,anmerkungen zur ,transkription ,das ,original ist in ,fraktur gesetzt4 ,im ,original gesperrter ,text ist so markiert4 ,im ,original in ,antiqua gesetzter ,text ist so ausgezeichnet4 ,im ,original fetter ,text ist so dargestellt4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription befinden sich am ,ende des ,buches4 ,leibniz ,zu seinem zweihundertjhrigen ,todestag #ad4 ,november #aiaf ,von ,wilhelm ,wundt ,illustration ,alfred ,krner ,verlag in ,leipzig #aiag ,copyright #aiaf by ,alfred ,krner ,verlag in ,leipzig ,druck von ,metzger ,wittig in ,leipzig ,vorwort4 ,der ,verfasser dieser kleinen ,schrift hat sich vor sehr vielen ,jahren einmal mit dem khnen1 vielleicht phantastischen ,plan getragen1 eine wissenschaftliche ,leibniz-,biographie zu schreiben4 ,natrlich ist nichts aus dem ,plan geworden1 er ist nicht einmal bis zu den ,anfngen seiner ,ausfhrung gediehen4 ,aber als ich infolge meines spteren ,lehrberufs von ,zeit zu ,zeit immer wieder veranlat war1 zur ,beschftigung mit diesem merkwrdigen ,manne zurckzukehren1 sammelte sich mir im ,lauf der ,jahre eine ,anzahl von ,bemerkungen an1 die mir in mancher ,beziehung das ,bild dieser ,persnlichkeit in etwas verndertem ,lichte gegenber dem berlieferten erscheinen lieen4 ,diese ,schrift beabsichtigt daher nicht1 mit den verschiedenen ,interpretationen der ,leibnizschen ,philosophie in ,wettstreit zu treten1 und sie hat deshalb auch nirgends ,anla gehabt1 sich mit ihnen auseinanderzusetzen4 ,ich bin berhaupt nicht von seiner ,philosophie1 sondern zunchst von seinen mathematisch-physikalischen ,arbeiten ausgegangen1 die mich dann1 so weit dies mglich war1 zu gelegentlichen ,beschftigungen mit seinen sonstigen wissenschaftlichen und praktischen ,interessen gefhrt haben4 ,von hier aus suchte ich endlich den ,wegen nachzugehen1 auf denen er zu seinen philosophischen ,ideen gelangt ist4 ,er selbst ist ja1 wie bekannt1 im wesentlichen diesen ,weg gegangen und darum1 hierin nicht unhnlich seinem groen ,nachfolger ,kant1 erst spt zu der ,reihe von ,gedanken gelangt1 die man sein ,system zu nennen pflegt1 und die doch eigentlich mehr den ,charakter einer phantasievollen ,verknpfung seiner wissenschaftlichen ,ideen als den eines strengen logischen ,systems besitzen4 ,ich bekenne1 da mir im ,zusammenhang mit dieser ,betrachtung vieles in der ,kultur seiner eigenen und der folgenden ,zeit sowie in der weiteren ,geschichte der deutschen ,philosophie verstndlicher geworden ist1 als es zuvor war4 ,ich verffentliche diese ,studie zum zweihundertjhrigen ,todestag des ,mannes1 mit dem die neue deutsche ,philosophie begonnen hat4 ,mge dieser ,tag daran erinnern1 da die deutsche ,philosophie1 mehr als manche unserer ,zeitgenossen ,wort haben wollen1 aus eigener ,kraft entstanden ist1 und da sie zu einer ,zeit geboren wurde1 da die deutsche ,nation ungleich mehr als heute einer ungewissen ,zukunft entgegensah4 ,leipzig1 im ,september #aiaf4 ,w4 ,wundt4 ,inhalt4 ,seite ,i4 ,leibniz und seine ,zeit #a ,,ii4 ,leibniz und die ,scholastik #bj a4 ,leibniz als ,mathematiker #bd b4 ,die dynamische ,naturphilosophie #cf c4 ,die ,aktualitt der ,seele #eg d4 ,die ,einheit der ,wissenschaften #ff ,,iii4 ,leibniz und die neue ,wissenschaft #gc a4 ,der ,wandel der ,substanzbegriffe #gi b4 ,die ,lex continuitatis #ij c4 ,der neue ,idealismus #ajc d4 ,philosophie und ,theologie #aad ,,iv4 ,leibniz und die ,zukunft der deutschen ,philosophie #aba ,anmerkungen #acj ,i4 ,leibniz und seine ,zeit4 ,da der gegenwrtige ,krieg der grte und furchtbarste sei1 den die ,welt jemals gesehen1 ist ein in den letzten ,monaten oft gehrtes ,wort4 ,doch fr uns ,deutsche trifft dieses ,wort nicht zu4 ,das deutsche ,volk hat einen ,krieg erlebt1 furchtbarer und zerstrender als diesen4 ,das war jener ,krieg1 in welchem dreiig ,jahre lang der deutsche ,boden zum ,kriegstheater geworden war1 auf dem die ,vlker ,europas ihre ,kmpfe ausfochten und der schlielich nur deshalb zu ,ende ging1 weil die ,sldnerscharen1 die hier aus aller ,welt zusammenstrmten1 in den niedergebrannten ,drfern und verarmten ,stdten nichts mehr zu plndern fanden4 ,unter den ,trmmern der von ihr angerichteten ,verwstung hatte die ,kriegsfurie zuletzt sich selber begraben4 ,zurckgelassen aber hatte sie an der ,stelle einer zuvor blhenden ,kultur eine durch ,hunger1 ,seuchen und ,gewalttaten dezimierte1 um den kmmerlichen ,aufbau ihres zerstrten ,besitzes sich abmhende ,bevlkerung4 ber ein ,jahrhundert1 in manchen ,gegenden das ,doppelte dieser ,zeit1 soll nach der ,schtzung der ,wirtschaftsstatistik verflossen sein1 bis der ,wohlstand der ,nation annhernd wieder auf der gleichen ,hhe angelangt war1 die er vor dem ,kriege erreicht hatte4 ,doch wer knnte schtzen1 was das deutsche ,volk in diesem halben ,jahrhundert der ,friedlosigkeit versumt hatte6 ,denn auch fr ein ,volk gilt in gewissem ,sinne1 was fr den einzelnen ,menschen gilt3 eine verlorene ,lebenszeit lt sich nicht wieder ersetzen4 ,und was fr eine gewaltige ,zeit europischer ,kultur ist gerade diese erste ,hlfte des siebzehnten ,jahrhunderts gewesen6 ,es ist das ,zeitalter1 in dem sich ,england zur ersten ,seemacht der ,welt zu erheben begann1 in dem ,frankreich zur unbestritten herrschenden ,landmacht ,europas geworden war1 und in dem mit dem politischen ,aufschwung in beiden ,lndern die ,blte der ,kunst und der ,wissenschaft sich verband4 ,wohl kann man nicht ohne ,rhrung dessen gedenken1 da selbst in dieser trostlosen ,zeit des deutschen ,niedergangs neben den ,nachfolgern ,shakespeares und den groen franzsischen ,klassikern die ,stimmen der deutschen ,dichtung ihren eigenen ,reiz besitzen4 ,um so mehr lastete auf einem andern ,gebiet geistigen ,schaffens1 das mehr als der ,ausdruck seelischer ,stimmungen in ,poesie und ,musik von der ,gunst uerer ,bedingungen abhngt1 das schwere ,schicksal dieses ,krieges4 ,es ist die neue ,wissenschaft1 die in diesem ,jahrhundert den glnzenden ,abschlu des ,zeitalters der ,renaissance bildet4 ,zwar die groe ,umwlzung der ,himmelskunde1 die ihr den ,weg bereitete1 war vorangegangen4 ,noch reichte das ,leben des groen deutschen ,forschers1 der durch die ,entdeckung der ,gesetze der ,planetenbewegungen dem neuen ,weltsystem die ,herrschaft gesichert hatte1 in die ,zeit der ,schrecken des ,krieges hinein4 ,doch ,kepler fristete1 unstet von ,ort zu ,ort wandernd1 notdrftig sein ,dasein und starb schlielich im ,elend4 ,an jenem ,aufschwung auf allen ,gebieten der ,forschung1 der vornehmlich in diese erste ,hlfte des ,jahrhunderts fllt1 und von dem mit ,recht gesagt worden ist1 er sei nicht blo eine ,wiedergeburt1 sondern eine vllige ,neuschpfung1 an ihm hat die deutsche ,wissenschaft keinen nennenswerten ,anteil genommen4 ,indes die deutschen ,universitten zumeist in der desten ,sptscholastik befangen geblieben waren1 hatte ,richelieu die ,pariser ,akademie gegrndet1 die sich rasch zu einer ,art obersten ,tribunals der ,wissenschaften erhob4 ,ihr folgte bald die ,knigliche ,gesellschaft zu ,london4 ,eine ,reihe hervorragender ,mathematiker und ,physiker sammelte sich um diese neuen ,pflanzsttten der ,wissenschaft1 die auch aus der ,ferne die hervorragendsten ,gelehrten in ihren ,kreis zogen4 ,neben den exakten ,wissenschaften sind es die ,fragen des ,staats- und ,vlkerrechts1 die in dieser bewegten ,zeit besonders die ,geister beschftigen4 ,vor allem aber erhebt sich unter dem mchtigen ,impuls der ,naturwissenschaft und in grundstzlicher ,abkehr von der aristotelischen ,scholastik die neue ,philosophie4 ,um die ,zeit1 in der der deutsche ,krieg zu einem ,weltkrieg zu werden begann1 entwarf ,francis ,bacon sein groes ,werk ber den ,wert und die ,fortschritte der ,wissenschaften1 in welchem er seine bersicht ber alles1 was die neue ,wissenschaft geleistet und was sie noch zu leisten habe1 mit einer begeisterten ,lobpreisung ihres ,wertes fr den ,fortschritt der ,menschheit begleitete4 ,und zwanzig ,jahre spter1 als sich das zerstrende ,werk des ,krieges seinem ,ende zuneigte1 verfate ,descartes jene ,reihe seiner ,schriften1 die seinem und noch dem grten ,teil des folgenden ,jahrhunderts als die unbestritten grten ,schpfungen der ,philosophie galten4 ,zwei ,jahre vor dem ,ende des ,krieges ist ,leibniz geboren4 ,seine ,jugend fllt in eine ,zeit1 in die wir uns heute schwer hineindenken knnen4 ,wie anders mute doch die ,welt einem ,geschlecht erscheinen1 in welchem die jugendlichere ,hlfte der ,lebenden den ,frieden noch niemals gesehen hatte1 die ltere aber diesen ,frieden nur noch in dem verklrenden ,licht jugendlicher ,erinnerungen erblickte1 das durch den ,kontrast gegen die ,schrecken des seither ,erlebten um so heller strahlte4 ,so falsch es darum wre1 zu meinen1 dieses ,geschlecht habe nun sofort sich bemht1 auf dem geradesten ,wege nachzuholen1 was es bis dahin verabsumt1 so sehr wrde man fehlgehen1 wollte man vermuten1 dieses so lange ,jahre ohnmchtig der ueren ,gewalt fgsam gewordene ,volk sei auf lange hinaus zu einer ,wiedererhebung nicht mehr fhig gewesen4 ,das letztere wrde womglich noch irriger sein als das erste4 ,dies zeigt vor allem die ,literatur dieser ,jahre nach dem ,krieg4 ,insbesondere ist es eine ,eigenschaft1 die die ,menschen dieser ,restaurationszeit auszeichnet3 das ist das rastlose ,streben1 die alten glcklichen ,zustnde wiederherzustellen1 die den religisen und politischen ,wirren1 auf die man diesen unseligen ,krieg zurckfhrte1 vorangegangen waren4 ,so war denn dieses ,geschlecht vor allem praktischen ,interessen zugewandt4 ,es ist erstaunlich zu sehen1 wie sehr in der ,literatur dieser ,zeit die politischen ,fragen und die ,verhandlungen ber die religisen ,streitpunkte und ihre mgliche ,ausgleichung vorherrschen4 ,der ,krieg war ja zu einem guten ,teil ein ,religionskrieg gewesen4 ,konnte man nicht hoffen1 da fernerhin fr alle ,zeit ,friede bleiben werde1 wenn nur erst der ,glaubenszwiespalt beseitigt sei8 ,in den weitesten ,volkskreisen gingen ,gerchte um1 die von einem nahe bevorstehenden ewigen ,religionsfrieden zu erzhlen wuten4 ,der ,erzkanzler ,johann ,philipp von ,schnborn zu ,mainz1 ein den ,protestanten geneigter ,frst1 und sein ,minister ,boineburg1 der selbst von der protestantischen zur katholischen ,kirche bergetreten war1 sollten sich1 nach der ,volkssage1 mit dem ,papste bereits ber die wechselseitigen ,konzessionen verstndigt haben1 unter denen die groe ,vereinigung der ,religionen ins ,werk zu setzen sei4 ,nicht weniger wie die ,kirchenspaltung empfand man aber die politische ,zerklftung ,deutschlands als eine ,hauptursache des hereingebrochenen ,unheils4 ,in der ,wiederaufrichtung des deutschen ,reichs in alter ,herrlichkeit1 gefestigt durch ein unauflsliches1 jede fremde ,einmischung von den deutschen ,grenzen knftighin fernhaltendes ,bndnis der ,frsten1 sah man die sichere ,brgschaft eines dauernden ,friedens4 ,das lebendige ,nationalgefhl und sein ,widerspiel1 der ,kampf gegen welsche ,mode und fremden bermut1 die uns bei den ,dichtern des dreiigjhrigen ,krieges in so erfreuendem ,kontrast zur ,not dieser ,zeit anmuten1 sie setzen sich jetzt1 wo der ersehnte ,friede wirklich erreicht ist1 in hoffnungsreiche ,plne einer politischen und nationalen ,wiedergeburt um1 die sich freilich allzu leicht ber die ueren ,schwierigkeiten und die inneren ,hemmungen hinwegtuschen1 denen diese patriotischen ,wnsche begegnen4 ,um die ,stellung1 die ,leibniz in seiner ,zeit einnimmt1 richtig zu wrdigen1 mu man diesen ,charakter der ,zeit selbst in ,betracht ziehen4 ,je weniger wir uns aber heute mehr in jene hochgehenden und schlielich getuschten ,erwartungen zurckdenken knnen1 um so mehr sind wir geneigt1 einen ,mann wie diesen1 der mit dem1 was er ,bleibendes geschaffen1 weit ber sie hinausreicht1 nach seinem ,verhltnis zu uns1 nicht nach dem zu seiner eigenen ,umgebung und nach denjenigen ,seiten seines ,wirkens zu beurteilen1 in denen er selbst die ,hauptaufgabe seines ,lebens gesehen hat4 ,wer ,leibniz heute liest1 der liest seine philosophischen1 zum ,teil wohl auch seine mathematischen ,schriften1 falls er sich hier nicht mit dem mehr oder weniger oberflchlichen ,bericht in einer ,geschichte der ,mathematik begngt4 ,selten wirft wohl einmal ein ,jurist seinen ,blick in die juristischen oder ein ,historiker in die politischen ,schriften4 ,so bleibt denn nur der allgemeine ,eindruck1 da wir hier einem ,wissen und ,knnen gegenberstehen1 das berhaupt1 um mglich zu sein1 nicht blo einer erstaunlichen persnlichen ,begabung1 sondern vielleicht auch einer auerordentlichen ,zeit bedurfte1 in der die ,krfte der ,nation nach langem ,siechtum wieder zu neuem ,leben erwacht waren4 ,fast ein ,jahrhundert lang war ja die deutsche ,wissenschaft nahezu stehen geblieben4 ,die ,traditionen der lteren ,zeit waren verloren gegangen1 die deutschen ,vorlufer der neuen ,weltanschauung1 ein ,nikolaus von ,kues1 ein ,paracelsus sind viel spter erst1 als das ,interesse an ihnen ein rein historisches geworden war1 in ihrer philosophischen ,bedeutung wieder entdeckt worden4 ,so hatte an der ,begrndung der neuen ,philosophie die deutsche ,wissenschaft bis dahin keinen ,anteil genommen4 ,da ist es denn in der ,tat1 als habe der ,geist der ,nation in dieser einen ,persnlichkeit nachholen wollen1 was er bis dahin verabsumt hatte4 ,der ,reihe der hervorragenden ,denker1 die in ,england und ,frankreich von verschiedenen ,seiten1 die einen von der empirischen ,naturforschung1 die anderen von der abstrakten ,mathematik1 noch andere von der ,theologie oder der ,staatswissenschaft ausgehend1 das ,gebude der neuen ,philosophie errichten halfen1 tritt dieser deutsche ,philosoph als ein einziger1 ganz auf sich selbst gestellt1 gegenber4 ,er ist ihnen allen berlegen4 ,ihm scheinen die ,hilfsmittel smtlich zu ,gebote zu stehen1 ber die jene nur teilweise verfgen4 ,er ist ,jurist1 ,historiker und ,philologe1 ,mathematiker1 ,physiker1 ,geologe1 wohl bewandert in den verschiedenen ,gebieten der ,biologie1 daneben unermdlich bemht um die theologischen ,streitfragen der ,zeit1 endlich ein politischer ,schriftsteller von unerreichter ,virtuositt juristischer ,beweisfhrung und von einer ,kenntnis konkreter staatsrechtlicher ,fragen1 in der ihn keiner seiner ,zeitgenossen erreicht4 ,und seine ,philosophie besteht nicht etwa in beilufigen ,gedanken1 die ebensogut unabhngig von diesen mannigfachen anderen ,arbeiten entstanden sein knnten4 ,einer solchen ,meinung hat ,leibniz selbst mehrfach auf das ,nachdrcklichste widersprochen4 ,ihr widerstreitet zudem seine berzeugung von dem allgemeinen ,zusammenhang der ,wissenschaften1 wie er denn auch verhltnismig erst spt zu seinen endgltigen philosophischen ,anschauungen gelangt ist4 ,die ,jurisprudenz und die ,mathematik erklrt er fr einander nahe verwandte ,gebiete4 ,jene ist ihm geradezu eine ,art ,kalkl mit ,begriffen1 von dem mathematischen nur dadurch verschieden1 da es bei ihm mehr auf die ,qualitt als auf die quantitativen ,verhltnisse ankommt4 ,auch meint er von der ,jurisprudenz1 von der seine eigenen ,studien ausgingen und mit der er zeitlebens in enger ,fhlung geblieben ist1 sie fhre zugleich bei allen ihren ,aufgaben von dem abstrakten ,begriff zu dem konkreten ,inhalt der ,wirklichkeit1 so da der wahre ,jurist eigentlich ebensogut in der ,naturwissenschaft wie in der ,geschichte und ,politik zu ,hause sein mte4 ,wie die ,idee der ,harmonie alles ,seins und ,geschehens schlielich das leitende ,motiv seiner ,philosophie geworden ist1 so gehrte daher der ,gedanke einer ,harmonie der ,wissenschaften1 in der jede berufen sei1 die andere zu ergnzen und1 wo es ntig sei1 zu erleuchten1 zu seinen bleibendsten berzeugungen4 ,darum hat es schwerlich einen ,gelehrten gegeben1 der mehr gewut1 sicherlich aber auch keinen1 der auf bloe ,vielwisserei einen geringeren ,wert gelegt htte wie ,leibniz4 ,schon seine erste ,schrift1 die ,dissertatio de arte combinatoria1 mit der er als ,zwanzigjhriger seine philosophische ,magisterwrde erwarb1 ist dafr bezeichnend4 ,sie behandelt1 nach der ,sitte der deutschen ,hochschulen jener ,zeit mit allerlei scholastischen ,exkursen belastet1 im wesentlichen die ,aufgaben der heute noch sogenannten ,kombinationsrechnung1 allerdings1 wie ihr ,autor selbst spter bemerkt hat1 lckenhaft und unzulnglich4 ,aber wenn sie ihrem ,inhalt nach eine blo mathematische zu sein scheint1 so ist sie dies doch ihrem ,zweck nach durchaus nicht4 ,vielmehr mchte der jugendliche ,autor die ,grundlagen einer systematischen ,methode der ,ordnung und ,gliederung der ,begriffe berhaupt gewinnen4 ,so ist die ,arbeit ein erster ,anlauf zur ,verwirklichung jenes ,planes einer allgemeinen ,begriffsrechnung1 der ihn unter dem ,namen einer ,charakteristica universalis sein ,leben lang beschftigt hat4 ,mit diesem ,plan einer ber die ,gesamtheit der ,wissenschaften sich ausbreitenden ,methode der ,forschung stehen dann noch zwei andere1 von ihm von frhe an verfolgte1 auf die uere ,systematisierung der ,wissenschaft gerichtete ,plne in engem ,zusammenhang4 ,der eine1 die ,grndung gelehrter ,gesellschaften1 der an die in ,paris und ,london bereits bestehenden ,vorbilder anknpfte1 ist bekannt4 ,er ist in der ,grndung der ,berliner ,akademie noch zu seinen ,lebzeiten1 in den ,akademien zu ,wien und ,petersburg bald nach seinem ,tode zur ,verwirklichung gelangt4 ,weniger pflegt bekannt zu sein1 da diese ,grndungen von ihm von ,anfang an als internationale1 planmig zusammenarbeitende ,assoziationen gedacht waren und namentlich auch praktische1 volks- und staatswirtschaftliche ,zwecke verfolgen sollten4 ,hier stehen sie daher zugleich mit seinen politischen und religisen ,friedensbestrebungen in nahem ,zusammenhang4 ,der zweite1 ebenfalls schon in seine ,jugendzeit zurckreichende ,plan ist vollends ganz in ,vergessenheit geraten4 ,es war der ,plan einer enzyklopdischen ,vereinheitlichung der ,literatur1 den man wohl als eine ,art ,vorausnahme des ,gedankens der neuerlichen ,grndung der ,deutschen ,bcherei bezeichnen kann4 ,an ,stelle der vorhandenen ,zersplitterung der ,literatur sollte nach seinem ,vorschlag der gesamte deutsche ,bchermarkt in einer ,stadt1 in ,mainz1 konzentriert1 auerdem aber halbjhrig ein vollstndiger ,katalog aller erschienenen ,schriften herausgegeben werden1 zu dessen ,herstellung sich ,leibniz selbst erbot4 berschritten schon diese wissenschaftlichen ,plne weit den gewhnlichen ,umfang der ,wirksamkeit eines ,gelehrten1 so kamen nun aber dazu andere1 fr ihn noch zwingendere ,motive1 die es erklrlich machen1 da er nicht erst durch zufllige ,begegnungen in die1 wie man denken knnte1 seiner ,erziehung und ,jugendbildung fernliegende ,laufbahn des ,staatsmannes und ,diplomaten gedrngt wurde1 sondern da eben dies in der ,tat sein frh erstrebter und frei gewhlter ,beruf war4 ,schwerlich wrde er auch sonst den ehrenvollen ,antrag einer ,professur1 den die damals eine angesehene ,stellung unter den deutschen ,hochschulen einnehmende ,universitt ,altdorf ihrem zwanzigjhrigen ,doktoranden machte1 abgelehnt und sich statt dessen vorlufig mit dem etwas fragwrdigen ,amt des ,sekretrs eines ,nrnberger ,rosenkreuzervereins begngt haben4 ,wer die nach den verschiedenen ,richtungen seiner ,ttigkeit noch immer vollstndigste ,ausgabe ,leibnizscher ,schriften von ,dutens durchblttert1 nicht etwa blo seine philosophischen oder mathematischen zu ,rate zieht1 dem mu sofort in die ,augen springen3 dieser ,autor ist aus eigenstem ,antrieb ,jurist und ,politiker gewesen1 und er hat diesen ,beruf mit jener ,hingabe auf sich genommen1 die nur da mglich ist1 wo freie ,wahl und ,beruf zusammentreffen4 ,wer auch nur probeweise irgendeine seiner ,staatsschriften liest1 wie die unter dem ,pseudonym ,caesarinus ,frstenerius erschienene ber die ,souvernitt der deutschen ,frsten und ihr ,verhltnis zur ,oberhoheit des ,kaisers oder1 um ein noch gleichgltigeres1 wenn auch heute vielleicht wieder aktuell gewordenes ,beispiel zu nehmen1 seine ,denkschrift ber die ,wahl eines ,knigs von ,polen1 dem tritt hier eine so erstaunliche ,virtuositt juristischer und praktisch-politischer ,dialektik entgegen1 wie einer solchen niemand fhig ist1 der nicht neben einer eminenten ,sachkenntnis und einer unerreichten logischen ,begabung zugleich das scharfe ,schwert dieser ,logik mit ,begeisterung handhabt4 ,doch selbst die ,frage1 die ,leibniz als ,caesarinus ,frstenerius behandelt1 hat heute auch fr den ,historiker nur noch ein miges ,interesse2 sie gehrt einer uns gleichgltig gewordenen ,vergangenheit an4 ,das bedeutendste dieser ,aktenstcke1 die ,denkschrift1 die er1 diesmal sogar ausnahmsweise unter ,nennung seines ,namens1 im ,auftrage des ,kurfrsten von ,mainz fr ,ludwig ,,xiv4 ausarbeitete und im ,jahre #afgb selbst nach ,paris brachte1 ist nicht nur ungedruckt1 sondern bis zum ,beginn des vorigen ,jahrhunderts1 wo sie als ,manuskript im ,archiv zu ,hannover entdeckt wurde1 unbekannt geblieben3 es ist die merkwrdige ,denkschrift1 in der dem franzsischen ,knig eine ,expedition nach gypten zur ,bekmpfung der ,trkenmacht vorgeschlagen wird4 ,der ,plan ist wahrscheinlich in ,leibniz' eigenem ,kopf entstanden1 doch hatte er dem ,kurfrsten eingeleuchtet und dieser ihn daher mit den notwendigen ,reisegeldern fr einen mehrjhrigen ,aufenthalt in der franzsischen ,hauptstadt ausgerstet4 ,aber in so verlockenden ,farben der ,verfasser den ,erfolg eines solchen ,feldzugs schildert1 den ,frankreich im ,namen der gesamten ,christenheit fhren und durch den sich der franzsische ,knig zum unbestrittenen ,oberhaupt der christlichen ,frsten ,europas erheben wrde1 der ,vorschlag blieb nicht weniger erfolglos wie der zur polnischen ,knigswahl4 ,ludwig ,,xiv4 empfing den ,abgesandten nicht einmal1 sondern lie ihm durch seinen ,minister sagen1 seit ,ludwig dem ,heiligen seien die heiligen ,kriege aus der ,mode gekommen4 ,kurze ,zeit nachher aber nahm er ,lothringen weg1 und einige ,jahre spter berfiel er ,straburg4 ,die ,beraubung des durch den vorangegangenen ,krieg erschpften ,deutschen ,reichs galt ihm also zwar nicht1 wie den heutigen ,franzosen die nochmalige ,eroberung der von ihnen geraubten ,provinzen1 als ein heiliger ,krieg1 jedenfalls hielt er sie aber fr gewinnbringender als die ihn vielleicht etwas phantastisch anmutende ,expedition nach gypten4 ,auch mag es sein1 da den franzsischen ,staatsmnnern die geheime ,absicht des ,autors1 die ,eroberungsgelste ihres ,knigs von ,deutschland abzulenken1 nicht ganz verborgen blieb4 ,konnten diese zum ,teil umfangreichen politischen ,schriften im ,hinblick auf ihre ,erfolglosigkeit leicht in ,vergessenheit geraten1 um wie viel mehr gilt das nun aber von der ,jahrzehnte sich hinziehenden ,korrespondenz1 in der ,leibniz ber die ,frage verhandelte1 die ihm mehr als jede andere1 ja anscheinend mehr als seine wissenschaftlichen ,interessen am ,herzen lag1 die der ,wiedervereinigung der beiden christlichen ,kirchen1 an deren ,stelle dann1 als er schlielich auch hier notgedrungen auf einen ,erfolg verzichten mute1 gegen ,ende seines ,lebens die andre einer ,vereinigung der protestantischen ,bekenntnisse trat4 ,in diesen ,unionsbestrebungen ist er eben der hervorragendste ,reprsentant einer der mchtigsten geistigen ,strmungen seiner ,zeit4 ,zugleich galt ihm aber1 wie manchen namentlich der weitersehenden seiner ,zeitgenossen1 die religise als ein wichtiges ,mittel zur politischen ,einigung der deutschen ,stmme1 und in diesem patriotischen ,interesse war er daher1 da nun einmal eine ,verstndigung nur auf dem ,wege des ,kompromisses geschehen konnte1 berall bemht1 eine solche durch wechselseitige ,zugestndnisse zu erzielen4 ,das war es aber schlielich1 woran auch hier seine ,bemhungen scheiterten und notwendig scheitern muten4 ,wenn ihm der angesehenste ,vertreter des franzsischen ,katholizismus1 ,bossuet1 am ,ende eines mit ihm gefhrten ,briefwechsels bemerkte1 ,glaubensdifferenzen seien nicht auf diplomatischem ,wege zu beseitigen1 so war diese ,antwort in der ,tat so treffend wie mglich4 ,so ist es denn auch beinahe tragisch zu nennen1 da gerade die wirksamste seiner politischen ,schriften keine diplomatische1 sondern eher das ,gegenteil einer solchen gewesen ist3 es ist die kurz nach der mitten im ,frieden erfolgten ruberischen ,wegnahme ,straburgs durch die ,franzosen unter dem ,titel ,mars christianissimus erschienene ,streitschrift gegen ,ludwig ,,xiv4 ,mit beiendem ,spott kennzeichnet ihr ,verfasser den ,charakter der ,franzosen nicht weniger wie den ihres1 wie er sich selbst nennt1 allerchristlichsten ,knigs4 ,nach jedem der ,raubzge1 die dieser ,knig durch seine ,generle ausfhren lt1 errichten ihm die ,pariser ,triumphbogen mit der ,inschrift ,dem groen ,ludwig1 obgleich sie wohl wissen1 da das einzige1 was dieser ,groe whrend der ,feldzge getan hat1 darin bestand1 da er sich in ,paris amsierte4 ,seine ,qualitt als allerchristlichster ,knig bekundet er aber dadurch1 da er seine ,feldherren in den eroberten ,lndern wie die ,mordbrenner hausen lt4 ,leibniz hat damit der aus ,emprung und ,verachtung gemischten ,volksstimmung ,ausdruck gegeben1 die noch bis vor wenig ,jahrzehnten1 ja vielleicht bis zum heutigen ,tage in den sddeutschen ,grenzlanden nachgewirkt hat4 ,aber auch dieser wirkungsvollsten seiner politischen ,schriften ist nur eine kurze ,lebensdauer beschieden gewesen1 da sie durch ihr gelehrtes lateinisches ,gewand von vornherein auf engere ,kreise beschrnkt blieb4 ,vergeblich getane ,arbeit ist aber gerade darum1 weil sie vergeblich ist1 nicht selten mhseliger und zeitraubender als fruchtbringende4 ,das berhmte ,problem der ,brachystochrone1 der ,linie des krzesten ,falls1 um das sich sein ,freund ,johann ,bernoulli vergeblich bemht hatte1 lste ,leibniz auf einer ,spazierfahrt von ,hannover nach ,wolfenbttel1 und das ,resultat dieser ,leistung ist noch heute im ,gedchtnis der ,mathematiker erhalten geblieben4 ,die persnlichen ,unterredungen1 die ,reisen und die ,briefe1 die er der ,frage der ,vereinigung der ,kirchen gewidmet1 haben ,jahrzehnte lang einen groen ,teil seiner ,zeit in ,anspruch genommen2 doch sie sind so gut wie die ergebnislos gebliebenen politischen ,schriften aus dem ,gedchtnis der ,nachwelt fast ganz verschwunden4 ,schon die nchste ,generation hat in ,leibniz fast nur noch den groen ,philosophen und ,mathematiker erblickt4 ,man hat dabei meist nicht beachtet1 da dadurch immerhin das ,bild1 das wir uns auch von dem ,philosophen und ,mathematiker machen1 der ,wirklichkeit nicht entspricht4 ,sein ,leben ist nicht in erster ,linie diesen abstrakten ,wissenschaften gewidmet gewesen1 whrend er nebenbei den ,frsten1 an deren ,hof er ttig war1 mit seinem ,rat an die ,hand ging1 sondern das ,umgekehrte ist zutreffend3 er ist1 dem ,drang der ,zeit und eigenstem ,bedrfnis folgend1 ,politiker gewesen1 er hat sich aus diesem ,bedrfnis heraus vor allem die juristische und staatswissenschaftliche ,bildung der ,zeit angeeignet und die uere ,stellung gesucht und gefunden1 die ihm die ,ausbung dieses politischen ,berufs ermglichte1 ihn aber auch mit einer ,last von ,arbeit berhufte1 die fr sich allein schon eine ungewhnliche geistige ,kraft in ,anspruch nahm4 ,die ,meisterschaft in der ,behandlung der ,fragen des ,staats- und besonders des ,frstenrechts1 ber die er verfgte1 hatte ihn frhe schon zur obersten ,autoritt nicht nur im ,gebiet des letzteren1 sondern in den die ,zeit bewegenden politischen ,fragen berhaupt gemacht4 ,die ,verhandlungen ber die geplante ,kirchenvereinigung1 die teils unter seiner persnlichen ,assistenz zu ,hannover1 teils durch den von ihm gefhrten ,briefwechsel stattfanden1 haben ihn in den wechselnden ,formen zuerst der ,reunion der ,katholiken und ,protestanten1 dann der ,union der protestantischen ,konfessionen sein ,leben lang beschftigt4 ,und daneben fehlte es nicht an frstlichen ,sukzessions- oder ,erbfolgefragen sowie an den damals bei den deutschen ,frsten leider nicht selten vorkommenden ,eheirrungen1 bei deren ,ausgleich ,leibniz nicht selten als ,rechtskonsulent ttig war4 ,daneben beschftigten ihn von frh an allgemeinere ,aufgaben des ffentlichen und privaten ,rechts3 so schon in ,mainz ein nicht zur ,vollendung gelangter ,codex diplomaticus1 der die wichtigsten ,staatsvertrge zusammenfassen sollte1 ein systematisches ,kompendium des ,corpus juris1 der ,entwurf einer ,reform des juristischen ,studiums und vieles andere4 ,wenn ,leibniz seine wissenschaftlichen ,ergebnisse1 insbesondere die mathematischen und philosophischen1 nicht in greren ,werken1 sondern durchgngig in kurzen ,mitteilungen und ,briefen niederlegte1 so hat man das zuweilen als ein ,zeugnis dafr angesehen1 da es ihm nur um die ,sache1 wenig um die ,geltendmachung seiner ,autorschaft zu tun gewesen sei4 ,nher liegt es aber doch1 da sein politischer und diplomatischer ,beruf neben den mit diesem zusammenhngenden praktischen ,bestrebungen und privaten ,konsultationen seine ,zeit allzu sehr in ,anspruch nahm4 ,in ,briefen an ,freunde klagt er wiederholt1 er msse eine ,menge mathematischer ,probleme unerledigt lassen4 ,ich wnschte mir1 sagt er gelegentlich1 um die ,aufgaben zu lsen1 die mir durch den ,kopf gehen1 zehn weitere ,kpfe oder mindestens zwlf hilfreiche ,freunde1 ein ,ausspruch1 der nebenbei zeigt1 da er sich seiner berragenden ,fhigkeiten wohl bewut war4 ,sein eigentlicher1 den ,hauptinhalt seines ,lebens bildender ,beruf ist eben der des praktischen ,politikers gewesen4 ,und darin ist er ein ,kind seiner ,zeit4 ,der ,gedanke der ,wiederherstellung des ,friedens in ,staat und ,kirche1 fand in ihm ihren genialsten ,vertreter4 ,die sonstigen ,arbeiten1 besonders die philosophischen und mathematischen1 waren mehr ,produkte seiner ,muestunden1 die sich seinem eigentlichen ,lebensberuf unterordneten4 ,nur zweimal1 beidemal bezeichnenderweise auf der ,reise1 hat er sich mathematischen und physikalischen ,studien in grerer ,konzentration der ,arbeit gewidmet4 ,seine ,pariser ,mission war nach zwei ,jahren bereits endgltig gescheitert4 ,er konnte nach ,hause zurckkehren2 aber er blieb noch weitere zwei ,jahre4 ,in der hheren ,mathematik war ihm eine neue ,welt aufgegangen4 ,in ihr vllig heimisch zu werden1 empfand er als ein dringendes ,bedrfnis1 und er mochte berzeugt sein1 da ihm das nur hier1 an der damals ersten ,sttte mathematischer ,forschung1 mglich sei4 ,die ,frucht dieser ,jahre auerhalb des diplomatischen ,dienstes ist die ,erfindung der ,differentialrechnung4 ,zehn ,jahre spter unternahm er im ,auftrage des ,kurfrsten von ,hannover eine zweite mehrjhrige ,reise4 ,sie fhrte ihn nach ,wien und ,italien1 wo er die ,archive nach den ,urkunden der ,geschichte des ,welfischen ,hauses durchforschte4 ,hier begann er ein groes systematisches ,werk ber ,dynamik1 dem er einen krzeren ,essai bereits vorausgeschickt hatte4 ,dieses systematische ,werk sollte seine jahrelangen ,studien ber dieses ,gebiet zusammenfassen4 ,aber auch dieses ,werk ist ,fragment geblieben4 ,die archivalischen ,arbeiten1 um derentwillen er die ,reise angetreten1 mgen doch allzu sehr seine ,zeit in ,anspruch genommen haben4 ,so hat ber seinen wissenschaftlichen ,werken das ,verhngnis gewaltet1 da1 abgesehen von kleineren ,aufstzen und ,briefen1 gerade von den philosophischen nur zwei von ihm vollendet worden sind4 ,von ihnen ist noch dazu das eine1 die ,theodizee1 die er fr die ,knigin ,sophie ,charlotte von ,preuen schrieb1 vielleicht zu gleichen ,teilen seinen konziliatorischen religisen ,bestrebungen wie seinen philosophischen ,arbeiten zuzurechnen4 ,wie er in der jahrelangen ,korrespondenz mit dem ,jesuitenpater ,des ,bosses in ,hildesheim diesem einleuchtend zu machen sucht1 da1 ntigenfalls mit einigen ergnzenden ,hypothesen1 die den ,grundgedanken unberhrt lassen sollten1 das monadologische ,system mit dem katholischen ,dogma in ,einklang zu bringen sei1 so will die ,theodizee der fr die kirchlichen ,unionsbestrebungen lebhaft interessierten ,knigin die vollkommene bereinstimmung seiner ,philosophie mit dem ,christentum berhaupt1 besonders mit den der katholischen und protestantischen ,kirche gemeinsamen ,glaubensberzeugungen dartun4 ,das zweite grere ,werk1 die ,nouveaux ,essais sur l'entendement humain1 eine in ,dialogform niedergeschriebene fortlaufende ,kritik der ,stze des in jenen ,tagen einen groen ,einflu ausbenden ,werkes von ,locke1 trgt durchaus den ,charakter von ,notizen1 die sich der ,autor zu persnlichem ,gebrauch gemacht hat4 ,leibniz soll die ,verffentlichung unterlassen haben1 weil ,locke whrend der ,abfassung dieser ,notizen starb4 ,aber die ,anhnger ,lockes lebten so gut wie die ,schler ,descartes'1 den ,leibniz1 obgleich er lngst gestorben war1 zeitlebens bekmpfte4 ,es ist daher viel wahrscheinlicher1 da er die zu eigener ,belehrung geschriebene ,arbeit nicht geeignet zur ,verffentlichung fand4 ,da ein halbes ,jahrhundert nach seinem ,tode das ,manuskript dennoch gedruckt wurde1 war sicherlich ein groer ,gewinn fr das ,verstndnis seiner ,philosophie4 ,dennoch blieb es ein ,verhngnis fr diese1 da bis ber die ,hlfte des #ah4 ,jahrhunderts hinaus die ,theodizee sozusagen fr die offizielle ,darstellung seiner ,philosophie galt4 ,dies bewirkte nicht nur1 da die ,philosophie des #ah4 ,jahrhunderts unter dem ,schein des ,anschlusses an ,leibniz in ,wahrheit weit hinter diesen zurckging1 sondern da selbst noch ,kant nur ein mangelhaftes ,verstndnis seiner ,philosophie besa4 ,wenn ,leibniz1 wie nicht zu leugnen ist1 durch die auch in seinen religisen ,unionsbestrebungen hervortretende allzu groe ,geneigtheit zu ,kompromissen daran zum ,teil selber die ,schuld trgt1 so hngt das mit zwei ,eigenschaften zusammen1 die1 sonst in der ,regel einander widerstrebend1 bei ihm in seltener ,weise vereinigt sind3 er ist im hchsten ,grade rezeptiv und produktiv zugleich4 ,er ist stets geneigt1 einen ihm entgegentretenden neuen ,gedanken sich anzueignen4 ,sagt er doch selbst von sich1 in der ,diskussion sei er mehr bereit1 anderen zuzustimmen1 als ihnen zu widersprechen4 ,aber seine ,zustimmung ist gewissermaen immer zugleich ein ,widerspruch3 er dreht und wendet den fremden ,gedanken so lange1 bis er sein eigener1 damit aber auch ein anderer geworden ist4 ,eigentlich ist das ja nur eine besondere ,anwendung der in den juristischen und politischen so gut wie in den philosophischen und theologischen ,arbeiten zutage tretenden ,virtuositt seiner ,dialektik4 ,aber ohne ,gefahr ist natrlich diese dialektische ,gewandtheit nicht4 ,sie hat ihn gelegentlich zu ,konzessionen getrieben1 die er im letzten ,augenblick wieder zurcknehmen mute4 ,so machten ihn seine katholischen ,freunde darauf aufmerksam1 nach allem1 was er zugunsten der ,wiedervereinigung der ,kirchen sage1 bleibe ihm eigentlich nichts brig als selbst katholisch zu werden4 ,trotzdem hat er dreimal der in verlockender ,form an ihn herantretenden ,versuchung widerstanden4 ,in ,paris konnte er um den ,preis des ,konfessionswechsels ,mitglied der ,akademie1 in ,rom ,bibliothekar beim ,vatikan werden1 in ,wien eine einflureiche ,stellung am kaiserlichen ,hof gewinnen3 er widerstand der ,versuchung in allen drei ,fllen4 ,ich wrde1 das war die charakteristische ,antwort1 ich wrde1 wenn ich katholisch wre1 nicht ,protestant werden1 eben darum werde ich aber auch1 da ich ,protestant bin1 nicht katholisch4 ,darum war er nicht blo genial auf allen den mannigfaltigen ,gebieten der ,wissenschaft1 denen er sich zuwandte1 sondern er war auch ein genialer ,diplomat2 aber er war kein ,mann aus dem ,holze1 aus dem ,reformatoren geschnitzt werden4 ,auch seiner ,philosophie ist diese ,eigenschaft verhngnisvoll geworden4 ,sie hat nicht nur ber seine wirklichen berzeugungen1 ber das1 was man seine esoterische ,philosophie nennen kann1 ,miverstndnisse erweckt1 die bis zum heutigen ,tage nachwirken1 sondern sie mag ihn auch bisweilen veranlat haben1 ,begriffe1 die verschiedenen ,entwicklungsstufen seines ,denkens angehrten1 zu verbinden oder je nach ,umstnden abwechselnd zu gebrauchen4 ,so konnte der ,schein der ,mehrdeutigkeit um so leichter entstehen1 als er vor andern zu den ,philosophen gehrt1 die nur allmhlich zu ihren endgltigen berzeugungen gelangt sind4 ,so vieles man nun aber von allem dem der persnlichen ,eigenart zuschreiben mag1 die ja besonders bei einer so hervorragenden ,persnlichkeit stets zugleich einzig in ihrer ,art ist1 so ist es doch wiederum der ,charakter der ,zeit1 der in diesem ihrem grten ,sohne zum ,ausdruck kommt4 ,das gilt schlielich auch von derjenigen ,eigenschaft1 die dem oberflchlichen ,betrachter zunchst auffllt1 bei der aber auch derjenige1 der sich die geistige ,physiognomie dieses ,mannes nher zu vergegenwrtigen sucht1 immer wieder als der bewundernswertesten und unbegreiflichsten stehen bleibt3 von der ,universalitt seines ,wissens und ,knnens4 ,so sehr in der ,tat das deutsche ,volk zu ,leibniz' ,zeit unter der ,nachwirkung des furchtbaren ,krieges hinter den ,fortschritten1 die indessen anderwrts die ,wissenschaften gemacht hatten1 zurckgeblieben war1 die ,spuren der tiefen geistigen ,erregung1 die die ,reformation ausgebt1 waren ebensowenig erloschen1 wie die ,eigenart des deutschen ,geistes verloren gegangen war1 in der sich schon innerhalb der scholastischen ,theologie und ,philosophie die ,reformation vorbereitet hatte1 und die zum ,teil abseits von der sonstigen scholastischen ,tradition lag4 ,leibniz war in dieser deutschen ,scholastik aufgewachsen4 ,als die neue ,wissenschaft1 vor allem die neue ,naturwissenschaft1 auf ihn einzuwirken begann1 war er schon ausgestattet mit einem umfassenden ,wissen2 doch dieses ,wissen war nach ,umfang und ,methode das der ,scholastik4 ,und universell nach ihrem ,umfang1 einheitlich nach ihrer ,methode war die ,scholastik von ,anfang an4 ,wenn ,leibniz mit einer grndlichen scholastischen ,jugendbildung der neuen ,wissenschaft gegenbertrat1 so kam er daher nicht mit leeren ,hnden4 ,was die ,scholastik errungen1 fr die neue ,wissenschaft fruchtbar zu machen1 das war sein erstes1 die ,scholastik durch die neue ,wissenschaft endgltig zu berwinden1 das wurde sein letztes ,ziel4 ,,ii4 ,leibniz und die ,scholastik4 ,in einem seiner spteren ,briefe klagt ,leibniz1 in seiner ,jugendzeit habe in ,deutschland noch die ,scholastik geherrscht1 whrend anderwrts bereits berall die neue ,wissenschaft sich verbreitet hatte4 ,gleichwohl wrde es irrig sein1 wollte man daraus schlieen1 ,leibniz stimme dem absprechenden ,urteil zu1 das zuerst die ,humanisten und dann die ,vertreter der neuen ,naturwissenschaft gefllt hatten4 ,dem wrde schon die unbegrenzte ,hochachtung widersprechen1 mit der er berall des ,aristoteles gedenkt1 der doch allezeit der ,vater der ,scholastik gewesen ist4 ,aber auch gegen die eigentliche ,scholastik verhlt er sich durchaus nicht ablehnend4 ,vielmehr kommt jene ,neigung1 die er selbst sich zuschreibt1 lieber zuzustimmen als zu widersprechen1 auch ihr gegenber zur ,geltung1 und den ,spuren seiner scholastischen ,jugendbildung begegnet man berall in seinen spteren ,schriften4 ,von ,kindheit auf waren ihm ,aristoteles und die ,scholastik vertraut1 bereits zu einer ,zeit1 als ihm nach seinem eigenen ,bekenntnis die neuere ,naturwissenschaft und ,philosophie noch fremd geblieben4 ,mochte er auch1 wie er spter erzhlt1 als er auf der ,universitt mit der damals auf der ,hhe ihres ,ansehens stehenden ,cartesianischen ,philosophie bekannt wurde1 eine ,zeitlang schwanken1 ob er den substantiellen ,formen der ,scholastiker oder den mechanischen ,prinzipien ,descartes' den ,vorzug geben solle1 bereits seine akademische ,erstlingsschrift bewegt sich ganz in den ,gedankenkreisen der ,scholastik4 ,behandelt sie doch die damals hauptschlich den ,zankapfel zwischen den sogenannten ,realisten und ,nominalisten bildende echt scholastische ,streitfrage1 ob die individuellen ,unterschiede der ,dinge von der ,form oder von der ,materie herrhrten4 ,diese scholastische ,jugendbildung hat sein ,leben lang in ihm nachgewirkt4 ,doch die ,scholastik ist keine einheitliche ,philosophie4 ,wir sind heute allzu sehr geneigt1 den ,eindruck1 den besonders in den spteren ,jahrhunderten der formalistische ,betrieb der scholastischen ,logik1 die ,herrschaft eines blinden ,autorittsglaubens und die ,neigung zu leeren ,begriffs- und ,wortstreitigkeiten erwecken1 auf die ,wissenschaft dieses ganzen ,zeitalters zu bertragen4 ,vor allem aber steht unser heutiges ,urteil unter dem ,einflu der vernichtenden1 natrlich einseitig orientierten ,polemik der ,humanisten und der bahnbrechenden ,philosophen der ,neuzeit1 die1 hnlich wie dies dereinst ,plato mit der ,sophistik getan hatte1 nach den abschreckenden ,beispielen scholastischer ,wort- und ,begriffsklauberei eigentlich erst jenes typische ,bild der ,scholastik geschaffen haben1 das heute noch das gelufige ist4 ,doch so treffend die ,satire sein mag1 in der schon die ,erfurter ,humanisten in den ,briefen der ,dunkelmnner gegen die ,klner und ,leipziger ,magister zu ,felde zogen1 diese ,satire trifft eigentlich nur den vulgren ,schulbetrieb einiger ,hochschulen1 whrend die ,verfasser jener satirischen ,briefe selbst und ihre ,gesinnungsgenossen in wissenschaftlicher ,beziehung noch ebenso wie die ,reformatoren dem ,gedankenkreis der ,scholastik angehren4 ,so hat denn noch ber ein ,jahrhundert spter ,leibniz ,jena1 ,marburg und ,helmstdt als die drei fortgeschrittensten ,universitten gerhmt1 und er bekennt dankbar1 da ihm erst whrend des kurzen ,semesters seiner ,studienzeit in ,jena durch ,erhard ,weigel ein neues ,licht aufgegangen sei4 ,das will aber nicht bedeuten1 da auf jenen drei ,universitten die ,scholastik nicht geherrscht htte1 oder da ,erhard ,weigel ein ,vertreter der modernen ,philosophie gewesen wre4 ,vielmehr ging das ,bestreben gerade dieses ,mannes vornehmlich dahin1 die ,scholastik mit der neuen ,wissenschaft zu vershnen1 und wenn in irgend einer ,richtung er auf ,leibniz gewirkt hat1 so ist es in der ,tendenz gewesen1 die durch die ,scholastik geschaffenen ,denkmittel1 so weit er ihnen einen bleibenden ,wert zuerkannte1 fr diese neue ,wissenschaft fruchtbar zu machen4 ,auerdem aber gab es in der ,scholastik selbst eine ,richtung1 die der herrschenden1 streng an ,aristoteles sich anschlieenden fremd gegenberstand1 und in der ltere gnostische und neuplatonische ,strmungen nachwirkten4 ,gerade ihr stand auch jener ,erhard ,weigel1 der sich sein ,leben lang mancherlei pythagoreisierenden ,spekulationen und andern phantastischen ,plnen hingab1 nicht allzu fern4 ,weit mehr als in den ,gegenstzen der ,realisten und ,nominalisten1 die sich in ihrem wissenschaftlichen ,lehrbetrieb meist wenig unterschieden1 sind es diese mehr von einzelnen ,persnlichkeiten ausgehenden mystischen ,richtungen1 die der ,scholastik niemals fehlten und die besonders auch in den gelehrten ,mnchsorden des #ac4 ,jahrhunderts bedeutende ,vertreter fanden1 die sichtlich auf ,leibniz in seiner ,jugendzeit gewirkt haben4 ,zu ihnen gehren ,meister ,eckhard1 der deutsche ,dominikaner1 zu ihnen ,roger ,bacon1 der irische ,franziskaner4 ,beide sind die hervorragendsten ,reprsentanten zweier im ganzen heterogener ,strmungen1 die in dem ,zeitalter der klassischen ,scholastik nebeneinander hergehen4 ,in der ,predigt des ,meister ,eckhard berwiegt die von dem ,gedanken der unmittelbaren ,selbstoffenbarung der ,gottheit getragene rein religise ,mystik2 in ,roger ,bacon verbindet sich dieser mystische ,zug mit dem in dem intellektuellen ,universalismus der klassischen ,scholastik wurzelnden ,streben nach einer vornehmlich von der wunderbaren ,macht der ,mathematik erhofften ,welterkenntnis4 ,in der zweiten dieser ,richtungen beginnt sich daher zugleich der ,geist der knftigen neuen ,naturwissenschaft und ihres mchtigen ,werkzeuges1 einer ber die ,grenzen der bisherigen ,rechenkunst hinausfhrenden hheren ,mathematik1 zu regen4 ,es ist eine eigenartige1 seitdem nie wieder ganz erloschene ,abzweigung der ,mystik1 die uns hier begegnet4 ,ein ,hauptvertreter dieser teils mit dem ,aberglauben der ,zeit1 teils mit dem allmhlich sich regenden ,gedanken einer neuen ,naturerkenntnis sich berhrenden ,richtung ist ein zweiter ,zeitgenosse des ,meister ,eckhard1 der ,spanier ,raimundus ,lullus1 der vielleicht gerade deshalb1 weil in ihm phantastische ,mystik und mathematische ,spekulation besonders innig verwebt sind1 am lngsten nachgewirkt hat4 ,noch ,jahrhunderte nach ihm galt die ,lullische ,kunst -- so nach dem ,titel ,ars magna seines ,werkes genannt -- hnlich der ,alchemie als eine ,art wissenschaftlicher ,zauberei4 ,wie die ,alchemie zum ,experiment1 so verhielt sich diese mystische ,zahlenkunst zur wissenschaftlichen ,mathematik4 ,der berraschende ,eindruck1 den das unerwartete ,ergebnis einer ,rechenoperation auf den ,rechnenden selbst hervorbringen kann1 macht es wohl begreiflich1 da dem mathematischen ,denken dieser ,zug zur ,mystik eigen geblieben ist1 und da sich vollends in jenen ,tagen1 in denen der uralte ,zahlzauber im ,volksglauben noch eine grere ,rolle spielte als heute1 die ,wissenschaft gelegentlich auch auf diesem ,gebiet sich zur ,magie steigerte4 ,schon der ,astrologie hatte ja die mathematische ,beihilfe1 deren sie bedurfte1 zum ,teil ihr bergewicht ber die anderen sogenannten ,geheimwissenschaften verschafft4 ,so lag die bertragung dieser ,mystik der ,zahlen auf die mathematischen ,operationen selbst1 wie sie den spezifischen ,charakter der ,lullischen ,kunst und verwandter ,bestrebungen ausmachte1 nahe genug1 whrend zudem der in der ,scholastik herrschende logische ,formalismus dieser ,tendenz zu ,hilfe kam4 a4 ,leibniz als ,mathematiker4 ,in der ,tat ist es durchaus diese ,richtung der mathematischen ,mystik1 die uns in der ,schrift entgegentritt1 mit der ,leibniz die ,reihe seiner mathematischen ,arbeiten erffnete1 in der ,dissertatio de arte combinatoria4 ,nach dem ,titel ist man geneigt1 in ihr eine ,kombinationslehre im heutigen ,sinne zu vermuten1 und teilweise ist dies auch zutreffend4 ,aber ihr eigentlicher ,zweck ist ein hherer4 ,er ist im wesentlichen der gleiche1 den dereinst ,raimund ,lull mit seiner ,ars magna verfolgt hatte2 und nicht nur der ,zweck1 sondern auch die ,mittel1 ihn zu erreichen1 sind im ganzen die nmlichen4 ,auch ,raimund ,lulls ,werk war eine ,art ,kombinatorik gewesen4 ,in der ,verbindung einfacher zu komplexen ,begriffen sah er eine ,ars inveniendi1 eine ,erfindungskunst1 die der theoretischen ,erkenntnis wie ihrer praktischen ,anwendung dienen und alle ,wissenschaften zu einer groen ,einheit verbinden sollte4 ,genau so schildert ,leibniz spter im ,rckblick auf seine eigene ,entwicklung die ,gedanken1 die ihm bei jener mathematischen ,erstlingsschrift vorschwebten4 ,sein ,plan sei gewesen1 die zusammengesetzten ,begriffe der ganzen ,welt in wenige einfache1 gleichsam als deren ,alphabet1 zu zerlegen und dann durch deren systematische ,kombinationen zu verbinden4 ,dazu sollte auerdem ein zweckmiges ,zeichensystem fr die ,charakteristik der ,begriffe dienen4 ,danach ist die ,ars combinatoria ein erster ,versuch zur ,ausfhrung jener ,charakteristica universalis1 deren ,plan ,leibniz sein ,leben lang beschftigt hat4 ,sie ist aber zugleich eine ,erneuerung des ,unternehmens von ,raimund ,lull4 ,ein wesentlicher ,unterschied besteht allerdings zwischen beiden4 ,mag auch in den ,hoffnungen1 die ,leibniz an seine ,charakteristica universalis geknpft hat1 noch ein leiser ,hauch mathematischer ,mystik zu verspren sein1 von der phantastischen ,mystik eines ,raimund ,lull1 der unter anderem in der ,kombinatorik ein ,mittel sah1 die ,unglubigen zum ,christentum zu bekehren1 ist er vollkommen frei4 ,er erkennt ihr nur insoweit den ,charakter einer ,erfindungskunst zu1 als die ,zerlegung und ,verbindung der ,begriffe der systematischen ,ordnung derselben dienen kann4 ,darum bleibt nun aber auch das ,resultat seiner ,ars combinatoria im wesentlichen ein rein formales2 und sie ist spter ihrem ,urheber selbst hchstens als eine ,art ,einleitung zu jener von ihm gesuchten ,ars inventiva erschienen4 ,um so mehr ist gerade die ,kombinatorik ein echtes ,erzeugnis des scholastischen ,formalismus1 wie denn auch ihr ,verfasser die ,variationen der ,urteilsformen in den syllogistischen ,figuren als ein ,hauptbeispiel gewhlt hat4 ,gleichwohl spiegeln sich in dieser mathematischen ,erstlingsschrift des ,philosophen bereits die in ihm zur hchsten ,ausbildung gelangten ,seiten der ,scholastik3 ihre ,universalitt und das mit dieser zusammenhngende ,streben nach einer streng logischen und zugleich einheitlichen ,methode4 ,auf der einen ,seite erblickt er in der ,anwendbarkeit der ,kombinatorik auf alle mglichen ,begriffe eine ,eigenschaft1 die sie zu einer universellen ,methode geeignet macht2 auf der andern ist ihm ihr mathematischer ,charakter eine ,brgschaft ihrer logischen ,exaktheit4 ,doch als die ,hoffnungen scheiterten1 die ,leibniz auf die ,kombinatorik gesetzt hatte1 verzichtete er darum noch keineswegs auf den ,plan1 zu dessen ,verwirklichung sie ihm um ihrer universellen ,anwendbarkeit willen zunchst dienen sollte4 ,aber man gewinnt den ,eindruck1 da nun dieser ,plan eine andere ,gestalt annahm4 ,hatte die ,ars combinatoria das ungeheure ,problem einer universellen ,methode mit einem ,mal zu lsen versucht1 so sollte nun eine stckweise ,bewltigung der einzelnen mathematischen ,aufgaben im ,sinne einer die verschiedenen ,gebiete in engere ,beziehung zu einander bringenden ,behandlung treten4 ,sehr bezeichnend tritt uns dieser mutmaliche ,wandel des ,planes der ,charakteristica universalis in einigen die mathematische ,behandlung der ,logik betreffenden ,blttern entgegen1 die ,j4 ,e4 ,erdmann in der ,bibliothek zu ,hannover aufgefunden und in seiner ,ausgabe der philosophischen ,werke verffentlicht hat4 ,sie enthalten einen ,entwurf1 in dem zum ersten ,male der ,versuch einer ,darstellung der ,logik in der ,form eines dem arithmetischen nachgebildeten ,algorithmus gemacht wird4 ,die ,stellung dieser ,aufgabe ist sichtlich aus der von ,leibniz des fteren ausgesprochenen berzeugung entsprungen1 die gesamte ,mathematik sei eigentlich nichts anderes als eine erweiterte ,logik4 ,er sucht demnach vornehmlich die vernderte ,bedeutung festzustellen1 welche den arithmetischen ,fundamentaloperationen angewiesen werden mu1 wenn man sie1 statt speziell auf ,grenbegriffe1 auf irgendwelche logische ,begriffe berhaupt anwendet4 ,ohne von diesem ,leibnizschen ,unternehmen etwas zu wissen1 haben in neuester ,zeit namentlich englische und amerikanische ,mathematiker dasselbe ,problem einer symbolischen ,logik auf verschiedenen ,wegen in ,angriff genommen4 ,aber der ,standpunkt der ,behandlung ist dabei durchgngig ein diametral entgegengesetzter gewesen4 ,whrend ,leibniz unmittelbar aus den logischen ,denkformen selbst den ihnen eigentmlichen ,algorithmus entwickelt1 gehen jene neueren ,forscher umgekehrt von der ,mathematik aus1 indem sie unter der ,voraussetzung der ,allgemeingltigkeit der arithmetischen ,operationen einen zur ,lsung spezifisch logischer ,aufgaben geeigneten mathematischen ,kalkl zu entwickeln suchen4 ,der ,unterschied zwischen ,leibniz und ihnen besteht also darin1 da diese lediglich den praktischen ,zweck einer ,gewinnung von mathematischen ,methoden zur ,lsung mehr oder weniger verwickelter syllogistischer ,aufgaben verfolgen1 ohne sich um die ,frage nach dem ,verhltnis der allgemein logischen zu den spezifisch mathematischen ,denkoperationen zu kmmern1 wogegen ,leibniz ausschlielich diese theoretische ,frage behandelt1 ohne sich auf praktische ,anwendungen einzulassen4 ,gerade dies rein theoretische ,interesse an der ,frage ist offenbar von der auf die ,anregungen seiner scholastischen ,jugendbildung zurckgehenden ,hochschtzung der formalen ,logik getragen1 die bei den modernen ,bearbeitern des gleichen ,themas vielmehr dem ,bestreben ,platz gemacht hat1 die unvollkommenen logischen ,hilfsmittel durch vollkommenere mathematische zu ersetzen4 ,diese ,wendung des ,problems wrde ,leibniz wahrscheinlich als einen ,versuch betrachtet haben1 die allgemeinen ,gesetze des logischen ,denkens nicht zu erleuchten1 sondern zu verdunkeln4 ,dagegen entspricht seine ,behandlung durchaus dem aus der ,beziehung zwischen ,logik und ,mathematik sich ergebenden theoretischen ,problem1 und sie liegt auerdem in der ,richtung der von der ,scholastik gepflegten ,verwendung der aristotelischen ,syllogistik in ,geometrie und ,arithmetik4 ,diese ,verbindung hatte die ,scholastik aus dem ,altertum bernommen2 die ,elemente des ,euklid blieben aber nicht zum wenigsten deshalb das fhrende und fast das einzige ,lehrgebude der ,mathematik1 weil bei ihnen bereits die aristotelische ,syllogistik ,pate gestanden und wesentlich mitgewirkt hatte1 in der ,wissenschaft des ,abendlandes den ,aristoteles jahrhundertelang zur unbestritten obersten ,autoritt zu erheben4 ,wie jedoch die ,charakteristica universalis bei ,leibniz von ,anfang an ein ,ideal ist1 das in der ,logik ihr zugleich die ,sicherheit der ,mathematik verbrgendes ,vorbild hat1 so legt dies den weiteren ,gedanken nahe1 den ,mastab der mathematischen ,evidenz wiederum an die allgemeinen ,operationen des logischen ,denkens anzulegen und damit1 wie bisher durch die ,syllogistik eine ,sttze fr den mathematischen ,beweis1 so nun umgekehrt aus den auf eine exakte mathematische ,form gebrachten ,grundstzen der logischen ,denkoperationen ein ,mittel fr die ,nachweisung wissenschaftlicher ,wahrheiten berhaupt zu gewinnen4 ,der ,versuch einer solchen in das ,gewand einer mathematischen ,symbolik gekleideten ,logik erscheint so als eine ,verallgemeinerung jener oben erwhnten ,behauptung1 ,jurisprudenz und ,mathematik seien einander verwandte ,wissenschaften4 ,noch bewegten sich jedoch diese ,plne einer die ,logik mit der ,mathematik zu einem einheitlichen ,ganzen zusammenfassenden ,universalwissenschaft im wesentlichen auf dem ,boden der ,elementarmathematik und der berlieferten ,logik4 ,neue und zugleich fruchtbarere ,ausblicke in dieser ,richtung erffneten sich1 als ,leibniz1 wie er selbst bekennt1 zum erstenmal in ,paris in den ,geist der hheren ,mathematik eindrang4 ,wenn er ,descartes' ,geometrie und ,pascals ,briefe ber die ,zykloide als die beiden ,werke bezeichnet1 deren ,studium er die ersten ,anregungen verdankt habe1 so geschah dies hier freilich fast mehr in negativem als in positivem ,sinne4 ,die ,lektre jener ,werke regte ihn an1 die ,lsung der in ihnen behandelten ,probleme auf einer neuen ,grundlage zu versuchen4 ,dabei zeigt sich aber auch gerade in diesem ,fall1 da er selbst jenen ,problemen keineswegs mit leeren ,hnden entgegenkommt1 sondern da diejenigen ,ideen1 die deren ganze ,behandlung auf eine neue ,basis stellen sollten1 tief in seiner scholastischen ,jugendbildung wurzeln4 ,doch whrend seine bisherigen ,bemhungen auf die ,herstellung einer engeren ,beziehung zwischen ,mathematik und ,logik gerichtet sind1 veranlassen ihn die schwierigeren ,probleme der hheren ,mathematik1 tiefer in den ,vorrat berlieferter philosophischer ,begriffe zurckzugreifen4 ,die ,logik gengt dazu nicht mehr1 die ,mathematik mu zu ,hilfe gerufen werden4 ,da sind es zwei ,lcken1 die ihm bei dem ,studium der neueren mathematischen ,arbeiten begegnen3 die eine lt ihn ,descartes' analytische ,geometrie als unzulnglich erkennen2 die andere zeigt sich bei dem in jenen ,tagen viel verhandelten ,problem der ,quadratur des ,kreises1 bei dem man immer noch im wesentlichen auf die alte ,archimedische ,exhaustionsmethode zurckging4 ,um diesen ,mngeln abzuhelfen1 dazu gengten die ,hilfsmittel der in fest begrenzte ,begriffsverhltnisse eingeschlossenen ,logik nicht mehr4 ,wohl aber fand sich in dem ,arsenal der aristotelisch-scholastischen ,metaphysik ein bedeutsamer ,begriff1 den zwar die ,mathematik gelegentlich gestreift1 von dem sie aber nirgends eine folgerichtige ,anwendung gemacht hatte4 ,das war der ,begriff des ,unendlichen4 ,fast knnte man sagen3 es war eine ,art ,horror vacui1 der bis dahin die ,mathematik wie die ,logik von der ,verwendung des ,unendlichkeitsbegriffs ferngehalten hatte4 ,eine um so wichtigere ,rolle hatte er in der ,metaphysik gespielt4 ,ausgehend von der ,voraussetzung einer ,unendlichkeit der ,zeit1 die ,aristoteles fr das ,automaton1 jenen ersten ,beweger1 der fr ihn einerseits mit der ,gottesidee1 anderseits mit dem ,begriff einer unaufhrlich wirksamen ,ursache des kosmischen ,geschehens zusammenfiel1 angenommen hatte1 war die scholastische ,theologie in ihrem ,streben1 die ,gottesidee ber alle denkbaren ,grenzen zu erhhen1 zu dem ,begriff einer absoluten ,unendlichkeit fortgeschritten1 der eben darum nicht mehr positiv bestimmt1 sondern nur durch die ,negation aller endlichen ,eigenschaften definiert werden konnte4 ,so entstand aus der ursprnglich der empirischen ,wirklichkeit angehrenden aristotelischen ,substanz 7ousia71 die in dem ,einzelding ihre unmittelbare ,grundlage hatte1 der ,begriff einer absoluten unendlichen ,substanz1 der bis tief in die neuere ,philosophie hinein fortgewirkt hat4 ,da dieser ,begriff des ,unendlichen von uns zwar als ein notwendiger erkannt wird1 an sich aber die ,fhigkeiten unserer begrenzten ,erkenntnis berschreitet1 so nennt ihn die ,scholastik einen transzendenten4 ,dieses von ihr geschaffene ,wort hat zuerst ,leibniz von der ,metaphysik in die ,mathematik hinbergetragen1 und die ,anregung dazu gab ihm das ,studium von ,descartes' ,geometrie4 ,descartes hatte in seinem ,werk nur diejenigen geometrischen ,gebilde analytisch behandelt1 deren ,gleichungen blo einer begrenzten ,zahl arithmetischer ,operationen zu ihrer ,lsung bedrfen4 ,kurven1 bei denen diese algebraischen ,hilfsmittel nicht zureichen1 nannte er mechanische ,kurven1 insofern man sie sich gleichwohl durch eine nach irgendeinem ,gesetz erfolgende ,bewegung erzeugt denken kann4 ,sein ,werk war also nicht eine analytische ,geometrie im heutigen ,sinne des ,wortes1 obgleich man es meist so zu bezeichnen pflegt1 sondern eine algebraische ,geometrie oder1 wie man es vielleicht treffender nennen knnte1 eine ,theorie der algebraischen ,funktionen und ihrer geometrischen ,anwendungen4 ,dazu mu freilich bemerkt werden1 da der mathematische ,begriff der ,funktion1 der unter diesem ,namen erst spter durch ,johann ,bernoulli eingefhrt wurde1 zu ,descartes' ,zeit noch nicht oder doch nur latent existierte4 ,hier erkannte nun ,leibniz sofort in dieser ,beschrnkung einen ,mangel1 dem er durch die ,forderung einer analytischen ,behandlung auch dieser1 die ,hilfsmittel der gewhnlichen mathematischen ,elementaroperationen berschreitenden ,funktionen zu begegnen suchte4 ,um diese neue1 eine einheitliche ,betrachtung aller analytischen ,funktionen vermittelnde ,aufgabe auch uerlich zu kennzeichnen1 greift er aber in den ,begriffsschatz der scholastischen ,metaphysik1 indem er die mechanischen ,kurven ,descartes'1 eben weil sie die ,grenzen der bisherigen ,arithmetik berschreiten1 als transzendente bezeichnet4 ,dabei ist freilich ein wichtiger ,bedeutungswandel dieses ,begriffes eingetreten4 ,transzendent in dem metaphysischen ,sinne der ,scholastik ist das unendliche1 darum dem endlichen ,erkennen unzugngliche ,sein2 transzendent im mathematischen ,sinne ist seit ,leibniz eine ,aufgabe1 deren ,lsung neue1 ber die ,hilfsmittel der gewhnlichen ,arithmetik hinausreichende mathematische ,operationen fordert4 ,dort entzieht sich das transzendente ,objekt endgltig unserer ,erkenntnis1 hier weist der ,ausdruck umgekehrt auf neue ,hilfsmittel hin1 die das bisher ,unerkennbare erkennbar machen4 ,im ,hintergrund steht in beiden ,fllen der ,begriff des ,unendlichen4 ,damit ist die ,einfhrung des neuen ,begriffs der transzendenten ,funktion zugleich gebunden an die neue ,rechnungsmethode1 die man wohl auch eine ins ,unendliche fortgefhrte ,arithmetik nennen kann1 an die ,differentialrechnung1 oder1 wie ,leibniz selbst sie im ,hinblick auf die ,hilfe1 die ihm dabei der ,unendlichkeitsbegriff geleistet1 genannt hat1 an die ,infinitesimalrechnung4 ,hier greift aber in diese von der ,beschftigung mit der ,geometrie ausgehende ,erweiterung des ,funktionsbegriffs auerdem jenes andere ,problem ein1 um das sich zu dieser ,zeit wiederholt die ,mathematiker bemhten3 die ,quadratur des ,kreises4 ,bis dahin ging man von dem uralten ,prinzip der praktischen ,feldmessung aus1 eine krummlinig begrenzte ebene ,flche durch parallele ,ordinaten in kleine ,quadrate zerlegt zu denken1 deren ,summe dann das der betreffenden ,flche entsprechende ,quadrat ergab4 ,je kleiner man sich diese ,quadrate denkt1 um so nher kommt natrlich das ,resultat der ,wirklichkeit4 ,doch eine bestimmte ,grenze gibt dieses metrische ,prinzip nicht an die ,hand1 und die ,methode bleibt daher unbefriedigend4 ,leibniz suchte nun nach einem andern ,verfahren1 das ein solches absolutes ,minimum ergebe4 ,er hoffte es zu finden1 indem er1 statt von dem relativen ,unterschied des ,groen und ,kleinen1 von dem absoluten ,gegensatz des unendlich ,groen und des unendlich ,kleinen ausging4 ,dazu mute vor allem als ,maelement ein solches gewhlt werden1 das seinem allgemeinen ,begriff nach der ,forderung der ,einfachheit entsprach4 ,die in diesem ,sinne einfachste ,figur in der ,ebene ist aber das ,dreieck als die von der kleinsten ,zahl von ,geraden umschlossene ,ebene4 ,leibniz1 ohnehin berall geneigt1 bei der ,behandlung bestimmter ,aufgaben neue ,wege einzuschlagen1 versuchte daher1 durch die ,zerlegung in ,dreiecke statt in ,quadrate dieses ,ziel zu erreichen4 ,so gelangte er zu der berhmten unendlichen ,reihe #a - #a_/c #a_/e - #a_/g 444 fr den ,flcheninhalt des ,kreises vom ,durchmesser #a4 ,indem zur ,konstruktion der ,dreiecke1 die bei dieser ,arithmetisierung des ,kreises1 wie er sein ,verfahren nannte1 die auf die ,punkte des ,kreisumfangs gelegten ,tangenten und ,sekanten benutzt wurden1 fhrte aber diese ,methode1 auf ,kurven von beliebiger ,gestalt bertragen1 unmittelbar zu dem ,gedanken1 das ,dreieck zur ,lsung der allgemeineren ,aufgabe einer solchen ,arithmetisierung des ,verlaufs einer ,kurve zu verwenden4 ,er dachte sich also ein zu diesem ,zweck rechtwinkliges ,dreieck aus den zu den zwei einander nchsten ,punkten der ,kurve gehrigen ,koordinaten als ,katheten und der fr diesen ,fall mit der ,kurve selbst zusammenfallenden ,tangente als ,hypothenuse gebildet4 ,dieses ,dreieck nannte er das ,triangulum charakteristicum4 ,gewi ist es kein ,zufall1 da der ,name an die ,charakteristica universalis erinnert4 ,eine universelle1 den ,umkreis der berlieferten arithmetischen ,operationen berschreitende ,arithmetik hat ,leibniz zu jeder ,zeit unter ihr verstanden4 ,die ,differentialrechnung ist aber tatschlich eine solche3 sie ist es mehr als alle vorangegangenen ,bemhungen in hnlicher ,richtung1 die zumeist erst durch sie ihre ,erledigung fanden4 ,von der ,differentialrechnung kann man darum wohl sagen3 mit ihrer ,erfindung hat er im wesentlichen erreicht1 was er in seiner ,charakteristica universalis erstrebt hatte4 ,wenn er das selbst nicht direkt anerkannt hat1 so mag dies wohl darin seinen ,grund haben1 da er nirgends eingestehen wollte1 ein ,problem knne jemals abgeschlossen sein1 besonders aber darin1 da zur ,anerkennung der ,universalitt der ,methode ein notwendiges ,desiderat fehlte3 die ,anwendung auf andere ,wissenschaften1 die er im ,hinblick auf den von ihm behaupteten ,zusammenhang alles ,wissens forderte4 ,die ,umwandlung1 die der ,unendlichkeitsbegriff auf seinem ,wege von der aristotelischen ,scholastik zu ,leibniz und von diesem zur neueren ,mathematik erfahren hat1 ist brigens zugleich eines der bedeutsamsten ,stcke moderner ,begriffsgeschichte4 ,der ,scholastik galt1 wie noch jetzt dem populren ,bewutsein1 in welchem die scholastische ,theologie heute noch nachwirkt1 das ,unendliche als oberster ,grenzbegriff alles ,denkbaren4 ,aber latent war darin vermge des die ,wissenschaft seit ,aristoteles beherrschenden ,prinzips der ,antithetik1 nach welchem jeder selbstndige ,begriff seinen ,gegensatzbegriff fordert1 auch der unterste ,grenzbegriff des unendlich ,kleinen bereits vorausgesetzt4 ,wir werden auf dieses ,prinzip unten bei dem direkt auf ihm aufgebauten ,begriffssystem der scholastischen wie der ,leibnizschen ,naturlehre zurckkommen4 ,dabei besteht nun die ,selbstndigkeit der ,begriffe wesentlich darin1 da jeder unvermischt mit andern gedacht werde1 weil er dann erst in seinem reinen ,gegensatz zu dem ihn antithetisch ergnzenden erscheint4 ,darum sind solche ,begriffe absolute ,gegenstze1 nicht blo relative1 und jedes ,glied des ,gegensatzes ist selbst ein absoluter ,begriff4 ,dies gilt fr das ,unendliche in seinen beiden ,formen1 fr das unendlich ,groe wie fr das unendlich ,kleine4 ,so ist denn auch das ,triangulum charakteristicum in den ersten ,begrndungen1 die ,leibniz der ,differentialrechnung gab1 das absolut1 nicht das relativ kleinste ,dreieck1 das man zur ,ausmessung einer ,kurve verwendet4 ,da es auerhalb dem absolut ,kleinsten noch ein kleineres gebe1 ist ihm hier eine widersprechende ,annahme4 ,das charakteristische ,dreieck ist also nicht eines neben andern1 sondern ein einziges4 ,es ist1 wie das ,unendliche berhaupt1 niemals in der ,anschauung gegeben1 wohl aber begrifflich das denkbar kleinste ,dreieck an dem betreffenden ,punkt der ,kurve4 ,hier ist die ,fluxionsmethode ,newtons der ,leibnizschen ,infinitesimalmethode von vornherein berlegen4 ,indem jene nicht an das geometrische ,bild der ,funktion1 sondern an das andere einer im gleichfrmigen ,flusse der ,zeit vernderlichen ,geschwindigkeit anknpft1 liegt ihr zwar in der gleichfrmig flieenden ,zeit eine metaphysische ,voraussetzung zugrunde1 die nmliche1 deren sich ,newton auch in seiner ,naturphilosophie bedient hat2 aber das ,bild der ,bewegung eines rumlichen ,punktes fhrt doch ohne weiteres zu dem der ,geschwindigkeitsnderung hinber4 ,dagegen bietet der ,leibnizsche geometrisch fundierte ,differentialbegriff in dem aus dem ,verhltnis der ,koordinatenabschnitte des charakteristischen ,dreiecks gebildeten ,differentialquotienten von vornherein einen fr die ,gewinnung eines konsequent durchgefhrten ,algorithmus weit geeigneteren ,ausgangspunkt4 ,dabei erwies sich gerade dieser ,begriff eines absoluten1 unvernderlich gedachten ,minimums deshalb hilfreich1 weil sich von ihm aus um so zwingender mittels der so eingefhrten ,symbolik ein ,fortschritt zu weiteren1 entsprechend gebildeten ,differentialfunktionen ergab4 ,hierzu mute dann freilich die absolute ,bedeutung des unendlich ,kleinen beseitigt1 und durch die ,feststellung einer allzeit nur relativen ersetzt werden4 ,das ergab sich aber mit ,notwendigkeit aus der weiteren ,aufgabe1 einen entsprechenden ,ausdruck fr die ,richtungsnderung einer ,kurve zu finden4 ,und da konnte es nicht zweifelhaft sein1 da ein solcher ,ausdruck aus einer ,wiederholung desselben ,verfahrens bestehen mute1 das zu dem ersten ,differentialquotienten als dem arithmetischen ,ausdruck der ,richtung gefhrt hatte4 ,sobald ,leibniz die ,richtungsnderung der ,funktion als die reale ,bedeutung des zweiten ,differentialquotienten erkannte1 konnte er sich aber auch der ,mglichkeit einer unbegrenzten weiteren ,fortsetzung der gleichen ,operation nicht mehr entziehen4 ,so verwandelte sich der ,begriff des absoluten in den des relativen ,minimums1 das brigens immerhin seinen ,zusammenhang mit jenem absoluten ,grenzbegriff darin bewahrte1 da die ,grenze1 bis zu welcher in der ,bildung der ,differentialfunktion zu gehen ist1 durch die ,natur des ,problems jedesmal fest bestimmt wird1 was im ,erfolg der ,feststellung eines absoluten ,minimums gleichkommt4 ,damit hat ,leibniz selbst schon den bergang zur sogenannten ,grenzmethode vollzogen1 der spter ,maclaurin und d',alembert nur eine anschaulichere ,form gaben1 und die noch heute1 soweit man sich berhaupt auf eine ,begrndung der ,differentialrechnung einlt1 als die bevorzugte gelten kann4 ,fr ,leibniz aber wurde die ,erkenntnis der realen ,bedeutung des zweiten ,differentialquotienten ein epochemachendes ,ereignis1 ja sie ist in ihren ,folgen vielleicht das epochemachendste gewesen1 das er berhaupt in seinem ,denken erlebt hat4 ,der bergang vom absoluten zum relativen ,unendlichkeitsbegriff bezeichnet fr ihn eine ,katastrophe1 die durchaus nicht auf die ,mathematik beschrnkt bleibt1 sondern sich von hier aus auf alle ,gebiete der ,wissenschaft und nicht zum wenigsten auf seine philosophische ,weltanschauung erstreckt4 ,als das oberste ,prinzip alles ,wirklichen gilt ihm von da an die ,lex continuitatis1 das ,gesetz der ,stetigkeit1 das1 folgerichtig zu ,ende gedacht1 alle absoluten ,gegenstze in relative umwandelt1 indem es die ,starrheit der alten ,substanzbegriffe durch den ,flu aller ttigen ,krfte der ,welt ersetzt4 ,dies ist der ,punkt1 bei dem zugleich die ,entwicklung der ,naturphilosophie an diesen ,wandel der mathematischen ,begriffe sich anschliet4 b4 ,die dynamische ,naturphilosophie4 ,es ist eine oft gemachte ,bemerkung1 da die spteren epochemachenden ,leistungen bedeutender ,mnner ihrer allgemeinen ,richtung nach nicht selten in ihren1 oft an sich hchst unvollkommenen ,erstlingsarbeiten bereits angedeutet sind4 ,von wenigen gilt das vielleicht mehr als von ,leibniz und seiner ,ars combinatoria4 ,wie in ihr zum erstenmal die ,charakteristica universalis mit der hinter ihr stehenden ,entwicklung seines mathematischen ,denkens leise anklingt1 so verrt sie1 wenn auch mehr in einzelnen ,abschweifungen als in wirklichen ,ausfhrungen1 den ,einflu der ,scholastik auf seine ,naturphilosophie4 ,whrend aber die ,anfnge seines mathematischen ,denkens an die ,bestrebungen jener mathematischen ,mystik anknpfen1 die namentlich seit dem #ac4 ,jahrhundert eine ,nebenstrmung der klassischen ,scholastik gebildet haben1 ist es eine andere ,seite der in der gleichen ,zeit verbreiteten ,bestrebungen1 die in jenem ,jugendwerk zur ,geltung kommt3 es ist der vielfach im ,gegensatz zu der vorangegangenen ,philosophie sich regende ,versuch1 die herrschende ,scholastik durch den ,rckgang auf ihre ,quelle1 die ,aristotelische ,philosophie1 zu reformieren4 ,in zwei merkwrdigen ,beilagen zu jener ,schrift tritt dies deutlich zutage3 in einem vorausgeschickten ,exkurs ber den ,beweis des ,daseins ,gottes1 und in einem als ,titelbild beigegebenen ,schema der bekannten vier aristotelischen ,elemente1 ,feuer1 ,wasser1 ,luft und ,erde4 ,der ,gottesbeweis sucht an ,stelle der in der ,scholastik aufgekommenen ontologischen und kosmologischen ,beweise wieder den aristotelischen aus dem ,automaton zu erneuern4 ,leibniz erklrt ihn fr den einzigen1 dem mathematische ,evidenz innewohne1 weil die ,reihe der ,bewegungen in der ,natur notwendig einen ersten ,beweger voraussetze1 der selbst unbewegt sei4 ,dieser ,versuch1 in der ,ableitung des ,gottesbegriffs auf ,aristoteles zurckzugehen1 knpft zwar an die bereits in der gleichzeitigen ,scholastik herrschende ,bevorzugung des sogenannten kosmologischen ,beweises an1 aber er entfernt aus ihm die ,beziehungen zur ,theologie1 um ihn als eine rein naturphilosophische ,voraussetzung bestehen zu lassen4 ,noch bedeutsamer ist die zweite ,beigabe3 das ,schema der vier ,elemente4 ,es ist weniger der ,begriff der ,elemente selbst als die ,methode1 durch die ,aristoteles die ,notwendigkeit ihrer ,unterscheidung zu begrnden gesucht hatte1 worauf es dem ,verfasser offenbar bei diesem ,titelbild ankommt4 ,um die ,bedeutung desselben zu wrdigen1 mu man sich vor allem die ,stellung vergegenwrtigen1 die die ,aristotelische ,deduktion der vier ,elemente in der ,geschichte der ,naturphilosophie einnimmt4 ,nicht die ,unterscheidung der ,elemente selbst ist ja die entscheidende ,tat1 durch die er ihnen bis tief in die neuere ,zeit zuerst eine fast ausschlieliche ,herrschaft und dann1 nachdem die chemische ,atomistik entstanden war1 wenigstens eine ,art ,nebenherrschaft gesichert hat1 sondern ihre logische ,ableitung4 ,in der lteren jonischen ,naturphilosophie waren sie als makrokosmische ,bestandteile der ,welt schon vorgebildet4 ,der uersten1 den ,gestirnen entsprechenden ,feuersphre folgt die ,luft1 dann das ,wasser und endlich die feste ,erde4 ,empedokles hatte sie in mikrokosmische ,elemente verwandelt1 aus denen sich die ,einzeldinge zusammensetzen sollten4 ,was ,aristoteles hinzubrachte1 das war die logische ,deduktion1 nach der diese ,elemente selbst wieder aus der ,mischung von ,urqualitten hervorgehen sollten1 die aus den allgemeinsten ,eigenschaften der ,dinge abstrahiert und nach ,gegenstzen geordnet waren3 fest und flssig1 kalt und warm4 ,so ergab sich das ,schema3 ,trocken ,flssig ,kalt ,erde ,wasser ,warm ,feuer ,luft ,dieses ,schema ist wohl das glnzendste ,beispiel fr die ,aristotelische ,behandlung der ,erfahrungsbegriffe4 ,das empirisch ,gegebene bildet die ,grundlage einer ,begriffsscheidung1 die nach gegenstzlichen ,merkmalen ausgefhrt und1 wenn ntig1 durch ,synthese der zu einander passenden ,teilbegriffe zu einem logisch geschlossenen ,system geordnet wird4 ,die ,erfahrung bildet das ,material1 die dialektische ,begriffsgliederung das ,mittel1 um die empirischen ,begriffe zugleich als logisch notwendige erscheinen zu lassen4 ,diese ,methode der dualistischen ,begriffsgliederung1 welcher jedesmal von dem ,philosophen gleichzeitig logische ,notwendigkeit und metaphysische ,gltigkeit zugesprochen wird1 wiederholt sich in den mannigfaltigsten ,gestaltungen in der ,philosophie des ,aristoteles4 ,sie bildet ein ,seitenstck und eine ,ergnzung zu der ,methode der ,begriffssubsumtion1 die das ganze ,system des ,philosophen beherrscht1 und die berall darauf ausgeht1 das ,erfahrungsmige zugleich als ein begrifflich ,notwendiges zu erweisen4 ,logisch notwendig ist aber derjenige ,begriff1 der durch einen anderen als sein ,gegensatz gefordert wird4 ,hieraus entspringt jenes ,prinzip dualer ,begriffsgliederung1 das auch anderwrts bei ,aristoteles in der besonders wirkungsvollen ,form der ,viergliederung vorkommt3 so in der ,einteilung der ,urteilsformen in bejahende und verneinende1 allgemeine und besondere1 oder in der ,psychologie in der ,einteilung der ,erinnerungsformen in solche nach hnlichkeit und ,gegensatz1 ,gleichzeitigkeit und ,aufeinanderfolge des ,erinnerten4 ,ihren ,vorzug fr das systematische ,denken gewinnen diese aus zwei logischen ,zweigliederungen synthetisch gewonnenen ,vierteilungen sichtlich eben dadurch1 da durch die ,verflechtung der beiden ,komponenten zu einem ,ganzen nochmals das ,prinzip der ,dualitt wiederkehrt4 ,wo eine solche ,kombination zweier logischer ,zweiteilungen zur ,vierzahl nicht mglich ist1 da kann dann auch eine unmittelbar einsetzende ,verbindung der ,gegenstze dem ,bedrfnis nach logischer ,einheit entgegenkommen3 so bei der ,aristotelischen ,ableitung der ,tugendbegriffe aus dem ,prinzip der richtigen ,mitte aus entgegengesetzten ,fehlern1 wie der ,freigebigkeit aus ,geiz und ,verschwendung usw41 oder bei den grundlegenden metaphysischen ,begriffen ,stoff und ,form1 die ebensowohl als ,gegenstze wie als sich ergnzende ,begriffe gedacht werden4 ,dieses ,prinzip der dualen ,gliederung beherrscht nun die ,leibnizsche ,naturphilosophie in ihrer ganzen ,entwicklung4 ,den ,ausgangspunkt bildet hier der bei ihm frh sich regende ,zweifel an der ,haltbarkeit des ,cartesianischen ,begriffs der ,materie1 mit dem seine ,opposition gegen die ,cartesianische ,naturphilosophie begonnen hat4 ,in einer bis zu einem gewissen ,grade bereits ausgereifteren ,gestalt begegnet uns jenes ,schema zuerst in seiner fr die ganze ,entwicklung seiner ,philosophie beraus bedeutsamen ,schrift vom ,jahre #afga ,hypothesis physica nova4 ,sie zeigt uns ihren ,verfasser mitten auf dem ,wege zwischen der unumschrnkten ,annahme der ,cartesianischen ,prinzipien1 denen er sich in einem frheren ,stadium zugeneigt hatte1 und der vollen ,abwendung von diesen in seinen spteren ,arbeiten ber ,dynamik4 ,in jener ,schrift schliet er sich in der ,erklrung der ,himmelsbewegungen noch im wesentlichen an ,descartes an1 aber dessen ,auffassung der ,materie als des durch die einzige ,eigenschaft der ,ausdehnung im ,raume gekennzeichneten ,substrates der ,naturerscheinungen bekmpft er als eine unmgliche4 ,die ,ausdehnung kann1 wie er erklrt1 nur aus einer ausdehnenden ,kraft begriffen werden1 und nur sie macht jene passiven ,eigenschaften der ,materie verstndlich1 die zu ,raum und ,bewegung hinzukommen mssen1 um den ,widerstand eines ,krpers gegenber einem andern und das ,beharren einer ihm mitgeteilten ,bewegung zu erklren4 ,so gelangt er hier bereits zu jener ,aufstellung des ,kraftbegriffs als des ,grundbegriffs fr die ,interpretation der gesamten ,naturerscheinungen und zugleich zu einer doppelten ,gliederung dieses ,begriffs3 zunchst scheidet sich die ,kraft in die passive1 die den ,krpern fortwhrend innewohnt1 und in die aktive1 die in der ,bewegung sich uert2 die passive ,kraft aber scheidet sich wieder in die ,festigkeit 7,undurchdringlichkeit7 und in die ,trgheit1 die ,galileische ,vis inertiae4 ,von diesem ersten ,entwurf an schreitet dann in den nach dem ,jahr #afhj ausgefhrten ,arbeiten zur ,dynamik diese ,einteilung in folgerichtiger ,weiterfhrung der begonnenen ,subsumtion der ,begriffspaare zu dem folgenden endgltigen ,schema fort3 vis primitiva ,vis vera ,substantia antitypia vis vis passiva derivativa inertia vis activa vis mortua const4 vis viva ,die ,analogie dieses ,schemas mit den ,aristotelischen ,begriffsgliederungen springt in die ,augen4 ,dennoch ist die ,beziehung der ,begriffsglieder zu einander offenbar eine wesentlich andere geworden1 und hinter diesem ,wandel verbirgt sich der mchtige ,einflu1 den die seit dem ,galileischen ,zeitalter eingetretene ,umwlzung der ,naturanschauungen selbst da hervorgebracht hat1 wo man die neue ,anschauung in die alten scholastischen ,formen umzuprgen sucht4 ,in der ,tat ist das ,schema1 in welchem ,leibniz seine gesamte ,naturphilosophie zum ,ausdruck bringt1 ein deutliches ,zeugnis dafr1 da diese ,philosophie selbst gewissermaen eine ,resultante aus den zwei ,weltanschauungen ist1 die sich hier zu einem ,ganzen vereinigen4 ,in der ,form ist dieses ,system noch in der scholastischen ,denkweise befangen1 in seinem ,inhalt ist es ganz von den ,anschauungen der neuen mechanischen ,naturwissenschaft erfllt1 und es ist zugleich ein bedeutsamer1 zweifellos der ,cartesianischen ,naturwissenschaft berlegener ,versuch1 diese ,anschauung in ein einheitliches1 von einem einzigen ,grundbegriff1 dem der ,kraft1 getragenes ,system zu bringen4 ,der wesentliche ,unterschied in der ,anwendung des ,prinzips der dualen ,gliederung bei ,leibniz gegenber der aristotelisch-scholastischen1 wie ihn am ausgeprgtesten das von ,leibniz selbst dereinst an die ,spitze seiner ,ars combinatoria gestellte ,beispiel der vier ,elemente zeigt1 besteht darin1 da die ,begriffsgliederung der ,scholastik auf dem ,prinzip der ,subsumtion unter einen ,oberbegriff beruht1 whrend sie bei ,leibniz stets zugleich eine kausale ,beziehung der einander gegenbergestellten ,begriffe in sich schliet4 ,so sind trocken und flssig unter dem allgemeinen ,begriff des ,aggregatzustandes enthalten1 ohne ber die ,bedingungen1 unter denen etwa die eine in die andere dieser ,eigenschaften bergeht1 etwas auszusagen4 ,die ,vis primitiva und derivativa1 die ,vis viva und mortua sind dagegen derart in ,beziehung zueinander gesetzt1 da die wegen der im ,fortschritt der ,zeit ins ,unendliche sich erstreckende ,summe aller vorangegangenen1 gegenwrtigen und zuknftigen ,kraftwirkungen als die an sich unendlich zu denkende ,quelle der jeweils in der ,natur vorhandenen ,krfte betrachtet wird2 ebenso sind die ,vis viva und mortua durch die ,voraussetzung der ,konstanz ihrer ,summe nicht blo ,teilbegriffe der ,vis activa1 sondern sie stehen derart in kausaler ,beziehung1 da sie stets nur in quivalenten ,werten ineinander bergehen knnen4 ,aber dieses ,schema des ,kraftbegriffs enthlt nicht blo1 wenngleich in uerlich rein subsumierender ,form1 in nuce die reichen ,wechselbeziehungen der ,naturerscheinungen1 die ,leibniz durch die ,modifikation seines ,kraftbegriffs auszudrcken sucht1 sondern es weist zugleich ber das naturwissenschaftliche ,gebiet hinaus auf die universelle philosophische ,bedeutung hin1 die bei ihm der ,kraftbegriff gewinnt4 ,dies tritt vor allem in der dem ,ganzen vorangestellten ,begriffsbestimmung der ,kraft als der wahren ,substanz hervor4 ,eine eigentliche ,definition enthlt freilich dieses ,attribut nicht1 oder es weist doch hchstens indirekt auf eine solche hin1 indem es die ,kraft als den ,grundbegriff bezeichnet1 der knftighin an die ,stelle der bisherigen ,substanz zu treten habe4 ,nun reicht aber der ,substanzbegriff ber das ,gebiet der ,naturphilosophie hinaus4 ,er hatte sich in der bisherigen ,philosophie zu dem ,begriff eines beharrenden ,seins entwickelt1 das bald als allgemeines ,substrat der ,erscheinungswelt1 bald als unendliches gttliches ,sein oder auch als beides zugleich1 wie in der ,cartesianischen ,dreiteilung der ,substanzen in ,seele1 ,krperwelt und ,gott1 gedacht wurde4 ,indem ,leibniz die ,kraft die wahre ,substanz nennt1 gibt er also seinem ,kraftbegriff von vornherein ebenfalls eine universelle metaphysische ,bedeutung4 ,da er anderwrts das ,wesen der ,kraft1 im ,gegensatz zu jenem ,begriff der beharrenden ,substanz1 in die ,ttigkeit und1 wo diese nicht zur ,wirkung gelangt1 in das ,streben nach ,ttigkeit verlegt1 so ist dieser ,ersatz der beharrenden ,substanz durch die ttige ,kraft wiederum ein wesentlicher ,punkt in seiner fortschreitenden ,abkehr von ,descartes4 ,so beraus weittragend dieser neue ,substanzbegriff ist1 -- er kommt1 wie wir sehen werden1 der ,aufhebung des ,substanzbegriffs berhaupt gleich --1 so hat er jedoch fr die ,prinzipien der ,naturphilosophie auf den ersten ,anschein keine allzu schwer wiegenden ,folgen4 ,da ,leibniz immerhin an der rumlichen ,ausdehnung als der unmittelbar in der ,anschauung gegebenen ,eigenschaft der ,krper festhlt1 so gilt auch fr ihn der ,satz1 da alles ,geschehen in der ,natur auf ,bewegungen der ,materie zurckzufhren ist1 und es scheint zunchst wenig zu bedeuten1 ob diese ,bewegungen selbst als das ,ursprngliche angesehen werden oder ob man sie auf eine hinter ihnen stehende ttige ,kraft zurckfhrt4 ,hat doch das erstere den ,vorteil den1 wie sich spter d',alembert ausdrckte1 mystischen ,kraftbegriff zu vermeiden1 indem man sich nur an die ,erscheinungen selbst hlt4 ,auch mu man zugestehen1 da ,descartes schwerlich ohne seine ,voraussetzung der ,identitt von ,raum und ,materie auf den ,gedanken gekommen wre1 die ,eigenschaft der ,unvernderlichkeit des ,raumes auf die ,bewegungen im ,raum anzuwenden und so zur ,aufstellung seines ,prinzips der ,erhaltung der ,quantitt der ,bewegung zu gelangen1 eines ,prinzips1 das zwar falsch war1 aber immerhin das ,verdienst hatte1 den ,gedanken der ,konstanz von der ,materie als dem ,substrat der ,naturvorgnge auf diese selbst zu bertragen4 ,dennoch offenbarte sich in dem ber diese ,frage entstandenen ,streit zwischen ,leibniz und den ,cartesianern bald der gewaltige ,unterschied1 der zwischen beiden ,formen der mechanischen ,naturanschauung1 jener eigentlich rein phoronomischen ,betrachtung ,descartes' und seiner ,schler und dieser dynamischen bestand1 und der eben darin seinen tieferen ,grund hatte1 da das ,system der ,kraftbegriffe1 wie es das obige ,schema darstellt1 in allen seinen ,gliedern auf kausalen ,beziehungen beruht4 ,die bedeutsamsten dieser ,beziehungen sind nun die zwischen passiver und aktiver ,kraft und vor allem die zwischen toter und lebendiger ,kraft4 ,beide ,unterscheidungen hngen aber auf das engste zusammen4 ,denn die passiven ,krfte1 die der ,materie auer ihrem ,dasein im ,raume zukommen1 bewirken1 da die ,bewegung ,widerstnde findet1 die die aktuelle in eine potentielle1 in ein bloes ,streben nach ,bewegung umwandeln knnen1 daher denn auch nicht1 wie das ,cartesianische ,konstanzprinzip voraussetzt1 die gesamte ,quantitt der ,bewegung1 sondern nur die ganze ,vis activa1 also die ,summe der toten und der lebendigen ,krfte1 konstant bleibt4 ,das ist das berhmte ,prinzip der ,erhaltung der ,kraft beinah in demselben ,sinne1 in dem es fast zwei ,jahrhunderte spter von ,robert ,mayer formuliert wurde4 ,es ist durch eine merkwrdige ,konfusion der ,vis viva mit der ,vis activa in dem ,system der ,leibnizschen ,kraftbegriffe als eine ,vorausnahme und zugleich unberechtigte ,verallgemeinerung des unter gewissen ,voraussetzungen geltenden mechanischen ,prinzips der ,erhaltung der lebendigen ,krfte gedeutet worden4 ,das ist falsch1 wie ein ,blick auf das obige ,schema ohne weiteres zeigt4 ,leibniz ist bereits im vollen ,besitz des ,erhaltungsprinzips1 wie es die heutige ,physik voraussetzt1 wenn er auch selbstverstndlich nach dem damaligen ,zustand der ,wissenschaft von den sogenannten ,transformationen der ,naturkrfte nichts wissen konnte1 die erst durch die ,nachweisung der quivalenz der ,naturkrfte seine umfassendere empirische ,besttigung und ,anwendung mglich gemacht haben4 ,jenes ,miverstndnis ist aber hauptschlich dadurch entstanden1 da der ,folgezeit bis zu seiner ,wiederentdeckung an der ,hand des quivalenzgesetzes der ,sinn des ,streites1 den ,leibniz mit den ,cartesianern kmpfte1 verlorengegangen war4 ,man stritt im ganzen #ah4 ,jahrhundert nicht mehr um die ,frage der ,konstanz der ,naturkrfte1 sondern um die andere1 ob diese nach ,cartesius durch die ,quantitt der ,bewegung m 4 v oder nach ,leibniz durch die lebendige ,kraft m 4 v zu messen seien4 ,so kam es1 da im allgemeinen die ,mathematiker es schlielich1 der ,autoritt d',alemberts folgend1 fr gleichgltig erklrten1 welchen der beiden ,ausdrcke man whle1 da diese ,wahl nur davon abhnge1 ob man unter den ,gleichungen fr die ,bewegung schwerer ,krper diejenige bevorzuge1 die die ,zeit der ,bewegung1 oder diejenige1 die den zurckgelegten ,weg enthalte4 ,auf die ,physiker dagegen machte im allgemeinen der von ,leibniz erbrachte ,nachweis der bereinstimmung seines ,prinzips mit den ,galileischen ,fallgesetzen den greren ,eindruck4 ,da in diesem ,beispiel das allgemeine ,prinzip der ,erhaltung der ,kraft mit dem beschrnkteren der ,erhaltung der lebendigen ,krfte zusammenfiel1 so befestigte sich aber dadurch um so mehr die ,meinung1 ,vis viva und ,vis activa bedeuteten eins und dasselbe4 ,so ereignete es sich1 da die lebendige ,kraft ein dauernder ,besitz der ,physik blieb1 die tote ,kraft dagegen geriet in ,vergessenheit1 bis sie unter verschiedenen andern ,namen1 wie potentielle ,energie1 ,spannkraft1 ,energie der ,lage durch die neuere ,energetik wieder erweckt wurde4 ,unter diesen neuen ,ausdrcken ist besonders die potentielle ,energie bemerkenswert4 ,das ,wort hngt mit dem ,bestreben zusammen1 das gute deutsche ,wort ,kraft wegen der mancherlei auerhalb der exakten ,mechanik und ,physik liegenden ,bedeutungen1 in denen es gelegentlich gebraucht wird1 wie ,lebenskraft1 ,denkkraft1 ganz aus der ,wissenschaft auszumerzen und durch ein anderes1 in dieser ,beziehung unverfnglicheres zu ersetzen4 ,damit hat die ,geschichte dieses ,begriffs einen merkwrdigen ,kreislauf zurckgelegt4 ,leibniz hatte den alten ,kraftbegriff nach dem ,vorbild der ,aristotelischen ,energeia umgeformt1 indem er als sein wesentliches ,merkmal die ,ttigkeit1 oder1 wie wir es modern ausdrcken knnen1 die ,leistung1 fr die mechanischen ,krfte also1 da auch nach ,leibniz alle ,naturkrfte mechanische ,krfte sind1 die ,arbeitsleistung1 betrachtete4 ,demgegenber war natrlich die ,aristotelische ,energeia weit vieldeutiger gewesen1 wie es denn noch heute das ,wort ,energie in der ,mannigfaltigkeit seiner ,bedeutungen mindestens mit der ,kraft aufnehmen kann4 ,es drfte also fraglich sein1 ob der ,begriff bei diesem ,rckgang von ,leibniz zu ,aristoteles etwas gewonnen hat1 vollends wenn man ihn auerdem in der ,gegenberstellung der potentiellen und aktuellen ,energie den ,umweg ber die aristotelische ,scholastik nehmen lt1 in der er mehr als bei ,aristoteles selbst zur formelhaften ,begriffsschablone geworden war4 ,demgegenber sind die ,ausdrcke tote und lebendige ,kraft freilich nur veranschaulichende ,metaphern1 nicht abstrakte ,begriffe wie ,potentia und ,actus1 aber sie besitzen eben deshalb den ,vorzug1 nur eine ,veranschaulichung der ,begriffe1 nicht1 wie die ,ausdrcke ,spannkraft1 ,lageenergie1 ,veranschaulichungen und ,beispiele zugleich zu sein4 ,immerhin ist der ,rckgang der modernen ,physik auf die alte ,aristotelische ,begriffsgliederung in doppelter ,beziehung bedeutsam4 ,auf der einen ,seite zeigt er1 da jene ,neigung zu dualer ,gliederung1 mgen die ,begriffe nun aus der ,erfahrung abstrahiert oder logisch postuliert oder1 wie gewhnlich1 aus einem ,zusammenwirken apriorischer und empirischer ,motive hervorgegangen sein1 keineswegs mit der ,scholastik verschwunden ist1 auch in solchen ,fllen1 wo man nicht1 wie bei ,leibniz1 an eine direkte ,nachwirkung denken wird4 ,mag es auch sein1 da das scholastische ,begriffspaar ,potentia und ,actus durch schwache ,fden unbestimmter ,erinnerung noch in die heutige ,naturwissenschaft herabreicht2 ein starker ,antrieb1 der in den ,dingen selbst liegt1 mute doch hinzukommen1 wenn solche lngst fr begraben gehaltene logischen ,produkte wieder lebendig werden sollten4 ,denn logische ,produkte1 wenn nicht ,artefakte1 sind ja alle derartige nach dem ,prinzip des dualen ,gegensatzes ausgefhrte ,begriffsgliederungen4 ,da sie in der ,natur selbst existieren1 ist jedenfalls im hchsten ,grad unwahrscheinlich1 denn1 wo immer die ,analyse der ,erscheinungen in die ,tiefe zu dringen vermag1 da pflegen zahlreiche ,vermittlungen von dem einen ,glied des ,gegensatzes zum andern zu fhren1 wie dies fr die ethischen ,gegenstze ,aristoteles selbst bereits bemerkt hat4 ,aber als ein treffliches ,hilfsmittel vorlufiger ,ordnung der ,erscheinungen bewhrt sich tatschlich jene ,scheidung berall4 ,es ist eben der erste ,schritt zur ,ausfhrung einer begrifflichen ,ordnung1 wie er freilich auch niemals der letzte bleiben darf4 ,indem die aristotelische ,scholastik dieses ,prinzip zwar in einseitiger und schlielich zu einem ueren ,schematismus erstarrender ,weise durchgefhrt hat1 bezeichnet sie daher nicht1 wie noch jetzt1 im ,zeitalter historischer ,wrdigung der ,zeiten und ,zustnde1 von manchen geglaubt wird1 eine ,verirrung der ,wissenschaft1 die hchstens durch ihre ,dauer bemerkenswert sei1 sondern1 geschichtlich betrachtet1 ganz wie unsere eigene ,zeit1 eine in der vorangegangenen ,entwicklung begrndete und auf die folgende zum ,teil bis zum heutigen ,tage nachwirkende ,stufe der ,geistesgeschichte4 ,fr ,leibniz aber1 der selbst noch aus der ,schule der ,scholastik hervorging1 war sie mehr3 sie bedeutete ihm eine der in seiner eigenen ,zeit einander gegenberstehenden ,richtungen1 aus der1 wie aus allen andern1 das ,gute und ,brauchbare zu bernehmen und das ,irrige auszuscheiden sei4 ,wie die von der ,scholastik in bertriebenem ,mae gebte ,distinktion der ,begriffe unter geeigneten ,umstnden die empirische ,analyse der ,erscheinungen frdern kann1 dafr bietet nun gerade die ,geschichte des ,erhaltungsprinzips einen sprechenden ,beleg4 ,wenn ,leibniz wiederholt hervorhebt1 da seine ,formulierung desselben durch die ,galileischen ,fallgesetze besttigt werde1 whrend die ,cartesianische diesen widerstreite1 so wrde es zunchst irrig sein1 wollte man daraus entnehmen1 sein ,prinzip sei aus diesen ,gesetzen selbst abstrahiert worden4 ,sie waren ihm vielmehr nur eine willkommene ,besttigung eines auf weit zurckgehende berlegungen gegrndeten ,schlusses4 ,in der ,tat war ,descartes selbst nicht einmal der erste1 der die ,idee der ,konstanz der bewegenden ,krfte in die ,naturbetrachtung einfhrte1 sondern auch sie hatte sich bereits in der ,scholastik und noch weiter zurck in dem ,aristotelischen ,automaton vorbereitet4 ,und anknpfend an diesen ,begriff eines ersten ,bewegers und an den der ,unvernderlichkeit der ,himmelsbewegungen war schon in der scholastischen ,theologie der ,gedanke aufgetaucht1 die ,schpfung sei nicht blo einmal entstanden1 sondern sie wiederhole sich fortwhrend in der ,unvernderlichkeit des ,wirkens der ,gottheit in der ,natur4 ,hier trat nun ,descartes in dem ,bestreben1 alle ,erscheinungen aus mechanischen ,ursachen abzuleiten1 dieser ,anschauung entgegen1 um sich auf die ,seite derer zu stellen1 die die ,schpfung als einen einmaligen ,akt betrachteten4 ,gott hat nach ihm im ,anfang der ,dinge allen ,teilen der ,materie die ,bewegung mitgeteilt1 die sich nun unverndert in ihr erhlt4 ,so war1 indem er die ,immanenz ,gottes in der ,natur wieder in seine ,transzendenz umwandelte1 und den ,gedanken der ,unvernderlichkeit nun von ,gott auf die ,natur selbst bertrug1 sein ,prinzip der ,konstanz der ,quantitt der ,bewegung entstanden4 ,den allgemeinen ,gedanken nahm ,leibniz auf1 aber er erkannte1 da er in der ihm von ,descartes gegebenen ,form unhaltbar sei1 weil dieser die ,hemmungen bersehen hatte1 die die materiellen ,teile durch ihre ,wechselwirkung erfahren mten4 ,so half er sich denn mit einer jener scholastischen ,unterscheidungen1 die sich ihm sonst schon fruchtbar erwiesen hatten3 er stellte den aktuellen die potentiellen ,wirkungen gegenber4 ,diese ,auskunft ntigte ihn aber zu einem weiteren ,schritt3 auch der ,anfang der ,bewegung mute in die ,natur selbst verlegt werden1 wenn jenes ,streben nach ,bewegung1 das in den im ,gleichgewicht miteinander stehenden materiellen ,teilen erhalten blieb1 mglich sein sollte4 ,dazu half ihm sein universeller ,kraftbegriff mit seiner ,scheidung in tote und lebendige ,krfte1 wodurch sich von selbst das ,cartesianische ,prinzip der ,erhaltung der ,quantitt der ,bewegung in das neue der ,erhaltung der ,summe der toten und der lebendigen ,krfte verwandelte4 ,damit schlo aber dieses zugleich ein ,prinzip der ,selbsterhaltung der ,natur in sich1 machte also jene erste ,mitteilung aller ,bewegung durch die ,gottheit berflssig4 ,hat auch ,leibniz selbst diese ,folgerung nicht ausdrcklich gezogen1 so hat er doch in ihrem ,sinne prinzipiell die ,aufgabe der mechanischen ,naturphilosophie folgerichtig zum erstenmal gelst4 ,so ist1 wie man wohl sagen darf1 das ,prinzip der ,erhaltung der ,kraft an sich rein aus logischen berlegungen hervorgegangen1 ganz so wie ,galilei sein ,trgheitsprinzip ursprnglich lediglich auf solche gegrndet hatte1 um es dann erst durch seine ,fallversuche zu besttigen4 ,und hnlich hat nun ,leibniz sein ,erhaltungsprinzip1 nachdem er es durch ,spekulation gefunden1 durch den ,nachweis der bereinstimmung mit den ,galileischen ,gesetzen empirisch besttigt4 ,noch blieb aber in der ,ableitung des ,prinzips eine ,lcke1 die die ,einheit der ,weltbetrachtung beeintrchtigte1 und die bemerkenswerterweise zum ,teil noch jetzt besteht1 so da die duale ,begriffsgliederung nach dem ,vorbild der ,scholastik in der ,wissenschaft noch heute fortlebt4 ,gleichwohl erkannte schon ,leibniz in der spteren ,periode seines ,lebens1 da jene ,unterscheidung toter und lebendiger ,krfte eigentlich nur einen provisorischen ,wert besitze1 da sie auf die ,frage1 wie tote in lebendige ,kraft bergehen knne1 natrlich keine ,antwort gibt4 ,doch auch darber1 in welcher ,richtung die knftige ,lsung dieses ,problems liegen msse1 hat er keinen ,zweifel gelassen4 ,sie erscheint ihm vorgezeichnet durch das ,prinzip der ,kontinuitt1 dessen strenge ,anwendung auf alle ,gebiete der ,erkenntnis ihm im ,gefolge seiner mathematischen ,studien als ein unerlliches ,postulat erschien4 ,in diesem ,sinne ist die ,ruhe nicht ein ,gegensatz zur ,bewegung1 sondern eine unendlich kleine ,bewegung4 ,nicht um einen ,wechsel absolut verschiedener ,zustnde kann es sich also handeln1 sondern immer nur um ,transformationen der ,bewegung1 wobei er sich die toten ,krfte als ,formen einander wechselseitig aufhebender ,molekularbewegungen zu denken scheint1 wenn er sie gelegentlich unsichtbare ,bewegungen nennt4 ,indem aber auerdem der ,kraftbegriff selbst jene universelle ,bedeutung gewinnt1 vermge deren die ,materie berhaupt nur eine ,erscheinungsweise der ,kraft ist1 greift derselbe ,gesichtspunkt auf die sogenannten passiven ,krfte des obigen ,schemas ber4 ,auch die ,undurchdringlichkeit und die ,trgheit sind nicht ruhende ,eigenschaften der ,krper1 sondern ,resultanten innerer ,bewegungen1 wie der ,widerstand beweist1 den sie ueren bewegenden ,krften entgegensetzen4 ,dies sind ,gedanken1 die in der ,tat neuere physikalische ,spekulationen in gewissem ,sinne vorausnehmen1 in denen versucht wird1 diese von ,leibniz sogenannten passiven ,krfte nicht als ursprngliche und darum nicht weiter zu erklrende ,eigenschaften der ,materie aufzufassen1 sondern sie aus den allgemeinen ,bewegungsgleichungen materieller ,systeme abzuleiten4 ,in der spteren ,entwicklung der ,leibnizschen ,naturphilosophie ist zu diesen ,studien ber die ,grundbegriffe der ,dynamik noch ein anderes1 davon scheinbar weit abliegendes ,problem hinzugetreten1 das in der zweiten ,hlfte des ,jahrhunderts mehr und mehr die allgemeine ,aufmerksamkeit gefesselt hatte1 das aber den ,hilfsmitteln der mechanischen ,naturerklrung vllig unzulnglich zu sein schien3 das biologische der ,entwicklung lebender ,wesen4 ,wenn sich hier noch auf lange hinaus die ,physiologie mit der ,annahme einer zu den mechanischen ,naturkrften hinzukommenden spezifischen ,lebenskraft begngte1 als deren ,teilkrfte nach dem ,vorbild der ,aristotelischen ,vermgensbegriffe die einzelnen ,lebensuerungen betrachtet wurden1 so lie ,leibniz zwar diese ,lebenskrfte als hhere ,formen der allgemeinen ,naturkrfte gelten2 dennoch hielt er die verbreitete ,auffassung1 die sie in einen ,gegensatz zu den mechanischen ,krften brachte1 fr ausgeschlossen4 ,widersprach sie doch von vornherein dem ,gesetz der ,kontinuitt4 ,hatte ,aristoteles schon in der ,reihe ,pflanze1 ,tier1 ,mensch eine aufsteigende ,entwicklung erblickt1 so ergnzte daher ,leibniz diese nach unten1 indem er als deren letzte ,glieder die in den leblosen ,krpern wirkenden mechanischen ,krfte voraussetzte1 in denen jene hheren potentiell bereits vorgebildet seien3 und auch hier bot ihm ,aristoteles in seiner ,gliederung des ,formbegriffs um so mehr einen ,anhalt1 als der ,kraftbegriff ja selbst eigentlich eine ,fortbildung dieses ,aristotelischen ,formbegriffs war4 ,gerade in diesem ,punkt hatte die ,scholastik die ,grundbegriffe der ,aristotelischen ,metaphysik mehr verdunkelt als weitergebildet1 indem sie beide zu der ,forma substantialis vereinigte1 aus der sich dann der ,substanzbegriff der modernen ,metaphysik entwickelt hat4 ,demgegenber ging ,leibniz auch hier auf ,aristoteles selbst zurck1 der in den beiden ,begriffen der ,energeia und der ,entelecheia1 von denen der erste ihm zugleich als der allgemeinere1 den zweiten einschlieende1 dieser aber als die hhere ,form galt1 dem ,gedanken der ,einheit der ,naturkrfte und ihrer ,wertabstufung vorgearbeitet hatte4 ,auch fr ,leibniz sind danach die allgemeinen ,naturkrfte ,energien1 diejenigen ,krfte dagegen1 die ihren ,ausdruck in den ,lebenserscheinungen finden1 ,entelechien4 ,zugleich aber sieht er sich durch eben jenes ,prinzip der ,kontinuitt1 nach welchem er die ,lebenskrfte der ,reihe der allgemeinen ,naturkrfte einordnet1 gentigt1 den in dem ,begriff der ,entelechie liegenden ,zweckgedanken wieder nach rckwrts auf das ,gebiet der allgemeinen ,energien auszudehnen4 ,so sind ihm die ,naturkrfte auf ihren hheren ,stufen in der organischen ,welt aktuell zweckttige1 in den allgemeinen ,naturerscheinungen latent zweckttige4 ,hieraus entspringt fr ihn aber das ,motiv1 den so geforderten ,charakter der ,zweckmigkeit1 der sich bei den ,lebenskrften den ,wirkungen entnehmen lt1 hier1 in der toten ,natur1 in die ,ursachen1 d4 h4 in die ,gesetze zu verlegen1 durch die die ,erscheinungen bestimmt sind4 ,dazu bietet dann wieder die scholastische ,gliederung des ,begriffs der ,ursache in die ,causa efficiens und in die ,causa finalis einen willkommenen ,anhalt4 ,die ,naturkrfte sind allgemein ,causae efficientes1 diese aber gewinnen auf ihren hchsten ,stufen zugleich den ,charakter von ,causae finales4 ,leibniz mag sich diese letzteren als komplexe ,resultanten gedacht haben1 -- ausgesprochen hat er sich hierber nicht4 ,um so mehr betont er1 da allen ,naturerscheinungen der ,zweck insofern immanent sei1 als die ,prinzipien der ,naturerklrung smtlich den ,zweckbegriff in sich schlieen4 ,er beschrnkt diese ,prinzipien auf drei von universeller und von axiomatischer ,bedeutung1 weil sie aus andern nicht abgeleitet werden knnen3 das der ,kontinuitt1 der ,erhaltung der ,kraft1 der ,gleichheit von ,wirkung und ,gegenwirkung4 ,es ist die ,dreizahl der ,leges naturae1 die in verschiedener ,form bei den ,naturphilosophen des #ag4 ,jahrhunderts1 bei ,descartes1 ,leibniz1 ,newton1 wiederkehrt4 ,bei ,leibniz sind die beiden ersten ,gesetze von berwiegender ,bedeutung3 das ,kontinuittsprinzip ist eines der fruchtbarsten ,denkmittel seiner gesamten ,philosophie1 das ,erhaltungsprinzip beherrscht seine ,naturphilosophie4 ,den ,zweckgedanken tragen aber diese ,prinzipien in sich selbst3 das gilt in der ,tat fr das ,leibnizsche ,kraftprinzip so gut wie noch fr das wesentlich mit ihm identische moderne ,energieprinzip4 ,rein empirisch betrachtet ist es eine ,hypothese1 deren ,geltung darauf beruht1 da1 soweit unsere ,erfahrung reicht1 diese mit ihm bereinstimmt4 ,logisch betrachtet1 ist es aber ein teleologisches ,prinzip1 da der ,begriff des ,beharrens eine ,regel angibt1 nach der knftige ,zustnde mit den gegenwrtigen und vorangegangenen verbunden sind4 ,fr ,leibniz liefert diese doppelte ,erscheinungsform der ,teleologie den ,beweis fr die ,oberherrschaft1 die dem ,begriff des ,zwecks berhaupt in den allgemeinsten ,naturgesetzen und in den hchsten ,erzeugnissen der ,naturkausalitt zukommt4 ,denn in dieser bereinstimmung des ersten und des letzten ,gliedes der ,reihe der ,entwicklungen liegt nach ihm ein ,zwang1 der uns ntigt1 auch alle zwischenliegenden ,glieder dem ,zweckgedanken unterzuordnen4 ,darum1 wenn er seine bereinstimmung mit ,aristoteles betont1 so ist es vorzugsweise der ,begriff der ,entelechie1 auf den er hinweist4 ,hierin liegt aber eine doppelte bereinstimmung3 die eine besteht in der ,auffassung der ,natur als einer aufsteigenden ,stufenfolge1 die andere in der ,einheit der physischen und der geistigen ,welt1 wobei auf den niederen ,stufen dieser ,einheit vornehmlich die physische1 auf den hheren ,stufen die geistige ,seite in die ,erscheinung tritt4 ,in beiden ,momenten offenbart sich zugleich der tiefe ,gegensatz gegen ,descartes1 der sich schon in den dynamischen ,arbeiten vorbereitet hatte4 ,die ,cartesianische ,philosophie ist entwicklungslos1 eine tiefe ,kluft trennt den ,menschen von der nur dem allgemeinen ,mechanismus der ,natur unterworfenen ,tierwelt2 sie ist dualistisch1 die menschliche ,seele ist nur uerlich und vorbergehend mit dem ,krper verbunden4 ,fr ,leibniz sind krperliches und geistiges ,sein im letzten ,grund eins und dasselbe1 sie sind uerungen einer allbeherrschenden ,kraft1 die von ,anfang an zweckttige ,kraft ist und als solche sich ebenso in den ,gesetzen der ,natur wie in denen des menschlichen ,denkens offenbart4 ,damit erneuert er den ,aristotelischen ,begriff der ,seele als der ,lebenskraft1 zu dem schon1 freilich in mannigfach unter dem ,einflu des religisen ,dogmas vernderter ,form1 die ,scholastik zurckgekehrt war4 ,wenn nun aber ,leibniz berall bemht war1 die rein philosophische ,begrndung seiner ,anschauungen mit einer religisen ,betrachtung der ,dinge in ,einklang zu bringen1 so konnte er sich kaum verhehlen1 da in diesem ,punkte der moderne ,seelenbegriff ,descartes' anscheinend dem religisen ,bedrfnisse besser gerecht werde als das ,aristotelische ,lebensprinzip4 ,da geschah eine ,entdeckung1 die die damalige wissenschaftliche ,welt in die grte ,aufregung versetzte1 weil sie hier pltzlich eine neue ,situation zu schaffen schien3 es war die ,entdeckung der sogenannten ,spermatozoen durch den ,hollnder ,leuwenhoek4 ,sie berraschte um so mehr1 als kurz zuvor ,william ,harvey durch seine sorgfltigen ,beobachtungen ber die ,entwicklung des ,hhnchens im ,ei die ohnehin nchstliegende ,annahme1 da das ,ei der ,trger der ,entwicklungsvorgnge sei1 vollauf zu besttigen schien und daher zu dieser als selbstverstndlich bereits geltenden ,ansicht blo die allerdings wichtige ,ergnzung hinzufgte1 da organische ,wesen berhaupt nur aus einem vorhandenen ,ei hervorgehen knnten1 nach dem ,satze3 ,omne vivum ex ovo6 ,dem stellte nun ,leuwenhoek auf ,grund seiner ,entdeckung der ,spermatozoen1 in denen er1 wie die meisten seiner ,zeitgenossen1 wegen ihrer ,bewegung kleinste lebende ,tiere sah1 den andern ,satz gegenber3 ,omne vivum ex animalculo6 ,so entstand der berhmte ,streit der ,ovulisten und der ,animalkulisten4 ,fr ,leibniz war aber dieser ,streit mehr als eine blo biologische ,frage4 ,die ,entdeckung der ,spermatozoen bedeutete fr ihn die ,errettung aus einer schweren philosophischen ,verlegenheit4 ,in jenen schien ihm die ,einheit von ,seele und ,krper augenfllig erwiesen zu sein4 ,aber es schien ihm auch1 wie manchen andern1 im hchsten ,grade wahrscheinlich1 da damit das ,problem der organischen ,entwicklung berhaupt gelst sei4 ,lag es doch nahe1 anzunehmen1 in dem ,animalkulum sei das knftige ,tier oder der knftige ,mensch nicht blo prformiert wie im ,ei das individuelle knftige ,hhnchen1 sondern jenes sei das ,tier selbst in einem noch unausgewachsenen ,zustande4 ,damit konnte die ,frage nach dem ,ursprung des ,lebens fr gelst gelten3 das ,leben1 so lautete die ,antwort1 ist berhaupt nicht entstanden1 sondern es bewegt sich fr jedes ,individuum nur zwischen den ,stadien der ,involution und ,evolution1 und die ,entwicklungsgeschichte des individuellen ,wesens ist nicht ein einmaliger1 sondern ein periodischer1 ins ,unendliche sich wiederholender ,vorgang4 ,wichtiger aber noch war eine weitere ,folgerung1 die dieser ,anschauung ihre ,anhnger schaffte4 ,der ,cartesianischen ,lehre von der blo ueren ,verbindung von ,seele und ,krper1 die der ersteren ihre ,fortdauer nach dem ,tode des ,krpers sichere1 hatte ihre bereinstimmung mit dem religisen ,unsterblichkeitsglauben nicht zum wenigsten ihren ,erfolg verschafft4 ,begreiflich daher1 da ,leibniz die ,hilfe willkommen war1 die sich ihm in der ,theorie der ,animalkulisten bot1 um so willkommener1 als ihr die empirische ,beobachtung zur ,seite stand4 ,die ,cartesianische ,seele konnte niemand sehen1 sie war eine blo metaphysische ,annahme4 ,die ,spermatozoen konnte man jedermann unter dem ,mikroskop demonstrieren4 ,so war es ,leibniz1 der schlielich dieser ,lehre ihren entscheidenden philosophischen ,ausdruck gab3 ,non solum animae sed animalia sunt immortalia6 ,der ,unsterblichkeit war anscheinend ein empirisches ,argument zur ,seite getreten1 das den religisen ,glauben selbst zu einer ,quelle wissenschaftlicher ,erkenntnis erhob4 ,fr uns1 die wir wissen1 da die ,spermatozoen keine ,tiere1 sondern bewegliche ,formelemente sind1 wie deren noch unzhlig viele andere im ,organismus vorkommen1 ist natrlich die animalkulistische ,evolutionshypothese und mit ihr womglich noch mehr der ,leibnizsche ,satz von der ,unsterblichkeit der ,tiere lngst hinfllig geworden4 ,dennoch wre es verfehlt1 anzunehmen1 ,leibniz wrde1 wenn er seinen ,irrtum erkannt htte1 deshalb seinen ,cartesianischen ,gegnern das ,feld gerumt haben4 ,seine ,weltanschauung -- und das ,verhltnis von ,geist und ,krper gehrte zu den wesentlichsten ,bestandteilen derselben -- stand nicht auf den gebrechlichen ,fen der damaligen mikroskopischen ,beobachtung4 ,es waren ganz andere ,sttzen1 auf die er seine neue ,auffassung vom ,wesen der ,materie gegrndet hatte1 dieselben1 die ihm seine dynamischen ,untersuchungen an die ,hand gaben4 ,sie sind es zugleich1 die mit seinem neuen ,aufbau der ,psychologie auf das engste zusammenhngen4 c4 ,die ,aktualitt der ,seele4 ,an zwei ,stellen pflegt man sich ber ,leibniz' psychologische ,anschauungen ,rat zu holen3 in seiner ,monadologie und in seiner ,erkenntnistheorie4 ,in so nahen ,beziehungen beide aber auch zu jenen stehen mgen1 so wenig geben sie ,aufschlu ber den ,ursprung seines psychologischen ,denkens4 ,will man die ,ausgangspunkte seiner mehr und mehr ber alle ,gebiete sich erstreckenden psychologischen berzeugungen erkennen1 so mu man vielmehr auf seine physikalischen ,studien zurckgehen1 aus denen sich ihm zuerst der ,begriff der ,kraft als ein an sich gleichzeitig die physische und die geistige ,welt umfassender ,grundbegriff ergab4 ,da hierauf schlielich vor allem sein fr die ganze neuere ,philosophie entscheidend gewordener ,gegensatz zu ,descartes beruht1 so ist es erforderlich1 sich die auf die antike ,philosophie zurckreichenden ,quellen dieses ,zwiespalts zu vergegenwrtigen4 ,dies ist um so ntiger1 als durch einen merkwrdigen ,wandel der ,begriffe der ,gegensatz selbst eine vllig vernderte ,bedeutung gewonnen hat4 ,der ,cartesianische ,seelenbegriff hat seinen ,ausgangspunkt in der ,platonischen ,ideenlehre1 mit der ja auch die ,lehre von den angeborenen ,ideen zusammenhngt4 ,bei ,plato war die ,seele ein zwischen der bersinnlichen ,welt der ,ideen als der ,urbilder der ,begriffe und der ,sinnenwelt vermittelndes ,wesen1 das als solches zugleich an der ,unvergnglichkeit der ,ideen teilnahm4 ,unter dem ,einflu der christlichen ,gottesidee verwandelten sich bei dem groen ,platoniker unter den ,kirchenlehrern1 dem heil4 ,augustinus1 die ,ideen in ,schpfungsgedanken ,gottes1 zu denen nun auch die menschliche ,seele selbst gehrte4 ,alle ,dinge hat ,gott1 ehe er sie schuf1 vorausgedacht1 unter ihnen ist aber die ,seele dasjenige ,wesen1 das allein befhigt ist1 sie nachzudenken3 ,gott denkt die ,dinge1 ehe sie sind1 unsere ,seele denkt sie1 nachdem sie sind4 ,demnach ist die ,seele ein denkendes ,wesen und als solches befhigt1 auch die ,gottheit und die ,dinge der ,auenwelt zu erkennen4 ,das ist die ,quelle der drei ,substanzen der ,cartesianischen ,philosophie3 ,seele1 ,welt1 ,gott4 ,mit ihnen hat sich der ,platonische ,idealismus in einen dualistischen ,realismus umgewandelt1 zu dem als transzendente ,ergnzung der ,gottesbegriff hinzutritt4 ,fr ,leibniz ist auch hier ,aristoteles der fhrende ,philosoph4 ,dem neuen von ,descartes unter der ,leitung der neuen kirchlichen ,philosophie aufgestellten ,begriff der ,seele als der denkenden ,substanz gegenber geht er auf den aristotelisch-scholastischen ,begriff der ,seele zurck3 sie ist ihm das ,prinzip des ,lebens berhaupt und die ,anlage zu ihren ,fhigkeiten ruhen daher bereits in der allgemeinen ,materie4 ,darum sagt er schon in seiner ,hypothesis physica nova3 ,die ,krper sind momentane ,geister4 ,so haben sich anscheinend die ,begriffe vllig umgekehrt3 ,descartes ist1 vom ,platonischen ,idealismus ausgehend1 zum ,realisten1 ,leibniz1 vom ,aristotelischen ,realismus ausgehend1 zum ,idealisten geworden4 ,freilich hat sich damit zugleich der ,charakter des ,idealismus selbst gewandelt3 der moderne ,idealismus ist nicht mehr der antike4 ,den ersten ,versuch1 diesen modernen ,idealismus wissenschaftlich zu begrnden1 hat aber ohne ,frage ,leibniz gemacht4 ,doch es ist nicht die ,monadologie1 diese abschlieende ,darstellung seiner ,metaphysik1 und nicht die ,erkenntnislehre der ,essays ber den ,verstand1 in denen wir ,aufschlu ber die ,leibnizsche ,psychologie suchen mssen1 sondern seine ,naturphilosophie4 ,denn1 wie bei ,aristoteles die ,untersuchung ber die ,seele als ,entelechie des lebenden ,krpers der ,physik als ihr letzter ,teil sich anschliet1 so fhrt bei ,leibniz die ,untersuchung ber die ,grundlagen der ,physik unmittelbar zu dem ,postulat einer idealistischen ,naturauffassung und damit zu einer neuen ,grundlegung der ,psychologie4 ,das fr diese ,psychologie und den auf sie gegrndeten ,idealismus vor allen andern bedeutsame ,werk ist nun jene ,hypothesis physica nova mit einigen sie vorbereitenden kleineren ,aufstzen4 ,sie ist sein abschlieendes ,jugendwerk4 ,in wesentlichen ,punkten steht es noch auf dem ,standpunkt der ,cartesianischen ,naturphilosophie1 aber in dem1 worin es von ihr abweicht1 in dem ,begriff der ,materie1 enthlt es vieles1 was bereits ,gedanken der spteren dynamischen ,schriften vorausnimmt1 und in der ,rolle1 die in diesen ,ausfhrungen der ,begriff des unendlich ,kleinen spielt1 klingt leise schon die ,infinitesimalrechnung an1 obgleich die ,probleme1 die ihm in den folgenden ,jahren seines ,pariser ,aufenthalts zu dieser gefhrt haben1 ihm damals noch fern lagen4 ,die ,unmglichkeit1 die ,materie als ,ausdehnung im ,raum zu definieren1 sucht er hier daraus zu beweisen1 da jedes noch so kleine ,teilchen derselben in andere noch kleinere teilbar gedacht werden knne1 so da schlielich nichts brig bleibe4 ,die ,ausdehnung selbst setze daher eine ,bewegung voraus1 die sich in einer unendlich kleinen ,zeit bereits ber mehrere ,teilchen erstrecke1 so da diese ,bewegung nicht als ein rumlicher ,vorgang1 sondern nur als ein ,streben nach ,bewegung1 als ,conatus1 gedeutet werden knne4 ,aus diesem ,streben erklre sich einerseits die ,widerstandskraft1 anderseits die ,kohsion der ,teilchen der ,materie4 ,so entwickelt hier schon ,leibniz eine ,hypothese1 die die gelufigen korpuskularen und atomistischen ,vorstellungen zurckweist1 um an ihre ,stelle ein ,kontinuum bewegender ,krfte zu setzen1 das die selbstndige ,existenz einer diese ,krfte tragenden ausgedehnten ,substanz ausschliet4 ,es erinnert1 von der physikalischen ,seite betrachtet1 einigermaen an die ,faradayschen ,kraftfelder4 ,wichtiger aber ist die weitere ,folgerung1 da die ,ausdehnung eine ,erscheinung der ,materie1 nicht die ,materie selbst sei1 die vielmehr als ein bloes ,streben nach ,bewegung1 demnach eigentlich als ein immaterielles ,sein gedacht werden msse4 ,das eben drckt jener ,satz aus3 ,die ,krper sind momentane ,geister6 ,sie wrden -- so knnen wir wohl diesen ,satz interpretieren -- ,geister im vollen ,sinne des ,wortes sein1 wenn die strebenden ,krfte1 aus denen sie bestehen1 ein ,gedchtnis in sich trgen1 das ,vorangehendes und ,folgendes verbnde4 ,diese ,eigenschaft unseres eigenen ,geistes fehlt den leblosen ,krpern4 ,aber da das ,gedchtnis eine besondere1 weitere ,bedingungen voraussetzende ,eigenschaft ist1 so sind wir berechtigt1 die ,krper berhaupt als geistige ,wesen1 freilich1 sofern ihnen die ,eigenschaft abgeht1 ,vorangegangenes mit ,zuknftigem zu verknpfen1 nur als momentane ,geister aufzufassen1 womit zugleich die ,mglichkeit gegeben ist1 die hheren geistigen ,vorgnge aus ihnen entstanden zu denken4 ,diese ,auffassung1 die bereits deutlich auf das universelle ,prinzip der ,kontinuitt alles ,geschehens hinweist1 schliet jedoch noch eine andere ,folgerung ein4 ,descartes' ,psychologie leitet aus dem ,denken die ,gesamtheit der geistigen ,vorgnge ab4 ,sie ist nach dem vorangestellten ,begriff der ,seele durch und durch intellektualistisch4 ,auch die ,leidenschaften der ,seele beruhen1 ebenso wie die ,hilfsmittel zu ihrer berwindung1 im letzten ,grunde halb auf logischen halb auf physischen ,vorgngen4 ,leibniz bertrgt hier1 treu den ,aristotelischen ,begriffen von der ,energie und ,entelechie in ihrer physisches und geistiges ,leben umfassenden ,bedeutung1 unmittelbar die leitenden naturphilosophischen ,gesichtspunkte auch auf das ,seelenleben4 ,alles geistige ,geschehen ist ihm immerwhrende ,ttigkeit1 diese wird aber in der ,wechselwirkung ihrer ,faktoren zugleich zu einem ,streben1 das neben jener ,ttigkeit den ,gesamtverlauf der psychischen ,vorgnge bestimmt4 ,so ist es die ,aktualitt des ,seelenbegriffs1 die sich bei ihm gegenber der ,cartesianischen ,seelensubstanz durchsetzt4 ,damit tritt dem ,doppelbegriff ,ttigkeit und ,leiden bei ,descartes ein neuer1 ,ttigkeit und ,streben1 gegenber1 -- ein ,unterschied1 der1 so gering er auf den ersten ,blick erscheinen mag1 in ,wahrheit einen vlligen ,wandel der ,lebensanschauung in sich schliet4 ,ttigkeit und ,leiden sind ,wechselbegriffe1 die beide auf die an sich der ,auenwelt gegenberstehende1 von ihr spezifisch verschiedene1 aber fortwhrend ihren ,einwirkungen unterworfene ,seelensubstanz zurckfhren4 ,ttigkeit und ,streben sind psychische ,begriffe1 die den allgemeinen ,naturbegriffen durchaus entsprechen1 nur da sie sich im ,menschen zu klarem ,bewutsein erheben1 whrend sie in der allgemeinen ,natur noch latent bleiben und nur aus dem ,zusammenhang der ,naturvorgnge zu erschlieen sind4 ,in diesem ,sinne finden sie in dem spteren1 strenger durchgefhrten ,dualismus der naturphilosophischen ,begriffe in der ,unterscheidung der toten und der lebendigen ,krfte ihren ,ausdruck4 ,sind doch die toten ,krfte nichts anderes als ein ,streben nach ,bewegung1 das aber nun unter ,zuhilfenahme des ,prinzips der ,konstanz der ,naturkrfte mit der ,ttigkeit selbst oder den lebendigen ,krften in einem gesetzmigen ,zusammenhang steht4 ,von diesem ,prinzip der ,konstanz ist nun in der ,leibnizschen ,psychologie nicht die ,rede3 da widerstrebt ihm offenbar das ,prinzip der ,entelechie als der hheren bewuten ,form der ,naturkrfte1 welches zugleich das ,prinzip der ,entwicklung der niederen zu den hheren1 zweckttigen ,krften in sich schliet4 ,hier durchkreuzt sich also sichtlich jenes allgemeine ,naturgesetz1 welches fr die gesamte physische ,welt und damit auch fr die allgemeinen ,naturgrundlagen des geistigen ,lebens gilt1 mit dem ,prinzip der dieses ,leben selbst beherrschenden schpferischen ,kausalitt des geistigen ,geschehens4 ,leibniz hat sich freilich ber diesen scheinbaren ,widerspruch seines psychologischen ,entwicklungsgedankens mit seinen allgemeinen ,naturgesetzen1 ebenso wie ber den ,weg1 der ber diesen scheinbaren ,widerspruch hinausfhrt1 keine ,rechenschaft gegeben4 ,dagegen ist es ein anderer ,punkt1 der ihn den ,cartesianischen ,intellektualismus vermeiden lt1 und in dem seine ,auffassung des geistigen ,lebens schlielich bestimmend geworden ist fr die ganze moderne ,psychologie4 ,es ist nicht das ,denken1 das ihm als ausschlieliche ,ttigkeit der ,seele gilt1 sondern1 wie fr ihn zwischen dem ,seelenbegriff und dem ,naturbegriff berhaupt keine strenge ,grenze zu ziehen ist1 so sind es1 nur auf einer hheren ,stufe1 dieselben ,grundkrfte1 die die geistigen ,vorgnge beherrschen1 wie sie in den materiellen ,erscheinungen vorgebildet sind4 ,unter jenen ist aber das ,denken zwar eine eminent wichtige uerung1 aber sie ist nicht mehr die einzige und sie ist vor allem nicht die grundlegende1 sondern1 wie ihr als ihre ,vorstufen die lebendigen und toten ,naturkrfte vorausgehen1 so schliet sie jene einfacheren psychischen ,vorgnge ein1 die wir als bewute ,ttigkeit und als ,streben unmittelbar in uns wahrnehmen4 ,das ,bewutsein1 das uns zu dieser ,selbstauffassung verhilft1 ist aber hier wieder jene bewute ,kontinuitt des psychischen ,geschehens1 die wir unter dem ,begriff des ,gedchtnisses zusammenfassen1 whrend die leblosen ,krper demgegenber eben als momentane ,geister betrachtet werden knnen4 ,indem ,leibniz die ,vorstellung als die ,ttigkeit der ,seele1 das ,begehren als ein ,streben nach dieser ,ttigkeit auffat1 gilt ihm nicht1 wie manchen ,abirrungen der spteren ,psychologie1 die ,vorstellung als eine ,art subjektiven ,spiegelbildes der wirklichen ,dinge1 sondern sie ist ihm1 wie er wiederholt versichert1 selbst immerwhrende ,ttigkeit1 ebenso wie das ,streben und ,begehren1 das von den gegebenen ,vorstellungen fortwhrend zu neuen hindrngt4 ,diese vllig vernderte ,auffassung des geistigen ,lebens ist aber in doppelter ,weise epochemachend geworden fr die kommende ,psychologie4 ,auf der einen ,seite ist aus ihr jener ,gedanke eines ,mechanismus des ,vorstellungsverlaufs entstanden1 der an sich gnzlich auerhalb des durch bestimmte logische ,motive geleiteten ,denkens liegt1 und der von der ,assoziationspsychologie an bis auf ,herbart und seine ,schule die ,psychologie in weitem ,umfang beherrscht hat4 ,auf der andern ,seite enthlt sie die ,anfnge jenes ,voluntarismus1 der zu einer bald bewut ausgebildeten1 bald latent bleibenden ,signatur der modernen ,psychologie geworden ist4 ,denn indem alles ,vorstellen mit bestimmten ,gefhlen und in ihnen mit einem ,streben nach einem ,ziel der seelischen ,ttigkeit verbunden ist1 tritt uns bei ,leibniz nunmehr bereits der ,wille als der alle andern ,seelenttigkeiten zusammenfassende ,vorgang entgegen4 ,freilich hat er diesen sein psychologisches ,denken berall beherrschenden voluntaristischen ,gedanken nicht zu einem klaren ,ausdruck gebracht1 sondern1 wie sein ,aktualittsprinzip von dem berlieferten ,begriff der ,substanz durchkreuzt wird1 so hat er seinen ,voluntarismus von der intellektualistischen ,gedankenstrmung der ,zeit nicht vllig zu befreien vermocht4 ,wirkten doch hier der scholastische und der ,cartesianische ,intellektualismus zusammen1 um ihn zum ,teil in widersprechenden ,gedanken festzuhalten1 die in diesen neuen ,zug seines ,denkens als eiserner ,bestand der ,tradition mit eingehen4 ,bedenkt man diese entgegenwirkenden ,motive1 so ist es in der ,tat erstaunlich genug1 da er1 geleitet durch seine scharfe ,beobachtungsgabe fr die ,zustnde des ,seelenlebens1 trotzdem durch die bis zum heutigen ,tage noch nicht berwundenen ,irrungen einer ,logik und ,psychologie vermengenden ,reflexion so wenig sich irre machen lie4 ,im ,verein mit dieser ,abkehr von einem in die ,wirklichkeit hinbergetragenen knstlichen ,begriffssystem ist es ein anderer1 noch bedeutsamerer ,gegensatz1 der hier ,leibniz ebenso von den ,cartesianern wie von ,aristoteles und der ,scholastik trennt4 ,descartes hatte das menschliche ,seelenleben ganz1 ,aristoteles hatte es wenigstens in seinen hchsten uerungen dem der brigen lebenden ,wesen gegenbergestellt4 ,descartes hatte zwar eine ,erklrung der physiologischen ,funktionen aus den mechanischen ,gesetzen gefordert1 hinter den letzteren aber stand doch gerade in diesem ,fall die schpferische ,macht ,gottes1 die jedem ,naturwesen seine1 eben in dem ,mechanismus der ,lebensvorgnge gesicherten ,zwecke gesetzt habe4 ,fr ,aristoteles dagegen bestand zwischen der leblosen und der lebenden ,natur eine ,kluft1 die das ,prinzip der ,entwicklung nur auf die letztere anwendbar machte1 whrend sich ihm die brigen ,naturerscheinungen einer ,anzahl verschiedener allgemeiner ,ursachen unterordneten1 die ein buntes ,gemisch aus der oberflchlichen ,erfahrung geschpfter ,begriffe gewesen waren1 wie die des natrlichen ,orts der ,krper fr die ,fallerscheinungen1 der gewaltsamen ,bewegungen fr den ,wurf1 endlich der zuflligen ,bewegungen4 ,hier suchte nun ,leibniz wiederum nach einer ,vermittlung zwischen ,descartes und der ,scholastik4 ,mit dieser ist ihm die gesamte ,natur bis herauf zum ,menschen eine kontinuierliche ,zweckreihe1 die sich einem einzigen ,prinzip unterordnet1 das schlielich im menschlichen zweckttigen ,handeln seinen bewuten ,ausdruck findet4 ,in dieser universellen ,kausalitt der ,erscheinungen wiederholt sich die allumfassende mechanische ,gesetzmigkeit ,descartes'4 ,nur fordert diese eine ihr entsprechende geistige ,gesetzmigkeit1 die sich ber alle ,naturreiche von ihren niederen bis zu ihren hchsten ,formen erstreckt4 ,hier mag dann zugleich jener oft wiedergekehrte mystische ,gedanke hereinspielen1 der ,leibniz in seiner scholastischen ,jugendzeit nahegetreten war1 und nach dem in seiner naturphilosophischen ,umdeutung ein ,jahrhundert vorher ,giordano ,bruno die ,materie die schwangere ,mutter der ,formen genannt hatte1 aus der die ganze ,welt als eine einzige ,stufenfolge von ,wesen entsprungen sei4 ,es ist derselbe universelle ,entwicklungsgedanke1 von dem auch ,leibniz erfllt ist1 aber er sucht ihn auf der ,grundlage der neuen ,dynamik und ,biologie als das innere ,wesen der ,naturvorgnge berhaupt nachzuweisen4 ,so entnimmt er das ,prinzip der ,universalitt der ,naturgesetze ,descartes1 aber es umfat ihm ,natur und ,geist zugleich2 in dem ,prinzip der ,entelechie schliet er sich an ,aristoteles an1 aber er bertrgt es von der lebenden ,natur auf die gesamte geistige und physische ,welt4 ,doch hieraus entspringt ihm eine neue ,auffassung des geistigen ,lebens und mit ihm der ,natur4 ,beide1 ,natur und ,geist1 sind in ,wahrheit eins und dasselbe3 sie sind weder verschiedene ,substanzen noch verschiedene ,attribute einer ,substanz1 sondern sie sind einander ergnzende ,standpunkte in der ,auffassung der ,welt4 ,unter ihnen ist an sich der nach innen gerichtete1 der psychologische1 der entscheidende4 ,denn er umfat den ,inhalt der uns unmittelbar gegebenen ,wirklichkeit1 der damit ebenso fr das geistige ,leben1 das auerhalb des ,fokus unserer eigenen seelischen ,erlebnisse liegt1 wie fr die uere ,natur1 die sich in unserem ,bewutsein spiegelt1 die ,formen und ,gesetze des ,geschehens bestimmt4 ,so fhrt ihn folgerichtig die psychologische ,betrachtung vom ,aristotelischen ,realismus zu einem ,idealismus1 der dem objektiven ,idealismus ,platos eine neue ,gestalt gibt4 ,den ,cartesianischen ,dualismus aber wandelt er in einen ,monismus um1 welchem die ,natur selbst nichts anderes als der ,geist in seiner ,entwicklung ist4 d4 ,die ,einheit der ,wissenschaften4 ,das ,wort ,geisteswissenschaften ist bekanntlich eine neue1 nicht ber das #ai4 ,jahrhundert hinaufreichende ,schpfung der ,gelehrtensprache4 ,leibniz kennt also das ,wort nicht4 ,aber er verfgt ber einen ,begriff1 der noch darber hinausreicht3 das ist die ,einheit der ,wissenschaften4 ,er umfat nicht blo die zu jener ,zeit bereits konsolidierten ,naturwissenschaften1 sondern auch jene ,gebiete1 die wir heute ,geisteswissenschaften nennen1 und zu denen noch die abstrakten ,disziplinen hinzukommen1 die als allgemeine ,grundlagen des ,denkens dort wie hier die methodischen ,hilfsmittel der ,forschung darbieten3 die ,logik und die ,mathematik4 ,beide gehren zusammen2 denn die ,mathematik ist nur eine erweiterte ,logik1 und insofern beide in bereinstimmender ,weise in allen ,wissenschaften vorkommen1 vermitteln sie zugleich1 abgesehen von den realen ,beziehungen1 in denen die ,bestandteile unserer ,erkenntnis durchgngig zueinander stehen1 die ,einheit der ,wissenschaften4 ,leibniz hat diesen ,gedanken1 wie bereits oben bemerkt1 vornehmlich fr die ,rechtswissenschaft in doppelter ,beziehung durchgefhrt3 erstens ist sie nach ihm in hohem ,grade logisch ausgebildet1 darum der ,mathematik nahe verwandt2 und zweitens fordert er von dem ,juristen eine grndliche ,kenntnis der empirischen ,wirklichkeit1 wozu ihn das ,studium der ,naturwissenschaften vornehmlich anleiten soll4 ,denn gerade die ,rechtswissenschaft und besonders ihre praktische ,anwendung lt nach ihm eine fremde ,beihilfe in der ,regel nicht zu4 ,hier mu schon in den ,fllen des ,zivil- und ,kriminalrechts nicht selten der ,einzelrichter auf ,grund seiner ,kenntnis der ,gesetze nicht nur1 sondern der sorgfltigen ,erwgung der ,tatsachen eine ,entscheidung treffen4 ,de casibus perplexis lautet schon das ,thema der ,abhandlung1 ber die er zur ,erlangung der ,doktorwrde in ,altdorf disputierte1 und es mag daher sein1 da ihm die ,schwierigkeit der ,beantwortung komplizierter juristischer ,streitfragen die ,vergleichung mit der ,lsung mathematischer ,probleme nicht minder wie den andern scheinbar paradoxen ,ausspruch nahelegte3 ,je spekulativer eine ,wissenschaft ist1 desto praktischer ist sie6 ,ist doch die ,wirklichkeit der ,dinge durchweg verwickelter als unsere willkrliche ,konstruktion1 mgen die ,dinge nun ,rechtsflle sein1 wie die des ,juristen1 oder ,naturerscheinungen1 wie die des mathematischen ,physikers4 ,was ,leibniz juristischen ,schriften noch ein besonderes ,interesse verleiht1 ist aber dies1 da sie augenflliger als andere seiner ,arbeiten von der ,scholastik ausgehen1 um dann spter mehr und mehr aus ihrem ,bannkreis herauszutreten4 ,so ist bei der genannten ,schrift ber die perplexen ,flle schon die ,wahl des ,themas bezeichnend4 ,die ,lust zu zwecklosem ,disputieren1 wie sie in der alten ,hochschule heimisch war1 die ,neigung1 dem ,gegner ,fallen zu stellen oder ihn ad absurdum zu fhren1 sie klingen deutlich in dieser ,schrift an1 deren ,glanzleistung darin besteht1 da sie in dem berhmten ,proze zwischen ,protagoras und seinem ,schler ,euathlos ber das von dem letzteren zu zahlende ,honorar eine neue ,entscheidung zu geben sucht4 ,es ist derselbe ,formalismus1 der im wesentlichen in den andern juristischen ,jugendschriften nach dem ,vorbild der ,literatur der ,zeit wiederkehrt4 ,wo er sich gegen die seitherige ,wissenschaft wendet1 da ist es weniger die ,scholastik als die ,schule der ,ramisten1 die er wegen ihrer ,hufung leerer ,begriffsunterscheidungen und scholastischer ,dichotomien bekmpft4 ,aber auch die ,leibnizsche ,schrift ber die perplexen ,flle ist ein wahres ,musterstck scholastischer ,gelehrsamkeit4 ,schon das ,thema ist kennzeichnend4 ,es sind nicht sowohl wirkliche ,rechtsflle als ,beispiele jener ,dilemmen1 die bereits in der antiken ,dialektik halb als scherzhafte logische ,aufgaben1 halb als ernste ,probleme eine ,rolle gespielt haben4 ,die ,form des ,rechtsstreites ist auch sonst fr sie als eine besonders geeignete gewhlt worden4 ,schon die ,einleitung ist echt scholastisch4 ,zuerst wird der ,begriff des ,kasus definiert und in seiner ,anwendung durch die verschiedenen ,wissenschaften verfolgt1 dann der ,begriff der ,perplexitas1 um endlich festzustellen1 was ein ,casus perplexus sei4 ,so ist das ,ganze mehr eine dialektische ,verstandesbung als eine juristische ,untersuchung4 ,nicht viel anders verhlt es sich mit den ,quaestiones philosophicae amoeniores ex jure und andern ,arbeiten4 ,da glaubt man denn mit der dem ,kurfrsten von ,mainz zum ,willkomm berreichten ,schrift ber die notwendige ,reform des juristischen ,studiums 7,methodus nova discendae docendaeque jurisprudentiae1 #affh7 in eine andere ,welt zu treten4 ,man fhlt sich in akademische ,reformversuche neuester ,zeit versetzt1 wenn ,leibniz hier den ,vorschlag macht1 den juristischen ,lehrvortrag dadurch anregender zu gestalten1 da der ,rechtslehrer1 indem er die ,rollen des ,klgers1 des ,angeklagten1 des ,sachwalters und des ,richters unter seine ,schler verteilt1 eine ,art dramatischer ,nachbildung des ffentlichen ,gerichtsverfahrens veranstaltet4 ,freilich wird man sich bei diesem originellen ,vorschlag erinnern drfen1 da auch der scholastische ,lehrbetrieb beide ,seiten vereinigte1 ein des ,diktieren und ,auswendiglernen neben ,kolloquien und ,disputationen1 die zugleich eine ,art ,rollenverteilung mit sich fhrten4 ,und es war neben der theologischen vorzugsweise die ,artistenfakultt1 in der diese ,disputationen gebt wurden1 whrend bei den ,juristen wohl der dogmatische ,lehrvortrag ausschlielich herrschend war1 wie denn gerade in der ,zeit nach dem groen ,krieg die ,umstndlichkeit des schriftlichen ,rechtsverfahrens ihren uersten ,grad erreicht zu haben scheint4 ,so mochte ,leibniz diesen von ihm selbst vielfach beklagten ,mngeln am wirksamsten zu steuern meinen1 wenn er das bel bei der ,wurzel1 bei dem ,studium der ,rechtswissenschaft1 anfate4 ,damit bezeichnet aber diese ,schrift allerdings einen wichtigen ,wendepunkt auch auf diesem ,gebiete einer eigentlichen ,fachwissenschaft1 nicht unhnlich demjenigen1 den er ungefhr um die gleiche ,zeit in seinem naturwissenschaftlichen ,denken erlebte4 ,es ist der ,eintritt in das ffentliche ,leben1 die in den folgenden ,jahren beginnende politische ,ttigkeit1 die diese ,wendung von den einzelnen1 ihn zum ,teil mehr um ihres logischen ,interesses als um ihrer ntzlichen ,zwecke willen fesselnden ,problemen zu den allgemeinen ,fragen des ffentlichen ,rechts und der ,gesetzgebung hinberfhrt4 ,so beschftigt ihn vor allem die ,reform des rmischen ,rechts1 dessen logische ,ordnung und als letztes ,ziel die ,schaffung eines neuen ,gesetzbuchs1 das die deutschen ,rechtsquellen mit dem rmischen ,recht in ein der ,zeit angemessenes ,werk vereinige4 ,auch bei der ausfhrlichsten seiner politischen ,schriften1 dem ,caesarinus ,fuerstenerius1 steht trotz des einzelnen ,anlasses im ,hintergrund das groe ,problem der ,verfassung des deutschen oder1 wie ,leibniz1 der ,anhnger des alten ,reichsgedankens mit ,vorliebe es nennt1 des ,rmischen ,reichs1 die ,frage der ,vereinbarkeit der vollen ,autarkie der ,einzelstaaten mit der ,unterordnung unter das ,reichsoberhaupt1 dieser ,casus perplexus des ,staatsrechts damaliger ,zeit4 ,zwei ,gedanken sind es1 die bei allen diesen spteren ,arbeiten mehr und mehr in den ,vordergrund treten4 ,der eine ist die ,erkenntnis der geschichtlichen ,bedingtheit des ,rechts1 den er gegen die unter dem ,einflu des angesehensten deutschen ,juristen der ,zeit zur ,herrschaft gelangende ,naturrechtstheorie in die ,schranken fhrt4 ,wohl gibt es auch fr ihn ein natrliches ,recht1 das in der sittlichen ,natur des ,menschen seine ,quellen hat4 ,wirklichkeit hat aber zunchst das berlieferte ,recht1 das seinerseits geschichtlich bedingt ist1 also nicht fr alle ,zeiten und ,vlker dasselbe sein kann4 ,der zweite leitende ,gedanke ist der ,zusammenhang des ,rechts mit der ,gesamtheit der ,lebensinteressen1 vor allem mit ,moral und ,religion4 ,da sie ,recht und ,staat loszulsen gesucht von diesen hchsten menschlichen ,gtern1 da sie die ,selbstsucht zu ihrer ,ursache und den ueren ,nutzen zu ihrem ,zweck erhoben1 das ist es1 worin er vor allem seine ,zeitgenossen ,thomas ,hobbes und ,samuel ,pufendorf bekmpft4 ,auch hier geht er auf ,aristoteles zurck1 mit dessen ,ethik er die berhmten ,rechtsideen der groen rmischen ,juristen schon in seiner ,jugendschrift ber die ,methode des juristischen ,studiums zu einer ,dreiheit von ,normen verbindet1 die er dann noch einmal beinahe dreiig ,jahre spter in seinem ,kodex des ,vlkerrechts in ihrer ,vereinigung als die ,grundlagen alles ,rechts bezeichnet4 ,nemimem laedere1 suum cuique tribuere1 honeste vivere3 der ersten und zweiten dieser ,regeln entspricht die ,aristotelische ,dichotomie des ,begriffs der ,gerechtigkeit in die ausgleichende 7commutativa7 und in die verteilende 7distributiva72 die dritte aber verwandelt ,leibniz aus dem honeste in ein pie vivere4 ,so ergeben sich ihm drei ,grade des natrlichen ,rechts1 die er in jenen drei ,rechtsregeln angedeutet sieht3 das strenge ,recht 7,jus strictum71 die ,billigkeit 7,aequitas7 und die ,frmmigkeit 7,pietas74 ,fhrt man sie auf die ihnen entsprechenden ,tugendbegriffe zurck1 so entspricht aber dem ,jus strictum die ,gerechtigkeit im engeren ,sinne des ,wortes1 der ,billigkeit die ,liebe4 ,die ,frmmigkeit endlich ist die ,liebe zu ,gott1 die als solche auch die andern ,tugenden in sich schliet und auf diese ,weise die vorangehenden ,stufen zur ,einheit verbindet4 ,gewi entbehrt diese ,zurckfhrung der ,rechtsregeln auf die ,tugendbegriffe nicht eines gewissen ,zwangs1 und vollends ist die ,umwandlung des honeste vivere in das pie vivere eine geflissentliche ,steigerung4 ,doch so kennzeichnend diese ,anlehnung an das berlieferte fr die ,leibnizsche ,denkweise berhaupt ist1 so wenig kommt sie hier fr die ,sache selbst in ,betracht2 ja vielleicht wrde diese eindringlicher zur ,geltung gelangen1 wenn er sie als sein eigenes ,werk hinstellte1 was sie im ,grunde ist1 statt sich an ,aristoteles und die alten ,juristen anzulehnen4 ,worauf es ankommt1 das ist doch nur1 da fr ihn ,recht und ,moral eine untrennbare ,einheit sind1 und da sie mit der ,religion zusammen eine einzige sittliche ,weltordnung bilden4 ,eben darum ist ihm aber auch der ,staat1 wie er in dem ,monitum zu seinem ,codex diplomaticus ausfhrt1 kein bloer ,schutzvertrag zur ,sicherung von ,leben und ,eigentum der einzelnen1 sondern eine sittliche ,lebensgemeinschaft zur ,frderung der ,glckseligkeit aller4 ,deshalb beziehen sich denn auch die allgemeinen ,begriffe der ,rechtsordnung ebenso auf die ,staaten selbst wie auf die einzelnen ,staatsbrger4 ,das ,gebot1 niemanden zu verletzen wird dort zur ,pflicht1 den ,frieden zu bewahren1 das ,gebot1 jedem das ,seine zu gewhren zur ,pflicht der ,bercksichtigung der ,interessen anderer ,staaten im ,verkehr mit ihnen4 ,dazu kommt endlich als die ,grundlage aller dieser internationalen ,regeln die ,frmmigkeit1 die in dem christlichen ,gebot der allgemeinen ,menschenliebe die ,quelle findet1 aus der die ,pflichten der ,staaten in ihrem wechselseitigen ,verkehr entspringen4 ,so verbinden sich in diesen ,gedanken ber ,vlkerrecht die ,hauptmotive1 die der ,leibnizschen ,weltanschauung ihr ,geprge geben4 ,den ,eudmonismus der ,zeit verleugnet auch sie nicht1 aber sie vertieft ihn1 indem sie das ,glck des einzelnen an die sittliche ,gemeinschaft der ,menschen und diese wieder an die religise ,bestimmung des ,menschen bindet4 ,aus der sittlich-religisen ,richtung dieses ,eudmonismus entspringt der durch keinerlei ,mngel und ,schmerzen des ,daseins zu trbende ,optimismus1 und zu beiden gesellt sich das aus der mathematischen ,betrachtung der ,dinge entspringende ,vertrauen auf eine gesetzmige ,weltordnung4 ,,iii4 ,leibniz und die neue ,wissenschaft4 ,scienza nuova1 neue ,wissenschaft1 hatte ,galilei seine ,mechanik und seine ,lehre von den ,fallgesetzen genannt4 ,scienza nuova nannte noch ein ,jahrhundert spter ,giambattista ,vico1 ,leibnizens jngerer ,zeitgenosse1 seine ,philosophie der ,geschichte4 ,instauratio magna scientiarum hatte ,francis ,baron die ,sammlung der ,werke berschrieben1 in denen er seine neue ,philosophie darstellen wollte4 ,instauratio -- nicht ,restauratio6 ,nicht um eine ,verbesserung und ,fortbildung des berlieferten1 um eine vllige ,neuschpfung handelte es sich dieser ,zeit4 ,darin schied sich die ,wissenschaft von der vorangegangenen ,erneuerung der ,kunst1 die sich mit dem bescheideneren ,titel einer ,wiedergeburt begngte4 ,war es doch die ,kunst des ,altertums gewesen1 die der neuen zuerst ihren ,weg zurck zur ,natur gewiesen hatte4 ,die neue ,wissenschaft glaubte der berlieferten ,weisheit vllig entraten zu sollen4 ,die ,scholastik samt ihrem ,meister ,aristoteles erschien den ,jngern dieser ,zeit als ein ,hindernis1 nicht als eine ,frderung auf dem ,wege zur ,wahrheit4 ,eher mochten noch1 so meinte ,bacon1 ein ,plato und der schmhlich vergessene ,demokrit bisweilen das ,richtige erkannt haben4 ,die ,logik des ,aristoteles1 der diese seine ,vorgnger in den ,hintergrund gedrngt1 und vollends die ,scholastik war eine leere ,wortkunst ohne theoretischen ,wert und ohne praktischen ,nutzen gewesen4 ,so hat das ,wort ,neue ,wissenschaft eine weit ber jene einzelnen ,werke hinausreichende ,bedeutung4 ,es ist der ,jubelruf der neuen ,zeit1 eine ,absage an die ,vergangenheit1 die ,verkndigung einer mit den groen ,entdeckungen der ,naturforschung endlich herangekommenen wahren ,wissenschaft4 ,so selbstbewut aber die ,naturforscher des ,zeitalters diese durch ihre eigene ,arbeit herbeigefhrte ,wendung der ,dinge verknden1 so sind es doch vornehmlich die ,philosophen1 bei denen sich der ,ruhm der neuen ,zeit von jenem abflligen ,urteil ber die ,vergangenheit wirksam abhebt4 ,wie hflich behandelt ,galilei in seinen ,discorsi den ,aristoteliker ,simplicio1 wenn man seine rein sachlichen ,richtigstellungen mit den ,schmhungen vergleicht1 mit denen ,bacon den ,aristoteles berhuft1 oder mit den gemigteren1 aber1 soweit es sich um die wissenschaftliche ,leistungsfhigkeit der bisherigen ,philosophie handelt1 nicht minder geringschtzigen ,bemerkungen ,descartes'4 ,und soweit auch diese ,mnner in ihren eigenen ,anschauungen auseinandergehen1 in dem ,preis der neuen ,wissenschaft stimmen sie derart berein1 da man sich des ,gedankens einer ,beeinflussung des jngeren durch den lteren der beiden ,schriftsteller kaum erwehren kann4 ,antiquitas saeculi juventus mundi1 sagt ,bacon4 ,das ,altertum ist das ,jugendalter der ,menschheit4 ,in ,wahrheit ist die neuere ,zeit die ltere1 die reifere an ,wissen und ,einsicht4 ,die ,schriften der ,alten1 sagt ,descartes1 erschienen mir zuerst wie prchtige ,palste1 aber ich fand sie auf ,sand gebaut4 ,darum1 nicht einen ,fortschritt auf dem bisherigen ,wege1 sondern eine vllige ,umkehr1 einen neuen ,anfang fordern beide1 an der ,stelle der bisherigen leeren ,begriffsgliederungen neue fruchtbare ,methoden4 ,der ,krppel auf dem rechten ,wege wird es dem ,wettlufer auf dem falschen zuvortun1 oder1 wie ,descartes dieses ,baconische ,bild wiedergibt3 wer auf der richtigen ,strae langsam geht1 kommt weiter1 als wer auf einem ,irrpfade sich beeilt4 ,nun wrde es freilich ein ,irrtum sein1 wollte man hieraus schlieen1 diese ,philosophen seien wirklich von der ,vergangenheit unabhngig gewesen4 ,das trifft fr ,bacon1 der es1 trotz der tiefen ,blicke1 die er in das ,wesen der experimentellen ,methode getan hat1 an scholastischen ,begriffsspaltungen nicht fehlen lt1 so wenig zu wie fr ,descartes1 der die ,grundlagen seiner ,metaphysik ebenso wie sein berhmtes cogito ergo sum dem ,augustin1 seinen ,gottesbeweis dem ,anselm von ,canterbury verdankt4 ,niemand kann sich eben von der ,vergangenheit lsen4 ,aber die ,berufung auf ,autoritten lag nicht im ,sinn einer ,generation1 die sich selbst als die ,trgerin einer vlligen ,erneuerung der ,wissenschaften fhlte4 ,wie anders steht hier ,leibniz der vorangegangenen ,zeit gegenber6 ,wohl hat auch er nicht versumt den ,nutzen zu rhmen1 den der ,fortschritt der ,wissenschaften der ,menschheit gebracht habe4 ,aber wann wre es ihm beigefallen1 die neue ,wissenschaft als die einzige zu preisen1 die diesen ,namen wahrhaft verdiene8 ,freilich war das vor allem eine ,folge seiner in der ,scholastik wurzelnden ,jugendbildung4 ,konnte er sich auch1 als er spter mit der neuen ,naturwissenschaft nher bekannt wurde1 dem imponierenden ,eindruck dieser nicht entziehen1 so stellte sich doch1 vornehmlich infolge der ,bedenken1 die sich gegen die ,cartesianische ,naturphilosophie in ihm regten1 allmhlich ein gewisses ,gleichgewicht ein1 das ihn mehr und mehr an dem ohnehin seiner ,denkweise entsprechenden ,grundsatze festhalten lie1 aus allem1 was ,vergangenheit oder ,gegenwart ,wertvolles bieten mochten1 das ,beste zu behalten4 ,so wurde er in einer ,zeit1 die im ganzen an einem merkwrdigen ,mangel an historischem ,sinn litt1 untersttzt durch seine ausgebreitete ,literaturkenntnis1 bei aller ,selbstndigkeit des ,denkens ein ,eklektiker im hchsten ,sinne des ,wortes4 ,rhmt er sich doch selbst dieser ,eigenschaft1 wenn er sagt1 es sei sein ,bestreben gewesen1 die ,atomistik mit den vernnftigen ,samen der ,stoiker und mit den ,entelechien des ,aristoteles zu verbinden4 ,fast steht er darum auch in der historischen ,wrdigung des jeweiligen ,zustandes der ,wissenschaft einsam da1 nicht nur in seiner eigenen1 sondern auch in der folgenden ,zeit4 ,staunen wir doch noch bei der ,lektre ,kants nicht selten ber die merkwrdig oberflchliche ,kenntnis1 die dieser groe ,denker von den bedeutendsten ,werken der vorangegangenen ,philosophie besitzt4 ,wenn der ,eifer1 mit dem ,leibniz eine ,zeitlang gerade den ,hauptvertretern der neuen ,wissenschaft unter den ,philosophen1 einem ,bacon1 ,descartes und ,gassendi sich zuwandte1 spter einer ablehnenden ,kritik ,platz machte1 um in ,naturphilosophie und ,psychologie dem ,aristoteles1 in der ,theologie der ,scholastik einen berwiegenden ,einflu zu gestatten1 so war aber sichtlich nicht zum wenigsten die ,tatsache schuld1 da jene begeisterten ,verknder der neuen ,naturwissenschaft selbst nicht zu den fhrenden ,naturforschern gehrt und zum ,teil sogar mit den neuen ,ergebnissen nur mangelhaft vertraut waren4 ,dies gilt selbst von ,descartes1 der1 ein so hervorragender ,mathematiker er war1 doch dem gewaltigen ,umschwung1 den ,galileis epochemachende ,arbeit in der ,physik hervorbrachte1 fremd gegenberstand4 ,seine ,naturphilosophie trgt daher ganz das ,geprge eines ber die ,naturerscheinungen spekulierenden ,geometers4 ,es konnte nicht ausbleiben1 da dieser ,mangel einem ,manne1 der1 wie ,leibniz1 die ,entwicklung der neueren ,dynamik mit dem grten ,interesse verfolgte1 auf die ,dauer nicht verborgen blieb und da er in dem allgemeinen ,begriffsschematismus der ,aristotelischen ,physik bald ein passenderes ,mittel fand1 die neuen ,resultate ihm einzuordnen1 als in den ,hypothesen ,descartes'4 ,so traten denn in seiner ,wrdigung der ,zeitgenossen mehr und mehr an die ,stelle jener ,naturphilosophen die ,naturforscher1 die durch ihre ,entdeckungen die neue ,wissenschaft begrndet hatten4 ,in ,galilei verehrte er vor andern den ,entdecker des ,prinzips der ,trgheit und der ,fallgesetze1 der damit zugleich den empirischen ,beweis fr die ,richtigkeit des wahren ,gesetzes der ,erhaltung der ,kraft bereits vor der ,aufstellung desselben geliefert hatte2 in ,kepler den ,entdecker der ,gesetze der ,planetenbewegungen4 ,meinte er doch1 in diesem ,fall wohl nicht ganz gerecht1 das eigentliche ,verdienst der ,gravitationstheorie gebhre ,kepler1 nicht ,newton1 der sie durch den unmglichen ,gedanken der ,wirkung in die ,ferne geflscht habe1 whrend ,kepler1 indem er sie aus der ,fortpflanzung durch ein kontinuierliches ,medium abzuleiten suchte1 auf dem richtigen ,wege gewesen sei4 ,so bewegt sich seine ,schtzung der ,vertreter der neuen ,wissenschaft einigermaen parallel der ,stellung1 die er gleichzeitig der ,scholastik gegenber einnimmt4 ,hier war er von dem an seiner heimischen ,universitt vorherrschenden1 auch von seinem ,lehrer ,jacob ,thomasius vertretenen ,nominalismus ausgegangen4 ,dann trat in seinen naturphilosophischen ,arbeiten ,aristoteles selbst an die ,stelle der ,scholastik1 um1 wo es sich um ethische und theologische ,fragen handelte1 durch die ltere klassische ,scholastik ergnzt zu werden4 ,unter den ,vertretern der neuen ,wissenschaft sind es zuerst die mehr als ,herolde denn als ,forscher wirkenden ,philosophen1 die sein ,interesse fesseln1 dann wendet er sich dem ,zweigestirn der beiden groen ,forscher zu1 die uns noch heute als die ,hauptbegrnder der neuen ,naturwissenschaft gelten4 ,ihr ,einflu kreuzt sich aber mit dem ihm zeitlebens eigen gebliebenen ,aristotelischen ,begriffssystem4 ,so ereignet sich das ,merkwrdige1 da1 nachdem ,galilei die ,aristotelische ,physik aus der ,naturwissenschaft verwiesen hatte1 die ,leibnizsche ,dynamik beide verbindet1 um das allgemeinste ,prinzip der modernen ,naturwissenschaft1 das der ,erhaltung der ,kraft1 zu gewinnen4 ,die ,methode der aristotelischen ,begriffsgliederung ergibt ihm die brauchbare ,form dieses ,prinzips1 aus den ,galileischen ,fallgesetzen beweist er seine bereinstimmung mit der ,erfahrung4 ,je mehr ihn aber die rechtsphilosophischen und theologischen ,probleme zu einem ,abschlu drngen1 um so mehr wendet sich sein ,blick zur klassischen ,scholastik zurck1 die hier vornehmlich in den ,werken ihres grten ,vertreters1 des heil4 ,thomas1 das ,aristotelische ,system in einer dem christlichen ,glauben entsprechenden ,weise zu ergnzen versucht hatte4 ,so mischen sich in der ,leibnizschen ,philosophie ,gedankenstrmungen der ,vergangenheit und ,gegenwart1 wie sich dies weder frher noch spter jemals wiederholt hat4 ,eben dadurch spiegelt dieser ,philosoph den ,charakter dieser ganzen von so mannigfaltigen geistigen ,strmungen bewegten ,zeit in einer ,weise1 die einzigartig mindestens in der ,geschichte der neueren ,wissenschaft dasteht4 ,in nichts aber spricht sich dies deutlicher aus als in der besonderen ,ausprgung1 die er den die ,entwicklung der ,philosophie beherrschenden ,grundbegriffen gegeben hat4 ,in dieser1 der eigentlich philosophischen ,seite seiner ,lebensarbeit1 die erst in dem letzten ,jahrzehnt des ,jahrhunderts eine festere ,gestalt gewinnt1 tritt dann zugleich immer offener die kritische ,wendung zutage1 die sein ,auftreten in der ,entwicklung des neueren ,denkens bezeichnet4 ,wie diese im engeren ,sinne philosophische ,periode seines ,lebens spt erst begonnen hat1 so ist sie freilich niemals ganz zu ,ende gelangt4 ,der ,widerstreit der ,motive1 die sein ,denken bewegen1 ist zu gewaltig1 als da ein abschlieendes ,ergebnis mglich wre4 ,dem widerstrebt berdies allzusehr sein konziliatorischer ,charakter4 ,so bleiben denn nur zu oft ,begriffe nebeneinander stehen1 die sich nicht miteinander vertragen4 ,neue ,gedanken werden in ein ,gewand gekleidet1 das eigentlich einer berwundenen ,periode seines eigenen ,denkens angehrt4 ,religise ,einflsse durchkreuzen wissenschaftliche berzeugungen auch da1 wo wir heute einen zureichenden ,grund zum ,konflikt durchaus nicht mehr sehen knnen4 ,so wird es1 wollen wir uns der vollen ,bedeutung der ,wendung1 die sich hier vollzogen hat1 bewut werden1 unerllich sein1 auch den ,schwankungen und ,widersprchen der ,begriffe nachzugehen1 wenn wir ein ,bild der letzten entscheidenden ,grundanschauungen dieses1 die ,wissenschaft seiner ,zeit wie kein anderer beherrschenden ,denkers gewinnen wollen4 a4 ,der ,wandel der ,substanzbegriffe4 ,das ,zeitalter ,leibnizens knnte1 wenn man die ,perioden der ,philosophie nach einzelnen ,begriffen1 nicht nach ,systemen oder ihren ,urhebern benennen wollte1 wohl auch das kritische ,zeitalter des ,substanzbegriffs genannt werden4 ,kant hat von diesem ,begriff gesagt1 er sei zu jeder ,zeit schon von dem gemeinen ,verstand als der eines beharrlichen1 sogar in seiner ,quantitt unverndert bleibenden ,trgers der ,erscheinungen gedacht worden4 ,diese uerung ist gewi eines der merkwrdigsten ,zeugnisse fr die ,macht1 welche ,denkgewohnheiten auf uns ausben2 gleichwohl ist es nicht minder gewi1 da den ,tatsachen gegenber diese ,behauptung nicht bestehen kann1 so oft man auch noch immer1 wenn auch vielleicht nicht dem gemeinen ,menschenverstand1 so doch mindestens den alten jonischen ,physikern den ,besitz des ,satzes von der ,konstanz der ,materie zuschreibt4 ,was diese ,denker die ,arch1 den ,anfang1 nannten1 das war sichtlich durchaus nicht das1 woraus alles dauernd besteht1 sondern das1 woraus alles entsteht und in was es wieder vergeht4 ,wenn z4 ,b4 ,thales behauptete1 das ,wasser sei die ,arch der ,dinge1 so spricht nichts dafr1 da er gemeint habe1 die ,erde1 das ,feuer usw4 bestnden aus ,wasser4 ,die ,verwandlung eines ,dings in ein anderes ist fr ein naiveres ,bewutsein durchaus nichts ,wunderbares1 wohl aber wrde es einem solchen wahrscheinlich wunderbar vorkommen1 wenn man ihm zumuten wollte1 zu glauben1 ein ,gegenstand sei ein anderer geworden und doch eigentlich derselbe geblieben4 ,die ersten ,spuren jenes ,gedankens der ,konstanz finden sich wohl in der ,empedokleischen ,lehre von den vier ,elementen und namentlich in der ,atomistik4 ,wenn aber ,kant in der ,anschauungsform der ,zeit die ,quelle jenes ,prinzips sah1 da1 wie er meinte1 der unablssige ,flu der ,zeit ein unvernderliches ,beharren fordere1 an dem dieses ,flieen gemessen werde1 so zeigt gerade die ,atomistik1 da das beharrende ,substratum zu dieser flieenden ,zeit nicht nochmals die ,zeit1 sondern der ,raum ist1 ohne den es in der ,anschauung auch keine ,zeit gibt4 ,darum behlt der ,satz ,kants1 da der ,begriff an die ,anschauung gebunden ist1 seine ,geltung4 ,nur ist die ,form dieser ,anschauung nirgends die ,zeit allein und nirgends der ,raum allein1 sondern sie besteht aus der ,vereinigung beider1 und diese rumlich-zeitliche ,anschauung ist nur deshalb die ,form1 in die wir alle ,inhalte unserer ,erfahrung kleiden1 weil sie die ,form ist1 die bei aller ,abstraktion von dem wechselnden ,inhalt unserer ,erfahrung immer wieder zurckbleibt4 ,in ihren sich ergnzenden ,eigenschaften trgt aber schlielich diese rumlich-zeitliche ,anschauung das ,motiv zur ,bildung zweier ,gegensatzbegriffe in sich1 die sich ebenso begrifflich ergnzen wie ,zeit und ,raum anschaulich3 ,vernderung und ,beharren4 ,nun gibt es in der empirischen ,wirklichkeit nur ein relatives ,beharren und nur eine relative ,vernderung1 ein ,bleibendes im ,wechsel und ein ,wechselndes gegenber dem ,bleibenden4 ,indem jedoch die aristotelisch-scholastische ,naturphilosophie in einer rein begrifflichen ,ordnung der ,naturerscheinungen besteht1 verzichtet sie auf die ,bedingungen der ,anschaulichkeit und setzt demnach die ,begriffe als selbstndige und doch berall verbundene ,bestandteile der ,dinge einander gegenber3 jeder ,gegenstand ist nach ihr beharrend und vernderlich zugleich4 ,darum bezeichnet schon ,aristoteles das einzelne ,ding als die ,substanz in der eigentlichen ,bedeutung des ,worts1 und die ,scholastik vereinigt in dem ,begriff der substantiellen ,form eben diese ,dualitt von ,beharren und ,vernderung1 die jedem ,wirklichen zukommt4 ,in diesem ,sinne definiert sie die ,substanz auch als das ,ens perdurabile atque modificabile4 ,nirgends ist hier von einem absoluten ,beharren die ,rede1 darauf kommt es aber dieser rein logischen ,naturbetrachtung berhaupt nicht an3 sie konstatiert nur1 da beiden ,begriffen gleichzeitig jedes wirkliche ,ding subsumiert werden kann4 ,bei ,kant hat sich infolge der ,erkenntnis1 da alle ,begriffe an ,anschauungen gebunden seien1 dieses ,verhltnis derart verschoben1 da er die ,vernderlichkeit der ,dinge fr die ,anschauung zurckbehlt und das ,beharren in einen apriorischen ,begriff umwandelt1 dem er mit ,hilfe seines ,schemas einer beharrenden ,zeit ,anschaulichkeit zuschreibt4 ,die wirkliche ,entstehung des ,begriffs der beharrenden ,substanz ist aber nicht auf dem ,wege dieser von ihm schon dem natrlichen ,bewutsein zugeschriebenen knstlichen ,konstruktion erfolgt1 sondern sie ist1 wie die ,geschichte lehrt1 im ,altertum zunchst in jenen naturphilosophischen ,theorien vorausgenommen worden1 die1 wie besonders die ,atomistik1 von den qualitativen ,eigenschaften der ,dinge abstrahierend1 die ,naturerscheinungen auf ein rein rumlich-zeitliches ,geschehen zurckfhrten4 ,dabei ist es offenbar keinerlei apriorische ,notwendigkeit1 sondern lediglich der ,vorzug der ,einfachheit der ,betrachtung gewesen1 der die ,atomistiker zu dieser der ,verbindung der ,begriffe ,beharren und ,vernderung ein anschauliches ,substrat bietenden ,hypothese gefhrt hat4 ,dagegen ist die ganze folgende ,entwicklung der ,wissenschaft bei der ,aristotelischen ,definition der ,substanz stehen geblieben1 die in dem scholastischen gleichzeitig beharrenden und vernderlichen ,sein ihren treffendsten ,ausdruck findet4 ,auch haben die mittelalterlichen ,alchimisten bei ihren ,bemhungen1 wertlose ,metalle in ,gold zu verwandeln1 offenbar in der ,materie vor allem ein ,ens modificabile gesehen4 ,erst die ,renaissance hat der ,substanz als einem nach ,begriff und ,anschauung beharrenden ,substrat der ,naturerscheinungen zum ,siege verholfen4 ,dies ist aber zunchst durch die ,rckkehr zu atomistischen oder in dieser ,beziehung ihnen gleichwertigen korpuskularen ,anschauungen geschehen1 und hier ist es vor andern ,descartes1 der in doppelter ,weise die ,entwicklung dieses modernen ,substanzbegriffs zu ,ende gefhrt hat4 ,erstens bringt er in seinem ,satz von der ,ausdehnung als der einzigen ,eigenschaft der ,materie jene bertragung der ,konstanz des ,raumes auf die der ,gegenstnde im ,raum zu klarem ,ausdruck4 ,zweitens stattet er nun nach dem ,vorbild dieses materiellen ,substanzbegriffs auch die zwei andern ,substanzen1 die er mit jenem in seinem ,system vereinigt1 die ,seele und ,gott1 mit dem gleichen ,attribut des absoluten ,beharrens aus1 womit dann freilich diesen die ,anschaulichkeit verloren geht4 ,dadurch entsteht aber bei ihnen das ,bedrfnis nach einem ,ersatz1 der wiederum nur in ,eigenschaften gesucht werden kann1 mit denen der gleiche ,begriff des ,beharrens verbunden gedacht wird1 wie bei der materiellen ,substanz mit dem ,raum4 ,das ist bei der ,seelensubstanz das ,denken1 bei ,gott die ,unendlichkeit mit allem1 was sie in sich schliet4 ,darum bleibt dieser vom ,raum ausgegangene ,substanzbegriff schlielich bei ,spinoza1 der diese bertragung von den1 wie ,descartes sie schon nannte1 endlichen oder geschaffenen ,substanzen zu ,ende fhrt1 schlielich bei der einen absoluten ,substanz stehen1 die ,gott1 ,denken und ,ausdehnung zugleich ist4 ,so endet der in seinem ,anfang in der sinnlichen ,anschauung wurzelnde ,begriff schlielich im vllig ,transzendenten1 das nur im ,begriff1 niemals in der ,anschauung erfat werden kann4 ,das ist der ,punkt gewesen1 bei dem zuerst ,david ,hume und dann ,kant1 indem sie sich auf die ,forderung der ,veranschaulichung besannen1 vom ,ende dieser ,entwicklung wieder zu ihren beiden ,ausgangspunkten zurckkehren muten3 ,hume zu dem des ,dings1 ,kant zu dem eines beharrenden ,substrats der ,naturerscheinungen1 whrend fr die ,seele und ,gott beide den ,substanzbegriff ablehnten4 ,wie verhlt sich nun ,leibniz1 der der ,zeit nach zwischen ,descartes und ,hume1 jenem nher als diesem steht1 zu diesem im ,wandel seiner ,gestaltungen die gesamte ,entwicklung der neueren ,philosophie bestimmenden zentralen ,begriff8 ,die gewhnliche ,antwort lautet3 den ,substanzbegriffen ,descartes' und ,spinozas hat er einen dritten gegenbergestellt1 der in andere ,attribute als beide das ,wesen der ,substanz verlegt1 nmlich1 statt in ,ausdehnung und ,denken1 in ,selbstndigkeit und ,einfachheit4 ,die ,monaden sind einfache ,wesen1 also ,substanzen1 und sie sind berdies selbstndige ,wesen4 ,zunchst springt in die ,augen1 da die hier neu eingefhrten ,attribute reine ,begriffe sind1 nicht1 wie bei den dogmatischen ,begrndern der neueren ,philosophie1 ,tatsachen der ueren und inneren ,erfahrung1 die1 ber jede ,anschauung gesteigert1 mit den transzendenten unendlichen ,attributen der ,substanz ausgestattet werden4 ,demgegenber ist die ,dreiheit der ,leibnizschen ,attribute1 ,einfachheit1 ,selbstndigkeit und ,beharrlichkeit1 eine rein begriffliche4 ,wie man sie anschaulich zu denken habe1 bleibt vorlufig ganz dahingestellt4 ,aber es kommt ein psychologischer ,gesichtspunkt hinzu1 der diese ,lcke ausfllt4 ,er beruht auf der unmittelbaren ,gewiheit unserer inneren ,erfahrung4 ,doch auch diese wird nicht ohne weiteres in der ,form des ,denkens vorausgesetzt1 sondern in den allgemeinsten ,formen des ,verlaufs seelischer ,vorgnge3 im ,vorstellen und ,streben4 ,damit ist die gesamte lebende ,welt gleichzeitig mit dem ,menschen dem ,seelenbegriff untergeordnet1 und ihr fgt sich von selbst jener ,satz an1 den ,leibniz schon in seiner ,hypothesis physica nova ausgesprochen3 die ,krper sind momentane ,geister4 ,mit diesem ,satz hatte er bereits den ,weg zum ,idealismus beschritten1 der sich in der bertragung des seelischen ,lebens auf die ,substanz berhaupt vollendete4 ,darin liegt sein wesentlicher ,gegensatz gegen die von der ,naturanschauung ausgehende ,substanzlehre der ,cartesianer und ,spinozas4 ,richtet sich doch auch bei diesem in dem berhmten ,satz die ,ordnung und ,verbindung der ,ideen ist dasselbe wie die ,ordnung und ,verbindung der ,dinge die ,idee nach dem ,ding1 nicht das ,ding nach der ,idee4 ,hier htte ,leibniz den ,satz umgekehrt fassen knnen3 die ,dinge richten sich nach den ,ideen4 ,damit verwandeln sich ihm die ,dinge in eine ,erscheinungswelt1 die1 wenn sie als objektive ,wirklichkeit bestehen soll1 einer philosophischen ,prfung bedarf3 dann erst ist sie nach ,leibniz' ,ausspruch ein ,phnomenon bene fundatum4 ,aber ist nicht der ,leibnizsche ,substanzbegriff willkrlich und widerspruchsvoll8 ,wenn seine ,monaden einfache ,wesen sind1 so ist es undenkbar1 da sie zugleich ,spiegel der ,welt sind1 da sich in jeder1 auch in der niedersten ,monade1 nur mit abgestufter ,klarheit1 das ,universum spiegelt4 ,der ,vorwurf ist so augenfllig1 da man ihn einem ,leibniz eigentlich nicht machen sollte4 ,auch ist ja einfach kein eindeutiger ,begriff1 sondern er richtet sich nach dem ,gegensatz1 dem er gegenbergestellt ist4 ,dieser ,gegensatz ist aber hier nicht sowohl das ,zusammengesetzte als das ,ganze4 ,nun ist die ,monade an sich unteilbar3 sie ist also jedenfalls das ,einfachste1 was dem ,makrokosmos gegenbersteht4 ,auch die alten ,atomistiker hatten die ,atome wegen ihrer ,einfachheit unteilbar genannt1 obgleich1 da sie rumliche ,gestalten besaen1 an sich eine ,teilung denkbar war4 ,die ,monaden1 die ideale ,einheiten sind1 besitzen berhaupt keine ,ausdehnung3 der ,raum ist fr ,leibniz eine ,erscheinung geworden1 die zu den von ihm bildlich so genannten ,spiegelungen der ,welt in der ,monade gehrt4 ,es wrde ihm vielleicht absurd erschienen sein1 htte man in die ,seele auer ihrem eigenen ,vorstellen und ,streben auch noch die ,eigenschaften der ,welt auer ihr verlegen wollen4 ,in diesem ,sinne konnte er wohl mit grerem ,recht1 als die ,atomistiker ihre ,atome einfach nannten1 so seine ,monaden als die letzten unteilbaren ,einheiten der ,bewutseinswelt bezeichnen4 ,und wenn auerdem noch der ,satz die ,monaden haben keine ,fenster so oft bei ihm wiederkehrt1 so hat dies wohl seinen guten ,grund darin1 da er mit diesem ,bild jede ,annahme eines sogenannten ,influxus physicus so energisch wie mglich zurckweisen will4 ,die ,monaden wrden eben nicht geistige1 an sich selbst unrumliche1 aber das rumliche ,vorstellungsbild der ,welt erzeugende ,wesen1 sondern sie wrden ,atome sein1 wenn sie solchen ueren ,einflssen ausgesetzt wren4 ,darum eben bleibt nichts anderes brig1 als da die ,stufenordnung der ,wesen1 die nach dem ,kontinuittsprinzip in stetigen bergngen vor sich geht1 die ursprnglichste ,weltordnung selbst ist4 ,die empirische ,sttze hierfr findet er aber1 wie fr die ,einfachheit der ,wesen in der ,unteilbarkeit1 so fr die ,stufenordnung der ,welt in der ,stufenordnung der organischen ,natur4 ,hier liegt dann der groe ,fortschritt des deutschen ,philosophen gegenber seinen ,vorgngern3 es ist der bergang zum ,entwicklungsgedanken1 freilich noch nicht in der ,form des ,werdens1 sondern1 hnlich wie ein ,jahrhundert spter in der deutschen ,naturphilosophie1 in der ,form des ,gewordenseins4 ,nach ihm gibt es nicht eine ,substanz und nicht neben der einen ungeschaffenen1 der ,gottheit1 eine ,vielheit von geschaffenen ,substanzen1 ,seelen und ,krpern1 sondern alle ,substanzen sind einander gleichartige geistige ,wesen1 und sie bilden eine stetige ,aufeinanderfolge von den niedersten mit unendlich kleinen bis zu den hchsten mit unendlich groen seelischen ,eigenschaften4 ,diese ,philosophie ist echte transzendente ,metaphysik4 ,aber den ,vorwurf1 einfach und zusammengesetzt zu verwechseln1 kann man ihr nicht machen4 ,herbartsche ,reale knnen und wollen diese ,monaden nicht sein1 ebensowenig wie ,monaden im ,sinne ,giordano ,brunos oder beseelte ,atome4 ,vielmehr sind sie durchaus einheitlich als geistige ,wesen gedacht1 deren ,vorstellung die ,auenwelt ist1 und die eine kontinuierliche ,entwicklungsfolge bilden1 in denen jedes von dem andern verschieden und doch jedes dem andern hnlich ist4 ,wie verhlt es sich nun mit der zweiten ,eigenschaft der ,leibnizschen ,substanz1 mit der ,selbstndigkeit8 ,gewi kann hier von keiner absoluten ,selbstndigkeit die ,rede sein1 sondern eben nur von jener relativen1 die beim ,menschen an das ,selbstbewutsein gebunden1 und vermge deren eine ,teilung dieses ,selbstbewutseins in einem und demselben ,augenblick undenkbar ist4 ,es ist der lichte ,punkt in unserer ,seele1 der diese selbst beleuchtet1 jenes spter von ,fichte sogenannte ,ich bin ,ich4 ,fr ,leibniz ist das ,selbstbewutsein das ,merkmal des ,geistes4 ,er ist der erste1 der den ,satz der ,identitt als das oberste ,axiom des ,denkens hinstellt4 ,aber indem sich dasselbe im ,flu der ,entwicklung befindet1 setzt es niedrigere ,stufen des ,bewutseins voraus1 aus denen es sich entwickelt1 und lt auf hhere schlieen1 denen es zustrebt4 ,metaphysisch bilden daher das unendlich dunkle und das unendlich klare ,bewutsein die beiden ,grenzpunkte der ,weltharmonie4 ,indem jedes ,einzelwesen in dieser unendlichen ,reihe ein ,glied bildet1 nimmt es seine selbstndige ,stellung ein4 ,jenes ,principium indiscernibilium1 welches dereinst schon ,nicolaus von ,cues als ,grundgesetz der ,weltordnung hingestellt hatte1 weil nicht zu unterscheidende ,dinge dasselbe ,ding sein wrden1 kommt hier dem ,selbstndigkeitsprinzip der ,monade zu ,hilfe4 ,es gehrt zu den ,bestandteilen mystischer ,logik1 deren so manche in das ,leibnizsche ,system aus lterer berlieferung bergegangen sind4 ,demnach ist das metaphysische ,selbstndigkeitsaxiom ein zunchst auf das ,selbstbewutsein gegrndetes und von ihm aus auf die ,gesamtheit der unter oder ber der selbstbewuten ,seele vorauszusetzenden ,wesen bertragenes ,postulat4 ,dieses ,postulat fhrt aber seinerseits wieder auf dasjenige ,prinzip zurck1 das ,leibniz am frhesten und am dauerndsten unter allen ,bestandteilen seines ,systems festgehalten hat3 auf das ,prinzip der ,harmonie und mit diesem auf das groe ,gesetz der ,kontinuitt1 das er als das ,grundgesetz alles ,seins und ,geschehens betrachtet4 ,darum ist das ,prinzip der ,selbstndigkeit eine in der gesamten ,weltanschauung des ,philosophen verankerte berzeugung4 ,das menschliche ,selbstbewutsein liefert den empirischen ,ausgangspunkt1 der ,entwicklungsgedanke den nach unten wie oben ins ,unbegrenzte fhrenden ,aufbau1 endlich die ,idee der ,harmonie die letzte ,grundlage4 ,so trgt das ,ganze auch hier durchaus den ,charakter der metaphysischen ,hypothese4 ,aber vor den ,systemen der ,zeitgenossen besitzt es zweifellos den ,vorzug der ,folgerichtigkeit4 ,ihn verdankt sie den zwei ,gedanken1 die es zum erstenmal in die neuere ,philosophie einfhrt3 der strengen ,durchfhrung der ,lex continuitatis und dem neuen ,idealismus4 ,fremdartiger erscheint die dritte ,eigenschaft der ,substanz1 diejenige1 in deren ,forderung ,leibniz allem ,anscheine nach mehr der ,tradition1 wie sie sich in seinem ,zeitalter entwickelt hatte1 als der ,konsequenz seines ,systems folgt3 die ,beharrlichkeit4 ,es ist bemerkenswert1 da gerade die zu dieser ,zeit vorherrschende ,philosophie1 die ,cartesianische1 sich am widerspruchslosesten mit dieser ,eigenschaft abfinden konnte4 ,die ,materie1 das ,ausgedehnte1 ist vermge der ,eigenschaften des ,raumes absolut beharrlich2 die ,seele kann1 da sie nur in ihren ,erscheinungen erkennbar ist1 trotz des ,wechsels der letzteren an sich als beharrend vorausgesetzt werden1 indem hierbei die ,analogie mit dem ,menschen und seinen ,handlungen zu ,hilfe kommt4 ,denn da wir nach dieser ,philosophie die ,seele selbst nicht kennen1 sondern nur ihre ,lebensuerungen1 so steht es natrlich frei1 ob man sie beharrend denken will oder nicht4 ,anders die ,leibnizsche ,monade4 ,sie ist uns unmittelbar in unserem eigenen ,bewutsein gegeben4 ,mgen auch in diesem unendlich viele ,strebungen und ,vorstellungen1 wenngleich zumeist nur unendlich dunkel1 vorhanden sein1 unser ,selbstbewutsein bietet uns klar das eigenste ,wesen der ,seele4 ,dieses ,wesen ist fortwhrende ,ttigkeit1 ein unaufhrliches ,flieen der geistigen ,vorgnge1 niemals und nirgends ein ,beharren4 ,mit dem ,satze ,vis est ,substantia ist streng genommen der berlieferten ,substanzlehre der ,krieg erklrt4 ,denn der idealistische ,grundgedanke bringt es mit sich1 da nicht etwa die ,kraft an einem spezifischen ,trger haftet1 sondern1 mag dies auch fr die uere ,erscheinungswelt zutreffen1 das seelische ,geschehen hat nach ,leibniz den ,vorzug1 da es das wirkliche ,geschehen selbst ist1 so da hier die ,kraft und ihre ,wirkung in eins zusammenfallen4 ,die ,naturerscheinungen dagegen sind nach ihm nicht wirkliche ,vorgnge im ,sinne unserer ,wahrnehmungen1 sondern ,erscheinungen4 ,zwar lt er im allgemeinen dahingestellt1 wie diese ,erscheinungen auf ein hinter ihnen stehendes wirkliches ,geschehen zurckzufhren seien2 aber es steht nichts im ,wege1 anzunehmen1 da er die ,hypothesen der ,naturforschung1 sofern sie zureichend durch ,beobachtungen und ,experimente begrndet sind1 als erste ,annherungen an die ,lsung dieser ,aufgabe betrachtet habe4 ,doch1 wie er auch sein bene fundatum gemeint haben mag1 fest steht jedenfalls1 da er das ,dogma von der transzendenten beharrenden ,substanz1 das in dieser ,zeit den ,hhepunkt seiner ,herrschaft erreicht hatte1 wieder aufhob4 ,diese scheinbare ,umkehr bedeutete freilich in ,wahrheit keine ,umkehr4 ,statt des widerspruchsvollen ,mischbegriffs eines ,ens perdurabile atque modificabile1 eines ,dings1 das gleichzeitig beharrt und sich verndert1 beschreitet er zum erstenmal den ,weg1 der auf den einzig unangreifbaren ,standpunkt fhrt3 dem eigenen geistigen ,geschehen sind die ,urbilder des ,wirklichen zu entnehmen1 unmittelbar1 nicht auf ,grund einer ,phantasmagorie transzendenter ,substanzen1 sondern in der unaufhrlichen1 in keinem ,augenblick unseres wachen ,bewutseins stillehaltenden ,ttigkeit1 in der die ,kraft selbst und ihre ,wirkung in einem einzigen ,geschehen zusammenfallen4 ,indem ,leibniz den bergang in einen neuen ,idealismus vollbringt1 wandelt er die ,dinge der ,erscheinungswelt wieder in das zurck1 was sie vor der ,umwandlung aus relativ in absolut beharrende ,substanzen gewesen waren4 ,er entdeckt in der geistigen ,welt die wirkliche ,welt4 ,fr sie gilt ihm aber in ,wahrheit das ,prinzip der ,aktualitt1 nicht der ,substantialitt4 ,doch ,leibniz konnte sich der ,herrschaft1 die sich der ,substanzbegriff errungen1 nicht entziehen4 ,war diese ,herrschaft dadurch entstanden1 da zuerst von dem krperlichen ,ding der ,begriff des ,beharrens auf die hypothetischen ,elemente der ,krper und damit aus einem relativen in einen absoluten ,begriff bertragen wurde1 so wre es wohl an der ,zeit gewesen1 diesen aus jener ber alles1 ,geistiges und ,krperliches und selbst ber die ,gottesidee sich ausbreitenden und so schlielich ins ,unbestimmte zerflieenden ,stellung zu beseitigen4 ,aber ,leibniz hielt trotz seinem ,idealismus an ihm fest4 ,nachdem nun einmal die ,substanz die allgemeinere ,bedeutung eines letzten ,grundes der ,dinge angenommen hatte1 ohne da man den ,eigenschaften nher nachfragte1 denen sie diese ,bedeutung verdankte1 glaubte er auch den ,wert der ,monaden nicht eindringlicher hervorheben zu knnen1 als wenn er sie die wahren ,substanzen nannte4 ,doch mag es wohl sein1 wie gerade das ,wort wahr andeutet1 da sie ihm eben doch nicht eigentliche ,substanzen1 sondern vielmehr1 wie er sie hufiger nennt1 ,krfte1 ,entelechien1 ,seelen sind4 ,das ,wort ,substanz hatte1 das kam schon bei der ,cartesianischen ,seele zum ,ausdruck1 mit der bertragung von der ,krperwelt auf das geistige ,leben einen ,bedeutungswandel erlebt1 der an der ,stelle der ehemaligen ,attribute nur noch den unbestimmten ,begriff einer letzten1 nicht weiter zurckzuverfolgenden ,grundlage angenommen hatte4 ,darum hat sich erst in dem spteren ,idealismus der ,gedanke durchgesetzt1 da ,substanzbegriff und geistiges ,wirken inadquate ,begriffe seien4 ,so zunchst bei ,kant1 der in seiner ,erkenntnistheorie die ,substanz sogar fr die ,naturwissenschaft als einen apriorischen ,begriff beansprucht1 fr die ,psychologie aber ihn gnzlich negiert1 um ihn schlielich doch als religises ,postulat abermals zuzulassen4 ,erst ,fichte hat die ,substanz als einen dogmatischen ,begriff vergangener ,zeiten erkannt1 der sich vom ,standpunkt des kritischen ,idealismus aus in einen hypothetischen ,hilfsbegriff der ,naturwissenschaft umwandle4 b4 ,die ,lex continuitatis4 ,unter den drei ,leges naturae1 die ,leibniz nach der ,sitte der ,zeit an die ,spitze seiner ,naturphilosophie stellt1 ist das ,gesetz der ,stetigkeit das erste und wichtigste4 ,kein anderer der ,zeitgenossen hat ihm diese beherrschende ,stellung gegeben4 ,bei ,leibniz schliet es die andern ,prinzipien in gewissem ,sinne als seine notwendigen ,ergnzungen ein4 ,an den stetigen ,zusammenhang aller ,krftewirkungen schliet sich als seine quantitative ,anwendung das ,prinzip der ,erhaltung der ,kraft1 an dieses der ,satz von der ,gleichheit der ,wirkung und ,gegenwirkung als seine nchste ,folgerung4 ,nicht minder greift die ,lex continuitatis auf die geistige ,welt ber1 die sich schlielich zusammen mit dem auch dieses ,gesetz erfllenden ,zweckgedanken als seine eigentliche ,heimat erweist4 ,von den beiden ,quellen1 aus denen ,leibniz die frhesten ,anregungen seines selbstndigen ,denkens schpfte1 ist es aber nicht die ,neue ,philosophie1 aus der ihm dieser ,gedanke zuflo4 ,wohl waren es hier alte ,emanationsideen gewesen1 die in der ,mystik nachklangen und durch den ,entwicklungsgedanken ihre ,verwandtschaft mit dem ,kontinuittsprinzip bekundeten4 ,dagegen fehlte einem ,descartes und ,spinoza so gut wie einem ,bacon und ,newton jede ausgebildete ,kosmogonie1 und es fehlte ihnen noch mehr eine ,vorstellung von der ,entwicklung der lebenden ,welt4 ,hier war es gerade ,aristoteles gewesen1 der in seiner die ,biologie mit der ,psychologie verbindenden ,auffassung des ,lebens das ,schema einer aufsteigenden ,entwicklung bot4 ,der ,scholastik ist dieser ,zug nicht verloren gegangen1 sie hat ihn aber nicht blo naturphilosophisch nach dem ,vorbild des ,aristoteles1 sondern vorwiegend im theologischen ,interesse verwertet4 ,die ,stufenfolge der ,wesen setzt sich ihr ber den ,menschen hinaus auf die himmlischen ,wesen fort1 oder die ,naturkrfte steigern sich nach der ,lehre des heil4 ,thomas zu bernatrlichen ,krften4 ,doch diese ,ideen bleiben bei einer willkrlichen ,stufenordnung stehen1 die von einer ,kontinuitt der ,entwicklung weit entfernt ist4 ,dies ist nun der groe ,schritt1 den ,leibniz getan hat1 da er1 wenn auch vielleicht angeregt durch jene ,gedanken1 das ,kontinuittsprinzip folgerichtig auszubauen und exakt durchzufhren versuchte4 ,das ,hilfsmittel dazu ist ihm aber die ,mathematik in ihrer ,ausbildung zur ,infinitesimalmethode gewesen4 ,von ihr aus hat er jenen scholastischen ,begriffsdualismus1 der anfnglich sein ,denken beherrschte1 ,schritt fr ,schritt berwunden4 ,die ,ruhe wird ihm zur unendlich kleinen ,bewegung1 das ,gleichgewicht zur ,oszillation um eine ,gleichgewichtslage1 die bewutlose ,vorstellung zu einer dunkel bewuten1 der ,krper zum momentanen ,geist4 ,aber gehren denn nicht -- so knnte man fragen -- diese ,begriffe in verschiedene ,kontinua1 die nicht miteinander vergleichbar und auf keine ,weise aufeinander zurckzufhren sind8 ,mag es mit ,hilfe der ,auffassung der ,ruhe oder des ,gleichgewichts als unendlich kleiner ,bewegung mglich sein1 die dynamischen ,begriffe in ein einziges ,kontinuum zu ordnen1 die psychologischen ,begriffe stehen jenen anscheinend vllig fremd gegenber4 ,heit das also nicht1 den ,cartesianischen ,dualismus auf einem ,umweg wieder einfhren8 ,doch ,leibniz hat die ,lex continuitatis so oft und so nachdrcklich nicht blo als ein allgemeines ,naturgesetz1 sondern als ein universelles ,weltgesetz in ,anspruch genommen1 da es unmglich ist1 ihm einen so groben ,widerspruch aufzubrden4 ,es scheint unabweisbar1 er denkt sich alles ,wirkliche als ein einziges groes ,kontinuum1 in dem man von jedem ,punkt aus zu jedem beliebigen andern in stetigem bergang gelangen kann4 ,doch fr ihn hat1 wie wir uns erinnern1 der ,unterschied zwischen ,sein und ,erscheinung ebensogut seine ,geltung wie fr ,kant4 ,nur in einem1 allerdings wesentlichen ,punkt trennen sich beide3 ,leibniz verlegt das ,sein1 in der ,sprache ,kants das ,ding an sich1 in das geistige ,leben1 ,kant erklrt das ,sein berhaupt fr unerkennbar4 ,und daran ist ein folgenreicher ,unterschied geknpft3 auch das uns unmittelbar gegebene geistige ,sein zhlt ,kant unter die ,erscheinungen4 ,so sehen wir uns rettungslos einer reinen ,erscheinungswelt gegenber1 aus der nirgends ein ,weg zum ,sein fhrt4 ,die ,idee dieses ,seins ist in uns gelegt1 niemand wei1 woher sie gekommen4 ,nur in dem ,sittengesetz1 das sich hier auf den ,widerstreit gegen die sinnliche ,natur des ,menschen berufen kann1 ist das ,licht zu erblicken1 das in die bersinnliche ideale ,welt des ,seins einen ,ausblick erffnet4 ,fr ,kant ist die sinnliche ,welt ein gesetzmig geordneter ,schein1 fr ,leibniz ist sie ein ,phaenomenon bene fundatum4 ,die zwei kleinen bedeutungsschweren ,worte bene fundatum bezeichnen hier deutlich die ,kluft zwischen ,leibniz und ,kant4 ,die ,auenwelt ist auch nach ,leibniz eine gesetzmig verbundene ,kette von ,erscheinungen1 die unter unserer ,mitwirkung entstehen1 darum nicht die ,dinge selbst sind1 jedoch schon um des ,gesetzes der ,kontinuitt willen als ihr wahres ,wesen ein geistiges ,sein annehmen lassen1 hnlich dem1 das wir in uns selber finden4 ,gleichwohl kann uns in seinem wirklichen ,sein nur der ,inhalt unserer eigenen ,seele gegeben sein1 nicht irgendein fremdes ,sein1 das uns mit allem1 was aus dem ,makrokosmos in den ,mikrokosmos der ,seele eingeht1 als eine ,welt bloer ,erscheinungen gegenbersteht4 ,als eine solche weist sie hin auf ein ,sein1 aber sie ist nicht selbst dieses ,sein4 ,bis dahin begegnen sich ,leibniz und ,kant4 ,beide unterscheiden ,schein und ,erscheinung4 ,alle ,erkenntnis bleibt ein ,system unter ,gesetze geordneter ,erscheinungen4 ,diese ,gesetze samt den ,begriffen und ,anschauungsformen1 die sie voraussetzen1 liegen a priori in uns1 wenn auch erst der uns in der ,empfindung gegebene ,inhalt der ,erfahrung die ,wirksamkeit dieser ,formen auslst4 ,so ist die ,erscheinung fr ,kant das ,mischergebnis eines gegebenen ,stoffs und der diesen ,stoff gestaltenden ,formen4 ,es ist der alte ,aristotelische ,begriffsschematismus1 der sich hier in strengerer logischer ,umarbeitung wieder erneuert4 ,die ,wissenschaften1 die sich seitdem um die ,probleme der ,erscheinungswelt bemht haben1 bleiben beiseite4 ,in die rein begriffliche ,analyse der ,erfahrung haben sie nicht dreinzureden4 ,ganz anders ,leibniz4 ,ihm ist das seelische ,erleben das wirkliche ,sein4 ,vorstellende und strebende ,krfte sind die allgemeinen ,formen dieses ,erlebens1 und die ,vorstellungen von einer ,auenwelt sind unlslich an dieses unser eigenes ,sein gebunden4 ,damit wird jedoch das ,sein1 das hinter den zu ,inhalten unseres ,vorstellens gewordenen ,objekten steht1 weder zu einem ,schein noch auch zu einem unerkennbaren ,ding an sich1 sondern der erscheinende ,gegenstand ist1 wie ,leibniz wiederholt versichert1 ein wohlbegrndetes ,phnomen6 ,was will dieser ,ausdruck sagen8 ,sollte auch er nur eine transzendente ,idee bedeuten8 ,diese ,vermutung ist schlechthin ausgeschlossen4 ,begleitet er doch so regelmig den ,begriff des ,phnomens1 da ,leibniz ohne ,frage einen bestimmten ,sinn damit verbunden haben mu4 ,und kann es zweifelhaft sein1 welches dieser ,sinn gewesen ist8 ,es war nicht1 wie man wohl gewhnlich annimmt1 das ,system der ,monaden1 an das er dabei dachte4 ,da die ,naturerscheinungen direkt aus der monadologischen ,hypothese abgeleitet werden sollten1 das wre in der ,tat ein so phantastischer ,plan gewesen1 da man einen ,leibniz1 der inmitten der physikalisch-mathematischen ,forschung seiner ,zeit stand1 dessen nicht fr fhig halten sollte4 ,auch ist zu bedenken1 da die ,monadologie in ihrer ausgebildeten ,form den dynamischen ,arbeiten1 in denen er die festen ,grundlagen fr den ,aufbau der ,naturerkenntnis gewonnen zu haben glaubte1 nachgefolgt1 nicht vorangegangen ist4 ,es war aber schlechterdings unmglich1 da er sein sorgfltig ausgearbeitetes ,system der ,dynamik samt dem an seine ,spitze gestellten universellen ,prinzip der ,kontinuitt aus den ,voraussetzungen der ,monadenlehre ableitete4 ,vielmehr bestand der wirkliche ,unterschied zwischen ihm und der spteren ,lehre ,kants eben darin1 da dieser unbewut ,aristoteliker blieb1 indem er in der ,spaltung der ,begriffe nach dem ,schema der ,anschauungsformen und der ,kategorien die spezifische ,aufgabe der ,erkenntnistheorie sah1 whrend fr ,leibniz diese hier direkt in die positive wissenschaftliche ,aufgabe einmndete4 ,fr einen ,mann1 der insbesondere die von ihm selbst begrndete ,dynamik als die ,vorschule der ,erkenntnislehre schtzen gelernt hatte1 konnte das ,wort1 die ,welt auer uns sei nicht die ,welt des ,seins selbst1 sondern nur eine ,welt wohlbegrndeter ,erscheinungen keinen andern ,sinn haben1 als eben den1 jede dieser ,erscheinungen sei1 ehe sie als wirklich angenommen werde1 in ihrer objektiven ,wirklichkeit wissenschaftlich sicherzustellen4 ,hier erffnete ihm aber der ,kraftbegriff die ,pforte1 die ihn von der ,physik zur ,metaphysik fhrte4 ,suchte er doch schon in seiner ,hypothesis physica nova zu erweisen1 da die ,kraft jenes tote ,substrat nach dem ,bild der ,cartesianischen ,materie hinfllig mache1 und da der ,zweckcharakter der ,naturgesetze auf den geistigen1 den ,naturerscheinungen selbst immanenten ,ursprung dieser ,gesetze hinweise4 ,wenn er aber in der ,erscheinungswelt die bewegenden1 in der geistigen ,welt die vorstellenden ,krfte als die ,grundlagen der ,weltordnung betrachtet1 so mu man sich erinnern1 da er auch in ,raum1 ,zeit und ,bewegung ,phnomene sieht1 hinter denen als das ,wirkliche die ,kraft steht4 ,nicht die ,erscheinung gewordene ,kraft ist darum das ,wirkliche1 sondern das1 was in gleicher ,weise in der phnomenalen wie in der geistigen oder wirklichen ,welt das ,wesen der ,kraft ausmacht3 die ,gesetze1 die fr beide ,welten zugleich gelten4 ,denn es sind dieselben ,gesetze unseres ,denkens1 nach denen in der ueren ,anschauung die bewegenden ,krfte wirken1 und die die in uns liegenden geistigen ,krfte regieren4 ,hier ist daher der ,punkt1 wo die ,erscheinungswelt und die ,seinswelt1 die krperliche und die geistige ,welt zu einer ,einheit zusammenflieen4 ,hier wie dort gelten die ,prinzipien der ,identitt und des ,widerspruchs und fr einen groen ,teil der ,erscheinungswelt wegen der notwendigen ,schranken unserer ,erkenntnis das ,prinzip des zureichenden ,grundes4 ,auch dieses ist ein apriorisches ,gesetz1 aber infolge der ,zuhilfenahme empirischer ,erwgungen1 deren es zu seinen ,anwendungen bedarf1 ist es das empirische ,grundgesetz der ,erfahrung1 also der ,erscheinungswelt4 ,auch kann es nicht1 wie die beiden ersten jener logischen ,gesetze1 selbst wieder zu apriorischen1 sondern nur zu empirischen ,gesetzen von mehr oder minder groer ,allgemeinheit verhelfen4 ,daraus1 da es die gleichen ,denkgesetze sind1 nach denen wir unsere eigene geistige ,ttigkeit1 und diejenigen1 nach denen wir die ,naturerscheinungen ordnen1 wird es nun aber auch verstndlich1 da alle ,naturgesetze ,zweckgesetze sind1 das allgemeine ,gesetz der ,erhaltung der ,kraft ebenso wie die ,gesetze der ,lebenserscheinungen4 ,hier1 wo physische und geistige ,welt einander berhren1 trgt eben das ,naturgesetz am deutlichsten das ,geprge eines geistigen ,gesetzes an sich1 das die von ihm beherrschte ,erscheinung durch eine weite ,kluft scheidet von dem ,scheine4 ,wurde darum ,leibniz zunchst durch die ,dynamik und dann durch die ,biologie in seiner berzeugung befestigt1 da die geistige ,welt die wirkliche ,welt sei1 so betrachtet er schlielich doch als den endgltigen ,beweis fr diese ,auffassung die1 wie er meinte1 unmittelbar einleuchtende ,tatsache1 da die ,gesetze des logischen ,denkens berhaupt die allgemeinsten ,gesetze seien1 die das ,universum beherrschen4 ,in dieser berzeugung kommt bei ihm der gleiche ,rationalismus zum ,durchbruch1 dessen rcksichtslosester ,vertreter im gleichen ,zeitalter ,spinoza ist4 ,aber wie wenig im ganzen mit solchen ,schlagwrtern gesagt wird1 das zeigt sein ,gegensatz zu diesem4 ,wie weit ab liegt hier insbesondere der ,begriff des wohlbegrndeten ,phnomens von ,spinozas inadquater ,erkenntnis6 ,diese ist nichts als ,schein1 schlimmer als der ,irrtum1 weil sie der wahren ,erkenntnis im ,wege steht4 ,bei ,leibniz ist die ,erscheinung auf die gleiche ,denknotwendigkeit gegrndet wie das ,sein1 ja sie gehrt im ,grunde als ein wesentlicher ,bestandteil zu diesem4 ,denn in ihr kommt nur die niemals aufzuhebende ,tatsache zum ,ausdruck1 da das denkende ,subjekt sich verschieden wei von der es umgebenden ,welt1 da aber diese ,welt ebenso notwendig zu ihm wie es zu ihr gehrt4 ,darum hat nun aber auch die rohe sinnliche ,wahrnehmung1 die das ,luterungsfeuer der wissenschaftlichen ,prfung noch nicht bestanden hat1 keinen ,anspruch auf den ,begriff der ,erscheinung im ,leibnizschen ,sinne4 ,sie ist nur ,schein4 ,zur ,erscheinung wird sie erst1 wenn sie in dem kausalen ,zusammenhang des ,einzelnen und in der logischen ,ordnung des ,ganzen erkannt ist4 ,da brigens diese gleichzeitig empirische und logische ,ordnung der empirischen ,wirklichkeit selbstverstndlich eine niemals vollendbare ,aufgabe ist1 so liegt die ,erscheinung in fortwhrendem ,kampf mit dem ,schein4 ,sicheres scheidet sich innerhalb der ,erscheinungswelt von dem ,zweifelhaften1 und der ,fortschritt des ,wissens bringt es mit sich1 da es auch an ,zurcknahme von ,irrtmern niemals fehlt4 ,leibniz hat dieses ,prinzip der ,relativitt des ,erkennens die ,schranke genannt1 die dem ,einzelnen vermge der allgemeinen ,weltordnung zukommt4 ,in dieser unabnderlich an das ,wesen des ,menschen gebundenen ,schranke liegt ihm ebensosehr das unbegrenzte ,streben nach ihrer berwindung begrndet1 wie die ,unmglichkeit1 dieses ,ziel je ganz zu erreichen4 ,gbe es berall nur ein beschrnktes ,erkennen1 also nur ,erscheinungen1 so wrde uns auch der ,begriff eines ,seins versagt sein4 ,aber in dem vollkommen klar ,erkannten1 in den ,wahrheiten1 die an und fr sich einleuchten1 wie in dem ,satze ,a ,a und in andern logischen und mathematischen ,axiomen1 sind uns unbedingte1 also schrankenlose ,wahrheiten zugnglich4 ,doch sie sind uns nicht als uere ,erfahrungen1 sondern rein auf ,grund unserer unmittelbaren inneren ,erfahrung als an sich evidente ,wahrheiten gegeben4 ,indem aus ihnen durch ,verbindung und ,schlufolgerung andere abgeleitet werden1 erweitert sich dann das ,gebiet dieser notwendigen ,wahrheiten und damit das des unbedingten ,seins4 ,immerhin bleibt es ein beschrnktes gegenber der unerschpflichen ,erscheinungswelt1 die mit jenen apriorischen ,wahrheiten in mannigfaltiger ,weise in ,wechselwirkung tritt4 ,die beiden ,stze der ,identitt und des ,widerspruchs betrachtet ,leibniz als die letzten ,grundstze1 auf denen die apriorischen ,wissenschaften1 in erster ,linie die ,logik und ,mathematik in ihrer reinen1 von empirischen ,anwendungen unabhngigen ,form beruhen4 ,doch er geht weit darber hinaus1 indem er selbst die ,moral und die ,metaphysik apriorische ,wissenschaften nennt4 ,natrlich will er damit nicht sagen1 diese gehrten in den ,anwendungen auf das praktische ,leben oder in ihren mit den empirischen ,lebensverhltnissen zusammenhngenden ,problemen zur ,welt des reinen ,seins4 ,das hat er ebensowenig geglaubt1 wie er daran denken konnte1 die konkreten mathematischen ,aufgaben1 mit denen er sich beschftigte1 in eine berempirische ,welt zu verweisen4 ,nur die letzten ,grundstze des sittlichen ,handelns sind nach ihm nicht aus der ,erfahrung abzuleiten4 ,sie liegen in uns1 wenn sie auch immer erst im ,zusammenwirken mit den ,eindrcken der ,auenwelt in ,aktion treten knnen4 ,hier sind es dann jene eine innere ,einheit bildenden ,tugenden der ,gerechtigkeit1 der ,liebe und der ,frmmigkeit1 die er als absolute ,sittengebote betrachtet4 ,sie sind ganz in dem ,sinne1 in dem spter ,kant das allgemeine ,sittengesetz auffate1 ,normen1 die ein ,sollen1 nicht ,gesetze1 die ein ,sein oder ,geschehen bedeuten1 anders ausgedrckt3 sie sind ,willensgesetze1 die die ,mglichkeit der ,unterlassung in sich schlieen1 nicht ,seinsgesetze4 ,es ist ,kants ,verdienst1 diese doppelte ,form der ,aprioritt klar geschieden zu haben4 ,aber schon bei ,leibniz ist sie stillschweigend vorausgesetzt4 ,nur da er das ,sittengesetz zugleich im ,anschlu an die berlieferte ,sittenlehre auf ein ,system von ,tugendbegriffen zurckfhrt4 ,kant lst es erst aus dieser eine empirische ,verursachung vortuschenden ,verbindung1 um es in das innere ,pflichtgebot1 in die reine ,form des ,du sollst zu verlegen4 ,es ist ein bedeutsamer ,wandel1 den dieser im ,laufe des #ah4 ,jahrhunderts erfolgte bergang von einer eudmonistischen und optimistischen ,tugendlehre zu einer rigorosen und pessimistischen ,pflichtenlehre bezeichnet4 ,er ist charakteristisch fr die ,zeit selbst1 in der er sich in seinem ,fortschritt von ,leibniz ber ,wolff und seine ,schule bis zu ,kant verfolgen lt4 ,aber nicht der ethische ,gehalt ist es1 der sich dabei gendert hat3 auf das strenge ,pflichtgebot ist diese ganze ,ethik gegrndet2 es bildet das auszeichnende ,merkmal der deutschen ,moralphilosophie gegenber dem in dieser ,zeit bei den andern europischen ,nationen zur ,herrschaft gelangten englischen ,individualismus und ,utilitarismus4 ,jene ,ethik der ,pflicht ist es1 die sich bei ,leibniz noch in die ,form einer weltliche und religise ,motive verbindenden ,tugendlehre gekleidet hat4 ,die ,lsung aus dieser ,verbindung hat ihr dann bei ,kant jene ,macht eines sittlichen ,pathos verliehen1 das diesen zu ihrem eindrucksvollsten ,verknder erhob4 ,dazu war aber auch auerdem die ganze ,folgerichtigkeit einer strengen1 jeder ,paktierung mit ,selbstsucht und ,neigungsmotiven abholden sittlichen ,lebensauffassung erforderlich1 wie sie ,kant vertrat4 ,hier war daher die ,gre ,kants gebunden an seine einseitig moralische ,wertung der ,dinge4 ,befremdlicher mag es scheinen1 da ,leibniz nicht blo die ,moral1 sondern schlielich auch die ,metaphysik zu den apriorischen ,wissenschaften zhlt4 ,dennoch wird man zugestehen mssen1 da ihm kaum eine andere ,wahl blieb4 ,war es doch noch weniger zulssig1 sie auf die ,seite der von ihm sogenannten tatschlichen ,wahrheiten zu stellen4 ,hier zeigt es sich eben1 da es zwischen dem ,notwendigen und dem ,tatschlichen noch eine ,region gibt1 die keines von beiden ist und gleichwohl an der ,aprioritt der sogenannten notwendigen ,wahrheiten teilnimmt4 ,das ist die ,region des a priori ,mglichen4 ,in der ,tat ist eben dies berall der ,charakter metaphysischer ,hypothesen1 sofern sie berhaupt ein ,recht fr sich in ,anspruch nehmen knnen4 ,sie sttzen sich auf apriorische ,grnde1 aber diese ,grnde sind nicht objektiv zwingend1 sondern hypothetischer ,art4 ,auch findet man1 so berzeugt sich ,leibniz selbst an vielen ,stellen zu seiner ,monadologie bekennt1 in dem ,briefwechsel1 den er ber sie gefhrt1 ,belege genug dafr1 da er ihr eine andere als eine solche hypothetische ,aprioritt eigentlich nicht beigelegt hat4 ,bezeichnend ist in dieser ,beziehung seine ,hilfshypothese eines ,vinculum substantiale1 die er in der ,korrespondenz mit den ihm befreundeten katholischen ,theologen entwickelt1 um diesen die ,vereinbarkeit des ,systems der ,monaden mit dem ,dogma der ,transsubstantiation plausibel zu machen1 und besonders bezeichnend ist seine beilufige uerung1 man knnte sich vielleicht auch die ,monaden selbst durch ein substantielles ,band ersetzt denken1 das alle ,teile der ,welt potentiell miteinander verbinde4 ,an ,stelle der ,monaden1 die keine ,fenster haben1 wrde dann ein einziges geistiges ,kontinuum treten1 ein ,universum1 das eigentlich nur ,fenster wre1 weil es in allen seinen ,teilen zusammenhinge4 ,so labil denkt sich ,leibniz metaphysische ,hypothesen1 trotz ihrer ,aprioritt4 ,das ,rtsel lst sich dadurch1 da fr ihn die monadologische1 wie jede andere ,hypothese1 nicht an sich1 sondern nur insofern ,bedeutung besitzt1 als sie ein geeigneter ,ausdruck fr das universelle ,weltgesetz selbst ist4 ,dieses ,weltgesetz ist aber die ,lex continuitatis4 ,auf sie kommt es an1 nicht darauf1 ob die ,monaden das einzige denkbare ,substrat fr die ,verwirklichung dieses ,gesetzes sind oder nicht4 ,leibniz hlt sie allerdings im ,hinblick auf die seelische ,natur der ,monade fr das am besten begrndete4 ,ihren ,hauptwert hat aber doch die monadologische ,hypothese darin1 da sie ein anschauliches ,bild des ,gesetzes der ,kontinuitt selbst ist1 sobald man das geistige ,geschehen als den letzten ,inhalt dieses ,gesetzes ansieht4 ,unter diesem ,gesichtspunkt tritt dann aber auch das ,bild von der fensterlosen ,monade in die richtige ,beleuchtung4 ,gerade die ,kontinuitt des ,systems bringt es mit sich1 da jedes einzelne ,glied seine fest bestimmte ,stelle in diesem ,kontinuum einnimmt3 nicht als stabiles ,gebilde1 sondern als immerwhrende ,kraftuerung1 als solche aber verschieden von jeder anderen und doch in gesetzmigem ,zusammenhang mit jeder andern4 ,die ,monaden oder ,seelen haben keine ,fenster1 das bedeutet also3 jede ist mit allen gesetzmig verbunden und auerhalb dieses ,zusammenhangs der allgemeinen ,weltordnung gibt es keinen ,influxus physicus1 der von irgendeinem einzelnen ,teil dieser ,ordnung auf einen anderen bergehen knnte4 ,bewegt sich auf diese ,weise das ,gebiet der apriorischen ,erkenntnis1 mit den apodiktischen ,stzen der ,logik und ,mathematik beginnend1 ber die normativen der ,moral schlielich bis zu den hypothetischen der ,metaphysik1 so umfat nun demgegenber die empirische ,erkenntnis die ,erscheinungswelt4 ,leibniz nennt sie geradezu auch das ,gebiet des ,zuflligen4 ,damit ist natrlich nicht ein ,zufall im objektiven ,sinne des ,wortes gemeint1 sondern in jenem subjektiven ,sinne1 in welchem uns eine ,erscheinung tatschlich gegeben sein mu1 wenn sie als wahr anerkannt werden soll4 ,darin ist schon ausgesprochen1 da hier jene apriorischen ,axiome versagen1 die nur aus uns selbst stammen1 darum aber auch ursprnglich nur auf die in uns selbst liegenden ,inhalte des ,denkens angewiesen sind4 ,nichtsdestoweniger erstreckt sich der in unserem logischen ,denken wurzelnde ,erkenntnistrieb auf alle ,inhalte des ,bewutseins1 also auch auf jene rein tatschlichen4 ,so entspringt hier eine ,aufgabe1 die in einem dritten ,prinzip ihren ,ausdruck findet1 das den beiden ersten der ,identitt und des ,widerspruchs als das empirische oder phnomenologische an die ,seite tritt3 das ,prinzip des zureichenden ,grundes4 ,das ,wort zureichend ist mit ,vorbedacht gewhlt4 ,es soll aussprechen1 da es sich hier um eine ,maxime der ,verknpfung der ,tatsachen handelt1 der keine ,notwendigkeit innewohnt1 und die daher jederzeit einer ,berichtigung zugnglich ist4 ,es ist1 abweichend von dem in den rein spekulativen ,systemen der ,philosophie angewandten ,begriff des ,grundes1 etwa von der ratio sive causa des ,spinoza1 ein empirisches ,kausalprinzip1 das ,leibniz hier den ,gesetzen des apriorischen ,denkens gegenberstellt4 ,zugleich ist aber ersichtlich1 da diese ,scheidung der ,prinzipien auf das engste mit der ,scheidung von ,sein und ,erscheinung1 von ,seinswissenschaften und empirischen ,wissenschaften zusammenhngt1 die dieser neue ,idealismus entwickelt4 ,insofern hat ,leibniz hier einen ,gedanken vorausgenommen1 den spter ,schopenhauer gegen das ,kantische ,kategoriensystem einwandte3 die einzige unter den zwlf ,kategorien1 die ihre ,stellung behaupte1 sei die ,kausalitt4 c4 ,der neue ,idealismus4 ,zweimal hat die ,geschichte der ,philosophie die ,begrndung eines eigenartigen1 auf lange hinaus die ,wissenschaft beherrschenden ,idealismus erlebt3 in der ,platonischen ,ideenlehre und in dem ,leibnizschen ,system4 ,fr ,plato bilden die ,ideen eine rein geistige bersinnliche ,welt1 bei ,leibniz ist diese geistige ,welt der sinnlichen immanent4 ,dem antiken ,idealismus ist die ,sinnlichkeit eine ,trbung der ,ideen durch die ,materie2 dem neuen ist die ,sinnlichkeit die ,erscheinung des ,geistes selbst4 ,der ,platonische ,idealismus ist dualistisch1 der moderne ist monistisch4 ,an diesen ,gegensatz ist ein anderer folgenreicher geknpft3 die ,platonische ,seele ist ein ,mittelwesen zwischen ,ideen- und ,sinnenwelt1 das1 in die ,sinnlichkeit verstrickt1 der ,erhebung zu den ,ideen und damit der ,rckkehr zu diesen1 von denen sie ausging1 fhig ist4 ,die ,leibnizsche ,seele oder ,monade gehrt selbst zur ,ideenwelt4 ,die ,seelen oder ,monaden umfassen die geistige ,welt in ihrer ganzen unendlichen ,totalitt1 aber beschrnkt1 weil sie als endliche vorstellende und strebende ,krfte nur einzelne unter den zahllosen ,lichtpunkten sind1 die das ,universum in der unendlichen ,stufenfolge jener ,krfte bilden4 ,so wird der moderne ,idealismus zum ,pluralismus und an die ,stelle der ,zweiheit von ,idee und ,materie tritt die andere von ,sein und ,erscheinung4 ,in dieser ,einsetzung der ,erscheinungswelt in ihre ,rechte besteht der groe ,schritt1 den dieser neue ,idealismus getan hat1 und der in doppelter ,beziehung als die bedeutsamste philosophische ,errungenschaft des ,zeitalters der ,erneuerung der ,wissenschaften gelten kann4 ,auf der einen ,seite ist es die volle ,anerkennung der ,erscheinungswelt als der ,sttte des menschlichen ,erkennens und ,handelns1 die sich hier durchgesetzt hat4 ,auf der andern ,seite ist es die ,erkenntnis1 da das geistige ,leben selbst1 nicht eine ihm uerlich gegenberstehende ,welt transzendenter ,ideen1 ,sein und ,erscheinung aneinander bindet4 ,darum sind beide1 ,sein und ,erscheinung1 gleich wirklich4 ,wie das ,sein die ,wirklichkeit unseres eigenen ,geistes1 so ist die ,erscheinung diejenige ,wirklichkeit1 die das ,universum fr uns besitzt4 ,damit wird aber auch erst die wissenschaftliche ,erkenntnis1 nicht die unmittelbare ,wahrnehmung zum ,ma der erscheinenden ,wirklichkeit4 ,die neuere ,philosophie hat nach ,leibniz noch manche ,versuche unternommen1 auf der ,basis jener ,selbstgewiheit des ,denkens1 die zu jeder ,zeit dem ,idealismus seine ,sttze gegeben hat1 diesen in einer der modernen ,wissenschaft entsprechenden ,weise auszubilden4 ,sie alle berhren sich irgendwie mit dem ,leibnizschen ,idealismus4 ,er aber hat vor allen andern das ,schicksal gehabt1 in seiner wahren ,bedeutung verkannt zu werden4 ,der ,zeit nach am nchsten steht ihm ,berkeley4 ,er stellt nur das eine der beiden idealistischen ,argumente in den ,vordergrund3 das psychologische1 und damit allerdings dasjenige1 das am unmittelbarsten und einleuchtendsten wirkt4 ,wir knnen nicht aus unserer ,seele hinaus1 es sind immer nur unsere eigenen ,vorstellungen1 nicht die ,dinge auer uns1 die wir wahrnehmen4 ,ein ,ding auer uns zu sein1 ist selbst nur eine ,vorstellung in uns4 ,das ist das unwiderlegbare ,berkeleysche ,argument4 ,aber es liefert die ,welt restlos dem ,schein aus4 ,es verwandelt nicht die ,dinge in subjektive ,tuschungen -- dagegen konnte ,berkeley mit ,recht ,verwahrung einlegen --1 aber es macht die ,erkenntnis einer von uns unabhngigen ,auenwelt illusorisch und stellt den ,wert unseres praktischen ,handelns und ,strebens in ,frage4 ,auf ,berkeley folgte ,kant4 ,er hat das ,verhltnis von ,schein und ,erscheinung scharf herausgearbeitet1 und sein ,nachweis der ,verbindung von ,anschauung und ,begriff in den ,grundgesetzen der ,erfahrungserkenntnis gehrt zu den wenigen epochemachenden ,entdeckungen der spekulativen ,erkenntnistheorie4 ,im brigen liegt jedoch der ,schwerpunkt seiner ,leistung in seinem ethischen ,idealismus1 in welchem er dem dualistischen ,idealismus ,platos verwandter ist als dem theoretisch folgerichtigeren1 den ,leibniz begrndet hat4 ,eben deshalb hat aber ,kant hier eine ,bahn beschritten1 die einen zunehmenden ,zwiespalt zwischen ,philosophie und positiver ,wissenschaft herbeifhren mute4 ,denn statt von der von der positiven ,wissenschaft geleisteten ,analyse der ,erfahrung auszugehen1 legte er die ,synthese der sinnlichen ,wahrnehmung mit allen ,widersprchen und subjektiven ,tuschungen zugrunde1 die dieser ,analyse vorausgehen4 ,so wurde ihm die ,auenwelt nicht zu einer berechtigten und bis zu der jeweils erreichbaren ,grenze auf ihr reales ,substrat zurckfhrbaren ,erscheinungswelt1 sondern sie blieb ihm derselbe ,schein1 der sie gewesen1 bevor sich die ,wissenschaft um sie bemht hatte4 ,daher denn auch die ,grundgesetze1 von denen nach ,kant die ,sinnenwelt beherrscht wird1 mittels der ,anschauungs- und logischen ,denkformen a priori gegeben sind3 sie werden von jeder ,wissenschaft auf den ,inhalt jeder beliebigen ,erfahrung angewandt1 auf den ,sinnenschein ebensogut wie auf die ,ergebnisse wissenschaftlicher ,analyse4 ,dies ist zugleich der ,punkt1 wo ,kants ,vorbild auf die folgende ,entwicklung des deutschen ,idealismus trbend eingewirkt hat4 ,hatte sich ,kant selbst noch vorwiegend in der ,schule ,newtons eine tiefe1 nur etwas einseitig der mechanischen ,naturlehre zugewandte ,achtung vor der positiven ,wissenschaft bewahrt1 so rckte unter dem ,einflu der groen politischen ,umwlzungen um die ,wende der ,jahrhunderte der ,schwerpunkt der philosophischen ,interessen auf die ,seite der geschichtlichen ,wissenschaften4 ,die nun kommende ,generation betrachtete daher fortan1 hierin weit ber ,kant hinausgehend1 einen der ,gesamtheit der ,wissenschaften gegenbertretenden spekulativen ,aufbau der ,philosophie als ihre eigenste ,domne4 ,dieser ,zwiespalt offenbarte sich zunchst in der ,naturphilosophie1 dehnte sich aber allmhlich auch auf die historischen ,wissenschaften aus4 ,die ,scheidung hat sich nicht ausnahmslos durchgesetzt4 ,an ,anleihen der einen bei der andern ,seite hat es wohl niemals gefehlt4 ,nachdem um die ,mitte des vorigen ,jahrhunderts die ,entfremdung ihr ,maximum erreicht haben drfte1 mag aber die ,zeit nicht mehr allzu fern sein1 in der der deutsche ,idealismus wieder in die ,bahnen ihres ,begrnders einmndet4 ,zu ,leibniz' ,zeit war in der ,tat im ,gegensatz zu dieser spteren ,wendung der ,dinge das ,einheitsbewutsein der exakten ,wissenschaft und der ,philosophie auf seinem ,hhepunkt angelangt4 ,fr ,leibniz selbst standen ,mathematik und ,naturphilosophie im ,vordergrund des wissenschaftlichen ,interesses1 und auf beiden ,gebieten waren fr ihn die allgemeineren ,probleme zugleich philosophische ,probleme4 ,galt das fr dieses ganze ,zeitalter1 so trennte sich aber ,leibniz in einem sehr wesentlichen ,punkte von der vorangegangenen und gleichzeitigen ,philosophie der andern ,lnder ,europas4 ,die ,cartesianische ,philosophie war von der ,geometrie1 die ,newtonsche ,naturphilosophie von der ,mechanik ausgegangen3 das verlieh beiden einen stark realistischen ,zug4 ,bei ,leibniz verbanden sich vornehmlich die ,analysis des ,unendlichen und die ,dynamik1 um die einzigartige ,schpfung einer idealistischen ,philosophie hervorzubringen1 die selbst von der ,naturwissenschaft ausging4 ,im ,lichte der ,infinitesimalmethode wandelte sich ihm die ausgedehnte ,welt in die ,erscheinungsform einer unendlichen ,vielheit ttiger ,krfte um4 ,die ,grundbegriffe der ,dynamik gaben diesen ,krften ihren zweckttigen ,charakter und lieen in ihnen geistige ,krfte erkennen2 und im ,hinblick auf die unmittelbare ,gewiheit unseres denkenden ,selbstbewutseins konnten diese geistigen ,krfte nicht wohl anders denn nach ,analogie unseres eigenen ,seelenlebens als strebende und vorstellende ,ttigkeiten gedacht werden4 ,wie dieser ,idealismus in seiner ,eigenart von den frheren wie den spteren ,formen dieser ,denkweise abweicht1 so auch in seiner ,begrndung4 ,die ,natur ist fr ,leibniz nicht1 wie fr ,plato1 eine ,trbung der rein geistigen1 in einem bersinnlichen ,jenseits liegenden ,ideenwelt1 und sie ist fr ihn nicht1 wie fr ,kant1 eine gesetzmig geordnete1 aber niemals innerhalb des sinnlichen ,daseins zu berschreitende ,erscheinungswelt1 sondern beides zugleich3 sie ist eine gesetzmig geordnete ,welt1 aber ihre ,gesetze sind geistige ,gesetze1 und sie ist daher mit ,notwendigkeit an unser eigenes geistiges ,sein gebunden4 ,als ,erscheinung ist sie aber auf ein ,system von ,bewegungsgesetzen zurckzufhren1 die den ,prinzipien der ,kontinuitt und der ,erhaltung untergeordnet sind4 ,auch die ,begriffe des ,raumes und der ,zeit1 nicht weniger wie die der ,zahl sind daher nicht unabhngig von uns vorhandene ,formen1 sondern1 wie ,leibniz mehrfach hervorhebt1 ideale ,formen1 in die wir die ,dinge ordnen4 ,demnach ist ein nach ,denkgesetzen und ,zweckprinzipien geordnetes ,system von ,bewegungen offenbar im ,sinne von ,leibniz das notwendige ,substrat der ,erscheinungswelt3 es ist nicht das ,sein selbst1 aber das ,phnomenon bene fundatum4 ,dabei nimmt die ,bewegung in ihrer rumlich-zeitlichen ,gesetzmigkeit schon bei ,leibniz eine von den ordnenden ,begriffen und ,gesetzen wesentlich verschiedene ,stellung ein4 ,wenn er ,raum und ,zeit die ,formen nennt1 nach denen wir die ,dinge im ,raum ordnen und in der ,zeit zhlen1 so ist damit dasselbe ausgedrckt1 wofr ,kant das treffende ,wort ,anschauungsformen gebraucht hat4 ,mit jenem ,ordnen im ,raum und jenem ,zhlen in der ,zeit kennzeichnet er eine ,ttigkeit des anschauenden ,denkens im ,gegensatz zu dem unanschaulichen abstrakten ,begriff4 ,auch steht er schon auf der ,schwelle der ,erkenntnis der ,zusammengehrigkeit beider ,funktionen1 der begrifflichen und der anschaulichen4 ,in einem aber geht er ber ,kant hinaus3 ihm ist die objektive ,welt ein ,system nach ,zweckgesetzen geordneter ,bewegungen ohne ein anderes ,substrat als das der ttigen ,krfte selbst4 ,das ist der ,unterschied seines wohlbegrndeten ,phnomens von den nach ,anleitung der ,urteilsfunktionen geordneten ,kategorien ,kants4 ,da ,leibniz den neuen ,idealismus nicht auf die ,psychologie1 wie nach ihm ,berkeley1 und nicht auf ein logisches ,begriffssystem1 wie der sptere spekulative ,idealismus1 noch endlich auf den ,widerstreit zwischen ,naturgesetz und sittlicher ,norm gegrndet hat1 wie ,kant1 sondern auf diejenige ,wissenschaft1 die nach der bisherigen ,meinung vom ,idealismus am weitesten entfernt war1 auf die ,naturwissenschaft1 dies bildet die groe1 allen andern ,richtungen der gleichen ,denkweise berlegene ,macht dieses ,idealismus4 ,auch ist sie es1 die ihn eigentlich zum einzigen folgerichtig durchgefhrten macht und ihm zu dem unschtzbaren ,vorzug verhilft1 da er nicht auerhalb der positiven ,wissenschaft steht1 sondern sich auf diese selbst sttzt4 ,wenn dieser ,sachverhalt zumeist verkannt wird1 so liegt das offenbar daran1 da man sich von der engen ,zugehrigkeit der mathematischen und dynamischen ,arbeiten zu seiner ,philosophie keine zureichende ,rechenschaft zu geben pflegt4 ,man orientiert seine ,philosophie ganz nach der ,monadologie und nebenbei nach den ,essays ber den ,verstand4 ,doch die ,monadologie gibt eigentlich nur ein ansprechendes ,bild fr das ,prinzip der ,kontinuitt4 ,an die ,bedeutung dieses ,prinzips selbst reicht sie nicht heran4 ,kann ihm1 der von der engen ,beziehung seiner mathematisch-physischen zu seinen philosophischen ,arbeiten durchdrungen war1 an diesem ,miverstndnis kaum die ,schuld aufgebrdet werden1 so verhlt es sich aber zum ,teil anders mit dem ,gebiet der ,moral4 ,hier bildete spter die ,rckkehr zu ,plato fr ,kant einen ,vorzug1 der ihm ,vorgngern wie ,nachfolgern gegenber eine berragende ,stellung gibt4 ,hier trat aber auch zutage1 da der gewaltige ,umschwung1 den als der erste ,begrnder des neuen ,idealismus ,leibniz gegenber der transzendenten ,ideenlehre bewirkt hatte1 unvermeidlich zugleich mit einer ,abschwchung des sittlichen ,idealismus verbunden war1 der dem ,platonischen ,gedanken seine dauernde ,macht gegeben hatte4 ,der neue ,idealismus1 der das ,geistige und bersinnliche in ein dem ,sinnlichen immanentes ,sein verwandelte1 mute darauf verzichten1 zwischen dem ,sittlichen und ,sinnlichen jene ,kluft bestehen zu lassen1 die dem ,sittengesetz seinen hchsten1 durch nichts mehr zu steigernden ,wert verlieh4 ,diesen hchsten ,wert brachte ,kant zum ,ausdruck1 indem er das ,sittengesetz selbst zur ,gottesidee erhob4 ,wohl hatte schon ,plato die ,gottheit der ,idee des ,guten gleichgesetzt4 ,aber ,kant erst verband beide zur vollen ,einheit1 als er seinen moralischen ,gottesbeweis1 im ,gegensatz zu den von ihm als unhaltbar erkannten ontologischen und kosmologischen ,beweisen1 fr den einzigen erklrte1 so da1 wie dies spter ,fichte offen aussprach1 an ,stelle der bei ,plato der bersinnlichen ,welt angehrigen ,idee des ,guten das der ,welt immanente ,sittengesetz trat1 eine ,folgerung1 die freilich ,kant selbst nicht ,wort haben wollte4 ,doch1 wie dem auch sein mochte1 dieses auf das ,hchste gesteigerte sittliche ,selbstbewutsein war um so mehr bereit1 auf die ,erkennbarkeit der ,sinnenwelt zu verzichten1 je mehr es mit ,plato wiederum darin einig war1 da die unbedingte ,herrschaft des ,sittengesetzes nur in einer idealen bersinnlichen ,welt mglich sei4 ,hier war der ,standpunkt ,leibnizens in doppelter ,beziehung ein anderer gewesen4 ,einerseits war ihm die ,begrndung der ,gottesidee eine metaphysische ,aufgabe4 ,er glaubte sie in einer ,weise gelst zu haben1 die zugleich die ,erkenntnis ,gottes als des hchsten moralischen ,gesetzgebers in sich schlo4 ,anderseits ist nach ihm das ,sittengesetz dem ,menschen selbst zugleich mit seinen sinnlichen und intellektuellen ,trieben eingepflanzt4 ,darin lag fr ihn auch das ,motiv1 dieses ,gesetz mit den berkommenen ,tugendbegriffen in ,verbindung zu bringen4 ,darum formuliert er die ,gerechtigkeit1 ,liebe und ,frmmigkeit gleichzeitig als ,tugenden und als ,normen1 letzteres in ,anlehnung an die drei ,rechtsnormen der rmischen ,jurisprudenz1 denen er mit ,hilfe jener ,tugendbegriffe einen tieferen ethischen ,wert gibt4 ,entfernt er sich schon darin von dem ,eudmonismus der alten ,tugendlehre1 so geschieht dies noch weiter durch die die ,strenge des ,jus strictum nicht blo mildernde ,aequitas1 sondern durch die den ,menschen an den ,menschen bindende ,liebe1 deren letzte ,wurzel die auf dem ,gefhl der ,einheit des ,menschen mit ,gott beruhende ,frmmigkeit ist4 ,man hat es als einen ,vorzug der ,kantischen ,ethik gerhmt1 da sie das ,sittengesetz auf sich selbst stellt4 ,hat man dabei die vom scholastischen ,nominalismus ausgegangene und bis in die neuere ,orthodoxie sich forterstreckende heteronome ,moral im ,auge1 so kann dem sicherlich nicht widersprochen werden4 ,aber die ,gerechtigkeit fordert es doch hervorzuheben1 da die ,leibnizsche ,pietas mit diesem statutarischen ,kirchenglauben1 wie ihn ,kant spter nannte1 nichts zu tun hat4 ,gerade diese ,veruerlichung des ,sittlichen1 wie sie die unmittelbar vorangegangene theologische ,ethik vertreten hatte1 wird bei ihm durch die ,verbindung der drei ,tugendnormen in ihr ,gegenteil verkehrt1 indem diese ,einheit von ihm als eine ebenso an das eigene ,wesen des ,menschen wie an die gttliche ,weltordnung gebundene gedacht wird4 ,auerdem mu man sich aber1 um die ,stellung dieser ,ethik in ihrer ,zeit richtig zu wrdigen1 ihr ,verhltnis zu den im allgemeinen auerhalb dieser kirchlichen ,strmungen sich bewegenden politischen und rechtsphilosophischen ,gegenstze des ,zeitalters vergegenwrtigen4 ,hier hatte zuerst in ,england der moderne ,staatsgedanke ,wurzel geschlagen4 ,seine ,vertreter1 mochten sie sonst den verschiedensten politischen ,richtungen zugetan sein1 waren in dem ,widerstreben gegen die ,gebundenheit des alten ,autorittsglaubens1 auerdem aber auch in der ,begrndung von ,sitte und ,recht auf ,maximen des ueren ,nutzens1 also im letzten ,grunde des ,egoismus einig4 ,leibnizens angesehenster juristischer ,zeitgenosse1 ,samuel ,pufendorf1 hatte auch in ,deutschland diesen auf das ,prinzip des egoistischen ,interesses aufgebauten ,standpunkt zur ,geltung gebracht1 und in dem berwuchernden ,formalismus der deutschen ,jurisprudenz nach dem groen ,krieg hatte diese uerliche ,auffassung des ,rechtsstaats eine fruchtbare ,sttte gefunden4 ,da ist es ,leibniz1 der dieser ,veruerlichung von ,recht und ,moral energisch entgegentritt4 ,er geht zurck auf die in ihrer sittlichen ,bedeutung verkannte rmische ,jurisprudenz1 vornehmlich aber sttzt er sich auf die in der klassischen ,scholastik des #ac4 ,jahrhunderts bereits zur ,herrschaft gelangte ,lehre von der ,einheit von ,recht und ,sittlichkeit1 um darauf eine normative ,ethik zu grnden1 die1 mag sie auch von jenen vorangegangenen ,gedankenrichtungen ihre ,anregungen empfangen haben1 im wesentlichen doch das eigenste ,erzeugnis dieses neuen ,idealismus ist4 ,eben darum1 weil der ,mensch ein geistiges und als solches allein ein sittliches ,wesen ist1 widerspricht es der eigensten ,natur des ,menschen1 aus seinen sinnlichen ,eigenschaften die sittlichen ,motive und die ,grundlagen der ,rechtsordnung ableiten zu wollen4 ,indem sich so bei ihm der das rmische ,recht erfllende ,gedanke der ,autonomie des ,rechtsstaats mit der religisen ,gesinnung der klassischen ,scholastik verbindet1 erhebt sich seine ,ethik zugleich ber diese1 da sie von der kirchlichen ,gebundenheit der ,scholastik frei ist4 ,ihm beruht das sittliche ,wesen der ,rechtsordnung nicht wie dieser darauf1 da die ,kirche zu ihrer ,aufrechterhaltung dem ,staat das weltliche ,schwert bergeben hat1 sondern auf dem sittlichen ,geist der ,rechtsordnung und demnach auch des ,staates selbst1 dessen ,auffassung als einer dem ,einzelnen bergeordneten sittlichen ,gesamtpersnlichkeit in dieser ,leibnizschen ,ethik zum erstenmal wieder zum vollen ,ausdruck kommt4 ,so beginnt mit ,leibniz in doppelter ,beziehung eine ,reform der ,ethik4 ,aus dem neuen ,idealismus entspringt eine neue normative ,ethik1 und diese wird durch den ,normgedanken zur ,grundlage einer von sittlichem ,geiste erfllten ,rechtswissenschaft4 ,leibniz hat kein ,system der ,ethik geschrieben4 ,er hat nur an sprlichen ,stellen seine ethischen ,gedanken ausgesprochen1 aber seine reiferen juristischen ,werke sind berall von diesem ,geiste beseelt4 ,im ,hinblick hierauf kann von ihm gesagt werden1 da er nicht tiefer1 aber umfassender das ,problem einer reinen ,ethik der ,pflicht aufgenommen1 als es spter ,kant zu ,ende gefhrt hat4 ,whrend dieser sein ,sittengesetz als eine durchaus individuell beschrnkte ,norm hinstellt1 flieen in der ,dreieinigkeit der ,normen bei ,leibniz individuelle ,pflicht und sittliche ,gebundenheit an die ,gemeinschaft zusammen1 und jedes von beiden ,pflichtgebieten ordnet sich dem andern nach dem ,wert seiner ,bedeutung unter4 ,mag daher immerhin ,kants ,metaphysische ,rechtslehre als ein ,altersprodukt betrachtet werden1 das der ,vergangenheit des groen ,ethikers kaum wrdig ist1 bezeichnend bleibt es doch1 da ,kant hier durchaus den ,spuren des alten individualistischen ,naturrechts gefolgt ist1 whrend ,leibniz gerade in seinen uerungen ber das ,verhltnis des ,einzelnen zur ,gemeinschaft bereits kommende ,zeiten vorausverkndet4 ,dieser ,rckgang der auf ,leibniz zunchst folgenden ,zeit wird aber daraus verstndlich1 da nicht blo ,kant1 sondern dem ganzen ,zeitalter1 dem er angehrte1 die ,ethik und ,rechtstheorie ,leibnizens beinahe ein verschlossenes ,buch war4 ,die mangelhafte ,kenntnis1 die das #ah4 ,jahrhundert von ,leibniz besa1 wie die allgemeine ,geistesrichtung dieser ,verstandesaufklrung brachte es mit sich1 da die ,idee der ,pflicht nur in ihrer individuell gerichteten ,form auf ,christian ,wolff und seine ,schule berging und in dieser ,beschrnkung wieder in die ,bahnen der alten eudmonistischen ,tugend- und ,wohlfahrtsmoral einmndete4 ,hier hing dann dieser ,wandel des ,normbegriffs mit dem andern1 folgeschweren des ,zweckbegriffs auf das engste zusammen4 ,die ,leibnizsche ,teleologie war eine immanente gewesen4 ,jeder ,teil des ,universums1 jedes lebende ,wesen hat seinen ,zweck in sich selbst4 ,liegt doch dieser ,zweck unmittelbar ausgedrckt in den ,gesetzen aller ,erscheinungen von dem ,mechanismus der leblosen ,natur bis herauf zu dem ,sittengesetz4 ,bei ,wolff und seinen ,schlern hat sich der ,zweck in eine den ,bedrfnissen des ,menschen angepate ,weltordnung umgewandelt4 ,eine solche anthropozentrische ,teleologie war natrlich nur mit einer ebenso ausschlielich individualistischen ,ethik vereinbar1 und es bildet gegenber dieser ,veruerlichung der deutschen ,aufklrungsmoral immerhin ein ,verdienst1 da sie sich auch in ihrer ,beschrnkung so ernst um das ,problem der ,pflicht bemht1 das in ihr mehr und mehr als die ,zentralfrage der ,philosophie hervortritt4 ,wenn ,wolff auf das eindringlichste die ,selbstvervollkommnung als die hchste aller ,pflichten hinstellt1 so liegt darin ebenso das ,verdienst wie die ,schranke dieser individualistischen ,pflichtmoral ausgesprochen4 ,auch brachte es die ,orientierung des ,zwecks nach den ,bedrfnissen des ,menschen mit sich1 da diese ,teleologie wieder in die ,bahnen der theologischen ,moral der ,scholastik einlenkte1 die ,leibniz im ,prinzip berwunden hatte4 ,hier setzt dann ,kant ein4 ,er kehrt zur ,idee des immanenten ,zwecks zurck und grndet damit nicht mehr die ,moral auf die ,pflicht gegen ,gott1 sondern den ,glauben an ,gott auf das ,sittengesetz4 ,doch rein individualistisch bleibt die ,ethik ,kants wie die des ganzen ,zeitalters1 in welchem die deutsche ,pflichtmoral nur eine ihn vorbereitende ,nebenstrmung der ber ganz ,europa verbreiteten eudmonistischen ,ntzlichkeitsmoral gewesen war4 ,den zweiten groen ,schritt1 in welchem sich die mit ,leibniz beginnende ,entwicklung fortsetzt1 den der ,gemeinschaftsmoral1 hat erst der mit ,fichte beginnende neueste deutsche ,idealismus getan4 d4 ,philosophie und ,theologie4 ,in keinem ,jahrhundert ist wohl das ,verhltnis der ,philosophie zur ,theologie ein vielgestaltigeres gewesen als in dem des groen ,religionskrieges4 ,mit dem ,opfertod ,giordano ,brunos auf dem ,scheiterhaufen der ,inquisition beginnt es1 mit dem ,auftreten des englischen ,freidenkertums schliet es4 ,zwiespltig zwischen beiden stehen die im ,lauf des ,jahrhunderts auftretenden fhrenden ,philosophen4 ,die ,schriftsteller1 denen ,leibniz seine erste ,kenntnis der neuen ,philosophie verdankte1 ,descartes und ,gassendi1 legten sich in der ,darstellung ihrer materialistischen ,naturphilosophie keinen ,zwang auf1 aber sie versumten selten zu versichern1 da sie jederzeit bereit seien zurckzunehmen1 was in ihren ,lehren etwa der ,kirche mifallen sollte4 ,wohl waren im ganzen die ,zeiten vorber1 in denen das ,verhltnis zur ,kirche das ,schicksal der ,philosophen bestimmte1 aber die ,macht der ,theologie war der ,philosophie gegenber immer noch die grere4 ,darum1 wer seinen inneren und ueren ,frieden bewahren wollte1 der folgte der ,losung ,pierre ,bayles1 des berhmten ,skeptikers1 in dem ,zwiespalt zwischen ,glauben und ,wissen dem ,glauben zu folgen und auf das ,wissen zu verzichten1 da es eine volle ,gewiheit ohnehin nicht gebe4 ,freilich1 was einmal vorber ist1 das lt sich nicht unverndert erneuern1 im ,glauben so wenig wie im ,wissen4 ,die ,wahl1 die ,bayle stellt1 ist selbst schon auf dem ,boden der neuen ,wissenschaft entstanden4 ,hinter ihr liegt bereits weit jener andere ,standpunkt1 auf dem es berhaupt keine ,wahl gibt3 das ist der der klassischen ,scholastik1 fr den ,theologie und ,philosophie eins sind1 weil die ,philosophie1 soweit man sie als ein gesondertes ,gebiet anerkennen will1 nur den ,beruf hat1 die ,glaubenswahrheiten fr die ,vernunft einleuchtend zu machen und sie durch die bereits dem natrlichen ,verstande zugnglichen ,erkenntnisse zu ergnzen4 ,fr ,pierre ,bayle gibt es1 nachdem sich nun einmal die neue ,wissenschaft gebildet hat1 nur eine ,gewiheit3 die wissenschaftliche2 der ,glaube ist ein ,werk der ,offenbarung4 ,so ist der ,standpunkt ,bayles der auf dem ,boden der neuen ,wissenschaft folgerichtig zu ,ende gefhrte ,nominalismus der ,scholastik4 ,auch ,leibniz war von diesem ,nominalismus ausgegangen4 ,hatte er doch in seiner ,jugendschrift ber die ,kombinatorik den ,aufbau der alten scholastischen ,theologie zur ,seite gelassen1 um zum rein kosmologischen ,gottesbegriff des ,aristoteles zurckzukehren4 ,ganz anders1 nachdem er auf dem ,hhepunkt seiner durch ,mathematik und ,naturwissenschaft vermittelten idealistischen ,denkweise angelangt ist4 ,jetzt wird ihm gerade in der ,theologie die klassische ,scholastik des #ac4 ,jahrhunderts zur ,fhrerin1 und keine ,autoritt nennt er hufiger und mit grerer ,anerkennung als die des heil4 ,thomas4 ,ja fast geht er in der strengen ,durchfhrung des ,systems der ,gottesbeweise weiter als dieser4 ,es ist die ganze ,skala der scholastischen ,kausalbegriffe1 die er durchmit1 um aus jedem eine besondere ,grundlage fr den ,gottesbegriff zu gewinnen4 ,vor allem hilft ihm die ,causa formalis zu derjenigen ,gestalt des ontologischen ,beweises1 in deren rein logischer ,fassung er sowohl den alten ,anselmus wie ,descartes hinter sich lt4 ,jener hatte immerhin nebenbei1 dieser sogar ausschlielich dem psychologischen ,motiv der in uns lebenden ,gottesidee seine ,bedeutung gewahrt4 ,leibniz operiert im ,sinne seiner ,metaphysik als einer a priori mglichen ,auffassung des ,universums ganz mit den ,begriffen des ,mglichen und ,wirklichen4 ,er definiert ,gott als den ,inbegriff aller ,mglichkeiten1 dem eben damit auch ,wirklichkeit zukommen msse4 ,das ist die berhmte ,form des ontologischen ,gottesbeweises1 die spter ,kant benutzt1 und von der man mit ,recht gesagt hat1 sie sei gar nicht die wirkliche4 ,kant hat sie in der ,tat weder dem ,anselm noch ,descartes1 sondern ,leibniz entnommen1 der sie erst durch ihre vllige ,loslsung von dem denkenden ,subjekt zu ihrer abstrakten ,hhe erhoben hatte4 ,neben die ,causa formalis stellt sich sodann die ,causa efficiens1 nach der ,gott als die wirkende ,ursache aller ,dinge gedacht werden msse4 ,es ist der kosmologische ,beweis1 den auch noch die ,scholastik1 selbst der ,nominalismus1 fast bis zuletzt neben dem ,glaubensprinzip festgehalten hatte4 ,der dritte1 fr ,leibniz wichtigste ,beweis entspringt aber aus der ,causa finalis3 die ,welt ist nach ,zwecken geordnet1 und nur ein hchstes geistiges ,wesen kann als eine letzte ,zweckursache angenommen werden4 ,gott regiert1 so fat er diesen teleologischen ,beweis zusammen1 die ,krper wie ein ,techniker seine ,maschine nach den ,gesetzen der ,mechanik1 die ,menschen aber wie ein ,frst seine ,brger nach den ,gesetzen der ,moral4 ,er weist damit auf die beiden groen ,zweckgebiete hin1 die er in seiner ,philosophie einander gegenberstellt3 die ,naturgesetze und die sittlichen ,normen4 ,er sucht den kennzeichnenden ,unterschied beider durch diese ,bilder zu beleuchten und dabei doch als eine unter dem religisen ,gesichtspunkt einheitliche ,gesetzgebung aufzufassen4 ,diesen drei ,argumenten stellt er endlich1 als eine ,art ,abwandlung des dritten1 das auf die ,beziehung zu seiner ,metaphysik hinweist1 das der ,harmonie der ,welt zur ,seite4 ,die ,welt ist nicht nur zweckmig1 sondern sie ist harmonisch1 weil jedes ,einzelne nicht blo seiner eigenen ,bestimmung1 sondern auch der aller andern angepat ist4 ,hier liegt die hauptschlichste ,bereicherung1 die ,leibniz dem teleologischen ,gottesbeweis gegeben1 und um derentwillen noch ,kant diesen den ehrwrdigsten genannt hat4 ,er ist in dieser ,form im #ah4 ,jahrhundert besonders verbreitet gewesen1 hat aber auch die ,wurzel jener ,abirrung in eine uerliche anthropozentrische ,teleologie gebildet1 die spter in der ,wolffschen ,schule um sich griff1 bis sie durch ,kant wieder beseitigt wurde4 ,knnte ,leibniz angesichts dieses ,systems der ,gottesbeweise als der bloe ,wiedererneuerer der gesamten vorangegangenen scholastischen ,theologie1 insbesondere der klassischen ,scholastik angesehen werden1 so gewinnt nun aber diese ,behandlung des ,gottesproblems eine wesentlich tiefere ,bedeutung im ,hinblick auf seine ,philosophie4 ,hier kommt bei ihm in bevorzugter ,weise ein ,prinzip zur ,geltung1 wenn auch freilich nicht zur folgerichtigen ,durchfhrung1 das auch sonst in seinem ,denken eine bedeutende ,rolle spielt3 wir knnen es wohl das ,prinzip der ,gleichberechtigung einander ergnzender ,standpunkte nennen4 ,es sind vor allem der philosophische und der theologische ,standpunkt1 die bei der ,betrachtung der ,natur wie des sittlichen ,lebens in diesem ,sinne einander ergnzen1 zugleich aber auch als ,gegenstze erscheinen knnen1 die erst bei einer tieferen ,betrachtung der ,dinge sich aufheben4 ,nirgends offenbart sich dieses ,prinzip deutlicher als in der ,monadologie4 ,denn aus diesem ,ergnzungsprinzip ist das letzte1 vielleicht das entscheidende ,motiv des monadologischen ,denkens hervorgegangen4 ,wohl haben der ,infinitesimalbegriff1 das ,prinzip der ttigen ,kraft1 das ,selbstbewutsein als seelische ,einheit ebenfalls wirksame philosophische ,motive gebildet1 aber entscheidend fr ,leibniz war doch1 da kein ,system so wie das monadologische die ,zusammengehrigkeit des ,ganzen zu einer hchsten1 die ,gottesidee befriedigenden ,einheit in sich schlo4 ,darum gibt es fr den ,grundgedanken1 die ,harmonie des ,universums1 zwei ,ausdrcke1 die einander gegenberstehen und doch dasselbe bedeuten3 universelle ,harmonie heit das ,system philosophisch betrachtet1 prstabilierte heit es theologisch betrachtet4 ,in streng philosophischen ,errterungen zieht ,leibniz den ersten1 in theologischen und in populr religisen ,schriften den zweiten ,ausdruck vor4 ,dort entschlpft ihm wohl gelegentlich das ,wort ,harmonia universalis id est ,deus1 hier gewinnt durch die ,beziehung alles ,geschehens auf eine gttliche ,fgung das ,universum die ,bedeutung eines ,schauplatzes unablssiger ,ttigkeit ,gottes4 ,in dieser ,doppelheit des ,ausdrucks lag dann freilich auch der ,anla zu einer ,abweichung von jenem ,prinzip der ,gleichwertigkeit1 da unter dem ,begriff der prstabilierten ,harmonie leicht den ,ansprchen der ,theologie ,zugestndnisse gemacht werden konnten1 die ber das vom philosophischen ,gesichtspunkt der universellen ,harmonie aus ,erlaubte weit hinausgingen4 ,dafr bieten sowohl die ,theodizee wie der theologische ,briefwechsel zahlreiche ,beweise4 ,die ,neigung1 andern ,zugestndnisse zu machen1 namentlich in religisen ,dingen1 wie nicht minder die ,virtuositt1 fremde ,gedanken den eigenen anzupassen1 spielen hier nicht selten eine bedenkliche ,rolle4 ,dazu leistet die ,methode der scholastischen ,begriffsspaltung eine weitere ,hilfe4 ,sehen wir aber ab von den ,dogmen der ,trinitt1 der ,ewigkeit der ,hllenstrafen1 der ,gegenwart des ,leibes ,christi im ,abendmahl u4 a41 die zum ,teil bis auf ,lessing und ,kant herab nach dem ,vorbild von ,leibniz ,gegenstnde philosophischer ,errterungen gebildet haben1 so sind es hier besonders zwei ,gesichtspunkte1 die unter diesen ,zugestndnissen an die dogmatische ,theologie eine gewisse ,wirkung auf die ,folgezeit gebt haben3 der eine besteht in der aus der ,scholastik berkommenen ,unterscheidung des ,widervernnftigen und des bervernnftigen zur ,erklrung des ,wunders1 der andere in der wohl von ,leibniz selbst herrhrenden ,unterscheidung der metaphysischen und der moralischen ,notwendigkeit zur ,erklrung des bels4 ,was den ersteren betrifft1 so hat ,leibniz hchstens das ,verdienst1 diese scholastische ,distinktion durch seine ,analogie mit einer mathematischen ,funktion1 die innerhalb bestimmter ,grenzen einen gewissen ,verlauf nimmt1 darber hinaus aber davon abweicht1 verdeutlicht1 damit aber freilich den ,begriff des ,wunders eigentlich berhaupt beseitigt zu haben4 ,der zweite ,gedanke stammt aus der scholastischen ,mystik4 ,doch durch die ,verbindung mit der ebenfalls echt scholastischen ,unterscheidung der metaphysischen und der moralischen ,notwendigkeit hat auch er mehr verloren als gewonnen4 ,die ,mystiker hatten das bel als einen zum ,heil des ,menschen notwendigen ,bestandteil der gttlichen ,weltordnung angesehen1 da der ,weg zum ,heil nur durch ,leiden und ,prfungen fhren knne4 ,sie hatten sich damit vollkommen naiv auf den ,boden der ,wirklichkeit gestellt1 auf dem auch der ,mensch mit den ,vorzgen und ,mngeln vorausgesetzt werden mu1 die er tatschlich besitzt4 ,die ,theodizee1 die den ,schpfer deshalb glaubt rechtfertigen zu sollen1 weil er den ,menschen nicht von vornherein ohne ,fehl geschaffen hat1 gehrt bereits einer ,zeit reflektierender ,skepsis an1 die besser tte daran zu zweifeln1 ob eine nach menschlichem ,ermessen absolut vollkommene ,welt berhaupt einen ethischen ,wert haben wrde4 ,gleichwohl blieb bei ,leibniz jenes ,prinzip der ,harmonie zwischen ,theologie und ,philosophie1 nach welchem zwar der ,gesichtspunkt der ,betrachtung fr jede von beiden ein anderer sei1 darum aber doch keiner dem des anderen widersprechen drfe1 der herrschende ,gedanke1 und nach ,analogie der bereinstimmung der universellen und der prstabilierten ,harmonie dachte er sich das ,verhltnis von ,religion und ,wissenschaft berhaupt4 ,er ist diesem ,programm keineswegs selbst nachgekommen1 und noch mehr ist der ,scheinrationalismus der folgenden ,zeit infolge der berhandnehmenden theologisierenden ,teleologie ihm untreu geworden4 ,doch verlorengegangen ist auch hier der ,leibnizsche ,gedanke nicht4 ,in wesentlich anderer ,form1 aber vielleicht am ehesten in gleichem ,geiste hat ,hegel das gleiche ,prinzip zu einer leitenden ,idee seines ,systems gemacht1 wenn er die ,religion im ,reich der ,vorstellungen dasselbe nannte1 was die ,philosophie im ,reich der ,begriffe sei4 ,,iv4 ,leibniz und die ,zukunft der deutschen ,philosophie4 ,die deutsche ,philosophie ist von ,leibniz ausgegangen4 ,was vor ihm lag1 war nahezu der ,vergessenheit anheimgefallen4 ,wenn er selbst es dereinst beklagte1 in seiner ,jugend sei die deutsche ,wissenschaft noch in der ,scholastik befangen gewesen1 so ist dieses ,schicksal vielleicht an ihm selbst zum ,segen geworden4 ,er ist tiefer als irgend einer seiner ,zeitgenossen wie ,nachfolger in die ,vergangenheit eingedrungen und hat aus ihr der neuen ,wissenschaft verlorene ,schtze wieder zuzufhren gewut4 ,so ist seine ,philosophie eklektisch und schpferisch im hchsten ,sinne des ,wortes4 ,niemand wird heute mehr daran denken1 seine ,weltanschauung unverndert erneuern zu wollen4 ,dazu trgt sie allzu sehr die ,spuren seines ,zeitalters an sich4 ,um so mehr lohnt es sich vielleicht1 von diesem kurzen berblick seiner reichen ,gedankenarbeit ausgehend1 noch einmal sich die ,hauptmotive zu vergegenwrtigen1 die in ihr zutage treten1 und zu deren ,fortbildung teils die folgende ,zeit beigetragen1 teils aber auch noch ,wege offengelassen hat1 die weiter zu verfolgen eine ,aufgabe der ,zukunft deutscher ,philosophie sein wird4 ,hier steht in erster ,linie seine ,neubegrndung des ,idealismus4 ,sie ist in ihrem ,aufbau auf der ,naturphilosophie und auf der exakten mathematischen ,naturwissenschaft einzig in ihrer ,art1 und1 wenn nicht alle ,anzeichen trgen1 so wird ihr noch eine reiche ,zukunft bevorstehen4 ,ein zweiter fr die ,zeit epochemachende ,gedanke ist die ,idee der ,einheit und ,harmonie des ,universums4 ,er ist nicht vollkommen neu wie der vorige1 aber ,leibniz hat ihn tiefer erfat als irgend einer seiner ,vorgnger1 und er hat ihm in seinem ,gesetz der ,kontinuitt eine festere ,basis zu geben und ihn dadurch mit dem ,grundgedanken seines ,idealismus in ,verbindung zu bringen gesucht4 ,eine ,frucht dieser ,verbindung war der ,entwicklungsgedanke in seiner ,anwendung auf die organische ,natur1 die er auf die im letzten ,grunde berall gleichzeitig als mechanische ,gesetze und als ,zweckgesetze aufzufassenden allgemeinen ,naturgesetze zurckzufhren sucht4 ,er hat diese ,idee in einer ,form theoretisch gestaltet1 die an den mangelhaften biologischen ,erkenntnissen des ,jahrhunderts scheiterte1 aber den ,weg zu einer natrlichen ,entwicklungstheorie hat er dem ,prinzip nach eingeschlagen4 ber diese ,grenze hinaus hat er dann das geistige ,leben als ein eng an das krperliche1 das selbst eine ,manifestation des geistigen ,seins sei1 gebundenes gedacht1 um so die ,prinzipien zu finden1 die1 beiden gemeinsam1 notwendig zugleich bereinstimmende sein mten4 ,er hat dem unvermeidlichen ,intellektualismus der ,zeit seinen ,tribut gezollt1 indem er als diese ,prinzipien zunchst die logischen ,denkgesetze betrachtete1 deren universelle ,gltigkeit von niemandem bestritten werde1 sodann aber auf jene groen ,zweckgesetze der unorganischen wie der organischen ,welt hinwies1 in denen sich die ,harmonie des ,universums bewhre4 ,die zweite1 oft bersehene und an sich doch vielleicht noch bedeutsamere ,leistung ist seine ,begrndung der ,moral- und ,rechtsphilosophie4 ,hier ist er der ,schpfer der kommenden deutschen ,ethik der ,pflicht nicht nur1 sondern einer auf diese ,ethik gegrndeten ,auffassung von ,recht und ,staat4 ,nicht als ob auch diese ,ideen vllig neue gewesen wren1 aber ,leibniz hat als der erste die ,fundamente einer weltlichen1 auf die eigenste sittliche ,natur des ,menschen gegrndeten ,moral- und ,rechtsphilosophie gelegt4 ,wenn dies bersehen worden ist1 so beruht es zumeist wohl darauf1 da er die damit verbundene religise ,betrachtungsweise durchaus in ihrer ,berechtigung anerkennt1 da er sie aber nicht1 wie der vorangegangene scholastische ,nominalismus1 fr die einzige hlt1 sondern in der ,natur des ,menschen selbst ihre unmittelbaren ,quellen zu finden sucht4 ,wenn darum irgendein ,denker den theoretischen ,egoismus und seine ,nebenform1 den ,utilitarismus der ,aufklrungszeit1 im ,prinzip berwunden hat1 so ist es ,leibniz gewesen4 ,der folgenden deutschen ,philosophie sind zunchst unter dem berwiegenden ,einflu1 den die englisch-franzsische ,aufklrung auf das #ah4 ,jahrhundert und seine populre ,philosophie ausbte1 diese von ,leibniz gestreuten fruchtbaren ,keime zum groen ,teil verlorengegangen4 ,nur die ,pflichtmoral ist so weit erhalten geblieben1 da in ,kant ihr ein ,erneuerer erstehen konnte1 der1 indem er das ,sittengesetz selbst zum hchsten ,gesetz einer bersinnlichen ,welt erhob1 nach dieser ethischen ,seite den ,leibnizschen ,gedanken in strengerer1 aber auch beschrnkterer ,form wieder aufnahm4 ,schritt fr ,schritt sind sodann in der ,folgezeit zu einem groen ,teil die weiteren ,motive des ,leibnizschen ,denkens hervorgetreten4 ,der deutsche ,idealismus des #ai4 ,jahrhunderts hat so1 ohne freilich selbst davon zu wissen1 und zumeist in vernderter ,gestalt die ,ideen erneuert1 die ,leibniz in seinem ,prinzip der universellen ,harmonie vereinigt hatte4 ,so ist vor allem der ,gedanke1 da die logischen ,gesetze die ,welt regieren1 in der spteren ,geschichtsphilosophie dieses ,idealismus wieder zur ,herrschaft gelangt4 ,damit ist aber auch die ,ethik und ,rechtsphilosophie der ,romantik abermals in die ,bahnen eingelenkt1 die ,leibniz beschritten4 ,daneben sind schlielich in den positiven ,wissenschaften in vielen ,fllen ,gedanken wieder lebendig geworden1 die in ihm zuerst als allgemeine ,konzeptionen in ihren ,anfngen entstanden waren4 ,das ,prinzip der ,erhaltung der ,kraft ist das glnzendste1 die ,einlenkung naturwissenschaftlicher ,hypothesen in eine idealistische ,weltanschauung das interessanteste dieser ,beispiele4 ,da ein ,gedankensystem1 das nach so vielen ,seiten mannigfache1 weit ber sein eigenes ,zeitalter hinausreichende fruchtbare ,ideen hervorbrachte1 ein in sich folgerichtiges und widerspruchsloses sei1 wre auch dann unmglich1 wenn es nicht1 wie das ,leibnizsche1 zumeist in zerstreuten und zu verschiedenen ,zeiten entstandenen ,bruchstcken berliefert1 und wenn nicht sein ,urheber allzu oft geneigt gewesen wre1 dem ,standpunkt seiner ,leser sich anzupassen4 ,aber auch davon abgesehen war es unvermeidlich1 da der allgemeine ,charakter der ,zeit in den ,schriften ihres grten ,sohnes seinen ,ausdruck fand4 ,so folgenreich1 weit dieser ,zeit vorausgreifend der ,gedanke war1 den neuen ,idealismus auf den ,grundlagen der mathematisch-physikalischen ,forschung1 dieser seiner frher wie spter zumeist hartnckigsten ,gegnerin1 zu errichten1 so sah sich doch in den ,gesetzen des geistigen ,geschehens1 die er als die universellen ,weltgesetze nachzuweisen bemht war1 ,leibniz auf die sein ,zeitalter beherrschenden ,gedanken angewiesen1 und dies waren und blieben schlielich die logischen ,denkgesetze4 ,so wurden ihm einerseits die allgemeinen logischen ,axiome1 nach denen wir unsere ,begriffe ordnen1 anderseits die ,zweckprinzipien1 unter denen wir die ,erscheinungen der ,wirklichkeit zusammenfassen1 zu objektiven ,weltgesetzen4 ,aber woher nahm er1 so kann man fragen1 die ,gewiheit1 da die ,regeln unseres ,denkens die ,gesetze der ,gegenstnde selbst sind1 und woraus schpfte er die berzeugung1 da diese allgemeinen ,denk- und ,zweckprinzipien die unendliche ,mannigfaltigkeit des ,wirklichen erschpfen8 ,mag man zugeben1 jenes ,postulat der bereinstimmung der ,normen des ,denkens mit den allgemeinen ,bedingungen der ,wirklichkeit sei ein notwendiges1 weil auf ihm ebenso die subjektive ,entstehung der ,denkgesetze wie die ,mglichkeit ihrer objektiven ,geltung beruhen mu1 so gehrt doch die ganze ,einseitigkeit des ,intellektualismus dieser ,zeit dazu1 um auf die abstrakten ,stze der ,identitt und des ,widerspruchs und auf ihre ,ergnzung durch den zureichenden ,grund die ungeheure ,mannigfaltigkeit alles ,seins und aller ,erscheinung begrnden zu wollen4 ,auch bilden hier die weiter hinzutretenden ,zweckbegriffe um so weniger eine volle ,ergnzung1 als wiederum dahingestellt bleibt1 ob solche ,stze wie der der ,kontinuitt oder der ,erhaltung der ,kraft wirklich a priori notwendig sind oder nicht doch erst der ,besttigung durch die ,erfahrung bedrfen4 ,so fruchtbar ferner jene zum erstenmal von ,leibniz einleuchtend dargestellte1 der spteren ,kantischen ,auffassung ohne ,frage berlegene ,scheidung der ,begriffe ,sein und ,erscheinung auch sein mag1 so hat ihn doch offenbar wieder diese ,scheidung dazu verfhrt1 auch die allgemeinen ,prinzipien des ,denkens und die auf sie gegrndeten ,wissenschaften in einen ,gegensatz zu bringen1 den die wissenschaftliche ,logik nicht aufrechterhalten kann4 ,es ist der ,gegensatz der im engeren ,sinne logischen ,prinzipien der ,identitt und des ,widerspruchs und des nach ,leibniz die ,erscheinungswelt beherrschenden ,satzes vom ,grunde4 ,da die ersteren auch fr die ,erscheinungen gelten1 erkennt er selbst an4 ,dagegen sollen die apriorischen ,gebiete von der ,logik und ,mathematik an bis herauf zur ,moral und ,metaphysik nur von den logischen ,axiomen1 nicht vom ,prinzip des ,grundes beherrscht werden4 ,und doch kann es keinem ,zweifel unterliegen1 da die ,verknpfung nach ,grund und ,folge nicht minder eine unerlliche ,aufgabe der sogenannten apriorischen ,gebiete ist1 daher er denn auch des begrenzenden ,beisatzes zureichend bedarf1 um das ,prinzip unzweideutig auf seine empirische ,verwendung einzuschrnken4 ,so verdienstlich es daher war1 da er der sonst in dem ,rationalismus der ,zeit verbreiteten vlligen ,vermengung von ,erkenntnisgrund und ,ursache zu steuern suchte1 so hat ihn doch gerade seine epochemachende ,festlegung des ,begriffs der wohlbegrndeten ,erscheinung dazu verfhrt1 hier noch einmal eine jener scholastischen ,gliederungen einzufhren1 die er im ,prinzip selbst schon berwunden hatte4 ,aber noch in einer andern ,beziehung treten die verschiedenen grundlegenden ,voraussetzungen seines ,idealismus miteinander in ,widerstreit4 ,die logischen1 kausalen und finalen ,grundstze bilden nicht die einzige ,basis seines ,gedankensystems1 sondern neben diesen alten1 wenn auch in neuer ,form zu einem ,ganzen gefgten ,grundlagen des ,rationalismus tritt ein neues ,motiv hervor1 das eigentlich ganz jenseits der ,sphre der intellektualistischen ,denkweise der ,zeit liegt4 ,auch ist es direkt von ihm gar nicht mit ihnen in ,beziehung gebracht worden1 und es gehrt deshalb um so mehr einer neuen ,gedankenwelt an4 ,es ist merkwrdigerweise gerade die ,monadologie1 die diese fremdartigen1 an sich der ,starrheit der rationalistischen ,prinzipien widerstreitenden ,elemente enthlt4 ,in ihr wird unaufhrlich betont1 da ,streben und ,vorstellen in ihrer fortwhrenden ,ttigkeit das wahre ,wesen der ,dinge selbst seien4 ,hier tritt dem scharfsinnigen ,logiker der tiefblickende ,psychologe zur ,seite4 ,aber diese ,bestandteile seines ,denkens sind nicht gegeneinander ausgeglichen1 ,rationalismus und ,psychologismus durchkreuzen sich1 und man kann zweifeln1 welche dieser ,seiten1 die intellektuale oder die im tiefsten ,grunde emotionale1 die berwiegende gewesen sei4 ,jedenfalls ist die letztere spter hervorgetreten1 und es duldet keinen ,zweifel1 da neben der unmittelbaren psychologischen ,beobachtung die ,dynamik1 also wiederum die naturwissenschaftliche ,betrachtung1 ihn nach dieser ,seite gedrngt hat4 ,gerade dadurch aber ist seine abschlieende philosophische ,schpfung1 die ,monadologie1 am allermeisten ein aus heterogenen und widerspruchsvollen ,bestandteilen gemischtes ,system geworden4 ,die ,monadologie unternimmt es1 den ,begriff der ,substanz in seiner abstraktesten ,form zu entwickeln1 aber in ,wirklichkeit fhrt sie ihn in das ,prinzip einer reinen ,aktualitt ber1 das den vollen ,gegensatz zur beharrenden ,substanz bildet4 ,sie will eine apriorische1 also auf die allgemeinen logischen ,axiome gegrndete metaphysische ,wissenschaft sein1 und in ,wirklichkeit ist sie doch unter allen spekulativen ,systemen dieses ,zeitalters dasjenige1 das die rationalistischen ,motive am meisten zurckdrngt1 um an ihrer ,stelle das unmittelbare seelische ,erleben zum ,urbild alles geistigen wie kosmischen ,geschehens zu erheben4 ,dieser ,wendung entspricht es1 wenn schlielich nicht die ,weltvernunft1 sondern die ,weltharmonie1 also im ,grunde eine ethisch-sthetische ,idee als der letzte ,inhalt des ,gottesbegriffs erscheint4 ,in diesem ,lichte gesehen gewinnt nun auch die von ,leibniz unternommene ,erneuerung der scholastischen ,gottesbeweise eine wesentlich vernderte ,bedeutung4 ,wir alle stehen heute noch unter dem ,eindruck der ,kritik1 die ,kant an diesen ,beweisen gebt hat4 ,wenn dieser zeigte1 da die ,mglichkeit eines ,wesens noch nicht seine ,wirklichkeit beweist1 so wird dem niemand mehr widersprechen wollen1 und wenn er weiterhin ausfhrte1 da der kosmologische und der teleologische ,gottesbeweis nur besondere ,anwendungen dieses ontologischen seien1 so ist auch dieser ,bemerkung unbedingt zuzustimmen4 ,denn auch bei ihnen handelt es sich um die ,umwandlung einer mglichen in eine wirkliche ,weltursache und eines mglichen in einen wirklichen ,weltordner4 ,in ,wahrheit gewinnen aber die drei ,beweise durch die ,hinzunahme des ,leibnizschen ,prinzips der ,anwendung verschiedener ,standpunkte der ,betrachtung auf den gleichen ,gedankeninhalt einen andern ,sinn4 ,es handelt sich bei ihnen berhaupt nicht um ,beweise1 sondern um die ,betrachtung philosophischer ,begriffe unter religisen ,gesichtspunkten4 ,wenn ,leibniz sein ,weltprinzip ,harmonia universalis id est ,deus nennt1 so soll die ,harmonie kein ,beweis fr das ,dasein ,gottes sein1 sondern ,harmonie und ,gott sind nur verschiedene ,ausdrcke fr ein und dieselbe ,sache4 ,harmonie ist der philosophische ,begriff1 ,gott die ihm entsprechende religise ,vorstellung4 ,in dieser ,bedeutung bleibt aber die ,gottesidee bestehen1 trotz der ,kantischen ,widerlegung des ontologischen ,beweises4 ,nicht anders verhlt es sich mit dem kosmologischen ,beweis4 ,die ,harmonie als ,einheit aller ,weltursachen gedacht ist das philosophische ,prinzip1 der ,weltschpfer die dem religisen ,gemt sich aufdrngende persnliche ,vorstellung dieser ,ursache4 ,endlich die ,harmonie als zweckvolle ,ordnung des ,universums ist der teleologische ,begriff1 unter dem die ,philosophie auf ,grund des inneren ,zusammenhangs der ,naturgesetze und der ,geistesgesetze die ,welt denken mu1 ein weltordnender ,gott ist die ,vorstellung1 in die die ,religion diesen ,begriff kleidet4 ,im ,hinblick hierauf darf man wohl zweifeln1 ob die ,beibehaltung der drei ,gestaltungen der ,gottesidee in dieser dem ,prinzip der ,einheit von philosophischer und religiser ,weltbetrachtung entsprechenden ,form die tiefere und befriedigendere sei1 oder die ,kantische ,beschrnkung auf den sogenannten moralischen ,gottesbeweis1 die sich auf einen ,teil der ,weltordnung beschrnkt1 fr diesen aber an dem scholastischen ,prinzip des logischen ,beweises festhlt4 ,wenn brigens ,kant nebenbei den sittlichen ,imperativ eine ,erkenntnis aller unserer ,pflichten als gttlicher ,gebote nennt1 so ist es augenfllig1 da er damit fr dieses besondere ,gebiet zu dem gleichen ,prinzip der doppelten ,betrachtung zurckkehrt1 dessen sich ,leibniz zuerst bedient hatte4 ,in ,wahrheit ist es die einzige ,form1 in der ,wissenschaft und ,religion nebeneinander bestehen knnen1 weil es die einzige ist1 in der weder die ,religion in die ,geschfte der ,wissenschaft noch diese in die ,bedrfnisse jener sich einmischt4 ,hier besteht aber der ,wert der drei alten in die sogenannten ,gottesbeweise gekleideten ,formen der ,gottesidee darin1 da sie sich auf die letzten ,grundlagen des religisen ,glaubens beziehen1 in denen sie nichts anderes als ,grundlagen der ,wissenschaft selbst in ihrer dem religisen ,bewutsein adquaten ,form sind4 ,auch ,leibniz hat allerdings ebenso wie spter ,kant dem ,zeitalter seinen ,tribut gezollt1 indem er weit ber die durch seine ,deutung der ,gottesbeweise gezogenen ,grenzen hinaus die dogmatischen ,inhalte der verschiedenen christlichen ,religionen zu rechtfertigen unternahm4 ,htte er sich dieser ,ausschreitungen enthalten1 so wrde freilich seine ,theodizee ungeschrieben geblieben sein4 ,anmerkungen4 ,i4 ,s4 #d4 ,vgl4 hierzu den ,kritischen ,exkurs ,g4 ,e4 ,guhrauers in der ,beilage zu ,bd4 #a seiner ,ausgabe von ,leibniz' ,deutschen ,schriften4 #ahci4 ,s4 #e4 ,am ehesten darf wohl unter den ,vertretern der ,einzelgebiete1 neben einigen ,mathematikern1 den ,juristen nachgerhmt werden1 da einzelne ,gelehrte begonnen haben1 sich eindringender mit ,leibniz zu beschftigen4 ,vgl4 besonders ,gustav ,hartmann1 ,leibniz als ,jurist und ,rechtsphilosoph4 #ahib4 ,s4 #h4 ,die ,schriften zur ,vereinheitlichung des ,bcherwesens 7#affh7 bei ,k4 ,prantl4 ,art4 ,leibniz in der ,allg4 deutschen ,biographie4 ,da der ,plan der ,konzentration des gesamten deutschen ,buchhandels in einer einzigen ,stadt und der andere der ,herausgabe eines ,halbjahrskatalogs smtlicher erschienener ,schriften zusammen dasselbe bezweckten1 was durch die vor kurzem begrndete ,deutsche ,bcherei in ,leipzig erstrebt wird1 ist einleuchtend4 ,wenn ,l4 ,mainz als ,ort dieser enzyklopdischen ,vereinigung vorschlug1 so meinte er vielleicht1 fr den ,ursprungsort der ,buchdruckerkunst am ehesten die magebenden ,persnlichkeiten gewinnen zu knnen4 ,auerdem hatte er in der gleichen ,zeit bereits ,beziehungen zu ,mainz angeknpft1 die ihm die ,aussicht erffneten1 hier selbst seinen dauernden ,wohnsitz zu nehmen4 ,s4 #i4 ,die politischen ,schriften finden sich am vollstndigsten in der ,ausgabe von ,onno ,klopp4 #ahfd--ff1 die wichtigeren nebst den juristischen bei ,dutens1 ,opera omnia1 ,tom4 ,,iv4 #agfh4 ,ausfhrlich behandelt die politische und sonstige ffentliche ,ttigkeit ,l4' ,edmund ,pfleiderer in seinem ,werk3 ,leibniz als ,patriot1 ,staatsmann und ,bildungstrger4 #ahgj4 ,ich wundere mich1 da noch niemand auf den ,gedanken gekommen ist1 den ,mars christianissimus1 mit den ntigen historischen ,bemerkungen versehen1 ins ,deutsche zu bertragen4 ,s4 #aa4 ,der theologische ,briefwechsel1 der fr die ,unionsbestrebungen von besonderem ,interesse ist1 findet sich in ,tom4 ,i der ,werke von ,dutens4 ,,ii4 ,s4 #bb4 ber ,leibniz' ,beziehungen zu ,erhard ,weigel vgl4 ,brucker ,vita ,leibnitii1 p4 ,,lxi1 ,dutens1 ,tom4 #a4 ,einen kurzen ,auszug aus ,weigels ,hauptschriften gibt ,f4 ,bartholomi1 ,zeitschr4 f4 exakte ,philos4 ,bd4 #i1 #bej4 ber ,raimund ,lull vgl4 ,k4 ,prantl1 ,geschichte der ,logik1 ,,iii1 #ade4 ,s4 #bf4 ,j4 ,e4 ,erdmann1 ,leibnitii opera philos41 ,nr4 ,,xviii 7,fundamenta ,calculi ratiocinatoris74 ,als modernes ,gegenbeispiel vgl4 das ,werk von ,g4 ,boole1 ,the ,laws of thought1 #ahed4 ,s4 #bg4 ,dissertatio de ,arte combinatoria1 ,leibnizens ,mathem4 ,schriften von ,gerhardt1 ,bd4 #a4 ,weitere ,fragmente zur ,characteristica universalis ,gerhardt1 ,l4' ,philos4 ,schriften1 ,bd4 #g1 #bae4 ,s4 #bh4 ,de ,quadratura arithmetica ,circuli etc41 ,math4 ,schriften1 ,bd4 #a1 #hj4 ,hauptschriften zur ,analysis ,infinitesimorum ebenda1 #bbi4 ,dazu der ,briefwechsel mit ,joh4 und ,jac4 ,bernoulli1 ebenda1 ,bd4 #c1 ,abt4 #a und #b4 uerungen ,l4' aus spterer ,zeit 7#agab7 zum ,begriff des unendlich ,kleinen im ,sinne der ,relativittstheorie1 ebenda #chg4 ,vgl4 dazu meine ,logik ,,ii#c #bda ff4 ,eine ,anzahl der wichtigeren mathematischen ,schriften sowie der ,briefe haben mit ,recht ,buchenau und ,cassirer auch in ihre ,sammlung von ,l4' ausgewhlten ,schriften in deutscher bersetzung 7,bd4 #a und #b7 in der ,kirchmannschen ,bibliothek aufgenommen4 ,s4 #ci ff4 ,hypothesis physica nova4 #afga4 ,gerhardt1 ,math4 ,schriften1 ,bd4 #b4 ,philos4 ,schriften1 ,bd4 #d4 7,theoria ,motus abstracti1 #fa74 ,de ,causis gravitatis1 ,math4 ,schriften1 ,bd4 #b1 #aic4 ,de ,legibus ,naturae1 #bjd4 ,als abschlieende ,schriften zur ,dynamik3 ,essay de ,dynamique1 #bae4 ,specimen dynamicum pars ,i et ,,ii1 #bcd4 ,dynamica1 #bhd4 ,zur ,geschichte der ,l4'schen ,dynamik vgl4 meine ,schrift ber die ,physikalischen ,axiome 7#ahff71 #b4 ,aufl4 u4 d4 ,t43 ,die ,prinzipien der mechanischen ,naturlehre1 #aiaj4 ,s4 #ec4 ,zur ,entwicklungstheorie3 ,principes de la ,nature et de la ,grace1 #ad4 ,briefe bei ,dutens1 ,tom4 ,,ii1 #cb1 #hd1 #ccj4 ,buchenau-,cassirer1 ,l4' ,hauptschr4 ,,ii1 #fc1 #gd4 ,s4 #eg4 ,l4' ,psychologie3 ,hypothesis physica nova1 ,math4 ,werke1 ,bd4 #b4 ,s4 #fg4 ber die ,ramisten in ,deutschland3 ,stintzing1 ,geschichte der deutschen ,rechtswissenschaft1 ,bd4 #a1 #ade4 ,s4 #gj4 ber ,pufendorf und sein ,verhltnis zu ,leibniz1 ,landsberg 7,stintzing71 ebenda1 ,abt4 ,,iii1 #a4 ,der ,caesarinus ,fuerstenerius vereinigt wohl mit seinen andern ,tendenzen auch die einer ,gegenschrift gegen die vernichtende ,kritik1 die ,pufendorf in einer pseudonymen ,schrift an der ,verfassung des deutschen ,reichs gebt hatte4 ,vor allem hat aber die ,gegnerschaft gegen ,p4s einseitige ,betonung der ,rechtsidee fr ,leibniz die ,anregung zu seiner fr die folgende ,ethik epochemachenden ,pflichtmoral gegeben4 ,wenn die abfllige ,beurteilung des individualistischen ,naturrechts eines ,hobbes und ,pufendorf den springenden ,punkt in den rechtsphilosophischen ,schriften bildet1 so ist es brigens nicht das ,naturrecht berhaupt1 gegen das er sich wendet1 sondern auch ihm steht ber allem positiven und historischen ein natrliches ,recht1 als notwendige ,voraussetzung und ,ergnzung des ersteren im ,sinne seiner ,definition der ,gerechtigkeit als der durch die ,pietas vermittelten ,einheit von ,gte und ,weisheit4 ,bezeichnend fr diese neue1 erst in weit spterer ,zeit ihre ,frchte tragende ,richtung des ,naturrechts ist es1 da er die noch lange bei seinen ,nachfolgern herrschende ,vertragstheorie bereits gnzlich aus dem ,naturrecht beseitigen will4 ,so bilden berhaupt das ,streben nach exakter ,behandlung der ,probleme und nach ethischer ,begrndung der allgemeinen ,rechtsbegriffe1 daneben die ,verbindung geschichtlicher und logischer ,betrachtung die hervorstechenden ,zge der juristischen ,arbeiten4 ,ein interessantes ,beispiel dafr1 wie er sich die mathematische ,behandlung juristischer ,probleme dachte1 bietet eine unter den ,manuskripten gefundene ,meditatio juridico-mathematica ber ,zinseszinsrechnung und ,rabatt 7,mathem4 ,werke1 ,bd4 #c1 #abe74 ,die fr die ethische ,begrndung des ,rechts bedeutsamsten ,arbeiten sind die beiden ,dissertationen zum ,vlkerrecht1 ,dutens ,tom4 ,,iv1 ,pars ,,iii1 #bhg4 ,dazu die ,observationes de ,principiis ,juris1 ebenda1 #bgj4 ,diese ,schriften sollten in keiner ,ausgabe der philosophischen ,werke fehlen1 sie fehlen aber durchgehends4 ,gerhardt hat dagegen in ,bd4 #g seiner ,ausgabe1 #gc1 eine ,sammlung von ,definitionen moralischer ,begriffe verffentlicht1 mit ihnen zum ,teil bereinstimmende ,guhrauer in ,leibniz' deutschen ,schriften4 ,sie sind ausgeprgt eudmonistisch und rationalistisch gehalten und knnten ebensogut von ,christian ,wolff oder einem andern der spteren ,aufklrer geschrieben sein4 ,leibniz' wirkliche ,ethik ist eben nicht diesen schulmigen ,definitionen im ,stil der ,zeit zu entnehmen1 sondern den rechtsphilosophischen ,ausfhrungen zum ,kodex des ,vlkerrechts4 ,,iii4 ,s4 #ge4 ,j4 ,jasper hat in seiner ,dissert4 ,leibniz und die ,scholastik 7,mnster i4 ,w4 #ahih_/ii7 eine ,zusammenstellung zahlreicher ,urteile ,l4' ber die ,scholastik gesammelt4 ,sie bilden uerlich betrachtet ein ziemlich buntes ,gemisch ablehnender und anerkennender ,aussprche4 ,wenn man die ,zeiten1 denen sie angehren1 und die ,fragen1 auf die sie sich beziehen1 beachtet1 so entsprechen sie aber wohl ziemlich treu dem im ,text angegebenen ,verhltnis4 ,s4 #gi4 ,zur ,orientierung ber die ,entwicklung des ,leibnizschen ,idealismus mag folgende chronologische ,aufzhlung der wichtigeren hierher gehrigen ,schriften dienen3 ,hypothesis physica nova4 #afga4 ,specimen dynamicum4 ,essay de dynamique4 ,dynamica4 #afhe--hi4 ,de motuum coelestium causis4 #afhi4 ,de primae philosophiae emendatione et notione substantiae4 #afid4 ,nouveaux ,essais sur l'entendement humain4 7,um #agjd47 ,essai de ,thodice4 #agaj4 ,monadologie4 #agad4 ,principes de la nature et de la grce4 #agad4 ,aus dieser ,chronologie erkennt man unmittelbar eine ,entwicklung1 die im wesentlichen in drei ,perioden verluft3 einer naturphilosophischen1 einer erkenntnistheoretisch-psychologischen1 einer metaphysisch-ethischen4 ,unter den ,briefen sind nach der ,seite der ,naturphilosophie vornehmlich der ,briefwechsel mit den ,cartesianern 7,gerhardt1 ,phil4 ,schriften4 ,bd4 #d7 beachtenswert1 fr die ,metaphysik und ,theologie der mit ,bayle und dem ,pater ,des ,bosses 7ebenda1 ,bd4 #b74 ,zu ,s4 #aab4 ,observationes de principio juris4 ,dutens ,op4 ,tom4 ,,iv1 ,p4 ,,iii1 #bgj4 ,de ,actorum publicorum ,usu etc4 #bhg4 ,s4 #aad4 ,an die theologischen ,schriften schliet sich der umfangreiche ,briefwechsel in ,sachen der ,reunion der beiden ,kirchen und der ,union der protestantischen ,konfessionen bei ,dutens1 ,tom4 ,i4 ,mit welcher ,vorsicht brigens der theologische ,briefwechsel benutzt werden mu1 dafr legt1 wie ich glaube1 das ,buch von ,ed4 ,dillmann1 ,eine neue ,darstellung der ,monadenlehre1 #ahia1 ein beredtes ,zeugnis ab4 ,der ,verf4 hat unleugbar mit groem ,scharfsinn aus der in den ,briefen an katholische ,theologen1 besonders an ,des ,bosses1 entwickelten ,hilfshypothese ber das ,vinculum substantiale zur ,erklrung des ,wunders der ,transsubstantiation eine ,auffassung der ,monadologie entwickelt1 die jenen ,begriff eigentlich zur ,grundlage des ganzen ,systems macht4 ,immerhin kann die ,mglichkeit einer solchen ,umdeutung zugleich als eine ,art ,besttigung der oben gemachten ,bemerkung dienen1 da die ,monadologie fr ,leibniz selbst keineswegs das dogmatische ,system gewesen ist1 fr das man sie zu nehmen pflegt4 ,das ausfhrliche ,werk von ,a4 ,pichler1 ,die ,theologie des ,leibniz1 #b ,bde4 #ahfi--gj1 ist fr das ,thema selbst wenig ergiebig1 da die ,zeiten und ,anlsse1 denen ,l4' uerungen angehren1 wohl allzuwenig beachtet sind1 wie denn auch der ,verf4 durch die ,rcksicht auf die kirchlichen ,parteiungen seiner eigenen ,zeit vielleicht allzu sehr beeinflut ist4 ,alfred ,krner ,verlag in ,leipzig ,schriften von ,wilhelm ,wundt ber die ,aufgabe der ,philosophie in der ,gegenwart4 ,rede1 gehalten zum ,antritt des ffentl4 ,lehramtes der ,philosophie an der ,hochschule in ,zrich1 am #ca4 ,okt4 #ahgd4 gr4 #h4 --4#fj4 ber den ,einflu der ,philosophie auf die ,erfahrungswissenschaften4 ,akademische ,antrittsrede1 gehalten zu ,leipzig1 am #bj4 ,november #ahge4 gr4 #h4 --4#fj4 ,der ,spiritismus1 eine sogenannte wissenschaftliche ,frage4 ,offener ,brief an ,herrn ,prof4 ,hermann ,ulrici in ,halle4 gr4 #h4 --4#ej4 ,essays4 ,zweite ,auflage4 ,mit ,zustzen u4 ,anmerk4 gr4 #h4 #i4--2 in ,leinen geb4 #aj4ej2 in ,halbfranz geb4 #ab4--4 ,zur ,moral der literarischen ,kritik4 ,eine moralphilosophische ,streitschrift4 gr4 #h4 #a4bj4 ,system der ,philosophie4 ,dritte1 umgearbeitete ,auflage4 #b ,bde4 gr4 #h4 #ad4--2 in #b ,leinenbnden #af4--2 in #a ,halbfranzband #ag4--4 ,hypnotismus und ,suggestion4 ,zweite1 durchgesehene ,auflage4 #h4 #a4dj2 in ,leinen geb4 #b4ae4 ,gustav ,theodor ,fechner4 ,rede zur ,feier seines hundertjhrigen ,geburtstages4 ,mit ,beilagen und einer ,abbildung des ,fechner-,denkmals4 #h4 #b4--4 ,sprachgeschichte und ,sprachpsychologie4 ,mit ,rcksicht auf ,b4 ,delbrcks ,grundfragen der ,sprachforschung4 gr4 #h4 #b4--4 ,grundzge der physiologischen ,psychologie4 ,erster ,band3 ,sechste1 umgearbeitete ,auflage4 ,mit #afa ,figuren sowie ,sach- und ,namenregister4 gr4 #h4 #ac4--2 in ,halbfranz geb4 #af4--4 -- -- ,zweiter ,band3 ,sechste1 umgearbeitete ,auflage4 ,mit #afg ,figuren sowie ,sach- und ,namenregister4 gr4 #h4 #ae4--2 in ,halbfranz geb4 #ah4--4 -- -- ,dritter ,band3 ,sechste1 umgearbeitete ,auflage4 ,mit #ga ,figuren sowie ,sach- und ,namenregister4 gr4 #h4 #af4--2 in ,halbfranz geb4 #ai4--4 ,naturwissenschaft und ,psychologie4 ,zweite ,auflage4 ,sonderausgabe des ,schluabschnitts zur sechsten ,auflage der physiologischen ,psychologie4 gr4 #h4 #b4dj2 in ,leinen geb4 #b4ij4 ,festrede zur fnfhundertjhrigen ,jubelfeier der ,universitt ,leipzig4 ,mit einem ,anhang3 ,die ,leipziger ,immatrikulationen und die ,organisation der alten ,hochschule4 #h4 #a4ej4 ,grundri der ,psychologie4 ,zwlfte ,auflage4 ,mit #bc ,figuren4 gr4 #h4 #g4--2 in ,leinen geb4 #h4--4 ,vlkerpsychologie4 ,eine ,untersuchung der ,entwicklungsgesetze von ,sprache1 ,mythus und ,sitte4 ,erster ,band3 ,die ,sprache4 ,erster ,teil4 ,dritte1 neubearbeitete ,auflage4 ,mit #dj ,abbildungen4 gr4 #h4 #ad4--2 in ,halbfranz geb4 #ag4--4 -- ,zweiter ,band3 ,die ,sprache4 ,zweiter ,teil4 ,dritte1 neubearbeitete ,auflage4 ,mit #f ,abbildungen4 gr4 #h4 #ac4--2 in ,halbfranz geb4 #af4--4 -- ,dritter ,band3 ,die ,kunst4 ,zweite1 neubearbeitete ,auflage4 ,mit #ei ,abbildungen4 gr4 #h4 #ab4--2 in ,halbfranz geb4 #ae4--4 -- ,vierter ,band3 ,mythus und ,religion4 ,erster ,teil4 ,zweite1 neubearbeitete ,auflage4 ,mit #h ,abbildungen4 gr4 #h4 #ac4--2 in ,halbfranz geb4 #af4--4 -- ,fnfter ,band3 ,mythus und ,religion4 ,zweiter ,teil4 ,zweite1 neubearbeitete ,auflage4 gr4 #h4 #aa4--2 in ,halbfranz geb4 #ad4--4 -- ,sechster ,band3 ,mythus und ,religion4 ,dritter ,teil4 ,zweite1 neubearbeitete ,auflage4 gr4 #h4 #ab4--2 in ,halbfranz geb4 #ae4--4 -- ,siebenter ,band3 ,die ,gesellschaft4 ,erster ,teil4 gr4 #h4 #aa4--2 in ,halbfranz geb4 #ad4--4 -- ,achter ,band3 ,die ,gesellschaft4 ,zweiter ,teil4 gr4 #h4 #i4--2 in ,halbfranz geb4 #ab4--4 ,kleine ,schriften4 #b ,bnde4 #h4 #bf4--2 in ,leinen geb4 #bh4dj4 ,einleitung in die ,philosophie4 ,sechste ,auflage4 #h4 #h4--2 in ,leinen geb4 #i4--4 ,elemente der ,vlkerpsychologie4 ,grundlinien einer psychologischen ,entwicklungsgeschichte der ,menschheit4 ,zweite ,auflage4 gr4 #h4 #ab4--2 in ,leinen geb4 #ad4--4 ,reden und ,aufstze4 ,zweite ,auflage4 #h4 #g4--2 in ,leinen geb4 #h4--4 ,die ,psychologie im ,kampf ums ,dasein4 ,zweite ,auflage4 #h4 #a4--4 ,sinnliche und bersinnliche ,welt4 #h4 #h4--2 in ,leinen geb4 #i4--4 ber den wahrhaften ,krieg4 ,rede1 gehalten in der ,alberthalle zu ,leipzig am #aj4 ,september #aiad4 kl4 #h4 --4#ej4 ,die ,nationen und ihre ,philosophie4 ,ein ,kapitel zum ,weltkrieg4 ,zweite ,auflage4 #h4 #c4--2 in ,leinen geb4 #d4--4 -- -- ,taschenausgabe in ,leinen geb4 #a4bj4 ,leibniz4 ,zu seinem zweihundertjhrigen ,todestag4 #h4 #c4--2 in ,leinen geb4 #d4--4 ,friedrich ,nietzsches ,werke ,taschen-,ausgabe #aa ,bnde4 ,in ,leinwand gebunden #ee ,mark4 ,band ,i4 ,homer-,rede4 ,die ,geburt der ,tragdie4 ,der griechische ,staat4 ,das griechische ,weib4 ,musik und ,wort4 ,homers ,wettkampf4 ,zukunft unserer ,bildungsanstalten4 ,das ,verhltnis der ,schopenhauerschen ,philosophie zu einer deutschen ,kultur4 ,philosophie im tragischen ,zeitalter der ,griechen4 ber ,wahrheit und ,lge4 ,band ,,ii4 ,unzeitgeme ,betrachtungen4 ,aus dem ,nachla 7#ahgd_/ge74 ,band ,,iii4 ,menschliches1 ,allzumenschliches ,i4 ,aus dem ,nachla 7#ahgd_/gg74 ,band ,,iv4 ,menschliches1 ,allzumenschliches ,,ii4 ,vermischte ,meinungen und ,sprche4 ,der ,wanderer und sein ,schatten4 ,aus dem ,nachla 7#ahgg_/gi74 ,band ,v4 ,morgenrthe4 ,aus dem ,nachla 7#ahhj_/hf74 ,band ,,vi4 ,die ewige ,wiederkunft4 ,die frhliche ,wissenschaft4 ,lieder des ,prinzen ,vogelfrei4 ,aus dem ,nachla4 ,dichtungen 7#ahga_/hh74 ,band ,,vii4 ,also sprach ,zarathustra4 ,aus dem ,nachla 7#ahhb_/he74 ,band ,,viii4 ,jenseits von ,gut und ,bse4 ,genealogie der ,moral4 ,aus dem ,nachla 7#ahhe_/hf74 ,band ,,ix4 ,der ,wille zur ,macht4 ,versuch einer ,umwerthung aller ,werthe 7#ahhd_/hh74 ,band ,x4 ,der ,wille zur ,macht 7,fortsetzung74 ,gtzen-,dmmerung4 ,der ,antichrist4 ,dionysos-,dithyramben 7#ahhd_/hh74 ,band ,,xi4 ,aus dem ,nachla 7#ahhc_/hh74 ,der ,fall ,wagner4 ,nietzsche contra ,wagner4 ,ecce homo4 ,friedrich ,nietzsche ,neue1 billigere ,miniatur-,ausgaben ,also sprach ,zarathustra ,geheftet #e4--4 ,in ,leinen gebunden #f4--4 ,gedichte und ,sprche ,geheftet #c4--4 ,in ,leinen gebunden #d4--4 ,schriften von ,ernst ,haeckel ,die ,weltrtsel4 ,gemeinverstndliche ,studien ber monistische ,philosophie4 #aj4 ,auflage #h4--2 gebunden #i4--4 ,die ,weltrtsel4 ,volksausgabe kartoniert #a4bj4 ,die ,weltrtsel4 ,taschenausgabe gebunden #a4bj4 ,die ,lebenswunder4 ,gemeinverstndliche ,studien ber biologische ,philosophie4 ,ergnzungsband zu dem ,buche ber die ,weltrtsel4 #d4 ,auflage #h4--2 gebunden #i4--4 ,die ,lebenswunder4 ,volksausgabe kartoniert #a4bj4 ,gott-,natur 7,theophysis7 ,studien ber monistische ,religion4 #b4 ,auflage #a4--4 ,gemeinverstndliche ,vortrge und ,abhandlungen aus dem ,gebiete der ,entwicklungslehre4 #b ,auflage4 #b ,bnde mit #ha ,abbildungen im ,text und #b ,tafeln in ,farbendruck #ab4--2 gebunden #ac4ej4 ,aus ,insulinde4 ,malayische ,reisebriefe4 #b4 ,auflage4 ,mit #gb ,abbildungen1 #d ,karten und #h ,einschaltbildern gebunden #f4--4 ,arbeitsteilung in ,natur und ,menschenleben #a4--4 ,der ,monismus als ,band zwischen ,religion und ,wissenschaft4 ,glaubensbekenntnis eines ,naturforschers4 ,altenburger ,vortrag4 #ae4 ,auflage #a4--4 ,freie ,wissenschaft und freie ,lehre4 ,eine ,entgegnung auf ,rudolf ,virchows ,mnchener ,rede ber ,die ,freiheit der ,wissenschaft im modernen ,staat4 #b4 ,auflage #a4fj4 ,das ,protistenreich4 ,eine populre bersicht ber das ,formengebiet der niedersten ,lebewesen4 ,mit #eh ,abbildungen #b4--4 ber den ,ursprung des ,menschen4 ,cambridge ,vortrag4 #ab4 ,aufl4 #a4--4 ,das ,weltbild von ,darwin und ,lamarck4 #b4 ,auflage #a4--4 ,zellseelen und ,seelenzellen4 7,concordia7 #a4--4 ,zu beziehen durch alle ,buchhandlungen ,illustration3 ,,kva ,illustration3 ,,kva ,krners ,volksausgabe ,jeder ,band kartoniert #a ,mark #bj ,pf4 ,die ,entstehung der ,arten ,von ,charles ,darwin ,abstammung des ,menschen ,von ,charles ,darwin ,geschlechtliche ,zuchtwahl ,von ,charles ,darwin ,reise um die ,welt ,von ,charles ,darwin ,wesen des ,christentums ,von ,ludwig ,feuerbach ,das ,wesen der ,religion ,von ,ludwig ,feuerbach ,die ,weltrtsel ,von ,ernst ,haeckel ,die ,lebenswunder ,von ,ernst ,haeckel ,philosophie des ,unbewuten ,von ,eduard von ,hartmann ber den ,verstand ,von ,david ,hume ,kritik der reinen ,vernunft ,von ,immanuel ,kant ,zoologische ,philosophie ,von ,jean ,lamarck ,die ,arbeiterfrage ,von ,f4 ,a4 ,lange ,geschichte des ,materialismus ,von ,f4 ,a4 ,lange ,emil oder ber die ,erziehung ,von ,j4 ,j4 ,rousseau ,aphorismen z4 ,lebensweisheit ,von ,arthur ,schopenhauer ,welt als ,wille u4 ,vorstellung ,von ,arthur ,schopenhauer ,der ,reichtum der ,nationen ,von ,adam ,smith ,die ,ethik ,von ,baruch ,spinoza ,voltaire ,von ,david ,friedrich ,strau ,das ,leben ,jesu ,von ,david ,friedrich ,strau ,der alte und der neue ,glaube ,von ,david ,friedrich ,strau ,alfred ,krner ,verlag in ,leipzig ,illustration3 ,,kta ,illustration3 ,,kta ,krners ,taschenausgabe ,jedes ,bndchen gebunden #a ,mark #bj ,pf4 ,der moderne ,mensch ,von ,b4 ,carneri ,handbchlein der ,moral ,von ,epiktet ,epikurs ,philosophie der ,lebensfreude ,die vier ,evangelien ,deutsch von ,heinrich ,schmidt ,goethes ,faust 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