,anmerkungen zur ,transkription ,im ,original gesperrter ,text ist so ausgezeichnet4 ,im ,original kursiver ,text ist so markiert4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription befinden sich am ,ende des ,buches4 ,illustration ,,die ,,kunst ,,sammlung ,,illustrierter ,,monographien ,,herausgegeben ,,von ,,richard ,,muther ,,sechszehnter ,,band ,,die ,,kunst ,,sammlung ,,illustrierter ,,monographien ,herausgegeben von ,,richard ,,muther ,bisher erschienen3 ,band ,i3 ,,lucas ,,cranach von ,,richard ,,muther4 ,band ,,ii3 ,,die ,,lutherstadt ,,wittenberg von ,,cornelius ,,gurlitt4 ,band ,,iii3 ,,burne-,,jones von ,,malcolm ,,bell4 ,band ,,iv3 ,,max ,,klinger von ,,franz ,,servaes4 ,band ,v3 ,,aubrey ,,beardsley von ,,rudolf ,,klein4 ,band ,,vi3 ,,venedig ,,als ,,kunstst,,tte von ,,albert ,,zacher4 ,band ,,vii3 ,,edouard ,,manet ,,und ,,sein ,,kreis von ,,jul4 ,,meier-,,graefe4 ,band ,,viii3 ,,die ,,renaissance ,,der ,,antike von ,,richard ,,muther4 ,band ,,ix3 ,,leonardo ,,da ,,vinci von ,,richard ,,muther4 ,band ,x3 ,,auguste ,,rodin von ,,rainer ,,maria ,,rilke4 ,band ,,xi3 ,,der ,,moderne ,,impressionismus von ,,jul4 ,,meier-,,graefe4 ,band ,,xii3 ,,william ,,hogarth von ,,jarno ,,jessen4 ,band ,,xiii3 ,,der ,,japanische ,,farbenholzschnitt1 ,seine ,geschichte -- sein ,einfluss von ,,friedr4 ,,perzy,,ski4 ,band ,,xiv3 ,,praxiteles von ,,hermann ,,ubell4 ,band ,,xv3 ,,die ,,maler ,,von ,,montmartre ,willette1 ,steinlen1 ,t4 ,lautrec1 ,landre von ,,erich ,,klossowski4 ,band ,,xvi3 ,,botticelli von ,,emil ,,schaeffer4 ,weitere ,bnde in ,vorbereitung4 ,jeder ,band1 in knstlerischer ,ausstattung mit ,kunstbeilagen1 kartoniert ,mk4 #a4be4 ganz in ,leder gebunden ,mk4 #b4ej4 ,,julius ,,bard ,,verlag4 ,,berlin ,w4 #eg4 ,,buchschmuck ,,von ,,georg ,,tippel ,illustration3 ,florenz1 ,uffizien4 ,,selbstbildnis ,detail aus der ,anbetung der ,knige4 ,,die ,,kunst ,,herausgegeben ,,von ,,richard ,,muther ,,botticelli ,,von ,,emil ,,schaeffer ,,mit ,,zwei ,,photograv,,ren ,,und ,,neun ,,vollbildern ,,in ,,ton,,tzung ,,julius ,,bard ,,berlin ,,die ,,ersten ,f,,nfzig ,,exemplare ,,dieses ,,bandes ,,wurden ,,auf ,,mit ,,der ,,hand ,,gesch,,pftem ,b,,ttenpapier -- ,,die ,,illustrationen ,,auf ,,kaiserlich ,,japan-,b,,tten -- ,,abgezogen4 ,,die ,,in ,,einen ,,aparten1 ,,kostbaren ,,ganzleder-,,einband ,,gebundenen ,,exemplare ,,dieser ,,liebhaber-,,ausgabe ,,sind ,,von #a ,,bis #ej ,,einzeln ,,mit ,,der ,,hand ,,numeriert4 ,,der ,,preis ,,eines ,,solchen ,,exemplars ,,betr,,gt ,,zehn ,,mark4 ,,auch ,,diese ,,liebhaber-,,ausgabe ,,der ,,kunst ,,kann ,,durch ,,jede ,,buchhandlung ,,bezogen ,,werden ,,alle ,,rechte ,,vom ,,verleger ,,vorbehalten ,jahrhunderte lang wurde in einer ,kapelle der ,kirche ,st4 ,maria ,maggiore zu ,florenz eine ,darstellung der ,himmelfahrt ,mari verwahrt1 deren ,entwurf man ,sandro ,botticelli dankt4 ,in diesem anscheinend frommen ,bilde hatte die heilige ,inquisition ketzerische ,greuel entdeckt und entzog es durch einen ,vorhang den ,blicken der ,glubigen4 ,botticelli war nmlich in der ,auffassung der ,engel einer verdammungswrdigen ,meinung des ,origines gefolgt1 der da behauptet hatte1 die ,seelen jener ,engel1 die bei ,lucifers ,emprung neutral geblieben1 seien in menschliche ,krper gebannt und solcher ,weise von ,gott noch einmal versucht worden4 ,eigentlich htte eine gestrenge ,inquisition smtliche ,bilder von ,botticellis ,hand verdecken1 verhllen und verbrennen sollen2 denn stets kann vor ihnen der nmliche ,tadel laut werden1 allberall gewahren wir ,menschen mit engelhaften ,seelen 444 ,ich bin der ,sonne ausgesetztes ,kind1 ,das heim verlangt 444 ,so liest man in den schmerzlichen ,blicken botticellesker ,menschen1 das knden ihre adligen ,gesten1 mehr noch ihre ,krper1 die nichts vom ,geiste der ,schwere haben und wie ,musik dnken4 ,die christlichen ,heiligen und die heidnischen ,grazien schreiten fremd durch dieses ,thal der ,thrnen und bangen in frierender ,sehnsucht nach einer verlorenen ,sonnenheimat4 ,man muss sehr weit zurckdenken1 um die ,erscheinung ,botticellis innerhalb der ,florentiner ,kultur als eine historische ,notwendigkeit zu empfinden4 ,das ganze ,mittelalter hindurch tobten bis zum ,beginn des ,quattrocento wste ,parteikmpfe in den ,gassen der ,arnostadt4 ,die ,huser1 gewaltig und zinnenbewehrt1 wandelten sich oft genug in ,festungen und ihre ,inwohner liessen dem ,schwert keine ,zeit1 ,rost anzusetzen4 ,noch heute reckt1 ein ,wahrzeichen jener ,tage1 der ,turm des ,palazzo ,vecchio sein ,haupt ber die ,dcher1 als wollte er ,ausschau halten nach einem ,feinde2 selbst die ,chroniken des ,trecento scheinen nicht mit der ,feder1 sondern mit dem ,schwert geschrieben und ihre ,stze klingen zuweilen wie drohendes ,panzergerassel4 ,freiheit1 lautete das grosse ,losungswort der ,zeit2 es enthielt alles1 was die ,florentiner auf ,erden forderten2 die ,schnheit blieb dem ,jenseits vorbehalten4 ,nur wenige jedoch waren so gelehrt1 dass ,bcher ihnen eine greifbare ,vorstellung von himmlischer ,seligkeit vermitteln konnten2 darum sollte die ,kunst durch goldschwere ,gemlde den uomini grossi1 che non sanno lettera das wahre ,leben im farbigen ,abglanz zeigen4 ,natrlich mussten dabei ,anlehen bei den ,gebilden dieser ,erde gemacht werden1 aber von einem ,nachahmen der ,sinnenwelt um ihrer selbst willen war nie die ,rede4 ,allmhlich verstummte der ,lrm des ,streitens und der ,friede zog in ,florenz ein4 ,das ,auge des ,brgers war von keiner zornigen ,leidenschaft mehr verdunkelt1 heiter und willig haftete es an den ,herrlichkeiten dieser ,erde4 ,das neue ,empfinden forderte eine neue ,kunst2 das schne ,diesseits wollte man nunmehr im ,bilde schauen1 den ,menschen und die ,dinge um ihn4 ,knstler standen auf1 die1 gefhrt von ,donatello und ,masaccio1 die ,herrschaft ber alle ,ausdrucksmittel der ,kunst sich zu eigen machten1 dem ,bereich des ,darstellbaren neue ,stoffgebiete angliederten4 ,jenen ,grossen1 deren ,gebilde noch den ganzen finsteren ,reckentrotz des ,trecento atmeten1 folgten ,jngere1 die bereits ernten durften1 wo ihre ,vorgnger geset4 ,das ,irdische war der ,kunst gewonnen und sie erzhlten in frohen ,gemlden von den ,reizen dieses ,neulandes3 ,fra ,filippo ,lippis ,fresko vom ,gastmahl des ,herodes im ,dome zu ,prato vereint alles1 was ,lust am ,dasein bedeutet4 ,musik ertnt in lichterfllten ,hallen1 ,jnglinge gewahren wir in festlicher ,kleidung und ahnen durchs flatternde ,gewand die ,linien schlanker ,mdchenkrper4 ,weise ,mnner erklrten dies ,zeitalter1 dem ,cosimo de' ,medici den ,namen gab1 fr das beste1 das ,florenz je zu teil geworden1 aber seiner zweiten ,generation gehrten bereits unweise ,menschen an1 die keine ,lust mehr am ,dasein1 die ,wirklichkeit schaal und hsslich fanden1 nach einer mehr vergeistigten ,existenz verlangten1 seltene und feinere ,sensationen forderten4 ,der erste ,knstler nun1 der anfangs nur leise und scheu1 spter immer leidenschaftlicher sein ,nein zur ,sinnenwelt sagte und ein ,bild zum formgewordenen schmerzlichen ,schnheitstraum gestaltete1 war ,sandro ,botticelli4 ,von seinem ,vater hatte er die aristokratische ,natur nicht geerbt2 denn der alte ,mariano ,filipepi betrieb das ehrsame ,handwerk eines ,lohgerbers und rgerte sich wohl genugsam ber seinen jungen ,sandro4 ,dem gefiel das ,lernen schlecht2 in der ,werkstatt eines ,goldschmiedes hielt er auch nicht lange aus2 da brachte der ,alte den ,knaben1 der inzwischen -- man weiss nicht1 warum -- den ,beinamen ,botticelli empfangen hatte1 zu ,fra ,filippo1 dem lustigen ,maler-,mnch4 ,aber die genussfrohe ,art des ,meisters blieb ,sandro zeitlebens fremd2 er bewunderte die ,kompositionen des ,frate1 mit seinen robust-gesunden ,typen konnte er sich jedoch nicht befreunden4 ,nach ,anmut und graziler ,eleganz ging ,botticellis ,streben und gerade diese ,eigenschaften liessen ,fra ,filippos ,menschen vermissen2 darum whlte sich ,botticelli schon frh ,antonio ,pollaiuolo und ,andrea del ,verrocchio zu ,vorbildern4 ,in ,antonio ,pollaiuolos ,werken gefielen ihm die plastischen scharfen ,formen1 die bestimmte sichere ,art der ,linienfhrung und die ,freude am feingliedrigen ,jnglingskrper4 ,bei ,verrocchio schtzte er den ,sinn fr alles ,zierliche und ,gleissende1 der trotzdem niemals in ,spielerei und ,kleinkrmerei ausartete4 ,auch den rundlichen ,gesichtstypus1 dem man in ,botticellis ,frhwerken begegnet1 die vorspringenden starkgewlbten ,stirnen seiner ersten ,madonnen1 ihre hochgezogenen ,brauen und schweren ,lider1 all solche ,einzelheiten setzt man heute gern auf ,rechnung verrocchiesker ,einflsse4 ,aber mgen einem auch bisweilen vor ,sandros ersten ,bildern die ,namen ,filippo ,lippi1 ,antonio ,pollaiuolo und ,andrea del ,verrocchio einfallen1 so enthalten jene ,werke noch immer genug von ,botticellis ,eigenart und gerade dies bedingt ihren ,zauber4 ,da ist seine ,allegorie der ,tapferkeit1 jene ,fortezza der ,uffizien1 die voreinst mit fnf anderen ,tugenden ,antonio und ,piero ,pollaiuolos eine ,wand im florentiner ,handelsgericht schmckte4 ,die ,schpfungen der beiden ,brder kann man heute ebenfalls in den ,uffizien betrachten4 ,unweiblich ernst und streng1 den hieratischen ,madonnen der ,primitiven vergleichbar1 thronen die ,tugenden der ,pollaiuoli in ,marmornischen1 deren fein ciselierte ,ornamentik die gebte ,hand des ,goldschmieds verrt4 ,die ,hoffnung blickt hergebrachter ,weise zum ,himmel empor1 die andern schauen hoheitsvoll und kalt geradeaus ins ,weite4 ,auch der ,fortezza ,sandros bietet eine bunt leuchtende ,marmornische den ,hintergrund4 ,aber sie thront nicht1 sondern sitzt1 das ,haupt trumend zur ,seite geneigt1 lssig darin4 ,in den ,hnden ruht ein ,schwert2 aber diese ,frau1 die nichts von einer ,virago hat1 knnte es niemals druend erheben4 ,an die ,komposition der ,pollaiuoli hielt sich ,botticelli1 an ihre ,typen1 selbst an ihre ,handform1 und malte ein sinnendes ,mdchen4 ,sein ,wesen war lyrischer ,art4 ,ein ,weib bedeutete ihm mehr1 als eine stahlgepanzerte ,abstraktion4 ,und doch liebte er das ,schimmern der ,waffen2 aber nicht1 wie ,castagno und ,uccello1 als starke ,form einer ,lebensbejahung1 sondern lediglich vom rein malerischen ,standpunkt4 ,er zuerst empfand das ,knstlerbehagen am dunklen ,blitzen eines blankpolierten ,stahles1 und das ,leuchten des ,metalls verbindet sich hier1 beim rmel der ,fortezza1 mit ,weiss und ,blau zu einer delikaten ,harmonie1 die man in smtlichen ,bildern der ,pollaiuoli vergeblich suchen wrde4 ,alle ,welt feiert ,sandro als ,beherrscher der ,linie2 aber selten wird darauf hingewiesen1 dass ,botticelli auch das grsste ,farbengenie1 das bedeutendste ,maltalent des ,florentiner ,quattrocento gewesen ist4 ,in seinen ,gemlden kann man jeden beliebigen ,teil1 jeden ,winkel1 jede ,ecke auf malerische ,qualitten hin ansehen und wird stets reicheren ,genuss dabei finden1 als vor den meisten ,bildern seiner ,zeitgenossen4 ,illustration3 ,florenz1 ,uffizien4 ,,fortezza ,was ,botticelli in jungen ,tagen bereits als ,maler vermochte1 zeigen noch deutlicher zwei kleine ,werke1 die aus ,bianca ,capellos ,studio in die ,uffizien gelangten4 ,sie schildern zwei ,episoden der ,judith-,legende3 die ,heimkehr der jdischen ,heldin aus dem ,lager der ,assyrier und die ,auffindung des toten ,holophernes4 ,vernehmlicher1 als in der ,fortezza ussert sich hier1 besonders im ersten ,gemlde1 das specifisch ,botticelleske4 ,mit dem ,grau der ,morgendmmerung verbinden sich das ,orange und ,violett der ,gewnder zu einer ,farbenstimmung1 die kein anderer ,florentiner ersinnen konnte2 auch htte keiner die ,gestalt der ,judith so eigenartig aufgefasst4 ,sie galt im republikanischen ,florenz als ein ,symbol der brgerlichen ,freiheit2 aber die liberatix patriae suae1 die ,donatellos ,bronze verkrpert1 ihr dsteres ,pathos1 ihre ,zorngebrde liessen den jungen ,botticelli kalt4 ,wiederum malte er ein trumendes ,weib1 das wie eine sanftere ,schwester der ,fortezza anmutet4 ,auch sie hat das blonde ,haupt gesenkt und vor den versonnenen ,mdchenaugen geistern noch die ,schreckensbilder der verflossenen ,nacht4 ,hinter ihr zerreisst ,kampfeslrm die ,morgenstille4 ,sie hrt und gewahrt es nicht4 ,weder ,furcht1 noch ,freude beflgeln ihren ,schritt4 ,langsam und zgernd nur wandert sie1 mit der ,rechten das ,schwert1 in der ,linken den lzweig des ,friedens haltend1 gen ,bethulien4 ,botticelli wusste um den ,reiz des ,kontrastes4 ,darum gab er diesem ,adelsgeschpf eine stumpfsinnige ,sklavin zur ,gefhrtin1 die auf ihrem ,kopfe gleichmtig wie einen ,krug ,wassers1 das ,haupt des ,holophernes trgt1 und ihre unvornehme ,art zu laufen hebt sich scharf von ,judiths kniglichem ,schreiten ab4 ,auch die ,auffindung des ,holophernes birgt manche ,zge1 die1 ,wegweisern vergleichbar1 auf die ,pfade von ,botticellis spterer ,entwickelung deuten4 ,so lsst seine ,angst vor toten ,stellen sich klar erkennen3 jeder einzelne der assyrischen ,krieger1 die den hauptlosen ,leichnam umdrngen1 scheint bis ins ,mark erschttert von dem grausigen ,anblick2 jeder ussert durch ,gebrden seine ,ergriffenheit und jede ,geste offenbart das besondere ,wesen des ,menschen1 der sie vollfhrt4 ,diese ,tugend wird bei ,sandro bisweilen zum ,fehler4 ber dem ,bestreben1 das ,innenleben jedes ,einzelnen mglichst eindringlich zu schildern1 verlor er den ,blick fr die ,gesamtwirkung all dieser ,mienen und ,gebrden4 ,die ,geste des ,einen beschrnkt die ,armfreiheit seines ,nchsten2 die ,kpfe drcken einander1 der ,raum deucht berfllt und die ,composition verworren4 ,wie eng sich ,botticelli damals an den grssten ,meister des ,nackten in ,florenz1 an ,pollaiuolo1 anschloss1 zeigen der ,leichnam des ,holophernes und deutlicher noch seine ,einzelfigur des heiligen ,sebastian vom ,jahre #adgc im ,berliner ,museum4 ,einstmals trug dieses ,bild sogar ,antonio ,pollaiuolos ,namen4 ,seltsam genug2 denn es ist voll vom ,geiste ,botticellis4 ,man denke nur an den ,sebastian ,pollaiuolos der ,national-,gallery4 ,antonio1 der ,maler-,bildhauer1 sah in dem ,heiligen nur einen ,akt1 in den ,henkern eine ,kombination mehrerer ,bewegungsmotive4 ,fr ,sandro dagegen handelte es sich in erster ,linie um ,stimmung3 die ,schergen haben die ,richtsttte bereits verlassen und verlieren sich in der ,ferne4 ,alles ist vorber4 ,niemand kmmert sich mehr um den ,heiligen1 der pfeildurchbohrt an seinen ,baum gefesselt blieb4 ,doch scheint er seiner ,schmerzen nicht zu achten4 ,nur das edelgeschnittene ,antlitz mit dem feinen ,leidenszug um die ,lippen hat er leicht gesenkt4 ,an einen ,epheben des ,praxiteles wird man eher gemahnt1 denn an einen christlichen ,mrtyrer4 ,ein paar ,schritte hinter dem ,heiligen langen die laubleeren ste eines jungen ,baumes wie klagend in die ,luft4 ,einige ,cypressen1 des ,gestein und das ,meer bilden den ,hintergrund des ,bildes4 ,dies alles ergreift durch seine traurige ,armut1 aber ,botticelli hatte kein inneres ,verhltnis zur ,natur und behandelte die ,landschaft stets als ,nebensache4 ,dieser ,satz gehrt zu jenen ewigen ,krankheiten der ,kunstgeschichte1 die sich aus einem ,buch ins andere forterben4 ,kein ,wunder3 denn im ,malerbuch ,leonardo da ,vincis steht zu lesen 444 ,so sagte unser ,botticelli1 das ,studium der ,landschaft sei eitel2 wenn man nur einen ,schwamm voll verschiedener ,farben gegen die ,wand werfe1 so hinterlasse dieser einen ,fleck auf der ,mauer1 in dem man eine solche ,landschaft erblicke 444 und jener ,maler schuf sehr traurige ,landschaften 444 ,ob ,sandro diese ,worte im ,ernst oder aus ,freude am ,paradoxen gesagt1 wer mag dies heute entscheiden8 ,hlt man sich aber nicht an ,stze ,leonardos1 dagegen an ,botticellis ,bilder1 so erwchst der ,schpfer jener tristissimi paesi zum grossen ,knstler der ,landschaft4 ,grazien und ,gttinnen schreiten ber einen ,bltenboden1 der in tausend ,farben leuchtet2 ,veilchen1 ,anemonen1 das junge ,gras1 das unterm ,windhauch bebt1 alles ist mit peinlichster ,beobachtung der besonderen ,einzelformen jeder ,pflanze geschildert4 ,sandro malt im dunklen ,laub die ,goldorangen1 der ,duft weisser ,lilien und farbiger ,rosen weht aus manchen ,bildern uns entgegen1 und bereits vor vier ,jahrhunderten wusste ,botticelli um eine ,entdeckung der ,moderne1 die ,poesie der de1 das heilige ,grauen der ,verlassenheit4 ,das ,meer1 bleifarben und reglos1 den blaugrauen ,himmel1 zerklftete ,felsen und den braunen ,strand1 -- solche ,symphonien des ,schweigens1 wie man heute sagt1 hat ,botticelli fter komponiert4 ,es ist etwas ,grandioses und ,vorweltliches1 etwas ,keusch-,geheimnisvolles um seine ,landschaften2 nur ,heilige und ,gtter drfen darin hausen1 nicht die ,schar der ,staubgeborenen1 mit denen man die topographisch aufgefassten ,veduten der ,baldovinetti und ,pollaiuoli oder die ,prospekte ,ghirlandajos und seiner ,schler bevlkern kann4 ,illustration3 ,aufnahme ,hanfstaengl4 ,berlin1 ,kgl4 ,gemldegalerie4 ,,der ,,heilige ,,sebastian ,botticelli starb unvermhlt4 ,eines ,tages1 -- erzhlt ein ,florentiner ,schriftsteller des ,cinquecento -- drngte ihn ,messer ,tommaso ,soderini zur ,heirat2 aber ,sandro antwortete3 ,ich will ,euch sagen3 vor einigen ,nchten trumte mir1 ich htte ein ,weib genommen4 ,darob erfasste mich solcher ,schmerz1 dass ich aufwachte und1 um nicht wieder einzuschlafen und das nmliche noch einmal zu trumen1 erhob ich mich und lief1 einem ,verrckten gleich1 die ganze ,nacht durch ,florenz 444 ,diese reizende ,anekdote1 die alles enthlt1 was von ,botticellis ,verhltnis zum ,weibe berliefert ist1 zeigt nur1 wie ,sandro1 nach ,art vieler ,grossen1 wohlmeinender ,zudringlichkeit gegenber sich hinter trivialem ,spott verschanzte4 ,in ,wahrheit mochte das ,weib eine grssere ,rolle in seinem ,leben spielen1 und was seelische ,scham ihm auszusprechen verbot1 knden deutlich genug seine ,werke1 vor allem seine ,madonnenbilder4 ,maria1 die heilige ,gebenedeite1 steht im ,mittelpunkte seines ,schaffens2 aber nicht die unnahbare1 in starrer ,herrlichkeit thronende regina coeli des ,mittelalters1 sondern die scheue ancilla ,domini1 die am tiefsten leiden musste unter allen ,frauen dieser ,erde und deshalb am besten weiss um alles ,menschenweh 444 ,vergine ,madre1 figlia del tuo ,figlio diesen ,anfangvers jener ,marienhymne1 die ,dante seinen heiligen ,bernhard jubeln lsst1 schrieb ,botticelli in einem grossen ,altargemlde der ,florentiner ,accademia auf den ,sockel von ,marias ,thron4 ,er wurde mit der nchsten ,zeile ,umile ed alta pi che creatura zum ,leitmotiv fr alle ,madonnenbilder ,botticellis2 ,hoheit und ,demut1 ,jungfrulichkeit und ,mutterschaft1 das geistige ,sich-,hingeben an den heiligen ,sohn1 all dies gestaltete ,botticelli zur unlslichen ,einheit4 ,lebte doch vom ,mnch wie vom ,troubadour etwas in seiner ,seele2 einem lyrischen ,asketen gleicht ,sandro in seinen religisen ,bildern1 glaubensernst und doch sssen ,wohllautes voll4 ,der ,lyriker wuchs mit den ,jahren zum ,pathetiker2 seine ,ausdrucksmittel wurden reicher und gewaltiger2 was er vordem in halben ,tnen nur geklagt1 brauste nun wie ,orgelfluten dahin2 aber selbst diese letzten ,schpfungen bergen kein andres ,ziel als die ersten2 die ,verse ,dantes schimmern1 ,leitsternen gleich1 ber allen ,wegen1 die der ,madonnen-,maler ,botticelli wandelte 444 ,die ,kunst des ,mittelalters kannte nur die ernste ,knigin1 um deren ,thron sich die baroni di ,cristo wie heilige ,paladine scharen4 ,fra ,filippo1 ,sandros ,lehrer1 brach als erster mit dem strengen ,schema des ceremonisen ,andachtsbildes und malte eine junge ,florentinerin1 die ihr bambino liebkost1 indes ein paar lustige ,engelsknaben dem traulichen ,spiel der beiden zusehen4 ,botticelli bernahm dies ,motiv von seinem ,lehrer1 aber seiner innersten ,natur gemss vergeistigte er's und wandelte das ,familienidyll ins ,tragische4 ,ein frhes ,madonnenbild ,sandros1 das einst dem ,principe ,chigi gehrte1 offenbart den ganzen ,wesensunterschied zwischen ,botticelli und seinem ,meister um so deutlicher1 als in der ,formgebung des ,gemldes noch eine leise ,erinnerung an die ,art des ,frate durchklingt4 ,fra ,filippos frohgemuter ,engel ist zu einem blassen ,himmelspagen geworden4 ,traurig lchelnd tritt er1 die ,augen halbgeschlossen1 mit hren und ,weintrauben1 den ,symbolen der ,eucharistie1 vor die ,madonna und ihren gttlichen ,sohn4 ,gedankenverloren ergreift ,maria einen ,halm1 indes ,jesus1 der auf ihrem ,schosse ruht1 mit der ,kinderhand die ,zeichen seines ,todesopfers segnet4 ,da ist jener schwerbltige ,botticelli1 der niemals lacht1 kaum die ,lippen zu melancholischem ,lcheln verzieht6 ,seine ,madonna und sein ,jesusknabe haben immer das ,kreuz von ,golgatha vor ,augen4 ,darum ist dies ,kind so feierlich-ernst und in ,mariens ,antlitz nur hoffnungslose ,resignation zu lesen2 darum vermag die ,madonna vor innerem ,grauen ihr eigen ,kind manchmal nicht anzublicken2 darum presst sie es wieder in schmerzlichem ,krampf an ihren ,busen und hlt es da mit beiden ,armen fest1 als wollte sie es gegen einen frevlen ,ruber schirmen4 ,auch die ,engel1 die1 aus gttlichen ,hhen niedersteigend1 sich dem ,sohne des ,menschen verehrend nahen1 diese morbiden ,geschpfe mit den flackernden ,blicken der ,fieberkranken wissen um das ,schicksal des ,welterlsers4 ,mit ,blumen sind ihre ,locken durchflochten1 aber die blassen ,lippen1 die frohe ,hymnen jubeln mchten1 zucken in verhaltenem ,weh und man glaubt die dumpfen ,klnge eines ,sterbeliedes zu vernehmen4 ,dem ,jesuskinde gab ,botticelli den kleinen ,johannes zum ,spielgenossen1 einen hysterischen ,knaben mit krankhaft funkelnden ,augen4 ,er ahnt ebenfalls die ,pfade des ,leidens1 die ,jesus und er selber wandern mssen4 ,denn zuweilen kniet er vor dem ,gottgesandten1 und legt1 sich ihm angelobend1 die ,rechte ans ,herz1 kreuzt1 -- das orientalische ,zeichen willenloser ,ergebenheit1 -- die zarten ,kinderarme ber der ,brust1 oder die beiden todgeweihten ,knaben umarmen einander wie zum ewigen ,abschied 444 ,wir besitzen viel derartige ,gemlde1 die meistens fr husliche ,andacht bestimmt waren4 ,aber nur ihre ,anlage verrt botticellesken ,geist2 die ,ausfhrung berliess ,sandro1 wie blich beim ,werkstatt-,betrieb1 den ,gehilfen und so knnen solche ,bilder nur als mehr oder minder bedeutendes ,schulgut betrachtet werden4 ,eigenhndige ,schpfungen dieser ,art1 in denen poetische ,conception und feinste technische ,ausfhrung restlos ineinander aufgehen1 haben wir leider nur wenige4 ,als schnstes darf man1 ohne ,widerspruch befrchten zu mssen1 das sogenannte ,magnificat der ,uffizien rhmen4 ,das ,gemlde ist ein ,tondo d4 h4 in jener kreisrunden ,form gehalten1 die als charakteristisch fr ,botticelli und seine ,schler gelten kann4 ,sieht man von ,plastikern ab1 so war auch hierin ,fra ,filippo ,botticellis ,vorgnger4 ,seine ,madonna mit dem ,kinde im ,palazzo ,pitti ist wohl das frheste religise ,tondo der ,florentiner ,malerei4 ,aber der ,frate sah in der ,rundform nur eine zufllige usserlichkeit1 die auf die ,gesamt-,anlage des ,gemldes ohne ,einfluss blieb4 ,sandros ,magnificat dagegen ist bereits als ,tondo erdacht3 die ,haltung ,mariens und des einen ,engels1 die ,arme von zwei anderen wiederholen leise1 doch nachdrcklich die ,rundlinie des ,rahmens und berall herrscht eine seltsam weiche ,formgebung4 ,dies alles sind ohne ,zweifel hohe ,vorzge des ,gemldes2 aber auch in dem ,magnificat strt die obligate ,schwche botticellesker ,tondi1 jene unbersichtliche und gedrngte ,komposition1 die berall1 wo es um lebensgrosse ,figuren sich handelt1 merkbarer als z4 ,b4 in dem kleinen ,holophernes-,bilde1 hervortritt4 ,vor den grossen ,kpfen1 die frmlich aneinander kleben1 gewahrt man kaum die ,krper2 man sieht eine geffnete ,bibel1 in die ,maria den ,hymnus an sich selber schreibt2 aber niemand knnte angeben1 wo sie eigentlich aufruht1 und das ,tintenfass msste dem ,engel1 der es ,maria reicht1 unfehlbar aus den ,hnden gleiten4 ,die ,krone ber dem ,haupte der ,madonna liegt auf den ausgestreckten ,engelsfingern und diese machen nicht den leisesten ,versuch1 sie zu erfassen und festzuhalten4 ,so hrt man fter vor dem ,bilde bemerken4 ,ob ,botticelli aber -- in diesem letzten ,fall -- nicht vielleicht von dem ,rechte ,gebrauch machte1 das nur den ,grssten freisteht und bewusst verzeichnete8 ,dies ,gemlde scheint wunderbar frei von aller ,erdenschwere4 ,htte er nun -- wie ,fra ,filippo in der ,marienkrnung der ,accademia -- die ,krone zu einem wgbaren ,goldreifen gemacht1 dessen ,gewicht auf den ,fingern lastet1 so wre dies ein ,missklang1 ein ,forte in der ,pianissimo-,stimmung des ,bildes4 ,darum hat ,sandro die ,krone nicht1 wie andere ,knstler thaten1 als eine ,metallmasse dargestellt1 sondern sie gleichsam entmateralisiert1 in einen goldenen ,strahlenglanz verwandelt1 der1 vom heiligen ,geiste niederfliessend1 sich zu unzhlbaren ,sternen verdichtet2 diese aber bedrfen keiner ,sttze1 um feierlich hehr ber ,marias ,haupte zu schweben4 ,bei der gekrnten ,magd des ,herrn erinnert1 im ,gegensatz zu den ,huptern der ,judith und ,fortezza1 kein ,zug mehr an die rundlichen derbknochigen ,gesichter der ,pollaiuoli4 ,ein leicht geneigtes blasses ,antlitz von traumhaft weichem ,oval2 volle feingezogene ,lippen1 die wie zu leiser ,frage sich ffnen2 seltsam tiefe ,mundwinkel1 ,augen1 die ,vergangenes oder ,zuknftiges1 aber nie eine ,gegenwart zu erblicken scheinen2 seidige ,locken1 die erst zu schweren ,knoten sich winden1 dann sich auflsen und in goldbraunen ,wellen1 unter einem weissen ,schleier hervor1 lngs der ,wangen auf die ,schultern rieseln1 -- all das vereint sich zu jenem ,botticelli-,typus1 von dessen ,schnheit solche ,stze freilich nicht die leiseste ,vorstellung vermitteln4 ,botticellis ,bilder lassen sich eben nicht beschreiben4 ,man kann pedantisch analysieren1 was in ihnen wirkt1 ihr ,zauber selbst lsst sich so wenig in ,worte umsetzen wie eine ,melodie oder ein ,accord4 ,das liegt im ,wesen von ,botticellis ,kunst begrndet4 ,illustration3 ,florenz1 ,uffizien4 ,,kopf ,,der ,,madonna 7aus dem ,magnificat7 ,bisher hatte die ,quattrocento-,malerei ihr ,ziel in der ,wiedergabe der ,sinnenwelt gefunden2 sie war1 um eine ,wendung ,leone ,battista ,albertis zu gebrauchen1 ein ,abbild der cose vedute1 der gesehenen und sichtbaren ,dinge4 ,der ,kunst ,botticellis aber ist nichts gemein mit dieser episch-deskriptiven ,art der anderen ,florentiner2 die ,schilderung der ,aussenwelt wird nie zum ,selbstzweck1 sondern ein reiches ,gefhlsleben ringt nach bildmssiger ,form4 ,als ,ausdrucksmittel diente ,botticelli hierzu die ,linie4 ,unter ,umriss -- sagt wiederum ,alberti -- wird man in der ,malerei die ,umfangslinien eines ,krpers verstehen und in der objektiven florentinischen ,malerei kommt der ,linie auch keine andre ,bedeutung zu4 ,botticellis ,umriss jedoch ist mehr als eine blosse ,begrenzungslinie4 ,der botticelleske ,kontur fhrt1 wie eine ,melodie1 sein vom ,krperlichen losgelstes ,sonderdasein1 nicht als ,umfangslinie eines ,krpers1 sondern wie etwas ,immaterielles1 wie einen ,reflektor seelischer ,stimmungen empfindet man ihn2 ,melancholie1 ,schwermut1 die mystischen ,schauer religiser ,ekstasen und jede noch so scheue ,gefhlsnuance fanden in ,botticellis ,linie klaren und bestimmten ,ausdruck4 ,die ,ausdrucksfhigkeit der ,linie suchte ,sandro auf alle ,weise zu steigern3 ,schweres und ,massiges mied er1 stellte am liebsten berschlanke ,krper dar1 aus denen die ,seele gleichsam von innen heraus leuchtet2 bevorzugte spinnenwebhaft dnne1 weich anliegende ,gewnder1 die den ,krper weder beschweren1 noch ihm ,bewegungsfreiheit rauben1 liebte vor allem ,bewegung als solche4 ,die blosse ,freude an der ,gebrde1 wie sie den ,cinquecentisten eigen war1 hat ,botticelli jedoch nie besessen2 die leiseste ,geste entspringt ebenso wie jene ,convulsionen1 die den ,krper krmmen und auseinanderbiegen1 einer seelischen ,notwendigkeit2 in allem spiegelt sich jenes ruhelose ,innenleben1 das vor ,botticelli kein ,florentiner ,knstler ins ,bild zu bannen vermochte4 ,durfte er seinem ,temperament nicht folgen1 musste er1 wie bei grossen ,altarbildern1 auf das ,schildern von ,bewegung verzichten1 konnte er seinen ,gefhlen keinen adquaten ,ausdruck geben1 so scheint er leer und langweilig2 die ,sprache der ,convention hatte keine ,worte fr ,sandro ,botticelli4 ,trotzdem bieten auch die grossen ,kirchenbilder ,sandros genug des ,neuen und ,fesselnden4 ,sein ,verstndnis fr den ,stimmungswert kostbarer ,ziergerte und leuchtender ,blumen1 seine ,fhigkeit1 den ,eindruck des ,feierlich-,religisen1 des ,visionren und ,traumhaft-,fernen zu erzwingen1 dies alles will im ,einzelnen bewundert sein4 ,auf die frheste ,vergangenheit greift ,sandro in seinen ,mitteln da zurck und scheint doch wieder manche ,meister ferner und fernster ,zukunft vorzuahnen4 ,wir besitzen nur vier umfangreiche ,altargemlde von ,botticellis eigener ,hand1 aber jedes kennzeichnet den grossen ,meister der ,stimmung oder wenigstens den religisen ,maler im strengsten ,sinne des ,wortes4 ,eine frhe1 durch berpinselung leider arg entstellte santa conversazione der ,florentiner ,accademia zeigt den jungen ,sandro noch ngstlich in den ,spuren der ,pollaiuoli wandelnd3 cose vedute4 ,ganz anders schon wirkt die sogenannte ,palmen-,madonna vom ,jahre #adhe1 die aus der ,florentiner ,kirche ,st4 ,spirito ins ,berliner ,museum gelangte4 ,maria hat auf einem stufenerhhten ,marmorthron ,platz genommen4 ,ein wenig vor ihr stehen ,johannes der ,tufer und ,johannes der ,evangelist4 ,an diesem althergebrachten ,kompositions-,schema fr sante conversazioni durfte ,botticelli nichts ndern4 ,und doch hat das ,gemlde kaum etwas gemein mit allen ,bildern1 die damals in ,florenz den nmlichen ,stoff behandelten4 ,jede ,farbe scheint zum ,duft geworden4 ,als ob man in einem sdlichen ,hain atmete4 ,palmen und ,binsen formen hinter der ,madonna eine ,nische2 ,myrthen und ,cypressenzweige schlingen sich ineinander2 auf der ,marmorbalustrade stehen vier ,krbe voll ,rosen2 ,bschel von ,oliven gewahrt man in edelgeformten ,vasen2 aus ihrer schwarzgrnen ,pracht steigen hochgestielte weisse ,lilien auf und von all dieser ,herrlichkeit wird das nie entweihte ,magdthum ,marias umblht4 ,ein ,knder unserer ,sehnsucht deucht ,botticelli in diesem ,gemlde und griff doch auf das gotische ,mittelalter nur zurck1 dessen sinnlich-bersinnliche ,hymnen manche ,vergleiche zwischen ,maria und den ,blumen enthalten4 ,jener spitzfindigen scholastischen ,vorstellung vom hortus conclusus1 die kein ,humanist seines ,spottes mehr wrdigte1 gab ,sandro in seinem ,bilde knstlerische ,form4 ,tu rosa1 tu lilium1 ,cuius dei ,filium ,carnis ad connubium ,traxit odor 444 ,die anderen ,florentiner ,maler im ,quattrocento erstrebten die ,illusion des ,wirklichen1 ,sandro die des ,unwirklichen4 ,darum verwandte er1 gleich den ,meistern des ,trecento1 hufig ,gold als ,stimmungselement4 ,blendender ,strahlenglanz fliesst1 wo es nur angeht1 vom ,himmel zur ,erde nieder4 ,veni1 sancte spiritus ,et emitte coelitus ,lucis tuae radium 444 ,in der grossen ,marienkrnung der ,accademia hat das himmlische ,jerusalem seine ,pforten aufgetan und in goldener ,majestt erblicken wir ,maria1 der ,gottvater die ,krone aufs ,haupt setzt4 ,voll seliger ,verzcktheit schauert die ,schmerzensreiche zusammen2 jubelnd schwingen ,engel den ,reigen um die neue ,herrin und werfen ihr ,rosen zum freudigen ,willkomm4 ,nie wieder hat ,sandro so gttlich leichtes ,tanzen gemalt1 nie wieder ,engel1 so frei von ,erdenlast4 ,ergreifend ist der ,kontrast zwischen der goldenen ,strahlenpracht des ,jenseits und dem klippenreichen ,strand1 auf dem vier ,heilige trauernd zurckbleiben4 ,auch ihre ,schwere hat ,sandro vielleicht in bewussten ,gegensatz zur ,grazie der ,engel gestellt4 ,leider wirken diese ,gestalten auffallend leer4 ,musste ,sandro der ,schilderung des ,bewegten entsagen1 den ,krper gar noch mit priesterlichen ,gewndern1 der ,dalmatica1 der ,casula und dem ,pluviale behngen1 so kam wenig mehr dabei heraus als ein mchtiger ,faltenwurf und ein paar malerische ,schnheiten4 ,ein ,haupt1 das der ,kardinalshut oder die ,mitra decken1 ist bei ,sandro langweilig4 ,er wusste ,menschen darzustellen1 die ihres ,gottes ,antlitz suchen1 keine ,wrdentrger der ,kirche4 ,man betrachte daraufhin jenes grosse ,altargemlde der ,accademia1 wo sieben ,heilige sich um die ,madonna scharen4 ,der purpurdunkle ,baldachin1 mattgoldene ,reliefs und eine feierliche ,architektur ergeben als ,ganzes eine ,farbenwirkung1 deren dekorativen ,prunk erst die ,knstler des ,barock wieder erstrebten2 der ,panzer des ,erzengels ,michael ist mit einer ,freude am rein ,malerischen behandelt1 die den meisten italienischen ,quattrocentisten fremd blieb1 und der seltsam khlen ,pracht eines ,farbeneffektes1 wie ihn der weisse ,handschuh des heiligen ,ambrosius1 der blutrote ,edelstein darauf und ein blauer ,bucheinband hervorbringen1 wird man erst in franzsischen ,bildern des neunzehnten ,jahrhunderts begegnen4 ,die ,figur des heiligen ,johannes ist die mnnlichste ,gestalt1 die ,botticelli je geschaffen2 kraftvoll und durchlodert von dsterer ,asketen-,glut4 ,und doch lsst dies ,gemlde1 dessen ,raumverhltnisse durch eine dumme ,anstckelung berdies verschoben sind1 ziemlich kalt2 das lediglich ,reprsentierende war1 besonders in ,verbindung mit lebensgrossen ,figuren1 eben niemals ,botticellis ,sache4 ,durfte er das ,ceremonienbild in kleinerem ,format halten1 ,feierlich-,starres in ,bewegung auflsen1 so konnte selbst auf diesem ,gebiet1 das den ,lyriker ,sandro fremd anmutete1 ein ,werk entstehen wie jene ,anbetung der ,knige in den ,uffizien1 die1 vom rein malerischen und zeichnerischen ,standpunkt aus betrachtet1 ,botticellis hchste ,leistung bedeutet4 ,die ,anbetung der ,knige war im ,quattrocento ein beliebter ,vorwurf der ,florentiner ,malerei4 ,hier konnte sie leicht ihre ,freude am ,portrt bethtigen und hervorragende ,brger ins ,gefolge der ,knige reihen4 ,so weit aber wie ,botticelli hatte sich keiner der frheren vorgewagt2 er hat als erster selbst die ,gestalten der ,knige in ,bildnisse gewandelt4 ,diese ,neuerung hngt aufs engste zusammen mit der ,entstehungsgeschichte des ,gemldes4 ,im ,jahre #adfi war der ,sohn ,cosimos de' ,medici1 der gichtkranke ,piero1 gestorben1 und seine ,kinder ,giuliano und der prunkende ,lorenzo lenkten die ,geschicke der ,republik ,florenz4 ,die beiden ,jnglinge waren hochgesinnt1 voll ,kraft und ,jugend1 den ,frauen hold2 jedem ,manne von ,verdienst standen die ,pforten ihres ,palastes offen4 ,versknstler und schnheitsfrohe stheten1 konnten sie trotzdem1 wenn es not that1 zu eiskalten ,realpolitikern werden2 das ,ansehen des ,staates nach aussen hin war bei ihnen wohl aufgehoben4 ,das niedere ,volk liebte die beiden und ,lorenzo1 der ltere und anscheinend thatkrftigere1 wusste diese ,neigung zu erhalten4 ,er ftterte den ,pbel mit ,schaustellungen aller ,art4 ,das hielt einerseits vom ,nachdenken ber den ,verlust der politischen ,freiheit ab und gab andrerseits den ,medici ,gelegenheit1 ihren sthetendrang zu befriedigen1 fr eine kurze ,spanne ,zeit diese wahre ,welt in ein schneres ,traumland zu verwandeln4 ,ritten sie auf ,piazza ,santa ,croce1 geleitet von den edelsten ,jnglingen1 in die ,turnierschranken ein1 um zu ,ehren ihrer ,damen eine ,lanze zu brechen1 so entwarf ,antonio ,pollaiuolo den ,schmuck der ,rosse1 in der blauen ,luft flatterten seidene ,fahnen1 gemalt von ,verrocchio oder ,botticelli1 und die tnenden ,stanzen der mediceischen ,hausdichter verglichen ihre ,grossthaten mit denen ,scipios und ,alexanders4 ,der goldene ,glanz blendete aber nicht die ,augen aller2 viele betrachteten das ,regiment der ,brder mit scheelen ,blicken und gerade die vornehmste ,familie nchst den ,medici1 die ,pazzi1 verfolgten die ,beiden mit unvershnlichem ,hass4 ,sie gewannen die ,untersttzung des ,papstes und beschlossen1 am ,ostermorgen des ,jahres #adgh1 whrend des feierlichen ,hochamtes im ,dom1 ,lorenzo und ,giuliano zu ermorden4 ,aber nur das ,blut des unglcklichen ,giuliano floss aus unzhligen ,wunden ber den heiligen ,boden2 ,lorenzo flchtete durch die ,thr der ,sacristei1 rief seine ,getreuen zu den ,waffen und nahm frchterliche ,rache an den ,gegnern4 ,botticellis ,epiphanie1 die ein unbedingter ,parteignger der ,medici malen liess1 bekundet einen ,freundesdank fr ,lorenzos wunderbare ,rettung4 ,die toten ,ahnen und die lebenden ,gefhrten huldigen mit ,lorenzo der schirmenden ,allmacht4 ,darum wurde1 was vordem nur ein ,mittel zur ,wirklichkeitsillusion gewesen1 bei ,botticelli ,selbstzweck des ,bildes4 ,nur um seiner neunundzwanzig ,portrts willen scheint es berhaupt gemalt4 ,maria1 ,joseph und das ,kind nehmen zwar -- vielleicht im ,anschluss an ,leonardos ,epiphanie vom ,jahre #adgh -- nicht mehr1 wie es bislang ,sitte war1 eine ,ecke1 sondern die ,mitte des ,gemldes ein2 aber ,botticelli hat -- zum ersten und letzten ,male -- der heiligen ,familie nicht den ,hauptaccent geliehen4 ,man gewahrt sie kaum2 denn unwillkrlich haftet der ,blick an den ,bildnisgruppen des ,vordergrundes1 deren diskrete und reizvolle ,art sich zu bewegen selbst dem in solchen ,dingen anspruchsvollen1 ,cinquecento ,respekt abntigte4 ,da ist der greise1 damals schon lngst verstorbene ,cosimo de' ,medici mit dem prachtvollen ,senatorenhaupt2 er neigt sich ehrerbietig1 aber nicht allzu inbrnstig1 den ,fuss des ,kindleins zu kssen2 wie etwa ein mchtiger ,vasall seinem jungen ,knige huldigt4 ,hinter dem ,vater knieen seine -- ebenfalls toten -- ,shne1 ,piero und der nicht minder schne als lasterhafte ,giovanni de' ,medici4 ,in der ,ecke links vorne steht1 seine ,hand wie trumend am ,schwerte haltend1 der prunkende ,lorenzo und dem vornehmsten ,medici stellte1 nicht allzuweit vom ermordeten ,giuliano1 sich ,botticelli selber gegenber2 er kannte seinen ,wert und wusste sich richtig einzuschtzen4 ,an diese ,hauptpersonen reiht sich zu beiden ,seiten statistenartig das ,gefolge4 ,freilich im ,teatro del mondo1 auf der ,bhne des ,lebens1 hatte wohl jeder dieser ,mnner eine grssere ,rolle durchzufhren2 es wre eine lockende ,aufgabe1 all diese ,personen zu identificieren und1 von ,botticellis ,bild ausgehend1 die ,geschichte der mediceischen ,kultur zu schildern4 ,nicht nur den ,triumph der ,sieger1 auch die ,schmach der ,gegner musste ,botticelli aller ,welt verknden und nach alt-toscanischer ,sitte auf die ,mauern des ,palazzo del ,podest einige ,mitglieder der ,pazzi-,familie und ihre ,anhnger als ,verrter malen1 d4 h4 mit den ,fssen nach oben4 ,in der ,sammlung ,bonnat erinnert eine ,zeichnung ,leonardos an jenes ,schand-,fresko1 das ,botticelli selber noch -- gewiss ohne ,schmerz -- zerstren sah2 heute besitzt ,florenz nur mehr eine einzige ,probe seiner ,art al muro zu malen1 jenen heiligen ,augustin1 den er fr einen ,vespucci in der ,ognissanti-,kirche schuf4 ,das ,werk gelang ihm vorzglich1 -- meint ,vasari -- weil das ,haupt des ,heiligen tiefes ,nachdenken und jene hchste ,feinheit des ,geistes offenbart1 wie sie klugen ,menschen eigen ist1 die sich bestndig mit dem ,ergrnden sehr hoher und schwieriger ,probleme befassen4 ,an der ,wand gegenber sieht man die ,einzelgestalt des heiligen ,hieronymus1 die ,domenico ,ghirlandajo -- ebenfalls fr einen ,vespucci -- dort al fresco malte4 ,ein ,blick auf dieses ,werk gengt1 um ,botticellis ,wesen und ,vasaris ,lob zu begreifen4 ,ghirlandajos ,hieronymus1 ist1 was das ,knstlerische anlangt1 ein missglckter ,versuch1 die ,feinmalerei flandrischer ,meister mit dem monumentalen ,freskostil zu vereinen4 ,und was hat1 hinsichtlich des ,geistigen1 dieser phlegmatisch dreinschauende alte ,herr mit dem einsamen ,bsser von ,bethlehem gemein2 wer traut ihm das ,pathos der ,briefe zu8 ,der ,heilige ,botticellis gleicht dagegen aufs ,haar dem ,bischof von ,hippo1 wie er in seinen ,bekenntnissen so prachtvoll lebendig uns entgegentritt1 jenem ,mann1 dessen ,seele alle ,strme durchbrausten1 der die ,leidenschaften kannte und selbst vor seinem ,intellekt auf der ,hut sein musste4 ,an die satten und zufriedenen ,renaissance-,heiligen wird niemand vor dieser in grossen ,zgen hingestrichenen ,gestalt denken2 wie die meisten ,heiligen ,botticellis1 der ,johannes ,evangelista der ,palmenmadonna oder der ,eligius der ,marienkrnung1 geht auch der ,agostino im ,typus auf die finsteren und wilden ,asketen trecentistischer ,altarwerke zurck4 ,denn ,botticelli liebte die damals so verachtete gotische ,malerei1 die er vielleicht als christliche ,kunst an sich empfinden mochte4 ,nannte man ihn doch sogar den letzten ,knstler des ,mittelalters4 ,gewiss mit ,unrecht4 ,er wollte -- in jenen ,tagen wenigstens -- nur das ,ewige der ,kunst des ,trecento von allem loslsen1 was an ihr historisch-bedingt und vergnglich war1 oder1 wie man heute sagt1 den lebendigen ,duft der toten ,dinge in sein ,werk herber retten4 ,botticellis ,verhltnis zum ,mittelalter ist rein sthetischer ,natur geblieben und gleicht jenem1 das vierhundert ,jahre spter ,rossetti und ,burne ,jones zu seiner eignen ,kunst fanden4 ,botticellis ,namen hatte unterdessen1 auch jenseits der ,florentiner ,gemarkung1 guten ,klang erworben4 ,seine ,vaterstadt wollte ,sandro mit dem ,freskenschmuck im ,audienzsaal des ,palazzo della ,signoria betrauen2 aber dies ,werk wurde niemals in ,angriff genommen2 denn vorher schon rief ihn1 als er gerade fnfunddreissig ,jahre zhlte1 der ehrenvollste ,auftrag1 der an einen ,knstler der ,christenheit ergehen konnte1 nach ,rom4 ,dort hatte der gelehrte und streitbare ,franziskaner-,papst ,sixtus ,,iv4 von ,giovanni de' ,dolci jene ,kapelle erbauen lassen1 die seinem ,namen die ,unsterblichkeit sicherte4 ,italiens grsste ,meister sollten ihr ,bestes hier vollbringen2 da durfte neben ,ghirlandajo1 ,cosimo ,rosselli und ,pinturicchio1 neben ,signorelli und ,perugino auch ,botticelli nicht fehlen4 ,die ,aufgabe1 die seiner harrte1 war eben so gross1 als schwierig und undankbar4 ,ausser einigen belanglosen ,papstbildnissen musste er drei umfangreiche ,fresken malen1 deren ,themata ihm von bibelkundigen ,hoftheologen vorgeschrieben waren4 ,die ,versuchung ,christi und die ,reinigung des ,ausstzigen bildeten den ,vorwurf des ersten1 ,episoden aus der ,geschichte ,mosis den ,inhalt des zweiten ,freskos2 im dritten wurde die ,bestrafung der ,rotte ,korah dargestellt1 und das ganze musste aktuell gemacht1 d4 h4 mit zeitgeschichtlichen ,anspielungen durchsetzt werden4 ,sandro sollte den ,papst als ,krieger1 als ,bauherrn und ,gelehrten feiern und ausserdem die ,portrts hfischer ,wrdentrger an ausgezeichneter ,stelle anbringen2 -- auch ein ,grsserer wre da gescheitert4 ,botticelli rang dem sprden ,stoff ab1 was er konnte2 mangelte ihm auch die ,ruhe des ,erzhlers1 leiden die ,fresken an manchen ,schwchen der ,komposition1 -- ,moses erscheint z4 ,b4 in dem zweiten ,fresko siebenmal6 -- so wird das ,auge fr all dies durch viele ,einzelschnheiten reichlich entschdigt4 ,manche ,jnglinge und die ,holztrgerin im ersten ,fresko zhlen zu ,sandros best ersonnenen ,figuren2 der epische ,ton des zweiten wird durch ,stellen von bezaubernder ,lyrik unterbrochen2 im dritten endlich schlgt uns der heisse ,atem des ,dramas entgegen1 und ,botticellis ,moses1 der voll jener ,majestt1 die ,gott ihm verliehen1 seine ,rechte1 verdammend wider ,korahs ,rotte streckt1 hat erst ,michelangelo berboten4 ,seinem ,wesen blieb ,botticelli auch in ,rom getreu4 ,nur er konnte zu den drei ,versuchungen ,christi den ,abschied des ,heilands von den ,engeln als vierte hinzudichten1 und auf dem ,fresko1 das ,moses ,thaten schildert1 nehmen nicht der ,auszug der ,kinder ,israels oder die ,erscheinung des ,herrn im flammenden ,busch den breitesten ,raum ein1 sondern in den ,mittelpunkt der ,handlung stellte ,sandro die ,scene mit den ,tchtern ,jethros am ,brunnen3 ,aber ,moses machte sich auf und half ihnen1 und trnkte ihre ,schafe 444 ,diese wenigen ,stze der ,genesis regten ,sandro zu jenem ,idyll an1 dessen einfltige ,hoheit man nur mit dem ,worte biblisch bezeichnen kann4 ,wie aus ,duft und ,sonne scheinen diese goldgelockten ,mdchen1 gleich ,kindern eines ,blumenlandes1 von seltsam trauriger und fremder ,schnheit4 ,sie mssen frieren unter ,menschen4 ,vor solchen ,holdgestalten empfindet man das ,ganz-,persnliche von ,botticellis ,kunst4 ,hierin war er ahnenlos und keiner der ,spteren erreichte ihn4 ,wie ,hamlet von ,lartes sagt3 ,seine innere ,begabung war so kstlich und selten1 dass nur sein ,spiegel seinesgleichen ist 444 ,illustration3 ,rom1 ,sixtinische ,kapelle4 ,t,,chter ,,jethros ,detail aus dem ,fresko der ,sixtina ,papst ,sixtus wrdigte ,sandros ,werk1 indem er -- laut ,vasari -- ,botticelli reiche ,geldsummen auszahlen liess2 aber dieser lebte1 seiner ,gewohnheit nach1 in den ,tag herein1 verwirtschaftete alles noch whrend des rmischen ,aufenthaltes und kehrte1 nachdem er vollbracht1 was ihm aufgetragen worden1 gleich nach ,florenz zurck 444 ,hier konnte er sich bald wieder als ,meister des ,freskos erweisen4 ,diesmal galt es1 die ,vermhlung ,lorenzos ,tornabuonis mit der schnen ,giovanna degli ,albizzi zu verherrlichen4 ,auf dem einen ,fresko wird der junge ,lorenzo in den ,kreis der sieben freien ,knste eingefhrt3 ,voll edler ,schchternheit blickt er die weisen ,schwestern an1 indes ihn die ,dialectica zur ,philosophie1 einer betagten ,matrone geleitet4 ,in dem andern ,fresko begrssen die vier ,kardinaltugenden ,giovanna degli ,albizzi4 ,es ist ein ungemein delikater ,zug ,botticellis3 gelassen und prfenden ,auges erwarten die ,wissenschaften den ,jngling1 der um ihre ,gunst erst werben soll4 ,die ,tugenden aber schreiten auf ,giovanna zu1 als wollten vier ,schwestern eine fnfte umarmen1 die lange fern geweilt4 ,heute gibt ein ,treppenhaus im ,louvre den halbzerstrten ,fresken ,obdach4 ,voreinst schmckten sie ,chiasso ,macerelli1 eine ,villa der ,tornabuoni unweit den ,bergen von ,fiesole1 und hier1 unter ,cypressen und wilden ,rosen1 in stiller ,sonnen-,einsamkeit muss die erdenferne ,poesie dieses ,werkes unendlich ergriffen haben4 ,in strengen geraden ,linien fliesst ,giovannas rotes ,kleid den hochgewachsenen ,krper entlang4 ,orangenfarbige1 weisse1 gelbe und grne ,gewnder umhllen die schlanken ,mdchen1 bei deren ,anblick man sich erinnert1 dass ,alberti in seinem ,malerbuch sagt3 ,wenn man ,diana malen wollte1 wie sie den ,chor der ,nymphen anfhrt1 so thte man gut1 die eine ,nymphe in ,grn1 die andere in ,weiss1 die dritte in ,rosa1 die vierte in ,gelb zu kleiden und so eine jede in eine andere ,farbe4 ,leone ,battista ,alberti1 der grosse ,theoretiker der ,frhrenaissance1 hatte sein ,malerbuch bereits im ,jahre #adce vollendet2 aber erst ,botticelli1 der ganze elf ,jahre spter zur ,welt kam1 machte seine ,anregungen sich zu nutze4 ,dass er's berhaupt that1 hngt mit seiner ,sonderstellung innerhalb der ,florentiner ,malerei zusammen4 ,die ,nachahmung des ,wirklichen1 die den andern das ,endziel aller ,kunst schien1 war fr ,botticelli nur ein ,mittel2 denn er glaubte mit ,alberti3 man msse darstellen1 was dem ,geist zu denken giebt2 nicht1 was die ,augen sehen4 ,sandro besass den feinsten ,sinn fr das ,wesen der ,form1 den ,gefhlswert der ,farbe1 mit selbstschpferischer ,phantasie war er begnadet1 und all diese ,maler-,eigenschaften gingen mit einem sterilen ,gelehrtentum eine ebenso fesselnde als komplicierte ,verbindung ein4 ,er war ein letterato1 hatte den ,respekt der ,halbgebildeten vor ,gedrucktem und ,geschriebenem und nur sein ,knstler-,genie beschtzte ihn davor1 der erste academische ,maler1 ,ahnherr einer ,professoren-,malerei zu werden4 ,dass gerade ,botticelli zu solcher ,geistesrichtung neigte1 lsst sich begreifen4 ,im gastlichen ,palazzo ,lorenzos de' ,medici1 wo er als ,freund verkehren durfte1 begegnete er ,dichtern und ,gelehrten und diese grossen ,herren sprachen so menschlich mit dem gesellschaftlich tiefer stehenden ,maler1 wiesen ihm ,pfade in versunkene ,welten1 die ihr ,zauberwort eben neu belebte1 und gaben dadurch seiner ,kunst manche ,themata4 ,illustration3 ,london1 ,national ,gallery4 ,,mars ,,und ,,venus ,in den religisen ,bildwerken trgt ,botticelli -- nennt ihn doch bereits ,vasari eine persona sofistica -- den ,talar des mittelalterlichen ,scholastikers3 er malt den hortus conclusus ,marias1 und in einem andern ,gemlde der ,berliner ,galerie1 das seinem ,atelier entstammt1 erblickt man die sieben ,geister ,gottes der divina commedia als leuchtertragende ,engel4 ,er entwirft1 wiederum in ,anlehnung an ,dante1 eine ,himmelsglorie1 geht1 im nmlichen ,bilde1 auf ,matteo ,palmieris gelehrte ,wnsche ein und ,sixtus ,,iv4 hat genau gewusst1 warum er gerade ,botticelli das ,fresko der ,reinigung des ,ausstzigen zuwies2 kein andrer ,maler htte eine theologische ,errterung ber die ,shnekraft des ,blutes in ,kunst umsetzen knnen4 ,selbst usserlichkeiten und kleine ,zge verraten ,sandros gelehrte ,neigungen4 ,er meisselt ,danteske ,verse in ,marmorthrone2 man erblickt1 wo es nur angeht1 aufgeschlagene ,bcher1 ,schriftrollen und ,tintenfsser2 auf dem ,berliner ,bilde der ,palmen-,madonna werden die ,olivenzweige in den ,vasen nicht von ,bindfaden1 sondern von lateinischen ,spruchbndern zusammengehalten2 unmglich grosse ,edelsteine schmcken die ,handschuhe und ,mitren der ,bischfe1 und gewiss mchten1 an der ,hand eines liber gemmarum mittelalterlich-symbolische ,beziehungen zwischen der ,wesensart der ,heiligen und der ,natur der ,juwelen sich offenbaren4 ,sein ,gelehrtentum bedingte auch ,botticellis eigenartiges ,verhltnis zur ,antike4 ,die ,maler neben ihm1 die ,pollaiuoli1 ,ghirlandajo und seine ,schler fllten ihre ,gemlde mit mehr oder minder freien ,copien antiker ,bauten an4 ,das war -- im allgemeinen -- ,botticellis ,sache nicht4 ,wohl nimmt auf dem ,fresko von dem ,untergang der ,rotte ,korah ,constantins ,triumphbogen die ,mitte der ,scene ein2 aber die lateinische ,inschrift1 die seine ,vorderfront trgt1 ,nemo sibi assumat honorem nisi vocatus a deo tanquam ,aron mildert diesen ,anachronismus und verbindet das altrmische ,bauwerk mit dem alttestamentarischen ,inhalt des ,freskos4 ,ein gedankenloser ,kopist antiker ,kunst ist ,sandro nie gewesen2 er dankt ihr entscheidende ,anregungen2 nur fhrte ihn -- das ist bezeichnend -- ,leon ,battista ,albertis ,traktat zur alten ,kunst4 ,in dieser sthetischen ,bibel ,sandros steht zu lesen3 ,es gefllt1 im ,haare der ,menschen und ,tiere1 in den ,zweigen1 im ,laub1 in der ,gewandung eine gewisse ,bewegung zu sehen und fr derartige ,bewegungen der ,haare und besonders der ,gewandung1 aber auch nur fr solche1 wurden ihm die ,reliefs spt-rmischer ,sarkophage zum ,vorbild4 ,seine ,unabhngigkeit gegenber der ,antike hat ,sandro jedoch -- bewusst oder unbewusst -- stets gewahrt4 ,dies zeigt sehr deutlich ein weibliches ,idealportrt im ,staedelschen ,institut zu ,frankfurt4 ,vom ,individuellen ausgehend1 nherte ,sandro die ,zge des ,modells der strengen ,regelmssigkeit antiker ,gemmenkpfe und gab dem blonden ,haar1 das erst zu ,zpfen aufgebunden ist1 dann lose ber die ,wangen rieselt1 durch ,bnder1 ,reiherfedern und eingeflochtene ,perlen jene von ,alberti gewnschte ,bewegung4 ,ein besseres ,schulbeispiel noch1 ,botticellis ,art zu erklren1 bietet jene ,pallas1 die -- lange verschollen -- heute ein ,gemach in den ,wohnrumen des ,palazzo ,pitti schmckt4 ,auch dies ,gemlde verherrlicht die ,unterdrckung der ,pazzi und bezeichnend fr das rein sthetische ,verhltnis der mediceischen ,kreise zu ,christentum und ,antike ist3 der nmliche ,botticelli feierte die ,errettung ,lorenzos de' ,medici in einem christlichen ,votivbilde1 der ,epiphanie1 und durch eine antikisierende ,allegorie1 eben diese ,pallas mit dem ,centauren4 ,voll ,symbolik steckt das ,gemlde4 ,der ,centaur1 dem ,pallas mit der ,rechten bndigend ins ,haar greift1 war seit ,dantes ,zeiten ein ,sinnbild der ,zwietracht4 ,die ,linke der ,gttin hlt eine ,hellebarde und einen lzweig1 der sich in einzig schnen ,linien um ihr ,gewand ranken will2 das bedeutet ,kraft und ,frieden2 ihrer ,vereinigung entspriesst eine segensreiche ,herrschaft3 nur die ,medici knnen mit einer solchen die ,arnostadt beglcken2 darum durchwirken1 eine ,impresa ,lorenzos1 drei ,ringe1 die sich ineinander schlingen1 das ,kleid der ,olympierin4 ,das klingt pedantisch und schulmeisterhaft2 aber ,botticelli war ein ,knstler1 dem alles1 was er schuf1 selbst eine politische ,allegorie1 zum inneren ,erlebnis wurde2 er war ein ,maler1 und das will sagen3 jedem1 auch dem kleinsten ,flchenstck in seinen ,bildern kommt1 lange vor seiner symbolischen1 eine bestimmte sinnliche ,bedeutung zu2 alles ist1 bevor es ,allegorie wurde1 als ,form und ,farbe erdacht gewesen4 ,darum wird man stets das ,pathos des ,centauren1 den malerischen ,reiz der hellen ,frauenhand im dunklen ,haar des ,unholdes bewundern und kann1 auch ohne literarische und culturgeschichtliche ,vorkenntnisse1 von der traurigen ,schnheit der ,pallas ergriffen sein4 ,illustration3 ,florenz1 ,accademia4 ,,der ,,fr,,hling ,nicht anders ist es mit der herrlichsten ,allegorie ,botticellis1 dem ,frhling der ,florentiner ,accademia4 ,in einem menschenfernen ,haine webt der ,lenz und tausend farbenbunte ,blumen spriessen empor2 ,grazien in goldgesumtem ,schleiergewand reichen einander die ,hnde zum ,reigen2 auf zarten ,fssen eilt eine ,bltenfee durch all die ,frhlingspracht1 in der selbst der rastlose ,hermes gern verweilt2 seiner ,mutter zu ,hupten gaukelt ,amor faltergleich in ,lften und mit sinnendem ,lcheln blickt ,venus auf ihr ewiges ,reich 444 ridegli intorno tutta la foresta 444 ,wer je empfand1 wie die ,einzelschnheiten der ,formen und ,farben beim ,betrachten sich zur dichterischen ,einheit zusammenschlossen1 mag bewundert haben1 wie hier ein ,poet zum ,maler1 ein ,maler zum ,poeten geworden2 die ,frage1 was ist hier gemalt1 mgen sich nur wenige gestellt haben4 ,und doch sind darber ,aufstze und ,bcher geschrieben worden1 in letzter ,zeit sogar erbitterte ,fehden entbrannt1 und die ,pforten zum ,reich der ,venus sind von hadernden ,gelehrten umlagert1 die uns durch ,citate aus ,ovid und ,horaz1 aus ,alberti und ,polizian1 durch ,hinweise auf die ,revers-,seite von ,medaillen und mailndische ,holzschnitte den wahren ,sinn eines ,gemldes offenbaren wollen1 das sich allen ,ungelehrten anscheinend von selbst erklrt4 ,man streitet ums ,ganze wie ums ,einzelne1 mchte die ,entstehung des ,bildes mit einem ,ereignis der ,florentiner ,zeitgeschichte in ,verbindung setzen1 weiss aber nicht1 ob mit dem ,tode der bella ,simonetta ,vespucci1 der ,muse des mediceischen ,kreises oder mit der ,hochzeit ,lorenzo ,tornabuonis2 dass ,botticelli mancherlei ,anregungen den prunkenden ,stanzen von ,angelo ,polizianos ,giostra schuldet1 wurde sehr scharfsinnig und berzeugend nachgewiesen2 ,alberti mag ihm eingegeben haben1 die ,grazien zu schildern1 wie sie lchelnd1 mit ungegrteten und durchsichtigen ,gewndern angethan1 einander an den ,hnden halten2 verweist man jedoch1 um die ,anwesenheit des ,hermes im ,reiche der ,venus zu rechtfertigen1 auf eine horazische ,ode an ,venus1 wo nichts weiter zu lesen ist1 als ,amor und ,hermes geleiten dich1 so heisst das1 einen grossen ,knstler nicht verstehen4 ,dass ,botticelli ins ,reich der ,venus auch einem gttlichen ,jngling ,einlass gewhrt1 musste er sich dazu erst von einer klassischen ,belegstelle die ,erlaubnis holen1 und lsst sich die ,wahl dieser vielgedeuteten ,figur nicht vom rein knstlerischen ,standpunkt aus begreifen8 ,vielleicht htten diese ,frauengestalten1 ohne den ,kontrast zu einem mnnlichen ,akte1 nicht so eindringlich gewirkt2 wie knnte jene ,bewegung1 die1 allmhlig leiser werdend1 das ,bild von rechts nach links durchzieht1 edler ausklingen1 als in der geraden ,linie des jnglinghaften ,hermeskrpers1 und glaubt man wirklich1 dass nebeneinander gestellte ,illustrationen zu fnf oder sechs ,autoren als ,summe eine unvergessliche ,stimmungseinheit ergeben8 ,dem nmlichen ,gefhlskreise wie der ,frhling1 -- ,reich der ,venus wre ein besserer ,titel fr das ,gemlde -- der nmlichen mediceischen ,antike gehrt auch die ,geburt der ,venus in den ,uffizien4 ,zu ,vasaris ,zeiten schmckten beide ,bilder einen ,raum und als ,gegenstck zum ,frhling ist dies knstlerisch nicht ganz so hoch stehende ,bild zweifellos von ,botticelli erdacht worden4 ,rosenblten gaukeln durch sonnenvolle ,luft und ,windgtter hauchen die ,schaumgeborene1 die aufrecht in einer blanken ,muschel steht1 ber das blaugrne ,meer zum ,strand4 ,eine goldhaarige ,nymphe im ,blumengewande harrt1 die leuchtende ,nacktheit der ,gebieterin mit dem ,knigsmantel zu bergen4 ,die ,herrscherin betritt ihr ,reich3 vergebens sucht ,flora1 sich der strmenden ,glut des ,zephirs zu entwinden1 in dumpfer ,mdchensehnsucht schlingen die ,grazien den ,reigen2 alle treibenden ,sfte und ,krfte des ,frhlings werden lebendig1 -- vereint sind ,liebe und ,lenz 444 ,anregungen von seiten ,polizians und ,albertis lassen sich auch in diesem zweiten ,bilde nachweisen2 aber ,sandro wahrte doch seine ,knstlerfreiheit4 ,so wird1 um ein prgnantes ,beispiel einzufhren1 ,venus bei ,polizian1 gemss dem ,homerischen ,hymnus an ,aphrodite1 von drei ,nymphen empfangen2 ,botticelli malte nur eine und vielleicht braucht man das nicht1 wie ein wohlmeinender ,kunsthistoriker that1 mit ,vergesslichkeit von seiten ,sandros zu entschuldigen4 ,jenen ,glanztagen botticellesken ,schaffens entstammt auch das wundersame ,idyll von ,mars und ,venus in der ,national-,gallery4 ,wiederum erkennt man leise ,anklnge an manche ,reime der ,giostra2 aber niemandem werden vor diesem ,gemlde ,homerische ,verse einfallen3 die hellenischen ,gtter lachen1 ,sandros ,olympier verziehen kaum den ,mund zu trumendem ,lcheln4 ,um den schlafenden ,kriegsgott1 -- den besten mnnlichen ,akt1 den ,botticelli je geschaffen1 -- treiben mit den ,waffen des ,schlachtenerregers bocksbeinige ,satyrknaben ihr tollgrazises ,spiel4 ,aber das schmerzverzogene ,antlitz des ,gottes steht in seltsamem ,kontrast zu ihrem ,thun1 und ,aphrodite1 die von golddurchwirktem ,pfhl mit lchelndem ,ernst auf den ,schlummernden blickt1 ist zwar schn1 aber nicht1 gleich ihrer ,homerischen ,schwester1 unbndigen ,herzens 444 ,jene antike ,sinnlichkeit1 die untrennbar ist von gesunder und kraftvoller ,schnheit1 hat ,sandro in seiner ,venus nicht geschildert2 sie hat auch mit der vampyrhaften ,frau ,venus des ,mittelalters nichts gemein4 ,als ,bewunderer der ,antike schaut ,sandro ehrfrchtig zum ,olymp empor2 selbst die entthronte ,aphrodite bleibt ihm eine hoheitsvolle ,gttin4 ,sie gleicht der nazarenischen ,maria1 und niemand knnte einen ,heiligenschein um ihr ,haupt strend empfinden4 ,die keuscheste nackte ,frauengestalt schuf ,sandro in seiner ,venus2 aber der naive alte ,meister wusste auch um ssse ,teufelinnen1 um ,weiber1 die nichts als geschlechtliche ,wesen sind4 ,da ist die ,salome der ,accademia2 rostrote ,haare1 gierige ,augen und ,lippen1 die verruchter ,snde entgegenzittern4 ,von dieser kleinen und leider nur wenig beachteten ,predella fhrt kein ,pfad zur ,vergangenheit4 ,botticellis ,salome ist nicht das ,mgdlein der ,bibel1 kein ,zug gemahnt an die kirchlich strenge ,prinzessin ,giottos1 an ,filippo ,lippis frhlich tanzendes ,kind2 aber man findet von dieser ,salome einen ,weg in die fernste ,zukunft1 zur perversen ,erotik der ,oscar ,wilde und ,aubrey ,beardsley4 ,auf einer andern ,predella naht dem heiligen ,eligius die ,versuchung2 aber metallisch funkelnde ,hrner im goldigen ,zauberhaar verraten die ,herkunft der ,dmonin2 ihre lachenden ,augen und der blutrote ,dirnenmund werden den ,mann ,gottes nicht verfhren2 denn er weiss3 ,mulier est confusio hominis1 bestia insanabilis 444 fetens rosa1 tristis paradisus1 dulce venenum 444 ,illustration3 ,florenz1 ,uffizien4 ,,geburt ,,der ,,venus ,als ,botticelli seine ,geburt der ,venus malte1 dachte er vielleicht1 ein im ,altertum viel gefeiertes ,bild des ,apelles gleichsam neu zu schaffen2 ganz deutlich offenbart dies ,streben nach ,rekonstruktion eines verlorenen ,kunstwerkes seine ,verlumdung des ,apelles in den ,uffizien4 ,lucian gab in den ,dialogen ber die ,verlumdung eine genaue ,beschreibung von dem ,bilde des ,apelles4 ,alberti nahm diese ,schilderung in sein ,malerbuch auf1 und aus diesem wird sie ,botticelli gekannt haben4 ,hier1 wo es in seiner knstlerischen ,absicht liegen musste1 folgte ,sandro genau den ,worten ,lucian-,albertis4 ,man vergleiche3 ,es zeigt jenes ,bild einen ,mann mit sehr grossen ,ohren1 zu dessen ,seiten zwei ,frauen standen1 deren eine man ,unwissenheit1 die andere ,argwohn nannte4 ,dann kam die ,verlumdung2 dies war ein ,weib1 prchtig von ,ansehen1 doch zeigte ihr ,antlitz allzuviel ,verschlagenheit2 ihre ,rechte hielt eine brennende ,fackel2 mit der ,linken schleppte sie an den ,haaren einen ,jngling herbei1 der seine ,hnde zum ,himmel emporstreckte4 ,dann war ein bleicher ,mann da1 hsslich1 schmutzbedeckt1 von schaurigem ,ansehen 444 ,dieser fhrte die ,verlumdung und man nannte ihn den ,neid4 ,zwei andre ,frauen versehen die ,verlumdung mit ,schmuck3 ,list und ,tuschung waren ihre ,namen4 ,ihnen folgte die ,reue1 eine ,frau im ,trauergewande1 die sich selbst zerfleischt4 ,endlich kam ein ,mdchen1 zag und schchtern1 -- die ,wahrheit 444 ,nur diese eine ,gestalt hat ,botticelli -- gewiss zum ,vorteil des ,bildes -- gendert4 ,eine hllenlose ,frau hebt ihre ,rechte wie anklagend und beschwrend zu den ewigen ,gttern auf4 ,zum ,schauplatz der antiken ,scene bestimmte ,sandro eine sonnendurchflutete ,renaissance-,halle1 wo in goldenen ,nischen ungemein plastisch empfundene ,statuen stehen1 deren manche geradezu ,motive ,castagnos und ,donatellos kopieren4 ,vasari preist dies ,gemlde in wenigen aber begeisterten ,worten2 ob jedoch ,leon ,battista ,alberti seinem ,jnger ,beifall genickt htte8 ,alle ,bewegungen -- konnte man im ,malerbuch lesen -- sollen1 immer aufs neue weise ich darauf hin1 massvoll und lieblich sein 444 ,denn heftige ,gebrden rauben nicht nur der ,malerei jegliche ,anmut 7grazia e dolcezza71 sondern lassen auch den ,geist des ,knstlers allzu wild und feurig erscheinen4 ,und in ,sandros ,bild ist jede einzelne ,figur durchschauert von inneren ,strmen1 die sich nach aussen in heftige und leidenschaftliche ,gesten umsetzen4 ,botticelli wusste um diese ,vorschrift ,albertis und hat sie viele ,jahre treulich erfllt4 ,aber die ,zeiten1 da ,wnsche von sthetikern ihm ,gesetze bedeuteten1 lagen hinter ,sandro4 ,gerade in jenen ,tagen1 wo er die ,verlumdung malte1 vollzog sich die entscheidende ,wandlung seiner ,seele3 der mediceische ,sandro1 der nur vollendete ,kunstwerke schaffen1 mit feinen ,fingern die ,schtze toter ,kultur heben wollte1 -- er starb2 und an seiner ,statt erblicken wir einen sndbewussten ,menschen1 der nicht mehr schne1 sondern inbrunstvolle ,bilder malt1 den ,pinsel in sein eigenes ,herzblut zu tauchen scheint4 ,der ,mann1 dem ,botticelli diese ,erleuchtung seiner ,seele1 die ,neubekehrung zum ,christentum dankte1 hiess ,girolamo ,savonarola4 ,illustration3 ,florenz1 ,uffizien4 ,,die ,,verl,,umdung ,,des ,,apelles ,das ,florentiner ,volk war -- auch in den ,tagen der ,renaissance -- immer fromm gewesen1 oder1 mit ,vespasiano da ,bisticci zu reden1 dem ,weg der ,wahrheit zugethan2 lange vor ,savonarola errichtete ,fra ,bernardino da ,massa auf ,piazza ,santa ,croce einen ,scheiterhaufen1 woselbst die falschen ,haare der ,frauen1 ,spielwerk und eitle ,dinge1 verbrannt wurden4 ,die ,medici gehrten religisen ,bruderschaften an und sogar dem frivolen ,polizian dienten das ,leiden und die ,demut ,christi gelegentlich zu lateinischen ,stilbungen4 ,in ,wahrheit hatten jene ,freunde ,lorenzos de' ,medici1 die im ,palazzo der via larga und in den ,hainen von ,careggi sich zusammenfanden1 nur ein sehr usserliches ,verhltnis zu ,gott und seinen ,dienern4 ,der ,prediger bedeutete ihnen1 was dem antiken ,menschen der ,rhetor war1 dem modernen ein ,schauspieler ist4 ,was er sagte1 kam nicht in ,betracht2 das wie allein entschied4 ,ob der ,mann auf der ,kanzel an seine ,worte glaubte1 danach frug niemand4 ,angelo ,poliziano spricht einmal ungemein charakteristisch vom ,eindruck1 den ein ,sermon ,fra ,marianos da ,genazzano ihm bereitete4 ,ich bin ganz ,ohr 7tutto orecchi7 fr den ,wohlklang der ,stimme1 die gewhlten ,worte1 die grossen ,sentenzen4 ,ich unterscheide die ,abstze1 den ,bau der ,perioden1 bin im ,bann harmonischer ,kadenzen 444 ,savonarola verschmhte die ,mittelchen solcher ,kanzelvirtuosen3 ,eleganz und aller ,wortschmuck -- meinte er einmal -- mssen zurcktreten1 wenn man die ,lehre des ,heils einfach kndet 444 ,auch ,botticelli mag der ersten ,predigt ,savanarolas beigewohnt haben1 um klingende ,perioden oder elegante ,gesten zu bewundern und fand einen ,mnch1 -- der glaubte4 ,die ,mnner um ,lorenzo de' ,medici konnten alles1 waren glnzende ,artisten der ,sprache1 geschmackvolle ,histrionen von ,gefhlen und ,empfindungen2 ihre ,seele aber hatte keinen ,teil an dem ,thun ihres ,geistes4 ,aus ,savonarolas ,worten flammte heilige berzeugung und darum schufen sie berzeugte2 weil er selber glaubte1 machte er ,glubige4 ,dass aber gerade ,sandro1 der ,knstler1 so glhend jenem ,priester anhing1 der alle ,kunst nur als ,dienerin des ,glaubens gelten liess8 ,in jedem ,knstler lebt die ,heldensehnsucht1 am willigsten bewundert er die grosse ,persnlichkeit1 selbst eine antiknstlerische4 ,so mochte das festumrissene ,charakterbild des ,priors von ,san ,marco dem ,knstler ,botticelli ,verehrung abzwingen2 die ,massen-,suggestion1 der leicht erregbare ,menschen sich selten entziehen1 bte ihren ,einfluss2 und -- die ,hauptsache -- es war pltzlich einsam geworden um ,sandro ,botticelli4 ,er hatte ,lorenzo de' ,medici begraben sehen1 und zwei ,jahre spter -- anno #adid -- war ,polizian seinem ,mcen gefolgt2 bald darauf strmte der heulende ,pbel den ,palazzo ,medici und sein ,besitzer ,piero1 ,lorenzos ,sohn1 musste schimpfbeladen aus der ,stadt flchten2 aufrecht aber und gewaltig stand der ,dominikaner auf der ,kanzel1 und wenn er dem zitternden ,volke das ,crucifix entgegenstreckte1 knieten ,tausende nieder und schluchzten3 ,miserere ,domine 444 ,auch ,botticelli hatte viel zu bssen4 ,was soll ich ber euch1 ihr ,maler1 sagen1 die ihr halbnackte ,figuren hinstellt1 zrnte ,fra ,girolamo und ,botticelli wusste3 viele ,bilder nackter ,frauen1 die jetzt die ,huser der ,brger verunzierten1 waren aus seinem ,atelier hervorgegangen4 ,kein ,kaufmann veranstaltet eine ,hochzeit1 -- donnerte wiederum ,savonarola -- dessen ,tochter ihre ,ausstattung nicht in eine ,truhe legt1 die mit heidnischen ,fabeln bemalt ist2 so dass eine christliche ,braut frher den ,betrug des ,mars und die ,listen ,vulcans1 als die ,thaten der heiligen ,frauen beider ,testamente kennt 444 ,sandro hatte die buhlerische ,liebe von ,mars und ,venus gefeiert und -- als erster -- heidnischen ,gttern lebensgrosse ,bilder geweiht2 aber sollen wir ,ovid hier predigen oder christlichen ,glauben8 ,da verwies ,botticelli den frohen ,fabelwesen sein ,haus1 schmckte die ,truhen fr die ,neuvermhlten mit den ,wunderthaten des heiligen ,zenobius und dem keuschen ,opfertod ,virginias oder ,lucretias1 ging hin und predigte christlichen ,glauben1 nicht mehr nach ,albertis ,vorschriften1 sondern wie sein glhendes ,herz es ihm eingab4 ,schien er bis nun ein ,lyriker1 ein ,troubadour gttlicher ,minne1 so wurde er jetzt zum ,pathetiker und kleidete sich in die hrene ,kutte des ,busspredigers4 ,man vergleiche in den ,uffizien die beiden ,darstellungen der ,epiphanie mit einander3 die eine1 jene ,verherrlichung der ,medici1 malte ein ,knstler um der ,kunst willen2 die andre1 leider stark ruinierte1 ist das ,werk eines ,fanatikers1 der die sndige ,welt zum ,glauben bekehren mchte4 ,wie gepeitscht von unsichtbaren ,geisseln1 ekstatisch aufgeregt1 strmen von allen ,seiten die ,vlker zu dem ,sohne ,marias1 werfen sich aufs ,knie1 beugen1 brennenden und seligen ,auges1 sich zum ,christkinde vor1 deuten mit freudebebendem ,arm auf die heilige ,gruppe1 winken andere herbei in die braune ,felsende1 wo der ,menschheit ihr ,erlser geschenkt worden4 ,hie ,fra ,mariano -- hie ,savonarola6 ,das religise ,fieber1 das mit ,botticelli ganz ,florenz erfasst hatte1 verflog2 die politischen ,gegner des ,priors gewannen die ,oberhand1 und ,botticelli musste erleben1 wie am #bc4 ,mai des ,jahres #adih ,savonarola1 der zweite ,heiland1 seine ,lehre mit seinem ,tode besiegeln musste4 ,sandro hat es nie verwunden4 ,in der ,chronik seines ,bruders ,simone ,filipepi kann man unterm ,allerseelentag des ,jahres #adii lesen3 444 ,als wir gegen drei ,uhr nachts in meinem ,hause ums ,feuer sassen1 erzhlte mein ,bruder ,sandro di ,mariano ,filipepi1 einer der guten ,maler1 die damals in unsrer ,stadt lebten1 wie er in seiner ,werkstatt mit ,doffo ,spini ber ,fra ,girolamos ,schicksal gesprochen4 ,und weil ,sandro wusste1 dass ,doffo einer der ,eifrigsten bei seinem ,verhr gewesen1 so bat er um reine ,wahrheit1 ob ,fra ,girolamo einer ,snde schuldig befunden worden1 die so schmachvollen ,tod verdient hatte4 ,und ,doffo antwortete ihm3 ,sandro1 soll ich dir die ,wahrheit sagen8 ,wir fanden ihn nicht nur keiner ,todsnde1 sondern nicht einmal einer lsslichen schuldig4 ,worauf ,sandro sprach3 ,warum liesset ihr ihn dann so elendigen ,todes sterben8 444 ,illustration3 ,florenz1 ,accademia4 ,,salome ,wie treu der ,jnger ,sandro seinem hingeopferten ,meister anhing1 bekundet auch das einzige signierte und datierte ,gemlde ,botticellis1 jene kleine1 unsagbar feierliche ,darstellung von ,christi ,geburt in der ,national-,gallery1 vielleicht das letzte eigenhndige ,bild1 das ,sandro geschaffen4 ,heftig bewegt und doch von schmerzlichem ,frieden1 christlichen ,geistes und dunkler ,symbolik voll1 deucht dies ,gemlde wie ein ,werk aus seiner mediceischen ,epoche1 bertragen in die ,formensprache der ,savonarola-,zeit3 die ,niedrigsten und die ,hchsten1 ,knige und ,hirten werden1 den lzweig des ,friedens im ,haar1 von ,engeln zur heiligen ,htte geleitet1 auf deren ,strohdach andere ,engel das ,gloria in excelsis jubeln4 ,ihnen zu ,hupten schlingen1 von goldenem ,glanz umleuchtet1 wieder andere ,engel den ,reigen2 aber das ist nicht mehr jenes selige ,schweben1 wie es vordem ,sandro in der ,marienkrnung mit so einziger ,kunst gemalt2 eine religise ,orgie1 ein ,bacchanal des ,glaubens knnte man diesen jh dahin wirbelnden ,tanz nennen4 ,drei goldene ,kronen schimmern im strahlenden ,lichtmeer1 bestimmt1 die ,hupter dreier ,pilger zu schmcken1 die gerade von drei ,engeln zrtlich umarmt und geksst werden1 indes ein paar ,teufel1 ,maulwrfen gleich1 sich in den ,boden verkriechen2 -- diese drei ,pilger sind ,savonarola und die beiden ,genossen seines ,martyriums4 ,eine griechische ,inschrift1 deren geheimnisvoller ,ton bewusst an die ,offenbarung ,johannis anklingt1 zeugt erschtternd von ,sandros ,verzweifeln und ,hoffen3 ,dieses ,bild malte ich1 ,alessandro1 am ,ende des ,jahres #aejj1 whrend der ,wirren ,italiens1 in der halben ,zeit nach der ,zeit1 gemss des elften ,kapitels ,s4 ,johannis1 im zweiten ,wehe der ,apokalypse1 in der dreiundeinhalbjhrigen ,loslassung des ,teufels2 dann aber wird dieser gefesselt werden1 gemss des zwlften und wir werden ihn erblicken1 zu ,boden getreten1 wie auf diesem ,bilde4 ,illustration3 ,aufnahme ,hanfstaengl4 ,london1 ,national ,gallery4 ,,geburt ,,christi ,weit hinter ,sandro lagen nunmehr jene ,tage1 da er am ,betrug des ,mars und den ,listen ,vulcans sich erfreute4 ,der ,born antiker ,herrlichkeit rauschte ihm nicht mehr2 dafr erschloss sich eine christliche ,schnheitsquelle dem ,glubigen1 -- ,dantes gttliche ,komdie4 ,sechsundneunzig jener ,federzeichnungen1 mit denen er fr ,lorenzo di ,pierfrancesco de' ,medici ein ,exemplar der ,divina commedia schmckte1 sind uns erhalten2 acht davon bewahrt die ,vaticana2 die brigen bilden einen stolzen ,besitz des ,berliner ,kupferstich-,kabinets4 ,vielleicht begann ,sandro dies ,riesenwerk vor seiner ,romfahrt2 aber es zog sich viele ,jahre hin1 wahrscheinlich noch ber den ,tod des ,medici heraus1 und das ,beste daran gehrt den ,zeiten1 da ,botticelli dem ,glauben neu gewonnen war4 ,sandro widmete -- mit einer einzigen ,ausnahme -- jedem ,gesang ein ,blatt4 ,aber die ,flle des ,darzustellenden erdrckte ihn2 das ,nacheinander der ,schilderung lst sich nicht immer gut zum ,nebeneinander auf und so kranken besonders die frhen ,zeichnungen zum ,inferno an einer unklaren und verworrenen ,anordnung4 ,doch darf man1 in ,umkehrung eines ,goetheschen ,wortes1 sagen3 ,wo starker ,schatten1 ist auch viel ,licht4 ,seine ,zeichnungen enthalten1 gleichsam im ,extrakt1 alle ,vorzge seiner ,gemlde3 die plastische ,formgebung1 den beseelten ,contur1 und die ,gesten werden hier1 noch unmittelbarer als im ,bilde1 zum ,ausdruck eines berquellend reichen ,innenlebens4 ,die finsteren ,giganten der ,hlle wirken ebenso berzeugend wie die ,holdseligkeit der ,engelsreigen2 wenn ,sandro mit ein paar ,strichen die ,unendlichkeit des thers oder eine unermessliche ,weite ahnen lsst1 so scheint der ,florentiner zum ,japaner geworden und wie endlich1 in den ,zeichnungen zum ,paradies1 ,dantes ,augen ,angst1 ,verwirrung1 das ,gefhl der eignen ,unwrdigkeit1 ,hoffnung und heiligste ,ergriffenheit wiederspiegeln1 -- solcher ,kunst ist nur wenig1 vielleicht gar nichts vergleichbar4 ,botticelli konnte den ,abend seines ,lebens gnzlich den ,dante-,studien widmen2 denn in seinem ,atelier drngten sich die ,besteller nicht mehr4 ,die ,florentiner brachten dem ,maler1 den ein ,papst berufen hatte1 noch immer ,respekt entgegen1 baten ihn zuweilen um ein ,gutachten in ,kunstdingen1 -- aber ,sandros ,art schien berholt4 ,seine ,kunst wurzelte nicht im nhrendem ,erdreich des ,florentiner ,volkstums2 sie glich einer aristokratischen ,zierpflanze ,careggis1 jenes ,mediceer-,haines wo die ,knstler gelehrt und die ,gelehrten ,knstler waren4 ,sandros ,schpfungen bedeuteten die bildgewordene ,sehnsucht jener ,estheten1 die hier1 unter ,cypressen1 zu ,fssen eines marmornen ,hellenengottes1 den ewigen ,traum einer versunkenen ,schnheitswelt trumten4 ,als ,lorenzo de' ,medici starb und seine humanistischen ,freunde dem ,florenz ,savonarolas den ,rcken kehrten1 verlor ,sandro alle ,verehrer seiner ,kunst4 ,auch der ,geschmack hatte sich gewandelt3 einem ,geschlecht1 das die pompsen1 aber seelenarmen ,gemlde ,fra ,bartolommeos bewunderte1 konnten ,botticellis ,werke nichts mehr sagen4 ,die jungen ,knstler schworen auf ,michelangelo2 und die ,banausen1 -- es wird an solchen auch in der ,renaissance nicht gemangelt haben1 -- was konnte ihnen die scheue ,poesie des ,frhlings oder des ,magnificats sein8 ,so schleppte ,sandro arm und einsam seine letzten ,jahre1 und als er am #ag4 ,mai des ,jahres #aeaj in der ,kirche ,ognissanti begraben wurde1 mochten manche staunend erfahren1 dass er berhaupt noch gelebt hatte4 ,man vergass ihn rasch4 ,in der ,florentiner ,kunst der ,hochrenaissance und des ,barocks verspren wir seines ,geistes nicht den leisesten ,hauch und selbst die feinsten ,amateure des ,rokoko gingen achtlos an ,sandros ,werken vorber4 ,erst das neunzehnte ,jahrhundert entdeckte die ,kunst ,botticellis und fand in der sehnschtigen ,schnheit seiner ,bilder den ,wiederschein der eigenen ,trume4 ,,verzeichnis ,,der ,,werke ,,sandro ,,botticellis4#a ,,bergamo4 #hd ,geschichte der ,virginia4 #he ,christuskopf4 ,,berlin4 #ajf ,madonna und ,heilige4 7#adhe7 #aabh ,der heilige ,sebastian4 7#adgc7 ,sammlung von ,kaufmann4 ,judith4 ,knigl4 ,nationalgalerie 7,sammlung ,raczinsky74 ,madonna mit ,engeln4 ,tondo4 ,,boston 7bei ,mrs4 ,j4 ,l4 ,gardner74 ,tod der ,lucretia4 ,madonna mit ,kind und ,engel4 7,chigi-,madonna47 ,,dresden4 #ab ,darstellungen aus dem ,leben des heil4 ,zenobius4 ,,florenz4 ,accademia4 #df ,santa ,conversazione4 #gc u4 #gd ,krnung ,mariae und ,predelle4 #hj ,der ,frhling4 #he ,madonna1 ,heilige und ,engel4 #aeg ,toter ,christus4 #afa ,salome4 ,diese vier kleinen ,bildchen #aeh ,tod des heil4 ,augustin4 sind auseinandergenommene #afb ,vision des heil4 ,augustin4 ,teile einer ,predelle4 ,uffizien4 #ci ,geburt der ,venus4 #aaef ,judith4 #aaeh ,der ,leichnam des ,holophernes4 #aagi ,der heilige ,augustin4 #aahb ,die ,verlumdung des ,apelles4 #abgf;b ,das ,magnificat4 #abhf ,anbetung der ,knige4 #abhi ,madonna und ,engel4 #abii ,fortezza4 7ohne ,nummer7 ,anbetung der ,knige4 ,palazzo ,pitti 7,wohnraum74 ,pallas mit dem ,centauren4 ,kirche ,ognissanti4 ,der heilige ,augustin 7,fresko74 ,,frankfurt ,a4 ,m4 ,staedel'sches ,institut4 #aa ,weibliches ,idealportrait4 ,,london4 #ajcc ,anbetung der ,knige4 #ajcc ,geburt ,christi4 7#aejj7 #iae ,mars und ,venus4 ,mr4 ,l4 ,mond ,darstellungen aus dem ,leben des heiligen ,zenobius4 ,,mailand4 ,ambrosiana4 #ade ,madonna und ,engel4 ,poldi-,pezzoli4 ,madonna mit ,kind4 ,,paris4 #abig ,lorenzo ,tornabuoni wird in den ,kreis der freien ,knste eingefhrt4 #abih ,giovanna degli ,albizzi wird von den vier ,cardinaltugenden begrsst4 7,fresken7 ,,rom4 ,sixtinische ,kapelle4 ,die ,reinigung des ,ausstzigen und ,versuchung ,christi4 ,die ,thaten des ,moses4 #adha--adhb4 ,die ,vernichtung der ,rotte ,korah4 ,fresken4 ,einzelne ,figuren von ,ppsten4 ,marchese ,pallavicini4 ,das ,weib des ,leviten4 ,,st4 ,,petersburg4 #afc ,anbetung der ,knige4 #a ,atelier- und ,schulwerke sind in dies ,verzeichnis nicht aufgenommen4 ,wo keine nhere ,bezeichnung dabei steht1 ist als ,aufenthaltsraum des ,bildes immer die ,hauptgalerie des ,ortes anzusehen4 ,die ,zahlen vor dem ,bildnamen beziehen sich auf den ,katalog der betreffenden ,galerie1 die ,zahlen hinter dem ,bilde bezeichnen das ,entstehungsjahr1 sofern dies gesichert scheint4 ,,verzeichnis ,,der ,,abbildungen ,botticellis ,selbstbildnis aus der ,anbetung der ,knige1 ,titelbild ,seite ,fortezza1 #h ,der heilige ,sebastian1 #ab ,kopf der ,madonna aus dem ,magnificiat #bj ,tchter ,jethros4 ,detail aus dem ,fresco3 ,die ,thaten des ,moses1 #cf ,mars und ,venus1 #dj ,frhling1 #dd ,geburt der ,venus1 #dh ,verlumdung des ,apelles1 #eb ,salome1 #ef ,geburt ,christi1 #fj ,,gedruckt ,,zu ,,wittenberg ,,bei ,,herros ,,ziemsen ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription ,offensichtliche ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,die ,darstellung der ,ellipsen wurde vereinheitlicht4 ,die ,abbildungen wurden zwischen ,abstze verschoben1 die ,seitenzahlen im ,abbildungsverzeichnis aber wie im ,original beibehalten4