,,meinem ,,freunde ,,alfred ,,sutro ,,gewidmet ,,autorisierte ,,ausgabe ,,in ,,das ,,deutsche ,,bertragen ,,von ,,friedrich v4 ,,oppeln-,,bronikowski ,,mit ,,schmuckleisten ,,und ,,initialen ,,von ,,wilhelm ,m,,ller-,,schoenefeld ,,verlegt ,,in ,,leipzig #aija ,,bei ,,eugen ,,diederichs ,,maurice ,,maeterlinck ,,das ,,leben ,,der ,,bienen ,,auf ,,der ,,schwelle ,,des ,,bienenstockes ,es ist kein ,buch ber ,bienenzucht1 kein ,handbuch fr ,bienenzchter1 was ich hier schreiben will4 ,jedes ,land besitzt treffliche ,werke dieser ,art1 und es wre zwecklos1 sie noch einmal zu schreiben4 ,in ,frankreich hat man die ,werke von ,dadant1 ,georges de ,layens1 ,bonnier1 ,bertrand1 ,hamet1 ,weber1 ,clment und ,abb ,collin1 auf englischem ,sprachgebiete die ,schriften von ,langstroth1 ,bevan1 ,cook1 ,cheshire1 ,cowan und ,root1 in ,deutschland die des ,pfarrers ,dzierzon1 des ,barons von ,berlepsch1 ,pollmann1 ,vogel u4 v4 a4 ,ebensowenig will ich eine wissenschaftliche ,monographie ber apis mellifica1 ligustica1 fasciata1 dorsata u4 s4 w4 schreiben1 oder die ,ergebnisse neuer ,forschungen und ,beobachtungen mitteilen4 ,ich werde fast nichts sagen1 was nicht jedem1 der sich ein wenig mit ,bienenzucht befasst hat1 gelufig wre1 und1 um dieses ,buch nicht unntz zu beschweren1 eine gewisse ,anzahl von ,beobachtungen und ,erfahrungen1 die ich in zwanzigjhrigem ,verkehr mit den ,bienen gewonnen1 mir fr ein ,spezialwerk vorbehalten1 da sie nur von beschrnktem1 technischem ,interesse sind4 ,ich will nur ganz einfach von den ,bienen reden1 wie man von einem vertrauten und geliebten ,gegenstande redet1 wenn man ,nichtkenner darber belehren will4 ,ich will weder die ,wahrheit ausschmcken1 noch1 was ,raumur mit vollem ,rechte allen seinen ,vorgngern in der ,bienenkunde vorwirft1 ein hbsch erfundenes ,mrchen an die ,stelle der ebenso wunderbaren ,wirklichkeit setzen4 ,es giebt ,wunder genug im ,bienenstaat1 und man braucht darum keine hinzu zu erfinden4 berdies habe ich schon lange darauf verzichtet1 etwas ,interessanteres und ,schneres auf dieser ,welt zu finden1 als die ,wahrheit oder doch wenigstens das ,trachten nach ihr4 ,ich werde im folgenden also nichts vorbringen1 was ich nicht selbst erprobt habe oder was von den ,klassikern der ,bienenkunde nicht derartig besttigt wird1 dass jede weitere ,beweisfhrung langweilig wrde4 ,ich beschrnke mich darauf1 die ,thatsachen ebenso zuverlssig wiederzugeben1 nur etwas lebendiger und mit ,weiterentwickelung einiger eingeflochtener1 freierer ,gedanken1 sowie mit etwas harmonischerem ,aufbau1 als dies in den ,handbchern oder den wissenschaftlichen ,monographien zu geschehen pflegt4 ,wer dies ,buch ausgelesen hat1 ist nicht gleich im stande1 einen ,bienenstock zu halten1 aber er erfhrt daraus nahezu alles ,merkwrdige und ,tiefe1 alle feststehenden ,einzelheiten ber seine ,bewohner1 und zwar keineswegs auf ,kosten dessen1 was noch zu wissen brig bleibt4 ,ich bergehe all die ,fabeln1 die auf dem ,lande und in vielen ,werken noch ber die ,bienen verbreitet sind4 ,wo ,zweifel herrschen1 die ,meinungen auseinandergehen1 etwas hypothetisch ist1 wo ich zu etwas ,unbekanntem komme1 werde ich es ehrlich erklren4 ,wir werden oft vor dem ,unbekannten innezuhalten haben4 ,ausser den grossen sichtbaren ,vorgngen ihres ,lebens weiss man sehr wenig ber die ,bienen4 ,je lnger man sie zchtet1 desto mehr wird man sich unserer tiefen ,unkenntnis ber ihr wirkliches ,dasein bewusst1 aber diese ,art des ,nichtwissens ist immerhin besser1 als die bewusstlose und selbstzufriedene ,unwissenheit4 ,gab es bisher eine solche ,arbeit ber die ,bienen8 ,ich glaube1 nahezu alles gelesen zu haben1 was ber die ,bienen geschrieben worden ist1 aber ich kenne nichts hnliches ausser dem ,kapitel1 das ,michelet ihnen am ,schlusse seines ,werkes ,das ,insekt widmet1 und dem ,essay von ,ludwig ,bchner1 dem bekannten ,verfasser von ,kraft und ,stoff1 in seinem ,geistesleben der ,tiere4#a ,michelet hat den ,gegenstand kaum gestreift2 ,bchners ,studie ist ziemlich erschpfend2 aber liest man all die gewagten ,behauptungen und lngst widerlegten ,fabeln1 die er von ,hrensagen berichtet1 so kann man nicht umhin1 zu glauben1 dass er nie seine ,bibliothek verlassen hat1 um seine ,heldinnen selbst zu befragen1 und dass er nicht einen von den hundert summenden und flgelglnzenden ,bienenstcken geffnet hat1 die man vergewaltigt haben muss1 bevor unser ,instinkt sich ihrem ,geheimnis anpasst1 bevor wir mit dem ,dunstkreise und dem ,geiste des ,mysteriums1 das diese emsigen ,jungfrauen bilden1 vertraut werden4 ,das riecht weder nach ,honig noch nach ,bienen1 und es hat denselben ,mangel1 wie viele unserer gelehrten ,werke3 die ,schlsse sind vielfach schon bekannt1 und der wissenschaftliche ,apparat besteht aus einer riesenhaften ,anhufung von unsicheren ,geschichten aus jedermanns ,munde4 ,indessen werde ich ihm in meiner ,arbeit nicht oft begegnen2 unsre ,ausgangspunkte1 ,ansichten und ,ziele liegen zu weit auseinander4 99 99 99 99 99 ,die ,bibliographie der ,bienenkunde -- denn ich mchte den ,anfang mit den ,bchern machen1 um sie mglichst schnell zu erledigen und zu der ,quelle zu kommen1 aus der sie geschpft sind -- ist sehr umfangreich4 ,von ,urbeginn an hat dies kleine seltsame ,gesellschaftstier mit seinen komplizierten ,gesetzen und seinen im ,dunkeln entstehenden ,wunderwerken die ,wissbegier der ,menschen gefesselt4 ,aristoteles1 ,cato1 ,varro1 ,plinius1 ,columella1 ,palladius haben sich damit beschftigt1 nicht zu reden von dem ,philosophen ,aristomachos1 der sie nach ,aussage des ,plinius #eh ,jahre lang beobachtet hat1 oder ,phyliscus von ,thasos1 der in den ,landstrichen lebte1 um nur sie zu sehen1 und den ,beinamen der ,wilde trug4 ,aber das sind im ,grunde ,fabeln ber die ,bienen1 und alles1 was der ,rede wert ist1 d4 h4 so gut wie garnichts1 findet sich zusammengefasst im vierten ,buche von ,virgils ,georgica4 ,die ,geschichte der ,biene beginnt erst im #ag4 ,jahrhundert mit den ,entdeckungen des grossen hollndischen ,gelehrten ,swammerdam4 ,jedoch1 um der ,wahrheit die ,ehre zu geben1 muss vorausgeschickt werden1 dass schon vor ,swammerdam ein vlmischer ,naturforscher ,clutius gewisse wichtige ,wahrheiten gefunden hat1 z4 ,b4 dass die ,knigin die alleinige ,mutter ihres ganzen ,volkes ist und die ,attribute beider ,geschlechter besitzt1 aber er hat dies nicht bewiesen4 ,swammerdam war der erste1 der eine wissenschaftliche ,beobachtungsmethode einfhrte2 er schuf das ,mikroskop1 sezierte die ,bienen zuerst und bestimmte endgltig1 durch ,entdeckung der ,eierstcke und des ,eileiters1 das ,geschlecht der ,knigin1 die man bisher fr einen ,knig 7,weisel7 gehalten hatte4 ,er warf ein unerwartetes ,licht auf die politische ,verfassung des ,bienenstockes1 indem er sie auf die ,mutterschaft begrndete4 ,ausserdem hat er ,durchschnitte entworfen und ,platten gezeichnet1 die so tadellos waren1 dass man sie noch heute zur ,illustration von ,werken ber ,bienenzucht benutzt4 ,er lebte in dem geruschvollen1 trbseligen ,amsterdam von ehemals1 voller ,sehnsucht nach dem sssen ,landleben1 und starb im ,alter von #dc ,jahren1 von ,arbeit erschpft4 ,in deutlicher1 frommer ,sprache1 mit schnen1 schlichten ,stzen1 in denen er bestndig ,gott die ,ehre giebt1 hat er seine ,beobachtungen niedergelegt2 sein ,hauptwerk ,bybel der ,natuure wurde ein ,jahrhundert spter von ,dr4 ,boerhave aus dem ,niederlndischen ins ,lateinische bersetzt 7unter dem ,titel ,biblia naturae1 ,leyden #agcg74 ,nach ihm hat ,raumur1 derselben ,methode getreu1 in seinen ,grten in ,charenton eine ,menge merkwrdiger ,experimente und ,beobachtungen gemacht und den ,bienen in seinen ,mmoires pour servir l',histoire des ,insectes einen ganzen ,band gewidmet4 ,man kann ihn noch heute mit ,erfolg und ohne ,langeweile lesen4 ,er ist klar1 ehrlich1 gerade1 und nicht ohne einen gewissen verschlossenen und herben ,reiz4 ,er hat es sich vor allem angelegen sein lassen1 eine ,reihe von alten ,irrtmern zu zerstreuen1 -- wofr er freilich einige neue in ,umlauf gesetzt hat --2 er gewann einen ,einblick in die ,entstehung der ,schwrme1 die politischen ,gewohnheiten der ,kniginnen1 kurz1 er fand verschiedene verwickelte ,wahrheiten und wies den ,weg zu anderen4 ,er heiligte durch seine ,wissenschaft die architektonischen ,wunder des ,bienenstaates1 und alles1 was er darber gesagt hat1 kann nicht besser gesagt werden4 ,man verdankt ihm schliesslich den ,gedanken der ,kasten mit ,glaswnden1 der in seiner spteren ,vervollkommnung das ganze husliche ,treiben dieser unermdlichen ,arbeiterinnen ans ,licht gebracht hat1 die1 wenn sie ihr ,werk in blendendem ,sonnenschein beginnen1 es doch nur im ,finstern vollenden und krnen4 ,der ,vollstndigkeit halber wren noch die etwas spteren ,untersuchungen und ,arbeiten von ,charles ,bonnet und ,schirach zu nennen1 welch letzterer das ,rtsel des kniglichen ,eis gelst hat2 aber ich will mich auf die grossen ,zge beschrnken und gehe darum zu ,franois ,huber ber1 dem ,meister und ,klassiker der heutigen ,bienenkunde4 ,huber wurde i4 ,j4 #agej in ,genf geboren und erblindete schon als ,knabe4 ,durch ,raumurs ,experimente angeregt1 die er zunchst nur auf ihre ,richtigkeit prfen wollte1 empfand er bald eine ,leidenschaft fr diese ,dinge und widmete mit ,hilfe eines treuen und verstndigen ,dieners1 ,franois ,burnens1 sein ganzes ,leben dem ,studium der ,bienen4 ,in den ,annalen des menschlichen ,leidens und ,siegens ist nichts rhrender und lehrreicher1 als die ,geschichte dieses geduldigen ,zusammenarbeitens1 wo der eine1 der nur einen unstofflichen ,schimmer wahrnahm1 die ,hnde und ,blicke des ,anderen1 der sich des wirklichen ,lichtes erfreute1 mit seinem ,geiste lenkte1 und obschon er1 wie versichert wird1 nie mit eigenen ,augen eine ,honigwabe gesehen hat1 durch den ,schleier dieser toten ,augen hindurch1 der jenen andren ,schleier1 in den die ,natur alle ,dinge hllt1 fr ihn verdoppelte1 dem ,geiste1 der diesen unsichtbaren ,honigbau schuf1 seine tiefsten ,geheimnisse ablauschte1 wie um uns zu lehren1 dass wir unter keinen ,umstnden darauf verzichten sollten1 die ,wahrheit herbeizuwnschen und zu suchen4 ,ich will hier nicht aufzhlen1 was die ,bienenkunde ihm alles verdankt1 ich knnte leichter sagen1 was sie ihm nicht verdankt4 ,seine ,nouvelles ,observations sur les ,abeilles1 von denen der erste ,band i4 ,j4 #aghi in ,form von ,briefen an ,charles ,bonnet erschien -- der zweite folgte erst #be ,jahre spter -- sind der unerschpfliche1 untrgliche ,schatz fr alle ,bienenforscher4 ,gewiss enthlt das ,werk auch ,irrtmer und ,unzulnglichkeiten1 es sind seit diesem ,buche in der mikroskopischen ,bienenkenntnis und praktischen ,bienenzucht1 der ,behandlung der ,kniginnen u4 s4 w4 manche ,fortschritte gemacht worden1 aber nicht eine seiner ,hauptbeobachtungen ist widerlegt oder als irrig erwiesen worden2 sie sind im ,gegenteil die ,grundlage unseres heutigen ,wissens4 99 99 99 99 99 ,nach ,hubers ,entdeckungen herrschte einige ,jahre ,schweigen1 aber bald entdeckte ein deutscher ,bienenzchter1 der ,pfarrer ,dzierzon1 von ,karlsmarck in ,schlesien1 die jungfruliche ,zeugung 7,parthenogenesis7 und erfindet den ersten ,kastenstock mit beweglichen ,waben1 durch den der ,imker befhigt wird1 seinen ,anteil an der ,honigernte zu gewinnen1 ohne seine besten ,vlker zu zerstren und die ,arbeit eines ganzen ,jahres in einem ,augenblick zu vernichten4 ,dieser noch sehr unvollkommene ,kastenstock ist dann von ,langstroth meisterhaft vervollkommnet worden4 ,er erfand den eigentlichen beweglichen ,rahmen1 der in ,amerika ,verbreitung fand und ausserordentliche ,erfolge erzielte4 ,root1 ,quinby1 ,dadant1 ,cheshire1 de ,layens1 ,cowan1 ,heddon1 ,houward u4 a4 brachten dann noch einige wertvolle ,verbesserungen an4 ,endlich erfand ,mehring1 um den ,bienen ,arbeit und ,wachs1 also auch viel ,honig und ,zeit zu sparen1 ,kunstwaben1 die sie alsbald benutzten und ihren ,bedrfnissen anpassten1 whrend ,major von ,hruschka die ,honigschleuder erfand1 eine ,centrifugalmaschine1 die den ,honig ausschleudert1 ohne dass die ,waben zerstrt werden4 ,damit erffnet sich eine neue ,periode der ,bienenzucht4 ,die ,ksten sind von dreifachem ,fassungsvermgen und dreifacher ,ergiebigkeit4 berall entstehen grosse1 leistungsfhige ,bienenwirtschaften4 ,das unntze ,hinmorden der arbeitslustigsten ,vlker und die ,auslese der ,schlechtesten1 welche die ,folge davon war1 hren auf4 ,der ,mensch bekommt die ,bienen wirklich in seine ,gewalt1 er kann seinen ,willen durchsetzen1 ohne einen ,befehl zu geben1 und sie gehorchen ihm1 ohne ihn zu kennen4 ,er bernimmt die ,rolle des ,schicksals1 die sonst in der ,hand der ,jahreszeiten lag4 ,er gleicht die ,ungunst der einzelnen ,jahreszeiten aus4 ,er vereinigt die feindlichen ,vlker4 ,er macht reich arm und arm reich4 ,er vermehrt oder verringert die ,geburten4 ,er regelt die ,fruchtbarkeit der ,knigin4 ,er entthront und ersetzt sie in schwer errungenem ,einvernehmen mit dem beim blossen ,argwohn einer unbegreiflichen ,einmischung rasenden ,bienenvolke4 ,er versehrt1 wenn er es fr ntzlich hlt1 ohne ,kampf das ,geheimnis des ,allerheiligsten und kreuzt die kluge und weitblickende ,politik des kniglichen ,frauengemaches4 ,er bringt sie fnf oder sechs ,mal hintereinander um die ,frchte ihrer ,arbeit1 ohne sie zu verletzen1 zu entmutigen und arm zu machen4 ,er passt die ,honigrume und ,speicher ihrer ,wohnungen dem ,ertrage der ,blumenernte1 die der ,frhling ber die ,berghnge ausstreut1 an4 ,er zwingt sie1 die ppige ,zahl der ,bewerber1 welche auf die ,geburt der ,prinzessinnen harren1 herabzusetzen4 ,kurz1 er thut mit ihnen1 was er will1 und erreicht von ihnen1 was er fordert1 vorausgesetzt1 dass seine ,forderungen mit ihren ,tugenden und ,gesetzen bereinstimmen1 denn sie sehen ber den ,willen des unerwarteten ,gottes hinaus1 der sich ihrer bemchtigt hat und der zu ungeheuer ist1 um erkannt1 zu fremd1 um begriffen zu werden1 weiter als dieser ,gott selbst1 und sind nur darauf bedacht1 in unermdlicher ,selbstverleugnung die geheimnisvolle ,pflicht gegen die ,gattung zu erfllen4 99 99 99 99 99 ,nachdem uns die ,bcher nunmehr das ,wesentlichste gesagt haben1 was sie uns ber eine sehr alte ,geschichte zu sagen hatten1 lassen wir die durch andere erworbene ,erfahrungsweisheit fallen und sehen uns die ,bienen selbst einmal an4 ,eine ,stunde im ,bienenstock sagt uns vielleicht ,dinge1 die zwar weniger gewiss1 aber ungleich lebendiger und fruchtbarer sind4 ,ich habe den ersten ,bienenstand1 den ich zu ,gesichte bekommen und an dem ich die ,bienen lieben gelernt habe1 noch nicht vergessen4 ,es ist manches ,jahr darber verflossen4 ,es war in einem grossen ,dorfe im flandrischen ,seeland1 jenem reinlichen und anmutigen ,erdenwinkel1 der noch krftigere ,farben entwickelt1 als das eigentliche ,seeland1 der ,hohlspiegel ,hollands1 und das ,auge gefangen nimmt mit dem allerliebsten1 tiefernsten ,spielzeug seiner ,tauben und ,trme1 seiner bemalten ,wagen1 seiner ,wandschrnke und ,stutzuhren1 die aus dem ,dunkel der ,korridore hervorleuchten1 seiner ,grachten und ,kanle mit ihren ,spalier bildenden kleinen ,bumen1 die auf eine fromme1 kindliche ,zeremonie zu warten scheinen1 seiner ,barken und ,marktschiffe mit geschnitztem ,bug1 seiner buntfarbigen ,fenster und ,thren1 seiner prchtigen ,schleusen und schwarzgetheerten ,zugbrcken1 seiner schmucken ,huschen1 die wie glnzende1 zartgetnte ,topfwaaren leuchten1 und aus denen ,weiber wie grosse ,klingeln1 mit ,gold- und ,silberschmuck behngt1 heraustreten1 um auf die weissumzunten ,wiesen zu gehen und die ,khe zu melken1 oder ,wsche auf dem in ,ovale oder schrge ,vierecke geteilten und peinlich grnen1 blumenreichen ,rasenteppich auszubreiten4 ,ein alter ,weiser1 an den ,greis ,vergils erinnernd1 ,ein ,mann1 den ,kn'gen gleich1 ein ,mann1 den ,gttern nah1 ,und ruhig und zufrieden gleich wie diese4 wrde ,lafontaine sagen1 hatte sich dorthin zurckgezogen1 wo das ,leben enger scheinen knnte1 als wo anders1 wenn es mglich wre1 das ,leben wirklich einzuschrnken1 und hatte seinen ,alterssitz dort aufgeschlagen1 nicht lebensmde zwar1 -- denn der ,weise kennt keine ,lebensmdigkeit1 -- aber ein wenig mde1 die ,menschen zu befragen1 denn sie antworten weniger einfltig als ,tier und ,pflanze auf die einzigen ,fragen von ,belang1 die man der ,natur ber ihre wahren ,gesetze stellen kann4 ,sein ganzes ,glck1 wie das des ,philosophen ,skytha1 bestand in einem schnen ,garten1 und unter dessen ,schnheiten liebte er am meisten und besuchte er am hufigsten einen ,bienenstand von zwlf ,strohglocken1 die er mit hellem ,gelb1 ,rosenrot und vor allem mit zartem ,blau angestrichen hatte1 denn er wusste schon lange vor den ,experimenten von ,sir ,john ,lubbock1 dass ,blau die ,lieblingsfarbe der ,bienen ist4 ,der ,bienenstand befand sich an der ,hausmauer1 im ,winkel einer jener khlen und leckeren hollndischen ,kchen mit ,porzellanbrettern an den ,wnden und leuchtendem ,zinn- und ,kupfergeschirr darauf1 das sich durch die offene ,hausthr in einem stillen ,kanal spiegelte4 ,und der ,blick glitt ber den ,wasserspiegel mit seinen huslichen ,bildern1 die ein ,rahmen von ,pappelbumen umschloss1 und fand seinen ,ruhepunkt am ,horizont mit seinen ,mhlen und ,weidetriften4 ,hier wie berall1 wo man sie aufstellt1 hatten die ,bienenstcke den ,blumen1 der ,stille1 der milden ,luft1 den ,sonnenstrahlen eine neue ,bedeutung verliehen4 ,man griff hier mit ,hnden das festliche ,gleichnis der hohen ,sommertage4 ,man ruhte unter dem funkelnden ,kreuzweg1 von welchem die luftigen ,strassen ausstrahlen1 die sie vom ,morgen bis zum ,abend1 mit allen ,dften der ,fluren beladen1 geschftig durchsummen4 ,man lauschte der heiteren1 sichtbaren ,seele1 der klugen1 wohlklingenden ,stimme1 man sah den ,brennpunkt der ,freude der sommerlichen ,gartenlust4 ,man lernte in der ,schule der ,bienen das geheimnisvolle ,weben der ,natur1 die ,fden1 die sich zwischen ihren drei ,reichen knpfen1 die unermdliche ,selbstgestaltung des ,lebens1 die ,moral der selbstlosen1 eifrigen ,arbeit1 und was ebensoviel wert ist1 wie diese3 die heroischen ,arbeiterinnen lehrten den ,geschmack an der unbestimmten ,sssigkeit der ,musse1 sie unterstrichen mit ihren tausend kleinen ,flgeln wie mit ,feuerzeichen die fast unstoffliche ,wonne jener jungfrulichen ,tage1 die in ewig gleicher ,reinheit und ,klarheit wiederkehren1 ohne ,erinnerungen zu hinterlassen1 wie ein zu reines ,glck4 99 99 99 99 99 ,wir beginnen1 um die ,geschichte des ,bienenstaates im ,kreislaufe des ,jahres so einfach wie mglich zu erzhlen1 mit dem ,erwachen im ,lenz und dem ,wiederbeginn der ,arbeit1 und wir werden die ,hauptstadien des ,bienenlebens in ihrer natrlichen ,reihenfolge einander ablsen sehen3 das ,schwrmen und was ihm vorangeht1 die ,grndung der neuen ,stadt1 ,geburt1 ,kmpfe und ,hochzeitsausflug der jungen ,kniginnen1 die ,drohnenschlacht und die ,wiederkehr des ,winterschlafes4 ,jede dieser ,episoden erfordert die ntigen ,erklrungen der ,gesetze1 ,eigentmlichkeiten1 ,gewohnheiten und ,ereignisse1 die sie verursachen oder sie begleiten1 sodass wir am ,ende des ,bienenjahres1 das vom ,april bis ,ende ,september reicht1 alle ,geheimnisse des ,honigstaates kennen werden4 ,vorderhand1 ehe ich einen ,bienenstock ffne1 um einen allgemeinen ,blick darauf zu werfen1 mag es gengen zu wissen1 dass er sich aus einer ,knigin1 der ,mutter des ganzen ,volkes1 vielen tausend ,arbeitsbienen1 d4 h4 unentwickelten und unfruchtbaren ,weibchen1 und einigen hundert mnnlichen ,bienen oder ,drohnen zusammensetzt4 ,aus den letzteren geht der einzige unglckliche ,auserwhlte der knftigen ,herrscherin hervor1 welche die ,bienen nach dem mehr oder minder unfreiwilligen ,scheiden der alten ,knigin auf den ,thron erheben4 99 99 99 99 99 ,wenn man zum ersten ,male einen ,bienenstock ffnet1 so versprt man etwas von der ,erregung1 die einen stets befllt1 wenn man etwas ,unbekanntes vergewaltigt1 das voll von furchtbaren berraschungen sein kann1 wie z4 ,b4 ein ,grab4 ,es spinnt sich um die ,bienen eine ,fabel von ,gefahren und ,drohungen4 ,man hat eine unbestimmte ,erinnerung an die ,bienenstiche1 die einen zu eigenen ,schmerz verursachen1 als dass man wsste1 womit man ihn vergleichen soll2 es ist ein trockenes1 zuckendes ,brennen1 eine ,art ,wstensonnenbrand1 mchte man sagen1 der sich bald ber den ganzen ,krperteil verbreitet4 ,es ist1 als ob diese ,sonnenkinder aus den glhendsten ,strahlen ihrer ,mutter ein leuchtendes ,gift gesogen htten1 um die ,schtze der ,sssigkeit1 die sie in ihren segenspendenden ,stunden sammeln1 desto wirksamer zu verteidigen4 ,freilich1 wird ein ,bienenstock ohne ,vorsichtsmassregeln geffnet1 von einem1 der weder ,charakter noch ,sitten seiner ,bewohner kennt und achtet1 so verwandelt er sich im ,nu in einen feurigen ,busch von ,zorn und ,heldenmut4 ,aber es lernt sich nichts leichter als das bischen ,geschicklichkeit1 das erforderlich ist1 um ihn ungestraft zu vergewaltigen4 ,es gengt etwas ,rauch1 den man von ,zeit zu ,zeit hineinblst1 etwas ,kaltbltigkeit und ,sanftheit1 und die wohlbewehrten ,arbeiterinnen lassen sich ausplndern1 ohne daran zu denken1 ihren ,stachel zu zcken4 ,sie erkennen ihren ,herrn nicht1 wie behauptet worden ist1 sie frchten den ,menschen nicht1 aber wenn sie den ,rauch riechen und die ruhigen ,bewegungen in ihrer ,wohnung sehen1 so bilden sie sich ein1 dass es sich nicht um einen ,angriff oder einen ,feind handelt1 gegen den sie sich verteidigen knnen1 sondern um eine ,naturkraft oder ,katastrophe1 in die sie sich fgen mssen4 ,statt einen fruchtlosen ,kampf zu wagen1 wollen sie in ihrer diesmal getuschten ,klugheit wenigstens die ,zukunft retten3 sie strzen sich auf die ,honigvorrte und schlucken mglichst viel davon herunter1 um sie wo anders1 gleichgltig wo1 aber sofort1 zur ,grndung einer neuen ,stadt zu verwerten1 wenn die alte zerstrt ist oder sie gezwungen sind1 sie aufzugeben4 99 99 99 99 99 ,der ,laie pflegt zuerst einigermassen enttuscht zu sein1 wenn man ihm ,einblick in einen ,beobachtungskasten#b gewhrt4 ,man hatte ihm versprochen1 dass dieser ,kasten ein ungeheures ,maass von ,thatkraft1 eine ,unzahl von weisen ,gesetzen1 eine erstaunliche ,flle von ,geist1 dass er ,mysterien1 ,erfahrungen1 ,berechnungen1 ,wissen und ,gewerbfleiss der verschiedensten ,art1 weise ,voraussichten1 ,gewissheiten und ,gewohnheiten voller ,klugheit und eine ,menge von seltsamen ,tugenden und ,gefhlen enthielte4 ,und nun erblickt er nur ein ,gekribbel von rtlichen ,beeren1 die wie gerstete ,kaffeebohnen aussehen1 oder wie ,rosinen1 die massenhaft an den ,scheiben sitzen4 ,sie scheinen mehr tot als lebendig und ihre ,bewegungen sind langsam1 unzusammenhngend und unverstndlich4 ,er erkennt die herrlichen ,lichttropfen nicht wieder1 die noch eben ohne ,unterlass in den gold- und perlenschimmernden ,schoss von tausend geffneten ,blumenkelchen hinabtauchten und wieder hervorkamen4 ,sie zittern anscheinend in der ,finsternis4 ,sie ersticken in einer unbeweglichen ,menge2 man mchte sagen1 sie sind wie kranke ,gefangene oder entthronte ,kniginnen1 die nur einen glnzenden ,augenblick unter den leuchtenden ,blumen des ,gartens leben1 um alsbald in das scheussliche ,elend ihres armseligen1 engen ,kerkers zurckzukehren4 ,es ist mit ihnen1 wie mit allen tiefen ,realitten4 ,man muss sie beobachten lernen4 ,wenn ein ,bewohner einer andren ,welt auf die ,erde herabkme und she1 wie die ,menschen durch die ,strassen gehen1 wie sie sich um einzelne ,gebude schaaren oder auf gewissen ,pltzen zusammendrngen1 wie sie ohne auffllige ,gebrden in ihren ,wohnungen sitzen und harren1 so wrde er auch zu dem ,schlusse kommen1 dass sie trge und bedauernswert sind4 ,mit der ,zeit erst beginnt man die vielseitige ,thtigkeit1 die in dieser ,trgheit liegt1 zu erkennen4 ,in ,wahrheit arbeitet jede dieser fast unbeweglichen kleinen ,bienen unermdlich1 und jede thut etwas andres4 ,keine kennt die ,ruhe1 und gerade die z4 ,b41 welche scheinbar eingeschlafen sind und wie leblose ,trauben an den ,scheiben hngen1 haben die geheimnisvollste und ermdendste ,arbeit zu verrichten1 sie bereiten das ,wachs4 ,aber wir werden auf diese ,einzelheiten ihrer streng geteilten ,thtigkeit bald nher eingehen4 ,inzwischen gengt es1 die ,aufmerksamkeit auf den ,hauptcharakterzug der ,bienen zu lenken1 durch den sich das enge ,beieinandersitzen in dieser mannigfachen ,thtigkeit erklrt4 ,die ,biene ist vor allem und mehr noch als die ,ameise ein ,gesellschaftstier1 sie kann nur zu vielen leben4 ,wenn sie aus dem dichtbesetzten ,stocke ausfliegt1 so muss sie sich mit dem ,kopfe einen ,weg durch die lebenden ,mauern bahnen1 die sie umschliessen1 und verlsst damit ihr eigentliches ,element4 ,sie taucht einen ,augenblick in den blumenreichen ,raum1 wie der ,schwimmer in den perlenreichen ,ocean1 aber sie muss1 wenn ihr das ,leben lieb ist1 von ,zeit zu ,zeit wieder in den ,dunstkreis ihrer ,gefhrtinnen zurck1 wie der ,schwimmer wieder auftaucht1 um ,luft zu schpfen4 ,bleibt sie allein1 so geht sie auch bei den gnstigsten ,temperaturverhltnissen und dem grssten ,blumenreichtum in wenigen ,stunden zu ,grunde1 nicht infolge von ,hunger oder ,klte1 sondern von ,einsamkeit4 ,die ,menge ihrer ,schwestern1 der ,bienenstock1 ist fr sie ein zwar unsichtbares1 aber nicht weniger unentbehrliches ,nahrungsmittel als der ,honig4 ,dieses ,bedrfnis muss man sich gegenwrtig halten1 will man den ,geist der ,gesetze des ,bienenstaates erfassen4 ,das ,individuum gilt im ,bienenstock nichts1 es hat nur ein ,dasein aus zweiter ,hand1 es ist gleichsam ein nebenschlicher ,faktor1 ein geflgeltes ,organ der ,gattung4 ,sein ganzes ,leben ist eine vollstndige ,aufopferung fr das unzhlige1 beharrende ,wesen1 zu dem es gehrt4 ,sonderbarerweise lsst sich feststellen1 dass dies nicht immer so war4 ,man findet auch heute noch unter den ,honigwespen alle ,stadien der schrittweisen ,entwickelung unserer ,hausbiene vor4 ,auf der untersten ,stufe arbeitet sie allein im ,elend2 oft erblickt sie nicht einmal ihre ,nachkommenschaft 7wie bei den ,prosopis und ,colletes71 bisweilen lebt sie im engen ,familienkreise mit ihrer jhrlichen ,brut 7wie bei den ,hummeln71 vereinigt sich dann vorbergehend zu ,gesellschaften 7,grabbienen1 ,hosenbienen1 ,ballenbienen7 und erreicht schliesslich1 von ,stufe zu ,stufe steigend1 die nahezu vollkommene ,gesellschaftsform unserer ,bienenstcke1 wo das ,individuum vollstndig in der ,gesamtheit aufgeht und die ,gesamtheit wiederum der abstrakten1 unsterblichen ,gesellschaft der ,zukunft geopfert wird4 99 99 99 99 99 ,hten wir uns1 aus diesen ,thatsachen voreilige ,schlsse auf den ,menschen zu ziehen4 ,der ,mensch hat das ,vermgen1 sich den ,naturgesetzen nicht zu fgen4 ,ob es ,recht oder ,unrecht ist1 von diesem ,vermgen ,gebrauch zu machen3 das ist der wichtigste1 aber auch der unaufgeklrteste ,punkt unserer ,moral4 ,inzwischen ist es nicht belanglos1 den ,willen der ,natur in einer anders gearteten ,welt zu belauschen1 und gerade bei den ,honigwespen1 die nchst dem ,menschen unzweifelhaft die intelligentesten ,bewohner dieses ,erdballes sind1 tritt dieser ,wille sehr deutlich zu ,tage4 ,er trachtet sichtlich nach ,veredelung der ,art1 aber er zeigt auch1 dass er diese nur auf ,kosten der individuellen ,freiheit und des individuellen ,glckes erreichen will oder kann4 ,in dem ,maasse1 wie die ,gesellschaft sich organisiert und erhebt1 wird dem ,sonderleben eines jeden ihrer ,glieder ein immer engerer ,kreis gezogen4 ,wo ein ,fortschritt eintritt1 geschieht dies durch ein immer vollkommeneres ,opfer der persnlichen zu ,gunsten der allgemeinen ,interessen4 ,zunchst muss ein jedes ,individuum auf eigenmchtige ,laster verzichten4 ,so findet man auf der vorletzten ,kulturstufe der ,bienen die ,hummeln1 die unseren ,menschenfressern zu vergleichen sind3 die ausgewachsenen ,arbeiterinnen stellen nmlich unaufhrlich den ,eiern nach1 um sie zu fressen1 und die ,mutter muss sie mit aller ,energie dagegen verteidigen4 ,ferner muss sich jedes ,individuum1 nachdem es die gefhrlichsten ,laster abgelegt hat1 eine ,anzahl von immer strenger gefassten ,tugenden zu eigen machen4 ,die ,arbeiterinnen bei den ,hummeln lassen es sich z4 ,b4 noch nicht einfallen1 der ,liebe zu entsagen1 whrend unsere ,hausbiene in unbedingter ,keuschheit lebt4 ,nun1 wir werden ja bald sehen1 was sie alles in ,tausch giebt fr das ,wohlbefinden1 die ,sicherheit1 die architektonische1 konomische und politische ,vollkommenheit des ,bienenstockes1 und wir kommen auf den ,entwicklungsgang der ,honigwespen in dem ,kapitel ber den ,fortschritt der ,art noch einmal zurck4 ,,das ,,schw,,rmen ,die ,bienen des von uns erwhlten ,bienenstockes haben also die ,starre des ,winterschlafes abgeschttelt4 ,die ,knigin beginnt von ,anfang ,februar an wieder ,eier zu legen4 ,die ,arbeitsbienen befliegen die ,anemonen1 ,narzissen1 ,veilchen1 ,salweiden und ,haselnussstrucher4 ,der ,frhling hlt seinen ,einzug1 die ,speicher und ,keller strotzen wieder von ,honig und ,bltenstaub1 und tausende von ,bienen erblicken tglich das ,licht der ,welt4 ,die ungeschlachten ,drohnen kriechen aus ihren grossen ,zellen1 laufen auf den ,waben herum1 und der ,bevlkerungszuwachs der ,stadt wird bald so gross1 dass hunderte von ,arbeitsbienen1 wenn sie abends vom ,felde heimkehren1 kein ,unterkommen mehr finden und gentigt sind1 die ,nacht auf der ,schwelle zuzubringen1 wo viele vor ,klte sterben4 ,eine allgemeine ,unruhe ergreift das ,volk1 und die alte ,knigin gert in ,aufregung4 ,sie ahnt1 dass sich ein neues ,schicksal vorbereitet4 ,sie hat ihre ,pflicht als ,mutter gewissenhaft gethan1 und nun fhrt ihre ,pflichterfllung zu ,verwirrung und ,trbsal4 ,eine unabweisliche ,notwendigkeit bedroht ihre ,ruhe3 bald wird sie die ,stadt ihrer ,herrschaft verlassen mssen4 ,und doch ist diese ,stadt ihr ,werk1 ihr eigenstes ,ich4 ,sie ist keine ,knigin im menschlichen ,sinne4 ,sie giebt keine ,befehle2 sie ist1 wie die letzte ihrer ,unterthanen1 einer verhllten ,gewalt von berlegener ,weisheit unterworfen1 die wir einstweilen1 bis wir sie zu entschleiern versuchen1 den ,geist des ,bienenstockes nennen wollen4 ,sie ist die alleinige ,mutter und das ,werkzeug der ,liebe4 ,sie hat die ,stadt in ,unsicherheit und ,armut gegrndet4 ,sie hat sie unaufhrlich mit ihrem eignen ,fleisch und ,blut bevlkert1 und alles1 was darinnen lebt1 -- ,arbeitsbienen1 ,drohnen1 ,larven1 ,nymphen und die jungen ,prinzessinnen1 deren baldiges ,ausschlpfen ihren ,aufbruch beschleunigen wird und deren eine ihr vom ,geiste des ,bienenstockes schon zur ,nachfolgerin bestimmt ist1 -- ist aus ihren ,weichen hervorgegangen4 99 99 99 99 99 ,wo befindet sich dieser ,geist des ,bienenstockes und wo hat er seinen ,sitz8 ,er ist nicht wie der individuelle ,instinkt des ,vogels1 der sein ,nest mit ,geschicklichkeit baut und andere ,himmelsstriche aufzusuchen weiss1 wenn der ,tag des ,wanderns wieder angebrochen ist4 ,er ist ebensowenig eine mechanische ,gewohnheit der ,gattung1 die nur vom blinden ,lebenswillen beseelt ist und sich an allen ,ecken des ,zufalls stsst1 sobald ein unvorhergesehener ,umstand die ,abfolge der gewohnten ,erscheinungen durchbricht4 ,im ,gegenteil1 er folgt ,schritt fr ,schritt den allmchtigen ,umstnden1 wie ein kluger und geschickter ,sklave1 der auch die gefhrlichsten ,befehle seines ,herrn sich zum ,vorteil zu wenden weiss4 ,er verfgt ohne ,rcksicht1 aber gewissenhaft1 als wre ihm eine grosse ,pflicht auferlegt1 ber ,wohlstand und ,glck1 ,leben und ,freiheit dieses geflgelten ,vlkchens4 ,er bestimmt ,tag fr ,tag die ,zahl der ,geburten und zwar genau nach der ,blumenzahl1 die auf den ,fluren blht4 ,er sagt der ,knigin1 dass sie verbraucht ist oder dass sie ausschwrmen muss1 er zwingt sie1 ihren ,nebenbuhlerinnen das ,leben zu geben1 erhebt diese zu ,kniginnen1 schirmt sie vor dem politischen ,hass ihrer ,mutter und veranlasst oder verhindert1 -- je nach der ,flle des ,blumensegens1 dem frheren oder spteren ,eintreten des ,frhjahrs und den beim ,hochzeitsflug zu befrchtenden ,gefahren1 -- dass die erstgeborene unter den jungfrulichen ,prinzessinnen ihre jngeren ,schwestern in der ,wiege ttet4 ,oder auch bei vorgerckter ,jahreszeit1 wenn die ,blumenstunden krzer werden1 gebietet er den ,arbeitsbienen1 die ganze knigliche ,brut zu vernichten1 damit die ra der ,umwlzungen ein ,ende hat und die fruchtbringende ,arbeit wieder aufgenommen wird4 ,er ist ein ,geist der ,vorsicht und ,sparsamkeit1 aber nicht des ,geizes4 ,er weiss anscheinend um die verhngnisvollen und etwas vernunftwidrigen ,naturgesetze der ,liebe1 und duldet darum in den reichen ,sommertagen1 in denen die junge ,knigin ihren ,liebhaber suchen geht1 das ,vorhandensein von drei- oder vierhundert thrichten1 ungeschickten1 bei aller ,geschftigkeit nur hinderlichen1 anspruchvollen1 schamlos mssigen1 lrmenden1 gefrssigen1 groben1 unsauberen1 unersttlichen und ungeschlachten ,drohnen4 ,aber sobald die ,knigin befruchtet ist1 die ,blumen ihre ,kelche spter ffnen und frher schliessen1 ordnet er eines ,tages gelassen an1 dass sie alle miteinander ermordet werden4 ,er regelt die ,arbeit jeder ,biene nach ihrem ,alter1 er bestimmt die einen zur ,pflege der ,brut1 die anderen zur kniglichen ,leibwache1 welche die ,knigin zu unterhalten hat und sie nie aus den ,augen verlieren darf1 wieder andere zum ,ventilieren3 sie lften mit ihren ,flgeln den ,stock1 fhren ihm ,wrme oder ,klte zu und beschleunigen die ,verdunstung des dem ,honig zuviel zugesetzten ,wassers2 wieder andre verwertet er als ,architekten1 ,maurer und ,steinmetzen2 sie hngen sich in ,ketten auf1 um ,wachs zu bereiten1 und bauen die ,waben1 whrend ein anderer ,schwarm ausfliegt und eintrgt3 ,nektar1 der zu ,honig verarbeitet wird1 ,bltenstaub zum ,futterbrei fr die ,brut1 und ,stopfwachs 7,propolis7 zum ,verkleben und ,befestigen der ,bauten4 ,er weist den ,chemikern im ,bienenstaate ihre ,aufgabe an3 den ,honig haltbar zu machen1 indem sie einen ,tropfen ,ameisensure in die gefllten ,zellen thun1 den ,arbeiterinnen1 welche diese ,zellen verdeckeln1 den ,strassenkehrerinnen1 die ,strassen und ,pltze in musterhafter ,ordnung halten1 den ,totengrberinnen1 welche die ,leichen fortschaffen1 und den ,amazonen der ,schildwache1 die ,tag und ,nacht fr ,sicherheit des ,eingangs sorgen1 die ,kommenden und ,gehenden befragen1 sich die jungen ,bienen beim ersten ,ausfluge merken1 die ,landstreicher1 ,bettler und ,ruber fortjagen1 ,eindringlinge austreiben1 gefrchtete ,feinde in ,masse angreifen und ntigenfalls das ,flugloch verbarrikadieren4 ,endlich bestimmt er die ,stunde1 wo dem ,genius der ,art das grosse ,jahresopfer gebracht wird1 ich meine das ,schwrmen1 wo das ganze ,volk1 auf dem ,gipfel seiner ,macht und seines ,gedeihens angelangt1 der nchsten ,generation pltzlich alles berlsst1 seine ,schtze und ,palste1 seine ,wohnungen und die ,frucht seiner ,arbeit1 um fern im ,ungewissen und den eine neue ,heimat zu suchen4 ,es ist dies ein ,akt1 der -- bewusst oder unbewusst -- ber die menschliche ,moral hinausgeht4 ,bisweilen zerstrt er1 immer verarmt er1 und sicher zerreisst er das glckgesegnete ,volk1 damit es einem hheren ,gesetze gehorche1 als das ,gedeihen der ,stadt ist4 ,wo entsteht dieses ,gesetz1 das1 wie wir sogleich sehen werden1 nicht so fatalistisch und blind ist1 wie man wohl glaubt8 ,in welcher ,versammlung1 welchem ,rat1 welcher gemeinsamen ,sphre hat er seinen ,sitz1 dieser ,geist1 dem sich alle unterwerfen1 und der selbst einer heroischen ,pflicht1 einer stets auf die ,zukunft gerichteten ,vernunft gehorcht8 ,es ist bei unsren ,bienen wie bei der ,mehrzahl aller irdischen ,dinge3 wir beobachten einige ihrer ,gewohnheiten1 wir sagen1 sie thun dies und jenes1 sie arbeiten so und so1 ihre ,kniginnen sorgen fr ,nachkommenschaft1 ihre ,arbeiterinnen bleiben ,jungfrauen1 und dann und dann schwrmen sie4 ,damit glauben wir sie zu kennen und fragen nicht weiter4 ,wir sehen sie von ,blume zu ,blume hasten1 wir beobachten das behende ,kommen und ,gehen im ,stock1 und dieses ,leben scheint uns hchst einfach und beschrnkt1 wie jedes ,leben1 das instinktiv nach ,selbsterhaltung und ,vermehrung trachtet4 ,aber sobald das ,auge tiefer eindringt und sich ,rechenschaft ablegen will1 erkennt es die erstaunliche ,kompliziertheit der einfachsten ,erscheinungen1 das ,wunder des ,verstandes und des ,willens1 der ,bestimmungen und ,ziele1 der ,ursachen und ,wirkungen1 die unbegreifliche ,organisation der geringsten ,lebensakte4 99 99 99 99 99 ,in unsrem ,bienenstock bereitet sich also das grosse ,opfer vor1 das den anspruchsvollen ,volksgttern gebracht wird4 ,den ,geboten dieses ,geistes gehorsam1 der uns ziemlich unerklrlich erscheint1 vorausgesetzt1 dass er allen ,instinkten und ,gefhlen unsrer ,art zuwiderluft1 -- sind sechzig bis siebzigtausend von den achtzig bis hunderttausend ,bienen des ,gesamtvolkes im ,begriff1 die ,mutterstadt zur gegebenen ,stunde zu verlassen4 ,es ist kein ,augenblick der ,angst1 in dem sie davonziehen1 kein pltzlicher toller ,entschluss1 das durch ,hunger1 ,krieg oder ,seuchen verheerte ,heimatland zu fliehen4 ,ihre ,selbstverbannung ist seit langem vorbedacht und die gnstigste ,stunde wird geduldig abgewartet4 ,ist der ,stock arm und durch ,unglck im ,knigshause1 schlechtes ,wetter oder ,plnderung geschwcht worden1 so wird nicht geschwrmt4 ,sie verlassen ihre ,stadt nur auf dem ,gipfel ihres ,wohlstands1 wenn der mchtige ,wachsbau nach harter ,frhjahrsarbeit in seinen #abjjjj schnurgerade gebauten ,zellen prangt und von frischem ,honig strotzt1 oder von jenem bunten ,mehl1 das zur ,aufftterung der ,brut dient und ,bienenbrot genannt wird4 ,nie sieht der ,stock schmucker aus1 als am ,tage vor der heroischen ,entsagung4 ,es ist fr ihn die ,stunde ohne ,gleichen1 die lebensvolle1 etwas fieberhafte und doch so heitere ,stunde des berflusses und der ,ausgelassenheit4 ,suchen wir ihn uns vorzustellen1 nicht wie ihn die ,bienen sehen1 denn wir ahnen nicht1 welche magische und furchtbare ,gestalt die ,dinge in den sechs- bis siebentausend ,facettenaugen annehmen1 die sie an der ,seite haben1 oder in dem dreifachen ,cyclopenauge auf ihrer ,stirn1 sondern so1 wie wir ihn sehen wrden1 wenn wir ihre ,grsse htten4 ,oben von der ,wlbung1 die noch ungeheurer ist1 als die des ,st4 ,peter in ,rom1 bis auf den ,fussboden herab gehen zahlreiche senkrechte1 parallele ,riesenmauern1 die im ,finstern und im ,leeren hngen und die man -- im ,verhltnis gesprochen -- wegen ihrer khnen ,bauart1 ihrer ,genauigkeit und ,riesenhaftigkeit mit keinem menschlichen ,bauwerk vergleichen kann4 ,jede dieser ,mauern1 deren ,baustoff noch jungfrulich frisch1 silbern1 unbefleckt und duftend ist1 besteht aus tausenden von ,zellen und enthlt ,vorrte1 von denen das ganze ,volk wochenlang leben knnte4 ,hier und dort leuchten rote1 gelbe1 schwarze und veilchenfarbene ,flecken2 es ist ,pollen1 der befruchtende ,blumenstaub der gesamten ,frhlingsflora1 in durchsichtigen ,zellen bewahrt1 und ringsherum in schweren1 ppigen ,goldgewinden mit starren1 unbeweglichen ,falten der ,aprilhonig1 der reinste und duftreichste1 in zwanzigtausend schon verdeckelten ,behltern1 die nur in den ,tagen der hchsten ,not erbrochen werden4 ,weiter unten reift der ,maihonig noch in seinen weit geffneten ,behltern1 an deren ,rand eine wachsame ,schaar fr ununterbrochenen ,luftwechsel sorgt4 ,in der ,mitte1 fernab vom ,lichte1 dessen ,diamantstrahlen durch die einzige ffnung dringen1 schlummert im wrmsten ,teile des ,bienenstockes die ,zukunft oder beginnt zu erwachen4 ,es ist dies der ,bezirk des ,brutraums1 in dem die ,knigin und ihre ,mgde hausen1 etwa zehntausend ,zellen1 in denen die ,eier ruhen1 fnfzehn- oder sechzehntausend1 die von den ,larven bewohnt sind1 und vierzigtausend1 in denen die wachsbleichen ,nymphen von tausenden von ,pflegerinnen gewartet werden4 7,diese ,zahlen entsprechen genau einem stark bevlkerten ,stock zur ,zeit der ,volltracht47 ,endlich im ,allerheiligsten des ,kinderhimmels drei bis zwlf geschlossene1 verhltnismssig sehr grosse ,weiselzellen1 in denen die jungen ,prinzessinnen1 in eine ,art von ,leichentuch gehllt1 unbeweglich und bleich ihre ,stunde erharren und im ,finstern genhrt werden4 99 99 99 99 99 ,dieser noch gestaltlosen ,jugend rumt also zu einer gegebenen1 vom ,geiste des ,bienenstocks genau bestimmten ,stunde ein ,teil des ,volkes das ,feld1 und auch er ist nach unerschtterlichen1 untrglichen ,gesetzen hierzu erlesen4 ,in der schlafenden ,stadt zurck bleiben die ,drohnen1 aus deren ,reihen der knigliche ,buhle hervorgehen wird1 die noch ganz jungen ,bienen1 die die ,brut fttern1 und einige tausend ,arbeitsbienen1 die nach wie vor eintragen1 den aufgehuften ,schatz beschirmen und die moralischen ,traditionen des ,bienenstockes aufrecht erhalten4 ,denn jeder ,bienenstock hat seine besondere ,moral4 ,man findet sehr tugendhafte und sehr verdorbene1 und der unvorsichtige ,imker kann ein ,volk verderben1 es die ,achtung vor fremdem ,besitz verlieren lassen1 zum ,plndern verleiten1 ihm ,eroberungsgelste und ,neigung zum ,mssiggang beibringen1 wodurch es zum ,schrecken aller schwachen ,vlker der ,umgegend wird4 ,er braucht die ,bienen nur merken zu lassen1 dass die ,feldarbeit in den ,blumen1 von denen hunderte beflogen werden mssen1 um einen ,tropfen ,honig zu liefern1 weder das einzige1 noch das bequemste ,mittel zum ,reichwerden ist1 sondern dass es viel leichter ist1 durch ,list in schlecht bewachte ,stdte oder durch ,gewalt in solche einzudringen1 deren ,bevlkerung zu schwach ist1 um sich zu wehren4 ,sie verlieren bald den ,sinn fr die glnzende1 aber unbarmherzige ,pflicht1 die sie zu geflgelten ,knechten der ,blumen im hochzeitlichen ,reigen der ,natur macht1 und es ist zuweilen garnicht leicht1 ein so zuchtlos gewordenes ,volk wieder auf den ,weg der ,pflicht zu bringen4 99 99 99 99 99 ,alles das beweist1 dass das ,schwrmen nicht von der ,knigin1 sondern vom ,geiste des ,bienenstocks ausgeht4 ,es ist mit der ,knigin1 wie mit den ,fhrern der ,menschen3 sie scheinen zu befehlen1 und gehorchen doch selbst nur ,geboten1 die gebieterischer und unerklrlicher sind1 als die1 welche sie ihren ,untergebenen erteilen4 ,wann dieser ,geist den ,augenblick fr gekommen hlt1 muss er wohl schon bei ,morgengrauen1 ja vielleicht schon am ,tage vorher oder zwei ,tage vorher bekannt geben1 denn kaum hat die ,sonne die ersten ,thautropfen aufgetrunken1 so nimmt man rings um den ,bienenstand eine ungewhnliche ,unruhe wahr1 ber deren ,wesen sich der ,bienenwirt selten tuscht4 ,manchmal soll selbst ,uneinigkeit1 ,zaudern und ,zurckweichen eintreten4 ,es kommt sogar vor1 dass sich der goldig schimmernde1 durchsichtige ,schwarm mehrere ,tage hintereinander bildet und ohne ersichtlichen ,grund wieder verschwindet4 ,entsteht in diesem ,augenblick am ,himmel1 den die ,bienen sehen1 eine ,wolke1 die wir nicht wahrnehmen1 oder ein ,heimweh in ihrem ,geiste8 ,wird die ,notwendigkeit des ,aufbruches in einer geflgelten ,ratsversammlung errtert8 ,wir wissen davon ebensowenig1 wie wir wissen1 auf welche ,weise der ,geist des ,bienenstocks seine ,entschliessungen bekannt giebt4 ,wenn es auch feststeht1 dass die ,bienen sich ,mitteilungen machen1 so wissen wir doch keineswegs1 ob sie dies nach ,art der ,menschen thun4 ,dieses honigduftende ,summen1 dieses trunkene ,schwirren an schnen ,sommertagen1 welches eine der holdesten ,freuden fr den ,bienenvater ist1 dieser ,hochgesang der ,arbeit1 der im ,krystall der ,luft rings um den ,bienenstand bald steigt1 bald fllt und gleichsam das frhliche ,flstern des ,blumenflors1 das ,preislied seines ,glckes1 der ,widerhall seiner sssen ,dfte ist1 -- sie hren ihn vielleicht nicht einmal4 ,trotzdem besitzen sie eine ganze ,skala von ,tnen1 die wir selbst unterscheiden knnen und die von tiefer ,seligkeit bis zu ,drohung1 ,zorn und ,trbsal reicht1 sie besitzen ein ,lied auf die ,knigin1 ein ,hoheslied des berflusses und ,klagelieder1 und endlich stossen die jungen ,prinzessinnen in den ,kmpfen und ,blutbdern1 die dem ,hochzeitsausflug vorausgehen1 ein langgezogenes1 seltsames ,kriegsgeschrei aus4 ,sind das alles nur ,laute von ungefhr1 die ihr inneres ,schweigen nicht berhren8 ,um die ,gerusche1 die wir rings um ihre ,wohnungen machen1 scheinen sie sich allerdings nicht zu kmmern1 aber vielleicht sind sie der ,meinung1 dass diese ,gerusche nicht zu ihrer ,welt gehren und fr sie keine ,bedeutung haben4 ,wahrscheinlich hren wir unsererseits auch nur einen geringen ,teil dessen1 was sie sagen1 und vielleicht verfgen sie ber eine ,menge von harmonischen ,tnen1 die nicht fr unsre ,organe gemacht sind4 ,jedenfalls werden wir weiterhin sehen1 dass sie sich verstndigen knnen und zwar mit einer oft wunderbaren ,geschwindigkeit1 z4 ,b4 wenn der grosse ,honigdieb1 der ,totenkopf-,schmetterling1 in den ,stock dringt und dabei von ,zeit zu ,zeit eine eigentmliche1 unwiderstehliche ,beschwrungsformel murmelt4 ,sofort luft die ,kunde von ,mund zu ,mund und das ganze ,volk von den ,wachen am ,eingang bis zu den letzten ,arbeitsbienen1 die auf den fernsten ,waben arbeiten1 gert in ,schrecken4 99 99 99 99 99 ,man hat lange gemeint1 die klugen ,honigwespen1 die fr gewhnlich so sparsam1 nchtern und weitblickend sind1 gehorchten in dem ,augenblick1 wo sie die ,schtze ihrer ,wohnung im ,stiche lassen1 um sich selbst ins ,ungewisse hinauszuwagen1 einer ,art von ,wahnsinn und ,verhngnis1 einem instinktiven ,trieb und ,gattungsgesetz oder ,naturgebot1 kurz1 jener dunklen ,gewalt1 der alle in der ,zeitlichkeit lebenden ,wesen unterworfen sind4 ,handelt es sich um die ,bienen oder um uns selbst1 uns scheint alles1 was wir noch nicht verstehen1 ein ,verhngnis4 ,aber man hat den ,bienen heute drei oder vier ihrer materiellen ,geheimnisse abgewonnen1 und da hat es sich erwiesen1 dass dieser ,auszug weder instinktiv1 noch vom ,schicksal verhngt ist4 ,es ist keine blinde ,auswanderung1 sondern ein anscheinend bewusstes ,opfer1 welches das lebende ,geschlecht dem zuknftigen bringt4 ,der ,bienenzchter braucht nur die jungen1 unausgeschlpften ,kniginnen in ihren ,zellen zu tten und1 wenn viele ,larven und ,nymphen vorhanden sind1 gleichzeitig ,honig- und ,brutraum des ,volkes zu erweitern -- und alsbald hrt das ganze unfruchtbare ,treiben auf1 die gewhnliche ,arbeit wird wieder aufgenommen1 ,honig eingetragen1 und die alte ,knigin1 die jetzt unentbehrlich geworden ist und keine ,nebenbuhlerinnen zu hoffen oder zu frchten hat1 verzichtet in diesem ,jahre auf ein ,wiedersehen des ,sonnenlichtes4 ,friedlich nimmt sie ihre ,mutterpflicht im ,finstern wieder auf und legt methodisch1 eine ,spirale beschreibend1 von ,zelle zu ,zelle1 ohne eine einzige auszulassen1 ohne je inne zu halten1 jeden ,tag zwei- bis dreitausend ,eier4 ,was wre in alledem fatalistisch als die ,liebe des ,volkes von heute zu dem von morgen8 ,diese ,art von ,verhngnis findet sich auch in der menschlichen ,gattung1 wenn auch nicht mit der gleichen ,gewalt und ,unbedingtheit1 denn sie fhrt bei uns nie zu so grossen1 einmtigen und vollstndigen ,opfern4 ,welchem weitblickenden ,fatum1 das jenes andre ersetzt1 mgen wir gehorchen8 ,niemand weiss es1 denn keiner kennt das ,wesen1 das uns so ansieht1 wie wir die ,bienen4 99 99 99 99 99 ,aber der ,mensch soll den ,gang der ,dinge in dem von uns beobachteten ,bienenstocke nicht unterbrechen1 und die feuchte ,wrme eines langsam dahinfliessenden ,sommertages1 der seine ,strahlen schon unter das ,blattwerk sendet1 beschleunigt die ,stunde des ,aufbruchs4 berall in den goldbraunen ,gngen1 die zwischen den senkrechten ,riesenmauern laufen1 rsten die ,arbeitsbienen sich zur ,reise4 ,jede versieht sich mit einem ,honigvorrat fr fnf bis sechs ,tage4 ,aus diesem ,honig bereiten sie1 durch einen noch nicht recht aufgeklrten chemischen ,prozess1 das zur ,auffhrung von neuen ,bauten unmittelbar erforderliche ,wachs4 ,ferner versehen sie sich mit einer gewissen ,menge von ,propolis1 einer harzigen ,substanz1 die dazu bestimmt ist1 die ,spalten und ,ritzen der neuen ,wohnung zu verkitten1 alles1 was locker ist1 zu befestigen1 alle ,wnde zu firnissen und alles ,licht abzublenden1 denn sie arbeiten nur in einer fast vlligen ,dunkelheit1 in der sie sich mit ,hlfe ihrer ,facettenaugen oder auch ihrer ,fhler zurechttasten1 denn diese scheinen in der ,that der ,sitz eines unbekannten ,sinnes zu sein1 welcher die ,finsternis fhlt und misst4 99 99 99 99 99 ,sie vermgen also die ,ereignisse des gefahrvollsten ,tages in ihrem ,dasein vorauszusehen4 ,heute leben sie nur fr den grossen ,akt und die vielleicht wunderbaren ,abenteuer1 die er mit sich bringt2 heute haben sie keine ,zeit1 in ,grten und ,wiesen hinauszuschwrmen1 und morgen oder bermorgen kann es vielleicht regnen und strmen1 ihre kleinen ,flgel knnen erstarren und ihre ,blumen sich nicht mehr ffnen4 ,ohne diese ,voraussicht wren sie dem ,hungertode preisgegeben4 ,nichts kme ihnen zu ,hlfe1 und sie wrden niemanden um ,hlfe bitten4 ,von ,stock zu ,stock kennen sie sich nicht und helfen sich nie4 ,es kommt sogar vor1 dass der ,bienenzchter den ,bienenstock1 in den er die alte ,knigin und den sie umgebenden ,schwarm eingeschlagen hat1 dicht neben den eben verlassenen ,stock stellt4 ,welches ,unglck sie nun auch trifft1 man kann sagen1 dass sie seinen ,frieden1 sein emsiges ,glck1 seine ,reichtmer und seine ,sicherheit unwiderruflich vergessen haben1 und dass sie alle1 eine nach der andern bis zur letzten1 lieber bei ihrer unglcklichen ,knigin verhungern1 als in ihr ,elternhaus zurckzukehren1 obschon der ,duft seines berflusses1 welches der ,duft ihrer verflossenen ,arbeit ist1 bis in ihre ,trbsal herberdringt4 99 99 99 99 99 ,was1 wird man sagen1 wrden die ,menschen nicht thun2 es ist dies ein ,beweis dafr1 dass hier trotz einer staunenswerten ,organisation keine eigentliche ,vernunft1 kein ,bewusstsein vorhanden ist4 ,was wissen wir davon8 ,sind wir1 ganz abgesehen davon1 dass es sehr wohl mglich ist1 dass andere ,wesen eine andere ,vernunft haben als die unsre1 eine ,vernunft1 die sich in ganz anderer ,weise ussert1 ohne darum minderwertig zu sein1 -- sind wir1 die wir nie aus dem engen ,kreise des ,menschlichen herauskommen1 so gute ,richter ber geistige ,dinge8 ,wir brauchen nur zwei oder drei ,personen hinter einem ,fenster sprechen und gestikulieren zu sehen1 ohne zu hren1 was sie sich sagen1 und schon wird es uns sehr schwer1 den sie leitenden ,gedanken zu erraten4 ,glaubt man etwa1 ein ,bewohner des ,mars oder der ,venus1 der von einem ,berggipfel herab die kleinen schwarzen ,punkte1 die wir im ,raume sind1 durch die ,strassen und ,pltze hin- und herwimmeln she1 knnte sich aus dem ,anblick unserer ,bewegungen1 unserer ,gebude und ,kanle oder ,maschinen1 eine genaue ,vorstellung von unserem ,verstande1 unserer ,moral1 unserer ,art zu lieben1 zu denken und zu hoffen1 kurz unsrem inneren und wirklichen ,wesen machen8 ,er wrde sich damit begngen1 gewisse erstaunliche ,thatsachen festzustellen1 ganz wie wir es im ,bienenstock thun1 und daraus wrde er wahrscheinlich ebenso unsichre und irrige ,folgerungen ziehen wie wir4 ,auf alle ,flle drfte es ihm sehr schwer fallen1 in den kleinen schwarzen ,punkten die grosse moralische ,tendenz1 das wunderbar einmtige ,gefhl zu entdecken1 das im ,bienenstock zum ,ausdruck kommt4 ,wohin gehen sie8 wrde er sich fragen1 wenn er uns ,jahre und ,jahrhunderte lang beobachtet htte4 ,was thun sie8 ,welches ist der ,mittelpunkt und der ,zweck ihres ,lebens8 ,gehorchen sie irgend einem ,gotte8 ,ich sehe nichts1 was ihre ,schritte lenkt4 ,heute scheinen sie allerhand ,kleinigkeiten aufzuhufen und aufzubauen1 und morgen zerstren und zerstreuen sie sie4 ,sie kommen und gehen1 sie versammeln sich und gehen auseinander1 aber man weiss nicht1 was sie eigentlich wollen4 ,sie bieten allerhand unerklrliche ,anblicke4 ,so sieht man z4 ,b4 etliche1 die sich sozusagen nicht rhren4 ,man erkennt sie an ihren glnzenderen ,gewndern4 ,oft auch sind sie von grsserem ,umfange1 als die1 welche ihnen dienen4 ,ihre ,wohnungen sind zehn oder zwanzig ,mal so gross1 auch zweckmssiger eingerichtet und reicher als die der andren4 ,sie halten darin ,tag fr ,tag ,mahlzeiten ab1 die stundenlang dauern und sich bisweilen tief in die ,nacht erstrecken4 ,alle1 die ihnen nher kommen1 scheinen sie ausserordentlich zu ehren2 aus den ,nachbarhusern wird ihnen ,nahrung zugetragen1 und vom ,lande her strmen sie in ,massen herbei1 um ihnen ,geschenke zu bringen4 ,man muss wohl glauben1 dass sie unentbehrlich sind und ihrer ,gattung wesentliche ,dienste leisten1 wiewohl unsre ,forschungen uns noch keinen ,aufschluss darber gegeben haben1 welcher ,art diese ,dienste sind4 ,dann wieder sieht man andre in grossen ,husern1 die mit kreisenden ,rdern angefllt sind1 in dsteren ,schlupfwinkeln an den ,hfen1 oder auf kleinen ,erdgevierten1 auf denen sie vom ,morgen bis zum ,abend herumwhlen1 in unaufhrlicher1 mhevoller ,arbeit4 ,dies alles fhrt zu der ,vermutung1 dass ihre ,thtigkeit eine ,strafe ist4 ,man lsst sie in engen1 schmutzigen und bauflligen ,htten wohnen4 ,sie sind mit einem farblosen ,stoffe bekleidet4 ,und so gross scheint ihr ,eifer bei ihrer schdlichen oder doch zum mindesten unntzen ,thtigkeit1 dass sie sich kaum zum ,schlafen und zum ,essen ,zeit gnnen4 ,auf einen der vorhin genannten kommen ihrer ,tausend4 ,es ist zu bewundern1 dass sich die ,gattung unter ,umstnden1 die ihrer ,entwicklung so ungnstig sind1 bis auf diesen ,tag erhalten hat4 brigens muss man hinzusetzen1 dass sie1 wenn man von dem zhen ,eifer absieht1 mit dem sie ihr mhevolles ,tagewerk betreiben1 harmlos und willfhrig erscheinen und sich in allem jenen andren anbequemen1 die augenscheinlich die ,hter und vielleicht die ,retter der ,gattung sind4 99 99 99 99 99 ,ist es nicht sonderbar1 dass der ,bienenstock1 den wir aus der ,hhe einer andren ,welt nur undeutlich erkennen1 uns beim ersten ,blick eine tiefe und gewisse ,antwort giebt8 ,ist es nicht wunderbar1 dass seine ,bauten1 seine ,sitten und ,gesetze1 seine soziale und politische ,organisation1 seine ,tugenden und selbst seine ,grausamkeiten1 uns unmittelbar den ,gedanken oder ,gott offenbaren1 dem die ,bienen dienen1 der weder der unrechtmssigste1 noch der vernunftwidrigste ist1 den man sich vorstellen kann1 wiewohl vielleicht der einzige1 den wir noch nicht ernstlich angebetet haben1 nmlich die ,zukunft8 ,wir suchen in unsrer ,menschheits-,geschichte bisweilen die moralische ,kraft und ,grsse eines ,volkes zu bewerten1 und wir finden keinen andren ,maassstab1 als die ,dauerhaftigkeit und ,grsse des von ihm verfolgten ,ideals und die ,selbstverleugnung1 mit der es sich ihm hingiebt4 -- ,haben wir oft ein ,ideal gefunden1 das dem ,weltall nher steht1 das fester1 erhabener1 selbstloser und offenkundiger ist und mit einer gnzlicheren und heldenhafteren ,selbstverleugnung ,hand in ,hand geht8 99 99 99 99 99 ,o seltsame kleine ,republik1 so logisch und so ernst1 so zweckvoll und so streng durchgefhrt1 so sparsam und doch einem so grossen und ungewissen ,traume hingegeben6 ,o kleines ,volk1 so entschlossen und so tief1 von ,licht und ,wrme und allem ,reinsten in der ,welt genhrt1 vom ,kelch der ,blumen1 das ist vom sichtbarsten ,lcheln der ,materie und ihrem rhrendsten ,streben nach ,glck und ,schnheit6 ,wer wird uns sagen1 welche ,probleme ,ihr gelst habt und uns zu lsen aufgebt1 welche ,gewissheiten ,ihr erworben habt und uns zu erwerben noch brig lasset6 ,und wenn es wahr ist1 dass ,ihr ,probleme gelst1 ,gewissheiten erlangt habt1 indem ,ihr nicht dem ,verstande folgtet1 sondern einem blinden und dumpfen ,drange3 welches noch unlsbarere ,rtsel zwingt ,ihr uns dann noch zu lsen8 ,o kleine ,stadt voller ,glauben und ,hoffen1 und voller ,mysterien1 warum wird ,deinen hunderttausend ,jungfrauen eine ,aufgabe zuteil1 die kein menschlicher ,sklave je auf sich genommen hat8 ,schonten sie ihre ,krfte1 dchten sie ein wenig mehr an sich selbst1 wren sie etwas weniger eifrig bei der ,arbeit1 sie shen einen zweiten ,lenz und einen neuen ,sommer1 und doch scheinen sie in dem grossen ,augenblick1 wo alle ,blumen ihnen winken1 von einer mrderischen ,arbeitslust ergriffen zu werden1 und mit geknickten ,flgeln1 mit eingeschrumpftem1 wundenbedecktem ,leibe finden sie fast alle in weniger als fnf ,wochen den ,tod4 ,tantus amor florum et generandi gloria mellis1 ruft ,vergil aus1 der uns im vierten ,buche seiner ,georgica1 das den ,bienen gewidmet ist1 die holden ,irrtmer der ,alten berliefert hat1 welche die ,natur mit einem durch die glnzende ,vision des ,olymps geblendeten ,auge betrachteten4 99 99 99 99 99 ,warum entsagen sie dem ,schlafe1 den ,wonnen des ,honigs1 der ,liebe und der gttlichen ,musse1 die z4 ,b4 ihr geflgelter ,bruder1 der ,schmetterling1 kennt8 ,knnten sie nicht leben wie er8 ,der ,hunger ist es nicht1 der sie zur ,arbeit treibt4 ,zwei oder drei ,blumen gengen zu ihrer ,ernhrung1 und sie befliegen stndlich zwei- oder dreihundert1 um einen ,schatz aufzuhufen1 dessen ,ssse sie nie kosten werden4 ,wozu schaffen sie sich soviel ,qual und ,mhe1 und woher kommt eine solche ,entschiedenheit8 ,es muss also das ,geschlecht1 fr das sie sterben1 dieses ,opfer wohl verdienen1 es muss schner und glcklicher sein und etwas thun1 was sie nicht vermochten8 ,wir erkennen ihr ,ziel1 es ist klarer1 als das unsre1 sie wollen in ihren ,nachkommen leben1 solange die ,welt steht3 aber welches ist doch der ,zweck dieses grossen ,ziels und die ,aufgabe dieses ewig wiederkehrenden ,kreislaufes8 -- ,oder sind wir1 die da zweifeln und zaudern1 nicht viel eher kindliche ,trumer1 die unntze ,fragen stellen8 ,sie knnten von ,stufe zu ,stufe gestiegen und allmchtig und glckselig geworden sein1 sie knnten die letzten ,hhen erklommen haben1 von denen sich die ,naturgesetze beherrschen lassen1 sie knnten unsterbliche ,gttinnen geworden sein1 und wir wrden sie immer noch befragen1 was sie hofften1 wohin sie gingen1 wo sie ,halt zu machen gedchten und sich am ,ziel ihrer ,wnsche glaubten4 ,wir sind so geschaffen1 dass uns nichts befriedigt1 dass uns nichts seinen eigenen ,zweck zu haben und einfach1 ohne ,hintergedanken1 zu existieren scheint4 ,haben wir uns bis auf diesen ,tag auch nur einen ,gott vorstellen knnen1 so dumm oder so vernunftgemss er auch sein mag1 ohne dass wir ihn uns unmittelbar geschftig und wirkend dachten1 ohne dass wir ihn zum ,schpfer einer ,menge von ,wesen und ,dingen machten und tausend ,zwecke noch hinter ihm annahmen8 ,werden wir uns wohl je damit begngen1 einige ,stunden lang ruhig eine besondere ,form der wirkenden ,materie darzustellen1 um alsbald ohne ,staunen und ohne ,bedauern jene andre ,form anzunehmen1 welches die unbewusste1 unbekannte1 schlafende1 ewige ist8 99 99 99 99 99 ,indessen vergessen wir nicht unsren ,bienenstock1 dessen ,schwarm die ,geduld verliert1 unsern ,bienenstock1 der schon von schwrzlichen1 kribbelnden ,fluten brodelt und berschwillt1 wie ein klingendes ,gefss in der ,sonnenglut4 ,es ist ,mittag1 und man mchte sagen1 dass die ,bume mitsamt in der brtenden ,hitze kein ,blttchen bewegen1 wie man seinen ,atem anhlt1 wenn man vor etwas sehr ,holdem1 aber sehr ,ernstem steht4 ,die ,bienen schenken dem ,menschen ,honig und duftendes ,wachs1 aber was vielleicht mehr wert ist1 als ,honig und ,wachs3 sie lenken seinen ,sinn auf den heiteren ,junitag1 sie ffnen ihm das ,herz fr den ,zauber der schnen ,jahreszeit1 und alles1 woran sie ,anteil haben1 verknpft sich in der ,vorstellung mit blauem ,himmel1 ,blumensegen und ,sommerlust4 ,sie sind die eigentliche ,seele des ,sommers1 die ,uhr der ,stunden des berflusses1 der schnelle ,flgel der aufsteigenden ,dfte1 der ,geist und ,sinn des strmenden ,lichtes1 das ,lied der sich dehnenden1 ruhenden ,luft1 und ihr ,flug ist das sichtbare ,wahrzeichen1 die deutliche musikalische ,note der tausend kleinen ,freuden1 die von der ,wrme erzeugt sind und im ,lichte leben4 ,sie lehren uns die zarteste ,stimme der ,natur verstehen1 und wer sie einmal kennen und lieben gelernt hat1 fr den ist ein ,sommer ohne ,bienensummen so unglcklich und unvollkommen1 wie ohne ,blumen und ohne ,vgel4 99 99 99 99 99 ,wer die betubende und wirre ,episode des ,schwrmens bei einem starken ,bienenvolke zum ersten ,male miterlebt1 der ist ziemlich ausser ,fassung und kommt nur furchtsam nher4 ,er erkennt die friedlichen und ernsten ,bienen der ,trachtzeit nicht wieder4 ,noch vor wenigen ,minuten sah er sie aus allen vier ,winden herbeifliegen1 wie kleine emsige ,brgerfrauen1 die sich durch nichts von ihren ,haushaltungsgeschften ablenken lassen4 ,erschpft1 atemlos1 hastig und aufgeregt1 aber leise1 schlpften sie fast unbemerkt in das ,flugloch und die jungen ,wchterinnen am ,eingang nickten ihnen im ,vorbeikommen mit den ,fhlern zu4 ,kaum wechselten sie die drei oder vier ,worte1 die wahrscheinlich unerlsslich sind1 und bergaben ihre ,honigbrde hastig einer der jungen ,trgerinnen1 die stets im ,innenhofe der ,werksttte postiert sind1 oder sie gingen selbst hinauf und entleerten die zwei schweren ,krbe von ,blumenstaub1 die an ihren ,hinterschenkeln hngen1 in den gerumigen ,speichern1 die rings um dem ,brutraum liegen1 um alsbald wieder davonzufliegen1 ohne sich darum zu kmmern1 was im ,laboratorium1 im ,schlafraume der ,nymphen oder im kniglichen ,palaste vorgeht1 ohne sich auch nur eine ,sekunde in das geschwtzige ,treiben des ffentlichen ,platzes vor dem ,thore zu mischen1 wo in den ,stunden grosser ,hitze eine ,anzahl von ,bienen fr ,luftzufuhr sorgt1 indem sie1 eine an der andern hngend1 hin- und herschaukeln1 als ob ein ,bart im ,winde flattert4 99 99 99 99 99 ,heute bietet sich ein ganz anderes ,bild dar4 ,eine ,zahl von ,arbeitsbienen fliegt allerdings nach wie vor1 als wre nichts geschehen1 friedlich aus und ein1 reinigt den ,stock1 klettert zu den ,brutzellen hinauf und scheint von der allgemeinen ,trunkenheit nicht fortgerissen zu werden4 ,es sind die1 welche die ,knigin nicht begleiten werden1 sondern im alten ,heim zurckbleiben1 um es zu beschtzen1 die neun- oder zehntausend ,eier1 die achtzehntausend ,larven1 die sechsunddreissigtausend ,nymphen und sieben oder acht ,prinzessinnen1 die allein zurckbleiben1 zu pflegen und zu ernhren4 ,sie werden zu dieser schweren ,aufgabe auserkoren1 ohne dass man wsste1 wie1 noch durch wen und nach welchem ,gesetze4 ,doch sind sie diesem ,gesetze fest und unverbrchlich treu1 und wiewohl ich mehrmals das ,experiment gemacht habe1 eines dieser selbstverleugnenden ,aschenbrdel1 die man an ihrem ernsten und bedchtigen ,wesen leicht aus dem schwrmenden ,volke herauserkennt1 mit einem ,farbstoffe zu bestuben1 so habe ich doch nur selten eine von ihnen in der trunkenen ,menge des ,schwarmes wiedergefunden4 99 99 99 99 99 ,und doch scheint der ,reiz unwiderstehlich4 ,es ist der ,wonnetaumel des -- vielleicht unbewussten -- gottverordneten ,opfers1 das ,honigfest1 der ,sieg der ,rasse und der ,zukunft1 es ist der einzige ,tag der ,freude1 des ,vergessens und der ,ausgelassenheit1 es ist der einzige ,sonntag der ,bienen4 ,und anscheinend auch der einzige ,tag1 wo sie nur fr ihren ,hunger essen1 wo sie die ganze ,ssse des von ihnen aufgespeicherten ,schatzes empfinden4 ,sie sind wie freigelassene ,gefangene1 die sich pltzlich ins ,land der ,freiheit und des berflusses versetzt sehen4 ,sie frohlocken1 sie sind nicht mehr ,herr ihrer selbst2 sie1 die nie eine unangebrachte oder unntige ,bewegung machen1 sie kommen und gehen1 fliegen ein und aus und immer wieder1 um ihre ,mitschwestern anzufeuern1 um nachzusehen1 ob die ,knigin bereit ist1 um ihre ,ungeduld zu betuben4 ,sie fliegen hher1 als es sonst der ,fall ist1 und das ,laub der grossen ,bume rings um den ,bienenstand bebt von ihrem ,schwirren4 ,sie kennen keine ,furcht und ,sorge mehr4 ,sie sind nicht mehr wild1 schnfflerisch1 argwhnisch1 reizbar1 heftig und unbndig4 ,der ,mensch1 der unbekannte ,herr1 den sie nie anerkennen1 und der ihrer nur dadurch ,herr wird1 dass er sich allen ihren ,arbeitsgewohnheiten anpasst1 alle ihre ,gesetze achtet und ,schritt fr ,schritt der ,spur folgt1 die ihr stets auf die ,zukunft gerichteter ,sinn1 ihr durch nichts zu trbender1 durch nichts von seinem ,ziele abzulenkender ,verstand dem ,leben aufdrckt1 -- der ,mensch kann ihnen nahen1 kann den brausenden1 kreisenden ,schleier zerreissen1 in den sie ihn goldig und sanft einhllen1 er kann sie in die ,hand nehmen1 sie einzeln abpflcken1 wie ,weinbeeren von der ,traube2 sie sind ebenso sanft1 ebenso harmlos1 wie ein ,schwarm ,libellen oder ,nachtfalter4 ,sie sind an diesem ,tage glcklich1 obwohl sie nichts mehr besitzen1 sie blicken vertrauensvoll in die ,zukunft1 und wenn man sie nicht von ihrer ,knigin trennt1 die diese ,zukunft in sich trgt1 fgen sie sich in ,alles und verletzen niemand4 99 99 99 99 99 ,aber das eigentliche ,zeichen ist noch nicht gegeben4 ,im ,bienenstock herrscht eine unbegreifliche ,aufregung und eine anscheinend durch nichts zu erklrende ,unordnung4 ,sonst scheinen die ,bienen1 wenn sie heimgekehrt sind1 zu vergessen1 dass sie ,flgel haben1 und jede einzelne sitzt nahezu unbeweglich1 wenn auch nicht unthtig1 auf den ,waben1 und zwar an dem ,flecke1 der ihr durch die ,art ihrer ,arbeit zugewiesen ist4 ,jetzt fliegen sie wie unsinnig in dichten ,ketten an den ,seitenwnden hinauf und hinunter1 wie ein bebender ,teig1 der von einer unsichtbaren ,hand geknetet wird4 ,die ,temperatur steigt im ,innern jh1 oft so weit1 dass der ,wachsbau weich wird und sich zerdehnt4 ,die ,knigin1 welche den ,brutraum sonst nie verlsst1 luft aufgeregt und kopflos durch die ,oberflche der brausenden ,masse1 die sich gleichsam um sich selbst dreht4 ,geschieht dies zur ,beschleunigung oder zur ,verzgerung des ,aufbruches8 ,befiehlt sie oder bittet sie8 ,verbreitet sie die wunderbare ,aufregung oder unterliegt sie ihr8 ,nach dem1 was wir von der ,psychologie der ,bienen im allgemeinen wissen1 scheint es ziemlich erwiesen1 dass das ,schwrmen allemal gegen den ,willen der alten ,knigin stattfindet4 ,im ,grunde ist die ,knigin in den ,augen der asketischen ,arbeitsbienen1 welche ihre ,tchter sind1 das unentbehrliche und geheiligte1 aber auch ein wenig geistesschwache und oft kindliche ,organ der ,liebe4 ,sie behandeln sie darum auch wie eine ,mutter1 die unter ,vormundschaft steht4 ,sie besitzen eine grenzenlose ,verehrung und heldenmtige ,anhnglichkeit gegen sie4 ,ihr bleibt der reinste1 besonders geluterte und fast restlos verdauliche ,honig vorbehalten4 ,sie hat ein ,gefolge von ,trabanten oder ,liktoren1 wie ,plinius sagt1 eine ,leibwache1 die ,tag und ,nacht ber sie wacht1 ihr die mtterliche ,arbeit erleichtert1 die ,zellen zum ,eierlegen bereit macht1 sie pflegt1 liebkost1 ernhrt1 reinigt1 ja1 selbst ihre ,exkremente auffrisst4 ,wenn ihr das ,geringste zustsst1 verbreitet sich die ,kunde durch das ganze ,volk2 alles umdrngt sie und klagt4 ,wenn man einem ,stocke die ,knigin nimmt und die ,bienen auf einen ,ersatz nicht hoffen knnen1 sei es1 dass sie keine knigliche ,nachkommenschaft hinterlassen hat1 sei es1 dass keine ,larven von ,arbeitsbienen im ,alter von weniger als drei ,tagen vorhanden sind 7denn jede ,arbeitsbienenlarve unter drei ,tagen kann durch besondere ,ernhrung in eine ,kniginnenlarve verwandelt werden2 das ist das grosse demokratische ,prinzip des ,bienenstockes1 welches die ,vorrechte der mtterlichen ,abkunft kompensiert71 -- wenn man1 sage ich1 unter diesen ,verhltnissen einem ,stocke die ,knigin nimmt und ihr ,fehlen bemerkt wird -- es vergehen oft zwei bis drei ,stunden1 ehe alle ,bienen es wissen1 so gross ist ihre ,stadt1 -- so ruht alsbald fast jede ,arbeit1 die ,brut wird im ,stich gelassen1 ein ,teil des ,volkes irrt im ,stock umher und sucht nach seiner ,mutter1 ein anderer fliegt aus und sucht sie da1 die ,ketten der ,arbeitsbienen1 die am ,wachsbau beschftigt waren1 zerreissen und lsen sich auf1 die ,honigsucherinnen befliegen ihre ,blumen nicht mehr1 die ,schildwachen am ,eingang verlassen ihren ,posten und die fremden ,ruber und ,honigschmarotzer1 die stets auf unverhoffte ,beute lauern1 kommen und gehen1 ohne dass jemand daran denkt1 den mhsam erworbenen ,schatz zu verteidigen4 ,allmhlich verarmt und verdet der ,stock und seine trostlosen ,bewohnerinnen sterben bald vor ,trbsal und ,elend1 wiewohl der ,sommer ihnen alle seine ,blten ffnet4 ,giebt man ihnen ihre ,knigin aber wieder1 ehe ihr ,verlust ihnen zur vollendeten1 unumstsslichen ,thatsache geworden ist1 ehe die ,demoralisation zu sehr um sich gegriffen hat1 -- denn die ,bienen sind wie die ,menschen2 ,unglck und ,verzweiflung brechen mit der ,zeit ihren ,charakter und trben ihren ,verstand1 -- giebt man ihnen die ,knigin nach einigen ,stunden wieder1 so bereiten sie ihr einen ausserordentlich rhrenden ,empfang4 ,alle umdrngen sie und rotten sich zusammen1 klettern ber einander weg und liebkosen sie im ,vorbeilaufen mit ihren langen ,fhlhrnern1 die noch manche unaufgeklrten ,organe enthalten1 bieten ihr ,honig dar und geleiten sie im ,gedrnge bis zu den kniglichen ,gemchern4 ,sofort ist die ,ordnung wieder hergestellt und die ,arbeit wird wieder aufgenommen1 von den innersten ,waben des ,brutraumes bis zu den abgelegensten ,vorbauten1 in denen der berschuss der ,ernte gespeichert wird2 die ,honigsucherinnen fliegen in schwarzen ,fden hinaus und kehren oft schon drei ,minuten darnach mit ,nektar und ,bltenstaub beladen heim2 die ,ruber und ,schmarotzer werden vertrieben oder umgebracht1 die ,gnge gesubert und der ,stock ertnt wieder von dem sanften und eintnigen1 eigentmlich freudigen ,summen1 welches gleichsam das ,hohelied auf die ,gegenwart der ,knigin ist4 99 99 99 99 99 ,es giebt tausend ,beispiele fr diese unbedingte ,treue und ,hingebung der ,arbeitsbienen an ihre ,knigin4 ,bei fast allen ,missgeschicken dieser kleinen ,republik1 wenn einzelne ,tafeln oder der ganze ,bau durch menschliche ,rohheit oder ,unwissenheit zerstrt werden1 wenn das ,volk durch ,klte1 ,hungersnte oder ,krankheiten dahingerafft wird1 bleibt die ,knigin fast immer wohlbehalten und man findet sie lebend unter den ,leichen ihrer treuen ,tchter4 ,denn alle beschtzen sie1 erleichtern ihr die ,flucht und schirmen sie mit ihrem eigenen ,leibe1 sparen fr sie die bekmmlichste ,nahrung und die letzten ,honigtropfen4 ,und so lange sie am ,leben ist1 mag das ,missgeschick noch so gross sein1 die ,verzweiflung bleibt der ,stadt der ,jungfrauen fern4 ,man mag ihnen zwanzigmal hintereinander die ,waben zertrmmern1 die ,brut und die ,lebensmittel nehmen1 man macht sie doch nicht irre an der ,zukunft4 ,mgen sie gezehntet1 halb verhungert sein und kaum noch so viele berlebende zhlen1 dass sie ihre ,mutter vor den ,augen des ,feindes verbergen knnen1 sie werden doch die ,ordnung im ,bau wiederherstellen1 werden so schnell wie mglich fr ,vorrte sorgen und sich nach den neuen ,ansprchen ihrer unglcklichen ,lage in die ,arbeit teilen4 ,und sie werden diese ,arbeit mit einer ,geduld1 einem ,eifer1 einer ,umsicht und ,beharrlichkeit verrichten1 die man in der ,natur nicht oft findet1 obgleich die ,mehrzahl ihrer ,bewohner mehr ,mut und ,zuversicht zu entwickeln pflegt1 als der ,mensch4 ,um der ,verzweiflung vorzubeugen und die ,arbeitslust wach zu erhalten1 bedarf es nicht einmal des ,vorhandenseins einer ,knigin3 genug1 wenn diese bei ihrem ,scheiden die entfernteste ,hoffnung auf ,nachkommenschaft zurcklsst4 ,wir haben1 sagt der ehrwrdige ,langstroth1 einer der ,vter der modernen ,bienenzucht1 ein ,volk gesehen1 das nicht ,bienen genug zhlte1 um eine ,flche von zehn ,quadratzentimetern zu bedecken1 und doch suchte es eine ,knigin zu erziehen4 ,zwei volle ,wochen gab es die ,hoffnung nicht auf2 endlich1 als die ,bienen auf die ,hlfte reduziert waren1 kroch die ,knigin aus1 aber ihre ,flgel waren so schwach1 dass sie nicht fliegen konnte4 ,aber trotz ihrer ,ohnmacht behandelten ihre ,bienen sie nicht weniger ehrerbietig4 ,eine ,woche darauf war nur noch ein ,dutzend ,bienen brig und einige ,tage spter war die ,knigin verschwunden1 einige verzweifelte berlebende auf den ,waben zurcklassend4 99 99 99 99 99 ,noch eine ,thatsache1 die der ,mensch in seiner unerhrten tyrannischen ,einmischung an diesen unglcklichen1 aber unerschtterlichen ,heldinnen erprobt hat1 ein ,experiment1 an dem sich die letzte ,geberde der kindlichen ,liebe und ,selbstverleugnung beobachten lsst4 ,ich liess mir mehrmals aus ,italien geschwngerte ,kniginnen kommen1 wie dies jeder ,bienenfreund thut1 denn die italienische ,rasse ist besser1 krftiger und fruchtbarer1 sie ist emsiger und von sanfterer ,gemtsart1 als die einheimischen4 ,man verschickt sie in kleinen durchlcherten ,ksten1 giebt ihnen etwas ,nahrung und einige ,arbeitsbienen mit1 die nach ,mglichkeit aus den lteren ,jahrgngen ausgesucht sind4 7,das ,alter der ,bienen erkennt man ziemlich leicht an ihrem glatteren1 mageren1 fast kahlen ,leib und vor allem an ihren abgenutzten und durch die ,arbeit beschdigten ,flgeln47 ,diese ,begleiterinnen haben die ,aufgabe1 sie zu ernhren1 zu pflegen und whrend der ,reise zu bewachen4 ,in vielen ,fllen kommt eine ,reihe davon tot an4 ,in einem ,falle waren sogar alle verhungert1 aber hier wie dort war die ,knigin unversehrt und krftig1 und die letzte ihrer ,gefhrtinnen war wahrscheinlich umgekommen1 indem sie ihrer ,herrin1 der ,verkrperung eines kostbareren und herrlicheren ,lebens1 als das eigene war1 den letzten ,honigtropfen gegeben hatte1 den sie in der ,tiefe ihrer ,honigblase aufgespart hatte4 99 99 99 99 99 ,die ,erkenntnis dieser unverbrchlichen ,hingebung hat dem ,menschen den ,weg gewiesen1 wie er den wunderbaren politischen ,sinn der ,bienen1 ihre ,arbeitslust1 ihre ,beharrlichkeit1 ,hochherzigkeit und ,liebe zur ,zukunft1 die aus dieser ,hingebung hervorgehen oder darin einbegriffen sind1 zu seinem ,vorteil zu benutzen hat4 ,durch sie ist es ihm seit einigen ,jahren gelungen1 die wilden ,bienen1 ohne dass sie es ahnen1 bis zu einem gewissen ,grade zu zhmen2 denn sie weichen keiner fremden ,gewalt und noch in ihrer unbewussten ,knechtschaft dienen sie nur ihren eignen ,gesetzen4 ,der ,mensch kann glauben1 dass er mit der ,knigin die ,seele und das ,geschick des ,schwarmes in ,hnden hlt4 ,je nachdem er sie verwendet1 je nachdem er sozusagen mit ihr spielt1 kann er z4 ,b4 das ,schwrmen hervorrufen oder verhten1 knstliche ,schwrme machen1 ,schwrme vereinigen oder teilen und die ,auswanderung der ,vlker regeln4 ,die ,knigin ist im ,grunde eine ,art von lebendigem ,symbol1 das1 wie alle ,symbole1 ein weniger sichtbares und allgemeineres ,prinzip vertritt1 und der ,imker muss sich dessen wohl bewusst werden1 wenn er sich nicht mancherlei ,misserfolgen aussetzen will4 brigens tuschen sich die ,bienen keineswegs ber ihre ,knigin und verlieren nie aus den ,augen1 dass hinter ihrer sichtbaren und kurzlebigen ,gebieterin eine hhere1 beharrende1 geistige ,macht steht1 das ist ihr herrschender ,gedanke4 ,ob dieser ,gedanke bewusst oder unbewusst ist1 darauf kommt es nur dann an1 wenn wir die ,bienen1 die ihn haben1 oder die ,natur1 die ihn in sie gelegt hat1 insbesondere bewundern wollen4 ,wo er aber auch seinen ,sitz hat1 dieser herrschende ,gedanke1 in den kleinen zarten ,bienenleibern oder in dem grossen unerkennbaren ,weltkrper1 er ist unserer ,beachtung wert1 und wenn wir uns nebenbei gesagt davor hteten1 unsre ,bewunderung gewohnheitsmssig von rtlichen ,nebenumstnden abhngig zu machen1 oder von der ,herkunft eines ,dinges1 so wrden wir nicht so oft die ,gelegenheit versumen1 unsre ,augen voll ,bewunderung zu ffnen2 denn nichts ist heilsamer1 als sie so zu ffnen4 99 99 99 99 99 ,vielleicht wird man sagen1 dass dies sehr gewagte und allzumenschliche ,annahmen sind1 dass die ,bienen wahrscheinlich keinen ,gedanken dieser ,art haben und dass die ,begriffe ,zukunft1 ,liebe zur ,rasse und viele andre1 die wir ihnen andichten1 im ,grunde weiter nichts sind1 als die ,formen1 welche der ,selbsterhaltungstrieb1 die ,furcht vor ,schmerz und ,tod oder der ,lustreiz bei ihnen annehmen4 ,ich gebe zu1 dass dies alles nur eine ,ausdrucksweise ist und darum messe ich ihm auch keinen allzugrossen ,wert bei4 ,das ,einzige1 was in diesem ,falle -- wie in allen andern ,fllen -- sicher feststeht1 ist die ,thatsache1 dass die ,bienen unter den und den ,verhltnissen sich gegen ihre ,knigin so und so benehmen4 ,der ,rest ist ein ,mysterium1 ber das man nur ,vermutungen haben kann1 die mehr oder weniger annehmbar1 mehr oder weniger zutreffend sind4 ,aber wenn wir von den ,menschen so sprchen1 wie es vielleicht klug wre1 von den ,bienen zu sprechen1 htten wir dann wohl das ,recht1 mehr zu sagen8 ,auch wir gehorchen nur den ,notwendigkeiten des ,lebens1 dem ,lustreiz oder der ,furcht vor ,schmerz und ,tod1 und was wir unsern ,verstand nennen1 das hat den gleichen ,ursprung und den gleichen ,zweck wie das1 was wir bei den ,tieren ,instinkt nennen4 ,wir vollziehen gewisse ,akte1 deren ,folgen wir zu kennen meinen1 wir unterliegen anderen1 deren ,grnde wir uns besser zu kennen schmeicheln1 als sie selbst2 aber abgesehen davon1 dass diese ,annahme durchaus nicht unanfechtbar dasteht1 sind solche ,akte unerheblich und im ,vergleich mit der ,unzahl der brigen selten1 und alle1 die bestbekannten und die unbekanntesten1 die kleinsten und die gewaltigsten1 vollziehen sich in einer undurchdringlichen ,nacht1 in der wir fast ebenso blind sind1 wie nach unserer ,meinung die ,bienen4 99 99 99 99 99 ,man muss gestehen1 sagt ,buffon1 der gegen die ,bienen eine hchst spasshafte ,abneigung hat1 man muss gestehen1 dass diese ,tiere einzeln genommen weniger ,witz haben als der ,hund1 der ,affe und die meisten anderen ,wesen4 ,man muss gestehen1 dass sie weniger gelehrig und anhnglich sind und weniger ,gemt1 kurz1 weniger menschenhnliche ,eigenschaften besitzen1 und ferner1 dass ihr anscheinender ,verstand nur von ihrer vereinigten ,masse kommt4 ,doch setzt diese ,vereinigung selbst keinerlei ,verstand voraus1 denn sie vereinigen sich keineswegs aus moralischen ,absichten1 sie finden sich ohne ihre ,einwilligung zusammen4 ,ihr ,staat ist also nur eine physische ,versammlung1 von der ,natur angeordnet und ohne irgendwelche ,bewusstheit und berlegung entstanden4 ,die ,knigin gebiert zehntausend ,stck auf einmal und am nmlichen ,fleck1 also mssen diese zehntausend ,stck1 auch wenn sie noch tausendmal stumpfsinniger sein mgen1 als ich annehme1 sich um der blossen ,lebenserhaltung willen irgendwie zusammenthun1 und da sie alle miteinander mit denselben ,krften ausgerstet sind1 so mssen sie gerade durch den ,schaden1 den sie sich anfangs etwa thun1 bald dahin kommen1 sich mglichst wenig zu schaden1 d4 h4 sich zu helfen2 sie erwecken infolgedessen den ,anschein eines ,einvernehmens und eines gemeinsamen ,zieles2 wer sie beobachtet1 wird ihnen also leicht ,absichten und den ,geist1 der ihnen gerade fehlt1 unterschieben1 er wird bemht sein1 fr jede ,handlung eine ,ursache zu entdecken1 jede ,bewegung wird bald einen ,beweggrund haben1 und daraus werden dann ,vernunft-,ungeheuer oder ,wundertiere ohne ,gleichen2 denn diese zehntausend ,stck1 die alle zugleich zur ,welt gekommen sind1 die zusammen gewohnt haben und fast alle zugleich die ,metamorphose durchgemacht haben1 knnen nicht umhin1 alle dasselbe zu thun und1 wenn sie auch noch so wenig ,gemt haben1 die gleichen ,gewohnheiten anzunehmen1 sich in die ,arbeit zu teilen und in dieser ,gemeinschaft sich wohl zu fhlen1 sich um ihre ,wohnung zu kmmern1 nach dem ,ausfluge wieder zurckzukehren u4 s4 w4 ,daher kommt auch die ,architektur1 die ,geometrie1 die ,ordnung1 die ,voraussicht und ,heimatsliebe1 mit einem ,wort3 die ,republik und das1 wie man sieht1 auf der ,bewunderung des ,beobachters beruhende ,ganze4 ,diese ,art1 unsere ,bienen zu erklren1 ist freilich eine ganz andere4 ,sie kann auf den ersten ,blick als natrlicher erscheinen1 aber sollte sie nicht gerade1 weil sie so einfach klingt1 garnichts erklren8 ,ich bergehe die sachlichen ,irrtmer der eben zitierten ,worte2 aber wenn man sagt1 sie passten sich1 indem sie sich mglichst wenig schadeten1 den ,notwendigkeiten des gemeinsamen ,lebens an1 setzt man dann nicht eine gewisse ,intelligenz voraus und zwar eine1 die um so betrchtlicher erscheinen muss1 je genauer man zusieht1 auf welche ,weise diese zehntausend ,stck sich zu schaden vermeiden und sich zu helfen wissen8 ,ist das nicht ebensogut unsere eigene ,geschichte1 die der alte rgerliche ,naturforscher da erzhlt1 und lsst sie sich nicht ganz genau auf alle unsere menschlichen ,gesellschaften anwenden8 ,unsere ,weisheit1 unsere ,tugenden1 unsere ,politik sind weiter nichts als die ,frchte der herben ,notwendigkeit1 die unsere ,einbildungskraft vergoldet hat2 sie haben keinen anderen ,zweck1 als unsere ,selbstsucht nutzbar zu machen und die ursprnglich schdliche ,thtigkeit der ,einzelwesen zum gemeinsamen ,heile zu wenden4 ,und dann1 um es noch einmal zu sagen3 wenn man den ,bienen jeden ,gedanken1 jedes ,gefhl abspricht1 das wir ihnen zugelegt haben3 was liegt schliesslich an dem ,gegenstande unserer ,bewunderung8 ,wenn man es fr unvernnftig hlt1 die ,bienen zu bewundern1 so knnen wir ja die ,natur bewundern2 es wird allemal ein ,augenblick kommen1 wo man uns unsere ,bewunderung nicht mehr rauben kann1 und wir werden dann nichts verloren haben1 indem wir warteten und zurckwichen4 99 99 99 99 99 ,wie dem aber auch sei1 und um unsere ,annahme nicht fallen zu lassen1 denn sie hat wenigstens den ,vorzug1 gewisse mit der ,wirklichkeit in ,beziehung stehende ,thatsachen auch mit unserem ,geiste in ,beziehung zu setzen1 so ist es unstreitig weit mehr das unendliche ,fortbestehen ihrer ,rasse1 was die ,bienen in ihrer ,knigin anbeten1 als die ,knigin selbst4 ,die ,bienen sind keineswegs empfindsam1 und wenn eine von ihnen mit so schweren ,verletzungen von der ,arbeit heimkommt1 dass sie fr dauernd arbeitsunfhig erachtet werden muss1 so wird sie ohne ,erbarmen verjagt4 ,und doch kann man nicht sagen1 dass sie jeder persnlichen ,anhnglichkeit an ihre ,mutter bar sind4 ,sie erkennen sie unter allen anderen heraus4 ,selbst wenn sie alt1 elend und gelhmt ist1 werden die ,wachen am ,eingang keiner unbekannten ,knigin ,einlass gewhren1 so jung1 schn und fruchtbar sie auch scheinen mag4 ,es ist dies freilich einer der ,fundamentalgrundstze ihrer ,polizei1 und nur in der grossen ,trachtzeit wird er zu gunsten einiger fremden ,arbeitsbienen aufgegeben1 vorausgesetzt1 dass diese mit ,vorrten wohl beladen sind4 -- ,wird sie schliesslich vllig unfruchtbar1 so wird sie ersetzt1 indem eine gewisse ,zahl von jungen ,kniginnen erzogen wird4 ,was aber geschieht mit der alten ,herrin8 ,man weiss es nicht genau1 aber es begegnet dem ,bienenzchter bisweilen1 dass er auf den ,waben eines ,bienenstockes eine prachtvolle ,knigin in der ,blte ihres ,alters findet1 und ganz im ,grunde in einer dunklen ,ecke die alte ,herrin1 wie sie in der ,normandie heisst1 abgemagert und gelhmt4 ,wie es scheint1 haben sie sie in diesem ,falle bis zuletzt gegen den ,hass ihrer jugendstarken ,rivalin geschtzt1 die ihren ,tod will1 denn die ,kniginnen haben stets einen unbezwinglichen ,abscheu vor einander und strzen auf einander los1 sobald zwei unter demselben ,dache vereinigt sind4 ,man ist also zu der ,annahme geneigt1 dass sie der alten ,knigin eine ,art von friedlichem und bescheidenem ,alterssitz in einem entfernten ,eckchen des ,stockes sichern1 wo sie ihre ,tage in ,frieden beschliessen kann4 ,es ist dies eines der tausend ,wunder dieses ,wachsknigreiches1 und wir knnen wieder einmal feststellen1 dass die ,politik und die ,lebensgewohnheiten der ,bienen nichts ,fatalistisches und ,engherziges an sich haben1 und dass sie vielen weit verborgeneren ,gesetzen gehorchen1 als wir zu kennen whnen4 99 99 99 99 99 ,aber wir kreuzen alle ,augenblicke die ,naturgesetze1 die den ,bienen unerschtterlich erscheinen mssen4 ,wir versetzen sie alle ,tage in die ,lage1 in der wir uns selbst sehen wrden1 wenn jemand pltzlich die ,gesetze der ,schwerkraft1 des ,lichtes und des ,todes aufhbe4 ,was werden sie z4 ,b4 thun1 wenn man dem ,stocke durch ,list oder ,gewalt eine zweite ,knigin beisetzt8 ,von ,natur ist dieser ,fall nie eingetreten1 seit ,bienen leben1 dafr sorgen die ,wachen am ,eingang4 ,sie verlieren den ,verstand indess nicht1 sondern wissen die zwei ,grundstze1 die sie wie ,gttergebote zu achten scheinen1 in einer wunderbaren ,weise zu vereinigen4 ,der eine dieser ,grundstze ist der der ungeteilten ,mutterschaft einer ,knigin1 ein unverbrchlicher ,grundsatz1 ausser wenn die herrschende ,knigin unfruchtbar ist 7und auch in diesem ,falle nur ganz ausnahmsweise74 ,der zweite ist noch sonderbarer1 denn wenn er auch nicht bertreten werden darf1 so lsst er sich sozusagen doch beugen4 ,es ist dies das ,prinzip der ,unverletzlichkeit jeder kniglichen ,person4 ,es wre den ,bienen ein leichtes1 die ,eingedrungene mit ihren tausend ,giftstacheln zu durchbohren1 sie wrde auf der ,stelle tot sein und sie htten ihren ,leichnam nur aus dem ,bau zu schaffen4 ,aber obwohl ihr ,stachel stets kampfbereit ist1 obwohl sie ihn jeden ,augenblick gebrauchen1 um innere ,zwistigkeiten auszufechten1 die ,drohnen oder die ,schmarotzer des ,bienenstockes zu tten1 so brauchen sie ihn nie gegen eine ,knigin1 ebenso wie die ,knigin den ihren nie gegen ,menschen1 ,tiere oder ,arbeitsbienen zckt3 sie zieht ihre knigliche ,waffe1 die nicht gerade ist1 wie bei den ,arbeitsbienen1 sondern gekrmmt1 wie ein ,trkensbel1 nur im ,kampfe mit ihresgleichen1 d4 h4 gegen eine andere ,knigin4 ,keine ,biene wagt also1 wie es scheint1 einen unmittelbaren1 blutigen ,knigsmord auf sich zu nehmen1 und so suchen sie in allen ,fllen1 wo ,ordnung und ,gedeihen ihrer ,republik den ,tod der einen ,knigin erheischen1 diesem ,tode den ,anschein eines natrlichen zu geben3 sie teilen das ,verbrechen in tausend ,teile1 und so wird es anonym4 ,sie schliessen dann die ,eingedrungene in einen dichten ,knuel ein und bilden eine ,art von lebendem ,kerker um sie1 in dem sie sich nicht rhren kann1 bis sie nach vierundzwanzig ,stunden verhungert oder erstickt ist4 ,erscheint inzwischen aber die rechtmssige ,knigin und wagt den ,kampf gegen die ,nebenbuhlerin1 so ffnen sich alsbald die lebendigen ,kerkerwnde1 die ,bienen ziehen sich zurck und schliessen um die beiden ,gegnerinnen einen ,kreis1 ohne sich an dem ,kampfe zu beteiligen4 ,aufmerksam1 aber unparteiisch verfolgen sie diesen eigentmlichen ,zweikampf1 denn nur eine ,mutter darf den ,stachel gegen eine ,mutter erheben1 und nur die1 welche zwei ,millionen ,leben in ihren ,weichen birgt1 scheint das ,recht zu haben1 mit einem ,streiche zwei ,millionen zu tten4 ,wenn aber der ,kampf unentschieden bleibt1 wenn die zwei gekrmmten ,stachel an den schweren ,chitinpanzern machtlos abgleiten1 so wird die1 welche ,miene macht zu fliehen1 die rechtmssige sowohl wie die fremde1 ergriffen und wieder in den lebenden ,kerker eingeschlossen1 bis sie die ,absicht kundgiebt1 den ,kampf von neuem aufzunehmen4 ,es muss brigens noch hinzugefgt werden1 dass bei den zahlreichen ,versuchen dieser ,art die regierende ,knigin fast immer ,siegerin bleibt1 sei es1 dass sie im ,gefhl zu ,hause zu sein1 mehr ,wagemut und ,kraft hat1 als die andre1 sei es1 dass die ,bienen nur im ,augenblick des ,kampfes unparteiisch1 hingegen in der ,art1 wie sie die beiden ,rivalinnen einschliessen1 ziemlich parteiisch sind1 denn ihre ,mutter scheint unter ihrer ,einkerkerung keineswegs zu leiden1 aber die ,fremde geht fast immer sichtlich gelhmt und zerquetscht daraus hervor4 99 99 99 99 99 ,ein einfaches ,experiment zeigt besser als alles andere1 dass die ,bienen ihre ,knigin wiedererkennen und eine wirkliche ,anhnglichkeit an sie haben4 ,nimmt man einem ,bienenstocke die ,knigin1 so sieht man bald alle die ,kundgebungen der ,unruhe und ,trbsal eintreten1 die ich in einem frheren ,kapitel beschrieben habe4 ,lsst man nach einigen ,stunden dieselbe ,knigin wieder ein1 so kommen alle ihre ,tchter ihr huldigend entgegen und bieten ihr ,honig dar4 ,die einen bilden ,spalier vor ihr1 die andern prsentieren in grossen unbeweglichen ,halbkreisen um sie herum1 d4 h4 sie senken den ,kopf1 halten den ,hinterleib hoch und schwirren dabei in eigentmlich zitternder ,weise mit den ,flgeln4 ,dieses sonderbare ,gebahren ist der ,ausdruck ihrer ,freude ber die glckliche ,heimkehr und bedeutet in ihrem ,hofceremoniell anscheinend feierliche ,verehrung oder hchstes ,wohlbehagen4 ,aber man glaube nicht1 man knnte sie tuschen1 und statt der rechtmssigen ,knigin eine fremde einfhren4 ,wenn diese kaum einige ,schritte vorwrts gemacht hat1 so laufen die ,arbeitsbienen von allen ,seiten entrstet zusammen4 ,sie wird auf der ,stelle umringt1 in das furchtbare ,getmmel des ,schwarms eingekerkert und darin gefangen gehalten1 bis sie stirbt1 denn in diesem besonderen ,falle kommt es fast nie vor1 dass sie lebend entrinnt4 ,es ist darum auch sehr schwierig fr den ,bienenzchter1 ,kniginnen zu ersetzen4 ,es ist eigentmlich zu sehen1 zu welchen ,kniffen und komplizierten ,listen der ,mensch greifen muss1 um seinen ,willen durchzusetzen und diese kleinen klugen1 aber stets im besten ,glauben lebenden ,insekten irrezufhren1 die mit rhrendem ,mute die unverhofftesten ,ereignisse annehmen und augenscheinlich nichts anderes in ihnen sehen1 als eine neue unvermeidliche ,laune der ,natur4 ,auf jeden ,fall rechnet der ,mensch bei all seiner ,list und bei der trostlosen ,verwirrung1 die er mit seinen gewagten ,manvern oft anrichtet1 allemal auf den wunderbaren praktischen ,sinn der ,bienen1 auf den unerschpflichen ,schatz ihrer ,gesetze und merkwrdigen ,gewohnheiten1 auf ihre ,ordnungs- und ,friedensliebe1 ihren ,gemeinsinn1 ihre ,treue gegen die ,zukunft1 ihre so geschickte ,charakterfestigkeit und ihren so selbstlosen ,ernst1 vor allem aber auf ihre unermdliche ,pflichterfllung4 ,doch die ,einzelheiten dieses ,verfahrens gehren in das ,gebiet der eigentlichen ,bienenzucht und wrden uns hier zu weit fhren4#c 99 99 99 99 99 ,was aber die persnliche ,anhnglichkeit betrifft1 mit der ich hier zu ,ende kommen mchte1 so scheint es gewiss1 dass sie vorhanden ist1 ebenso gewiss aber1 dass sie nicht lange im ,gedchtnis bleibt1 und wenn man eine ,mutter1 die mehrere ,tage verschwunden war1 wieder in ihr ,reich einsetzen will1 so wird sie von ihren erbitterten ,kindern derart behandelt1 dass man sich beeilen muss1 sie der ttlichen ,einkerkerung zu entziehen1 welche das ,loos der fremden ,kniginnen ist4 ,denn sie haben inzwischen ,zeit gehabt1 ein ,dutzend ,zellen fr ,arbeitsbienen in solche fr ,kniginnen umzubauen1 und die ,zukunft des ,volkes steht nicht mehr auf dem ,spiele4 ,ihre ,anhnglichkeit nimmt also in dem ,maasse zu oder ab1 inwieweit die ,knigin diese ,zukunft vertritt4 ,so sieht man1 wenn eine ,knigin die gefhrliche ,zeremonie des ,hochzeitsausfluges vollzieht1 ihre ,unterthanen hufig so besorgt1 sie mchte verloren gehen1 dass sie sie auf diesem tragischen ,liebesfluge1 von dem ich spterhin reden werde1 begleiten4 ,das thun sie aber nie1 wenn man ihnen ein ,stck ,zellenbau gegeben hat1 der junge ,brutzellen enthlt1 weil sie dann die ,aussicht haben1 andere ,mtter aufzuziehen4 ,die ,anhnglichkeit kann sogar in ,wut und ,hass umschlagen1 wenn ihre ,herrin nicht alle ihre ,pflichten gegen jene abstrakte ,gottheit erfllt1 die man die knftige ,gesellschaft nennen knnte und die sie hher zu verehren scheinen1 als wir4 ,so hat man die ,knigin z4 ,b4 aus verschiedenen ,grnden am ,schwrmen gehindert1 indem man ein ,gitter am ,flugloch anbrachte1 durch das die dnnen und gelenken ,arbeitsbienen ahnungslos hindurchschlpften1 whrend die arme ,sklavin der ,liebe mit ihrem betrchtlich schwereren und umfangreicheren ,krper nicht hindurchkonnte4 ,beim ersten ,ausflug merkten die ,bienen1 dass sie ihnen nicht gefolgt war1 kehrten in die alte ,wohnung zurck und stiessen1 drngten und misshandelten die unglckliche ,gefangene1 die sie ohne ,zweifel der ,trgheit anklagten oder fr etwas geistesschwach hielten1 auf eine sehr unzweideutige ,weise4 ,beim zweiten ,ausflug schien ihr bser ,wille festzustehen1 der ,zorn wuchs und die ,ausschreitungen wurden ernster4 ,endlich beim dritten ,ausflug waren sie der ,meinung1 dass sie ihrem ,loose und der ,zukunft der ,rasse fr immer untreu geworden war1 und verurteilten sie zum ,tode in dem kniglichen ,gefngnis4 99 99 99 99 99 ,man sieht1 dieser ,zukunft ist alles mit einer ,voraussicht1 einer ,einstimmigkeit1 einer ,unbeugsamkeit und ,geschicklichkeit im ,auslegen und ,benutzen der ,umstnde untergeordnet1 dass man vor ,bewunderung starr ist1 wenn man bedenkt1 wie unverhofft und bernatrlich unser ,eingreifen den ,bienen erscheinen muss4 ,man wird vielleicht sagen1 dass sie sich in diesem ,falle das ,unvermgen der ,knigin1 ihnen zu folgen1 sehr schlecht deuten4 ,aber wrden wir viel hellsichtiger sein1 wenn ein anders gearteter ,verstand in ,verbindung mit einem so riesenhaften ,krper1 dass seine ,bewegungen fast ebenso unfasslich sind1 wie die einer ,naturerscheinung1 sich das ,vergngen machte1 uns ,fallen gleicher ,art zu stellen8 ,haben wir nicht einige tausend ,jahre gebraucht1 um eine einigermassen annehmbare ,erklrung fr den ,blitzstrahl zu finden8 ,jeder ,intellekt ist mit ,langsamkeit geschlagen1 wenn er aus seiner eng begrenzten ,wirkungssphre heraustritt und sich ,vorgngen gegenber sieht1 zu denen er nicht den ,anstoss gegeben hat4 ,ausserdem ist nicht gesagt1 dass die ,bienen1 wenn man das ,experiment mit dem ,gitter fortsetzen und verallgemeinern wrde1 nicht schliesslich doch dahinterkmen und einen ,ausweg fnden4 ,sie haben schon manches andre ,experiment begriffen und das bestmgliche ,teil dabei erwhlt1 z4 ,b4 das ,experiment mit den beweglichen ,waben oder das mit den ,aufstzen1 wo man sie zwingt1 ihren berschssigen ,honig in die kleinen amerikanischen ,honigksten zu tragen1 oder endlich das ausserordentliche ,experiment mit den ,kunstwaben1 wo die ,zellen nur durch einen dnnen ,wachsumriss angedeutet sind und die ,bienen sofort die ,ntzlichkeit begreifen und sie sorgfltig ausbauen1 ohne ,stoff und ,arbeitskraft zu verlieren4 ,finden sie nicht unter allen ,verhltnissen1 die sich ihnen in ,gestalt einer von einem bswilligen und hinterlistigen ,gotte gestellten ,falle darstellen mssen1 stets die beste und einzig menschliche ,lsung8 ,um nur einen ganz naturgemssen1 aber abnormen ,fall zu erwhnen3 wenn eine ,schnecke oder eine ,maus in den ,stock gert oder darin umkommt -- was werden sie wohl thun1 um den ,kadaver loszuwerden1 der alsbald ihre ganze ,wohnung verpesten wrde8 ,wenn es ihnen nicht mglich ist1 den ,eindringling hinauszujagen oder zu zerstckeln1 so schliessen sie ihn methodisch in ein hermetisches ,grabmal von ,wachs und ,propolis ein1 das unter den gewhnlichen ,bauten der ,stadt einen bizarren ,eindruck macht4 ,letztes ,jahr fand ich in einem meiner ,bienenstcke ein ,konglomerat von drei solchen ,grabhgeln1 die wie die ,zellen des ,wachsbaues nur durch eine gemeinsame ,mittelwand getrennt waren1 um mglichst viel ,wachs zu sparen4 ,die klugen ,totengrberinnen hatten sie ber den ,leichen dreier ,schnecken errichtet1 welche ein ,kind in ihre ,behausung hineingesteckt hatte4 ,gewhnlich begngen sie sich bei ,schnecken damit1 die ffnung des ,gehuses mit ,wachs zu verkleben4 ,aber hier1 wo die ,schale mehr oder weniger zerbrochen oder rissig war1 hatten sie es fr klger gehalten1 das ,ganze zu begraben1 und um den ,eingang nicht zu verstopfen1 hatten sie in dieser den ,weg versperrenden ,masse eine ,anzahl von ,gngen angebracht1 die genau der ,krpergrsse der ,drohnen angepasst waren1 welche zweimal so gross sind1 wie die ,bienen4 ,dies und der folgende ,fall erlauben wohl die ,annahme1 dass sie eines ,tages dahinterkommen knnten1 warum die ,knigin ihnen durch das ,gitter nicht folgen kann4 ,sie haben einen ganz ausgeprgten ,sinn fr ,proportionen und den ntigen ,spielraum1 dessen ein ,krper zu seiner ,bewegung bedarf4 ,in den ,gegenden1 wo der ,totenkopfschmetterling 7,acherontia atropos7 hufig ist1 errichten sie am ,flugloche ihrer ,stcke kleine ,wachssulen1 zwischen denen der nchtliche ,ruber seinen dicken ,leib nicht hindurchzwngen kann4 99 99 99 99 99 ,aber genug davon1 ich htte erst garnicht damit angefangen1 wenn es glte1 alle ,beispiele zu erschpfen4 ,um jedoch die ,rolle und ,lage der ,knigin noch einmal zusammenzufassen1 so kann man sagen1 dass sie das sklavische ,herz des ,schwarmes ist1 whrend die ,arbeitsbienen den ,verstand darstellen4 ,sie ist die ,alleinherrscherin1 aber auch die knigliche ,magd1 die gefangene ,hterin und die verantwortliche ,vertreterin der ,liebe4 ,ihr ,volk dient ihr und verehrt sie1 ohne darber zu vergessen1 dass es nicht ihrer ,person unterthan ist1 sondern der von ihr erfllten ,aufgabe und ,bestimmung4 ,man wird schwerlich ein menschliches ,gemeinwesen finden1 dessen ,plan und ,anlage einen so betrchtlichen ,teil der ,wnsche und ,sehnschte unseres ,planeten erfllt1 eine ,gesellschaft1 deren ,glieder eine grssere und vernnftigere ,unabhngigkeit geniessen1 und wo andererseits eine unerbittlichere und zweckmssigere ,unterordnung herrscht1 wo die ,opfer hrter und unbedingter sind4 ,man glaube nicht1 dass ich diese ,opfer ebenso bewunderte1 wie ihre ,resultate4 ,es wre augenscheinlich zu wnschen1 dass diese ,resultate mit weniger ,leid und ,selbstaufopferung zu erreichen wren4 ,stimmt man dem ,prinzip aber einmal bei -- und vielleicht will die ,vernunft unseres ,erdballs dieses ,prinzip -- so ist seine ,durchfhrung jedenfalls bewundernswert4 ,mag fr die ,menschen eine andere ,wahrheit gelten oder nicht1 im ,bienenstock wird das ,leben jedenfalls nicht als eine ,reihe von mehr oder minder angenehmen ,stunden angesehen1 die man sich nur so weit verbittern und verdstern darf1 als zu seiner ,erhaltung unerlsslich ist1 sondern als eine grosse gemeinsame ,pflicht1 die auf eine von ,weltbeginn an ewig zurckweichende ,zukunft gerichtet ist4 ,jedes ,individuum verzichtet hier auf mehr als auf sein halbes ,glck und seine halben ,rechte4 ,die ,knigin entsagt dem ,tageslicht1 den ,blumenkelchen und der sssen ,freiheit1 die ,arbeitsbienen entsagen der ,liebe1 fnf oder sechs ,lebensjahren und dem ,mutterglck4 ,die ,knigin sieht ihr ,hirn zu ,gunsten der ,zeugungsorgane auf ein ,nichts reduziert und die ,arbeitsbienen eben diese ,organe auf ,kosten ihres ,intellekts verkmmern4 ,es wre unrecht zu behaupten1 dass der ,wille an diesen ,verzichtleistungen keinen ,anteil hat4 ,die ,arbeitsbiene ist zwar nicht ,herrin ihres eigenen ,geschickes1 aber sie bestimmt das ,schicksal aller ,nymphen ihrer ,umgebung1 die ihre mittelbaren ,tchter sind4 ,wir haben gesehen1 dass aus jeder ,larve1 wenn sie kniglich ernhrt oder untergebracht wird1 eine ,knigin entstehen kann1 und wenn man umgekehrt die ,ernhrung einer kniglichen ,larve ndert und ihre ,zelle verkleinert1 wrde eine ,arbeitsbiene daraus hervorgehen4 ,diese geheimnisvollen ,wahlen finden jeden ,tag in dem goldbraunen ,schatten des ,bienenstockes statt4 ,sie geschehen nicht auf gut ,glck1 sondern eine ,klugheit1 deren tiefehrlichen ,ernst nur der ,mensch missbrauchen kann1 eine allzeit wachsame ,weisheit1 die sich von allem ,rechenschaft ablegt1 was ausserhalb und innerhalb des ,stockes vor sich geht1 lenkt sie in ihren ,entschliessungen4 ,tritt ein unverhoffter ,blumenreichtum ein1 wird die ,knigin alt oder lsst ihre ,fruchtbarkeit nach1 wird es dem ,schwarm infolge starker ,vermehrung zu eng in seinen ,wnden1 so entstehen alsbald ,kniginnenzellen4 ,dieselben ,zellen knnen aber wieder abgetragen werden1 wenn die ,ernte nicht hlt1 was sie versprach1 oder wenn der ,bienenstock grsser geworden ist4 ,sie werden oft nicht zerstrt1 so lange die junge ,knigin ihren ,hochzeitsausflug noch nicht -- oder noch nicht erfolgreich -- ausgefhrt hat1 aber sofort geschieht dies1 sobald sie heimgekehrt und das untrgliche ,zeichen ihrer ,befruchtung wie eine ,trophe hinter sich herschleppt4 ,wo befindet sich diese ,weisheit1 die ,gegenwart und ,zukunft so gewissenhaft abwgt und fr die das noch nicht ,sichtbare mehr in die ,waage fllt1 als alles1 was man sehen kann8 ,wo hat sie ihren ,sitz1 diese unpersnliche ,klugheit1 die da entsagt und whlt1 erhht und erniedrigt1 die so viele ,bienen zu ,kniginnen machen knnte und aus sovielen ,mttern ein ,volk von ,jungfrauen erzieht8 ,wir sagten weiter oben1 dass sie im ,geiste des ,bienenstockes zu suchen sei1 aber wo ist dieser ,geist schliesslich zu finden1 wenn nicht in der ,masse der ,arbeitsbienen8 ,vielleicht war es1 um sich zu berzeugen1 dass er hier seinen ,sitz hat1 nicht ntig1 die ,sitten und ,gebruche dieses republikanischen ,knigreiches so aufmerksam zu studieren4 ,es gengte1 wie ,dujardin1 ,brandt1 ,girard1 ,vogel und andere ,entomologen gethan haben1 den etwas leeren ,hirnschdel der ,knigin und den prchtigen ,drohnenkopf1 an dem zwanzigtausend ,augen glnzen1 neben den kleinen undankbaren und kmmerlichen ,kopf der jungfrulichen ,arbeitsbiene unter das ,mikroskop zu legen4 ,wir wrden alsdann gesehen haben1 dass sich in diesem kleinen ,kpfchen das grsste und vollkommenste ,schdelmark des ganzen ,gemeinwesens windet1 ja1 selbst das schnste1 komplizierteste und nchst dem des ,menschen auch das vollkommenste in der ganzen ,natur1 wenngleich es auf einer ganz anderen ,stufe steht und ganz anders beschaffen ist4#d ,hier wie berall in der uns bekannten ,welt ist da1 wo das ,gehirn liegt1 der ,sitz der ,autoritt1 der wirklichen ,kraft1 der ,weisheit und des ,sieges4 ,auch hier findet sich ein fast unsichtbares ,atom jener geheimnisvollen ,substanz1 welche die ,materie unterjocht und organisiert und den ungeheuren1 trgen ,gewalten des ,nichts und des ,todes ein gesichertes1 dauerndes ,pltzchen abzuringen weiss4 99 99 99 99 99 ,doch kehren wir zu unsren schwrmenden ,bienen zurck1 die nicht auf das ,ende dieses ,exkurses gewartet haben1 um das ,zeichen zum ,aufbruch zu geben4 ,in dem ,augenblick1 wo dieses ,zeichen gegeben wird1 scheinen sich alle ,thore der ,stadt mit einem ,male zu ffnen1 wie von einem pltzlichen1 irren ,stosse1 und die schwarze ,menge strmt oder vielmehr strzt heraus1 je nach der ,anzahl der ffnungen in einem doppelten1 dreifachen oder vierfachen1 geraden1 straffen1 zitternden und ununterbrochenen ,strahle1 der sich alsbald in der ,luft zu einem summenden ,netze von hunderttausend wild schwirrenden1 durchsichtigen ,flgeln zerteilt4 ,einige ,minuten schwebt dieses ,netz ber dem ,bienenstock wie ein durchsichtiges1 knisterndes ,seidengewebe1 das tausend und abertausend elektrisch bewegte ,hnde unaufhrlich zerreissen und wieder zusammenfgen2 es schwankt hin und her1 stockt und wallt von neuem zwischen den ,blumen der ,erde und dem ,blau des ,himmels auf und nieder1 wie ein ,schleier der ,freude1 den unsichtbare ,hnde bestndig schwenken1 zusammenraffen und wieder entfalten1 als feierten sie die ,ankunft oder das ,scheiden eines hohen ,gastes4 ,endlich senkt sich einer der ,zipfel1 ein andrer hebt sich1 die vier sonnenglnzenden ,enden des schimmernden ,mantels stossen zusammen1 und wie ein ,zaubertuch im ,mrchen1 das den ,horizont durchsegelt1 um irgend welche ,wnsche zu erfllen1 steigt der ,schwarm1 bereits wieder geballt1 nach dem nchsten ,linden-1 ,birnen- oder ,weidenbaum auf1 um die heilige ,trgerin der ,zukunft wieder mit seinen ,leibern zu bedecken4 ,denn die ,knigin hat sich dort bereits angesetzt1 wie ein goldener ,nagel1 an den sich nun die brausenden ,wellen des ,schwarmes eine nach der andern anhngen1 bis rings herum sich ein flgelglnzender ,perlenmantel schlingt4 ,dann wird es pltzlich still1 und das laute ,brausen dieser sonnenverfinsternden ,wolke1 die aus unendlichem ,zorn und unzhligen ,drohungen gewebt schien1 der betubende ,goldhagel1 der unaufhrlich ber der ganzen ,umgebung schwebte und tnte1 verwandelt sich eine ,minute darauf zu einer grossen1 harmlosen und friedlichen ,traube von tausend und abertausend kleinen1 lebenden ,beeren1 die unbeweglich an einem ,baumzweige hngt und geduldig auf die ,rckkehr der ,sprbienen wartet1 die eine neue ,wohnung auskundschaften4 99 99 99 99 99 ,es ist dies das erste ,stadium des ,schwrmens1 der s4 g4 erste oder ,hauptschwarm1 der allemal die alte ,knigin bei sich hat4 ,er legt sich gewhnlich an einem ,baume oder ,busche in nchster ,nhe des ,bienenstocks an1 denn die ,knigin ist mit ihren ,eiern beschwert und hat das ,licht seit ihrem ,hochzeitsausflug oder dem vorjhrigen ,schwrmen nicht mehr erblickt1 deshalb zaudert sie noch1 sich dem weiten ,luftmeer anzuvertrauen1 ja1 sie scheint den ,gebrauch ihrer ,flgel verlernt zu haben4 ,der ,bienenzchter wartet1 bis der ,schwarm sich recht zusammengeballt hat4 ,dann geht er mit einem grossen ,strohhut auf dem ,kopfe 7denn die harmloseste ,biene macht unweigerlich ,gebrauch von ihrem ,stachel1 sobald sie sich in die ,haare verirrt1 wo sie sich jedenfalls in einer ,falle whnt71 aber ohne ,bienenhaube1 sofern er ,erfahrung besitzt1 und nachdem er die ,arme bis an den ,ellenbogen in kaltes ,wasser getaucht hat1 auf den ,schwarm zu und schttelt ihn von dem ,aste1 an dem er hngt1 in einen umgestlpten ,bienenkorb4 ,die ,traube fllt schwer hinein wie eine reife ,frucht4 ,oder1 wenn der ,ast zu stark ist1 schpft er den ,klumpen mit einem ,lffel auf und schttet die vollen ,lffel wie ,getreide1 wohin er will4 ,er braucht die ,bienen1 die um ihn herumsummen und ihm auf ,gesicht und ,hnden herumkriechen1 nicht zu frchten4 ,vernimmt er doch ihr trunkenes ,lied1 den s4 g4 ,schwarmgesang1 das ihrem zornigen ,summen ganz unhnlich ist4 ,er braucht nicht zu frchten1 dass der ,schwarm sich teilt1 wtend wird1 sich zerstreut oder entschlpft4 ,wie ich schon sagte1 haben die geheimnisvollen ,arbeiterinnen heute ihren ,festtag und sind voll unwandelbaren ,zutrauens4 ,sie haben sich von dem unter ihrer ,obhut stehenden ,schatze losgerissen und kennen ihre ,feinde nun nicht mehr4 ,sie sind harmlos vor ,glckseligkeit1 und man weiss nicht1 warum sie so glcklich sind3 erfllen sie doch nur das ,gesetz4 ,aber alle ,wesen kennen diese ,stunden blinden ,glcks1 welche die ,natur fr solche ,augenblicke aufspart1 wo sie ihr ,ziel erreichen will4 ,wundern wir uns nicht1 dass sie die ,betrogenen sind6 ,auch wir mit unserm vollkommeneren ,gehirn1 das sie seit vielen ,jahrhunderten beobachtet1 werden von ihr zum ,besten gehalten und wissen noch nicht einmal1 ob sie wohlwollend1 gleichgltig oder niedrig grausam ist4 -- ,der ,schwarm bleibt da1 wohin die ,knigin gefallen ist1 und wenn sie allein in den ,bienenkorb gefallen ist1 so ziehen alle ,bienen1 sobald sie dies merken1 in langen1 schwarzen ,fden nach dem mtterlichen ,obdach1 die meisten hastig eindringend1 andre wieder an der ,schwelle des unbekannten ,thores stutzend und jenen ,reigen feierlicher ,freude bildend1 mit dem sie glckliche ,ereignisse zu begrssen pflegen4 ,sie prsentieren1 wie der ,kunstausdruck lautet4 ,im ,nu wird der unerwartete ,unterkunftsort angenommen und bis in seine kleinsten ,schlupfwinkel untersucht1 seine ,lage1 ,form und ,farbe vermerkt und in die tausend kleinen1 klugen und treuen ,gedchtnisse eingegraben4 ,die ,merkzeichen der ,umgebung werden sorgsam eingeprgt1 die neue ,stadt mit ihrem ,platze in ,geist und ,herzen aller ,bewohnerinnen gegrndet1 und bald erschallt in ihren ,mauern das ,liebeslied der kniglichen ,gegenwart1 whrend die ,arbeit beginnt4 99 99 99 99 99 ,wenn der ,mensch den ,schwarm nicht pflckt1 so ist seine ,geschichte hier noch nicht zu ,ende4 ,er bleibt an seinem ,aste hngen1 bis die zur ,rekognoszierung und zum ,quartiermachen ausgesandten ,sprbienen1 die sich von ,anbeginn des ,schwrmens an nach allen ,windrichtungen zerstreut haben1 um eine neue ,wohnung zu suchen1 sich wieder eingefunden haben4 ,eine nach der andern kehrt zurck und berichtet1 was sie gefunden hat1 denn da wir nicht im stande sind1 in das ,denken der ,bienen einzudringen1 so mssen wir uns das ,schauspiel1 dem wir beiwohnen1 wohl auf menschliche ,weise erklren4 ,es ist also wahrscheinlich1 dass man ihren ,meldungen aufmerksam lauscht4 ,die eine rhmt gewiss einen hohlen ,baumstamm1 die andere die ,vorteile einer alten ,mauerspalte1 einer ,felsenhhle oder einer verlassenen ,grube4 ,oft geschieht es1 dass der ,schwarm zaudert und bis zum nchsten ,morgen bert4 ,endlich wird die ,wahl getroffen und die ,einstimmigkeit erzielt4 ,in einem bestimmten ,augenblick beginnt der ,schwarm zu kribbeln1 sich zu zerteilen und mit ungestmem1 andauernden ,fluge1 der jetzt kein ,hindernis mehr kennt1 ber ,hecken1 ,getreide- und ,leinfelder1 ,heuschober und ,teiche1 ,flsse und ,ortschaften hinweg1 in gerader ,linie einem bestimmten und jedesmal sehr entfernten ,ziele entgegenzufliegen4 ,selten kann der ,mensch ihnen auf diesem zweiten ,teil ihres ,fluges folgen4 ,sie kehren zur ,natur zurck und wir verlieren die ,spur ihres ,schicksals4 ,,die ,,stadtgr,,ndung ,sehen wir indes zu1 was der ,schwarm in der von dem ,imker dargebotenen ,behausung macht4 ,und zunchst gedenken wir des ,opfers1 das die fnfzigtausend ,jungfrauen gebracht haben1 die nach ,ronsards ,wort ,ein edles ,herz in kleinem ,leibe tragen4 ,bewundern wir noch einmal den ,mut1 dessen es bedarf1 um in der ,wste1 in die sie gefallen sind1 das ,leben fortzusetzen4 ,sie haben die vorratsreiche1 prchtige ,stadt verlassen1 in der sie geboren sind1 wo das ,leben so gesichert1 so wundervoll organisiert war1 wo der ,saft aller ,blumen1 die der ,sonne entgegenblhen1 dem ,druen des ,winters zu spotten erlaubte4 ,tausende und abertausende kleiner ,tchter1 die sie nie wieder sehen werden1 haben sie in ihren ,wiegen schlummernd zurckgelassen4 ,sie haben ausser dem riesigen ,schatz von ,wachs1 ,propolis und ,bltenstaub1 den sie aufgehuft hatten1 mehr als hundertundzwanzig ,pfund ,honig im ,stich gelassen1 d4 h4 mehr als das zwlffache ,gewicht des ganzen ,volkes und das sechsmalhunderttausendfache jeder ,biene1 was fr den ,menschen zweiundvierzigtausend ,tonnen ,lebensmittel vorstellen wrde4 ,eine ganze ,flotte von grossen ,lastschiffen1 mit kostbareren und vollkommeneren ,lebensmitteln beladen1 als die1 welche wir kennen1 denn der ,honig ist fr die ,bienen eine ,art von ,lebenselixir und ,nahrungssaft1 der unmittelbar und fast restlos verdaulich ist4 ,hier in der neuen ,wohnung ist nichts vorhanden1 kein ,tropfen ,honig1 kein ,wachsstreifen1 kein ,merkzeichen und kein ,sttzpunkt4 ,es ist die trostlose ,nacktheit eines riesenhaften ,bauwerks1 das nur ,dach und ,mauern hat4 ,die glatten1 kreisrunden ,wnde bergen nur ,finsternisse1 und die riesige ,wlbung droben rndet sich ber der grossen ,leere4 ,aber die ,biene kennt kein unntiges ,heimweh1 jedenfalls hlt sie sich damit nicht auf4 ,kaum ist der ,bienenkorb wieder aufgerichtet und an seinen ,platz gestellt1 kaum die ,betubung und ,verwirrung des geruschvollen ,falles etwas gewichen1 so sieht man in der kribbelnden ,masse eine sehr reinliche und ganz unerwartete ,scheidung eintreten4 ,die grosse ,mehrzahl der ,bienen beginnt wie ein ,heer1 das einem bestimmten ,befehl gehorcht1 in dichten ,reihen an den ,seitenwnden des ,gebudes hochzuklettern4 ,in der ,kuppel angelangt1 hngen die vordersten sich mit den ,krallen ihrer ,vorderfsse darin auf1 die folgenden an den ersten und so weiter1 bis lange ,ketten entstehen1 die der nachdrngenden ,menge zur ,brcke dienen4 ,allmhlich vermehren1 verstrken und verschrnken sich diese ,ketten und es entstehen ,guirlanden1 die durch den fortwhrenden ,aufstieg der ,massen schliesslich in einen dicken1 dreieckigen ,vorhang bergehen1 oder besser in einen kompakten ,kegel1 dessen ,spitze im hchsten ,punkte der ,kuppel hngt1 whrend die ,basis sich bis zur ,hlfte oder ,dreiviertel der ,gesamthhe des ,bienenkorbes herabzieht4 ,hat die letzte ,biene1 die sich durch eine innere ,stimme zu dieser ,gruppe berufen fhlt1 den im ,dunkeln hngenden ,vorhang erreicht1 so hrt das ,klettern auf1 jede ,bewegung erstirbt allmhlich und der seltsame ,kegel wartet ,stunden und ,stunden lang in einem geradezu andachtsvollen ,schweigen und in einer schier erschrecklichen ,unbeweglichkeit auf das ,mysterium der ,wachsbildung4 ,whrend dieser ,zeit prft der ,rest der ,bienen1 d4 h4 alle die1 welche im untern ,teile des ,bienenkorbes geblieben sind1 das ,gebude und unternimmt die notwendigen ,arbeiten1 ohne sich irgendwie an der ,bildung des wunderbaren ,vorhanges zu beteiligen1 in dessen ,falten die ,wundergabe herabzutrufeln beginnt1 ohne sich auch nur versucht zu fhlen1 dabei mitzuwirken4 ,sorgsam subern sie den ,fussboden und tragen welke ,bltter1 ,hlmchen und ,sandkrner ,stck fr ,stck hinaus1 denn der ,reinlichkeitssinn der ,bienen geht bis zur ,manie1 und wenn sie mitten im ,winter zur ,zeit der grossen ,frste allzulange verhindert sind1 den ,reinigungsausflug zu unternehmen1 wie der ,imker es nennt1 so gehen sie lieber massenhaft an grsslichen ,unterleibsleiden zu ,grunde1 als dass sie den ,stock besudelten4 ,nur die ,drohnen sind unverbesserlich unsauber und beschmutzen schamlos die ,waben1 auf denen sie sitzen1 und die ,arbeitsbienen sind dann gezwungen1 hinter ihnen rein zu machen4 ,ist das ,subern beendigt1 so beginnen die ,bienen derselben profanen ,gruppe1 die sich an dem in einer ,art von ,extase dahngenden ,kegel nicht beteiligt1 die ,innenwnde ihrer gemeinsamen ,wohnung sorgfltig zu verkitten4 ,alle ,spalten werden untersucht und mit ,propolis zugestopft und die ,wnde von oben bis unten gefirnisst4 ,die ,thorwache wird eingesetzt und bald fliegt eine ,anzahl von ,arbeitsbienen aus1 um ,nektar und ,pollen einzutragen4 99 99 99 99 99 ,ehe wir die ,falten des geheimnisvollen ,vorhangs lften1 unter dem die ,grundmauern der eigentlichen ,wohnung gelegt werden1 versuchen wir doch einmal uns klar zu machen1 welche ,intelligenz unser ,vlkchen von ,auswanderern entwickeln muss1 welches ,augenmass und welcher ,fleiss ntig sind1 um das neue ,obdach wohnlich zu machen1 den ,stadtplan im ,leeren zu entwerfen und in ,gedanken den ,platz fr die einzelnen ,gebude festzulegen1 die so sparsam und so schnell wie mglich erbaut werden mssen1 denn die ,knigin hat es eilig mit dem ,eierlegen und setzt die ersten bereits auf den ,boden4 ,es ist in diesem ,labyrinth der verschiedensten1 bisher nur in der ,vorstellung bestehenden ,bauten1 die durchaus nach keinem ,schema errichtet werden knnen1 sowohl den ,gesetzen der ,ventilation1 wie denen der ,haltbarkeit und ,stabilitt ,rechnung zu tragen2 die ,widerstandskraft des ,wachses1 die ,art der aufzuspeichernden ,lebensmittel1 die ,bequemlichkeit der ,zugnge1 die ,lebensgewohnheiten der ,knigin1 die gewissermassen vorherbestimmte1 weil organisch zweckmssigste ,verteilung der ,vorratshuser und ,wohnrume1 der ,strassen und ,durchgnge und viele andre ,fragen1 deren ,aufzhlung hier zu weit fhren wrde1 sind zu bedenken4 ,nun aber ist die ,form der ,wohnungen1 die der ,mensch den ,bienen anbietet1 die denkbar verschiedenste2 sie wechselt vom hohlen ,baumstamm oder der ,thonrhre1 die in ,asien und ,afrika noch im ,gebrauch ist1 und von der klassischen ,strohglocke1 die in einem ,gebsch von ,monatsrosen und ,sonnenblumen im ,gemsegarten oder unter den ,fenstern unserer meisten ,bauernhfe steht1 bis zu den wirklichen ,werksttten der modernen ,mobilzucht1 wo sich oft mehr als #aej ,kilogramm ,honig in drei oder vier ,wabenstockwerken bereinander in einem herausnehmbaren ,rahmen befinden1 der das ,ausschleudern der ,waben mit einer ,honigschleuder und das ,wiedereinsetzen derselben gestattet1 ganz als ob man in einer wohl geordneten ,bibliothek ein ,buch nach ,benutzung wieder an seinen ,platz stellt4 ,laune oder ,erwerbssinn des ,menschen fhrt den ,schwarm also eines ,tages in die eine oder andre dieser recht ungleichen ,wohnungen ein1 und es ist nun ,sache des kleinen ,insekts1 sich darin zurecht zu finden1 ,plne zu modifizieren1 die eigentlich unvernderlich sein sollten1 und in diesem ungewohnten ,raume die ,lage des ,wintersitzes zu bestimmen1 der innerhalb der ,zone der von dem halb erstarrten ,volke noch erzeugten ,wrme liegen muss2 endlich muss der ,brutraum seinen richtigen ,platz haben1 er darf1 wenn kein ,unglck geschehen soll1 weder zu hoch noch zu tief1 weder zu nahe am ,flugloch noch zu weit davon entfernt sein4 ,der ,schwarm kommt z4 ,b4 aus einem umgestrzten hohlen ,baumstumpf1 der nur einen langen1 engen ,gang bildete1 und nun sieht er sich in einer ,wohnung1 die turmhoch ist und deren ,dach sich im ,finstern verliert4 ,oder1 um uns in sein gewhnliches ,erstaunen zu versetzen3 er war seit ,jahrhunderten daran gewhnt1 unter dem ,strohdach unserer lndlichen ,bienenwohnungen zu hausen1 und nun sperrt man ihn in eine ,art ,wandschrank oder grossen ,kasten1 der drei oder viermal grsser ist1 als sein ,elternhaus1 in ein ,durcheinander von ,rahmen1 die bald parallel1 bald senkrecht zum ,flugloch ber einander hngen und alle ,wandflchen des ,baues mit einem ,netz von ,gersten bedecken4 99 99 99 99 99 ,und doch giebt es keinen ,fall1 wo ein ,schwarm die ,arbeit verweigert htte1 wo er sich durch die ,seltsamkeit der ,umstnde htte verwirren oder entmutigen lassen1 vorausgesetzt1 dass die ihm dargebotene ,wohnung nicht schlecht riecht oder wirklich unbewohnbar ist4 ,aber selbst in diesem ,falle tritt keine ,entmutigung und ,bestrzung oder ,pflichtverweigerung ein3 der ,schwarm verlsst dann einfach die ungastliche ,sttte und sucht sich anderswo etwas ,besseres4 ,ebensowenig lsst sich sagen1 dass man die ,bienen je habe veranlassen knnen1 eine sinnlose oder unzweckmssige ,arbeit zu verrichten4 ,man hat nie festgestellt1 dass die ,bienen den ,kopf verloren und nicht gewusst htten1 welchen ,entschluss sie fassen sollen1 dass sie planlose1 missratene oder berflssige ,bauten unternommen htten4 ,man schttle sie in eine ,hohlkugel1 einen ,trichter1 eine ,pyramide1 einen ovalen oder eckigen ,korb1 eine ,rhre oder eine ,spirale1 und man besuche sie einige ,tage spter1 vorausgesetzt1 dass sie die ,wohnung angenommen haben1 so wird man sehen1 dass diese seltsame ,vielheit von kleinen1 selbstndig denkenden ,kpfen sich unmittelbar geeinigt und nach einer ,methode1 deren ,grundstze unwandelbar1 aber deren ,folgen lebendig sind1 den gnstigsten und oft den einzig brauchbaren ,punkt der sonderbaren ,wohnung ohne ,zaudern gewhlt hat4 ,wenn man sie in einen der obengenannten grossen ,kastenstcke bringt1 so beachten sie die darin befindlichen ,rahmen nur insoweit1 als sie ihnen zum ,ausgangs- und ,sttzpunkt beim ,bau ihrer ,waben dienen1 und das ist schliesslich auch ganz verstndlich1 da die ,wnsche und ,absichten des ,menschen ihnen ja gleichgltig sind4 ,wenn der ,bienenzchter aber den oberen ,rand einiger ,rahmen mit einem schmalen ,wachsstreifen versehen hat1 so begreifen sie sogleich den ,vorteil1 der in dieser angefangenen ,arbeit liegt1 bauen den ,streifen sorgsam aus und fhren den angedeuteten ,plan mit eigenem ,wachs zu ,ende4 ,desgleichen -- und der ,fall tritt bei dem intensiven ,betriebe von heute hufig ein -- wenn alle ,rahmen des ,stockes1 in den man den ,schwarm eingeschlagen hat1 von oben bis unten mit angefangenen ,kunstwaben bedeckt sind1 so fangen sie keinen ,zeit und ,wachs vergeudenden ,neubau an1 sondern sie nehmen die ,gelegenheit wahr1 fhren das begonnene ,werk weiter und bauen die eingepressten ,zellenanstze bis zur ,normaltiefe fertig1 wobei sie brigens an ,stellen1 wo die knstliche ,wabe von der haarscharfen ,senkrechten abweicht1 ihre ,korrektur vornehmen4 ,auf diese ,weise besitzen sie in mehr als einer ,woche eine ebenso prchtige und wohlgebaute ,stadt1 wie die eben verlassene1 whrend sie1 auf sich allein angewiesen1 zwei oder drei ,monate gebraucht htten1 um dasselbe ,gewirr von ,speicherrumen und weissen ,wachshusern aufzufhren4 99 99 99 99 99 ,dieses ,anpassungsvermgen scheint die ,grenzen des ,instinkts doch merklich zu berschreiten4 berdies ist nichts willkrlicher1 als dieses ,unterscheiden zwischen ,instinkt und ,intellekt4 ,sir ,john ,lubbock1 der ber ,ameisen1 ,wespen und ,bienen ganz persnliche und sonderbare ,beobachtungen gemacht hat1 ist vielleicht infolge einer unbewussten und etwas ungerechten ,vorliebe fr die ,ameisen1 die er am genausten beobachtet hat1 -- denn jeder ,beobachter will1 dass das von ihm studierte ,insekt intelligenter und bemerkenswerter sei als die andern1 und man thut wohl daran1 sich vor solchen kleinen ,anwandlungen von ,eigenliebe zu hten -- ,sir ,john ,lubbock1 sage ich1 ist sehr geneigt1 der ,biene jedes ,unterscheidungsvermgen und jede berlegung abzusprechen1 sobald es sich nicht um ihre gewhnlichen ,arbeiten handelt4 ,als ,beweis giebt er ein ,experiment1 das ,jeder leicht wiederholen kann4 ,man thue in eine ,wasserflasche ein halbes ,dutzend ,fliegen und ebenso viele ,bienen1 lege die ,flasche wagerecht und drehe ihren ,boden dem ,zimmerfenster zu4 ,die ,bienen werden sich stundenlang abqulen1 einen ,ausgang durch den ,glasboden zu finden1 bis sie schliesslich vor ,erschpfung und ,hunger sterben1 whrend die ,fliegen in weniger als zwei ,minuten zur entgegengesetzten ,seite durch den ,flaschenhals entschlpft sind4 ,sir ,john ,lubbock schliesst daraus1 dass der ,verstand der ,biene usserst beschrnkt ist und dass die ,fliege viel mehr ,geschick besitzt1 sich aus der ,verlegenheit zu ziehen und ihren ,weg zu finden4 ,dieser ,schluss scheint nicht einwandsfrei4 ,man wende bald den ,boden1 bald den ,flaschenhals dem ,lichte zu1 zwanzigmal1 wenn man will1 und die ,bienen werden sich zwanzigmal umdrehen1 und dem ,licht entgegenfliegen4 ,was sie in dem ,experiment des englischen ,gelehrten herabsetzt1 ist ihre ,liebe zum ,licht und ihr ,verstand selbst4 ,sie bilden sich augenscheinlich ein1 dass die ,befreiung aus jedem ,gefngnis auf der ,lichtseite liegt1 sie handeln also ganz folgerichtig1 nur zu folgerichtig4 ,sie wissen nichts von dem bernatrlichen ,mysterium1 das fr sie das ,glas ist1 diese pltzlich undurchdringliche ,luft1 die es in der freien ,natur nicht giebt und die ihnen um so unverstndlicher sein muss1 je intelligenter sie sind4 ,die hirnlosen ,fliegen1 die sich um die ,logik1 den ,ruf des ,lichtes und das ,wunder des ,krystalls nicht kmmern1 schwirren planlos in der ,flasche herum1 bis sie schliesslich mit dem ,glck der ,einfltigen1 die sich oft da retten1 wo die ,weisheit verdirbt1 in den guten ,flaschenhals geraten1 der sie befreit4 99 99 99 99 99 ,derselbe ,naturforscher giebt noch einen anderen ,beweis von ihrer mangelnden ,intelligenz1 indem er sich auf den grossen amerikanischen ,bienenzchter1 den ehrwrdigen und vterlichen ,langstroth beruft4 ,da die ,fliege1 sagt ,langstroth1 nicht dazu geschaffen ist1 von ,blumen1 sondern von ,dingen zu leben1 in denen sie leicht ertrinken knnte1 so setzt sie sich vorsichtig auf den ,rand von ,gefssen1 die eine flssige ,nahrung enthalten1 und saugt klglich daraus1 whrend die arme ,biene sich kopfber hineinstrzt und bald darin umkommt4 ,das traurige ,geschick ihrer ,mitschwestern hlt die anderen nicht ab3 sobald sie sich derselben ,lockspeise nhern1 setzen sie sich wie wahnsinnig auf ,leichen und ,sterbende1 um alsbald ihr trauriges ,loos zu teilen4 ,niemand kann ihren ,wahnsinn ganz ermessen1 wenn er nicht gesehen hat1 mit welcher nimmersatten ,gier sie schaarenweise in die ,zuckersiedereien eindringen4 ,ich habe tausende aus dem ,zuckersaft herausziehen sehen1 in dem sie ertrunken waren1 tausende auf den siedenden ,zucker sich setzen2 der ,boden war mit ,bienen bedeckt und die ,fenster von ihnen verdunkelt2 die einen krochen1 die andren flogen1 wieder andere waren so vollstndig verkleistert1 dass sie weder kriechen noch fliegen konnten2 nicht eine von zehn war im stande1 die verderbliche ,beute heimzutragen1 und doch war die ,luft voll von ,myriaden von ,neuankmmlingen1 die ebenso unsinnig waren4 ,auch dies erscheint mir nicht entscheidender1 als fr einen bermenschlichen ,beobachter1 der die ,grenzen unserer ,intelligenz feststellen will1 der ,anblick der ,alkoholverwstungen unter den ,menschen oder eines ,schlachtfeldes4 ,die ,biene ist uns gegenber in einer seltsamen ,lage1 sie ist geschaffen1 um in der gleichgiltigen und unbewussten ,natur zu leben1 und nicht an der ,seite eines ,ausnahmewesens1 das die festesten ,gesetze rings um sie erschttert und grossartige1 unbegreifliche ,erscheinungen hervorruft4 ,in der ,natur1 im eintnigen ,waldleben wre der von ,langstroth beschriebene ,wahnsinn nur dann mglich1 wenn ein honigstrotzender ,bau durch irgend einen ,zufall auseinanderbrche4 ,aber dann gbe es keine ttlichen ,fenster1 keinen kochenden ,zucker1 keinen dicken ,syrup1 und folglich auch keine ,toten und keine anderen ,gefahren als die1 welche jedem ,beute machenden ,tiere drohen4 ,wrden wir unsere ,kaltbltigkeit besser bewahren als sie1 wenn eine unbekannte ,gewalt unsere ,vernunft auf ,schritt und ,tritt auf die ,probe stellte8 ,es ist fr uns also sehr schwer1 die ,bienen zu beurteilen1 die wir selbst toll machen1 und deren ,intelligenz nicht darauf gerstet ist1 unsere ,fallen zu meiden1 ebensowenig wie die unsere darauf gerstet ist1 der ,listen eines heutigen ,tages unbekannten1 aber nichts destoweniger doch mglichen1 hheren ,wesens zu spotten4 ,da wir es nicht kennen1 schliessen wir daraus1 dass wir den ,gipfel dieses ,erdenlebens erklommen haben1 aber im ganzen genommen ist das nicht unbestreitbar4 ,ich verlange nicht1 dass wir uns bei ungereimten oder niedrigen ,handlungen1 die wir thun1 in den ,schlingen dieses ,wesens whnen1 aber es ist nicht unwahrscheinlich1 dass dies eines ,tages ,wahrheit sein wird4 ,andererseits kann man vernnftiger ,weise nicht behaupten1 die ,bienen seien jedes ,verstandes bar1 weil es ihnen noch nicht gelungen ist1 uns von dem ,affen oder dem ,bren zu unterscheiden1 und sie uns behandeln1 wie sie diese eingeborenen ,bewohner des ,urwaldes behandeln wrden4 ,es ist gewiss1 dass in und um uns ,einflsse und ,mchte herrschen1 die einander ebenso unhnlich sind und von uns doch nicht unterschieden werden4 ,zuletzt1 und um diese ,apologie der ,bienen abzuschliessen1 mit der ich selbst ein wenig in die ,anwandlungen von ,eigenliebe verfalle1 die ich dem ,sir ,john ,lubbock vorwarf1 steht die ,frage noch offen1 ob man nicht intelligent sein muss1 um so grosser ,thorheiten fhig zu sein4 ,ist es doch stets so in dem ungewissen ,bereich des ,verstandes1 welcher der unsicherste und schwankendste ,zustand der ,materie ist4 ,in derselben ,flamme wie der ,verstand1 ist auch die ,leidenschaft1 und man kann nicht einmal genau sagen1 ob sie der ,rauch oder der ,docht der ,flamme ist4 ,und hier ist die ,leidenschaft der ,bienen edel genug1 um das ,schwanken des ,verstandes zu entschuldigen4 ,was sie zu dieser ,tollheit treibt1 ist nicht das tierische ,verlangen1 sich voll ,honig zu saugen4 ,das htten sie in den ,zellen ihres ,baues leichter4 ,man beobachte sie und verfolge sie in einem analogen ,falle1 und man wird sehen1 dass sie1 sobald ihre ,honigblase voll ist1 nach dem ,bienenstock zurckkehren1 ihre ,beute abgeben und dreissig ,mal in einer ,stunde nach dem wunderbaren ,erntefelde zurckkehren4 ,es ist also derselbe ,trieb1 der sie so viel ,bewundernswertes thun lsst3 der ,eifer1 dem ,hause ihrer ,schwestern und der ,zukunft so viel ,gutes zuzufhren1 als sie vermgen4 ,wenn die ,thorheiten der ,menschen eine ebenso selbstlose ,ursache haben1 pflegen wir ihnen einen andern ,namen zu geben4 99 99 99 99 99 ,die ganze ,wahrheit muss trotzdem gesagt werden4 ,angesichts der ,wunder ihres ,gewerbfleisses1 ihres ,gemeinsinnes und ihrer ,opferfreudigkeit1 muss uns ein ,umstand immerhin in ,erstaunen setzen und unsere ,bewunderung etwas beeintrchtigen1 nmlich ihre ,gleichgiltigkeit gegen den ,tod und das ,unglck ihrer ,mitschwestern4 ,es geht durch den ,charakter der ,bienen ein seltsamer ,spalt4 ,im ,bienenkorbe lieben und helfen sich alle4 ,sie sind so einig1 wie die guten ,gedanken derselben ,seele4 ,verletzt man eine1 so opfern sich tausend1 um ihre ,mitbrgerin zu rchen4 ,ausserhalb des ,bienenstockes kennen sie sich nicht mehr4 ,man verstmmele oder vernichte -- oder besser1 man thue es nicht1 es wre eine unntige ,grausamkeit1 denn die ,thatsache steht fest1 -- aber gesetzt1 man verstmmelte oder vernichtete auf einem ,stck ,wabenhonig1 ein paar ,schritte vom ,bienenstand entfernt1 zwanzig oder dreissig ,bienen aus demselben ,stocke1 und die nicht getroffenen werden nicht einmal den ,kopf drehen1 sondern achtlos gegen die in ,todeszuckungen ,liegenden1 deren letzte ,bewegungen ihre ,glieder streifen1 deren ,schmerzensrufe ihnen ins ,ohr gellen1 saugen sie nach wie vor mit ihrer phantastischen ,zunge1 die wie eine chinesische ,waffe aussieht1 den ,saft1 der ihnen kostbarer ist als das ,leben4 ,und wenn die ,wabe leer ist1 klettern sie1 um nichts zu verlieren1 um auch den ,honig1 der an den ,opfern klebt1 noch zu gewinnen1 ruhig ber ,leichen und ,verwundete weg1 ohne sich ber das ,vorhandensein der ,einen aufzuregen und ohne den ,anderen ,hilfe zu bringen4 ,sie haben in diesem ,falle also weder einen ,begriff von der ,gefahr1 die sie laufen1 denn der ,tod1 den sie um sich sehen1 erschttert sie nicht im ,mindesten1 noch das geringste ,gefhl der ,zusammengehrigkeit und des ,mitleids4 ,was die ,gefahr betrifft1 so ist das erklrlich3 die ,biene kennt in der ,that keine ,furcht1 und nichts in der ,welt kann sie schrecken1 ausser dem ,rauche4 ,ausserhalb ihres ,bienenkorbes ist sie voller ,langmtigkeit und ,friedfertigkeit4 ,sie weicht dem ,strenfried aus und ignoriert das ,vorhandensein alles dessen1 was sie nicht unmittelbar angeht4 ,man mchte sagen1 dass sie sich in einer ,welt fhlt1 die ,allen gehrt1 wo ,jeder ,anspruch auf seinen ,platz hat1 wo man friedlich und nachsichtig sein muss4 ,aber unter dieser ,nachsichtigkeit und ,friedfertigkeit verbirgt sich ein so selbstgewisses ,herz1 dass sie garnicht daran denkt1 sich zu behaupten4 ,sie weicht aus1 wenn jemand sie bedroht1 aber sie flieht nie4 ,andrerseits beschrnkt sie sich im ,bienenstock keineswegs auf dieses passive ,ignorieren der ,gefahr4 ,sie strzt sich mit einer unerhrten ,wucht auf jedes lebende ,wesen1 ,ameise1 ,lwe oder ,mensch1 das ihre heilige ,arche anzutasten wagt4 ,nennen wir das je nach unserer geistigen ,veranlagung ,zorn1 ,verbissenheit1 ,stumpfsinn oder ,heroismus4 ,aber ber ihren ,mangel an ,solidarittsgefhl ausserhalb des ,bienenstockes weiss ich nichts zu sagen4 ,man muss wohl annehmen1 dass es sich auch hier um jene unverhofften ,grenzen handelt1 die jeder ,art von ,verstand gezogen sind1 und dass die kleine ,flamme1 die durch den schwierigen ,verbrennungsprozess so vieler trger ,stoffe nur mhsam dem ,gehirn entstrahlt1 jederzeit so ungewiss ist1 dass sie einen ,punkt nur auf ,kosten vieler anderer erleuchtet4 ,man kann sich sagen1 dass die ,biene -- oder die ,natur in der ,biene -- die gemeinsame ,arbeit1 den ,kultus der ,zukunft und die ,fernstenliebe in einer nie wieder erreichten ,vollkommenheit durchgefhrt hat4 ,sie lieben ber sich hinaus und wir lieben vornehmlich1 was um uns ist4 ,vielleicht gengt es1 hier zu lieben1 um dort keine ,liebe mehr brig zu haben4 ,nichts ist vernderlicher als die ,richtung der ,barmherzigkeit oder des ,mitleids4 ,wir selbst wren ehedem ber diese ,fhllosigkeit der ,bienen weit weniger erstaunt gewesen1 und manchen alten ,schriftstellern wre es garnicht eingefallen1 sie deswegen zu tadeln4 ,zudem knnen wir nicht ahnen1 wie sehr ein ,wesen1 das uns so beobachten wrde1 wie wir sie beobachten1 ber uns in ,erstaunen geraten wrde4 99 99 99 99 99 ,schliesslich mssten wir1 um uns von ihrer ,intelligenz eine genauere ,vorstellung zu machen1 festzustellen suchen1 auf welche ,weise sie sich mit einander verstndigen4 ,denn dass sie sich verstndigen1 ist sonnenklar2 ein ,gemeinwesen von so grosser ,volkszahl1 dessen ,arbeiten so mannigfach sind und doch so wunderbar harmonieren1 knnte bei der ,unfhigkeit seiner ,mitglieder1 in ,verbindung miteinander zu gelangen und aus ihrer geistigen ,vereinsamung herauszutreten1 nicht bestehen4 ,sie mssen also die ,fhigkeit haben1 ihre ,gedanken und ,gefhle auszudrcken1 sei es durch eine ,lautsprache1 sei es1 was wahrscheinlicher ist1 mit ,hilfe einer ,tastsprache oder einer magnetischen bertragung1 die sich vielleicht an ,eigenschaften der ,materie und an ,sinne knpft1 die uns vllig unbekannt sind1 und der ,sitz dieser ,sinne knnte sich in ihren geheimnisvollen ,fhlern befinden1 welche die ,finsternis abtasten und fhlen und nach den ,berechnungen von ,cheshire bei den ,arbeitsbienen aus zwlftausend ,fhlfden und fnftausend ,geruchshhlen bestehen4 ,dass sie sich nicht nur ber ihre gewhnlichen ,arbeiten verstndigen1 sondern dass auch ,aussergewhnliches ,platz und ,namen in ihrer ,sprache hat1 das geht daraus hervor1 dass jede gute oder bse1 gewohnte oder bernatrliche ,nachricht sich durch den ,bienenstock verbreitet1 z4 ,b4 ,verlust und ,wiederkehr der ,knigin1 ,eindringen eines ,feindes1 einer fremden ,knigin1 ,nahen eines ,ruberschwarms1 ,entdeckung eines ,schatzes u4 s4 w4 ,das ,benehmen und die ,tne der ,bienen sind bei jedem dieser ,ereignisse so verschieden1 so charakteristisch1 dass der gewiegte ,bienenwirth unschwer errt1 was in dem kribbelnden ,dunkel des ,bienenstockes vorgeht4 ,will man einen deutlicheren ,beweis1 so beobachte man eine ,biene1 die auf einem ,fensterbrett oder einer ,tischecke ein paar ,honigtropfen gefunden hat4 ,zuerst saugt sie sich so gierig voll1 dass man sie in aller ,musse1 ohne sie in ihrer ,arbeit zu stren1 mit einem kleinen ,farbfleck zeichnen kann4 ,aber diese ,fressgier ist nur scheinbar4 ,der ,honig kommt nicht in den eigentlichen1 sozusagen persnlichen ,magen der ,biene1 er bleibt im ,honigmagen1 der gewissermaassen der ,magen der ,gesamtheit ist4 ,sobald dieses ,behltnis gefllt ist1 fliegt die ,biene von dannen1 aber nicht blind und unmittelbar1 wie ein ,schmetterling oder eine ,fliege4 ,man wird sie im ,gegenteil einige ,augenblicke rckwrts fliegen sehen2 sie schwirrt aufmerksam in der ,fensterffnung oder um den ,tisch herum1 den ,kopf nach dem ,zimmer gewandt4 ,sie prgt sich die rtlichkeit ein und merkt sich genau die ,stelle1 wo der ,schatz liegt4 ,dann erst fliegt sie nach dem ,stock zurck1 entleert ihre ,beute in eine der ,vorratszellen und ist in drei oder vier ,minuten wieder da1 um eine neue ,ladung von dem wunderbaren ,brett zu holen4 ,alle fnf ,minuten kommt sie1 solange noch ,honig da ist1 und wenn es bis zum ,abend whrt1 ununterbrochen wieder und fliegt1 ohne sich die geringste ,ruhe zu gnnen1 von dem ,fenster nach dem ,bienenstock und vom ,bienenstock nach dem ,fenster4 99 99 99 99 99 ,ich will die ,wahrheit nicht ausschmcken1 wie ,viele es gethan haben1 die ber die ,bienen schrieben4 ,beobachtungen dieser ,art sind nur dann von ,interesse1 wenn sie absolut ehrlich sind4 ,ich htte vielleicht gesagt1 dass die ,bienen unfhig sind1 sich ber ein ,ereignis ausserhalb des ,bienenstockes zu verstndigen1 wenn ich gelegentlich einer kleinen experimentellen ,enttuschung ein ,vergngen daran gefunden htte1 wieder einmal zu konstatieren1 dass der ,mensch im ,grunde genommen doch das einzige wirklich intelligente ,wesen auf diesem ,erdball ist4 ,und dann empfindet man1 wenn man bis zu einem gewissen ,punkte des ,lebens gekommen ist1 mehr ,freude daran1 etwas ,wahres zu sagen1 als etwas ,aufflliges4 ,hier wie in allen ,dingen muss man sich von dem ,grundsatz leiten lassen3 wenn die nackte ,wahrheit uns im ,augenblick weniger gross1 edel oder anziehend erscheint1 als der ertrumte ,schmuck1 mit dem man sie behngen knnte1 so liegt die ,schuld an uns1 weil wir die stets erstaunlichen ,beziehungen1 die zwischen unserm ,wesen und den ,weltgesetzen bestehen mssen1 noch nicht zu erkennen vermgen1 und es ist in diesem ,falle also nicht die ,wahrheit1 die einer ,vergrsserung und ,veredelung bedarf1 sondern unser ,intellekt4 ,ich will also eingestehen1 dass die gezeichneten ,bienen oft allein wiederkehren4 ,man muss wohl glauben1 dass es unter ihnen dieselben ,charakter-,unterschiede giebt1 wie bei den ,menschen1 und dass die einen schweigsam1 die andern mitteilsam sind4 ,jemand1 der meinen ,versuchen beiwohnte1 bemerkte1 dass es bei vielen ,eitelkeit oder ,egoismus sein knnte1 was sie bestimmt1 die ,quelle ihres ,reichtums nicht zu verraten1 um den ,ruhm einer ,leistung1 die der ,schwarm fr wunderbar halten muss1 nicht mit andern zu teilen4 ,aber das sind recht niedrige ,laster1 die nicht nach dem reinen und frischen ,duft des ,hauses ihrer tausend ,schwestern schmecken4 ,wie dem indes auch sei1 es geschieht auch oft genug1 dass die vom ,glck begnstigte ,biene mit zwei oder drei ,gefhrtinnen wieder kommt4 ,es ist mir bekannt1 dass ,sir ,john ,lubbock im ,anhang zu seinem ,werke ,ants1 ,bees and ,wasps ausfhrliche und gewissenhafte ,beobachtungstabellen aufstellt1 aus denen hervorzugehen scheint1 dass fast nie andere ,bienen der ,wegweiserin folgen4 ,ich weiss freilich nicht1 welche ,bienenart der gelehrte ,naturforscher beobachtet hat1 oder ob die ,umstnde besonders ungnstig waren4 ,meine eigenen ,beobachtungstabellen1 die ich sorgfltigst aufgestellt habe1 indem ich unter ,benutzung aller mglichen ,vorsichtsmassregeln verhinderte1 dass die ,bienen direkt durch den ,honigduft angezogen wurden1 ergaben1 dass im ,durchschnitt viermal in zehn ,fllen andere ,bienen von der ersten mitgebracht wurden4 ,einmal betupfte ich einer besonders kleinen italienischen ,biene den ,leib mit einem ,farbfleck4 ,beim zweiten ,male kam sie mit zwei ,schwestern wieder4 ,ich fing diese weg1 ohne dass sie sich stren liess4 ,das nchste ,mal kam sie mit drei ,gefhrtinnen wieder1 die ich ebenfalls wegfing1 und so fort1 bis ich am ,ende des ,nachmittags achtzehn ,bienen gefangen hatte4 ,sie hatte also achtzehn ,schwestern die ,mitteilung zu machen gewusst4 ,alles in allem genommen1 wird man bei solchen ,experimenten zu dem ,schlusse kommen1 dass die ,mitteilung an andere1 wo nicht regelmssig1 so doch hufig stattfindet1 und dieses ,vermgen der ,bienen ist den ,bienenjgern ,amerikas so gut bekannt1 dass sie es sich regelmssig zu nutze machen1 wenn sie ein ,nest ausspren4 ,sie whlen1 sagt ,josiah ,emmery1 zum ,beginn ihrer ,thtigkeit ein ,feld oder ein ,gehlz1 das weitab von allen ,bienenstnden zahmer ,bienen liegt4 ,hier angekommen1 lauern sie einigen ,bienen auf1 welche die ,blten befliegen1 fangen sie weg und sperren sie in einen mit ,honig versehenen ,kasten4 ,sobald sich die ,bienen darin vollgesogen haben1 lassen sie sie wieder fliegen4 ,nun kommt ein ,augenblick des ,wartens1 dessen ,dauer von der ,entfernung des ,bienennestes abhngt1 aber bei einiger ,geduld findet der ,jger seine ,bienen allemal mit einem ,gefolge von mehreren ,gefhrtinnen wieder4 ,er fngt sie von neuem ein1 regaliert sie und lsst sie jede nach einer andern ,seite fliegen1 wobei er genau aufpasst1 welche ,richtung sie nehmen4 ,der ,punkt1 nach dem sie zusammenzustreben scheinen1 giebt ihm die mutmassliche ,lage des ,nestes an4 7,citiert von ,romanes in ,l',intelligence des ,animaux1 ,bd4 ,i1 ,s4 #aag7 99 99 99 99 99 ,man wird bei ,wiederholung des oben genannten ,experimentes bemerken1 dass die mitgebrachten ,freundinnen1 die der ,losung des ,glckes gehorchen1 nicht immer zusammen ankommen und dass oft ein ,zwischenraum von mehreren ,sekunden zwischen der ,ankunft der einzelnen liegt4 ,man muss sich also ber ihr ,mitteilungsvermgen dieselbe ,frage vorlegen1 die ,sir ,john ,lubbock fr die ,ameisen gelst hat3 ,thun die ,gefhrtinnen1 die sich bei dem von der ersten ,biene entdeckten ,schatze mit einfinden1 nichts weiter1 als dass sie dieser folgen1 oder sind sie vielleicht von ihr geschickt und finden ihn selbst nach deren ,angaben und der von ihr gemachten ,ortsbeschreibung8 ,es wre dies1 wie man leicht einsieht1 ein gewaltiger ,unterschied hinsichtlich der ,hhe und ,vollkommenheit ihrer ,intelligenz4 ,dem gelehrten ,englnder ist es mit ,hilfe eines komplizierten und sehr sinnreichen ,apparates von ,gngen und ,stegen1 ,wassergrben und fliegenden ,brcken gelungen1 nachzuweisen1 dass die ,ameisen in diesem ,falle einfach der ,fhrte der ,wegweiserin folgen4 ,solche ,experimente sind nun zwar sehr sinnreich bei den ,ameisen1 die man zwingen kann1 einen bestimmten ,weg zu whlen1 aber der ,biene1 die ,flgel hat1 stehen alle ,wege offen und man msste zu andern ,hilfsmitteln greifen4 ,das ,folgende habe ich angewandt1 ohne jedoch zu entscheidenden ,resultaten gekommen zu sein4 ,in grsserer ,vervollkommnung aber und unter gnstigeren ,umstnden drfte es doch zu befriedigender ,gewissheit fhren4 ,mein ,arbeitszimmer auf dem ,lande liegt im ersten ,stock ber einem sehr hohen ,erdgeschoss4 ,ausser in der ,bltezeit der ,kastanien und ,linden pflegen die ,bienen nie sehr hoch zu fliegen1 sodass ich ein ,stck entdeckelten ,wabenhonig 7d4 h4 gefllte ,honigwaben1 von denen die ,wachsdeckel entfernt waren7 vor dem ,experiment mehr als eine ,woche lang auf dem ,tische liegen hatte1 ohne dass eine einzige ,biene von dem ,duft angelockt wurde und die ,wabe beflog4 ,ich nahm nun eine italienische ,biene aus einem unfern des ,hauses aufgestellten ,beobachtungsstock1 trug sie in mein ,arbeitszimmer hinauf und liess sie an dem ,honig naschen1 whrend ich sie mit einem ,farbfleck betupfte4 ,als sie sich vollgesogen hatte1 flog sie nach ihrem ,bienenstock zurck4 ,ich ging hinterher und sah1 wie sie hastig ber die andern ,bienen hinweglief1 ihren ,kopf in einer leeren ,zelle verschwinden liess1 den ,honig entleerte und sich zum ,ausfliegen anschickte4 ,zwanzigmal hintereinander wiederholte ich denselben ,versuch mit verschiedenen ,bienen und fing dabei jedesmal die gekderte ,biene fort1 sodass die andern ihrer ,spur nicht folgen konnten4 ,ich hatte zu diesem ,zwecke vor dem ,flugloch einen ,glaskasten angebracht1 der durch eine ,klappthr in zwei ,abteilungen geschieden war4 ,kam die gezeichnete ,biene allein heraus1 so fing ich sie einfach weg und wartete dann in meinem ,zimmer auf die ,ankunft der ,freundinnen1 denen sie die ,nachricht gebracht htte4 ,kam sie mit zwei oder drei andern ,bienen heraus1 so hielt ich sie in der ersten ,abteilung des ,glaskastens gefangen und trennte sie so von ihren ,gefhrtinnen1 denen ich einen ,fleck von anderer ,farbe auftupfte und dann die ,freiheit gab1 wobei ich sie mit den ,augen verfolgte4 ,es ist klar1 dass1 wenn eine lautliche oder magnetische ,mitteilung stattgefunden htte1 die eine ,ortsbeschreibung und ,orientierungsmethode in sich schlsse1 ich eine ,anzahl von ,bienen1 die auf die ,fhrte gesetzt waren1 in meinem ,zimmer htte vorfinden mssen4 ,ich muss gestehen1 dass sich nur eine einfand4 ,folgte sie den im ,bienenstock empfangenen ,anweisungen1 oder war es reiner ,zufall8 ,die ,beobachtung war nicht ausreichend genug1 aber die ,umstnde verstatteten nicht1 sie fortzusetzen4 ,ich liess die ,bienen wieder frei1 und alsbald war mein ,arbeitszimmer voll von der summenden ,menge1 der sie in ihrer gewohnten ,weise den ,weg zum ,schatze gewiesen hatten4#e 99 99 99 99 99 ,aber auch ohne aus diesem unvollkommenen ,versuch ,schlsse zu ziehen1 sieht man sich zu der ,annahme gezwungen1 dass die ,bienen in geistigen ,beziehungen zu einander stehen1 die ber ein blosses ,ja und ,nein oder jene elementaren ,mitteilungen1 die durch ,geberde oder ,vorbild entstehen1 weit hinausgehen4 ,man braucht nur die rhrende ,harmonie ihrer ,arbeiten im ,bienenstock1 die berraschende ,arbeitsteilung und die regelmssige ,ablsung in der ,arbeit zu bedenken4 ,ich habe oft beobachtet1 wie die ,beutemacherinnen1 die ich am ,morgen betupft hatte1 ausser bei ungewhnlichem ,blumenreichtum ,nachmittags damit beschftigt waren1 das ,brutnest auszulften oder zu bebrten2 andere fand ich unter der ,schaar wieder1 die jene geheimnisvollen1 wie tot dahngenden ,ketten bildet1 in deren ,mitte die ,wachszieherinnen und ,steinmetze arbeiten4 ,ebenso habe ich beobachtet1 wie die ,arbeiterinnen einen ganzen ,tag lang ,pollen eintrugen1 am nchsten ,tage dagegen ausschliesslich ,nektar und umgekehrt4 ,schliesslich wre noch eine ,erscheinung zu bercksichtigen1 die der berhmte franzsische ,bienenzchter ,georges de ,layens die ,verteilung der ,bienen auf die honigspendenden ,pflanzen nennt4 ,allmorgendlich1 wenn die ,sonne aufgeht und die mit dem ,morgenrot ausgesandten ,sprbienen zurckkehren1 erhlt der erwachende ,bienenstock sichere ,nachrichten von draussen4 ,heute blhen die ,linden an den ,kanalufern4 ,der ,weissklee leuchtet durch das ,gras am ,wege4 ,steinklee und ,salbei sind im ,aufblhen4 ,lilien und ,reseda strmen von ,pollen ber4 ,da heisst es1 sich schnell zusammenthun1 ,massregeln ergreifen und die ,arbeit einteilen4 ,fnftausend von den strksten werden hinauf zu den ,lindenwipfeln fliegen1 dreitausend jngere den ,weissklee besuchen4 ,die einen fahndeten gestern auf den ,nektar der ,blumenkelche1 heute sollen sie ihre ,zunge und die ,drsen des ,honigmagens schonen2 sie werden den roten ,reseda-,pollen1 den gelben ,pollen der grossen ,lilien eintragen1 denn nie wird man eine ,biene ,pollen von verschiedenen ,blumensorten und verschiedener ,farbe ernten oder vermischen sehen1 und das methodische ,sortieren der einzelnen ,arten dieses schnen duftigen ,mehls1 je nach ,farbe und ,herkunft1 bildet eine der ,hauptbeschftigungen im ,stocke selbst4 ,so werden die ,befehle von einem verborgenen ,geiste ausgegeben1 und alsbald kommen die ,arbeiterinnen in langen ,zgen hervor1 um jede unbeirrt ihrer ,aufgabe entgegenzufliegen4 ,anscheinend1 sagt de ,layens1 sind die ,bienen genau informiert ber ,standort1 ,honiggehalt und ,entfernung aller honigtragenden ,pflanzen in einem gewissen ,umkreise um den ,bienenstock4 ,merkt man sich genau die ,richtung1 welche die ,beutemacherinnen einschlagen1 und kann man die ,ernte1 die sie von den verschiedenen ,pflanzen der ,umgegend eintragen1 methodisch beobachten1 so stellt sich heraus1 dass die ,arbeitsbienen sich sowohl nach der ,quantitt der ,pflanzen einer ,art1 wie nach ihrem ,honigreichtum in die verschiedenen ,blumen teilen4 ,mehr noch3 sie schtzen tglich ab1 welcher ,zuckersaft der beste zum ,einernten ist4 ,wenn z4 ,b4 nach ,abblhen der ,sahlweiden noch nichts auf den ,feldern erblht ist und die ,bienen auf die ersten ,waldblumen angewiesen sind1 so kann man sie beim regen ,besuche von ,anemonen1 ,schlsselblumen1 ,narzissen und ,veilchen sehen4 ,ein paar ,tage darauf1 wenn die ,raps- und ,kohlfelder in gengender ,menge erblht sind1 sieht man sie ihre ,waldblumen fast vollstndig verlassen1 obschon sie noch in voller ,blte stehen1 und sich ganz den ,raps- und ,kohlblten widmen4 ,so verteilen sie sich tglich auf die ,pflanzen1 die in mglichst kurzer ,zeit den besten ,zuckersaft liefern4 ,man kann also sagen1 das ,bienenvolk weiss sowohl in seinen ,erntearbeiten1 wie im ,innern des ,bienenstocks eine rationelle ,verteilung der ,arbeitsbienen vorzunehmen und zwar unter strikter ,anwendung des ,prinzips der ,arbeitsteilung4 99 99 99 99 99 ,aber1 wird man sagen1 was liegt uns daran1 ob die ,bienen mehr oder minder intelligent sind8 ,warum mit soviel ,sorgfalt eine kleine1 fast unsichtbare ,spur der ,materie verfolgen1 als handelte es sich um ein ,fluidum1 von dem die ,geschicke der ,menschheit abhingen8 ,ohne zu bertreiben3 ich glaube1 das ,interesse1 das wir hieran nehmen1 ist nicht genug zu schtzen4 ,indem wir ausser uns eine wirkliche ,spur von ,intelligenz finden1 empfinden wir etwas von dem seltsamen ,schauder ,robinsons1 als er den ,eindruck eines menschlichen ,fusses im ,strandsande seiner ,insel fand4 ,es scheint uns1 dass wir weniger allein sind1 als wir whnten4 ,wenn wir uns ber die ,intelligenz der ,bienen klar zu werden versuchen1 so erforschen wir im ,grunde genommen das ,kostbarste unseres eigenen ,wesens in ihnen und suchen ein ,atom jenes seltenen ,stoffes1 der berall1 wo er hervortritt1 die wunderbare ,gabe hat1 die blinden ,notwendigkeiten umzuformen und zu organisieren1 das ,leben zu verschnen und zu mehren und der hartnckigen ,macht des ,todes1 dem grossen gedankenlosen ,strome1 der fast ,alles1 was besteht1 in ewiger ,unbewusstheit dahintrgt1 ein sinnflliges ,halt zu gebieten4 ,wren wir im ,alleinbesitz eines ,teiles dieser ,kraft in dem besonderen ,blte- und ,glanzzustande1 den wir ,intelligenz nennen1 so htten wir einiges ,recht darauf1 uns fr bevorzugt zu halten und uns einzubilden1 dass die ,natur ein ,ziel in uns erreicht2 aber da ist nun eine ganze ,kategorie von ,wesen3 die ,honigwespen1 in denen sie fast dasselbe ,ziel erreicht4 ,dies entscheidet nichts1 wenn man will1 aber die ,thatsache nimmt doch einen ,ehrenplatz ein in der ,menge der kleinen ,thatsachen1 die zur ,klrung unserer ,lage auf ,erden beitragen4 ,hier findet sich eine ,parallel-,erscheinung fr den unentzifferbarsten ,teil unseres ,wesens1 eine ,ablagerung von ,schicksalen1 die wir von einem hheren ,standpunkt aus berschauen1 als wir es fr die ,geschicke der ,menschheit je vermchten4 ,hier finden sich mit einem ,worte die grossen1 einfachen ,linien1 die wir in unserm eigenen1 unverhltnismssig grsseren ,wirkungskreis weder aufdecken1 noch bis zu ,ende verfolgen knnen4 ,hier findet sich ,geist und ,materie1 ,art und ,individuum1 ,entwickelung und ,beharren1 ,vergangenheit und ,zukunft1 ,leben und ,tod auf einen ,raum zusammengeschaart1 den wir mit der ,hand umspannen und mit einem ,blick berschauen knnen1 und es drngt sich die ,frage auf3 hat die grssere ,ausdehnung unseres ,krpers in ,raum und ,zeit wirklich soviel ,einfluss auf die geheimen ,plne der ,natur1 die wir im ,bienenstock mit seiner kurzen1 nach ,tagen zhlenden ,geschichte zu erforschen suchen1 wie in unserer grossen ,menschheitsgeschichte1 wo drei ,geschlechter ein ganzes ,jahrhundert ausfllen4 99 99 99 99 99 ,nehmen wir die ,geschichte unseres ,bienenstockes also wieder auf1 wo wir sie fallen gelassen hatten1 und versuchen wir eine der ,falten des geheimnisvollen ,vorhanges zu lften1 von dem jene seltsame ,ausschwitzung herabzutrufen beginnt1 die fast so weiss ist wie ,schnee und leichter als ,daunenfedern4 ,denn das ,wachs ist im ,augenblick seiner ,entstehung anders als in dem allbekannten ,zustand1 in dem wir es finden2 es ist fleckenlos und leicht wie ,luft2 es scheint wirklich die ,seele des ,honigs zu sein1 der seinerseits wieder der ,geist der ,blumen ist1 und wird durch eine regungslose ,beschwrung hervorgezaubert1 um spterhin in unseren ,hnden1 gewiss im ,angedenken an seinen ,ursprung1 in dem so viel ,himmelsblue1 soviel keuscher und segenspendender ,wohlgeruch liegt1 zur duftenden ,kerze unserer ,totenbahre zu werden4 99 99 99 99 99 ,es ist sehr schwer1 die verschiedenen ,phasen der ,wachsbildung und des ,wachsbaues bei einem ,volke1 das zu bauen beginnt1 zu verfolgen4 ,es vollzieht sich alles in der ,enge des ,schwarmes1 der sich immer dichter zusammenschliesst1 um die zu seiner ,ausschwitzung erforderliche ,temperatur zu erzeugen2 diese ,ausschwitzung selbst ist das ,vorrecht der jngsten ,bienen4 ,huber1 der sie zuerst mit unsglicher ,geduld studiert hat1 nicht ohne bisweilen in ernste ,gefahr zu geraten1 widmet diesem ,vorgang mehr als #bej spannende1 aber notwendigerweise zusammenhangslose ,seiten4 ,ich1 der ich kein technisches ,werk schreibe1 beschrnke mich darauf1 unter gelegentlicher ,benutzung seiner trefflichen ,beobachtungen nur das zu berichten1 was jeder beobachten kann1 wenn er einen ,schwarm in einen mit ,glaswnden versehenen ,beobachtungskasten einschlgt4 ,zunchst muss man gestehen1 dass wir noch nicht wissen1 durch welchen chemischen ,vorgang der ,honig in dem rtselreichen ,krper unserer regungslos dahngenden ,bienenketten sich in ,wachs umformt4 ,man kann nur feststellen1 dass nach einer ,wartezeit von achtzehn bis zu vierundzwanzig ,stunden und bei einer so hohen ,temperatur1 dass man glauben mchte1 der ,bienenstock glhte innerlich1 weisse durchsichtige ,schuppen aus den vier kleinen ,taschen auf jeder ,seite des ,hinterleibes der ,bienen hervortreten4 ,sobald die ,mehrzahl derer1 welche den hngenden ,kegel bilden1 diese ,elfenbeinblttchen am ,hinterleib trgt1 sieht man eine von ihnen1 als ob sie einer pltzlichen ,erleuchtung folgte1 sich mit einem ,male von der ,menge ihrer ,schwestern ablsen1 ber die ruhig dahngende ,masse hinwegklettern und den hchsten ,punkt der inneren ,kuppel erklimmen4 ,hier angekommen1 hngt sie sich fest auf1 indem sie die ,nachbarinnen1 die ihr in ihren ,bewegungen hinderlich sind1 mit dem ,kopfe beiseite schiebt4 ,dann packt sie mit ,fssen und ,mund eines der acht ,plttchen ihres ,hinterleibes1 beschneidet und hobelt es1 dehnt und durchkaut es mit ihrem ,speichel1 biegt und reckt es1 zerdrckt und stellt es wieder her1 wie ein geschickter ,tischler1 der eine kunstvolle ,lade zimmert4 ,endlich scheint ihr das durchgekaute ,wachs die richtige ,form und ,haltbarkeit zu haben1 und sie klebt es in der ,spitze der ,kuppel an3 es ist die ,grundsteinlegung der neuen ,stadt1 oder vielmehr die des ,schlusssteins1 denn es handelt sich hier um eine umgekehrte ,stadt1 die vom ,himmel herabwchst1 statt von der ,erde empor1 wie eine ,menschenstadt4 ,dies geschehen1 klebt sie an den im ,leeren hngenden ,schlussstein neue ,wachsstckchen1 die sie einzeln unter ihren ,hornringen hervorzieht1 giebt dem ,ganzen die letzte ,feile mit der ,zunge und den ,fhlern1 und verschwindet darauf ebenso pltzlich1 wie sie gekommen ist1 in der ,menge4 ,sofort tritt eine andre an ihre ,stelle1 setzt die ,arbeit fort1 wo jene sie liegen gelassen hat1 fgt das ihrige hinzu1 verbessert1 was ihr mit dem ,idealplan des ,volkes nicht bereinzustimmen scheint1 und verschwindet dann gleichfalls1 whrend eine dritte1 eine vierte und fnfte ihr unerwartet und pltzlich folgen1 keine das ,werk vollendend1 aber alle ihr ,scherflein zum allgemeinen ,wohle beitragend4 99 99 99 99 99 ,bald hngt ein kleiner1 noch ungestalter ,wachszipfel von der ,decke herab4 ,sobald er ihnen die ntige ,dicke zu haben scheint1 sieht man aus der hngenden ,traube eine andere ,biene auftauchen1 deren krperliche ,erscheinung von der der ihr vorangegangenen ,grnderinnen merklich absticht4 ,wenn man die ,sicherheit ihres ,auftretens und die ,erwartung der sie umgebenden ,schwestern sieht1 so knnte man meinen1 dass es eine erleuchtete ,baumeisterin ist1 die den ,plan der ersten ,zelle1 welche die ,lage aller anderen mathematisch nach sich zieht1 im ,leeren entwirft4 ,jedenfalls aber gehrt sie zu der ,klasse der ,steinmetze und ,bauleute1 die kein ,wachs hervorbringen1 sondern das ihnen gelieferte ,material nur bearbeiten4 ,sie whlt also den ,platz fr die erste ,zelle aus1 grbt eine ,vertiefung in den ,wachsblock und zieht das ,wachs1 das sie aus dem ,boden herausgrbt1 nach den ,rndern zu aus1 die allmhlich rings um die ,grube entstehen4 ,dann lsst sie1 ganz wie die ,grnderinnen1 ihr angefangenes ,werk pltzlich liegen1 eine ungeduldige ,arbeiterin tritt an ihre ,stelle und fhrt ihre ,arbeit weiter1 und eine dritte vollendet sie1 whrend andere rechts und links davon nach derselben ,methode der ,arbeitsunterbrechung und ,fortsetzung den ,rest der ,wachsflche und die andere ,seite der ,wachswand bearbeiten4 ,man mchte sagen1 dass ein wesentliches ,gesetz des ,bienenstaates den ,arbeitsstolz verteilt und dass jedes ,werk gemeinsam und namenlos sein muss1 um desto brderlicher zu sein4 99 99 99 99 99 ,bald lsst sich die werdende ,wabe erkennen4 ,sie ist einstweilen noch linsenfrmig1 denn die kleinen prismatischen ,wachsrhren1 aus denen sie besteht1 sind ungleich lang und nehmen in regelmssiger ,verjngung von der ,mitte nach den ,enden zu ab4 ,sie hat jetzt fast das ,aussehen und die ,strke einer menschlichen ,zunge1 die auf ihren beiden ,breitseiten aus sechseckigen1 mit den ,seiten aneinander stossenden und mit den ,bden sich berhrenden ,zellen besteht4 ,sobald die ersten ,zellen fertig sind1 heften die ,grnderinnen einen zweiten1 dann einen dritten und vierten ,wachsblock an die ,wlbung an1 und zwar mit regelmssigen1 wohl berechneten ,zwischenrumen1 sodass1 wenn die ,tafeln ihre volle ,strke erreichen1 was allerdings erst viel spter eintritt1 die ,bienen immer ,platz genug behalten1 um zwischen den ,parallelwnden durchzugehen4 ,sie mssen also einen bestimmten ,plan vor ,augen haben1 in dem die endgiltige ,strke jeder ,tafel 7#bb bis #bc mm7 vorgesehen ist1 desgleichen die ,breite der trennenden ,strassen1 die etwa #aa mm betragen muss1 d4 h4 die doppelte ,hhe einer ,biene1 denn sie mssen zwischen den ,tafeln ,rcken an ,rcken an einander vorber4 brigens sind sie nicht unfehlbar1 und ihre ,sicherheit hat nichts mechanisches4 ,unter schwierigen ,verhltnissen machen sie manchmal recht bedeutende ,fehler4 ,bisweilen ist zuviel ,zwischenraum zwischen den ,tafeln1 oft auch zu wenig4 ,sie suchen dem spter abzuhelfen1 so gut es geht1 sei es1 dass sie die zu eng herangerckte ,tafel schrg weiter fhren1 oder in den zu grossen ,zwischenraum eine ,zwischenwabe einbauen4 ,bisweilen geschieht es1 dass sie sich tuschen1 sagt ,raumur in ,hinblick hierauf1 und gerade das scheint zu beweisen1 dass sie urteilen4 99 99 99 99 99 ,wie bekannt1 bauen die ,bienen viererlei ,zellen4 ,erstens die ,kniginnenzellen von ungewhnlicher ,bauart1 wie ,eicheln aussehend1 zweitens die gerumigen ,zellen zur ,aufziehung der ,drohnen und zum ,aufspeichern von ,vorrten in der ,haupttrachtzeit1 ferner die kleinen ,zellen1 die zur ,erziehung der ,arbeitsbienen und als gewhnliche ,speicher dienen und unter normalen ,verhltnissen acht ,zehntel des ,baues einnehmen1 und endlich1 um zwischen den grossen und kleinen ,zellen eine ordnungsmssige ,verbindung herzustellen1 eine ,zahl von bergangszellen4 ,abgesehen von der unvermeidlichen ,unregelmssigkeit der letzteren1 sind die ,dimensionen des zweiten und dritten ,typus so gut berechnet1 dass ,raumur1 als das ,dezimalsystem festgesetzt wurde und man in der ,natur nach einem festen ,maasse suchte1 das zum unumstsslichen ,normalmaass erhoben werden konnte1 die ,bienenzelle vorschlug4#f ,jede dieser ,zellen bildet eine sechseckige ,rhre mit pyramidaler ,basis1 und jede ,wabe besteht aus zwei ,schichten dieser ,rhren1 die mit der ,basis gegen einander liegen1 und zwar derart1 dass jeder der drei ,rhomben1 welche die pyramidale ,basis einer ,zelle der ,vorderseite bilden1 auch drei ,zellen der ,rckseite zur ,basis dient4 ,in diese prismatischen ,rhren wird der ,honig eingetragen4 ,um zu vermeiden1 dass er in der ,zeit des ,ausreifens herausfliesst1 was unvermeidlich eintreten wrde1 wenn sie1 wie es den ,anschein hat1 genau horizontal lgen1 geben die ,bienen ihnen ein leichtes ,geflle von vier bis fnf ,winkelgraden4 ,ausser der ,wachsersparnis1 sagt ,raumur im ,hinblick auf das ,gesamtgefge dieses ,wunderbaus1 ausser der ,wachsersparnis1 die durch die ,anordnung der ,zellen erreicht wird1 und abgesehen davon1 dass die ,bienen mit ,hilfe dieser ,anordnung die ganzen ,tafeln anfllen1 ohne eine ,lcke zu lassen1 fhrt dieselbe auch zu einer grsseren ,haltbarkeit des ,baues4 ,der ,bodenwinkel jeder ,zelle1 die ,spitze der pyramidenfrmigen ,vertiefung1 findet ein ,widerlager in der ,spitze zweier ,ecken des ,sechsecks einer andern ,zelle4 ,die beiden ,dreiecke oder ,fortsetzungen der hexagonalen ,seitenwnde1 die einen der ausspringenden ,winkel der von den drei ,rhomben begrenzten ,vertiefung ausfllen1 bilden mit einander einen ,flchenwinkel an ihrer ,berhrungsseite2 jeder dieser ,winkel1 der im ,innern der ,zelle konkav ist1 sttzt mit seiner konvexen ,kante eine der ,kanten des ,sechsecks einer anderen ,zelle1 und diese ,kante bt ihrerseits wieder einen ,gegendruck1 ohne den der ,winkel nach aussen getrieben wrde2 derart sind alle ,kanten verstrkt4 ,alles1 was man von der ,haltbarkeit jeder einzelnen ,zelle verlangen knnte1 wird somit durch die ,form der ,zellen sowohl1 wie durch die wechselseitige ,anordnung derselben erreicht4 ,die ,mathematiker1 sagt ,dr4 ,reid1 wissen1 dass es nur drei ,arten von ,figuren giebt1 um eine ,flche in kleine ,teile von regelmssiger ,form und gleicher ,grsse ohne ,zwischenraum zu teilen4 ,es sind dies3 das gleichseitige ,dreieck1 das ,quadrat und das gleichseitige ,sechseck1 das in ,hinsicht auf die ,bauart der ,zellen vor den beiden anderen ,figuren durch grssere ,bequemlichkeit und ,widerstandskraft den ,vorrang verdient4 ,desgleichen besteht der ,zellenboden aus drei in der ,mitte zusammenstossenden ,flchen1 und es ist bewiesen worden1 dass diese ,bauart eine betrchtliche ,arbeits- und ,materialersparnis mit sich bringt4 ,es war auch die ,frage1 welcher ,neigungswinkel der ,flchen zu einander der grssten ,ersparnis entspricht1 ein ,problem der hheren ,mathematik1 das von einigen ,gelehrten1 u4 a4 ,maclaurin ,s41 gelst worden ist1 man findet die ,lsung dieses ,gelehrten in den ,berichten der kniglichen ,gesellschaft zu ,london4#g ,nun aber entspricht der derart errechnete ,winkel dem ,bodenwinkel der ,bienenzellen4 99 99 99 99 99 ,gewiss1 ich glaube es nicht1 dass die ,bienen diese komplizierten ,berechnungen angestellt haben1 aber ich glaube ebensowenig1 dass der blosse ,zufall oder die ,gewalt der ,dinge zu so erstaunlichen ,resultaten fhren4 ,fr die ,wespen1 welche ebenfalls ,tafeln mit sechseckigen ,zellen bauen1 war das ,problem dasselbe1 und sie haben es doch auf weit weniger sinnreiche ,art gelst4 ,ihre ,zellen sind nur einfach gelagert und besitzen somit keinen gemeinsamen ,boden1 wie die doppelseitige ,bienenwabe4 ,daher besitzen sie auch weniger ,haltbarkeit und ,regelmssigkeit und verursachen einen ,zeit-1 ,raum- und ,materialverlust1 der etwa ein ,viertel der unumgnglichen ,arbeit und ein ,drittel des notwendigen ,raumes darstellt4 ,desgleichen bauen die ,trigonen und ,meliponen1 die wirkliche ,hausbienen sind1 doch auf einer niedrigeren ,kulturstufe stehen1 ihre ,zellen nur ein ,stockwerk hoch und verbinden die horizontalen1 ber einander liegenden ,stockwerke durch unfrmige1 zeitraubende ,wachssulen4 ,ihre ,vorratszellen oder ,honigtpfe sind grosse1 regellos neben einander sitzende ,schluche und werden von den ,meliponen1 jeder ,raum- und ,materialersparnis zum ,trotze1 zwischen die ,tafeln des regulren ,wachsbaues eingeschoben4 ,und so machen denn ihre ,nester1 im ,vergleich zu der mathematisch gebauten ,stadt unserer ,hausbienen1 den ,eindruck eines ,marktfleckens von primitiven ,htten neben einer jener unerbittlich regelmssigen ,stdte1 die das vielleicht reizlose1 aber der menschlichen ,logik mehr entsprechende ,resultat eines immer hrter gewordenen ,kampfes gegen ,zeit1 ,raum und ,materie sind4 ,nach einer landlufigen1 brigens von ,buffon wieder aufgewrmten ,theorie sollen die ,bienen gar nicht die ,absicht haben1 sechseckige ,cylinder mit pyramidaler ,basis zu bauen2 sie wollen nur runde ,zellen in das ,wachs eingraben1 aber ihre ,nachbarinnen und die auf der anderen ,seite der ,tafel arbeitenden graben zu gleicher ,zeit mit der gleichen ,absicht die gleichen ,zellen1 und folglich nehmen diese an den ,berhrungsstellen notwendigerweise eine sechseckige ,form an4 ,dasselbe1 sagt man1 findet bei den ,krystallen1 den ,schuppen gewisser ,fische1 den ,seifenblasen u4 s4 w4 statt4 ,es findet gleichfalls bei folgendem1 von ,buffon vorgeschlagenem ,experiment statt4 ,man flle1 sagt er1 ein ,gefss mit ,erbsen oder einer anderen1 cylindrischen ,hlsenfrucht1 giesse soviel ,wasser hinein1 als zwischen den ,krnern ,platz ist1 schliesse es und lasse es kochen4 ,alle diese cylindrischen ,krner werden zu sechsseitigen ,sulen werden4 ,der ,grund ist leicht ersichtlich1 er ist rein mechanischer ,natur4 ,jedes ,korn von cylindrischer ,form hat beim ,aufquellen die ,tendenz1 sich in einem gegebenen ,raume so weit wie mglich auszudehnen2 sie werden durch den wechselseitigen ,druck also notwendiger ,weise smtlich sechseckig4 ,ebenso sucht jede ,biene in einem gegebenen ,raume soviel ,platz wie mglich zu erlangen1 und da der ,krper der ,bienen cylindrisch ist1 so mssen ihre ,zellen ebenfalls sechsseitig werden1 eben infolge des wechselseitigen ,widerstandes4 -- 99 99 99 99 99 ,in der ,that sind dies wechselseitige ,widerstnde von wunderbarer ,wirkung1 ebenso wie die ,laster der einzelnen ,menschen eine gemeinsame ,tugend hervorbringen1 die gengt1 um der menschlichen ,gattung1 die in ihrem ,individuum oft hassenswert ist1 jedes ,odium zu nehmen4 ,zunchst knnte man mit ,brougham1 ,kirby1 ,spence u4 a4 ,gelehrten antworten1 dass das ,experiment mit den ,seifenblasen und ,erbsen nichts beweist1 denn in beiden ,fllen fhrt der wechselseitige ,druck nur zu ganz unregelmssigen ,formen und erklrt jedenfalls nicht die ,ursache des prismatischen ,zellenbodens4 ,vor allem aber knnte man entgegnen1 dass es mehr als eine ,art giebt1 aus den blinden ,notwendigkeiten sein ,teil zu ziehen4 ,z4 ,b4 kommen die ,papierwespen1 die ,erdhummeln1 die ,meliponen und ,trigonen ,mexikos und ,brasiliens bei gleichen ,umstnden und gleichem ,zweck zu ganz anderen und offenbar minderwertigen ,ergebnissen4 ,endlich knnte man sagen1 dass die ,bienenzellen1 wenn sie den ,gesetzen der ,krystalle1 des ,schnees1 der ,seifenblasen und der gekochten ,erbsen ,buffons unterworfen sind1 durch ihre allgemeine ,symmetrie1 ihre ,anordnung in doppelseitigen ,waben1 ihre berechnete ,neigung u4 s4 w4 gleichzeitig noch vielen anderen ,gesetzen gehorchen1 welche die tote ,materie nicht kennt4 ,man knnte schliesslich noch hinzufgen1 dass der menschliche ,geist sich auch in der ,form befindet1 in der er aus den gleichen ,notwendigkeiten sein ,teil zieht1 und dass uns diese ,form nur darum als die bestmgliche erscheint1 weil wir keinen ,beurteiler ber uns haben4 ,aber es ist besser1 die ,thatsachen selbst reden zu lassen1 denn um einer ,einwendung zu begegnen1 die aus einem ,experiment gezogen ist1 giebt es nur ein ,mittel3 ein ,gegenexperiment4 ,um mich also zu vergewissern1 dass der sechsseitige ,bau der ,zellen wirklich in den ,geist der ,bienen eingeschrieben ist1 habe ich eines ,tages aus der ,mitte einer ,wabe1 und zwar an einer ,stelle1 wo sich ,brutzellen und ,honigbau befanden1 ein rundes ,stck von der ,grsse eines ,fnffrankenstcks herausgeschnitten4 ,nachdem ich dieses ,stck in der ,mitte durchgeteilt hatte1 wo die pyramidalen ,zellenbden aneinander stossen1 legte ich auf die ,schnittflche der einen ,hlfte ein ,zinnblttchen von demselben ,umfange und stark genug1 dass die ,bienen es nicht verbiegen konnten4 ,dann setzte ich den ,ausschnitt wieder ein4 ,die eine ,wabenseite war also ganz normal1 da der ,schaden derart repariert war1 die andre dagegen enthielt ein grosses ,loch1 dessen ,boden aus einer ,zinnscheibe bestand1 und in dem etwa dreissig ,zellen fehlten4 ,die ,bienen waren zunchst ganz verblfft1 kamen massenhaft herbei1 um den unglaublichen ,abgrund zu prfen und zu erforschen1 und liefen mehrere ,tage ratlos herum1 ohne zu einem ,entschluss kommen zu knnen4 ,da ich sie aber jeden ,abend stark ftterte1 kam schliesslich ein ,augenblick1 wo sie keine ,zellen mehr frei hatten1 um ihre ,vorrte zu bergen4 ,wahrscheinlich erhielten die grossen ,baumeister1 die ,steinmetze und ,wachszieherinnen nun ,befehl1 den unntzen ,abgrund nutzbar zu machen4 ,eine dicke ,kette von ,wachsbereiterinnen bildete sich um das ,loch1 um die ntige ,wrme zu erzeugen1 andere kletterten hinein und begannen die ,metallscheibe mit kleinen ,wachsleisten in regelmssigen ,abstnden ringsherum an den ,ecken der angrenzenden ,zellen zu befestigen4 ,dann gingen sie an die ,errichtung von drei oder vier ,zellen in dem oberen ,halbkreise der ,scheibe1 und zwar im ,anschluss an die kleinen ,leisten4 ,jede dieser bergangszellen war am usseren ,rande mehr oder weniger unregelmssig gebaut1 um sich dem ursprnglichen ,bau anzuschliessen1 aber die untere ,hlfte bildete auf der ,zinnscheibe stets drei genau abgezirkelte ,winkel1 und es entstanden bereits drei kleine gerade ,linien1 welche die erste ,hlfte der nchsten ,zelle andeuteten4 ,nach #dh ,stunden war die ganze ,zinnscheibe mit angefangenen ,zellen bedeckt1 obschon hchstens drei ,bienen in der engen ffnung bauen konnten4 ,die ,zellen waren zwar unregelmssiger1 als bei gewhnlichem ,bau1 und die ,knigin htete sich wohl1 als sie dieselben untersucht hatte1 sie zu bestiften1 denn die ,brut1 die daraus entstanden wre1 wrde sehr unregelmssig ausgefallen sein4 ,aber sie waren alle vollstndig sechseckig1 ohne eine krumme ,linie1 eine abgerundete ,ecke1 wiewohl alle gewhnlichen ,voraussetzungen verndert waren4 ,die ,zellen waren nicht1 wie bei ,hubers ,beobachtung1 in einen ,wachsblock eingegraben1 noch1 wie nach ,darwins ,beobachtung1 in einem ,wachszipfel angelegt1 erst kreisfrmig und dann durch den ,gegendruck derer ,nachbarzellen sechseckig4 ,es war keine ,rede von wechselseitigen ,widerstnden1 denn sie entstanden eine nach der andern und ihre kleinen ,anfangslinien entstanden frei auf eine ,art von tabula rasa4 ,es scheint also festzustehen1 dass das ,sechseck nicht das ,resultat mechanischen ,druckes ist1 sondern vielmehr der ,absicht und ,erfahrung1 der ,intelligenz und dem ,willen der ,bienen entspringt4 ,nebenbei gesagt1 beobachtete ich noch einen anderen merkwrdigen ,zug ihres ,scharfsinns3 die auf die ,metallscheibe gebauten ,zellen hatten keinen ,wachsboden4 ,die ,baumeister des ,volkes hatten also augenscheinlich festgestellt1 dass das ,zinn stark genug war1 um ,flssigkeiten abzudmmen1 und darum hatten sie es nicht fr ntig erachtet1 es mit ,wachs zu berziehen4 ,doch als kurz darauf ein paar ,honigtropfen in zwei dieser ,zellen gebracht wurden1 bemerkten sie wahrscheinlich1 dass sich der ,honig bei ,berhrung mit dem ,metall mehr oder weniger vernderte4 ,sie liessen sich dies also gesagt sein und berzogen die ganze ,zinnflche mit ,wachs4 99 99 99 99 99 ,wollten wir alle die ,geheimnisse dieser geometrischen ,bauweise ans ,licht ziehen1 so mssten wir mehr als eine seltsame ,frage errtern1 z4 ,b4 die ,form der ersten1 an das ,dach des ,bienenstockes angehefteten ,zellen1 welche so gebaut sind1 dass sie dieses ,dach an mglichst vielen ,stellen berhren4 ,man msste auch sein ,augenmerk nicht sowohl auf die ,anlage der grossen ,strassen lenken1 die durch den ,parallelismus der ,waben bedingt wird1 als vielmehr auf die ,verteilung der ,gassen und ,durchgnge1 die hin und wieder durch die ,tafeln hindurch oder um sie herum ausgespart sind1 um den ,verkehr zu erleichtern und ,luftwege zu schaffen1 und die durch ihre geschickte ,anlage sowohl grosse ,umwege wie zu grosses ,gedrnge verhindern4 ,endlich msste man die ,bauart der bergangszellen und die wunderbare ,einmtigkeit studieren1 mit der die ,bienen ihre ,zellen in einem gegebenen ,augenblick erweitern1 sei es1 dass die ,ernte besonders ergiebig ausfllt und grssere ,gefsse erheischt1 sei es1 dass sie die ,volkszahl fr stark genug halten oder die ,aufziehung von ,drohnen notwendig wird4 ,zugleich msste man die kluge ,sparsamkeit und harmonische ,sicherheit bewundern1 mit der sie in solchen ,fllen von den kleinen ,zellen zu grossen und von den grossen zu kleinen1 von der vollendeten ,symmetrie zu einer unvermeidlich unsymmetrischen ,bauart bergehen1 um alsbald1 wenn die ,gesetze ihrer lebendigen ,mathematik es erlauben1 zur idealen ,regel zurckzukehren1 ohne eine ,zelle zu verlieren1 ohne in der ,flucht ihrer ,bauten ein aufgegebenes1 kindliches1 unreifes und barbarisches ,stadtviertel1 einen unbrauchbaren ,bezirk zu hinterlassen4 ,aber ich frchte1 ich habe mich schon in viele belanglose ,einzelheiten verloren1 wenigstens sind sie belanglos fr einen ,leser1 der vielleicht nie mit eigenen ,augen einen ,bienenschwarm gesehen hat oder sich nur im ,vorbeigehen dafr interessiert1 wie wir im ,vorbeigehen an einer ,blume1 einem ,vogel1 einem seltenen ,steine ,gefallen finden1 ohne etwas anderes zu verlangen1 als eine kleine1 oberflchliche ,gewissheit1 und ohne uns genugsam zu sagen1 dass das geringste ,geheimnis eines ,dinges1 das wir in der aussermenschlichen ,natur erblicken1 an dem tiefen ,rtsel unseres ,ursprunges und ,zweckes vielleicht einen unmittelbareren ,anteil hat1 als das ,geheimnis unserer glhendsten und mit besonderer ,vorliebe erforschten ,leidenschaften4 99 99 99 99 99 ,um diese ,studie nicht unntig zu beschweren1 bergehe ich auch die erstaunliche ,thatsache1 dass die ,bienen die ,rnder ihrer ,waben bisweilen abtragen und zerstren1 wenn sie dieselben erweitern oder verlngern wollen4 ,man wird mir freilich zugeben1 dass zerstren1 um neu zu bauen1 vernichten1 was man geschaffen hat1 um es noch einmal und zwar regelmssiger zu machen1 eine eigentmliche ,spaltung des blinden ,instinkts voraussetzt4 ,ich bergehe ferner einige bemerkenswerte ,experimente1 bei denen man sie zwingen kann1 ihre ,waben kreisfrmig1 oval oder in ganz bizarren ,formen anzulegen2 ebenso will ich nicht weiter errtern1 auf welche sinnreiche ,weise sie es fertig bringen1 dass die erweiterten ,zellen der konvexen ,seite mit denen der konkaven ,seite der ,tafel bereinstimmen4 ,nur mchte ich1 ehe ich diesen ,gegenstand verlasse1 einen ,augenblick dabei verweilen1 auf welche geheimnisvolle ,weise sie ihre ,arbeit in ,einklang setzen und ihre ,massregeln ergreifen1 wenn sie zu gleicher ,zeit und ohne sich zu sehen1 auf beiden ,seiten einer ,tafel arbeiten4 ,man halte eine dieser ,tafeln gegen das ,licht1 und man wird aus dem durchsichtigen ,wachs ein ganzes ,netz von ,prismen mit haarscharfen ,spitzen und ,kanten1 ein ganzes ,system von ,konstruktionen mit scharfen ,schattenlinien hervortreten sehen1 die so sicher gefhrt sind1 als wren sie in ,stahl getzt4 ,ich weiss nicht1 ob sich jemand1 der nie einen ,blick in das ,innere eines ,bienenstockes geworfen hat1 die ,anordnung und das ,aussehen der ,waben richtig vorstellen kann4 ,man denke sich also1 um den burischen ,bienenstock zu nehmen1 in dem die ,biene sich vllig selbst berlassen ist1 einen ,stroh- oder ,weidenkorb4 ,dieser ,korb ist von oben bis unten in fnf1 sechs1 acht1 bisweilen auch zehn genau parallele ,wachstafeln geteilt1 die wie grosse durchgeschnittene ,brote aussehen und sich von der ,spitze des ,bienenstockes bis auf den ,boden herab ziehen1 indem sie sich der ovalen ,form seiner ,wnde genau anschmiegen4 ,zwischen je zwei dieser ,tafeln ist ein ,raum von einer ,zellenhhe ausgespart1 in dem die ,bienen sich aufhalten und gehen4 ,in dem ,augenblicke1 wo oben in der ,spitze des ,bienenstockes mit dem ,bau einer dieser ,tafeln begonnen wird1 ist die angefangene ,wachswand1 die spter ausgezogen und verdnnt wird1 noch sehr stark und trennt die fnfzig oder sechzig ,bienen1 die auf der ,vorderseite arbeiten1 vollstndig von den ebensovielen ,bienen1 die die ,rckwand ausmeisseln1 sodass sie sich gegenseitig nicht sehen knnen1 vorausgesetzt1 dass ihre ,augen nicht die ,gabe haben1 die dunkelsten ,krper zu durchdringen4 ,nichtsdestoweniger grbt keine ,biene der ,vorderseite ein ,loch oder klebt ein ,wachsstck an1 das nicht einer ,aus- oder ,einbuchtung auf der anderen ,seite entsprche und umgekehrt4 ,wie fangen sie das an8 ,wie kommt es1 dass die eine nicht zu tief und die andere nicht zu flach grbt8 ,wie kommt es1 dass alle ,winkel der ,rhomben stets so wunderbar zusammentreffen8 ,wer sagt ihnen1 hier anzufangen und dort aufzuhren8 ,wir mssen uns wieder einmal mit der ,antwort begngen1 die keine ,antwort ist3 ,das ist ein ,mysterium des ,bienenstocks4 ,huber hat versucht1 dieses ,geheimnis zu erklren2 er hat gesagt1 sie riefen durch den ,druck ihrer ,fsse oder ihrer ,zhne in gewissen ,abstnden leichte ,ausbuchtungen auf der entgegengesetzten ,seite hervor1 oder sie berzeugten sich von der grsseren oder geringeren ,strke der ,wachswand durch den ,grad der ,biegsamkeit1 ,elastizitt oder einer anderen physischen ,eigenschaft des ,wachses1 oder auch1 ihre ,fhler schienen zur ,untersuchung der zartesten1 fernsten ,umrisse gemacht und dienten ihnen zum ,kompass im ,unsichtbaren1 oder endlich1 die ,lage aller ,zellen ergbe sich mit mathematischer ,genauigkeit aus ,anlage und ,grssenverhltnissen der obersten ,zellen1 ohne dass es anderweitiger ,maassnahmen bedrfte4 ,aber diese ,erklrungen sind1 wie man sieht1 unzulnglich4 ,die ersteren sind unbeweisbare ,hypothesen1 und die anderen geben dem ,mysterium nur einen anderen ,namen4 ,und wenn es auch gut ist1 mit den ,mysterien so oft wie mglich einen ,namens- und ,ortswechsel vorzunehmen1 so darf man sich doch nicht dem ,irrglauben hingeben1 dass solch ein ,ortswechsel hinreichte1 um sie zu zerstren4 99 99 99 99 99 ,verlassen wir endlich die eintnigen ,tafeln und die geometrische ,einde der ,zellen4 ,hier sind fertige ,waben1 die bewohnt werden knnen4 ,wenn auch nur verschwindend ,kleines sich zu verschwindend ,kleinem fgt1 ohne scheinbare ,aussicht auf ,fortschritt1 und unser ,auge1 das so wenig sieht1 hinblickt1 ohne etwas zu sehen1 so bleibt der ,wachsbau doch keinen ,augenblick stehen1 weder bei ,tage noch bei ,nacht1 vielmehr wchst er mit ausserordentlicher ,geschwindigkeit4 ,mehr als einmal ist die ,knigin schon durch das ,dunkel der wachsbleichen ,werksttten gelaufen1 und sobald die ersten ,reihen der knftigen ,wohnung entstanden sind1 ergreift sie von ihnen ,besitz1 und mit ihr das ,gefolge ihrer ,leibwache1 ihrer ,beraterinnen und ,mgde1 denn man kann nicht sagen1 ob sie gefhrt oder begleitet1 verehrt oder berwacht wird4 ,an der ,stelle angekommen1 die sie fr geeignet hlt oder die ihre ,ratgeberinnen ihr bezeichnen1 krmmt sie den ,rcken1 beugt sich zurck und fhrt das ,ende ihres langen1 spindelfrmigen ,hinterleibes in eine der ,zellen ein1 whrend all die kleinen aufmerksamen ,kpfe mit den grossen schwarzen ,augen sie begeistert umringen1 ihr die ,beine sttzen1 die ,flgel streicheln und mit ihren fiebernden ,fhlern ber sie hintasten1 wie um sie zu ermutigen1 zu drngen und zu beglckwnschen4 ,die ,stelle1 an der sie sitzt1 erkennt man leicht2 sie bildet in jener gestirnten ,kokarde1 oder besser in jener ovalen ,brosche1 die den mchtigen ,broschen unserer ,grossmtter hnelt1 den ,mittelstein4 ,es ist nmlich bemerkenswert1 da sich die ,gelegenheit1 es zu bemerken1 hier bietet1 dass die ,arbeitsbienen ihrer ,knigin niemals den ,rcken zudrehen4 ,sobald sie einer ,gruppe naht1 stellen sich alle mit den ,augen und ,fhlern gegen sie und gehen rckwrts vor ihr4 ,es ist dies ein ,zeichen von ,ehrfurcht oder vielleicht von ,besorgnis1 die1 so grundlos sie hier auch scheinen mag1 nichtsdestoweniger immer rege und ganz allgemein ist4 ,kommen wir indes auf unsere ,knigin zurck4 ,oft geschieht es bei dem leichten ,krampf1 der das ,eierlegen sichtbar begleitet1 dass eine ihrer ,tchter sie in ihre ,arme schliesst und ,stirn an ,stirn1 ,mund an ,mund1 mit ihr zu flstern scheint4 ,sie bleibt diesen etwas berschwenglichen ,liebesbezeugungen gegenber jedoch ziemlich gleichgiltig2 sie regt sich nie auf1 nimmt sich stets ,zeit und geht ganz in ihrem ,berufe auf1 der fr sie mehr eine ,liebeswonne als eine ,arbeit zu sein scheint4 ,endlich1 nach ,verlauf einiger ,sekunden1 richtet sie sich ruhig wieder auf1 macht einen ,schritt zur ,seite1 dreht sich etwas um und steckt den ,kopf in die ,nebenzelle1 um sich1 bevor sie den ,hinterleib in diese einfhrt1 zu berzeugen1 ob alles in ,ordnung ist und ob sie dieselbe ,zelle nicht zweimal bestiftet1 whrend zwei oder drei ,bienen aus ihrem ,gefolge schnell nacheinander in die von ihr verlassene ,zelle strzen1 um nachzusehen1 ob das ,werk vollbracht ist1 und das kleine bluliche ,ei1 das sie auf den ,boden gesetzt hat1 mit ihrer ,frsorge zu umgeben oder richtig hinzustellen4 ,von nun an rastet sie bis zu den ersten ,herbstfrsten nicht mehr im ,eierlegen2 sie legt1 whrend sie gefttert wird1 und schlft1 wenn sie schlft1 im ,legen4 ,sie ist fortan die ,verkrperung jener alles verschlingenden ,macht1 die jeden ,winkel des ,stockes ergreift3 der ,zukunft4 ,schritt fr ,schritt folgt sie den unglcklichen ,arbeitsbienen1 die sich im ,bauen der ,wiegen erschpfen1 welche ihre ,fruchtbarkeit heischt4 ,man kann auf diese ,weise einem ,wettkampfe zweier mchtiger ,instinkte folgen1 dessen ,ausgang auf verschiedene ,wunder des ,bienenstockes genug ,licht wirft1 nicht um sie zu erklren1 wohl aber1 um auf sie hinzuweisen4 ,es kommt z4 ,b4 vor1 dass die ,arbeitsbienen in ihrer treuen ,hausfrauenfrsorge1 die sie ,vorrte fr schlechte ,zeiten aufspeichern heisst1 einen ,vorsprung gewinnen1 indem sie die ,zellen1 die sie der ,habsucht der ,gattung abgerungen haben1 in aller ,eile mit ,honig fllen4 ,aber die ,knigin kommt herbei2 die materiellen ,gter mssen dem ,gedanken der ,art weichen1 und die ,arbeitsbienen schaffen den lstigen ,schatz voller ,verzweiflung hastig bei ,seite4 ,es kommt auch vor1 dass ihr ,vorsprung eine ganze ,wabe betrgt3 dann haben sie das ,symbol der ,tyrannei einer ,zukunft1 die keine von ihnen je erblicken wird1 nicht mehr vor ,augen und bauen1 sich dies zu ,nutze machend1 so schnell wie mglich eine ,reihe von grossen1 sogenannten ,drohnenzellen1 die viel leichter und schneller zu errichten sind4 ,in dieser undankbaren ,zone angelangt1 bestiftet die ,knigin hie und da nicht ohne ,widerwillen eine ,zelle1 berschlgt die meisten anderen und fordert1 am ,ende angelangt1 neue ,arbeitsbienenzellen4 ,die ,arbeitsbienen gehorchen1 verengern die ,zellen allmhlich und die unersttliche ,mutter setzt ihren ,rundgang fort1 bis sie von den ,enden des ,bienenstockes wieder zu den ersten ,zellen gelangt ist1 die in der ,zwischenzeit von der eben auskriechenden ersten ,generation besetzt waren1 welche sich aus ihrem dunklen ,geburtswinkel soeben ber die ,blumen der ,umgegend ergiesst1 die ,sonnenstrahlen bevlkert und die schnsten ,stunden des ,jahres belebt1 um sich ihrerseits wieder dem nachfolgenden ,geschlechte zu opfern1 das sie in ihren ,wiegen schon ablst4 99 99 99 99 99 ,und die ,bienenknigin1 wem gehorcht die8 ,der ,nahrung1 die ihr gegeben wird1 denn sie ernhrt sich nicht selbst1 sie wird wie ein ,kind von eben den ,arbeitsbienen gefttert1 die ihre ,fruchtbarkeit erschpft4 ,und diese ,nahrung wiederum1 die ihr die ,arbeitsbienen zuteilen1 hngt von dem ,blumenreichtum und den ,ergebnissen der ,trachtzeit ab4 ,auch hier also1 wie berall auf ,erden1 ist ein ,teil des ,kreises in ,finsternis getaucht2 auch hier1 wie berall1 kommt der hchste ,befehl von aussen1 von einer unbekannten ,macht1 und die ,bienen gehorchen gleich uns dem namenlosen ,herrn des aus sich rollenden ,rades1 das die es bewegenden ,willenskrfte zermalmt4 ,als ich einem ,freunde krzlich in einem meiner ,beobachtungsksten die ,bewegung dieses ,rades zeigte1 die so sichtbar ist1 wie die einer grossen ,wanduhr1 als er die ,unruhe und das zahllose ,hin und ,her auf den ,waben1 das bestndige1 rtselhafte1 tolle ,beben und ,zittern der ,pflegerinnen auf dem ,brutnest1 die lebenden ,gnge und ,leitern1 welche die ,wachszieherinnen bilden1 die alles befruchtenden ,spiralen der ,knigin1 das mannigfaltige1 unaufhrliche ,schaffen des ,schwarmes1 die erbarmungslose und vergebliche ,arbeit1 den verzehrenden ,eifer im ,gehen und ,kommen1 das ,fehlen jedes ,schlafes1 ausser in den ,wiegen1 welche von ,arbeit umringt sind1 ja selbst das ,fernbleiben des ,todes von einem ,orte1 der weder ,krankheit noch ,grber zulsst -- als er dies alles sah1 da wandte er nach dem ersten ,staunen die ,augen ab und ich las darin ,trbsal und ,schauder4 ,in der ,that steht im ,bienenstock hinter dem frhlichen ,eindruck des ersten ,anblicks1 hinter den leuchtenden ,erinnerungen der schnen ,tage1 die ihn erfllen und zur ,juwelenlade des ,sommers machen1 hinter dem trunkenen ,hin und ,her1 das ihn mit den ,blumen1 den ,wasserbchen und dem blauen ,himmel1 mit dem friedlichen berfluss aller schnen und glcklichen ,dinge verknpft -- hinter all diesen usseren ,wonnen verbirgt sich in der ,that ein ,schauspiel1 das zu dem ,traurigsten gehrt1 was man sehen kann4 ,und wir ,blinde1 die wir nur blde ,augen ffnen1 wenn wir diese unschuldig ,verurteilten ansehen1 wir wissen wohl1 dass es nicht sie allein sind1 die wir zu sehen uns bemhen1 dass es nicht sie allein sind1 die wir nicht verstehen1 sondern nur eine traurige ,gestalt jener grossen ,kraft1 die auch uns beseelt4 ,ja1 wenn man will1 so ist dies traurig1 wie alles in der ,natur1 wenn man nher zusieht4 ,und es wird so lange traurig sein1 solange wir ihr ,geheimnis nicht wissen1 noch ob sie eines hat4 ,und wenn wir eines ,tages erfahren1 dass sie keines hat oder dass dies ,geheimnis schauerlich ist1 dann werden andere ,pflichten zu ,tage treten1 die vielleicht noch namenlos sind4 ,inzwischen mge unser ,herz sich sagen1 wenn ihm danach gelstet3 ,das ist traurig1 aber unsere ,vernunft mge sich begngen1 zu sagen3 ,das ist so4 ,unsere ,pflicht ist zu dieser ,stunde1 danach zu suchen1 ob hinter diesem ,traurigen nichts anderes liegt1 und darum soll man die ,augen nicht davon abwenden1 sondern es fest anschauen und mit so viel ,mut und ,teilnahme erforschen1 als wre es etwas ,freudiges4 ,es gebhrt sich1 die ,natur zu befragen1 ehe wir sie verurteilen und uns beklagen4 -- 99 99 99 99 99 ,wir haben gesehen1 dass die ,arbeitsbienen1 sobald sie durch die bedrohliche ,fruchtbarkeit der ,mutter nicht mehr gedrngt werden1 ,vorratszellen anlegen1 die sich mit geringeren ,mitteln bauen lassen und mehr ,fassungsvermgen haben1 als die ,arbeitsbienenzellen4 ,wir haben andererseits gesehen1 dass die ,knigin lieber die kleinen ,zellen bestiftet und unaufhrlich nach solchen verlangt4 ,nichtsdestoweniger schickt sie sich1 wenn keine da sind1 in die ,verhltnisse und legt in ,erwartung neu zu erbauender ,arbeitsbienenzellen ihre ,eier auch in die grossen ,zellen1 die sie auf ihrem ,wege findet4 ,die ,bienen1 die aus ihnen hervorgehen1 sind mnnliche ,bienen oder ,drohnen1 wiewohl die ,eier genau ebenso aussehen1 wie die der ,arbeitsbienen4 ,nun aber ist im ,gegensatz zur ,verwandlung einer ,arbeitsbiene in eine ,knigin1 nicht die ,form und der grssere ,umfang der ,zelle fr die ,vernderung maassgebend1 denn wenn man ein ,ei1 das in eine grosse ,zelle gelegt ist1 in eine kleine ,zelle schafft 7was schwer zu bewerkstelligen ist1 weil das ,ei sehr klein und verletzlich ist1 so dass mir diese ,umquartierung nur vier- oder fnfmal geglckt ist71 so geht daraus ein mehr oder minder schmchtiges1 aber unverkennbares ,mnnchen hervor4 -- ,die ,knigin muss beim ,eierlegen also das ,vermgen haben1 das ,geschlecht des ,eies zu erkennen oder zu bestimmen und der ,grsse der ,zelle1 ber der sie niederhockt1 anzupassen4 ,es kommt selten vor1 dass sie sich tuscht4 ,wie geschieht das8 ,wie ist es mglich1 dass sie bei den tausenden von ,eiern1 die ihre beiden ,eierstcke enthalten1 die mnnlichen und weiblichen zu scheiden weiss1 und wie gelangen diese nach ihrem ,willen in den gemeinsamen ,eileiter8 ,wir stehen hier wiederum vor einem der ,wunder des ,bienenstockes1 und zwar vor einem der unerklrlichsten4 ,es ist bekannt1 dass die jungfruliche ,knigin keineswegs unfruchtbar ist1 dass sie hingegen nur ,drohneneier legen kann4 ,erst nach der ,befruchtung des ,hochzeitsausfluges bringt sie ,drohnen- und ,arbeitsbieneneier zur ,welt1 und zwar bleibt sie von dem ,hochzeitsausfluge an bis zu ihrem ,tode mit den ,samenfden geschwngert1 die sie ihrem unglcklichen ,buhlen entreisst4 ,diese ,samenfden1 deren ,zahl ,dr4 ,leuckart auf #be ,millionen schtzt1 bleiben in einer besonderen ,samentasche unter den ,eierstcken am ,anfang des gemeinsamen ,eileiters bewahrt und halten sich darin lebend4 ,man nimmt an1 dass die enge ffnung der kleinen ,zellen und die ,art1 wie die ,form dieser ,mndung die ,knigin zwingt1 sich zu bcken und niederzuhocken1 auf die ,samenfden einen gewissen ,druck ausbt1 so dass dieselben herausquellen und das ,ei im ,vorbeigleiten befruchten4 ,dieser ,druck findet nicht statt bei den grossen ,drohnenzellen und die ,samentasche ffnet sich dann nicht4 ,andere dagegen sind der ,meinung1 dass die ,knigin wirklich ,herr der ,schliessmuskeln ihrer ,samentasche ist1 und in der ,that sind diese ,muskeln ausserordentlich zahlreich1 ausgebildet und mannigfach4 ,ohne darum entscheiden zu wollen1 welche von diesen zwei ,hypothesen die bessere ist -- denn je weiter man geht1 desto mehr nimmt man wahr1 je mehr man einsieht1 dass man nur ein ,schiffbrchiger auf dem bisher fast unerforschten ,meere der ,natur ist1 desto besser erkennt man1 dass immer eine ,thatsache bereit ist1 aus dem ,schosse einer pltzlich durchsichtiger werdenden ,welle emporzutauchen und mit einem ,schlage alles zu vernichten1 was man zu wissen glaubte -- so kann ich doch nicht leugnen1 dass ich mehr zu der letzteren ,annahme hinneige4 ,denn einmal beweisen die ,experimente eines ,bienenvaters aus ,bordeaux1 ,namens ,drory1 dass die ,knigin1 auch wenn alles ,drohnenwerk aus dem ,stocke entfernt ist1 sobald der ,augenblick zum ,legen von ,drohneneiern gekommen ist1 nicht zgert1 diese in ,arbeitsbienenzellen zu legen1 und umgekehrt ,arbeitsbieneneier in ,drohnenzellen1 wenn man ihr keine anderen brig gelassen hat4 ,ferner geht aus den schnen ,beobachtungen von ,fabre ber die ,mauerbienen 7,osmiae71 einsame ,kunstbienen aus der ,familie der ,bauchsammler1 zur ,genge hervor1 dass die ,mauerbiene das ,geschlecht des ,eies1 das sie legen wird1 nicht nur im ,voraus kennt2 auch die ,geschlechtsbestimmung liegt in der ,macht der ,mutter1 und diese richtet sich dabei nach dem ihr zu ,gebote stehenden ,platz1 der oft vom ,zufall abhngig und nicht modificierbar ist1 indem sie hier ein mnnliches1 dort ein weibliches ,ei legt4 ,ich will auf die ,einzelheiten der ,experimente des grossen franzsischen ,entomologen nicht nher eingehen2 sie sind zu verwickelt und wrden uns zu weit fhren4 ,aber welche ,hypothese auch zuletzt recht behlt1 sie wrden beide die ,vorliebe der ,knigin1 nur ,arbeitsbienenzellen zu bestiften1 ganz ohne ,hineinziehung der ,zukunft erklren4 ,es ist dabei nicht ausgeschlossen1 dass die ,sklavin dieser ,zukunft1 die wir zu beklagen geneigt sind1 vielleicht eine grosse ,liebende1 ein ,ausbund von ,wollust ist und in der ,vereinigung des mnnlichen und weiblichen ,prinzipes1 die sich in ihrem ,wesen vollzieht1 eine gewisse ,wonne und gleichsam einen ,nachgeschmack der ,trunkenheit ihres einzigen ,hochzeitsausfluges empfindet4 ,vielleicht ist die ,natur1 die nie sinnreicher1 nie hinterlistiger1 weitblickender und erfindungsreicher ist1 als wenn sie die ,fallen der ,liebe stellt1 auch hier darauf bedacht gewesen1 das ,interesse der ,gattung auf eine persnliche ,wonne zu sttzen4 ,aber seien wir vorsichtig und lassen wir uns nicht von unserer eigenen ,erklrung blenden4 ,der ,natur derart einen ,gedanken zuschreiben und whnen1 das sei genug1 heisst einen ,stein in einen unerforschlichen ,abgrund werfen1 wie man ihn im ,grunde mancher ,hhlen findet1 und sich dabei einbilden1 der ,schall1 den dieser ,stein im ,fallen verursacht1 wird auf alle unsere ,fragen antworten und uns mehr offenbaren1 als die ,unermesslichkeit des ,abgrundes4 ,wenn man nachspricht3 die ,natur will dies1 sie organisiert dieses ,wunder1 geht auf diesen ,endzweck aus1 so kommt das auf dasselbe heraus1 als wenn man sagt3 eine kleine ,erscheinung des ,lebens weiss sich in der ,zeit1 in der wir sie beobachten knnen1 auf der ungeheuren ,oberflche der ,materie1 die uns leblos erscheint und darum von uns1 anscheinend sehr zu ,unrecht1 das ,nichts oder der ,tod genannt wird1 zu behaupten4 ,ein durchaus nicht notwendiges ,zusammentreffen von ,umstnden liess diese ,erscheinung unter tausend anderen1 vielleicht nicht minder sinn- und belangreichen1 sich durchsetzen1 whrend diese nicht die ,gunst der ,verhltnisse besassen und auf ewig verschwunden sind1 ohne dass wir sie htten bestaunen knnen4 ,es wre tollkhn1 wollte man mehr sagen1 und alles brige1 unsere ,gedanken und unser hartnckiger ,glaube an ,zwecke1 unser ,hoffen und unsere ,bewunderung ist im ,grunde etwas ,unbekanntes1 das wir in etwas noch ,unbekannteres werfen1 um ein kleines ,gerusch zu verursachen1 das uns ein ,bewusstsein von der hchsten ,stufe des besonderen ,daseins giebt1 die wir auf dieser stummen und unerforschlichen ,oberflche erreichen knnen1 wie das ,lied der ,nachtigall und der ,flug dem ,kondor die hchste ,stufe des besonderen ,daseins ihrer ,art offenbaren4 ,nichts destoweniger bleibt es eine unserer unzweifelhaftesten ,pflichten1 dieses kleine ,gerusch hervorzurufen1 ohne uns dadurch entmutigen zu lassen1 dass es wahrscheinlich vergeblich ist4 ,,die ,,jungen ,k,,niginnen ,schliessen wir hier unsern jungen ,bienenstock1 wo der ,kreislauf des ,lebens von ,neuem beginnt1 wo das ,leben sich ausbreitet und mehrt1 um sich alsbald wieder zu teilen1 wenn es den ,gipfel seiner ,macht und seines ,glckes erreicht hat1 und ffnen wir noch einmal den ,mutterstock1 um zu beobachten1 was nach ,abzug des ,schwarmes darin geschieht4 ,sobald die ,aufregung des ,aufbruches sich gelegt hat und zwei ,drittel der ,einwohner ohne ,aussicht auf ,wiederkehr ausgewandert sind1 liegt der ,stock verdet1 wie ein ,krper1 der sein ,blut verloren hat4 ,er ist matt1 entkrftet1 fast tot4 ,trotzdem sind einige tausend ,bienen zurckgeblieben4 ,sie nehmen unerschttert1 wenn auch etwas gedrckt1 die ,arbeit wieder auf1 suchen die ,fehlenden so gut wie mglich zu ersetzen1 entfernen die ,spuren der vorangegangenen ,orgie1 verschliessen die zum ,plndern freigegebenen ,vorrte1 befliegen die ,blten1 wachen ber die ,speicher der ,zukunft1 kurz1 sind sich ihrer ,aufgabe bewusst und ihrer ,pflicht1 welche ein ganz bestimmtes ,schicksal vorschreibt1 treu ergeben4 ,aber wenn die ,gegenwart trbe erscheint1 so ist alles1 worauf das ,auge fllt1 von ,hoffnungen erfllt4 ,wir sind in einem jener ,mrchenschlsser der deutschen ,sage1 dessen ,wnde aus tausend und abertausend ,phiolen bestehen1 welche die ,seelen der ,ungeborenen enthalten4 ,wir sind an der ,sttte des ,lebens1 das dem ,leben vorausgeht4 berall ruhen in wohlverschlossenen ,wiegen1 in dem zahllosen bereinander der wunderbaren sechseckigen ,zellen1 ,myriaden von ,nymphen1 weisser als ,milch1 die ,beine zusammengelegt und das ,kpfchen ber die ,brust gebeugt1 und warten auf die ,stunde des ,erwachens4 ,wenn man sie so sieht in ihrem einfrmigen ,grabe1 das1 aus seiner ,umgebung herausgelst1 fast durchsichtig ist1 so mchte man sagen1 es sind eisgraue ,zwerge in tiefem ,sinnen oder ,legionen von ,jungfrauen1 in die ,falten ihres ,leichentuches gehllt und in sechskantige ,prismen eingesargt1 die ein unbezhmbarer ,geometer bis zum ,wahnsinn fort und fort gebaut hat4 ,auf dem gesamten ,umkreise dieser senkrechten ,mauern1 die eine werdende1 sich wandelnde ,welt umschliessen1 die vier oder fnf ,mal die ,hlle wechselt und ihr ,linnen im ,finstern webt1 tanzen ein paar hundert ,arbeitsbienen flgelschlagend herum1 um die ntige ,wrme zu erzeugen und auch noch um eines dunkleren ,zweckes willen1 denn ihr ,reigen weist aussergewhnliche1 methodische ,bewegungen auf1 die einen1 wie ich glaube1 bisher von keinem ,beobachter erschlossenen ,zweck haben4 ,nach ,verlauf weniger ,tage reissen die ,deckel dieser ,myriaden von ,urnen 7man zhlt deren in einem starken ,bienenstock #fjjjj bis #hjjjj71 und zwei grosse ernste schwarze ,augen kommen zum ,vorschein1 darber ein paar ,fhler1 die das ,dasein ringsum schon betasten1 whrend die thtigen ,kinnbacken die ffnung erweitern4 ,sogleich kommen die ,ammen herbei1 helfen der jungen ,biene aus ihrem ,gefngnis heraus1 sttzen1 brsten und subern sie und bieten ihr auf der ,spitze ihrer ,zunge den ersten ,honig ihres neuen ,lebens dar4 ,sie1 die aus einer andern ,welt kommt1 ist noch betubt1 blass und schwankend2 sie hat das hinfllige ,aussehen eines kleinen ,greises1 der dem ,grabe entronnen ist4 ,man mchte sagen1 sie ist wie ein ,wanderer1 der mit dem flaumweichen ,staube der unbekannten1 zum ,dasein fhrenden ,strassen bedeckt ist4 ,im brigen ist sie vom ,kopf bis zu ,fssen vollkommen entwickelt1 weiss unmittelbar alles1 was sie zu wissen hat1 und begiebt sich1 gleich jenen ,kindern des ,volkes1 die sozusagen schon in der ,wiege lernen1 dass sie nie die ,zeit haben werden1 zu lachen und zu spielen1 alsbald nach den noch verdeckelten ,zellen1 um ebenfalls mit den ,flgeln zu schlagen1 sich rhythmisch zu bewegen und ihre noch schlummernden ,schwestern zu wrmen1 ohne dass es ihr in den ,sinn kme1 das erstaunliche ,rtsel ihrer ,bestimmung und ihrer ,gattung lsen zu wollen4 99 99 99 99 99 ,einstweilen bleiben ihr die anstrengendsten ,verrichtungen trotzdem noch erspart4 ,sie verlsst den ,stock erst acht ,tage nach ihrer ,geburt1 um ihren ersten ,reinigungsausflug zu machen und ihre ,luftscke mit ,luft zu fllen4 ,diese schwellen alsbald auf1 weiten ihren ganzen ,krper und vermhlen sie von ,stund' an dem unendlichen ,raume4 ,danach fliegt sie heim1 wartet noch eine ,woche und befliegt dann in ,gemeinschaft mit ihren ,altersgefhrtinnen zum ersten ,mal die ,blten1 nicht ohne eine ganz bestimmte ,aufregung1 die dem ,bienenzchter wohl bekannt ist 7das ,vorspiel74 ,man sieht in der ,that1 wie sich die jungen ,bienen frchten1 wie sie1 die ,kinder des ,dunkels und der ,enge1 vor dem azurenen ,abgrund und der unendlichen ,einsamkeit des ,lichtes schaudern1 und ihre tastende ,freude ist aus ,schrecken gewebt4 ,sie bleiben vor der ,schwelle stehen1 sie zgern1 fliegen zwanzig ,mal aus und ein1 wiegen sich in den ,lften1 den ,kopf beharrlich nach ihrem ,geburtshause gewandt1 beschreiben grosse ,halbkreise nach oben und fallen pltzlich unter der ,last eines ,heimwehs herab2 und ihre dreizehntausend ,augen prfen oder spiegeln wieder und behalten mit einander alle ,bume1 den ,springbrunnen1 das ,gitter1 das ,spalier1 die ,dcher und ,fenster der ,umgebung1 bis die luftige ,strasse1 auf der sie heimwrts fliegen werden1 so unwandelbar in ihr ,gedchtnis eingegraben ist1 als wre sie mit dem ,stahlgriffel in den ,raum geritzt4 ,da wir hier zufllig ein neues ,mysterium berhren1 so wollen wir es nicht unbefragt am ,wege liegen lassen4 ,es ist immer vorteilhaft1 ein ,mysterium zu befragen1 und wenn es keine ,antwort giebt1 so trgt doch selbst sein ,schweigen zur ,erweiterung unserer bewussten ,unwissenheit bei1 welche das fruchtbarste ,feld unserer ,thtigkeit ist4 ,wie also finden die ,bienen ihre ,wohnung wieder1 die sie oft durchaus nicht sehen knnen1 da sie meist unter ,bumen versteckt ist1 und deren ,flugloch jedenfalls nur ein unendlicher ,punkt im ,raume ist8 ,wie ist es mglich1 dass man sie in einem ,kasten zwei oder drei ,kilometer vom ,bienenstock fortbringen kann und sie ihn doch nur usserst selten nicht wieder finden8 ,sehen sie ihn durch die ,gegenstnde hindurch8 ,finden sie sich mit ,hilfe von ,merkzeichen zurecht oder besitzen sie etwa jenen besonderen1 noch wenig bekannten ,sinn1 den wir gewissen ,tieren1 z4 ,b4 den ,schwalben und ,tauben1 zuschreiben und den man den ,richtungssinn nennt8 ,die ,experimente von ,j4 ,fabre1 ,lubbock und vor allem ,romanes 7,nature1 #bi4 ,oktober #ahhf7 scheinen zu beweisen1 dass sie von diesem seltsamen ,instinkt nicht geleitet werden4 ,andererseits habe ich mehr als einmal die ,erfahrung gemacht1 dass sie ,form und ,farbe des ,bienenstockes keineswegs bercksichtigen4 ,sie scheinen sich mehr an den gewohnten ,anblick des ,bienenstandes1 an die ,lage des ,flugloches und die ,stellung des ,flugbrettes zu halten4#h ,aber selbst das ist nebenschlich1 und wenn man z4 ,b41 whrend sie ihre ,tracht holen1 die ,vorderseite ihrer ,wohnung von oben bis unten verndert1 so kommen sie nichtsdestoweniger aus den ,tiefen des ,horizontes direkt darauf zugeflogen und zgern nur in dem ,augenblicke etwas1 wo sie die unverkennbare ,schwelle betreten4 ,ihre ,orientierungsmethode scheint1 soweit wir dies nach unseren ,erfahrungen beurteilen knnen1 vielmehr auf einem ,system von ,merkzeichen zu beruhen und ausserordentlich fein und zuverlssig zu sein4 ,es ist nicht der ,bienenstock1 den sie wiedererkennen1 es ist der ,platz1 den er unter den umliegenden ,gegenstnden einnimmt4 ,und dieser ,ortssinn ist so wunderbar genau1 so mathematisch sicher und so tief in ihr ,gedchtnis eingegraben1 dass1 wenn der ,bienenstock nach vier oder fnf ,monaten der ,einwinterung in einem dunklen ,keller wieder an seinen ,platz gestellt und das ,flugloch wenige ,zentimeter zur ,seite gerckt wird1 alle ,bienen1 wenn sie mit der ersten ,tracht heimkehren1 genau an der ,stelle anfliegen1 wo es sich im vorigen ,jahre befand2 nur allmhlig finden sie tastend den verschobenen ,eingang4 ,man mchte glauben1 der ,raum habe den ganzen ,winter hindurch die unzerstrbare ,spur ihrer ,flge sorgfltig bewahrt1 und der ,pfad ihrer ,emsigkeit sei in der ,luft eingegraben4 ,so kommt es auch1 dass viele ,bienen sich verirren1 sobald man den ,bienenstock wo anders hinstellt1 ausgenommen1 wenn es sich um eine grosse ,reise handelt oder die ganze ,gegend1 die sie bis auf drei oder vier ,kilometer im ,umkreise genau kennen1 vllig verndert ist1 oder endlich1 wenn man ein ,brett vor dem ,flugloche anbringt und ihnen dadurch begreiflich macht1 dass sich etwas verndert hat1 dass sie sich neu orientieren und andere ,merkpunkte aussuchen mssen4 99 99 99 99 99 ,indessen kehren wir zu dem sich allmhlig wieder bevlkernden ,bienenstocke zurck1 in dem sich eine ,wiege nach der andern ffnet und selbst der ,stoff der ,wnde in ,bewegung zu geraten scheint4 ,aber der ,stock hat noch keine ,knigin4 ,an den ,rndern des ,brutnestes erheben sich sieben bis acht bizarre ,bauten1 die an der rauhen ,oberflche der gewhnlichen ,zellen wie die ,kreise und ,protuberanzen aussehen1 welche den photographischen ,mondbildern ein so seltsames ,geprge geben4 ,es sind sozusagen runzelige ,wachskapseln oder hngende1 rundum geschlossene ,eicheln1 die den ,raum von drei oder vier ,arbeitsbienenzellen einnehmen4 ,sie sitzen gewhnlich auf einem ,fleck1 und eine zahlreiche1 eigentmlich unruhige und aufmerksame ,wache beschirmt diesen ,teil des ,stockes1 ber dem irgend ein ,zauber zu walten scheint4 ,es ist das ,reich der ,mtter4 ,in jede dieser ,zellen ist vor ,aufbruch des ,schwarmes ein ,ei gelegt1 das genau so aussieht wie die1 aus denen die ,arbeitsbienen hervorgehen1 sei es von der ,knigin selbst1 sei es1 was wahrscheinlicher ist1 obwohl es bisher nicht festgestellt wurde1 von den ,arbeitsbienen1 indem diese es von einer der benachbarten ,zellen hinberschafften4 ,nach drei ,tagen entsteht aus dem ,ei eine kleine ,larve1 die eine besondere1 mglichst reichliche ,nahrung erhlt1 und nun knnen wir die ,natur in der ,verfolgung einer ihrer beliebtesten ,methoden belauschen1 die1 handelte es sich um ,menschen1 sogleich den anspruchsvollen ,namen ,verhngnis erhalten wrde4 ,die kleine ,larve macht infolge dieser ,behandlungsart eine ganz besondere ,entwickelung durch und ihr ,geist und ,krper verndert sich dergestalt1 dass die ,biene1 die aus ihr hervorgeht1 einer ganz anderen ,insektengattung anzugehren scheint4 ,die ,knigin -- denn sie ist es -- lebt vier bis fnf ,jahre1 statt fnf oder sechs ,wochen4 ,ihr ,hinterleib ist zweimal lnger1 von hellerer1 goldiger ,farbe1 ihr ,stachel ist gekrmmt1 ihre ,augen zhlen nur sechs- bis siebentausend ,facetten1 statt zwlf- oder dreizehntausend4 ,ihr ,hirnschdel ist enger1 aber ihre ,eierstcke sind mchtig entwickelt1 und sie besitzt ein besonderes ,organ1 die sogenannte ,samentasche1 die sie gewissermassen zweigeschlechtig macht4 ,sie besitzt keinerlei ,arbeitswerkzeuge1 weder ,organe zur ,wachsbildung1 noch ,brsten und ,krbchen zum ,einsammeln des ,bltenstaubes4 ,sie hat keine der ,gewohnheiten und ,leidenschaften1 die uns von der ,biene unzertrennlich scheinen4 ,sie empfindet keinen ,sonnendurst1 kein ,verlangen nach dem ,luftraume1 sie stirbt1 ohne auch nur eine ,blume beflogen zu haben4 ,sie verbringt ihr ,dasein im ,dunkeln und in der ,enge des ,bienenstockes1 voll unermdlichen ,verlangens nach ,wiegen fr die ,brut4 ,dafr lernt sie allein die ,freuden der ,liebe kennen4 ,sie weiss nicht1 ob sie das ,licht zweimal in ihrem ,leben erblicken wird1 denn das ,schwrmen ist nicht unbedingt notwendig2 vielleicht wird sie nur ein einziges ,mal ihre ,flgel gebrauchen1 aber dieser einzige ,ausflug gilt ihrem ,geliebten4 ,es ist sonderbar zu sehen1 dass so viele ,dinge1 ,organe1 ,gedanken1 ,sehnschte und ,gewohnheiten1 kurz1 ein ganzes ,schicksal1 sich dergestalt nicht in einem ,samen befindet -- dies wre das gewhnliche ,wunder von ,pflanze1 ,tier und ,mensch --1 sondern in einem fremden1 trgen ,stoffe3 nmlich in einem ,honigtropfen4#i 99 99 99 99 99 ,ungefhr eine ,woche ist seit dem ,scheiden der alten ,knigin verstrichen4 ,die kniglichen ,nymphen1 die in ihren ,kapseln schlummern1 sind nicht alle gleichalterig1 denn die ,bienen haben ein ,interesse daran1 dass die ,kniginnen nur nach einander auskommen1 je nachdem das ,volk sich entscheidet1 einen zweiten1 dritten oder vierten ,schwarm dem ersten nachzusenden4 ,seit einigen ,stunden tragen sie die ,wnde der reifsten ,zelle allmhlig ab1 und bald streckt die junge ,knigin1 die von innen gleichzeitig an dem gerndeten ,deckel nagt1 den ,kopf heraus1 kommt halb zum ,vorschein und kriecht schliesslich mit ,hilfe der ,wrterinnen1 die herbeilaufen1 sie brsten1 reinigen und liebkosen1 ganz aus1 um ihre ersten ,gehversuche auf der ,wabe zu machen4 ,sie ist wie die auskriechenden ,arbeitsbienen bleich und schwankend1 aber nach zehn ,minuten steht sie schon fest auf den ,beinen und luft voller ,unruhe1 in dem ,gefhl1 dass sie nicht allein ist1 dass sie ihr ,reich erobern muss1 dass es irgendwo noch ,prtendenten giebt1 ber alle ,wachsmauern hin und sucht nach ihren ,nebenbuhlerinnen4 ,hier greift nun die ,weisheit1 der ,instinkt1 der ,geist des ,bienenstockes oder die ,masse der ,arbeitsbienen mit einer geheimnisvollen ,entscheidung ein4 ,am berraschendsten ist es1 wenn man den ,gang dieser ,ereignisse in einem ,bienenstock mit ,glaswnden mit den ,augen verfolgen kann4 ,denn man gewahrt nie das geringste ,zaudern1 die geringste ,uneinigkeit4 ,man findet nie das geringste ,zeichen von ,zwist und ,streit4 ,eine vorherbestimmte ,einmtigkeit herrscht berall2 es ist dies der ,dunstkreis des ,bienenstaates1 und jede ,biene scheint im voraus zu wissen1 was die andern denken werden4 ,trotzdem ist der ,augenblick fr sie sehr ernst2 es ist1 genau genommen1 der ,augenblick1 wo es sich um ,leben und ,bestand des ,stockes handelt4 ,sie haben zwischen drei oder vier weittragenden ,mglichkeiten zu whlen1 die in ihren ,folgen vllig verschieden sind und durch ein ,nichts verhngnisvoll werden knnen4 ,sie haben die eingeborene ,leidenschaft oder ,pflicht der ,vermehrung der ,art mit der ,erhaltung des ,bienenstockes und seiner ,sprsslinge in ,einklang zu bringen4 ,bisweilen greifen sie fehl und senden nach einander vier oder fnf ,schwrme aus1 wodurch der ,mutterstock bermssig geschwcht wird4 ,sie sind dann nicht mehr im stande1 sich schnell genug zu vermehren1 werden durch unser ,klima berrascht1 welches nicht das ,klima ihres ,ursprungslandes ist1 das sie trotz allem noch immer in ,erinnerung behalten1 und gehen mit ,einbruch des ,winters zu ,grunde4 ,sie werden so das ,opfer des sogenannten ,schwarmfiebers1 das1 wie das gewhnliche ,fieber1 eine ,art von zu heftiger ,reaktion des ,lebens ist1 die ber das ,ziel hinausschiesst1 den ,kreis schliesst und mit dem ,tode endigt4 99 99 99 99 99 ,von diesen ,entschlssen1 die sie fassen knnen1 scheint keiner vorherbedingt zu sein1 und der ,mensch kann1 wenn er blosser ,zuschauer bleibt1 nicht voraussehen1 welchen sie whlen werden4 ,aber dass diese ,wahl allemal berlegt ist1 das geht daraus hervor1 dass er sie beeinflussen und selbst herbeifhren kann1 indem er gewisse ,umstnde modifiziert1 z4 ,b4 wenn er den ,raum1 den er ihnen zur ,verfgung stellt1 verkleinert oder vergrssert1 indem er gefllte ,honigwaben mit leeren ,waben1 die ,arbeitsbienenzellen enthalten1 vertauscht und umgekehrt4 ,es handelt sich also fr sie nicht darum1 ob sie sofort einen zweiten oder dritten ,schwarm aussenden werden2 dies wre1 knnte man sagen1 nur eine blinde ,entschliessung1 die durch die ,launen und ,reizungen einer guten ,stunde veranlasst wird2 es handelt sich vielmehr darum1 vom ,fleck weg und in voller bereinstimmung ,maassregeln zu ergreifen1 die es ihnen ermglichen1 drei bis vier ,tage nach ,geburt der ersten ,knigin einen neuen ,schwarm1 und drei ,tage nach ,aufbruch der jungen ,knigin mit diesem ,schwarme einen dritten ,schwarm auszusenden4 ,man kann nicht leugnen1 dass hierin ein ganzes ,system1 eine ganze ,kombination von zuknftigen ,dingen liegt1 die sich1 wenn man die ,krze ihres ,lebens in ,erwgung zieht1 ber einen betrchtlichen ,zeitraum erstreckt4 99 99 99 99 99 ,diese ,maassregeln nun betreffen die ,pflege der jungen ,kniginnen1 die noch in ihren ,wachssrgen schlafen4 ,ich will annehmen1 der ,geist des ,bienenstockes entschliesst sich1 keinen zweiten ,schwarm auszusenden4 ,auch dann stehen noch zwei ,wege offen4 ,sollen sie der ,erstgeborenen unter den jungen ,prinzessinnen1 deren ,geburt wir beiwohnten1 gestatten1 ihre feindlichen ,schwestern zu vernichten1 oder sollen sie abwarten1 bis sie die gefhrliche ,zeremonie des ,hochzeitsausfluges vollzogen hat1 von der die ,zukunft des ,volkes abhngen kann8 ,zuweilen lassen sie den unmittelbaren ,mord zu1 oft auch widersetzen sie sich ihm1 aber man sieht ein1 dass es schwer zu sagen ist1 ob dies in ,voraussicht der ,gefahren des ,hochzeitsausfluges geschieht oder weil ein zweiter ,schwarm ausgesandt werden soll1 denn es ist oft beobachtet worden1 dass sie sich zur ,aussendung eines zweiten ,schwarmes entschlossen1 dann aber pltzlich ihren ,willen gendert und die ganze1 vor der ,wut der ,erstgeborenen beschirmte ,nachkommenschaft vernichtet haben1 sei es1 dass die ,witterung zu ungnstig wurde1 sei es aus einem anderen1 fr uns undurchdringlichen ,grunde4 ,aber nehmen wir einmal an1 sie htten auf das ,schwrmen verzichtet und die ,gefahren des ,hochzeitsausfluges angenommen4 ,wenn also unsere junge ,knigin1 von ,eifersucht getrieben1 sich dem ,gebiet der kniglichen ,wiegen naht1 so macht die ,wache ihr ,platz2 sie strzt sich in ihrer ,eifersucht wutentbrannt auf die erste ,zelle1 die sie trifft1 und sucht mit ,fssen und ,zhnen die ,wachshlle zu zerreissen4 ,sie erbricht die ,zelle1 zerreisst das ,gespinnst1 mit dem die ,innenwnde bekleidet sind1 entblsst die schlafende ,prinzessin1 und wenn ihre ,nebenbuhlerin bereits erkenntlich ist1 dreht sie sich um1 fhrt ihren ,stachel in die ,zelle ein und bohrt ihn wild in den ,leib der ,gefangenen1 bis diese den ,wunden der vergifteten ,waffe erliegt4 ,dann beruhigt sie sich2 der ,tod1 der dem ,hass aller ,wesen eine geheimnisvolle ,schranke setzt1 scheint sie zu befriedigen1 und sie zieht ihren ,stachel heraus1 um sich einer anderen ,zelle zuzuwenden4 ,sie ffnet diese gleichfalls1 lsst sie jedoch unversehrt1 sobald sie nur eine ,larve oder unentwickelte ,nymphe darin findet1 und hlt erst dann inne1 wenn sie1 rchelnd und erschpft1 mit ihren ,zhnen an den ,wachsmauern kraftlos abgleitet4 ,die ,bienen1 die um sie sind1 sehen ihrem ,thun zu1 ohne daran teilzunehmen1 und weichen zurck1 um ihr freies ,feld zu lassen1 aber sobald sie eine ,zelle erbrochen und zerstrt hat1 eilen sie herbei1 zerren den ,leichnam1 die noch lebendige ,larve oder die verletzte ,nymphe hervor und schaffen sie aus dem ,stocke1 um sich alsdann voller ,gier ber die knigliche ,nahrung zu strzen1 die auf dem ,zellenboden zurckgeblieben ist4 ,wenn schliesslich die ,wut ihrer erschpften ,knigin nachlsst1 vollenden sie selbst den ,mord der ,unschuldigen1 und das ,knigsgeschlecht verschwindet mitsamt seinen ,husern4 ,es ist dies neben der ,drohnenschlacht1 die brigens noch entschuldbarer ist1 die furchtbarste ,stunde des ,bienenstockes1 die einzige1 wo die ,arbeitsbienen dem ,tod und der ,zwietracht ,einlass in ihr ,haus gewhren1 und auch hier1 wie so oft in der ,natur1 sind es die ,bevorzugten der ,liebe1 welche die aussergewhnlichen ,anzeichen des gewaltsamen ,todes tragen4 ,bisweilen -- doch der ,fall ist selten1 denn die ,bienen wissen ihm vorzubeugen -- kommen zwei ,kniginnen zugleich aus4 ,dann entspinnt sich gleich nach ,verlassen der ,wiege der tdliche ,zweikampf1 der ,huber ,gelegenheit zu einer eigentmlichen ,entdeckung gab4 ,jedesmal1 wenn die beiden ,jungfrauen in ihren ,chitinpanzern einander so gegenberstehen1 dass sie sich1 wenn sie ihren ,stachel zcken1 gegenseitig durchbohren wrden1 scheint1 wie in den ,kmpfen der ,ilias1 ein ,gott oder eine ,gttin -- vielleicht der ,gott oder die ,gttin der ,rasse -- sich ins ,mittel zu legen1 und die beiden ,kriegerinnen lassen von einander ab1 wie in pltzlichem ,schrecken1 und fliehen sich gegenseitig voller ,entsetzen1 um alsbald wieder auf einander loszufahren1 sich abermals zu fliehen1 wenn das zwiefache ,verhngnis die ,zukunft ihres ,volkes von neuem bedroht1 und so fort1 bis es einer von beiden gelingt1 ihre ,nebenbuhlerin bei einer unvorsichtigen oder ungeschickten ,bewegung zu berlisten und gefahrlos zu tten4 ,denn das ,gesetz der ,gattung heischt nur ein ,opfer4 99 99 99 99 99 ,hat die junge ,knigin dergestalt die kniglichen ,wiegen zerstrt oder ihre ,nebenbuhlerinnen ermordet1 so wird sie von dem ,volke anerkannt1 und es bleibt ihr1 um wirklich zu regieren und so behandelt zu werden1 wie ihre ,mutter1 nur noch eins brig1 nmlich den ,hochzeitsausflug zu vollziehen2 denn die ,bienen kmmern sich wenig um sie und erweisen ihr wenig ,ehre1 so lange sie unfruchtbar ist4 ,aber oft ist ihre ,geschichte nicht so einfach1 und die ,arbeitsbienen verzichten selten auf das ,vergngen1 noch ein zweites ,mal zu schwrmen4 ,in diesem wie in dem obigen ,falle nhert sie sich1 von demselben ,verlangen getrieben1 den ,kniginnenzellen1 aber statt hier unterwrfige ,dienerinnen und ,zuspruch zu finden1 prallt sie gegen eine zahlreiche1 feindselige ,wache1 die ihr den ,weg versperrt4 ,von ihrem fixen ,gedanken getrieben1 sucht sie zornig den ,durchgang zu erzwingen oder zu umgehen1 allein berall trifft sie auf ,schildwachen1 welche die schlummernden ,prinzessinnen behten4 ,hartnckig versucht sie zum zweiten ,male durchzubrechen1 sie wird immer unwirscher zurckgewiesen und selbst misshandelt1 und schliesslich begreift sie dunkel1 dass die kleinen unbeugsamen ,arbeitsbienen ein ,gesetz vertreten1 vor dem das ihre zurckstehen muss4 ,zuletzt zieht sie sich zurck und tobt ihren ungestillten ,zorn von ,wabe zu ,wabe aus1 wobei sie jenes1 dem ,bienenzchter so wohlbekannte1 ,kriegsgeschrei oder vielmehr jenen drohenden ,klagegesang ertnen lsst1 der wie ein ferner silberner ,trompetenton klingt und doch so deutlich vernehmbar ist in seiner zornigen ,schwche1 dass man ihn namentlich des ,abends1 durch die doppelten ,wnde des bestverschlossenen ,stockes hindurch1 auf drei oder vier ,meter ,entfernung hrt4 ,dieser knigliche ,zornruf ist von magischer ,wirkung auf die ,arbeitsbienen4 ,er versetzt sie in eine ,art von ,schrecken oder ehrfrchtiger ,starre1 und wenn die ,knigin ihn auf den verteidigten ,zellen ausstsst1 so halten die ,wachen1 die sie umringen und fortzuzerren suchen1 pltzlich inne1 neigen den ,kopf und warten regungslos1 bis er verklungen ist4 ,man nimmt brigens an1 dass der ,totenkopfschmetterling 7,acherontia atropos7 diesen ,ruf nachahmt und durch die bezaubernde ,wirkung desselben in die ,stcke einzudringen und sich voll ,honig zu saugen vermag1 ohne dass die ,bienen an eine ,abwehr denken4 ,zwei oder drei ,tage1 bisweilen auch fnf1 irrt dies zornige chzen durch den ,bienenstock und ruft die beschtzten ,prtendenten zum ,kampfe heraus4 ,inzwischen haben diese sich vllig entwickelt1 drngen zum ,lichte empor und beginnen an ihren ,zellendeckeln zu nagen4 ,eine grosse ,gefahr scheint den ,staat zu bedrohen4 ,aber der ,geist des ,bienenstockes hat1 als er seine ,entschliessung traf1 alle ihre ,folgen vorausgesehen1 und die wohl unterrichteten ,schildwachen wissen ,stunde fr ,stunde1 was sie zu thun haben1 um berraschungen von ,seiten eines entgegengesetzten ,instinktes zuvorzukommen und die beiden feindlichen ,gewalten zum ,besten zu fhren4 ,es ist ihnen also wohl bewusst1 dass die jungen ,kniginnen1 die es in ihrem ,kerker nicht mehr duldet1 wenn sie wirklich auskmen1 in die ,hand ihrer bereits unbesieglichen lteren ,schwester fallen und eine nach der anderen den ,tod erleiden wrden4 ,sobald also eine der lebendig ,eingemauerten die ,thore ihres ,turmes von innen zu ffnen sucht1 bauen sie von aussen eine neue ,lage von ,wachs vor1 und die ungeduldige ,gefangene arbeitet hartnckig an ihrer ,befreiung1 ohne zu ahnen1 dass sie eine ,zauberwand durchnagt1 die immer wieder nachwchst4 ,sie vernimmt dabei die ,herausforderung ihrer ,nebenbuhlerin1 und da sie ihre ,bestimmung und ihre knigliche ,pflicht kennt1 noch ehe sie einen ,blick ins ,leben hat thun knnen1 ehe sie weiss1 wie ein ,bienenstock aussieht1 so antwortet sie aus der ,tiefe ihres ,kerkers4 ,da aber ihr ,ruf durch die ,wnde eines ,grabes dringen muss1 so klingt er ganz anders1 erstickt1 hohl1 und wenn der ,bienenzchter gegen ,abend1 wenn aller ,tageslrm sich legt und das ,schweigen der ,sterne heraufzieht1 am ,eingang seiner ,wunderstdte horcht1 so vernimmt und versteht er das ,zwiegesprch der umherirrenden ,jungfrau mit den noch eingekerkerten4 99 99 99 99 99 ,diese verlngerte ,haft ist den jungen ,prinzessinnen brigens hchst heilsam4 ,wenn sie auskriechen1 sind sie reifer und krftiger1 und schon zum ,ausfliegen bereit4 ,andererseits hat das ,warten auch die freie ,knigin gestrkt1 so dass sie jetzt im stande ist1 den ,gefahren des ,schwrmens zu trotzen4 ,der zweite oder ,nachschwarm verlsst alsdann die ,wohnung1 an der ,spitze die erstgeborene ,knigin4 ,unmittelbar nach ihrem ,aufbruch lassen die im ,stocke zurckgebliebenen ,arbeitsbienen eine der ,gefangenen frei1 und diese zeigt alsbald dieselbe ,mordlust1 stsst denselben ,zornesruf aus und verlsst drei ,tage spter an der ,spitze des dritten ,schwarmes ebenfalls den ,stock u4 s4 w41 im ,falle des ,schwarmfiebers1 bis zur vlligen ,erschpfung des ,mutterstockes4 -- ,der alte hollndische ,naturforscher ,swammerdam erwhnt einen ,bienenstock1 der durch seine ,schwrme und die ,schwrme dieser ,schwrme in einem ,jahre dreissig ,kolonien grndete4 ,diese ausserordentliche ,vervielfltigung lsst sich namentlich nach strengen ,wintern beobachten1 wie wenn die stets mit dem geheimen ,willen der ,natur vertrauten ,bienen sich der ihrer ,gattung drohenden ,gefahren bewusst wren4 ,aber bei normaler ,witterung und bei starken1 richtig behandelten ,vlkern bricht das ,schwarmfieber selten aus4 ,viele schwrmen nur einmal1 manche berhaupt nicht4 ,gewhnlich verzichten die ,bienen schon nach ,absendung des zweiten ,schwarmes auf eine weitere ,volksteilung1 sei es1 dass sie eine bermssige ,schwchung des ,mutterstockes befrchten1 sei es1 dass die ,ungunst des ,wetters ihnen ,besonnenheit auferlegt4 ,sie gestatten dann der dritten ,knigin1 den ,rest der ,gefangenen zu morden1 und das regelmssige ,leben tritt wieder ein4 ,der ,eifer1 mit dem die ,arbeit wieder aufgenommen wird1 ist dabei um so grsser1 als fast alle ,arbeitsbienen noch sehr jung sind und ihr ,stock verarmt und entvlkert ist1 so dass grosse ,lcken noch vor ,einbruch des ,winters ausgefllt werden mssen4 99 99 99 99 99 ,die ,vorgnge beim ,ausfliegen des zweiten und dritten ,schwarmes sind genau dieselben wie beim ersten1 nur sind diese ,schwrme weniger volkreich und vorsichtig1 denn sie senden keine ,sprbienen aus1 und die junge1 jungfruliche ,knigin mit ihrem unbeschwerten ,krper fliegt in ihrem ,eifer viel weiter und reisst den ,schwarm nach dem ersten ,anlegen zu einer grossen ,entfernung vom ,mutterstocke fort4 ,es kommt hinzu1 dass diese zweite und dritte ,auswanderung viel tollkhner und das ,schicksal dieser ,schwrme recht ungewiss ist4 ,sie haben als ,vertreterin der ,zukunft nur eine ungeschwngerte ,knigin bei sich1 und ihr ganzes ,geschick hngt von dem bevorstehenden ,hochzeitsausfluge ab4 ,ein vorberfliegender ,vogel1 einige ,regentropfen1 ein kalter ,wind1 ein ,irrtum gengen1 um das unabwendbare ,verhngnis heraufzubeschwren4 ,die ,bienen sind sich dessen so wohl bewusst1 dass sie trotz ihrer schon festen ,anhnglichkeit an ihre erst seit einem ,tage bezogene ,wohnung1 und trotzdem die ,arbeit schon begonnen hat1 oft alles im ,stiche lassen und ihre junge ,herrin auf der ,suche nach ihrem ,geliebten begleiten1 um sie ja nicht aus den ,augen zu verlieren1 sie mit tausend treuen ,flgeln zu bedecken und zu schirmen1 oder mit ihr unterzugehen1 wenn die ,liebe sie so weit von dem ,stocke fortreisst1 dass der noch ungewohnte ,rckweg in ihrem ,gedchtnis schwankt und sich verwirrt4 99 99 99 99 99 ,aber das ,gesetz der ,zukunft ist so mchtig1 dass keine ,biene angesichts dieser ,unsicherheit und dieser ,gefahren zaudert4 ,die ,begeisterung des zweiten und dritten ,schwarmes kommt der des ersten gleich4 ,sobald der ,mutterstock seine ,entscheidung gefllt hat1 findet jede der gefhrlichen jungen ,kniginnen eine ,schaar von ,arbeitsbienen1 die ihr ,glck mit ihr versuchen wollen und sie auf ihrer ,reise begleiten1 auf der viel zu verlieren und nichts zu gewinnen ist1 als die ,hoffnung auf ,befriedigung eines ,triebes4 ,wer giebt ihnen diese ,energie1 die wir nie haben1 mit der ,vergangenheit zu brechen1 wie mit einem ,feinde8 ,wer whlt aus der ,menge die aus1 welche aufbrechen sollen1 und die1 welche bleiben8 ,es ist nicht die und die ,altersklasse1 die geht oder bleibt3 hierher die ,jngsten1 dorthin die ltesten4 ,um jede der auf ,nimmerwiedersehen aufbrechenden ,kniginnen scharen sich ganz alte und ebenso ganz junge ,bienen1 die sich zum ersten ,mal dem schwindeltiefen ,luftraum anvertrauen4 ,ebensowenig ist es der ,zufall1 die ,gelegenheit1 das vorbergehende ,aufflackern oder ,verblassen eines ,gedankens1 ,instinktes oder ,gefhls1 was das ,strkeverhltnis des ,schwarmes bestimmt4 ,ich habe mich oft bemht1 das ,zahlenverhltnis zwischen den bleibenden und scheidenden ,bienen festzustellen1 und ich habe1 wiewohl die ,schwierigkeiten des ,experimentes nicht zu mathematisch genauen ,resultaten fhrten1 doch feststellen knnen1 dass dieses ,verhltnis1 -- die ,strke des ,brutnestes1 d4 h4 der bevorstehenden ,geburten1 eingerechnet1 -- konstant genug ist1 um eine wirkliche geheimnisvolle ,berechnung durch den ,geist des ,bienenstockes anzunehmen4 99 99 99 99 99 ,wir wollen den ,abenteuern dieser ,schwrme nicht folgen4 ,sie sind zahlreich und oft verwickelt4 ,bisweilen vermischen sich zwei ,schwrme1 manchmal kommt es auch vor1 dass zwei oder drei der gefangenen ,kniginnen in der ,aufregung des ,aufbruches ihren ,wachen entrinnen und der sich bildenden ,traube anschliessen4 ,bisweilen benutzt auch eine der jungen ,kniginnen1 wenn sie von ,drohnen umringt wird1 die ,gelegenheit des ,schwrmens1 um sich befruchten zu lassen1 und reisst dann ihr ,volk zu einer ausserordentlichen ,hhe und ,entfernung mit fort4 ,in der ,praxis der ,bienenzucht fhrt man diese zweiten und dritten ,schwrme dem ,mutterstocke wieder zu4 ,die ,kniginnen treffen im ,baue wieder auf einander1 die ,arbeitsbienen bilden einen ,kreis um ihren ,kampfplatz1 und wenn die ,tchtigere gesiegt hat1 so entfernen sie in ihrer ,ordnungsliebe und ,emsigkeit alsbald die ,leichen aus dem ,stock1 beugen knftigen ,gewaltthtigkeiten vor1 vergessen das ,vergangene1 klettern wieder in die ,zellen hinauf und fliegen von neuem auf friedlichen ,pfaden zu den ihrer harrenden ,blumen4 99 99 99 99 99 ,zur ,vereinfachung unserer ,darstellung wollen wir die ,geschichte der jungen ,knigin da wieder aufnehmen1 wo die ,bienen ihr erlauben1 ihre ,schwestern in ihren ,wiegen zu ermorden4 ,wie ich schon sagte1 dulden sie diesen ,mord oft nicht1 auch wenn sie nicht die ,absicht zu hegen scheinen1 einen zweiten ,schwarm auszusenden4 ,oft aber lassen sie ihn auch zu1 denn der politische ,sinn der einzelnen ,bienenstcke desselben ,bienenstandes ist eben so verschieden1 wie der der ,nationen desselben ,erdteils4 ,aber es steht fest1 dass sie eine ,thorheit begehen1 wenn sie ihn zulassen1 denn wenn die ,knigin bei ihrem ,hochzeitsausfluge umkommt oder sich verirrt1 so ist niemand da1 der sie ersetzen knnte1 und die ,arbeitsbienenlarven sind zu alt geworden1 um in ,kniginnenlarven verwandelt werden zu knnen4 ,doch die ,thorheit ist nun einmal geschehen1 und die erstgeborene unter den jungen ,kniginnen ist von ihrem ,volke als alleinige ,herrin anerkannt worden4 ,sie ist aber noch ,jungfrau4 ,um ihrer ,mutter1 an deren ,stelle sie getreten ist1 in allen ,stcken zu gleichen1 muss sie in den ersten zwanzig ,tagen nach ihrer ,geburt den ,gatten finden4 ,geschieht dies aus irgend einem ,grunde spter1 so bleibt sie unwiderruflich ,jungfrau4 ,nichtsdestoweniger ist sie1 wie ich schon gesagt habe1 auch als solche nicht unfruchtbar4 ,es handelt sich hier um jenes grosse ,mysterium1 jene ,vorsicht oder ,laune der ,natur1 die man ,parthenogenesis nennt und die sich bei einer ,reihe von ,insekten findet1 z4 ,b4 bei den ,blattlusen1 den ,schmetterlingen der ,gattung ,psyche1 den ,hautflglern aus der ,familie der ,gallwespen 7,cynipidae7 u4 s4 w4 ,die jungfruliche ,knigin vermag also ,eier zu legen1 als ob sie befruchtet wre1 aber aus allen diesen ,eiern1 mgen sie in grosse oder kleine ,zellen gelegt werden1 entstehen nur ,drohnen1 und da diese nie arbeiten1 sondern stets auf ,kosten der 7weiblichen7 ,arbeitsbienen leben1 ja1 nicht einmal ihre eigne ,nahrung suchen noch fr ihren ,unterhalt sorgen knnen1 so tritt wenige ,wochen nach dem ,tode der letzten erschpften ,arbeitsbienen der vllige ,ruin und ,untergang des ,stockes ein4 ,die ,jungfrau gebiert also nur tausende von ,drohnen und jede dieser ,drohnen oder mnnlichen ,bienen besitzt ,millionen von ,samenfden1 von denen doch kein einziger in ihren ,organismus eindringen kann4 ,das ist nicht erstaunlicher1 wenn man will1 als tausend analoge ,erscheinungen1 denn wenn man sich mit dergleichen ,problemen beschftigt1 insbesondere mit denen der ,zeugung1 so scheint das ,wunderbare und ,unerwartete gar kein ,ende mehr zu nehmen1 und alles macht einen noch viel fabelhafteren ,eindruck1 als in den seltsamsten ,mrchen und ,zaubergeschichten2 man gert auch bald in ein so bestndiges ,staunen1 dass man ziemlich schnell das ,gefhl der ,verwunderung verliert4 ,aber die ,thatsache ist darum nicht minder verwunderlich4 ,wie soll man sich andererseits die ,absicht der ,natur erklren1 wenn sie die verderblichen ,drohnen auf ,kosten der ntigen und ntzlichen ,arbeitsbienen derart begnstigt8 ,frchtet sie1 der weibliche ,verstand wrde danach trachten1 die ,zahl dieser ,schmarotzer ber ,gebhr zu beschrnken8 ,oder ist es eine bermssige ,reaktion gegen das ,unglck einer unfruchtbaren ,knigin8 ,ist es einer jener ,flle von zu gewaltsamer1 blinder ,vorsicht1 welche den ,grund des bels nicht erkennt1 ber das ,ziel hinausschiesst und1 um einem schlimmen ,zufall vorzubeugen1 eine ,katastrophe herbeifhrt8 ,in der ,wirklichkeit -- doch vergessen wir nicht1 dass diese ,wirklichkeit nicht ganz die natrliche1 primitive ,wirklichkeit ist1 denn im ,urwalde knnten die einzelnen ,kolonien weit mehr zerstreut werden1 als heutzutage1 -- in der ,wirklichkeit liegt1 wenn eine ,knigin nicht geschwngert wird1 die ,schuld meist nicht an den ,drohnen1 die immer zahlreich sind und von sehr weit herbeikommen1 sondern an ,regen oder ,klte1 durch die sie zu lange an den ,stock gefesselt wurde1 oder wohl gar an ihren unvollkommenen ,flgeln1 die es ihr unmglich machen1 den ,drohnen auf ihrem hohen ,fluge zu folgen4 ,trotzdem kmmert sich die ,natur nicht im mindesten um diese tieferen ,ursachen und hat nur das eine leidenschaftliche ,streben1 mglichst viel ,drohnen hervorzubringen4 ,sie durchkreuzt noch andere ,gesetze1 um dies ,ziel zu erreichen1 und man kann in weisellosen ,stcken oft zwei oder drei ,arbeitsbienen von einem solchen ,verlangen nach ,erhaltung der ,art ergriffen sehen1 dass sie sich trotz ihrer verkmmerten ,eierstcke zum ,eierlegen zwingen4 ,in der ,that schwellen diese ,organe unter dem ,drucke eines verzweifelten ,willens auf und ergeben einige ,eier1 aber aus ihnen1 wie aus denen der ungeschwngerten ,knigin1 entstehen nur ,drohnen4 99 99 99 99 99 ,man kann hier einen berlegenen1 aber vielleicht unberlegten ,willen1 der den bewussten ,willen einer ,lebensform unrettbar kreuzt1 gewissermaassen auf frischer ,that und mitten in seinem ,eingreifen beobachten4 ,derartige ,eingriffe sind in der ,insektenwelt nicht selten4 ,es ist sehr eigenartig1 sie hier zu beobachten2 diese ,welt ist bevlkerter und vielfltiger als die andern1 gewisse ,absichten der ,natur treten deutlicher hervor und man berrascht sie hier bei ,versuchen1 die man fr unabgeschlossen halten knnte4 ,sie hat z4 ,b4 ein grosses allgemeines ,bestreben1 das sie berall offenbart3 die ,verbesserung der ,art durch den ,sieg des ,strksten4 ,gewhnlich bewegt sich der ,kampf in ganz bestimmten ,bahnen4 ,die ,hekatombe der ,schwachen ist ungeheuer1 doch was verficht das1 wenn dem ,sieger nur ein wirksamer und gewisser ,lohn zu teil wird8 ,aber es giebt ,flle1 wo man sagen mchte1 sie habe noch keine ,zeit gehabt1 ihre ,kombinationen ins klare zu bringen1 wo der ,lohn nicht erfolgt1 oder das ,schicksal des ,siegers ebenso verhngnisvoll ist1 wie das der ,besiegten4 ,um z4 ,b4 bei unseren ,bienen zu bleiben1 so wsste ich nichts1 was in dieser ,hinsicht aufflliger wre1 als die ,geschichte der ,triangulinen der ,gattung ,sitaris colletis4 brigens ist dabei zu bemerken1 dass verschiedene ,einzelheiten dieser ,geschichte der des ,menschen durchaus nicht so fern stehen1 wie man versucht sein knnte1 zu glauben4 ,diese ,triangulinen sind die ,schmarotzer oder richtiger gesagt1 die ,luse einer einsam bauenden wilden ,biene 7,colletes71 die ihr ,nest in ,erdhhlen hat4 ,sie lauern der ,biene am ,eingange ihrer ,wohnung auf1 hngen sich zu dritt1 zu viert oder fnft1 oft noch mehr1 an sie und setzen sich auf ihrem ,rcken fest4 ,wenn in diesem ,augenblick der ,kampf der ,starken gegen die ,schwachen stattfnde1 so wre kein ,wort weiter zu verlieren und alles wrde nach dem allgemeinen ,gesetze verlaufen4 ,aber ihr ,instinkt gebietet ihnen1 man weiss nicht warum -- und folglich gebietet auch die ,natur1 -- dass sie sich ruhig verhalten1 solange sie auf dem ,rcken der ,biene sitzen4 ,whrend diese die ,blumen befliegt1 ,zellen baut und mit ,vorrten fllt1 halten sie sich still und harren ihrer ,stunde4 ,aber sobald sie ein ,ei gelegt hat1 schlpfen alle darauf1 und die harmlose ,biene verschliesst die ,zelle1 die sie frsorglich mit ,vorrat versehen hat1 ohne zu ahnen1 dass sie den ,tod ihrer ,brut mit einschliesst4 ,sobald die ,zelle verkapselt ist1 bricht unter den ,sitarislarven der unvermeidliche und heilsame ,auslesekampf um das einzige ,ei aus4 ,die ,strkste und ,geschickteste ergreift ihre ,nebenbuhlerin trotz ihres ,panzers1 hebt sie ber ihren ,kopf empor und hlt sie derart ,stunden lang in ihren ,klauen1 bis dieselbe tot ist4 ,aber whrend dieses ,kampfes hat eine andere ,sitarislarve1 die allein geblieben oder ihres ,gegners schon ,herr geworden ist1 sich auf das ,ei gestrzt und es angebissen4 ,die1 welche zuletzt gesiegt hat1 muss jetzt also mit diesem neuen ,feinde fertig werden1 was ihr auch nicht schwer fllt1 denn die ,trianguline1 die einen eingeborenen ,heisshunger zu stillen hat1 klammert sich so hartnckig an ihr ,ei an1 dass sie gar nicht an ,verteidigung denkt4 ,endlich ist sie auch gettet und die andere befindet sich im ,alleinbesitze des kostbaren und so wohlfeil errungenen ,eies4 ,gierig steckt sie den ,kopf in die von ihrer ,vorgngerin geschaffene ffnung und macht sich an die lange ,mahlzeit1 die sie in ein vollkommenes ,insekt verwandeln soll4 ,aber die ,natur1 die diese ,kampfprobe will1 hat den ,siegespreis mit einem so kleinlichen ,geize festgesetzt1 dass ein ,ei gerade ausreicht1 um eine einzige ,trianguline zu ernhren1 so dass1 sagt ,mayet1 dem wir den ,bericht dieses erstaunlichen ,missgeschickes danken1 unsere ,siegerin um die ,nahrung zu kurz kommt1 die ihr letzter ,feind vor seinem ,tode verzehrt hat1 und somit die erste ,hutung nicht stattfinden kann4 ,sie stirbt also gleichfalls und bleibt an der ,haut des ,eies hngen oder vermehrt in dem flssigen ,zuckersafte die ,zahl der ,ertrunkenen4 99 99 99 99 99 ,dieser ,fall liegt zwar selten so klar1 steht aber in der ,naturgeschichte nicht vereinzelt da4 ,doch der ,kampf zwischen dem bewussten ,willen der ,trianguline1 die leben will1 und dem dunkeln1 allgemeinen ,willen der ,natur1 die ebenfalls will1 dass sie lebt und zugleich will1 dass sie ihr ,leben so verbessert und krftigt1 wie es ihr aus freien ,stcken nie einfallen wrde1 ist hier einmal blossgelegt4 ,nur fhrt durch eine seltsame ,unachtsamkeit der ,natur die erzwungene ,verbesserung gerade den ,tod der ,besten herbei1 und die ,sitaris colletis wren lngst ausgestorben1 wenn nicht einzelne von ihnen durch ,zufall1 und ganz gegen die ,absicht der ,natur1 allein blieben und so dem trefflichen und weitblickenden ,gesetze1 welches den ,sieg des ,strksten fordert1 auf diese ,weise entrnnen4 ,es kommt also vor1 dass die grosse ,gewalt1 die uns unbewusst erscheint1 aber notwendigerweise vernnftig ist1 denn das ,leben1 das sie hervorruft und erhlt1 giebt ihr jederzeit ,recht1 -- es kommt also vor1 sage ich1 dass sie ,fehlgriffe thut4 ,ihre hhere ,vernunft1 die wir anrufen1 wenn wir mit der unseren am ,ende sind1 hat also ,mngel4 ,und wenn dem so ist1 wer wird sie wieder gut machen8 ,aber kommen wir auf ihr gebieterisches ,eingreifen in der ,form der ,parthenogenesis zurck4 ,und vergessen wir nicht1 dass diese ,probleme einer anderen ,welt1 die uns sehr fern zu liegen scheint1 uns sehr nahe berhren4 ,wer wollte leugnen1 dass hnliche1 noch geheimere1 aber nicht minder gefhrliche ,eingriffe in die ,sphre des ,menschen jederzeit stattfinden8 ,und wer hat in dem vorliegenden ,falle recht1 wenn man alles in allem nimmt1 die ,natur oder die ,bienen8 ,was wrde geschehen1 wenn diese gelehriger oder intelligenter wren1 wenn sie die ,absicht der ,natur nur zu gut verstnden und bis zur ussersten ,konsequenz anwendeten1 indem sie immerfort nur ,drohnen hervorbrchten1 wie sie gebietet8 ,wrden sie nicht ,gefahr laufen1 ihre ,gattung zu vernichten8 ,muss man glauben1 dass es ,absichten der ,natur giebt1 die zu begreifen gefhrlich und denen allzueifrig zu folgen verhngnisvoll ist1 und dass eine ihrer ,absichten die ist1 nicht alle ihre ,absichten zu verstehen und zu befolgen8 ,und steht es nicht ebenso mit den ,gefahren des ,menschen8 ,auch wir fhlen unbewusste ,krfte in uns schlummern1 die gerade das ,gegenteil von dem wollen1 was unser ,verstand fordert4 ,ist es gut1 dass unser ,verstand1 der sich gewhnlich um sich selbst dreht und dann nicht mehr weiss1 wohin1 diesen ,krften ,recht giebt und sein unerhofftes ,gewicht dem ihren hinzufgt8 99 99 99 99 99 ,haben wir das ,recht1 aus der ,gefahr der ,parthenogenesis zu schliessen1 dass die ,natur ,mittel und ,zweck nicht immer in ,einklang zu bringen vermag1 dass das1 was sie zu erhalten whnt1 sich oft nur infolge von ,vorsichtsmaassregeln erhlt1 die sie just gegen ihre ,vorsichtsmaassregeln ergriffen hat1 und oft gar durch fremde ,umstnde1 die sie keineswegs vorausgesehen hat8 ,aber sieht sie berhaupt voraus1 sucht sie etwas zu erhalten8 ,die ,natur1 wird man sagen1 ist ein ,wort1 mit dem wir das ,unerkennbare belegen1 und es ist wenig ,grund vorhanden1 ihr ein ,ziel oder ,vernunft zuzutrauen4 ,allerdings handelt es sich hier um die hermetisch verschlossenen ,gefsse1 die den ,hausrat unserer ,weltanschauung bilden4 ,um nicht ewig die ,aufschrift ,unbekannt darauf zu setzen1 denn sie entmutigt und zwingt zum ,schweigen1 gebrauchen wir1 je nach ,form und ,grsse1 die ,worte ,natur1 ,leben1 ,tod1 ,unendlichkeit1 ,auslese1 ,genius der ,art u4 v4 a41 wie die1 welche vor uns lebten1 die ,namen ,gott1 ,vorsehung1 ,bestimmung1 ,lohn u4 s4 w4 darauf anbrachten4 ,das ist es1 wenn man will1 und weiter nichts4 ,aber wenn der ,inhalt auch verborgen bleibt1 so haben wir doch das eine gewonnen1 dass die ,aufschriften weniger bedrohlich geworden sind1 und dass wir den ,gefssen nher treten1 sie berhren und in heilsamer ,wissbegierde das ,ohr daran legen knnen4 ,aber welchen ,namen man ihnen auch giebt1 so viel steht fest1 dass zum mindesten eines dieser ,gefsse1 das grsste von ihnen1 das auf seiner ,rndung den ,namen ,natur trgt1 eine sehr reale ,kraft birgt1 vielleicht die realste von allen1 und jedenfalls weiss sie auf unserem ,erdballe eine ungeheure und wunderbare ,quantitt und ,qualitt von ,leben mit so sinnreichen ,mitteln zu erhalten1 dass man ohne bertreibung sagen kann1 sie bertrifft alles1 was ,menschengeist zu ersinnen im stande wre4 ,und diese ,qualitt und ,quantitt sollten sich pltzlich durch andere ,mittel erhalten8 ,oder tuschen wir uns da1 indem wir ,vorsichtsmaassregeln zu erblicken whnen1 wo es sich vielleicht nur um einen vom ,glck begnstigten ,zufall handelt1 der eine ,million minder glcklicher ,zuflle berlebt8 99 99 99 99 99 ,mag sein1 aber diese glcklichen ,zuflle geben uns alsdann eine nicht geringere ,lehre der ,bewunderung1 als die1 welche wir von ,dingen1 die ber dem ,zufall stehen1 empfangen4 ,wir brauchen gar nicht bei den ,wesen stehen zu bleiben1 die einen ,schimmer von ,intelligenz und ,bewusstsein besitzen und gegen die blinden ,gesetze anringen knnen1 wir brauchen nicht einmal die ersten zweifelhaften ,reprsentanten der untersten ,stufen des ,tierreiches1 die ,protozon1 ins ,auge zu fassen4 ,die ,experimente des berhmten ,mikroskopikers ,m4 ,h4 ,j4 ,carter zeigen in der ,that1 dass ,wille1 ,absichten und ,unterscheidungsvermgen schon bei ,embryos von der ,winzigkeit der ,myxomyceten zu finden sind1 dass ,bewegungen1 die eine ,list voraussetzen1 sich schon bei ,infusorien ohne jeden sichtbaren ,organismus zeigen1 z4 ,b4 bei der ,amoebe1 die den jungen ,acineten an der ,mndung der mtterlichen ,eierstcke auflauert1 weil sie weiss1 dass sie dann noch keine giftigen ,fhlhrner haben4 ,dabei besitzt die ,amoebe weder ,nervensystem noch irgendwelche beobachtungsfhigen ,organe4 ,gehen wir direkt zum ,pflanzenreich ber2 die ,pflanzen scheinen keine eigene ,bewegung zu haben und allen usseren ,einflssen ausgesetzt zu sein4 ,halten wir uns auch nicht bei den fleischfressenden ,pflanzen auf1 bei den ,drosera z4 ,b41 die ganz wie ,tiere auf ,reize reagieren1 sondern sehen und staunen wir1 welches ,genie manche unserer einfachsten ,pflanzen entwickeln1 um die kreuzweise ,befruchtung1 die sie ntig haben1 durch eine die ,blte befliegende ,biene sicher herbeizufhren4 ,betrachten wir das wunderbar komplizierte ,spiel des ,rostellum und der ,pollinarien mit ihrem klebrigen ,stielende und ihrer mathematisch-automatischen ,vorwrtsneigung bei ,orchis morio1 der schlichten ,orchidee unserer ,himmelsstriche4#aj ,verfolgen wir das doppelte1 unfehlbare ,schaukelspiel der ,salbei-,antheren1 die den ,krper des die ,blume besuchenden ,insektes an dem und dem ,punkte berhren1 damit es die ,narbe einer ,nachbarblume genau an derselben ,stelle berhrt und befruchtet4 ,folgen wir ferner dem allmhlichen ,aufklinken und der ,berechnung1 welche die ,narbe von ,pedicularis silvatica zeigt2 beobachten wir die ,organe dieser drei ,blumen1 wie sie beim ,hineinkriechen der ,biene nach ,art jener komplizierten ,mechaniken funktionieren1 die man in den ,schiessbuden unserer ,jahrmrkte hat1 und die sofort in ,bewegung treten1 wenn ein guter ,schtze ins ,schwarze getroffen hat4 ,wir knnten noch tiefer heruntergehen und1 wie ,ruskin in seinen ,ethics of the ,dust1 den ,charakter1 die ,gewohnheiten und ,listen der ,krystalle1 ihre ,kmpfe und ,maassnahmen1 wenn ein ,fremdkrper ihre ,absichten strt 7die lter sind1 als alles1 was unsere ,phantasie begreift71 die ,art und ,weise1 wie sie einen ,feind annehmen oder abstossen1 den mglichen ,sieg des ,schwchsten ber den ,strksten u4 s4 w4 beobachten4 ,z4 ,b4 giebt das allmchtige ,quarz dem unscheinbaren1 heimtckischen ,epidot in zuvorkommendster ,weise nach und lsst sich von ihm bertrumpfen1 whrend das ,bergkrystall mit dem ,eisen einen bald furchtbaren1 bald prachtvollen ,ringkampf fhrt4 ,mancher durchsichtige ,krystall hat ein regelmssiges1 tadelloses ,wachstum1 eine ungetrbte ,reinheit1 denn er stsst von vorn herein alles ,unreine ab1 whrend sein ,bruder neben ihm ein krankhaftes ,wachstum1 eine augenscheinliche ,immoralitt zeigt1 da er alles ,unreine annimmt und sich klglich im ,leeren windet4 ,endlich wre auf die seltsame ,erscheinung der krystallinischen ,vernarbung und ,rentegration zu verweisen1 die ,claude ,bernard studiert hat1 aber dies ,mysterium ist zu seltsam4 ,halten wir uns an unsere ,blumen1 als an die letzten ,glieder eines ,lebens1 das zu dem unseren noch ,beziehungen hat4 ,es handelt sich hier nicht mehr um ,tiere oder ,insekten1 bei denen wir einen vernnftigen1 eigenen ,willen annehmen knnen1 infolgedessen sie sich erhalten4 ,ihnen schreiben wir1 mit ,recht oder ,unrecht1 keinen solchen ,willen zu4 ,jedenfalls knnen wir bei ihnen nicht die geringste ,spur jener ,organe entdecken1 in denen ,wille1 ,vernunft und ,initiative zu einer ,handlung ihren ,sitz oder ,ursprung haben4 ,folglich stammt das1 was in ihnen solche ,wunder wirkt1 unmittelbar aus der ,quelle1 die wir sonst die ,natur zu nennen pflegen4 ,es ist nicht mehr die ,intelligenz des ,einzelwesens1 sondern die unbewusste1 ungeteilte ,kraft1 welche anderen ,gebilden ,fallen stellt4 ,sollen wir daraus folgern1 dass diese ,fallen keine reinen ,zuflle sind1 die durch zufllige ,wiederkehr zur ,regel geworden sind8 ,dazu haben wir noch kein ,recht4 ,man kann sagen1 dass diese ,blumen ohne solche wunderbaren ,vorrichtungen sich nicht erhalten htten4 ,andere1 die der kreuzweisen ,befruchtung nicht bedurften1 wren an ihre ,stelle getreten1 und niemand htte das ,nichtvorhandensein der ,ersteren bemerkt1 auch wre das ,leben uns darum nicht minder unbegreiflich1 vielfltig und erstaunlich erschienen4 99 99 99 99 99 ,und doch kann man sich schwerlich der ,auffassung verschliessen1 dass die ,vorgnge1 welche die glcklichen ,zuflle herbeifhren und immer wieder herbeifhren1 ,akte der ,klugheit und ,intelligenz sind4 ,aber welches ist ihre ,quelle1 die ,wesen selbst1 oder die ,kraft1 aus der diese ihr ,leben schpfen8 ,ich sage nicht3 ,was liegt daran8 ,im ,gegenteil2 es lge uns sehr viel daran1 dies zu wissen4 ,einstweilen aber1 bis wir erfahren1 ob es die ,blume ist1 die danach trachtet1 das von der ,natur in sie gelegte ,leben zu unterhalten und zu vervollkommnen1 oder die ,natur1 die alles versucht1 um das ,stck ,dasein1 das die ,blume darstellt1 zu erhalten und zu veredeln1 oder endlich der ,zufall1 der zuletzt den ,zufall regelt1 -- ldt eine ,menge von ,erscheinungen zu der ,annahme ein1 dass etwas hnliches wie unsere hchsten ,gedanken bisweilen aus einem gemeinsamen ,muttergrunde hervorgeht1 den wir bewundern mssen1 ohne sagen zu knnen1 wo er sich befindet4 ,bisweilen scheint uns ein ,irrtum aus diesem gemeinsamen ,grunde hervorzugehen4 ,aber obwohl wir sehr wenig wissen1 so haben wir doch oft ,gelegenheit einzusehen1 dass der ,irrtum ein ,akt der ,klugheit war1 der nur ber den ,horizont unserer ersten ,einfalt hinausging4 ,selbst in unserem kleinen ,gesichtskreise knnen wir erkennen1 dass die ,natur1 wenn sie sich hier tuscht1 es fr ntzlich hlt1 ihre angebliche ,unachtsamkeit dort wieder gut zu machen4 ,sie hat die drei ,blumen1 von denen wir reden1 in eine so schwierige ,lage gebracht1 dass sie sich nicht selbst befruchten knnen1 aber sie hlt es fr vorteilhaft1 warum1 wissen wir nicht1 dass diese drei ,blumen sich durch ihre ,nachbarinnen befruchten lassen1 und das ,genie1 das sie zu unserer ,rechten vergessen hat1 bekundet sie zur ,linken1 indem sie die ,intelligenz ihrer ,stiefkinder mehrt4 ,die ,umwege1 die sie macht1 scheinen uns unerklrlich1 aber ihr ,genius bleibt stets auf der gleichen ,hhe4 ,sie scheint in einen ,irrtum herabzusinken1 vorausgesetzt1 dass ein ,irrtum hier mglich ist1 und sie erhebt sich unmittelbar darauf in dem ,organ1 das diesen ,irrtum wieder gut zu machen hat4 ,wohin wir uns wenden1 sie berragt uns berall4 ,sie ist der ,kreisstrom ,okeanos1 der die ,erde umfliesst1 die ungeheure ,wasserflche ohne ,ebbe1 auf der unsere verwegensten und unabhngigsten ,gedanken immer nur eine untergeordnete ,schaumblase bilden4 ,wir nennen sie heute die ,natur1 und morgen haben wir vielleicht einen anderen ,namen gefunden1 der sanfter oder schrecklicher klingt4 ,inzwischen herrscht sie zu gleicher ,zeit und in gleichem ,geiste ber ,leben und ,tod und liefert den beiden unvershnlichen ,schwestern die prunkhaften oder vertrauten ,waffen1 die ihren ,busen vllig verndern und schmcken4 99 99 99 99 99 ,ob sie ,maassregeln ergreift1 um das1 was sich auf ihrer ,oberflche regt1 zu erhalten1 oder ob man den seltsamsten der ,kreise schliessen muss1 indem man sagt1 dass das1 was sich auf dieser ,oberflche regt1 selbst ,maassregeln gegen den ,genius ergreift1 der es beseelt3 das sind ,fragen besonderer ,art4 ,es ist fr uns nicht mglich zu wissen1 ob eine ,gattung trotz der ,frsorge des hheren ,willens1 unabhngig von ihm1 oder schliesslich allein durch ihn sich erhalten hat4 ,alles1 was wir feststellen knnen1 ist1 dass die und die ,art sich erhlt1 und folglich hat die ,natur in diesem ,punkte recht4 ,aber wer kann uns sagen1 wie viele andere1 die wir nicht kennen1 ihrer ,achtlosigkeit oder ,ungeduld zum ,opfer gefallen sind8 ,alles1 was wir noch feststellen knnen1 sind die berraschenden und bisweilen bedrohlichen ,formen1 die1 bald in absoluter ,unbewusstheit1 bald in einer ,art von ,bewusstheit1 das ausserordentliche ,fluidum annimmt1 das ,leben heisst1 und das uns und alles brige beseelt und unsere ,gedanken hervorbringt1 die es beurteilen1 und unsere ,stimme1 die davon zu reden versucht4 ,,der ,,hochzeitsausflug ,sehen wir indessen zu1 auf welche ,weise sich die ,befruchtung der ,bienenknigin vollzieht4 ,auch hier hat die ,natur ausserordentliche ,maassregeln ergriffen1 um die ,vereinigung der beiden ,geschlechter aus verschiedenen ,stcken zu begnstigen1 ein seltsames ,gesetz1 zu dem sie durch nichts gezwungen wird1 eine ,laune vielleicht oder ,unachtsamkeit1 deren ,wiederausgleichung die wundervollsten ,krfte ihrer ,wirksamkeit verschlingt4 ,es ist hchst wahrscheinlich1 dass1 wenn sie zur ,erhaltung des ,lebens1 zur ,milderung des ,leidens1 zur ,herbeifhrung eines sanfteren ,todes1 zur ,fernhaltung der schrecklichsten ,zuflle halb so viel ,geist aufgewandt htte1 als sie fr die kreuzweise ,befruchtung und einige andere willkrliche ,einflle vergeudet1 das ,rtsel des ,daseins uns minder unbegreiflich und erbarmungswrdig erschienen wre1 als so1 wie es sich jetzt unserer ,wissbegier darstellt4 ,doch wir drfen unser ,bewusstsein und den ,anteil1 den wir am ,dasein nehmen1 nicht aus dem schpfen1 was vielleicht htte sein knnen1 sondern aus dem1 was ist4 ,die jungfruliche ,knigin lebt in der kribbelnden ,enge des ,bienenstockes mit einigen hundert sie umschwrmenden ,drohnen oder mnnlichen ,bienen1 die voller bermut in stetem ,honigrausche leben und keinen anderen ,daseinsgrund haben1 als die ,vollziehung eines ,aktes der ,liebe4 ,aber trotz der ewigen ,berhrung der beiden ,geschlechter1 die berall wo anders alle ,widerstnde berwinden1 findet die ,begattung niemals im ,bienenstock statt1 und es ist noch nie gelungen1 eine eingesperrte ,knigin zu schwngern4#aa ,die sie umringenden ,drohnen kennen sie nicht1 so lange sie in ihrer ,mitte weilt4 ,sie fliegen aus und suchen sie im ,luftraum1 in den verborgensten ,winkeln des ,horizontes1 ohne zu ahnen1 dass sie sie eben verlassen haben1 dass sie mit ihr auf derselben ,wabe schliefen und sie bei ihrem ungestmen ,aufbruche vielleicht angerannt haben4 ,man mchte sagen1 ihre prachtvollen ,augen1 die ihren ganzen ,kopf mit einem blinkenden ,helme bedecken1 erkennen sie und verlangen nur dann nach ihr1 wenn sie im blauen ther schwebt4 ,jeden ,tag von ,mittag bis um drei ,uhr1 wenn die ,sonne am hchsten steht1 fliegt ihre federgeschmckte ,horde zur ,eroberung der ,gattin aus1 die kniglicher und unvergleichlicher ist1 als die unerreichbarste ,mrchenprinzessin1 denn zwanzig oder dreissig ,stmme sind von allen ,stcken der ,nachbarschaft herbeigestrmt und umschwrmen sie3 ein ,gefolge von mehr als zehntausend ,freiern1 von denen ein einziger zu einer einzigen minutenlangen ,umarmung auserkoren wird1 die ihn dem ,glcke1 aber auch dem ,tode vermhlt1 whrend alle anderen das engverschlungene ,paar als unntze ,begleitung umschwirren und bald darauf umkommen werden1 ohne das schicksalsvolle ,zauberbild wiedergesehen zu haben4 99 99 99 99 99 ,diese erstaunliche1 unsinnige ,verschwendung der ,natur ist keineswegs bertrieben4 ,in den volkreichsten ,stcken zhlt man gewhnlich vier- bis fnfhundert ,drohnen4 ,in entarteten oder schwcheren ,stcken findet man deren oft vier- oder fnftausend1 denn je mehr ein ,bienenvolk dem ,verfall entgegenneigt1 desto mehr ,drohnen bringt es hervor4 ,man kann sagen1 dass ein ,bienenstand von zehn ,kolonien im ,durchschnitt ein ,volk von zehntausend ,drohnen in die ,luft schickt1 von denen hchstens zehn bis fnfzehn ,gelegenheit haben werden1 den einzigen ,akt1 zu dem sie da sind1 zu vollziehen4 ,derweilen erschpfen sie die ,vorrte des ,volkes1 und die unermdliche ,arbeit von fnf bis sechs ,arbeitsbienen reicht kaum hin1 um einen dieser anspruchsvollen und gefrssigen ,schmarotzer1 die nur mit dem ,munde fleissig sind1 zu erhalten4 ,aber die ,natur ist stets verschwenderisch1 wo es sich um die ,funktionen und ,privilegien der ,liebe handelt4 ,sie knausert nur bei den ,organen und ,werkzeugen der ,arbeit4 ,sie ist parteiisch und hart gegen alles1 was die ,menschen ,tugend nennen4 ,dagegen spart sie die ,diamanten und ,gunstbeweise nicht1 die sie auf den ,weg der gleichgiltigsten ,liebenden ausstreut4 ,sie ruft berall3 ,vereinigt und vermehrt ,euch1 es giebt kein anderes ,gesetz und ,ziel als die ,liebe1 -- um dann halblaut hinzuzufgen3 und erhaltet ,euch nachher1 wenn ,ihr es vermgt1 das geht mich nichts weiter an4 ,umsonst1 etwas anderes zu thun1 etwas anderes zu wollen1 man findet berall dieselbe ,moral1 die der unseren so zuwiderluft4 ,man beobachte nur an denselben kleinen ,wesen ihren ungerechten ,geiz und ihre sinnlose ,verschwendung4 ,die pflichttreue ,arbeitsbiene muss von der ,wiege bis zum ,grabe hinaus in die dichtesten ,wlder1 muss tausend versteckte ,blten befliegen1 muss im ,labyrinth der ,honigbehlter1 in den verborgenen ,schchten der ,staubgefsse ,honig und ,pollen entdecken4 ,trotzdem sind ihre ,augen und ,geruchsorgane im ,vergleich zu denen der ,drohnen verkmmert4 ,diese knnten fast blind und ohne ,geruchssinn sein1 ohne darunter zu leiden1 kaum ohne sich dessen bewusst zu sein4 ,sie haben nichts zu thun1 keine ,beute zu verfolgen1 ihre ,nahrung wird ihnen fertig zugetragen1 und ihr ,dasein ist ein ununterbrochenes ,honigfest4 ,aber sie sind die ,vollstrecker der ,liebe1 und die ungeheuersten und unntzesten ,geschenke werden mit vollen ,hnden in den ,abgrund der ,zukunft geworfen4 ,einer von tausend unter ihnen wird einmal in seinem ,leben das ,bild der kniglichen ,jungfrau im ,azurblau erblicken4 ,einer von tausend wird im ,luftraum einen ,augenblick der ,spur des ,weibes folgen1 das nicht flieht4 ,das gengt4 ,die parteiische ,macht hat ihre unerhrten ,schtze bis zum bermaass und ,wahnsinn aufgethan4 ,jedem dieser unwahrscheinlichen ,liebhaber1 von denen #iii einige ,tage nach der ,todeshochzeit des tausendsten geschlachtet werden1 hat sie #acjjj ,augen auf jeder ,kopfseite gegeben1 whrend die ,arbeitsbiene nur #fjjj hat4 ,jeden ihrer ,fhler hat sie1 nach den ,berechnungen von ,cheshire1 mit #cghjj ,geruchshhlen versehen1 gegen #ejjj1 welche die ,arbeitsbiene auf beiden ,seiten hat4 ,wer den ,charakter der ,natur schildern wollte1 so wie er sich aus derartigen ,zgen ergiebt1 der msste eine ganz ungewhnliche1 unserem ,ideal ganz unhnliche ,gestalt entwerfen1 obschon dieses ,ideal doch auch von ihr stammen muss4 ,aber der ,mensch weiss zu wenig1 um ein solches ,bild zu malen1 er knnte nur einen grossen ,schatten hinzeichnen und zwei oder drei ungewisse ,lichter daraufsetzen4 99 99 99 99 99 ,ich glaube1 es sind sehr ,wenige1 die das ,hochzeitsgeheimnis der ,bienenknigin belauscht haben1 denn diese ,hochzeit vollzieht sich in dem unendlichen1 blendenden ,brautbett des ,sommerhimmels4 ,aber man kann den ,aufbruch der ,braut und die todkndende ,rckkehr der ,gattin unter ,umstnden beobachten4 ,trotz ihrer ,ungeduld wartet sie im ,schatten ihrer ,thore ,tag und ,stunde ab1 bis ein wundervoller ,morgen sich aus der ,tiefe der azurenen ,himmelsurne in den hochzeitlichen ,raum ergiesst4 ,sie liebt den ,augenblick1 wo noch ein ,rest von ,thau auf ,blatt und ,blten schimmert1 wo die letzte ,frische der sinkenden ,morgenrte noch gegen die ,glut des ,tages anringt1 wie eine ,jungfrau in den ,armen eines ,kriegsmannes1 und die krystallenen ,laute des ,morgens in dem ,schweigen des nahenden ,mittags noch nicht ganz verhallt sind4 ,dann erscheint sie auf der ,schwelle1 unbeachtet von den ,arbeitsbienen1 die ihren ,geschften obliegen1 oder auch von ihren bethrten ,tchtern umringt1 je nachdem sie ,schwestern im ,stocke zurcklsst oder nicht mehr ersetzt werden kann4 ,sie fliegt zuerst rckwrts1 lsst sich zwei bis dreimal auf das ,flugbrett nieder1 und erst1 wenn sie ,lage und ,anblick ihres ,knigreiches1 das sie noch nie von aussen gesehen hat1 genau in ihren ,geist aufgenommen hat1 fliegt sie in gerader ,linie scheitelwrts ins ,blaue1 und erreicht so ,hhen und eine ,lichtzone1 zu denen die anderen ,bienen sich nie in ihrem ,leben aufschwingen4 ,die ,drohnen drunten1 die sich trge auf den ,blumen wiegen1 haben die ,erscheinung gesehen und den magnetischen ,duft eingesogen1 der sich alsbald bis zu den nachbarlichen ,bienenstcken verbreitet4 ,sofort sammeln sich die ,horden und tauchen1 ihrer ,fhrte folgend1 in das ,meer der ,heiterkeit1 dessen krystallene ,grenzen sich immer weiter verschieben4 ,freudetrunken ber den ,gebrauch ihrer ,flgel und dem herrlichen ,gesetze der ,art getreu1 das ihr den ,liebsten zufhrt und nur den strksten allein in ihre therferne ,einsamkeit hinaufdringen lsst1 steigt sie immerfort1 und die blaue ,morgenluft strmt zum ersten ,male in ihre ,luftgefsse und braust wie ein himmlisches ,blut in den tausend strahlenfrmigen ,luftrhren ihrer beiden ,lungen1 welche die ,hlfte ihres ,krpers einnehmen und sich vom weiten ,raume nhren4 ,sie steigt immerfort1 bis sie eine de ,zone erreicht1 wo kein ,vogel ihr ,mysterium mehr strt4 ,sie steigt immerfort1 und schon zerteilt und vermindert sich der ungleiche ,schwarm unter ihr4 ,die ,schwachen und ,kranken1 die ,greise und ,missratenen1 die schlecht ,ernhrten der kraftlosen und heruntergekommenen ,vlker stehen von ihrer ,verfolgung ab und verschwinden im ,leeren4 ,nur eine kleine ,schaar von ,unermdlichen schwebt noch im unendlichen ,raume4 ,noch eine letzte ,anspannung der ,flgel1 und der ,auserwhlte der unbegreiflichen ,mchte hat sie eingeholt1 umarmt und durchdrungen1 und von doppeltem ,schwunge beflgelt1 kreist das eng verschlungene ,paar einen ,augenblick im ttlichen ,delirium der ,liebe4 99 99 99 99 99 ,die ,mehrzahl der ,wesen hat das dunkle ,gefhl1 dass ,tod und ,liebe nur durch eine durchsichtige ,haut von einander getrennt sind4 ,sie meinen1 die ,natur wolle streng genommen1 dass man in dem ,augenblick1 wo man neues ,leben hervorruft1 das seine lsst4 ,wahrscheinlich ist es diese angeerbte ,furcht1 die der ,liebe solche ,bedeutung verleiht4 ,hier wenigstens offenbart sich diese ,absicht der ,natur in ihrer primitiven ,einfachheit1 die ihren ,schatten noch auf den ,kuss zweier ,menschen wirft4 ,sobald die ,vereinigung stattgefunden hat1 platzt der ,leib der ,drohne auf1 das ,werkzeug der ,zeugung lst sich ab und zieht die ganzen ,eingeweide nach2 die ,flgel erschlaffen1 und der entleerte ,krper strzt1 vom hochzeitlichen ,blitze getroffen1 kreiselnd in den ,abgrund4 ,dieselbe ,absicht1 die in der ,parthenogenesis die ,zukunft des ,bienenstockes durch die ungewhnliche ,vermehrung der ,drohnen aufs ,spiel stellte1 opfert hier die ,drohnen der ,zukunft des ,bienenstockes4 ,sie setzt immer in ,erstaunen1 diese ,absicht2 je mehr man in sie einzudringen sucht1 desto ungewisser wird sie1 und ,darwin1 um einen ,forscher zu nennen1 der sie von allen ,menschen am leidenschaftlichsten und methodischsten studiert hat1 ,darwin verliert auf ,schritt und ,tritt die ,fassung und weicht vor dem ,unerwarteten und ,unvereinbaren zurck4 ,man sehe nur zu -- wenn anders man dem erhebend demtigenden ,schauspiel des menschlichen ,geistes im ,ringen mit dem ,unendlichen zusehen will -- man sehe nur zu1 wie er die seltsamen1 unglaublich geheimnisvollen und zusammenhangslosen ,gesetze der ,unfruchtbarkeit und ,fruchtbarkeit der ,bastarde1 oder die der ,variabilitt der ,art- und ,gattungscharaktere zu entwirren sucht4 ,kaum hat er ein ,prinzip formuliert1 so drngen sich schon zahllose ,ausnahmen auf1 und bald ist das bedrngte ,prinzip froh1 in einem ,eckchen ein ,obdach zu finden und als ,ausnahme einen ,rest von ,dasein zu fristen4 ,bei der ,bastardierung wie bei der ,variabilitt 7namentlich bei den gleichzeitigen ,variationen1 die man ,korrelation des ,wachstums nennt71 beim ,instinkt1 wie bei den ,vorgngen des ,kampfes ums ,dasein1 bei der ,auslese1 der geologischen ,aufeinanderfolge und geographischen ,verteilung der organischen ,wesen1 bei den ,verwandtschaften unter einander1 kurz berall1 ist die ,natur tastend und nachlssig1 sparsam und verschwenderisch1 weitblickend und unaufmerksam1 unbestndig und unerschtterlich1 lebendig und regungslos1 ein- und tausendfltig1 grossartig und niedrig in demselben ,augenblick und derselben ,erscheinung4 ,da sie das unendliche1 jungfruliche ,land der ,einfachheit vor sich hatte1 bevlkert sie es mit kleinen ,irrtmern1 kleinen1 sich widersprechenden ,gesetzen und kleinen schwierigen ,problemen1 die sich ins ,dasein verlaufen1 wie blinde ,heerden4 ,freilich ist das nur in unseren ,augen so1 die nur das von der ,realitt widerspiegeln1 was sich uns und unseren ,bedrfnissen angepasst hat1 und nichts berechtigt uns zu dem ,glauben1 dass die ,natur ihre ,ursachen und ,wirkungen1 die sich verlaufen haben1 aus den ,augen verlre4 ,jedenfalls gestattet sie ihnen selten1 so weit zu gehen1 dass sie widersinnig und gefhrlich werden4 ,sie verfgt ber zwei ,krfte1 die stets ,recht haben1 und wenn die ,erscheinungen gewisse ,grenzen berschreiten1 winkt sie dem ,leben oder dem ,tode1 und diese stellen die ,ordnung wieder her und zeichnen den ,weg1 der frderhin zu beschreiten ist1 gleichgiltig vor4 99 99 99 99 99 ,sie entschlpft uns berall1 sie missachtet die meisten unserer ,regeln und durchbricht alle unsere ,maassstbe4 ,rechts von uns steht sie weit unter unserem ,denken1 doch zur ,linken berragt sie es pltzlich wie ein ,gebirge4 ,sie scheint sich fortwhrend zu irren1 sowohl in der ,welt ihrer ersten ,versuche1 wie in der der letzten1 will sagen1 in der ,menschenwelt4 ,sie heiligt hier den ,instinkt der dunklen ,masse1 die unbewusste ,ungerechtigkeit der ,zahl1 die ,niederlage der ,intelligenz und ,tugend1 die flache ,durchschnittsmoral1 die den grossen ,strom der ,gattung lenkt und offenbar viel niedriger steht1 als die ,moral1 wie sie ein ,geist erhofft und versteht1 der sich dem kleinen1 klareren ,strome anschliesst1 welcher dem grossen entgegenluft4 ,trotzdem fragt derselbe ,geist sich vielleicht nicht mit ,unrecht1 ob es nicht seine ,pflicht sei1 alle ,wahrheit1 folglich auch die moralischen ,wahrheiten1 in dieser ,masse und nicht in sich selbst zu suchen1 wo sie verhltnismssig so klar und bestimmt zu ,tage liegen4 ,es fllt ihm nicht ein1 die ,vernnftigkeit und ,tugendhaftigkeit seines ,ideals1 das so viele ,helden und ,weise geheiligt haben1 zu verneinen1 aber bisweilen sagt er sich doch1 dass dieses ,ideal sich vielleicht abseits von der grossen ,masse gebildet hat1 deren gestaltlose ,schnheit er zu verkrpern whnt4 ,er hat bisher mit gutem ,grunde frchten knnen1 dass er durch ,anpassung seiner ,moral an die der ,natur gerade das1 was ihm die ,krone der ,natur zu sein dnkte1 vernichten wrde1 aber heute1 wo er sie etwas besser kennt und aus einigen noch dunklen1 aber von unerwarteter ,grsse zeugenden ,antworten erkannt hat1 dass ihre ,plne und ihre ,vernunft ungeheuerer sind1 als alles1 was er in seiner ,selbstbeschrnkung htte denken knnen1 frchtet er sie minder und bedarf darum nicht mehr so unbedingt der ,zuflucht zu seiner ,sondertugend und ,vernunft4 ,er sagt sich1 dass etwas1 das so gross ist1 keinen erniedrigenden ,einfluss haben kann4 ,er mchte wissen1 ob nicht der ,augenblick gekommen ist1 wo er seine ,gewissheiten1 ,prinzipien und ,trume einer grndlicheren ,prfung unterwerfen soll4 ,ich wiederhole es3 er denkt nicht daran1 sein menschliches ,ideal aufzugeben4 ,gerade das1 was dieses ,ideal zuerst widerrt1 lsst ihn schliesslich darauf zurckkommen4 ,die ,natur kann kein schlechter ,ratgeber sein fr einen ,geist1 dem jede ,wahrheit1 die nicht wenigstens auf der ,hhe seines eigenen ,strebens steht1 nicht hoch genug erscheint1 um endgiltig und des grossen ,planes wrdig zu sein1 den er aufzudecken trachtet4 ,nichts wechselt seinen ,platz in seinem ,leben1 ohne mit ihm zu steigen1 und er wird sich noch lange sagen1 dass er steigt1 wenn er sich dem alten ,bilde des ,guten nhert4 ,aber in seinem ,denken wandelt sich alles mit grsserer ,freiheit1 und er kann in seiner leidenschaftlichen ,betrachtung ungestraft bergab steigen1 bis er die grausamsten und unsittlichsten ,widersprche des ,lebens wie ,tugenden schtzt1 denn er fhlt im ,voraus1 dass eine ,menge von ,thlern nach einander zu der ersehnten ,hochflche fhren4 ,diese ,betrachtung und diese ,leidenschaft hindern ihn nicht daran1 im ,suchen nach dieser ,gewissheit1 selbst wenn dies ,suchen ihn zum ,gegenteil von dem fhrt1 was er liebt1 sein ,verhalten nach der menschlich schnsten ,wahrheit zu regeln und sich an das am hchsten stehende ,vorlufige zu halten4 ,alles1 was die wohlthtige ,tugend mehrt1 geht unmittelbar in sein ,leben auf2 alles1 was sie schmlern wrde1 bleibt ungelst darin1 wie eines jener unlslichen ,salze1 die sich erst zur ,stunde des entscheidenden ,experiments bewegen4 ,er kann eine niedrige ,wahrheit annehmen1 aber um danach zu handeln1 wird er -- vielleicht ,jahrhunderte lang -- warten1 bis er erkannt hat1 welche ,beziehungen zwischen dieser ,wahrheit und denen bestehen1 die unendlich genug sind1 um alle anderen einzubegreifen und zu berschatten4 ,mit einem ,worte1 er wird die moralische ,weltordnung von der intellektuellen trennen und in die erstere nur das aufnehmen1 was grsser und schner ist als ehedem4 ,und wenn es tadelnswert ist1 diese beiden ,ordnungen zu trennen1 wie man es oft genug im ,leben thut1 um schlechter zu handeln1 als man denkt1 und das ,bessere zu erkennen1 aber dem ,schlechteren zu folgen1 so ist es doch immerhin heilsam und vernnftig1 das ,schlechtere zu erkennen1 aber dem ,besseren zu folgen und ber seine ,gedanken hinaus zu handeln1 denn die menschliche ,erfahrung giebt uns tglich mehr ,hoffnung1 dass der hchste ,gedanke1 den wir erfassen knnen1 noch lange unter der geheimnisvollen ,wahrheit stehen wird1 nach der wir trachten4 ,und wenn von alledem auch nichts wahr wre1 so wird er doch von einem vertrauteren ,gedanken und ,gefhl geleitet4 ,je mehr ,kraft nach seiner ,meinung den ,gesetzen innewohnt1 die zur ,selbstsucht1 ,ungerechtigkeit und ,grausamkeit einzuladen scheinen1 desto mehr bestrkt er jene anderen1 die ,grossmut1 ,mitleid und ,gerechtigkeit lehren1 denn indem er den ,anteil des ,weltalls und der eigenen ,person gleichzusetzen und methodischer abzugrenzen beginnt1 findet er in der letzteren etwas ebenso tief ,natrliches4 99 99 99 99 99 ,indessen kehren wir zu der tragischen ,hochzeit der ,bienenknigin zurck4 ,in dem uns beschftigenden ,falle will die ,natur also in ,anbetracht der kreuzweisen ,befruchtung1 dass ,knigin und ,drohne sich nur im weiten ,raume begatten4 ,aber ihre ,plne verstricken sich wie ein ,netz1 und ihre liebsten ,gesetze mssen unaufhrlich durch die ,maschen von anderen hindurch1 und diese im nchsten ,augenblick wieder durch die der ersteren4 ,da sie denselben ,himmel mit ungezhlten ,gefahren bevlkert hat1 mit kalten ,winden1 strmischen ,luftstrmungen1 ,vgeln1 ,insekten und ,wassertropfen1 die auch unbeugsamen ,gesetzen gehorchen1 muss sie dafr sorgen1 dass diese ,paarung sich so schnell wie mglich vollzieht4 ,dies geschieht durch den blitzhaften ,tod der ,drohne4 ,eine ,minute gengt1 und der ,rest der ,befruchtung vollzieht sich in den ,weichen der ,gattin4 ,diese kehrt von den blauen ,hhen schnell in den ,stock zurck und schleppt die langgezogenen ,gedrme ihres ,buhlen wie eine ,oriflamme nach4 ,einige ,bienenkenner behaupten1 dass sie bei dieser hoffnungsschwangeren ,rckkehr eine grosse ,freude offenbarte4 ,u4 a4 entwirft ,bchner eine ausfhrliche ,schilderung davon4 ,ich habe diese hochzeitliche ,heimkehr nun oft genug belauscht1 aber ich muss gestehen1 dass ich nie eine ungewhnliche ,aufregung beobachtet habe1 ausser wenn es sich um eine junge ,knigin handelt1 die an der ,spitze eines ,schwarmes aufgebrochen ist und die einzige ,hoffnung einer neu gegrndeten1 noch den ,stadt bildet4 ,in diesem ,falle strzen alle ,arbeitsbienen ihr wie bethrt entgegen1 um sie zu empfangen4 ,doch fr gewhnlich scheinen sie sie zu vergessen1 obwohl die ,zukunft des ,volkes oft keine kleinere ,gefahr luft4 ,sie haben eben alles bedacht1 bis dahin1 wo sie den ,mord der jungen ,prinzessinnen zuliessen1 aber weiter geht ihr ,instinkt nicht2 es ist wie ein ,loch in ihrer ,voraussicht4 ,sie machen also einen ziemlich gleichgiltigen ,eindruck4 ,sie heben den ,kopf1 erkennen vielleicht auch das mrderische ,wahrzeichen der ,befruchtung1 aber immer noch misstrauisch1 wie sie sind1 verraten sie nichts von der ,heiterkeit1 die wir von ihnen erwarten4 ,als positive1 wenig illusionsfhige ,wesen erwarten sie1 bevor sie sich freuen1 wahrscheinlich noch andere ,beweise4 ,wir thun unrecht1 wenn wir alle ,gefhle dieser kleinen ,geschpfe1 die uns so unhnlich sind1 vermenschlichen und logisch machen wollen4 ,bei den ,bienen1 wie bei allen anderen ,tieren1 die einen ,abglanz unseres ,verstandes in sich tragen1 kommt man selten zu so bestimmten ,ergebnissen1 wie sie in den ,bchern geschildert werden4 ,es bleiben zu viele ,umstnde1 die uns nicht bekannt sind4 ,warum soll man sie vollkommener machen1 als sie sind1 und etwas sagen1 was nicht wahr ist8 ,wenn manche whnen1 dass sie anziehender wren1 wenn sie uns glichen1 so haben sie noch keinen richtigen ,begriff davon1 was einem aufrichtigen ,geiste belangreich erscheinen muss4 ,das ,ziel des ,beobachters ist nicht1 in ,erstaunen zu setzen1 sondern zu verstehen1 und es ist interessanter1 die ,lcken eines ,verstandes und alle ,anzeichen eines von dem unseren abweichenden ,zerebralsystems aufzuzeigen1 als ,wunder davon zu erzhlen4 ,trotzdem ist die ,gleichgiltigkeit nicht allgemein1 und sobald die ,knigin atemlos auf dem ,flugbrett landet1 bilden sich einige ,gruppen und geleiten sie in die ,vorhalle1 in welche die ,sonne1 der ,held aller ,feste des ,bienenstockes1 mit kleinen1 furchtsamen ,schritten hineindringt1 um die ,wachswnde und ,honigguirlanden mit goldbraunem ,helldunkel zu zieren4 brigens regt die junge ,gattin sich nicht mehr und nicht weniger auf1 als ihr ,volk2 es ist nicht viel ,raum fr unntige ,wallungen in dem engen ,hirn der praktischen ,barbarenknigin4 ,sie hat nur ein ,verlangen1 nmlich3 sich sobald wie mglich von dem lstigen ,angedenken an ihren ,gatten zu befreien1 das sie am ,gehen hindert4 ,sie hockt auf der ,schwelle nieder und entledigt sich sorgfltig der unntzen ,organe1 die alsbald von den ,arbeitsbienen aus dem ,stocke geschafft werden1 denn die ,drohne hat ihr alles gegeben1 was sie besass1 und weit mehr1 als ntig war4 ,sie behlt nichts bei sich1 als in ihrer ,samentasche die ,samenflssigkeit1 in der ,millionen ,keime schwimmen1 die einer nach dem andern beim ,vorbeigleiten der ,eier im ,dunkel ihres ,leibes die geheimnisvolle ,vereinigung des mnnlichen und weiblichen ,elementes vollziehen werden1 aus der die ,arbeitsbienen entstehen4 ,es ist eine seltsame ,umkehrung der ,dinge1 dass sie das mnnliche ,prinzip liefert und die ,drohne das weibliche4 ,zwei ,tage nach der ,begattung legt sie ihre ersten ,eier1 und alsbald umgiebt das ,volk sie mit peinlicher ,frsorge4 ,sie ist fortan zweigeschlechtig und ihr eigentliches ,dasein nimmt jetzt seinen ,anfang4 ,sie verlsst nie mehr den ,stock1 sieht nie mehr das ,licht1 ausser bei ,begleitung eines ,schwarmes1 und ihre ,fruchtbarkeit erlahmt erst bei ihrem ,tode4 99 99 99 99 99 ,eine seltsame ,hochzeit6 ,die mrchenhafteste vielleicht1 die sich trumen lsst1 voller ,himmelsblue und ,trauerspiel1 ein ,aufschwung des ,verlangens ber das ,leben hinaus1 blitzhaft und unvergnglich1 kurz und blendend1 einsam und unendlich4 ,eine erhabene ,trunkenheit1 ein ,tod im ,reinsten und ,schnsten1 was es auf dieser ,erde giebt4 ,im jungfrulichen1 unendlichen ,raume1 in der majesttischen ,klarheit des offenen ,himmels schwebt der ,augenblick der ,wonne2 im keuschen ,lichte lutert sich alles ,unreine1 was der ,liebe anhaftet1 wird die unvergessliche ,umarmung vollzogen und fr eine lange ,zukunft einem und demselben ,leibe das doppelte ,vermgen beider ,geschlechter unzertrennlich verliehen4 ,die tiefere ,wahrheit hat freilich nichts von dieser ,poesie2 sie besitzt eine andere1 fr die wir weniger empfnglich sind1 obwohl wir sie vielleicht dereinst auch begreifen und lieben werden4 ,die ,natur hat keine ,anstalten getroffen1 um diesen beiden abgekrzten ,atomen1 wie ,pascal sagen wrde1 eine glnzende ,hochzeit1 einen ,augenblick idealen ,glcks zu bescheren4 ,sie hat1 wir haben es schon gesagt1 nichts im ,sinne1 als die ,verbesserung der ,art durch die ,befruchtung ber ,kreuz1 und um diese sicherzustellen1 hat sie das ,organ der ,drohne so eingerichtet1 dass es keinen anderen ,gebrauch zulsst1 als im weiten ,raume4 ,die ,drohne muss durch andauerndes ,fliegen ihre beiden grossen ,luftscke vollstndig ausdehnen1 damit diese beiden luftgefllten ,gefsse den ,unterteil des ,hinterleibes herausdrcken1 wodurch die ,befruchtung stattfindet4 ,das ist das ganze physiologische ,geheimnis -- wie trivial1 werden die einen sagen1 fast peinlich1 die anderen -- des wunderbaren ,liebesfluges1 der blendenden ,verfolgung und der seltsamen ,hochzeit4 99 99 99 99 99 ,und wir1 fragt ein ,poet1 sollen wir unsere ,freude denn stets ber der ,wahrheit suchen8 ,ja1 bei jeder ,gelegenheit1 in jedem ,augenblick1 in allen ,dingen wollen wir unsere ,freude stets zwar nicht ber der ,wahrheit suchen1 was unmglich ist1 denn wir wissen nicht1 wo sie zu suchen ist1 wohl aber oberhalb der kleinen ,wahrheiten1 die wir erkennen4 ,wenn ein ,gegenstand durch irgend welchen ,zufall1 eine ,erinnerung1 eine ,illusion1 eine ,leidenschaft oder irgend einen ,anlass sich unseren ,augen schner darstellt als den anderen1 sei uns dieser ,anlass zunchst lieb und teuer6 ,vielleicht ist es nur ein ,irrtum1 aber der ,irrtum verhindert nicht1 dass der ,augenblick uns den ,gegenstand am schnsten erscheinen lsst1 wo wir nahe daran sind1 seine ,wahrheit zu erkennen4 ,die ,schnheit1 die wir ihm verleihen1 lenkt unsere ,aufmerksamkeit auf seine wirkliche ,grsse und ,schnheit1 die durchaus nicht leicht zu entdecken sind und in den ,beziehungen aller ,dinge zu den allgemeinen1 ewigen ,gesetzen und ,krften liegen4 ,die ,fhigkeit zu bewundern1 die wir an einer ,illusion erprobt haben1 ist fr die ,wahrheit1 die ihr spter oder frher folgt1 unverloren4 ,mit ,worten und ,gefhlen der ,vergangenheit1 mit der ,glut1 die alte1 imaginre ,schnheiten entfesselt haben1 nimmt die ,menschheit heute ,wahrheiten auf1 die vielleicht nie geboren wren1 noch gnstigen ,boden gefunden htten1 wenn diese lngst geopferten ,illusionen das ,herz und den ,verstand1 auf welche diese ,wahrheiten sich herablassen wollen1 nicht erfllt und bestrkt htten4 ,glcklich die ,augen1 die keiner ,illusion bedrfen1 um die ,grsse des ,anblickes zu ermessen6 ,die anderen lernen eben durch die ,illusion aufschauen1 bewundern und sich freuen4 ,und so hoch sie auch aufschauen mgen1 sie werden nie zu hoch blicken4 ,je nher man der ,wahrheit kommt1 desto mehr erhebt sie sich1 und je mehr man sie bewundert1 desto nher kommt man ihr4 ,und so hoch sie sich auch freuen mgen1 sie werden sich nie im ,leeren freuen1 noch ber der unbekannten ewigen ,wahrheit1 die ber allen ,dingen wie eine unbestimmte ,schnheit schwebt4 99 99 99 99 99 ,heisst das1 wir sollen uns der ,lge befleissigen1 einer willkrlichen1 unwirklichen ,poesie nachtrachten und uns in ,ermangelung eines ,besseren an dieser erfreuen8 ,sollen wir etwa in dem vorliegenden ,falle1 der an sich nichts bedeutet1 aber fr tausend hnliche ,flle und unsere ganze ,stellung zu gewissen ,thatsachenreihen typisch ist -- sollen wir in diesem ,falle etwa die physiologische ,erklrung unterlassen und uns nur an die ,empfindung halten1 die uns dieser ,hochzeitsausflug hinterlsst1 der1 was auch seine ,ursache sein mag1 immerhin einer der schnsten lyrischen ,vorgnge jener pltzlich selbstlosen und unwiderstehlichen ,gewalt bleibt1 der alle ,lebewesen gehorchen und die man ,liebe nennt8 ,nichts wre kindlicher1 nichts wre auch unmglicher1 dank den trefflichen ,gewohnheiten1 denen heute alle redlichen ,geister huldigen4 ,die kleine ,thatsache1 dass die ,befruchtung durch die ,drohne nur dann stattfindet1 wenn die ,luftscke aufgeschwellt sind1 wollen wir mit ,freuden aufnehmen1 da sie unbestreitbar ist4 ,aber wenn wir uns damit begngten1 wenn wir nicht darber hinausblickten1 wenn wir daraus folgerten1 dass jeder zu hoch fliegende oder zu weitgehende ,gedanke notwendigerweise ,unrecht hat1 und dass die ,wahrheit sich allemal in materiellen ,kleinigkeiten befindet1 wenn wir nicht irgendwo1 vielleicht in ,ungewissheiten1 die von grsserer ,tragweite sind1 als die1 welche durch die kleine ,erklrung nun aufgehellt sind1 z4 ,b4 in dem seltsamen ,mysterium der kreuzweisen ,befruchtung1 der ,fortdauer der ,art und des ,lebens1 im ,weltplan u4 s4 w4 eine ,fortsetzung dieser ,erklrung1 eine ,fortdauer des ,schnen und ,grossen im ,unbekannten suchen3 ich mchte fast behaupten1 dass wir unser ,dasein dann in grsserem ,abstande von der ,wahrheit verbringen wrden1 als die1 welche sich blind auf die poetische und vllig imaginre ,auslegung dieser wunderbaren ,hochzeit verlegen wrden4 ,sie tuschen sich ohne ,zweifel ber ,form und ,farbe der ,wahrheit1 aber sie leben weit mehr als die1 welche sich schmeicheln1 sie ganz und gar in ,hnden zu halten1 in ihrem ,dunstkreise und unter ihrem ,einfluss4 ,sie sind darauf vorbereitet1 sie zu empfangen1 denn es ist ein gastlicherer ,raum in ihnen1 und wenn sie sie nicht sehen1 so erheben sie ihre ,augen doch zu dem ,orte der ,schnheit und ,grsse1 allwo es heilsam ist1 sie zu suchen4 ,das ,ziel der ,natur1 welches fr uns die alle anderen beherrschende ,wahrheit ist1 kennen wir nicht4 ,aber um diese ,wahrheit zu lieben1 um die ,glut1 mit der wir nach ihr trachten1 in unserem ,herzen zu nhren1 mssen wir sie fr gross halten4 ,und wenn wir eines ,tages erkennen sollten1 dass wir auf falscher ,fhrte sind1 dass sie klein und unzusammenhngend ist1 so werden wir diese ,entdeckung doch nur der ,anregung verdanken1 die uns ihre vermeintliche ,grsse gegeben hat1 und wenn diese ,kleinheit feststeht1 wird sie uns lehren1 was zu thun ist4 ,einstweilen ist es nicht zu viel gethan1 wenn wir im ,trachten nach ihr alles ,mchtigste und ,verwegenste in ,bewegung setzen1 dessen unser ,verstand und ,herz fhig ist4 ,und wenn das letzte ,wort in alledem etwas ,niedriges sein sollte1 so ist es doch nichts ,kleines1 die ,kleinheit oder ,hohlheit des letzten ,zieles der ,natur aufgedeckt zu haben4 99 99 99 99 99 ,es giebt fr uns noch keine ,wahrheit1 sagte mir eines ,tages einer unserer grossen zeitgenssischen ,psychologen bei einem ,spaziergange auf dem ,lande4 ,es giebt noch keine ,wahrheit1 aber es giebt berall drei gute ,wahrscheinlichkeiten4 ,jeder whlt sich eine davon aus1 oder besser1 sie whlt ihn1 und diese ,wahl1 die er trifft1 oder die ihn trifft1 geschieht oft ganz instinktiv4 ,er hlt sich fortan an sie1 und sie bestimmt ,form und ,inhalt aller ,dinge1 die auf ihn eindringen4 ,der ,freund1 dem wir begegnen1 das ,weib1 das uns lchelnd entgegengeht1 die ,liebe1 die unser ,herz ffnet1 der ,tod oder ,kummer1 der es schliesst1 dieser ,septemberhimmel1 dieser schne1 anmutige ,garten1 in dem man1 wie in ,corneilles ,psyche1 grne1 goldumsumte ,lauben erblickt1 und die weidende ,herde und der ,schfer1 der daneben schlft1 und die letzten ,dorfhuser1 und das ,meer zwischen den ,bumen3 das alles bckt oder erhebt sich1 schmckt oder entkleidet sich seines ,reizes1 je nach dem ,zeichen1 das ihm die ,wahl1 die wir getroffen1 macht4 ,lernen wir unter den drei ,wahrscheinlichkeiten whlen4 ,am ,abend meines ,lebens1 in dem ich so viel nach der kleinen ,wahrheit und der physikalischen ,ursache geforscht habe1 beginne ich1 zwar nicht das zu schtzen1 was uns von diesen ablenkt1 wohl aber das1 was ihnen vorangeht1 und namentlich das1 was etwas ber sie hinausgeht4 -- ,wir waren auf einer jener ,hochebenen im ,lande ,caux in der ,normandie angelangt1 das so sanft ist1 wie ein englischer ,park1 aber ein natrlicher ,park ohne ,grenzen4 ,es ist einer jener seltenen ,erdenwinkel1 wo das ,land vollstndig gesund und mit tadellosem ,grn bedeckt ist4 ,etwas mehr nordwrts wird das ,klima zu rauh1 etwas mehr nach ,sden wirkt die ,sonne erschlaffend und sengend4 -- ,am ,saum einer ,ebene1 die sich bis ans ,meer herabzog1 trmten ,bauern einen ,getreideschober auf4 ,sehen ,sie1 sagte er1 von hier aus gesehen sind sie schn4 ,sie errichten ein einfaches und doch so wichtiges ,ding2 es ist das glckbedeutende und fast unvernderliche ,denkmal des sich bejahenden ,menschenlebens3 ein ,getreideschober4 ,die ,entfernung und die ,abendluft verwandeln ihre ,freudenrufe in eine ,art von ,lied ohne ,worte2 es ist wie eine ,antwort auf das ,hohelied der ,bume1 die ber unseren ,kpfen rauschen4 ,der ,himmel ber ihnen ist wundervoll1 als ob gtige ,geister alles ,licht mit feurigen ,palmwedeln nach dem ,schober zugekehrt htten1 um ihrer ,arbeit noch lnger zu leuchten4 ,und die ,spur der ,palmen ist am ,himmel geblieben4 ,sehen ,sie die schlichte ,dorfkirche halb zur ,seite unter den rundwipfeligen ,linden2 sie berragt und berwacht sie4 ,und das ,gras des heimatlichen ,kirchhofes1 der ins heimische ,meer schaut4 ,sie errichten ihr ,denkmal des ,lebens harmonisch zwischen den ,denkmlern ihrer ,toten1 die dieselben ,bewegungen machten und in ihnen weiterleben4 ,fassen ,sie nun das ,ganze zusammen4 ,es ist ohne besondere1 allzu hervorspringende ,einzelheiten1 wie man es in ,england1 ,holland oder der ,provence finden knnte4 ,es ist das breite1 beschauliche ,bild eines natrlichen1 glcklichen ,lebens1 alltglich genug1 um symbolisch zu wirken4 ,sehen ,sie1 welches ,ebenmaass in der nutzbringenden ,bethtigung des ,menschenlebens liegt6 ,blicken ,sie den ,mann an1 der die ,pferde lenkt1 den ganzen ,krper des anderen1 der die ,garbe auf der ,gabel hinaufreicht1 die ,weiber1 die sich ber das ,getreide beugen1 und die spielenden ,kinder 444 ,sie haben keinen ,stein verschoben1 keine ,erdscholle bewegt1 um die ,landschaft zu verschnern1 sie thun keinen ,schritt1 sie pflanzen keinen ,baum1 sen keine ,blume1 wo es nicht notwendig ist4 ,das ganze schne ,bild ist nichts als das ungewollte ,ergebnis des menschlichen ,bemhens1 sich eine kurze ,zeit in der ,natur zu erhalten4 ,und doch knnen die unter uns1 die ein ,bild der ,anmut und des ,friedens1 ein ,bild voll tiefer ,bedeutung ersinnen oder schaffen mchten1 nichts ,vollkommeneres entdecken und kommen einfach hierher1 um dies zu malen oder zu beschreiben1 wenn sie uns ,schnheit oder ,glck darstellen wollen4 ,das ist die erste ,wahrscheinlichkeit1 die einige die ,wahrheit nennen4 -- ,gehen wir nher heran4 ,hren ,sie den ,gesang1 der dem ,rauschen der grossen ,bume so frohgemut antwortete8 ,er besteht aus groben ,worten und ,schimpfreden1 und wenn ein ,lachen erschallt1 so hat ein ,mann ein ,weib mit ,dreck geworfen1 oder sie ziehen den ,schwchsten1 den ,buckeligen auf1 der seine ,brde nicht heben kann1 werfen den ,lahmen hin oder zausen den ,blden4 ,ich beobachte sie seit manchem ,jahr4 ,wir sind in der ,normandie1 der ,boden ist fett und leicht zu bebauen4 ,hier um den ,schober herrscht ein bischen mehr ,wohlstand1 so dass man nicht berall eine ,szene dieser ,art vermutet4 ,folglich sind die ,mehrzahl der ,mnner ,alkoholiker1 viele ,weiber sind es gleichfalls1 und ein anderes ,gift1 das ich nicht erst zu nennen brauche1 verdirbt den ,volksschlag vollends4 ,das ,resultat davon sind die ,kinder1 die ,sie da sehen4 ,dieser ,knirps ist skrophuls1 dieser ,krummbeinige hat einen ,wasserkopf4 ,alle1 ,mnner und ,weiber1 junge und alte1 huldigen den gewhnlichen ,lastern des ,bauern4 ,sie sind brutal1 heuchlerisch1 verlogen1 habgierig1 verleumderisch1 misstrauisch1 neidisch1 auf kleinen unerlaubten ,profit bedacht1 stets mit der niedrigsten ,erklrung bei der ,hand1 schmeichlerisch gegen den ,strksten u4 s4 w4 ,die ,not weist sie auf einander an und zwingt sie1 sich gegenseitig zu helfen1 aber wo sie es unbeschadet thun knnen1 trachten alle insgeheim danach1 sich zu schaden4 ,die ,schadenfreude ist die einzige wahre ,freude des ,ortes4 ,ein grosses ,unglck ist der lange gehtschelte ,gegenstand heimtckischen ,ergtzens4 ,sie belauschen1 beargwhnen1 verachten und verabscheuen einander4 ,so lange sie arm sind1 hegen sie gegen die ,hrte und den ,geiz ihrer ,brotherren einen zhen und verschlossenen ,hass1 und wenn sie selber ,knechte haben1 benutzen sie die ,erfahrungen ihrer ,knechtszeit1 um die ,hrte und den ,geiz1 unter denen sie selbst gelitten haben1 noch zu bertreffen4 ,ich knnte ,ihnen manche ,einzelheiten ber die ,schurkereien und ,knickereien1 die ,tyrannei1 ,ungerechtigkeit und ,rnkesucht erzhlen1 die dieser in ,frieden und ,himmelsschein ruhenden ,arbeit zu ,grunde liegen4 ,wir drfen nicht glauben1 dass der ,anblick dieses herrlichen ,himmels und des ,meeres1 das jenseits ihrer ,kirche einen anderen greifbareren ,himmel bildet1 der die ,erde umfngt1 wie ein grosser ,spiegel voller ,bewusstsein und ,weisheit1 -- dass dieser ,anblick sie erhbe und erbaute4 ,sie haben ihn nie genossen4 ,ihr ,denken wird nur von drei oder vier ganz bestimmten ,furchtempfindungen geleitet3 der ,furcht vor ,hunger1 der ,furcht vor der ,kraft1 der ffentlichen ,meinung1 dem ,gesetze1 und in der ,todesstunde der ,furcht vor der ,hlle4 ,um zu zeigen1 was sie wert sind1 msste man sie einzeln vornehmen4 ,erst den grossen ,burschen rechts1 der so gemtlich aussieht und so schn die ,garbe wirft4 ,vergangenen ,sommer zerbrachen ihm seine ,freunde bei einem ,streit im ,wirtshause den rechten ,arm4 ,ich habe den ,bruch geheilt1 es war eine schlimme1 komplizierte ,geschichte4 ,ich habe ihn lange gepflegt4 ,ich habe ihn untersttzt1 bis er wieder arbeiten konnte4 ,er kam alle ,tage zu mir4 ,er hat sich das zu ,nutze gemacht und im ,dorfe verbreitet1 er htte mich in den ,armen meiner ,schwgerin berrascht1 und meine ,mutter trnke4 ,er ist nicht schlecht und will mir nicht bse1 im ,gegenteil1 sein ,gesicht strahlt von dem aufrichtigsten ,lcheln1 wenn er mich sieht4 ,es war kein sozialer ,hass1 der ihn dazu trieb4 ,der ,bauer hasst den ,reichen nicht1 dazu hat er zu viel ,respekt vor dem ,reichtum4 ,aber ich denke1 mein wackerer ,gabelschwinger begriff nicht1 warum ich ihn pflegte1 ohne ,vorteil daraus zu ziehen4 ,er witterte ,rnke und wollte nicht der ,genarrte sein4 ,mehr als einer1 reich oder arm1 hatte es vor ihm ebenso getrieben1 oder noch schlimmer4 ,er glaubte nicht1 dass er lge1 als er seine ,erfindungen verbreitete1 er stand unter dem ,drucke der ,moralitt seiner ,umgebung4 ,er gehorchte unwissentlich und gewissermaassen wider ,willen dem allmchtigen ,gebote der allgemeinen ,niedertracht 444 ,aber warum dies ,bild weiter ausmalen8 ,wer einige ,jahre auf dem ,lande gelebt hat1 der kennt es ja4 ,das ist also die zweite ,wahrscheinlichkeit1 die von den ,meisten die ,wahrheit genannt wird4 ,es ist die ,wahrheit des notwendigen ,lebens4 ,es ist unzweifelhaft1 dass sie auf den zuverlssigsten ,thatsachen beruht1 den einzigen1 die jeder ,mensch beobachten und erfahren kann4 -- ,setzen wir uns hier auf diese ,garben1 fuhr er fort1 und sehen wir weiter zu4 ,verwerfen wir keine der kleinen ,thatsachen1 welche die eben genannte ,realitt ausmachen4 ,lassen wir sie von selber im ,raum kleiner werden4 ,sie fllen den ,vordergrund aus1 aber hinter ihnen1 das muss man wohl zugeben1 steht eine grosse1 hchst merkwrdige ,kraft1 die das ,ganze in starken ,hnden hlt4 ,hlt sie es aber nur1 oder vielmehr1 erhebt sie es nicht8 ,die ,menschen1 die wir da sehen1 sind nicht mehr in allen ,stcken die wilden ,tiere ,la ,bruyre's1 die so etwas wie eine artikulierte ,stimme hatten und sich des ,nachts in ,hhlen verbargen1 wo sie von ,schwarzbrot1 ,wasser und ,wurzeln lebten 444 ,die ,rasse1 werden ,sie mir sagen1 ist weniger krftig und gesund4 ,wohl mglich4 ,das ,alkohol und die andere ,plage sind ,zuflle1 deren die ,menschheit auch ,herr werden muss4 ,vielleicht sind es ,prfungen1 die manchen unserer ,organe1 z4 ,b4 dem ,nervensystem1 zum ,heile gereichen werden1 denn wir sehen das ,leben aus den beln1 die es berwindet1 regelmssig ,vorteil ziehen4 berdies kann ein ,nichts1 das vielleicht morgen gefunden wird1 sie unschdlich machen4 ,dies ist es also nicht1 was unseren ,blick beschrnken darf4 ,diese ,menschen haben ,gedanken und ,empfindungen1 welche diejenigen ,la ,bruyre's noch nicht hatten4 -- ,ich mag die einfache1 nackte ,bestie lieber1 als das abstossende ,halbtier1 murmelte ich4 -- ,da sprechen ,sie ganz im ,sinne der ersten ,wahrscheinlichkeit1 die wir ins ,auge fassten1 entgegnete er4 ,vermischen wir sie nicht mit der1 die wir jetzt prfen wollen4 ,diese ,gedanken und ,empfindungen sind klein und niedrig1 wenn ,sie wollen1 aber das ,kleine und ,niedrige ist schon ein ,fortschritt gegen das ,nichts4 ,sie gebrauchen sie nur1 um sich zu schdigen und in ihrer ,mittelmssigkeit zu beharren1 aber es geht in der ,natur oft so zu4 ,die ,gaben1 die sie gewhrt1 werden zuerst nur zum ,bsen gebraucht und machen das1 was sie scheinbar verbessern wollte1 nur noch schlimmer1 aber zuletzt entspringt diesem bel doch ein gewisses ,gutes4 brigens bin ich gar nicht darauf aus1 den ,fortschritt zu beweisen4 ,er ist je nach dem ,standpunkte1 von dem man ihn betrachtet1 etwas sehr ,grosses oder etwas sehr ,kleines4 ,die ,lage des ,menschen etwas menschenwrdiger1 etwas weniger qualvoll zu gestalten1 das ist ein grosses ,ziel1 das ist vielleicht das sicherste ,ideal1 aber wenn man von den materiellen ,folgen einmal absieht1 so ist der ,abstand zwischen dem ,menschen1 der an der ,spitze des ,fortschrittes schreitet1 und dem1 der blindlings hintendreinluft1 nicht betrchtlich4 ,unter diesen jungen ,bauernflegeln1 deren ,hirn nur von verworrenen ,gedanken erfllt ist1 haben mehrere die ,mglichkeit1 den ,grad von ,bewusstsein1 in dem wir leben1 in kurzer ,zeit zu erlangen4 ,man wundert sich oft1 wie klein der ,unterschied zwischen der ,unbewusstheit dieser ,menschen1 die man fr vollstndig hlt1 und dem ,bewusstsein ist1 das wir fr das hchste ansehen4 berdies3 woraus besteht denn dies ,bewusstsein1 auf das wir so stolz sind8 ,aus weit mehr ,schatten1 als aus ,licht1 aus weit mehr erworbener ,unwissenheit als aus ,wissen1 aus weit mehr ,dingen1 auf deren ,erkenntnis wir mit vollem ,bewusstsein verzichten mssen1 als aus bekannten4 ,trotzdem liegt in ihm alle unsere ,wrde1 unsere wirklichste ,grsse1 und vielleicht ist es die erstaunlichste ,erscheinung auf der ,welt4 ,es lsst uns die ,stirn zu dem unbekannten ,prinzip erheben und zu ihm sprechen3 ,ich kenne ,dich nicht1 aber etwas in mir erfasst ,dich schon4 ,du wirst mich vielleicht zerstren1 aber wenn ,du aus meinen ,trmmern keinen besseren ,organismus zusammensetzen kannst1 als ich bin1 so bist du meiner nicht wert1 und das ,schweigen1 das dem ,tode der ,art folgt1 zu der ich gehre1 wird ,dich lehren1 dass ,du gerichtet bist4 ,und wenn ,dir nicht einmal daran liegt1 eine gerechte ,verurteilung zu erfahren1 was liegt dann an ,deinem ,geheimnis8 ,wir wollen es dann nicht mehr ergrnden4 ,es muss stumpfsinnig und schauderhaft sein4 ,du hast durch ,zufall ein ,wesen hervorgebracht1 zu dessen ,erzeugung ,du nicht das ,vermgen hattest4 ,ein ,glck fr den ,menschen1 dass ,du ihn durch einen entgegengesetzten ,zufall wieder ausgemerzt hast1 ehe er den ,abgrund ,deiner ,geistlosigkeit ermessen hat1 und noch mehr ,glck fr ihn1 dass er die unendliche ,abfolge ,deiner scheusslichen ,zufallsspiele nicht mehr erlebt4 ,er gehrte nicht in eine ,welt1 in der seiner ,vernunft keine ewige ,vernunft entsprach1 in der sein ,trachten nach dem ,besten kein wirkliches ,gut erreichen konnte4 ,noch einmal3 der ,fortschritt ist nicht unbedingt erforderlich1 damit das ,schauspiel uns begeistert4 ,das ,rtsel gengt1 und dieses ,rtsel hat in jenen ,bauern ebensoviel ,grsse und mystischen ,glanz1 wie in uns4 ,man findet es berall1 wenn man dem ,leben bis auf seinen allmchtigen ,urgrund nachgeht4 ,dieser ,urgrund erhlt von ,jahrhundert zu ,jahrhundert einen anderen ,namen4 ,einige waren deutlich und bestimmt1 und waren trstlich4 ,man hat erkannt1 dass dieser ,trost und diese ,bestimmtheit illusorisch waren4 ,aber mgen wir ihn ,gott1 ,vorsehung1 ,natur1 ,zufall1 ,leben1 ,geist1 ,materie1 ,verhngnis nennen1 das ,mysterium bleibt sich gleich1 und alles1 was wir in ,jahrtausende langer ,erfahrung gelernt haben1 ist1 ihm einen immer weiteren1 uns menschlich nher stehenden ,namen zu geben1 der dem1 was wir erwarten1 und dem1 was sich nicht vorhersehen lsst1 ,rechnung trgt4 ,diesen ,namen fhrt er heute bereits1 und darum ist er niemals grsser erschienen4 -- ,dies ist einer der zahlreichen ,flle der dritten ,wahrscheinlichkeit und auch ein ,stck ,wahrheit4 ,,die ,,drohnenschlacht ,bleibt nach dem ,hochzeitsausfluge der ,knigin der ,himmel noch klar und die ,luft warm1 sind die ,blumen noch ergiebig an ,nektar und ,pollen1 so dulden die ,arbeitsbienen in einer ,art von ,nachsicht und ,vergesslichkeit1 oder vielleicht aus bertriebener ,vorsicht1 noch eine ,zeit lang die lstige und verderbliche ,anwesenheit der ,drohnen4 ,diese gebhrden sich im ,stocke1 wie die ,freier der ,penelope im ,palast des ,odysseus4 ,sie tafeln und schmausen und fhren das mssige ,leben von verschwenderischen und rcksichtslosen ,ehrenliebhabern4 ,selbstzufrieden und breitspurig1 wie sie sind1 versperren sie die ,gnge1 verstopfen die ,thore1 stren die ,arbeit1 rmpeln und werden germpelt und stehen blde und wichtig da1 von blinder1 gedankenloser ,verachtung aufgeblasen1 aber selbst mit ,bewusstsein und ,hintergedanken verachtet1 und ohne eine ,ahnung von der ,erbitterung1 die sich still huft1 und dem ,schicksal1 das ihrer harrt4 ,um nach ,herzenslust zu schlafen1 whlen sie sich die wrmste ,ecke des ,stockes zur ,ruhesttte1 erheben sich lssig1 um aus den offenen ,honigzellen1 die am schnsten duften1 nach ,belieben zu saugen1 und beschmutzen die ,waben1 auf denen sie sitzen1 mit ihrem ,unrat4 ,die langmtigen ,arbeitsbienen gedenken der ,zukunft und machen den ,schaden stillschweigend wieder gut4 ,von ,mittag bis um drei ,uhr1 wenn die ,landschaft in blulichem ,sommerduft liegt und unter dem sieghaften ,auge der ,juli- oder ,augustsonne in seliger ,mdigkeit bebt1 fliegen sie aus4 ,sie tragen einen ,helm aus riesigen schwarzen ,perlen mit zwei hohen lebendigen ,federn1 ein ,wams von falbem ,sammet mit lichten ,perlen1 ein zottiges ,fell und einen vierfachen1 starren1 durchscheinenden ,mantel4 ,dabei machen sie einen furchtbaren ,lrm1 drngen die ,schildwachen beiseite1 stren die ,lfterinnen und rennen die ,arbeitsbienen um1 die mit ihrer ,tracht beladen heimkehren4 ,sie haben das geschftige1 auffllige und rcksichtslose ,auftreten von unentbehrlichen ,gttern1 die geruschvoll nach einem grossen1 dem gemeinen ,volke unbekannten ,ziele aufbrechen4 ,so vertrauen sie sich nacheinander stolz und unwiderstehlich dem weiten ,luftraum an1 um sich alsbald friedlich auf die nchsten ,blumen niederzulassen und ihr ,mittagsschlfchen zu halten1 bis die abendliche ,khle sie wieder aufweckt4 ,dann kehren sie in demselben gebieterischen ,fluge in den ,stock zurck1 laufen dort1 stets von der gleichen1 unentwegten ,absicht erfllt1 wieder an die ,honigbehlter1 stecken den ,kopf bis zum ,halse hinein1 saugen sich wie ,schluche voll1 um ihren erschpften ,krften aufzuhelfen1 und schreiten dann wieder schweren ,schritts zum ,lager1 wo der gute ,schlaf ohne ,sorgen und ,trume sie bis zum nchsten ,mahle umfngt4 99 99 99 99 99 ,aber die ,geduld der ,bienen reicht nicht so weit wie die der ,menschen4 ,eines ,morgens luft die lngst erwartete ,losung durch den ,stock1 und die friedlichen ,arbeitsbienen werden zu ,richtern und ,henkern4 ,man weiss nicht1 wer die ,losung giebt1 sie scheint aus der kalten1 verstandesmssigen ,entrstung der ,arbeitsbienen pltzlich hervorzubrechen und erfllt1 sobald sie ausgesprochen ist1 wie es der ,geist des einmtigen ,gemeinwesens will1 alsbald aller ,herzen4 ,ein ,teil des ,volkes steht vom ,beutemachen ab1 um sich ganz dem ,werke der ,gerechtigkeit zu widmen4 ,die schamlosen ,mssiggnger1 die klumpenweise auf den honigspendenden ,wnden sitzen1 werden in ihrer ,sorglosigkeit berrascht und durch ein ,heer von zornigen ,jungfrauen pltzlich aus dem ,schlaf gerissen4 ,sie wachen glckselig auf1 und doch unsicher1 sie trauen ihren ,augen nicht recht1 und ihr ,erstaunen dringt allmhlig durch ihre allgemeine ,gleichgiltigkeit hindurch1 wie ein ,mondstrahl durch ein sumpfiges ,wasser4 ,sie bilden sich ein1 sie seien das ,opfer eines ,irrtums1 blicken starr um sich1 und da der leitende ,gedanke ihres ,lebens in ihren dicken ,hirnschdeln zuerst lebendig wird1 so wenden sie sich nach den ,honigbehltern1 um sich zu strken4 ,aber es ist jetzt nicht mehr die ,zeit des ,maihonigs1 des ,blumenweins der ,linden und seines ambrosischen ,seitenstckes1 der ,salbei1 der ,esparsette und des ,majoran4 ,statt des freien ,zugangs zu den schnen1 vollen ,behltern1 die ihre geflligen ,zuckerrnder unter ihrem ,munde ffneten1 finden sie ringsum ein grimmes ,gestrpp von gestrubten ,giftstacheln4 ,der ,dunstkreis der ,stadt hat sich verndert1 und statt des freundlichen ,nektarduftes weht der bittere ,anhauch des ,giftes1 das in tausend ,trpfchen auf den ,spitzen der ,stachel funkelt und ,hass und ,rache verbreitet4 ,aber noch ehe die verblfften ,schmarotzer sich dieser unerhrten ,verletzung ihres gesegneten ,schicksals bewusst werden1 ehe sie den ,umschwung der ,glcksgesetze des ,bienenstaates begriffen haben1 strmen schon drei bis vier ,gerichtsfrauen auf sie los1 versuchen ihnen die ,flgel zu kappen1 den ,hinterleib vom ,brustkasten abzutrennen1 die fiebernden ,fhler zu amputieren1 die ,fsse auszurenken und einen ,spalt zwischen den ,ringen ihres ,panzers zu finden1 um ihr vergiftetes ,schwert hineinzutauchen4 ,die ungeschlachten1 wehrlosen ,tiere denken nicht an ,verteidigung1 sondern suchen zu entfliehen oder bieten ihr dickes ,fell den auf sie niederregnenden ,schlgen dar4 ,auf dem ,rcken liegend1 wehren sie mit ihren starken ,fussenden die erbitterten ,feindinnen ab1 die nicht von ihnen ablassen1 oder sie laufen im ,kreise herum und reissen den ganzen ,haufen zu einem tollen ,wirbel mit fort1 der indessen bald erlahmt4 ,nicht lange1 so sind sie schon so mitleidswrdig1 dass das ,mitleid1 welches in unserem ,herzen nie weit von der ,gerechtigkeit wohnt1 sofort die ,oberhand erlangt und um ,gnade bitten wrde4 ,aber umsonst1 die harten ,arbeiterinnen kennen nur das tiefe1 harte ,naturgesetz4 ,die ,flgel werden den rmsten zerrissen1 die ,fusswurzeln abgetrennt1 die ,fhlhrner abgebissen1 und ihre prachtvollen schwarzen ,augen1 in denen der ,blumenflor sich spiegelte und der unschuldige ,prunk des azurenen ,sommerhimmels widerstrahlte1 brechen im ,schmerz und der ,trbsal der ,todesangst4 ,die einen erliegen ihren ,wunden und werden von zwei oder drei ihrer ,henkerinnen sofort nach den abliegenden ,kirchhfen geschleppt4 ,andere1 die weniger schwer verletzt sind1 retten sich in einen ,winkel1 wo sie eng zusammengedrngt sitzen und von einer unerbittlichen ,wache blockiert werden1 bis sie elendiglich sterben4 ,vielen gelingt es auch1 den ,ausgang zu gewinnen und in den ,luftraum zu entweichen1 wohin ihre ,feindinnen sie verfolgen4 ,aber am ,abend1 wenn ,hunger und ,klte sie qulen1 kehren sie scharenweise nach dem ,stocke zurck und flehen um ,obdach4 ,doch auch hier finden sie eine erbarmungslose ,wache4 ,am nchsten ,morgen beim ersten ,ausfluge rumen die ,bienen die ,leichenhgel der unntzen ,riesen von der ,schwelle fort1 und mit ihnen verschwindet die ,erinnerung an das ,schmarotzergeschlecht aus dem ,bienenstock bis zum nchsten ,frhling4 ,oft findet die ,drohnenschlacht1 in einer grossen ,zahl von ,kolonien desselben ,bienenstandes gleichzeitig statt4 ,die reichsten und geordnetesten geben das ,zeichen zum ,morden4 ,einige ,tage spter folgen die weniger begnstigten kleineren ,republiken4 ,nur die rmsten und klglichsten ,vlker1 deren ,knigin sehr alt und fast unfruchtbar ist1 lassen ihre ,drohnen1 in der ,hoffnung1 dass die junge ,knigin1 die sie erwarten1 noch geschwngert wird1 bis zum ,einbruch des ,winters am ,leben4 ,dann kommt das unausbleibliche ,elend1 und der ganze ,schwarm1 ,mutter1 ,schmarotzer und ,arbeitsbienen1 ballt sich zu einem darbenden1 dicht verschlungenen ,knuel zusammen und geht im ,dunkel des ,stockes still zu ,grunde1 bevor der erste ,schnee gefallen ist4 ,nach dem ,strafgericht der ,mssiggnger nehmen die starken und wohlhabenden ,vlker die ,arbeit wieder auf1 doch mit vermindertem ,eifer1 denn die ,blumen werden immer seltener4 ,die grossen ,feste und die grossen ,trauerspiele sind vorber4 ,trotzdem fllen die nahrungspendenden ,wnde sich zur ,vervollstndigung der unentbehrlichen ,vorrte noch mit ,herbsthonig1 und die letzten ,behlter werden mit dem weissen unverderblichen ,wachssiegel verschlossen4 ,der ,wachsbau hrt auf1 die ,geburten nehmen ab1 die ,todesflle zu1 die ,tage werden krzer und die ,nchte lnger4 ,regen und ungnstige ,winde1 ,frhnebel und die ,fallen der allzufrh sinkenden ,dmmerung bringen hunderten der emsigen ,arbeiterinnen den ,tod vor den ,thoren1 und das ganze kleine ,volk1 das so sonnenschtig ist wie die ,cicaden ,attikas1 sieht der drohenden ,winterklte entgegen4 ,der ,mensch hat sich seinen ,anteil an der ,ernte schon vorweggenommen4 ,jeder der guten ,bienenstcke hat ihm #hj bis #ajj ,pfund ,honig geliefert1 -- und die reichsten geben bisweilen #bjj1 -- den ,ertrag riesiger ,lichtmeere und endloser ,blumenfelder1 die sie ,tag fr ,tag und ,blte fr ,blte beflogen haben4 ,jetzt wirft er noch einen letzten ,blick auf die der ,winterstarre entgegengehenden ,vlker4 ,den reichsten nimmt er ihre berflssigen ,schtze und verteilt sie an die stets durch unverdientes ,missgeschick verarmten ,bewohner dieser emsigen ,welt4 ,er deckt ihre ,wohnungen zu1 schliesst die ,eingnge halb1 nimmt die unntzen ,rahmen heraus und berlsst die ,bienen ihrem langen ,winterschlaf4 ,sie ziehen sich dann nach der ,mitte des ,bienenstockes zusammen und hngen sich an die ,waben1 aus denen whrend der ,frosttage der ,ertrag des ,sommers geschpft werden soll4 ,in der ,mitte sitzt die ,knigin1 umgeben von ihrer ,leibwache4 ,die erste ,reihe der ,arbeitsbienen hngt an den gedeckelten ,zellen1 ber ihnen eine zweite ,reihe1 auf dieser eine dritte u4 s4 w4 bis zur letzten1 die den anderen zur ,decke dient4 ,fhlen die ,bienen dieser ,deckschicht sich von der ,klte berwltigt1 so verschwinden sie in der ,masse und werden durch andere ersetzt4 ,die hngende ,traube ist wie eine dunkle ,kugel1 die durch die ,honigwnde geteilt wird und sich unmerklich auf und ab1 vorwrts und zurck bewegt1 je nachdem die ,zellen1 an denen sie hngt1 nachgeben4 ,denn das ,leben der ,bienen steht im ,winter nicht ganz still1 wie man allgemein glaubt1 sondern es pulsiert nur langsamer4#ab ,durch ,zittern mit ihren ,flgeln1 den kleinen berlebenden ,schwestern der ,sommerglut1 und indem sie je nach den ,schwankungen der ,aussentemperatur bald strker1 bald schwcher brausen1 unterhalten sie in ihrem ,winterlager eine gleichmssige ,temperatur von der ,wrme eines ,frhlingstages4 ,dieser verborgene ,frhling aber quillt aus dem ,honig1 der nichts anderes ist1 als ein vormals verwandelter ,wrmestrahl1 der nun zu seiner ersten ,form zurckkehrt und wie ein edles ,blut durch ihren ,wintersitz strmt4 ,die ,bienen1 die auf den offenen ,zellen sitzen1 reichen ihn ihren ,nachbarinnen und diese geben ihn wieder weiter4 ,er geht derart von ,hand zu ,hand1 von ,mund zu ,mund und erreicht schliesslich die letzten ,glieder des ,schwarmes1 in dessen tausend kleinen ,herzen nur ein ,gedanke und ein ,schicksal lebt4 ,er ersetzt ihnen ,sonnenschein und ,blumen1 bis sein lterer ,bruder1 die ,sonne1 an einem schnen ,frhlingstage wieder durch die halbgeffnete ,pforte blickt1 um mit seinen lauen ,blicken1 unter denen die ,veilchen und ,anemonen erblhen1 die ,bienen vom ,winterschlaf zu erwecken und ihnen zu bedeuten1 dass der ,himmel wieder sein blaues ,kleid angethan hat und dass der ununterbrochene ,kreislauf des rastlosen ,lebens und des frhzeitigen1 aber thtigen und glckseligen ,sterbens wieder begonnen hat4 ,,der ,,fortschritt ,,der ,,art ,ehe ich dieses ,buch schliesse1 wie wir den ,bienenstock ber dem ,schweigen der ,winterstarre geschlossen haben1 mchte ich noch einem ,einwand begegnen1 der fast immer erhoben wird1 wenn man die ,wunder des ,bienenstaates1 seinen politischen ,sinn und ,gewerbfleiss1 dem ,beschauer vor ,augen fhrt4 ,ja1 heisst es gewhnlich1 das alles ist wunderbar1 aber unvernderlich und starr4 ,seit abertausenden von ,jahren leben sie unter bemerkenswerten ,gesetzen1 aber diese ,gesetze sind seit abertausenden von ,jahren die gleichen geblieben4 ,von ,urbeginn an bauen sie ihre wunderbaren ,waben1 denen man nichts nehmen und nichts hinzusetzen kann1 und in denen sich das ,wissen des ,chemikers mit dem des ,mathematikers1 ,architekten und ,ingenieurs in gleicher ,vollendung paart2 aber diese ,waben sind genau dieselben1 wie in den ,sarkophagen1 oder in den ,darstellungen auf ,steinen und in den ,papyrusrollen gyptens4 ,man nenne uns eine ,thatsache1 die den geringsten ,fortschritt bedeutet1 eine ,einzelheit1 in der sie eine ,neuerung getroffen1 einen ,punkt1 wo sie von ihrer ,jahrhunderte alten ,gewohnheit abgewichen wren1 und wir werden uns beugen1 wir werden anerkennen1 dass in ihnen nicht nur ein wundervoller ,instinkt lebt1 sondern auch ein ,verstand1 der ein ,recht hat1 sich dem des ,menschen zu nhern und mit ihm auf irgend ein hheres ,geschick zu hoffen1 als das der unbewussten1 unterworfenen ,materie4 ,es sind nicht nur die ,laien1 die so reden4 ,auch ,entomologen vom ,range ,kirbys und ,spences haben dasselbe ,argument gebraucht1 um den ,bienen jede ,intelligenz abzusprechen1 ausser der1 die sich in dem engen ,kerker eines wunderbaren1 aber unvernderlichen ,instinktes verworren kundgiebt4 ,man zeige uns1 sagen sie1 einen einzigen ,fall1 wo sie unter dem ,drucke der ,verhltnisse darauf gekommen sind1 an ,stelle von ,wachs oder ,propolis z4 ,b4 ,thon oder ,mrtel zu verwerten1 und wir werden zugeben1 dass sie der berlegung fhig sind4 ,dieses ,argument1 das ,romanes the question begging argument nennt -- man knnte es auch das unersttliche ,argument nennen -- gehrt zu den allergefhrlichsten und wrde uns1 auf den ,menschen angewandt1 sehr weit fhren4 ,wohl betrachtet1 stammt es aus jenem gesunden ,menschenverstande1 der oft ,schaden genug stiftet und dem ,galilei antwortet3 ,die ,erde bewegt sich nicht1 denn ich sehe die ,sonne am ,himmel wandeln1 des ,morgens emporsteigen und des ,abends untergehen1 und nichts kann das ,zeugnis meiner ,augen widerlegen4 ,der gesunde ,menschenverstand ist als ,grundlage unseres ,geistes vortrefflich und notwendig1 aber nur1 wenn ein erhabener ,zweifel ihn stets berwacht und ihm seine unendliche ,unwissenheit nach ,bedarf vorhlt2 anderenfalls ist er nichts als eine ,angewohnheit der unteren ,stufen unseres ,verstandes4 ,aber die ,bienen haben die ,einwendung von ,kirby und ,spence selbst beantwortet4 ,sie war kaum gemacht worden1 als ein andrer ,naturforscher1 ,andrew ,knight1 der die kranke ,rinde gewisser ,bume mit einer ,art ,zement aus ,wachs und ,terpentin bestrichen hatte1 die ,beobachtung machte1 dass seine ,bienen kein ,propolis mehr eintrugen und nur dieses unbekannte ,material benutzten1 das sich bald bewhrte und angenommen wurde1 da sie es vollstndig fertig und in grossen ,mengen in der ,nhe ihrer ,wohnung fanden4 berdies luft die ,hlfte aller ,bienenkunde und ,bienenzucht darauf heraus1 der ,initiative der ,bienen ,vorschub zu leisten und ihrem praktischen ,verstande ,gelegenheit zu geben1 sich zu ben und wirkliche ,entdeckungen1 wirkliche ,erfindungen zu machen4 ,wenn z4 ,b4 wenig ,pollen in der ,natur vorhanden ist1 so streut der ,bienenwirt zur ,aufftterung der ,brut1 zu der viel ,pollen ntig ist1 in der ,nhe des ,bienenstockes ,mehl aus4 ,im ,naturzustande1 im ,schoosse der ,urwlder oder asiatischen ,thler1 in denen sie vor der ,tertirzeit wahrscheinlich gelebt haben1 ist ihnen ein derartiger ,stoff jedenfalls nicht begegnet4 ,trotzdem braucht man nur einige darauf aufmerksam zu machen1 indem man sie in das ,mehl setzt1 und sie werden es betasten1 kosten und seine dem ,bltenstaub verwandten ,eigenschaften erkennen1 sie werden in den ,stock zurckkehren1 ihre ,schwestern von ihrer ,entdeckung benachrichtigen1 und alsbald wird ein ganzer ,schwarm erscheinen1 um dies unerwartete und unbegreifliche ,nahrungsmittel einzuernten1 das in ihrem anererbten ,gedchtnis von den ,blumenkelchen unzertrennlich ist4 99 99 99 99 99 ,es ist kaum hundert ,jahre her1 dass man nach ,hubers ,vorgang die ,bienen ernstlich zu beobachten und die ersten ,fundamentalwahrheiten zu entdecken begonnen hat1 die ein erfolgreiches ,studium erlauben4 ,etwas mehr als fnfzig ,jahre sind es her1 dass sich durch die ,erfindung der beweglichen ,waben und ,kastenstcke des ,pfarrers ,dzierzon eine rationelle und praktische ,bienenzucht anbahnt1 dass der ,bienenstock nicht mehr ein unverletzliches ,haus ist1 wo alles in ,mysterien gehllt bleibt1 bis der ,tod es entschleiert1 wenn es nicht mehr ist4 ,schliesslich sind es weniger als fnfzig ,jahre her1 seit durch ,vervollkommnung des ,mikroskops und des ,handwerkszeuges der ,entomologen das ,geheimnis der ,hauptorgane der ,arbeitsbienen1 der ,knigin und der ,drohnen blosgelegt ist4 ,ist es da erstaunlich1 dass unser ,wissen nicht weiter reicht1 als unsere ,erfahrung8 ,die ,bienen leben seit ,jahrtausenden1 und wir beobachten sie seit zehn oder zwlf ,lustren4 ,und wenn es auch bewiesen wre1 dass sich im ,bienenstocke nichts verndert hat1 seit wir ihn geffnet haben1 so haben wir doch noch kein ,recht1 daraus zu folgern1 dass sich nie etwas darin gendert hat1 ehe wir ihn befragten4 ,wissen wir nicht1 dass in der ,entwickelung einer ,gattung ein ,jahrhundert wie ein ,regentropfen ist1 der sich im ,strom verliert1 und dass im ,leben der ,materie die ,jahrtausende ebenso schnell vergehen1 wie die ,jahre im ,leben eines ,volkes8 99 99 99 99 99 ,aber es ist unbewiesen1 dass sich in den ,gewohnheiten der ,bienen nichts verndert haben soll4 ,prft man sie ohne vorgefasste ,meinung und ohne das kleine ,feld unserer heutigen ,erfahrung zu verlassen1 so wird man im ,gegenteil sehr merklicher ,vernderungen gewahr4 ,und wer nennt die1 welche uns entgehen8 ,ein ,beobachter1 der etwa einhundertfnfzigmal unsere ,grsse und siebenhunderttausendmal unseren ,umfang htte 7es sind dies die ,zahlenverhltnisse zwischen unserer ,statur und ,schwere und denen der kleinen ,honigbiene71 ein ,beobachter1 der unsere ,sprache nicht verstnde und mit ganz anderen ,sinnen begabt wre1 als wir1 wrde vielleicht entdecken1 dass sich in den zwei letzten ,dritteln des verflossenen ,jahrhunderts recht sonderbare materielle ,vernderungen vollzogen haben1 aber von unserer moralischen1 sozialen1 religisen1 politischen und konomischen ,entwickelung knnte er sich keinen ,begriff machen4 ,eine hchst wahrscheinliche wissenschaftliche ,hypothese wird uns sogleich erlauben1 unsere ,hausbiene an den grossen ,stamm der ,apinen zu knpfen1 der alle wilden ,bienen umfasst1 und in dem vielleicht ihre ,vorfahren zu suchen sind4#ac ,wir werden dann physiologischen1 sozialen1 konomischen1 architektonischen und industriellen ,wandelungen beiwohnen1 die selbst unsere menschliche ,entwickelung in ,schatten stellen4 ,zunchst jedoch wollen wir uns an unsere ,hausbiene halten1 deren man etwa sechszehn ,arten zhlt4 ,aber ob ,apis dorsata1 die grsste1 oder ,apis florea1 die kleinste1 die man kennt1 es ist immer dasselbe ,insekt1 durch ,klima und ,umstnde1 denen es sich hat anpassen mssen1 mehr oder minder verndert4 ,alle diese ,arten sind sich nicht viel unhnlicher1 als ein ,englnder einem ,russen oder ein ,japaner einem ,europer4 ,indem wir unsere ,vorbemerkungen dermassen beschrnken1 wollen wir hier nur das feststellen1 was wir mit eigenen ,augen und zu dieser ,stunde sehen knnen1 ohne unsere ,zuflucht zu irgend einer ,hypothese zu nehmen1 mag sie noch so wahrscheinlich und unabweislich sein4 ,wir wollen auch nicht auf all die ,thatsachen ,bezug nehmen1 die man hier heranziehen knnte4 ,einige der bezeichnendsten mgen in schneller ,aufzhlung folgen4 99 99 99 99 99 ,die wesentlichste und radikalste ,verbesserung1 die einer ungeheuren ,arbeitsleistung in der ,menschenwelt entsprechen wrde1 ist zunchst der ,schutz des ,gemeinwesens nach aussen4 ,die ,bienen wohnen nicht wie wir in ,stdten unter offenem ,himmel1 die den ,launen von ,wind und ,wetter ausgesetzt sind1 sondern ihre ,siedelungen sind ganz und gar mit einer schtzenden ,hlle umgeben4 ,im ,naturzustande und in einem idealen ,klima ist das nicht der ,fall4 ,wenn sie nur den ,tiefen ihres ,instinktes ,gehr gben1 so wrden sie ihre ,waben offen bauen4 ,in ,indien sucht die ,apis dorsata nicht allzubegierig hohle ,bume und ,felshhlen auf4 ,der ,schwarm legt sich an einen ,astwinkel an und die ,wabe entsteht1 die ,knigin legt1 die ,vorrte hufen sich ohne ein anderes ,obdach1 als die ,leiber der ,arbeitsbienen4 ,man hat bisweilen beobachtet1 dass unsere nrdlichen ,bienen sich durch einen zu milden ,sommer tuschen liessen und diesem ,instinkt wieder ,gehr gaben1 und man hat ,schwrme gefunden1 die so im ,freien im ,buschwerk lebten4#ad ,aber selbst in ,indien hat diese anscheinend eingeborene ,gewohnheit oft unangenehme ,folgen4 ,sie verdammt einen ,teil der ,arbeitsbienen zur ,unbeweglichkeit4 ,die ntige ,wrme fr die am ,wachsbau und an der ,errichtung von ,brutzellen thtigen ,bienen zu erzeugen1 ist ihre einzige ,that1 und infolge dessen baut die ,apis dorsata1 die an den sten hngt1 nur eine ,wabe4 ,das bescheidenste ,obdach erlaubt ihr vier oder fnf und noch mehr anzulegen1 und um soviel hebt sich auch die ,bevlkerungszahl und der ,wohlstand des ,volkes4 ,darum haben auch alle ,bienenrassen der kalten und gemssigten ,zone diese ursprngliche ,methode aufgegeben4 ,augenscheinlich hat die natrliche ,auslese die kluge ,initiative des ,insektes geheiligt1 indem sie nur die volkreichsten und geschtztesten ,stmme den nordischen ,winter berdauern lsst2 und was zuerst nur ein ,gedanke war1 der dem ,instinkte zuwiderlief1 ist allmhlich zur instinktiven ,gewohnheit geworden4 ,aber darum steht es doch fest1 dass es zuerst ein khner und wahrscheinlich an ,beobachtungen1 ,erfahrungen und berlegungen reicher ,gedanke war1 dem weiten1 angebeteten1 natrlichen ,lichte ,valet zu sagen und sich in den ,hhlen eines ,baumes oder ,felsens zu bergen4 ,man mchte fast sagen1 diese ,erfindung war fr die ,geschicke der ,hausbiene ebenso bedeutungsvoll1 wie die ,entdeckung des ,feuers fr das ,menschengeschlecht4 99 99 99 99 99 ,neben diesem grossen ,fortschritte1 der1 obwohl alt und erblich1 doch jedesmal neu errungen werden muss1 finden wir eine ,flle von unendlich vernderlichen ,einzelheiten1 die uns beweisen1 dass ,politik und ,gewerbfleiss des ,bienenstaates nicht in eherne ,formen gegossen sind4 ,wir erwhnten schon den klugen ,ersatz von ,pollen durch ,mehl und den von ,wachs durch eine knstliche ,zementmasse4 ,wir haben gesehen1 wie geschickt sie die oft verzweifelt ungastlichen ,wohnungen1 in die man sie einschlgt1 ihren ,bedrfnissen anzupassen wissen4 ,wir haben gleichfalls gesehen1 mit welcher unmittelbaren1 berraschenden ,gewandtheit sie sich die ,kunstwaben1 die ihnen der erfinderische ,sinn des ,menschen darbot1 zu ,nutze gemacht haben4 ,hier ist die sinnreiche ,ausnutzung eines wunderbar brauchbaren1 aber unvollstndigen ,dinges geradezu staunenswert4 ,sie haben den ,menschen mit seinen halben ,andeutungen thatschlich verstanden4 ,man stelle sich vor1 wir bauten unsere ,stdte seit ,jahrhunderten nicht mit ,kalk1 ,steinen und ,ziegeln1 sondern mit einer hmmerbaren ,substanz1 die wir mit ,hilfe von besonderen ,organen mhsam aus unserem ,krper ausschieden1 und eines ,tages setzt uns ein allmchtiges ,wesen mitten in eine fabelhafte ,stadt4 ,wir erkennen1 dass sie aus einem ganz hnlichen ,stoffe besteht1 wie wir ihn ausscheiden1 aber im brigen ist es ein ,traum1 der just durch seine ,logik1 eine verzerrte und gewissermaassen reduzierte und konzentrierte ,logik1 mehr verwirrt1 als die ,zusammenhangslosigkeit selbst4 ,unser gewhnlicher ,bauplan findet sich darin wieder1 alles ist so1 wie wir es erwarten knnen1 aber nur in ,potenz und sozusagen durch eine eingeborene feindliche ,macht erdrckt1 im ,entstehen aufgehalten und nicht zur vollen ,entfaltung gediehen4 ,die ,huser1 die vier oder fnf ,meter hoch sein sollen1 bestehen nur aus kleinen ,anschwellungen von ,handbreite4 ,tausend ,mauern sind durch einen ,strich angedeutet1 der ihr ,schicksal und zugleich das ,baumaterial1 aus dem sie gebaut werden sollen1 in sich schliesst4 ,dazu findet sich manche grosse ,unregelmssigkeit1 die zu verbessern bleibt1 ,abgrnde mssen ausgefllt und mit dem ,ganzen in ,einklang gebracht1 weite lockere ,flchen versteift werden4 ,denn das ,werk ist unverhofft brauchbar1 aber unfertig und in seinem jetzigen ,zustande geradezu gefhrlich4 ,es scheint von einer berlegenen ,vernunft ersonnen1 die unsere meisten ,wnsche erraten hat1 aber durch ihre eigene ,riesenhaftigkeit behindert wurde1 sie anders als ganz grob zu verwirklichen4 ,es handelt sich also darum1 das alles zu entwirren1 sich die geringsten ,absichten des bernatrlichen ,gebers zu ,nutze zu machen1 in wenigen ,tagen das zu bauen1 was sonst ,jahre in ,anspruch nehmen wrde1 auf seine organischen ,gewohnheiten zu verzichten und seine ,arbeitsmethoden von ,grund aus umzuwerfen4 ,ganz gewiss bedrfte es aller unserer ,anspannung1 um die auftauchenden ,probleme zu lsen und nichts von den ,vorteilen zu verlieren1 die eine grossmtige ,vorsehung uns darbte4 ,aber dies ist ungefhr dasselbe1 was die ,bienen in unseren modernen ,mobilstcken thun4#ae 99 99 99 99 99 ,selbst die ,politik des ,bienenstaates ist wahrscheinlich nicht stets dieselbe geblieben1 sagte ich4 ,es ist dies der dunkelste und am schwersten nachzuweisende ,punkt4 ,ich will mich nicht bei der vernderlichen ,behandlungsweise der ,kniginnen aufhalten1 noch bei den jedem ,volke eigenen ,gesetzen des ,schwrmens1 die sich von ,geschlecht zu ,geschlecht zu vererben scheinen4 ,neben diesen ,thatsachen1 die nicht ganz fest umschrieben sind1 giebt es noch andere1 die weder schwankend noch unbestimmt sind und deutlich beweisen1 dass nicht alle ,arten der ,hausbiene auf derselben ,stufe politischer ,gesittung stehen1 dass es solche giebt1 deren politischer ,geist noch tastet und vielleicht nach einer andern ,lsung des ,problems der ,knigin trachtet4 ,die syrische ,biene z4 ,b4 zieht gewhnlich einhundert und zwanzig ,kniginnen auf und mehr1 wogegen unsere ,apis mellifica hchstens bis auf zehn oder zwlf kommt4 ,cheshire berichtet von einem syrischen ,volke1 das keineswegs abnorm war und bei dem sich einundzwanzig tote ,kniginnen und neunzig lebende und freie befanden4 ,dies ist der ,ausgangs- oder ,endpunkt einer recht seltsamen sozialen ,entwickelung1 und es verlohnte sich1 ihr mehr auf den ,grund zu gehen4 brigens steht die cyprische ,biene in ,bezug auf die ,aufziehung der ,kniginnen der syrischen sehr nahe4 ,ist dies ein tastender ,rckfall vom monarchischen ,prinzip zur ,oligarchie1 zur vielfachen ,mutterschaft nach der erprobten einzigen8 ,jedenfalls war die syrische und cyprische ,biene1 die der gyptischen und italienischen nahe verwandt ist1 wohl die erste1 die der ,mensch unter seine ,botmssigkeit gebracht hat4 ,zum ,schluss noch eine ,beobachtung1 die noch deutlicher zeigt1 dass die ,sitten und die weitblickende ,organisation des ,bienenstaates nicht das ,ergebnis eines ursprnglichen ,triebes sind1 der sich mechanisch von ,jahrhundert zu ,jahrhundert und von ,klima zu ,klima forterbt1 sondern dass der ,geist1 der diese kleinen ,gemeinwesen lenkt1 den vernderten ,umstnden ,rechnung trgt1 sich ihnen fgt und daraus ,vorteil zieht1 wie er den frheren ,gefahren vorzubeugen wusste4 ,wird unsere schwarze ,biene also nach ,australien oder ,californien gebracht1 so verndert sie ihre ,gewohnheiten vollstndig4 ,vom zweiten oder dritten ,jahre an1 d4 h4 sobald sie gemerkt hat1 dass ewiger ,sommer herrscht und nie ,blumenmangel eintritt1 lebt sie in den ,tag hinein1 begngt sich damit1 soviel ,pollen und ,honig einzutragen1 als zum tglichen ,gebrauche ntig ist1 und da ihre neue1 verstandesmssige ,beobachtung ber ihre erbliche ,erfahrung ,herr wird1 so trgt sie keinen ,wintervorrat mehr ein4 ,man erhlt sie sogar nur dadurch in ,thtigkeit1 dass man ihr die ,frchte ihrer ,arbeit fortnimmt4#af 99 99 99 99 99 ,soviel knnen wir mit unseren ,augen sehen4 ,wie man zugeben wird1 sind dies ein paar ausschlaggebende ,thatsachen und ein gutes ,argument gegen die ,ansicht derer1 die da meinen1 dass aller ,verstand unbeweglich und in eherne ,formen gegossen ist1 ausgenommen der menschliche4 ,wenn wir die ,hypothese der ,entwickelung aber einen ,augenblick zugeben1 so wird das ,schauspiel grsser1 und sein unbestimmter1 gewaltiger ,schein reicht bis an unsere eigenen ,geschicke4 ,es ist nicht augenscheinlich1 aber wer sich ernstlich damit beschftigt1 fr den ist es nicht mehr zweifelhaft1 dass in der ,natur ein ,wille herrscht1 der danach trachtet1 einen ,teil der ,materie auf eine hhere1 vielleicht auch bessere ,stufe zu erheben und ihre ,oberflche allmhlich mit jenem geheimnisvollen ,fluidum zu berziehen1 das wir zuerst das ,leben1 dann den ,instinkt und kurz danach den ,verstand nennen1 ein ,wille1 der die ,existenz alles dessen1 was einem unbekannten ,ziele zustrebt1 zu sichern1 zu organisieren und zu erleichtern trachtet4 ,es steht nicht fest1 aber viele ,beispiele1 die wir um uns haben1 laden zu der ,annahme ein1 dass die ,materie1 die sich von ,urbeginn an dergestalt erhoben hat1 gesetzt dass man sie wgen und zhlen knnte1 nicht aufgehrt hat1 zuzunehmen4 ,ich wiederhole es3 die ,annahme steht auf schwachen ,fssen1 aber es ist die einzige ber die verborgene ,kraft1 welche uns lenkt1 zu der wir ein ,recht haben1 und das ist viel in einer ,welt1 in der unsere erste ,pflicht die ,zuversicht zum ,leben ist1 selbst dann1 wenn man keine ermutigende ,gewissheit darin entdecken wrde1 und solange es keine gegenteilige ,gewissheit giebt4 ,ich weiss1 was man gegen die ,entwickelungslehre alles einwenden kann4 ,sie hat zahlreiche ,beweise und starke ,grnde fr sich1 aber sie sind nicht notwendig berzeugend4 ,man darf sich den ,wahrheiten seines ,zeitalters nie rckhaltlos anvertrauen4 ,in hundert ,jahren werden vielleicht viele ,kapitel in unseren ,bchern1 die von ihr durchtrnkt sind1 deswegen veraltet sein1 wie heute die ,werke der ,philosophen des achtzehnten ,jahrhunderts1 die von einer zu vollkommenen ,menschheit ausgehen1 die es nicht giebt1 oder so viele ,werke des siebzehnten ,jahrhunderts1 die durch den ,gedanken des kleinlichen und strengen ,gottes der von so vielen ,lgen und ,eitelkeiten entstellten katholischen ,tradition befleckt werden4 ,trotzdem ist es gut1 wenn man die ,wahrheit ber eine ,sache nicht wissen kann1 die ,hypothese anzunehmen1 die sich in dem ,augenblick1 wo der ,zufall uns ins ,leben gerufen hat1 dem ,verstande am unabweislichsten aufdrngt4 ,man kann wetten1 dass sie falsch ist1 aber solange man sie fr wahr hlt1 ist sie ntzlich1 belebt sie die ,gemter und giebt unserer ,wissbegier eine neue ,richtung4 ,es mag auf den ersten ,blick weiser erscheinen1 diese feinsinnigen ,hypothesen durch die einfache1 tiefere ,wahrheit zu ersetzen1 dass wir nichts wissen4 ,aber diese ,wahrheit wre nur dann erspriesslich1 wenn es bewiesen wre1 dass wir nie etwas wissen werden4 ,inzwischen wrde sie uns in einer ,unbeweglichkeit erhalten1 die verderblicher ist1 als die thrichtesten ,illusionen4 ,wir sind so geschaffen1 dass uns nichts hher und weiter trgt1 als die ,sprnge unserer ,irrtmer4 ,im ,grunde danken wir das ,wenige1 was wir wissen1 den gewagtesten1 oft geradezu absurden ,hypothesen1 die zumeist weit unkluger sind1 als die heutige4 ,sie waren vielleicht sinnlos1 aber sie haben die ,glut der ,erkenntnis in uns geschrt4 ,mag der1 welcher am ,herde der ,herberge der ,menschheit wacht1 blind oder im hchsten ,alter sein3 was thut das dem ,wanderer1 der friert und sich an seine ,seite setzt8 ,wenn das ,feuer unter seiner ,obhut nicht erloschen ist1 so hat er gethan1 was der ,beste nicht besser machen knnte4 bertragen wir diese ,glut1 und zwar nicht wie sie ist1 sondern gesteigert2 und nichts kann sie so mehren1 wie diese ,entwickelungshypothese1 die uns zwingt1 alles1 was auf und unter dieser ,erde1 in den ,tiefen des ,meeres und an der ,veste des ,himmels ist1 fortan nach strengeren ,methoden und mit anhaltenderer ,leidenschaft zu befragen4 ,was giebt es zum ,ersatz fr sie1 und was sollen wir an ihre ,stelle setzen1 wenn wir sie verwerfen8 ,etwa das grosse ,gestndnis der gelehrten ,unwissenheit1 die sich selbst erkennt1 ein ,gestndnis1 das gewhnlich so thatlos und fr die ,wissbegier1 die dem ,menschen ntiger ist1 als selbst die ,weisheit1 so entmutigend ist1 oder die ,hypothese von dem ,beharren der ,arten und der gttlichen ,schpfung1 die noch unbewiesener ist1 als die unsere1 und die den lebensvollsten ,teil des ,problems fr immer von sich abschiebt1 indem sie das ,unerklrliche zu befragen vermeidet8 99 99 99 99 99 ,an diesem ,aprilmorgen im ,garten1 der unter dem frischen ,himmelstau zu neuem ,leben erwachte1 sah ich an den ,rosenbeeten und den zitternden ,primeln in ihrer ,einfassung von weissem ,tschelkraut1 das auch ,alysse oder ,steinkraut genannt wird1 die wilden ,bienen schwirren1 die ,urmtter der unserem ,willen und ,begehren unterworfenen1 und ich gedachte der ,lehren meines alten seelndischen ,bienenfreundes4 ,mehr als einmal ist er mit mir durch seine bunten ,blumenbeete gegangen1 die so gehalten und angelegt waren1 wie zu ,zeiten des ,vater ,cats1 jenes guten1 prosaischen und unversieglichen hollndischen ,dichters4 ,sie bildeten ,rosetten1 ,sterne1 ,guirlanden1 ,ohrringe und ,armleuchter am ,fusse einer ,weissdornhecke oder eines ,obstbaumes1 der als ,kugel1 ,pyramide oder ,spindel zugeschnitten war1 und die ,buchsbaumeinfassung lief wie ein wachsamer ,schferhund um alle ,rnder1 um zu verhten1 dass die ,blumen auf den ,weg wuchsen4 ,ich lernte die ,namen und ,gewohnheiten der einsamen ,kunstbienen kennen1 die wir nie beachten1 da wir sie fr gemeine ,fliegen1 schdliche ,wespen oder stumpfsinnige ,kfer halten4 ,und doch trgt eine jede von ihnen unter ihrem doppelten ,flgelpaar1 das sie im ,insektenlande kennzeichnet1 den ,lebensplan1 die ,werkzeuge und den ,gedanken zu einem ganz besonderen und oft wunderbaren ,schicksal4 ,da sind zunchst die nchsten ,verwandten unserer ,hausbiene1 die zottigen1 untersetzten ,hummeln1 bisweilen winzig1 meist aber riesig und wie die ,urmenschen in ein unfrmiges ,fell gekleidet1 um das sich kupferne oder zinnoberrote ,spangen schlingen4 ,sie sind noch halbe ,barbaren1 vergewaltigen die ,kelche1 zerreissen sie1 wenn sie ,widerstand leisten1 und dringen unter die atlasschimmernden ,schleier der ,blumenkronen1 wie ein ,hhlenbr unter das seiden- und perlenglnzende ,zelt einer byzantinischen ,prinzessin4 ,neben ihnen1 und grsser als die grsste unter ihnen1 steht ein in ,finsternis gehlltes ,ungetm1 von dsterem ,feuer glhend1 grn und violett3 die ,holzbiene 7,xylocopa violacea71 der ,riese in der ,bienenwelt4 ,ihr folgen in der ,grsse die ernsten ,mrtelbienen 7,chalicodoma71 die in ,schwarz gekleidet sind und sich aus ,lehm und ,kies ,wohnungen erbauen1 die hart wie ,stein sind4 ,dann kommen mit einander die ,brsten- oder ,hosenbienen 7,dasypoda7 und die wespenhnlichen ,ballenbienen 7,halictus71 die ,erd- oder ,sandbienen 7,andrena71 die oft einem phantastischen ,schmarotzer zum ,opfer fallen1 dem ,stylops1 der ihr ,aussehen vollstndig verndert1 die zwerghaften1 stets schwer mit ,pollen beladenen ,grabbienen und die vielgestaltigen ,osmien 7,mauerbienen71 die hundert verschiedene ,industriezweige haben4 ,eine von ihnen1 die ,osmia papaveris1 begngt sich nicht mit dem ,brot und ,wein1 den ihr die ,blumen liefern1 sie schneidet sich auch grosse ,purpurlappen aus den ,mohnblumen heraus1 um damit den ,palast ihrer ,tchter frstlich auszutapezieren4 ,eine andere ,biene1 die kleinste von allen1 ein ,staubkorn1 das auf vier elektrisch bewegten ,flgeln schwebt1 der ,blattschneider 7,megachile centuncularis71 sgt haarscharfe ,halbkreise1 die man mit der ,maschine ausgeschnitten meint1 aus den ,rosenblttern1 faltet sie zusammen und formt daraus jene wundervoll regelmssig zusammengesetzten fingerhutfrmigen ,zellen1 deren jede zur ,aufnahme einer ,larve dient4 ,aber ein ,buch wrde kaum gengen1 um die mannigfachen ,gewohnheiten und ,talente der honigsuchenden ,schaar aufzuzhlen1 die sich in jedem ,sinne auf begierigen und unthtigen ,blten tummelt1 wie zwischen geketteten ,brautpaaren1 die der ,liebesbotschaft harren1 welche zerstreute ,gste ihnen bringen4 99 99 99 99 99 ,man kennt etwa #dejj wilde ,bienenarten4 ,wir werden sie selbstredend nicht alle durchgehen4 ,vielleicht wird eines ,tages ein grndlicheres ,studium in ,verbindung mit ,beobachtungen und ,experimenten1 die noch nicht gemacht sind1 und die mehr als ein ,menschenleben in ,anspruch nehmen wrden1 ein entscheidendes ,licht auf die ,entwickelungsgeschichte der ,bienen werfen4 ,diese ,geschichte ist meines ,wissens noch nicht methodisch geschrieben worden4 ,und doch ist dies zu wnschen1 denn es wrde damit mehr als ein ,problem berhrt1 das ebenso gross ist1 wie die vieler ,geschichten der ,menschheit4 ,was uns betrifft1 so wollen wir keine ,behauptungen mehr aufstellen1 denn wir betreten hier das dunkle ,gebiet der ,vermutungen1 sondern wir wollen uns damit begngen1 einem ,zweige der ,immen auf seinem ,wege zu einem durchgeistigteren ,dasein1 zu etwas mehr ,wohlstand und ,sicherheit zu folgen und die springenden ,punkte dieses mehrtausendjhrigen ,aufstieges mit einfachen ,strichen anzudeuten4 ,der ,zweig1 den wir verfolgen wollen1 ist1 wie wir schon wissen1 der der ,apinen#ag1 deren ,merkmale so genau bestimmt und deutlich sind1 dass ihre ,abkunft von einem gemeinsamen ,ahnen nicht unwahrscheinlich ist4 ,darwins ,schler1 insbesondere ,hermann ,mller1 halten eine kleine wilde ,biene1 die in der ganzen ,welt vorkommt1 die ,prosopis1 fr den gegenwrtigen ,reprsentanten der ,urbiene1 von der alle uns bekannten ,arten abstammen sollen4 ,die arme ,prosopis steht zu den ,hausbienen in etwa dem ,verhltnis1 wie der ,hhlenmensch zum glcklichen ,grossstadtbewohner4 ,vielleicht hat jeder von uns1 ohne darauf zu achten1 und ohne zu ahnen1 dass er hier die ehrwrdige ,urmutter vor sich hat1 der wir vielleicht die ,mehrzahl unserer ,blumen und ,frchte verdanken -- denn man glaubt thatschlich1 dass ber hunderttausend ,pflanzenarten nicht mehr sein wrden1 wenn die ,bienen sie nicht beflgen und dadurch befruchteten -- und wer weiss8 vielleicht auch unsere ,zivilisation1 denn alles greift bei diesen ,mysterien in einander ber -- vielleicht hat jeder von uns sie schon fter in einem entlegenen ,winkel seines ,gartens um ,gestrpp herumfliegen sehen4 ,sie ist hbsch und lebhaft1 und die1 welche in ,frankreich am hufigsten vorkommt1 ist elegant mit weiss auf schwarzem ,grund gesprenkelt4 ,aber unter dieser ,eleganz verbirgt sich eine unglaubliche ,armut4 ,sie fhrt ein ,hungerleben4 ,sie ist fast nackt1 whrend ihre ,schwestern in warme1 prchtige ,pelze gekleidet sind4 ,sie hat keine ,schenkelkrbchen zum ,einsammeln von ,pollen1 wie die ,apiden1 oder an ihrer statt ,schienenbrsten1 wie die ,andrenen1 oder ,bauchbrsten wie die ,bauchsammler4 ,sie muss den ,blumenstaub mit ihren kleinen ,krallen hervorscharren und verschlucken1 um ihn einzutragen4 ,sie hat kein anderes ,werkzeug1 als ihre ,zunge1 ihren ,mund und ihre ,fsse1 aber die ,zunge ist zu kurz1 ihre ,fsse sind schwchlich und ihre ,kauwerkzeuge ohne ,kraft4 ,sie kann weder ,wachs erzeugen1 noch ,lcher in ,holz bohren oder in die ,erde graben4 ,sie legt ungeschickte ,gnge im weichen ,mark der trockenen ,brombeeren an1 baut ein paar grobe ,zellen hinein1 versieht sie mit etwas ,nahrung fr die ,brut1 die sie nie erblicken wird1 und nach ,erledigung dieser armseligen ,aufgabe1 deren ,ziel sie nicht kennt1 ebensowenig wie wir es kennen1 stirbt sie1 einsam auf dieser ,welt1 wie sie gelebt hat1 in einem ,winkel4 99 99 99 99 99 ,wir bergehen viele ,zwischenstufen1 wo die ,zunge allmhlich lnger wird1 um einer immer grsseren ,zahl von ,blumenkelchen ihren ,nektar zu entreissen1 wo sich ,sammelwerkzeuge fr ,pollen1 ,haare und ,franzen1 ,schenkel-1 ,fersen- und ,bauchbrsten bilden und entwickeln1 wo die ,fsse und ,kinnbacken krftiger werden1 whrend ntzliche ,ausscheidungen des ,krpers eintreten und ber dem ,wohnungsbau ein ,geist schwebt1 der erstaunliche ,verbesserungen aller ,art zu suchen und zu finden weiss4 ,dies darzustellen1 wrde ein ,buch fr sich beanspruchen4 ,ich will nur ein ,kapitel daraus skizzieren oder noch weniger als ein ,kapitel1 eine ,seite1 die uns das ,zaudern und ,tasten des ,lebenswillens in seinem ,trachten nach ,glck und die langsame ,entstehung1 das ,wachstum und die ,selbstgestaltung der sozialen ,vernunft zeigt4 ,wir haben gesehen1 wie die unglckliche ,prosopis in dieser ungeheuren ,welt voll schrecklicher ,gefahren ihr kleines einsames ,leben schweigend ertrgt4 ,eine gewisse ,anzahl ihrer ,schwestern1 die zu ,rassen mit besseren ,werkzeugen und grsserer ,gewandtheit gehren1 wie z4 ,b4 die reich gekleideten ,seidenbienen 7,colletes7 oder die sonderbaren ,blattschneider des ,rosenstockes 7,megachile centuncularis71 leben in derselben tiefen ,vereinsamung1 und wenn zufllig ein anderes ,wesen mit ihnen zusammenwohnt und ihr ,obdach teilt1 so ist es ein ,feind oder gar ein ,schmarotzer4 ,denn die ,bienenwelt ist mit weit absonderlicheren ,gespenstern bevlkert als die unsere1 und manche ,art hat einen geheimnisvollen1 unthtigen ,doppelgnger1 der dem von ihm auserkorenen ,opfer in allen ,stcken gleicht1 ausser dass er durch seine unvordenkliche ,faulheit alle ,arbeitswerkzeuge nacheinander verloren hat und nur noch auf ,kosten des emsigen ,typus seiner ,rasse leben kann4#ah ,indessen regt sich schon bei den ,bienenarten1 die man etwas zu kategorisch als einsame ,bienen bezeichnet1 der soziale ,instinkt wie eine unter dem ,druck der auf allem primitiven ,leben lastenden ,materie erstickte ,flamme4 ,hier und da1 an unvermuteter ,stelle1 zngelt er in furchtsamer und bisweilen bizarrer ,weise1 wie um zu zeigen1 dass er da ist1 allmhlich aus dem auf ihm lastenden ,holzstoss hervor1 der eines ,tages seinem ,triumphe die ,nahrung zufhren wird4 ,wenn alles auf ,erden ,stoff ist1 so kann man hier die unstofflichste ,bewegung des ,stoffes beobachten4 ,es handelt sich um den bergang vom egoistischen1 unsicheren1 unvollkommenen ,leben zum brderlichen1 etwas gesicherteren und glcklicheren ,dasein4 ,es handelt sich darum1 im ,geiste zu vereinigen1 was in der ,krperwelt getrennt ist1 die ,selbstverleugnung des ,individuums zu ,gunsten der ,art und die ,ersetzung des ,sichtbaren durch das ,unsichtbare anzubahnen4 ,ist es da erstaunlich1 dass den ,bienen das1 was wir von unserem privilegierten ,platze aus noch nicht erreicht haben1 von dem der ,instinkt nach allen ,seiten ins ,bewusstsein strahlt -- dass den ,bienen das nicht mit einem ,schlage gelingt8 ,es ist wunderbar1 fast rhrend zu sehen1 wie die neue ,idee zuerst in der ,finsternis tastet1 die alles auf ,erden ,entstehende umhllt4 ,sie geht aus der ,materie hervor und ist noch ganz ,materie4 ,sie ist nichts als ,hunger1 ,furcht und ,klte1 in etwas noch ,gestaltloseres umgesetzt4 ,sie schleicht unsicher um die grossen ,gefahren1 die langen ,nchte1 den ,einbruch des ,winters und einen zweideutigen ,schlaf herum1 der schon fast ,tod ist4 99 99 99 99 99 ,holzbienen 7,xylocopa7 sind starke ,bienen1 die ihr ,nest in trockenes ,holz graben4 ,sie leben immer einsam4 ,trotzdem kommt es gegen ,ende des ,sommers vor1 dass man einige ,exemplare einer besonderen ,art1 der ,xylocopa cyanescens1 in einem ,asphodelenkelche frostig bei einander kauern sieht1 um den ,winter gemeinsam zu verbringen4 ,diese zgernde ,brderlichkeit ist eine ,ausnahme bei den ,holzbienen2 aber bei ihren nchsten ,verwandten1 den ,ceratinen1 wird sie schon zur unvernderlichen ,gewohnheit4 ,hier kommt die ,idee zum ,vorschein4 ,sofort hlt sie wieder inne1 und bis hierher ist sie bei den ,holzbienen ber die erste dunkle ,linie der ,liebe nicht hinausgekommen4 ,bei anderen ,apinen nimmt die sich noch suchende ,idee andere ,gestalt an4 ,die ,mrtelbienen 7,chalicodoma7 oder ,maurerbienen1 die ,brstenbienen 7,dasypoda7 und ,ballenbienen 7,halictus7 vereinigen sich in zahlreichen ,kolonien zum ,nesterbau4 ,aber dies ist ein illusorisches ,gemeinwesen von lauter ,einsiedlern4 ,keinerlei ,einvernehmen1 keine gemeinsame ,that4 ,eine jede ist in der ,menge tief vereinsamt und baut sich ihre ,wohnung fr sich selbst1 ohne sich um ihre ,nachbaren zu kmmern4 ,es ist1 sagt ,j4 ,perez1 ein einfaches ,zusammenkommen von ,einzelwesen1 die derselbe ,geschmack1 dieselben ,fhigkeiten am gleichen ,platze versammeln1 wo der ,grundsatz jeder fr sich auf das strengste durchgefhrt wird4 ,es ist ein ,schwarm von ,arbeitern1 der lediglich durch seinen ,fleiss und seine ,zahl an einen ,bienenstock erinnert4 ,solche ,vereinigungen sind also die einfache ,folge einer grossen ,zahl von ,einzelwesen1 die auf demselben ,fleck wohnen4 ,aber bei den ,grabbienen1 den ,vettern der ,dasypoden1 dringt pltzlich ein kleiner ,lichtstrahl hervor und wirft einen ,schein auf die ,entstehung eines neuen ,gefhls in dem zuflligen ,beieinander4 ,sie vereinigen sich nach ,art der vorigen1 und jede grbt ihre eigene unterirdische ,hhle fr sich1 aber der ,eingang1 das von der ,erdoberflche nach ihren getrennten ,behausungen fhrende ,schlupfloch1 ist gemeinsam4 ,so betrgt sich jede1 sagt ,perez1 was die ,arbeit in den ,zellen betrifft1 wie wenn sie allein wre1 aber alle benutzen den gemeinsamen ,zugang und benutzen so die ,arbeit einer einzigen1 wodurch sie die ,zeit und ,mhe sparen1 sich jede einen besonderen ,gang anzulegen4 ,es wre interessant festzustellen1 ob diese vorlufige ,arbeit selbst nicht gemeinsam ausgefhrt wird1 und ob sich nicht verschiedene ,weibchen abwechselnd darin ablsen4 ,wie dem aber auch sei1 die ,idee der ,brderlichkeit ist einmal durch die ,mauer gedrungen1 die zwei ,welten schied4 ,es ist nicht mehr der ,winter1 der ,hunger oder die ,todesfurcht1 der sie dem ,instinkt in entstellter und thrichter ,form abzwingt1 es ist das thtige ,leben1 das sie einflstert4 ,aber auch diesmal kommt sie nicht weit in dieser ,richtung4 ,trotzdem verzagt sie nicht1 sie versucht andere ,wege einzuschlagen4 ,so dringt sie bei den ,hummeln durch1 nimmt in ihrer vernderten ,atmosphre ,gestalt an1 reift und bewirkt die ersten entscheidenden ,wunder4 99 99 99 99 99 ,die ,hummeln1 diese grossen1 zottigen1 geruschvollen1 furchteinflssenden und doch so friedfertigen ,bienen1 die wir alle kennen1 sind zunchst einsam4 ,von den ersten ,tagen des ,mrz an beginnt das fruchtbare1 berwinterte ,weibchen sein ,nest zu bauen1 entweder unterirdisch oder in einem ,busche1 je nach der ,art1 zu der es gehrt4 ,es ist allein auf der ,welt im erwachenden ,lenze4 ,es rumt die gewhlte ,stelle auf1 grbt ein ,loch und tapeziert es aus4 ,dann legt es ziemlich unfrmige ,wachszellen an1 versieht sie mit ,honig und ,pollen1 legt ,eier1 bebrtet sie1 pflegt und ernhrt die auskriechenden ,larven und sieht sich alsbald von einer ,tchterschaar umgeben1 die bei allen inneren und usseren ,arbeiten ,hand anlegt und zum ,teil gleichfalls ,eier legt4 ,der ,wohlstand nimmt zu1 der ,zellenbau wird besser1 die ,kolonie wchst4 ,die ,grnderin bleibt die ,seele und ,hauptmutter des ,ganzen und steht an der ,spitze eines ,knigreiches1 das schon ein ,ansatz zu dem unserer ,hausbiene ist4 brigens ein recht grober ,ansatz4 ,der ,wohlstand ist beschrnkt1 die ,gesetze sind unklar und werden schlecht befolgt1 der ,kannibalismus und ,kindermord der ,urzeit tauchen immer wieder auf1 die ,architektur ist formlos und weitlufig1 aber was beide ,stadtbildungen am meisten unterscheidet1 ist1 dass die eine permanent und die andere vorbergehend ist4 ,in der ,that verschwindet die ,hummelstadt im ,herbst vollstndig1 ihre drei- bis vierhundert ,bewohner sterben1 ohne eine ,spur ihres ,daseins zu hinterlassen1 all ihre ,arbeit ist umsonst2 es berwintert nur ein einziges ,weibchen1 das im nchsten ,frhjahr in derselben ,einsamkeit und ,armut die fruchtlose ,arbeit der ,mutter wieder aufnehmen wird4 ,nichtsdestoweniger ist die ,idee sich hier ihrer ,kraft bewusst geworden4 ,wir sehen sie bei den ,hummeln diese ,grenze nicht berschreiten1 aber sogleich wird sie sich1 ihrer ,gewohnheit getreu1 in einer ,art von unermdlicher ,seelenwanderung inkarnieren1 noch zitternd ber ihren letzten ,triumph1 aber allmchtig und fast vollkommen1 und zwar in einer anderen ,sippe1 der vorletzten der ,rasse1 der unmittelbaren ,vorgngerin unserer ,hausbiene1 die ihre ,krone bildet1 nmlich in der ,sippe der ,meliponiten1 die in die tropischen ,meliponen und ,trigonen zerfllt4 99 99 99 99 99 ,hier ist bereits ,alles so organisiert1 wie in unserem ,bienenstocke3 eine einzige ,mutter#ai1 unfruchtbare ,arbeiterinnen und ,drohnen4 ,einige ,einzelheiten sind sogar besser eingerichtet4 ,die ,drohnen sind z4 ,b4 nicht vollstndig mssig1 sie schwitzen ,wachs aus4 ,das ,eingangsthor ist sorgfltiger geschlossen1 in kalten ,nchten durch eine ,thr1 in warmen durch eine ,art von ,vorhang1 der die ,luft durchlsst4 ,aber das ,gemeinwesen ist weniger stark1 das gemeinsame ,leben weniger gesichert1 das ,gedeihen beschrnkter als bei unseren ,bienen1 und berall1 wo man diese einfhrt1 beginnen die ,meliponiten vor ihnen zu weichen4 ,der ,gedanke der ,brderlichkeit ist bei ihren beiden ,stmmen gleichfalls prchtig entwickelt1 nur in einem ,punkte ist er bei dem einen nicht ber das hinausgekommen1 was im engen ,familienbau der ,hummeln schon erreicht war4 ,es ist dies die mechanische ,organisation der gemeinsamen ,arbeit1 das genaue ,haushalten mit den ,krften1 mit einem ,worte1 die ,architektur der ,stadt1 die hier offenbar noch sehr rckstndig ist4#bj ,hinzugefgt sei noch1 dass bei unseren ,apiten alle ,zellen sowohl zur ,aufziehung der ,brut wie zur ,aufspeicherung der ,vorrte geeignet sind1 und ebensolange vorhalten1 wie die ,stadt selbst1 whrend sie bei den ,meliponiten nur zu einem bestimmten ,zwecke benutzt1 und wenn sie den jungen ,nymphen zur ,wiege dienen1 nach deren ,auskriechen abgetragen werden4 ,bei unserer ,hausbiene hat dieser ,gedanke also seine vollkommenste ,form erreicht1 und somit wre das rasch entworfene und unvollstndige ,bild seines ,entwickelungsganges hier beendet4 ,sind nun aber die einzelnen ,stufen dieses ,entwickelungsganges bei jeder ,art konstant1 und besteht die ,verbindungslinie zwischen ihnen nur in unserer ,vorstellung8 ,wir wollen auf diesem noch wenig erforschten ,gebiete keine voreiligen ,schlsse wagen4 ,begngen wir uns zunchst mit vorlufigen ,annahmen1 und neigen wir1 wenn wir wollen1 lieber den hoffnungsvollsten zu1 denn wenn es unbedingt zu whlen glte1 so zeigt uns hier und dort ein schwacher ,schein1 dass die am meisten herbeigewnschten die gewissesten sein werden4 berdies mssen wir wieder einmal eingestehen1 dass wir garnichts wissen4 ,wir fangen erst an1 die ,augen zu ffnen4 ,tausend ,versuche1 die gemacht werden knnten1 haben noch nicht stattgefunden4 ,wre es z4 ,b4 nicht mglich1 dass die ,prosopis1 wenn sie in ,gefangenschaft gehalten und gezwungen wrden1 mit ihresgleichen zu hausen1 mit der ,zeit die ,eisenschwelle der vollkommenen ,einsamkeit berschreiten und ,freude daran finden wrden1 sich wie die ,hosenbienen zu vereinigen und einen ,schritt zur ,brderlichkeit zu thun1 wie die ,grabbienen8 ,und diese wiederum1 wrden sie unter abnormen1 aufgezwungenen ,verhltnissen den gemeinsamen ,schlupfgang nicht mit einer gemeinsamen ,wohnung vertauschen8 ,wrden die ,hummelmtter1 wenn sie zusammen berwintert und in ,gefangenschaft aufgezogen und gefttert wrden1 sich nicht schliesslich zur ,arbeitsteilung verstehen8 ,hat man den ,meliponiten je ,kunstwaben gegeben8 ,hat man ihnen knstliche ,gefsse gegeben1 um ihre sonderbaren ,honigtpfe zu ersetzen8 ,wrden sie dieselben annehmen und sich zu ,nutze machen1 und wie wrden sie ihre ,gewohnheiten dieser ungewohnten ,bauart anpassen8 ,dergleichen ,fragen sind an sehr kleine ,wesen gerichtet und schliessen doch die ,lsung unserer grssten ,geheimnisse ein4 ,wir knnen nicht darauf antworten1 denn unsere ,erfahrung ist von gestern und ehegestern4 ,von ,raumur an gerechnet1 ist es jetzt kaum anderthalb ,jahrhunderte her1 dass man die ,gewohnheiten gewisser wilder ,bienen studiert hat4 ,raumur kannte nur einen ,teil davon1 wir haben einige andere beobachtet1 aber hunderte1 vielleicht tausende1 sind bis heute nur von unwissenden oder hastigen ,reisenden befragt worden4 ,die1 welche wir seit den schnen ,arbeiten des ,verfassers der ,mmoires kennen1 haben an ihren ,gewohnheiten nichts gendert1 und die ,hummeln1 die sich in den ,grten von ,charenton voll ,honig sogen und wie ein kstliches ,murmeln des ,sonnenlichtes goldbestubt umhersummten1 glichen in jedem ,punkte denen1 die sich im nchsten ,april einige ,schritte weiter in den ,wldern von ,vincennes tummeln werden4 ,aber von ,raumur bis auf unsere ,tage ist es nur ein ,augenzwinkern der ,zeit1 das wir beobachten1 und mehrere ,menschenleben hintereinander bilden nur eine ,sekunde in der ,geschichte eines ,naturgedankens4 99 99 99 99 99 ,wenn der ,gedanke der ,gesellschaftsbildung1 dessen schrittweiser ,verwirklichung wir in diesem ,buche mit den ,augen gefolgt sind1 seine vollkommenste ,gestalt bei unseren ,hausbienen erreicht hat1 so ist damit nicht gesagt1 dass im ,bienenstock alles auf der ,hhe sei4 ,ein ,meisterstck1 die sechseckige ,zelle1 erreicht freilich die absolute ,vollkommenheit in jeder ,hinsicht1 und alle ,genies zusammen knnten nichts mehr daran verbessern4 ,kein lebendes ,wesen1 selbst der ,mensch nicht1 hat in seiner ,sphre das erreicht1 was die ,biene in der ihren verwirklicht hat1 und wenn ein ,geist aus einer anderen ,welt auf die ,erde herabstiege und die vollkommenste ,schpfung der ,logik des ,lebens zu sehen begehrte1 so msste man ihm die schlichte ,honigwabe zeigen4 ,aber wie gesagt1 es steht nicht alles auf gleicher ,hhe4 ,wir sind schon einigen ,fehlern und ,irrtmern begegnet1 die bisweilen auffllig1 bisweilen geheimnisvoll sind1 wie der berfluss an mssigen und verderblichen ,drohnen1 die jungfruliche ,zeugung1 die ,gefahren des ,hochzeitsausfluges1 das ,schwarmfieber1 der ,mangel an ,mitleid1 die geradezu ungeheuerliche ,aufopferung des ,individuums zu ,gunsten der ,art4 ,dazu kme noch eine seltsame ,vorliebe zum ,aufspeichern unmssiger ,quantitten von ,pollen1 die unbenutzt bleiben und daher ranzig und hart werden und die ,waben verstopfen1 ferner das lange unfruchtbare ,interregnum1 das vom ersten ,schwrmen bis zur ,befruchtung der zweiten ,knigin reicht1 u4 a4 m4 ,von diesen ,fehlern ist der schwerste und der einzige1 der unter unseren ,himmelsstrichen fast immer verhngnisvoll wird1 das wiederholte ,schwrmen4 ,aber vergessen wir nicht1 dass in dieser ,hinsicht die natrliche ,auslese der ,hausbiene seit ,jahrtausenden vom ,menschen gekreuzt wird4 ,vom gypter der ,pharaonenzeit bis zu unserm heutigen ,bauern hat der ,bienenzchter den ,wnschen und dem ,vorteil der ,gattung stets zuwider gehandelt4 ,die ,bienenstcke1 die am besten gedeihen1 sind die1 welche zu ,beginn des ,sommers einen einzigen ,schwarm aussenden4 ,sie befriedigen damit ihren mtterlichen ,instinkt1 sichern die ,erhaltung des ,stammes durch die notwendige ,erneuerung der ,knigin1 und ebenso die ,zukunft des ,schwarmes1 der volkreich und frh abgesandt ist und darum ,zeit hat1 sich eine dauerhafte und mit ,vorrten wohl versehene ,wohnung anzulegen1 ehe der ,herbst kommt4 ,es ist klar1 dass wenn die ,bienen sich selbst berlassen wren1 nur diese ,stcke und ihre ,ableger aus den ,prfungen des ,winters lebend hervorgegangen wren1 whrend die von anderen ,instinkten beseelten ,vlker ihnen fast regelmssig erliegen wrden1 und dass sich die ,regel des beschrnkten ,schwrmens bei unsern nrdlichen ,rassen dadurch fast durchgehends herausgebildet htte4 ,aber es sind gerade diese weitblickenden1 reichen und wohl akklimatisierten ,stcke1 die der ,mensch stets vernichtet hat1 um sich ihres ,schatzes zu bemchtigen4 ,er liess und lsst auch heute noch in der hergebrachten ,praxis nur die ,stmme und ,kolonien am ,leben1 die erschpft sind1 die zweiten und dritten 7,nach-7,schwrme1 die gerade soviel haben1 um den ,winter zu berdauern1 oder denen er einige ,honigabflle giebt1 um ihre klglichen ,vorrte zu vervollstndigen4 ,das ,resultat davon ist wahrscheinlich eine ,schwchung der ,rasse und eine erbliche ,neigung zum ,schwarmfieber1 sodass heute fast alle unsere ,bienen1 insbesondere unsere schwarzen ,bienen1 zu viel schwrmen4 ,seit einigen ,jahren wird diese gefhrliche ,angewohnheit durch die neuen ,methoden der ,mobilzucht bekmpft1 und wenn man sieht1 mit welcher ,schnelligkeit die knstliche ,auslese auf die meisten unserer ,haustiere1 ,rinder1 ,schafe1 ,hunde1 ,pferde und ,tauben wirkt1 -- um nicht noch mehr zu nennen1 -- so darf man der ,hoffnung ,raum geben1 dass wir in kurzem eine ,bienenrasse haben werden1 die auf das natrliche ,schwrmen fast ganz verzichtet und ihre ganze ,thtigkeit der ,honig- und ,pollenernte zuwendet4 99 99 99 99 99 ,aber was die anderen ,fehler betrifft3 wrde ein ,verstand1 dem ,zweck und ,ziel des ,gesellschaftslebens deutlicher wre1 sich nicht davon befreien knnen8 ,es wre viel ber diese ,fehler zu sagen1 die bald aus den unbekannten ,tiefen des ,bienenstockes hervordringen1 bald nichts als eine ,folge des ,schwrmens und seiner ,irrtmer sind1 an denen wir mitschuldig sind4 ,aber nach dem1 was man bisher gesehen hat1 kann jeder nach seinem ,geschmack den ,bienen alle ,intelligenz zu- oder absprechen4 ,ich will sie nicht verteidigen4 ,mich deucht1 sie zeigen unter manchen ,verhltnissen ein ,einvernehmen1 aber wenn sie auch alles1 was sie thun1 nur blindlings thten1 meine ,wissbegier wrde darum nicht kleiner werden4 ,es ist so anziehend zu sehen1 wie ein ,gehirn in sich die ausserordentlichen ,hilfsquellen entdeckt1 um gegen ,frost1 ,hunger1 ,tod1 ,zeit1 ,raum1 ,einsamkeit und alle ,feinde der belebten ,materie anzukmpfen1 aber wenn es einem ,wesen gelingt1 sein kleines verwickeltes und tiefes ,leben zu erhalten1 ohne den ,instinkt zu berschreiten1 ohne etwas zu thun1 was nicht ganz gewhnlich ist3 das dnkt mich erst recht anziehend und ausserordentlich4 ,das ,gewhnliche und das ,wunderbare fliessen in einander ber und halten sich die ,wage1 sobald man sie auf ihren wirklichen ,platz in der ,natur stellt4 ,nicht mehr sie1 die ,trger angemasster ,namen1 sondern das ,unerklrliche und ,unverstandene ist es1 was unsere ,blicke auf sich lenken1 unsere ,thtigkeit belohnen und unseren ,gedanken1 ,worten und ,gefhlen eine neue1 gerechtere ,form verleihen soll4 ,es ist ,weisheit darin1 sich mit nichts weiter zu befassen4 99 99 99 99 99 ,wir sind berdies garnicht im stande1 die ,fehler der ,bienen im ,namen unserer ,intelligenz zu richten4 ,sehen wir nicht1 wie lange ,intelligenz und ,bewusstsein bei uns inmitten von ,fehlern und ,irrtmern leben1 ohne sie zu bemerken1 und lnger noch1 ohne ihnen abzuhelfen8 ,wenn es ein ,wesen giebt1 das durch seine ,bestimmung besonders1 ja fast organisch1 berufen scheint1 sich aller ,dinge bewusst zu werden1 das ,gesellschaftsleben nach den ,regeln der reinen ,vernunft zu gestalten und zu leben1 so ist es der ,mensch4 ,und doch3 was macht er daraus8 ,und nun vergleiche man die ,fehler des ,bienenstaates mit denen unserer menschlichen ,gesellschaft4 ,wenn wir ,bienen wren1 welche die ,menschen beobachteten1 so wrde unser ,erstaunen gross sein1 wenn wir z4 ,b4 die unlogische und ungerechte ,verteilung der ,arbeit bei einem ,geschlechte beobachteten1 das im brigen mit hervorragendem ,verstande ausgerstet scheint4 ,wir sehen die ,oberflche der ,erde1 die einzige ,sttte alles gemeinsamen ,lebens1 von zwei bis drei ,zehnteln der ,gesamtbevlkerung mhsam und unzureichend bebaut2 ein anderes ,zehntel zehrt in absolutem ,mssiggange den besten ,teil der ,produkte jener ,arbeit auf1 und die sieben brigen ,zehntel sind zu ewigem ,halbverhungern verdammt und erschpfen sich unaufhrlich in seltsamen und unfruchtbaren ,anstrengungen1 von denen sie doch nie etwas haben werden1 und die nur den ,zweck zu haben scheinen1 das ,dasein der ,mssiggnger noch komplizierter und unerklrlicher zu machen4 ,wir wrden daraus folgern1 dass ,vernunft und ,moralbegriffe dieser ,wesen einer ,welt angehren1 die von der unseren gnzlich verschieden ist1 und dass sie ,prinzipien gehorchen1 die zu begreifen wir nicht hoffen drfen4 ,aber gehen wir unsere ,fehler nicht weiter durch1 sind sie unserem ,geiste doch stets gegenwrtig1 wenn ihre ,gegenwrtigkeit auch keine grosse ,wirkung thut4 ,hchstens1 dass sich von ,jahrhundert zu ,jahrhundert einer erhebt1 einen ,augenblick den ,schlaf abschttelt1 einen ,schrei des ,erstaunens thut1 den schmerzenden ,arm unter seinem ,kopfe wegzieht1 sich anders hinlegt und wieder einschlft1 bis ein neuer ,schmerz1 wiederum eine ,folge der traurigen ,erschlaffung der ,ruhe1 ihn von neuem erweckt4 99 99 99 99 99 ,die ,entwickelung der ,apinen1 oder doch wenigstens der ,apiten1 sei einmal zugegeben1 da sie wahrscheinlicher ist als die ,starrheit4 ,welches ist dann aber ihre bestndige und allgemeine ,richtung8 ,sie scheint dieselbe ,kurve zu beschreiben1 wie die unsrige4 ,sie hat ersichtlich die ,tendenz1 ,kraft zu sparen1 die ,unsicherheit1 das ,elend zu mindern1 den ,wohlstand1 die gnstigen ,verhltnisse und die ,autoritt der ,art zu mehren4 ,diesem ,ziele opfert sie ohne ,zaudern das ,individuum1 dessen berdies illusorische und unglckliche ,unabhngigkeit im ,zustande der ,einsamkeit durch die ,kraft und das ,glck der ,gesamtheit wieder ausgeglichen wird4 ,man mchte sagen1 die ,natur denkt wie ,perikles bei ,thukydides1 dass die ,individuen im ,schosse einer ,stadt1 die als ,ganzes gedeiht1 glcklicher sind1 selbst wenn sie darunter zu leiden haben1 als wenn das ,individuum gedeiht und der ,staat zu ,grunde geht4 ,sie begnstigt die arbeitsame ,sklaverei in der mchtigen ,stadt und berlsst den pflichtenlosen ,wanderer den namen- und gestaltlosen ,feinden1 die in allen ,winkeln von ,raum und ,zeit1 in allen ,bewegungen des ,weltalls lauern4 ,es ist hier nicht der ,ort1 diesen ,gedanken der ,natur zu errtern1 noch sich zu fragen1 ob der ,mensch gut thue1 ihm zu folgen1 aber das steht fest1 dass berall da1 wo die unendliche ,materie uns den ,ansatz zu einem ,gedanken zu zeigen scheint1 dieser ,ansatz denselben ,weg der ,entwickelung nimmt1 dessen ,ziel man nicht kennt4 ,was uns betrifft1 so gengt es uns zu sehen1 mit welcher ,frsorge die ,natur es sich angelegen sein lsst1 in der sich entwickelnden ,rasse alles das zu erhalten und festzulegen1 was der feindlichen ,trgheit der ,materie einmal abgerungen ist4 ,sie bucht jedes erfolgreiche ,bemhen und zieht gegen den ,rckfall1 der nach dem ,vorstoss unvermeidlich sein wrde1 eine ,schranke von besonderen1 wohlwollenden ,gesetzen4 ,dieser ,fortschritt1 der sich bei den intelligenteren ,arten kaum ableugnen lsst1 hat vielleicht keinen anderen ,zweck1 als den der ,bewegung1 und er weiss nicht1 wohin er strebt4 ,auf alle ,flle ist es in einer ,welt1 in der nichts1 ausser einigen ,thatsachen dieser ,art1 auf einen bestimmten ,willen schliessen lsst1 recht bezeichnend zu sehen1 wie sich gewisse ,wesen von dem ,tage an1 wo wir die ,augen aufthaten1 derart von ,stufe zu ,stufe ununterbrochen erheben2 und wenn die ,bienen uns nichts anderes offenbart htten1 als diese geheimnisvolle ,spirale zum ,lichte in der allmchtigen ,nacht1 so wre dies doch genug1 und wir htten die ,zeit nicht zu bedauern1 die wir dem ,studium ihrer kleinen ,gebrden und bescheidenen ,gewohnheiten gewidmet haben1 die unsern grossen ,leidenschaften und stolzen ,geschicken so fern und doch so nahe stehen4 99 99 99 99 99 ,vielleicht ist das alles eitel und unsere ,spirale zum ,licht1 wie die der ,bienen1 ist nur dazu da1 um die ,finsternis zu belustigen4 ,vielleicht aber auch giebt ein ungeheurer ,zufall1 der von aussen kommt1 von einer anderen ,welt1 oder von einer neuen ,erscheinung1 diesem ,streben einen endgiltigen ,sinn oder den endgiltigen ,tod4 ,inzwischen wollen wir unsern ,weg weiter gehen1 als ob nichts ,ungewhnliches geschehen sollte4 ,wssten wir1 dass morgen eine ,offenbarung -- etwa in ,form einer ,verbindung mit einem lteren und lichtvolleren ,planeten -- unsere ,natur ber den ,haufen werfen und die ,leidenschaften1 ,gesetze und ,grundwahrheiten unseres ,wesens aufheben kann1 so wre es das ,klgste1 unser ,heute ganz diesen ,leidenschaften1 ,gesetzen und ,wahrheiten zu widmen1 sie in unserem ,geiste in ,verbindung zu setzen und unserem ,schicksal treu zu bleiben1 welches darin besteht1 die dunklen ,gewalten des ,lebens in uns und um uns zu unterjochen und um einige ,stufen zu erheben4 ,es ist mglich1 dass in der neuen ,offenbarung nichts davon bestehen bleibt1 aber unmglich ist es1 dass die ,seele derer1 die diesen ,beruf1 welcher der menschliche ,beruf vor allem ist1 bis zu ,ende erfllt haben1 nicht im ,vordertreffen steht1 um diese ,offenbarung zu empfangen1 und selbst wenn sie von ihr nur das lernten1 dass die einzige wahre ,pflicht das ,gegenteil von ,wissbegier und der ,verzicht auf das ,unerkennbare ist1 so werden sie besser als die anderen im stande sein1 diesen ,mangel an ,wissbegier und diese endgiltige ,entsagung zu begreifen und ihren ,vorteil daraus zu ziehen4 99 99 99 99 99 ,auch sollten unsere ,phantasien sich garnicht in dieser ,richtung bewegen4 ,die ,mglichkeit einer allgemeinen ,vernichtung sollte unsere ,thtigkeit ebensowenig beeinflussen1 wie das wunderbare ,eingreifen eines ,zufalls4 ,wir sind bisher1 trotz der ,verheissungen unserer ,einbildungskraft1 stets auf uns selbst und auf unsere eigenen ,hilfsquellen angewiesen geblieben4 ,alles ,ntzliche und ,dauerhafte1 was auf ,erden besteht1 ist das ,werk unseres bescheidenen ,strebens4 ,es steht uns frei1 von einem fremden ,zufall das ,beste oder das ,schlimmste zu erwarten1 aber nur unter der ,bedingung1 dass diese ,erwartung sich nicht in unsere menschliche ,aufgabe hineinmischt4 ,auch darin geben uns die ,bienen eine vortreffliche ,lehre1 wie jede ,lehre der ,natur vortrefflich ist4 ,sie haben wirklich solch einen wunderbaren ,eingriff erfahren4 ,sie sind mehr als wir in den ,hnden eines ,willens1 der ihre ,gattung vernichten oder verndern und ihren ,geschicken einen anderen ,lauf geben kann4 ,und doch bleiben sie ihrer ursprnglichen1 tiefen ,aufgabe unbeirrt treu4 ,und gerade die unter ihnen1 die diese ,pflicht am treusten erfllen1 sind auch am besten im stande1 aus dem bernatrlichen ,eingriff1 der heute das ,loos ihrer ,gattung erhebt1 ihren ,vorteil zu ziehen4 ,nun aber ist die unfehlbare ,pflicht eines ,wesens leichter zu entdecken1 als man glaubt4 ,man kann sie jederzeit in den ,organen lesen1 durch die es sich vor andern auszeichnet und denen alle anderen untergeordnet sind4 ,und ebenso wie es auf der ,zunge1 dem ,munde und ,magen der ,bienen geschrieben steht1 dass sie ,honig hervorbringen mssen1 ebenso steht es in unseren ,augen1 unseren ,ohren1 unserem ,mark und allen ,fibern unseres ,kopfes1 im ganzen ,nervensystem unseres ,krpers geschrieben1 dass wir dazu geschaffen sind1 alles ,irdische1 was wir in uns aufnehmen1 in eine besondere ,kraft von einer auf diesem ,erdball einzigen ,art umzusetzen4 ,kein uns bekanntes ,wesen ist so wie wir befhigt1 jenes seltsame ,fluidum hervorzubringen1 das wir ,denken1 ,verstand1 ,intelligenz1 ,vernunft1 ,seele1 ,geist1 ,zerebralvermgen1 ,tugend1 ,gte1 ,gerechtigkeit1 ,wissen nennen1 denn es besitzt tausend ,namen1 obwohl es immer dasselbe ist4 ,alles in uns ist ihm geopfert worden4 ,unsere ,muskeln1 unsere ,gesundheit1 die ,beweglichkeit unserer ,gliedmassen1 das ,gleichgewicht unserer animalischen ,funktionen1 die ,ruhe unseres ,lebens -- alle tragen mehr und mehr die ,last seines bergewichtes4 ,es ist der kostbarste und schwierigste ,zustand1 zu dem man die ,materie erheben kann4 ,feuer1 ,licht1 ,wrme1 das ,leben selbst1 der ,instinkt1 der feiner ist1 als das ,leben1 und die ,mehrzahl der unfasslichen ,krfte1 welche die ,welt vor unserem ,erscheinen krnten1 sie sind vor dem neuen ,fluidum verblasst4 ,wir wissen nicht1 wohin es uns fhren1 was es aus uns machen wird1 noch wir aus ihm4 ,von ihm werden wir es zu erfahren haben1 sobald es in unumschrnkter ,machtflle regiert4 ,inzwischen wollen wir nur darauf bedacht sein1 wie wir ihm alles geben und opfern knnen1 was es verlangt1 alles1 was seiner vollen ,entwickelung frommt4 ,es ist kein ,zweifel1 dass hier die erste und grsste unserer augenblicklichen ,pflichten liegt4 ,die anderen werden wir von ihm erfahren1 je mehr es wchst4 ,es wird sie nhren und erweitern1 je nachdem es selbst genhrt wird1 wie das ,wasser der ,hhen die ,bche der ,ebenen speist und erweitert1 wenn es seine wunderbare ,nahrung von den ,gipfeln empfangen hat4 ,zerbrechen wir uns den ,kopf nicht1 wer von dieser ,kraft1 die sich derart auf unsere ,kosten anhuft1 einst ,nutzen haben wird4 ,die ,bienen wissen auch nicht1 ob sie den ,honig essen werden1 den sie anspeichern4 ,und ebenso wissen wir nicht1 wem die ,geisteskraft1 die wir in die ,welt einfhren1 einst frommen wird4 ,wie sie von ,blume zu ,blume fliegen1 um mehr ,honig zu ernten1 als sie und ihre ,kinder bedrfen1 so wollen auch wir von ,realitt zu ,realitt schreiten und alles sammeln1 was dieser unbegreiflichen ,flamme zur ,nahrung dienen kann1 damit wir im ,gefhl der ,erfllung unserer organischen ,pflicht auf alles1 was da kommen mag1 vorbereitet sind4 ,nhren wir sie mit unseren ,gefhlen und ,leidenschaften1 mit allem1 was man sehen1 fhlen1 hren1 fassen kann1 und mit ihrem eigenen ,wesen1 welches der ,gedanke ist1 den sie aus allen ,entdeckungen1 ,erfahrungen und ,beobachtungen zieht und aus allem eintrgt1 was sie besucht4 ,dann wird ein ,augenblick kommen1 wo sich fr einen ,geist1 welcher der wahrhaft menschlichen ,pflicht mit bestem ,willen gedient hat1 alles so natrlich zum ,besten wendet1 dass selbst die ,befrchtung1 all sein ,streben und ,trachten knnte umsonst sein1 die ,glut seines ,forschens noch heller1 reiner1 selbstloser1 unabhngiger und edler entfacht4 ,,ende ,,anmerkungen #a 7,,seite #f74 ,man knnte noch die ,monographie von ,kirby und ,spence in ihrer ,introduction to ,entomology erwhnen1 aber sie ist fast ausschliesslich technisch4 #b 7,,seite #ah74 ,ein ,beobachtungskasten ist ein ,bienenstock mit ,glaswnden und schwarzen ,vorhngen oder ,lden4 ,die besten sind die1 welche nur eine einzige ,wabe enthalten1 sodass man sie von beiden ,seiten beobachten kann4 ,diese ,ksten lassen sich ohne weiteres und ohne jede ,gefahr in einem ,wohn- oder ,arbeitszimmer aufstellen1 vorausgesetzt1 dass sie einen ,ausgang nach aussen haben4 ,die ,bienen meines ,beobachtungskastens1 den ich in ,paris in meinem ,arbeitszimmer habe1 tragen selbst in der ,steinwste der ,grossstadt genug ein1 um zu leben und fortzukommen4 #c 7,,seite #fc74 ,man setzt eine fremde ,knigin gewhnlich in einem kleinen ,kfig aus ,eisendrhten bei1 den man zwischen zwei ,waben aufhngt4 ,die ,thrffnung wird mit ,wachs und ,honig verschlossen1 den die ,bienen1 wenn ihr ,zorn verraucht ist1 fortnagen4 ,die so befreite ,gefangene wird von ihnen oft wohlwollend aufgenommen4 ,mr4 ,s4 ,simmins1 der ,leiter der grossen ,bienenwirtschaft von ,rottingdean1 hat krzlich eine andere ,methode gefunden1 die ausserordentlich leicht zu befolgen und fast immer erfolgreich ist1 weshalb sie auch bei den gewissenhaften ,bienenwirten immer mehr ,verbreitung findet4 ,die ,schwierigkeit bei der ,einfhrung von ,kniginnen liegt nmlich in dem ,benehmen der ,knigin selbst4 ,sie ist aufgeregt1 flieht1 verbirgt sich1 gebrdet sich wie ein ,eindringling und erweckt dadurch den ,verdacht der ,arbeitsbienen1 der sich nach nherer ,prfung alsbald besttigt4 ,mr4 ,simmins isoliert darum die beizusetzende ,knigin vollstndig und lsst sie eine halbe ,stunde fasten4 ,dann lftet er die ,innendecke des weisellosen ,stockes ein wenig und setzt die fremde ,knigin auf das oberste ,ende einer ,wabe4 ,die vorangegangene ,einsamkeit hat sie so unglcklich gemacht1 dass sie jetzt froh ist1 sich wieder unter ,bienen zu sehen1 und in ihrem ,hunger die ihr dargebotene ,nahrung begierig annimmt4 ,die ,arbeitsbienen lassen sich durch ihr sicheres ,auftreten tuschen und stellen keine ,untersuchung an4 ,sie bilden sich vielleicht ein1 dass ihre alte ,herrin wiedergekehrt ist1 und nehmen sie mit ,freuden auf4 ,aus diesem ,experiment scheint hervorzugehen1 dass sie1 im ,gegensatz zu ,huber und allen ,beobachtern1 ihre ,knigin nicht wieder zu erkennen vermgen4 ,wie dem aber auch sei1 die beiden ,erklrungen sind gleich annehmbar1 wenn die ,wahrheit vielleicht auch in einer dritten liegen mag1 die uns noch nicht bekannt ist1 und jedenfalls zeigen sie wieder einmal1 wie verwickelt und unklar die ,psychologie der ,bienen noch ist4 ,und es lsst sich1 wie aus allen ,lebensfragen1 auch hieraus nur der eine ,schluss ziehen1 dass wir in ,ermangelung eines ,besseren die ,wissbegier in unserm ,busen walten lassen mssen4 #d 7,,seite #ga74 ,das ,gehirn der ,biene betrgt nach den ,berechnungen von ,dujardin #a_/agd des ,gesamtgewichtes ihres ,krpers1 das der ,ameise nur #a_/bif4 ,dafr sind die strangfrmigen ,krper1 die sich im gleichen ,verhltnis entwickeln1 wie der ,intellekt1 bei den ,bienen etwas geringer1 als bei den ,ameisen4 ,aus diesen ,schtzungen scheint -- wenn man das hypothetische derselben und die ganze ,dunkelheit des ,gegenstandes mit in ,betracht zieht -- sich zu ergeben1 dass ,ameise und ,biene sich in ,bezug auf ,intellekt ungefhr gleich stehen mssen4 #e 7,,seite #ii74 ,ich habe das ,experiment bei der ersten ,frhlingssonne dieses ungnstigen ,jahres wiederholt1 und zwar mit dem gleichen negativen ,ergebnis4 ,ein mir befreundeter ,bienenzchter1 der ein sehr geschickter und sehr zuverlssiger ,beobachter ist und von mir dieses ,problem vorgelegt erhielt1 schreibt mir1 er htte bei demselben ,experiment vier ,flle zu verzeichnen1 wo unweigerlich eine ,mitteilung stattgefunden haben msste4 ,die ,thatsache verdient festgestellt zu werden1 doch die ,frage bleibt ungelst4 ,auch ich bin berzeugt1 dass mein ,freund sich durch das sehr begreifliche ,verlangen1 sein ,experiment gelingen zu sehen1 irrefhren liess4 #f 7,,seite #aji74 ,man hat brigens gut gethan1 dieses ,normalmass nicht zu whlen4 ,der ,zellendurchmesser ist von wunderbarer ,regelmssigkeit1 doch wie alles1 was auf organischem ,wege entstanden ist1 nicht von mathematischer ,unvernderlichkeit4 berdies haben die verschiedenen ,bienenarten1 wie ,maurice ,girard nachgewiesen hat1 bei ihren ,zellen eine ganz bestimmte ,seitenachse1 so dass das ,mass von ,stock zu ,stock ein andres sein wrde1 je nach der darin wohnenden ,bienenart4 #g 7,,seite #aaa74 ,raumur hatte dem berhmten ,mathematiker ,knig folgendes ,problem gestellt3 ,unter allen sechskantigen ,zellen mit pyramidalem1 aus drei gleichen und hnlichen ,rhomben bestehendem ,boden die zu bestimmen1 die am wenigsten ,baustoff erfordert4 ,knig antwortete1 es wre diejenige1 deren ,boden aus drei ,rhomben bestnde1 deren grosse ,winkel je #aji #bf' und die kleinen je #gj #cd' betrgen4 ,nun aber hat ein anderer ,gelehrter1 ,maraldi1 die ,winkel der ,rhomben in den ,bienenzellen so genau wie mglich nachgemessen und gefunden1 dass die grossen #aji #bh'1 die kleinen #gj #cb' betragen4 ,zwischen beiden ,lsungen bestand also nur eine ,differenz von zwei ,minuten6 ,und es ist wahrscheinlich1 dass der etwa vorliegende ,irrtum von ,maraldi begangen wurde1 und nicht von den ,bienen1 denn es giebt kein ,instrument1 das die ,zellenwinkel1 die nicht so scharf hervortreten1 mit untrglicher ,sicherheit nachzumessen erlaubte4 ,ein anderer ,mathematiker1 ,cramer1 hat dasselbe ,problem noch mehr im ,sinne der ,bienen gelst2 er fand #aji #bh' fr die grossen und #gj #ca' fr die kleinen ,winkel4 ,maclaurin1 der ,knigs ,berechnung berichtigt hat1 giebt #gj #cb' und #aji #bh' an1 ,lon ,lalanne #gj #ha' #dd und #aji #bh' #af4 ,siehe ber diesen ,streitpunkt auch3 ,maclaurin1 ,philos4 ,trans4 of ,london1 #agdc2 ,brougham1 ,recherch4 anal4 et expr4 sur les alv4 des ab42 ,l4 ,lalanne1 ,note sur l',arch4 des abeilles u4 s4 w4 #h 7,,seite #acf74 ,das ,flugbrett ist oft nichts als eine ,fortsetzung des ,brettes1 auf dem der ,bienenstock ruht1 und bildet eine ,art ,vorhof oder ,ruheplatz vor dem ,haupteingang1 dem sogenannten ,flugloch4 #i 7,,seite #adj74 ,einige ,bienenzchter behaupten1 dass ,arbeitsbienen und ,kniginnen1 sobald sie das ,ei verlassen haben1 dieselbe ,nahrung erhalten1 eine ,art stickstoffreicher ,milch1 welche die ,pflegerinnen aus einer ,kopfdrse ausscheiden4 ,doch werden die ,arbeitsbienenlarven nach einigen ,tagen entwhnt und fortan mit grberer ,nahrung1 ,honig und ,pollen1 gespeist1 whrend die junge ,knigin bis zu ihrer vollstndigen ,entwickelung reichlich mit jener kostbaren ,milch ernhrt wird1 die man den ,knigstrank genannt hat4 ,wie dem aber auch sei1 der ,erfolg und das ,wunder bleiben die gleichen4 #aj 7,,seite #afb74 ,es ist unmglich1 die ,einzelheiten dieser von ,darwin beobachteten ,flle hier wiederzugeben4 ,der ,vorgang ist in grossen ,zgen folgender4 ,der ,pollen von ,orchis morio ist nicht staubfrmig1 sondern ballt sich zu kleinen ,klumpen1 welche die sogenannten ,pollinarien bilden4 ,diese 7es sind ihrer zwei7 haben einen stielartigen ,fortsatz1 der an seinem unteren ,ende in einer klebrigen ,rundung endigt 7dem ,caudiculum7 und von einem membranartigen ,beutelchen 7dem ,rostellum7 umschlossen wird1 das bei der leisesten ,berhrung platzt4 ,steckt nun eine die ,blte befliegende ,biene den ,kopf in den ,kelch1 um den ,nektar zu saugen1 so streift sie dies ,beutelchen1 dasselbe zerreisst und die beiden klebrigen ,rundungen treten zu ,tage4 ,die ,pollinarien bleiben infolge des ,klebestoffes1 der an den ,rundungen sitzt1 am ,kopfe des ,insekts haften und dieses trgt sie beim ,verlassen der ,blume wie ein paar zwiebelartige ,hrner von dannen4 ,wenn diese zwei ,pollenhrner nun steif und gerade blieben1 so wrden sie in dem ,augenblick1 wo die ,biene die nchste ,orchidee befliegt1 das membranartige ,sckchen derselben berhren und einfach zum ,platzen bringen1 aber nicht bis zu der ,narbe 7dem weiblichen ,organ7 der zweiten ,blume dringen1 die befruchtet werden muss und unter dem membranartigen ,sckchen liegt4 ,die ,orchis morio hat diese ,schwierigkeit genial erkannt1 und darum vertrocknet nach dreissig ,sekunden1 das heisst in der kurzen ,spanne ,zeit1 die das ,insekt braucht1 um den ,nektar vollends aufzusaugen und eine andere ,blume zu befliegen1 der ,stengel des kleinen ,kolbens und schrumpft zusammen1 und zwar stets nach derselben ,seite und im gleichen ,sinne2 die den ,pollen enthaltende ,zwiebel sinkt herab1 und ihr ,neigungswinkel ist so genau berechnet1 dass sie sich in dem ,augenblick1 wo die ,biene in die benachbarte ,blume hineinschlpft1 genau in der ,hhe der ,narbe befindet1 auf die sie ihren befruchtenden ,staub entleeren muss4 ,siehe fr alle ,einzelheiten dieses intimen ,dramas der unbewussten ,blumenwelt die prachtvolle ,studie von ,darwin ber die ,befruchtung der ,orchideen durch ,insekten und die guten ,wirkungen der ,kreuzung1 #ahfb4 #aa 7,,seite #afi74 ,es ist dem ,professor ,mc,lain krzlich gelungen1 einige ,kniginnen knstlich zu befruchten1 aber nur mit ,hilfe von komplizierten und schwierigen chirurgischen ,operationen4 brigens war die ,fruchtbarkeit dieser ,kniginnen nur beschrnkt und vorbergehend4 #ab 7,,seite #bjd74 ,ein starkes ,volk braucht whrend der berwinterung1 die in unseren ,himmelsstrichen etwa sechs ,monate dauert1 d4 h4 vom ,oktober bis ,anfang ,april1 gewhnlich zwanzig bis dreissig ,pfund ,honig4 #ac 7,,seite #baa74 ,in der wissenschaftlichen ,einteilung nimmt die ,hausbiene 7,apis mellifica7 folgenden ,platz ein4 ,klasse3 ,insekten4 ,ordnung3 ,immen 7,hymenoptera74 ,familie3 ,eigentliche ,bienen 7,apidae74 ,sippe3 ,apis4 ,art3 ,mellifica4 ,die ,bezeichnung ,mellifica stammt aus der ,linn'schen ,einteilung4 ,sie ist nicht sehr glcklich gewhlt1 denn alle ,bienen1 mit ,ausnahme einiger ,parasiten1 sind ,honigbienen4 ,scopoli sagt cerifera1 ,raumur domestica1 ,geoffroy gregaria4 -- ,apis ligustica1 die italienische ,biene1 ist nur eine ,abart von ,apis mellifica4 #ad 7,,seite #bab74 ,der ,fall tritt auch bei ,nachschwrmen hufig genug ein1 denn sie sind weniger erfahren und vorsichtig1 als der ,vorschwarm4 ,an ihrer ,spitze befindet sich eine junge1 leichtsinnige ,knigin1 und sie bestehen meist aus ganz jungen ,bienen1 in denen der ursprngliche ,instinkt um so lauter spricht1 weil sie die ,strenge und ,wetterwendigkeit unseres nordischen ,himmels noch nicht kennen4 brigens lebt keiner dieser ,schwrme ber die ersten ,herbststrme hinaus1 und sie vermehren die unzhligen ,opfer der langsamen und dunklen ,versuche der ,natur4 #ae 7,,seite #bae74 ,da wir uns hier zum letzten ,male mit den ,bauten der ,bienen beschftigen1 wollen wir eine ,eigentmlichkeit der ,apis florea nicht unerwhnt lassen4 ,einzelne ,drohnenzellen sind bei ihr cylindrisch1 statt sechseckig4 ,es scheint also1 dass sie noch nicht dauernd von der einen ,form zur anderen bergegangen ist und endgiltig die bessere angenommen hat4 #af 7,,seite #bag74 ,etwas hnliches berichtet ,bchner3 ,auf der ,insel ,barbados1 wo viele ,zuckersiedereien sind und die ,bienen das ganze ,jahr hindurch ,zucker in berfluss finden1 befliegen sie keine ,blte mehr4 ,ein ,beweis mehr1 dass die ,anpassung an die ,umstnde nicht langsam1 etwa im ,laufe von ,jahrhunderten stattfindet oder unbewusst und fatalistisch ist1 sondern dass sie unmittelbar eintritt und auf berlegung beruht4 #ag 7,,seite #bbc74 ,man verwechsele nicht ,apinen1 ,apiden und ,apiten4 ,diese drei ,ausdrcke werden durcheinander gebraucht1 wie sie sich in der ,klassifikation von ,emile ,blanchard vorfinden4 ,der ,stamm der ,apinen umfasst alle ,familien der ,bienen1 die ,apiden bilden die erste ,familie derselben und zerfallen ihrerseits in ,apiten1 ,meliponiten und ,bombinen 7,hummeln74 ,die ,apiten endlich umfassen die verschiedenen ,arten unserer ,hausbiene4 #ah 7,,seite #bbe74 ,zum ,beispiel die ,hummeln1 deren ,schmarotzer die ,psithyrus oder ,schmarotzerhummeln sind1 die ,steliden1 die auf ,kosten der ,anthidien leben4 ,man ist1 sagt ,j4 ,perez 7,les ,abeilles7 sehr richtig1 wegen der hufig vorkommenden hnlichkeit der ,schmarotzer mit ihren ,opfern zu der ,annahme gezwungen1 dass beide ,arten nur zwei ,formen desselben ,typus bilden und engstens mit einander verwandt sind4 ,fr die der ,entwickelungslehre huldigenden ,naturforscher ist diese ,verwandtschaft nicht nur ideell1 sondern real4 ,die ,schmarotzerart ist nach ihnen nur eine ,abart der anderen und hat ihre ,sammelwerkzeuge durch ,anpassung an das ,schmarotzerleben verloren4 #ai 7,,seite #bcj74 ,es steht freilich nicht fest1 ob das ,prinzip des ,knigtums oder der ,mutterschaft einer ,einzigen bei den ,meliponiten sehr streng durchgefhrt wird4 ,blanchard glaubt mit ,recht1 dass wahrscheinlich mehrere ,weibchen in einem ,stocke leben1 da sie sich bei ihrer ,stachellosigkeit nicht so leicht tten knnen1 wie die ,bienenkniginnen4 ,aber dies ist bisher nie festgestellt worden1 weil die ,weibchen und ,arbeiterinnen sehr schwer zu unterscheiden sind und die ,meliponiten in unseren ,himmelsstrichen durchaus nicht gedeihen4 #bj 7,,seite #bca74 ,siehe auch die ausfhrlichere ,darstellung auf ,seite #aab4 ,,bibliographisches ,eine vollstndige ,bibliographie der ,bienenkunde wrde die ,grenzen1 die wir uns gesteckt haben1 berschreiten4 ,ich begnge mich damit1 auf die interessantesten ,werke zu verweisen4 ,i4 ,,historische ,,entwickelung ,,der ,,bienenkunde3 a7 ,die ,alten4 -- ,aristoteles1 ,geschichte der ,tiere1 passim2 ,varro1 ,de agricultura1 ,l4 ,,iii1 #af2 ,plinius1 ,historia naturae1 ,l4 ,,xi2 ,virgil1 ,georgica1 ,,iv2 ,columella1 ,de re rustica2 ,palladius1 ,de re rustica1 ,l4 ,i1 #cg1 etc4 b7 ,die ,neueren4 -- ,swammerdamm1 ,biblia naturae1 #agcg2 ,maraldi1 ,observations sur les abeilles 7,mm4 ,acad4 des ,sciences71 #agab2 ,raumur1 ,mmoires pour servir l'histoire des insectes1 #agdj2 ,ch4 ,bonnet1 ,oeuvres d'histoire naturelle1 #aggi-aghc2 ,a4 ,g4 ,schirach1 ,physikalische ,untersuchung der bisher unbekannten1 aber nachher entdeckten ,erzeugung der ,bienenmutter1 #agfg2 ,j4 ,hunter1 ,on bees1 philosophical transactions1 #agcb2 ,a4 ,janscha1 ,hinterlassene vollstndige ,lehre von der ,bienenzucht1 #aggc2 ,franois ,huber1 ,nouvelles ,observations sur les abeilles1 #agid1 etc4 ,,ii4 ,,praktische ,,bienenzucht3 ,dzierzon1 ,theorie und ,praxis des neuen ,bienenfreundes2 ,langstroth1 ,the honey bee1 ins ,franzsische bersetzt von ,ch4 ,dadant 7,l'abeille et la ruche71 eine ,verbesserung und ,vervollstndigung des ,originals2 ,georges de ,layens und ,bonnier1 ,cours complet d'apiculture2 ,frank ,cheshire1 ,bees and bee-keeping 7,band ,,ii1 ,praxis72 ,dr4 ,e4 ,bevan1 ,the honey bee2 ,t4 ,w4 ,cowan1 ,british bee-keeper's guide book2 ,a4 ,j4 ,cook1 ,bee-keeper's guide book2 ,a4 ,root1 ,the ,,abc of ,bee culture2 ,henry ,alley1 ,the ,bee-keeper's ,handy book2 ,abb ,collin1 ,guide de propritaire d'abeilles2 ,ch4 ,dadant1 ,petit cours d'apiculture pratique2 ,ed4 ,bertrand1 ,conduite du rucher2 ,weber1 ,manuel pratique d'apiculture2 ,hamet1 ,cours complet d'apiculture2 de ,bauvoys1 ,guide de l'apiculteur2 ,pollmann1 ,die ,biene und ihre ,zucht2 ,s4 ,simmins1 ,a modern bee farm2 ,f4 ,w4 ,vogel1 ,die ,honigbiene und die ,vermehrung der ,bienenvlker2 ,baron ,a4 von ,berlepsch1 ,die ,biene und ihre ,zucht2 ,jeker1 ,kramer und ,theiler1 ,der ,schweizerische ,bienenvater etc4 ,,iii4 ,,allgemeine ,,monographieen3 ,f4 ,cheshire1 ,bees and ,bee-keeping 7,band ,i1 ,wissenschaft72 ,t4 ,w4 ,cowan1 ,the ,honey ,bee2 ,j4 ,perez1 ,les abeilles2 ,girard1 ,manuel d'apiculture 7die ,bienen1 ihre ,organe und deren ,funktion72 ,shuckard1 ,british bees2 ,kirby and ,spence1 ,introduction to ,entomology2 ,girdwoyn1 ,anatomie et physiologie de l'abeille2 ,f4 ,cheshire1 ,diagrams on the anatomy of the ,honey ,bee2 ,gundelach1 ,die ,naturgeschichte der ,honigbiene2 ,ludwig ,bchner1 ,geistesleben der ,tiere2 ,o4 ,btschli1 ,zur ,entwickelungsgeschichte der ,biene2 ,j4 ,d4 ,haviland1 ,the social instincts of bees1 their origin and natural selection4 ,,iv4 ,,spezielle ,,monographieen3 7,organe und deren ,funktionen1 ,arbeiten u4 s4 w473 ,ed4 ,brandt1 ,recherches anatomiques et morphologiques sur le systme nerveux des insectes hymnoptres 7,comptes rendus de l',acadmie des ,sciences1 #ahgf1 ,band ,,lxxviii1 ,s4 #fac72 ,f4 ,dujardin1 ,mmoires sur le systme nerveux des insectes2 ,dumas und ,milne-,edwards1 ,sur la production de la cire des abeilles2 ,e4 ,blanchard1 ,recherches anatomiques sur le systme nerveux des insectes2 ,l4 ,r4 ,d4 ,brougham1 ,observations1 demonstrations and experiences upon the structure of the cells of bees 7,natural ,theology1 #ahef72 ,p4 ,cameron1 ,on ,parthenogenesis in the ,hymenoptera 7,trans4 nat4 soc4 of ,glasgow1 #ahhh72 ,erichson1 ,de fabrica et usu antennarum in insectis2 ,b4 ,t4 ,lowne1 ,on the simple and compound eyes of insects 7,phil4 trans41 #ahgi72 ,g4 ,k4 ,waterhouse1 ,on the formation of the cells of ,bees and ,wasps2 ,dr4 ,c4 ,t4 ,e4 von ,siebold1 ,on a true ,parthenogenesis in ,moths and ,bees2 ,f4 ,leydig1 ,das ,auge der ,gliederthiere2 ,pastor ,schnfeld1 ,bienenzeitung1 #ahed-ahhc1 ,illustrierte ,bienenzeitung1 #ahhe-ahij2 ,assmus1 ,die ,parasiten der ,honigbiene4 ,v4 ,,verschiedene ,,beobachtungen ,,ber ,,die ,,honigwespen3 ,e4 ,blanchard1 ,histoire naturelle des insectes1 ,mtamorphoses1 moeurs et instincts des insectes2 ,darwin1 ,origin of species2 ,fabre1 ,souvenirs entomologiques #c 7,sries72 ,romanes1 ,mental evolution in animals1 animal intelligence2 ,lepeletier ,st4 ,fargeau1 ,histoire naturelle des ,hymnoptres2 ,v4 ,mayet1 ,mmoire sur les moeurs et les mtamorphoses d'une nouvelle espce de la famille des ,vsicants 7,ann4 ,soc4 entom4 de ,france1 #ahge72 ,h4 ,mller1 ,ein ,beitrag zur ,lebensgeschichte der ,dasypoda hirtipes2 ,e4 ,hoffer1 ,biologische ,beobachtungen an ,hummeln und ,schmarotzerhummeln2 ,jesse1 ,gleaning in natural history2 ,sir ,j4 ,lubbock1 ,ants1 ,bees and ,wasps1 ,the senses1 instincts and intelligence of animals2 ,walkenaer1 ,les ,haclites2 ,westwood1 ,introduction to the study of insects2 ,v4 ,rendu1 ,de l'intelligence des animaux2 ,espinas1 ,animal ,communities1 u4 s4 w4 ,,inhaltsverzeichnis ,,auf ,,der ,,schwelle ,,des ,,bienenstockes #d ,,das ,,schw,,rmen #bc ,,die ,,stadtgr,,ndung #gg ,,die ,,jungen ,k,,niginnen #acb ,,der ,,hochzeitsausflug #afh ,,die ,,drohnenschlacht #aih ,,der ,,fortschritt ,,der ,,art #bjf ,,anmerkungen #bde ,,bibliographisches #bec ,anmerkungen zur ,transkription ,offensichtliche ,fehler wurden stillschweigend korrigert4 ,weitere nderungen sind hier aufgefhrt 7vorher_/nachher73 ,s4 #bh3 444 ,selbstverbannung ist seit lange vorbedacht und 444 444 ,selbstverbannung ist seit langem vorbedacht und 444 ,s4 #ff3 444 dass unter den gewhnlichen ,bauten der ,stadt 444 444 das unter den gewhnlichen ,bauten der ,stadt 444 ,s4 #aef3 444 ,bestreben1 dass sie berall offenbart3 die ,verbesserung 444 444 ,bestreben1 das sie berall offenbart3 die ,verbesserung 444