihren starken ,geruch ,kopfweh verursacht4 ,die gerbstoffreiche grne ,schale wird zum ,frben der ,wolle benutzt1 die ganz jungen ,nsse dienen zum ,braunfrben der ,haare4 ,im ,alter werden die ,walnsse lig4 ,die ,sorten unterscheiden sich nur nach der ,schale1 welche fest oder zerbrechlich1 dnn oder dick1 in ,fcher geteilt oder einfach ist4 ,die ,schale zerfllt in zwei ,teile1 der ,kern selbst ist durch ,zwischenhute vierteilig48 ,auch andere1 besonders griechische ,schriftsteller sprechen von der ,sitte1 die sich bis heute in ,griechenland erhielt1 im ,augenblicke da die ,neuvermhlte das hochzeitliche ,gemach betrat1 ,nsse unter die ,gste und ,kinder zu streuen1 damit ,zeus-,jupiter1 nach welchem die ,nsse hieen1 der jungen ,frau ,fruchtbarkeit schenken mge4 ,so fordert der rmische ,dichter ,vergil 7#gj-ai v4 ,chr47 in einer seiner ,eklogen auf3 ,streuet ,nsse 7nuces7 dem ,hochzeitspaar aus68 ,auch ,ovid 7#dc v4 bis #g nach ,chr47 spricht an zwei ,stellen von ,walnssen1 das eine ,mal1 da er von seiner ,geliebten ,amaryllis 7,pseudonym1 nach der ,bezeichnung der schnen1 von ,vergil in seinen ,hirtengedichten besungenen ,hirtin oder ,nymphe gleichen ,namens1 der die ,glnzende8 bedeutet7 sagt3 sie liebte ,kastanien und ,nsse1 und das andere ,mal1 da er von derselben meldet3 ihr fehlten weder ,nsse noch ,mandeln4 ,palladius im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 sagt von der ,kultur des ,walnubaumes3 ,die nux juglans liebt feuchte1 khle1 steinige ,hhen1 kommt aber auch an wrmeren vor4 ,man zieht sie aus an der ,sonne getrockneten ,nssen1 die in der ,weise gepflanzt werden1 da man einen ,stein oder ,backstein unter sie legt1 damit sie keine einfache ,pfahlwurzel1 sondern geteilte ,wurzeln treiben4 ,die ,bumchen sollen alle #b bis #c ,jahre versetzt werden1 dadurch gedeihen sie besser4 ,die ,wurzeln drfen dabei nicht beschnitten werden2 man bestreicht sie aber mit ,rindermist1 streut auch ,asche in die ,grube4 ,man macht die ,gruben recht tief und auch weit voneinander entfernt1 weil ein ,walnubaum selbst dem anderen durch seine ,traufe schadet4 ,man lockert die ,erde rings um den ,stamm zuweilen auf1 damit dieser im ,alter nicht so leicht hohl wird4 ,ist er aber doch hohl geworden1 so haut man ihn von einer ,seite bis zur ,hhlung auf1 damit ,sonne und ,wind eindringen und die ,fulnis hemmen knnen4 ,werden die ,nsse zu hart oder knotig1 so mu man einen ,schnitt rings in der ,rinde machen1 um die schlechten ,sfte abzufhren4 ,andere schneiden in diesem ,fall die ,wurzelspitze ab1 oder bohren ein ,loch in die ,wurzel und schlagen einen ,pflock von ,buchsbaumholz hinein4 ,will man gemeine ,walnsse in die tarentinische ,sorte 7mit weicher ,schale7 verwandeln1 so steckt man nur den von der harten ,schale befreiten fleischigen ,kern1 wickelt ihn aber zuvor zum ,schutz gegen ,ameisen in ,wolle4 ,will man einen schon tragenden ,baum in einen tarentinischen verwandeln1 so begiet man ihn ein ganzes ,jahr lang monatlich dreimal mit ,lauge4 ,die ,reife der ,nu erkennt man daran1 da sich ihre uere ,schale ablst4 ,ihre ,aufbewahrung geschieht entweder unter ,spreu oder ,sand oder trockenen ,walnublttern oder in einem ,kasten von ,walnuholz oder zwischen ,kchenzwiebeln1 denen sie zugleich den scharfen ,geschmack benehmen4 ,man kann nach ,angabe vieler ,grtner ,walnureiser im ,februar auf ,erdbeerbume 7arbutus7 pfropfen1 am besten in den ,stamm1 ebenso auf ,pflaumen- oder auf ,walnubume48 ,dem fgt ein griechischer ,autor in der ,geoponika bei3 ,pfropfreiser des ,walnubaumes 7kryon7 wachsen nicht leicht an1 jedoch gelingt die ,veredlung1 wenn man sich nicht gleich abschrecken lt und sorgfltig zu ,werke geht4 ,einige ,grtner heben #b- und #c;jhrige ,walnubumchen aus1 pfropfen die ,wurzeln und setzen sie wieder ein48 ,mit den ,kastanien brachten die ,rmer auch die ,walnsse ber die ,alpen und pflanzten sie um ihre ,militrstationen4 ,so fanden sich auch im ,wegwurf der ,saalburg zerbrochene ,schalen von ,walnssen1 die dort einst von den ,legionren oder deren ,angehrigen verspeist wurden4 ,so scheint der ,walnubaum zuerst um die rmischen ,kastelle gewachsen zu sein1 um im ,laufe von ,jahrhunderten von da weiter ins ,land hinauszugelangen4 ,so sind ,ortsnamen1 die mit ,nu- zusammenhngen1 in der ,rheingegend schon in den ltesten auf uns gekommenen ,urkunden nachweisbar1 so der ,flecken ,nuloch bei ,heidelberg1 der zuerst im ,jahre #ggf und das ,dorf ,nubaum bei ,bretten in ,baden1 das zum ersten ,male im ,jahre #hhc_/hhd belegt ist4 ,dazu kommen spter ,nudorf 7erster ,beleg #aacd71 ,nubach bei ,oberkirch 7#aaif71 ,nubach bei ,triberg 7#abhd7 und ,nubaum bei ,mosbach 7#acce74 ,da der ,baum in ,gallien besonders intensiv kultiviert wurde beweist der sptlateinische ,name nux gallica1 dessen ,reflex wir im deutschen ,walnu und im englischen walnut haben4 ,die ,anpflanzung des ,nubaums wird sowohl im ,capitulare de villis wie in den beiden uns erhaltenen ,garteninventaren ,karls des ,groen aus dem ,beginne des #i4 ,jahrhunderts angeordnet4 ,in der ,hnenburg bei ,rinteln an der ,weser aus dem #aj4 bis #aa4 ,jahrhundert n4 ,chr4 wurden ,stcke von ,walnuschalen gefunden4 ,heute hat sich der ,nubaum berallhin1 wo es ihm nicht zu kalt ist1 verbreitet und wird seiner lreichen ,nsse1 die ein sehr gutes ,tafell liefern1 und seines sehr gesuchten ,holzes wegen viel gepflanzt4 ,die ,haselnu 7,corylus avellana7 ist fast in ganz ,europa und in ,vorderasien heimisch4 ,hier war sie schon den ,menschen der ,steinzeit ein beliebtes ,nahrungsmittel und wir finden ihre zerbrochenen ,schalen im ,wegwurfe der ,pfahlbauern der jngeren ,stein- und der ,bronzezeit4 ,an einzelnen ,fundstellen finden sie sich zu ganzen ,schichten angehuft4 ,erst die ,griechen und hernach die ,rmer haben auer der einheimischen wilden ,art auch schon grere und feinere1 kultivierte ,arten gekannt1 so die lombardische oder ,lambertsnu 7,corylus tubulosa7 und die trkische ,haselnu 7,corylus colurna74 ,der ,erzeuger der ersteren ist ein stattlicher ,strauch1 derjenige der letzteren dagegen ein ,baum1 der in seinem ,vaterlande1 im ,pontusgebiet bis ,armenien1 ganze ,wlder bildet4 ,beide kamen aus dem nrdlichen ,kleinasien ber die ,stdte am ,pontus als krya pntika1 d4 h4 pontische ,nsse1 nach ,griechenland1 von wo sie in die griechischen ,kolonien ,siziliens und ,unteritaliens gelangten4 ,hier wurden sie mit besonderer ,vorliebe kultiviert1 so da die bei der ,stadt ,abella in ,campanien wachsende ,haselnu -- welche der beiden vorhin genannten gro-kernigen ,sorten es war1 ist nicht entschieden -- als nux abellana von den ,rmern1 die deren ,kultur von den ,griechen bernahmen1 besonders geschtzt wurde4 ,durch die ,rmer wurden diese pontischen ,haselnurassen gleichzeitig mit ,walnu und ,kastanie in ihren transalpinen ,provinzen eingefhrt4 ,so fand man im ,wegwurf in den ,brunnen des rmischen ,feldlagers der ,saalburg nicht nur zahlreiche ,schalen der gewhnlichen ,haselnu1 sondern auch der groen ,lamberts- und trkischen ,haselnsse4 ,auf ,grund dieser ,funde drfen wir annehmen1 da die avellanarii1 d4 h4 die ,haselnustauden1 die in den ,grten ,karls des ,groen gezogen wurden1 nicht sowohl einheimische1 wilde1 die ja sonst gar nicht besonders angefhrt worden wren1 als vielmehr die lambertsche oder die trkische ,haselnu waren4 ,im #af4 ,jahrhundert wurden dann echte trkische ,haselnsse durch ,valerius ,cordus1 der sie von einem ungarischen ,gesandten in ,konstantinopel erhielt1 direkt bei uns eingefhrt und in ,grten ,mitteleuropas kultiviert4 ,allerdings erreicht sein ,erzeuger bei uns lange nicht die stattliche ,gre1 die er in seiner ,heimat in den ,pontuslndern aufweist4 ,solche haselnuartige ,samen bieten sehr zahlreiche ,pflanzen aller mglichen ,lnder1 unter denen wir nur die chilenische1 brasilische1 westindische und nordamerikanische ,haselnu1 die ,waldmandel ,westindiens und verschiedener ,waldbume des nrdlichen ,sdamerika mit teilweise mandelartigem ,aussehen nennen wollen4 ,die brasilischen ,nsse1 von den ,einheimischen juvias genannt1 sind vierkantige1 braune ,samen von der ,gre einer ,walnu mit lreichem ,kern1 der wie ,mandeln schmeckt4 ,der sie hervorbringende stattliche ,baum 7,bertholletia excelsa7 wchst berall in den ,wldern von ,guiana1 ,venezuela und ,nordbrasilien und wird zur ,zeit der ,samenreife stets von den ,indianern aufgesucht1 die diese wohlschmeckenden ,nsse sehr lieben und viele ,wochen hindurch davon leben4 ,leider werden sie bald ranzig und lassen sich deshalb nicht lngere ,zeit aufbewahren4 ,auerdem gibt es in denselben ,gebieten einen souari genannten hohen ,baum 7,caryocar butyrosum7 und in ,ekuador einen nahen ,verwandten desselben1 den pequi-,baum 7,caryocar amygdaliferum71 die den ,mandeln hnliche lreiche ,samen aufweisen4 ,von geringerer ,bedeutung1 aber fr uns wichtiger sind die ,pistaziennsse und das ,johannisbrot1 die wir ebenfalls aus dem warmen ,sden erhalten4 ,ihre ,erzeuger1 die ,pistazie und der ,johannisbrotbaum1 ohne die wir uns die alten ,kulturlnder am ,mittelmeer nicht mehr vorstellen knnen1 sind ebensowenig wie die frher betrachteten ,fruchtbume hier heimisch1 sondern erst in geschichtlicher ,zeit vom ,menschen dort angesiedelt worden4 ,die echte ,pistazie 7,pistacia vera7 hat ihre ,heimat im sdlichen ,kaukasus1 in ,mesopotamien und ,syrien1 wo sie stellenweise noch wild wachsend in greren ,bestnden angetroffen wird4 ,sie ist ein #f-i m hoher ,baum mit unpaarig gefiederten1 abfallenden ,blttern1 kurzen ,bltenrispen und eifrmig lnglichen1 #b1e-d cm groen ,steinfrchten4 ,diese besitzen einen dnnen berzug von grnem1 rot angehauchtem ,fleisch und darunter unter holziger ,schale angenehm mandelartig schmeckende1 haselnugroe1 lnglich dreikantige1 grne ,kerne1 die ,pistazienmandeln oder syrischen ,nchen 7ital4 pistacchi71 die im ,orient roh gegessen und zu allerlei ,backwerk1 auch zur ,gewinnung von l verwendet werden1 das aber leicht ranzig wird4 ,frher dienten sie auch als ,heilmittel2 jetzt werden sie nur noch in der ,kche1 von ,zuckerbckern und ,metzgern zum ,wrzen der feineren ,wrste verwendet4 ,in ,babylonien ist die ,pistazienkultur uralt und schon damals werden die ,frchte wie heute noch in ,syrien und gypten eine ,lieblingsnscherei der vornehmen ,haremsdamen gewesen sein4 ,sie hieen im ,assyrischen butnu und als botnim kamen sie nach ,syrien und ,palstina1 wo sie zur ,zeit der jdischen ,erzvter bekannt waren4 ,als die ,brder ,josephs1 von der ,hungersnot gedrngt1 zum zweitenmal nach gypten zogen1 nahmen sie als ,geschenke an den ,minister des ,pharao1 in dem sie ihren ,bruder nicht vermuteten1 unter den erlesenen ,landesfrchten auch ,pistazien mit4 ,von da an hat man keine ,nachricht mehr vom ,vorhandensein dieses ,fruchtbaums in ,syrien1 bis nach der ,erschlieung ,vorderasiens durch den ,zug ,alexanders des ,groen ums ,jahr #ccj v4 ,chr4 die ,griechen ,kunde von ihm erhielten4 ,so berichtet ,theophrast1 der ,schler des ,aristoteles3 ,in ,indien wchst ein ,baum1 der der ,terebinthe hnlich ist1 dessen ,frchte aber wie ,mandeln sind4 ,er soll auch in ,baktrien wachsen2 die ,frchte sollen besser als ,mandeln schmecken und werden deshalb dort lieber gebraucht als diese48 ,dieser ,autor kennt noch keinerlei ,namen fr diese ,frucht4 ,ein solcher erscheint erst hundert ,jahre spter1 zu ,ende des #c4 vorchristlichen ,jahrhunderts beim griechischen ,dichter ,nikander1 der schreibt3 ,am wild brausenden indischen ,strome ,choaspes -- es ist dies der ,flu von ,susa -- tragen die ste der ,pistazien 7pistkia7 ,frchte gleich ,mandeln48 ,den ,namen pistkion1 d4 h4 ,pistazie nennt wiederum hundert ,jahre spter der aus ,apamea in ,syrien gebrtige ,geschichtschreiber ,poseidonios4 ,er sagt1 da in ,arabien und ,syrien die sogenannte ,pistazie wachse1 deren grnliche ,kerne zwar den ,pinienkernen an ,geschmack nachstehen1 aber einen angenehmen ,duft haben4 ,in der ,folge wird der ,pistazienbaum mehrfach von medizinischen ,schriftstellern erwhnt1 so vom griechischen ,arzte ,dioskurides1 der um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 eine reichhaltige ,arzneimittellehre verfate und darin ber dessen ,frchte schreibt3 ,die ,pistaziennsse 7pistkion71 welche in ,syrien wachsen1 sind den ,piniennssen 7strbilos7 hnlich und bekommen dem ,magen gut48 hnlich schreibt der im ,jahre #aca n4 ,chr4 in ,pergamon geborene und ums ,jahr #bjj in ,rom verstorbene berhmte ,arzt ,galenos3 ,die ,pistaziennsse 7pistkion7 wachsen bei ,alexandria in gypten1 aber noch weit hufiger bei der ,stadt ,berrhoea in ,syrien4 ,sie geben wenig ,nahrung1 sind aber gesund48 ,plinius nennt unter den ,bumen ,syriens den1 der die bekannten ,pistaziennsse 7pistacium7 trgt8 und berichtet1 da ihn der ,rmer ,lucius ,vitellius -- nicht zu verwechseln mit dem nachmaligen ,kaiser ,aulus ,vitellius --1 der zur ,zeit des ,tiberius zwischen den ,jahren #bj und #cj n4 ,chr4 ,legat in ,syrien war und von dorther allerlei ,gartenfrchte und ,obstbume auf sein ,landgut bei der ,stadt ,alba in ,mittelitalien verpflanzte1 nach ,italien1 und ,flaccus ,pompejus1 ein rmischer ,ritter1 der mit ,vitellius ,kriegsdienste tat1 nach ,spanien brachte4 ,in ,mittelitalien wird aber jedenfalls das ,klima zu rauh fr den empfindlichen medisch-persischen ,baum gewesen sein2 denn noch in ,kalabrien und auf ,sizilien1 wo ihn in der ,folge die ,rmer akklimatisierten1 liefert er weniger schmackhafte ,frchte als in seiner orientalischen ,heimat4 ,auch in ,sizilien und ,sardinien wuchs der ,baum1 von dem gewhnlich ,edelreiser auf die im ,mittelmeergebiet berall heimische ,terpentinpistazie gepfropft wurden4 ,noch im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 berichtet uns ,palladius1 der selbst ,gter auf der ,insel ,sardinien besa1 vom ,anbau dieses ,fruchtbaumes4 ,aber die ,kultur desselben mu in den ,strmen1 die die ,vlkerwanderung ber ,italien brachte1 vollstndig auer ,gebrauch gekommen sein1 und es blieb den ,arabern vorbehalten1 mit so manchen anderen asiatischen ,kulturpflanzen wie ,dattelpalme1 ,mohrhirse1 ,safran und ,zitrone auch die ,pistazie wieder an dafr geeigneten ,orten am ,mittelmeer1 das sie ja um die ,wende des #a4 christlichen ,jahrtausends vllig beherrschten1 angesiedelt zu haben4 ,seitdem sie die ,pistazie wiederum in ,sizilien und ,sditalien anpflanzten1 blieb der ,fruchtbaum bis auf den heutigen ,tag in der ,kultur der sie in der ,herrschaft ablsenden ,christen1 die die ,frchte gerne aen und in der ,kche verwandten4 ,am hufigsten trifft man bei uns die sizilischen ,pistazien2 die tunesischen sind wegen ihrer schnen grnen ,farbe besonders geschtzt1 whrend diejenigen ,aleppos sehr gro und gelb sind4 ,wie der ,pistazienbaum wurde auch der ,johannisbrotbaum oder ,caroubier 7,ceratonia siliqua7 erst durch die ,araber in den wrmeren ,gegenden am ,mittelmeer als ,spender eines billigen ,volksnahrungsmittels angesiedelt4 ,dieser heute namentlich in den stlichen ,mittelmeerlndern weit verbreitete ,hlsenfrchtler stellt einen nicht sehr hohen1 breitausladenden1 schattenreichen ,baum dar mit paarig gefiederten1 lederartigen ,blttern4 ,sein bevorzugter ,standort sind die sonnendurchwrmten1 felsigen ,halden in der ,nhe des ,meeres1 die vor dem kalten ,nordwind geschtzt sind2 denn dieses sonnenverwhnte ,kind ,vorderasiens liebt diesen durchaus nicht4 ,hier wchst er langsam1 trgt erst nach zwanzig ,jahren1 dauert aber jahrhundertelang aus4 ,seine flachen1 hornartig gekrmmten ,schoten mit sem1 nahrhaftem ,fruchtfleisch1 das innen glnzend dunkle1 bohnenartige ,samen birgt1 werden nicht nur mit ,vorliebe von ,schweinen1 ,pferden und ,eseln1 sondern auch vom ,menschen roh und gerstet oder gebacken berall im ,orient gegessen4 ,auch auf unsern ,jahrmrkten erscheint das ,johannisbrot als geschtzter ,leckerbissen mit der ,sholzwurzel und den schwarzen ,lakritzenstangen4 ,lakritz ist aus dem griechischen glykyrrhza1 d4 h4 ,swurzel zusammengezogen1 und erfreut hier besonders die ,kinder4 ,aus den als ,karuben bezeichneten ,fruchthlsen -- das ,wort stammt aus dem arabischen charrb -- wird auch ein ser1 honighnlicher ,saft gepret1 der als keratomeli1 d4 h4 ,hrnchenhonig im ,morgenlande sehr beliebt ist4 ,nach ihrer hrnchenartig gekrmmten ,form nannten die alten ,griechen1 die den ,baum selbst nicht kannten1 sondern nur die aus dem ,orient eingefhrten ,frchte gelegentlich auf dem ,markt kauften1 die ,johannisbrotschoten kertia oder kernia1 d4 h4 ,hrnchen und glaubten irrtmlicherweise1 sie kmen aus gypten4 ,erst der ,schler von ,aristoteles1 ,theophrastos 7#cij-bhf v4 ,chr471 versichert mit ,nachdruck1 sie kmen nicht von dorther1 sondern aus ,syrien und ,ionien2 denn zu seiner ,zeit war der ,karubenbaum bis ,knidos im sdwestlichen ,kleinasien und bis zur ,insel ,rhodos im gischen ,meere vorgedrungen4 ,auch ,strabon1 der ums ,jahr #be n4 ,chr4 verstorbene griechische ,geograph aus der kleinasiatischen ,stadt ,amasia sdlich vom ,schwarzen ,meer1 sagt1 er wachse nicht in gypten1 sondern zugleich mit der ,dattelpalme in thiopien1 wo er in ,menge gedeihe4 ,seine eigentliche ,heimat hat der ,johannisbrotbaum in ,syrien1 wo er mit anderen ,fruchtbumen und ,nutzpflanzen vermutlich vom uralten ,volke der ,chetiter in ,kultur genommen und veredelt wurde4 ,einst1 wie jetzt1 bildeten seine sen ,schoten dort und in ,palstina eine gemeine ,speise4 ,johannes der ,tufer soll sich whrend seines ,aufenthalts in der ,wste damit genhrt haben1 weshalb sie berhaupt den ,namen ,johannisbrot erhielten4 ,noch den ,reisenden neuerer ,zeit wird der angebliche ,baum gezeigt1 von dessen ,frchten der ,vorlufer des ,messias sein ,leben whrend der ,zurckgezogenheit in der ,wste gefristet haben soll4 ,im ,gleichnis vom verlorenen ,sohn1 das im #ae4 ,kapitel des ,evangeliums nach ,lukas berichtet wird1 begehrt der verlorene ,sohn1 der zum ,schweinehirten herabgesunken ist1 seinen ,hunger mit den ,hrnchen 7im ,urtext ap tn keratin1 flschlich von ,luther1 der die wahre ,bedeutung dieses ,wortes nicht kannte1 mit ,treber bersetzt71 die die ,schweine fraen1 zu stillen1 aber niemand gab sie ihm4 ,diese ,hrnchen sind nichts anderes als das ,johannisbrot4 ,tafel #dc4 ,illustration3 ,bume mit ebaren ,kastanien am ,vierwaldstttersee4 ,illustration3 7,photographie von ,g4 ,kraskowits47 ,gewhnlicher ,feigenbaum und ,feigenopuntie auf der ,insel ,korfu4 ,tafel #dd4 ,illustration3 ,johannisbrotbaum4 7,nach einer ,photogr4 von ,l4 ,adamovic in ,karsten u4 ,schenck1 ,vegetationsbilder847 ,zitronenhain bei ,sal am ,gardasee4 ,auch die alten gypter kannten das ,johannisbrot1 das unter dem ,namen dscharudsch oder garuta1 d4 h4 ,schote1 aus ,syrien zu ihnen gebracht wurde4 ,man a es hier trocken oder eingekocht und bereitete daraus einen tarruku genannten sen ,trank4 ,auch als ,medizin wurde es viel angewandt4 ,unter den ,totenbeigaben sind in ,kahun aus ,grbern der #ab4 ,dynastie im mittleren ,reich 7#bjjj-aghh v4 ,chr47 ,reste von ,schoten des ,johannisbrotbaumes1 samt ,fruchtkernen1 ebenso in solchen des gyptisch-griechischen ,grberfeldes von ,hawara im ,fajm gefunden worden4 ,nach ,unger findet sich ,johannisbrot auch auf einer altgyptischen ,darstellung von ,totenspeisen in einem ,grabe der #ab4 ,dynastie abgebildet4 ,spter wurde der ,fruchtbaum in gypten selbst angepflanzt4 ,so fand ,kotschy in einem ,sarkophag neben einer ,mumie einen ,stock1 der sich bei mikroskopischer ,untersuchung als vom ,johannisbrotbaum herrhrend erwies4 ,die alten ,griechen haben diesen ,fruchtbaum noch nicht in ihrem ,lande gezogen4 ,sie brachten seine ,frchte als ,rckfracht aus dem ,orient mit und vermittelten ihre ,kenntnis auch den ,rmern1 die sie zunchst als siliquae graecae1 d4 h4 griechische ,schoten1 bezeichneten4 ,spter werden sie vielfach als syrische ,schoten bezeichnet1 als man erkannte1 da sie aus ,syrien stammten und nur durch die ,griechen bermittelt wurden4 ,dioskurides und ,galenos rhmen diese ,schoten als ,speise durchaus nicht4 ,ersterer sagt3 ,das frische ,johannisbrot 7kertion7 bekommt1 wenn es genossen wird1 schlecht2 das getrocknete schmeckt besser1 besonders1 wenn die ,schalen und ,kerne nicht mitgegessen werden48 ,und letzterer meint3 ,das ,johannisbrot 7kertion7 ist keine gesunde ,speise1 kommt aus dem ,morgenland1 sollte aber nicht von dort geholt werden48 ,also war noch zur ,zeit des ,arztes ,galenos gegen ,ende des #b4 nachchristlichen ,jahrhunderts das ,johannisbrot durchaus nur ,gegenstand der ,einfuhr aus dem ,orient und erst im #d4 ,jahrhundert lehrt ,palladius1 der ,verfasser eines noch im ,mittelalter viel benutzten ,werkes ber den ,landbau1 ausfhrlich wie der ,baum gepflanzt und veredelt werden soll1 so da man annehmen mu1 da er damals auch in ,italien selbst wuchs4 ,immerhin knnte diese ,stelle ein spteres ,einschiebsel sein1 da sie in einigen ,handschriften fehlt und der fleiige ,benutzer des ,palladius1 ,petrus ,crescentius1 ber den ,baum schweigt4 ,wenn er nun auch damals jedenfalls in beschrnkter ,zahl in ,italien selbst kultiviert wurde1 so war doch diese ,produktion ohne grere ,bedeutung4 ,erst die ,araber nahmen die mehr oder weniger verschwundene ,kultur dieses ,fruchtbaumes wieder auf und verbreiteten ihn in ,sizilien1 ,sditalien1 ,spanien1 wie in ganz ,nordafrika im ,bereiche ihrer ,herrschaft4 ,ihre ,bezeichnung ,charruben fr die ,frchte ist ins ,italienische carruba1 ins ,spanische garroba -- oder mit dem arabischen ,artikel al davor als algarroba -- ins ,portugiesische alfarroba und ins ,franzsische caroube bergegangen1 was an sich schon mit ,sicherheit beweist1 da sie diesen ,lndern die ,kenntnis dieser ,frucht vermittelten4 ,sie ihrerseits hatten von den ,griechen die als kertia bezeichneten ,bohnen der ,johannisbrotschoten1 die sich durch eine auffallend bereinstimmende ,gre auszeichnen1 als ,gewichtseinheit angenommen und dies dem ,abendlande bermittelt4 ,so dient uns heute noch das von ihnen als kleinstes ,gewicht angenommene ,karat1 d4 h4 eben die nach dem griechischen kertion bezeichnete ,johannisbrotbohne als ,gewichtseinheit fr ,gold1 ,diamanten und alle ,juwelen berhaupt1 wie in ,persien das ,weizenkorn gndum als kleinste ,gewichtseinheit dient1 und die nchst hhere die ,kichererbse nukhd ist4 ,dabei ist #a nukhd #d gndum4 ,seitdem die ,araber den ,johannisbrotbaum berallhin an den ,gestaden des ,mittelmeers1 soweit er gedeihen kann1 angesiedelt haben1 pflanzt man ihn gerne auch als ,schattenbaum zur ,straeneinfassung und inmitten der ,felder4 ,soll der ,baum aber nicht blo ,schatten gewhren1 sondern auch reichlich ,frchte tragen1 so mu er von ,zeit zu ,zeit beschnitten werden wie der ,weinstock und der lbaum4 ,die nrdliche ,grenze seiner ,verbreitung fllt ungefhr mit derjenigen der ,orangen und ,zitronen zusammen4 ,in ,kleinasien und ,syrien wird er als ,fruchtspender so geschtzt1 da er geradezu gttliche ,verehrung bei ,muhammedanern und ,christen geniet4 ,er ist dem heiligen ,georg geweiht1 dem sagenhaften kappadozischen ,prinzen1 der unter ,diokletian 7regierte von #bhd-cac n4 ,chr47 als ,mrtyrer gestorben sein soll1 nachdem er einst einen ,lindwurm besiegt hatte1 der ein ,mdchen zu verschlingen drohte4 ,schon die ,kreuzfahrer fhrten diesen streitbaren ,heiligen symbolisch in ihrem ,panier und seither ist er der ,schutzheilige aller ,berittenen4 ,in ,griechenland und im ,orient berhaupt sind ,georgskapellen unter ,johannisbrotbumen hufig4 ,wie bei allen ,kulturgewchsen haben sich auch bei ihm die verschiedensten ,varietten gebildet1 die sich durch ,form1 ,gre1 geringere oder grere ,sigkeit und ,haltbarkeit der ,schoten unterscheiden4 ,doch gilt im allgemeinen1 da je wrmer das ,klima ist1 in welchem er wchst1 er um so mehr ,zucker in seinen ,schoten zu entwickeln vermag und um so ser der aus ihnen ausgeprete ,honig wird4 ,in letzterem ,falle werden die ,prerckstnde den ,schweinen vorgeworfen4 ,auch das harte ,holz wird geschtzt und die tanninhaltige ,rinde dient zum ,gerben4 ,vom ,orient aus wird das ,johannisbrot bis tief nach ,ruland hinein und in die nordischen ,lnder exportiert1 wo es als billiger ,leckerbissen auf keinem ,volksmarkte fehlt4 ,eine ebare1 wohlschmeckende ,kernfrucht bietet auch der in ganz ,indonesien1 besonders den ,molukken wild wachsende und auch angepflanzte ,katappabaum 7,terminalia catappa74 ,die ,frucht1 deretwegen der ,baum auch sonst in den ,tropen1 besonders auf den ,antillen kultiviert wird1 hat hnlichkeit mit der ,walnu und enthlt einen bis zwei mandelartige ,kerne4 hnliche ,samen bieten verschiedene andere ,terminaliaarten in ,sdindien1 ,ozeanien und ,sdamerika4 ,gleicherweise werden auf den ,inseln der ,sdsee die ,kerne der ,frchte von ,inocarpus edulis1 ,sterculia balanghas und ,st4 foetida als fast tgliche ,speise gegessen4 ,ebenso finden die lreichen ,samen zahlreicher ,nadelholzgewchse als ,speise der ,menschen ,verwendung1 so diejenigen verschiedener ,kiefern und ,fichten1 wie der ,zirbelkiefer 7,pinus cembra71 der ,fichte der ,norfolkinsel stlich von ,australien1 der als ,ziergewchs bei uns in ,tpfen gezogenen ,araucaria excelsa und der sdamerikanischen ,araukarie 7,araucaria imbricata74 ,dieser von den ,indianern als pehun bezeichnete ,nadelbaum ist dizisch1 d4 h4 weist mnnliche und weibliche ,exemplare auf und bildet auf ,sandboden lichte ,bestnde1 die entfernt an unsere ,kiefernwlder erinnern4 ,sein ,stamm bildet eine mchtige ,sule von bis zu #fj m ,hhe1 ist unten kahl und trgt oben einen schirmartigen ,wipfel1 dessen herunterhngende ste an den ,spitzen wieder nach aufwrts streben4 ,die ,fruchtzapfen bentigen zwei ,jahre zur ,reife und enthalten #ajj bis #bjj mehlige1 hnlich wie ,kastanien schmeckende ,samen1 die im ,februar und ,mrz reifen4 ,um diese von den ,spaniern1 die sie ebenfalls sehr lieben1 piones genannten1 doppelt mandelgroen ,nsse zu erlangen1 unternehmen die ,indianer zur ,zeit der ,reife groe ,wanderungen4 ,diese pflanzliche ,speise ist fr sie um so wichtiger1 je weiter sie von den ,weien entfernt wohnen und je schwerer sie sich von jenen die gewhnlichen ,getreidearten durch ,tausch gegen ,wildpret und ,felle verschaffen knnen4 ,ein einziger ,zapfen gengt fr einen ,indianer zur ,ernhrung fr einen ,tag1 wenn er noch etwas ,fleisch zu sich nimmt4 ,durch ihren reichen lgehalt sind sie nicht sehr leicht verdaulich und lassen sich auch nicht lngere ,zeit hindurch aufbewahren4 ,doch bereiten die ,eingeborenen daraus ein ,gebck1 das sich lange ,zeit erhlt4 ,so knnen sie die von ihnen sehr geschtzten ,samen aufs weitgehendste ausntzen4 ,in den ,mittelmeerlndern finden besonders die ,piniennsse1 gewhnlich ,pignolen genannt1 zahlreiche ,liebhaber und kommen dort berall in den ,handel4 ,der ,nsse und des ,holzes wegen wird die ,pinie auch in ,sdtirol kultiviert4 ,die ,pinienzapfen reifen erst im vierten ,jahre4 ,zur ,gewinnung der ,nsse werden besondere ,sorten mit sehr dnner1 zerbrechlicher ,schale gezogen1 entsprechend den als ,butternsse bezeichneten1 weichschaligen ,walnssen und den weichschaligen ,bruchmandeln4 ,so gewhrt der berhmte ,pinienwald bei ,ravenna1 die ,pineta1 den ,bewohnern reichlichen ,gewinn durch die berallhin nach ,italien verschickten ,samen1 trotzdem die ,bestnde durch den kalten ,winter #ahgi-hj und durch einen ,waldbrand stark gelitten haben4 ,sie sind ziemlich gro1 schmecken wie ,mandeln und werden roh zu allerlei ,speisen und in ,zucker eingemacht gegessen1 auch zur ,darstellung eines fetten sen les benutzt4 ,sie bilden auch fr ,griechenland1 besonders den ,peloponnes1 einen nicht unwichtigen ,ausfuhrartikel4 ,schon der ,grieche ,athenaios 7um #bjj n4 ,chr47 in ,alexandrien erwhnt die ,ausfuhr der ,piniennsse von dort nach gypten4 ,dioskurides sagt von ihnen3 ,die ,samen der ,pinien 7ptys7 und ,kiefern 7pek7 werden pitys genannt4 ,sie befrdern die ,verdauung und erwrmen etwas1 sind auch fr sich oder mit ,honig gegen ,husten und ,brustbel ntzlich48 ,sein ,zeitgenosse ,plinius unterscheidet #d ,sorten der ,piniennsse 7pinea nux71 deren eine1 die tarentinische1 eine so dnne ,schale besitzt1 da man sie zwischen den ,fingern zerbrechen kann4 ,sie werden deshalb oft schon am ,baume von den ,vgeln gefressen48 ,er bemerkt1 da die ,tauriner 7die jetzigen ,piemontesen7 die von der ,schwarzkiefer 7pinaster ,pinus laricio7 stammenden ,samen1 in ,honig gekocht1 als treffliches ,mittel gegen den ,husten in den ,handel bringen und meint ferner3 ,die ,pinienkerne stillen den ,durst und helfen gegen ,magensure und ,nierenleiden1 heilen auch1 mit ,wasser gekocht1 das ,blutspucken4 ,mit ,wein oder einer ,abkochung von ,datteln getrunken1 fhren sie die ,galle ab4 ,gegen heftigeren ,magenschmerz und ,nierenbel mischt man ,gurkensamen und ,portulaksaft hinzu48 ,palladius um #chj n4 ,chr4 sagt3 ,die ,pinienzapfen knnen reif oder berreif von den ,bumen genommen werden1 doch mu es geschehen1 bevor sich die ,zapfen ffnen4 ,die ,kerne lassen sich nur dann aufbewahren1 wenn sie gut gereinigt und getrocknet sind48 ,diese ,bemerkung ist ganz richtig4 ,nur aus den ,zapfen genommen und sorgfltig getrocknet lassen sie sich einige ,zeit aufbewahren4 ,,vi4 ,die ,agrumen4 ,unter der ,bezeichnung agrumi fat der ,italiener die verschiedenen ,vertreter der ,gattung ,citrus1 also die ,zitronen1 ,orangen1 ,mandarinen usw4 zusammen4 ,die ,kultur dieser in seinem ,lande und neuerdings auch bei uns so beliebten ,frchte scheint uns untrennbar mit dem ,begriffe ,italien oder ,spanien zu sein4 ,seit ,goethe in seinem ,mignonlied der ,sehnsucht des ,nordlnders nach den sonnigen sdlichen ,gestaden so treffenden ,ausdruck gegeben hat1 knnen wir uns das glckliche warme ,mittelmeergebiet nicht vorstellen ohne das satte ,grn dieser ,fruchtbume1 ohne den wrzigen ,bltenduft der ,zitronen und das prchtige ,gleien der schimmernden ,goldorangen84 ,dem ist aber nicht immer so gewesen4 ,es sind vielmehr noch keine tausend ,jahre verstrichen1 seitdem die ersten ,vertreter dieser ,produkte ostasiatischer ,kultur dem ,fruchtbaumbestande ,sdeuropas durch die damals das ,mittelmeer beherrschenden ,araber einverleibt wurden4 ,das ,altertum hat diese ,frchte durchaus nicht gekannt4 ,wohl kennen die rmischen ,schriftsteller das ,wort citrus1 mit dem sie aber einen ganz anderen ,begriff als wir verbanden4 ,die ,bedeutung dieses ,wortes verstehen wir erst1 wenn wir daran erinnert werden1 da sie dasselbe wie so unendlich viele andere ,kulturgter und deren ,bezeichnungen den in bezug auf ,gesittung weiter als sie fortgeschrittenen ,griechen verdankten4 ,citrus ist das romanisierte kdros der ,griechen1 das mit dem ,namen ,zeder zusammenhngt4 ,darunter verstanden die ,rmer wie die ,griechen1 von denen sie ,wort und ,begriff bernahmen1 das duftende1 den ,wrmern widerstehende ,holz verschiedener ,nadelhlzer1 besonders ,zedern-1 ,wacholder- und ,lebensbaumarten1 das zur ,herstellung von mottensicheren ,truhen zur ,aufbewahrung der ja vorzugsweise aus ,wolle hergestellten ,kleider diente4 ,fr die ,rmer der ,kaiserzeit war es wohl in erster ,linie das schn gemaserte1 wohlriechende weil l- und harzdurchtrnkte ,holz der nordafrikanischen ,zypressenart ,callitris quadrivalvis -- die ,produzentin des echten ,sandarakharzes --1 welche1 weil durch ihren starken ,duft vor ,motten schtzend1 zur ,fabrikation von solchen ,kleiderkisten -- ,schrnke kannte man damals noch nicht -- diente4 ,von den ,griechen hatten sie vernommen1 da auch die starkduftenden1 im brigen aber nicht ebaren ,frchte eines aus dem ,orient bezogenen ,baumes vortrefflich zur ,abwehr von ,motten in den ,kleiderkisten seien4 ,es waren dies eifrmige1 ber faustgroe grne bis gelbe ,frchte mit einer beraus dicken1 reich mit therischen len durchsetzten1 feinhckerigen ,schale1 die wir im ,deutschen als ,zedraten oder ,zitronatzitronen bezeichnen1 weil aus ihren wrzigen1 dicken ,schalen durch ,kochen in ,zucker das ,zitronat hergestellt wird4 ,die ,zedraten1 von den ,italienern cedro genannt1 sind weit grer als unsere bekannten ,zitronen und erreichen in runden1 bis stark in die ,lnge gezogenen ,formen oft die ,gre eines ,menschenkopfes4 ,ihr ,fruchtfleisch enthlt einen mig sauren ,saft -- jedenfalls bedeutend weniger als bei der ,zitrone -- dem durch den ,gehalt an ,zitronensure fulniswidrige ,eigenschaften innewohnen4 ,diese ,zedraten waren schon den alten gyptern als kitri und den ,hebrern zur ,zeit des ,moses als hadar bekannt4 ,der ,baum scheint zur ,zeit der #ah4 ,dynastie 7#aehj-acej v4 ,chr47 aus ,sdasien nach dem ,niltal gekommen zu sein1 wo ihn spter die ,griechen kennen lernten4 ,bei den letzteren galt die wenig schmackhafte1 suerliche ,frucht der ,zedrate nicht nur als gutes ,mittel um1 in die ,kleiderkisten gelegt1 die ,motten davon fernzuhalten1 sondern geradezu als ein uerst wirksames ,gegengift4 ,nach ihrem ,dafrhalten konnte1 wer immer davon a1 in den nchsten darauffolgenden ,stunden nicht vergiftet werden4 ,so empfahl der um #bjj n4 ,chr4 in ,alexandrien und ,rom lebende griechische ,grammatiker ,athenaios aus ,naukratis in gypten als bestes ,schutzmittel gegen ,vergiftung eine in ,honig gekochte ,zedrate zu essen4 ,wer morgens frh ein halbes ,glas des daraus gepreten ,saftes geniee1 dem knnen den ganzen ,tag ber ,gifte nichts anhaben4 ,in seiner #ae ,bcher umfassenden ,schrift ,deipnosophistai81 die wichtige ,nachrichten ber ,leben1 ,sitte1 ,kunst und ,wissenschaft der alten ,griechen enthalten1 schreibt er3 ,da der ,kedrosapfel 7kedrmlos7 ein ,mittel gegen ,gift ist1 wei ich von meinem ,landsmann1 welcher ,statthalter von gypten war4 ,er hatte einige ,verbrecher dazu verurteilt1 in dem zu ,tierkmpfen bestimmten 7,amphi-7,theater von wilden ,tieren gettet zu werden4 ,als diese dahin gefhrt wurden1 gab ihnen unterwegs eine mitleidige ,frau einen ,kedrosapfel1 den sie zufllig bei sich hatte4 ,die ,leute aen ihn1 wurden gleich darauf den wilden ,bestien vorgeworfen und auch von ,aspisschlangen gebissen1 litten aber gar nicht4 ,der ,statthalter wunderte sich nicht wenig darber2 und1 wie er erfuhr1 da sie einen ,kedrosapfel gegessen1 lie er am folgenden ,tage dem einen eine solche ,frucht geben1 dem anderen nicht4 ,jener blieb gesund1 dieser aber starb vom ,schlangenbi auf der ,stelle4 ,dieser ,versuch wurde fters1 und immer mit demselben ,erfolg wiederholt48 ,diese ,aspis der ,griechen und ,rmer war1 nebenbei bemerkt1 die ,ara1 d4 h4 ,aufgerichtete der alten gypter1 grzisiert als ,urus8-schlange bezeichnet1 die man als ,sinnbild der ,erhabenheit zu beiden ,seiten der ,sonnenkugel des ,gottes ,ra ber dem ,portal der altgyptischen ,tempel eingemeielt findet und deren ,nachbildung der ,pharao als zierendes ,abzeichen seiner ,hoheit und ,herrschergewalt an seinem ,diadem ber der ,stirne trug4 ,diese bis #b1be m lange gyptische ,brillenschlange 7,naja haje7 ist noch grer als ihre sdasiatische ,verwandte und wird von jeher in gypten sehr gefrchtet4 ,wie heute noch die ,gaukler auf den ,straen vor allem ,volke die so beraus gefrchtete1 in ,lederscken verwahrte ,haje8 vorfhren1 so produzierten sich mit ihr schon ,moses und ,aaron vor dem ,pharao4 ,sie war es auch1 mit der sich die berhmte ,buhlerin ,kleopatra1 ,knigin von gypten und nacheinander die ,geliebte von ,julius ,csar und ,marcus ,antonius1 nach des letzteren ,selbstmord nach der verlorenen ,seeschlacht von ,aktium im ,jahre #cj v4 ,chr4 ttete1 um nicht von ihrem ihren ,gunstbezeugungen unzugnglichen berwinder ,octavianus ,augustus im ,triumph in ,rom vorgefhrt zu werden4 ,bevor dieses so viele ,mnner mit ihren ,verfhrungsknsten bestrickende ,weib in den ,tod ging1 lie sie ihre vertrautesten ,dienerinnen von solchen ,schlangen beien1 um zu sehen1 welchen ,effekt der gefhrliche ,bi auf sie haben werde4 ,der ,zedratbaum 7,citrus decumana71 dessen oft fast nur aus ,schale bestehenden1 bis #f kg schweren ,frchte eines saftigen ,fruchtfleisches in der ,regel entbehren1 ist ein #c-e m hoher ,baum mit stumpfen1 dunkelgrnen ,blttern1 die an breitgeflgeltem ,stiele sitzen1 und weien1 wohlriechenden ,blten4 ,seine ,heimat ist hchstwahrscheinlich im malaiischen ,archipel zu suchen1 wo er heute noch in zahlreichen ,spielarten1 auch solchen mit saftigem1 suerlichsem bis sem ,fruchtfleisch kultiviert wird4 ,schon frh kam er nach ,indien1 ,hinterindien und ,china1 in welch letzterem ,lande er schon zu ,beginn des letzten vorchristlichen ,jahrtausends unter dem ,namen yu gepflanzt wurde4 ,von ,indien aus gelangte er nach der ,mitte des letzten vorchristlichen ,jahrtausends nach ,medien und ,persien1 wo ihn die ,griechen auf dem berhmten ,zuge ,alexanders des ,groen ins ,innere ,asiens von #ccd bis #cbd v4 ,chr41 der ihnen berhaupt eine ,flle neuer ,naturprodukte aus dem ,pflanzenreiche vermittelte1 kennen lernten4 ,der pflanzenkundige ,theophrastos 7#cij-bhf v4 ,chr471 nach ,alexander selbst ,schler des groen ,aristoteles1 beschreibt diesen ,baum1 den er jedenfalls nur von der ,beschreibung der ,teilnehmer am ,alexanderzuge kannte und nicht selbst sah1 in seiner ,pflanzengeschichte folgendermaen3 ,medien und ,persien erzeugt unter anderen eigentmlichen ,gewchsen auch den medischen oder persischen ,apfel 7mlon74 ,das ,blatt dieses ,baumes sieht fast genau so aus wie das der ,andrchl 7,arbutus andrachne71 auch hat der ,baum ,dornen wie der ,birnbaum 7pios7 und der ,weidorn 7oxykanthos72 sie sind glatt1 sehr spitzig und stark4 ,der ,apfel wird nicht gegessen1 allein er hat1 so wie auch das ,blatt des ,baumes1 einen sehr angenehmen ,geruch2 und der ,apfel schtzt ,kleider1 zwischen die er gelegt wird1 vor ,motten4 ,auch dient er als ,arznei4 ,der ,baum1 der am besten auf lockerem1 feuchtem ,erdreich gedeiht1 hat das ganze ,jahr hindurch ,frchte4 ,whrend man reife abnimmt1 sind auch unreife und ,blten daran vorhanden48 ,von den ,griechen erhielten die ,rmer die ,kenntnisse vom medischen ,apfel4 ,der rmische ,dichter ,vergil 7#gj-ai v4 ,chr47 nennt ihn in ,italien zuerst als goldenen8 oder ,glcksapfel84 ,er sagt von ihm in seiner ,georgica3 ,in ,medien wchst der ,glcksapfel 7felix malum71 dessen ,saft den jmmerlichen1 lang anhaltenden ,geschmack hat1 aber ein herrliches ,mittel gegen verschlucktes ,gift ist4 ,der ,baum selbst hat eine gewaltige ,gre1 sieht dem ,lorbeer sehr hnlich1 riecht aber ganz anders4 ,die ,bltter werden von keinem ,winde abgerissen2 auch die ,blte trotzt dem ,sturm4 ,der ,meder nimmt sie in den ,mund1 um dem ,atem ,wohlgeruch zu geben1 und ,greise strken mit ihr die schwach werdende ,brust48 ,man glaubte1 wie verschiedene griechische ,schriftsteller der rmischen ,kaiserzeit berichten1 in ihnen die pfel der ,hesperiden vor sich zu haben4 ,es waren dies der ,sage nach die ,tchter des ,atlas und der ,hesperis1 die mit dem ,drachen ,ladon die goldenen pfel8 der ,hera im ,garten der ,gtter im uersten ,westen des ,okeanos bewachten1 die dann der berhmte ,heros ,herakles auf ,gehei des delphischen ,gottes ,apollon im ,dienste des ,knigs ,eurystheus von ,myken holte4 ,der gelehrte ltere ,plinius 7#bc-gi n4 ,chr47 schreibt in seiner ,naturgeschichte ber ihn3 ,aus dem ,ausland stammt der medische ,apfelbaum1 den man auch cedrus nennt2 er trgt ,frchte1 die man gegen ,gifte braucht4 ,als ,speise geniet man sie nicht1 aber sie riechen vortrefflich1 und auch die dem ,erdbeerbaum 7unedo7 gleichenden ,bltter1 zwischen denen ,dornen stehen1 riechen4 ,dieser ,geruch teilt sich ,kleidern1 zwischen welche man die ,frchte legt1 mit und schtzt gegen ,mottenfra4 ,der ,baum hat jederzeit ,frchte1 reife und unreife zugleich4 ,man hat diese ,bume1 weil sie so ausgezeichnete ,arznei liefern1 in irdene ,tpfe1 welche ,luftlcher haben1 gepflanzt und sie in andere ,lnder zu versetzen gesucht2 denn jung gedeihen sie bis jetzt nur in ,medien und ,persien48 ,an einer anderen ,stelle nennt er die ,frucht ,citrusapfel 7malum citreum7 und den ,baum citrea1 spricht auch von ,citrusl 7oleum citreum71 das von den ,vornehmen bereits als ,parfm gebraucht wurde4 ,sein ,zeitgenosse1 der aus ,anazarbos in ,kilikien gebrtige1 um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 in ,rom praktizierende griechische ,arzt ,dioskurides schreibt in seinem ,buche ber ,arzneiwissenschaft3 ,allgemein bekannt ist der medische oder persische ,apfel1 auch kedrmlon1 von den ,rmern ktrion 7 citreum7 genannt4 ,der ,baum hat das ganze ,jahr hindurch ,frchte1 und diese sind lnglich1 runzlig1 goldfarbig und haben einen starken1 aber angenehmen ,geruch4 ,die ,samen sind denen der ,birne hnlich4 ,man legt die ,frchte in ,wein und braucht dann diesen gegen ,gifte4 ,auch kocht man sie1 und splt sich mit der ,abkochung den ,mund aus1 um ihn wohlriechend zu machen4 ,legt man die ,frchte in ,kleiderkisten1 so sollen keine ,motten hineinkommen48 ,und der im ,jahre #aca n4 ,chr4 in ,pergamon geborene und um #bjj in ,rom verstorbene griechische ,arzt ,galenos sagt3 ,der auch ktrion genannte medische ,apfel besteht aus drei ,teilen3 dem sauren1 der in der ,mitte liegt1 dem fleischigen1 der den sauren umgibt1 und der wohlriechenden1 gewrzhaften ,schale4 ,wird letztere in ,menge genossen1 so ist sie schwer zu verdauen2 kleingerieben und in geringer ,menge strkt sie dagegen die ,verdauung4 ,das saure1 nicht ebare ,mittelstck legt man in ,essig1 um diesen zu verstrken4 ,die fleischige ,masse1 die weder sauer noch scharf ist1 wird mit ,essig und ,fischsauce 7garum7 gegessen48 ,der bereits erwhnte ,athenaios 7um #bjj n4 ,chr47 sagt3 ,aus den ,komikern ersieht man1 da der ,kedrosapfelbaum aus ,asien nach ,griechenland versetzt wurde8 und an anderer ,stelle3 ,zur ,zeit des ,theophrast und bis auf die ,zeit unserer ,grovter hat kein ,mensch ,kedrospfel gegessen2 sie wurden dagegen in ,kleiderschrnke gelegt48 ,zu seiner ,zeit wurde der1 wie ,plinius meldet1 in ,kbel aus gebranntem ,ton in ,medien gepflanzte ,zedratbaum wie zur ,zeit ,ludwigs ,,xiv4 und seiner ,nachahmer die ,orangenbume zur ,zierde der ,villen vornehmer ,rmer in deren ,alleen aufgestellt4 ,bald lernte man ihn aber auch im ,lande selbst ziehen4 ,so beschreibt uns der ,grieche ,florentinus ums ,jahr #bah n4 ,chr4 die ,kultur der von ihm ktria genannten ,bume ganz in der ,art der heute noch in ,italien betriebenen ,agrumen1 und fgt hinzu1 da reiche ,leute sie auch in freiem ,lande an nach ,sden gerichteten ,wnden pflanzen und sie im ,winter zudecken1 da sie vom ,froste leicht eingehen4 ,die ,frchte werden schwarz1 wenn man ,reiser des ktrion-,baumes auf ,apfelbume1 rot dagegen1 wenn man sie auf 7schwarze7 ,maulbeerbume pfropft2 auch lassen sie sich auf ,granatbume pfropfen48 ,fast zweihundert ,jahre spter gibt uns der noch im ,mittelalter viel gelesene rmische ,ackerbauschriftsteller ,palladius ums ,jahr #chj n4 ,chr4 ausfhrliche ,kunde ber die ,kultur des ,zedratbaums1 dessen ,frchte teilweise schon einen sen ,saft in ihrem inneren ,fruchtfleisch entwickelt hatten4 ,er schreibt3 ,im ,monat ,mrz nimmt man die ,vermehrung des ,citrusbaums 7citri arboris7 vor1 und zwar auf vier verschiedene ,arten1 nmlich durch ,samen1 ste1 ,stecklinge und ,keulen4 7,hier folgen die nheren ,angaben ber das ,vorgehen dabei1 die uns nicht interessieren47 ,man pfropft ihn auch an warmen ,stellen im ,april1 an kalten im ,mai nicht in die ,rinde1 sondern in den ,stamm selbst1 den man ber der ,wurzel spaltet4 ,man kann auch ,zedratreiser1 wie einige behaupten1 auf ,birn- und ,maulbeerbume pfropfen1 aber man mu dann das ,propfreis dadurch schtzen1 da man ein ,krbchen oder ,tpfchen darber stlpt4 ,der ,citrusbaum liebt einen lockeren ,boden1 ein warmes ,klima und fortwhrende ,nsse4 ,am liebsten steht er an warmen1 bewsserten1 dem ,meere nahe gelegenen ,stellen4 ,will man's aber erzwingen1 da er in einem kalten ,klima wachsen soll1 so mu er von ,winden geschtzt und auf der ,sdseite stehen1 mu auch den ,winter ber eine ,umhllung von ,stroh bekommen4 ,man glaubt1 da er auch besser gedeiht1 wenn in seiner ,nhe ,flaschenkrbisse 7cucurbita7 gepflanzt werden1 deren ,sprosse man auch verbrennt1 um eine dem ,citrusbaum frderliche ,asche zu bekommen4 ,um grere ,frchte zu erzielen1 grbt man die ,erde um den ,baum fleiig um4 ,man darf aber an ihm1 auer drren sten1 fast nie etwas abschneiden4 ,martialis sagt1 der ,citrusbaum habe in ,assyrien immerfort ,frchte2 dieselbe ,erfahrung habe ich in meinen in ,sardinien und bei ,neapel gelegenen ,gtern gemacht4 ,dort sind ,boden und ,luft lau und gengend feucht4 ,an den auf diesen ,gtern stehenden ,bumen hngen immer unreife ,frchte1 wenn reife abgenommen werden1 und ,blten1 whrend die unreifen ,frchte wachsen4 ,man sagt1 das ,mark der ,citrusfrucht werde s1 wenn man die zu pflanzenden ,kerne drei ,tage lang in ,honigwasser oder in ,schafsmilch1 was noch besser ist1 aufweicht4 ,manche bohren im ,monat ,februar unten in den ,stamm ein schiefes ,loch1 das aber auf der andern ,seite nicht herauskommen darf4 ,aus diesem lassen sie ,saft flieen1 bis die ,frchte sich bilden1 dann fllen sie das ,loch mit ,lehm aus und behaupten1 durch dieses ,verfahren werde die ,mitte der ,citrusfrucht s4 -- ,die reife ,frucht hlt sich am ,baume hngend fast das ganze ,jahr1 und jedenfalls besser1 als wenn man sie in ,gefe legt4 ,will man sie pflcken und nachher lngere ,zeit aufbewahren1 so nimmt man sie in einer mondlosen ,nacht in der ,weise ab1 da noch ein beblttertes ,zweigstck bleibt1 und legt jede so1 da sie die andern nicht berhrt4 ,manche ,leute legen auch jede ,citrusfrucht einzeln in ein besonderes ,gef1 verstreichen den ,deckel mit ,gips und stellen die ,gefe an einen schattigen ,ort4 ,die meisten aber heben sie in ,zederspnen 7besonders ,spnen von ,wacholder und ,lebensbumen7 oder in ,hckerling oder ,spreu auf48 ,was fr ,knsteleien die von den reichen ,rmern als ,grtner in ihren ,landhusern mit ,vorliebe gehaltenen syrischen ,sklaven1 die sich mit der ,pflege dieser empfindlichen ,importbume abgaben1 gelegentlich an solchen ,frchten vornahmen1 darber berichtet uns ,julius ,africanus1 ein zur ,zeit des ,kaisers ,alexander ,severus 7#bbb-bce n4 ,chr47 lebender ,christ1 der sagt3 ,um zu bewirken1 da eine ,citrusfrucht1 ein ,apfel1 eine ,birne1 ein ,granatapfel usw4 die ,gestalt eines ,tieres oder sonst eines beliebigen ,gegenstandes annehme1 so umschliet man sie1 wenn sie die ,hlfte ihres ,wachstums erreicht haben1 mit einer entsprechenden1 aus ,gips oder ,lehm geformten1 in zwei ,hlften geschnittenen1 getrockneten und in letzterem ,falle im ,tpferofen gebrannten ,form48 ,in den ,wirren der ,vlkerwanderung ging dieser nutzlose ,luxusbaum der ,rmer1 mit dem die germanischen ,stmme nichts anzufangen wuten1 in ,italien unter1 wurde aber im spteren ,mittelalter wieder aus dem ,orient hier eingefhrt4 ,heute wird er wieder ziemlich viel unter dem ,namen cedro in ,italien kultiviert1 um aus dem ,wertvollsten an den ,frchten1 der dicken1 wrzigen ,schale1 durch ,einkochen in ,zucker das ,zitronat zu gewinnen1 das einen fr die ,konditoreien begehrten ,handelsartikel bildet4 ,auch ein fr die ,parfmerien verwendbares therisches l lt sich daraus gewinnen4 ,noch mehr als in ,italien wird aber der ,zedratbaum im westlichen ,mittelmeergebiet und auf den ,azoren angepflanzt1 obschon man neuerdings die ,schalen einiger fruchtbarerer ,spielarten der ,zitrone1 oder besser gesagt ,limone1 vielfach zur ,herstellung von ,zitronat verwendet4 ,diese ,zedrat-,zitronen1 die eigentlich allein den ,namen ,zitronen verdienen und tatschlich auch bei den meisten ,vlkern diesen ,namen fhren -- nur die ,deutschen und ,franzosen nennen die ,limonen ,zitronen -- variieren auerordentlich in ihrer ,form und viele ,abnderungen sind durch ,pfropfen und ,veredeln fixiert worden4 ,so bekommt man neben stark in die ,lnge gezogenen auch fast runde ,zedraten zu sehen4 ,manche ,sorten erreichen eine gewaltige ,gre und ein ,gewicht von bis #aj kg4 ,eine solche besonders groe1 rundliche1 durch stark hckerige ,schale und feinen ,wohlgeruch ausgezeichnete ,zedrate mit sehr saurem ,fruchtfleisch wird als ,adams- oder ,paradiesapfel bezeichnet1 weil sie im ,mittelalter allgemein von ,juden und ,christen fr die verbotene ,frucht des ,paradieses gehalten wurde4 ,ganz abgesehen davon1 da sich ,adam1 wenn wir seine ,existenz zugeben1 sehr wohl gehtet haben wrde1 in eine solche saure1 unschmackhafte ,frucht zu beien1 da er wohl bessere im ,garten ,eden zur ,verfgung hatte1 wissen wir heute bestimmt1 da der hebrische ,mythus unter dem ,baum der ,erkenntnis des ,guten und ,bsen zweifellos die ,dattelpalme verstand1 die einer der ltesten ,fruchtbume ,babyloniens war1 wo die ,juden1 von den babylonischen ,semiten beeinflut1 ihre ,schpfungssagen ausbildeten4 ,und weil die auf fabelhafte ,fruchtbarkeit des ,paradieses hinweisende grofrchtige ,zedrate heute noch neben dem ,palmblatt und allerlei ,zweigen beim ,laubhttenfest -- ursprnglich einem ,erntefest -- der ,juden ,verwendung findet1 wird sie vielfach aus ,korfu1 ,palstina und ,marokko1 wo sie die ,araber mit ,vorliebe anpflanzen1 bei uns eingefhrt und kann bei vorgeschriebener ,form einen sehr hohen ,geldwert erlangen4 ,die lithauische ,jdin ,pauline ,wengeroff schreibt im #a4 ,band ihrer ,memoiren einer ,gromutter -- ,bilder aus der ,kulturgeschichte der ,juden ,rulands im #ai4 ,jahrhundert8 ber diese von ihr als ,erog bezeichnete ,frucht bei der ,beschreibung des ,vershnungstages1 des am #aj4 des ,monats ,tischri 7,september oder ,oktober7 gefeierten ,fest- und ,fasttages der ,juden3 ,mein ,vater ging gleich von der ,synagoge fort1 um einen ,erog 7zitronenhnliche ,frucht7 und einen ,lulow 7,palmenblatt7 zu kaufen2 und frohgelaunt kehrte er heim1 wenn es ihm gelang1 einen vllig fehlerfreien ,erog -- einen sogenannten ,mibuder#8 -- zu finden4 ,ein solches ,stck kostete im ,jahre #ahch #e-f ,rubel1 da zu jener ,zeit der ,transport der ,frchte aus ,palstina1 wo sie nur in geringer ,zahl wuchsen1 mit viel ,schwierigkeiten und ,gefahren verbunden war4 ,nichtsdestoweniger erhielt jeder der jungen ,mnner unseres ,hauses je einen ,erog fr sich4 ,eine jede dieser wohlriechenden1 prchtigen ,frchte wurde sorgfltig in weichen ,hanf gebettet und in einem ,silbergef aufbewahrt4 ,diese ,frchte werden im ,verlaufe der acht ,feiertage des ,laubhttenfestes 7,sukkoth7 beim ,morgengebet bentzt4 ,die ,palmenbltter1 ,myrten und ,weidenzweige1 die der ,vorschrift gem dazu gehren1 standen in einem groen1 mit ,wasser gefllten irdenen ,krug4 ,und im ,hause wurde es wieder hell und heiter4 ,man a1 trank1 lachte1 plauderte nach ,herzenslust48 ,manche andere ,spielarten dieser groen ,zedrate werden auch nur gezchtet1 um ihre riesigen ,frchte zur ,schau zu stellen1 wozu sie sich schon deshalb besonders eignen1 weil sie sich lnger halten als alle brigen ,frchte der ,gattung ,citrus4 ,eine chinesische1 den ,europern brigens wegen des faserigen ,fleisches wenig mundende ,variett bildet in ihrer ,heimat einen ,leckerbissen1 den die ,chinesen selbst in fremden ,lndern nicht missen mgen1 weshalb diese ,frchte berallhin1 wo jene sich niederlassen1 nach ,kalifornien1 ,hawai usw4 exportiert werden4 ,die ,chinesen schlen die innere1 weie1 widerlich bitter schmeckende ,schale mit grter ,sorgfalt ab1 um zum rtlichen1 slich-sauren ,fruchtfleisch zu gelangen1 das sie nicht nur roh1 sondern auch in ,form von ,mus und ,gelee essen4 ,aus dem ,saft bereiten sie ein erfrischendes ,getrnk und die ,schalen kandieren sie1 hnlich wie wir dies mit den ,pomeranzenschalen tun4 brigens gibt es einige ,spielarten1 die auch dem ,europer sehr wohl schmecken2 vor allem gilt dies von der ,pompelmuse von ,batavia1 einer wirklich kstlichen ,frucht1 die in ,indonesien hufig gezogen wird4 ,der ,baum1 der die leuchtend gelben ,zitronen zeitigt1 die die ,italiener und ,englnder mit ,recht mit ihrem geschichtlichen ,namen als ,limonen bezeichnen1 war den ,mittelmeervlkern des ,altertums durchaus unbekannt1 bis ihn die ,araber im ,laufe des #aj4 ,jahrhunderts in ,palstina und gypten1 sowie in ganz ,nordafrika ansiedelten4 ,im #aa4 ,jahrhundert wurde er durch sie in ,spanien1 bald darauf auch in dem von ihnen eroberten ,sizilien angepflanzt1 wo der ,italiener ,falcando im ,jahre #abfj besonders um ,palermo herum diesen bevorzugten ,schtzling der ,araber in ,menge kultiviert fand4 ,denn dieses ,volk1 dem der ,koran den ,genu alkoholhaltiger ,getrnke verbot1 suchte sich am sauren1 angenehm erfrischenden und den ,durst lschenden ,safte der von ihnen als limn bezeichneten ,zitronen1 den sie mit gezuckertem ,wasser vermischt als bevorzugtes ,getrnk vor der ,einfhrung des ,kaffees tranken1 schadlos zu halten4 ,sie selbst hatten die ,frucht eben als limn von den ,persern erhalten1 die wiederum sie aus ,indien unter dem dort gebruchlichen ,namen limu entlehnt hatten4 ,von den ,arabern lernten die ,italiener die ,frucht als limone und den daraus bereiteten beliebten ,trank als limonata kennen1 woraus wir ,deutsche unsere ,limonade bildeten4 ,kreuzfahrer und ,handelsleute der italienischen ,seestdte1 vorzugsweise ,venedig1 ,pisa und ,genua1 brachten die ,limone zuerst nach ,europa1 wo sie nrdlich der ,alpen nicht unter dieser jngeren ,bezeichnung1 sondern der lteren1 die auf der ,bekanntschaft mit dem ,zedrat-,citrus fute1 bekannt wurde4 ,auch hier lernte man1 als dann die ,frucht hufiger aus ,italien dahin kam1 wie im ,orient den sauren ,saft derselben und die aromatisch duftende1 an wohlriechendem therischen l reiche ,schale als angenehme ,beigabe zu vielen ,speisen schtzen und sie auch in ,verbindung mit dem zu gleicher ,zeit bekannt werdenden ,zucker zu ,limonaden und ,bowlen verwenden4 ,auch als ,medikament fand sie weithin ,verbreitung2 ist doch ihr saurer ,saft stark fulnishemmend und demnach sehr gnstig bei allen ,leiden1 die mit ,darmfulnis zusammenhngen1 wie ihr saurer ,saft die beim ,fieber erhhte ,alkalescenz des ,blutes herabsetzt4 ,die ,heimat des ,zitronenbaumes 7,citrus medica var4 limonum7 ist das stliche ,sdasien von den mittleren ,tlern am ,sdfue des ,himalaja ber ,nordbirma nach dem sdlichen ,china und ,cochinchina4 ,noch heute wird er von ,gurwal bis ,sikkim1 in den ,kasia- und ,garrobergen wild wachsend in oft greren ,bestnden gefunden4 ,zur weit grere und edlere ,frchte zeitigenden ,kulturpflanze wurde er wohl in ,cochinchina erhoben1 von wo er allmhlich nach ,china und ,japan verpflanzt wurde4 ber ,indien gelangte er etwa im #h4 ,jahrhundert n4 ,chr4 nach ,persien in den ,machtbereich der ,araber1 die ihn dort kennen lernten und allmhlich in dem ganzen von ihnen eroberten ,gebiete ansiedelten4 ,von ihnen lernten die ,kreuzfahrer den ,baum und dessen ,frchte in ,syrien und ,palstina kennen4 ,von solchen aus dem ,morgenlande heimkehrenden ,kreuzfahrern ist er gegen das ,ende des #aa4 ,jahrhunderts an der ,riviera angesiedelt worden4 ,aber einen greren ,aufschwung nahm dessen ,kultur erst vom #ad4 ,jahrhundert an1 bis sie im #ag4 ,jahrhundert durch das ,populrwerden der ,limonade in ,europa erst volle ,bedeutung erlangte4 ,ums ,jahr #afee1 da der #afjb in ,pescina in den ,abruzzen 7,sditalien7 geborene ,kardinal ,jules ,mazarin 7eigentlich ,mazarini1 gestorben #affa7 das ,staatsruder ,frankreichs fhrte1 traten in ,paris1 wie zuvor in ,italien1 die ersten ,limonadiers auf1 um dort1 wie bald hernach in den brigen greren ,stdten ,europas eine hnliche ,rolle wie die sie darin spter ablsenden ,cafetiers zu spielen4 ,der ,zitronenbaum ist ein strauchartiger kleiner ,baum1 der selten ber #e m ,hhe hinausgeht1 sehr empfindlich ist und schattige ,standorte bevorzugt4 ,an sonnigen ,standorten wchst er nur1 wenn er sehr viel ,wasser zur ,verfgung hat4 ,sein glattberindeter1 aus einem sehr feinen1 gelben ,holze bestehender ,stamm trgt eine lichte ,krone glnzend grner1 kahler ,bltter1 die im ,gegensatz zu denjenigen des ,zedrat- und ,orangenbaums einen ungeflgelten ,blattstiel besitzen4 ,die weien1 auen etwas rtlich angelaufenen ,blten duften sehr stark und sind wohlriechender1 aber nicht so haftend als die ganz weien der ,orange4 ,die uns allen von ,jugend auf genugsam bekannten eifrmigen gelben ,frchte mit saftigem1 saurem ,fruchtfleisch werden zum ,export noch grn gepflckt1 in einem ,fermentierhaus8 #b-c ,wochen lang bei einer ,temperatur von etwa #ej ,c4 nachreifen gelassen1 wobei die ,schale dnn und gelb wird1 und dann noch lngere ,zeit bei niedriger ,temperatur gehalten1 wonach sie sehr lange haltbar sind4 ,aus den minder schnen und guten ,frchten wird an deren ,produktionsort der in ,kche und ,haushaltung1 weil gesunder als ,weinessig1 immer hufiger ,anwendung findende ,zitronensaft gepret1 der sich im ,fruchtfleisch in strahlenmig angeordneten1 wasserhellen kleinen ,beutelchen befindet1 whrend aus den ,schalen das angenehm duftende ,zitronen- oder ,limonenl gewonnen wird1 indem durch einen ,nadelapparat die es umschlieenden lbehlter angestochen werden4 ,aus den ,schalen der unreifen ,zitronen dagegen stellt man das ,petitgrainl her4 ,diese ,substanzen kommen wie die ,zitrone selbst in bedeutenden ,mengen in den ,handel1 so da sie eine sehr wichtige ,einnahmequelle der ,zitronenkultur treibenden ,einwohner ,sdeuropas bilden4 ,die wichtigsten ,produktionsorte fr ,europa sind auer dem ,dorado hierfr1 ,sizilien1 das allein jhrlich ber eine ,milliarde dieser ,frchte exportiert1 die ,riviera di ,ponente westlich von ,genua1 dann ,spanien1 ,portugal und ,nordafrika4 ,dieselbe ,rolle spielen fr das ,gebiet der ,vereinigten ,staaten ,florida und ,kalifornien1 die heute immense ,zitronenkulturen in ,plantagenbetrieb aufweisen4 ,man macht heute ausgedehnten ,gebrauch vom sauren ,safte der ,zitronen1 der schon im ,kruterbuch des kurfrstlich pflzischen ,leibarztes ,tabernmontanus nicht blo als wider die innerliche ,faulung und das ,gifft sehr gut und krftig8 gepriesen1 sondern auch gegen alle ,traurigkeit und ,schwermthigkeit des ,hertzens und die ,melancholey8 angelegentlich empfohlen wird4 ,nach ihm widerstehe die ,schale der ,frucht wie die ,rinde dem ,gift1 daher solle man sie zur ,zeit der ,pest im ,munde halten1 auch einen ,rauch damit machen84 ,jedenfalls wirkt der ,zitronensaft1 wie bereits bemerkt1 antiseptisch1 d4 h4 die ,fulnis im ,magen-,darmkanal herabsetzend und bei ,mundfule heilend4 ,daher ist er in ,verbindung mit dem ,genusse frischer ,gemse das wirksamste ,vorbeugungs- und ,bekmpfungsmittel des ,skorbuts oder ,scharbocks1 der vormals den ,seefahrern zur ,zeit der ,segelschiffe auf ihren lange whrenden ,meeresfahrten gewaltig zusetzte und bis zur ,gegenwart der grte ,feind der ,polarfahrer war4 ,bei allen ,marinen der ,erde besteht die ,vorschrift1 der ,mannschaft bei lngerer ,seefahrt ,zitronen zum ,genusse von deren ,saft zu verabreichen1 weshalb wir diese sdasiatische ,frucht im eisernen ,bestand aller ,schiffsvorrte finden4 ,auch die ,symbolik hat sich mannigfach der ,zitrone bemchtigt4 ,das ,aromatische1 ,erquickende und ,belebende dieser ,frucht hat sie vielfach auch zum ,sinnbild des ,lebens1 zum ,abzeichen des ,schutzes gegen alle dem ,leben feindlichen ,einflsse berhaupt gemacht4 ,daher schtzt auch die ,zitrone nach altem ,glauben1 wie die etwas minder saure ,zedrate1 nicht blo gegen ,gift1 sondern auch vor ,verzauberung und allen schdlichen ,einwirkungen der ,geisterwelt auf ,menschen und ,tiere4 ,daher rhrt ihre mannigfache ,verwendung als ,gegenzauber beim gemeinen ,volke im ,sden her und die damit zusammenhngende ,sitte1 da die ,leichentrger bei ,begrbnissen eine ,zitrone in der ,hand halten1 wie auch einst die den ,scheiterhaufen besteigenden indischen ,witwen diese ,frucht als ,abwehr der finsteren ,mchte mit sich auf ihrem ,todesgange trugen4 ,diese frchterliche ,sitte der ,witwenverbrennung ist jetzt glcklicherweise durch ein streng von den ,englndern gehandhabtes ,gesetz verboten4 ,sie war brigens der ,ausflu der absurden ,lehre vom ,karma1 die ihrerseits eine ,folge der ,wiederverkrperungslehre ist4 ,nach ihr ist eine jede ,witwe schuld an dem ,tode ihres ,gatten durch eine schwere ,snde1 die sie in einem frheren ,leben begangen hat4 ,deshalb wird1 selbst wenn sie ein ,kind sein sollte1 das noch gar nicht mit dem ihr einst von den ,eltern angetrauten ,manne zusammengelebt hat1 jede ,witwe in ,indien von den ,angehrigen1 die ber den von ihr verursachten ,todesfall in der ,familie aufs uerste erzrnt sind1 ihres ,schmuckes beraubt1 mu zeit ihres ,lebens in ,trauergewandung gehen1 wird verachtet und oft genug mihandelt4 ,man gnnt ihr kein freundliches ,wort mehr und ,wiederverheiratung ist vollstndig ausgeschlossen4 ,unter diesen ,umstnden war es kein ,wunder1 da viele ,witwen den freiwilligen1 ihr als groes ,verdienst angerechneten ,tod durch ,verbrennung mit der ,leiche des ,gatten dem freudlosen1 beraus leidvollen ,leben1 dem sie entgegensahen1 vorzogen4 ,eine ,variett der echten ,limone oder ,zitrone ist die se ,limone oder ,lumie mit sem ,fruchtfleisch1 die hauptschlich als ,zierfrucht und ihres therischen les wegen kultiviert wird4 ,ausschlielich in den ,tropen und nicht mehr im ,mittelmeergebiet wchst die ,limonelle oder ,zitronelle1 ein kleines1 schmchtiges ,bumchen mit zierlichen1 sehr sauren1 meist rundlichen ,frchten1 die eine glatte1 grne1 bei der ,reife gelblich werdende dnne ,schale besitzen4 ,im malaiischen ,archipel und in vielen anderen tropischen ,gegenden ersetzen sie die ,zitronen und werden besonders in ,westindien viel zur ,herstellung von ,limonellensaft im groen kultiviert4 ,fr uns noch viel wichtiger als die ,zitrone1 die mehr in der ,kche ,verwendung findet1 ist die ,orange1 die fr ,mitteleuropa und die nrdlichen ,vereinigten ,staaten bald eine der wichtigsten ,obstarten bildet1 da sie seit den besseren ,eisenbahnverbindungen in solchen ,mengen und zu einem so billigen ,preise eingefhrt wird1 da selbst der rmste sich den ,genu dieser ,frucht um einen geringen ,preis leisten kann4 ,sie ist fr uns um so wertvoller1 da sie gerade im ,winter1 wenn das brige ,obst1 soweit es nicht konserviert zu werden vermag1 selten ist1 geerntet wird und berall zu haben ist4 ,diese se ,variett der ,orange bezeichnet man gewhnlich als ,apfelsine1 die bittere dagegen1 die nicht zu uns kommt1 ,pomeranze4 ,die zunchst nur fr die viel frher als die se bei uns bekannt gewordene bittere ,abart aufgekommene ,bezeichnung ,orange1 die nach der charakteristischen ziegelroten ,frbung der ,frchte dann auch eine ,farbenbezeichnung wurde1 ist auf das ,sanskritwort nagrunga zurckzufhren1 mit dem die alten ,inder diese rotschimmernde ,frucht bezeichneten4 ,von ihnen erhielten die ,perser den ,baum mit dem indischen ,namen narungschi und gaben ihn an die ,araber weiter1 die daraus das ,wort naranschi bildeten4 ,daraus formten die ,byzantiner nerantzi1 die ,italiener naranci und spter mit abgeschliffenem n aranci1 arangi und endlich die ,franzosen orange4 ,aus dem italienischen aranci bildete das mittelalterliche ,latein das ,wort aurantium mit ,bezugnahme auf den hineinspielenden ,begriff aurum1 ,gold1 wegen der wie ,gold gleienden ,frchte4 ,die botanischen ,schriftsteller des #af4 und #ag4 ,jahrhunderts bezeichneten die ,frchte als poma aurantia1 woraus das deutsche ,pomeranze und das polnische pomarancza hervorging4 ,die chinesische ,abstammung der verlockend gefrbten sen ,abart gibt sich sehr deutlich in dem deutschen ,worte ,apfelsine zu erkennen1 was ,apfel von ,sina1 d4 h4 ,china bedeutet4 ,und in der ,tat gelangte die se ,orange erst im ,jahre #aedh aus ,sdchina durch die ,vermittlung der ,portugiesen nach ,portugal und von da nach ,spanien und in die brigen ,mittelmeerlnder4 ,noch weist die italienische ,bezeichnung derselben portogallo deutlich auf diese ihre ,herkunft ber ,portugal hin4 ,da die ,portugiesen die ,vermittler dieser und anderer chinesischer ,fruchtbume waren1 hngt ganz einfach damit zusammen1 da sie eben zuerst jenes ,land betraten und sich in einen ,tauschhandel mit den ,bewohnern einlieen4 ,das erste europische ,schiff1 das in ,china1 und zwar im ,jahre #aeag landete1 war ein portugiesisches und die ,portugiesen waren es1 die bereits #aeeg die erste ,niederlassung von ,europern in ,china grndeten4 ,es ist dies ,macao1 ein befestigter ,ort auf einer ,insel an der ,mndung des ,perlflusses in ,sdchina1 welches der ,hauptstapelplatz des ,handels mit ,china war1 bis vor kaum mehr als #ej ,jahren die englische ,niederlassung ,hongkong es dann weit berflgelte4 ,wie der ,apfelsinenbaum sich von ,portugal aus an den ,ksten des ,mittelmeeres bis tief nach ,westasien hinein ausbreitete1 um neben dem ,zitronenbaum in warmen1 windgeschtzten ,lagen gepflanzt zu werden1 da die ,frucht bald allgemeinen ,beifall fand1 so brachten ihn ,portugiesen und ,spanier in der zweiten ,hlfte des #af4 ,jahrhunderts auch nach ,amerika1 wo er in den tropischen und subtropischen ,gegenden wunderbar gedieh und mit der ,zeit berallhin in der ,neuen ,welt verbreitet wurde4 ,die ursprngliche ,heimat des ,orangenbaums 7,citrus aurantium s4 vulgaris71 ist das ,gebirgsland sdlich vom ,himalaja ber ,birma nach ,sdchina und ,cochinchina1 also dieselben ,gegenden1 die wir als die ,heimat des ,zitronenbaumes angefhrt haben4 ,wie der ,zitronenbaum wurde er wohl in ,sdchina zuerst in ,kultur genommen und veredelt4 ,er bildet stattlichere ,bume als jener1 aber seine ,bltter haben an den ,blattstielen herzfrmige ,flgel und seine rein weien ,blten duften weniger angenehm als diejenigen des ,zitronenbaums4 ,wie der ,zitronenbaum die mannigfaltigsten1 in bezug auf ,gestalt1 ,farbe1 ,gre und ,geschmack der ,frchte abweichenden ,kultursorten hervorgebracht hat1 ja1 in der ,limetta1 die besonders an der ostafrikanischen ,kste vielfach angepflanzt wird1 eine sfrchtige ,art besitzt1 so hat sich auch der ,orangenbaum in zahllose samenbestndige ,kulturvarietten aufgelst1 von denen wir hier nur die se1 die wir in allen ,fruchtlden zu ,gesicht bekommen1 und die bittere besprechen wollen4 ,die se ,abart 7,citrus aurantium chinense s4 dulcis7 besitzt schwach blagrne1 wenig aromatische ,bltter4 ,die kugelige ,frucht ist orangefarbig1 selten gelb und enthlt unter einer meist dnnen ,schale ein schwach suerliches1 wohlschmeckendes1 in den hochkultivierten ,sorten bereits kernlos gewordenes ,fruchtfleisch4 ,der ,baum ist wie die anderen ,citrusarten empfindlich gegen kalte ,winde1 deshalb zieht man ihn wie den ,zitronenbaum1 mit dem er dieselben ,gegenden als fr den ,anbau geeignet teilt1 soweit er solchen ,winden ausgesetzt ist1 in ,reihen1 die durch dichte ,hecken eng nebeneinander gepflanzter ,zypressen geschtzt werden4 ,diese hohen ,zypressenhecken fallen einem jeden auf1 der durch die ,provence oder ,algier reist4 ,von ,genua bis ,marseille findet man ihn an den geschtzten ,lagen angepflanzt1 dann besonders in ,sizilien1 ,spanien1 ,portugal1 ,nordafrika2 in ,nordamerika besitzen besonders ,kalifornien und ,florida gewaltige ,orangengrten4 ,erst in ,sizilien und von da weiter sdlich erreicht er die ,gre unseres ,apfelbaums und liefert dann1 gut gehalten1 #fjj-hjj ,frchte jhrlich1 whrend ein ausgewachsener ,zitronenbaum bei voller ,kraftentfaltung sogar #ajjj-aajj ,frchte in demselben ,zeitraum liefert4 ,man rechnet nach ,theobald ,fischer in den berhmten ,zitronen- und ,orangengrten in der ,conca d'oro bei ,palermo einen durchschnittlichen jhrlichen ,rohgewinn von #cjjj ,lire vom ,hektar4 ,was das besagen will1 geht daraus hervor1 da die eintrglichsten ,gemse- und ,fruchtgrten bei ,paris es nur zu einem jhrlichen ,rohgewinn von #bejj-bgjj ,franken auf den ,hektar bringen4 ,dies ist allerdings nicht zu vergleichen mit dem ,ertrage der ,sdfrchte in ,kalifornien1 wo der ,morgen1 also etwas mehr als ,hektar bis #djjj ,mark eintrgt und eine #e ,morgen umfassende ,erdbeer- oder ,obstplantage ein ,einkommen von #g-ajjjj ,mark abwirft4 ,allerdings ist der ,geldwert drben bedeutend geringer als bei uns1 so da wir einen entsprechenden ,abzug machen mssen1 um diese ,verhltnisse auf die unsrigen zu bertragen4 ,es gibt eine ,unzahl von ,apfelsinensorten1 von denen aber nur einige wenige zu uns gelangen1 worunter auer der gewhnlichen die immer beliebter werdende ,blutapfelsine 7var4 sanguinea7 mit blutrot gestreiftem oder ganz blutrotem1 sem ,fruchtfleisch1 ebenso die doppelfrchtige ,orange1 bei der jede ,frucht in ihrem oberen ,teile sozusagen noch eine zweite enthlt1 ferner auch die violette ,orange1 deren ,bltter1 ,blten und unreifen ,frchte teilweise violett berhaucht sind und welche1 wie die kleine buchsbaumblttrige ,orange nur als ,zierbaum gezchtet wird4 ,die gleichfalls meist nur als ,zierstrauch dienende myrtenblttrige ,orange besitzt mispelgroe ,frchte1 die zuweilen auch wie die chinesische ,bigaradie eingemacht werden4 ,viel lnger im ,mittelmeergebiet bekannt als die1 wie gesagt1 erst im ,jahre #aedh direkt von ,china nach ,portugal eingewanderte se ,art1 ist die bittere1 die stets im ,mittelalter unter den poma aurantia verstanden war4 ,die ste und ,zweige des ,baumes sind mit ,dornen besetzt1 die ,bltter sind dick1 tief dunkelgrn und riechen sehr aromatisch2 sie bilden die offizinellen ,orangenbltter1 die zur ,herstellung eines wohlschmeckenden ,tees ,verwendung finden4 ,aus ihnen und den jungen ,trieben wird ebenso wie aus den unreifen ,frchten das als essence de petit grain bezeichnete therische l gewonnen4 ,besonders reich an dem ,glykosid ,hesperidin sind die jungen ,frchte1 die ebenfalls als ,aurantia immatura offizinell sind1 d4 h4 in den ,apotheken und ,drogerien gehalten werden4 ,aus den relativ groen1 weien1 an ,wohlgeruch diejenigen des ,apfelsinenbaums bertreffenden ,blten wird in groen ,mengen das ebenfalls fr die ,parfmerie wichtige ,nafa- oder ,nerolil -- auch ,orangenl genannt --1 ebenso das ,orangenwasser gewonnen4 ,die kugeligen1 tief orangeroten ,frchte enthalten ein bittersaures ,fruchtfleisch1 dessen ,saft wie derjenige der ,zitrone zur ,herstellung von ,limonade dient1 besonders aber zur ,bereitung der berhmten ,orangenmarmelade benutzt wird4 ,zu diesem ,zwecke werden jhrlich viele ,schiffsladungen ,sevillaorangen nach der schottischen ,stadt ,dundee1 wo dieses ,genumittel hauptschlich bereitet wird1 importiert4 ,die sehr dicke1 rauhe ,schale von tiefer ,orangefarbe kommt als kandierte ,pomeranzen- oder bittere ,orangenschale oder auch einfach getrocknet in den ,handel4 ,sie ist die offizinelle ,pomeranzenschale und enthlt bis zu #b1d ,prozent das angenehm riechende1 aber bittere ,bigaradiel4 ,sie wird vorzugsweise zur ,bereitung von ,likren 7,pomeranzenlikren1 ,curaao1 ,kurfrstlichem ,magenbitter aus ,danzig usw471 zur ,wrze von ,weinen 7,bischofessenz7 und allerlei ,konfitren benutzt4 ,da der ,stamm des bitterfrchtigen ,orangenbaums sich als besonders widerstandsfhig erwiesen hat1 so benutzt man ihn auch hufig als ,unterlage1 um auf ihn andere1 weniger widerstandsfhige ,citrusarten aufzupfropfen4 ,eine ,variett des ,pomeranzenbaums ist die chinesische ,bitterorange oder ,bigaradie1 die kleiner als die ,sevillaorange und fast kugelrund ist und hufig in ,sirup eingemacht wird1 zumal in ,frankreich1 wo sie als bigaradier chinois in allen ,delikatessenhandlungen der ,grostdte zu finden ist4 ,aus seiner sdostasiatischen frhesten ,kultur gelangte der bittere ,pomeranzenbaum sowohl nach ,hinterindien und den ,sundainseln1 als ber ,indien nach ,persien4 ,seit dem ,ende des #i4 christlichen ,jahrhunderts ist er in ,arabien nachweisbar4 ,die ,araber verbreiteten ihn dann im #aj4 ,jahrhundert nach ,afrika und ,spanien4 ,im ,jahre #ajjb finden wir ihn auch in dem damals von den ,arabern 7,sarazenen7 besetzten ,sizilien frisch eingefhrt1 wo er auch heute noch einen wesentlichen ,bestandteil der ,agrumenplantagen bildet4 ,die ,kreuzfahrer sahen ihn in ,syrien und ,palstina und haben ihn wahrscheinlich mit dem ,zitronenbaum an die ,riviera gebracht4 ,in ,china und ,japan wird die japanische ,zwergorange1 kumquat oder kinkan genannt1 viel kultiviert4 ,es ist dies ein niedriger1 gegen ,frost empfindlicher ,strauch mit kleinen1 schmalen ,blttern1 winzigen ,blten und etwas ber kirschgroen1 von einer sehr aromatischen ,schale bedeckten suerlichen ,frchten1 die namentlich von ,kindern1 auch roh1 gegessen werden4 ,meist werden sie aber in ,sirup eingemacht und gelten als ,delikatesse4 ,in neuerer ,zeit werden sie in dieser ,zubereitung auch exportiert4 ,in ,ostindien werden die ,frchte einer anderen ,citrusart1 marmelo genannt1 hufig gegessen und ebenfalls besonders gerne mit ,zucker eingekocht4 ,von ihnen rhrt unsere ,bezeichnung ,marmelade her4 ,aus den hchst aromatischen ,fruchtschalen der erst seit dem ,ende des #ag4 ,jahrhunderts bekannten ,bergamotte 7,citrus bergamea7 mit blagelben ,frchten und angenehm suerlichem ,fleisch1 das aber fr gewhnlich nicht gegessen wird1 gewinnt man das fr die ,parfmerien und die ,apotheken sehr wichtige ,bergamottl1 whrend die sehr kleinen ,frchte der myrtenbltterigen ,abart 7,citrus myrtifolia7 in ,zucker eingekocht die beliebten ,chinois8 bilden4 ,wie fr alle ,agrumen1 ist auch fr diese ,sizilien der ,hauptproduktionsort1 das ber #ajjjjj kg ,bergamottl und fast ebensoviel aus ,pomeranzen gewonnenes ,portugall 7vom italienischen portogallo fr die bitterfrchtige ,pomeranze7 jhrlich exportiert4 ,das ,bergamottl ist ein dnnflssiges1 angenehm riechendes1 bitter schmeckendes therisches l1 welches bei lngerem ,stehen einen gelben1 festen ,bodensatz1 den ,bergamottlkampfer1 ausscheidet4 ,in ,cochinchina und ,sdchina ist auch die ,mandarine 7,citrus nobilis7 zu ,hause1 wo sie seit ,urzeiten unter dem ,namen kan kultiviert wird4 ,sie ist heute noch in ,china und in ,japan1 in welch letzterem ,lande sie mikan genannt wird1 die vorzugsweise angebaute ,orange1 die hier den ,winter ber in groer ,menge und sehr billig zum ,verkauf kommt4 ,der ,mandarinenbaum ist in allen ,teilen kleiner als der ,apfelsinenbaum und durch einen buschigeren ,wuchs ausgezeichnet4 ,die lanzettlichen1 schwach gekerbten ,blttchen sitzen an kurzen1 kaum geflgelten ,blattstielen4 ,die in ,bscheln stehenden weien ,blten liefern die bekannten1 an den ,polen abgeflachten1 kleinen1 orangeroten1 sen ,frchte1 die jetzt ebenfalls ,gegenstand bedeutenden ,exportes aus ,italien und ,spanien geworden sind4 ,der ,mandarinenbaum gedeiht an der ,riviera sogar besser als der ,apfelsinenbaum4 ,wie gegen ,frost1 ist er auch gegen heie1 trockene ,winde empfindlich1 die hier vollkommen fehlen4 ,aus seiner ostasiatischen ,heimat gelangte er ziemlich frh nach den ,sundainseln1 wo er viel angebaut wird4 ,erst im ,jahre #ahbh ist er in ,sdeuropa und #ahdh in ,san ,remo an der ,riviera eingefhrt worden4 ,wegen des feinen1 aber nicht jedermann zusagenden ,geschmacks hat die ,kultur der ,mandarine im ,mittelmeergebiet in den letzten #cj ,jahren einen ganz auerordentlich groen ,umfang angenommen und hat besonders im westlichen ,mittelmeergebiet1 in ,spanien1 ,algier1 ,malta1 sowie auch noch in der ,provence und in ,ligurien ,fu gefat4 ,ohne weiter auf verschiedene andere1 namentlich in ,ostindien kultivierte ,citrusarten mit oft ziemlich groen ,frchten einzugehen1 die meist ,varietten der ,zitrone sind1 wollen wir hier noch einer durch ,veredelung festgehaltenen monstrsen ,zitronenform gedenken1 welche in ,indien hervorging und als buddhafingerige ,zitrone beim dortigen ,volke zu allerlei aberglubigen ,vorstellungen ,veranlassung gab4 ,diese1 auch in manchen ,grten der ,riviera gezogene ,art ist eigentlich nichts anderes als eine erblich gewordene ,mibildung1 wie z4 ,b4 der ,blumenkohl und unter den ,haustieren ,mopse1 ,dachshunde usw4 ,sie beruht darauf1 da die einzelnen ,fruchtfcher statt zu einer runden ,frucht vereinigt zu bleiben1 an ihren ,enden frei hervorwachsen4 ,dadurch bekommt die ,frucht fnf ,fortstze1 die entfernt an die vorgestreckten ,finger einer ,hand erinnern4 ,noch merkwrdiger ist die ebenfalls bisweilen in den ,grten der ligurischen ,kste angetroffene ,bizzarria1 ein ,citrusbaum1 der zugleich ,orangen und ,zitronen trgt1 aber auch solche1 welche die ,mitte zwischen jenen beiden ,fruchtarten einhalten und solche1 an welchen einzelne ,fcher das ,aussehen von ,orangen1 andere wiederum dasjenige von ,zitronen besitzen4 ,ihre ,entstehung ist bis jetzt nicht endgltig aufgeklrt worden4 ,die einen halten sie fr ,bastarde1 whrend andere meinen1 sie seien bei der ,veredelung durch zufllige ,vermischung der ,eigenschaften der ,unterlage und des aufgepfropften ,edelreises entstanden4 ,sonst weisen die ,bastarde im allgemeinen wohl eine ,verschmelzung der elterlichen ,eigenschaften1 aber kein getrenntes ,nebeneinander derselben wie in diesem ,falle bei der ,bizzarria auf4 ,andererseits lehrt die ,erfahrung1 die wir tglich bei der ,veredelung unserer ,obstbume1 der ,rosen und sonstigen ,gewchse machen1 da die ,unterlage ohne allen ,einflu auf das ,edelreis bleibt1 da beide vielmehr ihre besonderen ,eigenschaften unvermischt beibehalten4 ,nun gibt es aber einen richtigen ,bastard zwischen ,orange und ,zitrone1 die man als se ,zitrone oder ,limette bezeichnet4 ,sie hat kleine weie ,blten1 eine rundliche bis eifrmige ,frucht und geflgelte ,blattstiele4 ,das sliche1 etwas aromatische ,fruchtfleisch wird roh oder gekocht gegessen und auch zum ,einmachen verwendet4 ,da aber die ,frucht weder die vollen ,eigenschaften der ,zitrone1 noch diejenigen der ,orange besitzt1 hat sie keinen besonderen ,wert und findet sich deshalb nur selten angebaut4 ,,vii4 ,die ,gemsearten4 ,das ,hackfeld1 der ,vorlufer des ,ackerfeldes1 auf dem die ,krnerfrchte als ,hauptnahrungsmittel aus dem ,pflanzenreiche gezogen wurden1 ist so alt als die menschliche ,kultur berhaupt2 denn das ist ja das ,kennzeichen der letzteren1 da sich in ihr der ,mensch freigemacht hat von den ,zuflligkeiten der ,jagd und vorsorgend ,nhrfrchte fr kommende schmale ,tage zieht4 ,viel jnger als das ,hackfeld ist der als ,garten bezeichnete eingehegte ,teil des in ,kultur genommenen ,bodens1 der die ,gemse genannten ,nahrungspflanzen umschliet4 ,zum ,begriff ,garten gehrt nun durchaus nicht der ,begriff des ,zierlichen1 den er erst erlangte1 als er zum ,ziergarten wurde1 sondern es ist das schlichte1 eingehegte ,pflanzland beim ,hause1 im ,gegensatz zum offenen ,acker4 ,das ,wort steht begrifflich in enger ,beziehung zum gotischen gairdan umgrten1 einhegen4 ,dies ,pflanzland in nchster ,nhe des ,hauses lag mit diesem zusammen in einer ,umzunung1 deshalb wurde bei den ,germanen der ,vlkerwanderungszeit ein ,diebstahl aus demselben als ,einbruch in eingehegtes ,gut schwerer bestraft als ein solcher aus dem ,acker4 ,vom ,gemsegarten des ,altertums ist uns im ganzen nur wenig bekannt2 doch lernen wir in einer auf uns gekommenen ,schilderung die in ihm gepflanzten ,kruter kennen4 ,es ist diejenige des ,grtchens eines einfachen rmischen ,landmannes zur ,zeit des ,augustus1 worin der ,dichter ,vergil 7#gh-ai v4 ,chr471 der berhmte ,verfasser der neis1 in einem bukolischen1 moretum1 d4 h4 ,mrsergericht8 benannten ,gedicht sagt3 ,hier war ,kohl1 hier krftig die ,arme ausstreckender ,mangold1 ,hier weitwuchernder ,ampfer und heilsame ,malven und ,alant1 ,hier die sliche ,mhre und buschige ,hupter des ,lauches1 ,hier auch grnte einschlfernd der ,mohn mit kalter ,betubung1 ,auch der ,salat grnte1 der labend die edleren ,schmuse beschliet4 ,hufig auch sprote empor der ,rettich mit fleischiger ,wurzel1 ,und schwer hing an krftigem ,stengel der gelbliche ,krbis48 ,ein griechischer ,autor unbekannten ,namens1 in der ,geoponika genannten1 ums ,jahr #iab n4 ,chr4 veranstalteten ,sammlung von ,auszgen aus guten1 alten ,schriften ber die ,land- und ,gartenwirtschaft gibt uns wenigstens ber die ,anschauungen der ,alten in betreff des ,gemsebaues einen ,begriff4 ,die ,stelle ist wichtig genug1 um hier wrtlich angefhrt zu werden4 ,er sagt3 ,die ,grtnerei ist fr das menschliche ,leben von der grten ,wichtigkeit4 ,wer ,gemsegrtnerei treibt1 hat darauf zu sehen1 da der ,samen gut1 der ,boden passend1 ,wasser und ,mist vorhanden sind4 ,aus gutem ,samen zieht man gute ,pflanzen2 passender1 fruchtbarer ,boden gibt ,gedeihen2 ,wasser gibt dem ,gemse seine gehrige ,gre2 der ,mist macht die ,erde mrbe1 so da sie das ,wasser leichter aufnimmt und den ,wurzeln mitteilt4 ,zur ,grtnerei eignet sich vorzugsweise eine ,erde1 die weder sehr rauh ist1 noch im ,sommer groe ,risse bekommt4 ,reiner ,ton1 der im ,winter fest zusammenfriert1 im ,sommer aber ganz austrocknet1 ttet entweder das in ihm ,gepflanzte oder macht es schwach und dnn4 ,ein solches ,erdreich kann man kaum durch ,beimischung von ,dnger auflockern4 ,durch die ,sprnge1 die es beim ,eintrocknen im ,sommer bekommt1 wird es vollends unbrauchbar4 ,ein allzurauher 7sandiger7 ,boden kann weder die ,pflanzen ernhren1 noch ,wasser behalten4 ,um die ,erde zu probieren1 wscht man sie mit ,wasser und hlt sie fr gut1 wenn sie vielen1 lockeren ,schlamm als ,bodensatz gibt1 dagegen fr schlecht1 wenn sie sich wie ,wachs kneten lt4 ,den besten ,dnger fr ,gemse gibt jedenfalls die ,asche2 sie ist von ,natur warm und ttet die ,erdflhe1 ,wrmer und hnliche ,tierchen4 ,an ,gte folgt dann der ,taubenmist1 der ebenfalls die kleinen ,tiere ttet und in geringer ,menge dasselbe leistet1 was eine groe ,menge andern ,mistes4 ,manche ziehen den ,eselsmist dem ,taubenmist vor und behaupten1 er mache die ,gemse ser4 ,ausgezeichnet gut ist jedenfalls auch der ,ziegenmist4 ,fehlt es an den eben besprochenen ,mistarten1 so kann man auch andern brauchen2 jedoch soll er1 wenn mglich1 nicht frisch sein1 weil er dann ,gewrm erzeugt4 ,hat er ein ,jahr gelegen und wurde er dabei oft gewendet1 so ist er gut48 ,dann gibt er ausfhrliche ,anleitung zur ,bearbeitung des ,bodens und zum ,anlegen der ,gartenbeete1 die ,palladius im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 #ab ,fu lang und #f ,fu breit zu machen empfiehlt4 ,letzterer ,autor sagt3 um trockenen ,boden regelmig bewssern zu knnen1 umgebe man die ,beete mit schmalen ,dmmen1 die so eingerichtet sind1 da man von oben her ,wasser in sie einflieen lassen kann1 das dann auf andere ,beete weiterfliet1 sobald man den ,damm unten ffnet4 ,jede ,aussaat soll bei zunehmendem ,mond1 jede ,ernte bei abnehmendem gemacht werden48 ,noch mehr als heute spielte im ,altertum der ,aberglaube in der ,bewirtschaftung der ,gter eine groe ,rolle4 ,so rt ,palladius gegen ,nebel und ,rost den ,garten durch ,erzeugen von ,rauch mit schwelendem ,unkraut zu schtzen4 ,um den ,hagel abzuwehren1 droht man dem ,himmel mit blutigen ,beilen1 oder umgibt den ganzen ,garten mit ,zaunrben1 oder schlgt eine ,eule mit ausgebreiteten ,flgeln an1 oder bestreicht die eisernen ,gartenwerkzeuge mit ,brenfett4 ,manche mischen auch ,brenfett mit l und bestreichen damit die ,sicheln und ,hippen 7gekrmmten ,gartenmesser71 wenn sie damit schneiden wollen4 ,das mu ganz geheim gemacht werden1 soll aber dann so wirksam sein1 da dann kein ,nebel und kein einziges ,tier mehr schadet2 bleibt die ,anwendung des ,mittels nicht geheim1 so verliert es augenblicklich seine ganze ,kraft4 ,ganze ,weinberge schtzt man gegen ,hagel1 indem man in deren ,mitte das ,fell eines kleinen ,seehunds ber einen kleinen ,weinstock deckt4 ,alle ,samen sollen in ,grten und ,feldern vor jedem ,unheil sicher sein1 wenn man sie vor der ,aussaat mit dem ,saft der ,wurzeln der ,springgurke trnkt4 ,ebensogut geschtzt dagegen sollen sie sein1 wenn man den ,schdel einer ,stute oder ,eselin im ,garten oder im ,felde aufstellt4 ,ein solcher ,schdel soll ,segen ber alles bringen1 was er anguckt48 ,dasselbe ,mittel wird auch in der ,geoponika als probat fr das ,gedeihen der ,gartengewchse empfohlen1 wie auch das ,beimengen von geschnittenem ,wegdorn oder zerriebenem getrockneten ,bockshornklee 7griechischem ,heu7 in das ,wasser1 mit dem man begiet4 ,in hnlicher ,weise wie im ,altertum wurde der frhmittelalterliche ,gemsegarten gem den sehr geschtzten und von den ,schreibkundigen abgeschriebenen ,anleitungen der alten ,autoren besorgt4 ,auch die ,anlage desselben hatte man von den ,rmern bernommen1 und zwar waren es vor allem die ,klster1 die den ,vlkern ,mitteleuropas dieses alte ,kulturerbe bermittelten4 ,besonders waren es die ,benediktinermnche1 die eine groe ,anzahl von den ,rmern bernommener ,kulturpflanzen ber die ,alpen brachten und im #h4 und #i4 ,jahrhundert einen geregelten ,gartenbau in ,deutschland einfhrten4 ,solche ,benediktinermnche befanden sich auch am ,hofe ,karls des ,groen1 dieses gewaltigen ,mannes1 der neben seinen sonstigen bedeutenden ,leistungen noch ,zeit fand1 den ,garten und seine ,kultur zu frdern4 ,in seinem berhmten ,capitulare de villis1 einer ,ordnung fr die ,einrichtung der kaiserlichen ,domnen1 vom ,jahre #hab1 schrieb er genau vor1 welche ,pflanzen auf seinen ,hofgtern zu halten seien1 so da wir uns ein ziemlich gutes ,bild davon machen knnen1 wie es damals in diesen ,grten aussah1 um so mehr1 als auch zwei ,inventaraufnahmen seiner ,hofgter ,asnapium und ,treola erhalten sind4 ,danach wuchsen in ihnen auer ,apfel-1 ,birn-1 ,kirsch-1 ,pflaumen-1 ,quitten-1 ,mispel-1 ,pfirsich-1 ,aprikosen-1 ,vogelbeer- und ,maulbeerbumen und ,gebschen von groen welschen ,haselnssen allerlei ,gewrzkruter und ,gemse wie ,kohl1 ,mohrrben1 ,saubohnen1 ,kohlrabi1 ,zwiebeln1 ,knoblauch1 ,schnittlauch1 ,petersilie1 ,kerbel1 ,melde1 ,bohnenkraut1 ,dill1 ,wiesen- und ,gartenkmmel1 ,koriander1 ,thymian1 ,minze1 ,fenchel1 ,kresse1 ,lattich1 ,endivie1 ,erbsen1 ,melonen1 ,gurken1 ,koloquinten1 ,mohn1 ,sellerie1 ,senf1 ,anis1 aber auch eine ,menge heute nicht mehr gebruchlicher ,heilkruter1 wie ,fieberwurz1 ,haselwurz1 ,flhkraut1 ,schlangenwurz1 ,raute1 ,sadebaum1 ,frauenminze1 ,malve1 ,griechisch ,heu1 ,springwurz1 ,poley1 ,rosmarin1 ,meerzwiebel1 ,hauswurz1 ,salbei1 ,allermannsharnisch1 ,liebstckel1 ,meisterwurz und dergleichen mehr4 ,blumen1 die hier gezogen wurden1 wie ,rose1 ,lilie1 ,nelke1 blaue ,schwertlilie1 ,akelei1 ,goldlack1 ,krokus und ,ponie verdankten das zunchst nicht der ,freude an ihrer ,schnheit1 sondern der schon ihrem ,dufte1 mehr aber noch ihren zerquetschten ,blumenblttern beigelegten ,heilwirkung1 wie auch der ,krapp seines ,frbevermgens wegen gezogen wurde4 ,aus dem ,jahre #hcj besitzen wir den allerdings nicht zur ,ausfhrung gelangten ,bauri des schon damals bedeutenden ,klosters von ,st4 ,gallen4 ,in ihm werden drei ,arten von ,grten unterschieden1 nmlich ,obst-1 ,gemse- und ,arzneikrutergarten4 ,der ,obst- oder ,baumgarten diente zugleich als ,begrbnisplatz4 ,er ist als ein groes1 mit ,mauern umgebenes viereckiges ,feld gezeichnet1 das auf der ,seite der ,klausur mit einem einzigen ,eingange versehen ist4 ,die fnf ,reihen ,grber gruppierten sich symmetrisch um das ,kreuz in der ,mitte und beherbergten zwischen sich #ae ,bume4 ,wichtiger war der ,gemsegarten1 der wohl zuerst angelegt wurde1 da die ,mnche schon wegen der ,forderung vegetabilischer ,kost zum ,gemsebau verpflichtet waren4 ,er lag sdlich vom ,baumgarten und bildete ein in zweimal neun ,parzellen eingeteiltes ,rechteck1 in welchem #ah verschiedene ,gemsearten gezogen wurden4 ,viel kleiner war der sich daran anschlieende ,arzneikrutergarten mit #af kleinen ,beeten1 der neben dem ,spital fr kranke ,brder lag1 in welchem sich der als ,arzt amtende ,klosterbruder aufhielt4 ,gehen wir nach dieser kurzen bersicht ber die nachweislich fr uns ltesten ,grten zu den ltesten in ,europa kultivierten ,gemsen ber1 so ist zunchst festzustellen1 da schon die sptneolithischen ,pfahlbauern an den ,ufern der ,schweizer ,seen vor #djjj ,jahren nach einzelnen ,samenfunden die ,erbse in einer auffallend kleinen ,form1 ebenso ,pastinak und ,mohrrben pflanzten4 ,dazu kamen in der ,bronzezeit die ,linse in einer kleinkrnigen ,form1 die sich zu ,beginn der ,eisenzeit auch in ,norddeutschland nachweisen lt1 und spter die ,saubohne4 ,beginnen wir eine eingehendere ,wrdigung der einzelnen ,gemsearten mit der ,gartenerbse 7,pisum sativum71 deren ,bekanntschaft in ,mitteleuropa eine schon sehr alte ist1 wie auch die hier altererbte ,benennung beweist4 ,erbse kommt vom althochdeutschen araweiz1 das mittelhochdeutsch erweiz lautet und zum neuhochdeutschen ,erbse wurde4 ,von den ,germanenstmmen haben einzig die ,angelsachsen den einheimischen ,namen earfe auf die ,wicke bertragen und dafr das lateinische ,lehnwort pise 7von pisum71 neuenglisch pea fr die ,erbse eingefhrt4 ,die alten ,griechen bezeichneten dieses ,gemse1 das sie allerdings nicht sehr viel angepflanzt zu haben scheinen1 in frherer ,zeit als robos1 in spterer jedoch meist als psos oder pson1 woraus dann die ,rmer1 als sie die ,nutzpflanze von ihnen kennen lernten1 pisum machten4 ,dieses ,gemse mu schon in frher ,zeit in ,italien populr gewesen sein1 sonst htte nicht das plebejische rmische ,geschlecht der ,calpurnier1 aus welcher der groe1 aus altpatrizischem ,geschlechte stammende ,julius ,csar 7#ajj-dd v4 ,chr47 seine ,frau ,calpurnia nahm1 den ,beinamen der ,pisonen erhalten2 denn solche volkstmliche ,beinamen knnen nur einer dem ,volke altbekannten ,speise oder ,feldfrucht entnommen worden sein4 ,zur ,zeit des ,theophrastos im #d4 vorchristlichen ,jahrhundert wurde diese ,pflanze berall in ,griechenland angebaut4 ,ihre ,kultur mu hier wie in der ,schweiz schon sehr alt sein1 denn man hat verkohlte kleine ,samen von ihr schon in der mykenischen ,niederlassung von ,hissarlik1 dem alten ,troja1 gefunden4 ,auch im alten gypten wurde sie bereits angepflanzt und mu nach den zahlreichen ,funden von als ,totenspeise mitgegebenen ,samen in ,grbern des mittleren ,reiches1 besonders der #ab4 ,dynastie 7#bjjj-aghh v4 ,chr471 wie auch der der griechisch-rmischen ,periode angehrenden ,nekropole von ,hawara im ,fajm eine beliebte ,speise gewesen sein4 ,der gyptische ,name ist uns nicht berliefert worden1 wohl aber der koptische1 der ti-lakonte lautet und auf eine ,einwanderung aus ,westasien nach dem ,niltal hinweist4 ,die ,heimat dieser ,kulturpflanze ist unbekannt1 da sie nirgends mehr in wildem ,zustande gefunden wird4 ,manche ,botaniker vermuten1 da sie eine ,kulturform der grauen ,erbse 7,pisum arvense7 sei1 die durch eckige1 braun und graugrn gescheckte ,samen ausgezeichnet ist4 ,diese letzteren wurden weder in ,pfahlbauten1 noch in alten ,grbern gefunden1 doch will sie ,unger in einem luftgetrockneten ,backstein der aus der ,zeit der #e4 ,dynastie 7um #bgjj v4 ,chr47 stammenden ,stufenpyramide von ,daschur gefunden haben4 ,sie wird im ,orient und in ,europa kultiviert und findet sich wildwachsend in ,hecken und ,gebirgswldern ,nord- und ,mittelitaliens2 in ,griechenland und ,syrien kommt sie auerhalb der ,kulturen nur verwildert vor4 ,da die wenigen aus ,fundstellen der neolithischen1 ,bronze- und ,eisenperiode stammenden ,erbsen1 wie ,buschan gezeigt hat1 eine allmhliche ,grenzunahme erkennen lassen1 je jngeren ,alters sie sind1 so ist es in der ,tat hchst wahrscheinlich1 da die ,gartenerbse von der grauen ,erbse 7,pisum arvense7 abstammt4 ,in ,griechenland wurde die ,erbse sicher schon zur ,zeit ,homers angebaut4 ,von ,norditalien kam sie frh schon nach der ,schweiz1 wo sie zur ,bronzezeit ziemlich hufig um die ,pfahlbauansiedelungen angepflanzt und ihre ,samen1 wie wir aus den verkohlten berresten ersehen1 als ,vorrat fr den ,winter gesammelt wurden4 ,fr ,deutschland ist ihre ,kultur mit ,sicherheit erst aus der ,hallstattzeit zwischen #gej und #djj v4 ,chr4 nachgewiesen worden4 ,sie ist gegen ,klte und ,trockenheit empfindlich und drfte ihre engere ,heimat in ,sdeuropa haben1 von wo aus sie in der grokrnigeren ,kulturform erst zu ,beginn des ,mittelalters nach ,mittel- und ,nordeuropa gelangte4 ,in den ,verordnungen ,karls des ,groen1 ber die in seinen ,krongtern zu haltenden ,pflanzen aus dem ,jahre #hab wird sie als pisum mauriscum zum ,anbau empfohlen4 ,als die ,angeln und ,sachsen vom ,unterlauf von ,weser und ,elbe im #e4 ,jahrhundert -- zuerst der ,sage nach unter ,hengist und ,horsa im ,jahre #ddi -- nach ,england bersetzten und sich dieses ,land nach wiederholten ,einwanderungen unterwarfen1 war ihnen die ,erbse noch vllig unbekannt1 weshalb sie spter1 als sie damit bekannt wurden1 das lateinische ,lehnwort dafr bernahmen4 ,bei ,beginn der literarischen berlieferung war sie in den altnordischen ,lndern bereits eingebrgert und wird im ,jahre #abgc unter den ,frchten genannt1 von denen dem ,herkommen gem ,zehnten an die ,geistlichkeit zu entrichten sind4 ,doch a man von ihnen stets nur die ausgereiften1 getrockneten ,samenkrner4 ,das ,verspeisen der noch unreifen grnen ,krner1 wie dies bei uns ,sitte ist1 scheint erst zu ,anfang des #ag4 ,jahrhunderts von ,holland aus verbreitet worden zu sein4 ,fuller1 der #affj die ,grten von ,surrey im sdstlichen ,england beschrieb1 bemerkt1 da man grne ,erbsen kaum anderswo her als aus ,holland bekommen knne4 ,noch um die ,mitte des #ag4 ,jahrhunderts galten junge1 grne ,erbsen in ,frankreich als ein teuerer ,leckerbissen der ,vornehmen4 ,so erzhlt man vom ,vater des groen ,cond1 da er ums ,jahr #afde ber hundert alte ,franken fr einen ,litron1 d4 h4 #h_/aj ,liter dieses zarten ,gemses bezahlt habe4 ,in einer #affe aufgefhrten ,komdie betitelt3 ,la comdie des coteaux ou des friands marquis erklrt eine der ,hauptpersonen1 da ihre ,mittel ihr erst dann grne ,erbsen zu essen erlauben1 wenn dieselben nicht teuerer als fr #ajj ,franken das ,litron zu haben sein werden4 ,zu demselben ,preise handelte sie ,heinrich ,i4 von ,bourbon1 ,prinz von ,cond 7geb4 #aeeb1 focht mit ,heinrich von ,navarra an der ,spitze der ,hugenotten1 starb schon am #e4 ,mrz #aehh vermutlich von seiner ,gattin vergiftet71 der ,vater des als ,feldherrn berhmten groen ,cond1 auf dem ,markte fr sich selbst ein4 ,noch zu ,colberts ,zeiten1 der #afhc starb1 waren sie so teuer1 da in seiner #afie erschienenen ,biographie erzhlt wird1 ,feinschmecker htten das ,vergngen1 ein ,litron junge ,erbsen zu essen1 mit nicht weniger als #bjj ,franken erkauft4 ,im ,jahre #afif schrieb ,frau von ,maintenon 7eigentlich ,franoise d',aubign1 zuerst ,erzieherin der kniglichen ,kinder1 dann die ,geliebte und zuletzt1 #afhe heimlich getraut1 die ,gemahlin ,ludwigs ,,xiv47 in einem ,briefe3 ,hinsichtlich der grnen ,erbsen ist alles beim ,alten4 ,seit vier ,tagen sind unsere ,prinzen blo auf dreierlei ,dinge erpicht3 sie wollen erstens grne ,erbsen essen1 dann freuen sie sich1 welche gegessen zu haben und mchten fernerhin am liebsten bestndig welche essen48 ,in einem andern ,briefe von ihr heit es3 ,das ,erbsenthema dauert immer noch an2 die ,ungeduld und das ,vergngen1 sie zu verzehren1 die ,unersttlichkeit immer noch mehr davon zu begehren1 das sind die ,hauptpunkte1 ber die der ,hof seit vier ,tagen verhandelt48 ,noch um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts lie die ,marquise de ,pompadour -- ursprnglich ,jeanne ,antoinette ,poisson --1 die #agde am ,pariser ,hofe erschien1 um dann die ,mtresse ,ludwigs ,,xv4 7#agae-aggd7 zu werden und sich bei ihm unentbehrlich zu machen1 mehrfach durch den ,polizeileutnant von ,paris alle jungen1 grnen ,erbsen der ,hauptstadt aufkaufen1 um damit als kostbarem ,leckerbissen den ,knig bewirten zu knnen4 ,erst im ,laufe des #ai4 ,jahrhunderts wurden sie ein so billiges ,gemse1 da sich alle ,kreise der ,bevlkerung dessen ,genu zu leisten vermochten4 ,die ,erbsen gedeihen fast in jedem nahrhaften1 nicht frisch gedngten ,boden1 jedoch mu jedes ,jahr mit dem ,platze gewechselt werden4 ,sonst lieben sie eine freie sonnige ,lage und lockeres ,erdreich4 ,im ,gegensatz zu den eigentlichen ,erbsen1 deren reife ,samenkrner ausschlielich gegessen werden1 nennt man diejenigen ,formen1 von denen nur die unreifen1 grnen ,samen verzehrt werden1 ,ausmach- oder ,pahlerbsen1 whrend von den ,zuckererbsen die ganz jungen1 zuckerreichen ,hlsen verspeist werden4 ,beide zerfallen in hohe ,formen1 die mit ,stecken gesttzt werden mssen1 und in niedrig bleibende ,formen1 die solches nicht ntig haben1 da sie blo #bj-cj cm hoch werden4 ,die ,lupinenerbsen sind durch sehr groe1 nahe beieinander stehende und dadurch viereckig geprete ,samen ausgezeichnet4 ,einheimische afrikanische ,erbsen von einiger ,bedeutung sind die gyptische und die abessinische ,erbse 7,p4 jomardi und ,p4 abessinicum71 die in ganz ,nordostafrika vielfach kultiviert werden4 ,schon in homerischer ,zeit haben die ,griechen die ,kichererbse 7,cicer arietinum7 unter dem ,namen erbinthos angepflanzt4 ,dieses ,wort steht nun in sprachlichem ,zusammenhang mit dem althochdeutschen araweiz 7,erbse71 weshalb manche ,autoren wie ,v4 ,hehn diese griechische ,bezeichnung fr die ,erbse in ,anspruch nehmen1 was aber jedenfalls unrichtig ist1 da schon der bedeutendste ,botaniker ,altgriechenlands1 ,theophrast 7#cij-bhf v4 ,chr471 die ,bezeichnung erbinthos bestimmt fr die ,kichererbse und nicht fr die gemeine ,gartenerbse1 die er robos nennt1 braucht4 ,wegen der hnlichkeit ihrer am ,ende etwas umgebogenen ,schoten mit einem ,widdergehrn hie sie spter bei ihnen vielfach nur kros1 was ,widder bedeutet4 ,unter dieser ,bezeichnung gelangte sie zur ,kenntnis der ,rmer1 so da der rmische ,ackerbauschriftsteller ,columella im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 sie als cicer bezeichnet1 quod arietinum vocatur1 d4 h4 die ,kichererbse1 welche auch die ,widderkopfhnliche8 genannt wird4 ,plinius sagt1 sie habe etwas ,saftiges an sich und es gebe von ihr nach ,gre1 ,farbe1 ,gestalt und ,geschmack der ,samenkrner verschiedene ,sorten4 ,ihre ,hlsen seien im ,gegensatz zu den langen der brigen ,hlsenfrchte rund4 ,der griechische ,arzt ,galenos im #b4 ,jahrhundert n4 ,chr4 sagt3 ,die reifen ,kichererbsen 7erbinthos7 sind schwer zu schroten4 ,bei vielen ,vlkern werden sie gekocht vom ,menschen verzehrt2 sie blhen1 sind aber sehr nahrhaft4 ,manche ,leute essen sie auch1 so lange sie noch jung und grn sind1 was auch bei den ,saubohnen der ,fall ist48 ,die ,rmer scheinen die ,kichererbsen durch die sditalischen ,griechen kennen gelernt zu haben2 denn ihre ,bezeichnung dafr1 nmlich cicer1 ist zweifellos aus dem griechischen kros hervorgegangen1 und hat sich in wenig vernderter ,form in allen romanischen ,sprachen bis auf den heutigen ,tag erhalten4 ,ihre ,heimat scheint sdlich vom ,kaukasus1 in ,armenien und ,persien zu suchen zu sein1 von wo aus sie sich einerseits nach ,indien1 wo wir sie sehr frh unter der ,sanskritbezeichnung chennuka treffen1 andererseits nach ,syrien und gypten verbreitete1 ohne indessen in diesen ,lndern eine grere ,bedeutung fr die ,volksernhrung zu erlangen4 ,wahrscheinlich hat der ,prophet ,jesaias1 der seit #gdj v4 ,chr4 zu ,jerusalem wirkte1 unter der ,bezeichnung ketsech diese ,hlsenfrucht verstanden4 ,in homerischer ,zeit war sie als erbinthos ein ,volksnahrungsmittel wie aus einer ,stelle im #ac4 ,buche der ,ilias hervorgeht1 wo sie neben der ,saubohne genannt wird4 ,helenos1 der ,sohn des ,knigs ,priamos von ,troja1 hatte auf den ,atriden ,menelaos1 ,knig von ,sparta1 ,bruder des ,agamemnon1 des ,frsten des goldreichen ,mykene1 und ,gatte der ,helena1 die ,paris1 ein anderer ,sohn des ,priamos ihm entfhrt hatte1 wodurch berhaupt der ,feldzug der ,griechen gegen die ,feste ,troja veranlat wurde1 einen ,pfeil abgeschossen1 der aber von der ,rstung des ,helden absprang1 wie auf weiter ,tenne im ,wehen des ,windes die dunkeln ,saubohnen 7kamos7 und ,kichererbsen 7erbinthos7 von der ,wurfschaufel springend fliegen84 ,durch das ganze ,altertum wurde die ,kichererbse in den stlichen ,mittelmeerlndern in ziemlicher ,menge angebaut und war wie in ,vorderasien und gypten1 so auch in ,italien recht populr2 leitet sich doch der ,familienname des bekannten rmischen ,redners zu ,ende der ,republik ,cicero 7#ajf-dc v4 ,chr47 von ihr ab4 ,wie ,zwiebeln und ,linsen in ,athen1 bildeten ,zwiebeln und ,kichererbsen im alten ,italien die frugale ,mahlzeit der rmeren ,volksklasse wie der rmische ,dichter ,horaz 7#fe-h v4 ,chr47 in einer seiner ,satiren sagt2 daher wurden auch bei den seit dem ,jahre #agc v4 ,chr4 alljhrlich vom #bh4 ,april bis #c4 ,mai durch ausgelassene mimische ,auffhrungen und ,zirkusspiele gefeierten ,feste der altitalischen ,gttin der ,blumen und des ,frhlings ,flora1 das zum erstenmal #bch v4 ,chr4 als ,floralien in grerem ,mastabe aber in unregelmigen ,intervallen gefeiert wurde1 ,saubohnen und ,kichererbsen unter das ,volk ausgestreut1 das sie mit ,gelchter aufzufangen suchte4 ,noch heute wird diese ,fruchtpflanze in ,italien viel angebaut und ihre ,samen werden als beliebte ,volksspeise gegessen1 ebenso in ,spanien1 wo die ,garbanzos das tgliche ,gericht der niederen und mittleren ,volksklassen bilden4 ,auch in ,sdfrankreich1 ,griechenland1 ganz ,nordafrika bis gypten1 ,ostindien und ,china werden sie viel angebaut in ,varietten mit schwarzen1 roten1 gelben und weigelben ,samen4 ,sie verlangen einen warmen1 krftigen1 sandigen ,boden und gedeihen noch gut in ,gegenden1 wo ,bohnen1 ,erbsen und ,linsen vertrocknen4 ,in ,deutschland werden sie -- und zwar gedeiht hier am besten die schwarzsamige ,art -- hin und wieder als ,kaffeesurrogat angebaut1 auch eignen sie sich gut zum ,msten des ,federviehs4 ,das ,kraut wird von den ,pferden gerne gefressen4 ,da ihr das ,klima nicht warm genug ist1 fristet sie aber bei uns nur ein kmmerliches ,dasein4 ,besser dagegen wchst hier die als deutsche ,kichererbse oder ,kicherling1 auch weie ,erve bezeichnete1 aus ,sdeuropa stammende ,saatplatterbse 7,lathyrus sativus71 die noch heute vielfach als nahrhaftes ,grnfutter gepflanzt wird1 und deren ,samen unreif und reif wie ,erbsen gegessen werden1 aber weniger wohlschmeckend als diese sind4 ,die ,griechen nannten sie lthyros und die ,rmer cicercula4 ,theophrast sagt von ihr1 sie leide leicht durch ,wrmer1 und ,columella rt1 sie1 die der ,erbse 7pisum7 hnle1 im ,januar oder ,februar zu sen1 und zwar auf guten ,boden bei feuchtem ,himmel4 ,sie sauge von allen ,hlsenfrchten 7legumina7 den ,boden am wenigsten aus1 entspreche aber selten der ,erwartung1 die man auf sie setze1 weil ihr zur ,bltezeit ,trockenheit und ,sdwind schaden1 und diese trten gerade oft dann ein1 wenn sie in ,blte stehe4 ,heute noch wird sie im gebirgigen ,griechenland als lathuri und in ,italien als cicerchia zur ,gewinnung der etwas bitteren ,samen als ,speise fr die ,menschen angebaut4 ,ihr sehr nahe stehen die wie diese in den ,mittelmeerlndern teilweise noch wildwachsend angetroffene ,kicherplatterbse 7,lathyrus cicera71 die cicera der alten ,rmer mit rotvioletten ,blten und die ,ocherplatterbse 7,lathyrus ochrus71 die chros der ,griechen und ervilia der ,rmer mit gelben ,blten1 die heute noch in ,sdeuropa frs ,vieh1 seltener zur ,gewinnung der ,samen als ,speise des ,menschen angepflanzt werden1 weil sie bitter und schwer verdaulich sind4 ,letztere heit in ,italien araco nero4 ,kaum mehr angebaut wird die in den stlichen ,mittelmeerlndern heimische ,erdplatterbse 7,lathyrus amphicarpus71 deren ,blten nach der ,befruchtung negativ heliotropisch werden und sich wie die der ,erdnu in den ,boden bohren1 um hier zu reifen4 ,theophrast und ,plinius erwhnen sie als ,kulturpflanze unter der ,bezeichnung arachnida4 ,ihr nahe verwandt ist die als ,saubrot oder ,erdeichel bezeichnete ,lathyrus tuberosus1 die an den ,wurzeln haselnugroe1 auen schwarze1 innen weie ,knollen entwickelt1 die slich schmecken1 besonders nach dem ,kochen in ,salzwasser wohlschmeckend wie ,kastanien sind und einen nach ,rosen duftenden flchtigen ,stoff enthalten4 ,sie sind besonders bei den ,tataren als ,speise beliebt4 ,die ,schweine whlen mit ,vorliebe nach ihnen1 da sie dieselben leidenschaftlich gerne essen4 ,die ,knollen von ,lathyrus montanus1 die hnlich schmecken1 dienen in ,hochschottland als sehr beliebte ,nahrung4 ,man trocknet sie1 um sie als ,proviant auf die ,reise mitzunehmen1 und bereitet aus ihnen mit ,hilfe von ,wasser und ,hefe ein wohlschmeckendes geistiges ,getrnk4 ,von weiteren fr den ,menschen heute noch gelegentlich in ,betracht kommenden ,hlsenfrchten ist die im stlichen ,mittelmeergebiet heimische weie ,lupine 7,lupinus albus7 mit weien ,blten und gelbweien ,samen zu nennen4 ,sie wurde im ,altertum in ,westasien1 gypten und den ,mittelmeerlndern nicht blo als ,grnfutter angepflanzt1 sondern deren ,samen dienten auch ohne ,teuerung als geschtzte ,nahrung und ,arznei fr ,menschen und ,tiere4 ,von ,theophrast im #d4 vorchristlichen ,jahrhundert an erwhnen sie alle sich mit ,agrikultur beschftigenden ,autoren und loben sie teilweise wegen ihres ,wohlgeschmacks und ihrer groen ,nahrhaftigkeit4 ,von den ,griechen erhielten sie die ,rmer1 die sie anbauten1 um sie teils als ,grndnger zu benutzen1 teils die mehlreichen1 aber bittern ,samen als ,speise zu ernten4 ,sie wird heute noch in ,italien1 wie im ,orient kultiviert4 ,im #af4 ,jahrhundert baute man sie am ,rhein und im #ah4 ,jahrhundert in ,sachsen als ,feigen- oder ,wolfsbohne an4 ,besonders zum ,grndngen ist sie wertvoll1 das ,vieh aber verschmht sowohl ,blattwerk1 als ,samen derselben4 ,die gemeine ,gartenlupine 7,lupinus hirsutus7 mit blauen oder purpurroten1 auch fleischfarbenen ,blten1 die an allen ,teilen weichhaarig ist1 ist im ,mittelmeergebiet zu ,hause und wurde bereits von den alten ,griechen kultiviert1 deren ,samen den rmeren ,volksgenossen als ,nahrung dienten1 wie heute noch die an ,kultur am weitesten zurckgebliebenen ,bewohner des ,peloponnes1 die die unzugnglichsten ,landschaften ,griechenlands bewohnenden ,mainoten1 die ihre ,huser festungartig ohne ,fenster errichten und in ausgedehntem ,mae der ,blutrache huldigen1 sie zur ,gewinnung der ,samen als ,speise anpflanzen4 ,sonst dient sie meist nur noch als ,viehfutter1 da das ,vieh ,kraut und ,samen der ,gartenlupine eifrig frit4 ,ebenso hufig wird die gleichfalls aus den ,mittelmeerlndern stammende sizilische oder richtiger gyptische ,lupine oder ,wolfsbohne 7,lupinus termis7 in ,sdeuropa angebaut1 die ebenfalls ziemlich weichhaarig ist1 weie ,blten mit blauen ,schiffchen hat und ,samen hervorbringt1 welche denen der weien ,lupine gleichen1 aber grer und eckiger sind4 ,sie wurde besonders im alten gypten angebaut1 wo die ,samen als ,volksnahrung dienten und mit ,vorliebe den ,toten als ,speise in ihre unterirdische ,behausung mitgegeben wurden4 ,von den gyptern erhielten sie die ,griechen1 die sie als trmos bezeichneten1 eine ,benennung1 die aus gypten stammt und sich im arabischen termus bis auf den heutigen ,tag erhielt4 ,tatschlich essen die ,fellachen gyptens noch heute gern ihre in ,salzwasser gekochten und geschlten ,samen4 ,auch in ,italien findet man sie noch ziemlich oft angepflanzt4 ,von dort kam sie zu uns1 wo sie zwar noch reiche ,futtermassen gibt1 aber ihre ,samen nicht mehr oder spt zur ,reife bringt4 ,das ,vieh liebt sie in hohem ,mae4 ,ihr gegenber bevorzugten die ,kulturvlker des ,altertums die ,futterwicke 7,vicia sativa71 die sie nicht ausschlielich als ,grnfutter1 wie wir1 sondern gelegentlich auch noch als ,speise fr den ,menschen anpflanzten4 ,diese heute noch in den ,mittelmeerlndern wild angetroffene ,futterpflanze hie bei den ,griechen bkion und bei den ,rmern vicia4 ,columella schreibt ber sie3 ,die ,wicke wird1 wenn sie grn verfttert werden soll1 um die ,herbst-,nachtgleiche gest2 baut man sie aber der ,samen wegen1 so wird die ,aussaat im ,januar vorgenommen4 ,man kann sie auf ungepflgten ,boden sen1 besser aber ist es1 vorher zu pflgen4 ,man st morgens1 jedoch nicht eher als bis der ,tau verschwunden ist2 auch darf man nicht mehr sen1 als was an demselben ,tage unter den ,boden gebracht werden kann4 ,die geringste nchtliche ,feuchtigkeit verdirbt sie48 ,der griechische ,arzt ,galenos im #b4 ,jahrhundert n4 ,chr4 sagt von ihr3 ,die ,wicke wird als ,viehfutter gebraucht1 doch in ,hungersnot auch von ,menschen1 besonders wenn sie noch jung ist1 gegessen1 gibt aber eine schlechte ,speise4 ,bei uns heit sie nur bkion1 bei den ,attikern auch rakos48 ,heute heit sie in ,griechenland bkos4 ,da die ,wicke als ,nahrung fr den ,menschen schon frh auch in ,palstina -- wie wohl allgemein in ,westasien und gypten -- angebaut wurde1 zeigt uns die ,stelle beim ,propheten ,jesaias1 der seit #gdj v4 ,chr4 in ,jerusalem wirkte4 ,da wird in ,kap4 #bh1 #bg vom ,ackermann gesagt1 er se ,wicken aus wie ,weizen1 ,gerste oder ,spelt und schlage nach der ,ernte die ,krner derselben mit einem ,stecken aus1 um sie zur ,speise zu gewinnen4 ,der ,wicke sehr nahestehend ist die nach der altrmischen ,bezeichnung dafr ervum als ,erve bezeichnete ,vicia ervilia1 die noch heute allgemein in ,griechenland unter dem ,namen orobi oder robi als ,futter fr das ,rindvieh gepflanzt wird4 ,dieser ,name zeigt noch deutlich seine ,abstammung aus dem altgriechischen robos fr ,erbse4 ,sie diente einst auch dem ,menschen als ,nahrung4 ,von ihr unterschied bereits der pflanzenkundige ,theophrast im #d4 vorchristlichen ,jahrhundert einige ,sorten nach ,farbe und ,geschmack der ,samen4 ,der griechische ,arzt ,dioskurides schreibt um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr41 da sie nur noch in ,zeiten der ,teuerung als menschliche ,nahrung diente1 von ihr3 ,die ,erve 7robos7 ist allgemein bekannt2 ihr ,genu schadet dem ,menschen1 mstet aber das ,rindvieh48 ,sein ,zeitgenosse ,columella aus dem sdlichen ,spanien meint3 ,die ,erve 7ervum7 bedarf einen mageren ,boden1 der auch nicht feucht sein darf2 sie wchst sonst zu ppig und verdirbt4 ,man kann sie im ,januar und ,februar sen4 ,wird sie im ,mrz gest1 so soll sie dann ein schdliches ,futter fr die ,khe geben48 ,palladius im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr41 der ,verfasser eines noch im ,mittelalter vielbenutzten ,werkes ber den ,landbau1 behauptet sogar1 die im ,mrz geste ,erve 7ervum7 mache das ,rindvieh toll4 ,diese lateinische ,bezeichnung ervum hngt zweifellos wie das griechische robos sprachlich mit dem althochdeutschen araweiz1 aus dem dann unser ,wort ,erbse hervorging1 zusammen4 ,wie die ,lupine1 ,wicke und ,erve ist auch die ,linse 7,ervum lens7 eine uralte ,kulturpflanze1 die im stlichen ,mittelmeergebiet heimisch ist und hier sehr frh schon in die menschliche ,pflege gelangte und dahin veredelt wurde1 da sie grere ,samen produzierte4 ,in ,syrien und gypten wird sie seit grauer ,vorzeit vom ,menschen angepflanzt4 ,so fanden sich zu einem ,brei gekochte1 aber noch teilweise deutlich als solche erkennbare ,linsen in ,tonnpfchen neben grobgemahlener1 gersteter ,gerste mehrfach unter den ,grabbeigaben des mittleren ,reiches1 speziell der #ab4 ,dynastie 7#bjjj-aghh v4 ,chr47 in einer noch heute in gypten kultivierten kleinsamigen ,abart4 ,ferner tritt uns die ,linse in altgyptischen ,inschriften entgegen1 so auch auf dem berhmten ,gemlde aus dem ,grabe ,ramses ,,iii4 der #bj4 ,dynastie 7#aaih-aafg v4 ,chr47 in ,theben1 das uns einen ,blick in die knigliche ,bckerei tun lt4 ,dort bemerken wir unter anderem auch einen ,diener1 der vor dem ,kessel hockt und fr die ,bcker ,linsen kocht4 ,die ,linsen befinden sich in zwei neben ihm stehenden ,krbchen4 ,noch in den spteren ,zeiten der rmischen ,herrschaft trieben die gypter im ,delta1 namentlich in ,pelusium an einer der ,nilmndungen1 einen lebhaften ,handel mit ,linsen1 die auf ,segelschiffen weithin ber die ,ksten des stlichen ,mittelmeeres verfrachtet wurden4 ,noch in der ,kaiserzeit wurden viel ,linsen nebst ,getreide zur ,ftterung der ,proletariermassen der ,hauptstadt nach ,italien gebracht4 ,so wissen wir1 da das mchtige ,transportschiff1 das im ,jahre #ci n4 ,chr41 zur ,zeit des ,kaisers ,caligula 7regierte von #cg-da n4 ,chr471 den ungeheuer schweren1 #be1e m langen ,obelisken von der ,fassade des ,tempels des ,sonnengottes ,re in ,heliopolis nach ,rom brachte1 als ,ballast #abjjjj ,scheffel ,linsen aus gypten mitbrachte4 ,dieser gewaltige ,monolith aus ,syenit mit heute unkenntlich gewordenen ,hieroglyphen wurde damals im vatikanischen ,zirkus aufgestellt4 ,noch steht auf seinem ,sockel die ,widmung an ,augustus und ,tiberius zu lesen4 ,unter ,papst ,sixtus ,v4 wurde er dann #aehf von seinem alten ,standort bei der ,sakristei von ,st4 ,peter unter gewaltigen ,schwierigkeiten in die ,mitte der ,ellipse des ,platzes vor der ,peterskirche aufgestellt und dabei festgestellt1 da das ,gewicht dieses ,kolosses #ifcecg rmische ,pfund betrgt4 brigens beweist die ganz ungyptische1 dagegen sehr stark semitisch anmutende gyptische ,bezeichnung arshana fr ,linsen1 da diese ,samenpflanze gypten ursprnglich fremd war und aus ,westasien ins ,niltal gelangt sein mu4 ,auch bei den alten ,juden dienten die ,linsen bereits im #b4 vorchristlichen ,jahrtausend als sehr beliebte ,speise1 wie die uns allen von ,jugend auf bekannte ,geschichte ,esaus1 d4 h4 des ,behaarten1 beweist1 der als ,sohn ,isaaks und der ,rebekka um ein ,linsengericht sein ,erstgeburtsrecht an seinen nach ihm geborenen ,zwillingsbruder ,jakob verkaufte4 ,in dieser ,erzhlung des ,alten ,testaments wird die ,farbe des ,linsengerichtes als rot bezeichnet1 was darauf hinweist1 da jene ,samen vor dem ,kochen nach gehrigem ,aufweichen in ,wasser enthlst wurden1 ein ,brauch1 der jetzt noch in gypten blich ist und ihnen eine rosenrote ,farbe verleiht4 ,als ,david1 der als zweiter ,knig von ,israel nach ,sauls ,fall von #ajcc v4 ,chr4 #dj ,jahre lang1 bis #iic den ,thron von ,juda behauptete1 vor seinem aufrhrerischen ,sohne ,absalom in die ,wste stlich vom ,jordan floh1 da brachten seine ,freunde ihm und seinen ,begleitern ,weizen1 ,gerste1 ,mehl1 gerstete hren1 ,saubohnen1 ,linsen1 ,grtze1 ,honig1 ,butter1 ,kse1 ,schafe und ,rinder1 denn sie dachten1 das ,volk werde hungrig1 mde und durstig sein in der ,wste84 ,und als die ,philister sich versammelten1 um gegen ,david zu ziehen1 da versammelten sie sich zu einer ,rotte und war daselbst ein ,stck ,acker voll ,linsen4 ,da trat ,samna1 der ,sohn ,hagas1 des ,harariters1 mitten auf das ,stck und schlug die ,philister und ,gott gab ein groes ,heil48 ,die hebrische ,bezeichnung adaschim fr ,linsen hat sich brigens im arabischen adas oder ads bis auf den heutigen ,tag erhalten4 ,da sie leichter verdaulich und zudem nahrhafter als die ,erbsen sind1 wurden sie wie in ganz ,vorderasien und im ,nilland auch in ,kleinasien angepflanzt und als ,volksnahrungsmittel gegessen4 ,dazu wurden sie meist mit l und ,knoblauch gekocht2 bisweilen wurde auch in ,zeiten der ,not eine ,art ,brot daraus gebacken4 ,reste derselben kleinsamigen ,abart der ,linse wie in gypten fanden sich auch in der zweituntersten sptneolithischen ,schicht von ,troja1 dem heutigen ,hissarlik1 dann in den bronzezeitlichen ,ansiedelungen ,ungarns1 ,norditaliens und der ,schweiz4 ,auch aus ,fundsttten der ,eisenperiode sind berreste von ,linsen mehrfach zutage gefrdert worden4 ,das vergleichende ,studium all dieser ,funde fhrte nun ,buschan zu dem ,ergebnis1 da alle vorgeschichtlichen ,linsen weit kleiner sind1 als die jetzt gebauten4 ,dabei ist es ziemlich sicher1 da die kultivierte ,linse von der auf einigen ,pltzen von ,kleinasien bis ,afghanistan hufig anzutreffenden ,feldlinse 7,lens schnittspahni7 abstammt4 ,nach den ,angaben der ,schriftsteller des ,altertums war die ,linse von alters her ein ,nahrungsmittel besonders der rmeren ,volksklassen2 in ,zeiten der ,not wurde ihr ,mehl mit ,gerstenmehl vermischt zu ,brot verbacken4 ,ihrer groen ,bedeutung als ,volksnahrungsmittel entsprechend war ihr ,anbau ein sehr ausgedehnter4 ,noch zur ,rmerzeit bildete sie einen wichtigen ,exportartikel des ,landes4 ,auch die ,griechen der lteren ,zeit bauten sie unter dem ,namen phaks viel an und bezeichneten das daraus bereitete ,gericht phak1 doch a sie seit der ,mitte des #e4 vorchristlichen ,jahrhunderts in ,athen nur noch das niedere ,volk4 ,der ,begterte und ,gebildete enthielt sich jedoch dieser gemeinen ,nhrfrucht4 ,in einer ,komdie des attischen ,dichters ,aristophanes 7geb4 um #dee v4 ,chr41 trat #dbg zuerst als ,dichter auf und starb #chg7 heit es von einem ,athener3 jetzt1 da er reich geworden ist1 mag er keine ,linsen mehr1 whrend er frher1 da er noch arm war1 a was ihm vorkam48 ,und beim ,lustspieldichter ,phenecrates aus ,athen1 der um #ddj bis #dae v4 ,chr4 dramatisch ttig war1 ruft eine ,person in einem ,stcke3 ,nur keine ,linsen6 -- ,wer ,linsen it1 riecht aus dem ,munde48 ,die ,rmer nannten sie lens1 was darauf hindeutet1 da sie diese ,nhrfrucht schon vor ihrer ,bekanntschaft mit den ,griechen kannten1 und bezogen sie whrend der ,kaiserzeit1 wie wir bereits sahen1 in groen ,mengen aus gypten4 ,der ltere ,cato 7#bcd bis #adi v4 ,chr47 lehrt in seinem ,buche ber die ,landwirtschaft1 wie man ,linsen zu sen habe und wie man sie am besten mit ,essig zubereite4 ,auch bei den ,totenmhlern setzte man im alten ,italien wie dem ,verstorbenen1 so auch den ,lebenden ,linsen und ,salz als geschtzte ,speise vor4 ,durch die ,vermittlung der ,rmer lernten dann die ,vlker nrdlich der ,alpen1 wie schon die hier heute noch gebruchlichen ,bezeichnungen dafr beweisen1 diese ihnen bis dahin unbekannte ,nhrfrucht kennen4 ,wie einst im ,altertum sind die ,linsen heute noch den ,beduinen ,palstinas1 ,mesopotamiens und ,arabiens ein sehr wichtiges ,nahrungsmittel1 weshalb sie auer in ,westasien auch in ganz ,nordostafrika viel angebaut werden4 ,im ,hochlande von ,abessinien wird brigens eine besondere ,variett unserer ,linse in verschiedenen ,sorten kultiviert und dient als beliebtes ,volksnahrungsmittel4 ,die einzige in vorgeschichtlicher ,zeit in ,mittel- und ,nordeuropa angepflanzte ,bohne ist die groe oder ,saubohne1 auch ,puffbohne genannt 7,vicia faba major und minor7 mit schwarzgefleckten weien ,blten1 die heute in zahlreichen ,varietten kultiviert wird4 ,es war dies die ,bohne der alten ,germanen1 der kamos der ,griechen1 die faba der ,rmer1 nach der das berhmte ,patriziergeschlecht der ,fabier genannt wurde1 dessen ,mitglieder1 #cjf an der ,zahl1 im ,jahre #dgg v4 ,chr4 im ,kampf gegen die ,bewohner von ,veji bis auf einen einzigen1 in ,rom zurckgebliebenen ,knaben fielen4 ,allerdings besa die ,bohne bei den ,vlkern des ,altertums nicht solche ,verbreitung und ,beliebtheit wie ,erbse und ,linse2 aber bei manchen ,vlkern stand sie in um so hherem ,ansehen4 ,bei den ,hebrern war die ,saubohne nach dem ,zeugnisse der ,bibel schon ums ,jahr #ajjj v4 ,chr4 als ,volksnahrungsmittel bekannt und beliebt4 ,auch die alten gypter aen sie4 ,so haben sich in einem ,grabe des mittleren ,reiches aus der #ab4 ,dynastie 7#bjjj-aghh v4 ,chr47 in der ,totenstadt von ,theben einige1 gegenber der heutigen etwas kleinere ,samen der ,saubohne als ,totenbeigabe gefunden4 ,immerhin erlangte diese ,nhrfrucht keinerlei ,bedeutung fr das ,land1 so da wir die an sich falsche ,behauptung des griechischen ,geschichtschreibers ,herodot 7#dhd-dbd v4 ,chr471 der ja selbst in gypten und ,babylonien war und dem wir ein ,urteil in dieser ,sache zuerkennen drfen1 einigermaen begreifen4 ,er schreibt nmlich3 ,saubohnen pflanzt man aber nicht in gypten1 und die herauskommen1 it man nicht so 7wie bei uns -- also roh1 so lange die ,samen noch unreif sind71 noch speist man sie gekocht4 ,die ,priester ertragen nicht einmal ihren ,anblick48 ,als ,grund der ,verpnung mutmat ,herodot die starken ,blhungen1 die sie verursachen4 ,der griechische ,schriftsteller ,plutarch 7#ej-abj n4 ,chr47 dagegen sagt1 die ,saubohnen seien den gyptischen ,priestern verboten1 weil sie zu stark nhren4 ,das ist natrlich eine falsche ,annahme dieses ,autoren4 ,wir werden bald erkennen1 was der wirkliche ,grund dieser ,speiseentsagung war4 ,bei den ,griechenstmmen dagegen spielten die ,saubohnen schon seit den ltesten ,zeiten eine nicht unwichtige ,rolle als ,nahrungsmittel4 ,so werden schon in der ,ilias kamoi melanochres1 d4 h4 schwarzsamige ,bohnen1 die nichts anderes als ,saubohnen waren1 als ,speise der ,helden erwhnt1 und in den ,trmmern von ,troja sind reichliche verkohlte ,vorrte von ,saubohnen gefunden worden1 die heute noch nach ,schliemann eine der gewhnlichsten ,ackerfrchte der ,troas bilden4 ,in ,griechenland und noch mehr in ,italien war sie von jeher bis heute ein sehr beliebtes ,volksnahrungsmittel4 ,auf griechischem ,boden tritt sie uns vorgeschichtlich in einem bronzezeitlichen ,fund aus ,heraklea auf ,kreta entgegen4 ,in ,oberitalien ist sie sogar aus dem ,ende der neolithischen ,zeit vor etwa #djjj ,jahren nachgewiesen4 ,nrdlich der ,alpen lt sie sich1 wie die ,funde der ,pfahlbauten des ,bieler1 ,neuenburger und ,murtner ,sees beweisen1 erst in der ,bronzezeit zwischen #ahjj und #aejj v4 ,chr41 und in ,norddeutschland erst zu ,beginn der als ,hallstattperiode bezeichneten ersten ,eisenzeit nach #gej v4 ,chr4 nachweisen4 ,im europischen ,norden haben wir ,funde von ,saubohnen bis jetzt erst aus der ,vlkerwanderungszeit1 doch beweist der gemeingermanische ,bohnenname -- althochdeutsch bna --1 der nur dem ,gotischen fehlt1 da ihr ,anbau bis in die vorgeschichtliche ,zeit zurckreicht4 ,jedenfalls kannten sie die ,angeln und ,sachsen vor ihrer ,auswanderung nach ,england1 wie die angelschsische ,bezeichnung bean1 altnordisch bon1 althochdeutsch bna1 mittelhochdeutsch bone fr das neuhochdeutsche ,wort ,bohne beweist4 ,wenn freilich der ltere ,plinius1 der von #de-eb n4 ,chr4 in der rmischen ,reiterei in ,germanien diente und unter den ,kaisern ,nero und ,vespasian mehrere hohe ,zivil- und ,militrmter bekleidete1 in seiner ,naturgeschichte berichtet1 die rmischen ,soldaten htten die ,nordseeinsel ,burcana 7vielleicht das heutige ,borkum7 wegen der ,menge der dort angeblich wild wachsenden ,bohnen ,fabaria genannt1 und wenn derselbe ,autor an einer anderen ,stelle eine weitere ,nordseeinsel mit dem augenscheinlich germanischen ,namen ,baunonia ,bohneninsel8 erwhnt1 so ist unter diesen wildwachsenden fabae oder ,bohnen nach de ,candolle1 ,buchenau und ,krause nicht die ,saubohne1 sondern eine ,erbsenart1 ,pisum maritimum1 zu verstehen1 die heute noch massenhaft auf den ,dnen der ,nordseeinseln wild wchst4 ,nach den eingehenden ,untersuchungen von ,buschan lassen sich unter den seit der ,bronzezeit kultivierten vorgeschichtlichen ,bohnen wenigstens zwei ,abarten unterscheiden1 nmlich eine kleinere1 rundliche1 die den stlichen ,fundsttten3 ,kleinasien1 ,griechenland1 ,ungarn und ,schweiz eigen ist1 und eine lngere1 flache1 die in ,spanien1 ,sdfrankreich und ,deutschland ausschlielich gefunden wird4 ,in ,oberitalien scheinen beide zusammenzutreffen4 ,wahrscheinlich sind sie von entgegengesetzten ,richtungen ausgegangen1 die kleinere1 rundliche vom ,orient und die lange1 flache von ,westen4 ,de ,candolle hat diesen doppelten ,ursprung vermutet und seine ,ansicht ist durch ,buschans ,untersuchungen besttigt und ergnzt worden4 ,die ,heimat der ersteren ist in ,sdkaspien1 diejenige der letzteren dagegen in ,spanien und ,nordafrika zu suchen4 ,beide ,abarten1 die unserer ,sau- und ,pferdebohne entsprechen1 sind nahe ,verwandte der wilden ,wicke1 und zwar drfte die ,stammart der ,form mit lngeren1 flachen ,bohnen ,vicia narbonensis sein1 eine in den ,mittelmeerlndern und in ,westasien bis nach dem ,kaukasus1 ,nordpersien und ,mesopotamien hin wild wachsende ,wickenart1 die schon im ,altertum kultiviert wurde4 ,heute noch wird diese als schwarze ,ackerbohne bezeichnete ,art in ,frankreich und ,italien1 aber auch bei uns in leichtem ,boden als ,viehfutter angebaut und gibt in mildem ,klima einen reichen ,ertrag an ,krnern4 ,die schwarzen ,flecken in den weien ,blten der ,saubohne galten im ,altertum als ,schriftzeichen des ,todes2 demgem galt die ,pflanze als ,symbol des ,todes4 ,deshalb durften die gyptischen ,priester keine ,saubohnen essen1 whrend das ,volk solche1 im ,altgyptischen arschan genannt1 a4 ,auch der #ehj v4 ,chr4 in ,samos geborene groe griechische ,philosoph ,pythagoras der #ebi nach ,kroton in ,unteritalien bersiedelte1 um der ,gewaltherrschaft des ,tyrannen ,polykrates von ,samos zu entgehen1 und hier einen spter weit verbreiteten1 durch die gyptische ,geheimlehre weitgehend beeinfluten ,bund stiftete1 der ethische und politische ,zwecke verfolgte1 verbot seinen ,schlern den ,genu von ,saubohnen4 ,sonst wurden solche vornehmlich bei ,totenmhlern und ,trauerfesten als ,speise aufgetragen4 ,auf dem heiligen ,wege von ,athen nach ,eleusis stand ein dem ,bohnengott ,kyamites geweihter ,tempel1 in welchem das zu den dem ,dienste der unterirdischen ,mchte und des ,unsterblichkeitsglaubens gewidmeten ,mysterien ausziehende ,volk dem mit dem ,tod in ,zusammenhang gebrachten ,gotte ,saubohnen als ,todessymbole opferte4 ,auch im alten ,italien brachte man den ,unterirdischen ,bohnenopfer dar1 so warf der ,hausvater an dem am #i41 #aa4 und #ac4 ,mai gefeierten ,feste der ,lemurien zur ,vershnung der als schreckhafte1 belwollende ,spukgeister gedachten ,lemuren oder bsen ,geister ,verstorbener nachts schwarze ,saubohnen ber den ,kopf hinter sich1 um sich und die ,seinigen von deren ,macht zu lsen2 und am #ba4 ,april1 an welchem ,tage der ,sage nach die ,stadt ,rom gegrndet worden sein soll1 besprengte man am ,feste der altitalischen ,hirtengttin ,pales -- deren ,name1 nebenbei bemerkt1 dem ,worte palatium auf dem palatinischen ,hgel zugrunde liegt1 woraus dann unsere ,bezeichnung ,palast hervorging --1 den ,palilien1 den ,boden mit einem in ,wasser getauchten ,lorbeerzweige1 entzndete darauf ein ,feuer mit ,bohnenstroh und sprang zur ,entshnung darber1 trieb auch seine ,herdentiere hindurch1 um sie im kommenden ,jahre vor ,erkrankung und allem ,bsen zu schtzen4 ,in ,athen dienten weie und schwarze ,bohnen1 die als ,ja und ,nein galten1 zur ,abstimmung4 ,auch bei anderen ,vlkern ,europas1 besonders bei den ,germanen und ,slawen1 wurden ,saubohnen speziell zu ,totenopfern gebraucht4 ,die verschiedenen1 auf die ,saubohnen bezglichen ,zeugnisse der ,inder1 ,griechen1 ,rmer1 ,germanen und ,slawen hat nun ,l4 von ,schrder eingehend geprft und kam dabei zum sichergestellten ,ergebnis1 da die ,saubohnen schon in der indogermanischen ,urzeit als ,speise fr die ,lebenden und dann auch als ,opfer fr die ,geister der ,abgeschiedenen bekannt und beliebt waren4 ,whrend sich dieser uralte ,gebrauch bei den meisten indogermanischen ,stmmen mehr oder weniger verwischte1 blieb er besonders bei den in sakralen ,dingen so beraus konservativen ,rmern in der altertmlichen ,form als nchtlicherweile mit abgewandtem ,gesicht dargebrachtes ,opfer an die ,geister der ,verstorbenen erhalten4 ,das altertmliche ist hier eben die scheue ,abwehr dieser gefrchteten ,geister4 ,aber ber die ,indogermanen hinaus mu dieses ,bohnenopfer an die ,totengeister in der ,urzeit in der ,alten ,welt weit verbreitet gewesen sein2 denn auch die gypter und ,vorderasiaten bten solches einst1 und daher rhrt die ,scheu der ,lebenden1 besonders wenn sie priesterliche ,funktionen ausbten1 diese mehr und mehr als ,totenspeise geltende ,frucht zu essen4 ,weil sie den ,toten geopfert wurde1 galt sie eben vielen als unrein und ungeeignet als ,speise der ,lebenden4 ,bei den ,indogermanen ,sdeuropas blieb die ,saubohne aber auch fr die ,lebenden spterhin die wichtige ,speise1 die sie den ,vorfahren jener ,stmme seit grauer ,vorzeit gewesen war4 ,zahlreiche ,stellen aus den ,schriften des ,altertums sprechen von ihr als geschtztem ,nahrungsmittel fr ,menschen und ,tiere4 ,schon in ,homers ,ilias werden sie wie die ,kichererbsen auf der ,tenne durch ,worfeln gereinigt4 ,nach dem rmischen ,ackerbauschriftsteller ,columella im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 wurden sie von ,mitte ,november bis ,ende ,dezember auf recht fettem oder gut gedngtem ,boden1 am besten im ,tale nach vorhergehendem ,pflgen1 wie das ,getreide gest und dann geeggt1 damit sie recht tief zu liegen kamen4 ,er meint3 ,die ,saubohnen 7fabae7 erschpfen das ,land nicht so sehr wie manche andere ,frucht2 jedenfalls gedeiht aber das ,getreide auf einem ,acker1 der brach gelegen hat1 besser1 als auf einem1 der jene ,hlsenfrucht 7siliqua7 getragen hat4 ,das ,ausdreschen der ,bohnen macht keine ,schwierigkeit4 ,man legt eine mige ,anzahl von aufgelsten ,bndeln an das eine ,ende der ,tenne1 vier bis fnf ,leute treiben die ,bndel mit den ,fen allmhlich bis ans andere ,ende und schlagen sie dabei mit ,stcken4 ,sind sie ans ,ende gelangt1 so legen sie das ausgedroschene ,bohnenstroh auf einen ,haufen2 die ,bohnen selbst liegen auf der ,tenne1 und ber diese werden auch die brigen ,bndel hingetrieben und ausgedroschen4 ,um dann die ,bohnen noch von der ,spreu zu sondern1 bringt man sie auf einen ,haufen1 wirft sie mit der ,worfschaufel 7aus ,holz7 weit weg1 wobei die ,spreu eher niederfllt und sich dabei absondert48 ,wenig spter als ,columella schreibt der ltere ,plinius in seiner ,naturgeschichte3 ,unter den ,hlsenfrchten nimmt die ,saubohne 7faba7 den ersten ,rang ein4 ,das aus ihnen gewonnene ,mehl heit lomentum und vergrert das ,gewicht anderer ,mehlsorten1 was auch die brigen ,hlsenfrchte tun4 ,die ,saubohne wird vielfach fr ,menschen und ,vieh als ,nahrung gebraucht und deswegen in den ,handel gebracht4 ,bei den meisten ,vlkern wird sie unter das ,getreide1 besonders die ,kolbenhirse1 gemischt4 ,nach alter ,sitte wird auch ,saubohnenbrei bei ,opfern verwendet4 brigens glaubt man1 da der ,genu der ,saubohnen die ,sinne abstumpft und ,schlaflosigkeit verursacht4 ,aus diesem ,grunde hat ,pythagoras ihren ,genu verboten1 oder1 wie andere meinen1 weil er glaubte1 in ihnen stken die ,seelen ,verstorbener4 ,jedenfalls braucht man sie um dieses ,glaubens willen bei ,leichenfeierlichkeiten 7zum ,totenschmause74 ,varro gibt an1 der ,priester der ,schutzgottheiten esse erstens deswegen keine ,saubohnen1 weil ,seelen in ihnen stecken1 und zweitens1 weil auf ihren ,blten ,trauerbuchstaben stehen4 ,es gilt brigens als ein gutes ,vorzeichen1 wenn man vom ,felde eine ,saubohne mit nach ,hause bringt2 deshalb wird sie auch referiva genannt4 ,bei ,versteigerungen steckt man sie ebenfalls zu sich1 um einen guten ,kauf zu machen4 ,jedenfalls ist sie die einzige ,feldfrucht1 welche sich bei zunehmendem ,monde wieder fllt1 wenn sie hohl genagt ist4 7,natrlich auch ein ,aberglaube1 der daran trotz ihrer hohen ,bildung so reichen ,rmer67 ,in ,seewasser oder anderem gesalzenen ,wasser kann man sie nicht weich kochen4 ,man st sie entweder im ,herbste1 oder im ,frhling2 doch glauben die meisten ,leute1 die ,herbstsaat gebe ,hlsen und ,stengel1 die das ,vieh lieber frit4 ,whrend der ,bltezeit ist ihr reichliche ,bewsserung zutrglich1 nachher aber nicht4 ,in ,mazedonien und ,thessalien pflgt man sie1 sobald sie zu blhen begonnen hat1 zur ,dngung unter48 ,der um #aej n4 ,chr4 lebende rmische ,schriftsteller ,gellius sagt3 ,der rmische flamen dialis 7,oberpriester des ,jupiter7 darf weder eine ,ziege1 noch rohes ,fleisch1 noch ,efeu1 noch ,saubohnen berhren1 noch auch deren ,namen aussprechen48 ,der griechische ,arzt ,dioskurides1 im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr41 behauptet von der ,saubohne 7kamos71 sie sei jung oder alt schwer zu essen1 blhe1 mache schweren ,atem und stre den ,schlaf4 ,doch bekomme sie besser1 wenn man das erste ,wasser beim ,kochen weggiee4 ,das ,mehl der ,bohne werde uerlich als ,heilmittel aufgelegt4 ,auch sein ,volksgenosse und ,kollege ,galenos im #b4 ,jahrhundert n4 ,chr4 urteilt ber sie1 sie blhe1 man mge sie zubereiten wie man wolle4 ,man gebe sie als ,brei gekocht oder gebacken vornehmlich den ,gladiatoren zu essen1 da sie viel ,fleisch ansetze1 das aber nicht fest1 sondern mehr schwammig sei4 ,junge1 grne ,saubohnen essen manche ,leute roh oder kochen sie mit ,zusatz von ,fett4 ,auch als ,pferdefutter waren sie neben der ,gerste sehr beliebt4 ,so schreibt ,columella3 ,sind gesunde ,pferde mager1 so kommen sie schneller durch gersteten ,weizen als durch ,gerste zu ,krften4 ,auch gibt man ihnen ,wein zu trinken4 ,spter geht man allmhlich von dieser ,ftterung ab und gewhnt sie an ,saubohnen und reine ,gerste48 ,trotz ihrer blhenden ,wirkung war die ,saubohne auch bei den ,kelten und ,iberiern als ,nhrfrucht sehr verbreitet4 ,von der keltischen ,bevlkerung der ,poebene sagt ,plinius1 da sie1 wie die brigen ,gallier1 zum ,mehle der ,kolbenhirse 7panicum7 stets auch ,saubohnenmehl mischten4 berhaupt werde dort nichts ohne ,beigabe von ,saubohnenmehl bereitet4 ,diese ,vorliebe hat sich lange erhalten4 ,auch die ,germanen nahmen spter diese ,nhrfrucht von ihren ,nachbarn an4 ,so ist ihr ,anbau durch das im #e4 ,jahrhundert in mittelalterlichem ,latein aufgezeichnete ,volksrecht der salischen ,franken und durch das ,breviarium und das ,capitulare de villis ,karls des ,groen vom ,jahre #hab genugsam bezeugt4 ,da in letzterem von fabae majores1 d4 h4 greren ,saubohnen die ,rede ist1 so waren damals offenbar neben diesen auch die kleineren in ,kultur1 letztere vielleicht nur als ,viehfutter1 wie heute noch4 ,die grere ,art aber1 die eigentliche ,saubohne1 dient noch jetzt in ganz ,sdeuropa als beliebtes ,volksnahrungsmittel und ihre unreifen ,samen werden gern roh mit ,brot verspeist4 ,vom frhen ,mittelalter an bildeten sie mit den ,erbsen und ,linsen recht eigentlich eine ,hauptnahrung weiter ,kreise der ,bevlkerung ,mitteleuropas4 ,alle drei ,hlsenfrchte wurden in der christlichen ,zeit mit der ,einfhrung strenger ,fasttage als gebruchlichste ,fastenspeise besonders hufig kultiviert4 ,im ,morgenlande dagegen waren die ,saubohnen frh in ,mikredit geraten4 ,so vermieden es die alten gypter schon im letzten vorchristlichen ,jahrtausend1 ,saubohnen als nach ihrer ,ansicht unreine ,speise zu essen4 ,sie zogen deren ,samenkrnern diejenigen der in den ,teichen massenhaft gezogenen1 aus dem fernen ,indien zu ihnen gelangten blaublhenden ,lotosblume 7,nelumbium speciosum7 vor1 die lange ,zeit allgemein als ,nahrung dienten1 so da sie die ,griechen und ,rmer geradezu als gyptische ,bohnen 7fabae aegyptiacae7 bezeichneten4 ,als aber die sie liefernde ,pflanze eine immer grere ,rolle im ,kultus spielte und damit zu einer heiligen gestempelt wurde1 verboten die ,priester auch dem gemeinen ,volke den ,genu dieser ,speise1 die sie selbst wegen der ,heiligkeit1 die von ihnen der ,erzeugerin der ,samen beigemessen wurde1 schon lngst mieden4 ,dieses ,verbot war um so leichter durchzufhren1 als die alten gypter in den ,samen der bereits erwhnten ,wolfsbohne 7,lupinus termis7 -- arabisch termus -- eine krftige1 heute noch im ,niltal vielfach angepflanzte ,nahrung besaen4 ,spter wurden dann in jenem ,lande als wichtige ,krnerfrucht die im tropischen ,afrika heimische ,bohnenart mit schwarzgenabelten ,samen1 ,dolichos melanophthalmos1 eingefhrt4 ,die alten ,griechen dagegen lernten durch den ,zug ,alexanders des ,groen nach ,indien im ,jahre #cbg v4 ,chr4 eine damit verwandte niedere ,bohnenart kennen1 von der sie ,samen in ihre ,heimat mitbrachten4 ,es ist dies die heute noch in ,ostindien im groen angebaute ,dolichos biflorus1 deren junge ,hlsen und reife ,samen als beliebte ,nahrung fr ,menschen und ,tiere dienen4 ,ihre ,blten sind violett oder wei1 die ,samen dunkel gefrbt und werden nur von der vornehmsten ,kaste der ,brahmanen als fr sie1 die ,gttershne1 unpassende ,speise verschmht4 ,der ausgezeichnete ,pflanzenkenner ,theophrast1 der nach ,alexander dem ,groen ,schler des ,aristoteles war1 erwhnt sie unter der ,bezeichnung dlichos4 ,er schreibt ber sie in seiner ,pflanzengeschichte3 ,die dlichos ist eine ,hlsenfrucht2 sie steigt hoch an ,stangen empor und trgt dann ,frchte4 ,fehlt die ,stange1 so mirt sie und berzieht sich mit ,mehltau48 ,der griechische ,arzt ,dioskurides um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 dagegen nennt sie phasolos und sagt von ihr1 sie sei schwer zu verdauen1 blhe1 mache einen schweren ,atem4 ,grn gekocht bekomme sie besser4 ,als phasiolus tritt sie uns bei ,plinius entgegen1 der in seiner ,naturgeschichte angibt1 man esse von ihr die grnen ,hlsen mit den ,samen4 ,man knne sie in jedes beliebige ,land von ,mitte ,oktober bis ,anfang ,november sen4 ,sind sie reif1 so mssen sie bald geerntet werden1 da sonst die ,samen leicht ausfallen und dann verloren gehen4 ,sein ,zeitgenosse ,columella nennt sie faseolus und sagt1 man se sie zur ,zeit1 da die ,hirse geerntet werde1 wenn nmlich die ,hlsen jung vom ,menschen gegessen werden sollen4 ,sollen aber reife ,samen gezogen werden1 so st man sie erst ,ende ,oktober oder ,anfang ,november4 -- ,wenn man ,salat einmacht1 so legt man auch ganze grne ,bohnen 7mit der ,hlse3 faseolus viridis integer7 dazwischen2 sie mssen vorher einen ,tag und eine ,nacht in ,salzwasser geweicht und dann wieder etwas getrocknet sein48 ,mit den ,rmern1 die sie ziemlich hufig gegessen zu haben scheinen1 gelangte sie auch in die ,lnder nrdlich der ,alpen1 wo sie aber nicht gedeihen konnte1 da es ihr hier zu kalt war4 ,wenn wir daher im ,capitulare de villis ,karls des ,groen vom ,jahre #hab neben den fabae majores1 den ,saubohnen1 die uns von gleichzeitigen ,geschichtschreibern als beliebte ,speise der ,franken hingestellt werden1 als weiteres ,gemse den faseolus erwhnt finden1 so kann dies kaum eine der durch ihr ,wrmebedrfnis ausgezeichneten ,dolichosarten1 wie sie noch in ,italien gedieh1 gewesen sein1 sondern war nach ,krnicke vermutlich die rotblhende ,felderbse 7,pisum arvense71 von der wir sahen1 da sie schon im ,altertum in den ,mittelmeerlndern kultiviert wurde4 ,jedenfalls steht fest1 da der ,name phaseolus im ,mittelalter auf die ,erbse bertragen wurde4 ,die ,bezeichnung fasol 7und das davon herrhrende faseln7 war in ,oberdeutschland bis zum ,bekanntwerden der amerikanischen ,gartenbohne1 ja noch bis ins #ag4 ,jahrhundert hinein der allgemein angewandte volkstmliche ,name fr ,erbsen4 ,vom #af4 ,jahrhundert ging er dann auf die damals neu eingefhrte ,gartenbohne ber1 begnstigt vom zuflligen ,gleichklang des amerikanischen ,wortes frisol fr letztere1 woraus das spanische frijol fr ,saubohne und fajol fr ,gartenbohne und daraus endlich das neuhochdeutsche ,fisole stammt4 ,unsere gemeine ,gartenbohne oder ,fisole -- italienisch fagiolo und neugriechisch fasulia -- auch ,schminkbohne genannt1 weil das ,mehl ihrer ,samen die ,haut glttet und deshalb als ein ,bestandteil der weien ,schminke benutzt wurde 7,phaseolus vulgaris71 die in #gj ,spielarten windend als ,stangen-1 ,speck-1 ,kugel-1 ,eier- und ,negerbohnen1 oder nicht windend als ,busch-1 ,zwerg-1 ,zucker- oder ,frhbohnen auf dem ,felde und im ,garten der grnen1 unreifen ,hlsen und reifen ,samen halber kultiviert wird1 stammt mit der von den ,peruanern ebenfalls als ,gemsefrucht gezogenen ,feuerbohne 7,phaseolus multiflorus7 aus ,sdamerika und verdrngte nach ihrer ,einfhrung durch die ,spanier mit ihren ertragreicheren und hrteren1 weien ,samen bald die schwarzsamige ,dolichosbohne ,ostindiens aus ,sdeuropa4 ,diese heute bei uns allgemein verbreiteten neuweltlichen ,gartenbohnen hat man nicht nur in ,sdamerika1 in den ,grbern des ,totenfeldes von ,ancon in ,peru1 sondern auch in ,nordamerika als ,grabbeigabe in vorgeschichtlichen ,grbern gefunden1 als ,beweis dafr1 da dieses ,gemse schon lange vor der ,entdeckung ,amerikas durch die ,europer aus seiner sdamerikanischen ,heimat1 wo sie zur ,kulturpflanze erhoben wurde1 durch den ganzen ,kontinent1 und zwar in mehreren ,spielarten1 die wir heute noch kultivieren1 bis weit nach ,norden verbreitet worden war4 ,die groen botanischen ,werke aus der zweiten ,hlfte des #af4 ,jahrhunderts unterscheiden sehr wohl zwischen amerikanischen und gyptischen1 d4 h4 also ,dolichosbohnen4 ,der franzsische ,arzt und ,botaniker ,clusius 7,charles de l',ecluse1 geb4 #aebe zu ,arras1 war von #aega-aehg kaiserlicher ,gartendirektor in ,wien unter ,maximilian ,,ii4 und von #aeic an ,professor der ,botanik in ,leiden in den ,niederlanden1 wo er #afji starb7 sah die weisamige ,gartenbohne zuerst #aefd bei ,gelegenheit einer naturwissenschaftlichen ,reise in ,spanien und kurz darauf die ,feuerbohne mit grellroten ,blten und schmutzig rot oder violett und schwarz marmorierten ,samen in einem ,kloster zu ,lissabon4 ,dort erhielt er auch ,bohnensamen aus ,brasilien zum ,geschenk4 ,diesen brachte er nach seiner ,heimat ,frankreich mit und lie ihn hier wachsen4 ,die daraus erzielten ,samen schenkte er an seine ,freunde weiter1 die sie wiederum in ihren ,grten pflanzten4 ,so verbreiteten sich diese welschen8 oder ,stangenbohnen8 in den verschiedensten ,arten immer weiter unter dem ,volke und wurden zu dem unentbehrlichen ,gemse1 das sie heute sind2 doch ging die ,kunde der ,einfhrung der ersteren aus der ,neuen ,welt spter verloren1 bis erst im #ah4 ,jahrhundert diese ,tatsache aufs neue erkannt wurde4 ,so war der ,regensburger ,apotheker ,j4 ,weinmann einer der ersten1 der in seinem vierbndigen1 von #agcg-agde herausgegebenen1 in ,kupfer gestochenen ,pflanzenatlas mit erluterndem ,text die ,ansicht uert1 da die ,gartenbohnen wie der ,mais aus ,amerika stamme4 ,er unterscheidet diese als amerikanische und brasilische ,bohnen sehr wohl von den vor der ,entdeckung ,amerikas einzig in ,europa gepflanzten gyptischen ,bohnen der ,gattung ,dolichos4 ,schon im #ag4 ,jahrhundert waren diese amerikanischen ,gartenbohnen so volkstmlich1 da ihre ,samen zu dem von den niederlndischen ,malern mit ,vorliebe dargestellten ,bohnenfeste benutzt wurden4 ,dieses am #e4 ,januar gefeierte ,bohnenknigsfest81 in ,frankreich unter der ,bezeichnung ,le roi boit8 bekannt1 war ein ,nachklang an die rmischen ,saturnalien1 einem der ltesten und volkstmlichsten italischen ,feste1 das in ,rom am #ag4 ,dezember zu ,ehren ,saturns1 des altitalischen ,gottes der ,saaten und der ,fruchtbarkeit berhaupt1 gefeiert wurde4 ,dieses unter den rmischen ,kaisern auf eine volle ,woche ausgedehnte ,fest bedeutete eine sinnbildliche ,rckkehr zu jenen glcklichen ,zeiten1 da unter der ,regierung des als ,herrscher von ,latium gedachten ,gottes1 den man dem griechischen ,gotte ,chronos gleichstellte1 nur ,friede und ,freude1 allgemeine ,freiheit und ,gleichheit unter den ,menschen geherrscht haben sollen4 ,daher wurden die ,saturnalien mit ausgelassenem ,jubel und allgemeinem ,schmausen begangen1 an dem auch die ,sklaven ,anteil hatten4 ,sie saen mit ihren ,herrn zu ,tische und wurden von diesen zuerst bedient1 genossen berhaupt unbeschrnkte ,freiheit4 ,man beschenkte sich gegenseitig mit allerhand ,geschenken1 besonders mit ,wachskerzen und kleinen ,tonfiguren1 wie sie die ,kinder als ,spielzeug gebrauchten1 eine ,sitte1 deren ,nachhall in der christlichen ,weihnachtsfeier nicht zu verkennen ist4 ,auch in der rmischen ,armee wurde das ,fest1 aber in ihrer ,weise gefeiert4 ,durchs ,los wurde ein ,knig fr die ,festzeit bestimmt1 dem sich alle zu fgen hatten4 ,seine unbeschrnkte ,macht hatte aber bald ein ,ende1 indem er am ,ende der ,saturnalien als ,shnopfer geschlachtet wurde4 ,ein ,zeichen1 wie brutal diese ,berufssoldaten1 die ja fr ,straenbau und andere ,werke der ,kultur in den ,provinzen zweifellos sehr groe ,verdienste sich erwarben1 im tiefsten ,grunde waren4 ,spter wurde meist ein ,verbrecher mit dieser zweifelhaften ,wrde bekleidet1 indem man ihm einige ,tage vor der ,hinrichtung diese letzte ,freude gewhrte4 ,und als das rmische ,weltreich in den ,wirren der ,vlkerwanderung zugrunde gegangen war1 hatte sich in ,frankreich1 ,england1 in den ,niederlanden und am ,rhein dieser aus der ,zeit der rmischen ,besatzung stammende1 ursprnglich ernsthafte ,brauch als scherzhaftes ,volksfest erhalten4 ,es fand am #e4 ,januar statt und der ,knig des ,tages wurde in jeder ,familie in der ,weise gewhlt1 da ein ,knigskuchen verspeist wurde1 in welchem eine ,bohne hineingebacken war2 wer diese in seinem ,stcke fand1 war ,knig und whlte sich eine ,knigin und einen ,hofstaat1 der ihn auf alle erdenkliche ,weise bedienen mute4 ,so oft der ,knig trank1 mute der ganze ,kreis rufen3 ,der ,knig trinkt6 weshalb eben dieses ,fest in ,frankreich nur le roi boit8 genannt wurde4 ,wer den ,ruf unterlie1 der mute zur ,strafe trinken81 wie man sich in ,studentenkreisen ausdrckt in die ,kanne steigen81 oder etwas zahlen oder ein ,pfand geben1 das nachher ausgelost wurde und damit wiederum ,gelegenheit zu neuen ,lachereien und ausgelassenen ,scherzen gab4 ,bei dieser burlesken ,feier wurde auch das berhmte1 bisher allerdings in einem zuverlssigen alten ,texte noch nicht aufgefundene ,bohnenlied8 gesungen1 das mit ,zweideutigkeiten so gepfeffert war1 da heute noch das ,sprichwort von einer allzustarken ,zumutung sagt1 es gehe noch ber das ,bohnenlied4 ,da solche ausgelassene husliche ,szenen die derben1 naturalistischen niederlndischen ,maler zur ,wiedergabe reizten1 ist ja sehr wohl begreiflich4 ,so haben flmische wie hollndische ,maler1 ,katholiken wie ,protestanten1 wie ,jakob ,jordaens1 die beiden ,david ,teniers1 ,jan ,steen1 ,gabriel ,metsu und wie sie alle heien1 mit innerlichstem ,vergngen dieses lachende1 mutwillige ,fest geschildert4 ,auer den ,niederlanden kannten auch das von deutschen ,franken durchsetzte ,nordfrankreich sowie ,england die ,sitte sogut wie in ,deutschland die ,rheingegend4 ,diser ,brauch der ,knigreich1 darinn auch viel ,buoberei geschicht1 ist frnehmlich gmein am ,reinstrom81 sagt im #af4 ,jahrhundert der bekannte sddeutsche1 lange im ,elsa lebende ,sittenschilderer ,sebastian ,franck1 der #aedb in ,basel starb4 ,eine noch weit wichtigere ,rolle1 als bei uns die aus ,sdamerika eingefhrten ,gartenbohnen1 spielt in ganz ,ostasien die ,sojabohne 7,glycine hispida7 als eine beraus wichtige ,kulturpflanze4 ,von den vier in ,asien und ,afrika wachsenden ,glycinearten kommt die wahrscheinlich ihre ,stammform bildende ,art in ,china1 ,japan und den ,amurlndern wild vor4 ,als solche ist sie viel kleiner und weniger verzweigt als die ,kulturpflanze1 die sich in vielen ,varietten in weiter ,verbreitung in ,asien1 besonders in ,china und ,japan vorfindet4 ,sie ist eine einjhrige ,pflanze mit #j1e-a m hohem1 etwas windendem ,stengel1 langgestielten1 dreizhligen ,blttern1 die wie ,stengel und ,zweige dicht rotbraun behaart sind1 kurzgestielten ,bltentrubchen mit kleinen1 unscheinbaren1 blavioletten ,blten und sichelfrmig gekrmmten1 trockenhutigen1 rtlich behaarten ,hlsen mit #b-e ,samen4 ,sie braucht zu ihrer ,entwicklung viel ,licht und hochgradige ,wrme und gedeiht auer in den ,tropen nur in den ,subtropen als ,sommergewchs4 ,fr eine ergiebige ,kultur verlangt sie trockenen1 tiefgrndigen1 an mineralischen ,nhrstoffen reichen ,boden4 ,ein groer ,vorzug derselben besteht in einer bedeutenden ,anpassungsfhigkeit an ,boden und ,klima1 in der ,immunitt gegen ,schmarotzerpilze und nie versiegender ,fruchtbarkeit4 ,bei uns in ,mitteleuropa hat sie begreiflicherweise keine befriedigenden ,resultate gegeben1 da ihre ,vegetationszeit selbst im warmen ,klima #acj ,tage betrgt und daher die ,samen hier nicht mehr reifen4 ,diese letzteren sind rundlich1 lnglich oder nierenfrmig1 gelblich1 braunrot1 grnlich oder schwarz4 ,ihr ,nhrwert ist gegenber den brigen ,hlsenfrchten ein sehr hoher und durch hohen ,fettgehalt ausgezeichnet4 ,in dem so beraus volkreichen ,china lebt ein groer ,teil der ,bevlkerung von ,sojagerichten1 auch dient sie vielfach zur ,gewinnung von ,speisel4 ,hier ist die ,kultur der ,sojabohne bereits seit #dgjj ,jahren nachzuweisen1 indem ,kaiser ,schen-nung ums ,jahr #bhjj v4 ,chr4 solche neben den damals gebruchlichen vier ,getreidearten3 ,reis1 ,gerste1 ,weizen und ,hirse beim ,frhlingsfeste zur ,aufmunterung des ,volkes hchst eigenhndig pflanzte4 ,wie in ,china wird auch in ,japan1 das ebensowenig ,tiermilch produziert und deshalb keine ,butter besitzt1 der aus ihnen gewonnene fettige ,brei zum ,schmelzen der ,speisen benutzt und die sehr eiweireichen ,sojagerichte dienen in diesem ,lande bis zu einem gewissen ,grade als ,ersatz des nur selten gegessenen ,fleisches4 ,besonders wertvoll sind die ,sojabohnen den ,japanern zur ,herstellung der von ihnen als groe ,delikatesse geschtzten ,sojasauce ,shoju1 die nicht nur in ganz ,ost- und ,sdasien sehr beliebt ist1 sondern auch in ,europa mehr und mehr ,anerkennung findet2 dient sie doch in erster ,linie zur ,bereitung der berhmten englischen ,worcestersauce1 die ja in vielen vornehmen ,haushaltungen auch des ,kontinentes gebraucht wird4 ,um die ,shojusauce zu bereiten werden gleiche ,teile ,sojabohnen und ,weizen genommen und #a-c ,teile ,wasser hinzugefgt4 ,die ,bohnen werden halbgar gekocht1 der ,weizen gerstet und gemahlen1 darauf wird alles grndlich vermengt und etwas gedmpfter ,reis mit ,kulturen des ,schimmelpilzes ,aspergillus oryzae dazu getan4 ,das ,ganze wird in ,holzksten drei ,tage lang einer ,temperatur von #be ,c4 ausgesetzt1 wobei sich die ,masse vollstndig mit ,schimmel bedeckt4 ,hierauf wird sie mit ,hinzugabe von #a-f ,teilen ,kochsalz in groe ,holzkbel getan1 worin sie lngerer ,grung bei mglichst niedriger ,temperatur berlassen wird4 ,der anfangs dicke1 graue ,brei wird wiederholt umgerhrt1 wobei er allmhlich flssiger wird und schlielich eine braune ,farbe annimmt4 ,die ,grung dauert #b-e ,jahre und das ,produkt ist um so feiner1 je lnger sie bestanden hat4 ,neben dem ziemlich dicken1 tiefbraunen ,shoju1 von dem man wegen seiner ,strke nur sehr wenig nehmen darf1 wird in ,japan noch ein anderes ,sojaprparat1 ein weniger durchgreifend vergorener ,brei1 der ,miso1 viel verwendet4 ,ebenfalls als ,wrzmittel dient der aus einem wsserigen ,auszuge der gekochten ,sojabohnen durch ,kochsalz gefllte ,tofu4 ,daneben werden verschiedene andere ,prparate aus dieser ,bohnenfrucht in ,verbindung mit ,salz und meist auch gekochtem ,reis von allen ,schichten der ,bevlkerung ,japans in groer ,menge gegessen4 ,sehr beliebt und durch ,hndler berall auf den ,straen der japanischen ,stdte feilgeboten sind besonders se ,kuchen aus ,sojabohnenmehl und ein aus gekochten und zerquetschten ,sojabohnen durch ,grung infolge ,stehenlassens im ,keller erzeugter1 mit ,shojusauce gewrzter ,kse4 ,in sterreich dagegen werden die ,sojabohnen als beliebtes ,kaffeesurrogat benutzt4 ,die wichtigste ,bohnenart ,ostindiens ist die ,mungobohne 7,phaseolus mungo71 deren junge ,sprossen ebenfalls rotbraun behaart sind4 ,die sehr kleine1 #d-e cm lange ,hlse enthlt #aj-ae grasgrne ,samen1 die kaum ein ,drittel so gro wie ,erbsen sind und einen deutlichen ,nabel aufweisen4 ,sie ist im ,lande selbst heimisch und wchst im ,himalaja bei etwa #bjjj m ,hhe wild4 ,die ansehnliche ,zahl von ,spielarten und das ,vorhandensein von drei verschiedenen indischen ,namen fr sie beweisen mit ,sicherheit1 da diese ,nhrfrucht schon sehr lange in jenem ,lande gebaut wird4 ,sehr frh kam sie nach gypten und in die ,lnder am oberen ,nil1 spter auch nach ,ostafrika1 wo sie ebenfalls sehr geschtzt und wie unsere ,gartenbohnen zubereitet wird4 ,sonst ist die hauptschlich in ,afrika gepflanzte ,bohne die hochwindende ,helmbohne 7,dolichos lablab7 mit sehr langgestielten ,bltentrauben1 die nach dem ,verblhen noch weiter wachsen4 ,die kahle1 ziemlich flachgedrckte ,hlse enthlt #b-e bohnengroe ,samen1 deren weier ,nabel fast die ganze ,lngsseite derselben einnimmt und durch seine ,form an die ,raupen frherer ,soldatenhelme1 wie sie namentlich in ,bayern getragen wurden1 erinnert4 ,ursprnglich im tropischen ,afrika heimisch1 wird diese ,pflanze jetzt der jungen ,hlsen und schwarzen oder braunen ,samen wegen berall in den ,tropen und ,subtropen als eine der wichtigsten ,gemsepflanzen in vielen ,varietten kultiviert4 ,ebenfalls afrikanischen ,ursprungs scheint die nirgends mehr wild angetroffene ,lubiabohne 7,dolichos lubia7 zu sein1 die schon lange in der ,nilgegend1 ebenso in ,syrien1 ,persien und ,indien angebaut wird4 ,im alten gypten war sie noch nicht bekannt2 jedenfalls hat sie sich erst im ,laufe der letzten zwei ,jahrtausende nach ,vorder- und ,sdasien verbreitet4 ,gleicherweise ist der gelbblhende indische ,bohnenstrauch 7,cajanus indicus71 der namentlich in ,ostindien1 aber auch in ,italien und ,sdamerika fleiig kultiviert wird1 in ,afrika heimisch4 ,er findet sich im tropischen ,teile des ,kontinents bis nach ,obergypten hin wild1 und wird heute noch in ,nubien und dem gyptischen ,sudan der ,samen wegen angebaut1 die nach ,form und ,gre unseren ,erbsen gleichen1 aber nicht so wohlschmeckend und zudem schwer verdaulich sind4 ,dieser ,schmetterlingsbltler mu bereits im alten gypten angebaut worden sein1 da man unter den vorhin mehrfach genannten ,grberfunden des mittleren ,reiches in ,theben aus der ,zeit der #ab4 ,dynastie 7#bjjj-aghh v4 ,chr47 auch einen ,samen von ihm fand4 ,die mondfrmige ,bohne 7,phaseolus lunatus7 dagegen1 die heute in ,afrika fast berall zwischen den ,wendekreisen angebaut wird und sich neuerdings ber ,indien nach ,china verbreitet hat1 stammt zweifellos aus ,sdamerika1 wo sie ausschlielich in ,zentralbrasilien und in der ,region des ,amazonenstromes wild gefunden wird4 ,ihre ,samen finden sich mehrfach unter den ,grabbeigaben des ,totenfeldes von ,ancon in ,peru4 ,schon vor der ,ankunft der ,europer hatte sich diese ,bohnenart in einer durch die ,kultur grofrchtig gewordenen ,form durch ganz ,sd- und ,zentralamerika verbreitet und scheint dann durch portugiesische ,sklavenhndler zuerst nach der ,guineakste gebracht worden zu sein1 von wo aus sie sich mit der ,zeit ber ganz ,afrika und spter auch ,sd- und ,ostasien verbreitete4 ,erst vor wenigen ,jahrzehnten ist endlich die mit #cj-dj cm langen1 hellgrnen ,hlsen ausgestattete ,riesenbohne 7,phaseolus sesquipedalis71 die ein ausgezeichnetes ,gemse liefert1 aus ihrer ,heimat1 dem tropischen ,amerika1 nach ,sdasien und ,sdeuropa gebracht worden1 wo sie sich zunehmender ,beliebtheit erfreut4 ,im warmen ,afrika heimisch1 wo sie in ,nubien1 ,kordofan1 ,sennar und ,abessinien wildwachsend angetroffen wird1 ist der heute vielfach zwischen den ,wendekreisen1 auch in der ,trkei und in ,griechenland1 besonders aber in ,ostindien als ,gemsepflanze angebaute ebare ,eibisch 7,hibiscus esculentus7 oder die ,gombobohne1 auch ochro1 von den ,arabern bamia1 im ,sudan weka genannt4 ,sie hat gelbe ,blten und wird medizinisch wie unser ,eibisch verwendet4 ,die ganz jungen ,frchte werden wie ,kapern eingemacht1 die alten bis #h cm langen fnfkantigen ,samenkapseln dagegen werden unreif als wohlschmeckende und nahrhafte ,speise ganz gekocht oder man benutzt dazu nur die unreifen1 bohnenfrmigen1 grauen ,samen1 die viel ,schleim enthalten und teilweise den ,speisen hinzugesetzt werden4 ,die reifen ,bohnen dagegen verwendet man zu einem beliebten1 warm getrunkenen1 wie ,kaffee bereiteten und deshalb auch als ,gombokaffee bezeichneten ,getrnk4 ,sie werden gebrannt1 zerstoen und mit heiem ,wasser ausgezogen2 die dadurch entstandene kaffeeartige ,brhe besitzt einen sehr angenehmen1 gewrzhaften ,geschmack und wirkt nicht nervenerregend wie der arabische ,kaffee4 ,die ,kultur der ,pflanze ist in gypten eine sehr alte und findet sich bereits in einem ,grabe der #ab4 ,dynastie 7#bjjj-ahgg v4 ,chr47 in ,beni ,hassan dargestellt4 ,in von der ,darstellung der ,rebenkulturen abweichenden ,laubengngen1 die dicht mit den rankenden ,schossen der ,pflanze berzogen sind1 sind drei ,arbeiter mit dem ,abpflcken der charakteristisch dargestellten ,schoten beschftigt4 ,einer derselben1 der hockt1 da ihm der niedere ,bogengang nicht erlaubt sich aufzurichten1 wirft die ,frchte in einen hohen ,korb mit durchbrochenem ,geflecht4 ,der daneben in einem hheren ,bogen ganz aufrecht stehende zweite ,arbeiter trgt in seiner ,linken einen kleinen1 viereckigen1 an zwei ,schnren getragenen ,korb und langt mit der ,rechten nach den ,frchten in das ,gerank hinein4 ,der dritte bckt sich1 um ,nachsuche in den ,stauden zu halten1 whrend ein vierter ,arbeiter in zwei groen1 an einer ,stange ber der ,schulter getragenen ,krben die gepflckten ,frchte wegtrgt4 ,im ,mittelalter hat der arabische ,gelehrte ,abdul ,abbas ,enabati1 der #abaf gypten bereiste1 den ,gombo gut beschrieben1 ebenso der ,venezianer ,prosper ,alpino 7#aeec-afag71 der ihn nach einem ,aufenthalt in gypten in seinem ,werk ber gyptische ,pflanzen genau abbildete und als ,bamia moschata beschrieb4 ,ein naher ,verwandter desselben ist der ,bisameibisch 7,hibiscus abelmoschus71 der ebenfalls in gypten wie berall in den ,tropen1 auch in ,amerika1 kultiviert wird4 ,es ist ein #b-c m hoher1 in ,ostindien heimischer ,strauch mit groen1 gelben1 im ,grunde dunkelroten ,blten4 ,seine erbsengroen1 nierenfrmigen1 schwarzbraunen1 in frischem ,zustande stark nach ,bisam 7,moschus7 riechenden und bitterlich schmeckenden ,samen mit erhabenen braunen ,rippen1 die ,bisam- oder ,abelmoschuskrner1 dienten frher als krampfstillendes ,mittel2 jetzt werden sie nur noch zu ,parfmerien1 besonders zur ,herstellung des wohlriechenden zyprischen ,haarpuders verwendet4 ,frher benutzte man sie auch1 namentlich in ,frankreich1 zur ,anfertigung von ,rosenkrnzen4 ,die ,stengel dieses1 wie besonders auch des zu diesem ,zwecke in ,indien gepflanzten ,hibiscus tetraphyllus liefern juteartige ,bastfasern1 die als ,bandakaifasern in den ,handel gelangen und in ,nordamerika auch zur ,papierfabrikation benutzt werden4 ,unter den ,doldenbltlern sind ,pastinak und ,mohrrbe die ltesten ,gemsepflanzen1 deren durch ,kultur fleischig gewordene ,wurzeln1 wie wir sahen1 schon vor mehr als #djjj ,jahren von den neolithischen ,pfahlbauern an den ,ufern der ,schweizerseen gegessen wurden4 ,allerdings mgen sie in jener ,frhzeit noch recht bescheidene ,speise dem hungernden ,menschen1 der sie in ,kultur nahm1 geboten haben2 denn diese allenthalben in ,europa und ,nordasien wild wachsenden ,pflanzen haben von ,natur aus eine magere1 dnne ,pfahlwurzel1 da eine fleischige fr sie zwecklos ist4 ,sie sind einjhrige ,pflanzen1 die blhen und ,frucht tragen wollen4 ,selbst durch reichliche ,ernhrung und sorgfltige ,pflege sind sie nicht dazu zu bringen1 fleischige ,wurzeln zu bilden2 das tun sie nur dann1 wenn man sie nicht in einem ,jahre ihre ,vegetationszeit vollenden lt1 so da sie gezwungen werden zur ,beendigung ihres ,daseins1 das in der ,fruchtbildung gipfelt1 fr das nchste ,jahr ,nahrungsstoffe aufzuspeichern4 ,hierdurch erst schwellen die ,wurzeln an und geben eine schmackhafte ,kost ab4 ,diesen ,proze hat man mehrfach knstlich studiert1 so unter den ersten der gelehrte franzsische ,landwirt ,vilmorins vom ,jahre #ahcb an4 ,er mochte es anstellen wie er wollte1 durch kein ,mittel konnte er von ihm ausgeste wilde ,mohrrben zur ,verdickung ihrer ,wurzel durch ,aufspeichern von ,reservenahrungsstoffen bringen4 ,erst als er sie gegen ,ende ,juni zum drittenmal ste1 zu einer ,zeit also1 da die ,pflanzen statt der ihnen sonst zu ,gebote stehenden acht ,monate nur deren zwei zu ihrem ,wachstume zur ,verfgung hatten1 bildeten nicht alle1 aber einige wenige ,exemplare ,reservespeicher durch ,anschwellung ihrer sonst dnnen ,pfahlwurzeln1 um im kommenden ,jahre ihren in der ,fruchtbildung gipfelnden ,vegetationsproze zu ,ende zu fhren4 ,auf diese ,weise hat die ,pflanze1 die nur ein ,jahr leben sollte1 aber nicht vergehen wollte ohne ,frucht getrieben zu haben1 sich die ,mglichkeit geschaffen1 doppelt so lange zu leben4 ,diese paar sorgsam berwinterten ,mhren beendeten ihren ,vegetationsproze im nchsten ,jahre1 und unter den von ihnen erzielten ,smlingen erwies sich etwa ein ,fnftel als getreue ,erbinnen der mtterlichen ,fhigkeiten4 ,die schnsten1 dickwurzeligsten unter ihnen wurden ausgesucht1 um zur ,vermehrung verwendet zu werden4 ,schon in der vierten ,generation war die ,gewohnheit1 im ersten ,jahre keine ,frucht zu treiben1 bei der ,mehrzahl der ,nachkommen vorherrschend4 ,noch einige ,generationen weiter1 und der ,prozentsatz der ,pflanzen1 die nach alter ,sitte im ersten ,jahre blhten1 war fast gleich ,null1 und aus der wilden ,mhre war eine ,gemsepflanze geworden1 die als zweijhrige in allen ,fllen reichen ,reservestoff in ihrer dick und fleischig gewordenen ,wurzel aufspeicherte4 ,was in der ,gegenwart das zielbewute ,experiment1 das hat in der ,vergangenheit gelegentlich der ,zufall gezeitigt4 ,so sind vielfach aus unschmackhaften ,wildlingen vor ,tausenden von ,jahren schmackhafte ,gemsepflanzen geworden4 ,unter ihnen hat der in manchen ,gegenden angebaute ,pastinak 7,pastinaca sativa7 eine weie1 der weien ,variett der gelben ,rbe sehr hnliche ,wurzel4 ,durch ihren scharfen ,geruch und stark aromatischen ,geschmack kann sie aber leicht von dieser unterschieden werden4 ,ihre ,stammform ist eine bei uns auf feuchten ,wiesen und an ,fluufern hufig wild vorkommende einjhrige ,pflanze mit gelben1 stark aromatisch riechenden ,blten4 ,bei der zweijhrigen ,kulturform1 die #cj-ij cm hoch wird1 ist die ,wurzel wie die der gelben ,rbe zu bedeutender ,mchtigkeit gebracht worden4 ,sie kommt bei uns nur vereinzelt auf den ,markt und spielt fast mehr die ,rolle eines ,gewrzes1 als die eines selbstndigen ,gemses1 wie etwa die ,petersilie4 ,sie gedeiht am besten in tiefgrndigem1 lehmigem ,boden und wurde wie bei den ,pfahlbauern der spteren neolithischen und ,bronzezeit auch bei den alten gyptern1 die sie makmakchai nannten1 angebaut2 ebenso bei den ,griechen1 die sie elaphobskon1 d4 h4 ,hirschfra nannten4 ,diese eigentmliche ,bezeichnung erklrt uns der um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 lebende griechische ,arzt ,dioskurides1 indem er in seinem ,arzneibuch schreibt3 ,der ,pastinak ist eine ,doldenpflanze mit zwei ,finger breiten1 sehr langen1 zurckgebogenen und etwas rauhen ,blttern4 ,der ,stamm hat mehrere ste1 die ,dolden tragen1 welche denen des ,dills hnlich sind1 gelbliche ,blten und ,samen wie sie der ,dill hat4 ,die ,wurzel ist etwa drei ,finger breit lang1 einen ,finger dick1 wei1 s1 ebar4 ,auch der junge1 zarte ,stamm wird als ,gemse gegessen4 ,man sagt1 die ,hirsche fren die ,pastinakwurzel als ,schutzmittel gegen ,schlangenbi und gibt deshalb zu gleichem ,zwecke auch den ,menschen die ,samen in ,wein48 ,sein ,zeitgenosse1 der ltere ,plinius1 nennt auch das elaphoboscon1 daneben aber auch pastinaca1 von dem er zwei ,arten erwhnt4 ,auch im ,mittelalter wurde der ,pastinak in ,sd- und ,mitteleuropa angepflanzt4 ,noch vor hundert ,jahren spielte er bei uns eine ziemlich groe ,rolle als ,gemsepflanze1 bis er durch den ,anbau der ,kartoffel mehr und mehr eingeschrnkt und in vielen ,gegenden von jener vllig verdrngt wurde1 obschon er einige ,vorteile vor der so hufig gepflanzten ,mohrrbe gewhrt4 ,er liefert nmlich auf geeignetem ,boden hhere ,ertrge nahrhafteren ,futters1 seine ,kultur ist leichter und sie ist widerstandsfhiger gegen die ,klte und ertrgt sogar im ,freien unsere strengen ,winter4 ,die feineren ,sorten werden nur fr die ,kche gebaut und mssen frostfrei berwintert werden4 ,die ,samen wurden frher medizinisch benutzt4 ,eine nahe verwandte zweijhrige ,art1 ,pastinaka sekakul1 die in ,syrien und gypten heimisch ist1 wird sehr viel im ,orient als wohlschmeckendes ,wurzelgemse angepflanzt4 ,tafel #de4 ,illustration3 ,japanische ,kche1 in welcher teilweise ,wurzelgemse zubereitet werden4 ,illustration3 ,tafel #df4 ,japanische ,gemsehndler in ,tokio4 ,die ,mohrrbe oder ,mhre1 auch gelbe ,rbe genannt 7,daucus carota71 stammt von einem bei uns auf trockenen ,wiesen und an ,wegrndern hufig angetroffenen einjhrigen ,wildling1 dessen dnne1 fadenfrmige ,wurzel von schwach aromatischem ,geruch in der ,kultur zu einer dicken1 fleischigen ,pfahlwurzel wurde4 ,sie ist eine zweijhrige1 #cj-fj cm hoch werdende ,doldenpflanze1 die in jedem gut zubereiteten1 dungkrftigen ,boden1 wenn er locker ist und eine sonnige ,lage aufweist1 gedeiht4 ,bei ,mangel an ,kalksalzen im ,boden sinkt der ,zuckergehalt1 der bei der ,speisemhre durchschnittlich #a1eh ,prozent betrgt4 ,bei den ,futtermhren kommt es hauptschlich auf groen ,ertrag an4 ,als ,speisemhren dienen die mit zarterer1 zuckerreicher1 aus ,wei rot oder gelb gewordener fleischiger ,wurzel1 die sich bei den ,frankfurter ,mhren allmhlich zuspitzt1 whrend sie bei den ,pariser und ,hollnder ,mhren1 die wir ,karotten nennen1 kurz und unten rundlich abgestumpft ist und in ein feines ,wrzelchen ausluft4 ,mit ,trockenfutter gemengt1 sind die ,mohrrben ein sehr gedeihliches ,futter fr alle ,haustiere und eignen sich auch fr die ,mstung2 auch das ,kraut wird von den ,rindern gern gefressen4 ,der gelbrote ,farbstoff heit ,karotin4 ,aus dem ,safte bereitet man einen ,sirup1 wie das se ,wurzelfleisch auch zu ,kuchen verwendet wird4 ,gerstet dient es als ,kaffeesurrogat4 ,die ,mohrrbe wurde wie die gewhnliche oder weie ,rbe nicht nur von den ,griechen und ,rmern1 sondern auch von den germanischen ,vlkern vor ihrem ,bekanntwerden mit der rmischen ,kultur unter dem althochdeutschen ,namen morha angebaut und gern gegessen4 ,allerdings mgen die von ihnen kultivierten ,sorten keine besonderen ,vorzge vor denen anderer ,vlker gehabt haben4 ,wenn nun ,plinius berichtet1 da sich der ,kaiser ,tiberius1 der von #ad-cg n4 ,chr4 regierte1 seine ,mohrrben alljhrlich von ,germanien kommen lie und der ,rettich in ,germanien die ,gre neugeborener ,kinder8 erreichte1 so ist nicht etwa an einheimische ,mhren und ,rettiche zu denken1 die von den ,germanen selbst kultiviert worden wren1 sondern handelt es sich dabei jedenfalls um eingefhrte rmische ,sorten1 die in den ,militrkolonien am ,rhein gezogen wurden und unter dem khleren ,himmel ,germaniens besonders gut gediehen4 ,karl der ,groe empfahl sie als carruca seinen ,franken zur ,kultur und lie sie auf seinen ,gtern bauen4 ,erst im ,mittelalter ist dann diese ,gemsepflanze in ,mitteleuropa recht heimisch geworden und wurde in groem ,mae angepflanzt4 ,schon am ,anfang des #ag4 ,jahrhunderts hatte man eine weie und gelbe ,variett1 und seither sind zahlreiche neue ,arten gezchtet worden4 ,ebenso beliebt wie die ,mhre war bei den alten ,rmern die ,zuckerwurzel 7,sium sisarum71 die zu derselben ,familie der ,umbelliferen wie jene gehrt und in ,ostasien1 speziell ,china1 einheimisch sein soll4 ,jedenfalls gelangte sie von ,asien zuerst nach den ,mittelmeerlndern1 wo sie im ,altertum ziemlich hufig angebaut worden zu sein scheint4 ,die ,griechen nannten sie ssaron und die ,rmer1 die sie von jenen durch deren unteritalische ,kolonien kennen lernten1 siser4 ,der griechische ,arzt ,dioskurides sagt um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr43 ,die ,zuckerwurzel 7ssaron7 ist allgemein bekannt4 ,die ,wurzel schmeckt gekocht gut1 bekommt dem ,magen vortrefflich und vermehrt den ,appetit48 ,ein ,zeitgenosse1 der ,rmer ,columella1 rt die ,zuckerwurzel 7siser7 im ,august auf tief umgegrabenen1 gedngten ,boden zu sen und so wenig als mglich zu versetzen1 damit sie besser wachse4 ,und ,plinius sagt in seiner ,naturgeschichte3 ,die ,zuckerwurzel 7siser7 hat ,kaiser ,tiberius dadurch zu ,ehren gebracht1 da er sie alle ,jahre aus ,germanien kommen lie4 ,gelduba heit ein am ,rhein gelegenes ,kastell1 bei dem die ,zuckerwurzel in bester ,sorte wchst4 ,man ersieht daraus1 da sie sich fr kalte ,lnder eignet4 ,im ,inneren der ,wurzel befindet sich ein ,strang1 den man bei gekochten herauszieht1 der aber immer noch einen groen ,teil seiner ,bitterkeit zurcklt1 die man jedoch durch ,honig dmpft und so in ,wohlgeschmack verwandelt48 ,die infolge des groen ,zuckerreichtums von #d1e ,prozent sehr se und zugleich gewrzhaft schmeckende ,wurzel wird heute noch als sisaro in ,italien1 wie auch bei uns als schmackhaftes1 nahrhaftes und leicht verdauliches ,gemse angepflanzt4 ,sehr nahe mit ihr verwandt ist die ausschlielich in ,china als ,gemse und geschtzte ,arznei angepflanzte ,ninsiwurzel 7,siser ninsing71 die frher als indianische ,kraftwurzel8 auch bei uns offizinell war und fr das beste ,surrogat der kostbaren chinesischen ,ginsengwurzel 7von der ,umbellifere ,panax ginseng7 galt1 die in den ,gebirgen ihrer ,heimat wchst und bei den ,chinesen als eine der geschtztesten ,arzneipflanzen gilt und deshalb von ,linn ,panax1 d4 h4 ,allheilkraut genannt wurde4 ,die ,chinesen verwenden sie gegen ,nervenschwche1 ,erschpfung und ,schwchezustnde aller ,art2 deshalb wird sie von ihnen auch allen ,arzneien als ,panazee zugesetzt4 #afaj kam sie unter dem ,namen ,pentsao durch die ,hollnder nach ,europa und wurde auch hier hufig angewandt4 ,am meisten geschtzt wird der ,ginseng der ,tartarei4 ,der mit den ,kohlarten1 den ,rben und dem ,senf nahe verwandte ,rettich 7,raphanus sativus7 ist1 in gleicher ,weise wie ,pastinak1 ,mhre und ,zuckerwurzel aus einheimischen ,wildlingen hervorgingen1 aus dem als ,ackerunkraut bei uns hufigen ,hederich 7,raphanus raphanistrum7 hervorgegangen4 ,auer seiner fleischigen ,wurzel ist er von ihm eigentlich nur durch die gleichmig verlaufende1 glatte ,hlse ausgezeichnet1 die beim ,hederich noch perlschnurartig eingeschnrt ist4 ,diese ,pflanze mit violetten ,blten und walzenrunden ,hlsen mit braunschwarzen1 runden ,samen ist wahrscheinlich in ,westasien zwischen dem armenischen ,hochland und ,syrien zur ,kulturpflanze erhoben worden und wird seit dem ,altertum im ganzen ,mittelmeergebiet in mehreren ,varietten kultiviert4 ,er gedeiht besonders gut auf gedngtem1 kalkhaltigem ,boden und bedarf ziemlicher ,wrme und reichlicher ,wasserzufuhr4 ,auf dem mit ihm bepflanzten ,lande wechselt man meist mit ,salat und ,sellerie ab4 ,vom ,gartenrettich 7,raphanus sativus rapiferus7 mit groer1 weifleischiger1 auen verschieden1 wei bis gelb und braun1 rtlich oder violett gefrbter ,knollenwurzel von meist scharfem ,geschmack unterscheidet man zweijhrigen ,winter- und einjhrigen ,sommerrettich4 ,der erstere bildet die ursprngliche ,art1 die erst im nchstfolgenden ,frhjahr zum ,samentragen angepflanzt wird1 wobei die in der ,wurzel aufgespeicherten ,nhrstoffe zur ,blten- und ,samenbildung aufgebraucht werden4 ,er hlt sich auch den ganzen ,winter hindurch1 whrend der aus ihm hervorgegangene ,sommerrettich schon um ,weihnachten den ,geschmack verliert4 ,die ,wurzel verdankt ihren scharfen ,geschmack einem schwefelhaltigen therischen le4 ,weil er den ,appetit und die ,verdauung anregt1 wurde der ,gartenrettich schon von den alten gyptern1 die ihn nun nannten1 angepflanzt4 ,der lteste griechische ,geschichtschreiber1 ,herodot von ,halikarnassos1 im dorischen ,teil der kleinasiatischen ,kste zwischen ,milet und ,rhodos 7#dhd-dbd v4 ,chr471 der gypten und ,vorderasien bereiste1 meldet uns1 da ,rettiche neben ,zwiebelgewchsen als ,beikost den ,fronarbeitern beim ,bau der ,pyramide des ,cheops 7,chufu1 um #bijj v4 ,chr47 in groer ,menge verabreicht wurden1 wie noch zu seiner ,zeit daran zu lesen gewesen sei4 ,und der rmische ,naturkundige1 der ltere ,plinius 7#bc-gi n4 ,chr471 schreibt in seiner ,naturgeschichte3 ,in gypten wird der ,rettich sehr geschtzt1 weil man aus den ,samen ein reichliches l gewinnt4 ,wenn es die ,umstnde irgend gestatten1 sen die gypter lieber ,rettiche als andere ,frchte2 denn sie ziehen davon mehr ,gewinn als vom ,getreide und geben weniger ,abgaben davon48 ,auf den altgyptischen ,denkmlern des mittleren ,reiches1 so in verschiedenen ,grbern der #ab4 ,dynastie 7#bjjj-aghh v4 ,chr47 von ,beni ,hassan1 finden wir ihn abgebildet1 entweder beblttert -- so in einem ,korb mit ,zwiebeln -- oder unbeblttert4 ,letzteres ist bei einer ,darstellung an den ,wnden des ,tempels von ,karnak der ,fall1 wo wir zwei deutlich als solche charakterisierte ,rettichwurzelknollen zwischen anderen ,opfergaben abgebildet finden4 ,bei den ,griechen und ,rmern war dieses ,knollengewchs als ,zukost zu ,brot oder ,fladen sehr beliebt4 ,die ,griechen nannten ihn raphans und die ,rmer armoracea1 welch letztere ,bezeichnung spter irrtmlicherweise von den lteren deutschen ,botanikern auf den den ,alten nicht bekannten ,meerrettich bezogen und deshalb diesem verliehen wurde4 ,er wurde in mehreren ,sorten in den ,grten gezogen4 ,schon der griechische ,pflanzenkundige ,theophrast unterschied in der zweiten ,hlfte des #d4 vorchristlichen ,jahrhunderts vier ,rettichsorten4 ,der korinthische wachse am strksten und bilde seine ,wurzelknollen ber der ,erde1 statt wie die brigen in derselben4 ,der liothasische1 auch thrakische genannt1 sei am unempfindlichsten gegen die ,winterklte4 ,der botische aber schmecke am besten1 er sei rund2 der kleonische dagegen lang ausgezogen4 ,je glatter die ,bltter1 desto lieblicher1 je rauher aber1 desto schrfer sei der ,geschmack dieses ,wurzelgemses4 ,wie der rmische ,naturforscher ,plinius 7#bc-gi n4 ,chr471 so sagt auch der griechische ,arzt ,dioskurides 7#aca-bjj n4 ,chr471 da die ,wurzelknolle des ,rettichs mit ,salz oder ,essig verspeist werde1 und da arme ,leute auch das ,kraut als ,gemse kochen4 ,nach ,plinius soll der ,rettichwurzel durch das ,kochen die ,schrfe genommen werden4 ,so werde sie milder und knne wie ,kohlrben 7napus7 gegessen werden4 ,sein ,saft1 der ja noch heute mit ,zucker gegen ,husten genommen wird1 sei fr die ,brust heilsam4 ,im ,tempel zu ,delphi habe man dem ,apollo einen ,rettich von ,gold1 eine ,runkelrbe von ,silber und eine ,rbe von ,blei als ,weihgeschenk dargebracht4 ,daraus sieht man1 da unser ,feldherr ,manius ,curius nicht in ,delphi geboren ist1 denn er sa1 wie die ,jahrbcher erzhlen1 an seinem ,herde und war damit beschftigt1 ,rben zu braten1 als ,gesandte der ,samniten kamen und ihm ,gold boten1 das er aber zurckwies48 ,derselbe ,autor sagt1 der ,grieche ,moschion habe ein besonderes ,werk ber den ,rettich geschrieben4 ,er soll im ,winter am gesndesten zu essen sein und stoe weniger auf1 wenn man hinterher reife ,oliven esse4 ,der ,weinstock scheue sich vor dem ,rettich und ziehe sich vor ihm zurck1 wenn er neben ihm stehe4 ,da die ,vlker nrdlich der ,alpen den ,rettich von den ,rmern kennen lernten1 beweist schon das deutsche ,radi und ,radieschen wie ,rettich1 ebenso das franzsische radis und englische radish1 das vom lateinischen radix 7,wurzel71 der vulgr-rmischen ,bezeichnung dieser ,wurzelknolle1 herrhrt4 ,erst seit dem ,mittelalter1 da ,karl der ,groe sie auf seinen ,gtern anpflanzen lie1 hat sie bei den ,germanen und spter auch bei den ,slawen weitere ,verbreitung gefunden4 ,auer dem ,gartenrettich kannten die ,kulturvlker am ,mittelmeer wohl bereits im ,altertum die ,radieschen 7,raphanus sativus radicula7 oder ,monatsrettiche mit kleiner1 kugeliger oder rbenfrmiger ,knollenwurzel und roter1 violetter oder weier ,schale4 ,sie sind einjhrig und werden in mehreren ,varietten in ,glashusern1 in ,mistbeeten oder im ,freien gepflanzt4 ,diese stammen nicht vom einheimischen ,hederich1 sondern von einer anderen1 in ,westasien wildwachsenden ,art4 ,aus ,zentralasien dagegen stammt der lrettich 7,raphanus sativus oleiferus7 mit kleiner1 holziger ,wurzel1 aber lreichen ,samen1 der der ,stammform am nchsten steht und besonders in ,china angepflanzt wird4 ,er liefert als ,sommerfrucht fast denselben ,ertrag wie der ,winterraps1 nur erfordert die ,kultur mehr ,umsicht als diejenige des ,rbsens1 ist aber sicherer4 ,das von ihm gewonnene l ist nicht ganz so gut wie ,rbl2 das ,stroh ist hrter als ,rbsenstroh1 aber die ,schoten sind als ,viehfutter nahrhafter als jenes4 ,von solcher ,verwendung der ,rettiche im alten gypten war bereits die ,rede4 ,ein ostasiatischer lrettich ist der in ,japan heimische geschwnzte ,rettich 7,rhaphanus caudatus71 der dort wegen seiner langen1 geniebaren und sehr wohlschmeckenden ,samenschoten im groen angebaut wird und teilweise auch schon in unseren ,grten ,eingang gefunden hat4 ,ein hnliches1 schwefelhaltiges1 therisches l wie die ,rettiche besitzt der ,meerrettich 7,cochlearia armoracea71 eine mit den ,rettichen sehr nahe verwandte1 ausdauernde ,kruzifere4 ,sie liebt ,lehmboden1 wird #fj-ij cm hoch1 trgt weie ,blten und elliptische ,schtchen2 doch reifen an der ,kulturform fast niemals ,frchte4 ,sie wird wegen des unterirdischen ,wurzelstocks gezogen1 der bei der wilden ,stammform wie auch bei der wiederum verwilderten ,form nur dnn und holzig ist1 whrend er bei der ,kulturform dick und fleischig wurde1 und ist in ,ost- und ,sdruland heimisch1 wird aber verwildert durch ganz ,europa und neuerdings auch in ,nordamerika an ,fluufern gefunden4 ,auf ihrer ,wanderung nach ,westen hat sie ihren russischen ,namen ,chren weithin bewahrt2 so findet er sich in allen slawischen ,sprachen wieder4 ,auch in ,wien ist der ,kren genannte ,meerrettich gerade so populr wie die saure ,gurke in ,berlin4 ,im westlichen ,frankreich pflegte man ihn frher moutarde des allemands zu nennen4 ,frher benutzte man ihn auch arzneilich4 ,sein deutscher ,name ,meerrettich hat mit dem ,meer durchaus nichts zu tun und sollte ,mhrrettich1 in der ,bedeutung von ,pferderettich1 geschrieben werden4 ,jedenfalls ist seine ,ableitung durch ,verballhornung aus der mittellateinischen botanischen ,bezeichnung armoracea1 wie sie von manchen ,botanikern erklrt wird1 durchaus falsch4 ,von den ,rmern haben die ,mitteleuroper die weie ,rbe1 auch ,stoppelrbe -- weil sie meist im ,herbst auf den ,stoppeln gebaut wird -- oder ,turnips genannt 7,brassica rapa rapifera71 kennen gelernt4 ,dabei wurde aus dem lateinischen rapa das althochdeutsche raba und ruoba4 ,sie ging aus der wilden ,rbe hervor1 deren ursprnglich spindelfrmige1 dnne ,wurzel durch ,kultur fleischig wurde und eine mchtige ,entfaltung erlangte1 und bildete schon bei den ,rmern neben der menschlichen ,nahrung ein wichtiges ,viehfutter4 ,sie wurde nach ,columella1 dem in ,gades in ,spanien geborenen rmischen ,ackerbauschriftsteller im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr41 zweimal im ,jahr1 und zwar zu denselben ,zeiten wie der ,rettich1 am besten aber im ,august1 gest4 ,er sagt1 sie gebe dem ,menschen und dem ,vieh ,nahrung und werde besonders in ,gallien in bedeutender ,menge als ,viehfutter angebaut4 ,er gibt genau an1 wie sie in ,salz eingemacht werden soll4 ,doch die beiden rzte ,galenos und ,dioskurides sind1 wie wir heute noch1 der ,ansicht1 da sie sehr wenig nahrhaft sei und blhe4 ,ersterer sagt1 man msse sie zweimal kochen1 wenn sie einem gut bekommen soll4 ,karl der ,groe empfahl sie den ,franken zum ,anbau4 ,bei allen ,germanenstmmen spielte sie das ganze ,mittelalter hindurch eine wichtige ,rolle neben dem als krt1 d4 h4 ,kraut bezeichneten1 ebenfalls mit ,vorliebe in ,salz eingemachten ,kohl4 ,so neckt der ,begrnder der hfischen ,dorfpoesie1 der ,minnesnger ,neidhart von ,reuenthal1 der zwischen #abaj und #abdj dichtete1 in einem uns erhaltenen ,poem seine buerliche ,geliebte mit ihrer ,vorliebe fr ,rben4 ,mit ihrem ,kraut klein gehackt1 gedmpft und mit ,speck gekocht1 waren sie als rebekrt ein gebruchliches ,klosteressen4 ,eine besonders wohlschmeckende ,abart mit verhltnismig langer1 aber dnn bleibender ,wurzel bilden die ,teltower oder mrkischen ,rben1 so genannt nach der ,stadt ,teltow in der ,mark ,brandenburg1 in deren ,umgebung sie zuerst im groen gezchtet wurden und die noch heute ,berlin und das ,land weithin mit ihren ,erzeugnissen versorgt4 ,von den ,kulturvlkern des ,altertums wurde auch die ,runkelrbe 7beta71 von uns auch ,rbenmangold genannt 7,beta vulgaris71 nicht nur vom ,vieh1 sondern auch von den ,menschen gern gegessen4 ,sie ist im ,mittelmeergebiet und in ,westasien heimisch und wurde1 wie aus einer ,abbildung in einem ,grabe der #ab4 ,dynastie 7#bjjj-aghh v4 ,chr47 von ,beni ,hassan bei ,theben hervorgeht1 in gypten schon zur ,zeit des mittleren ,reiches kultiviert4 ,da sehen wir einen ,mann im ,lendenschurz1 wie ihn alle ,arbeiter im ,niltal damals trugen1 ein groes1 knolliges ,gewchs in ,gestalt einer ,runkelrbe zu einem ,bndel von askalonischen ,zwiebeln auf ein groes ,tragbrett legen4 ,heute noch wird sie in mehreren ,varietten im ,niltal kultiviert4 ,auch die ,griechen und ,rmer bauten sie als ,gemse an4 ,plinius sagt1 man se sie im ,frhling und ,herbst und esse sie mit ,linsen und ,saubohnen1 setze auch1 um ihren matten ,geschmack zu verbessern1 ,senf hinzu4 ,die rzte htten brigens die ,meinung aufgestellt1 sie sei weniger zutrglich als ,kohl1 und manche wollten sie nicht essen und behaupteten1 sie seien eine ,speise1 die nur ,starken gut bekomme4 ,sie wachse meist als aus der ,erde hervorragende ,rbe und sei um so schner1 je breiter sie werde4 ,man knne sie dadurch breit machen1 da man etwas ,schweres auf sie legt1 sobald sie anfngt sich zu frben4 ,in gnstigem ,boden wie bei ,circeji knne sie zwei ,fu breit werden4 ,die zweijhrige ,pflanze stammt bestimmt von einer an den ,ksten ,europas bis nach der ,nordsee verbreiteten ,meldenart mit dnner ,pfahlwurzel1 ,beta maritima1 und bildet im ersten ,jahr die ,rbe aus1 die im ,september oder ,oktober reift4 ,nur etwa #a ,prozent der ,pflanzen entwickelt wie die wilde ,form schon im ersten ,jahr einen ,stengel1 treibt ,blten und reift den ,samen1 und zwar wird dieser ,rckfall in frhere ,zustnde nachgewiesenermaen durch die ,nachtfrste des ,frhjahrs ausgelst4 ,die zur ,samenzucht auserlesenen ,rben werden im zweiten ,jahre wieder ausgepflanzt1 aber auch unter diesen kommen ,abweichungen vor1 ,trotzer1 die im zweiten ,jahre noch nicht blhen und ein drittes ,jahr leben mchten4 ,die meist aus dem ,boden hervorwachsenden ,rben gedeihen noch berall1 wo ,wintergetreide gebaut werden kann4 ,die gewhnlichste ,vorfrucht vor ihrem ,anbau ist gedngtes ,wintergetreide oder ,gerste1 die ,nachfrucht ,sommergetreide oder ,hlsenfrchte4 ,die eiweireichsten ,formen sind die ,futterrunkelrben1 die zuckerreichsten1 deren ,zuckergehalt man bis #aj und #ah ,prozent getrieben hat1 sind die zur ,rbenzuckerfabrikation verwendeten ,zuckerrben und die mit dnner ,schale1 zartem ,fleisch und purpurrotem ,saft versehenen ,salatrunkeln oder roten ,rben1 in ,sddeutschland ,rahnen genannt1 werden als ,salatpflanzen kultiviert1 um gekocht und in ,essig eingelegt oder frisch als ,suppe -- in ,norddeutschland als ,betensuppe1 in ,ruland als ,borschtsch -- gegessen zu werden4 ,in bezug auf ,nhrwert stehen die ,runkelrben zu weien ,rben wie #i 3 #af1 zu ,kohlrben wie #aa 3 #i und zu ,kartoffeln wie #dj-df 3 #bj4 ,mit anderen krftigen ,futterarten zusammen geben sie ein vortreffliches ,mastfutter1 haben aber leider wie alle hochkultivierten ,nutzpflanzen unter zahlreichen tierischen und namentlich pflanzlichen ,feinden zu leiden4 ,bei den ,zuckerrben tritt z4 ,b4 hufig ein als ,rbenmdigkeit bezeichneter pltzlicher ,stillstand im ,wachstum ein1 der dadurch hervorgerufen wird1 da ein kleiner ,fadenwurm1 das ,rbenlchen 7,heterodera schachtii und ,h4 radicicola7 an den ,wurzelfasern der ,rben saugt4 ,man bekmpft diese ,krankheit durch mehrmaligen ,anbau von ,fangpflanzen wie ,rbsen und ,raps1 die man nach etwa vier ,wochen1 sobald sich die ,einwanderung der ,fadenwrmer mikroskopisch nachweisen lt1 durch ,herauspflgen zerstrt1 wobei dann die ,wrmchen zum grten ,teil absterben4 ,die ,runkelrbe wird auch als ,mangold oder rmischer ,spinat 7,beta cicla7 auf ,blattsubstanz kultiviert2 dabei hat sie eine kaum fleischige ,wurzel1 aber strker entwickelte ,blattstiele von grnweier1 gelber oder roter ,farbe4 ,man geniet die ,bltter als ,spinat und die fleischigen ,blattstiele und mittelsten ,blattrippen gedmpft und an ,sbuttersauce wie ,spargel4 ,schon die alten ,griechen bauten ihn1 wie jetzt die ,perser und ,inder1 als ,gemse an4 ,der attische ,lustspieldichter ,aristophanes 7#dee-chg v4 ,chr47 wirft dem groen ,euripides vor1 seine ,mutter sei eine ,gemsehndlerin gewesen und habe ,mangold auf den ,markt gebracht4 ,die ,rmer kannten zwei ,abarten davon4 ,karl der ,groe empfahl auf seinen ,gtern den ,anbau von beta's4 ,von da an verbreitete sich die ,kultur des ,mangolds nach und nach durch ganz ,europa und gelangte im #ag4 ,jahrhundert auch nach ,nordamerika4 ,durch eine ganz auerordentliche ,flle von ,kulturformen1 nmlich etwa #abj1 ist der ,gartenkohl 7,brassica oleracea7 ausgezeichnet1 dessen ,stammpflanze1 der ,saatkohl1 auf den felsigen ,ksten ,europas vom ,strande ,norditaliens bis nach ,helgoland und der dnischen ,insel ,laland1 auch im sdlichen ,england und ,irland wild wchst4 ,schon in vorgeschichtlicher ,zeit ist dieser ,wildling von irgend welchen ,kstenbewohnern ,europas angepflanzt und durch ,kulturauslese zur ,kulturpflanze erhoben worden1 wie die ,stmme im ,innern die ,melde 7,chenopodium7 anpflanzten1 so da schon zur jngsten ,steinzeit nicht blo die ,bltter1 sondern auch die ,samen derselben1 die nach dem ,botaniker ,oswald ,heer zu den hufigsten ,vorkommnissen im neolithischen ,pfahlbau von ,robenhausen gehren1 gegessen wurden4 ,letzteres geschieht auch heute noch zu ,zeiten von ,hungersnot in ,sdruland als ,ersatz fr das fehlende ,brot1 indem die ,samen1 zu einem ,teig verbacken1 gegessen werden4 ,die ltesten gypter haben den ,kohl nicht gekannt4 ,erst die ,griechen1 die sich seit dem #f4 vorchristlichen ,jahrhundert in einigen ,kstenstdten zu ,handelszwecken niedergelassen hatten1 brachten ihn ins ,land1 wo er unter der griechischen ,bezeichnung krmb hie und da angebaut wurde4 ,so finden wir berreste von ihm unter den ,totenbeigaben der griechisch-rmischen ,nekropole von ,hawara im ,fajm4 ,die ,griechen scheinen den ,kohl so hoch wie die ,rben geschtzt zu haben4 ,theophrast im #d4 vorchristlichen ,jahrhundert unterscheidet drei ,arten von ,kohl3 den krausbltterigen1 den glattbltterigen und den wilden1 und der vier ,jahrhunderte nach ihm lebende griechische ,arzt ,dioskurides aus ,kilikien sagt3 ,der ,kohl ist gesnder1 wenn er nur warm gemacht1 als wenn er eigentlich gekocht oder gar zweimal gekocht wird4 ,er wird auch als ,arznei zu mancherlei ,kuren verwendet48 ,in noch hherem ,ansehen als bei den ,griechen stand der ,kohl bei den ,rmern1 bei denen er brassica hie4 ,auch sie scheinen ihn wie die ,griechen mit ,vorliebe roh gegessen zu haben4 ,schon der ltere ,cato 7#bcd-adi v4 ,chr471 der unvershnliche ,gegner des wiederaufblhenden ,karthago1 preist ihn geradezu als das beste ,gemse4 ,er sagt von ihm3 ,der ,kohl ist das allerbeste ,gemse4 ,i ihn roh oder gekocht4 ,willst du ihn roh essen1 so tauche ihn in ,essig2 dann ist er der ,verdauung frderlich und gesund4 ,etwas ,kohl mit ,essig vor der ,mahlzeit und wieder etwas nach der ,mahlzeit genossen1 tut wohl4 ,gekochter ,kohl dient mit ,zustzen vielfach als ,arznei4 ,als ,speise fr ,kranke wird er erst eine ,zeitlang in ,wasser gelegt1 dann darin in einem ,topfe tchtig gekocht4 ,darauf wird das ,wasser abgegossen1 ,olivenl1 etwas ,salz1 ,kreuzkmmel und ,mehl hinzugetan und wieder tchtig gekocht48 ,mit diesem ,kohlgemse behandelte er1 wie jeder andere pater familias -- unter der ,familie wurden bei den alten ,rmern nicht blo die ,angehrigen1 sondern auch das aus leibeigenen ,sklaven bestehende ,gesinde verstanden -- der guten1 alten ,zeit die ,seinigen in ,krankheitsfllen4 ,der aus ,spanien um die ,mitte des #a4 christlichen ,jahrhunderts nach ,rom gezogene ,ackerbauschriftsteller ,columella zhlt den ,kohl mit dem ,salat1 der ,kresse1 der ,zuckerwurzel1 dem ,pastinak1 der ,artischocke und den ,kchenkrutern ,koriander1 ,kerbel1 ,dill zu den ,gemsen1 die sowohl im ,herbst als im ,frhjahr gest werden knnen4 ,besser aber sei es1 dies im ,frhjahr1 und zwar im ,februar zu tun4 ,hat die junge ,kohlpflanze ,bltter getrieben und soll versetzt werden1 so bestreicht man ihre ,wurzel mit flssigem ,mist und legt drei ,streifen von ,seetang darum1 ehe man sie einpflanzt4 ,dadurch wird bewirkt1 da spter die ,bltter beim ,kochen1 auch ohne ,zusatz von ,soda1 grn bleiben4 ,in kalten ,gegenden und in solchen1 in denen es oft regnet1 verpflanzt man den ,kohl am besten um die ,mitte von ,april4 ,ist die ,pflanze eingesetzt und hat ,wurzel gefat1 so wchst sie um so krftiger und bildet um so grere ,bltter und ,sprosse1 je fter man sie behackt und bedngt48 ,man schnitt vom ,kohl den ganzen ,sommer und ,herbst ber die ,bltter ab1 um sie1 roh oder gekocht1 als ,speise zu genieen4 ,als besonders wohlschmeckend und zart galten nach ,plinius 7#bc-gc n4 ,chr47 die jungen ,sprosse4 ,dieser ,gelehrte ist in seiner ,naturgeschichte ungehalten darber1 da die ,genusucht unter seinen ,landsleuten immer weitere ,kreise erfat habe und sie sich nicht mit den ,speisen der biedern1 tapfern ,vorfahren1 vor allem auch mit dem ,kohl1 den jene mit ,vorliebe gegessen htten1 begngen wollen4 ,er schreibt darber3 ,der ,kohl1 den die ,griechen nicht sonderlich schtzen1 spielte bei den ,rmern eine sehr bedeutende ,rolle1 und dessen medizinische ,eigenschaften hielt ,cato fr sehr wichtig4 ,man st1 pflanzt und schneidet ihn das ganze ,jahr4 ,nach dem ,frhjahrsschnitt treibt er gleich wieder und diese ,triebe sind noch wohlschmeckender und zarter als die ,bltter4 -- ,dem ,schwelger ,apicius und dem von ihm verleiteten ,prinzen ,drusus 7dem jngeren ,bruder des ,kaisers ,tiberius1 geboren #ch v4 ,chr41 unterwarf im ,jahre #ae v4 ,chr4 ,rtien1 drang in drei ,feldzgen in den ,jahren #ab-i v4 ,chr4 vom ,rhein her tief nach ,germanien ein und starb auf dem ,rckzug infolge eines ,sturzes vom ,pferd7 schmeckte der ,kohl nicht und deshalb bekam er ,vorwrfe von seinem ,vater ,tiberius ,claudius ,nero48 ,plinius1 der uns solches berichtet1 fhrt dann fort3 ,statt sich mit der einfachen ,lebensweise unserer ,vorfahren zu begngen und sich aus den eigenen ,gemsegrten die fr den ,unterhalt ntige ,speise zu holen1 hlt man es jetzt fr klger1 mit ,gefahr des ,schiffbruchs und des ,ertrinkens in die ,tiefe des ,meeres zu tauchen1 um dort ,austern aufzusuchen1 ,geflgel jenseits des verrufenen ,phasisflusses zu holen 7jetzt ,rioni genannter ,flu in dem durch die ,giftmischerin ,medea berchtigten ,kolchis1 nach dem die giftige ,herbstzeitlose ,colchicum genannt wurde1 whrend die hier gemeinten ,vgel die von dort bezogenen1 nach dem ,phasisflusse als phasiani sc4 galli1 d4 h4 ,hhner von ,phasis1 genannten ,fasanen sind7 und anderes ,geflgel 7nmlich ,perlhhner1 von den ,rmern numidae aves1 d4 h4 numidische ,vgel genannt7 aus ,numidien 7etwa dem heutigen ,algerien entsprechendes ,knigreich1 das seit #di v4 ,chr4 rmische ,provinz war7 und von den ,grbern der ,neger1 oder mit ,raubtieren zu kmpfen und sich von ,bestien fressen zu lassen1 die man zur ,speise fr andere ,leute fangen wollte 7bezieht sich wohl auf die ,bren1 deren ,fleisch auch die ,rmer gern aen74 ,in unserer ,zeit hat die ,schwelgerei alles aufs uerste gesteigert3 ,der ,reiche will bessere ,frchte essen als der ,arme1 er will ,weine trinken1 die wuchsen1 ehe er lebte1 er will von vielen ,feldfrchten nur das ,mark genieen1 er will anderes ,brot essen als das ,volk1 und das ,getreide wird in allen ,schichten der ,gesellschaft1 bis zum ganz gemeinen ,mann hinab1 verschieden zubereitet4 ,auch in ,gemsen macht man einen ,unterschied1 selbst in solchen1 die man fr ein ,as 7,kupfergeld im ,werte von #d ,pfennigen7 kauft4 ,mancher ,stengelkohl 7caulis7 wird jetzt so gro gezogen1 da ihn der ,mittelstand nicht gebrauchen kann1 weil er fr seinen ,tisch zu gro ist4 ,den ,spargel 7corruda7 lt die ,natur wild wachsen1 damit ihn jeder nach ,belieben stechen kann4 ,jetzt aber stellt man knstlich gezogenen ,spargel 7asparagus7 zur ,schau und in ,ravenna wiegen drei ,stck davon zusammen ein ,pfund4 ,solche ,ungeheuer werden fr den ,bauch gezogen6 ,wollte jemand dem ,vieh verbieten1 ,disteln zu fressen1 so klnge das sonderbar2 es gibt aber ,disteln 7gemeint sind die ,artischocken71 deren ,genu sich fr arme ,leute von selbst verbietet1 weil sie zu teuer sind4 ,selbst im ,wasser liegt ein ,unterschied4 ,der ,reiche trinkt im ,sommer ,schnee oder ,eis und lt sich ,dinge wohl schmecken1 die den ,gebirgen lstig sind48 ,von den verschiedenen1 im alten ,rom verzehrten ,kohlsorten erwhnt ,plinius den ,tritianer oder ,stengelkohl1 der stets bis zur ,spitze mit ,erde behufelt wurde1 so da sich am ,strunk keine ,bltter bildeten4 ,weil man von ihm nur die zarten1 weien ,stengel a1 hie diese ,sorte insbesondere caulis 7d4 h4 ,stengel74 ,beim ,cumaner schlossen die ,bltter den ,strunk ein und es bildete sich ein breiter ,kopf2 besonders groe ,kpfe 7caput7 bildete der aus dem aricischen ,tale stammende ,lacuturrische1 so genannt1 weil dort ein ,see mit einem ,turm am ,ufer steht4 ,der ,aricische wuchs nicht hoch und hatte zahlreiche1 zarte ,bltter2 man hielt diese ,sorte fr die beste1 weil sie neben jedem ,blatte besondere ,sprosse ausbildete4 ,schlanker war der ,pompejaner1 dessen ,bltter schmler waren und lockerer standen4 ,einen dnnen ,strunk und groe ,bltter von scharfem ,geschmack besa der ,bruttische1 whrend diejenigen des ,sabellischen wunderlich kraus waren4 ,die an der ,meereskste wachsende ,kohlart halmyridion 7wohl der ,meerkohl ,crambe maritima7 aber wurde besonders auf lange ,meeresreisen mitgenommen1 weil er sich1 in leere lkrge mglichst luftdicht eingepret1 sehr lange grn erhielt4 ,alle diese ,sorten ,kohl wurden nach ,plinius durch einen ,reif viel wohlschmeckender4 ,sauerkraut haben die alten ,rmer und ,griechen noch nicht gekannt4 ,bei ihnen konservierte man den ,kohl auf andere ,weise4 ,des ,plinius ,zeitgenosse ,columella berichtet uns darber folgendes3 ,gegen die ,zeit der ,weinernte macht man verschiedene ,kruter ein1 wie ,portulak und spter ,kohl1 den einige auch zahme battis nennen4 ,diese ,kruter werden sorgfltig gereinigt und im ,schatten ausgebreitet4 ,am dritten ,tage wird ,salz auf den ,boden der ,tonkrge1 in denen sie aufbewahrt werden sollen1 gestreut1 dann wird jedes der genannten ,kruter fr sich hineingelegt1 ,essig darber gegossen und ,salz aufgestreut4 ,salzlake darf man fr diese ,kruter nicht in ,anwendung bringen48 ,so wenig als die ,gartenmelde ist der ,kohl von den germanischen ,stmmen des ,altertums angepflanzt worden1 sondern sie lernten ihn von den ,rmern kennen1 wobei sie aus dem lateinischen caulis1 d4 h4 ,stengel1 ihre ,bezeichnung ,kohl fr ihn bildeten4 ,besonders durch die ,vermittlung der ,klostergrten ist dieses ,gemse im frhen ,mittelalter in den ,lndern nrdlich der ,alpen populr gemacht worden1 wobei von den verschiedenen von den ,rmern bernommenen ,kulturvarietten des ,kohls besonders auch der ,kopfkohl1 althochdeutsch chapuz -- vom mittellateinischen caputium 7,kopf71 mittelhochdeutsch kabez und neuhochdeutsch kabis -- viel angebaut wurde4 ,das ganze ,mittelalter hindurch war er ein uerst beliebtes ,volksgericht1 was schon dadurch bezeugt wird1 da nach altem ,brauch die ,pflanzpltze fr ,gemse einfach nach der vorzugsweise angebauten ,krautart ,kohlgrten hieen4 ,ein ,calendarium des #ad4 ,jahrhunderts sagt1 ,kohl essen drfe man das ganze ,jahr1 nur im ,dezember nicht1 und ein ,samlnder1 dem die preuischen ,ordensritter ihre ,burg zu ,balga zeigten und der sie dort ,kohl essen sah1 riet seinen ,landsleuten1 die ,ritter nicht anzugreifen2 denn wer knne einem ,volke widerstehen1 das so gengsam sei und ,gras als ,speise verwende4 ,die von uns heute besonders angepflanzten ,kohlsorten sind3 #a4 der ,blattkohl1 der der ,stammform am nchsten steht1 mit flacher1 von ausgebreiteten ,blttern gebildeter1 selten etwas aufgerichteter ,rosette an hohem ,stengel2 #b4 der ,winterkohl mit hohem ,stengel und flachen1 mehr oder weniger zerschlitzten1 krausen ,blttern1 die sich nicht zu einem ,kopfe schlieen2 #c4 der ,rosenkohl1 der dem vorigen an ,wuchs hnlich ist und ebenfalls einen hohen ,stengel bildet1 an dessen ,spitze sich ein halbgeschlossener ,kopf mit blasigen ,blttern befindet2 aus den ,achseln der unteren ,bltter aber1 die beizeiten abgestoen werden1 wachsen zu kleinen1 dicht geschlossenen ,kpfchen werdende ,seitenknospen hervor1 die zu ,winterbeginn ein feines ,gemse abgeben4 ,vielfach werden die ausgerissenen ,stengel mit ,wurzelballen an einem frostfreien ,orte1 mit ,laub bedeckt1 aufbewahrt1 damit die ,rosen8 bleicher und zarter werden2 #d4 der ,wirsing mit blasigen1 krausen ,blttern1 die sich zu einem ,kopfe schlieen4 ,diese ,abart heit auch ,welschkohl1 weil sie zuerst in ,sdeuropa kultiviert wurde und von dort wahrscheinlich erst im #ag4 ,jahrhundert mit andern ,gemsen bei uns eingefhrt wurde2 #e4 der ,kopfkohl oder ,kabis1 schlechthin als ,kraut bezeichnet1 mit ebenfalls gedrngtem ,wuchs1 an dem nur die ueren ,bltter locker auseinander treten1 whrend die nun meist vllig glatt gewordenen inneren einen festgeschlossenen ,kopf bilden4 ,man unterscheidet ,frh- und ,sptkraut1 wie auch ,wei- und ,rotkraut1 bei welch letzterem die gleichfalls zu einem runden ,kopfe geschlossenen ,bltter durch einen intensiven ,farbstoff rot bis violett gefrbt sind4 ,whrend der ,rotkohl dnn gehobelt als ,gemse gekocht und als ,salat mit ,essig und l1 ,salz1 ,pfeffer und ,senf roh gegessen wird1 wird der ,weikohl1 wie auch das ,filderkraut mit lnglichem1 weiem ,kopfe1 gehobelt und1 mit ,salz und ,dill oder ,wacholderbeeren bestreut1 in ,tonnen eingelegt1 wobei sich eine durch den ,milchsurebazillus eingeleitete ,grung vollzieht und ,sauerkraut entsteht4 ,dieses mit ,recht als ,nationalspeise der ,deutschen bezeichnete ,gericht kam erst im ,mittelalter als eine ,entlehnung von den ,slawen1 die heute noch die ,hauptsauerkrautesser sind1 zu den ,deutschen1 die es bis heute noch nicht recht an die ,franzosen weiterzugeben vermochten4 ,wie der rmische ,ackerbauschriftsteller ,columella im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 angibt1 machten die ,rmer zwar auch ,kohl ein1 aber in ganzen ,kpfen mit ,salz berstreut und ,essig bergossen4 ,diese als compositum -- woraus dann das mittelhochdeutsche kumpost hervorging bezeichnete ,kohlkonserve wurde als rmisches ,erbe in den ,klstern des frhen ,mittelalters hergestellt1 fand aber keinen ,eingang beim ,volke4 ,erst das slawische ,verfahren der ,sauerkrautbereitung hat dann wenigstens in ,deutschland allgemeine ,verbreitung gefunden4 ,whrend wir das ,sauerkraut nur als ,gemse zu ,kartoffeln oder ,erbsen mit ,schweinefleisch essen1 verzehren es die ,russen hufig in der ,suppe4 ,es ist ein ,bestandteil der zwei russischen ,nationalsuppen1 ,borschtsch und ,schtschi genannt4 ,beides sind mit einem ,stck gekochtem ,rindfleisch und viel ,gemse hergestellte ,fleischbrhen4 ,erstere enthlt auer ,weikohl hauptschlich rote ,rben und ,tomaten1 die sie ganz rot frben1 letztere dagegen vorzugsweise ,spinat oder ,sauerampfer1 die ihr eine grne ,farbe verleihen4 ,zu beiden wird in verhltnismig groen ,tpfen suerlicher ,rahm genossen4 berhaupt ist der ,kohl in der verschiedensten ,zubereitung ein ,hauptnahrungsmittel der niederen ,bevlkerung ,rulands wie bei uns die ,kartoffel1 und wird in gewaltigen ,mengen angepflanzt4 ,auch das ,militr pflanzt seinen eigenen ,kohl2 jede ,truppeneinheit bekommt ihr besonderes ,kulturfeld1 und diejenige ,kompagnie1 die den besten ,kohl erzielt hat1 wird vom ,kommando ausgezeichnet4 ,alles ,kraut1 auch das ,sauerkraut1 will nach schon altrmischer ,gewohnheit reichlich mit ,fett1 ,speck oder ,schmalz gekocht sein4 ,wie einst in ,italien und dann im ,mittelalter bei uns sind heute noch ,kohlsuppen und ,kohlgemse durch ganz ,europa in fast allen ,gesellschaftskreisen beliebt4 ,er ist auch ein ,bestandteil des englischen ,nationalgerichtes1 joint genannt1 das in der ,weise hergestellt wird1 da man in derselben ,pfanne ,kartoffeln mit ,spinat und ,kohl ohne ,butter1 aber mit ,schaffleisch ohne ,salzbeigabe kocht4 ,weiter haben wir #f4 den ,kohlrabi1 bei dem auf ,kosten und unter ziemlicher ,unterdrckung der ,blattbildung smtliche ,nhrstoffe sich im stark verdickten1 fleischigen ,stengel ansammeln4 ,dadurch ist der anfangs dnne ,strunk zu einem fleischigen1 grnen1 weien oder rotvioletten ,knollen angeschwollen1 aus dem dann die ,bltter entspringen4 ,wie beim ,frh- und ,sptkraut gibt es auch bei ihm eine im ,herbst geste frhe ,sorte1 welche aber weniger fein ist als die spte1 im ,frhjahr geste4 ,dieser wird als geschtztes ,gemse gekocht1 dem man die zarteren ,bltter beifgt2 #g4 der ,blumenkohl1 dessen ,bltenstand zu einer fleischigen ,masse entartet ist und weitaus das feinste ,gemse aus der ,kohlsippe liefert4 ,neuerdings wird er massenhaft aus ,italien1 wo seine ,kultur in der neueren ,zeit sehr schwungvoll betrieben wird1 zur ,winterszeit bei uns eingefhrt2 #h4 der ,spargelkohl1 mit seinem italienischen ,namen auch ,broccoli genannt4 ,er wurde1 wie schon aus dem ,namen hervorgeht1 aus dem ,sden bei uns eingefhrt4 ,in ,west- und ,sdeuropa werden noch verschiedene andere ,kohlarten kultiviert1 so der durch starke ,verlngerung des ,stengels hervorgegangene ,baum- oder ,riesenkohl1 eine ,abart1 welche ,mannshhe erreicht und hauptschlich als ,futtergemse angebaut wird4 ,von ihm werden jeweilen nur die ,bltter abgebrochen und als beliebtes ,gemse auch fr den ,menschen gekocht4 ,in ,portugal bilden seine ,bltter eine ,hauptspeise der ,bevlkerung1 und auf der englischen ,kanalinsel ,jersey1 wo diese ,kohlsorte #d-e1e m hoch wird1 macht man aus seinen ,stengeln1 die sonst1 getrocknet1 hchstens als ,brennmaterial ,verwendung finden1 seit etwa #dj ,jahren ,spazierstcke1 die als ,spezialitt der ,insel gerne von den ,fremden als ,andenken mitgenommen werden4 ,auch im ganzen ,morgenland bis ,persien und ,abessinien wird allerlei ,kohl zum ,teil in solch hohen ,formen gepflanzt und von den ,eingeborenen gerne roh1 mit ,knoblauch oder ,zwiebeln und ,brot gegessen4 ,in ihrer ,verwandtschaft zu den ,kohlgemsen am nchsten stehend1 aber von einer anderen1 gleichfalls wie der wilde ,kohl im nordwestlichen ,deutschland noch teilweise wild1 sonst aber allenthalben verwildert vorkommenden ,stammpflanze1 dem ,raps 7,brassica napus7 sich ableitend1 den wir unter den lliefernden ,pflanzen kennen lernen werden1 ist die als ,kohlrbe oder ,erdkohlrabi 7,brassica napobrassica7 bekannte ,rbe1 deren gelbe ,variett ein beliebtes ,speisegemse bildet1 whrend die weie meist nur als ,viehfutter benutzt wird4 ,diese ,rbe mit ihren bis kindskopfgro anschwellenden ,wurzelknollen ist wohl die anspruchsloseste von allen ,gemsesorten1 da sie in uerst exponierter ,lage und in jedem ,boden1 in welchem andere ,kohlarten unmglich mehr fortkommen1 noch gut gedeiht4 ,je primitiver der ,kulturzustand eines ,volkes ist1 um so grer ist die ,auswahl der wildwachsenden ,kruter1 deren saftige1 grne ,bltter gesammelt und1 anfnglich roh1 spter1 mit der ,erfindung von ,kochgeschirren1 in denen ,wasser zum ,sieden gebracht werden konnte1 auch gedmpft und mit ,salz versetzt und so schmackhafter gemacht1 verspeist wurden4 ,um sich das mhsame ,suchen nach dergleichen ,speise1 wie auch nach ebaren ,wurzeln und ,samen der verschiedensten ,pflanzen zu erleichtern1 war es sehr naheliegend1 da hier und dort eine um ihre eigene ,ernhrung und diejenige ihrer ,kinder besorgte ,frau1 zu deren ,hauptbeschftigung das ,suchen von pflanzlicher ,speise gehrte1 an nur ihr bekannten1 leicht erreichbaren ,orten solche durch ,aussaat anpflanzte und so den ersten ,grund zum ,hackbau legte4 ,durch ,auswahl der krftigsten und die gewnschten ,eigenschaften vorzugsweise aufweisenden ,exemplare zur jeweiligen ,vermehrung durch ,samen ergab sich dann von selbst eine ,kulturauslese1 welche nach und nach zur ,rassenverbesserung fhrte4 ,wenn wir nun1 wie vorhin erwhnt1 solche ,mengen von ,meldesamen in der ber #djjj ,jahre alten ,kulturschicht des sptneolithischen ,pfahlbaues von ,robenhausen im ,kanton ,zrich finden1 so drfen wir wohl den naheliegenden ,schlu daraus ziehen1 da das meiste desselben1 wenn nicht aller1 aus kultivierter ,melde und nicht von wildwachsender gesammelt wurde1 da ja jene ,leute einen ausgedehnten ,hackbau am ,lande1 in der ,nhe ihrer ,pfahlbauansiedelungen1 betrieben und verschiedene ,getreidearten und ,lein1 nebst ,mohn1 ,erbse1 ,pastinak und ,mhre pflanzten1 zu denen in der ,bronzezeit die uns spter in einer etwas ergiebigeren ,art mit greren ,samen bei den ,kelten entgegentretende ,zwergsaubohne und kleine ,feldlinse1 beide damals noch mit uerst kleinen ,samen1 hinzukamen4 ,jedenfalls ist seit ,urzeiten neben anderen saftigen ,krutern auch die ,brennessel 7,urtica urens und dioica7 gesammelt und als ,gemse verspeist worden1 wie dies heute noch manchenorts auch bei uns geschieht4 ,so sagt schon der berhmte griechische ,arzt ,hippokrates 7#dfj bis #cfd v4 ,chr473 ,die ,nessel 7kndion7 gehrt zu denjenigen ,stoffen1 die den ,leib reinigen48 ,theophrast im #d4 ,jahrhundert v4 ,chr4 sagt3 ,will man ,nesseln essen1 so brht man sie vorher ab48 ,der rmische ,dichter ,horaz 7#fe-h v4 ,chr47 schreibt in einer seiner ,episteln3 ,man kann ganz einfach von ,krutern 7herba7 und ,nesseln 7urtica7 leben48 ,meist wurden sie gepfeffert genossen1 wofr der unter ,tiberius lebende rmische ,feinschmecker ,m4 ,gabius ,apicius in seinem berhmten ,kochbuch folgendes ,rezept gab3 ,man siede ,nesseln1 seihe das ,wasser ab1 zerkleinere sie fein mit dem ,wiegemesser und dmpfe das ,gewiegte auf heier ,asche mit ,olivenl1 fge ,fischslze 7garum7 und gestoenen ,pfeffer hinzu1 verrhre die ,mischung mit ,zusatz von ,eiern und bestreue das ,gericht mit ,pfeffer48 ,plinius berichtet1 da die ,brennessel zur ,blutreinigung genossen werde3 ,die jungen ,frhjahrstriebe gewhren eine nicht unangenehme ,nahrung1 auf deren ,gebrauch manche ,leute gewissenhaft halten1 weil sie glauben1 dadurch fr das ganze ,jahr jede ,krankheit abhalten zu knnen4 ,die ,wurzel der ,nessel bewirkt auch1 da ,fleisch1 mit dem sie gekocht wird1 zarter wird4 ,die ,nessel dient in sehr verschiedener ,weise zu ,heilzwecken1 worber namentlich der 7griechische7 ,naturforscher ,phanias geschrieben hat4 ,ihr ,samen mu zur ,erntezeit gesammelt werden1 und man bezieht den besten von ,alexandria48 ,nesselsamen mit ,pfeffer gekocht wurde nach ,ovids ars amandi von manchen ,leuten als ,aphrodisiakum genommen1 auch wurde daraus1 wie ,plinius berichtet1 l gewonnen4 ,der #hg v4 ,chr4 in ,verona geborene und #eg in ,rom gestorbene rmische ,dichter ,catull schreibt in einem seiner kleinen ,gedichte3 ,ich habe einen tchtigen ,schnupfen und ,husten gehabt und mich mit ,basilie 7ocimum7 und ,nessel kuriert48 ,der griechische ,arzt ,galenos dagegen 7geb4 #aca n4 ,chr4 in ,pergamon1 praktizierte daselbst und dann in ,rom1 wo er um #bjj starb7 meint3 ,die ,brennessel hat nur geringe ,krfte1 wird aber von ,leuten gegessen1 die ,hunger haben1 und bekommt ihnen gut48 ,noch im ,mittelalter wurden die ,bltter und ,samen des wilden ,senfes1 wie auch des ,sauerampfers 7,rumex acetosa7 bei uns gesammelt und gegessen1 wie wir heute noch die zarten1 jungen ,bltter des ,lwenzahns 7,taraxacum officinale7 sammeln1 um sie wie ,spinat gekocht oder als ,salat angemacht zu verspeisen4 ,durch ,kultur ist aus dem wilden ,sauerampfer eine langbltterige ,variett als spanischer ,spinat und eine breitbltterige ,variett als franzsischer ,spinat oder ,oseille hervorgegangen4 ,wurzel1 ,kraut und ,frchte des ,sauerampfers wurden frher arzneilich verwendet1 und heute noch dienen die viel oxalsaures ,kali enthaltenden ,bltter als ,zutat zu ,suppen und ,gemsen1 wie auch als ,salat4 ,in den ,klostergrten des ,mittelalters wurde der an grasreichen gedngten ,stellen der ,alpweiden gefundene ,alpensauerampfer 7,rumex alpinus7 kultiviert1 um den fleischigen1 verzweigten ,wurzelstock als ,rhabarbersurrogat zu benutzen4 ,als englischen ,spinat oder ,gartenampfer wird besonders in ,england die #b m hohe1 zweijhrige ,ampferart ,rumex patientia angebaut1 die in ,mittel- und ,sdeuropa wild wchst4 ,unser ,spinat oder ,binetsch 7,spinacia oleracea7 ist eine ,meldenart1 die im wilden ,zustande nicht mehr gefunden wird1 doch1 wie ihre nchsten ,verwandten1 aus dem ,hochlande von ,iran stammen drfte4 ,den ,griechen und ,rmern war sie unbekannt4 ,die ,kultur des ,spinats scheint am ,ende des ,altertums unter dem ,namen ispany in ,persien aufgekommen zu sein und gelangte dann einesteils als isfany nach ,indien und unter dem chinesischen ,namen persisches ,kraut8 bis in die ,mandschurei1 anderenteils als isfandsch zu den ,arabern1 die ihn zuerst nach ,europa1 und zwar nach ,spanien brachten1 von wo er sich als franzsisch pinards1 englisch spinage1 hochdeutsch ,spinat und sddeutsch ,binetsch weiter nach ,norden verbreitete4 ,jedenfalls war er bei uns noch im #af4 ,jahrhundert neu und wenig bekannt4 ,man kultiviert ihn als im ,frhjahr gepflanzten ,sommerspinat mit lnglicheirunden ,blttern und ungehrnten ,frchten1 und als ,winterspinat1 der im ,herbst gest und im ,frhjahr geschnitten wird1 mit spiefrmigen1 zweizhnigen ,blttern und ,frchten mit #b-d stachelartigen ,hrnchen4 ,ersterer wird bevorzugt1 weil er weniger leicht in ,samen schiet4 ,die ,bltter liefern gedmpft und gehackt ein sehr zartes1 blutbildendes ,gemse1 das gerne als ,fastenspeise genossen wird4 ,zu diesem ,zwecke fllt man in ,griechenland ,gebck mit ,spinat und einigen ,gewrzkrutern1 und in ,frankreich verbckt man den ,samen zu ,brot4 ,als neuseelndischer ,spinat wird seit dem ,jahre #aggb auch in ,europa eine dem ,portulak verwandte1 in ,neuseeland1 ,australien und den ,norfolkinseln heimische1 #a m hohe stige ,eiskrautart 7,tetragonia expansa7 mit eirunden ,blttern1 gelblichgrnen ,blten und vierhrnigen1 fest sitzenden ,frchten kultiviert1 die schon lnger auch in ,sdamerika und ,japan gepflanzt wird4 ,als ,nhrpflanze viel wichtiger ist der ,peruspinat oder die ,reismelde 7,chenopodium quinoa71 eine unserem gemeinen ,unkraut1 der weien ,melde hnliche1 mehlig bestubte1 gegen #a m hohe ,pflanze mit ovalen und eckigen ,blttern1 in sehr stigen ,rispen vereinigten ,blten und gelblichweien ,samen4 ,wegen letzteren1 die in ,wasser oder ,milch abgekocht1 in ,breiform oder auch zu ,mehl gestampft und dann gerstet als ein schmackhaftes und tgliches ,nahrungsmittel an ,stelle des ,getreides im westlichen ,sdamerika von ,chile bis ,mexiko gegessen werden1 wird diese in ,chile und ,peru noch in einer ,hhe von #djjj m ber ,meer1 wo ,roggen und ,gerste nicht mehr gedeihen1 angepflanzte ,meldenart als das ,hauptnahrungsmittel neben den ,kartoffeln geschtzt4 ,auch die ,bltter geben1 wie bei uns ,spinat und ,gartenampfer1 ein gutes ,gemse4 ,alexander von ,humboldt1 der von #agii-ahjd mit ,bonpland ,sd- und ,mittelamerika bereiste1 gab die ersten ,nachrichten ber diese ,kulturpflanze1 deren ,spielart mit weien ,samen als die ergiebigste gilt und zum ,anbau auch fr ,norddeutschland pat4 ,als ,erdbeerspinat wird die aus ,sdeuropa stammende ,blattmelde 7,chenopodium foliosum7 teils ihrer wie ,spinat benutzten ,bltter1 teils der zahlreichen1 hochroten1 erdbeerhnlichen1 aber fade schmeckenden ,frchte wegen kultiviert4 ,die ,beeren geben eine wenig haltbare ,farbe4 ,in der ,walachei schminken sich die ,bauernweiber mit ihnen4 ,wie die weie und grne ,melde1 deren ,bltter auch bei uns in manchen ,gegenden als ,gemse gesammelt und1 wie ,spinat gekocht1 gegessen werden1 ,kulturpflanzen ,ostindiens sind1 so wird auch bei uns die im nrdlichen ,europa bis ,sibirien heimische1 schon bei den ,alten als ,speise verzehrte ,gartenmelde oder wilder ,spinat 7,atriplex hortense7 mit herzfrmig-dreieckigen1 gezhnten1 roten ,blttern stellenweise1 so besonders in ,frankreich als arroche1 angebaut4 ,von ihrer strauchartigen ,verwandten1 der an den europischen ,ksten wachsenden ,portulakmelde 7,atriplex portulacoides71 werden die jungen ,sprosse wie ,kapern eingemacht1 whrend die suerlichsalzigen ,bltter und zarten ,stengel der in ,sdeuropa heimischen ,meermelde 7,atriplex halimus7 in ,england und ,holland als ,salat gegessen werden4 ,die jungen ,sprosse ersetzen in ,portugal den ,spargel4 ,seit sehr langer ,zeit werden die fleischigen ,bltter des ber ,asien1 ,europa und ,afrika verbreiteten und lngst auch in die ,neue ,welt verpflanzten ,portulaks 7,portulaca oleracea7 -- bei den ,griechen andrchn1 bei den ,rmern portulaca genannt -- roh als ,salat angemacht oder gekocht als ,gemse gegessen4 ,nach ,columella wurden sie wie der spte ,kohl gegen die ,zeit der ,weinernte mit ,salz und ,essig eingemacht4 ,sonst waren der ,lattich 7lactuca7 und die ,endivie 7intubum7 die ,hauptsalatkruter der ,rmer1 indem sie aus ihnen mit ,zuhilfenahme von ,fleischbrhe1 ,olivenl1 ,zwiebeln1 ,honig und ,essig ihren nach dem ,essig 7acetum7 als acetarium bezeichneten ,salat herstellten4 ,im ,mittelalter geno man mit ,salz1 ,essig und l angemachten ,salat vorzugsweise aus ,lauch1 ,zwiebeln1 ,boretsch1 ,pfefferminze und ,petersilie4 ,heute werden die verschiedensten ,blattgemse und ,wurzeln dazu verwendet4 ,salat kommt vom italienischen salato gesalzen1 woraus zunchst das franzsische salade und daraus erst unser deutsches ,salat wurde4 ,essig1 l1 ,salz1 ,pfeffer und ,senf sind die ,hauptingredienzien dazu1 und zwar mische man das l vor dem ,essig mit den ,blttern1 damit der ,saft infolge der fettigen ,umhllung ganz in den pflanzlichen ,teilen bleibe und das ,fett den ,salat durchdringen knne4 ,ein altes ,sprichwort sagt1 der ,salat solle von einem ,verschwender mit l1 von einem ,geizhals mit ,essig1 von einem ,weisen mit ,gewrzen und ,salz versehen und von einem ,narren gemischt werden1 dann werde er recht sein4 ,die ,rmer der ,kaiserzeit pflegten ihr ,abendessen mit ,salat zu beginnen1 whrend ihre ,vorfahren zur ,zeit der ,republik es mit ihm zu beschlieen pflegten4 ,dazu wurde gewhnlich ,lattich genommen1 der im ,rufe stand1 den ,schlaf zu befrdern4 ,der ,geschichtschreiber ,flavius ,vopiscus berichtet uns von dem im ,jahre #bge #ge;jhrig vom ,senate gewhlten und schon im folgenden ,jahre auf einem ,zuge gegen die ,goten in ,kleinasien von den ,soldaten ermordeten ,kaiser ,marcus ,claudius ,tacitus1 er habe sehr mig getrunken und gespeist1 aber viel ,salat gegessen1 um sich einen recht sanften ,schlaf zu verschaffen4 ,desgleichen berichtet ,suetonius vom ,kaiser ,augustus1 da er1 wenn er durstig war und doch kein ,getrnk zu sich nehmen wollte1 ein ,stckchen ,gurke oder von einer ,lattichstaude in den ,mund nahm1 um daran zu kauen4 ,einmal soll ihm die ,klugheit seines ,arztes ,musa das ,leben gerettet haben1 indem er ihm ,salat verordnete1 den ihm der vorige ,arzt ,gajus milius aus allzugroer ngstlichkeit verboten hatte4 ,nach dieser ,aufsehen erregenden ,heilung des ,staatsoberhauptes stieg das ,ansehen des ,salates1 wie ,plinius uns berichtet1 in ,rom so hoch1 da man sogar die ,erfindung machte1 ihn in mit ,essig versetztem ,honig aufzubewahren1 bis es wieder frischen gab4 ,durch die ,rmer kam dann der ,salat in die ,lnder nrdlich der ,alpen und wurde hier in der ,folge sowohl in den ,klostergrten1 als auf den ,edelhfen gepflanzt4 ,zuerst wird der ,salat auf deutschem ,gebiet in ,ekkehards ,benediktionen aus dem ,kloster ,st4 ,gallen1 spter dann auch als ,gericht hherer weltlicher ,kreise erwhnt1 allerdings mit dem ,hinzufgen1 da solche ,speise auf die ,dauer fr ,kraft und ,aussehen unvorteilhaft sei4 ,erst im #ae4 ,jahrhundert wurde sein ,genu1 besonders in der ,form von ,lattich1 in ,mitteleuropa gemein1 und zwar in der von ,italien her gebruchlichen ,weise1 ihn1 auer mit ,essig zu versetzen1 mit l einzufetten4 ,geniet doch heute noch der ,italiener mit ,vorliebe auch andere grne ,gemse mit l bergossen4 ,der ,gartenlattich 7,lactuca sativa7 stammt von dem im gemigten und sdlichen ,europa und in ,westasien wachsenden wilden ,lattich 7,lactuca scariola7 und wurde schon im frhen ,altertum als ,salatpflanze gezogen1 so von den ,persern zur ,zeit des ,knigs ,kambyses1 des ,sohnes von ,kyros1 der diesem #ebi v4 ,chr4 folgte1 #ebe gypten eroberte und #ebb auf dem ,rckzuge nach ,persien starb4 ,die alten ,griechen nannten ihn trdax und bauten ihn in wenigstens drei ,sorten an1 die ,rmer hieen ihn nach dem ,milchsaft lac lactuca und pflanzten hauptschlich vier ,sorten3 den ccilianischen ,salat mit grnen bis roten1 krausen ,blttern1 den kappadozischen mit bleichen1 kammfrmig eingeschnittenen1 dicken ,blttern1 den weien1 sehr krausbltterigen aus der ,provinz ,btica 7dem sdlichen ,spanien1 nach dem ,flusse ,btis so genannt7 und aus der ,nhe der ,stadt ,gades 7dem heutigen ,cadix7 und den zyprischen rtlichweien mit glatten1 sehr zarten ,blttern4 ,columella1 der uns diese aufzhlt1 berichtet uns zugleich1 da sie in der hier angegebenen ,reihenfolge von ,januar bis ,april in gut gedngten ,boden gest wrden1 reichlich ,wasser erhielten und durch ,auflegen einer ,scherbe auf den ,wipfelspro am ,aufschieen verhindert und gezwungen wrden1 mehr in die ,breite als in die ,hhe zu wachsen4 ,aus den frhmittelalterlichen ,klostergrten und den ,grten der ,vornehmen1 besonders des mchtigen ,frankenknigs ,karl1 dem spteren ,kaiser1 ging der ,gartenlattich mit den anderen von den ,rmern bernommenen ,gemsearten in die ,grten ,mittel- und schlielich auch ,nordeuropas ber und aus dem lateinischen lactuca wurde das franzsische laitue1 das deutsche ,lattich und das englische lettuce4 ,und mit diesem ,salatkraut wurde auch sein alter ,begleiter1 der ,boretsch 7,borrago officinalis7 bernommen1 der fortan keinem ,gemsegarten fehlte4 ,diese aus ,sdeuropa und ,kleinasien stammende ,pflanze mit borstenhaarigen ,blttern1 gewhnlich dunkelblauen1 in manchen ,varietten aber himmelblauen1 blaroten und weien ,blten war schon im ,altertum auer als ,bienenweide auch als ,heilmittel fr mancherlei ,krankheit geschtzt1 und schon die alten ,griechen und ,rmer fanden1 da ihre ,bltter und ,blten1 fein gewiegt1 dem ,lattichsalat einen feinen1 gurkenhnlichen ,geschmack verleihen4 ,aus diesem ,grunde ist sie bis auf den heutigen ,tag im lndlichen ,garten in ,ehren geblieben4 ,heute unterscheiden wir drei ,hauptarten von ,lattich3 #a4 den ,schnittsalat mit hell- oder dunkelgrnen1 rotgefleckten oder dunkelroten ,blttern in offener ,rosette1 die man allmhlich von innen nach auen absticht4 #b4 den ,bindsalat oder rmischen ,salat mit lnglichen1 aufrechten1 eine geschlossene ,rosette bildenden ,blttern1 die man zusammenbindet1 um die inneren zu bleichen4 ,mit ,recht findet der als laitue bezeichnete franzsische ,bindsalat durch die ganze ,kulturwelt rasche ,verbreitung4 #c4 den ,kopfsalat mit breiten1 blasig aufgetriebenen1 kopffrmig zusammenschlieenden ,blttern2 dieser wird am hufigsten gebaut und unter ,strohmatten berwintert4 ,alle diese ,salatarten1 die heute noch in ,sdeuropa die ,lieblingsspeise des gemeinen ,mannes bilden1 haben sich heute ber die ganze ,erde verbreitet4 ,nach ,china gelangte der ,lattich ums ,jahr #fjj n4 ,chr4 aus dem ,westen4 ,in derselben ,weise wie der ,salat wurde von den ,griechen und ,rmern die ,endivie angepflanzt und1 wie ,plinius uns berichtet1 ber den ,winter in ,krgen eingemacht und spter gekocht1 als ob sie frisch sei4 ,frher nahm man an1 da sie aus ,indien stamme1 doch wissen wir jetzt1 da sie von der im ,mittelmeergebiet wild wachsenden ,cichorium divaricatum gewonnen wurde4 ,die ,endivie 7,cichorium endivia7 wird besonders in der krausen ,variett hufig als ,salatpflanze in den ,gemsegrten kultiviert4 ,die breitbltterige ,abart kommt dagegen unter dem ,namen ,eskariol auf den ,markt4 ,bei beiden werden wie beim ,bindsalat die eine lockere ,rosette bildenden und meist zu einem ,kopf zusammenschlieenden ,bltter gewhnlich zusammengebunden1 um durch ,lichtentzug gebleicht zu werden4 ,dadurch schmecken sie ungemein zart2 aber selbst die feinste ,pariser chicore ist immer noch hrter als ,kopfsalat4 ,bei den ,alten galt die berall in den ,mittelmeerlndern wildwachsende ,endivie1 mit ,essig vermischt gegessen1 als dem ,magen gesund und allerlei bel heilend4 ,plinius berichtet1 da die wildwachsende ,endivie in gypten cichorium1 die zahme dagegen1 die kleiner und saftiger sei1 seris heie4 ,die ,magier behaupten1 wer sich mit dem ,saft einer ganzen ,zichorie und ,olivenl einreibe1 der werde anmutiger und erreiche seine ,wnsche leichter4 ,deshalb nennen manche die ,pflanze auch chreston 7d4 h4 brauchbar71 andere pankration 7d4 h4 alles beherrschend71 die wildwachsende heie auch hedypnois 7d4 h4 sen ,schlaf bewirkend74 ,nach dem gelehrten ,varro 7#aaf-bg v4 ,chr47 wurde die ,endivie fr die ,gnse gest1 die aber nicht darauf getrieben wurden1 weil sie die ,bltter teils zertreten1 teils so viel von ihnen fressen wrden1 da sie strben4 ,man schneide deswegen die ,bltter selbst fr die ,tiere ab und gebe ihnen ihre richtige ,portion davon4 ,und ,palladius im #d4 christlichen ,jahrhundert gibt an1 da man sie im ,monat ,oktober se2 sie liebe einen lockeren1 feuchten ,boden und man weise ihr ein ebenes ,beet an1 damit die ,wurzeln nicht durch ,regengsse entblt wrden4 ,sehr viel bitterer als die ,endivie ist die gemeine ,zichorie oder ,wegwart 7,cichorium intybus71 eine1 im ,gegensatz zu jener einjhrigen1 ausdauernde ,pflanze mit kurzgestielten1 blauen ,blten4 ,sie findet sich wild in ganz ,mittel- und ,sdeuropa1 ,nordafrika und dem gemigten ,asien1 wurde aber1 da sie hufig an ,wegen und auf ,feldern auftritt1 vielfach vom ,menschen ber die ,grenzen ihres ursprnglichen ,vaterlandes hinaus verbreitet4 ,die jungen ,bltter wurden schon von den ,griechen und ,rmern teils von wildwachsenden1 teils aber auch schon kultivierten ,pflanzen als ,gemse und ,salat benutzt4 ,columella sagt um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr41 da sie1 die er intybum nennt1 dem bersttigten ,gaumen behage4 ,auch sein ,zeitgenosse1 der ltere ,plinius1 spricht mehrfach von ihr und empfiehlt sie als gesunde ,speise4 ,heute pflanzt man zu diesem ,zwecke den ,brsseler ,witloof und den franzsischen ,kapuzinerbart1 deren ,wurzeln1 in einem dunkeln ,keller in ,pferdednger eingepflanzt1 farblose1 uerst zarte ,bltter treiben1 die als ,salat gegessen werden4 ,die lange1 mhrenfrmige1 ungemein bitter schmeckende ,wurzel wird arzneilich benutzt und bildet1 mit ,zucker eingemacht1 die ,hindlufte der ,konditoren2 namentlich aber hat sie im letzten ,jahrhundert als ,kaffeesurrogat eine ungemein groe ,bedeutung erlangt4 ,deshalb wird die ,zichorie in ,frankreich1 ,belgien1 ,holland1 ,mittel- und ,sddeutschland1 ,bhmen1 ,ungarn und ,ruland im groen angebaut4 ,die kultivierte ,wurzel ist strker als die wild gewachsene1 fleischig1 mit verhltnismig breiter ,rinde und erreicht ein ,gewicht von #bjj-djj g4 ,ende ,september1 wenn die untersten ,bltter gelb werden und abzusterben beginnen1 werden die ,wurzeln1 die frisch auch als ,beigabe zu ,viehfutter verwendet werden1 um den ,stoffwechsel anzuregen1 geerntet1 gewaschen1 zerschnitten1 getrocknet1 dann in eisernen ,trommeln gerstet und gemahlen4 ,ein ,zusatz von #a-e ,prozent ,sesam- oder ,erdnul beim ,rsten verbessert den ,geschmack4 ,das ,zichorienmehl wird zuletzt in ,dampftrommeln feucht gemacht1 in ,pakete verpackt und kommt als ,zichorienkaffee in den ,handel4 ,sein ,aroma erinnert entfernt an den ,kaffee1 doch entbehrt er natrlich der auf das ,nervensystem anregend wirkenden ,bestandteile und wirkt bei anhaltender ,benutzung nachteilig auf die ,verdauung4 ,er wird vielfach mit ,runkelrbenprelingen1 ,ziegelmehl1 ,ocker und ,ton verflscht4 ,schon um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts rstete man in ,haushaltungen am ,nordrande des ,harzes ,zichorienwurzeln1 um sie als ,kaffeesurrogat zu benutzen2 um #agij begannen ,braunschweiger und ,magdeburger ,kaufleute dieses ,prparat fr den ,handel herzustellen4 ,es vermochte sich dann besonders whrend der ,kontinentalsperre bei der rmeren ,bevlkerung einzubrgern1 so da immer mehr ,fabriken errichtet wurden4 ,gegenwrtig besitzt das ,deutsche ,reich ber #ajj und ,europa #dej ,zichorienfabriken4 ,deutschland liefert fr rund #i ,millionen ,mark ,rohstoffe und fr #ah ,millionen ,mark ,fabrikate von ,zichorie4 ,als weitere ,salatkruter sind die ,kressearten zu nennen1 die teilweise schon von den alten ,griechen und ,rmern angepflanzt und1 wie der griechische ,arzt ,dioskurides um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 berichtet1 mit ,wasser1 ,salz und ,milch gegessen wurden4 ,besonders die ,gartenkresse 7,lepidium sativum71 die von ,sdeuropa und ,nordafrika bis ,indien heimisch ist1 wurde1 wie heute noch1 so schon im ,altertum in gypten kultiviert4 ,doch drfte ihr ,anbau dort nicht erheblich ber das #b4 ,jahrhundert v4 ,chr4 hinausgehen4 ,den alten ,alexandrinern galt sie als leckeres1 gewrzhaftes ,gemse1 das als ,salat gegessen wurde4 ,auch von den ,griechen der spteren ,zeit wurde sie geschtzt4 ,von den ,rmern wurde sie nasturcium1 d4 h4 ,nasenquler genannt1 weil ihre ,schrfe bis in die ,nase hinein versprt werde4 ,sie scheint im stlichen ,mittelmeergebiet1 vielleicht in ,kleinasien1 zur ,kulturpflanze erhoben worden zu sein und wird heute bei uns hufig kultiviert1 um als ,salat und ,beilage zu ,fleisch und ,gemse zu dienen4 ,dabei hat sie den ,vorzug1 auerordentlich rasch zu wachsen2 auch wirken ihre jungen ,triebe anregend auf ,appetit und ,verdauung4 ,frher wurde sie auch medizinisch benutzt1 wie ihre ,verwandte1 das ,pfefferkraut 7,lepidium latifolium71 die am ,meeresstrand und an ,salinen in ,europa1 ,mittelasien und ,nordafrika wchst4 ,auch sie wird seit dem ,mittelalter in ,grten kultiviert1 um die pfefferartig scharf brennenden ,bltter zu ,saucen verwenden zu knnen4 ,die in ,quellen1 ,bchen und ,grben mit schlammigem ,grund in ganz ,europa1 ,nord- und ,ostasien heimische1 auch nach ,nordamerika bergefhrte ,brunnenkresse 7,nasturtium officinale7 wird bei uns vielfach kultiviert1 um ihre durch den ,gehalt an einem therischen le rettichartig scharf schmeckenden ,bltter als ,salat zu essen4 ,sie verlangt reines1 leicht strmendes ,wasser und wird vom ,oktober bis ,april geerntet4 ,spter hrt die ,ausbeute auf1 da dann die ,bltenbildung beginnt1 in deren ,verlauf die ,bltter steif und ungeniebar werden4 ,sie galt seit den ltesten ,zeiten als heilkrftig und stand daher als ,zugemse in hohem ,ansehen4 ,so erwhnt sie schon die heilige ,hildegard1 btissin des ,klosters ,rupertsberg bei ,bingen1 als brunnencrassum besonders als ,mittel gegen ,fieber4 ,heute wird sie im groen gezogen und gelangt in ,menge auf den ,markt1 und zwar sind die ,hauptproduktionsorte ,dreienbrunnen bei ,erfurt und die ,umgegend von ,paris4 ,um aber als ,salat gegessen zu werden1 soll sie mit ,zitronensure statt ,essig angemacht werden1 da der ,essig ihren charakteristischen ,geschmack beeintrchtigt4 ,endlich wird auch die aus ,sdamerika eingefhrte ,kapuzinerkresse 7,tropaeolum majus71 weil hnlich scharf schmeckend1 als ,salat gegessen1 whrend ihre ,bltenknospen und unreifen ,frchte1 in ,salz und ,essig eingelegt1 wie ,kapern ,verwendung finden4 ,eine beliebte ,salatpflanze ist ferner der ,feldsalat oder das ,rapnzchen 7,valerianella oliteria71 das in ganz ,mittel- und ,sdeuropa als ,ackerunkraut wchst1 aber1 um zartere ,pflnzchen zu bekommen1 auch im ,gemsegarten kultiviert wird1 wo sie grer1 kahler wird und sich durch ,selbstbesamung fortpflanzt4 ,sie gehrt der den ,korbbltlern nahestehenden ,familie der ,baldriangewchse an und wird im ersten ,frhjahr gesammelt und auf den ,markt gebracht4 ,dann der ,sellerie oder ,eppich 7,apium graveolens71 dessen ,stammpflanze mit kleinen1 etwas knollig verdickten ,wurzeln fast in ganz ,europa1 ,westasien und ,nordafrika an feuchten ,orten in der ,nhe der salzhaltigen ,meereskste wild wchst4 ,bei den ,griechen hie er slinon1 bei den ,rmern dagegen apium4 ,schon in ,homers ,odyssee wird erzhlt1 da auf der ,insel der ,kalypso die ,wiesen mit ,veilchen und ,sellerie bedeckt gewesen seien1 so schn1 da sie selbst den ,gttern wohlgefielen4 ,mit ,krnzen aus wildem ,sellerie pflegten die ,griechen ihre ,grabmler zu schmcken und solchen auch bei den ,leichenschmusen zu verzehren4 ,nach ,plinius stimmten ,chrysippos und ,dionysios darin berein1 da es unrecht sei1 den ,sellerie an ,speisen zu tun1 da er nur zum ,leichenschmaus gehre4 ,er war den ,gttern der ,unterwelt geweiht und bezeichnete im griechischen ,volksglauben ,trauer und ,trnen4 ,der griechische ,geschichtschreiber ,plutarch 7#ej-abj n4 ,chr47 erzhlt uns in seiner ,biographie des korinthischen ,feldherrn ,timoleon1 der #cdc v4 ,chr4 die ,stadt ,syrakus von ihrem ,tyrannen ,dionysios dem ,jngeren befreite und #cdj die ,karthager am ,flusse ,krimissos besiegte1 da ihm einst mit seinem ,heere ,maulesel begegnet seien1 die mit ,sellerie beladen gewesen seien4 ,das hielten die ,soldaten fr eine ble ,vorbedeutung1 weil es ,sitte war1 die ,denkmler der ,toten mit ,sellerie zu bekrnzen4 ,plinius aber berichtet1 da man dem ,sellerie in ,achaja die ,ehre erweise1 mit ihm diejenigen zu bekrnzen1 die in den heiligen ,spielen zu ,nemea gesiegt haben4 ,auch bei den alten ,rmern galt er durch griechischen ,einflu als ,sinnbild des ,todes und der ,trauer4 ,so hie die ,redensart apio indiget1 es gibt nur noch ,eppich fr ihn1 so viel als es steht schlimm mit ihm1 er ist dem ,tode nahe4 ,bei den heutigen ,griechen dagegen gilt er als glckbringend und wird nebst ,knoblauch und ,zwiebeln in den ,zimmern aufgehngt4 ,whrend der wilde ,sellerie widerlich durchdringend riecht und eine fast ungeniebar bittere ,wurzel besitzt1 ist ihr ,geschmack beim kultivierten ,sellerie bedeutend gemildert4 ,das hohe ,alter seiner ,kultur erklrt uns das ,vorhandensein der so verschiedenen ,kulturvarietten4 ,so pflanzt man ,krautsellerie mit langgestielten1 aufrecht stehenden ,blttern und kleiner ,wurzel1 ,bleich- oder ,stengelsellerie mit fleischigen1 zarten ,blattstielen und ,knollensellerie mit kurzgestielten ,blttern und groer1 rundlicher ,wurzel1 welche als ,kchengewrz und ,salat mit ,essig und l gegessen wird4 ,in ,zucker eingemacht1 liefert sie mit ,weiwein ein der ,ananasbowle tuschend hnliches ,getrnk4 ,sie wirkt reizend auf die harnabsondernden ,organe und gilt als sexuell reizendes ,mittel4 ,die ,petersilie 7,petroselinum sativum7 ist eine zweijhrige ,umbellifere der ,mittelmeerlnder1 die vom ,arzte ,dioskurides unter dem ,namen petroslinon1 d4 h4 ,felsensellerie1 als eine wildwachsende ,heilpflanze erwhnt wird1 die dann auch die ,rmer unter derselben ,bezeichnung als ,medikament verwendeten4 ,ob sie schon im ,altertum angebaut wurde1 ist uns nicht bekannt2 doch wird dies aus der rmischen ,kaiserzeit wohl anzunehmen sein4 ,erst im ,capitulare de villis ,karls des ,groen vom ,jahre #hab wird sie bestimmt unter den anzubauenden ,pflanzen erwhnt4 ,im #af4 ,jahrhundert wurde sie im ,garten von ,olivier de ,serres gezogen4 ,die englischen ,grtner erhielten sie nach dem ,berichte eines ,zeitgenossen im ,jahre #aedh4 ,obgleich ihre ,kultur weder ein hohes ,alter aufweist1 noch von besonderer ,wichtigkeit ist1 so hat sie sich doch bereits in zwei ,rassen gespalten1 eine ,form mit krausen ,blttern1 die als ,suppengewrze dienen1 und eine andere1 deren fleischige ,wurzel gegessen wird4 ,aus dem gemigten ,westasien scheint der ,gartenkrbel 7,scandix cerefolium7 zu stammen1 den die lteren griechischen ,autoren nicht erwhnen1 gleichwohl aber gekannt haben mssen4 ,um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 wird sie als ,gemsepflanze von ,dioskurides und ,plinius unter der ,bezeichnung cerefolium genannt4 ,sie wurde angepflanzt und mu schon im #b4 ,jahrhundert v4 ,chr4 von den ,griechen zu den ,rmern gelangt sein1 um dann zunchst zu den ,romanen zu gelangen1 die sie heute noch cerfeuil nennen4 ,viel wichtiger als sie war einst das heute ganz aus unserem ,gemsegarten verschwundene ,myrrhenkraut 7,smyrnium olus-atrum71 von der schon der ,aristotelesschler ,theophrastos als einer wichtigen medizinischen ,pflanze unter dem ,namen hipposlinon1 d4 h4 ,pferdesellerie spricht4 ,drei ,jahrhunderte spter sagt ,dioskurides von ihr1 da man ihre ,bltter und ,wurzeln als ,speise bentze4 ,als olus antrum wurde sie von den ,rmern kultiviert1 als olisatum befahl sie ,karl der ,groe auf seinen ,meierhfen anzupflanzen4 ,spter wurde diese in den ,mittelmeerlndern wildwachsend angetroffene ,pflanze auch bei den ,italienern des ,mittelalters als macerone angebaut4 ,noch zu ,ende des #ah4 ,jahrhunderts kannte man in ,frankreich und ,england die berlieferung1 da diese ,pflanze einst in den ,gemsegrten gehalten wurde1 spter aber wird sie nicht mehr erwhnt4 ,ein von den lteren ,griechen als kstlichste ,beigabe jeder ,speise gehaltene ,wrzpflanze1 die zugleich1 noch mehr als alle vorgenannten ,kruter1 fr eine kostbare ,medizin galt1 die alle ,gifte aufhebe1 die bsartigsten ,wunden heile1 ,blinde sehend und ,greise jung mache1 war das ,silphium1 griechisch slphion4 ,es war eine in der nordafrikanischen ,landschaft ,kyrene wildwachsende ,doldenpflanze1 deren etwas knoblauchartig riechende ,bltter und junge ,sprosse als feinstes ,gemse in ganzen ,schiffsladungen nach ,griechenland gebracht wurden4 ,sie bildete den ,reichtum des ,landes von ,kyrene1 der ihren ,bewohnern groen ,wohlstand brachte und als wichtigstes ,landesprodukt auf den dortigen ,mnzen abgebildet wurde4 ,der ,silphionhandel ist uns auch auf der berhmten ,arkesilasschale im ,cabinet des ,mdailles der ,nationalbibliothek in ,paris abgebildet4 ,auf ihr sitzt an ,deck eines ,schiffes1 das bald absegeln und die kostbare ,ware in die ,fremde tragen soll1 ,arkesilas1 der ,knig von ,kyrene1 auf einem ,klappsessel1 auf dem brtigen ,kopfe einen spitzen ,strohhut mit aufgebogenen ,rndern und mit einem langen1 weien ,chiton und einem schwarzrot gestreiften ,himation bekleidet1 dessen ,bordre eingewebte ,stickerei trgt4 ,zu ,fen des ,knigs1 unter dem ,sessel1 liegt1 um das ,land ,afrika anzudeuten1 ein ,panther4 ,der ,knig hlt das ,szepter in der ,rechten und weist mit der ,linken nach der ,wage1 auf der das ,silphion abgewogen wird1 das in ,binsenscken verpackt ist4 ,ein ,mann scheint dem ,knige zu melden3 ,es besteht ,gleichgewicht4 ,die groe ,wage ist an einer ,rahe aufgehngt4 ,ein als ,silphiumarbeiter bezeichneter ,mann legt das ,silphium zurecht4 ,neben ihm stehen zwei ,korbtrger1 von denen einer sich umwendet und den ,knig frgt3 ,soll ich wegnehmen8 ,er frchtet offenbar zu gut gewogen zu haben4 ,darunter sehen wir unbrtige ,matrosen unter der ,aufsicht eines ,wchters die mit ,silphium gefllten ,binsenscke im ,schiffsraum aufeinander legen4 ,sogar die ,jahreszeit der ,handlung ist sehr sinnig angedeutet4 ,es ist ,sptherbst2 denn ber dem ,schiffe sehen wir ,zugvgel dahinziehen1 von denen sich einige1 von der langen ,meerfahrt erschpft1 auf dem ,takelwerk des ,schiffes niederlassen wollen1 aber von einem zahmen ,affen wenig liebenswrdig verscheucht werden4 ,alle ,teile der kostbaren ,silphionpflanze wurden von den danach lsternen ,griechen verwendet4 ,die jungen ,bltenschfte wurden sowohl roh als gekocht als ,salat und ,gemse gegessen2 der ,stengel galt als hochfeine ,delikatesse1 whrend die ,bltter als ,gemse gekocht wurden4 ,der eingedickte ,saft von ,stengel und ,wurzel wurde als sehr geschtztes ,gewrz und ,allheilmittel fast mit ,gold aufgewogen2 er bildete das kostbare laserpitium der ,rmer4 ,schon unter dem ,kaiser ,nero verschwand diese ,pflanze mit ihren so geschtzten ,produkten vllig aus dem ,handel1 und trotz eingehenden ,forschungen konnte bis heute nicht ermittelt werden1 welche ,pflanze eigentlich unter dem ,silphion der ,alten zu verstehen sei4 ,vielleicht1 da man spter einmal in einem entlegenen ,gebiete des ,innern von ,barka in ,tripolis diese spurlos verschwundene1 und nicht in ,kultur genommene ,silphionpflanze der ,alten findet4 ,ihr sehr hnlich1 aber nicht mit ihr identisch1 ist die ,teufelsdreckpflanze oder der ,stinkasant 7,ferula asa foetida71 der seit ,alexanders des ,groen ,zug nach ,persien und ,indien als persisches ,silphion8 bekannt war und in gleicher ,weise wie das seit dem #g4 vorchristlichen ,jahrhundert verwendete echte afrikanische ,silphion von den ,griechen und ,rmern benutzt wurde4 ,heute noch werden die einzelnen ,teile der ,pflanze wie einst diejenigen der kyrenischen ,art teils roh als ,salat1 teils gekocht als ,gemse1 speziell als ,beigabe zu ,fleisch1 der eingedickte ,saft aber als ,allheilmittel verwendet4 ,im ,gegensatz zum echten ,silphion1 das als wohlriechend bezeichnet wird1 riecht das persische widrig knoblauchartig4 ,von ,persien bis ,china dient der ,stinkasant als hochgeschtzte ,arznei und sein eingedickter ,milchsaft kommt noch heute in groer ,menge als wertvolles ,heilmittel zu uns nach ,europa und in alle ,kulturlnder der ,erde4 ber ihn und seine ,geschichte soll im ,abschnitt ber ,heilpflanzen ,genaueres mitgeteilt werden4 ,eine bei fast allen ,vlkern der ,alten ,welt seit grauer ,vorzeit beraus beliebte ,wrze und ,zukost zur faden ,brotnahrung sind die meist im ,innern ,asiens heimischen ,laucharten1 deren scharfe ,zwiebeln von den ihre ,herden htenden ,nomaden eifrig gesucht und als ,delikatesse gegessen werden4 ,sehr frhe sind diese zentralasiatischen ,zwiebelgewchse als geschtztes ,zugemse in die alten ,kulturlnder ,vorderasiens und am ,nil eingefhrt worden4 ,soweit wir es zurckverfolgen knnen1 waren ,zwiebeln und ,knoblauch ,bestandteile der allgemeinen ,volksnahrung gyptens4 ,sie galten sogar im ,lande als heilig1 so da man bei ihnen schwur und die ,priester und ,frommen aus ,scheu sie nicht einmal zu berhren wagten4 ,whrend ihrer ,wstenwanderung sehnten sich die ,israeliten nach den ,lauchgewchsen des ,niltals1 wie #d4 ,mose #e1 #aa gesagt wird3 ,wir gedenken der ,fische1 die wir in gypten umsonst aen1 und der ,aggurmelonen1 ,wassermelonen 7battichim1 von ,luther irrtmlich mit ,pfeben1 d4 h4 ,krbisse bersetzt71 ,lauch1 ,zwiebeln und ,knoblauch48 ,diese alle wurden im ,niltal in ,menge gepflanzt und von den gyptern gerne gegessen1 wenn wir auch1 wie ,wildemann zuerst schlagend nachwies1 von der ,wahrheit der ,herodotschen ,angabe abstrahieren mssen1 wonach beim ,bau der groen ,pyramide des ,cheops 7um #bijj v4 ,chr471 wie auf derselben noch zu seiner ,zeit mit ,hieroglyphen soll verzeichnet gewesen sein1 allein fr die ,rettich-1 ,zwiebel- und ,knoblauchkost der ,fronarbeiter #afjj ,silbertalente1 d4 h4 ber #g1e ,millionen ,mark aufgewendet worden seien4 ,schon zur ,zeit der ltesten gyptischen ,dynastie1 die mit der ,thronbesteigung des ,menes #cdjj v4 ,chr4 beginnt1 waren die ,zwiebeln und ,knoblauch im ,pharaonenlande viel kultivierte ,pflanzen1 deren groe ,wertschtzung als gesunde1 schmackhafte ,speise die ihr im ganzen ,lande gespendete ,verehrung genugsam erklrt4 ,zwiebeln in berreicher ,menge gehrten in gypten zu den gebruchlichsten ,opfergaben4 ,so finden wir sie -- altgyptisch hudsch und badschar genannt1 welch letzteres mit dem hebrischen besel 7,plural besalim7 zusammenhngt1 aus welch letzterem sich dann das arabische basal bildete -- mit dem nicht minder geschtzten ,knoblauch1 altgyptisch schagin1 und der ,schalotte auf den ,darstellungen an den ,wnden der ,totenkammern schon des alten ,reiches1 teils in ,fllhrnern steckend1 teils in ,bndeln frei auf den ,opfertischen liegend1 teils zu glockenartigen ,gebilden zusammengebunden1 sehr deutlich abgebildet4 ,die ,zwiebeln in solcher ,glockenform den ,gttern zu spenden war vielleicht ein ,vorrecht der durch das ,tragen des ,leopardenfells ausgezeichneten ,priesterkaste4 ,einen solchen opfernden ,priester erblicken wir auf einem ,grabgemlde des mittleren ,reiches in der ,totenstadt ,theben4 ,derselbe hlt in seiner linken das ,weihrauchbecken und bringt mit seiner ,rechten das ,trankopfer dar1 indem er aus einem ,gefe geweihten ,wein auf die unter der ,zwiebelglocke liegenden ,frchte spendet4 ,der ,genu von ,zwiebeln und ,knoblauch war zwar den ,priestern selbst verboten1 weil sie1 wie der griechische ,schriftsteller ,plutarch 7#ej-abj n4 ,chr47 meint1 den ,durst reizen4 ,als eigene ,erklrung der ,priester fhrt ,plutarch dagegen an1 da die ,enthaltung vom ,genusse der ,zwiebelgewchse deshalb bei ihnen geschehe1 weil die ,pflanze bei abnehmendem ,monde wachse4 ,seiner persnlichen ,meinung gibt er ,ausdruck1 indem er hinzufgt3 ,in der ,tat schickt sich die ,zwiebel weder fr fastende ,ber1 noch fr die1 welche frhliche ,feste begehen3 den ersteren erweckt sie ,begierden und den letzteren lockt sie ,trnen ins ,auge84 ,doch galten die ,zwiebeln wie die brigen ,lauchgewchse den ,alten als gesunde ,speise und heilsam1 weil sie1 wie ,plinius erklrt1 die ,verdauung befrdern und ,winde in ,bewegung setzen84 ,dieser ,autor kennt die ,zwiebel ausschlielich als ,kulturgewchs2 denn er sagt ausdrcklich in seiner ,naturgeschichte3 ,wilde ,zwiebeln gibt es nicht48 ,wie in ,assyrien1 ,babylonien und ganz ,vorderasien wurden die ,zwiebeln in verschiedenen ,kulturrassen seit den ltesten nachweisbaren ,zeiten auch in gypten kultiviert und vom ,volke roh und gekocht in ,menge gegessen4 ,in einem ,grabe des mittleren ,reiches in der ,totenstadt von ,theben finden wir auf einem ,gemlde die ,zwiebelernte geschildert4 ,ein ,grtner zieht diese ansehnlichen ,knollengewchse aus den quadratischen ,gemsebeeten1 in denen sie kultiviert wurden1 aus1 um sie zu je vieren in ,bndel zu binden4 ,so brachte man sie in ,krben auf den ,markt4 ,auf einem ,relief in ,sakkara trgt eine1 vermutlich aus dem ,gemsegarten heimkehrende dienende ,frau einen ,korb mit ,artischocken auf dem ,kopfe und drei sehr langblttrige ,zwiebeln ber die ,schulter geschlagen4 ,illustration3 ,bild #ag4 ,zwiebeln 7,allium cepa7 als ,opfergaben4 ,nach einem altgyptischen ,gemlde in ,beni ,hassan4 7,aus ,lepsius1 ,denkmler47 ,diese gyptischen ,zwiebel- und ,knoblaucharten1 die heute noch in ,menge im ,niltal wie im ganzen ,morgenland gegessen werden1 halten keinen ,vergleich mit den unsrigen1 viel schrfer beienden aus1 so da wir sehr wohl die ,sehnsucht der in der ,wste hungernden und durstenden ,juden nach dieser schmackhaften1 saftigen ,speise begreifen knnen4 ,wie vor ,jahrtausenden kommen sie noch jetzt in ,menge auf den ,markt und knnen um geringes ,geld selbst von den rmsten gekauft werden1 um als meist roh genossene ,zukost zum ,brote zu dienen4 ,die gyptischen ,zwiebeln sind schneewei1 besitzen namentlich jung uerst zarte ,hute1 sind ungemein mild und besitzen durchaus nicht die ,schrfe und den beienden ,geschmack1 der unsere ,zwiebelarten kennzeichnet4 ,auch der dortige ,knoblauch ist sehr mild schmeckend4 ,schon ,plinius rhmt den lieblichen1 sen ,geschmack1 den er in gypten und ,palstina besitze4 ,wie die ,zwiebel fand er bei den alten gyptern in zahlreichen ,krankheitsfllen1 selbst bei ,zahnschmerzen1 ,verwendung4 ,illustration3 ,bild #ah4 ,grtner1 ,zwiebeln zu ,bndeln bindend4 ,nach einem altgyptischen ,gemlde in ,beni ,hassan4 7,aus ,lepsius1 ,denkmler47 ,auch in spterer ,zeit waren die ,zwiebelgewchse in ,vorderasien hchst wichtige und beliebte ,gemse4 ,so wird uns von griechischen ,schriftstellern berichtet1 da am persischen ,hofe in ,susa der ,verbrauch von ,zwiebeln und ,knoblauch an der ,tafel des ,groknigs und seines ,gesindes ein gewaltiger war4 ,so soll auer ,kmmel1 ,silphion und anderen ,wrzen ein ,talent ,gewicht 7#bf1b kg7 ,knoblauch und ein halbes ,talent ,zwiebeln1 letztere von der scharfen ,art1 als tgliches ,bedrfnis des ,hofes angesetzt gewesen sein4 ,das hohe ,alter der ,zwiebeln als ,wrzmittel bei den ,vlkern am ,mittelmeer wird auch durch ,homer bezeugt1 der sie schon unter dem ,namen krmmyon kennt4 ,in der ,ilias heien sie ,beiessen zum ,mischtrank1 den die schnlockige ,hekamede dem durstig aus der ,schlacht heimgekehrten ,nestor bereitet1 und dieser ,held lt 7im #aa4 ,gesange7 seinen ,gsten einen ,tisch vorsetzen1 auf dem sich neben frischem ,honig und ,brot aus heiligem ,mehl8 eine eherne ,schssel mit ,zwiebeln 7krmmyon7 befand1 die zum ,trunke trefflich munden84 ,dabei stand ein mit ,wein gefllter ,krug1 in welchen noch ,ziegenkse auf einem ,reibeisen gerieben und weies ,mehl darein gestreut war4 ,in der ,odyssee trgt der weit gereiste ,odysseus eine prchtige ,tunika fein wie das ,hutchen um die trockene ,zwiebel84 ,ebenso alt oder vielleicht noch lter als diese homerischen ,stellen ist vermutlich der ,name einer einst megarischen ,ortschaft ,krommyon1 der jedenfalls von der dort in besonderer ,menge oder ,gte angebauten ,zwiebel abzuleiten ist4 ,in ganz ,griechenland1 wie spter in ,italien1 waren die ,zwiebelgewchse eine sehr beliebte ,volksnahrung2 aber mit der steigenden ,bildung schlug bei den hheren ,stnden die ,vorliebe dafr in ihr ,gegenteil um1 und ,zwiebel- und ,knoblauchgeruch verriet den ,mann aus dem niedrigen ,volke4 ,wie der ,lustspieldichter ,aristophanes 7#dee-chg v4 ,chr47 das buerliche ,zwiebelessen geielt1 so verwnscht der feinfhlende ,horaz 7#fe-h v4 ,chr47 den ,knoblauch1 den man knftig ,verbrechern statt des ,schierlings geben mge6 ,vermge ihres durchdringenden ,geruches und scharfen ,geschmackes schrieb man den ,zwiebelgewchsen im allgemeinen auch aberglubische ,heilkraft zu1 besonders die ,fhigkeit1 bsen ,zauber zu brechen4 ,schon in der ,odyssee wird die von den ,menschen schwer1 von den ,gttern aber leicht zu grabende ,pflanze mly mit schwarzer ,knollenwurzel und milchweier ,blte erwhnt1 die dem ,odysseus von ,hermes zum ,schutze gegen den ,zauber der ,kirke gegeben wurde4 ,damit ist jedenfalls ,allium nigrum gemeint4 ,die ,sommerzwiebel oder gemeine ,zwiebel 7,allium cepa7 ist in wildem ,zustande nicht mehr bekannt2 doch sind neuerdings durch kleinere ,dolden ausgezeichnete ,wildlinge in ,zentralasien gefunden worden1 die mit der ,stammpflanze sehr nahe verwandt1 ja vielleicht mit ihr identisch sein drften4 ,jedenfalls ist das innere ,asien ihre ,heimat1 von wo sie sich schon frh allseitig verbreitete4 ,so wird sie im ,chinesischen durch einen einzigen ,buchstaben 7tsung7 bezeichnet1 was nach ,bretschneider auf ein sehr altes ,vorkommen bei jenem ,volke hinweist und sehr wahrscheinlich macht1 da diese ,pflanze in den einst von ihnen vor ihrer im #c4 ,jahrtausend v4 ,chr4 vor sich gegangenen ,wanderung nach ,osten innegehabten ,ursitzen in ,oasen am ,sdrande des ,tarimbeckens zwischen ,chotan und ,lop-nor einheimisch war4 ,das ,sanskrit kennt fr die ,zwiebel die drei ,namen3 palandu1 latarka und sukandaka1 was auf ,invasion der ,wrzpflanze auf verschiedenen ,wegen nach ,altindien spricht4 ,wie von alters her wird die ,zwiebel heute noch in ganz ,asien in zahlreichen ,varietten mit runden1 plattrunden oder birnfrmigen ,knollen angepflanzt4 ,in bezug auf ,geschmack gibt es alle ,abschattierungen von sehr scharfen bis ganz milden ,sorten4 ,schon bei den ,mittelmeervlkern des ,altertums wurden milde1 se und scharfe1 herbe ,zwiebeln unterschieden4 ,erstere1 die noch jetzt hauptschlich im ,orient gezogen werden1 lassen sich gut roh essen ohne irgendwie die ,trnendrsen zu reizen4 ,sie dienten auch den ,kulturvlkern am ,mittelmeer vorzugsweise als ,volksnahrungsmittel1 das bei den ,griechen und ,rmern in besonderen ,abteilungen des ,gemsegartens1 bei ersteren krommynes 7vom griechischen krmmyon1 ,zwiebel71 bei letzteren cepinae 7vom lateinischen cepa1 ,zwiebel7 genannt1 gepflanzt wurde4 ,besondere fliegende ,hndler 7griechisch krommyoples1 lateinisch ceparii7 boten in den ,straen der ,stdte diese ,ware feil und fanden guten ,absatz4 ,schon der pflanzenkundige ,theophrast im #d4 vorchristlichen ,jahrhundert unterschied mehrere ,zwiebelarten1 die er wie seine ,zeitgenossen nach den ,orten1 von wo aus sie in den ,handel kamen1 benannte1 so sardische1 knidische1 samothrakische1 sethamische und askalonische ,zwiebeln4 ,nach ihm war besonders die ,insel ,kimolos1 nrdlich von ,melos1 das uns die berhmte ,venus von ,milo im ,louvre in ,paris bescherte1 durch ihre ,zwiebelkulturen berhmt und erhielt daher den ,beinamen ,krommysa1 d4 h4 ,zwiebelinsel4 ,nicht minder beliebt als in ,griechenland waren die ,zwiebeln auf der italischen ,halbinsel1 wo die ,rmer ausgedehnte ,zwiebelgrten besaen4 ,als geschtzte ,speise siedelten sie dieses ,kchengemse auch in ihren ,provinzen an4 ,so brachten sie die ,zwiebel als cepa zu ,beginn der christlichen ,zeitrechnung auch in die ,lnder nrdlich der ,alpen1 speziell ,germanien4 ,hier wurde sie aber erst zu ,beginn des ,mittelalters beim ,volke gebruchlicher unter dem ,namen ,zwiebel oder ,bolle1 was beides aus dem sptlateinischen cepulla 7,diminutivum von cepa71 wie das italienische cipolla1 entstand4 ,allerdings schtzten die ,deutschen dieses ,gewchs viel weniger als die ,romaioi im ostrmischen ,reiche1 bei denen beispielsweise an der kaiserlichen ,tafel in ,byzanz der ,zwiebelverbrauch so stark war1 da der langobardische ,bischof ,liudprand von ,cremona in ,oberitalien1 der ,gesandte des ,deutschen ,kaisers ,ottos des ,groen am ,hofe ,knigs ,nikephoros ,,ii4 7#ifc-ifi71 sich daran stie4 ,der ,beherrscher der ,griechen81 sagt er in seinem ,gesandtschaftsbericht vom ,jahre #ifh1 trgt langes ,haar1 ,schleppkleider1 weite rmel und eine ,weiberhaube4441 nhrt sich von ,knoblauch1 ,zwiebeln und ,lauch und suft ,badewasser 7d4 h4 mit ,wasser verdnnten resinierten1 d4 h4 geharzten ,wein784 ,und ein anderes ,mal3 ,er befahl mir zu seiner ,mahlzeit zu kommen1 die tchtig nach ,zwiebeln und ,knoblauch duftete und mit 7,oliven-7 l und ,fischlake besudelt war48 ,um dieselbe ,zeit machte freilich ein ,morgenlnder1 der ,araber ,ibn ,hauqual1 der die ,hauptstadt von ,sizilien1 ,palermo1 besuchte1 den ,einwohnern dieser ,stadt den ,vorwurf1 da sie morgens und abends rohe ,zwiebeln en1 wodurch ihr ,gehirn verstrt und ihre ,sinne abgestumpft wrden4 ,man sehe das an ihrem ,benehmen und an ihrem ,aussehen4 ,sie trinken lieber stehendes als laufendes ,wasser1 scheuen sich vor keiner stinkenden ,speise1 sind schmutzig am ,leibe1 ihre ,huser sind unrein1 in den prchtigsten ,wohnungen laufen die ,hhner herum usw4 ,auch im ,abendland werden eine ,menge von ,kulturvarietten der ,zwiebel angepflanzt4 ,die bemerkenswertesten darunter sind die gewaltig groe1 rtliche bis weie1 fast kugelige ,madeirazwiebel von mildem1 sem ,geschmack1 aber im ,winter nicht haltbar und nur in wrmeren ,gegenden ihre volle ,gre erreichend1 und die leider ebenfalls nicht haltbare ,bellegarde von ovaler ,form1 oft von #ej cm ,umfang und #a1e kg ,gewicht1 mit feinem1 sem ,fleisch4 ,in der ganzen ,kulturwelt werden die ,zwiebeln als ,kchengewrz benutzt1 in ,sd- und ,osteuropa dagegen roh oder gerstet wie ,obst oder ,gemse gegessen4 ,sie enthalten ein schwefelhaltiges therisches l und wirken dadurch in berma reizend auf den ,magen1 erzeugen belriechende ,atmung und ,ausdnstung4 ,die ,vermehrung geschieht durch die sogenannten ,steckzwiebeln1 kleine ,zwiebelchen1 die sich nach der ,aussaat im ersten ,jahre bilden und1 im zweiten ,jahre ausgesetzt1 die kchenfhige ,zwiebel liefern4 ,in ,essig eingemacht kommen sie unter dem ,namen ,perlzwiebeln in den ,handel4 ,im ganzen milder als diese zweijhrige gemeine oder ,sommerzwiebel schmeckt die ausdauernde ,winterzwiebel oder der ,rhrenlauch 7,allium fistulosum7 mit mehreren lnglichen1 nebeneinander stehenden ,zwiebeln1 sonst der vorigen hnlich4 ,sie stammt aus dem sdlichen ,sibirien1 vom ,altai bis nach ,daurien1 und kam erst am ,ausgang des ,mittelalters ber ,ruland nach ,europa4 ,im #af4 ,jahrhundert gab ,dodoens eine wenig kenntliche ,abbildung von ihr4 ,weil sie sich sehr stark vermehrt und winters im freien ,lande aushlt1 wird sie in ,grten hufig kultiviert2 doch benutzt man meist nur die ,bltter als ,kchengewrz und zum ,fttern von jungen ,truthhnern4 ,die ,schalotte 7,allium ascalonicum7 -- deutsch auch ,aschlauch -- hat ihren ,namen von der ,stadt ,ascalon1 wo sie frher viel gebaut wurde und von wo aus sie durch ,kreuzritter nach ,europa gebracht wurde4 ,sie wird nirgends mehr wild gefunden und scheint eine mit der gemeinen ,zwiebel verwandte ,form zu sein1 die schon im ,altertum in ,syrien1 ,palstina und ,kleinasien gepflanzt wurde4 ,die vorderasiatischen ,semiten waren von jeher wie heute noch die ,juden groe ,zwiebelfreunde und pflanzten und aen sie in ,menge4 ,ammianus ,marcellinus erzhlt uns aus dem ,leben des ,kaisers ,marcus ,aurelius1 da1 als er auf einer ,reise nach gypten im ,jahre #age n4 ,chr4 durch ,palstina kam1 ihm der ,gestank und ,lrm der ,juden so lstig wurde1 da er schmerzlich ausgerufen haben soll3 ,o ,markomannen1 ,quaden und ,sarmaten 7es sind dies ,stmme1 die er vor kurzem besiegt hatte71 habe ich doch noch schlimmere ,leute als ihr seid gefunden68 -- ,noch heute werden die ,zwiebelgewchse von den ,israeliten1 wie auch von den ,orientalen und ,russen sehr geschtzt4 ,die ,schalotten haben pfriemenfrmige und nicht aufgeblasene ,bltter wie die vorigen1 sind ausdauernd und werden1 da bei uns der ,same nicht reift1 durch ,brutzwiebeln fortgepflanzt4 ,die ,zwiebeln mit ueren braungelben und inneren violetten ,hllen schmecken milder und feiner als die gewhnlichen ,zwiebeln und werden als besseres ,kchengewrz benutzt4 ,um sie ein ,jahr lang zu erhalten1 drrt man sie ber dem ,ofen4 ,der ,porree oder die ,welschzwiebel 7,allium porrum7 mit weier1 rundlicher ,zwiebel1 fast ohne ,nebenzwiebeln und hellpurpurroten1 statt wie bei der ,schalotte violetten ,blten1 ist eine ,kulturform des im ,mittelmeer heimischen ,allium ampeloprasum1 welche ,art als ,sommerporree gepflanzt wird und pikanter als der gemeine ,porree schmeckt4 ,wie ,zwiebeln und ,knoblauch wurde der ,porree schon im ,altertum in ,grten kultiviert und besonders im ,orient sehr geschtzt4 ,die alten gypter nannten ihn edsche und auch im ,alten ,testament wird er mehrfach erwhnt4 ,bei den ,griechen hie er prasis1 bei den ,rmern dagegen porrum und hatte nach ,plinius bei letzteren besonders dadurch ein hohes ,ansehen erlangt1 da ihn ,kaiser ,nero seiner ,stimme wegen in jedem ,monat an bestimmten ,tagen mit l a und dabei gar nichts anderes1 nicht einmal ,brot1 geno4 ,derselbe ,autor meldet1 da der rmische ,ritter ,mela1 als er wegen schlechter ,verwaltung seiner ,provinz vor den ,kaiser ,tiberius gefordert wurde1 sich in der ,verzweiflung damit vergiftete1 da er soviel ,porreesaft trank als drei ,silberdenare wiegen4 ,er sei dann auf der ,stelle und ohne ,schmerzen gestorben4 ,sonst galt der ,porree den ,alten -- nach ,dioskurides am besten gekocht1 wobei das ,wasser zweimal abgegossen wurde1 und dann in kaltes ,wasser gelegt -- als schleimlsendes ,mittel bei ,husten und wurde nach ,columella1 mit l und ,gersten- oder ,weizenmehl vermischt1 zu demselben ,zwecke dem ,rindvieh gegeben4 ,der bissige ,epigrammendichter ,martial 7#dj-abj n4 ,chr471 der aus seiner spanischen ,heimatstadt ,bilbilis zur ,zeit ,neros nach ,rom kam und ,schmeichler und ,gnstling der auf jenen folgenden ,kaiser war1 rt einem ,freunde3 ,hast du stinkenden ,porree gegessen1 so schliee wenigstens den ,mund1 wenn du jemand kssen willst48 ,wichtiger als er ist der ,knoblauch 7,allium sativum71 der in der ,dsungarei in ,zentralasien heimisch ist und1 wie wir bereits feststellten1 schon bei den ltesten ,babyloniern und gyptern gepflanzt wurde4 ,er ist ausdauernd1 hat breitlineale1 flache ,bltter und eine ,bltendolde1 in der zwischen zahlreichen ,zwiebelchen wenige weilichrosenrote ,blten stehen1 die keinen ,samen entwickeln4 ,er kommt bei uns verwildert vor und wird wie die vorigen am besten in sandigem ,boden kultiviert4 ,mit den ,zwiebeln wurde er schon im hohen ,altertume bei den alten ,kulturvlkern ,vorderasiens und in gypten angebaut4 ,im ,sanskrit hie er mahuschuda1 bei den ,juden schumin1 bei den ,griechen skrodon1 bei den ,rmern allium1 das dann in die verschiedenen ,sprachen lateinischen ,ursprungs berging1 z4 ,b4 italienisch aglio1 franzsisch ail4 ,die ,mitteleuroper kannten ihn schon bevor die ,rmer ihre ,kultur ber die ,alpen brachten4 ,lauch ist ein gemeingermanisches ,wort1 das vornehmlich ,knoblauch bezeichnet1 der den ,germanenstmmen eine beliebte ,wrze bildete4 ,beklagt sich doch schon der byzantinische ,gesandte ,sidonius ,apollinaris ber den blen ,geruch des germanischen ,volkes der ,burgunder vom vielen ,lauch- und ,zwiebelnessen4 ,nach ,plinius wurde er viel als ,arznei angewandt1 besonders auf dem ,lande4 ,esse man ihn ungekocht1 so gebe er dem ,atem einen sehr unangenehmen ,geruch4 ,der ,schriftsteller ,menandros behaupte zwar1 man knne dem ,munde den ,knoblauchgeruch nehmen1 wenn man gerstete ,runkelrben hernach kaue4 ,um ihn und die ,kchenzwiebel lange aufzubewahren1 befeuchte man sie mit lauem ,salzwasser oder hnge sie eine ,zeitlang zum ,drren ber glhenden ,kohlen auf2 manche hben den ,knoblauch auch in ,spreu auf4 ,auf den ,feldern wachse wilder ,knoblauch1 den man alum nenne4 ,man koche ihn und werfe ihn aus1 wo ,vgel der ,saat ,schaden zufgen2 diejenigen1 welche davon fren1 wrden alsbald betubt1 so da man sie mit ,hnden greifen und unschdlich machen knne4 ,schon im ,altertum a das gemeine ,volk in den ,mittelmeerlndern wie noch heute gern den ,knoblauch1 der bei den ,griechen und ,rmern in besonderen1 griechisch skorodnes1 lateinisch alliinae genannten ,abteilungen des ,gemsegartens gepflanzt und durch ambulante ,knoblauchhndler 7griechisch skorodoples1 lateinisch alliarii7 verkauft wurde4 ,noch in unseren ,tagen lebt der arme ,grieche oft wochenlang vom ,genusse des ,knoblauchs4 ,die ,geizigen gaben ihren ,sklaven ,knoblauch zu essen1 wie uns die ,schriftsteller mehrfach berichten1 und eine skorodlm genannte ,brhe aus ,knoblauch und ,salz gehrte zu den altgriechischen ,volksgerichten4 ,so beliebt er aber beim ungebildeten1 armen ,volke war1 so sehr wurde er wegen seines starken ,duftes von den gebildeten1 vornehmen ,kreisen verabscheut und sein ,geruch von ihnen durchaus verpnt4 ,allium olet1 der ,knoblauch stinkt1 war eine ,redensart1 mit der ihn diese ,kreise besonders im reichen ,rom abweisend kennzeichneten4 ,in einer ,komdie des lateinischen ,dichters ,plautus 7#bed-ahd v4 ,chr47 wird ein ,mann aus dem ,volke mit dem ,ausruf angeschnauzt3 ,mensch1 schere dich zum ,teufel1 du stinkst nach ,knoblauch68 ,und ,marcus ,terentius ,varro1 der fruchtbarste und bedeutendste ,gelehrte ,roms 7#aaf-bg v4 ,chr47 sagt in einer seiner ,schriften3 ,unsere ,vter und ,urgrovter waren recht brave ,leute1 obgleich ihre ,worte einen derben ,knoblauch- und ,zwiebelgeruch hatten48 ,feinfhlige ,rmer der spteren ,zeit entsetzten sich ob dieses plebejischen ,genumittels2 so lt der ,dichter ,horaz 7#fe-h v4 ,chr47 in einer seiner ,epoden seinen ,gnner ,maecenas1 den ,freund des ,kaisers ,augustus1 der ihm sein ,landgut ,sabinum schenkte1 wissen3 ,du hast mich1 mein verehrter ,gnner1 ,maecenas1 mit einem ,futter bewirtet1 das giftiger ist als ,schierling und tdlicher als ,vipernblut2 du hast mir ,knoblauch zu essen gegeben1 dieses ,teufelszeug1 das die harten ,eingeweide der ,schnitter vielleicht verdauen knnen1 das aber in meinem ,leibe wie ein wtendes ,ungeheuer tobt1 dieses ,teufelsgift1 mit dem ,medea einst den ,jason so grlich beschmierte1 da selbst die feuerschnaubenden ,stiere sich nicht an ihn wagten4 ,wart1 verehrter ,gnner1 wenn du dir wieder so ein ,knoblauchspchen mit mir erlaubst1 so werde ich meinerseits dir alles mgliche ,unheil an den ,hals wnschen48 ,heute sind nur noch die ,juden1 wie auch die ,russen und ,trken besondere ,freunde des ,knoblauchs1 der sonst wegen seiner widerwrtigen1 lange anhaltenden ,ausdnstung auch bei den ,kulturvlkern des ,abendlandes in ,verruf erklrt ist4 ,er wird in verschiedenen ,varietten kultiviert1 von denen der spanische ,lauch und der ,schlangenlauch die feinsten sind4 ,letzterer liefert die ,perlzwiebeln oder ,rockambolen 7aus dem italienischen rocambole71 die stets nur durch ,zwiebelbrut fortgepflanzt werden knnen4 ,wie der ,knoblauch wird auch der in ,sdeuropa wild wachsende ,sandlauch 7,allium scorodoprasum7 kultiviert und als ,kchengewrz verwendet4 ,die ,italiener nennen ihn agliporro4 ,der auch von uns vielfach benutzte ,schnittlauch 7,allium schoenoprasum7 mit kleinen1 weien1 lnglichen1 in ,bscheln beisammenstehenden ,zwiebeln1 einen ,rasen bildenden hohlen ,blttern und wenig hheren ,bltenschften von rotvioletten ,blten wchst auf ,gebirgswiesen in ganz ,europa bis nach dem sdlichen ,schweden1 in ,sibirien bis nach ,kamtschatka und auch in ,nordamerika1 da aber nur in der ,nhe der kanadischen ,seen4 ,nach ,de ,candolle steht die in den ,alpen vorkommende ,form der angebauten am nchsten4 ,von den ,alten wurde sie nicht angepflanzt1 hchstens etwa auf freiem ,felde gesammelt und als ,medizin oder ,kchengewrz verwendet4 ,erst im ,mittelalter wurde sie zur ,kulturpflanze erhoben und wird heute auch in ,norditalien als erba cipollina gezogen4 ,die kleinen1 dichtgedrngten ,zwiebelchen setzen einen umfangreichen ,wurzelstock zusammen1 dessen rhrenfrmige ,bltter man wegen ihres angenehm wrzigen ,geschmacks abschneidet1 um sie als ,wrze in die ,suppe zu tun oder dem ,salat beizufgen4 ,nicht zu tief abgeschnitten1 wachsen sie bald wieder nach und bilden daher ein sehr dankbares ,gartengewchs4 ,schon von den alten gyptern1 ,griechen und ,rmern wurde der ,spargel 7,asparagus officinalis7 als geschtzte ,gemsepflanze gezogen4 ,diese ,pflanze1 die von ,spanien bis zur ,dsungarei und vom ,mittelmeer bis ,norwegen besonders an ,fluufern wild wchst1 treibt im ,frhjahr aus dem ,wurzelstock fleischige1 saftige1 weiliche oder blarote bis grnliche ,sprosse1 ,pfeifen genannt4 ,diese verlngern sich ber der ,erde in den reich verzweigten1 grnen1 bis #a1e m hohen glatten ,stengel1 an welchem im ,herbste zahlreiche rote ,beeren erscheinen4 ,nachdem man anfnglich nur die saftigen ,sprosse des wildwachsenden ,spargels gesammelt1 wurde diese ,pflanze frh aus der ,wildnis in die ,grten bernommen und durch ,kultur veredelt4 ,dabei suchte man auf knstlichem ,wege durch ,behufeln mit ,erde oder tiefes ,setzen der ,pflanzen die so bleich bleibenden jungen ,sprospitzen mglichst lang und fleischig zu erhalten und stach sie mit eigenen ,spaten ab1 sobald sie die ,oberflche des ,bodens erreichten4 ,so treffen wir den ,kulturspargel bereits unter den ,opfergaben im ,grabe der ,stufenpyramide von ,sakkara aus der #e4 ,dynastie 7#bgej-bfbe v4 ,chr47 abgebildet4 ,da liegen auf einem ,tische neben ,feigen1 ,flaschenkrbissen und lnglichen gerippten ,aggurmelonen dreifach gebundene ,spargelbndel1 damit der ,verstorbene1 der sie im ,leben gern a1 auch im ,tode nicht entbehre4 ,auf einer anderen ,darstellung sind sogar die ,blattschppchen des sonst blattgrnfreien1 weien ,sprosses mit hellgrner ,farbe angedeutet4 ,illustration3 ,bild #ai4 gyptische ,opfergaben4 ,seitlich links und rechts oben und unten ,flaschenkrbisse 7,lagenaria vulgaris71 zwischen den beiden oberen eine ,aggurmelone 7,cucumis chate72 darber ein ,bndel ,spargeln4 7,nach ,woenig47 ,bei den ,griechen hie der ,spargel aspragos1 d4 h4 der nicht ,geste1 weil man ihn damals schon durch ,stecklinge in den ,grten fortpflanzte4 ,das ungebildete ,volk in ,griechenland glaubte nach dem ,berichte des ,dioskurides durch ,tragen eines ,spargelsprosses als ,amulett unerwnschten ,kindersegen fernhalten zu knnen2 auch wurde er bei mancherlei ,krankheit als ,heilmittel eingenommen4 ,in seiner ,schrift ber den ,landbau gibt uns der ltere ,cato 7#bcd-adi v4 ,chr47 ausfhrliche ,mitteilungen ber seinen ,anbau und rt als besten ,dung fr ihn den ,schafmist1 da anderer ,mist ,unkraut erzeuge4 ,da er so eingehend ber ihn spricht1 beweist1 da diese von den wohllebenden ,griechen ,unteritaliens eingefhrte ,kultur damals bei den ,rmern noch neu war4 ,noch um die ,mitte des #a4 christlichen ,jahrhunderts wurde nach ,plinius und ,columella der wildwachsende ,spargel1 weil als ,arznei wirksamer als der gezhmte1 gesammelt4 ,plinius sagt1 den ,spargel 7corruda7 lasse die ,natur wild wachsen1 damit ihn jeder nach ,belieben stechen knne2 jetzt aber stelle man knstlich gezogenen ,spargel 7asparagus7 zur ,schau1 von welchem der in ,ravenna gezogene gemstete8 so dick werde1 da drei ,stck zusammen ein ,pfund wiegen 7was fr das ,stck #aae g ausmacht74 ,sein ,genu solle dem ,magen wohltun2 auch geniee man ihn bei ,bauchweh mit einem ,zusatz von rmischem oder ,kreuzkmmel 7cuminum71 oder koche ihn mit ,wein4 ,suetonius berichtet uns1 da der ,kaiser ,augustus1 wenn er sagen wollte1 es msse etwas schnell fertig werden1 er den ,ausdruck zu gebrauchen pflegte3 schneller als ,spargel beim ,kochen gar wird84 ,wie diese ,spargeln der ,rmer ausgesehen haben1 das lehren uns verschiedene ,kchengegenstnde darstellende ,wandgemlde in ,pompeji1 auf denen man solche in ,bndel zusammengebunden neben ,zwiebeln1 ,rettichen1 ,rben und einer ,art kleiner ,krbisse abgebildet findet4 ,in ,botien pflegten einst ,neuvermhlte mit ,krnzen aus ,spargelkraut geschmckt zu werden1 wohl um anzudeuten1 da das ,rohe durch ,kultur verfeinert werde1 wie die ,ehe und die ,familie die ,sitten der ,vlker veredle4 ,wie schon das aus dem lateinischen asparagus abgeleitete ,wort ,spargel beweist1 haben die ,rmer den ,spargelbau nach ,gallien und ,germanien gebracht4 ,aber wegen seiner anspruchsvollen ,kultur konnte er hier kein allgemein gebruchliches ,gemse werden1 sondern blieb ein ,luxusgemse der ,vornehmen4 ,erst im #aj4 ,jahrhundert hren wir berhaupt wieder etwas vom ,anbau des ,edelspargels in ,mitteleuropa4 ,doch begann er erst im #af4 ,jahrhundert hier als ,leckerei aufzukommen4 ,so schreibt der deutsche ,geistliche ,hieronymus ,bock 7nach der damaligen ,sitte der ,gelehrten in ,tragus latinisiert1 #adih bis #aeed7 in seinem #aeci erschienenen ,new ,kreutterbuch8 vom ,spargel als eines gemeinen ,sallats 7einer mit ,salz angemachten ,speise7 der ,walen 7,welschen7 und ,hispanier1 der nunmehr auch1 wie andere ,leckerbilein ins ,teutschland kommen ist1 ein lieblich ,speis fr die ,leckermuler84 ,sein ,schler ,tabernaemontanus 7nach seinem ,geburtsort ,bergzabern so genannt1 starb #aeij als ,leibarzt des ,pfalzgrafen ,johann ,kasimir bei ,rhein in ,heidelberg7 gibt in seinem erst nach seinem ,tode #afac herausgegebenen ,kruterbuch1 auf ,cato gesttzt1 ,kulturanweisungen des ,spargels1 von dem er berichtet1 da er im ,rheingau bei ,weynhagen um denen feuchten ,wiesen so berflssig gezogen wurde1 datz mann ihn zur ,spais genugsam bekommen knnte84 ,er schreibt seinem ,genusse heilkrftige ,wirkung auf die ,nieren zu und beruft sich dabei als ,gewhrsmann auf ,serenus ,sammonicus1 den ,leibarzt des rmischen ,kaisers ,caracalla 7,sohn des ,septimius ,severus1 bestieg #baa #bc;jhrig mit seinem ,bruder ,geta1 den er im ,jahre darauf ermorden lie1 den ,thron und wurde #bag auf ,anstiften des ,macrinus bei ,edessa selbst ermordet71 der ,spargelkpfe in ,wein bei ,erkrankung der ,nieren empfohlen habe4 ,weil sie harntreibend wirken empfahl sie auch der ,arzt ,becher #affc in seinem ,parnassus medicinae als ,strkungsmittel der ,nieren1 das sich auch fr ,leber und ,milz ntzlich erweise4 ,erst in der ,neuzeit hat der ,spargel als geschtztes feineres ,gemse in weiteren ,kreisen ,verbreitung gefunden1 und zwar nahmen zuerst einige ,stdte am ,mittellauf des ,rheins1 besonders ,mainz1 wo er heute noch sehr viel und in besonderer ,gte gezogen wird1 seine ,kultur auf4 ,von da an drang sein ,anbau ostwrts durch ganz ,deutschland1 so da er hier heute berall auch auf den ,tisch der brgerlichen ,kreise gelangt1 whrend er frher nur den ,vornehmen erreichbar war4 ,er wird in groen ,plantagen in mehreren ,varietten gepflanzt1 und zwar am ausgedehntesten um ,braunschweig1 ,erfurt1 ,berlin1 ,lbeck1 ,ulm und ,argenteuil bei ,paris1 wo teilweise auch ,riesenformen1 die denjenigen von ,ravenna in rmischer ,zeit durchaus ebenbrtig sind1 gezogen werden4 ,um ,erfurt herum sind weit ber #bjjj ha ,land der ,spargelkultur gewidmet4 ,da nun ein ,hektar durchschnittlich mit #bejjj ,pflanzen besetzt ist1 von denen jede einzelne - kg ,stangen liefert1 so kann man sich einigermaen vorstellen1 um welche ,mengen dieses zarten1 wohlschmeckenden ,gemses es sich hier handelt4 ,dabei bezahlt der ,importeur genannte ,zwischenhndler #be-ej ,mark1 spter wohl auch nur #ae ,mark fr #ej kg4 ,und er verkauft sie wieder zu einem solchen ,preise1 da auch der ,minderbemittelte sich gelegentlich diesen ,leckerbissen verschaffen kann4 ,ein lockerer1 durchlssiger1 gut gedngter ,boden eignet sich am besten zur ,spargelkultur4 ,das ,saatgut wird in ,zwischenrumen von #cj-ce cm gestreut1 um den ,wurzeln ,spielraum zu lassen4 ,die ,zwischenrume werden mit ,kompost ausgefllt4 ,nach #c-d ,wochen erscheinen die jungen ,keime4 ,nun werden die ,schwchlinge unter ihnen ausgerodet und nur die als ,klauen8 bezeichneten krftigen ,keimlinge1 die starke ,wurzeln ansetzen1 weiter gepflegt und mit gelegentlichen ,dngergssen gespeist4 ,nach drei ,jahren kann die erste1 bescheidene ,ernte gehalten werden1 die bis #be ,jahre hindurch alle ,frhjahre wiederholt wird1 wenn aus den ,klauen die ,pfeifen8 genannten jungen ,sprosse ausbrechen und dem ,lichte entgegenstreben4 ,beim wilden ,spargel1 der nur wenige ,zentimeter unter der ,erdoberflche wurzelt1 sind natrlich die ,pfeifen dementsprechend kurz4 ,beim kultivierten jedoch sitzt die ,wurzel tiefer in der ,erde1 auch wurde noch ein ,erdhgel ber sie geschichtet1 der sich als ,wall -- denn eine ,wurzel liegt neben der anderen in kurzen ,abstnden -- lang hinzieht1 so da die ganze ,plantage aus ,wllen und dazwischen gelegenen ,grben besteht4 ,so mu der junge ,spro erst einen langen ,weg durch das ,erdreich zurcklegen1 ehe er das ,licht der ,sonne erblickt4 ,doch dazu lt es der ,zchter gar nicht kommen4 ,er sticht ihn ab1 bevor er zutage tritt4 ,denn nur solange der ,spro in der ,erde steckt1 besitzt er eine zarte1 weie ,farbe4 ,sobald die ,sonne ihn trifft1 wird er violett und grn4 ,darum gehen die ,spargelstecher morgens vor ,sonnenaufgang hinaus aufs ,feld und sphen sorgsam nach den feinen ,rissen im ,boden1 die bekunden1 da hier ein ,spro durchbrechen will4 ,dann graben sie ihn sorgfltig aus und schneiden oder brechen ihn dicht an der ,klaue ab4 ,der gestochene ,spargel wird dann gewaschen und in ausgemauerten ,erdgruben aufbewahrt1 wenn nicht gleich verpackt und auf den ,markt gebracht4 ,statt wie frher nur einige ,wochen1 dauert die ,stechzeit heute volle zwei ,monate4 ,sehr viel ,spargeln werden von den ,konservenfabriken1 von denen ,braunschweig allein ber #cj mit mehr als #cjjj ,arbeitern zhlt1 verarbeitet1 indem sie1 zuerst geschlt und einige ,minuten in ,wasser gekocht1 in ,bchsen mit schwach gesalzenem ,wasser bergossen1 eingeltet und darin noch anderthalb ,stunden in kochendes ,wasser gelegt werden4 ,so halten sie sich jahrelang und schmecken auch dem verwhntesten ,gaumen wie frische4 ,so kann man sie das ganze ,jahr ber zu so billigem ,preise kaufen1 da heute die noch in den #ahgj;er ,jahren mit groem ,gewinn betriebene ,spargeltreiberei in ,mistbeeten zwecklos geworden ist und nur noch aus alter ,gewohnheit von einigen ,herrschaftsgrtnern betrieben wird4 ,die ,spargelliebhaber1 die ihn als ,salat oder mit dicken ,saucen vorziehen1 sind in der ,minderheit4 ,die meisten lieben das ,gericht1 wenn es in ,salzwasser gekocht und mit brauner ,butter bergossen wird1 so wie es schon ,john ,gray im #ag4 ,jahrhundert seinen ,landsleuten1 den ,englndern1 empfahl3 ,die ,sprosse oder jungen ,keime des ,spargels1 leicht gekocht und mit ,butter angerichtet1 empfehlen sich dem ,gaumen durch kstlichen ,geschmack und werden im ,frhjahr unter den ,speisen hochgeschtzt48 ,doch1 wenn auch in der ,zubereitung des ,spargels die ,ansichten zumeist ungeteilt sind1 so gehen sie doch bei der ,beurteilung der einzelnen ,qualitten wesentlich auseinander4 ,denn nicht alle ,vlker lieben gleich uns die weien ,spargelkpfe4 ,in ,frankreich1 in ,italien und auch in ,sddeutschland bevorzugt man den ,spargel1 dessen ,kpfe schon von der ,sonne grn oder violett gefrbt wurden1 da diese mehr ,asparagin angesammelt haben und einen strengeren ,geschmack besitzen4 ,neuerdings beginnen diese franzsischen ,spargelspitzen81 wie sie von ,argenteuil aus in ,menge nach ,paris und den anderen groen ,stdten ausgefhrt werden1 sich auch bei uns einzubrgern4 ,bekanntlich verleiht der ,spargel dem in grerer ,menge abgesonderten ,harn einen eigentmlichen1 an ,veilchen erinnernden ,geruch4 ,das feine1 zarte ,laubwerk1 aus welchem im ,juli kleine1 gelblichweie ,blten hervorschauen1 um im ,herbst erbsengroe1 rote ,beeren hervorgehen zu lassen1 dient zur ,garnierung von ,struen4 ,aus den kleinen1 schwarzen ,samen1 die fr den ,spargelzchter als ,aussaatgut von ,wert sind1 wurde zur ,zeit der von ,napoleon ,i4 im ,jahre #ahjf zur ,schdigung des englischen ,handels verhngten ,kontinentalsperre ein ,kaffeesurrogat hergestellt1 das aber keinen besonders guten ,geschmack gehabt haben mu2 denn man ging rasch nach der ,aufhebung der ,sperre wieder zur anregenden ,kaffeebohne zurck4 brigens werden im ,mittelmeergebiet auch die ersten zarten ,triebe mehrerer anderer ,arten wie diejenigen des gemeinen ,spargels benutzt4 ,ein ,genumittel mehr der ,reichen ist bei uns auch die ,artischocke 7,cynara scolymus71 nach dem italienischen articiocco von uns so genannt4 ,dieses ausdauernde1 #a m hohe ,distelgewchs mit violetten ,blten und groen1 unterseits weifilzigen ,blttern stammt aus ,nordafrika4 ,nach dem griechischen1 um #bjj n4 ,chr4 in ,alexandria lebenden ,grammatiker ,athenaios hatten die ,soldaten des gyptischen ,knigs ,ptolemaios ,euergetes ,i41 der von #bdg-bba regierte1 in ,libyen eine ,menge wilder knara gefunden und sich damit ernhrt4 ,jener ,knig1 der ein ,schler des groen ,philosophen ,aristarch war1 sagt im zweiten ,buche seiner ,schriften3 ,in der ,gegend von ,berenice in ,libyen ist der ,flu ,lethon1 in dessen ,umgebung die bunte ,distel 7knara7 -- eine ,art wilde ,artischocke -- sehr hufig wchst4 ,alle ,soldaten1 die ich bei mir hatte1 sammelten sie1 reinigten sie von den ,stacheln1 verzehrten sie und boten auch mir davon an48 ,schon im alten gypten wurde sie hufig angepflanzt und findet sich in der verschiedensten ,weise an den ,wnden der ,grabkammern abgebildet4 ,in seinem ,buch ber die ,pflanzen im alten gypten8 schreibt ,franz ,wnig3 ,auf den ,opfertischen1 ,fruchttabuletts und in den ,gemsekrben fehlt der lngliche1 runde ,bltenkopf der ,artischocke nur selten4 ,ich habe mir von altgyptischen ,monumenten bisher #ce verschiedene ,modifikationen derselben kopieren knnen4 ,sie tritt ebenso oft in der sorgsamsten ,ausfhrung1 wie im flchtigen ,umri auf4 ,auf farbigen ,darstellungen erscheint der ,kopf der ,artischocke dunkelgrn oder lebhaft grn koloriert2 mehrfach sind auch die einzelnen ,hllbltter noch besonders umrandet48 ,auch sehr groe ,formen mssen bereits damals im ,niltal gepflanzt worden sein1 was uns des um #be n4 ,chr4 verstorbenen griechischen ,geographen ,strabon ,mitteilung1 da die ,artischocken in ,maurusea 7,nordafrika7 zwlf ,ellen hoch und zwei ,handbreiten dick werden1 einigermaen begreiflich erscheinen lt2 denn unter gnstigen ,kulturbedingungen erreicht die ,pflanze tatschlich eine gewaltige ,gre und ,strke4 ,illustration3 ,bild #bj4 ,artischockenformen von altgyptischen ,wandmalereien4 7,nach ,woenig47 ,als sklymos kannten sie die ,griechen und spter als carduus auch die ,rmer4 ,plinius nennt die ,artischocke ausdrcklich eine ,speisepflanze der orientalischen ,vlker4 ,und durch ,vermittelung des ,handels mit gypten mu dieses ,gemse auch zuerst nach ,griechenland gelangt sein1 wo es neben der schon frher von ihnen als ,gemse benutzten und knara genannten bunten ,distel 7,scolymus maculatus7 angepflanzt wurde4 ,da diese berfhrung der ,artischocke von gypten nach ,griechenland bereits vor dem #h4 vorchristlichen ,jahrhundert erfolgte1 beweist jenes beraus anmutige ,gedicht des im #h4 ,jahrhundert v4 ,chr4 lebenden1 aus ,askra in ,botien gebrtigen griechischen ,dichters ,hesiod1 worin es heit3 ,sobald die ,zeit der ,getreideernte da ist1 wetze die ,sicheln1 wecke das ,gesinde1 verla die schattigen ,sitze und den ,morgenschlaf4 ,eile1 die ,getreidefrucht nach ,hause zu schaffen1 damit es dir nicht an ,nahrung zum ,lebensunterhalte fehle4 ,steh frhe auf6 denn die ,morgenrte nimmt nur ein ,drittel der ,arbeit in ,anspruch4 ,die ,morgenrte frdert jede ,arbeit4 ,wenn die ,artischocke 7sklymos7 blht1 die ,zikade auf den ,bumen ihren schwirrenden ,gesang ertnen lt1 die ,zeit des arbeitsvollen ,sommers da ist1 die ,hitze ,kopf1 ,glieder und ,leib austrocknet1 dann setze dich in eine schattige ,hhle1 labe dich an ,wein von ,naxos1 den du mit klarem ,quellwasser mischest1 an ,maza 7d4 h4 einem aus in ,wasser gekochtem ,gerstenschrot oder ,weizenmehl hergestelltem ,brei71 ,milch und gebratenem ,rindfleisch und befiehl den ,knechten1 die heilige ,frucht der ,demeter 7d4 h4 ,mutter ,erde7 auf der gut geebneten ,tenne im ,luftzuge zu dreschen4 ,die ausgedroschenen und geworfelten ,krner mi sorgfltig ab und verwahre sie gut48 ,es mssen die ,artischocken1 von denen hier die ,rede ist1 kultivierte ,exemplare gewesen sein2 denn nach dem ,begrnder der ,botanik1 ,theophrast1 im #d4 vorchristlichen ,jahrhundert1 ist die von ihm als kaktos bezeichnete wilde ,verwandte der ,artischocke nur in ,sizilien und nicht in ,griechenland zu finden4 ,bei den ,rmern der ,kaiserzeit bildeten die ,artischocken eine ,speise der ,reichen1 fr deren ,zubereitung der unter ,tiberius 7der von #ad bis #cg n4 ,chr4 regierte7 lebende rmische ,feinschmecker ,apicius1 der ,verfasser eines einst von den ,vornehmen viel gebrauchten ,kochbuches1 so viel ,rezepte gab1 da er damit den ,unwillen der weniger materiell angelegten gebildeten ,zeitgenossen hervorrief4 ,nach ,plinius1 der uns solches berliefert hat1 zog man dieses feine ,gemse besonders bei ,karthago in ,nordafrika und ,corduba 7dem jetzigen ,cordoba7 in ,sdspanien1 wobei man auf einem kleinen ,felde fr #fjjj ,sesterzien 7etwa #ijj ,mark7 ,artischocken gewinnen konnte4 ,zugleich berichtete er uns1 da sie in einer ,mischung von ,wasser und ,honig mit ,silphium und ,kreuzkmmel konserviert werden4 ,die fleischigen ,hllkelchbltter und den ,bltenboden der vor ihrer ,entfaltung geernteten ,blten empfiehlt auch der berhmte griechische ,arzt ,galenos in ,rom in der zweiten ,hlfte des #b4 christlichen ,jahrhunderts1 mit ,koriander1 ,wein1 ,olivenl und der berhmten ,fischsauce garum angemacht1 zu essen4 ,der ,rmer ,palladius um #chj n4 ,chr41 der ,verfasser eines noch im ,mittelalter vielfach benutzten ,werkes ber den ,landbau1 empfiehlt den ,samen der ,artischocke 7carduus7 im ,februar oder ,mrz bei zunehmendem ,mond in ein schon vorbereitetes ,beet1 je einen halben ,fu voneinander1 mit der ,spitze nach oben1 nur bis zum ersten ,fingergelenk in die ,erde zu stecken1 nachdem man sie zuvor drei ,tage lang mit ,lorbeerl1 ,nardenl1 ,opobalsamum 7,mekkabalsam71 ,rosensaft und ,mastixl befeuchtet und getrocknet habe4 ,durch letzteres ,verfahren erhielten sie den ,wohlgeschmack der angewandten ,mittel4 ,diese ,pflanze liebe einen gedngten1 lockeren ,boden1 sei aber in einem festen sicherer gegen ,maulwrfe und andere feindliche ,tiere geschtzt4 ,jedes ,jahr trenne man die jungen ,triebe vom alten ,stock und lasse ihnen dabei etwas ,wurzel4 ,die ,bltenkpfe1 deren ,samen man zur ,aussaat sammeln wolle1 msse man mit einer ,decke versehen1 damit ,sonne und ,regen die ,samen nicht verderben2 auch msse man solchen ,pflanzen alle jungen ,triebe nehmen1 damit die zur ,ausbildung kommenden ,bltenkpfe recht gro wrden4 ,whrend des ,mittelalters haben die ,vlker ,europas die ,artischocke als ,gemse nicht gekannt1 whrend sie innerhalb des ,bereiches der ,araberherrschaft kultiviert wurde4 ,sie kam dann mit den ,sarazenen nach ,sizilien und ,spanien4 ,von ,sditalien drang sie um #adff nach ,florenz1 #adgc nach ,venedig1 zu ,anfang des #ae4 ,jahrhunderts nach ,frankreich und spter auch nach ,england vor4 ,heute wird diese ,gemsepflanze in mehreren ,varietten kultiviert1 und zwar am besten aus im ,januar in ,tpfen gesten ,samen4 ,die an ihrer ,basis samt dem ,bltenboden durch ,kultur fleischig gewordenen ,hllbltter bilden namentlich in ,frankreich1 wo die artichaut eine groe ,rolle spielt1 in ,fleischbrhe gekocht oder in l gesotten ein geschtztes ,gemse4 ,auch sind sie in ,italien wie in den brigen ,mittelmeerlndern ein beliebtes ,gericht1 das berall zu billigem ,preise zu haben ist und geradezu als ein ,volksnahrungsmittel bezeichnet werden darf4 ,eine sehr nahe ,verwandte der echten ,artischocke ist die ,cardone oder spanische ,artischocke 7,cynara cardunculus71 die in ,marokko und den ,ksten des stlichen ,mittelmeerbeckens heimisch ist und dort von den ,arabern zur ,kulturpflanze erhoben wurde4 ,sie ist der vorigen sehr hnlich1 nur hher im ,stengel und mit kleinen ,bltenkpfen4 ,von ihr werden die ,herzbltter und markigen ,stengel- und ,blattstielteile in verschiedener ,zubereitung genossen4 ,um recht bleich und zart zu werden1 wird die ,pflanze drei ,wochen vor der ,ernte mit ,stroh umwickelt und mglichst hoch behufelt1 so da nur die ,spitze derselben hervorschaut4 ,dies geschieht im ,september4 ,die ,kultur der ,cardone kam noch spter als diejenige der ,artischocke nach ,mitteleuropa1 welch letztere im #af4 ,jahrhundert von ,italien aus zuerst bei den ,vornehmen aufkam und sich mit der ,zeit auch die ,brgerkreise eroberte4 ,ebenso jungen ,datums ist die ,kultur der ,schwarzwurzel 7,scorzonera hispanica71 deren wissenschaftlicher botanischer ,name auf eine ,herkunft von ,spanien hindeutet4 ,sie wchst wild in ganz ,sd- und ,mitteleuropa bis zum ,kaukasus1 wird #fj-ij cm hoch1 hat schmale ,bltter und goldgelbe ,blten4 ,ihre auen schwarze und innen weie1 von ,milchsaft wie die ganze ,pflanze durchzogene ,wurzel wurde frher arzneilich benutzt1 dient jedoch in der ,gegenwart1 im ,herbste des ersten oder zweiten ,jahres herausgenommen1 als schmackhaftes ,gemse4 ,wegen ihrer geringen ,ausgiebigkeit wird sie vorzugsweise von den wohlhabenden ,stdtern konsumiert und ist auf dem ,lande wenig bekannt4 ,in ,gegenden1 wo die ,kultur des weifrchtigen ,maulbeerbaums ,schwierigkeiten bereitet1 werden die ,bltter als ,ersatzfutter fr die ,seidenraupen verwendet4 ,gleichfalls erst seit der ,neuzeit werden bei uns mehrere ,kulturformen des ,rhabarbers 7,rheum undulatum und rhaponticum7 der starken1 saftigen ,blattstiele wegen als ,kchengewchs angebaut und bilden1 besonders im ,april und ,mai1 wenn das ,obst selten und teuer ist1 einen eintrglichen ,marktartikel4 ,von ihrer ,oberhaut befreit bilden die an der ,basis roten ,stengel1 in ,scheiben geschnitten und mit ,zucker gekocht1 eine angenehm suerliche ,speise1 die als ,kompott oder ,kuchen gegessen wird1 auch zur ,fllung von ,pasteten dient4 ,besonders in ,england und ,frankreich wird der ,rhabarber in vielen ,spielarten angebaut und dient in ersterem ,lande1 wie auch in ,schlesien1 zur ,weinbereitung4 ,vielfach hlt man ihn auch blo seiner schnen1 groen ,bltter wegen als ,zierpflanze in ,anlagen1 ohne die ,stengel zu verwerten4 ,in ,nordindien1 in den ,landschaften am ,fue des ,himalaja1 ist die gemeine ,gurke 7,cucumis sativus7 heimisch1 wo sie noch in hnlichen1 aber bitterfrchtigen ,formen wildwachsend gefunden wird4 ,diese seit wenigstens #cjjj ,jahren in ,indien angebaute ,pflanze wurde erst im #b4 ,jahrhundert v4 ,chr41 als ,schan-kien von seiner ,gesandtschaftsreise nach ,baktrien zurckgekehrt war1 in ,china eingefhrt4 ,weit frher gelangte sie nach ,westasien und in die ,lnder am ,mittelmeer4 ,in gypten lt sie sich unter dem ,namen schupi schon in ,grabbeigaben des mittleren ,reiches 7#ab4 ,dynastie1 #bjjj-aghh v4 ,chr47 in der ,nekropole von ,kahun bei ,theben und dem der griechisch-rmischen ,zeit angehrenden ,grberfelde von ,hawara im ,fajm nachweisen4 ,die ,griechen der homerischen ,zeit kannten sie noch nicht2 denn sie gelangte erst ums ,jahr #fjj v4 ,chr4 von ,kleinasien nach ,hellas1 wo sie allerdings bald weite ,verbreitung fand4 ,so vernderte das bei ,korinth gelegene ,stdtchen ,mekone1 d4 h4 ,mohnstadt1 seiner groen ,gurkenanpflanzungen wegen seinen ,namen1 der noch im #h4 vorchristlichen ,jahrhundert1 zu des ,dichters ,hesiod ,zeit1 der allein gebruchliche war1 nach der griechischen ,bezeichnung fr ,gurke skyos in ,sikyon1 d4 h4 ,gurkenstadt4 ,auch bei den ,rmern1 die die ,gurken von den sditalischen ,griechen erhielten1 war diese ,gartenfrucht sehr beliebt4 ,plinius und ,columella geben an1 da sie1 wenn sie an feuchten ,orten gepflanzt wrden1 keiner ,pflege bedrfen4 ,in ,italien wchsen grne1 sehr kleine ,arten1 in den ,provinzen dagegen sehr groe1 wachsgelbe und dunkelfarbige4 ,sie suchten das ,wasser auf1 flhen dagegen das l4 ,kaiser ,tiberius habe tglich ,gurken 7cucumis7 gegessen2 fr ihn wurden sie in gutgedngten1 in ,glimmer gedeckten1 auf ,rdern fahrbaren ,behltern gezogen1 die den ,winter ber bei sonnigem ,wetter ins ,freie1 bei ,klte aber in ein gewrmtes ,haus gezogen wurden4 ,auf den ,gedanken1 heizbare ,ksten zu bauen1 verfielen die kaiserlichen ,hofgrtner noch nicht4 ,die weniger wohlhabenden ,rmer muten sich mit konservierten ,gurken begngen4 ,zu diesem ,zwecke legten sie dieselben in ,heu1 ,sand oder ,salzwasser1 worin sie sich nach ,plinius fast bis zum ,erscheinen der neuen hielten4 ,diese ,gurken des ,altertums waren eine grere1 jetzt nicht mehr gebaute ,art1 die gedmpft mit ,beigabe von ,essig1 ,senf1 ,kmmel1 ,sellerie und ,pfeffer1 aber auch in ,honig eingemacht gegessen wurde4 ,in seinen zehn ,bchern ber ,kochkunst 7de re coquinaria7 gibt uns ,apicius verschiedene ,rezepte zu deren ,zubereitung4 ,die heute von uns kultivierten ,gurken kamen erst im frhen ,mittelalter von ,byzanz aus1 wo sie mit einem persisch-aramischen ,wort als anguria bezeichnet wurden1 als agurka zu den ,slawen1 die heute noch leidenschaftliche ,verehrer der ,gurken sind1 und unter der ,bezeichnung ,gurken im #ag4 ,jahrhundert zu den ,deutschen4 ,schon vor #bjj ,jahren wuten die ,lausitzer ,wenden auch ohne ,mistbeete die schnsten ,gurken zu ziehen und heute ist der ,spreewald die ,gurkenkammer von ,berlin1 wo man nach slawischer ,sitte in ,salzwasser eingelegte saure ,gurken8 oder in ,essig1 ,meerrettichstckchen1 ,pfeffer und ,senf eingemachte ,essig- oder ,senfgurken8 als billiges ,volksnahrungsmittel berall zu essen bekommt4 ,erstere schmecken durch ,milchsuregrung1 wobei die in ,salzwasser von richtiger ,beschaffenheit sich entwickelnden ,milchsurebazillen aus dem ,zucker der ,gurke ,milchsure bilden1 sauer1 ohne da auch nur ein ,tropfen ,essig dazukommt4 ,heute sind die ,gurken als uerst beliebtes ,salatgemse ber alle ,weltteile1 soweit ,europer sich angesiedelt haben1 verbreitet4 ,von den zahlreichen1 durch die ,kultur entstandenen ,spielarten wird nur die ,feldgurke im groen kultiviert4 ,sie verlangt warme1 sonnige ,lage1 einen gut gedngten1 humusreichen1 lockeren1 gleichmig feuchten ,boden4 ,zur ,aussaat nimmt man #c-d;jhrigen ,samen4 ,man bestellt die ,beete im ,april und st1 wenn die ,nachtfrste vorbei sind4 ,die ,haupternte findet im ,august statt1 wobei man vom ,hektar etwa #ajjjjj ,stck erntet4 ,die ,hauptproduktionsgebiete sind ,holland1 das schon im ,april ganze ,schiffsladungen von in ,treibhusern gezogenen ,gurken nach ,england sendet1 dann ,bhmen1 ,mhren1 ,ungarn1 ,ruland1 in ,deutschland der ,spreewald1 dessen ,hauptort ,lbbenau allein jhrlich #b ,millionen ,stck produziert1 ,erfurt1 ,quedlinburg1 ,naumburg und ,ulm4 ,meist werden die unreifen ,frchte1 welche im ,orient wohlschmeckender sind und daselbst roh und ungeschlt zur ,speise dienen1 als ,salat und auf mancherlei ,weise eingemacht gegessen4 ,tafel #dg4 ,illustration3 7,phot4 von ,e4 ,reinhardt47 ,artischockenpflanzung in der toskanischen ,fruchtebene4 ,verladung von ,wassermelonen in ,chile4 ,tafel #dh4 ,illustration3 ,aus ,mittelamerika stammender ,kalabassen- oder ,krbisbaum in einem ,garten in ,kamerun4 ,nach den ,funden und ,darstellungen auf den ,denkmlern wurde im alten gypten schon unter den ersten ,dynastien die gyptische ,gurke oder ,aggurmelone 7,cucumis chate7 mit groer1 lnglicher ,frucht1 die noch jetzt im ,morgenlande allgemein kultiviert und frisch verzehrt wird1 neben der ,wassermelone und dem ,flaschenkrbis kultiviert4 ,diese gyptische ,gurke1 die auer in ,sdasien auch im tropischen ,afrika heimisch ist1 wo sie von vielen ,reisenden gesammelt wurde1 ist eine der wilden ,stammform der ,melone 7,cucumis melo7 sehr nahestehende1 ja vielleicht sogar mit ihr identische ,art1 die nach ,schweinfurth von den gyptern selbst zur ,kulturpflanze erhoben wurde4 ,sie hie altgyptisch kadi1 woraus die ,araber katta und die ,botaniker in ,anlehnung an das ,arabische chate machten4 ,als die ,israeliten unter ,moses' ,fhrung hungrig und durstig durch die wasserlose ,wste der ,sinaihalbinsel wanderten1 gedachten sie sehnschtig der guten in gypten genossenen ,verpflegung1 indem es im #d4 ,buch ,moses #aa1 #e heit3 ,wir gedenken der ,fische1 die wir in gypten umsonst aen1 und der bischim und battichim 7von ,luther flschlicherweise mit ,krbis und ,pfeben1 d4 h4 ,feldkrbis bersetzt1 heit aber tatschlich ,aggurmelonen und ,wassermelonen71 ,lauch1 ,zwiebeln und ,knoblauch48 ,diese beiden so beraus saftige ,frchte hervorbringenden ,krbisarten haben wir dem ,weltteile ,afrika zu verdanken1 und im alten gypten haben sie ihre erste sorgfltige ,zucht durch ,kulturauslese erfahren4 ,wie sie heute noch ein kstliches1 hochgeschtztes ,erzeugnis des ,niltales bilden1 mu es schon zur ,zeit der ,pyramidenerbauer ein solches gewesen sein4 ,bald nach der berschwemmung des dem heien1 trockenen ,lande eigentlich das ,leben spendenden und deshalb mit ,recht einst gttlich verehrten ,nils schieen die ,aggurmelonen und ,wassermelonen in gypten ppig empor und entwickeln ihre ,frchte ungemein schnell1 weshalb sie von den ,frucht- und ,gemsehndlern der gyptischen ,stdte mit dem ,rufe feilgeboten werden3 ,zart und frisch1 und hat sich in der ,nacht gestreckt68 ,auf den ,denkmlern des alten gyptens treten uns diese ,melonen als hufig angepflanzte und berall gern gegessene ,frchte sehr hufig entgegen1 teils grn1 teils gelb gemalt und vielfach braun oder rot umrissen1 bisweilen auch die ,rippen durch braune ,linien angedeutet4 ,sie fehlen selten unter den ,opfergaben und den bei ,gesellschaften zur ,erfrischung gespendeten ,speisen1 welche die ,diener auf ,servierbrettern herumbieten1 damit sich jedermann nach ,belieben davon bediene4 ,ihr ,laub gehrt zu den pflanzlichen ,resten in den ,totenkammern1 die zur einstigen ,schmckung des ,sarkophags dienten4 ,die ,aggurmelone1 die bereits der in ,padua als ,botanikprofessor wirkende und #afag verstorbene ,prosper ,alpino in seinem #aeib-afdj erschienenen ,buche unter dem heute noch gebruchlichen ,namen chate erwhnt -- er sah sie bei seinem ,aufenthalte im ,niltale selbst dort wachsen --1 wird in gypten reif und unreif gegessen4 ,ihre lnglichen1 bis #dj cm langen1 gerippten ,frchte sind grner1 weicher1 ser und verdaulicher als diejenigen der gemeinen ,gurke4 ,wenn sie auch nach ,aussehen und ,geschmack der ,gurke hneln1 so sind doch die ,bltter und ,blten nicht wie bei dieser1 sondern wie bei der ,melone1 die ja eine sehr nahe ,abart derselben ist1 gebildet4 ,wie die ,aggur- und ,wassermelone war auch die eigentliche ,melone 7,cucumis melo7 den ,griechen der homerischen wie auch der klassischen ,zeit vollkommen fremd4 ,von keinem griechischen ,schriftsteller wird deren honiggleiche ,sigkeit -- dient doch eingekochter ,melonensaft heute noch im ,orient an ,stelle des ,zuckers zur ,herstellung von ,limonaden und allerlei sem ,gebck --1 deren herrlicher ,duft und der kstliche ,wohlgeschmack ihres goldgelben bis zartweien ,fleisches hervorgehoben4 ,auch die rmischen ,schriftsteller wissen nichts von einer solchen ,frucht zu melden1 die doch in einem ,lande1 in dem so viele ,feinschmecker lebten und in welchem alle irgendwie geschtzten ,frchte von den ,dichtern besungen wurden1 einmal htte erwhnt werden mssen4 ,wenn auch unsere se ,melone sicher fehlte1 so lehren uns doch einige ,mosaikbilder und ,wandgemlde aus den im ,jahre #gi n4 ,chr4 verschtteten ,stdten ,herkulanum und ,pompeji und einige ,stellen bei ,autoren1 die von einem ebaren ,krbisgewchs handeln1 da ein solches1 das griechisch ppn oder mloppn und lateinisch pepo oder melopepo genannt wurde1 damals existiert haben mu4 ,schon der groe ,hippokrates 7#dfj-cfd v4 ,chr47 erwhnt in seiner ,schrift ber die ,dit den ppn und nach ihm ,plinius1 ,dioskurides und ,galenos1 aber kein ,schriftsteller rhmt sie als angenehm zu essen4 ,auch der griechische ,grammatiker ,athenaios aus ,naukratis in gypten1 der um #bjj n4 ,chr4 in ,alexandrien und ,rom lebte1 spricht in seinen ,deipnosophistae1 die wichtige ,nachrichten ber ,leben1 ,sitte1 ,kunst und ,wissenschaft der alten ,griechen enthalten1 von ihr1 wei aber nichts besonders ,rhmenswertes von der von ihm als ,gurkenart bezeichneten skyos ppn zu berichten4 ,auch ,palladius gegen das ,ende des #d4 ,jahrhunderts spricht von einer melo1 deren ,kerne im ,mrz zwei ,fu voneinander in gutbearbeitetes1 vorzugsweise sandiges ,erdreich gelegt werden4 ,vor dem ,legen werden die ,samen drei ,tage lang in ,meth oder ,milch geweicht1 dann erst getrocknet4 ,hierdurch bekommen die ,frchte einen lieblichen ,geschmack4 ,wohlriechend werden sie1 wenn sie viele ,tage lang zwischen trockenen ,rosenblttern gelegen haben48 ,erst im #e4 ,jahrhundert der christlichen ,zeitrechnung wird von den antiken ,schriftstellern eine kurzweg nach dem griechischen mlon1 d4 h4 ,apfel oder ,quitte als melo bezeichnete ,gartenfrucht erwhnt1 die wie ,pfirsiche zu den ,delicien1 d4 h4 ,kstlichkeiten gerechnet wurde4 ,damals erst ist die se oder ,zuckermelone1 die weder gypten1 noch die ,mittelmeerlnder vorher gekannt hatten1 ebenfalls aus ,westasien in das ,abendland gekommen4 ,nach ,westasien scheint sie aus ,indien gelangt zu sein2 denn in letzterem ,lande wird eine in bezug auf ,bltter und ,blten mit der kultivierten ,melone durchaus bereinstimmende ,pflanze gefunden1 deren ,frchte meist nur die ,gre einer ,pflaume1 nur ausnahmsweise diejenige einer ,orange erreichen4 ,oft besitzen sie einen ausgesprochenen ,geschmack und ,geruch nach ,melonen1 oft aber sind sie ganz geruchlos und schmecken fade4 ,aus ihrer nordindischen ,heimat gelangte sie etwa zu ,beginn der christlichen ,zeitrechnung westwrts nach ,afghanistan und ,turkestan1 wo sie erst ihre hchste ,vollkommenheit erreichte4 ,aus den ,landschaften ,turkestans kam sie dann im #h4 christlichen ,jahrhundert zu den ,chinesen4 ,da nun diese seit dem #b4 ,jahrhundert v4 ,chr41 wie wir durch die ,gesandtschaft von ,schang-kien wissen1 mit dem alten ,baktrien und ,sogdiana in ,verkehrsbeziehungen standen1 mu ihre ,kultur vorher auf die sdlichen ,oasen von ,buchara beschrnkt gewesen sein4 ,der weitgereiste ,venezianer ,marco ,polo1 der sich von #abga-abie in ,zentral- und ,ostasien aufhielt1 sagt von der ,landschaft am ,amu-darja 7dem ,oxus der ,alten7 um die ,stadt ,balch1 da dort die besten ,melonen der ,welt wachsen4 ,man schneide sie rundherum in ,streifen1 lasse sie an der ,sonne trocknen und halte sie dann als ,handelsware berall im ,lande feil4 ,so gedrrt seien sie ser als ,honig4 ,dasselbe rhmt der arabische ,reisende ,ibn ,batuta1 der von #acdj-acej ,zentralasien und ,china bereiste1 von den ,melonen von ,charism1 und der ungarische ,orientalist ,hermann ,vambry1 der von #ahfc-ahfi als ,derwisch verkleidet ,persien und das ,turkmenenland bereiste1 von denjenigen von ,chiwa4 ,letzterer schreibt in seinem ,buche3 ,reisen in ,zentralasien83 ,fr ,melonen hat ,chiwa keinen ,rivalen1 nicht nur in ,asien1 sondern in der ganzen ,welt4 ,kein ,europer kann sich einen ,begriff machen vom sen1 wrzigen ,wohlgeschmack dieser kstlichen ,frucht4 ,sie schmilzt im ,munde1 und mit ,brot gegessen ist sie die lieblichste und erquicklichste ,speise1 die die ,natur bietet48 ,auch ,persien ist1 wie alle ,reisenden1 die dieses ,land besuchten1 einstimmig versichern1 ein vorzgliches ,melonenland1 in welchem die feinsten ,sorten gezogen und in ,unmengen auf den ,markt gebracht werden4 ,es gibt dort eine groe ,zahl von ,varietten1 die oft von ,dorf zu ,dorf wechseln2 darunter einige von weitverbreitetem ,ruhme1 so s1 da die ,perser darber lachen1 wenn man ihnen erzhlt1 da man in ,europa die ,melonen mit ,zucker esse4 ,der berhmte gyptologe ,heinrich ,brugsch ,pascha1 der #ahhc ,prinz ,friedrich ,karl von ,preuen auf dessen ,orientreise begleitete und zweimal als ,gesandtschaftsattach ,persien bereiste1 rhmt mit begeisterten ,worten die ,gte der berall in ,persien zum ,kaufe angebotenen ,melonen1 deren vorzgliches ,gedeihen er ganz wesentlich der krftigen ,dngung mit ,taubenmist zuschreibt4 berall im ,orient sieht man in den ,ortschaften die aus mit der ,mndung nach auen gekehrten ,tonkrgen aufgebauten ,taubentrme1 deren ,bewohner als heilige ,tiere vor den ,moscheen gefttert werden und als einzigen ,nutzen dem ,menschen ihren ,mist gewhren1 den dieser auch gerne als fr ihn wertvolle ,gabe in ,empfang nimmt1 um ihn regelmig seinen ,melonenkulturen zuzufhren4 ,die ,wassermelone 7,citrullus vulgaris71 im sdlichen ,ruland ,arbuse oder nach der ,benennung der heutigen ,griechen angrion auch ,angurie genannt1 ist im sdlichen und mittleren tropischen ,afrika heimisch1 wo die saftigen ,frchte den ,menschen und ,tieren in trockenen ,gebieten als ,labsal dienen4 ,in ihrer ,heimat berzieht die ,pflanze oft weithin die den ,lnderstrecken1 doch sind ihre ziemlich kleinen ,frchte bei sonst gleichem ,aussehen der ,stcke das eine ,mal sehr bitter1 das andere ,mal ganz angenehm schmeckend4 ,selbst die ,eingeborenen1 die sich ihrer als ,nahrung bedienen1 knnen nach ,livingstone diese ,eigenschaft nicht nach ueren ,merkmalen feststellen1 sondern schlagen die ,frchte erst mit einer ,hacke an1 um dann zu untersuchen1 ob der ,saft des ,fruchtfleisches angenehm oder bitter schmeckt4 ,dieser ,wildling hat durch ,kulturpflege die grofrchtige1 saftige ,wassermelone aus sich hervorgehen lassen1 die niemals mehr bittere ,eigenschaften zeigt4 ,sie kam sehr frh schon ins ,niltal und wurde1 wie verschiedene ,abbildungen an den ,wnden der ,grabkammern beweisen1 von den alten gyptern kultiviert1 die sie banti nannten4 ,die ,juden sehnten sich auf ihrer ,wstenwanderung nach ihnen1 die sie abattichim nannten4 ,schon damals mu sie in ,syrien1 ,arabien und selbst ,indien1 wo sie den ,sanskritnamen chaya-pula fhrte1 angebaut worden sein4 ,die alten ,griechen und ,rmer scheinen sie nicht gekannt zu haben1 da sie nirgends von den alten ,autoren erwhnt wird4 ,dagegen fand sie in ,westasien weite ,verbreitung4 ,aus ,turkestan1 wo sie im frhen ,mittelalter neben der ,melone viel angepflanzt worden sein mu1 gelangte sie erst im #aj4 ,jahrhundert n4 ,chr4 nach ,china unter der ,bezeichnung sikua1 was nach ,bretschneider ,melone des ,westens bedeutet4 ,die ,araber1 die sie in ,anlehnung an das hebrische abattichim battich nannten1 verbreiteten sie ber ganz ,nordafrika bis nach ,spanien1 wo sie seither als batteca1 woraus dann das franzsische pastque wurde1 sehr viel1 wie auch in ganz ,sdeuropa bis nach ,ruland hinein angebaut wird und im ,sommer berall eine ,hauptnahrung der rmeren ,volksklassen bildet4 ,wer kennt nicht die kstlichen ,gemlde des spanischen ,malers ,bartolom ,estban ,murillo 7#afah-afhb7 mit den verlumpten ,sevillaner ,gassenjungen1 die sich neben der ,weintraube die ,wassermelone1 von der sie sich gierig groe ,stcke in den ,mund schieben1 schmecken lassen4 ,von ,spanien kam sie sehr bald nach ,westindien und dem ,festland von ,amerika1 wo sie jetzt von ,chile bis in die ,vereinigten ,staaten in groem ,umfange angebaut wird4 ,allerdings gelangt sie hier wie anderwrts nur in den warmen ,gebieten zu ihrer ,vollkommenheit4 ,schon bei uns ist es ihr zu kalt4 ,die #aj-ae kg schweren1 fast kugeligen1 dunkel- oder gellgrnen1 in letzterem ,falle weilich gefleckten ,frchte haben zu uerst ein ungeniebares1 hrtliches1 weies und darunter ein weiches1 saftiges1 ses1 dunkel- bis hellrotes1 seltener gelbes oder weies ,fleisch1 worin die schwarzen1 gelben oder roten ,samen liegen4 ,in ganz ,sdeuropa und im ,orient dienen sie roh als beliebte ,volksnahrung2 hrtere ,arten werden gekocht und1 mit ,mehl vermischt1 gebacken genossen4 ,im ,orient und in allen wrmeren ,lndern werden ihre ,frchte1 obschon den ,melonen an delikatem ,geschmack weit nachstehend1 recht s und wohlschmeckend1 so da sie sehr beliebt sind4 ,aus der ,krim werden sie in einer etwas faden1 aber auerordentlich saftigen ,abart berallhin transportiert und unter dem ,namen ,arbusen8 spottbillig verkauft1 so da jedermann sich im ,herbst ihren ,genu leisten kann4 ,bei den ,tataren und ,kleinrussen1 bei denen sie als ,steppenpflanze besonders gut gedeiht1 werden sie zu allen ,mahlzeiten gegessen1 indem ihr beraus saftiges ,fleisch statt des ,wassers zum ,brote geschlrft wird4 ,auch aus ihrem ,safte kann1 wie aus demjenigen der sen ,melone1 ,zucker gewonnen werden4 ,bei ihrer groen ,beliebtheit ist es sehr begreiflich1 da die ,spanier sie frh nach der ,neuen ,welt verpflanzten4 ,in ,peru und ,chile1 welch letzteres im ,norden schon #aeda von den ,spaniern besetzt wurde1 gedeihen diese ,frchte ausgezeichnet und sind eine wichtige ,volksnahrung geworden4 ,so schreibt ,prof4 ,otto ,brger in seinem ,buche3 ,acht ,lehr- und ,wanderjahre in ,chile3 ,von ,januar bis ,mrz steht das ,land im ,zeichen der ,sandias und ,melonen4 ,namentlich die ,sandias1 die ,wassermelonen mit dem roten ,fleisch 7,citrullus vulgaris71 die auch in ,sdeuropa so begehrt vom ,volke sind1 bilden fr den ,chilenen1 ob hoch oder niedrig1 das ,schnste des ,jahres4 ,das gewhnliche ,volk und insbesondere der ,rto 7d4 i4 der ,zerlumpte1 die ,kaste der armen ,tagelhner1 in der das indianische ,blut noch am reinsten pulsiert und die die beharrlichsten ,trunkenbolde der ,welt umfat71 nhrt sich in jener ,zeit von kaum etwas anderem4 ,in den volkreichen ,stadtvierteln entstehen zu dieser ,zeit besondere ,baracken1 in denen tagtglich ganze ,wagenladungen an primitiven ,tischen verzehrt werden4 ,das ,stck kostet #ae-ej ,centavos 7 #be1e-he ,pfennige71 aber die teuersten besitzen eine kolossale ,gre und knnen von einem nicht bezwungen werden4 ,billiger sind die gelben ,melonen 7,cucumis melo71 welche dem ,auslnder mehr zusagen1 und die er au naturel oder mit ,zucker it1 whrend sie der bessere ,chilene am leckersten mit ,pfeffer und ,salz findet48 ,auer der als ppn bezeichneten ,aggurmelone oder gyptischen ,gurke haben die alten ,griechen noch eine andere1 als koloknt oder skya indik1 d4 h4 indische ,gurke bezeichnete ,cucurbitazee gepflanzt1 deren kleine1 wenig schmackhafte ,frchte nur gekocht oder gebraten gegessen wurden4 ,meist wird diese ,frucht als ,krbis bersetzt1 was indessen durchaus unrichtig ist4 ,auch konnte sie nicht die ,koloquinte oder ,bittergurke 7,citrullus colocynthis7 bedeuten1 die im ,orient und in ,nordafrika einheimisch ist1 in ,masse auf den trockenen ,abhngen wild wchst und einst den ,strauen als ,futter diente4 ,ihre faustgroe1 runde ,frucht ist sehr bitter und wirkt abfhrend1 wird aber gleichwohl von den armen ,tuaregstmmen in der ,sahara1 gerstet und auf den ,handmhlen vermahlen1 verzehrt4 hnlich ist die ,wirkung der im ,orient heimischen ,prophetengurke 7,citrullus prophetarum71 so genannt1 weil ihr bitteres ,mus dem ,propheten ,elias1 mit ,zusatz von gerstetem ,mehl1 als ,speise gedient haben soll4 ,der einzige ,krbis1 den die ,alten kannten1 war der ,flaschenkrbis 7,lagenaria vulgaris71 dessen ,frucht in den ,kulturen die verschiedenartigsten ,formen zeigt und durch die ,hrte seiner ,schale ausgezeichnet ist1 so da sie getrocknet und ausgehhlt als natrlicher ,wasserbehlter benutzt werden kann4 ,charakteristisch fr sie ist auch die bei ,krbissen ziemlich seltene weie ,blte4 ,ihr ,fruchtfleisch ist meist bitter1 manchmal geradezu giftig1 doch ist es bei einigen ,varietten auch s und schmackhaft4 ,seine ,heimat hat der ,flaschenkrbis im mittleren ,vorderindien1 wo er heute noch in den feuchten ,wldern von ,malabar wildwachsend gefunden wird4 ,ebenso hat man ihn auf den ,molukken1 in ,abessinien und ,ostafrika wild in ,felsengebieten entdeckt4 ,von diesen beiden ,regionen der alten ,welt hat sich die ,pflanze mit ursprnglich durchaus bitterem ,fruchtfleisch ber alle ,tropengebiete und gemigten ,lnder mit gengender ,sommerwrme ausgebreitet4 ,da schon im ,sanskrit der gemeine ,flaschenkrbis als ulavu von einer andern1 kututumbi genannten bitteren ,art unterschieden wird1 spricht fr das hohe ,alter seiner ,kultur4 ,im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 wird seiner in einem chinesischen ,werke von ,tschong-tschi-tschu ,erwhnung getan4 ,in gypten tritt er uns verhltnismig spt1 nmlich erst im mittleren ,reich zur ,zeit der #ab4 ,dynastie 7#bjjj-aghh v4 ,chr47 entgegen1 indem sich seine ,frucht1 auch mehrfach ausgehhlt als ,behlter1 unter den ,totenbeigaben vorfand4 ,doch hat seine ,kultur dort1 im ,gegensatz zur ,aggur- und ,wassermelone1 keine groe ,bedeutung erlangt4 ,den lteren ,griechen war der ,flaschenkrbis vollkommen fremd1 ebenso den ,rmern zur ,zeit der ,republik4 ,erst zur rmischen ,kaiserzeit im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 beschreibt der rmische1 aus ,spanien gebrtige ,ackerbauschriftsteller ,columella verschiedene seiner ,fruchtformen1 welche als ,behlter fr ,flssigkeiten aller ,art1 besonders ,milch und ,honig1 und als ,trinkgef verwendet werden konnten1 daneben aber auch den ,jungen als eine ,art ,schwimmblase zur ,erlernung des ,schwimmens dienten4 ,nach ihm spricht der #gi n4 ,chr4 beim ,vesuvausbruch umgekommene ,plinius von ihr als einer gurkenhnlichen ,pflanze1 die er cucurbita nennt4 ,er schreibt in seiner ,naturgeschichte darber3 ,den ,gurken sind die ,flaschenkrbisse 7cucurbita7 hnlich2 wie jene scheuen sie die ,klte1 lieben feuchten ,boden und ,mist4 ,sie kriechen wie die ,gurken mit ihren rankenden ,sprossen an rauhen ,wnden hinauf bis aufs ,dach1 klettern berhaupt gern in die ,hhe1 knnen sich aber nicht selbst tragen4 ,ihr ,wachstum ist sehr rasch1 und man benutzt sie1 um ,zimmer mit ihnen auszukleiden oder ,lauben mit ihnen zu decken4 ,man hat zwei ,sorten3 bei der ersteren hngt die schwere ,frucht an einem dnnen ,stiele1 die letztere jedoch kriecht an der ,erde hin4 ,wie den ,gurken gibt man auch den ,flaschenkrbissen allerlei ,gestalten1 vornehmlich in geflochtenen ,formen1 in die man die jungen ,frchte steckt4 ,sie nehmen dann beim ,wachsen die ,gestalt der ,form an und diese stellt gewhnlich eine gewundene ,schlange vor4 ,lt man sie freihngen1 so hat man sie schon #i ,fu lang werden sehen4 ,ihre ,anwendung ist verschieden4 ,beim ,verspeisen wird die ,schale fortgeworfen4 ,sie gelten brigens fr eine gesunde und leichte ,speise4 ,die ,kerne1 welche an beiden ,enden der ,frucht liegen1 geben lange ,frchte1 die in der ,mitte liegenden runde4 7,natrlich ist dies eine unsinnige ,behauptung1 wie ,plinius deren nicht selten aufstellt47 ,man trocknet die ,kerne im ,schatten1 weicht sie aber1 wenn man sie pflanzen will1 zuerst in ,wasser auf4 ,die lngsten und dnnsten ,frchte hat man zum ,verspeisen am liebsten4 ,diejenigen ,flaschenkrbisse1 deren ,samen man zur ,aussaat gebrauchen will1 schneidet man gewhnlich erst mit ,eintritt des ,winters ab1 trocknet sie dann im ,rauch und gebraucht sie1 um in ihrem hohlen ,innern ,smereien1 ,wein und dergleichen aufzubewahren4 ,man hat auch ein ,verfahren erfunden1 nach welchem man die ,flaschenkrbisse wie ,gurken zum ,verspeisen aufbewahren kann1 so da sie sich fast bis zu der ,zeit halten1 da es wieder frische gibt4 ,die ,aufbewahrung geschieht in ,salzbrhe4 ,man soll sie auch an einem schattigen ,orte in einer ,grube1 deren ,boden mit ,sand bedeckt ist1 aufbewahren knnen1 indem man sie von oben mit trockenem ,heu und dann mit ,erde zudeckt48 ,in der ,folge wurde der ,flaschenkrbis berall in ,sdeuropa hufig angepflanzt und fand nach der ,entdeckung ,amerikas auch im neuen ,kontinent1 wohin ihn die ,spanier zuerst brachten1 berall willige ,aufnahme und rasche ,verbreitung unter den ,eingeborenen4 ,da man ihn auch in manchen peruanischen ,grbern fand1 glaubten einige ,forscher1 er sei in ,amerika zu ,hause gewesen1 was heute sicher als unrichtig festgestellt wurde4 ,samen des ,flaschenkrbisses stammen in ,sdamerika stets nur aus ,grbern1 die jngeren ,datums als das ,jahr #aejj sind2 denn manche ,grberfelder wurden noch lange nach der ,ankunft der ,europer auf diesem ,kontinente weiter benutzt4 ,als ,behlter zur ,aufnahme von ,flssigkeiten ist jedenfalls die getrocknete und ausgehhlte ,krbisschale1 die man gewhnlich als ,kalabasse bezeichnet1 uralt4 ,jedenfalls haben wir in ihr die ,urform des ,gefes zu erblicken1 die erst in sehr viel spterer ,zeit vom ,menschen in gebranntem ,ton nachgeahmt wurde4 ,wie nun der ,flaschenkrbis in der alten ,welt dem ,menschen einen natrlichen ,behlter darbot1 benutzte der ,mensch der neuen ,welt zu demselben ,zwecke auer den getrockneten hohlen ,schalen der einheimischen ,krbisse1 von denen alsbald zu reden sein wird1 auch die hnlich beschaffenen ,frchte des in ,mittelamerika heimischen ,kalabassenbaums 7,crescentia cucurbitana71 der in fnf verschiedenen ,arten vorkommt4 ,allgemein in ,westindien1 ,sdamerika und neuerdings auch in ,westafrika kultiviert wird die #f-i m hohe ,crescentia cujete mit gebschelten1 lanzettfrmigen ,blttern1 grnlichen1 gelb und rot gescheckten ,blten und groen1 rundlichen1 #cj cm im ,durchmesser haltenden ,frchten1 die in einer grnen1 holzigen ,rinde ein schwammig-saftiges1 suerlich-ses ,mark mit den ,samen beherbergen4 ,dieses ,mark wird in ,amerika arzneilich bentzt1 aus der ,fruchtschale1 der eigentlichen ,kalabasse1 verfertigt man oft mit ,schnitzereien verzierte ,gefe1 ,schalen1 ,lffel usw4 ,das ,holz dagegen dient in der ,mbeltischlerei4 ,wie der ,flaschenkrbis in ,sdasien heimisch ist eine andere in ihren ,frchten technisch wichtige ,krbisart1 nmlich der ,schwammkrbis 7,luffa cylindrica71 der heute im ganzen ,tropengebiet kultiviert wird1 auch nach ,amerika gebracht wurde und dort verwilderte4 ,die ziemlich groen1 lnglichen1 glatten ,frchte knnen besonders unreif wie die ,bltter gekocht genossen werden2 wichtiger aber ist das in den reifen ,frchten erhrtende1 stark ausgebildete ,gefbndelnetz1 das den vegetabilischen oder ,luffaschwamm liefert4 ,in ,wasser erweichend dient er statt des tierischen ,schwammes zum ,reinigen und ,frottieren der ,haut1 dann zu ,schuhsohlen1 ,badepantoffeln1 ,mtzen1 ,krbchen1 ,sattelunterlagen1 ,bilderrahmen und kommt zum ,teil aus gypten1 besonders aber aus ,japan in den ,handel4 ,die unreifen ,frchte der gleicherweise in ,sdasien heimischen ,luffa acutangula1 deren ,kultur sich heute ber die ganzen ,tropen erstreckt1 werden wie ,gurken gegessen1 die ,wurzeln und ,samen dagegen als ,abfhrmittel benutzt4 ,smtliche echten ,krbisse dagegen sind in der ,neuen ,welt heimisch und haben sich erst seit deren ,entdeckung durch die ,europer1 also seit dem #af4 ,jahrhundert1 ber die ,alte ,welt verbreitet4 ,alle zehn bekannten ,arten sind im warmen ,amerika1 nrdlich bis ,kalifornien1 zu ,hause1 doch sind mehrere1 so namentlich die drei einjhrigen ,arten1 im wilden ,zustande noch nicht aufgefunden worden4 ,da sie schon lange in der ,kultur des ,menschen stehen1 beweist die ,tatsache1 da ,samenkerne verschiedener ,arten als ,totenbeigaben auf dem vorkolumbischen altperuanischen ,grberfelde von ,ancon gefunden wurden4 ,auch wurden in ganz ,amerika schon lange vor der ,ankunft der ,europer verschiedene ,krbisarten von den ,indianern angebaut1 die den dahin gelangenden ,weien1 wie auch den ,botanikern in ,europa1 die sie spter kennen lernten1 vollkommen neu waren4 ,dies wird uns von ,acosta und anderen ,spaniern von ,peru und ,mittelamerika1 von spteren ,einwanderern auch von ,nordamerika bezeugt4 ,bis zum ,lande der ,huronen an den kanadischen ,seen gab es ,krbisse4 ,von den letzteren berichtet uns ein franzsischer ,reisender des #af4 ,jahrhunderts1 da sie in ,menge les citrouilles du pays8 anpflanzten4 ,ein anderer gleichzeitiger ,schriftsteller nennt die citrouilles8 des sdlichen ,kanada s und verschieden von denjenigen ,europas4 ,sie seien so gro wie unsere ,melonen und ihr ,fleisch sei so gelb wie ,safran4 ,der gemeine ,krbis 7,cucurbita pepo7 hat seine ,heimat in ,mexiko und ,texas1 von wo aus er durch die ,spanier sehr bald nach der ,entdeckung der ,neuen ,welt nach ,spanien gebracht wurde1 um sich von da rasch ostwrts ber ,sdeuropa zu verbreiten4 ,gleichzeitig mit dem ,mais und dem spanischen ,pfeffer oder der ,paprikapflanze finden wir ihn als ,novitt in dem #aedc in ,basel gedruckten ,kruterbuch des ,leonhard ,fuchs sehr gut dargestellt mit zwei- bis dreiteiligen ,ranken und rotgelben ,blten4 ,in ,analogie mit dem als trkisch ,korn8 -- was wohl so viel als von weither gekommen heien soll -- bezeichneten ,mais benennt dieser ,autor den ,krbis als trkisch ,cucumer1 auch ,meer-,cucumer oder ,zuccomarin8 und versichert1 da er vor kurtzen jaren erst zu uns gebracht worden1 was man aus seinen ,namen wohl mag abnehmen84 ,im ,laufe des #af4 ,jahrhunderts hat sich dann diese ,gartenfrucht rasch bei uns eingebrgert1 teils wegen ihres ebaren ,fruchtfleisches1 teils aber auch der schmackhaften ,fruchtkerne wegen1 auf welche nach einer ,bemerkung von ,m4 ,lobelius aus dem ,jahre #aegf die ,bauern sehr erpicht waren4 ,die einjhrige ,pflanze mit liegenden1 bis #aj m langen ,stengeln1 dottergelben1 einzelstehenden ,blten und kugeligen1 oft sehr groen ,frchten mit weiem oder gelbem1 geniebarem ,fleisch wird in vielen ,varietten kultiviert4 ,sie gedeiht1 wo der ,mais gedeiht1 und liefert bei gutem ,anbau bis #fjjjj kg vom ,hektar4 ,jede ,pflanze soll nur acht ,frchte zur ,reife bringen2 sobald sie vier ,nebenranken getrieben hat1 bricht man die ,spitze der ,hauptranke ab und nach dem ,fruchtansatz auch diejenigen der ,nebenranken4 ,in ganz ,sdeuropa dienen die ,frchte auf die mannigfaltigste ,weise zubereitet der rmeren ,volksklasse als geschtzter ,zusatz zur ,brotnahrung1 sie bilden ferner ein vortreffliches ,mastfutter fr ,schweine1 auch wird aus ihnen ,branntwein gewonnen4 ,aus den ,samen lt sich ein feines ,speisel pressen4 ,zur ,herstellung von ,kompott eignen sich besonders der ,markkrbis und der nichtrankende virginische ,krbis4 ,zum ,verspeisen sind auch der silbergraue1 der melonengelbe1 der ,astrachan- und ,ohiokrbis zu empfehlen4 ,der besonders in ,sdasien viel gepflanzte ,moschuskrbis hat wohlschmeckende1 melonenhnliche ,frchte1 deren ,fleisch nach ,moschus duftet und schmeckt4 ,sehr zahlreich sind die ,zierkrbisse1 von denen etwa zu nennen sind3 der ,trkenbundkrbis1 mit grn1 gelb und rot gestreiften ,frchten1 der nichtrankende ,pastetenkrbis1 auch ,bischofsmtze genannt1 mit flacher1 am ,stiel gewlbter1 gelber1 grner und orange mit wei gestreifter ,frucht1 dann der ,mantelsackkrbis mit dunkelgrner1 am ,ende sackartig aufgetriebener ,frucht1 dessen ,samen mit solchen von anderen ,arten in den altperuanischen ,grbern von ,ancon gefunden wurden1 und viele andere ,formen wie ,apfel-1 ,birnen-1 ,zitronen-1 ,glocken-1 ,warzenkrbis4 ,die weitaus grten ,frchte besitzt der ,riesenkrbis4 ,sie werden #bj-ajj kg schwer1 sind kugelig1 plattgedrckt oder gerippt und haben ein feineres1 wohlschmeckenderes ,fleisch als die eigentlichen ,zierkrbisse1 deren ,fleisch nicht gegessen wird4 ,endlich hat uns ,sdamerika auch zwei als wertvolle ,bereicherungen unseres ,gemsegartens gepflanzte ,nachtschattenarten geliefert1 nmlich den ,liebesapfel oder die ,tomate und die ,eierpflanze oder ,aubergine4 ,der ,liebesapfel 7,lycopersicum esculentum7 mit belriechenden1 behaarten ,blttern1 gelben ,blten1 glnzend roten1 gelbroten1 gelben oder weien ,frchten1 heit mit einer amerikanischen ,bezeichnung ,tomate4 ,der groe ,baseler ,botaniker ,kaspar ,bauhin 7#aefj-afbd7 bezeichnet die ,art #aeif als ,tumatle ,americanorum1 und die ersten von den ,botanikern des #af4 ,jahrhunderts ihr beigelegten ,namen wie peruanischer ,apfel8 lassen vermuten1 da man sie aus ,peru erhalten hatte4 ,jedenfalls wurde sie auf dem sdamerikanischen ,festlande von den ,eingeborenen frher angebaut als auf den ,antillen4 ,die ,ausgangsform war eine ganz kleinbltige ,art mit kirschgroen ,frchten1 die im ,kstengebiet ,perus heute noch wild wachsend angetroffen wird4 ,heute wird die einjhrige ,pflanze in der ganzen ,kulturwelt1 besonders in den englischen ,kolonien1 in ,indien1 dann in ,sd- und ,mitteleuropa in vielen ,varietten angebaut und liefert in ihren ,frchten ein wohlschmeckendes und zutrgliches ,gemse1 das auch gerne roh als ,salat gegessen wird4 ,um ,neapel und ,rom sieht man ganze ,felder mit dieser ,frucht bepflanzt4 ,den ,namen ,liebesapfel verdankt sie dem ,glauben1 da die so schn gefrbte ,frucht zrtliche ,gefhle erwecke4 ,die ,eierpflanze 7,solanum melongena71 von den ,franzosen aubergine genannt1 mit #fj cm hohem1 krautartigem ,stengel1 eirunden ,blttern und lilafarbigen1 groen ,blten trgt ovale bis lngliche1 dunkelviolette1 gelbe oder weie ,frchte1 denen man durch kochendes ,wasser das in ihnen enthaltene ,narkotische entzieht4 ,in ,spanien1 ,sdfrankreich1 ,italien1 der ,wallachei und im ,orient werden sie hufig auf ,feldern zum ,kchengebrauche gezogen4 ,bei uns verwendet man sie vorzugsweise als ,zutat an ,saucen1 ,suppen1 ,ragouts usw42 auch werden sie vielfach gednstet gegessen4 ,ein naher ,verwandter1 ,solanum quitoense1 ein bis #b m hoher ,halbstrauch aus ,peru1 trgt geniebare ,frchte von der ,gre und ,farbe einer kleinen ,orange1 die im ganzen westlichen ,sdamerika als ,obst beliebt sind und auch zur ,herstellung von khlenden ,getrnken dienen4 ,weil sie vielfach um ,quito1 die ,hauptstadt von ,ekuador kultiviert werden1 nennt man sie meist ,orangen von ,quito4 ,neuerdings werden sie auch in ,england gezogen4 ,von ,solanum anthropophagorum endlich1 der ,tomate der ,kannibalen1 einem auf den ,fidschiinseln kultivierten1 etwa #a1e m hohen ,halbstrauch1 wurden die tomatenhnlichen ,beeren als ,wrze zu den einstigen ,menschenopferschmusen gegessen1 weshalb man diese ,pflanze auch bei jeder ,bure1 d4 h4 einem ,opferplatz1 wohin die ,krper der ,erschlagenen gebracht wurden1 um dort verzehrt zu werden1 in kleinen ,anpflanzungen regelmig zog4 ,heute1 da der ,menschenfra auf jenen ,inseln abgeschafft ist1 dient sie als beliebte ,wrze zu allerlei ,tierfleisch4 ,in gleicher ,weise werden verschiedene andere ,nachtschattenarten ihrer geniebaren ,frchte wegen in den ,tropen kultiviert1 so ,solanum aethiopicum in ,afrika1 ,solanum edule in ,guinea1 ,solanum macrocarpum auf ,mauritius und ,madagaskar4 ,endlich wre noch die derselben ,familie der ,nachtschatten angehrende ,juden- oder ,blasenkirsche 7,physalis alkekengi7 zu nennen1 die aus dem ,laubwalde ,europas als ,zier- und ,nutzpflanze in die ,grten bernommen wurde4 ,sie hat schmutzigweie ,blten und kirschgroe1 glnzendrote ,beeren1 die von dem nach dem ,verblhen sich stark vergrernden und zur ,zeit der ,fruchtreife als ,schauapparat ebenfalls lebhaft rot gefrbten ,kelch tutenfrmig umschlossen werden4 ,whrend das ,kraut giftig ist1 sind die slich sauren ,frchte ebar4 ,sehr viel wohlschmeckender aber als sie sind die in ihrer ,heimat roh oder eingemacht eine sehr beliebte ,speise bildenden ,frchte der peruanischen ,verwandten1 ,physalis edulis1 die jetzt in den tropischen und subtropischen ,grten allgemein kultiviert wird4 ,ihre als ,ananaskirschen bezeichneten ,frchte werden bisweilen auch zu uns gebracht und in den ,delikatelden feilgehalten4 ,,viii4 ,ebare ,knollengewchse4 ,auer den mancherlei ,frchten waren wohl die strkemehlreichen ,wurzelknollen1 die keine ,gifte oder sonst schdliche ,stoffe enthielten1 die vom ,menschen zur ,stillung seines ,hungers am meisten gesuchten ,pflanzenteile4 ,am ,feuer gerstet1 waren sie sehr wohl geeignet1 seinen stets regen ,hunger zu stillen4 ,da dabei die ,menschen der ,urzeit keine ,kostverchter waren und viele ,wurzelknollen und andere ,teile von ,pflanzen aen1 die wir heute zu essen verschmhen1 das ist ganz selbstverstndlich4 ,so verzehrten die ,pfahlbauern ,mitteleuropas zur spteren ,stein- und ,bronzezeit nicht blo die mehlreichen ,frchte der ,wassernsse 7,trapa natans71 deren ,schalen wir in ihren ,speiseabfllen finden1 sondern wohl auch deren fleischige ,wurzeln1 die heute noch viele ,liebhaber unter den ,naturvlkern finden4 ,so werden sie1 wie die nach ,kastanien schmeckenden ,nsse1 gerstet1 in ,menge selbst von den ,bewohnern ,kaschmirs1 und in einer nahe verwandten ,art 7,trapa bicornis7 von den ,chinesen1 die sie in besonderen ,teichen kultivieren1 als ,speise namentlich der rmeren ,volksklasse gegessen4 ,den alten gyptern dienten zu demselben ,zwecke die ,wurzelknollen der ,papyrusstaude und verschiedener ,seerosen4 ,man a sie roh1 gerstet oder gekocht und verwendete sie1 zu ,brei zerstoen1 wie die alten ,schriftsteller berichten1 insbesondere zur ,ernhrung der ,kinder1 die noch keine grbere ,kost ertragen konnten4 ,an der in ihrer ,gestalt und ,farbe unserer weien ,seerose hnlichen gyptischen ,lotospflanze 7,nymphaea lotus7 und deren ,schwester1 der himmelblauen ,seerose 7,nymphaea coerulea71 war aber nicht blo der knollige ,wurzelstock1 dessen angenehm slicher ,geschmack gerhmt wird1 als ,speise geschtzt1 sondern auch die kleinen braunen1 eiweihaltigen ,samen1 die in einer fcherreichen1 kugeligen ,frucht von schmutziggrner ,farbe liegen4 ,die ,lotospflanze hie bei den alten gyptern suschin1 im ,hebrischen -- daraus entlehnt -- schuschan1 eine ,bezeichnung1 welche spter auf die weie ,lilie berging und uns in dem ,namen ,susanna erhalten ist4 ,noch heute heit die weie ,lilie im ,arabischen susan4 ,auch bei den ltesten ,griechen wurde die weie ,lotos als ,lilie 7lerion7 bezeichnet4 ,der lteste griechische ,geschichtschreiber1 ,herodot1 der um #dfj v4 ,chr4 selbst in gypten war1 berichtet darber3 ,die ,frchte der ,lotospflanze 7lts7 aber schneiden sie 7die gypter7 ab und trocknen sie an der ,sonne4 ,hierauf zerstoen sie die darin befindlichen ,krner1 welche dem ,mohn hnlich sind1 und bereiten sich mit ,hilfe des ,feuers ,brot daraus4 ,auch die ,wurzel ist ebar und schmeckt nicht bel2 sie ist rundlich und von der ,gre einer ,quitte48 ,nach ihm berichtet der groe1 pflanzenkundige ,schler des ,aristoteles1 ,theophrast 7#cij-bhf v4 ,chr473 ,der ,lotos wchst in gypten auf den ,feldern1 wenn sie der ,nil berschwemmt4 ,ihre weie ,blte schliet sich bei ,sonnenuntergang und verbirgt die ,frucht2 bei ,sonnenaufgang aber tritt sie wieder ber das ,wasser und ffnet sich4 ,dies wiederholt sie bis die ,frucht reif ist und die ,blumenbltter abgefallen sind4 ,die ,frucht ist so gro wie der grte ,mohnkopf und ebenso in ,fcher geteilt4 ,in dieser liegt der ,same dicht und sieht so aus wie ,hirsekorn 7knchros74 ,die gypter legen die reifen ,frchte in ,haufen zusammen und lassen sie liegen1 bis die ,schale gefault ist1 worauf die ,samen herausgenommen werden4 ,diese trocknet man1 zerstampft sie und bckt ,brot daraus4 ,die ,wurzel des ,lotos heit krsion1 ist rund1 so wie eine ,quitte1 hat eine schwrzliche ,rinde wie die ,kastanie4 ,das ,innere ist wei2 gekocht oder gebraten wird es wie ,eidotter gegessen und ist sehr wohlschmeckend4 ,man kann sie auch roh essen48 ,als dann um #ejj v4 ,chr4 von ,persien her der rosenrot blhende indische ,lotos 7,nelumbium speciosum7 im ,niltal eingefhrt und kultiviert wurde1 haben die gypter auch dessen olivenkerngroe1 braune1 in ,vertiefungen der der ,brause einer ,giekanne hnelnden ,frucht steckenden ,samen und die mehlreichen ,wurzelknollen gern gegessen4 ,der vorhin erwhnte ,herodot meint sie1 wenn er sagt3 ,neben dem ,lotos haben die gypter auch noch andere im ,wasser wachsende ,lilien1 deren ,frucht einer ,wespenwabe gleicht1 worin ,samen1 so gro wie ,olivenkerne1 in ,menge sitzen2 man it sie frisch und gedrrt48 ,diese ,samen waren die kamoi aigptioi oder fabae aegyptiacae1 d4 h4 gyptischen ,saubohnen der griechischen und rmischen ,schriftsteller des ,altertums1 die eine sehr beliebte ,volksnahrung der alten gypter bildeten und nur von den ,priestern gemieden wurden1 da die sie erzeugende ,pflanze in den ,kult aufgenommen war und als heilig galt4 ,von dieser ,pflanze1 der heiligen padma der ,inder1 die noch heute in ihrer ,heimat ,sdasien1 besonders aber in ,china und ,japan der mehlreichen ,wurzelknolle und der wohlschmeckenden ,samen wegen in stehenden ,gewssern viel gezogen wird1 schreibt ,theophrast in seiner ,pflanzenkunde3 ,die kamos wchst in ,smpfen und stehenden ,gewssern gyptens4 ,ihre ,stmme werden bis vier ,ellen lang1 sind fingersdick1 krustenlos1 haben aber inwendig ,scheidewnde1 welche quer durchgehen4 ,auf den ,stmmen stehen die ,fruchtkpfe1 die wie runde ,wespennester aussehen und in jeder ,vertiefung eine etwas hervorragende saubohnenhnliche ,frucht tragen4 ,es sind in jeder ,frucht gewhnlich #cj ,bohnen enthalten4 ,die ,blume ist doppelt so gro wie eine ,mohnblume und tief rosa gefrbt4 ,die ,frucht steht ber der ,wasserflche4 ,neben den ,frchten kommen groe ,bltter hervor1 wie breitkrempige ,hte2 ihre ,stiele sehen aus wie die der ,frchte4 ,die ,wurzel ist dicker als die des dicksten ,schilfes und hat ebensolche ,scheidewnde wie der ,stamm4 ,sie wird roh1 gekocht und gerstet verzehrt4 ,die ,pflanze wchst hufig wild1 wird aber auch gest1 indem man deren ,samen in ,ton wickelt und mit diesem ins ,wasser senkt4 ,wo die ,pflanze einmal steht1 da dauert sie sehr lange aus4 ,die ,wurzel ist stark1 der ,schilfwurzel hnlich1 aber dornig4 ,deswegen vermeidet sie das ,krokodil1 weil es frchtet1 seine ,augen an den ,dornen zu verletzen4 ,die ,pflanze wchst auch in ,syrien und ,kilikien1 trgt dort aber keine reifen ,frchte4 ,sie wchst auch bei ,torone in ,chalchidike in einem mig groen ,see und in diesem bringt sie ihre ,frucht zur ,reife48 ,spter schreiben der aus ,kilikien gebrtige griechische ,arzt ,dioskurides um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 und der um #bjj n4 ,chr4 in ,alexandria und ,rom lebende1 aus ,naukratis in gypten stammende griechische ,grammatiker ,athenaios1 da der kamos aigptios in gypten in reicher ,flle wachse1 sich aber auch in ,asien und ,kilikien in stehenden ,gewssern finde4 ,die ebaren ,samen wrden auch kibrion genannt1 whrend die ,wurzel koloksia genannt und ebenfalls gegessen werde4 ,schon bei den ltesten ,griechenstmmen war die durch unbestimmte ,berichte aus gypten beeinflute ,sage von den ,lotophagen1 d4 h4 ,lotosessern1 sehr verbreitet4 ,lt doch schon ,homer in der ,odyssee seinen ,helden ,odysseus zu den ,lotophagen1 worunter wohl zweifelsohne die gypter zu verstehen sind1 gelangen und erzhlt in phantasiereicher ,weise von der seltsamen ,wirkung der ,frucht3 ,doch von den ,lotophagen geschah nichts ,leides den ,mnnern ,unserer ,schar2 sie reichten vom ,lotos ihnen zu kosten4 ,wer des ,lotos ,gewchs nur kostete1 ser denn ,honig1 ,nicht an ,mahnung zum ,aufbruch dachte der1 noch an die ,rckkehr1 ,sondern sie trachteten dort in der ,lotophagen ,gesellschaft ,lotos pflckend zu bleiben und abzusagen der ,heimat2 ,aber ich fhrt an die ,schiffe die ,weinenden wieder mit ,zwang hin1 ,zog sie in die gerumigen ,schiffe und band sie fest an die ,bnke2 ,doch die andern ermahnt ich und trieb die werten ,genossen ,schleunig hinwegzufliehn1 in die hurtigen ,schiffe sich rettend1 ,da nicht einer1 vom ,lotos gereizt1 noch verge der ,heimat4 ,alle stiegen hinein auf die ,ruderbnke sich setzend1 ,saen gereiht und schlugen die grauliche ,woge mit ,rudern48 ,nun kann aber dieser honigse ,lotos ,homers nicht die ,frucht der gyptischen ,lotosblume1 die keineswegs s ist1 gewesen sein1 sondern war vermutlich diejenige des dem ,judendorn nahe verwandten ,zizyphus lotos1 eines dort und in anderen ,lndern am ,mittelmeer wachsenden ,strauches mit lngeren ,dornen und greren ,frchten1 die ein gelblichweies1 mehliges ,fruchtfleisch von schleimigem1 sehr sem1 an ,datteln erinnerndem ,geschmack besitzen und heute noch im ,orient1 wo der ,strauch wild wchst1 gern von der einheimischen ,bevlkerung gegessen werden4 ,tafel #di4 ,illustration3 ,japanische ,buerin mit ,wurzelgemsen und ,blumen4 ,japanischer ,bauer mit ,regenmantel aus ,reisstroh4 ,tafel #ej4 ,illustration3 ,papyrusdickicht am ,flusse ,anapo bei ,syrakus4 ,fnf ,monate alter ,maniok oder ,cassave 7,manihot utilissima7 in ,buenga1 ,westafrika4 ,der ,papyrus 7,cyperus papyrus7 -- altgyptisch ha -- ist ein niemals in schnellflieenden1 tiefen ,gewssern1 sondern im seichten ,wasser der ,strombuchten1 am ,rande der ,seen und in ,smpfen wachsende1 bis #e m hohe ,grasart des tropischen ,afrika1 die einst in ganz gypten sehr hufig war1 heute aber nur noch in ,nubien und den ,lndern am ,oberlaufe des ,nils wildwachsend in ausgedehnten ,bestnden angetroffen wird4 ,ihre fleischige ,grundachse ist ein ,hauptnahrungsmittel der ,flupferde1 die sie mit ihren krftigen1 weit vorstehenden ,schneidezhnen leicht aus dem schlammigen ,boden heben1 um sie schmatzend zu verzehren4 ,ihrem ,beispiel folgten die ,menschen4 ,wie heute noch die ,stmme im oberen ,nilgebiet1 so haben schon die alten gypter die saftige1 mehlreiche1 aromatisch schmeckende ,grundachse der ,papyruspflanze1 die erst im ,alter verholzt1 roh und gekocht als beliebte1 billige ,speise gegessen4 ,auch das untere ,ende des saftreichen dreikantigen ,stengels wurde von ihnen1 weil infolge des reichen ,zuckergehaltes s schmeckend1 gern wie anderwrts das ,zuckerrohr gekaut1 um den ,saft auszusaugen4 ,schon der ,vater der griechischen ,geschichtschreibung1 ,herodot 7#dhd v4 ,chr4 in der kleinasiatischen ,stadt ,halikarna geboren1 bereiste gypten und ,babylonien1 war seit #def wieder in ,griechenland1 ging dann #ddc nach der griechischen ,pflanzstadt ,thurii in ,sditalien1 wo er um #dbd verstarb7 schreibt3 ,die ,bewohner des gyptischen ,marschlandes reien den ,papyrus 7bblos71 der alljhrlich nachwchst1 aus dem ,schlamm1 schneiden das ,obere ab1 um es sonst zu verwenden2 das ellenlange ,wurzelstck dagegen essen oder verkaufen sie4 ,soll es recht gut schmecken1 so wird es zuvor in einem heien ,ofen gerstet und dann erst gegessen48 ,eine ausfhrliche ,beschreibung der ,pflanze und ihres ,nutzens gibt uns der pflanzenkundige ,theophrast 7#cij-bhf v4 ,chr471 der von ihr sagt3 ,in gypten kommen zahlreiche ,wasserpflanzen vor2 dieselben sind im allgemeinen s und ebar4 ,der ppyros wchst nicht in tiefem ,wasser1 sondern nur etwa #b ,ellen oder auch weniger tief4 ,an ,dicke kommt die ,wurzel der ,handwurzel eines starken ,mannes gleich und dabei wird sie ber #aj ,ellen lang4 ,sie tritt ber den ,boden hervor1 schickt seitlich viele dnne ,wurzeln nach unten1 nach oben aber dreikantige1 bis #d ,ellen hoch wachsende ,stengel1 die man insbesondere ppyros heit4 ,solche ,stengel treibt die ,wurzel berall in ,menge4 ,diese sind zu vielerlei brauchbar4 ,man macht aus ihnen ,fahrzeuge1 und aus dem ,baste 7bblos7 werden ,segel1 ,matten1 ,seile1 ,kleider und viele andere ,dinge geflochten4 ,im ,ausland ist das daraus gewonnene ,papier 7ta bblia7 allgemein bekannt4 ,fr die ,eingeborenen ist aber die ,nahrung1 die sie aus dem ppyros ziehen1 am wichtigsten4 ,sie kauen ihn roh1 gekocht und gerstet1 verschlucken den ,saft und speien das brige aus4 ,die 7lteren7 ,wurzeln dienen statt ,holz zum ,brennen und zum ,verfertigen von allerlei ,gerten48 ,fast dreihundert ,jahre spter schrieb der aus ,sizilien gebrtige griechische ,geschichtschreiber ,diodor1 da er vom huslichen ,leben und der ,kinderpflege der gypter handelte1 da den ,eltern unglaublich wenig ,kosten fr die ,ernhrung der ,kinder erwachsen1 denn sie kochen ihnen die nchste beste einfache ,speise2 auch geben sie ihnen von der ,papyrusstaude den untern ,teil zu essen1 soweit man ihn im ,feuer rsten kann444 ,daher kostet ein ,kind seinen ,eltern1 wenn es erwachsen ist1 im ganzen nicht ber #bj ,drachmen8 7etwa #ab ,mark74 ,ein naher ,verwandter des ,papyrus ist das ebare ,cypergras 7,cyperus esculentus71 auch ,erdmandel genannt1 deren ,knollen man auch bisweilen mit anderen ,pflanzenresten in den altgyptischen ,sarkophagen als beliebte ,totenspeise findet4 ,so fand man welche in ,grbern des mittleren ,reiches 7#bafj-aghh v4 ,chr47 in ,der el bahri bei ,theben4 ,die im ,berliner gyptischen ,museum aufbewahrten sollen nach ,a4 ,braun rundlicher und kleiner sein1 als die heutigentags in gypten kultivierten4 ,die ,pflanze hie bei den alten gyptern gaiu und die ,wurzelknolle schabin4 ,der erste ,grieche1 der die ,pflanze erwhnt1 ist ,theophrast4 ,er sagt von ihr3 ,die malinathll wchst in der ,nhe der ,flsse gyptens auf sandigem ,boden1 ist rund von ,gestalt1 an ,gre der ,mispel gleich1 ohne ,kern und ohne ,schale4 ,aus dieser ,masse kommen ,bltter wie beim ,zypergras hervor4 ,die ,leute sammeln die ,knollen und kochen sie in ,gerstenbier2 auf diese ,weise werden sie sehr s4 ,sie werden auch allgemein zum ,nachtisch gegessen48 ,in hnlicher ,weise drckt sich der ltere ,plinius 7#bc-gi n4 ,chr47 aus3 ,in gypten wchst das anthalion2 es hat die ,gre und ,rundung einer ,mispel1 weder ,kern noch ,schale1 aber ,bltter wie ,zypergras4 ,es wird gegessen1 nachdem es durch ,feuer zubereitet ist48 ,noch heute ist die ,erdmandel oder ,chufa eine fr die ,vlker ,nordafrikas sehr wichtige und deshalb allgemein angebaute ,nhrpflanze1 deren ,knollen berall in den ,basaren1 auch in gypten und im ,orient als hab el asis1 d4 h4 vorzgliche ,knolle1 zu kaufen sind4 ,aus letzteren bereiten die ,araber ein sehr ses1 wohlschmeckendes ,getrnk1 scherbet genannt 7vom ,arabischen schariba trinken abzuleiten74 berall1 wo die ,araber einst herrschten1 wurde die ,pflanze hufig angebaut1 so auch in ,sizilien und ,sditalien1 und neuerdings wird sie wegen des sen ,geschmacks ihrer nahrhaften ,wurzelknolle auch in ,sddeutschland und sterreich kultiviert4 ,vielfach trifft man sie auch in ,sdasien und sogar in ,amerika an4 ,die strkemehl-1 l- und zuckerreichen ,wurzelknollen von ausgezeichnetem mandelartigem ,geschmack werden vielfach in den ,handel gebracht und dienen zur ,gewinnung eines als ,speisel sehr geschtzten les4 ,da die ,pflanze auch lngere ,trockenzeiten mit ,leichtigkeit zu berstehen vermag1 so bilden ihre ,knollen1 die roh und gekocht in der verschiedensten ,zubereitung gegessen werden1 in dem trockeneren ,sdafrika eines der wichtigeren ,nahrungsmittel1 weshalb die ,erdmandel in vielen ,teilen ,afrikas1 u4 a4 auch in ,deutsch-,sdwestafrika1 angebaut wird4 ,auch die nahrhaften ,wurzeln verschiedener anderer ,pflanzen wurden und werden manchenorts vom ,menschen gegessen4 ,so bildeten die mehlhaltigen ,wurzelstcke gewisser ,farnkruter die fast ausschlieliche ,pflanzennahrung der ,maori ,neuseelands vor ihrer ,entdeckung durch die ,europer4 ,sie waren um #acjj n4 ,chr4 von ,norden her auf dieses ,eiland eingewandert und bewohnten ausschlielich die ,nordinsel1 sich hier vorzugsweise vom ,fischfang und der ,jagd ernhrend4 ,noch als der berhmte ,seefahrer ,james ,cook den ,sdwinter #aggc bei ihnen verbrachte1 hatten sie daran und am ,fleische der gewaltigen1 flgellosen ,vgel1 die in zahlreichen ,arten jene ,insel bewohnten1 gengend zu essen2 als aber letztere zu ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts ausgerottet wurden und die ,eingeborenenbevlkerung sich so weit vermehrt hatte1 da die ,fleischnahrung als notwendige ,zukost zur eiweiarmen ,wurzelnahrung im ,innern1 wo kein ,fischfang mglich war1 mangelte1 da begannen die ,maori notgedrungen1 sich gegenseitig aufzufressen1 bis die ,europer durch ,einfhrung der ,schweine als ,eiweinahrung und der ,kartoffeln an ,stelle der viel geringwertigeren ,farnwurzeln als ,pflanzenkost der chronischen auf dieser bervlkerten ,insel herrschenden und zu den ,grueln des ,kannibalismus fhrenden ,hungersnot ein ,ende machten1 worauf der ,menschenfra von selbst aufhrte4 ,heute noch dienen allerlei ,farnwurzeln1 namentlich von ,pteris aquilina1 im ,himalaja und in ,japan zur ,ernhrung des ,menschen4 ,noch hufiger aber werden andere strkemehlhaltige ,wurzelstcke als ,nahrung benutzt1 so vor allem diejenigen der in der ganzen ,inselwelt des ,stillen ,ozeans und ,sdasiens heimischen ,tahitipfeilwurz 7,tacca pinnatifida71 auf ,tahiti und den benachbarten ,inseln pia genannt4 ,diese niedrige1 ausdauernde ,staude wird hier berall1 wie auch in ,queensland1 dem malaiischen ,archipel1 ,indien1 ,sdchina und der ,ostkste von ,afrika um ,sansibar herum wegen ihrer strkemehlreichen ,wurzelknollen kultiviert1 obgleich dieselben eine ,schrfe besitzen1 welche selbst durch mehrmaliges ,auswaschen nicht vollstndig entfernt werden kann4 ,von den ,europern wird sie deshalb gewhnlich mit ,essig gegessen1 der die ,schrfe unterdrckt4 ,in ,china und ,cochinchina dienen auch die gekochten ,blattstiele zur ,nahrung4 ,von dieser ,pflanzenknolle wird ein sehr geschtztes ,strkemehl gewonnen1 das als ostindisches ,arrowroot1 d4 h4 ,wurzelmehl1 in den ,handel gelangt1 meist aber an ,ort und ,stelle verbraucht wird4 ,neuerdings wird diese ,pfeilwurz mit bestem ,erfolg auch im ,kamerungebiete und in ,deutsch-,sdwestafrika angebaut und zur ,gewinnung von ,strkemehl benutzt1 das vielfach auch von den ,fidschi-1 ,samoa- und ,sandwichinseln1 wie auch von ,neuguinea in den ,handel kommt4 ,sonst wird das ,arrowroot des ,handels meist aus ,wurzelstcken verschiedener im tropischen ,sdamerika heimischer ,pflanzen aus der ,familie der ,marantazeen1 einer ,art ,gewrzlilien1 gewonnen4 ,dieses ,wurzelmehl gewannen die ,indianer schon lange vor ihrer ,bekanntschaft mit den ,europern und nannten es aruruta 7von aru ,mehl und ruta ,wurzel71 woraus die ,englnder irrefhrenderweise ihr arrowroot machten1 was also ,wurzelmehl8 und nicht ,pfeilwurz8 bedeutet1 wie man glauben knnte4 ,das beste ,strkemehl liefert ,maranta arundinacea1 eine #b-c m hohe ,staude mit geradem1 schlankem ,stengel1 langen1 ovallanzettlichen1 unterseits etwas behaarten ,blttern1 kleinen weien ,blten1 die in kurzen hren an den verzweigten ,bltenstnden erscheinen und welchen ,kapselfrchte von der ,gre der ,johannisbeeren folgen4 ,der fleischige ,wurzelstock verzweigt sich im ,boden2 seine einzelnen ,glieder1 ,finger8 genannt1 werden #be bis #de cm lang1 sind wei und mssen zur ,zeit des ,absterbens der ,stengel1 wenn sie am strkereichsten sind1 geerntet werden4 ,wenn der ,wurzelstock jung ist1 enthlt er nur #g-h ,prozent ,strkemehl1 dann wchst der ,gehalt allmhlich und erreicht im #aj4-ab4 ,monat1 je nach der ,gunst des ,klimas1 #be-bf ,prozent4 ,die abgeschnittenen ,stauden dienen als ,grndngung1 whrend die mit ,hacken ausgegrabenen ,wurzelstcke geschlt1 gewaschen1 zwischen ,walzen zerquetscht und die ,strkemehlkrnchen auf feinen ,sieben ausgeschlmmt werden4 ,darauf folgt die ,trocknung in groen1 flachen ,kupferpfannen1 in welche die ,strke mit neusilbernen ,schpflffeln bertragen wird1 und darauf das ,verpacken in ,fsser oder noch besser in ,zinnkisten4 ,aus ihrer ,heimat im tropischen ,sdamerika war die ,pfeilwurz vor der ,ankunft der ,europer berall in ,westindien verbreitet und wird schon lange auch in ,ostindien1 ,afrika und ,australien im groen kultiviert4 ,besonders in ,sd- und ,westafrika hat sich ihr ,anbau in neuerer ,zeit sehr gehoben4 ,natal fhrt davon jhrlich bis zu #cjjjjj kg aus1 wovon das kg im ,grohandel etwa #a ,mark kostet4 ,solches ,arrowroot wird in ,westindien auch von ,calathea allouya gewonnen1 einer ,pflanze mit rundlichen1 kleinen ,knollen1 die wie die ,maranta von den ,eingeborenen ,guianas und ,westindiens hufig als ,knollenpflanze bei den ,husern angebaut wird4 ,dann wird aus verschiedenen ,cannaarten1 die mit ,maranta nahe verwandt sind und wie diese kultiviert werden1 ,arrowroot gewonnen1 das unter dem ,beinamen ,tulema 7verdorben aus tous les mois7 bekannt ist1 ,canna discolor aus ,mittelamerika soll wenig1 aber eine sehr gute ,sorte geben1 die in ,trinidad unter dem ,namen ,cannaroot in den ,handel kommt4 ,whrend die verschiedensten sdamerikanischen ,cannaarten1 so namentlich ,c4 gigantea aus ,brasilien und ,c4 paniculata aus ,peru1 zur ,strkemehlgewinnung angepflanzt werden1 wird nur die ebenfalls in ,peru heimische ,canna edulis in ,sd- und ,mittelamerika1 wie seit langer ,zeit auch im stlichen ,australien fr den ,export im groen angebaut4 ,in ihrer ,heimat ,peru heit sie adeira und werden ihre ,knollen wie bei uns die ,kartoffeln gegessen4 ,sie ist auerordentlich zhe und gengsam an den ,boden und wird im ,gegensatz zur weien ,arrowrootpflanze 7,maranta arundinacea mit der weien ,blte71 weil sie scharlachrote ,blten und dunkelpurpurfarbene ,frchte besitzt1 die rote ,arrowrootpflanze genannt4 ,in ,queensland hat sie infolge ihrer leichteren ,erntebereitung1 trotzdem ihr ,produkt weit geringere ,preise erzielt1 die ,marantakultur schon fast ganz verdrngt4 ,sonst kommt die meiste ,cannastrke von ,st4 ,kitts in ,westindien nach ,london auf den ,markt4 ,andere nennenswerte ,arrowrootquellen sind einige ,ingwerarten ,ostindiens aus der ,gattung ,curcuma1 deren eine die als ,gewrz gebrauchte ,gelbwurz liefert2 die beste ,sorte liefert ,curcuma angustifolia4 ,das daraus gewonnene ,strkemehl wird meist auf den indischen ,basaren unter einheimischen ,namen verkauft und kommt kaum in den europischen ,handel1 doch soll es vielfach zur ,verflschung des echten ,arrowroots aus ,maranta arundinacea gebraucht werden4 ,in ,westindien dient zu der seltener vorkommenden ,verflschung derselben eine ihr hnlich sehende ,strke1 die von verschiedenen ,cycadeen oder ,palmfarnen1 besonders ,zamia tenuis1 furfuracea und pumila1 gewonnen wird4 ,dem gleichen ,zwecke dienen die im ,tieflande ,mexikos wachsenden groen ,samen des ,palmfarns ,dioon edule4 ,in ,chile ist ,astroemeria pallida eine ,arrowrootquelle2 das gewonnene ,produkt dient aber nur dem einheimischen ,verbrauch4 ,eine als ,nahrungsmittel auerordentlich wichtige ,knollenfrucht liefert die sdamerikanische ,wolfsmilchart ,manihot utilissima4 ,dieses ,wurzelgewchs wird in ,westindien und den ,vereinigten ,staaten ,cassava1 in ,zentralamerika1 ,kolumbien1 ,venezuela1 ,peru1 ,ekuador und ,bolivien ,yuca1 in ,brasilien1 ,argentinien und ,paraguay aber ,mandioca genannt4 ,und als ,maniok wird es auch von den ,europern in ,amerika gewhnlich bezeichnet1 whrend es die in ,westafrika1 wo es frh durch sdamerikanische ,sklavenhndler eingefhrt wurde1 lebenden ,weien als ,cassada oder ,stockyams bezeichnen4 ,besonders an der ,kste ,westafrikas1 wo es die ,eweer ,agbeli nennen1 wird es neben dem ebenfalls aus ,sdamerika eingefhrten ,mais als ,hauptbrotfrucht gepflanzt4 ,man unterscheidet in seiner ,heimat bittern und sen ,maniok2 der letztere wird als ,manihot aipi bezeichnet1 ist mehr in ,sdbrasilien1 ,paraguay und ,nordargentinien zu ,hause1 hat lange ,staubbeutel und ungeflgelte1 nur etwas eckige ,kapseln1 whrend ersterer dagegen mehr aus ,nordbrasilien1 ,guiana und ,westindien stammt und kurze ,staubbeutel und breitgeflgelte ,kapseln besitzt4 ,obschon der se ,maniok1 namentlich in khleren ,gegenden1 besser gedeiht als der bittere1 auch in bezug auf den ,boden weniger anspruchsvoll ist und krzere ,zeit1 nmlich #h-aj ,monate1 zur ,reife gebraucht1 wird er weniger als der bittere angebaut1 der reicheren ,ertrag geben soll und dessen ,knollen sich im ,boden auch besser halten sollen als die sen4 ,sie sind grer als letztere und nicht weilich1 sondern dunkel gefrbt4 ,die ,pflanze gehrt zu den halbholzigen ,struchern1 der weiliche1 sprde ,stengel ist mit dickem ,mark gefllt1 mehrfach verstelt und wird #a1e-b m1 unter gnstigen ,verhltnissen sogar #c m hoch4 ,er ist schwach mit blulichgrnen1 drei- bis siebenlappigen ,blttern besetzt und trgt rispiggestellte unscheinbare ,blten mnnlichen und weiblichen ,geschlechts1 aus welch letzteren ,kapselfrchte hervorgehen4 ,die fleischigen ,wurzeln stehen in ,bscheln beisammen und bilden den ,dahlien- oder ,georginenknollen hnliche1 nur bedeutend grere und schwerere1 auen meist rotbraun1 innen dagegen gelbwei wie die ,kartoffel gefrbte1 fingerfrmig auseinanderstehende ,knollen mit derber ,schale4 ,meist erreichen sie nur #cj-de cm ,lnge1 knnen aber auch bis #gj cm ,lnge und ein ,gewicht von #d-e kg erlangen4 ,sie enthalten gleich dem ,strauche einen uerst giftigen ,milchsaft1 der schon wenige ,minuten nach dem ,genu den ,tod herbeifhrt4 ,durch ,unkenntnis dieser ,verhltnisse bei der ihnen bis dahin unbekannten ,knollenfrucht gingen zahlreiche der schwarzen1 aus ,ostafrika mitgenommenen ,suahelitrger auf dem letzten groen ,zuge ,stanleys kongoaufwrts zum ,entsatze von ,emin ,pascha an ,vergiftung zugrunde4 ,glcklicherweise lt sich aber das ,gift1 das aus ,blausure besteht1 schon teilweise durch sorgfltiges und wiederholtes ,auswaschen1 vollstndig aber durch ,rsten und ,kochen entfernen4 ,die ,hitze verflchtigt es so schnell1 da dnne ,wurzelschnitten1 einige ,stunden an der ,sonne getrocknet1 dem ,vieh als ,futter verabreicht werden knnen1 und sogar1 falls sie vllig trocken sind1 auch vom ,menschen gegessen werden drfen4 ,vor ihrer ,zubereitung raspelt und zerreibt man die ,knollen1 pret die ,masse aus1 wscht sie wiederholt im ,wasser aus und drckt sie schlielich durch ein ,bambusrohrgeflecht4 ,das dabei ,zurckbleibende ist das ,mandiocamehl1 in ,sdamerika meist nur farinha1 d4 h4 ,mehl genannt1 das1 zu ,brot oder ,kuchen gebacken oder mit ,wasser zu ,brei verrhrt1 in einem groen ,teile ,sdamerikas fr die rmere ,bevlkerung das ist1 was die ,kartoffel fr ,irland4 ,aus dem durch das ,bambusgeflecht abgelaufenen ,wasser schlgt sich reines ,strkemehl nieder1 das als ,tapioka 7aus dem tipiok der ,indianer entstanden71 ,manioksago oder brasilianisches ,arrowroot in den ,handel gelangt und als ,kindermehl oder zu feinem ,backwerk verwendet wird4 ,damit sich das ,mandiocamehl leichter zu ,brot backen lt1 wird es in ,amerika vielfach mit ,weizenmehl vermischt4 ,als ,wrze zu den etwas fade schmeckenden ,maniokklen oder dem ,tapiokabrei geniet man vielfach den mit ,pfeffer gekochten frischen ,milchsaft der ,pflanze1 und sogar die ,bltter werden gekocht als ,gemse gegessen4 ,da die ,kultur des ,manioks eine uerst einfache ist1 die ,pflanze selbst mit geringem ,boden vorlieb nimmt und bei geringer ,arbeit einen hohen ,ertrag liefert1 so ist es kein ,wunder1 da sie sich aus ihrem ,stammland ,brasilien1 wo sieben verschiedene ,arten derselben angebaut werden1 ber ganz ,sdamerika1 ,mexiko und die ,antillen schon vor der ,ankunft der ,europer verbreitet hatte4 ,im #af4 ,jahrhundert kam sie durch die ,portugiesen nach ,westafrika1 wo sie sich mit der ,zeit weithin verbreitete2 spter ward sie auch nach ,asien gebracht und wird da stellenweise angebaut1 so besonders auf der ,halbinsel ,malakka4 ,doch nimmt heute noch ,brasilien weitaus die erste ,stelle in bezug auf den ,export von ,tapioka ein4 ,hat doch dieses ,land eine ,jahresausfuhr von #ae ,millionen kg im ,wert von ber einer ,million ,mark1 nach ihm kommt ,singapur mit #ab1d ,millionen kg4 ,die deutschen ,kolonialgebiete in ,westafrika produzieren fast nur fr den ,eigenbedarf1 weil von seiten der ,europer bis jetzt keine ,nachfrage nach diesem ,artikel besteht4 ,doch hat ,togo immerhin im ,jahre #aijf schon #bejjjj kg im ,werte von fast #bbjjj ,mark ausgefhrt4 ,die ,kultur ist so beraus einfach und ergiebig1 da sie selbst dem arbeitsscheuen ,neger einleuchtet und sich von selbst bis nach ,westafrika quer durch den ,kontinent ausbreitete4 ,sowohl in ,deutsch-,ostafrika als auch namentlich im portugiesischen ,teile spielt sie heute eine groe ,rolle4 ,der ,maniok1 der von den ,deutschen ,westafrikas im ,gegensatz zum eigentlichen1 wie wir gleich sehen werden1 rankenden ,yams auch als ,stockyams bezeichnet wird1 gedeiht am besten auf trockenem ,sandboden1 whrend er bei zu groer ,feuchtigkeit1 z4 ,b4 im ,gebirge1 durch starken ,giftgehalt ausgezeichnet ist und dann mit der grten ,vorsicht durch die vorhin genannten ,manahmen entgiftet werden mu4 ,in seiner ,heimat ,brasilien1 wie in ,afrika und auf ,malakka1 wird der ,maniok in der denkbar einfachsten ,weise angepflanzt1 indem man ein ,stck ,urwald mit ,axt und ,feuer lichtet und den ,grund behackt4 ,in ,abstnden1 die mit ,rcksicht auf die ,gre des sich entwickelnden ,strauches durchschnittlich #a1e-b m betragen1 werden etwa #cj cm lange ,stengelstcke1 an denen in ausgiebigster ,weise ,knospen angelegt sind1 die in der folgenden ,vegetationsperiode zur ,entwicklung gelangt wren1 bis nahezu zur ,hlfte schrg in den ,boden gesteckt4 ,schon nach #b bis #c ,wochen bemerkt man das ,austreiben der ,knospen1 welche sich dann sehr schnell entwickeln1 so da bereits nach sieben ,monaten1 whrend welcher nur ein- bis zweimal zur ,beseitigung des grbsten ,unkrauts gehackt zu werden braucht1 die ,ernte der ,knollen beginnen und infolge der stetigen ,entwicklung neuer ,knollen mehrere ,monate fast ununterbrochen fortgesetzt werden kann4 ,dabei mssen die ,knollen1 die sich an der ,luft nicht gut halten1 bis zu ihrem ,verbrauche im ,boden belassen werden1 worin sie sich ausgezeichnet konservieren4 ,in ,westafrika wird der ,maniok in ausgedehnten1 meist sorgsam gehegten ,feldern bei den ,negerdrfern gebaut1 indem um jede ,pflanze ein ,erdhaufen zusammengeharkt wird1 welcher infolge der ,belaubung der ber ,mannesgre erreichenden ,stauden meist frei von ,unkraut bleibt4 ,dabei kann man auf einen ,ernteertrag von #e kg ,knollen pro ,pflanze rechnen mit einem ,mehlertrag von etwa #cc ,prozent4 ,die anfnglich leeren ,abstnde bentzt man vielfach zum ,anbau schnellwachsender ,pflanzen wie ,mais oder ,bergreis und legt hufig ,mischkulturen von ,maniok und ,bananen an4 ,auch der ,maniok hat seine ,feinde1 von denen namentlich ,raupen mitunter in greren ,mengen an die ,pflanze herangehen4 ,bedeutend mehr wird aber die durch einen ,fadenpilz hervorgerufene ,kruselkrankheit der jungen ,triebe gefrchtet4 ,einfallende ,schwrme von ,wanderheuschrecken knnen durch ,abfressen des fr sie trotz der ,giftigkeit unschdlichen ,laubes groen ,schaden anrichten1 ebenso ,wildschweine und in ,amerika ,agutis durch ,wegfressen der ,knollen trotz ihrer ,bitterkeit4 ,die ,bltter fallen vielfach auch ,hirschen und ,antilopen zum ,opfer4 ,illustration3 ,bild #ba4 ,die ,batate oder se ,kartoffel 7,ipomaea batatas74 ,blhender ,zweig und ,wurzelknollen4 ,eine andere uralte ,kulturpflanze des tropischen ,amerika ist die ,batate oder se ,kartoffel 7,ipomaea batatas71 die durchaus nicht mit der gemeinen ,kartoffel verwandt ist1 sondern ein ,windengewchs mit ebaren ,wurzelknollen ist4 ,wegen der groen hnlichkeit der letzteren mit den ,kartoffelknollen in ,verbindung mit deren ausgesprochen sem ,geschmack wurden sie als se ,kartoffeln bezeichnet4 ,die ,pflanze ist ausdauernd1 sie hat aus einer ,wurzel mehrere lange1 auf dem ,boden kriechende ,stengel1 langgestielte1 breite1 tiefeingeschnittene ,bltter1 zu #c-d an einem ebenfalls langen ,stiele aus den ,blattwinkeln hervorbrechende groe1 purpurrote1 rtliche oder weie ,trichterblten und entwickelt mehrere lange1 walzen- oder spindelfrmige1 spitz zulaufende1 auen purpurrote1 weie oder gescheckte1 inwendig aber weie1 weiche mehlreiche ,wurzelknollen1 die im allgemeinen nur ein ,gewicht von #a-b kg erreichen2 doch sind solche von #f kg keine ,seltenheit1 und auf ,java soll man sogar ,knollen von #be kg gezogen haben4 ,obschon die ,pflanze noch nirgends im wilden ,zustande angetroffen wurde1 so ist doch hchst wahrscheinlich ,brasilien ihre engere ,heimat1 da dort verwandte wilde ,ipomaea-,arten angetroffen werden1 deren ,knollen gleichfalls gegessen werden knnen4 ,seit den ltesten ,zeiten wird sie durch das ganze tropische ,amerika von ,paraguay und ,peru1 in welch letzterem ,lande sie apichu genannt wird und nach den ,grberfunden von ,ancon schon von den vorgeschichtlichen ,indianerstmmen angepflanzt wurde1 bis ,mexiko und den ,antillen kultiviert1 und zwar in einer groen ,zahl von ,kulturvarietten1 die indessen nicht durchweg bestndig zu sein scheinen4 ,sie wurde im ,jahre #aeai in ,europa bekannt1 indem ,pigafetta ber ihre ,kultur in ,brasilien berichtete4 ,bald darauf wurde sie in ,spanien eingefhrt und von dort und den ,kanaren kam sie noch vor der ,kartoffel nach ,england4 ,wegen ihrer groen ,vorzge als ,nhrfrucht verbreitete sie sich sehr rasch ber die ,alte ,welt und fand sich schon im #ag4 ,jahrhundert in ausgedehntem ,mae in ,ostasien1 besonders ,china1 angepflanzt4 ,man baut sie gegenwrtig auer sehr allgemein in ,amerika1 wo sie sich den ganzen ,sden der ,vereinigten ,staaten erobert hat1 in ,nordafrika1 ,ostindien1 ,china1 ,japan und dem malaiischen ,archipel an4 ,selbst in ,sdeuropa hat man sie einzubrgern versucht2 doch ist es ihr hier nicht warm genug1 so da sie nicht recht zu gedeihen vermag4 ,die ,kultur der ,batate1 deren ,namen die ,englnder als die ihnen von den beiden ,knollengewchsen zuerst bekannt gewordene als potatoe auf die ,kartoffel bertrugen1 erfordert in den warmen ,lndern sehr wenig ,arbeit4 ,sie wchst in jedem ,boden1 ist aber fr ausgiebige ,dngung dankbar4 ,man steckt die ,saatknollen1 oder falls man ,stecklinge erhalten kann1 meist diese in ,abstnden von #a m in den ,boden1 nachdem der ,boden durch ,hacken gelockert und das ,unkraut als ,grndngung untergegraben ist4 ,die beste ,pflanzzeit ist in den ,tropen die zweite ,regenzeit oder1 falls nur eine existiert1 die zweite ,hlfte derselben2 doch pflanzt man meist whrend der ganzen ,regenzeit1 um stets frische ,skartoffeln zu haben4 ,meist setzt man sie als ,zwischenfrucht auf ,feldern1 die zum zweiten ,male ,mais tragen4 ,und zwar whlt man die ,zeit1 da der ,mais schon #cj-dj cm hoch ist und als ,schattenpflanze fr die jungen ,bataten dienen kann4 ,nach zwei ,monaten wird der ,mais geerntet1 nach fnf ,monaten aber die ,bataten entweder ohne ,zwischenfrucht1 oder man st noch einmal ,mais dazwischen4 ,andere ,zwischenfrchte1 wie z4 ,b4 ,bananen1 whlt man jetzt nicht mehr oder nur selten4 ,dadurch1 da die ,stengel der ,bataten auf dem ,erdboden kriechen und mit zahlreichen ,blttern versehen sind1 unterdrcken sie die ,entwicklung von ,unkrutern4 ,man braucht also nicht zu hacken1 sondern kann den ,boden fest lassen1 wodurch auch die ,ausbildung groer und mehr runder ,knollen begnstigt wird4 ,bei der ,ernte1 welche etwa ,anfang ,april beginnt1 werden die ,knollen fr den jedesmaligen ,bedarf oder in gewissen1 meist nicht sehr groen ,quantitten mit mglichster ,schonung der ,pflanze herausgenommen4 ,diese setzt dann fortwhrend neue ,knollen an1 so da die ,felder oft erst nach zwei bis drei ,jahren erneuert werden4 ,nachher aber werden die ,bltter kleiner und die ,knollen bleiben aus1 so da die ,kulturen frisch angelegt werden mssen4 ,die ,ernte soll man mglichst nur bei trockenem ,wetter vornehmen4 ,in vielen ,fllen heben die ,knollen zur ,zeit der ,ernte1 da das ,laub gelb zu werden beginnt1 die ,erde empor und lassen sich leicht auffinden und mit der ,hacke ausgraben4 ,der ,wert der durch einen groen ,reichtum an ,strkemehl und ,milchsaft ausgezeichneten ,knollen wird durch ihre geringe ,haltbarkeit beeintrchtigt1 zumal in einem feuchten ,klima4 ,vor allem mssen sie in einem trockenen1 luftigen ,raum aufbewahrt werden4 ,zu diesem ,zwecke baut man gutgedeckte ,scheuern1 worin sie aufgehngt oder1 wie es die ,neger meist machen1 lose aufeinander geschichtet werden4 ,man it sie aber meist bald nach der ,ernte und bereitet sie in derselben ,weise wie die ,kartoffeln zu1 indem man sie in ,butter gerstet und als ,puree oder ,salat zubereitet it4 ,sie sind sehr bekmmlich und nahrhaft1 zart und von angenehmem1 sem ,geschmack1 sind leichter verdaulich1 stehen aber fr unser ,empfinden in bezug auf ,wohlgeschmack weit hinter den ,kartoffeln zurck4 ,im ,ofen getrocknet oder in ,zucker eingelegt1 lassen sie sich auch konservieren2 auch benutzt man sie zur ,gewinnung eines berauschenden ,getrnkes1 das in ,westindien mobby1 bei den ,portugiesen aber marmoda heit4 ,die von ,wrmern angefressenen1 die leicht faulen1 und die unreifen ,knollen knnen als ,viehfutter verwendet werden4 ,als ebensolches dienen auch die ,bltter und ,stengel2 erstere werden bisweilen auch solange sie jung sind wie ,spinat gekocht vom ,menschen gegessen1 schmecken aber nicht sehr gut4 ,unter der ,bezeichnung ,yams oder ,igname werden seit uralter ,zeit verschiedene kletternde ,knollenpflanzen aus der ,gattung ,dioscorea 7nach dem griechischen ,arzte ,dioskurides im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 so genannt7 im tropischen ,amerika1 in ,afrika und ,asien kultiviert1 deren wilde ,stammformen meist nicht mehr zu finden sind4 ,von den zahllosen ,formen sind ,dioscorea batatas1 sativa und alata die wichtigsten4 ,unter ihnen hat die erstgenannte mit ,sicherheit in ,china und dem indo-malaiischen ,gebiet ihre ,heimat2 hier wird sie in den ltesten auf uns gekommenen ,schriften mit einheimischen ,namen erwhnt4 ,ferner hat sich herausgestellt1 da der in ,sdamerika fr sie gebruchliche ,name ,igname1 der sich mit dem ,gewchs weithin verbreitet hat und beinahe ebenso oft gebraucht wird als die ,bezeichnung ,yams1 aus ,westafrika stammt und wahrscheinlich mit der ,frucht durch ,sklaven dahin gelangte4 ,alle ,yamsarten sind windende ,pflanzen mit bis #f m langem1 dnnem1 hartem1 vielfach noch mit ,dornen ausgestattetem ,stengel1 spiral darum herumlaufenden herzfrmigen ,blttern1 getrennt geschlechtigen1 unscheinbaren grnen1 der ,johannisbeertraube hnlichen ,blten1 harten1 herzfrmigen1 ungeniebaren ,frchten1 #j1e-a m und mehr langen1 bis #aj kg schweren fleischigen ,knollen mit dunkler ,rinde und mehlreichem ,inhalt4 ,bei vielen sind letztere stark bitter oder geradezu giftig1 in welch letzterem ,falle sie einen ekelhaften ,geruch beim ,kochen von sich geben4 ,durch ,wssern und lngeres ,kochen werden aber diese ,stoffe vollstndig beseitigt1 so da sie dann eine sehr wohlschmeckende ,speise abgeben1 die an ,nhrwert der ,kartoffel gleichkommt4 ,sie werden geschlt1 zerschnitten1 weich gekocht1 in ,holzmrsern zerstampft und der so entstandene dicke ,brei mit ,pfeffer und l gewrzt verzehrt4 ,illustration3 ,bild #bb4 ,der ,yams 7,dioscorea batatas74 ,ein rankender ,zweig und junge ,wurzelknollen4 ,der ,yams verlangt einen guten1 durchlssigen1 humusreichen ,boden1 weshalb er meist auf frherem ,waldboden kultiviert wird1 und ein feuchtwarmes ,klima4 ,als ,saatgut dienen kleine ,knollen1 die vielfach nicht unterirdisch1 sondern an den ,blattwinkeln entstehen4 ,solche berirdische ,knollen werden besonders von einigen afrikanischen ,yamssorten erzeugt1 die speziell in ,abessinien kultiviert werden und berhaupt keine unterirdischen ,knollen bilden4 ,je grer die gepflanzten ,knollen oder ,knollenstcke sind1 um so krftigere ,schlinge treiben sie aus und um so mehr ,frucht setzen sie an4 ,in ,abstnden von #a m hufelt man die ,erde zu kleinen ,hgelchen auf1 pflanzt die ,knollen dort ein und steckt gleichzeitig bei jeder eine ,stange1 die zwar nicht die ,hhe1 aber die ,strke einer ,hopfenstange haben mu4 ,sobald die ,ranken einige ,fu lang sind1 bindet man sie wie ,bohnenranken an4 ,im brigen besteht die ,pflege in mehrmaligem ,jten des ,unkrauts und ,auflockern des ,bodens1 auerdem in wiederholtem ,anhufeln nach ,bedarf um die sich bildenden ,knollen herum4 ,eine ,zwischenfrucht ist nicht zu empfehlen1 hchstens etwa ,mais oder ,bataten1 wobei dann aber selbstverstndlich grere ,abstnde ntig sind4 ,im ganzen wird der ,yams von den ,kolonisten nur selten feldbaumig wie von den ,eingeborenen angepflanzt1 sondern nur zum ,hausgebrauch in ,grten den ,zunen entlang1 oder zur ,belaubung von ,veranden gleich den ,zierkrbissen gezogen4 ,nach #i-aa ,monaten sind die ,knollen reif1 was man am ,welken der ,stengel merkt2 man wartet aber1 bis die ,stengel vllig abgestorben sind und ihre smtlichen ,nhrstoffe in die ,knollen geschafft haben4 ,der ,durchschnittsertrag darf auf #b-d kg per ,pflanze gerechnet werden1 was bei ,abstnden von #a m #bj-djjjj kg pro ,hektar ergibt4 ,hat man schwchliche oder kleine ,knollen zur ,aussaat benutzt1 so braucht man mehrere ,jahre zum ,erzielen von groen ,knollen2 da mu man mit #a kg schweren ,knollen zufrieden sein4 ,mittelstarke ,saatknollen geben ,ernteknollen von #b-e kg4 ,riesenknollen von #ae-ah kg sind ausnahmslos das ,produkt des ,wachstums mehrerer ,jahre4 ,auf den ,fidschiinseln1 wo die ,yamskultur durch die ,eingeborenen in hoher ,blte steht1 versteht man ,knollen von #a1h m ,lnge und #ej kg ,gewicht zu erzielen4 ,die ,leute dort geben an1 da man zur ,erzielung von so groen ,knollen einen harten1 nicht bearbeiteten ,boden brauche2 auch bereitet man den ,pflanzen durch untergelegte ,steine einen knstlichen ,widerstand und pflegt dabei zu sagen1 der ,yams msse sich erst rgern1 um seine ganze ,kraft zu zeigen4 ,auch die ,eingeborenen von ,neuguinea vermgen ,riesenknollen von #dj kg ,gewicht zu erzielen4 ,in ganz ,westafrika ist der ,yams neben dem ,maniok eine der wichtigsten ,nhrpflanzen1 ja geradezu die ,kartoffel der ,eingeborenen und der dort lebenden ,europer4 ,an der ,kste gedeiht er nicht so gut wie im ,binnenlande2 hier ist neben ,mais der ,cassava oder ,stockyams genannte ,maniok die ,hauptknollenfrucht1 whrend die ,knollen des gewhnlichen ,yams in groen ,mengen aus dem ,innern eingefhrt werden4 ,im ,binnenlande1 in welchem der ,yams zu ,hause ist1 wchst er dort am besten1 wo am ,fu der sanft ansteigenden ,gebirgszge und in den ,tlern sich ein guter1 lockerer ,humusboden abgelagert hat4 ,schon im ,monat ,februar1 zur ,zeit des ,harmattan und am liebsten nach dem ,grasbrand1 der den ,boden mit seiner fruchtbaren ,asche dngt1 begibt sich der schwarze ,yamsbauer in den ,busch1 um sich entweder auf dem eigenen ,land oder dem seiner ,familie oder seines ,stammes den ,platz fr die anzulegende ,pflanzung herzurichten1 indem er mit seinem ,buschmesser den ,boden vom niedrigen ,gestrpp1 ,buschwerk und ,gras1 falls der ,brand letztere noch nicht vernichtet hat1 subert4 ,palmen und grere ,laubbume bleiben als wohltuende ,schattenspender stehen1 auerdem leitet er die rasch wachsenden ,yamslianen durch ,palmrippen zu diesen ,bumen1 an denen sie dann hnlich wie der ,hopfen hoch hinaufranken4 ,zu dichte ,baumgruppen lichtet der ,neger dadurch1 da er den einen oder andern ,baum unten ber der ,erde am ,stamm abbrennt4 ,dadurch stirbt er ab1 wird drr und liefert im kommenden ,jahr gutes ,brennholz fr die ,kche4 ,das abgehauene und rasch drr gewordene ,gestrpp wird nun auf ,haufen gebracht und an ,ort und ,stelle verbrannt4 ,dann werden in #a-a1e m ,abstnden mit der ,hacke rundliche ,erdhaufen in der ,gre unserer ,ameisenhgel gemacht und in jeden solchen mit der ,hand eine kleine ,yamsknolle mit #a-b ,triebaugen gepflanzt4 ,leicht mit ,erde zugedeckt1 treibt sie schon nach #b-c ,wochen eine armlange ,ranke1 die nun einen ,pfahl erhlt4 ,ist ein ,baum in der ,nhe1 so erhlt die ,yamsranke nur eine ,palmrippe der lpalme1 die zwar im ,boden rasch morsch wird1 aber nur dazu dienen soll1 sie auf den benachbarten ,baum zu leiten4 ,die brigen ,pflanzen erhalten im ,busch gehauene1 unten zugespitzte und in den ,boden gesteckte ,pfhle wie unsere ,bohnenstangen4 ,nun hat der ,yamsbauer whrend der folgenden #f-h ,monate bis zur ,ernte den ,boden mit der kurzen ,hacke zu lockern und vom ,unkraut freizuhalten4 ,ist das ,yamsfeld weit entfernt1 so baut sich der ,neger dabei eine kleine ,htte1 in der er mit den ,seinigen haust4 ,fr die jungen ,shne pflanzt der ,vater gewhnlich eine ,reihe von #bj bis #cj ,yamsstcken1 deren ,ertrag sie fr sich verkaufen drfen4 ,auch die ,frau bekommt #b-c ,reihen1 etwa #fj-hj ,yamspflanzen1 ber deren ,ertrag sie frei verfgen kann4 ,ist der ,mann gut zu ihr1 so darf sie zwischen den einzelnen ,yamsreihen ,tomaten1 ,fetri oder ,kaschokeln1 ,pfeffer und ,zwiebeln pflanzen4 ,zu ,anfang ,oktober schneidet der ,neger die ,yamsranke am ,kopfe der ,knolle in der ,weise ab1 da noch eine dnne ,scheibe an ihr hngen bleibt1 und pflanzt sie in denselben ,hgel etwas abseits gleichsam noch einmal4 ,die ausgewachsenen1 armdicken1 #cj-ej cm langen und bis #aj und #ab1e kg schweren1 reifen ,knollen werden vorlufig noch im ,boden belassen und nach ,bedarf daraus entnommen4 ,bringt der ,neger mehrere ,lasten ,yams nach ,hause1 so werden die einzelnen ,stcke an einer schattigen1 khlen ,ecke im ,hof in die ,erde gegraben1 damit sie frisch bleiben1 und nach ,bedarf in der ,kche verbraucht4 ,die wieder gepflanzte ,ranke setzt bei gnstiger ,witterung #c1 #d und mehr kleine1 etwas verkrppelte ,knollen1 teta genannt1 an4 ,diese ,knollen sind nach #f bis hchstens #h ,wochen reif und bilden die ,saatfrucht fr das nchste ,jahr4 ,ende ,november1 wenn die ,ranken drr geworden sind1 werden die groen und kleinen ,knollen geerntet4 ,diese ,yamsernte ist der willkommene ,anla zu einem frhlichen mit ,schmaus1 ,trinkgelagen aus ,palmwein und ,tanz gefeierten ,fest4 ,fr die westafrikanischen ,neger1 die wir hier besonders im ,auge haben1 ist es zugleich das ,neujahrsfest4 ,lautes ,freudengeschrei ertnt berall auf den ,feldern und in den ,drfern4 ,am ,morgen opfern die ,priester den ,fetischen1 in denen sie die ,geister ihrer ,verstorbenen hausend whnen1 ,yams mit ,palml gemischt4 ,man beschenkt sich gegenseitig mit ,yams1 und das ,lieblingsgericht der ,neger1 der ,fufu81 wird in groen ,mengen aus der ,frucht hergestellt und verzehrt4 ,zu diesem ,zwecke werden die ,yamsknollen von den ,weibern auf denen sonst alle ,arbeit ruht1 geschlt1 zerkleinert und gekocht1 um dann zuletzt in einem mrserartig ausgehhlten ,holzblock mit ,holzstampfern zu ,brei gestampft zu werden4 ,dieser ,brei wird dann in ,form eines brotleibhnlichen ,klumpens aufgetischt und1 da er etwas fade schmeckt1 mit ,palml- und ,pfeffersuppe1 die daneben gestellt werden1 gewrzt gegessen4 ,der ,hausherr bekommt mit seinen ,shnen eine besondere ,schssel1 die ,hausfrau mit ihren ,tchtern desgleichen4 ,beim ,essen trennt jeder mit ,zeige- und ,mittelfinger ein ,stck des ,brotbreies ab1 drckt mit dem ,daumen eine ,vertiefung hinein und fhrt mit dem ,stck durch die daneben stehende scharfe ,sauce1 um bei dieser ,prozedur mglichst viel davon in der eingedrckten ,hhlung aufzufangen4 ,schnell1 ohne lange gekaut zu werden1 wird der ,bissen hinuntergeschluckt4 ,was der ,neger tglich an ,yams gebraucht1 holt er sich jeweilen vom ,felde4 ,sobald aber die ,ranken drr geworden sind1 werden die ,yamsknollen ausgegraben und in das auf der ,plantage aus dnnen ,pfhlen mit quer daran festgebundenen ,palmrippen errichtete und mit ,palmblttern gedeckte ,yamshaus gebracht1 wo sie mglichst trocken aufbewahrt werden mssen4 ,an den vier ,innenwnden des beraus luftigen ,yamshauses wird jede ,knolle vermittelst ,schlingpflanzen festgebunden und hlt sich so #f-h ,monate1 grbere ,sorten sogar #aj-ab ,monate lang1 da die ,luft bestndig ,zutritt hat4 ,diese ,eigenschaft ist von groer ,bedeutung1 da er die einzige ,frucht bildet1 die im ,lande aufbewahrt werden kann4 ,mais1 der zweimal im ,jahre geerntet wird1 ist schon nach kurzer ,zeit vom ,kornwurm angegriffen1 und die ,wurzelknolle des ,maniok oder ,stockyams hlt sich ausgegraben hchstens drei ,tage4 ,missionar ,fies hat die ,namen von #db ,yamssorten aus ,togo notiert und sagt1 es gebe noch weitere1 denen aber keine groe ,bedeutung zukomme4 ,ist die ,yamsernte gut ausgefallen1 so verkauft der ,yamsbauer von den ,frchten an die ,kstenneger oder auch an die ,europer1 die ihn ebenfalls gerne essen2 denn der ,handel mit dem verhltnismig hoch im ,preise stehenden ,yams ist recht eintrglich und drfte in der wirtschaftlichen ,entwicklung der hier gelegenen deutschen ,kolonien1 besonders von ,togo1 eine wichtige ,stellung einnehmen4 ,illustration3 ,bild #bc4 ,der ,taro 7,colocasia esculenta74 ,die in der ,erde ruhende ,knollenwurzel ist nicht sichtbar4 ,tafel #ea4 ,illustration3 ,in ,holzmrsern ,yamsknollen zum ,fufu genannten ,brei zerstampfende ,frauen an der ,goldkste in ,westafrika4 ,neger mit ,yamsknollen1 ,kokosnssen und ,bananen auf ,jamaika4 ,tafel #eb4 ,illustration3 ,yamsknollen1 ,ananas und ,bananen in ,kamerun4 ,frauen in ,bonaberi1 ,kamerun1 gekochte ,yamsknollen stoend1 um ,fufu daraus zu bereiten4 ,neben dem ,yams spielen die ,knollen eines in ,polynesien ,taro1 in ,westafrika aber ,dinde genannten ,aronsstabgewchses mit der lateinischen ,bezeichnung ,colocasia antiquorum1 eine sehr wichtige ,rolle4 ,whrend der ,regenzeit und der ersten ,hlfte der ,trockenzeit ist er fr die ,polynesier und an der ,kste lebenden ,neger ,westafrikas sogar die wichtigste ,feldfrucht4 ,auch im malaiischen ,archipel1 in ,ostasien bis ,japan1 in ,indien1 ,sdarabien1 gypten und ,ostafrika ist die ,tarokultur recht verbreitet1 wenn sie auch fast nirgends als ,hauptkultur betrieben wird4 ,ebenso ist sie durch den ,einflu der ,araber nach ,algerien und ,sdspanien gelangt1 doch spielt sie hier1 wie auf den ,kanaren1 in ,westafrika und in ,amerika eine sehr untergeordnete ,rolle4 ,der ,taro ist eine mehrjhrige ,pflanze mit langgestielten1 breiten ,blttern in ,herzform1 einem kolbenfrmigen1 von einer groen ,scheide umgebenen ,bltenstand von etwa #ae cm ,lnge und einer bis kopfgroen1 rundlichen ,wurzelknolle1 neben welcher sich am ,wurzelhalse noch kleine ,tochterknollen entwickeln4 ,je nach den verschiedenen ,arten1 die sich schon uerlich an der verschiedenen1 grnen oder violetten ,frbung der ,blattrippen und ,stengel unterscheiden lassen1 sind die ,knollen auen wei1 gelblich1 rtlich oder violett1 innen aber stets wei und recht strkereich4 ,sie enthalten #b1e ,prozent ,eiwei und #ae ,prozent ,strke4 ,roh knnen sie nicht gegessen werden1 da sie einen scharfen ,stoff enthalten1 der aber schon beim ,kochen und ,rsten in ,asche oder auf heien ,steinen1 welch letzteres ,verfahren fast ausschlielich in der ,sdsee gebt wird1 verschwindet4 ,man geniet sie in der verschiedensten ,zubereitung wie unsere ,kartoffeln1 besonders auch in ,form von ,taroschnitten gerstet1 und it auch die ,bltter1 nachdem man die starken ,rippen von ihnen entfernt hat1 gekocht als ,gemse4 ,die ,heimat des ,taro ist ,sdasien1 speziell ,indien1 von wo aus sich die ,nutzpflanze allseitig verbreitete1 soweit der ,mensch sie in ,pflege nahm4 ,in ,china wird sie etwa seit dem #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 erwhnt4 ,die ersten europischen ,seefahrer trafen ihre ,kultur bereits in ,japan und in ganz ,ozeanien1 bis zum nrdlichen ,teile ,neuseelands vor4 ,bei den ,kulturvlkern ,westasiens und des ,mittelmeergebiets ist die ,pflanze im ,altertum nicht heimisch geworden1 nur im ,niltal wurde sie etwa seit der ,mitte des letzten vorchristlichen ,jahrtausends gepflanzt1 wie uns ,theophrast berichtet4 ,die ,beschreibung von ,dioskurides und ,plinius um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 einer gyptischen ,knollenpflanze1 drfte sich eher auf den indischen ,lotos als auf sie beziehen4 ,aber im ,mittelalter wurde sie unter der arabischen ,bezeichnung kolks1 woraus dann von den abendlndischen ,gelehrten1 insbesondere vom ,venezianer ,prosper ,alpino1 der eine ,reise nach gypten ausfhrte1 wonach er ein ,buch ber gyptische ,pflanzen8 schrieb1 und als ,professor der ,botanik in ,padua #afag starb1 die ,bezeichnung colocasia entstand1 im ,niltal hufig gepflanzt und breitete sich damals ber ,nubien und ,sennar nach ,afrika aus4 ,die ,kultur des ,taro ist derjenigen des ,yams hnlich1 nur da man natrlich1 da sie keine ,kletterpflanze ist1 keiner ,stangen bedarf4 ,am besten eignet sich dazu sandiger ,lehm1 der recht feucht sein und durch fleiiges ,behacken locker gehalten werden mu4 ,das ,wrmebedrfnis der ,pflanze ist kein besonders groes1 vielmehr verlangt sie auer reichlicher ,wasserzufuhr ,schatten1 den man ihr meist durch ,dazwischenpflanzen von ,bananen zuteil werden lt4 ,andererseits benutzt man sie wiederum vielfach und mit ,erfolg zur ,beschattung junger ,kaffee- und ,kakaopflanzen4 ,die ,vermehrung geschieht entweder durch die ,tochterknollen1 die aber viel ,zeit zur ,entwicklung brauchen1 oder zweckmiger durch den oberen ,teil der ,knollen frherer ,ernten1 die in ,abstnden von etwa #a m gepflanzt werden4 ,die ,gte und ,zartheit des beim ,kochen eine gelbliche ,farbe annehmenden und einen etwas schleimigen1 jedoch nicht unangenehmen ,geschmack aufweisenden ,fleisches der #j1e-b kg schweren ,knollen hngt neben der ,sorte1 der ,feuchtigkeit und dem ,boden1 von der ,sorgfalt der ,bearbeitung ab4 ,namentlich mu das ,feld von ,unkraut rein gehalten werden4 ,schon nach zwei ,monaten sind die ersten ,knollen geniebar1 nach fnf bis sechs ,monaten haben die frhreifen ,sorten bereits ihre definitive ,gre erreicht1 die anderen werden nach acht bis zwlf ,monaten geerntet2 lnger darf man nicht warten1 da sonst die ,knolle wieder austreibt4 ,die gleichfalls gut brauchbaren ,tochterknollen kann man aber schon vorher mit ,vorsicht ausgraben1 ohne die ,pflanze zu schdigen4 ,nur in ,gegenden mit ausgeprgter ,trockenzeit welken die ,bltter vollstndig2 man mu sich deshalb die ,zeit des ,auspflanzens merken1 um die ,erntezeit nicht zu verpassen4 ,ein groer ,vorteil ist1 da die ,knolle sich im ,boden wenigstens einige ,monate hindurch hlt1 so da man ernten kann je nach ,bedarf2 auch ist die ,zahl der ,tochterknollen in gutem ,boden eine sehr reiche1 was die ,vermehrung sehr erleichtert4 ,nur einen ,nachteil besitzt der ,taro1 da er nmlich in bezug auf ,boden und ,klima whlerisch ist und bedeutend weniger ,ertrag gibt als die meisten anderen1 fr den ,anbau zur ,verfgung stehenden ,knollengewchse4 ,auer dem ,taro werden brigens in ,ostasien und ,polynesien noch eine ,reihe anderer ,aronsstabgewchse wegen ihrer mehlhaltigen ,knollen angebaut1 so z4 ,b4 die #a m hohe ,alocasia macrorhiza mit noch greren ,blttern1 deren ,knolle aber dem ,taro an ,gte nachsteht und zudem einen auerordentlich scharfen1 giftigen ,saft enthlt4 ,zur ,entfernung desselben mu sie lange eingeweicht und unter ,erneuerung des ,wassers gekocht werden4 ,ferner werden in denselben ,gegenden hier und da ,arten der ,gattung ,amorphophallus kultiviert1 die aus einer mchtigen1 oft ber #ae kg schweren ,knolle nur ein einziges1 bis #c m hohes1 riesiges1 mehrfach gelapptes ,blatt erzeugen1 nach dessen ,absterben dann ein ebenfalls sehr groer1 kolbiger1 mit dunkelvioletter ,scheide umgebener ,bltenstand hervortreibt1 der in der ,vollblte einen ekelhaften ,aasgeruch verbreitet4 ,die ,schrfe der ,knollen mu ebenfalls durch mehrfaches ,auswssern und lngeres ,kochen zerstrt werden4 ,in ,japan wird besonders ,alocasia rivieri kultiviert1 aus deren ,knollen die ,japaner ein konniyak genanntes ,strkemehl gewinnen4 ,auf den ,molukken wird zuweilen die auch in wildem ,zustande sehr gemeine ,alocasia campanulata gepflanzt4 ,andere ,arten werden in ,vorderindien und ,afrika benutzt1 freilich aber nicht kultiviert4 ,den ,taro vertreten im tropischen ,amerika seit alter ,zeit andere ,aronsstabgewchse der ,gattung ,xanthosoma1 die in ,westindien ,taya1 in ,brasilien dagegen ,mangareto genannt werden4 ,wie der ,maniok und andere amerikanische ,nutzpflanzen sind sie dann durch die ,portugiesen schon sehr frh nach ,westafrika bergefhrt worden1 wo sie in manchen ,gegenden der ,kste1 z4 ,b4 in ,kamerun1 noch heute eine weit grere ,rolle spielen als der ,taro4 ,von den asiatischen ,arten unterscheiden sich die ,pflanzen leicht durch den milchigen ,saft1 whrend er beim ,taro durchsichtig ist4 ,die wichtigste ,art ist ,xanthosoma sagittifolium1 die wegen ihrer weien1 ganz angenehm1 wenn auch weniger gut als die ,kartoffel schmeckenden mehligen ,knollen ,mangareto branco1 d4 h4 weie ,mangareto genannt wird4 ,die apfelgroe1 als sehr schmackhaft geltende ,hauptknolle wird von einer ,anzahl nur nugroer ,tochterknollen umgeben1 die besser als die greren schmecken4 ,die violette ,taya hat violette ,blattstiele und grnviolette ,bltter2 eine andere ,sorte wird ,bananentaya genannt4 ,die ,touca besitzt viel kleinere und mehr graugrne ,bltter2 ihre besonders wohlschmeckenden ,knollen sind innen gelb und behalten die ,farbe auch beim ,kochen4 ,auch von diesen ,pflanzen it man die gekochten ,bltter als ,gemse4 ,ein anderes amerikanisches ,knollengewchs1 das mhelos reiche ,ernten liefert1 ist eine ,krbisart1 die schon die ,azteken in ,mexiko kultivierten4 ,sie nannten sie chayotli1 was stacheliger ,krbis8 heit4 ,daraus wurde ihre heutige mexikanische ,bezeichnung ,chayote4 ,ihre ,verbreitung nach ,westindien1 wo sie ,chocho genannt wird1 wurde durch die ,tatsache begnstigt1 da sie auer den mehlreichen ,wurzelknollen1 die oft #aj kg schwer werden und uerlich wie im ,geschmack der ,yamswurzel gleichen1 nur im frischen ,zustande ein bitteres1 abfhrendes1 durch ,kochen in ,wasser leicht zu beseitigendes ,prinzip enthalten1 #aj-ae cm lange1 rauhhaarige1 bleichgrne oder gelblichweie ,frchte liefern1 welche groe1 ebare ,samen enthalten4 ,letztere knnen roh kaum genossen werden1 schmecken auch gekocht recht fade1 doch lassen sich aus ihnen durch ,hinzufgen von ,zucker und ,zitronensaft ausgezeichnete ,marmeladen und ,fruchtspeisen herstellen4 ,sie vertragen auch gut den ,export1 nur mu man sich vor ,verletzung derselben hten1 da sie dann alsbald zu faulen beginnen4 ,gute ,sorten haben etwa ,nugeschmack und sind viel mehliger als der ,krbis oder die ,gurke4 ,in ,algier und auf ,runion hat man sie als ,gemseobstpflanze eingefhrt1 auch findet man sie jetzt vielfach in ,ostindien angepflanzt4 ,wo sie sehr hufig ist1 wie in ,westindien1 dient die ,frucht auch als ,schweinefutter1 aber wohl nirgends in so ausgedehntem ,mae wie in ,jamaika1 wo diese ,pflanze eigens zum ,zwecke der ,schweinemast angebaut wird4 ,die jungen1 noch nicht bebltterten ,sprosse werden in ,mexiko als ,spargel gegessen und sollen hnlich wie dieser schmecken4 ,in ,paris und anderswo wird das leichte ,fasergewebe der ,pflanze zur ,herstellung von ,damenhten verwendet4 ,die ,kultur erfolgt wie bei einem gewhnlichen ,krbis in sandiger ,erde in ,abstnden von #a m in der einen und von #c m in der andern ,richtung durch ,pflanzen der der ,frucht entnommenen ,samen4 ,wenn nicht geduldet wird1 da das ,unkraut den ,boden berwuchert1 wachsen die ,pflanzen auerordentlich schnell und liefern noch in demselben ,jahre eine ,ernte ihrer groen1 grnen1 stacheligen ,frchte4 ,im nchsten ,jahre kann eine ,aberntung von ,wurzelknollen stattfinden2 diese erzeugt nmlich ,nachkommen1 die abgelst werden knnen1 ohne da die ,lebensttigkeit der ,pflanze gestrt wird4 ,zugleich kann abermals eine ,ernte von ,frchten stattfinden4 ,diese ,doppelernten knnen noch sechs bis sieben ,jahre wiederholt werden1 wenigstens in ,gegenden1 wo kein ,frost auftritt4 ,nach ,ablauf dieser ,zeit ist aber die ,pflanze erschpft und mu durch ,stecken eines ,smlings neu gepflanzt werden4 ,da sie keinerlei ,kulturarbeit erfordert und sich innerhalb der heien ,zone leicht an ,boden und ,klima anpat1 verdient sie als uerst ntzliches ,tropengewchs allgemeine ,beachtung und weitere ,verbreitung4 ,das weitaus ntzlichste ,kulturgewchs aber1 das der an ,pflanzen mit ebaren ,wurzelknollen so reiche ,kontinent ,amerika den ,lndern mit gemigtem ,klima1 so vor allem auch ,europa schenkte1 ist die ,kartoffel 7,solanum tuberosum74 ,bedenken wir1 da allein ,deutschland jhrlich etwa #cj ,milliarden kg ,kartoffeln erzeugt und zum weitaus grten ,teil als ,nhrfrucht verbraucht1 ferner da in diesem ,lande ein volles ,achtel des ,ackerlandes auf den ,anbau dieser ,knollenfrucht verwendet wird1 so kann man schon daraus ermessen1 welche ungemein groe ,bedeutung dieser ,amerikanerin allenthalben1 wo ,europer sich niedergelassen haben1 zukommt4 ,sie stammt aus den gemigten ,gegenden des westlichen ,sdamerika1 dem ,gebiete der ,anden von ,chile und ,peru1 und wurde daselbst seit ltester ,zeit von den ,eingeborenen als ,nahrungsmittel verwendet und im ,laufe vieler ,jahrhunderte durch ,kulturauslese zu der hochgezchteten ,knollenfrucht1 wie sie den ,europern bei der ,entdeckung des ,inkareiches entgegentrat1 entwickelt4 ,ihr ,wert beruht ausschlielich in den strkemehlreichen ,knollen1 die keine ,wurzelanschwellungen1 sondern zu ,reservestoffspeichern verdickte unterirdische ,stengel analog den ,auslufern der ,erdbeerpflanze sind und wie die brigen ,teile der ,pflanze namentlich dicht unter der ,haut den ,giftstoff ,solanin enthalten1 der allerdings bei den ,kultursorten ein sehr unbedeutender ist und leicht durch ,kochen beseitigt wird4 ,immerhin sind auch bei uns schon ,vergiftungsflle vorgekommen1 so namentlich1 wenn zu junge1 unzeitige ,knollen mit der ,schale gegessen wurden4 ,die ,bltter erzeugen das ,strkemehl1 das in den unterirdischen1 verdickten ,stengeln aufgespeichert wird4 ,im ,gegensatz zu diesen bla bleibenden ,trieben unter der ,erde ergrnen die oberirdischen ,triebe und erzeugen auer den dunkelgrnen ,blttern1 welche mit ,hilfe der ,energie der ,sonnenstrahlen die ,kohlensure der ,luft zerlegen1 den ,sauerstoff ausatmen und den ,kohlenstoff zurckbehalten1 um ihn in ,verbindung mit den ,bestandteilen des ,wassers zum ,aufbau der ,strkemehlkrnchen zu verwenden1 an ihrem ,gipfel ,dolden von weien1 rtlichen oder violetten ,blten1 je nachdem die ,knollen weie1 rtliche oder violette ,schalen bilden4 ,die ,frucht ist die bekannte grne1 zuweilen weiliche1 etwas ber kirschgroe ,beere1 die viele ,samen enthlt4 ,die ,zucht aus ,samen ist zur ,bildung neuer ,formen durch ,kreuzung von einer gewissen ,bedeutung2 doch wird sie fr die ,vermehrung der ,pflanze nicht verwendet1 da die ,knollen der daraus gezogenen ,kartoffeln1 wie diejenigen der wild wachsenden ,arten hchstens pflaumengro werden4 ,letztere sind erst durch langjhrige ,kultur dazu gebracht worden1 viel grere ,knollen zu erzeugen1 die man dann auf vegetativem ,wege vermehrt4 ,so wird die ,kartoffel lediglich durch ,knollen vermehrt1 die1 sobald sie ber eine bestimmte ,gre hinausgehen1 unbeschadet der ,wachstumsmglichkeit in ,stcke geschnitten werden knnen1 an denen dann die daran befindlichen ,augen austreiben4 ,durch die ,boden-1 weniger durch die ,klimaverschiedenheit nimmt die ,kartoffel unter auffallender ,vergrerung mannigfaltigste ,form1 ,farbe und ,beschaffenheit an und ndert sich der ,ertrag und der ,strkemehlgehalt ihrer ,knollen4 ,sie gedeiht am besten in einem tiefgrndigen1 lockeren1 etwas sandigen ,boden in warmer1 sonniger ,lage2 in feuchtem ,lehmboden oder in nassem ,moorboden verringert sich sowohl der ,ertrag an ,knollen1 als auch ihr ,strkemehlgehalt ganz bedeutend4 ,die ,saatknollen whlt man im ,herbst aus und lagert sie sorgfltig4 ,im ,frhjahr setzt man sie in ,reihen4 ,die ,triebe entwickeln sich nun kranzfrmig rings um die ,mutterknolle und werden in der ,weise angehufelt1 da in die ,mitte derselben ,erde gebracht wird1 so da die unbedeckt bleibenden bebltterten ,stengel sich sternfrmig nach auen niederbiegen und bei mehrmaligem ,anhufeln ein flacher ,erdhgel entsteht1 in welchem sich die jungen ,knollen ausbilden4 ,die frhesten ,sorten werden schon ,mitte ,juli reif1 doch erfolgt die ,haupternte erst im ,september und ,oktober1 nachdem das ,kraut abgedorrt ist4 ,das ,ausnehmen geschieht mit ,hacke und ,forke 7vom lateinischen furca1 ,gabel71 oder mit dem ,pfluge4 ,die groen ,ansprche1 welche die ,aussaat und die ,ernte der ,kartoffeln an die menschliche ,arbeitskraft stellen1 haben neuerdings zur ,erfindung von besonderen ,maschinen zum ,legen und ,ausgraben der ,knollenfrchte gefhrt4 ,zur ,erzielung gesunder und sehr groer ,kartoffeln sollte jede ,saatknolle einen ,wachsraum von #a qm erhalten2 doch begngt man sich meist mit einem bedeutend kleineren ,raum4 ,durchschnittlich erntet man pro ,hektar #acjjj-ahjjj kg1 doch knnen die ,ertrge unter gnstigen ,umstnden auf #bjjjj-djjjj steigen4 ,die ,knollen sollen in trockenen1 khlen ,kellern aufbewahrt werden4 ,gleich nach der ,ernte reifen sie noch nach1 wobei sie ,kohlensure abgeben und ,wrme entwickeln1 wie alle ,lebewesen berhaupt beim ,lebensprozesse4 ,bald nimmt dann die ,lebensttigkeit ab und ruht fast vllig1 bis sie im ,frhjahr neu erwacht4 ,dies geschieht um so spter1 je khler und trockener sie lagern4 ,sie halten deshalb im ,frhjahr auf einem luftigen ,boden viel lnger ohne zu keimen als im ,keller1 und wenn sie auch einschrumpfen1 so werden sie durch ,legen ins ,wasser leicht wieder glatt4 ,in den austreibenden ,keimen findet sich besonders der ,giftstoff ,solanin1 so da diese sorgfltig vor dem ,genusse der ,knollen entfernt werden mssen4 ,bis zum ,frhjahr verlieren sie etwa #aj-ab ,prozent ihres ,gewichtes durch ,atmung4 ,bei starken ,kltegraden tritt ein ,erfrieren der ,kartoffeln ein1 wobei das ,leben der ,knollen gettet wird und sie nach dem ,auftauen infolge der ,desorganisation sehr rasch faulen4 ,bei geringen ,kltegraden1 schon bei #b-c ,c41 tritt ein ,swerden der ,kartoffeln ein1 was oft auch ,erfrieren genannt wird4 ,die ,ursache liegt darin1 da bei derartigen ,temperaturen die ,knollen den aus dem ,strkemehl sich bildenden ,zucker nicht veratmen knnen und ihn aufspeichern4 ,bewahrt man solche sgewordene ,kartoffeln mehrere ,tage bei ,temperaturen von #aj-af ,c4 auf1 so verliert sich dieser unangenehme ,geschmack infolge ,verbrennens des angesammelten ,zuckers4 ,wird eine ,kartoffel gekocht1 deren ,reservevorrat noch intakt ist1 dann quellen die in ihr enthaltenen ,strkekrner durch ,wasseraufnahme stark auf1 drcken mit groer ,kraft gegen die ,wnde der ,zellen1 in denen sie eingeschlossen sind1 und bewirken dadurch1 da die ,gnge und ,spalten zwischen den einzelnen ,zellen und die ,zellen selbst aufgerissen werden bis zu ihrer vlligen ,trennung4 ,zu junge ,knollen und solche1 aus denen im ,frhjahr das ,strkemehl teilweise wieder verschwunden ist1 indem es zur ,ernhrung der austreibenden ,knospen verwendet wurde1 werden begreiflicherweise nicht mehr mehlig84 ,die ,kartoffel wird jetzt berall auf der bewohnten ,erde kultiviert1 wo es ihr nicht zu warm oder zu kalt ist4 ,in ,europa geht sie bis zum #gj nrdlicher ,breite und in ,deutschland bis zu #ajjj m ,meereshhe2 im ,kanton ,bern findet sie sich noch bei #adjj m und im ,kanton ,wallis am ,simplon mit der ,saubohne sogar bis zu #bjjj m ber ,meer angebaut4 ,die gegen #cjjj kultivierten ,spielarten werden nach der ,form in runde oder ,lrchenkartoffeln1 spitze oder ,hornkartoffeln und lange oder ,nierenkartoffeln1 nach der ,reifezeit in frhe1 mittelfrhe und spte ,kartoffeln1 endlich nach der ,verwendung in ,speise-1 ,futter- und ,brennkartoffeln eingeteilt4 ,letztere werden vorzugsweise zur ,bereitung von ,spiritus verwendet4 ,sie enthalten #i-be1 im ,mittel #ah ,prozent ,strkemehl neben blo #j1f-d1d1 durchschnittlich #b1j ,prozent ,eiweistoffen und rund #a ,prozent ,gummi und ,salzen1 besonders viel ,kalisalzen4 ,indem nun diese ,kalisalze nach dem ,essen von ,kartoffeln ins ,blut gelangen1 entziehen sie der ,chlornatrium-1 d4 h4 ,kochsalzlsung des ,blutes teilweise das ,natron1 das sich mit dem ,kali als dem strkeren ,alkali verbindet und als fr den ,krper nicht weiter verwendbarer ,stoff durch die ,nieren ausgeschieden wird4 ,dieser ,kochsalzverlust mu nun durch ,einnahme dieser ,verbindung gedeckt werden2 deshalb schmeckt uns die ,kartoffel nur mit ,salz und mit gesalzenen ,speisen wie ,heringen1 die gleichzeitig das ihr fehlende ,eiwei enthalten4 ,jedenfalls ist die ,kartoffel weniger nahrhaft als das ,getreide1 weil in ihr das ,strkemehl mit einer weit geringeren ,menge ,eiwei als in jenen verbunden ist4 ,unmglich knnen wir mit ihr allein auskommen1 sondern mssen ,fett durch ,schmlzen und etwas ,eiwei in ,form von ,hlsenfrchten1 ,brot oder ,fleisch dazu genieen4 ,dann ist sie eine sehr gute ,speise1 die wir auch tatschlich nicht mehr missen mchten4 ,diese ,knollenfrucht wurde zuerst von den ,indianern der chilenischen ,anden in ,pflege genommen und nach und nach durch ,kulturauslese zur groknolligen1 nahrhaften ,nutzpflanze erhoben4 ,die noch jetzt zwar nicht mehr auf dem ,festlande1 wohl aber auf der chilenischen ,insel ,chiloe an steilen1 felsigen1 meist in der ,nhe der ,seekste in gemigter ,lage wildwachsend angetroffene ,kartoffelpflanze bringt nur kleine1 unschmackhafte1 wsserige ,knollen hervor und hat immer weie1 und zwar im ,gegensatz zur kultivierten1 wohlriechende ,blten4 ,im alten ,kulturreiche der ,inkas1 das auer ,peru auch ,chile und ,ekuador umfate1 wurde diese ,nhrfrucht1 die1 nach der ,zahl der schon damals vorhandenen ,spielarten zu urteilen1 schon seit ,jahrtausenden in ,kultur gestanden haben mu1 berall angepflanzt1 als der vormalige ,schweinehirt1 dann ,soldat ,francisco ,pizarro mit einem ,huflein von ,glcksrittern wie er selbst1 die ,uneinigkeit im ,hause der ,sonnenshne8 klug benutzend1 durch ,treulosigkeit1 ,verrat und unerhrte ,grausamkeit das ,land im ,jahre #aecc einnahm1 um dann #aeda #fc;jhrig von seines ,genossen ,almagros ,sohn ermordet zu werden4 ,zuerst finden wir die ,kartoffel in einer im ,jahre #aeec in ,sevilla gedruckten ,chronik ,perus von ,petrus ,cia als trffelartige ,frucht erwhnt4 ,bald nach #aefj brachten die ,spanier sie in ihre ,heimat nach ,spanien1 von wo aus sie nach ,italien gelangte4 ,hier nannte man sie nach ihrer hnlichkeit mit der ,trffel tartufulo1 d4 h4 ,trffel1 woraus dann die ,deutschen1 als sie von ,italien her mit dem ,knollengewchs bekannt wurden1 ihre zu ,anfang des #ag4 ,jahrhunderts noch allgemein gebruchliche ,bezeichnung ,tartuffel bildeten1 das spter in ,kartoffel umgendert wurde4 ,der ,erneuerer der ,botanik ,clusius 7eigentlich ,charles de l',ecluse1 #aebf in ,arras geboren1 war von #aegc-aehg ,hofbotaniker in ,wien und von #aeic bis zu seinem #afji erfolgten ,tode ,professor der ,pflanzenkunde in ,leiden in ,holland71 schreibt in seinem #afji erschienenen ,buch ber auslndische ,pflanzen1 dieses ,knollengewchs sei in ,italien sehr gemein2 man geniee die als tartufoli bezeichneten ,knollen wie die ,rben und den ,pastinak zum ,fleisch1 fttere aber damit vorzugsweise die ,schweine4 ,die ersten ,kartoffeln erhielt jener ,gelehrte zu ,anfang des ,jahres #aehh von einem ,freunde aus ,belgien zugesandt4 ,damals war sie aber1 durch die spanische ,herrschaft eingefhrt1 teilweise schon in ,burgund in ,kultur4 ,unabhngig von der ,einfhrung durch die ,spanier in die iberische ,halbinsel1 von wo sie sich dann nach ,italien und dem brigen ,sdeuropa verbreitete1 gelangte die ,kartoffel nach ,england4 ,und zwar herrschte im #ah4 und teilweise noch im #ai4 ,jahrhundert bei den ,gelehrten allgemein die ,ansicht1 da sie zuerst durch den ,englnder ,franz ,drake nach ,england eingefhrt worden sei1 von wo aus sie dann ihren ,siegeszug nach dem europischen ,kontinent angetreten habe4 ,deshalb wurde diesem verdienten ,manne #ahec ein ,denkmal in der badischen ,stadt ,offenburg gesetzt4 ,diese ,annahme hat sich bei genauerer ,untersuchung als durchaus unrichtig erwiesen4 ,diesem ,manne kommt nur das ,verdienst zu1 die ,batate oder se ,kartoffel nach ,europa gebracht zu haben1 wo es ihr allerdings nur im ,sden warm genug war1 um zu gedeihen4 ,so verbreitete sie sich bald ber die heien ,gegenden der ,alten ,welt1 ohne den ,vlkern ,europas einen nennenswerten ,nutzen zu bringen4 ,die ,kartoffel dagegen gelangte zuerst auf britisches ,gebiet durch den ,sklavenhndler ,hawkins1 der sie bald nach #aefe aus ,peru nach ,irland brachte4 ,sie fand aber in jenem ,lande1 das heute diese ,knollenfrucht vor allen anderen der ,erde konsumiert1 zunchst noch keine ,beachtung4 ,im ,jahre #aehd wurde sie durch den ,schiffskapitn ,walter ,raleigh aus ,virginien abermals nach ,irland gebracht1 wo er sie zunchst auf seinem ,gute ,yonghal pflanzte2 von dort aus kam sie nach ,lancashire in ,england4 ,dann soll ,thomas ,herriott #aehf ebenfalls ,kartoffelknollen aus ,virginien nach ,england gebracht haben4 ,doch ist hierzu zu bemerken1 da die ,kartoffel in ,virginien selbst im #af4 ,jahrhundert noch nicht kultiviert wurde1 sondern vermutlich auf dem ,handelswege1 wenn nicht durch ,raub auf einem ,flibustierzuge in den ,besitz der dort niedergelassenen ,englnder gelangte1 um von diesen den ,schiffskapitnen nach ,europa mitgegeben zu werden4 ,durch ,franz ,drake erhielt der ,botaniker ,gerard auer ,bataten auch einige ,saatkartoffeln1 die er #aeif in seinem ,garten in ,london anpflanzte4 #afaj brachte ,walter ,raleigh abermals ,kartoffeln aus ,nordamerika nach seiner ,heimatinsel ,irland4 ,hier aber fand sie immer noch keine ,aufnahme beim ,volke1 bis die ,royal ,society #affc ihren ,anbau durch alle mglichen ,mittel zu befrdern suchte1 um der hier infolge von ,miernten des ,getreides immer wieder auftretenden ,hungersnot zu steuern4 ,trotz allen ,bemhungen von ,privaten und gemeinntzigen ,gesellschaften1 diese ,nhrfrucht im ,lande einzufhren1 wurde die ,kartoffel in ,england erst um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts allgemeiner bekannt4 ,in ,deutschland wurde die ,kartoffel zuerst #aehh als ,kuriositt in den kaiserlichen ,grten von ,frankfurt am ,main und ,wien durch den bereits genannten ,clusius unter der ,bezeichnung ,papas peruvianorum gepflanzt4 ,erst der von einem ,hugenotten aus ,amiens in der ,picardie stammende1 #aefj in ,basel geborene und hier #afbd als ,stadtarzt und ,professor fr ,anatomie und ,botanik verstorbene ,kaspar ,bauhin gab ihr im ,jahre #aeij den ihr bis auf den heutigen ,tag verbliebenen wissenschaftlichen ,namen ,solanum tuberosum4 ,in ,frankreich kam die ,kartoffel als groe auslndische ,raritt #afaf auf die knigliche ,tafel1 ein ,jahr nachdem der #afja als ,sohn ,heinrichs ,,iv4 und der ,maria von ,medici geborene ,ludwig ,,xiii4 unter ,vormundschaft seiner ,mutter die ,regierung seines ,reiches angetreten hatte1 als sein ,vater dem ,anschlage des ,mrders ,ravaillac erlegen war4 ,um #afcj scheint sie zuerst in ,lothringen und im ,lyonnais angebaut worden zu sein2 aber das ganze #af4 ,jahrhundert hindurch wurde sie nur versuchsweise angepflanzt und spielte als ,nhrmittel noch keinerlei ,rollen4 ,noch unter ,ludwig ,,xiv4 7#afch geboren1 regierte seit seines ,vaters ,tod am #ad4 ,mai #afdc1 zuerst unter ,vormundschaft seiner ,mutter ,anna von sterreich und des ,ministers ,jules ,mazarin1 dann nach des letzteren ,tode #affa selbstndig bis zu seinem #agae erfolgten ,tode1 sein ,reich in vlliger ,zerrttung hinterlassend7 war sie nur ein ,leckerbissen der ,vornehmen1 von dem das gemeine ,volk nichts wissen mochte4 ,um sie nun bei der konservativ an ihrem ,hirse- und ,haferbrei nebst ,weizen- und ,roggenbrot hngenden ,landbevlkerung einzufhren1 soll ein findiger ,apotheker folgende ,list angewandt haben4 ,er versah mit ,kartoffeln bestellte ,felder mit ,warnungstafeln1 auf denen allen1 die es wagen sollten1 die kostbaren ,feldfrchte zu stehlen1 empfindliche ,strafen angedroht wurden4 ,durch diesen ,kunstgriff soll dann erzielt worden sein1 was durch einfache ,empfehlung nicht erreicht werden konnte4 ,die ,bauern der ,umgegend stahlen die verbotene ,frucht und lernten sie so kennen4 ,der ,knig -- es soll ,ludwig ,,xv4 gewesen sein --1 die ,knigin und die ,hflinge sollen sogar eine ,zeitlang die ,kartoffelblte im ,knopfloche getragen haben1 um diese ,knollenfrucht bei den ,untertanen beliebt zu machen4 ,aber trotz allem ,liebeswerben beharrten die franzsischen ,bauern bei der ,ablehnung der ,kartoffel4 ,erst durch ,parmentier1 der sie in ,deutschland kennen gelernt hatte1 fand sie bald nach #aggj zunchst im ,osten des ,landes weitere ,verbreitung4 ,als der ,englnder ,arthur ,young kurz vor der groen ,revolution von #agia das ,land bereiste1 war sie in weiten ,gebieten1 namentlich in ,westfrankreich1 eine noch fast unbekannte ,nhrfrucht1 und unter hundert ,bauern1 meint er1 htten sich gewi neunundneunzig geweigert1 sie auf irgendwelche ,weise zubereitet auch nur in den ,mund zu nehmen4 ,hier wie anderswo trugen erst die ,hungersnte von #agic und #ahag zur berwindung des ,vorurteils gegen die ,amerikanerin das ihrige bei1 so da sich die ,bevlkerung nach und nach entschlo1 sie bei sich einzufhren4 ,in ,deutschland trugen die ,nte des ,dreiigjhrigen ,krieges viel zur ,einfhrung der ,kartoffel bei1 so da sie hier frher als in ,frankreich sich allgemeinerer ,anerkennung erfreute4 ,schon um die ,mitte des #ag4 ,jahrhunderts wurde sie in ,baden1 ,franken1 ,sachsen1 ,braunschweig und ,westfalen gebaut4 ,friedrich ,,ii41 der ,groe1 der von #agdj bis #aghf regierte1 verbreitete durch ,gewaltmaregeln den ,anbau der schon #agch in ,preuen eingefhrten ,kartoffel in ,pommern und ,schlesien4 ,im ,siebenjhrigen ,krieg1 den er im ,bunde mit ,england gegen sterreich1 ,ruland1 ,frankreich1 ,schweden1 ,sachsen und die ,mehrzahl der deutschen ,reichsstnde von #agef-agfc fhrte1 zeigte sich dann der ,nutzen der ,einfhrung dieser ,mehlfrucht1 ohne welche die ,not und das ,elend im ,mijahr #aggj noch viel grer geworden wren4 ,aber auch in ,deutschland begann erst nach ,abschaffung der reinen ,brache ums ,jahr #aghj ihr ,anbau im groen4 ,als nach den ,befreiungskriegen die wohlfeile ,zeit anbrach1 begann man sie in umfangreichem ,mae auch als ,viehfutter und zur ,spiritusbrennerei zu verwenden4 ,um #agbf kam sie nach ,schweden1 um #agcj wurde sie bei ,bern kultiviert und um #agfj war sie in den meisten ,lndern eine bekannte ,frucht1 die von #aggj an grere ,verbreitung in ,bhmen und ,ungarn fand4 ,nach ,bhmen war sie von ,brandenburg aus gekommen1 weshalb sie in jenem ,lande heute noch ,bramborg heit4 ,aber erst im #ai4 ,jahrhundert wurde sie die beliebte und geradezu unentbehrliche ,speise1 als welche sie uns heute entgegentritt4 ,auch die russische ,regierung wollte nicht zurckbleiben und ermunterte das ,volk zu deren ,anbau durch das ,aussetzen von ,prmien4 ,in ,griechenland verbreitete sich der ,kartoffelbau erst1 als der zum ,knige des ,landes ernannte ,prinz ,otto von ,bayern #ahcc mit bayerischen ,truppen in ,nauplia landete und die ,verwaltung des ,landes nach abendlndischem ,muster organisierte4 ,die ,englnder verpflanzten sie in alle ihre ,kolonien2 schlielich fand sie auch im nrdlichen ,china ,aufnahme4 ,heute ist sie ber die ganze ,kulturwelt verbreitet und schtzt man die ,produktion in ,europa und den ,vereinigten ,staaten auf etwa #bjj ,milliarden kg1 was eine ganz respektable ,zahl bedeutet4 ,illustration3 ,bild #bd und #be4 ,der die ,kartoffelkrankheit bewirkende ,pilz ,phytophthora infestans4 a ein von diesem ,pilz befallenes ,kartoffelblatt2 b ,schnitt durch dasselbe mit den durch die ,spaltffnungen des ,blattes zutage tretenden ,sporenbehltertrgern2 c ,reifer ,sporenbehlter2 d junger ,sporenbehlter mit sich zu ,sporen teilenden ,zellen2 e freibewegliche ,sporen mit den die ,bewegung vermittelnden ,wimperfden4 ,illustration3 ,bild #bf4 ,der ,koloradokfer 7,doryphora decemlineata74 a erwachsener ,kfer1 b ,eierhufchen1 c ,larven in verschiedenen ,stadien1 d ,puppen4 ,mit dem allgemeineren ,anbau der ,kartoffel stellten sich aber auch verschiedene ,krankheiten1 wie sie mit ,vorliebe die ,kulturgewchse heimsuchen1 ein4 ,so verursachte von #ahde-ahej die von einem ,schmarotzerpilze aus der ,familie der ,peronosporeen 7,phytophthora infestans7 hervorgerufene ,kartoffelkrankheit verheerende ,epidemien in ganz ,mitteleuropa4 ,vereinzelt war sie schon seit #ahcj1 nach ihrer ,einschleppung aus ,amerika1 in ,deutschland beobachtet worden1 doch erst seit dem regenreichen ,sommer #ahde1 der zu ihrer ,entwicklung sehr gnstig war1 fand sie allgemeine ,verbreitung4 ,seit dieser ,zeit ist sie nie mehr ganz verschwunden2 doch ist die ,wirkung des ,pilzes offenbar in den letzten ,jahrzehnten eine schwchere geworden und verursacht nur noch in sehr nassen ,sommern greren ,schaden4 ,durch ,infektion der ,knollen verursacht sie die ,knollenfule1 die sich nur durch ,verwendung gesunder ,knollen als ,saatgut verhten lt4 ,in neuerer ,zeit hat man mehrfach widerstandsfhigere ,sorten mit dickeren ,schalen gezchtet1 die von der ,krankheit weniger zu leiden haben4 ,von tierischen ,feinden schaden der ,kartoffel namentlich ,engerling1 der ,drahtwurm1 die ,raupen der ,nonne und ,saateule1 wie auch des ,totenkopfes1 endlich der nach seiner ,heimat1 den ,tlern des ,koloradoflusses im nordamerikanischen ,felsengebirge1 als ,koloradokfer bezeichnete ,blattkfer ,doryphora decemlineata1 der zuerst die ,kartoffelernten der westlichen ,staaten ,nordamerikas ,jahre hindurch dermaen vernichtete1 da man in vielen ,distrikten den ,anbau der ,kartoffeln ganz aufgab4 ,unaufhaltsam schritt der ,koloradokfer seit #ahei nach dem ,osten der ,union vor1 berall permanente ,kolonien grndend1 und trat #ahgg in der ,nhe von ,mhlheim am ,rhein und bei ,torgau in ,schlesien auf1 ohne da ermittelt werden konnte1 wie er dorthin gelangt war1 obschon die meisten ,staaten ,europas versucht hatten1 durch ein im ,frhjahr #ahge erlassenes ,verbot der ,einfuhr amerikanischer ,kartoffeln sich den lstigen ,schmarotzer vom ,leibe zu halten4 ,dank dem sofortigen energischen ,eingreifen der preuischen ,regierung vermochte die ,gefahr in der ,folge abgewendet zu werden1 wenn der ,koloradokfer auch #ahhh nochmals bei ,torgau1 wo man ihn vernichtet whnte1 in grerem ,mae auftrat4 ,von anderen sdamerikanischen ,nachtschattenarten mit knolligen ,reservestoffspeichern ist noch die ,sumpfkartoffel 7,solanum commersoni7 zu erwhnen1 die in ,argentinien und ,uruguay heimisch ist und am ,la ,plata hufig neben der ,kartoffel gezogen wird1 da sie mancherlei ,vorzge vor jener besitzt4 ,am besten gedeiht sie in schwerem1 nassem ,lehmboden1 wobei das gelbe1 bisweilen grnliche ,fleisch seine ursprngliche ,bitterkeit mehr und mehr verliert4 ,als die ,europer nach ,sdamerika vordrangen1 war sie die in ,brasilien1 wo die ,kartoffel vllig unbekannt war1 allein kultivierte ,knollenfrucht aus der ,familie der ,nachtschattengewchse4 ,spter wurde sie hier durch die eigentliche ,kartoffel vllig zurckgedrngt4 ,auch in ,europa hat sie sich bis jetzt nicht einzubrgern vermocht4 ,so werden besonders in ,frankreich fortgesetzt ,versuche zu ihrer ,akklimatisation gemacht1 doch hat es bis jetzt nicht glcken wollen1 sie hier zur ,reife zu bringen4 ,im ,jahre #aija tauchte dort pltzlich in der ,kultur des ,gutsbesitzers ,labergerie in ,verrires 7,dep4 ,vienne7 eine sehr ertragreiche und gegen die gewhnliche ,kartoffelkrankheit widerstandsfhige ,variett mit violettem ,fruchtfleisch auf4 ,auerdem zeichnete sie sich dadurch aus1 da sie auch in den ,blattachseln sehr groe ,luftknollen erzeugte1 die bis #ba cm lang1 #h cm breit und #hej g schwer wurden4 ,fnf an einem ,bchlein gepflanzte ,stcke gaben #aj kg ,knollen1 ein anderer deren #b1e kg1 darunter eine gegliederte ,knolle von #a kg ,gewicht4 ,allerdings zeigte diese vielversprechende violette ,abart zahlreiche ,rckschlge in den gelben ,urtypus4 ,in ,deutschland und sterreich waren die ,ergebnisse hauptschlich wegen des ,ausbleibens der ,reife noch weniger gnstige2 doch drfte diese ,kartoffel in einem warmen ,klima vielversprechend sein4 ,zudem ist sie leicht durch ,kultur auf fruchtbarem ,boden dahin zu bringen1 da ihr ,fruchtfleisch seine ,bitterkeit verliert4 ,die ,indianer der ,anden von ,peru und ,bolivia1 denen wir die fr die ,kulturwelt so beraus wichtige ,kartoffelkultur verdanken1 bauen auer der ,kartoffel eine ,reihe anderer ,knollengewchse an1 von denen dem einen oder anderen vermutlich eine grere ,zukunft beschieden sein mag4 ,unter ihnen ist die von den ,peruanern ,oca genannte ,oxalis tuberosa die wichtigste4 ,diese ,verwandte des ,sauerklees hat groe1 gelbe1 in langgestielten ,dolden stehende ,blten mit am ,rande gekerbten ,blumenblttern und je nach der ,sorte lngliche oder runde1 bis #g cm lange1 im allgemeinen unter ,hhnereigre bleibende auen weie1 gelbe1 rosafarbene oder rotviolette ,knollen1 die #aj-ab ,prozent ,strkemehl enthalten1 sich leicht kochen lassen und auch gut schmecken1 aber #f-aj ,tage der ,sonnenwrme ausgesetzt werden mssen1 um den ihnen sonst innewohnenden suerlichen ,geschmack zu verlieren4 ,bei lngerem ,aussetzen an die ,sonne verlieren die ,knollen einen ,teil des ,saftes und bekommen einen deutlich sen ,geschmack4 ,durch ,frost und ,mazerieren in stehendem ,wasser bereiten sich die ,peruaner eine ,art ,kse1 ,caya genannt1 der trotz seines ekelhaften1 faulendem ,fleisch hnlichen ,geruches von den ,eingeborenen sehr geschtzt wird4 ,die ,vermehrung geschieht durch ,knollen1 die man in ,abstnden von einem ,meter einlegt2 die ,ernte erfolgt im ,herbst1 wenn das ,kraut durch ,frost zerstrt ist4 ,die ,knollen lassen sich an einem khlen ,ort oder in trockenem ,sand gut aufbewahren2 auch kann man sie den ,winter ber in der ,erde lassen4 ,ihre ,zubereitung geschieht wie bei der ,kartoffel2 meist werden sie geschlt und etwa #bj ,minuten in ,wasser gekocht mit ,zusatz von etwas ,soda1 die ihnen eine schne ,bernsteinfarbe gibt4 ,mit ,pfeffer und ,salz geben sie ein angenehm schmeckendes1 leicht verdauliches ,gericht4 ,der ,hauptvorzug der ,oca vor der ,kartoffel besteht in ihrer ,ergiebigkeit1 die dadurch auerordentlich gesteigert werden kann1 da man sie anhufelt4 ,die ,bltter und ,spitzen der ,schlinge knnen wie ,sauerampfer als ,gemse gekocht oder als ,salat genossen werden4 ,sie ist seit lngerer ,zeit in ,mittelfrankreich eingefhrt4 ,eine andere1 aus ,mexiko stammende vielbltterige ,sauerkleeart 7,oxalis esculenta7 hat rbenfrmige ,knollen von #aj-bj cm ,lnge und #b-e cm ,dicke4 ,in ,wasser mit ,salz gekocht sollen sie hnlich wie gelbe ,rben schmecken2 auch lassen sich die ,blten als ,salat und die ,bltter wie ,sauerampfer verwenden4 ,beide ,arten verdienen es1 in den ,bergregionen der ,tropen angebaut zu werden4 ,auf der ,hochebene der ,anden ,perus wird auch eine als ,maca bezeichnete ,art ,kapuzinerkresse 7,tropaeolum tuberosum7 ihrer kastanienfrmigen ,knollen wegen gepflanzt4 ,frisch soll sie wsserig und von fadem ,geschmack sein1 doch wird sie von den ,eingeborenen gerne gegessen und deshalb viel angebaut4 hnlich wie die ,oca kann man auch sie durch ,besonnung und nachheriges ,gefrierenlassen zum ,swerden1 zur ,einschrumpfung und zu jahrelanger ,haltbarkeit bringen4 ,ebenso werden in ,chile die ,knollen einiger ,arten der ,gattung ,tropaeolum von den ,eingeborenen gegessen und teilweise angebaut4 ,wichtiger als diese ist der ,ulluco 7,ullucus tuberosus71 eine ,meldenart mit zarthutigen1 je nach der ,variett auen wei1 rosa1 rtlich1 gelb1 violett1 innen dagegen gelb bis grnlich gefrbten1 lnglichen oder runden ,knollen1 die etwas kleiner sind als ,kartoffeln4 ,die kletternden1 berall ,wurzeln bildenden ,stengel tragen langgestielte1 herzfrmige1 glnzend-grne1 dicke ,bltter4 ,es gibt unter ihnen schlechtere und bessere ,sorten2 letztere werden sehr gerhmt1 schmecken aber in ,wasser gekocht etwas fade1 weshalb man sie mit ,pfeffer it4 ,auf solche ,weise gewrzt munden sie sehr und sollen an ,gte den ,ocas gleichkommen1 sollen aber schwerer verdaulich sein und sich frisch nur zwei ,monate halten4 ,besonnt aber und dem ,frost ausgesetzt1 sollen sie sich wie die vorigen ber ein ,jahr aufbewahren lassen4 ,auerdem lt sich das ,kraut wie ,spinat benutzen4 ,die ,ernte findet im ,sptherbst statt1 wenn das ,kraut abgestorben ist1 und zwar ist die ,ergiebigkeit eine ganz auerordentliche4 ,so hat man beispielsweise aus fnf ausgepflanzten ,knollen in ,gent und in ,riga nicht weniger als #bjjj allerdings meist ziemlich kleine ,knollen erzielt4 ,in weit tieferen ,lagen als die vorgenannten ,knollengewchse gedeiht in den ,bergen von ,venezuela und ,kolumbien ein als ,arracacha bezeichnetes ,doldengewchs mit fast einem halben ,meter langen1 dreiteilig gespaltenen ,blttern und gelblichen oder dunkelvioletten ,blten4 ,die ,gte und der ,nhrwert der ,knolle wird vielfach von den ,reisenden gerhmt4 ,sie wird wie die ,kartoffel verwendet1 auch ,strkemehl und ein alkoholisches ,getrnk wird daraus gewonnen2 doch wird die ,pflanze kaum je auerhalb ihrer ,heimat angetroffen1 da sie sich nicht sehr leicht akklimatisiert4 ,eine dieser als ,arracacia xanthorhiza genannten ,umbellifere nahe verwandte ,art1 ,arracacia moschata wird in ,mexiko in hnlicher ,weise benutzt und ziemlich hufig angepflanzt4 ,auch sie drfte vor allen ,dingen fr solche ,gebirgsgegenden in den ,tropen in ,betracht kommen1 wo die ,kartoffel wegen zu groer ,feuchtigkeit schlecht gedeiht1 whrend die vorher besprochenen ,knollengewchse in besonders hohen und trockenen ,gebirgsgegenden der ,tropen versucht werden sollten4 ,im stlichen ,nordamerika dagegen ist ein anderes ,knollengewchs heimisch1 das sich sehr wohl zum ,anbau in klteren ,gegenden eignet und auch in ,mitteleuropa reiche ,ertrge liefert4 ,es ist dies der ,erdapfel oder ,topinambur 7,helianthus tuberosus71 ein im ,staate ,indiana wildwachsend gefundener ,verwandter unserer ,sonnenblume 7,helianthus annuus71 der schon von den ,indianern im ,gebiet der heutigen ,vereinigten ,staaten und von ,kanada angepflanzt wurde4 ,er hat einen #b1e-c1h m hohen1 blattreichen ,stengel und gelbe1 #h bis #aj cm im ,durchmesser haltende ,bltenkpfe1 die bei uns nur in warmen ,herbsten zur ,entwicklung gelangen4 ,zuerst kam er #afag nach ,england und ein ,jahr spter durch ,lescarbot nach ,frankreich1 wo man ihn bald darauf als topinambaux zu verkaufen anfing4 ,die ,wilden aber nannten ihn1 wie letzterer ,autor in seiner histoire de la nouvelle ,france erzhlt1 chiqiuebi4 ,der erste ,europer1 der in ,nordostamerika die ,bekanntschaft der ovalen1 auen rtlichen1 innen aber weien1 spitz zulaufenden ,knollen bei den ,indianern machte1 war der ,englnder ,champlain1 der im ,jahre #afjc berichtet1 da die ,eingeborenen diese den ,geschmack von ,artischocken besitzenden ,wurzeln anbauen4 ,auch der ,name ,topinambur scheint aus der ,sprache eines nordamerikanischen ,indianerstammes herzurhren4 ,die ,pflanze gedeiht noch im schlechtesten ,boden und ist winterhart2 ihr ,ertrag kommt im allgemeinen demjenigen der ,kartoffel ziemlich nahe1 dabei ist sie viel einfacher und billiger zu pflanzen4 ,in nahrhaftem ,boden setzt eine ,pflanze #d-e kg sehr nahrhafter1 nach dem ,kochen in ,wasser angenehm slich schmeckender ,knollen an4 ,diese knnen im ,november geerntet und den ,winter ber in trockenem ,sand aufbewahrt werden2 oder man kann sie auch im ,boden belassen und nach ,bedarf herausnehmen1 in welchem ,falle sie mit ,stroh bedeckt werden1 damit die ,erde zur leichteren ,entnahme frostfrei bleibe4 ,trotz der groen ,vorzge hat die ,pflanze1 nachdem sie kurz nach dem #afdh zu ,ende gegangenen ,dreiigjhrigen ,krieg nach ,deutschland eingefhrt wurde1 nur vorbergehend fr den ,menschen ,bedeutung als ,nhrpflanze erlangt und wurde im ,laufe des #ah4 ,jahrhunderts durch die ,kartoffel verdrngt4 ,noch dient sie in manchen ,gegenden dem ,menschen zur ,speise1 doch wird sie bei uns fast nur noch als ,viehfutter und zur ,spiritusgewinnung angepflanzt1 obschon ihre ,wurzelknollen einen sehr angenehmen ,artischockengeschmack besitzen und sehr nahrhaft sind4 ,in neuester ,zeit bindet man den ,flugsand mit ,vorliebe mit ,topinambur4 ,weit grere ,bedeutung als er scheint eine andere nahe ,verwandte aus dem sdlichen ,nordamerika erlangen zu wollen4 ,es ist dies der ,helianthi1 in seiner ,heimat meist ,salsifis genannt1 ein ,kreuzungsprodukt von ,helianthus doronicoides und decapetalus1 das eine ,pflanze von #c1e m ,hhe mit dunkelgrnem ,laub und goldgelben ,bltenkpfchen darstellt4 ,das ,kraut gibt ein vorzgliches ,grnfutter und die saftigen1 verdickten ,wurzeln bilden ein sehr schmackhaftes1 leichtverdauliches und dabei sehr nahrhaftes ,gemse1 das mit der ,zeit noch groe ,bedeutung erlangen wird4 ,der ,ertrag ist sehr bedeutend1 indem eine einzige ,pflanze bis #i1e kg ,wurzelknollen ergibt4 ,ein ,hektar ,land mit ,helianthi bepflanzt bringt wenigstens #ajjjjj kg ,knollen1 also um die ,hlfte mehr1 als wenn die ,flche mit ,kartoffeln bepflanzt worden wre4 ,man pflanzt ihn von ,november bis ,ende ,april in irgendwelchen gedngten ,boden4 ,ein einmaliges ,behacken und ,behufeln gengt4 ,gegen ,mitte ,november beginnt die ,ernte1 sobald die ,stengel vertrocknet sind4 ,man kann aber auch die ,knollen an ,ort und ,stelle im ,boden lassen1 die ,bschel abschneiden und die ,oberflche mit einer guten ,schicht ,stroh bedecken1 damit der ,frost das ,herausnehmen der ,knollen nicht erschwere4 ,die ,pflanze widersteht der grten ,hitze wie der grten ,klte ,nordamerikas und ist berufen1 nicht als ,ersatz der ,kartoffel1 wohl aber als wichtiges1 billiges ,wintergemse eine ungemein bedeutende ,rolle zu spielen4 ,sind die ,knollen des ,helianthi gegen das ,frhjahr hin geschrumpft1 so gengt es1 sie einige ,stunden ins ,wasser zu legen1 damit sie ,aussehen und ,geschmack von frischen erhalten4 ,dem stlichen ,nordamerika1 von ,kanada bis ,virginien1 gehrt eine dem ,topinambur hnliche ,knollenwurzel von ,apios tuberosa an4 ,dieselbe soll wie ,artischocken schmecken und wird stellenweise angepflanzt und als ,speise gegessen4 ,desgleichen finden ihre ,samen ,verwendung4 ,fr die ,westkste ,nordamerikas jenseits des ,felsengebirges dient die mehlreiche ,wurzel von ,lupinus littoralis denselben ,zwecken4 ,am meisten wird sie von den ,bewohnern des ,staates ,kolumbia als ,nahrung benutzt4 ,eine dritte ,leguminose1 die ,batatenbohne 7,stizolobium tuberosum7 auf den ,antillen1 zeichnet sich durch eine kindskopfgroe ,knollenwurzel1 eine vierte1 die ,rbenbohne 7,pachyrhizus angulatus7 auf den ,philippinen und ,molukken1 durch eine dicke1 rbenartig schmeckende ,wurzel aus4 ,sie ist im ganzen tropischen ,asien bekannt und wird teilweise angebaut4 ,von der ,batatenbohne dienen auch die ,samen dem ,menschen zur ,nahrung4 ,im ,orient werden die groen ,zwiebeln von ,crocus edulis1 zur ,zeit1 da sie eben zu treiben beginnen1 gern gegessen und kommen in ,menge auf den ,markt4 ,in hnlicher ,weise wird in der ,trkei die ,zwiebel des ,safrans roh oder gekocht verzehrt4 ,als ,gemsepflanze kommt fr uns ,europer neuerdings auch der in ,china und ,japan heimische ,knollenziest 7,stachys tuberifera7 in ,betracht1 der ebenfalls sehr nahrhafte ,wurzelknollen bildet1 die kastanienhnlich schmecken und sehr leicht verdaulich sind1 so da sie sich besonders fr ,leute mit schwacher ,verdauung eignen4 ,die ,pflanze wurde #ahhg zuerst in ,crosnes in ,frankreich eingefhrt1 gedeiht mit ,leichtigkeit in einem durchlssigen1 nahrhaften ,boden und leidet nicht durch ,frost4 ,nach dem ,absterben des ,krautes knnen die ,knollen geerntet werden1 doch lt man sie gewhnlich bis zum ,gebrauch im ,boden1 da sie sich auerhalb der ,erde nicht lange halten4 ,ihr ,geschmack ist sehr fein2 mit ,vorliebe werden sie wie die vorigen mit hollndischer ,sauce zubereitet4 ,berhmt durch uersten ,wohlgeschmack sind manche unterirdische ,knollenbildungen bei ,pilzen4 ,von den in ,europa wachsenden sind die ,trffeln die geschtztesten4 ,es sind dies die unter der ,erde sich bildenden fleischigen ,fruchtkrper einiger ,pilze aus der ,familie der ,tuberazeen1 deren als ,mycel bezeichnetes feines ,geflecht von weien ,fden sich spinnwebeartig im ,waldboden ausbreitet und nach ,art der ,mykorrhiza in ,symbiose mit den ,wurzeln der verschiedensten ,waldbume lebt4 ,vorzglich gedeihen diese ,pilze im humusreichen1 kalkhaltigen ,boden um ,eichen1 ,hain- und ,rotbuchen1 ,kastanien und ,haselnustrucher4 ,wird der ,waldbestand abgeholzt1 so verschwinden auch die ,trffeln2 wenn aber der ,boden wieder mit ,gehlz bewachsen ist1 so erscheinen sie alsbald aufs neue4 ,von den etwa #ej ,arten in ,europa ist die in den ,laubwldern1 besonders ,eichenwaldungen1 ,sdfrankreichs und ,italiens1 selten auch in der ,rheingegend vorkommende schwarze ,trffel 7,tuber melanosporum7 mit dunkelbrauner ,oberflche und schwrzlichen ,adern besser als die auen gleichgefrbte1 innen aber mit schwrzlichgrauen ,adern durchzogene ,tuber brumale1 die bis zu #a kg schwer und dann ber faustgro wird4 ,die meisten in den ,handel kommenden ,trffeln haben die ,gre einer mittleren ,kartoffel oder einer welschen ,nu1 sind kugelig und mit zahlreichen ,wrzchen besetzt4 ,sie zeigen die ,hrte einer ,kartoffel und sind auen schwarzrtlich1 innen dagegen hell- oder dunkelviolett gefrbt4 ,am geschtztesten sind die von ,prigueux in ,sdfrankreich versandten sogenannten ,prigordtrffeln1 die man durch zu diesem ,zwecke abgerichtete ,hunde oder ,schweine1 die dem aromatischen ,geruch des ,fruchtkrpers des ,trffelpilzes nachgehen und den ,erdboden an den ,stellen1 wo sich solche finden1 aufzuwhlen beginnen1 aufsucht4 brigens gibt es in ,frankreich auch viele gebte ,trffelsucher1 die ohne weitere ,hilfsmittel das ,vorhandensein von ,trffeln an gewissen ,vernderungen1 kleinen ,spalten oder dergleichen1 der ,bodenoberflche erkennen4 ,sie liegen #b bis #aj cm tief und geben den spezifischen ,geruch von sich1 um allerlei ,insekten und ,wrmer herbeizulocken1 die die winzigen ,sporen1 mit denen sie sich beim ,fressen an der ,trffel besudeln und die sie auch in ihrem ,kote von sich geben1 zu verbreiten haben4 ,illustration3 ,bild #bg4 ,fruchtkrper einer ,trffel 7,tuber rufum71 schwach vergrert4 ,im ,innern dunkle ,scheidewnde1 an denen die ,sporenmasse ausreift4 ,bei der in ,sdfrankreich betriebenen ,trffelkultur handelt es sich nicht um die ,aufzucht aus den ,sporen1 die bis vor kurzem nicht gelingen wollte1 sondern um ,verbreitung und reichlichere ,entwicklung bereits im ,boden befindlicher ,mycelien durch die von ihnen bewohnten ,wurzeln lebender ,bume1 besonders ,eichen4 ,bei ,aufzucht von solchen ,smlingen aus ,trffelrevieren lassen sich schon nach zehn ,jahren reichliche ,trffelernten gewinnen4 ,erst in jngster ,zeit hat man regelrechte ,trffelkulturen zustande gebracht1 indem man die in ,laboratorien zum ,keimen gebrachten ,sporen der ,trffel mit ,rbenschnitzeln oder zerkleinerten ,eicheln vermischte und die darin erzielten ,mycelien1 d4 h4 ,pilzfden1 mit der ,beigabe von ,rben oder ,eicheln in jungen ,eichenwldern sorgfltig in den ,boden eingrub1 damit der ,pilz die ,symbiose mit dem ,wurzelgeflecht der ,bume eingehe4 ,solche ,kulturen lassen schon nach #d bis #e ,jahren die erste ausgiebige ,trffelernte gewinnen4 ,der franzsische ,trffelhandel datiert seit dem ,jahre #aggj und erstreckt sich jetzt nicht blo ber ,sd-1 sondern auch ,mittelfrankreich4 ,am meisten dieses von den ,feinschmeckern beraus hochgeschtzten ,leckerbissens erzeugt die ,provence4 ,besonders berhmt sind die ,trffelkulturen am ,fue des ,mont ,ventoux im ,departement ,vaucluse1 der bei allen ,gebildeten durch die ,schilderung bekannt ist1 die der berhmte italienische ,dichter ,francesco ,petrarca von seiner im ,jahre #accf mit seinem ,bruder ,gerardo unter groen ,schwierigkeiten und ohne ,fhrer unternommenen ,besteigung gab1 als die ,freude an pittoresker ,naturbetrachtung zum erstenmal bei den ,menschen des ,abendlandes zum ,durchbruch gelangte4 ,die ,abhnge dieses ,berges wurden seit #aheh neu mit ,eichen aufgeforstet1 die nun eine reiche ,trffelernte abwerfen4 ,seither kommt in der ,stadt ,apt im ,departement ,vaucluse jeden ,winter eine ,trffelernte von #aejjj kg zu ,markt4 ,der ,ertrag dieser ,knollenart fr ganz ,frankreich lt sich auch nicht annhernd abschtzen1 doch mu er ein ganz gewaltiger sein1 wenn man bedenkt1 da die ,ausfuhr dieses ,landes sich auf mehr als #a1e ,millionen kg im ,werte von etwa #ce ,millionen ,franken jhrlich beziffert4 ,illustration3 ,bild #bh4 ,das ,innere der ,trffel1 sehr stark vergrert4 ,das ,pilzmyzel endet in ,fruchtschluchen 7asci71 in denen je vier mit stacheliger ,hlle umgebene ,sporen sich befinden4 7,nach ,tulasne47 ,das ,trffelsammeln1 das heute berufsmig betrieben wird1 war frher ein ,sport1 dem viele groe ,herren mit ,leidenschaft oblagen4 ,damals beherrschten die vornehmen ,dilettanten das ,feld1 das heute einen lohnenden ,beruf fr viele bildet4 ,der ,herzog ,victor ,amadeus ,,ii4 von ,savoyen 7#afge-agcj71 der im ,frieden von ,utrecht #agac auer dem ,knigstitel die ,insel ,sizilien bekam1 die er dann #agbj gegen die ,insel ,sardinien vertauschte1 hatte eine besondere ,vorliebe fr die ,trffeljagd81 wie sie von den ,franzosen gern genannt wird4 ,sein ,sohn ,karl ,amadeus ,,iii41 der von #agcj bis #aggc das ,land regierte1 teilte diese ,vorliebe und hielt sich ganze ,meuten von ,trffelhunden und erfahrenen ,jagdgehilfen1 mit denen er alljhrlich mehrmals groe ,trffeljagden abhielt4 ,mit ,vorliebe wurden solche den ,gsten zu ,ehren abgehalten4 ,auch der ,herzog von ,cumberland war ein passionierter ,trffeljger1 gleich ,ludwig ,,xv4 und vielen deutschen und polnischen ,knigen4 ,zu diesem ,zwecke wurden an den ,hfen des #ah4 ,jahrhunderts stets sorgfltig abgerichtete ,trffelhunde gehalten1 deren erste ,exemplare ums ,jahr #agbj von ,burgund nach ,deutschland kamen4 ,in ,deutschland kommt die schwarze ,trffel nur im wrmeren ,sdwesten1 besonders im ,rheintal vor4 ,hier knnte sie mit ,erfolg gezchtet werden1 wodurch viel deutsches ,geld1 das fr franzsische ,trffeln auer ,land geht1 im ,lande behalten werden knnte4 ,auer den beiden genannten berhmtesten ,trffelarten werden aber noch verschiedene andere gegessen1 so die weie italienische ,trffel 7,tuber magnatum7 mit hellbrauner1 glatter ,oberflche und starkem knoblauchartigem ,geruch1 dann ,tuber aestivum und ,t4 mesentericum1 deren ,fruchtfleisch mit hellbraunen ,adern durchzogen ist1 ferner die sogenannte ,holztrffel 7,tuber excavatum und ,t4 rufum71 die alle am hufigsten in ,frankreich und in ,italien1 doch auch stellenweise in ,deutschland vorkommen4 ,eine der wichtigsten ,arten fr letzteres ,land ist die sogenannte weie deutsche ,trffel 7,choiromyces maeandriformis7 mit etwa faustgroen1 auen blabraunen1 innen weien1 mit wenigen dunkeln ,adern durchzogenen ,knollen4 ,sie findet sich besonders in ,schlesien und ,bhmen1 auerdem in ,oberitalien und ,england4 ,volkswirtschaftlich von groer ,bedeutung sind zwei in den ,mittelmeerlndern vorkommende ,arten1 ,terfezia leonis und ,t4 boudieri1 die schon von den ,rmern sehr geschtzt wurden und von ihnen in groer ,menge aus ,nordafrika und spter auch aus ,syrien bezogen wurden4 ,hier berall schmarotzen diese ,pilze an den ,wurzeln von ,helianthemumarten4 ,von der nordafrikanischen ,bezeichnung terfez fr sie ist nicht nur die wissenschaftliche ,bezeichnung ,terfezia1 sondern wahrscheinlich auch die italienische ,benennung tartufi und daraus unser ,trffel wie auch ,kartoffel 7aus dem ,italienischen tartufoli7 abzuleiten4 ,diese ,trffelarten besitzen ein sehr angenehmes ,aroma und galten bei den ,alten wie alle ,trffeln berhaupt als die ,sinnlichkeit anregendes ,mittel4 ,sie wurden damals schon gebraten oder mit ,rotwein gekocht und mit ,olivenl genossen1 auch als ,bestandteil von ,pasteten1 oder als ,zusatz zu ,fleischspeisen1 ,brhen1 ,suppen usw4 verwendet4 ,an den ,rndern der ,sahara kommen diese letztgenannten ,arten in solchen ,mengen vor und werden von der ,eingeborenenbevlkerung1 besonders in ,algerien1 in derartigen ,quantitten gesammelt1 da sie fr jene fast ebenso wichtig ist als die ,kartoffeln fr uns4 ,die ,trffeln mssen in luftigen ,rumen aufbewahrt werden und kommen in ,fssern verpackt oder als ,konserven oder in ,wein gekocht und dann in l eingemacht in den ,handel4 ,frische ,trffeln halten sich im ,erd- oder ,sandbett in guten ,kellern bis #ad ,tage und lnger4 ,den ,trffeln schlieen sich naturgem1 obschon sie keine unterirdischen ,knollen1 sondern oberirdische ,fruchtkrper in ,form von ,hten bilden1 die verschiedenen andern ebaren ,pilze an1 die im ,gegensatz zum grnen ,gemse verhltnismig sehr reich an ,eiwei sind1 so da man sie mit ,recht als das ,fleisch des ,waldes bezeichnet hat4 ,durch ihre ,schmackhaftigkeit und ihr angenehmes ,aroma haben sie von jeher ihre ,liebhaber besonders bei den ,feinschmeckern gefunden1 wenn sich auch die groe ,menge des ,volkes1 aus ,angst sich zu vergiften1 bis jetzt1 sehr mit ,unrecht1 ablehnend dagegen verhielt2 denn es sind an wirklich giftigen ,pilzen noch sehr wenig ,menschen gestorben4 ,diejenigen1 die davon krank wurden1 wurden es dadurch1 da sie im berma alte1 bereits in ,zersetzung bergegangene ,pilze aen4 ,solche nachteilige ,folgen knnen aber auch von andern berstndigen und in zu groen ,mengen gegessenen ,speisen hervorgerufen werden4 ,die ,pilze verdienen es in der ,tat1 ein ,volksnahrungsmittel zu werden1 da sie nicht nur herrlich schmecken1 sondern auch recht nahrhaft sind4 ,wenn sie auch zu neun ,zehnteln aus ,wasser bestehen1 so ist doch ein ,viertel des verbleibenden ,restes fr den ,menschen ausnutzbares ,eiwei1 so da sie bei den steigenden ,lebensmittelpreisen und der zunehmenden ,fleischteuerung gerade fr die weniger ,bemittelten einen willkommenen ,ersatz des ,fleisches bilden4 #a kg frische ,pilze enthlt etwa ebensoviel ausnutzbares ,eiwei als #ajj g frisches ,fleisch4 ,und zwar sind junge ,pilze nach den ,untersuchungen von ,kohlrausch und ,lsecke eiweireicher als alte4 ,so betrgt der ,eiweigehalt des getrockneten ,hutes junger ,pilze nach ,margiewicz beim ,steinpilz #dd1ii ,prozent1 beim ,birkenrhrling #dc1ij1 beim ,rothautrhrling #dj1ia1 beim ,butterrhrling #dj1gd1 beim ,filzrhrling #ci1he1 beim echten ,reizker #ch1ab1 beim ,hallimasch #bh1af1 beim echten ,gelbling #bg1gg ,prozent4 ,zudem besitzen sie auer etwas ,fett und ,kohlehydraten einen reichen ,gehalt an ,nhrsalzen1 besonders phosphorsauren und ,kaliverbindungen1 so beim getrockneten ,steinpilz1 als dem nhrsalzreichsten1 #ai ,prozent1 whrend im besten ,ochsenfleisch nur #ag ,prozent davon enthalten sind4 ,in frischem ,zustande betrgt der ,nhrsalzgehalt durchschnittlich -#b ,prozent4 ,auf die ,trockensubstanz berechnet enthlt an ,nhrsalzen der ,steinpilz also #ai ,prozent1 der ,pflaumenrling #ae1 der ,nelkenschwindling #aj1ge1 die ,spitzmorchel #i1j1 der echte ,gelbling #h1ai1 der ,butterrhrling #f1ch1 der ,traubenziegenbart #f1bc1 der ,kuhrhrling #f1j1 das ,schafeuter #b1h ,prozent4 ,bei diesem ,nhrwert lohnt es sich schon der ,mhe1 die zahlreichen ebaren ,pilze1 die der ,wald umsonst bietet1 und die der ,mensch aus ,unkenntnis und ,trgheit darin verfaulen lt1 zu sammeln1 wobei das ,suchen dieser ,pflanzen an sich schon ,krper und ,geist gnstig beeinflut4 ,welche ,freude bietet nicht eine solche ,exkursion fr alt und jung1 welcher ,jubel schallt da nicht durch ,wald und ,feld1 wenn sich die verschiedensten ,pilze an den dem ,kenner wohlbekannten ,standorten finden1 und wie schmecken zu ,hause diese ,schwmme1 die man selbst gesucht hat1 weit besser als ,markthallenware6 ,zudem lassen sie sich durch ,trocknen oder ,sterilisieren oder ,einmachen in ,essig konservieren und so jederzeit als schmackhafte ,wrze und ,beilage verwenden4 ,um die ebaren von den giftigen ,pilzen zu unterscheiden1 gibt es zahlreiche ,pilzbchlein mit schn kolorierten ,tafeln1 unter denen das vom ,kaiserlichen ,gesundheitsamte in ,berlin herausgegebene ,pilzmerkblatt1 das zur ,orientierung vollkommen gengt1 schon fr #aj ,pfennige zu haben ist4 ,hauptschlich sollte es die ,schule bernehmen1 auf ,ausflgen die ,jugend mit den ebaren und nichtebaren ,pilzen bekanntzumachen4 ,so wrde die bertriebene ,furcht vor giftigen ,pilzen durch ,aufklrung weiterer ,volksmassen am ehesten zu beheben sein2 denn es gibt glcklicherweise nur verhltnismig wenig giftige ,pilze1 und diese sind zudem von der ,natur als solche deutlich gekennzeichnet1 so da man sie mit einiger bung leicht und untrglich als solche herausfinden kann4 ,die ,hauptsache aber bleibt stets1 da die ,pilze frisch und in mehr jugendlichem ,zustande gepflckt als ,speise verwendet werden1 da alte1 verdorbene ,exemplare von ebaren ,sorten vielfach ebenso schdlich als die eigentlich giftigen sind4 ,fast alle ,pilzvergiftungen lassen sich darauf zurckfhren1 da solche verdorbene ,pilze verspeist wurden4 ,und wer im ,volke sie nicht selbst essen mag1 der sammle und verkaufe sie und kaufe sich mit dem daraus erworbenen ,gelde eine ihm besser zusagende ,speise4 ,die ,armen ernhren sich auch nicht mit ,erdbeerschnitten1 obgleich die ,erdbeeren im ,walde umsonst zu haben sind4 ,tafel #ec4 ,illustration3 ,champignonkultur der ,konservenfabrik ,amieux frres in unterirdischen ,gewlben bei ,paris4 ,champignonernte fr ,amieux frres in ,paris4 ,tafel #ed4 ,illustration3 ,verarbeitung von ,champignons in der ,konservenfabrik ,amieux frres in ,paris4 ,der geschtzteste der ebaren ,hutpilze und der einzige unter ihnen1 der im groen ,mastabe knstlich gezchtet wird1 ist der ,feldbltterschwamm oder ,brachpilz 7,agaricus campestris71 besser unter dem franzsischen ,namen ,champignon bekannt4 ,er findet sich vom ,mai bis ,oktober auf sandigen ,waldwiesen und auf ,weidepltzen1 in gedngten ,feldern und ,obstgrten1 in ,weingrten und an ,waldrndern in ,europa1 ,asien1 ,nordamerika und ,nordafrika und bildet bis #aj cm breite1 weie bis brunliche fleischige ,hte4 ,eine besonders aromatische ,variett wird vielfach in ,kellern und andern dunkeln ,rumen mit mglichst gleichmiger ,temperatur gezogen4 ,bei der ,anlage solcher ,kulturen bringt man nicht zu alte kufliche ,champignonbrutziegel aus ,pferde- und ,kuhmist mit etwas ,gartenerde1 die mit den ,myzelien des ,brachpilzes durchwachsen sind1 in ,beete von frischem1 strohfreiem1 durch vorherige ,behandlung nicht mehr grungsfhigem ,pferdemist1 die nach #c-d ,wochen etwa #c cm hoch mit lockerer1 sandiger ,erde bedeckt werden4 ,die ,brutbeete werden durch fteres ,begieen feucht gehalten4 ,dabei durchwuchert das ,pilzfadengeflecht rasch das gesamte ,nhrsubstrat und schreitet dann1 nachdem es ihm seine ,nhrstoffe entzogen hat1 zur ,bildung der ,fruchtkrper4 ,wenn letztere nach #g-h ,wochen hervorbrechen1 werden sie1 bevor sich der ,hut zu sehr in die ,breite entwickelt hat1 an der ,stielbasis mit einem ,messer abgeschnitten und auf den ,markt gebracht4 ,lt der ,ertrag nach einigen ,wochen nach1 so werden neue ,beete angelegt4 ,besonders um ,paris herum wird die ,champignonkultur in den zahllosen unterirdischen ,steinbrchen mit ihrer gleichmigen ,wrme im groen betrieben und bildet fr zahllose einfache ,leute eine lohnende ,beschftigung1 die auch in ,deutschland mit aller ,energie betrieben werden sollte2 denn dieser vortreffliche ,speisepilz wird in der feinen ,kche sehr viel verwendet und der aus ihm bereitete ,extrakt bildet ein vorzgliches ,wrzmittel fr ,suppen und ,saucen4 ,schon die rmischen ,feinschmecker schtzten seinen delikaten ,geschmack sehr und ,kaiser ,nero1 dem es gewi nicht an guten ,bissen fehlte1 soll ihn sogar als ,gtterspeise bezeichnet haben4 ,bis in unsere ,zeit gab es ,gourmets1 besonders franzsische1 die diesen beliebten ,pilz gern eigenhndig sammelten und zubereiteten4 ,franzosen waren es auch1 die den ,champignon in deutsche ,kchen einfhrten1 namentlich vornehme ,emigranten1 die1 auf den ,broterwerb angewiesen1 sich in der ,fremde nicht selten der in ihrer ,heimat hochkultivierten ,kochkunst widmeten und dadurch mitunter ein ,vermgen erwarben4 ,die einfachste ,art der ,zubereitung ist1 ihn in frischer ,butter zu dnsten und mit ein wenig ,zitronensaft zu betrufeln4 ,manche ,leute behaupten1 da sein ,aroma angenehmer hervortrete1 wenn man statt ,butter ,ochsenmark verwende4 ,auch in ,ausbackteig gebacken schmeckt er nicht bel1 und wohl kaum ein anderer ,pilz findet so viel ,verwendung wie er zu ,saucen1 ,ragouts und ,frikassees4 ,neben dem ,champignon wird der ,steinpilz 7,boletus edulis71 in ,frankreich cpe genannt1 sehr geschtzt und kommt getrocknet in ,schnitzen und als lkonserve in den ,handel4 ,ihn durch ,aussen von ,sporen auf ,stellen im ,walde zu bertragen1 wo er bisher fehlte1 ist nicht gelungen1 wohl aber bei der ,nukraterelle 7,craterellus nucleatus71 die im ,aroma nur der ,perigordtrffel nachsteht4 ,in ,japan wird ein auerordentlich schmackhafter ,pilz 7,agaricus shitake7 in groen ,massen gezchtet1 indem seine ,kultur fr ganze ,distrikte des japanischen ,waldes die einzige ,art der ,forstbenutzung bildet4 ,nach dem ,laubfall werden jngere ,stmme und armdicke ste verschiedener ,laubholzarten gefllt1 etwa #ajj ,tage im ,walde liegen gelassen und dann in meterlange ,stcke zersgt1 die mit tiefen ,einschnitten versehen werden4 ,die an den ,pilzkulturpltzen stets gegenwrtigen ,sporen des ,schitakepilzes nisten sich in diese ,wundstellen ein1 das sich entwickelnde ,pilzmyzel verwandelt das ,holz in eine weiliche1 brchige ,masse und schon im ,herbst des ersten ,jahres1 besonders aber im zweiten und in den folgenden vier ,jahren nach der ,infektion brechen teils aus der ,rinde1 teils aus der ,schnittwunde die ,pilze hervor1 die merkwrdigerweise je grer1 desto besser und teuerer sind4 ,prof4 ,mayr hat versucht1 den ,schitakepilz bei uns einzufhren4 ,dabei zeigte es sich1 da ,buche1 ,hainbuche und ,birke sich am besten zur ,aufzucht desselben eignen1 da jedoch die jungen ,kulturen sehr unter den einheimischen ,pilzen1 die sich an denselben ,stellen ansiedeln1 und unter ,schneckenfra zu leiden haben4 ,doch sollen die ,versuche fortgesetzt werden4 ,jedenfalls wre der ,pilz geeignet1 im ,regenwalde der tropischen und subtropischen ,kolonien am ,holze der wertlosen ,baumarten1 die doch nur das ,wachstum der wertvollen behindern1 gezchtet zu werden4 ,schon die ,rmer der ,kaiserzeit schtzten die ,trffel1 die sie tuber nannten1 wie auch die verschiedenen anderen ,speisepilze4 ,am hchsten stand in ihrer ,wertschtzung der in den ,wldern von ganz ,italien heimische und heute noch beim ,volke als ,speise beliebte ,kaiserling 7,agaricus caesareus71 den sie boletus nannten4 ,er sieht dem ,fliegenschwamm hnlich1 weshalb verhngnisvolle ,verwechslungen vorkommen knnen4 ,plinius schreibt in seiner ,naturgeschichte1 da er1 wie auch die ,steinpilze 7suillus71 zu seiner ,zeit bei den ,vornehmen in ,mode kam4 ,beide wachsen um die ,wurzeln von ,eichen1 und zwar wachsen die besten an denen der ,stieleiche2 die unter ,steineichen1 ,zypressen und ,pinien aber sind schdlich4 ,man it sie auf gut ,glck und sie bilden jedenfalls eine vortreffliche ,speise1 doch sind sie auch schon zu entsetzlichen ,verbrechen benutzt worden4 ,so ist der ,kaiser ,tiberius ,claudius durch ,gift ums ,leben gekommen1 das seine 7zweite7 ,gemahlin ,agrippina unter ein ,gericht ,kaiserschwmme gemischt hatte48 ,der ,geschichtschreiber ,suetonius 7#gj-adj n4 ,chr471 der ,geheimschreiber des ,kaisers ,hadrian1 sagt in seiner ,biographie des #eb n4 ,chr4 erst #dc ,jahre alt vergifteten ,kaisers ,claudius1 dieser sei sehr gierig nach diesen ,schwmmen gewesen4 ,und in der ,biographie ,neros bemerkt er dazu3 ,wenn auch ,kaiser ,nero nicht an der ,vergiftung seines ,stiefvaters ,claudius geradezu schuld gewesen ist1 so hat er doch jedenfalls darum gewut3 ,das leugnete er auch gar nicht und nannte die ,kaiserlinge 7boletus7 -- denn in diesen war das ,gift dem ,claudius beigebracht worden -- eine ,speise fr ,gtter48 ,und derselbe ,autor sagt in seiner ,biographie des ,tiberius3 ,kaiser ,tiberius gab dem ,asellius ,sabinus #bjjjjj ,sesterzien 7etwa #cjjjj ,mark7 fr einen ,dialog1 worin der ,kaiserling1 die ,feigendrossel1 die gewhnliche ,drossel und die ,auster 7als die feinsten ,leckerbissen7 um den ,vorrang stritten48 ,der ,satiriker ,martial 7#dj-abj n4 ,chr47 erwhnt in seinen ,gedichten fter den ,kaiserling4 ,in einem ,epigramm sagt er3 ,ich begreife wahrhaftig nicht1 ,poeticus1 wie du mich zu ,tische laden und dabei so grob sein kannst1 mir ,miemuscheln1 an denen ich mir die ,lippen zerschneide1 ,steinpilze 7suillus71 die fr die ,schweine gehren1 und eine im ,kfig krepierte ,elster vorzusetzen1 whrend du deinen ,bauch mit gemsteten ,austern1 ,kaiserlingen und zarten ,turteltauben anfllst48 ,in einem andern ruft er aus3 ,bist du denn verrckt1 ,caecilianus1 da du dich allein hinsetzest und ,kaiserlinge vor aller ,welt issest 7ohne mich zu solchem ,mahle einzuladen78 -- ,du bist ein gefriges ,leckermaul und ich wnsche dir einen ,kaiserling in den ,hals1 wie ihn ,kaiser ,claudius gegessen hat48 ,und in einem seiner ,xenien meint er von einem ,schlemmer3 ,silber1 ,gold und kostbare ,kleider entbehrt das ,leckermaul leicht1 aber ,kaiserlinge wahrhaftig nicht48 ,der griechische ,arzt ,claudios ,galenos 7#aca-bjj n4 ,chr47 bezeichnet in seiner ,schrift ber die ,eigenschaften der ,nahrungsmittel die ,kaiserlinge1 die auf allerlei ,weise gewrzt gegessen werden1 als geschmacklos1 aber jedenfalls als die unschdlichste ,sorte ,pilze3 ,nach ihnen folgen dem ,range nach die ,champignons 7amantai74 ,der ,sicherheit wegen sollte man andere ,pilze gar nicht anrhren1 denn es sind schon viele ,leute durch sie vergiftet worden4 ,ich kenne sogar jemand1 der nach dem reichlichen ,genu nicht gehrig gekochter ,kaiserlinge 7blts71 die doch fr ganz unschdlich gelten1 schwere ,zuflle1 ,ohnmacht und kalten ,schwei bekam1 und sich nicht eher erholte1 als bis er die ,schwmme ausgespien hatte48 ,plinius empfiehlt an dritter ,stelle die ,steinpilze 7,boletus edulis71 von den ,rmern suillus1 d4 h4 ,schweinepilz genannt4 ,diese aber81 fhrt er fort1 werden am leichtesten zu ,vergiftungsversuchen gebraucht4 ,so sind vor kurzer ,zeit ganze ,familien und ganze ,tischgesellschaften damit ums ,leben gekommen1 so ,annaeus ,serenus1 ,oberst bei der ,garde ,neros1 so ,tribunen und ,zenturionen4 ,wie ist es mglich1 da jemand sich nach einer so gefhrlichen ,speise kann gelsten lassen8 ,manche haben die ,pilze nach den ,bumen1 bei denen sie wachsen1 als ebar oder giftig unterscheiden wollen2 aber diese ,unterscheidung kann denen nicht helfen1 die von fremden ,leuten gesammelte ,pilze kaufen4 ,alle giftigen ,pilze sehen blulich aus1 und sie sind fr um so giftiger zu halten1 je hnlicher der ,saft des ,baumes1 bei dem er gewachsen1 dem des ,feigenbaumes 7also milchig7 ist4 ,in manchen ,fllen knnen ,pilze auch als ,heilmittel gebraucht werden4 ,so hlt ,glaucias die ,kaiserlinge fr magenstrkend4 ,die ,steinpilze werden1 mit einer ,binse durchstochen1 aufgehngt und getrocknet2 so kommen sie von ,bithynien aus in den ,handel4 ,sie werden gegessen um rheumatische ,entzndungen des ,unterleibs zu heilen1 dienen auch uerlich gegen ,fehler der ,haut4 ,ich will ferner noch einige allgemeine ,bemerkungen ber die ,zubereitung der ,pilze geben1 weil sie der einzige ,leckerbissen sind1 den die vornehmen ,leute eigenhndig zubereiten1 wobei sie im voraus in ,erwartung des bevorstehenden ,genusses ganz selig sind1 und die ,pilze mit ,elektron- 7,silber und ,gold gemischt7 oder ,silbermessern zerschneiden4 ,schdlich sind diejenigen ,pilze1 die beim ,kochen hrter werden2 solche werden unschdlich1 wenn man sie mit ,zusatz von ,soda tchtig durchkocht4 ,auch dadurch schtzt man sich vor ,vergiftung durch sie1 da man sie mit ,fleisch oder mit ,birnenstielen kocht4 ,auch ,birnen1 welche gleich nach den ,pilzen gegessen werden1 sind ntzlich2 ferner ist ,essig ein ,mittel1 das ihrem ,gifte entgegenwirkt48 ,der ,arzt ,galenos rt gegen ,pilzvergiftung ,wermut oder ,raute mit ,essig zu trinken und fhrt fort3 ,asklepiades gibt bei ,pilzvergiftung rohen ,rettich in ,menge zu essen und ungemischten ,wein dazu zu trinken4 ,ich aber habe in ,mysien einen ,mann kennen gelernt1 der denjenigen1 die an ,pilzvergiftung litten1 ,hhnermist eingab1 und ich habe dann selbst ,versuche mit diesem ,mittel angestellt1 indem ich den ,mist fein zerrieb und in mit ,wasser oder ,honig gemischten ,essig tat4 ,die ,patienten bekamen alsbald1 nachdem sie die ,mischung getrunken hatten1 ,erbrechen und genasen sodann4 ,dabei ist zu beachten1 da der ,mist von freigehenden ,hhnern weit wirksamer ist als derjenige von eingesperrten48 ,auch die ,trffeln fanden bei den alten ,griechen und ,rmern ihre ,liebhaber4 ,so sagt ,plinius von den ,trffeln 7tuber71 die ,martial in einem ,epigramm an ,wohlgeschmack nur den ,kaiserlingen nachstehen lt3 ,sie sollen nach heftigen1 im ,herbst eintretenden ,regengssen und ,gewittern entstehen4 ,ihre ,entstehung und die ,tatsache1 da sie ganz ohne ,wurzel wachsen1 berechtigen1 sie zu den wunderbaren ,dingen zu rechnen4 ,sie liegen ganz in der ,erde ohne mit ihr in irgend einem ,zusammenhang zu stehen und ohne sie emporzutreiben4 ,sie haben eine eigentmliche ,rinde und finden sich meist in trockenem1 sandigen ,boden unter ,gebsch4 ,sie erreichen die ,gre einer ,quitte und die ,schwere eines ,pfundes4 ,es gibt zwei ,arten derselben3 eine sandige1 welche den ,zhnen schadet1 und eine reine4 brigens unterscheidet man sie nach ihrer braunroten oder schwarzen und inwendig weien ,farbe4 ,am hchsten werden die afrikanischen geschtzt4 ,wie sie entstehen1 und ob sie ,leben haben1 wei man nicht1 wohl aber1 da sie zuletzt verfaulen4 ,dem gewesenen ,praetor ,lartius ,licinius1 der zu ,carthago in ,spanien 7dem heutigen ,cartagena7 die ,rechtspflege verwaltete1 ist es1 wie ich wei1 vor wenigen ,jahren passiert1 da er auf einen ,denar1 der in eine ,trffel eingewachsen war1 so bi1 da sich seine ,vorderzhne schief bogen1 woraus man auf die ,art und ,weise1 wie die ,erde sich zu ,trffeln ballt1 schlieen kann4 ,als sicher kann man es jedenfalls ansehen1 da sie entstehen1 aber auch als sicher1 da man sie nicht anpflanzen kann4 ,den ,trffeln hnlich ist das ,misy in der ,provinz ,cyrenaika 7dem heutigen ,barka in ,tripolis72 es zeichnet sich durch lieblichen ,geruch und ,geschmack aus1 ist aber fleischiger2 auch ist ihnen in ,thracien das iton und in ,griechenland das geranion hnlich4 -- ,bei ,mytilen soll es nun ,trffeln geben1 wenn ,trffelsamen durch berschwemmung von ,tiar1 wo sie sehr hufig sind1 herabkommt4 ,in ,kleinasien finden sich die beliebtesten zu ,lampsacus und ,alopekonnesus1 in ,griechenland um ,elis48 ,endlich sagt der griechische ,arzt ,galenos1 der einer der gesuchtesten rzte ,roms war und zur ,zeit des ,septimius ,severus daselbst starb3 ,die ,trffel 7hdron7 mu man zu den ,wurzeln oder ,knollen zhlen4 ,sie haben an sich wenig ,geschmack1 werden mit ,gewrz gegessen1 und sind unschdlich48 ,wie in ,europa1 so finden brigens auch berall anderwrts verschiedene ,pilze als geschtzte ,nahrung des ,menschen ,verwendung1 unter denen wir wegen seiner auergewhnlichen ,gre nur den als indian potatoe bezeichneten ,riesenpilz ,lycoperdon solidum erwhnen wollen1 der berall in den ,sdstaaten der nordamerikanischen ,union auf eben abgeholztem ,waldboden erscheint4 ,er erreicht ein ,gewicht von #h-ae kg und wurde von den ,indianern gern verzehrt4 ,ebenso lebten einst die in die ,wlder flchtenden ,negersklaven fast gnzlich von ihm4 ,wie die ,pilze sind auch viele ,arten von ,seetang eine vom ,menschen gern gegessene1 von der ,natur gespendete ,speise4 ,so werden eine ganze ,anzahl derselben an den verschiedenen ,ksten teils roh1 teils gekocht gegessen4 ,manche derselben enthalten auer knorpligem ,schleim auch ziemliche ,mengen von ,strkemehl und ,zucker4 ,ebenso verhlt es sich mit manchen ,flechten1 unter denen die ,mannaflechte 7,lecanora esculenta7 die bekannteste ist4 ,sie wchst vorzugsweise in den ,steppen von ,sdruland bis ,zentralasien in groer ,menge auf sonst von ,vegetation vllig entbltem1 lehmigem ,boden oder nacktem ,fels1 locker mit der ,unterlage1 auf der sie haftet1 verbunden1 ohne von ihr ,feuchtigkeit1 sondern nur einige ,nhrsalze zu verlangen4 ,sie wird daher durch ,winde1 die ja in diesen ,steppen eine auerordentliche ,gewalt annehmen1 leicht losgerissen1 in ,vertiefungen angesammelt1 oder durch heftige ,strme auch wohl in weitere ,entfernungen getragen1 wo sie dann das hchst merkwrdige ,phnomen des ,mannaregens hervorbringt1 das in ,kleinasien und ,persien zu verschiedenen ,malen und auch an anderen ,orten beobachtet wurde4 ,diese meist in haselnugroen ,stcken gefundene ,flechte enthlt auer ,strkemehl und ,inulin ber #bc ,prozent ,gallerte und wird von den armen ,steppenvlkern1 vermahlen und zu ,brot gebacken1 gern gegessen4 ,sie wurde flschlicherweise von ,ehrenberg fr das ,manna der ,bibel erklrt1 das wir unter den ,zuckerarten kennen lernen werden4 berall im ,norden wird auch die als islndisches ,moos8 bezeichnete ,renntierflechte 7,cetraria islandica7 als ein nach ,entfernung des ihr anhaftenden ,bitterstoffes durchaus nicht zu verschmhende ,nahrung nicht nur fr die ,renntiere1 die sich hauptschlich von ihr ernhren1 sondern auch fr den ,menschen gegessen und teilweise ebenfalls zu ,brot verbacken4 ,in den zirkumpolaren ,gegenden1 wo es mit der pflanzlichen ,nahrung sehr bel bestellt ist1 nimmt der hungrige ,mensch dankbar solche ,nahrung entgegen4 ,und wenn ,eskimos ein ,renntier erlegt haben1 ist ihnen der mit dieser ,flechte erfllte ,renntiermagen ein sehr geschtzter ,leckerbissen1 dessen ,inhalt sie sorgfltig sammeln1 um ihn mit ,blut vermischt fr festliche ,anlsse aufzubewahren1 bei denen er dann nur mit ,herbeiziehung der allerbesten ,freunde als eine ,leckerei ohnegleichen gegessen wird4 ,doch mu man schon ein gengsames ,kind der ,arktis sein1 um an einem solchen ,kompott ein so groes ,wohlgefallen zu haben4 ,,ix4 ,die lgewchse4 ,hinsichtlich ihres ,vermgens der ,arbeitsleistung und ,wrmebildung im ,krper stehen die ,fette hoch ber den ,eiweikrpern und ,kohlehydraten1 d4 h4 den ,strkemehl und ,zucker enthaltenden ,nahrungsstoffen4 ,betrgt der ,verbrennungswert dieser letzteren1 sowohl der ,eiweikrper als der ,kohlehydrate1 #d1a ,wrmeeinheiten pro g1 so beluft sich dieser ,betrag beim ,fett auf #i1c ,wrmeeinheiten pro g4 ,bei dieser mehr als doppelten ,nhrkraft ist es kein ,wunder1 da namentlich der in einem kalten ,klima lebende ,mensch1 der reichlich durch ,ausstrahlung verloren gehende ,wrme zu ersetzen hat1 mit ,vorliebe fettreiche ,speisen verzehrt1 die er1 solange er auf der ,jgerstufe lebte1 in den ,fettablagerungen der von ihm erbeuteten ,tiere fand4 ,noch heute klingt es in den ,sagen aller ,nordvlker durch1 welch groe ,bedeutung dem ,nierenfett und dem ,knochenmark als vielbegehrtem ,leckerbissen der ,vorzeit zukam4 ,als der ,mensch sich zum ,viehzchter erhob1 konnte er dieses instinktive ,bedrfnis nach ,fett im fetten ,fleische und dem ,speck1 spter auch in der aus der ,milch gewonnenen ,butter seiner ,herdentiere befriedigen4 ,erst als er zum ,hackbau sich erhob und infolgedessen notgedrungen an die von ihm bearbeitete ,scholle gebunden war1 suchte er seinen ,fettbedarf aus dem ,pflanzenreiche zu decken4 ,dieser war ein besonders groer1 da die mehlreichen ,samen und ,wurzelknollen1 wie auch die grnen von ihm verspeisten ,pflanzenteile in der ,regel auffallend arm an ,fett sind4 ,deshalb war er darauf angewiesen1 seine ,mehlspeisen zu schmlzen2 nur so schmeckten sie ihm4 ,wie heute noch unsere ,landbevlkerung ihre ,schmarren und ,kndel in ,schmalz oder ,butter bckt und ,butter oder fetten ,kse zum ,brote geniet1 so suchte die ,hackbuerin der ,urzeit unter den ,pflanzen ihrer ,umgebung instinktiv nach solchen1 die ,fett in ihren ,samen enthielten4 ,diese zerquetschte sie und geno sie als solche2 auf einer hheren ,stufe jedoch prete sie das ,fett aus ihnen aus und benutzte es zum ,schmlzen ihrer aus dem ,mehl der verschiedenen ,getreidearten bereiteten ,fladen und ,breie4 ,um solche ,fettspender stets zur ,hand und in grerer ,menge zu haben1 nahm sie solche in ,hegung und vermehrte dann durch ,kulturauslese den ,ertrag an dem gewnschten ,rohstoff4 ,einer der ltesten lspender der ,menschheit ist der ,sesam 7,sesamum indicum71 der seit sehr langer ,zeit in ,sdasien1 speziell ,indien1 im groen kultiviert wird4 ,seine ,heimat ist nach ,a4 de ,candolle das stliche tropische ,asien1 insbesondere ,indonesien1 wo er heute noch1 beispielsweise auf ,java1 wild angetroffen wird4 ,der ,berliner ,botaniker ,ascherson dagegen hlt unter ,bercksichtigung der pflanzengeographischen ,ermittlungen ,afrika fr die ,heimat der ,sesampflanze1 da von den #ab ,arten der ,gattung ,sesamum nicht weniger als #aj diesem ,erdteile angehren4 ,trotzdem scheint uns letztere ,annahme wenig wahrscheinlich4 ,jedenfalls lt sich fr uns ihre ,kultur zuerst in ,indien nachweisen1 wo der ,englnder ,watt in ,behar und im nordwestlichen ,himalaja eine der ,sesampflanze sehr nahestehende wilde ,art fand4 ,schon vor #cejj ,jahren drang die ,sesamkultur aus ,indien in die ,euphratlnder1 wo nach ,herodots ,zeugnis alles l aus ,sesamsamen gewonnen wurde4 ,er schreibt darber3 ,in ,assyrien 7und ,babylonien7 hat man kein ,olivenl1 dagegen gebraucht man dort das l1 das man vom ,sesam 7ssamon7 gewinnt1 der dort baumhoch wird48 ,nach gypten kam die ,kultur des ,sesams erst whrend der ,mitte des letzten vorchristlichen ,jahrtausends1 wo ihn ,theophrastos 7#cij-bhf v4 ,chr47 zuerst erwhnt4 ,frher war er im ,niltal vollstndig unbekannt und wird weder im ,kult1 noch auf den ,denkmlern der alten gypter erwhnt2 auch finden sich in den ,grabbeigaben keinerlei ,spuren von ihm4 ,auch das ,alte ,testament kennt ihn durchaus nicht1 was doch der ,fall sein mte1 wenn ihn die ,juden vor ihrem ,auszuge in gypten kennen gelernt htten4 ,auch nach ,china kam er erst zu ,beginn der christlichen ,zeitrechnung2 wenigstens wird erst in einem ,buche des #e4 ,jahrhunderts seiner ,erwhnung getan4 ,er heit dort chi-ma1 whrend er im ,sanskrit tila1 im ,indischen gingils1 im ,malaiischen widjin und im semitischen ,vorderasien simsim hie1 woraus dann die ,griechen ssamon machten4 ,die alten gypter scheinen die ,pflanze ake genannt zu haben1 whrend sie die ,samen derselben schemschem hieen4 ,letzteres ist also die gyptisierte semitische ,bezeichnung2 demnach mssen es ,semiten gewesen sein1 die diese ,kulturpflanze in gypten einfhrten4 ,wie diese uralte ,kulturpflanze in der indischen ,kultur eine wichtige ,rolle spielt1 so tat sie es auch im frhen ,mittelalter bei den ,arabern1 die sie semsem nannten4 ,welche bedeutende ,rolle sie bei jenen spielte1 bekunden schon die ,mrchen aus ,tausend und ,einer ,nacht1 wo das ,wort ,sesam als semsem einen ,zauberspruch zum ffnen von ,tren bildet4 ,illustration3 ,bild #bi4 ,der ,sesam 7sesamum orientale74 ,heute bildet der ,sesam eine sehr wichtige ,nutzpflanze fr ,china1 ,japan1 ganz ,sd- und ,vorderasien1 ,ost- und ,westafrika und neuerdings sogar ,amerika2 denn er hat sich fast das ganze ,gebiet der ,tropen und ,halbtropen erobert4 ,er ist ein einjhriges1 aufrechtes ,kraut mit ungeteilten ,blttern und einzeln in den ,blattachseln stehenden1 rachenfrmigen1 hellroten ,blten4 ,ein blhendes ,sesamfeld gewhrt einen sehr hbschen ,anblick4 ,die reife ,frucht ist eine lngliche1 stumpf-vierkantige ,kapsel1 welche von der ,spitze nach der ,basis aufspringt und in jedem ,fache eine ,anzahl etwa #c mm langer und #a1e mm breiter1 zu beiden ,seiten abgeplatteter ,samen von braunschwarzer1 rtlicher oder gelblicher ,farbe trgt4 ,nach diesen ,farbendifferenzen des ,samens1 die als ,beweis uralter ,kulturvarietten ins ferne ,altertum zurckgehen1 unterscheidet man eine dunkle und eine helle ,sesamsaat4 ,letztere gibt ein besseres1 erstere aber ein reichlicheres l von gelber ,farbe1 fast ohne ,geruch und von angenehm sem ,geschmack1 das die vorzgliche ,eigenschaft besitzt1 nicht leicht ranzig zu werden4 ,da die ,samen auer greren ,mengen ,eiwei durchschnittlich #ef1h ,prozent l besitzen1 ist ihr ,nhrwert ein sehr groer1 so da sie in ,form von ,mehl oder als daraus gewonnenes l und selbst als lkuchen die tgliche ,nahrung fr die groe ,mehrzahl der indischen ,bevlkerung bilden4 ,der ,sesam gedeiht am besten in mglichst gleichmig warmem ,klima auf leichtem1 lehmig-sandigem ,boden4 ,sein ,anbau erfordert keine groe ,mhe und bringt in der ,regel reiche ,ertrge4 ,die ganze ,kultur der ,pflanze liegt in den ,hnden der ,eingeborenen1 die ihn vorzugsweise als ,brotkorn fr ihren eigenen ,bedarf bauen und nur aus dem berschu des ,ertrages l pressen1 das sie meist verkaufen4 ,eine vorzgliche ,sorte baut man in gypten und ,palstina an1 wo aus ,sesammehl die berhmte ,fastenspeise chalba1 eine ,art mit ,zitronat und ,honig versetzter ,kuchen1 bereitet wird4 ,die grob zerstoenen ,samen dienen auch zur ,herstellung eines nahrhaften ,breies1 der selbst ,europern mundet1 und das gewhnliche ,brot1 wie auch alle ,kuchen1 werden mit den ganzen ,samen bestreut1 so wie man bei uns den ,mohn- oder ,kmmelsamen verwendet4 ,meist jedoch wird auch hier das in ihnen enthaltene l ausgepret und im ,haushalt als ,speisel und zur ,beleuchtung verwendet1 whrend die ,prekuchen ,menschen und ,tieren als ,nahrung dienen4 ,das ,sesaml ist von slichem1 sehr angenehmem ,geschmack1 vllig geruchlos und wird erst nach langer ,zeit durch ,aufnahme von ,sauerstoff aus der ,luft ranzig4 ,da die ,sesamsamen durchschnittlich #ef ,prozent desselben enthalten1 ist der ,ertrag daran ein sehr reichlicher4 ,doch schwankt bei ihnen wie bei allen hier zur ,besprechung gelangenden andern ,fettlieferanten der ,fettgehalt je nach ,klima und ,kulturmethode2 auch ist die ,ausbeute an l je nach der ,gewinnungsmethode verschieden4 ,stets werden die ,samen zuerst in ,stampfen oder neuerdings zwischen ,walzen zerquetscht und unter ,zusatz von ,wasser auf ,filtergngen gemahlen1 um die ,zellen1 die das l enthalten1 zu zerreien4 ,aus den tropischen oder subtropischen ,produktionslndern gelangt der als berschu der ,ernte verkaufte ,sesam meist als ,samen nach ,europa1 und zwar hauptschlich nach ,marseille1 wo erst das l in groen ,pressen gewonnen wird1 um dann bei der ,kunstbutterbereitung1 bei der ,seifenfabrikation und zum ,verschneiden des ,olivenls ,verwendung zu finden4 ,die ,rckstnde1 welche auer ,fett noch #cf ,prozent ,eiwei enthalten1 liefern ein sehr wertvolles ,viehfutter4 ,ostindien fhrt jhrlich gegen #bjj ,millionen kg ,sesamsamen und #ac1e ,millionen kg ,sesaml aus2 ,ost- und ,westafrika exportiert etwa halb soviel4 ,deutschlands ,sesameinfuhr betrgt jhrlich etwa #fae ,millionen kg im ,werte von #ae ,millionen ,mark4 ,in ,indien1 wie in ganz ,sdasien und ,ozeanien stehen seit alter ,zeit die #fg ,prozent ,fett enthaltenden ,kokosnsse als beliebtes ,speisefett im ,gebrauch4 ,das lreiche1 weie ,nhrgewebe derselben ist fr die ,eingeborenen ein wichtiges ,nahrungsmittel1 das feingerieben den verschiedensten ,mehlspeisen zugesetzt wird4 ,auerdem stellt es einen wichtigen ,handelsartikel dar1 das sich seit der ,mitte des vorigen ,jahrhunderts den europischen ,weltmarkt erobert hat4 ,hierzu wird es an der ,sonne getrocknet und heit dann ,kopra4 ,als solches kommt es nach ,europa1 wo es in groen ,kesseln erwrmt wird2 das dabei ausgeschmolzene ,fett sammelt sich oben an und wird abgeschpft4 ,es ist schn wei und schmeckt milde1 hat aber einen unangenehmen ,geruch1 wird auch leicht ranzig4 ,die moderne ,technik hat es aber zustande gebracht1 das ,kokosnufett von seinen unangenehm riechenden ,bestandteilen zu befreien und ein ,fett in den ,handel zu bringen1 das als sehr geschtzter1 billiger und sehr haltbarer ,ersatz fr tierische ,fette unter dem ,namen ,kunerol1 ,palmin usw4 sich mit ,recht einer zunehmenden ,verwendung als ,speisefett an ,stelle oder gemischt mit ,milchbutter erfreut4 ,der weitaus grte ,teil des ,kokosnufetts wird aber zur ,herstellung von ,kerzen und ,seifen verbraucht4 ,weil ,kokosseife die einzige ist1 die auch im salzigen ,meerwasser schumt1 ist sie besonders bei den ,seeleuten sehr beliebt4 ,die ,gesamteinfuhr ,deutschlands an ,kopra betrgt gegenwrtig etwa #ah ,millionen ,mark1 wovon es jetzt schon ber ein ,drittel aus seinen ,kolonien decken kann4 ,weitaus am meisten liefert ,samoa im ,werte von gegen #c ,millionen ,mark4 ,aus #gjjj ,frchten erhlt man #ajjj kg ,kopra4 ,das ,zerschneiden und ,trocknen der ,kokoskerne wurde zuerst von den ,franzosen in ,ostafrika praktiziert und dann von einer ,hamburger ,firma auch auf den ,sdseeinseln eingefhrt4 ,fr den europischen ,markt war frher und ist heute noch das ,olivenl das wichtigste ,speise- und ,brennfett4 ,aus den am besten mit der ,hand abgenommenen ,oliven1 die #ef-gj ,prozent ,fett enthalten1 wird bei schwacher ,pressung in der ,klte das gelbliche1 se1 feine ,speisel gewonnen1 whrend man bei strkerem ,druck und warmer ,pressung das gewhnliche l gewinnt1 das vielfach als ,lampenl ,verwendung findet1 besonders aber bei der ,seifenfabrikation benutzt wird4 ,dem guten ,olivenl der ,provence verdankt die ,marseiller ,seife ihren guten ,ruf1 von der nach beilufiger ,schtzung jhrlich #fjjjjj ,zentner gewonnen werden4 ,die ,prerckstnde werden schlielich noch mit ,wasser ausgekocht1 wodurch allerdings nur geringwertige lsorten gewonnen werden1 die hchstens als ,maschinenl dienen knnen4 ,sie sind trbe und werden in ,knochenkohlefiltern geklrt4 ,aber selbst aus ihren ,rckstnden lt sich durch langsame ,zersetzung in halb mit ,wasser gefllten ,zisternen1 wobei sich alles noch vorhandene l auf der ,oberflche der frchterlich riechenden ,flssigkeit sammelt und abgeschpft wird1 ein noch fr ,fabriken verwendbares l gewinnen4 ,solches l ist auch das ,tournantl1 das in der ,trkischrotfrberei eine groe ,rolle spielt4 ,noch wichtiger als die bisher genannten le ist das ,palml1 das aus dem ,fruchtfleisch der lpalme 7,elaeis guineensis7 gewonnen wird4 ,es kann geradezu als das wichtigste aller ,fettstoffe aus dem ,pflanzenreiche gelten1 von dem ,deutschland jhrlich fr gegen #dj ,millionen ,mark einfhrt4 ,es dient hauptschlich zur ,seifen- und ,kerzenfabrikation1 wird aber auch zur ,herstellung von ,kunstbutter verwendet4 ,die ,prerckstnde bilden ein beliebtes ,viehfutter1 aber auch ein ,verflschungsmittel fr ,gewrze1 namentlich fr ,pfeffer4 ,die ,heimat der lpalme ist1 wie wir sahen1 das tropische ,westafrika1 wo sie manchenorts weit sich erstreckende ,wlder bildet4 ,eigentlich angebaut wird sie selten2 in der ,regel beschrnken sich die ,eingeborenen darauf1 vor ,beginn der ,regenzeit die berflssigen ,wedel mit dem ,buschmesser zu entfernen und die ganze ,krone durch ,ausbrennen von ,ungeziefer zu reinigen4 ,sie haben dann nur zu ernten1 aus den ,palmnssen das ,fruchtfleisch auszubrechen1 dasselbe durch ,kochen in ,wasser oder ,liegenlassen in der ,sonne zu erweichen und in ,mrsern zu zerstampfen1 wobei das l heraustritt4 ,dasselbe ist orangegelb1 hat einen angenehmen ,geschmack1 riecht leicht nach ,veilchenwurzel und hat bei ,zimmertemperatur ,butterkonsistenz4 ,den ,negern dient es allgemein als ,speisefett2 doch wird es mit der ,zeit wei und ranzig4 ,den berschu ihres les und die ,palmkerne verkaufen sie an die ,europer1 die aus den letzteren in ,europa vermittelst eigens dazu konstruierter ,maschinen das ,palmkernl gewinnen1 das noch wertvoller als das ,palml aus dem ,fruchtfleische der ,palmnsse ist4 ,in ,westafrika ist auch die ,schibutter beliebt1 die aus den ,samen des im ,sudan heimischen ,schibaums 7,butyrospermum parkii7 gewonnen wird4 ,hier findet sich der etwa #i m hohe1 zu den ,sapotazeen gehrende ,baum von der ,tracht eines ,apfelbaums vorzugsweise an trockenen und steinigen ,orten von ,senegambien bis zu den ,ufern des ,nils1 meist im lichten ,buschwald4 ,der ,stamm ist rauh1 reich verstelt und hat eine breite1 aber nicht dichte ,krone4 ,die langgestielten1 ovalen1 etwas lederigen1 in der ,jugend mit rostfarbenem ,filz bedeckten ,bltter sind bschelartig an den ,enden der dicken ,zweige zusammengedrngt4 ,die ,blten sind kurzgestielt und haben ebenfalls einen rostfarbenen ,filzbelag4 ,die ,frchte sind eirunde1 einsamige1 grne ,beeren1 deren uere ,schicht von einem weichen1 wohlschmeckenden1 gelben ,fleische gebildet wird1 das die ,eingeborenen gerne essen4 ,darunter liegt ein glnzendbrauner ,samen von ,taubeneigre ohne ,nhrgewebe1 aber mit lreichen1 fleischigen ,kotyledonen 7,samenlappen71 die die ,schibutter liefern4 ,diese ist ein hellgrnliches ,fett von angenehmem ,geruch und ,geschmack1 das nicht leicht ranzig wird und von den ,eingeborenen zum ,backen und ,kochen1 zum ,einreiben des ,krpers1 zum ,brennen in den ,lampen usw4 gebraucht wird4 ,in der europischen ,industrie dient sie zur ,herstellung von ,kerzen und ,seife4 ,hierzu ist sie so geeignet als das ,palml1 vor dem sie noch den ,vorzug hat1 da sie nicht gebleicht zu werden braucht4 ,in den deutschen ,kolonien ,togo und ,kamerun kommt der ,schibaum berall in den ,steppen wild vor4 ,die ,neger bauen ihn kaum an1 weil die wilden ,bestnde ihrem ,bedarf vollstndig gengen4 ,weil der ,baum vorzugsweise im ,innern vorkommt und der ,transport an die ,kste durch ,trger viel zu teuer ist1 lohnt sich der ,absatz an die europischen ,faktoreien in den meisten ,fllen schlecht4 ,mit den besseren ,transportmitteln und der strkeren ,nachfrage wrde sich auch das ,angebot an ,schinssen steigern4 ,auch wrde der ,anbau des ,baumes den ,eingeborenen keine ,schwierigkeit machen1 zumal er mit dem schlechtesten ,boden vorlieb nimmt und sehr geringer ,feuchtigkeit bedarf4 ,aus ,togo werden etwa fr #cjjjj ,mark ,schifrchte jhrlich ausgefhrt4 ,obwohl die ,schibutter den ,vorzug hat1 sich auch bei der ,berhrung mit ,luft lange zu halten1 ohne ranzig zu werden1 so eignet sie sich weniger fr den ,handel als die reifen ,frchte4 ,aus diesen gewinnen die ,eingeborenen das ,fett1 indem sie die ,samen nach ,entfernung der ,schale in ,wasser kochen und dann zerstampfen4 ,das sich an der ,oberflche sammelnde l wird abgeschpft und erkalten gelassen4 hnlich wie die ,frchte des ,schibutterbaumes werden diejenigen eines im westafrikanischen ,urwald wachsenden1 ansehnlichen1 #cj-dj m hohen1 von den ,duallas in ,kamerun nyabi genannten ,baumes1 den wir auf beifolgender ,tafel gefllt vorfhren1 verwendet4 ,derselbe besitzt eine dicke ,borke hnlich der ,eiche1 darunter eine ,milchsaft fhrende ,schicht1 und ein auerordentlich hartes1 rtliches ,holz hnlich dem ,mahagoni1 nur noch feinporiger1 das gerne als ,werkholz benutzt wird1 obschon der bei der ,bearbeitung desselben entwickelte ,holzstaub die ,schleimhute stark reizt4 ,die apfelgroen1 grnen ,beerenfrchte enthalten drei kastanienartige1 nur lnglichere ,samenkerne1 die bei der ,reife in einem schleimigbreiigen ,fruchtfleische liegen4 ,bei der whrend der ,regenzeit erfolgenden ,reife sammeln die ,neger die abgefallenen ,frchte1 kochen sie in ,wasser weich1 drcken sie nach dem ,erkalten mit den ,hnden aus und sieden das so entstandene ,mus dann nochmals1 wonach sie das weie1 gnseschmalzartige ,fett abschpfen4 ,trotz seinem etwas eigentmlichen ,beigeschmack wird es von den ,eingeborenen so gerne wie ,palml als ,speise zu ihrer sonst fettarmen ,pflanzenkost gegessen4 ,als weiteren ,fettspender besitzt das tropische ,westafrika den ,butterfruchtbaum 7,pentadesma butyraceum74 ,es ist dies ein hoher ,baum mit gegenstndigen1 groen1 lnglicheirunden ,blttern1 groen1 roten1 einzelstehenden ,blten1 aus denen fleischige ,frchte von der ,gre kleiner ,melonen hervorgehen4 ,in ihnen liegen #d cm lange und #c cm dicke rote ,samen1 aus deren fleischigen ,kotyledonen die ,eingeborenen ein gelbes ,fett gewinnen1 das sie als ,zusatz zu ihrem fufu genannten ,brei aus strkemehlhaltigen ,knollen sehr lieben4 ,fernerhin wachsen dort einige baumartige ,sapotazeen mit gestielten1 lederartigen ,blttern und eirunden ,frchten1 die als ,illipensse von den ,negern gesammelt werden1 um aus den lreichen1 fleischigen ,kotyledonen ein ebenfalls geschtztes ,speisefett zu gewinnen4 ,ebenso finden sich dort baumartige ,euphorbiazeen mit groen1 langgestielten ,blttern und ,steinfrchten1 die als ,osangilensse aus dem ,kamerungebiet in den ,handel kommen4 ,aus diesen1 die von den ,deutschen als ,kerzennsse bezeichnet werden1 gewinnt man gleichfalls durch ,kochen der ,samen mit fleischigen1 lreichen ,samenlappen ein als ,speisefett geschtztes l4 ,in den ,kstenregionen des tropischen ,westafrika1 aber auch im ,innern1 wchst stellenweise in greren ,mengen der zu den ,leguminosen gehrende ,owalabaum 7,pentaclethra macrophylla7 mit gelblichweien ,blten und #fj-hj cm langen und #aj cm breiten ,hlsen1 deren verholzte ,klappen sich bei der ,reife oft pltzlich und mit groer ,gewalt zurckrollen1 so da die #h-aj ,samen mitunter weit fortgeschleudert werden4 ,letztere sind #h cm lang1 #e cm breit und #a cm dick4 ,sie haben eine glnzende holzige ,samenschale1 die sie befhigt1 wenn sie von den an der ,kste befindlichen ,bumen aus ins ,meer fallen1 unbeschadet der ,keimkraft weite ,reisen mit den ,meeresstrmungen zu machen4 ,so hat man an der norwegischen ,kste wiederholt solche und andere ,hlsen tropischer ,leguminosen angeschwemmt gefunden1 die noch vollkommen entwicklungsfhig waren4 ,die dicken ,kotyledonen sind sehr lreich1 enthalten auerdem ber #cj ,prozent ,stickstoff1 sind also stickstoffreicher als unsere ,hlsenfrchte4 ,das daraus geprete l eignet sich sehr gut fr die ,kerzen- und ,seifenindustrie1 und die ,prerckstnde liefern ein vorzgliches ,viehfutter4 ,die ,eingeborenen benutzen sie als geschtztes ,nahrungsmittel1 das sie teils roh1 teils gekocht1 teils zu einem sehr nahrhaften ,brot gebacken genieen4 ,nicht minder beliebt ist das ,dika-,brot1 das besonders die ,gabunneger gerne essen4 ,es wird durch ,einwirkung eines milden ,feuers aus den ebenfalls sehr lreichen ,samen des ,dikabaumes 7,irvingia gabunensis7 hergestellt4 ,es ist dies ein bis #cj m hoher1 breit ausladender ,baum des tropischen ,westafrika mit langen ,zweigen1 welche erst nach den ,enden zu reichlicher verstelt sind und groe lederartige ,bltter tragen4 ,die ,frucht ist eine grne1 eirunde1 ziemlich groe ,steinfrucht mit saftigem ,fruchtfleisch1 in welchem die sehr eiwei- und lreichen ,samen stecken4 ,groe lreiche ,samen haben auch die bis #cj m hohen ,karapabume 7,carapa guianensis71 die die ,ksten des tropischen ,westafrika1 aber auch ,guianas und der ,karaiben bewohnen4 ,ihre ,frucht ist eine #aj cm dicke1 fnffcherige1 kugelige1 holzige1 in jedem ,fache #f-h kantige1 kastaniengroe1 braune ,samen enthaltende ,kapsel1 welche sich mit fnf ,klappen ffnet4 ,die rundlichen ,samen enthalten eine braune1 holzige ,schale1 welche sie befhigt1 durch die ,meeresstrmungen getrieben1 unbeschadet der ,keimkraft1 weite ,seereisen zu machen4 ,in ihren fleischigen ,kotyledonen enthalten sie zu #fj ,prozent ein fr die ,industrie sehr wertvolles l1 das ,karapal1 dessen groe ,bitterkeit indessen eine ,verwendung desselben bei der ,bereitung von ,speisen ausschliet2 doch ist es fr die ,seifenfabrikation sehr gut geeignet4 ,gleichfalls in ,guiana1 wie auf den ,antillen und an der westafrikanischen ,kste wchst ,carapa procera1 das ein hnliches bitteres l liefert1 das von den ,negern hauptschlich zu dem ,zwecke gewonnen wird1 um ihre ,krper zum ,schutze gegen ,insekten damit einzuschmieren4 ,carapa moluccensis in ,sdasien dagegen liefert ein l1 das in der ,seifenfabrikation verwendet wird4 ,in ,indien und ,ceylon betrachten die ,eingeborenen dieses l als ein gutes ,mittel gegen ,rheumatismus4 ,wie das westafrikanische ,karapal dient dasjenige der ,samen eines eben dort heimischen rankenden ,strauches ,omphalea diandra1 die bis zu #fe ,prozent eines bernsteinfarbenen les enthalten1 den ,negern zu mannigfacher ,verwendung4 ,ein anderer ,fettspender1 der im tropischen ,afrika weit verbreitet ist und namentlich im ,gebiet des oberen ,niger und in ,sierra ,leone seit lngerer ,zeit1 in ,togo dagegen erst neuerdings von den ,eingeborenen gepflanzt wird1 ist ,polygala butyracea1 ein ,strauch von mehr als #a m ,hhe mit rutenfrmigen1 behaarten ,stengeln und langen1 schmalen1 kurzbehaarten ,blttern4 ,endstndig entwickeln sich aus den ,bltentrauben ,kapselfrchte mit lnglichen ,samen1 die #ah ,prozent eines brunlichgelben1 butterartigen ,fettes enthalten1 das einen angenehmen1 nuartigen ,geschmack besitzt und die ,speisen1 denen es zugesetzt wird1 trefflich wrzt4 ,ostafrika besitzt einen lspender im ,fettbaum 7,allanblackia stuhlmanni71 einem von den ,eingeborenen mkani genannten1 ber #bj m hohen ,baum mit lederartigen1 glnzenden ,blttern und #cj cm langen goldgelben ,frchten1 von denen eine einzige #j1e kg ,fett liefert4 ,da dasselbe sich fr die ,kerzen- und ,seifenfabrikation wohl eignet1 drfte dieser ,baum einige ,bedeutung erlangen1 sobald bessere ,verbindungen mit dem ,innern hergestellt sein werden4 ,wichtiger noch ist fr das tropische ,ostafrika eine riesige ,schlingpflanze1 die sich an den ,bumen des ,urwaldes emporrankt4 ,es ist dies der ,koume oder ,talerkrbis 7,telfairia pedata74 ,er bringt #cj-ej cm lange und #ae-bj cm breite1 gelbe1 gurkenartige ,frchte hervor1 die unter einer faserigen ,hlle eine erhebliche ,zahl von in ,lngsreihen angeordneten1 dunkelbraunen1 fast talergroen1 runden1 auf beiden ,seiten abgeplatteten ,samen bergen4 ,ihr ,geschmack ist ein angenehmer1 mandelartiger2 deshalb bilden sie in hnlicher ,weise wie bei uns die ,mandeln eine beliebte ,speise1 die roh1 gerstet oder gekocht von den ,negern gegessen wird4 ,aber sie enthalten nicht blo #ei ,prozent eines schmackhaften1 leicht verdaulichen ,fettes1 sondern auch viel ,eiwei1 bilden also ein wertvolles ,nahrungsmittel1 das einst in greren ,mengen ausgefhrt werden wird1 sobald die ,eingeborenen sie hufiger pflanzen und die ,samen regelmig auf den ,markt bringen werden4 ,zur ,zeit scheitert ihre ,einfhrung in die europische ,industrie daran1 da es noch keine ,maschine zum ,schlen der ,samen gibt2 und wiederum knnen ,schlmaschinen erst dann gebaut werden1 wenn eine grere1 dauernde ,anfuhr nach ,europa gesichert ist4 brigens existiert auch in ,togo eine verwandte ,krbisart mit hnlichen ,frchten4 ,sdasien besitzt einen trefflichen ,fettspender in der der ,mangostane verwandten ,garcinia indica1 einem ,baum mit hngenden ,zweigen1 dunkelgrnen ,blttern1 apfelgroen ,frchten mit purpurrotem ,fruchtfleisch und nieren- oder halbmondfrmigen ,samen1 aus denen man die ,kokumbutter gewinnt1 ein talgartiges1 weies1 brchiges ,fett von schwachem1 nicht unangenehmem ,geruch1 das bei #ce ,c4 schmilzt1 bei #bd ,c4 erstarrt und zur ,verflschung der ,schibutter1 in ,england auch zur ,bereitung von ,pomade dient4 ,ferner im indischen ,butterbaum 7,illipe butyracea71 einem etwa #af m hohen ,baum mit behaarten1 verkehrt eifrmigen ,blttern1 hngenden1 blagelben ,blten und lnglichen ,beerenfrchten4 ,er ist im ,himalaja heimisch und wchst in ,ostindien auf ,anhhen4 ,seine ,samen liefern die ,fulwabutter1 ein talgartiges1 angenehm riechendes und schmeckendes1 weies ,fett1 das zur ,herstellung von ,seife1 als ,brennmaterial und auch zu medizinischen ,zwecken verwendet wird4 ,vor allem aber wird es von den ,eingeborenen als ,speisefett geschtzt1 das sich selbst im heien ,klima ,indiens monatelang unverndert erhlt4 ,deshalb wird es im ,lande selbst vllig verbraucht1 so da es nicht im ,handel erscheint4 ,auch die ,prekuchen dienen dem ,menschen als ,nahrung4 ,der ,saft der ,blten wird auf ,zucker verarbeitet4 ,auch die ,samen von ,illipe malabrorum1 dem ,gallertbaum auf ,malabar und ,ceylon1 liefern ein grnlichgelbes ,speisel1 das nicht leicht ranzig wird4 ,seine weien1 fleischigen ,blten und die gelblichen1 dichtbehaarten1 kugeligen ,frchte werden gegessen4 ,der ,mahdukabaum 7,illipe latifolia7 liefert in seinen ,samen ein als ,mahwabutter bezeichnetes ,fett1 das als ,brenn- und ,speisel1 zur ,herstellung von ,seife usw4 verwendet wird4 ,die ,prekuchen dienen zur ,betubung der ,fische4 ,dieser ,fettspender ist ein mig hoher ,baum mit gelben1 wohlriechenden ,blten und mit #e cm langen1 eifrmigen1 braunen ,frchten1 der im gebirgigen ,ostindien1 besonders in ,bengalen1 wchst4 ,seine ,blten verwelken nicht nach der ,befruchtung1 werden vielmehr fleischig und speichern reichlich ,zucker in den ,blumenblttern auf1 um erst nach dem ,fruchtansatz abzufallen4 ,sie schmecken wie ,rosinen1 werden getrocknet und bilden eine wichtige ,nahrung der ,eingeborenen4 ,ein ,baum liefert bis #aej kg der sen ,blten4 ,sie sind um so mehr geschtzt1 als sie mit groer ,regelmigkeit auftreten und deshalb bei ,miernten eine wichtige ,ersatzspeise bilden4 ,man verarbeitet sie auch auf ,branntwein1 der in ,gudscherat und in ,bengalen in groer ,menge verbraucht wird1 frisch den ,europern aber verderblich sein soll4 ,den hier aufgezhlten sdasiatischen ,fetten hnlich ist in ,sdamerika das gelbliche1 frisch nach ,muskatnubutter riechende1 aber bald ranzig werdende ,virolafett1 das in der ,kulturwelt zur ,kerzen- und ,seifenfabrikation dient4 ,unendlich viel wichtiger als ,fettspender ist aber nicht nur fr diesen ,erdteil1 sondern berhaupt die zur ,familie der ,leguminosen gehrende ,erdnu 7,arachis hypogaea71 deren ,heimat ,sdamerika1 und zwar speziell ,brasilien ist1 von wo sie sich noch vor dem ,eintreffen der ,weien ber das ganze tropische ,amerika verbreitete1 nach der ,entdeckung des ,erdteils durch ,kolumbus bereits im #af4 ,jahrhundert nach ,westafrika gelangte und sich bald ber den ,tropengrtel der ,erde ausdehnte4 ,der ,spanier ,oviedo1 der sich von #aeac-aebd auf der ,insel ,kuba aufhielt1 nennt sie zuerst in seiner ,chronik von ,indien 7also ,amerika7 vom ,jahre #aedg4 ,er sagt von der ,erdnu1 da sie in den ,grten der ,indianer gemein sei und von ihnen mani genannt werde1 ein ,name1 den sie brigens auch jetzt noch dort fhrt4 ,ausfhrlicher beschreibt sie der spanische ,arzt ,nikolaus ,monardes 7#adic-aegh7 in seinem erst nach seinem ,tode #aegi in ,antwerpen gedruckten ,werke ber ,indien4 ,er sagt darin1 da in ,peru eine merkwrdige ,frucht ohne ,wurzel und ,stengel in der ,erde wachse gleich der ,trffel4 ,sie besitze mehrere ,kerne1 die1 wenn die ,frchte trocken seien1 in ihnen klappern wie die ,mandel in ihrem ,gehuse4 ,die ,erdnu bildet ein einjhriges1 niedriges1 sich am ,boden ausbreitendes ,kraut1 das mit magerem1 selbst sandigem ,boden zufrieden ist1 der aber durchaus einen bestimmten1 wenn auch nicht sehr bedeutenden ,kalkgehalt besitzen mu4 ,bei vlligem ,mangel an ,kalk bringt nmlich die ,erdnu1 wie eingehende ,versuche unwiderlegbar bewiesen1 ihre ,frchte nicht zu voller und ausgiebiger ,entwicklung4 ,von dieser ,nutzpflanze1 die eine uralte ,kulturform der in ,brasilien nicht seltenen ,arachis prostrata zu bilden scheint1 unterscheidet man zwei ,formen1 welche aber nicht selten ineinander bergehen1 nmlich eine niederliegende und weniger behaarte1 die vorzugsweise in ,afrika kultiviert wird1 und eine aufrechte1 etwas mehr behaarte1 die vornehmlich in ,asien gepflanzt wird4 ,nach diesen ihren ,hauptkulturgebieten bezeichnet man sie auch als ,arachis africana und ,a4 asiatica4 ,illustration3 ,bild #cj4 ,die ,erdnu 7,arachis hypogaea74 ,dieses in den grten ,kulturformen bis #ej cm hoch werdende ,kraut von ausgebreitetem ,wuchs mit behaarten ,stengeln und ,blttern trgt eine ,pfahlwurzel1 welche an ihrem unteren ,teile zahlreiche ,nebenwurzeln entwickelt4 ,diese sind meist mit ,bakteroidenknllchen gespickt1 jenen kleinen symbiontischen ,laboratorien1 in denen mit ,hilfe der von der ,pflanze herbeigelockten und in der ,wurzel angesiedelten ,stickstoffbakterien der sonst dem ,gewchs unzugngliche ,stickstoff der ,luft zu salpeter- und salpetrigsauren ,salzen gebunden wird4 ,auf diese ,weise kann sich die ,pflanze1 wie die brigen ,leguminosen1 die alle diese ,lebensgemeinschaft mit bestimmten1 mit dieser ,fhigkeit der ,stickstoffbindung ausgestatteten winzigen ,bodenbakterien eingegangen sind1 selbst in dem an gebundenem ,stickstoff rmsten ,boden ansiedeln und darin vortrefflich gedeihen4 ,die ,bltter sind abwechselnd gestellt und tragen nur zwei ,paare lnglicheifrmiger ,fiederblttchen4 ,aus den ,blattachseln entspringen kurze hren von #b-c ziemlich groen1 gelben ,schmetterlingsblten4 ,nach deren ,verblhen infolge eingetretener ,befruchtung streckt sich die bis dahin kaum entwickelte ,bltenachse allmhlich zu einem #e-bj cm langen1 an seinem ,ende den ,fruchtknoten tragenden ,stiel1 wird1 whrend er1 so lange er die ,blte trug1 positiv heliotropisch war1 d4 h4 dem ,sonnenlichte zustrebte1 damit die die ,befruchtung vollziehenden ,insekten die ,blten leicht finden konnten1 auf einmal negativ heliotropisch1 d4 h4 flieht das ,licht und bohrt sich mehr und mehr in die ,erde ein1 wo die ,samen vor den ,angriffen lsterner ,tiere geschtzt heranreifen4 ,die ,frucht ist eine mit einem ,netz von strkeren ,lngs- und schwcheren ,querrippen bedeckte1 ziemlich dickwandige ,hlse1 die #a-d1 meist jedoch #b bohnengroe1 lige1 se ,samen mit dnner1 sprder1 weilicher1 rtlicher oder brunlicher ,schale umschliet4 ,in ihnen fehlt zwar das ,nhrgewebe1 doch ist der ,nhrstoffvorrat der jungen ,pflanze in den dicken1 fleischigen ,kotyledonen aufgespeichert4 ,ihr groer ,gehalt an ,fett1 ,eiweistoffen1 ,strkemehl und ,zucker 7zusammen #hj-he ,prozent des ,gewichtes7 verleiht den ,samen einen sehr groen ,nhrwert1 weshalb sie berall in den ,tropen als ,nahrungsmittel von den ,eingeborenen sehr geschtzt werden4 ,sie werden von ihnen gerstet1 gekocht oder gemahlen und gebacken gegessen4 ,diese von allen ,menschenstmmen heier ,landstriche fleiig kultivierte ,nutzpflanze gedeiht als echte ,tropenpflanze innerhalb des ,tropengrtels weitaus am ergiebigsten1 kann aber auch noch in den ,subtropen gebaut werden4 ,sie gedeiht auch ohne groe ,feuchtigkeit auf sandigem ,boden4 ,das ,pflanzen findet kurz vor oder bei ,beginn der ,regenzeit statt und ist sehr einfach4 ,man macht nmlich in bestimmten ,abstnden kleine ,lcher in den ,boden und legt in jedes zwei ,samen4 ,nach #aj-ab ,tagen erscheinen dann die jungen ,keimlinge1 die bald zu buschigen ,pflanzen aufwachsen4 ,der ,raum zwischen den jungen ,erdnupflnzchen mu in der ,folge durch ,jten von ,unkraut freigehalten werden4 ,bei der ,ernte1 die in der ,regel am ,ende der auf die ,regenzeit folgenden ,trockenperiode stattfindet1 wenn smtliche ,bltter abgestorben sind1 wird der ,boden leicht mit der ,hacke oder einem anderen ,gert gelockert und die mehr oder weniger vertrockneten ,reste mit den anhngenden ,frchten vorsichtig ausgehoben4 ,diese bleiben nun zum ,trocknen #ad ,tage am ,boden liegen2 dann erst werden sie abgepflckt und verwendet oder in entsprechender ,verpackung nach ,europa gesendet4 ,in neuerer ,zeit werden die ,erdnsse1 welche #ch-ee ,prozent eines dem ,olivenl hnlichen und demselben fast gleichwertigen fetten les enthalten1 zur ,darstellung des ,erdnules in groen ,mengen auch nach ,europa gebracht1 und zwar meist nach ,marseille1 wenig nach ,deutschland4 ,dort wird das l fabrikmig aus ihnen gewonnen4 ,in erster ,linie dient es zur ,seifebereitung2 daneben findet ein groer ,teil als ,speisel und bei der ,schokoladefabrikation ,verwendung1 meist mit ,olivenl vermischt1 dessen etwas herber ,geschmack durch das milde ,erdnul gemildert wird4 ,dieses gemischte ,speisel kommt unter dem ,namen ,oliven- oder ,tafell in den ,handel4 ,in der ,regel werden die ,erdnsse dreimal ausgepret4 ,die erste ,pressung liefert das feinste ,tafell1 die zweite l zur ,seifenbereitung1 die dritte ,schmierl4 ,die eiwei- und strkemehlreichen ,rckstnde werden zu sogenannten ,erdnukuchen geformt und in gleicher ,weise wie die ,kokosnu-1 ,sesamkuchen usw4 als auerordentlich nahrhaftes ,viehfutter in der ,landwirtschaft verwendet4 ,auch das ,erdnustroh wird vom ,vieh sehr gern gefressen4 ,fr die ,menschen aber sind in den ,hlsen gerstete ,erdnsse ein beliebter ,leckerbissen1 nach welchem besonders die ,kinder sehr lstern sind4 ,wie in ,nordamerika1 wo sie peanuts heien1 werden sie auch bei uns in zunehmendem ,mae verzehrt4 ,auerdem finden sie1 gemahlen und mit ,zucker und ,gewrzen versetzt1 zur ,herstellung von ,biskuits und ,suppen von sehr hohem ,nhrwert1 die in ihrem ,geschmack lebhaft an ,bohnensuppe erinnern1 vielfache ,verwendung4 ,auch wrden sie sich sehr zur ,vermischung mit ,schokolade eignen4 ,seinen ,bedarf an ,erdnssen deckt der europische ,grohandel zum weitaus grten ,teil aus ,westafrika1 wo sie an der ,kste vom ,senegal bis zum ,kunene berall in ziemlicher ,menge angepflanzt werden4 ,und zwar liegt die gesamte ,erdnukultur bemerkenswerterweise in den ,hnden der ,eingeborenen1 ist also ein ,erzeugnis freiwilliger und selbstndiger ,negerarbeit4 ,diese ,leute sind also doch nicht ganz so faul1 wie sie in der ,regel von den ,europern gescholten werden4 ,schon im ,jahre #aijb betrug die westafrikanische ,ausfuhr an ,erdnssen #afj ,millionen kg im ,werte von #ba1e ,millionen ,mark4 ,daran beteiligt sich in erster ,linie ,senegambien1 wo die franzsische ,kolonialregierung diesem ,erzeugnisse verstrkte ,aufmerksamkeit zuwendet4 ,in diesem ,lande1 das nach ,dr4 ,westermann schon im ,jahre #ahcg #fgjjjj kg ausfhrte1 betrug die ,erdnuausfuhr im ,jahre #ahig #gf ,millionen kg im ,werte von etwa #ae ,millionen ,mark4 ,sierra ,leone verschifft jhrlich #cjjjj kg1 ,oberguinea etwa #aj ,millionen kg 7#ahdj3 #abjj kg74 ,in ,togo1 ,kamerun und ,deutsch-,ostafrika1 wo der ,anbau der ,erdnu seit langem bekannt ist und ebenfalls ausschlielich von den ,eingeborenen gebt wird1 betrgt die ,ausfuhr zusammen jetzt schon etwa #c ,millionen kg im ,werte von etwa #djjjjj ,mark4 ,sie wird aber mit den ,jahren bedeutend steigen1 da die ,kultur dieser ,nutzpflanze wegen der geringen ,anbauschwierigkeiten und der groen ,ergiebigkeit auch hier einen gewaltigen ,aufschwung zu nehmen beginnt4 ,eine weitere lreiche ,hlsenfrucht1 die ihre ,samen ebenfalls erst in der ,erde reifen lt1 ist die ,erderbse 7,voandzia subterranea74 ,es ist dies ein im tropischen ,afrika in umfangreichem ,mae angebautes einjhriges ,kraut1 das auer einer ,pfahlwurzel weithin auf dem ,boden kriechende ,verzweigungen des ,stengels entwickelt4 ,es trgt kleeartige dreiteilige ,bltter und kurzgestielte einzelne ,blten1 die nach der ,befruchtung sich dem ,boden zuwenden und sich durch eine drehende ,bewegung der ,bltenachse1 untersttzt von rckwrts gerichteten steifen ,borsten1 in denselben hineinbohren4 ,die in der ,erde reifenden ,frchte sind kurze ,hlsen mit in der ,regel nur einem ,samen1 der lnglich-kugelig1 dunkelbraun oder gelblich1 grer als eine ,erbse ist und reichlich l enthlt4 ,besonders in ,ostafrika1 wo die ,heimat der ,pflanze zu suchen ist1 werden die ,frchte gerne gegessen1 kommen aber nicht in nennenswerten ,mengen zum ,export4 ,illustration3 ,bild #ca4 ,die ,erderbse 7,voandzia subterranea74 a ganze ,pflanze1 b einzelne ,frucht4 ,afrika ist auch das ,ursprungsland der ,rizinusstaude 7,ricinus communis71 die an mehreren ,orten1 wie im ,ambolande1 am ,kilimandjaro1 in ,abessinien und ,kordofan wildwachsend angetroffen wird und stellenweise grere ,bestnde bildet4 ,diese wegen ihrer schnen ,erscheinung bei uns fter in ,grten als ,zierpflanze gezogene groe1 einjhrige ,staude wird in ,europa nur #b-b1e m hoch1 whrend sie in ihrer ,heimat bis #ab m ,hhe erreicht4 ,ihre groen1 handfrmig gelappten ,bltter dienen in ,bengalen als ,futter des groen ,eria-,seidenspinners 7,saturnia cynthia71 der dort zur ,gewinnung einer allerdings gelben ,seide gezogen wird4 ,die #af ,varietten1 die es von ihr gibt1 weisen auf eine uralte ,kultur im ,schwarzen ,erdteil hin2 und tatschlich haben schon die ltesten gypter sie angepflanzt4 ,sie hie bei ihnen dekam und der ,same kiki4 ,die alten ,griechen nannten aber die ,pflanze selbst kiki und sagten1 da die gypter daraus ein ,brennl herstellen4 ,schon ,herodot im #e4 vorchristlichen ,jahrhundert schreibt1 da die gypter den ,wunderbaum 7sillikprion71 den sie kiki nennen1 anpflanzen4 ,dieser trgt seine belriechenden ,frchte sehr reichlich4 ,sie werden gesammelt1 zerstampft1 gepret1 oder gerstet und dann gekocht4 ,so fliet das l aus1 das ebenso gut wie ,olivenl in der ,lampe brennt1 aber stark rut48 ,der #djj ,jahre spter lebende griechische ,geograph ,strabon sagt3 ,in gypten wird der kiki auf ,feldern angebaut4 ,er liefert l1 das fast berall den ,bauern zum ,brennen und rmeren ,leuten1 sowohl ,mnnern als ,weibern1 zum ,salben dient48 ,und der griechische ,arzt ,dioskurides im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 meint1 das ,kikil tauge nicht als ,speise1 wohl aber als ,brennl und zum ,herstellen von ,pflastern4 ,zur ,gewinnung von ,brennl hat sich die ,pflanze vom ,niltal ber ,westasien nach ,indien verbreitet4 ,bei den alten ,juden hie sie kikajon1 wie wir aus der ,stelle beim ,propheten ,jonas lesen1 der unter ,jerobeam ,,ii4 von ,israel1 dem ,sohn und ,nachfolger des ,joas 7regierte von #gij-gdi v4 ,chr471 von ,jahve den ,auftrag erhielt1 dem gottlosen ,ninive den ,untergang anzudrohen1 wenn es sich nicht bessere4 ,und als sich die ,bewohner tatschlich zu ,gott wandten und verschont blieben1 ging ,jonas verdrossen aus der ,stadt hinaus1 setzte sich gegen ,morgen der ,stadt und machte sich daselbst eine ,htte2 in deren ,schatten setzte er sich1 bis er she1 was der ,stadt widerfahren wrde4 ,gott der ,herr aber verschaffte ihm einen kikajon 7von ,luther flschlich mit ,krbis bersetzt7 -- also eine ,rizinusstaude --1 der wuchs ber ,jonas1 da er ,schatten gab ber sein ,haupt4 ,und ,jonas freute sich sehr ber den kikajon2 aber der ,herr sandte des ,morgens1 da die ,morgenrte anbrach1 einen ,wurm1 der stach den kikajon1 da er verdorrete48 ,heute wird die ,rizinusstaude auer in ,westafrika besonders in ,sd- und ,ostasien1 wie auch in ,amerika in groer ,menge zur lgewinnung angebaut4 ,man st sie meist als ,zwischenfrucht zu ,beginn der ,regenzeit und schneidet am ,ende der ,trockenzeit die ,rispen1 kurz bevor sich die ,fruchtkapseln ffnen1 ab1 um sie an der ,sonne zu trocknen4 ,dabei ffnen sie sich von selbst und lassen die ziemlich groen1 meist glnzendgrauen1 mitunter auch schwarzen oder rotbraunen ,samen herausfallen4 ,diese sind innen wei1 ligfleischig1 talgweich1 enthalten #eb-ee ,prozent des durch ,pressung gewonnenen gelblichen1 dickflssigen ,rizinus- oder ,kastorls1 das bekanntlich ein mildes ,abfhrmittel ist1 aber gleichwohl von den ,chinesen vielfach als ,speisel benutzt wird4 ,in ,sdasien wird es meist als ,brennl gebraucht1 da es ein helles1 weies ,licht gibt4 ,sonst wird es vielfach zur ,herstellung von ,kerzen und ,seifen verwendet4 ,leider wird es an der ,luft leicht ranzig1 so da in ,europa die ,samen eingefhrt werden1 aus denen hier erst das l gepret wird4 ,da aber die ,rckstnde das ,ricin1 ein uerst heftiges1 das ,blut zur ,gerinnung bringendes ,gift enthalten1 sind sie trotz ihres hohen ,nhrwertes als ,viehfutter ungeeignet4 ,noch viel schrfer reizend wirkt auf die ,darmschleimhaut das ,krotonl1 das aus den ,frchten von ,croton tiglium1 einem nur #d bis #f m hohen1 in ,indien heimischen ,baum aus der ,familie der ,wolfsmilchgewchse gewonnen wird4 ,in seiner ,heimat wird er als ,schattenspender fr ,kaffee-1 ,kakao-1 ,vanille- und ,kardamompflanzen oder zur ,bildung von ,hecken1 die von allen ,tieren streng gemieden werden1 angebaut4 ,von dem zhflssigen gelben l gengt ein ,tropfen zur ausgiebigen ,darmentleerung und1 ebensoviel auf die ,haut gebracht1 bewirkt ,blasen4 ,ebenfalls1 wenn auch schwcher abfhrend1 ist das tiefgelbe1 zhflssige ,purgiernul1 das von den ,samen der im nrdlichen ,sdamerika heimischen ,jatropha curcas stammt4 ,als ,heckenpflanze oder ,sttzpflanze fr ,vanille und ,pfeffer wird der ,strauch jetzt in fast allen1 tropischen ,lndern gezchtet1 am ausgedehntesten wohl auf den ,kapverdischen ,inseln1 die jhrlich bis #e ,millionen kg ,samen nach ,europa ausfhren1 um hier das l zu pressen1 das ein vorzgliches ,brennl ist und auch als ,schmierl und in der ,seifenfabrikation befriedigt4 ,tafel #ee4 ,illustration3 ,schibutterbume in der ,steppe von ,togo 7nach ,photographie von ,w4 ,busse in ,karsten und ,schenck1 ,vegetationsbilder874 7,phot4 von ,missionar ,schklziger47 ,szenerie aus dem ,urwald am ,mongoflu bei ,bombe in ,kamerun4 ,im ,vordergrund ist ein zur ,gewinnung von ,bauholz gefllter ,naybibaum1 dessen ,frchte zur ,bereitung einer weien ,pflanzenbutter verwendet werden4 ,dahinter befindet sich eine junge lpalme4 ,tafel #ef4 7,copyright by ,f4 ,o4 ,koch47 ,illustration3 ,rizinusplantage in ,ostafrika4 ,karnaubapalme 7,copernicia cerifera7 in ,brasilien 7nach ,photographie von ,ule in ,karsten und ,schenck1 ,vegetationsbilder874 ,ein l1 das zunehmende ,bedeutung in der ,industrie erlangt hat und von dem ,deutschland jhrlich1 zumeist aus ,amerika1 fr #be bis #cj ,millionen ,mark einfhrt1 ist das ,baumwollsamenl1 das in ,china und in ,mittelasien schon seit ,jahrhunderten in sehr primitiven ,mhlen gewonnen wird4 ,aus gyptischem ,baumwollsamen gepretes l wurde zuerst #aheb versuchsweise auf den europischen ,markt gebracht4 ,bis man auf diese neue ,verwendungsmglichkeit aufmerksam wurde1 bildeten die ,samen der ,baumwollarten bei der ,gewinnung des ,spinnstoffes ein ,nebenprodukt1 das lange ,zeit als lstiger1 wertloser ,abfall angesehen und als solcher verbrannt oder in den nchsten ,flu geschttet wurde4 ,so hat der ,mississippi ,millionen ,zentner davon in den ,atlantischen ,ozean getragen4 ,heute ist dieses lstige ,abfallsprodukt ein so wertvoller ,rohstoff geworden1 da die ,samenernte und das daraus gewonnene l noch lukrativer sind als die ,baumwollernte selbst4 ,von einem #a ,hektar groen ,baumwollfeld kann man etwa #ajjj kg ,samen ernten1 und da diese #bj-be ,prozent fettes l enthalten1 so ist deren ,ausbeute sehr betrchtlich4 ,die ,baumwollsamen werden in lmhlen gemahlen und das daraus gewonnene l dient hauptschlich zur ,herstellung von ,kunstbutter und ,seife4 ,es ist dickflssig1 trbe1 von brauner bis schwarzbrauner ,farbe1 gereinigt dagegen hellgelb und von angenehmem nuartigem ,geschmack4 ,es findet namentlich in ,nordamerika als ,speisel1 aber auch zur ,verflschung anderer wertvoller ,speisele ,verwendung4 ,das in den ,vereinigten ,staaten unter dem ,namen ,olivenl verkaufte ,tafell besteht zu #ij ,prozent aus ,baumwollsamenl4 ,die ,prerckstnde1 die man heute schalen- und haarefrei herzustellen vermag1 bilden ein sehr wertvolles ,kraftfutter fr das ,vieh4 ,im ,gegensatz zu den anfnglich besprochenen ,fettstoffen1 die nicht trocknende le darstellen1 sind die beiden letztgenannten1 das ,rizinus- und ,baumwollsamenl1 trocknende le1 welche infolge des ,besitzes von ,olinsure an der ,luft zu einem durchsichtigen1 harzartigen ,krper eintrocknen4 ,zu solchen gehren ferner das ,lein-1 ,leindotter-1 ,mohn-1 ,hanf-1 ,raps-1 ,rbsen-1 ,sonnenblumensamen-1 ,haselnu-1 ,walnu-1 ,krbissamenl u4 a4 m4 ,die lteste in ,europa nachweisbare1 ,fett liefernde ,kulturpflanze ist der ,lein oder ,flachs1 den schon die neolithischen ,pfahlbauern nicht blo zur ,gewinnung eines ,faserstoffes1 sondern vor allem auch zum ,verspeisen der lreichen ,samen anpflanzten1 wie sie dies gleicherweise mit dem ,mohn taten1 dessen ,samen sich ebenfalls in ihrer ,hinterlassenschaft im moorigen ,schlamm der seither grtenteils verlandeten ,seen an den ,stellen vorfand1 die einst ,pfahlbauansiedelungen trugen4 ,er wurde teils allein1 teils mit anderen ,krnerfrchten zusammen in ,form von ,brei oder ,fladen verspeist4 ,so fand man in der ,hinterlassenschaft des neolithischen ,pfahlbaues von ,robenhausen im ,kanton ,zrich eine ,art ,flachskuchen in ,form einer aus ,flachssamen zusammengesetzten dnnen ,scheibe1 auerdem ,reste eines ,hirsebrotes1 dem einzelne ,weizenkrner und ,flachssamen beigemengt sind4 ,heute noch wird in ,indien der ,lein nur seiner lreichen ,samen wegen angebaut1 whrend seine ,fasern keine ,verwendung finden2 auch in ,abessinien dient der ,lein ausschlielich als ,speisepflanze4 ,noch im ,altertum aen die ,mittelmeervlker seine ,samen regelmig2 deshalb finden wir sie unter den ,totenspeisen der gypter aus dem alten und mittleren ,reiche1 also bis zur ,mitte des vorletzten christlichen ,jahrtausends4 ,ebenso finden wir sie bei den alten ,griechen zeitig als beliebte ,speise neben den ,mohn- und ,sesamkrnern2 und zwar wurden sie mit ,vorliebe als ,beimischung zu ,hirsebrot verwandt oder fr sich als ,brei1 oftmals mit ,honig vermengt1 genossen4 ,urkundlich erwhnt sie zuerst in solcher ,zubereitung im #g4 vorchristlichen ,jahrhundert der ,dichter ,alkman aus der ,stadt ,sardes in ,kleinasien1 der von sen ,kuchen1 aus ,mohn-1 ,lein- und ,sesamsamen spricht4 ,der griechische ,geschichtschreiber ,thukydides berichtet1 da in dem #dca-djd v4 ,chr4 zwischen der dorisch-spartanischen und der ionisch-attischen ,bundesgenossenschaft gefhrten sogenannten peloponnesischen ,kriege1 der die ,macht ,athens brach1 gleichzeitig aber ganz ,griechenland schwchte1 ,taucher der von den ,athenern belagerten ,inselstadt ,sphakteria unter dem ,wasser in ,schluchen ,mohnsaat in ,honig und zerstoene ,leinsaat als willkommene ,speise zufhrten4 ,auch in dem nrdlich vom ,po gelegenen ,oberitalien gab es nach ,plinius um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 bei den dort wohnenden keltischen ,stmmen eine sehr se lndliche ,speise aus ,leinsaat1 die aber damals nur noch bei ,opfern ,verwendung fand1 von den ,lebenden aber nicht mehr gegessen wurde4 ,whrend heute die meisten ,lnder den ,lein als ,gespinstpflanze bauen1 wird er auer in ,indien und ,abessinien nur noch in gypten und ,ruland vornehmlich der lhaltigen ,samen wegen kultiviert4 ,nur die guten1 ausgereiften ,samen dienen in diesen ,lndern zur ,aussaat2 die minder guten oder unreifen dagegen werden zur ,gewinnung eines als pflanzliches ,speisefett sehr geschtzten les benutzt1 mit dem man in jenen ,gegenden wie auch manchenorts in ,europa1 z4 ,b4 in ,bhmen1 ,schlesien1 ,thringen und wohl auch ,brandenburg1 das landesbliche ,gebck schmlzt4 ,die ,fruchtkapseln der ,leinpflanzen enthalten je zehn eifrmige1 glatte1 brunliche ,samen1 die #ca-ce ,prozent eines aus indischen ,produkten hellgelben1 aus nrdlicheren dagegen brunlichgelben les bergen1 das durch kaltes ,pressen in feinerer ,qualitt als ,speisel1 durch warmes ,pressen dagegen in geringerer ,qualitt als ,industriel gewonnen wird4 ,doch mssen die ,samen vorher #b bis #f ,monate lagern1 da das l sonst trbe und schleimig wird4 ,das meist goldgelbe1 dickflssige1 etwas scharf1 aber sonst angenehm schmeckende und riechende l wird an der ,luft durch ,sauerstoffaufnahme leicht ranzig1 heller und trocknet ein4 ,bis auf #bij ,c4 erhitzt1 wird es zher1 trocknet leichter ein und liefert den ,firnis1 der als schtzender berzug auf ,holz und ,eisen gebraucht wird4 ,ganz besonders wird er mit ,mennige verrieben zum konservierenden ,anstrich aller ,eisenkonstruktionen an ,brcken1 ,husern1 ,einhegungen usw4 verwendet1 da er mit jener eine uerst fest haftende1 lange vor ,rost schtzende ,vereinigung eingeht4 ,auf diesen ersten berzug wird dann in der ,regel graue lfarbe aufgetragen4 ,auf hhere ,temperatur gebracht wird es noch konsistenter und als ,buchdruckerfirnis brauchbar4 ,auch zu wasserdichten ,stoffen1 besonders zu ,linoleum1 wird es verwendet4 ,mit ,schwefel zusammengeschmolzen1 liefert es eine plastische1 erhrtende1 aber brchige ,masse1 die zur ,verflschung und als sehr schlechter ,ersatz fr ,kautschuk auf den ,markt gelangt4 ,die frischen ,leinsamen werden bekanntlich in der ,apotheke gefhrt1 weil sie in ,wasser gekocht1 wie die ,quittensamen und andere1 groe ,mengen ,schleim aus der obersten ,samenschale abgeben1 welcher zu ,umschlgen und als ,breikissen gebraucht wird4 ,die nach dem ,pressen zurckbleibenden ,reste endlich bilden als ,lein- oder lkuchen ein vorzgliches ,viehfutter4 ,bis zum ,mittelalter hat man die ,samen dieser lpflanze zerquetscht und gegessen4 ,erst nach der ,zeit der ,kreuzzge begann man das l als solches zu gewinnen und zu verwenden4 ,vorher hatte man in ,deutschland alles zu ritualen und ,speisezwecken verwendete l fr ,kirchen und ,klster in ,form von ,olivenl aus dem ,sden1 aus den romanischen ,lndern als vielbegehrten ,handelsartikel eingefhrt4 ,dieser ,import hrte dann auf1 und da das einheimische l billig zu stehen kam1 fand es bald ausgedehnte ,verwendung4 ,dabei wurde seit dem #ac4 ,jahrhundert neben dem ,leinsamen auch der #ea-ee ,prozent l enthaltende ,mohnsamen als ,fettspender gezogen1 um aus letzterem das mgl zu gewinnen4 ,denn mgo oder mg hie althochdeutsch der ,gartenmohn1 den schon ,karl der ,groe in den ,verordnungen fr seine ,landgter anzupflanzen befahl4 ,auch der frnkische ,mnch ,walahfried ,strabo empfahl um die ,mitte des #i4 ,jahrhunderts dessen ,anbau in einem uns erhaltenen lateinischen ,gedicht1 weil den ,krnern schlafbringende ,kraft innewohne4 ,zur ,gewinnung der lreichen ,samen haben schon die neolithischen ,pfahlbauern eine der ,stammpflanze des ,gartenmohns sehr nahe stehende ,mohnart in ziemlicher ,menge angebaut4 ,dies beweist uns die groe ,menge von ,mohnkrnern1 die sich in manchen ihrer einstigen ,niederlassungen vorfanden4 ,so kam in ,robenhausen1 wo wir selbst schon vor #bj ,jahren ,ausgrabungen beiwohnten1 auer zahlreichen vereinzelten ,smchen ein ,mohnkopf und ein ganzer ,kuchen aus verkohlten ,mohnsamen zum ,vorschein1 der aus ,tausenden kleiner1 zu einer ,masse zusammengebackener ,smchen besteht4 ,es scheinen also schon damals die ,samen in ,form von ,mohnkuchen gegessen worden zu sein4 ,aber ein l daraus zu pressen1 verstand man damals wie noch lange spter nicht4 ,erst nach den ,kreuzzgen kam solches in ,mitteleuropa auf1 und im spteren ,mittelalter trat dann die ,erzeugung von l aus ,mohnsamen so sehr in den ,vordergrund1 da man die ,pflanze selbst mgl nannte4 ,heute ist in den weiten ,gebieten1 in denen ,opium gewonnen wird1 der ,mohnsamen ein wichtiges ,nebenprodukt1 und zwar gibt der weie ,mohnsamen feineres l1 whrend der blauschwarze einen reicheren ,ertrag daran liefert4 ,man gewinnt aus ihnen #fj-hj ,prozent eines dnnflssigen1 klaren les4 ,und zwar finden auch hier zwei ,pressungen statt4 ,das erstemal wird der ,samen kalt gepret4 ,dadurch gewinnt man ein blagelbes l von angenehmem ,geschmack und ,geruch1 das den groen ,vorteil hat1 schwer ranzig zu werden2 deshalb findet es vorzugsweise als ,speisel ,verwendung4 ,bei der zweiten warmen ,pressung erhlt man das dunkelgefrbte sogenannte rote ,mohnl1 das unangenehm nach ,leim riecht und einen kratzenden ,geschmack besitzt1 weshalb man es nur industriell verwendet4 ,besonders dient es zur ,seifenfabrikation1 aber auch zur ,herstellung von ,firnis und ,malerfarben1 da es ebenfalls an der ,luft mit der ,zeit eintrocknet4 ,zur ,bereitung feiner lfarben benutzt man lieber das l der #dj bis #gj ,prozent davon enthaltenden ,walnukerne1 das ohne rissig zu werden trocknet4 ,auch als ,speisel ist letzteres vortrefflich und fand frher auch als ,brennl ,verwendung1 da es ein schnes1 helles ,licht liefert4 ,in derselben ,weise werden bisweilen auch die #fj ,prozent ,fett enthaltenden ,haselnsse zur lgewinnung gepret4 ,soweit der ,haschisch im ,orient als betubendes ,genumittel ,verwendung fand1 verzehrte man auch die #ca-cc ,prozent l enthaltenden ,samen des ihn liefernden ,hanfes als willkommene pflanzliche ,fettspeise4 ,erst sehr viel spter fanden die zhen ,fasern der ,stengel dieser ,pflanze zu allerlei ,gespinsten ,verwendung1 zu welchem ,zwecke ausschlielich der mittelasiatische ,hanf aus dem ,morgenlande in ,europa eingefhrt wurde4 ,zuerst bauten ihn hier nach dem ,berichte des griechischen ,geschichtschreibers ,herodot die ,skythen1 aber noch nicht zur ,verwendung des ,faserstoffs1 wie ausdrcklich bemerkt wird1 sondern als ,genumittel an1 um sich durch ,verbrennen der ,hanfsamen auf im ,feuer hei gemachten ,steinen in niederen1 allseitig geschlossenen ,zelten aus ,wollfilzdecken mit einem tragenden ,gerst aus ,holzstangen zu betuben4 ,die lreichen ,samen jedoch werden sie kaum gegessen haben1 da sie wohl aus der ,milch ihrer ,herdentiere ,butter gewannen1 die sie zur ,schmlzung ihrer ,mehlgerichte verwendeten4 ,viel wichtigere lpflanzen sind bei uns ,raps und ,rbsen1 die heute fast in ganz ,europa1 besonders aber in ,frankreich und ,belgien viel angepflanzt werden4 ,sie treten uns geschichtlich erst spt1 und zwar zuerst um ,erfurt herum angebaut1 entgegen1 breiteten sich dann aber auch am weitesten aus1 da sie sich vorzglich zum ,brennen am ,docht eigneten4 ,aus diesem ,grunde hielt man sie in der ,vorzeit1 bevor das ,petroleum als ,beleuchtungsmittel aufkam1 in hohen ,ehren4 ,das ,rapsl ist dickflssiger als das olivenbraune ,rbl4 ,heute dienen sie weniger als ,brenn-1 denn als ,schmierle1 werden aber auch der ,kunstbutter zugesetzt1 um sie salbenfrmig1 streichfhig zu machen4 ,bei dem ungeheuren ,bedarf der ,seifen- und ,schmierlindustrie gengen aber die europischen ,kulturen nicht1 vielmehr werden aus ,ostindien groe ,mengen davon importiert4 ,der ,raps ist eine gelbe ,kohlrbe1 auch ,erdrbe genannt1 die1 weil man sie in ,blten schieen lt1 nur eine dnne und holzige ,pfahlwurzel hat2 der ,rbsen ist die dem ,raps entsprechende ,form der weien ,rbe4 ,beide werden in zwei ,formen gezogen1 als im ,herbste geste und im folgenden ,sommer zur ,reife gelangende ,winterform und eine andere1 im ,frhjahr geste1 die noch in demselben ,jahre ihren ,vegetationszyklus vollendet4 ,dabei ist die ,winterform lreicher als die ,sommerform4 ,so enthlt der ,sommerraps #ce ,prozent1 der ,sommerrbsen #cd ,prozent l1 whrend der ,winterraps #cg-ci ,prozent und der ,winterrbsen #ce-ch ,prozent desselben aufweist4 ,die ,kultur dieser ,fettspender ist in vorgeschichtlicher ,zeit von um die ,nord- und ,ostsee wohnenden ,vlkern vorgenommen worden und hat sich im vorletzten vorgeschichtlichen ,jahrtausend nach ,westasien und im letzten vorgeschichtlichen nach ,ostasien verbreitet4 ,ein anderer als ,fettspender wichtiger ,kreuzbltler ist der ,flachs- oder ,leindotter 7,camelina sativa71 eine #j1c-a m hohe einjhrige ,pflanze mit kleinen1 gelben ,blten und lnglichen1 dottergelben1 sehr kleinen ,samen1 die #bg-ca ,prozent ,fett enthalten4 ,diese im gemigten ,europa wie in ,nordasien heimische ,pflanze wird besonders in ,belgien1 in den ,niederlanden und in ,sddeutschland als lpflanze angebaut4 ,sie ist in ihrem ,ertrage sicherer als der ,sommerraps und der ,sommerrbsen und wird gern angebaut1 wenn der ,winterraps infolge zu intensiver ,klte zugrunde ging4 ,dagegen saugt sie den ,boden strker aus und ist weniger eintrglich als jener4 ,das hellgelbe1 fast geruch- und geschmacklose aus den ,samen gewonnene l dient als ,speisel und zur ,seifenfabrikation2 nur wird es leicht ranzig4 ,die weien1 grauen1 gelben bis schwarzen ,samen der aus ,mexiko stammenden ,sonnenblume enthalten etwa #cb ,prozent klares1 blagelbes1 geruchloses1 angenehm schmeckendes l1 das sich gut als ,speisel verwenden lt1 meist jedoch der ,seifen- und ,firnisfabrikation dient4 ,als die ,europer in das atlantische ,gebiet ,nordamerikas gelangten1 fanden sie auer ,mais1 das als ,hauptnhrfrucht diente1 ,bohnen1 ,krbis1 ,tabak auch ,sonnenblumen von den ,indianern angepflanzt1 deren ,samen man rstete und zu ,mehl zerrieb4 ,bald nach der ,entdeckung ,amerikas gelangte die ,sonnenblume nach ,europa und verbreitete sich allmhlich bis ,sdasien4 ,heute stammt das meiste in den ,handel gelangende ,sonnenblumensamenl aus ,ungarn1 ,italien1 dem sdlichen ,ruland und ,indien4 ,selbst die ,bucheckern1 die #ae-bh ,prozent ,fett enthaltenden ,frchte der ,rotbuche1 werden in ,thringen1 ,hannover1 am ,rhein und in ,frankreich gepret und das hellgelbe1 klare1 mild schmeckende1 fast geruchlose ,bucheckernl daraus gewonnen4 ,kalt gepret liefert es ein gutes ,speisel und dient zur ,flschung des ,mandells2 hei gepret dagegen ist es brunlich1 dient als ,brennl und zur ,seifenbereitung1 wobei es weiche1 gelbliche1 spter grnlich werdende ,seifen liefert4 ,die ,prerckstnde knnen nur an ,schweine und ,wiederkuer1 nicht aber an ,pferde verfttert werden1 da sie das giftige ,cholin enthalten1 gegen das die ersteren unempfindlich sind1 das aber ,pferden schdlich wird4 ,reiche ,buchensamenjahre1 wie sie alle #h-aj ,jahre vorkommen1 liefern unendliche ,massen dieser kstlichen1 billigsten lfrucht1 die man meist nutzlos im ,walde verfaulen lt1 statt sie auszuntzen4 ,am ausgiebigsten sammelt man die ,bucheckern durch ,anschlagen strkerer ste mit einem hlzernen ,hammer1 wobei die herabfallenden ,frchte in untergelegte ,tcher aufgefangen werden4 ,die ,herstellungskosten fr einen ,liter ,bucheckernl1 das als ,back- und ,salatl meist allen anderen ,schmlzmitteln vorgezogen wird1 stellen sich insgesamt auf hchstens #dj ,pfennige4 ,die ,aufbewahrung desselben geschieht am besten in groen1 gut verschlossenen ,steinkrgen2 auch empfiehlt es sich1 dasselbe nach ,verlauf eines halben ,jahres nochmals abzudampfen4 ,derart behandelt hlt es sich wenigstens drei ,jahre lang ohne zu verderben4 ,die ,frchte des zum ,frben dienenden ,saflors 7,carthamus tinctorius71 die #bj bis #cj ,prozent eines sich besonders als ,brennl eignenden les enthalten1 und die der ,nigersaat 7,guizotia abessinica71 einer ,pflanze des tropischen ,afrika1 die #dj-ej ,prozent enthalten1 werden ebenfalls auf fettes l verarbeitet4 ,das ,nigersaatl erinnert durch den ,geschmack an ,nul und findet besonders in ,ostindien1 wo man den ,wert dieses les schon lange schtzen gelernt hat1 bei der ,zubereitung von ,speisen vielfach ,verwendung4 ,die ,nigersaat gedeiht sehr leicht auf jedem ,boden und liefert schon vier ,monate nach der ,aussaat reife ,samen4 ,die ,pflanze ist eine bis #a1e m hohe1 an ihren oberen ,teilen rauhhaarige1 unten dagegen fast kahle ,komposite mit gegenstndigen1 schmalen1 gezhnten ,blttern und gelben ,blten1 die nach der ,befruchtung durch ,insekten etwa #e mm lange und #c mm breite1 glnzendschwarze ,samen liefern4 ,da sie sehr eiweireich sind1 geben die ,prerckstnde ein auerordentlich nahrhaftes und deshalb gesuchtes ,futter4 ,in ihrer ,heimat1 dem tropischen ,afrika1 hat dieser wichtige ,fettspender nicht die verdiente ,kultur gefunden4 ,nur in ,abessinien baut man ihn in umfangreicherem ,mae an4 ,besonders hat aber ,ostindien den ,wert dieser lpflanze erkannt und kultiviert sie in ,menge4 ,neuerdings sollte ihr in ,ostafrika1 wo sie heimisch ist1 vermehrte ,aufmerksamkeit geschenkt werden1 da sie in ihren ,samen einen wertvollen1 viel nach ,europa eingefhrten ,handelsartikel bildet4 ,aus den ,samen von ,bactris minor wird auf ,trinidad und ,jamaika ein gelbliches ,fett mit ,veilchenaroma und sem ,geschmack1 die ,macajabutter1 gewonnen und allgemein als ,speisefett verwendet4 ,sehr ergiebig sind die ,samen von ,litsea sebifera1 deren ,fett der ,kerzenfabrikation dient4 ,die ,frchte eines einzigen ,baumes geben gengend ,material zur ,herstellung von #ejj ,kerzen4 ,das ,rettichl wird in ,china wie das ,sesaml zur ,bereitung der schwarzen ,tusche zum ,schreiben verwendet2 das ,senfl dagegen1 das zu #bb-bi ,prozent in den ,senfsamen enthalten ist1 dient in ,indien als ausgezeichnetes ,brennl4 ,heute wird der ,senf in ,indien nicht mehr als ,gewrzpflanze1 sondern fast nur noch zur ,gewinnung dieses ls kultiviert4 ,ein sehr feines1 geruch- und farbloses1 sliches l ist dasjenige von ,moringa oleifera1 das ,behenl1 das fr die ,parfmerie und ,uhrenmacherei sehr geschtzt wird4 ,ebenfalls fr die ,kosmetik von ,bedeutung ist das ,mandell1 zu dessen ,bereitung man se und bittere ,mandeln mischt2 doch enthalten die bitteren ,mandeln weniger l1 nmlich nur #dc-dh ,prozent1 als die sen1 die #ej-ee ,prozent davon aufweisen4 ,da sie aber auerdem ber #bd ,prozent ,eiweikrper besitzen1 so liefern die nach der ,pressung zurckbleibenden ,prekuchen ein sehr gutes ,viehfutter4 ,das ,mandell ist hellgelb1 geruchlos1 angenehm schmeckend1 dnnflssiger als ,olivenl1 wird aber leicht ranzig4 ,es kommt mit ,mohn-1 ,nu-1 ,pfirsichkern- und ,aprikosenkernl verflscht in den ,handel4 ,letztere beiden le werden auch an und fr sich von ,sdfrankreich aus als ses ,mandell8 verkauft4 ,echtes ,mandell1 das in der ,parfmerie und zur ,fabrikation der sehr festen ,mandelseife verwendet wird1 stammt fast nur aus ,england4 ,in den bitteren ,mandeln ist das ,mandell an das ,amygdalin gebunden1 einen ,krper1 der ihnen den bitteren ,geschmack verleiht4 ,auerdem ist darin ein ,ferment1 ,emulsin genannt1 enthalten1 welches beim ,verreiben der bitteren ,mandeln mit ,wasser das ,amygdalin in ,traubenzucker1 ,bittermandell und ,blausure spaltet4 ,da nun etwa #j1h ,prozent der ,verbindung ,bittermandell-,blausure in den bitteren ,mandeln enthalten ist1 so ist es begreiflich1 da bittere ,mandeln eine giftige ,wirkung uern4 ,ein ,dutzend derselben kann bei ,erwachsenen schon schwere ,vergiftungen hervorrufen4 ,das ,bittermandell wird in der ,likrfabrikation und ,medizin1 am hufigsten aber zum ,parfmieren billiger ,seifen1 z4 ,b4 der ,kokosnuseifen1 verwendet4 ,allerdings hat hier der ,mensch ttig eingegriffen und es der ,natur gleichgetan1 indem er im synthetisch aus ,benzol und ,salpetersure hergestellten ,nitrobenzol1 auch ,mirbanl genannt1 einen vollstndigen ,ersatz fr das ,bittermandell als ,parfmeriemittel schuf4 ,deshalb ist letzteres in der gewerblichen ,verwendung fast vllig durch das knstliche ,produkt verdrngt worden4 ,aus den sen ,mandeln dagegen wird die fr kosmetische ,zwecke geschtzte ,mandelkleie hergestellt4 ,ebenfalls in der ,parfmerie1 ,pharmazie und ,seifenfabrikation viel verwendet wird die aus den ,kakaobohnen gewonnene ,kakaobutter1 die zu #eb ,prozent in diesen enthalten ist4 ,sie wird in der ,weise aus ihnen ausgezogen1 da die gersteten und geschlten ,bohnen auf etwa #hj ,c4 erwrmt1 in ,zwilchscke gepackt und das l dann zwischen warmen ,preplatten ausgequetscht und hernach filtriert wird4 ,es ist weilich1 von mildem1 angenehmem ,geschmack und ,geruch nach ,kakao und wird schwer ranzig4 ,in gleicher ,weise wird das ,fett der ,muskatnsse1 die ,muskatbutter1 aus den zurckgestellten1 kleinen1 schadhaften1 feingemahlenen ,nssen durch ,auspressen in erwrmtem ,zustande gewonnen4 ,die talgartige1 rtlichbraune ,masse wird dann in ,metallgefen erstarren gelassen und kommt in kleinen ,wrfeln in den ,handel4 ,sie riecht angenehm nach ,muskatnu und dient besonders der ,parfmfabrikation4 ,zur ,kerzenfabrikation dient der chinesische ,talg1 das weie bis grnliche ,fett der ,samen des chinesischen ,talgbaumes 7,sapium sebiferum71 von welchem diese ganz umhllt sind4 ,dieser ,baum ist eine kahle1 in ,china und ,japan heimische ,euphorbiazee1 die in diesen ,lndern seit alter ,zeit kultiviert wird4 ,er wurde aber auch nach ,ostindien und allen wrmeren ,lndern beider ,erdhlften verpflanzt und gedeiht meist sehr gut4 ,die in den ,monaten ,november und ,dezember gesammelten ,samen werden in groe1 mit ,lchern versehene ,holzzylinder gebracht und mit heiem ,wasserdampf behandelt1 wobei der ,talg abfliet1 um nach dem ,erstarren noch einmal geschmolzen und filtriert zu werden4 ,er bildet erstarrt mattweie1 brchige ,stcke1 die in mchtigen ,platten von #dj-ej kg ,gewicht in den ,handel gelangen und vornehmlich in der ,kerzenfabrikation ,verwendung finden4 ,die zurckgebliebenen ,samen1 deren ,nhrgewebe sehr lreich ist1 werden in ,steinmrsern zerstampft1 mit ,wasser erhitzt und gepret1 wobei ein von den ,chinesen fing-yu genanntes flssiges ,fett erhalten wird1 das man zur ,firnisfabrikation und als ,brennl bentzt4 ,diesem chinesischen ,talg hnlich ist der in ,ostindien durch ,auskochen der gersteten und gemahlenen ,samen der ,vateria indica gewonnene ,vateriatalg1 der zuerst gelblich1 spter aber farblos ist1 ganz angenehm schmeckt und riecht und in ,england zur ,kerzenfabrikation dient4 ,sehr verbreitet ist im ,pflanzenreich die ,ausscheidung eines berzuges von ,wachs an ,organen1 besonders ,blttern1 bei denen die ,verdunstung herabgesetzt werden soll4 ,auch an ,frchten ist gelegentlich dieser ,wachsberzug zu finden1 man denke nur an den leichten ,wachsberzug unserer ,pflaumen und ,zwetschen1 der sie wie bereift erscheinen lt4 ,allerdings ist in der ,regel die ,wachsausscheidung eine viel zu geringe1 als da sie sich ausbeuten und technisch verwerten liee4 ,nur ganz ausnahmsweise ist dies der ,fall1 so bei der in ,nordamerika heimischen ,wachsgagel 7,myrica cerifera74 ,es ist dies eine unserer1 auf den norddeutschen ,heiden weit verbreiteten1 stark riechenden ,gagel 7,myrica gale7 verwandte ,art1 deren erbsengroe1 braune ,frchte von einer schneeweien ,wachskruste bedeckt sind4 ,kocht man die ,beeren in ,wasser1 so sinken sie unter und das ,wachs sammelt sich an der ,oberflche der ,flssigkeit als fettige ,masse an1 wird abgeschpft und in flachen ,schsseln erkalten gelassen4 ,ein ,strauch gibt #aj-ae kg ,beeren mit etwa #be ,prozent dieses als ,myrica- oder ,myrtenwachs bezeichneten vegetabilischen ,wachses4 ,es ist hrter als ,bienenwachs1 geschmacklos1 von schwachem ,balsamgeruch und wurde von den ,indianern in ,menge verzehrt4 ,jetzt dient dieses ,myrtlewachs1 wie es die ,amerikaner nennen1 zur ,anfertigung von ,kerzen1 die nach dem ,auslschen einen angenehmen ,geruch verbreiten4 ,diesem hnlich ist das von ,myrica carolinensis in ,nordamerika1 von ,myrica carcassana in ,neugranada und ,myrica quercifolia1 ,m4 cordifolia und ,m4 laciniata am ,kap der ,guten ,hoffnung durch ebenfalls ,auskochen mit ,wasser gewonnene grnliche1 sehr schwach balsamisch riechende vegetabilische ,wachs1 das wie ,bienenwachs benutzt und mit diesem vermengt verwendet wird4 ,auf dieselbe ,art wird in ,china und ,japan das sogenannte ,japanwachs aus den ,beeren des von ,japan lngs der ,ostkste ,asiens bis in den ,himalaja verbreiteten ,wachs-,sumachs 7,rhus succedanea7 gewonnen und ebenfalls meist zu ,kerzen verarbeitet4 ,auch die ,beeren von ,rhus vernicifera und silvestris werden in gleicher ,weise durch ,auskochen und ,pressen zur ,gewinnung von ,wachs verarbeitet4 ,dieses ist blagelb1 nach lngerem ,liegen auen dunkelgelb bis brunlich mit schneeweiem ,anflug4 ,es ist das fr den ,handel weitaus wichtigste ,pflanzenwachs1 das seit dem ,jahre #ahed in groen ,mengen in ,form zentnerschwerer ,blcke oder ,scheiben nach ,europa und ,amerika gelangt4 ,von ihm werden in ,london allein jhrlich mehr als #bjjjjj kg umgesetzt4 ,es hat die ,eigentmlichkeit1 beim ,einschmelzen bis #cj ,prozent ,wasser aufzunehmen1 es wird daher auch oft mit ,wasser verflscht4 ,in ,japan wird es als ,ersatz fr tierischen ,talg und ,bienenwachs1 auch zum ,aufpolieren von gedrechselten ,gegenstnden aus ,holz1 bei uns dagegen hauptschlich fr ,wachsstreichhlzchen und ,wachskerzen1 berhaupt als ,zusatz zu ,bienenwachs verwendet2 es ist nmlich nur halb so teuer wie dieses4 ,ein naher ,verwandter des ,wachs-,sumachs ist brigens der giftige ,firnis-,sumach 7,rhus vernicifera71 ein hoher ,baum1 aus dessen ,stamm durch ,einschnitte der ,firnis gewonnen wird1 mit ,hilfe dessen die ,japaner ihren so vortrefflichen1 unverwstlichen ,lack herstellen1 der in einem spteren ,abschnitte eingehender besprochen werden soll4 ,auerordentlich reich an einem wachsartigen ,harz sind manche ,balanophoren1 fleischige ,wurzelschmarotzer der ,tropen von staudenartiger ,tracht1 die1 weil sie des ,blattgrns und grerer ,bltter vllig entbehren1 eher an ,pilze als an hoch organisierte ,gewchse erinnern4 ,die getrockneten ,pflanzen brennen angezndet mit leuchtender ,flamme1 deshalb werden sie beispielsweise in ,sdamerika als siejas auf den ,mrkten verkauft und an kirchlichen ,feiertagen wie ,kerzen verbrannt4 ,auf ,java zerstt man solche frische ,balanophoren zu ,brei und bestreicht mit dieser ,paste dnne ,bambusstbchen1 welche als ,taschenkerzchen dienen4 ,technisch wichtiger ist das ,wachs der ,wachspalme 7,ceroxylon andicola71 die auf den ,anden ,sdamerikas in den ,staaten ,columbien1 ,ekuador und ,neugranada in #bjjj-cjjj m ,hhe wchst4 ,sie besitzt einen bis #ge m hohen1 geringelten ,stamm von mehr als #cj cm ,durchmesser1 der in der halben ,hhe anschwillt und von unten bis oben von einer etwa #f mm starken ,schicht blagelben1 sprden ,wachses bedeckt ist1 das ihm ein marmorartiges ,aussehen verleiht4 ,obschon es zu mit ,harz vermischt ist1 wird es ziemlich wie ,bienenwachs benutzt und neuerdings in groer ,menge in die verschiedenen ,kulturlnder1 auch nach ,europa1 eingefhrt4 ,die gefiederten ,bltter werden #f-g1e m lang und sind oben dunkelgrn1 unten silberwei4 ,das ,wachs1 das einen namhaften ,handelsartikel bildet1 gewinnt man durch ,abschaben der gefllten ,stmme1 von denen jeder etwa #ab kg liefert4 ,mit ,talg zusammengeschmolzen gibt es eine gute ,kerzenmasse1 die aber gelb ist1 weil dieses ,baumwachs nicht gebleicht werden kann4 ,das ,holz ist sehr dauerhaft und wird besonders als ,bauholz geschtzt4 ,mit den ,blttern deckt man1 wie mit denjenigen der meisten anderen ,palmenarten1 ,dcher und benutzt sie zu allerlei ,flechtwerk4 ,ebenfalls in ,sdamerika1 aber im stlichsten ,zipfel dieses ,kontinents1 nmlich in den brasilischen ,provinzen ,ceara1 ,pernambuco und ,rio ,grande besonders an ,fluufern heimisch1 ist die gleichfalls ,wachs liefernde ,karnaubapalme 7,copernicia cerifera74 ,es ist dies ein #ab-ae m hoher ,baum1 dessen blaugrne1 bereifte1 bis #b m langen ,bltter eine kugelrunde ,krone bilden4 ,auf feuchtgrndigem ,boden bildet er oft ansehnliche ,bestnde4 ,sein ,holz ist sehr dauerhaft und wird als ,nutzholz verwendet1 whrend die ,bltter zu ,bedachung der ,htten und als ,flechtmaterial dienen1 auch einen starken ,faserstoff zur ,herstellung der in jedem ,hause statt der ,betten gebruchlichen ,hngematten1 von ,stricken usw4 liefern4 ,die jngeren derselben1 die als ,viehfutter verwendet werden knnen1 liefern ein strohgelbes ,wachs1 das beide ,blattflchen bedeckt4 ,an der ,oberseite der ,bltter ist die ,wachsschicht dicker und sitzt loser1 so da sie sich beim ,schtteln der ,bltter in ,form kleiner ,schuppen ablst1 an der ,unterseite jedoch ist sie dnner und sitzt fester1 so da man das betreffende ,wachs nur durch ,abschaben gewinnen kann4 ,wenn die jungen ,fcherbltter sich eben auszubreiten beginnen1 schneidet man sie vorsichtig ab1 trocknet sie und klopft sie so lange mit einem ,stock1 bis die ,wachsschichten vollstndig abgefallen sind4 ,das so erhaltene grauweie ,pulver wird dann ber einem freien ,feuer zusammengeschmolzen oder mit wenig ,wasser in einem ,topfe gekocht4 ,nach einer anderen ,methode taucht man die ,bltter in heies ,wasser und sammelt das auf der ,oberflche sich abscheidende flssige ,wachs1 um es in tnerne ,formen zu gieen1 in denen es zu etwa #b kg schweren ,kuchen erstarrt4 ,dieses rohe ,karnauba-,wachs ist schmutzig gelblichgrn1 stellenweise brunlich1 hart1 sprde1 geschmacklos und wird -- frher ausschlielich in ,europa1 jetzt meist schon in ,brasilien -- gereinigt und ist dann von blagrnlich-gelber ,farbe1 dichtem ,gefge und sehr schwach aromatischem ,geruch4 ,es wird seit dem ,jahre #aheb in zunehmendem ,mae auch nach ,europa ausgefhrt1 um hier zur ,herstellung von ,siegellack1 ,kerzen1 weichen ,firnissen1 als ,schuhmacherwachs und zum ,glnzendmachen des ,sohlleders verwendet zu werden4 ,es lt sich so wenig als das ,wachs der ,wachspalme knstlich bleichen1 doch wird ihm seine ,sprdigkeit durch ,beimengung von ,talg oder ,bienenwachs genommen4 ,viele ,menschen beschftigen sich ausschlielich mit der ,gewinnung desselben4 ,jhrlich werden etwa #b ,millionen kg exportiert und fast ebensoviel im ,lande selbst verbraucht4 ,aus den trockenen ,blttern flicht man ,matten1 die violetten1 haselnugroen1 bitteren ,frchte werden roh oder gekocht von den ,indianern gegessen und deren gerstete und gemahlene ,kerne geben ein nahrhaftes ,getrnk als ,ersatz des ,kaffees4 ,aus dem ,marke des ,stammes gewinnt man ein schmackhaftes ,mehl und die ,blattknospen geben einen trefflichen ,palmkohl4 ,auer als ,nahrung haben die verschiedenen ,fettkrper im ,laufe der ,kulturentwicklung der ,menschheit besonders zur ,gewinnung von ,seife und ,beleuchtungsmaterial eine groe ,bedeutung gewonnen4 ,die ,seife ist eine keltische ,erfindung1 bestehend aus einer ,mischung von ,fett mit ,asche1 spter mit ,aschenlauge1 und stellt chemisch betrachtet ein ,salz dar1 in welchem alkalische ,basen mit ,fettsuren verbunden sind4 ,von den ,alkalien werden sowohl ,kali als ,natron verwendet2 zuerst benutzte man sie zusammen1 spter aber1 als man beide voneinander zu scheiden vermochte1 getrennt1 wobei die ,kaliseifen als eine weiche1 schmierige ,masse1 die ,natronseifen jedoch in harter ,form gewonnen wurden4 ,die keltische ,bezeichnung fr die ,seife ist saipo1 ein ,wort1 das im ,deutschen sich als ,seife erhielt4 ,unter der ,bezeichnung sapo gelangte sie zu den ,rmern1 die vorher1 wie alle antiken ,vlker1 auer gefaultem ,urin oder gewissen1 ,saponine oder ,seifenstoff enthaltenden ,pflanzenabkochungen vor allem die ,holzasche als natrliche ,soda zum ,waschen benutzt hatten4 ,nach ,plinius bereiteten die ,gallier feste und flssige ,seife aus ,ziegentalg und ,buchenasche und benutzten sie als uerliche ,arznei und ,haarverschnerungsmittel4 ,erst ,galenos 7#aca-bjj n4 ,chr47 spricht von der deutschen ,seife1 die als ,reinigungsmittel benutzt werde4 ,durch die ,verwendung von gebranntem ,kalk bei der ,herstellung der ,aschenlauge wurden dann spter bessere ,seifen erzielt4 ,nachdem die ,seifensiederei aus einem in jedem ,haushalt fr sich hergestellten ,geschft in den gewerblichen ,betrieb bergegangen war1 scheint sie sich jahrhundertelang durch das ganze ,mittelalter hindurch ohne besondere ,fortschritte erhalten zu haben4 ,schon im #i4 ,jahrhundert hatte ,massalia1 das heutige ,marseille1 einen bedeutenden ,seifenhandel1 und zwar diente dort vorzugsweise das ,olivenl als ,fett bei der ,seifenbereitung4 ,ihm verdankt die ,marseillerseife bis auf den heutigen ,tag ihren guten ,ruf4 ,im #ae4 ,jahrhundert lag der ,seifenhandel besonders in den ,hnden ,venedigs1 und im #ag4 ,jahrhundert hatten ,savona1 ,genua neben ,marseille die ,fhrung darin4 ,eine mchtige ,frderung erhielt die ,seifenindustrie seitdem der franzsische ,chemiker ,chevreul die ,natur der ,fette und mithin das ,wesen des ,verseifungsprozesses kennen gelehrt1 andererseits die ,entwicklung der ,sodaindustrie einen mchtigen ,ansto zur ,verbesserung des ,verfahrens der ,seifengewinnung gegeben hatte4 ,gegenwrtig wird aus ,liverpool allein mehr ,seife jhrlich ausgefhrt als vor der ,begrndung der ,sodaindustrie aus smtlichen ,hfen ,grobritanniens zusammengenommen4 ,weiterhin wurde die ,seifenindustrie durch die ,einfhrung von ,palml1 ,kokosl1 sdamerikanischem und australischem ,tiertalg und nordamerikanischem ,fichtenharz begnstigt4 ,das ,kokosl gestattete die ,herstellung der ,leimseifen2 es kam um #ahcj zuerst nach ,deutschland und ,douglas bereitete aus ihm auf kaltem ,wege die erste ,kokosnul-,sodaseife fr medizinische ,zwecke4 ,heute fhrt ,deutschland rund #a1h ,millionen kg ,seife ein und #aj ,millionen kg ,seife aus4 ,was es selbst verbraucht1 ist nicht anzugeben1 doch stellt dies eine sehr groe ,menge dieses heute vllig unentbehrlichen ,reinigungsmittels dar4 ,wie die ,seifenbestandteile1 das l und die ,holzaschenlauge1 so entstammt auch alles ,beleuchtungsmaterial direkt oder indirekt dem ,pflanzenreiche4 ,der lteste ,lichtspender ist das flackernde ,holz des ,herdfeuers1 das seinen warmen ,schein schon dem unstet nach tierischer ,beute umherschweifenden ,hhlenbewohner der ,urzeit1 wie dem durch ,feldbau und ,viehzucht ansssig gewordenen ,neolithiker in seiner bescheidenen ,behausung erstrahlen lie4 ,ihm folgte auf einer spteren ,stufe als spezifiziertes ,beleuchtungsmittel der schrg in einen ,stnder aus unverbrennlichem ,material1 am besten aus ,metall1 sobald solches bekannt und zu haben war1 gesteckte ,kienspan2 denn schon sehr frh wird der ,mensch die ,beobachtung gemacht haben1 da ,holz um so leichter und mit um so grerer ,flamme brennt1 je harzreicher es ist4 ,deshalb suchte er bei den ,nadelhlzern die harzreichsten ,teile1 das ,wurzelwerk1 zur ,beleuchtung zu erlangen4 ,die ,kulturvlker des ,altertums benutzten daneben auch mit ,pech und ,wachs getrnkte ,flachsschnre1 und in spterer ,zeit in ,pech getauchte oder mit ,wachs berzogene getrocknete ,binsen oder ,streifen von drrem ,papyrusmark4 ,auch ,schilfrohr1 dessen ,hhlung mit ,fett ausgegossen war1 diente als ,vorlufer der ,kerze4 ,diese selbst scheint erst in der rmischen ,kaiserzeit als candela -- das sich im franzsischen chandelle erhielt -- aufgekommen zu sein und wurde schon damals sowohl aus ,wachs1 als aus ,talg hergestellt und demnach als cerea 7von cera ,wachs7 oder sebacea 7aus sebum ,talg7 unterschieden4 ,man stellte sie in der ,weise her1 da man drre ,binsenstengel oder ,streifen von ,papyrusmark1 spter auch ,flachsfden als ,docht so oft in geschmolzenes ,fett oder ,wachs tauchte1 bis die ,fetthlle im ,verhltnis zum ,kern eine ansehnliche ,dicke erreicht hatte4 ,besonders bei ,leichenbegngnissen wurden bei den vornehmen ,griechen und ,rmern der spteren ,zeit groe ,kerzen in den ,dimensionen unserer ,kirchenlichter getragen1 whrend im ,haushalte besonders bei festlichen ,anlssen kleinere gebraucht wurden1 die man in ,leuchter der verschiedensten ,konstruktionen steckte4 ,war der ,lichttrger sehr hoch1 damit die dareingesteckten ,kerzen weithin leuchteten1 so hie er 7nach candela ,kerze7 candelabrum4 ,in ,deutschland wurde die ,talgkerze erst im #i4 ,jahrhundert bekannt und begann hier allmhlich den bis dahin blichen ,kienspan zu verdrngen4 ,wachskerzen dagegen kamen erst im #ad4 ,jahrhundert in ,gebrauch1 waren aber auch an ,hfen reicher ,frsten immer noch etwas ,kostbares1 mit dem man sehr sparsam umging4 ,im ,laufe des #ae4 ,jahrhunderts erst wurde der ,gebrauch von ,wachskerzen durch die katholische ,kirche immer mehr gesteigert und dehnte sich im #af4 ,jahrhundert ins ,fabelhafte aus2 so wurde beispielsweise zu ,luthers ,zeiten allein in der ,schlokirche zu ,wittenberg etwa #cfjjj ,pfund ,wachskerzen im ,jahre als ,opferspenden verbrannt4 ,dieser mit dem ,kult in ,zusammenhang stehende ,luxus blieb aber auf die ,gotteshuser beschrnkt2 denn die ,brger und ,bauern begngten sich in ihren ,husern mit den viel billigeren ,talglichtern1 deren ,herstellung die ,hausfrau immer noch selbst besorgte4 ,im ,november1 wenn die ,feldarbeit beendet war1 begann wie fr den ,mann die ,drescharbeit in der ,tenne1 so fr die ,frau die ,zeit des ,lichtstippens84 ,durch wiederholtes ,eintauchen des aus ,leinen und spter ,baumwolle angefertigten ,dochtes in geschmolzenen ,talg wurden die ,lichter auf die gewhnliche ,dicke gebracht4 ,erst seit dem #ag4 ,jahrhundert wurden die ,unschlittkerzen auf der ,form gegossen1 und zwar dnnere fr die ,werktage und dickere fr die ,feiertage4 ,zu ,anfang des #ai4 ,jahrhunderts begann man den ,talg durch ,entfernung der lsure vermittelst ,pressen hrter zu machen und ihm das ligschmierige ,aussehen zu nehmen4 #ahbc erschienen die wichtigen ,untersuchungen ber die ,fette tierischen ,ursprungs des franzsischen ,chemikers ,chevreul1 denen zufolge zwei ,jahre spter ,cambacrs1 der zuerst die geflochtenen und auerdem chemisch mit ,schwefelsure zubereiteten ,dochte in ,anwendung brachte1 ,kerzen aus ,fettsuren herzustellen versuchte2 doch waren diese braun1 fhlten sich immer noch fettig an und verbreiteten einen unangenehmen ,geruch4 ,die ersten einigermaen brauchbaren ,kerzen brachte ein ,herr von ,milly in ,paris auf4 ,er war vormals ,kammerherr ,karls ,x4 gewesen1 hatte aber durch die ,julirevolution und die danach folgende ,abdankung des ,knigs #ahcj seinen ,posten verloren2 deshalb errichtete er1 um sich eine neue ,existenz zu grnden1 zu ,paris eine kleine ,fabrik zur ,herstellung von ,kerzen4 ,die erste ,entdeckung1 die er machte1 bezeichnete schon einen sehr erheblichen ,fortschritt4 ,an ,stelle der kaustischen ,soda1 die ,chevreul und sein ,teilhaber ,gay-,lussac zur ,verseifung der ,fette seit #ahbe angewandt hatten1 benutzte er dazu den tzkalk und erhielt dadurch eine ,kalkseife1 aus der die ,fettsuren zur ,herstellung von ,kerzen sich mit ,hilfe der ,schwefelsure leicht abscheiden lieen4 ,durch anfnglich kalte1 im ,verlaufe jedoch gesteigerte und zuletzt warme ,pressungen waren die bei gewhnlicher ,temperatur festen ,fettsuren leicht von der ,olinsure zu trennen4 ,die aus den festen ,fettsuren1 der ,palmitin- und ,stearinsure 7vom griechischen star ,fett71 die in der ersten ,zeit als eine einzige betrachtet und ihrer perlmutterartig glnzenden ,krystalle wegen 7nach dem lateinischen margarita ,perle7 ,margarinsure genannt wurden1 bis man auch sie voneinander zu scheiden vermochte1 bereiteten ,kerzen hatten jedoch den einen belstand1 da der ,masse ein kleiner ,rest ,kalk beigemengt blieb1 der sich beim ,verbrennen in den ,docht sog und dessen ,porositt verringerte4 ,auch darin schaffte ,milly ,abhilfe1 indem er den ,docht statt wie nach ,cambacrs mit ,schwefelsure mit ,borsure trnkte1 welche alle ,aschenbestandteile zu winzigen1 glasartigen ,kgelchen zusammenschmilzt4 ,ebenso begegnete er dem fr die ,kerzenfabrikation fatalen ,bestreben der nunmehr vorzugsweise zur ,herstellung von ,kerzen verwendeten ,stearinsure zu kristallisieren und infolgedessen im ,innern der ,formen ,hohlrume zu bilden4 ,man hatte zwar in der arsenigen ,sure schon ein ,mittel gegen diesen ,umstand in ,anwendung gebracht1 doch war dasselbe zu gesundheitsgefhrlich1 um sich auf die ,dauer im ,gebrauch halten zu knnen4 ,milly fand zuerst1 da ein geringer ,zusatz von ,wachs zur ,stearinsure eine gleichmige und durchgngig zusammenhngende ,masse gebe4 ,spterhin entdeckte er1 da die ,stearinsure nur kristallisiert1 wenn sie in sehr dnnflssigem ,zustande in die ,formen gegossen wird1 da sie aber ein vllig gleichmiges ,gefge erhlt1 wenn sie bei einer ,temperatur verarbeitet wird1 die dem ,schmelzpunkte so nahe liegt1 da die ,masse eben nur flieend erhalten wird4 ,solchergestalt verbesserte ,stearinkerzen brachte ,milly #ahcd unter dem ,namen bougies de l'toile in den ,handel1 doch waren sie in der ersten ,zeit ihres hohen ,preises wegen mehr ein ,luxusgegenstand fr ,reiche als ein volkstmlicher ,beleuchtungsartikel4 ,um sie zu einem ,gegenstand allgemeinen huslichen ,verbrauchs zu machen1 bedurfte man weiterer ,verbesserungen in der ,methode der ,stearinfabrikation4 ,den wesentlichsten ,vorteil zog man aus der ,entdeckung1 da die flssige ,olinsure ein sehr wertvolles ,material fr die ,seifenfabrikation sei1 das das ,olivenl sogar in vielen seiner ,eigenschaften zu ersetzen imstande ist4 ,durch ,hherwertung des einen ,bestandteils muten aber die anderen sich billiger gestalten1 und diese wirtschaftliche ,tatsache kam der ,stearinsure zugute4 ,auch konnte man jetzt im festen ,material dem geflochtenen ,docht eine so starke ,drehung geben1 da sich die ,spitze desselben fortwhrend nach auen drehte und so an der ,peripherie der ,flamme stets genug ,sauerstoff zur ,verbrennung zu ,asche fand4 ,im ,jahre #ahci gab es allein in ,paris neun ,fabriken1 die solche neue1 immer hheren ,ansprchen gengende ,kerzen herstellten4 ,andere ,lnder blieben nicht zurck1 und ganz besonders gelangte diese neue ,industrie in sterreich zu groer ,bedeutung4 ,illustration3 ,bild #cb4 ,lampe der ,mammutjger der frhen ,nacheiszeit aus einem roten ,sandsteingerll mit einer ,art ,griff1 aus der ,hhle von ,la ,mouthe in der ,dordogne4 ,auf der ,unterseite ist der ,kopf eines ,steinbocks eingeritzt4 7 natrliche ,gre47 ,als ,beleuchtungsmittel noch viel gebruchlicher als die ,kerzen waren seit dem frhesten ,altertum die ,lampen1 in denen zuerst tierisches1 spter auch pflanzliches ,fett vermittelst eines aus einem ,holzsplitter oder noch besser aus irgend welchen getrockneten ,pflanzenfasern bestehenden ,dochts verbrannt wurde4 ,die lteste ,lampe war ein ausgehhlter ,stein1 und erst nach ,erfindung der ,tpferkunst eine aus ,ton gebrannte1 zuerst offene und spter1 zum ,schutze gegen das ,ausschtten und das ,hineingelangen von ,verunreinigungen mehr oder weniger geschlossene kleine ,schssel4 ,solche ,lampen1 in denen besser als fester tierischer ,talg nach der ,erlangung von lspendenden ,kulturpflanzen flssiges fettes l verbrannt wurde1 besaen schon die ltesten gypter und ,assyrer4 ,meist waren sie aus ,ton gebrannt1 seltener aus ,metall und nur ausnahmsweise aus ,alabaster oder ,glas hergestellt4 ,sie bestanden aus einem runden oder ovalen lbehlter mit einer meist in der ,mitte gelegenen ffnung zum ,eingieen des les1 einer oder mehreren vorspringenden ,tllen fr den ,docht an der einen und einem ,griff oder ,henkel an der anderen ,seite4 ,von den einfachsten bis zu den kunstvollsten1 kostbarsten ,formen waren alle bergnge vorhanden1 darunter auer kleinen auch groe1 die bis zu #ab und mehr ,flammen nebeneinander brennen lassen konnten4 ,sie hingen an ,ketten oder standen wie die ,kerzen auf einem bei den ,rmern ebenfalls candelabrum genannten ,trger4 ,aus der rmischen ,kaiserzeit haben uns1 abgesehen von den ,funden in ,pompeji1 besonders die ,grber eine reiche ,ausbeute an ,lampen geliefert1 da es ,sitte war1 den ,toten ,lampen mitzugeben1 die eigens zu diesem ,zwecke fabriziert wurden und nicht zu praktischem ,gebrauch geeignet waren4 ,die ersten ,christen verzierten ihre ,lampen mit christlichen ,emblemen1 wie dem ,christusmonogramm1 dem ,lamm1 der ,taube oder dem ein ,lamm auf seinem ,rcken tragenden guten ,hirten4 ,aus den beim ,katakombenkultus gebrauchten ,lampen zum ,aufhngen vermittelst ,kette an der ,decke oder einem ,holz- oder ,metallarm entwickelte sich die whrend des ganzen ,mittelalters gebrauchte ,hngelampe1 die sowohl fr ,kultuszwecke in christlichen ,kirchen und muhammedanischen ,moscheen1 als auch fr ,profanzwecke berall im ,gebrauche stand4 ,das bliche l1 das darin verbrannt wurde1 war in ,europa meist ,rbl und der ,docht ein massiver ,runddocht1 whrend der ,flachdocht erst #aghc durch ,leger in ,paris1 der hohle ,docht #aghi durch den in ,genf geborenen ,techniker ,argand in ,london aufkam4 ,letzterer war auch der ,erfinder des nach ihm benannten ,brenners mit doppeltem ,luftzug1 indem er den bis dahin ber der ,flamme angebrachten blechernen ,zugzylinder durch einen glsernen ersetzte4 ,eine vollstndige ,umwlzung in der ,lampenfabrikation brachte die ,einfhrung des ,petroleums hervor1 fr die ,silliman in den ,vereinigten ,staaten #ahee die erste ,lampe konstruiert haben soll4 ,zwar hatte man schon im ,altertum gelegentlich ,erdl in ,lampen gebrannt4 ,so berichten ,dioskurides und ,plinius um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 vom ,erdl von ,agrigent auf ,sizilien1 das als sizilisches l8 in ,lampen gebrannt wurde4 ,auch das ,erdl der ,pechquelle8 bei ,bechelbronn im ,unterelsa1 die schon #adih erwhnt wird1 soll im #af4 ,jahrhundert zum ,brennen in ,ampeln benutzt worden sein4 ,im #ai4 ,jahrhundert diente das zu ,amiano unweit ,parma gefundene ,erdl zur ,beleuchtung einiger italienischer ,stdte1 namentlich ,genuas4 ,seit uralter ,zeit betrachtete man die mancherorts aus dem ,boden hervorsickernde brennbare ,flssigkeit mit heiliger ,scheu und benutzte sie als geschtzte ,medizin4 ,die heiligen ,feuer der ,erdlgegend von ,baku waren den ,anhngern ,zoroasters ein ,gegenstand religiser ,verehrung und sind es ihren ,nachkommen1 den ,parsen1 bis auf den heutigen ,tag geblieben4 ,weil ihre ,priester an den ,orten1 wo das ewige ,feuer8 brannte1 die ,vershnung mit ,gott vermittelten1 nannte man sie nephtar1 d4 h4 ,vershnungsorte1 wovon sich der ,name ,naphtha fr ,petroleum oder ,erdl ableitet4 ,erst vom ,jahre #ahei an datiert der ,beginn der ,petroleumbenutzung in weiteren ,kreisen1 zuerst der ,vereinigten ,staaten1 dann auch ,europas und der ganzen ,kulturwelt4 #bj ,jahre spter wurde die ,petroleumlampe durch die ,konstruktion der ,glhlampe von ,edison entthront1 die ganz wesentlich zur ,verbreitung des elektrischen ,lichtes in den ,haushaltungen beitrug4 ,x4 ,der ,zucker4 ,der lteste ,sstoff der ,menschheit war der in hohlen ,bumen oder ,felsklften von wilden ,bienen gesammelte ,honig4 ,erst sehr viel spter lernte der ,mensch die mancherlei sen ,sfte1 die das ,pflanzenreich hervorbringt1 fr sich verwenden4 ,so wird er schon sehr frh gelegentlich der ,verletzung eines aufschieenden ,triebes irgend einer ,palme beobachtet haben1 da nach einer solchen die ,pflanze den zum ,aufbau des jungen ,pflanzenleibes ntigen ,nhrsaft in ,menge aus der ,wunde hervortrufeln lt4 ,dieser schmeckt durch den darin enthaltenen ,traubenzucker s und kann1 durch ,verdampfen des ,wassers in einem ,gef eingedickt1 als eine brunliche1 krmelige ,masse oder1 durch ,alkoholgrung in leicht schumenden ,most verwandelt1 als eine ,art ,wein genossen werden4 ,fast alle ,palmen haben einen solchen sen ,saft1 den sie bei ,verletzung des aufschieenden ,triebes in ,menge spenden4 ,so liefert eine einzige auf solche ,weise behandelte ,kokospalme im ,jahre mehr als #bej ,liter ,palmensaft1 der ein ,fnftel seines ,gewichts ,zucker enthlt4 ,eingedickt liefert er einen vortrefflich mundenden1 als schakara bezeichneten ,palmzucker4 ,nchst der ,kokospalme ist die indische ,dattelzuckerpalme eine fr die ,zuckergewinnung besonders geschtzte ,palmenart4 ,von ihr sollen jhrlich ber #fe ,millionen kg ,zucker gewonnen werden1 der meist in ,indien selbst konsumiert wird4 ,eine natrliche ,zuckerart1 die statt ,traubenzucker ,mannit enthlt1 ist das ,manna1 das den bei ihrer ,wanderung durch die ,wste zu verhungern drohenden ,juden vom ,himmel herabgefallen sein soll4 ,als fr sie unerwartete ,himmelsgabe fanden sie es an einem ,sommermorgen1 als ihr ,hunger aufs hchste gestiegen war1 unter den ,tamariskenbschen1 welche in den ,tlern des ,sinai1 die sie durchzogen1 heute noch in ,menge wachsen4 ,diese etwa #g m hoch werdende ,mannatamariske 7,tamarix mannifera7 produziert diesen ,sstoff spontan nach dem ,stiche einer bestimmten kleinen ,schildlaus 7,coccus manniparus74 ,diese ,tamariskenart ist eine nahe ,verwandte der frnkischen ,tamariske1 welche aber nur am ,sinai und im ,steinigen ,arabien1 wo sie ganze ,wlder bildet1 jene glnzendweien1 honigsen ,tropfen in der heiesten ,zeit1 im ,juni und ,juli1 von den von der betreffenden ,schildlaus angestochenen ,zweigen herabtrufeln lt4 ,nur vor ,aufgang der ,sonne aufgelesen sind sie von der ,khle der ,nacht noch in festem ,zustand und werden seit ,urzeiten von den umwohnenden ,araberstmmen in lederne ,schluche gesammelt und mssen dann sofort an einem khlen ,ort aufbewahrt werden4 ,die ,araber1 welche sie als man bezeichnen1 woraus die ,juden das ,wort manna bildeten1 sammeln davon am ,sinai jhrlich etwa #bej kg und verzehren sie als ihren bevorzugten ,leckerbissen mit ,brot4 ,sie sagen1 er sei ser als ,honig und geben ihn kaum je an ,fremde ab4 ,nun sammeln auch die ,mnche des ,st4 ,katharinenklosters am ,sinai davon in lederne ,schluche und benutzen es als willkommenen ,sstoff teils selbst1 teils verkaufen sie es fr teures ,geld an die glubigen ,pilger1 die den ,sinai mit dem ,serbal1 dem ,berge der ,gesetzgebung1 besuchen4 ,im ,orient und im ,mittelmeergebiet wchst noch ein anderer natrlicher ,zuckerspender4 ,es ist dies die ,manna- oder ,bltenesche 7,fraxinus ornus71 deren bis armdicke ,zweige durch den ,stich der ,mannazikade1 am hufigsten aber durch tglich wiederholte ,kreuzschnitte oder mehrfache1 schief aufsteigende ,einschnitte bis ins ,holz angezapft werden1 wonach ein brunlicher ,saft hervortrufelt1 der schon nach wenigen ,stunden durch ,verdunstung zu einer weilichen1 kristallinischen ,masse von sehr sem ,geschmack erhrtet4 ,es ist dies der ,mannazucker1 der heute noch namentlich in ,sizilien und ,kalabrien in ,kulturgrten gewonnen wird und in den ,handel kommt1 seitdem die ,araber1 die im ,jahre #hbg ,besitz von jener ,insel ergriffen1 den ,eingeborenen jene natrliche ,zuckergewinnung durch ,einschnitte auch an der gewhnlichen ,esche 7,fraxinus excelsior7 lehrten4 ,die beste ,sorte ist das ,rhrenmanna1 das von den dnneren ,zweigen gewonnen wird1 whrend das von lteren ,zweigen gesammelte ,manna weniger rein ist4 ,es besteht bis zu #fj ,prozent aus ,mannit1 einem zuckerhnlichen ,krper1 der kein ,kohlehydrat ist und sich von den echten ,zuckerarten durch mehr ,wasserstoff und die ,unfhigkeit1 in alkoholische ,grung zu kommen1 unterscheidet4 ,einen hnlichen natrlichen ,zuckerspender1 dessen ,erzeugnis von den ,eingeborenen gerne gesammelt und gegessen wird1 bildet der australische ,manna- oder ,zuckergummibaum 7,eucalyptus mannifera71 aus dessen ,rinde und ,blttern ,trpfchen eines mannaartigen ,saftes in reichlicher ,menge hervorquellen4 ,dieses ,manna ist etwas schleimig1 weniger s als die echte ,manna der arabischen ,tamariske und gelinde abfhrend4 ,es kommt in manchen ,gegenden in den ,handel4 ,obschon auer diesen noch sehr zahlreiche ,pflanzensfte zuckerhaltig sind und manchenorts zur ,gewinnung von ,zucker verwendet werden1 kommen nur wenige fr den ,betrieb im groen in ,betracht4 ,so hat man in ,nordamerika1 und zwar in ,louisiana schon zu ,ende des #ah4 ,jahrhunderts begonnen1 aus dem ,safte des wildwachsenden ,zuckerahorns 7,acer saccharinum7 ,zucker zu gewinnen1 und in ,europa liefert der ,spitzahorn und ,silberahorn ebenfalls ,zuckersaft1 der namentlich frher in greren ,mengen gewonnen und auf ,zucker verarbeitet wurde4 ,zu diesem ,zwecke bohrt man ,ende ,januar und im ,februar #cj-de cm ber der ,erde an mehreren ,stellen schrg aufwrts gerichtete ,bohrlcher von #d cm ,tiefe in den ,stamm und steckt ,rhrchen hinein1 die den ,saft in untergestellte ,gefe leiten4 ,der ,ausflu des ,saftes dauert fr jeden ,stamm fnf ,tage1 dann vernarbt die ,wunde4 ,nach vielen ,versuchen ist diese ,operation ohne erkennbaren ,nachteil fr den ,baum und kann bis ,mitte ,mrz1 bis sich die ,bltter entwickeln1 ausgebt werden4 ,der so erhaltene ,saft ist wasserklar und enthlt bis #e ,prozent ,zucker1 so da aus #bj kg ,saft bis #a kg ,rohzucker gewonnen werden kann4 ,in ,amerika gibt ein ,baum etwa #b1e-c kg ,zucker4 ,in ,ungarn lieferten #bjj ,bume #ci kg sehr schnen ,rohzucker und dazu noch ,sirup im ,wert von etwa #ab kg ,rohzucker4 ,als der ,rbenzucker noch nicht aufgekommen war1 spielte diese ,zuckergewinnung eine wichtige ,rolle4 ,so erreichte die ,ahornzuckerproduktion der ,vereinigten ,staaten ,nordamerikas im ,jahre #ahdj gegen #ah ,millionen kg1 nahm aber seither bedeutend ab4 ,in ,kanada betrgt die ,jahresproduktion immer noch #c-c1e ,millionen kg und fr das gesamte ,nordamerika #e ,millionen kg -- meist aus dem ,steinahorn1 im ,westen auch aus dem ,weichahorn4 ,diese ,bume1 die #cj-dj m hoch werden1 gedeihen am besten auf fruchtbarem ,ackerboden1 sind meist durch den ,wald in ,gruppen zerstreut1 seltener bilden sie geschlossene ,waldungen4 ,im ,vorfrhling1 zur ,zeit der kalten ,nchte und der allmhlich wrmer werdenden ,tage1 dem sogenannten ,zuckerwetter81 beginnt der ,saft in den ,bumen zu steigen4 ,um diese ,zeit trifft man die ,vorbereitungen zur ,zuckerernte4 ,mit den ntigen ,gerten beladen rcken die ,zuckersieder zu zweien oder dreien in die ,wlder4 ,der eine bohrt die ,bume an und schafft immer frischen ,saft herbei1 den der andere in einem groen ,kessel einkocht4 ,ist ein ,dritter vorhanden1 so besorgt der die kleinen ,handreichungen1 schafft die ntigen ,lebensmittel herbei und kocht4 ,nach zwei bis drei ,monaten kehren sie wieder zurck1 hufig mit einem ,ergebnis von #gej-ajjj kg ,zucker1 der1 auf so kunstlose ,art gewonnen1 braun ist1 aber durch geringe ,beimengungen von ,apfelsure einen so angenehmen ,geschmack aufweist1 da er hher geschtzt wird als der gewhnliche weie ,zucker1 den man brigens durch ,raffinieren sehr leicht aus ihm gewinnen kann4 ,in ,frankreich stellte man zur ,zeit der ,kontinentalsperre aus dem ausgepreten ,safte des ,mais ,zucker her1 wie einst in den ,nordstaaten ,amerikas vor dem ,brgerkriege aus demjenigen des ,sorghum oder der ,mohrenhirse 7,andropogon sorghum71 einer ,art ,bartgras4 ,durch den aus dem letzteren gewonnenen ,zucker wollte man dem aus dem ,zuckerrohr der ,sdstaaten hergestellten ,konkurrenz machen und damit der ,sklaverei selbst einen ,sto versetzen4 ,man gewinnt daraus in der ,tat einen vortrefflichen ,sirup und die ,rckstnde bilden ein ausgezeichnetes ,viehfutter2 blo die ,gewinnung eines kristallisierten ,zuckers stt auf ,schwierigkeiten4 ,erst nach vollendeter ,reife der ,samen kann man fast zwei ,drittel des etwa #i ,prozent des ,saftes betragenden ,zuckergehalts in kristallisiertem ,zustand gewinnen4 ,doch ist dann der ,stengel schon stark verholzt und mu gebrht werden1 um als ,viehfutter dienen zu knnen4 ,viel rationeller ist es1 den ,saft des dem ,sorghum nahe verwandten ,zuckerrohrs und der ,zuckerhirse zur ,gewinnung von ,zucker zu verarbeiten4 ,das taten denn auch seit wenigstens der ,mitte des letzten vorchristlichen ,jahrhunderts die ,hindus in ,indien1 wo die griechischen ,begleiter ,alexanders des ,groen nach dem berschreiten des ,indus im ,jahre #cbg v4 ,chr4 im ,pandschab1 d4 h4 ,fnfstromland1 wie gemeldet wird1 als erste ,europer an festem ,honig sich labten1 der nicht von ,bienen stammte84 ,immerhin kann diese gelbbraune ,substanz auch ,palmenzucker gewesen sein4 ,jedenfalls ist dies die frheste ,nachricht1 die wir von einer durch ,eindampfen von sen ,pflanzensften gewonnenen ,zuckerart besitzen4 ,der ,schler des bedeutenden ,lehrers ,alexanders des ,groen1 ,aristoteles1 und nach dessen ,tod im ,jahre #cbb ,haupt der peripatetischen ,schule1 zugleich der erste namhafte ,botaniker1 ,theophrastos 7#cij-bhf v4 ,chr471 berichtet als erster von einem sen ,salz1 das sich in ,indien von selbst aus einer rohrartigen ,pflanze erzeuge84 ,damit kann nur der ,rohrzucker gemeint sein4 ,nach ihm ist von den ,schriftstellern des ,altertums1 die das ,zuckerrohr erwhnen1 der bedeutendste ,gelehrte ,roms1 ,marcus ,terentius ,varro 7#aaf-bg v4 ,chr471 zu nennen1 der schreibt3 ,in ,indien wchst ein ,rohr von mittlerer ,baumhhe1 aus dessen zhen ,wurzeln man einen ,saft pret1 der dem ,honig an ,sigkeit gleichsteht48 ,dann berichtet der ,erzieher und ,leiter des jugendlichen ,nero1 ,lucius ,annaeus ,seneca 7#b-fe n4 ,chr471 in seiner #hd4 ,epistel3 ,in ,indien soll in den ,blttern einer ,rohrart ein ,honig gefunden werden1 der entweder vom ,taue jenes ,himmels1 oder aus dem sen ,safte des ,rohres stammt48 ,der um #be n4 ,chr4 verstorbene griechische ,geograph ,strabon aus ,amasia in ,pontos meldet3 ,megasthenes spricht von einem in ,indien wachsenden groen ,rohr1 welches s ist1 und er glaubt1 diese ,sigkeit sei die ,folge der ,sonnenhitze1 welche den ,saft der dortigen ,pflanzen einkoche4 ,er spricht auch von einem ,rohr1 das ohne ,zutun der ,bienen ,honig gibt48 ,der um die ,mitte des #a4 christlichen ,jahrhunderts lebende griechische ,arzt ,dioskurides aus ,anazarbos in ,kilikien erwhnt in seiner reichhaltigen ,arzneimittellehre3 ,eine ,art ,honig1 die man sccharon nennt1 findet sich in ,indien und dem ,glcklichen ,arabien auf ,rohr4 ,die ,masse sieht aus und kaut sich zwischen den ,zhnen wie ,salz4 ,sie lst sich in ,wasser auf und ist dem ,magen1 der ,blase und den ,nieren gesund48 ,sein ,zeitgenosse1 der ltere ,plinius1 sagt3 ,das beste sccharon erzeugt ,indien2 es kommt aber auch in ,arabien vor4 ,es ist eine ,art ,honig1 der sich in einer ,rohrart sammelt1 wei wie ,gummi ist1 zwischen den ,zhnen bricht1 hchstens in ,stcken von ,haselnugre vorkommt und nur als ,arznei dient48 ,der groe ,arzt ,claudios ,galenos 7geb4 #aca in ,pergamon1 praktizierte daselbst1 dann in ,rom1 wo er ums ,jahr #bjj verstarb7 meint3 ,das sogenannte sacchar1 das aus ,indien und dem ,glcklichen ,arabien gebracht wird1 ist1 wie man sagt1 eine sich an ,rohr findende verhrtete ,masse1 eine ,art ,honig1 doch nicht so s wie unser ,honig1 hat jedoch ungefhr dieselben arzneilichen ,eigenschaften1 bekommt aber dem ,magen besser48 ,endlich schreibt der griechische ,kriegsschriftsteller ,aelianus1 der unter ,trajan1 der von #ih-aag regierte1 lebte3 ,das eigentliche ,getrnk der indischen ,elefanten ist ,wasser2 die fr den ,krieg bestimmten bekommen aber ,wein1 der nicht aus ,trauben1 sondern aus ,reis und einem ,rohr bereitet ist48 ,tafel #eg4 ,illustration3 7,nach ,phot4 von ,r4 v ,wettstein47 ,verwildertes blhendes ,zuckerrohr in ,brasilien4 ,tafel #eh4 ,illustration3 ,zuckerrohrernte auf ,jamaika4 ,zuckerrohrernte auf den ,antillen4 ,alle diese auf uns gekommenen ,mitteilungen des ,altertums ber den indischen ,rohrzucker1 denen der ,vollstndigkeit wegen noch die ,angabe des zu ,beginn des #b4 christlichen ,jahrhunderts lebenden ,arztes ,gallus hinzuzufgen ist1 da man das indische ,salz als kostbare ,medizin bei ,krankheiten verwende1 lassen mit groer ,deutlichkeit erkennen1 da der indische ,rohrzucker noch in der rmischen ,kaiserzeit sehr selten und deshalb teuer war1 wohl als ,arznei1 aber keineswegs als alltglich gebrauchter ,sstoff ,verwendung fand4 ,als solcher diente das alte ,sungsmittel1 der ,honig1 der noch das ganze ,mittelalter hindurch bis in die ,neuzeit bei uns den gewhnlichen ,sstoff zur ,bereitung von ,kuchen und sen ,getrnken bildete4 ,alle altertmlichen ,gebckarten1 wie ,pfeffer- und ,lebkuchen1 ,leckerli und ,honigbrtchen enthalten stets ,honig statt ,zucker4 ,das ,zuckerrohr 7,saccharum officinale7 ist eine unserem ,schilfrohr sehr hnliche ,grasart1 deren ,heimat ,sdasien1 speziell die heie ,niederung von ,bengalen ist1 jenes von den ,schmelzwssern des ,himalaja reich bewsserte ,land1 das wegen seiner unerschpflichen ,fruchtbarkeit von jeher als der ,garten ,indiens gepriesen wurde4 ,hier wurde das ,zuckerrohr ursprnglich1 wie spter in ,china1 auf den ,philippinen und den ,sdseeinseln1 als ,nahrungspflanze gezogen und erst nachtrglich blo zur ,gewinnung des aus ihm gepreten sen ,saftes im groen kultiviert1 und zwar ausschlielich durch ,stecklinge1 so da die ,pflanze im ,laufe der mehr als #cjjj ,jahre1 whrend welcher sie auf ungeschlechtlichem ,wege vermehrt wird1 die ,fhigkeit1 ,samen hervorzubringen1 ganz eingebt hat4 ,aus ,nordindien kam das ,zuckerrohr gegen das ,ende des #c4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 nach ,china1 und zwar im ,jahre #bhf als ,tribut des ,knigreichs ,funam in ,indien4 ,ein von #fbg-fej n4 ,chr4 herrschender chinesischer ,kaiser entsandte dann einen ,gelehrten nach der indischen ,provinz ,behar1 um dort die ,zuckerfabrikation zu studieren4 ,zweihundert ,jahre spter als nach ,china drang die ,kultur des ,zuckerrohrs nach ,sdpersien und ,arabien vor4 ,in ,persien wurde die indische ,bezeichnung schakara 7im altindischen ,sanskrit noch sarkura7 in schakar1 im ,arabischen in sukkar1 als welches es sich mit dem zu a abgekrzten arabischen ,artikel al als azucar im ,spanischen und ,portugiesischen erhielt1 whrend es im ,englischen zu sugar1 im ,italienischen zu zucchero1 im ,deutschen zu ,zucker und im ,franzsischen zu sucre wurde4 ,das griechische sccharon1 das als saccharum ins ,lateinische berging1 steht dem persisch-indischen schakara noch nher4 ,im #f4 ,jahrhundert n4 ,chr4 war der ,anbau des ,zuckerrohrs von seinem ,ursprungsherde ,indien westlich bis ,gondisapur am persischen ,meerbusen vorgedrungen1 wohin sich die ,nestorianer geflchtet hatten1 als das ,konzil zu ,ephesus im ,jahre #dca ihre ,lehre1 wonach zwischen der gttlichen und menschlichen ,natur in ,christus scharf zu unterscheiden sei1 fr ketzerisch erklrt und ihr ,haupt1 den ,patriarchen ,nestorius von ,byzanz1 abgesetzt und verbannt hatte4 ,sie fhrten dem ,orient die ,keime klassischliterarischer und wissenschaftlich medizinischer ,bildung zu1 namentlich auch die ,anfangsgrnde chemischer ,kenntnisse4 ,die durch rege ,schiffahrt unterhaltenen ,beziehungen der ,stadt ,gondisapur zu ,indien bewirkten zugleich1 da sich der ,einflu der indischen ,arzneilehre dort geltend machte und eine ,akademie erblhte1 die nicht nur die ,traditionen der griechischen ,medizin und ,naturwissenschaften in sich aufnahm1 sondern dieselben auch1 mit den indischen ,kenntnissen befruchtet1 wesentlich frderte4 ,hier wurde allem ,anscheine nach die ,kunst der ,zuckerraffinerie erfunden1 wie der persische ,name kand8 fr den gereinigten ,zucker -- in unserer ,bezeichnung ,zuckerkandel beziehungsweise ,kandiszucker noch zu erkennen -- vermuten lt4 ,in der ,folge waren es die ,araber1 welche das ,zuckerrohr in greren ,mengen pflanzten1 um ,zucker daraus zu gewinnen4 ,so soll der ,kalif ,mostadi ben ,villa von ,bagdad bei den prunkvollen ,festlichkeiten zu ,ehren seiner ,vermhlung im ,jahre #ajhg einen so groen ,tafelaufsatz aus ,konfekt haben herstellen lassen1 da zu seinem ,aufbau #ejjj kg ,zucker ntig waren4 ,wenn auch dieser ,bericht zweifellos eine von der blhenden orientalischen ,phantasie diktierte bertreibung darstellt1 so kann doch schlechterdings nicht bezweifelt werden1 da die ,araber den ,zucker schon in betrchtlicher ,menge gewonnen haben mssen4 ,bei ihnen lernten ihn die ,abendlnder auf ihren ,kreuzzgen im ,morgenlande kennen4 ,so meldet uns der ,mnch ,albertus ,aquensis1 da die ,kreuzfahrer im ,gelobten ,lande aus ,mangel an anderen ,nahrungsmitteln ses1 honigreiches ,schilfrohr81 das sie da und dort im ,lande der ,unglubigen angepflanzt fanden1 also ,zuckerrohr gekaut htten1 um dessen ,saft zu schlrfen4 ,nach ,venedig gelangte der erste ,zucker im ,jahre #iif aus ,alexandrien4 ,dort soll er spter aus seinem rohen ,zustand1 wie ihn die ,araber lieferten1 in die heute noch gebruchliche ,kegelform des ,zuckerhutes gebracht worden sein4 ,durch die ,vermittlung der venezianischen ,kaufleute wurde er dann nach der ,zeit der ,kreuzzge auch im ,abendlande bekannt2 aber auch hier fand er wie einst im ,morgenlande vorzugsweise nur rztliche ,verwendung als kostbares ,heil- und ,strkungsmittel4 ,ja er war noch zu ,ende des #ag4 ,jahrhunderts so teuer1 da man sich in ,deutschland nur in den vornehmsten ,haushaltungen seiner bediente4 ,das ,zuckerrohr selbst brachten die ,araber im #h4 ,jahrhundert nach gypten 7#gff wuchs es schon bei ,assuan in ,obergypten71 ganz ,nordafrika und sogar 7#gad7 nach ,spanien und im #i4 ,jahrhundert nach ,zypern1 ,rhodus1 ,kreta1 ,malta1 ,sizilien und ,kalabrien4 ,in ,sizilien blieb dessen ,kultur auch nach der ,vertreibung der ,araber bestehen4 ,so schenkte ,knig ,wilhelm ,,ii4 von ,sizilien dem ,kloster ,st4 ,benedikt bei ,palermo im ,jahre #aaff eine -- jedenfalls von den ,arabern eingerichtete -- ,mhle zum ,zerquetschen des ,zuckerrohrs mit ,privilegien1 ,arbeitern und ,zubehr4 ,in ,venedig1 das in sehr regen ,handelsbeziehungen mit dem muhammedanischen ,orient stand1 lassen sich bereits im ,jahre #aaej ,zuckerbcker nachweisen4 ,die drei wichtigsten ,produktionslnder des ,zuckers im ,mittelalter waren ,syrien1 gypten und ,zypern1 von wo ihn die ,handelsschiffe der ,venezianer holten1 um ihn den ,vlkern ,mitteleuropas zu vermitteln4 ,die ,bedeutung dieser ,lnder schwand erst als ,vasco da ,gama im ,jahre #adih den direkten ,weg nach ,ostindien um das ,kap der ,guten ,hoffnung fand und der ,zwischenhandel mit indischem ,zucker und den mancherlei im ,abendlande so beraus beliebten ,gewrzen in die ,hnde der ,portugiesen fiel4 ,damit war der dominierende handelspolitische ,einflu ,venedigs und damit seine ,seemacht fr immer gebrochen2 an ,stelle des ,mittelmeeres wurde der ,atlantische ,ozean der ,schauplatz des ,weltverkehrs4 ,der portugiesische ,prinz ,heinrich der ,seefahrer lie das ,zuckerrohr im ,jahre #adbj nach der damals neu entdeckten ,insel ,madeira schaffen2 von da gelangte es bald nach den ,kanaren1 wo in der ,folge eine besonders feine ,sorte ,zucker erzeugt wurde4 ,daher rhrt die ,bezeichnung ,kanarienzucker fr die feinste ,sorte4 ,von den kanarischen ,inseln verbrachte ,kolumbus das ,zuckerrohr auf seiner ersten ,reise #adij1 die mit der ,entdeckung des neuen ,weltteils gekrnt wurde1 nach ,san ,domingo1 wo er es auf seiner zweiten ,reise im ,jahre #adie gut gedeihend antraf4 ,zu ,beginn des #af4 ,jahrhunderts wurde es nach den brigen westindischen ,inseln1 #aeca durch die ,jesuiten zugleich mit den dasselbe anbauenden ,negern nach ,brasilien und #aeec durch ,cortez nach ,mexiko verbracht1 wo die ,eingeborenen bereits aus ,mais ,zucker zu gewinnen verstanden4 ,im ganzen tropischen ,amerika1 besonders auf den westindischen ,inseln1 gedieh es in der ,folge so gut1 da diese ,lnder1 schon von #aegj an1 eine solche ,menge ,zucker auf den ,weltmarkt brachten1 da ,sizilien seine ,zuckerproduktion ums ,jahr #aehj einzustellen begann1 da es gegen die berseeische ,produktion in ,amerika nicht mehr anzukmpfen vermochte4 ,selbst ,ostindien konnte nicht mehr mithalten und mute seine ,zuckerproduktion verkleinern1 da sein ,zucker fr ,europa zu teuer zu stehen kam4 ,diese gewaltige ,zuckerproduktion1 womit es alle ,konkurrenten aus dem ,felde schlug1 war ,amerika nur durch die bestndige ,zufuhr von ,negersklaven aus ,afrika ermglicht1 die hier als billiges ,arbeitsmaterial auf den ,plantagen verwendet wurden4 ,lnder1 die zu dieser ,kultur freie ,arbeiter anstellen muten1 konnten mit jenem ,lande nicht konkurrieren4 ,obschon alles heute gebaute ,zuckerrohr von derselben ,art abstammen mu1 sind im ,laufe der ,zeit unter den ,einwirkungen des vernderten ,bodens und ,klimas die mannigfaltigsten1 hauptschlich an ,unterschieden der ,farbe des ,stengels kenntliche ,varietten entstanden1 die stets nur durch ,stecklinge vermehrt werden1 wozu man meist die obersten1 ausnahmsweise auch die untersten ,glieder mit #b-c ,augen des knotigen1 saftreichen1 nicht hohlen ,stengels verwendet4 ,daraus erwachsen ,pflanzen mit ausdauernden dicken1 knotigen1 dicht verschlungene ,rasen bildenden ,wurzeln1 #d-e1 ganz ausnahmsweise bis #ab ,stck #c-d1 in seltenen ,fllen auch #f m hoher und #c-e cm dicker1 runder1 knotig gegliederter ,halme mit einem lockeren1 zelligen1 saftigen ,mark1 von einer dichten1 festen1 glatten und glnzenden ,oberhaut bedeckt1 die in der ,jugend mit einem weien ,reif versehen ist4 ,oben sind die ,halme hellgrn und durchlaufen nach unten zu alle ,nuancen durch ,purpur bis zum welken ,gelb bei der ,reife4 ,die ,farbe ist bei den verschiedenen ,spielarten bald grn1 bald gelb oder violett1 bald purpurn oder verschiedenfarbig gestreift4 ,die mit ihrer ,basis an den ,knoten den ,halm #cj cm hoch scheidenartig umfassenden ,bltter sind #a1be-a1c m lang1 #f-g cm breit1 glatt1 sehr fein1 aber scharf gezhnt mit einer breiten1 weilichen1 auf dem ,rcken gewlbten ,mittelrippe4 ,in dem ,mae wie der ,halm wchst1 dorren die unteren ,bltter ab1 bis das ,rohr zur ,ernte reif ist4 ,dabei hat der ,stengel1 der allein ,verwendung findet1 unten eine ,dicke von #f cm und unter ,umstnden ein ,gewicht von #aj kg und darber erreicht4 ,er enthlt nur bis zu einer gewissen ,hhe hinauf ,zucker4 ,gipfel und ,bltter bergen zwar auch viel ,saft1 aber keinen sen4 ,das ,zuckerrohr wird schon so lange vom ,menschen angepflanzt1 da es wohl gelegentlich verwildert1 wie auf einzelnen ,inseln des ,groen ,ozeans1 aber nirgends mehr wild angetroffen wird4 ,am besten gedeiht es in einem feuchtwarmen ,klima mit verhltnismig hoher ,bodenfeuchtigkeit1 die man zum ,teil auch durch knstliche ,bewsserung erreichen kann4 ,der ,boden mu1 wie eingehende ,versuche ergaben1 neben den ,silikaten des ,aluminiums und ,kaliums namentlich ,kalk enthalten1 der bei ,fehlen durch ,dngung1 z4 ,b4 von ,gips1 ersetzt werden mu4 ,in solchen tief umgegrabenen1 jungfrulichen oder gut gedngten ,boden werden die ,stecklinge in #a-a1be m voneinander abstehenden ,rinnen in #fj-fe cm ,abstand beinahe horizontal eingesteckt4 ,fllt nur sprlicher ,regen1 so mssen sie sorgfltig begossen werden2 ist dagegen ein berschu von ,feuchtigkeit vorhanden1 so mu dieser durch die ,rinnen abgeleitet werden1 damit dem ,verfaulen der ,stecklinge vorgebeugt werde4 ,die ,wurzeln beginnen sich rasch zu entwickeln und bald schiet der erste ,stengel empor2 erst wenn dieser eine ,hhe von #ej cm erreicht hat1 entwickeln sich noch #d-e oder mehr ,seitenstengel1 die aber an ,strke hinter dem ,hauptstengel zurckstehen4 ,die ,zuckerrohrpflanzung mu whrend des ersten ,wachstums des ,rohrs durch ,jten des ppig wuchernden ,unkrauts und durch ,behufeln der ,pflanze1 um sie vor dem ,austrocknen zu schtzen1 sorgfltig gepflegt werden1 bis die ,bltter der ,pflanze so hoch geworden sind1 da sie genug ,schatten werfen1 um damit das ,unkraut unterdrcken zu knnen4 ,dann ist das ,jten nicht mehr ntig4 ,werden die ,pflanzen grer1 so nimmt man ihnen ihre untersten ,bltter1 damit die ,sonne bis zum ,stengel dringe und einen mglichst groen ,zuckergehalt in ihm bewirken knne1 dann aber auch1 um diese abgebrochenen1 groen ,bltter horizontal auf den ,boden unter die ,pflanzen zu legen1 damit wenn sie sich neigen sollten1 ihre ,knoten nicht ,wurzel schlagen knnen1 wodurch das ,rohr an ,zuckergehalt bedeutend verlieren wrde4 ,nach etwa acht ,monaten haben die ,rohrstengel ihre volle ,gre erreicht4 ,von da an mu das ,wetter mglichst trocken sein1 damit sich reichlich ,zucker in den ,stengeln ansammle4 ,die ,ernte beginnt vor der ,bltezeit1 wenn sich das ,rohr und die mittleren stehen gebliebenen ,bltter desselben gelb zu frben beginnen4 ,die ,blten wrden nach etwa zehn ,monaten in ,form von #fj cm langen1 buschartigen1 aus sehr zahlreichen ,einzelbltchen bestehenden ,rispen nur bei einigen wenigen kultivierten ,zuckerrohrsorten zum ,vorschein kommen4 ,die meisten ,sorten blhen aber berhaupt nicht mehr1 da aus technischen ,grnden durch ,jahrhunderte hindurch das ,rohr vor der ,ausbildung der ,blte abgehauen wurde und sich die ,pflanze so allmhlich daran gewhnte1 diese berhaupt nicht mehr zu bilden4 ,noch viel seltener bringt sie ,frchte hervor2 diese sind vielmehr wie die ,keimung derselben erst in jngster ,zeit beobachtet worden4 ,beginnen die mittleren ,bltter zu welken und schwellen die unteren1 besonders viel ,zucker enthaltenden ,stengelglieder von dem in ihnen angehuften ,safte an1 so wird das ,zuckerrohr abgehauen4 ,in ,abteilungen verteilt streifen die ,arbeiter erst die ,bltter von den ,stengeln ab und hauen dann mit groen1 im romanischen ,amerika machete genannten ,buschmessern das ,rohr an der ,wurzel ab1 whrend andere die noch unreifen ,spitzen desselben abschneiden4 ,dann werden die ,stengel1 zu ,bndeln vereinigt1 auf ,maultierkarren nach dem ,zuckerhause gebracht1 wo sie zuerst gewogen und der ,zuckergehalt in ihnen bestimmt wird1 damit der ,fabrikant berechnen knne1 wieviel kristallisierbaren ,zucker sie liefern werden4 ,die ,stengel des ,zuckerrohrs enthalten nmlich gegen #ij ,prozent ,saft und in diesen #ah-bj ,teile ,rohrzucker4 ,von diesem letzteren werden indessen hchstens #h-aj ,prozent gewonnen1 beinahe die ,hlfte desselben geht bei der mangelhaften ,gewinnungsmethode verloren1 gegen #f ,prozent bleiben allein im ,rohr zurck4 ,illustration3 ,bild #cc4 ,eine ,zuckerfabrik im #af4 ,jahrhundert3 ,das ,ausquetschen des ,zuckerrohrs4 7,nach ,piso und ,marggraf1 ,historia nat4 ,brasiliae4 ,elzevir4 #afdh47 ,illustration3 ,bild #cd4 ,eine ,zuckerfabrik im #af4 ,jahrhundert4 ,das ,einsieden des aus dem ,zuckerrohr gepreten ,saftes4 7,nach ,piso und ,marggraf1 ,historia nat4 ,brasiliae4 ,elzevir4 #afdh47 ,in der ,fabrik werden die ,zuckerrohrstengel zunchst zwischen zwei kannelierten ,stahlwalzen -- frher bediente man sich dabei hlzerner ,walzen -- zerquetscht und vermittelst hydraulischer ,pressen der ,saft ausgedrckt4 ,dieser letztere gelangt dann in mehrere1 etwas tiefer liegende offene ,pfannen1 in denen er durch ,verdampfen des ,wassers zu ,sirupkonsistenz eingedickt wird4 ,weil er wegen seines ,eiweigehaltes leicht in ,grung bergeht und dann sauer wird1 versetzt man ihn in der ,pfanne sofort mit etwas gelschtem ,kalk 7#b kg auf #cfj ,liter ,saft74 ,whrend des starken ,kochens steigen alle ,unreinigkeiten mit dem geronnenen ,eiwei als ,schaum an die ,oberflche und werden mit groen1 flachen ,kellen abgeschpft4 ,ist der ,saft so weit eingedickt1 da er beim ,abtrpfeln ,fden zieht1 so wird er so rasch als mglich in hlzerne ,khltrge geschpft1 wo er schnell zum braunen ,rohzucker1 ,muscovado genannt1 auskristallisiert4 ,im ,filtrierzimmer stehen groe ,fsser mit fein durchlchertem ,boden auf einem ,gerst ber einem ,bassin4 ,in diese ,fsser wird nun die konzentrierte ,rohzuckerlsung gebracht und einige ,zeit stehen gelassen4 ,dabei scheidet sich der ,zucker kristallinisch als brunliche1 krmelige ,masse aus1 und der nicht kristallisierbare ,teil wird zuletzt als brunlicher ,sirup1 ,melasse genannt1 ablaufen gelassen4 ,nun hat man die ,erfahrung gemacht1 da je lnger die ,rohrzuckerlsung der ,luft ausgesetzt bleibt1 um so weniger ,zucker sich in ,kristallform ausscheidet und um so mehr flssig bleibender ,sirup sich bildet4 ,daher kam man auf die ,neuerung1 den ,zuckersaft in luftleer gepumpten ,pfannen1 sogenannten ,vakuumpfannen einzudicken4 ,so bildet sich nur noch wenig ,melasse1 die dann durch ,zentrifugieren aus dem krmelig auskristallisierten ,rohzucker entfernt wird4 ,erfrorene und unreif geerntete ,rohre geben viel ,melasse4 ,aus dieser ,melasse1 die auch beim ,vakuumverfahren immer noch meist ber fnf ,prozent des gesamten gewonnenen ,zuckers betrgt1 wird1 soweit er nicht als solcher in den ,handel gelangt1 um in den rmeren ,haushaltungen an ,stelle von ,honig verwendet zu werden1 durch ,verdnnen mit ,wasser und ,vergrenlassen ,rum gebrannt4 ,wird der ,rohrzucker durch ,sieden und ,lutern in mit feuchtem ,ton bedeckten ,gefen noch mehr gereinigt1 so heit er ,kassonade1 ,farin oder ,farinzucker1 auch ,mehl- oder ,puderzucker4 ,dieser ,zucker wird nun meist erst in ,europa in besonderen ,zuckerraffinerien noch weiter gelutert und gereinigt und in weien ,hutzucker verwandelt4 ,die erste ,raffination ergibt den ,lumpenzucker und die zweite den ,melis1 so genannt nach der ,insel ,melita-,malta1 wo die ,araber einst ,zuckerraffinerien besaen und diese ,methode bten4 ,der feinste gereinigte ,zucker heit ,raffinade oder ,feinzucker1 dessen beste ,sorte der nach den gleichnamigen1 einst durch ihre ,zuckerkultur ausgezeichneten ,inseln genannte ,kanarienzucker ist4 ,kandiszucker1 der nach dem persischen ,worte kand fr gereinigten ,zucker so genannte kristallisierte ,zucker1 wird dadurch erzeugt1 da man in eine stark eingedickte ,zuckerlsung1 in welcher noch kein ,zucker zur ,ausscheidung gelangte1 ,fden hineinhngt1 an denen der ,zucker in vielseitigen ,prismen auskristallisiert4 ,da man beim ,sieden des ,zuckers sehr viel ,heizmaterial verbraucht1 so verwendet man dazu die als ,bagasse bezeichneten trockenen1 holzigen ,fasern des ,zuckerrohrs1 die nach der ,auspressung des ,saftes als ,abfall zurckbleiben4 ,die gesamte ,rohrzuckerfabrikation der ,welt wird auf #e ,milliarden kg geschtzt1 von denen ,westindien und danach ,niederlndisch-,indien und ,hawai das meiste liefern4 ,es wrde uns nun zu weit fhren1 hier aufzuzhlen1 zu welch groer ,bedeutung der ,zucker1 besonders nach der ,einfhrung von ,kaffee1 ,tee und ,schokolade1 in der ,kulturwelt gelangt ist und wie er auch bei der ,herstellung der mancherlei ,gebcke nach und nach den frher hierfr ausschlielich verwendeten ,honig verdrngte4 ,noch im #ag4 ,jahrhundert war er so teuer1 da alle weniger ,bemittelten sich mit ,honig oder der als ,abfall bei der ,zuckerraffinerie gewonnenen ,melasse begngen muten4 ,da er sich nun nicht blo als ,genumittel1 sondern als ,nahrungsmittel von hohem ,nhrwert erwies1 den sich verschaffen zu knnen alle ,volksschichten anstrebten1 mute es von unseren ,voreltern als eine groe ,kalamitt empfunden werden1 als zu ,beginn des vorigen ,jahrhunderts durch die von ,napoleon ,i4 aufgebrachte ,kontinentalsperre alle ,handelsverbindungen ,englands und seiner ,kolonien mit dem europischen ,festlande lahmgelegt wurden und dadurch die ,einfuhr von ,kolonialzucker ganz auerordentlich eingeschrnkt wurde4 ,mit den brigen ,kolonialwaren wurde der ,zucker so teuer1 da ein ,pfund desselben #d ,mark kostete4 ,da suchte man notgedrungen aus einheimischen zuckerhaltigen ,pflanzen diesen ,stoff zu gewinnen4 ,von diesen erwies sich in der ,folge die ,runkelrbe als das geeignetste ,ausgangsmaterial1 auf deren ,zuckergehalt zuerst der ,chemiker ,marggraf in ,berlin im ,jahre #agdg aufmerksam gemacht hatte4 ,allerdings gewann er aus den ,rben nur etwa #f ,prozent ,zucker4 ,nach vielen vergeblichen ,versuchen1 diesen ,zuckergehalt der ,rben im groen auszubeuten1 gelang es erst in den #ahbj;er ,jahren1 die ,rbenzuckerindustrie mit gnstigem ,erfolge zu betreiben und aus dem ,safte der ,runkelrben1 die bald zu eigentlichen ,zuckerrben veredelt wurden1 einen ,zucker von untadelhafter ,beschaffenheit zu gewinnen4 ,den ,grund zu dieser ,neuerung legte im ,jahre #ahja ,marggrafs ,schler ,friedrich ,karl ,achard1 der mit ,untersttzung des ,knigs ,friedrich ,wilhelms ,,iii4 von ,preuen1 welcher die ,bedeutung der einheimischen ,zuckererzeugung erkannt hatte1 auf dem ,gute ,kunern bei ,breslau in ,niederschlesien zuerst ,runkelrben zur ,zuckergewinnung pflanzte und eine ,zuckerrbenfabrik errichtete1 nachdem er schon #agif auf seinem ,gute ,kaulsdorf bei ,berlin ,rbenzucker hergestellt hatte4 ,doch betrug die ,ausbeute an ,zucker zunchst nur #b-c ,prozent und die ,fabrikation hatte auch sonst mit den grten ,schwierigkeiten zu kmpfen4 ,zu ,hilfe kam ihr nun die durch die ,kontinentalsperre hervorgerufene ,zuckerteuerung4 ,ihr ,verursacher1 ,kaiser ,napoleon ,i41 hatte selbst einen ,preis von einer ,million ,franken fr die gelungene ,darstellung von ,zucker aus inlndischen ,pflanzen ausgesetzt4 ,durch diese doppelte ,aussicht gereizt und durch den ungeheuren ,eingangszoll auf ,rohrzucker begnstigt1 der diesen1 den man doch nicht entbehren mochte1 ganz fabelhaft verteuerte1 lernte man trotz der geringen ,ausbeute doch nach und nach ,nutzen ziehen4 ,von ganz wesentlichem ,einflusse wurde dabei die ,entdeckung der gnstigen ,wirkung1 welche der ,zusatz von ,knochenkohle bei der ,behandlung des ,zuckersaftes auszuben vermag4 ,die franzsische ,regierung1 die selbst im ,besitze von ,kolonien war1 welche ,rohrzucker1 wenn auch in migen ,mengen1 erzeugten1 kam freilich in ,verlegenheit1 ob sie hinsichtlich der ,zuckerfabrikation die ,kolonien gegen das ,mutterland oder das ,mutterland gegen die ,kolonien schtzen solle4 ,zuletzt aber behielt auch bei ihr die ,verpflichtung zum ,schutze der einheimischen ,rbenzuckerindustrie die ,oberhand und diese hat ihr die ,begnstigung auch reichlich vergolten4 ,so wurde ,frankreich neben ,deutschland das erste ,land1 in welchem die ,runkelrbe zur ,zuckergewinnung angepflanzt wurde4 ,seit dem ,jahre #ahaa besa es eine ansehnliche ,zahl von ,rbenzuckerfabriken1 besonders nachdem ,delessert das ,darstellungsverfahren von ,zucker aus dem ,rbensafte vervollkommnet hatte4 ,aber nach ,aufhebung der ,kontinentalsperre gingen auch hier wie in ,deutschland die meisten ,rbenzuckerfabriken ein4 ,erst vom ,jahre #ahbj datiert der neue ,aufschwung und der schlielich groartige ,erfolg der ,rbenzuckerindustrie1 so da heute in ganz ,europa von den ,ufern der ,garonne bis zum ,ural zahlreiche ,rbenzuckerfabriken bestehen und selbst ,england angefangen hat1 ,rbenzucker herzustellen1 obschon gerade dieses ,land alle ,ursache htte1 dem ,zucker seiner ,kolonien keine ,konkurrenz zu machen4 ,seit dem ,jahre #ahej bis heute hat sich die ,rbenzuckerindustrie mehr als verdreiigfacht1 so da ,mitteleuropa1 speziell ,deutschland1 nicht blo seinen eigenen ,bedarf deckt1 sondern noch viel ,zucker auszufhren vermag4 ,dabei liefert der ,rbenzucker ein ,produkt1 das dem besten ,rohrzucker an ,gte nicht im mindesten nachsteht1 und zwar bentigt man zur ,herstellung von #a ,zentner ,rohzucker durchschnittlich #ab1e ,zentner ,zuckerrben4 ,es ist dies eine heute durch ,zucht spezialisierte1 d4 h4 in bezug auf ,zuckergehalt bedeutend angereicherte ,runkelrbe1 welche am besten auf grndlich gepflgtem und fleiig geeggtem1 fettem1 lehmigem ,boden gedeiht1 der tchtig gedngt werden mu1 da die ,rben demselben reichlich ,nhrsalze entziehen4 ,im ,mrz wird die ,zuckerrbe ausgest4 ,bald kommen die jungen ,pflanzen zum ,vorschein4 ,mehrmals mu nun zuerst von ,hand1 dann mit der ,hacke gejtet1 dabei auch die zu eng stehenden ,pflnzchen ausgednnt werden4 ,wenn die ,rbe eine bestimmte ,gre erreicht hat1 wird sie ein- oder zweimal behufelt1 wobei derjenige ,teil der ,pfahlwurzel1 der ber die ,erde hervorragt1 mit ,erde bedeckt wird4 ,man hat nmlich durch zahlreiche ,versuche festgestellt1 da das ,licht umgekehrt wie bei den ,stengeln des ,zuckerrohrs nachteilig fr die ,zuckerbildung in der fleischigen ,pfahlwurzel der ,runkelrbe ist4 ,diese nimmt nach und nach an ,umfang zu und in demselben ,mae wchst auch ihr ,zuckergehalt1 der schlielich durch ,kultur und fortwhrende ,auslese der sesten ,sorten von ursprnglich #f auf #ad1 ja sogar #ah und #bj ,prozent stieg4 ,gewhnlich lt man die ,rben nur mig gro werden4 ,sobald der ,zuckergehalt in ihrer ,wurzel seinen ,hhepunkt erreicht hat1 werden sie aus dem ,boden gepflgt4 ,dann werden an ihnen die ,bltter und die ,krone ausgeschnitten1 damit die ,zuckerrben spter nicht in den ,speichern weiterwachsen knnen1 da dadurch ihr ,zuckergehalt bald erschpft werden wrde4 ,die ,bltter werden meist auf dem ,felde zurckgelassen1 um als ,dnger zu dienen2 nur in ,jahren1 in denen das ,futter knapp ist1 werden sie als ,viehfutter benutzt1 obschon ihr ,nhrwert nur ein geringer ist4 ,so zubereitet werden die ,rben auf dem ,felde zu groen ,haufen aufgestapelt und mit ,stroh und ,erde bedeckt4 ,aus diesen ,reservevorrten holt man so viel in die ,fabrik1 als verarbeitet werden kann4 ,zuerst werden die ,rben in einem ,rhrenkomplex in flieendem ,wasser gereinigt1 dann durch eine ,maschine in einem zylindrischen ,kasten in kleine ,stcke geschnitten und zu ,brei zerrieben1 der durch etwas ,wasser ausgelaugt und schlielich1 in ,tcher von grober ,wolle eingeschlagen1 durch eine hydraulische ,presse ausgedrckt wird4 ,der ,saft wird dann auf verschiedene ,weise1 zuletzt durch ,passieren eines ,filters mit ,knochenkohle1 gereinigt und im ,vakuumapparat vermittelst ,dampf in luftverdnnten ,kesseln eingekocht4 ,ungefhr #he ,prozent von dem darin eingedickten ,saft besteht dann aus ,zucker1 der durch ,zentrifugieren von der ,melasse getrennt wird4 ,der so gewonnene ,zucker ist pulverfrmig und mu gereinigt werden4 ,zu diesem ,zweck wird er von neuem in ,wasser gelst und1 mit ,knochenkohle und ,ochsenblut vermischt1 in groen ,kesseln gekocht4 ,so raffiniert wird der flssige ,zucker in ,formen gegossen1 in welchen eine langsame ,kristallisation stattfindet4 ,zuletzt werden die ,formen in die ,schwitzkammern gebracht und die ,melasse aus ihnen entleert2 schlielich gewinnt man reinen ,zucker in ,form von ,kegeln oder ,wrfeln4 ,der ,prerckstand der ,zuckerrben1 die ,prelinge1 dienen als ,viehfutter4 ,die ,rbenzuckerindustrie ist fr unsere ,landwirtschaft von allergrter ,bedeutung geworden1 weil durch sie dem ,boden die hchste ,rente abgewonnen wird2 sie hat auch einen starken ,export namentlich nach den ,vereinigten ,staaten hervorgerufen1 der dem ,lande viel ,geld einbringt4 ,in ,deutschland bestanden im ,jahre #aijh #ceh ,rbenzuckerfabriken1 die gegen #acjjj ,millionen kg ,zuckerrben verarbeiteten und daraus #bace ,millionen kg ,rohzucker gewannen4 ,damit steht dieses ,land in der ,produktion des ,rbenzuckers obenan4 ,ihm folgen der ,reihe nach ,ruland mit #adgj ,millionen kg1 sterreich mit #acde ,millionen kg1 ,frankreich mit #gfj ,millionen kg1 ,belgien mit #bhe ,millionen kg und endlich die ,niederlande mit #ahj ,millionen kg4 ,die ,zuckerproduktion der ganzen ,welt im ,betrage von etwa #aa ,milliarden kg besteht zur greren ,hlfte -- etwa #f ,milliarden kg -- aus ,rbenzucker und zur kleineren -- #e ,milliarden kg -- aus ,rohrzucker4 ,letzterer wird besonders auf ,kuba1 der ,perle der ,antillen1 gepflanzt1 das im ,jahre #aijf_/jg allein #adhf ,millionen kg ,zucker aus ,zuckerrohr produzierte4 ,java erzeugte im ,jahre #aije #ajci ,millionen kg2 der ,sden der ,vereinigten ,staaten im gleichen ,jahre #cdbjjj kg und ,hawai #cgj ,millionen kg4 ,weitere wichtige ,erzeugungslnder fr ,rohrzucker sind ,mauritius1 gypten1 die ,philippinen und ,portoriko mit je #ajj-bjj ,millionen kg ,produktion2 ferner ,china und ,indien1 deren ,ertrag sich jedoch nicht sicher bestimmen lt1 da sie fast ausschlielich fr den eigenen bedeutenden ,konsum arbeiten4 ,da das ,zuckerrohr wie alle aus ,stecklingen oder ,pfropfreisern auf vegetativem ,wege vermehrten ,pflanzen im ,laufe der ,zeit an ,widerstandskraft gegen uere1 schdliche ,einflsse eingebt hat1 so ist man bestrebt1 es auch auf generativem ,wege fortzupflanzen1 um dadurch weiterer ,entartung desselben vorzubeugen4 ,zu diesem ,zwecke erforschte man genau1 welche ,kultursorten noch nicht so weit entartet sind und noch normale ,blten entwickeln2 dabei fanden sich bei keiner mehr normale ,verhltnisse4 ,selbst beim zucker- und bltenreichen ,cheribonrohr von ,java waren die ,pollenkrner zum grten ,teile vertrocknet1 also vllig untauglich zur ,bestubung4 ,da bentzte man zur ,befruchtung dieser noch nicht vllig in bezug auf ,geschlechtsorgane degenerierten ,kultursorte den ,pollen von zwei wilden ,arten1 dem ,saccharum ciliatum und dem ,kassurrohr und erzielte damit krftige ,keimlinge1 die teilweise noch eine weit grere ,hhe erreichten als ihre ,muttervarietten4 ,sie waren recht zuckerreich und wurden dann in der gewhnlichen ,weise vegetativ fortgepflanzt1 wobei sich die ,mehrzahl derselben sehr gut hielt4 ,daraus lassen sich gewi mit der ,zeit gute1 neue ,kulturvarietten entwickeln4 ,vor allem waren diese auf geschlechtlichem ,wege erzeugten ,zuckerrohrarten absolut frei von der in ,java als ,sereh bezeichneten und sehr gefrchteten ,krankheit1 die sich darin uert1 da das ,rohr niedrig bleibt und keine groen ,halme mehr treibt1 dafr zahlreiche ,seitentriebe erzeugt1 wodurch es einer ,grassorte mit wohlriechender ,wurzel1 dort sereh genannt 7,andropogon schoenanthus7 sehr hnelt1 schlielich verkmmert und abstirbt4 ,diese ,krankheit ist nicht auf irgend welche infektise ,keime zurckzufhren1 sondern ist eine erbliche ,entartungserscheinung1 die von ,jahr zu ,jahr strker wird1 wenn die ,stecklinge serehkranken ,rohren entnommen werden4 ,dagegen hilft am besten die ,kultur von aus ,samenpflanzen gezogenen ,stecklingen4 ,von tierischen ,schdlingen sind in ,amerika besonders der ,zuckerrohrkfer1 dann der ,zuckerrohrwickler1 dessen ,raupe sich ebenfalls in das ,zuckerrohr einbohrt1 zwei ,ameisenarten und die ,zuckerschildlaus einigermaen gefrchtet4 ,auerdem werden die mannigfachsten ,pilzkrankheiten am ,zuckerrohr beobachtet1 so der ,brand1 der rote und ,blattrost1 die ,ananas- und ,dongkellankrankheit1 die ,gelbflecken-1 ,rotflecken-1 ,ring-1 ,augen- und ,blattfleckenkrankheit der ,bltter und verschiedene andere1 auf die wir hier nicht nher eingehen knnen4 ,,xi4 ,der ,kaffee4 ,es liegt in der menschlichen ,natur das instinktive ,bedrfnis1 gewisse ,stoffe in sich aufzunehmen1 die weder als ,kraftquelle dienen1 noch als ,ersatzmittel fr verbrauchte ,krperbestandteile eine ,bedeutung haben1 wohl aber eine angenehm anregende ,wirkung auf das ,nervensystem ausben und etwa vorhandene ,mdigkeit oder geistige ,trgheit rasch beseitigen4 ,durch diese ,eigenschaften sind sie dem ,menschen fast ebenso unentbehrlich wie die ,nahrungsstoffe geworden1 mit denen er den stetigen ,stoffverlust beim ,lebensprozesse ersetzt4 ,unter diesen ,genumitteln ist1 abgesehen vom ,alkohol1 der leider durch die ihm innewohnende ,verleitung zur ,unmigkeit eine beraus verhngnisvolle ,rolle spielt1 der vom ,chemiker als dreifach methyliertes ,xanthin bezeichnete ,krper1 eine stickstofffreie1 kristallisierbare ,verbindung1 die man als ,koffen bezeichnet1 die weitaus wichtigste4 ,diesen durch keine besonderen ,merkmale gekennzeichneten ,stoff hat der ,mensch mit wunderbarem ,scharfsinn berall in der ihn umgebenden ,pflanzenwelt herauszufinden vermocht1 so die ,araber in der ,kaffeebohne1 die ,chinesen im ,tee1 die ,neger ,west- und ,zentralafrikas in der bitteren ,kolanu und im ,mus der ,dodoa1 die ,sdafrikaner im ,buschtee1 den ,blttern einer ,cyclopiaart1 die ,eingeborenen ,sdamerikas im ,mate oder ,paraguaytee1 der von den ,blttern der paraguayschen ,stechpalme gewonnen wird1 und in den ,samen einer ,guarana genannten brasilianischen ,schlingpflanze1 endlich die ,indianer ,mittelamerikas im ,kakao und diejenigen ,nordamerikas im ,apalachentee1 der aus den ,blttern mehrerer ,stechpalmenarten1 die um den mexikanischen ,meerbusen wachsen1 gewonnen wird4 ,diese ,erscheinung ist um so auffallender1 als das ,koffein sich weder durch seinen ,geruch1 noch durch seinen ,geschmack irgendwie verraten kann1 ebensowenig als das zweifach methylierte ,xanthin1 das auer dem ,koffen im ,tee als ,theophyllin und im ,kakao und in der ,kolanu als ,theobromin vorhanden ist4 ,in der ,auffindung all dieser koffen- und theobrominhaltigen ,genumittel offenbart sich ein erstaunlicher ,scharfsinn der ,naturvlker4 ,das allermerkwrdigste ist aber1 da es dem ,menschen gelang1 alle solche die ,nerven anregenden und das ,mdigkeitsgefhl beseitigenden ,substanzen enthaltende ,pflanzen in der ,natur aufzufinden1 und zwar in jeder ,pflanze wiederum den an diesen ,alkaloiden reichsten ,teil herauszubekommen und nur diesen zu verwenden6 ,in den betreffenden ,samen oder ,blttern ist das ,koffen1 wie auch die brigen verwandten ,stoffe1 eine ,art fr die ,pflanze nicht weiter benutzbarer ,ausscheidung1 ein dem ,harnstoff verwandtes ,endprodukt des ,stoffwechsels1 hnlich wie die ,purinkrper im ,tierleibe1 die hier zu oft hchst bunter ,frbung des ,krpers1 wie z4 ,b4 im mannigfachen ,gefieder der ,vgel und in den ,zeichnungen der ,schmetterlinge und ,kfer ,verwendung finden4 ,und zwar sind diese ,stoffe in den betreffenden ,pflanzen in gerbsaurer1 daher zunchst bitter schmeckender ,verbindung vorhanden4 ,wrdigen wir zunchst das bei uns weitaus populrste ,genumittel aus dieser ,gruppe1 den ,kaffee1 ohne den die ,kulturmenschen der ,gegenwart sich das ,leben gar nicht mehr vorstellen knnten4 ,wie ist eigentlich der ,mensch auf den ,genu dieses ,getrnkes verfallen8 ,niemand vermag uns da eine zutreffende ,antwort zu geben4 ,in einer zu ,ende des #ag4 ,jahrhunderts in ,rom geschriebenen ,abhandlung ber den ,kaffee berichtet uns der ,italiener ,fausto ,naironi1 da im ,jahre #addj ein ,hirte aus dem ,gallastamme in der ,gebirgslandschaft ,kaffa im sdlichen ,abessinien1 wo die ,kaffeestaude dichte1 buschartige ,bestnde bildet1 den ,mnchen des benachbarten abessinischen ,klosters voller ,erstaunen erzhlt habe1 da seine ,herde1 statt wie gewhnlich zu schlafen1 die ganze ,nacht hindurch erregt herumgesprungen sei1 worauf die ,mnche1 welche der ,ansicht waren1 diese ,erscheinung liee sich nur dadurch erklren1 da die ,tiere ein besonders anregendes ,kraut gefressen htten1 bald feststellten1 da auf dem ,platze1 wo die ,herde geweidet hatte1 eine groe ,anzahl von ,struchern krzlich ihrer ,bltter und ,frchte beraubt worden waren4 ,sie sollen dann einige ,frchte dieser ,strucher1 die nichts anderes waren als ,kaffeestrucher1 gepflckt und an sich selbst die anregende ,wirkung versprt haben1 so da sich von dieser ,zeit an diejenigen ,mnche1 welche die ,nacht im ,gebet verbringen muten1 mit dem ,getrnk1 das sie durch ,abkochen der ,frchte bereiteten1 den ,schlaf vertrieben4 ,dann soll diese ,entdeckung in weitere ,kreise gedrungen und zur ,kenntnis von ein paar arabischen ,kaufleuten gelangt sein1 die sich sofort daran machten1 dieses so wichtige ,produkt auszubeuten4 ,anders als diese abessinische ,sage -- denn mit einer solchen1 der dazu noch alle ,anzeichen hchster ,unwahrscheinlichkeit anhaftet1 haben wir es zu tun -- lautet die ,legende1 die die ,araber ber die ,entdeckung der anregenden ,wirkung der ,kaffeepflanze erzhlen4 ,diese ist dem orientalischen ,geschmacke entsprechend mit solchen phantastischen ,wundern ausgeschmckt1 da es nicht der ,mhe lohnt1 nher darauf einzugehen4 ,auch sie schreibt in letzter ,linie ,hirten die ,entdeckung der eigentmlich anregenden und den ,schlaf verscheuchenden ,wirkung der ,produkte des ,kaffeestrauches zu4 ,dem mag nun sein1 wie ihm will1 jedenfalls sind die ,beeren des in ,afrika heimischen und dort in mehreren ,arten noch wildwachsend angetroffenen ,kaffeestrauches im abessinischen ,hochlande zuerst wegen ihrer anregenden ,wirkung auf das ,nervensystem vom ,menschen benutzt worden4 ,bei den regen ,handelsverbindungen mit ,sdarabien konnte es nicht fehlen1 da das ,genumittel zu ,anfang des #af4 ,jahrhunderts dorthin gelangte1 und zwar zuerst #aejg nach ,aden und bald darauf auch nach ,mekka4 ,ein von ,aden gebrtiger ,mufti1 d4 h4 ,rechtsgelehrter1 ,dhabani -- so erzhlt der zu ,anfang des #ae4 ,jahrhunderts lebende ,rechtsgelehrte ,scheik ,abd-elkader ,ansari -- sah auf einer ,reise nach ,adjam an der ,westkste des ,roten ,meeres seine ,landsleute ,kaffee trinken1 versuchte den ,trank selbst und erfuhr dabei1 da er wach erhlt und den ,schlaf vertreibt4 ,von diesem neuen ,genumittel brachte er ,bohnen in seine ,heimat mit und verbreitete nach seiner ,rckkehr den daraus bereiteten ,trank unter den ,derwischen1 einer ,art ,mnchen1 zur besseren ,abhaltung der vorgeschriebenen ,gebetstunden4 ,der ,genu dieses ,anregungsmittels griff aber bald um sich2 denn er war der hier ansssigen muhammedanischen ,bevlkerung um so willkommener1 als ihr den ,lehren des ,korans zufolge der ,genu geistiger ,getrnke verboten war4 ,allein wie alles ,neue1 so fand auch der ,kaffee seine ,gegner4 ,als im ,jahre #aeaa ein neuer ,statthalter1 ,khair ,beg1 nach ,mekka kam1 der den aus den ,kaffeebohnen bereiteten braunen ,trank noch nicht kannte1 und die heiteren ,kaffeegelage in den ,hfen und unter den schattigen ,sulenhallen der ,moscheen sah1 lie er die ,leute1 die diesen ihm unbekannten ,trank schlrften1 auseinandertreiben4 ,dieses ,getrnk schien ihm1 weil aufregend1 gegen die ,satzungen des ,korans zu verstoen1 und so berief er eine ,versammlung von ,gelehrten1 die ber die ,zulssigkeit seines ,genusses entscheiden sollten4 ,ihr prsidierten zwei rzte1 die ,gebrder ,hakim ,ani1 und diese erklrten den ,kaffee fr kalt und trocken8 und deshalb verwerflich4 ,ihnen schlo sich die ,mehrzahl der ,versammlung an1 und so ward der ,genu von ,kaffee verboten und die ,niederlagen desselben zerstrt4 ,es wurde damals behauptet1 da die ,gesichter aller ,kaffeetrinker einst am ,tage des ,gerichts noch schwrzer erscheinen wrden1 als der ,kaffeetopf1 aus dem sie das ,gift getrunken4 ,wer immer des ,genusses von ,kaffee berfhrt wurde1 den lie man1 rckwrts auf einem ,esel reitend und dem ,spott der ,menge preisgegeben1 durch die ,straen von ,mekka fhren4 ,der ,statthalter berichtete ber diese seine ,verordnung an den ,sultan von ,kairo als seinem ,vorgesetzten1 der diese ,verordnung guthie4 ,aber da der ,kaffee hier beim gemeinen ,volke wie bei den ,gelehrten bereits ,eingang gefunden hatte1 mute das ,dekret bald von ihm zurckgenommen und durften die ,kaffeeschenken in ,mekka wieder erffnet werden4 ,ja der neue ,statthalter1 selbst ein eifriger ,verehrer des ,kaffees1 scheute sich nicht1 denselben ffentlich in ,gesellschaft seiner ,gste zu trinken4 ,diesem ,beispiele folgten bald auch andere ansehnliche ,personen4 ,durch die in der muhammedanischen ,welt vorgeschriebenen ,wallfahrten nach ,mekka wurde der ,kaffee bald in gypten und ,syrien bekannt4 ,so lernte ,sultan ,selim ,i41 der in den ,jahren #aeaf und #aeag ,syrien1 ,palstina und gypten eroberte1 hier den ,kaffee kennen4 ,doch ging es bis zum ,jahre #aeed1 bis zwei ,kaufleute1 ,hakim von ,aleppo und ,schems von ,damaskus1 die ersten ,kaffeehuser in ,konstantinopel errichteten4 ,das ,geschft scheint sehr gut gegangen zu sein2 denn schon nach drei ,jahren kehrte ,schems als reicher ,mann nach ,damaskus zurck4 ,und der wohlttige ,einflu1 den das thiopische ,getrnk auf die ,geistesttigkeit der es ,genieenden ausbte1 hatte zur ,folge1 da alle mglichen ,leute1 besonders ,gelehrte und ,beamte1 selbst ,paschas1 in den ,kaffeehusern1 die sich bald vermehrten1 zusammenstrmten1 so da diese bald ,mittelpunkte des geselligen ,lebens wurden und als solche mektb-i-irfn1 d4 h4 ,schulen der ,gebildeten1 genannt wurden4 ,ja1 die muhammedanischen ,priester fingen an sich zu beklagen1 da die ,moscheen immer weniger1 dafr aber die ,kaffeehuser immer mehr besucht wrden4 ,sie erklrten1 da die ,kaffeehuser fr das ,heil der ,seele noch verderblicher seien als die ,wirtshuser4 ,in einer ,eingabe an den ,mufti gaben sie an1 der ,kaffee sei eine ,art ,kohle1 und solche zu essen habe der ,prophet im ,koran verboten4 ,und tatschlich wurde der ,kaffee unter ,sultan ,murad ,,ii4 verboten4 ,aber man wute sich zu helfen und trank ihn hinter verschlossenen ,tren weiter1 bis ein neuer ,mufti nach ,konstantinopel kam und erklrte1 der ,kaffee sei keine ,kohle1 deshalb knne er von jedem ,muselmann getrunken werden4 ,infolgedessen wurden die ,kaffeehuser wieder erffnet und mehrten sich bald dermaen1 da der ,grovezier sie als eintrgliche ,steuerobjekte auffate4 ,so mute jeder ,kaffeewirt tglich #a ,zechine 7venezianisches ,goldstck im ,werte von etwa #af ,mark7 ,steuer bezahlen und durfte gleichwohl nicht mehr als #a ,asper 7 #ae ,pfennigen7 fr eine ,tasse ,kaffee verlangen4 ,der ,grovezier ,kprili lie whrend der ,minderjhrigkeit ,muhammeds ,,iv4 die ,kaffeehuser aufs neue schlieen1 als er sich berzeugt hatte1 da in ihnen zu viel politisiert wurde4 ,aber trotz dieser ,maregel nahm der nun einmal populr gewordene ,kaffeeverbrauch in ,konstantinopel nicht ab1 da man dieses ,getrnk berall auf den ,pltzen und in den ,straen feilbot4 ,als ,kprilis ,nachfolger ans ,ruder kam1 lie er die ,kaffeehuser unbehelligt4 ,aber aus der arabischen ,literatur jener ,zeit1 die ebensoviel ,spott- als ,lobgedichte auf den ,kaffee enthlt1 kann man deutlich erkennen1 mit welch fortwhrenden ,kmpfen seine ,verbreitung allenthalben in muhammedanischen ,lndern errungen wurde4 ,die erste ,kunde von diesem braunen1 das ,nervensystem anregenden ,getrnk brachte1 soviel wir wissen1 der den ,orient bereisende ,augsburger ,arzt ,leonhard ,rauwolf nach ,deutschland4 ,er hatte ihn im ,jahre #aegc in einem ,kaffeehaus in ,aleppo kennen gelernt und berichtete darber in seinem #aehb erschienenen ,reisewerke1 betitelt ,rai in die ,morgenlnder8 folgendes3 ,die ,trken haben in ,halepo ein gut ,getrnke1 welliches sie hoch halten1 ,chaube von ihnen genannt1 das ist gar nahe wie ,dinten so schwarz und ist in gebresten1 sonderlich des ,magens1 gar dienstlich4 ,dieses pflegens am ,morgen fru1 auch an offenen ,orten1 vor jedem manigulich1 ohne alles ,abschuchen 7,abscheu7 zu trinken1 aus jrdenen und ,porzellanischen tiefen ,schlein so warm als sie's knnden erleiden1 setzend offt an1 thond aber kleinen trinklein und lassens gleich weitter1 wie sie neben einander im ,krei sitzen1 herumbgehen4 ,dieser ,trank ist bei ,ihnen sehr gemain48 ,die erste ,beschreibung der ,kaffeepflanze gab dem ,abendlande der gelehrte ,arzt und ,botaniker ,prosper ,alpino1 ,professor zu ,padua1 in seinem #aeib erschienenen lateinischen ,buche ber die ,pflanzen gyptens4 ,er hatte nmlich bei seinem ,aufenthalte zum ,studium der ,flora des ,niltals im ,garten eines vornehmen ,trken in ,kairo einen ,kaffeestrauch gesehen4 ,er bezeichnete den ,strauch als arbor ,bon cum fructu suo ,buna4 ,rauwolf hatte den ,strauch als ,bunnu und ,bellus1 der #aeif ,samen der ,kaffeepflanze an ,clusius gesandt hatte1 als ,bunca bezeichnet4 ,nun mu der ,name bunnu oder ein diesem hnlicher die ursprngliche ,bezeichnung der ,kaffeepflanze gewesen sein1 die die ,abessinier heute noch bun nennen4 ,auch die ,araber bezeichnen mit bun sowohl die ,kaffeepflanze als die ,kaffeebohne1 whrend sie den aus den gersteten ,kaffeebohnen hergestellten ,trank kahweh 7sprich kachweh7 nennen4 ,dieses alte arabische ,wort ist nach dem ,orientalisten ,a4 ,mez ursprnglich die ,bezeichnung fr ,wein1 die dann auf den neuen ,trank bertragen wurde4 ,aus dieser arabischen ,benennung ist unser ,wort ,kaffee entstanden1 das durchaus nicht von ,kaffa1 der abessinischen ,provinz als der ,heimat des ,kaffees1 abzuleiten ist4 ,schon der vorhin genannte ,paduaner ,botaniker ,prosper ,alpino1 der auch eine allerdings recht unvollkommene ,abbildung der ,kaffeepflanze verffentlichte1 gab an1 da aus den ,frchten ein caova genanntes ,getrnk bereitet werde1 das anregend auf die ,geistesttigkeit und die ,phantasie wirke4 ,auch ,bellus spricht in seinem ,briefe an ,clusius #aeif1 da die gypter aus den ,samen des ,kaffees1 die sie zuerst ber ,feuer rsten und dann in einem ,holzmrser fein zerstoen1 das braune ,getrnk cave bereiten1 und #afae schrieb der ,italiener ,pietro della ,valle seinen ,verwandten in der ,heimat von diesem von ihm als kawhe bezeichneten neuen ,getrnk1 es sei von schwarzer ,farbe1 wirke im ,sommer khlend1 im ,winter dagegen erwrmend4 ,abgesehen vom trkischen1 also noch durchaus zum ,orient gehrenden ,konstantinopel1 war die durch ihren immer noch regen ,handel mit dem muhammedanischen ,morgenlande in ,verbindung stehende ,stadt ,venedig der erste abendlndische ,ort1 in welchem ,kaffee getrunken wurde4 ,es war dies im ,jahre #afbd4 ,doch kamen erst #afdb grere ,mengen dieses ,genumittels nach ,venedig1 und #afde wurde daselbst das erste ,kaffeehaus errichtet4 ,aber erst zu ,ende des #ag4 ,jahrhunderts kam das den ,muhammedanern entlehnte ,getrnk in den ,stdten ,italiens wenigstens bei den ,vornehmen1 die ihn zu bezahlen vermochten1 in ,mode und wurden die ,kaffeehuser in ,italien zahlreicher4 ,nach ,frankreich kam der ,kaffee im ,jahre #afdd1 und zwar nach ,marseille1 wo #afei das erste ,kaffeehaus errichtet wurde4 ,auch in ,england fhrte sich der ,kaffee rasch ein2 #afej bestand schon ein ,kaffeehaus in ,oxford1 und #afeb eines in ,london4 ,in ,paris lie der ,gelehrte ,thevenot im ,jahre #afeh1 kurz nach seiner ,rckkehr aus dem ,orient1 zum erstenmal bei einem ,diner seinen ,gsten ,kaffee als ,nachtischgetrnk vorsetzen2 aber das fremdartige ,getrnk mundete ihnen nicht1 so da eine ,wiederholung des ,versuches unterblieb4 ,erst zu ,ende der sechziger ,jahre des #ag4 ,jahrhunderts1 unter ,ludwig ,,xiv41 wurde das ,kaffeetrinken in ,paris in den ,kreisen der ,vornehmen durch ,soliman ,aga1 den ,gesandten ,muhammeds ,,iii41 einigermaen populr4 ,le ,grand d',aussy berichtet1 da jener ,trke seinen ,gsten den ,kaffee nach orientalischer ,sitte servieren lie4 ,es reichten ihn leibeigene ,diener in glnzenden ,porzellantassen auf goldbefransten ,servietten4 ,die fremdartige ,einrichtung der ,zimmer1 das ,sitzen auf ,diwans oder ,teppichen am ,boden1 die mit ,hilfe eines ,dolmetschers gefhrte ,unterhaltung interessierte besonders die ,damen noch mehr als der gereichte ,kaffee4 berall wurde in ,hofkreisen davon gesprochen1 und schlielich gingen alle ,vornehmen zu dem interessanten ,trken1 um seine merkwrdige ,wohnung und seinen braunen ,trank kennen zu lernen4 ,jeder1 der etwas auf sich hielt1 wollte von letzterem gekostet haben4 ,in ,paris erffnete im ,jahre #afgj ein ,armenier namens ,pascal1 der im ,dienste eines trkischen ,arztes gestanden hatte1 auf dem ,quai de l',ecole das erste ,pariser ,kaffeehaus1 das nach dem darin feilgebotenen ,getrnke ,caf genannt wurde4 ,es war eine boutique8 nach ,art der orientalischen1 ohne irgend welche gefllige ,ausstattung4 ,deshalb gefiel es dem feineren ,publikum1 das damals allein ,kaffee zu trinken begann1 durchaus nicht1 und der ,armenier machte recht schlechte ,geschfte4 ,den ,grund des ,mierfolges erkannte richtig der ,sizilianer ,francesco ,procopio1 der sich in ,paris durch die ,einfhrung des ,gefrorenen einen ,namen gemacht hatte4 ,er richtete gegenber der alten ,comdie franaise eine ,schankwirtschaft ein1 in welcher er auer ,kaffee auch ,tee1 ,schokolade1 ,eis und verschiedene ,likre feilbot4 ,und da sein ,lokal hbsch ausgestattet und gefllig dekoriert war1 fehlte es ihm bald nicht an ,gsten4 ,seine ,erfolge ermutigten andere1 solche ,erfrischungsorte zu erffnen1 so da ,paris schon im ,jahre #afgf eine groe ,zahl solcher ,cafs aufwies4 ,da der ,kaffeegenu der um sich greifenden ,trunksucht zu steuern schien1 begnstigte ihn ,ludwig ,,xiv4 so sehr er konnte4 ,doch war er noch so teuer1 da er nur fr die ,wohlhabenden erschwinglich war4 ,so kostete damals das ,pfund ,kaffeebohnen #adj alte ,franken1 und die ,tasse #b ,sous und #e ,deniers2 dafr kann das ,getrnk freilich nicht sehr stark gewesen sein1 wenn der ,kaffeeschenk auf seine ,rechnung kommen wollte4 ,auch galt sein ,genu nicht als ganz ungefhrlich2 die ,marquise de ,svign rt darum ihrer ,tochter1 der ,grfin ,grignan1 in einem ,briefe aus dem ,jahre #afhj1 dem ,kaffee etwas ,milch zuzusetzen1 um seine ,schdlichkeit zu mildern84 ,im ,jahre #afgd reichten die ,frauen in ,london eine ,petition gegen den ,kaffee als gesundheitsschdliche ,neuerung ein1 und #afge lie ,karl ,,ii4 aus politischen ,grnden die ,kaffeehuser1 die sich sehr rasch vermehrten und zu ,sammelpltzen der ,vornehmen1 ,gelehrten und ,politiker wurden1 als ,brutsttten der ,revolution8 in seinem ganzen ,reiche polizeilich schlieen4 ,doch mute er sein ,verbot schon nach wenigen ,tagen zurckziehen1 da er es nicht auf eine ,revolte der zahlreichen ,liebhaber des ,kaffees ankommen lassen wollte4 ,englische ,spottgedichte aus jener ,zeit nennen den ,kaffee einen ,kienrusirup1 schwarzes ,trkenblut1 eine ekelerregende ,abkochung aus alten ,schuhen und ,stiefeln8 usw41 vermochten aber mit allem ,lcherlichmachen nicht1 seinen weiteren ,siegeslauf durch die ,welt aufzuhalten4 ,im ,jahre #afhj ward das erste ,kaffeehaus im ,haag und #afhc1 nach der ,entsetzung von ,wien1 das erste solche in sterreichs ,hauptstadt errichtet4 ,hier war es ein gewisser ,kolschitzky1 dem als ,belohnung fr den ,mut1 mit dem er sich als ,trke verkleidet durch den ,belagerungsring hindurchgeschlichen hatte1 um der durch ,kara ,mustapha aufs uerste bedrngten ,stadt vom ,nahen des ,ersatzheeres unter ,herzog ,karl von ,lothringen ,kunde zu bringen1 die im verlassenen trkischen ,lager gefundenen ,scke mit ,kaffee berlassen wurden1 damit er den braunen ,trank bereite und ihn den ,liebhabern desselben ausschenke4 ,nach ,deutschland kam der ,kaffee von ,holland und ,frankreich her um #afgj4 ,am ,hofe des ,groen ,kurfrsten war er im ,jahre #afge im ,gebrauch4 ,das erste deutsche ,kaffeehaus wurde #afgi in ,hamburg von einem englischen ,kaufmann errichtet4 ,ihm folgten ,leipzig #afhd1 ,nrnberg und ,regensburg #afhf1 ,kln #afhg1 ,stuttgart #agab1 ,augsburg #agac und ,berlin #agba4 ,um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts war der ,kaffeegenu an allen deutschen ,hfen und bei der wohlhabenden ,bevlkerung ziemlich allgemein verbreitet und die ,kaffeebohnen bildeten einen wichtigen ,handelsartikel fr ,hamburg und ,bremen4 ,aber auch in ,europa ging die ,einfhrung des ,kaffees nicht ohne ,widerstand vor sich4 ,besonders die rzte bekmpften vielfach seinen ,genu der gesundheitschdlichen ,wirkungen wegen und verbreiteten besonders die von ,alpino aus dem ,orient mitgebrachte irrtmliche ,ansicht1 da der ,kaffee ,unfruchtbarkeit im ,gefolge habe4 ,die ,volkswirtschaftler eiferten in jener ,bltezeit des ,merkantilismus dagegen1 da groe ,summen fr den teuren ,kaffee ins ,ausland gingen4 ,deshalb wurde sein ,genu vielfach durch die ,regierungen verboten oder durch hohe ,zlle und ,steuern nur fr die ,bemittelten mglich gemacht4 ,in ,schweden wurde er im ,jahre #agej und in ,hessen-,darmstadt #agff gnzlich verboten4 ,auch ,friedrich der ,groe versuchte vergeblich seinen ,verbrauch einzuschrnken4 ,in dem ,bestreben1 ,preuen wirtschaftlich abzuschlieen und das ,geld im ,lande zu behalten1 hatte er besonders die damals noch teueren ,kolonialwaren mit hohen ,zllen belegt und suchte sie zu monopolisieren4 ,am liebsten htte er den ,kaffee ganz verboten2 das ,landvolk sollte sich nicht an ihn gewhnen1 denn das ist mit die ,absicht81 antwortete er auf eine ,beschwerde1 da nicht so viel ,geld fr ,kaffee aus dem ,lande gehen soll4 brigens sind ,seine ,majestt hchstselbst in der ,jugend mit ,biersuppe erzogen worden4 ,mithin knnen die ,leute ebensogut mit ,biersuppe erzogen werden4 ,das ist viel gesnder als der ,kaffee48 ,wenn ,friedrich der ,groe auch nicht so weit ging wie ,landgraf ,friedrich von ,hessen1 der den ,kaffee in seinem ,lande bei #ajj ,talern ,strafe verbot1 so wollte er die ,sucht seiner ,untertanen nach diesem ,genumittel in andere ,bahnen lenken4 ,zu diesem ,zwecke wurden ,marggraf und einige andere ,chemiker beauftragt1 an ,stelle des damals meist nur in gebranntem ,zustande von den ,hollndern bezogenen ,kaffees ,surrogate zu schaffen1 was zur ,entstehung von ,eichelkaffee1 von ,kaffee aus ,gerste und ,roggen1 ja selbst aus ,rben und ,rokastanien fhrte4 ,erst spter1 nmlich um das ,jahr #agij1 kam der ,zichorienkaffee auf1 nachdem man zuvor die gersteten ,wurzeln der ,mhren1 der ,rben und des ,lwenzahns als ,kaffeesurrogate verwendet hatte4 ,aber alle diese ,kaffeeersatzmittel erfreuten sich durchaus nicht des ,beifalls des ,publikums1 so da dieses nach wie vor lieber den sehr teueren echten ,kaffee1 der ihm die gewnschte anregende ,wirkung verschaffte1 zu kaufen begehrte4 ,als der ,knig sah1 da er den ,leuten den ,kaffee nicht verbieten knne1 so wollte er wenigstens zugunsten des ,fiskus ein gutes ,geschft damit machen4 ,so fhrte er im ,jahre #agha ein ,kaffeemonopol in ,preuen ein1 das die dem ,brgerstande angehrenden ,konsumenten zwang1 den gebrannten ,kaffee vom ,staat1 und zwar #bd ,lot 7 #djh g7 zum ,preise von einem ,taler1 d4 h4 sechsmal so teuer als frher zu kaufen4 ,nur ,adelige1 ,beamte und ,geistliche konnten ,brennscheine erhalten1 die ihnen erlaubten1 den billigeren rohen ,bohnenkaffee zu kaufen und ihn selbst zu brennen4 ,im ,laufe des #ai4 ,jahrhunderts hat sich der ,kaffee die ganze ,kulturwelt erobert und ist an ,stelle der alten ,breie von ,hirse oder ,hafer und dicken ,suppen zum eigentlichen ,frhstcksgetrnk geworden4 ,besonders in ,deutschland1 das seiner ,einfhrung so viel ,widerstand entgegensetzte1 hat er geradezu eine ,kulturmission erzielt1 indem er ganz wesentlich dazu beitrug1 die noch bis zum ,ende des #ag4 ,jahrhunderts allgemein gebruchliche ,unsitte1 zu allen ,tageszeiten ,wein und ,bier in groen ,mengen zu trinken1 allmhlich verdrngte und damit unwillkrlich verfeinernd auf die ,sitten der ,bevlkerung einwirkte4 ,wir alle wissen1 da der schwarze ,trank die ,nerventtigkeit und das ,denken anregt1 das ,unbehagen der ,mdigkeit beseitigt und durch den ganzen ,krper ein wohliges ,gefhl des ,angeregtseins verbreitet4 ,auer dem ,koffen1 das von #j1i-a1e ,prozent darin enthalten ist1 wovon aber beim ,rsten mehr als die ,hlfte verloren geht1 haben wir im ,kaffee einige ,prozente eines flchtigen sogenannten empyreumatischen les1 ,koffeon genannt1 das sich durch das ,rsten in den ,bohnen entwickelt4 ,geniet man dieses abdestillierte l in ,substanz1 so entstehen ,schwei1 ,schlaflosigkeit und heftige ,blutwallungen4 ,dieses l gibt dem ,kaffee sein ,aroma1 das aber durch die ,beimischung eines in den feineren ,sorten etwas reichlicher vorhandenen zweiten les modifiziert wird4 ,dazu gesellen sich ,kaffeesure1 ziemlich viel ,eiwei1 etwas ,zucker und eine ,gerbsure von besonderer ,art1 welche mit ,eisenlsung einen grnlichen statt wie sonst einen blauen ,niederschlag gibt1 dann etwas ,fett und ,pflanzenschleim4 ,guter ,kaffee mu nicht nur vollstndig reif gepflckt werden1 sondern auch nachher noch im grnen ,stadium den ntigen ,reifungsproze durchmachen1 wodurch er erst den kstlichen ,wohlgeschmack und das herrliche ,aroma gewinnt1 das der ,kulturmensch an ihm schtzt4 ,nicht gengend durch ,lagern gereifter ,kaffee schmeckt rauh und gehaltlos4 ,um nun das unserem ,geruchs- und ,geschmackssinn so angenehme flchtige l und andere ,zersetzungsprodukte der ,bohnen zu gewinnen1 rstet man den ,kaffee nach vorherigem1 kurzem ,absplen der ,bohnen in ,wasser1 wobei man sich auch davon berzeugen kann1 ob sie gefrbt waren1 am besten in kugelartigen verschlossenen ,gefen1 wobei die ,bohnen unablssig in ,bewegung gehalten werden mssen4 ,dabei soll jede ,bohne durch und durch1 aber doch nicht zu stark gerstet werden4 ,das ,rsten ist zu beenden1 wenn die ,bohnen pltzlich aufschwellen1 braunrot werden und zu glnzen beginnen4 ,dann setzt man ihnen etwas ,zucker zu1 der von der ,hitze sofort schmilzt und sie mit einer das ,aroma besser bewahrenden ,karamelhlle umgibt4 ,der ,rstproze darf nun durchaus nicht zu lange fortgesetzt werden4 ,blo braunrot gersteter ,kaffee enthlt mehr ,aroma als solcher1 der kastanienbraun gefrbt oder gar durch ,verkohlen schwarzbraun geworden4 ,je lnger das ,rsten fortgesetzt wird1 um so mehr verlieren die ,bohnen an ,gewicht1 nehmen dafr aber an ,gre zu4 ,so verliert z4 ,b4 braunroter ,kaffee #ae ,prozent an ,gewicht und nimmt #cj ,prozent an ,gre zu2 schwarzbraun gebrannter verliert dagegen #be ,prozent an ,gewicht1 gewinnt dagegen #ej ,prozent an ,umfang4 ,nach dem ,brennen soll der ,kaffee durch ,ausschtten auf eine kalte ,platte rasch abgekhlt werden1 da um so mehr ,aroma verloren geht und dabei ein unangenehmer ,beigeschmack entsteht1 je lnger die ,bohnen ihre hohe ,temperatur behalten4 ,dann wird er fein gemahlen1 wodurch das ,ausziehen der lslichen ,stoffe mit kochendem ,wasser erleichtert wird4 ,die gebrannte ,bohne ist auerordentlich empfindlich gegen alles sie ,berhrende und mu am besten in metallenen oder glsernen ,gefen aufbewahrt werden4 ,man soll nur kleine ,mengen aufs mal1 dafr aber recht oft rsten1 da frisch gebrannter ,kaffee das beste ,getrnk liefert und auerdem das fette l in den zu lange aufbewahrten gersteten ,bohnen leicht ranzig wird4 ,auch ist das ,wasser1 das zur ,herstellung des ,kaffeeaufgusses verwendet wird1 von groer ,bedeutung4 ,je weniger es erdige ,bestandteile1 vor allem ,kalk1 und dafr doppeltkohlensaures ,natron enthlt1 um so mehr lst es die ,bestandteile des ,kaffees und nimmt sie in sich auf4 ,deshalb sind ,badeorte mit ,mineralwasser1 z4 ,b4 ,karlsbad1 wegen ihres vorzglichen ,kaffees berhmt4 ,dasselbe lt sich erreichen1 wenn man dem ,wasser vor dem ,aufgieen etwa eine ,messerspitze voll doppeltkohlensaures ,natron zusetzt4 ,auch das ,kochen des ,kaffees mu vermieden werden1 da er dabei den grten ,teil seines ,aromas verliert4 ,tafel #ei4 ,illustration3 ,ernte von ,liberiakaffee durch ,malaiinnen auf einer ,plantage ,sumatras4 ,tafel #fj4 ,illustration3 ,strucher von ,liberiakaffee auf ,sumatra4 ,die auf der primitiven ,leiter aus ,bambusrohr stehende ,malaiin zeigt die schweren1 schwarzen ,fruchttrauben1 die sie zu pflcken im ,begriffe steht4 ,um einen mglichst wohlschmeckenden ,kaffee zu erzeugen1 ist vor allem auch die grte ,sauberkeit bei der ,zubereitung ein ,haupterfordernis4 ,besser als ,filter aus ,blech1 die den ,geschmack des durchlaufenden heien ,wassers durch die ,berhrung mit ,eisen sehr leicht verderben1 sind solche aus ,porzellan1 ,email oder ,flanell zu verwenden4 ,das ,wasser darf nicht mehr als #gj ,c4 ,wrme haben1 da dann das feinste ,aroma erzielt wird und die weniger feinen ,elemente des ,kaffees ungelst bleiben4 ,am besten ist es1 auf den im ,filter befindlichen zusammengedrckten1 gemahlenen ,kaffee zunchst eine kleine ,menge heien ,wassers zu schtten und etwas ziehen zu lassen4 ,eine grere ,menge wrde die ,lcher des ,filters leicht verstopfen4 ,nachher giet man das brige ,wasser nach4 ,den ,trank selbst geniet man mit ,milch und ,zucker nach ,belieben versetzt1 am besten gleich nach seiner ,herstellung1 warm4 ,in einer ,tasse ,kaffee1 die aus etwa #h g ,kaffeebohnen bereitet wurde1 findet sich dann #j1a g ,koffen4 ,gesttzt auf diese ,feststellung lt sich jeder ,kaffee leicht auf seine ,gte prfen4 ,dies tat krzlich ,dr4 ,strunk in ,berlin und stellte dabei fest1 da man den besten und strksten ,kaffee in den erstklassigen ,hotels erhlt1 denn in diesen wies die ,tasse einen ,gehalt von durchschnittlich #j1aa ,koffen auf1 geht also noch ber den ,durchschnitt hinaus4 ,sogenannter ,mokkakaffee enthielt sogar #j1ab ,koffen4 ,demgegenber wird ein sehr dnner ,kaffee in der ,berliner ,volkskche verabreicht2 dieser enthlt nmlich blo #j1ja ,koffen4 ,nicht viel besser ist der in den ,studentenwohnungen verabreichte2 derselbe weist durchschnittlich #j1jb ,koffen auf4 ,er stellt also in bezug auf ,koffenwirkung ein hchst unschuldiges ,getrnk dar1 das frwahr keinerlei ,schdigung auf das ,nervensystem ausben drfte4 ,der ,kaffee regt1 wie wir alle durch vielfache eigene ,erfahrung wissen1 in hohem ,mae das ,nervensystem an1 beseitigt die ,mdigkeit1 belebt die ,gedanken und ,vorstellungen und beschleunigt die ,blutzirkulation4 ,auch kalt ist dnner ,kaffee bei anstrengenden ,touren und bei der ,feldarbeit sehr angenehm und erhht die krperliche ,leistungsfhigkeit im ,gegensatz zu den geistigen ,getrnken1 die vielmehr erschlaffend wirken4 ,nur fr nervse1 reizbare1 leicht an ,herzklopfen und ,schlaflosigkeit leidende ,personen ist er nicht zu empfehlen2 auch wirkt ein berma desselben schdlich selbst fr ,gesunde4 ,in solchen ,fllen ist der neuerdings in den ,handel gelangende koffenfreie ,kaffee oder irgend eins der zahlreichen beim ,volke beliebten ,kaffeesurrogate zu empfehlen4 ,von den etwa #cj in ,afrika wildwachsenden ,arten des ,kaffeestrauches kommen nur zwei fr die ,kultur im groen in ,betracht1 nmlich der sogenannte echte oder arabische ,kaffee 7,coffea arabica71 der aus dem sdlichen ,abessinien stammt1 und der ,liberiakaffee 7,coffea liberica7 -- so genannt nach dem ,staate ,liberia1 wo er wild wchst -- aus ,westafrika4 ,der letztere ist derber1 grer und breitstiger als der arabische ,kaffeestrauch4 ,er ist im ,gegensatz zu ersterem1 der eine ,gebirgspflanze darstellt und als solche bergige ,lagen bevorzugt1 eine ,tieflandpflanze1 die in ihrer ,heimat nicht hher als #adj m ber den ,meeresspiegel steigt und ein feuchtwarmes ,klima1 sowie einen leichten1 etwas sandigen ,boden liebt4 ,bis vor etwa #dj ,jahren wurde ausschlielich der arabische ,kaffeestrauch kultiviert2 da er aber der spter noch zu besprechenden ,kaffeeblattkrankheit in hohem ,mae ausgesetzt ist1 wurde seither auch der dagegen und anderen ,parasiten gegenber viel weniger empfindliche liberische ,kaffeestrauch besonders in den asiatischen und afrikanischen ,produktionslndern angebaut4 ,der arabische oder echte ,kaffeebaum ist ein heute noch von ,abessinien und der ,kste von ,mozambique bis zum ,victoriasee und bis ,angola wildwachsend angetroffener immergrner ,strauch von #e-f1 selten #h oder #i m ,hhe4 ,der schlanke ,stamm ist mit grnlichgrauer1 glatter ,rinde bedeckt und trgt viele dnne1 wagerecht oder leicht abwrts geneigte ,zweige1 die kurzgestielte1 #f-aj cm lange und #c-d cm breite1 lnglich eifrmige1 zugespitzte1 glatte1 oben glnzend dunkelgrne1 unten blagrne ,bltter besitzen1 aus deren ,achseln #d-af kurzgestielte1 sehr rasch verblhende1 in ,aussehen und ,geruch den ,jasminblten hnliche weie ,blten hervorbrechen und schlielich kirschengroe ,steinfrchte mit schleimigem1 sem ,fruchtfleisch zeitigen4 ,die ,bltezeit des arabischen ,kaffeestrauches zieht sich durch drei ,monate hindurch1 whrend der an der afrikanischen ,westkste1 besonders in ,liberia heimische1 bis zu #af m hochwerdende1 grobltterige liberische ,kaffeestrauch fast das ganze ,jahr hindurch blht4 ,der letztere eignet sich also seiner ,herkunft nach viel besser fr ,niederungen bis hchstens #bjj m ,seehhe1 wobei ihm das feuchte und warme ,klima der ,ksten besonders zusagt1 whrend ersterer als eine ,gebirgspflanze erst in ,hhen1 die ber #bjj m ber dem ,meeresspiegel liegen1 gedeiht4 ,der ,kaffeestrauch verlangt zu seinem ,gedeihen einen guten1 fruchtbaren ,boden und eine gleichmige ,wrme und ,feuchtigkeit1 viel ,luft und ,licht1 in heien ,gegenden aber gengend ,schatten1 ,schutz gegen ,wind und sorgfltige ,reinhaltung des ,bodens von ,unkraut4 ,zuerst zieht man junge ,pflnzchen in ,samenbeeten4 ,wenn diese etwa zweijhrig sind1 setzt man sie auf die eigentlichen ,felder aus1 die in tieferen ,lagen ,schattenbume enthalten mssen1 da ihnen hier die direkte ,sonnenbestrahlung schdlich ist4 ,in hheren ,lagen1 bis #aejj m1 knnen solche fehlen4 ,im dritten oder vierten ,jahr beginnen die ,pflanzen ,blten und ,frchte zu tragen1 liefern aber erst vom sechsten oder achten ,jahre an vollen ,ertrag daran1 der nach #bj-cj ,jahren zurckzugehen pflegt2 dann mssen die ,strucher durch neu angepflanzte ersetzt werden4 ,ein ,strauch liefert #b-c1 nur ganz ausnahmsweise #e oder gar #f kg handelsreinen ,kaffee4 ,die ,frchte des arabischen ,kaffees sind erst dunkelgrne1 dann gelbe1 spter dunkelkarmoisinrote1 rundlich eifrmige ,beeren von der ,gre kleiner ,kirschen1 whrend diejenigen des ,liberiakaffees im reifen ,zustande blauschwarz und doppelt so gro als jene sind4 ,in ihnen liegen um ein saftiges1 ses ,fruchtfleisch zwei von einer pergamentartigen1 glatten1 strohfarbenen ,hlle und darunter noch von einem silberfarbigen ,hutchen umgebene1 innen flache und nach auen gewlbte ,samen1 deren gelblichweies ,nhrgewebe hornartig hart ist und keinerlei ,strke enthlt4 ,es kommt aber auch vor1 da gelegentlich nur eine ,bohne zur ,entwicklung gelangt1 die dann nicht innen abgeflacht1 sondern vollkommen rund und etwas grer als die gewhnlichen ,bohnen ist4 ,es sind das die sogenannten mnnlichen ,bohnen oder ,perlbohnen1 die sorgfltig ausgesondert werden1 weil sie hher im ,preise stehen als die gewhnlichen ,doppelbohnen4 ,als ,perlkaffee bilden sie berhaupt die teuerste ,sorte ,kaffee1 die in den ,handel gelangt1 obschon diese ihre hohe ,bewertung nur ein ,vorurteil ist4 ,die ,ernte darf erst nach der vollstndigen ,reife der ,frchte vorgenommen werden und mu mit groer ,sorgfalt geschehen1 da nicht smtliche ,frchte zu gleicher ,zeit das ,reifestadium erreichen1 beim ,liberiakaffeebaum auch ,blten geschont werden mssen4 ,nach ,eintritt der ,reife lassen die ,araber die ,frchte an den ,bumen1 bis sie von selbst abfallen oder leicht zu schtteln sind4 ,dieser ,behandlungsweise werden die vortrefflichen ,eigenschaften des nach dem ,ausfuhrhafen im sdlichen ,arabien als ,mokka bezeichneten ,kaffees zugeschrieben4 ,doch1 was wir als ,mokkakaffee genieen1 ist meist eine auserlesene brasilianische ,sorte mit eigentmlich ellipsoiden ,bohnen4 ,diesen brasilianischen ,kaffee sammelt man auch durch ,schtteln des ,baumes ber einem weien ,laken1 um sie vor ,schmutz1 ,sand und dergleichen zu schtzen4 ,in ,gegenden jedoch1 wo es viel regnet1 wie auf ,java1 ist dieses ,verfahren nicht mglich1 da das ,fleisch der ,frchte schnell fault und die ,frchte durch einen krftigen ,regenfall zu ,boden geschlagen werden4 ,deshalb sammelt man sie dort sobald sie einigermaen reif sind und verarbeitet sie weiter4 ,in ,ostindien gelten diejenigen ,kaffeebohnen als die besten1 die aus dem ,kote von ,schleichkatzen und ,schakalen gesammelt werden1 was allerdings begreiflich ist1 da diese ,tiere nur die reifsten ,beeren fressen und deshalb die von ihnen unverdaut abgehenden ,samen von besonderer ,gte sind4 ,frher trocknete man die abgelesenen ,frchte auf der ,erde und zerbrach die ueren ,hllen in ,holzmrsern durch ,handarbeit oder in einer ,art ,mhle in ,tierbetrieb1 was auch jetzt noch teilweise geschieht4 ,in neuester ,zeit und auf fortgeschrittenen ,betrieben werden die ,frchte1 um die ,kaffeebohnen von dem sie einhllenden ,fleische zu befreien1 unmittelbar nach dem ,pflcken in ,maschinen zerquetscht und auf ein ,sieb gebracht1 dessen ,maschen gerade gro genug sind1 um die ,bohnen durchzulassen1 das ,fruchtfleisch aber zurckzubehalten4 ,das letztere findet als ,dnger ,verwendung4 ,die noch mit der ,pergamenthlle bedeckten ,bohnen dagegen werden in den ,grraum gebracht1 wo die an ihnen haftenden ,fruchtfleischreste einen ,fulnisproze durchmachen1 worauf sie sich durch ,waschen leicht entfernen lassen4 ,nach dem ,waschen trocknet man sie an der ,sonne1 nach dem lteren ,system auf gemauerten ,tennen1 nach dem neueren jedoch in groen1 flachen ,karren auf niedrigen ,rdern1 die1 auf ,schienen laufend1 des ,nachts oder bei schlechtem ,wetter in einen langen ,schuppen gerollt werden4 ,die ,farbe der ,bohnen wird nur durch ihren ,feuchtigkeitsgehalt bedingt4 ,so sind die blauen ,bohnen feuchter als die grnen und die grnen wiederum feuchter als die gelben1 whrend ein langsames ,trocknen bei feuchter ,witterung dem ,kaffee eine bleierne ,farbe verleiht4 ,bei dem trockenen ,verfahren werden die ,bohnen gleich nach dem ,pflcken durch ,ausbreitung am ,boden vermittelst der ,sonnenwrme getrocknet1 bis man beim ,umrhren der ,frchte die ,bohnen in ihren ,hllen rasseln hrt4 ,dann bringt man sie in ,speicher1 wo man sie beliebig lange aufbewahren kann4 ,zur ,entfernung der ,pergamenthlle werden sie dann1 wie der auf nassem ,wege vom ,fruchtfleisch befreite ,kaffee1 in ,mrsern mit langen hlzernen ,stampfern1 in der ,regel aber in ,maschinen bearbeitet4 ,auf solche ,weise von den ,hlsen befreit1 werden sie nach der ,gre sortiert und poliert4 ,der ,reinertrag an verkaufsfertigen ,bohnen betrgt durchschnittlich ein ,fnftel des ,gewichts der frischen ,frchte4 ,neben der ,hauptblte des ,kaffeebaumes gibt es eine ,vor- und ,nachblte1 die aber weniger von ,bedeutung sind2 so handelt es sich gleichwohl um eine ,haupterntezeit1 die auf ,java alle #d-f ,monate stattfindet4 ,doch wird auch hier in zunehmendem ,mae der weniger empfindliche und rascher wachsende liberische ,kaffeestrauch1 der stets ,blten und ,frchte nebeneinander trgt und deshalb eine periodische ,ernte vollkommen ausschliet1 gepflanzt4 ,zur ,aussaat werden jeweilen die schnsten und grten ,beeren ausgesucht1 die von in der ,flle ihrer ,kraft stehenden ,bumen stammen1 d4 h4 nicht zu jung und nicht zu alt sind4 ,da der ,same des ,kaffees seine ,keimkraft schnell verliert1 bedient man sich1 um ihn in fern abliegende ,gegenden zu verpflanzen1 besser nicht der ,samen1 sondern junger ,pflnzchen1 die in kleinen1 mit ,glas gedeckten ,kisten an ,deck mit grter ,behutsamkeit transportiert werden mssen4 ,beim ,anpflanzen werden sie gleich wie die aus ,smlingen an ,ort und ,stelle gezogenen jungen ,pflanzen unter dem ,schutz von ,schattenbumen gro gezogen4 ,hufig werden zwischen den ,kaffeestruchern1 so lange diese noch jung sind1 auch andere ,pflanzen angebaut1 so in ,brasilien ,mais und ,bohnen1 die gleichzeitig dazu bestimmt sind1 die allzugrell scheinende ,sonne abzuhalten4 ,sobald jedoch die ,kaffeepflanzen gro geworden sind und anfangen ,frchte zu tragen1 mssen diese ,zwischenpflanzen entfernt werden1 da sie dann den ,ertrag verringern4 ,zwischen den ,kaffeebumen mu das rasch emporwuchernde ,unkraut regelmig entfernt werden1 was bei ,grobetrieben durch besondere ,maschinen geschieht4 ,dann mu die ,plantage auch gedngt werden2 besonders ist eine ,zufuhr von ,phosphor vonnten4 ,je tiefgrndiger der ,boden1 um so mehr knnen sich die ,pfahlwurzeln entwickeln und um so lter werden die ,bumchen4 ,als ,gebirgspflanze gedeiht der arabische ,kaffeestrauch am besten in ,tlern oder an ,abhngen1 wo er vor ,winden geschtzt ist4 ,am besten sagen ihm ,temperaturen zu1 die zwischen #ae und #be ,c4 schwanken1 und ,regenmengen zwischen #bbj und #ccj cm im ,jahr4 ,aus ,abessinien ist der echte ,kaffeestrauch zuerst nach dem sdlichen ,arabien gelangt1 wo seine ,kultur beschrnkt blieb1 bis auf ,veranlassung des ,brgermeisters von ,amsterdam1 ,nikolas ,witsen1 ,direktor der hollndischen ,handelskompagnie1 der ,gouverneur von ,batavia1 van ,hoorn1 im ,jahre #afej einige ,kaffeebumchen von ,mekka nach ,batavia auf der ,insel ,java bringen lie1 die aber infolge einer berschwemmung wieder eingingen4 ,keinen besseren ,erfolg hatte die ,sendung des hollndischen ,kommandanten von ,malabar1 ,adrian van ,ommeren1 vom ,jahre #afif4 ,kurz darauf gelang es ,hendrik ,zwaardekron diese ,nutzpflanze dort einzubrgern4 ,sie wurde in groen ,plantagen angepflanzt1 von deren ,ertrag bald auch die ,muhammedaner ,westasiens mit diesem ,genumittel versorgt werden konnten4 ,spter wurde die ,kaffeekultur von den ,hollndern auch auf die anderen ,sundainseln und auf ,ceylon ausgedehnt4 ,im ,jahre #agaj wurden von ,batavia aus mehr als hundert junge ,kaffeebumchen nach ,amsterdam gesandt1 wo sie im ,treibhaus des ,botanischen ,gartens ,unterkunft fanden4 ,eines derselben erhielt im ,jahre #agac ,ludwig ,,xiv4 durch den ,direktor des ,amsterdamer ,gartens ,namens ,pancras4 ,er lie es im ,garten von ,marly bei ,paris sorgsam aufziehen1 und nach ihm verffentlichte dann der ,botanikprofessor am ,jardin du roi in ,paris1 ,antoine de ,jussieu1 in den ,mmoires de l',academie des sciences eine genaue ,beschreibung der ,pflanze4 ,ein anderes ,exemplar gelangte von ,amsterdam nach ,surinam1 wo dann die ,hollnder die ,kaffeekultur erfolgreich einzubrgern vermochten4 ,von der einen ,kaffeepflanze in ,marly wurden ,samen erzielt1 die junge ,pflnzchen ergaben1 von denen der vorgenannte ,antoine de ,jussieu dem ,schiffskapitn de ,clieu d',erchigny im ,jahre #agba drei ,exemplare mitgab1 um sie nach der ,insel ,martinique zu bringen4 ,infolge groen ,wassermangels auf der langen ,reise1 die den ,offizier zwang1 die ihm zugewiesene ,wasserration zum grten ,teile zur ,erhaltung seiner ,pfleglinge zu verwenden und selbst ,durst zu leiden1 brachte er nur ein ,exemplar lebend an den ,bestimmungsort4 ,hier angepflanzt1 mute es bestndig von ,sklaven bewacht werden1 damit es nicht gestohlen werde4 ,es gedieh vorzglich und wurde die ,stammpflanze aller westindischen ,kaffeebume1 deren ,kultur sich in der ,folge rasch ber das tropische ,amerika verbreitete4 ,im ,jahre #agbe pflanzte de la ,motte-,aigron1 der ,gouverneur von ,cayenne1 daselbst das erste ,kaffeepflnzchen1 das er sich verstohlenerweise bei seinem ,aufenthalt in ,surinam zu verschaffen gewut hatte4 ,von dort her gelangte die ,pflanze #agdj nach ,brasilien4 ,im ,jahre #agcj wurde die erste ,kaffeeplantage auf ,guadeloupe und durch ,nicholas ,lewes desgleichen auf ,jamaika angelegt4 ,gegen das ,ende des #ah4 ,jahrhunderts wurden in ,sumatra die ersten ,anbauversuche gemacht1 die aber erst von #ahai an1 als die ,insel unter hollndische ,herrschaft kam1 ,erfolg hatten4 #ahbb begann der ,kaffeebau auf ,celebes und #ahcb in ,costarica1 und zwar an letzterem ,orte durch den deutschen ,kaufmann ,wallerstein4 ,endlich kam der ,kaffeebau #ahib auch nach ,deutsch-,ostafrika1 wo er heute besonders in der ,landschaft ,usambara blht4 ,auch in ,kamerun sind neuerdings grere ,anpflanzungen von ,liberiakaffee gemacht worden4 ,der westindische ,kaffee1 der im #ah4 ,jahrhundert1 als er sich mit dem ,javakaffee in den ,welthandel teilte1 in hoher ,blte stand1 ging im #ai4 ,jahrhundert infolge der ,abschaffung der ,sklaverei und fortwhrender politischer ,umwlzungen so sehr zurck1 da man an seiner ,stelle ,tabak und ,zuckerrohr bevorzugte4 ,in der ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts lebte sein ,anbau jedoch in ,mexiko und namentlich in ,brasilien auf1 in welch letzterem ,lande er allerdings schon seit #ahjh fr den ,welthandel zunehmende ,bedeutung erlangt hatte4 ,frher noch kam er in ,ostindien auf1 wo besonders ,ceylon reiche ,kaffeeplantagen besa1 bis im ,jahre #ahfi dort zuerst die durch einen ,rostpilz1 ,hemileia vastatrix1 hervorgerufene gefrchtetste ,blattfleckenkrankheit des arabischen ,kaffeebaums ausbrach1 die im ,jahre #ahge dort und auf dem indischen ,festlande einen so verderblichen ,charakter annahm1 da in der ,folge die ,kaffeekultur in diesen ,lndern fast ganz aufgegeben werden mute und durch den ,anbau von ,tee verdrngt wurde1 soweit sie nicht durch die ,kultur des durch grere ,samen ausgezeichneten1 infolge seiner greren ,robustheit mehr ,widerstandskraft gegen den ,pilz aufweisenden ,liberiakaffees ersetzt wurde4 ,dieser ,pilz1 der sich dann auch in den ,kaffeegrten ,deutsch-,ostafrikas zeigte1 hat dem ,kaffeebau auf ,ceylon bis zum ,jahre #ahhj1 also in zehn ,jahren1 einen ,schaden von ber #cjj ,millionen ,mark verursacht und viele vorher vermgliche ,pflanzer ruiniert4 ,illustration3 ,bild #ce4 ,der ,rostpilz des ,kaffeestrauches 7,hemileia vastatrix74 a vom ,rostpilz befallenes ,blatt1 b aus einer ,spaltffnung des ,blattes sich hervordrngende ,dauersporen in ,bscheln4 ,dieser so verhngnisvolle ,krankheitserreger1 gegen den bis jetzt kein sicheres ,bekmpfungsmittel gefunden wurde1 erzeugt - cm groe orangegelbe ,flecken an der ,unterseite der ,bltter der von ihm befallenen ,pflanze1 indem sich hier aus den ,spaltffnungen des ,blattes zahlreiche ,dauersporen in ,bscheln hervordrngen1 die abfallen und allseitig ausstuben4 ,sie sind so ungemein leicht1 da der leiseste ,lufthauch sie berallhin auf andere ,bltter trgt1 wo sie keimen und1 in das ,zellgefge der ,bltter eindringend1 die ,krankheit verbreiten4 ,der ganze ,entwicklungsproze dauert nicht lnger als einen ,monat1 wodurch sich die schnelle ,verbreitung der ,seuche erklrt4 ,wenn viele ,bltter zu gleicher ,zeit von der ,krankheit befallen werden und abfallen1 so geht der ,baum ein4 ,in jedem ,falle wird er aber durch diese ,infektion so stark in seinem ,allgemeinbefinden angegriffen1 da er mehrere ,jahre hindurch einen ganz geringen ,ertrag liefert4 ,bordeauxbrhe und ,tabakwasser tten zwar die ,sporen der ,hemileia1 aber gegen das ,umsichgreifen der ,seuche schtzt nur ein ,radikalmittel wie die ,vernichtung aller von der ,krankheit befallener ,strucher4 ,besonders in ,java1 wo die ,krankheit im ,jahre #ahgf zuerst auftrat1 um dann #ahhb auf der ganzen ,insel zu wten1 half man sich dadurch1 da man die zarte arabische ,kaffeepflanze durch die bedeutend krftigere ,liberiakaffeepflanze ersetzte4 ,neuerdings wird dort wiederum erstere als eine feinere ,bohnensorte liefernde ,pflanze vorgezogen1 indem man sie auf junge ,smlinge von ,liberiakaffee pfropft1 was recht gute ,resultate liefert1 indem so der arabische ,kaffeestrauch grere ,widerstandskraft gegen die ,infektion erlangt4 ,die gewaltige ,verbreitung1 welche dieser ,pilz in den #ahgj;er ,jahren erreichte1 ist namentlich darauf zurckzufhren1 da er von einer ,abart der arabischen ,kaffeepflanze1 der ,coffea travancorensis1 die er zuerst befiel1 auf ,coffea arabica berging und in der letzteren eine neue1 ihm zusagende ,nhrpflanze fand1 in der er sich1 von dem zu seiner ,entwicklung auerordentlich geeigneten feuchtwarmen ,klima begnstigt1 in der ausgiebigsten ,weise ausbreitete4 ,dies hat man in hnlicher ,weise auch an anderen ,rostpilzen beobachtet1 da ein bergang von der einen ,pflanzenart auf eine andere nahe verwandte1 besonders wenn diese durch lngere ,kultur verzrtelt war1 einem solchen ,krankheitspilz besondere ,bsartigkeit verlieh1 so da er eine bis dahin unbekannte ,ausdehnung erlangte und eine in hohem ,mae zerstrende ,wirkung ausbte4 ,da die ,ansteckung mit der ,hemileia in den ersten ,stadien nur sehr schwach zu erkennen ist1 sollten fr den ,plantagenbetrieb niemals junge ,pflnzchen von auswrts bezogen werden1 sondern zur ,anpflanzung sollten jeweilen nur in ,bordeauxbrhe desinfizierte ,samen verwendet werden1 bei denen man eine ,garantie hat1 da die bertragung des ,schdlings ausgeschlossen ist4 ,in ,ostafrika haben sich die ,larven eines ,bockkfers1 ,herpetophyas fasciatus1 als ,schdlinge der ,kaffeebumchen erwiesen1 in ,westafrika dagegen speziell beim ,liberiakaffee ein ,borkenkfer1 ,apate franciscea4 ,in ,sdamerika entstehen an den ,kaffeestruchern vielfach ,wurzelknoten durch die ,invasion winziger ,wrmchen4 ,doch ist der dadurch erwachsene ,schaden bisher kein sehr groer gewesen4 ,endlich hat eine ,mottenlarve1 ,cemiostoma coffeellum1 in einigen ,teilen ,amerikas wie auf der ,insel ,san ,domingo und in ,brasilien groe ,verheerungen angerichtet4 ,die ,republik ,costarica fhrt den ,kaffeebaum als ,wappenschild4 ,der ,kaffeeverbrauch der ,erde ist in bestndigem ,steigen begriffen4 ,weitaus am meisten ,kaffee wird in ,amerika erzeugt und getrunken4 ,von der jhrlich auf der ganzen ,erde hervorgebrachten ,menge von gegen einer ,milliarde kg ,kaffeebohnen erzeugt ,brasilien gegen #gjj ,millionen kg und das brige ,sdamerika1 namentlich ,venezuela und ,kolumbia1 gegen #fj ,millionen kg4 ,zentralamerika baut ebenfalls viel ,kaffee an und seine ,produktion beluft sich auf etwa #ajj ,millionen kg4 ,gegenber dieser ,kaffeeproduktion ,amerikas ist die in ,ostindien und ,java geerntete ,kaffeemenge eine verschwindend kleine2 sie beluft sich nmlich auf nur etwa #dj ,millionen kg4 ,erzeugt nun ,amerika den meisten ,kaffee1 so liefert ,abessinien1 die ,heimat dieser ,kulturpflanze1 immer noch den besten ,kaffee4 ,dieses thiopische ,produkt wird nach der ,somalikste gebracht und dort von indischen ,hndlern aufgekauft4 ,aus der ,landschaft ,yemen in ,sdarabien stammt der arabische ,kaffee1 von seinem frheren ,exporthafen auch ,mokka genannt1 der aber leider nicht zu uns kommt1 da er in ,persien1 ,vorderasien und gypten aufgebraucht wird4 ,unser gewhnlicher ,mokka8 ist nichts als ausgesuchter kleinbohniger ,java- oder ,ceylonkaffee1 welche ,produktionsorte mit ,celebes1 das den rtlichgelben grobohnigen ,menadokaffee liefert1 den besten zu uns gelangenden ,kaffee erzeugen4 ,in ,frankreich wird besonders der von ,manila exportierte ausgezeichnete ,kaffee der ,philippinen verbraucht4 ,hinter diesen sdasiatischen ,kaffeesorten steht der brasilianische und an ,qualitt rangieren in letzter ,linie derjenige von ,venezuela und ,haiti4 ,meist zieht man hellgefrbte ,sorten den dunkeln vor4 ,grobohnige1 in ,gre und ,farbe gleichmige ,sorten geben im allgemeinen die beste ,garantie fr vllige ,reife1 sorgfltige ,behandlung und ,sortierung4 ,nach den ,vereinigten ,staaten1 die jhrlich gegen #ejj ,millionen kg ,kaffee verbrauchen1 kommt ,deutschland1 das im letzten ,jahre #ahi ,millionen kg ,kaffee im ,werte von #afb ,millionen ,mark einfhrte4 ,auf die ,zahl der ,einwohner berechnet verbraucht ,holland weitaus am meisten ,kaffee1 nmlich #e1h kg pro ,jahr und ,kopf der ,bevlkerung4 ,ihm folgen die ,vereinigten ,staaten von ,nordamerika mit #e1ge kg1 ,deutschland mit #c1ab kg1 die ,schweiz mit #b1ih kg1 ,frankreich mit #a1ch kg1 ,england mit #j1de kg und endlich ,ruland mit #j1aj kg4 ,der ,kaffeekonsum der beiden letztgenannten ,lnder ist nur deshalb so klein1 weil dort an seiner ,stelle um so mehr ,tee getrunken wird4 ,zum ,schlu sei noch erwhnt1 da ,afrika auer dem ,kaffeestrauch noch eine andere anregende ,nutzpflanze besitzt4 ,es ist dies der ,katstrauch 7,catha edulis71 ein dem ,pfaffenhtchen 7,evonymus europaeus7 sehr nahe verwandter ,strauch aus der ,familie der ,spindelbaumgewchse1 der von ,abessinien bis zum ,kaplande in gebirgigen ,gegenden verbreitet ist und unter anderem auch in ,arabien kultiviert wird4 ,der ,gebrauch der ,bltter des ,katstrauchs als ,genumittel ist in ,arabien und ,abessinien lter als derjenige der ,kaffeebohnen4 ,sie werden gekaut und frisch oder hufiger getrocknet zur ,herstellung eines mit ,honig versten ,aufgusses wie diejenigen des chinesischen ,tees benutzt4 ,auch sie enthalten eine das ,nervensystem anregende ,substanz1 das ,celastrin1 das ebenfalls dazu dient1 krperlich und geistig anzuregen1 die ,mdigkeit und den ,schlaf zu verscheuchen2 im berma aber soll es betubend wirken4 ,nach ,europa gelangt dieses ,genumittel durchaus nicht1 da hier ,kaffee und ,tee vollkommen eingebrgert sind und dieses dagegen nicht aufzukommen vermag4 ,der ,reisende ,dr4 ,roth sagt von ihm3 ,die ,sitte des ,katkauens1 die ich in ,yemen kennen lernte1 gehrt zu den einladendsten1 der sich der ,araber beim ,frhstck1 zum ,mittagessen und selbst in den heitern ,nchten hingibt4 ,man zieht zu letzterem ,zwecke die kultivierte ,pflanze der wildwachsenden weit vor4 ,es wird bei den ,wohlhabenderen damit viel ,luxus getrieben1 und so wie man bei uns dem ,fremden eine ,tasse ,tee oder ,kaffee anbietet1 wird derselbe dort mit den grnen ,zweigbndeln des ,kat beehrt4 ,die im ,zimmer der ,vornehmen umherliegenden entbltterten ,zweige sind der ,mastab der ,wohlhabenheit und der ,gastfreundschaft48 ,im ,aufgu mit heiem ,wasser genossen1 schmecken und wirken die ,katbltter hnlich wie chinesischer ,tee1 der uns im nchsten ,abschnitt beschftigen soll4 ,,xii4 ,der ,tee4 ,wie der ,kaffee ostafrikanischen ,ursprungs1 so ist der ,tee ostasiatischer ,herkunft1 und zwar verdanken wir seine ,verwendung als ,genumittel dem uralten ,volke der ,chinesen1 das ihn nach dem ,berichte alter ,chroniken im #c4 ,jahrhundert unserer ,zeitrechnung aus dem ,sden erhalten haben soll4 ,aber erst zu ,beginn des #i4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 kam der ,teegenu in ,china mehr in ,aufnahme4 ,nach ,japan wurde er durch einige ,priester eingefhrt1 die ihn in ,china kennen gelernt hatten2 aber erst im #ae4 ,jahrhundert erreichte er in diesem ,lande einen greren ,umfang4 ,der ,teestrauch1 dessen dunkelgrne1 lederartige1 glnzende ,bltter den ,ostasiaten den ihnen unentbehrlichen1 das ,nervensystem anregenden ,trank spenden1 gehrt mit der ihm sehr nahe verwandten ,camellia zu den den ,myrtengewchsen nahestehenden ,ternstrmiaceen 7nach dem ,schweden ,c4 ,ternstrm so genannt1 der ,china durchforschen wollte1 aber vor ,erreichung seines ,zweckes #agde starb74 ,er hat seine ,heimat im gebirgigen sdlichen ,asien1 wo er auer auf der sdchinesischen ,insel ,hainan in ,assam und den sdlich davon gelegenen ,berglndern noch heute im wilden ,zustande gefunden wird4 ,die ,gattung ,thea umfat #af in ,hinterindien1 ,china und ,japan wild wachsende ,arten1 die man in ,eutheen mit gestielten1 nickenden ,blten und nicht abfallenden ,kelchblttern und ,camellien mit ungestielten1 aufrechten ,blten und abfallenden ,kelchblttern einteilt4 ,zu letzteren gehrt die ,thea japonica1 die als ,zierpflanze bekannte und beliebte ,camellie1 zu ersteren dagegen die ,thea chinensis1 deren ,bltter uns den chinesischen ,tee liefern4 ,sie kommt in zweierlei ,arten vor1 die ,thea chinensis im engeren ,sinne1 die1 sich selbst berlassen1 etwa #g-aj m ,hhe erreicht1 als ,kulturgewchs jedoch zum bequemeren ,einsammeln der ,bltter kaum #a1e-b m hoch gehalten wird1 und die #aj-ae m hohe ,thea assamica1 die fast doppelt so groe1 schneller reifende ,bltter wie jene besitzt und weniger zur ,bildung von ,blten neigt1 die -- statt wie beim chinesischen ,teestrauch zu #b-e ,stck -- einzeln aus den ,blattwinkeln hervorbrechen4 ,letztere beansprucht wrmere ,lagen und fruchtbareren ,boden und verhlt sich zum chinesischen ,teestrauch wie der liberische ,kaffeebaum zum echten arabischen4 ,beide ,pflanzenarten und die davon abgeleiteten ,kreuzungsprodukte1 deren ,bltter aber oft an ,aroma minderwertig sind1 gedeihen in verschiedenen ,klimaten und auf verschiedenem ,boden ppig und berdauern sogar ziemlich kalte ,winter1 vorausgesetzt1 da sie warme ,sommer haben1 in denen sie ihre ,blttermasse reichlich zu entwickeln vermgen4 ,frost knnen sie nicht ertragen und haben auch von der ,trockenheit zu leiden4 ,am besten sagt ihnen ein mig warmes1 feuchtes ,klima auf subtropischen ,inseln und ,ksten1 nher am quator dagegen in khlerer ,berglage in #ajjj-bjjj m ,hhe zu4 ,die beiden ,teearten sind buschig verzweigte1 immergrne ,strucher mit wechselstndigen1 kurz gestielten1 lanzettfrmigen1 gekerbten ,blttern1 die wie die jngsten ,zweigspitzen nur in ihrer ,jugend zum ,wrmeschutz seidig wei behaart sind1 whrend sie im entwickelten ,zustande kahl und lederartig erscheinen4 ,aus den ,achseln der ,bltter treten beim ,assamtee einzeln1 beim chinesischen aber zu zweien bis fnfen1 etwa den ,umfang eines ,markstcks erreichende1 schwach nach ,jasmin riechende1 weie ,blten hervor4 ,die kleinen ,kelchbltter wie die ,blumenbltter sind in der ,sechszahl vorhanden4 ,die ber zweihundert ,staubfden sind am ,grunde verwachsen und der behaarte ,fruchtknoten umschliet in jedem der ,fcher zwei hngende ,samenanlagen4 ,die ,frucht ist eine runde1 gelbbraun punktierte1 dnnwandige1 holzige ,kapsel1 die in drei aufspringenden ,fchern je einen kirschkerngroen1 glnzend braunen ,samen mit gelblicher ,keimgrube birgt4 ,der ,teestrauch gedeiht am besten in einem feuchtwarmen ,klima in sonniger ,lage2 deshalb werden die ,teegrten mit ,vorliebe an nach ,sden gerichteten ,abhngen angelegt1 weil sich dann kein ,wasser an den ,wurzeln der ,pflanzen ansammeln kann1 was ihrem ,wachstum schaden wrde4 ,sie bedrfen keiner ,schattenbume und gedeihen am besten auf lockerem1 festem ,boden4 ,nachdem das ,erdreich1 auf welchem eine ,teeplantage angelegt werden soll1 durch ,pflgen oder ,umgraben und ,eggen gehrig bearbeitet worden ist1 wird es sofort bepflanzt4 ,ist der ,boden sehr mager1 so mu er zuvor gedngt werden1 damit er reichen ,ertrag liefere2 auch mu er ziemlich viel ,kalk enthalten4 ,in ihm wird nun die ,teepflanze in der ,regel durch etwa einjhrige ,samen1 die man in ,reihen #a1be m voneinander entfernt zu zweien oder zu dreien in den ,boden legt1 gewonnen4 ,der ,samen keimt unter gnstigen ,umstnden nach fnf bis sechs ,wochen und ein paar ,wochen spter kann man schon ,pflanzen von #aj cm ,hhe haben4 ,weniger empfehlenswert ist die ,anzucht in besonderen ,saatbeeten1 da die ,wurzeln der jungen ,pflnzchen auerordentlich empfindlich sind und beim berfhren in die definitiven ,standorte fast immer leiden1 wodurch nicht unerhebliche ,ausflle entstehen4 ,dabei legt man1 um den ,boden auszuntzen1 in den ersten zwei oder drei ,jahren ,zwischenpflanzungen1 am besten von ,mais1 an1 welche auch fr gengende ,beschattung der jungen ,teepflanzen sorgen4 ,weil es dem ,teestrauch ein ,bedrfnis ist1 dem ,wind freien ,durchtritt zu gewhren1 lt man zwischen den einzelnen ,exemplaren einen gewissen ,abstand2 auch lt man ihn nicht hoch aufschieen1 sondern beschneidet ihn immer wieder rcksichtslos1 wie wir dies mit unseren ,hecken tun1 damit er reichlich ,seitenschosse erzeuge und zum dichten ,busch werde4 ,wenn der ,teestrauch drei ,jahre alt geworden ist1 kann mit dem ,pflcken der ,bltter begonnen werden4 ,gewhnlich erntet man dieselben in ,china dreimal im ,jahre4 ,zuerst1 ,anfang ,mrz bis ,mitte ,april1 unmittelbar vor der ,regenzeit1 pflckt man die ersten ,frhlingsbltter1 aus denen der feinste ,tee gewonnen wird4 ,nach der ,regenzeit1 ,ende ,mai oder ,anfang ,juni1 folgt die zweite1 die sogenannte groe ,ernte1 die qualitativ die bedeutendste ist und zum groen ,teil ins ,ausland gesendet wird1 aber an ,feinheit des ,aromas der ersten ,ernte nachsteht4 ,die dritte ,ernte1 ,ende ,juli oder ,anfangs ,august1 ist wegen der groben1 wenig aromatischen ,bltter recht minderwertig und wird daher in vielen ,gegenden gnzlich unterlassen1 da die ,erhaltung der betreffenden ,bltter fr das ,gedeihen des ,strauches und somit auch fr die ,gte der ersten ,ernte des nchsten ,jahres von groer ,bedeutung ist4 ,in der ,regenzeit wird alles ,pflcken der ,bltter vermieden1 weil es fr die ,qualitt des ,tees nachteilig ist1 solche zu pflcken1 die vom ,regen na sind2 der ,tee schmeckt nmlich dann flau4 ,auch das uere des ,tees wird durch die ,feuchtigkeit benachteiligt1 da feuchte ,bltter sich bei der ,bearbeitung zu mehreren zusammenzurollen pflegen und dann nur mit groer ,mhe auseinandergebracht werden knnen4 ,frh morgens1 wenn der ,tau der ,nacht verdunstet ist1 beginnt man mit dem ,pflcken der ,bltter und fhrt damit fort1 bis man eine zur betreffenden ,tagesverarbeitung gengende ,menge hat4 ,dabei mssen die ,bltter vor ihrer vollen ,entwicklung geerntet werden1 wenn sie eben im ,begriffe sind1 die ,blattflchen auseinanderzurollen4 ,wenn auch der ,teestrauch bereits im ,alter von drei bis fnf ,jahren beginnt1 ,ertrge zu liefern1 so erhlt man erst vom zehnten ,jahre an ,vollernten von #a kg und mehr jhrlich pro ,strauch4 ,aber um diese ,zeit werden die ,bltter oft schon gro und minderwertig1 so da man sich1 wie bei der ,kultur der ,rebe1 damit behilft1 den ,strauch stark bis auf einen oder wenige ,zweige zu beschneiden1 damit sich reichlich junge ,schosse bilden4 ,aber die ,bltter dieser letzteren erreichen nie die ,gte1 welche die ersten besaen1 so da man es vorzieht1 die ,bumchen bereits nach dem zehnten ,jahre zu entfernen und neue ,aussaaten vorzunehmen1 wie dies z4 ,b4 auf ,ceylon berall zu geschehen pflegt4 ,je jnger und zarter die geernteten ,bltter sind1 desto besseren ,tee liefern sie2 doch ist erst in den ganz ausgewachsenen ,blttern der ,hchstgehalt an ,teen1 das mit dem ,koffen identisch ist1 und den brigen1 dem ,tee seinen ,wert verleihenden ,substanzen1 erreicht4 ,diese sind im mittleren ,blattgewebe enthalten4 ,auf einen ,hektar ,teepflanzung rechnet man durchschnittlich eine ,ernte von #cjjj kg ,teeblttern jhrlich4 ,aber auf den besten ,teepflanzungen erntet man bis #ajjjj kg pro ,jahr4 ,beim ,pflcken der ,bltter1 das meist ,frauen und ,kinder besorgen1 wird peinlichste ,sauberkeit beobachtet4 ,die ,pflckerinnen mssen tglich baden und sich getrockneter ,fische und anderer stark riechender ,speisen enthalten4 ,ja1 die feinste ,sorte aus den zartesten ,blttern der ersten ,ernte1 die in ,china den ,kaiser- oder ,blumentee liefern1 der kaum je in den ,handel gelangt und vom ,hofe selbst1 der ihn mit #fjj ,mark das kg bezahlt1 aufgekauft wird1 pflckt man sogar mit ,handschuhen4 ,damit beide ,hnde frei bleiben1 tragen die ,pflckerinnen an einer ,schnur um den ,hals gehngt ein ,krbchen auf der ,brust1 ziehen mit der ,linken einen ,zweig an sich und brechen mit der ,rechten die ,bltter am ,stiel ab4 ,eine ,person vermag tglich #f-g kg ,bltter einzusammeln1 die dann nach der ,zubereitung zu ,tee #ge ,prozent ihres ,gewichts verlieren1 so da also #d kg frische ,bltter #a kg ,tee liefern4 ,je nach der weiteren ,bearbeitung erhlt man nun zwei ganz verschiedene ,sorten1 den schwarzen und den grnen ,tee1 die durchaus nicht1 wie man frher glaubte1 von verschiedenen ,pflanzen1 sondern von derselben stammen1 nur durch verschiedene ,behandlung der ,bltter erzielt werden4 ,der grne ,tee1 wie ihn die ,ostasiaten lieben1 weil er infolge weit geringerer ,zersetzung krftiger auf die ,nerven als der von uns bevorzugte schwarze ,tee wirkt1 wird in der ,weise gewonnen1 da die ,bltter unmittelbar nach dem ,einbringen gedmpft8 werden1 damit sie ihre ,farbe behalten1 und schlielich eine ,rstung erfahren4 ,zu diesem ,zwecke werden sie in ,hrden aus ,bambusstben ber ,kessel mit dampfendem ,wasser gehalten oder in tiefen ,pfannen bei starker ,hitze in ihrem eigenen ,safte gedmpft1 wobei sie unausgesetzt mit ,stcken rasch umgerhrt werden1 bis sie beginnen rote ,rnder zu zeigen4 ,dann werden sie wie beim schwarzen ,tee1 nur in schnellerer ,aufeinanderfolge1 mit den ,hnden gerollt und ber ,feuer gerstet4 ,durch dieses rasche ,trocknen wird dem ,gerbstoff in den ,blttern keine ,zeit zum ,oxydieren gelassen1 whrend gleichzeitig auch einer spteren chemischen ,zersetzung in der ,masse vorgebeugt wird4 ,zum ,schlu werden sie1 nachdem man ihnen noch die gewnschte blaugrne ,farbe1 die nicht jeder ,tee annimmt1 durch ,bestuben mit einer ,mischung von ,indigo1 ,curcuma und ,gips verliehen hat1 vermittelst ,sieben sortiert und die ,ware nach nochmaligem ,rsten noch warm in mit ,stanniol geftterte ,kisten verpackt4 ,der schwarze ,tee1 der weitaus die ,hauptmenge des ,fabrikats ausmacht1 da er vorzugsweise zum ,export gelangt1 wird ganz anders behandelt4 ,zunchst lt man die ,bltter auf flachen ,bambushrden #bd ,stunden und lnger welken1 wobei die ,bltter unter allerlei chemischen ,vernderungen1 die vorzugsweise in einem ,freiwerden des ,teens aus seiner gerbsauren ,verbindung und in einer ,zunahme von lslichen ,stickstoffverbindungen bestehen1 etwa #bj-bh ,prozent ihres ,gewichtes verlieren4 ,durch dieses ,welken werden die ,bltter zugleich fr die weitere ,bearbeitung geeigneter gemacht4 ,da sie gerollt werden sollen1 wird dadurch das ,austreten des ,saftes bei jenem ,prozesse vermindert und bewirkt1 da sie sich spter leichter rollen lassen und dabei weniger leicht zerbrechen4 ,unmittelbar nach dem ,welken werden die ,bltter #bj-cj ,minuten lang auf ,rolltischen mit den ,hnden gerollt4 ,die so entstandenen ,ballen werden auseinander gelst1 auf geflochtenen ,tellern ausgebreitet und mit feuchten ,tchern bedeckt1 um das ,austrocknen zu verhten und die ,temperatur in der leicht grenden ,masse niedrig zu halten4 ,diese ,grung findet durch ausschlielich im ,teeblatte selbst enthaltene ,fermente statt1 wobei durch das ,freiwerden eines therischen les das ,aroma entsteht4 ,nach zwei bis drei ,stunden ist dieser ,proze abgelaufen und dann hat sich die ,blattmasse rotbraun verfrbt4 ,nun werden die ,bltter nochmals gerollt und danach getrocknet4 ,dieser letztere ,proze soll mglichst zuerst in der ,sonne und dann in ,trockenmaschinen bei #ajj ,c4 geschehen4 ,danach folgt das durch ,frauen besorgte ,verlesen oder das ,sortieren durch ,maschinen4 ,schlielich wird der ,tee nochmals in offenen ,sieben ber hellem ,kohlenfeuer gut getrocknet und erwrmt1 um die absolute ,luftfeuchtigkeit in der ,verpackung1 welche beim ,transport zur ,schimmelbildung fhren wrde1 zu vermindern1 sorgfltig in groe1 innen mit ,stanniol ausgekleidete ,kisten verpackt und dann verltet1 damit er sein feines ,aroma mglichst unverndert behalte4 ,wie bei der ,verpackung ist auch bei der ,aufbewahrung des ,tees darauf zu achten1 da nicht riechende ,stoffe in der ,nhe sind und die ,ware nicht der ,luft1 dem ,lichte und der ,feuchtigkeit ausgesetzt ist4 brigens wird nur den besseren ,teesorten eine solch sorgfltige ,behandlung zuteil4 ,fr den ,verbrauch im ,inlande werden die geringwertigen ,bltter einfach an der ,sonne getrocknet und mit gefurchten ,steinen gerollt4 ,der so gewonnene ,tee hat ein angenehmes ,aroma1 eine rtliche ,farbe und einen slichen ,geschmack1 hlt sich aber nicht lang4 ,china erzeugt sowohl schwarzen wie grnen ,tee in groen ,mengen1 whrend ,japan nur grnen1 ,ceylon und ,java nur schwarzen1 ,indien nur wenig grnen ,tee 7fr die mittelasiatischen ,lnder7 produziert und nach ,europa und ,amerika fast nur schwarzen ,tee verschifft4 ,die besseren ,sorten des bei uns wenig beliebten grnen chinesischen ,tees -- von den ,chinesen ,lo-tscha genannt -- sind3 der ,kaiser- oder ,blumentee1 der aus etwas greren ,blttern der ersten ,ernte zu ziemlich groen ,krnchen gerollt wird2 er wird vom kaiserlichen ,hofhalt1 den ,mandarinen und reichen ,chinesen verbraucht4 ,dann der ,chu-tscha oder ,perltee1 der aus den ,blttern der ,knospen der ersten ,ernte zu ganz feinen ,krnern gerollt wird2 er wird aus ,ning-po und ,schang-hai besonders nach den ,vereinigten ,staaten und ,marokko ausgefhrt1 wo vielfach wie in ,ostasien der grne chinesische ,tee dem schwarzen bevorzugt wird4 ,drittens der ,hei-son1 d4 h4 blhender ,frhling1 der aus den gekruselten ,blttern der ersten ,ernte gerollt und in zwei ,qualitten hergestellt wird4 ,aus den ,abfllen dieser ,sorten wird endlich ein ,twan-kai genannter ,ausschutee hergestellt4 ,tafel #fa4 ,illustration3 ,singhalesin auf ,ceylon beim ,pflcken der ,teebltter1 die sie hinter sich in den ,korb wirft4 ,tafel #fb4 ,illustration3 ,singhalesinnen auf ,ceylon beim ,pflcken der ,teebltter unter ,aufsicht eines sich mit ,schirm gegen die ,sonnenstrahlen schtzenden ,aufsehers4 ,tafel #fc4 ,illustration3 ,singhalesinnen auf ,ceylon1 die von ihnen gepflckten ,teebltter nach der ,qualitt verlesend4 ,tafel #fd4 ,illustration3 ,das ,trocknen der ,teebltter auf ,hrden in ,ceylon4 ,der schwarze ,tee ,chinas wird in die beiden ,gruppen ,oolong und ,bohea geschieden4 ,oolong bedeutet grner ,drache2 dieser ,name rhrt daher1 weil er von vielen gelblichgrnen ,blttern durchsetzt ist4 ,die ,oolongs geben einen krftigeren ,aufgu von mehr gelber ,farbe als die ,boheas1 die wirklichen schwarzen ,teesorten ,chinas1 die einen dunklen1 schwcheren ,aufgu geben4 ,sie werden in fnf ,sorten geschieden3 ,die feinste ,sorte wird von den ,englndern caper1 von den ,chinesen aber ,he-chu-tscha1 d4 h4 schwarzer ,perlentee1 genannt4 ,sie ist rtlichschwarz1 glnzend und besteht aus zu ,perlen gerollten ,blttern und gibt einen dunkelrtlichen ,aufgu von reichem ,aroma4 ,dann folgt als noch sehr feine ,qualitt der ,peko 7eigentlich pak-ho1 d4 h4 weier ,flaum71 der aus den zarten1 gegen die ,spitze hin mit weien1 seidigen ,haaren bedeckten ,knospenblttern und frisch entfalteten ,blttern meist der ersten ,ernte hergestellt wird4 ,die reichlich bei der ,herstellung dieses ,tees abfallenden ,haare geben mit behaarten jungen ,knospenteilen und lteren ,blttern vermengt die ,pekoblten4 ,der ,souchong 7eigentlich sou-tschong1 d4 i4 kleine ,sorte7 wird aus den kleinen ,knospenblttern der zweiten ,ernte gebildet1 whrend der ,pouchong 7pau-tschong1 d4 h4 gefaltete ,sorte7 aus den gefalteten mittelgroen ,blttern der zweiten ,ernte besteht4 ,der viel ,zeit fr die ,zubereitung erfordernde ,congou 7eigentlich kong-fo1 d4 h4 mhevolle ,sorte7 -- von den ,chinesen meist nur hung-tscha1 d4 h4 roter ,tee genannt -- besteht aus den #c-h cm langen1 #a-c cm breiten ,blttern der zweiten ,ernte4 ,von ihm werden noch zwei besondere ,sorten unterschieden1 nmlich der ,karawanentee1 der meist nach ,ruland exportiert wird1 und der ,kaisow-,congou mit kleinen1 feingekruselten ,blttern1 der vielfach von ,kennern fr die beste aller ,teesorten angesehen wird4 ,da in ,japan die ,ernte fast ununterbrochen stattfindet1 treten in dem vom grnen chinesischen und indischen weit an ,gte bertroffenen japanischen ,tee keine so wesentlichen ,unterschiede in der ,zusammensetzung je nach den einzelnen ,ernten wie in ,china hervor4 ,nichtsdestoweniger unterscheidet man ,peko1 welcher die kleinsten1 ,souchong1 welcher die mittleren1 und ,congou1 welcher die grten ,bltter enthlt4 ,in seinen feinsten ,sorten ,uji1 ,kioto und ,ogura wird der japanische ,tee in der ,provinz ,yamaschiro erzeugt4 ,die in den benachbarten ,landschaften ,omi und ,tamba gebauten ,teesorten sind geringwertiger1 werden aber in den grten ,mengen auf den ,markt gebracht4 ,der japanische ,tee gibt einen hellfarbigen ,aufgu von eigentmlichem1 reichem ,geschmack und wirkt krftig auf das ,nervensystem4 ,wie der ,chinese den grnen ,tee zur ,erzielung der gewnschten schnen blagrnen ,farbe frbt1 so parfmiert er sowohl den grnen1 als auch den schwarzen ,tee durch vorbergehenden ,zusatz wohlriechender ,blumen1 um ihn so fr den europischen ,konsumenten angenehmer zu gestalten4 ,die zu letzterem ,zwecke am meisten gebrauchten ,blten sind diejenigen von ,jasmin1 ,orangen1 ,nelken1 ,rosen1 der ,gardenie1 der wohlriechenden ,aglaia1 von ,illicium amsatum1 ,magnolia fuscata1 ,chloranthus conspicuus und besonders diejenigen des wohlriechenden lbaums 7,olea fragrans72 ferner werden die ,wurzeln von ,iris florentina und das l von ,bixa orellana dazu verwendet4 ,in ,indien und ,ceylon ist solches ,parfmieren des ,tees verpnt4 ,und in der ,tat1 wer sich erst an den ,geschmack unparfmierten1 reinen ,tees gewhnt hat1 dem widersteht der apothekenhafte ,geschmack dessen1 was als chinesischer ,tee den ,europern aufgetischt wird4 ,neben diesen beiden ,hauptsorten1 dem grnen und schwarzen ,tee1 gibt es noch verschiedene andere1 so besonders den fr die ,nomaden der ,mongolei1 die ,tibeter und ,mongolenstmme ,sibiriens und ,rulands1 wie die ,kalmcken1 zu einem eigentlichen ,volksgetrnk gewordenen und daher als beliebtestes ,tauschmittel dienenden ,backstein- oder ,ziegeltee4 ,er wird aus ,abfllen geringer ,sorten1 aus lteren1 lederartigen ,teeblttern und anderen ,blttern1 namentlich von ,weiden1 mit ,hilfe von ,reiswasser und ,serum von ,ochsen- und ,schafblut zu viereckigen1 lnglichen ,tafeln von gegen #b kg ,gewicht zusammengepret und dann in fen oder an der ,luft getrocknet4 ,dieser ,backsteintee macht auch das schlechteste ,wasser der ,steppen trinkbar und wird vom ,kaiser von ,china seinen mongolischen ,truppen als ,sold verabreicht4 ,er mu beim ,gebrauch mit einem ,hackmesser auseinandergeschlagen1 in einem ,holzmrser zerstampft und darauf in ,wasser gekocht werden1 bis er auseinanderfllt und weich genug ist1 um mit ,zusatz von meist ranziger ,schaf- oder ,ziegenbutter und ,salz weniger als ,getrnk1 denn eine ,art ,gemse1 samba genannt1 verzehrt zu werden4 ,das ,teetrinken ist in ,china und ,japan eine in allen ,volksschichten gleichmig verbreitete ,sitte1 die mit ,kunst zu ben den ,knaben und ,mdchen durch besondere ,lehrer gelehrt wird1 wie unsere ,kinder etwa ,tanzunterricht erhalten4 ,man brht den ,tee dort in kleinen1 irdenen ,tpfen an1 die desto wertvoller sind1 je lnger sie im ,gebrauche stehen und je mehr ,absatz sich im ,innern des ,gefes niedergeschlagen hat4 ,der ,tee wird stets warm in kleinen ,tchen ohne ,zucker und ,milch getrunken4 ,bestellt man in jenen ,lndern in einem ,teehaus1 die dort die ,rolle unserer ,wirtshuser spielen1 ,tee1 so wird in der ,regel kein ,teetopf benutzt1 sondern der ,tee wird einfach in den ,tassen abgebrht1 whrend ein schsselfrmiger durchlochter ,deckel verhtet1 da die ,bltter beim ,trinken in den ,mund geraten4 ,die vornehmen ,chinesen pflegen eine durchlcherte ,kapsel aus ,silber oder ,gold an einer kleinen ,kette aus demselben ,metall bei sich zu fhren1 mit dem sie sich den ,tee selbst bereiten1 indem sie1 falls ihnen die ,lust zu einem derartigen ,genu ankommt1 die ,kapsel mit ,tee fllen1 und sie einige ,minuten in eine ,tasse mit heiem ,wasser halten4 ,whrend die ,chinesen und ,japaner einen sehr schwachen ,teeaufgu trinken1 lieben ihn die ,englnder sehr stark und bevorzugen dabei ihren ,ceylontee4 ,weniger stark lieben ihn die ,russen1 bei denen er ebenfalls zum eigentlichen ,nationalgetrnk wurde4 ,die rmeren ,klassen der russischen ,bevlkerung trinken den ganzen ,tag hindurch ,tee1 aber sehr stark verdnnt4 ,in jedem ,hause brodelt das ,wasser im ,samowar1 einem meist urnenfrmig gestalteten1 gewhnlich durch glhende ,kohlen geheizten ,kessel1 dessen ,wasser ausschlielich zur ,teebereitung verwendet wird4 ,man nimmt dafr nur wenig ,teebltter und giet immer wieder heies ,wasser auf die schon ausgelaugten ,teebltter4 ,in den hohen ,gesellschaftskreisen ,rulands wird wohl -- mit ,ausnahme derjenigen von ,china und ,japan -- der beste ,tee getrunken1 den es gibt1 und zwar gewhnlich ohne ,zucker und ,milch1 dafr aber mit ,zusatz von einer ,zitronenscheibe oder einigen ,tropfen ,zitronensaft1 wodurch das ,aroma verstrkt werden soll4 ,nur die von ,viehzucht lebenden ,tataren kochen ihn mit ,milch unter ,hinzufgen von etwas ,salz4 ,im ,norden von ,europa1 wie in ,deutschland und ,frankreich1 pflegt man vielfach etwas ,rum in den ,tee zu tun4 ,so dient er vor allem zur ,bereitung des ,punsches4 ,das ,wort ,punsch stammt aus dem ,indischen und bedeutet ursprnglich das ,zahlwort pandsch1 d4 h4 fnf 7z4 ,b4 in der wohlbekannten ,bezeichnung ,pandschab1 d4 h4 ,fnfstromland enthalten71 weil in dieses ,getrnk fnf ,bestandteile eintreten1 nmlich ,wasser1 ,zucker1 ,tee1 ,rum und ,zitronensaft4 ,der von ,china1 ,ceylon oder sonstwoher importierte ,tee wird stets von den groen europischen ,importfirmen je nach dem ,geschmacke der betreffenden ,abnehmer und ,konsumenten gemischt4 ,durch eine solche ,vermischung verschiedener ,sorten wird eine ,ergnzung der ,eigenschaften derselben bewirkt und kann so besser jede persnliche ,geschmacksliebhaberei befriedigt werden1 und zwar bei gleichzeitiger ,verbilligung infolge des ,zusetzens leichter ,sorten zu schweren4 ,durch solche ,vermischungen1 die von den groen ,teeimportfirmen als ,geschftsgeheimnis sorgfltig gehtet werden1 erhlt das ,publikum ein billigeres und zugleich ein ihm besser zusagendes ,getrnk1 als wenn es eine reine ,sorte gensse4 ,in letzterem ,falle mte es1 um einen wirklich guten ,tee zu bekommen1 eine feine1 teure ,qualitt verwenden1 die es jedoch so zu nehmen htte1 wie sie gerade ist1 auch wenn ihr diese oder jene ,unvollkommenheit anhaftete4 ,die ,vermischung mu stets bei trockenem ,wetter vorgenommen werden1 und danach hat der ,tee mindestens #aj ,tage unberhrt zu lagern1 bis er seine guten ,eigenschaften erlangt hat4 brigens wird auch der ,kaffee in hnlicher ,weise vermischt in den ,handel gebracht1 wobei jedes grere ,geschft seine bei den ,kunden als beliebt erprobte ,zusammensetzung vornimmt4 ,was den ,teekonsum der ,vlker ,europas anbetrifft1 so steht ,england weitaus an der ,spitze mit gegen #c kg pro ,jahr und ,kopf der ,bevlkerung1 dann folgen ,holland -- das daneben noch viel ,kaffee verbraucht -- mit #j1f kg und ,ruland mit #j1e kg4 ,weit weniger als diese verbrauchen die ,schweiz1 nmlich #ajj g1 ,deutschland #ej g und ,frankreich nur #bj g1 ebenfalls pro ,jahr und ,kopf der ,bevlkerung4 ,die ,franzosen trinken dafr als ,frhstcksgetrnk viel ,schokolade1 die in den letzten ,jahrzehnten in ,paris geradezu ein ,volksgetrnk wurde4 ,doch erfreut sich seit der letzten ,weltausstellung auch der ,tee in ,paris zunehmender ,beliebtheit4 ,da dieser letztere zum ,lieblingsgetrnk so vieler ,nationen geworden ist1 verdankt er seinem ,gehalt an einem therischen brenzlichen le1 das ihm das angenehme ,aroma verleiht1 und zwei ,alkaloiden1 die in gleicher ,weise wie jenes das ,nervensystem angenehm anregen4 ,das dem ,tee seinen spezifischen ,geruch verleihende therische l ist zitronengelb1 abscheidbar1 erstarrt leicht1 schwimmt auf dem ,wasser und regt1 in reinem ,zustande genossen1 ungeheuer auf und verursacht in groen ,gaben selbst den ,tod4 ,da es aber im grnen ,tee nur zu #a ,prozent1 im schwarzen sogar nur ,prozent enthalten ist und seine ,wirkung auerdem durch die ,gerbsure herabgesetzt wird1 so wirkt es bei migem ,genusse des ,tees blo anregend und belebend auf das ,nervensystem1 erzeugt aber im berma ,aufgeregtheit1 ,schlaflosigkeit und ,eingenommenheit des ,kopfes4 ,ebenso wirkt das mit dem ,koffen identische ,alkaloid ,teen von bitterem ,geschmack1 das zu #j1h bis #d1e ,prozent neben dem ihm sehr nahe verwandten ,theophyllin darin enthalten ist4 ,die ,gerbsure aber1 die im ,tee zu #aj-be ,prozent enthalten ist1 verleiht ihm einen herben1 zusammenziehenden ,geschmack und wirkt leicht stopfend auf die ,gedrme4 ,beim ,erkalten des ,teeaufgusses bewirkt die ,ausscheidung von ,gerbsure eine ,trbung desselben4 ,damit nun der ,tee nicht bitter werde1 darf das heie ,wasser nicht zu lange mit den ,blttern in ,berhrung bleiben4 ,nach lngstens #aj ,minuten sind die erwnschten ,bestandteile der ,teebltter extrahiert und dann soll die dieselben bergende ,kapsel aus dem ,aufgu entfernt werden4 ,der angenehme ,geschmack des ,teeaufgusses wird durch das richtige ,verhltnis aller dieser ,bestandteile zueinander bestimmt1 und dieses ,verhltnis hngt ganz davon ab1 wie das heie ,wasser verwendet wird4 ,die ,chinesen als die ersten ,teekenner der ,welt legen so groes ,gewicht auf die richtige ,zubereitung dieses ,getrnkes1 da ausfhrliche wissenschaftliche ,werke darber existieren4 ber die ,herstellung dieses ,getrnkes sagt der chinesische ,kaiser ,kien-long in einem ,gedicht3 ,setze ber ein miges ,feuer ein ,gef mit drei ,fen1 dessen ,farbe und ,form darauf deuten1 da es schon lange im ,gebrauch ist4 ,flle es mit klarem ,wasser von geschmolzenem ,schnee4 ,la dieses ,wasser bis zu dem ,grade erwrmt werden1 bei welchem der ,fisch wei und der ,krebs rot wird4 ,giee dieses ,wasser in eine ,tasse auf feine ,bltter einer ausgewhlten ,teesorte1 lasse es etwas stehen1 bis die ersten ,dmpfe1 welche eine dicke ,wolke bilden1 sich allmhlich vermindern und nur leichte ,nebel auf der ,oberflche schweben4 ,trinke alsdann langsam diesen kstlichen ,trank1 und du wirst krftig gegen die fnf ,sorgen werden1 welche gewhnlich unser ,gemt beunruhigen4 ,man kann die se ,ruhe1 welche man einem so zubereiteten ,getrnke verdankt1 schmecken1 fhlen1 jedoch nicht beschreiben48 ,um einen guten ,tee zu bereiten1 mu das zum ,anbrhen des ,tees zu verwendende ,wasser weich sein1 d4 h4 mglichst wenig ,kalksalze enthalten4 ,ist es hart1 so mu ihm doppeltkohlensaures ,natron1 und zwar eine ,messerspitze voll pro ,liter1 zugesetzt werden4 ,das ,wasser soll kochen1 aber nur ganz kurze ,zeit1 da es sonst schal wird4 ,bereits gekochtes ,wasser darf nicht ein zweites ,mal gekocht und zum ,teeaufgu verwendet werden1 da dann alle ,gase aus ihm entwichen sind1 die das ,aroma des ,tees gut binden oder festhalten4 ,die ,zubereitung mu in einem ,gef aus ,porzellan oder gebranntem ,ton vor sich gehen und darf niemals in einem solchen aus ,eisen geschehen1 da die ,gerbsure das letztere angreift4 ,das ,gef wird vorher erwrmt1 indem man es mit ein wenig des eben zu sieden beginnenden ,wassers aussplt1 bevor man die ,teebltter in einer ,aluminium- oder ,nickelkapsel hineintut1 wenn man nicht vorzieht1 das an den in den ,handel gelangenden chinesischen und japanischen ,teetpfen befindliche ,porzellan- oder ,tonfilter zu benutzen1 das gleich nach dem ,ausschnken der ersten ,portion die ,bltter zurckhlt und aus der ,flssigkeit heraushebt4 #e-h ,minuten nach der ,hinzufgung des frisch siedenden ,wassers wird die ,kapsel mit den ,teeblttern herausgezogen4 ,indischer ,tee darf nicht lnger als #e ,minuten ziehen1 da er sonst widerlich bitter schmeckt4 ,feinschmecker lassen den ,tee sogar nur #c ,minuten ziehen1 und das ist durchaus gengend1 um die wertvollen ,bestandteile des ,tees aus den ,blttern zu extrahieren4 ,lt man die ,teebltter zu lange im ,aufgu1 so wird der ,tee durchaus verdorben1 indem er sich durch einen berschu von ,gerbsure und ,gummi dunkel frbt1 unangenehm bitter wird und nicht nur an ,aroma und ,milde1 sondern auch an ,bekmmlichkeit stark ,einbue erleidet4 ,durch zu langes ,ausziehenlassen der ,teebltter erhlt man statt eines wohlschmeckenden1 erquickenden ,getrnkes eine unschmackhafte1 durch den reichen ,gerbsuregehalt bittere und den ,verdauungsorganen nachteilige ,brhe4 ,richtig zubereiteter ,tee darf nicht zu dunkel1 sondern mu hellbraun sein mit sanftem1 an ,rosenduft erinnerndem ,aroma4 ,um diesen wrzigen ,duft zu kosten1 darf er nicht durch ,beifgen von ,vanille verdeckt werden1 was entschieden als eine ,geschmacksverirrung zu bezeichnen ist4 ,die meisten ,teeliebhaber trinken dunkeln1 meist zu lange an den ,blttern gelassenen ,tee mit viel ,zucker und ,milch4 ,da ihm die brenzlichen1 aromatischen le des ,kaffees1 die auf den ,magen ungnstig wirken1 fehlen1 so ist besonders fr ,personen mit schwachem ,magen der ,teegenu entschieden zutrglicher als der ,kaffeegenu4 ,im brigen wirkt er hnlich anregend wie der ,kaffeeaufgu auf das ,nervensystem1 beseitigt die ,mdigkeit und ble ,laune1 bringt ein ,gefhl allgemeiner ,behaglichkeit und ,heiterkeit des ,geistes hervor und unterdrckt eine leichte ,berauschung und ,schlfrigkeit4 ,die ,chinesen sagen von ihm3 ,der ,tee entfernt das ,fett und lt den ,menschen nicht schlafen2 er splt ,unreinlichkeiten fort1 vertreibt ,schlfrigkeit1 heilt ,kopfweh und verhtet es48 ,die ,verwendung des ,tees als belebendes und anregendes ,genumittel ist in ,china sehr alt4 ,eine japanische ,sage meldet1 da ein im ,jahre #eai von ,indien nach ,china gekommener buddhistischer ,priester in frommem ,eifer das ,gelbde tat1 sich des ,schlafes zu enthalten1 um eine ,zeitlang anhaltend zu beten4 ,da ihn aber der ,schlaf dennoch berwltigte1 schnitt er sich in heiligem ,zorn zur ,shne seine ,augenlider ab und warf sie auf die ,erde4 ,da geschah ein ,wunder4 ,aus ihnen erwuchs pltzlich die den ,schlaf verscheuchende ,teestaude1 deren ,bltter in ihrer ,gestalt und durch einen ,besatz von ,wimperhaaren die ,form der abgeschnittenen ,augenlider nachahmen4 ,so sinnig diese ,sage auch erscheinen mag1 so ist sie schon in der ,datierung grundfalsch2 denn die ,teepflanze ist schon lange vor dem #f4 ,jahrhundert unserer ,zeitrechnung in ,china als ,arznei- und ,genumittel benutzt worden4 ,bereits im ,jahre #bgjj v4 ,chr4 erwhnt das ,buch ,pent-sao den ,teestrauch1 und #ejj-fjj v4 ,chr4 im ,rya8 desgleichen4 ,seine ,bltter sollen um #aej v4 ,chr4 zuerst zur ,herstellung eines als ,getrnk benutzten ,aufgusses verwendet worden sein4 ,im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 hat der ,ausleger des letztgenannten ,werkes ,einzelheiten ber die ,pflanze und den ,gebrauch ihrer ,bltter zu ,aufgssen gegeben4 ,damals soll schon ein chinesischer ,minister ,tee getrunken haben2 aber erst im #f4 ,jahrhundert verschaffte sich der ,tee allgemeinen ,eingang und wurde in ,china ,nationalgetrnk1 angeblich nachdem ein ,leibarzt des ,kaisers seinem ,herrn das ,kopfweh damit vertrieben hatte4 ,jedenfalls war die ,pflanze ums ,jahr #fjj n4 ,chr4 in ganz ,china als ,genumittel angebaut4 ,seiner ,wertschtzung fr dieses ,getrnk soll der chinesische ,kaiser ,kien-long dadurch ,ausdruck gegeben haben1 da er einen von ihm auf einer ,jagdpartie gedichteten ,lobgesang auf den ,tee auf ,porzellantassen schreiben lie1 die er zu kaiserlichen ,geschenken verwendete4 ,im ,geschichtsbuche ,kiang-mo wird gesagt1 der ,kaiser ,te-tsing habe im #ad4 ,jahre seiner ,regierung1 d4 h4 #ghb n4 ,chr41 einen ,zoll auf ,tee gelegt4 ,gegen das ,ende des #i4 ,jahrhunderts berichtet der arabische ,reisende ,abuzeid-el-,hazen1 da die ,steuer auf ,tee eine der hauptschlichsten ,einnahmequellen des ,kaisers von ,china sei4 ,im ,jahre #haj brachten chinesische ,priester den ,teestrauch nach ,japan1 wo seine ,bltter bald in derselben ,weise wie in ,china zum beliebten ,volksgetrnk wurden4 ,von ,ostasien aus verbreitete sich die ,sitte des ,teetrinkens erst im #ae4 ,jahrhundert nach ,mittelasien1 wo die ,tibeter bald groe ,liebhaber desselben wurden4 ,die ,araber1 die seit dem #i4 ,jahrhundert in ,handelsbeziehungen1 hauptschlich ,seidenstoffe betreffend1 zu den ,chinesen standen1 beschrieben den ,tee zuerst unter der ,bezeichnung tscha4 ,im ,chinesischen bedeutet tschai-y junges ,blatt und daraus zusammengezogen tscha ,tee2 dieses wird im ,dialekt von ,kanton wie tschai ausgesprochen4 ,dieses ,wort ist als tsja in die ,sprache der ,japaner und als tschai in diejenige der ,russen und ,portugiesen bergegangen4 ,die bei den brigen europischen ,vlkern gebrauchten ,namen ,tee1 th1 t1 tea und das lateinische thea stammen wahrscheinlich von dem im ,dialekte ,fo-kiens in ,sdchina blichen ,worte tia1 das in ,a-moy tai und in ,fu-tschan ta lautet4 ,die lteste in ,deutschland nachweisbare ,bezeichnung fr ,tee stammt aus dem ,jahre #afeg und lautet herba schac4 ,die erste ,nachricht vom chinesischen ,tee als ,genumittel der ,ostasiaten soll ums ,jahr #aeej durch einen persischen ,kaufmann dem ,geographen ,ramusio in ,venedig zu ,ohren gekommen sein4 ,aber wie falsch die ,vorstellung der ,abendlnder von diesem ,genumittel der ,ostasiaten war1 beweist die ,mitteilung des ,italieners ,giovanni ,botero aus dem ,jahre #aeij1 wonach die ,chinesen eine ,pflanze anbauten1 aus der sie ein angenehmes ,getrnk preten1 das sie an ,stelle des ,weines trnken4 ,damit war natrlich der ,tee gemeint1 aber seine ,gewinnung vllig unrichtig geschildert1 als ,beweis dafr1 da man ber seine ,herstellung noch vllig im unklaren war4 ,der ,reisende ,maffei erwhnt ihn ebenfalls in seiner lateinisch geschriebenen ,historie ,indiens vom ,jahre #aehh2 aber erst im ,jahre #afaj brachten die ,hollnder in ,bantam von chinesischen ,kaufleuten gegen ,salbeibltter eingetauschten ,tee mit nach ,hause4 #afch erhielt eine russische ,gesandtschaft in der ,mongolei als ,gegengeschenk fr etliche ,zobelfelle einige ,pfund ,tee1 den sie nach ihrer ,rckkehr in ,moskau nach chinesischer ,sitte zubereiten lie4 ,damit fand sie ordentlichen ,beifall1 so da sich die ,reichen noch mehr dieses neuartigen ,genumittels zu verschaffen suchten4 ,im ,abendlande war der ,portugiese ,alvarez ,semedo1 der sich lngere ,zeit in ,makao aufgehalten hatte1 der erste1 der #afdc den chinesischen ,teestrauch beschrieb und ber die ,zubereitung der ,bltter berichtete4 #afeh wurde die ,pflanze von ,piso in seinem ,werke ber die ,naturgeschichte und ,medizin beider ,indien deutlich erkennbar abgebildet4 ,im ,jahre #agab gab dann der berhmte ,reisende1 ,arzt und ,naturforscher ,kmpfer nicht nur eine gute ,zeichnung des ,teestrauches1 sondern auch eine ausfhrliche ,beschreibung der ,teefabrikation in ,china4 #agfc erhielt ,carl von ,linn durch den schwedischen ,schiffskapitn ,ekeberg lebende ,teepflanzen fr den botanischen ,garten in ,upsala und fhrte die damals schon gebruchliche ,bezeichnung thea in die wissenschaftliche ,nomenklatur ein4 ,tafel #fe4 ,illustration3 ,zweige des ,teestrauches 7,thea assamica7 mit ,blttern1 ,blten und ,frchten auf ,ceylon4 ,tafel #ff4 ,illustration3 ,eine ,anhufung von ,matezweigen4 ,im ,hintergrund ,matebume 7,ilex paraguayensis74 ,die erste abendlndische ,gesellschaft1 die dieses neue ,genumittel in ,europa einzufhren versuchte1 war die hollndisch-indische ,handelsgesellschaft4 ,bis zum ,jahre #afcj war es ihr auch in ziemlichem ,umfange gelungen1 den ,teegenu in ,holland populr zu machen4 ,dabei wurde sie ganz wesentlich durch die ,lobpreisungen untersttzt1 die einige namhafte hollndische rzte dem daraus bereiteten ,getrnke zuteil werden lieen4 ,so sollte er die ,lebenskraft steigern1 das ,gedchtnis strken1 alle seelischen ,ttigkeiten erhhen und das ,blut in ausgiebigster ,weise verdnnen4 ,gegen ,fieber mute man ,dutzende von ,tassen desselben trinken1 was von sehr guter ,wirkung sein sollte4 ,von ,holland brachten die ,lords ,albington und ,ossiro den ,tee im ,jahre #affj zuerst nach ,england1 und ihre ,frauen servierten den ,gsten dieses neue ,getrnk und machten es in weiteren ,kreisen ,londons bekannt4 ,bald darauf wurde es auch in einigen ,londoner ,trinkhusern als fremde ,novitt ausgeschnkt4 ,doch war der ,tee noch im ,jahre #affd in ,london etwas so beraus ,seltenes1 da die englisch-ostindische ,handelsgesellschaft ihrer ,knigin ein sehr kostbares ,geschenk mit zwei ,pfund ,tee zu machen glaubte4 ,das ,pfund ,tee wurde damals in ,london zum ,preise von #fe ,livres verkauft1 obwohl es in ,batavia nur #c-d ,livres kostete4 ,daraus kann man entnehmen1 welch enormen ,gewinn die ,hollnder durch den ,import des ,tees nach ,europa machten4 ,trotz dieses hohen ,preises und der starken ,besteuerung1 die auf dem ,tee lastete1 war das ,teetrinken in ,england ums ,jahr #agjj schon allgemein verbreitet1 wenn auch gegen diese ,neuerung1 gleichwie gegen den ,genu von ,kaffee und ,schokolade von manchen ,leuten energisch zu ,felde gezogen wurde4 ,so bezeichnete ein franzsischer ,gelehrter1 ,patin1 den ,tee als l'impertinente nouveaut du sicle81 d4 h4 die unverschmte ,neuheit des ,jahrhunderts4 ,nach dem im ,jahre #aghb erschienenen ,buche von ,le ,grand d',aussy ber die ,geschichte des ,privatlebens der ,franzosen war nmlich der ,tee im ,jahre #afcf in ,paris bekannt geworden und bald zu ,ansehen gelangt1 weil ihn der ,kanzler ,sguier unter seinen besonderen ,schutz nahm4 ,in ,holland gab man ihm ums ,jahr #afgj den ,spottnamen ,heuwasser84 ,trotz diesen und zahlreichen anderen ,angriffen behagte aber doch das neue1 zweifellos angenehm schmeckende und anregende ,getrnk den ,vornehmen1 die sich dasselbe zu kaufen vermochten1 zumal damals auch der ,rohrzucker in grerer ,menge aus den in den ,tropen gelegenen ,kolonien in ,europa eingefhrt wurde und als ntige ,wrze den ,geschmack desselben fr die abendlndischen ,zungen bedeutend verbesserte4 ,von ,autoren1 die den ,tee rhmten1 sind ,molinari #afgb1 ,albino #afhd1 ,pechlin #afhd1 ,blankaert #afhf und ,blegna #afig zu nennen4 ,der ,mann aber1 der trotz den zahlreichen ,anfeindungen das neue ,getrnk am nachhaltigsten lobte und am meisten fr seine ,verbreitung tat1 war der im ,jahre #afah zu ,alkmar geborene und als ,leibarzt des ,kurfrsten von ,brandenburg im ,jahre #afhf verstorbene hollndische ,arzt ,dr4 ,cornelis ,dekker1 besser bekannt unter dem ,beinamen ,bontekoe1 der davon herrhrte1 da an der elterlichen ,wohnung in ,alkmar ein mit einer bunten ,kuh bemaltes ,aushngeschild befestigt war4 ,dieser danach gewhnlich als ,cornelis ,bontekoe bezeichnete ,hollnder studierte in ,leiden und lebte nach beendigtem ,studium im ,haag1 spter in ,amsterdam1 ,hamburg und zuletzt in ,berlin1 wo er als ,arzt stndig mit seinen ,kollegen in ,streit lebte4 ,nur dem ,schutze seines frstlichen ,patienten und ,gnners verdankte er seine groe ,popularitt1 die auch seinen ,werken zuteil wurde4 ,er war ein ,anhnger der ,lehre1 da das ,blut des ,menschen schon zur ,vorbeugung1 besonders aber bei bereits entstandener ,krankheit1 verdnnt werden msse2 dazu empfahl er in einer #affg erschienenen1 bald auch ins ,franzsische und ,lateinische bersetzten ,abhandlung besonders den ,genu von ,tee1 aber auch von ,kaffee und ,schokolade4 ,in ,deutschland machte er den ,tee zuerst ums ,jahr #afeg am ,hofe des ,groen ,kurfrsten bekannt4 ,trotz mancher bertreibungen und zahlreicher ,irrtmer ber die ,wirkung des ,tees1 deren sich ,bontekoe schuldig machte1 ist nicht zu leugnen1 da er mit seiner ,propaganda fr den ,genu desselben viel ,gutes stiftete1 sei es auch nur insofern1 als ihm das groe ,verdienst gebhrt1 als ,erster den ,kampf gegen den bermigen ,genu alkoholhaltiger ,getrnke1 die er durch ,tee1 ,kaffee und ,schokolade ersetzt wissen wollte1 aufgenommen zu haben4 ,und obschon ,generationen nach ihm dieser ,kampf gnzlich ruhte und erst in unserer ,zeit mit grerer ,energie wieder aufgenommen wurde1 ist doch die ,arbeit von ,cornelis ,bontekoe nicht vergeblich gewesen2 denn sie legte den ,keim zu der glcklicherweise immer weitere ,kreise in ihren ,bann ziehenden ,bewegung1 die dahin zielt1 geistige ,getrnke als fr das ,wohlergehen des einzelnen ,menschen wie des ganzen ,volkes beraus nachteilige und die grte soziale ,gefahr in sich bergende ,genumittel immer mehr zu unterdrcken und durch die viel harmloseren und hygienisch ratsameren ,getrnke ,tee1 ,kaffee und ,schokolade1 die durchaus keine so allgemeingefhrlichen ,gifte wie die alkoholischen ,getrnke sind1 zu ersetzen4 ,nach ,bontekoe hat der hollndische ,arzt ,dr4 ,steven ,blankaert am nachhaltigsten fr die ,empfehlung dieses neuen ,genumittels gewirkt4 ,in seinem #afhf erschienenen ,werke ber den ,gebrauch und ,mibrauch des ,tees empfiehlt er dieses ,getrnk sehr1 warnt aber zugleich vor dem berma desselben4 ,da nun zunchst kein ,mibrauch mit diesem ,genumittel getrieben wurde1 dafr sorgte schon der teure ,preis1 den man dafr bezahlen mute1 solange er das ,monopol der hollndisch-indischen ,handelsgesellschaft war und zudem vom ,fiskus hoch besteuert wurde4 ,der ,tee war so teuer als der ,kaffee und deshalb nur fr die ,wohlhabenden erschwinglich4 ,so steht beispielsweise in einer ,verordnung der ,stadt ,nimwegen in ,geldern1 da fr jedes ,pfund rohe ,kaffeebohnen eine ,abgabe von #h ,stuiver 7etwa #fj ,pfennigen71 fr jedes ,pfund gebrannte ,bohnen oder ,kaffeepulver aber #aa ,stuiver und ,tee sogar ein ,gulden an den ,pchter der ,akzise zu entrichten sei4 ,die ,wirte der ,kaffeehuser1 von denen es schon damals eine ganze ,anzahl gab1 wurden noch strker besteuert1 indem sie fr rohen ,kaffee #ab und fr gebrannten ,kaffee oder ,kaffeepulver #af ,stuiver bezahlen muten4 ,und damit das geliebte ,getrnk rein zu haben sei1 wurden alle ,kaffeehndler und ,schenker1 die den ,kaffee verflschten1 mit einer ,strafe von #ajj ,gulden bedroht4 ,nach ,sonnenuntergang durfte kein ,kaffee mehr gebrannt werden und das ,stampfen8 und ,prparieren8 des ,kaffees durfte nur im ,laden geschehen4 ,kaffeemhlen kannte man damals noch nicht1 die ,bohnen wurden wie heute noch bei den ,arabern in ,mrsern zerstampft1 und daher kommt es1 da auch wir noch von ,kaffeepulver an ,stelle von gemahlenem ,kaffee sprechen4 hnliche ,bestimmungen wie fr den ,kaffee gab es fr den ,tee4 ,die ,ausfuhr von ,kaffee und ,tee wurden durch die ,verordnung von denselben ,bestimmungen betroffen1 wie sie heutzutage fr den ,export von ,spirituosen existieren4 ,kein ,hndler durfte ,kaffee oder ,tee aus dem ,distrikt des einen ,akzisenpchters in den eines anderen bringen1 ohne mit einem ,schein des ,akzisenpchters1 aus dessen ,distrikt die ,ware ausgefhrt wurde1 versehen zu sein4 ,dieser ,schein mute auer dem ,namen des ,exporteurs einen ,vermerk ber die ,menge des ,kaffees oder ,tees1 eine ,angabe1 womit die ,ware mglicherweise vermischt war1 ob der ,kaffee gebrannt oder ungebrannt war und schlielich die ,angabe des ,ortes1 nach welchem sie ausgefhrt werden sollte1 enthalten4 ,von der ,mitte des #ag4 ,jahrhunderts an wurde der chinesische ,tee auch in ,deutschland zuerst als herba theae in den ,apotheken gefhrt1 so #afeg in der ,taxe von ,nordhausen1 #affb in derjenigen von ,liegnitz1 #affb in derjenigen von ,ulm4 ,im #ah4 ,jahrhundert begannen ihn die vornehmeren ,leute als ,genumittel zu trinken und erst vom ,beginne des #ai4 ,jahrhunderts an brgerte er sich hier auch beim ,mittelstande ein1 erlangte aber bei weitem nicht die ,popularitt des ,kaffees4 ,noch im ,jahre #ahae kostete eine ,tasse ,tee in ,paris #a1be ,franken1 whrend eine ,tasse ,kakao mit #a ,franken und eine ,tasse ,kaffee mit #hj ,centimes bezahlt wurde4 ,daraus kann man sich einen ,begriff ber die damals anderwrts bezahlten ,preise machen4 ,diese hohen ,preise wurden aber hauptschlich dadurch bedingt1 da der ,fiskus dieses ,genumittel in weitgehendem ,mae besteuerte und zu einer ergiebigen ,einnahmequelle machte4 ,durch dieses ungerechtfertigte ,vorgehen wurde beim ,volke1 das an diesem ,genumittel bald ,gefallen fand1 viel bses ,blut erregt4 ,manchenorts kam es sogar zu ,auflehnungen gegen die ,regierung4 ,so fhrte der ,unwille gegen die von ,england auch den ,kolonien auferlegte hohe ,teesteuer in ,nordamerika zum bekannten ,teesturm1 bei welchem einige khne ,bostoner ,brger am #bf4 ,februar #aggc eine ,ladung von #ahjjj ,pfund englischen ,tees ins ,meer warfen4 ,diese ,revolte war der ,ausgangspunkt der ,lostrennung des englischen ,nordamerika von seinem ,mutterlande und der ,bildung der ,vereinigten ,staaten von ,nordamerika4 ,so hat ,englands kurzsichtige ,krmerpolitik ihm damals seine reichste ,kolonie entfremdet und der ,tee spielte eine geradezu weltgeschichtliche ,rolle1 wie sie sonst nur wenigen pflanzlichen ,erzeugnissen beschieden war4 ,bis zur ersten ,hlfte des vorigen ,jahrhunderts versah ,china die ganze ,welt mit ,tee4 ,heute noch ist ,china das ,land1 das die ausgedehntesten ,teegrten der ,welt besitzt und im ,shan-,lande zwischen ,birma und ,tonking den besten1 am chinesischen ,hofe gebrauchten ,tee hervorbringt4 ,den ,mittelpunkt der ,teeproduktion bildet die nrdlich von ,jn-nan tief im ,innern1 am ,oberlauf des ,jang-tse-kiang oder blauen ,flusses gelegene1 bergige ,provinz ,sze-tschwan1 wo besonders die groe ,stadt ,tschng-fu den ,export betreibt4 ,dort gedeiht der ,teestrauch zwischen #dj und #bg nrdlicher ,breite meist in ,hhenlagen von #ejj m und mehr4 ,auerdem wird er in den ,provinzen ,kuan-tung1 ,fu-kian1 ,kiang-si1 ,tschi-kiang und ,ngan-hui kultiviert1 und zwar entweder in zerstreuten ,bschen oder in ,reihen zwischen den ,feldern1 besonders ,reisfeldern1 auf den mehr oder weniger hohen ,dmmen4 ,den durch ,samen fortgepflanzten ,tee stutzt man im dritten ,jahre auf etwa #fj cm und sammelt von da an die neu entwickelten ,bltter1 um ,tee daraus zu bereiten4 ,von dort ging die ,teeausfuhr nach ,europa lange ,zeit auf dem ,landwege ber ,kiachta und ,maimatschin nach ,nischni-,nowgorod und ,st4 ,petersburg4 ,noch heute geniet der russische ,karawanentee einen hohen ,ruf1 da er schon wegen der hohen ,spesen des weiten ,transportes nur aus ,blttern von bester ,qualitt hergestellt wird4 ,spter ging er grtenteils auf dem ,seewege nach ,europa1 gelangt aber seit der ,erbauung der transsibirischen ,bahn meist wiederum auf dem ,landwege dahin4 ,in ,japan trifft man die besten ,teeplantagen von #cj bis #be nrdlicher ,breite4 ,die allerbeste ,teesorte in ,japan liefert die ,landschaft ,udsi1 westlich von ,kioto1 in der ,nhe des ,meeres gelegen4 ,sie ist ausschlielich fr die ,familie des ,kaisers bestimmt und kommt ebensowenig wie der sogenannte chinesische ,kaisertee je in die ,hnde von ,europern4 ,in den letzten ,jahrzehnten ist die ,teekultur in die verschiedensten warmen ,lnder ausgedehnt worden1 so zuerst auf ,java1 wo sie im ,jahre #ahbf eingefhrt wurde1 dann #ahbg in ,bengalen und #ahce in der sieben ,jahre zuvor den ,birmesen abgenommenen ,provinz ,assam am ,sdfue des ,himalaja4 ,hier hatte der englische ,botaniker ,bruce die als ,thea assamica bezeichnete wilde ,teepflanze entdeckt4 ,das gab die ,veranlassung1 da die ,regierung #ahce die ersten ,teepflanzungen anlegen lie1 die #ahci an die damals gegrndete ,assam ,tea ,company abgetreten wurden4 ,man kultivierte zunchst die einheimische ,pflanze1 hatte aber erst vom ,jahre #ahea an ,erfolg1 als man dieses an den ,schutz des feuchtwarmen ,urwaldes gewhnte ,gewchs1 das sich als zu zart fr die ,kultur in offenen ,grten erwies1 mit der chinesischen ,teepflanze kreuzte4 ,damit erzielte man so schne ,kulturen1 da ein wildes ,spekulationsfieber ausbrach1 das #ahfe seinen ,hhepunkt erreichte4 ,noch #ahhh lieferte ,assam zwei ,drittel des in ,indien erzeugten ,tees4 ,der ,assamteestrauch hat grere1 statt #ab bis #bb cm lange1 auerdem deutlicher zugespitzte ,bltter als der chinesische1 die der ,textur nach dnner und heller sind4 ,diese werden reichlicher erzeugt und bleiben auch lnger weich als diejenigen des chinesischen ,teestrauches4 berhaupt ist dieser ,wildling noch nicht so abgehrtet wie der schon so lange in ,kultur befindliche chinesische ,teestrauch1 ist besonders gegen ,trockenheit und ,frost empfindlicher als dieser4 ,diese nachteiligen ,eigenschaften wurden durch die ,kreuzung beider zum grten ,teile behoben2 doch lt sich noch kein definitives ,urteil ber deren ,wert fllen4 ,bald nach der ,einfhrung des ,teeanbaus in ,assam wurde er auch in den weiter westlich gelegenen ,sdabhngen des ,himalaja1 besonders um ,dardschiling1 dann in den ,nilgeris oder ,blauen ,bergen hinter der ,malabarkste und endlich auch in ,ceylon eingefhrt4 #ahdb begannen die ersten ,versuche der ,teekultur in ,ceylon2 aber erst nach #ahgc wurde die ,kultur in immer grerem ,mae eingefhrt als ,ersatz des durch die ,laubkrankheit des arabischen ,kaffeestrauchs zugrunde gerichteten ,kaffeebaus4 ,diese gebirgige1 fr den ,anbau des ,teestrauches auerordentlich gnstig beschaffene ,insel brachte dann in kurzer ,zeit mehr ,tee auf den europischen ,markt als das doppelt so groe ,java4 brigens wird auf ,ceylon1 wie in ganz ,indien und auf ,java ausschlielich die widerstandskrftigere ,kreuzung der ,thea chinensis mit der ,thea assamica angepflanzt1 der einen recht krftigen und gehaltvollen ,tee liefert2 doch erreicht dieser nicht das feine ,aroma des chinesischen ,tees4 ,auch in ,brasilien wurden schon im ,jahre #ahaj in der ,gegend von ,rio de ,janeiro ,versuche mit der ,teekultur angestellt1 aber der ,anbau in der ,folge wieder aufgegeben1 da die ,bltter dort entschieden von ihrem ,aroma einbten und zudem die dortige ,bevlkerung dem einheimischen1 gleichfalls koffenhaltigen ,mate oder ,paraguaytee den ,vorzug gab4 ,im ,jahre #ahbh ist dann auch in ,kalifornien1 #ahdh in ,sdkarolina und ,tenessee und #ahei in ,australien der ,tee probeweise angebaut worden2 seine ,kultur ist dann aber ebenfalls wegen zunehmender ,verschlechterung der hier erzeugten ,qualitt wieder aufgegeben worden4 ,bessere ,resultate erzielte man in ,natal und besonders im ,kaukasus1 wo sich die russische ,regierung viel von der ,zukunft dieser ,kultur verspricht4 ,die ,gesamtproduktion von ,tee lt sich nicht schtzen1 da ,china und ,japan gewaltige ,mengen davon selbst verbrauchen4 ,in den ,welthandel gelangen jhrlich ber #b ,milliarden kg1 von denen #gfj ,millionen kg aus ,china und ,japan1 #gbj ,millionen kg aus ,britisch-,indien1 #efj ,millionen kg aus ,ceylon und #e1e ,millionen kg aus ,java ausgefhrt werden4 ,noch im ,jahre #ahbj erhielten ,europa und ,nordamerika zusammen ausschlielich aus ,china #af ,millionen kg1 von denen auf ,england entfielen4 ,heute konsumiert ,deutschland jhrlich etwa #d ,millionen kg im ,werte von beinahe #h ,millionen ,mark4 ,das macht jhrlich pro ,kopf kg ,tee4 ,wichtigere ,konsumenten sind ,holland mit kg1 dann ,ruland mit #a kg und ,england mit #b-b kg ,teeverbrauch pro ,kopf und ,jahr4 ,hauptteemarkt ,europas ist ,london1 dann folgen ,hamburg1 ,bremen1 ,marseille und ,odessa4 ,wie seit langer ,zeit die ,ostasiaten und neuerdings auch ,russen und ,englnder ihren ,tee auerordentlich lieben1 so sind die ,einwohner von ,paraguay1 ,argentinien1 ,sdbrasilien1 ,chile1 ,peru und ,bolivia leidenschaftliche ,trinker von ,mate1 den sie den ganzen ,tag ber genieen4 ,mate bedeutet das ,gef1 in welchem der ,aufgu der betreffenden ,bltter getrunken wird1 und dieser ,name ging schlielich auf das ,getrnk selbst1 sowie auf die dasselbe liefernde ,pflanze ber4 ,die ,spanier bezeichnen den ,matetee als yerba mate und die ,portugiesen als erva mate4 ,beide ,wrter stammen vom lateinischen herba ,kraut1 und yerba oder erva nennt das ,volk gemeinhin den ,trank1 der vom rmsten wie vom ,reichsten getrunken und dem ,gaste als erster ,willkomm dargeboten wird4 ,frmlich -- wie nun einmal der ,sdamerikaner1 ob ,indianer oder ,abkmmling der spanischen ,eroberer ist -- wird derselbe nie versumen1 dem ,hausherrn ein ,kompliment bezglich der ,gte seiner yerba zu machen1 und die ,gesprche ber gute oder weniger gute yerba nehmen oft einen betrchtlichen ,raum in der sonst einfrmigen ,unterhaltung dieser caballeros ein4 ,illustration3 ,bild #cf4 ,bltter und ,bltenknospen von ,ilex paraguayensis1 des wichtigsten ,mate liefernden ,strauches in natrlicher ,gre4 7,nach ,neger und ,vanino1 ,der ,paraguay-,tee74 ,illustration3 ,bild #cg4 a das bombilla genannte ,saugrohr1 das in das ,gef b1 die calabaza1 gesteckt wird1 um den ,mate zu schlrfen4 7,nach ,neger und ,vanino1 ,der ,paraguay-,tee47 ,der in seiner ,wirkung dem chinesischen ,tee hnliche1 wenn auch weniger ,koffen -- nmlich nur #j1e bis #a ,prozent statt wie jener #a1e-c1 ja #d ,prozent zu besitzen -- und auch weniger therisches l enthaltende und etwas herb schmeckende ,paraguaytee wird von einer groen1 ,strucher bis kleine ,bume bildenden ,stechpalmenart 7,ilex paraguayensis7 ohne stachelspitzig gebuchtete ,bltter und zahlreichen nahe damit verwandten ,arten gewonnen1 die von ,sdbrasilien durch ,paraguay und ,uruguay bis zu den ,kordilleren ,argentiniens in gebirgigen ,gegenden wild wachsen4 ,auf einem kurzen ,stamm aus sprdem1 leicht faulendem ,holz befindet sich eine ziemlich dichte1 schn gewlbte ,krone von #e cm langen1 lanzettlichen1 an den ,rndern leicht gezackten1 immergrnen ,blttern4 ,aus kleinen1 weilichen1 im ,oktober und ,november erscheinenden ,zwitterblten1 die aber durch ,abort auf verschiedenen ,pflanzen zweihusig sich entwickeln1 so da die einen nur weibliche ,stempelblten1 die anderen nur mnnliche ,staubgefblten tragen1 bilden sich dunkelviolette ,kapseln1 welche die sehr harten ,samenkerne enthalten4 ,die ,matebume treten einzeln und in ,gruppen1 untermischt mit subtropischen und tropischen ,gewchsen auf4 ,von den als mineros8 bezeichneten ,arbeitern1 vielfach ,indianern1 werden die wildwachsenden ,bume beschnitten1 indem sie erst grere ste und von diesen die ,zweige abhauen1 die dann mit den daran befindlichen ,blttern durch ,ziehen durch ein nicht rauchendes ,feuer zum ,welken gebracht werden1 worauf man sie auf einem hlzernen ,gerst ber einem migen ,feuer rstet4 ,dann bleiben sie eine kurze ,zeit auf einem ,haufen liegen1 um zu schwitzen1 d4 h4 fermentieren4 ,hierauf werden sie nochmals in ,schuppen schnell ber ,feuer getrocknet1 bis selbst die ,zweige drr geworden sind4 ,endlich werden sie auf einer ,tenne ausgebreitet1 die ,bltter abgestreift und in ,holzmrsern zerstampft1 neuerdings aber in eigenen ,yerbamhlen zwischen ,walzen zerkleinert und liefern so den in ,segeltuchscken oder ,lederballen in den ,handel gelangenden ,matetee4 ,aufgsse desselben werden nicht nur in den ,gegenden1 in denen der ,strauch vorkommt1 sondern auch in ,chile1 ,peru und ,bolivia als ,nationalgetrnk von jedermann tglich genossen4 ,dies geschieht in der ,weise1 da man auf die nie verlschende ,glut des ,herdes schnell einige ,zweige oder in manchen sehr holzarmen ,gegenden trockene ,fladen von ,lamaexkrementen oder polsterfrmige ,klumpen einer ,llareta genannten ,umbellifere legt und darber ein ,gef mit ,wasser erhitzt4 ,so viel pulverisierte ,matebltter als man zwischen zwei ,fingern halten kann1 werden in eine mate genannten ,kalabasse -- eine ausgehhlte ,krbisschale von eigentmlicher ,gestalt -- getan1 heies ,wasser darauf gegossen und mglichst hei getrunken1 indem man den ,aufgu ohne ,zuckerzusatz mit einem bombilla genannten1 unten blasenfrmig erweiterten1 rings geschlossenen1 siebartig durchbrochenen ,rhrchen1 meist aus ,silber1 aufsaugt4 ,dadurch wird wie beim chinesischen ,tee das ,nervensystem angenehm angeregt4 ,fortgesetzter unmiger ,genu des ,mate soll ,magenreizung und ,nervenzerrttung herbeifhren4 ,gewhnlich giet man den ersten ,aufgu1 der wohl infolge der ,zubereitung der ,matebltter am ,feuer etwas rauchig schmeckt1 nach kurzem ,verweilen an den ,blttern weg und kann dann durch ,nachfllen mit ,wasser dieselbe ,portion wenigstens dreimal ausziehen lassen4 ,schon die vorgeschichtlichen ,peruaner liebten den ,mate und gaben ihren ,toten als ,speise im ,geisterreich ,matebltter mit1 die sich ziemlich hufig in den ,grbern des ,totenfeldes von ,ancon in ,peru als ,grabbeigabe vorfinden4 ,zur ,zeit der spanischen ,eroberung war er auer bei den peruanischen ,inkastmmen1 von denen das ,grberfeld von ,ancon herrhrt1 auch bei den ,guaranis und anderen ,indianerstmmen in hohem ,ansehen4 ,es ist dies ein ,beweis dafr1 welch weitreichender ,tauschverkehr unter den ,indianerstmmen ,sdamerikas schon lange vor der ,ankunft der ,europer bestand2 denn der ,matestrauch hat seine ,heimat nur in den ,niederungen im ,bereiche des ,la ,platastromes und seine ,bltter wurden von dort ber die hohen1 beschwerlichen ,andenpsse nach ,peru1 ,chile und ,bolivia auf viele ,tausende von ,kilometern ,entfernung als geschtzte ,tauschware transportiert4 ,zur ,zeit der theokratisch-patriarchalischen ,jesuitenherrschaft in ,paraguay von #afjh-agfh bernahmen die weien ,patres von ihren ,schtzlingen1 den ,indianern1 den ,mate1 dessen gute ,eigenschaften sie bald erkannten1 so da sie ihn dem damals schon in ,amerika angebauten ,kaffee vorzogen4 ,sie verstanden es1 den ,ilexbaum zu pflanzen und besaen ausgedehnte ,kulturen davon1 eine ,kulturerrungenschaft1 die mit ihrer ,vertreibung verloren ging4 ,sptere ,anbauversuche schlugen fehl1 und erst ganz neuerdings ist es zuerst dem ,deutschen ,friedrich ,neumann auf der ,kolonie ,nueva ,germania in ,paraguay gelungen1 den ,samen1 der notorisch seine volle ,keimfhigkeit erst erlangt1 wenn er einen ,vogelmagen passiert hat1 keimfhig zu machen1 indem er ihn mit ,maiskrnern vermischt ,hhnern verftterte4 ,in die humusreiche ,walderde ausgestreut1 keimten nun die aus den ,exkrementen ausgewaschenen ,samen1 aber die ,hhner1 deren ,magen die ,samen passiert hatten1 krnkelten davon und starben schlielich4 ,diese nur einseitig befriedigenden ,resultate veranlaten einen anderen ,deutschen namens ,jrgens ein zweckmigeres ,verfahren zur ,erzielung keimfhiger ,samen zu entdecken4 ,nach zahlreichen ,versuchen fand er1 da die ,einwirkung von reiner rauchender ,salzsure whrend drei ,minuten mit nachfolgendem gehrigen ,auswaschen der ,samen bis der letzte ,rest von ,suregeschmack aus dem ,waschwasser verschwunden ist1 sehr befriedigende ,resultate liefert4 ,die in besonderen ,saatksten ausgesten ,samen beginnen1 recht feucht erhalten1 nach #a-b ,monaten zu keimen und werden1 wenn sie #cj-ej cm hoch geworden sind im ,juli und ,august in ,reihen mit #c1e m ,abstnden nach allen ,richtungen ins ,freie gepflanzt4 ,als ,schattenpflanzen benutzt man dazwischen gesten ,mais1 bis die ,bumchen erstarkt sind4 ,im dritten ,jahre nach dem ,anpflanzen werden die inzwischen #a1e-b m hoch gewordenen ,bumchen etwas zurckgeschnitten1 damit sie mehr ,buschform annehmen4 ,von da an kann man jedes ,jahr die allmhlich heranwachsenden ,bume etwas auslichten und deren ,zweige zur ,gewinnung von ,mate benutzen4 ,alle #c ,jahre kann eine ausgiebige ,ernte erfolgen4 ,da durch den bis jetzt blichen ,raubbau die ,bestnde wildwachsender ,matepflanzen schon bedenklich gelichtet sind1 andererseits der ,matekonsum in ,sdamerika von ,jahr zu ,jahr zunimmt und noch mehr wachsen wird1 wenn -- wie voraussichtlich -- der ,mategenu auch in anderen ,lndern als ,sdamerika allgemein geworden sein wird1 so hat die ,matekultur eine sehr groe ,zukunft4 ,bis jetzt gibt es ,matekulturen nur in ,nueva ,germania in ,paraguay und am ,rio ,pardo in ,brasilien1 welche #d ,jahre nach dem ,umsetzen der ,keimlinge eine ,ernte von #d-f kg trockener ,yerba pro ,strauch ergaben4 ,eine solche lt sich alle drei ,jahre vornehmen4 ,die als ,yerbales bezeichneten wilden ,matebestnde ,paraguays umfassen etwa #adfjjjj ha und waren vormals ,staatseigentum1 bis sie nach dem ,kriege von #ahfd-ahfi vom ,staate teils verpachtet1 teils verkauft wurden4 ,die ,ernte dauert vom ,dezember bis ,august1 weil zu dieser ,zeit das ,laub der ,matestrucher am dichtesten ist1 und wird1 wie gesagt1 meist von ,indianern unter ,aufsicht von weien ,aufsehern vorgenommen4 ,neuerdings wurde der ,matetee1 der in ,sdamerika tglich von ber #bj ,millionen ,menschen genossen wird1 und schon im #ah4 ,jahrhundert als ,jesuitentee in den ,handel gelangte1 auch in ,nordamerika1 ,england und der ,schweiz eingefhrt1 hat aber hier1 obschon er weit billiger ist als der chinesische oder indische ,tee und ganz angenehm schmeckt1 gleichwohl bisher nur sehr geringen ,beifall gefunden4 ,die ,gesamterzeugung von ,mate betrgt in ,paraguay1 ,argentinien und ,sdbrasilien jhrlich etwa #ajj ,millionen kg1 die1 wenn wir auch nur einen ,ausfuhrpreis von #ef ,pfennigen pro kg rechnen -- tatschlich betrgt der ,preis im ,kleinverkauf bis #b1ej ,mark pro kg --1 einen ,gesamtwert von ber #ef ,millionen ,mark reprsentieren4 ,gegenber der jhrlichen ,kaffeeproduktion der ,welt von gegen #ajjj ,millionen kg und von ,tee im ,betrag von #bjjj ,millionen kg ist dies ja wenig2 doch hat der ,mateverbrauch in ,sdamerika in letzter ,zeit riesig zugenommen1 denn noch im ,jahre #agbf betrug die ,mateproduktion erst #fbejjj kg4 ,im ,jahre #aghj stieg sie bereits auf #b1e ,millionen kg und #ahee auf #g1e ,millionen kg4 ,endlich wird noch aus den getrockneten1 lederartigen ,blttern einer in den ,urwldern der ,insel ,bourbon als berpflanze auf ,bumen wachsende ,orchidee1 ,angraecum fragrans1 ein als ,fahantee bezeichneter ,aufgu bereitet1 der pur oder mit ,zucker verst wie ,tee getrunken wird4 ,dieser ,tee entbehrt aber durchaus der belebenden ,eigenschaften1 wie sie chinesischer ,tee und ,mate besitzen1 und ist nur eine unschuldige1 aber angenehm zu trinkende ,lsung des den ,wohlgeruch des ,waldmeisters1 des ,ruchgrases und der ,tonkabohne bedingenden ,riechstoffes ,kumarin1 der allerdings in greren ,mengen ,kopfschmerzen verursacht4 ,dieses ,genumittel hat sich nicht ber seine engere ,heimat verbreitet4 ,,xiii4 ,der ,kakao4 ,weitlufig verwandt mit dem ,teestrauch ist der zu den ,sterculiazeen gehrende ,kakaobaum 7,theobroma cacao71 dessen ,heimat das tropische ,amerika vom #bc nrdlicher bis zum #bj sdlicher ,breite ist4 ,lebensbedingung fr ihn ist ein warmes1 feuchtes ,waldklima4 ,der wilde ,kakao1 der von ,sdmexiko bis nach dem ,staate ,bahia in den ,vereinigten ,staaten von ,brasilien im ,urwalde wild gefunden wird1 liefert minderwertige1 uerst herbe und bittere ,samen in kleineren ,frchten als dies bei dem schon von den ,indianern in vorgeschichtlicher ,zeit in ,kultur genommenen1 veredelten ,baume der ,fall ist4 ,gleichwohl werden sie heute noch von den ,indianern gesammelt und auf den ,markt gebracht1 whrend sie das sie einhllende angenehm ssuerliche1 saftige ,fruchtfleisch als willkommene ,nahrung selbst genieen4 ,der ,kakaobaum ist in seinem natrlichen ,zustand ein etwa #aj bis #ad m hoch werdender immergrner ,baum von #be-cj cm ,stammdurchmesser mit ausgebreiteter ,krone4 ,gewhnlich lt man ihn aber nur #c-h m hoch werden4 ,die zimtbraune1 ziemlich dicke ,rinde liegt um einen porsen1 leicht rosa gefrbten ,holzkrper4 ,der ,stamm trgt eine ,menge meist schlanker ste1 an denen die kurzgestielten1 lnglich ovalen1 spitz zulaufenden1 #bj-ce cm langen ,bltter sitzen4 ,jung sind sie pfirsichrot1 werden aber1 nachdem sie sich entwickelt haben1 glnzend dunkelgrn2 an der ,unterseite sind sie matter gefrbt und leicht behaart4 ,der ,baum treibt das ganze ,jahr hindurch ,blten und ,frchte1 die aus dem ,stamm und den lteren ,zweigen unmittelbar hervorsprieen1 was bei der ,gre und ,schwere der letzteren eine uerst zweckmige1 ja notwendige ,einrichtung ist1 da die schwcheren1 dnneren ,zweige solcher ,belastung nicht gewachsen wren und brechen wrden4 ,die ,stellen1 an denen sie erscheinen1 entsprechen den ,blattachseln2 nur wird dieser ,sachverhalt durch den ,abfall der ,bltter verwischt4 ,die ,blten brechen in ,bscheln hervor und sind ziemlich langgestielt4 ber fnf rosenroten1 lanzettlichen ,kelchblttern finden sich ebensoviel kappenfrmige1 zitronengelbe1 rtlich geaderte ,blumenbltter4 ,von den zehn pfirsichroten ,staubblttern erzeugen nur fnf ,pollen in je vier gesonderten ,pollenfchern4 ,der ,fruchtknoten ist fnffcherig und umschliet mehrere zweireihig angelegte ,samenanlagen4 ,die ,frucht ist eine kurzgestielte rotgelbe ,beere1 die einer zugespitzten1 von zehn stumpfen ,lngsrippen durchzogenen1 #ab-bj cm langen und #f-aj cm dicken ,gurke gleicht1 welche in einer derben1 bald holzig werdenden ,schale in einem saftigen1 farblosen ,fleisch #dj-fj blarote1 in fnf ,lngsreihen angeordnete mandelfrmige1 aber dickere ,samen umschliet4 ,sie sind von einer dnnen1 wenn trocken brchigen ,samenschale umgeben und bestehen ausschlielich aus dem derbfleischigen ,keimlinge1 in dessen ,kotyledonen das ,nhrgewebe sich findet4 ,in frischem ,zustande schmecken sie1 besonders bei der besten ,sorte von ,soconusko1 sehr herb und bitter4 ,man nimmt ihnen diese beln ,eigenschaften durch eine besondere ,zubereitung1 von der bald die ,rede sein soll4 ,in den windgeschtzten ,tlern des tropischen ,amerika1 deren weicher1 humusreicher ,boden von groen und kleinen ,wasserstrmen feucht erhalten wird1 trgt der ,kakaobaum an den ,fluufern das ganze ,jahr hindurch ,blten und ,frchte nebeneinander4 ,dort wird er auch mit ,vorliebe in der durch ,kultur veredelten ,form vom ,menschen angebaut4 ,als ,waldbaum1 der nicht besonders fest im ,boden wurzelt1 mu er namentlich ,schutz vor starken ,winden haben1 die nicht blo die ,frchte vor ihrer ,reife abschlagen1 sondern auch die ,bume entwurzeln4 ,so warf auf der ,insel ,martinique ein ,orkan mit einem ,sto alle ,kakaobume der sehr umfangreichen ,pflanzungen um4 ,deshalb errichtet man die ,kakaopflanzungen mit ,vorliebe in windgeschtzten ,tlern oder zwischen ,waldstreifen als ,windbrechern4 ,wie der wilde ,kakaobaum als ,waldbaum gewhnlich im ,schatten grerer ,bume wchst1 so mu man auch dem veredelten ,kakaobaum in der ,kultur ,schattenbume beigeben4 ,so lange er jung ist1 dienen meist ,bananen als solche1 spter gibt man ihm in ,amerika den ,korallenbaum 7,erythrina corallodendron7 der deshalb von den ,spaniern ,mutter des ,kakaobaumes8 genannt wird4 ,dieser ist hierzu auch durch die geringen ,ansprche1 die er an den ,boden stellt1 sehr geeignet4 ,da nun den ,kakaobumen schon durch die ,schattenbume viel ,licht weggenommen wird1 darf man nicht zu dicht pflanzen1 was zur ,folge hat1 da eine ,kakaoplantage stets einen bedeutenden ,raum beansprucht4 ,man rechnet vier- bis sechshundert ,kakaobume auf einen ,hektar ,land4 ,es gibt wohl kein landwirtschaftliches ,produkt1 dessen ,kultur mehr ,mhe1 ,ausdauer und ,unkosten verursacht1 als der ,kakao2 aber andererseits gibt es auch wenig ,produkte1 die1 wenn sie gut einschlagen1 greren ,gewinn bringen1 als er1 da die ,ertrge von ,jahr zu ,jahr verblffend steigen4 ,vor allem verlangt der ,kakaobaum zu seinem ,gedeihen einen lockeren1 tiefgrndigen1 an ,kalk und ,phosphorsure reichen ,boden1 am besten ,urwaldboden4 ,ferner mu ihm eine gleichmige ,temperatur von #bd-bh ,c4 und reichlich ,feuchtigkeit zuteil werden1 die aber wieder nicht in der ,form heftiger ,gsse auf ihn fallen darf1 weil solche die ,frchte beschdigen4 ,grundwasser mu durchaus vermieden werden1 auch sind die tierischen ,schdlinge1 namentlich die ,termiten und ,schnecken1 von ihm abzuhalten4 ,sodann mu der ,boden reingehalten und das berflssige ,holz abgeschnitten werden4 ,in solchen fr seine ,kultur geeigneten ,boden wird der ,samen der ,kakaobume entweder direkt gesetzt1 oder noch besser in weitmaschigen1 mit ,moos ausgeftterten und ,erde gefllten ,binsenkrben ausgest1 die dann spter1 wenn die jungen ,pflnzchen gengend erstarkt sind1 direkt in den ,boden der ,plantagen eingesetzt werden1 da die ,wurzeln aus ihnen ungehindert in die ,erde einzudringen vermgen4 ,gleichzeitig bieten diese ,pflanzkrbe in der ersten ,zeit einen sehr wertvollen ,schutz gegen die ,termiten1 die gefhrlichsten ,feinde der jungen ,kakaopflnzchen4 ,die ,smlinge in ,saatbeeten zu ziehen1 ist durchaus unratsam1 da deren ,wurzeln noch empfindlicher gegen uere ,eingriffe als selbst diejenigen der ,kaffeebumchen sind4 ,wenn die ,smlinge #h-aj ,monate alt geworden sind1 werden sie in #c1e-f m allseitigem ,abstand eingepflanzt1 whrend die definitiven ,schattenbume in #ab m ,abstand gepflanzt werden4 ,den jungen ,kakaopflanzen spenden zuerst ,mais und spter ,bananen den ntigen ,schatten4 ,wenn sie eine ,hhe von etwa #a m erlangt haben1 werden sie beschnitten4 ,man nimmt ihnen alle ,seitenschosse bis auf die drei oder vier obersten1 damit sie eine breite ,krone ausbilden4 ,auch beim sptern ,wachstum verhindert man das in die ,hhe ,wachsen derselben1 indem man sie nur #c bis hchstens #h m hoch werden lt1 damit das ,pflcken der ,frchte bequemer vor sich gehen knne4 ,schon nach vier ,jahren trgt der ,baum die ersten ,blten und ,frchte1 aber erst nach zwlf ,jahren beginnt er seine ausgiebigste ,entwicklung zu erreichen4 ,von da an nimmt seine ,fruchtbarkeit progressiv steigend bis zum #be4 oder #cj4 ,jahre zu1 um dann langsam abzunehmen2 doch kann der ,baum bis zu seinem #ej4 ,jahr ,frchte tragen4 ,der ,ertrag ist den ,jahren nach verschieden1 auch wechselt er bei den verschiedenen ,bumen4 ,alleinstehende ,bume produzieren am strksten4 ,sie knnen #cjj-djj ,frchte tragen1 doch rechnet man bei einer greren ,pflanzung durchschnittlich nicht mehr als #be ,frchte pro ,baum jhrlich1 die #a kg trockenen ,kakao ergeben1 weil das ,trocknen der ,bohnen einen ,gewichtsverlust von #cj-dj ,prozent zur ,folge hat4 ,die1 wie gesagt1 das ganze ,jahr hindurch reifenden ,frchte brauchen vom ,beginn ihrer ,entwicklung bis zu ihrer ,vollreife eine ,zeit von vier ,monaten4 ,man erntet sie auch das ganze ,jahr hindurch1 doch finden die ,haupternten in ,brasilien im ,februar und ,juli1 in ,mexiko im ,mrz und ,april1 in ,westafrika im ,oktober und ,november statt4 ,die ,frchte mssen mit grter ,vorsicht teils von ,hand1 teils durch lange ,stcke1 an deren ,ende ein ,messer befestigt ist1 von ,stamm und ,zweigen gepflckt werden1 damit die ,blten der kommenden ,ernte dabei nicht ,schaden leiden4 ,die ,reife der ,frchte verrt sich durch die rotgelbe ,farbe und den dumpfen ,ton1 den sie beim ,beklopfen geben als ,zeichen dafr1 da sich der ,same von seiner ,hlle gelst hat4 ,bei der ,ernte werden die ,frchte zum ,nachreifen #c-d ,tage auf einen ,haufen gelegt1 und zwar am besten in der ,faktorei1 nicht aber im ,freien1 wo sie dem ,ungeziefer und der ,witterung schutzlos preisgegeben sind4 ,whrend dieser ,zeit soll bereits1 begnstigt durch das umgebende ,fruchtmus1 die ,grung der ,bohnen beginnen4 ,darauf werden sie durch ,aufschlagen aufeinander oder auf einen harten ,gegenstand gebrochen8 oder mit einem stumpfen ,messer in der ,mitte quer aufgeschnitten1 wobei aber die mandelfrmigen1 im frischen ,zustande weien bis rosenroten ,samen1 eben die ,kakaobohnen1 nicht zerquetscht oder angeschnitten werden drfen4 ,die ,haufen leerer ,fruchtschalen lt man in ,verwesung bergehen und bentzt sie als ,dngemittel1 da sie nicht unerhebliche ,mengen von dem fr den ,kakaobaum so wichtigen ,kalk und von ,phosphorsure enthalten4 ,auch das ,fruchtmus wird unbegreiflicherweise fortgeworfen1 trotzdem es sich sehr gut zur ,bereitung von ,gelees und ,likren eignen wrde4 ,bentzten doch die ,indianer am ,orinoko1 wie ,alexander von ,humboldt mitteilt1 nur das ,fruchtmus und warfen alles brige1 auch die bitteren ,kerne fort4 ,und heute noch verwenden die rmeren ,leute in ,amerika die ,fruchtschalen des ,kakaos zur ,herstellung eines ganz angenehm schmeckenden ,tees4 ,bei der auf niedriger ,stufe stehenden ,kultur werden die ,kakaobohnen einfach getrocknet und zusammengepackt4 ,derartige ,samen1 die man im ,handel als ungerotteten8 ,kakao bezeichnet1 haben einen bitteren1 herben ,geschmack und sind zur ,schokoladebereitung durchaus ungeeignet4 ,sie finden nur bei der ,fabrikation des entlten ,kakaos ,verwendung4 ,fr die ,schokoladefabrikation mssen die ,bohnen noch einer weiteren ,behandlung unterworfen werden4 ,zu diesem ,zwecke werden sie in ,krben nach dem ,fermentierhaus gebracht1 wo sie auf einem hlzernen1 mit ,lchern zum ,ablaufen des ,fruchtsaftes versehenen ,boden mglichst luftdicht auf einem ,haufen1 der alle #ab ,stunden durcheinander geschaufelt wird1 vergren mssen2 es ist dies ein sehr wichtiger ,proze1 von dessen umsichtiger ,leitung vor allem die ,gte der ,ware abhngt4 ,die ,fermentation1 bei der es sich hchst wahrscheinlich um eine ,milchsuregrung handelt1 soll nmlich in erster ,linie den ,geschmack der ,kakaobohnen verbessern4 ,nach #c-d ,tagen werden die ,bohnen an der ,sonne oder bei knstlicher ,hitze getrocknet1 wobei sie alle ,viertelstunden gekehrt werden mssen4 ,zum ,schlu werden sie in groen ,trommeln mit fein gemahlener roter ,erde herumgedreht1 wobei sie behufs einer besseren ,konservierung auen an den ,schalen rot gefrbt werden4 ,der innere ,teil bleibt von der ,frbung unberhrt4 ,durch dieses ,frben wird nicht blo die sehr wichtige vllige ,austrocknung der ,bohnen begnstigt1 sondern erfahrungsgem auch das sonst so schnell erfolgende ,schimmeln derselben verhindert4 ,die gerotteten8 ,kakaobohnen sind innen rotbraun1 lassen sich durch einen leichten ,druck mit dem ,finger von der sie umgebenden ,schale lsen und zeigen einen angenehmen1 lig milden ,geschmack1 der mit einem eigentmlichen slichen ,nachgeschmack verbunden ist4 ,das volle ,aroma erhalten sie aber erst nach einer bestimmten ,lagerzeit1 so da der geerntete ,kakao in der ,regel erst nach einem ,jahre verkuflich wird4 ,dabei gelangt er teils in ,ballen1 teils in ,fssern in den ,handel4 ,den meisten ,kakao erzeugt ,sdamerika1 und zwar speziell ,ekuador1 das beinahe ein ,drittel der ,gesamtproduktion liefert1 dann ,trinidad1 whrend man in ,venezuela1 wo die ,kakaopflanzungen sehr gut gediehen1 in neuester ,zeit der ,kaffeekultur den ,vorzug gab4 ,mexiko1 das die berhmte ,soconuscobohne liefert1 fhrt wegen des starken eigenen ,gebrauchs wenig ,kakao aus4 ,aus ,brasilien kommen mehr minderwertige ,sorten1 whrend die besten ,sorten aus ,carcas und ,trinidad in den ,handel gelangen4 ,diese haben beinahe einen doppelt so hohen ,wert als die geringeren ,sorten von ,ekuador und ,san ,thom4 ,der ,kakao von ,surinam steht an ,wert ungefhr in der ,mitte zwischen jenen4 ,aus den deutschen ,kolonien sind der ,samoa- und ,neuguineakakao weitaus die besten und werden so hoch bezahlt wie der ,carcaskakao1 whrend der ,plantagenkakao von ,kamerun und ,togo ungefhr demjenigen von ,san ,thom gleichgeschtzt wird4 ,doch ist dort die ,kakaokultur in starkem ,aufblhen begriffen und verspricht zu einem der bedeutendsten ,produktionsorte fr dieses wichtige ,kolonialprodukt berufen zu sein4 ,derjenige der ,philippinen1 wohin der ,baum schon im ,jahre #afgj verpflanzt wurde1 ist wie derjenige von ,ceylon mittlerer ,qualitt4 ,von ,kakao kommen jhrlich etwa #cb ,millionen kg in den ,welthandel4 ,die ,gesamtproduktion ist natrlich viel hher1 lt sich aber nicht schtzen1 da diese ,frucht auch in den ,produktionslndern reiche ,verwendung findet4 ,deutschland verbraucht jhrlich fr ber #da ,millionen ,mark ,kakaobohnen und fhrt aus seinen ,kolonien1 besonders ,kamerun1 dann ,samoa und ,togo1 fr gegen #c ,millionen ,mark aus2 doch glaubt man in den nchsten ,jahren das #c- bis #e;fache dieser ,summe zu erreichen4 ,hauptmrkte fr ,kakao sind ,london1 ,havre1 ,amsterdam1 ,hamburg und ,bordeaux4 ,der ,kakao ist nicht nur ein kstliches ,genumittel1 sondern zugleich auch ein sehr wertvolles ,nahrungsmittel4 ,er besteht nmlich zur ,hlfte1 d4 h4 #eb ,prozent1 aus einem mild schmeckenden1 butterartigen ,fett1 der ,kakaobutter1 die vielfach1 um die ,verdaulichkeit des ,kakaos fr schwache ,magen zu erhhen1 in hydraulischen ,pressen abgepret wird1 um an die ,zuckerbckereien1 ,parfmerien und ,apotheken abgegeben zu werden4 ,an letzterem ,orte wird sie1 da sie nur sehr schwer ranzig wird1 zu feineren ,pomaden1 ,stuhlzpfchen und allerlei kosmetischen ,mitteln verarbeitet4 ,auerdem enthlt sie #bj ,prozent ,eiwei1 #aj ,prozent ,strkemehl1 #f ,prozent ,wasser1 #a1e ,prozent ,zucker1 #b ,prozent ,zellulose oder ,zellstoff1 #d ,prozent ,kakaofarbstoff1 #c ,prozent ,nhrsalze und #a1e ,prozent ,theobromin1 d4 i4 zweifach methyliertes ,xanthin1 das in seiner ,wirkung auf die ,muskeln und das ,zentralnervensystem etwas weniger anregend als das ,koffen oder ,teen1 d4 h4 dreifach methyliertes ,xanthin ist4 ,im ,kakao sind auch noch ,spuren von ,koffen zu finden1 doch sind die ,mengen desselben in den im wrmeren ,sdamerika zur ,bereitung der als ,genumittel sehr beliebten dunkelbraunen ,guaranapaste dienenden ,samen der ,paullinia sorbilis1 eines mit rankenden ,zweigen kletternden ,strauches1 neben dem ,theobromin sehr viel grer4 ,zu der leicht belebenden ,wirkung des ,kakaos trgt auch noch das therische l bei1 das beim ,rsten der ,bohnen entsteht und dem ,kakao sein spezifisches ,aroma verleiht4 ,in den heien ,niederungen des stlichen ,mexiko1 speziell auf der ,halbinsel ,yucatan und sdlich davon bis nach ,guatemala hinein1 ist wohl von einem der ,mayastmme die wilde ,kakaopflanze in ,kultur genommen und zur wertvollen ,nutzpflanze des ,menschen erhoben worden4 ,wenigstens ist die ,bezeichnung cacau ein ,mayawort1 das dann die benachbarten ,stmme ,mexikos mit den ,frchten und bald auch mit dem ,fruchtbaum selbst bernahmen1 um ihm weitgehendste ,pflege angedeihen zu lassen2 denn sie schtzten als fr sie vornehmstes ,genumittel neben dem berauschenden ,pulque1 der nur ,mnnern von einem gewissen ,alter an zu trinken gestattet war1 in hohem ,mae die das ,nervensystem anregende ,wirkung der ,kakaobohne1 die sie in der heute noch blichen ,weise rotteten1 dann rsteten und fein zerstoen mit heiem ,wasser und ,maismehl angerhrt als choco latl1 d4 h4 ,kakaowasser1 genossen4 ,von diesem ,worte stammt unsere ,bezeichnung ,schokolade ab4 ,zum ,versen der etwas bitteren ,brhe benutzten sie ausschlielich ,honig und versetzten sie auerdem gerne mit allerlei ,gewrz1 vor allem auch ,vanille4 ,um die ,masse zu konservieren1 wurden die zerriebenen1 gersteten ,kakaobohnen zu ,tafeln und ,blcken gepret1 denen man jeweilen die zur ,herstellung des ,trankes ntige ,menge entnahm4 ,das geringere ,volk1 dem dieses ,getrnk zu teuer war1 begngte sich mit einem ,aufgu der ,schalen oder dem zerstoenen ,fruchtfleisch der ,kakaofrucht mit ,maismehl und ,pfeffer4 ,als der spanische ,abenteurer ,fernando ,cortez1 von ,velasquez1 dem ,statthalter von ,kuba1 mit #aa ,schiffen #fgj ,mann und #ad ,geschtzen zur ,eroberung von ,mexiko ausgesandt1 im ,sommer #aeai in dieses ,land eindrang und es fr den ,knig von ,spanien eroberte1 fand er darin eine ausgedehnte ,kultur des ,kakaobaumes in wohlgepflegten ,plantagen vor4 ,die ,eingeborenen betrachteten ihn als eine fr sie sehr wichtige ,nahrung spendende ,pflanze und schrieben ihm und seinen ,frchten gleichzeitig auch wunderttige ,eigenschaften zu4 hnlich wie im ,mittelalter der ,pfeffer in ,europa1 dienten die ,kakaobohnen nicht nur in ,mexiko1 sondern in ganz ,mittelamerika als landlufige ,mnze1 wobei tausend ,stck ungefhr den ,wert von #b1hj ,mark hatten4 ,cortez schrieb darber an ,kaiser ,karl ,v43 ,diese ,samenkrner sind im ganzen ,lande so geschtzt1 da man sie als ,mnze gebraucht und auf dem ,markt und allerorten seine ,einkufe damit bezahlt48 ,auch die ,steuern an den ,herrscher wurden darin entrichtet4 ,so bezahlte die ,stadt ,tobasco jhrlich #af ,millionen ,kakaobohnen an den ,kaiser ,montezuma1 in dessen ,staatsschatz bei der ,eroberung ,mexikos die ,spanier nicht weniger als #b ,millionen ,pfund solcher ,bohnen vorfanden4 brigens dienen die ,kakaobohnen heute noch in einem groen ,teil ,sdamerikas als landlufige ,scheidemnze4 ,dabei sind #gb ,bohnen #dc ,pfennigen4 ,eine alte mexikanische ,legende erzhlt1 ,quezalcoatl habe aus dem ,lande1 in welchem die ersten ,shne der ,sonne wohnten1 den ,samen des ,kakaobaumes 7cacaohoaguahuitl7 auf die ,erde gebracht1 um den ,menschen eine angenehme ,speise zu verschaffen1 die auch von den ,gttern geschtzt wurde4 ,vielleicht hat der ,schwede ,carl von ,linn diese ,legende gekannt4 ,wenn dies aber nicht der ,fall war1 so war er wenigstens selbst so entzckt von diesem ,getrnke1 da er die ,schokolade #agfi in den ,amoenitates academicae81 d4 h4 den ,akademischen ,vergngungen1 eingehend behandelte und dem ,kakaobaum den ,namen ,theobroma1 d4 h4 ,gtterspeise cacao1 gab4 ,andere seiner gelehrten ,zeitgenossen verabscheuten aber aus ,vorurteil dieses ihnen unbekannte neue ,getrnk2 ja die ,botaniker ,clusius 7,charles d',ecluse7 und ,benzoni fanden dasselbe -- wohl weil ohne ,zucker genossen -- nur fr die ,schweine geniebar4 ,der fein gebildete ,franzose ,le ,grand d',aussy bezeichnete noch im ,jahre #aghb die ,schokolade als eine recht unschmackhafte ,brhe une bouillie assez dgoutante84 ,die ,spanier1 welche die ,schokolade 7chocolatl7 am ,hofe des ,kaisers ,montezuma kennen gelernt hatten1 brachten die erste ,kunde davon nach ,europa4 ,in seinen ,berichten an ,kaiser ,karl ,v4 berichtet ,cortez1 da eine einzige ,tasse von diesem kostbaren ,getrnk genge1 um einen ,mann auf einem ,tagemarsch frisch zu erhalten84 ,dieser gewaltttige ,mann zwang sie seinen ,soldaten1 die auf dem ,eroberungszuge nach dem ,hochlande von ,mexiko die grten ,strapazen durchzumachen hatten1 geradezu auf1 und diese lernten dieses ,getrnk bald schtzen4 ,schon im ,jahre #aebj sandten sie ,kakaobohnen zur ,herstellung der ,schokolade nach dem ,mutterlande1 hielten aber die ,art der ,gewinnung derselben geheim4 ,allgemein bekannt wurde die ,fabrikation erst im ,jahre #afjf durch den ,florentiner ,antonio ,carletti1 der whrend seines ,aufenthaltes auf den westindischen ,inseln die ,herstellung und den ,gebrauch des ,kakaos und der ,schokolade kennen gelernt hatte4 ,die ,ausfuhr der ,kakaobohnen war aber nur der ,regierung gestattet1 bis im ,jahre #agbh ,knig ,philipp ,v4 von ,spanien das ,monopol des ,kakaoverkaufs in allen ,lndern an eine zu diesem ,zwecke gebildete internationale ,gesellschaft verkaufte4 ,als die ,spanier im ,jahre #aeai unter ,fernando ,cortez in ,mexiko eindrangen1 war der ,anbau der ,kakaopflanze und der ,genu ihres in ,wasser verrhrten gersteten ,samenpulvers nicht blo auf dieses ,land beschrnkt1 sondern auch als eine seit ,jahrhunderten betriebene ,kultur in ganz ,zentralamerika1 ,kolumbien1 ,venezuela1 ,guiana1 ,ekuador1 ,peru1 dem nrdlichen ,brasilien und einem ,teil der westindischen ,inseln verbreitet4 ,allerdings bernahmen die spanischen ,einwanderer zunchst in ,mexiko die ,sitte des ,kakaotrinkens von den ,eingeborenen4 ,bald frnten ihm in ganz ,mittelamerika die vornehmen ,damen in solcher ,weise1 da sie sich dieses ,getrnk von ,dienerinnen sogar in die ,kirche nachtragen lieen4 ,als ein ,bischof in ,mexiko wagte1 gegen diese ,unsitte aufzutreten1 besuchten die erzrnten ,schnen seine ,kirche nicht mehr1 um ihren ,kakao in der ,kirche eines weniger strengen ,priesters weiter trinken zu knnen4 ,durch die mancherlei ,beziehungen mit ,westindien und ,mittelamerika wurde das ,kakaotrinken bald auch in ,spanien populr4 ,von jenem ,lande1 in welchem die ersten europischen ,fabriken zur ,verarbeitung der ,kakaobohnen entstanden1 und das heute noch das am meisten ,kakao verzehrende ,land ,europas ist1 kam die als ,schokolade bezeichnete gezuckerte ,kakaobrhe zuerst an den eng mit ,spanien liierten ,wiener ,hof1 von wo aus er #afae durch ,anna von sterreich1 die ,gemahlin ,ludwig ,,xiii41 an den ,pariser ,hof gelangte4 ,zu einiger ,geltung kam sie aber erst im ,jahre #affa1 unter dem ,einflu von ,maria ,theresia von ,spanien1 der ,gemahlin ,ludwigs ,,xiv41 die sich aber -- wie die ,herzogin von ,montpensier in ihren ,memoiren angibt -- noch versteckte1 um ihre ,schokolade zu trinken4 ,der ,genu derselben mute also damals selbst am ,hofe ,frankreichs noch als etwas ,ungewohntes oder gar ,verpntes angesehen worden sein4 ,indessen schon #afga konnte die ,freifrau von ,svign an ihre ,tochter1 die ,grfin ,grignan1 schreiben3 ,vous ne vous portez pas bien1 le chocolat vous remettra48 ,freilich mute damals die ,schokolade als ,heilmittel ihre ,wirkung versagt haben2 denn in einem spteren ,briefe wird sie als source des vapeurs81 d4 h4 ,ursache von ,blutandrang gegen den ,kopf -- et des palpitations 7also ,herzklopfen7 -- angegeben4 ,in ,paris erhielt zuerst ein abgedankter ,offizier namens ,chaillon die alleinige ,erlaubnis1 ,schokolade auszuschnken4 ,er fand auch guten ,zuspruch von der ,brgerschaft1 die dieses hfische ,getrnk gerne kostete4 ,so machte er glnzende ,geschfte und konnte sich schon nach wenigen ,jahren in den ,ruhestand zurckziehen4 ,doch ging die ,einfhrung dieses neuen ,genumittels auch in ,frankreich nicht ohne ,angriffe von den verschiedensten ,seiten ab4 ,zunchst leisteten gewisse ,kreise1 so besonders die ,geistlichen1 diesem von ihnen vielfach als ,erzeugnis des ,bsen8 bezeichneten neuen ,getrnk energischen ,widerstand4 ,ja1 in einem ,schreiben an den ,bischof von ,cleve im ,jahre #aegb bezeichnete der ,italiener ,benzoni dieses ,getrnk sogar als ,schweinefutter84 ,allmhlich aber begannen ihn manche rzte gutzuheien4 ,so verteidigte ein ,pariser ,arzt1 namens ,bachot1 #afhd vor der dortigen ,fakultt eine ,these1 in welcher er gut zubereitete und geste ,schokolade als eine der edelsten ,erfindungen pries1 die weit mehr als ,nektar und ,ambrosia wrdig sei1 die ,speise der ,gtter zu bilden4 ,doch war sie durch ihren hohen ,preis zunchst nur ein ,genumittel der ,reichen4 ,erst als im ,jahre #aggf unter der ,regierung ,ludwigs ,,xvi4 die erste ,schokoladefabrik in ,frankreich errichtet wurde1 die das ,monopol fr den ,verkauf bekam und ihren ,kakao aus den franzsischen ,kolonien bezog1 begann der ,schokoladekonsum in ,frankreich allgemeiner zu werden4 ,der vorhin genannte ,florentiner ,antonio ,carletti1 der die ,schokolade in ,westindien kennen gelernt hatte1 fhrte sie ums ,jahr #afjg in ,italien ein und machte die ,verarbeitung der ,kakaobohnen in jenem ,lande bekannt4 ,von ,italien aus verbreitete sich diese ,kenntnis allmhlich ber ganz ,mittel- und ,nordeuropa4 ,ums ,jahr #afbe begann sich die ,schokolade in ,england und annhernd gleichzeitig auch in ,holland einzubrgern4 ,die erste ,schokoladefabrik wurde in ,england im ,jahre #afeg errichtet2 gleichzeitig entstanden in ,london auch sogenannte ,schokoladehuser im ,stil unserer heutigen ,kaffeehuser4 ,in ,deutschland wurde die ,schokolade durch das ,buch des bereits bei der ,besprechung des ,tees erwhnten hollndischen ,leibarztes des ,groen ,kurfrsten1 ,dr4 ,kornelis ,bontekoe1 betitelt3 ,traktat ber ,gewrz1 ,tee1 ,kaffee1 ,schokolade1 #afgi81 bekannt4 ,er brachte ihn zuerst nach ,berlin mit4 ,spter verbot dann ,friedrich der ,groe die ,einfuhr von ,schokolade in ganz ,preuen und beauftragte den ,chemiker ,markgraf1 der hnliches schon fr den ,kaffee versucht hatte1 ein ,surrogat derselben herzustellen1 wozu er ,lindenblten benutzte4 ,da aber dieses ,ersatzmittel begreiflicherweise sehr wenig ,anklang fand1 so behauptete sich auch hier in der ,folge die ,schokolade so gut als ,kaffee und ,tee1 die in ,preuen unter ,friedrich dem ,groen ebenfalls durch ,erzeugnisse des eigenen ,landes ersetzt werden sollten4 ,die erste deutsche ,schokoladefabrik wurde vom ,frsten ,wilhelm von ,schaumburg-,lippe im ,jahre #agef in ,steinhude errichtet1 und als ,arbeiter wurden mit der ,verarbeitung der ,kakaobohnen vertraute ,portugiesen dahin berufen4 ,seither hat dieses ,produkt in allen ,kulturlndern immer mehr ,aufnahme gefunden und sein ,konsum wchst zusehends1 und zwar wird es nicht mehr nur als ,leckerei genossen1 sondern bildet wie ursprnglich in ,spanien und den ,kreolenstaaten ,sdamerikas mehr und mehr ein nahrhaftes und gesundes ,volksgetrnk4 ,in ,frankreich herrscht in den besser situierten ,kreisen bereits allgemein der ,brauch1 morgens zum ,frhstck ,schokolade zu trinken1 und auch in ,deutschland hat dieses wertvolle ,geschenk der ,tropen durchaus erfolgreich den ,kampf mit dem leider nur allzusehr eingebrgerten ,bier aufgenommen4 ,auch hier wird der ,genu der ,schokolade als nahrhaftes und wohlschmeckendes ,frhstcksgetrnk immer allgemeiner4 ,auerdem wchst berall der ,genu der ,speiseschokolade in sehr starkem ,mae4 ,whrend noch in der ,mitte des vorigen ,jahrhunderts der ,kakaoverbrauch in ,deutschland nur etwa #j1e ,millionen kg jhrlich betrug1 stieg er langsam auf #b ,millionen kg im ,jahre #ahgj1 dann auf #e ,millionen kg bis #ahij1 auf #ae ,millionen kg bis #aijj und erreichte in den ,jahren #aijf und #aijh bereits je #ce ,millionen kg2 auerdem wurden an fertigen ,prparaten #fgabjj kg hollndisches ,kakaopulver und #ajfadjj kg ,schweizer ,schokolade eingefhrt4 ,nur ,amerika verbraucht mehr ,kakao als ,deutschland1 das allein etwa #bjj ,kakao- und ,schokoladenfabriken besitzt4 ,zu diesen heute vom ,deutschen ,reiche verbrauchten #dj ,millionen kg lieferten seine tropischen ,kolonien erst etwa #b ,millionen kg ,kakao im ,jahr1 whrend die ,weltproduktion an ,kakaobohnen1 soweit sie in den ,handel gelangen1 rund #aej ,millionen kg betrgt4 ,da aber die ,gesamtkakaoindustrie bereits #ade ,millionen kg beansprucht1 so ist die ,kakaokultur fr die tropischen ,kolonien1 die sich dafr eignen1 sehr aussichtsreich4 ,bis zum ,ende des #ah4 ,jahrhunderts geschah die ,fabrikation der ,schokolade ausschlielich durch ,handarbeit1 indem die gersteten ,bohnen in einem metallenen ,mrser zu ,pulver zerstoen und die so erhaltene ,masse mit ,zucker und mancherlei ,gewrz1 besonders ,vanille1 aber vielfach auch ,zimt und ,nelkenpulver vermischt1 zu einem ,teig geknetet wurde1 den man in irgend einer ,form trocknen lie4 ,seit im ,jahre #aggh der ,franzose ,doret die erste ,maschine zum ,mahlen der ,kakaobohnen konstruierte1 ist die ,technik der dafr gebrauchten ,maschinen immer mehr verbessert worden4 ,dabei werden die durch ,schtteln in einem ,sieb und durch strmende ,luft zur ,entfernung des ,staubes gereinigten ,kakaobohnen auf einem zweiten ,sieb in drei ,gruppen gleicher ,gre geschieden1 damit sie bei dem nun folgenden ,rstprozesse gleichmig gar werden1 was bei verschiedener ,gre derselben nicht zu erreichen wre1 da die kleinen ,bohnen dabei vor den groen gar wrden4 ,das ,rsten bezweckt das eigentliche ,aroma und den ,geschmack der ,bohnen hervorzurufen und zugleich das ,strkemehl teilweise in leichter in ,wasser lsliches ,dextrin zu verwandeln4 ,ferner werden dadurch die in ihnen enthaltenen ,bitterstoffe durch ,zersetzung entfernt und auerdem durch das damit verbundene ,austrocknen die ,schalen leichter lsbar und die ,bohnen geeigneter zum ,vermahlen gemacht4 ,dieser ,proze findet in groen1 um ihre ,achse rotierenden ,trommeln statt1 wobei die ,temperatur lange nicht so hoch wie beim ,brennen der ,kaffeebohnen zu sein braucht4 ,sie darf berhaupt eine solche von #acj-adj ,c4 nicht berschreiten2 erfahrene ,arbeiter wissen am ,aussehen der ,bohnen genau den richtigen ,zeitpunkt zu treffen1 wann die ,rstung unterbrochen werden mu4 ,damit kein ,aroma verloren gehe und die ,samenschalen sich leichter von den ,bohnen lsen1 mssen die gersteten ,bohnen mglichst schnell aus den ,trommeln entfernt und abgekhlt werden1 was dadurch geschieht1 da man vermittelst eines ,ventilators einen kalten ,luftstrom auf die heie ,masse richtet4 ,dann werden die ,kakaobohnen in besonderen ,maschinen gebrochen und die leichten ,samenhlsen1 die etwa #ab ,prozent des ,samens ausmachen1 durch einen ,ventilator weggeblasen und dienen als ,abfall zur ,feuerung4 ,die gebrochenen ,kakaobohnen werden nun zwischen rotierenden ,granit-1 oder neuerdings ,porzellanwalzen1 welche weit besser sind1 gemahlen1 mit ,zucker vermischt und zum ,schlu die ,gewrze1 wie ,vanille und verschiedene therische le zur ,aromatisierung beigefgt4 ,die durch ,erwrmen auf #ce-dj ,c4 geschmolzene ,masse wird zuerst flach gewalzt und in gleiche ,teile von gewnschtem ,gewicht zerschnitten1 die dann mit der ,hand in ,blechformen hineingedrckt werden4 ,wenn die ,schokoladetafeln vllig erkaltet sind1 nimmt man sie aus den ,formen und verpackt sie mglichst sorgfltig in ,staniol und darber ,papier eingewickelt und versendet sie in ,kisten4 ,so1 luftdicht verpackt1 knnen sie jahrelang aufbewahrt werden4 ,in jngster ,zeit kommt von der in der ,herstellung von fester ,eschokolade fr die ganze ,kulturwelt tonangebenden ,schweiz aus immer mehr die ,beigabe von ,milch in die ,schokoladenmasse1 wie sie die ,firma ,cailler in ,broyes in den ,freiburger ,alpen zuerst einfhrte1 auf4 ,es ist dies eine uerst glckliche von zahlreichen anderen ,schokoladefabriken sofort aufgegriffene ,neuerung1 die den ,wohlgeschmack und ,nhrwert der ,eschokolade noch bedeutend erhht und sie so zart macht1 da sie auf der ,zunge frmlich wie ,butter zerschmilzt4 ,auch andere ,fett- und ,eiweispender lassen sich in sie verarbeiten2 besonders scheint das ,erdnumehl als ,beigabe zu ,schokolade eine groe ,zukunft zu haben4 ,auch ,bananenmus ist sehr zweckmig4 berhaupt stehen wir erst ganz am ,anfang einer rationellen ,kakaoverwertung fr den menschlichen ,konsum und es lassen sich heute alle ,kombinationsmglichkeiten dieses hervorragenden ,genumittels berhaupt noch nicht bersehen4 ,das eine ist jedenfalls heute schon ganz sicher1 da die ,eschokolade bei den jetzigen1 als billig zu bezeichnenden ,preisen in ,anbetracht ihres beraus hohen ,nhrwerts nicht blo eine ,delikatesse oder ,leckerei1 sondern ein wichtiges ,nahrungsmittel darstellt4 ,sie ist berhaupt das beste ,verproviantierungsmittel fr die ,schule1 fr ,ausflge und anstrengende ,touren aller ,art1 bei denen ,herz und ,muskeln ein groes ,ma von ,arbeit zugemutet wird4 ,es ist nmlich kaum mglich in anderer ,form bei gleich geringem ,volumen und ,gewicht gleich viel ,nahrungsstoff in ,verbindung mit einem die ,muskeln und das ,nervensystem zu erhhter ,arbeitsleistung anregenden ,reizmittel1 wie solches die ,schokolade im ,theobromin in angenehmster ,form darbietet1 mit sich zu fhren4 ,und wem die ,se nicht behagt1 der esse dazu1 wie dies jedermann tun sollte1 ,brot und so wird auch ihm die ,schokolade vortrefflich munden4 ,tafel #fg4 ,illustration3 ,frisch angelegte ,saatbeete fr ,kakao mit ,schutzdchern gegen zu intensive ,sonnenbestrahlung in ,kamerun4 ,junge ,kakaopflanzen kurz vor der ,verpflanzung in ,kamerun4 ,tafel #fh4 ,illustration3 ,junge ,kakaopflanzung in ,kamerun mit ,bananen als ,schattenbumen4 ,als ,frhstcksgetrnk verdient die ,schokolade entschieden den ,vorzug vor dem bei uns bereits eingebrgerten ,kaffee4 ,frher wurde sie durch ,aufkochen von ,eschokolade gewonnen1 bis der ,hollnder ,c4 ,j4 van ,houten 7#ahja-ahhg7 ein ,verfahren fand1 durch ,entfernung des berschssigen ,fettes aus den ,kakaobohnen ein ,kakaopulver herzustellen1 aus dem in einfacher ,weise ein schmackhaftes1 auch fr schwache ,magen leicht verdauliches ,getrnk hergestellt zu werden vermochte4 ,damit sich dieses ,kakaopulver nach dem bergieen mit kochendem ,wasser mglichst ohne ,satzbildung in der ,flssigkeit verteile1 wurde es nach dem ,entfetten mit ,alkalien behandelt4 ,dabei wird bis zu drei ,prozent ,pottasche in die ,masse hineingebracht1 was von manchen rzten als bedenklich fr die ,gesundheit beanstandet wird4 ,doch kann dies jedenfalls nicht sehr schdlich sein1 erhht aber die ,annehmlichkeit des ,trinkens bedeutend1 indem sich ohne diese ,beimischung die ,masse nur schwer im ,wasser verteilt erhalten lt und rasch einen starken ,bodensatz bildet1 der durch ,umrhren wieder in ,suspension gebracht werden mte4 ,tafel #fi4 ,illustration3 ,kakaoernte in ,kamerun4 ,tafel #gj4 ,illustration3 ,ein ,kakaobaum mit ,frchten in allen ,stadien der ,entwicklung in ,kamerun4 ,ein ,vanillestrauch mit halbreifen ,schoten in ,kamerun4 ,eigentliche ,ersatzmittel fr ,schokolade und ,kakao sind nicht bekannt geworden1 whrend man fr den ,kaffee mehrere1 und fr den ,tee viele versucht hat4 ,neuere ,reisende erzhlen von einem schokoladehnlichen ,getrnk im ,innern ,afrikas1 das besonders im westlichen ,sudan allgemein im ,gebrauch ist4 ,man gewinnt es aus dem ,mus der zerstoenen ,frchte der dort ,dodoa genannten ,parkia africana1 das man in kleine ,kuchen formt und in dieser ,gestalt weithin als ,tauschobjekt in den ,handel bringt2 besonders werden sie von der muhammedanischen ,bevlkerung des ,sudans gern gegessen4 ,durch ,auflsen in heiem ,wasser gewinnt man daraus ein angenehm schmeckendes und gleichzeitig anregendes ,getrnk4 ,aber diese ,kuchen kommen ebensowenig nach ,europa als die bereits erwhnte ,guaranapaste aus den durch einen ,gehalt von #b1f-c ,prozent ,koffen und daneben etwas ,theobromin gleichfalls anregend auf das ,nervensystem wirkenden getrockneten ,samen von ,paullinia cupana1 die als brasilianischer ,kakao von den ,indianern an ,stelle des echten ,kakaos genossen wird4 ,die ,guaranapflanze ist ein in ,nord- und ,westbrasilien und ,sdvenezuela heimischer ,kletterstrauch aus der ,familie der ,sapindazeen oder ,seifenbaumgewchse4 ,sie wurde zuerst von ,alexander von ,humboldt und ,bonpland auf ihrer berhmten1 von #agii-ahjd ausgefhrten ,reise am ,orinoko gefunden und #ahba von ,knuth beschrieben4 ,der ,strauch ist identisch mit der #ahbf vom ,botaniker ,martius am ,amazonenstrom entdeckten ,paullinia sorbilis1 wird aber nach der lteren ,bezeichnung cupana genannt4 ,guaran oder uaran bedeutet in der ,tupisprache ,schlingpflanze4 ,diese ,bezeichnung bernahmen dann die ,europer von den ,indianern und bezeichneten damit den ,schlingstrauch und sein ,produkt4 ,die ,guaranapflanze klettert ohne ,ranken vermge ihrer spreizenden ste an den ,waldbumen in die ,hhe4 ,die aus fnf eifrmigen ,fiederblttchen bestehenden ,bltter sitzen an einem #h cm langen ,stiel4 ,die unscheinbaren1 kleinen1 weien ,blten stehen in den ,blattachsen in ,rispen und sind kurz gestielt2 aus ihnen gehen langgestielte1 haselnugroe1 mit drei ,klappen aufbrechende ,kapselfrchte hervor1 die meist nur einen1 fast kugeligen1 dunkelbraunen1 der ,rokastanie hnlichen ,samen von #a-a1c cm ,durchmesser und #j1e-j1h g ,gewicht bergen4 ,darin liegt unter einer dnnen ,schale der weie ,keimling ohne ,nhrgewebe1 aber mit groen1 halbkugeligen1 im trockenen ,zustande schwer trennbaren1 strkemehlreichen ,keimblttern4 ,neben dieser echten ,guaranapflanze gibt es in denselben ,gegenden ,brasiliens noch zwei andere1 hnliche ,guaranaarten1 von denen die eine kleinere ,bltter und bittere ,frchte als die echte hat und nur im ,falle der ,not von den ,indianern gesammelt wird4 ,die echte ,guaranapflanze wird in manchen ,gegenden ,brasiliens kultiviert und meist durch ,stecklinge1 seltener aus ,samen gezogen4 ,man zieht sie an ,sttzen wie die ,weinrebe1 nur weiter auseinander4 ,im #c4 oder #d4 ,jahre trgt sie schon ,frchte1 und von dieser ,zeit an wird sie jhrlich in derselben ,weise wie die ,rebe beschnitten4 ,im ,juli blht sie und im ,november werden die ,frchte reif4 ,eine gut behandelte ,pflanze trgt ber #dj ,jahre hindurch durchschnittlich #b kg ,frchte jhrlich4 ,diese werden nach der ,ernte zuerst in ,wasser gelegt1 um die holzige ,fruchthlle leichter entfernen zu knnen4 ,dann werden die ,samen am ,feuer getrocknet und sorgfltig gerstet1 in groen ,holzmrsern mit ,stern aus hartem ,holz zerstampft und daraus mit ,zusatz von etwas kaltem ,wasser ein feiner ,teig gemacht1 der in ,brotlaib- oder ,wurstgestalt geformt und erst an der ,sonne1 hernach am ,ofen getrocknet wird4 ,wenn die ,masse ganz fest und fast steinhart geworden ist1 wird sie als uaran in den ,handel gebracht4 ,sie ist braun1 von bitterem1 etwas zusammenziehendem1 schwach suerlichem ,geschmack und riecht hnlich wie gersteter ,kaffee4 ,im ,innern ,brasiliens und im nordwestlichen ,bolivien ist die ,guaranapaste ein sehr wichtiger ,handelsartikel1 den man dort in derselben ,weise bentigt1 wie den ,kaffee an der ,kste4 ,dabei ist er sehr billig1 indem #a kg nur #a1ej ,mark kostet4 ,er wird in derselben ,weise wie ,schokolade mit ,wasser bereitet unter ,hinzufgen von ,zucker nach ,bedarf und ,neigung4 ,zuerst wird mit einer ,raspel die fr den jeweiligen ,gebrauch ntige ,menge von der ,paste abgefeilt und mit einem silbernen ,lffel in einen ,becher mit ,wasser verrhrt und dann genossen4 ,die ,eingeborenen knnen wohl ohne ,fleisch und ,mehl1 niemals aber1 vom reichsten ,brger bis zum rmsten ,hirten1 ohne den geliebten ,uarantrank sein1 der mit ,recht von manchen ,reisenden als brasilianischer ,kakao8 bezeichnet wird4 ,vielfach wird die pulverisierte ,paste mit ,maniokmehl zusammengestampft1 zu kleinen ,broten geformt und am ,feuer gebacken4 ,mit der ,guarana1 die wie der ,kakao nicht nur ein ,genumittel1 sondern vermge ihres hohen ,nhrwertes ein ,nahrungsmittel ist1 vermgen die ,indianer lngere ,zeit zu leben1 ohne abzumagern1 und sehen dabei so gesund und krftig aus1 als ob sie mit ,fleisch genhrt wrden4 ,nach ,europa gelangte die ,guaranapaste zuerst im ,jahre #ahag von ,rio de ,janeiro aus1 indem ein franzsischer ,gesandtschaftsoffizier dieselbe an ,cadet nach ,paris sandte4 #ahbf wurde vom ,bruder des vorhin erwhnten1 ,sdamerika bereisenden ,martius der wirksame ,stoff daraus isoliert und als ,guaranin bezeichnet2 doch erkannte man #ahdj1 da dieser mit dem ,koffen identisch ist4 ,durch den ,koffengehalt wirkt die ,guarana vorzglich bei ,migrne und ,neuralgien und wird deshalb in der ganzen ,kulturwelt dagegen genommen4 ,da sie den ,blutdruck steigert und damit die ,harnabsonderung vermehrt1 wirkt sie auch bei ,herz- und ,nierenleiden gnstig4 ,in greren ,dosen bt sie durch ihren reichen ,gerbstoffgehalt eine adstringierende ,wirkung und wird deshalb wie in ihrer ,heimat1 so auch bei uns gegen ,abfhren angewandt4 ,aus den ,frchten ziehen die ,indianer einen schnen gelben ,farbstoff aus1 den sie zum ,bemalen des ,gesichtes verwenden4 ,,xiv4 ,die ,gewrze4 ,die meisten ,speisen1 die der ,mensch geniet1 sind an sich geschmacklos1 da die einzelnen ,bestandteile derselben1 sowohl das ,strkemehl1 als das ,eiwei und ,fett an sich keinen ,geschmack oder ,geruch besitzen4 ,nun aber ist nicht blo der liebliche ,duft1 sondern vor allem der angenehme ,geschmack einer ,speise fr deren ,bekmmlichkeit von allergrter ,bedeutung2 denn dadurch erst werden die ,verdauungssfte in ausgiebiger ,menge zur ,absonderung gebracht1 so da diese auch recht verdaut werden kann4 ,deshalb haben alle ,vlker der ,erde1 soweit sie zum ,hackbau und zu einem unbesorgteren ,lebensgenusse gelangten1 allerlei wohlriechende und angenehme oder scharfschmeckende ,pflanzen ihrer ,umgebung zur ,wrzung ihrer sonst fade schmeckenden ,nahrung verwendet4 ,je mehr nun die ,vlker ihre ,produkte untereinander austauschten1 um so mannigfaltiger wurde die ,auswahl derselben4 ,und gerade die heien ,landstriche der ,erde1 in denen das ,pflanzenwachstum weitaus am energischsten erfolgt und die strksten ,wrzen und krftigsten ,gifte und ,heilstoffe erzeugt werden1 lieferten die wirksamsten derselben4 ,die hier wohnenden ,vlker verkauften von ihrem berflu an die in klimatisch weniger begnstigten ,gegenden ,lebenden4 ,so sind wir ,europer auch hierin in erster ,linie den ,tropen tributpflichtig geworden4 ,und wenn auch die ,zeiten lngst dahin sind1 in denen man die fremdlndischen ,gewrze mit ,gold und ,silber aufwog1 und eine ganz unbegreifliche1 heute vollstndig verschwundene ,sucht nach schweren ,gewrzen die ,vlker ergriffen hatte1 so sind es doch noch ziemlich bedeutende ,summen1 die jhrlich fr fremdlndische ,gewrze ausgegeben werden4 ,so hat z4 ,b4 ,deutschland im ,jahre #aijh fr rund #ad ,millionen ,mark allerlei ,gewrze aus dem ,ausland bezogen4 ,obenan steht unter ihnen noch immer der ,pfeffer1 von dem fr #effajjj ,mark bezogen wurde1 ferner fr #cdjjjj ,mark ,paprika1 so da also das deutsche ,volk fr das ,pfeffern seiner ,speisen gegen #f ,millionen ,mark ans ,ausland bezahlt hat4 ,nchst dem ,pfeffer kommen die ,gewrznelken1 von denen ,deutschland fr #a1e ,millionen kaufte1 dann ,zimt fr #c1e ,millionen ,mark und ,muskatnsse fr #a1b ,millionen ,mark4 ,trotz des knstlichen ,vanillins wurden #ijjjj kg ,vanilleschoten fr #abfjjjj ,mark bezogen1 ferner aus ,sdeuropa und ,kleinasien #bhbjj kg ,safran1 wofr #afibjjj ,mark bezahlt wurden4 ,dieses ist weitaus das teuerste aller ,gewrze2 denn in der ,reichsstatistik fr das ,jahr #aijg wurde ein ,kilogramm davon mit #fj ,mark bewertet2 nchst ihm kommt1 wenn auch erst in weitem ,abstande1 die ,vanille1 von der das ,kilogramm mit #ad ,mark bezahlt wurde4 ,beginnen wir unsere ,betrachtung mit diesem zweifellos feinsten und aromatischsten aller ,gewrze1 der ,vanille1 deren ,bekanntschaft uns die ,spanier nach der ,entdeckung der ,neuen ,welt zuerst vermittelten4 ,in der ,literatur ,mitteleuropas erwhnt sie zuerst der franzsische ,botaniker ,clusius 7,charles de l',ecluse1 geb4 #aebf1 von #aeic bis zu seinem #afji erfolgten ,tode ,professor der ,botanik in ,leiden7 in einem #afje erschienenen ,werke4 ,wo er dieses ,produkt zuerst kennen lernte1 ist nicht ersichtlich1 doch mu es durch spanisch-sterreichische ,vermittlung geschehen sein4 ,die ,spanier lernten die ,vanille im ,bereiche der ,kakaokultur in ,mexiko zuerst kennen1 wo sie im stlichen ,teile des ,landes ihre lteste ,heimat hat4 ,wie wir dies heute noch bei der ,bereitung des ,kakaos tun1 wrzten die bei ihrer ,entdeckung durch die ,europer zu recht hoher ,kultur fortgeschrittenen ,azteken1 die ,einwohner ,mexikos1 ihre ,schokolade1 chocolatl genannt1 mit der von ihnen als tlilxochitl bezeichneten ,vanille1 whrend die ,spanier in der ,folge das einheimische ,wort vaynilla1 d4 h4 ,schtchen1 fr dieses ihnen neue ,gewrz in ,aufnahme brachten4 ,im ,jahre #aeaj brachten sie es zum erstenmal nach ,europa1 und zwar nach ,spanien4 ,die in den ,handel gelangenden ,vanilleschoten sind bekanntlich die auf besondere ,weise zubereiteten ,frchte einer ,orchidee1 bei denen manche ,arten1 wie beispielsweise die auf den ,alpenwiesen wachsende ,mnnertreu 7,nigritella71 denselben auf der ,anwesenheit des ,vanillins beruhenden ,duft in den ,blten aufweisen4 ,von dieser ber #gjjj ,arten umfassenden ,familie der ,orchideen1 die nur in #a1e ,prozent in ,europa heimisch sind1 dagegen vorzugsweise die feuchten ,gebirgstler des quatorialen und subtropischen ,amerika1 wie auch ,indiens und ,hinterindiens bewohnen und darin1 wie beispielsweise in den ,anden1 bis beinahe #ccjj m emporsteigen1 sind viele auf der ,borke von ,bumen hoch oben auf deren ,gest lebende ,epiphyten oder berpflanzen1 die vielfach flschlich als ,schmarotzer bezeichnet werden1 was sie durchaus nicht sind1 da sie sich selbstndig ernhren1 ohne je ihre ,wirte anzuzapfen4 ,die ,vanillepflanze 7,vanilla planifolia7 ist kein solcher hochgeborener8 ,baumbewohner1 sondern wie smtliche bei uns wachsenden ,orchideen ein ursprnglich bodenstndiger ,erdbewohner1 der sich an ihm ,sttze gewhrenden ,bumen und ,struchern emporrankt1 um dann spter durch ,absterben der ,erdwurzeln die ,verbindung mit dem ,boden zu lsen und eine durch ,luftwurzeln aus der ,atmosphre lebende berpflanze zu werden4 ,diese ,kletterpflanze besitzt einen runden1 fingerdicken1 sehr lang werdenden1 tiefgrnen ,stengel1 der groe1 dunkelgrne1 fleischige ,bltter und ihnen gegenber je eine als ,haft- und ,nhrorgan zugleich dienende1 blattgrnfreie und deshalb weiliche ,luftwurzel1 die oft bis zur ,erde herabreicht4 ,aus den ,blattwinkeln treten die groen1 traubenfrmig gestellten1 gelblich- bis weigrnen1 in der ,mitte etwas aufgeblasenen1 wohlriechenden ,blten hervor1 die nur einen ,tag geffnet bleiben und nach der ,befruchtung durch ein bestimmtes ,insekt #bj-cj cm lange1 dreikantige1 mit einer groen ,zahl beraus kleiner1 schwarzer ,samenkrner gefllte ,schotenfrchte hervorgehen lassen4 ,bevor diese vllig reif sind1 d4 h4 wenn die vorher grnen eben gelb zu werden beginnen1 werden sie gepflckt oder abgeschnitten4 ,zu letzterem ,zwecke sind die ,arbeiter mit einer langstieligen ,schere und einem mit ,blttern ausgelegten ,krbchen versehen4 ,in diesem ,zustande sind sie noch geruchlos4 ,ihr feines ,aroma entwickelt sich erst beim ,trocknen1 das mglichst rasch zu geschehen hat4 ,bevor sie dieser ,prozedur unterworfen werden1 taucht man sie einige ,sekunden in kochendes ,wasser1 um die ihnen anhaftenden ,insekteneier zu vernichten und die ,entwicklung des ,wohlgeruchs zu befrdern4 ,hierauf werden die danach tiefbraun gefrbten ,frchte zuerst auf ,gitterrosten erhitzt1 dann an der ,sonne getrocknet und noch warm in ,blechkasten gelegt1 in denen sie vllig austrocknen1 wobei sie drei ,viertel ihres ursprnglichen ,gewichtes verlieren4 ,darin bleiben sie etwa drei ,monate liegen1 bis sie ihr volles ,aroma entwickelt haben und durch ,ausschwitzung mit feinen1 weien ,kristallnadeln aus ,vanillin bedeckt sind4 ,dabei werden sie fter untersucht und diejenigen ,schoten1 die zu feucht sind und infolgedessen in ,grung bergehen knnten1 entfernt4 ,schlielich bindet man sie in ,bndel von je #ej ,stck zusammen und bringt diese1 in ,zinnbchsen1 die etwa #e kg ,vanille enthalten1 eingeltet1 in den ,handel4 ,ihren ,wert erhalten die ,vanilleschoten durch das bis zu #d ,prozent in ihnen enthaltene1 uerst wohlriechende ,vanillin1 das eines der am hufigsten benutzten feineren ,gewrze darstellt4 ,auer in ihrem ,heimatlande ,mexiko1 wo die ,vanille besonders in der ,umgebung der ,stadt ,oaxaca gezogen wird1 kultiviert man sie heute an vielen ,orten der ,tropen4 ,so wurde sie wegen des hohen ,preises der ,schoten1 von denen #ahba #a ,pfund #abj ,mark und #ahfj #a ,pfund in ,holland #bb1ej ,mark kostete1 von den ,hollndern #ahai nach ,java eingefhrt1 gedieh dort auch ganz gut1 blhte reichlich1 brachte aber keine ,frchte hervor4 ,da erkannte der ,direktor des ,versuchsgartens in ,buitenzorg1 ,theysmann1 da die ,schuld nur der mangelnden ,befruchtung der ,blten zukomme1 da eben an diesem neuen ,standorte die bestimmten1 in der ,heimat die ,pollenbertragung vollziehenden ,insekten fehlten4 ,sobald man diesem ,mangel durch knstliche ,befruchtung der ,blten abhalf1 indem man den zu winzigen ,klbchen1 den ,pollinien1 verwachsenen ,bltenstaub mit ,hilfe von zugespitzten ,bambusstbchen auf die ,narbe der ,blten bertrug1 hatte man einen vollen ,erfolg4 ,alle ,blten mssen gleich am ,morgen1 an dem sie aufgegangen sind1 befruchtet werden1 und zwar kann ein flinker ,arbeiter an einem ,morgen #ajjj ,blten bestuben4 ,wenige ,tage danach kann man bereits diejenigen ,blten auslichten1 die keine ,frchte ansetzen4 ,einen ,monat nach der ,bltenbefruchtung erreichen die ,frchte schon ihre endgltige ,gre1 bedrfen aber zu ihrer vlligen ,reife noch weiterer fnf ,monate1 und zwar werden die der ,sonne ausgesetzten ,schoten die besten4 ,die ,ernte findet auf der nrdlichen ,erdhlfte von ,dezember bis ,februar1 auf der sdlichen dagegen von ,juni bis ,august statt4 ,dabei rechnet man im ,durchschnitt auf einen ,ertrag von #ajj-bjj kg marktfertiger ,ware auf den ,hektar4 ,seit ,anfang der #ahfj;er ,jahre hat man die ,vanillekultur besonders intensiv auf den franzsischen ,inseln ,runion und ,bourbon betrieben1 die heute weitaus am meisten ,vanille exportieren1 nmlich jhrlich etwa #ajjjjj kg4 ,an zweiter ,stelle kommen die gebirgigen ,seychellen-,inseln1 auf denen diese ,kulturpflanze im ,jahre #ahfh eingefhrt wurde4 ,doch lohnt die ,kultur dieser ,nutzpflanze nicht mehr die ,kosten1 da der ,wert der ,vanille im ,laufe des vergangenen ,jahrhunderts von #bdj ,mark auf #h-aj ,mark fr das ,kilogramm sank4 ,zu diesem gewaltigen ,preisabschlag trug besonders die neuerdings gelungene knstliche ,herstellung des ,vanillins bei1 das man jetzt im groen aus dem im ,kambium 7,bastmantel7 der ,nadelhlzer enthaltenen ,glykosid ,koniferin gewinnt4 ,dabei leisten #aj g knstlich erzeugtes ,vanillin so viel wie #ejj g feinste ,bourbonvanille4 ,dieses ,gewrz wird im ,haushalt und in der ,konditorei viel gebraucht1 sollte aber von reizbaren1 schwachnervigen ,menschen recht mig oder gar nicht angewendet werden1 da es in greren ,mengen zu stark erregt und erhitzt4 ,so meidet man im heien ,amerika den ,genu der ,vanille aus diesen ,grnden fast ganz4 ,die ,vanillekultur ist verhltnismig sehr einfach4 ,sie wird meist in unvollstndig gelichteten ,wldern betrieben1 in welchen man die jngeren ,bume als ,schattenspender und zugleich ,sttzen fr die kletternde ,orchidee stehen lt4 ,da der wie bei allen ,orchideen sehr kleine ,same bei der ,kulturpflanze meist nicht mehr keimfhig ist1 verwendet man fr die ,vermehrung derselben meist ,stecklinge von #a m ,lnge mit #c-d ,blttern1 die #ae-bj cm tief in die ,erde gesteckt und darin mglichst fest gedrckt werden1 whrend die ,spitze an einer ,sttze befestigt wird4 ,im dritten ,jahre beginnt die ,pflanze ,frchte zu entwickeln1 die man aber zur ,schonung der ,pflanze nicht alle befruchtet4 ,dieselben erreichen vom vierten bis zum achten ,jahre ihre hchste ,vollkommenheit2 doch bleibt die ,staude bis zum zwanzigsten ,jahre tragfhig4 ,die ,vanillepflanze gedeiht nur in tropischen ,gebieten mit mglichst gleichmiger ,wrme1 ohne grere ,temperaturschwankungen und ausgiebiger ,feuchtigkeit der ,luft und des ,bodens4 ,als ,waldpflanze ertrgt sie keinen ,wind1 selbst dann1 wenn er warm ist1 deshalb schtzt man sie durch #d-e m hohe heckenartige ,umfriedigungen davor1 oder indem man sie im ,schatten von ,schutzbumen 7meist ,banane oder ,kalabassenbaum7 oder an ,spalieren von ansehnlicher ,hhe zieht1 die ebenfalls den ntigen ,schatten gewhren mssen und aus diesem ,grunde nicht von ,osten nach ,westen gezogen werden drfen4 ,an diesen knnen nicht nur die ,zweige in der zweckentsprechenden ,weise auseinander gebreitet werden1 sondern lassen sich alle ,vorteile erzielen1 welche man bei der ,kultur solcher kletternder ,pflanzen erstrebt4 ,die in ihrer ,heimat im ,urwalde wachsende ,vanille wird meistens nicht reif1 da die ,affen eine besondere ,vorliebe fr diese schmackhaften ,schoten haben und dafr sorgen1 da diese nicht in menschliche ,hnde geraten4 ,tafel #ga4 ,illustration3 ,eine ,vanillepflanzung im ,botanischen ,garten von ,viktoria in ,kamerun4 ,tafel #gb4 ,illustration3 ,an ,sttzbumen emporrankende ,pfefferreben auf ,sumatra4 ,neuerdings hat man in den deutschen ,kolonialgebieten mit bestem ,erfolg den ,anbau dieser ,kulturpflanze eingefhrt und wird hier mit der ,zeit einen ansehnlichen ,teil der gegen #ccjjjj kg betragenden ,gesamtproduktion der ,erde gewinnen1 so da das ,deutsche ,reich seinen ,bedarf von etwa #dajjj kg im ,werte von #a ,million ,mark daraus zu bestreiten vermag4 ,ebenfalls eine an ,bumen emporrankende ,kletterpflanze ist die in ,sdasien heimische ,pfefferrebe 7,piper nigrum71 die sowohl den schwarzen1 als auch den weien ,pfeffer liefert4 ,ihr holziger1 bis #b cm im ,durchmesser haltender ,stamm steigt an den sich ihm zur ,sttze darbietenden ,bumen #f-g m empor1 indem er sich durch ,luftwurzeln an sie anklammert4 ,die herzfrmigen1 mit langer ,trufelspitze versehenen1 etwas lederigen ,bltter stehen an ziemlich langen ,stielen spiralfrmig am ,stamme4 ,denselben gegenber brechen die hrenartigen ,bltenstnde hervor1 die nach der ,befruchtung rote1 mit einer dnnen ,lage von ,fruchtfleisch umgebene ,beeren liefern4 ,dieselben enthalten unter einer innen braunroten1 mit dem scharfen ,piperin1 einer gelben ligharzigen ,substanz1 erfllten ,samenschale1 die in einem reichen1 mehligen ,nhrgewebe liegenden1 gleichfalls durch jenen scharfen ,stoff vor dem ,gefressenwerden durch unberufene ,tiere geschtzten ,samen4 ,ihre ,heimat hat die ,pfefferrebe in den ,wldern der ,malabarkste1 wo sich die ,eingeborenen ihrer hbschen roten ,frchte jedenfalls schon im zweiten vorchristlichen ,jahrtausend zur ,wrze ihrer an sich etwas faden ,reisnahrung bedienten4 ,denn gerade in den ,tropen mit ihrem erschlaffenden1 warmen ,klima besteht berall das unumgngliche ,bedrfnis nach scharfen ,gewrzen als ,zukost zur an sich wenig die ,geschmacksnerven reizenden ,kost aus strkemehlreichen ,samen1 ,frchten oder ,wurzelknollen4 ,schon in den altindischen ,epen ist vom ,pfeffer die ,rede1 welcher neben dem ,salz als ,wrze der ,speisen bezeichnet wird4 ,wahrscheinlich bedeutet das ,wort ,malabar -- aus malichabar entstanden -- ,pfefferland82 denn im ,sanskrit1 der ausgestorbenen ,sprache ,altindiens1 ist malicha die ursprngliche ,bezeichnung fr den ,pfeffer1 whrend bar im ,arabischen ,land bedeutet4 ,dieser ,name ihres ,landes ist brigens den ,eingeborenen von ,malabar fremd2 sie nennen es vielmehr ,malajlam1 was ,hgelland1 oder ,kralam1 was ,kokosnuland heit4 ,von den ,wldern von ,malabar1 wo die ,eingeborenen die ,pfefferrebe an ,waldrndern an ,sttzbumen oder1 der leichteren ,ernte wegen1 an ,spalieren ziehen1 hat sich der ,anbau dieser ,kulturpflanze besonders nach der ,halbinsel ,malakka und dem benachbarten malaiischen ,archipel gewandt4 ,nicht mehr wie noch im ,mittelalter in ,indien1 sondern hier wird heute der meiste ,pfeffer erzeugt4 ,der ,hauptausfuhrhafen dafr ist ,singapur4 ,von den ber #cj ,millionen kg ,pfeffer1 die jhrlich auf den ,weltmarkt gelangen1 entfllt reichlich die ,hlfte auf ,sumatra1 an dessen ,ostkste besonders dieses so geschtzte ,gewrz erzeugt wird4 ,neuerdings ist die ,pfefferkultur auch auf ,neuguinea1 ,westafrika und ,westindien ausgedehnt worden4 ,sie wird ursprnglich in der ,weise betrieben1 da man einen oder mehrere ,stecklinge von #cj cm ,lnge1 meist ,ranken1 am ,fue eines ,baumes am ,waldsaum oder einer ,waldlichtung pflanzt und den gleichen ,vorgang bei allen benachbarten ,bumen wiederholt4 ,neuerdings aber legt man regelrechte ,plantagen an1 indem man die ,stecklinge an #c-d m hohen ,stangen hinaufranken lt4 ,schon nach zwei ,jahren haben sie rings um die ,sttze einen dichten1 grnen ,mantel gebildet1 im dritten beginnen sich die ,frchte zu zeigen und im vierten tritt die volle ,ertragsfhigkeit ein4 ,diese erreicht vom siebenten bis neunten ,jahre ihre ,hhe1 indem jede ,pflanze bis zu #ce ,fruchthren mit je #bj-cj ,frchten hervorbringt1 so da die einzelne ,pflanze nicht selten #c1e kg ,beeren liefert4 ,nach #ae ,jahren vermindert sich der ,ertrag und die ,pflanzungen mssen erneuert werden4 ,zwischen ,blte- und ,fruchtzeit verlaufen jeweilen drei ,monate1 so da im ,jahre drei ,ernten mglich sind4 ,meist erntet man aber nur zweimal jhrlich1 zuerst von ,dezember bis ,februar und dann von ,mai bis ,juli4 ,die ,ernte nimmt ihren ,anfang1 wenn sich die ,beeren zu rten beginnen und whrt mehrere ,monate1 da nicht alle ,beeren gleichzeitig sich rten4 ,um schwarzen ,pfeffer zu erhalten1 sammelt man die ,beeren vor ihrer ,reife1 d4 h4 wenn die untersten ,frchte sich zu rten beginnen1 lt sie an der ,sonne trocknen und sortiert sie je nach der ,gre4 ,um weien ,pfeffer zu erhalten1 lt man die ,beeren vllig reif werden1 legt sie #b-c ,tage in ,wasser und entfernt dann die durch leichte ,grung weich gewordene uere ,fruchthlle teils durch ,reiben zwischen den ,hnden oder ,stampfen mit den ,fen1 teils durch kaffeetrommelartige ,rotationsapparate1 die an mehreren ,stellen siebartig durchbrochen sind1 um die vom fleischigen ,mantel befreiten ,fruchtkrner hindurchtreten zu lassen4 ,gereinigt und je nach ihrem ,reifegrad sortiert1 werden sie in ,ballen verpackt und kommen so in den ,handel4 ,der ,pfeffer verdankt seinen scharfen ,geschmack einem darin zu #a ,prozent enthaltenen therischen l und dem bis zu #i ,prozent vorhandenen ,piperin1 das bei ,magenschwche anregend auf die ,absonderung der ,verdauungssfte wirkt4 ,die ,pfefferrebe ist ein echtes ,tropengewchs1 das auerhalb des engeren ,tropengrtels nirgends gedeiht4 ,als ursprngliche ,waldpflanze verlangt sie wie die ,vanille eine ziemliche ,luft- und ,bodenfeuchtigkeit nebst ,halbschatten4 ,wo diese ,bedingungen erfllt sind1 bietet ihr ,anbau keinerlei ,schwierigkeiten4 ,wie die heutigen ,hindus ihn mit ,kardamomen1 ,ingwer1 ,kurkuma oder ,gelbwurzel und anderen ,ingredienzen mit ,zuhilfenahme von ,kokosnumilch zur ,herstellung ihrer als ,curry 7sprich ,krri7 bezeichneten scharfen gelben ,brhe bentzen1 mit welcher sie ihren dreimal tglich genossenen gedmpften ,reis1 dem sie1 wenn mglich1 etwas getrockneten ,fisch zusetzen1 wrzen1 so taten es schon ihre ,vorfahren vor #cjjj und mehr ,jahren4 ,in den ,veden finden wir auer der ,bezeichnung malicha fr den schwarzen ,pfeffer auch die ,benennung pippali fr den bald zu besprechenden langen ,pfeffer1 der schrfer als jener ist4 ,da nun die ,hindus schon in der ersten ,hlfte des letzten vorchristlichen ,jahrtausends ihre ,fahrten bis zum ,persischen ,meerbusen und zum ,roten ,meere ausdehnten1 so kann es kein ,wunder sein1 da die ,kulturvlker des ,orients beide ,arten schon frh kennen lernten4 ,zuerst erhielten die ,perser dieses ,gewrz4 ,sie bertrugen wohl aus ,miverstndnis den indischen ,namen pippali fr den langen ,pfeffer auf den schwarzen ,pfeffer1 und da sie kein l in ihrer ,sprache besitzen1 machten sie daraus pippari4 ,die ,griechen1 denen sie die ,kenntnis und den ,gebrauch dieses starken ,gewrzes bermittelten1 machten daraus pperi1 und zwar bezeichneten sie den langen ,pfeffer als pperi makrn 7d4 h4 den groen ,pfeffer7 im ,gegensatz zum gewhnlichen ,pfeffer1 den sie einfach pperi nannten4 ,die ,rmer lernten ihn von den ,griechen kennen und machten aus pperi piper1 dabei bezeichneten sie den langen ,pfeffer als piper longum4 ,vom lateinischen piper entwickelte sich dann das pepper1 pfeffer und poivre der europischen ,sprachen4 ,die erste ,kenntnis vom ,pfeffer erhielten die ,griechen durch den dem ,abendlande eine neue ,welt erffnenden ,siegeszug ,alexanders des ,groen durch ganz ,vorderasien bis nach ,indien1 das er im ,jahre #cbg v4 ,chr4 betrat4 ,nach ,besiegung des indischen ,knigs ,poros am ,hydaspes 7dem heutigen ,flusse ,dschelam im ,pandschab7 durchzog der makedonische ,knig das ,fnfstrmeland 7,pandschab71 ward aber endlich durch die ,unzufriedenheit seines ,heeres zur ,rckkehr gezwungen1 die er zu ,lande durch ,gedrosien 7,beludschistan7 bewerkstelligte1 whrend sein ,unterfeldherr ,nearchos die ,flotte nach dem ,persischen ,meerbusen fhrte4 ,die erste genauere ,kunde von diesem indischen ,gewrz gibt uns der ,schler von ,alexanders ,lehrer ,aristoteles und nach dessen ,tod ,haupt der peripatetischen ,schule in ,athen1 ,theophrastos 7gestorben #bhf v4 ,chr474 ,dieser vortreffliche ,pflanzenkenner unterscheidet bereits schwarzen und langen ,pfeffer4 ,erst der griechische ,arzt ,dioskurides nennt in seiner reichhaltigen1 um die ,mitte des ersten christlichen ,jahrhunderts verfaten ,arzneimittellehre auch den weien ,pfeffer4 ,sein ,zeitgenosse1 der ltere ,plinius1 teilt uns sogar die damals geltenden ,preisnotierungen fr die verschiedenen ,pfeffersorten mit4 ,nach ihm kostete der lange ,pfeffer1 der sich als der schrfste aller ,pfefferarten bis weit ins ,mittelalter hinein besonderer ,wertschtzung erfreute1 #ae ,denare 7 etwa #i ,mark7 das ,pfund1 whrend der schwarze zu #d 7 #b1dj ,mark7 und der weie zu #g ,denaren 7 #d1bj ,mark7 das ,pfund zu haben waren4 ,dem fgt er bei3 ,es ist sonderbar1 da sich der ,pfeffer 7piper7 beliebt gemacht hat4 ,andere ,dinge empfehlen sich durch ,sigkeit1 wieder andere durch ,schnheit2 der ,pfeffer aber konnte nur durch seinen scharfen ,geschmack und dadurch gefallen1 da er aus ,indien kommt4 ,dort wchst er wild2 bei uns wird er fr ,gold und ,silber gekauft4 ,verflscht wird er mit ,wacholderbeeren1 die merkwrdigerweise ihm im ,geschmack hneln2 auch in bezug auf ,gewicht wird er auf mancherlei ,weise durch beschwerende ,zustze geflscht48 ,um ,pfeffer1 ,zimt1 ,ingwer und die anderen so hochgeschtzten ,gewrze ,indiens1 die zu hohen ,preisen guten ,absatz fanden1 nach dem ,rmerreiche zu bringen1 bestand damals ein reger ,handel mit dem gepriesenen ,gewrzlande ,indien1 den zumeist wie in der ,vorzeit die ,bewohner der ,landschaft ,jemen in ,sdarabien1 dem ,glcklichen ,arabien8 der ,alten1 als den schon durch die geographische ,lage gegebenen ,zwischenhndlern bermittelten4 ,doch fuhren damals die rmischen ,schiffe mit griechischer ,bemannung aus ,alexandrien durch den bereits von den alten ,pharaonen angelegten ,sdwasserkanal nicht nur bis zum ,stapelplatz ,arabia felix1 sondern teilweise selbst bis nach ,indien4 ,der um #ajj n4 ,chr4 zu ,nikomedia in ,bithynien geborene und unter ,kaiser ,marcus ,aurelius um #agj verstorbene griechische ,schriftsteller ,flavius ,arrianus1 der #acf unter ,hadrian ,prfekt von ,kappadokien war1 schreibt3 ,nach der ,handelsstadt ,nelekynda am sdwestlichen ,ufer ,indiens kommen viele ,schiffe1 weil dort vortrefflicher ,pfeffer 7pperi7 in ,menge zu haben ist81 und sein schon ums ,jahr #be n4 ,chr4 verstorbener ,landsmann ,strabon1 der weit in der ,welt herumgekommen war1 berichtet3 ,frher wagten sich kaum zwanzig ,schiff aus dem ,arabischen ,meerbusen 7dem ,roten ,meere7 hinaus2 jetzt aber segeln groe ,flotten nach ,indien und bis ans uerste ,ende von thiopien 7,afrika7 und bringen die teuersten ,waren nach gypten1 von wo sie wieder nach allen ,lndern ausgefhrt werden4 ,in ,alexandreia ist die ,hauptniederlage fr jene ,waren2 denn die ,lage dieser ,stadt ist fr den ,handel uerst gnstig48 ,dort unterlag der ,pfeffer wie die brigen ,gewrze und ,kostbarkeiten ,indiens und thiopiens -- wie wir aus einem ,berichte aus dem ,jahre #agf n4 ,chr4 wissen -- einem rmischen ,durchgangszoll4 ,die vornehmen ,griechen und ,rmer der ,kaiserzeit bentzten ihn als ,medizin1 wie auch zu allerlei ,wrze von ,speise und ,trank4 ,schon durch seine ferne ,heimat und den nicht fr jedermann erschwinglichen ,preis bildete er eine kostbare ,ware1 mit deren ,anwendung man gerne prunkte4 ,so lernten ihn die deutschen ,barbaren kennen und schtzen4 ,von dem ,gotenknig ,alarich wird uns berichtet1 da1 als er mit seinem ,heere im ,jahre #djh ,rom belagerte1 er sich erst zur ,aufhebung der ,belagerung verstand1 nachdem ihm die ,rmer #ejjj ,pfund ,gold1 #cj #jjj ,pfund ,silber1 #djjj seidene ,kleider1 #cjjj ,pfund ,pfeffer und andere ,kostbarkeiten entrichtet hatten4 ,der erste ,abendlnder1 der die ,pfefferpflanze in ihrer ,heimat wachsen sah und spter beschrieb1 war der griechische ,grokaufmann ,kosmas aus ,alexandrien in gypten1 ein ,zeitgenosse des ostrmischen ,kaisers ,justinian ,i41 der sich bekanntlich vom ,bauer zum ,basileus 7,knig7 emporgeschwungen hatte und von #ebg-efe n4 ,chr4 regierte4 ,mit einem gewissen ,menas hatte dieser ,kosmas ums ,jahr #edj eine ,handelsreise nach ,indien und ,ostafrika unternommen und spter1 als er mit jenem1 dem ,zuge ihrer ,zeit folgend1 der bsen ,welt entsagte1 um das engelgleiche ,gewand anzuziehen1 d4 h4 ,mnch zu werden1 schrieb er in seiner ,vaterstadt1 dem lebenslustigen1 reichen ,alexandreia1 wo er predigend umherzog1 einen uns erhaltenen ,bericht ber seine ,reise1 der von musterhafter ,gewissenhaftigkeit zeugt4 ,er gibt uns darin eine ausfhrliche ,beschreibung der von den ,alten ,taprobane genannten ,insel ,ceylon1 jenseits dem ,pfefferlande und indischen ,meere84 ,nach seiner denkwrdigen ,fahrt nach ,indien1 die damals noch als etwas ganz ,auergewhnliches galt1 erhielt dann dieser ,mnch ,kosmas von seinen ,zeitgenossen den ,beinamen ,indikopleustes1 d4 h4 ,indienfahrer4 ,nach ihm war der ,venezianer ,marco ,polo der erste ,europer1 von dem wir wissen1 da er die indische ,pfefferrebe in ihrer ,heimat wachsen sah4 ,er war mit seinem ,vater ,niccolo und seinem ,onkel ,maffio ,polo1 auf deren zweiter ostasiatischen ,reise1 die #abga angetreten wurde1 nach ,china gekommen1 wo er #ag ,jahre blieb1 um zuletzt ein hoher chinesischer ,beamter zu werden und als solcher das ganze ,reich1 auer den beiden sdlichen ,provinzen ,kwang-si und ,kwan-tung kennen lernte1 auch ,osttibet1 ,jn-nan und ,nordbirma bereiste4 ,im ,jahre #abib traten die ,poli die ,rckreise zu ,schiff ber ,sdasien an und besuchten bei dieser ,gelegenheit ,hinterindien1 ,borneo1 ,sumatra1 ,ceylon1 das westliche ,vorderindien1 den ,persischen ,meerbusen1 ,nordpersien1 ,armenien und ,kleinasien4 ,auf dieser drei ,jahre dauernden ,rckreise1 von der sie #abie nach ,venedig zurckkehrten1 lernten sie auch ,sdasien so gut kennen1 da sie whrend des ganzen ,mittelalters die besten ,kenner dieses ,kontinents blieben1 auer etwa dem ,araber ,ibn ,batta 7#acjb-acgg71 der ebenfalls ,vorderasien und ,china besuchte1 aber sich nur kurz in diesen ,lndern aufhielt4 ,seinen ,reisebericht diktierte ,marco ,polo #abih in genuesischer ,gefangenschaft1 in die er whrend eines ,krieges zwischen ,venedig und ,genua geraten war4 ,das ,buch wurde in mehrere ,sprachen bertragen und war im ,abendlande bald so bekannt1 da es zu den gelesensten ,schriften des spteren ,mittelalters gehrte4 ,durch die glnzenden ,schilderungen des fabelhaften ,reichtums und der ungeheuren ,ausdehnung der ,stdte ,ostasiens blendete es die ,vlker des ,abendlandes1 die gar zu gerne jene vielbeneideten ,lnder kennen gelernt oder noch lieber fr sich gewonnen htten4 ,deshalb trugen ,marco ,polos ,berichte ber das goldreiche ,ostasien und die ,gewrzlnder ,sdasiens ganz wesentlich zu der zwei ,jahrhunderte spter erfolgten ,entdeckung ,amerikas bei2 denn der im ,dienste des spanischen ,knigs ,ferdinands ,v41 des ,katholischen1 am #c4 ,august #adib vom ,hafen ,palos mit drei kleinen ,caravellen mit #abj ,mann ,besatzung nach ,westen segelnde ,genuese ,cristophoro ,colombi 7,kolumbus7 wollte nicht einen neuen ,weltteil entdecken1 sondern das ,gewrzland ,indien und das goldreiche ,zipangu 7,japan71 den ,pfefferstapelplatz ,zaiton 7,tsi-uen-tschou an der ,fokienstrae7 und das reiche ,quinsay 7,hang-tschou-fu7 entdecken4 ,und nicht nur an jenem denkwrdigen #ab4 ,oktober #adib1 als er auf der ,insel ,guanahani 7jetzt ,watlings ,island7 landete1 sondern bis zu seinem #aebf erfolgten ,tode hat ,kolumbus dem ,glauben gelebt1 ,indien aufgefunden zu haben1 dessen wertvolle ,produkte es nun aufzufinden und mit gutem ,gewinn in ,europa zu verkaufen galt4 ,die nchste ,folge der ,reisen der ,poli war die ,ausbreitung des ,christentums in ,china1 der die in religiser ,beziehung vllig indifferente ,mongolendynastie keine ,hindernisse in den ,weg legte4 ,erst als #acfh durch die ,revolution des echten ,chinesentums gegen die mongolische ,dynastie der ,yuen die usurpatorische mongolische ,herrschaft in ,china zusammenbrach und die christenfeindliche ,dynastie der ,ming ihre ,herrschaft antrat1 blieb der ,osten ,asiens fr das ,abendland wieder vllig in ,dunkel gehllt4 ,als einziger ,europer gelangte im #ae4 ,jahrhundert der ,italiener ,nicolo ,conti1 ein ,venezianer und ,kaufmann wie ,marco ,polo1 nach ,indien1 ,ceylon und ,birma1 und zwar nachdem er seinen christlichen ,glauben abgelegt und den ,islam angenommen hatte4 ,infolgedessen vermochte er auch ungestraft ,vorderindien zu durchkreuzen1 ,hinterindien zu besuchen und sich sogar auf ,sumatra und ,java lngere ,zeit aufzuhalten4 ,auch er sah die ,pfefferrebe in ihrer ,heimat wachsen4 ,die nchsten ,europer1 denen dies wieder beschieden war und die dann den direkten ,seeweg nach ,indien fanden1 waren die ,portugiesen1 die1 wie wir bald sehen werden1 unter der ,fhrung des khnen ,seefahrers ,vasco da ,gama am #bc4 ,mai #adih in ,kalikut an der ,malabarkste1 mitten im ,zentrum der damaligen ,pfefferkultur1 landeten1 um dann den ,handel mit diesem ber alles geschtzten ,gewrz an sich zu reien4 ,den ,pfefferhandel in seine ,hnde zu bekommen1 wollte damals etwas heien1 und es war der grten ,opfer wert1 dieses ,monopol den ,arabern und ,venezianern zu entreien2 denn im ,mittelalter steigerte und verallgemeinerte sich der ,gebrauch dieses ,gewrzes so unsinnig1 da die ,krmer wie im alten ,rom geradezu piperarii1 d4 h4 ,pfefferhndler genannt wurden4 ,in der ,bezeichnung ,pfefferscke1 die sich fr die ,kaufleute bis zur ,gegenwart erhielt1 liegt noch heute ein ,beigeschmack groen ,reichtums4 ,der ,pfeffer war das ganze ,mittelalter hindurch im ganzen ,abendlande ein beraus gesuchter ,handelsartikel1 mit dem man wie in der rmischen ,kaiserzeit ,speise und ,trank1 sogar das se ,gebck1 wie beispielsweise die mancherlei ,pfefferkuchen1 wrzte4 ,das ,urteil ber eine ,mahlzeit hing damals geradezu von der ,pfefferbeigabe ab2 so lautet eine hufig wiederkehrende ,wendung in den mittelalterlichen ,beschreibungen von ,festmahlzeiten3 ,daz ezzen was guot1 wile wole gepfeffert48 ,diese uns heute ganz unbegreifliche ,vorliebe fr ,pfeffer und alle scharfen ,gewrze berhaupt kann man sich nur dadurch erklren1 da eben unsere ,altvordern wie heute noch die ,bauernbevlkerung sehr fette ,speisen aen und die ,zugabe der scharfen ,gewrze die ,verdaulichkeit dieser schweren ,speisen durch ,reizung der ,verdauungsdrsen frderte4 ,wie ,zimt1 ,gewrznelken und ,muskatnu1 wie wir bald sehen werden1 in der hollndischen ,geschichte von der allergrten ,bedeutung waren1 so spielte der ostindische ,pfeffer eine sehr wichtige ,rolle in der ,geschichte ,venedigs whrend des spteren ,mittelalters4 ,damals war jene ,stadt an der ,adria der ,mittelpunkt des ,handels zwischen ,europa und ,asien und hatte etwa #cjjj ,kauffahrteischiffe von allerdings meist nur #aj-ajj und nur ganz ausnahmsweise bis #gjj ,tonnen 7zu #ajjj kg7 ,ladefhigkeit im ,mittelmeere schwimmen4 ,diese segelten teilweise bis nach den ,niederlanden1 speziell ,brgge1 das damals neben ,augsburg und ,nrnberg die wichtigste ,handelsstadt nrdlich der ,alpen war1 um die kostbaren ,produkte des ,morgenlandes dem ,abendlande zu vermitteln4 ,die ,marine ,venedigs war die grte des ,mittelalters und besa zur ,zeit ihrer hchsten ,blte im #ad4 ,jahrhundert #be-cjjjj ,kpfe ,bemannung4 ,nach ihr kam diejenige von ,genua1 dessen ,hauptbedeutung im westlichen ,mittelmeer lag4 ,whrend ,pisas ,blte bereits gegen das ,ende des #ac4 ,jahrhunderts zu welken begann1 hob sich ,florenz allmhlich1 um dessen ,erbe anzutreten4 ,nachdem es #adba von ,genua die ,hafenstadt ,livorno gekauft hatte1 konnte es als drittwichtigste ,seestadt jener ,zeit gelten4 ,namentlich tat sich ,florenz in ,herstellung von ,wollgeweben1 ,seidenstoffen1 ,gold- und ,silberbrokat hervor4 ,schon um #acch gab es in jener ,stadt #bjj ,tuchwebereien1 die jhrlich #hjjjj ,stck ,tuch lieferten4 ,den ,handel untersttzte ein vorzglich eingerichtetes ,bankwesen1 das sich ber alle wichtigeren mitteleuropischen ,stdte ausdehnte4 ,solche einheimische ,industrie besa nun ,venedig allerdings nicht2 es war vor allem ,seehafen und vermittelte den ,kulturvlkern des ,abendlandes die ,produkte des ,morgenlandes4 ,unter diesen war der ,pfeffer ,indiens1 den indische ,schiffer an die ,gestade des ,roten ,meeres und arabische ,karawanen von da den ,venezianern an ihre ,schiffe in ,syrien und gypten brachten1 weitaus der wichtigste ,handelsartikel4 ,ja1 man kann sagen1 da ,venedig in erster ,linie am ,pfeffer1 als dem damals begehrtesten ,gewrze ,indiens1 reich geworden ist4 ,deshalb lag ihm mit besonderer ,rcksicht auf dieses ,gewrz alles daran1 sich das ,rote ,meer und gypten offen zu halten4 ,unmengen von ,pfeffer wurden im fondaco dei tedeschi in ,venedig an die ,agenten der reichen ,handelsherren von ,augsburg und ,nrnberg verkauft und auf den ,rcken von ,maultieren ber die ,alpen nach ,deutschland gebracht1 wo er geradezu die ,bedeutung eines berall gangbaren ,zahlmittels erlangte4 ,im #ac4 und #ad4 ,jahrhundert nahm er entschieden den ersten ,rang unter smtlichen ,gewrzen ein2 er stand so hoch im ,preise1 da rmere ,leute von dem regelmigen ,gebrauche desselben absehen muten und die ,bezeichnung cher comme poivre8 sprichwrtlich wurde4 ,damals waren einige ,pfund ,pfeffer ein geradezu frstliches ,geschenk4 ,der sehnliche ,wunsch1 die so begehrten teuren ,gewrze ,indiens1 auer ,pfeffer auch ,gewrznelken1 ,zimt1 ,muskatnu und ,ingwer1 auf direktem ,wege1 ohne den arabischen und venezianischen ,zwischenhandel1 billiger zu beziehen1 trieb die ,spanier und ,portugiesen in erster ,linie dazu an1 den direkten ,wasserweg nach ,ostindien durch ,umschiffung ,afrikas zu finden4 ,und als dies dem portugiesischen ,kapitn ,vasco da ,gama als erstem gelang1 indem er am #bj4 ,mai #adih in ,kalikut an der ,malabarkste landete1 um dann im ,august #adii nach ,lissabon zurckzukehren1 brachte er schon damals eine reiche ,ladung indischer ,gewrze mit heim4 ,da an der ,ware #fjj ,prozent verdient wurden1 brach er #aejb mit #bj ,schiffen abermals nach dem ,pfefferlande auf4 ,bei dieser ,gelegenheit grndete er ,kolonien auf ,mosambik und ,sofala an der ostafrikanischen ,kste und kehrte #aejc mit #ac reich beladenen ,schiffen1 die mit nicht weniger als #e ,millionen kg ,gewrz aus dem ,hafen von ,kalikut an der ,malabarkste ausliefen1 nach ,portugal zurck4 ,diese ,ladung reprsentierte natrlich einen ungeheuren ,wert und brachte den ,portugiesen zum groen rger der in ihrer ,haupteinnahmequelle bedrohten ,venezianer ungeheuren ,gewinn4 ,deshalb ward ,vasco da ,gama #aebd von ,knig ,johann ,,iii4 7inzwischen war ,emanuel ,i41 unter dem der ,seeweg nach ,ostindien gefunden und das portugiesisch-ostindische ,kolonialreich begrndet1 dann im ,jahre #aejj durch ,cabral auch ,brasilien entdeckt und in ,besitz genommen worden war1 #aeba gestorben7 abermals mit #af ,schiffen nach ,indien gesandt1 kam aber von dieser letzten ,reise nicht mehr zurck1 indem er am #bd4 ,dezember #aebd #ee;jhrig in ,kotschin an der ,malabarkste starb4 ,er hat wie kein anderer ,portugiese seinem ,vaterlande die grten ,dienste geleistet und ihm ganz wesentlich zum ,hhepunkt seiner ,blte verholfen1 den es zu ,beginn des #af4 ,jahrhunderts erklomm4 ,damals war ,lissabon die erste ,handelsstadt ,europas und verdiente an den indischen ,gewrzen riesige ,summen4 ,aber schon unter ,johann ,,iii4 7gestorben #aeeg7 sank das ,reich infolge seiner klerikalen ,politik 7,inquisition1 ,judenverfolgungen1 ,einflu der ,jesuiten7 und mute seine ,macht und bald auch seine wichtigsten indischen ,kolonien an die protestantischen ,niederlnder abtreten4 ,von dem ,momente an1 da die ,gewrze ,indiens auf dem ,wasserwege direkt nach ,europa gebracht wurden1 sank nun natrlich die ,bedeutung ,venedigs als ,hauptvermittlerin des ,gewrzhandels sehr bald dahin und dafr nahm die ,hansa als ,zwischenhndlerin der von ,portugal eingefhrten indischen ,gewrze nach ,mittel- und ,nordeuropa ihren ,aufschwung und machte sehr gute ,geschfte1 bis die ,hollnder nach ,besetzung der wichtigsten portugiesischen ,gewrzlnder in ,indien diesen ,handel fr sich in ,anspruch nahmen4 ,da sie die indischen ,gewrze als ihr ,monopol ansahen und die ,preise selbst bestimmten1 so erhhten sie den von den ,portugiesen gemachten ,gewinn von #fjj ,prozent auf #ajjj ,prozent4 ,ein solch gutes ,geschft lieen sich aber die ,englnder nicht entgehen und jagten den ,hollndern bei der ersten besten ,gelegenheit die ,pfefferkste ab und verdrngten sie ganz aus ,indien4 ,merkwrdigerweise war man aber in ,europa sehr skeptisch gegen diesen ums ,kap der ,guten ,hoffnung dahin gebrachten ,pfeffer gesinnt1 wie heute noch die ,hausfrauen die natrliche ,vanille und andere ,rohprodukte dem knstlich hergestellten ,vanillin als angeblich besser bevorzugen4 ,im ,jahre #aeah verbot sogar der ,rat von ,bonn den ,verkauf solchen um ,afrika herum statt ber ,alexandrien und ,venedig importierten ,pfeffers4 ,nach und nach sah man aber das ,unberechtigte solchen ,vorurteils ein und benutzte ihn bald ausschlielich1 weil er begreiflicherweise bedeutend billiger zu stehen kam als der durch den arabischen ,zwischenhandel gegangene venezianische4 ,trotzdem aber der ,pfeffer mit der ,zeit sehr billig wurde1 nahm mit der ,verfeinerung des ,geschmackes seine ,verwendung mehr und mehr ab und ist heute auf ein ,minimum gesunken4 ,whrend des ,altertums und ,mittelalters waren noch einige andere ,pfefferarten bei uns im ,gebrauch1 so vor allem der schon von den alten ,griechen und ,rmern beraus geschtzte lange ,pfeffer 7,piper longum71 von dem wir bereits berichteten1 da er1 weil schrfer1 von jenen viel teurer als der weie und schwarze ,pfeffer bezahlt wurde4 ,aus demselben ,grunde1 weil schrfer und beiender als der schwarze ,pfeffer1 ist er auch heute noch in ,asien viel beliebter als in ,europa4 ,diese wohl im stlichen ,teil des malaiischen ,archipels einheimische holzige ,kletterpflanze hat lnglichovale ,bltter und ihre ,einzelfrchte stehen nicht frei an der ,spindel wie diejenigen des schwarzen ,pfeffers1 sondern so dicht gedrngt1 da sie beim ,reifen zu einer festen ,masse zusammenwachsen4 ,diese ,pfefferart wird auf den malaiischen ,inseln1 wie auch in ,vorderindien viel angebaut4 ,so gesucht sie im ,altertume und teilweise noch im ,mittelalter im ,abendlande war1 so gelangt sie jetzt nur ganz ausnahmsweise in den europischen ,handel4 ,frher waren auch ihre in ,indien noch heute viel gebrauchten ,wurzelstcke als ,pfefferwurzeln8 bei uns offizinell4 ,sie enthalten zahlreiche lzellen1 welche ihnen einen scharfen1 aromatischen ,geschmack verleihen4 ,auch der einst in ,europa als ,gewrz viel gebrauchte ,cubebenpfeffer ist heute bei uns nur noch als ,medikament fr ,entzndungen der ,harnwege und ,harnblase in den ,apotheken zu finden4 ,er stammt von einem bis #f m hohen1 rankenden1 zweihusigen ,strauch 7,piper cubeba71 dessen ,heimat ,sdasien1 besonders ,sumatra1 ,java und ,sdborneo ist4 ,auer hier wird er aber auch in ,westindien kultiviert4 ,und zwar wird er nur selten fr sich allein gepflanzt2 in der ,regel dient er als ,zwischenpflanze auf ,kaffeeplantagen1 wobei er an den ,schattenbumen zu einer recht stattlichen ,entwicklung gelangt4 ,seine ,fruchthren sind etwas lnger als diejenigen des schwarzen ,pfeffers1 die ,beeren ungefhr von gleicher ,gre1 aber die ,frchte sitzen anfangs dicht an der hrenspindel und verschmlern sich erst spter an ihrer ,basis stielartig4 ,diese ,stiele sind daher nicht wie sonst von der ,frucht abgegliedert4 ,die ,frchte1 welche einen kampferartigen ,geruch besitzen1 schmecken weniger scharf1 als durchaus gewrzhaft und enthalten sowohl in der mittleren ,fruchtschicht als auch in der ,samenschale ,kristallgruppen von ,cubebin1 die an der gleichen ,stelle auftreten wie das ,piperin in der ,samenschale von ,piper nigrum und longum4 ,sie wirken in kleinen ,dosen wie ,pfeffer1 regen den ,appetit etwas an und befrdern die ,verdauung1 stren aber beide bei lnger fortgesetzter ,verwendung4 ,der ,name ,cubeben stammt aus dem ,hindustanischen4 ,sie waren in der indischen ,volksmedizin schon lngst in ,gebrauch1 als der ,orient sie auf dem ,wege des ,handels kennen lernte4 ,die arabischen rzte erwhnen sie als indisches ,gewrz4 ,von ihnen lernte das ,abendland diese ,droge kennen1 die vom #ac4 ,jahrhundert an einen namhaften ,handelsartikel fr ,europa bildete1 den vornehmlich die ,venezianer und ,genuesen ihm vermittelten4 ,er diente hier aber ausschlielich als ein kostbares ,gewrz4 ,erst zu ,anfang des #ai4 ,jahrhunderts lernten englische ,offiziere auf ,java von den ,eingeborenen die vorhin genannte medizinische ,anwendung der ,cubeben kennen1 und seit #ahah bedient man sich ihrer in ,europa als ,medikament1 nachdem sie als ,gewrz hier schon lngst auer ,gebrauch gekommen waren4 ,von der grten ,bedeutung fr die ,sdasiaten und deshalb in groen ,mengen angepflanzt ist der ,betelpfeffer 7,piper betle74 ,ursprnglich im malaiischen ,archipel zu ,hause1 hat er sich heute ber ganz ,indien1 ,hinterindien und ,indonesien verbreitet4 ,hier werden seine ovalen1 brennend gewrzhaft schmeckenden ,bltter1 die scharfe1 die ,speichelabsonderung anregende ,stoffe enthalten1 zum ,betelkauen verwendet1 dem jedermann1 ,mann und ,frau1 alt und jung1 frnt4 ,zu diesem ,zwecke wird ein ,blatt mit ,kalkmilch 7aus mit ,wasser abgelschtem gebranntem ,kalk7 bestrichen und darauf eine dnne1 in ,wasser gekochte ,querscheibe der eifrmigen ,arekanu nebst ,catechu oder ,gambir gelegt4 ,das ganze wird zusammengerollt und dient als solches zum ,kauen4 ,durch den ,zusatz von ,kalkmilch erhlt der ,speichel eine gelbrote ,farbe1 welche sich auch den ,zhnen der ,betelkauer mitteilt4 ,pckchen von #bj-cj solcherweise prparierter und zusammengebundener ,betelpfefferbltter werden berall in ,sdasien zum ,verkauf ausgelegt wie bei uns die ,zigarren4 ,der dabei zur ,anwendung gelangende ,catechu ist ein ,extrakt aus dem ,holze der ,catechuakazie und ,gambir eine ,abkochung der ,bltter und jungen ,triebe von ,uncaria gambir2 beide sind sehr reich an ,gerbstoff und wirken zusammenziehend auf die ,schleimhaut des ,mundes4 ,der sogenannte japanische ,pfeffer entstammt einem in ,japan1 ,korea und ,nordchina heimischen ,strauche aus der ,familie der ,rutazeen 7,xantophyllum piperitum71 der in zwei ,klappen aufspringende ,frchte von der ,gre des schwarzen ,pfeffers hervorbringt1 als dessen ,ersatz sie dienen4 ,der auch als ,kumba bezeichnete ,negerpfeffer stammt von einem im tropischen ,westafrika hufigen ,baume 7,xylopia aethiopica7 aus der ,familie der ,anonazeen4 ,es sind die schotenartig aussehenden1 #d-e cm langen1 kaum #j1e cm dicken1 walzenfrmigen1 meist etwas gekrmmten1 im trockenen ,zustande schwarzen ,frchte dieses ,baumes1 die wegen ihrer ,schrfe von manchen ,negerstmmen mit ,vorliebe zum ,wrzen ihrer ,speisen verwendet werden4 ,andere ,arten der ,gattung kommen in ,ostafrika und ,amerika vor und werden dort vielfach auch zum ,wrzen verwendet4 ,als ,tasmaniapfeffer werden in ,tasmanien die ,frchte des dort und im sdstlichen ,australien im ,gebirge wildwachsenden1 #c-d m hohen ,strauches ,drimys aromatica aus der ,familie der ,magnoliazeen zum ,wrzen verwendet1 da sie ebenfalls einen beienden1 gewrzhaften ,geschmack besitzen4 ,viel wichtiger als diese1 die nur eine sehr beschrnkte lokale ,verwendung finden1 ist der in ,zentralamerika heimische rote spanische ,pfeffer1 auch ,paprika genannt1 von ,capsicum annuum1 der durch die ,spanier nach ,europa gelangte und daher die ,bezeichnung spanischer ,pfeffer erhielt4 ,wie der indische ,pfeffer den ,hindus und ,malaien1 so dient er den dortigen ,indianern als beliebte ,zukost zu ihrer sonst faden ,breinahrung4 ,diese zu deutsch ,beibeere genannte ,nachtschattenart hat sich durch lange fortgesetzte ,kultur in eine groe ,menge von ,spielarten gespalten1 deren aufgeblasene ,beerenfrchte von ,rot bis ,gelb und ,dunkelviolett schwanken4 ,sie enthalten das scharfe1 beiende ,capsicin1 das vor allem zu ,zugpflastern bei ,rheumatismus ,verwendung findet4 ,der gelbe spanische ,pfeffer 7,capsicum luteum71 der jetzt besonders in ,ostindien gepflanzt wird und als piment de ,mozambique in den ,handel kommt1 liefert die schrfsten ,sorten1 die fr europische ,zungen geradezu ungeniebar sind und bei den nicht an deren ,genu ,gewhnten eine ,schwellung von ,zunge und ,lippen bewirken4 ,sehr scharf ist auch der rote ,cayennepfeffer1 von ,capsicum crassum1 minimum1 baccatum usw41 deren ,frchte getrocknet und zerkleinert1 oft noch mit ,salz und ,weizenmehl vermischt1 in den ,handel kommen4 ,der ,quittenpfeffer 7,capsicum cydoniforme71 der pellpepper der ,englnder und poivron der ,franzosen1 erzeugt dagegen saftige ,frchte1 die fast keine ,schrfe besitzen und deshalb roh oder eingemacht wie ,obst gegessen werden knnen4 ,zwischen beiden ,arten liegen zahlreiche ,mittelsorten1 auf die wir hier nicht nher eingehen knnen4 ,in ,europa wird der ,paprika besonders von denjenigen ,volksstmmen bevorzugt1 die wie z4 ,b4 die ,serben und ,magyaren1 gern rohe ,gehirne von ,klbern und ,schafen verspeisen4 ,bekannt ist seine ,verwendung zum ungarischen ,nationalgericht1 dem ,guljasch1 und zu den von den ,englndern geliebten mixed pickles und der ,worchestersauce4 hnlich wie ,paprika wird von uns auch mehr als ,reizmittel zu dem an sich keinen ausgesprochenen ,geschmack besitzenden ,fleisch der ,senf oder ,mostrich genossen1 den schon die alten ,griechen und ,rmer in hnlicher ,weise benutzten4 ,aus der lateinischen ,bezeichnung sinapis ist berhaupt das deutsche ,senf entstanden1 da die ,rmer seine ,bereitung und ,anwendung in die ,lnder nrdlich der ,alpen brachten4 ,gotisch heit er sinap1 angelschsisch senep1 althochdeutsch senaf1 mittelhochdeutsch senef und neuhochdeutsch senf4 ,im ,capitulare de villis ,karls des ,groen aus dem ,jahre #hab erscheint er als sinape unter den anzubauenden ,pflanzen4 ,im #ac4 ,jahrhundert finden wir das ,kraut in ,england im groen angebaut und dort1 wie auf dem europischen ,festland1 zur ,senfbereitung verwendet4 ,unser ,speisesenf wird von den beiden1 den ,kohl- und ,rbenarten sehr nahe verwandten ,kreuzbltlern1 dem schwarzen und dem weien ,senf 7,sinapis nigra und alba7 gewonnen1 deren ,heimat das sdliche ,europa1 ,nordafrika und ,westasien ist4 ,in ,kleinasien oder ,griechenland scheint die wilde ,art1 welche ursprnglich nur ein ,ackerunkraut war1 vom ,menschen zuerst zur ,wrze verwendet und spter auch angepflanzt worden zu sein4 ,noch im ,mittelalter wurden vom ,senfkraut nicht blo die ,samen verwertet1 sondern auch die ,bltter als ,gemse genossen4 ,die ,griechen nannten die ,senfpflanze snpi1 snapi oder npy -- dabei ist die ,silbe si ein ,augmentativum1 um die ,schrfe des ,senfs noch mehr hervorzuheben -- gleicherweise die ,rmer1 die sie von ersteren kennen lernten1 sinapi4 ,sie pflanzten sie in ihren ,gemsegrten an4 ,theophrast im #c4 ,jahrhundert v4 ,chr4 und ,palladius im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 geben uns eine ,anleitung zu ihrer ,kultur und sagen1 da sie im ,herbst gest werde4 ,columella um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr41 der sie auch im ,frhjahr zu sen rt1 gibt uns das erste ,rezept zur ,herstellung von ,speisesenf4 ,er sagt3 ,den sorgfltig gereinigten ,samen lt man zwei ,stunden im ,wasser aufweichen und stt ihn dann1 mit den ,hnden herausgenommen und ausgedrckt1 in einem neuen1 wohlgereinigten ,mrser klein4 ,darauf zieht man die ganze zerriebene ,masse in der ,mitte des ,mrsers zusammen1 drckt sie fest1 legt einige glhende ,kohlen darauf1 giet mit ,soda versetztes ,wasser darber1 wodurch der bittere ,geschmack beseitigt wird1 lt sodann das ,wasser wieder abflieen1 giet weien scharfen ,essig hinzu1 rhrt die ,masse um und seiht sie durch4 ,die so gewonnene ,flssigkeit ist vorzglich zum ,einmachen der ,rben dienlich48 ,sie wurde aber auch als ,wrze zu ,fleischspeisen genossen4 ,palladius im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 rt1 ,senfsamen mit ,honig1 ,olivenl und ,essig zu mischen4 ,heute wird die ,senfpflanze1 die der ,kaiser ,diokletian #cja n4 ,chr4 in einem ,edikt anfhrt1 nicht blo in ganz ,europa1 sondern auch in ,nordamerika und ,indien viel angepflanzt4 ,der schwarze ,senf hat eigentlich braune1 kleine1 kugelige ,samen1 der weie dagegen hellfarbige1 viel grere1 etwa fnfmal so schwere4 ,dazu kommt noch eine dem schwarzen ,senf hnliche ,abart mit besonders scharf schmeckenden ,samen1 der besonders bei ,sarepta am unteren ,laufe der ,wolga in ,sdruland von den dort angesiedelten wrttembergischen ,kolonisten angepflanzt wird und als ,sareptasenf bezeichnet wird4 ,sie kommt bei uns im ,handel nur sehr selten vor1 dagegen ist das daraus bereitete ,senfmehl ein bei uns als englischer8 oder russischer8 ,senf viel verwendeter ,artikel4 ,auer ,eiweikrpern und l enthalten die ,samen des weien ,senfes das kompliziert zusammengesetzte ,sinalbin und ein ,ferment ,myrosin1 das die ,eigenschaft besitzt1 das ,sinalbin bei ,gegenwart von ,wasser chemisch zu zerlegen1 so da neben ,zucker und anderen ,stoffen daraus das ,sinalbinsenfl entsteht1 ein geruchloses1 gelbes1 scharfes l1 das blasenziehend wirkt1 weshalb der weie ,senf pulverisiert zu den lokal starke ,hautreize ausbenden ,senfpflastern verwendet wird4 ,die ,samen des schwarzen ,senfes enthalten ebenfalls ,myrosin1 wenn auch bedeutend weniger als die des weien -- weshalb es behufs besserer ,ausbeute an ,senfl zweckmig ist1 den weien und schwarzen ,senf zu mischen --1 dabei aber einen andern1 ebenfalls durch ,myrosin spaltbaren ,krper1 aus dem das farblose1 gleicherweise auf der ,zunge brennende1 durchdringend scharf riechende ,allylsenfl entsteht4 ,die ,bereitung des ,speisesenfes ist nach den ,lndern sehr verschieden4 ,am meisten wird er wohl in dem alle solche scharfen ,wrzen liebenden ,england hergestellt und genossen4 ,zu diesem ,zwecke werden die ,senfsamen zerrieben und das zu #cj ,prozent in ihnen enthaltene ,senfl1 das ein vorzgliches ,brennl liefert1 abgepret4 ,das ,senfmehl wird dann gewhnlich mit ,essig und ,zucker angerhrt4 ,in ,mitteleuropa nahm man im ,mittelalter meist jungen ,wein1 sogenannten ,most 7aus der lateinischen ,bezeichnung mustum hervorgegangen74 ,aus der ,bezeichnung mustum ardeum1 d4 h4 scharfer ,most1 der in den ,klstern zuerst aufkam1 entstand dann das franzsische moutarde und das norddeutsche ,mostrich1 whrend die ,westfalen und ,rheinlnder ,mostard und ,mostert sagen4 ,noch der #aeij als ,leibarzt des ,kurfrsten ,johann ,kasimir bei ,rhein in ,heidelberg verstorbene1 nach seinem ,geburtsort ,bergzabern ,tabernaemontanus genannte ,elssser ,arzt sagt uns in seinem ,kruterbuch1 da der ,speisesenf aus zerstoenen ,senfsamen und ,most hergestellt werde4 ,heute sind in ,england am geschtztesten der weie ,senf von ,cambridge und der schwarze von ,yorkshire1 die in den groen englischen ,senffabriken fast ausschlielich zur ,verarbeitung gelangen4 ,wie ,senf wird zur ,wrzung der ,saucen1 die besonders den faden ,fischspeisen beigegeben werden1 auch das ,produkt eines anderen ,kreuzbltlers verwendet4 ,es sind dies die ,kapern4 ,sie bestehen aus den noch im ,knospenzustande gepflckten und mit ,salz in ,essig eingemachten ,blten des dornigen ,kapernstrauches 7,capparis spinosa71 die sich spter wei oder rtlich entfaltet htten4 ,der bis meterhohe ,strauch ist im ,mittelmeergebiet heimisch1 wo er seine ,zweige mit ,vorliebe an grell von der ,sonne beschienenen ,felsen herabhngen lt4 ,er wird deshalb der leichteren ,erreichbarkeit wegen vielfach in seiner ,heimat angepflanzt4 ,als ,surrogat dafr werden hufig die ,bltenknospen der aus ,sdamerika stammenden ,kapuzinerkresse 7,tropaeolum majus7 und des einheimischen ,ginsters 7,spartium scoparium71 ebenso in ,norddeutschland die allerdings weniger wohlschmeckenden ,bltenknospen der berall an stehenden ,gewssern und ,quellen hufigen ,sumpfdotterblume 7,caltha palustris7 und die kleineren des im ,frhjahr berall hufigen1 durch seine gelben ,blten auffallenden ,scharbockkrautes 7,ficaria ranunculoides7 eingemacht und gegessen4 ,zu hnlichem ,zwecke dient der ebenfalls schon von den ,alten als ,wrze gebrauchte ,lorbeer in seinen aromatisch duftenden ,blttern und ,frchten4 ,die an ausgiebigeren ,gewrzen arme mittelalterliche ,kche bediente sich dazu der ,sprosse stark duftender einheimischer ,lippenbltler wie ,bohnenkraut1 ,thymian1 ,salbei1 ,pfefferminze1 ,melisse und ,majoran1 dann des ,rosmarins und ,lavendels1 durch einen reichen ,gehalt an therischen len reicher ,halbstrucher der ,felsenheide des ,mittelmeergebiets -- italienisch machia1 franzsisch maquis genannt -- deren blaue beziehungsweise violette ,lippenblten mit den daran haftenden aromatisch riechenden ,blttern und ,zweigen im ,altertum viel zum ,winden von ,krnzen benutzt wurden1 mit denen man die ,bildsulen der ,laren1 der wohlwollenden1 schtzenden ,geister der abgeschiedenen ,vorfahren1 schmckte4 ,deren ,bilder wurden ursprnglich am huslichen ,herd in einem besonderen1 als lararium bezeichneten ,schrein aufbewahrt1 spter aber wurden diese ,schutzgtter des ,hauses auch in ,grten und auf ,straen in ,hermen verehrt4 ,die beiden letztgenannten1 durch ein wohlriechendes l ausgezeichneten strauchartigen ,lippenbltler ,rosmarin und ,lavendel empfahl schon ,karl der ,groe in seinen ,vorschriften zur ,bepflanzung der ,grten seiner ,landhuser vom ,jahre #hab und trug so wesentlich dazu bei1 diese ,fremdlinge aus ,italien auch nrdlich der ,alpen heimisch werden zu lassen1 wo sie dann keinem besseren ,kchengarten des ,mittelalters fehlten1 so wenig als das ebenso wohlriechende einjhrige ,kraut ,basilikum mit hellgrnen1 kleinen ,blttern und weien ,lippenblten mit weit vorgestreckter ,unterlippe1 das durch die ,vermittlung der ,muhammedaner aus seiner ,heimat ,indien nach ,europa gelangte und besonders bei den ,serben und allen ,sdslawen berhaupt eine groe ,rolle im ,volksleben spielt4 ,jedem ,leser der serbischen ,volkslieder wird es auffallen1 welch groe ,bedeutung dem ,kraute ,basilikum beigelegt wird4 ,noch viel wichtiger als diese heute fast ganz auer ,gebrauch gekommenen volkstmlichen ,gewrze war fr die mittelalterliche ,kche der ,safran1 die aromatisch riechenden1 dunkelgelben ,narben des im ,orient heimischen ,crocus sativus1 der vornehmeren ,verwandten des bescheidenen europischen ,frhlingskrokus 7,crocus vernalis74 ,diese weiblhende1 kleine ,lilienart ist ein ,kind der sich von ,kleinasien bis ,persien erstreckenden vorderasiatischen ,steppe1 wo sie zuerst irgendwo ihrer duftenden1 leuchtendgelben ,narben wegen in menschliche ,pflege genommen wurde4 ,im ,orient wurde der ,safran seit ,urzeiten verwendet und spielte in der ltesten persischen und indischen ,medizin wegen seiner stark erregenden ,wirkung als ,arzneimittel1 dann als ,gewrz und ,frbemittel1 eine sehr groe ,rolle4 ,knig ,salomo und ,homer erwhnen ihn1 der berhmte griechische ,arzt ,hippokrates verwendete ihn und im ganzen ,altertum galt er als ,knig der ,pflanzen4 ,fr die ,morgenlnder bildete er einen sehr wichtigen ,handelsartikel1 mit dem wohl die schiffahrtkundigen ,phnikier die ,griechen zuerst bekannt machten4 ,der bedeutendste ,pflanzenkenner des ,altertums1 ,theophrastos von ,lesbos 7#cij-bhf v4 ,chr471 unterscheidet in seiner uns erhaltenen ,pflanzengeschichte sehr wohl den duftenden ,crocus sativus des ,morgenlandes von dem duftlosen1 weien ,frhlingskrokus ,attikas und hebt den aus ,nordafrika stammenden cyrenischen ,safran als besonders gut hervor4 ,sonst galt sowohl bei den ,griechen1 als auch den ,rmern1 zu denen erstere den krkos gebracht hatten1 der kilikische aus dem sdstlichen ,asien als der edelste4 ,in seiner ,schrift ber den ,landbau schreibt der aus ,spanien nach ,rom gekommene ,columella um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr43 ,mysien1 ,lydien1 ,apulien1 ,kampanien sind durch ihr herrliches ,getreide berhmt2 der ,tmolus 7ein ,gebirg ,lydiens7 und ,korykus 7eine ,hafenstadt ,kilikiens7 durch ,safran 7crocus71 ,judaea und ,arabien durch kostbare ,wohlgerche4 brigens werden jetzt sogar in ,rom ,zimtkassien- und ,weihrauchbume gezogen1 auch sieht man ganze ,grten mit ,myrrhen und ,safran bestellt4 ,hierin liegt ein ,beweis1 da ,italien ein ,land ist1 in welchem bei gehriger ,pflege die ,gewchse fast aller ,erdstriche gedeihen knnen48 -- ,an einer anderen ,stelle sagt dieser ,autor3 ,in den ,grten suchen die ,bienen ,nahrung an den weien ,lilien1 auch pflanzt man fr sie 7im ,februar7 ,zwiebelknollen von korykischem und sizilischem ,safran48 ,sein ,zeitgenosse1 der aus ,kilikien stammende griechische ,arzt ,dioskurides schreibt3 ,der beste ,safran 7krkos7 ist der korykische aus ,sizilien1 der zweite an ,gte ist derjenige1 welcher auf dem ,olymp in ,lykien wchst1 der drittbeste kommt aus ,aegae in ,aeolien2 der aus ,kyrenaika 7stlich von ,tripolis7 und aus ,sizilien ist schwcher1 obgleich saftreich und leicht auszupressen2 er tuscht daher viele4 ,zum arzneilichen ,gebrauch hat derjenige den ,vorzug1 der ziemlich lang1 frisch und gut gefrbt ist1 beim ,reiben gut riecht1 beim ,befeuchten die ,hnde frbt1 nicht verschimmelt ist und etwas scharf schmeckt48 ,er fhrt dann die verschiedenen ,verflschungen und deren ,erkennungszeichen an und sagt1 ,thessalos behaupte1 der ,safran sei das einzige wirklich gut riechende ,ding4 ,plinius hlt den wild wachsenden ,safran fr den besten und sagt1 in ,italien bringe der ,safranbau keinen ,vorteil4 ,dann fhrt er fort3 ,der angepflanzte ,safran 7crocus7 wird breiter1 grer1 glnzender1 ist aber weit schwcher und artet berall aus4 ,mucianus gibt an1 man verpflanze in ,lykien den ,safran im #g4 oder #h4 ,jahre auf einen bearbeiteten ,boden1 und so werde der ,ausartung vorgebeugt4 ,zu ,krnzen braucht man den ,safran nirgends1 denn seine ,bltter sind fast haardnn4 ,dagegen ist ,safran ein herrlicher ,zusatz zu ,wein1 insbesondere zu sem4 ,gerieben dient er dazu1 die ,theater mit ,wohlgeruch zu erfllen4 ,die ,ernte fllt in die ,zeit des krzesten ,tages1 und das ,trocknen geschieht im ,schatten4 ,man bewahrt ihn in hlzernen ,bchsen auf4 ,er dient als ,arznei1 hat auch die ,eigenschaft1 da man nach seinem ,genusse vom ,wein nicht trunken werden kann1 und da selbst ein ,kranz davon die ,berauschung verhindert4 ,diese ,blume hat schon in ,homers ,zeiten in ,ehren gestanden48 ,die ,vornehmen des kaiserlichen ,rom trieben einen gewaltigen ,luxus sowohl mit dem ,safran1 den sie auer als ,arznei auch zur ,wrze von ,speisen und ,getrnken benutzten1 als auch mit den wohlriechenden ,blten des orientalischen ,krokus4 ,wenn schon zur ,zeit der ,republik der ,dichter ,lucretius ,carus 7#ih-ee v4 ,chr47 den ,gebrauch kennt1 die ,sitze der ,aristokratie im ,theater mit wohlriechendem ,safranwasser zu besprengen1 und nach dem rmischen ,geschichtschreiber ,sallustius ,crispus 7#hf-ce v4 ,chr47 ,metellus ,pius durch ein ,gastmahl gefeiert wurde1 bei dem der ,speisesaal wie ein ,tempel drapiert und der ,boden mit duftenden ,krokusblten bestreut war1 so ist nicht zu verwundern1 da der ,luxus damit zur ,kaiserzeit keine ,grenzen mehr kannte4 ,so wurden zur ,zeit des ,kaisers ,hadrian1 der1 nach ,trajans ,tod im ,jahre #aag von seinem ,heere in ,syrien zum ,kaiser ausgerufen1 bis #ach regierte1 die ,statuen im ,theater mit duftender ,safranessenz gesalbt und sogar hohle ,erzstatuen mit feinen ,poren dermaen eingerichtet1 da solches ,parfm daraus nach ,belieben hervorquoll4 ,so schreibt ,senecas ,neffe ,lucanus 7geb4 #ci n4 ,chr4 zu ,corduba in ,spanien1 wurde ,qustor und ,augur zu ,rom und entleibte sich #fe1 als er wegen ,beteiligung an der ,pisonischen ,verschwrung gegen ,nero zum ,tode verurteilt wurde7 in einem ,pharsalia betitelten ,gedichtbuch3 ,in ,afrika war ein junger ,rmer von der ,schlange ,hmorrhois gebissen worden1 da drang aus seiner ,haut ,blut hervor1 gleich wie mit ,safran parfmiertes ,wasser aus den ,poren hervorgepret wird1 mit denen man knstlich die ganze ,oberflche hohler ,bildsulen durchbohrt hat48 ,und ,petronius berichtet in einer seiner ,satiren3 ,bei einem ,gastmahl war die ,veranstaltung getroffen1 da aus jedem ,kuchen und jedem ,obst bei der geringsten ,berhrung flssig gemachter ,safran flo48 ,damals war der ,safrangeruch einer der beliebtesten ,parfms der vornehmen ,griechen und ,rmer4 ,von ,kaiser ,hadrian berichtet sein ,biograph ,aelius ,spartianus ferner3 ,kaiser ,hadrianus teilte zu ,ehren seiner ,schwiegermutter ,gewrze 7aroma7 unter das ,volk aus und lie zu ,ehren 7seines ,vorgngers im ,imperium7 des ,trajanus 7wohlriechenden7 ,balsam und 7in ,wasser oder ,wein gelsten7 ,safran die ,stufen des ,theaters herunterflieen48 ,der ,geschichtschreiber ,aelius ,lampridius schreibt vom ,kaiser ,heliogabalus1 der #bah wie ,hadrian in ,syrien auf ,anstiften seiner ,gromutter ,julia ,maesa von den ,legionen #ag;jhrig zum ,kaiser ausgerufen wurde und den orgiastischen ,dienst seines syrischen ,gottes ,elagabalus1 dessen ,oberpriester er zu ,emesa war und nach dem er sich nannte 7denn eigentlich hie er ,valerius ,avitus ,bassianus71 in ,rom einfhrte1 bis er schon #bbb von seiner ,leibgarde1 den ,prtorianern ermordet wurde1 er habe seine ,betten und bei ,gastmhlern die ,polster1 auf denen seine ,gste zu ,tische lagen1 mit ,safran wie mit ,blumenblttern von ,rosen oder ,lilien1 ,veilchen1 ,hyazinthen und ,narzissen fllen lassen und habe nur in ,bassins gebadet1 dessen ,wasser mit wohlriechenden ,essenzen1 besonders ,safran1 wohlriechend gemacht worden war4 ,auer als ,parfm war der ,safran bei den alten ,griechen und ,rmern besonders auch als ,medikament geschtzt1 das im ,rufe stand1 gegen die verschiedensten bel helfen zu knnen4 ,wenig ,rezepte wurden damals von den rzten der ,vornehmen1 meist ,griechen1 verschrieben1 in denen dieser ,bestandteil fehlte4 ,diesem ,beispiele folgten ihre geistigen ,erben1 die byzantinischen und arabischen rzte4 ,und als durch die ,kreuzzge das ,abendland in engere ,berhrung mit dem ihm an ,kultur berlegenen ,morgenlande kam1 gelangte die hohe ,wertschtzung des ,safrans als ,gewrz und ,heilmittel auch dahin4 ,diese ,tatsache beweist schon die im ,abendlande gelufig gewordene ,bezeichnung ,safran1 die aus dem arabischen za'fran herrhrt -- aus zahafaran abgekrzt --1 ein ,wort1 das seinerseits mit dem arabischen asfar gelbsein zusammenhngt4 ,wie im ,orient1 der damals die ,erzeugung und den ,handel mit ,safran ausschlielich in den ,hnden hatte1 wurde der ,safran trotz seines beraus hohen ,preises auch im ,abendlande als ein wichtiges ,arzneimittel und eines der hervorragendsten ,gewrze beraus geschtzt4 ,vielfach hie -- wie beispielsweise in ,basel -- die ,zunft der ,krmer nach ihrem kostbarsten ,handelsartikel im frhen ,mittelalter die ,zunft zum ,safran1 und als ihr ,gildeabzeichen figuriert die stilisierte dreigespaltene ,narbe dieses ,liliengewchses1 die ihrem ,aussehen nach der heraldischen ,lilie der ,bourbonen in ,frankreich sehr nahe kommt4 ,seitdem die ,kreuzfahrer im #aa4 ,jahrhundert die ,pflanze nach dem ,abendlande brachten1 wird sie in ,italien und ,sdfrankreich angebaut4 ,viel frher noch wurde der ,safran in ,spanien1 wohin die ,araber schon im #aj4 ,jahrhundert seine ,kultur brachten1 angepflanzt4 ,dieses ,land hat das ganze ,mittelalter hindurch bis in die ,gegenwart fast ganz ,europa mit seinem ,produkte versorgt und besitzt heute noch besonders in der durch den ,ritter ,don ,quichote als dessen ,heimat bei uns bekannt gewordenen ,landschaft ,mancha1 sdlich von ,madrid1 ausgedehnte ,safranpflanzungen4 ,im #ae4 und #af4 ,jahrhundert war der ,safranbau auch in ,mitteleuropa von ,belang1 ging aber hier mit dem ,zurckgehen von dessen ,wertschtzung fast ganz ein4 ,kleinere ,mengen davon werden nur noch in ,niedersterreich1 dann bei ,orleans1 ziemlich viel dagegen in ,sdfrankreich gewonnen4 ,letzteres liefert #b-djjj kg jhrlich1 whrend die ,produktion von ,spanien #dejjj kg betrgt4 ,die ,safrankultur erfolgt in der ,weise1 da man die zwiebelartigen ,knollen1 die brigens auf der ,balkanhalbinsel roh und gebraten als beliebte ,speise gegessen werden1 in ,abstnden von #h-aj cm in #bj cm auseinanderstehenden ,reihen setzt4 ,bei der ,blte im ,frhling werden die orangeroten ,narben meist von ,frauen und ,kindern gepflckt und noch an demselben ,tage ber einem leichten ,kohlenfeuer getrocknet4 ,man erhlt dadurch ein gesttigt rotbraunes1 loses ,haufenwerk sich fettig anfhlender ,fden1 die stark aromatisch1 fast betubend riechen1 gewrzhaft bitters schmecken und gekaut den ,speichel intensiv gelb frben4 ,die ,masse zieht sehr leicht ,feuchtigkeit aus der ,luft an und enthlt auer ,safrangelb von auerordentlichem ,frbungsvermgen ein gelbes1 dickflssiges1 schweres1 therisches l1 das ,safranl1 von brennendem ,geschmack und dem charakteristischen ,safrangeruch4 ,gegenwrtig schwankt der ,preis des ,safrans je nach der ,ernte zwischen #cb und #afj ,mark das kg4 ,dieser hohe ,preis wird erklrlich1 wenn man erwgt1 da die ,narben von #gjjjj-hjjjj ,blten gepflckt werden mssen1 um #a kg ,safran zu ergeben4 ,er verlockt aber auch dazu1 den ,safran zu verflschen1 indem man ihm pulverisierte ,blten des ,saflors1 der ,arnika1 der ,ringelblume1 der ,granate1 dann gefrbte ,kollodiumfden zufgt und ihn mit ,baryt und ,gips beschwert4 ,auch werden bereits extrahierte ,narben gefrbt und als ungebrauchte ,ware verkauft4 ,jedenfalls ist es sehr zu raten1 ihn nicht in gemahlenem ,zustande als ,pulver zu kaufen1 da dann ,verflschungen leichter zu erkennen sind4 ,schon die medizinischen ,schriftsteller des ,altertums beklagen sich ber solche ,betrgereien an diesem kostbaren ,stoffe4 ,der ltere ,plinius meint1 da berhaupt keine andere ,ware so sehr geflscht werde als gerade er4 ,deshalb war whrend des ganzen ,mittelalters der ,handel mit ,safran scharf kontrolliert4 ,so bestand im ,jahre #acgd ein besonderes officio dello zafferano zur berwachung des ,safranhandels in ,venedig1 und in anderen groen ,stdten waren hnliche ,kontrollstellen vorhanden1 so in ,augsburg und ,nrnberg1 wo im #ae4 ,jahrhundert strenge ,polizeigesetze diesem ,handelsartikel besondere ,aufmerksamkeit schenkten4 ,die ,strafe fr ,safranflschung bestand darin1 da solche ,betrger lebendig samt ihrer verflschten ,ware verbrannt wurden4 ,solchen ,tod erlitten #addi ,jobst ,friedenkem1 #adef ,hanns ,klbell und ,lienhard ,frey1 weil sie geflschten ,safran fr gut verkauft84 ,die ,else ,pragerin1 die den beiden letztgenannten darzugeholfen81 wurde lebendig begraben4 ,in demselben ,jahre #adef wurden in ,zofingen in der ,schweiz zwei ,brger wegen ,flschung des ,safrans und anderer ,gewrze lebendig verbrannt samt einer ,frau1 welche ihnen dabei behilflich gewesen war4 ,noch #adii wurden dem ,hannsen ,bock in ,nrnberg wegen betrglicher ,arznei8 beide ,augen ausgestochen4 ,spter begngte man sich bei der ,verflschung des ,safrans und anderer solcher ,drogen damit1 diese ffentlich durch den ,scharfrichter verbrennen zu lassen und dem ,schuldigen eine sehr hohe ,geldstrafe aufzuerlegen4 ,noch ein ,erla ,heinrichs ,,ii4 von ,frankreich 7,sohn ,franz ,i4 und ,claudias1 ,tochter ,ludwigs ,,xii41 seit #aecc mit ,katharina von ,medici vermhlt1 regierte von #aedg bis zu seinem den #aj4 ,juli #aeei infolge einer ,augenverletzung bei einem ,tournier erfolgten ,tode7 bedrohte die ,safranflscher mit energischer krperlicher ,zchtigung1 und auf dem ,reichstage in ,augsburg #aeea wurde sogar ein fr das ganze ,deutsche ,reich gltiges ,polizeigesetz gegen geschmierten8 ,safran erlassen4 ,neuerdings wird als billiger ,ersatz des echten ,safrans der ,kapsafran in den ,handel gebracht1 er besteht aus den getrockneten ,blten einer ,skrofulariazee vom ,kap1 ,lyperia crocea1 die annhernd ,geruch1 ,geschmack und ,frbungsvermgen des ,safrans besitzen4 ,von weiteren europischen ,gewrzen von grerer ,bedeutung1 die zugleich eine wichtige ,rolle als ,arzneimittel spielten1 haben wir zunchst den ,hopfen 7,humulus lupulus7 zu nennen1 der schon den ,griechen und ,rmern zu ,heilzwecken diente4 ,die ,griechen nannten ihn das wildwachsende 7grion7 klma1 die ,rmer dagegen nach ,plinius lupus salictarius1 d4 h4 ,weidenwolf1 weil er andere ,pflanzen umschlingt und ihnen ,schaden zufgt4 ,gebraucht wurden damals schon wie heute hauptschlich die tannenzapfenhnlichen ,fruchthren1 die am ,grunde mit goldgelben1 krnerartigen ,drschen besetzt sind1 welche der ,pflanze den eigentmlichen ,geruch und den gewrzhaftbittern ,geschmack geben4 ,auer einer geringen ,menge einer narkotisch wirkenden ,substanz1 um dessen ,willen der ,hopfen in ,england wie ,opium geraucht wurde und noch geraucht wird1 enthlt das aus den ,drsenkrnern bestehende1 getrocknet rtlichgelbe ,hopfenmehl der reifen ,frchte ein aromatisches l1 ferner das ,hopfenbitter1 das dem ,biere den bitterlichen ,geschmack verleiht und ,hopfenharze1 welche die ,entwicklung der ,milchsurebakterien verhindern1 die die ,gte des ,bieres beeintrchtigen4 ,zugleich fllen die ,gerbstoffe des ,hopfens die ,eiweistoffe des ,malzes aus der ,wrze und wirken so konservierend auf das ,bier4 ,aus diesen ,grnden wird der ,hopfen seit dem frhen ,mittelalter dem ,biere als ,wrze zugesetzt und hat als solche eine sehr groe ,bedeutung erlangt1 so da er in bedeutendem ,mae angebaut wird4 ,illustration3 ,bild #ch4 ,um eine ,sttze sich windender ,hopfenspro 7von ,humulus lupulus7 mit ambosartigen ,klimmhaken zum ,festhalten1 von denen ein einzelner1 abgelster links bei strkerer ,vergrerung dargestellt ist4 ,die ersten europischen ,hopfengrten werden in einer ,urkunde ,pipins des ,kurzen vom ,jahre #gfh erwhnt4 ,in der ,folge legten sich besonders die ,klster auf den ,hopfenbau1 da sie dieses ,wrzmittels bei der ,bierbereitung bedurften4 ,erst als das ,bierbrauen in die ,hnde der ,brgerlichen gelangte1 pflanzte man auch in ,laienkreisen den ,hopfen1 der bis dahin von den ,bauern meist nur von den wilden oder verwilderten1 in ganz ,europa in ,hecken und ,gebschen1 besonders an ,fluufern wachsenden ,exemplaren gesammelt wurde4 ,im ,gegensatz zu diesem wilden ,hopfen1 der noch hufig zur ,flschung des guten mitbenutzt wird1 ist der kultivierte heute durch ,kulturauslese sehr viel gehaltreicher geworden1 weshalb er allein in den ,handel kommt4 ,da die ,hopfenpflanze getrenntgeschlechtig ist1 werden selbstverstndlich nur weibliche ,pflanzen angebaut1 deren ,fruchtstnde dann im ,herbste geerntet werden4 ,der ,hopfen ist eine ausdauernde ,pflanze1 die zumeist #ae-bj ,jahre aushlt1 bis sie wiederum frisch aus ,samen gezogen wird4 ,er wird an hohen ,stangen oder ,drahtgersten gezogen1 von denen er im ,herbste herabgerissen wird1 um zu ,hause vorsichtig die ,frchte abzupflcken1 die auf den gerumigen mehrstckigen ,speichern der ,hopfenbauern in ,horden getrocknet werden1 was in #d-e ,tagen geschehen ist4 ,dabei mssen sie hufig gewendet werden4 ,unterbleibt dies1 so wird der ,haufen rot und dadurch minderwertig1 oft beinahe ganz wertlos4 ,die ,hopfenfrchte mssen reichlich gelbes ,hopfenmehl aufweisen und ein reines1 wrziges1 knoblauch- oder kseartiges ,aroma besitzen4 ,nach dem ,verkauf werden sie gut getrocknet und1 vielfach geschwefelt1 damit mglichst wenig ,luft daran bleibt1 in ,ballen von #b m ,lnge und #j1ge m ,breite von #fe-ajj kg ,gewicht zusammengepret4 ,da sich der ,hopfen schlecht hlt1 wird er am besten an einem khlen ,orte in ,metallkisten aufbewahrt4 ,andere ,konservierungsmethoden1 wie das ,besprengen mit ,alkohol haben sich nicht bewhrt2 dagegen werden vielfach1 so besonders in ,amerika1 ,hopfenextrakte verwendet4 ,doch vermgen sie nicht alle ,eigenschaften des ,hopfens zu ersetzen4 ,die ,stengel des ,hopfens werden in nrdlichen ,lndern zu ,stricken1 ,matten1 ,scken und anderen groben ,geweben1 sonst in der ,papierfabrikation1 die ,bltter als ,viehfutter und die jungen ,schlinge als ,gemse verwendet4 ,von der ,welternte des ,hopfens von #ajf1ie ,millionen kg im ,jahre #aijh entfallen #cj ,prozent auf ,deutschland1 das besonders in ,franken1 ,schwaben1 ,baden und ,elsa in ausgedehntem ,mae ,hopfen pflanzt4 ,an zweiter ,stelle steht ,england1 doch suchen die ,vereinigten ,staaten von ,nordamerika den alten ,kulturlndern auch hierin den ,vorrang streitig zu machen4 ,seit dem ,altertum sind verschiedene ,arten der ,gattung ,artemisia1 ,beifu1 mehr als ,arznei1 denn als ,gewrz bekannt und geschtzt4 ,artemisa nannten sie die ,griechen -- von artems gesund -- weil sie deren ,gebrauch fr die ,gesundheit frderlich hielten4 ,unter ihnen war speziell der ,wermut 7,artemisia absinthium71 ein #j1f bis #a1be m hohes1 stark aromatisch1 aber widerlich riechendes1 berall an ,zunen und unbebauten ,pltzen wachsendes ,kraut mit feingefiederten1 ursprnglich weigrauen ,blttern und gelben ,blten1 sehr beliebt4 ,die ,griechen nannten die ,pflanze apsnthion und danach die ,rmer absinthium4 ,von ihr schreibt der griechische ,arzt ,dioskurides3 ,das apsnthion 7von den ,deutschen ,wermut genannt1 nach werm-uot1 d4 h4 wrmende ,wurzel wegen der erhitzenden ,eigenschaft dieser ,pflanze7 ist uerst bitter1 es ist allgemein bekannt4 ,die beste wchst im ,pontosgebiet und in ,kappadokien auf dem ,taurusgebirge4 ,sie erwrmt1 zieht zusammen1 befrdert die ,verdauung und ist in vielen ,fllen ein wichtiges ,heilmittel4 ,man versetzt auch die schwarze ,tinte zum ,schreiben mit ,wermut1 weil sich dann die ,muse nicht daran wagen48 ,und ,plinius schreibt in seiner ,naturgeschichte3 ,es gibt mehrere ,arten von ,wermut 7absinthium1 auch apsinthium geschrieben72 die sogenannte santonische kommt aus einer ,landschaft ,galliens 7die ,santonen waren ,kelten und wohnten in ,aquitanien71 die pontische aus dem ,pontus1 wo sich 7wie er ,theophrast nachschreibt7 die ,schafe damit msten1 aber davon 7,theophrast sagt vorsichtig3 wie einige sagen1 was ,plinius weglt7 die ,galle verlieren4 ,die pontische ,wermut ist die beste1 weil bitterer als die italische1 hat aber ein ses ,mark4 ,dieses uerst ntzliche ,kraut ist allgemein bekannt und zu sehr vielen ,heilzwecken im ,gebrauch4 ,es wird auch bei den ,latinischen ,festen in ,rom verwendet1 wo vierspnnige ,wagen am ,capitolium um die ,wette fahren4 ,wer da den ,sieg errungen hat1 trinkt ,wermut1 wahrscheinlich weil unsere ,vorfahren geglaubt haben1 ,gesundheit sei eine recht ehrenwerte ,belohnung48 ,tafel #gc4 ,illustration3 ,wild wachsender ,hopfen aus ,bayern4 ,hopfengarten der ,kgl4 ,akademie in ,weihenstephan 7,bayern74 ,tafel #gd4 ,illustration3 ,hopfenpflcker in der ,holledau1 ,bayern 7meist bhmische ,wanderarbeiter74 ,gedrrte und zum ,versand bereite ,hopfenfruchthren4 ,dieses bitterste aller ,kruter mute nach der uns erhaltenen ,verordnung ber die auf den ,krongtern zu haltenden ,nutzpflanzen aus dem ,jahre #hab auch in den ,grten der ,meierhfe ,karls des ,groen angepflanzt werden und spielte das ganze ,mittelalter hindurch als wermuota eine wichtige ,rolle als ,heilmittel4 ,noch heute ist es als solches beim ,volk in hohem ,ansehen und wird zu bitterem ,tee und ,magentropfen1 zur ,herstellung von ,wermutbier und ,wermutlikren viel benutzt4 ,bekannt ist die ,liebhaberei der ,franzosen zum angeblich erregenden1 tatschlich aber den ,magen reizenden ,absinth1 dessen ,herstellung und ,verkauf glcklicherweise neuerdings in der ,schweiz1 wo besonders die ,welschen bedeutende ,konsumenten desselben waren1 verboten wurde4 ,im ,altertum wurde schon bei den gyptern und spter bei den ,griechen und ,rmern auch der baumartige ,beifu 7,artemisia arborea7 angebaut und zur ,herstellung von ,arzneien aller ,art1 besonders ,wermutwein benutzt4 ,als der ,heilgttin ,isis geweiht1 trugen die ,priester derselben1 wie uns ,plinius berichtet1 deren ,zweige1 die er absinthium nennt1 bei den ffentlichen ,umzgen feierlich vor sich her4 ,auch in ,europa dienen heute noch ,wermutzweige1 so wie der gemeine ,beifu und andere stark riechende ,kruter zum ,weihbunde1 d4 h4 zu den ,krutern1 welche in katholischen ,kirchen auf ,maria-,himmelfahrt oder ,maria-,krautweihe 7den #ae4 ,august7 vom ,priester geweiht werden4 ,es ist dies ein direkt durch rmische ,vermittelung vom ,isiskulte herrhrender ,gebrauch2 denn ,isis mit dem ,horusknbchen auf dem ,arm ist das unmittelbare ,vorbild der ,gottesmutter ,maria mit dem ,jesuskinde4 ,nicht minder berhmt war seit dem ,altertum der halbstrauchartige1 in den ,mittelmeerlndern wild wachsende ,eberreis 7,artemisia abrotanum71 den man hufig zu duftenden ,krnzen1 besonders aber als ,arznei verwendete4 ,schon ,theophrast erwhnt ihn als abrtonon und sagt1 er werde zu ,krnzen gebraucht1 whrend ihn ,dioskurides als ,heilmittel nennt und beifgt1 er wachse hufig in ,kappadokien1 dem asiatischen ,galatien und in ,syrien4 ,auch wurde er zur ,herstellung eines mit ihm und anderen ,gewrzen bereiteten 7,oliven-7 ls verwendet4 ,und der aus ,spanien im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 nach ,rom gekommene ,ackerbauschriftsteller ,columella meint3 ,das ,bauchweh verliert sich beim ,haarvieh1 vornehmlich bei ,maultieren und ,pferden1 augenblicklich1 wenn es schwimmende ,enten sieht 7672 als ,arznei tut ihm aber ein ,trank von zarten ,lorbeerblttern und ,eberreis 7abrotanum7 sehr wohl48 ,es wird jetzt noch in den ,mittelmeerlndern hufig in den ,kchengrten angepflanzt und heit bei den ,neugriechen pikrthanos und bei den ,italienern abrotano4 ,der gemeine ,beifu 7,artemisia vulgaris7 wird ebenfalls kultiviert1 weil sein ,kraut als ,kchengewrz und die ,wurzel als krampfstillendes und schweitreibendes ,mittel dient4 ,ehemals wurde letztere als ,zaubermittel und ,vorbeugungsmittel gegen das ,ermden an die ,fe gelegt2 daher der ,name ,beifu4 ,ein ,bschel dieses ,krautes hngen die ,landleute gerne in den ,wohnstuben als ,fliegenkraut8 auf1 weil sich die ,fliegen abends gern in ,menge daran setzen und dann leichter gefangen und gettet werden knnen4 ,die unmittelbar vor dem ,aufblhen gesammelten ,bltenkpfe des in der ,kirgisensteppe und sdlich davon wild wachsenden1 neuerdings aber in zunehmendem ,mae angepflanzten ,wurmbeifues 7,artemisia cina7 liefern eines der bekanntesten ,wurmmittel1 die zur ,abtreibung von ,spulwrmern und ,pfriemenschwnzen 7,oxyuris7 dienenden ,zitwer- oder ,wurmsamen1 deren bitterer ,extraktivstoff das ,santonin bildet1 das neuerdings statt der ,wurmsamenlatwerge in ,zucker- oder ,schokoladezeltchen als ,wurmmittel gegeben wird4 ,noch weiter stlich in ,asien1 nmlich in der ,mongolei heimisch ist der ,dragonbeifu 7,artemisia dracunculus71 das franzsische estragon1 das als geschtztes ,kchengewrz in ,mitteleuropa seit alter ,zeit kultiviert wird4 ,die blhenden ,stengelspitzen riechen angenehm gewrzhaft1 schmecken bitterlich und dienen zur ,bereitung des ,estragonessigs4 ,dragon kommt vom lateinischen draco1 ,drache1 ,schlange 7dracunculus heit kleiner ,drache7 und wurde der ,pflanze von den mittelalterlichen rzten gegeben1 weil nach ,plinius das ,tragen dieser ,pflanze vor dem ,gebissenwerden durch ,giftschlangen schtze4 ,ein anderes viel verwendetes einheimisches ,gewrz ist der gemeine ,kmmel1 die getrockneten ,frchte der zweijhrigen ,kmmelpflanze 7,carum carvi7 aus der ,familie der ,umbelliferen1 die im mittleren und nrdlichen ,europa bis zur ,birkengrenze auf guten1 trockenen ,wiesen wild wchst4 ,sie ist die lteste in ,europa nachweisbar als ,gewrz verwendete ,pflanze1 da im neolithischen ,pfahlbau von ,robenhausen aus dem dritten vorchristlichen ,jahrtausend verkohlte ,samenkrner von ihr zutage traten4 ,jedenfalls aber wird sie damals noch nicht vom ,menschen angepflanzt worden sein1 da ihm die ,wildlinge genug ,samen boten4 ,doch ist diese ,gewrzpflanze in ,vorderasien schon sehr frh kultiviert worden1 wie wir aus einer ,stelle des seit #gdj v4 ,chr4 unter den ,knigen ,usias1 ,jothan1 ,ahas und ,hiskias zu ,jerusalem wirkenden ,propheten ,jesaias in ,kap4 #bh1 #be entnehmen1 wo es vom ,ackermann heit3 er streut ,wicken und wirft ,kmmel1 er set ,weizen und ,gerste1 jegliches1 wo er es haben will1 und ,spelt an seinen ,ort18 und in ,vers #bg3 denn man drischet die ,wicken nicht mit ,eggen und lt auch nicht ein ,wagenrad ber den ,kmmel gehen1 sondern die ,wicken schlgt man aus mit einem ,stabe und den ,kmmel mit einem ,stecken84 ,in greren ,mengen wird der ,kmmel seit dem ,mittelalter in ,holland1 bei ,halle1 ,erfurt1 ,hamburg1 ,nrnberg1 ,ostpreuen1 ,tirol1 ,norwegen1 ,schweden1 ,finnland und ,ruland auf ,feldern kultiviert4 ,man st ihn whrend der ,baumblte in ,reihen auf kalkhaltigen1 warmen1 trockenen ,boden1 im ,herbst schneidet man das ,kraut bis zum ,herzblatt ab und verbraucht es als ,viehfutter4 ,im folgenden ,jahr blht der ,kmmel im ,mai und mu geschnitten werden1 sobald die oberste ,fruchtdolde zu reifen beginnt und die brigen noch grne1 aber entwickelte ,frchte haben4 ,man bindet ihn in kleine ,bndel und trocknet ihn4 ,der ,same enthlt viel therisches l1 schmeckt beiend gewrzhaft und wird den verschiedensten ,speisen als ,gewrz zugesetzt4 ,aus ihnen wird durch ,destillation auch das therische ,kmmell gewonnen1 das in der ,branntweinindustrie ausgedehnte ,verwendung findet4 ,den besten ,kmmel liefert ,holland1 der dort schon in frnkischer ,zeit kultiviert wurde4 ,er wird in den mittelalterlichen ,arzneibchern als beliebtes ,heilmittel oft genannt2 so pries ihn als solches schon im #ab4 ,jahrhundert die heilige ,hildegard1 btissin des ,klosters ,rupertsberg bei ,bingen1 die auch die erste ,nachricht von der ,verwendung des ,hopfens als ,bierwrze gab4 ,in den stdtischen ,spezereitaxen wird ,kmmel zuerst #acjd in ,brgge1 dann in der ,mitte des #ae4 ,jahrhunderts in ,danzig angefhrt4 ,die ,wurzelknollen des in ,westdeutschland nicht seltenen knolligen ,kmmels 7,carum bulbocastanum71 auch ,erdkastanie genannt1 werden manchenorts1 besonders in der ,walachei und ,moldau gegessen4 ,statt unseres ,kmmels gebrauchten die alten ,griechen und ,rmer als ,arznei und ,gewrz die ,samen des bei ihnen angebauten1 in den stlichen ,mittelmeerlndern wild wachsenden rmischen oder ,kreuzkmmels 7,cuminum cyminum74 ,dieses heute auf ,sizilien und ,malta1 wie auch in ,ostindien hufig angebaute einjhrige ,doldengewchs mit weien oder rtlichen ,blten besitzt doppelt so lange ,frchte wie diejenigen unseres ,kmmels von stark aromatischem1 unangenehmem1 entfernt an ,fenchel erinnerndem ,geruch und scharf bitterlichem ,geschmack4 ,sie enthalten ein therisches l von hellgelber ,farbe und durchdringend kmmelartigem ,geruch1 welches als rmisches ,kmmell bei der ,bereitung magenstrkender8 ,likre verwendet wird4 ,im ganzen ,altertum war er wie in den ,mittelmeerlndern heute noch als ,kchengewrz und ,arznei geschtzt4 ,er hie bei den alten gyptern tapnen1 einem ,worte1 dem man hufig in dem medizinischen ,papyri begegnet4 ,daneben bedienten sie sich auch einer semitischen ,bezeichnung kamnini1 die mit dem hebrischen kammn zusammenhngt4 ,seine ,samen befanden sich mehrfach unter den ,totenbeigaben in den altgyptischen ,grbern4 ,die ,griechen nannten ihn kminon und danach die ,rmer1 die ihn durch jene kennen lernten1 cyminum4 ,dioskurides sagt von ihm3 ,das kminon schmeckt gut1 vorzglich das thiopische1 das ,hippokrates 7#dfj-cfd v4 ,chr47 das knigliche nennt2 nach ihm folgt an ,gte das gyptische und dann die brigen ,sorten4 ,es wchst im asiatischen ,galatien1 in ,kilikien1 bei ,tarent und an mehreren anderen ,orten4 ,es dient als ,gewrz und ,heilmittel48 ,theophrast schreibt3 ,das kminon trgt schmale1 gestrichelte ,samen in reichlicher ,menge2 es wird fr die ,kche angepflanzt und dabei vorgeschrieben1 da man bei der ,aussaat fluchen und schimpfen soll48 7,damit wollte man die bsen ,geister vertreiben1 die dem ,wachstume der ,saat schaden konnten47 ,eine ,abart dieses ,kmmels nennt ,dioskurides kros und fgt hinzu3 er ist ein kleiner1 allbekannter ,same1 der ein gutes ,gewrz gibt2 auch die ,wurzel wird zur ,speise gekocht84 ,diesen ,kmmel nannten die ,rmer nach den ,griechen careum2 so sagt ,columella3 ,das careum dient als ,gewrz18 und ,plinius3 ,der careum 7 ,kmmel7 stammt aus dem ,auslande und hat seinen ,namen von seinem ,vaterlande ,karien4 ,man bentzt ihn vorzugsweise fr die ,kche2 er gedeiht in jedem ,boden1 der beste kommt jedoch aus ,karien und nchstdem aus ,phrygien48 ,als ,arznei gegen ,blhungen und beliebtes ,gewrz ist unter den ,doldenbltlern ferner der gemeine ,fenchel 7,foeniculum vulgare7 mit ausdauerndem1 #a-b m hohem ,stengel zu nennen4 ,er wchst von den ,azoren bis ,persien und ,kurdistan1 von ,nordafrika bis ,ungarn wild und wird stellenweise in ,deutschland1 ,sdfrankreich1 ,galizien1 ,rumnien1 ,indien1 ,china und ,japan kultiviert4 ,die jungen ,pflanzen werden auf ,saatbeeten gezogen und im ,juli versetzt1 wie der ,kmmel behandelt und im ,herbste geschnitten4 ,in klteren ,gegenden werden die ,wurzeln fr den ,winter gedeckt4 ,die ,samen knnen zwei- bis dreimal geerntet werden4 ,das ,kraut dient als ,viehfutter1 whrend die durch das therische ,fenchell angenehm aromatisch riechenden und gewrzhaft slich schmeckenden ,frchte als ,kchengewrz zum ,einmachen von ,gurken usw41 auch als ,appetit anregendes ,mittel angewendet werden4 ,mit pulverisierten ,sennesblttern und ,sholzwurzeln zusammen bilden sie einen ,hauptbestandteil des leicht abfhrenden ,brustpulvers84 ,wie anderswo ,kmmel1 bckt man in ,thringen und ,tirol ,fenchel ins ,brot4 ,der rmische ,fenchel ist eine ,abart des ,foeniculum dulce1 die in ,sdfrankreich1 ,italien und auf ,malta angepflanzt wird4 ,er schmeckt etwas ser und milder1 sonst wie voriger4 ,auch die ,frchte des in den ,mittelmeerlndern wildwachsenden beienden ,fenchels 7,foeniculum piperitum7 werden als ,gewrz benutzt4 ,seit den ltesten ,zeiten diente der ,fenchel den ,chinesen1 ,indern1 gyptern und den ,vlkern am ,mittelmeer als ,arznei und ,kchengewrz4 ,als schamari hout findet er sich mehrfach in den medizinischen ,papyri angefhrt4 ,auch bei den ,griechen und ,rmern wurde er als ,kchengewrz und ,arznei verwendet4 ,schon ,theophrast im #d4 ,jahrhundert v4 ,chr4 erwhnt den ,fenchel als mrathron und ,dioskurides sagt von ihm vier ,jahrhunderte spter3 ,vom ,fenchel 7mrathron7 wird das ,kraut oder der ,samen gegessen1 um die ,milch zu vermehren4 ,der letztere bekommt dem ,magen gut4 ,man zieht aus der ,pflanze und deren ,samen den ,saft1 um ihn fr schwache ,augen zu verwenden48 ,noch hundert ,jahre spter schreibt der ,arzt ,galenos aus ,pergamon3 ,der ,fenchel 7mrathron7 wchst wild1 wird aber auch angest1 und nicht blo als ,gewrz1 sondern auch als ,speise benutzt1 zu welchem ,zwecke man die ,pflanze frs ganze ,jahr in ,essig oder eine ,mischung von ,essig und ,salzwasser legt48 ,wie ein griechischer ,schriftsteller in der ,geoponika1 sagt gleicherweise der aus ,spanien stammende ,rmer ,columella3 ,beim ,einmachen der ,oliven dient ,fenchelsamen als ,gewrz48 ,die ,rmer nannten ihn foeniculum4 ,plinius schreibt von ihm3 ,die ,schlange bekommt im ,winter eine neue ,haut und streift die alte mit ,hilfe des ,fenchels 7foeniculum7 ab4 ,den ,menschen dient der ,fenchel als ,gewrz1 auch wird er zur ,strkung schwacher ,augen gebraucht1 worauf man durch die ,beobachtung gekommen ist1 da ihn die ,schlangen zu diesem ,zwecke verwenden48 ,und ,palladius im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 schreibt3 ,man st den ,fenchel 7foeniculum7 im ,februar auf einer sonnigen und etwas steinigen ,stelle48 ,spter erfahren wir1 da ,karl der ,groe dessen ,anbau gleich demjenigen der brigen ,doldengewchse mit wrzhaft schmeckenden ,samen auf seinen ,gtern anordnete4 ,im ,mittelalter wurde er allgemein noch mehr als ,anis geschtzt4 ,dem ,fenchel sehr hnlich ist der gemeine ,dill1 auch ,gurkenkraut genannt 7,anethum graveolens71 der seit dem ,altertume in derselben ,weise wie jener verwendet wird4 ,er findet sich bereits in den altgyptischen ,texten als ammisi erwhnt und wurde nach dem medizinischen ,papyrus ,ebers hauptschlich gegen ,kopfweh verordnet4 ,er wchst noch heute in gypten und in ,sdeuropa wild4 ,die ,griechen nannten ihn wegen seines starken ,geruches nthon4 ,dioskurides sagt1 da man die ,dolde und den ,samen desselben verwende1 um die ,verdauung zu verbessern und die ,milchabsonderung zu steigern2 zu viel und zu oft genossen schwche er jedoch4 ,palladius schreibt3 ,man st den ,dill 7anethum7 im ,februar4 ,er vertrgt jedes ,klima1 doch ist ihm das mig warme am liebsten4 ,man darf ihn nicht dicht sen4 ,manche decken den ,samen gar nicht mit ,erde1 weil sie glauben1 kein ,vogel gehe daran4 ,fehlt es an ,regen1 so begiet man ihn48 ,die ,rmer brachten dieses ,gewrz ber die ,alpen1 und ,karl der ,groe lie es in seinen ,grten anpflanzen4 ,seither fehlt es nicht mehr in den ,kchengrten ,mitteleuropas4 ,noch heute wird das junge ,kraut1 besonders aber die ,dolden mit den reifen ,frchten wegen des krftigen ,geschmacks und ,geruchs als ,kchengewrz1 zum ,einmachen von ,sauerkraut1 ,gurken u4 dgl4 benutzt4 ,das therische l wurde frher wie dasjenige des ,anis gegen krampfartige ,unterleibsbeschwerden angewendet4 ,ebenso alt ist in den ,mittelmeerlndern die ,kultur des ,korianders 7,coriandrum sativum71 dessen ,frchte ebenfalls erst durch die ,rmer in ,mitteleuropa bekannt wurden4 ,diese heute noch im ,orient1 in ,sdeuropa und auch bei uns hier und da als ,sommergewchs angebaute und dann auch verwilderte ,gewrzpflanze stammt aus ,westasien1 wird #cj-fj cm hoch und trgt kugelige1 braungelbe ,frchte1 die eigentmlich angenehm und mildaromatisch riechen1 mit schwachem1 an ,wanzen erinnernden ,beigeruch1 der sich vor der ,reife weit strker1 auch am ,kraut zeigt4 ,daher der ,name1 vom griechischen kris ,wanze1 im ,deutschen ,wanzenkraut lautend4 ,die ,samen dienen als ,kchengewrz1 zu ,backwerk aller ,art1 ,likren und wurden frher auch abfhrenden ,arzneien zugesetzt4 ,das frische ,kraut soll betubend wirken4 ,seine ,samen wurden von jeher als ,gewrz und ,arznei verwendet4 ,sie finden sich schon in altgyptischen ,grbern4 ,die rztlichen ,papyri nennen den ,koriander mehrfach als unschi und erwhnen auch eine asiatische ,sorte desselben4 ,er wurde vielfach als ,arznei gebraucht und seine ,samen dienten nach den hieroglyphischen ,aufzeichnungen dazu1 den ,wein noch berauschender zu machen4 ,auch die hebrischen und ,sanskritschriften kennen ihn4 ,theophrast und ,dioskurides erwhnen ihn als korannon2 letzterer sagt1 man nenne ihn auch krion1 er sei allgemein bekannt und werde uerlich und innerlich zu ,heilzwecken verwendet4 ,als coriandrum kam er zu den ,rmern4 ,plinius schreibt von ihm3 ,den ,koriander findet man nicht wild2 der beste kommt aus gypten4 ,er dient als ,arznei1 auch rt ,marcus ,varro 7#aaf-bg v4 ,chr471 ,fleisch im ,sommer mit ,essig1 worin sich zerstoener ,koriander und ,kreuzkmmel befinden1 vor ,fulnis zu schtzen48 ,sein ,zeitgenosse ,columella rt1 ihn im ,frhjahr und ,herbst auf gedngten ,boden zu sen4 ,karl der ,groe lie ihn auf seinen ,krongtern anpflanzen1 doch finden wir ihn in ,mitteleuropa erst wieder im #af4 ,jahrhundert erwhnt4 ,ebenfalls ein einjhriger ,doldenbltler ist der ursprnglich in gypten1 ,kleinasien und auf den griechischen ,inseln heimische gemeine ,anis 7,pimpinella anisum71 der schon im ,altertum kultiviert wurde1 um die angenehm1 eigentmlich riechenden1 saromatisch schmeckenden ,samen als ,gewrz und ,arznei zu verwenden4 ,dioskurides schreibt von ihm3 ,der ,anis 7nison7 ist als ,gewrz und ,arznei gesund4 ,der beste ist frisch1 voll1 ohne ,staub1 hat einen starken ,geruch4 ,dem kretischen gibt man den ,vorzug1 ihm zunchst steht der gyptische48 ,durch die ,griechen wurden die ,rmer damit bekannt gemacht4 ,plinius sagt von ihm3 ,der ,anis 7anisum7 gehrt zu den ,speisen1 welche ,pythagoras 7aus ,samos1 siedelte #ebi v4 ,chr4 nach ,kroton in ,unteritalien ber1 wo er als ,grnder und ,mittelpunkt des weit verbreiteten pythagorischen ,bundes wirkte7 besonders empfohlen hat1 und zwar sowohl roh als gekocht4 ,jedenfalls ist er1 grn und getrocknet1 an allen ,speisen1 die gewrzt werden1 gut4 ,er wird auch an die ,bodenrinde der ,brote getan4 ,er gibt dem ,atem einen guten ,geruch1 dem ,gesicht ein jugendlicheres ,ansehen und erleichtert schwere ,trume1 wenn man ihn so ber dem ,kopfkissen aufhngt1 da der ,schlafende ihn riecht4 ,er bewirkt auch tchtige ,elust2 so hat man ihn denn auch wegen seiner vortrefflichen ,eigenschaften den ,unbertrefflichen 7anicatum7 genannt48 ,sein ,zeitgenosse ,columella gibt an3 gyptischer ,anis dient als ,gewrz beim ,einmachen der ,oliven81 und ,palladius im #d4 ,jahrhundert n4 ,chr4 rt1 ihn im ,februar oder ,mrz auf gut bearbeiteten1 gedngten ,boden zu sen4 ,durch die ,rmer wurden die ,lnder nrdlich der ,alpen mit ihm bekannt4 ,heute wird er als sehr wichtiges ,gewrz fast in allen ,erdteilen angebaut1 so besonders in ,deutschland1 ,bhmen1 ,mhren1 ,ruland1 ,skandinavien1 ,holland1 ,frankreich1 ,spanien1 ,bulgarien1 ,syrien1 ,indien und ,chile4 ,er wird als ,kchengewrz besonders zu ,backwerk benutzt und das daraus destillierte ,anisl wird zu ,likren1 speziell der ,anisette1 verwendet4 ,in ,norddeutschland kocht man hufig ,borsdorfer pfel mit ,anis4 ,sein ,geruch ist den ,tauben sehr angenehm1 weshalb man sie mit demselben leicht wieder auf den ,schlag nach ,hause lockt4 ,im ,handel wird der ,anissamen zuweilen mit demjenigen des giftigen ,schierlings 7,conium maculatum71 dem sie sehr hnlich sehen1 vermischt1 wodurch schon wiederholt ,vergiftungsflle vorkamen4 ,an ,geruch1 ,geschmack und ,wirkung dem gemeinen ,anis sehr hnlich ist der echte ,sternanis1 der von einem #f-h m hohen1 immergrnen1 in ,china1 ,japan und den ,philippinen heimischen ,baum aus der ,familie der ,magnoliazeen 7,illicium anisatum7 gewonnen wird4 ,er wchst vorzugsweise in den hohen ,gebirgen von ,jn-nan in ,sdwestchina1 wo er auch kultiviert wird und besitzt ziemlich groe lederartige ,bltter1 blagrnlichweie ,blten und sternfrmige1 matt-graubraune ,kapselfrchte von angenehm s aromatischem1 eigentlich mehr an ,fenchel als ,anis erinnerndem ,geschmack4 ,in ihrer ,heimat werden sie schon lange als ,heilmittel und ,gewrz verwendet und wurden #aehh von ,sir ,thomas ,cavendish von den ,philippinen zuerst nach ,europa1 und zwar nach ,london gebracht2 doch haben sie erst die ,hollnder als ,medikament und bei der ,teezubereitung verwendet4 ,heute bilden sie eine beraus wichtige ,droge des ,weltmarktes1 da sie #e ,prozent des farblosen therischen ,anisles enthalten und zu dessen ,darstellung benutzt werden4 ,letzteres ist namentlich fr die ,likrfabrikation ganz unentbehrlich4 ,von diesem ,baume kommt auch das ,holz als ,anisholz in den ,handel2 es wird vielfach von ,tischlern und ,drechslern verarbeitet4 ,dem echten ,sternanis sehr hnlich sehen die ,frchte des unechten ,sternanis aus1 die von einem als ,illicium religiosum bezeichneten1 weil um die buddhistischen ,tempel in ,japan angebauten und dort ,sikimmi genannten1 dem echten ,sternanisbaume nahe verwandten immergrnen ,baume stammen4 ,sie sind giftig und sind nur daran zu erkennen1 da sie nicht wie jene nach ,anis1 sondern aromatisch nach ,kardamomen oder ,kampfer riechen und zuerst sauer1 dann bitter schmecken4 ,bisweilen werden sie zur ,verflschung des echten ,sternanis benutzt1 wodurch wiederholt ,vergiftungsflle vorkamen4 ,neben ,anis1 ,fenchel1 ,dill1 ,kmmel und ,koriander war im ,mittelalter auch die durch einen reichen ,gehalt an therischen len aromatisch duftende ,raute 7,ruta graveolens7 ein im ,abendland sehr beliebtes1 in allen ,bauerngrten angetroffenes ,gewrz4 ,fr ,indien sehr wichtig dagegen waren schon im ,altertum wie heute die ebenfalls durch einen reichen ,gehalt an therischem l1 das ihnen einen kampferartigen ,geruch und ,geschmack verleiht1 uerst aromatisch schmeckenden ,kardamomen1 die im ,leben des gewrzeliebenden ,sdasiaten eine wichtige ,rolle spielen4 ,durch den ,handel mit ,indien wurden die ,bewohner ,westasiens und schlielich auch die ,mittelmeervlker mit ihnen bekannt4 ,der griechische ,arzt ,dioskurides schreibt ber dieses ,gewrz1 das den reichen ,griechen und ,rmern vornehmlich als ,arznei diente3 ,das beste kardmmon wird ber ,komagene 7nordstlichste ,provinz ,syriens1 zwischen dem ,euphrat und ,amanosgebirge71 ,armenien und dem ,bosporus nach ,italien gebracht1 stammt aber aus ,indien und ,arabien4 ,man gibt demjenigen den ,vorzug1 das nicht leicht bricht1 voll und geschlossen ist1 einen angreifenden ,geruch und einen scharfen1 etwas bitteren ,geschmack hat4 ,es erwrmt und dient als ,arznei48 ,sein ,zeitgenosse ,plinius sagt3 ,das cardamomum besteht aus lnglichrunden ,samen und wird in ,arabien gesammelt4 ,man unterscheidet davon drei ,arten3 eine sehr grne und fette mit scharfen ,kanten1 schwer zerreiblich1 was man vorzglich schtzt4 ,die zweite ,art ist rtlichwei1 eine dritte ist krzer und dunkler gefrbt2 noch schlechter ist die gefleckte1 leicht zerreibliche1 schwach riechende4 ,der ,geruch des echten cardamomum mu demjenigen des costus gleichkommen4 ,diese ,sorte wchst auch in ,medien4 ,das ,pfund kostet #c ,denare 7 #a4hj ,mark748 ,im #f4 ,jahrhundert n4 ,chr4 erwhnt der rmische ,arzt ,alexander ,trallianus die ,kardamomen1 dann #aaed der weitgereiste ,araber ,edrisi als ,produkt ,ceylons2 #abei waren sie in ,kln zu haben4 #aefc unterscheidet der ,portugiese ,garcia da ,orta eine ,malabar- und eine ,ceylonsorte4 ,auch der nach seiner ,herkunft von ,bergzabern bei ,straburg als ,tabernaemontanus bezeichnete ,arzt am kurfrstlichen ,hofe von ,heidelberg fhrt #aehd die ,kardamomen in seinem ,arzneibuche an4 ,noch heute kommen unter der ,bezeichnung ,kardamomen die ,samen verschiedener ,arten ausdauernder ,stauden aus der ,familie der ,scitamineen oder ,gewrzlilien in den ,handel1 um als ,arznei1 ,gewrz und zugleich zur ,herstellung von ,parfm zu dienen4 ,weitaus die wichtigste derselben1 die in ,deutschland und den anderen ,kulturstaaten offizinell ist1 stammt von der echten ,kardamome 7,elatteria cardamomum var4 minor71 einer in den feuchten ,bergwldern ,malabars an der sdlichen ,westkste ,indiens einheimischen ,ingwerverwandten mit #b-c m hohen ,stengeln1 #dj-ge cm langen1 lanzettlichen ,blttern und knolligen1 dichtgeringelten ,wurzelstcken4 ,in den sich nach der ,blte bildenden langen1 dreifcherigen1 gelben ,kapseln finden sich #d bis #e mm lange1 braune1 etwas eckige1 rauhe ,samen1 die ihren wrzigen ,geschmack einem flchtigen1 frisch in ,wasser destilliert farblosen therischen l1 dem ,kardamoml1 verdanken4 ,die ,pflanze1 die in ihrer ,heimat an ,stellen abgeforsteter ,wlder zahlreich aus dem ,boden spriet1 wird besonders in ,malabar1 aber auch in ,ceylon1 ,cochinchina1 ,siam1 ,jamaika1 ,deutsch-,ostafrika und anderen ,orten des engeren ,tropengrtels im groen angebaut4 ,es geschieht dies teils durch ,wurzelteilung1 teils -- was die ,regel ist -- durch ,samen1 die in ziemlichen ,abstnden in lockeren1 humusreichen ,boden gepflanzt werden4 ,in einem ,jahre sind die ,pflnzchen #cj-dj cm hoch1 geben im dritten ,jahre die erste kleine und im vierten ,jahre eine ,vollernte2 dabei bleiben sie etwa sechs ,jahre tragbar4 ,vor der vlligen ,reife1 wenn die grnen ,kapseln in gelb berzugehen beginnen1 werden sie einzeln mit ,scheren abgeschnitten und zum ,nachreifen zunchst einige ,tage in einem ,magazin auf ,haufen gelegt4 ,dann trocknet man sie vorsichtig in der ,sonne1 drischt die ,samen heraus und bringt sie zum ,versand4 ,als ,durchschnittsertrag rechnet man an den ,hauptproduktionsorten in ,sdwestindien und auf ,ceylon #bjj kg marktfertige ,ware auf das ,hektar1 ein ,ergebnis1 das unter gnstigen ,verhltnissen und bei sorgsamer ,pflege oft um die ,hlfte und mehr berschritten wird4 ,von einer greren1 in ,ceylon heimischen ,kardamomart 7,elatteria cardamomum var4 major7 werden gelbrote1 eckige1 rauhe ,samen von eigentmlichem1 starkem ,geruch gewonnen und in kleinen ,posten nach ,england exportiert4 ,in ,siam1 auf ,sumatra1 ,java und einigen anderen malaiischen ,inseln wchst ,amomum cardamomum mit vielen keilfrmigen ,samen in ,kapseln1 die etwas kleiner als ,kirschen sind4 ,sie werden fast ausschlielich nach ,sdfrankreich exportiert4 ,als ,bastardkardamom kommen etwas stachlige1 kleine ,kapseln von ,bangkok aus in den ,handel2 auf ,java dagegen ist der ,javakardamom heimisch1 der von geringer ,qualitt ist4 ,besser ist der ,nepal- und ,bengalkardamom4 ,wenig gekannt ist der auf ,madagaskar an sumpfigen ,standorten wachsende schmalbltterige ,kardamom4 ,sehr nahe verwandt damit ist der ,kamerunkardamom1 der neuerdings nach ,hamburg auf den ,markt gebracht wird und ein auerordentlich feines1 wohlriechendes therisches l liefert1 kaum aber als ,gewrz gebraucht wird4 ,eine andere uerst aromatische1 nicht pfefferartig schmeckende ,art ist der abessinische ,kardamom1 der aber kaum nach ,europa gelangt4 ,mit schwachem ,aroma1 aber scharf beiend dagegen ist der ,samen der in ,westafrika wachsenden ,cardamomum malagetta mit rauher1 brauner ,schale und weilichem ,kern1 der als ,paradies- oder ,guineakrner oder ,malagettapfeffer in den ,handel kommt4 ,die ,pflanze1 die von ,oberguinea bis ,kamerun wild wchst1 wird von den ,negern vielfach angebaut1 so da sie einem ,distrikte den ,namen ,pfefferkste eintrug4 ,sie ist dann von den als ,sklaven dahingebrachten ,negern auch in ,westindien eingefhrt worden und wird dort hufig kultiviert4 ,auch sie besitzt einen krautartigen ,stengel mit schmalen1 schilfartigen ,blttern und einem kurzgestielten ,bltenschaft1 der am ,ende einen ,schopf von prchtigen1 rosenroten1 groen1 an unsere ,cannablten erinnernden ,blten trgt4 ,die ,samen dieser ,pflanze1 die in ,england hufig dazu verwendet werden1 dem ,brandy und ,whisky einen schrferen ,geschmack zu erteilen1 wie ihn die mit abgestumpften ,geschmacksnerven ausgestatteten ,gewohnheitstrinker lieben1 sind dem ,neger ,westafrikas fr seinen faden1 aus den ,wurzelknollen des ,yams verfertigten1 kleisterartigen ,mehlbrei1 genannt fufu1 ebenso unentbehrlich1 wie der schwarze ,pfeffer dem ,hindu fr seine tgliche ,reiskost4 ,wie die ,afrikaner bereiten sich die ,inder ihre scharfe ,pfeffersauce mit den verschiedensten ,zutaten zum schwarzen ,pfeffer1 so namentlich auch mit der echten oder langen ,kurkuma oder ,gelbwurzel -- auch gelber ,ingwer genannt -- 7,curcuma longa71 einer nahen ,verwandten der ,kardamomen1 die im ,hindustani ,indiens haldi1 bei den ,arabern dagegen kurkum heit1 woraus sich unsere ,bezeichnung ,kurkuma bildete4 ,in ,indien wird sie vielfach als ,arznei1 dann als ,wrze zu fast allen ,speisen1 besonders aber als wichtiger ,bestandteil des berhmten ,currypulvers verwendet4 ,schon im ,altertum gelangte sie von dort aus mit den ,kardamomen zu den ,kulturvlkern am ,mittelmeer4 ,der griechische ,arzt ,dioskurides sagt von ihr3 ,es gibt eine ,art ,cypergras 7kpeiros71 das in ,indien wchst1 dem ,ingwer hnlich ist1 aber beim ,kauen safrangelb wird und bitter schmeckt4 ,streicht man es auf ein behaartes ,muttermal1 so gehen die ,haare daselbst aus48 ,wie im ,altertum hat die ,kurkuma auch im ,mittelalter als ,arznei bei den arabischen rzten eine gewisse ,rolle gespielt4 ,von ,indien aus erstreckte sich damals der ,handel mit ihr so weit1 als die arabische ,herrschaft reichte4 ,ihre ursprngliche ,heimat ist wahrscheinlich ,hinterindien und der malaiische ,archipel2 doch ist sie sehr frh nach ,vorderindien gelangt1 wo sie jetzt weit mehr als anderswo kultiviert wird4 ,hingegen wchst in ,vorderindien neben einer ,reihe ,arten1 die keinen ,farbstoff enthalten1 auch eine ,art wild1 die einen gelben ,farbstoff liefert1 der allerdings weit weniger schn ist und nur noch selten benutzt wird1 sich aber fr manche ,zwecke1 wie z4 ,b4 zur ,herstellung eines knstlichen ,goldlacks1 besser eignet wie die gewhnliche ,kurkuma4 ,es ist dies die runde ,kurkuma 7,curcuma aromatica7 mit birnfrmigem ,wurzelstock von #c-e cm ,lnge und daran befindlichen fingerdicken ,auslufern1 die in ,lngsschnitten in den ,handel gelangt1 aber kaum nach ,europa kommt4 ,von der vorhin genannten echten oder langen ,kurkuma -- lang genannt1 weil sich der im ,durchschnitt orangebraune ,wurzelstock in eine ,anzahl mannsfingerdicker und -langer ,seitentriebe verstelt -- gibt es mehrere ,spielarten1 die nach ihren ,produktionslndern benannt werden4 ,die chinesische1 die vorzugsweise auf der ,insel ,formosa erzeugt wird1 gilt fr die beste1 dann folgen an ,gte diejenigen von ,bengalen und ,pegu1 die sich beide durch eine intensive ,frbung auszeichnen4 ,auch die ,sorte von ,madras wird als eine feine ,qualitt betrachtet1 whrend diejenige von ,java wegen ihrer matten ,farbe nur geringe ,preise erzielt4 ,als die geringwertigsten gelten diejenigen von ,bombay und ,scinde4 ,die ,pflanze treibt hohe1 mit #cj cm langen1 breit lanzettlichen ,blttern besetzte ,schfte1 die in einen ,bltenstand von dichtsitzenden1 rahmgelben ,blten enden1 die von schn violett gefrbten ,schaublttern berragt werden4 ,da aber in der ,kultur seit undenklicher ,zeit die ,bltentriebe als nutzlose ,kraftverschwendung der ,pflanze ausgebrochen werden1 so hat sie die ,fhigkeit1 keimbare ,frchte zu erzeugen1 mit der ,zeit ganz eingebt1 so da sie jetzt ausschlielich durch ,wurzelknollen vermehrt wird4 ,diese werden in fruchtbaren1 von berschwemmungen verschonten ,boden in ,abstnden von #fj cm nach jeder ,richtung im ,april und ,mai gepflanzt und im ,dezember geerntet1 wobei man als ,durchschnittsertrgnis #ejjj kg vom ,hektar annimmt4 ,die ,wurzelstcke werden zunchst in heies ,wasser getaucht1 um ihre ,keimkraft zu zerstren1 dann #c-d ,tage an der ,sonne getrocknet und schlielich in ,scke verpackt4 ,noch wichtiger und auch bei uns bekannter als sie ist ihr naher ,verwandter1 der ,ingwer 7,zingiber officinale71 dessen etwa daumendicke und in frischem ,zustand fleischige ,wurzelstcke1 die #b1b ,prozent eines hellgelben therischen les und ein brennend schmeckendes ,harz enthalten1 wegen ihres aromatischen ,geruches und feurig gewrzhaften ,geschmackes seit den ltesten ,zeiten in ihrer ,heimat ,ostindien als ,medizin und ,gewrz verwendet werden4 ,im ,sanskrit heit er sringavera4 ,frh schon wurde er durch den ,handel nach ,westen gebracht und gelangte um die ,wende der christlichen ,zeitrechnung durch das ,rote ,meer zu den ,griechen und ,rmern1 die ihn nach der arabischen ,bezeichnung zindschebil1 d4 h4 ,wurzel von ,zindschi1 zingiberi nannten und als kostbares ,gewrz und ,medikament schtzten4 ,der griechische ,arzt ,dioskurides1 um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr41 sagt in seiner ,arzneikunde von ihm3 ,der ,ingwer 7zingberis7 ist ein eigentmliches ,gewchs1 das im troglodytischen ,arabien sehr hufig wchst4 ,das frische ,kraut wird gekocht zu vielen ,dingen1 wie bei uns die ,raute 7pganon7 gebraucht1 indem man es zu ,trnken und gekochten ,speisen mischt4 ,die ,wurzeln sind klein wie beim ,cypergras 7kpeiros71 weilich1 wohlriechend und von pfefferartigem ,geschmack4 ,man whlt zum ,gebrauch die nicht von ,wrmern zerfressenen ,wurzeln4 ,weil sie leicht verderben1 werden sie eingemacht und in irdenen ,gefen nach ,italien gebracht2 sie sind dann zum ,verspeisen fertig und werden samt ihrer ,brhe verbraucht4 ,der ,ingwer erwrmt1 befrdert die ,verdauung1 ist dem ,magen gesund2 er wird auch ,gegengiften zugesetzt und hat in seiner ,wirkung hnlichkeit mit dem ,pfeffer48 ,auch ,plinius sagt in seiner ,naturgeschichte3 ,der ,ingwer1 den man zimpiberi oder zingiberi nennt1 hat einen pfefferartigen ,geschmack1 wchst in ,arabien und bei den ,troglodyten4 ,das ,pfund kostet #f ,denare 7 #c4fj ,mark748 ,das ,ansehen des ,ingwers wuchs im ,abendlande noch bedeutend im ,laufe des ,mittelalters1 da er als eine der begehrtesten ,spezereien des ,levantehandels durch die ,vermittlung der ,araber und ,venezianer auf den europischen ,markt gebracht wurde4 ,aus ,italien kam er im #i4 ,jahrhundert zuerst nach ,deutschland und im #aj4 ,jahrhundert nach ,england4 ,scribonius ,largus nennt ihn gingiber und die heilige ,hildegard von ,rupertsberg bei ,bingen im #ab4 ,jahrhundert ingeber4 ,spter ist er als imber allgemein bekannt und besonders auch von den rzten angewandt4 ,er war damals als ,gewrz und ,arznei so angesehen1 da in manchen ,stdten1 wie beispielsweise in ,basel1 die ,gasse der ,gewrzkrmer nach ihm als einem der wichtigsten ,reprsentanten der von jenen gefhrten ,drogen einfach ,imbergasse8 hie1 eine ,bezeichnung1 die sich hier bis auf den heutigen ,tag erhielt4 ,immerhin wurde sein bermiger ,genu von manchen gergt4 ,so sagt der wrttembergische ,dichter ,bebel 7#adge-aeaf7 von einem ,brgermdchen3 ,wein und ,gewrze1 ,zimt1 ,pfeffer und ,ingwer haben ihr ,blut verdorben --84 ,die erste direkte ,nachricht ber die lebende ,pflanze stammt vom weitgereisten ,venezianer ,marco ,polo 7#abef-acbc71 der #abie aus ,china nach seiner ,vaterstadt zurckkehrte und spter seine ,erlebnisse und ,beobachtungen zusammenstellte4 ,um dieselbe ,zeit beschrieb sie ein anderer ,italiener1 ,pegolotti1 der #abib bis nach ,indien gelangte4 ,der ,spanier ,mendoza brachte den ,ingwer zu ,anfang des #af4 ,jahrhunderts nach ,westindien1 und schon #aedg sollen von dort1 speziell von ,jamaika1 #a1a ,millionen kg exportiert worden sein4 #aehe begann die ,ausfuhr von ,san ,domingo und #afed diejenige von ,barbados nach ,spanien4 ,noch heute wird er in ,westindien im groen angebaut2 doch ist sein ,hauptproduktionsland nach wie vor seine alte ,heimat ,ostindien geblieben1 wo er in ungeheurem ,mae verbraucht wird und an ,wichtigkeit als ,gewrz dem ,pfeffer nur wenig nachsteht4 ,er gilt dort als beinahe so notwendig als das tgliche ,brot1 da man glaubt1 die innern ,organe des menschlichen ,krpers knnten ohne seine ,mitwirkung ihre ,ttigkeit nicht ausben4 ,trotz dem ungeheuren eigenen ,verbrauche fhrt ,ostindien noch jhrlich ber #e ,millionen kg ,ingwer im ,werte von #e ,millionen ,mark hauptschlich nach ,england und seine ,kolonien aus1 wo er vorzugsweise zur ,herstellung des beliebten ginger-ale1 d4 h4 des ,ingwerbieres1 verwendet wird4 ,cochinchina fhrt jhrlich #d ,millionen kg ,ingwer aus und ,china1 das selbst sehr viel davon konsumiert1 beinahe ebensoviel1 und zwar meist mit ,zucker eingemacht4 ,auch ,jamaika und ,sierra ,leone exportieren groe ,mengen4 ,auch in ,afrika wird er vielfach von den ,eingeborenen angebaut und gedeiht vorzglich4 ,illustration3 ,bild #ci4 ,der ,ingwer 7,zingiber officinale74 ,der ,ingwer verlangt neben ausgiebiger ,sonnenwrme vor allem groe ,luftfeuchtigkeit1 kann aber keine allzugroe ,nsse des ,bodens ertragen4 ,am besten gedeiht er auf lockerem1 sandigem1 nahrhaftem ,lehmboden4 ,hier wird er in derselben ,weise wie die ,kurkuma ausschlielich durch ,wurzelstcke vermehrt1 die zu diesem ,zwecke in kleine ,stcke zerschnitten werden4 ,jedes mit ,augen versehene ,stck liefert ein neues ,exemplar der #a-b m hohen ,pflanze mit zwei ,reihen langer1 schilfartiger1 schmaler ,bltter und kleinen1 weien1 rotgestreiften oder gelblichweien und dann violett gefleckten ,blten1 die aber infolge der viele ,jahrhunderte umfassenden1 ausschlielich auf ungeschlechtigem ,wege durch ,wurzelknollenableger bewirkten ,fortpflanzung die ,fhigkeit1 keimfhigen ,samen hervorzubringen1 vollstndig eingebt haben4 ,die ,saatknollen werden im ,mrz in ,abstnden von #cj cm in den meist gutgedngten ,boden gesteckt und liefern nach #i-aj ,monaten1 whrend welcher ,zeit sie von ,unkraut rein gehalten werden mssen1 eine reichliche ,ernte1 die gleich wie bei den ,kartoffeln erfolgt4 ,sobald die ,stengel vollstndig verwelkt sind1 werden die ,wurzelstcke ausgegraben oder ausgepflgt1 gereinigt und in ,wasser grndlich gewaschen4 ,um schwarzen ,ingwer zu bereiten1 der seine ,schale behlt1 werden sie dann durch ,kochen whrend einer ,viertelstunde in ,wasser ihrer ,keimkraft beraubt und abgettet1 dann in der ,sonne vollstndig getrocknet und sind so versandfhig4 ,um aber weien ,ingwer herzustellen1 sucht man aus den gewaschenen ,wurzelstcken die schnsten aus und schabt mit einem ,messer die dunkle ,schale vollstndig ab4 ,dabei werden alle ,auswchse und dunkeln ,stellen ausgeschnitten4 ,nach wiederholtem ,waschen in kaltem ,wasser werden diese nunmehr wei aussehenden ,ingwerknollen an der ,sonne getrocknet1 wobei sie1 der schtzenden ,schale beraubt1 von selbst absterben4 ,der gezuckerte ,ingwer1 eine beliebte ,delikatesse1 die in steigendem ,mae nach ,europa importiert wird1 wird aus den noch weichen1 halbreifen ,wurzelstcken gewonnen1 kurz bevor die ,bltenstengel austreiben4 ,diese werden nach sorgfltiger ,reinigung in lauwarmem ,wasser mit heiem ,wasser bergossen und dann so lange gesotten1 bis sie leicht mit einer ,gabel durchstochen werden knnen4 ,dann werden sie einen ,tag in kaltes ,wasser gelegt1 mit einem ,messer geschabt1 wiederum #b bis #c ,tage in tglich erneutes frisches ,wasser getan und mit kochendem ,sirup von #a kg ,zucker auf #b ,liter ,wasser zweimal in einem ,zwischenraum von #b ,tagen bergossen1 dann auf ,schsseln oder ,hrden gelegt und wie ,zitronat getrocknet und verpackt4 ,in ,indien und ,china kommt diese auf der ,zunge etwas beiende ,spezerei seit sehr langer ,zeit als beliebter ,leckerbissen in mit ,bambus umflochtenen irdenen ,tpfen in den ,handel und gelangte wohl in hnlicher ,verpackung schon zur rmischen ,kaiserzeit -- wie wir von ,dioskurides erfuhren -- nach ,italien1 wo allerdings nur die ,reichen seinem ,genusse als sehr teure ,arznei frnen konnten4 ,eine andere ,ingwerart ,ostasiens1 aus der nach dem als ,botanikprofessor #afag in ,padua gestorbenen ,italiener ,prosper ,alpini ,alpinia genannten ,gattung der ,liliazeen ist der ,galgant 7,alpinia officinarum71 dessen bis #a m langer und bis #b cm dicker braunroter1 angenehm gewrzhaft riechender1 aber ingwerartig scharf brennender ,wurzelstock in #e-aj cm lange ,stcke geschnitten heute noch bei uns als aromatisches ,mittel zu ,likren1 ,essig usw4 dient4 ,seine ursprngliche ,heimat scheint an der ,sd- und ,ostkste der chinesischen ,insel ,hainan zu liegen1 wo die ,pflanze einzig wild angetroffen wird2 doch wurde sie schon im ,altertum auer dort auch auf der gegenberliegenden ,halbinsel ,leitschou und den benachbarten ,ksten1 ebenso in ,siam angepflanzt und in ganz ,china als beliebtes ,gewrz verhandelt4 ,auch in ,indien wurde sie neben den vorhin genannten ,ingwerarten benutzt und erscheint im ,ayur veda ,susrutas als kula yoga4 ,ob die alten ,griechen und ,rmer diese ,droge schon kannten1 ist hchst fraglich1 wennschon einige ,forscher -- wohl mit ,unrecht -- vermuten1 der ,cyperus babylonicus des ,plinius sei unser ,galgant gewesen4 ,erst die arabischen rzte des frheren ,mittelalters1 von denen der berhmte ,razes 7eigentlich ,muhammed ,ibn ,zakkaria ar-,rzi1 lebte von #hej-ibc und stellte unter dem zweiten ,kalifen aus dem ,stamme der ,abbasiden1 ,mansur in ,bagdad1 das ,gesamtgebiet der ,medizin dar71 dann der ihm ebenbrtige1 etwas jngere ,avicenna 7eigentlich ,ibn ,sina1 #ihj-ajcg1 der ,verfasser eines ,kanons der ,medizin1 der wie der #i4 ,band des ,werkes von ,rzi bis ins #af4 ,jahrhundert an den europischen ,hochschulen ,gegenstand medizinischer ,vorlesungen war71 ferner ,alkindi und andere den ,galgant als geschtztes ,heilmittel anfhren1 machten ihn im ,abendlande bekannt4 ,der arabische ,geograph ,ibn ,khurdadbah im #i4 und der sarazenische ,reisende ,edrisi aus ,sizilien im #ab4 ,jahrhundert berichten ber seine ,einfuhr4 ,der bis nach ,ostasien gedrungene ,venezianer ,marco ,polo1 der die erste ,kunde von der nach ihm zipangu 7verdorben aus dem chinesischen dschi-pon-kwo1 d4 h4 ,sonnenursprungsland1 oder einfach ,dschi-pon1 woraus die ,japaner ,nippon als die gebruchliche ,bezeichnung ihres ,landes machten7 genannten und als sehr goldreich geschilderten chinesischen ,inselwelt8 ,japan nach ,europa brachte1 schreibt nach seiner #abie erfolgten ,rckkehr in seine ,vaterstadt ber den ,anbau der ,pflanze in ,china4 ,auer dieser kleineren ,galgantsorte kannte er bereits eine grere1 aus ,java stammende1 von ,alpinia galanga1 mit doppelt so dickem1 bis #d cm starkem1 heller gefrbtem und weniger aromatischem ,wurzelstock1 die im europischen ,handel nur wenig angetroffen wird4 ,auch der ,portugiese ,garcia da ,orta in ,goa erwhnte #aefc diese beiden ,sorten1 eine kleinere aus ,china und eine grere aus ,java4 hnliches berichten ,acosta und ,linschotten4 ,die erste gute ,abbildung verffentlichte der ,deutsche in hollndischen ,diensten ,rumphius im ,jahre #aged4 ,der von den #d-e-1 besser aber #aj;jhrigen ,pflanzen gewonnene und an der ,luft getrocknete ,wurzelstock des ,galgants wurde etwa gegen das ,ende des #h4 ,jahrhunderts durch arabische ,vermittlung als arzneilich geschtzte ,pflanze in ,deutschland bekannt4 ,der um die ,mitte des #i4 ,jahrhunderts lebende ,bischof ,salomo ,,iii4 von ,konstanz erwhnt in einem ,formelbuche den ,galgant als calanganum4 ,die heilige ,hildegard1 btissin des ,klosters ,rupertsberg bei ,bingen im #ab4 ,jahrhundert1 behandelt die galgan benannte ,wurzel ausfhrlich als ,heilmittel4 ,die erste ,erwhnung des daraus gewonnenen therischen les findet sich in der ,arzneitaxe der ,stadt ,frankfurt am ,main vom ,jahre #aehg4 ,erst #ahgj wurde durch den ,englnder ,fletcher ,hanc durch das ,auffinden der ,stammpflanze der kleinen ,sorte die frher allgemein geltende ,annahme berichtigt1 da beide ,sorten von demselben ,gewchs abstammen4 ,die ,bezeichnung ,galgant soll nach ihm aus dem chinesischen liang-kiang stammen1 was so viel bedeutet als feiner oder milder ,ingwer84 ,hieraus wurde die arabische ,benennung khulendjan bzw4 khalangian und aus letzterem unser galanga4 ,neben dem ,galgant spielte auch der von den ,deutschen als ,kostwurz bezeichnete ,costus besonders als ,magenmittel im ,mittelalter eine groe ,rolle4 ,die ,droge stammt von einer #a1e-b m hohen ,ingwerart ,ostindiens 7,costus speciosus7 mit groen1 schnen1 rtlichweien wie mit einem rostfarbigen ,reif bestreuten ,blten1 deren ,wurzelstock aber schrfer und bitterer schmeckt als derjenige des ,ingwers4 ,schon im ,altertum wurde er neben dem ,ingwer viel als ,wrze und ,medizin in die ,kulturlnder ,vorderasiens und am ,mittelmeer gebracht4 ,schon ,theophrast erwhnt ihn unter dem ,namen kstos als ,gewrz4 ,dioskurides sagt3 ,der beste kstos kommt aus ,arabien1 ist wei1 leicht und riecht stark1 aber angenehm4 ,ihm folgt an ,gte der indische1 der auch leicht1 aber dunkelfarbig ist4 ,die dritte ,sorte ist der syrische1 der schwer1 buchsbaumgelb und von stechendem ,geruch ist4 ,man gebraucht ihn als ,arznei4 ,er wird auch durch ,beimischung der strksten ,wurzeln des ,alants von ,kommagene 7in ,syrien7 verflscht48 ,in seiner ,beschreibung der ,umschiffung des ,roten ,meeres sagt der griechische ,schriftsteller ,arrianus im #b4 ,jahrhundert n4 ,chr41 da von ,minnagara am ,ausflu des ,indus und der sdstlich davon gelegenen ,hafenstadt ,barygaza kstos in den ,handel gebracht werde4 ,im ,mittelalter befaten sich besonders die ,araber mit dem ,zwischenhandel der in ,menge nach ,europa gebrachten ,droge1 die heute fr uns nur noch historisches ,interesse besitzt4 ,heute noch von einiger ,bedeutung als ,gewrz und ,heilmittel ist dagegen die ,kalmuswurzel1 die in derselben ,weise wie der ,ingwer kandiert besonders in ,persien und ,arabien als uerst beliebtes ,konfekt gegessen wird4 ,seit dem frhen ,altertum wird der bitter aromatische ,wurzelstock des gegenwrtig berall bei uns an den ,ufern der ,weiher verwildert angetroffenen ,kalmus 7,acarus calamus71 in derselben ,weise wie der ,ingwer mit ,honig oder spter ,zucker eingemacht1 aus ,asien importiert4 ,die ,heimat dieser ,wasserpflanze ist nach den neueren ,untersuchungen zweifellos ,sdostasien4 ,die ,kalmuspflanze wird nmlich einzig in ,sdchina und ,hinterindien fruktifizierend angetroffen4 ,am ,fue des ,himalaja und von da an westlich setzt sie keinerlei ,frchte mehr an und pflanzt sich nur auf ungeschlechtigem ,wege durch ,wurzelauslufer fort4 ,die wohlriechende aromatische ,kalmuswurzel ist eines der ltesten ,gewrze und ,heilmittel der sdasiatischen ,vlker4 ,unter der ,sanskritbezeichnung vacha spielte sie in der altindischen ,medizin wie spter in derjenigen des ,morgenlandes eine groe ,rolle als die ,verdauung befrderndes und die ,geschlechtsttigkeit anregendes ,mittel4 ,durch den morgenlndischen ,zwischenhandel gelangte die ,droge als ,arznei zu den ,babyloniern1 gyptern1 ,juden und lteren ,griechen1 denen allen jedoch die ,pflanze selbst1 von der sie herrhrte1 vllig unbekannt blieb4 ,im alten gypten treffen wir die ,kalmuswurzel unter der ,bezeichnung kanna oder heiliges ,rohr1 auch phnikisches ,rohr1 da die ,phnikier ihnen auf dem ,handelswege diese orientalische ,ware geliefert zu haben scheinen4 ,sie wird in fast allen in den hieroglyphischen ,texten uns erhaltenen ,parfmrezepten und in zahlreichen ,arzneirezepten erwhnt1 ebenso gebrauchten sie die ,juden unter demselben ,namen kanna2 so wird sie schon in der von ,jahve ,mose um #abhj v4 ,chr4 am ,sinai gegebenen ,vorschrift zum heiligen ,salbl erwhnt1 das aus den edelsten ,myrrhen und ,kassie zu #ejj ,sekel und ,zimt und ,kalmus zu #bej ,sekel in einem ,hin ,olivenl vermischt werden sollte4 ,damit sollte die ,bundeslade und sollten alle heiligen ,gerte samt der ,stiftshtte gesalbt werden4 ,noch der groe ,pflanzenkenner ,theophrast sagt zu ,beginn des #c4 vorchristlichen ,jahrhunderts von ihrer ,herkunft3 ,der ,kalmus 7klamos1 gleichbedeutend mit ,schilf7 wchst jenseits des ,libanon in einem groen ,sumpf und erfllt1 wenn er trocken ist1 die ,luft mit ,wohlgeruch48 ,zu jener ,zeit hatten die ,griechen bei ,gelegenheit von ,alexanders des ,groen ,siegeszug nach dem fernen ,osten die damals bereits in ,westasien angesiedelte ,pflanze kennen gelernt4 ,der aus ,kilikien gebrtige griechische ,arzt ,dioskurides und der rmische ,naturforscher ,plinius1 die beide um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 lebten1 kennen nher bei ,europa gelegene ,fundorte der ,pflanze als ,syrien4 ,ersterer wei einen ,standort derselben in ,kleinasien und letzterer auer in ,galatien auch auf ,kreta4 ,plinius fgt dem hinzu3 ,der meiste ,kalmus 7acoron7 wchst in ,kolchis1 sowohl am ,flusse ,phasis1 als auch berall in den ,gewssern4 ,frisch hat die ,wurzel mehr ,kraft als alt4 ,die kretische ist weier als die pontische4 ,man schneidet sie in fingerlange ,stcke und trocknet sie im ,schatten81 und ,dioskurides sagt1 da der aromatische klamos ,bltter wie die ,schwertlilie 7ris7 habe und da der wohlriechende den ,magen erwrme und gegen viele innere ,leiden gut sei4 ,erst ums ,jahr #aeeg wurde der ,kalmus in ,mitteleuropa eingefhrt4 ,die erste ,beschreibung und ,abbildung der ,pflanze1 die er acorum nannte1 gab in einem #aefe erschienenen ,buche der italienische ,botaniker ,pierandrea ,matheoli4 ,dieser hielt sich von #aeed-aegg in ,prag auf und erhielt eine getrocknete ,kalmuspflanze vom ,gesandten des deutschen ,kaisers ,ferdinand ,i4 am trkischen ,hofe in ,konstantinopel1 ,ghislenius ,busbequius1 die dieser in einem groen ,see bei ,nicomedia in ,bithynien gesammelt hatte4 ,bald darauf wurde die ,pflanze von dem damals als ,hofbotaniker in ,wien lebenden ,clusius 7,charles de l',ecluse71 der sie #aegd aus ,konstantinopel lebend erhalten hatte und in der ,kaiserstadt an der ,donau kultivierte1 an die verschiedenen botanischen ,grten ,mitteleuropas versandt und verbreitete sich von da aus berallhin1 um bald1 der menschlichen ,pflege sich entziehend1 zu verwildern4 ,im ,jahre #aehh gab ,camerarius an1 da ,acorus erst seit einigen ,jahren in die ,grten eingefhrt sei1 jedoch hufig in ,lithauen und den pontischen ,lndern wachse4 #afaa wird in der dritten ,auflage seines ,kruterbuchs von demselben ,autor ,pontus1 ,galatien und ,kolchien als das ,vaterland der ,pflanze angegeben4 #aeij verpflanzte ,kaspar ,bauhins ,sohn ,johann die ,kalmuspflanze von ,basel nach ,montbliard1 und #aeia verbreitete sie ,sebitz bei ,straburg4 ,seitdem die ,pflanze in ,mitteleuropa gedieh1 machte man einen ,unterschied zwischen asiatischer und europischer ,kalmuswurzel4 ,erst am ,ende des #ag4 ,jahrhunderts erkannte man1 da die ,wurzel der bei uns wachsenden ,pflanze der asiatischen gleichwertig sei4 ,die erste gute ,abbildung der ,pflanze lieferte ,rheede in seinem von #afgh bis #agjc erschienenen ,hortus malabaricus4 #afig wird in der ,apothekertaxe des ,rates von ,halberstadt neben dem indischen ,kalmus auch der einheimische1 und zwar beide zu gleichen ,preisen1 angefhrt4 ,das therische l findet sich zuerst #aehb in der ,taxe der ,stadt ,frankfurt am ,main erwhnt4 ,heute findet sich der ,kalmus nicht blo in ganz ,europa1 sondern auch in ,nordamerika1 wo er im #ah4 ,jahrhundert eingefhrt wurde1 wildwachsend und bringt berall seine zwitterigen ,blten1 niemals aber ,frchte hervor4 ,diese rasche ,verbreitung der ,pflanze hngt mit den offizinellen ,eigenschaften ihrer ,wurzel zusammen1 die noch von der heutigen ,medizin gewrdigt werden4 ,sie enthlt auer therischem l einen ,bitterstoff und zwei ,alkaloide 7,calamin und ,cholin7 und wird auer als ,magenmittel auch zur ,likrfabrikation verwendet4 ,illustration3 ,bild #dj4 ,bltenzweig des echten ,zimtbaums 7,cinnamomum ceylanicum74 ,eine sehr viel wichtigere ,arzneidroge und sehr geschtztes ,gewrz ,sdasiens1 das heute noch eine groe ,bedeutung fr ,europa hat1 ist der ,zimt1 der von einer in den ,bergwldern ,ceylons heimischen ,lorbeerart gewonnen wird4 ,der ,zimtbaum 7,cinnamomum ceylanicum7 ist ein in der ,wildnis1 wo er nicht beschnitten wird1 #f-aj m ,hhe und einen ,stammdurchmesser von #de-eb cm erreichender immergrner ,baum von unregelmigem ,wuchs1 dessen knotige ste sich wagerecht ausbreiten4 ,in den ,zimtgrten baut man ihn als #c-d m hohen ,strauch1 weil die dnnen ,zweige der ,strucher einen feineren ,zimt geben als die starken ste der ,bume4 ,die glatte ,rinde ist auen graubraun1 innen gelblichrot2 an jungen ,schlingen ist sie manchmal grn oder gelbgefleckt4 ,die glatten1 lederartigen1 dunkelgrnen ,bltter sind eifrmig1 #aj-ae cm lang1 stumpf zugespitzt und von fnf ,hauptadern durchzogen4 ,bei ihrer ,entfaltung sind sie rot angehaucht1 frben sich dann gelb1 olivengrn und schlielich dunkelgrn4 ,die in ,rispen geordneten ,blten sind auen seidenhaarig1 weilich und innen gelbgrn gefrbt und strmen zur ,bltezeit im ,januar und ,februar einen schwachen1 nicht allen ,menschen angenehmen ,geruch aus4 ,die ,frchte sind einsamige1 in reifem ,zustande braune ,beeren mit einem dnnen berzug von ,fruchtfleisch4 ,der ,baum ist in allen seinen ,teilen ntzlich4 ,aus den ,wurzeln kann ,kampfer gewonnen werden1 das ,holz nimmt eine schne ,politur an und wird viel in der ,tischlerei verwendet4 ,aus den ,blttern1 die wie ,gewrznelken schmecken und einen aromatischen ,geruch ausstrmen1 wenn sie zerquetscht worden1 wird ein geschtztes ,parfm destilliert2 ein weniger beliebtes ,parfm liefern die ,blten4 ,durch ,auskochen kann aus den ,frchten ,pflanzentalg gewonnen werden4 ,die ,rinde dient als geschtzte ,arznei und ,gewrz4 ,aus den ,schlingen endlich werden ,spazierstcke verfertigt4 ,in seiner ,heimat ,ceylon wurde der ,zimt bis zum ,jahre #aggj ausschlielich von wildwachsenden ,bumen gewonnen4 ,seitdem wird er durch ,samen oder ,stecklinge in ,plantagen kultiviert1 die jhrlich behackt und sorgfltig von ,unkraut freigehalten werden4 ,dadurch wird eine viel bessere ,qualitt als die von ,wildlingen erzielt2 doch eignet sich zu seiner ,kultur nur ein #bj km breiter ,kstenstreifen im ,sdwesten der ,insel bis zu #ejj m ,meereshhe4 ,die ,anbauversuche in anderen ,tropengebieten haben vielfach fehlgeschlagen2 nur das ,kamerungebiet scheint in einer ,hhe von #ejj-ajjj m gnstige ,verhltnisse darzubieten4 ,am besten geeignet zu seiner ,kultur ist sandiger1 mit ,humus vermischter1 kieselsurereicher ,boden2 nur auf ihm erzeugt er eine hellfarbige1 dnne1 aromatische ,rinde4 ,wie anderer1 besonders zu fetter und zu nasser ,boden1 so beeintrchtigt auch zu ppiges1 ebenso ein kmmerliches ,wachstum die ,qualitt der ,rinde1 die dann dunkler1 dick und arm an ,aroma wird4 ,meist geschieht der ,anbau des rascheren ,ertrages wegen durch ,stecklinge1 die man #c m weit auseinander in ,reihen1 zwischen denen ,gnge hindurchfhren1 pflanzt4 ,den jungen ,struchern ist eine leichte ,beschattung ntig4 ,haben die ,stmmchen nach #c-d ,jahren eine ,lnge von gegen #c m erreicht1 so werden sie #aj-ae cm ber dem ,boden abgeschnitten4 ,diese ,erstlingsernte steht an ,menge erheblich und auch an ,gte etwas den folgenden ,ernten nach4 ,aus dem ,stumpf treibt nun bald eine ganze ,anzahl von ,schlingen aus1 von denen man aber nur vier bis sechs sich entwickeln lt4 ,nach #a-b ,jahren werden auch diese geerntet1 sobald die grnlichgraue ,farbe der ,rinde beginnt1 einen brunlichen ,ton anzunehmen4 ,die ,arbeiter in den ,zimtplantagen haben auch sonst noch allerlei ,merkmale1 an denen sie den richtigen ,zeitpunkt der ,ernte erkennen4 ,zweimal im ,jahr1 jedesmal nach der ,regenzeit1 wenn der ,saftumlauf in den ,zimtbumen den hchsten ,grad erreicht hat1 werden die ,pflanzungen besichtigt und ihre reifen ,schlinge ausgehauen4 ,in ,ceylon sind ,mai-,juni und ,oktober-,november die beiden ,erntemonate fr ,zimt1 und zwar wird dem ,mai der ,vorzug gegeben1 weil die ,schlinge dann saftreicher sind und sich infolgedessen leichter schlen lassen4 ,mit einem ,haumesser bewaffnet durchsuchen die ,arbeiter die ,zimtpflanzung nach reifen ,schlingen1 die ungefhr #a1e cm ,durchmesser besitzen4 ,bevor solche abgeschlagen werden1 ritzt man die ,rinde an einer ,stelle mit dem ,fingernagel1 um zu sehen1 ob sie sich leicht vom ,holz lst4 ,bleibt die ,rinde zh am ,holz hngen1 so wird der betreffende ,schling geschont1 bis er1 wenn mglich1 das nchste ,mal ein befriedigenderes ,resultat liefert1 oder1 falls dies nicht der ,fall und der richtige ,zeitpunkt der ,ernte berschritten ist1 dennoch abgehauen und als alte ,rinde in die ,destillerie gegeben wird4 ,jeder ,arbeiter schneidet soviel ,stcke ab1 als er in einem ,bndel zu tragen vermag4 ,dann werden die abgehauenen ,schlinge in der ,plantage selbst von den ,blttern und kleinen ,zweigen befreit und nach einem ,schuppen gebracht1 wo sie in der ,weise geschlt werden1 da in ihre ,rinde zwei ,lngsschnitte an einander gegenberstehenden ,stellen und auerdem in ,abstnden von #cj-ej cm einige ,rundschnitte gemacht werden4 ,mit ,hilfe eines kleinen1 sichelfrmigen ,messers1 das zwischen ,holz und ,rinde geschoben wird1 geht dann das ,schlen leicht von statten4 ,bleibt die ,rinde an einer ,stelle hngen1 so reibt man sie an der betreffenden ,stelle auf der ,auenseite mit dem ,messerstiel so lange1 bis sie sich lst4 ,mehrere der ,rindenstcke werden dann ineinander gesteckt1 diese ,ruten dann zu dicken ,bndeln zusammengeschnrt1 diese auf ,haufen gelegt und mit ,tchern bedeckt1 um wenigstens #bd ,stunden so zu verbleiben4 ,dadurch tritt eine ,art ,grung ein1 welche das ,abschaben der geruch- und geschmacklosen ueren ,rindenschicht oder ,borke sehr erleichtert4 ,dieses ,abschaben geschieht vermittelst des vorhin erwhnten gekrmmten ,messers4 ,dabei werden die ,rindenstcke mit der ,innenseite auf einen glatten ,stab gelegt1 der eine solche ,dicke hat1 da das ,rindenstck glatt auf ihm aufliegen kann4 ,diese ,arbeit erfordert viel ,geschicklichkeit und bung2 denn1 wenn ein ,rest von ,borke zurckbleibt1 gewinnt der ,zimt einen bitteren ,geschmack4 ,andererseits drfen keine ,lcher in die ,rinde geschabt werden1 trotzdem sie oft auf nur mm ,dicke gebracht werden mu4 ,nachdem die geschabten ,stcke oberflchlich getrocknet sind1 werden sie zu etwa #a m langen ,ruten zusammengesteckt 7lateinisch canella ,rhrchen genannt1 weshalb der ,zimt die ,bezeichnung ,kaneel erhielt71 oben und unten auf die richtige ,lnge geschnitten1 auf ,regalen getrocknet1 wobei sich die einzelnen ,rindenstcke zur ,form eines ,zylinders zusammenrollen und die ,rute einige ,festigkeit erhlt4 ,zuletzt wird der ,zimt sortiert und zur ,verschiffung in ungefhr #de kg schwere ,ballen verpackt4 ,die minderwertige ,rinde und aller ,abfall1 bisweilen sogar die ,bltter1 wandern in die ,destillerie1 um das als ,heilmittel wichtige ,zimtl daraus zu gewinnen4 ,in ,ceylon1 dessen ,zimtkulturen fast den gesamten ,zimtbedarf der ,erde decken1 rechnet man auf das ,hektar etwa #ahj kg marktfertigen ,zimt2 doch kann dieser ,betrag bei sorgfltiger ,pflege und ,erntebereitung erheblich berschritten werden4 ,der ,ceylonzimt ist weitaus der beste1 da der ceylonische ,zimtbaum bei der ,kultur in anderen ,lndern berall ausartet4 ,der nach dem ,verschiffungshafen ,tellichery an der ,malabarkste genannte sdindische ,zimt ist auch sehr gut4 ,zweiter ,gte ist der javanische und dritter der amerikanische ,zimt aus ,franzsisch-,guiana und ,brasilien4 ,bis jetzt haben die ,anbauversuche dieses ,gewrzbaumes weder in ,kamerun1 noch in ,deutsch-,ostafrika1 wo er ganz gut gedeiht1 nennenswerte ,ertrge gebracht4 ,die ceylonischen ,zimtgrten nehmen ungefhr #acejj ,hektare ein1 und liefern jhrlich etwa #ijjjjj kg ,zimt im ,werte von #i ,millionen ,mark4 ,von der ,ausfuhr gehen #hj-ij ,prozent nach ,england4 ,cochinchina baut nordwestlich der ,stadt ,taifu etwa #aejjjj kg ,zimtrinde1 die meist die ,chinesen an sich ziehen4 ,im ganzen drfte die jhrliche ,ernte echten ,zimts #a1e ,millionen kg nicht berschreiten4 ,feiner ,ceylonzimt wird in ,london durchschnittlich mit #b ,schilling 7#b ,mark7 das ,pfund bezahlt1 whrend ,zimt anderer ,herkunft nur #aj ,pence 7#j1he ,mark7 gilt4 ,kassienzimt ist um vier ,fnftel billiger als ,ceylonzimt4 ,dieser letztere1 meist nur ,kassia genannt1 stammt von verschiedenen1 dem echten ,zimtbaum sehr hnlichen1 nur etwas grer und krftiger werdenden ,verwandten derselben ,gattung ,cinnamomum1 die in ,hinterindien und ,sdchina wild wachsen und dort1 wie auch in ,ostindien und dem malaiischen ,archipel1 neuerdings auch in ,sd- und ,mittelamerika kultiviert werden4 ,die hufigst angepflanzte ,art ist ,cinnamomum cassia4 ,dieser ,baum wird in derselben ,weise1 nur nicht so sorgfltig wie der echte ,zimt kultiviert4 ,er findet sich auer in ,cochinchina besonders in den sdchinesischen ,provinzen ,kuang-si1 ,kuang-tung und ,kuei-tschou angepflanzt4 ,von hier stammt weitaus der grte ,teil der als chinesischer ,zimt bezeichneten ,kassia1 den die ,kulturlnder verbrauchen4 ,nchstdem kommt ,bengalen und ,malabar in ,britisch-,indien und ,java und ,sumatra in ,hollndisch-,indien4 ,gute ,kassia ist ein billigerer ,ersatz des teuren1 echten ,ceylonzimts und wird hufig unter dessen ,namen in den ,handel gebracht4 ,sie ist dicker und krftiger als ,zimt1 bricht krzer1 schmeckt beiender und ist rmer an ,aroma4 ,diese ,unterschiede verschwinden um so mehr1 je feiner die ,kassia und je geringer der ,zimt ist4 ,besonders in gemahlenem ,zustand wird ,kassia sehr hufig als ,zimt verkauft1 oder kommt mit ,zimt vermischt als reiner ,zimt in den ,handel4 ,die ,kassiablten haben einige hnlichkeit mit den ,gewrznelken1 sind nur etwas kleiner4 ,sie stellen die in der ,sonne getrockneten1 ganz jungen ,frchte des besonders in ,sdjapan kultivierten ,cinnamomum dulce bald nach dem ,verblhen der ,blten dar und werden gleicherweise wie die ,rinde als ,arznei und ,gewrze verwendet4 ,als ,zimtngelein standen sie im ,mittelalter hoch im ,preise und wurden besonders zur ,herstellung des als ,hippokras bezeichneten ,wrzweins benutzt4 ,die ,kultur und ,ernte der ,zimtkassia ist ganz analog derjenigen des echten ,zimts4 ,die ,kassia wird seit ,urzeiten vom alten ,kulturvolke der ,chinesen als geschtzte ,arznei und ,wrze verwendet4 ,schon in einem auf den chinesischen ,kaiser ,schen-nung ums ,jahr #bhjj v4 ,chr4 zurckgefhrten ,kruterbuche wird sie unter dem ,namen kwai angefhrt1 der sich in ,china unverndert bis heute fr ,zimt erhalten hat4 ,sie ist es auch1 welche unter dem heute noch gebruchlichen ,namen kasia neben dem echten ,zimt schon im frhen ,altertum auf dem ,seewege an die ,ksten des ,roten ,meeres gebracht und von dort aus an die ,kulturvlker im ,bereiche des stlichen ,mittelmeerbeckens weiter verhandelt wurde4 ,in einem uralten1 an der ,wand des ,laboratoriums des ,tempels von ,edfu 7#ah4 ,dynastie #aehj-acej v4 ,chr47 in ,hieroglyphen eingemeielten ,rezept zu heiligem ,rucherwerk wird ,zimt als kainamaa aufgefhrt4 ,und als die unternehmende ,tochter und ,erbin des gyptischen ,knigs ,thutmosis ,i41 ,hatschepsut1 die mit ihrem ,halbbruder ,thutmosis ,,ii4 verheiratet war und nach dessen ,tode von #aeaf-adha v4 ,chr4 selbstndig ber gypten herrschte1 im #i4 ,jahre ihrer ,regierung eine ,expedition von fnf ,schiffen nach dem ,lande ,punt 7,sdarabien7 sandte1 brachte diese auer ,weihrauch1 ,gold und ,elfenbein auch ,zimt in grerer ,menge nach der ,residenz ,theben mit4 ,da nun im ,lande ,punt kein ,zimt wuchs1 mssen ihn indische ,handelsschiffe dahin gebracht haben4 ,zu ,ende des zweiten vorchristlichen ,jahrtausends war der ,zimt als kostbarer ,handelsartikel ,vorderasiens auch den ,juden und den ,phnikiern unter dem ,namen kinnamon bekannt4 ,so lesen wir in dem zur ,zeit der israelitischen ,knige1 deren drei erste ,saul 7#ajee bis #ajcc v4 ,chr471 ,david 7#ajcc-iic7 und ,salomo 7#iic-iec7 waren1 verfaten ,pentateuch im #b4 ,mose #cj1 #bb u4 f4 welche ,wertschtzung dieses ferne ,produkt ,indiens bei den ltesten ,juden besa4 ,dort heit es3 ,und der ,herr 7,jahve7 redete mit ,mose 7am ,sinai um #abhj v4 ,chr47 und sprach3 ,nimm zu dir die besten ,spezereien #ejj 7,sekel7 und ,zimt halb soviel1 nmlich #bej1 und ,kalmus auch #bej1 und ,kassia #ejj nach dem ,sekel des ,heiligtums und l vom lbaum #a ,hin1 und mache ein heiliges ,salbl nach der ,apothekerkunst und salbe damit die ,htte des ,stifts und die ,lade des ,zeugnisses1 den ,tisch mit all seinem ,gerte1 den ,leuchter mit seinem ,gerte1 den ,rucheraltar1 den ,brandopferaltar mit all seinem ,gerte und das ,handfa mit seinem ,fu2 und sollst sie also weihen1 da sie das ,allerheiligste seien1 denn wer sie anrhren will1 der soll geweiht sein4 ,und sollst mit den ,kindern ,israels reden und sprechen3 ,dieses l soll mir eine heilige ,salbe sein bei euren ,nachkommen4 ,auf ,menschen soll es nicht gegossen werden1 du sollst auch seinesgleichen nicht machen2 denn es ist heilig1 darum soll's euch heilig sein4 ,wer ein solches 7l7 machet oder einem andern davon gibt1 der soll von seinem ,volk ausgerottet werden48 ,dann findet sich der ,zimt in der den ,sprchen ,salomos nachgeahmten ,weisheit ,jesu1 des ,sohnes ,sirach81 die ein gelehrter jdischer ,priester von angesehener ,lebensstellung ums ,jahr #ahj v4 ,chr4 in ,alexandrien in griechischer ,sprache verfate1 und in der im ,jahre #fh auf #fi n4 ,chr4 in ,ephesus ebenfalls griechisch abgefaten ,offenbarung des ,johannes erwhnt1 und zwar in letzterer ,schrift dort1 wo von den ,waren die ,rede ist1 die die ,kaufleute ,babylons verkaufen3 ,silber1 ,gold1 ,edelstein1 ,perlen1 ,seide1 ,purpur und ,scharlach1 ,zimt1 ,weihrauch1 ,thymian1 ,salben1 ,wein1 l1 ,weizen1 ,vieh usw4 ,phnikische ,kaufleute brachten den ,zimt unter der von ihnen dafr gebrauchten ,bezeichnung kinnamon zu den ,griechen und mssen ihnen dabei recht abenteuerliche ,geschichten ber dessen ,herkunft und ,gewinnung erzhlt haben2 denn gleich der erste griechische ,schriftsteller1 der diese kostbare1 als ,gewrz und ,arznei gleich hochgeschtzte ,droge erwhnt1 der ,vater der griechischen ,geschichtschreibung ,herodot 7#dhd bis #dbd v4 ,chr471 der selbst gypten1 ,syrien und ,babylonien bereiste1 schreibt ber ihn3 ,die ,araber sind nicht imstande anzugeben1 in welchem ,lande der ,zimt 7kinnmmon7 wchst1 doch vermuten einige1 er wachse in den ,lndern1 in denen ,dionysos 7der angeblich aus ,indien stammende1 ber ,kleinasien nach ,griechenland gekommene orientalische ,gott des ,natursegens und der bei seinen ,festen zum ,ausdruck kommenden ausgelassenen ,lebensfreude7 erzogen worden4 ,groe ,vgel brchten die ,spne herbei1 welche die ,phnikier kinnmmon nennen1 welchen ,namen wir von ihnen entlehnt haben4 ,die ,vgel trgen den ,zimt in ihre an unzugngliche ,felsen gebauten ,nester4 ,um ihn nun von da zu bekommen1 legten die ,araber groe ,stcke ,fleisch von krepierten ,rindern1 ,eseln usw4 unter die ,felsen und versteckten sich dann4 ,die ,vgel trgen die ,fleischstcke in ihre ,nester und berlden sich so damit den ,magen1 da sie herunterstrzten1 worauf der ,zimt gesammelt und nach den anderen ,lndern hin verhandelt wrde48 ,noch ,aristoteles 7#chd-cbb v4 ,chr471 seit #cdc ,lehrer ,alexanders des ,groen1 -- sein ,vater ,nikomachos war in ,stagira in ,makedonien ,leibarzt und ,vertrauter des ,knigs ,amyntas ,,ii4 von ,makedonien gewesen -- meldet uns solche zu seiner ,zeit herum gebotene und geglaubte ,mrchen1 indem er in seiner ,naturgeschichte sagt3 ,das ,zimtvgelchen soll in den ,gegenden1 wo es heimisch ist1 ,zimt zusammentragen und sein ,nest daraus auf den ,zweigen hoher ,bume bauen4 ,die ,bewohner des ,landes sollen es von da mit ,pfeilen1 deren ,spitze von ,blei ist1 herabschieen und so den ,zimt gewinnen48 ,sein ,schler ,theophrast 7#cij-bhf v4 ,chr47 wei uns1 nachdem inzwischen ,alexander der ,groe seinen ,zug nach ,indien ausgefhrt hatte1 schon ,positiveres ber den ,zimt1 wie auch ber ,kassia zu berichten4 ,er schreibt in seiner ,pflanzengeschichte3 ber ,zimt 7kinnmmon7 und ,kassia 7kasia7 berichtet man folgendes3 ,beide sollen ,strucher von unbedeutender ,hhe1 dabei dem ,keuschbaum 7gnos1 ,vitex agnus castus7 hnlich sein und viele holzige ,zweige haben4 ,wenn man den ganzen ,zimtbaum fllt1 so soll man ihn in fnf ,teile teilen4 ,die jungen ,triebe sollen den besten ,zimt geben und man schneidet davon ,stcke eine ,spanne lang oder wenig lnger4 ,was darunter folgt gibt die zweite ,sorte und wird krzer geschnitten2 dann folgt die dritte und vierte ,sorte4 ,die letzte ,sorte ist der ,wurzel am nchsten und die schlechteste2 denn da ist wenig ,rinde4 berhaupt wird nur die letztere gebraucht1 nicht das ,holz4 ,deswegen sind eben die ,zweige am besten2 denn sie haben die meiste ,rinde4 ,andere behaupten ebenfalls1 es seien ,strucher1 aber es gebe eine weie und schwarze ,sorte4 ,es geht auch die ,sage1 da sie in ,schluchten wachsen1 worin viele ,schlangen leben1 deren ,bi tdlich ist4 ,in diese ,schluchten gehe man zum ,sammeln des ,zimts mit geschtzten ,hnden und ,fen4 ,das ,gewonnene teile man in drei ,teile1 bestimme den einen fr den ,sonnengott und entscheide durch das ,los1 welchen er bekommen solle4 ,gehen die ,leute fort1 so soll der dem ,sonnengott zuteil gewordene ,zimt sogleich verbrennen4 ,das ist aber natrlich nur ,fabel4 ,von der ,kassia sagt man1 sie habe dickere ,ruten1 deren ,rinde man nicht abschlen knne4 ,deswegen verfahre man1 da man auch von ihr nur die ,rinde will1 folgendermaen3 ,man schneidet die ,ruten in ,stcke1 welche zwei ,finger lang oder etwas lnger sind4 ,diese nht man in eine frische1 abgezogene ,tierhaut2 dann erzeugten sich aus der ,fulnis der ,haut und des ,holzes ,wrmer1 die das ,holz wegfren1 die ,rinde aber wegen ihres scharfen ,geruches und ihrer ,bitterkeit nicht anrhren48 ,um #ej v4 ,chr4 berichtet uns der griechische ,geschichtschreiber ,diodoros aus ,sizilien in seinem ,geschichtswerk3 ,in ,arabien wachsen ,costus1 ,kassia1 ,zimt und andere ,herrlichkeiten in solcher ,menge1 da man dort ,dinge1 die man bei uns nur sparsam auf die ,altre der ,gtter legt1 zum ,heizen der ,kochherde verwendet1 und da ,dinge1 die man anderwrts nur in kleinen ,proben sieht1 dort als ,streu fr die ,leute gebraucht werden4 ,namentlich wchst in ,arabien der sogenannte ,zimt1 ein ausgezeichnet ntzlicher ,stoff1 nebst ,gummi und wohlriechendem ,terpentin in unermelichem berflu48 ,auch der #be n4 ,chr4 gestorbene griechische ,geograph ,strabon1 der weite ,reisen durch das ,rmerreich machte1 war noch im ,wahn befangen1 da das ,glckliche ,arabien1 das doch nur den ,zimt und die anderen ,gewrze von ,indien her bezog1 solchen selbst hervorbringe4 ,er sagt in seinem ,geographiebuch3 ,im arabischen ,gewrzland soll ,weihrauch und ,myrrhe von ,bumen1 ,kassia aber von ,struchern gewonnen werden1 die meiste ,kassia jedoch1 wie manche behaupten1 aus ,indien4 ,es wchst in diesem ,gewrzland auch ,zimt und ,narde2 den meisten ,wein gewinnt man dort von ,palmen48 ,und an einer anderen ,stelle schreibt er3 ,da der ,nil zu der ,zeit schwelle1 wo das oberhalb gyptens liegende ,negerland von ,platzregen berschwemmt wird1 hat man von ,leuten erfahren1 die im ,arabischen ,meerbusen bis zum ,zimtlande geschifft sind1 oder von solchen1 die von den ,ptolemern auf die ,elefantenjagd ausgesandt wurden48 ,der um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 lebende griechische ,arzt ,dioskurides zhlt verschiedene ,sorten ,zimt und deren ,eigenschaften auf und meint1 die beste msse eigentmlich wohlriechen und scharf1 fast beiend und erhitzend schmecken4 ,er werde als ,arznei1 als ,parfm fr ,salben und sonst zu gar mancherlei ,zwecken gebraucht4 ,sein ,zeitgenosse ,plinius1 der #gi n4 ,chr4 beim ,vesuvausbruch umkam1 war schon besser als seine griechischen ,vorgnger unterrichtet4 ,er schreibt in seiner ,naturgeschichte3 ,zimt 7cinnamomum7 und ,kassia 7casia7 trgt ,arabien nicht4 brigens haben die alten ,schriftsteller und namentlich ,herodot ber den ,zimt allerlei ,fabeln berichtet1 so z4 ,b4 da er in der ,heimat des ,bacchus von unzugnglichen ,felsen und ,bumen aus dem ,neste des ,vogels ,phnix teils durch das ,gewicht hineingetragenen ,fleisches herabgestrzt1 teils mit ,pfeilen herabgeschossen werde4 ,ferner msse man an den dortigen ,smpfen1 um die ,kassia zu gewinnen1 gegen die ,krallen grlicher ,fledermuse und gegen geflgelte ,schlangen kmpfen4 ,das sind nun lauter ,fabeln1 durch die man den ,preis der ,ware zu steigern suchte4 ,es schliet sich an die genannte ,sage noch eine zweite1 da nmlich durch die ,hitze der sdlichen ,sonne auf der ganzen ,halbinsel ein unbeschreiblicher ,wohlgeruch erzeugt werde1 in welchem sich die ,wrze und ,balsamdfte so vieler ,pflanzen vereinten1 da z4 ,b4 die ,flotte ,alexanders des ,groen auf hohem ,meere die ,nhe ,arabiens zuerst durch den ,geruch entdeckt habe4 ,lauter ,erdichtung6 ,denn ,zimt und ,kassia wachsen im ,lande derjenigen ,neger1 welche mit den ,troglodyten verwandt sind4 ,die ,troglodyten kaufen den ,zimt von ihren ,nachbarn und verhandeln ihn weithin bers ,meer auf ,flen1 welche weder durch ,steuerruder gelenkt1 noch durch ,ruder oder ,segel in ,bewegung gesetzt1 ja nicht einmal durch den ,verstand der ,menschen regiert werden1 sondern nur auf gut ,glck drauflos fahren4 ,sie gehen brigens ,mitte ,winters in ,see1 zur ,zeit da vorzglich ,sdostwinde wehen4 ,diese treiben sie geradewegs durch die ,meerbusen hin1 und nach der ,fahrt um das ,vorgebirge fhrt sie der ,westsdwest in den ,hafen der ,gebaniter1 welcher ,ocilia heit4 ,so kaufen denn die ,gebaniter vorzugsweise den ,zimt auf und sagen1 die ,zimtverkufer kmen in fnf ,jahren kaum einmal und viele von ihnen verunglckten4 ,fr den ,zimt tauschen die ,troglodyten ,glas- und ,bronzewaren1 ,kleider1 ,spangen und ,geschmeide ein4 ,der ,zimtstrauch wird hchstens #b ,ellen1 mindestens aber #a ,hand hoch und sieht wie vertrocknet aus4 ,so lange er grn ist1 hat er keinen ,wohlgeruch2 er hat ,bltter wie der ,dosten 7origanum71 steht gerne trocken1 wchst bei starkem ,regen schlecht1 vertrgt den ,schnitt gut4 ,er wchst in ,ebenen1 aber zwischen dichtem ,dornengebsch1 so da man ihm schwer beikommt4 ,die ,ernte wird nur vorgenommen1 wenn ein ,gott es erlaubt1 welchen die ,eingeborenen ,assabinus nennen1 manche aber fr den ,jupiter halten4 ,die ,erlaubnis zur ,ernte gibt der ,gott nur gegen ein ,opfer von #dd ,rindern1 ,ziegen und ,widdern4 ,vor ,aufgang der ,sonne und nach deren ,untergang darf nicht geschnitten werden4 ,der ,priester des ,gottes teilt die ,zweige mit einer ,lanze1 sondert den ,anteil des ,gottes aus2 das brige verpackt der ,kaufmann4 ,nach anderen ,angaben bekommt jener ,gott ein ,drittel1 ein anderes die ,sonne1 ein ,drittel der ,kaufmann4 ber die drei ,teile soll zweimal gelost werden2 der ,anteil der ,sonne soll von selbst in ,flammen aufgehen4 ,am hchsten im ,preise stehen die ,zweigenden1 welche in ,stcke von ,handlnge geschnitten sind2 fr geringer gelten die hinter jenen stehenden1 krzer geschnittenen ,stcke4 ,am wenigsten werden die der ,wurzel zunchst stehenden ,teile geschtzt2 denn sie haben am wenigsten ,rinde1 und gerade in der ,rinde liegt der ,wert4 ,das ,holz des ,zimtstrauchs wird verachtet1 weil es scharf und nach ,dosten riecht4 ,man nennt es xylocinnamomum und bezahlt das ,pfund mit #aj ,denaren 7#f ,mark74 ,manche unterscheiden eine hellere und eine dunklere ,sorte von ,zimt4 ,frher gab man ersterer den ,vorzug2 jetzt gilt die dunkle und sogar die gefleckte fr besser4 ,am sichersten kann man den ,zimt fr gut erklren1 wenn er nicht rauh ist und wenn gegeneinander geriebene ,stcke nur langsam zerbrckeln4 ,weiche oder mit loser ,oberhaut berzogene ,stcke achtet man gar nicht4 ,den ,preis des ,zimts bestimmt einzig der ,knig der ,gebaniter4 ,das ,pfund galt sonst #ajjj ,denare 7#fjj ,mark74 ,jetzt ist er um die ,hlfte im ,preise gestiegen1 weil die ,barbaren1 wie man erzhlt1 ganze ,wlder abgebrannt haben2 aus welchem ,grunde wei man nicht sicher4 ,es gibt auch ,schriftsteller1 welche behaupten1 da die ,sdwinde im ,zimtlande so hei wehen1 da sie im ,sommer die ,wlder versengen4 ,kaiser ,vespasian 7geb4 #i n4 ,chr41 wurde #fi nach ,othos ,sturz von seinen ,legionen zum ,kaiser ausgerufen1 bestieg den ,thron1 nachdem sein ,legat ,antonius ,primus den ,kaiser ,vitellius gestrzt hatte1 schlo #ga den ,janustempel1 starb #gi7 ist der erste gewesen1 welcher in allen ,tempeln des ,kapitols und im ,friedenstempel in ,gold gefate ,zimtkrnze aufhing4 ,ich habe auch eine sehr schwere ,wurzel des ,zimtstrauches im ,palatinischen ,tempel gesehen1 den ,augusta 7dritte ,gemahlin des ,augustus1 #ch v4 ,chr4 von ,tiberius ,claudius ,nero geschieden1 bte groen ,einflu auf ,augustus aus1 sicherte ihrem ,sohne ,tiberius die ,nachfolge durch ,wegrumung mehrerer ,glieder des julischen ,geschlechts1 hie eigentlich ,livia ,drusilla1 erhielt aber #ad n4 ,chr4 im ,todesjahre des ,augustus den ,namen ,julia ,augusta1 d4 h4 die erhabene ,julia81 starb #bi7 ihrem ,gemahl ,augustus erbaut hat4 ,die ,wurzel lag auf einer goldenen ,schale4 ,jahr fr ,jahr drangen ,tropfen aus ihr hervor und verhrteten1 bis der ,tempel von einer ,feuersbrunst verzehrt wurde48 ,weiter berichtet ,plinius3 ,auch die ,kassia ist ein ,strauch1 der auf ,ebenen neben dem ,zimte wchst1 auf ,bergen aber strkere ,triebe bildet4 ,die ,schale ist dnn1 bildet keine eigentliche ,rinde und wird um so hher geschtzt1 je zarter sie ist1 was sich beim ,zimt gerade umgekehrt verhlt4 ,der ,strauch wird #c ,ellen hoch und hat #c verschiedene ,farben4 ,schlgt er aus1 so ist er einen ,fu hoch wei1 einen halben ,fu hher rot1 weiter hinauf dunkelfarbig4 ,dieser ,teil wird am hchsten geschtzt1 der rote geringer1 der weie gar nicht4 ,am wertvollsten ist die frische ,kassia1 welche einen sanften ,geruch und mehr einen brennenden1 als allmhlich erwrmenden und sanft beienden ,geschmack hat1 an ,farbe purpurbraun1 an ,gewicht leicht ist und kurze1 nicht zerbrechliche ,rhrchen bildet4 ,man nennt diese ,sorte mit einem auslndischen ,namen lada1 eine andere heit von ihrem balsamischen ,geruch balsamodes2 sie ist aber bitter1 wird mehr von rzten gebraucht1 wie die dunkelfarbige zu ,salben4 ,keine andere ,ware hat so verschiedene ,preise4 ,so kostet das ,pfund bester ,kassia #ej ,denare 7#cj ,mark71 geringere nur #e ,denare 7#c ,mark748 ,neben ,zimt und ,kassia hat brigens schon das ,altertum aus ,indien die wohlriechenden ,bltter und wohl auch die ,rinde einer von uns als ,mutterzimt 7,cassia tamala7 bezeichneten ,kassienart bezogen1 die als malabthron bei den ,griechen und ,rmern als kostbares ,parfm sehr beliebt waren4 ,aus ihnen wurde auch eine viel begehrte ,salbe hergestellt1 die an ,beliebtheit fast die berhmte indische ,nardensalbe erreichte4 ,der griechische ,schriftsteller ,arrianus1 der im ,jahre #acf unter ,hadrian ,prfekt von ,kappadokien war und unter ,mark ,aurel starb1 sagt in seinem ,bericht ber die ,umschiffung des ,roten ,meeres1 da viele ,schiffe nach dem am ,sdwestufer ,indiens gelegenen ,handelsplatz ,nelecynda fahren1 weil dort ,pfeffer und malabthron in ,menge und besonderer ,gte zu haben seien4 ,wie diese kostbaren ,gewrze vom ,persischen ,golf nach ,babylonien gelangten1 so wurden sie ber das ,rote ,meer und ,alexandrien nach den ,mittelmeerlndern ausgefhrt4 ,und als spter die ,droge durch die ,wirren der ,vlkerwanderung immer seltener und unerschwinglicher wurde1 bedienten sich besonders die rzte ihrer als wertvolle ,arznei4 ,so ging durch sie das lateinische cinnamomum ins mittelhochdeutsche cinment1 weiter ,zimmet und schlielich das neuhochdeutsche ,zimt ber4 ,ein groer ,teil der ,ware mu aber zu ,beginn des ,mittelalters aus ,china bezogen worden sein1 welche ,tatsache allein uns den bei den ,persern und ,arabern blichen ,ausdruck dar ,chini 7,holz von ,china7 fr ,zimt und ,kassia erklrlich macht4 ,spter nannten die ,venezianer und ,portugiesen den ,zimt wie jede aromatische ,rinde canella1 welcher ,ausdruck dann als canelle ins ,franzsische berging4 ,die ,zimtwlder um ,kolombo auf ,ceylon werden erst im ,jahre #acdj von dem #acjb in ,tanger geborenen1 bis ,china und ,sdasien vorgedrungenen arabischen ,reisenden ,ibn ,batuta erwhnt1 der #aceb auch ,timbuktu besuchte und #acgg in ,fes starb4 ,im ,jahre #addd beschrieb der venezianische ,kaufmann ,nicolo ,conto die ,zimtbume der von ihm als ,saillana bezeichneten ,insel ,ceylon1 teilte aber nichts ber die ,ausfuhr des ,gewrzes mit4 ,erst der ,portugiese ,lorenzo da ,almeida1 der im ,hafen von ,point de ,galle ,schiffe mit ,zimt und ,elefanten verladen sah1 berichtete darber eingehend im ,jahre #aeje4 ,die ,portugiesen1 die sich an der ,kste ,ceylons niederlieen1 legten zunchst auf diesen ,handelsartikel keinen groen ,wert1 wurden aber bald eines anderen belehrt4 ,so unterschied bereits #aecf ,garcia da ,orta den ,zimt von ,ceylon von demjenigen der ,philippinen und ,java2 der erstere war damals #djmal teurer als die letzteren1 im ,jahre #afdd aber nur noch #emal teurer4 ,im ,jahre #aedf erfahren wir aus einem ,briefe des ,florentiners ,filippo ,sassetti an ,franzesco ,i4 di ,medici1 da die ,zweige regelmig alle drei ,jahre geschlt wrden4 ,zur ,erlangung von ,stockausschlgen wurden die ,bume einfach gekappt4 ,dies und das ,einsammeln der ,rinde der wilden ,bestnde1 die vorzugsweise durch eine ,drossel vermehrt wurden1 welche die reifen ,beeren verzehrte und die unverdaulichen ,samen in noch vllig keimfhigem ,zustande von sich gab1 besorgten ,angehrige einer besonderen ,kaste1 die ,chalias oder ,zimtschler4 ,tafel #ge4 ,illustration3 7,copyright by ,f4 ,o4 ,koch47 ,zimtbaum auf ,ceylon4 7,copyright by ,f4 ,o4 ,koch47 ,das ,schlen der ,zimtrinde4 ,tafel #gf4 ,illustration3 ,muskatnsse4 7,nach ,photographie von ,h4 ,schenck in ,karsten u4 ,schenck1 ,vegetationsbilder847 ,gewrznelkenbume 7,caryophyllus aromaticus7 auf ,zanzibar4 7,nach ,photographie von ,busse in ,karsten u4 ,schenck1 ,vegetationsbilder487 ,bis zur ,ansiedelung der ,portugiesen1 die seit #aeje einen regelmigen ,verkehr mit der ,insel unterhielten1 war der ,zimthandel ein eintrgliches ,monopol der einheimischen ,knige1 deren ,geschlecht aus ,nordindien stammte und seit #edc v4 ,chr4 die ,singalesen beherrschte4 ,als die ,portugiesen sich der ,kste ,ceylons im ,jahre #aehj bemchtigten1 legten sie den ,herrschern im ,innern einen ,tribut von #abejjj kg ,zimt auf und versprachen ihnen dafr die ,hilfe ,portugals4 ,bald aber machten sie sich so verhat1 da der ,knig von ,kandy die ,hollnder gegen sie zu ,hilfe rief4 ,diesen hatte schon ,philipp ,,ii4 den ,handel mit ,lissabon untersagt2 so versuchten sie1 sich den ,zimt auf direktem ,wege zu verschaffen4 ,im ,jahre #aeif kamen die ersten wohlbewaffneten hollndischen ,handelsschiffe in den ,indischen ,ozean und #afcb begann die ,verdrngung der ,portugiesen von ,ceylon1 die #afeh eine vollstndige und dauernde war4 ,sofort erhoben die ,hollnder den ,zimt zu ihrem ausschlielichen ,monopol4 ,die arme ,kaste der ,chalias oder ,zimtschler wurde schwer bedrckt4 ,jedes ,mitglied derselben mute vom #ab4 ,jahre an einen ,pingo1 d4 h4 #bh kg ,zimtrinde whrend einer ,ernte abliefern und im ,laufe der ,jahre stieg die ,menge sogar auf #cjc kg6 ,die ,gegenleistung bestand in ,befreiung von ,steuern und kleinen ,rationen an ,reis4 ,begreiflicherweise suchten die ,chalias sich dieser unwrdigen ,behandlung durch ,flucht in die ,berge zu entziehen4 ,dafr muten die ,zurckbleibenden um so anstrengender arbeiten4 ,niemand sonst durfte ,zimtbume pflanzen oder ,zimt schlen4 ,jeder ,grundbesitzer mute es dem hollndischen ,beamten melden1 wenn er auf seinem ,grund und ,boden eine ,zimtpflanze entdeckt hatte4 ,verheimlichung wurde sehr strenge1 unter ,umstnden mit dem ,tode bestraft4 ,die kleinsten ,veruntreuungen beim ,einsammeln der ,rinde brachten ,tter wie ,hehler unerbittlich den ,tod4 ,ein ,jahrhundert lang zogen die ,hollnder aus dem ,zimtmonopol einen reichen ,gewinn1 der manchmal #g ,millionen ,mark im ,jahre berstieg4 ,die meisten ,zimtbume befanden sich auf dem ,gebiete des ,knigs von ,kandy4 ,wenn dieser aber feindselig auftrat1 sank die ,einnahme bedeutend und brachte nur etwa #a ,million ,mark ein4 ,um sich nun von den ,launen dieses ,herrschers unabhngig zu machen1 schlug ein ,einnehmer des ,distrikts ,kolombo namens de ,koke dem hollndischen ,gouverneur ,falk im ,jahre #agfe vor1 den ,zimtbaum auf eigenem ,gebiete zu pflanzen4 ,anfangs wies der ,groe ,rat in ,batavia diesen ,vorschlag zurck2 doch waren die ,vorteile zu verlockend1 so da man sich endlich zu einer ,einwilligung verstand4 ,die ,ausfhrung war indessen nicht leicht4 ,die ,huptlinge behaupteten1 da kultivierter ,zimt minderwertig sei2 auf ihr ,betreiben hin widersetzten sich dieser ,neuerung auch die ,eingeborenen4 ,schlielich drang die hollndische ,regierung mit ihren ,forderungen doch durch1 aber die ,eingeborenen suchten den ,kulturen insgeheim zu schaden1 indem sie dieselben mit heiem ,wasser begossen oder anderweitig die ,pflnzlinge zu ruinieren suchten4 ,nur drakonische ,strenge sicherte das ,unternehmen4 ,so wurde jedes ,zerstren von jungen ,pflanzen mit ,abhauen der rechten ,hand bestraft4 ,bald versuchten die ,hollnder mit etwa #bjjjjj kg ,zimtrinde1 die sie aus den eigenen ,kulturen gewannen1 den gesamten europischen ,bedarf zu decken1 ohne ,bezge der ,ernte aus dem ,knigreich ,kandy im ,innern der ,insel machen zu mssen4 ,dabei sorgten sie durch gewaltsame ,mittel dafr1 da die hohen ,preise dieser ,droge nicht etwa durch berproduktion herabgedrckt wurden4 ,vor allem beschrnkten sie die ,kulturbume auf eine bestimmte ,anzahl und lieen in gesegneten ,jahren stets einen ,teil der zu reichlichen ,ernte ins ,meer werfen oder verbrennen4 ,auch im ,mutterlande rumte man1 um eine ,preisdrckerei zu verunmglichen1 im berma sich ansammelnde ,vorrte durch ,verbrennen hinweg2 lieber sollte die ,arbeit ganz umsonst gewesen sein1 als da man sich selbst seinen ,volksgenossen gegenber zu einer ,verbilligung der ,ware herablie4 ,so berichtet der ,franzose ,beaumar1 er sei im ,juni #agfj ,augenzeuge davon gewesen1 wie man beim ,admiralittsgebude in ,amsterdam zwei ,tage nacheinander -- abgesehen von ,muskatnu -- fr zusammen etwa #af ,millionen ,livres ,zimt verbrannt habe1 was einen kstlichen ,wohlgeruch ber das ganze ,land verbreitete4 ,im ,kriege mit den ,hollndern besetzten die nach den ,zimtgrten jener lsternen ,englnder #agie ,ceylon1 das ihnen #ahjb im ,frieden von ,amiens regelrecht abgetreten wurde4 ,sie fanden die ,zimtkulturen im blhendsten ,zustande und nutzten sie als ,erben der alten ,machthaber in derselben ,weise wie jene aus4 ,die englisch-ostindische ,handelsgesellschaft bernahm das hchst eintrgliche ,monopol und fhrte es im ,sinne der ,hollnder weiter4 ,der erste ,gouverneur1 ,north1 erlie sogar eine ,verordnung1 durch welche nicht nur ,neuanlagen verboten wurden1 sondern auch die bereits bestehende ,anzahl der ,zimtgrten eine ,einschrnkung erfuhr4 #ahae kam nach ,beseitigung des bis dahin noch regierenden ,eingeborenenfrsten die ganze ,insel unter die ,administration der englischen ,krone1 die das ,zimtmonopol bis #ahcc aufrechterhielt1 dann aber aufgeben mute1 da der ,zimtbaum inzwischen durch die ,hollnder auf ,sumatra1 ,java und ,borneo und durch die ,franzosen auf ,isle de ,france 7dem heutigen ,mauritius71 ,bourbon und in ,cayenne angesiedelt worden war1 ohne allerdings dort das vorzgliche ,produkt wie in ,ceylon zu geben1 das heute mit seiner hchst aromatischen ,rinde noch immer den ,weltmarkt beherrscht4 ,wenn nun auch die englische ,regierung das ,zimtmonopol notgedrungen aufheben mute1 so belegte sie dafr den ,zimt #ahcc mit einem sehr hohen ,zoll von #bjj ,prozent2 erst im ,jahre #ahec wurde dieser aufgehoben und der ,zimtbaum und der ,handel mit dessen ,rinde freigegeben1 worauf sich die ,zimtgrten auf der ,insel wieder vermehrten4 ,doch haben neuerdings andere ,kulturen den ,zimt auf ,ceylon zurckgedrngt1 so da ,china1 das schon zu ,anfang des vorigen ,jahrhunderts durch ,anbau von ,zimt und ,kassia im groen ,england scharfe ,konkurrenz gemacht hatte1 jetzt den meisten ,zimt liefert4 ,erst in der ,gegenwart ist diese ,droge1 die frher in der ,arzneikunde und feinen ,kche eine sehr viel wichtigere ,rolle spielte als heute1 billig und damit jedermann zugnglich geworden4 ,noch im spten ,mittelalter war dies nicht der ,fall4 ,es sei hier nur an jene mehrfach von ,malern geschilderte ,begebenheit erinnert1 da ,kaiser ,karl ,v41 in dessen ,reich die ,sonne nicht unterging18 im ,frhling #aecj1 von ,italien zurckkehrend1 den in den ,grafenstand erhobenen reichen ,kaufherrn ,jakob ,fugger in ,augsburg besuchte4 ,dieser damals reichste ,mann ,deutschlands hatte dem trotz seines gewaltigen ,lnderbesitzes und seiner reichen ,einnahmen nur zu oft in ,geldnten steckenden ,kaiser gegen ,schuldschein eine sehr bedeutende ,summe geliehen4 ,als dieser sich bei seinem ,besuche entschuldigte1 da er dem ,kaufmanne das ,geld noch nicht zurckerstattet habe1 frstelte ihn und er begann ber den ,unterschied des deutschen und italienischen ,klimas zu sprechen4 ,da brachte der reiche ,jakob ,fugger einige ,bndel der beraus kostbaren indischen ,zimtrinde herbei1 legte sie in den ,kamin1 des ,kaisers ,schuldschein darauf und zndete das an4 ,das war in den ,augen der ,zeitgenossen nicht nur ein frstliches ,geschenk1 sondern die grte ,ehre1 die er dem ,kaiser erweisen konnte2 denn damals kostete ein ,lot 7#ae g7 ,zimt etwa #aj ,mark4 ,illustration3 ,bild #da4 ,bltenzweig und ,frucht eines weiblichen ,muskatnubaums 7,myristica fragrans74 ,viel mehr geschtzt als heute war im ,mittelalter neben ,pfeffer und ,zimt auch die ,muskatnu1 die von einem den ,zimtbumen weitlufig verwandten1 #aj-ae m hohen1 immergrnen1 in allen seinen ,teilen stark aromatisch riechenden ,baume 7,myristica fragrans7 stammt4 ,er wuchs ursprnglich wild auf den ,bandainseln in den ,molukken und einem ,kranz darum gelegener kleiner ,inseln4 ,heute existiert er jedoch nur noch als ,kulturform4 ,die sehr groe ,krone sitzt auf einem bis #gj cm dicken ,stamme1 dessen schmutzig olivengrne ,rinde und rtliches ,mark einen ,saft besitzen1 der durch ,berhrung mit der ,luft rot wird4 ,es gibt von ihm mnnliche und weibliche ,bume1 die an den reich verstelten ,zweigen bis #aj cm lange1 lnglicheifrmige1 dunkelgrne1 glatte1 lederige1 kurzgestielte ,bltter tragen und aus den ,blattwinkeln die unscheinbaren ,blten hervorbrechen lassen4 ,die mnnlichen ,blten bilden ,rispchen mit einfacher weier ,bltenhlle1 whrend die gelblichen weiblichen einzeln stehen und innerhalb der etwas kleineren1 dreizhnigen ,hlle einen einfcherigen ,fruchtknoten besitzen1 der eine einzige ,samenanlage umschliet4 ,die uerlich einigermaen einem ,pfirsich hnliche ,frucht ist eine kugelige1 zuerst grne1 dann leuchtend ockergelbe1 hngende ,beere von #c-g1e cm ,durchmesser1 deren ueres ,fruchtfleisch sich bei der ,vollreife spaltet und den fleischigen1 in lngliche ,lappen sich teilenden1 karminroten ,samenmantel erblicken lt1 der den nuartigen ,samen umschliet und1 getrocknet1 wobei er allerdings seine schne ,farbe einbt und goldgelb wird1 als ,macis oder ,muskatblte in den ,handel gelangt4 ,der darunter liegende nuartige ,samen besitzt unter einer dnnen1 harten1 holzigen ,schale einen ,kern1 der getrocknet die bekannte ,muskatnu bildet1 die auer einem therischen l1 dem ,muskatnul1 ein ,fett1 die ,muskatnubutter enthlt1 die ausgepret werden kann4 ,die ,muskatnu zeigt auf ihrer ,oberflche die ,furchen1 die von den ,lappen des ,samenmantels hervorgebracht werden1 und die marmorierte ,zeichnung in ihrem ,innern rhrt davon her1 da das ,nhrgewebe des ,samens tief zerklftet ist2 und gerade in diesen ,klften befindet sich in einer brunlichen ,substanz das aromatische ,muskatnul1 nebst der ,butter1 die zusammen #cc ,prozent ihres ,gewichtes ausmachen4 ,sie werden durch ,pressen der erwrmten ,samen in ,form einer brunlichen1 stark muskatnuartig riechenden ,masse gewonnen1 die hufig in den ,apotheken ,verwendung findet4 ,nchst einer gleichmigen1 hohen ,temperatur verlangt der ,muskatnubaum viel ,feuchtigkeit im ,boden und in der ,luft und eine nhrstoffreiche1 lockere ,erde1 wie sie der durch ,verwitterung von trachytischer ,lava und vulkanischem ,sande entstandene sandiglehmige1 humusreiche ,boden seiner ,heimat aufweist4 ,er verleugnet niemals seine ,waldbaumnatur1 indem er sein ganzes ,leben in der wasserdampfgeschwngerten ,luft des ,urwaldes1 oder wenigstens im ,schatten von ,nachbarbumen stehen will4 ,auf den ,bandainseln gibt man ihm durchwegs den hohen gemeinen ,canarienbaum 7,canarium commune7 als schattenspendenden ,gesellschafter4 ,dieser ist auf den ,molukken heimisch1 seine ,fruchtkerne werden wie se ,mandeln gegessen und sein ,harz dient zur ,herstellung von ,fackeln4 ,der ,muskatnubaum wird in von ,bananen beschatteten ,beeten1 die sorgfltig von ,unkraut und ,ungeziefer rein gehalten werden mssen1 aus den ,samen gezogen und1 wenn er #j1h-a1j m hoch geworden ist1 in ,abstnden von #f-h m an seinen bleibenden ,standort versetzt1 an welchem durch vorheriges ,pflanzen jener greren ,schattenbume fr die ,abhaltung allzu groen ,sonnenbrandes gesorgt wurde4 ,dabei pflanzt man auf #bj weibliche ,bume1 die ja einzig ,frucht tragen1 einen mnnlichen1 der zu deren ,befruchtung dient4 ,die weitere ,pflege und das ,beschneiden des ,baumes1 das nicht allzu ausgiebig erfolgen darf1 da er sehr empfindlich gegen ,verwundungen ist1 geschieht vollstndig wie beim ,kakaobaum4 ,bei guter ,pflege wird der ,muskatnubaum im achten ,jahre tragbar1 erreicht aber erst im #ad4 bis #af4 ,jahre seine ,vollkraft1 die er ungefhr #cj ,jahre lang bewahrt4 ,dann geht er seiner ,erschpfung entgegen1 deren rascherer oder krzerer ,verlauf von der ,behandlung abhngt4 ,wenn dieselbe mustergltig ist1 kann der ,baum seine ,tragfhigkeit auf #hj und sogar #ij ,jahre ausdehnen4 ,gut gehaltene ,bume liefern mit ,leichtigkeit #aejj bis #bjjj ,nsse jhrlich1 doch rechnet man beim ,plantagenbau meist nicht mehr als #b1e kg getrockneter ,nsse und ein ,viertel dieses ,betrages fr ,macis4 ,von der ,blte bis zur ,reife der ,frchte vergehen neun ,monate4 ,wenn nun auch das ,blhen und ,fruchttragen unabhngig von der ,jahreszeit bestndig vor sich geht1 so spricht man gleichwohl von zwei bis drei ,erntezeiten im ,jahr1 weil sich innerhalb derselben die ,reife am meisten huft und man es nicht fr lohnend hlt1 unausgesetzt einzelne reife ,frchte zu ernten4 ,daher lt man1 soweit es angngig ist1 die ,frchte hngen1 bis sie in ,massen abgenommen werden knnen4 ,dies geschieht1 wenn die uere ,schale berstet1 im ,april 7beste ,qualitt71 ,juli 7grte ,menge7 und ,november4 ,zur mglichsten ,schonung der tragenden ,zweige werden die ,frchte mittels langer ,bambusstangen1 an denen vorn ein ,krbchen nebst ,haken befestigt ist1 gepflckt und zunchst ihres gelben ,fruchtfleisches beraubt1 was -- weil die ,hlle geborsten ist -- leicht mit den ,hnden ausgefhrt werden kann4 ,dieses ,fruchtfleisch wird von den ,eingeborenen gegessen und gelangt eingemacht auch nach ,europa2 doch wird es in den ,plantagen meist weggeworfen4 ,die von der ,macis umgebenen ,nsse werden in ,tragkrben nach ,hause gebracht1 daselbst der rote ,samenmantel behutsam abgestreift1 an der ,sonne getrocknet und dabei mehrfach mit den nackten ,fen platt gestampft1 bis er schlielich dnn und gelb erscheint4 ,die ,kerne dagegen werden ein bis zwei ,monate lang in einem ,trockenhaus1 in dessen ,mitte ein offenes1 rauchendes ,feuer unterhalten wird1 bei schwacher ,hitze getrocknet1 indem man sie jeden zweiten oder dritten ,tag vermittelst platter ,holzrechen umwendet4 ,wenn sie soweit trocken sind1 da die ,nu in der ,schale rasselt1 wird letztere mit einem ,holzhammer aufgeschlagen und hernach die ,muskatnsse ausgesiebt4 ,dann werden letztere mit den ,hnden sortiert1 als ,schutz gegen ,insektenfra mit gepulvertem ,kalk eingerieben und1 sorgfltig in ,fssern verpackt1 in den ,handel gebracht4 ,frher wurden sie von den ,hollndern extra eine ,zeitlang in einem ,kalkwasserbad liegen gelassen1 um in erster ,linie ihre ,keimfhigkeit zu zerstren und dadurch eine ,weiterverbreitung des ,baumes zu verhindern1 was wegen des von ihnen ausgebten ,monopols sehr wichtig war4 ,doch wei man jetzt1 da diese ,maregel vollstndig berflssig ist und das ,trocknen der geschlten ,nsse allein schon gengt1 um ihre ,keimkraft zu vernichten4 ,die kleinen und schadhaften ,muskatnsse werden jetzt gleichfalls meist nach ,europa exportiert1 um in ,fabriken gemahlen und1 in ,scke gefllt und in warmem ,zustande einer krftigen ,pressung ausgesetzt1 das brunliche1 aromatisch riechende ,fett abzugeben1 das als ,muskatnubutter in den ,handel gelangt4 ,die alten ,griechen und ,rmer scheinen die ,muskatnsse nicht gekannt zu haben4 ,eine angebliche ,erwhnung durch den griechischen1 um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 in ,rom lebenden ,arzt ,dioskurides ist unsicher4 ,die erste sichere ,nachricht von ihnen findet sich beim byzantinischen ,arzte ,atios um die ,mitte des #f4 ,jahrhunderts4 ,die ,araber dagegen kannten sie im #i4 ,jahrhundert sehr gut1 und der gelehrte arabische ,arzt ,avicenna1 eigentlich ,ibn ,sina aus ,bochara 7#ihj-ajcg71 der ,leibarzt mehrerer ,sultane1 spricht von ihnen als einer gebruchlichen indischen ,droge4 ,die spter heilig gesprochene btissin ,hildegard im ,kloster ,rupertsberg bei ,bingen 7#ajih-aaig7 berichtet1 da man zu ihrer ,zeit die ,muskatnsse als kostbares ,gewrz benutzte und sogar davon ins ,bier rieb4 ,diese ,sitte blieb das ganze ,mittelalter hindurch gebruchlich4 ,der byzantinische ,hofarzt ,joannes ,aktuarius in ,konstantinopel erwhnt die ,muskatnu zu ,ende des #ab4 ,jahrhunderts als nux unguentaria1 quam myristicam appellant1 d4 h4 die zur ,bereitung von ,salben bentzte ,nu1 welche man myristica 7griech4 zum ,salben gehrig7 nennt4 ,das ganze ,mittelalter hindurch geno man die ,muskatnu1 den verschiedensten ,speisen beigemischt1 als magenstrkendes ,mittel4 ,vielfach diente sie auch zu aromatischen ,rucherungen1 wie z4 ,b4 bei der ,krnung ,heinrichs ,,vi4 im ,april #aaia in ,rom1 wo als solche ,balsama neben ,weihrauch und ,ambra auch die myristica genannt wird4 ,albertus ,magnus 7#aaic-abhj7 schildert ,muscata als einen sehr schnen1 lorbeerbltterigen ,baum ,indiens1 dessen ,blte die ,macis sein sollte4 #aaeh treffen wir nuces muscatarum aus ,alexandrien unter den ,handelsartikeln der ,genuesen und #aahj befinden sich ,muskatnsse unter den in ,akkon im sdlichen ,syrien eingefhrten indischen ,spezereien4 ,in einem ,festspiel zu ,treviso #abad warf man ,muskatnsse unter die ,menge1 und #abbh wurde in ,marseille auf die ,einfuhr derselben und der ,macis bereits ein ,zoll gelegt4 ,dieselbe ,maregel wurde #achj von der ,stadt ,brgge getroffen1 in welcher die ,einfuhr dieser ,handelsware schon ballenweise erfolgte4 ,vom #ab4 ,jahrhundert an werden die nuces moschatae1 d4 h4 nach ,moschus riechenden ,nsse1 woraus unsere deutsche ,bezeichnung ,muskatnsse hervorging1 in jeder abendlndischen ,aufzhlung von ,heilmitteln und ,gewrzen genannt2 dabei findet sich vielfach die ,bemerkung1 da sie aus ,indien eingefhrt werden4 ,bald nach der ,entdeckung des ,seeweges nach ,ostindien um das ,kap der ,guten ,hoffnung durch den portugiesischen ,schiffskapitn ,vasco da ,gama #adih sahen auch schon die ersten ,europer1 und zwar ,portugiesen1 ums ,jahr #aejd die ersten ,muskatnubume auf den ,bandainseln4 ,dort trieben die einheimischen ,frsten einen schwunghaften ,handel mit den in den westlichen ,kulturlndern vielbegehrten ,muskatnssen4 ,namentlich waren die ,sultane von ,ternate und ,tidor1 zweier kleiner ,inseln an der ,westkste von ,dschilolo in der ostmalaiischen ,inselwelt1 wegen ihres durch den ,handel mit jenen ,nssen erworbenen groen ,reichtums und ihrer dadurch bedingten kniglichen ,prunkentfaltung berhmt4 ,so gibt uns der englische ,seefahrer ,sir ,francis ,drake 7#aedj-aeif71 der bei einer ,reise um die ,erde #aegi1 also bereits nach der ,vertreibung der ,portugiesen1 ,ternate besuchte1 eine eingehende ,schilderung der dort entfalteten ,pracht4 ,er schreibt4 ber dem ,knig wurde ein sehr kostbarer ,baldachin von getriebener ,goldarbeit getragen1 und zwlf ,lanzentrger waren seine ,beschtzer4 ,vom ,grtel bis auf den ,boden waren alle ,kleider von ,gold und prchtig verziert4 ,in seinen ,kopfputz waren verschiedene ber einen ,zoll breite ,ringe geflochtenen ,goldes eingewebt1 was ihm ein frstliches ,aussehen gab und der ,form nach einer ,krone glich4 ,um den ,hals trug er eine ,kette aus gediegenem ,gold mit sehr groen ,gliedern1 zweimal herumgelegt4 ,an seiner ,linken blitzten ein ,diamant1 ein ,smaragd1 ein ,rubin und ein ,trkis und an seiner ,rechten in einem ,ringe ein dicker tadelloser ,trkis und in einem anderen viele ,diamanten von geringerer ,gre48 ,mit ,waffengewalt setzten sich nun die ,portugiesen zu ,beginn des #af4 ,jahrhunderts auf den solch kostbares ,gewrz hervorbringenden ,bandainseln fest und erhoben die ,erzeugung und den ,handel mit dieser ,droge zu ihrem ,monopol4 ,fast ein ,jahrhundert lang besaen sie es und bermittelten ausschlielich den ,vlkern des ,abendlandes die so geschtzten ,muskatnsse1 ,gewrznelken und den ,zimt1 was ihnen reichen ,gewinn brachte4 ,erst #afje vertrieben sie die nach dem blutigen ,kampfe gegen die spanischen ,habsburger als seefahrende ,nation erstarkten ,hollnder von den ,gewrzinseln und erhoben den ,handel mit den obgenannten ,gewrzen zu ihrem ausschlielichen ,monopol1 das sie mit uerster ,strenge handhabten4 ,sie beschrnkten die ,kultur des ,muskatnubaumes auf die ,inseln ,banda und ,amboina1 deren ,bevlkerung1 soweit sie nicht geflchtet war1 zu ,sklaven gemacht und ihr ,grundbesitz unter die hollndischen ,ansiedler verteilt wurde4 ,diese muten ihr ganzes ,gelnde mit ,muskatnubumen bepflanzen und die ,ernten zu festgesetzten ,preisen an die ,regierung1 d4 h4 an die niederlndisch-ostindische ,kompagnie verkaufen4 ,diese machte natrlich ausgezeichnete ,geschfte und geriet erst in den #agij;er ,jahren1 als das ,monopol durchbrochen war1 in ,bedrngnis1 so da der hollndische ,staat selbst jene ,gewrzinseln in ,regie nahm4 ,da nun aber die auf den ,molukken zahlreich vorkommenden1 teilweise bunt gefiederten ,tauben aus der ,gattung ,myristicivora1 d4 h4 ,mukatnufresser1 sich vorzugsweise von den ,frchten des ,muskatnubaums ernhren und dabei nicht selten die reife ,frucht mit dem fr sie allein verdaulichen ,fruchtfleisch verschlucken und mit dem ,kote die ,nu mit unverminderter ,keimkraft wieder von sich geben1 so konnten sie es nicht verhindern1 da hin und wieder auf benachbarten ,inseln auf solche ,weise verschleppte ,muskatnubume auftauchten4 ,wer nun von ,eingeborenen das ,vorhandensein solcher ,bume auf unerlaubtem ,gebiete verheimlichte und durch den ,verkauf der ,nsse das von der hollndischen ,handelsgesellschaft fr sich in ,anspruch genommene ,gewrzmonopol zu durchbrechen versuchte1 der wurde erbarmungslos von den hollndischen ,beamten mit dem ,tode bestraft4 ,um den ,preis nicht zu drcken1 sammelte man in ,holland ungeheure ,vorrte der verschiedenen ,gewrze in den ,vorratshusern der hollndisch-ostindischen ,kompagnie an4 ,wurden diese mit der ,zeit zu gro1 so verbrannte man lieber groe ,mengen davon1 als da man sie billiger ans ,volk abgab4 ,so erzhlt uns der ,hollnder ,valmont de ,bornare1 da er ,augenzeuge davon gewesen sei1 wie einmal in ,amsterdam drei groe ,schuppen voll ,muskatnsse1 von denen jeder hingereicht htte1 mit seinem ,inhalt eine ,kirche zu fllen1 verbrannt wurden4 ,nach dem ,brande habe das mig zuschauende ,volk frmlich in der durch die groe ,hitze ausgeschmolzenen ,muskatnubutter gewatet4 ,aber niemand durfte bei schwerer ,strafe eine ,nu oder einen ,tropfen l nehmen4 ,der ,franzose ,beaumar sah noch am #aj4 ,juni #agfj in ,amsterdam in der ,nhe des ,admiralittsgebudes fr #h ,millionen ,livres ,muskatnsse verbrennen1 und der ,englnder ,wilkocks erzhlt1 wie er durchgereist sei1 habe man just bei ,middelburg in ,zeeland solche ,mengen ,gewrznelken1 ,zimt und ,muskatnsse verbrannt1 da die ,luft viele ,meilen im ,umkreise von dem aromatischen ,dufte erfllt gewesen sei4 ,von den ,bandainseln brachten die ,franzosen geheimerweise den ,muskatnubaum zugleich mit dem ,gewrznelkenbaum im ,jahre #aggj nach ,isle de ,france 7dem heutigen ,mauritius7 und ,bourbon und #aggc nach ,cayenne4 ,auf der erstgenannten ,insel wurde dann die vom franzsischen ,statthalter ,poivre eingefhrte ,kultur durch den ,deutschen ,josef ,huber bedeutend gehoben4 ,derselbe hatte nmlich zuerst ermittelt1 da ein einziger mnnlicher ,muskatnubaum zur ,befruchtung von hundert weiblichen vollstndig ausreiche4 ,er lie deshalb die berflssigen mnnlichen ,bume stutzen und ,zweige von weiblichen ,bumen auf sie pfropfen1 ein ,verfahren1 an das die ,hollnder nie gedacht hatten4 ,im ,jahre #agif nahmen die ,englnder den ,hollndern die fr sie als praktische ,geschftsleute so begehrenswerten ,molukken ab und siedelten den ,baum auf dem damals ebenfalls von ihnen besetzten ,sumatra und #agih auch in ,singapur1 ,penang und ,bengalen an4 ,obschon sie jene ,inseln bald wieder ihren frheren ,eigentmern zurckgeben muten1 so war doch damit endgltig das so lange eifrig gehtete hollndische ,monopol durchbrochen1 so da der ,preis der ,muskatnsse1 von denen das ,pfund #agij noch #bj alte hollndische ,gulden gekostet hatte1 wie auch der brigen indischen ,gewrze nun auf einen fr jedermann erschwinglichen ,preis sank4 ,infolge davon wurde ihre bis dahin mehr auf die ,apotheken beschrnkte ,verwendung als ,arznei eine allgemeine und fanden sie bald als beliebtes ,gewrz selbst der rmeren ,klasse ,eingang4 ,welche groe ,bedeutung noch vor kaum mehr als drei ,menschenaltern wie den brigen indischen ,gewrzen1 so speziell der ,muskatnu zugeschrieben wurde1 beweist die ,tatsache1 da der ,arzt ,paullini ein #hgfseitiges ,buch ber sie und ihre ,wirkung auf den ,menschen schrieb4 ,heute ist die bermig hohe ,schtzung all dieser ,gewrze auf ein sehr bescheidenes ,ma zurckgegangen4 ,der ,muskatnu- wie der ,gewrznelkenbaum drfen zwar auf allen den ,hollndern gehrenden ,inseln angepflanzt werden1 aber die ,frchte drfen nur an die hollndische ,handelsgesellschaft zu einem bestimmten1 sehr niedrigen ,preise verkauft werden4 ,dafr stellt die ,regierung den hollndischen ,pflanzern ,strflinge zur ,verfgung1 die den ,plantagenbau und die ,ernte besorgen4 ,auer in ganz ,hollndisch-,indien wird der ,muskatnubaum heute auch auf der ,halbinsel von ,malakka1 ebenso in beschrnktem ,mae in ,sdindien1 auf ,reunion1 in ,brasilien1 ,guiana und ,westindien kultiviert4 ,doch liefern heute noch die ,molukken die beste ,sorte und bringen damit den ,hollndern1 die nach wie vor den ,haupthandel mit diesem ,gewrz in ,hnden haben1 viel ,geld ein4 ,zwei ,fnftel der gesamten ,weltproduktion stammen von den drei kleinen1 insgesamt nur #dd qkm groen ,inseln ,gro-,banda1 ,neira und ,ay1 die ,pflanzungen von #cjjj-cjjjj ,muskatnubumen aufweisen und jhrlich von etwa #djjjjj tragenden ,bumen durchschnittlich #fjjjjj kg ,muskatnsse und #aejjjj kg ,macis nach ,java bringen1 von wo aus sie mit noch weiteren #ajjjjj kg dort erzeugter ,muskatnsse in den ,handel gelangen4 ,england allein fhrt aus ,malakka und ,sdindien etwa #djjjjj kg ,muskatnsse und rund #djjjj kg ,macis aus4 ,europa kauft vorzugsweise die ,muskatnsse1 ,nordamerika dagegen die ,macis1 die dort hher geschtzt wird4 ,in neuerer ,zeit gelangen noch einige andere ,arten von ,muskatnssen als ,ersatz der echten in den ,handel4 ,so wachsen in den nrdlichen ,molukken1 auf den ,inseln ,batjan1 ,tidor und ,halmahera1 zwei der echten ,muskatnu sehr nahe verwandte ,arten 7,myristica speciosa und succedanea7 wild1 deren ,nsse gleichfalls gesammelt werden und billig in den ,handel kommen4 ,diese werden ebensowenig kultiviert als der ,onin-,muskatnubaum 7,myristica schefferi71 der wild im westlichen1 hollndischen ,teil von ,neu-,guinea wchst und sehr wohlriechende ,frchte liefert4 ,wichtiger als diese ist eine andere ,muskatnuart1 die in nicht unbedeutenden ,mengen mit dem ,namen lange oder ,papua-,muskatnu auf den ,markt gebracht wird4 ,sie ist lnger als die gewhnliche ,muskatnu und stammt vom silberbltterigen ,muskatnubaum 7,myristica argentea71 einem ebenfalls im westlichen hollndischen ,teil von ,neu-,guinea wild wachsenden1 dem gemeinen ,muskatnubaum sehr nahe verwandten ,baume4 ,dieser wird ebenfalls nicht kultiviert1 sondern in wildem ,zustande abgeerntet1 weshalb es auch mglich ist1 seine ,frchte billig auf den ,markt zu bringen2 doch stehen sie den echten ,muskatnssen an ,qualitt durchaus nach4 ,leider hat man im deutschen ,teile von ,neu-,guinea1 wo ebenfalls mehrere wilde ,muskatnuarten vorkommen1 bisher keine einzige dauernd aromatische und daher fr den ,handel brauchbare ,nu gefunden4 ,der ,name ,muskatnu wird auch fr die ,frchte einiger ,bume angewandt1 die ganz anderen ,pflanzengattungen angehren1 so namentlich fr die ,kalabassen-,muskatnu von ,westafrika1 die die ,frucht eines zur ,familie der ,anonazeen gehrenden ,baumes1 ,monodora myristica1 eines entfernten ,verwandten der echten ,muskatnubume1 bildet und seit dem #ah4 ,jahrhundert auch auf ,jamaika kultiviert wird1 wohin sie durch westafrikanische ,negersklaven gelangte4 ,von ,lorbeergewchsarten stammen die brasilianische1 guianische und madagassische ,muskatnu1 von ,bumen aus der ,familie der ,monimiazeen die peruanische und australische ,muskatnu1 von ,nadelhlzern endlich die nach ,terpentin riechende kalifornische und ,floridamuskatnu4 ,diese teilweise in ,form und ,struktur ihrer ,frchte einige hnlichkeit mit der echten ,muskatnu aufweisenden ,frchte riechen wohl auch aromatisch1 sind aber im brigen grundverschieden von jener1 so da sie nicht mit ihr konkurrieren knnen4 ,illustration3 ,bild #db4 ,bltenzweig eines ,gewrznelkenbaums 7,caryophyllus aromaticus74 ,als ,flschungsmittel der echten ,macis gelangt von ,bombay aus der schn rote1 aber durchaus nicht aromatische ,samenmantel des ,malabarmuskatnubaums 7,myristica malabarica7 hufig in den ,handel1 whrend die vom silberbltterigen ,muskatnubaum ,neu-,guineas stammenden sogenannten ,macisschalen zwar wohlriechend1 aber unansehnlich braun gefrbt sind und daher sehr niedrig im ,preise stehen4 ,als letzte der vier von der ,kulturwelt des ,abendlandes whrend der vergangenen ,jahrhunderte bermig geschtzten und infolge davon fr die gesamte ,handelspolitik jener ,zeit hchst bedeutsamen indischen ,gewrze sind auer ,pfeffer1 ,zimt und ,muskatnsse auch noch die ,gewrznelken zu nennen4 ,gleich dem ,muskatnubaum ist auch der ,gewrznelkenbaum 7,caryophyllus aromaticus7 ein #aj-ab m hoher1 immergrner ,baum der ,molukken aus der ,familie der ,myrtengewchse4 ,sein #cj-ee cm dicker ,stamm mit glnzender1 glatter ,rinde spaltet sich schon in #a1c-a1f m ,hhe in einige gleichstarke ste1 die sich reich verzweigen und eine schne1 kegelfrmige ,krone bilden4 ,doch lt man den ,baum in den ,pflanzungen meist nicht hher als #e m werden1 damit seine ,blten leichter geerntet werden knnen4 ,die lnglich ovalen1 langgestielten ,bltter sind lederartig1 mit zahlreichen kleinen ldrsen versehen1 und laufen spitz aus4 ,die in ,trugdolden stehenden ,blten sind klein1 aber zahlreich1 anfnglich grn1 voll entwickelt jedoch karminrot4 ,auch die ,bltenknospen sind rot4 ,die ,frchte sind #b cm lange und #a cm breite ,beeren von dunkelroter bis dunkelvioletter ,farbe1 die meist einen1 seltener zwei lnglichrundliche ,samen umschlieen4 ,letztere kommen getrocknet unter der ,bezeichnung ,gewrznelkenmutter in den ,handel4 ,weit aromatischer als sie sind jedoch die ,bltenknospen1 die1 sobald sie sich hellrot zu frben beginnen1 geerntet werden und1 getrocknet1 die ,gewrznelken bilden4 ,sie bestehen aus einem etwa #a cm langen1 zylindrischen ,bltenkelch1 der in vier etwas ausgebogenen ,zipfeln endet und als halbkugelige ,bekrnung die an ihrer ,spitze verwachsenen1 bei der ,blte als zusammenhngende ,kappe abgestoenen vier ,blumenbltter trgt4 ,nach ihrer nagelfrmigen ,gestalt nannte man sie im ,mittelalter 7wie die ,nelken7 ,ngelein1 woraus sich dann im ,neuhochdeutschen die ,bezeichnung ,nelke ausbildete4 ,sie enthalten ein als ,nelkenl bezeichnetes therisches l1 das zu allerlei pharmazeutischen ,produkten und zum ,mikroskopieren gebraucht wird4 ,der ,gewrznelkenbaum ist weniger whlerisch in bezug auf den ,boden und nimmt auch mit etwas weniger ,luft- und ,bodenfeuchtigkeit vorlieb als der ,muskatnubaum4 ,auch gengt ihm eine sprlichere ,beschattung als jenem2 in spterem ,alter bedarf er einer solchen berhaupt nicht mehr4 ,nur die jungen ,pflnzchen mssen vor zu ausgiebiger ,sonnenbestrahlung geschtzt werden1 wozu ,bananen und ,rizinusstauden dienen4 ,wie der ,muskatnubaum1 so verliert auch er rasch die ,keimfhigkeit seines ,samens4 ,daher drfen zur ,aussaat nur ganz frische ,samen verwendet werden4 ,an ihrem definitiven ,standort werden die in ,saatbeeten gewonnenen jungen ,bume auf sehr fruchtbarem ,boden #i1 auf geringem ,boden dagegen #f m auseinander gepflanzt4 ,der ,boden mu namentlich whrend der ,erntezeit im ,september von ,unkraut gesubert werden4 ,da die ,nelkenbume als ,waldbume nicht sehr widerstandsfhig gegen heftige ,winde sind1 so pflanzt man am ,rande der ,gewrznelkenplantagen und hin und wieder in ,reihen quer durch die ,pflanzungen als ,windbrecher ,kokospalmen und ,mangobume1 die beide dieselben ,ansprche an ,boden und ,klima stellen wie die ,gewrznelkenbume4 ,ihre erste ,ernte geben die ,gewrznelkenbume vom #e4 ,jahre an und tragen whrend #aj bis #ae ,jahren1 wobei man von jedem ,baum einen jhrlichen ,ertrag von #b1e-e kg getrockneter ,nelken rechnen darf4 ,die ,ernte beginnt1 sobald sich die ,knospen voll entwickelt haben und sich hellrot zu frben beginnen4 ,die auf leichten ,bambusleitern vor dem ,aufbrechen mit der ,hand gepflckten ,bltenknospen werden1 auf ,matten dnn ausgebreitet1 an der ,sonne1 seltener auf engmaschigen ,bambushorden in einem ,trockenhaus durch ,einwirkung eines schwachen1 rauchenden ,feuers getrocknet1 wobei sie wiederholt umgewendet werden4 ,dabei nehmen sie eine dunkelbraune ,farbe an4 ,schlielich werden sie gesiebt und gelangen1 in ,scke oder ,kisten verpackt1 in den ,handel4 ,dem alten ,kulturvolke der ,chinesen waren die ,gewrznelken schon im #c4 ,jahrhundert v4 ,chr4 bekannt und dienten ihnen teilweise als ,kaumittel4 ,in die ,mittelmeerlnder gelangten sie erst in der rmischen ,kaiserzeit1 und zwar ist ,plinius der erste rmische ,autor1 der sie erwhnt4 ,in einem ,zolltarif ,alexandriens im #b4 ,jahrhundert n4 ,chr4 werden sie angefhrt und von ,atios1 ,alexander ,trallianus und ,paulus ,aegineta1 griechischen rzten des #f4 und #g4 ,jahrhunderts1 erwhnt4 ,sie wurden damals durch malaiische ,schiffer nach der von den ,griechen und ,rmern ,taprobane genannten ,insel ,ceylon gebracht und von dort durch indische ,kauffahrteifahrer in die ,hfen des ,roten ,meeres verfrachtet1 um dann von ,alexandrien aus als uerst kostbare ,arznei in den abendlndischen ,handel zu gelangen4 ,von ,ceylon und dem ,gewrznelkenhandel berichtet als erster ,abendlnder1 der uns einen ,bericht ber seine ,reise dorthin hinterlie1 der griechisch-gyptische ,grokaufmann ,kosmas ,indikopleustes 7d4 h4 der ,indienfahrer7 aus ,alexandrien -- ein ,zeitgenosse des ostrmischen ,kaisers ,justinianus ,i4 7#dhc-efe7 --1 der mit einem ebenfalls spter ,mnch gewordenen ,genossen die weite ,reise machte4 ,er schreibt darber3 ,taprobane ist eine groe ,insel im ,ozean jenseits des ,pfefferlandes 7,malabarkste ,indiens71 welche die ,indier ,sielediva 7richtig ,sihaladipa1 d4 h4 ,lweninsel1 spter von den ,persern und ,arabern in ,serendib verdorben71 die ,hellenen 7lteren ,griechen7 ,taprobane nennen4 ,dort findet man den ,edelstein ,hyakinthos 7d4 h4 ,saphir und ,rubin74 ,diese groe ,insel1 sagen ihre ,bewohner1 habe #cjj ,gaudia 7 #ijj rmische ,meilen7 ,lnge und ebensoviel ,breite4 ,zwei ,knige beherrschen sie1 welche sich aber gegenseitig befehden4 ,einer hat das ,land der ,hyazinthen 7das zentrale ,bergland7 inne1 der andere besitzt den brigen ,teil der ,insel1 in welchem das emporion 7der ,handelsplatz7 und der ,hafen liegen4 ,dort an dieser ,insel sammeln sich viele ,schiffe aus ganz ,indien und thiopien1 weil sie in die ,mitte der ,lnder gestellt ist und gleichfalls viele ,schiffe nach allen ,weltrichtungen entsendet2 namentlich aus den dahinterliegenden ,gewssern1 so von ,tzinitza 7,china7 und anderen ,stapelpltzen bringen sie ,metaxin 7,seide71 ,alo 7,aloholz zum ,ruchern71 ,gewrznelken und ,tzandana 7,sandelholz7 zum ,austausch2 auch noch andere ,waren jener ,gegenden1 die sie zu den ,vlkern des vorderen ,meeres bringen1 nmlich nach ,male 7,mahe in ,malabar71 wo der ,pfeffer wchst1 und nach ,kalliana 7bei ,bombay71 wo ,erz gewonnen wird und ,sesamholz 787 und was ,gewebe zur ,kleidung gibt2 denn auch diese ,stadt ist ein groer ,handelsplatz4 ,auch mit ,sind1 wo es ,moschus1 ,bibergeil und ,narden gibt1 verkehrt diese ,insel1 ebenso mit ,persien1 dem ,glcklichen ,arabien und ,adule 7,zeila in ,massaua in der italienischen ,kolonie ,erythra am ,roten ,meer74 ,von diesen ,handelspltzen tauscht sie wiederum ,waren ein1 welche sie nach dem hinteren ,indien fhrt1 zugleich die ,ausfuhr der eigenen ,produkte besorgend48 ,in ,deutschland erwhnt die ,gewrznelken zuerst die heilige ,hildegard1 btissin von ,rupertsberg 7#ajih-aagi7 als nelchin4 ,der erste ,europer1 der die ,stammpflanze sah1 war der venezianische ,reisende ,marco ,polo1 der sie #abgb auf den ,sundainseln wachsen sah4 ,im ,mittelalter besorgten die ,araber den ,zwischenhandel mit den ,indern und lieferten die ,gewrznelken mit ,zimt und ,pfeffer den ,venezianern1 die diese ,gewrze ihrerseits wieder den ,vlkern ,europas vermittelten und reichen ,gewinn aus diesem ,handel zogen4 ,erst als der ,weg nach den ,gewrzlndern um ,afrika herum von den ,portugiesen erschlossen war1 rissen sie das hchst eintrgliche ,gewrzmonopol an sich4 ,wie ,spanien etwa #cjj ,jahre lang1 bis zum ,beginn des vorigen ,jahrhunderts1 den ,handel mit ihren reich mit ,pflanzenschtzen und teilweise auch ,gold ausgestatteten amerikanischen ,kolonien fr sich beanspruchte1 taten es gleicherweise ihre ,konkurrenten1 die ,portugiesen1 in ,ostindien und der malaiischen ,inselwelt1 die sie #aebd in ,beschlag nahmen4 ,von #aebi an muten alle aus ,ostindien zurckkehrenden ,schiffe ihre ,rckfracht ausschlielich in der ,casa da ,india in ,lissabon lschen und mehr wie einmal ordnete der ,knig1 der sich den stolzen ,titel ,herr des indischen ,handels8 beilegte -- wie spter sein ,nachfolger1 die hollndisch-ostindische ,handelskompagnie -- die ,vernichtung der kostbaren indischen ,gewrze an1 wenn deren ,vorrte zu sehr anschwollen und die ,preise zu drcken drohten4 ,erst im ,jahre #aeii sprengten die inzwischen in der ,seefahrt erstarkten ,hollnder diese von den ,portugiesen ausgebte ,ozeansperre4 ,nach der ,eroberung der von den ,portugiesen nicht mehr zu haltenden ,molukken im ,jahre #afba bernahm die hollndisch-ostindische ,kompagnie das ,gewrzmonopol1 das sie bis zum ,jahre #agif zu behaupten vermochte4 ,whrend dieser ganzen ,zeit bestimmte sie den ,preis der vielbegehrten ,gewrze4 ,das uerst gewinnbringende ,monopol wurde1 so gut es ging1 auch von den ,englndern whrend deren ,okkupation von ,hollndisch-,indien in den ,jahren #agif-ahjb und #ahaj-ahaf aufrechterhalten4 ,als dann die ,gewrzinseln im letztgenannten ,jahre definitiv an ,holland zurckfielen1 ntzte diesen das1 wie auch die ,zwangskultur1 bis #ahgc theoretisch festgehaltene ,monopol fr ,gewrznelken und ,muskatnu nur noch wenig4 ,wie in der ,sage der ,lindwurm seinen ,schatz in der ,hhle1 so hteten die ,hollnder ihre von den zu ,sklaven gemachten ,eingeborenen kultivierten ,gewrznelkenbume auf den ,inseln ,amboina und ,saparna1 nachdem sie alle anderen als die von ihnen dort beaufsichtigten ,gewrznelkenbume auf smtlichen ,inseln der ,molukken zerstrt hatten4 ,auf ihren ,streifzgen durch die ,nachbarinseln1 die zu dem ,zwecke unternommen wurden1 um alle aus durch ,vgel oder ,menschen verschleppten ,samen hervorgegangenen ,gewrznelkenbume zu vernichten1 vollfhrten die rohen von der hollndisch-ostindischen ,kompagnie dazu angestellten ,soldaten die unerhrtesten ,grausamkeiten gegen die armen ,eingeborenen1 die dem ,baume fast abgttische ,verehrung erwiesen4 ,sie nannten ihn einen ,knig unter den ,gewrzpflanzen und fhrten ,gewrznelken als wirksames ,mittel gegen ,zauberei bei sich1 was bis auf den heutigen ,tag der ,fall ist4 ,ja1 ,vornehme tragen sie als auszeichnenden ,schmuck in ,unterlippe1 ,nase und ,ohren4 ,das so eifrig von den ,hollndern gehtete ,gewrzmonopol erlitt den ersten ,sto als es #aggj dem franzsischen ,statthalter von ,isle de ,france 7dem heutigen ,mauritius7 ,poivre gelang1 ungeachtet der auf die ,ausfhrung der ,bume gesetzten ,todesstrafe durch eine auf zwei kleinen ,schiffen nach deren ,erlangung ausgesandte ,expedition sich aus ,samen kleine ,pflnzchen des ,gewrznelken- und ,muskatnubaumes zu verschaffen4 ,die schlauen ,franzosen berlisteten die ,hollnder und vermochten auch mit ihren beiden ,schiffen der ,verfolgung des ihnen nachgesandten ,geschwaders zu entgehen4 ,sie brachten den ,gewrznelkenbaum zuerst nach ,isle de ,france1 dann auf die ,seychellen1 ,runion und ,bourbon1 von wo er #aggc nach ,cayenne und den brigen westindischen ,besitzungen ,frankreichs gelangte1 wo er gleichfalls gut gedieh4 ,von der ,insel ,isle de ,france1 die die ,englnder #ahaj von den ,franzosen eroberten1 um sie nach der ,bezeichnung der vorher die ,insel innehabenden ,hollnder1 die sie nach dem ,statthalter der ,niederlande ,prinz ,moritz von ,oranien 7#aefg-afbe7 benannt hatten1 wiederum ,mauritius zu heien1 verbrachten ihn die ,englnder nach der ,halbinsel ,malakka und den von ihnen vorbergehend besetzten ,inseln ,java und ,sumatra4 ,auch wurde er auf ,sansibar und ,pemba1 wo die ,kultur #agic durch den ,araber ,harameh ben ,saleh von ,mauritius aus eingefhrt wurde1 und an anderen ,orten mit solch gutem ,erfolge verpflanzt1 da mit der ,zeit die ,gewrznelkenproduktion der ,molukken ganz in den ,hintergrund gedrngt zu werden vermochte4 ,gegenwrtig ist die wichtigste ,bezugsquelle der ,gewrznelken ,sansibar mit der ,nachbarinsel ,pemba1 obgleich in den #ahfj;er ,jahren ein gewaltiger ,sturm -- eine sonst dort verhltnismig selten zu beobachtende ,naturerscheinung -- fast alle ,gewrznelkenbume zerstrte und auch die ,qualitt der hier gewonnenen ,gewrznelken keineswegs als die beste gilt4 ,die feinste ,sorte liefert immer noch ,amboina1 deren ,menge aber zu gering ist1 als da sie auf dem ,weltmarkte eine groe ,rolle zu spielen vermchte4 ,als ,nelkenzimt 7,cassia caryophyllata7 werden nelkenartig riechende ,rinden verschiedener ,bume bezeichnet1 so z4 ,b4 der indischen ,sizygium caryophyllatum1 der westindischen ,pimenta acris1 beides ,myrtengewchsen1 sowie des brasilianischen ,dicypellium caryophyllatum1 eines dem ,zimt nher verwandten ,baumes aus der ,familie der ,lorbeergewchse4 ,doch haben diese ,rinden nur eine lokale ,bedeutung und gelangen kaum in den ,welthandel4 ,dafr aber liefert ein naher ,verwandter des ,gewrznelkenbaums das ,piment 7vom mittellateinischen pigmentum ,farbstoff7 oder den ,nelkenpfeffer1 dessen ,geschmack und ,geruch allerdings weniger an ,pfeffer als an ,gewrznelken erinnert4 ,feinschmecker wollen erkennen1 da das ,piment den ,geruch und ,geschmack von ,gewrznelken1 ,pfeffer1 ,zimt1 kurz von allen ,gewrzen in sich vereinige4 ,das gab ,veranlassung zur ,bezeichnung allspice1 d4 h4 ,allgewrz1 unter welchem ,namen ihn die ,englnder als ein uerst beliebtes ,gewrz ihrer westindischen ,kolonie ,jamaika viel verwenden4 ,die ,welt ist darauf angewiesen1 ihren ,bedarf an ,piment von dieser ,insel zu beziehen1 weshalb man ihn vielfach auch ,jamaikapfeffer bezeichnet4 ,nur dort in seiner engeren ,heimat ,jamaika und einigen ,nachbarinseln erzeugt der ,pimentbaum das volle ,aroma seiner ,frchte4 ,wild kommt er nur auf ,kalksteinhgeln in der ,nhe des ,meeres vor1 wird aber schon lange im groen angepflanzt4 ,er ist aber so empfindlich fr ,boden und ,klima1 da es nicht einmal gelang1 seine ,kultur in nennenswertem ,umfange auf den nrdlichen westindischen ,inseln einzufhren4 ,der ,pimentbaum 7,pimenta officinalis7 ist ein immergrner1 breitstiger1 im ,wuchse dem ,apfelbaum hnlicher ,baum1 der in ,westindien hufig zur ,anpflanzung von ,alleen benutzt wird4 ,alle ,teile des ,baumes1 besonders die unreifen ,frchte1 besitzen einen starken1 feurigen1 aber angenehmen aromatischen ,geschmack4 ,die nahezu weie ,rinde des #aj-ab m hohen ,baumes1 deren uerste ,schicht er alljhrlich abwirft1 ist ebenso aromatisch wie die #aj cm langen tiefgrnen1 glnzenden1 lnglich ovalen1 etwas lederigen ,bltter4 ,aus den ,blattwinkeln und ,zweigspitzen treten ,rispen von zahlreichen1 kleinen1 weien1 starkduftenden ,blten4 ,in ,westindien blhen die ,bume gewhnlich zweimal im ,jahre2 aber nur die ,blten1 die im ,april und ,mai erscheinen1 sind fruchtbar und erzeugen erbsengroe1 kugelige1 zweisamige ,frchte von bei der ,reife purpurroter ,farbe4 ,sie enthalten dann ein ses1 kleberiges ,fruchtfleisch1 aus welchem allerdings das feine ,aroma zum grten ,teil verschwunden ist1 das whrend ihres unreifen ,zustandes so stark hervortrat4 ,sie werden deshalb unreif grn geerntet1 sobald sie die ,gre von ,pfefferkrnern erlangt haben1 und dann an der ,sonne oder in ,darrfen getrocknet1 wobei sie eine gelbbraune ,farbe annehmen4 ,ein vollkrftiger ,baum liefert bis zu #fj kg grner oder #dj kg getrockneter ,frchte1 die ein dem ,gewrznelkenl sehr hnliches und auch als ,ersatz desselben verwendetes therisches l enthalten4 ,das allgemein als ,kchengewrz verwendete ,piment wird zuerst von ,clusius 7,charles de l',ecluse1 #aebf zu ,arras in ,nordfrankreich geboren und #afji als ,professor der ,botanik zu ,leiden in den ,niederlanden gestorben7 erwhnt4 ,der ,pimentbaum wird vorzugsweise auf der ,nordseite der ,insel ,jamaika1 neuerdings aber auch in anderen ,tropengebieten1 so seit dem #ag4 ,jahrhundert in ,ostindien kultiviert1 doch liefert er1 wie gesagt1 nur in seiner engeren ,heimat die besten1 gewrzreichsten ,frchte4 ,,xv4 ,die berauschenden ,getrnke4 ,es scheint dem ,menschen das tiefgehende ,bedrfnis inne zu wohnen1 sich bisweilen zu berauschen4 ,diese eigentmliche ,neigung teilt er brigens mit der ,tierwelt1 die sich gerne1 wo sie nur kann1 ber sich ihr darbietende alkoholhaltige ,getrnke hermacht1 um sich daran in einen ,rauschzustand zu versetzen4 ,wenn beispielsweise eine ,eiche oder sonst ein ,baum infolge irgendwelcher ,verletzung blutet und der austretende ,zuckersaft durch das ,hinzutreten der allgegenwrtigen ,hefepilze in alkoholische ,grung gert1 so kommen die ,hirschkfer von weit und breit angeflogen und feiern mit solcher ,ausdauer ein ,gelage1 da sie oft dutzendweise vllig beduselt am ,fue des ,baumes herumliegen4 ,an blutenden ,birken mit grendem ,safte findet man stets eine ,menge von ,trauermnteln1 ,hornissen1 ,fliegen und anderen ,insekten1 die durch ihr absonderliches ,benehmen erkennen lassen1 da ihnen die gefhrliche ,flssigkeit das ,unterscheidungsvermgen geraubt hat4 ,gleicherweise hat man ,bienen an wsserigem und dann rasch in alkoholische ,grung bergegangenem ,honigtau sich dermaen berauschen gesehen1 da sie den ,heimweg nicht mehr fanden und1 betrunken1 auf den betreffenden ,bumen bernachteten4 ,wie ,affen kann man bekanntlich auch ,pferde und ,hunde leicht an geistige ,getrnke gewhnen1 so da sie eine frmliche ,sucht danach bekommen1 und selbst an frei lebenden ,sugetieren1 wie z4 ,b4 an ,eichhrnchen1 die sich an gegorenem ,eichensafte berauschten1 lassen sich derartige ,neigungen beobachten4 ,allerdings war es fr den ,menschen im ,naturzustande uerst schwierig1 sich solche ,stoffe zu verschaffen1 die ihn in einen derartigen ,zustand der ,berauschung brachten4 ,beim zuflligen ,genusse giftiger ,pflanzen lernte er diesen wohl zuerst kennen und suchte ihn gelegentlich spter freiwillig zu erneuern4 ,so ist vielleicht die ,tollkirsche einst bei den ,steinzeitvlkern ,europas in der ,weise gebraucht worden1 wie heute noch der ,fliegenschwamm bei den ostsibirischen ,mongolenstmmen4 ,wenn diese auf niederer ,kulturstufe stehenden ,menschen ein ,fest zu feiern wnschen1 so genieen sie eine ,abkochung des giftigen ,fliegenschwammes1 den sie in den ,wldern sammeln und trocknen1 um ihn fr solche ,gelegenheiten aufzubewahren4 ,dieser bringt sie in einen rauschartigen ,zustand1 so da sie taumeln und wie betrunken hinfallen4 ,den ,weibern1 die nchtern bleiben1 da sie nichts von diesem ,berauschungstranke genieen drfen1 fllt dann die ,aufgabe zu1 die betreffenden ,ehegatten aufzulesen und sie unbeschdigt nach ,hause zu bringen1 wo sie ihren schweren ,rausch ausschlafen knnen4 ,um nun diesen mit schweren ,trumen und ,delirien verbundenen ,rauschzustand mglichst lange auszudehnen1 trinken jene ,leute1 aus dem ,dusel erwachend1 immer wieder ihren eigenen ,urin1 in dem das ,gift aus dem ,krper ausgeschieden wird1 bis endlich nach mehrtgiger ,vergiftung die ,ernchterung erfolgt4 ,was fr verschiedene ,pflanzengifte die ltesten ,menschen ,europas zu solchem ,rausche verwandten1 das steht vllig dahin4 ,nur das eine wissen wir1 da der berauschende ,honigtrank mit der ,zeit die anderen weniger angenehmen ,berauschungsmittel verdrngte und sich in spterer vorgeschichtlicher ,zeit allgemeiner ,beliebtheit erfreute4 ,auch hier fhrte der ,zufall zur ,entdeckung dieses ,betubungsmittels der ,urzeit4 berall sammelt der ,mensch auf niederer ,kulturstufe mit ,vorliebe den leckeren ,honig wilder ,bienen1 den er1 weil dessen starke ,se in konzentrierter ,form in grerer ,menge seinem ,geschmacke widerstand1 in ,wasser verdnnt geno4 ,blieb eine solche ,honiglsung in einer als ,gef bentzten drren ,krbisschale oder sonst welchem ,naturgef einige ,tage hindurch stehen1 so begann sie durch spontane alkoholische ,grung infolge von ,hineingelangen der allgegenwrtigen ,hefepilze berauschend zu wirken4 ,als man diese ,erfahrung gemacht hatte1 stellte man absichtlich in ,wasser stark verdnnten ,honig beiseite1 um sich daraus das lteste alkoholische ,getrnk1 den ,met1 als sehr geschtztes ,berauschungsmittel zu bereiten4 ,diesen ,honigtrank liebten schon die ,indogermanen1 als sie zu ,ende der ,steinzeit noch als ein ,volk in ,norddeutschland hausten4 ,wie im ,sanskrit mdhu ,honig und ,honigtrank bedeutet1 so bedeutet im ,griechischen mthy der berauschende ,trank schlechthin und mth die ,trunkenheit4 ,im ,deutschen benutzen wir dafr das ,wort ,met1 das wie das altslawische medu sowohl ,honig als den daraus bereiteten ,trank bedeutet4 ,den ltesten nachweisbaren ,germanen war der aus ,wildhonig bereitete ,met das beliebte ,festgetrnk1 das noch in der ,edda als die ,menschen und ,gtter gleicherweise erfreuend hufig genannt wird4 ,in einer der ltesten schriftlichen ,aufzeichnungen aus ,hellas1 dem orphischen ,fragment #di1 gibt die personifizierte ,nacht dem ,zeus den ,rat1 den ,vater ,kronos1 der seinerseits bereits seinen ,vater ,uranos 7d4 h4 ,himmel7 entthront und seine smtlichen ,kinder auer ,zeus verschlungen hatte1 wenn er honigberauscht8 unter den ,eichen liege1 zu binden und zu entmannen4 ,es war also auch bei den ,griechen1 die schon sehr frh mit dem ,wein bekanntgemacht wurden1 die ,urzeit als mettrinkend gedacht4 ,und noch in der klassischen ,zeit ,griechenlands waren die in ,sdruland wohnenden ,skythen1 wie die in ,mitteleuropa hausenden ,barbaren den ,griechen als ,mettrinker bekannt4 ,bei diesen letzteren1 die uns spter als ,germanen entgegentreten1 war es bis ins ,mittelalter hinein ,pflicht des ,huptlings und ,frsten1 seine ,dienstmannen1 wie seine ,gste1 reichlich mit diesem beliebten ,getrnk zu bewirten4 ,die ,herstellung dieses ,nationalgetrnkes der ,deutschen1 wie ,europer der ,urzeit berhaupt1 war bis in die merowingische ,zeit einfach genug4 ,man sott das ,honigwasser1 um die sptere ,grung zu beschleunigen1 und stellte es dann in offenen ,gefen zur ,ausgrung hin4 ,von der ,merowingerzeit an liebte man es mit wrzigen ,krutern1 besonders ,salbei1 zu versetzen und etwas ,hefe hinzuzufgen1 welch letztere nach erfolgter ,wirkung wieder abgeschieden wurde4 ,erst im #ab4 ,jahrhundert hat dann das hfische ,leben das bis dahin noch allgemein herrschende ,ansehen des ,metes in ,mitteleuropa zugunsten von ,bier und ,wein herabgedrckt1 bis derselbe schlielich in ganz ,sd- und ,mitteldeutschland mit dem ,ende des #ae4 ,jahrhunderts vllig auer ,gebrauch kam4 ,nur in ,norddeutschland1 speziell ,westfalen1 und in ,ruland hat er sich als beliebtes ,volksgetrnk bis auf unsere ,zeit erhalten4 ,etwas jngeren ,datums1 wenn auch schon sehr lange im ,gebrauch1 ist das ,bier4 ,wie der aus ,wildhonig bereitete ,met vorzugsweise das ,getrnk des ,jgers und ,viehzchters war1 so war das ,bier das ,getrnk des sehaften ,ackerbauers1 das den ,besitz von ,getreide zu dessen ,bereitung voraussetzt4 ,nach der ,ernte und zu sonstigen ,festzeiten wurde dann das1 was man davon entbehren zu knnen glaubte1 zur ,herstellung dieses beliebten ,trankes verwendet1 das damals noch1 wie auch der ,met1 so schwach an ,alkoholgehalt war1 da erst grere ,mengen davon berauschend wirkten4 ,das ,bier wurde in der ,weise hergestellt1 da man das ,getreide erst einweichte1 bis die einzelnen ,krner zu keimen begannen und aus dem ,strkemehl derselben durch ,fermentwirkung ,zucker entstanden war4 ,dann erst wurden die erweichten ,krner auf der ,handmhle zerquetscht und an der ,sonne oder1 wie das ,obst1 auf einer ,hrde ber dem ,herdfeuer gedrrt1 damit bei dem darauffolgenden ,kochen kein ,brei1 sondern ein zuckerreicher ,extrakt entstehe4 ,die durch ,kochen ausgezogene ,zuckerlsung wurde durch ,hinzufgen des hefehaltigen ,restes des letztgebrauten ,bieres zum grten ,teil zu ,alkohol vergoren und damit war das ,bier zum ,trinken fertig4 ,altgermanisch nannte man das ,getrnk alu1 was zweifellos mit alan gro1 krftig werden zusammenhngt1 indem man ihm1 wie dies noch in geschichtlicher ,zeit geschah1 krftigende ,eigenschaften zuschrieb4 ,daher heit das ,bier heute noch in ,skandinavien und ,dnemark l1 wie in ,england aus dem angelschsischen ealu 7altschsisch alo7 ale4 ,bei den ,englndern heit alehouse das ,bierhaus4 ,ein weit jngerer ,name ist bei den ,germanenstmmen das althochdeutsche bior1 aus dem unsere ,bezeichnung ,bier sich ableitet1 das durchaus nichts mit dem lateinischen bibere trinken zu tun hat1 wie manche ,etymologen flschlicherweise heute noch annehmen4 ,illustration3 ,bild #dc4 ,betrunkene ,herren werden nach einem ,gelage von ihren ,dienern heimgetragen4 ,altgyptisches ,wandgemlde in ,beni ,hassan bei ,theben4 7,nach ,woenig47 ,alle mglichen ,getreidearten dienten und dienen heute noch den verschiedenen primitiven ,vlkern zur ,herstellung von ,bier1 das zum ,teil schon vor der ,begrndung des ,ackerbaus aus wildwachsenden ,getreidearten und vor der ,erfindung der ,tpferei durch ,erhitzen mit darein geworfenen heien ,steinen bereitet wurde1 wie letzteres beispielsweise bei den ,letten bis zum ,ende des #ah4 ,jahrhunderts noch der ,fall war4 ,erst mit der ,zeit traf man hierin eine ,auswahl des ,besseren und schlielich des ,besten4 ,wie anderswo ,hirsebier1 so trank man noch im #ab4 ,jahrhundert in ,deutschland ,hafer-1 ,weizen- und ,gerstenbier4 ,wo aber schon frhzeitig vorzugsweise oder allein ,gerstenbier genannt wird1 so ist eben auch nur diese in ,europa lteste ,anbaufrucht die ursprnglich dazu bentzte gewesen4 ,solchen ,gerstentrank brauten schon die ltesten fr uns nachweisbaren gypter4 ,sie nannten es haki und lieen zu seiner ,herstellung1 wie auch wir heute noch tun1 die ,gerstenkrner keimen und gewannen so aus dem ,malz eine ,zuckerlsung1 die durch ,hefegrung einen migen ,gehalt an ,alkohol aufwies4 ,jedenfalls tranken sie dieses ,erzeugnis gerne neben dem spter aufgekommenen ,wein4 ,so mahnt der ,schreiber ,ani 7ums ,jahr #ajjj v4 ,chr47 seinen ,sohn ,chunsuhotep nach einem auf uns gekommenen ,papyrus3 ,versitz nicht im ,bierhaus die ,zeit1 und bles vom ,nchsten darfst du auch im ,rausche nicht reden444 ,leicht fllst du zu ,boden und brichst dir die ,glieder1 und keiner reicht dir die ,hand zur ,hilfe4 ,sieh deine ,genossen1 sie trinken und sagen4 ,geh heim1 der du genug getrunken64448 ,in einem in den ,papyri ,sallier und ,anastasi uns erhaltenen ,briefwechsel zwischen mehreren ,schreibern rgt ,kakabu das leichtsinnige ,leben seines ,kollegen ,anana mit folgenden ,worten3 ,es ist mir gesagt worden1 du verlassest das ,schrifttum1 du sehnst dich nach ,lustbarkeiten1 du gehest von ,kneipe zu ,kneipe4 ,der ,biergeruch1 wohin fhrt er8 ,man meide den ,biergeruch1 da er die ,leute herunterbringt und ihren ,geist benachteiligt48 ,trotz aller weiser ,mahnungen mu es aber in gypten oft recht toll zugegangen sein und mancher schwere ,rausch mit nachfolgendem ,katzenjammer hat altgyptische ,gelage beschlossen2 denn gleich dem viel lteren ,herodot1 der ums ,jahr #dfj v4 ,chr4 gypten bereiste1 meldet uns der griechische ,geschichtschreiber ,diodoros aus ,sizilien1 der in der zweiten ,hlfte des letzten vorchristlichen ,jahrhunderts seine ,historische ,bibliothek8 in #dj ,bchern schrieb1 da das von den gyptern aus ,gerste gebraute1 als zthos bezeichnete ,bier sie so lustig mache1 als ob sie ,wein getrunken htten4 ,und wir finden auch tatschlich in den bildlichen ,darstellungen an den ,grabwnden drastische ,beispiele fr die ,wirkung dieses ,gerstensaftes4 ,in ,beni ,hassan sehen wir zwei ,sklaven ihren ,herrn als ,bierleiche8 davontragen1 und eine zweite ,leiche folgt hinterher4 ,in einem ,wandgemlde des ,grberfeldes von ,theben ist eine gyptische ,dame so mit ,bier gefllt1 da sie den berschu des aufgenommenen ,getrnks erbricht4 ,besonders ausgelassen mu es nach ,herodot an den groen ,festen zugegangen sein1 an denen bis tief in die ,nacht zu ,ehren der zu feiernden ,gottheit getrunken wurde4 ,die auf uns gekommenen griechischen ,papyrusurkunden lehren uns1 da aber auch noch in spterer ,zeit1 als schon reichlich ,wein gekeltert wurde1 allenthalben in gypten viel ,bier gebraut und getrunken wurde4 ,unter den prunkliebenden ,ptolemerknigen war die ,bierbrauerei sogar ein knigliches ,monopol1 was gewi nicht der ,fall gewesen wre1 wenn der ,ertrag aus diesem ,gewerbe nicht sehr erklecklich gewesen wre4 ,ebensolche ,biertrinker wie die gypter waren die nichtarischen ,urbewohner ,spaniens und ,italiens1 die ,iberer und ,ligurer1 ebenso die arischen ,stmme der ,phrygier1 ,thrakier und ,armenier4 ,so sagt der um #be n4 ,chr4 verstorbene griechische ,geograph ,strabon3 ,die ,ligurer wohnen an der ,sdseite der ,alpen1 leben groenteils von der ,milch ihrer ,herden und trinken 7bei ,festlichkeiten7 ,gerstenbier 7krthinon pma748 ,ebenso an einer anderen ,stelle3 ,die ,lusitanier 7im heutigen ,portugal7 trinken ,bier und nur selten ,wein2 statt des ls gebrauchen sie ,butter4 ,bei ,trinkgelagen tanzen sie nach dem ,takt der ,flte oder ,trompete und springen dabei in die ,hhe48 ,plinius dagegen sagt3 ,in ,spanien braut man sogar ein ,bier1 das sich lange hlt48 ,viel frher1 nmlich schon ums ,jahr #gjj v4 ,chr41 berichtet uns der ,grieche ,archilochos1 da die ,phrygier und ,thrakier aus ,gerste und dem ,wrzkraut konz ein als brton bezeichnetes ,bier brauen und trinken4 ,ein anderer ,grieche1 ,xenophon aus ,athen1 ein ,schler ,platons1 der im ,jahre #djj v4 ,chr4 als ,vierzigjhriger die zehntausend ,mann griechische ,truppen1 welche dem jngeren ,kyros gegen dessen ,bruder ,artaxerxes ,mnemon zu ,hilfe gezogen und geschlagen worden waren1 durch das gebirgige ,armenien ans ,schwarze ,meer und nach ,byzanz fhrte1 um sie von da aus zu ,schiff nach ,griechenland1 ihrer ,heimat1 befrdern zu lassen1 berichtet in seinem ber jenen strapazisen ,rckzug geschriebenen ,bericht1 der jedem ,griechisch lernenden ,schler bekannten ,anbasis1 da seine ,leute1 vom ,karduchischen ,gebirge kommend1 in ,drfern rasteten1 wo sie auer anderen ,vorrten auch mit ,gerstenwein8 gefllte ,gefe fanden4 ,in ihnen habe noch die ,gerste herumgeschwommen2 zum ,trinken aus diesem ,gemisch dienten ,rohrhalme1 durch die man die ,flssigkeit einsog1 ohne die darin befindlichen ,gerstenkrner in den ,mund zu bekommen4 ,das ,getrnk sei stark und berauschend gewesen1 wenn man es nicht durch ,zusatz von ,wasser verdnnte2 im brigen aber htten alle1 die sich daran gewhnten1 diesem den weintrinkenden ,griechen sonderbaren ,tranke ,geschmack abgewonnen4 ,auch von den alten ,illyriern wird uns gemeldet1 da sie ein als sabaja oder sabajun bezeichnetes ,bier tranken1 und von den ,pannoniern berichtet uns ,priscus1 als er sie im ,jahre #ddh n4 ,chr4 gelegentlich einer ,gesandtschaftsreise besuchte1 da sie aus ,gerste ein als camum bezeichnetes ,getrnk bereiteten4 ,den weitaus ltesten ,bericht ber das ,vorkommen von ,bier bei den ,mitteleuropern verdanken wir aber dem unternehmenden griechischen ,kaufmanne ,pytheas aus ,massalia1 dem heutigen ,marseille1 der zu ,ende des #d4 vorchristlichen ,jahrhunderts auf seiner ,fahrt um die ,ostkste ,europas nach dem ,bernstein liefernden ,norddeutschland bis in die ,nordsee vordrang und uns von den dort lebenden ,stmmen berichtet1 da sie kaum ,gartengewchse und ,haustiere besen1 sich aber1 auer von ,krutern1 ,beeren und ,wurzeln1 von angebauter ,hirse nhrten1 aus der sie ein ,getrnk brauten1 das neben dem aus ,honig erzeugten -- also dem ,met -- im ,gebrauch sei4 ,dann berichtet der griechische ,geschichtschreiber ,diodoros aus ,sizilien von den ,germanen1 da sie ein meist aus ,gerste gebrautes ,bier trinken4 ,nach ihm sagt der rmische ,historiker ,tacitus in seiner bekannten ,schrift ber ,germanien3 ,das ,getrnk der ,germanen wird aus ,gerste und anderem ,getreide gebraut und ist weinartig4 ,die am ,rheinufer ,wohnenden kaufen auch ,wein4 ,sie trinken so gierig1 da man sie ebensogut durch ,lieferung berauschender ,getrnke1 wie durch ,waffengewalt berwinden kann48 ,schon im ,altertum mu die ,freude am ,bier- wie am lteren ,metgenu allen ,germanenstmmen gemeinsam gewesen sein und kein ,fest wurde ohne ,gelage gefeiert1 an welchem diese ,getrnke reichlich getrunken wurden4 ,so erfreuen sich auch in der ,edda alle ,gtter daran1 und der ,meergott gir ist zugleich auch himmlischer ,braumeister in ,walhalla4 ,er besitzt -- als ,symbolisierung des ,meeresbeckens1 dessen ,gott er ist -- einen ,riesenkessel und alljhrlich einmal ladet er alle ,asen zu einer feierlichen ,kneiperei ein4 ,aber in derselben ,sammlung von altnordischen ,volksliedern1 die als ltere ,edda im #ab4 ,jahrhundert auf ,island vorgenommen und niedergeschrieben wurde1 wird doch auch schon vor den schdlichen ,folgen des ,trinkens solcher berauschender ,getrnke gewarnt4 ,so stammt aus ,odins1 des ,gttervaters ,sprchen1 der ,ausspruch1 da zu reichlicher ,met- und ,biergenu der ,sterblichen ,stamme8 nichts tauge4 ,vor allzu schlimmen ,wirkungen sollte das ,legen der ,bierrune8 oder das ,tragen der ,wurzel des ,zauberlauches 7,allium victoralis7 als ,amulett schtzen4 ,damals war das ,trinken von ,bruderschaft1 das nicht mehr wie in der ,urzeit mit ,blut1 sondern nur mit ,met oder ,bier vorgenommen wurde1 eine heilige ,handlung1 die gegenseitiges ,eintreten bis zum ,tode bedeutete4 ,selbstverstndlich war das ganze ,altertum und frhe ,mittelalter hindurch die ,bereitung des ,bieres1 wie auch des lteren ,metes1 fr die kleinen ,haushaltungen der ,vorzeit ,sache der ,hausfrau1 die das ,kochen und alle brigen ,hausgeschfte besorgte4 ,wie der ,met war auch das ,bier nicht nur ,gesellschafts-1 sondern auch ,opfertrank4 ,als der heilige ,columbanus ums ,jahr #fjj zu den ,alamannen kam1 da opferten diese dem ,wodan noch regelmig ,met oder ,bier1 indem sie ihm den ersten ,ausgu weihten und den ,rest zu seinen ,ehren tranken4 ,spter wurde der ,zins an die ,kirchen und ,klster vielfach in ,form von ,bier -- in ,norddeutschland ,met -- bezahlt4 ,der rmische ,naturforscher ,plinius der ltere berichtet1 da das ,bier in ,spanien caelia oder cerea1 im keltischen ,gallien dagegen cervisia genannt und in beiden ,lndern aus verschiedenen ,getreidearten gebraut werde4 ,doch scheint es den an den ,genu von ,wein gewhnten ,rmern nicht gemundet zu haben4 ,auch ,kaiser ,julian der ,abtrnnige1 der es1 als er whrend der ,mitte des #d4 ,jahrhunderts in ,gallien weilte1 hier versuchte1 spottet darber in einem uns noch erhaltenen ,gedicht4 ,diese ,kelten ,galliens haben das ,bier1 wie auch den auch von ihnen daneben noch hufig getrunkenen ,met1 zuerst in aus meist eichenen ,dauben hergestellten ,holzbottichen bereitet und dann in aus demselben ,material hergestellten ,fssern mit einer kleinen1 oberen ffnung kurze ,zeit aufbewahrt und transportiert4 ,bis dahin waren bei den ,rmern und ,griechen1 wie bei den brigen ,kulturvlkern der alten ,welt1 groe ,tonkrge 7griechisch pthos1 lateinisch dolium7 im ,gebrauch gewesen1 und diese ,neuerung nahmen die umwohnenden ,vlker als sehr zweckmig bald an4 ,so treten uns in den ,darstellungen der rmischen ,denkmler des #c4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 in der ,moselgegend ,kufe und ,holzfa der ,kelten auch fr ,bereitung1 ,aufbewahrung und ,transport von ,wein von seiten der ,rmer entgegen4 ,jedenfalls wrde das rohe ,gegorene81 das die ,kelten und ,germanen in ihren ,grubenwohnungen oder sonstigen primitiven ,behausungen bis ins ,mittelalter hinein tranken1 uns heutigen1 so beraus verwhnten ,europern sehr wenig munden2 denn1 abgesehen von allem anderen1 ist die ,bierbereitung mit ,zusatz von ,hopfen als ,wrze erst nach der ,zeit der ,vlkerwanderung aufgekommen4 ,zwar war es -- wie wir sahen -- schon bei manchen der verschiedenen bierbereitenden ,vlker des ,altertums gebruchlich gewesen1 dem ,biere noch irgend ein wrziges ,kraut oder herbe ,eichenrinde zur ,verbesserung des sonst etwas slichen ,geschmackes dem einfachen ,malzauszuge beizufgen2 aber ,hopfen befand sich sicher nicht darunter1 obschon er damals in ganz ,mitteleuropa wildwachsend angetroffen wurde und durch seine aromatisch-bitteren ,fruchthren schon frh auffallen mute und jedenfalls auch als ,heilmittel diente4 ,der ,zusatz von ,hopfen zu ,bier1 um den ,gerstentrank wrziger und heilkrftiger1 zugleich aber auch haltbarer zu gestalten1 verdanken wir nach den eingehenden ,untersuchungen von ,kobert wohl zuerst finnisch-ugrischen ,stmmen4 ,bei ,finnen1 ,letten und ,esthen finden wir bereits in alten ,traditionen und ,sagen die ,kenntnis und ,anwendung gehopften ,bieres4 ,so wird auch in ihrem ,nationalepos ,kalewala1 das jahrhundertelang durch mndliche berlieferung erhalten wurde1 bis es ,lnnrot sammelte und geordnet herausgab1 der ,hopfen als ,bierwrze genannt4 ,von diesen ,stmmen der ,ostsee drang die ,sitte1 das ,bier mit ,hopfen zu wrzen1 langsam westlich vor4 ,zwischen der ,zeit des ,abzuges der ,angeln und ,sachsen von der unteren ,weser und ,elbe nach ,england im ,jahre #ddi und dem ,aufkommen der ,karolinger als ,hausmeier im ,frankenreiche der ,merowinger im #g4 ,jahrhundert mu dieser ,gebrauch nach ,westeuropa gelangt sein4 ,zuerst tritt er uns in nordgallischen ,klstern um die ,mitte des #h4 ,jahrhunderts entgegen1 und es klingt wie eine verdunkelte ,erinnerung an die ,einfhrung einer solch wichtigen ,neuerung1 wenn seit dem ,mittelalter die ,sage ging1 da in der ,landschaft ,brabant ein ,knig ,gambrinus das ,wrzen des ,bieres mit ,hopfen erfunden habe4 ,nun wissen wir aus den mittelalterlichen ,urkunden jener ,gegend1 da die besonders in den ,klstern amtierenden ,bierbrauer mittellateinisch cambarii und ihre ,werkstatt1 das ,brauhaus1 camba hie4 ,aus diesem cambarius hat die geschftige ,legende einen ,knig ,gambrinus gemacht2 aber dieser ,erfinder des gehopften ,bieres trug keine ,krone1 sondern den geschorenen ,scheitel und die wollene ,kutte eines ,mnchs4 ,und bei den engen ,verbindungen der ,klster untereinander ist es nicht zu verwundern1 da das ,hopfenbier mehr und mehr in ,aufnahme kam und das weniger schmackhafte und haltbare ungehopfte ,bier allmhlich verdrngte4 ,die erste nachweisbare ,erwhnung einer ,hopfenpflanzung befindet sich unter der ,bezeichnung humularia in einer ,schenkung ,pippins des ,kleinen1 des ,sohnes ,karl ,martells und ,vaters ,karls des ,groen1 aus dem ,jahre seines ,todes #gfh2 vierhundert ,jahre spter war die heilige ,hildegard1 btissin des ,klosters ,rupertsberg bei ,bingen 7#ajih-aaig71 der erste ,autor1 der den ,hopfen als wrzenden ,zusatz zu ,bier nennt4 ,zu ihrer ,zeit pflanzte man schon ziemlich ,hopfen in ,bayern1 ,franken und ,niedersachsen1 aber erst im #ad4 ,jahrhundert wurde die ,kultur dieser ,pflanze in ,deutschland von grerer ,bedeutung4 ,whrend des ganzen ,mittelalters trank man in den ,klstern ,europas viel ,bier in mancherlei ,sorten wie ,gersten-1 ,weizen- und ,haferbier2 das letztere scheint nach den ,aufzeichnungen des ,klosters ,st4 ,gallen im #aj4 ,jahrhundert das gewhnliche ,alltagsgetrnk der ,mnche gewesen zu sein1 und erstere mssen mehr ,festgetrnke gebildet haben4 ,in den ,klstern1 wohin die leibeigenen ,bauern den ,zehnten ihres ,gewinnes an ,vieh und ,frucht abzugeben hatten1 lernte das ,volk dieses ,getrnk kennen und schtzen4 ,so bildeten sich mit der ,zeit in ,drfern und ,stdten ffentliche ,bierbrauereien1 deren ,erzeugnisse teilweise weithin ,ruf erlangten4 ,neben dem ,hopfen dienten damals noch alle mglichen anderen ,pflanzenstoffe als ,bierwrze1 so besonders die ,bltter von ,esche1 ,porsch1 ,rosmarin und ,myrte4 ,so zhlt das ,hausbuch von ,colerus aus dem #af4 ,jahrhundert an medizinalischen ,bieren8 auf3 ,rosen-1 ,wermut-1 ,salbei-1 ,beifu-1 ,polei-1 ,isop-1 ,rosmarin-1 ,wolgemut-1 ,nelken-1 ,lavendel-1 ,lorbeer-1 ,melissen-1 ,kirsch-1 ,haselwurz-1 ,eichel-1 ,schlehen-1 ,himbeeren- und ,hirschzungenbier4 ,auch von einem ,honigbier melden uns bereits die ,konzilienbeschlsse von ,worms aus dem ,jahre #hfh und ,tribur #hie4 ,je mehr nun das ,trinken des gehopften ,bieres aus den ,klstern in die ,laienkreise berging und besonders unter der ,brgerschaft der ,stdte ,aufnahme fand1 um so mehr suchte die ,obrigkeit seine ,herstellung zu regeln4 ,so enthalten bereits die ,knigsurkunden der ,merowinger ,bestimmungen ber ,herstellung1 ,aufbewahrung und ,verkauf von ,bier4 ,nach ihnen erlieen die ,karolinger und die verschiedensten ,herrscher des ,mittelalters ,verordnungen ber die ,fabrikation und den ,ausschank dieses wichtigen ,volksgetrnkes4 ,in den freien ,reichsstdten wirkte jeweilen der ,rat in diesem ,sinne und schrieb vielfach die dazu zu verwendenden ,rohstoffe vor4 ,so lie beispielsweise eine ,verordnung der freien ,reichsstadt ,nrnberg vom ,jahre #abij einzig den ,gebrauch der ,gerste zur ,bereitung von ,bier zu und verbot ,dinkel1 ,weizen1 ,roggen und ,hafer dazu zu nehmen4 ,im #ad4 ,jahrhundert taten sich die ,bierbrauer in den ,stdten zu ,znften zusammen und whlten den mythischen ,knig ,gambrinus von ,brabant zu ihrem ,schutzpatron4 ,whrend des spteren ,mittelalters wurde das ,bier wenigstens in ,sddeutschland mehr und mehr von dem als vornehmer geltenden ,weine verdrngt1 bis spter das haltbarere1 nach besseren ,braumethoden bereitete norddeutsche ,bier das verlorene ,terrain wieder einigermaen eroberte4 ,so hatte im #af4 ,jahrhundert das ,einbeckerbier1 das auch ,luther mit ,vorliebe trank1 einen besonderen ,ruf und wurde weithin versandt4 ,nach ihm wird das heutige ,bockbier genannt4 ,im ,jahre #aeia wurde das ,mnchener ,hofbruhaus erffnet1 und erst vom #ag4 ,jahrhundert an wandte sich die bis dahin ,rebbau treibende und ,wein trinkende ,bevlkerung ,bayerns wiederum dem ,biere zu4 ,lagerbier braut man in ,deutschland seit dem #ac4 ,jahrhundert4 #adib erfand ,christian ,mumme in ,braunschweig das nach ihm benannte ,bier1 das spter selbst nach ,indien exportiert wurde1 und #agch kam die ,gose1 ein obergriges ,bier1 aus dem ,dessauischen nach ,eutritzsch im ,schsischen4 ,hier erzeugte eine einzige ,brauerei #cjjjj ,hektoliter jhrlich und versorgte mit seinem ,erzeugnis das benachbarte ,leipzig4 ,im ,jahre #aeda wurde in ,nrnberg das erste ,weibier gebraut4 ,sonst war das ,weizenbier besonders in ,england beliebt1 das whrend des ganzen #ae4 ,jahrhunderts von dort viel nach ,hamburg ausgefhrt wurde4 #aebf begann man es in ,hamburg selbst zu brauen1 ebenso seit #aegb in ,berlin1 wo es sich zum heutigen ,weibier entwickelte4 ,in ,england war die ,anwendung des ,hopfens beim ,brauen von ,bier bis ins #ae4 ,jahrhundert verboten4 ,noch im #ag4 ,jahrhundert erhob die ,bevlkerung von ,london beim ,parlament ,beschwerde gegen zwei der grten belstnde ihrer ,zeit8 -- gegen den ,steinkohlengebrauch1 dessen ,rauch die ,luft verpeste1 und gegen den ,hopfenzusatz zum ,biere1 weil dadurch der angenehm sliche ,geschmack dieses ,getrnkes verdorben werde4 ,ale und ,porter werden in ,england seit kaum mehr als hundert ,jahren gebraut4 ,ersteres wurde vom ,braumeister ,harwood erfunden und ist hell1 wird wenig gekocht1 aber stark gehopft1 letzteres dagegen ist dunkel und wird durch langes ,kochen aus stark gedrrtem1 dunkelm ,malz gewonnen1 ist daher recht vollmundig4 ,beide enthalten bis #h und #i ,prozent ,alkohol1 whrend das gewhnliche ,bier nicht mehr als #c bis hchstens #e ,prozent dieses ,stoffes enthlt4 ,noch heute steht ,europa unter den biererzeugenden ,erdteilen mit etwa #bjc ,millionen ,hektolitern ,jahreserzeugnis weitaus an erster ,stelle2 dann folgen die ,vereinigten ,staaten von ,nordamerika mit #fe ,millionen ,hektolitern1 ,australien mit #b1e ,millionen1 ,sdamerika mit #a1e ,millionen1 ,asien mit #j1f ,millionen und ,afrika mit #j1ae ,millionen ,hektolitern4 ,von den europischen ,staaten berragt das ,deutsche ,reich bei einer jhrlichen ,produktion von annhernd #gd ,millionen ,hektolitern ,bier -- also mehr als einem ,drittel der ,weltproduktion 767 -- die brigen ,staaten bedeutend4 ,ihm folgen ,grobritannien und ,irland mit #eh ,millionen ,hektolitern1 sterreich-,ungarn mit #bb ,millionen1 ,belgien mit #af1e ,millionen1 ,frankreich mit #ad1e ,millionen1 ,ruland mit #f1f ,millionen1 ,schweden mit #c1c ,millionen1 die ,schweiz mit #b1f ,millionen1 ,dnemark und die ,niederlande mit je #b1e ,millionen ,hektolitern jhrlich4 ,von den #gd ,millionen ,hektolitern ,jahresproduktion des ,deutschen ,reiches entfallen auf ,norddeutschland #dg ,millionen1 auf ,sddeutschland #bg ,millionen1 davon auf ,bayern #ah1d ,millionen ,hektoliter4 ,wenn nun auch ,deutschland das meiste ,bier erzeugt1 so konsumiert es gleichwohl nicht am meisten1 sondern kommt darin1 auf den ,kopf der ,bevlkerung berechnet1 erst an dritter ,stelle4 ,mit einem gewaltigen ,vorsprung marschieren ,belgien mit #bbb ,litern1 dann ,england mit #adf ,litern ,bierverbrauch pro ,kopf der ,bevlkerung jhrlich4 ,deutschland mit #aai ,litern folgen ,dnemark mit #ic ,litern1 die ,vereinigten ,staaten von ,amerika mit #gf ,litern1 die ,schweiz mit #fe ,litern1 ,schweden mit #eb ,litern1 sterreich-,ungarn mit #da ,litern1 ,frankreich mit #cd ,litern1 ,norwegen mit #ad1 ,ruland mit #e1 ,spanien mit #a1c und ,italien mit #a ,liter4 ,bei den ,vlkern des klimatisch gesegneten ,mittelmeergebietes hat von jeher der ,wein den ,vorzug vor dem ,biere erhalten1 wenn letzteres berhaupt gebruchlich war und die ,bevlkerung nicht etwa noch am altertmlicheren ,mete hing4 ,wie den ,syrern und ,kleinasiaten galt auch den ,griechen der ,wein als weitaus das edelste aller gegorenen ,getrnke4 ,schon in homerischer ,zeit1 d4 h4 vor dem ,jahre #ajjj v4 ,chr41 stand er bei den ,vlkern um das gische ,meer in allgemeinem ,gebrauch und wird als eine natrliche ,gabe des ,landes vorausgesetzt4 ,brot1 ,wein und ,kleider waren fr die ,menschen jener ,zeit die drei ersten ,lebensbedrfnisse4 ,in der ,ilias wird besonders ,phrygien durch das kennzeichnende ,beiwort ampelossa1 d4 h4 das rebenbepflanzte1 bezeichnet1 und auf dem ehernen runden ,schilde des ,achilleus soll unter anderem auch eine ,weinlese dargestellt gewesen sein4 ,in der ,odyssee werden die ,grten des ,alkinoos1 des ,knigs der ,phaken1 wie auch des ,odysseus als durch eine ,flle von ,trauben ausgezeichnet geschildert4 ,in seiner ,heimat auf der ,insel ,ithaka besa letzterer1 nach den ,mitteilungen im ,epos1 selbst ausgedehnte ,rebberge1 von deren ,ertrag die ,hirten und selbst ihre ,unterknechte den ,wein tranken4 ,und als ,odysseus nach seinen langen ,irrfahrten in seine ,heimat zurckkehrte1 wurde er von seinem getreuen gttlichen8 ,schweinehirten ,eumaios mit ,ferkelbraten und ,wein bewirtet4 ,eine ,menge alter ,landschafts- und ,stdtenamen des alten ,griechenland sind vom ,wein und vom ,rebbau abgeleitet oder fhren den kennzeichnenden ,beinamen der rebenreichen als ,beweis dafr1 wie populr die ,kultur dieser ,nutzpflanze in diesem ,lande schon in sehr frher ,zeit war4 ,auch in spterer ,zeit waren besonders reich an ,rebbergen die kleinasiatische ,kste des gischen ,meeres und das dahinter gelegene ,land1 besonders ,mysien1 von wo1 wie ,herodot berichtet1 die ,kunst der ,weinbereitung in grauer ,vorzeit zuerst zu den wilden ,thrakern1 den ,verehrern des ,kriegsgottes ,ares1 gelangte4 ,die edle ,weinrebe 7,vitis vinifera7 war ursprnglich nicht in diesen ,gegenden heimisch1 sondern sie gelangte1 wie der ,gott des ,weines und des ,natursegens berhaupt1 ,dionysos1 dem der ferne ,orient1 ja ,indien1 die ,heimat sein sollte1 aus ,westasien dahin1 wo sie in den ausgedehnten ,waldungen zwischen ,kaukasus1 ,ararat und ,taurus heute noch wildwachsend gefunden wird4 ,dort schlingt sie ihre aus einem bis armdick werdenden ,stamme hervorsprossenden ,zweige lianenartig von ,baumkrone zu ,baumkrone und lt ihre im ,naturzustande kleinen und etwas herben ,trauben reifen1 die der ,mensch im ,laufe der ,jahrhunderte durch ,kulturauslese grer1 saftiger und ser gestaltete4 ,dies geschah wohl zuerst irgendwo in ihrer ,heimat im ,berglande ,armenien4 ,die ,bezeichnung ,wein1 wie auch das lateinische vitis ,rebe scheint zur urindogermanischen ,wurzel uei oder ui sich winden8 zu gehren4 ,nach ,s4 ,schraders einleuchtender ,vermutung wurzelt der ,name speziell im ,armenischen1 von wo er sich einerseits zu den ,westsemiten1 andererseits ber ,kleinasien zu den ,balkanvlkern und von da zu den ,griechen verbreitete4 ,so ist aus dem lteren uainio einesteils das semitische jin und arabische wain1 andernteils das phrygische uaina1 daraus das griechische oinos und zuletzt das lateinische vinum entstanden1 aus welchem dann die verschiedenen heutigen europischen ,bezeichnungen dieses ,getrnkes hervorgingen4 ,wenn wir nun auch offenkundig den indogermanischen ,stmmen ,vorderasiens die ,verbreitung des ,namens ,wein verdanken1 so mu doch die ,kultur des ,weinstocks lter sein als sie und ist zweifellos einem vorarischen ,volke zu verdanken1 das aber jedenfalls kein semitisches war4 ,charakteristischerweise nennt auch die biblische berlieferung keinen ,semiten1 sondern den gemeinsamen ,ahnherrn der ,semiten1 ,hamiten und ,japhetiten als ersten ,weinbauern4 ,es ist dies bekanntlich ,noah1 der sich nach der groen ,flut 7,sintflut1 d4 h4 allgemeine ,flut7 am ,fue des ,berges ,ararat1 unweit des armenischen ,hochlandes1 niedergelassen haben soll4 ,hier nahm er den ,weinstock in ,pflege und trank von dessen vergorenem ,safte4 ,noah aber fing an1 ward ein ,bauer und pflanzte ,weinberge4 ,und da er vom ,wein trank1 ward er trunken und lag in der ,htte nackt48 ,da sah nun sein jngster ,sohn ,ham seines ,vaters ,scham und sprach davon zu seinen beiden ,brdern drauen4 ,da nahmen ,sem und ,japhet ein ,gewand1 legten es auf ihre beiden ,schultern und gingen rcklings hinzu und deckten ihres ,vaters ,scham zu2 und ihr ,gesicht war abgewandt1 damit sie ihres ,vaters ,scham nicht sahen4 ,als nun ,noah erwachte von seinem ,wein und erfuhr1 was ihm sein kleiner ,sohn getan hatte1 so verfluchte er ihn und sprach3 er sei ein ,knecht aller ,knechte unter seinen ,brdern48 #a4 ,mose #i1 #bj-bc4 ,auch spter gehrte der ,wein bei seinen ,nachkommen zu den ,bedrfnissen des ,lebens4 ,als ,jakob ,isaak segnete1 sprach er3 ,gott gebe dir vom ,tau des ,himmels und der ,fettigkeit der ,erde und ,korn und ,wein die ,flle48 ,nach ihrer eigenen ,geschichtserzhlung fanden die ,juden den ,rebstock als lngst eingefhrte ,kulturpflanze in ,palstina vor1 als sie ums ,jahr #abej v4 ,chr4 dieses ,land eroberten4 ,es sei hier nur an die ,kundschafter erinnert1 die ,moses aussandte1 und die dann mit ,trauben von seltener ,gre beladen aus dem ,lande ,kanaan zurckkehrten4 ,dort heit es wrtlich3 ,und sie kamen bis an den ,bach ,eskol und schnitten daselbst eine ,rebe ab mit einer ,traube und lieen sie zwei an einem ,stecken tragen1 dazu auch ,granatpfel und ,feigen48 #d4 ,mose #ac1 #bd4 ,ferner an die ,verheiung ,jahves1 die er seinem ,volke durch ,mose kundtun lie3 ,denn der ,herr1 dein ,gott1 fhret dich in ein gutes ,land1 worinnen ,bche1 ,brunnen und ,seen sind1 die an den ,bergen und durch ,auen flieen1 ein ,land1 da ,weizen1 ,gerste1 ,weinstcke1 l-1 ,feigen- und ,granatbume darinnen sind1 da es l und ,honig gibt1 ein ,land1 da du ,brot genug zu essen hast und dir nichts mangelt48 #e4 ,mose #h1 #g u4 #h4 ,solange sie selbst noch nomadische ,viehzchter waren1 hatten sie fr ,milch und ,honig als die fr sie begehrenswertesten ,nahrungs- und ,genumittel geschwrmt und sich auf ihrem ,zuge durch die ,wste einen ,wohnsitz gewnscht1 der ihnen solche ,herrlichkeiten in ,flle bte4 ,da entdeckten sie in diesem ihnen von ihrem ,gotte ,jahve durch ,moses gelobten ,lande die grobeerigen ,trauben und die daraus gepreten ,vorrte von ,wein1 den die lteren unter ihnen von gypten her kannten und den sie auf ihrer langen ,wstenwanderung gewi bitter entbehrt hatten4 ,sie fuhren nun fort1 die eroberten ,rebberge zu kultivieren und wiederum selbst1 wie einst im ,lande ,gosen1 ,wein zu keltern und in groen ,tonkrgen mit labschlu oder in ,schluchen aufzubewahren1 wie solches sie und ihre ,vorfahren schon in gypten getan hatten4 ,denn im ,niltale war schon zu ,ende des #d4 vorchristlichen ,jahrtausends neben dem lteren ,gerstenbier auch der ,wein als ,genumittel bekannt1 der1 wie die ,wandmalereien in den ,grften der ,vornehmen jener ,zeit bekunden1 aus im ,lande selbst gezogenen ,reben gekeltert wurde4 ,zwar berichtet der griechische ,geschichtschreiber ,herodot1 der um #dfj v4 ,chr4 selbst in gypten war1 gypten besitze keine ,weinstcke und bringe keinen ,wein hervor2 auch sollte derselbe nach demselben ,gewhrsmann dort weder getrunken1 noch zum ,opfer verwendet worden sein4 ,aber das war zweifellos eine unrichtige ,beobachtung des ,griechen1 der wohl nicht sehr weit im ,lande herumkam und dort das gemeine ,volk nur ,gerstenbier trinken sah4 ,die zahllosen ,darstellungen an den ,grabwnden der altgyptischen ,totenstdte und das ,bild der ,weinrebe1 ihrer ,kultur und ,ernte in den ltesten ,monumenten und ,papyrustexten tun uns aufs unzweideutigste kund1 da die ,rebe bereits zu ,beginn des #c4 vorchristlichen ,jahrtausends in ausgedehntem ,mae in gypten kultiviert wurde4 ,die ,rebe und die reife ,traube hieen im ,altgyptischen aruri1 der ,wein arp1 whrend die unreifen ,beeren gangani und die von den ,trauben gelesenen und an der ,sonne getrockneten ,beeren1 die auch mit ,vorliebe den ,toten mitgegeben wurden1 ashep genannt wurden4 ,solche getrocknete ,weinbeeren haben sich hufig in den altgyptischen ,grbern gefunden und wurden auch zu ,opfern verwendet4 ,herodot berichtet uns1 da man dem beim ,opfer an die ,isis verbrannten ,stier auer ,weihrauch1 ,myrrhen1 ,honig und ,feigen auch solche getrocknete ,weinbeeren in den ,bauch tat4 ,schon durch eine der ltesten hieroglyphischen ,inschriften erfahren wir von ,amten1 dem ,oberjgermeister des ,knigs ,snofru aus der #c4 ,dynastie 7um #bijj v4 ,chr471 da er inmitten eines groartigen ,parkes einen ,weingarten anlegte und daraus sehr viel ,wein gewann4 ,bereits im alten ,reiche 7#bihj-bdge v4 ,chr47 werden nach den ,inschriften vier ,sorten ,wein angefhrt und nach ,farbe und ,ursprungsort als schwarzer1 roter1 weier und nrdlicher 7aus dem ,delta7 bezeichnet4 ,aus dem ,papyrus ,harris ,i4 erfahren wir1 da ,ramses ,,iii4 aus der #bj4 ,dynastie 7#abjj-ajij v4 ,chr47 nicht nur in ,ober- und ,untergypten1 sondern auch in den verschiedenen ,oasen westlich vom ,niltal ,weingrten ohne ,zahl8 anlegen lie1 und namentlich dem berhmten ,weinberg ,ka-en-kmet1 der den ausgedehnten ,gartenanlagen des groen ,ammontempels in ,theben angehrte1 seine besondere ,frsorge widmete4 ,bis in die ,ptolemerzeit lassen sich die ,spuren einer fleiigen ,kultur der ,weinrebe in gypten verfolgen4 ,die meisten ,weingrten lagen im arsinoitischen ,nomos 7,gau71 dem heutigen ,fajm1 und im ,delta4 ,so waren bei den ,griechen und ,rmern verschiedene ,weinsorten aus jenen ,gegenden sehr berhmt1 so der mareotische1 plinthinische1 taniotische1 sebennitische1 selonnytische1 ekboladische und der von ,koptos und ,anthylla4 ,man zog die ,rebe an ,spalieren1 in ,lauben oder an ,stangen4 ,in den ,wandgemlden sind die ,rebstcke rotbraun1 das ,laub grn und die ,trauben meist dunkelblau1 seltener blarot oder blaviolett dargestellt4 ,auf einem der ,gemlde in der ,totenstadt ,theben begiet einer der ,winzer die ,stcke des ,weingartens2 zwei andere pflcken ,trauben1 noch andere tragen sie in groen ,krben von dannen und ein ,knabe verscheucht mit einer ,holzklapper die daran zu naschen versuchenden ,vgel4 -- ,die ,trauben wurden durch ,austreten mit den ,fen in ,holzkufen gekeltert und der ausgeprete ,saft flo seitlich durch einen mit ,hahn verschliebaren ,auslauf in die daneben gestellten ,bottiche4 ,um den ausgetretenen ,beeren die letzten ,saftreste zu entnehmen1 tat man sie in grobe ,leintcher oder ,bastmatten und drehte an den beiden ,enden1 an denen zur greren ,kraftentfaltung ,holzstbe staken4 ,der dabei ausflieende ,saft wurde in groen1 nach unten spitz auslaufenden ,tongefen aufgefangen4 ,auf ,grabgemlden in ,beni ,hassan und an andern ,orten finden wir sowohl ,mnner als ,frauen mit solchem ,auspressen der ,beeren beschftigt4 ,zuletzt wurde der ,most filtriert und in groe1 oft mehr als #a1e m hohe ,tonkrge geleert1 darin mit ,deckeln verschlossen1 versiegelt1 von den ,schreibern notiert und in den ,vorratskammern entweder auf besondere ,holzgestelle oder den ,wnden entlang in langen ,reihen nebeneinander aufgestellt4 ,an diesen umfangreichen1 teilweise zweihenkeligen ,tonkrgen von sehr geflliger ,amphorenform wurde dann zum ,schlu die ,aufschrift arp1 d4 h4 ,wein angebracht4 ,wo verschiedene ,sorten nebeneinander zur ,aufbewahrung gelangten1 war genau notiert1 ob sie abs arp1 d4 h4 ,weiwein1 tesr arp1 d4 h4 ,rotwein oder sonst eine ,marke enthielten1 damit keine ,verwechslung mglich war4 ,zum tglichen ,bedarfe entnahm man ihn durch ,ansaugen vermittelst langer ,heber und mischte ihn nach ,belieben mit andern ,weinsorten oder ,wasser4 ,so sehen wir auf einer ,darstellung der ,grberstadt von ,theben einen ,schenken vermittelst dreier ,heber aus ,metall ,wein aus drei verschiedenen kleinen ,krgen1 die auf einem ,gestell von drei bereinander gereihten ,lagen von je vier ,krgen ruhen1 entnehmen1 um sie in einer auf einem ,taburett stehenden flachen1 zweihenkeligen ,schale zu mischen und den ,gsten beim ,mahle als ,trank zu reichen4 ,most und ,wein scheinen den alten gyptern vortrefflich gemundet zu haben4 ,an einer ,wand des groen ,tempels zu ,edfu ist der ,knig mit einem ,becher in der ,hand dargestellt und die erluternde ,inschrift lautet3 ,man tat ,weinbeeren in das ,wasser1 davon trinkend sprach der ,knig4448 ,in manchen altgyptischen ,gedichten wird der ,wein als ,seife der ,sorge8 bezeichnet1 und im ,liede des ,harfners8 aus dem ,grabe des altthebanischen ,knigs ,entufe heit es ermahnend3 ,mit strahlendem ,gesicht feiere einen frohen ,tag und ruhe nicht an ihm2 denn niemand nimmt seine ,gter mit sich und niemand kehret wieder1 der dahingegangen ist48 ,und da man sich trotz des so weitgehenden ,totenkultes die ,freude am vollen ,lebensgenu nicht nehmen lie1 das zeigen die hufig zur ,darstellung gelangten ,trinkgemlde an den ,wnden altgyptischer ,grber4 ,andere weisen die ,folgen solcher ,trinkgelage auf4 ,so tragen in einem ,grabgemlde von ,beni ,hassan zwei ,sklaven ihren sinnlos betrunkenen ,herrn an ,kopf und ,fen gefat von einem ,trinkgelage heim4 ,ihnen folgen drei andere1 ber deren ,kpfen regungslos ausgestreckt der ,krper seines ,kumpanen liegt4 ,der erste der ,diener hlt mit der einen ,hand das schwer herabhngende ,haupt des ,gebieters4 ,neben ,gelagen von ,mnnern der obersten ,gesellschaftskreise finden wir auch solche von ,damen dargestellt4 ,so fhrt uns ein ,wandgemlde zu ,el kab in eine mit ,lotosblten geschmckte zahlreiche ,damengesellschaft4 ,der ,knabe1 welcher die munteren ,schnen bedient1 reicht einer derselben eine flache1 mit ,wein gefllte ,trinkschale und spricht3 ,trinke bis zum ,rausche und feiere einen guten ,tag2 merke auf die ,worte deiner ,nachbarin4 ,werde nicht mde48 ,einer andern ,dame braucht diese ,aufforderung nicht erst gesagt zu werden4 ,sie ruft dem kleinen ,diener zu3 ,reiche mir #ah ,becher mit ,wein4 ,siehe1 ich sehne mich nach einem ,rausche6 ,die ,sttte1 an der ich weile1 ist von ,stroh68 ,aus solchen und andern uerungen des gyptischen ,volksgeistes ersieht man1 da man damals selbst an der ,sttte des ,todes den derben ,humor nicht scheute4 ,auf einem ,grabgemlde der ,totenstadt ,thebens werden bei einem ,gelage mehrere ,weinsorten gemischt und wir sehen zur ,entnahme des ,weines mehrere lange ,heber in ,funktion1 deren einer vom ,diener eben an den ,mund gesetzt wird1 um durch ,ansaugen die ,luft darin zu verdnnen und den ,inhalt eines ,kruges zum ,herausflieen zu bringen4 ,an den groen ,festen zu ,ehren der ,gtter flo der ,wein in ,strmen1 so besonders bei der ,techu7d4 h4 ,volltrink7feier und an dem bacchanalischen ,bubastisfeste1 das man mit groen ,opfern1 ,schwelgereien und sehr ausgelassenen1 uns sittenlos vorkommenden ,auffhrungen beging und an welchem1 wie ,herodot berichtet1 an einem ,tage mehr ,wein getrunken wurde1 als whrend des ganzen brigen ,jahres zusammengenommen4 ,in den langen an den ,tempelwnden verzeichneten ,geschenklisten der ,pharaonen bilden unter den liegenden ,gtern auch ,weinberge und ,baumgrten1 wie auch ,krge mit ,wein eine nicht unbedeutende ,rolle4 ,so schenkte nach dem ,papyrus ,harris ,ramses ,,vii4 7um #aajj v4 ,chr47 den ,tempeln ,ober- und ,untergyptens insgesamt #ead ,weinberge und ,baumgrten1 und whrend seiner #ca;jhrigen ,regierungszeit wurden von ihm #bhjhj ,krge ,wein fr die ,priester auer #bbhchj ,krgen ,rebensaft fr die ,opferfonds gestiftet4 ,gaben an ,wein nebst ,brot1 ,kuchen und ,fleisch von ,haustieren1 besonders ,gnsen1 fehlten keinem ,opfer1 sei es an die ,himmlischen1 sei es an die ,geister vornehmer ,verstorbener4 ,solchen ,totenopfern verdanken wir auch die ,reste von ,weintrauben1 die mehrfach in ,form von zusammengeschrumpften schwrzlichen ,rosinen von holziger ,beschaffenheit1 teilweise noch mit dem blulichen ,wachsberzug bedeckt1 auf uns gekommen sind4 ,in manchen derselben konnte noch der einst beim ,trocknen ausgeschiedene ,traubenzucker nachgewiesen werden4 ,wie der ,weinbau bereits zu ,ende des #d4 vorchristlichen ,jahrtausends aus dem mesopotamischen ,hochlande ber ,mesopotamien und ,syrien nach gypten gelangt war1 so wanderte er etwas spter durch ganz ,kleinasien1 und gelangte schlielich an die ,ostkste und auf die ,inseln des gischen ,meeres1 wo er um die ,mitte des #b4 vorchristlichen ,jahrtausends bereits eingefhrt war4 ,auch die ,mykener pflanzten schon ,reben1 wie uns die ,traubenkerne beweisen1 die in den ,ruinen der mykenischen ,burgen von ,tiryns im ,peloponnes und von ,troja am ,hellespont aus dem #af4 und #ae4 vorchristlichen ,jahrhundert gefunden wurden4 ,immerhin beweist uns ihre auffallende ,kleinheit1 da die damals von ihnen gepflanzte ,rebe noch recht kleinbeerig und wenig durch ,kultur veredelt war4 ,dasselbe beweisen auch die ,reihen mchtiger1 von den ,griechen pithoi genannter ,vorratskrge aus gebranntem ,ton in den ,palsten von ,knosos und anderer ,herrensitze aus mykenischer ,zeit auf der ,insel ,kreta1 die auer fr ,getreide und l jedenfalls auch ganz besonders zur ,aufbewahrung von ,wein gedient haben werden4 ,die ,kultur der ,rebe scheint auf zwei verschiedenen ,wegen nach ,griechenland gelangt zu sein4 ,der eine1 ltere ging1 wie erwhnt1 ber ,kleinasien und ,thrakien1 von woher die ,griechen den ,weinbau und den damit zusammenhngenden ,dionysoskult erhalten haben wollen4 ,von solchen ,reben an der thrakischen ,kste bereiteten ,wein tranken nach ,homer die ,griechen bei der ,belagerung ,trojas1 die ihn nach den ,angaben in der ,ilias beim ,genusse nicht weniger als zwanzigfach mit ,wasser verdnnt genossen4 ,der andere1 jngere ,weg fhrte der ,sdkste ,kleinasiens entlang ber die ,inseln ,kreta1 ,naxos und ,chios1 die ebenfalls mit dem ,dionysoskult in engerer ,verbindung standen1 nach dem griechischen ,festlande4 ,auf diesem letzteren scheinen die schiffahrtkundigen ,phnikier in erster ,linie die ,vermittler gewesen zu sein4 ,besonders berhmt war im alten ,griechenland der pramnische ,wein vom ,berge ,pramne auf der ,insel ,ikaros und der maroneische von der thrakischen ,kste1 dann diejenigen der ,inseln ,lesbos1 ,kos und ,thrasos4 ,doch wrden sie wahrscheinlich unseren ,beifall nicht ganz gefunden haben1 da man sie nach uralter ,sitte durch ,zusatz von ,harz der ,aleppokiefer 7,pinus maritima7 haltbar zu machen suchte2 deshalb bildet ein ,tannenzapfen den ,knauf des rebenumwundenen ,thyrsosstabes1 den die ,bacchanten am ,feste des ,gottes ,dionysos mit ,weinlaub bekrnzt schwangen4 ,schon bei den ,griechen haben sich eine ,menge ,sitten und ,gebruche an die geselligen1 mit ,weingelagen einhergehenden ,zusammenknfte geknpft4 ,das ,prsidium besa der symposirchos1 der die ,sitzung leitete und das ,zutrinken bewachte4 ,den ersten ,schluck brachte man dem ,weingotte ,dionysos selbst dar1 den zweiten dem ,gttervater ,zeus1 den dritten der ,gesundheit und den vierten dem ,gtterboten ,hermes1 dem ,herrn der ,nacht1 dem ,spender des ,schlafes und der sen ,trume4 ,dabei bekrnzte man sich mit ,weinlaub und ,rosen und erfreute sich dabei der vollkommensten ,redefreiheit1 die denn auch bei dem witzigen1 geistreichen ,volke gehrig ausgenutzt wurde4 ,mit der ausgedehnten griechischen ,koloniengrndung kam der ,weinstock und sein ,anbau sehr frh auch nach ,sizilien und ,unteritalien und von da in der ,folge zu den damals noch auf ,mittelitalien beschrnkten ,rmern1 die aus dem ,akkusativ des griechischen onon den ,namen vinum fr ,wein bildeten4 ,bevor die ,rmer durch die unteritalischen ,griechen mit diesem ,getrnke bekannt gemacht wurden1 kannten sie als ,getrnk auer ,wasser nur die ,milch der ,herdentiere1 welche auch die ltesten uns bekannt gewordenen ,opfersatzungen dieses ,volkes den ,gttern zu opfern geboten4 ,wenn auch nicht besonders angefhrt1 wird auch ,met bei festlichen ,anlssen getrunken worden sein1 ,bier dagegen fehlte4 ,whrend aber noch ,romulus den ,gttern ,milch als das vornehmste ,getrnk opferte1 verbot schon ,numa ,pompilius1 der zweite ,knig von ,rom1 der von #gae-fgb v4 ,chr4 geherrscht haben soll1 bei den ,totenfeiern den ,holzsto1 auf dem die ,leichen verbrannt wurden1 mit dem aus ,grogriechenland importierten ,wein zu besprengen4 ,in ,unteritalien gedieh die ,rebe so ppig1 da schon ,herodot im #e4 vorchristlichen ,jahrhundert diesem ,lande die ,bezeichnung ,ointria1 d4 h4 ,land der ,weinpfhle gab1 weil hier die ,weinstcke an ,pfhlen gezogen wurden1 im ,gegensatz zu den ,landschaften1 wo sie an ,bumen emporwuchsen1 wie in ,etrurien und ,campanien1 dem ,gebiete des alten ,kulturvolkes der ,etrusker oder ,tusker1 oder ohne ,sttze kurz und niedrig gehalten wurden1 wie im sdlichen ,gallien und ,spanien1 wohin die ,rebe vielleicht schon durch die handeltreibenden und ebenfalls noch vor den ,griechenstmmen ,kolonien grndenden ,phnikier gelangte4 ,in ,latium1 wo die ,rebenkultur erst im ,jahre #ahj v4 ,chr4 soll in ,aufnahme gekommen sein1 untersagten die frheren rmischen ,gesetze ,frauen berhaupt und ,mnnern vor dem #be4 ,jahre ,wein zu genieen4 ,spter aber war man darin viel nachsichtiger1 wie dies bei den ,griechen ,sitte war4 ,zu ,ende der ,republik werden uns in ,mittelitalien die ,landschaften ,campanien und ,picenum als besonders weinreich geschildert4 ,auch in die ,gegenden um die ,pomndungen mu der ,weinstock mit dem griechischen ,seeverkehr schon frh gekommen sein1 so weit der niedrige1 leicht berschwemmungen ausgesetzte ,boden diese ,kultur gestattete4 ,mit ,recht verwundert sich der im letzten vorchristlichen ,jahrhundert in ,italien lebende griechische ,geograph ,strabon ber das merkwrdige ,zusammentreffen der dortigen ,smpfe mit beraus reichem ,weinbau4 ,tatschlich war der ,wein zur rmischen ,kaiserzeit in ,ravenna wohlfeiler als ,wasser1 so da der ums ,jahr #ajb n4 ,chr4 verstorbene bissige rmische ,dichter ,martialis in einem bekannten ,epigramm meinte1 er mchte daselbst lieber eine ,zisterne mit ,wasser als einen ,weinberg besitzen1 und sich beklagt1 ein betrgerischer ,schankwirt jener ,stadt habe ihm einst reinen ,wein1 statt den von ihm verlangten mit ,wasser vermischten verkauft4 ,es galt nmlich sowohl bei den ,griechen1 als auch bei den ,rmern der frheren ,zeit fr unfein und war deshalb verpnt1 den ,wein1 weil ziemlich stark1 pur zu trinken4 ,man verdnnte ihn deshalb stets reichlich mit ,wasser4 ,erst in spterer ,zeit1 als die ,sitten ppiger wurden1 begann man vielfach unverdnnten ,wein zu trinken4 ,dabei khlte man den ,wein auf ,eis1 versetzte ihn gerne mit ,gewrzen und fing an nach alten ,jahrgngen zu trachten4 ,bei den prunkvollen ,gastmhlern der ,vornehmen ,roms mute schon acht- bis zehnjhriger ,wein aufgetischt werden1 um geschtzt zu werden4 ,aber noch viel lteren1 selbst zweihundertjhrigen ,wein gab es damals4 ,so mundete dem im grten ,luxus aufgewachsenen ,kaiser ,caligula1 der von #cg bis #da n4 ,chr4 regierte1 vornehmlich ,wein vom ,jahre #aba v4 ,chr41 dem besten ,jahrgange1 den ,italien jemals erlebt hatte4 ,dieser vor allen geschtzte ,wein wurde der opimische genannt1 weil damals ,opimius ,konsul war4 ,es war dies brigens das verhngnisvolle ,jahr1 in welchem der letzte der ,gracchen1 ,gajus1 wegen der mit seinem ,bruder ,tiberius veranlaten ckerverteilungen zugunsten der rmeren ,brger1 einen gewaltsamen ,tod fand4 ,selbstverstndlich war das kein billiger ,wein2 denn nach dem ,berichte des lteren ,plinius kam eine ,amphore solchen ,weines auf mehr als #bdjjjj ,mark zu stehen4 ,da nun die ,amphore #bj ,liter fate1 so kostete also der ,liter dieses berhmten opimischen ,weines nicht weniger als #abjjj ,mark4 ,ein ,genu1 den sich allerdings nur die ,allerreichsten der reichen ,rmer leisten konnten4 ,da es aber damals berhaupt so alte ,jahrgnge gab1 beweist1 da man sich also im ,altertum weit besser auf die ,konservierung von ,wein verstand als im modernen ,italien1 dessen ,weine kaum eine einjhrige ,aufbewahrung zulassen4 ,zu solchem ,zwecke versetzte man ihn mit dem ,harz der ,strandkiefer1 mit ,gips oder ,ton1 auch ,marmor- und ,kalkstaub -- letzteres1 um ihm die ,sure zu nehmen --1 oder man kochte ihn ein1 vielfach mit ,zusatz von wohlriechenden ,krutern4 ,der ltere ,plinius rhmt speziell das ,anmachen des ,weins mit ,seewasser als fr den ,magen besonders heilsam4 ,hatte zunchst in der alten ,kulturwelt ,griechenland lange ,zeit hindurch ein ,monopol mit seinen ,weinen ausgebt1 so bernahm ein solches mit dem ,beginne der christlichen ,zeitrechnung das durch die rmische ,weltherrschaft mchtig gewordene ,italien4 ,zur ,zeit des lteren ,plinius um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 gehrten von den #hj berhmtesten ,weinlagen der damaligen ,kulturwelt mehr als zwei ,drittel der italienischen ,halbinsel an1 die durch diesen ihren ,reichtum den ,sieg ber die ,pflanzenschtze aller ,lnder davontrug mit alleiniger ,ausnahme der ,gewrzpflanzenlnder4 ,es ist aber18 fhrt ,plinius fort1 wenn der ,weinstock in ,blte steht1 kein ,duft lieblicher als seiner48 ,der ,dichter ,horaz1 den ,maecenas1 der ,freund des ,kaisers ,augustus1 protegierte und dem er ein ,gtchen im ,sabinerlande schenkte -- woher das ,wort ,mcen die ,bedeutung von ,beschtzer und ,gnner der ,knste und ,wissenschaften erhielt --1 hat in seinen ,gedichten1 die von allen gebildeten ,rmern gelesen wurden1 dem ,falernerwein vom ager ,falernus im nordwestlichen ,campanien1 dessen vorzglichste ,marke der ,massiker war1 eine ,reklame gemacht1 die dem wirklichen ,werte des ,weines durchaus nicht entsprach4 ,nach allgemeinem ,urteil des ,gourmets des alten ,rom war der ,ccuber an der ,kste besser2 doch verschwand er zu ihrem ,leidwesen1 als ,kaiser ,nero zwischen ,baj und ,ostia einen ,kanal graben lie4 ,als ,tischwein zog ,kaiser ,augustus allen andern denjenigen von ,setia vor1 den auch seine ,nachfolger auf dem ,throne der ,csaren begnstigten weil die ,erfahrung lehrte1 da man von diesem ,wein keine blen ,folgen zu befrchten hat84 ,livia dagegen1 die ,gattin des ,augustus1 schrieb ihre krperliche ,frische1 die sie bis zu ihrem #hf4 ,lebensjahre bewahrte1 dem ,umstande zu1 da sie sich tglich an ,pucinerwein erlabte4 ,man rhmte im alten ,rom auch die ,vorzge des ,weines von ,surrentum 7dem heutigen ,sorrent bei ,neapel72 doch erklrte ,kaiser ,tiberius diesen ,wein fr einen ganz gemeinen ,essig1 der seinen ,ruf nur der bezahlten ,lobpreisung einer rzteklique verdanke4 ,auer dem ,surrentiner und ,ccuber erklrte ,columella den ,massiker und ,albaner fr die edelsten ,weine der damaligen ,welt4 ,der erstere wuchs in der ,nhe ,neapels1 der letztere dagegen in der ,nhe ,roms4 ,julius ,csar soll der erste gewesen sein1 der seinen ,gsten zu einer ,mahlzeit vier verschiedene ,weine vorsetzte4 ,seit jener ,zeit wollte jeder reiche ,rmer einen wohlassortierten ,weinkeller besitzen und suchte einer den andern mit feinen ,marken zu berbieten1 fr die teilweise1 wie wir beim alten opimischen ,wein sahen1 fabelhafte ,preise bezahlt wurden4 ,wie zu ,ende der ,republik ,italien geradezu ein ,weinland geworden war1 das ,wein ausfhrte1 aber ,getreide einfhrte1 so gedieh die von kleinasiatischen ,griechen schon im #g4 vorchristlichen ,jahrhundert nach ,spanien gebrachte ,rebe auch in diesem ,lande vortrefflich4 ,nach ,plinius war der hispanische ,wein auch in ,rom sehr beliebt1 ebenso der aus dem sdlichen ,gallien stammende4 ,um ihn haltbarer zu machen1 pflegte man die ,tonkrge1 in denen man ihn aufbewahrte1 nach orientalischer und griechischer ,sitte in ,rauchkammern zu ruchern oder mit ,terpentin oder ,mastix zu versetzen4 ,solchem ,weine wrden wir heute ebenso wenig ,geschmack abgewinnen1 als solchem der mit ,meerwasser versetzt war1 wie dies besonders in ,kleinasien und ,griechenland geschah1 ein ,verfahren1 das ,plinius als fr den ,magen heilsam bezeichnete4 ,auch die uralte ,sitte1 den ,wein in innen geharzten ,ziegenschluchen zu transportieren1 wrde kaum unsern ,beifall gefunden haben1 da er dadurch einen widerlichen1 bockigen ,beigeschmack erhielt4 ,in ,frankreich1 dem heute vorzugsweise ,weinbau treibenden ,lande1 hat um die altgriechische ,kolonie ,massalia herum1 der erste ,rebberg gestanden4 ,hierher brachten1 wenn nicht schon die ,phnikier1 so jedenfalls die ,phoker ums ,jahr #fjj v4 ,chr4 die ,rebe4 ,jedenfalls war die ,art ihres ,anbaues1 die aus der griechischen ,mutterstadt in ,kleinasien -- etwas nrdlich von ,smyrna gelegen -- mitgebrachte ohne ,sttzen und ,pfhle4 ,von jener ltesten ,pflanzsttte des ,weinbaues in ,gallien verbreitete sich diese ,kultur lngs der ,kste1 zunchst um die befestigten ,ansiedelungen herum4 ,und bald waren die umwohnenden ,ligurer auf dieses neue1 wohlschmeckende ,genumittel erpicht1 das sie im ,tauschhandel gegen die ,rohprodukte ihres ,landes1 hauptschlich um ,vieh1 ,hute und ,getreide erstanden4 ,aber nur die ,wohlhabenden konnten sich diesen ,luxus gestatten1 whrend die rmeren notgedrungen bei ihrem altgewohnten ,gerstenbier verblieben4 ,von der ,kste drang nun der ,wein und seine ,kultur1 wie auch gleichzeitig diejenige des ebenfalls von den ,griechen angebauten lbaumes1 zunchst dem ,rhonetal folgend1 immer weiter ins ,innere ,galliens vor1 so da die ,rmer1 die nicht blo ein ,krieger-1 sondern auch ein hchst eigenntziges ,kaufmannsvolk waren1 bald fr ihre ,ausfuhr an ,wein und l in jenes ,land zu frchten begannen und den von ihnen besiegten transalpinen ,galliern die ,enthaltung von l- und ,weinbau als ,friedensbedingung auferlegten4 ,die ,folge davon war1 da immer noch eine starke ,einfuhr von italischem ,wein ber das inzwischen von den ,rmern unterjochte ,massalia stattfand1 als nach den ,siegen ber die ,allobroger und ,arverner die ,gegend zwischen ,pyrenen1 ,cevennen und ,alpen zur rmischen ,provinz ,gallia narbonensis erhoben wurde4 ,als dann ,csar um die ,mitte des letzten vorchristlichen ,jahrhunderts das ganze brige ,gallien bis zur ,nordsee und zum ,rhein eroberte1 drang mit der rmischen ,kultur auch der ,weinbau immer mehr nach ,norden und ,westen vor4 ,so war schon zu ,ende des #a4 christlichen ,jahrhunderts nicht nur das sdliche ,gallien im ,gebiete der ,rhone und ,garonne1 sondern auch das nrdliche im ,bereiche der ,sane und ,mosel ein eigentliches ,weinland mit besonderen ,trauben- und ,weinsorten1 welch letztere nicht nur bei den ,germanenstmmen1 sondern vielfach auch in ,italien selbst ,anklang fanden und in ziemlichen ,mengen dahin exportiert wurden1 obschon sie durch knstliche ,behandlung mit ,harz zur besseren ,haltbarkeit einen nach unseren ,begriffen jedenfalls nicht sehr angenehmen ,geschmack danach besaen4 ,solche anerkannt gute gallische ,weine waren nach dem lteren ,plinius diejenigen der ,gallia narbonensis1 die schon ,csar rhmte1 dann diejenigen der ,bituriger 7die ,vorlufer des heutigen ,bordeauxweines71 der arvernische 7der ,auvergne7 und der bternanische 7von ,frontignac74 ,um nun den italienischen ,weinbau gegen die ,konkurrenz hauptschlich der gallischen ,weine zu schtzen1 erlie ,kaiser ,domitian1 der von #ha-if n4 ,chr4 regierte1 eine ,verordnung zur ,einschrnkung der ,weinkultur in den ,provinzen2 zugleich lie er die ,hlfte der gallischen ,weinberge zerstren4 ,erst ,kaiser ,probus1 der von #bgf-bhb die ,herrschaft inne hatte1 hob im ,jahre #bhj diese ,verfgung fr ,gallien1 ,spanien und ,britannien auf und lie in ,gallien1 ,pannonien und ,msien zu den alten zahlreiche neue ,rebberge anlegen4 ,unter ,aurelian und den ,antoninen wurde die ,cte d'or in ,westfrankreich mit ,reben bepflanzt1 woher die ,weine jener ,gegend noch heute nach den ,rmern ,roman heien4 ,vom #b4 nachchristlichen ,jahrhundert an war die ,moselgegend ein ,zentrum des ,weinbaus im nrdlichen ,gallien1 das das ,erzeugnis seiner ,reben in ,holzfssern1 wie uns verschiedene ,abbildungen aus rmischen ,denkmlern jener ,zeit lehren1 auf ,schiffen und ,wagen weithin ausfhrte4 ,es war dies gegenber den sonst von den ,rmern gebrauchten tnernen ,gefen1 den ,dolien und ,amphoren1 in denen der ,wein durch eine ,schicht ,olivenl1 wie heute noch der ,chianti1 von der atmosphrischen ,luft abgeschlossen wurde1 eine wichtige ,neuerung1 die seinem ,transport in entferntere ,gegenden sehr zugute kam4 ,im #d4 ,jahrhundert entwirft uns der rmische ,dichter ,ausonius von ,burdigala 7,bordeaux7 in seinem ,gedichte ,mosella ein malerisches ,bild von den rebenbepflanzten ,hgeln der ,moselgegend1 die ihn an die ,umgebung seiner ,heimat ,bordeaux erinnern2 sie trugen in theaterartig ansteigendem ,aufbau bis zum obersten ,gipfel hinauf die grnenden ,ranken und sen ,frchte4 ,noch ,venantius ,fortunatus in der zweiten ,hlfte des #f4 ,jahrhunderts stellt dem in ,wogen rauschenden ,rhein die traubenreiche ,mosel gegenber4 ,von ,trier bis ,koblenz scheinen damals alle besseren1 sonnigen ,lagen mit ,rebbergen bestanden gewesen zu sein4 ,unter den merowingischen ,knigen1 die auf ein gutes und reichliches ,weinlager hielten und ,naturlieferung von ,wein als ,steuer forderten1 wie uns der frnkische ,geschichtschreiber ,gregor von ,tours 7#edj-eid7 berichtet -- so setzte ,knig ,chilperich fest1 da jeder ,besitzer von ,grund und ,boden eine ,amphora ,weines auf jede aripennis ,land gebe --1 griff der ,weinbau im nrdlichen ,gallien immer weiter um sich4 ,seit dem #f4 und #g4 ,jahrhundert haben wir zerstreute ,zeugnisse dafr1 die mit den ,zeiten der ,karolinger immer hufiger werden4 ,so meldet ,gregor von ,tours von ,bischfen1 wie z4 ,b4 ,nicetius von ,lyon1 und ,herzgen1 wie ,chrodin von ,dijon1 da sie mit ,anlegen und ,verbessern von ,weinbergen dem ,volke als leuchtendes ,beispiel vorangingen4 ,das salische ,gesetz schtzte solche bereits durch ,strafbestimmungen und setzte fr die ,winzer1 wie fr andere kunstfertige unfreie ,diener1 auch ein hheres ,wergeld fest4 ,von der ,moselgegend erhielten wohl die ,germanen zuerst den rmischen ,wein und damit auch den lateinischen ,namen dafr1 der althochdeutsch vn lautet und mnnlich ist1 wie dies hier in ,gallien der ,fall war1 in dessen ,sprachgebrauch das ,neutrum frh verloren ging4 ,aber erst nach dem ,untergange der ,rmerherrschaft empfingen sie auch die ,rebe und alle ,gertschaften und ,bezeichnungen1 die die ,rmer fr deren ,kultur besessen hatten4 ,vor allem aber diente ihnen die aus eichenen ,dauben hergestellte ,kufe 7cupa7 und das ,fa keltischen ,ursprungs bei der ,weinbereitung4 ,solche ,behlter sind aber1 wie die ,erfahrung der ,weinbauern lehrte1 um so besser1 je lter sie sind4 ,frisch hergestellt sind sie nicht gut zu gebrauchen2 sie mssen vielmehr zur ausgiebigen ,auslaugung der lslichen ,bestandteile des ,holzes1 die dem ,wein sehr schlecht bekommen1 zunchst ein halbes ,dutzend mal mit kaltem ,wasser1 das man geraume ,zeit in ihnen stehen lt1 behandelt und dann ebenso oft mit heiem ,wasser ausgebrht werden4 ,aber auch dann wird kein guter ,edelwein in solchen frischen ,fssern aufbewahrt1 sondern eine minderwertige ,sorte1 mit der sich das ,holz sttigen kann1 wodurch es erst die ,fhigkeit verliert1 noch irgend welche lsliche ,bestandteile an den in ihnen lagernden ,wein abzugeben4 ,form und ,bestandteile1 die das von den ,kelten ,galliens bernommene ,fa beim rmischen ,weinbau an der ,mosel besa1 sind ihm spter geblieben1 als der ,weinbau und die ,kunst der ,weinbereitung in ,grkellern zunchst von den ,klstern bernommen wurde4 ,in ihnen blhte demgem auch die ,bttcherei4 ,der unter ,abt ,gozbert zwischen #haf und #hcb angefertigte ,grundri des ,klosters von ,st4 ,gallen zeigt im ,bier- und ,weinhaus groe und kleine ,fsser1 die auf starken ,balkenlagen liegen1 und der #igc verstorbene ,st4 ,galler ,mnch ,ekkehard ,i41 der ,verfasser des auf alte deutsche ,heldenlieder zurckgehenden1 in lateinischen ,hexametern geschriebenen ,walthariliedes und ,onkel des aus ,scheffels ,roman bekannten ,ekkehard ,,ii41 redet von einem ,ordensbruder1 der mit geschwungener ,axt die ,reifen aus ,weidenholz vom ,fasse lsen wollte4 ,aber unbequem waren diese alten ,fsser insofern1 als sie nur eine obere ffnung zum ,ein- und ,ausfllen besaen4 ,erst allmhlich sah man ein1 da es praktischer sei1 auch dem ,faboden an seiner vorderen1 unteren ,stelle eine kleine ffnung zum ,abfllen zu geben4 ,dieses ,loch wurde mit einem ,holzzapfen geschlossen4 ,erst im #ae4 ,jahrhundert wurde zum ,ablassen eine hlzerne ,rhre mit drehbarem ,hahn gebruchlich1 eine ,vorrichtung1 die sich ohne groe nderung bis heute erhielt4 ,fr die ,leistungen der ,bttcherei im #af4 ,jahrhundert1 um dies hier noch zu erwhnen1 reden gewisse ,riesenfsser1 von denen das #aeia unter ,kurfrst ,johann ,kasimir erbaute groe ,fa auf der ,burg in ,heidelberg den grten ,ruhm erlangte4 ,der ,kurfrst ,karl ,ludwig lie #affd ein neues ,fa aufstellen1 das dann ,karl ,theodor #agea durch das jetzt noch vorhandene #bbagbf ,liter haltende berhmte ,fa ersetzte4 ,kehren wir nach dieser kurzen ,abschweifung technischer ,art zur ,einfhrung des ,weinbaus in ,deutschland zurck1 so mu hier bemerkt werden1 da ein solcher auf deutschem ,boden im ,rheintal zunchst nur in der ,umgebung der rmischen ,kastelle und spteren ,pfalzen von ,bingen bis ,sinzig am linken ,ufer des ,stromes betrieben wurde4 ,gregor von ,tours bezeugt uns zum ,jahre #ehi ,weinberge bei ,zabern und eine ,urkunde von #fac ,weinbau um ,straburg4 ,spter berichtet ,venantius ,fortunatus von ausgedehnten ,weinbergen bei ,andernach1 die auf dem rechten ,rheinufer gelegen haben mssen4 ,der ,mnch ,regino hebt im ,jahre #hhe ,koblenz1 ,andernach und ,sinzig als ,stapelpltze fr den einheimischen ,wein hervor4 ,spter waren ,regensburg1 ,nrnberg1 ,bacharach und ,kln bedeutende ,weinhandelspltze4 ,illustration3 ,bild #dd4 ,treten der ,trauben mit den nackten ,fen und ,weinkelter4 ,nach einem ,baseler ,holzschnitt von #aedh4 ,schon im letzten vorchristlichen ,jahrhundert war der ,weinbau nach dem ,veltlin und ,sdtirol vorgedrungen4 ,die dort gekelterten rtischen ,weine waren nach dem ,dichter ,vergil1 der ihnen nur den ,falerner vorzog1 das ,lieblingsgetrnk des ,kaisers ,augustus4 ,kaiser ,probus1 der von #bgf-bhb regierte1 lie griechische ,reben nach ,pannonien1 ,syrmien und in die ,sdtler der ,karpathen bringen und dort anpflanzen4 ,von ,rtien wanderte die ,rebe nach ,noricum und ,pannonien4 ,in ,noricum1 sdlich der ,donaulinie1 erbaute sich der heilige ,severin im #e4 ,jahrhundert an einem entlegenen ,orte1 bei den ,weinbergen genannt1 eine ,zelle1 in welcher er als ,klausner lebte4 ,nrdlich der ,donau sind die ersten ,weinberge im #g4 ,jahrhundert bezeugt4 ,bis zum #aj4 ,jahrhundert hatten sie in ,bayern eine ziemlich groe ,ausdehnung erlangt4 ,im ,laufe des #h4 ,jahrhunderts brgerte sich der ,weinbau im wrttembergischen ,unterland um ,heilbronn ein1 und im #i4 ,jahrhundert finden wir ihn in ,franken um die alte ,bischofsstadt ,wrzburg1 ebenso in ,bhmen und ,mhren verbreitet4 ,im #aj4 ,jahrhundert war er ber ,hessen nach ,thringen1 wo ihn im ,hildesheimischen besonders der kunstsinnige ,bischof ,bernwart begnstigte1 und gegen ,ende desselben bis in die ,gebiete von ,werra1 ,saale und ,unstrut vorgedrungen4 ,urkunden vom ,jahre #igc melden uns an letzteren ,orten von ,weinbergen4 ,im #aa4 ,jahrhundert gelangte der ,weinbau nach ,schlesien1 ,brandenburg und ,pommern und im #ab4 durch die ,ritter des deutschen ,ordens sogar nach ,holstein und ,ostpreuen1 wo er allerdings bald wieder als unrentabel aufgegeben wurde4 ,erst im #aj4 und #aa4 ,jahrhundert wurden nach den auf uns gekommenen ,urkunden die heute so berhmte ,weinsorten liefernden ,steilgehnge am rechten ,rheinufer zwischen ,mainz und ,bingen mit ,terrassenbau fr die ,rebenkultur in ,angriff genommen4 ,von solchen darauf gewonnenen ,weinen wird besonders der ,deidesheimer1 ,heppenheimer1 ,rdesheimer1 ,asmannshauser und ,niersteiner hervorgehoben4 ,von ,elssserweinen1 die im ,mittelalter sich in ,deutschland besonderer ,wertschtzung erfreuten1 wird von einem ,st4 ,galler ,mnche der ,sigoltsheimer als stark und anfeuernd gerhmt4 ,in der ,frderung des ,weinbaus gingen berall die ,klster als ,haupterben der altrmischen ,kultur den ,laienkreisen voran2 es geschah dies schon aus dem ,grunde1 weil sie den ,wein zu rituellen ,zwecken benutzten4 ,da sie ihn zum ,abendmahle ntig hatten1 lieen sie sich dessen ,anbau berall1 wo sie ,fu faten1 angelegen sein4 ,ihnen folgten dann zunchst die groen ,grundherren1 die es vorzogen1 den ,wein durch ihre ,hrigen selbst zu erzeugen1 statt ihn wie bisher zu teurem ,preise aus ,gallien zu beziehen2 und erst viel spter begannen auch ,brger der ,stdte wie ,bauern1 die sich bis dahin an ,met und ,bier erlabt hatten1 sich in geeigneten ,lagen eigene ,rebberge anzulegen1 um bei festlichen ,anlssen wie die ,vornehmen ,wein trinken zu knnen2 denn bis dahin hatten sie schon wegen der hohen ,transportkosten nicht daran denken knnen1 es hierin jenen gleich zu tun4 ,aber dieses deutsche ,eigengewchs war in den meisten ,fllen recht herb und sauer1 im ,gegensatz zum feuerigen1 milden1 auslndischen ,weine4 ,deshalb pflegte man solches das ganze ,mittelalter hindurch durch ,zusatz von allerlei wrzigen ,krutern trinkbarer zu machen4 ,als solche aromatische ,zustze nennen uns schon die altrmischen ,schriftsteller1 so ,columella im ersten nachchristlichen ,jahrhundert1 ,wermut1 ,isop1 ,stabwurz1 ,thymian1 ,fenchel1 ,polei und ,myrte4 ,im ,mittelalter dagegen sind ,wermut1 ,rosmarin1 ,salbei1 ,alant1 ,lavendel1 ,pimpernell1 ,fenchel1 ,pfeffer- und ,frauenminze die gebruchlichsten4 ,im ,jahre #hed rt der ,mnch ,wandalbertus1 ,diakon der ,benediktinerabtei ,prm in der ,eifel1 ein ,rheinlnder von ,geburt1 in einem krzlich von ihm aufgefundenen lateinischen ,gedicht ber den ,kreislauf der ,jahreszeiten den herben ,wein mit duftigen ,krutern zu versetzen1 die die ,fluren zu allerlei ,arznei hervorsprieen lassen und sich damit im voraus gegen die ,giftkrutlein der tckischen ,stiefmtter zu sichern84 ,so hat man das ganze ,mittelalter hindurch solchen ,kruterwein als beliebten ,gesundheitstrank getrunken4 ,welche ,wertschtzung derselbe geno1 zeigt der ,refrain eines einst viel gesungenen mittelalterlichen ,trinkliedes1 der folgendermaen lautet3 ,er setzt das gleslein fr sein mund1 krauseminte1 er trank es ausz bisz auf den grund1 salveie1 poleie1 die blmlein an der heiden1 krauseminte68 ,seit uralter ,zeit war es im ,orient1 wo man ,wohlgerche auch in ,speisen beraus hochschtzte1 ,sitte gewesen1 den ,wein mit ,wrzkrutern und duftigen ,blten zu versetzen4 ,die gebruchlichsten solcher ,zustze1 um ihn zu parfmieren1 waren ,mastix und ,myrrhen2 spter fanden besonders ,gewrznelken und ,pfeffer ,verwendung1 die wie den rmischen ,zungen des ,altertums1 so auch den deutschen des ,mittelalters durch ihre ,strke vornehmlich zusagten4 ,die vornehmen ,rmer der ,kaiserzeit lieen bei ihren ,gastmhlern die von ihnen bevorzugten alten ,jahrgnge des ,falerners und ,ccubers durch ,rosenfilter gieen1 um ihm den von ihnen so geschtzten ,duft nach jenen ,blten zu geben1 wie im ,orient mit ,rosen parfmierter ,sirup und andere ,sigkeit von alters her beliebt waren4 ,und wenn die vornehmen ,rmer und ,griechen bei ihren ,gelagen begannen berauscht zu werden1 so entbltterten sie den ihr ,haupt schmckenden ,rosenkranz1 um die wohlriechenden ,rosenbltter in den ,wein zu schtten4 ,mit den aus ,indien bezogenen ,gewrzen bereiteten sie den vinum pigmentatum oder claratum4 ,diese letztere ,bezeichnung fhrte er von der ,klrung her1 die man ihm zum ,schlusse angedeihen lie1 um ihm ein recht appetitliches ,aussehen zu geben4 ,tafel #gg4 ,illustration3 ,hydraulische ,kelter zum ,pressen des ,weines4 ,moderne ,weinfsser aus ,zement mit ,glaswnden4 7,weingut ,drkheim der ,weinhandlung ,heinrich ,eckel ,cie4 in ,mnchen47 ,tafel #gh4 ,illustration3 ,faune im ,geleite des ,weingottes ,bacchus4 7,nach einem ,gemlde von ,p4 ,p4 ,rubens in der alten ,pinakothek in ,mnchen47 ,degorgieren des ,champagners4 ,einen womglich noch kstlicheren ,bltennektar bereiteten sich die ,muhammedaner im ,scherbet 7vom arabischen scharab ,trank so genannt71 den sie durch ,abkochen von ,rosen-1 ,veilchen-1 ,zitronen- und anderen wohlriechenden ,blten in mit suerlichem ,limonensaft versetztem ,zuckerwasser bereiteten4 ,schon ,muhammed hat einen solchen aus ,honig und wohlriechenden ,blten hergestellten ,trank ber alle anderen ,gensse gestellt4 ,da er seinen ,anhngern den ,genu des ,weines als entnervend verboten hatte1 so hielten sie sich gern an dergleichen aromatische se ,trnke1 die bis heute in allen dem ,islam verfallenen ,lndern in der verschiedensten ,weise bereitet werden4 berall1 wo die ,muhammedaner sich zu ,herren des ,landes aufwarfen1 konnte naturgem ein ,produkt nicht mehr gedeihen1 dessen ,genu das ,gesetz der ,eroberer den ,gesunden aufs strengste untersagte und nur ,kranken in miger ,menge als ,arznei gestattete4 ,so ging nicht nur in ,vorderasien1 der ,wiege der ,rebenzucht und ,weinkultur1 sondern auch in ,nordafrika1 ,spanien und ,sizilien der ,weinbau nach dem ,eindringen der ,araber stark zurck4 ,manche fanatische ,kalifen duldeten seinen ,anbau berhaupt nicht4 ,so befahl auch in ,spanien ,hakim ,,ii4 den grten ,teil der ,weinberge auszurotten2 blo etwa ein ,drittel derselben lie er stehen zum ,genusse ihrer ,frchte als reife ,trauben1 frisch oder getrocknet1 oder zu ,traubenhonig eingekocht1 was zu genieen der ,prophet erlaubt hatte4 ,was dem ,islam in ,spanien nicht ganz gelang1 wie die heutigen ,malaga- und ,xeresweine beweisen1 das setzte er im gegenberliegenden ,marokko durch4 ,die atlantische ,kste des letztgenannten ,landes war im ,altertum ein berhmter und ergiebiger ,weinbezirk1 dem die ,rebe schon von den ,phnikiern zugetragen wurde4 ,dort lag das ,vorgebirge ,ampelusia1 d4 h4 ,rebenkap 7das heutige ,kap ,spartel71 und die uralte ,stadt ,lix1 die auf ihren punischen und punisch-rmischen ,mnzen die ,traube als ,wahrzeichen fhrte4 ,noch im frhen ,mittelalter1 bei der ,ankunft der ,araber1 mu eine blhende ,rebenkultur hier bestanden haben1 da die an ,stelle des alten ,lix gegrndete muhammedanische ,stadt den ,namen ,el ,araisch1 d4 h4 zum ,weinberg1 erhielt4 ,jetzt trgt das beraus fruchtbare ,land infolge der arabischen ,herrschaft fast keine ,weinpflanzungen mehr2 nur unter einigen unabhngig gebliebenen ,stmmen der ,kste konnte der altgewohnte ,trank nicht abgeschafft werden und ist deshalb einiger ,rebbau zu finden4 ,das heutige ,griechenland1 das einst vorzgliche ,weine produzierte1 erzeugt mit wenigen ,ausnahmen nur schlechten ,wein4 ,der ,ruhm der ,weine von ,chios1 ,lesbos und ,thasos ist lngst dahin1 und der nach ,harz schmeckende ,resinato1 ber den schon der langobardische ,bischof ,liutbrant von ,cremona auf seiner ,gesandtschaftsreise nach ,konstantinopel im ,jahre #ifh klagte1 ist ein sehr schlechter ,ersatz dafr4 ,auch die heute daselbst angepflanzten ,korinthen -- so genannt1 weil sie von ,korinth aus exportiert werden -- scheinen nur eine durch ,degeneration entstandene ,variett der ,weintraube zu sein4 ,sie sollen ursprnglich von der ,insel ,naxos gekommen und nicht vor dem ,jahre #afjj in ,morea bekannt gewesen sein4 ,heute sind sie wiederum gnzlich von ,naxos verschwunden und werden ausschlielich in ,patras1 auf ,zante und ,kephalonia gepflanzt1 von wo jhrlich etwa #ajj ,millionen kg ausgefhrt werden4 ,nur an zwei ,punkten hat am ,ausgang des ,mittelalters die ,hand des ,menschen den ,bezirk der ,rebe wirklich erweitert1 nmlich auf ,madeira und den ,kanarischen ,inseln4 ,auf der ersteren ,insel lie schon der portugiesische ,prinz ,heinrich der ,seefahrer am ,ende des #ae4 ,jahrhunderts ,rebenschlinge vom ,peloponnes und von der ,insel ,kreta bringen1 nach ,teneriffe aber verpflanzte der ,spanier ,alonzo de ,lungo gegen das ,jahr #aejg ,weinstcke von ,madeira4 ,der dort also aus griechischen ,reben gewonnene ,wein wurde in der ,folge recht berhmt und besonders von den auf weiten ,bezirken der ,erde angesessenen ,englndern gern getrunken1 die auch die starken ,weine der pyrenischen ,halbinsel1 den nach dem ,exporthafen ,xeres benannten ,sherry und den nach dem ,einschiffungsorte ,oporto geheienen ,portwein bevorzugen1 wie sie auch die starken ,schnpse und scharfgewrzten ,biere -- man denke nur an das ,ingwerbier -- lieben4 ,nach ,ungarn waren italienische ,reben unter ,knig ,stephan im #aa4 ,jahrhundert gelangt4 ,aus ihnen erwuchs dann der ,tokayerwein1 der seine volle ,berhmtheit allerdings erst vom ,ende des #ae4 ,jahrhunderts und besonders seit #aefj erhielt1 als man begann ,ausbruch aus den dortigen ,reben herzustellen4 ,von diesen ungarischen1 wie auch griechischen und syrischen ,reben brachten franzsische ,ritter aus den ,kreuzzgen ,ableger in ihre ,heimat mit1 um die einheimischen ,sorten damit zu veredeln4 ,denn als zu ,beginn des #b4 christlichen ,jahrtausends das ,abendland durch die ,kreuzzge regere ,verbindungen mit dem ,morgenlande anknpfte1 kam begreiflicherweise die ,kenntnis und damit auch die ,wertschtzung der von den ,christen in ,palstina gezogenen starken1 edlen ,weine nach ,europa4 ,diese wurden bald von den ,vornehmen1 die sich solch teuren ,trunk leisten konnten1 bevorzugt1 bis schlielich auch diese ,gebiete wiederum von den ,muhammedanern besetzt wurden1 wodurch der morgenlndische ,weinbau rasch ein ,ende nahm4 ,damit hrte auch der ,import der palstinensischen ,edelweine nach dem ,abendlande auf4 ,dafr bezog man1 solange die muhammedanische ,invasion dahin noch nicht stattgefunden hatte1 den griechischen ,wein1 der nach der ,gegend von ,malvasia auf ,morea ,malvasier genannt wurde1 oder als kipper-1 auch ciperwn von ,zypern stammte4 ,besonders letzterer wurde so sehr geschtzt1 da ,gedichte der mystischen ,richtung ihn selbst die ,seligen im ,himmel trinken lieen4 ,den ,charakter eines sdlichen ,weines trgt auch der aus ,ungarn1 der unter dem ,namen osterwn nach ,deutschland verfhrt wurde4 ,als diese beliebten ,sweine nicht mehr zu bekommen waren1 begann die ,christenheit als ,ersatz dafr die bis dahin blichen ,wrzweine mit ,honig zu sen und an ,stelle der schwachwrzenden einheimischen ,kruter die starken ,gewrze ,indiens zu verwenden1 die die ,venezianer mit ihren ,schiffen aus dem ,morgenlande1 speziell gypten1 holten und den ,abendlndern teuer verkauften4 ,von da brachten ,sumer die kostbare ,ware ber die ,alpen nach den reichen deutschen ,stdten1 wo diese ,gewrze trotz ihrer hohen ,preise rasch ,absatz fanden4 ,man benutzte sie zur ,herstellung von allerlei gepmenteten wnen8 -- aus vina pigmentata verdeutscht -- wie die ,wrzweine damals hieen1 deren ,feuer dadurch gehoben werden sollte4 ,im #ad4 und #ae4 ,jahrhundert erfreute sich der als clart bezeichnete ,wrzwein besonderer ,hochschtzung4 ,in franzsischen ,klstern war er zuerst aufgekommen und hatte mit der mittellateinischen ,benennung claretum -- aus vinum claratum1 d4 h4 geklrter ,wein -- in deutschen ,klstern und dann auch in ,laienkreisen gute ,aufnahme gefunden4 ,er wurde in der ,weise hergestellt1 da man ,pfeffer1 ,zimt1 ,gewrznelken1 ,kardamomen und ,ingwer pulverisiert in ,beutelchen in den mit ,honig versten und1 war es ,weiwein1 mit ,safran vielfach gefrbten ,wein hing und bis zum vlligen ,ausgelaugtwerden und ,abklren darin belie4 ,so gewann der ,trank1 wie man hervorhob1 die ,strke und den ,reiz des ,weines1 die ,wrze und den ,duft der ,spezereien und die ,milde und ,se des ,honigs4 ,eine halbe ,verdeutschung ist das mittelhochdeutsche clrtrank1 whrend das vllig deutsche ,wort ltertrank eine seit dem #ab4 ,jahrhundert in ,deutschland zuerst aufgekommene ,art mit ,honig gesten ,wrzweins von unbestimmter ,zusammensetzung bezeichnete4 ,lange gingen die beiden ,ausdrcke clart und ltertrank nebeneinander fr zwei verschiedene ,begriffe1 obwohl es sich dabei nur um durch die ,verschiedenheit der verwendeten ,gewrze entstandene ,spielarten eines und desselben ,stoffes handelte1 bis schlielich keine ,unterscheidung mehr bei ihnen gemacht werden konnte4 ,wahrscheinlich spielte die ,farbe des ,weines dabei keinerlei ,rolle1 und ,claret wie ,lautertrank konnten ebenso von rotem1 wie von weiem ,weine gemacht werden4 ,oft erscheint in den ,schilderungen der mittelalterlichen ,gastmhler der ltertrank hinter dem wn genannt1 und gleichsam als ,steigerung hervorgehoben4 ,jedenfalls war er oder der clart der ,ehrentrunk1 der bei festlichen ,anlssen vornehmen ,gsten offiziell reichlich gespendet wurde4 ,fr den gemeinen ,mann und fr einfache ,verhltnisse waren solche ,luxusgetrnke nicht bestimmt4 ,so verbot beispielsweise der ,rat zu ,magdeburg im ,jahre #aeje bei einfachen ,verlbnissen1 ebenso beim ,kirchgange der ,braut clart zu schenken als zu kostbar4 ,eine besondere ,sorte solchen ,wrzweins aus ,rotwein bildete der ,sinopel1 der bei manchen ,dichtern1 wenn auch nicht hufig1 erwhnt wird2 so z4 ,b4 wenn gesagt wird3 7sie genossen7 den ltertrank und daz clart1 darzuo den roten sinopel84 ,im deutschen ,epos ,parzival wird dieser rote ,sinopel im heiligen ,gral wie sonst der das ,blut ,christi versinnbildlichende ,rotwein beim ,abendmahl der ,christen reichlich gespendet4 ,der ,name rhrt vom lateinischen cinnabaris1 mittellateinisch cinnobris1 deutsch ,zinnober her von seiner schn hellroten ,farbe1 die an das von den alten ,rmern cinnabaris genannte rote ,drachenblut von der ,insel ,sokotra erinnerte4 ,das ,wort hat also nichts mit der von uns ,zinnober genannten ,quecksilberverbindung zu tun1 wie man ohne genaue ,kenntnis der ,drogenkunde der ,vlker des ,altertums glauben knnte1 sondern bezieht sich auf die rote ,lsung von ,drachenblut1 mit der das ,getrnk hnlichkeit hatte4 ,die daneben angetroffene ,form siropel nimmt ,bezug auf die ,sigkeit und knpft an siropel im ,sinne von ,sirup an1 das seinerseits vom arabischen ,worte scharab fr ,trank abzuleiten ist4 ,ein anderer ebenfalls aus ,rotwein hergestellter ,wrzwein des ,mittelalters war der heute noch mancherorts bei festlichen ,anlssen1 in ,basel z4 ,b4 an ,sylvester und ,neujahr1 aufgetischte ,hippokras1 der seiner vermeintlichen heilkrftigen ,wirkung wegen nach dem angesehensten ,arzte des ,altertums1 dem ,vater der ,heilkunde1 ,hippokrates so genannt wurde4 ,der englische ,dichter ,shakespeare erwhnt ihn mehrfach in seinen ,dramen1 und noch im #ah4 ,jahrhundert war er auf der franzsischen ,tafel allgemein verbreitet4 ,auch er ist als hypocras wie der clart eine franzsische ,erfindung1 obschon der deutsche ,arzt ,brunfelsz in seinem #aecb erschienenen ,spiegel der ,arzneikunde erklrt3 ,dieser tranck heit ,ipocras1 wann ,hypocras 7gemeint ist natrlich ,hippokrates7 hat in seer gentzt 7benutzt71 und auch selbst erfunden48 ,man bereitete ihn in der ,weise1 da man ,rotwein in einer ,terrine mit ,zucker1 ,zimt1 ,pfeffer1 ,gewrznelken1 ,muskatblte1 ,ingwer und ,schnitzen des ,reinetteapfels versetzte und diese ,mischung einige ,tage stehen lie1 dann das ,ganze seihte1 klrte und in ,flaschen abfllte4 ,als eine besonders feine ,abart kam im #ah4 ,jahrhundert in ,frankreich der hypocras parfum auf1 dem auer geriebenen ,mandeln besonders ,bisam 7,moschus7 und ,ambra zugesetzt wurde4 ,auch dieser fand in ,deutschland bald ,aufnahme und ein mrkischer ,chronist des #af4 ,jahrhunderts findet ihn recht anmutig und schleckerhaft84 ,neben dem ,hippokras wurden eine ,menge medizinische ,weine getrunken1 die meist nach ihrer ,wirkung auf ein bestimmtes ,organ oder einen kranken ,krperteil benannt wurden4 ,so empfahl ein ,gemminger ,arzt1 mayster ,thoman ,rsz1 im ,jahre #adgi der ,grfin ,margarete von ,wrttemberg gegen ihr ,milzleiden einen wahrscheinlich von ihm selbst bereiteten ,milzwein1 dessen ,zusammensetzung allerdings in dem uns erhaltenen ,briefe nicht angegeben wird4 ,wir wissen nur aus den ,arzneibchern1 da die mannigfaltigsten ,kruter dazu verwendet wurden1 so vornehmlich je nach der beabsichtigten ,wirkung ,johanniskraut oder ,boretsch oder ,augentrost1 ,salbei oder ,isop4 ,solchen ,wrzwein trank man wie den ,wein berhaupt je nach ,geschmack und ,bedrfnis warm oder kalt4 ,ersteren bevorzugte man in ,fllen von ,krankheit und bei ,klte4 ,so berichtet uns ,gregor von ,tours vom ,jahre #eij1 da sich ,wchter einer ,stadt ,frankreichs im ,winter an einem offenen ,feuer ,glhwein bereiteten und sich daran berauschten2 und von ,ludwig ,i41 dem ,frommen1 dem dritten ,sohne ,karls des ,groen von seiner dritten ,gemahlin ,hildegard1 berichtet uns sein ,biograph1 da er sich noch kurz vor seinem ,tode im ,jahre #hdj bei ,mainz einen ,schluck warmen ,weines zur ,strkung geben lie4 ,die starken und krftig schmeckenden gewrzten ,weine unserer ,vorfahren sind heute auer ,mode gekommen1 bis auf den ,glhwein und die verschiedenen ,arten von ,bowlen4 ,zu ersterem wird der ,wein gewrmt1 mit ,gewrznelken1 ,zimt und einem ,zitronschnitz versehen1 getrunken2 bei letzteren verwendet man mit ,wasser oder ,schwarztee verdnnte gezuckerte ,weine1 denen durch duftende ,frchte wie ,erdbeeren1 ,pfirsich1 ,ananas oder wohlriechende ,kruter wie ,waldmeister mit ,zusatz von einigen ,apfelsinenscheiben 7,maitrank7 oder ,schalen bitterer ,pomeranzen 7,bischof7 ein angenehmes ,aroma verliehen wird4 ,in ,england ist von solchen ,getrnken besonders der claret cup beliebt1 der aus ,rotwein besteht1 in den man grne ,gurkenscheiben geschnitten hat4 ,von allgemeiner ,wertschtzung ist der ,wermutwein1 der dadurch gewonnen wird1 da man dem grenden ,moste ,wermutkraut zusetzt1 wodurch er einen etwas herben ,beigeschmack erhlt1 den viele lieben4 ,am bekanntesten ist der norditalische ,vermut di ,torino4 ,auer dem ,traubenwein1 der nur den ,wohlhabenden zugnglich war1 und auch von diesen nur bei festlichen ,anlssen genossen wurde1 trank man von alters her durch ganz ,europa die verschiedensten ,obst- und ,beerenweine4 ,die pfel und ,birnen1 die man nicht frisch oder gedrrt aufzubewahren vermochte1 wurden im berreifen1 weichen ,zustande gekeltert und ,most aus ihnen gewonnen1 der angenehm schmeckte1 durch seinen geringen ,alkoholgehalt kaum berauschte und durch seinen ,reichtum an ,pflanzensuren1 besonders ,apfelsure1 angenehm durstlschend wirkte1 was besonders in der ,sommerhitze von ,vorteil war4 ,im ,notfalle muten ,holzpfel und ,holzbirnen zur ,herstellung solchen ,trankes dienen2 selbst aus den sauren ,schlehen gewann man einen wegen seiner heilkrftigen ,wirkung beliebten slhentranc4 ,der aus ,kirschen hergestellte kerswn und der aus ,quitten gewonnene ktenwn wurden besonders ,kranken als ,labetrunk gespendet4 ,reiche ,leute taten sich an solchen ,obstweinen gtlich1 die mit ,honig gest und auf verschiedene ,weise gewrzt waren4 ,schon zur ,merowingerzeit war ein ,getrnk aus zerquetschten wilden ,maulbeeren1 worunter auch ,brombeeren verstanden sind1 beliebt1 deren ,saft in einem gepichten ,fa mit ,honig und1 nach ,belieben1 mit wrzigen ,krutern versetzt wurde4 ,ein offenbar romanischer ,schreiber des #i4 ,jahrhunderts gibt uns ausfhrliche ,vorschriften ber die ,zubereitung dieses als vinum moratum oder moraz bezeichneten ,getrnkes1 das sich namentlich in den ,klstern besonderer ,beliebtheit erfreute4 ,anfnglich nur aus ,beerensaft bereitet1 wurde er dann an den ,hfen des ,mittelalters in der ,weise gewonnen1 da man ,maulbeeren beziehungsweise ,brombeeren in ,wein ansetzte4 ,auch die ,verwendung von ,heidel- und ,preiselbeeren1 wie auch ,johannisbeeren fr einen gegorenen ,haustrunk ist uralt4 ,schon das ,capitulare de villis ,karls des ,groen aus dem ,beginne des #i4 ,jahrhunderts hat eine sorgfltigere ,bereitung des ,beerenweins im ,auge1 wie es auch das ,stampfen der ,weintrauben mit den nackten ,fen als unappetitlich verbot1 was allerdings durchaus fruchtlos blieb1 da diese ,sitte nach wie vor gebt wurde und sich teilweise bis in die ,gegenwart erhielt4 ,die ,erzeugung von gebranntem ,wein kam in ,europa erst im #ac4 ,jahrhundert auf1 und zwar durch die ,vermittlung arabischer rzte1 die ein ,destillat aus ,wein und seinen ,huten und ,trebern schon seit dem #aj4 ,jahrhundert kannten und als al kehal1 d4 h4 das ,feine1 ,edle -- woraus dann unser ,wort ,alkohol wurde -- zu uerlichem ,gebrauche bei ,erkrankungen aller ,art1 besonders bei ,gicht1 verwendeten4 ,die ,kunst des ,brennens gehrt dem ,orient an1 wo sie zuerst im #i4 ,jahrhundert in ,persien1 dann auch in ,syrien1 ,kleinasien und den ,inseln des griechischen ,archipels zur ,gewinnung des wohlriechenden therischen ,rosenles gebt wurde4 ,stets haben ja die ,morgenlnder eine leidenschaftliche ,vorliebe fr ,wohlgerche gehabt1 und da kann es uns nicht wundern1 da sie ,mittel und ,wege suchten1 den ,blumenduft zu konzentrieren4 ,dies gelang ihnen zuerst mit den ,rosen1 deren ,blumenbltter sie mit ,wasser angemacht in einem geschlossenen ,kessel mit einem schnabelfrmigen1 langen ,abzugsrohr erhitzten1 um die ,dmpfe mit dem wohlriechenden therischen ,rosenl durch ,abkhlung in einem andern damit verbundenen ,gef sich niederschlagen zu lassen4 ,ein solches ,destillat lernte man bald auch aus anderen duftenden ,blumen und ,pflanzenstoffen aller ,art gewinnen1 die dann alle als uere ,heilmittel wie auch der ,weingeist zum ,einreiben gegen mancherlei ,krankheit sehr geschtzt waren4 ,als dann die ,abendlnder zur ,zeit der spteren ,kreuzzge mit der morgenlndischen ,methode des ,destillierens bekannt wurden und diese ,kunst selbstndig zu ben begannen1 wurden aus sehr zahlreichen ,pflanzen alkoholische ,wsser fr ,heilzwecke gebrannt4 ,diese ,kunst bten zunchst ,laien1 bis die spter aufkommenden ,apotheker sich ihrer bemchtigten und sie technisch weiter ausbildeten4 ,sie erst begannen zu ,heilzwecken den gebrannten ,wein als aqua vitae1 d4 h4 ,lebenswasser1 in greren ,mengen unter das ,publikum zu bringen4 ,whrend er vorher nur uerlich gebraucht wurde1 begann man ihn im #ad4 ,jahrhundert den ,kranken auch innerlich zu geben4 ,erst im #ae4 ,jahrhundert begannen ihn auch ,gesunde angeblich zur ,erhaltung einer festen ,gesundheit8 zu trinken1 und zwar alle ,morgen einen ,lffel voll82 wer dies tue81 sagt uns ein ,bericht des #af4 ,jahrhunderts1 der werde nimmer krank84 ,leider fand diese ,sitte zum ,zwecke der ,vorbeugung gegen ,krankheit nur zu rasch ,aufnahme bei den besser ,situierten1 die sich dieses teure aquavit oder aqua ardens1 weil es beim ,hinunterschlucken brannte1 als ,genumittel leisten konnten4 ,schon zu ,ende des #ae4 ,jahrhunderts und mehr noch im #af4 ,jahrhundert erlieen die ,rte mancher ,stdte1 wie z4 ,b4 als eine der frhesten ,nrnberg #adif1 die ,verordnung1 da man gebrant wn weder ,feiertags noch ,alltags auf ,straen oder vor ,husern feilhalten drfe4 ,erst der dreiigjhrige ,krieg 7#afah-afdh71 der so namenloses ,elend ber ,deutschland brachte und zu allgemeiner ,sittenverwilderung fhrte1 hat das ,schnapstrinken1 wie auch das ,rauchen1 in weiteren ,kreisen populr gemacht4 ,die zgellose ,soldateska tat sich damit gro1 und in der allgemeinen ,not der ,zeit begannen ,brgersmann und ,bauer diese leidige ,sitte nachzuahmen4 ,dabei fanden sie bald genug ,geschmack daran4 ,auch in der ,folgezeit waren es stets die ,kriege mit der sich daran knpfenden ,verrohung und ,verwilderung der ,sitten1 welche wie die ,unmigkeit im ,genusse geistiger ,getrnke berhaupt1 so auch speziell dem ,schnapstrinken gewaltigen ,vorschub leisteten4 ,so waren es besonders der ,siebenjhrige ,krieg 7#agef-agfc7 und danach die napoleonischen ,feldzge1 welche diese fr das ,volkstum beraus verderbliche ,unsitte in hohem ,mae frderten4 ,zugleich damit wurden die ,verfahren zur ,herstellung konzentrierter geistiger ,getrnke immer mehr vervollkommnet und besonders auch billige ,rohmaterialien wie ,korn und ,kartoffeln zu deren ,gewinnung verwendet1 wodurch der ,preis natrlich mehr und mehr sank1 so da selbst die rmsten sich fr wenige ,pfennige den ,genu von ,schnaps gestatten konnten4 ,die ,folge davon war die ,branntweinpest81 die besonders im ersten ,drittel des #ai4 ,jahrhunderts eine bedenkliche ,verbreitung fand4 ,sie veranlate die erste antialkoholische ,bewegung1 welche recht schne ,frchte zu zeitigen begann1 als die ,revolution von #ahdh einsetzte und ihren verdankenswerten ,bestrebungen ein vorzeitiges ,ende machte4 ,in der ,folge nahm der ,mibrauch geistiger ,getrnke wieder bedeutend zu und erreichte eine bengstigende ,hhe als die moderne ,temperenzbewegung einsetzte und den ,alkohol in jeder ,form als ,plasmagift feststellte1 das den ,einzelnen wie auch seine ,nachkommen vom ,mutterleibe an zugrunde richtet1 die grten sozialen ,schden hervorruft und geradezu den ,kulturfortschritt bedroht4 ,ist es nicht eine geradezu beunruhigende ,tatsache1 zu vernehmen1 da die ,bevlkerung des ,deutschen ,reiches nicht weniger als drei ,milliarden ,mark jhrlich fr den ,kauf geistiger ,getrnke ausgibt4 ,das macht pro ,kopf1 selbst die keine geistigen ,getrnke zu sich nehmenden ,suglinge und ,kinder mitgerechnet1 #fj ,mark jhrlich4 ,es ist dies ein ungeheurer ,luxus1 der im ,begriffe ist1 die bedenklichsten ,folgen zu zeitigen6 ,gibt doch das deutsche ,volk in demselben ,zeitraum eines ,jahres nur wenig mehr1 nmlich #cjfj ,millionen ,mark1 fr das wichtigste ,lebensmittel1 nmlich fr ,getreide1 ,brot1 ,mehl und ,backwaren einschlielich der ,kartoffeln aus4 ,unter diesen #cjjj ,millionen ,mark1 die das deutsche ,volk jhrlich fr geistige ,getrnke ausgibt1 fallen fast zwei ,drittel auf das ,bier4 ,der ,bierkonsum hat durch alle ,schichten der ,bevlkerung eine solche ,ausdehnung erlangt1 da er trotz seines verhltnismig schwachen ,alkoholgehaltes die schlimmste ,geiel des neu angetretenen ,jahrhunderts zu werden verspricht4 ,sein ,konsum hat sich in den letzten #dj ,jahren bei uns geradezu vervierfacht und betrgt heute schon ber #adj ,liter auf den ,kopf der ,bevlkerung jhrlich4 ,davon entfllt mehr als das ,doppelte dieser ,zahl an jeden ,einwohner der eigentlichen ,bierlnder wie ,mnchen1 wo das ,bierherz und die ,biernieren sehr gewhnliche ,erscheinungen der ,krankenhuser sind4 ,es ist durch sorgfltige statistische ,erhebungen nachgewiesen1 da heute im ,deutschen ,reiche nicht weniger als #a_/ae des ,ackerbodens allein fr die ,gewinnung der ,rohprodukte zur ,bereitung alkoholhaltiger ,getrnke verwendet wird1 und da jeder sechzehnte arbeitsfhige ,deutsche fr die ,erzeugung und den ,vertrieb geistiger ,getrnke arbeitet4 ,alle diese ,leute erhhen nicht im geringsten den ,volkswohlstand1 sondern untergraben ihn vielmehr direkt1 indem sie unter vorzugsweiser ,bereicherung des ,grokapitals der ,verarmung und geistigen wie krperlichen ,zerrttung der groen ,massen des ,volkes den denkbar grten ,vorschub leisten1 die ,kranken- und ,armenhuser1 die ,gefngnisse und ,irrenanstalten fllen helfen und eine ,unzahl sozialer bel heraufbeschwren4 ,heute trinkt man nicht mehr die leichten1 nicht haltbaren ,biere1 wie dies unsere ,vorfahren taten1 die hchstens #b ,prozent ,alkohol enthalten1 sondern solches von durchschnittlich #d1e ,prozent bis zum schweren ,exportbier mit #h ,prozent ,alkohol4 ,diese nhern sich sehr dem ,wein1 der zwischen #i und #ae ,prozent ,alkohol enthlt1 whrend die mit ,branntweinzusatz haltbar gemachten ,sdweine bis #bb und #bd ,prozent ,alkoholgehalt steigen knnen und allmhlich zu den ,likren fhren1 die #cj und mehr ,prozent daran enthalten4 ,diese ,likre werden in der verschiedensten ,strke und ,zusammensetzung aus entfuseltem ,branntwein mit ,zusatz von ,zucker1 der ihm den milden1 ligen ,charakter verleihen soll1 aromatischen ,pflanzenextrakten und ,wasser in verschiedener ,menge hergestellt und1 mit den verlockendsten ,phantasienamen versehen1 zum ,kaufe angeboten4 ,diese fhren unmittelbar zu den eigentlichen ,schnpsen1 deren schwerste bis zu #gj ,prozent ,alkohol enthalten und tzend wie ,feuerwasser den ,schlund hinabgleiten4 ,von dem im ,deutschen ,reiche erzeugten ,branntwein kommen abzglich des exportierten durchschnittlich etwa #ab ,liter auf den ,kopf der ,bevlkerung4 ,nicht weniger als #gh ,prozent desselben werden aus ,kartoffeln1 #af ,prozent aus ,getreide1 #c ,prozent aus ,melasse1 #b ,prozent aus ,wein1 ,weinhefe und ,trebern und nur #a ,prozent aus ,obst und ,obsttrebern hergestellt4 ,fr die ,gewinnung des gemeinen ,spiritus1 der auch fr die technische ,verwertung groe ,bedeutung erlangt hat1 ist heute die strkemehlreiche ,kartoffel das wichtigste ,rohmaterial1 wie sie auch im ,speisezettel von uns ,mitteleuropern eine dominierende ,rolle spielt4 ,da der muhammedanischen ,welt der ,genu geistiger ,getrnke von ihrem ,propheten verboten wurde1 bentzt sie die ,trauben1 soweit sie dieselben nicht frisch geniet1 durch ,einkochen von deren sen ,saft zur ,herstellung von ,sirup und verwendet sie auch getrocknet in ,form von ,rosinen4 ,in ,asien ist die ,traubenkultur besonders in ,persien verbreitet1 wo die einheimische ,kischmischtraube1 aber auch die sdspanische ,malagatraube gezogen wird4 ,dort wird auer dem ,schire genannten ,traubensirup auch ein von den weniger strenge an den ,satzungen ,muhammeds hngenden ,persern genossener wrziger ,wein hergestellt1 der als ,wein von ,schiras oft genug von den ,dichtern besungen wurde4 ,auerordentlich alt ist die ,rebenkultur auch in ,ostasien1 wo das sehr frh zu namhafter ,kultur emporgestiegene mongolische ,volk der ,chinesen auer dem jetzt dort einzig noch gebruchlichen ,reisbranntwein schon vor #djjj ,jahren den ,wein kannte und die heute noch in ,nordchina wildwachsende ,rebe mit herrlichen ,trauben zu dessen ,herstellung fleiig anpflanzte4 ,am ,wein labten sich damals nicht nur die ,menschen1 sondern er diente wie im ,orient und bei ,griechen und ,rmern gleicherweise als ,opfertrank fr die zu ehrende ,gottheit4 ,doch wurde spter seine ,gewinnung und ,benutzung von einsichtsvollen ,regenten verboten1 und auf ihre strenge ,weisung hin muten die ,weingrten unerbittlich ausgerodet werden4 ,auch als zur ,zeit der rmischen ,kaiser die von ,seidenhndlern aus ,westasien nach ,china mitgebrachte ,rebe angebaut und ,wein daraus zu bereiten versucht wurde1 untersagte die ,regierung dieses ,beginnen abermals4 ,so vermochte der ,weinbau selbst im nrdlichen ,china1 wo er sehr gute ,bedingungen fnde1 bis heute nicht aufzukommen4 ,doch haben seit #ahij ,europer kalifornische und sterreichische ,reben in ,tschifu in der ,provinz ,schan-tung eingefhrt1 und auch die fortschrittlich gesinnte ,regierung von ,japan hat seit #ahhj sehr gut gedeihende ,versuchsweinpflanzungen mit franzsischen1 deutschen und sterreichischen ,reben eingerichtet4 ,illustration3 ,bild #de4 ,die ,reblaus 7,phylloxera vastatrix74 a geflgelte ,reblaus 7,geschlechtstier71 b ,wurzellaus von unten1 c ,wurzellaus1 an der ,wurzel saugend2 d ,eier2 e durch ,saugen der ,reblaus entstandene krankhafte ,anschwellungen an den ,wurzeln der ,weinrebe4 ,am ,kap der ,guten ,hoffnung1 von wo heute ein vorzglicher ,wein in groen ,mengen exportiert wird1 begrndeten franzsische ,hugenotten im ,jahre #afhe den ,weinbau4 ,in ,nordamerika schlug #afbj ein ,versuch1 aus der wilden ,rebe ,virginiens ,wein zu bereiten1 fehl4 ,so mute der ,wein aus ,europa fr die ,liebhaber desselben in der ,neuen ,welt eingefhrt werden1 bis ,schweizer ,kolonisten ums ,jahr #ahjj aus der einheimischen ,fuchsrebe 7,vitis labrusca7 einigermaen trinkbaren ,rotwein herstellten4 ,festen ,fu fate der ,weinbau in den ,vereinigten ,staaten aber erst seit dem ,jahre #ahba1 als ,adlum die der ,fuchsrebe nahe verwandte1 ebenfalls rotbeerige ,catawbarebe vom ,flusse ,potomac nach ,washington brachte4 ,heute sind sie in vielen ,varietten im ,norden der ,vereinigten ,staaten zur ,weinbereitung kultiviert1 whrend im ,sden der ,union die mehr die ,wrme liebende ,bffelrebe 7,vitis rotundifolia7 gezchtet wird4 ,da diese amerikanischen ,reben noch nicht durch ,jahrtausende alte ,kultur verzrtelt sind1 erweisen sie sich viel widerstandsfhiger gegen die ,reblaus1 jene bei uns so beraus gefrchtete ,wurzellaus des ,weinstocks 7,phylloxera vastatrix71 welche in ,frankreich fast smtliche weinbautreibende ,departements heimsuchte und seit ihrem ,auftreten im ,jahre #ahfi bis heute jenem ,lande einen ,schaden von ber #bj ,milliarden ,franken brachte4 ,in ,deutschland trat dieser ,schdling zuerst im ,jahre #ahgd auf1 zeigte sich im ,jahre #ahha im ,ahrtal und hat von da aus dank seiner unglaublichen ,fruchtbarkeit -- die ,nachkommenschaft eines einzigen ,tieres beziffert sich nmlich im ,laufe eines ,sommers nach ,millionen -- in der ,folge auch andere ,gebiete ergriffen1 so da man sich zu den strengsten ,gegenmaregeln verpflichtet sah4 ,vor allem begann man in den von der ,reblaus am meisten heimgesuchten ,gegenden die dagegen bedeutend widerstandsfhigeren amerikanischen ,reben als ,unterlagen fr die europischen zu bentzen4 ,in den ,vereinigten ,staaten1 die nun auch die besseren europischen ,rebensorten besitzen1 entwickelte sich der ,weinbau am gnstigsten im ,staate ,ohio1 bis in den letzten ,jahren ,kalifornien wie in der ,anpflanzung smtlicher ,obstarten1 so auch im ,anbau von ,reben den grten ,vorsprung gewann4 ,endlich kam die ,rebenkultur im ,jahre #ahfb auch nach ,australien1 wo sie heute schon eine ganz erhebliche ,ausdehnung besitzt4 ,was nun die ,weinerzeugung in den verschiedenen ,weinbaulndern betrifft1 so steht ,italien mit #eb ,millionen ,hektolitern jhrlichem ,ertrag obenan1 ihm folgt ,frankreich auf dem ,fue nach1 dessen ,durchschnittsertrag der letzten zehn ,jahre #di ,millionen ,hektoliter betrug4 ,im ,jahre #aijh hat ,frankreich #fj ,millionen ,hektoliter ,wein hervorgebracht4 7,auerdem wird in diesem ,land eine ,milliarde ,hektoliter ,kunstwein gebraut und konsumieren das ,departement du ,nord #cjj ,liter ,bier und das ,departement ,calvados #cej ,liter ,apfelwein1 auf den ,kopf der ,bevlkerung berechnet47 ,an dritter ,stelle steht ,spanien mit einer ,produktion von #ba ,millionen ,hektoliter ,wein pro ,jahr4 ,in weitem ,absatz folgt an vierter ,stelle ,algerien mit #h1f ,millionen ,hektolitern4 ,nach ihm kommen ,portugal mit #d1e ,millionen1 sterreich mit #c1e ,millionen1 ,ungarn mit #c1a ,millionen1 ,ruland und ,rumnien mit je #b1f ,millionen1 ,bulgarien und ,chile mit je #b1a ,millionen1 ,deutschland mit #a1i ,millionen1 die ,vereinigten ,staaten von ,nordamerika mit #a1f ,millionen1 die ,trkei und ,cypern mit #a1e ,millionen1 ,argentinien mit #a1c ,millionen1 ,griechenland mit #a1e ,millionen und endlich die ,schweiz mit #j1i ,millionen ,hektolitern als durchschnittlichem ,jahresertrag an ,wein4 ,dabei betrgt der mittlere ,weinverbrauch auf den ,kopf der ,bevlkerung in ,litern jhrlich3 in ,spanien #aae1 ,griechenland #aji1e1 ,bulgarien #ajd1b ,portugal #ie1f1 ,italien #ie1b1 ,frankreich #id1d1 ,schweiz #fj1g1 ,rumnien #ea1f1 sterreich-,ungarn #bb1a1 ,trkei #bj1c1 ,deutsches ,reich #e1g1 ,ruland #c1c1 ,belgien #c1b1 ,holland #b1b1 ,vereinigte ,staaten #a1i1 ,grobritannien #a1g1 ,dnemark #a1b1 ,norwegen #j1i und ,schweden #j1e4 ,dieselbe ,rolle1 die die ,rebe als ,lieferantin eines berauschenden ,getrnkes bei den ,kulturvlkern der ,alten ,welt spielt1 kommt bei denen der ,neuen ,welt dem in alkoholische ,grung gebrachten zuckerigen ,saft der ,agave zu4 ,wie die ,kakteen sind die zu den ,amaryllisgewchsen gehrenden ,agaven ausschlielich in ,amerika zu ,hause und wachsen dort in etwa #hj ,arten in den regenarmen ,steppen im sdlichsten ,teile ,nordamerikas1 besonders aber in ,mexiko und teilweise noch im ,andengebiet ,sdamerikas4 ,die wichtigste unter ihnen ist die in ,mittel- und im nrdlichsten ,sdamerika heimische ,agave americana1 in ,mexiko maguey1 weiter im ,sden metl genannt4 ,bei uns wird sie flschlicherweise wegen einer gewissen hnlichkeit mit der afrikanischen ,lilienart ,alo1 deren bitteres ,harz als ,abfhrmittel vielfach bei allen ,kulturvlkern der ,erde ,verwendung findet1 auch ,alo genannt1 und zwar im ,gegensatz zu jener hundertjhrigen ,alo1 weil es bei uns viele ,jahrzehnte gehen kann1 bis sie zur ,blte gelangt und mit der ,fruchtreife ihre ,vegetationsperiode abschliet1 ein ,ziel1 das sie in ihrer heien1 fast regenlosen ,heimat1 wo die ,sonne das ganze ,jahr hindurch mit ungeschwchter ,kraft scheint1 in wenigen ,jahren erreicht4 ,am kurzen ,stamm sitzt eine ,rosette von #a-c m langen1 am ,grunde oft ber #dj cm breiten und bis #cj cm dicken1 graugrnen1 dorniggezhnten1 fleischigen ,blttern1 deren inneres ,gewebe als ,nahrungs- und zugleich ,wasserreservoir dient4 ,hat die ,pflanze genug ,reservematerial erworben und in ihren ,blttern aufgespeichert1 was in ihrer tropischen ,heimat im ,alter von #f-aj ,jahren1 in unsern ,gewchshusern jedoch erst nach #dj-fj ,jahren der ,fall ist1 so treibt sie einen an der ,basis ber armdicken1 bis #aj m hohen ,bltenschaft1 der oben kandelaberartig viele ,hunderte von einschlielich der ,staubgefe #ab-ac cm langen1 gelbgrnen ,blten aufweist4 ,nach ,befruchtung derselben durch bestimmte ,immen reifen die dattelartigen ,frchte heran1 wonach die ,pflanze1 die dabei all ihre ,vorrte erschpft hat1 abstirbt1 nachdem sie noch zahlreiche ,wurzelschlinge hervorgetrieben hat1 die man auch neben dem ,samen zur ,vermehrung verwendet4 ,die ,magueypflanze wurde schon von den alten ,mexikanern zur ,gewinnung eines berauschenden ,getrnkes in ,plantagen angebaut1 wie dies heute noch in jenem ,lande geschieht4 ,sobald sie ihren ,bltenschaft zu treiben beginnt1 schneidet man ihr die ,gipfelknospe heraus und vertieft die ,wunde zu einer schsselfrmigen ,mulde von #cj bis #ej cm ,durchmesser4 ,diese fllt sich #a-f ,monate lang tglich mit dem fr die ,blten- und ,fruchtbildung bestimmten zuckerreichen ,saft in der ,menge von #d-e1 ja bei krftigen ,pflanzen #g ,litern im ,tag1 so da eine ,pflanze nach und nach bis #aajj ,liter ,zuckersaft liefert4 ,tglich wird dieser vermittels eines langen1 hohlen ,krbisses durch ,aufsaugen gesammelt und in lederne ,schluche gefllt1 in denen man ihn vergren lt4 ,er liefert dann1 auf ,flaschen gezogen1 ein stark moussierendes1 erfrischendes1 aber leicht berauschendes ,getrnk1 das in ,farbe und ,geschmack an ,berliner ,weibier erinnert und das ,nationalgetrnk der ,mexikaner bildet1 die unglaubliche ,mengen davon vertilgen4 ,bei den alten ,azteken hie er oktli1 die heutigen ,bewohner ,mexikos dagegen nennen ihn ,pulque 7sprich pulke74 berall im ,lande gibt es sogenannte ,pulquerias1 d4 h4 ,lokale1 die ihn frisch aus den ,lederschluchen1 in denen er vergor1 ausschnken4 ,es sind meist nur offene ,schuppen1 die gleichzeitig als ,tanzbden dienen1 in denen das vom ,pulque animierte ,volk seine ,feste feiert4 ,aus dem ,pulque wird durch ,destillation ein als tequila bezeichneter ,branntwein gewonnen1 whrend mit ,wasser und ,zucker vermischter ,agavensaft nach kurzer ,grung den leichten1 nur wenig berauschenden tepache liefert4 ,durch ,rstung des zuckerreichen ,gewebes der treibenden ,knospe und der jungen ,bltter und nachherige ,grung erhlt man den sehr alkoholreichen mescal4 ,schon die alten ,mexikaner liebten den ,pulque leidenschaftlich1 aber dessen ,genu war vorsorglich nur bei hohen ,festen oder bei harter ,arbeit den ,mnnern vom #cj4 ,jahre an gestattet4 ,die jngeren ,leute und ,frauen muten sich mit dem aus ,maismehl mit ,zusatz von etwas ,honig und teilweise ,kakao bereiteten ,bier begngen4 ,auer dem beliebten ,getrnk lieferte ihnen die ,agave in ihren uerst zugfesten ,fasern1 welche die fleischigen ,bltter durchziehen und auf hchst einfache ,weise gewonnen wurden1 ,bindfaden und ,stricke1 wie auch das ,rohmaterial fr ,kleidungsstoffe und ,papier4 ,die saftigen ,bltter wurden und werden heute noch als ,gemse gegessen1 dienen teilweise auch zum ,dachdecken1 whrend die starken ,dornen als ,ngel oder zu ,pfeilspitzen und die drren ,bltenschfte als ,lanzenstangen benutzt wurden4 ,wie einst1 so wird auch die ,wurzel heute noch arzneilich verwendet1 und zwar besonders gegen die ,syphilis1 die schon in vorkolumbischer ,zeit stark im ,lande verbreitet war1 wie wir auch aus mexikanischen und peruanischen ,gesichtsurnen mit den typischen ,erscheinungen der tertiren ,lues entnehmen knnen4 ,die ,begleiter des ,kolumbus mssen diese ,krankheit nach ,europa gebracht haben1 wo sie kaum vorhanden war1 jedenfalls keine nennenswerten ,erscheinungen bot4 ,kolumbus landete am #ae4 ,mrz #adic in ,sdspanien nach der ,entdeckung des neuen ,weltteils1 den er aber bis zu seinem ,tode nicht als solchen erkannte1 sondern fr ,indien ansah4 ,und seine ,matrosen verbreiteten alsbald die ,krankheit1 die1 von den laxen ,sitten und der mangelhaften ,reinlichkeit der damaligen ,zeit begnstigt1 in den ,jahren #adid und #adie als neue ,krankheit besonders in dem von ,karl ,,viii4 von ,frankreich gefhrten ,heere stark auftrat und durch die heimkehrende ,soldateska eine gewaltige ,ausdehnung durch ganz ,europa fand1 so da sie von den hchsten bis zu den niedersten ,schichten der ,gesellschaft zahlreiche ,opfer forderte4 ,erst lange nach der ,lustseuche1 nmlich im ,jahre #aefa1 kam auch die ,agave durch die ,spanier aus ,mexiko nach ,spanien und von da nach dem brigen ,sdeuropa1 wo sie sich berall1 wie auch durch ganz ,nordafrika1 so leicht verbreitete1 so da sie heute eine ,charakterpflanze der ,mittelmeerlnder geworden ist4 ,auch in ,mittel- und ,nordeuropa wird sie vielfach in groen ,kbeln zur ,zierde gezogen1 mu aber in trockenen1 frostfreien ,rumen berwintert werden4 ,aber nicht nur in den ,mittelmeerlndern1 ber alle tropischen und subtropischen ,gegenden hat sich die ,agave verbreitet und wird vorzugsweise als ,heckenpflanze und zur ,befestigung von ,flusand angebaut4 berall ist sie mit einer anderen ,amerikanerin1 der ,opuntie oder dem ,feigenkaktus 7,opuntia ficus indica7 vergesellschaftet1 die beide aus demselben ,lande stammen und infolgedessen dieselben ,lebensbedrfnisse aufweisen4 ,die ,opuntien sind wie alle ,kakteen amerikanischen ,ursprungs und wurden ihrer schmackhaften ,frchte wegen schon von den ,mexikanern angepflanzt4 ,mit den ,agaven reprsentieren die ,kakteen die ,sukkulenten1 d4 h4 mit den ,nhrstoffen auch ,wasser1 an ,schleim gebunden1 in ihren ,geweben aufspeichernde ,pflanzen1 wie solche in den trockenen ,gegenden der ,alten ,welt1 speziell ,sdafrikas1 die ,euphorbiazeen darstellen1 die teilweise den ,kakteen sehr hnliche ,formen aufweisen4 ,die eigentmlichen ,gestalten der ,kakteen und ,agaven erregten bei den im ,gefolge des ,fernando ,cortez im ,jahre #aedi #fgj ,mann stark mit #ae ,geschtzen zur ,eroberung des ,landes auf die trockene ,hochebene von ,mexiko hinaufsteigenden ,spaniern um so mehr ,aufsehen1 als sie bis dahin noch keinerlei ,art aus der ,familie der ,sukkulenten gesehen hatten4 ,schon im ,berichte des ,mnches ,hernandez1 der die ,eroberung des alten ,kulturlandes auf der ,hochebene von ,anahuac mit der #bbhb m ber ,meer gelegenen ,hauptstadt der ,azteken1 ,tenochtitlan -- dem heutigen ,mexiko -- schildert1 werden die ,opuntien noch mehr als die ,agaven mit ,ausdrcken des hchsten ,erstaunens erwhnt4 ,auf jener ,hochebene1 wo diese ,kaktusart ihre ,heimat hat1 unterschied jener ,mnch schon neun verschiedene1 kultivierte ,opuntienarten1 von denen die baumartige ,feigendistel1 auch indischer ,feigenbaum genannt 7,opuntia ficus indica7 mit #ej cm langen und #cj cm breiten ,gliedern wegen ihrer wohlschmeckenden ,frchte wohl am hufigsten angepflanzt wurde4 ,sie war damals schon als willkommener ,obstspender ber ganz ,mittel- und ,sdamerika verbreitet und gelangte in der ,folge nach allen warmen ,lndern der ,erde4 ,von den #aej ,opuntienarten1 die in allen ,lndern ,amerikas heimisch sind1 wo berhaupt ,kakteen gedeihen1 und zwar meist in gebirgigen ,gegenden mit heiem1 trockenem ,klima vorkommen1 ist bald auch die gemeine ,fackeldistel 7,opuntia vulgaris7 mit krzeren ,gliedern und zitronengelben ,blten von den ,spaniern aus den sdwestlichen ,vereinigten ,staaten nach den ,lndern am ,mittelmeer gebracht worden1 wo sie jetzt neben der ,agave ebenfalls als ,charakterpflanze der ,landschaft auftritt4 ,wie jene ist sie1 sich selbst berlassen1 berall verwildert und berzieht nun mit ihren stacheligen ,stengelgliedern die unfruchtbarsten ,felswnde und ,steingrnde und bietet in ihren ,frchten monatelang ein geschtztes ,nahrungs- und ,erfrischungsmittel fr das ,volk wie in ihrer ,heimat4 ,weil sie im ,geschmack hnlich wie ,feigen sind1 haben sie den ,opuntien1 die sie erzeugen1 die ,bezeichnung ,feigenkaktus oder indischer ,feigenbaum eingetragen4 ,da sie ber und ber mit feinen ,stacheln mit ,widerhaken versehen sind1 die sich ungemein leicht bei der leisesten ,berhrung in ,finger und ,lippen beziehungsweise ,zunge einbohren1 mssen sie zuvor sorgfltig geschlt werden4 ,die ,stengelglieder frit das ,vieh und die ganze ,pflanze dient mit ,vorliebe zu ,einzunungen4 ,in ihrer ,heimat1 den trockensten ,gegenden von ,nordmexiko und ,texas1 sind sie als nahrhaftes ,futter und ,wasserspender fr das ,vieh ungemein wichtig1 so da sich die ,verbindungswege durch die steinigen ,wsten danach richten1 wo die meisten ,exemplare dieser ,pflanzenart wachsen4 ,tafel #gi4 ,illustration3 7,copyright by ,f4 ,o4 ,koch47 ,ein beinahe ausgewachsener ,kokastrauch4 ,indianer auf dem ,hochlande von ,anahuac in ,mexiko bei der ,gewinnung des ,zuckersaftes einer am ,blhen verhinderten ,magueipflanze 7,agave americana7 zur ,bereitung von ,pulque4 ,tafel #hj4 ,illustration3 7,copyright by ,underwood ,underwood47 ,opiumrauchende ,perser ,fruchtbeladener ,feigenkaktus 7,opuntia ficus indica7 auf dem ,hochlande von ,anahuac in ,mexiko4 7,nach ,photogr4 von ,dr4 ,h4 ,ro47 ,in seinem lateinischen ,buche ber die ,grten ,deutschlands vom ,jahre #aefa erwhnt der ,zricher ,naturforscher ,konrad ,gesner zum erstenmal die ,fackeldistel als ,brgerin ,europas unter der ,bezeichnung ficus indica1 d4 h4 indische ,feige4 ,sie mu damals in ,spanien1 ,nordafrika und ,sditalien schon ziemlich hufig gewesen sein und hat sich seither1 wie die ,agave1 nrdlich bis ,bozen verbreitet4 ,seit etwa #ej ,jahren ist sie besonders in ,neusdwales und ,queensland1 wohin sie ihrer ,frchte wegen wie in die brigen ,lnder der ,tropen und ,subtropen vom ,menschen verbracht wurde1 dermaen verwildert1 da sie ,tausende von ,quadratkilometern ,land fr die ,kulturen des ,menschen entzogen und wertlos gemacht hat4 ,alle ,verteidigungsmaregeln gegen ihr berwuchern blieben erfolglos4 ,neuerdings ist es dem berhmten kalifornischen ,pflanzenzchter ,luther ,burbank in ,santa ,rosa1 der in seinen kostspieligen ,versuchen teilweise durch den in ,schottland niedergelassenen einstigen nordamerikanischen ,stahlknig ,carnegie finanziell untersttzt wurde1 gelungen1 eine vllig stachellose1 grostengelige und beraus saftige ,abart der ,opuntie zu zchten1 die uerst leicht durch ,ableger sich fortpflanzt -- es gengt dazu1 einfach ein ,stckchen der fleischigen ,stengel in den ,boden zu stecken1 wo es ohne weiteres anwchst -- und sowohl durch die ,stengelglieder1 als auch durch die sehr wohlschmeckenden und nahrhaften feigengroen ,frchte ein geradezu unschtzbar wertvolles ,geschenk fr alle wasserarmen1 wstenhaften ,gegenden1 in denen sich der ,mensch niederlt und durch knstliche ,berieselung mit ,hilfe von durch ,dmme gestautem ,wasser sich ,existenzbedingungen schafft1 zu werden verspricht4 ,im ,jahre #aiji ist dieses einzigartige ,zchtungsprodukt des ,zauberers von ,santa ,rosa8 7wie ,burbank von seinen ,landsleuten mit ,vorliebe genannt wird71 das so reiche ,ernten wie kaum eine andere ,pflanze liefert1 zum erstenmal in den ,handel gelangt4 ,sein ,anbau soll sich nach dem hauptschlichen ,mitarbeiter von ,burbank1 ,dr4 ,doud1 auch im sdlichen ,deutschland in wrmeren ,lagen rentieren4 ,dabei soll die ,pflanze eine ,durchschnittsernte von #ejjjj bis #gejjj kg auf den ,acre 7 #dj1e ,ar7 ergeben4 ,die ,stengelglieder bilden ein wohlschmeckendes1 nahrhaftes ,gemse fr ,menschen und ,tiere1 das gekocht und roh1 auch als ,salat1 gegessen werden kann1 und die ebenfalls stachellosen1 rtlichen ,frchte sollen von unvergleichlichem ,wohlgeschmack sein4 ,wir knnen die ,besprechung dieser fr die knftige ,besiedelung von ,wstengegenden durch den ,menschen eine geradezu unabsehbare ,bedeutung aufweisende ,opuntie nicht verlassen1 ohne hier noch kurz zu erwhnen1 da die ,opuntien zuerst unter dem mexikanischen ,namen tuna in ,spanien bekannt wurden und von da1 wie ,de ,candolle meint1 von den durch ,ferdinand ,v41 den ,katholischen1 nach der ,eroberung des letzten ,restes maurischer ,herrschaft1 nmlich ,granadas #adib1 vertriebenen ,arabern -- tatschlich aber erst spter in der ersten ,hlfte des #af4 ,jahrhunderts durch die ,spanier selbst -- nach ,nordafrika verbracht wurden1 wo sie unter dem ,namen ,feigen der ,christen8 allgemeine ,verbreitung fanden4 ,die ,bezeichnung ,opuntia tuna kommt heute einer baumartigen ,verwandten der ,opuntia ficus indica mit roten ,blten zu1 die in ,mexiko und in den ,anden des nrdlichen ,sdamerika wild wchst und neben der ,opuntia pseudotuna mit roten ,stengelgliedern und gelben ,blten und dem ,nopalkaktus 7,nopalea coccinellifera7 in ,mexiko1 der1 nebenbei bemerkt1 im ,wappen dieses ,landes figuriert1 frher als ,weidepflanzen fr die einst zur ,gewinnung von ,karmin1 das heute auf chemischem ,wege hergestellt wird1 gezchteten ,cochenilleschildluse diente4 ,dabei zog man besonders solche ,arten vor1 die keine ,stacheln trugen1 weil man sich in diesen ,gebschen beim ,ablesen der den vormals sehr wichtigen ,farbstoff liefernden ,tiere ungehinderter bewegen konnte4 ,besonders blhte die ,cochenillekultur zuletzt auf den ,kanarischen ,inseln1 bis ihr durch die ,entwicklung der ,teerfarbenindustrie ein jhes ,ende bereitet wurde4 ,auch die ,frchte der birnfrmigen1 fleischigen ,tunaopuntien sind ebar und werden in der ,heimat der ,pflanzen von der ,bevlkerung sehr gern verzehrt4 ,zum ,schlu sind hier der ,vollstndigkeit wegen noch zwei ,arten berauschender ,getrnke kurz zu erwhnen1 denen eine gewisse ,bedeutung nicht abzusprechen ist4 ,das eine ist der in ganz ,polynesien1 besonders den ,samoa-1 ,sandwich- und ,freundschaftsinseln beliebte ,kawa1 der von der fleischigen ,wurzel einer ,pfefferart gewonnen wird4 ,es ist dies der ,kawapfeffer 7,piper methysticum71 ein #b m hoher ,strauch mit langgestielten1 eifrmigen ,blttern und dicker1 fleischiger ,wurzel4 ,aus dieser letzteren wird der betubende ,trank in der ,weise gewonnen1 da ,frauen und ,jungfrauen in ,scheiben geschnittene ,stcke derselben gehrig zerkauen und in ,gefe spucken1 worin die ,masse1 mit ,wasser bergossen1 eine kurze ,zeit liegen bleibt1 bis das ,strkemehl mit ,hilfe des diastatischen ,speichelferments in ,zucker und dieser durch die allgegenwrtigen ,hefepilze in ,alkohol bergefhrt worden ist4 ,der wichtigste betubende ,stoff darin ist aber ein der ,wurzel innewohnender ,stoff1 der in besonderer ,weise auf das ,zentralnervensystem einwirkt1 indem der ,trinker bei ausgiebigem ,kawagenu bei vollem ,bewutsein die ,herrschaft ber seine ,glieder verliert4 ,der in ,polynesien wild wachsende ,kawapfeffer wird als geschtztes ,genumittel auch von den ,eingeborenen angepflanzt4 ,so hat die deutsche ,insel ,samoa im vergangenen ,jahr nicht blo ihren eigenen ,bedarf gedeckt1 sondern auch noch #afijj kg im ,werte von #bedjj ,mark nach den ,nachbarinseln auszufhren vermocht4 ,wer in ,samoa1 der ,perle der ,sdsee und wohl dem schnsten ,stckchen des ganzen deutschen ,kolonialbesitzes reist1 der darf berall1 wohin er kommt1 bei der unbegrenzten ,gastfreundschaft der ,samoaner der besten ,aufnahme gewi sein4 ,in jedem ,dorf ist eine ,taupo genannte ,ehrenjungfrau vorhanden1 der als ,reprsentantin des ,dorfes die ,unterbringung und ,bewirtung des ,fremden obliegt4 ,mit untergeschlagenen ,beinen lt sich der ,besucher auf den mit ,matten belegten ,boden der sauberen1 offenen ,htte nieder4 ,die ,dorfltesten folgen diesem ,beispiel1 und es beginnt die zeremonielle ,bereitung des ,nationalgetrnkes4 ,die ,taupo1 manchmal zusammen mit anderen ,mdchen1 speit die durch lngeres ,kauen zerkleinerte ,kawawurzel in eine flache1 auf mehreren ,fen ruhende ,holzschssel1 giet aus einer hohlen ,kokosnu ,wasser hinzu1 lt das ,ganze etwas stehen1 zieht zum ,schlu den ausgelaugten ,brei zur ,entfernung der holzigen ,bestandteile durch ein ,bastsieb und die ,bowle ist fertig4 ,lautes ,klatschen des ,hausherrn zeigt die ,fertigstellung der ,kawa an4 ,die ,taupo reicht den ,becher mit dem graugrnen1 von den einen wie ,pfefferminztee1 von andern wie ,seifenwasser schmeckend angegebenen ,getrnk dem ,gaste1 dessen ,name verkndet wird und der ihn mit dem samoanischen ,prosit ,manuia8 leert und der ,taupo zurckgibt4 ,das ,trinkgef macht dann die ,runde bei allen ,anwesenden1 genau in der ,reihenfolge ihrer ,wrde und ihres ,alters4 ,whrend des ,rundtranks werden zahlreiche ,reden gehalten4 ,der ,gast wird von den hervorragendsten ,anwesenden begrt4 ,man dankt ihm in wohlgesetzter ,rede fr seinen ,besuch und bittet um seine ,freundschaft4 ,nach dem ,bewillkommnungstrank werden die ,speisen aufgetragen3 ,bananen1 ,yams1 ,taro1 ,fische1 ,muscheln1 ,kokosnsse1 ,hhner und eventuell ,schweine4 ,alles1 auch das ,obdach fr die ,nacht1 soll der ,gast mit dem ,wirte teilen4 ,in derselben ,htte schlft auch die ,taupo2 aber sie ist ,tag und ,nacht von zwei lteren ,ehrendamen bewacht1 die auf ihre ,reinheit acht haben4 ,denn im ,gegensatz zu den gewhnlichen ,mdchen ,samoas1 die sich in ihrem ledigen ,stande alles erlauben drfen1 ohne an ,ansehen zu verlieren1 mu die ,taupo unantastbar bleiben1 um spter die ,frau irgend eines angesehenen ,huptlings zu werden4 ,wie zur ,begrung des ,gastes spielen die ,taupo und die ,kawa bei allen ,festen1 ,versammlungen und sonstigen offiziellen ,anlssen eine hchst wichtige ,rolle im samoanischen ,leben4 ,das andere berauschende ,getrnk gehrt der ,geschichte an und spielte einst beim asiatischen ,zweige der ,indogermanen eine groe ,rolle4 ,es ist dies der ,somatrank der alten ,inder oder der ,haoma der alten ,perser4 ,von keinem berauschenden ,getrnke reichen die ,urkunden so weit zurck1 keins ist durch seinen ,gebrauch in ein so mystisches ,dunkel gehllt und keins ist je hher gepriesen worden1 als dieser heilige1 nicht nur belebende und beseligende1 sondern ,menschen und ,gttern ,kraft und ,gesundheit spendende ,trank1 mit dem auch ,indra -- in der ltesten ,zeit1 von der wir hier sprechen1 der oberste ,gott der ,inder1 der ,schpfer und ,erhalter der ,welt1 der spter zum ,haupt der niederen ,gtter wurde -- sich zum ,kampfe gegen die ,dmonen strkte4 ,nach den geschichtlichen berlieferungen und den ,angaben des ,sma-,veda war dieser ,somatrank eine ,art ,met1 der aus einer in ,grung gebrachten ,honiglsung mit ,zusatz von ,gersten- oder anderem ,mehl und ,milch oder ,molken hergestellt wurde1 wozu hchst sparsam als ,wrze der ,saft einer mit groer ,sorgfalt in mondhellen ,nchten auf ,bergeshhen gesammelten ,staude hinzugefgt wurde4 ,die blattlosen oder entbltterten ,stengel der als ,soma-lata bezeichneten ,somapflanze wurden dann unter dem ,gesange bestimmter ,hymnen mit ,steinen zerquetscht und ausgepret1 um den so hochgeschtzten ,saft dem ,gemisch von ,gerstenmehl und ,milch in vergorener ,honiglsung zu spenden4 ,sicheres ber diese ,pflanze wissen wir nur so viel1 da sie auf dem ,gebirge wuchs und ,milchsaft fhrte4 ,wie hoch die arischen ,inder der vorgeschichtlichen ,zeit ihren heiligen ,somatrank als ,labung fr ,menschen und ,gtter priesen1 mgen folgende ,stellen aus dem ,sma-,veda dartun3 ,wir jauchzen dir zu1 du ausgepreter ,soma1 dir1 dem gerstengemischten ,somatrank6 ,gar kstlich schmeckend und von ,milch strotzend1 gehst du erhebend honigser ,glanzstrahl4 ,du gehst1 o ,reiniger1 unaufhaltsam strmend fr ,indra1 o ,soma1 ringsum flutbesprengt4 -- ,den schnen1 gottersehnten ,trank1 in ,flut gereinigt und von ,mnnern gepret1 wrzen mit ,milch die ,khe4 -- ,wie ,vgel sitzen um dich her beim milchgekochten ,met1 dem sen1 die ,indra preisen4 ,ihm gebhrt der milchgemachte ,gttertrank4 -- ,wir denken dein1 ,falbrossiger4 7,damit ist ,indra gemeint47 ,im ,opfer gedenke unseres ,lobgesangs in des ,soma ,rausch4 -- ,sprengt ringsum den ,soma1 das wichtigste ,opfer1 das wir mit ,steinen gepret haben4 ,diesen haben wir1 mit ,gerste wie mit ,milch ihn mischend1 verst1 o ,indra1 an diesem ,feste4 -- ,freue dich des kuhgemischten ,trankes68 ,wie er im alten ,indien bei keinem ,opfer fehlte1 so wurde bei den alten ,persern kein ,gebet gesprochen1 ohne ihn genossen zu haben4 ,von ihm sollten sich die ,gtter ernhren4 ,der um #be n4 ,chr4 verstorbene griechische ,geograph ,strabon aus ,amasia in ,pontos berichtet1 da bei jedem ,hause in ,persien eine ,haomapflanzung und in jedem ,hause ein ,holzmrser mit ,keule zum ,stampfen und ,auspressen des ,saftes ein unerlliches1 heiliges ,gert sei1 welches gleich dem ,feuer und dem ,bndel von ,myrtenzweigen vor ,entweihung geschtzt werden msse4 ,wie in ,indien so geschah auch in ,persien die ,bereitung des ,haomatrankes unter ,lobgesngen und liturgischen ,gebeten4 ,der in ,rom als ,lehrer der ,philosophie lebende griechische ,schriftsteller ,plutarchos 7#ej-abj n4 ,chr47 beschreibt die ,zubereitung des von ihm als ,omomi 7 ,haomi7 bezeichneten ,getrnkes4 ,nach ihm wurde dazu der ,saft einer in ,armenien und ,medien wachsenden1 dem ,weinstocke hnlichen ,pflanze mit knotigen ,stengeln1 ,blttern wie ,jasmin1 ,blten wie ,levkoje1 traubenfrmigen ,samen1 duftend und von bitterem ,geschmack genommen4 ,vielleicht ist der auf assyrischen ,bildwerken1 in denen der ,knig mit erhobener ,schale ein ,trinkopfer darbringt1 dargestellte1 in seltsam verschlungener ,figur den heiligen ,baum1 die ,dattelpalme1 umrankende ,gewchs1 das uns auch anderweitig auf ,skulpturen1 von geflgelten1 adlerkpfigen ,gottheiten adorierend umstanden1 entgegentritt1 nichts anderes als die ,haoma der ,alten4 ,und zwar glaubte man bis in die neueste ,zeit zwei nahe miteinander verwandte1 in ,indien und ,persien einheimische milchsaftfhrende ,calotropisarten1 die noch wildwachsend angetroffen werden1 fr die heilige ,somapflanze ansehen zu drfen4 ,krzlich hat jedoch ,joseph ,bornmller festgestellt1 da die indischen ,parsen1 die die altiranischen ,religionsgebruche bis in die ,gegenwart bewahrten1 zu ihren gottesdienstlichen ,handlungen die auf felsigen ,standorten wachsende sehr stige1 blattlose und uerlich einem ,schachtelhalme hnliche ,strauchart ,ephedra vulgaris aus ,persien beziehen4 ,man darf also diese als die heilige ,haomapflanze der ,perser ansehen1 die von jeher als identisch mit der ,somapflanze der ,inder galt4 ,der aus ihr ausgeprete ,saft1 der spter zum ,gotte ,soma erhoben wurde1 erhielt spter bei den ,ariern dieselbe ,bedeutung wie der ,wein im christlichen ,abendmahle4 brigens wird noch heute der ,saft gewisser ,calotropisarten von manchen ,stmmen des ,sudans dem ,hirsebrei zugesetzt1 whrend andererseits manche ,tatarenstmme ihren aus ,pferde- und ,kamelmilch bereiteten ,getrnken gern narkotische ,sfte von ,krutern hinzufgen4 ,bei den alten ,ariern wird eben jenes ltere ,genumittel mit der ,zeit durch bessere1 jngere verdrngt worden sein1 wodurch es bald in vllige ,vergessenheit geriet1 bis auf die streng an den ,gebruchen ihrer ,vorfahren hngenden ,parsen1 von denen ja heute noch wie vor ,tausenden von ,jahren das ,feuer als eine ,gottheit verehrt wird4 ,,xvi4 ,die betubenden ,pflanzenstoffe4 hnlich wie die geistigen ,getrnke1 aber noch in weit strkerem ,mae die ,gehirnttigkeit in besonderer1 vielfach krankhafter ,weise beeinflussend wirken andere narkotische ,pflanzenstoffe1 denen wir nunmehr unsere ,aufmerksamkeit zuzuwenden haben4 ,bei der ungeheuer wichtigen ,rolle1 die die hierher gehrenden ,drogen spielen1 sind die sie erzeugenden ,pflanzen von der grten kulturgeschichtlichen und wirtschaftlichen ,bedeutung4 ,denn1 wie wir bereits zu ,beginn des vorigen ,abschnitts sahen1 sind die narkotischen ,gifte dem ,menschen vielfach unersetzliche ,genumittel1 die er sich schon auf niedriger ,kulturstufe unbedingt zu verschaffen sucht4 ,kein ,volk der ,erde ist so armselig und primitiv1 da es nicht im ,besitze irgend eines ,mittels wre1 dessen ,genu den ,geist in einen ,rauschzustand zu versetzen vermag4 ,und zwar ist die ,erlangung eines solchen ,rauschmittels den ,naturvlkern vielfach wichtiger als der ,besitz von ,nahrung spendenden ,pflanzen4 ,so bauen manche von ,viehzucht lebende ,negerstmme ,tabak an1 pflanzen aber daneben keinerlei ,getreide4 ,unter diesen ,sorgenlsern81 die den ,menschengeist in knstliche ,ekstase1 d4 h4 in einen ,zustand des ,entrcktseins in andere ,welten versetzen1 spielt der ,haschisch eine sehr wichtige ,rolle4 ,sind doch nicht weniger als etwa #bej ,millionen ,menschen in ,asien und ,afrika ,haschischesser oder ,haschischraucher4 ,mit ,vorliebe wird er in ,konfekt genossen1 wie ja die ,orientalen meist das ,se lieben4 ,dieser ,haschisch besteht aus einer ein therisches l1 ,harze und verschiedene ,glykoside enthaltenden ,ausscheidung der in ,ostindien heimischen und von dort sehr frh schon in ,persien eingefhrten ,hanfpflanze 7,cannabis indica74 ,schon bei uns riecht diese mit dem ,hopfen aufs engste verwandte1 in weiblichen und mnnlichen ,exemplaren auftretende ,krautart aromatisch und betubend4 ,in noch viel hherem ,mae ist dies in warmen ,gegenden1 speziell im heien ,indien der ,fall1 wo sie allein ein gelblichgrnes1 aromatisch riechendes ,gummiharz aus den ,stengeln und namentlich den ,bltenstnden ausscheidet4 ,dieses wird gesammelt1 indem ,arbeiter1 in der ,regel nackt1 nur ausnahmsweise mit einem ,lederanzuge bekleidet1 durch die ,hanffelder streifen4 ,dabei klebt ihnen die vom ,hanf ausgeschiedene harzige ,masse an4 ,diese wird dann mit stumpfen ,messern abgeschabt und zu einem dem ,opium hnlichen ,teig zusammengeknetet4 ,wie dieses wird es in besonderen kleinen ,pfeifen geraucht oder als grnliches ,extrakt mit allerlei meist parfmierten ,kuchen1 sogenannten ,frhlichkeitskuchen1 und in ,form von ,konfekt genossen4 ,die ,wirkung des ,haschisch ist derjenigen des ,tabaks hnlich1 nur viel strker1 indem er rasch betubt und ,delirien erzeugt4 ,illustration3 ,bild #df4 a blhender ,spro des weiblichen ,hanfs 7,cannabis indica72 b1 c einzelne ,blte1 vergrert2 d ,samen von auen2 e ,durchschnitt durch denselben2 f ,harzdrse1 sehr stark vergrert4 7,nach ,hegi47 ,besonders reich an diesem narkotischen1 harzigen ,gifte sind die weiblichen ,bltenstnde1 die deshalb auch getrocknet als solche geraucht oder zur ,extraktion von ,haschisch verwendet werden4 ,von der ,anwendung des getrockneten ,krautes1 namentlich der weiblichen ,bltenstnde als den am narkotischen ,stoffe reichsten ,teilen1 zum ,rauchen wie ,tabak1 um eine beglckende ,betubung an sich hervorzurufen1 rhrt der ,name der ,droge her2 denn haschsch heit persisch das ,kraut4 ,in ,indien unterscheidet man zwei ,sorten desselben3 bhang oder siddhi1 die zur ,bltezeit entnommenen1 zerkleinerten ,bltter1 die mit ,wasser oder ,milch1 ,zucker nebst schwarzem ,pfeffer und anderem ,gewrz zu einer grnen ,flssigkeit zerrieben werden1 und gnj1 die getrockneten1 jungen1 weiblichen ,bltentriebe1 die1 dem ,tabak beigemischt1 in der ,wasserpfeife geraucht werden4 ,letzterer gilt als viel krftiger und wird deshalb auch viel teuerer bezahlt4 ,whrend von ersterem etwa #cj g fr den daran ,gewhnten genommen werden mssen1 gengen von letzterem viel kleinere ,mengen1 um eine ausgiebige ,wirkung zu erzielen4 ,in anderen ,lndern bindet man die wirksamen ,bestandteile an ,butter1 mischt diese mit ,gewrzen und formt aus der ,masse ,pillen1 die als beliebtes hadschi eingenommen werden4 ,nchst ,indien ist ,persien das ,hauptland der ,erzeugung und des ,verbrauches von ,haschisch4 ,hier ist1 wie in ,indien1 die ,kultur des ,hanfes als ,rauschmittel uralt1 und die altpersische ,sprache bezeichnet die ,trunkenheit mit einem ,worte 7banga71 das im ,sanskrit ,hanf bedeutet4 ,von ,persien drang die ,hanfkultur frh schon westwrts vor und gelangte schon um die ,mitte des #b4 vorgeschichtlichen ,jahrtausends nach ,sdruland zu den ,viehzucht treibenden ,skythen4 ,der im ,jahre #dhd v4 ,chr4 geborene griechische ,geschichtschreiber ,herodot nennt uns den ,hanf als ,betubungsmittel dieses ,volkes4 ,nach ihm streuten die ,skythen1 um sich zu betuben1 ,hanfkrner auf glhend gemachte ,steine1 die auf den ,boden von kleinen ,schwitzbadhtten gebracht worden waren1 und atmeten den so entstehenden ,qualm ein4 ,dadurch wurden sie in einen solchen ,rausch versetzt1 da sie aus lauter ,behagen laut brllten4 ,auch bei den ,thrakern war sein ,gebrauch damals schon blich2 auerdem benutzten sie die ,fasern des ,hanfstengels1 um ,stoff daraus zu weben4 ,beides war den ,griechen1 die die ,pflanze noch nicht kannten1 neu4 ,ebenso bauten die ,kelten bereits den ,hanf an1 um sich seiner sowohl als narkotisches ,genumittel1 als auch als ,gespinstpflanze zu bedienen4 ,als der ,knig ,hieron ,,ii4 von ,syrakus1 der von #bfi-bae v4 ,chr4 regierte1 ein ungeheures ,prachtschiff baute1 zu dessen ,herstellung er aus allen ,lndern am ,mittelmeer das ,beste in seiner ,art kommen lie1 wurden ,hanf zu ,tauen und ,pech von den ,kelten des unteren ,rhonetales im sdlichen ,gallien bezogen4 ,also mu die ,hanfkultur damals schon bei ihnen in hoher ,blte gestanden haben4 ,von den rmischen ,schriftstellern ist der ums ,jahr #ajj v4 ,chr4 lebende ,satiriker ,lucilius der erste1 der den ,hanf als ,gespinstpflanze erwhnt und ,plinius der ltere 7#bc-gi n4 ,chr47 berichtet in seiner ,naturgeschichte1 da der ,hanf um die ,ortschaft ,reate im ,sabinerlande ,baumeshhe erreiche4 ,die alten ,juden und gypter kannten den ,hanf noch nicht4 ,erst die ,araber1 die sich seiner vorzugsweise als ,berauschungsmittel bedienten1 brachten dessen ,kultur im ,nilland1 wie in ,nordafrika in ,blte4 ,aber noch am ,ende des #ah4 ,jahrhunderts wurde diese ,pflanze nur zur ,gewinnung von ,haschisch gepflanzt1 der heute einen sehr groen ,teil seiner ,anhnger in ,afrika zhlt4 ,als neuartige ,gespinstpflanze erwhnt den ,hanf zum erstenmal in ,palstina die jdische ,gesetzessammlung des ,mischna4 ,in geringen ,dosen genossen bewirkt der ,haschisch ein nicht endenwollendes ,lachen1 zugleich wird die ,phantasie mchtig angeregt und entzckende ,bilder ziehen am geistigen ,auge vorber4 ,die ,ideenverkettung wird durch ihn beschleunigt1 die ,sinneseindrcke werden lebhafter und die ,sexualsphre wird erregt4 ,etwas grere ,dosen rufen ein traumhaftes ,glckseligkeitsgefhl hervor1 es entsteht ein ,gefhl der ,krperlosigkeit1 der fr den ,berauschten das ,vorhandensein von ,raum und ,zeit ausschliet4 ,noch grere ,dosen lsen berckende farbige ,visionen aus1 bewirken aber auch ,delirien und ,tobsuchtsanflle4 ,der ,genu dieses ,mittels ist am grten bevor dessen ,gebrauch zur ,gewohnheit wird4 ,sobald aber letzteres der ,fall wird1 stellen sich hochgradige ,schdigungen des ,nervensystems und aller ,krperorgane ein1 die eine zunehmende ,melancholie mit fortschreitender ,verbldung des ,geistes und krperlichem ,verfall bewirken1 bis schlielich der ,tod durch ,schlaganfall oder ,lhmung eintritt4 ,dieser durch ,haschischgenu hervorgerufene ,zustand einer ,ekstase spielt bei manchen religisen ,sekten des ,morgenlandes eine groe ,rolle4 ,am bekanntesten unter ihnen ist die heute nur noch in einigen hundert ,familien im ,libanongebirge hausende ,sekte der ,assassinen1 die von einem schiitischen ,muhammedaner1 ,hassan aus ,chorasan1 im ,jahre #ajij gegrndet wurde1 indem er zunchst eine ,anzahl persischer ,jnglinge um sich sammelte1 die er durch ,haschischgenu ihm vllig ergeben und zu willenlosen ,werkzeugen seiner fanatischen ,ideen machte4 ,zur ,zeit der ,kreuzzge waren die ,assassinen als ,meuchelmrder von den ,christen sehr gefrchtet4 ,die ,burg ,kahf im ,libanon war die ,residenz ihres ,huptlings1 des ,scheich ul dschebel1 d4 h4 ,oberhaupt des ,gebirges1 von den ,europern nur der ,alte vom ,berge8 genannt4 ,in ,syrien von den ,machthabern namentlich im #ab4 und #ac4 ,jahrhundert mibraucht1 sanken sie nach und nach zu gewhnlichen ,meuchelmrdern herab1 die fr ,geld jedem dienten1 so da seither bei den ,romanen assassin so viel als ,meuchelmrder bedeutet4 ,bei uns sind alkoholhaltige ,getrnke die hufigsten1 aber auch die rmlichsten ,erreger der knstlichen ,ekstase4 ,dazu dient im ,orient1 dem der ,alkohol nach dem ,gebote des ,propheten ,muhammed in jeder ,form versagt blieb1 auer dem ,haschisch auch das ,opium4 ,es ist dies bekanntlich der eingetrocknete ,milchsaft des ,schlafmohns 7,papaver somniferum71 der ein ,abkmmling des in den ,mittelmeerlndern1 besonders ,kleinasien1 heimischen ,papaver setigerum ist1 der sich durch borstig behaarte ,kelchbltter und ,stengel von der kultivierten ,art unterscheidet4 ,dieser wilden ,urform stand1 nach der ,beschaffenheit der uns erhalten gebliebenen ,samenkrner zu urteilen1 noch der ,mohn sehr nahe1 den die neolithischen ,pfahlbauern der ,schweiz in ihren wenig sorgsam mit der ,hacke bearbeiteten kleinen ,feldern an den ,seeufern pflanzten4 ,wie andere vorgeschichtliche ,vlker werden sie sich der ,samen vorzugsweise als lspender1 daneben aber auch noch als ,heilmittel zur ,betubung von ,schmerzen bedient haben1 wie dies heute noch bei der ,bauernbevlkerung auf dem ,lande geschieht4 ,bei den alten ,griechen waren die jene ,samenkrner bergenden ,fruchtkapseln des ,mohns die sinnbildlichen ,attribute des ,schlafgottes ,morpheus4 ,also mssen sie schon frh die betubende ,wirkung dieser ,samen und berhaupt der ganzen ,pflanze gekannt haben4 ,doch bauten auch die ,griechen der ltesten ,zeit den ,mohn nicht zur ,opiumgewinnung1 sondern zur ,ernte seiner lreichen ,samen1 wie heute noch die mitteleuropische ,bauernbevlkerung1 an4 ,daneben mgen gelegentlich die schmerzlindernden ,eigenschaften der verschiedenen ,produkte der ,pflanze benutzt worden sein2 aber das waren groe ,ausnahmen4 ,der ,mohn war ihnen eine lpflanze4 ,zu diesem ,zwecke mu er schon wenigstens im #i4 vorchristlichen ,jahrhundert von ,kleinasien her in ,griechenland eingefhrt worden sein2 denn der im #h4 vorchristlichen ,jahrhundert in ,botien lebende ,dichter ,hesiod nennt uns in seiner ,theogonie eine ,ortschaft ,mkne1 d4 h4 ,mohnstadt1 wohl von der dort besonders intensiv betriebenen ,mohnkultur herrhrend4 ,diese unweit von ,korinth gelegene ,ortschaft wurde dann spter infolge ihrer ausgedehnten ,gurkenkultur in ,sikyon1 d4 h4 ,gurkenstadt umgetauft1 als welche sie uns in geschichtlicher ,zeit entgegentritt4 ,es ist bemerkenswert1 da noch ,hippokrates von ,kos1 der von #dfj-cfd v4 ,chr4 lebende grte griechische ,arzt1 das ,opium nicht kannte1 wenn er auch den ,milchsaft ops der ,bltter und ,frchte als ,linderungsmittel bei ,schmerzen anwandte4 ,auch der ,schler des groen ,aristoteles1 ,theophrastos 7#cij-bhf v4 ,chr471 kannte so wenig als die ,hippokratiker das ,opium1 und wo er von mkneion spricht1 meint er damit den betubenden ,milchsaft einer ,wolfsmilchart 7,euphorbia peplus74 ,erst im #c4 vorchristlichen ,jahrhundert scheint in ,griechenland die ,verwendung des durch ,ritzen der unreifen ,fruchtkapsel des ,mohns gewonnenen ,milchsafts als ,arzneimittel aufgekommen zu sein4 ,wenigstens sind ,diokles von ,karystos und ,herakleides von ,tarent die ersten griechischen rzte1 von denen berichtet wird1 da sie diese ,droge zur ,schmerzlinderung anwandten4 ,das von der griechischen ,bezeichnung dafr1 nmlich ops ,milchsaft1 abgeleitete pion bernahmen dann die ,rmer mit der ,droge1 deren ,kenntnis ihnen die bei ihnen ihre ,ttigkeit ausbenden griechischen rzte vermittelten4 ,zu ,beginn der rmischen ,kaiserzeit wurde auer in ,kleinasien besonders auch in gypten1 spter auch in ,spanien und ,nordafrika ,opium gewonnen1 wie wir von den damaligen ,schriftstellern vernehmen4 ,zu ,beginn des ,mittelalters kam dann das ,opium im ,abendlande fast ganz auer ,gebrauch1 whrend es die arabischen rzte noch teilweise anwandten4 ,dafr wurden ,abkochungen der ,mohnkapseln1 die fr weniger gefhrlich galten1 benutzt4 ,erst im spteren ,mittelalter kam das ,opium im ,abendlande wieder zur ,benutzung1 worber das ,nhere im ,abschnitt ber die ,heilpflanzen mitgeteilt werden soll4 ,fr jetzt genge die ,feststellung der ,tatsache1 da1 wie schon im ,altertum1 so noch heute ,kleinasien das beste ,opium erzeugt4 ,dort wird die ,kultur des ,schlafmohns und die ,gewinnung des ,opiums aus dessen unreifen ,fruchtkapseln in folgender ,weise betrieben4 ,die einjhrige ,pflanze mit den hbschen1 wei bis violett gefrbten ,blten wird nach den ,herbstregen in drei ,perioden vom ,september bis ,mrz ausgest1 um so den ,wechselfllen des ,klimas zu begegnen und die ,arbeitskrfte whrend einer lngeren ,periode auszuntzen4 ,auf dem gut gedngten ,boden wchst die ,pflanze rasch heran1 erreicht die ,hhe von #a m und erzeugt durch reiche ,verstelung #e-cj ,blten4 ,etwa #f-g ,tage nach dem ,abfallen der ,blumenbltter bekommen die jungen1 grnen ,fruchtkapseln einen blulichweien ,anflug und sind zur ,opiumernte recht4 ,nun mu die ,arbeit in #h-aj ,tagen vollendet werden1 da sie spter keinen ,milchsaft mehr austreten lassen4 ,die ,opiumgewinnung geschieht in der ,weise1 da die grnen ,fruchtkapseln in den ,nachmittagsstunden mit einem ,messer1 dessen ,klinge bis auf die ,spitze mit ,bindfaden umwickelt ist1 mit mehreren wagrechten ,schnitten angeritzt werden4 ,der dabei aus den ,wunden austretende weie ,milchsaft gerinnt rasch an der ,luft und nimmt eine gelbrtliche und zuletzt brunliche ,farbe an4 ,am folgenden ,morgen wird er mit dem ,messer vorsichtig abgelst und auf ein ,mohnblatt abgestrichen4 ,ist eine grere ,masse beisammen1 so knetet man daraus ,kuchen von etwa #fjj g ,gewicht1 die man in ,mohnbltter einschlgt und im ,schatten gut trocknen lt1 damit sie nicht spter auf dem ,transport faulen4 ,damit die ,opiumbrote nicht zusammenkleben1 werden sie durch dazwischen gestreute trockene ,rumex- oder ,sauerampferfrchte getrennt4 ,so werden sie in kleine ,scke und diese ihrerseits wieder in ,krbe gepackt1 die nach ,smyrna oder ,konstantinopel ausgefhrt werden4 ,durchschnittlich produziert ,kleinasien jhrlich #djjjjj kg ,opium4 ,doch unterliegen ,erzeugung1 ,ausfuhr und ,preis desselben starken ,schwankungen1 da der ,ertrag der ,fruchtkapseln an ,milchsaft nach den ,jahrgngen sehr ungleich ist4 ,je reifer die ,frucht wird1 eine um so geringere ,saftmenge liefert sie4 ,doch hindert das ,anschneiden der ,milchsaftrhren in den ,kapseln1 die nach dem ,abfallen der ,blumenbltter prall gefllt sind1 die ,frchte nicht am vlligen ,reifwerden2 sie fallen nur etwas kleiner aus4 ,die ,samen werden dann nach deren ,reife geerntet und aus ihnen das ,mohnl als gutes ,speisefett gewonnen4 ,nach der ,frhjahrsernte wird auf demselben ,felde nach abermaliger reichlicher ,dngung eine zweite ,mohnkultur angelegt und im ,herbste geerntet1 und zwar erzeugt die ,herbsternte den grten ,teil des ,ertrages4 ,nach ,flckiger liefert eine ,mohnkapsel in ,kleinasien in ein bis drei ,schnitten ungefhr #j1jb g ,opium4 ,dabei ist es von ,wichtigkeit1 die ,schnitte nicht zu tief zu machen und die ,kapselwandung nicht zu durchschneiden1 da sich sonst ein ,teil des ,milchsaftes ins ,innere der ,kapsel ergiet und fr die ,opiumgewinnung verloren geht4 ,auch wrden derart geschdigte ,kapseln keine ,samen mehr reifen lassen4 ,zwischen dem ,einschneiden1 wozu in ,persien und ,indien besondere ,messer mit bis zu fnf ,klingen benutzt werden1 und dem ,sammeln des gebrunten ,milchsaftes drfen nicht mehr als #bd ,stunden verstreichen4 ,die getrockneten ,opiumkuchen sehen im ,bruche zimtbraun aus1 riechen stark narkotisch und schmecken bitter4 ,vielfach werden sie mit ,mohnkapselpulver1 ,mehl1 ,aprikosen- und ,feigenzustzen1 auch mit verschiedenen ,gummiarten verflscht4 ,auerdem wird auch besseres mit schlechterem ,opium gemischt1 um den medizinisch geforderten ,morphingehalt von #aj-bj ,prozent aus dem gewhnlich mehr davon enthaltenden ,opium zu gewinnen4 ,auch in ,persien wird viel ,opium erzeugt1 das zum grten ,teile im ,lande selbst verbraucht wird1 und zwar in ,kuchen und ,konfekt gegessen1 nicht wie in ,china geraucht wird4 ,von der jhrlichen ,gesamtproduktion von ,opium im ,betrage von #bc ,millionen kg erzeugt ,china #ad ,millionen kg und ,britisch-,ostindien #e1e ,millionen kg4 ,das ,opium und seine ,verwendung als ,mittel zur ,betubung von ,schmerzen und1 unabhngig davon1 zur ,erlangung eines ,zustandes von ,entrcktsein1 gelangte im frhen ,mittelalter von ,kleinasien nach ,osten1 wo es die haschischrauchenden ,perser und ,araber als afiun freudig aufnahmen und im #h4 ,jahrhundert weiter zu den ,hindus gelangen lieen1 die diese ,droge als wertvolle ,bereicherung ihres ,arzneischatzes gern entgegennahmen4 ,durch die ,inder1 die dann bald auch die ,mohnkultur selbst bei sich einfhrten1 gelangte das ,opium nach ,hinterindien und in die malaiische ,inselwelt und von da im ,laufe des #aj4 ,jahrhunderts als o-pin oder o-fu-yung nach ,china1 wo es spter eine auerordentliche ,bedeutung erlangen sollte4 ,die frhesten ,nachrichten ber die ,versendung indischen ,opiums nach ,china verdanken wir dem ,portugiesen ,odoardo ,barbosa1 der bald nach ,auffinden des ,seeweges nach ,ostindien nach ,kalikut an der ,malabarkste fuhr1 um dort die ,produkte ,indiens an der ,quelle einzuhandeln4 ,im ,jahre #aeaf berichtete er ber die ,erlebnisse seiner ,reise und bemerkt1 da er auer kleinasiatischem zweierlei ,arten indischen ,opiums auf dem ,markte von ,kalikut vorfand4 ,in demselben ,jahre #aeaf nennt der portugiesische ,apotheker ,pires ,opium aus ,cambaia und solches aus ,cous1 der heutigen ,landschaft ,kus ,bahar im nordstlichen ,bengalen4 ,die ,sitte1 ,opium zu rauchen1 erhielten die ,chinesen aus ,formosa1 und die ,bewohner dieser ,insel sollen ihr ,opium aus ,java bezogen haben4 ,schon im #aa4 ,jahrhundert soll in ,china selbst ,mohn zur ,gewinnung von ,opium angebaut worden sein1 aber er wurde ausschlielich fr medizinische ,zwecke verwendet4 ,im ,pen-tsao-kung-mu1 einem zwischen #aeeb und #aegh verfaten chinesischen ,kruterbuche1 wird die ,gewinnung des ,opiums und seine ,verwendung1 aber nur eine solche als ,medikament1 beschrieben4 ,in den ,jahren #aehi und #afae wird das ,opium in chinesischen ,arzneitarifen angefhrt4 ,erst gegen das ,ende des #ag4 ,jahrhunderts kam das ,opiumrauchen in weiteren ,kreisen der ,bevlkerung in ,china auf1 wogegen #agbi von der ,regierung aus ein strenges ,verbot erlassen wurde4 ,trotzdem erlosch diese ,unsitte nicht1 sondern blhte im geheimen weiter und wurde bald wieder offenkundig betrieben4 ,die chinesische ,regierung1 welche die unheilvolle1 entnervende ,wirkung dieser ,leidenschaft sehr wohl erkannte und ihr nach ,mglichkeit entgegentrat1 verbot in den ,jahren #agii und #ahjj das ,opiumrauchen abermals im ganzen ,reiche aufs strengste und untersagte im ,jahre #ahbj auch die ,einfuhr des ,stoffes4 ,diese ,maregel traf aber in erster ,linie die ostindische ,handelskompagnie1 die ,opium in groen ,mengen nach ,china importierte4 ,um nun den fr sie uerst gewinnbringenden ,handel nicht zu verlieren1 organisierte sie einen lebhaften ,schmuggel dorthin4 ,die fortgesetzten ,reibereien zwischen ,china1 das den ,opium nicht zulassen1 und ,england1 das um jeden ,preis sein eintrgliches ,geschft fortsetzen wollte1 fhrten endlich im ,jahre #ahda den berchtigten ,opiumkrieg herbei1 durch dessen fr ,england siegreiche ,beendigung im ,jahre #ahdb durch den ,vertrag von ,nan-king ,china zwar nicht offiziell der ,einfuhr des ,opiums geffnet wurde1 doch aller von ,indien gelieferter ,opium in den chinesischen ,vertragshfen zur ,einfuhr zugelassen werden mute4 ,infolge zunehmender ,feindseligkeiten1 die der ppiger als je emporblhende ,opiumschmuggel nach ,china hervorrief1 kam es im ,jahre #ahef zu weiteren ,feindseligkeiten und zu einer ,intervention1 wonach ,china #ahfj die ,einfuhr von ,opium in sein ,reich vllig freigeben mute4 ,seither machten die ,englnder mit ihrer ,opiumausfuhr von ,indien nach ,china famose ,geschfte1 obschon ,china selbst eine ,menge davon erzeugte1 so da allein die ,provinzen ,sze-tschwan und ,yn-nan die ,produktion ,indiens darin bertreffen sollen4 ,zu den #ad ,millionen kg1 die im ,lande selbst geerntet werden1 liefert ,ostindien noch ber #e ,millionen kg1 dazu noch ,persien und ,kleinasien1 dessen ,produkte als kinni1 d4 h4 goldener ,kot1 besonders geschtzt werden1 eine unbestimmte ,menge4 ,das ,hauptgebiet der indischen ,opiumgewinnung ist ,bengalen in ,nordindien am ,mittellaufe des ,ganges um die ,stdte ,bihar und ,benares1 wo ber eine ,million ,bauern sich mit ,mohnbau beschftigen4 ,schon unter den muhammedanischen ,herrschern ,indiens war der ,anbau von ,mohn zur ,gewinnung von ,opium ein ,monopol derselben1 das diesen viel eintrug4 ,durch den ,sieg des englischen ,generals ,clives bei ,plassey im ,jahre #ageg kamen die ,besitzungen des ,gromoguls und damit das ,opiummonopol in die ,hnde der ,englnder4 ,mit dem ,jahre #aggc begann dann der indisch-chinesische ,opiumhandel der englisch-ostindischen ,kompagnie1 den vorher die ,portugiesen von ,goa und die ,hollnder von ,java aus betrieben hatten4 ,da nun in ,indien die ,opiumgewinnung heute noch ein ,monopol der englischen ,regierung ist1 sind im ganzen ,gebiete englische ,beamte angestellt1 die smtliche ,vorgnge von der ,pflanzung des ,mohns bis zur ,ablieferung des fertigen ,rohprodukts aufs strengste berwachen4 ,die indischen ,bauern sammeln den ,milchsaft in irdenen ,gefen1 um ihn an die ,faktoreien der ,regierung abzuliefern1 wo er genau geprft1 durchknetet und zu ,kugeln von etwa #ae cm ,durchmesser und #a1e kg ,gewicht geformt wird4 ,diese werden auf ,hrden getrocknet und1 von einer dicken ,hlle von ,mohnblumenblttern umgeben1 in ,kisten verpackt4 ,das ,opiummonopol soll der ,regierung des britischen ,indien frher einen ,reinertrag von #afj ,millionen ,mark jhrlich gebracht haben4 ,doch hat diese sich unter dem ,druck der ffentlichen ,meinung dazu verstehen mssen1 ihre ,ausfuhr nach ,china in letzter ,zeit immer mehr einzuschrnken4 ,die chinesische ,regierung hat nmlich im ,jahre #aijf fr das ganze ,reich ein ,gesetz erlassen1 wonach von #aiaf an kein ,opium mehr geraucht oder sonstwie genossen werden darf2 nur ,mnner ber #fj ,jahren1 von denen man annimmt1 da sie dieser ,gewohnheit nicht mehr entsagen knnen1 drfen seinem ,genusse bis zu ihrem ,tode in gewohnter ,weise frnen4 ,hier in ,china hat nmlich der ,opiumgenu allmhlich ganz entsetzliche ,dimensionen angenommen1 so da dieser kaiserliche ,erla hchst notwendig war1 sollte nicht die ganze ,bevlkerung zugrunde gerichtet werden4 ,so berichtet ,dr4 ,thwing1 ,sekretr des ,kongresses1 der durch die ,initiative des ehemaligen ,prsidenten der ,vereinigten ,staaten1 ,theodor ,roosevelt1 gegen das ,laster des ,opiumgenusses am #a4 ,februar #aiaj in ,shang-hai erffnet wurde1 da fr fnf ,provinzen ,chinas genauere statistische ,angaben vorliegen1 wonach in ihnen auf eine ,bevlkerung von #eh ,millionen ,einwohner zwischen #bj und #hj ,prozent ,opium rauchen und da das dafr ausgegebene ,geld #hjj ,millionen ,mark jhrlich berschreitet4 ,und der englische ,pfarrer ,gregg berichtet1 da in ,china jhrlich eine halbe ,million ,menschen infolge ,opiumvergiftung zugrunde gehen4 ,in manchen ,provinzen dieses gewaltigen ,reiches1 wie beispielsweise in ,yn-nan1 huldigt sozusagen jeder ,erwachsene1 vom ,mandarinen und ,gelehrten bis hinab zum einfachsten ,handwerker und ,bauer abends nach getaner ,arbeit diesem ,genusse4 ,alle ,landleute pflanzen fr ihren ,bedarf einen kleinen ,acker voll ,schlafmohn neben ihrem ,hause und bereiten sich den ,opium selbst4 ,sie formen davon ,kgelchen1 die sie in einen ,pfeifenkopf mit winziger ,hhlung bringen1 dann in liegender ,stellung mit ,hilfe einer glhenden ,kohle zur ,verdampfung bringen und den ,dampf rasch einatmen4 ,so werden die ,opiumdmpfe durch die ,lungen ins ,blut gebracht4 ,dem energischen ,vorgehen der chinesischen ,regierung gegen dieses volkszerrttende ,laster des ,opiumrauchens1 dem dank dem durch den ,opiumkrieg von #ahda ,china auferlegten ,zwang heute noch ber #abj ,millionen frnen1 steht die #ahdb festgelegte ,klausel des ,vertrages von ,nang-king mit ,england entgegen1 wonach die ganze von ,indien gelieferte ,opiumproduktion in den chinesischen ,hfen zugelassen werden mu4 ,nun haben die chinesischen ,staatsmnner sich sowohl mit der englisch-indischen ,behrde in ,kalkutta1 als auch mit der englischen ,kolonie in ,hong-kong1 die zumeist das von ,indien nach ,china gelieferte ,opium unter die ,bewohner des ,landes bringt1 in ,verbindung gesetzt1 um eine starke ,verminderung der noch immer jhrlich gelieferten #dfjjj ,kisten mit diesem ,gift gegen ,konzessionen auf anderen ,gebieten zu erzielen4 ,hoffentlich gelingt es den chinesischen ,staatsmnnern bald1 den der ,englnder unwrdigen ,vertrag ganz aufzuheben und damit zu einem schon lngst von ihnen erstrebten absoluten ,einfuhrverbot zu gelangen4 ,in neuester ,zeit hat die chinesische ,regierung in jeder ,stadt eine bedeutende ,zahl von ,opiumkneipen geschlossen1 in greren #ajjj bis #gjjj solcher4 ,man hat berechnet1 da auf diese ,weise im ganzen ,reich gegen #b ,millionen ,husern das ,recht des ,opiumvertriebes genommen wurde4 ,ferner ist der ,anbau des ,mohns in smtlichen ,provinzen ,chinas verboten worden4 ,dies hat fr viel kleine ,landbesitzer1 fr die die ,opiumkultur die ,haupteinnahme bildete1 eine schwere ,krise herbeigefhrt und zahllose ,existenzen sind dadurch ruiniert worden4 ,doch sollen die ausgedehnten1 bisher zur ,mohnproduktion benutzten ,lndereien fr den ,getreidebau verwendet und damit der angerichtete konomische ,schaden wieder gut gemacht werden4 ,endlich ist allen ,persnlichkeiten1 die irgend welche ffentliche ,stellung bekleiden1 der ,opiumgenu absolut verboten worden4 ,dieser ,befehl betrifft in jeder ,provinz mehr als tausend ,funktionre1 die mit ihrer ,enthaltsamkeit vorbildlich auf den ,rest der ,bevlkerung wirken sollen4 ,alle diese von jedem rechtlich denkenden ,menschen nur zu billigenden ,manahmen werden von der ,regierung mit der grten ,strenge durchgefhrt1 vor allem in der ,provinz ,pe-tschi-li1 in der die ,hauptstadt ,pe-king liegt4 ,die erzielten ,resultate reden schon heute eine deutliche ,sprache2 und ist erst einmal der ,einfuhr indischen ,opiums der ,riegel geschoben1 so drften die ,tage des ,opiummibrauchs im ,reiche der ,mitte bald gezhlt sein4 ,bei den ganz unleugbaren schdlichen ,wirkungen des gewohnheitsmigen ,opiumgenusses auf den menschlichen ,organismus wirkt es geradezu lcherlich1 wenn jngst eine von der englischen ,regierung in ,belang in ,bengalen eingesetzte1 aus englischen1 von der ,regierung selbst besoldeten rzten bestehende ,kommission durch eingehende ,studien zu dem ,resultat gekommen sein will1 da dieser gewohnheitsmige ,genu vielmehr nur gute1 die ,leistungsfhigkeit der ,betreffenden effektiv erhhende ,wirkungen ausbe4 ,was macht nicht alles dieses christlich sich gebrdende ,krmervolk1 das ja sonst unbestreitbar groe ,verdienste um die ,kolonisation ausgedehnter ,lnder der ,erde sich erworben hat1 um ein gutes ,geschft zu machen und die auerordentlich hohen ,gehlter seiner hheren ,beamten in ,indien bezahlen zu knnen6 ,wenn es nur recht verdienen kann1 ist es skrupellos bis zum ,exze4 ,auf denselben ,dampfern bringt es die ,missionare und ganze ,schiffsladungen von in ,england hergestellten ,gtzenbildern nach ,indien1 und zwingt andererseits ,hunderttausende von ,eingeborenen in ,bengalen das ,china so verhate1 schdliche ,opium zu erzeugen4 ,wenn auch ,millionen der gelben ,zopftrger schmhlich daran zugrunde gehen1 das lt die fhllosen ,krmerseelen kalt4 ,wenn nur ein gutes ,geschft fr sie dabei abfllt4 ,auer in ,china wird zurzeit wohl in ,persien am meisten ,opium geraucht4 ,kaum sind es vierzig ,jahre her1 da dieses ,laster in jenem ,lande ,eingang fand1 und schon wird es in allen ,stdten in ,menge geraucht1 nicht nur im geheimen in den ,husern1 sondern ffentlich auf den ,basaren und ,straen4 ,ebenso sehr wie die ,mnner sind die ,frauen dem ,opiumgenu ergeben1 dem sie daheim frnen1 whrend ihre kleinen ,kinder neben ihnen liegen oder in ihrer ,nhe sitzen und spielen4 ,oft sind schon halbwchsige ,jungen an dieses ,gift gewhnt4 ,nun hat seit ,beginn des ,jahres #aiaj auch hier die neue ,bakhtiari-,regierung den ,kampf gegen das ,opium aufgenommen1 indem ,beamte unter militrischer ,eskorte ohne vorherige ,warnung in die ,karawansereien1 ,kauflden1 ,kaffeehuser usw4 eindrangen und die ,herausgabe des ,opiums erzwangen4 ,dieses ,gift wird nun in allen ,ortschaften in besonderen ,zentralniederlagen zu einem hheren ,preise an solche verkauft1 die bis jetzt nicht ohne solches ,stimulans sein knnen und den hohen ,preis desselben nicht scheuen4 ,nach einigen ,monaten soll der ,preis dafr noch mehr erhht werden1 bis schlielich die ,leute gezwungen sind1 es als ,genumittel ganz aufzugeben4 ,allerdings umgehen viele ,perser das ,rauchverbot einfach dadurch1 da sie das ,opium essen1 da es so in kleineren ,dosen dieselbe ,wirkung wie das ,opiumrauchen in greren ,dosen ausbt4 ,aber auch wir ,europer haben unsere1 immer weitere ,kreise der ,gebildeten erfassende ,opiumseuche4 ,statt dieses ,gift zu rauchen1 wie die ,chinesen1 treiben es die diesem ,laster frnenden ,europer noch viel raffinierter1 indem sie sich seit der ,einfhrung der sogenannten ,pravazspritze in die ,medizin in den #ahgj;er ,jahren das wirksamste ,alkaloid dieser ,droge1 das nach dem griechischen ,schlafgotte ,morpheus genannte ,morphin1 in wsseriger ,lsung unter die ,haut spritzen1 von wo es rasch in den ,kreislauf gelangt und seine den ,betreffenden bald unentbehrliche ,giftwirkung ausbt4 ,dieses ,morphin war die erste ,pflanzenbase1 wissenschaftlich ,alkaloid genannt1 die vom deutschen ,apotheker ,sertrner in ,hameln 7,hannover7 #ahje aus dem ,opium gewonnen wurde4 ,zur fabrikmigen ,morphingewinnung wird bei uns hauptschlich das ber ,smyrna verschiffte kleinasiatische ,produkt als das morphinreichste und daneben1 als ihm sehr nahe kommend1 das in ,makedonien1 wo ebenfalls ausgedehnte ,mohnkulturen angelegt sind1 gewonnene ,opium verarbeitet4 ,so unschtzbare ,dienste dieses in wsseriger ,lsung eingespritzte ,morphin in der ,hand des gewissenhaften ,arztes der leidenden ,menschheit leistet1 so schlimm wird sein gewohnheitsmiger ,gebrauch bei den an den ,genu dieses ,betubungsmittel ,gewhnten4 ,mit allen anderen gewohnheitsmig genossenen ,giften wie ,alkohol1 ,nikotin1 ,haschisch1 ,kokain usw4 teilt es die verhngnisvolle ,eigenschaft1 da der betreffende ,organismus sich mit der ,zeit daran gewhnt1 weshalb die ,dosis zur ,erreichung der gewollten ,wirkung immer mehr gesteigert werden mu4 ,dadurch wird der ,organismus des ,morphin- wie des ,opiumschtigen immer mehr vergiftet und die ,gesundheit vollstndig untergraben4 ,durch dieses ,narkotikum wird man scheinbar der irdischen ,schwere enthoben1 man glaubt zu schweben4 ,whrend die ,glieder wie gelhmt erscheinen1 wird die ,denkttigkeit subjektiv erleichtert und angeregt4 ,traumartig ziehen die wunderbarsten ,bilder vor der ,seele vorbei2 besonders stellen sich buntwechselnde ,architekturvisionen ein1 bis man schlielich mit schwerem ,kopf in elender ,verfassung aus der ,exstase aufwacht4 ,dieses ,gefhl des ,katzenjammers wird am raschesten durch die ,einverleibung einer neuen ,dose beseitigt4 ,so gelangt man unwillkrlich in einen unmigen ,gebrauch des ,giftes1 das schlielich den ,charakter verdirbt und die ,gesundheit vollkommen untergrbt4 ,die ,folgen des ,lasters sind vllige ,zerrttung der ,verdauung und dadurch bedingte starke ,abmagerung1 ,gliederzittern1 ,schlaflosigkeit und schlielich ,verbldung des ,geistes4 ,ein ,abgehen vom ,opium- beziehungsweise ,morphingebrauch ist ganz auerordentlich schwierig und nur vermittelst ,anstaltsbehandlung mit ,erfolg durchzufhren1 da bei den an das ,gift ,gewhnten jegliche ,energie gelhmt ist und die besten ,vorstze1 dasselbe zu lassen1 vollstndig in die ,brche gehen4 ,zudem mu bei der ,entwhnung von diesem ,gifte vor allem eine absolute ,enthaltung von allen geistigen ,getrnken1 die ebenfalls den ,willen zur ,durchfhrung der ,morphinabstinenz lhmen1 durchgefhrt werden1 sonst ist eine ,heilung von diesem ,laster auch bei der ,anstaltsbehandlung nicht mglich1 da die ,betreffenden zu ,hause sofort wieder rckfllig werden4 ,besonders ausgedehnt ist der ,morphinismus in den ,kreisen der rzte und ,apotheker1 denen das ,mittel jederzeit zu ,gebote steht und die deshalb leicht der ,verfhrung zu dessen ,gebrauch1 der stets in ,krze einen ,mibrauch nach sich zieht1 erliegen4 ,daneben sind es vor allem die ,kreise der ,intellektuellen in den groen ,stdten1 die der ,versuchung unterliegen und vielfach diesem fr sie bald unentbehrlichen ,laster frnen4 ,weist doch die ,stadt ,paris allein ber #ejjjj ,morphinisten auf4 ,da auch bei diesen die beruhigende1 anregende und beglckende ,wirkung des gewohnheitsmig unter die ,haut eingespritzten ,giftes nur anhlt1 wenn die ,menge regelmig um etwas gesteigert wird1 so gelangen diese ,unglcklichen zu enormen ,tagesdosen1 die nicht daran ,gewhnten sicheren ,tod bringen wrden4 ,infolge ihres ,lasters verlieren die ,morphinisten alle ihre ethischen ,gefhle bald vollstndig1 betrgen1 lgen und stehlen1 vorerst blo1 um sich das unentbehrliche1 so hei ersehnte ,gift zu verschaffen1 dann aber auch sonst aus dabei erworbener ,perversitt4 ,auer dem ,morphinismus zieht aber auch das ostasiatische ,laster des ,opiumrauchens mehr und mehr bei den ,europern ein4 berall1 wohin die ,chinesen aus ihrer bervlkerten ,heimat auswanderten1 brachten sie die ,unsitte des ,opiumrauchens mit1 die heute nicht blo in allen malaiischen ,hafenpltzen1 sondern auch in ,kalifornien hufig angetroffen wird4 ,aus dem ,westen der ,union hat sie sich bald ber die greren ,stdte1 besonders die ,hafenstdte1 verbreitet4 ,schon im ,jahre #ahhi zhlte ,neuyork #ajjjj ,opiumraucher4 ,von dort drang das ,opiumrauchen nach ,england und die englischen ,kolonien vor1 wo ihm besonders in den ,hafenstdten gefrnt wird4 ,denn berall sind es in erster ,linie die ,matrosen1 die sich auf ihren ,reisen nach dem ,osten diese ,unsitte in den von ,chinesen bevlkerten ,stdten angewhnen und zu ,hause nicht davon lassen knnen4 ,in ,frankreich gehren dazu vielfach auch ,soldaten1 die in ,tonking dienten4 ,so sind nicht blo die ,hafenstdte1 besonders ,marseille und ,toulon1 seit ber #be ,jahren in zunehmendem ,mae vom ,laster des ,opiumrauchens verseucht1 sondern auch die greren ,stdte wie ,bordeaux1 ,lyon und vornehmlich ,paris4 ,in ,marseille allein soll nach zuverlssiger ,quelle tglich fr ber #ajjj ,franken ,opium von ,weien geraucht werden4 ,auf diese von den ,chinesen bernommene ,unsitte hat der englische ,romanschriftsteller ,charles ,dickens zuerst durch einen seiner ,romane die ,augen der ,welt gelenkt4 ,neben dem ,opiumrauchen ist in ganz ,asien und auch in ,england das ,laster des ,opiumessens1 der sog4 ,opiophagie1 sehr verbreitet1 wobei man gewhnlich die in den ,apotheken vorrtig gehaltene ,opiumtinktur geniet4 ,auch von ihr mssen schlielich horrende ,mengen eingenommen werden1 um die gewnschte ,wirkung zu erzielen4 ,whrend die einfache ,dosis der ,opiumtinktur fr medizinische ,zwecke #ae bis hchstens #bj ,tropfen betrgt1 gelangt ein ,opiumesser mit der ,zeit bis zu #hjjj ,tropfen tglich1 was jeden nicht daran ,gewhnten natrlich sofort umbringen wrde4 ,so weit brachte es auch der begabte franzsische ,schriftsteller ,thomas de ,quincey1 der #ahba seine ,memoiren als ,bekenntnisse eines ,opiumessers8 herausgab4 ,hchst merkwrdig ist es1 da von solchen ,opiophagen sehr starke ,dosen des uerst giftigen ,sublimats nicht blo ertragen1 sondern auch dem ,opium absichtlich zugesetzt werden1 wenn dessen ,wirkung zu versagen beginnt4 ,whrend die ,alte ,welt ,haschisch und ,opium als ,mittel einer knstlichen ,ekstase benutzte1 wandte man in ,sdamerika schon lange vor der ,entdeckung durch die ,spanier zu solchem ,zwecke die ,bltter einer der ,leinpflanze sehr nahe verwandten ,rotholzart1 des ,kokastrauches 7,erythroxylon coca71 an4 ,schon ums ,jahr #adii erfuhren die ,spanier1 da die ,indianer des ,andengebiets1 speziell in ,peru1 die ,bltter dieser ,pflanze1 teils ohne ,zusatz1 teils mit dem aus gebrannten ,muschelschalen gewonnenen ,kalk oder der ,asche des als wichtige ,nhrfrucht angepflanzten ,chenopodium quinoa kauten und dadurch in bezug auf ihr ,nervensystem angeregt und befhigt wurden1 auerordentliche ,strapazen bei den beschwerlichen ,gngen ber das ,gebirge zu ertragen4 ,da diese ,sitte schon recht alt gewesen sein mu1 erwiesen die ,funde auf dem ,grberfelde von ,ancon und anderer ,orte in ,peru1 wo man sehr hufig den in ,hockstellung in ,scke eingebundenen ,mumien der alten ,inkas als ,totenbeigabe mitgegebene kleine ,umhngetaschen mit ,kokablttern findet4 ,auch berichten die spanischen ,geschichtschreiber zur ,zeit der ,eroberung ,perus durch ,francisco ,pizarro #aecb-aecc1 da die ,inkas bei ihren heiligen ,gtterfesten sich damit berauschten und auch die ,menschen1 die sie dabei opferten1 teilweise damit betubten4 ,der #a1e m hoch werdende ,kokastrauch wchst wild in hochgelegenen1 milden1 feuchten ,bergwldern in ,peru1 ,ekuador und besonders ,bolivia1 wo auch heute die grten ,kokagrten1 cocales1 sich finden4 ,sie erstrecken sich vorzugsweise an den stlichen ,abhngen der ,anden in einer ,hhe von #ajjj-bjjj m ber dem ,meer1 und reichen heute vom nrdlichen ,chile ber ,bolivien bis zur ,sierra nevada da ,santa ,martha in ,kolumbien und geben einen jhrlichen ,ertrag von ber #cj ,millionen kg1 was bei dem geringen ,gewichte der getrockneten ,bltter eine ungeheure ,menge bedeutet4 ,die ,bltter des ,kokastrauches sind wechselstndig1 #e-h cm lang1 #c-d cm breit1 lanzettlich bis eifrmig1 ganzrandig1 kahl1 lederartig1 oberseits olivengrn1 unterseits gelblich graugrn4 ,sie besitzen zuerst zarte grnliche1 spter hornartig und braun werdende ,nebenbltter und einen besonders an der ,unterseite stark hervortretenden ,mittelnerv1 zu dessen ,seiten zwei zarte ,lngslinien als ,druckmarken der bei der ,knospenanlage umgeschlagenen ,blattrnder verlaufen4 ,sie riechen und schmecken wie ,tee1 besitzen aber einen bittern ,nachgeschmack4 ,am hchsten wird die bolivianische ,ware geschtzt1 dann kommt die peruanische und an dritter ,stelle erst diejenige von ,ekuador4 ,bei der groen ,bedeutung1 die der ,kokastrauch neuerdings fr die ,medizin erlangt hat1 wird er1 um so mehr1 als er sehr leicht auch in andern ,gegenden wchst1 in zunehmendem ,mae in den verschiedensten ,gebieten der ,tropen1 besonders in einigen ,teilen des englischen ,kolonialreiches in ,indien und auf ,ceylon1 auerdem auch auf ,java kultiviert4 ,seine ,fortpflanzung geschieht am besten durch ,samen1 die kurz vor der ,regenzeit1 dem besten ,zeitpunkt fr die ,aussaat1 geerntet werden4 ,die ,samen werden auf ein humusreiches1 gut durchgearbeitetes ,beet gest1 das reichlich bewssert und durch ein ,schutzdach aus ,matten vor den grellen ,sonnenstrahlen beschtzt wird4 ,wenn die ,smlinge #ae cm hoch sind1 wird letzteres entfernt4 ,bei ,eintritt der nchsten ,regenzeit werden die dann etwa #cj-ej cm hohen ,pflnzchen auf fetten1 etwas trockenen ,boden1 der hufig durch ,hacken gelockert und von ,unkraut gereinigt werden mu1 in ,reihen verpflanzt und ,mais dazwischen gest1 um ihnen den ntigen ,schatten zu spenden und den ,boden feucht zu erhalten4 #a ,jahre nach dem ,verpflanzen knnen zum erstenmal ,bltter1 die nur etwa zu zwei ,dritteln entfernt werden drfen1 geerntet werden4 ,und zwar pflckt man nur reife ,bltter1 die man an ihrem ,stich ins ,gelbliche erkennt4 ,sie mssen bei trockenem ,wetter gesammelt werden1 da sie sehr dem ,verderben durch ,feuchtigkeit ausgesetzt sind4 ,kommen sie in den ,regen1 so ist die ganze ,ernte verdorben4 ,alle #b-c ,monate wiederholen sich die ,ernten bis zum #dj4 ,jahre4 ,die geernteten ,bltter werden auf einer wrmeaufsaugenden schwarzen ,unterlage aus ,wolltuch oder ,schiefer1 die zuvor gehrig von der ,sonne durchwrmt wurde1 getrocknet und dann in ,scke aus ,wolltuch zu ,ballen von etwa #be kg ,inhalt fest zusammengestopft1 um das ,eindringen von ,feuchtigkeit zu verhindern4 ,da die ,bltter durch chemische ,umsetzungen beim ,transport bis zu #ej ,prozent ihres ,gehaltes an ,kokain verlieren1 so mssen sie mglichst schnell verschickt und verarbeitet werden4 ,die ,indianer halten die ,kokabltter schon nach #e ,monaten fr unschmackhaft und nach #g ,monaten fr vllig wertlos4 ,deshalb wird ein groer ,teil der ,bltter gleich an ,ort und ,stelle auf ,kokain1 das hchstens bis zu #a ,prozent in ihnen enthalten ist1 verarbeitet4 #a kg ,bltter liefern dabei #b g ,kokain4 ,die europischen rzte wurden auf dieses das ,nervensystem hochgradig anregende ,genumittel1 das ber #h ,millionen ,eingeborener ,sdamerikas regelmig genieen1 wobei der durchschnittliche ,tagesbedarf an ,blttern #fj-hj g betrgt1 erst aufmerksam gemacht1 als die sterreichische ,weltumseglung der ,navarra8 ansehnliche ,mengen dieser ,bltter zur ,prfung der darin enthaltenen ,stoffe nach ,europa brachte4 ,das darin schon #ahee von ,gdicke nachgewiesene1 von ihm ,erythroxylin und erst #ahfj von ,nieman ,kokain bezeichnete ,alkaloid wurde erst #ahhd durch ,freund und ,koller als unempfindlich machendes ,mittel in den ,arzneischatz eingefhrt4 ,seither datiert auch der ,beginn des ,mibrauchs dieses als ,arznei unschtzbaren ,mittels4 ,wie es uerlich1 in wsseriger ,lsung auf die ,schleimhute gebracht1 dieselben sehr bald vllig unempfindlich macht und ein ,abblassen derselben durch ,zusammenziehung der ,blutgefe bewirkt1 regt es innerlich schon in kleinen ,mengen die seelischen und motorischen ,zentren der ,grohirnrinde an und beschleunigt die ,herzttigkeit4 ,als ,mittel zur geistigen und krperlichen ,anregung1 zur ,erzeugung einer knstlichen ,ekstase1 wozu es von den ,europern wie das ,morphin mit der ,pravazspritze unter die ,haut gebracht wird1 um rasch in die ,blutzirkulation aufgenommen zu werden1 erzeugt es wie die andern1 vorhin besprochenen ,berauschungsmittel in kurzer ,zeit die ,sucht nach dem tglichen ,gebrauch und zunehmender ,steigerung der ,dosen4 ,also ist es vllig ungeeignet etwa als ,ersatz des ,morphins1 wie man es anfangs anwenden zu knnen glaubte4 ,zudem treten die schlimmen ,folgen noch rascher als bei jenem ein4 ,die ,persnlichkeit des chronischen ,kokainisten wird vollstndig vernichtet4 ,er ist zu keiner anhaltenden ,arbeit mehr fhig1 wird mehr und mehr gedankenschwach und vergelich1 seine moralischen ,gefhle schwinden1 ,wahnideen stellen sich ein1 es tritt ,schlaflosigkeit1 ,abmagerung und zunehmender ,verfall des ,krpers auf1 bis schlielich der ,tod an ,entkrftung erfolgt4 ,hufig sind dabei ,kokainpsychosen mit dem ,gefhle1 als ob es unter der ,haut von ,ungeziefer wimmle1 in ,verbindung mit erschreckenden ,bildern4 ,da in den letzten ,jahren ein zunehmender ,mibrauch mit diesem fr ,augen-1 ,nasen- und ,kehlkopfheilkunde1 wie auch fr die in der chirurgischen ,praxis uerst wichtige ,infiltrationsansthesie der ,haut bisher unentbehrlichen ,alkaloid stattfindet1 ist davor von rztlicher ,seite sehr zu warnen4 ,ebenso vor dem ,einnehmen von ther und ,chloroform1 die an ,stelle des keinen gengenden ,reiz mehr auf sie ausbenden ,alkohols von manchen ,lebemenschen mnnlichen und weiblichen ,geschlechts in den groen ,stdten eingenommen werden4 ,,xvii4 ,der ,tabak4 ,der ,tabak als ,genumittel ist bekanntlich amerikanischen ,ursprungs4 ,die ,indianer haben diese narkotische ,pflanze schon lange vor der ,entdeckung ,amerikas beinahe in ihrem ganzen ,kontinent angebaut1 um die getrockneten ,bltter derselben auf die verschiedenste ,weise als ,genumittel zu gebrauchen4 ,auf den westindischen ,inseln1 auf denen ,kolumbus zuerst landete1 wurden sie fest zusammengerollt in ein drres ,maisblatt gewickelt und am einen ,ende angezndet wie ,zigarren geraucht4 ,diese ,rauchrolle nannten die ,indianer auf ,befragen der ,spanier tabaco1 woher sich der ,name ,tabak ableitet1 der aber spter auf das ,kraut selbst bertragen wurde4 ,die ,indianer behaupteten1 dieses narkotische ,kraut vom groen ,geist selbst erhalten zu haben und hielten es fr heilig2 deshalb kreiste bei ihren ,zusammenknften die ,friedenspfeife als ein ,symbol des ,gottesfriedens1 der dann unter ihnen herrschen sollte4 ,ursprnglich werden die drren ,bltter der ,tabakstaude mit anderen getrockneten ,krutern zum ,regenzauber gebraucht worden sein1 indem man mit den in die ,luft geblasenen ,rauchwolken befruchtendes ,na fr die vor ,drre schmachtende ,vegetation1 vor allem die nahrungspendenden ,anpflanzungen des ,menschen aus den dadurch vermeintlich gebildeten ,regenwolken zaubern wollte1 wie es heute noch die ,primitiven in den verschiedensten ,lndern tun4 ,zu solchem ,regenzauber und zu hnlichen ,manipulationen haben auch die ,vlker der ,alten ,welt in vorgeschichtlicher und geschichtlicher ,zeit die verschiedensten einheimischen ,kruter aus regelrechten1 teilweise aus ,metall1 und zwar meist ,bronze1 gegossenen und uns in solchem dauerhaften ,material erhalten gebliebenen ,pfeifen geraucht4 ,dabei entdeckte man sehr bald1 da der ,rauch gewisser ,pflanzen eine narkotische ,wirkung auf den ,menschen ausbe4 ,so betubten sich bereits die alten ,babylonier durch ,verbrennen von drrem ,hanf in ,becken und ,einsaugen des dabei entstehenden ,dampfes durch hohles ,schilfrohr4 ,von verschiedenen ,barbarenstmmen ,europas wird berichtet1 da sie getrockneten ,huflattich rauchten oder durch ,rohrpfeifen den ,rauch des ,cypergrases 7einer kpeiros genannten ,binsenart7 einsogen4 ,das sollte ihnen nach ,apollodoros 7um #adj v4 ,chr47 ,kraft und ,widerstandsfhigkeit verleihen4 ,ebenso lieen sich die ,priester der alten ,gallier und ,germanen durch das ,einatmen von ,dampf von verbranntem ,hanf zum ,zwecke der ,weissagung in ,ekstase bringen1 wie die ,pythia in ,delphi durch das ,kauen von ,lorbeerblttern und das ,einatmen betubender1 aus der ,erde hervordringender ,dmpfe1 ber die der ,dreifu1 auf dem sie sa1 gestellt war1 gleichfalls in einem ,zustande von narkotischer ,verzckung den ,willen der ,gottheit zu ergrnden suchte4 ,whrend die ,vlker der ,alten ,welt durch das ,einatmen solchen ,rauches die narkotische ,wirkung mancher ,kruter entdeckten1 kamen diejenigen der ,neuen ,welt auf die ,entdeckung des ,tabakes als ,betubungsmittel4 ,in welcher ,gegend ,amerikas dies geschah1 lt sich nicht mehr bestimmen2 doch scheint der ,sden ,nordamerikas und ,mittelamerika der lteste ,herd des ,tabakgenusses gewesen zu sein4 ,von da verbreitete sich derselbe nach ,sden und ,norden1 so da diese der ,alten ,welt fehlende narkotische ,pflanze lange vor der ,ankunft der ,europer von ,chile bis ,kanada von den ,indianern angebaut wurde1 um als ,zauber- und ,genumittel zu dienen4 ,einzig im ,gebiet des ,la ,platastromes1 in ,uruguay und ,paraguay wurde der ,tabak in keinerlei ,weise gebraucht4 ,sonst bedienten sich seiner alle amerikanischen ,vlker in irgend welcher ,form1 und zwar meist nur die ,mnner1 denen dieses ,genumittel auf ihren ausgedehnten ,kriegs- und ,jagdzgen erlaubte1 ,hunger und ,durst lngere ,zeit als ohne ihn zu ertragen4 ,bei den zivilisierteren ,stmmen1 wie den ,azteken ,mexikos1 diente er als verfeinertes ,reizmittel1 dem sich die ,mnner nach getaner ,arbeit gerne hingaben4 ,alle feierlichen gottesdienstlichen oder politischen ,handlungen gingen bei diesen ,vlkern stets nur unter dem ,genusse von ,tabak vor sich4 ,bei den nordamerikanischen ,indianern 7von denen wir die beste ,kunde haben71 waren die ,rauchgerte heilige ,gerte1 wie das ,rauchen selbst eine ,kulthandlung war1 die bei keiner religisen ,zeremonie fehlen durfte4 ,an die symbolische1 aus den ,indianergeschichten genugsam bekannte ,friedenspfeife wurde bereits erinnert4 ,und solche heilige ,tabakspfeifen oder ,calumets haben schon die lngst ausgestorbenen ,vorlufer der nordamerikanischen ,indianer besessen1 die ,erbauer der gewaltigen ,erdwlle und ,grabhgel vielfach in ,tierform1 die in den ,tlern des ,mississippi und seiner stlichen ,nebenflsse1 besonders des ,ohio1 dann aber auch in den ,golfstaaten in besonders dichter ,menge gefunden werden und nach denen man sie in der ,wissenschaft mit einem englischen ,worte als die ,moundbuilders bezeichnet4 ,sie mssen kulturell ziemlich hoch gestanden haben1 da sie mit vereinten ,krften vermittelst der hchst primitiven ihnen zu ,gebote stehenden ,werkzeuge solche teilweise enorme ,erdanhufungen durchfhren konnten1 deren ,tierform mit ,sicherheit beweist1 da sie dem heute noch in jenem ,kontinente so hoch ausgebildeten ,totemismus huldigten4 ,in einem solchen ,mound im ,ohiotale hat man neben kalt geschmiedeten1 d4 h4 durch ,hmmern mit ,steinen gewonnenen ,werkzeugen und ,schmucksachen aus ,kupfer nicht weniger als #bjj ,tabakspfeifen gefunden1 weshalb er heute die ,bezeichnung pipe-mound fhrt4 ,die in ihm1 wie auch in anderen solchen ,grab- und ,kulthgeln gefundenen ,pfeifen sind alle1 wie auch derjenigen der spteren nordamerikanischen ,indianer1 aus einem bestimmten1 nur an einer einzigen ,stelle im ,staate ,minnesota gefundenen roten ,pfeifenstein geschnitzt4 ,dieser wird nach dem amerikanischen ,maler und ,ethnographen ,george ,catlin 7#agif-ahgd71 dem die ,siouxindianer als erstem ,weien nach berwindung groer ,schwierigkeiten den ,besuch des betreffenden ,steinbruchs im ,jahre #ahcb erlaubten1 in der ,wissenschaft als ,catlinit bezeichnet4 ,dieser ,stein ist dicht1 aber nicht sehr hart1 so da er sich mit dem ,feuersteinmesser schneiden lt1 und besteht hauptschlich aus ,kieselsure und ,tonerde mit einer ,beimischung von ,eisen1 das ihm die schne rote ,farbe verleiht4 ,beim ,polieren erhlt er einen matten ,glanz und erscheint dann blutrot4 ,diese eine ,fundstelle des ,pfeifensteins war ein geheiligter1 neutraler ,ort1 wo sich die ,indianer das ntige ,material zur ,herstellung ihrer ,tabakspfeifen entweder selbst holten oder von befreundeten ,stmmen eintauschten4 ,hier soll einst in grauer ,vorzeit der ,groe ,geist8 die verschiedenen indianischen ,vlkerschaften versammelt und sie in der ,anfertigung der ,friedenspfeife unterwiesen haben1 welchen ,vorgang der amerikanische ,dichter ,longfellow in seinem ,sang von ,hiawatha8 beschrieb und dadurch in weiteren ,kreisen bekannt machte4 ,erst zu ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts haben sich die ,sioux oder ,dakotas die ,herrschaft ber den heiligen ,steinbruch angemat1 den sie noch heute behaupten4 ,wie die ,moundbuilders und spteren nordamerikanischen ,indianer haben auch manche mittelamerikanischen ,vlker den ,tabak aus solchen aus weichem ,stein geschnitzten ,pfeifen geraucht1 so unter den ,mayastmmen die ,tarasken auf der mexikanischen ,halbinsel von ,yucatan1 in deren ,skulpturen an den ,tempeln wir diesem heiligen ,gert ebenfalls begegnen4 ,sonst wurde bei den ,mayas der ,tabak in die feinen ,hllen der ,maiskolben eingewickelt unter der ,bezeichnung zicar1 woraus dann unsere ,bezeichnung ,zigarre entstand1 geraucht1 daneben auch zur ,erzielung von ,rauschzustnden1 in welchen man mit den ,abgeschiedenen in ,verbindung treten zu knnen glaubte1 gekaut und der mit dem betubenden ,saft versetzte ,speichel hinuntergeschluckt4 ,die sdamerikanischen ,indianer dagegen kannten die ,pfeife nicht1 rauchten auch kaum ,zigarren81 bildeten dafr aber das ,schnupfen zu wahrer ,virtuositt aus4 ,sie benutzten dazu vielfach berhaupt keinen ,tabak1 sondern ein wohlriechendes ,pulver von unbekannter ,zusammensetzung1 das sie sich gegenseitig durch hohle ,rhrenknochen von ,vgeln einbliesen4 ,auch die ,karaibenstmme der groen ,antillen1 deren ,bezeichnungen fr ,mais1 ,tabakrolle und ,hngematte 7mahiz1 tabaco und hamaca1 aus welch letzterem ,wort das englische hammock und das deutsche ,hangmatte8 hervorging7 mit den betreffenden ,gegenstnden in den ,sprachschatz der europischen ,vlker bergingen1 schnupften die zu ,pulver zerriebenen ,tabakbltter2 rauchten sie aber auerdem in ,maiskolbenhllen eingewickelt4 ,in solcher ,weise rauchend traf der ,genuese ,christoforo ,colombi1 besser unter dem ,namen ,kolumbus bekannt1 die ersten westindischen ,indianer auf der ,insel ,guanahani 7heute ,watling-,island71 als er am #ab4 ,oktober #adib mit seinen drei mit spanischen ,matrosen bemannten ,caravellen in ,indien1 wie er zeitlebens glaubte1 landete4 ,er starb ja bekanntlich ohne die geringste ,ahnung davon zu haben1 eine neue ,welt entdeckt zu haben4 ,und wie ihm und seinen ,begleitern das gefundene ,land das ersehnte ,gewrzland ,indien war1 so waren deren ,bewohner fr sie ,indiani1 d4 h4 ,indier1 woraus die ,bezeichnung ,indianer hervorging4 ,diese ,indianer aus dem ,volke der ,aruak1 die dort noch nicht von den ,karaiben verdrngt worden waren1 rauchten smtlich in die drren1 feinen ,hllen von ,maiskolben eingewickelte getrocknete ,tabaksbltter und nannten diese ,rauchrollen tabaco1 eine ,bezeichnung1 die1 wie gesagt1 erst nachtrglich auf das ,rauchkraut selbst berging4 ,nach der zweiten ,expedition1 die ,kolumbus nach ,indien8 unternahm1 blieb der ihn begleitende ,mnch ,romano ,pane auf ,haiti zurck1 und von ihm stammt aus dem ,jahre #adif die erste ,beschreibung der ,tabakpflanze und die ,schilderung der ,rauchsitten der ,indianer4 ,er erzhlt1 da die ,indianer die getrockneten ,bltter jenes ,krautes aufgerollt in den ,mund nahmen1 an der ,spitze anzndeten und den eingezogenen ,rauch aus dem ,munde bliesen1 um damit die lstigen ,moskitos zu vertreiben18 wie er meinte4 ,auerdem erfuhr er1 da das ,kraut auch als ,arznei gegen mancherlei ,leiden verwendet werde4 ,gleich ihm schrieb der ,missionar ,petrus ,martyr in einer im ,jahre #aecb erschienenen ,schrift der ,pflanze auch ,heilkrfte zu4 ,die ,spanier befreundeten sich bald mit der den ,indianern abgelauschten ,sitte des ,rauchens und begannen zuerst auf der ,insel ,san ,domingo ,tabak zu bauen4 ,bald folgten die ,portugiesen in ,brasilien und die ,englnder in ,virginien ihrem ,beispiel4 ,gonzalo ,hernandes de ,ovieda y ,valdes1 der ,statthalter von ,san ,domingo1 gab die erste genaue ,beschreibung der ,pflanze2 die ersten ,samen der ,pflanze aber brachte der ,spanier ,hernandez ,boncalo aus ,toledo1 der von ,knig ,philipp ,,ii4 mit einer ,studie ber die ,pflanzenwelt ,amerikas beauftragt war1 mit in sein ,vaterland1 wo1 wie ,nikolaus ,monardes1 ein berhmter spanischer ,arzt und ,botaniker in seinem #aega zu ,sevilla gedruckten ,buche ber ,indien8 schreibt1 die ,tabakpflanze wohl ihrer schnen roten ,blten1 nicht aber ihrer betubenden ,eigenschaften wegen in einigen ,grten angepflanzt wurde4 ,so ward sie halb als ,wunderkraut1 halb als ,arzneipflanze zuerst in ,spanien in ,grten gezogen4 ,an das ,rauchen ihrer getrockneten ,bltter dachte zunchst noch niemand4 ,im ,jahre #aefj brachte der franzsische ,gesandte am kniglichen ,hofe in ,lissabon1 ,jean ,nicot de ,viblemain aus ,lyon1 ,tabaksamen aus dem ,garten des portugiesischen ,knigs nach ,frankreich mit1 wo er ihn in seinem eigenen ,garten ausste und daraus wiederum frischen ,samen gewann4 ,gleichzeitig gab er auch welchen an den ,hof ,franz ,,ii4 ab1 wobei er das daraus hervorwachsende ,kraut als gutes ,betubungsmittel gegen ,schmerzen aller ,art rhmte4 ,ihm zu ,ehren hat dann der franzsische ,botaniker ,dalechamps in seiner im ,jahre #aehf erschienenen ,historia plantarum die ,pflanze als herba ,nicotiana1 d4 h4 ,nicotsches ,kraut bezeichnet1 und dieser ,name hat sich dann in der von ,karl von ,linn aufgestellten botanischen ,bezeichnung ,nicotiana tabacum bis auf den heutigen ,tag erhalten4 ,die ,sitte des ,tabakrauchens kam erst ums ,jahr #aegj durch spanische ,matrosen aus ,westindien nach ,spanien und wurde #aehf durch englische ,kolonisten aus ,virginien auch nach ,england eingefhrt4 ,als nmlich der englische ,schiffskapitn ,walter ,raleigh #aehd die zu ,ehren der jungfrulichen ,knigin ,elisabeth ,virginia genannte ,kolonie grndete1 fand er das ,rauchen1 wie den ,tabakbau bei den dortigen ,eingeborenen allgemein verbreitet4 ,whrend der ,regierungszeiten ,karls ,,ix41 ,heinrichs ,,iii4 und ,heinrichs ,,iv4 7#aefj-afaj7 kam dann das ,tabakrauchen auch in ,frankreich als betubendes ,linderungsmittel besonders bei ,zahnschmerzen auf1 und zwar wurde das ,kraut damals aus einer ,rohrpfeife mit ,metallknopf geraucht1 wie sie ,nicot aus ,portugal mitgebracht hatte4 ,erst unter der ,regierung ,ludwigs ,,xiii4 7#afaj-afdc7 kam das ,rauchen als ,selbstzweck1 auch ohne als ,linderungsmittel bei ,schmerzen zu dienen1 in ,aufnahme1 obschon viele rzte und ,gelehrte gegen diese abscheuliche8 ,unsitte mit allen ,mitteln des ,spottes zu ,felde zogen4 ,besonders in ,england wurde diese neue ,mode heftig bekmpft1 und ,knig ,jakob ,i41 ,sohn der ,maria ,stuart1 der von #afjc-afbe regierte1 war selbst ein so heftiger ,gegner derselben1 da er eine ,schrift unter dem ,titel ,misokapnos1 d4 h4 ,rauchfeind1 dagegen verfate und zu beweisen versuchte1 da das ,tabakrauchen ein wahres ,hllenwerk sei3 ,erstens18 sagt er darin1 ist es ein ,rauch1 und das sind nach dem ,worte der ,bibel alle ,eitelkeiten der ,welt4 ,zweitens ergtzt es die1 welche es treiben1 gleich andern ,lsten1 welche den ,menschen unfhig machen ihnen zu entsagen4 ,drittens macht es trunken und toll im ,kopfe2 so tun es auch die ,eitelkeiten der ,welt4 ,viertens1 wer raucht1 der sagt1 er knne es nicht lassen1 er sei wie behext2 gerade so ist es mit allen weltlichen ,lsten4 ,fnftens1 das ,tabakrauchen ist der ,hlle gleich in seinem ,wesen2 denn es ist ein stinkendes1 ekelhaftes ,ding48 ,der ,knig schliet mit folgender ,ermahnung an das englische ,volk3 ,wenn endlich1 o ,brger1 noch ,scham in euch ist1 so gebt jenen heillosen ,gebrauch auf1 der der ,schande entsprungen1 aus ,irrtum aufgenommen1 durch ,torheit verbreitet worden ist1 durch den ,gottes ,zorn gereizt1 des ,krpers ,gesundheit zerstrt1 das ,hauswesen zerrttet1 das ,volk im ,vaterlande herabgewrdigt und auswrts verchtlich gemacht wird2 einen ,gebrauch1 der unangenehm in der ,nase1 dem ,gehirn nachteilig1 den ,lungen verderblich und1 wenn ich es recht sagen soll1 durch die schwarzen ,rauchwolken dem ,hllendampfe vollkommen gleicht48 ,der ,nachfolger ,jakobs ,i41 der schlielich vom ,parlament hingerichtete ,knig ,karl ,i4 7#afbe-afdi71 sah die ,tabakfrage nchterner und praktischer an2 er wollte dieses ,laster1 wenn es sich nicht ausrotten lie1 finanziell ausbeuten und machte den ,handel damit zum ,staatsmonopol4 ,er lie es sich wenig kmmern1 ob die ,leidenschaft nach diesem neuen ,genumittel1 die nahezu sein ganzes ,volk ergriffen hatte1 sndhaft sei oder nicht -- wenn sich nur die ,staatskassen1 die auch die seinigen waren1 fllten6 ,gleicherweise wurde auch in ,frankreich1 wo diese neue ,sitte von ,england aus ,fu zu fassen begann1 von der ,regierung dagegen agitiert4 ,so scheute man sich anfnglich ffentlich zu rauchen1 deshalb entstanden in den wichtigsten ,stdten ,frankreichs1 vor allem in ,paris1 besondere1 als tabagies bezeichnete ,lokale fr die ,freunde des ,tabakrauchens4 hnlich war es in den ,stdten ,deutschlands1 in denen dieser ,name bis zur ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts allgemein fr ffentliche ,lokale gebraucht wurde4 ,noch bis zum ,jahre #ahdh wurde das ,rauchen auf offener ,strae in den meisten ,lndern ,europas verboten4 ,in ,frankreich fand das ,rauchen bald solche ,verbreitung1 da man sich nicht scheute1 diesem ,vergngen auch in der ffentlichkeit zu huldigen4 ,und zwar nahm merkwrdigerweise der ,brgerstand und die ,bauersame vor dem ,adel diese ,mode an1 so da es der ,staat bald fr gut befand1 die ,einfuhr des ,tabaks ebenfalls zu besteuern1 was fr ihn eine reiche ,einnahmequelle wurde4 ,ludwig ,,xiii4 7#afaj-afdc7 lie gegen den ,willen seines ,leibarztes ,tabak unter das ,kriegsvolk verteilen1 und ,ludwig ,,xiv4 7#afdc-agae7 befahl sogar whrend seines ,krieges mit ,holland im ,jahre #afgb1 da sich jeder ,soldat mit ,rauchgertschaften zu versehen habe4 ,bei den hheren ,stnden ,frankreichs konnte sich das ,rauchen zunchst nicht recht einbrgern2 dafr kam aber bei ihnen das ,schnupfen auf1 und der ,besitz einer kunstvoll verzierten ,schnupftabaksdose wurde bald zu einem wichtigen ,requisit der ,vornehmen1 das ihnen allerdings die ,brgerlichen bald genug nachahmten4 ,die heute nur noch von manchen lteren ,leuten gebte ,sitte des ,tabakschnupfens verbreitete sich im #ah4 ,jahrhundert durch alle ,volksschichten4 ,sie wurde zuerst in ,frankreich unter ,franz ,,ii4 7#aeei-fj71 und zwar von ,spanien her eingefhrt1 das zu jener ,zeit die erste ,schnupftabakfabrik in ,europa erhielt1 die ,frankreich den ,spaniol8 lieferte4 ,im ,jahre #afcf fhrten spanische ,geistliche das ,tabakschnupfen in ,rom ein1 was indessen den ,papst ,urban ,,iii4 so erboste1 da er eine ,bannbulle gegen diese spanische ,unsitte erlie1 die erst #agbd aufgehoben wurde4 #afeg gab die ,republik ,venedig die ,fabrikation und den ,verschlei des ,schnupftabaks auf ihrem ,territorialgebiete in ,pacht4 ,das ,tabakkauen indessen ist eine europische ,erfindung1 die durch die ,matrosen aufkam und heute noch unter diesen die meisten ,anhnger zhlt4 ,gegen das ,ende des #af4 ,jahrhunderts war das ,rauchen bereits in ,spanien1 ,portugal1 ,england und ,holland durchaus populr4 ,nach ,deutschland kam die erste ,tabakpflanze als ,heilkraut #aefe aus ,frankreich durch ,occo in ,augsburg1 und fnf ,jahre spter1 #aegj1 gelangte sie ebenfalls aus ,frankreich nach ,holland4 ,der hollndische ,arzt ,dr4 ,william van der ,meer in ,delft schrieb ums ,jahr #aeij1 da er damals in ,leiden englische und franzsische ,studenten zuerst habe rauchen gesehen4 ,sie rauchten den ,tabak aus irdenen ,pfeifen1 trotz der ,warnung der rztlichen ,fakultt1 da ihre ,gehirne davon schwarz werden wrden4 ,im ,anfang des #ag4 ,jahrhunderts begann dann der ,gebrauch des ,tabaks in den unteren ,stnden des hollndischen ,volkes allgemein zu werden4 ,das ,kraut wurde zunchst in groen ,mengen aus ,westindien eingefhrt1 bis man im ,jahre #afae es in ,holland selbst zu pflanzen begann4 ,so trank8 bald jedermann ,tabak aus ,gipspfeifen2 selbst minderjhrige ,kinder taten es1 trotz immer wiederkehrender ,proteste besonders der ,theologen und rzte1 die zum grten ,teil von diesem teuflischen ,kraute8 nichts wissen wollten4 #afag wurde der erste ,tabak in ,england1 #afbj im ,elsa1 #afbe in ,lothringen und seit der ,mitte des #ag4 ,jahrhunderts auch in ,deutschland gebaut1 und zwar zuerst in ,baden1 wohin er vom ,elsa her ber den ,rhein gelangt war4 ,tafel #ha4 ,illustration3 ,blhende ,stauden und ein einzelnes ,blatt des auf ,sumatra kultivierten ,tabaks 7,nicotiana tabacum74 ,tafel #hb4 ,illustration3 ,das ,anlegen einer ,tabakpflanzung im ,urwalde ,sumatras4 ,das ,astholz ist verbrannt und dient als ,dnger1 whrend die ,stmme zum ,verfaulen liegenbleiben4 ,um die ,wohnung des ,plantagenbesitzers sind als ,schattenbume verschiedene ,zuckerpalmen stehengeblieben4 ,nchst ,holland war es besonders ,england1 das die ,sitte des ,rauchens rasch aufnahm4 ,durch englische ,hilfstruppen1 welche im ,jahre #afbj nach ,bhmen marschierten1 wurde sie nach ,deutschland gebracht1 dessen ,bevlkerung sich ebenfalls verhltnismig rasch damit befreundete1 obschon auch hier ,staat und ,kirche das neue ,luxus- und ,genumittel zu bekmpfen suchten4 ,doch predigten die ,moralisten umsonst gegen den hollndischen ,rauch84 ,besonders dehnte sich dessen ,gebrauch in der ,pfalz aus1 wo #afbb englische und hollndische ,hilfstruppen sich lngere ,zeit aufhielten und das ,rauchen populr machten4 ,seit #afei wurde zuerst zu ,suhl im ,hennebergischen1 dann seit #afgi in der ,mark ,brandenburg und seit #afig in der ,pfalz und in ,hessen ,tabak angepflanzt4 ,im ,laufe des ,dreiigjhrigen ,krieges1 der von #afah-afdh dauerte1 kam dann durch den ,einflu der ,soldateska und der verwilderten ,sitten das ,rauchen in ,deutschland allgemeiner auf4 ,seit jener ,zeit half kein ,verbot und keine ,strafe mehr gegen die berhandnehmende ,unsitte4 ,dabei wurde der ,tabakbau immer weiter stlich gebracht1 und zwar waren es die ,pflzer1 die nach der auf ,befehl ,ludwigs ,,xiv4 durch den franzsischen ,general ,graf von ,mlac #afhi vorgenommenen ,verwstung ihrer ,heimat auswanderten und dabei den ,tabakbau nach ,thringen1 ,sachsen und ,brandenburg brachten4 ,die ,regierungen erblickten fortan im ,tabakbau eine ergiebige ,finanzquelle und belegten den ,konsum dieses neuen ,genumittels mit hohen ,steuern4 ,tafel #hc4 ,illustration3 ,tabakplantage auf ,sumatra4 ,links ,malaie mit flachem ,korb zum ,einsammeln der ,tabakbltter1 dahinter ,trockenscheuer1 rechts ,transport der getrockneten ,bltter in die ,fermentierscheune4 ,tafel #hd4 ,illustration3 ,reifer ,tabak und ,saatpflanzen desselben auf ,sumatra4 ,blick in eine voll ,tabakbltter hngende ,trockenscheune auf ,sumatra4 ,manche ,frsten haben dann in der ,folge diesem narkotischen ,kraute selbst gehuldigt4 ,so fhrte der sonst so zeremonielle ,kurfrst ,friedrich ,,iii41 seit #agja ,knig ,friedrich ,i4 von ,preuen 7#afhh-agac71 ,tabaksgesellschaften bei ,hofe ein und lie sogar von einem ,knstler das ,bild einer solchen ,zusammenkunft malen1 bei welcher seine ,gemahlin ,sophie ,charlotte selbst dem ,frsten die lange hollndische ,pfeife anzndet4 ,mit weniger ,prunk1 aber mehr ,behagen widmete sich ,friedrich ,wilhelm ,i4 7#agac-agdj7 seinem bekannten ,tabakskollegium1 in welchem beim ,bierkrug und bei langen hollndischen ,tonpfeifen derbe ,wachtstubenwitze und dick aufgetragene ,schwnke erzhlt und belacht wurden4 ,die lustige ,person1 eine ,art ,hofnarr1 in diesem ,tabakskollegium war jener vom ,knige zum ,freiherrn und spttischerweise zum ,prsidenten der ,akademie der ,wissenschaften erhobene gelehrte ,charlatan ,j4 ,p4 von ,gundling1 der sich in der ,trunkenheit bei ,eimbecker ,bier und hollndischem ,tabak zu vielen derben ,spen mibrauchen lassen mute4 ,sein ,nachfolger ,friedrich der ,groe 7#agdj bis #aghf71 der daran als ,kronprinz auch teilnahm1 rauchte zwar nicht1 schnupfte aber dafr nach vornehmer franzsischer ,sitte1 der er eifrig anhing4 ,wie ,england und ,deutschland nahm auch ,dnemark den ,tabaksgenu rasch auf1 whrend in der ,schweiz die ,obrigkeit denselben zunchst1 wenn auch umsonst1 bekmpfte4 ,im ,jahre #affa erlie die ,stadt ,bern strenge ,verordnungen gegen den ,gebrauch des ,tabaks4 ,auch in der ,trkei hatte das ,tabakrauchen1 das #afje zuerst in ,konstantinopel auskam1 anfnglich groe ,schwierigkeiten zu berwinden1 da die ,muftis 7,rechtsgelehrten7 erklrten1 dieser neue ,gebrauch widerspreche den ,vorschriften des ,korans4 ,wer beim ,tabakrauchen erwischt wurde1 dem bohrte man als abschreckendes ,mittel das ,pfeifenrohr quer durch die ,nase4 ,doch selbst diese grausame ,strafe fruchtete nichts gegen die berhandnehmende ,rauchsitte1 so da ,sultan ,murad ,,iv4 im ,jahre #afcj bestimmte1 da jeder1 der des ,tabakrauchens berwiesen werden knne1 gekpft werden solle4 ,dadurch bewirkte er allerdings1 da die gengstigte ,bevlkerung sich notgedrungen vom ,rauchen abwandte1 dafr aber dem nicht verbotenen ,schnupfen des ,tabaks huldigte4 ,sobald aber unter seinem ,nachfolger das ,rauchverbot nicht mehr so streng gehandhabt wurde1 kam auch das ,rauchen wieder auf und hat sich seither dermaen bei den ,osmanen eingebrgert1 da bald der ,trke mit seinem ,tschibuk symbolisch auf den ,ladenschildern der ,tabakverkufer im ,abendlande sich prsentierte4 ,tabakrauchend und kaffeeschlrfend mit bereinandergeschlagenen ,beinen auf seinem ,teppich zu sitzen und sich stundenlang dem trumerischen ,zustande des ,kef hinzugeben1 das ist heute das ,paradies der ,trken auf ,erden4 hnlich grausam wie in der ,trkei ging man in ,ruland gegen die neu aufkommende ,sitte des ,tabakrauchens vor4 ,zar ,feodorowitsch ,romanow bestimmte im ,jahre #afda1 da1 wer auch seiner ,untertanen beim ,tabakrauchen betroffen werde1 ohne weiteres gettet oder ihm wenigstens die ,nase abgeschnitten werden solle4 ,obschon diese strenge ,maregel auch oft genug in die ,tat umgesetzt wurde1 lie sich das russische ,volk so wenig als das trkische davon abbringen1 schlielich doch diese ,unsitte anzunehmen4 ,erst ,feodorowitschs ,enkel1 ,peter der ,groe1 dem die ,englnder #aejjj ,pfund ,sterling 7 #cjjjjj ,mark7 anboten fr die ,erlaubnis1 den ,tabak in ,ruland einfhren zu drfen1 willigte in diesen wenig rhmlichen ,handel ein1 obwohl der ,tabakverkauf vom russischen ,patriarchen verboten war und das ,rauchen noch immer von der ,kirche als sndhaft und unrein verdammt wurde4 ,ja1 dieser rohe ,monarch versprach den ,englndern gegen solch reiche ,bezahlung1 dem ,patriarchen selbst das ,rauchen beizubringen4 ,ob ihm solches gelang1 wird allerdings nicht berichtet2 jedenfalls aber steht die eine ,tatsache fest1 da bald auch das heilige ,ruland mit ,hilfe der profitgierigen ,englnder dem ,rauchteufel erlag1 und heute wird in jenem ,lande so gut wie in der ,trkei und in der ,schweiz von vornehm und gering1 selbst von vielen ,frauen dieser indianischen ,unsitte gehuldigt4 ,nach ,japan brachten die ,portugiesen schon im ,jahre #afje den ,tabak1 der sich von hier aus ebenso schnell ber ganz ,ost- und ,sdasien verbreitete4 ,obschon auch hier1 so in ,japan bereits #afab1 von der ,obrigkeit sehr strenge ,gesetze dagegen erlassen wurden1 fand die ,sitte des ,rauchens bald beim ,volke ,eingang4 ,ebenso war es unter den europischen ,kolonisten in ,nordamerika der ,fall1 wo noch im ,jahre #afej ein ,rauchverbot1 allerdings auch hier umsonst1 erlassen wurde4 ,aller ,warnung zum ,trotz fand das giftige ,kraut seine ,liebhaber1 die sich so an dasselbe gewhnten1 da sie nicht mehr von ihm lassen konnten4 ,auch heute noch fllt es dem daran ,gewhnten leichter1 den ,genu geistiger ,getrnke zu lassen1 als sich das ,rauchen abzugewhnen4 ,diese ,leidenschaft beherrscht eben den ,menschen ganz so wie der gewohnheitsmige ,genu anderer narkotischer ,mittel wie ,opium1 ,morphin1 ,kokain und dergleichen4 ,es sei hier noch kurz bemerkt1 da bei allen ,nationen das ,rauchen zuerst aus ,pfeifen erfolgte und grtenteils noch heute so gebt wird4 ,auch in ,deutschland hat man im #ah4 ,jahrhundert noch ausschlielich aus ,pfeifen geraucht4 ,nur reiche ,leute konnten sich's leisten1 als etwas ,seltenes und ,kostbares eine aus ,holland1 ,england oder ,amerika eingefhrte ,zigarre zu rauchen4 ,als diese ,ausnahmen sich mehrten1 kam ein ,hamburger1 der in ,spanien das ,zigarrenmachen erlernt hatte1 im ,jahre #aghh auf den ,gedanken1 in ,hamburg eine ,zigarrenfabrik zu errichten4 ,doch hatte er zunchst keinerlei ,erfolg4 ,er mute seine ,zigarren verschenken1 um seine ,landsleute auf das ,fabrikat aufmerksam zu machen und ihnen die berzeugung beizubringen1 da auch in ,deutschland hergestellte ,zigarren gut schmeckten4 ,als trotz seiner ,bemhungen das fremdlndische ,fabrikat den ,vorzug behielt1 nahm er seine ,zuflucht zu einem ,betrug1 indem er seine ,zigarren nach ,kuxhaven sandte1 dort auf ,schiffe verladen lie1 die aus ,amerika kamen1 und sie dann als echte amerikanische in ,hamburg in ,empfang nahm4 ,als diese nun zu billigen ,preisen verkauft wurden1 befreundete man sich mit ihnen und rauchte spter1 als die ,sache an den ,tag kam1 auch das einheimische ,fabrikat4 ,so wurde nach und nach das ,zigarrenrauchen in ,deutschland eingefhrt4 ,die echte oder gemeine ,tabakstaude 7,nicotiana tabacum7 gehrt mit den ,petunien1 dem ,stechapfel1 dem ,bilsenkraut1 der weien1 besonders am ,abend stark duftenden ,trompetenblume 7,datura suaveolens71 der ,tollkirsche1 der ,paprikapflanze1 der ,tomate1 der ,eierpflanze 7franz4 aubergine1 ,solanum melongena71 dem ,bitters und der ,kartoffel in die ,familie der ,nachtschattengewchse1 deren ,mitglieder meist durch irgend ein ,gift vor dem ,gefressenwerden durch ,tiere geschtzt sind4 ,sie ist ein einjhriges1 bis #b m hoch werdendes1 aufrechtes ,kraut1 das allseitig mit einfachen und drsigen ,haaren besetzt ist4 ,die frisch unangenehm1 betubend riechenden und scharf bitter schmeckenden ,bltter sind lnglichoval1 ganzrandig und langzugespitzt4 ,sie sind oben dunkel- und unten hellgrn4 ,jede ,pflanze hat deren etwa #aj bis #bj1 von denen die untersten bis #ej cm lang und #aj-ae cm breit werden4 ,die mit trichterfrmiger1 rtlicher ,blumenkrone und fnfzhnigem1 grnem ,kelche versehenen ,blten stehen in ,rispen und erzeugen befruchtet eine zweiklappige ,kapsel mit zahlreichen1 auerordentlich kleinen1 eirunden ,samen1 die auer ,eiweikrpern ziemliche ,mengen eines les enthalten1 das in ,sdruland ausgepret und zu ,beleuchtungszwecken verwendet wird4 ,der ,stengel der ,tabakpflanze ist whrend der ersten ,periode des ,wachstums mit einem klebrigen ,marke gefllt und bricht sehr leicht2 spter wird er holzig und besitzt ein ziemlich groes ,widerstandsvermgen gegen ,bruch1 was fr die ,kultur von groer ,wichtigkeit ist4 ,der runde ,stengel verzweigt sich bei ppigem ,wachstum nur oben2 zuweilen bilden sich aber fr die ,kultur sehr lstige ,seitenschosse in den ,achseln der ,bltter1 die fast nicht oder nur mit ,aufopferung des ,blattes1 aus dessen ,achsel sie entsprangen1 zu entfernen sind4 ,sobald die ,pflanze sich ihrer ,reife nhert1 wird ihre ,lebenskraft hauptschlich dazu verbraucht1 ,wurzelschosse zu treiben1 die alsbald entfernt werden1 um die zu erntenden ,bltter rascher zur ,reife zu bringen und ihnen auch eine heilere ,farbe zu verleihen4 ,ist die ,tabakpflanze auch im wrmeren ,amerika heimisch1 so kann sie gleichwohl an den meisten ,orten der ,erde gezogen werden2 indessen gibt sie nur in beschrnkten ,breiten bessere ,produkte4 ,die dicken und schweren ,bltter1 die sich schon bei uns entwickeln1 sind nur minderwertige ,ware und die ,pflanzen der hheren ,breiten sind nicht mehr zum genureichen ,rauchen zu verwenden4 ,aber auch in viel wrmeren ,gegenden gibt der ,tabak nicht durchaus gleichwertige ,bltter4 ,den berhmtesten ,tabak liefert ,kuba1 wo indessen1 wie berhaupt auf allen westindischen ,inseln mit ,ausnahme von ,portoriko1 die ,tabakkultur zugunsten der ,kultur des ,zuckerrohrs mehr und mehr abnimmt4 ,der berhmte ,havannatabak wird auf einer kleinen ,strecke der ,westkste1 der vuelta abaja1 d4 h4 dem niedrigen ,land8 gebaut1 das sich in #aaj km ,lnge und #cj km ,breite als der beste ,tabakboden der ,welt zwischen dem ,gebirge im ,norden und dem ,meere im ,sden erstreckt4 ,aller verfgbarer ,boden ist hier fr die ,tabakkultur verwendet1 die in ,plantagen von etwa #ac ,hektar ,ausdehnung betrieben wird1 auf der #bj-cj ,mann1 ,farbige und ,weie1 arbeiten4 ,der ,tabak wird whrend des sogenannten ,winters gebaut1 da der geringere ,regenfall und der verminderte ,sonnenschein1 sowie die gegen #aj ,c41 gegenber dem brigen ,teil des ,jahres niedrigere ,temperatur gnstig auf die ,entwicklung des ,aromas der ,tabakbltter1 des ,ruhms von ,havanna1 einwirken4 ,fast der ganze ,ertrag wird in den ,fabriken von ,havanna verarbeitet1 die in der ,regel jedes ,jahr den ,ertrag derselben ,plantage aufkaufen1 wodurch sie in der ,lage sind1 ein ,produkt von mglichst gleicher ,qualitt zu liefern4 ,nirgends trifft man so viel verschiedene ,sorten ,tabak wie in ,havanna1 wodurch natrlich der ,einkauf der ,rohtabake sehr erschwert wird4 ,die am meisten dort geschtzten werden noch ziemlich feucht geraucht1 in einem solchen ,zustande1 da sie sich um sich selbst drehen und ber den ,finger biegen lassen1 ohne zu brechen4 ,manche ,sorten haben im ,fabrikationsorte ,havanna selbst einen ,preis bis zu zwei ,mark und darber das ,stck4 ,andere berhmte ,lagen sind in ,brasilien1 in ,florida1 auf ,sumatra1 hauptschlich im ,distrikt von ,deli und auf ,neu-,guinea4 ,diese ,tabake sind besonders deshalb wertvoll1 weil sie vorzgliche ,deckbltter geben1 die dnn und dennoch fest wie ,handschuhleder sind4 ,groe ,mengen von ,tabak werden auch in ,mexiko1 in den ,staaten ,maryland1 ,virginia und ,kentucky gebaut1 obschon die letzteren1 weil zu schwer1 nur minderklassig sind4 ,in ,europa erzeugt ,ungarn groe ,mengen fr den sterreichischen ,bedarf4 ,vortrefflich ist auch der auf der ,balkanhalbinsel gezogene ,tabak1 an den sich die kleinasiatischen ,sorten anschlieen4 ,hier wird auch eine andere ,art1 der mit kleineren1 runden ,blttern und gelbgrnen1 krzeren ,blten versehene sogenannte ,bauerntabak 7,nicotiana rustica7 angebaut1 der einen ganz ausgezeichneten dnnbltterigen ,tabak liefert2 dieser kommt als trkischer ,tabak in den ,handel und wird nur1 sehr fein geschnitten1 zu ,zigarettentabaken verarbeitet4 ,besonders in gypten nimmt die ,zigarettenindustrie in ,kairo und ,alexandria stndig zu4 ,die ,tabakpflanze stellt sehr hohe ,anforderungen an die ,nhrkraft des ,bodens1 indem ihre grnen ,teile1 besonders die ,bltter1 ungemein reich an mineralischen ,bestandteilen sind2 auerdem enthalten sie die starken narkotischen ,gifte ,nikotin und ,nikotianin1 auf deren ,einverleibung im wesentlichen die ,wirkung des ,rauchens beruht4 ,durch jene ,gifte wird wohl das ,nervensystem etwas beruhigt1 das ,empfinden und ,wollen angeregt1 aber als ungnstige ,nebenwirkung die ,herzttigkeit beschleunigt und der ,blutdruck erhht4 ,das ,schnupfen des ,tabaks ruft weit weniger ,allgemeinerscheinungen hervor1 weil die bald eintretende ,verdickung der ,nasenschleimhaut die ,aufsaugung des ,nikotins verhindert4 ,der ,tabak gehrt also mit dem ,alkohol zu den zweifellos schdlichen ,genumitteln4 ,je besser die ,sorte1 um so geringer sind die ,giftwirkungen1 da geringe ,tabaksorten reicher an ,nikotin zu sein pflegen als die feinen4 ,dieselbe ,beschaffenheit des ,bodens und ,klimas1 die die ,bildung dieses ,giftes begnstigt1 wirkt zugleich ungnstig auf die ,entwicklung des ,aromas4 ,deshalb ist eine stark nikotinhaltige ,tabakpflanze gleichzeitig weniger aromatisch1 wie z4 ,b4 die ,virginia mit gegen #f ,prozent ,nikotin1 whrend ein geringer ,nikotingehalt von nur #b ,prozent1 wie bei der ,havanna1 ,hand in ,hand mit der strksten ,ausbildung des ,aromas geht4 ,je grer der ,abstand der ,pflanzen untereinander ist1 je weniger ,bltter ihnen gelassen werden1 je hher die ,bltter am ,stengel sitzen und je spter sie gepflckt werden1 desto grer ist im allgemeinen ihr ,nikotingehalt und desto geringer ihr ,aroma4 ,da nun ein mglichst geringer ,nikotingehalt und ein mglichst feines ,aroma zu erstreben sind1 mssen alle die ,zunahme des ,nikotins begnstigenden ,faktoren vermieden werden4 ,die ,luft soll feucht sein und die ,pflanze soll zunchst viel ,regen erhalten1 bis sich die ,bltter zu entwickeln beginnen2 dann schaden allerdings starke ,regengsse1 indem die ,bltter ein geringes ,aroma und unerwnscht dicke ,blattnerven bekommen1 sich auch weniger gnstig beim ,trocknen und ,gren verhalten4 ,da stehendes ,wasser dem ,tabak sehr nachteilig ist1 so mu der ,boden1 auf dem ,tabak gepflanzt werden soll1 leicht durchlssig sein und darf nicht im berschwemmungsgebiet der ,flsse liegen4 ,am geeignetsten ist etwas welliges ,terrain4 ,kalk darf darin nur in geringen ,mengen enthalten sein1 dagegen ist ,kalireichtum gnstig1 da erfahrungsgem die ,gte des ,tabaks durch einen hohen ,gehalt an diesem ,alkali bedingt wird4 ,stickstoff- und ,chlorreichtum vermindern die ,brennbarkeit des ,tabaks und setzen sein ,aroma herab4 ,das ,gedeihen eines guten ,tabaks ist also unabhngig von ,dngungsmitteln1 im ,gegensatz zu anderen ,pflanzen1 z4 ,b4 ,getreide und ,gemse4 hnlich wie beim ,weinbau bedingt die rtlichkeit zu einem groen ,teil den ,erfolg4 ,aber auch in der besten ,lage sind nicht alle ,bltter einer ,tabakpflanze von derselben ,gte1 sondern die der ,mitte des ,stengels entnommenen sind1 was ,brennbarkeit und ,aroma anlangt1 die besten2 deshalb werden sie als ,bestgut8 bezeichnet4 ,der erfolgreiche ,anbau des ,tabaks verlangt groe ,sorgfalt und ,pflege4 ,die ,anzucht im ,grobetriebe erfolgt in besonderen ,saatbeeten1 die sowohl gegen bermige ,sonnenbestrahlung als auch gegen die heftigen ,regengsse1 wie sie bekanntlich in den ,tropen hufig sind1 geschtzt werden mssen4 ,deshalb bedeckt man sie mit auf ,stangen von #a-a1e m ,hhe befestigten schrgen ,dchern1 die den ,durchgang der ntigen ,luft nicht behindern4 ,nach drei ,wochen werden die ,keimpflnzchen mglichst schnell an ihren definitiven ,standort berfhrt und hier etwa zwei ,wochen lang1 bis sie erstarkt sind1 zum ,schutze gegen ,witterungseinflsse mit dtenfrmigen ,holzmtzen bedeckt4 ,nach etwa #ge ,tagen ist die ,pflanze ausgewachsen und wird geerntet1 wobei seltener die reifen ,bltter1 sondern meist die ganzen ,pflanzen abgeschnitten1 in ,bndel gebunden und entweder an der freien ,luft oder durch ,feuerwrme in ,trockenhusern getrocknet werden4 ,sie verlieren dabei ihren ,strkegehalt und erlangen die gewnschte braune ,farbe4 ,dann werden die ,bltter vom ,stengel abgebrochen -- wenn sie es nicht schon waren -- und dabei zugleich nach ihrer ,qualitt sortiert1 um dann abermals zu ,bndeln vereinigt und in geschlossenen ,rumen zu groen ,haufen1 sogenannten ,stcken1 aufeinander geschichtet zu werden1 die #ajj-hjj ,zentner ,tabakbltter umfassen4 ,hier machen sie eine von besonderen ,bakterien hervorgerufene ,grung durch1 wobei diejenigen aromatischen ,verbindungen entstehen1 durch welche der fertige ,tabak beim ,rauchen den angenehmen ,geruch und ,geschmack erhlt1 weicher zum ,bearbeiten wird und gleichmiger gefrbt erscheint4 ,zugleich wird der ,gehalt an dem uerst giftigen ,nikotin um etwa #cj ,prozent der ursprnglich vorhandenen ,menge desselben herabgesetzt4 ,dabei tritt in einem feuchten ,klima ein ,schwitzen8 genanntes ,austreten eines klebrigen ,stoffes auf1 was in einem trockenen dagegen unterbleibt4 ,den ,beginn der ,grung 7,fermentation7 erkennt man an einer ,wrmezunahme1 welche im ,innern des ,stockes am bedeutendsten ist und daselbst bis #ej ,c4 und mehr steigen kann4 ,sobald dies eingetreten ist1 nimmt man die ,bndel auseinander und baut aus ihnen einen neuen ,stock auf1 in welchem die bisher im ,innern befindlichen ,bndel an die ,auenseiten gelegt werden4 ,derartige ,umlagerungen werden wiederholt vorgenommen1 damit jedes ,bndel in annhernd gleicher ,strke fermentiert wird4 ,ist dies geschehen1 so werden die ,stcke je nach ,sorten1 ,klima und ,witterungsverhltnissen entweder ganz auseinander genommen1 um weiter verarbeitet zu werden1 oder abermals in kleineren ,partien zusammengelegt1 wobei noch eine zweite ,fermentation stattfindet4 ,nheres ber die ,einzelheiten bei diesem ,vorgang findet sich im ,abschnitt ber die ,grungserreger4 ,nach der ,fermentation werden die ,bltter gelftet1 getrocknet und schlielich in ,fsser verpackt1 um in die ,tabakmanufakturen zu gelangen1 wo die schlechteren ,sorten oft noch zur weiteren ,herabsetzung des ,nikotingehaltes ausgelaugt und zur ,verstrkung des ,aromas gesaucet81 d4 h4 mit verschiedenen1 meist opiumhaltigen ,brhen behandelt werden4 ,fr ,deutschland ist ,bremen ein ,haupthandelsort fr ,tabak4 ,dort gibt es die grten ,tabak- und ,zigarrenfabriken ,europas4 ,whrend heute berall in den ,tabak produzierenden ,lndern der rtlich blhende echte oder gemeine ,tabak gebaut wird1 pflanzt man im ,orient1 sowie in ,nordafrika den nur #a m ,hhe erreichenden1 gelblich blhenden ,bauern- oder trkischen ,tabak 7,nicotiana rustica71 der in ,mexiko seine ,heimat hat4 ,wir sahen bereits1 da er den trkischen oder ,latakiatabak liefert4 ,die ,kultur ist dieselbe wie beim echten ,tabak1 und an ihm werden1 gleicherweise wie bei jenem1 gelegentlich eine ,reihe von durch winzige ,spaltpilze hervorgerufene ,krankheiten beobachtet1 unter denen der sogenannte ,spickel81 sowie der ,blattfleckenrost und eine dritte ,blattfleckenkrankheit die wichtigsten sind4 ,entsprechend dem groen ,verbrauch des ,tabaks ist sein ,anbau ein ganz bedeutender und betrgt auf der ganzen ,erde wenigstens #eej ,millionen kg1 wovon auf die ,vereinigten ,staaten von ,nordamerika #bbe ,millionen kg1 auf ,britisch-,ostindien #agb ,millionen kg und auf ,deutschland #dj ,millionen kg entfallen4 ,auerdem fhrte ,deutschland im ,jahre #aijf fr #abj ,millionen ,mark unbearbeitete ,tabakbltter ein4 ,auf den ,kopf der ,bevlkerung kommen daselbst jhrlich fast #b kg ,tabak4 ,was nun endlich die ,verarbeitung des ,tabaks betrifft1 so beginnt man beim ,rauchtabak mit einer genauen ,sortierung der ,bltter nach der ,farbe1 wobei man die ,bltter mischt1 um die gewnschte ,qualitt zu bekommen4 ,darauf werden die ,bltter angefeuchtet1 um ihnen die ntige ,elastizitt zu erteilen1 und zwischen ,walzen gepret1 auf ,rollen gesponnen oder sofort geschnitten4 ,bei der ,zigarrenfabrikation wird zum ,innenblatt eine geringere ,qualitt1 zum ,deckblatt dagegen eine bessere1 vielfach mit hellen ,flecken versehene1 genommen4 ,letztere entstehen in der ,natur durch ,tautropfen1 die den ,sonnenstrahlen als ,brennglas dienen2 dem ,publikum zuliebe werden sie vielfach auch knstlich durch ,einwirkung von ,salpetersure erzeugt4 ,das ,schneiden der ,deckbltter erfordert viel bung und ein gutes ,auge1 da man trachten mu1 aus einem ,blatt so viel ,deckbltter wie mglich herauszuschneiden4 ,das ,ganze wird dann durch ,maschinen gerollt4 ,danach werden die ,zigarren an der ,sonne oder am ,ofen getrocknet1 je nach ,farbe und ,sauberkeit des ,deckblatts sortiert und in ,kistchen verpackt4 ,illustration3 ,tafel #he4 ,das ,sortieren der ,tabakbltter nach ,lnge und ,farbe auf einer ,tabakplantage ,sumatras4 ,tafel #hf4 ,illustration3 ,die zum ,fermentieren in ,haufen gelegten ,tabakbltter auf einer ,tabakplantage ,sumatras4 ,blick in einen ,arbeitsraum der ,zigarettenfabrik ,leopold ,engelhardt in ,bremen4 ,die ,zigarren mssen an einem trocknen ,orte aufbewahrt werden1 da sie sonst leicht schimmeln4 ,im allgemeinen werden sie durch das ,aufbewahren besser1 erstens1 weil sie dabei vollkommen trocken werden1 und zweitens1 weil in ihnen eine leichte ,nachgrung stattfindet4 ,nach einer bestimmten ,zeit verliert aber die ,zigarre wieder an ,gte1 weil sie brchig wird und das ,aroma sich wieder verflchtigt4 ,die frher meist vom ,raucher selbst gedrehten ,zigaretten werden jetzt meist mit ,maschinen hergestellt4 ,zur ,fabrikation des ,zigarettenpapiers werden gewhnlich sehr feine leinene ,lumpen verwendet1 die sorgfltig gereinigt werden4 ,statt des ,papiers werden manchmal auch die allerfeinsten ,tabakbltter als ,hlle verwendet4 ,diese sogenannten ,zigarillos haben vor den brigen ,zigaretten den ,vorzug1 da bei ihnen der unangenehme ,papiergeschmack wegfllt4 ,bei der ,herstellung von ,kautabaken werden die ,bltter mit ,salz1 ,sirup1 ,zucker1 ,rum1 ,salmiak1 dem ,fruchtfleisch der ,tamarinde1 ,anis1 ,gummi1 ,dextrin1 allerlei therischen len usw4 versetzt2 dem ,schnupftabak setzt man meist nur ,salmiak und ,pottasche zu4 ,fr die ,fabrikation des letzteren whlt man die schwrzesten ,tabaksorten und von diesen die dicksten und fleischigsten ,bltter von nicht zu heller ,farbe4 ,nachdem die ,bltter einen ,grungsproze von verschieden langer ,dauer durchgemacht und die betreffenden ,zustze erhalten haben1 werden sie an der ,luft getrocknet1 geschnitten und fein gestampft oder in ,mhlen fein gemahlen4 ,dann wird der ,schnupftabak gesiebt1 parfmiert und verpackt4 ,die ersten ,rauch- und ,schnupftabakfabriken in ,deutschland entstanden in der ersten ,hlfte des #ah4 ,jahrhunderts1 die ersten ,zigarrenfabriken in ,hamburg und ,bremen gegen das ,ende des #ah4 und den ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts4 ,die ,stadt ,bremen besa #ahea bereits #bha ,fabriken mit #ecjj ,arbeitern4 ,in ,sachsen entstand die erste ,zigarrenfabrik #ahbe1 in ,baden #ahdc4 ,als in den ,jahren #aheb und #ahed ,braunschweig und ,hannover dem ,zollverein beitraten1 wurden die hanseatischen ,fabriken in das ,zollinland verlegt und in ,hamburg und ,bremen nur noch die besten ,sorten hergestellt4 ,seit der ,mitte der #ahfj;er ,jahre wurden die ,tabakfabriken mehr und mehr aus den groen ,stdten auf das ,land und in die kleineren ,stdte verlegt4 ,begreiflicherweise hat der ,fiskus einen so allgemein beliebten ,luxusartikel ausgiebig besteuert4 ,so bildet die ,tabaksteuer eine bedeutende ,einnahmequelle aller ,kulturstaaten4 ,einige ,regierungen1 wie in ,europa sterreich-,ungarn1 ,frankreich1 ,italien1 ,spanien1 ,portugal1 ,serbien und ,rumnien1 haben sich sogar das ,monopol auf die ,tabakindustrie und den ,tabakverkauf reserviert1 um auf diese ,weise einen mglichst groen ,profit aus dem ,tabak zu ziehen4 ,in ,england1 ,ruland und der ,trkei steht der ,tabak unter staatlicher ,aufsicht2 in den brigen ,lndern dagegen ist er frei4 ,,xviii4 ,die ,grungserreger4 ,auer den greren und kleineren ,nutzgewchsen1 die jeder zu sehen imstande ist1 gibt es solche von mikroskopischer ,kleinheit1 ber deren ,vorhandensein1 ,lebensweise und ,bedeutung wir erst seit wenigen ,jahrzehnten unterrichtet sind4 ,schon sehr lange kannte und verwandte man zwar die verschiedenen ,grungen1 ohne auch nur die mindeste ,ahnung davon zu haben1 da sie durch lebende ,wesen1 durch dem unbewaffneten ,auge unsichtbare winzige1 einzeilige ,pilze bewirkt werden4 ,schon im ,jahre #afhj hatte zwar der ,hollnder ,leeuwenhoek beim ,betrachten von ,hefe unter dem kurz vorher vom ,middelburger ,brillenmacher ,zacharias ,jansen erfundenen ,mikroskop die ,hefezellen als winzige ,kgelchen erkannt und beschrieben1 aber weder er noch andere seiner ,zeitgenossen1 die dasselbe beobachteten1 wuten irgend etwas von einem ,zusammenhange dieser winzigen ,kgelchen mit der ,grung1 die ihnen ein vllig unerklrlicher ,proze war4 ,bald hernach1 nmlich schon im ,jahre #afig hat zwar als erster der deutsche ,chemiker ,stahl eine ,erklrung des ,wesens der ,grung zu geben versucht1 indem er dabei in innerer ,bewegung begriffene ,krperchen annahm1 die diese ,bewegung dann auf jene ,krper bertragen1 die dadurch der ,grung unterliegen und durch sie verndert werden4 ,mit dem ,aufkommen der ,wissenschaft der ,chemie vermutete man beim ,grungsprozesse einen bis dahin unbekannten chemischen ,proze1 dem man auf die verschiedenste ,weise beizukommen versuchte4 ,das ,rtsel lie sich aber nicht lsen1 so sehr man sich auch alle ,mhe gab1 dahinter zu kommen4 ,vor allem suchten die hervorragenden ,chemiker ,frankreichs1 so ,lavoisier1 ,dumas und ,gay-,lussac1 die bei der ,grung erzeugten ,zersetzungsprodukte festzustellen1 ohne sich ber die fr sie noch immer unergrndliche ,ursache derselben weitere ,gedanken zu machen4 ,erst im ,jahre #ahcg gelang es ganz unabhngig voneinander dem ,deutschen ,theodor ,schwann und dem ,franzosen ,cagniard-,latour die winzigen1 nur bei sehr starker ,vergrerung deutlicher sichtbaren ,kgelchen1 die schon ,leeuwenhoek beobachtet1 aber nicht zu deuten gewut hatte1 als einzeilige ,lebewesen aus der ,pflanzengattung der ,pilze festzustellen und in ihnen die ,urheber der ,grung zu vermuten4 ,als dritter im ,bunde kam dann noch der ,deutsche ,ktzing hinzu1 der seine wesentlichsten ,feststellungen schon einige ,jahre vorher gemacht hatte1 aber seine ,beobachtungen erst nach der ,verffentlichung der ,arbeiten der beiden vorgenannten ,forscher verffentlichte4 ,diese beraus wichtige ,entdeckung von der belebten ,natur der ,hefe wurde von den damals tonangebenden ,chemikern1 dem ,schweden ,berzelius und den ,deutschen ,liebig und ,whler1 nicht nur nicht anerkannt1 sondern geradezu ins ,lcherliche gezogen4 ,die ,idee1 da lebende ,keime und nicht chemische ,vorgnge der ,grung zugrunde liegen1 wurde von ihnen und von zahlreichen anderen leidenschaftlich bekmpft1 bis nach zwanzigjhrigem ,zweifel an dieser ,tatsache der groe ,louis ,pasteur #aheg die ,entdeckung ,schwanns und seiner beiden ,genossen mit aller ,sicherheit besttigte und auer ,frage stellte1 da alle ,grungen durch winzige ,pilze bedingt werden1 deren ,lebensproze jene chemisch festzustellenden ,vernderungen der von ihnen befallenen ,massen auslst1 indem die ,grungserreger bestimmte ,fermente als chemische ,produkte ausscheiden1 die dann losgelst von den ,zellen jene ,vernderungen bewirken4 ,dem ,mnchener ,hygieniker ,eduard ,buchner gelang es als erstem nicht nur das ,ferment der ,alkoholgrung in den ,hefezellen selbst zu finden1 sondern es auch nach ,zerstrung der ,zellwnde vermittelst ,zerreibens mit scharfem ,sande und nachherigem ,auspressen unter hohem ,drucke in einer hydraulischen ,presse und ,filtrieren durch ,porzellanfilter1 die keine lebende ,hefezelle hindurchlassen1 zu isolieren und in feste ,form zu bringen1 in der sie lange ,zeit haltbar ist4 ,er wies auch nach1 da es durch gewisse ,gifte1 wie beispielsweise ,aceton1 gelingt1 die ,hefe mit ,vermeidung einer vorhergehenden ,schdigung der ,zelle zu tten1 ohne da das in der ,zelle befindliche ,ferment seine ,wirksamkeit eingebt htte4 ,wie er zu zeigen vermochte1 geht im allgemeinen das ,ferment beim ,absterben whrend des ,todeskampfes zugrunde4 ,nur bei ,anwendung von momentan ttenden ,giften bleibt das ,ferment in voller ,wirksamkeit in der ,zelle erhalten1 so da sich auch auf diese ,weise eine sogenannte ,dauerhefe8 gewinnen lt1 die das ,aussehen und die ,wirksamkeit der lebenden hat1 obschon die ,zellen1 die sie erzeugten1 tot sind und sich nicht mehr wie sonst beim ,grungsprozesse weiter vermehren4 ,illustration3 ,bild #dg und #dh4 ,hefen4 ,i4 ,gewhnliche ,bierhefe 7,kulturhefe1 ,saccharomyces cerevisiae74 a ,hefezellen mit ,sporen im ,innern1 b ,hefezellen in ,sprossung4 ,,ii4 ,verschiedene sogenannte ,wilde ,hefen4 a ,hefezellen mit ,sporen im ,innern1 b ,sprossende ,hefezellen4 7,originalzeichnung von ,dr4 ,schnegg in ,weihenstephan47 ,die ,hefepilze gehren seit den grundlegenden ,untersuchungen von ,ree im ,jahre #ahgj zu den ,askomyzeten oder ,schlauchpilzen1 so genannt1 weil sie ihre als ,endosporen bezeichneten ,fruchtkrper in ,schluchen bilden4 ,diese sind bei den einzelligen1 sich fr gewhnlich durch ,sprossung vermehrenden und1 nur bei ,aufhebung der ,mglichkeit weiterzuleben1 solche ,sporen als uerst widerstandsfhige ,dauerzustnde hervorbringenden ,hefepilzen kurz4 ,von ihrer ,fhigkeit1 den ,traubenzucker beispielsweise des ,mostes in fast genau gleiche ,teile von ,kohlensure und thylalkohol zu spalten1 nennt man sie nach ,meyer auch ,saccharomyzeten oder ,zuckerpilze4 ,von ihnen gibt es eine ,unzahl von ,rassen1 ,varietten und ,spielarten1 die wir erst nach ,entdeckung des ,verfahrens der ,reinkultur von ,mikroben durch ,robert ,koch zu ,ende der achtziger ,jahre des vorigen ,jahrhunderts durch die beraus mhevollen ,untersuchungen des ,dnen ,emil ,christian ,hansen unterscheiden lernten4 ,diese ,neuerung ist fr die ,industrie von der weitgehendsten ,bedeutung1 weil die verschiedenen ,spielarten der ,hefe durchaus nicht alle gleich gut und fr die ,technik zu gebrauchen sind4 ,seit langem wei man1 da unter ,umstnden auch echte ,hefen sich als unangenehme und schdliche ,gste beim ,grungsprozesse einfinden knnen und durch ihre ,ttigkeit die ,gte des ,grproduktes erheblich beeintrchtigen1 ja geradezu verderben knnen4 ,infolgedessen hat man vor allem in der ,bierbrauerei danach gestrebt1 die einmal fr gut befundenen ,hefen in ihrer ,eigenart zu erhalten und sie frei von ,verunreinigung durch unerwnschte wilde ,hefearten1 wie sie sich berall in der ,natur vorfinden1 weiter zu zchten4 ,erst durch die ,arbeiten von ,hansen sind wir in den ,stand gesetzt1 aus einer einzigen ,zelle der guten ,hefe eine immer gleichbleibende gute ,rasse zu zchten1 die mit ,sicherheit gute ,grprodukte liefert4 ,dadurch wurde die ganze ,brauindustrie revolutioniert1 und auch bei der ,weinbereitung und ,brennerei fangen ,reinhefen an1 eine immer grere ,rolle zu spielen4 ,die ,hefepilze1 deren fr die technische ,verwertung beste ,sorten wie die ,bierhefepilze 7,saccharomyces cerevisiae und der etwas kleinere ,s4 ellipsoideus7 kugelig bis eirund und nur ausnahmsweise wurstfrmig langgestreckt sind wie der ,pasteursche ,zuckerpilz 7,saccharomyces pasteurianus71 siedeln sich entweder am ,boden der von ihnen zu vergrenden ,flssigkeiten an wie die ,unterhefen1 oder sie verteilen sich in der ganzen ,flssigkeit1 knnen sich aber auch schlielich unter gewissen ,bedingungen als ,haut auf der ,oberflche der grenden ,lsung sammeln4 ,dies geschieht bei den echten ,hefen besonders bei reichlicher ,luftzufuhr4 ,es gibt aber einige langgestreckte ,schlauchpilze1 bei denen diese ,wuchsform die ,regel ist1 wie beispielsweise bei dem sich auf ,bier und ,wein ansiedelnden ,kahmpilz 7,saccharomyces mycoderma71 der die ,grfhigkeit berhaupt eingebt hat und den ,zucker der ,nhrlsung1 in der er lebt1 direkt in ,kohlensure und ,wasser spaltet1 wodurch er dem ,grgewerbe schdlich wird4 ,da den ,hefepilzen als ,schmarotzern das ,chlorophyll oder ,blattgrn fehlt1 knnen sie ihren ,krper nicht wie die ,pflanzen aus unorganischen ,stoffen aufbauen1 sondern bedrfen dazu wie die ,tiere komplizierter zusammengesetzter1 von mit ,chlorophyll ausgestatteten ,pflanzen im ,sonnenlichte aufgebauter organischer8 ,nhrstoffe1 die sich ihnen in den in der ,natur weitverbreiteten ,zuckerlsungen darbieten4 ,diese enthalten daneben stets auch etwas ,eiwei oder ,abbauprodukte desselben1 sogenannte ,aminosuren1 denen sie ihren ,stickstoffbedarf entnehmen1 und ,salze mit ,kalium1 ,magnesium1 ,eisen1 ,phosphor und ,schwefel1 die zu ihrem ,gedeihen durchaus erforderlich sind4 ,daraus folgt1 wie ,pasteur zuerst feststellte1 da die ,hefe in reinen ,zuckerlsungen nicht grt1 sondern aus ,mangel an stickstoffhaltigen ,nahrungsmitteln und ,nhrsalzen sehr bald zugrunde geht4 ,in einer ihr zusagenden und fr ihr ,gedeihen erforderlichen ,nhrlsung mssen aber durchaus alle jene ,stoffe enthalten sein1 die zum ,lebensprozesse der ,zellen1 zu ihrem ,wachstum und ihrer ,vermehrung notwendig sind4 ,eine besonders wichtige ,rolle im ,stoffwechsel der ,hefepilze und infolgedessen beim ,vorgang der ,grung spielt der ,sauerstoff1 der ja fr den ,lebensproze jeder ,zelle und jedes ,organismus berhaupt1 sei es ,pflanze oder ,tier1 ein vllig unentbehrlicher ,stoff ist1 da nur er die ,oxydation1 d4 h4 die ,verbrennung in den ,geweben ermglicht1 die die ,quelle aller ,leistungen in den lebenden ,krpern bildet4 ,so verbrennen auch die ,hefepilze den ihnen in der ,nhrlsung dargebotenen ,kohlenstoff zu ,kohlensure wie es jeder lebende ,organismus tut4 ,es geht also immer ein ,teil des von ihnen zersetzten ,zuckers fr die ,umsetzung in ,alkohol verloren und wird damit die ,ausbeute der ,grung bis zu einem gewissen ,grade beeintrchtigt4 ,pasteur1 dem wir die grundlegenden ,untersuchungen ber den ,lebensproze der ,hefepilze verdanken1 behauptete1 da die ,hefe nur dann gre1 wenn ihr die ,luft abgeschnitten werde4 ,bei gengender ,zufuhr von ,sauerstoff habe die ,hefe einen ,stoffwechsel wie andere ,pilze1 indem sie ausschlielich den dargebotenen ,zucker verbrenne2 sobald aber der ,sauerstoff fehle1 msse sie den ,zucker1 den sie nicht mehr direkt verbrennen kann1 durch ,grung1 zu der ,sauerstoff nicht ntig ist1 umsetzen1 um ihn zu einer ,energiequelle zu gestalten4 ber diese ,pasteursche ,theorie1 wonach die ,grung ein ,leben der ,hefe ohne ,luft sei1 wurde lange ,zeit hindurch aufs heftigste gestritten1 bis man schlielich erkannte1 da diese ,annahme falsch war und ,hefe bei ,anwesenheit von ,sauerstoff ebensogut grt wie bei ,abschlu desselben4 ,da andererseits der ,sauerstoff zum ,leben und zur ,vermehrung der ,hefe absolut ntig sei1 darber hatte schon ,pasteur keinen ,zweifel gehabt4 ,von seiner ,theorie blieben an ,tatsachen nur zwei brig1 nmlich erstens1 da ganz junge ,hefe bei reichlichem ,luftzutritt tatschlich schlecht grt1 weil sie sich zu ppig entwickelt1 und zweitens1 da auch unter gnstigeren ,bedingungen bei ,luftzutritt die einzelnen ,hefezellen etwas weniger ,alkohol liefern als bei ,abschlu der ,luft4 ,aber andererseits wird die ,vermehrung der ,zellen durch den ,zutritt von ,luft so sehr gesteigert1 da trotz dieser verminderten ,leistung der ,einzelzelle die ,gesamtausbeute bei ,anwesenheit von ,luft besser ist als bei ,fehlen derselben4 ,nun hat besonders ,stoklasa in ,prag nachgewiesen1 da die ,fhigkeit1 bei ,luftabschlu alkoholbildende ,fermente zu erzeugen1 nicht nur verschiedenen ,pilzen1 speziell ,schimmelpilzen aus der ,gattung ,mucor1 die ebenfalls gren1 wenn auch schwcher als ,hefe1 zukommt1 sondern sich auch bei ,rben1 ,kartoffeln usw4 nachweisen lt4 ,diese ,fhigkeit scheint also eine weitverbreitete ,eigenschaft der lebenden ,substanz zu sein4 ,dann wre die einzige ,besonderheit der echten ,hefepilze nur noch die1 da sie diese ,ttigkeit auch bei ,anwesenheit von ,sauerstoff fortsetzen4 ,wir drfen also annehmen1 da diese sich aus ,pilzen entwickelten1 die die ,fhigkeit1 gelegentlich auch bei ,luftabschlu ,zucker zu spalten und ,alkohol und ,kohlensure daraus zu bilden1 in weitgehendem ,mae ausbildeten4 ,whrend aber diese ,fhigkeit bei allen weniger weit in diesem ,prozesse vorgeschrittenen ,pilzen1 z4 ,b4 den ,mucorarten1 bei ,luftanwesenheit verschwand1 ging die ,anpassung an ein solches ,vermgen bei den ,hefepilzen so weit1 da die ,fhigkeit der ,spaltung von ,zucker in ,alkohol und ,kohlensure auch bei ,anwesenheit von ,luft weiterbestand4 ,die ,bedeutung der ,grung fr die ,hefe selbst ist demnach die1 da sie ihren ,energiebedarf ohne ,anwesenheit von ,sauerstoff decken kann4 ,an ,stelle der richtigen ,verbrennung der ,nhrstoffe1 wie sie sonst bei allen ,lebewesen1 besonders den nichtgrenden ,pilzen und ,tieren1 herrscht1 tritt hier als ,energiequelle die einfache ,aufspaltung ohne ,sauerstoff4 ,auf diese ,weise rckt ,pasteurs ,theorie in ein ganz anderes ,licht4 ,die ,grung der ,hefe ist zwar nicht an sich ein ,leben ohne ,luft1 wohl aber gewhrleistet die ,bildung dieses ,fermentes der ,zelle ein ,leben ohne ,luft4 ,das ist zwar etwas sehr hnliches1 aber es besteht doch der wichtige ,unterschied1 da die ,hefepilze dieses ,mittel auch dann noch anwenden1 wenn sie es nicht gerade brauchen1 wenn ihnen also ,sauerstoff zur ,verfgung steht4 ,schlielich gehen die ,hefepilze in ihrem eigenen ,produkte1 dem ,alkohol1 wenn er in einer bestimmten ,konzentration in der von ihnen besiedelten ,nhrlsung gebildet ist1 zugrunde4 ,ihre ,empfindlichkeit dagegen ist eine ziemlich groe2 denn durchschnittlich erlischt die ,grung1 sobald der ,gehalt an ,alkohol #ab-ae ,prozent erreicht hat4 ,den geringsten ,alkoholgehalt ertragen ,obstwein- und ,bierhefen1 einen mittleren ,weinhefen2 nur manche ,sdweinhefen vertragen eine ,alkoholanreicherung bis zu #ah ,prozent und ,brennereihefen bis #bj ,prozent2 einzig die japanische ,sakehefe1 die ein starkes ,reisbier mit weinigem ,charakter erzeugt1 soll sogar bei #bd ,prozent ,alkoholgehalt noch gren4 ,dieses wechselnde ,verhalten der ,hefen gegen den von ihnen gebildeten ,alkohol zeigt ihre beraus groe ,vernderlichkeit gegen die verschiedensten ,einflsse1 was ihrer technischen ,verwendung in hohem ,mae zugute kommt4 ,je nach dem ,zwecke1 den der ,grtechniker verfolgt1 kann er die verschiedenartigsten ,hefen in ,anwendung bringen2 und diese in mglichster ,vollkommenheit zu zchten1 ist seine vornehmste ,aufgabe4 ,die beiden wichtigsten ,funktionen der ,hefe sind die ,vermehrung1 die mit intensivem ,sauerstoffverbrauch einhergeht1 und die ,grung4 ,rasch wachsende ,hefen gren schlecht1 langsam wachsende dagegen gut4 ,diesen beiden ,endzustnden entsprechen zwei ,typen3 einerseits die sehr rasch wachsende1 wie man sagt geile8 ,lufthefe1 die zu ,bckereizwecken verwendet wird4 ,ihr darin nahe kommt die schnell vergrende ,brennereihefe1 die aber im ,gegensatz zu jener eine hohe ,temperatur verlangt4 ,und andererseits die uerst langsam wachsende1 faule81 aber sehr ausgiebig vergrende bayerische untergrige ,bierhefe1 die aber dazu im ,gegensatz zur vorigen einer niederen ,temperatur bedarf4 ,auch gegen den ,zuckergehalt ist die ,resistenz der verschiedenen ,hefearten eine sehr wechselnde4 ,die meisten knnen schon bei #dj bis #ej ,prozent ,zucker nicht mehr vergren1 andere1 die schwere ,sweine bilden1 knnen noch #fj ,prozent und darber vertragen4 ,neben der ,zymase1 welche die ,grkraft der einzelnen ,heferassen bedingt1 enthalten alle ,hefen noch andere ,fermente1 die auf verschiedene ,kohlehydrate spaltend wirken1 mit dem ,endziel1 sie alle in vergrbaren ,zucker zu verwandeln4 ,bei den meisten sind nur diejenigen ,fermente in wirksamer ,menge vorhanden1 die die hheren ,zuckerarten spalten1 nmlich die ,maltase1 die ,malzzucker in ,traubenzucker1 und die ,invertase1 die ,rohrzucker in ,traubenzucker und ,fruchtzucker berfhrt4 ,sprlicher sind die bisher auch weniger eingehend studierten ,fermente1 die die ,dextrine angreifen1 und nur bei wenigen sind solche vorhanden1 die den ,milchzucker einerseits und die ,strke andererseits angreifen4 ,letztere ,eigenschaft kommt besonders der tonkinesischen ,hefe zu1 die einen ,pilz 7,amylomyces rouxii7 enthlt4 ,schon lange unterscheidet man in der ,praxis der ,grtechnik zwischen wilden ,hefen und den ,kulturhefen4 ,solche wilde ,hefen8 sind heute noch in den allermeisten ,fllen die ,weinhefen4 ,in der ,urzeit aber1 bevor sich der ,mensch weitergehende ,erfahrung in der ,grtechnik erworben und besondere ,verfahren zur ,gewinnung mglichst vollkommener ,produkte eingeschlagen hatte1 war jede ,grung durch wilde ,hefen bedingt4 ,man berlie einfach die zuckerhaltigen ,pflanzensfte sich selbst2 dabei trat dann von selbst durch ,ansiedelung und rasches ,wachstum von frei herumschwrmenden1 wilden ,keimen die ,grung ein1 die der ,mensch nach seinen ,wnschen zu leiten und1 wenn ntig1 zu unterbrechen versuchte4 ,die ,lebensweise dieser wilden ,hefen hat ,hansen zuerst an ,sacharomyces apiculatus erforscht4 ,was von ihr gilt1 das wird mit geringen nderungen auch fr die anderen ,hefearten ,geltung haben4 ,den ,sommer hindurch sind berall ,hefekeime im ,staub vorhanden1 die dann vom ,wind an verletzte ,frchte irgend welcher ,art verweht werden1 wo sie vortrefflich gedeihen und sich rasch vermehren4 ,zur ,zeit der ,fruchtreife im ,herbst sind sie besonders in ,obst- und ,weingrten in ungeheurer ,zahl vorhanden und gelangen mit den ,frchten in den gekelterten ,most1 in welchem sie die alkoholische ,grung verursachen4 ,mit dem ,regen und ,wind und den herabfallenden1 verderbenden ,frchten gelangen sie in den ,boden1 wo man sie bis zu #dj cm ,tiefe nachgewiesen hat4 ,hier berwintern sie1 soweit sie als dickhutige ,dauerformen vor dem ,eingehen infolge von ,klte und ,trockenheit geschtzt sind1 um mit dem ,frhjahre von neuem ihr ,dasein an allerlei austretenden ,pflanzensften und faulenden ,massen fortzusetzen und mit dem ,wind und den zahllosen ,insekten auf die sich bildenden ,blattmassen und jungen ,frchte verschleppt zu werden1 wo sie sich nach ,mglichkeit1 soweit es ihnen gelingt1 ,nahrung zu erhalten1 vermehren und immer weiter ausbreiten1 bis sie im ,herbst abermals eine ,hauptverbreitung erlangt haben4 ,aus ihnen hat dann der ,mensch unwillkrlich im ,laufe der ,zeit besondere ,kulturrassen entwickelt1 indem er mit ,vorliebe gute ,hefereste zur ,fermentierung der neuen zu vergrenden ,nhrlsung verwandte4 ,so hatten beispielsweise die ,braumeister schon lange gemerkt1 da es zweckmig ist1 die ,hefen1 die einmal ein gutes ,bier geliefert hatten1 sich nach ,mglichkeit zu erhalten1 und die groe ,geheimniskrmerei1 die lange ,zeit die ,kunst edles ,bier zu brauen umgab1 beruhte nicht zum mindesten auf solchen alten ,rezepten zur ,erhaltung des ,zeuges84 ,indessen war dies alles reine ,empirie1 und ,fehlschlge blieben dabei nicht aus4 ,so war trotz aller ,sorgfalt das ,brauen guten ,bieres stets eine ,sache des ,zufalls4 ,erst durch die planmigen ,arbeiten ,hansens ist dies anders geworden1 indem er zuverlssige ,verfahren angab1 um jeweilen erstklassige ,kulturen von ,hefe zu erlangen und nach ,belieben weiter zu zchten4 ,so ist man imstande1 immer gleichmig gute ,heferassen1 ohne ,beimischung unerwnschter fremder ,elemente oder eine ,degeneration befrchten zu mssen1 in ,anwendung zu ziehen und damit stets sicheren ,erfolg zu haben4 ,und hat man auf diese ,weise eine grere ,menge einer vollkommen einheitlichen1 weil aus einer einzigen ,zelle hervorgegangenen ,hefe gewonnen1 so kann man mit dieser ,gewhnungsversuche an bestimmte1 nach besonderen ,richtungen abgenderter ,nhrbden machen1 um damit neue1 zu speziellen ,zwecken dienende ,varietten zu gewinnen4 ,neben dieser ,einzellmethode81 die stets die klassische sein wird1 gengt fr zahlreiche ,zwecke auch ein anderes ,verfahren1 das man als die natrliche ,reinzucht8 bezeichnet4 ,es beruht auf der ,erfahrungstatsache1 da eine ,hefe1 die in grerer ,menge auf einen ihr gut zusagenden ,nhrboden und unter gnstigen ,temperaturverhltnissen eingest wird1 sehr bald alle anderen ,organismen in solch energischer ,weise berwuchert1 da sie beinahe allein zurckbleibt4 ,so kann man beispielsweise untergrige gute ,bierhefe von ,beimengungen einerseits obergriger1 andererseits kleiner1 wilder ,hefen dadurch trennen1 da man bei #h-aj ,c4 gren lt1 unter ,bedingungen1 die nur der gewnschten ,hefe gnstige ,verhltnisse zum ,fortkommen gewhren4 ,so kann man durch ,zchten auf mehrere ,prozent ,alkohol enthaltenden ,nhrbden aus einem ,gemisch von ,brennereihefe und ,unterhefe die letztere herausschaffen usw4 ,wenden wir uns nach dieser allgemeinen ,orientierung zu den wichtigsten ,nutzanwendungen der ,hefegrung1 unter denen an erster ,stelle die ,brotbereitung steht4 ,in der ,urzeit wurden die nahrhaften ,samen der wilden ,grasarten und spter diejenigen der aus ihrer ,zahl zu immer grokrnigeren ,getreidearten gezchteten ,spezies gleich nach dem ,sammeln1 solange sie noch nicht durch ,eintrocknen hart geworden waren1 oder wenn dies wie bei den ,vorrten der ,fall war1 nach vorhergehendem kurzen ,einweichen in ,wasser1 roh1 oder noch hufiger durch ,rsten auf heien ,steinen schmackhafter gemacht1 gegessen4 ,solch gerstetes ,getreide hat sich mit dessen natrlicher ,wrze1 dem ,salz1 im uerst konservativem ,kultus bei manchen ,vlkern1 wie den ,rmern1 als die lteste ,art von ,opferspeise pflanzlicher ,natur an die ,gottheit bis in die ,sptzeit erhalten4 ,als man aber mit dem ,aufkommen des ,hackbaus in neolithischer ,zeit ,vorrte von ,getreidekrnern anlegte1 die stark austrockneten1 war es geboten1 die hartgewordenen ,krner ohne ,aufweichen in ,wasser zwischen ,steinen zu zermalmen4 ,so kamen die immer zweckmiger gestaltenen ,mahlsteine als die primitivsten ,mhlen der ,menschheit auf4 ,anfnglich geschah dieses ,mahlen noch uerst roh und ungengend2 so finden wir in den als ,vorlufer des ,brotes mit ,zuhilfenahme von ,wasser bereiteten ,fladen der neolithischen ,pfahlbauern der ,schweiz ohne irgend welche ,poren neben abgeriebenen kleinsten ,steinpartikeln1 die beim ,kauen frmlich geknirscht haben mssen1 noch halbe und ganze ,getreidekrner als ,zeichen der sehr lssigen1 wenig sorgfltigen ,arbeit der solche ,speise bereitenden ,frauen4 ,da man nun irdene ,gefe besa1 die man immer besser durch grndlicheres ,brennen zu hrten verstand1 so zog man diesen unschmackhaften1 trockenen ,fladen bald allgemein den durch ,einrhren des grob zerkleinerten ,getreidekorns in ,wasser hergestellten ,mehlbrei vor1 der noch zu ,anfang der christlichen ,zeitrechnung bei unseren germanischen ,vorfahren an ,stelle des ihnen unbekannten getriebenen ,brotes als ,hauptnahrungsmittel gegessen wurde4 ,auch bei den ,kulturvlkern des ,altertums1 so besonders bei den in allem konservativ gesinnten ,rmern1 war er1 von ihnen puls genannt1 whrend ihn die ,griechen als maza bezeichneten1 bis in ihre ,bltezeit hinein gebruchlich4 ,so sagt der ltere ,plinius in seiner ,naturgeschichte3 ,die ,rmer haben lange ,zeit von ,brei 7puls7 und nicht von ,brot 7panis7 gelebt2 daher nennt man auch jetzt noch dasjenige1 das man zum ,brote it1 pulmentarium4 ,ein ,bissen solchen ,breies hie offa1 wie man z4 ,b4 aus ,ennius 7dem von #bci bis #afh v4 ,chr4 lebenden rmischen ,dichter7 ersieht4 ,noch jetzt wird an ,festen1 die aus alter ,zeit stammen1 namentlich an ,geburtstagen1 solcher ,brei bereitet1 den man puls fritilla 7gebackenen ,mehlbrei7 nennt48 ,an einer anderen ,stelle gibt er an1 da man in ,kampanien aus gemeiner ,hirse 7milium7 weien puls und wohlschmeckendes ,brot bereite4 ,und der unter ,nero aus ,bilbilis in ,spanien nach ,rom gekommene1 um #abj n4 ,chr4 gestorbene ,epigrammendichter ,martialis1 ein ,schmeichling und ,gnstling der ,kaiser1 schrieb in einem uns erhaltenen ,gedichte3 ,komm zu mir1 lieber ,turanius1 und nimm vorlieb mit einem ,wrstchen 7botellus71 das auf schneeweiem puls 7,brei7 liegt48 ,auch der rmische ,geschichtschreiber im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 ,valerius ,maximus versichert3 ,die alten ,rmer lebten sehr mig1 genossen mehr ,brei 7puls7 als ,brot 7panis74 ,von ihnen stammt auch der ,gebrauch des ,opferschrots1 welches aus gerstetem ,spelt mit ,zusatz von ,salz besteht und womit man die 7als ,opfer verbrannten7 ,eingeweide bestreut 7whrend das ,fleisch von den ,opfernden zu ,ehren der ,gottheit selbst verspeist wurde74 ,die jungen ,hhner 7pullus71 welche wahrsagen1 werden mit puls gefttert48 ,sonst wurden als ,opferkuchen 7libum7 aus solchem ,brei mit ,zusatz von einem ,ei hergestellte und auf der heien ,herdstelle unter einer ,schssel1 wie uns der ltere ,cato berichtet1 langsam gebackene ,fladen hergestellt4 ,und ,plutarch erzhlt vom spartanischen ,feldherrn ,pausanias1 der mit ,aristeides die ,perser bei ,plat 7#dgi v4 ,chr47 besiegte und spter 7#dfg71 des verrterischen ,einverstndnisses mit ihnen beschuldigt1 im ,tempel der ,athene in ,sparta1 wohin er sich geflchtet1 durch ,hunger umkam1 er habe nach der ,schlacht bei ,plat1 wie er die mit ,leckerbissen besetzten persischen ,tafeln sah1 ausgerufen3 ,wahrhaftig1 die ,perser sind merkwrdige ,leckermuler6 ,sie haben vielerlei und verspren doch ein ,gelste nach unserem ,brei 7maza748 ,aus solchem frischen1 ungesuerten ,mehlbrei durch ,backen auf heien ,steinen oder in der heien ,asche des ,herdes hergestellte ,fladen bildeten das lteste ,brot1 dessen ,herstellung in das hohe ,altertum zurckreicht4 ,wie bei den neolithischen ,pfahlbauern war es1 wohl in etwas verfeinerter ,form1 zur mykenischen ,zeit und auch noch bei ,homer gebruchlich4 ,so heit es in der den homerischen ,epen nachgedichteten ,aeneis des rmischen ,dichters ,vergilius ,maro 7#gj-ai v4 ,chr471 das ,brot habe zuerst als ,teller fr die ,zuspeise gedient und sei dann selbst gegessen worden4 ,noch heute lebt die lndliche ,bevlkerung ,vorderasiens1 gyptens und ,abessiniens von derartigem altertmlichem1 dichtem ,brot1 whrend die in bezug auf ,kultur weiter vorgeschrittene stdtische ,bevlkerung mehr modernes1 gesuertes1 getriebenes ,brot geniet4 ,die ,erfindung des viel schmackhafteren und leichter verdaulichen gesuerten ,brotes schreibt man gemeinhin den gyptern zu1 doch kann sie ebensogut irgendwo in ,vorderasien1 wo die ,rebe kultiviert wurde1 gemacht worden sein4 ,nach den alten ,autoren bediente man sich nmlich zum ,lockern des ,teiges durch ,grung dreitgigen ,weinmostes1 den man mit ,mehl mischte1 wodurch die ,hefekolonie haltbar gemacht wurde4 ,besonders ,hirse- und ,weizenmehl wurde dazu verwendet1 wie uns ,plinius berichtet4 ,solcher ,grstoff 7fermentum7 wurde nach ihm nur zur ,zeit der ,weinlese bereitet und damit das zu backende ,brot fermentiert4 ,und jedesmal wurde beim ,backen ein ,stck des mit ,hefe versetzten ,teiges aufbewahrt1 um es das nchste ,mal zum ,treiben des frischen ,teiges zu verwenden4 ,durch diesen ,hefezusatz wird nmlich eine alkoholische ,grung mit ,bildung von ,kohlensure bewirkt1 das den sonst kleistrigen ,kuchen pors und so leichter durchbackbar macht4 ,heute benutzt man dazu die sogenannten ,bierhefen -- auch als ,prehefen bezeichnet -- die jetzt meist in besonderen ,betrieben eigens gezchtet werden4 ,es sind schnellwachsende1 mglichst gut durchlftete ,hefen1 die nur eine geringe ,grkraft besitzen4 ,diese reine ,hefegrung wird vor allem bei der ,herstellung des ,weibrotes und der verschiedenen ,kuchen verwendet4 ,dagegen dient zur ,bereitung des buerlichen ,schwarzbrotes der sogenannte ,sauerteig1 in welchem sich auer der ,hefe noch ,milchsurebildner und andere ,bakterien finden4 ,ein besonders wichtiger ,pilz der ,sauerteiggrung scheint das genauer bekannte ,bacterium levans zu sein1 das neben ,kohlensure auch ,wasserstoff bildet4 ,auch ,essigsurekeime und unlsliches ,eiwei in lsliche ,peptone verwandelnde ,bakterien sind im ,sauerteige vorhanden4 ,auch wird durch die gebildeten ,suren der ,kleber des ,mehles gelst1 wodurch letzteres die ,eigenschaft annimmt1 sich beim ,backen rasch dunkel zu frben1 wodurch erst das mit ,sauerteig bereitete ,brot eine dunklere ,farbe als das mit ,hefe bereitete erhlt4 ,der ,zweck1 den diese ,grungserreger im ,teige erfllen1 ist dreierlei ,art4 ,erstens wird durch sie die ,strke zum ,teil gespalten und in ,zucker verwandelt1 der von den ,hefen dann teilweise zu ,kohlensure und ,alkohol weitergespalten wird1 teilweise verbleibt er aber auch unangetastet als solcher und verleiht dem ,gebck einen schwach sen ,geschmack4 ,zweitens wird durch die ,gasbildung der ,teig stark aufgelockert1 so da er beim ,backen nicht zu einem zhen1 schwerverdaulichen ,kuchen wird4 ,und drittens wird speziell dem ,schwarzbrote der gewnschte suerliche ,geschmack verliehen4 ,die spezifischen ,erreger der ,brotgrung werden in der ,praxis immer von einem ,teig auf den andern bertragen4 ,hat dann der ,vorteig8 eine ,weile unter dem ,einflusse der ,grung gestanden1 so wird er mit der ,gesamtmenge vermischt und dann tchtig durchgeknetet4 ,darin1 da dies sehr sorgfltig und in der richtigen ,mengenverteilung geschieht1 liegt die ,kunst des ,bckers nicht weniger1 wie in der richtigen ,leitung des ,backprozesses1 bei welchem die im ,teig entstandene ,kohlensure und der ,alkohol zu entweichen suchen1 dies aber wegen der zhen ,beschaffenheit desselben nur langsam und unvollstndig tun knnen1 wobei sie ihn stark lockern und ihm eine schwammige ,beschaffenheit verleihen4 ,bei ,herstellung eines ,brotes von #e kg entstehen etwa #be g ,alkohol1 und ,graham hat berechnet1 da allein in ,london bei der ,brotbereitung jhrlich etwa #ac ,millionen ,liter ,alkohol in die ,luft entweichen4 ,versuche1 denselben zu gewinnen1 sind bisher erfolglos geblieben4 ,frisches ,brot enthlt noch immer #j1c und altes noch #j1a ,prozent ,alkohol4 ,durch dieses ,treiben vor dem ,backen1 das bei einer ,temperatur zwischen #bej und #cjj ,c4 vorgenommen wird1 wobei nur die ,rinde #aej-ahj warm wird und eine oberflchliche ,karamelbildung erfhrt1 wird das ,brot leichter zerkaubar1 bietet den ,verdauungssften eine grere ,oberflche zum ,angriffe dar und wird infolgedessen auch besser im ,darme ausgenutzt als das feste1 kleisterartige ,nahrungsmittel1 das frher vor der ,erfindung des ,treibens als ,brot gegessen wurde4 ,der ,verlauf der ,vorgnge im ,innern des ,brotes ist beim ,backen ungefhr folgender3 ,bei der zunchst noch immer andauernden ,grung bildet sich bis #db ,c4 ,kohlensure1 welche den ,teig auftreibt2 dann stirbt die ,hefe ab4 ,etwas lngere ,zeit bleiben die ,bakterien am ,leben2 aber auch die widerstandsfhigsten derselben1 die ,milchsurebakterien1 stellen noch vor #ge ihre ,ttigkeit ein und gehen bald zugrunde4 ,alle krankmachenden ,bakterien werden nach den ,untersuchungen ,ballands whrend des ,backens gettet1 whrend der das ,schleimigwerden des ,brotes bewirkende ,bacillus mesentericus vulgaris auch die ,backtemperatur berdauert4 ,durch die ,backhitze verliert der ,kleber seine ,elastizitt und die ,fhigkeit zu quellen und gibt dadurch dem ,brot seine feste ,gestalt4 ,die ,strkekrnchen quellen in der heien ,flssigkeit1 verkleistern dann und bilden lsliche ,strke4 ,dies ist ungemein wichtig1 da die ,verdaulichkeit derselben eine ungleich grere ist1 als die der rohen ,strke4 ,ein ,teil der ,strke geht bei der ,hitze in ,dextrin beziehungsweise ,gummi ber1 besonders in der ,rinde4 ,einen ditetisch wichtigen ,vorgang beim ,backen bildet das ,abtten der ,grungserreger4 ,wrde dies nicht geschehen1 so wrden sie auch nach ,entfernung des ,brotes aus dem ,ofen ihre ,ttigkeit fortsetzen1 das ,gebck weiter verndern und selbst nach dessen ,genu im ,verdauungskanal des ,menschen ,grungserscheinungen hervorrufen4 ,um nun die beim ,gren entstehenden ,verluste an organischer ,substanz1 die die ,mikroorganismen fr sich verbrauchen1 zu umgehen1 hat man sich vielfach bemht1 die ,lockerung des ,mehlteiges durch ,kohlensure aus mineralischen ,salzen zu bewirken4 ,justus v4 ,liebig berechnete seinerzeit1 da man bei ,vermeidung der ,verluste an organischer ,substanz in ,deutschland tglich allein gegen #bjjjjj ,pfund ,brot gewinnen knnte4 ,deshalb schlug er vor1 dem ,teige kohlensaures ,natron und ,salzsure zuzusetzen1 deren ,mischung ,kohlensure entwickelt4 ,denselben ,zweck verfolgt die ,zugabe des ,horsford-,liebigschen ,backpulvers1 das aus saurem phosphorsaurem ,kalk und doppeltkohlensaurem ,natron mit ,strke vermengt besteht4 ,zurzeit finden sich eine ganze ,reihe von ,backpulvern im ,handel1 bei welchen die ,kohlensurequelle stets dieselbe ist4 ,groen ,beifall haben diese ,neuerungen allerdings nicht gefunden1 zum ,teil wohl wegen des eigentmlichen ,geschmackes1 den sie der ,backware verleihen1 zum ,teil auch aus dem ,grunde1 weil es eine ,neuerung war1 der das ,bckergewerbe berhaupt recht wenig zugetan ist4 ,kurz sei noch das ,treibeverfahren des englischen ,arztes ,dauglish erwhnt1 der vorschlug1 die ,kohlensure1 der man zur ,auflockerung bedarf1 in einem besondern ,apparate zu entwickeln1 dann in ,wasser einzupressen1 letzteres in einem geschlossenen ,behlter innig mit dem ,mehle zu einem ,teig zu mengen1 diesen portionenweise austreten zu lassen und zu verbacken4 ,ein ,vorzug dieser ,methode ist die absolute ,sauberkeit2 jedoch soll auch die ,schmackhaftigkeit eine geringere sein4 ,dieses aereted bread wird besonders in ,england hergestellt4 ,das ,brot ist noch heute1 wie bei den alten ,kulturvlkern am ,mittelmeer vor #bjjj und mehr ,jahren1 bei allen ,nationen der gemigten ,zone neben der ,kartoffel das wichtigste ,nahrungsmittel fr jedermann1 fr alt und jung1 fr reich und arm1 fr hoch und niedrig4 ,es bildet die ,grundlage unserer ganzen ,ernhrung4 ,morgens1 mittags und abends findet es sich auf dem ,tische2 es begleitet den ,arbeiter bei seinem ,tagewerke1 das ,kind zur ,schule1 den ,reisenden auf seinen ,wanderungen4 ,obgleich tglich genossen1 ist es stets in gleichem ,mae begehrt und beliebt4 ,nie entleidet es uns1 obschon wir es immer wieder essen4 ,alle unsere ,arbeit gipfelt in der ,beschaffung des tglichen ,brotes8 als des notwendigsten ,existenzmittels4 ,gib uns heute unser tgliches ,brot68 lehrte ,christus die ,seinen zu ,gott beten1 und panem et circenses ,brot und ,zirkusspiele68 verlangte der von den ,machthabern verwhnte ,pbel in ,rom4 ,schon ,platon1 der groe ,schler des ,sokrates 7#dci-cdg v4 ,chr471 legte seinem ,idealstaate die ,brotnahrung zugrunde1 indem er sagt3 ,die ,hauptnahrung der ,republikaner soll aus ,gerstenschrot und ,weizenmehl bestehen1 welche mit ,wasser vermengt gekocht und gebacken werden1 so da ein tchtiger ,brei 7mza7 und ,brot 7rtos7 entsteht und beides in ,krben oder auf reinen ,blttern aufgetragen werden kann48 ,tafel #hg4 ,illustration3 ,elektrisch getriebene ,knetmaschinen in einer greren1 modern eingerichteten ,bckerei4 7,eingerichtet von ,werner ,pfleiderer in ,cannstatt47 ,tafel #hh4 ,illustration3 ,backraum einer greren ,bckerei mit ,dampfbackfen4 7,eingerichtet von ,werner ,pfleiderer in ,cannstatt47 ,der jdische ,erzvater ,abraham 7um #bjjj v4 ,chr47 kannte durch ,grung getriebenes ,brot noch nicht4 ,seine ,nachkommen scheinen es erst in gypten kennen gelernt zu haben1 wo das ,herstellen von ,brot aus ,hefe und ,sauerteig schon lange gebt wurde und1 wie uns die alten ,grabdenkmler lehren1 vielerlei ,brot und ,gebck hergestellt wurde4 ,nur fiel es den spter nach gypten gekommenen ,griechen1 so ,herodot und ,strabon1 auf1 da die gypter zwar den ,lehm mit den ,hnden1 den ,brotteig aber mit den ,fen kneten4 ,tatschlich sehen wir auch in einem groen ,gemlde im ,grabe ,ramses' ,,iii4 aus der #bj4 ,dynastie 7#aaih-aafg v4 ,chr47 zu ,theben dargestellt1 wie einst in der kniglichen ,hofbckerei das ,brot auf diese ,weise mit den ,fen geknetet wurde4 ,die als er-aeiks1 d4 h4 ,brotmacher1 bezeichneten ,knechte sind eifrig an der ,arbeit4 ,neben einem ,korb mit grendem ,teig sind zwei junge ,bckerknechte eben damit beschftigt1 in einem ,holztrog die schon gesuerte ,masse mit den ,fen zu kneten4 ,lustig scheinen sie dabei in der zhen ,masse herumzuspringen und1 um das ,gleichgewicht zu halten1 den ,schwerpunkt ihres ,krpers durch ,holzstbe zu untersttzen4 ,sonst aber ist auf den bildlichen ,darstellungen das ,kneten des ,brotteiges mit den ,fen die ,ausnahme und dasjenige mit den ,hnden die ,regel4 ,meist geschieht solches in schsselartigen ,krben oder auf flachen1 auf dem ,tisch oder am ,boden befindlichen ,steinen4 ,bisweilen begegnen wir abgeschrgten ,knetsteinen1 auf denen ,teigballen von den davor hockenden ,arbeitern hin- und hergerollt werden4 ,auf einem weiteren ,gemlde aus dem ,grabe ,ramses' ,,iii4 tragen ,knaben dem ,teigformer in ,krgen ,wasser und ,teig herbei und dieser ist eifrig beschftigt1 einem vor ihm auf dem ,knetstein des ,tisches liegenden ,teigballen ,gestalt zu geben4 ,rechts davon schneidet ein ,bckerknecht den gerollten ,teig in ,streifen1 ein anderer bildet ,ringel daraus1 welche ,spiralform aufweisen und unserem ,schneckengebck hneln4 ,hinter ihnen reinigt ein ,arbeiter den ausgebrannten ,backofen von der ,asche1 whrend ein anderer ,bckergeselle die garen ,brote von der ,auenseite eines andern ,ofens abnimmt1 auf dessen ,auenseite noch ein einziger runder ,fladen zum ,garwerden klebt4 ,der altgyptische ,backofen war etwa #a m hoch1 aus ,lehm gebaut und glich einem auf den ,kopf gestellten bodenlosen ,steinkruge4 ,in seinem ,innern wurde ein ,holzfeuer angezndet1 dessen ,flammen auf dem soeben erwhnten ,bilde ber den ,rand emporschlagen4 ,wenn er dann hinlnglich erhitzt war1 klebte man die flachen ,brote auen hin und lie sie gar backen4 ,die rmere ,bevlkerung buk ihre ,fladenbrote einfach auf erhitzten ,steinplatten oder in der heien ,asche4 ,auf der anschaulichen ,darstellung der ,hofbckerei ,ramses' ,,iii4 ist abgebildet1 wie einer der ,bckerjungen die eben geformten runden1 gelben ,brote in einem flachen ,korbe dem ,ofen zutrgt und zwei andere bereit sind1 ihm die ,last abzunehmen2 ein vierter bestreut das ,gebck mit einem ,gewrz1 das vermutlich aus ,sesamkrnern besteht4 ,endlich sehen wir einen ,bckerknecht in einem sehr groen1 flachen ,korbe das fertiggestellte ,brot wegtragen1 um es vermutlich dem in ,inschriften erwhnten ,wohnungsvorsteher8 zu bringen4 ,aus der ,zeit des ,aufenthaltes der ,juden in gypten -- also um #acjj v4 ,chr4 -- stammt der in ,paris aufbewahrte ,papyrus ,rollin1 in welchem des ,chefs der kniglichen ,bckerei8 ,erwhnung getan wird1 durch welchen allein #aadjfd ,brote in das knigliche ,magazin geliefert wurden4 ,derselbe gibt zugleich auch genauen ,aufschlu ber mter und ,verpflichtungen der ,hofbcker1 ber die ihnen gelieferten ,mehlmengen und wie sie beim ,backen und ,brotverteilen vorgehen sollen4 ,illustration3 ,bild #di4 ,verschiedene ,formen altgyptischer ,brote4 7,nach ,woenig47 ,die altgyptischen ,brote waren nicht ber daumendicke1 runde1 ovale1 halbkugelige1 dreieckige oder stumpfkantig viereckige ,fladen mit teilweise erhabenem ,rand und mancherlei ,verzierung wie ,strichen1 ,punkten1 ,bogen und ,streifen4 ,letztere wurden1 wie aus den ,reliefs deutlich hervorgeht1 besonders aufgesetzt4 ,neben den fladenfrmigen finden sich ausnahmsweise auch kegelfrmige ,brote4 ,auf den ,gemlden sind sie wei 7mit ,mehl bestreut71 hellgelb oder gelbbraun gemalt4 ,feineres ,gebck wurde auch zu allerlei ,figuren1 wie ,sternchen1 ,scheiben1 ,dreiecken1 ,triangeln1 ,cymbeln1 ,blumen1 ,ochsen1 ,khen1 ,klbern1 ,schafen1 ,gnsen1 ,fischen usw4 geformt2 denn ,gebck in ,tierform wurde in ,ermangelung von ,opfertieren von den ,armen den ,gttern und ,verstorbenen dargebracht4 ,nach ,form und ,gte unterschied man eine groe ,zahl verschiedener ,brotsorten1 die in den ,hieroglypheninschriften gewissenhaft vermerkt wurden4 ,so wird uns darin von ,brotsorten das ak1 pes1 pesen und pesennu genannt4 ,das ak war in spterer ,zeit der vergttlichten ,prinzessin ,berenike geweiht1 fhrte einen besonderen ,stempel und stand als ,geschenk fr die ,frauen der ,priester hoch in ,ehren4 ,eine gewhnliche ,art hie sens1 und das oben erwhnte spiralige ,gebck war unter dem ,namen uten-t beliebt4 ,auer den zahlreichen einheimischen ,brotsorten wurden dann besonders im neuen ,reich 7#aehj bis #abje v4 ,chr47 auch allerlei ,backwerke aus ,syrien1 ,kleinasien und ,mesopotamien importiert4 ,so wird in den ,inschriften als ,speise fr die ,gtter das syrische ,kamhbrot genannt2 auch das ,keleschet- und ,arupusabrot waren auslndische ,produkte4 ,interessante ,aufschlsse ber die ,brotarten und den gewaltigen ,brotkonsum des mit uerst zahlreichem ,gefolge reisenden ,pharao liefern auch einige ,verproviantierungslisten1 die dem ,reisemarschall diktiert wurden1 wenn sich der knigliche ,hof auf ,reisen begab4 ,so erfahren wir aus dem ,briefwechsel des ,schreibers ,eunana mit seinem frheren ,lehrer und ,vorgesetzten ,kagabu1 da eine ,stadt durch den ,reisemarschall strenge ,order erhielt1 fr die ,durchreise seiner ,majestt bereit zu halten3 #afjjj ,stck gute ,brote1 und zwar in sechs ,sorten1 #acbjj ,stck von andern ,brotsorten1 #djjj ,stck ,kuchen von allerlei ,art usw4 usw4 ,in dem aus der ,zeit ,ramses' ,,iii4 herrhrenden groen ,festkalender1 der an der sdlichen ,auenwand des ,tempels von ,medinet-,habu die riesige ,flche von #fb m ,lnge und #d m ,breite einnimmt1 wird bezglich des ,apetfestes ein ,extrageschenk fr die ,priesterschaft erwhnt und genau berechnet1 welche ,mengen von ,aanebnebgebck1 ,hakgetrnk1 sem und frischem ,rak- und ,ukgetrnk an den ,tempel geliefert werden sollen2 denn ,brot gehrte nicht nur zu den ,hauptabgaben an die ,tempel1 sondern es bildete auch in verschiedener ,form und ,gte einen ,hauptbestandteil der ,opfer4 ,und wo wir auf den bemalten ,flchen der ,grab- und ,tempelwnde ,gabentische abgebildet finden1 sehen wir zwischen dem bunten ,allerlei des ,dargebotenen die flachen ,brote oft in mehrfachen ,lagen bereinander abgebildet4 ,die alten gypter verstanden es auch1 durch testamentarische ,verfgung in ,form langer ,opferlisten zur ,speisung ihres ka 7,seele7 auch fr kommende ,zeiten zu sorgen1 und es ist geradezu erstaunlich1 was fr ,mengen von ,brot1 ,kuchen1 ,krgen mit ,wein und ,bier1 l1 ,weihrauch und ,tausenden von allen guten1 reinen und sen ,dingen8 ein vornehmer gypter als stehende ,totengabe fr sich beanspruchte4 ,so steht schon in den ,grbern des alten ,reichs1 whrend welcher ,zeit auch die ,lebenden viel bescheidener als zu derjenigen des seine ,herrschaft bis weit nach ,vorderasien und thiopien erstreckenden neuen ,reichs lebten1 da sich der ,tote fr das ,leben in den westlichen ,gefilden #aj verschiedene ,arten ,fleisch1 #e ,arten ,geflgel1 #af ,arten von ,brot und ,kuchen1 #e ,arten ,wein1 #d ,arten ,bier1 #aa verschiedenerlei ,frchte1 auerdem alle ,arten von ,sigkeiten und viele andere ,dinge wnsche4 ,auch die alten ,kulturvlker des ,orients aen die verschiedensten ,sorten von getriebenem oder gesuertem ,brot4 ,nur an gewissen ,festen wurde etwa als ,erinnerung an die ,vorzeit das damals bliche ungesuerte ,brot verspeist4 ,so untersagte der in einem vornehmen gyptischen ,hause erzogene ,jude ,moses seinen ,volksgenossen1 als er sie um #abhj v4 ,chr4 aus gypten fhrte1 den ,genu gesuerten ,brotes beim ,passahfest1 ein ,gebot1 das bis auf den heutigen ,tag von den ,angehrigen jenes ,volkes befolgt wird4 ,bei dem mannigfaltigen ,verkehr mit dem an ,kultur weit lteren ,orient kann es uns nicht wundern1 da das getriebene ,brot schon sehr frh den ,griechen bekannt wurde4 ,in ,athen galt der aus dem ,morgenlande ber ,kleinasien und ,thrakien mit der ,gabe des ,weinbaus nach ,griechenland gekommene ,gott des ,natursegens1 ,dionysos1 als der ,erfinder des ,brotbackens und wurde darob hochgefeiert4 ,an seinem ,feste1 den ,dionysien1 wurden ihm zu ,ehren groe ,schaubrote in ,prozession herumgetragen4 ,die ,griechen der spteren ,zeit scheinen die ,kunst des ,backens wesentlich verfeinert zu haben4 ,aus den verschiedenen ,getreidearten1 besonders aber aus ,weizenmehl1 stellten sie mit ,zuhilfenahme von l1 ,milch1 ,kse1 ,wein1 ,honig und ,eiern die mannigfaltigsten ,arten von ,backwerk her4 ,von ,griechenland kam dann die ,brotbckerei ber die sditalischen ,kolonien zu den ,rmern nach ,mittelitalien1 die den griechischen ,wald- und ,weidegott ,pan als ,erfinder der ,kunst des ,brotbackens feierten4 ,nach ihm sollen sie das ,brot panis 7im italienischen pane und franzsischen pain bis heute erhalten7 genannt haben4 ,erst im ,jahre #agj v4 ,chr4 wurde der ,gebrauch des ,backofens1 dessen sich die ,griechen schon lange vorher bedient hatten1 in ,latium bekannt1 whrend man vorher das neben dem ,brei gegessene ,brot auf heigemachten ,steinen oder in der heien ,asche zu backen pflegte1 und zwar jede ,haushaltung fr ihren eigenen ,bedarf4 ,damals bildete sich in ,rom das ,bckerhandwerk aus1 und zwar wurden die ,bcker nach der ,ttigkeit des ,stampfens des gersteten ,getreides pistores genannt4 ,so schreibt der ltere ,plinius in seiner ,naturgeschichte3 ,bcker 7pistores7 hat es in ,rom bis zum ,kriege gegen ,perseus 7den ,knig von ,makedonien1 der #afh von ,lucius milius ,paullus bei ,pydna geschlagen wurde und #aff als ,gefangener in ,alba in ,mittelitalien starb71 also bis zum ,jahre #ehj nach ,erbauung der ,stadt nicht gegeben4 ,die ,rmer bereiteten sich ihr ,brot selbst1 und dies ,geschft lag insbesondere den ,weibern ob1 was noch jetzt bei den meisten ,vlkerschaften ,sitte ist4 ,fr ,leckermuler pflegten ,kche 7coqui71 die man aus den ,garkchen mietete1 das ,brot zu bereiten4 ,damals nannte man nur die ,leute1 die das ,getreide stampften1 pistores1 nicht die ,bcker4 ,von den von ihnen gebrauchten ,werkzeugen sind die aus ,pferdehaar geflochtenen ,siebe 7cribra7 in ,gallien erfunden1 die ,mehl- und ,staubbeutel 7excussoria und pollinaria7 aus ,leinengewebe in ,spanien1 die aus ,papyrus und ,binsen dagegen in gypten48 ,weiterhin sagt er3 ,es scheint mir berflssig1 die verschiedenen ,arten von ,brot 7panis7 ausfhrlich zu besprechen4 ,manches davon hat seinen ,namen von der ,fleischspeise1 die man dazu it1 z4 ,b4 das ,austerbrot1 anderes von seinem ,wohlgeschmack1 wie das ,kuchenbrot1 anderes von der ,schnelligkeit der ,zubereitung1 wie das ,schnellbrot1 oder von der ,art1 wie es gebacken wird1 wie das ,ofen- oder ,topf- oder ,pfannenbrot4 ,vor nicht gar langer ,zeit haben wir auch durch die ,parther eine ,brotsorte kennen gelernt1 welche parthisches oder ,wasserbrot genannt wird1 weil seine feinen1 schwammartigen ,hhlungen ,wasser einsaugen4 ,es gibt auch ,vlker1 die ,butter in den ,brotteig kneten4 ,den ,picentinern verdanken wir das ,graupenbrot4 ,neun ,tage lt man die ,graupen 7alica7 weichen2 am zehnten knetet man die ,masse mit dem ,saft getrockneter ,trauben zur ,gestalt eines ,kuchens und bckt sie im ,backofen 7furnus7 in ,tpfen 7ollae71 die im ,ofen platzen sollen4 ,solches ,graupenbrot verzehrt man nur1 nachdem es eingeweicht ist1 was gewhnlich in ser ,milch geschieht4 -- ,als noch ,gerstenbrot im ,gebrauch war1 wurde es durch ,zutat von ,erbsen und ,kichererbsen gesuert und zwei ,pfund davon gengten fr fnf halbe ,scheffel 7modius1 dieser war das grte rmische ,ma fr trockene ,dinge und ma #h1ge ,liter74 ,jetzt gewinnt man das ,grungsmittel 7fermentum7 aus dem ,brotmehl selbst4 ,man knetet es nmlich1 ehe ,salz hinzukommt1 kocht es dann wie ,brei 7puls7 ab und lt es nachher stehen1 bis es sauer wird4 ,noch gewhnlicher ist es aber1 vom jedesmaligen ,backen ,teig aufzuheben und ihn beim folgenden ,backen als ,sauerteig zu verwenden48 ,unerschpflich ist besonders der biedere ltere ,cato 7#bcd-adi v4,chr47 in der ,angabe der verschiedensten ,rezepte fr ,brei1 ,fladen1 ,kuchen und ,brot aus allen mglichen ,ingredienzen1 unter denen ,eier1 ,kse1 besonders ,schafkse1 ,honig1 ,anis1 ,kreuzkmmel1 ,mohnsamen und ,schmalz oder ,olivenl eine groe ,rolle spielen4 ,es wrde uns aber zu weit fhren nher darauf einzugehen2 es genge hier zu bemerken1 da in ,pompeji die ,backfen allemal mit den ,mhlen in einem ,hause gefunden wurden und wie die unsrigen aus einer stark ummauerten ,hhlung bestehen1 welche unten wagrecht und eben1 oben aber halbkreisfrmig gewlbt ist4 ,auch ,brote haben sich noch darin gefunden1 die kreisrund1 #a ,fu im ,durchmesser1 #ae cm hoch sind4 ,durch vom ,mittelpunkt ausstrahlende ,schnitte sind sie in acht gleiche ,teile geteilt1 und tragen vielfach mit einem ,stempel den ,namen des ,bckers in erhabener ,schrift aufgedruckt4 ,schon zur ,zeit von ,augustus gab es in ,rom ber #cjj ffentliche ,bckereien2 doch stellten damals noch die meisten ,haushaltungen ihr ,brot selbst her4 ,von den nrdlicheren ,vlkern lernten die ,gallier zuerst das ,brot kennen1 das sie als erste mit ,bierhefe trieben4 ,bei den ,germanen kam es erst zu ,beginn des ,mittelalters allgemein in ,gebrauch4 ,vorher geno man statt seiner einen ,brei oder eine zu einer zhen1 teigartigen ,masse gar gesottene ,mischung von ,mehl und ,wasser oder ,milch1 die in ,stcke gerupft und1 in etwas ,schmalz oder ,butter gebraten1 genossen wurde4 ,in ,schweden kannte das ,volk noch im #af4 ,jahrhundert kein anderes ,brot als ungegorene1 dichte1 harte ,fladen1 die aus ,wasser und ,mehl geknetet und gedrrt waren4 ,erst seit dem #ah4 ,jahrhundert fand das ,weizenbrot in ,mitteleuropa auerordentliche ,verbreitung4 ,teigknetmaschinen wurden zuerst #aghg in ,wien und ,holland probiert1 dann kamen sie #aghi in ,genua auf2 aber weitere ,verbreitung fanden sie erst seit #ahaj1 da ,lambert in ,paris eine brauchbare ,konstruktion angab1 die spter in verbesserter ,gestalt durch ,fontaine #ahci mit gutem ,erfolg angewandt wurde4 ,in engstem ,zusammenhange mit dem ,backen des ,brotes stand das ,brauen des ,bieres1 wie schon die ,tatsache beweist1 da der ,mehlbrei1 aus dem einst ,brot und ,bier bereitet wurde1 im ,althochdeutschen brt und seine ,bereitung briuwan hie1 aus welch letzterem ,wort dann brauen wurde4 ,den einst innigen ,zusammenhang beider ,ttigkeiten beweist auch der ,umstand1 da man heute noch in ,nubien1 manchen ,orts in ,ostasien und zum ,teil in ,ruland das ,bier aus zuvor verbackenem ,getreide1 also ,brot1 bereitet4 ,dieses aus einem ,brei gersteter oder verbackener ,getreidekrner1 der einfach der ,grung durch wilde ,hefen berlassen wurde und in dem natrlich auch zahlreiche ,bakterien ihr ,wesen trieben1 gewonnene ,urbier1 das wir uns slichsauer und recht trbe vorzustellen haben1 mu fr unsere verwhnten ,zungen sehr fade geschmeckt haben1 weshalb die verschiedensten ,wrzen zu seiner ,geschmacksverbesserung zu ,hilfe genommen wurden4 ,so werden im ,sudan und in ,kordofan dem aus den ,samen der ,penicillaria hirsuta1 einer ,verwandten der ,negerhirse1 hergestellten ,bier ,zweige einer scharfen ,wolfsmilchart ,callotropis procera zugesetzt1 wie man in ,norddeutschland1 ,dnemark und ,skandinavien noch #adgg durch ,zusatz der zerquetschten ,beeren von ,sumpfmyrte 7,myrica gale7 und ,wacholder das ,gruten- oder ,gruysenbier bereitete4 ,in ,nordamerika erhielt man durch ,zusatz der ,schlinge der ,schierlingstanne das ,sprossenbier4 ,in ,island und ,irland wurden die ,samen der wilden ,mohrrbe als ,bierwrze benutzt1 bis schlielich der ,hopfen alle solchen verdrngte und heute in der ganzen ,kulturwelt ausschlielich zur ,verwendung gelangt4 ,wie aus dem mit ,wasser verdnnten ,honig durch einfaches ,stehenlassen mit ,hilfe der hineingelangten allgegenwrtigen ,hefepilze der ,met als das lteste der berauschenden ,getrnke entstand1 so wurden allerlei zuckerhaltige ,pflanzensfte wie ,palm-1 ,agaven- und ,obstsaft und von tierischen die ,milch auf dieselbe ,weise zur ,herstellung von berauschenden ,getrnken1 nach denen die ,menschheit seit ,urzeiten als beliebtes ,genumittel lstern ist1 verwendet4 ,bald lernte man auch1 da mehlhaltige ,stoffe durch ,einwirkenlassen von ,speichel grfhig werden und zur ,bereitung von ,bier dienen knnen4 ,so hat man jedenfalls schon vor der ,einfhrung des ,hackbaus aus mehlhaltigen ,samen von allerlei ,wildgrsern und spter gepflanzten ,grsern1 vielfach nach vorhergehendem ,aufkochen in ,wasser1 so lange man keine gebrannten ,tpfe besa mit ,hilfe darein geworfener ,steine durch sogenanntes ,steinkochen1 wie solches bei den ,letten bis zum ,ende des #ah4 ,jahrhunderts und in ,krnten zum ,teil heute noch bei der ,herstellung von ,steinbier blich ist1 durch ,kauen im ,munde und nachheriges ,ausspucken in ,gefe1 worin die ,masse eine ,zeitlang zur ,fermentwirkung sich selbst berlassen blieb1 die ltesten ,bierarten hergestellt4 ,so wird heute noch die ,kawa der ,sdsee aus der ,wurzel des ,kawapfeffers1 das ,reisbier auf ,formosa1 das ,maisbier in ,peru und ,bolivia und ein in ,argentinien bei den ,eingeborenen beliebtes ,bier aus den ,frchten einer ,leguminose hergestellt4 ,auch im nrdlichen ,europa mu einst ein solches ,bier bereitet worden sein1 wie wir aus der ,sage des ,gottes ,kwasir entnehmen knnen1 den die ,asen und ,wanen 7,fruchtbarkeit spendende vergttlichte ,naturkrfte7 bei ihrem ,friedensschlusse aus ihrem gemeinsamen ,speichel erschufen4 ,bei dieser recht urwchsigen ,bierbereitung verzuckerte der ,speichel das ,strkemehl und lieferte so eine grungsfhige ,zuckerlsung4 ,appetitlicher nach unsern ,begriffen ist es1 worauf man spter erst verfiel1 das strkemehlhaltige ,getreidekorn keimen zu lassen1 wobei der ,embryo das ,diastase genannte ,ferment bildet1 um die ,strke in lslichen und damit fr ihn assimilierbaren ,zucker zu verwandeln4 ,dieses jngere ,verfahren bentzen wir bis auf den heutigen ,tag in der ,brautechnik4 ,so lt der ,bierbrauer die ,gerste1 die heute fast ausschlielich zur ,verwendung gelangt1 keimen1 bis sich reichlich ,diastase gebildet hat und durch teilweise ,umwandlung der ,strke in ,zucker das sschmeckende ,malz entstanden ist4 ,dann wird die ,keimung durch ,trocknen und ,erhitzen unterbrochen1 das ,malz gedarrt84 ,je nach der ,temperatur1 die beim ,darren zur ,anwendung gelangt1 nimmt es dabei eine hellgelbe bis dunkelgelbe ,farbe an1 die nachher fr die ,farbe des ,bieres bestimmend ist1 und gleichzeitig bilden sich bei hherem ,erhitzen aromatische brenzliche ,stoffe1 die sogenannten ,karamelstoffe1 die auch fr den ,biergeschmack wichtig sind4 ,die ,darrtemperatur kann bei den ganz dunkeln1 karamelreichen ,bieren1 wie z4 ,b4 beim ,kulmbacher1 bis gegen #ajj ,c4 betragen4 ,tafel #hi4 ,illustration3 ,malztenne der ,lwenbrauerei in ,mnchen4 ,sudhaus der ,lwenbrauerei in ,mnchen4 ,tafel #ij4 ,illustration3 ,grkeller der ,lwenbrauerei in ,mnchen4 ,aus den gefllten1 oben offenen ,bottichen quillt der ,schaum der grenden ,flssigkeit hervor4 ,lagerkeller der ,lwenbrauerei in ,mnchen4 ,dann wird das ,malz zerkleinert1 und durch ,hinzugieen von ,wasser werden aus ihm die lslichen ,bestandteile mit ,einschlu der ,diastase herausgezogen1 extrahiert wie der technische ,ausdruck lautet4 ,bei auf etwa #ej ,c4 erhhter ,temperatur beginnt nun die ,wirkung der ,diastase auf die noch unverzuckerte ,strke1 welche in ,malzzucker und ,dextrine bergefhrt wird4 ,bei lngerer ,einwirkung werden dann auch die ,dextrine allmhlich angegriffen4 ,von der ,leitung dieses ,maischprozesses1 bei dem die ,diastasewirkung jederzeit durch ,aufkochen unterbrochen werden kann1 hngt es also ab1 ob man ein vollmundiges8 ,bier mit reichlicherem oder ein weinig schmeckendes8 ,bier mit geringerem ,dextringehalt haben will4 ,ersteres lieben wir ,deutschen1 whrend die ,englnder letzteres bevorzugen4 ,dementsprechend wird in ,deutschland die ,maische meist nach dem ,kochverfahren hergestellt1 d4 h4 die ,masse bald aufgekocht und dann wieder ungekochte neue ,maische hinzugefgt1 whrend sie in ,england berhaupt ohne ,aufkochen nur bei hherer ,temperatur bereitet wird4 ,die ,maische wird hierauf von den festen ,rckstnden1 den ,trebern1 befreit und dann noch mit dem ,hopfen zusammen einige ,stunden gekocht4 ,nach dem ,absieben der ,hopfenreste und der ausgeschiedenen ,eiweistoffe wird sie in offenen ,khlschiffen oder neuerdings auch in besonderen ,apparaten gekhlt und dann zum ,einleiten der ,grung in die ,grbottiche bergefhrt4 ,dieser ,proze interessiert uns hier hauptschlich4 ,tafel #ia4 ,illustration3 ,das ,hofbruhaus in ,mnchen4 ,tafel #ib4 ,illustration3 ,im ,hof des ,hofbruhauses in ,mnchen4 ,das ltere ,verfahren bei der ,herstellung von ,bier ist die ,obergrung1 die viel schneller verluft und keine besondere ,khlhaltung verlangt1 dabei also bald trinkbares1 billiges ,bier liefert1 das aber den ,nachteil besitzt1 nicht so haltbar zu sein und meist durch ,infektion mit anderen ,pilzen einen suerlichen ,geschmack aufzuweisen4 ,dieser ,grproze1 der bei einer ,temperatur zwischen #ae und #be ,c4 erfolgt1 wobei die ,hefe oben schwimmt und erst nach der ,grung teilweise nach unten sinkt1 wie man vom ,weibier her wei1 ist viel schwerer vor ,strungen zu schtzen1 die ,qualitt des ,bieres also nicht leicht gleichmig zu erhalten4 ,die ,hauptgrung dauert nur wenige ,tage2 dann wird die ,nachgrung1 die noch sehr lebhaft ist1 auf den ,fssern eingeleitet4 ,ja bisweilen wird nach alter ,vtersitte die ganze ,grung gleich auf dem ,fa eingeleitet und beendet4 ,da solches ,bier nicht leicht gleichmig zu erhalten ist und sich auerdem nicht zum lngeren ,aufbewahren1 also zum ,lagerbier eignet1 ist diese obergrige ,methode neuerdings ganz gegenber der ,untergrung1 die diese ,nachteile nicht besitzt1 in den ,hintergrund getreten4 ,diese kann nur im ,winter oder in knstlich gekhlten ,rumen vor sich gehen1 da sie bei einer ,temperatur von #e-f ,c4 verluft4 ,bei ihr setzt sich die ,hefe1 sobald sie nicht mehr durch die entstehende ,kohlensure aufgewirbelt wird1 sobald also die ,grung etwas nachlt1 im ,gegensatz zu der in der ,flssigkeit schwebend bleibenden ,oberhefe fest am ,boden des ,gefes ab4 ,bei diesem ,verfahren1 dem alle deutschen ,biere mit ,ausnahme einiger ,spezialitten1 wie beispielsweise das ,berliner ,weibier1 die ,leipziger ,gose und das ,lichtenhainer ,bier1 unterworfen werden1 wird die ,wrze1 sobald sie auf die erforderliche niedrige ,temperatur abgekhlt worden ist1 in den ,grbottichen mit ,reinzuchthefe in reichlicher ,menge -- etwa ,liter dickflssiger ,hefe auf einen ,hektoliter ,bier -- versetzt und mit ,krcken gut durchgerhrt4 ,bei der nun erfolgenden ,hauptgrung bedeckt sich die ,oberflche zuerst mit einem feinen und dann mit einem immer dicker werdenden brunlichen ,schaum1 der neben ,hefezellen aus ausgeschiedenen eiweiartigen und schleimigen ,stoffen besteht4 ,da durch die chemischen ,umsetzungen whrend der ,grung die ,temperatur stark steigt1 so mu dauernd fr gute ,khlung ,sorge getragen werden1 damit nicht eine ,erwrmung ber #aa bei dunklen und #i1e bei hellen ,bieren eintritt4 ,allmhlich lt die strmische ,grung nach1 die ,hefe sinkt allmhlich zu ,boden und damit klrt sich die ,flssigkeit1 die nun zur ,nachgrung in die ,lagerfsser bergepumpt wird4 ,will man die ,nachgrung beschleunigen1 so nimmt man viel ,hefe mit1 dann ist aber das ,bier nicht zu langem ,lagern geeignet4 ,im ,lagerkeller1 dessen ,temperatur nur etwa #a ,c4 betragen soll1 ruht nun das ,jungbier8 #c-f ,wochen1 wenn es zu baldigem ,ausschank bestimmt ist1 und mehrere ,monate1 wenn es als ,lager- oder ,sommerbier dienen soll4 ,dabei geht die ,grung langsam weiter ihren ,gang1 es bildet sich reichlich ,kohlensure1 die ihm den angenehm prickelnden ,geschmack verleiht1 und der anfnglich noch scharfe ,vorgeschmack wird in einen immer wohlschmeckenderen umgewandelt1 der die ,gte des reifen ,bieres ausmacht4 ,mit der ,vollendung der ,nachgrung ist das ,bier vllig klar geworden1 indem die ,hefe am ,boden liegt1 und wird1 nachdem es zum berflu noch filtriert worden1 in die ,transportfsser gefllt und zum ,verkauf gebracht4 ,erst die technische ,entwicklung der neuesten ,zeit hat dieses gleichmig gute1 uerst haltbare untergrige ,bier zu brauen ermglicht1 whrend das frher gebraute ,bier sehr ungleich ausfiel1 weniger gut schmeckte1 auch schwcher alkoholhaltig war und sich nur kurze ,zeit hielt1 d4 h4 bald sauer wurde und in ,essiggrung verfiel1 wenn es nicht durch ,kahm-1 ,schimmel- und ,spaltpilze verdarb4 ,so hat sich aus der bescheidenen ,bierbrauerei der alten gypter1 die diese ,erfindung ihrem obersten ,gott ,osiris zuschrieben1 meist ,gerste zum ,mlzen verwandten und an ,stelle des ihnen unbekannten ,hopfens ,safran und andere ,pflanzenstoffe als ,wrze verwandten1 im ,laufe der ,jahrhunderte das kapitalkrftige moderne ,braugewerbe entwickelt1 das eine enorme ,ausdehnung erlangt hat4 ,welche volkswirtschaftliche ,bedeutung die ,brauindustrie speziell in ,deutschland besitzt kann man ermessen1 wenn man bedenkt1 da der ,kaufwert der ,braumaterialien in diesem ,lande bereits im ,jahre #aijj etwa #djj ,millionen ,mark betrug1 von denen als nutzbare ,abfallstoffe der ,landwirtschaft zirka #ej ,millionen zurckgegeben wurden4 ,der ,herstellungswert betrug gegen #ijj ,millionen ,mark4 ,demgegenber war die ,steinkohlenproduktion ,deutschlands nur #hjj ,millionen und waren smtliche ,httenerzeugnisse #gjj ,millionen ,mark wert4 ,die ,rbenzuckerindustrie verbraucht sogar nur fr #bbe ,millionen ,mark ,rben und liefert etwa fr #cj ,millionen ,mark ,material an die ,landwirtschaft zurck4 ,neben den echten ,bieren1 die also mit ,zusatz von ,hopfen gebraut werden1 erzeugt man da und dort noch eine ,menge dem ,urbier nahe stehender suerlicher ,biere1 unter denen der ,kwa1 das russische ,nationalgetrnk1 in ,europa das wichtigste ist4 ,es wird aus allerlei ,getreidearten1 aus ,mehl1 ,malz1 aber auch aus ,brot und ,zwieback hergestellt1 die zuerst gekocht und dann einer spontanen ,milchsuregrung berlassen werden1 der sich eine geringfgige alkoholische ,grung hinzugesellt4 ,daraus resultiert ein suerliches1 moussierendes ,getrnk mit einem ,alkoholgehalt von weniger als #a ,prozent -- whrend unsere ,biere meist etwa #d ,prozent davon enthalten --1 das in ,unmengen von allen ,bevlkerungsschichten ,rulands vertilgt wird4 ,frher war es viel weiter verbreitet und wurde auch von den ,arabern im ,mittelalter hergestellt1 wofr ,kobert1 der ihm eine ganze ,monographie gewidmet hat1 eine ,menge ,belege vorbringt4 ,ihm hnlich sind die suerlichen ,biere1 die wir als ,hirsebiere nicht nur bei den ,rumnen1 sondern bei fast allen afrikanischen ,stmmen finden4 ,hufig findet man in ihnen eine bestimmte ,hefe1 den ,schizosaccharomyces pombe1 der seinen letzteren ,namen von einer weitverbreiteten ,abart dieser ,negerbiere fhrt4 ,auch an manchen ,frchten haften bestimmte ,hefearten in ,gemeinschaft mit ,bakterien1 die zur ,erzeugung alkoholischer ,getrnke benutzt werden4 ,so stellt man in ,england vielfach aus ,zuckerwasser und ,ingwerwurzel mit ,zusatz von gewissen ,frchten1 die den ,hefenpilz ,saccharomyces piriformis neben ,bakterien enthalten1 das moussierende ,ingwerbier her4 ,von groem ,interesse1 weil ein bedeutendes ,gewerbe darstellend1 ist die ,herstellung des hellgelben1 sherryhnlichen japanischen ,nationalgetrnks ,sak1 das hei in kleinen ,porzellanschlchen getrunken wird4 ,nach seiner ,gewinnung aus ,reis ist es zu den bierhnlichen ,getrnken zu rechnen1 nach seinem schlielich erzeugten ,charakter und seinem hohen ,gehalt von #ab-ah ,prozent ,alkohol hat es mehr ,verwandtschaft mit den ,sdweinen4 ,die ,bereitung des ,sak ist eine uralte ,kunst der ,japaner1 die sich in vier ,teilprozesse gliedert4 ,zuerst wird die spezielle ,hefe1 die ,koji bereitet1 indem gekochter ,reis mit sporenhaltigen ,kolonien des ,reisschimmelpilzes 7,aspergyllus oryzae7 angesetzt wird1 die zu diesem ,zwecke in unvollkommener ,reinkultur immer weiter gezchtet werden4 ,dieser ,pilz enthlt eine krftige ,diastase1 die die ,strke des ,reises in grfhigen ,zucker verwandelt1 daneben noch andere ,schimmelpilze1 ,bakterien und eine echte ,hefe4 ,dann wird der ,moto1 die eigentliche ,maische1 wiederum aus gedmpftem ,reis bereitet und ihm die ,koji zugefhrt4 ,es tritt nun in der ,masse eine ,milchsure- und ,alkoholgrung ein4 ,indem zu diesem ,gemisch wieder gekochter ,reis und ,koji hinzugefgt werden1 folgt die ,hauptgrung1 bis schlielich der ,proze nach fnf ,wochen abgelaufen ist4 ,nun wird die ,flssigkeit abgepret1 geklrt und ist zum ,konsum fertig4 ,die ,alkoholgrung wird durch wilde ,hefen vollzogen4 ,der ganze ,proze1 der rein empirisch nach alten ,rezepten vorgenommen wird1 ist noch wenig geklrt1 obschon die in ,europa gebildeten japanischen ,gelehrten auch hier an der ,arbeit sind4 ,die ,bereitung des ,weines geht noch in der alten ,weise vor sich1 wie sie schon im alten gypten betrieben wurde1 indem man den gekelterten ,most durch die an den ,weinbeeren selbst sitzenden wilden ,hefen gren lt4 ,nur ganz schchtern machen sich ,bestrebungen geltend1 auch diesen ,vorgang durch ,hinzufgen von reingezchteten ,hefen edler ,abstammung zielbewut zu leiten4 ,da der ausgeprete ,traubensaft ein auerordentlich gnstiger ,nhrboden nicht nur fr diese ,hefe-1 sondern auch fr die zahllosen darein geratenden ,schimmelpilze und ,bakterien ist1 mu die ,hauptarbeit der ,weinbereitung darin bestehen1 die durch letztere hervorgerufene abnorme ,grung zu verhindern nicht nur durch peinlichste ,sauberkeit in allen ,dingen1 sondern vor allem dadurch1 da man fr eine krftig wachsende ,hefe sorgt1 die selbst der rgste ,feind jener mit ihr zu konkurrieren versuchender ,pilze ist4 ,durch die krftige ,entwicklung der ,weinhefe werden sie rasch berwuchert und in ihrer ,entwicklung gehemmt4 ,mit ,recht vertraut der ,winzer im allgemeinen der ,gte der an den ,traubenbeeren1 besonders der durch ,insekten oder sonstwie verletzten wuchernden natrlichen ,hefepilze1 von denen an denselben ,trauben auch immer dieselben ,rassen vorzugsweise sitzen1 so da man von vornherein auf ein bestimmtes ,grungsprodukt rechnen darf4 ,um eine krftige ,entwicklung derselben zu erzielen1 setzt man bei hoher ,temperatur1 etwa #bh ,c4 an1 und zwar in offenen ,bottichen1 die gehrig durchlftet werden4 ,nach ,ablauf der ersten1 strmischen ,grung bringt man den jungen ,wein in die ,grfsser1 die durch ,ventile so verschlossen sind1 da zwar die sich entwickelnde ,kohlensure leicht entweichen1 aber keine uere ,luft mit ihren ,keimen hinzutreten kann4 ,die ,grung wird bei #ae-bj ,c4 so lange fortgesetzt1 bis sich nur noch sprliche ,blasen von ,kohlensure entwickeln4 ,nun beginnt die wichtigste ,ttigkeit1 die ,kellerbehandlung1 die den ,wein zur ,reife bringen soll4 ,bei ihr mu um so mehr auf peinlichste ,sauberkeit ,bedacht genommen werden1 da nun die ,hefe ihr energisches ,wachstum eingestellt hat und infolgedessen die ,spaltpilze leichter neben ihr aufkommen knnten4 ,um letzteres zu vermeiden1 werden die ,fsser nicht blo grndlich gereinigt1 sondern auch durch ,verbrennen von ,schwefelfden in ihnen alle ,keime zerstrt4 ,in dem in sie bergefhrten ,wein wird der ,zucker sehr langsam weiter gespalten und nur eine sehr geringe ,menge bleibt unversehrt4 ,ein ,teil der ,kohlensure bleibt im ,wein und gibt ihm seinen prickelnden ,geschmack4 ,vor allem bilden sich aber jetzt langsam die fr den ,wein charakteristischen ,bukettstoffe aus1 die die ,nase und ,zunge des ,genieenden besser wrdigen knnen als die ,analyse des ,chemikers1 fr den sie infolge ihrer minimalen ,menge kaum greifbar sind4 ,so gehen unter dem ,einflu des durch die feinen ,poren der ,fsser hindurchdringenden ,sauerstoffs diese eigentmlichen ,umwandlungen vor sich1 die den ,wein edel und alt machen4 ,sie erstrecken sich ber viele ,jahre1 bis schlielich der ,hhepunkt der ,reife erreicht ist2 dann aber geht der ,wein wieder zurck1 er wird berreif und die ,bukettstoffe verlieren allmhlich ihre ,qualitt4 ,wie lange das dauert1 hngt von den verschiedensten ,umstnden ab4 ,manche ,weine sind schon nach wenigen ,jahren fertig2 andere vertragen die ,entwicklung mehrerer ,menschenalter und werden immer besser1 wie namentlich einige zuckerreiche ,sdweine1 vor allem der ,tokayer1 bei dessen ,herstellung den frischen ,trauben mglichst viel getrocknete ,beeren derselben ,sorte hinzugefgt werden1 um ihn recht s zu bekommen4 ,im ,fasse senkt sich nun die ,hefe nach ,aufhren ihrer ,vermehrung langsam zu ,boden und reit die noch vorhandenen festen ,bestandteile wie ,kalksalze1 ,farbstoffe usw4 mit4 ,durch dieses ,absitzen erst erlangt der ,wein seine volle ,klarheit4 ,zu diesem ,zwecke wird er fter in frische ,fsser umgefllt1 wobei der ,bodensatz zurckbleibt4 ,um diesen ,proze zu beschleunigen1 verwendet man eine ,reihe von ,mitteln1 wie besonders ,hausenblase oder ,gelatine1 die eine ,fllung bewirken und so alles im ,weine ,schwebende zu ,boden reien4 ,nur ,rotweine kann man wegen des ,verlustes an ,farbstoff nicht auf diese ,weise klren2 man begngt sich bei ihnen mit dem ,filtrieren4 ,ist so unter sorgsamer ,pflege und bei ,vermeidung der ,spaltpilzinvasion der ,wein reif geworden1 so wird er1 wenn er von guter ,qualitt ist1 in ,flaschen gezogen und entwickelt sich hier in hnlicher ,weise1 aber uerst langsam weiter4 ,dieser ,proze kann durch ,steigerung der ,temperatur im betreffenden ,keller bis auf #dj ,c4 beschleunigt werden4 ,geringe ,weine dagegen vertragen das ,altern nicht4 ,zur ,herstellung der vollmundigen1 krftigen ,sdweine lt man die ,trauben am ,stocke trocknen und dickt dann den daraus erhaltenen ,most noch ber dem ,feuer ein4 ,dabei brennen sie stets etwas an1 was ihnen den sie auszeichnenden leicht brenzlichen ,geschmack verleiht1 der besonders beim ,malaga hervortritt4 ,beim ,portwein wird die ,grung mitten drin durch ,zusatz von ,alkohol unterbrochen und zur ,erhhung der ,farbe noch ,holundermark hinzugesetzt4 ,ganz hnlich werden die ,weine von ,madeira1 ,marsala1 von den ,kanaren und vom ,kap der ,guten ,hoffnung hergestellt4 ,andere1 wie der ,zyperwein1 erhalten noch eine ,wrze von ,quittensaft und ,gewrzen aller ,art und werden dann noch einer ,rucherungsprozedur unterworfen4 ,so werden sie schlielich einem ,likr hnlicher als einem ,wein4 ,die meist zu sauren ,obstweine werden wie die sauren ,traubenweine gallisiert1 d4 h4 man verzichtet auf die direkte ,abstumpfung der berschssigen ,sure1 sondern mildert sie durch ,zusatz von ,zuckerwasser1 wobei das ,volumen bedeutend erhht wird4 ,die ,schaumweine1 die man flschlicherweise ,sekt nennt1 da letzteres historisch wie dem ,sinne nach gerade das ,gegenteil1 nmlich einen schweren1 feurigen ,sdwein bedeutet1 werden aus besonders geeigneten leichten1 bukettarmen ,weinen durch eine spezielle ,grung in der ,flasche gewonnen4 ,zu ihrer ,herstellung wird der geklrte1 flaschenreife ,wein mit reichlich ,rohrzucker -- #b1e-c kg per ,hektoliter -- und bestimmten1 sehr krftigen ,hefen zur weiteren ,grung in festverschlossenen ,flaschen angesetzt4 ,sobald sich der ,zuckergehalt darin erheblich vermindert hat und der ,alkoholgehalt so hoch gestiegen ist1 da die ,hefe nicht mehr gren kann1 beginnt sie sich abzusetzen1 ein ,proze1 der durch ,rtteln an der ,flasche systematisch gefrdert wird1 bis schlielich in den umgekehrt aufgestellten ,flaschen sich die ,hefe auf den ,korken ansammelt und der ,wein klar wird4 ,dann wird die ,flasche geffnet und die ,hefe herausgeschleudert1 wie man sagt degorgiert84 ,nun setzt man ihm den sogenannten ,likr1 bestehend in feinem ,kognak mit ,zucker und besonderen1 von jeder ,fabrik geheim gehaltenen aromatischen ,zustzen zu1 verschliet die ,flasche wieder und lt sie noch einige ,zeit lagern1 bis der ,wein vllig reif geworden ist4 ,die ,kraft des ,schumens richtet sich nach der ,menge ,rohrzucker1 und zwar erzeugen #d1e g davon per ,flasche #a ,atmosphre ,druck4 ,bei guten ,schaumweinen betrgt der ,druck gewhnlich #d-e ,atmosphren2 mehr wie #h ,atmosphren halten die ,flaschen nicht aus4 ,die ,herstellung der ,branntweine war den alten ,kulturvlkern durchaus unbekannt4 ,sie kam erst etwa mit dem #h4 ,jahrhundert mit dem ,aufblhen der chemischen und alchimistischen ,wissenschaft unter den ,arabern auf1 und der ,arzt ,gabir ,ibn ,hajjan1 in ,europa ,geber genannt1 gilt als der ,entdecker des ,alkohols1 dessen ,name ja arabischen ,ursprungs ist4 ,als diese ,neuerung im ,abendlande bekannt wurde1 bemchtigten sich vor allem die ,klster derselben und begannen bald einen schwunghaften ,branntweinhandel4 ,im #ad4 ,jahrhundert war ,italien das ,hauptexportland des zunchst nur als ,medikament verwendeten ,schnapses1 der aber bald auch als ,genumittel solchen ,beifall fand1 da schon ein ,jahrhundert spter der ,steuerfiskus in ,deutschland das ,getrnk mit einer ,verbrauchsabgabe belegte4 ,damals wurde von strkemehlreichen ,frchten fast ausschlielich das ,korn zu ,branntwein verarbeitet1 und zwar bald in solchem ,mae1 da die ,regierung die ,herstellung des ,kornschnapses an manchen ,orten ganz verbot1 weil ein allzugroer ,teil der kstlichen ,brotfrucht dadurch ihrem eigentlichen ,zweck entzogen wurde4 ,erst im #ah4 ,jahrhundert kam die ,verwendung der ,kartoffel als ,rohfrucht fr die ,schnapsbrennerei auf und #agej soll zu ,monsheim in der ,pfalz die erste ,kartoffelbrennerei errichtet worden sein4 ,jetzt wird vorzugsweise diese ,nhrfrucht dazu verwendet1 und zwar zur ,herstellung von fusellfreiem ,reinspiritus1 der dann technisch als solcher verwendet oder mit ,beigabe von aromatischen ,essenzen zu den mannigfaltigsten ,schnpsen verarbeitet wird4 ,die ,kartoffeln werden zur berfhrung der ,strke in ,kleister gekocht und1 da sie nur sehr wenig ,diastase zur ,umwandlung des letzteren in ,zucker haben1 bei einer mglichst hohen ,temperatur von #de-ej ,c4 mit ,malz versetzt4 ,nachdem die ,verzuckerung der ,strke stattgefunden hat1 setzt man die ,maische1 wie wir dies bei der ,bierbereitung beschrieben haben1 zur ,grung an1 die bei #be ,c4 verluft und nur etwa drei ,tage dauern darf4 ,und zwar verwendet man dazu nicht mehr wie frher ,bierhefen1 sondern speziell die zu diesem ,zwecke in besonderen ,anstalten in groen ,mengen in ,reinkultur gezchteten obergrigen1 stark gelfteten ,brennereihefen4 ,ist nun durch ,grung der ,zucker der ,maische zum grten ,teil in ,alkohol 7und ,kohlensure1 welche entweicht7 bergefhrt1 so wird das ,gemisch im ,destillierapparat mit ,dampf erhitzt1 und der mit ,wasserdmpfen und einigen ,beimengungen in gasfrmigen ,zustand bergehende ,alkohol wird durch ,khlung wieder zu einer ,flssigkeit verdichtet4 ,meist wird in den ,brennereien nur ein ,rohspiritus dargestellt1 der dann zur weiteren ,reinigung in die ,raffinerien wandert4 ,in diesen wird durch nochmalige ,destillation der thylalkohol mit nur #d-h ,prozent ,wasser als rektifizierter ,spiritus gewonnen1 wobei die schwerer flchtigen hheren ,alkohole 7besonders ,amylalkohol71 die sogenannten ,fuselle1 in der ,destillierblase zurckbleiben4 ,letztere haben einen durchdringenden ,geruch und sind sehr giftig4 ,frher glaubte man1 da sie durch die ,ttigkeit irgend welcher ,spaltpilze entstehen1 und beschrieb sogar einige solche ,pilze1 welche sie erzeugen sollten4 ,doch ist neuerdings durch die eingehenden ,untersuchungen von ,f4 ,ehrlich mit ,sicherheit erwiesen worden1 da sie ,produkte der ,hefen sind und durch ,umwandlung aus den ,eiweistoffen der ,maische und ihren ,abbauprodukten entstehen4 ,da sie zur ,herstellung schwertrocknender le und in der ,fabrikation knstlicher ,riechstoffe verwendet werden1 so hat die ,industrie selbst ein ,interesse daran1 sie mglichst vollstndig aus dem ,weingeist1 dessen ,wert sie herabsetzen1 zu entfernen4 ,der reinste rektifizierte ,spiritus wird als ,weinsprit bezeichnet und wird vor allem in der ,likrfabrikation verwendet4 ,die weniger guten ,marken1 die aber auch noch so gut wie rein sind1 dienen in der ,kraftindustrie und werden1 da sie einer weit geringeren ,steuer als der zu ,genuzwecken des ,menschen verwendete ,spiritus unterliegen1 durch ,hinzufgen von ,holzgeist und ,pyridin denaturiert1 um ihnen einen widerlichen ,geschmack und ,geruch zu geben4 ,welch gewaltige ,bedeutung die ,brennerei in der ,volkswirtschaft besitzt1 beweist die ,tatsache1 da in ,deutschland allein aus #c ,milliarden kg ,kartoffeln gegen #d ,millionen ,hektoliter ,spiritus jhrlich erzeugt werden1 von denen #b ,millionen getrunken werden und der ,rest zu gewerblichen ,zwecken verbraucht wird4 ,die ,branntweinsteuer bringt dem ,reiche jhrlich #aej ,millionen ,mark ein1 und nur etwa fr #f ,millionen ,mark kommt zur ,ausfuhr4 ,leider hat die ausgedehnte ,verwendung des ,weingeistes als ,kraftquelle noch keine befriedigende ,lsung gefunden1 wenn er auch schon in groer ,menge bei der ,industrie als ,beleuchtungsmittel und zum ,treiben kleiner ,motoren ,verwendung findet4 ,speziell zum ,treiben der ,automobilmotoren vermag er noch nicht das ,benzin zu verdrngen4 ,hoffentlich aber wird diese ,neuerung nicht mehr lange auf sich warten lassen1 da es aus volkshygienischen ,grnden hchst wnschenswert wre1 wenn der in solchen ,massen produzierte ,schnaps statt vom ,menschen getrunken1 dem er ein beraus schlimmer ,feind ist1 als ,kraftquelle eine ausgedehntere ,verwendung finden knnte1 und so dem ,volke ntzlich1 statt wie bisher verderblich sein wrde4 ,in seiner ,sucht nach starken ,berauschungsmitteln hat der ,mensch1 seitdem ihm die ,kenntnis der ,alkoholdestillation zuteil wurde1 aus allen mglichen zuckerigen oder in ,zucker berzufhrenden ,stoffen vermittelst wilder ,hefen ,alkohol gewonnen und ,schnaps daraus gebrannt1 so nicht blo aus ,melasse1 ,roggen und ,mais1 sondern auch aus ,wurzeln wie ,enzian1 ,frchten wie ,holunder- und ,vogelbeeren1 ,kirschen und ,zwetschen mit ,einschlu deren ausgeklopfter ,kerne1 aus ,heferckstnden1 ,trebern1 ,trestern usw4 ,unter diesen nehmen vor allem die ,getreideschnpse1 der ,kornbranntwein1 eine wichtige ,stellung ein4 ,so wird das angloamerikanische ,nationalgetrnk1 der ,whisky in seinen verschiedenen ,spielarten bald aus ,roggen-1 bald aus ,gerstenmalz mit ,hinzufgung von gekeimtem ,mais hergestellt1 whrend der in ,ostindien1 besonders auf ,java bereitete ,arrak aus ,reis unter ,zusatz von ,melasse und ,palmwein gebrannt wird4 ,in ,westindien1 speziell ,jamaika1 wird dagegen aus den bei der ,bereitung von ,zucker aus ,zuckerrohr abfallenden ,produkten der ,rum bereitet1 der seinen eigentmlichen ,geschmack dem ,vorhandensein von freien ,suren1 wie ,ameisen- und ,buttersure1 und deren ,estern verdankt4 ,als vornehmster aller ,branntweine gilt der nach dem ,zentrum seiner ,bereitung1 der westfranzsischen ,stadt gleichen ,namens1 als ,cognac bezeichnete ,branntwein1 der ein ,destillat aus ,wein1 meist ,rotwein1 ist und nur durch jahrelanges ,lagern in ,fssern aus bestimmtem ,eichenholz seine schne ,farbe und seinen charakteristischen ,geschmack erhlt4 ,alle diese ,schnpse zeigen frisch den brennenden ,spritgeschmack1 der erst durch mglichst langes ,liegen im ,fa durch bisher noch nicht ganz erforschte chemische ,vorgnge den erwnschten zartmilden ,geschmack erhlt4 ,meist handelt es sich wohl dabei um ,oxydationsprozesse1 indem ,sauerstoff durch die feinen ,poren der ,fsser hindurchtritt und die scharf schmeckenden ,stoffe in milde verndert4 ,dafr spricht vor allem1 da man den ,vorgang des ,alterns durch ,imprgnierung mit ,sauerstoff beschleunigen kann4 ,dies ist ein groes kaufmnnisches ,problem1 da gerade durch das lange ,lagern die edlen ,branntweine sehr verteuert werden4 ,indessen ist ein wirklich gutes ,mittel zum knstlichen ,altmachen noch nicht gefunden worden4 ,besonders lange ,zeit brauchen die ,branntweine1 die man in der ,flasche alt werden lt1 weil sie wasserklar gewnscht werden1 wie z4 ,b4 ,kirschwasser2 denn aus dem ,holz der ,fsser nehmen die ,destillate stets ,farbstoffe auf4 ,diese ,branntweine mssen viele ,jahre liegen1 bis sie wirklich reif geworden sind4 ,in der unberwindlichen ,sehnsucht nach berauschenden ,getrnken sind die ,nomadenvlker dazu gekommen1 aus der ,milch1 dem einzigen ihnen zu ,gebote stehenden zuckerhaltigen ,nhrmittel1 sich welches zu bereiten4 ,das bekannteste dieser alkoholischen ,getrnke aus ,milch ist der ,kefir1 der in den ,berglndern des nrdlichen ,kaukasus seit undenklicher ,zeit ein ,hauptgenumittel ist4 ,er ist ein suerliches1 sehr wohlschmeckendes ,getrnk mit geringem ,alkohol- und grerem ,milchsuregehalt1 das wegen seiner ,leichtverdaulichkeit jetzt auch in den ,kulturlndern vielfach hergestellt und als ditetisches ,mittel verordnet wird4 ,die meisten wilden ,hefen vermgen nun nicht aus dem ,milchzucker die grungsfhigen ,kohlehydrate freizumachen4 ,nur einige wenige1 wie z4 ,b4 ,saccharomyces fragilis im ,kse1 sind dazu imstande1 und solche in ,kultur genommene ,arten verwenden die tierzchtenden ,nomaden zu dieser ,fermentation4 ,doch sind dabei stets noch ,spaltpilze ttig1 die mitgezchtet werden und noch besser als die ,hefen den fr letztere meist unangreifbaren ,milchzucker spalten und zugleich eine ,milchsuregrung bewirken4 ,so haben wir in dem aus ,schaf-1 ,ziegen- und ,kuhmilch hergestellten ,kefir1 dessen ,fermentorganismen in gelben ,krnern in den ,handel kommen1 auer der ,kefirhefe 7,saccharomyces kefir7 zwei ,kettenkokken und einen ,bazillus1 die1 der ,milch beigemischt und mit derselben in geschlossenen ,gefen aufbewahrt1 in drei ,tagen das ,getrnk entstehen lassen1 das ,wonnetrank8 bedeutet1 als ,zeichen dafr1 wie sehr ihn diese kaukasischen ,bergstmme lieben4 ,ganz hnlich wird seit uralter ,zeit in der sdrussischen ,steppe von den dort wohnenden ,nomaden aus ,milch1 auch ,stutenmilch1 der ,kumys gewonnen1 dessen ,name von dem bereits von ,xenophon 7um #ddj v4 ,chr4 in ,athen geboren und #cee in der ,verbannung aus seiner ,vaterstadt in ,korinth gestorben7 erwhnten ,volke der ,kumanen stammen soll1 von denen es dann #abae die ,tataren bei ihrer ,besitzergreifung dieser ,lnder bernahmen4 ,jedenfalls war es unter ihnen schon allgemein bekannt1 als sie der ,gesandte ,ludwigs des ,heiligen1 ,wilhelm ,rubruck1 im ,jahre #abec besuchte4 ,auch der um #adei in ,nrnberg geborene und #aejg in ,lissabon verstorbene ,seefahrer und ,geograph ,martin ,behaim1 der1 nach seiner ersten ,entdeckungsreise als ,begleiter des ,diego ,co #adij in seine ,vaterstadt zurckgekehrt1 den noch daselbst verwahrten groen ,globus anfertigte1 kannte ein ,chumis genanntes1 bei den ,tataren ,sdrulands hergestelltes ,getrnk1 das heute gelegentlich auch in der ,kulturwelt ,verwendung findet4 ,die ,erreger der echten ,kumysgrung sind noch unbekannt1 stecken aber in den ,schluchen1 in denen ,kumys gegoren hatte und in die stets wieder ,milch zur neuen ,fermentation gegossen wird4 ,das ,getrnk ist dem ,kefir in ,geschmack und ,wirkung hnlich4 ,die ,vereinigung von ,hefen mit ,bakterien haben wir auch in den suerlichen1 schwach alkoholhaltigen ,milchprodukten1 der armenischen ,nationalspeise ,mazun1 dem ,leben der gypter und dem ,yoghurt der ,bulgaren1 was alles saure ,milch8 heit4 ,letzterer ist gleicherweise wie der ,kefir als geschtztes ditetisches ,prparat bei uns beliebt geworden1 seitdem einer der ,leiter des berhmten ,instituts ,pasteur in ,paris1 ,prof4 ,elias ,metschnikoff1 die ,aufmerksamkeit der wissenschaftlichen ,welt auf ihn lenkte und ihn geradezu als ,mittel zur ,verlngerung des menschlichen ,lebens erklrte1 da die ihn vorzugsweise essende bulgarische ,bevlkerung einen auffallend hohen ,prozentsatz sehr alter ,leute aufweist4 ,in ihm sind nun keine ,hefen1 wohl aber ein ,gemisch von drei ,spaltpilzen1 einem ,ketten-1 einem ,doppelkokkus und einem als ,majabazillus bezeichneten langen ,stbchen von geringer ,beweglichkeit als die ,grungserreger nachgewiesen und in ,kulturen zur ,herstellung dieses die ,darmfulnis herabsetzenden ditetischen ,prparates gezchtet worden4 ,endlich haben wir bei den ,kalmcken auch einen als ,arak bezeichneten1 aus ,milch hergestellten ,branntwein1 der zwar nur einen sehr schwachen ,alkoholgehalt1 dafr aber einen reichen ,gehalt an flchtigen ,fettsuren bei der ,destillation empfngt1 so da er schauderhaft nach ranzigem ,fette schmeckt1 was aber nicht hindert1 da sich seine ,erzeuger mit ,wohlbehagen damit berauschen4 ,seit uralter ,zeit beobachtete man1 da alkoholhaltige ,flssigkeiten bei lngerem ,stehen an der ,luft ihren weinigen ,geschmack verlieren und sauer werden4 ,diese ,sure1 von den ,rmern acetum1 von den ,deutschen danach ,essig genannt1 benutzte man sehr frh als ,wrze von ,speisen1 besonders ,salaten4 ber die ,ursache dieser ,vernderung1 die man bei der ,wein- und ,bierbereitung als unliebsame ,bildung frchtete1 war man ebenso wie ber diejenige der weinigen ,grung vollkommen im unklaren1 bis der berhmte ,begrnder der neueren ,chemie1 der #agdc in ,paris geborene und am #h4 ,mai #agid daselbst guillotinierte ,lavoisier die ,notwendigkeit der ,sauerstoffzufuhr bei diesem ,prozesse erkannte und ihn folgerichtig als ,oxydation des ,alkohols zu ,essigsure auffate4 ,erst der ,jenaer ,professor der ,chemie ,dbereiner 7#aghj-ahdi7 gab in den #ahcj;er ,jahren die genauere ,formel desselben an4 ,als man bald darauf erkannte1 da die berfhrung von ,alkohol in ,essigsure auch durch fein verteiltes ,platin bewirkt werden kann1 glaubten die ,anhnger der chemischen ,theorie der ,grung1 vor allem ,liebig1 die ,bildung von ,essig sei dadurch als ein rein chemischer ,proze erwiesen4 ,dem traten aber die ,anhnger der biologischen ,auffassung entgegen und es erhob sich derselbe ,streit wie bei der ,hefegrung4 ,schlielich blieben auch hier die letzteren ,sieger4 ,wenn nun auch ,ktzing selbst vor ,schwann die ,bakterien der ,essiggrung gesehen und beschrieben hatte1 so verdanken wir doch ,pasteur die grundlegenden ,arbeiten ber deren ,eigenschaften und ,lebensgewohnheiten und das ,vermgen1 sie in beinaher ,reinkultur zu zchten4 ,es sind verschiedene ,pilze der ,gattung ,bacterium1 die nur in einem ,sauerstoff enthaltenden ,medium gedeihen1 auch organisches1 stickstoffhaltiges ,material zu ihrer ,entwicklung brauchen und dann auf der ,decke der zu vergrenden ,flssigkeit ein ,geflecht von langen ,fden bilden4 ,nach der praktischen ,bedeutung unterscheidet man vier ,hauptgruppen1 nmlich die ,schnellessigbakterien1 die vor allem technische ,verwendung finden1 dann diejenigen des ,weines1 des ,bieres und der ,maische4 ,auer bei diesen speziellen ,essigkeimen finden wir die ,fhigkeit1 ,essigsure als ,nebenprodukt zu bilden1 bei sehr zahlreichen anderen ,mikroben1 so da sie in geringer ,menge bei fast allen ,grungen zu finden ist4 ,illustration3 ,bild #ej-eb4 ,i4 ,essigsurebakterien3 a kettenfrmig angeordnete ,bakterien aus einer ,hautvegetation1 b einzelne ,essigbakterien 7,kurzstbchen71 c fadenfrmige ,essigbakterien in kettenfrmige ,kurzstbchen zerfallend4 ,,ii4 ,milchsurebakterien3 a ,kurzstbchen aus ,milch1 b ,langstbchen aus ,bier4 ,,iii4 ,buttersurebakterien3 a unbewegliche ,buttersurebakterien 7,langstbchen71 b bewegliche ,buttersurebakterien 7,spindelform74 ,nach ,dr4 ,schnegg4 ,der eigentliche ,vorgang der ,essigbildung ist als eine ,fermentwirkung erkannt worden4 ,insofern behielt ,liebig in gewissem ,sinne mit seiner chemischen ,anschauung recht1 wie wir dies bei der ,alkoholgrung schilderten4 ,die ,grung ist nicht als ein reiner ,lebensproze der ,bakterien aufzufassen1 sondern die lebenden ,keime spielen nur eine indirekte ,rolle als ,erzeuger des ,ferments4 ,den ,beweis dafr zu liefern versuchte ebenfalls ,buchner1 der ,entdecker der ,zymase1 der in den toten ,leibern der ,essigbakterien ein ,ferment auffand1 das ganz analog der ,zymase1 die die ,zuckerarten in ,alkohol und ,kohlensure spaltet1 die berfhrung von ,alkohol in ,essigsure vollzieht4 ,zu einer rationellen ,essigfabrikation gehrt vor allem die ,zufuhr von mglichst viel ,luft1 deren ,sauerstoff den ,essigbakterien die ,oxydation des ,alkohols ermglicht4 ,frher stellte man den ,essig ausschlielich nach dem von der ,natur gegebenen ,beispiele aus ,bier oder noch hufiger aus ,wein dar1 wobei sich ein dicker ,pelz von ,essigsurebakterien ber der ,flssigkeit bildet4 ,jetzt aber verwendet man dazu den in groen ,mengen zur ,verfgung stehenden ,reinsprit1 den man nach dem #ahbc von ,schtzenbach erfundenen ,schnellessigverfahren mit ,wasser verdnnt in hohen ,fssern mit siebartig durchlchertem ,boden sehr langsam ber mit ,essig durchfeuchtete ,buchenholzspne tropfen lt4 ,das oben einflieende ,gemisch von etwa #aj ,litern ,alkohol1 #dj ,litern gewhnlichem ,essig und #abj ,litern ,wasser1 dem man etwas ,mehlauszug oder dergleichen als ,nhrboden fr die ,pilze zugesetzt hat1 wird dabei oxydiert und fliet als essigreichere ,flssigkeit unten ab1 die dann noch ein zweites oder drittes ,fa passiert bis sie zu reinem ,essig geworden ist4 ,neuerdings bestrebt man sich1 nach dem ,vorgange von ,henneberg1 ,reinkulturen von ,essigbakterien zur ,imprgnierung der ,holzspne zu verwenden4 ,volkswirtschaftlich von ziemlicher ,bedeutung sind auch die ,milchsurebakterien1 die den ,milchzucker der ,milch in ,milchsure vergren1 wobei das ,kasen1 der wichtigste ,eiweistoff der ,milch1 sich in fester ,form ausscheidet4 ,die ,gewinnung der sen ,milch kann aber auch durch das meist aus ,klbermagen gewonnene ,labferment bewirkt werden1 wobei sofort das ,kasen in einer ,verbindung mit ,kalk ausfllt4 ,bei der sauren ,grung scheidet sich dagegen das ,kasen in freier ,form1 nicht an ,kalk gebunden1 aus4 ,bei der ,gewinnung von ,butter aus dem abgeschiedenen ,milchfett1 dem ,rahm1 kann man die ,vereinigung der ,fettkgelchen durch ,schtteln erzielen1 wobei die sogenannte ,srahmbutter entsteht1 oder man lt eine milchsaure ,grung des ,rahms vorhergehen4 ,bei letzterem ,proze1 der nicht nur viel leichter als der erstgenannte vonstatten geht1 sondern auch eine weit grere ,ausbeute liefert und deshalb vorzugsweise angewandt wird1 berlie man den ,rahm ursprnglich einfach der ,grung durch von selbst hineingekommene ,bakterien1 wobei die ,suerung meist schon in #ah-bd ,stunden eintritt2 spter verwendete man dazu ganz einfach die bazillenhaltige ,buttermilch gut geratener ,butter1 um in einer kleinen ,menge ,rahm die ,grung in ,gang zu bringen4 ,falls diese gut war1 infizierte man mit dieser ,kultur1 dem ,sauer81 den ganzen ,rahm4 ,als dann aber die ,reinzucht von ,bakterien im ,braugewerbe ihre ,triumphe feierte1 kam man bald darauf1 dieselben ,methoden auch beim ,buttern zur ,anwendung zu bringen und kultivierte eine ,reihe von ,bakterien aus guten ,sauern in sterilisierter ,milch1 mit denen man vorzgliche ,erfolge hatte4 ,um ein einwandfreies ,material zu erlangen1 sterilisierte man bald auch den ,rahm und erzielte damit unter ,anwendung von ,reinzuchtmikroben ein hygienisch einwandfreies1 von ,zuflligkeiten unabhngiges ,produkt4 ,natrlich machte man bei diesen ,studien auch allerlei ,erfahrungen1 so diejenige1 da nicht alle in ,reinkultur erhaltenen ,milchsurebakterien der ,butter den gewnschten guten ,geschmack verleihen1 da es darunter auch solche gibt1 die ihr geradezu ein unangenehmes ,aroma verleihen4 ,es sind dies also ganz hnliche ,verhltnisse wie bei der ,weingrung1 bei der gewisse ,bukettstoffe auch auf ,rechnung der betreffenden ,grungserreger kommen4 ,man zchtet nun ,reinkulturen mit verschiedenen ,aromastoffen1 wie sie gerade die ,konsumenten verlangen4 ,doch hat sich neuerdings herausgestellt1 da das ,aroma berhaupt nicht blo vom ,ausgangsmaterial und der ,milchsuregrung abhngt1 sondern durch die ,anwesenheit von manchen anderen ,bakterien1 vielleicht auch ,hefen1 bedingt wird1 so da ,mischungen solcher die besten ,resultate liefern4 ,schon in uralter ,zeit sind die viehzchtenden ,nomaden auf die ,bereitung von ,butter und ,kse verfallen4 ,so haben die ,indier sicher schon um #aejj v4 ,chr4 die ,butter gekannt1 nicht aber die ltesten ,juden1 deren chemah einen anderen ,stoff darstellen soll4 berhaupt blieb dieses ,produkt im ganzen ,bereiche der lbaumzucht ein fast unbekanntes1 nur etwa zu medizinischen ,zwecken gewonnenes1 das neben dem ,olivenl nicht aufzukommen vermochte4 ,die nrdlich davon hausenden ,vlker aber schtzten die ,butter1 mit der sie sich vorzugsweise den ,krper eingerieben zu haben scheinen1 whrend ihnen ,schmalz und ,schmer als gebruchlichste ,beigabe zu den ,mehlspeisen dienten4 ,wie den ,rmern die ,keltiberier und ,germanen durch ihre ,wertschtzung der ,butter auffielen1 so waren den ,griechen ihre thrakischen ,nachbarn und die weiter nrdlich als ,nomaden umherstreifenden ,skythen1 welch letztere auch aus der ,pferdemilch das begehrte ,fett gewannen1 als ,butteresser8 merkwrdig4 ,der weitgereiste griechische ,geschichtschreiber ,herodot 7#dhd-dbd v4 ,chr47 kennt noch keinen besondern ,namen fr ,butter1 sondern umschreibt ihn durch das was sich absetzt81 whrend sein etwas jngerer ,landsmann1 der berhmte ,arzt ,hippokrates 7#dfj bis #cfd v4 ,chr471 der auch ,skythien und ,libyen bereiste1 hiefr die ,bezeichnung btyron anwendet1 die als butyrum zu den ,rmern und schlielich als ,butter zu den ,deutschen kam1 deren ursprngliches ,wort hiefr anc 7im sddeutschen anke noch erhalten7 war4 ,im ,mittelalter war die ,buttergewinnung namentlich in der ,viehzucht treibenden ,schweiz ein wichtiges ,gewerbe4 ,aus dem ,jahre #aedi ist uns von dem ,zricher ,konrad ,gesner eine ausfhrliche ,beschreibung der schweizerischen ,alpwirtschaft erhalten2 noch genauere ,aufschlsse gibt uns #agje sein ,landsmann ,scheuchzer4 ,sonst spielte die ,butter als ,genumittel noch keinerlei ,rolle in ,mitteleuropa1 da bis ins #af4 ,jahrhundert ausschlielich ,schmalz zum ,kochen verwendet wurde4 ,erst von etwa #aefj an wurde der ,butterschmalz8 in grerer ,menge in der ,kche benutzt und fand im ,laufe des #ag4 ,jahrhunderts im feineren ,haushalt mehr und mehr ,aufnahme4 ,an ,stelle der bis dahin blichen ,morgensuppe traten schon in der zweiten ,hlfte des #ag4 ,jahrhunderts in ,nachahmung der vornehmen franzsischen ,sitte in den reicheren ,familien ,kakao1 ,kaffee oder ,tee mit feinem ,gebck und ,butter1 was dann mit der ,zeit auch die ,brgerlichen bei sich einfhrten4 ,aber erst im #ai4 ,jahrhundert hat sich die mit der ,milchwirtschaft zusammenhngende ,buttergewinnung ber die ganze ,erde verbreitet und ist neben der ,ksebereitung eines der wichtigsten landwirtschaftlichen ,gewerbe1 das viele ,millionen jhrlich umsetzt4 ,fhrt doch ,england allein alle ,jahre fr #chj ,millionen ,mark davon ein4 ,noch wichtiger ist der ,kse1 dessen ,bereitung die ,nachahmung eines ,naturvorgangs ist4 ,indem der primitive ,viehzchter die geronnene ,milch1 fr die er augenblicklich keine ,verwendung besa1 nicht verkommen lassen wollte1 suchte er den aus ihr gepreten ,ksestoff durch ,zugabe von ,salz zu konservieren4 ,so finden wir den ,kse schon in sehr alten ,urkunden erwhnt1 ja er scheint im allgemeinen sogar noch lter als die ,butter zu sein4 ,bei ,homer spielt er schon eine groe ,rolle1 auch die alten gypter und ,juden kannten ihn1 ebenso die ,griechen und ,rmer4 ,der rmische ,ackerbauschriftsteller ,columella im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 gibt uns eine ausfhrliche ,beschreibung seiner ,bereitung1 die im wesentlichen nicht von der auch heute noch gebruchlichen abweicht4 ,wie er1 so unterschied auch der ltere ,plinius bereits viele ,sorten von ,kse 7caseus71 unter denen die ,schaf- und ,ziegenkse bei den ,rmern die gebruchlichsten waren4 ,damals begngten sich die vornehmen ,rmer1 die ,herren der ,welt8 als ,feinschmecker schon lange nicht mehr mit den ,ksearten1 die ihnen die heimische ,landwirtschaft bescherte1 sondern importierten die wohlschmeckenden ,sorten von berall her1 besonders aus dem rtischen ,alpenlande und aus manchen ,gegenden des sdlichen und mittleren ,frankreich1 die noch gegenwrtig durch ihre vorzglichen ,produkte bekannt sind4 ,heute ist die ,ksebereitung ber die ganze ,erde verbreitet und der ,kse ist ein ,grohandelsprodukt geworden1 das in manchen delikaten ,spezialprodukten geradezu ,weltruf wie gewisse ,edelweine erlangt hat4 berall1 wo viel ,milch produziert wird1 die infolge erschwerter ,abfuhr wie auf den ,alpen oder sonst von den ,verkehrsstraen abgelegenen ,gegenden nicht anders verwertet werden kann1 wird ,kse bereitet1 und zwar betrgt die ,ausbeute von #ajj kg ,milch #ab-ae kg weichen ,fettkses wie ,brie oder ,camembert1 #i-aa kg ,weichkses1 #g-i kg ,hartkses1 #e-h kg halbfetten und #d-f kg mageren ,hartkses4 ,viel fter als die ,milch einfach der ,suerung zu berlassen1 bringt man sie durch das ,labferment zum ,gerinnen1 wobei die als ,parakasen bezeichnete ,verbindung des ,eiweikrpers ,kasen mit ,kalk ausfllt4 ,da man es bei der natrlichen ,gerinnung der ,milch durch die ,milchsurebakterien mit dem ,kasen zu tun hat1 so ist also schon der ,grundstoff bei der ,bereitung von ,sauermilch- und von ,labkse ein verschiedener4 ,ferner hat man es bei der ,ksereifung in der ,hand1 den ,grundstoff noch in anderer ,weise verschieden zu gestalten und dadurch nach ,belieben ,hart- oder ,weichkse zu erzeugen4 ,lt man nmlich die ,gerinnung durch das ,labferment bei niedriger ,temperatur langsam vor sich gehen1 so schliet die ausfallende ,masse noch eine ,menge ,flssigkeit ein1 wird davon schwammig und bleibt weich4 ,geschieht dagegen die ,labgerinnung sehr rasch1 untersttzt von strkerem ,erwrmen1 so scheidet sich der ,gerinnungskuchen in kompakter ,form ab1 enthlt weniger ,flssigkeit und wird hart4 ,selbstverstndlich gibt es alle bergnge von den hrtesten ,ksen wie ,parmesan ber die mittelharten wie ,emmentaler bis zu den allerweichsten wie ,brie und ,camembert4 ,ferner ergibt sich natrlicherweise ein ,unterschied1 ob man den ,kse aus ,magermilch oder ,fettmilch1 aus ,kuh-1 ,ziegen- oder ,schafmilch herstellt4 ,aber auch der ,verlauf der ,entwicklung bei der weiteren ,behandlung ist von groem ,einflu4 ,denn ,hartkse reifen durchaus anders als ,weichkse4 ,alle diese ,momente bringen es mit sich1 da es so viele verschiedene ,arten von ,kse als ,landstriche gibt4 ,gerade wie beim ,wein die ,beschaffenheit der ,traube den einen1 und die ,grung den andern ,faktor darstellt1 so ist es auch beim ,kse2 den einen ,faktor bildet der ,rohkse1 den andern die ,mikroben und die ,behandlung bei der ,reifung4 ,da die ,ksereifung ein ,grungsvorgang im weiteren ,sinne des ,wortes darstellt1 hat zuerst der ,breslauer ,botaniker ,ferdinand ,cohn erkannt4 ,seither ist dieser ,vorgang eifrig studiert worden1 nicht nur aus wissenschaftlichem1 sondern vor allem auch aus praktischem ,interesse1 um durch ,reinzchtung guter ,bakterien die ,kserei auf rationelle ,grundlage zu stellen und die ,produzenten vor ,migriffen und ,schden zu bewahren4 ,in jedem ,kse haben wir eine uerst komplizierte ,anhufung von ,bakterien1 die in jedem verschieden sind und sich gegenseitig frdern oder stren knnen4 ,sie spalten teilweise das ,kasen1 vergren den ,milchzucker in ,milchsure und bilden aus dieser und aus dem ,eiwei ,buttersure und hnliche fette ,suren4 ,ferner wird das ,fett der ,milch gespalten und dabei werden spezifische ,geruchs- und ,geschmacksstoffe erzeugt1 die dem ,kse sein spezifisches ,aroma verleihen4 ,auer ,bakterien finden sich aber auch noch ,hefen und ,schimmelpilze im ,kse2 letztere sind sogar bei der ,reifung einiger ,kse unentbehrlich2 ja1 in dem nach einem ,dorf im franzsischen ,departement ,aveyron im westlichen ,sdfrankreich als ,roquefort bezeichneten berhmten weichen ,kse aus ,milch von ,kurzschwanzschafen werden sie sogar1 und zwar eine edle8 ,spielart des grnen ,pinselschimmels 7,penicillium glaucum71 knstlich zugesetzt und vermehren sich darin zu ganzen ,nestern1 die an ihrer grnlichen ,farbe zu erkennen sind4 ,bei den ,hartksen beginnt nach einer unbedeutenden ersten ,phase der ,eiweispaltung durch die ,fermente zunchst eine allerdings nicht sehr erhebliche ,milchsuregrung4 ,neben ihr und nach ihrem ,ablauf beginnen die eiweiabbauenden1 sogenannten peptonisierenden ,bakterien ihre ,ttigkeit1 wobei sie durch die ,milchsure etwas in ,schranken gehalten werden1 damit nicht eine bermige ,zerspaltung des ,eiweies und eine richtige ,fulnis durch die echten ,fulnisbakterien eintrete4 ,diese unter ,ausschlu von ,sauerstoff vor sich gehende ,grung findet in der ganzen ,ksemasse gleichmig statt4 ,in den ,abbaustoffen des ,eiweies finden wieder andere ,bakterien1 wie vor allem der ,bacillus nobilis1 gnstige ,wachstumsbedingungen und bilden neben ,milchsure die charakteristisch riechende ,buttersure und die anderen ,aromastoffe4 ,ferner siedeln sich ,schimmel- und andere ,pilze an4 ,so wird durch das ,ineinandergreifen der verschiedensten ,mikroben eine ,umwandlung der geschmacklosen ,rohstoffe bewirkt1 die schlielich den reifen ,kse mit seinem spezifischen ,wohlgeschmack hervorgehen lassen4 ,anders verluft die ,reifung bei den ,weichksen4 ,zugleich mit der ,molke enthalten sie viel mehr ,milchzucker4 ,die infolgedessen sehr energisch vor sich gehende ,milchsuregrung verhindert im ,innern des ,rohkses die ,entwicklung aller anderen ,keime4 ,alle diese ,kse bleiben deshalb anfnglich im ,innern wei1 unvergoren und sauer1 wie der ,rohstoff1 aus dem sie bereitet werden4 ,nur von auen beginnen allmhlich die peptonisierenden ,bakterien ihr ,werk2 so reift der ,kse von auen nach innen1 bis er durch8 ist4 ,dabei sind ,pilze ntig1 die die strende ,milchsure verzehren1 und dies tun vor allem die ,schimmelpilze1 die dadurch den eiweispaltenden und hernach wieder anderen ,bakterien ,existenzbedingungen schaffen4 ,schimmelpilze bedrfen aber zu ihrem ,gedeihen unbedingt freien ,sauerstoffs1 und deshalb siedeln sie sich nur auen herum an4 ,ein gutes ,beispiel fr die ,beteiligung von ,schimmelpilzen an der ,reifung von ,weichkse bietet der ,briekse aus der ,landschaft ,brie im nrdlichen ,frankreich zwischen ,seine und ,marne1 der immer mit einer dicken ,schicht davon berzogen ist4 ,der ,pilz ist ein naher ,verwandter des fr den vorhin genannten ,roquefort magebenden grnen ,pinselschimmels1 nmlich ,penicillium album4 ,in der fr die ,herstellung des nordhollndischen runden1 innen schn gelben und auen durch ,orlean hbsch rotgefrbten ,edamer ,kses verwandten langen ,wei81 einer fadenziehenden ,molke1 spielt ein ,oidium eine wichtige ,rolle4 ,es stellt diese ,flssigkeit wenn nicht eine ,reinkultur1 so doch eine sehr gute ,kultur eines fr die betreffende ,ksereifung sehr wichtigen ,pilzes dar und bietet eines der wenigen ,beispiele einer seit langem gebten absichtlichen ,beeinflussung des ,reifungsvorganges von ,kse4 ,ein anderes stellt der bereits erwhnte ,zusatz von ,penicillium glaucum zum ,roquefortkse dar4 ,um nun dem ,schimmelpilz ein von ,bakterien ungestrtes ,wachstum zu verschaffen1 wird der ganze ,proze anders1 vor allem bei sehr niedriger ,temperatur1 in ,felsenhhlen1 durchgefhrt1 und um dem ,pilz den fr ihn unentbehrlichen ,sauerstoff zuzufhren1 wird der ,kse mit langen ,nadeln durchbohrt und werden so ,luftlcher erzeugt4 ,die wissenschaftliche ,heranzchtung reiner ,pilzkulturen fr die ,ksereifung hat diesen alten ,praktiken kaum neue an die ,seite zu stellen gewut4 ,anfnge zu einer systematischen ,benutzung edler ,ksebakterien sind allerdings bereits gemacht worden1 doch begngt man sich in der ,regel1 heute wie vor ,tausenden von ,jahren mit der ,grung1 wie sie die natrliche ,flora der betreffenden ,kse mit sich bringt4 ,die ,bakterien gelangen aus der ,luft und durch ,verunreinigungen in die ,milch und wachsen dann im ,ksekeller aus4 ,dabei bleibt vieles dem ,zufall berlassen1 so da es kein ,wunder ist1 da auch dem gebten ,kser trotz aller aufgewandten ,mhe und ,sorgfalt manche ,reifung milingt1 wenn sich ,bakterien im ,kse einnisten1 die unerwnschte ,grungen darin bewirken1 so da das ,produkt bitter1 fleckig1 allzu faulig und mit ,gasblasen durchsetzt usw4 wird4 ,wenn nun auch die uralte ,empirie meist mit berraschender ,sicherheit die besten ,bedingungen erkannt hat1 die solche fast unvermeidliche ,nebengrungen auf ein ,mindestma beschrnken1 so wird auch das ,ksegewerbe einmal dazu gelangen1 von sterilen ,rohstoffen auszugehen und diesen die spezifischen ,keime in ,reinkultur zuzusetzen1 um stets ein mit ,sicherheit tadelloses ,produkt zu erzielen1 wie wir solches in idealer ,weise bei der ,bierbrauerei verwirklicht sehen4 brigens werden in manchen ,gegenden dem ,kse auch gewisse aromatisch riechende ,kruter beigemischt und dadurch ,kruterkse erzeugt4 ,dies ist besonders in ,griechenland und im ,orient der ,fall1 ebenso bei uns in manchen ,alpengegenden1 so vor allem im ,kanton ,glarus in der ,schweiz1 wo durch ,beigabe von feinpulverisiertem getrocknetem ,bisamhonigklee 7,melilotus coerulea71 der aus ,nordafrika stammt und dort angebaut wird1 der nach ihm duftende und durch ihn grnlich gefrbte ,schabzieger hergestellt wird1 der weithin exportiert wird4 ,diese ,ksesorte mu schon sehr lange dort fabriziert werden2 denn sie wird schon im #ac4 ,jahrhundert als gebruchliches ,landesprodukt erwhnt4 ,wie nun verschiedene ,bakterienarten bei der ,reifung des ,hartkses und dazu noch gewisse ,schimmelpilze bei derjenigen des ,weichkses eine wichtige ,rolle spielen1 so tun es andere bei der ,erzielung anderer ,nahrungsmittel4 ,so haben wir die ,kultur eines ,schimmelpilzes1 des ,aspergillus oryzae1 bei der ,bereitung des japanischen ,nationalgetrnkes ,sak kennen gelernt4 ,dieser ,pilz enthlt ein sehr krftiges diastatisches ,ferment1 die sogenannte ,takadiastase1 die ,strke energisch spaltet und in ,zucker berfhrt4 ,bei der ,sakbereitung werden dann die ,zuckerstoffe durch ,saccharomyceten1 die der ,kojihefe beigemengt sind1 vergoren4 ,seit alters her aber macht man von demselben ,schimmelpilz in ,japan noch eine andere1 wirtschaftlich mindestens ebenso wichtige ,anwendung1 nmlich zur ,bereitung der dem ,japaner unentbehrlichen ,wrzmittel des ,shoju und des ,miso1 die beide aus den ,sojabohnen1 einer der ,hauptkulturpflanzen ,japans gewonnen werden4 ,da diese ,hlsenfrchte selbst in gekochtem ,zustande schwer verdaulich sind1 wird durch ,beigabe solcher ebenfalls aus ihnen bereiteter ,wrze die ,absonderung der ,verdauungssfte zu ihrer leichteren ,bewltigung angeregt4 ,die ,sojasauce ,shoju wird1 wie wir bereits frher mitteilten1 aus halbgar gekochten ,sojabohnen mit ,beigabe von gerstetem ,weizenmehl und ,salz in der ,weise gewonnen1 da man die auf gedmpftem ,reis gezchteten ,kulturen des ,aspergillus oryzae hinzufgt4 ,nachdem der ,pilz drei ,tage hindurch sich grndlich in dem ,gemisch vermehrt und dasselbe ganz durchwuchert hat1 wird ,salzwasser hinzugegeben und die ,masse in groen ,holzkbeln bei mglichst geringer ,temperatur viele ,monate1 ja bis zu fnf ,jahren1 einer ,grung unterworfen1 bei der auch verschiedene andere ,pilze als der vorhin genannte1 so ein milchsurebildendes ,bakterium und ein alkoholbildender ,hefepilz 7,saccharomyces soya71 eine wichtige ,rolle spielen4 ,der ,hauptvorgang dabei ist eine weitgehende ,aufspaltung sowohl der ,kohlehydrate der ,samen wie ihrer ,eiweisubstanzen durch die ,fermente des ,schimmelpilzes4 ,es finden sich tatschlich in der schlielich resultierenden1 ziemlich dickflssigen1 braunen ,shojusauce nur noch die ,abbaustoffe der ,eiweikrper1 in hnlicher ,weise wie sie im ,liebigschen ,fleischextrakt vorhanden sind4 ,sie geben ihm vorzugsweise den aromatischen ,geschmack und die die ,absonderung der ,verdauungssfte anregende ,wirkung der schon durch den sehr hohen ,kochsalzgehalt von etwa #ae ,prozent sehr starken ,wrze zu der an sich reizlosen1 vorzugsweise aus ,reis oder ,sojabohnen mit getrockneten ,fischen bestehenden ,kost der ,japaner4 ,der ,verbrauch dieses neuerdings in der ganzen ,kulturwelt ,eingang findenden und den wichtigsten ,bestandteil der berhmten englischen ,worcestersauce bildenden ,shoju betrgt in ,japan rund #f ,liter auf den ,kopf der ,bevlkerung4 ,ebenfalls mit ,hilfe der ,kojihefe wird der dem ,shoju hnliche ,miso aus einem ,brei von gekochten ,sojabohnen gewonnen2 nur ist er ein weniger durchgreifend vergorenes ,produkt1 das mehr unvernderte ,stoffe enthlt und ebenfalls in sehr groen ,mengen1 etwa #cj ,millionen kg jhrlich1 in ,japan verbraucht wird4 ,die in ,china gleichfalls viel gebrauchte ,sojasauce wird in etwas anderer ,weise hergestellt4 ,man benutzt dazu andere ,varietten der ,sojabohne1 die1 gekocht und mit ,blttern einer ,eibischart 7,hibiscus7 bedeckt1 einige ,tage sich selbst berlassen werden1 wobei sich dann spontan der als ,aspergillus wentii bekannt gewordene ,schimmelpilz ansiedelt4 ,man lt den ,pilz sich nur kurze ,zeit in der ,masse entwickeln1 so da nur eine sehr oberflchliche ,grung eintritt1 kocht dann auf und versetzt sie mit ,sternanis und allerlei aromatischen ,krutern4 ,eine eigentliche ,zucht dieses ,pilzes findet also nicht statt4 ,bei uns und in der ganzen von ,europern beeinfluten ,kulturwelt sehr wichtig und deshalb von volkswirtschaftlich groer ,bedeutung sind die vornehmlich durch die ,milchsurebakterien hervorgerufenen sauren ,grungen von ,futtermitteln und ,gemsen1 um sie haltbar zu machen und ihnen gleichzeitig einen bestimmten ,wohlgeschmack und grere ,verdaulichkeit zu verleihen4 ,dieses ,verfahren der ,suregrung als sehr wirksames und bequemes ,konservierungsverfahren fr allerlei sonst wenig haltbare ,pflanzenprodukte ist von ,osten1 von den ,slawen zu uns nach ,mitteleuropa gekommen4 ,die ,slawen ihrerseits lernten sie vermutlich von den ,tataren kennen1 welche die ,milchsuregrung von der beim ,aufbewahren gerinnenden ,milch reichlich kennen zu lernen ,gelegenheit hatten4 ,noch heute spielen diese ,konservierungsmethoden in ,ruland eine ganz andere ,rolle in der ,wirtschaft als bei uns4 ,meist sind diese ,verfahren noch ,eigentum der ,hausfrau und dann wissenschaftlich noch wenig untersucht1 zum ,teil aber wie die ,sauerkraut- und ,gurkengrung zu groen ,industrien geworden und dann etwas besser erforscht4 ,ob es sich nun um ,gras1 ,klee oder ,rbenschnitzel zum ,zwecke von ,bereitung von ,sauerfutter8 oder um ,einlegen von ,kraut1 ,gurken und anderen ,frchten zur ,herstellung von ,sauerkraut1 sauren ,gurken usw4 handelt1 die ,hauptsache bleibt immer dieselbe3 die ,pflanzenteile werden in greren oder kleineren ,stcken1 mit oder ohne ,wasser1 mit oder ohne ,kochsalz1 gekocht oder roh1 fest zusammengepret und einer von selbst einsetzenden1 ganz oder fast ganz unter ,luftabschlu vor sich gehenden ,grung berlassen4 ,sobald dann die ,pflanzenteile1 meist infolge von ,luftmangel abgestorben sind1 beginnen die daran haftenden ,bakterien1 ,hefen1 ,schimmel- und andere ,pilze unabhngig voneinander ihr ,werk4 ,die mannigfaltigsten ,zersetzungen1 ,eiweizerfall1 ,gasgrung aus der ,zellulose1 ,alkoholgrung1 ,buttersure-1 ,milchsure- und andere ,grungen gehen vor sich1 bis schlielich wie so hufig1 die ,milchsurebakterien in dem ,gemisch von winzigen ,lebewesen ,sieger bleiben und durch zunehmende ,bildung von ,milchsure1 die dem ganzen ,produkt den ,stempel der ,suerung aufdrckt1 die anderen ,organismen zurckdrngen4 ,an diese auf die vielseitige ,vorgrung folgende ,hauptgrung schliet sich als dritter ,akt die ,nachgrung an1 bei welcher die ,milchsurebildner1 zum ,teil unter der ,wirkung der von ihnen selbst gebildeten ,sure zurckgehen und die ,hefen1 ,schimmelpilze und ,oidien aufkommen4 ,alle diese sind ,sureverzehrer2 als solche bringen sie die ,milchsure langsam zum ,schwinden und verleihen auerdem dem ,grgemisch besondere1 mehr oder weniger angenehme aromatische ,stoffe1 die den ,geschmack dementsprechend verndern4 ,geht der ,proze weiter1 so werden durch das ,verschwinden der ,milchsure wieder anderen ,mikroben gnstige ,existenzbedingungen geschaffen1 und so knnen eiweizerstrende ,fulnispilze zur ,entwicklung gelangen1 die schlielich eine eigentlich faulige ,grung bewirken und so die ,konserve vllig fr ,mensch und ,tier ungeniebar machen4 ,dann geht das ,produkt fr den ,konsum verloren4 ,sache des ,herstellers ist es also1 die ,vorgnge zu geeigneter ,zeit zu unterbrechen und es nicht zu einer eigentlichen ,fulnis kommen zu lassen4 ,diese groen ,zge des ,grungsprozesses erfahren im ganzen nur unwesentliche ,vernderungen durch die mancherlei technischen ,abnderungen4 ,wurde das ,leben der ,pflanze durch ,abkochen gettet1 so gehen zwar dabei viele der ihr anhaftenden ,keime zugrunde1 stets aber bleiben die ,sporen der die ,milchsuregrung erregenden ,mikroben erhalten1 die dann beim spteren ,auswachsen rasch eine solche saure ,grung bewirken4 ,wird viel ,kochsalz hinzugesetzt1 das den ,hauptzweck hat1 durch ,wasseranziehung den ,saft aus den ,pflanzenzellen herauszuziehen und diese zur besseren ,konservierung zu durchdringen1 so wird damit auch gleichzeitig der ,erfolg erreicht1 da gewisse ,organismen1 die diesen ,gehalt an ,kochsalz nicht ertragen knnen1 ausgeschaltet werden4 ,wieder andere ,bedingungen schafft es1 wenn man gar keine oder etwas ,luft zult1 ob man die ,grung bei sehr hoher oder niedriger ,temperatur vor sich gehen lt1 beziehungsweise ob man die starke ,selbsterhitzung1 die gewhnlich als ein ,zeichen der ,grung eintritt1 duldet oder vielmehr fr ,abkhlung sorgt4 ,am besten ist die ,grung des ,sauerkrautes studiert4 ,der zerschnittene ,kohl wird roh ohne ,wasser1 aber mit #j1e-b ,prozent ,salz und etwas ,gewrzen eingestampft1 festgepret und so unter ,luftabschlu einige ,wochen vergoren4 ,bei der sonst hnlichen ,darstellung des russischen ,schtschi wird dagegen die ,luft nicht vllig abgeschlossen4 ,die erste ,zersetzung1 die sogenannte ,schaumgrung1 erfolgt vorwiegend durch ,hefepilze2 dann folgt eine ziemlich reine ,milchsuregrung1 bei der sich keine flchtigen ,suren bilden und die von der ,temperatur ziemlich unabhngig ist4 ,hierauf beginnt1 und zwar meistens von auen her1 das ,abnehmen der ,sure unter dem ,einflu der nie fehlenden ,kahmpilze der ,gattung ,mycoderma1 die sehr viel ,sauerstoff verbrauchen und hier wie anderswo1 z4 ,b4 beim ,wein1 leicht eine faulige ,zersetzung bewirken4 ,es mu deshalb ihr ,dringen in die ,tiefe durch hermetischen ,luftabschlu verhindert werden1 soll nicht das ,sauerkraut ungeniebar werden4 hnlich verhlt sich der ,proze bei den sauren ,gurken2 nur wirken hier bei der starken anfnglichen ,schaumgrung auch ,mitglieder der artenreichen ,gruppe des ,bacterium coli 7d4 h4 ,dickdarmbakterium1 so genannt1 weil er als ,fulniserreger im ,dickdarm eine groe ,rolle spielt7 mit4 ,wenn dann nicht bald eine krftige ,milchsuregrung einsetzt1 so werden die ,gurken schlaff1 schmecken matt und gehen leicht in ,fulnis ber4 ,gegen diese gefrchteten ,milchgrungen ist der ,zusatz von etwa #d ,prozent ,kochsalz ein viel angewandtes ,mittel4 ,auch wird ,zufuhr von ,traubenzucker empfohlen1 um die ,milchsurebildung durch den dem ,colibazillus nahe verwandten ,milchsurebazillus recht krftig in ,gang zu bringen4 ,auch sonst spielen ,grungserreger bei der ,gewinnung der verschiedensten ,pflanzenprodukte eine groe ,rolle4 ,so erhitzt sich nicht ganz trocken eingefahrenes ,heu oder ,emd durch solche bis zur ,selbstentzndung1 was schon sehr viele ,brnde und groen ,schaden verursachte4 ,sehr wichtig ist ihre ,ttigkeit bei der ,gewinnung der ,rohprodukte fr die ,spinnerei wie ,flachs1 ,hanf1 ,jute1 ,manilahanf und hnliche ,stoffe1 die gerottet werden mssen1 um die einzelnen ,bastfasern voneinander zu trennen4 ,die letztere verbindende ,kittsubstanz besteht vorwiegend aus ,pektinstoffen1 d4 h4 komplexen ,kohlehydraten1 hnlich1 aber aus anderen ,zuckerarten zusammengesetzt wie die ,zellulose oder der ,holzstoff der ,pflanzenfasern und am nchsten mit den ,pflanzenschleimen verwandt4 ,indem man diese bastliefernden ,pflanzen zum ,rotten in ,bndeln in ,teiche oder ,gruben mit ,wasser versenkt1 und mit ,steinen beschwert1 werden in ihnen zuerst die ,eiweistoffe von den allgegenwrtigen ,mikroben aufgezehrt und verfaulen1 die ,kohlehydrate gehen in ,milch- und ,buttersure ber usw4 ,in dem ,mae als das ,nhrmaterial fr diese ,pilze verschwindet1 treten sie zurck1 um denjenigen ,platz zu machen1 die1 wie die ,granulobakter- und ,clostridiumarten die fr jene unbrauchbaren ,pektinstoffe durch ein von ihnen ausgeschiedenes ,ferment1 die ,pektinase1 in die entsprechenden ,zuckerarten spalten und fr sich verwenden4 ,seit dem ,jahre #aheb wurde diese ,erkenntnis von einigen ,technikern ausgesprochen und dann experimentell besttigt4 ,seit einigen ,jahren suchte man auch ,gewinn daraus zu ziehen1 indem man ,rohzuchten aus den ,abfallwssern knstlich den ,rotten zusetzte1 um die ,wirkung zu beschleunigen4 ,indessen hat die ,verwendung wirklicher ,reinkulturen1 wie solcher des ,granulobakter1 noch keine besonders gnstigen ,erfolge gebracht2 anscheinend mu eine ,art ,symbiose mit anderen ,mikroben bestehen1 die erst gute ,resultate beim ,rotten erzielt4 ,man begngt sich in der ,praxis meist damit1 die ,rotte so zu leiten1 da die ,bedingungen fr den ,granulobakter und die brigen ,pektinvergrer recht gnstige werden4 ,dazu fhrt man die ,grung bei relativ hoher ,temperatur von etwa #be bis #ce ,c4 durch und wechselt das ,wasser fter1 um die ,milchsurebazillen usw4 immer wieder zu entfernen4 ,indem allen anderen ,keimen allmhlich die ,nhrstoffe ausgehen1 erhlt man schlielich eine ,reinkultur der ,pektinvergrer4 ,viel langsamer als diese ,wasserrotte geht die ,land- oder ,taurotte vor sich1 bei welcher der ,flachs oder andere solche ,faserpflanzen auf ,wiesen ausgebreitet und der ,befeuchtung durch ,regen und ,tau berlassen bleiben4 ,bei diesem ,vorgange sind es weniger die pektinvergrenden ,spaltpilze als hhere ,pilze1 namentlich ,schimmelpilze der ,gattung ,mucor und ,fadenpilze1 welche durch ,ausscheidung von ,pektinase die ,pektinstoffe in ,zucker auflsen1 den sie fr sich verbrauchen1 dabei aber auch die ,zellulose angreifen1 also die ,fasern selbst beschdigen4 ,neuerdings ist die moderne ,industrie bestrebt1 berhaupt die ,ttigkeit von ,mikroben beim ,gewinnen der ,faserstoffe auszuschalten und die ,pektinstoffe durch erhitzten ,wasserdampf oder auch ,alkalien zu spalten4 ,auch bei der ,verarbeitung der ,hute zu ,leder spielen die verschiedensten ,mikroorganismen eine wichtige ,rolle4 ,damit die rohen ,hute nicht von den die ,eiweistoffe derselben lsenden ,fulniserregern aufgelst und verdorben werden1 trocknet man sie oder entzieht ihnen das ,wasser durch ,kochsalz1 ,glaubersalz oder ,gips4 ,neuerdings sterilisiert man sie auch mit ,formalin4 ,um die solchermaen getrocknet versandten ,hute zu verarbeiten und die ,haare aus ihnen zu entfernen1 kommen sie in die sogenannten ,weichen1 wobei die uerste ,schicht von den gewhnlichsten ,fulniserregern1 den ,proteusarten1 zerstrt wird und die ,haare ausfallen4 ,durch ,halten der ,felle bei niedriger ,temperatur1 die #ab ,c4 nicht berschreiten soll1 sucht man zu verhten1 da die ,fulnis nicht zu weit greife und die eigentliche ,haut verdorben werde4 ,neuerdings aber ersetzt man diesen etwas gefhrlichen ,proze der ,bakterienwirkung durch chemische ,mittel1 indem man die ,hute der ,einwirkung von ,schwefelalkalien und hnlichen ,enthaarungsmitteln aussetzt4 ,die so enthaarten ,hute werden dann gewaschen1 um den ,kalk aus ihnen zu entfernen4 ,dabei greifen allerlei ,bakterien die ,plasmasubstanz derselben an1 was man bei manchen ,huten1 die zu weichem ,leder1 wie ,oberleder1 verarbeitet werden sollen1 nicht ungern sieht4 ,bei ,kernleder1 welchem solches schdlich ist1 sucht man1 um dem entgegenzuwirken1 das ,auswaschen durch fleiiges ,bewegen der ,hute zu beschleunigen und setzt1 um den ,kalk schneller zu beseitigen1 etwas ,sure hinzu4 ,dann folgt das ,beizen1 wozu man von alters her die aus ,exkrementen von ,vgeln oder ,hunden bereiteten ,mistbeizen benutzt4 ,manche ,naturvlker1 wie die ,eskimos1 verwenden dazu faulenden ,urin1 den sie zu diesem ,zwecke sorgfltig in ihren ,htten sammeln und aufbewahren1 was allerdings den ,aufenthalt in ihren ,behausungen fr die ,europer wegen des damit verbundenen blen ,geruches nicht gerade angenehm macht4 ,solche von ,bakterien wimmelnden ,mistbeizen dienen vor allem zur ,bereitung von weichen und geschmeidigen ,ledersorten4 ,die ,bakterien dieser ,beizen1 unter denen ,fulnispilze und ,surebildner die ,hauptrolle spielen1 sollen die ,plasmasubstanz der ,hute auflockern und den ,kalk vollstndig ausziehen4 ,nun haben natrlich solche ,beizen1 ganz abgesehen von ihrem scheulichen ,gestank1 noch den groen belstand1 da die unkontrollierbaren ,bakteriengemenge unter ,umstnden durch zu weitgehende ,wirkung den ,huten schweren ,schaden zufgen4 ,man ist deshalb wie in anderen ,grungsindustrien1 so auch in dieser dazu geschritten1 sie durch knstlich gezchtete ,nutzbakterien zu ersetzen4 ,der erste ,schritt dazu war die ,zchtung der ,gesamtkeime des ,hundekotes auf knstlichen1 mit ,fleischbrhe versetzten ,nhrbden1 wobei man wenigstens ein einigermaen einheitliches1 bestndiges ,mittel in die ,hnde bekam4 ,man hat aber weiterhin auch schon eigentliche ,reinkulturen erhalten1 so eine von einem ,bacterium erodiens1 die als ,erodin in den ,handel gelangt und von den ,fachleuten gnstig beurteilt wird4 ,neben der ,mistbeize benutzt man bei gewissen ,ledersorten1 z4 ,b4 ,handschuhleder1 das vornehmlich aus ,huten junger ,ziegen bereitet wird1 noch die ,kleienbeize1 in der ebenfalls ein bestimmter ,grungserreger1 der ,kleiebazillus1 die ,hauptrolle spielt4 ,er erzeugt eine ,gasgrung1 durch welche die ,fasern des ,leders gelockert werden4 ,auch bei dieser ,art von ,beizung treten oft durch ,milchsure- und ,buttersuregrung ,schdigungen der ,leder ein1 oder es entsteht eine solche durch ,fulnis oder durch eine eigenartige ,schleimbildung1 die dem ,leder dauernd den ,glanz raubt und durch den groen ,bacillus megatherium verursacht wird4 ,bisweilen verwendet man kombinierte ,beizen1 in denen ,mist und ,kleie gleichzeitig gren2 in ihnen spielt der ,heubazillus 7,bacillus subtilis7 eine gnstige ,rolle4 ,ist die ,beizung vollendet1 so kommen die ,hute in die ,gerbbrhen1 in denen wiederum ausgedehnte ,grprozesse vor sich gehen1 da sich darin trotz des reichen ,gerbstoffgehaltes alle mglichen ,bazillen in sehr lebenskrftiger ,verfassung vorfinden4 ,dabei haben auch die ,fulnisbakterien ihre praktische ,bedeutung1 indem sie neben der ,lockerung des ,gefges der ,haut aus den ,eiweikrpern etwas lsliche ,stickstoffsubstanzen abspalten1 die nun den eigentlichen ,grungsorganismen zur ,nahrung dienen knnen4 ,neben einer geringen ,alkoholgrung durch ,hefen bilden sich auch allerlei ,suren1 besonders ,milch- und ,essigsure1 die die ,hautfasern zur ,schwellung bringen1 wobei sie sich besonders reich mit ,gerbstoff vollsaugen1 also sehr energisch gegerbt werden4 ,auch das fertige ,leder ist beim ,lagern der ,wirkung von allerlei ,mikroorganismen ausgesetzt1 die eine ,zerstrung durch ,stockflecke oder ,vermoderung bewirken4 ,bei weichen ,ledern kommt es zu einem ,dumpfwerden8 oder einer ,verschleimung1 einem ,prozesse1 der mit starker ,erwrmung verbunden ist und in migen ,grenzen absichtlich herbeigefhrt wird1 weil das ,leder dadurch leichter festgestampft werden kann und sich auch besser frben lt4 ,natrlich mu dieser ,proze sorgsam berwacht werden1 weil er sonst zu einer weitgehenden ,verschleimung des ,leders und damit verbundener geringer ,haltbarkeit fhrt4 ,illustration3 ,bild #ec-eg4 ,sporentrger verschiedener ,schimmelarten4 7,originalzeichnung von ,dr4 ,schnegg in ,weihenstephan47 ,i4 ,traubenschimmel 7,botrytis71 ,,ii4 ,pinselschimmel 7,penicillium71 ,,iii4 ,kopfschimmel 7,mucor71 ,,iv4 ,kolbenschimmel 7,aspergillus71 ,v4 ,tnnchenschimmel 7,thamnidium74 ,auch die fr die ,veredelung des ,tabaks unbedingt notwendige ,fermentation der nach der ,trocknung auf einen ,haufen zusammengepackten ,tabakbltter wird durch mehrere hintereinander arbeitende ,bakterien1 die man isoliert hat1 bewirkt4 ,dabei steigt die ,temperatur auf #ej ,c4 und mehr und stellt sich in einem feuchten ,klima das ,schwitzen8 ein1 das aber in einem trockenen unterbleibt4 ,dabei wird im ,haufen zuerst der ,sauerstoff verbraucht1 es verschwinden der lsliche ,zucker und einige ,eiweispaltprodukte1 vor allem das ,asparagin4 ,durch chemische ,umsetzungen verschwindet dann bei ,sauerstoffabschlu auch ein ,teil -- etwa #cj ,prozent -- des giftigen ,nikotins und entwickeln sich auer ,buttersure 7nicht aber ,milchsure7 die chemisch noch vllig unbekannten ,aromastoffe4 ,auf die ,hauptfermentation folgt teils vor1 teils erst nach der ,verpackung des ,tabaks in ,fsser eine langsame ,nachgrung1 zu deren ,einleitung er hufig durch ,besprengen mit zuckerhaltigen ,saucen vorbereitet wird4 ,auch der ,schnupftabak wird vergoren1 wobei die ,temperatur so hoch steigt1 da die meisten ,mikroben darin absterben4 ,die dabei stattfindenden chemischen ,umsetzungen sind ebensowenig bekannt als diejenigen bei der ,reifung des ,kautabaks1 bei welcher ebenfalls ,mikroben ttig sind4 ,ganz ungeheuer wichtig sind die ,umsetzungen zahlloser ,mikroorganismen bei den verschiedensten ,prozessen der ,landwirtschaft4 ,der lockere ,boden ist bis ziemlich tief hinab mit unvorstellbaren ,mengen der verschiedensten ,bakterien erfllt1 die sehr zahlreiche ,umsetzungen bewirken1 wodurch den hheren ,pflanzen erst die ,existenz ermglicht wird4 ,aus ,ammoniak und ,ammoniumsalzen oxydieren die durch die ,ausbildung von herumschwrmenden beweglichen ,keimen charakterisierten ,nitrosomonaden ,nitrite oder salpetrigsaure ,salze1 die von den unbeweglichen ,nitromonaden weiter mit ,sauerstoff zu ,nitraten oder salpetersauren ,salzen verbunden werden1 die dann den ,pflanzen als ,stickstoffquelle dienen4 ,alle in den ,boden gelangenden organischen ,substanzen1 seien es ,ausscheidungen oder ,leichen von ,tieren und ,pflanzen1 werden von den verschiedensten ,bakterien immer weiter gespalten und schlielich in einfache ,verbindungen aufgelst1 die dann von den ,pflanzen als ihre ,nahrung aufgenommen zu werden vermgen4 ,neben solchen1 die die ,umsetzungen des ,stickstoffs besorgen1 haben wir welche1 die den ,hauptanteil am ,zerfall der ,kohlenstoffverbindungen haben und dahin arbeiten1 da die ,kohlensure wieder in den ,kreislauf der ,natur zurckgegeben wird4 ,gleichzeitig werden bei diesen ,zerfallprozessen die wertvollen ,aschenbestandteile1 die fest in der organischen ,materie gebunden sind1 herausgelst und dadurch als ,nhrsalze fr die ,pflanzen verfgbar4 ,manche ,bakterien1 wie beispielsweise das mit den ,buttersurebazillen verwandte ,clostridium pasteurianum1 das fr gewhnlich anaerob1 d4 h4 ohne des ,sauerstoffs der ,luft zu bedrfen1 lebt1 aber auch bei ,gegenwart von sauerstoffliebenden ,bakterien bei ,anwesenheit von ,luft fortkommt1 assimilieren den freien ,stickstoff der ,luft und fhren ihn in lsliche ,verbindungen ber4 ,diese ,eigenschaft1 die fr die ,pflanzenwelt mit ihren beschrnkten ,stickstoffquellen von der grten ,bedeutung ist1 kommt auch den ,fadenpilzen zu1 die sich mit grnen ,algenzellen zu ,flechten vergesellschaften1 wie auch den in den ,wurzeln der ,leguminosen oder ,schmetterlingsbltler in ,symbiose mit diesen lebenden ,knllchenbakterien4 ,es kann hier nicht der ,ort sein1 auf die komplizierten1 sich gegenseitig in die ,arme arbeitenden ,vereinigungen der winzigsten1 dem gewhnlichen ,auge vollkommen unsichtbaren ,lebewesen miteinander und mit den hheren ,pflanzen einzugehen4 ,ich habe dies an anderer ,stelle getan und verweise die sich dafr ,interessierenden auf den achten ,abschnitt des frher von mir erschienenen ,buches3 ,das ,leben der ,erde1,c in welchem im achten ,abschnitte1 betitelt ,pflanzengenossenschaften1 von ,seite #efa-ehf diese wichtigen ,symbiosen und ihre ,bedeutung fr den ,kreislauf des ,stoffes in der ,natur eingehend besprochen wurden4 ,sachregister4 ,abella1 #gf4 ,acajoubaum1 #bad4 ,achras sapota1 #bac4 ,adansonia digitata1 #bje4 ,affenbrotbaum1 #bje4 ,agave americana1 #fcg4 ,aggurmelone1 #ccf4 ,akeebaum1 #bjh4 ,allium cepa etc41 #cbj4 ,amygdalus communis1 #aaf4 ,ananas1 #baj4 ,andropogon sorghum1 #dd1 #dci4 -- saccharatus1 #dg1 #dci4 ,anis1 #eea4 ,anona squamosa1 #bae4 ,apfel1 #gb4 ,aprikose1 #aaj4 ,araucaria imbricata1 #bce4 ,areca catechu1 #agh4 ,arekapalme1 #agh4 ,arenga saccharifera1 #ahe4 ,arrowroot1 #cee4 ,artemisia absinthium etc41 #edd4 ,artischocke1 #ccj4 ,artocarpus incisa1 #bja4 -- integrifolia1 #bjd4 ,asparagus1 #cbf4 ,assaipalme1 #ahg4 ,avena sativa1 #cg4 ,backsteintee1 #dhb4 ,bakterien1 #gcj4 ,banane1 #aia4 ,batate1 #cfj4 ,baum der ,reisenden1 #aih4 ,baumwolll1 #dag4 ,bergamotte1 #bec4 ,beta vulgaris1 #bid4 ,betelnsse1 #agi4 ,betelpfeffer1 #ecb4 ,bier1 #eih1 #fhf4 ,bierhefe1 #fhf4 ,binkelweizen1 #bj4 ,birne1 #hj4 ,blumenkohl1 #cjd4 ,bohne1 #bga4 ,bohnenknig1 #bhj4 ,bordighera1 #afc4 ,branntwein1 #gab4 ,brassica oleracea1 #bif4 ,breiapfelbaum1 #bac4 ,brennessel1 #cjd4 ,brotbereitung1 #fia4 ,brotfruchtbaum1 #bja4 ,buchweizen1 #di4 ,butyrospermum parkii1 #djd4 ,cannabis indica1 #fdg4 ,caryophyllus aromaticus1 #ehh4 ,cassave1 #ceg4 ,castanea esculenta1 #bag4 ,ceratonia siliqua1 #bca4 ,ceroxylon1 #dbg4 ,chamaerops humilis1 #aee4 ,champignon1 #cib4 ,cicer arietinum1 #bfc4 ,cinnamomum ceylanicum1 #efe4 ,citrullus vulgaris1 #cci4 ,citrus aurantium1 #bea4 -- bergamea1 #bec4 -- decumana1 #bci4 -- medica1 #bdf4 -- nobilis1 #bed4 ,cocos nucifera1 #afg4 ,coffea arabica1 #dfe4 ,cohunepalme1 #ahf4 ,cola acuminata1 #bjf4 ,colocasia1 #cfh4 ,copernicia cerifera1 #dbh4 ,cornus mas1 #ajj4 ,corylus avellana1 #bbh4 ,crocus sativus1 #ecg4 ,cubebenpfeffer1 #eca4 ,cucumis chate1 #ccf4 -- melo1 #ccg4 -- sativus1 #ccd4 ,cucurbita pepo1 #cde4 ,curcuma longa1 #eee4 ,cydonia vulgaris1 #ia4 ,dattelpalme1 #aef4 -- wilde1 #aff4 ,daucus carota1 #bhh4 ,demeter1 #cb4 ,dill1 #eej4 ,dinkelweizen1 #ba4 ,dioscorea1 #cfc4 ,diospyros1 #bji4 ,dumpalme1 #aij4 ,durian1 #bje4 ,eberesche1 #ih4 ,eibisch1 #bhe4 ,eichel1 #baf4 ,einkorn1 #ba1 #bd4 ,elaeis guineensis1 #agb4 ,elatteria cardamomum1 #eed4 ,eleusine coracana1 #dh4 ,emmer1 #bf1 #bd4 ,endivie1 #caj4 ,erderbse1 #dad4 ,eriobotrya japonica1 #ih4 ,ervum lens1 #bfi4 ,essig1 #gaf4 ,fagopyrum esculentum1 #di4 ,fahantee1 #dii4 ,faulbrand1 #ae4 ,feigenbaum1 #abi4 ,feigenkaktus1 #fci4 ,feigenwespe1 #acg4 ,fenchel1 #edi4 ,fettbaum1 #djh4 ,ficus carica1 #abi4 -- sycomorus1 #adj4 ,fisole1 #bgi4 ,flaschenkrbis1 #cdb4 ,flechten1 #cih4 ,foeniculum vulgare1 #edh4 ,futterwicke1 #bfg4 ,galgant1 #eff4 ,garcinia mangostana1 #aii4 ,gartenerbse1 #bfj4 ,grung1 #fhc4 ,gerben1 #gbi4 ,gerste1 #bf4 ,getreiderost1 #ac4 ,gewrzapfel1 #bae4 ,gewrze1 #eaf4 ,gewrznelken1 #ehh4 ,glycine hispida1 #bhb4 ,gtterpflaume1 #bji4 ,granatapfel1 #ic4 ,guajave1 #aae1 #bad4 ,guaranapaste1 #eac4 ,gurke1 #ccd1 #gbe4 ,hafer1 #cg4 ,hagebutten1 #ii4 ,handmhle1 #af4 ,hanf1 indischer1 #fdg4 ,haschisch1 #fdg4 ,haselnu1 #bbh4 ,hefepilze1 #fhe4 ,hemileia vastatrix1 #dga4 ,hibiscus1 #bhe4 ,hirse1 #dj4 ,holunder1 #ajj4 ,honig1 #dcf1 #eig4 ,hopfen1 #edb1 #fjd4 ,hordeum vulgare1 #bf4 ,humulus lupulus1 #edb4 ,hyphaene thebaica1 #aij4 ,ilex paraguayensis1 #die4 ,ingwer1 #eee1 #eeg4 ,icacopflaume1 #bac4 ,ipomaea batatas1 #cfj4 ,italien als ,waldland1 #he4 ,jambosa malaccensis1 #aii4 ,johannisbrotbaum1 #bca4 ,jubaea spectabilis1 #ahh4 ,juglans regia1 #bbd4 ,kaffee1 #ded4 ,kakao1 #ejj4 ,kakaobutter1 #dbe4 ,kakibaum1 #bji4 ,kalabassenbaum1 #cdd4 ,kalmuswurzel1 #efc4 ,kapern1 #ecf4 ,kaprifikation1 #ach4 ,kardamomen1 #eec4 ,karnaubapalme1 #dbh4 ,kartoffel1 #cgb4 ,kartoffelkrankheiten1 #chj4 ,kse1 #gai4 ,kassia1 #efh4 ,kastanie1 #baf4 ,katappabaum1 #bce4 ,katstrauch1 #dgd4 ,kawa1 #fdb4 ,kelter1 #abe4 ,kerzen1 #dca4 ,kichererbse1 #bfc4 ,kigelia africana1 #bjf4 ,kirsche1 #ajc4 ,kitulpalme1 #ahc4 ,knoblauch1 #cah4 ,kohl1 #big4 ,kohlrabi1 #cjb4 ,kokastrauch1 #ffb4 ,kokospalme1 #afg4 ,kolabaum1 #bjf4 ,kolbenhirse1 #da4 ,koloradokfer1 #cha4 ,korakan1 #dh4 ,krbelkraut1 #cad4 ,koriander1 #eej4 ,korinthen1 #fbf4 ,kornelkirsche1 #aff4 ,kostwurz1 #efb4 ,kresse1 #cab4 ,krotonl1 #daf4 ,kugelweizen1 #bj4 ,kmmel1 #edf4 ,kumys1 #gad4 ,krbis1 #cde4 ,kurkuma1 #eef4 ,lagenaria vulgaris1 #cdb4 ,lampen1 #dcd4 ,lattich1 #cjh4 ,lauch1 #caf4 ,leberwurstbaum1 #bjf4 ,liberiakaffee1 #dfe4 ,linse1 #bfh4 ,lodoicea seychellarum1 #ahi4 ,lotos1 #cej4 ,luffa1 #cdd4 ,lupine1 #bfg4 ,macahubapalme1 #ahf4 ,macis1 #ehb4 ,mais1 #fc4 ,mammeibaum1 #bac4 ,mandel1 #aaf4 -- indische1 #bjj4 ,mandell1 #dbd4 ,mangobaum1 #bjj4 ,mangold1 #bif4 ,mangostane1 #aii4 ,manihot1 #ceg4 ,mannaflechte1 #cih4 ,mannaesche1 #dcg4 ,mate1 #die4 ,maulbeerbaum1 schwarzer1 #abf4 -- weier1 #abh4 ,maulbeerfeige1 #abf4 ,mauritia vinifera1 #ahh4 ,meerrettich1 #bic4 ,melone1 #ccg4 ,mespilus germanica1 #ig4 ,met1 #eig1 #gjc4 ,metroxylon rumphii1 #aha4 ,mirabelle1 #aji4 ,milchsure1 #gag4 ,mispel1 #ig4 -- japanische1 #ih4 ,mohn1 #fea4 ,mohnl1 #dai4 ,mohrenhirse1 #dd1 #dci4 ,mohrrbe1 #bhf4 ,morphin1 #ffj4 ,morus nigra1 #abf4 -- alba1 #abh4 ,moschushibiscus1 #bja4 ,mhlen1 #ag4 ,mumienweizen1 #aj4 ,mungobohne1 #bhc4 ,musa paradisiaca1 #aib4 ,muskatnu1 #egi4 ,myristica fragrans1 #ehj4 ,negerhirse1 #dd1 #dh4 ,nelkenzimt1 #eic4 ,nelumbium speciosum1 #cej4 ,okulieren1 #hg4 lbaum1 #adb4 lpalme1 #agb4 ,oenocarpus bacaba1 #ahg4 ,olea americana1 #aec4 -- europaea1 #adb4 ,olive1 #adb4 ,olivenl1 #adg4 ,opium1 #fea4 ,opuntie1 #fci4 ,orange1 #bej4 ,oryza sativa1 #eb4 ,palmyrapalme1 #ahc4 ,palmzucker1 #ahc4 ,panicum italicum1 #da4 -- miliaceum1 #dj4 ,papai1 #baa4 ,papaver somniferum1 #fea4 ,paprika1 #ecc4 ,papyrus1 #ceb4 ,paraguaytee1 #die4 ,pastinak1 #bhf4 ,pellagra1 #ff4 ,pennisetum spicatum1 #dd4 ,petersilie1 #cad4 ,petroleum1 #dcd4 ,pfefferrebe1 #eba4 ,pflaume1 #ajg4 ,pfropfen1 #hg4 ,phaseolus vulgaris1 #bgi4 -- lunatus1 #bhd4 -- mungo1 #bhc4 ,phoenix dactylifera1 #aef4 ,phylloxera vastatrix1 #fcf4 ,phytelephas macrocarpa1 #agf4 ,pimentbaum1 #eid4 ,pimpinella anisum1 #eea4 ,piniennsse1 #bcf4 ,piper betle1 #ecb4 -- cubeba1 #eca4 -- nigrum1 #eba4 ,pirus communis1 #hj4 -- malus1 #gb4 ,pisang1 #aia4 ,pistazie1 #bbi4 ,pisum arvense1 #bfa4 -- sativum1 #bfj4 ,porree1 #cbb4 ,prunus-,arten1 #ajb ff4 ,psidium guajava1 #bad4 ,pulque1 #fch4 -- de mahiz1 #fh4 ,punica granatum1 #ic4 ,quitte1 #ia4 ,radieschen1 #bib4 ,raphanus sativus1 #bij4 ,raphia vinifera1 #agf4 ,raps1 #dba4 ,reblaus1 #fce4 ,reineclaude1 #aaj4 ,reis1 #eb4 ,rettich1 #bij4 ,rispenhirse1 #dj4 ,rizinus1 #dae4 ,roggen1 #ce4 ,rosenpfel1 #aii4 ,rosinen1 #abe4 ,rostpilz 7des ,kaffees71 #dga4 ,rotdorn1 #ii4 ,rbe1 gelbe1 #bhh4 -- weie1 #bid4 ,rbenzucker1 #ddi4 ,runkelrbe1 #ddi4 ,saccharum officinale1 #dda4 ,safran1 #ecg4 ,sagopalme1 #ahj4 ,sambucus nigra1 #ajj4 ,saubohne1 #bga4 ,sauerkirsche1 #ajf4 ,sauerkraut1 #cja1 #gbe4 ,sawah1 #fa4 ,schalotte1 #cbb4 ,scherbet1 #aja4 ,schibutter1 #djd4 ,schimmel1 #gbb4 ,schlehe1 #ajb4 ,schokolade1 #ejg4 ,secale cereale1 #ce4 ,seife1 #dbi4 ,sellerie1 #cac4 ,senf1 #ecd4 ,sesam1 #djj4 ,seychellenpalme1 #ahi4 ,shoju1 #bhc4 ,silphium1 #cae4 ,sinapis alba1 #ecd4 -- nigra1 #ecd4 ,sojabohne1 #bhb4 ,solanum tuberosum1 #cgb4 ,somatrank1 #fdd4 ,sorbus aucuparia1 #ih4 -- domestica1 #ih4 ,sorghum1 #dd1 #dci4 ,spargel1 #cbf4 ,spelt1 #bj4 ,spierling1 #ih4 ,spinat1 #cjf4 ,stearin1 #dcb4 ,steinnupalme1 #agf4 ,steinpilz1 #cid4 ,sternanis1 #eeb4 ,sternapfelbaum1 #bad4 ,stinkbrand1 #ac4 ,sumach1 #dbf4 ,skirsche1 #ajc4 ,sykomore1 #abf1 #adj4 ,tabak1 #ffe4 ,tahitinsse1 #agh4 ,talipotpalme1 #ahc4 ,tamarinde1 #bjg4 ,tamarix mannifera1 #dcg4 ,tapioka1 #cei4 ,taro1 #cfh4 ,tee1 #dge4 ,tef1 #dh4 ,theobroma cacao1 #ejj4 ,tomate1 #cdg4 ,traube1 #abd4 ,triticum dicoccum1 #bd4 -- spelta1 #ba4 -- vulgare1 #e4 ,trffel1 #chg4 ,tschakfruchtbaum1 #bjd4 ,tuscarora-,reis1 #ec4 ,tylenchus scandens1 #ad4 ,vanille1 #eag4 ,vicia1 #bfh4 ,vitis vinifera1 #aah4 ,voandzia1 #dad4 ,wachspalme1 #dbg4 ,wald1 #he4 ,walnu1 #bbd4 ,wassermelone1 #cci4 ,weichselkirsche1 #ajf4 ,wein1 #fjg4 ,weinpalme1 #agf1 #ahg4 ,weinbereitung1 #gjh4 ,weinrebe1 #aah4 ,weidorn1 #ii4 ,weizen1 #e4 ,weizenlchen1 #ad4 ,wermut1 #edd4 ,wrzweine1 #fbg4 ,yams1 #cfc4 ,zea mais1 #fc4 ,zichorie1 #caj4 ,zimt1 #efe4 ,zitronatzitrone1 #bch4 ,zitrone1 #bde1 #bdf4 ,zingiber officinale1 #eeg4 ,zuckerahorn1 #dch4 ,zuckerhirse1 #dg1 #dci4 ,zuckerpalme1 #ahe4 ,zuckerrohr1 #dda4 ,zuckerwurzel1 #bhi4 ,zwergpalme1 #aee1 #aih4 ,zwergweizen1 #bj4 ,zwetsche1 #ajg4 ,zwiebel1 #cag1 #cbj4 ,verlag von ,ernst ,reinhardt in ,mnchen ,auf der ,weltausstellung #aiaj in ,brssel mit dem ,groen ,preis8 ausgezeichnet ,vom ,nebelfleck zum ,menschen ,eine gemeinverstndliche ,entwicklungsgeschichte des ,naturganzen nach den neuesten ,forschungsergebnissen von ,dr4 ,ludwig ,reinhardt #d starke ,bnde in eleg4 ,lwd4 von zusammen #cjjj ,seiten mit ber #afjj ,illustrationen im ,text und gegen #hj ,tafeln und ,karten ,preis ,m4 #cg4ej 33 33 33 ,jeder ,band ist in sich abgeschlossen und einzeln kuflich 33 33 33 ,bd4 ,i3 ,die ,geschichte der ,erde4 ,mit #aid ,abbildungen im ,text1 #ag ,volltafeln und #c geologischen ,profiltafeln1 nebst farbigem ,titelbild von ,a4 ,marcks4 #fjj ,seiten ,gr4-#ho4 ,in elegantem ,leinwandband ,preis ,m4 #h4ej4 7,erscheint soeben in zweiter verbesserter und vermehrter ,auflage47 ,inhaltsverzeichnis3 ,i4 ,wie das ,weltbild entstand4 ,,ii4 ,die ,sternenwelt4 ,,iii4 ,unser ,sonnensystem4 ,,iv4 ,die ,erde und der ,mond4 ,v4 ,die ,kometen und ,meteore4 ,,vi4 ,die ,erstarrungsgesteine der ,erde4 ,,vii4 ,der ,vulkanismus4 ,,viii4 ,die ,schichtgesteine4 ,,ix4 ,die ,gebirgsbildung4 ,x4 ,wasser und ,land4 ,,xi4 ,der ,kreislauf des ,wassers4 ,,xii4 ,die ,verwitterung der ,erdoberflche4 ,,xiii4 ,die ,abtragung des ,festlandes4 ,bd4 ,,ii3 ,das ,leben der ,erde4 ,mit #chj ,abbildungen1 #ba ,tafeln1 #b ,stammbumen und farbigem ,titelbild nach ,aquarell von ,prof4 ,ernst ,haeckel4 #fej ,seiten ,gr4-#ho4 ,in elegantem ,leinwandband ,preis ,m4 #h4ej4 ,inhaltsverzeichnis3 ,i4 ,das ,leben und seine ,entstehung4 ,,ii4 ,die ,entfaltung des ,lebens4 ,,iii4 ,die ,erscheinungen des ,lebens4 ,,iv4 ,die ,funktionen des ,lebens4 ,v4 ,die ,entwicklung des ,lebens4 ,,vi4 ,die ,ausbildung der ,tiere4 ,,vii4 ,die ,ausbildung der ,pflanzen4 ,,viii4 ,das ,ende des ,lebens4 ,,ix4 ,der ,schutz des ,lebens4 ,x4 ,die ,abstammungslehre4 ,,xi4 ber ,symbiose4 ,,xii4 ,vergesellschaftungen von ,tieren und ,pflanzen4 ,,xiii4 ,pflanzengenossenschaften4 ,,xiv4 ,schmarotzertum4 ,bd4 ,,iii3 ,die ,geschichte des ,lebens der ,erde4 ,mit #dbd ,abbildungen1 #ah ,tafeln1 #g ,stammbumen und farbigem ,titelbild von ,l4 ,mller-,mainz4 #efj ,seiten ,gr4-#ho4 ,in elegantem ,leinwandband4 ,preis ,m4 #h4ej4 ,inhaltsverzeichnis3 ,i4 ,einfhrung in die ,palaeontologie4 ,,ii4 ,die ltesten fossilfhrenden ,ablagerungen4 ,,iii4 ,die frhpalaeozoischen ,organismen4 ,,iv4 ,die ,tierentwicklung whrend der ,silurzeit4 ,v4 ,die ,entfaltung der hchsten ,weichtiere4 ,,vi4 ,die ersten ,besiedler des ,festlandes4 ,,vii4 ,das ,aufkommen der ,wirbeltiere4 ,,viii4 ,die ,devon- und ,kohlenformation4 ,,ix4 ,das ,zeitalter der ,amphibien4 ,x4 ,die ,triasformation4 ,,xi4 ,die ,juraformation4 ,,xii4 ,die ,kreideformation4 ,,xiii4 ,die ,tertirformation4 ,,xiv4 ,das ,pleistocn4 ,bd4 ,,iv3 ,der ,mensch zur ,eiszeit in ,europa und seine ,kulturentwicklung bis zum ,ende der ,steinzeit4 #b4 stark verbesserte und vermehrte ,auflage 7#c4-g4 ,tausend74 ,mit #ece ,abbildungen1 #bj ,volltafeln und farbigem ,umschlag von ,a4 ,thomann4 #iej ,seiten ,gr4-#ho4 ,in elegantem ,leinwandband ,preis ,m4 #ab4--4 ,inhaltsverzeichnis3 ,i4 ,der ,mensch zur ,tertirzeit4 ,,ii4 ,die ,eiszeit und ihre geologischen ,wirkungen4 ,,iii4 ,der ,mensch whrend der ersten ,zwischeneiszeiten4 ,,iv4 ,der ,mensch der letzten ,zwischeneiszeit4 ,v4 ,der ,mensch der frhen ,nacheiszeit4 ,,vi4 ,die bergangsperiode von der lteren zur jngeren ,steinzeit4 ,,vii4 ,die jngere ,steinzeit und ihre materiellen ,kulturerwerbungen4 ,,viii4 ,die ,germanen als ,trger der megalithischen ,kultur4 ,,ix4 ,die ,entwicklung der geistigen ,kultur am ,ende der ,steinzeit4 ,x4 ,steinzeitmenschen der ,gegenwart4 ,,xi4 ,niederschlge aus alter ,zeit in ,sitten und ,anschauungen der geschichtlichen ,europer4 ,urteile der ,presse3 ,geologisches ,zentralblatt3 ,unstreitig das ,beste1 was ber diesen ,gegenstand vorhanden ist48 ,frankfurter ,zeitung3 ,das ,buch ist das beste allgemeinverstndliche ,werk1 welches unsere ,erde und ihre ,geschichte behandelt4 ,seit ,neumayrs ,zeiten ist keine so sympathische ,behandlung des sprden ,stoffes mehr erschienen4 ,besonders ,volksbibliotheken werden einen groen ,leserkreis mit den ,reinhardtschen ,bchern anlocken knnen1 und wenn erst das dritte ,buch des ,verfassers erschienen sein wird1 auf welches ich mich schon jetzt freue1 dann werden wir eine populre ,entwicklungsgeschichte der ,erde und des ,lebens besitzen1 die fr jeden nachdenkenden ,menschen eine ,quelle des ,genusses und der ,freude sein wird48 ,die ,zeit3 ,ein angenehm geschriebenes ,werk444 eine empfehlenswerte1 anschauliche ,darstellung1 die auch die ,lcken unseres ,wissens nicht allzusehr verschliet -- bekanntlich eine ,hauptgefahr fr populre ,werke48 ,gaea3 ,die vorzgliche wissenschaftliche und doch interessante ,form der ,darstellung werden demselben zahlreiche ,freunde erwerben48 ,allgemeine ,zeitung3 ,ein die weitesten ,kreise interessierender ,stoff1 fesselnde1 leicht verstndliche ,schreibweise1 gepaart mit hohem wissenschaftlichem ,ernst und umfassendem ,wissen sind die charakteristischen ,merkmale des ,werkes1 mit dem uns ,dr4 ,l4 ,reinhardt beschert hat4 ,er hat es verstanden1 die in zahlreichen ,zeitschriften und ,monographien zerstreuten ,ergebnisse der ,forschung zu einem berzeugenden einheitlichen ,bilde streng kritisch zu vereinigen48 ,funoten3 ,a ,letztere bezeichnet der berhmte griechische ,arzt ,claudius ,galenos 7geb4 #aca n4 ,chr4 in ,pergamon1 praktizierte daselbst1 dann in ,rom1 wo er ums ,jahr #bjj starb7 als weich1 saftig1 s2 von ihnen wachsen die besten ,sorten in ,syrien bei ,jericho4 ,b ,diesen ,namen erklrt uns spter der ums ,jahr #bjj n4 ,chr4 in ,alexandrien und ,rom lebende griechische ,grammatiker ,athenaios aus ,naukratis in gypten im #ad4 ,buch seines ,werkes1 ,deipnosophistai1 indem er schreibt3 ,die ,datteln1 welche jetzt den ,namen ,nikolaen tragen und aus ,syrien kommen1 haben diesen ,namen dem ,kaiser ,augustus zu verdanken4 ,er a sie nmlich auerordentlich gern1 und sie wurden ihm von seinem ,freunde ,nikolaos1 der aus ,damaskus stammte1 regelmig zugeschickt4 ,dieser ,nikolaos war ein stoischer ,philosoph und schrieb ein dickes ,geschichtswerk48 ,c ,es ist dies der zweite ,band der in demselben ,verlage erschienenen vierbndigen gemeinverstndlichen ,entwicklungsgeschichte des ,naturganzen nach den neuesten ,forschungsergebnissen3 ,vom ,nebelfleck zum ,menschen1 betitelt3 ,das ,leben der ,erde1 mit #chj ,abbildungen und #ba ,vollbildern1 ,mnchen #aijh4