,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #ahie erschienenen ,buchausgabe so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und altertmliche ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert2 fremdsprachliche ,zitate wurden nicht korrigiert4 ,einige ,abbildungen wurden zwischen die ,abstze verschoben und zum ,teil sinngem gruppiert1 um den ,textfluss nicht zu beeintrchtigen4 ,das ,original wurde in ,frakturschrift gesetzt4 ,besondere ,schriftschnitte wurden in der vorliegenden ,fassung mit den folgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 ,fettdruck3 ,gleichheitszeichen gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,tilden ,liebhaber-,ausgaben ,illustration ,knstler-,monographien von ,h4 ,knackfu ,professor an der ,k4 ,kunstakademie zu ,kassel ,,ii ,rubens ,bielefeld und ,leipzig ,verlag von ,velhagen ,klasing #ahie ,rubens ,von ,h4 ,knackfu ,mit #ii ,abbildungen von ,gemlden und ,handzeichnungen ,illustration ,bielefeld und ,leipzig ,verlag von ,velhagen ,klasing #ahie ,druck von ,fischer ,wittig in ,leipzig4 ,illustration3 ,rubens' ,shne ,albert und ,nikolas4 ,in der frstlich ,liechtensteinschen ,bildergalerie zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris74 ,illustration ,peter ,paul ,rubens4 ,an einem stattlichen alten ,haus in der ,sternengasse zu ,kln verkndet eine marmorne ,inschrifttafel dem ,vorbergehenden1 da hier ,peter ,paul ,rubens geboren sei4 ,aber weder ,kln noch auch das mit dem gleichen ,anspruch auftretende ,antwerpen hat das ,anrecht auf die ,ehre1 ,geburtssttte des belgischen ,malerfrsten zu sein1 behaupten knnen4 ,als diese ist vielmehr das westflische ,stdtchen ,siegen mit nicht anzutastenden ,grnden nachgewiesen worden4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,die ,apostel ,petrus und ,paulus4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,die ,vorfahren des ,rubens waren seit ,jahrhunderten als ehrsame ,brger in ,antwerpen ansssig4 ,sein ,grovater war ,inhaber einer ,apotheke und ,spezereiwarenhandlung2 dessen ,sohn ,johannes aber wurde zu einem gelehrten ,beruf erzogen4 ,johannes ,rubens1 geboren im ,jahre #aecj1 studierte die ,rechte zu ,lwen und zu ,padua und bestand zu ,rom im ,jahre #aeed mit ,auszeichnung die ,prfung als ,doktor des brgerlichen und kirchlichen ,rechts4 ,darauf kehrte er in die ,heimat zurck1 wo er sich am #bi4 ,november #aefa mit der ,kaufmannstochter ,maria ,pypelinckx vermhlte4 ,er wurde #aefb zum ,schffen ernannt und bekleidete dieses ,amt fnf ,jahre hindurch1 in jener schwierigen ,zeit1 wo der ,aufstand der vereinigten ,niederlande gegen die spanische ,herrschaft sich vorbereitete4 ,als die ,geschicke des ,landes in die ,hnde des unerbittlichen ,herzogs von ,alba gelegt worden und als die ,hupter von ,egmont und ,hoorn auf dem ,blutgerst gefallen waren1 hielt ,johannes ,rubens1 der der ,hinneigung zum ,protestantismus dringend verdchtig war1 es fr geraten1 die ,heimat zu verlassen2 ausgerstet mit einem ,schreiben der ,stadtobrigkeit von ,antwerpen1 welches seine ,ehrenhaftigkeit bezeugte1 flchtete er nach ,kln1 wo er gegen ,ende #aefh ankam4 ,dort weilte damals die ,gemahlin ,wilhelms von ,oranien1 des groen ,fhrers der niederlndischen ,erhebung1 ,anna von ,sachsen4 ,durch deren ,rechtsbeistand1 den gleichfalls flchtigen ,rechtsgelehrten ,johannes ,betz aus ,mecheln1 lernte ,johannes ,rubens die launische und krankhaft erregte ,frstin kennen2 er ward ihr ,vertrauter und bald ihr ,geliebter4 ,das strfliche ,verhltnis ward offenkundig1 und im ,mrz #aega lie der ,bruder des gekrnkten ,frsten1 der ,graf ,johann von ,nassau1 ,rubens auf dem ,wege nach dem damals nassauischen ,stdtchen ,siegen1 wohin sich ,anna1 die ihrer ,niederkunft entgegensah1 zurckgezogen hatte1 verhaften und nach ,dillenburg ins ,gefngnis bringen4 ,nach dem ,landrecht hatte ,rubens das ,leben verwirkt2 da seine ,schuld durch ,gestndnis erwiesen und da die ,verhaftung auf nassauischem ,boden erfolgt war1 so htte nichts den ,grafen von ,nassau daran hindern knnen1 durch ,vollziehung des ,todesurteils die ,ehre seines ,bruders zu rchen1 wenn nicht die beiden ,frsten der ,erwgung ,raum gaben1 da hierdurch das ganze ,vorkommnis in unliebsamer ,weise an die ffentlichkeit gezogen worden wre4 ,zudem fand der ,schuldige eine beredte ,frsprache von einer ,seite1 von welcher er es am wenigsten verdient hatte4 ,maria ,pypelinckx1 seine beleidigte ,gattin1 bot alles auf1 um seine ,begnadigung zu erwirken4 ,zwei ,briefe1 durch welche sie ihren gefangenen ,mann zu trsten suchte1 sind auf die ,nachwelt gekommen1 rhrende ,zeugnisse des hochherzigsten weiblichen ,edelmuts4 ,mit ,freude ersehe ich18 heit es in dem einem1 da ,euer ,liebden1 gerhrt von meiner ,vergebung1 nun beruhigt sind4 ,ich dachte nicht1 da ,ihr glaubtet1 ich wrde dabei so groe ,schwierigkeit machen1 wie ich auch nicht gethan habe4 ,wie knnte ich so hart gewesen sein1 ,euch in ,eurer groen ,bedrngnis und ,bangigkeit noch mehr zu beschweren1 whrend ich ,euch doch gern1 wenn mglich mit meinem ,blut heraushelfen wrde444 ,sollte ich sein1 wie der schlechte ,verwalter im ,evangelium1 dem so viele groe ,schulden von seinem ,herrn nachgelassen worden waren und der seinen ,bruder eine kleine ,summe bis auf den letzten ,pfennig zu zahlen zwang8 ,seiet daher darber beruhigt1 ob ich ,euch gnzlich vergeben habe3 gebe ,gott1 da ,eure ,befreiung damit zusammenhinge1 wir wrden bald wieder glcklich sein64444 ,ich hoffe1 da ,gott mich erhren wird1 da sie uns schonen1 da sie ,mitleid mit uns haben mgen2 sonst ist es gewi1 da sie mich zugleich mit ,euch tten werden2 ich werde sterben mit gebrochenem ,herzen1 denn ich knnte die ,nachricht von ,eurem ,tode nicht hren2 nein1 das ,leben wrde sofort in mir stille stehen4 ,aber die ,worte ,ihrer ,gnaden 7wahrscheinlich der ,mutter der oranischen ,prinzen71 die ich in einem anderen ,briefe geschickt habe1 geben mir noch ,hoffnung4444 ,mein ,herz kann es nicht fassen1 da wir so gnzlich und so klglich getrennt werden sollten444 ,o mein ,gott1 mge das nicht geschehen6 ,meine ,seele ist solchermaen vereinigt und verbunden mit der ,eurigen1 da ,ihr keinen ,schmerz erleiden knnt1 ohne da ich ebensoviel davon leide wie ,ihr4 ,ich glaube1 wenn diese guten ,herren meine ,thrnen shen1 sie wrden1 selbst wenn sie von ,holz oder ,stein wren1 ,erbarmen mit mir haben3 ich will auch1 wenn mir kein anderes ,mittel mehr bleibt1 hierzu meine ,zuflucht nehmen1 obgleich ,ihr mir geschrieben habt1 da ich das nicht thun solle4 ,ach1 wir verlangen nicht ,gerechtigkeit1 wir bitten nur um ,gnade1 ,gnade1 und wenn wir die nicht erlangen knnen1 was bleibt uns zu thun brig8 ,o himmlischer und barmherziger ,vater1 hilf du uns dann6 ,du willst nicht den ,tod des ,snders1 du willst ja im ,gegenteil1 da er lebe und sich bekehre4 ,gie in die ,seele dieser guten ,herren1 die wir so sehr gekrnkt haben1 deinen ,geist der ,milde1 da wir bald befreit werden von diesen ,schrecknissen und dieser ,trostlosigkeit2 sie dauern nun schon so lange64448 ,der ,schlu des ,briefes lautet3 ,jetzt empfehle ich ,euch dem ,herrn1 denn ich kann nicht weiter schreiben1 und ich bitte ,euch so sehr1 nicht das ,schlimmste zu gewrtigen3 das ,schlimmste kommt frh genug von selbst2 immer an den ,tod zu denken und ihn zu frchten ist hrter als der ,tod4 ,deshalb verbannet diese ,gedanken aus ,eurem ,herzen4 ,ich hoffe und vertraue auf ,gott1 da er ,euch gndiger strafen und uns noch zusammen fr all diesen ,kummer ,freude verleihen wird1 um was ich ihn aus dem ,grunde meines ,herzens bitte4 ,und ich befehle ,euch dem allmchtigen ,herrn1 da er ,euch trsten und strken mge mit seinem heiligen ,geist4 ,ich werde all mein ,bestes thun1 den ,herrn fr ,euch zu bitten2 und desgleichen thun auch unsere ,kinderchen1 die ,euch sehr gren lassen und so sehr verlangen1 ,euch zu sehen1 wie -- das wei der ,herr -- ich selbst4 ,geschrieben den #a4 ,april nachts zwischen #ab und #a4 -- ,und schreibt doch nun nicht mehr unwrdiger ,mann1#8 da dies doch vergeben ,euer ,liebden getreue ,gattin ,maria ,ruebbens4899 ,der ,seelenadel der ,mutter spiegelt sich wieder in der vornehmen ,gre der ,anschauung und ,gesinnung1 welche den berhmten ,sohn ausgezeichnet hat4 ,nachdem die hochherzige ,frau sich zwei ,jahre lang vergeblich bemht hatte1 durch persnliche und schriftliche ,bitten den ,grafen ,johann zur ,freilassung ihres ,mannes zu bewegen1 erlangte sie es endlich gegen eine ,sicherstellung von #fjjj ,thalern1 da er aus dem ,dillenburger ,gefngnis entlassen und ihm ein ,aufenthalt mit beschrnkter ,freiheit in ,siegen gestattet wurde4 ,hier sahen die ,gatten sich im ,frhjahr #aegc zum erstenmal nach so schweren ,prfungen wieder4 ,whrend des ,aufenthalts in ,siegen schenkte ,frau ,maria ihrem ,manne zwei ,shne1 von denen der ltere1 ,philipp -- das fnfte ,kind der ,ehe --1 geboren im ,jahre #aegd1 sich spter im stdtischen ,dienst von ,antwerpen einen angesehenen ,namen machte2 der andere1 der das ,licht der ,welt am #bi4 ,juni #aegg erblickte und nach seinem ,geburtstage1 dem ,fest der beiden ,apostelfrsten1 in der ,taufe die ,namen ,peter ,paul erhielt1 war bestimmt1 dem ,namen ,rubens die ,unsterblichkeit zu verleihen4 ,gegen ,ende #aegg starb die ,prinzessin ,anna1 die inzwischen von ihrem ,gemahl geschieden worden war4 ,johannes ,rubens hielt den ,zeitpunkt1 da seine ,mitschuldige aus dem ,leben geschieden war1 whrend der ,prinz von ,oranien einer neuen1 glcklicheren ,ehe sich erfreute1 fr geeignet zu einem ,versuche1 volle ,begnadigung zu erlangen4 ,ein im ,anfang des ,jahres #aegh abgesandtes ,gnadengesuch1 welches untersttzt wurde durch die ,verzichtleistung auf einen ansehnlichen ,teil der hinterlegten ,sicherheitsgelder -- von deren ,zinsen die ,rubenssche ,familie bis dahin bescheiden lebte --1 hatte den ,erfolg1 da der ,bitte des ,rubens1 in einer den ,niederlanden nher gelegenen ,stadt wohnen zu drfen1 damit er in der ,heimat ,hilfsquellen zur anstndigen ,ernhrung von ,frau und ,kindern aussuchen knne1 ,gewhrung zu teil wurde1 unter der ,bedingung1 da er sich1 so oft es verlangt wurde1 den nassauischen ,behrden stellen mute1 da er die persnlichen ,besitzungen des ,prinzen ,wilhelm von ,oranien nicht betreten und da er sich niemals vor diesem ,prinzen sehen lassen durfte4 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,demokritos1 aus einer von ,rubens gezeichneten ,folge antiker ,charakterkpfe1 ,stich von ,l4 ,vorstermann4 ,die ,familie ,rubens kehrte nunmehr nach ,kln zurck und bezog wieder das ,haus in der ,sternengasse4 ,allmhlich begannen ihre ,verhltnisse sich wieder zu bessern2 da kam im ,herbst #aehb eine jhe ,strung durch den ,befehl1 da ,johannes ,rubens nach ,siegen zurckkehren und sich wieder ins ,gefngnis begeben solle4 ,wieder verwendete sich ,frau ,maria in ihrer rhrenden und eindringlichen ,weise fr den ,gatten1 und wieder mute sie ihre ,bitte durch ein ,geldopfer untersttzen4 ,der ,graf von ,nassau gebrauchte viel ,geld1 um seinem ,bruder im ,kampfe gegen die spanische ,herrschaft ,beihilfe zu leihen2 gegen ,verzichtleistung auf den ,rest des ,brgschaftsgeldes -- bis auf #hjj ,thaler1 die ihm verblieben -- erhielt ,rubens endlich im ,januar #aehc seine volle ,freiheit4 ,doch verlie er ,kln nicht mehr2 er starb daselbst am #a4 ,mrz #aehg und ward in der ,st4 ,peterskirche begraben4 ,wenn man die traurigen ,erlebnisse der ,familie kennt1 so kann man nicht ohne ,rhrung die ,lobesworte lesen1 welche seine ,witwe ihm in der ,aufschrift des hinter dem ,altar der genannten ,kirche befindlichen ,grabsteins gespendet hat4 ,des ,aufenthalts in ,siegen geschieht in der ,grabschrift keine ,erwhnung4 ,es ist leicht zu begreifen1 da die ,familie es gern vermied1 davon zu sprechen2 gewi hat die liebende ,mutter die dsteren ,ereignisse und ihre schweren ,bekmmernisse nach ,krften vor den ,kindern verborgen zu halten gesucht1 und so konnte ,peter ,paul ,rubens spter in gutem ,glauben sagen1 da er die ersten zehn ,jahre seines ,lebens in ,kln zugebracht habe1 und es ist nicht zu verwundern1 da ,jahrhunderte lang ,kln als sein ,geburtsort gegolten hat4 ,von dem ,knaben erfahren wir aus jener ,zeit1 da er mit groer ,leichtigkeit lernte und in den ,anfangsgrnden der ,wissenschaften seine ,altersgenossen schnell berholte2 die bedeutsamste ,grundlage fr die sptere ,gre des ,mannes war zweifelhaft dasjenige1 was ,herz und ,seele des ,knaben von der hochherzigen und liebevollen1 im ,trauerspiel zur ,heldin gewordenen ,mutter empfingen4 ,im ,juni #aehg erhielt die ,witwe die ,erlaubnis1 mit ihren ,kindern nach ,antwerpen zurckzukehren2 im folgenden ,jahre traf sie dort ein4 ,peter ,paul erhielt zunchst seine weitere wissenschaftliche ,ausbildung in der sogenannten ,pfaffenschule4 ,er erwarb sich ausgedehnte ,kenntnisse1 sieben ,sprachen1 das ,vlmische1 ,deutsche1 ,lateinische1 ,spanische1 ,franzsische1 ,italienische und ,englische lernte er mit voller ,gelufigkeit sprechen4 ,da er in der ,schule ebenso sehr um seiner ,liebenswrdigkeit1 wie um seiner geistigen ,anlagen willen geschtzt wurde1 hat ein ,schulgenosse von ihm1 der berhmte ,buchdrucker ,balthasar ,moretus1 bezeugt4 ,zur ,ausbildung in der guten ,lebensart wurde ,peter ,paul auf einige ,zeit von seiner ,mutter als ,page zu einer ,frau ,margarete von ,ligne1 ,witwe des ,grafen ,philipp von ,lalaing1 geschickt4 ,bald trat seine ,neigung zur ,malerei ungestm hervor4 ,in ,antwerpen blhte damals die ,malerei1 obgleich die ,stadt infolge der schweren ,belagerung durch den ,prinzen von ,parma 7#aehd-aehe7 verarmt und verdet war2 es war1 als ob die unglckliche ,stadt fr den ,verlust der ,freiheit und den unaufhaltsamen ,niedergang unter der spanischen ,herrschaft -- in der ,zeit von #aehd bis #aehi sank die ,zahl der ,bevlkerung von #hejjj auf #eejjj1 ,gras wuchs auf den ,straen1 man begegnete weder ,reitern noch ,kutschen -- in der schnen ,traumwelt der ,kunst einen ,ersatz gesucht htte4 ,peter ,paul ,rubens' erster ,lehrmeister war der ,landschaftsmaler ,tobias ,verhaeght1 bei dem er indessen nur kurze ,zeit blieb2 vier ,jahre lang lernte er dann in der ,werkstatt des ,adam von ,noort1 eines von den ,zeitgenossen wegen seiner ,geschicklichkeit gepriesenen ,malers1 ber dessen ,knnen wir uns heute schwer ein ,urteil bilden knnen1 da kein einziges ,gemlde vorhanden ist1 welches ihm mit unbedingter ,sicherheit zugeschrieben werden knnte2 vier weitere ,jahre lernte ,rubens bei ,otho van ,veen 7,venius71 dem ,frsten der belgischen ,malerei jener ,zeit18 einem sehr gelehrten und vornehmen ,manne -- sein ,geschlecht1 das den ,titel der ,herren von ,hogeveen1 ,desplasse1 ,vuerse1 ,draakensteyn u4 s4 w4 fhrte1 stammte von ,herzog ,johann ,,iii von ,brabant und ,isabella von ,veen ab1 -- der als vollendeter ,hofmann bei dem ,prinzen von ,parma1 dessen ,hofmaler er war1 in gutem ,ansehen stand und der als ,maler in dem manieristischen18 die ,italiener nachahmenden ,stil der ,zeit recht achtbare ,werke geschaffen hat4 #aeih wurde ,peter ,paul ,rubens als ,meister in die ,st4 ,lukasgilde aufgenommen4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,demosthenes1 aus einer von ,rubens gezeichneten ,folge antiker ,charakterkpfe1 ,stich von ,h4 ,withouc4 ,wir wissen nicht viel von den ,erstlingsschpfungen des jungen ,knstlers4 ,als eines seiner frhesten ,gemlde gilt die ,darstellung der heiligen ,dreieinigkeit im ,museum zu ,antwerpen3 zwischen ,engeln mit den ,marterwerkzeugen ruht der ,leichnam ,christi in den ,armen ,gott ,vaters1 und darber schwebt der heilige ,geist4 ,das ,bild leidet an unleugbaren ,unschnheiten2 aber es bekundet schon in berraschender ,weise die selbstndige ,eigenart des ,meisters3 seine berschumende ,kraft1 welche alle ,formen schwellen macht1 sich in gewagten ,verkrzungen gefllt und den ,raum mit ppigem ,formenreichtum ausfllt1 sowie den unvergleichlichen ,sinn fr malerische und farbige ,wirkung und die ,vorliebe fr hellleuchtendes1 weiches ,fleisch1 in dessen ,schatten das ,blut glhend durchzuschimmern scheint4 -- ,eine ,verkndigung ,marias in berlebensgroen ,figuren1 welche sich im kunsthistorischen ,hofmuseum zu ,wien befindet1 wird gleichfalls als ein frhes ,jugendwerk von ,rubens betrachtet4 ,als ein unerlliches ,haupterfordernis fr die ,ausbildung eines ,malers galt damals ein lngerer ,aufenthalt in ,italien4 ,rubens trat am #i4 ,mai #afjj seine italienische ,reise an4 ,zuerst wandte er sich nach ,venedig2 die ,werke der groen ,meister der ,farbe1 die dort zu sehen waren1 muten ihn besonders anziehen4 ,durch die ,vermittelung eines mantuanischen ,edelmannes1 den er in ,venedig kennen lernte1 wurde er noch in demselben ,jahre an den ,hof zu ,mantua berufen4 ,der ,herzog zu ,mantua1 ,vincenzo ,gonzaga1 unter den vielen kunstliebenden ,frsten der ,zeit der eifrigste ,gnner und ,frderer der ,knste1 stellte den jungen ,niederlnder mit einem ,jahresgehalt von #djj ,dukaten als ,hofmaler an4 ,wir erfahren1 da ,rubens ihm zuerst auer verschiedenen anderen ,bildern eine ,anzahl schner ,bildnisse malte4 ,zur ,anfertigung von ,kopien berhmter lterer ,meister wurde er dann im ,jahre #afja nach ,rom geschickt4 ,hier ward ihm auch von der ,heimat aus ein ,auftrag zu teil4 ,erzherzog ,albrecht von sterreich1 den ,knig ,philipp ,,ii von ,spanien im ,angesicht des ,todes mit seiner ,tochter ,isabella vermhlt hatte und der seit #aeih die ,regierung der spanischen ,niederlande mit einer gewissen ,selbstndigkeit fhrte1 trug den ,titel eines ,kardinals der ,kirche ,sta4 ,croce in ,gerusalemme zu ,rom4 ,er benutzte die ,anwesenheit seines kunstbegabten ,unterthanen1 der ihm sicherlich schon durch ,otho van ,veen vorgestellt worden war1 in der ewigen ,stadt1 um seiner ,kirche drei ,altargemlde zu schenken4 ,die ,dornenkrnung1 die ,kreuzigung und die ,auffindung des heiligen ,kreuzes durch die ,kaiserin ,helena waren die ,gegenstnde1 welche ,rubens im ,auftrage seines ,landesherrn fr die genannte ,kirche malte4 ,die drei ,gemlde1 welche sehr bewundert wurden1 blieben bis #ahaa an ihrem ,platz2 dann kamen sie nach ,england1 wurden im folgenden ,jahre wieder verkauft und blieben seitdem verschollen2 vor einigen ,jahren sollen sie irgendwo in ,sdfrankreich wiederentdeckt worden sein4 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,tiberius und ,agrippina4 ,in der frstlich ,liechtensteinschen ,bildergalerie zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,die unbegreifliche ,schnelligkeit des ,schaffens1 in welcher ,rubens ohnegleichen war1 mu er damals schon besessen haben4 ,bereits am #bj4 ,april #afjb war ,rubens nach ,erfllung der vom ,erzherzog ,albrecht und vom ,herzog von ,mantua ihm gestellten ,aufgaben wieder am ,hof des letzteren4 ,es versteht sich von selbst1 da ,rubens den ,aufenthalt in ,rom nicht unbenutzt lie1 um die ,werke des ,altertums und der groen ,meister der italienischen ,renaissance zu studieren2 in der reichen ,sammlung von ,gemlden und ,bildwerken1 welche ,vincenzo ,gonzaga besa1 hatte er ,gelegenheit vollauf1 solche ,studien fortzusetzen4 ,die ,louvresammlung zu ,paris bewahrt treffliche ,zeichnungen von ,rubens nach den ,propheten ,michelangelos in der sixtinischen ,kapelle2 von seinen ,bemhungen1 in selbstgeschaffenen ,gestalten der wuchtigen ,gre des gewaltigen ,florentiners nahe zu kommen1 legt eine ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien1 welche die beiden ,namensheiligen des ,knstlers darstellt1 ,zeugnis ab 7,abb4 #a74 ,anziehend ist die ,betrachtung der ,art und ,weise1 wie ,rubens italienische ,gemlde kopierte4 ,das kunsthistorische ,hofmuseum in ,wien besitzt von ihm die ,kopie des ,bildnisses der ,markgrfin ,isabella d',este nach ,tizian1 die ,dresdener ,galerie das ,bild einer jungen ,venezianerin nach demselben ,meister4 ,da sieht man1 wie sorgfltig ,rubens den groen ,meister der ,farbe studiert hat1 zugleich aber auch1 wie selbstndig er demselben gegenberstand2 es sind nicht sowohl ,kopien im strengsten ,sinne1 als vielmehr getreue bersetzungen in die eigene ,formen- und ,farbensprache2 namentlich bei dem ,dresdener ,bild glaubt man unter der schnen ,venezianerin das flandrische ,schnheitsideal des ,niederlnders durchleuchten zu sehen4 ,in anderen ,fllen verfuhr ,rubens noch viel freier mit seinen ,vorbildern2 seine in der ,londoner ,nationalgalerie befindliche ,nachbildung eines ,teils von ,mantegnas ,triumphzug ,csars ist mehr als eine bersetzung1 es ist eine freie ,umdichtung4 ,unter den ,bildwerken des klassischen ,altertums fesselten den jungen ,meister besonders die charaktervollen ,bildniskpfe2 da sah er nicht den kalten ,marmor1 sondern sie beseelten sich vor seinen ,augen zu lebenden ,menschen4 ,aus solcher ,anregung heraus schuf er auch frei erdachte ,bildnisse von ,persnlichkeiten des ,altertums1 welche spter 7#afch7 von ,kupferstechern der ,rubensschen ,schule1 ,l4 ,vorstermann1 ,p4 ,pontius1 ,h4 ,withouc und ,schelte a ,bolswert1 vervielfltigt und verffentlicht wurden 7daraus ,abbild4 #b u4 #c74 ,mit welchem feinen ,verstndnis ,rubens die klassische ,schnheit der antiken ,bildwerke anzufassen wute1 bekundet am sprechendsten das in der frstlich ,liechtensteinschen ,sammlung zu ,wien befindliche ,bildnis eines rmischen ,ehepaares 7,abb4 #d74 ,auf einem ,studienblatte in der ,albertina 7,abb4 #e7 erblicken wir einen nach der ,antike gezeichneten ,frauenkopf neben einem prchtigen ,mnnerkopf nach dem ,leben und zwei ,studien gefalteter ,hnde4 ,neben diesen lebensvollen ,zeichnungen mag der in der ,dresdener ,galerie bewahrte schne ,kopf eines brtigen ,alten1 der wohl zu irgend einem heiligen ,bischof als ,modell gedient hat1 die ,art und ,weise veranschaulichen1 wie der junge ,rubens ,studien nach dem ,leben malte 7,abb4 #f74 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,studienzeichnungen4 ,in der ,sammlung der ,handzeichnungen der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,ein ,bischofskopf4 ,in der kgl4 ,gemldegalerie zu ,dresden4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,im ,frhjahr #afjc unternahm ,rubens im ,auftrag des ,herzogs von ,mantua eine ,reise nach ,spanien4 ,der ,herzog hielt ihn fr die geeignetste ,persnlichkeit zur berreichung von ,geschenken1 die er dem ,knig ,philipp ,,iii und dessen ,minister1 dem ,herzog von ,lerma1 zugedacht hatte4 ,die ,reise war vom ,wetter nicht begnstigt1 zwanzig ,tage lang regnete es ununterbrochen4 ,so brachte ,rubens zwar die brigen ,geschenke -- darunter als ,hauptstck einen ,wagen mit einem ,gespann von sieben neapolitanischen ,pferden -- unversehrt an ihren ,bestimmungsort1 aber die von ihm gemalten ,bilder1 welche einen ,bestandteil der ,sendung ausmachten1 waren durch die ,nsse zu ,grunde gerichtet4 ,den ,vorschlag des mantuanischen ,gesandten1 die ,bilder mit ,hilfe mehrerer spanischer ,maler schnell auszubessern1 wies ,rubens mit groer ,entschiedenheit zurck1 weil er sich mit niemand anders vermengen lassen8 wollte4 ,der ,umstand1 da das ,zusammentreffen mit dem ,knig sich verzgerte1 kam ihm zu statten1 da er nicht nur eigenhndig die ,schden ausbessern1 sondern auch noch zwei neue ,bilder1 ,heraklit1 den weinenden1 und ,demokrit1 den lachenden ,philosophen 7vergl4 ,abb4 #b7 hinzufgen konnte2 diese beiden ,bilder befinden sich noch im ,madrider ,museum4 ,nachdem ,rubens seine ,sendung beim ,knig von ,spanien erfllt hatte1 arbeitete er noch bis in den ,sptherbst fr den ,herzog von ,lerma2 er malte unter anderem dessen ,reiterbildnis1 sowie #ac ,einzelfiguren3 ,christus und die ,apostel4 ,die ,apostelbilder befinden sich im ,museum zu ,madrid1 das ,christusbild ist verschwunden4 ,eine sptere1 von ,schlern ausgefhrte ,wiederholung dieser #ac ,bilder befindet sich im ,palazzo ,rospigliosi zu ,rom1 eine inhaltsgleiche ,reihe von ,zeichnungen in der ,albertina zu ,wien 7daraus ,abb4 #g74 ,anfang #afjd kehrte ,rubens nach ,mantua zurck1 wo seine ,hauptarbeit in diesem und dem folgenden ,jahre die ,anfertigung dreier groer ,altarbilder fr die ,jesuitenkirche war2 das ,mittelbild stellte die ,dreifaltigkeit1 die ,seitenbilder die ,taufe und die ,verklrung ,christi dar4 ,bei der ,einnahme von ,mantua durch die ,franzosen im ,jahre #agig wurden die drei ,gemlde entfhrt2 das mittlere kam spter1 in zwei ,stcke zerschnitten1 in die ,stadt zurck1 wo es gegenwrtig in der ,bibliothek aufbewahrt wird1 die ,verklrung ist in das ,museum zu ,nancy gekommen1 die ,taufe ,christi befindet sich seit #ahgf1 leider stark bermalt1 im ,museum zu ,antwerpen4 -- ,von ,kaiser ,rudolf ,,ii erhielt ,rubens im ,jahre #afje den ,auftrag1 zwei ,gemlde von ,correggio zu kopieren4 #afji verweilte ,rubens wieder in ,rom4 ,er malte dort ein ,altarbild fr die eben fertig gewordene ,kirche der ,oratorianer1 die heute noch gewhnlich als die neue ,kirche 7,chiesa nuova78 bezeichnet wird4 ,ehe aber dieses ,bild vollendet war1 wurde er vom ,herzog von ,mantua zurckberufen1 mit dem er im folgenden ,jahre ,genua besuchte4 ,hier schenkte er den ,werken der ,baukunst besondere ,aufmerksamkeit und fate den ,plan1 durch eine ,verffentlichung der genuesischen ,prachtbauten in seiner ,heimat den ,baugeschmack zu heben2 spter verwirklichte er diesen ,gedanken durch sein von ,n4 ,rykemans gestochenes ,kupferwerk von #acf ,tafeln3 ,palazzi di ,genova18 welches #afbb zu ,antwerpen erschien4 ,bemerkenswert ist das ,wahrzeichen1 welches der unablssig und unermdlich arbeitende ,knstler auf den ,titel des ,werkes setzte3 eine brtende ,henne mit der ,unterschrift3 ,noctu incubando diuque -- brtend bei ,tag und ,nacht4 -- ,fr die ,jesuitenkirche 7,st4 ,ambrogio7 zu ,genua malte er -- es ist nicht bekannt1 zu welcher ,zeit -- zwei ,altarbilder3 die ,beschneidung ,christi und ,st4 ,ignatius ,besessene heilend und ,kinder erweckend -- das letztere ein groes ,prachtwerk4 ,in ,mailand1 wo ,rubens sich sowohl auf der ,rckreise von ,genua1 als auch frher auf der ,reise nach ,spanien aufhielt1 fertigte er sorgfltige ,zeichnungen nach ,leonardo da ,vincis ,schlacht bei ,anghiari und nach desselben ,meisters weltberhmtem ,abendmahl an2 beide ,zeichnungen sind in der ,louvresammlung aufbewahrt4 ,wahrscheinlich auch in ,mailand malte er1 gleichsam um mit ,leonardo zu wetteifern1 das heilige ,abendmahl1 welches sich in der dortigen ,gemldesammlung in der ,brera8 befindet4 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,christus1 aus einer ,folge von ,zeichnungen3 ,christus und die zwlf ,apostel1 in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,wie verbreitet der ,ruhm des dreiigjhrigen ,knstlers war1 geht daraus hervor1 da ,erzherzog ,albrecht im ,jahre #afjg die ,bitte an den ,herzog von ,mantua richtete1 er mge ihm sein ,landeskind ,peter ,paul ,rubens zurckschicken2 ,gonzaga aber antwortete1 er wnsche denselben noch zu behalten4 ,wenn er dabei als ,nebengrund anfhrte1 da ,rubens gleichfalls wnsche noch lnger in ,italien zu bleiben1 so mochte er hierin wohl recht haben4 ,rubens gab sich mit immer neuer ,lust den ,eindrcken hin1 welche die ,meisterwerke der italienischen ,malerei auf ihn ausbten4 ,zahlreiche ,gemlde seiner ,hand legen ,zeugnis davon ab4 ,so erinnert ein in der ,ermitage zu ,petersburg befindliches ,gemlde3 ,christus im ,hause des ,simon1 an ,veronese1 eine mehrmals wiederholte ,darstellung von ,venus und ,adonis 7im ,haag1 in ,mnchen1 in ,petersburg7 an ,tizian1 eine ,grablegung in der ,liechtensteinschen ,sammlung in ,wien an ,caravaggio1 anderes an andere italienische ,meister2 besonders wird der ,einflu des ,giulio ,romano1 der ja in ,mantua seine bedeutendsten ,schpfungen hinterlassen hatte1 in vielen ,gemlden und ,zeichnungen 7,abb4 #h7 sichtbar4 ,all diese ,eindrcke aber hat der niederlndische ,meister mit unwandelbarer ,selbstndigkeit zu verarbeiten gewut4 ,illustration3 ,abb4 #h4 ,abraham und ,melchisedech4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,von den ,gemlden1 welche ,rubens fr den ,herzog von ,mantua malte1 besitzt die ,dresdener ,gemldegalerie eins1 welches allem ,anschein nach eine ,verherrlichung dieses ,frsten darstellt2 ein junger ,held1 der ,neid und ,zwietracht niedertritt1 empfngt von der ,siegesgttin den ,lorberkranz4 ,den nmlichen ,gegenstand hat ,rubens spter noch oftmals behandelt1 ohne da sich nachweisen liee1 ob er mit dem ,helden eine bestimmte ,persnlichkeit gemeint hat und welche2 wir finden derartige ,bilder1 die sich durch mehr oder weniger unwesentliche ,abweichungen voneinander unterscheiden1 in den ,sammlungen zu ,wien1 ,kassel1 ,mnchen 7,abb4 #i74 ,wenn uns heute solche ,allegorien ziemlich kalt lassen1 so waren sie doch in jener ,zeit beraus beliebt4 ,in das nmliche ,gebiet gehrt das wirkungsvolle ,prachtstck in der ,pittigalerie zu ,florenz1 welches den ,kriegsgott darstellt1 wie er aus den ,armen der ,liebesgttin sich losreit1 um strmend dem ,rufe der ,furien zu folgen4 ,illustration3 ,abb4 #i4 ,die ,siegesgttin krnt einen ,helden4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,illustration3 ,abb4 #aj4 ,der ,flugott ,tiber 7oder ,tigris7 mit der ,gttin des berflusses4 ,in der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,von in ,deutschland befindlichen ,gemlden aus ,rubens' italienischer ,zeit seien noch der schne heil4 ,sebastian im ,berliner ,museum und die bermtige ,darstellung des trunkenen ,herkules in der ,galerie zu ,kassel 7eine grere ,wiederholung davon in der ,dresdener ,galerie7 besonders erwhnt4 ,illustration3 ,abb4 #aa4 ,die ,kreuzerhhung4 ,nach dem ,stich von ,wildoec4 ,im ,jahre #afjh finden wir ,rubens wieder in ,rom4 ,hier entstanden verschiedene ,werke1 welche unmittelbar auf die ewige ,stadt ,bezug nahmen3 eine ,wlfin mit den ,zwillingskindern ,romulus und ,remus und eine ,darstellung des ,flugottes ,tiber1 zur ,seite die ,gttin des berflusses4 ,das erstere ,bild befindet sich in der ,gemldesammlung auf dem ,kapitol1 das letztere1 welches fr den ,frsten ,chigi gemalt wurde1 stimmt der ,beschreibung nach berein mit dem schnen ,bild in der ,ermitage zu ,petersburg1 welches bald als ,tiber1 bald auch -- wegen des seitwrts sichtbaren ,tigers -- als ,tigris bezeichnet wird2 die ,gestalt der ,abundantia zeigt hier eine gefllige ,schnheit1 wie sie spter bei ,rubens' ,frauengestalten nicht oft mehr vorkommt 7,abb4 #aj74 -- ,seine ,hauptarbeit in ,rom galt der ,oratorianerkirche4 ,als das vor zwei ,jahren angefangene ,gemlde vollendet und auf dem ,altar der ,chiesa nuova aufgestellt war1 erwies sich die ,beleuchtung als so ungnstig1 da ,rubens beschlo1 es durch ein anderes ,werk zu ersetzen4 ,er malte nunmehr die heute noch dort befindlichen drei ,gemlde1 von denen das mittlere1 auf dem ,hochaltar1 die ,himmelsknigin1 die beiden seitlichen je drei ,heilige zeigen4 ,jenes erste ,gemlde1 auf dem er die beiden ,schutzheiligen der ,kirche1 ,maria und ,gregor nebst mehreren anderen ,heiligen dargestellt hatte1 behielt er fr sich2 er nahm es mit in die ,heimat1 um damit das ,grab seiner ,mutter zu schmcken4 ,illustration3 ,abb4 #ab4 ,die ,kreuzerhhung4 ,zeichnung mit schwarzer ,kreide und ,rtel auf grauem ,papier1 mit ,wasserfarben angetuscht und mit weien ,lichtern erhht4 ,im ,louvre zu ,paris4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,im ,herbst #afjh erhielt er bedenkliche ,nachrichten ber den ,gesundheitszustand seiner geliebten ,mutter4 ,unverzglich beurlaubte er sich bei dem ,herzog von ,mantua und reiste auf dem krzesten ,wege nach ,antwerpen4 ,aber er traf seine ,mutter nicht mehr lebend2 sie hatte bereits in der ,st4 ,michaelskirche ihre letzte ,ruhesttte gefunden4 ,der tieferschtterte ,sohn soll sich mehrere ,monate lang in der ,abtei von ,st4 ,michael ganz von der ,welt abgeschlossen haben4 ,das rmische ,bild1 welches er ber dem von ihm mit einer lateinischen ,inschrift versehenen ,grabe aufstellte1 befindet sich nicht mehr dort2 es wurde in der ,franzosenzeit entfhrt und in das ,museum zu ,grenoble gebracht4 ,rubens hatte die ,absicht1 alsbald nach ,mantua zurckzukehren4 ,aber der ,erzherzog ,albrecht und die ,infantin ,isabella wollten ihren berhmten ,unterthan nicht wieder davon lassen2 sie bestellten ihm zunchst ihre ,bildnisse1 und am #bc4 ,september #afji ernannten sie ihn zu ihrem ,hofmaler mit allen ,freiheiten und ,vorrechten1 welche mit diesem ,titel verbunden waren1 und mit einem ,jahresgehalt von #ejj ,pfund vlmisch4 ,so war ,rubens an sein ,vaterland gefesselt4 ,die ,zeit seines ,aufenthaltes in ,italien kann man1 so bedeutende ,werke er auch dort hervorbrachte1 immerhin noch als eine ,art von ,lehrzeit betrachten2 in der ,heimat sammelte er sich1 und es begann die ,zeit seines unsterblichen ,ruhmes4 ,der ,abschlu eines zwlfjhrigen ,waffenstillstandes im ,jahre #afji gab den schwergeprften ,niederlanden ,ruhe1 die ,kunst trat ungestrt in ihre ,rechte1 und der arbeitsfrohe ,knstler fand ,thtigkeit vollauf4 ,illustration3 ,abb4 #ac4 ,rubens und seine ,gemahlin ,isabella ,brant4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,neben dem ,willen des ,frstenpaares war es noch ein anderes ,band1 welches ,rubens festhielt4 ,sein ,bruder ,philipp1 der einzige von vier ,brdern des ,malers1 welcher noch lebte1 war als ,stadtsekretr in ,antwerpen angestellt4 ,sein ,bild hat die ,hand ,peter ,pauls uns zweimal aufbewahrt2 das eine dieser ,bildnisse befindet sich in der ,mnchener ,pinakothek1 das andere1 welches die beiden ,brder zusammen1 im ,verein mit den berhmten ,gelehrten ,justus ,lipsius und ,hugo ,grotius zeigt1 im ,pittipalast zu ,florenz4 ,philipp ,rubens war verschwgert mit ,johannes ,brant1 dem ,stadtschreiber von ,antwerpen4 ,mit dessen ,tochter ,isabella1 einer jugendlich zarten ,schnheit1 welche der artige ,onkel mit dem ,weibe des ,menelaos verglich1 vermhlte sich ,peter ,paul ,rubens am #ac4 ,oktober #afji2 in der ,michaelskirche fand die ,trauung statt4 ,in einem kstlichen ,gemlde1 welches die ,mnchener ,pinakothek besitzt1 hat ,rubens sich selbst mit seiner jungen ,frau abgebildet1 wie sie in stillem ,glck unter einer ,geisblattlaube sitzen 7,abb4 #ac74 ,ein vorzglich schnes ,bildnis der ,isabella ,brant1 deren ,zge uns in der ,folgezeit aus manchem ,gemlde des ,meisters entgegenblicken1 finden wir in der ,uffiziengalerie zu ,florenz4 ,illustration3 ,abb4 #ad4 ,die ,kreuzabnahme4 ,nach dem ,stich von ,l4 ,a4 ,claeens4 ,die erste groe ,bestellung empfing ,rubens von der ,stadt ,antwerpen4 ,fr den ,ratssaal der ,stadt malte er eine ,anbetung der drei ,weisen aus dem ,morgenlande4 ,das umfangreiche1 farbenprchtige ,gemlde blieb nicht lange an seinem ,platze2 die ,stadtobrigkeit verehrte es im ,jahre #afab dem ,grafen von ,oliva1 um dessen ,gunst zu gewinnen2 dieser nahm es mit nach ,spanien1 und aus seinem ,nachla ging es1 als er #afba auf dem ,blutgerst geendet hatte1 in den ,besitz ,knig ,philipps ,,iv ber2 jetzt schmckt es das ,museum zu ,madrid4 ,im ,auftrage seines ,landesherrn schuf ,rubens fast um dieselbe ,zeit ein ,altarwerk1 in welchem er sich auf einer ,hhe der ,meisterschaft zeigte1 die er auch selbst niemals berboten hat4 ,erzherzog ,albrecht hatte in ,brssel eine adelige ,bruderschaft zu ,ehren des heil4 ,ildefons gegrndet1 welcher er einen ,altar in seiner ,hofpfarrkirche ,st4 ,jakob auf dem ,kaltenberg8 zuwies4 ,den ,auftrag1 diesen ,altar zu schmcken1 erhielt ,rubens1 der ungeachtet seiner brgerlichen ,abkunft in die ,bruderschaft aufgenommen wurde und der aus ,dankbarkeit hierfr das ,altarwerk ohne jede ,entschdigung gemalt haben soll4 ,er gab demselben die althergebrachte ,gestalt eines ,flgelaltars4 ,auf dem ,mittelbild stellte er das ,wunder des heil4 ,ildefons dar1 ber welches die ,legende folgendes berichtet3 ,der heil4 ,ildefons1 der im ,,vii4 ,jahrhundert ,erzbischof von ,toledo war1 verteidigte mit groem ,eifer die unbefleckte ,empfngnis ,marias gegen einige ,leugner dieses ,geheimnisses2 dafr ward ihm die ,gnade zu teil1 da die ,himmelsknigin in sichtbarer ,gestalt in seine ,kathedrale herniederstieg und ihm ein ,megewand aus himmlischem ,stoff berreichte4 ,wir sehen den ,erzbischof niedergesunken vor einem die ,mitte des ,bildes einnehmenden ,thron1 von dem aus die heilige ,maria ihm mit milder ,freundlichkeit das wunderbare ,gewand darreicht2 heilige ,jungfrauen stehen als himmlischer ,hofstaat der ,gottesmutter zu beiden ,seiten1 und ber dem ,thron flattern in einem ,meer von ,licht jubelnde ,kinderengel4 ,auf den ,flgelbildern sind die ,stifter dargestellt1 der ,erzherzog und seine ,gemahlin2 in reiche frstliche ,gewnder gekleidet1 knieen sie da und nehmen als andchtige ,zuschauer an dem ,wunder teil2 ihre ,namensheiligen stehen ihnen zur ,seite1 bei dem ,erzherzog ,albrecht der heil4 ,albertus in ,kardinalstracht1 bei der ,erzherzogin ,klara ,eugenia ,isabella die heil4 ,klara4 ,in dem ganzen ,werk hat ,rubens eine ,vereinigung von zauberhafter ,helldunkelwirkung mit glhender ,farbenpracht erreicht1 die vielleicht ohnegleichen ist4 ,auf die ,auenseiten der ,flgel malte er zum ,schmuck des geschlossenen ,altars eine heilige ,familie in idyllischer ,auffassung1 bekannt unter dem ,namen die ,madonna unter dem ,apfelbaum84 -- ,das prchtige ,altarwerk mute im ,jahre #afda seinen ,platz auf dem ,hochaltar einem wunderthtigen ,muttergottesbild abtreten2 bei dieser ,gelegenheit wurden die ,flgel gespalten und die ,madonna unter dem ,apfelbaum8 als selbstndiges ,bild zusammengefgt4 #afeg ging die ,ildefons-,bruderschaft ein1 und die ,gemlde kamen in den ,besitz der ,mnche vom ,kaltenberg2 im ,jahre #agdc brannte die ,kirche ab1 und die ,mnche beschlossen1 die geretteten ,bilder zu veruern1 um aus dem ,erls den ,neubau der ,kirche zu bestreiten2 ,kaiserin ,maria ,theresia lie dieselben #aggf durch ihren ,gesandten ,frst ,starhemberg fr #djjjj ,gulden ankaufen2 so kam das herrliche ,werk nach ,wien1 wo es in der im ,jahre #aggg eingerichteten ,gemldesammlung im ,belvedere einen ,ehrenplatz bekam4 ,das ,jahr #afaj1 in welchem der berlieferung nach ,rubens den ,ildefonsaltar vollendete1 sah auch die ,vollendung eines ,altarwerks1 welches fr die ,walpurgiskirche zu ,antwerpen bei ihm bestellt wurde4 ,das ist die berhmte ,kreuzerhhung1 welche sich jetzt im ,querschiff der ,antwerpener ,kathedrale befindet4 ,die ,louvresammlung bewahrt eine ,handzeichnung des ,meisters1 welche den ,gedanken der ganzen ,komposition1 die bei der ,ausfhrung in drei ,abschnitte zerlegt wurde1 zusammenfat2 in der ,mitte die ,aufrichtung des ,kreuzes1 rechts davon die klagenden ,frauen1 links der rmische ,hauptmann 7,abb4 #ab74 ,das ,mittelbild des ,altarwerks ist durch zahllose ltere und neuere ,kupferstiche vervielfltigt worden 7,abb4 #aa74 ,dichte ,finsternis verhllt den ,himmel1 zu dem der am ,marterholze ausgestreckte ,heiland1 den ein letzter1 verscheidender ,lichtstrahl streift1 das leidende ,antlitz emporwendet2 die ganze ,aufmerksamkeit des ,beschauers wird auf diese eine ,gestalt hingelenkt2 denn die brigen ,figuren des ,bildes sind gleichgiltige ,menschen1 die an nichts anderes denken als daran1 mit ,anspannung ihrer krftigen ,muskeln die ,last des ,kreuzes mit dem ,gerichteten emporzuheben1 ohne da der ,kreuzesstamm von der ,stelle1 wo er eingepflanzt werden soll1 ausgleitet4 ,auf dem einen ,flgelbilde sieht man den ,hauptmann1 der1 von anderen ,reitern umgeben1 mit vornehmem ,rmerstolz seine ,befehle erteilt1 und im ,hintergrunde die beiden ,schcher2 auf dem anderen die ergreifende ,gruppe der klagenden ,frauen mit dem ,jnger ,johannes1 der die vom ,schmerz berwltigte ,mutter ,maria untersttzt4 ,ursprnglich gehrte zu dem ,altarwerk noch ein ,bogenfeld ber der ,mitteltafel1 mit der ,erscheinung ,gott ,vaters1 so da der ,gekreuzigte auf diese seine ,blicke zu richten schien1 sowie eine ,staffel mit drei kleinen ,bildern4 ,diese ,wesensbestandteile des ,ganzen wurden im ,,xviii4 ,jahrhundert vom ,kirchenvorstand verkauft4 ,illustration3 ,abb4 #ae4 ,st4 ,christophorus4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,eine noch mchtigere ,wirkung als in dem fr die ,walpurgiskirche geschaffenen ,werke erreichte der ,meister in dem zwei ,jahre spter vollendeten ,altarwerk1 welches jetzt als ,gegenstck zu der ,kreuzerhhung gleichfalls im ,querschiff der ,kathedrale von ,antwerpen aufgestellt ist1 der ,kreuzabnahme4 ,das ,bild wurde #afaa von der ,schtzengilde fr #djj ,pfund ,groschen 7#bdjj ,gulden7 bestellt2 die ,rechnungen sind erhalten geblieben2 fr den heutigen ,leser ist es unterhaltlich1 daraus zu ersehen1 da bei drei verschiedenen ,besichtigungen des ,bildes whrend der ,arbeit #i ,gulden #aj ,stber fr den ,ehrenwein1 der den ,schlern des ,meisters geschenkt wurde1 und nach der ,vollendung #h ,gulden #aj ,stber fr ein ,paar ,handschuhe fr dessen ,gattin ausgegeben wurden4 -- ,rubens' ,kreuzabnahme 7,abb4 #ad71 mit dem auf einem weien ,leintuch sanft herabgleitenden schnen ,leichnam1 mit den liebevoll sich abmhenden ,jngern und ,freunden1 mit der schmerzdurchdrungenen ,gestalt der ,mutter ,maria im dunklen ,schleier und den anmutigen ,erscheinungen der beiden anderen ,marien ist weltbekannt4 ,das ,bild war berhmt vom ,tage seiner ,vollendung an4 ,es ist ein ,markstein in der ,kunstgeschichte wie kaum ein anderes ,werk4 ,seitdem dieses gemalt war1 wuten die niederlndischen ,knstler1 da es nicht mehr ntig sei1 nach ,italien zu gehen1 um ,meisterwerke hchsten ,ranges kennen zu lernen4 -- ,auf den ,flgeln des ,altares brachte ,rubens die ,heimsuchung und die ,darstellung im ,tempel zur ,anschauung1 auf die ,auenseite der ,flgel malte er den heiligen ,christophorus -- einen ,gegenstand1 den er in einem in der ,mnchener ,pinakothek befindlichen ,gemlde 7,abb4 #ae7 wiederholt hat4 ,da in allen vier ,darstellungen ,christus getragen wird -- als ,menschgewordener bei der ,heimsuchung1 als zur ,welt geborenes ,kind bei der ,darbringung im ,tempel1 als ,gestorbener bei der ,kreuzabnahme und als ,herr der ,welt auf den ,schultern des ,christophorus -- soll der verbindende ,gedanke des ganzen ,altarwerks sein2 die ,sage wei zu berichten1 die ,schtzengilde htte nichts weiter bestellt als einen ,christophorus -- ,christustrger -- und ,rubens habe aus eigenem ,antrieb den ,gedanken in solcher ,gestalt erweitert4 ,illustration3 ,abb4 #af4 ,kreuzabnahme4 ,in der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,ihren jetzigen ,platz haben die beiden ,werke1 die ,kreuzaufrichtung und die ,abnahme vom ,kreuz1 erst im ,jahre #ahaf erhalten1 nachdem sie im ,jahre #agid nach ,paris entfhrt worden waren4 ,eine ,wiederholung der ,kreuzabnahme in vernderter ,gestalt1 die1 wenn sie auch als ,ganzes dem ,antwerpener ,bild an ,schnheit nachsteht1 doch auch wieder ihre eigenen ,vorzge hat1 befindet sich in der ,ermitage zu ,petersburg 7,abb4 #af74 ,mit groer ,vorliebe ist hier ,maria ,magdalena behandelt1 fr welche der ,knstler sich eine ganz bestimmt ausgeprgte ,form geschaffen hat4 ,diese eigentmlich anziehende ,mdchenerscheinung mit ganz heller1 zarter ,haut und glattem1 lichtblondem ,haar1 der wir auf dem ,antwerpener ,bilde der ,kreuzabnahme zuerst begegnen1 kehrt in ,rubens' ,bildern unzhligemal wieder1 und zwar nicht ausschlielich als ,magdalena4 ,hufig hrt man die ,behauptung1 da diese echt niederlndische ,schnheit das ,abbild von ,rubens' erster ,frau sei2 aber sie hat1 wenn man von den allgemeinen vlmischen ,stammeseigentmlichkeiten absieht1 mit den ,bildnissen der dunkelhaarigen ,isabella ,brant gar keine hnlichkeit4 ,es ist berhaupt nicht anzunehmen1 da diese ,lieblingsfigur des ,meisters1 ungeachtet der festen ,ausbildung ihrer nie zu verkennenden ,persnlichkeit1 das ,abbild eines bestimmten ,modells sei1 schon deswegen nicht1 weil sie ,jahrzehnte lang in ganz unvernderter ,gestalt auftritt2 sie ist ,rubens' weibliches ,schnheitsideal1 gleichgiltig1 ob dasselbe eine freie ,schpfung seiner ,einbildungskraft sein mag oder ob der ,gedanke an ein wirkliches1 durch die ,erinnerung verklrtes ,wesen zu ,grunde liegt4 ,illustration3 ,abb4 #ag4 ,bildnis eines ,unbekannten4 ,in der kgl4 ,galerie zu ,kassel4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,whrend der ersten ,jahre seiner ,verheiratung wohnte ,rubens bei seinem ,schwiegervater4 #afaa bezog er eine eigene ,wohnung1 die er sich mit groem ,aufwand durch den ,umbau eines #afaj erworbenen gerumigen ,hauses herstellte2 er schuf sich im ,stil der barocken italienischen ,sptrenaissance einen wahren ,palast1 den er mit frstlicher ,pracht ausstattete2 im ,garten errichtete er einen reichgeschmckten ,rundbau zur ,aufnahme seiner groartigen ,sammlung von ,kunstwerken und ,altertmern2 beraus prchtig stellte er sich seinen ,arbeitsraum her4 ,heute zeigt das an der breiten1 ,place de ,meir genannten ,strae liegende ,haus nur noch einzelne berbleibsel der ihm von ,rubens gegebenen ,gestalt2 das einzige ,wohlerhaltene ist ein mit ,bildwerken geschmckter ,gartenpavillon in ,gestalt eines triumphbogenhnlichen ,thorbaues4 ,an diesem ,pavillon lie ,rubens zwei ,inschriften anbringen1 welche fr seine ,lebensphilosophie bezeichnend sind2 auf der einen ,seite las man die ,verse des ,juvenal3 berla es den ,gttern1 dafr zu sorgen1 was unser ,bestes sei und was uns ein gutes ,gedeihen bereite2 ,lieber ist ihnen der ,mensch als sich selbst4 ,auf der anderen ,seite 7aus dem nmlichen ,dichter73 ,da ein gesunder ,geist in gesundem ,krper dir wohne1 ,darum bete2 erflehe ein starkes ,gemt1 das den ,tod nicht ,frchtet1 den ,zorn nicht kennt und die ,begierde vermeidet4 ,illustration3 ,abb4 #ah4 ,perseus und ,andromeda4 ,in der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,von ,rubens' ,haus und ,einrichtung haben zeitgenssische ,knstler ,abbildungen berliefert4 ,van ,dyck selbst hat es nicht verschmht1 des ,meisters ,speisesaal abzumalen2 das ,bild befindet sich im ,museum zu ,stockholm4 -- ,wenn ,rubens die ,absicht hegte1 die italienische ,renaissance in seiner ,vaterstadt einzubrgern1 so blieb dieses ,bestreben nicht ohne ,erfolg4 ,manche ,antwerpener ,bauten des ,,xvii4 ,jahrhunderts bekunden in ihren ppigen ,formen die ,wirkung der von ihm gegebenen ,anregungen4 ,seiner persnlichen ,mitwirkung verdankt die ,jesuitenkirche zu ,antwerpen 7erbaut #afaa-ba7 ihr prunkvolles ,aussehen2 namentlich lt die stolze ,fassade die ,erfindung des groen ,malers erkennen4 ,illustration3 ,abb4 #ai4 ,perseus und ,andromeda4 ,im kgl4 ,museum zu ,berlin4 ,da dem ,meister sofort nach seiner ,niederlassung in ,antwerpen zahlreiche ,schler zustrmten1 versteht sich von selbst4 ,im ,jahre #afaa war der ,andrang so gro1 da er die ,lernbegierigen auf ,jahre hinaus an andere ,maler verweisen mute2 er hatte schon1 wie er einem befreundeten ,kupferstecher schrieb1 ,hunderte zurckgewiesen1 darunter gute ,bekannte von ihm und seiner ,frau4 ,illustration3 ,abb4 #bj4 ,engelstudien2 ,federzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ba4 ,madonna mit den unschuldigen ,kindlein4 ,in der ,galerie des ,louvre4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #bb4 ,das ,bild der ,ceres4 ,in der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ber ,rubens' tgliche ,lebensweise hat sein ,neffe ,philipp ,nachrichten hinterlassen4 ,im ,sommer und ,winter ging ,rubens1 der um #e ,uhr aufzustehen pflegte1 jeden ,morgen in die ,frhmesse2 erst in spteren ,jahren wurde er bisweilen durch die ,gicht hieran verhindert4 ,aus der ,kirche zurckgekehrt1 begab er sich sofort an die ,arbeit1 wobei ihm stets ein ,vorleser zur ,seite sa1 der aus irgend einem ,buche -- ,plutarch und ,seneca werden besonders namhaft gemacht -- vorlas2 der ,meister besa die ,gabe1 zuhren zu knnen1 ohne dadurch von der ,aufmerksamkeit auf seine ,arbeit abgelenkt zu werden4 ,weiter wird berichtet1 da er im ,essen und ,trinken sehr mig war und da seine regelmige ,erholung nach ,schlu der ,tagesarbeit1 die nur ein kurzes1 einfaches ,mahl unterbrach1 in ,spazierritten bestand1 die er gegen ,abend auf einem seiner schnen spanischen ,rosse unternahm4 ,die ,abendstunden waren gastlicher ,geselligkeit gewidmet2 er besa zahlreiche ihm wirklich nahestehende ,freunde1 besonders in ,gelehrtenkreisen4 ,in seinem ,hause war1 nach den ,worten eines seiner ,lebensbeschreiber1 alles geordnet wie in einem ,kloster4 ,illustration3 ,abb4 #bc4 ,der ,frchtekranz4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,illustration3 ,abb4 #bd4 ,die ,beweinung ,christi4 ,im kais4 ,hofmuseum zu ,wien4 ,nach einer ,photographie von ,j4 ,lwy in ,wien4 ,illustration3 ,abb4 #be4 ,zwei ,satyrn4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,im ,jahre #afab malte ,rubens im ,auftrage seines ,freundes ,balthasar ,moretus fr das ,grabmal von dessen ,vater in der ,kathedrale zu ,antwerpen das noch auf seinem ,platze befindliche ,bild der ,auferstehung ,christi1 mit ,figuren von ,heiligen und ,engeln auf den ,flgeln4 ,die kirchliche ,malerei war zweifellos in jener ,zeit der wichtigste ,zweig von ,rubens' ,thtigkeit4 ,nebenher aber fand er ,zeit zu den mannigfaltigsten ,schpfungen anderer ,art4 ,da er gelegentlich ,bildnisse malte1 versteht sich von selbst 7,abb4 #ag das ,bildnis eines ,unbekannten aus der ,zeit von #afji-afaj74 ,vor allem aber erging sich seine ,phantasie mit ,lust in der antiken ,mythologie4 ,rubens htte nicht zu den ,gebildeten seiner ,zeit gehrt1 wenn er in den griechisch-rmischen ,gttergeschichten nicht ebenso bewandert gewesen wre1 wie in der biblischen ,geschichte4 ,zu den glcklichsten seiner mythologischen ,schpfungen gehren zwei verschiedene1 anscheinend in der ,zeit von #afaj bis #afae entstandene ,darstellungen der ,befreiung der ,andromeda durch ,perseus4 ,das eine dieser ,bilder befindet sich in der ,ermitage zu ,petersburg4 ,auf dem ,hintergrund einer finstern ,felsenwand schreitet der ,held1 dem eine ,siegesgttin den ,lorbeer auf das lockige ,haupt setzt1 auf die befreite ,jungfrau zu2 schalkhafte ,liebesgtter umgaukeln die jugendlich straffe ,gestalt1 sie gesellen sich zu der schwebenden ,viktoria1 sie machen sich mit dem ,flgelro1 einem feurigen ,schecken1 und mit dem schreckhaften ,gorgonenschild zu schaffen2 im ,vordergrund sieht man ein ,stck des getteten ,ungeheuers hervorblicken1 ein untergeordnetes ,etwas1 das den festlichen ,eindruck der liebesfreudigen ,komposition nicht strt 7,abb4 #ah74 ,fast noch schner ist das andere1 im ,berliner ,museum befindliche ,bild4 ,zwar ist die ,gestalt der ,andromeda hier nicht ganz so ansprechend wie dort2 dafr aber sind die ,liebesgttter1 namentlich diejenigen1 welche auf der breiten ,kruppe des ,rosses -- hier ist es ein ,apfelschimmel -- spielen1 noch reizender als dort2 dazu vertieft sich hier die ,landschaft1 und man sieht an den ,felsen vorbei auf die dunkelfarbige ,luft und das tiefblaue ,meer1 in dem sich zwischen ,klippen das ,ungetm in seinen letzten ,zuckungen windet4 ,die groen ,massen der ,landschaft1 das stolze ,ro1 die blitzende ,rstung des ,helden1 die leuchtende ,mdchengestalt und die kstlichen ,kinderfigrchen bilden zusammen ein wunderbares ,gedicht1 das in unvergleichlichem ,farbenwohllaut zusammenklingt 7,abb4 #ai74 ,rubens war von jeher ein ,meister in der ,wiedergabe lieblicher ,kindergestalten4 ,im ,jahre #afaa schenkte ihm ,isabella ,brant ein ,tchterchen4 ,der ,anblick des eigenen1 sich in blhender ,gesundheit entwickelnden ,kindes mochte ihn besonders anregen1 den ,reiz des ,kinderkrperchens aufzufassen und wiederzugeben4 ,ein ,studienblatt in der ,albertina ist ganz bedeckt mit schnell gezeichneten ,engelchen in den verschiedensten ,bewegungen 7,abb4 #bj74 ,das sind vielleicht ,studien zu dem um jene ,zeit entstandenen entzckenden ,gemlde3 ,maria mit dem ,jesusknaben1 umgeben von den unschuldigen ,kindlein 7,abb4 #ba71 ursprnglich zweifellos ein ,altarbild1 jetzt in der ,sammlung des ,louvre befindlich4 ,eine ,reihe der kstlichsten ,kinderfiguren hat ,rubens in dem ,bilde vereinigt1 welches mit dem ,namen der ,frchtekranz8 bezeichnet wird 7in der ,mnchener ,pinakothek7 7,abb4 #bc74 ,die zu einem reichen ,gehnge zusammengebundenen ,frchte1 welche diese holdseligen ,geschpfchen schleppen1 verdanken ihre feine und sorgfltige ,ausfhrung vielleicht dem ,jan ,breughel 7,sammetbreughel871 der mit ,rubens durch die innigste ,freundschaft verbunden war4 ,eine gleichartige ,zusammenstellung von ,kindern und ,frchten finden wir in einer kostbaren ,skizze1 welche die ,ermitage zu ,petersburg bewahrt3 das ,standbild der ,ceres2 da sind die prchtigen kleinen ,liebesgtter bemht1 die ,nische1 welche das ,bild der nahrungspendenden ,gttin einschliet1 mit dicken ,fruchtschnren zu schmcken 7,abb4 #bb74 ,mglicherweise ist diese schne ,skizze der ,entwurf zu einem ,titelblatt1 wie ,rubens deren seit #afac viele fr die bei seinem ,freunde ,balthasar ,moretus erscheinenden ,werke anfertigte4 ,tchtige ,kupferstecher1 welche die ,rubensschen ,entwrfe1 mochten sie gemalt oder gezeichnet sein1 mit dem ,stichel auf der ,platte ausarbeiteten1 waren in ansehnlicher ,zahl vorhanden4 ,auch die meisten seiner ,gemlde wurden durch ,stiche vervielfltigt4 ,die ,kupferstecherkunst1 die in dieser ,zeit in den ,niederlanden die augenflligsten ,fortschritte machte1 lernte von der ,malerkunst des ,meisters4 ,auch die niederlndische ,holzschneidekunst schulte und vervollkommnete sich an der ,wiedergabe seiner ,werke4 ,illustration3 ,abb4 #bf4 ,faunus und ,diana 7die ,gaben des ,herbstes74 ,in der kgl4 ,gemldegalerie zu ,dresden4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #bg4 ,die ,gefangennahme ,simsons4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,wenn wir uns nach ,gemlden von ,rubens mit ,jahresangabe umsehen1 so finden wir von #afac in der ,gemldegalerie zu ,kassel ein mythologisches ,bild1 ,jupiter und ,kallisto2 von #afad in derselben ,sammlung ein kostbares kleines ,nachtstck1 die ,flucht nach gypten1 das seine ,entstehung sichtlich der ,erinnerung an ein ,bildchen des ,frankfurters ,adam ,elsheimer1 den ,rubens in ,rom gekannt hatte1 verdankt4 ,die ,jahreszahl #afad trgt auch ein mit uerster ,vollendung durchgefhrtes kleines ,bild im ,hofmuseum zu ,wien3 die ,beweinung ,christi2 der in starker ,verkrzung gesehene ,leichnam ruht mit den ,schultern im ,schoe der ,mutter1 die mit sorglicher ,hand die starren ,augenlider des ,toten zudrckt2 seinen rechten ,arm hat ,magdalena1 des ,malers schner ,liebling1 aufgenommen1 ihr gegenber knieen andere klagende ,frauen1 und die empfindungsvolle ,gestalt des ,johannes steht in der ,mitte neben der ,mutter ,maria 7,abb4 #bd74 ,das ,museum zu ,antwerpen besitzt eine grere ,wiederholung dieses ,bildes mit landschaftlichem ,hintergrund vom ,sammetbreughel4 -- brigens sind die ,jahreszahlen selten auf ,rubens' ,bildern2 sie thun auch nicht viel zur ,sache2 die ,kraft des ,meisters war1 als er sich in ,antwerpen niederlie1 so reif entwickelt1 und er blieb sich selbst sein ,lebenlang so gleich1 da es bei manchen seiner ,bilder gar schwierig1 wenn nicht unmglich ist1 ihre ,entstehungszeit auch nur einigermaen genau zu bestimmen4 ,illustration3 ,abb4 #bh4 ,meleager und ,atalanta4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,die ,mythologie lieferte ihm unerschpflichen ,stoff4 ,gern entnahm er ihr wild bewegte ,vorwrfe1 wie die ,entfhrung der ,orithyia durch den ,sturmesgott ,boreas 7in der ,kunstakademie zu ,wien7 oder den ,raub der ,tchter des ,leukippos durch die ,dioskuren 7in der ,mnchener ,pinakothek74 ,mit besonderer ,vorliebe aber bewegte er sich in den ,kreisen1 welche sich um ,diana und ,bacchus gruppieren4 ,die ungezgelten ,wald- und ,feldgtter schilderte er mit ,lust und ,laune 7,abb4 #be71 ihr ausgelassenes ,treiben1 ihre schrankenlose ,hingabe an ,wein und ,liebe malte er mit wahrer ,ausgelassenheit2 bald gesellte er ihnen ppige ,bacchantinnen gleichen ,schlages1 bald stellte er ihnen halb sprde1 anmutige ,nymphen gegenber1 hufig auch brachte er sie mit der keuschen ,jagdgttin selbst in wirkungsvollen ,gegensatz 7,abb4 #bf74 ,wiederholt behandelte ,rubens die ,sage von ,meleager und ,atalante1 die ihm gleichfalls die gern gesuchte ,gelegenheit bot1 durch die ,nebeneinanderstellung weiblichen ,reizes und bervoller mnnlicher ,kraft zu wirken2 die ,kasseler ,gemldegalerie besitzt eine vorzglich schne ,darstellung -- in lebensgroen ,halbfiguren -- wie ,meleager der schnen ,jgerin den borstigen ,kopf des erlegten kalydonischen ,ebers berreicht1 whrend in der ,ferne die ,furie der ,migunst heranzieht2 in der ,mnchener ,pinakothek befindet sich eine andere ,bearbeitung des nmlichen ,gegenstandes1 welcher die prchtigen ,windhunde und die schne ,landschaft noch besonderen ,reiz verleihen 7,abb4 #bh74 -- ,seltener als zu mythologischen griff der ,meister zu alttestamentlichen ,stoffen1 um seinem ,schaffensdrang ,genge zu thun4 ,von den ,bildern dieser ,art seien die wirkungsvolle ,skizze3 ,esther vor ,ahasver -- ,entwurf zu einem ,deckengemlde1 in der ,wiener ,kunstakademie1 und das prachtvoll lebendige ,bild3 ,simson und ,delila1 in der ,pinakothek zu ,mnchen 7,abb4 #bg7 erwhnt4 ,illustration3 ,abb4 #bi4 ,eine ,dame mit ihrem ,kinde1 wahrscheinlich ,isabella ,brant mit dem kleinen ,albert ,rubens4 ,in der kgl4 ,gemldegalerie zu ,dresden4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,im ,jahre #afad schenkte ,isabella ,brant ihrem ,gatten den ersten ,sohn4 ,erzherzog ,albrecht hob den ,knaben aus der ,taufe1 der nach ihm den ,namen erhielt4 ,in dem schnen ,bild einer ,dame mit einem reizenden1 etwa einjhrigen ,kind auf dem ,scho1 welches die ,dresdener ,galerie besitzt 7,abb4 #bi71 drfen wir wohl die ,bildnisse von ,frau ,isabella1 deren ,gesicht um diese ,zeit schon spitz zu werden begann1 und von dem kleinen ,albert ,rubens erblicken1 ungeachtet der ,schwierigkeit1 welche das im ,hintergrund angebrachte ,wappen der ,deutung bereitet4 ,ganz zweifellos aber sehen wir in einem allerliebsten ,kinderkpfchen in der ,liechtensteinschen ,sammlung in ,wien das ,bild von ,rubens' erstem ,tchterchen vor uns2 mit den etwas schrg stehenden1 hell blickenden ,augen und dem freundlichen ,mund ist die ,kleine der ,mutter wie aus dem ,gesicht geschnitten 7,abb4 #cj74 ,illustration3 ,abb4 #cj4 ,kinderkopf 7,rubens' erstes ,tchterchen74 ,in der frstlich ,liechtensteinschen ,bildergalerie zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ca4 ,die ,lwenjagd4 ,in der kgl4 ,pinakothek in ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,die sich immer steigernde ,menge der ,bestellungen zwang den ,meister1 die ,hilfe seiner ,schler bei der ,ausfhrung1 namentlich der greren ,gemlde und der oft bestellten ,wiederholungen1 in reichlichem ,mae in ,anspruch zu nehmen2 er selbst berarbeitete dann die ,werke in mehr oder weniger eingehender ,weise und drckte ihnen so den ,stempel seines ,geistes auf4 ,die ,schler arbeiteten sich1 so gut es eben die ,begabung eines jeden zulie1 in die ,art und ,weise des ,meisters ein4 ,sein mchtiger ,einflu wirkte aber nicht blo auf die jungen ,leute1 die zu ihm kamen1 um von ihm zu lernen1 sondern auch auf fertige ,maler1 seine ,altersgenossen und selbst auf seine ehemaligen ,lehrer4 ,mit den ihm befreundeten ,malern verband er sich hufig zu gemeinschaftlichen ,werken4 ,namentlich arbeitete er1 auer mit dem schon erwhnten ,johann ,breughel1 gern mit dem ihm im ,alter nahestehenden ,franz ,snyders 7geboren #aegi zu ,antwerpen71 dem unbertrefflichen ,tiermaler1 zusammen4 ,in den ,gemldesammlungen von ,dresden und ,mnchen z4 ,b4 finden wir lebensprhende ,eberjagden1 die das gemeinschaftliche ,werk von ,rubens und ,snyders sind4 ,indessen war es dem ,meister keineswegs eine ,notwendigkeit1 sondern nur eine ,arbeitsentlastung1 ein ,zeitgewinn1 wenn er bei ,tierdarstellungen den ,freund zur ,hilfe heranzog4 ,er selbst war ein ,tiermaler allerersten ,ranges4 ,keiner hat so wie er das ,pferd in den wildesten ,bewegungen aufzufassen verstanden2 er schwelgte frmlich in der ,schnheit des edlen andalusischen ,rosses1 das damals fr den ,kriegs- und ,jagdgebrauch vorzugsweise beliebt war2 gelegentlich aber verschmhte er es auch nicht1 nach dem plumpen vlmischem ,pferde eine ,studie zu zeichnen 7,abb4 #cb74 ,ebenso meisterhaft malte er die ,hunde2 besonders sagten die schnen gefleckten ,wolfswindhunde seinem ,geschmack zu1 welche die groen ,herren sich fr ihre ,hetzjagden hielten4 ,einen mchtigen ,reiz bten auch die kniglichen ,raubtiere auf ihn aus1 die er in ,tiergrten und in den ,buden der ,tierbndiger zu sehen gerade in ,antwerpen reichliche ,gelegenheit hatte2 die ,farbenschnheit des bengalischen ,tigers hat er in manchem ,gemlde verwertet1 und den ,lwen machte er hufig zur ,hauptfigur seiner ,darstellungen4 ,studienzeichnungen nach ,lwen sind in ,menge von ihm vorhanden4 ,es wird erzhlt1 da er einmal durch einen herumziehenden ,tierbndiger einen prchtigen ,lwen in seine ,werkstatt bringen lie und den ,mann durch eine reiche ,belohnung veranlate1 das ,tier durch ,kitzeln an den ,kinnladen zum ,ghnen zu bringen1 damit er den geffneten ,rachen studieren konnte2 indessen lie der ,lwe sich dieses ,spiel nicht lange gefallen1 sondern mute weggefhrt werden1 weil er gefhrliche ,mienen machte2 es wird hinzugefgt1 da derselbe kurze ,zeit nachher seinen ,wrter zerrissen habe4 -- ,das schnste ,lwenbild besitzt die ,mnchener ,pinakothek2 ,rubens malte dasselbe um #afaf fr den ,herzog von ,bayern4 ,sieben ,mnner1 vier zu ,ro und drei zu ,fu1 haben einen ,lwen und eine ,lwin angegriffen1 einer der ,mnner liegt schon tot am ,boden1 ein anderer kmpft verzweifelt mit der ,lwin1 die ihn niedergeworfen hat2 hoch auf bumt sich der ,schimmel eines wei gekleideten ,mauren1 an der ,schulter von der ,pranke des ,lwen verwundet1 der den verzweifelt aufschreienden ,reiter im ,sprunge herabgerissen hat2 die ,mnner hauen und stechen1 die ,rosse steigen und schlagen1 -- es ist ein prachtvolles ,bild des wildesten ,lebens 7,abb4 #ca74 ,illustration3 ,abb4 #cb ,pferdestudie4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #cc4 ,die ,beweinung ,christi4 ,entwurf zu dem im ,antwerpener ,museum befindlichen ,altargemlde1 in der ,sammlung der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 u4 ,paris47 ,um #afaf erhielt ,rubens von dem ,pfalzgrafen von ,neuburg den ,auftrag1 fr die ,kirche zu ,neuburg ein ,jngstes ,gericht zu malen4 ,diesen groartigsten aller ,vorwrfe hat ,rubens einmal in zwei getrennten ,darstellungen behandelt1 die sich beide in der ,mnchener ,pinakothek befinden4 ,der ,knstler lt das ,richterwort1 welches die ,begnadigten von den ,verworfenen scheidet1 schon gesprochen sein2 auf dem einen ,bilde steigt die ,schar der ,seligen gleich einer dichten ,rauchwolke zum ,himmel empor1 wo in ferner ,hhe der ,weltenrichter auf dem ,regenbogen thront2 in widerstrebenden ,massen zusammengeballt1 die wie ,feuergarben durcheinander wogen1 strzen auf dem anderen die ,verdammten in ,flammenglut und ,finsternis4 ,das ,wunderbare1 das ,auerordentliche dieser ,schpfungen liegt weniger in dem unerschpflichen ,reichtum der ,einzelheiten1 welche ,rubens in den steigenden und strzenden ,leibern zur ,anschauung bringt1 als vielmehr in der in solcher ,weise von keinem anderen jemals versuchten ,massenwirkung2 die ,zahl der ,seelen ist unendlich1 zu ,tausenden und aber ,tausenden ballen sie sich zusammen1 und beide ,bilder erwecken mit ,notwendigkeit die ,vorstellung1 da hier wie dort noch weitere ,tausende folgen werden 7,abb4 #cd und #ce74 ,das fr den ,pfalzgrafen ausgefhrte ,altarbild ist einfacher in der ,komposition1 schon weil es beides1 das ,emporschweben zum ,himmel und das ,hinabstrzen zur ,verdammnis1 in einem ,rahmen vereinigt4 ,die ,pinakothek zu ,mnchen besitzt sowohl die herrliche eigenhndige ,skizze des ,meisters zu diesem ,bilde 7das kleine ,jngste ,gericht87 als auch die wiederum ganz anders komponierte ,ausfhrung im groen 7das groe ,jngste ,gericht871 welche im ,jahre #afag auf dem ,neuburger ,altare aufgestellt1 spter in die ,gemldesammlung der pfalzgrflichen ,residenz zu ,dsseldorf gebracht und von dort im ,jahre #ahje mit zahlreichen anderen ,rubensbildern nach ,mnchen bergefhrt wurde4 ,bei dem groen ,mnchener ,bilde des ,jngsten ,gerichtes ist die reichliche ,mitwirkung von ,schlerhnden unverkennbar4 ,dasselbe ist bei den einige ,jahre spter fr den ,pfalzgrafen von ,neuburg ausgefhrten ,altargemlden3 ,christi ,geburt und ,herabkunft des heiligen ,geistes 7beide jetzt gleichfalls in der ,mnchener ,pinakothek7 der ,fall4 ,es ist eine alte berlieferung1 ,rubens habe die ,preise seiner ,arbeiten nach der darauf verwendeten ,arbeitszeit bemessen1 in der ,weise1 da er fr jeden ,tag eigenhndiger ,arbeit #ajj ,gulden berechnete1 was nach unserem ,gelde1 wenn man den ,wertunterschied des ,geldes zwischen damals und jetzt mit in ,betracht zieht1 ungefhr #chj ,mark ausmacht4 ,das erscheint durchaus glaubwrdig1 da ,rubens eben in sehr kurzer ,zeit die grten ,bilder malte2 auch wird es durch einen im ,museum ,plantin-,moretus zu ,antwerpen aufbewahrten ,brief des ,balthasar ,moretus besttigt1 worin dieser schreibt1 da ,rubens die ,entwrfe fr ,titelbltter nur in seinen ,muestunden anfertige2 wolle man an einem ,werktage ein solches ,blatt von ihm haben1 so msse man #ajj ,gulden dafr bezahlen4 ,die unter ,beihilfe von ,schlern gemalten ,bilder waren entsprechend billiger4 ,das erfahren wir von ,rubens selbst durch seinen in vieler ,hinsicht bemerkenswerten ,briefwechsel mit ,sir ,dudley ,carleton1 dem englischen ,gesandten im ,haag1 aus dem ,jahre #afah4 ,rubens' ,briefe1 die in neuerer ,zeit in groer ,zahl verffentlicht worden sind1 enthalten berhaupt einen unschtzbaren ,beitrag zur ,kenntnis seines ,wesens2 sie lehren uns die ,vielseitigkeit und ,grndlichkeit seiner ,bildung1 die ,klarheit und treffende ,sicherheit seines ,urteils bewundern4 ,die ,veranlassung zu dem ,briefwechsel mit ,carleton gab dessen ,sammlung von antiken ,marmorwerken4 ,rubens wnschte diese zu erwerben1 obgleich er sie noch nicht einmal selbst gesehen hatte2 denn er war1 nach seinem eignen ,ausdruck1 vernarrt in ,antiken4 ,carleton schlug einen ,tauschhandel vor3 seine ,antiken gegen ,gemlde von ,rubens4 ,hierauf ging dieser bereitwillig ein1 und nachdem er von ,carleton ein ,verzeichnis der ,marmorbilder mit ,angabe der ,preise1 welche jener dafr gezahlt hatte1 erhalten1 schickte er ihm das ,verzeichnis der in seinem ,hause vorhandenen ,gemlde1 mit ,angabe der ,gre1 des ,preises und der etwaigen ,mitwirkung von ,freunden und ,schlern4 ,da war ein gefesselter ,prometheus81 #h ,fu breit und #i ,fu hoch1 eigenhndig1 der ,adler von ,snyders gemalt81 fr #ejj ,gulden2 ein ,daniel zwischen vielen ,lwen nach dem ,leben -- ganz eigenhndiges ,original81 #h ,fu hoch und #ab ,fu breit1 fr #fjj ,gulden2 ,leoparden nach dem ,leben1 mit ,satyren und ,nymphen1 eigenhndiges ,original mit ,ausnahme der sehr schnen ,landschaft1 welche ein auf diesem ,gebiet geschickter ,meister gemacht hat81 #i zu #aa ,fu1 fr #fjj ,gulden4 ,mit ebenso genauen ,angaben werden die brigen ,bilder bezeichnet3 eine ,leda mit ,schwan und ,liebesgott2 ein lebensgroes ,bild des ,gekreuzigten1 von welchem ,rubens selbst glaubte1 da es vielleicht das ,beste sei1 was er berhaupt gemalt habe2 eine verkleinerte ,wiederholung des fr den ,pfalz-,neuburger gemalten ,jngsten ,gerichts1 das ,werk eines ,schlers1 das aber1 wenn der ,meister es ganz wrde berarbeitet haben1 fr ein ,original sollte gelten knnen2 ein heiliger ,petrus1 der den ,zinsgroschen aus dem ,maule des ,fisches nimmt1 mit anderen ,fischern nach dem ,leben82 eine ,wiederholung der fr den ,herzog von ,bayern gemalten ,lwenjagd1 von einem ,schler angefangen1 aber ganz vom ,meister bergangen1 und in derselben ,weise ausgefhrte ,wiederholungen der ,christus- und ,apostelfiguren1 welche der ,herzog von ,lerma besa2 ein ,achilles in ,weiberkleidern1 ein sehr wirkungsvolles ,bild mit vielen schnen jungen ,mdchen82 ein heiliger ,sebastian und eine ,susanna4 ,carleton schrieb darauf an ,rubens1 da er sich sechs von den ,bildern ausgewhlt habe2 er bat den ,maler1 ihn in seiner ,wohnung im ,haag zu besuchen und sich die ,marmorwerke anzusehen1 die eine ,sammlung ausmachten1 wie kein ,frst und kein ,privatmann diesseit der ,alpen eine bese4 ,aber81 fhrt er fort1 fr ,leute1 die immer in ,bewegung sind1 wie meine ,stellung es mit sich bringt1 eignet eine ,sache von so viel ,gewicht sich nicht1 und dann -- ehrlich gestanden -- ,menschen haben menschliche ,schwchen3 man wechselt manchmal seine ,gesinnungen1 und so ist meine ,liebhaberei pltzlich von den ,bildhauern zu den ,malern bergegangen1 und ganz insbesondere zu ,herrn ,rubens48 ,da ,carleton wegen der niedrigen ,bauart sowohl seiner hollndischen als seiner englischen ,wohnung nur die kleineren von den ,rubensschen ,bildern nehmen konnte1 so blieb nach den beiderseitigen ,abschtzungen ein ,preisunterschied bestehen2 es wurde eine ,einigung dahin erzielt1 da ,rubens fr die ,antiken ,bilder im ,werte von #djjj ,gulden und auerdem noch #bjjj ,gulden gab2 fr den letzteren ,betrag bat ,carleton ihn1 ,brsseler ,wandteppiche mit ,figurendarstellungen besorgen zu wollen4 ,rubens erwhnte in dem ,schreiben1 worin er sein ,einverstndnis mit diesem ,vorschlag erklrte1 den ,umstand1 da er in diesem ,jahre mehrere tausend ,gulden fr seinen ,hausbau verausgabt habe und da er infolgedessen am liebsten mit ,bildern bezahle1 da jeder mit im eignen ,garten gezogenen ,frchten freigebiger ist1 als mit solchen1 die man auf dem ,markte gekauft hat81 und gebrauchte im ,anschlu hieran die ,redensart3 ich bin ja kein ,frst1 sondern einer1 der von seiner ,hnde ,arbeit lebt48 ,auf diesen ,satz kam der gewandte ,hofmann in seinem ,antwortschreiben zurck1 indem er dasselbe mit den artigen ,worten schlo4 ,eure ,behauptung1 da ,ihr kein ,frst wret1 kann ich nicht unterschreiben2 denn ich halte ,euch fr den ,frsten der ,maler und der ,leute von vornehmer ,gesinnung1 und in diesem ,sinne ksse ich ,euch die ,hand48 -- ,einem ,manne wie ,rubens gegenber war das keineswegs nur eine leere ,schmeichelei4 ,illustration3 ,abb4 #cd4 ,die ,auferstehung der ,gerechten4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,illustration3 ,abb4 #ce4 ,der ,hllensturz der ,verdammten4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,erwhnenswert ist auch aus dem ,briefwechsel mit ,carleton1 weil fr den vielseitigen ,knstler bezeichnend1 der ,umstand1 da ,rubens die ,hoffnung ausspricht1 mit der ,mannigfaltigkeit der ,gegenstnde dem ,geschmack des ,abnehmers ,genge gethan zu haben4 ,schlielich war der eine wie der andere von dem ,handel hchlich befriedigt2 ,carleton war entzckt von den ,bildern und ,rubens glcklich ber die ,antiken4 ,illustration3 ,abb4 #cf4 ,vernichtung von ,knig ,sennacheribs ,heer4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,illustration3 ,abb4 #cg4 ,der ,tod des ,konsuls ,decius ,mus2 ,teppich-,entwurf4 ,in der frstlich ,liechtensteinschen ,bildergalerie zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ch4 ,der ,engel des ,herrn schlgt ,sennacheribs ,heer4 ,federzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,whrend der ,meister1 wie aus dem angefhrten ,verzeichnis hervorgeht1 seinem ,schaffensdrange nachgebend1 ,bilder des verschiedensten ,inhalts nach freier ,wahl entstehen lie und zugleich seine ,schler anwies1 frhere ,werke von ihm zu kopieren1 berzeugt1 da die ,kufer sich schon einstellen wrden1 war er zu derselben ,zeit unablssig beschftigt1 bestellte ,kirchengemlde auszufhren4 ,zu den um diese ,zeit entstandenen ,kirchenbildern gehrt das durch den ,vorzug ganz eigenhndiger ,ausfhrung ausgezeichnete ,altargemlde1 welches1 jetzt im ,museum zu ,antwerpen befindlich1 unter dem ,namen ,le ,christ sur la paille8 weltberhmt ist4 ,die ,mitteltafel stellt eine sogenannte ,piet vor3 der ,leichnam des ,heilandes ist auf eine ,bank niedergelassen worden1 welche mit ,stroh belegt ist 7daher die bliche ,bezeichnung des ,bildes72 ,joseph von ,arimathia hlt den ,oberkrper des ,toten aufrecht1 ,maria ,magdalena blickt ihn1 die ,hnde faltend1 tieferschttert an1 und die ,mutter ,maria schickt sich1 das schne ,antlitz mit ergreifendem ,ausdruck zum ,himmel erhebend1 an1 das ,haupt des geliebten ,sohnes mit dem ,bahrtuche zu verhllen4 ,auf den ,flgeln sind in beraus liebenswrdiger ,auffassung einerseits die ,jungfrau mit dem ,kinde1 andererseits der von gttlicher ,liebe erfllte1 begeistert aufwrts schauende ,evangelist ,johannes dargestellt4 ,eine schne ,zeichnung zu der ,mitteltafel bewahrt die ,handzeichnungensammlung der ,albertina zu ,wien 7,abb4 #cc74 ,auch das fr die ,barferkirche gemalte1 jetzt im ,museum zu ,brssel befindliche ,bild der ,himmelfahrt ,marias1 gleichfalls eine eigenhndige ,arbeit des ,meisters1 drfte dieser1 wenn nicht schon einer frheren ,zeit angehren4 ,im ,jahre #afag entstand das in der ,st4 ,paulskirche1 der ehemaligen ,dominikanerkirche zu ,antwerpen befindliche ,gemlde3 die ,geielung ,christi1 das um der ,schnheit des ,christuskrpers willen zu allen ,zeiten gerhmt und bewundert worden ist4 -- ,zwei ,hauptwerke schuf ,rubens fr verschiedene ,kirchen von ,mecheln4 ,fr die dortige ,johanniskirche wurde ihm ,ende #afaf ein ,altarbild mit der ,anbetung der heiligen drei ,knige bestellt4 ,dieser von ,rubens frher schon einmal in groem ,mastabe und spter noch fter behandelte ,gegenstand war ein ,vorwurf nach seinem ,herzen2 er fand hier ,gelegenheit zu reichster malerischer ,prachtentfaltung1 indem er die ,weisen mit allem ,prunke morgenlndischer ,herrscher und mit glnzendem ,gefolge auftreten lie4 ,unerschpflich an ,erfindungskraft1 wute der ,meister in der ,bearbeitung dieses ,stoffes immer neue und immer mchtig anziehende ,wirkungen zu erzielen4 ,von allen seinen ,dreiknigsbildern aber ist dasjenige in ,mecheln vielleicht das schnste1 zugleich das am liebevollsten ausgefhrte2 es wird berichtet1 da der ,meister selbst stets mit ,befriedigung von diesem seinem ,werke gesprochen habe4 ,die ,stimmung des ,ganzen ist eine freudig-festliche2 in froher ,erregung huldigen die ,frsten dem ,kindlein im ,stalle1 und das ,gemlde wirkt auf das ,auge des ,beschauers als ein wahres ,farbenfest4 ,den ,grundton gibt der prchtigrote ,mantel des mittleren ,knigs an1 ihm entgegen wirkt das blaue ,gewand ,marias2 von dem ,jesuskinde geht ,licht aus und berstrahlt den knieenden ltesten ,knig1 den aufrecht stehenden im roten ,mantel und den neugierig blickenden ,negerfrsten1 dem zwei bermtige ,pagen die ,schleppe tragen1 und eine ganze ,menge von ,gesichtern sich drngender1 von ,verlangen1 das gesuchte ,kind erblicken zu drfen1 erfllter ,leute4 ,die ,flgel des ,altars enthalten ,bilder aus der ,geschichte des ,tufers ,johannes und aus derjenigen des ,evangelisten ,johannes4 ,dieses ,altargemlde befindet sich noch an seinem ,platz2 die ,gemeinde hatte den ,stolz1 dem ,kardinal ,richelieu1 der #ajjjj ,gulden fr die ,flgel bot1 mit einem entschiedenen ,nein zu antworten4 -- ,ein ,bild ganz anderer ,art aber1 nicht minder bewunderungswrdig1 ist dasjenige1 welches die ,liebfrauenkirche zu ,mecheln besitzt4 ,dasselbe wurde #afah im ,auftrage der ,bruderschaft der ,fischer gemalt1 und zwar in der ,zeit von zehn ,tagen4 ,es stellt den wunderbaren ,fischzug des ,petrus da4 ,hier ist nichts von ,pracht2 wir sehen vielmehr derbe ,fischergestalten1 die in ihrem ,gewerbe sich abmhen1 und einen bleigrauem ,himmel1 wie er so hufig ber der ,nordsee lagert4 ,es ist ein packendes ,wirklichkeitsbild1 und wir begreifen1 warum ,rubens bei jenem anderen ,fischergemlde1 welches er in dem fr ,carleton angefertigten ,verzeichnis auffhrt1 besonders erwhnt1 da es nach dem ,leben gemalt sei4 ,der ,gegenstand eben dieses ,gemldes1 das ,finden des ,zinsgroschens im ,maule des ,fisches1 kommt auch unter den ,flgelbildern des ,altarwerks zu ,mecheln vor2 das ,gegenstck dazu ist die ,darstellung1 wie ,tobias auf ,gehei des ,engels den heilkrftigen ,fisch ans ,land zieht4 -- ,wiederum ein ganz anderes ,geprge trgt ein anscheinend der nmlichen ,zeit angehriges ,bild1 welches ,rubens fr die ,jesuitenkirche in ,gent malte1 jetzt im ,museum zu ,brssel3 die ,marter des heiligen ,lvinus4 ,der ,gegenstand ist grausig1 aber der ,eindruck des ,grausigen wird unterdrckt durch die1 man mchte sagen leidenschaftliche ,wucht1 mit welcher ,engel des ,himmels herniederfahren1 die strafende ,blitze unter die ,henker schleudern und wildes ,entsetzen verbreiten4 -- ,so leidenschaftlich ist auch die ,gestalt des zornerfllten ,christus auf einem in dem nmlichen ,museum befindlichen ,bilde1 welches ,rubens fr die ,franziskaner zu ,gent malte3 die heilige ,maria und der heilige ,franziskus legen ihre ,frbitte ein1 da der ,herr die ,welt noch mit seinem ,strafgericht verschone2 so mchtig wie der ,zorn der ,gottheit1 so eindringlich ist das mitleidsvolle ,bitten der ,heiligen zum ,ausdruck gebracht4 ,illustration3 ,abb4 #ci4 ,sauls ,bekehrung4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,illustration3 ,abb4 #dj4 ,die ,amazonenschlacht4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,als ,rubens mit dem englischen ,gesandten im ,haag wegen des ,umtausches von dessen ,antiken gegen seine ,gemlde verhandelte1 erwhnte er im ,anschlu an den von ,carleton geuerten ,wunsch1 da der ,wertunterschied durch den ,ankauf von ,brsseler ,wandteppichen ausgeglichen werden mchte1 beilufig auch den ,umstand1 da er selbst im ,auftrage einiger ,edelleute aus ,genua sehr reiche ,entwrfe fr ,teppiche angefertigt habe1 die gerade in ,brssel gewirkt wrden2 in einem vierzehn ,tage spter an ,carleton geschriebenen ,briefe kommt ,rubens nochmals auf diese ,entwrfe zurck1 und da erfahren wir1 da dieselben die ,geschichte des ,decius ,mus1 des rmischen ,konsuls1 der sich selbst fr den ,sieg seines ,volkes opferte1 behandelten4 ,die hier erwhnten1 ,anfang ,mai #afah bereits an die ,weberei abgelieferten ,entwrfe zu ,wandteppichen haben sich erhalten2 sie befinden sich in der frstlich ,liechtensteinschen ,gemldesammlung zu ,wien4 ,wenn ,rubens den ,ausdruck ,entwrfe oder ,vorzeichnungen -- ,kartons -- gebraucht1 so ist dies in so fern ungenau1 als es vielmehr ganz prachtvoll ausgefhrte lgemlde sind4 ,dem ,teppichwirker hat der ,meister die ,arbeit dadurch erleichtert1 da er die ,bilder von vornherein links gemalt hat1 d4 h4 so1 da die ,personen zum ,beispiel die ,waffen mit der linken ,hand fhren1 den ,schild am rechten ,arm tragen4 ,denn derjenige1 der einen ,teppich wirkt1 steht hinter dem ,rahmen1 ber den er die ,fden spannt1 also auf der ,rckseite des ,teppichs1 und wie sein ,werk wird1 sieht er nicht unmittelbar unter seinen ,hnden1 welche die ,fden durchziehen und verknpfen1 sondern in einem gegenberstehenden ,spiegel4 ,ist nun das ,vorbild1 wie es meistens geschieht1 in richtigem ,sinne gezeichnet oder gemalt1 so mu der ,wirker dasselbe umkehren1 d4 h4 was links ist1 rechts1 und was rechts ist1 links machen -- also ebenso verfahren wie der ,kupferstecher2 zu diesem ,behufe stellt er gewhnlich das ,vorbild hinter sich1 so da er nicht unmittelbar nach demselben1 sondern nach dem ,spiegelbild1 welches der vor ihm stehende groe ,spiegel ihm zeigt1 arbeitet4 ,wer einmal aus dem ,spiegel gezeichnet oder gemalt hat1 wei1 wie unbequem und wie anstrengend fr die ,augen dies ist4 ,rubens verschaffte daher den ,teppichwirkern eine sehr groe ,erleichterung1 indem er seine ,vorbilder gleich umgekehrt -- im ,gegensinne81 wie der ,kunstausdruck lautet -- malte4 ,der ,meister verteilte den aus der bekannten ,erzhlung des ,livius geschpften ,stoff in sechs gewaltige ,kompositionen von vielen lebensgroen ,figuren4 ,im ersten ,bilde sehen wir1 wie der ,konsul ,decius von einem erhhten ,standpunkte aus dem ,heere1 das durch die versammelten ,feldzeichentrger vertreten ist1 die ihm im ,traume zu teil gewordene ,schicksalsoffenbarung erzhlt1 da von den beiden einander gegenberstehenden ,heeren dasjenige die ,schlacht gewinnen sollte1 das seinen ,anfhrer verlre4 ,das zweite ,bild zeigt uns1 wie die ,priester in feierlicher ,handlung die ,opferzeichen erforschen und erkennen1 da die ,sache der ,rmer schlecht stehe4 ,daraufhin beschliet ,decius1 sich den ,todesgttern zu opfern2 das dritte ,bild1 vielleicht das machtvollste und ergreifendste der ganzen ,reihe1 fhrt den ,helden vor1 wie er im ,schatten prchtiger ,buchen vom ,priester die ,todesweihe empfngt4 ,der vierte ,akt des ,dramas zeigt den ,geweihten1 wie er1 des jetzt berflssig gewordenen ,schildes entledigt1 sein stolzes ,streitro besteigt2 mit einer vornehmen ,bewegung der ,hand und einem ,blick heiliger ,entschlossenheit verabschiedet er seine ,liktoren1 da sie sich zu seinem ,amtsbruder begeben1 da er1 als ein ,toter1 ihrer nicht mehr bedarf2 eine wundervolle ,abendsonnenstimmung lt uns fhlen1 da der heie ,tag sich zu ,ende neigt4 ,das nchste ,bild bringt die ,entscheidung3 ber einem ,hgel von ,leichen sinkt ,decius unter den ,hieben und ,stichen latinischer ,reiter vom ,ro1 sein zum ,himmel gewendeter ,blick zeigt1 da er mit ,freuden stirbt1 da er den ,willen der ,gottheit erfllt und sein ,volk gerettet hat2 -- in demselben ,augenblick wird das ,kampfesringen der ,rmer von ,erfolg gekrnt1 und die ,latiner wenden sich zur ,flucht 7,abb4 #cg74 ,damit ist das von ,rubens so groartig und wirkungsvoll ausgearbeitete ,trauerspiel zu ,ende4 ,das sechste ,bild giebt sozusagen nur noch ein glnzendes ,schluschaustck3 man sieht die aufgerichteten ,siegestrophen1 die ,aufhufung der ,beute und das ,herbeischleppen der ,gefangenen1 und im ,vordergrunde liegt auf prchtiger ,bahre1 mit dem ,purpurmantel und dem ,lorbeerkranz geschmckt1 der tote ,sieger4 ,illustration3 ,abb4 #da4 ,die ,kommunion des h4 ,franziskus4 ,im ,museum zu ,antwerpen4 ,illustration3 ,abb4 #db4 ,kinderkpfchen 7der kleine ,nikolaus ,rubens74 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #dc4 ,maria1 die ,zuflucht der ,snder4 ,in der kgl4 ,galerie zu ,kassel4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,illustration3 ,abb4 #dd4 ,christus und die ,snder4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,rubens verschmhte es1 ungeachtet des unerschpflichen ,reichtums seiner ,erfindungsgabe1 nicht1 sich gelegentlich selbst zu wiederholen1 indem er bei dieser oder jener ,darstellung eine frhere ,komposition benutzte1 um daraus mit den durch den vernderten ,gegenstand gebotenen nderungen ein neues ,werk zu schaffen2 und das ,merkwrdige dabei war1 da dieses neue ,werk dann doch wieder eine in sich so einheitliche ,schpfung wurde1 als ob es ganz und gar nur aus dem gegebenen ,gegenstande htte hervorwachsen knnen4 ,so kann es nichts ,abgerundeteres geben1 als die ihren ,inhalt so kurz und treffend erzhlende ,komposition in der ,folge der ,deciusbilder1 welche den ,tod des ,helden schildert4 ,und doch ist dieses ,bild gewissermaen ein ,auszug aus einer figurenreicheren ,komposition1 welche einen ganz anderen ,stoff behandelt1 aus dem prachtvollen1 in kleinerem ,mastab ausgefhrten ,gemlde der ,mnchener ,pinakothek3 die ,niederlage des ,knigs ,sennacherib4 ,wie die ,engel des ,herrn aus nchtlichen ,wolken hervorbrechen und ,tod und ,verwirrung unter die ,reiterscharen des ,assyrerknigs schleudern1 ist da mit einer unvergleichlichen ,groartigkeit geschildert 7,abb4 #cf74 ,hier ein gttliches ,strafgericht1 dort der ,opfertod eines ,helden1 das eine wie das andere mit der hchsten ,meisterschaft packend und erschpfend zur ,anschauung gebracht -- und doch als ,komposition das eine von beiden aus der ,grundlage des anderen entstanden6 ,eine andere ,bearbeitung des dankbaren ,stoffes vom ,untergang des ,assyrerheeres vor ,jerusalem zeigt eine reizvolle1 flchtig entworfene ,federzeichnung in der ,sammlung der ,albertina 7,abb4 #ch74 ,die ,mnchener ,pinakothek besitzt als ,gegenstck zu der ,niederlage ,sennacheribs ein augenscheinlich zu der nmlichen ,zeit -- also wohl kurz vor #afah -- entstandenes ,bild3 die ,bekehrung des ,saulus4 ,mit einer unbeschreiblichen ,lebendigkeit1 einer unmittelbaren ,glaubhaftigkeit ist auch hier das pltzliche ,hereinbrechen eines ,ereignisses1 gegen das es keinen ,widerstand giebt1 geschildert2 das jh aufleuchtende ,himmelslicht wirft die ,pferde in wildem ,schrecken durcheinander1 den ,menschen raubt die berirdische ,erscheinung die ,fassung1 und wie vom ,blitz getroffen ist ,saulus zu ,boden gestrzt1 zum ,entsetzen der wenigen sorglichen ,begleiter1 die sich noch um ihn bekmmern 7,abb4 #ci74 ,neben dem ausgefhrten ,bild befindet sich in der ,mnchener ,pinakothek auch die erste ,skizze zu demselben2 sie zeigt1 wie klar der ,meister seinen ,gedanken von vornherein feststellte4 -- ,die ,wiedergabe wildbewegten ,getmmels von ,menschen und ,rossen war fr ,rubens gerade in dieser ,zeit eine ,herzenslust4 ,sein berhmtestes derartiges ,werk ist die gleichfalls in der ,pinakothek zu ,mnchen befindliche ,amazonenschlacht2 die ,entstehungszeit desselben ist festgestellt durch den ,umstand1 da der ,meister im ,jahre #afbb an einen ,bekannten schrieb1 da der ,kupferstecher ,lukas ,vorstermann den ,stich des ,bildes seit drei ,jahren unter den ,hnden habe4 ,wie die beiden letzterwhnten1 ist auch dieses ,gemlde in verhltnismig kleinem ,mastabe mit der grten ,liebe ausgefhrt4 ,es erinnert im allgemeinen einigermaen an ,leonardo da ,vincis ,anghiarischlacht1 die ,rubens ja in ,mailand abgezeichnet hatte1 und zugleich an ,rafaels ,konstantinschlacht2 dennoch ist das ,ganze das echte ,kind ,rubensschen ,geistes4 ,auf einer schmalen ,brcke versuchen die kriegerischen ,jungfrauen mit letzter ,anstrengung dem ,anprall der von ,theseus gefhrten ,reiter standzuhalten2 da wird noch mit heier ,leidenschaft gekmpft1 den ,pferden selbst scheint sich der ,kampfeszorn der ,menschen mitgeteilt zu haben4 ,aber schon ist die ,niederlage der ,amazonen entschieden4 ,vergeblich sucht die ,bannertrgerin die ,fahne zu retten1 die ein ,griechenjngling ihr zu entreien strebt2 sie wird mitsamt dem ,feldzeichen1 das sie mit schwindenden ,krften umklammert1 vom bumenden ,pferde gezogen4 ,rosse und ,reiterinnen strzen hinab in den ,flu1 in schwerem ,aufschlag die ,wogen emportreibend2 herrenlos gewordene ,pferde jagen davon4 ,neben der ,brcke sprengen wilde ,reiterinnen1 am ,widerstand verzagend1 ber die ,leichen ihrer ,genossinnen hinweg ins ,wasser1 wo andere sich schon durch ,schwimmen zu retten suchen4 ,in der ,ferne leuchtet ,feuerschein1 und die ,glut des ,brandes rtet den lichten ,himmel 7,abb4 #dj74 ,im ,auftrage eines ,herrn ,kaspar ,charles malte ,rubens im ,jahre #afai ein groes ,altarbild fr die ,minoritenkirche zu ,antwerpen3 der h4 ,franz von ,assisi empfngt sterbend das ,abendmahl4 ,es war fr den ,maler der ppigkeit1 der auch die ,heiligen in die blhende ,schnheit voller ,formen und die farbenfrohe ,pracht glnzender ,seidengewnder zu kleiden liebte1 keine leichte ,aufgabe1 sich in die ,wiedergabe weltfremden abgetteten ,mnchtums zu versenken4 ,doch wute der alles beherrschende ,knstler auch diese ,aufgabe zu lsen4 ,im allgemeinen ,ausbau der ,komposition schlo er sich an ein berhmtes ,vorbild verwandten ,inhalts1 an ,domenichinos im ,vatikan befindliche ,kommunion des h4 ,hieronymus1 an4 ,der ,herrscher im ,reich der ,farben bte sich gleichsam selbst in der ,entsagung1 indem er auf alle ,farbenpracht verzichtete und das ,gemlde aus einem dster braunen ,ton heraus schuf4 ,der im ,formenreichtum zu schwelgen gewhnte ,meister legte hier das ganze ,gewicht der ,darstellung in den seelischen ,ausdruck2 von diesem ,standpunkt aus will das ,gemlde betrachtet sein1 und von diesem ,gesichtspunkt aus ist der nackte ,heilige1 der nicht mehr ,herr seiner ,glieder ist1 der durch die ,untersttzung zweier ,mitbrder mhsam in knieender ,stellung gehalten wird1 der nur noch lebt1 um die ,kommunion zu empfangen81 in der ,that ein hohes ,meisterwerk1 wohl wrdig des groen ,ruhmes1 den das ,gemlde1 welches sich jetzt im ,museum zu ,antwerpen befindet1 immer genossen hat 7,abb4 #da74 ,illustration3 ,abb4 #de4 ,die ,tchter des ,kekrops und das ,kind ,erechthonios4 ,in der frstlich ,liechtensteinschen ,bildergalerie zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #df4 ,die vier ,weltteile4 ,in der kaiserl4 ,gemldegalerie zu ,wien4 ,photographie von ,j4 ,lwy in ,wien4 ,unter den zahlreichen ,madonnenbildern des ,meisters1 welche ,maria mit dem ,jesuskinde bald allein1 bald in mehr oder weniger zahlreicher ,umgebung von ,heiligen zeigen1 befindet sich ein besonders ansprechendes1 das im ,jahr #afai entstanden sein mu4 ,man erkennt in der ,ausfhrung desselben die ,mitwirkung von ,rubens' bestem ,schler1 ,anton van ,dyck1 der von #afah bis #afbj in der ,werkstatt des ,meisters arbeitete und fast schon anfing1 mit diesem an ,berhmtheit zu wetteifern4 ,das ,bild befindet sich in der ,gemldegalerie zu ,kassel 7ein anderes1 nur wenig davon verschiedenes ,exemplar in der ,ermitage zu ,petersburg7 und stellt die ,mutter-,gottes als ,zuflucht der ,snder dar4 ,vor dem ,thron der ,jungfrau1 die mit der ,rechten den auf ihrem ,schoe stehenden ,jesusknaben hlt1 die ,linke leicht auf die ,schulter des seitwrts stehenden kleinen ,johannes lehnt1 hat der verlorene ,sohn sich niedergeworfen1 neben ihm kniet ,magdalena1 die mit glhender ,innigkeit zu dem ,christuskind aufblickt und mit ihren schnen ,hnden den entblten ,busen bedeckt1 und an diese reiht sich -- nicht minder vortrefflich im ,ausdruck -- der ,knig ,david2 hinter diesen biblischen ,gestalten nahen ,vertreter der ,berorden1 der h4 ,dominicus und der h4 ,franziskus1 dem ,thron1 neben ,knig ,david steht ein ,bischof1 der h4 ,augustinus1 und weiter zurck der heilige ,ritter ,georg mit der ,fahne 7,abb4 #dc74 ,in dem ,kopf der dunkelhaarigen ,maria mag man eine entfernte1 vom ,knstler wohl schwerlich beabsichtigte hnlichkeit mit ,isabella ,brant erkennen2 zweifellos aber ist das ,jesuskind das getreue ,abbild von ,rubens' zweitem ,shnchen1 das im ,mrz #afah zur ,welt kam4 ,dieser ,knabe1 der von seinem ,paten1 dem ,marchese ,pallavicini in ,genua1 den ,namen ,nikolaus erhielt1 scheint der besondere ,liebling des ,vaters gewesen zu sein2 ein kstlich skizziertes ,bildniskpfchen des etwa ,zweijhrigen besitzt das ,museum zu ,berlin2 nicht minder reizend tritt uns das hbsche ,gesichtchen in noch zarterem ,alter entgegen in einer ,zeichnung der ,albertina1 die augenscheinlich als ,studie zu dem ,jesuskind des ,kasseler ,bildes gedient hat 7,abb4 #db74 -- ,dem genannten ,gemlde inhaltlich verwandt und sicher auch um dieselbe ,zeit entstanden ist ein schnes ,bild in ,halbfiguren1 welches sich in der ,pinakothek zu ,mnchen befindet3 der ,heiland vergiebt den reuigen ,sndern4 ,wunderbar ist hier der ,ausdruck der ,kpfe1 sowohl bei dem ,christus1 der die ,milde und ,barmherzigkeit selbst ist1 als auch bei den ,bufertigen -- es sind ,maria ,magdalena1 der gute ,schcher1 ,petrus und ,david 7,abb4 #dd74 ,die eigentmlich ansprechende1 in ,haut und ,haar gleichsam von eignem ,licht erfllte1 weiche und volle ,frauengestalt1 welche ,rubens immer und immer wieder als ,magdalena malte1 erscheint in ganz anderer ,auffassung1 als mythologisches ,wesen1 in dem reizvollen ,gemlde in der frstlich ,liechtensteinschen ,sammlung1 welches die ,tchter des ,kekrops mit dem ,kinde ,erechthonios vorstellt4 ,hier zeigt sie uns als eins der beiden neugierigen ,mdchen1 welche entgegen dem ,gebot der ,pallas ,athene das ,krbchen1 in dem der ,knabe mit einer ,schlange liegt1 ffnen1 die unverhllte ,formenflle ihres weien ,rckens4 ,die bei der ,gebotsbertretung unbeteiligte ,schwester1 die seitwrts unter einem ,baume steht1 ist mit ihrem straffen ,krper eine der mdchenhaftesten und darum ansprechendsten weiblichen ,gestalten1 welche ,rubens geschaffen hat 7,abb4 #de74 ,diese unbekleidete ,gestalt1 deren ,kopf und ,schultern ein sonnig durchleuchteter ,schatten einhllt1 erinnert auffallend an die weibliche ,hauptfigur auf dem vielumstrittenen groen ,gemlde im ,berliner ,museum3 ,neptun und ,amphitrite 7oder ,neptun und ,libye74 ,auch auf diesem ,gemlde1 das brigens dem ,bilde der ,kekropstchter an knstlerischem ,reiz sehr weit nachsteht1 wird der blonde ,magdalenenkopf sichtbar2 er gehrt einer mit dem ,krper im ,wasser verborgenen ,nymphe an und ist wohl der anziehendste ,punkt auf der ganzen umfangreichen ,leinwand4 ,das ,berliner ,bild1 bei dem vor einigen ,jahren die ,frage nach der ,echtheit1 die von den einen ebenso leidenschaftlich bestritten1 wie von den anderen verteidigt wurde1 die ,gemter der ,kunstverstndigen mehr als ntig erhitzt hat1 erinnert zugleich in manchen ,zgen an das prchtige ,gemlde im kunsthistorischen ,hofmuseum zu ,wien1 welches die vier ,weltteile durch die ,verkrperung der ,hauptstrme von ,europa1 ,asien1 ,afrika und ,amerika darstellt4 ,jedem der vier ,flugtter ist eine ,nymphe beigesellt2 im ,vordergrunde ruht der alte ,nil1 dessen ,nymphe eine ,negerin ist1 und dem zur weiteren ,kennzeichnung ein von ,putten umspieltes ,krokodil -- nach antikem ,vorbild -- beigegeben ist2 ihm gegenber lagert der ,ganges1 durch eine bengalische ,tigerin1 die das ,krokodil grimmig anfaucht1 gekennzeichnet2 die beiden anderen ,flugtter1 ,donau und ,maraon -- der letztere1 weil damals noch wenig erforscht1 in ,schilf und ,schatten halb verborgen -- erscheinen jugendlicher als ihre ,genossen aus den uralten ,kulturlndern 7,abb4 #df74 ,das ,jahr #afbj sah wieder ein hervorragendes ,altargemlde entstehen1 nmlich das jetzt im ,museum zu ,antwerpen befindliche ,bild des gekreuzigten ,heilands zwischen den beiden ,schchern4 ,es ist ,abend1 der ,gottessohn hat ausgelitten2 davon berzeugt sich der rmische ,hauptmann durch den ,speersto in die ,seite des ,leichnams1 whrend ein ,kriegsknecht sich anschickt1 die ,beine der beiden anderen ,gerichteten mit einem eisernen ,stab zu zerbrechen2 jammernd haben sich die ,mutter ,maria1 ,maria ,kleophas und der ,jnger ,johannes von dem entsetzlichen ,schauspiel abgewendet1 ,maria ,magdalena aber verlt den ,kreuzesstamm nicht1 an den sie mit ,kopf und ,krper sich anschmiegt1 und mit einer ,gebrde flehender ,abwehr erheben sich ihre weien ,arme gegen den ,rmer und seine unbarmherzige ,waffe 7,abb4 #dg74 ,auffallend ist bei diesem ,bilde1 das unter dem ,namen le coup de lance8 weltberhmt ist1 die merkwrdige ,nichtachtung der ,perspektive und des natrlichen ,grenverhltnisses der ,figuren zu einander2 aber es wrde ein vollstndiger ,mangel an ,kunstsinn dazu gehren1 bei einem solchen ,gemlde1 wie dieses ist1 daran ,ansto zu nehmen4 ,rubens malte das ergreifend gedachte und wunderbar ausgefhrte ,bild fr die ,franziskanerkirche in ,antwerpen1 im ,auftrage des ,brgermeisters ,nikolaus ,rockox4 ,das ,bildnis dieses ihm sehr innig befreundeten ,mannes hat er zugleich mit demjenigen von dessen ,gattin in sprechender ,lebendigkeit der ,nachwelt berliefert auf den ,flgeln eines gleichfalls von demselben bestellten ,altarwerks1 dessen ,mittelbild die ,bekehrung des unglubigen ,thomas darstellt1 und das sich jetzt ebenfalls im ,antwerpener ,museum befindet4 -- ,das eigentlich ,ergreifende des ,kreuzigungsbildes1 das ,geheimnis sozusagen seiner mchtigen ,wirkung1 liegt in der friedlichen ,ruhe des ,todes1 mit welcher der am ,kreuz ,erhhte ber ,schmerz und ,leidenschaft der ,lebenden hinausragt4 ,ein anderes ,mal hat ,rubens die ,darstellung des ,kreuzestodes auf wenige ,figuren beschrnkt3 nur ,maria1 ,johannes und ,magdalena sind am ,fu des in einsamer ,hhe von der dunklen ,luft sich abhebenden ,kreuzes versammelt 7im ,louvre74 ,fast noch ergreifendere ,wirkung aber hat er in einem im ,antwerpener ,museum befindlichen ,bilde erreicht1 welches das ,vorbild fr ungezhlte ,kopien und ,nachahmungen geworden ist2 ganz einsam und verlassen hngt der ,heiland an dem hohen ,kreuze1 die ,natur hat sich in ,todesschweigen gehllt1 und vor dem schwarzen ,nachthimmel leuchtet der helle ,leichnam als das ,licht in der ,finsternis 7,abb4 #dh74 ,illustration3 ,abb4 #dg4 ,christus am ,kreuz4 ,im ,museum zu ,antwerpen4 ,illustration3 ,abb4 #dh4 ,es ist vollbracht4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,illustration3 ,abb4 #di4 ,entwurf zur ,ausschmckung des ,mittelgewlbes der ,jesuitenkirche zu ,antwerpen4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ej4 ,graf ,thomas ,arundel und seine ,gemahlin4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,illustration3 ,abb4 #ea4 ,charles de ,longueval1 ,graf von ,boucquoy4 ,gemalt als ,vorlage fr einen von ,vorstermann ausgefhrten ,kupferstich4 ,in der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,die bevorstehende ,vollendung der ,jesuitenkirche zu ,antwerpen brachte ,rubens im ,jahre #afbj einen ,auftrag von auergewhnlichem ,umfang4 ,am #bj4 ,mrz dieses ,jahres unterschrieb er einen mit ,pater ,jacobus ,tirinus1 dem ,oberen des ,antwerpener ,jesuitenkollegiums1 geschlossenen ,vertrag1 durch welchen er die malerische ,ausschmckung der ,kirche bernahm4 ,mit der ,herstellung von ,altargemlden fr dieselbe war er schon vorher beauftragt worden4 ,jetzt handelte es sich hauptschlich um die ,deckengemlde2 zu diesen1 #ci an der ,zahl1 sollte ,rubens die ,skizzen vor ,schlu des ,jahres liefern1 van ,dyck und einige andere seiner ,schler sollten sie dann ausfhren und er selbst schlielich die letzte ,hand anlegen4 ,es ist wohl nur selten einem ,knstler vergnnt gewesen1 einen selbstgeschaffenen ,bau mit selbstgeschaffenen ,gemlden zu schmcken und so die denkbar vollkommenste ,zusammenwirkung der ,knste zu erzielen4 ,wenn es gestattet ist1 von einem ,jesuitenstil in der ,malerei zu sprechen1 so war ,rubens der grte ,meister dieses ,stils2 er verstand sich darauf1 den hchsten ,aufwand von ,glanz und ,pracht zu entfalten1 aber die ,gre seiner ,meisterschaft lie dabei niemals den ,eindruck betubender berladung aufkommen4 ,wie glnzend das ,innere der ,jesuitenkirche zu ,antwerpen ausgesehen hat1 deren ,architektur mit ,marmor und ,vergoldung die prchtige ,umrahmung der farbenreichen ,gemlde bildete1 davon knnen wir uns nach mehreren ,abbildungen eine wenn auch nur unvollkommene ,vorstellung machen2 das ,belvedere zu ,wien besitzt zwei dieser ,abbildungen1 die eine von ,sebastian ,vrancx1 der gleich ,rubens ein ,schler des ,adam van ,noort war1 die andere1 gemalt im ,jahre #affe1 von ,anton ,gheringh2 eine zwei ,jahre frher von diesem gewandten ,architekturmaler aufgenommene ,innenansicht der ,kirche befindet sich in der ,mnchener ,pinakothek4 ,im ,jahre #agah wurde die ,jesuitenkirche zu ,antwerpen infolge eines ,blitzschlages ein ,raub der ,flammen4 ,das ,gebude selbst konnte in der frheren ,gestalt wiederhergestellt werden -- es wurde freilich nicht unerheblich vereinfacht --1 die ,deckenmalereien aber blieben verloren4 ,von den #cf ,gemlden1 welche die ,decken der ,seitenschiffe und der ber diesen befindlichen ,emporen schmckten1 sind ,zeichnungen von ,jacob de ,wit 7im ,museum ,plantin-,moretus zu ,antwerpen7 und ,kupferstichnachbildungen vorhanden2 von den drei brigen1 die sich in der ,eingangshalle befanden1 ist nur eins durch einen ,kupferstich bekannt4 ,das vergoldete ,tonnengewlbe des ,mittelschiffes war durch ,stuckleisten in verschiedengestaltige ,felder geteilt1 welche durch ,einzelfiguren ausgefllt wurden2 in dem mittelsten ,felde umschwebten ,kinderengel den in einem ,strahlenkranze leuchtenden ,namenszug ,marias4 ,von dieser ,einteilung und ,ausschmckung des ,mittelgewlbes ist der gezeichnete ,entwurf erhalten geblieben2 derselbe befindet sich1 wie die ,mehrzahl der ,rubensschen ,handzeichnungen1 zu ,wien in der ,albertina 7,abb4 #di74 ,glcklicherweise gelang es bei dem ,brande1 die drei groen ,altargemlde zu retten1 welche ,rubens fast ganz eigenhndig gemalt hatte4 ,dieselben wurden von der ,kaiserin ,maria ,theresia angekauft und befinden sich im ,hofmuseum zu ,wien4 ,die beiden ,hauptaltarbilder sind von gewaltigem ,umfang2 sie behandeln in zahlreichen berlebensgroen ,figuren ,gegenstnde aus der modernen ,heiligengeschichte4 ,das eine zeigt den ,stifter des ,jesuitenordens1 ,ignatius von ,loyola1 wie er1 in ,megewndern am ,altar stehend -- ihm zur ,seite eine ernste ,reihe schwarzgekleideter ,brder der ,gesellschaft ,jesu1 zu seinen ,hupten im ,lichtglanz eine ,schar von ,kinderengeln --1 durch sein ,gebet eine ,anzahl von ,besessenen1 die man an die ,stufen des ,altars gebracht hat1 von den bsen ,geistern befreit4 ,das andere stellt des ,ignatius ,studien- und ,gesinnungsgenossen1 den der ,orden mit zu seinen ,begrndern zhlen durfte1 ,franziskus ,xaverius dar1 wie er1 in ,indien das ,christentum predigend1 zum ,beweise von der ,macht des ,christengottes vor dem staunenden ,volk ,tote zum ,leben erweckt2 in der ,hhe erscheint auf ,wolken die ,gestalt des katholischen ,glaubens1 ,engel tragen vor ihr das ,kreuz des ,heilands1 und vor den himmlischen ,lichtstrahlen1 die von dieser ,gruppe ausgehen1 strzt in der ,vorhalle des ,tempels das ,gtzenbild zusammen4 ,rubens' gewaltige ,phantasie hat aus den gegebenen ,stoffen1 die einem anderen vielleicht nur wenig knstlerische ,anregung geboten htten1 groartige ,meisterwerke geschaffen1 die im ,aufbau des ,ganzen und im ,ausdruck des ,einzelnen1 in der ,farbe und in der ,lichtwirkung zweifellos zu dem ,allervorzglichsten gehren1 was er berhaupt hervorgebracht hat4 ,franziskus ,xaverius wurde im ,jahre #afai1 ,ignatius von ,loyola #afbb heilig gesprochen2 hiernach kann man annehmen1 da ,rubens das ,franziskusbild sofort nach dem ,bekanntwerden jenes ersteren ,ereignisses fr den ,hochaltar der ,jesuitenkirche malte1 und da erst drei ,jahre spter das ,ignatiusbild1 welches auf den erwhnten ,abbildungen der ,kirche ber dem ,hochaltar zu sehen ist1 statt dessen an diese ,stelle trat4 ,das dritte der im ,belvedere befindlichen ,gemlde aus der ,antwerpener ,jesuitenkirche stammt von einem ,seitenaltar derselben und stellt die ,himmelfahrt ,marias vor4 ,von ,licht umflutet und von einem ,kranz von ,engeln umgeben1 schwebt die ,jungfrau voll freudigen ,verlangens auf den ,wolken empor1 whrend unten die versammelten ,apostel und heiligen ,frauen zum ,teil ihre ,blicke in das leere ,grab versenken1 zum ,teil andchtig und begeistert aufwrts schauen4 ,von einer ganzen ,anzahl von ,darstellungen der ,himmelfahrt ,marias1 welche ,rubens frher1 zu derselben ,zeit und spter malte1 hat er selbst diejenige1 welche er fr die ,antwerpener ,jesuiten ausfhrte1 fr die bestgelungene erklrt4 ,die ,liechtensteinsche ,sammlung zu ,wien besitzt ein groes ,gemlde dieses ,inhalts1 dessen ,herkunft unbekannt ist4 ,ein vorzglich schnes1 nach welchem ,paul ,pontius einen im ,jahre #afbd vollendeten ,kupferstich anfertigte1 befindet sich in der ,akademie zu ,dsseldorf4 ,als im ,jahre #ahje die von den pflzischen ,kurfrsten angelegte berhmte ,dsseldorfer ,gemldesammlung vor den ,franzosen nach ,mnchen geflchtet wurde1 blieb dieses ,bild zurck1 da die gewaltige ,eichenholztafel1 auf welche es gemalt war1 bei den damaligen ,verkehrsmitteln nicht mit der durch die ,verhltnisse gebotenen ,schnelligkeit fortgeschafft werden konnte2 es wurde1 damit kein weiterer ,zeitverlust die ,rettung der brigen ,kunstwerke gefhrde1 unverpackt auf offenem ,markt zurckgelassen2 doch entging es eben wegen seiner ,schwere auch dem ,geschick1 nach ,paris entfhrt zu werden1 -- glcklicher als das ,himmelfahrtsbild der kaiserlichen ,sammlung zu ,wien1 welches der franzsische ,kommissar ,denon in drei ,stcke zersgen lie1 um es fortschaffen zu knnen4 ,nchst diesem ,gemlde im ,hofmuseum -- das #ahae nach sechsjhriger ,abwesenheit nach ,wien zurckgebracht wurde -- ist von den inhaltsgleichen ,schpfungen des ,meisters diejenige die berhmteste1 welche den ,hochaltar der ,kathedrale von ,antwerpen schmckt4 ,mit der ,anfertigung dieses ,altarbildes wurde ,rubens im ,jahre #afai beauftragt2 doch verzgerte sich die ,ausfhrung1 so da es erst im ,mai #afbf zur ,aufstellung kam4 ,es wird berichtet1 da das gleichfalls sehr groe ,bild in sechzehn ,tagen gemalt worden sei2 doch ist damit wohl nur die ,zeit gemeint1 welche der ,meister selbst darauf verwendete1 -- die ,mitwirkung von ,schlern1 deren ,arbeitstage schwerlich gezhlt wurden1 ist unverkennbar4 ,illustration3 ,abb4 #eb4 ,bildnis eines ,feldherrn1 ,vorlage fr ,kupferstich4 ,handzeichnung in der ,galerie zu ,weimar4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ec4 ,turnier vor einem ,schlo4 ,in der ,galerie des ,louvre4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ed4 ,bildnis des ,barons ,heinrich von ,wicq4 ,im ,louvre zu ,paris4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,durch ,sir ,dudley ,carleton vermutlich wurde ,rubens mit einem ,manne bekannt1 der als der groe ,mcenas aller schnen ,knste und der schrankenlose ,sammler von ,altertmern8 bei ,mit- und ,nachwelt berhmt war4 ,thomas ,howard1 ,graf von ,arundel und ,surrey4 ,diesen ,kunstfreund nebst seiner ,gemahlin portrtierte der ,meister im ,jahre #afbj in einem reichen ,gemlde1 welches sich jetzt in der ,mnchener ,pinakothek befindet4 ,eigentlich mchte man dieses ,gruppenbild als das ,bildnis der ,grfin ,arundel mit ihrer ,umgebung bezeichnen4 ,in einer offenen ,halle von gewundenen ,marmorsulen1 deren ,boden ein farbenprchtiger ,teppich bedeckt und wo an einem schweren ,vorhang das ,wappen des ,hauses in reicher ,stickerei prangt1 sitzt die ,grfin1 in schwarze ,seide gekleidet2 sie streichelt mit der ,rechten einen mchtig groen ,hatzhund1 der schmeichelnd seinen ,kopf auf ihren ,scho legt1 und zu ihrer ,linken steht ein kleiner ,page in roter1 goldgestickter ,kleidung1 mit einem ,falken auf der ,faust2 da die ,dame eine groe ,jagdfreundin war1 ist hiermit wohl deutlich genug gesagt2 auch die frstliche ,liebhaberei eines ,hofnarren konnte sie sich gestatten3 neben dem ,hunde steht der ,zwerg und ,spamacher in grn und gelber ,tracht2 hinter dem ,stuhl der ,herrin aber steht der ,graf ,arundel selbst 7,abb4 #ej74 ,illustration3 ,abb4 #ee4 ,maria von ,medici4 ,im ,museum des ,prado zu ,madrid4 ,mit dem ,jahre #afbj lief der ,waffenstillstand ab1 whrend dessen die ,niederlande die ,segnungen des ,friedens ungestrt genossen hatten2 in ,deutschland war der ,religionskrieg schon entbrannt1 und die erste ,schlacht ward zu ,gunsten des ,kaisers und der ,katholischen entschieden4 ,die ,welt verlangte das ,bild des ,siegers vom ,weien ,berge kennen zu lernen1 und ,rubens war es1 der dasselbe fr die ,kupferstichvervielfltigung malte4 ,wir sehen den ,grafen ,boucquoy im ,harnisch1 mit ,schrpe und ,feldherrnstab1 in einem ,kranz von ,lorbeer und ,eichenlaub1 um den eine ,flle von allegorischen ,gestalten den weiteren ,rahmen bildet2 da liegen ,stdte und ,flsse gefesselt und niedergeworfen neben dem ,siegesaltar1 ruhend steht die geflgelte ,siegesgttin mit der ,trophe1 ,herkules mit seiner ,keule -- das ,sinnbild der ,kraft -- tritt die ,hydra und die ,meduse nieder1 ,engel1 welche den ,mekelch und das ppstliche ,doppelkreuz als ,wahrzeichen des katholischen ,glaubens halten1 bekrnzen den kaiserlichen ,adler1 dem ,genien des ,krieges und des ,sieges die ,palme und die ,weltkugel darreichen 7,abb4 #ea74 ,whrend ,rubens diese ,kupferstichvorlage1 die sich in der ,ermitage zu ,petersburg befindet1 sehr sorgfltig grau in grau gemalt hat1 gengte ihm in anderen ,fllen fr solchen ,zweck eine ,zeichnung1 allenfalls etwas mit ,tusche angelegt2 ein ,beispiel ist das geistreich ausgefhrte ,blatt in der ,sammlung zu ,weimar1 welches einen ,kriegsmann darstellt1 dessen ,namen wir wohl gleichfalls unter denjenigen der ,helden des dreiigjhrigen ,krieges zu suchen haben 7,abb4 #eb74 ,im ,jahre #afba starb ,erzherzog ,albrecht4 ,unter den ,bildnissen1 welche ,rubens' ,meisterhand von diesem seinem ,landesherrn hinterlassen hat1 sei das stolze ,reiterbild in der ,sammlung der ,knigin von ,england zu ,windsor -- eine ,zeichnung dazu in der ,louvresammlung -- noch besonders erwhnt4 ,es scheint1 da ,rubens damit beschftigt war1 eine ,folge von ,ahnenbildern fr seinen ,frsten zu malen1 als dessen ,tod diese ,arbeit unterbrach4 ,wenigstens erklrt sich so am leichtesten das ,vorhandensein der in ,rubens' ,nachla gefundenen1 jetzt im ,hofmuseum zu ,wien befindlichen berlebensgroen ,bildnisse ,karls des ,khnen und ,kaiser ,maximilians ,i4 ,der ,beschftigung mit der ,geschichte der ,vorfahren des ,erzherzogs verdankte auch ein ,gemlde 7im ,museum zu ,madrid7 sein ,entstehen1 welches die mittelalterliche ,erzhlung von ,rudolf von ,habsburg und dem ,priester behandelt1 die durch ,schillers ,ballade unsterblich gemacht worden ist4 ,nicht ohne einen ,anflug von ,laune hat ,rubens den ,vorgang aufgefat1 wie der des ,reitens unkundige ,priester auf dem mutigen ,jagdro des ,grafen den ,wildbach durchschreitet4 ,dieses ,bild ist wegen seines ,gegenstandes merkwrdig2 denn im allgemeinen lag jener ,zeit die ,beschftigung mit dem ,mittelalter sehr fern4 ,aber ,rubens1 der auf allen ,gebieten zu ,hause war1 hat auch einmal ein groes ,turnier gemalt2 das ,museum des ,louvre besitzt dieses durch den hohen ,reiz der ,landschaft1 in welcher das mittelalterliche ,schlo mit seinem ,wartturm sich erhebt1 ausgezeichnete ,werk 7,abb4 #ec74 ,die kaiserliche ,sammlung in ,wien besitzt zwei beraus sorgfltig ausgefhrte ,gemlde1 welche ihre ,vorwrfe aus ,ariostos ,rasendem ,roland und aus ,boccaccios ,decamerone schpfen4 ,rubens' ,vielseitigkeit war eben unbeschrnkt4 ,zu dem berraschendsten gehrt in dieser ,hinsicht eine ,skizze in der frstlich ,liechtensteinschen ,sammlung1 welche den ,maler der ungestmen ,kraft und der ppigkeit von einer fast sentimentalen ,seite zeigt3 eine mit verhlltem ,antlitz auf einem ,schlachtfeld sitzende trauernde ,frauengestalt4 ,rubens selbst hat sich darber ausgesprochen1 da ein ,auftrag ihm um so mehr ,freude mache1 je abwechselungsreicher er sei2 vor allem aber legte er jetzt ,wert darauf1 sich in mglichst groem ,mastabe bewegen zu knnen4 ,es handelte sich um ,bilder1 welche der ,prinz von ,wales von ihm zu haben wnschte4 ,in einem ,brief1 welchen der ,meister hierber an den englischen ,geschftstrger in ,brssel1 ,william ,trumbull1 am #ac4 ,september #afba schrieb1 sagt er3 ,ich wnschte1 da jene ,malerei fr die ,galerie ,sr4 ,k4 ,h4 des ,prinzen von ,wales von greren ,verhltnissen wre1 da der ,umfang des ,bildes uns viel mehr ,mut giebt1 um gut und der ,wahrscheinlichkeit gem unseren ,gedanken auszudrcken444 ,ich gestehe1 durch natrliche ,anlage mehr geeignet zu sein1 sehr groe ,werke zu machen1 als kleine ,merkwrdigkeiten4 ,ein jeder hat seine ,gabe2 meine ,begabung ist die1 da niemals eine ,aufgabe1 mchte sie auch noch so malos in ,bezug auf ,menge und ,verschiedenartigkeit der ,darstellungen sein1 meine ,unternehmungslust berstiegen hat48 ,illustration3 ,abb4 #ef4 ,maria von ,medici wird durch ,prokuration getraut4 ,skizze zu dem ,gemlde der ,medici-,galerie im ,louvre1 in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl zu ,mnchen4 ,eben im ,jahre #afba wurde ihm ein ,auftrag geboten1 der an ,menge und ,verschiedenartigkeit der ,darstellungen1 wie auch hinsichtlich der ,gre der ,verhltnisse nichts zu wnschen brig lie4 ,maria von ,medici1 die ,witwe ,knig ,heinrichs ,,iv von ,frankreich1 war1 nachdem sie sich mit ihrem ,sohne ,ludwig ,,xiii vershnt hatte1 nach ,paris zurckgekehrt2 sie bezog das neuerbaute ,palais des ,luxembourg und beabsichtigte hier eine groe ,galerie mit ,gemlden zu schmcken1 welche ihr eignes ,leben schildern sollten4 ,fr diese ,aufgabe ward ,rubens ausersehen4 ,vermittler waren der belgische ,gesandte in ,paris1 ,baron von ,wicq1 von welchem ,rubens ein treffliches ,bildnis hinterlassen hat 7im ,louvre1 ,abb4 #ed7 und der ,abb ,claude ,magis von ,st4 ,ambroise4 ,fr diesen letzteren ,herrn hat ,rubens vielleicht das prchtige ,gemlde angefertigt1 welches den h4 ,ambrosius darstellt1 wie er zu ,mailand dem ,kaiser ,theodosius den ,eintritt in die ,kirche verweigert2 die ,herkunft dieses ,bildes1 welches jetzt im ,rubenssaal des kunsthistorischen ,hofmuseums zu ,wien neben den groen ,altargemlden aus ,antwerpen prangt1 ist gnzlich unbekannt2 aber es ist zweifellos um #afba entstanden1 und die ,wahl jenes ,heiligen scheint auf den genannten ,abb hinzudeuten1 dem ,rubens sicherlich sehr dankbar war fr die ,verschaffung eines so groen ,auftrages nach seinem ,herzen4 ,dem ,baron von ,wicq bezeigte er seinen ,dank durch das ,geschenk eines ,madonnenbildes4 ,anfang #afbb befand sich ,rubens in ,paris1 um die ,sache mit der ,knigin zu besprechen4 ,wahrscheinlich malte er bei dieser ,gelegenheit das schne ,bildnis derselben1 welches sich jetzt im ,museum zu ,madrid befindet 7,abb4 #ee74 ,drei ,jahre spter wurden die ,bilder aus ihrem ,leben1 welche der ,meister bis auf zwei in ,antwerpen unter ,mitwirkung von ,schlern malte1 an ihrem ,platze aufgestellt2 die beiden letzten fhrte er ganz eigenhndig an ,ort und ,stelle aus1 fast in bestndiger ,gesellschaft der ,knigin1 welche ,gefallen daran fand1 dem berhmten ,mann bei der ,arbeit zuzusehen und sich mit ihm zu unterhalten4 ,der ,inhalt der ,gemlde ist folgender3 #a7 die ,schicksalsgttinnen bestimmen den ,lebenslauf der toskanischen ,frstentochter2 #b7 die ,geburt der ,maria von ,medici2 #c7 ihre ,erziehung2 #d7 ,heinrich ,,iv erblickt ihr ,bild und beschliet1 sich mit ihr zu vermhlen2 #e7 die ,trauung durch ,prokuration 7,abb4 #ef72 #f7 die ,landung in ,frankreich2 #g7 die ,hochzeit2 #h7 die ,geburt ,ludwigs ,,xiii2 #i7 der ,aufbruch ,heinrichs ,,iv in den deutschen ,krieg2 #aj7 ,maria empfngt die ,knigskrone2 #aa7 ,apotheose des ermordeten ,knigs2 #ab7 die ,regierung der ,knigin2 #ac7 ihre kriegerische ,reise nach ,pont de ,c 7,abb4 #eg72 #ad7 der ,austausch der zwei ,brute 7der spanischen ,infantin ,anna von sterreich und der franzsischen ,prinzessin ,elisabeth72 #ae7 die ,segnungen der ,regentschaft ,marias2 #af7 sie bergiebt die ,regierung ihrem ,sohne ,ludwig ,,xiii2 #ag7 sie zieht sich nach ,blois zurck2 #ah7 sie entschliet sich1 dem ,zwist mit ihrem ,sohne auf friedlichem ,wege ein ,ende zu machen2 #ai7 der ,friedensschlu 7,abb4 #eh72 #bj7 die ,vershnung zwischen ,maria und ,ludwig ,,xiii2 #ba7 die ,zeit enthllt die ,wahrheit4 -- ,als die ,bilderreihe vollendet war -- im ,sommer #afbe --1 fand die ,bewunderung keine ,grenzen4 ,heute befinden die ,gemlde sich nicht mehr im ,luxembourg-,palast1 sondern im ,museum des ,louvre2 die ,skizzen zu denselben1 mit ,ausnahme von dreien1 besitzt die ,mnchener ,pinakothek4 ,wenn heutzutage hufig ein tadelndes ,urteil ber dieses groe ,hauptwerk des ,meisters ausgesprochen wird1 weil in demselben ,wirkliches und ,unwirkliches1 ,geschichtliches1 ,mythologisches und ,sinnbildliches1 ,christliches und ,heidnisches bunt durcheinander gemengt erscheint1 so ist das ein groes ,unrecht4 ,in jener ,zeit wre es gar nicht denkbar gewesen1 da das ,leben einer ,knigin anders1 als mit allegorischer ,umkleidung und mit dem ,aufgebot aller ,gtter und ,gttinnen des ,olymps knstlerisch verherrlicht wrde4 ,eine realistische ,auffassung1 wie sie unserer ,zeit vielleicht als die einzig berechtigte erscheint1 wrde von jener ,zeit bedingungslos als kalt1 langweilig1 abgeschmackt verworfen worden sein4 ,auch htten die nchternen ,thatsachen aus dem ,leben der ,maria von ,medici bis zu dem ,tage1 wo sie sich mit ihrem ,sohne wieder vershnte1 selbst einem ,rubens wohl schwerlich hinreichende ,anregung gegeben1 um eine ganze lange ,galerie mit lebensgroen ,gemlden in einigermaen ertrglicher ,abwechselung zu beleben4 ,wenn irgendwo1 so war es bei der ,schaffung der ,medici-,galerie dem ,meister gestattet und geboten1 dem ,reichtum seiner ,einbildungskraft freies ,spiel zu lassen und an und fr sich reizlosen ,begebnissen aus der ,gegenwart dadurch ein ,recht auf monumentale knstlerische ,festhaltung zu verleihen1 da er sie in olympische ,hhen entrckte4 ,man darf ja vielleicht zugeben1 da die ausgeklgelten ,allegorien sich hier und da allzu deutlich als das ,erzeugnis kalter ,verstandesarbeit erkennen lassen3 der ,mehrzahl nach sind sie doch von dem warmen ,leben1 das des ,knstlers ,schpferkraft auch den sprderen ,stoffen einzuhauchen wute1 beseelt2 wenn die ,gtter und ,gttinnen bisweilen kaum eine andere ,rolle spielen mgen1 als die von ungewhnlich leicht gekleideten ,theaterstatisten1 so entschdigen sie den ,beschauer dafr durch den malerischen ,reiz ihrer gesunden1 blhenden ,leiber4 ,als prchtige ,verkrperungen des ,rubensschen ,frauenideals erscheinen die ,schicksalsgttinnen1 welche den ,lebensfaden der ,prinzessin ,maria spinnen1 oder die ,seejungfrauen1 welche das ,schiff begleiten1 auf dem die knigliche ,braut nach ,frankreich fhrt4 ,das ,bild der ,landung in ,frankreich ist brigens1 wenn wir von der allerdings viel ,raum in ,anspruch nehmenden ,beigabe des ,meergottes und seines ,gefolges absehen1 fast als eine wahrheitsgetreue ,darstellung zu bezeichnen1 denn so prunkvoll war das ,schiff in ,wirklichkeit ausgestattet4 ,noch vollstndiger zeigt sich die ,darstellung1 wie ,maria durch ,prokuration getraut wird -- der alte ,erzherzog ,ferdinand trat als ,stellvertreter des ,knigs mit ihr vor den ,altar -- als ein ,wirklichkeitsbild1 in dem sich ein sprechendes ,bildnis an das andere reiht2 hier htte es ,rubens vom knstlerischen ,standpunkt aus sicherlich nichts verschlagen1 wenn er als ,schlepptrger der ,braut einen jungen ,pagen hingemalt htte1 aber dem ,sinne der ,zeit entsprach es besser1 da ein nackter ,liebesgott dieses ,amt bernimmt 7,abb4 #ef74 ,meistens verschwinden die wirklichen ,hauptpersonen fast hinter den mythologischen und sinnbildlichen ,gestalten1 oder sie treten auch wohl selbst in der ,rolle -- oder man knnte besser sagen in der ,verkleidung -- von ,gttern auf1 wie in dem ,bilde1 welches die ,hochzeit darstellt1 und welches das ,knigspaar als ,jupiter und ,juno im ,olymp thronend zeigt1 whrend eine ,stadtgttin auf einem mit ,lwen bespannten ,wagen den irdischen ,schauplatz des ,vorgangs1 die ,stadt ,lyon1 andeutet4 ,wenn wir sehen1 wie der ,tod ,heinrichs ,,iv dadurch verbildlicht wird1 da der ,knig auf einem ,adler zu den olympischen ,hhen reitet1 so brauchen wir uns nicht darber zu verwundern1 da ,maria von ,medici in dem ,gemlde1 welches ihre ,reise nach ,pont de ,c darstellt1 als eine ,art von ,minerva zu ,rosse sitzt 7,abb4 #eg74 ,zu dem ,helm der ,gttin pat auf dem letztgenannten ,bilde das idealisierte ,gesicht4 ,sonst aber erscheint die ,knigin berall durchaus bildnismig1 vom schmeichelnden ,reiz der ,jugend umkleidet in den ,darstellungen aus ihrer frheren ,lebenszeit1 und als gereifte ,frau in denjenigen aus den letztvergangenen ,jahren4 ,mitunter verleiht gerade diese realistische ,erscheinung des einen ,kopfes demselben ein bergewicht ber die umgebenden ,idealgestalten1 welches keinen ,zweifel darber lt1 da dieses die ,hauptperson ist1 mgen jene anderen auch noch so viel ,raum beanspruchen2 so bei dem ,bilde des ,friedensschlusses1 wo die ,knigin1 von ,gottheiten1 gegen welche die ,unholde des ,neides1 des ,hasses und der ,zwietracht vergeblich anstrmen1 geleitet1 den ,friedenstempel betritt 7,abb4 #eh74 ,vieles ist1 wie es bei ,allegorien stets nahe liegt1 recht uerlich aufgefat2 andererseits aber fehlt es auch nicht an ,zgen1 welche von tiefer ,beobachtung des ,seelenlebens eingegeben sind2 wie der ,knig zum erstenmal das ,bild seiner ,braut betrachtet1 wie die ,knigin mit ,mutterlust sich in den ,anblick ihres ,neugeborenen vertieft1 und wie sie bei der ,ausshnung mit ihrem ,sohne mit verweinten ,augen lchelt1 das sind solche ,zge feiner ,beobachtung und wirklicher ,empfindung4 ,das ganze ,werk ist ein ,gedanke so recht aus dem ,geiste jener ,zeit und eine ,schpfung1 in welcher die ,kunst des ,malerfrsten jener ,zeit sich aufs glnzendste bethtigt hat4 ,welches ,ma von ,befriedigung ,maria von ,medici ber ,rubens' ,schpfung empfand1 mag man daraus entnehmen1 da sie bei ihm nach ,schlu der ,arbeit zur weiteren ,ausschmckung der ,galerie noch vier ,bildnisse bestellte1 von denen das eine sie selbst im ,gewande einer ,minerva1 zwei ihre ,eltern1 den ,groherzog und die ,groherzogin von ,toskana1 das vierte aber den ,knstler vorstellen sollte4 -- ,beilufig mag noch die hbsche ,anekdote ,erwhnung finden1 da die ,knigin einmal im ,beisein ,rubens' ihren ganzen weiblichen ,hofstaat um sich versammelte1 lediglich zu dem ,zweck1 von dem ,maler spter ein ,urteil ber die ,schnheit ihrer ,damen zu hren2 es wird auch der ,name der ,frau berliefert1 welche in den ,augen des groen ,kenners den ,preis der ,schnheit davon trug2 es war die ,herzogin von ,gumne4 -- ,die ,knigin htte den gefeierten ,knstler gern an ,paris gefesselt4 ,aber ,rubens war1 wie er im ,mai #afbe an einen ,freund schrieb1 dieses ,hofes mde82 zudem verstimmte es ihn1 da die ,knigin mit der ,bezahlung fr das groe ,unternehmen zgerte und da sie keine ,miene machte1 ihn fr die wiederholten ,reisen nach ,paris und fr den kostspieligen ,aufenthalt daselbst zu entschdigen4 ,so kehrte er denn bald nach ,vollendung der ,galerie nach ,antwerpen zurck4 ,es ist ein nach ,paris gerichteter ,brief von ,rubens vorhanden -- ohne ,datum1 und man wei daher nicht1 ob er sich auf die erste ,reise nach ,paris bezieht oder auf diejenige1 welche der ,meister zur ,vollendung der ,bilder unternahm1 oder aber auf einen zwischendurch im ,sommer #afbc dort genommenen ,aufenthalt --1 worin er bittet1 man mge im voraus die ,schwestern ,capaio und deren ,nichte ,louise fr ihn in ,bereitschaft halten1 damit er nach ihnen lebensgroe ,studien zu den ,seejungfrauen malen knne1 welche das ,schiff der ,knigin bei dem ,bilde der ,landung in ,frankreich begleiten4 ,er fnde nicht leicht irgendwo anders so prchtiges schwarzes ,haar1 fgt er hinzu2 bei der ,ausfhrung indessen hat er doch wieder sein geliebtes ,blond jenem prchtigen ,schwarz vorgezogen4 ,es berhrt uns beinah befremdlich1 da ein ,meister1 der mit einer so umfassenden ,kenntnis die ,welt der ,formen beherrschte und der sicherlich fast alles aus dem ,kopfe malte1 es berhaupt noch fr ntig erachtete1 sich um ,modelle zu bemhen4 ,aber unter den ,handzeichnungen1 welche die verschiedenen ,sammlungen1 namentlich die ,albertina1 von ihm aufbewahren1 befindet sich manches hbsche ,blatt1 welches beweist1 da er die ,formen der ,wirklichkeit gelegentlich durch fleiiges und sorgfltiges ,nachzeichnen studierte 7,abb4 #ei72 am zahlreichsten sind unter den ,studienblttern die ,kpfe 7,abb4 #fa u4 #fb74 ,auch eine ,anzahl von ,bildniskpfen befindet sich unter den aufbewahrten ,handzeichnungen des ,meisters2 dieselben sind zum ,teil wohl ,vorzeichnungen fr ,bildnisse1 die er zu malen beabsichtigte1 ohne von der betreffenden ,persnlichkeit eine lange ,sitzung zu verlangen2 zum ,teil mag er sie auch wohl nur fr sich selbst zur ,erinnerung an jene ,personen in sein ,skizzenbuch eingetragen haben4 ,als ,beispiele mgen der ,kopf einer jungen ,hofdame der ,erzherzogin ,isabella1 aus ,rubens' frherer ,zeit1 und der ,kopf eines franzsischen ,marquis -- der beigeschriebene ,name ist unleserlich --1 aus der ,zeit des lngeren ,aufenthaltes in ,paris1 dienen 7,abb4 #fc und #fd74 ,das ,gemlde1 zu welchem die erstere dieser beiden ,zeichnungen gedient hat1 befindet sich in der ,ermitage zu ,petersburg2 es bekundet1 obgleich es unfertig als ,untermalung stehen geblieben ist1 auf das sprechendste1 welche ,steigerung an ,reiz und ,leben der groe ,meister der ,farbe erreichte1 sobald er den ,stift mit dem ,pinsel vertauschte 7,abb4 #fe74 ,illustration3 ,abb4 #eg4 ,der ,ritt nach ,pont de ,c4 ,skizze zu dem ,gemlde der ,medici-,galerie im ,louvre1 in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,illustration3 ,abb4 #eh4 ,der ,friedensschlu4 ,skizze zu dem ,gemlde der ,medici-,galerie im ,louvre1 in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,die ,bildnismalerei war fr ,rubens zu allen ,zeiten das vorzglichste ,mittel1 sich an der ungetrbten ,quelle der ,natur zu erfrischen4 ,bei anspruchsloseren ,aufgaben dieser ,art legte er sozusagen sein berschumendes ,genie beiseite1 und mit derselben knstlerischen ,lust1 mit welcher er sonst seiner schrankenlosen ,einbildungskraft die ,zgel schieen lie1 gab er sich einem einfachen und aufrichtigen ,realismus hin4 ,aus allen ,zeiten seiner ,knstlerlaufbahn sind ,bildnisse von ,persnlichkeiten vorhanden1 deren ,namen vergessen sind1 die eben nur als ,bildnisse noch leben2 und gerade in diesen ,werken hat ,rubens uns bewiesen1 wie treu und ehrlich er1 wenn er wollte1 die ,wirklichkeit1 wie sie sich ihm bot1 ohne jeden ,nebengedanken nachzubilden vermochte 7,abb4 #ff-fi1 #gb74 ,einige ,frauenbildnisse1 bei denen die ,namen der ,urbilder bekannt sind1 besitzen von jeher einen besonderen ,ruhm4 ,da ist im ,museum zu ,brssel ,jakelyne de ,caestre1 die bleiche ,gattin eines derben ,landedelmannes 7gemalt im ,jahre #afah72 im ,museum des ,louvre eine junge ,dame aus der ,familie ,boonen1 die mit ihren unergrndlichen dunklen ,augen den ,beschauer festhlt 7,abb4 #fj72 in der ,londoner ,national-,galerie zeigt das hochgefeierte ,bildnis aus des ,meisters spterer ,zeit1 welches unter dem ,namen le chapeau de paille8 -- miverstanden aus chapeau de poil -- bekannt ist1 unter dem ,schatten eines breitkrmpigen schwarzen ,filzhuts die feinen ,zge und die glhenden ,augen eines ,frulein ,lunden aus ,antwerpen1 welches die geschftige ,sage zu einer ,geliebten des ,meisters stempeln will4 -- ,von sehr kunstverstndiger ,seite ist die ,behauptung ausgesprochen worden1 die ,bildnismalerei sei die schwchste ,seite von ,rubens' ,kunst2 es wird dem ,meister zum ,vorwurf gemacht1 da er nur das uere der von ihm abgemalten ,personen aufgefat habe1 da seine ,bildnisse -- gleichwie die ,photographie -- nur das ,zufllige der gerade im ,augenblick des ,sitzens sich darbietenden ,erscheinung wiedergeben1 ohne in das innere ,wesen des ,menschen einzudringen1 da ihnen somit dasjenige fehle1 wodurch ein ,bildnis erst zum ,kunstwerk wird4 ,das mag bei manchen ,rubensschen ,portrts zutreffen1 in allgemeiner ,fassung aber ist ein solches ,urteil sicherlich unbegrndet4 ,man braucht nur -- um unter vielen ,beispielen eins herauszugreifen -- das etwa um das ,jahr #afbd entstandene ,bildnis von ,rubens' gelehrtem ,freund ,dr4 van ,thulden1 in der ,mnchener ,pinakothek1 anzusehen1 um sich zu berzeugen1 da der ,meister es sehr wohl verstand1 einen ganzen ,menschen mit ,leib und ,seele im ,bilde der ,nachwelt zu berliefern 7,abb4 #gc74 ,unter den ,bildnissen geschichtlicher ,persnlichkeiten ist aus der ,zeit von #afba-afbe dasjenige des groen spanischen ,feldherrn ,ambrosius ,spinola zu nennen4 ,spinola war mit ,rubens persnlich befreundet1 obgleich er1 wie der letztere einmal einem ,bekannten schrieb1 in ,kunstsachen nicht mehr ,geschmack und ,verstndnis als ein gewhnlicher ,bedienter8 zeigte4 ,das ,bild des ,marquis ,spinola befindet sich in der ,gemldesammlung zu ,braunschweig1 die auerdem von der ,hand des ,meisters das treffliche ,bild eines ,unbekannten und eine aus seiner ,jugendzeit stammende ,judith mit dem ,haupt des ,holofernes besitzt4 ,die ,gemldegalerie zu ,kassel enthlt ein sehr auffallendes prchtiges ,bildnis in ganzer ,figur1 gegen das ,jahr #afbd ganz eigenhndig von ,rubens gemalt4 ,es ist ein breitbeinig dastehender1 beleibter ,mann mit gewhnlichen ,zgen und groben ,hnden1 in reicher morgenlndischer ,kleidung 7,abb4 #gd72 sicherlich kein ,trke1 sondern vielmehr ein in der ,levante ansssiger christlicher ,handelsmann1 der das ,bild fr seine ,angehrigen in der ,heimat malen lassen mochte4 ,woher der ,mann kam1 darber enthlt das ,gemlde selbst eine ,andeutung1 indem an dem ,griff eines im ,hintergrunde lehnenden ,palmenwedels das aus der ,zeit der sogenannten lateinischen ,herrschaft stammende christliche ,stadtwappen von ,konstantinopel 7auf der kleinen ,abbildung nicht mehr sichtbar7 angebracht ist4 ,illustration3 ,abb4 #ei4 ,aktstudie4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #fj4 ,bildnis einer ,dame aus der ,familie ,boonen4 ,im ,louvre zu ,paris4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,rubens hat die stattliche fremdartige ,erscheinung dieses ,mannes verwertet1 indem er dieselbe zu der ,gestalt des ,mohrenknigs benutzte in einem fr die ,abtei ,st4 ,michael gemalten ,altarbild1 welches die ,anbetung der drei ,weisen darstellt4 ,dieses jetzt im ,museum zu ,antwerpen befindliche ,gemlde1 welches der ,meister im ,jahre #afbd in dreizehn ,tagen gemalt haben soll -- bei einer ,breite von ungefhr #c und einer ,hhe von #e ,meter -- mag hinter manchen unter den zahlreichen ,darstellungen des nmlichen ,gegenstandes1 welche ,rubens geschaffen hat1 in ,bezug auf die ,gesamtanordnung sowie auf ,schnheit und ,ausdruck des ,einzelnen zurcktreten3 unbertroffen bleibt es hinsichtlich des fesselnden ,reizes eines geheimnisvollen ,farbenzaubers4 ,illustration3 ,abb4 #fa4 ,studienkopf4 ,handzeichnug in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,die ,zeit von #afbj bis #afbe ist vielleicht der glnzendste und fruchtbarste ,abschnitt in ,rubens' thatenreicher ,knstlerlaufbahn4 ,neben der ,flle von ,arbeit1 welche die beiden groen ,unternehmungen1 die ,ausmalung der ,jesuitenkirche zu ,antwerpen und die ,anfertigung der ,medici-,galerie1 ihm boten1 und neben den sonstigen greren und kleineren ,auftrgen1 blieb dem unermdlichen ,meister immer noch ,zeit1 ,bilder nach freier ,wahl zu malen4 ,von den ,gemlden mythologischen ,inhaltes -- den ,parisurteilen1 ,entfhrungen1 ,venus- und ,grazienbildern1 ,dianen und ,satyrn und was sonst noch ihr ,gegenstand sein mag -- scheint eine ganze ,menge dieser ,zeit anzugehren4 ,da ,rubens1 wenn er sozusagen zu seiner ,erholung malte1 mit ,vorliebe ,stoffe aus der antiken ,gttersage whlte1 ist leicht erklrlich1 indem er hier am meisten ,gelegenheit fand1 ,fleisch zu malen4 ,doch gab ihm gelegentlich auch die ,geschichte des ,altertums ,stoffe1 die ihn anregten4 ,so finden wir in ,paris eine ,darstellung der ,scythenknigin ,tomyris1 die das ,haupt des ,cyrus in ,blut tauchen lt1 ein farbenprchtiges ,gemlde1 das an seinem ,ehrenplatz im ,salon carr des ,louvre mit dem daneben hngenden ,meisterwerk des ,paul ,veronese1 die ,hochzeit zu ,kana1 erfolgreich wetteifert2 in ,mnchen einen ,tod des ,seneca1 ein dem ,gegenstand entsprechend dster gestimmtes ,bild2 in der ,sammlung der ,knigin von ,england im ,buckingham-,palast einen im ,kreise seiner ,schler lehrenden ,pythagoras4 -- ,ein ,gebiet1 auf dem er sich in jngeren ,jahren nicht versucht zu haben scheint1 betrat ,rubens1 indem er ,bilder malte1 bei denen die ,landschaft die ,hauptsache1 die ,figuren nur ,staffage waren4 ,in einem ,verzeichnis aus dem ,jahre #afbe finden sich zum erstenmal derartige ,werke erwhnt1 darunter zwei1 welche gegenwrtig die knigliche ,sammlung zu ,windsor besitzt4 ,das eine derselben stellt den ,winter vor2 die weite ,flur ist mit ,schnee bedeckt1 im ,vordergrunde haben sich arme ,leute unter einem ,schutzdach um ein ,feuer versammelt2 das dunkle ,holz der ,htte und der weie ,schnee1 der rote ,feuerschein und das kalte ,licht des ,wintertages bilden die wirkungsvollen ,gegenstze1 aus denen der ,meister ein sprechendes ,stimmungsbild gewirkt hat4 ,das andere fhrt uns einen sonnigen ,sommertag vor ,augen2 die in eine weite ,ferne hinein sich vertiefende ,landschaft ist im ,vordergrunde von vielen ,figuren belebt1 ,bauersleuten1 die mit ,reittieren und ,karren zu ,markte ziehen4 ,die beiden meisterlichen ,gemlde gehren zu einer ,folge der vier ,jahreszeiten2 das gleich vortreffliche ,bild des ,herbstes1 eine gro gedachte ,morgenstimmung1 befindet sich in der ,nationalgalerie zu ,london1 dasjenige des ,frhlings wird in einer ,londoner ,privatsammlung bewahrt4 ,illustration3 ,abb4 #fb4 ,studienkpfe4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,mit der ,jahreszahl #afbe bezeichnet ist ein kostbares ,gemlde im ,louvre1 welches den ,auszug ,loths aus ,sodom darstellt4 ,von dem ,hintergrunde dunkelgrauer1 gelb durchleuchteter ,wolken1 von denen aus ,dmonen das ,feuer in die ,stadt schleudern1 hebt sich in echt ,rubensscher ,farbenflle der ,zug der ,flchtlinge ab1 die eben das ,stadtthor verlassen2 voran1 von einem ,engel1 der zur ,eile aufzufordern scheint1 geleitet1 der mit schwerem ,entschlusse vorwrtsschreitende ,patriarch1 hinter ihm seine jammernde ,frau1 halb geschoben von einem braun-lockigen ,engel1 dessen jugendliche ,anmut zu den furchigen ,zgen der ,alten in wirkungsvollem ,gegensatze steht1 zuletzt die beiden ,tchter1 von denen die eine einen beladenen ,esel am ,zgel fhrt1 whrend die andere1 eine blhend schne ,gestalt1 einen ,korb mit ,frchten auf dem ,kopfe trgt4 ,ein mit gleicher ,sorgfalt ausgefhrtes ,gemlde in der ,ermitage zu ,petersburg1 die ,verstoung ,hagars durch ,abraham1 wird als das ,gegenstck zu diesem ,bilde angesehen4 -- ,um dieselbe ,zeit scheint das schne1 wirkungsvolle ,gemlde des ,berliner ,museums3 die ,auferweckung des ,lazarus1 entstanden zu sein4 -- ,auch das noch an seinem ursprnglichen ,platz in einer ,kapelle der ,kathedrale ,st4 ,bavo zu ,gent befindliche ,altargemlde gehrt wahrscheinlich der ,zeit kurz vor oder nach der ,vollendung der ,medici-,galerie an4 ,es besteht aus zwei ,bildern bereinander4 ,in dem oberen ,abschnitt sehen wir den heiligen ,bavo1 der aus dem ,kriegerstand zum ,mnchsleben berging1 wie er in voller ,rstung an der ,kirchenpforte knieend von einem ,priester empfangen wird4 ,in der ,hauptdarstellung unten ist geschildert1 wie der ,heilige all seine reiche ,habe unter die ,armen verteilt2 schne ,frauen1 die zur ,seite stehen1 schicken sich an1 seinem ,beispiel zu folgen4 ,wenn von dem ,bilde gesagt wird1 da es seiner ganzen ,stimmung nach mehr geeignet sei1 die ,liebe zum ,aufwand zu erwecken1 als dem heiligen ,bavo ,nachfolger zu verschaffen1 so ist das bei einer ,rubensschen ,schpfung nicht zu verwundern4 ,wir drfen dabei aber auch nicht vergessen1 da die ganze vom ,jesuitenorden ausgehende kirchliche ,richtung jener ,zeit der ,entfaltung von ,prunk und glanzvoller uerlichkeit zugethan war4 ,illustration3 ,abb4 #fc4 ,bildnis eines ,marquis 7,namen unleserlich7 aus der ,umgebung der ,maria von ,medici4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,mit eben dem ,jahre #afbe1 in welchem wir den ,meister eine so reiche ,thtigkeit entfalten sehen1 schlo fr ihn die ,zeit1 in welcher es ihm vergnnt war1 ungestrt seiner ,kunst zu leben2 es begann der ,abschnitt seines ,lebens1 in dem er1 nach seinem eigenen ,ausdruck1 im ,dienst der ,frsten bestndig den ,fu im ,steigbgel hatte4 ,anscheinend hatte sich ,rubens im ,jahre #afbc zum erstenmal auf das ,gebiet der ,politik begeben4 ,wenigstens verhandelte er damals mit einem ,verwandten1 der in ,holland eine angesehene ,stellung bekleidete1 ber die ,mglichkeit1 die nrdlichen ,niederlande zur ,erneuerung des abgelaufenen ,waffenstillstandes mit ,spanien zu bewegen4 ,in einem ,briefe des englischen ,geschftstrgers in ,brssel1 ,william ,trumbull1 vom #ac4 ,oktober #afbd kommt eine ,stelle vor1 welche bekundet1 da die magebenden ,persnlichkeiten diesen ,bemhungen des vielbegabten ,mannes volles ,gewicht beimaen3 ,zuerst will ich von einer geheimen ,friedens- und ,waffenstillstandsunterhandlung sprechen2 geleitet durch ,peter ,paul ,rubens1 den berhmten ,maler2 zwischen den vereinigten ,provinzen und denen1 die jetzt unter des ,knigs von ,spanien ,botmigkeit stehen4 ,ein ,beweis1 nach meiner bescheidenen ,ansicht1 da1 obgleich sie 7die ,spanier7 sich um ,breda 7die von den ,hollndern mit groer ,zhigkeit verteidigte ,festung7 bewerben und es schon so gut wie gewonnen ansehen1 sie des ,krieges mde sind und zufrieden wren die ,waffen abzulegen444 ,darum ist der ,marquis ,spinola fest entschlossen1 entweder ,breda zu gewinnen oder in den ,laufgrben davor seinen ,leichnam und seine ,ehre zu begraben48 -- ,selbstredend mu man annehmen1 da ,rubens derartige ,verhandlungen nicht auf eigene ,faust leitete1 sondern da er im ,auftrage der ,infantin handelte4 ,es erscheint befremdlich1 da die ,frstin den ,maler mit solchen ,geschften betraute4 ,aber ,rubens war nicht nur als ,knstler1 sondern auch in vielen anderen ,beziehungen eine ungewhnlich begabte ,natur2 er besa eine ausgezeichnete ,bildung1 war redegewandt und klug1 aufrichtig und liebenswrdig und bei allem gerechten ,selbstbewutsein bescheiden2 er sah die ,dinge von einem groen ,standpunkte aus an1 und mit der ruhigen ,sicherheit des ,blickes verband er eine unerschtterliche ,festigkeit des ,willens4 ,so weit sein ,knstlerruhm drang1 so weit stand auch seine ,persnlichkeit in ,ansehen4 ,dieser ,thatsache gab ,philipp ,,iv von ,spanien ,ausdruck1 indem er am #e4 ,juni #afbd eine ,urkunde ausstellte1 durch welche er ,rubens -- anscheinend auf dessen ,ansuchen -- fr sich und seine rechtmigen ,nachkommen in den ,adelstand erhob1 in ,anbetracht des groen ,ruhms1 welchen er verdient und erlangt hat durch die ,vortrefflichkeit der ,malerkunst und seltene ,erfahrung in derselben1 wie auch durch die ,kenntnis1 welche er in der ,geschichte und in ,sprachen hat1 und andere schne ,eigenschaften und ,begabungen1 welche er besitzt und welche ihn der kniglichen ,gunst wrdig machen8 --2 das ,wappen1 welches ,rubens fortan sollte fhren drfen1 wird in der ,urkunde folgendermaen festgesetzt3 ,quergeteilter ,schild1 oben ,gold mit einem schwarzen ,jagdhorn und zwei fnfbltterigen ,rosen mit heraustretenden goldenen ,ecken1 unten blau mit einer goldenen ,lilie2 offener gegitterter ,helm1 mit ,gold und ,silber verziert1 und als ,helmschmuck ebenfalls eine goldene ,lilie48 ,illustration3 ,abb4 #fd4 ,bildnis einer jungen ,dame vom ,hofe der ,infantin ,isabella zu ,brssel4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,die ,anregung1 sich mehr als blo gelegentlich und nebenbei mit den verschlungenen ,fden der damaligen ,staatskunst zu befassen1 empfing ,rubens am ,hofe der ,maria von ,medici1 durch die ,bekanntschaft1 welche er dort mit dem ,herzog von ,buckingham machte4 ,dieser rnkeschtige ,gnstling des jungen ,knigs ,karl ,i von ,england1 den er ebenso wie zuvor dessen ,vater ,jakob ,i vollstndig beherrschte1 kam im ,april #afbe nach ,paris1 um wegen der bevorstehenden ,hochzeit seines kniglichen ,herrn mit der ,prinzessin ,marie ,henriette von ,frankreich die nheren ,vereinbarungen zu treffen4 ,in seinem ,gefolge befand sich ein gewisser ,gerbier1 der sein ,vertrauensmann war2 von ,beruf ursprnglich ,maler1 hatte derselbe sich im ,dienste des ,herzogs zu einem gewandten ,vermittler diplomatischer ,geschfte ausgebildet4 ,illustration3 ,abb4 #fe4 ,bildnis einer jungen ,dame vom ,hofe der ,infantin ,isabella4 ,unfertiges ,bildnis in der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,alsbald nachdem ,buckingham den gefeierten belgischen ,maler kennen gelernt hatte1 gegen den er dauernd eine groe ,zuvorkommenheit und ,geflligkeit an den ,tag legte1 lie er sich von demselben portrtieren4 ,rubens schuf ein stolzes ,reiterbildnis2 fr dieses1 das sich jetzt im ,palast ,pitti zu ,florenz befindet1 und wahrscheinlich noch ein zweites ,bildnis des ,herzogs empfing der ,meister von diesem ein ,geschenk von ,silbergeschirr im ,werte von #bjjj ,kronen4 ,fr sich selbst bewahrte ,rubens die ,zge des ,herzogs1 der als schner ,mann bewundert wurde und sich dessen sehr bewut war1 in einer lebensvoll sprechenden ,zeichnung auf1 welche sich zu ,wien in der ,handzeichnungensammlung der ,albertina befindet 7,abb4 #ge74 ,illustration3 ,abb4 #ff4 ,mnnliches ,bildnis4 ,in der kgl4 ,gemldegalerie zu ,dresden4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,whrend ,rubens damit beschftigt war1 den ,herzog von ,buckingham zu malen1 trat er in ,unterhandlungen mit ,gerbier und machte demselben ,vorschlge1 welche auf die ,erhaltung des ,friedens fr seine ,heimat hinzielten4 ,eine ,stelle aus dem erhaltenen ,bericht ber diese ,besprechungen mag dazu dienen1 ,rubens' ,standpunkt zu kennzeichnen4 ,der ,herr ,rubens18 sagt der ,verfasser des ,berichtes1 anscheinend ,gerbier selbst1 hatte in der ,unterhaltung mit dem ,herzog einen lblichen ,eifer fr die ,sache des ,christentums 7d4 h4 fr die katholische ,sache7 wahrgenommen4 ,nach seiner ,abreise von ,frankreich und dem ,bruch zwischen ,spanien und ,england schrieb er hufig an ,gerbier1 wobei er den gegenwrtigen ,stand der ,dinge hchlich bedauerte1 das goldene ,zeitalter wieder herzustellen wnschte und ,gerbier beschwor1 er mge den ,herzog von ,buckingham von dem groen ,bedauern der ,infantin ber den gegenwrtigen ,stand der ,dinge in ,kenntnis setzen4 ,er legte dar1 da ,ihre ,hoheit nicht darunter leiden drfe1 da sie doch nichts anderes wnsche als ein gutes ,einvernehmen1 was sie fr ganz vernunftgem halte1 da sie weder ,partei fr einen der ,streitenden genommen noch auch zu deren ,zerwrfnis beigetragen habe4 ,da1 wenn der ,knig von ,gro-,britannien eine ,absicht habe1 die ,wiedereinsetzung des ,pfalzgrafen 7,friedrich ,v1 des flchtigen ,bhmenknigs1 dessen ,gemahlin eine ,schwester ,karls ,i war7 zu verlangen1 er sich an den ,kaiser halten msse und an den ,knig von ,spanien1 der voraussetzlich die ,macht dazu bese2 da aber mindestens das gute ,einvernehmen1 welches bisher zwischen ,england und der ,infantin bestanden habe1 aufrecht erhalten und auf eine eigene ,grundlage gestellt werden solle1 denn zwischen ihnen gbe es keine streitigen ,punkte48 ,illustration3 ,abb4 #fg4 ,weibliches ,bildnis4 ,in der kgl4 ,gemldegalerie zu ,dresden4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,in den nchsten ,jahren finden wir ,rubens ganz im ,dienste der ,politik2 im ,auftrage der ,infantin und des ,marquis ,spinola tauscht er mit ,gerbier und gelegentlich auch mit ,buckingham selbst einen lebhaften ,schriftenwechsel aus1 um auf eine allgemeine ,waffenruhe zwischen dem ,knig von ,spanien1 den ,knigen von ,england und von ,dnemark und den niederlndischen ,generalstaaten hinzuwirken4 ,auf die ,dauer lie sich nicht alles schriftlich erledigen1 und ,rubens mute zum ,zwecke mndlicher ,besprechungen sich bald nach diesem1 bald nach jenem ,orte begeben4 ,das unruhige ,leben des ,staatsmannes mochte ihm willkommen sein2 denn es war inzwischen ein ,ereignis eingetreten1 welches ihm das zeitweilige ,verlassen von ,haus und ,werkstatt erwnscht machte1 da beides ihm verdet vorkam4 ,im ,sommer #afbf starb ,rubens' ,gattin4 ,was sie dem ,meister war1 geht am besten aus seinen eigenen ,worten hervor1 die er am #ae4 ,juli jenes ,jahres in einem ,briefe niederschrieb4 ,wahrlich18 sagt er1 ich habe eine ausgezeichnete ,gefhrtin verloren2 man konnte1 was sage ich1 man mute sie mit ,recht lieben1 denn sie hatte keinen der ,fehler ihres ,geschlechts2 keine verdrieliche ,laune1 keine jener weiblichen ,schwchen1 sondern nichts als ,gte und ,schicklichkeitsgefhl2 ihre ,tugenden machten sie bei ihren ,lebzeiten jedermann lieb1 nach ihrem ,tode verursachten sie allgemeine ,betrbnis4 ,ein solcher ,verlust erscheint mir gar empfindlich1 und da das einzige ,mittel fr alle bel das ,vergessen ist1 welches die ,zeit mit sich bringt1 so mu ich zweifellos davon meine einzige ,hilfe erhoffen4 ,aber wie schwer wird es mir werden1 den ,schmerz1 den ihr ,verlust mir verursacht1 von dem ,andenken zu trennen1 das ich mein ,lebenlang dieser geliebten und verehrten ,frau bewahren mu4 ,eine ,reise wrde mir vielleicht gelegen sein1 um mich von so vielen ,gegenstnden zu entfernen1 welche unablssig meinen ,schmerz erneuern1 wie jene 7,dido in ,vergils neis7 einsam klagt im verlassenen ,haus und an ,dinge sich brtend hngt1 die ringsum als ,erinnerungszeichen geblieben4#8 ,die wechselnden ,bilder1 welche sich den ,augen auf einer ,reise darbieten1 beschftigen die ,einbildungskraft und besnftigen das ,weh des ,herzens4 ,freilich ist es wahr1 da ich in meines ,ich ,gesellschaft wandern und mich selbst mit mir herumtragen werde#884444 ,illustration3 ,abb4 #fh4 ,mnnliches ,bildnis4 ,in der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,die kaiserliche ,ermitage zu ,petersburg bewahrt ein herrliches groes ,bild von ,isabella ,brant aus ihren letzten ,lebensjahren4 ,sie sitzt in vornehmer reicher ,kleidung1 in ,brokatmieder und golddurchwirktem roten ,rock1 auf einem roten ,sessel2 in der einen ,hand hlt sie eine weie ,rose1 in der anderen einen ,fcher von ,pfauenfedern4 ,ihre ,zge sind etwas welk geworden1 aber ihre frische ,farbe lt noch keine ,spur von ,krnklichkeit ahnen2 die ,augen leuchten so lebhaft1 wie auf ihren frhen ,jugendbildern1 und die ,lippen scheinen allezeit zu einem freundlichen ,lcheln bereit4 ,im ,hintergrund des ,bildnisses hat ,rubens ein ,stck von den ,bauten abgemalt1 womit er seinen ,garten geschmckt hatte 7,abb4 #gf74 ,rubens lie seine ,gattin in der ,st4 ,michaeliskirche in der nmlichen ,gruft bestatten1 welche die ,asche seiner ,mutter barg4 ,von allen ,erinnerungszeichen1 welche ,frau ,isabella in dem verdeten ,hause zurcklie1 waren die besten ihre beiden prchtigen ,knaben1 -- das ,tchterchen war frh gestorben4 ,eine der schnsten ,schpfungen des ,meisters ist das ,doppelbildnis1 in welchem er seine beiden ,shne in ganzer ,gestalt abgemalt hat2 nach dem ,alter der ,dargestellten mu das ,werk ganz kurze ,zeit nach dem ,tode ,isabellas entstanden sein4 ,wenn sonst gerade jetzt die ,zeit des vielbeschftigten ,meisters dermaen in ,anspruch genommen war1 da er bei der ,ausfhrung seiner ,schpfungen1 mehr aus ,notwendigkeit als aus freiem ,willen1 seine eigenhndige ,arbeit auf das ,allerunentbehrlichste -- und manchmal selbst auf weniger als dies -- beschrnkte1 so hat er sich bei diesem ,bilde1 ebenso wie bei demjenigen seiner ,frau1 die ,zeit genommen und hat dasselbe vom ersten bis zum letzten ,strich mit all der knstlerischen ,liebe1 deren er fhig war1 gemalt1 und die ,liebe zu den ,seinigen hat er mit hineingemalt4 ,es hat sogar den ,anschein1 als ob er das ,doppelbildnis seiner ,shne zweimal mit eigener ,hand ausgefhrt habe2 das ,gemlde ist in zwei ,exemplaren vorhanden1 und wenn auch dasjenige1 welches sich in der ,liechtensteinschen ,sammlung befindet1 einen greren ,reiz der ,vollendung aufweist1 so ist doch auch jenes1 welches die ,dresdener ,galerie besitzt1 so vollkommen1 da es schwer wird1 an dessen eigenhndiger ,ausfhrung durch ,rubens zu zweifeln4 ,albert1 der ltere ,knabe1 ganz schwarz gekleidet1 lehnt an einem ,pfeiler1 im rechten ,arm hlt er ein ,buch1 das ,zeichen seiner ,lernbegierde1 durch welche er sich frhzeitig solche ,kenntnisse erwarb1 da er schon im ,alter von sechzehn ,jahren vom ,knig von ,spanien zu einem hohen ,amte vorausbestimmt wurde2 die ,linke1 welche den ausgezogenen ,handschuh lose gefat hlt1 legt er leicht um die ,schulter des ,bruders2 dieser1 der hellfarbige ,kleider trgt1 ist noch ganz ein sorgloses ,kind2 all seine ,aufmerksamkeit gilt seinem ,spielzeug1 einem gefesselten ,distelfinken4 ,das ,bild gehrt zu den hchsten ,meisterwerken der ,bildnismalerei1 die es giebt2 die beiden ,knaben leben vor uns1 und der knstlerische ,reiz der ,licht- und ,farbenwirkung findet nicht in manchem ,werke seinesgleichen 7,titelbild und ,abb4 #gg74 ,illustration3 ,abb4 #fi4 ,bildnis einer jungen ,frau4 ,in der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #gj4 ,philipp ,,iv1 ,knig von ,spanien4 ,in der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ga4 ,elisabeth von ,frankreich1 ,knigin von ,spanien4 ,in der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,im ,herbst #afbe hatte ,buckingham1 als er im ,auftrage ,karls ,i wegen ,unterhandlungen mit den ,vereinigten ,provinzen nach den ,niederlanden reiste1 in ,antwerpen ,rubens' prchtige ,kunstsammlung gesehen und hatte sein lebhaftes ,verlangen ausgesprochen1 dieselbe zu erwerben4 ,damals weigerte sich ,rubens1 sich von seinen ,schtzen zu trennen4 ,jetzt aber1 da sein ,haus doch des besten ,reizes beraubt war1 gab er dem ,drngen des ,herzogs nach und gestattete dem ,abgesandten desselben1 einem gewissen ,le ,blond1 unter den marmornen1 alabasternen1 bronzenen und elfenbeinernen ,bildwerken1 welche teils der ,kunst des ,altertums1 teils derjenigen der italienischen ,renaissance angehrten1 unter den geschnittenen ,edelsteinen und unter den ,gemlden von ,lionardo1 ,raffael1 ,tizian1 ,palma ,vecchio1 ,tintoretto1 ,bassano1 ,paul ,veronese und von ,rubens selbst1 ,gegenstnde im ,wert von #ajjjjj ,gulden auszusuchen1 unter der ,bedingung1 da von den plastischen ,sachen auf ,kosten des ,kufers ,gipsabgsse angefertigt wrden1 um die leeren ,pltze zu fllen4 ,so kam im ,herbst #afbg der grte ,teil der ,rubensschen ,kunstsammlung nach ,england4 ,die ,kunstwerke wurden wieder zerstreut1 als im ,jahre #afdi ,buckinghams ,vermgen eingezogen wurde2 von den ,gemlden kam ein groer ,teil nach ,antwerpen zum ,verkauf1 wo sie vom ,erzherzog ,leopold von sterreich erworben wurden2 diese bilden jetzt einen ,bestandteil des kaiserlichen ,hofmuseums in ,wien4 ,illustration3 ,abb4 #gb4 ,bildnis einer alten ,dame4 ,in der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #gc4 ,bildnis des ,doktors van ,thulden4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,buckinghams ,kunstliebhaberei gab ,rubens einen ,vorwand1 um ohne ,aufsehen eine ,reise nach ,holland zu unternehmen1 deren eigentlicher ,zweck ein rein politischer war4 ,die ,vollendung des schnen ,meisterwerks18 wie er in einem ,schreiben an den ,herzog von ,buckingham die ,ausshnung zwischen ,spanien und ,england nannte1 lag ihm aufrichtig am ,herzen4 ,nach einer ,zusammenkunft in ,brssel mit dem ,abbate della ,scaglia1 dem ,gesandten des ,herzogs von ,savoyen1 schrieb er im ,mai #afbg an ,gerbier einen langen ,brief1 in welchem er die ,eigennamen durch ,ziffern gab1 und den er niemand anders als dem ,herzog von ,buckingham mitzuteilen1 dann aber sofort zu verbrennen bat1 des ,inhalts1 da er von einer mndlichen ,besprechung mit ,gerbier1 ,scaglia und ,lord ,carleton1 der eben zum auerordentlichen ,gesandten ,englands in den ,vereinigten ,provinzen bestimmt worden war1 das ,beste erhoffe2 darum bat er1 ihm einen ,pa nach ,holland zu verschaffen4 ,in der ,that kam ,gerbier mit ,carleton zugleich nach dem ,haag2 und ,rubens erhielt noch vor ,ende ,mai einen ,pa1 wonach er mit ,dienerschaft und ,gepckwagen unbehindert nach ,holland kommen durfte zu dem ,zwecke1 mit ,gerbier ber ,ankufe von ,bildern und sonstigen ,kunstwerken fr dessen ,herrn1 den ,herzog zu verhandeln4 ,aus ,grnden1 welche ,rubens in seinen ,briefen nicht mitteilt1 wnschte die ,infantin1 da er zunchst nicht ber ,zevenberghen in ,nordbrabant hinausgehe4 ,carleton aber frchtete1 da eine ,zusammenkunft zwischen ,gerbier und ,rubens in der kleinen ,grenzstadt zu groes ,aufsehen erregen wrde1 und da der politische ,zweck derselben nicht verborgen bleiben knnte4 ,darum reiste ,rubens zunchst nach ,brssel zurck1 um sich von der ,erzherzogin die ,erlaubnis zu weiterer ,ausdehnung der ,reise zu holen4 ,doch vermied er es auch dann1 nach dem ,haag zu gehen4 ,der savoyische ,gesandte suchte ihn in ,delft auf1 der englische ,gesandte dagegen frchtete das ,gerede1 welches daraus entstehen wrde1 wenn er gleichfalls einen solchen ,ausflug unternhme4 ,aber ,gerbier reiste jetzt lngere ,zeit mit ,rubens von einer hollndischen ,stadt zur anderen2 hinter ,atelierbesuchen und ,bilderankufen verbargen die beiden ,malerdiplomaten den ,zweck ihres ,beisammenseins4 ,dem vorsichtigen ,carleton machte diese ,reise groe ,sorge2 denn er frchtete1 die ,tuschung werde nur wenige ,tage aufrecht gehalten werden knnen2 wenn dieselbe aber durchschaut wrde1 dann wrde bei dem herrschenden ,mitrauen ,rubens unfehlbar als spanischer ,emissr8 mit ,schimpf aus dem ,lande gejagt werden2 darum warnte er ,rubens1 er mge sich hten1 da ihm kein ,unglimpf widerfhre1 der andere in einiger ,beziehung mittreffen knnte48 ,indessen wahrte ,rubens das ,geheimnis der ,reise so gut1 da der deutsche ,maler und ,kunstschriftsteller ,joachim von ,sandrart1 dem es gestattet wurde1 sich ,rubens anzuschlieen1 nicht das geringste davon ahnte2 derselbe wute spter aus den ,tagen1 die er in der ,gesellschaft des groen ,meisters verbringen durfte1 nur allerlei ,ateliergeschichten zu erzhlen4 ,die ,vorsicht ging auch spter noch so weit1 da ,rubens1 als er nach ,antwerpen zurckgekehrt war1 sich die staatsgeschftlichen ,briefe aus ,holland nur unter angenommenen ,adressen schicken lie4 -- ,erreicht wurde indessen vorlufig sehr wenig4 ,denn dem englischen ,gesandten gengten die von ,rubens blo nach mndlichem ,auftrag der ,infantin und des ,marquis ,spinola gegebenen ,versicherungen nicht als ,grundlage zu weittragenden ,abmachungen2 er verlangte es schwarz auf wei zu sehen1 da ,rubens mit ,vollmacht von seiten des ,knigs von ,spanien handelte4 ,der spanische ,abgeordnete aber1 ,don ,diego de ,mexia1 auf den man in ,brssel wie auf einen ,messias hoffte18 lie auf sich warten2 angeblich lag er krank in ,paris infolge eines ,unfalls mit dem ,wagen4 ,als derselbe endlich am #bi4 ,august in ,brssel eintraf1 zeigte es sich1 da er keineswegs geneigt war1 sich den ,friedensbestrebungen anzuschlieen1 welche dort herrschten und denen auch der ,gesandte von ,savoyen beipflichtete4 ,er hatte im ,gegenteil in ,paris wegen eines engeren ,bndnisses zwischen den ,herrschern von ,spanien und ,frankreich1 zur ,verteidigung ihrer ,knigreiche8 verhandelt4 ,allerdings durfte ,rubens seiner ,mitteilung hierber wohl mit ,recht hinzufgen3 ,wir glauben1 da dieses ,bndnis sein wird wie ,donner ohne ,blitz1 der ein ,gerusch in der ,luft macht1 ohne ,wirkung hervorzubringen1 denn es ist eine ,verbindung von verschiedenen ,temperamenten1 die in einem einzigen ,krper gegen ihre ,natur und ,beschaffenheit zusammengebracht sind1 mehr aus ,leidenschaft als aus ,vernunft48 ,trotz der ,bemhungen von seiten des ,brsseler ,hofes1 die ,friedensunterhandlungen fortzusetzen1 kam die ,sache jetzt zum ,stillstehen1 und ,gerbier wurde nach ,england zurckberufen2 ,rubens selbst konnte nur zu einem kriegerischen ,unternehmen zur ,see raten1 welches auf ,spanien einen ,druck ausben sollte4 ,indessen trat er bald wieder in diplomatische ,thtigkeit1 nachdem der ,marquis ,spinola sich im ,anfange des ,jahres #afbh nach ,madrid begeben hatte4 ,im ,mrz dieses ,jahres schrieb ,rubens1 auf ,grund eines ,briefes1 den er von ,spinola aus ,madrid erhalten hatte1 an ,buckingham1 da ,philipp ,,iv1 der doch kein rechtes ,vertrauen zu ,frankreich hatte1 sehr geneigt sei ,frieden zu machen mit denen1 mit welchen er im ,krieg liegt48 ,im ,mai wurde ,rubens von dem auerordentlichen englischen ,gesandten im ,haag1 ,graf von ,carlisle1 der sich auf der ,durchreise nach ,italien befand1 in ,antwerpen aufgesucht1 und auch diesem teilte er im ,verlauf der ,gesprche1 die sie an mehreren ,tagen miteinander pflogen1 mit1 da ,spanien lebhaft nach dem ,frieden mit ,england verlange2 auch vermittelte er eine ,audienz ,carlisles bei der ,erzherzogin4 ,illustration3 ,abb4 #gd4 ,bildnis eines ,levantiners4 ,in der kgl4 ,galerie zu ,kassel4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,illustration3 ,abb4 #ge4 ,der ,herzog von ,buckingham4 ,in der ,sammlung der ,handzeichnungen der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,den ,verdiensten ,rubens' um das ,friedenswerk fehlte die ,anerkennung nicht4 ,die ,erzherzogin ,isabella ernannte ihn im ,jahre #afbh zu ihrem ,kammerherrn1 und ,knig ,philipp ,,iv berief ihn im ,sommer desselben ,jahres nach ,madrid1 zum ,zwecke persnlicher ,berichterstattung ber die bisherige ,leitung der so langwierigen ,verhandlungen4 ,der verdiente ,staatsmann und berhmte ,knstler wurde in der spanischen ,hauptstadt mit der grten ,auszeichnung empfangen4 ,er bekam eine ,wohnung im kniglichen ,schlo angewiesen1 und der ,knig besuchte ihn fast tglich4 ,zu den ,personen seines nheren ,umganges gehrte auch der bei ,hofe angestellte ,velazquez1 der grte ,bildnismaler aller ,zeiten1 der sich1 damals ein ,neunundzwanzigjhriger1 anschickte mit ,riesenschritten den ,gipfel des ,ruhmes zu ersteigen4 ,acht ,monate lang blieb ,rubens in ,madrid4 ,hier fand er wieder ,zeit und ,gelegenheit1 seine ,kunst auszuben4 ,philipp ,,iv beauftragte ihn mit der ,anfertigung von ,bildnissen der gesamten kniglichen ,familie1 die zu ,geschenken fr die ,infantin ,isabella bestimmt waren4 ,auerdem malte ,rubens noch mehrmals den ,knig und die ,knigin4 ,ein ,paar dieser ,bildnisse ist spter in die ,ermitage zu ,petersburg gekommen2 sowohl ,philipp ,,iv als seine ,gemahlin ,elisabeth von ,frankreich sind nach spanischer ,sitte in ,schwarz gekleidet1 und ber den ganzen ,bildern liegt etwas ,dsteres wie von spanischer ,strenge2 ,philipp1 mit der starken habsburgischen ,unterlippe1 sieht nicht gerade bedeutend aus2 die ,zge der noch von groem jugendlichen ,reiz umkleideten ,knigin haben etwas eigentmlich ,anziehendes und einen leise durchschimmernden ,zug1 als ob sie sich nicht allzu glcklich fhlte als ,knigin beider ,indien 7,abb4 #gj und #ga74 ,in einem anderen ,bilde1 welches ,elisabeth wahrscheinlich fr ihren ,bruder ,ludwig ,,xiii malen lie1 und welches sich jetzt in der ,louvresammlung befindet1 hat ,rubens die franzsische ,knigstochter in reicher franzsischer ,modetracht dargestellt4 ,auch hier liegt ein ,hauch von ,schwermut auf dem brigens klter aufgefaten ,gesicht2 in der ,wiedergabe der zarten1 hellen ,haut1 des durchsichtigen ,weizeuges der ,krause1 des blitzenden ,geschmeides und des prchtigen ,goldstoffes1 in der ,lichtflle1 welche das ,haupt umflutet1 und in den malerischen ,reizen1 welche der steifen ,tracht abgewonnen sind1 glnzt die ,meisterschaft des ,malers 7,abb4 #gh74 ,der ,knig hatte noch mancherlei ,auftrge fr ,rubens4 ,unter anderem lie er ihn ein groes ,reiterbild des vor dreiig ,jahren verstorbenen ,philipp ,,ii -- in idealer ,auffassung -- malen1 welches jetzt eine ,zierde des ,pradomuseums zu ,madrid bildet4 ,er lie ,gemlde ,tizians kopieren und ,entwrfe fr ,wandteppiche zum ,schmucke seines ,palastes anfertigen1 teils mythologischen1 teils christlich-allegorischen ,inhalts4 ,von den letzteren ,entwrfen befindet sich einer1 der in grerem ,mastab ausgefhrt ist als die im ,madrider ,museum bewahrten ,skizzen1 im ,louvre2 es ist eine bervolle ,komposition1 welche den ,triumph des katholischen ,glaubens darstellt1 ein zur ,zeit hochberhmtes ,werk1 das nicht nur durch ,kupferstich1 sondern auch durch zahlreiche ,kopien1 von denen sich noch manche in belgischen ,kirchen befinden1 vervielfltigt wurde4 ,illustration3 ,abb4 #gf4 ,bildnis der ,isabella ,brant4 ,in der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,die ,sorge fr seine ,kinder daheim hatte ,rubens bewhrten ,freunden anvertraut4 ber den ltesten insbesondere wachte ,johann ,kaspar ,gevaerts 7,gevartius71 ,stadtschreiber von ,antwerpen und ,staatsrat und ,historiograph ,kaiser ,ferdinands ,,iii1 ein besonders um seiner ,geschichtskenntnisse willen gepriesener ,gelehrter1 von dessen uerer ,erscheinung ein im ,antwerpener ,museum befindliches treffliches ,bildnis von ,rubens' ,hand uns ,kunde gibt4 ,an diesen schrieb der ,meister aus ,madrid am #bi4 ,dezember #afbh3 ,mein ,albertchen bitte ich ,dich1 wie mein ,bild1 nicht in ,deiner ,betstube oder dem ,hausgtterheiligtum1 sondern in ,deinem ,wissenschaftstempel zu halten4 ,ich liebe den ,jungen1 und ernstlich empfehle ich ,dir1 ,frst meiner ,freunde und ,fhrer der ,musen1 da ,du die ,sorge fr ihn1 bei meinen ,lebzeiten und nach meinem ,tode1 gemeinschaftlich mit meinem ,schwiegervater und meinem ,schwager ,brant bernehmest48 -- ,im brieflichen ,verkehr mit dem gelehrten ,freunde bediente sich ,rubens der lateinischen ,sprache2 sonst schrieb er meistens italienisch oder franzsisch -- besonders das ,italienische1 das damals berhaupt die eigentliche ,weltsprache war1 bevorzugte er --1 nur in ganz vertraulichen ,briefen bediente er sich des ,vlmischen4 ,illustration3 ,abb4 #gg4 ,rubens' ,shne4 ,ausschnitt aus dem ,bilde in der kgl4 ,gemldegalerie zu ,dresden4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,rubens' diplomatische ,thtigkeit ruhte nicht whrend des ,aufenthalts in ,madrid1 wenn er auch in erster ,linie als der berhmte ,knstler1 auf den sein ,knig stolz war1 geehrt wurde4 ,im ,beginn des ,jahres #afbi finden wir ihn wieder in schriftlichem ,verkehr mit ,carlisle und in persnlichem mit ,scaglia1 der von ,brssel nach ,madrid gereist war2 -- den ,verhandlungen mit ,buckingham hatte dessen ,ermordung 7am #bc4 ,august #afbh7 ein ,ende gesetzt4 ,es ist keine ,kunde davon auf uns gekommen1 was ,rubens mit ,philipps ,,iv allmchtigem ,minister1 dem ,grafen ,olivares1 dessen ,heibltigkeit 7fougue8 ist ,rubens' ,ausdruck71 im ,verein mit persnlichem ,groll gegen ,buckingham1 bis dahin den ,friedensbestrebungen entgegengewirkt hatte1 besprach1 whrend er sein ,bildnis malte4 ,sicher ist nur1 da ,olivares im ,frhjahr #afbi sich entschlossen hatte1 nun endlich auch seinerseits mit ,friedensvorschlgen dem englischen ,hofe entgegenzukommen und ,rubens mit dem entsprechenden ,auftrgen nach ,london zu schicken4 ,dies schrieb ,scaglia am #bh4 ,april an den ,grafen von ,carlisle4 ,tags darauf reiste der ,meister ab4 ,um ihn mit einem greren ,ansehen zu bekleiden1 hatte der ,knig ihn vorher zum ,sekretr seines geheimen ,rats ernannt2 als ,zeichen seiner persnlichen ,gunst schenkte er dem ,maler bei der ,abreise einen kostbaren ,diamantring4 ,indessen sollte ,rubens nicht ffentlich als der ,gesandte ,spaniens in ,london auftreten1 -- dieser ,posten wurde an ,don ,carlos ,coloma bertragen1 -- sondern unter dem ,titel eines ,gesandten der ,erzherzogin ,isabella4 ,darum reiste er ber ,brssel4 ,am #ab4 ,mai befand er sich in ,paris4 ,aus dieser ,zeit mu die lebensvolle ,zeichnung 7in der ,sammlung des ,louvre7 stammen1 in welcher der groe ,meister ein so ganz ungeschminkt naturwahres ,abbild der alternden ,maria von ,medici der ,nachwelt hinterlassen hat 7,abb4 #gi74 ,die ,knigin hatte einen neuen ,auftrag fr ihn3 als ,gegenstck zu den ,bildern aus ihrem eigenen ,leben sollte er das ,leben ,heinrichs ,,iv in einer groen ,gemldereihe schildern4 ,lange konnte sich ,rubens nicht in ,paris aufhalten2 auch die ,besprechungen mit der ,infantin und eine kurze ,rast in der ,heimat durften nicht viel ,zeit in ,anspruch nehmen4 ,schon vor ,ende ,mai befand er sich in ,dnkirchen1 wo er einige ,tage warten mute1 um ein englisches ,schiff zur berfahrt zu bekommen1 -- denn vor den ,hollndern frchtete er sich1 -- und am #e4 ,juni landete er in ,london4 ,illustration3 ,abb4 #gh4 ,elisabeth von ,frankreich4 ,im ,louvre zu ,paris4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,der ,freund von ,buckingham und ,carlisle war dem englischen ,hofe ein willkommener ,gesandter1 der der warmen ,empfehlungen1 welche ,coloma und ,scaglia ihm auf den ,weg gegeben1 kaum bedurfte4 ,zudem war der unglckliche ,karl ,stuart nicht weniger kunstliebend als ,philipp ,,iv1 und mit ,freuden begrte er in dem ,gesandten den berhmten ,knstler4 ,rubens war whrend der ganzen ,zeit seines ,aufenthalts in ,london der persnliche ,gast des ,knigs4 ,als ein sinniges ,geschenk berreichte der mit den ,friedensabmachungen beauftragte ,maler dem ,knige bald nach seiner ,ankunft ein ,gemlde1 welches die ,wohlthaten des ,friedens allegorisch veranschaulichte4 ,gegenwrtig befindet sich dieses ,bild1 welches nach der ,enthauptung ,karls ,i nach ,italien verkauft1 #ahbg aber fr ,england zurckerworben wurde1 in der ,national-,galerie zu ,london4 ,die ,friedensunterhandlungen nahmen brigens auch jetzt keinen so schnellen ,fortgang1 wie man htte erwarten drfen2 denn nun war es ,frankreich1 mit ,richelieu an der ,spitze1 welches mignstig auf die ,ausshnung zwischen ,england und ,spanien sah und dieselbe zu hintertreiben suchte4 ,erst im ,november #afcj wurde der ,frieden1 fr den ,rubens so lange und so eifrig gewirkt1 endgltig abgeschlossen4 ,unter dem ,gefolge1 welches ,rubens aus ,brssel mitgebracht hatte1 befand sich auch ein ,kaplan1 der ihm als ,hausgeistlicher diente4 ,dieser kam bald nach der ,ankunft in ,england durch ein ,unglck ums ,leben2 er nahm an einer von ,barozzi1 dem ,sekretr der piemontesischen ,gesandtschaft1 veranstalteten ,wasserfahrt nach ,greenwich teil1 der ,kahn schlug beim ,durchfahren der ,londoner ,brcke um1 und er ertrank4 ,bisweilen wird diese ,begebenheit so dargestellt1 als ob ,rubens selbst dabei mit knapper ,not dem ,tode des ,ertrinkens entgangen sei4 ,indessen sagt die ,quelle1 ein ,brief des ,lord ,dorchester an einen anderen englischen ,diplomaten1 nichts davon1 da ,rubens sich bei der ,partie befunden htte4 ,wohl aber hatte dieser frher mehrmals in ,lebensgefahr geschwebt1 was hier beilufig erzhlt werden mag4 ,im ,jahre #afbb suchte ein ,mensch1 der von einigen fr irrsinnig gehalten wurde1 ihn zu ermorden1 so da die ,freunde des ,meisters es fr ntig hielten1 sich mit der ,bitte um besondere ,schutzmaregeln an die ,infantin zu wenden4 ,drei ,jahre spter1 als er sich in ,paris aufhielt1 sah er in ,gesellschaft mehrerer zur englischen ,gesandtschaft gehriger ,personen von einem ,balkon aus den festlichen ,veranstaltungen zu1 welche zur ,feier der ,vermhlung der ,prinzessin ,marie ,henriette stattfanden2 pltzlich brach der mit ,zuschauern berladene ,balkon zusammen1 und es gelang ,rubens eben noch1 sich auf das stehen bleibende ,stck zu retten4 ,illustration3 ,abb4 #gi4 ,maria de ,medici4 ,handzeichnung in der ,sammlung des ,louvre in ,paris4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,in ,london fehlte ,rubens die knstlerische ,thtigkeit nicht4 ,der belgische ,meister bekam bald verschiedene ,auftrge von ,karl ,i4 ,er malte fr denselben einen ,ritter ,georg1 wobei er dem ,heiligen die ,zge des ,knigs gab2 und als ,vorbild fr eine ,prunkschssel1 welche in ,silber angefertigt werden sollte1 entwarf er in sorgfltiger malerischer ,ausfhrung eine ,geburt der ,venus4 ,auch diese beiden ,gemlde wurden nach dem ,tode des ,knigs veruert und sind erst in neuerer ,zeit nach ,london zurckgekommen2 der ,st4 ,georg befindet sich in der ,sammlung der ,knigin im ,buckingham-,palast1 die ,geburt der ,venus in der ,national-,galerie4 ,ferner fertigte der ,meister acht ,skizzen an1 welche die ,geschichte des ,achilles behandelten und als ,vorlagen fr ,wandteppiche zum ,schmucke eines der kniglichen ,gemcher bestimmt waren2 dieselben sind jetzt in verschiedenen englischen ,sammlungen zerstreut4 ,der ,hauptauftrag aber1 mit dem ,rubens von ,knig ,karl bedacht wurde1 war die ,ausschmckung des ,festsaales von ,whitehall mit ,deckengemlden1 welche eine ,verherrlichung des ,knigs ,jakob ,i enthalten sollten4 ,schon vor acht ,jahren1 als das neue ,schlo von ,whitehall noch gar nicht fertig war1 hatte ,karl ,stuart1 damals noch ,prinz von ,wales1 den ,antwerpener ,meister fr diese ,arbeit in ,aussicht genommen4 ,rubens fllte die in neun ,felder geteilte ,decke mit allegorischen ,darstellungen in khn verkrzten1 perspektivisch von unten gesehenen ,figuren und mit kstlichen ,kinderfriesen2 da die ,allegorien die schwlstige ,sprache der ,zeit reden1 darf man dem ,knstler nicht zum ,vorwurf machen4 ,an ,ort und ,stelle malte ,rubens zunchst nur die ,skizzen zu diesem umfangreichen ,werk2 die ,ausfhrung im groen beschftigte ihn daheim whrend mehrerer ,jahre2 erst im ,herbst #afce kamen die ,bilder an ihren ,bestimmungsort4 ,illustration3 ,abb4 #hj4 ,selbstbildnis des ,meisters2 ,studie zu dem in der ,mnchener ,pinakothek befindlichen ,gemlde3 ,rubens und ,helene ,fourment im ,garten4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,am #bc4 ,september #afbi verlieh die ,universitt ,cambridge ,rubens den ,ehrentitel eines ,magister in artibus4 ,dies war eine der ,gelehrsamkeit des ,meisters gezollte ,anerkennung2 zur ,belohnung fr seine staatsmnnischen ,verdienste wartete seiner eine andere ,auszeichnung1 welche aus der persnlichen ,entschlieung des ,knigs hervorging4 ,am #ba4 ,februar #afcj erteilte ,karl ,i dem erzherzoglichen ,gesandten ,peter ,paul ,rubens die ,ritterwrde4 ,die ,verleihung fand in ,whitehall mit aller bei solchen ,gelegenheiten herkmmlichen ,feierlichkeit statt4 ,nach vollzogenem ,ritterschlag empfing ,rubens noch als besonderen ,gunstbeweis einen ,diamantring und eine mit ,diamanten besetzte ,hutschnur aus den ,hnden des ,knigs4 ,nach einer berlieferung soll ,karl ihm auch das beim ,ritterschlage gebrauchte ,schwert verehrt haben4 ,das ,rubenssche ,wappen erhielt eine ,bereicherung1 indem in dasselbe ein oberes rechtes ,eckfeld1 welches in ,rot einen springenden goldenen ,lwen zeigt1 eingefgt wurde4 ,illustration3 ,abb4 #ha4 ,helene ,fourment als ,braut4 ,in der ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,bevor ,rubens ,england verlie1 ,anfang ,mrz #afcj1 machte er dem hollndischen ,gesandten ,joachimi einen ,besuch1 um mit diesem wegen der ,mglichkeit eines ,sonderfriedens mit den ,generalstaaten zu sprechen2 als er dabei den ,ausdruck gebrauchte1 da allen #ag ,provinzen1 -- den vereinigten sowohl wie den spanischen1 -- die ,ruhe wiedergebracht werden mchte1 gab ,joachimi die bezeichnende ,antwort1 dahin fhre nur ein ,weg3 die ,vertreibung der ,spanier4 ,dies erzhlt ,carleton1 der inzwischen ,graf von ,dorchester und ,staatssekretr geworden war1 in einem ,briefe an einen anderen englischen ,staatsmann1 und er fgt die ,worte hinzu3 ,rubens hat den ,ruf hier unter uns gewonnen1 da er ein zu ehrenhafter ,mann ist1 um gegen sein ,wissen eine ,unwahrheit zu sagen48 -- ,rubens' ,geschicklichkeit in der ,behandlung staatsmnnischer ,geschfte und seine ,verdienste um das ,zustandekommen des von ihm so sehnlich herbeigewnschten ,friedens fanden von allen ,seiten nur ,anerkennung4 ,als es sich darum handelte1 fr ,don ,coloma1 den spanischen ,gesandten in ,england1 einen ,nachfolger zu ernennen1 wurde ,rubens fr diesen ,posten in ,vorschlag gebracht2 doch unterblieb die ,ernennung1 da die spanischen ,granden gegen die ,bemerkung eines ,grafen von ,oate1 es gezieme sich nicht1 da ein ,mann1 der von seiner ,hnde ,arbeit lebe1 der ,vertreter des ,knigs von ,spanien sei1 keine ,einwendung machen konnten4 ,philipp ,,iv aber bezeugte dem ,meister noch auf mehrfache ,weise seine ,dankbarkeit4 ,im ,juni #afcj ernannte er den jungen ,albert ,rubens zum dereinstigen ,nachfolger seines ,vaters in der ,wrde eines ,sekretrs des geheimen ,rats4 ,im ,august des nmlichen ,jahres erteilte er ,rubens1 dem ,vorgange des ,knigs von ,england folgend1 die ,ritterwrde3 derselbe sollte1 heit es in der betreffenden ,urkunde1 die mit diesem ,titel verknpften ,vorrechte in allen spanischen ,landen1 ganz ebenso und in derselben ,form genieen1 wie wenn er1 der ,knig von ,spanien1 ihn zum ,ritter geschlagen htte4 ,anfang ,april #afcj war ,rubens wieder in ,antwerpen1 doch nur fr kurze ,zeit1 da er zur ,erzherzogin nach ,brssel berufen wurde4 ,gegen ,ende ,juni erst konnte er wieder anfangen1 sich mit ganzer ,kraft seiner ,arbeit zu widmen4 ,es gab genug zu thun4 ,mit der ,ausfhrung der groen ,auftrge1 welche er vom ,knig von ,england und von der ,knigin von ,frankreich erhalten hatte1 mute ein ,anfang gemacht werden4 ,auerdem drngten sich die ,kunstfreunde um den ,besitz von ,werken von des ,meisters ,hand1 und dieser1 der in seiner ,jugend manchen ,besteller abgewiesen hatte1 weil ihm derselbe nicht kunstverstndig genug erschien1 war mit der ,zeit ein so khler ,geschftsmann geworden1 da er niemanden mehr abschlgig beschied2 aus ,briefen seines ,freundes ,balthasar ,moretus wissen wir1 da er ganz nchtern und praktisch die ,bildgre und die ,figurenzahl nach dem ,betrage bema1 den der ,besteller anlegen wollte4 ,whrend seiner ,abwesenheit von der ,heimat1 unter den wechselreichen ,eindrcken fremder ,lnder1 in der ,unruhe der diplomatischen ,thtigkeit und unter den vielfachen ,anregungen des ,hoflebens in so sehr voneinander verschiedenen ,staaten hatte ,rubens in der ,that wohl das ,vergessen gefunden1 das er nach dem ,tode seiner ,gattin kaum zu erhoffen wagte4 ,heimgekehrt in sein ,haus und seine ,werkstatt1 empfand er die ,vereinsamung1 und noch vor ,ablauf des ,jahres schritt er zu einer zweiten ,vermhlung4 ,am #f4 ,dezember #afcj wurde in der ,st4 ,jakobskirche zu ,antwerpen die ,ehe zwischen ,peter ,paul ,rubens und ,helene ,fourment geschlossen4 ,helene ,fourment1 die ,tochter einer ,kaufmannsfamilie1 welche mit der ,familie von ,rubens' erster ,frau verschwgert war1 zhlte sechzehn ,jahre1 als sie dem ,dreiundfnfzigjhrigen die ,hand reichte2 von der mdchenhaften ,anmut ihrer lieblichen ,erscheinung gibt ein wundervolles ,bildnis von der ,hand des glcklichen ,brutigams uns ,kunde1 das sich in der ,pinakothek zu ,mnchen befindet 7,abb4 #ha74 ,nachdem der ,meister sie heimgefhrt hatte1 wurde er nicht mde1 sie immer von neuem zu malen2 man mchte fast sagen1 da die ,bildnisse seiner jungen ,frau jetzt der ,hauptgegenstand seiner ,kunst wurden4 ,die ,mnchener ,pinakothek besitzt auch ein kstliches ,familienbild1 in welchem ,rubens im ,frhling #afca sein neues ,glck niedergeschrieben hat4 ,wir befinden uns in dem ,garten des ,rubensschen ,hauses2 der ,flieder und die ,tulpen blhen1 vom blauen ,himmel strahlt ein mildes ,sonnenlicht herab4 ,rubens1 wie gewhnlich ganz in ,schwarz nach spanischer ,sitte gekleidet1 fhrt seine ,frau am ,arm1 die mit einem schwarzen ,mieder1 einem mattgelben oberen und einem grauen unteren ,rock und einer groen weien ,schrze bekleidet ist2 ein breitrandiger ,strohhut schtzt ihr frisches ,gesicht vor der ,sonne1 und in der ,hand hlt sie einen ,fcher von ,strauenfedern4 ,so schreitet das ,paar1 dem der junge ,nikolas1 ganz in ,rot gekleidet1 sich anschliet1 auf den ,gartenpavillon -- das heute noch vorhandene ,erzeugnis von des ,meisters bauknstlerischer ,phantasie -- zu1 wo ,erfrischungen aufgetragen sind4 ,in der ,tiefe des ,gartens pltschert ein ,springbrunnen1 im ,vordergrunde fttert eine alte ,dienerin die ,pfauen1 ein von ,kchlein umgebenes ,truthhnerpaar lt sich behaglich von der ,sonne bescheinen1 und ein schn gefleckter ,hund springt mit groen ,stzen umher4 -- ,die aus dem ,spiegel gezeichnete ,studie1 nach welcher ,rubens seinen ,kopf in diesem ,bilde gemalt hat1 wird in der ,sammlung der ,albertina aufbewahrt 7,abb4 #hj74 ,gleich nach seiner ,rckkehr aus ,england hatte ,rubens zwei von den ,bildern aus dem ,leben ,heinrichs ,,iv zu malen angefangen4 ,das ,leben des ,knigs bot fr die ,darstellung mehr wirkliche ,handlung dar1 als es bei den ,begebnissen aus dem ,leben der ,maria von ,medici der ,fall war2 mit sichtlicher ,lust und mit einer ,vollkraft1 wie sie ihm nur jemals zu ,gebote stand1 hat der ,meister die zuerst aus der beabsichtigten ,reihe gewhlten ,gegenstnde behandelt3 die ,schlacht bei ,ivry und ,heinrichs ,,iv ,triumph4 ,dort blicken wir in ein wildes ,schlachtgetmmel1 in dessen ,mitte der ,knig hoch zu ,rosse hlt1 vom ,kriegsgott beschirmt und vom ,geiste des ,sieges begleitet4 ,hier zieht in feierlicher ,gemessenheit ein ,triumphzug1 wie die rmischen ,kaiser sie hielten1 an uns vorber2 die ,siegestrompeten erschallen1 ,frauen und ,kinder jubeln dem ,knige zu1 der nicht nur ein ,sieger1 sondern auch ein ,befreier ist1 und in der ,luft schwebt eine ganze ,schar von weigekleideten ,genien mit ,palmenzweigen und ,lorbeerkrnzen dem gro und ernst blickenden ,knig entgegen4 ,die beiden ,bilder befinden sich in der ,uffiziengalerie zu ,florenz1 im sogenannten ,saal der ,niobe4 ,es sind keine ausgefhrten ,gemlde1 sondern nur ,untermalungen2 oder nicht einmal das1 sondern nur ,skizzen in ungeheurem ,mastabe1 die in der ,leidenschaft des ersten knstlerischen ,erfassens gleich im groen festgestellten ,grundgedanken der ,schpfungen2 vielleicht ist gerade darum ihre ,wirkung eine so bedeutende4 ,der ,meister hat augenscheinlich nur wenige ,tage daran gearbeitet4 ,das ,geschick der ,bestellerin gestaltete sich ja sehr bald derart1 da aus dem ganzen schnen ,auftrag nichts werden konnte4 ,landflchtig kam ,maria von ,medici im ,sommer #afcj nach den ,niederlanden2 ,richelieu hatte mehr ,macht ber ihren ,sohn gewonnen als sie4 ,sie sah den ,maler1 der die ,geschicke ihrer frheren ,jahre durch seine ,kunst verherrlicht hatte2 sie besuchte ihn auch1 im ,herbst #afca1 in seiner ,werkstatt4 ,aber ,maria von ,medici war jetzt nicht in der ,lage1 als ,gnnerin der ,kunst aufzutreten2 der heimatlosen ,knigin fehlte es an ,mitteln fr ihren eigenen ,unterhalt2 ,rubens lieh ihr ,geld1 und sie verpfndete ihm dafr einen ,teil ihrer ,juwelen4 ,es ist eine eigentmliche ,fgung des ,zufalls1 da ,maria von ,medici1 nachdem sie noch elf ,jahre lang in der ,verbannung umhergeirrt war1 zu ,kln in dem nmlichen ,hause ihr ,leben beschlo1 in welchem der ,maler1 durch den sie sich in der ,zeit ihres hchsten ,glanzes hatte verherrlichen lassen1 die ersten zehn ,jahre seiner ,kindheit verbracht hatte4 ,neben den ,bildern aus dem ,leben ,heinrichs ,,iv kann man das gleichfalls in der ersten ,anlage stehen gelassene ,gemlde des ,berliner ,museums nennen1 welches die ,eroberung von ,tunis durch ,kaiser ,karl ,v darstellt1 auch dieses eine bezeichnende ,probe von der ,art und ,weise1 wie ,rubens bei der ,wiedergabe von kriegerischen ,vorgngen aus der neueren ,geschichte den gebotenen ,stoff durch ,einkleidung in eine heldenmige ,groartigkeit seinem persnlichen ,stil anpate4 ,im ,jahre #afca wurde ,rubens von der ,st4 ,lukasgilde zu ,antwerpen zu ihrem ,vorsteher erwhlt4 ,er schenkte der ,gilde bei dieser ,gelegenheit das jetzt im ,museum zu ,antwerpen befindliche ,bild der heiligen ,familie1 welches unter dem ,namen ,madonna mit dem ,papagei8 bekannt ist1 -- ein ,werk seiner ,jugend1 ein ,versuch1 im ,stil der groen ,italiener zu komponieren1 und dennoch ein bedeutendes ,werk1 besonders ausgezeichnet durch den kstlichen1 echt ,rubensschen blonden ,jesusknaben4 -- ,das nmliche ,museum besitzt ein anderes ,marienbild1 welches um die in ,rede stehende ,zeit1 also vielleicht dreiig ,jahre spter als jenes1 entstanden sein drfte4 ,dasselbe schmckte ursprnglich die ,kirche der ,barfermnche zu ,antwerpen2 es ist nicht gro1 aber sehr bemerkenswert wegen einer bei ,rubens seltenen ,vertiefung nach der gemtvollen ,seite hin4 ,die heilige ,jungfrau ist hier noch als halbes ,kind dargestellt2 mit einem ,buche in der ,hand steht sie vor der ,mutter ,anna1 die1 auf einer ,steinbank sitzend1 sie mit liebevoller ,freundlichkeit unterweist2 hinter der ,bank steht der ,vater ,joachim1 auf das ,gelnder gelehnt1 und betrachtet zrtlich die ,gruppe2 vor der von silberigen ,wlkchen durchzogenen blauen ,luft1 von der eine ,laube und ein hochgezogener ,rosenstrauch sich abheben1 flattern blonde ,kinderengel und halten einen ,kranz von ,rosen ber das ,haupt der ,jungfrau4 ,ein groes ,altarbild aus dem ,jahre #afca -- wenigstens gibt die berlieferung diese ,jahreszahl an -- finden wir in der ,st4 ,martinskirche der kleinen ,stadt ,aalst 7,alost74 ,hier hatte die ,pest gewtet1 und zum ,andenken an das ,erlschen der ,krankheit hatte die ,pfarrgemeinde das dem heiligen ,rochus1 der als ,frbitter gegen die ,pest verehrt wird1 gewidmete ,gemlde bestellt4 ,das ,bild zerfllt in zwei ,teile1 einen oberen berirdischen und einen unteren irdischen4 ,oben erscheint ,christus1 von einem ,engel begleitet1 der ,heilige hat sich vor ihm auf die ,kniee geworfen und bittet mit einer ,bewegung voll ,wrde und ,demut fr die von der schweren ,plage heimgesuchten ,sterblichen4 ,unten erblicken wir die ,schrecken der frchterlichen ,krankheit3 ein ,toter liegt am ,boden1 in ein ,leichentuch gehllt steht eine dem ,tode verfallene hagere ,gestalt -- ein ,bild der ,hoffnungslosigkeit -- daneben2 aber wir sehen auch das ,gebet und die ,hilfe3 ein ,greis streckt in leidenschaftlichem ,flehen seine ,arme zum ,himmel empor1 und wir glauben zu gewahren1 wie das ,leben pltzlich wieder aufleuchtet in den ,augen eines sterbenden jungen ,weibes4 ,so kommt ,hoffnung in den ,schrecken1 und wir erkennen die unmittelbare ,wirkung dessen1 was der ,heiland dem ,frbitter in gndiger ,gewhrung verleiht4 ,dem ,gemlde wird in ,bezug auf ergreifenden ,ausdruck der erste ,rang unter ,rubens' ,werken zuerkannt4 ,whrend sich der ,meister hier mit seiner ganzen ,kraft in einen ,stoff von gewaltigem ,ernst vertiefte1 schuf er in anderen ,werken1 die er in den ersten ,jahren nach seiner zweiten ,vermhlung ausfhrte1 den glhendsten ,ausdruck des ,lebensgenusses und der ,liebeslust4 ,in mehreren ,exemplaren ist ein hochberhmtes ,bild vorhanden1 welches gewhnlich der ,liebesgarten8 genannt wird2 bezeichnender ist der ,titel1 welchen es in einer gleichzeitigen ,kupferstichnachbildung fhrt3 ,venus' ,lusthof82 ,rubens selbst nannte es ,conversatie la mode84 ,von den verschiedenen ,ausfhrungen dieses ,bildes1 welche in der ,farbe und in ,kleinigkeiten der ,komposition voneinander abweichen und von denen in ,deutschland diejenige1 welche die ,dresdener ,galerie besitzt1 die bekannteste ist1 gilt das im ,museum zu ,madrid befindliche ,exemplar als das vorzglichste2 dasselbe zeigt ,figuren von halber ,lebensgre1 das ,dresdener ,bild hat kleineren ,mastab bei feinster ,ausfhrung4 ,auch fr den ,holzschnitt hat ,rubens dieses ,bild einmal gezeichnet2 ,christoph ,jegher1 der des ,meisters ,zeichnungen mit malerischer ,breite trefflich zu schneiden wute1 hat das ,blatt ausgefhrt1 und ,rubens selbst nahm dasselbe in ,verlag4 ,der ,gegenstand ist eine freie ,phantasie4 ,eine ,anzahl von vornehmen ,herren und ,damen in der reichen und malerischen ,modetracht jener ,zeit hat sich in frhlicher ,stimmung in einem ,garten vereinigt4 ,es ist ein sonniger ,sommertag2 einladend ffnet sich hinter einem mit lchelnden ,satyrhermen geschmckten ,thorbau das schattige ,dunkel einer ,grotte1 sprudelnde ,wasserwerke khlen die ,luft4 ,neben der ,grotte erhebt sich ein mit dem ,marmorbilde der ,venus geschmckter ,springbrunnen1 und zu den ,fen der ,gttin1 die hier ,alleinherrscherin ist1 hat der grte ,teil der ,gesellschaft sich auf dem ,marmorboden niedergelassen4 ,auf dem ,rande des ,brunnenbeckens aber gaukeln lebendige ,liebesgtter1 sie steigen in die ,luft1 um ihre gefhrlichen ,waffen zu gebrauchen1 sie huschen durch die ,rosenbsche und flattern auf den ,boden herab1 um zu helfen1 da die ,paare sich finden1 hier eine ,zaghafte drngend1 dort einer ,nachdenklichen se ,worte ins ,ohr raunend4 ber dem ganzen ,bilde liegt ein unbeschreiblicher ,zauber von bermtiger ,daseinsfreude4 ,unschwer erkennen wir im ,mittelpunkte des ,bildes die in frischester ,jugendanmut strahlenden ,zge von ,helene ,fourment4 ,frau ,helene ist auch das ,urbild einer in der ,louvre-,sammlung aufbewahrten ,zeichnung 7,abb4 #hb71 welche als ,studie zu einer der ,besucherinnen des ,liebesgartens gedient hat1 die in halb knieender ,stellung sich an ihren ,kavalier schmiegend1 mit neckisch zur ,seite gewendetem ,kopfe den ,worten lauscht1 die er ihr zuflstert4 ,illustration3 ,abb4 #hb4 ,studie zu dem ,bilde ,der ,liebesgarten84 ,handzeichnung in der ,sammlung des ,louvre zu ,paris4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,in einem ausgelasseneren ,tone hat ,rubens das ,lied von der bezwingenden ,macht der ,liebe gesungen in einem im kunsthistorischen ,hofmuseum zu ,wien befindlichen ,gemlde1 welches man das ,venusopfer zu nennen pflegt4 ,hier sind es nicht bei aller ,zwanglosigkeit wohlgesittete ,herren und ,damen1 sondern ,nymphen und ,satyre voll ungezgelter ,naturkraft1 welche der ,gttin huldigen1 um deren ,bild dichtgedrngte ,scharen kleiner ,liebesgtter wie in taumelndem ,rausche kreisen4 ,aber auch diese ,venus uert ihre ,macht doch nicht blo in ,ausgelassenheit2 eine wrdige ,frau streut mit ,andacht ,weihrauch in die ,opferflamme1 und zwei wohlgekleidete junge ,damen kommen von der ,seite herzu1 um ihre ,opfergaben darzubringen4 ,von diesen ,damen zeigt die eine uns den wohlbekannten ,magdalenenkopf1 whrend seltsamerweise eine der allerlustigsten ,nymphen die ,zge ,helenens trgt4 ,illustration3 ,abb4 #hc4 ,bildnis der ,helene ,fourment4 ,sammlung van der ,hoop im ,reichsmuseum zu ,amsterdam4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,das ,jahr #afcb fhrte ,rubens wieder zu einer lebhafteren ,thtigkeit in dem ,getriebe der ,politik4 ,schon im ,sommer des vorhergehenden ,jahres war er von der ,erzherzogin ,isabella beauftragt worden1 von neuem ,friedensunterhandlungen mit den nrdlichen ,niederlanden anzuknpfen4 ,wir erfahren1 da er sich im ,juli #afca mit dem ,marquis d',aytona1 der als ,gesandter des ,knigs von ,spanien bei der ,erzherzogin die auswrtigen ,angelegenheiten der spanischen ,niederlande leitete1 ber die zu thuenden ,schritte besprach1 da er im ,dezember im ,haag eine heimliche ,audienz bei dem ,prinzen ,friedrich ,heinrich von ,oranien1 dem ,fhrer der ,hollnder1 hatte und da er im ,februar abermals nach ,holland ging4 -- ,in ,belgien fing es an unruhig zu werden2 mehr und mehr waren seit dem ,tode des ,erzherzogs ,albrecht die ,einheimischen von den einflureichen mtern zurckgedrngt und durch ,spanier ersetzt worden1 und jetzt suchte der ,unmut hierber sich ,luft zu machen4 ,belgische ,edelleute1 die ihre ,stellungen verloren hatten1 schlossen insgeheim ,verbindungen mit den ,hollndern2 der ,prinz von ,oranien machte einen ,einfall in die belgischen ,lande und reizte zum ,aufstand gegen ,spanien2 die ,vereinigten ,provinzen verlangten als ,bedingung des ,friedens mit den sdlichen ,niederlanden die ,abberufung der spanischen ,truppen aus diesen4 ,unter so schwierigen ,umstnden hatte ,rubens die ,aufgabe zu lsen1 mit dem ,prinzen von ,oranien1 mit dem er nochmals in ,maastricht und in ,lttich zusammenkam1 den ,entwurf eines ,waffenstillstandsschlusses festzusetzen4 ,die grten ,unannehmlichkeiten erwuchsen ihm indessen von seiten seiner ,landsleute4 ,im ,dezember #afcb schickten die ,stnde der spanischen ,niederlande ,abgeordnete aus ihrer ,mitte nach dem ,haag4 ,aber die ,infantin scheint nicht frei von ,mitrauen gegen ihre ,edelleute gewesen zu sein2 sie erteilte ,rubens besondere ,anweisungen und beabsichtigte1 denselben den stndischen ,abgeordneten beizugesellen4 ,gegen diese ,sendung des ,malers erhoben die ,abgeordneten ,widerspruch2 aus welchen ,grnden1 das fat ein englischer ,staatsmann1 ,william ,boswell1 in einem ,schreiben vom #c4 ,februar #afcc in zweifellos sehr zutreffender ,weise folgendermaen zusammen3 ,die ,abgeordneten stellen sich ,rubens entgegen1 weil er nicht zu ihrer ,krperschaft gehrt1 wenn nicht vielmehr deswegen1 weil er ein unmittelbarer ,geschftstrger ihres ,knigs ist1 und da er mehr ,geist hat als irgend eines ihrer ,mitglieder1 so hat er um so mehr ,eifersucht unter ihnen erweckt48 ,am heftigsten trat der ,herzog von ,aerschot gegen den ,vertrauensmann der ,erzherzogin auf2 ,standesvorurteil und ,leidenschaftlichkeit lieen ihn einen ,brief von unentschuldbarer ,grobheit an ,rubens schreiben4 ,die ,krnkung war so herb1 da ,rubens1 obgleich die ,infantin seine ,sendung den ,stnden gegenber dadurch rechtfertigen wollte1 da er den ,abgeordneten gewisse ,papiere zu berbringen und ber seine ,verhandlungen mit dem ,prinzen von ,oranien ,aufklrung zu geben htte1 sich auf ,grund der ,abneigung und des ,miverstndnisses zwischen ihm und dem ,herzog von ,aerschot8 weigerte1 nach dem ,haag zu gehen4 ,es wurden von gegnerischer ,seite die unwrdigsten ,mittel nicht verschmht1 um ,rubens zu verdchtigen1 obgleich dieser nach ,gerbiers ,worten ein ungeeigneter ,gegenstand1 um ,lgen darber auszudenken81 war2 so erzhlte man1 er htte fr den ,prinzen von ,oranien ,entwrfe zu ,wandteppichen gemalt1 in welchen der ,knig von ,spanien und dessen ,unterthanen in der gehssigsten ,weise dargestellt wren4 -- ,unter solchen ,umstnden mochte dem ,meister die staatsmnnische ,thtigkeit wohl verleidet werden4 ,zwar fuhr er fort1 seiner ,landesherrin seine ,dienste zu widmen2 so verhandelte er im ,mrz #afcc mit einem geheimen ,abgesandten des ,knigs von ,dnemark1 der im ,einverstndnis mit der ,infantin und dem ,marquis von ,aytona eigens zu diesem ,zwecke aus ,holland nach ,antwerpen kam4 ,aber noch vor ,ablauf des ,jahres lste das ,geschick die ,bande der ,anhnglichkeit1 durch welche ,rubens sich verpflichtet fhlte1 in seiner diplomatischen ,stellung auszuharren4 ,die ,erzherzogin-,infantin ,isabella starb am #a4 ,dezember #afcc1 und nach dem ,tode der ,frstin1 welcher ,rubens fast ein ,vierteljahrhundert lang gedient hatte1 zog dieser sich von der politischen ,thtigkeit zurck4 ,er lehnte es ab1 als im folgenden ,jahre ihm der ,knig von ,england ein ,jahresgehalt anbot1 wenn er als ,geschftstrger ,englands nach ,brssel bersiedeln wollte4 ,jetzt gehrte er wieder ganz seiner ,familie und seiner ,kunst4 ,seine geistige ,arbeitskraft gestattete dem ,meister1 mitten zwischen so vielen und ihn so sehr in ,anspruch nehmenden ,beschftigungen auch noch mit der ,beurteilung litterarischer ,werke sich zu befassen4 ,es ist vom #a4 ,august #afca ein bemerkenswerter ,brief von ihm vorhanden -- die ,urschrift wird im ,britischen ,museum zu ,london aufbewahrt --1 worin er dem ,bibliothekar des ,grafen von ,arundel1 ,franz ,junius1 einem geborenen ,heidelberger1 der ein ,werk ber die ,malerei der ,alten8 geschrieben und ihm zur ,begutachtung zugeschickt hatte1 sein ,urteil ber dieses ,buch mitteilt4 ,rubens hat den ,brief in vlmischer ,sprache angefangen1 da er aber auf den ,inhalt der gelehrten ,abhandlung zu sprechen kommt1 fllt er von selbst in die lateinische ,sprache1 und erst die freundschaftlichen ,worte am ,schlu werden wieder vlmisch2 seiner ,hochachtung vor den ,alten gibt er den beredtesten ,ausdruck3 ,ich folge ihnen18 sagt er1 mit der hchsten ,verehrung1 und ich gestehe frei1 da ich vielmehr ihre ,fustapfen anbete1 als da ich auch nur in ,gedanken sie erreichen knnte48 ,daneben aber bezeichnet er es als wnschenswert1 da die ,malerei der ,italiener1 die ja durch ihre ,werke unmittelbarer zur ,gegenwart sprche als diejenige des ,altertums1 von welcher nur gelehrte ,forschung eine1 immerhin noch dunkle ,vorstellung zu gewhren vermchte1 gleichfalls einen so gewandten ,geschichtschreiber fnde4 ,illustration3 ,abb4 #hd4 ,helene ,fourment unter einem ,portikus auf dem ,lehnstuhl sitzend4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,im ,jahre #afcc war ,rubens fr seinen alten ,freund1 den ,buchdrucker ,balthasar ,moretus beschftigt1 fr den er schon #afab gemalt hatte2 er lieferte demselben ,reihen von ,bildnissen1 welche teils ,angehrige der ,familie1 teils berhmte ,gelehrte der ,gegenwart und der ,vorzeit darstellten4 ,das ,moretussche ,haus1 das jetzt als ,museum ,plantin-,moretus der ,stadt ,antwerpen gehrt1 enthlt noch vierzehn von ,rubens zu verschiedenen ,zeiten gemalte ,bildnisse4 -- ,auch ,titelbltter zeichnete ,rubens wieder fr die im ,verlage seines ,freundes erscheinenden ,werke1 wie er es schon frh gethan hatte und bis zu seinen letzten ,lebensjahren that4 ,illustration3 ,abb4 #he4 ,helene ,fourment4 ,in der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,der ,vervielfltigung seiner ,werke durch ,kupferstich wandte er groe ,aufmerksamkeit zu4 ,da er eigenhndig die ,platten der ,kupferstecher zu berarbeiten pflegte1 wo ihm dies ntig schien1 erfahren wir aus einem ,briefe1 den er im ,mai #afce an seinen franzsischen ,freund ,nicolas ,claude ,fabri de ,peirese1 den gelehrten ,kenner der ,kunst und des ,altertums1 richtete4 ,den ,bemhungen von ,peirese1 mit welchem der ,meister einen lebhaften ,briefwechsel unterhielt1 verdankte er es1 da die ,kupferstiche nach seinen ,werken in ,frankreich gesetzlichen ,schutz gegen ,nachbildung genossen4 ,seltsamerweise fhrte dieses ,privilegium einmal zu einem ,rechtsstreit1 den die franzsischen ,nachstecher anhngig machten2 dieselben machten zu ihren ,gunsten geltend1 da durch den ,schutz des ,urheberrechts1 welches die ,nachbildung der ,originalkupferstiche untersagte1 bei der bestehenden ,kauflust fr ,rubensstiche groe ,summen ,geldes aus dem ,lande gebracht wrden4 ,illustration3 ,abb4 #hf4 ,entwurf zu einem ,schaugerst1 welches zur ,feier des ,einzugs des ,kardinal-,infanten ,ferdinand von sterreich in ,antwerpen auf dem alten ,kornmarkt errichtet wurde2 in der ,mitte die ,darstellung1 wie der sieggekrnte ,kardinal-,infant dem bekmmerten ,belgien ,mut zuspricht4 ,farbenskizze in der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,mit nie ermdender ,lust malte ,rubens immer wieder das ,bild seiner schnen jungen ,frau1 und er schuf in diesen ,bildnissen ,meisterwerke1 von denen eins das andere berbot4 ,in den ,museen fast aller ,lnder ,europas finden wir ,bilder von ,helene ,fourment1 und es wrde schwer sein1 einem vor den anderen den ,preis zuzuerkennen4 ,mit der anmutvollsten ,freundlichkeit blickt sie uns in einem ,gemlde entgegen1 welches sich1 zur ,sammlung van der ,hoop gehrig1 im ,reichsmuseum zu ,amsterdam befindet 7,abb4 #hc74 ,in ganz der nmlichen ,ansicht und der gleichen ,kleidung sehen wir sie in ganzer ,figur in einem der vielen ,bildnisse1 welche die ,mnchener ,pinakothek von ihr besitzt 7,abb4 #hd74 ,die ,sammlung des ,barons ,alphons von ,rothschild zu ,paris enthlt ein berhmtes ,bild1 welches ,frau ,helene vor dem ,eingang ihres ,hauses1 im ,begriff1 in den ,wagen zu steigen1 zeigt4 ,ebenda befindet sich ein kstliches ,familienbild1 das gegen ,ende #afcb entstanden sein mag4 ,im ,januar dieses ,jahres hatte ,helene ihrem ,gatten ein ,tchterchen geschenkt1 das in der ,taufe die ,namen ,klara ,johanna erhielt4 ,als das ,kind seine ersten ,gehversuche am ,gngelband machte1 sah sich ,rubens veranlat1 das kleine ,ding in seiner lieblichen ,unbeholfenheit abzuzeichnen2 das kostbare ,blatt befindet sich in der ,louvre-,sammlung4 ,die kleine ,klara ,johanna am ,gngelbande wurde dann die ,hauptperson des erwhnten ,familienbildes3 wir sehen sie unter einem ,laubengang1 von der ,hand der glcklich lchelnden ,mutter geleitet1 zu der sie lallend sich umwendet2 und ,rubens schreitet daneben1 blickt die ,gattin an und sttzt ihre ,hand1 welche das ,kind fhrt4 ,dieses ,gemlde und das vorerwhnte kamen nach ,rubens' ,tode in den ,besitz der ,stadt ,brssel2 die ,stadt schenkte beide im ,anfange des #ah4 ,jahrhunderts dem ,befreier der ,niederlande von den ,franzosen1 dem ,herzog von ,marlborough2 die ,nachkommen des ,siegers von ,blenheim bewahrten dieselben in der reichen ,sammlung des ,blenheim-,palastes1 bis im ,jahre #ahhe diese ,sammlung versteigert wurde4 ,neben diesen beiden gilt das in der kaiserlichen ,ermitage zu ,petersburg befindliche ,gemlde als das vorzglichste unter den ,bildnissen von des ,meisters zweiter ,gattin2 das ,prachtbild zeigt uns die junge ,frau stehend in ganzer ,figur2 sie ist in schwarze ,seide gekleidet1 an rmeln und ,hut mit lilafarbenen ,bndern geschmckt2 vor ihren ,fen blhen ,veilchen1 und ein wolkiger ,himmel bildet den ,hintergrund 7,abb4 #he74 ,im ,sommer #afcd vollendete ,rubens die zum ,schmucke des ,festsaals von ,knig ,karls ,i ,schlo zu ,whitehall bestimmten ,gemlde4 ,spanier1 ,franzosen und ,angehrige anderer ,vlker suchten die ,werkstatt des ,meisters auf1 um das groe ,werk zu bewundern4 ,die ,versendung nach ,england aber zog sich noch mehr als ein ,jahr lang hin -- bse ,zungen sagten1 dem ,knig von ,england fehle es an ,geld --1 so da die ,bilder durch das lange ,liegen in ,rollen ,schaden litten und von ,rubens noch einmal berarbeitet werden muten1 als endlich ihre berfhrung an den ,bestimmungsort veranlat wurde4 ,rubens wre gern mit nach ,england gegangen1 um beim ,anbringen der ,bilder an ihrem ,platze zugegen zu sein2 aber die ,gicht1 die ihn jetzt bisweilen wochenlang an das ,bett fesselte1 zwang ihn1 auf die ,reise zu verzichten4 ,der ,winter von #afcd auf #afce brachte eine ,arbeit1 die kaum weniger umfangreich war als jenes ,werk1 die aber nicht zu einem bleibenden ,denkmal bestimmt war1 sondern zur ,verherrlichung eines jener ,feste1 die ,antwerpen wie keine andere ,stadt herzurichten verstand4 ,zum ,nachfolger der ,erzherzogin ,isabella hatte der ,knig von ,spanien seinen einzigen ,bruder1 den ,infanten ,ferdinand1 ,kardinal und ,erzbischof von ,toledo1 bestimmt4 ,am #ag4 ,april #afce hielt der neue ,statthalter seinen ,einzug in ,antwerpen1 und die stolze ,stadt1 die dem ,kardinal-,infanten viele ,hoffnungen und ,wnsche entgegenbrachte1 feierte mit unerhrtem ,glanz und mit einem ,kostenaufwande von #ghjjj ,gulden 7ungefhr #cjjjjj ,mark nach heutigem ,werte7 seinen ,empfang1 den weltgeschichtlichen freudigen ,einzug84 ,die besten knstlerischen ,krfte1 ber welche die erste ,kunststadt der ,niederlande verfgte1 wurden aufgeboten1 um zahlreiche ,schmuckbauten zu errichten und mit ,werken der ,bildnerei und ,malerei zu umkleiden4 ,rubens erhielt die ,oberleitung ber das ,ganze4 ,mit einer staunenswrdigen ,frische und mit einer unermdlichen ,erfindungsgabe schuf der ,meister die zahlreichen ,entwrfe1 obgleich er zeitweilig durch die ,gicht an einen ,rollstuhl gefesselt war4 ,es waren elf gewaltige ,schaustcke1 die hergestellt wurden3 fnf ,triumphbogen1 vier ,schaugerste1 ein ,prunkwagen und eine ,galerie mit zwlf ,standbildern habsburgischer ,kaiser4 ,die bildlichen ,darstellungen an den ,bauwerken galten zum ,teil der ,verherrlichung des ,erzherzogenpaares ,albrecht und ,isabella2 zum ,teil huldigten sie dem neuen ,frsten1 dem ruhmreichen ,sieger1 der im ,verein mit dem ,knige ,ferdinand von ,ungarn die ,schweden bei ,nrdlingen geschlagen und der bei ,calloo den ,hollndern eine schwere ,niederlage beigebracht hatte2 sie beklagten auch den ,niedergang des ,antwerpener ,handels durch die ,sperrung der ,schelde und sprachen die ,hoffnung aus1 da der neue ,herr hierin ,besserung bringen werde4 ,selbstverstndlich waren die ,darstellungen entweder ganz als mythologische ,allegorien gehalten oder aus geschichtlichen und mythologisch-allegorischen ,bestandteilen gemischt2 ,gevaerts hatte lateinische ,verse zu ihrer ,erluterung gedichtet4 ,die ,architekturen zeigten den ppigen ,barockstil1 den die italienische ,renaissance unter ,rubens' ,hnden anzunehmen pflegte4 ,beim ,einzuge selbst konnte ,rubens wegen seines ,leidens nicht zugegen sein4 ,gleich am folgenden ,tage aber besuchte der ,kardinal-,infant ihn in seiner ,wohnung1 um ihm persnlich ,dank zu sagen und der ,befriedigung ber das groe und wohlgelungene ,werk ,ausdruck zu geben2 derselbe erfreute sich lngere ,zeit an seiner ,unterhaltung und bewunderte seine ,kunstsammlungen4 ,illustration3 ,abb4 #hg4 ,zwei ,gefangene4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #hh4 ,bildnis eines ,gelehrten4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,die ,schmuckbauten blieben nur einige ,wochen stehen4 ,nach ihrer ,niederlegung wurden die bedeutendsten von den ,malereien ausgebessert und nebst den steinernen ,kaiserbildern als ,geschenk der ,stadt ,antwerpen an den ,kardinal-,infanten nach ,brssel geschickt4 ,der ,rest sollte versteigert werden2 da aber die ersten versteigerten ,bilder einen zu geringen ,ertrag brachten1 beschlo die ,stadtobrigkeit1 dieselben fr eine sptere ,gelegenheit aufzubewahren4 ,das weitere ,schicksal der ,malereien ist unbekannt2 bei weitem die grte ,mehrzahl derselben ist verloren gegangen4 ,von den groen ,bildern ist eins erhalten geblieben1 und zwar gerade eins von denjenigen1 bei denen ,rubens nicht nur den ,entwurf1 sondern auch die ,ausfhrung persnlich bernommen hatte4 ,dasselbe befindet sich in der ,dresdener ,gemldegalerie2 es stammt von einem an der ,st4 ,georgskirche errichteten ,schaugerst her und stellt den ,neptun dar1 der whrend der ,seefahrt des ,kardinal-,infanten die ,wogen beruhigt2 es wird gewhnlich nach dem bekannten ,vergilschen ,worte mit dem ,titel ,quos ego68 bezeichnet4 ,von dem nmlichen ,schaugerst rhren die im ,wiener ,hofmuseum befindlichen ,bildnisse des ,knigs ,ferdinand und des ,infanten ,ferdinand her1 die zwar nicht von ,rubens selbst gemalt sind1 aber in ihrer wirkungsvollen ,erfindung seine ,meisterschaft bekunden1 sowie das groe ,bild der ,begegnung der beiden ,ferdinande vor der ,schlacht bei ,nrdlingen1 gleichfalls eine ,schlerarbeit4 ,eigenhndig von ,rubens gemalt sind die fr einen der ,triumphbogen angefertigten prchtig dekorativen ,bildnisse von ,albrecht und ,isabella1 welche das ,museum zu ,brssel bewahrt4 -- ,von den ,skizzen des ,meisters ist mehr erhalten1 wenn auch das ,erhaltene nur einen verhltnismig geringen ,teil des einst ,vorhandenen bildet4 ,so besitzt die ,sammlung zu ,windsor den ,entwurf zu dem ,bilde der ,schlacht bei ,nrdlingen2 drei ,skizzen zu ,schmuckbauten sind im ,museum zu ,antwerpen und sechs in der ,ermitage zu ,petersburg4 ,unter den letzteren befindet sich der ,entwurf des ,schaugerstes mit dem ,neptun und derjenige eines anderen1 das an der ,st4 ,johannisbrcke aufgebaut war und dessen groes ,gemlde durch einen davoneilenden ,merkur die traurige ,lage des ,handels verbildlichte1 sowie die ,skizze eines auf dem alten ,kornmarkt errichteten ,aufbaues mit der ,darstellung des ,kardinal-,infanten1 der1 von der ,siegesgttin begleitet1 einer vor ihm niederknieenden ,frauengestalt1 der ,verbildlichung des belgischen ,landes1 mit trstendem ,zuspruch naht 7,abb4 #hf72 auer den ,entwrfen von ,schaugersten und ,triumphbogen besitzt die ,petersburger ,sammlung noch diejenigen zu fnf von den in ,stein ausgefhrten ,kaiserstandbildern4 ,anderes ist an anderen ,orten zerstreut4 ,die in ,abbildung #hg wiedergegebene schne ,zeichnung gefesselter und niedergeworfener ,krieger1 welche sich in der ,albertina befindet1 bildete wohl auch einen ,teil von einer zu dieser ,gelegenheit entworfenen ,schpfung4 ,illustration3 ,abb4 #hi4 ,selbstbildnis des ,meisters4 ,in der kaiserl4 ,gemldegalerie zu ,wien4 ,nach einer ,photographie von ,j4 ,lwy in ,wien4 ,das ganze groe ,werk1 welches ,rubens zum ,einzuge des ,kardinal-,infanten geschaffen1 wurde von seinem ,lieblingsschler ,theodor van ,thulden in ,kupfer getzt4 ,die ,stadt ,antwerpen bestellte dieses ,kupferwerk bald nach dem ,einzuge2 dasselbe erschien in #dj ,bildern mit einem weitschweifigen ,text von ,gevaerts in den ,jahren #afda und #afdb4 ,ein einzelnes ,blatt1 welches in dieser ,verffentlichung fehlt1 wurde von ,schelte a ,bolswert gestochen4 ,illustration3 ,abb4 #ij4 ,die ,eberjagd4 ,in der kgl4 ,gemldegalerie zu ,dresden4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ia4 ,landschaft mit dem ,regenbogen4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,whrend ,rubens in den ,arbeiten fr den ,einzug des ,kardinal-,infanten mit vollen ,hnden aus dem nie versagenden ,reichtum seiner schrankenlosen ,einbildungskraft schpfte und seine unvergleichliche ,begabung im ,erdenken von prunkenden ,schmuckwirkungen im hellsten ,lichte erglnzen lie1 bekundete er in anderen ,werken dieser ,zeit eine zunehmende ,vorliebe fr schlichte ,nachbildung der ,natur4 ,an erster ,stelle ist in dieser ,hinsicht das ,portrt eines alten ,gelehrten zu nennen1 welches sich in der ,pinakothek zu ,mnchen befindet1 eines der vorzglichsten ,bildnisse1 welche ,rubens je gemalt hat 7,abb4 #hh74 ,auch das prchtige1 vornehme ,selbstbildnis des ,meisters1 welches die ,belvedere-,galerie zu ,wien bewahrt1 drfte um das ,jahr #afce entstanden sein 7,abb4 #hi74 ,den ,bildnissen reiht sich eine ,anzahl realistisch gedachter ,landschaftsbilder an1 skizzenhaft gemalt1 aber von berraschender ,wirkung4 ,eines dieser ,bilder ist geradezu ein ,portrt4 ,dasselbe befindet sich in der ,londoner ,national-,galerie und zeigt ein ansehnliches altes ,schlo1 das von einem ,wassergraben umgeben ist und an welches sich nach allen ,seiten hin schattige ,baumanlagen anschlieen4 ,das ist der ,landsitz1 welchen ,rubens seit #afce besa4 ,am #ab4 ,mai dieses ,jahres kaufte ,rubens fr den ,betrag von #icjjj ,gulden die ,herrschaft ,steen bei ,eppeghem in der ,nhe von ,mecheln4 ,daselbst war1 wie der ,kaufbrief sagt1 eine ,hofstatt mit groem steinernen ,haus und anderen schnen ,baulichkeiten in ,form eines ,schlosses mit ,hof1 ,baumgarten1 ,fruchtbumen1 ,aufziehbrcke mit einer groen ,erdaufschttung und einem groen viereckigen ,turm in der ,mitte derselben2 ringsherum zieht sich ein ,teich1 an welchen sich der konomiehof mit seinen besonderen ,pchterwohnungen1 ,scheunen1 verschiedenen ,stallungen und allem ,dazugehrigen anschliet4 ,alles zusammen #d ,tagwerk und #ej ,ruten innerhalb seines ,wassergrabens4 ,ferner ,pflanzungen1 verschiedene ,alleen und ,parke1 wohlbesetzt sowohl mit schnen1 groen jungen ,eichen als anderem48 ,dazu gehrte noch ein ausgedehnter ,grundbesitz an ,ackerland1 ,wiesen und ,wald2 auch ,gerechtsame von ,zins und ,lehen waren damit verbunden4 ,rubens verwandelte den alten ,herrensitz1 den er durch ,ankauf der angrenzenden kleinen ,herrschaft ,attenvoorde noch vergrerte1 mit nicht unerheblichem ,aufwand in einen behaglichen ,sommeraufenthalt4 ,das ,schlo steht noch1 gewhrt aber nur noch eine unvollkommene ,vorstellung von seinem damaligen ,zustande4 ,eine ,abbildung des ,schlosses ,steen und seiner ,umgebung1 allerdings in etwas freier ,auffassung1 zeigt uns auch das schne ,gemlde im ,wiener ,hofmuseum1 welches nach der ,staffage1 die den ,vordergrund belebt -- eine ,anzahl junger ,herren und ,damen in reicher vornehmer ,kleidung unterhalten sich mit einem munteren ,gesellschaftsspiel -- den ,namen das lndliche ,fest8 fhrt4 ,rubens verbrachte nunmehr regelmig die schne ,jahreszeit auf dieser ,besitzung4 ,gute ,nachbarschaft konnte er pflegen mit einem ,kunstgenossen2 denn kaum eine ,stunde von ,steen entfernt lag der ,hof ,dry ,toren 7,drei ,trme71 welchen ,david ,teniers der ,jngere im ,sommer bewohnte4 ,da in der ,that freundschaftliche ,beziehungen zwischen dem ,meister und seinem frh zu ,ruhm und ,ansehen gelangten ,nachbar bestanden1 wird durch den ,umstand besttigt1 da ,teniers im ,jahre #afcg ,rubens' ,mndel1 ,anna ,breughel1 die ,tochter von dessen ,jugendfreund ,jan ,breughel1 heiratete4 ,der ,aufenthalt auf dem ,landsitze mochte wohl dazu beitragen1 da ,rubens sich jetzt mit besonderer ,vorliebe mit der ,landschaftsmalerei beschftigte4 ,von etwa fnfzig ,landschaften1 welche er gemalt hat1 scheint die bei weitem grere ,mehrzahl auf die ,zeit von #afce an zu entfallen4 ,jedes ,rubenssche ,landschaftsbild ist ein ,meisterwerk in ,anordnung und ,farbe4 ,hufig hat die gewaltige ,kraft seiner ,erfindungsgabe in den ,formen der landschaftlichen ,natur ein beredtes ,ausdrucksmittel gesucht und gefunden2 hufiger noch -- und besonders in den ,landschaften seiner letzten ,zeit -- lt er in diesen ,schpfungen eine ,stimmung friedlicher ,ruhe walten4 ,zu ,rubens' prchtigsten landschaftlichen ,erfindungen gehrt das groartige ,waldesdickicht1 in dem eine wildbewegte ,eberjagd ihr ,ende erreicht1 in der ,dresdener ,galerie 7,abb4 #ij74 ,eine mythologische ,jagd1 diejenige des ,meleager1 bildet die ,staffage eines ,urwaldbildes im ,museum zu ,madrid4 ,unbertroffen in der ,wiedergabe wilden ,lebens in der ,natur ist ein ,bild im ,wiener ,hofmuseum1 welches den ,hereinbruch der groen ,flut darstellt1 die ,jupiter als ,strafe ber die ungastliche ,erde verhngt hat4 ,das ,abziehen des ,sturmes an felsiger ,meereskste schildert ein kostbares ,bild im ,pitti-,palast zu ,florenz3 ,odysseus auf der ,phakeninsel4 ,das letztgenannte ,gemlde wird der frheren ,zeit des ,meisters zugeschrieben4 ,ein nicht minder hervorragendes ,gemlde in der nmlichen ,florentiner ,sammlung mu man dagegen wohl in seine letzten ,jahre verlegen2 es zeigt ,bauersleute1 die von der ,erntearbeit heimkehren1 die ,stimmung ist die eines milden ,sommerabends1 die ,landschaft ist echt niederlndisch und eine in der ,ferne sichtbare ,stadt ist unverkennbar ,mecheln4 ,die ebene ,flur von ,laeken ist der ,gegenstand eines berhmten ,gemldes in der ,sammlung der ,knigin von ,england im ,buckingham-,palast4 ,unter den verschiedenen ,stimmungen der ,natur hat vielleicht keine ,rubens so hufig zu ,nachbildungen angeregt1 wie diejenige1 wenn das ,licht ber die ,wetterwolken die ,oberhand gewinnt und der ,regenbogen sich am ,himmel ausspannt4 ,die ,mnchener ,pinakothek besitzt ein herrliches ,werk dieser ,art4 ,wir blicken in eine weite ,ebene1 in der goldene ,saaten mit grnen ,wiesen wechseln2 der ,saum eines ,waldes und einzelne ,baumgruppen fangen mit den ,wipfeln die glhenden ,strahlen der ,sonne auf1 da sie in scharfem ,licht sich von den abziehenden ,wetterwolken abheben2 ,landleute mit ,khen und ,karren beleben den ,weg1 der sich an einem ,bache entlang zieht1 wo schnatternde ,enten sich tummeln2 die ganze ,natur zeigt die ppige ,vollkraft des ,hochsommers1 die warme ,sommersonne durchleuchtet die feuchte ,luft1 und fast in der ganzen ,breite des ,bildes wlbt sich der ,regenbogen 7,abb4 #ia74 ,mchtiger noch in der ,wirkung ist eine im ,louvre befindliche ,regenbogenlandschaft4 ,hier ist das ,unwetter in der ,ferne vorbergezogen2 in blendender ,lichtflle durchbrechen die ,sonnenstrahlen das ,gewlk und ergieen sich ber das hgelige ,gelnde in lebhaftem ,wechselspiel mit tiefen ,schattenmassen2 im ,vordergrunde dehnt sich eine mit ,bumen bestandene ,hute aus1 auf welcher ,hirten und ,hirtinnen in friedlichem ,behagen bei den ruhenden ,schafen verweilen1 unbekmmert um das ferne ,gewitter 7,abb4 #ib74 ,illustration3 ,abb4 #ib4 ,landschaft mit ,hirten4 ,im ,louvre zu ,paris4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,auch das zwanglose ,leben der vlmischen ,landleute1 ihre ,ausgelassenheit bei den seltenen ,festen1 die ihr arbeitsames ,leben unterbrechen1 reizten den groen ,maler zur ,wiedergabe4 ,das ,wiener ,hofmuseum besitzt eine ,skizze1 welche tanzende ,bauern darstellt4 ,das ,hauptwerk dieser ,richtung aber ist die groe ,kirme8 im ,louvre4 ,es ist berraschend zu sehen1 mit welcher ,entschiedenheit der ,maler der ,vornehmheit und der ppigen ,pracht sich in die ,wiedergabe des niedrigen ,volkes vertieft hat1 das1 von ,bier und wstem ,tanz berauscht1 bis zur ,roheit ausgelassen sich auf dem ,wiesenplatz vor der ,schenke herumtreibt4 ,freilich ist das keine thatschlich wirklichkeitsgetreue ,wiedergabe des ,volkslebens1 wie ,teniers und ,brouwer sie hinterlassen haben4 ,vielmehr kommt die ,gre von ,rubens' ,anschauungsweise auch hier zur ,geltung3 der wilde ,taumel des ,tanzes1 das berschumen der ,sinnlichkeit gehen ber das ,ma des in der ,wirklichkeit1 besonders bei einem nordischen ,volke ,denkbaren weit hinaus1 alles wchst ins riesenmig ,gewaltige1 da selbst die ,derbheit in dieser ,auffassung eine gewisse ,groartigkeit bekommt4 ,landschafts- und ,bauernbilder waren ein ,zeitvertreib1 mit dem ,rubens seine ,muestunden ausfllte4 ,daneben ging die ernste ,arbeit ihren ,weg4 ,zwischen den ,jahren #afcd und #afcg -- wahrscheinlich nher dem letzteren als dem ersteren ,jahr -- malte ,rubens fr die ,abtei ,afflighem ein groes ,altarbild1 dessen ,gegenstand die ,kreuztragung war4 ,dieses ,bild1 das sich jetzt im ,museum zu ,brssel befindet1 ist eine eigentmliche und gewaltige ,schpfung4 ,eine ,menge ,volkes1 das in langem ,zuge nach der ,richtsttte hindrngt1 fllt den ,rahmen1 ,fahnen flattern1 die ,rstungen der ,reiter blitzen1 alles ist ,leben und ,bewegung2 aber der ganze ,aufwand von lrmenden ,volksmassen1 von ungestmer ,lebensflle dient nur dazu1 den einen hervorzuheben1 der schweigend unter der ,kreuzeslast zusammenbricht1 der hierdurch eine ,stockung in den ,zug bringt2 ,simon von ,cyrene strengt sich mit ,hilfe eines ,sklaven an1 das ,kreuz emporzuheben1 und ,veronika benutzt den ,augenblick1 um die ,stirn des ,heilandes zu trocknen1 whrend ,maria1 die sich neben ihren ,sohn hinwerfen mchte1 von ,johannes fest und sorglich zurckgehalten wird4 ,ein erschtterndes ,bild hilflosen1 leidenschaftlichen ,schmerzes malte ,rubens um diese ,zeit in der ,darstellung des ,bethlehemitischen ,kindermordes1 welche sich in der ,mnchener ,pinakothek befindet4 ,wir sehen aus einer ,sulenhalle1 vor welcher an einem ,pfeiler der ,befehl des ,herodes angeschlagen ist1 eine ,schar von ,kriegern hervorstrmen1 um mit henkersmiger ,gefhllosigkeit oder mit grausamer ,lust den unmenschlichen ,befehl auszufhren4 ,das ,schreckliche trifft alle ,mtter ohne ,unterschied von ,rang und ,stand1 sucht hoch und niedrig mit gleicher ,schonungslosigkeit heim2 die ,frauen1 denen ihr ,liebstes so jh entrissen wird1 sind zum ,teil reich gekleidet1 zum ,teil nur mit drftigen ,gewndern bedeckt1 zum ,teil auch in unfertigem ,anzug4 ,verschieden wie ihre ,erscheinung ist die uerung ihrer ,verzweiflung2 sie strzen wie ,wtende auf die ,schergen1 suchen die ,mordwaffen aufzufangen1 flehen um ,erbarmen1 werfen sich jammernd ber die kleinen ,leichen und tragen sie liebkosend von dannen oder strecken in ohnmchtigem ,jammer und mit wildem ,aufschrei die ,hnde zum ,himmel empor1 wo in lichter ,hhe ,engel die ,krnze der ,seligen fr die gemordeten ,unschuldigen bereit halten 7,abb4 #ic74 ,fr den ,hauptaltar der ,kapuzinerkirche zu ,kln malte ,rubens1 etwa um das ,jahr #afch1 ein ,bild1 welches den heiligen ,franziskus darstellt1 wie er von dem in ,seraphsgestalt ihm erscheinenden ,heiland die ,wundmale empfngt 7jetzt im ,museum ,wallraf-,richartz zu ,kln2 ,abb4 #id74 ,er wiederholte dabei mit unwesentlichen ,abnderungen ein ,altargemlde1 welches er im ,jahre #afcb fr die ,barferkirche zu ,gent ausgefhrt hatte und welches sich jetzt im ,museum zu ,gent befindet4 ,der ,gegenstand schlo hier jeden ,farbenprunk aus2 aber der ,meister hat es verstanden1 aus ,braun und ,grau und goldigem ,licht eine wunderbare ,wirkung hervorzuzaubern4 ,die kaiserliche ,ermitage zu ,petersburg besitzt den sorgfltig ausgefhrten ,studienkopf eines ,franziskanermnches zu dem begeistert aufwrts schauenden ,haupt des heil4 ,franziskus 7,abb4 #ie74 ,illustration3 ,abb4 #ic4 ,der ,kindermord zu ,bethlehem4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,des ,meisters grte ,freude war es1 seine ,angehrigen zu malen4 ,frau ,helene hatte ihm im ,sommer #afcc ein ,shnchen geschenkt1 welches den ,namen ,franz erhielt2 im ,frhjahr #afce folgte ein ,tchterchen1 welches nach ,rubens' beiden ,frauen ,isabella ,helena genannt wurde1 und im ,frhjahr #afcg ein zweiter ,knabe1 der des ,meisters ,namen ,petrus ,paulus bekam2 das fnfte ,kind dieser ,ehe1 ,konstantia ,albertina1 kam erst acht ,monate nach dem ,tode des ,vaters1 ,ende ,januar #afda1 zur ,welt4 ,als der kleine ,franz etwa drei ,jahre alt war1 malte ,rubens das anmutige ,doppelbildnis von ,mutter und ,kind1 welches sich in der ,mnchener ,pinakothek befindet3 ,frau ,helene sitzt in einfachem1 aber aus kostbarem ,stoffe hergestelltem ,kleide1 den ,kopf von einem breitrandigen ,hut bedeckt1 auf dem ,vorplatz vor der ,hausthr1 den ein um die ,sulen des ,vordachs geschlungener ,vorhang schattiger macht1 und hlt mit beiden ,hnden den ,knaben umschlungen1 der mit einem ,federbarett auf den goldfarbigen ,locken1 sonst aber ganz unbekleidet1 auf ihrem ,schoe sitzt2 beide wenden die frhlich leuchtenden ,augen dem ,beschauer zu 7,abb4 #if74 ,ein etwa zwei ,jahre spter entstandenes ,bild im ,louvre fhrt uns wieder auf die nmliche ,terrasse an der ,freitreppe des ,hauses1 die wohl ein ,lieblingsplatz ,helenens war2 auch hier hat die junge ,frau die beiden ,hnde um den lieblich heranwachsenden ,knaben geschlungen1 den sie mit ,lust und mtterlichem ,stolz betrachtet1 whrend er mit hellen ,kinderaugen aus dem ,bilde herausschaut2 das dickwangige ,schwesterchen kommt von der ,seite heran1 anscheinend etwas eiferschtig auf die ,liebkosung1 die dem kleinen ,bruder zu teil wird4 ,dieses ,bild ist unfertig stehen geblieben2 es fesselt den ,beschauer mit dem ganzen unbestimmbaren ,reiz eines glcklichen ersten ,entwurfs1 und sein sonniger ,ton scheint der naturgeme knstlerische ,ausdruck des dargestellten ,familienglcks zu sein 7,abb4 #ig74 ,helenens ,zge trgt unverkennbar die schne1 mit wunderbarem ,ausdruck emporblickende heilige ,ccilia im ,berliner ,museum4 ,auch die ebenda befindliche prchtige ,andromeda1 welche vor einigen ,jahren aus der ,blenheim-,sammlung erworben wurde1 zeigt eine vielleicht kaum beabsichtigte hnlichkeit mit des ,meisters ,gattin4 ,eine andere ,andromeda aus ,rubens' letzter ,zeit besitzt das ,museum zu ,madrid2 die dunkle ,eisenrstung des ,perseus1 der ihre ,fesseln lst1 hebt hier das leuchtende ,fleisch zu blendender ,wirkung hervor4 ,weitere mythologische ,darstellungen aus des ,meisters letzten ,jahren sind die ,jagd der ,diana -- mit ,tieren von ,snyders -- im ,berliner ,museum und das als ,entwurf zu einem ,deckenschmuck gemalte kleine ,bild in der ,sammlung der ,wiener ,kunstakademie1 welches in den ,gestalten des ,apollo und der ,diana auf ihren ,wagen das ,sinken der ,nacht und das ,aufsteigen des ,tages verbildlicht4 ,rubens' letzte ,schpfungen waren wieder groe ,altargemlde4 ,die ,augustiner in ,prag bestellten bei ihm im ,jahre #afcg zwei ,bilder von gewaltigen ,verhltnissen1 welche bereinandergestellt den ,hochaltar der ihnen gehrigen ,kirche ,st4 ,thomas schmcken sollten4 ,der ,gegenstand des ,hauptbildes war der ,martertod des ,apostels ,thomas auf der ,insel ,ceylon1 diejenige des anderen der heilige ,augustin mit dem ,knaben1 der das ,meer ausschpfen will4 ,die ,bilder wurden mit ,hilfe von ,schlern ausgefhrt und im ,jahre #afci nach ,prag geschickt1 wo sie sich noch an ihrem ursprnglichen ,platze befinden4 ,eigenhndig malte ,rubens dagegen ein ,altarbild1 welches fr ,kln bestimmt war4 ,auftraggeber war der ,klner ,bankier und ,kunstfreund ,jabach4 ,doch richtete dieser seine ,bestellung nicht geradeswegs an ,rubens1 sondern bediente sich der ,vermittelung eines in ,london lebenden ,malers mit ,namen ,geldorp4 ,an den letzteren schrieb der ,meister im ,jahre #afcg1 nachdem er die ,mitteilung empfangen hatte1 da das ,bild nicht1 wie er nach dem ersten ,briefe ,geldorps geglaubt hatte1 nach ,london1 sondern nach ,kln bestimmt sei3 ,mein ,herr6 ,ich habe ,euren geehrten ,brief vom letzten ,juni erhalten1 der alle meine ,zweifel beseitigt2 ich konnte mir nmlich nicht denken1 zu welcher ,veranlassung man in ,london ein ,altargemlde gebrauchen sollte4 ,was die ,zeit betrifft1 so werde ich anderthalb ,jahr dazu gebrauchen1 um ,euren ,freund ungehindert und in ,bequemlichkeit bedienen zu knnen4 ,was den ,gegenstand betrifft1 so wrde es zweckmig sein1 denselben nach der ,gre des ,bildes zu whlen2 denn manche ,stoffe lassen sich besser auf einem groen ,raum behandeln1 und andere erfordern einen mittleren oder kleineren ,mastab4 ,wenn ich indessen nach meinem ,geschmack einen ,stoff whlen oder wnschen drfte1 der sich auf den heiligen ,petrus bezieht1 so wrde ich seine ,kreuzigung nehmen1 wo man ihn mit den ,fen nach oben anschlug4 ,mir deucht1 das wird ,gelegenheit geben1 etwas ,auergewhnliches zu machen4 brigens berlasse ich die ,wahl demjenigen1 der die ,bezahlung zu leisten hat1 und bis wir werden gesehen haben1 wie gro das ,bild werden soll4 ,ich habe eine groe ,zuneigung zu der ,stadt ,kln1 wo ich bis zum ,alter von zehn ,jahren aufgewachsen bin1 und manchesmal1 seit so vielen ,jahren1 habe ich das ,verlangen gehabt1 sie wiederzusehen4 ,indessen frchte ich1 da die schwierigen ,verhltnisse unserer ,zeit und meine ,beschftigung mich verhindern werden1 diesen ,wunsch zu befriedigen und so viele andere4 ,ich bitte herzlich um ,euer ,wohlwollen u4 s4 w48 ,illustration3 ,abb4 #id4 ,der heil4 ,franziskus ,seraphicus4 ,im ,wallraf-,richartz-,museum zu ,kln4 ,der von ,rubens vorgeschlagene ,gegenstand wurde gewhlt4 ,im ,frhjahr #afch war der ,meister mit dem ,bilde der ,kreuzigung des ,apostels ,petrus beschftigt4 ,am #b4 ,april dieses ,jahres schrieb er an ,geldorp3 ,ich beeile mich ,euch mitzuteilen1 da dasselbe schon vorgeschritten ist1 und ich hoffe sogar1 da es eine der besten ,arbeiten sein wird1 die unter meinen ,hnden hervorgegangen4 ,das knnt ,ihr khnlich ,eurem ,freund schreiben4 ,indessen wrde ich es nicht gern sehen1 da man mich mit der ,vollendung drngte2 ich bitte vielmehr darum1 da man das meiner ,verfgung und ,bequemlichkeit berlasse1 damit ich es nach meinem ,behagen fertig machen kann1 da der ,gegenstand dieses ,bildes mich mehr reizt als alle1 mit denen ich beschftigt bin1 obgleich ich berhuft bin mit ,arbeit48 -- ,in der ,that wurde das ,klner ,altarbild noch eine von des ,meisters gewaltigsten ,schpfungen4 ,so wenig ansprechend der ,gegenstand dem heutigen ,gefhl erscheinen mag1 dem groartigen ,eindruck wird sich niemand verschlieen knnen1 den die in so qualvoller ,lage hngende kraftvolle ,greisengestalt des ,mrtyrers ausbt1 dessen gespannte ,muskeln unwillkrlichen ,widerstand gegen die ,arbeit der wilden ,henker leisten4 ,mit voller ,rubensscher ,kraft spricht die knstlerische ,wirkung der ,farbe und des ,lichtes1 das sich blendend auf der ,brust des ,heiligen sammelt und in weicheren ,tnen das geffnete ,gewlk durchschimmert1 wo ein kstlicher blonder ,engelknabe mit ,siegeskranz und ,palme herabschwebt 7,abb4 #ih74 ,rubens vollendete das ,gemlde1 welches fr die ,stadt seiner ,kindheit bestimmt und dem einen seiner ,namensheiligen gewidmet war1 eigenhndig bis zum letzten ,strich4 ,ehe er es abliefern konnte1 ereilte ihn der ,tod4 -- ,im ,beginn des ,jahres #afdj war er noch voll von ,unternehmungslust4 ,der ,knig von ,england wollte das ,schlafzimmer seiner ,gemahlin1 ,marie ,henriette von ,frankreich1 im ,schlo zu ,greenwich ausmalen lassen4 ,jakob ,jordaens1 ,rubens' begabter ,kunstgenosse1 wurde fr diese ,aufgabe in ,aussicht genommen1 und ,gerbier1 der als ,geschftstrger ,englands in ,brssel angestellt worden war1 erhielt die ntigen ,anweisungen1 um durch ,vermittelung des ,abbate della ,scaglia das ,geschft abzuschlieen4 ,gerbier aber schrieb nach ,england1 er bte1 es dem ,knig vorzustellen1 da ,rubens doch der geeignetere ,knstler fr eine solche ,aufgabe sei4 ,er knpfte bald auch ,unterhandlungen mit ,rubens ber diese ,sache an1 und im ,mai #afdj machte dieser dem ,abbate della ,scaglia seine ,vorschlge4 ,er wollte in der ,mitte der getfelten ,decke das ,mahl der ,gtter darstellen1 daneben einerseits1 wie ,amor sich in ,psyche verliebt1 und andererseits1 wie ,psyche die ,unsterblichkeit verliehen wird4 ,mehr als diese drei ,bilder wollte er nicht bernehmen2 da die zu schmckende ,decke aber neun ,felder hatte1 so schlug er vor1 da in die brigen sechs ,felder von der ,hand eines ,anderen ,grotesken oder sonstige ,erfindungen gemalt wrden1 nur nichts ,figrliches1 damit nicht die ,verschiedenheit des ,stils bei gleichartiger ,malerei das ,auge des ,beschauers stre4 -- ,wenige ,wochen spter schrieb ,gerbier nach ,england1 jetzt sei ,jordaens der beste ,maler in ,antwerpen2 der ihn bertraf1 war tot4 ,illustration3 ,abb4 #ie4 ,ein ,franziskaner2 ,studienkopf4 ,in der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,in einem liebenswrdigen ,brief1 den ,rubens am #ag4 ,april #afdj an den ,bildhauer ,franz ,duquesnoy in ,rom richtete1 um demselben fr einige bersandte ,abgsse zu danken1 sprach er schon den ,gedanken aus1 da der ,tod ihm bald die ,augen fr immer schlieen werde4 ,aber er glaubte sein ,ende doch noch nicht so nahe1 wie es wirklich war4 ,am #bg4 ,mai trat ein ,gichtanfall1 mit ,fieber verbunden1 so heftig auf1 da ,rubens sich bewogen sah1 seinen letzten ,willen aufzusetzen4 ,das ,vermgen1 welches er unter die ,seinigen verteilte1 war fast ein frstliches zu nennen2 nicht ohne ,grund hatte er in jngeren ,jahren einmal einem englischen ,alchymisten namens ,brendel1 der sich erbot ihn die ,kunst des ,goldmachens zu lehren1 geantwortet1 diese ,kunst habe er mit seinen ,pinseln schon lange entdeckt4 ,als besonderes ,vermchtnis bertrug ,rubens seinem ,sohn ,albrecht seine ,bcher1 seinem ,sohn ,nikolaus die ,sammlung geschnittener ,steine und ,denkmnzen1 ,helene ,fourment die ,hlfte der ,besitzung ,steen und deren ,kindern die andere ,hlfte4 ,hinsichtlich seines knstlerischen ,nachlasses bestimmte der ,meister1 da derselbe verkauft werden solle1 mit ,ausnahme eines ,bildes1 genannt das ,pelzchen81 und seiner smtlichen ,zeichnungen4 ,das ,pelzchen8 verblieb als persnliches ,eigentum der ,gattin des ,meisters2 es stellte diese selbst in ganzer ,figur1 nur mit einem um ,schulter und ,hfte gezogenen schwarzen ,pelzmntelchen bedeckt1 im ,alter von etwa achtzehn ,jahren vor2 jetzt besitzt die kaiserliche ,sammlung zu ,wien dieses unbeschreiblich meisterhafte1 freilich nicht fr die ffentlichkeit gedachte ,bild4 ,die ,zeichnungen sollte derjenige von ,rubens' ,shnen bekommen1 der sich der ,malerei widmen1 oder diejenige von seinen ,tchtern1 die einen hervorragenden ,maler heiraten wrde4 ,hinsichtlich seiner ,bestattung bestimmte ,rubens1 da ihm eine ,grabkapelle eingerichtet werde1 deren ,altar ein ,bild seiner ,hand1 ,maria mit dem ,jesusknaben und verschiedenen ,heiligen darstellend1 und eine ,marmorfigur der ,madonna von seinem ,schler ,lukas ,fayd'herbe schmcken sollten4 ,nach der ,landessitte sollte am ,tage des ,begrbnisses ein groes ,trauermahl die ,anverwandten im ,sterbehause vereinigen2 auerdem sollte der ,stadtobrigkeit eine ,trauermahlzeit im ,stadthause hergerichtet1 eine dritte der ,gesellschaft der ,romanisten8 7der ,knstler und ,gelehrten1 welche zeitweilig in ,rom gelebt hatten71 deren ,mitglied er seit dem ,jahre #afji gewesen war1 und eine vierte der ,st4 ,lukasgilde gegeben werden4 ,illustration3 ,abb4 #if4 ,helene ,fourment mit ihrem ersten ,shnchen4 ,in der kgl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,illustration3 ,abb4 #ig4 ,helene ,fourment mit zwei ,kindern4 ,im ,louvre zu ,paris4 7,nach einer ,aufnahme von ,ad4 ,braun ,co41 ,braun1 ,clment ,cie4 ,nchfl41 in ,dornach i4 ,els4 und ,paris47 ,am #cj4 ,mai #afdj1 um die ,mittagszeit1 machte eine ,herzlhmung dem ,leben des groen ,meisters ein ,ende4 ,ganz ,antwerpen beklagte ,rubens' ,tod4 ,bezeichnende uerungen von ,zeitgenossen sind in ,beileidsbriefen erhalten1 welche des ,meisters alter ,freund ,balthasar ,moretus empfing und welche im ,museum ,plantin-,moretus aufbewahrt werden4 ,er war der gelehrteste ,maler der ,welt18 schrieb der ,abt ,philipp ,chifflet2 das hbscheste ,wort aber ber den ,hingang des groen ,malers1 dessen ruhmreichstes ,feld whrend seines ganzen ,lebens doch die kirchliche ,kunst gewesen war1 fand der ,abt von ,st4 ,germain1 indem er schrieb1 derselbe sei gegangen1 im ,himmel die lebenden ,modelle seiner ,malereien zu schauen48 ,das ,leichenbegngnis fand am #b4 ,juni mit groer ,prunkentfaltung statt4 ,die gesamte ,geistlichkeit der ,stiftskirche ,st4 ,jakob und diejenige der ,bettelorden begleitete den ,leichenzug1 an jeder ,seite der ,bahre schritten sechzig ,waisenkinder mit brennenden ,fackeln1 die stdtischen ,beamten1 die ,mitglieder der ,st4 ,lukasgilde und zahlreiche ,freunde und ,verehrer des ,verstorbenen aus allen ,stnden folgten dem ,sarge4 ,die ,jakobskirche war schwarz ausgeschlagen und an mehreren ,stellen mit den ,rubensschen ,wappen geschmckt4 ,die ,leiche wurde vorlufig in der ,fourmentschen ,familiengruft beigesetzt4 ,spter wurde sie in die eigene ,grabkapelle bertragen1 welche die ,witwe im ,chorumgang der ,jakobskirche erbauen lie4 ,gem dem ,wunsche des ,verstorbenen fand auf dem ,altar ein marmornes ,standbild der heiligen ,jungfrau ,aufstellung1 welches ,fayd'herbe gemeielt hatte2 von der ,hand desselben ,bildhauers rhrt wahrscheinlich der ganze obere ,teil des ,altars und zwei ,engelfiguren1 welche denselben schmcken1 her4 ,auf dem ,altar prangt das von ,rubens fr diesen ,zweck bestimmte ,gemlde4 ,das ,jesuskind sitzt auf dem ,scho der ,jungfrau unter einer ,laube2 vorn kniet anbetend der heilige ,bonaventura1 hinter ,maria steht der heilige ,hieronymus mit der aufgeschlagenen ,bibel1 von der anderen ,seite nahen der heil4 ,georg und drei heilige ,frauen1 in der ,luft schweben vier ,engel mit ,krnzen und ,palmzweigen4 ,das ,ganze ist ein ,bild1 welches sich in ,bezug auf ,farbenzauber den besten ,meisterwerken des ,meisters anreiht4 ,die berlieferung erzhlt1 ,rubens habe in diesem ,gemlde seine ,familie abgebildet3 in ,hieronymus sei sein ,vater1 in ,georg er selbst1 in den drei ,frauen seine beiden ,gattinnen nebst ,frulein ,lunden dargestellt2 die hnlichkeiten mag man finden -- sie kehren berall in ,rubens' ,gemlden wieder --1 sicherlich aber hat die berlieferung vollstndig unrecht1 wenn sie annimmt1 da der ,meister gerade bei diesem ,bilde1 ber dessen ,entstehungszeit brigens die ,meinungen geteilt sind1 mit besonderer ,absicht die ,bildnisse angebracht habe4 -- ,die ,grabschrift wurde von des ,meisters ,freund ,gevaerts verfat1 aber erst im vorigen ,jahrhundert in ,stein gemeielt2 sie preist unter ,rubens' wunderbaren ,begabungen insbesondere die ,kunde der alten ,geschichte und die ,trefflichkeit in allen guten und schnen ,knsten1 sie nennt ihn den ,apelles nicht nur seines ,jahrhunderts1 sondern aller ,zeiten1 hebt hervor1 da er die ,freundschaft von ,knigen und ,frsten geno1 erwhnt die ,wrden1 durch welche er von ,philipp ,,iv ausgezeichnet wurde1 und rhmt die ,verdienste1 die er als ,gesandter sich um das ,zustandekommen des ,friedens erwarb4 ,rubens' wertvollstes ,vermchtnis war seine ,kunstsammlung1 die ein vollstndiges ,museum war4 ,das ,verzeichnis derselben zum ,zwecke des ,verkaufs wurde in englischer und franzsischer ,sprache gedruckt4 ,dasselbe fhrt auer sonstigen ,kunstgegenstnden #cai ,gemlde auf1 zuerst italienische ,bilder1 darunter #i von ,tizian1 #e von ,paul ,veronese1 #f von ,tintoretto1 einzelne von ,pietro ,perugino1 ,palma ,vecchio1 ,ribeira1 ,elzheimer2 dann #dc ,kopien nach ,tizian und anderen ,meistern1 welche ,rubens in ,italien und ,spanien gemalt hatte2 darauf #id ,originalgemlde von ,rubens2 ferner einige fnfzig ,bilder lterer ,meister1 darunter eins von ,drer und mehrere von ,johann van ,eyck1 ,lukas van ,leyden1 ,holbein2 zum ,schlu eine ,anzahl neuerer ,bilder1 darunter #h von van ,dyck1 #ag von ,adrian ,brouwer1 mehrere1 welche ,breughel und ,saftleven gemeinschaftlich mit ,rubens gemalt haben1 und auch noch einige ,skizzen von der ,hand des ,meisters4 -- ,der ,verkauf der ,sammlung brachte einen ,ertrag von #bhjjjj ,gulden1 ungefhr #ajjjjjj ,mark heutigen ,wertes4 ,der ,knig von ,spanien kaufte am meisten1 #cb ,stck1 darunter #aj ,bilder von ,rubens1 welche teilweise zu den vorzglichsten ,schtzen des ,madrider ,museums gehren4 ,weitere ,hauptkufer waren der ,deutsche ,kaiser1 der ,knig von ,polen1 der ,kurfrst von der ,pfalz und der ,kardinal ,richelieu4 ,illustration3 ,abb4 #ih4 ,kreuzigung ,petri4 ,in der ,peterskirche zu ,kln4 ,die ,handzeichnungen des ,meisters wurden ebenfalls verkauft1 nachdem der jngste seiner ,shne achtzehn ,jahr alt geworden war1 ohne da einer derselben die ,malerei als ,beruf gewhlt oder eine von den ,tchtern einen ,maler geheiratet hatte4 ,rubens' ltester ,sohn ,albert1 des ,vaters ,nachfolger im ,amte des ,sekretrs des kniglichen geheimen ,rats1 zeichnete sich durch ,gelehrsamkeit in der ,altertumskunde aus4 ,von ,nikolaus erfahren wir nur1 da er im ,alter von #cg ,jahren starb2 ,franz wurde ,ratsherr des ,hofes von ,brabant1 und ,peter ,paul wurde ,geistlicher4 ,von den ,tchtern hat nur eine1 ,klara ,johanna1 geheiratet2 sie vermhlte sich mit ,philipp von ,parys1 und in den ,sprossen dieses ,geschlechts lebt heute allein noch die ,nachkommenschaft des ,meisters4 ,isabella ,helene starb im ,alter von #ag ,jahren1 und die nachgeborene ,konstantia ,albertina ging ins ,kloster4 ,helene ,fourment1 die junge ,witwe1 vermhlte sich #afde zum zweitenmale2 sie reichte ihre ,hand einem ,schffen von ,antwerpen1 ,johann ,baptist van ,broeckhoven1 der nachmals zum ,grafen von ,bergeyck ernannt wurde4 ,sie lebte bis #afgc4 ,das ,haus in ,antwerpen1 welches ,rubens mit so groem knstlerischen ,aufwand erbaut hatte1 wurde schon #affi von seinem ,enkel ,philipp verkauft4 ,es behielt sein stolzes ,ansehen bis zum ,jahre #agfc1 wo es in dem damaligen ,geschmack umgebaut wurde2 die grte ,mehrzahl der zum ,teil von ,fayd'herbe ausgefhrten ,standbilder1 womit die ,bauten im ,garten geschmckt waren1 wurde damals beseitigt4 ,spter1 in unserem ,jahrhundert1 verlor das ,bauwerk noch mehr2 aus dem einen ,haus wurden zwei gemacht1 und bei dieser ,gelegenheit wurde dessen schnster baulicher ,bestandteil1 der ,kuppelbau1 welcher die ,kunstsammlung des ,meisters beherbergt hatte1 niedergerissen4 ,in der belgischen ,kunst war ,rubens' ,einflu auf ,jahrhunderte hinaus mchtig4 ,man darf unbedenklich behaupten1 da nie und nirgends ein einzelner ,knstler so fruchtbringend und nachhaltig auf die ,kunst seines ,landes gewirkt hat1 wie dies bei ,rubens der ,fall war4 ,andere groe ,meister sind der ,kunst der ,jngeren verderblich gewesen1 weil sie nachgeahmt wurden1 und ,nachahmung ist der ,tod der ,kunst4 ,rubens aber wurde nicht nachgeahmt1 er war unnachahmlich2 aber sein ,vorbild wirkte schpferisch belebend auf allen ,gebieten4 ,wie ,rubens der fruchtbarste ,maler war1 den es je gegeben hat -- #acjj ,gemlde1 von denen mindestens zwei ,drittel mehr oder weniger von seiner eigenen ,hand ausgefhrt sind1 legen ,zeugnis davon ab --1 so war er auch der vielseitigste1 und darum wirkte er nach so vielen ,seiten hin1 ohne die ,selbstndigkeit der einzelnen zu beeintrchtigen4 ,was ein ,bildnismaler wie van ,dyck1 was ,schilderer des ,volkslebens wie die ,teniers schufen1 was die ,landschafter und selbst die ,stillebenmaler ,belgiens malten1 in allem hat ,rubens' anregendes ,beispiel durchgewirkt1 so gut wie bei den ,werken der ,geschichtsmalerei von jeglicher ,gattung4 ,bildhauer und ,bauknstler gingen bei ,rubens in die ,lehre2 durch das ,wiedergeben seiner formensicheren wirkungsvollen ,zeichnungen gelangte die ,holzschneidekunst damals in ,belgien zu einer mustergltigen ,vollkommenheit1 zu einer ,zeit1 wo es berall anders gar keinen knstlerischen ,holzschnitt mehr gab2 an den ,werken des groen ,malers schulte sich die ,kupferstecherkunst1 da sie jene breite malerische ,wirkung erzielte1 die wir an den vlmischen ,stichen des #ag4 ,jahrhunderts bewundern4 ,die gesamte glanzvolle belgische ,kunst des ,barockzeitalters war in der einen ,person ihres ,begrnders zusammengefat4 ,illustration ,funote3 99 ,so schrieb die ,familie ,rubens ihren ,namen whrend des ,aufenthalts in ,deutschland1 um die heimische ,aussprache mit der deutschen ,schreibweise in bereinstimmung zu bringen4