,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #aijg erschienenen ,buchausgabe so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und heute nicht mehr gebruchliche ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert2 fremdsprachliche ,passagen wurden nicht korrigiert4 ,funoten wurden vom ,bearbeiter an das ,ende des jeweiligen ,abschnitts verschoben4 ,besondere ,schriftschnitte wurden in der vorliegenden ,fassung mit den folgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 fett3 ,gleichheitszeichen gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,tilden ,handbuch der deutschen ,sprache fr hhere ,schulen4 ,zweiter ,teil3 ,fr obere ,klassen4 ,ausgabe ,b1 in drei ,abteilungen4 ,kurzgefate ,deutsche ,stilistik4 ,von ,professor ,dr4 ,otto ,lyon4 ,siebente vermehrte und verbesserte ,auflage4 ,illustration #aijg ,leipzig und ,berlin1 ,druck und ,verlag von ,b4 ,g4 ,teubner4 ,die ,ausgabe ,a enthlt die #c ,abteilungen in einem ,bande4 ,alle ,rechte1 einschlielich des bersetzungsrechts1 vorbehalten4 ,vorwort zur ersten ,auflage4 ,eine kurze ,darstellung der ,stilistik1 die das ,notwendige und ,wesentliche enthlt1 drfte sich fr den ,gebrauch in der ,schule nicht als nutzlos erweisen4 ,wenn der ,schler die stilistischen ,regeln nur bei der ,lektre oder bei der ,rckgabe der ,aufstze1 also vereinzelt und zerstreut1 gleichsam nur nebenbei kennen lernt1 so vergit er sie nur allzuleicht und verfllt fast regelmig wieder in dieselben ,fehler2 der ,lehrer kmpft vergeblich dagegen an4 ,durch ,einsicht in den wissenschaftlichen ,zusammenhang der stilistischen ,regeln dagegen wird jede einzelne ,regel in dem ,bewutsein des ,schlers weit mehr befestigt werden1 als wenn sie vereinzelt1 blo gedchtnismig ergriffen worden ist4 ,an die ,stilistik schliet sich eine kurze ,darstellung der ,rektionslehre an1 die zur ,behandlung in ,untersekunda bestimmt ist4 ,auch hier ist berall der ,sprachgebrauch an der ,hand der ,sprachgeschichte geprft und bei ,feststellung der ,regeln so objektiv als mglich verfahren worden4 ,vorwort zur siebenten ,auflage4 ,bei der ,durchsicht der siebenten ,auflage sind die ,verbesserungen und ,berichtigungen1 die sich ntig machten1 berall eingefgt worden4 ,allen1 die mich hierbei durch freundliche ,mitteilung ihrer ,wnsche und ,vorschlge untersttzten1 sage ich meinen verbindlichsten ,dank4 ,dresden1 #a4 ,mrz #aijg4 ,otto ,lyon4 ,inhaltsverzeichnis4 ,i4 ,einleitung4 ,seite #a4 ,begriff des ,stiles #a #b4 ,begriff der ,stilistik #b #c4 ,einteilung der ,stilistik #c #d4 ,schriftsprache und gesprochene ,rede #c ,,ii4 ,allgemeine ,stilistik4 ,a4 ,die ,eigenschaften des guten ,stiles im allgemeinen4 #e4 ,der oberste ,grundsatz des guten ,stiles #d #f4 ,deutlichkeit #e #g4 ,sprachrichtigkeit #e #h4 ,sprachreinheit #e #i4 ,bestimmtheit und ,krze des ,ausdrucks #aa #aj4 ,angemessenheit #ad #aa4 ,wohllaut und ,neuheit des ,ausdrucks #ae #ab4 ,anschaulichkeit und ,lebendigkeit #ag #ac4 ,natrlichkeit #ai ,b4 ,bilder und ,figuren4 #ad4 ,der ,gebrauch bildlicher ,ausdrcke #bj #ae4 ,die ,bilder oder ,tropen #ba #af4 ,die ,figuren #be #ag4 ,bedeutung der ,tropen und ,figuren fr den ,stil #bi ,c4 ,stilistik des einfachen ,satzes4 #ah4 ,wortbildung #cj #ai4 ,das ,substantivum #cc #bj4 ,das ,verbum #ce #ba4 ,die ,partizipien #cf #bb4 ,das ,adjektivum #ch #bc4 ,das ,pronomen #ci #bd4 ,das ,adverbium #da #be4 ,prpositionale ,ausdrcke #da #bf4 ,als und wie #dc #bg4 ,wortstellung #dd ,d4 ,stilistik des zusammengesetzten ,satzes4 #bh4 ,der ,bau der ,stze im allgemeinen #de #bi4 ,form der ,stze #dd #cj ,art der ,verknpfung #dh #ca4 ,stellung der ,stze #di #cb4 ,rhythmus des ,satzes #ea ,,iii4 ,besondere ,stilistik4 ,a4 ,die ,arten des ,stiles4 #cc4 ,prosaischer und poetischer ,stil #ec #cd4 ,der ,stil des ,verstandes #ec #ce4 ,der ,stil des ,gemtes #ee ,b4 ,die ,mittel zur ,ausbildung des ,stiles4 #cf4 ,das ,studium guter ,muster #eg #cg4 ,der ,aufsatz #eh #ch4 ,das ,thema und die ,arten der ,aufstze #eh #ci4 ,das ,sammeln des ,stoffes #ei #dj4 ,die ,disposition #ei #da4 ,dispositionsregeln #fa #db4 ,die ,chrie #fd #dc4 ,die ,ausarbeitung #fe #dd4 ber die ,kunst1 seine ,gedanken gut auszusprechen #ff ,anhang zur ,stilistik4 ,i4 bungsbeispiele zur ,wiederholung der ,syntax #fi ,,ii4 ,rektionslehre4 ,a4 ,rektion der ,verben4 #a4 ,verben1 die den ,akkusativ regieren #gb #b4 ,verben1 die den ,dativ regieren #ge #c4 ,verben1 die den ,genitiv regieren #gg #d4 ,verben mit schwankender ,rektion #hj ,b4 ,rektion der ,verbalsubstantive #he ,c4 ,rektion der ,adjektive4 #a4 ,adjektive1 die den ,dativ regieren #hf #b4 ,adjektive1 die den ,genitiv regieren #hf ,d4 ,rektion der ,prpositionen #hg ,erste ,abteilung4 ,deutsche ,stilistik4 ,i4 ,einleitung4 #a4 ,begriff des ,stiles4 ,das ,wort ,stil wird in seiner weiteren ,bedeutung auf alle ,knste angewendet und bezeichnet berhaupt die ,art und ,weise der ,darstellung4 ,man spricht daher z4 ,b4 von einem gotischen ,stile in der ,baukunst1 von dem ,stile der ,niederlnder in der ,malerei1 von dem ,stile ,mozarts in der ,musik1 von dem ,stile ,goethes in der ,kunst der ,sprache4 ,im engeren ,sinne versteht man jedoch unter ,stil nur die ,art und ,weise der sprachlichen ,darstellung4 ,diese wird durch zweierlei bestimmt3 #a4 durch den ,inhalt und ,zweck des darzustellenden ,gegenstandes2 #b4 durch die ,persnlichkeit und geistige ,eigenart des ,darstellenden4 ,sofern der ,stil auf den ,inhalt und ,zweck des darzustellenden ,gegenstandes ,rcksicht nimmt1 nennt man ihn objektiv1 sofern in ihm die ,eigenart des ,darstellenden zum ,ausdrucke kommt1 subjektiv4 ,so wird z4 ,b4 der ,stil in ,schillers akademischer ,antrittsrede3 ,was heit und zu welchem ,ende studiert man ,universalgeschichte88 objektiv bestimmt zunchst durch das ,thema1 dann durch die ,reihe von ,gedanken1 die sich unter dieses ,thema ordnen lassen1 ferner durch den ,zweck1 die ,zuhrer1 und zwar solche1 die akademischen ,kreisen angehren1 fr diese ,gedanken zu gewinnen4 ,objektiv wird also fr die ganze ,darstellung der ,stil einer akademischen ,rede ber ,begriff und ,zweck des ,studiums der ,universalgeschichte erfordert4 ,das ,subjektive an dieser ,rede aber ist das1 was diese ,rede von allen anderen hnlicher ,art unterscheidet und sie zu einer ,rede macht1 wie sie nur gerade ,schiller seiner geistigen ,eigenart und ,bildung1 sowie der ,bildung seiner ,zeit gem halten konnte4 ,zahlreiche ,lieblingsideen und ,lieblingswendungen ,schillers1 die wir darin finden1 der stolze ,schwung der ,rede1 der noch heute jeden ,leser unwiderstehlich mit sich fortreit1 die ,anlehnung an die ,gedanken ,kants u4 hnl4 geben der ,darstellung ihr subjektives ,geprge4 ,die objektive und subjektive ,seite des ,stiles sind selbstverstndlich in der ,wirklichkeit immer innig verbunden2 es wird aber je nach dem ,inhalte des darzustellenden ,gegenstandes bald die eine1 bald die andere ,seite in den ,vordergrund treten4 ,eine wissenschaftliche ,darstellung z4 ,b4 ist streng objektiv zu halten1 eine ,rede1 welche die ,hrer anregen und begeistern soll1 erfordert reiche subjektive ,frbung2 ein episches ,gedicht verlangt groe ,objektivitt1 bei einem lyrischen ,gedichte ist starke ,subjektivitt unbedingtes ,erfordernis4 ,im allgemeinen mu namentlich der poetische ,stil sein eigenartiges ,geprge durch die ,persnlichkeit des ,dichters erhalten1 whrend dem prosaischen ,stile mehr objektive ,ruhe gnstig ist4 ,das rechte ,verhltnis zwischen ,subjektivitt und ,objektivitt zu treffen1 ist eine der schwierigsten ,aufgaben des ,stiles4 ,schliet sich der ,stil nur objektiv an fremde ,muster an1 so mangelt ihm das eigenartige ,geprge1 und dieser ,mangel kann uns oft ganze ,werke ungeniebar machen2 berwiegt aber die ,subjektivitt in der ,weise1 da ,dinge in die ,darstellung hineingetragen werden1 die in dem darzustellenden ,gegenstande nicht begrndet sind oder gar mit demselben in ,widerspruch stehen1 so wird der ,stil zur ,manier4 ,gegenber dem wahrhaften ,stile ,goethes und ,schillers zeigt z4 ,b4 der ,stil ,jean ,pauls und unter den neueren ,erzhlern der ,wilhelm ,raabes stellenweise ,manier4 ,anmerkung #a4 ,das ,wort ,stil ist aus dem ,lateinischen 7aus lat4 stilus1 d4 i4 ,griffel7 zu uns gekommen4 ,das lateinische stilus geht wieder auf griech4 zurck1 was gleichfalls den metallenen ,griffel bezeichnete1 mit dem der ,grieche durch ,einritzen in eine ,wachstafel schrieb4 ,einige ,sprachforscher leiten auch unser ,wort ,stiel8 von lat4 stilus ab1 was den ,lautgesetzen nicht widerspricht4 ,doch ist hier wohl eher ,urverwandtschaft anzunehmen4 ,anmerkung #b4 ber den ,einflu der ,persnlichkeit und ,gesinnung des ,dichters auf seine ,werke sagt ,goethe3 ,eigentlich kommt alles auf die ,gesinnungen an2 wo diese sind1 treten auch die ,gedanken hervor1 und nach dem sie sind1 sind auch die ,gedanken48 ,sprche in ,prosa #edb4 ,hempelsche ,ausgabe4 -- ,von ,werken1 die nur objektiven ,stil haben1 sagt derselbe ,dichter3 ,es werden jetzt ,produktionen mglich1 die ,null sind1 ohne schlecht zu sein3 ,null1 weil sie keinen ,gehalt haben2 nicht schlecht1 weil eine allgemeine ,form guter ,muster den ,verfassern vorschwebt48 ,spr4 i4 ,pr4 #aai4 #b4 ,begriff der ,stilistik4 ,stilistik ist die ,wissenschaft des ,stiles4 ,sie sucht die ,gesetze und ,regeln der sprachlichen ,darstellung auf und stellt sie im ,zusammenhange dar4 ,man darf die ,stilistik nicht verwechseln mit der ,poetik und ,rhetorik4 ,die ,poetik errtert die ,gesetze und ,formen der ,dichtung1 die ,rhetorik behandelt die ,kunst der ,beredsamkeit und der prosaischen ,darstellung des ,redners4 ,die ,stilistik aber hat es mit der ueren sprachlichen ,form der ,darstellung berhaupt zu tun1 sie umfat die ,gesetze ber ,deutlichkeit1 ,richtigkeit und ,schnheit des ,ausdruckes1 ber ,belebung durch bildliche ,wendungen1 ber die ,wahl der ,worte1 den ,bau der ,stze usw4 ,da die ,sprache das ,ausdrucksmittel sowohl des ,redners1 als auch des ,dichters ist1 so gelten die allgemeinen ,sprachregeln der ,stilistik fr die ,prosa wie fr die ,poesie4 ,der ,umstand1 da die ,alten in ihre ,darstellungen der ,rhetorik auch gewhnlich die ,regeln der ,stilistik mit einschlossen 7weil der ,redner auch die stilistischen ,regeln kennen und anwenden mu71 hat dazu gefhrt1 da bis in die neueste ,zeit ,rhetorik und ,stilistik vielfach vermengt und in verworrener ,weise durcheinandergemischt werden4#a ,mit den ,stoffen und ,ideen1 die dargestellt werden1 hat es die ,stilistik nur insoweit zu tun1 als diese ,einflu auf die innere oder uere sprachliche ,form ben4 ,die ,stilistik stellt ferner nur die ,regeln des objektiven ,stiles dar2 denn es ist nicht ihre ,aufgabe1 von dem ,stil eines bestimmten ,schriftstellers oder eines ,zeitalters oder eines ,volkes zu reden1 sondern sie behandelt die allgemeinen ,gesetze des ,stiles1 die fr die ,schriftsteller aller ,zeiten und ,vlker ,geltung haben4 ,die deutsche ,stilistik bercksichtigt dabei zugleich die ,eigenart der deutschen ,sprache und des deutschen ,volkes4 ,anmerkung4 ,eine klare ,bestimmung der ,begriffe ,rhetorik und ,stilistik gab zuerst ,wilhelm ,wackernagel in seinen ,vorlesungen ber ,poetik1 ,rhetorik und ,stilistik1 herausgeg4 v4 ,ludw4 ,sieber1 ,halle #ahgc2 eine selbstndige1 streng wissenschaftliche ,behandlung der deutschen ,stilistik1 losgelst von der ,rhetorik der ,alten1 hat zuerst ,karl ,ferdinand ,becker in seinem ,buche3 ,der deutsche ,stil 7neu bearb4 v4 ,o4 ,lyon1 ,prag und ,leipzig #ahhc7 angebahnt4 ,sehr anregend ist die ,deutsche ,stilistik8 von ,richard ,m4 ,meyer1 ,mnchen #aijf4 #c4 ,einteilung der ,stilistik4 ,die ,stilistik zerfllt in die allgemeine und in die besondere4 ,die allgemeine ,stilistik handelt von den ,eigenschaften des guten ,stiles berhaupt1 von den ,mitteln zur lebendigeren ,gestaltung der ,rede1 von dem stilgerechten ,bau und der wohllautenden ,gliederung des einfachen und zusammengesetzten ,satzes4 ,in der besonderen ,stilistik dagegen kommen die ,arten des ,stiles und die ,mittel zur ,ausbildung desselben zur ,darstellung4 #d4 ,schriftsprache und gesprochene ,rede4 ,man bezieht das ,wort ,stil gewhnlich nur auf die ,darstellung der ,gedanken in der ,schriftsprache4 ,diese ,auffassung ist aber einseitig und irrtmlich4 ,dieselben ,gesetze vielmehr1 die fr die ,schriftsprache gelten1 liegen auch der mndlichen ,rede zugrunde4 ,zwar fordert die ,schriftsprache1 weil sie die ,gedanken nicht blo fr den ,augenblick und fr einzelne ,personen darstellt1 und weil sie nicht durch die ,betonung und das lebendige ,gebrdenspiel des ,sprechenden untersttzt wird1 in der ,regel eine grere ,sorgfalt1 namentlich in bezug auf die ,wahl der ,worte und die ,wortstellung1 aber es kann nicht dringend genug darauf hingewiesen werden1 da der mndlichen ,rede dieselbe ,sorgfalt zuzuwenden ist wie der geschriebenen4 ,vor allem aber darf die ,schriftsprache nicht in der ,schrfe von der mndlichen ,rede getrennt werden1 wie es jetzt leider gewhnlich geschieht4 ,gerade die ,zeiten der hchsten ,blte unserer ,sprache und gerade unsere grten ,dichter sahen in der ,sprache in erster ,linie etwas1 das gesprochen wird1 und gaben der mndlichen ,rede den ,vorrang vor der ,schriftsprache4 ,das ,zeitalter der ,minnesinger1 das ,zeitalter ,luthers1 das ,zeitalter ,schillers und ,goethes bieten dafr ausreichende ,beweise4 ,nur immer diejenigen ,zeiten1 in denen sich unser ,sprachleben im ,rckgange befand1 erhoben die ,schriftsprache zur stolzen ,herrin und drckten die mndliche ,rede zur dienenden ,magd herab4 ,htten ,klopstock1 ,goethe und ,schiller nicht unserer ,sprache durch ,worte und ,wendungen1 die sie der lebendigen ,sprache ihrer ,heimat entnahmen1 eine groartige ,erweiterung gegeben1 so wren vielleicht heute noch die beschrnkten ,sprach- und ,stilregeln ,gottscheds und ,adelungs geltend4 ,anmerkung4 ,klopstock kmpfte sein ganzes ,leben hindurch gegen das bloe stille ,lesen mit den ,augen4 ,goethe sagt unter anderem in ,dichtung und ,wahrheit 7,,ii1 #aj73 ,schreiben ist ein ,mibrauch der ,sprache1 stille fr sich lesen ein trauriges ,surrogat der ,rede48 ,an der ,adrastea 7#f1 #ahg7 sagt ,herder3 ,welche ,nation hat ihre ,sprache wesentlich so verunstalten lassen1 als die deutsche8 ,gehen ,sie in die ,zeiten der ,minnesinger zurck1 hren ,sie noch jetzt den lebendigen ,klang der verschiedenen1 zumal west- und sdlichen ,dialekte ,deutschlands1 und blicken in unsere ,bchersprache4 ,jene sanften oder raschen ,an- und ,ausklnge der ,worte1 jene ,modulation der bergnge1 die den ,sprechenden am strksten charakterisieren -- da wir ,deutsche so wenig ffentlich und laut sprechen1 sind sie in der ,bchersprache verwischt68 ,ganz besonders beherzigenswert ist ,herders ,schulrede3 ,von der ,ausbildung der ,rede und ,sprache in ,kindern und ,jnglingen48 ,,ii4 ,allgemeine ,stilistik4 ,a4 ,die ,eigenschaften des guten ,stiles im allgemeinen4 #e4 ,der oberste ,grundsatz des guten ,stiles4 ,der oberste ,grundsatz des guten ,stiles1 aus dem sich alle brigen ,eigenschaften ergeben1 ist die vollkommene bereinstimmung des ,ausdruckes mit der ,sache4 ,sofern eine solche bereinstimmung in dem ,hrer oder ,leser volles ,wohlgefallen und das ,gefhl des ,befriedigtseins erweckt1 kann man sie auch kurz als die wahre ,schnheit der ,darstellung bezeichnen4 ,um diese zu erreichen1 mu der ,stil folgende ,eigenschaften haben3 #a4 ,deutlichkeit1 #b4 ,sprachrichtigkeit1 #c4 ,sprachreinheit1 #d4 ,bestimmtheit und ,krze des ,ausdruckes1 #e4 ,angemessenheit1 #f4 ,wohllaut und ,neuheit des ,ausdruckes1 #g4 ,anschaulichkeit und ,lebendigkeit1 #h4 ,natrlichkeit4 ,je nach der ,stilgattung wird natrlich bald die eine1 bald die andere ,eigenschaft berwiegen2 eine belehrende ,abhandlung z4 ,b4 wird vor allem nach ,deutlichkeit und ,klarheit1 eine fesselnde ,schilderung nach ,anschaulichkeit und ,lebendigkeit zu streben haben usw41 aber wenn auch eine ,eigenschaft in den ,vordergrund tritt1 so drfen deshalb die anderen nicht fehlen4 ,anmerkung4 ,die lteren ,stilistiker stellten die ,zweckmigkeit als das oberste ,gesetz des guten ,stiles auf4 ,diesen ,irrtum grndlich widerlegt und hoffentlich fr immer aus der ,wissenschaft des ,stiles entfernt zu haben ist das ,verdienst ,beckers 7,der deutsche ,stil1 #c4 ,aufl4 ,s4 #e flg4 #ab flg4 #fj flg474 #f4 ,deutlichkeit4 ,die erste ,forderung1 die an eine sprachliche ,darstellung gestellt werden mu1 ist die der ,deutlichkeit4 ,wenn jemand ber einen ,gegenstand spricht oder schreibt1 so mu in der ganzen ,darstellung berall zutage treten1 da der ,sprechende oder ,schreibende den ,gegenstand bis ins kleinste mit seinem ,verstande beherrscht1 und ferner mu die ,darstellung so beschaffen sein1 da durch sie auch der ,hrende oder ,lesende den dargestellten ,gegenstand mit seinem ,verstande vollkommen zu erfassen vermag4 ,eine solche ,darstellung nennt man deutlich4 ,die ,deutlichkeit verlangt daher1 da der ,darstellende den ,gegenstand1 ehe er ber ihn spricht oder schreibt1 rein und scharf aufgefat1 nach allen ,seiten hin durchdacht und eine der ,wahrheit und ,wirklichkeit vllig entsprechende ,anschauung ber ihn gewonnen habe4 ,die grte ,deutlichkeit war mir immer die grte ,schnheit81 sagt ,lessing4 ,der ,deutlichkeit dienen auerdem hauptschlich die drei folgenden ,eigenschaften des guten ,stiles3 die ,sprachrichtigkeit1 die ,sprachreinheit1 die ,bestimmtheit und ,krze des ,ausdruckes4 #g4 ,sprachrichtigkeit4 ,die ,sprachrichtigkeit oder ,korrektheit besteht darin1 da die ,darstellung nicht gegen die ,gesetze der ,wortbildung und ,wortbiegung1 sowie der ,satzbildung und ,satzfgung verstt4 ,diese ,gesetze stellt die ,grammatik dar1 und man kann daher kurz sagen3 die ,sprachrichtigkeit beruht auf der sorgfltigen ,befolgung der grammatischen ,regeln4 ,anmerkung4 ,einen ,versto gegen die ,sprachrichtigkeit nannten die ,alten ,solzismus 7von ,soli1 einer ,stadt in ,cilicien1 deren ,bewohner ein sehr fehlerhaftes ,griechisch sprachen71 einen ,versto gegen die ,sprachreinheit dagegen ,barbarismus4 #h4 ,sprachreinheit4 ,die ,sprachreinheit bezieht sich auf die ,wahl der ,worte4 ,sie fordert1 da der ,schreibende nur solche ,worte und ,redewendungen gebrauche1 die der deutschen ,sprache eigentmlich1 seinem ,zeitalter nicht unverstndlich und in den gebildeten ,kreisen unseres ,volkes blich sind4 ,gegen die ,reinheit des ,ausdruckes verstt daher derjenige1 der in seine ,darstellung a7 ,fremdwrter und fremde ,redewendungen1 b7 veraltete ,wrter 7den ,gebrauch solcher ,wrter nennt man ,archaismus71 c7 landschaftliche ,ausdrcke 7die ,verwendung derselben in der ,schriftsprache heit ,provinzialismus71 d7 willkrliche und dem ,geiste unserer ,sprache widerstrebende ,neubildungen 7,neologismen7 einmischt4 a7 ,fremdwrter und fremde ,redewendungen4 ,die ,forderung1 die ,fremdwrter zu meiden1 ist nicht so zu verstehen1 als ob alle ,fremdwrter ohne ,ausnahme aus ,rede und ,schrift verbannt werden mten1 vielmehr ist hier mit groer ,sorgfalt zu scheiden zwischen entbehrlichen und unentbehrlichen ,fremdwrtern4 ,im allgemeinen lt sich als ,regel feststellen1 da ,fremdwrter niemals da gebraucht werden drfen1 wo uns ein gleichbedeutendes und schn gebildetes deutsches ,wort als ,ersatz zu ,gebote steht4 ,vor allem mu man zunchst scheiden zwischen ,fremdwrtern und ,lehnwrtern4 ,unter ,lehnwrtern versteht man solche ,wrter1 die bereits in einer frheren ,periode in unsere deutsche ,sprache aufgenommen worden sind und vllig deutsche ,form angenommen haben1 z4 ,b4 ,anker 7lat4 ancora71 ,brief 7lat4 breve71 predigen 7lat4 praedicare71 ,pforte 7lat4 porta71 ,regel 7lat4 regula71 ,schule 7lat4 schola71 ,spiegel 7lat4 speculum71 ,tafel 7lat4 tabula71 ,ziegel 7lat4 tegula7 u4 a4 ,diese ,wrter werden von uns gar nicht mehr als ,fremdwrter empfunden1 und es wre lcherlich1 auch diese durch rein deutsche ,ausdrcke wiedergeben zu wollen1 wie es ,philipp von ,zesen u4 a4 getan haben1 die ,person durch ,selbstand1 ,fenster durch ,tageleuchter1 ja sogar das ,wort ,nase1 das gar kein ,lehnwort1 sondern wie andere ,benennungen von ,teilen des ,krpers1 z4 ,b4 ,herz1 ,fu1 ,ohr1 ,zahn1 urverwandt mit der griech4-lat4 ,bezeichnung ist1 durch ,lschhorn usw4 bersetzten4 ,aber auch von den eigentlichen ,fremdwrtern1 d4 h4 von denjenigen1 die wir wirklich als solche empfinden1 erweisen sich viele als unentbehrlich1 und wer diese durch selbstgemachte ,verdeutschungen ersetzen wollte1 der wrde in ,gefahr kommen1 seinen ,hrern und ,lesern unverstndlich zu werden4 ,die meisten dieser ,wrter sind technische ,ausdrcke der ,wissenschaften und ,knste4 ,neben diesen unentbehrlichen ,fremdwrtern ist aber leider in unsere deutsche ,sprache eine ganz auerordentlich groe ,zahl vllig entbehrlicher ,fremdwrter eingedrungen1 und diese sind es1 welche die ,reinheit und ,schnheit unserer ,sprache so schwer schdigen4 ,mit grter ,strenge fordert die ,reinheit des ,ausdruckes1 da diese ,fremdwrter1 fr die genau zutreffende1 oft weit bessere einheimische ,ausdrcke sich darbieten1 in allen ,stilgattungen vermieden werden1 und der ,gebrauch eines solchen ,fremdwortes sollte billig als ein ebenso arger ,versto gegen den guten ,stil gelten wie der ,gebrauch eines falschen ,kasus oder einer falschen ,verbalform4 ,denn die lexikalische ,seite unserer ,sprache verlangt dieselbe ,bercksichtigung wie die grammatische ,seite4 ,meist leidet durch die ,fremdwrter auch der ,wohlklang der ,rede1 die vielen ,wrter auf -tt und -ieren z4 ,b4 sind fast ausnahmslos unschn1 und ihr ,klang beleidigt das ,ohr 7z4 ,b4 ,authentizitt1 ,reziprozitt1 ,kredulitt1 ,probabilitt1 ,monstrositt1 ,intelligibilitt1 ,idealitt1 ,souvernitt1 ,spezialitt1 identifizieren1 rehabilitieren1 inventarisieren1 rekonstruieren1 spezifizieren1 spezialisieren1 stigmatisieren1 sympathisieren1 usw474 ,das deutsche ,wort hat gewhnlich edleren und hheren ,klang als das ,fremdwort1 man vergleiche z4 ,b4 ,mut und ,courage1 ,unglck und ,malheur1 ,gnade und ,pardon1 ,vergngen und ,plsier1 edle ,leidenschaften und noble ,passionen1 dunkel und obskur1 ,geschenk und ,prsent1 unsicher und prekr1 gewinnen und profitieren usw4 ,durch die ,einmischung von ,fremdwrtern wird daher der ,ausdruck leicht unedel und niedrig4 ,gute ,verdeutschungen sind3 ,befrderung 7,avancement71 ,widerstreit 7,antagonismus71 ,dienstalter 7,anciennitt71 ,ruhegehalt 7,pension71 ,verwaltung 7,administration71 ,anzeige 7,annonce71 ,zerrbild 7,karikatur71 ,versteigerung 7,auktion71 ,einleitung 7,exordium71 ,feldzug 7,kampagne71 ,mehrheit 7,majoritt71 ,minderheit 7,minoritt71 ,antrieb 7,impuls71 ,naturtrieb 7,instinkt71 ,eilbote 7,kurier71 ,zeitungsschriftsteller 7,journalist71 ,streitschrift 7,pamphlet71 ,duldsamkeit 7,toleranz71 ,spaziergang 7,promenade71 ,reifeprfung 7,maturittsexamen71 folgetreu 7konsequent71 zustndig 7kompetent71 rechtmig 7legitim71 amtlich 7offiziell71 lautlich 7phonetisch71 geeignet 7qualifiziert71 reiend schnell 7rapid71 festsetzen 7stipulieren71 ,vertauschung 7quid pro quo7 u4 v4 a4#b ,ebenso wie die ,fremdwrter sind fremde1 aus anderen ,sprachen herbergenommene ,wendungen und undeutsche bertragungen fremder ,ausdrcke zu meiden4 ,durch solche undeutsche ,wendungen wird die ,reinheit des ,stiles in hohem ,grade verletzt4 ,die meisten derselben entstammen der franzsischen 7,gallizismen7 und der lateinischen ,sprache 7,latinismen74 ,ein ,gallizismus ist z4 ,b4 die ,wendung3 gegenber von dieser ,meinung8 7vis--vis de4447 statt3 dieser ,meinung gegenber82 ferner der ,gebrauch des hinweisenden ,frworts jener statt des dem ,franzsischen fehlenden der in ,stzen wie3 ,die khne ,tat des ,horatius ,cocles und jene 7celle1 statt3 die7 des ,mucius ,scvola8 usw4 ,man sagt deutsch3 ,ich bin mit etwas zufrieden1 mit etwas beschftigt8 u4 hnl4 ,falsch ist es daher1 mit ,anlehnung an das ,franzsische zu sagen3 ,ich bin von etwas zufrieden 7content de71 von etwas beschftigt 7occup de78 usw41 was sich bei einigen ,schriftstellern findet4 ,man kann im ,deutschen fhlen nicht mit dem bloen ,dativ verbinden1 sondern bedient sich zur ,anknpfung der ,prposition in1 z4 ,b43 ,ich fhle ,kraft in mir 7nicht3 ,ich fhle mir ,kraft1 wie ,schiller und ,goethe einigemal geschrieben haben74 ,die ,wendungen3 sich durchdringen 7statt3 durchdrungen sein71 sich verkaufen 7statt3 verkauft werden7 u4 hnl4 sind ,gallizismen1 z4 ,b4 ,das ,volk durchdringt sich 7se pntre1 statt3 ist durchdrungen7 von ,begeisterung fr seine groe1 weltgeschichtliche ,aufgabe2 die ,ware verkaufte sich zu sehr billigen ,preisen 7deutsch3 wurde verkauft74 ,ausdrcke wie3 ,er geht1 seine ,arbeit zu beginnen82 jemand auf dem laufenden halten 7tenir au courant des affaires71 auf dem laufenden bleiben82 die ,freunde1 es ist wahr1 haben mich betrogen82 in diesem ,lande ist es1 wo die ,freiheit wohnt82 es brauchte diesen trnenvollen ,krieg8 7,schiller1 statt3 es bedurfte dieses ,krieges72 unter die ,nase lachen8 7,schiller1 statt3 jemand ins ,gesicht lachen7 u4 a4 verraten sofort ihren franzsischen ,ursprung4#c -- ,lateinisch sind ,wendungen wie3 ,csar1 als er usw41 ,hannibal1 nachdem er usw4 7deutsch3 ,als ,csar usw4 ,nachdem ,hannibal usw472 ich scheine mir 7deutsch3 ich glaube74 ,das lateinische qualis nach talis1 quantus nach tantus ist im ,deutschen durch wie8 wiederzugeben4 ,wendungen wie3 ,die ,schlacht1 als welche es keine berhmtere gibt8 sind im ,deutschen durchaus zu meiden2 wir sagen3 ,das ist die berhmteste ,schlacht1 die jemals geliefert worden ist48 ,ganz besonders stammt aus dem ,lateinischen die ,unsitte der ,hufung von partizipialen ,wendungen und der ,einschachtelung von ,nebenstzen 7s4 hierber die ,stilistik des zusammengesetzten ,satzes74 b7 ,veraltete ,wrter4 ,altertmliche ,ausdrcke wie3 kreucht1 zeucht1 zween1 zwo1 sintemal1 alldieweil1 dieweil1 maen1 jetzo1 itzt1 gelahrt1 dermaleins1 dahero1 hinfro1 von wegen1 derselbige1 mnniglich1 sptzen1 ,stmmel 7statt3 ,stummel71 das ,trumm 7statt3 ,stck1 ,trmmer71 ,gelck1 gelcken1 bestahn1 empfahen1 ein ,gebot bergehen 7statt3 bertreten71 der bergeher1 beiten 7fr verweilen7 u4 a4 geben dem ,stil etwas ,gespreiztes und ,unnatrliches und sind zu meiden4 ,doch sind auch hier ,ausnahmen zulssig4 ,die ,erforschung des ,alt- und ,mittelhochdeutschen hat gezeigt1 da mancher schne ,ausdruck1 den die ltere ,sprache kannte1 verloren gegangen ist4 ,solche ,ausdrcke wieder zu beleben und in unsere ,schriftsprache einzufhren1 ist nicht nur zulssig1 sondern sogar wnschenswert1 ja ,ludwig ,uhland hat das sogar als eine notwendige ,forderung fr die weitere ,entwickelung unserer ,sprache hingestellt4 ,dieser ,dichter hat auch mit groem ,glck zahlreiche alte ,ausdrcke und ,wendungen unserer ,sprache zurckerobert1 ebenso wie das ,jakob ,grimm1 ,gustav ,freytag und ,viktor ,scheffel getan haben4 c7 ,landschaftliche ,ausdrcke4 ,unter landschaftlichen ,ausdrcken versteht man solche1 die nur gewissen ,mundarten angehren und dem allgemeinen ,sprachgebrauche fremd sind4 ,sie stren nicht nur die ,verstndlichkeit einer sprachlichen ,darstellung1 sondern klingen oft auch unedel und niedrig2 zuweilen verstoen sie auch gegen die ,sprachrichtigkeit4 ,solche tadelnswerte landschaftliche ,wrter und ,wendungen sind z4 ,b4 zuverllich 7statt3 zuverlssig71 so ein 7statt3 ein solcher71 gemeinntzlich 7statt3 gemeinntzig71 verzhlen 7statt3 erzhlen71 zu ,hause gehen 7statt3 nach ,hause71 ,verkltung 7statt3 ,erkltung71 ich habe daran oder darauf vergessen 7statt3 ich habe es vergessen71 sich mit einem etwas erzhlen 7statt3 unterhalten71 ,hanke 7statt3 ,hfte71 losgehen 7statt3 anfangen71 ferten 7statt3 voriges ,jahr2 frnkisch71 mitmachen1 mittun 7statt3 teilnehmen71 irritieren in der falschen ,anwendung als3 irre machen 7z4 ,b4 er lie sich durch die falsche ,meldung nicht irritieren2 irritieren heit vielmehr3 erregen1 reizen71 nach ,berlin machen oder werden 7statt3 reisen7 usw4 -- ,groe ,dichter und ,schriftsteller haben jedoch oft mit groem ,glck landschaftliche ,ausdrcke verwendet und dadurch unsere ,schriftsprache dauernd bereichert4 ,wir gebrauchen jetzt z4 ,b4 die ,wrter3 dster1 drhnen1 dreist1 staunen1 entsprechen 7fr3 gem sein1 z4 ,b4 der ,titel des ,buches entspricht dem ,inhalte7 u4 a4 im edelsten ,stile1 und doch sind diese ,wrter erst aus verschiedenen ,mundarten in die ,schriftsprache vorgedrungen und wurden frher als unzulssige ,provinzialismen getadelt4#d ,so wurden durch ,goethe und ,schiller namentlich unserer ,schriftsprache zahlreiche oberdeutsche ,ausdrcke zugefhrt1 whrend andere ,schriftsteller wieder niederdeutsche ,wendungen zur ,geltung brachten4 ,doch nur vollendete ,meister der ,sprache vermgen auf solche ,art unsere ,schriftsprache zu bereichern4 ,das ,gesagte soll nur zeigen1 wie fortwhrend unsere ,schriftsprache aus der lebendigen ,sprache der ,mundarten sich erneuert und so vor ,erstarrung bewahrt4 ,man blicke deshalb nicht mit ,verachtung auf die ,mundarten herab und beherzige die ,worte ,schleichers3 ,die ,mundarten sind die natrlichen1 nach den ,gesetzen der sprachgeschichtlichen ,vernderungen gewordenen ,formen im ,gegensatze zu der mehr oder minder gemachten und zugestutzten ,sprache der ,schrift48 7,die deutsche ,sprache1 ,s4 #aaa47 d7 ,fehlerhafte ,neubildungen4 ,ebenso wie man den ,gebrauch veralteter ,wrter zu meiden hat1 mu man sich auch hten1 neue ,wrter zu bilden und zu verwenden1 die entweder mit den ,gesetzen der ,sprache in ,widerspruch stehen oder gegen den ,wohlklang verstoen4 ,selbstverstndlich bedarf eine ,sprache1 die nicht der ,erstarrung anheimfallen will1 immer eines frischen ,nachwuchses neuer ,ausdrcke2 aber diese neuen ,wrter1 durch welche die ,sprache wirklich bereichert wird1 knnen nicht willkrlich gemacht werden1 sondern sie wachsen mit ,naturnotwendigkeit aus den gesunden ,keimen der ,sprache heraus4 ,in glcklichen ,stunden finden schpferische ,geister solche ,ausdrcke1 und diese ,neubildungen erweisen sich schon dadurch als gesund1 da sie dauernd in den ,wortschatz der ,sprache bergehen4 ,solche ,neubildungen sind natrlich keine ,neologismen4 ,klopstock1 ,lessing1 ,wieland1 ,goethe1 ,schiller und ,rckert haben unserer ,sprache viele neue ,wrter zugefhrt4 ,im ,simplicissimus findet sich zum erstenmal das ,wort unaussprechlich81 das aber erst durch ,klopstock eine dauernde ,stellung in unserer ,sprache erhalten hat4 ,urbild fr ,original tadelt schon ,gottsched 7,beytrge ,,ii1 #bdd7 im ,jahre #agcc1 doch wird das ,wort spter von ,lessing fr ,ideal verwendet4 ,das ,wort empfindsam8 findet sich zum erstenmal im ,jahre #agfh bei ,bode1 dem bersetzer von ,yorick's sentimental journey 7empfindsamer ,reise7 von ,lorenz ,sterne1 der es auf ,lessings ,rat hin anwendet4 ,lessing gebraucht zuerst ,zartgefhl fr ,delikatesse1 ,goethe ,zweigesang fr ,duett1 ausgesprochen fr prononciert1 ,haller ,sternwarte fr ,observatorium usw4 ,simon ,dach fhrte das ,wort furchtlos in unsere ,sprache ein1 das noch ,gottsched hart tadelte4 ,das ,wort ,sommerfrische stammt erst von ,ludwig ,steub2 frher schrieb man dafr ,villeggiatur4 ,adelung verwarf die ,worte ,sterblichkeit 7fr ,mortalitt7#e1 ,gemeinplatz 7fr locus communis7#f1 die ,entwickelung der ,sprache hat ihm unrecht gegeben4 ,im #af4 ,jahrhundert haben namentlich ,luther und ,fischart die ,sprache mit neuen ,worten bereichert4 ,fehlerhaft sind dagegen viele ,neubildungen der ,puristen1 z4 ,b4 ,zeitblick fr ,minute1 ,obstinne fr ,pomona1 ,kluginne fr ,pallas1 ,reimband fr ,vers1 ,geschichtdichtung fr ,roman u4 v4 a41 und die ,sprache hat diese rasch wieder ausgeschieden oder gar nicht aufgenommen4 ,tadelnswert sind namentlich auch zahlreiche ,zusammensetzungen1 die ohne ,rcksicht auf ,wohlklang und ohne ,beachtung der ,sprachgesetze gebildet werden1 z4 ,b4 ,vorwrtsmarsch 7statt3 ,vormarsch71 ,rckwrtsmarsch1 ,beeinflubarkeit1 ,auerachtlassung1 ,ansichreiung1 ,nichtbeleidiger1 ,helligkeitszunahme1 ,geltendmachung1 das ,nichtzustandekommen des ,planes1 ,anbringung1 ,offenlassung1 das ,vonsichwerfen1 ,verchtlichmachung1 ,graunjammerberwltigung 7,vo71 ,vorzeitsfamilienmordgemlde 7,platen71 ,feindesburgenkampferstrmer 7,rckert7 u4 v4 a4 ,solche und hnliche ,bildungen sind zu meiden4 ,schlechte ,neubildungen sind auch die von ,adverbien gebildeten ,adjektive3 hinterherig1 dasig1 immerfortig1 schlechthinnig 7,schleiermacher71 jederzeitig1 allerortig1 solchergestaltig1 letzthinnig u4 a4 #i4 ,bestimmtheit und ,krze des ,ausdrucks4 a7 ,die ,bestimmtheit des ,ausdrucks besteht darin1 da durch das ,wort oder den ,satz scharf und genau der ,begriff oder ,gedanke wiedergegeben wird1 der dargestellt werden soll4 ,die ,unbestimmtheit in der ,rede entspringt gewhnlich aus dem ,mangel an ,klarheit und ,schrfe des ,denkens4 ,das ,wort mu den ,begriff genau nach ,inhalt und ,umfang zum ,ausdrucke bringen2 so darf man da1 wo es auf genauen ,wortsinn ankommt1 nicht sagen3 ,gegner statt ,feind1 ,obst statt pfel1 ,totschlag statt ,mord1 ganz statt alle1 manche statt viele1 ,laub statt ,blatt1 ,tugend statt ,nchstenliebe1 migen statt bndigen1 matt statt mde1 ,klte statt ,frost usw4 ,auch hte man sich vor berflssigen ,zustzen1 wie gleichsam1 gewissermaen1 mgen1 knnen1 drfen1 sollen u4 hnl41 durch welche die ,rede oft unertrglich breit wird4 ,namentlich fordert die ,bestimmtheit1 da man alle ,zweideutigkeit oder ,vieldeutigkeit in der ,rede meide1 und da man die sinnverwandten ,wrter sorgfltig in ,bedeutung und ,gebrauch voneinander unterscheide4 ,die ,zweideutigkeit oder ,vieldeutigkeit des ,ausdrucks 7griech4 ,amphibolie1 lat4 ambiguitas genannt7 besteht darin1 da ,wrter1 die verschiedene ,bedeutungen oder ,beziehungen haben knnen1 angewendet werden1 ohne da der ,zusammenhang klar ergibt1 welche ,bedeutung oder ,beziehung in dem betreffenden ,falle gemeint sei4 ,die ,prposition von kann z4 ,b4 bald den ,urheber oder die ,ursache 7lat4 a71 bald die ,person oder ,sache1 ber welche gesprochen oder geschrieben wird 7lat4 de71 bald ein partitives ,verhltnis bezeichnen 7z4 ,b4 einer von uns74 ,zweideutig sind daher ,wendungen wie3 ,wir lieen uns seltsame ,dinge von ihm erzhlen8 7a oder de871 ,ich habe mancherlei von ihm erfahren82 von den ,soldaten wurde einer gettet8 7a oder ex874 ,verfolgen heit entweder3 eifrig nachstreben oder feindlich nachstellen2 man sagt daher zweideutig3 ,er verfolgt die ,politik seines ,vorgngers48 bersehen kann bedeuten3 beherrschen oder vernachlssigen2 daher ist folgender ,satz zweideutig3 ,der ,geschftsfhrer bersah mehr1 als man glaubte48 -- ,mehrdeutigkeiten in der ,beziehung stellen sich namentlich leicht beim ,gebrauch der ,pronomina ein1 z4 ,b4 ,der ,wirt ist mit dem ,nachbar und seinem ,sohne fortgegangen8 7mit dem ,sohne des ,wirtes oder des ,nachbars874 ,die ,zweideutigkeit in diesem ,satze kann entweder durch ,vernderung der ,wortstellung oder durch ,einfhrung von dessen8 statt seinem8 gehoben werden4 ,oft lt sich eine ,zweideutigkeit durch ,anwendung des ,pronomens derselbe 7oder dieser7 vermeiden4 ,wenn ich sage3 ,der ,fremde wohnte lange bei diesem ,seelsorger2 er hat ihm das ,leben gerettet81 so bleibt unklar1 wer der ,retter und wer der ,gerettete ist4 ,der ,satz ist jedoch sofort vllig klar1 wenn ich sage3 derselbe 7oder dieser7 hat ihm das ,leben gerettet8 oder3 er hat demselben 7oder diesem7 das ,leben gerettet48 ,im ersten ,falle ist der ,lebensretter der ,seelsorger1 im zweiten ,falle der ,fremde4 ,man merke ber den ,gebrauch des ,pronomens derselbe hier die ,regel3 ,wenn das ,pronomen derselbe auf verschiedene ,substantive bezogen werden kann1 so ist es niemals auf das ,subjekt1 sondern immer auf ein anderes ,satzglied zu beziehen4 ,demnach unterscheide man3 ,mein ,bruder ist zu meinem ,freunde gegangen2 derselbe soll mit ihm in die ,stadt gehen8 und ,mein ,bruder ist zu meinem ,freunde gegangen1 er soll mit demselben in die ,stadt gehen48 ,undeutlich sind auch die ,beziehungen in ,stzen wie3 ,als ,politiker zolle ich ihm volle ,anerkennung81 ,der ,verlust des ,freundes schmerzt uns81 ,die ,untersttzung der ,mutter kam zu spt8 usw4 ,sinnverwandte ,wrter richtig zu gebrauchen1 erfordert groe ,aufmerksamkeit1 da die ,unterschiede oft sehr fein sind4 ,wrter wie klug und weise1 ,freude1 ,vergngen1 ,wonne und ,lust1 entdecken1 enthllen und entlarven1 anstellig1 geschickt und fhig1 klettern und klimmen1 verachten und verschmhen u4 v4 a4 drfen nicht miteinander verwechselt oder vertauscht werden4 ,ein feines ,sprachgefhl wird durch solche ,verwechselungen sehr verletzt4 ,durch grndliches ,studium der ,synonymik der ,wrter und ,wortformen wird diesem ,stilfehler am besten vorgebeugt4#g b7 ,die ,krze des ,ausdrucks besteht darin1 da zur sprachlichen ,darstellung eines ,gedankens nicht mehr ,worte verwendet werden1 als ntig sind1 um diesen deutlich und wohlgefllig wiederzugeben4 ,jedes berflssige ,wort verletzt den gebildeten ,geschmack4 ,als berflssig ist alles anzusehen1 was weder den darzustellenden ,gedanken verstndlicher macht1 noch den besonderen ,zweck der ,darstellung frdert4 ,weitschweifigkeit und ,breite des ,stiles ist ein ,fehler1 in den namentlich die ,jugend leicht verfllt4 ,man vermeide besonders die ,tautologie und den ,pleonasmus4 ,die ,tautologie 7d4 i4 die ,wortnmlichkeit7 besteht darin1 da derselbe ,begriff durch zwei gleichbedeutende ,ausdrcke bezeichnet wird4 ,solche berflssige ,wiederholungen des ,gesagten sind z4 ,b4 ,er mute notwendig verreisen2 sie haben einander gegenseitig beleidigt2 mein ,buch1 das ich mir gekauft habe2 er stammelte lallend2 ich bin nicht imstande1 kommen zu knnen2 er erlaubte1 da ich teilnehmen drfte2 er befahl1 da ich gehen sollte2 da du natrlich willkommen bist1 versteht sich von selbst2 er bezieht ein ,jahrgehalt von jhrlich #cjjj ,mark2 er ist bereits schon abgereist2 er ist nicht nur allein eitel1 sondern auch anmaend2 er konnte nur blo raten1 aber nicht helfen2 die ,todesnachricht von dem ,hinscheiden meines ,freundes2 die ,lage in der ,nhe des ,kanals und der unfernen ,eisenbahn2 er wnscht1 da du heute nicht kommen mgest2 das kann nicht mglich sein2 die ,verffentlichung eines ,gesetzes publizieren2 ,unantastbarkeit der ,integritt der ,trkei2 etwas ostentativ zur ,schau tragen usw4 ,hierher gehren auch ,zusammensetzungen und ,zusammenstellungen wie3 ,schiffsflotte1 ,hieranwesenheit1 ,examenprfungen1 ,stadtpfarrprediger1 ,grundprinzip1 ,guerillakrieg 7spanisch guerra ,krieg1 guerilla kleiner ,krieg71 vokaler ,gesang1 grere ,majoritt1 mgliche ,eventualitt1 falsche ,illusion u4 v4 hnl4 ,auch die ,anhufung von ,synonymen verstt gegen die ,krze des ,ausdrucks1 z4 ,b4 ,er ist ein wahrer1 echter und aufrichtiger ,freund1 der mir lieb1 wert und teuer ist4 ,der ,pleonasmus 7d4 i4 ,wortberflu7 ist der ,tautologie eng verwandt4 ,er besteht darin1 da die ,rede mit berflssigen ,beiwrtern berfllt wird1 oder da ,begriffe1 die schon bezeichnet sind oder aus dem ,zusammenhange der ,rede sich ergeben1 noch einmal ausgedrckt werden1 z4 ,b4 ein armer ,bettler1 ein alter ,greis1 nasser ,regen2 er fuhr weiter fort zu reden2 er hat das noch einmal wiederholt4 ,das ,glck wollte1 da das ,feuer wegen eines anhaltenden ,regens1 der vom ,himmel fiel1 nicht um sich griff 7,h4 v4 ,kleist74 ,keine ,spur verriet1 da hier jemals ein menschliches ,wesen gehaust1 da dieser ,boden jemals von einem menschlichen ,wesen betreten worden war4 ,infolge eines stattgefundenen ,zwistes verlie er seinen ,freund usw4 ,die ,tautologie und der ,pleonasmus sind namentlich strend in dem verstandesmigen ,stile der ,prosa1 in ,abhandlungen und wissenschaftlichen ,darstellungen4 ,der rednerische und poetische ,stil dagegen lassen recht wohl eine gewisse ,wortflle zu1 doch sind auch hier alle migen ,beiwrter und unntigen ,umschreibungen aufs strengste zu meiden2 nur dann ist die ,wortflle berechtigt1 wenn durch sie ein ,begriff in lebendiger ,weise veranschaulicht oder dem ,gemte nher gebracht und so die ,schnheit der ,darstellung gefrdert wird4 ,namentlich gebraucht unsere ltere ,sprache zahlreiche tautologische ,formeln1 die noch heute blich und wohlberechtigt sind1 z4 ,b4 ,grund und ,boden1 ,schimpf und ,schande1 ,art und ,weise1 ,rast und ,ruh1 ,schutz und ,schirm1 ,saus und ,braus1 ,fug und ,recht1 ,sang und ,klang1 hinter ,schlo und ,riegel1 in ,ketten und ,banden1 hoffen und harren1 schalten und walten1 weit und breit1 still und stumm u4 v4 a4 ,es sind jedoch nicht nur die ,tautologien und ,pleonasmen zu vermeiden1 auch sonst ist mit ,sorgfalt jedes unntige ,wort auszuscheiden4 ,in dem ,satze3 ,er teilt mir mit1 da er gestern abgereist ist und heute in ,berlin angekommen ist8 mu das ,wort ist das erstemal weggelassen werden4 ,statt3 ohne ,lust und ohne ,ausdauer8 ist zu sagen3 ohne ,lust und ,ausdauer82 statt3 die ,griechen1 die ,rmer und die ,phnizier8 heit es besser3 die ,griechen1 ,rmer und ,phnizier8 usw4 ,unertrglich weitschweifig sind ,wendungen wie3 ,wenn wir die letzten ,dichtungen ,goethes einer ,betrachtung unterwerfen1 so werden wir finden1 da sie vielfach den ,jugendgedanken ,schillers sich nhern48 ,gehen wir nun zum zweiten ,teile unserer ,betrachtung ber1 so sehen wir usw48 ,es dauerte nicht lange1 so usw48 ,die ,germanen kmpften natrlich sehr tapfer und htten jedenfalls gesiegt1 wenn ihnen nicht das ,heer des ,germanicus an ,zahl so sehr berlegen gewesen wre48 ,man beherzige immer ,grimms ,worte3 ,die ,sprache ist ihrem innersten ,wesen nach haushltig und zieht1 was sie mit geringen ,mitteln erreichen kann1 jederzeit grerem ,aufwande vor48 ,namentlich sage man nicht alles1 was man ber einen ,gegenstand sagen knnte2 man sei nicht schwach gegen ,lieblingsgedanken und ,lieblingswendungen1 sondern man scheide sie unbarmherzig aus1 wenn die ,einheit und ,schnheit der ,darstellung es fordert4 ,in der ,beschrnkung zeigt sich erst der ,meister8 sagt ,goethe1 und hnlich ,schiller3 ,was er weise verschweigt1 zeigt mir den ,meister des ,stils48 #aj4 ,angemessenheit4 ,die ,angemessenheit fordert1 da die ,stilart1 der sprachliche ,ausdruck1 die ganze ,haltung der ,darstellung der ,art der ,gedanken und dem ,zwecke der ,darstellung genau entspreche4 ,erhabene und edle ,gedanken drfen nicht durch unedle und niedrige ,worte entweiht werden1 fr eine ,abhandlung oder einen einfachen ,bericht darf nicht der leidenschaftliche ,stil des ,gefhls gewhlt werden2 whrend im rednerischen und poetischen ,stile ,bilder und ,redefiguren von guter ,wirkung sind1 stren sie im ,geschftsstil und sind auch im didaktischen ,stile mglichst zu meiden4 ,der ,angemessenheit widerspricht es namentlich1 wenn unbedeutende ,gedanken mit einem groen ,aufwande von ,worten dargestellt werden2 der ,sprechende oder ,schreibende gert dadurch in leeres ,phrasengeklingel1 das einen widerlichen ,eindruck macht1 oder seine ,darstellung wird schwlstig4 ,ein ,schwall von prchtigen ,wrtern1 ein bertriebener ,aufwand von ,bildern und ,figuren hat noch nie einen unbedeutenden ,gedanken zu einem bedeutenden gemacht4 ,der ,meister in der ,wahl des genau entsprechenden ,ausdruckes ist ,goethe1 und das ,studium seiner ,werke kann jedem1 der im ,ausdrucke das ,rechte treffen will1 nicht dringend genug empfohlen werden4 ,die ,forderung1 unedle und niedrige ,ausdrcke zu meiden1 schliet man gewhnlich in die ,bezeichnung3 ,wrde des ,stiles ein4 ,unedel und niedrig nennt man namentlich solche ,ausdrcke1 die nur in den untersten ,schichten des ,volkes blich sind1 z4 ,b4 beschnffeln1 verrecken1 herunterschmeien1 in ein ,hundeloch kriechen u4 a4 ,solche ,wrter sind im guten ,stile nicht anzuwenden4 ,so sehr man sich aber auch vor plebejischer ,derbheit hten soll1 so ist doch umgekehrt die allzu groe ,scheu vor ,ausdrcken der ,volkssprache nicht minder tadelnswert2 denn diese fhrt leicht zu einem affektierten oder gezierten ,stile4 ,mit groer ,meisterschaft hat ,goethe ,ausdrcke der ,volkssprache in seinen ,dichtungen verwendet und gerade dadurch seiner ,sprache volkstmliche ,kraft und lebendige ,anschaulichkeit gegeben1 z4 ,b4 ,der kleine ,gott der ,welt bleibt stets von gleichem ,schlag4441 in jeden ,quark begrbt er seine ,nase8 7,faust74 ,wie kunterbunt die ,wirtschaft tollert1 der ,ameishauf durcheinander kollert8 7,hans ,sachsens poetische ,sendung7 usw4 #aa4 ,wohllaut und ,neuheit des ,ausdrucks4 a7 ,der ,wohllaut#h beruht auf der rechten ,mischung der ,vokale und ,konsonanten1 sowie auf dem ,tonverhltnisse1 der ,wahl und ,anordnung der ,worte und ,stze4 ,helle und dunkle1 volle und weniger volle ,vokale und ebenso harte und weiche ,konsonanten1 ,lippen-1 ,zungen- und ,gaumenlaute mssen einander ablsen1 und derselbe ,laut darf nicht zu oft in unmittelbarer ,folge auftreten4 ,unangenehm klingt z4 ,b4 die ,wiederholung des ie in folgendem ,satze3 ,das ,lied gebiert ein neues ,lied1 das lieblich durch die ,lfte zieht81 oder die des ei und n in dem ,satze3 eine einer seiner ,kreaturen zugefgte ,beleidigung48 ,hinsichtlich der ,anordnung der ,worte fordert der ,wohllaut1 da ,form- und ,begriffswrter1 betonte und unbetonte1 ein- und mehrsilbige1 einfache und zusammengesetzte ,wrter wechseln4 ,gegen den ,wohllaut verstoen ,stze wie die folgenden3 ,manche ,menschen mchten ihren ,freunden tglich lange ,briefe schreiben8 7lauter zweisilbige ,wrter74 ,denn wo das ,unglck whlt1 whlt's nicht den schlechtsten ,mann48 7,rckert47 ,wer ist so schn1 so klug1 so treu1 so fromm wie du88 7,gellert47 ,die unmittelbare oder zu hufige ,wiederholung desselben ,wortes ist zu meiden2 unschn klingt z4 ,b4 der ,satz3 ,hinter mir stehen ,tausende1 bereit mir zu folgen1 die auf meinen ,wink selbst in den ,tod zu gehen bereit sind48 ,wenn mehrere ,stze zusammentreten1 verlangt der ,wohllaut gleichfalls1 da in ,bau1 ,tonverhltnis und ,stellung eintnige ,gleichmigkeit vermieden werde 7s4 hierber3 ,rhythmus des ,satzes74 -- ,besondere ,mittel zur ,hebung des ,wohllautes1 von denen aber nur ein miger ,gebrauch gemacht werden darf1 wenn nicht das ,gegenteil erzielt werden soll1 sind die ,alliteration und der ,reim4 ,die ,alliteration besteht darin1 da mehrere bedeutsame ,wrter gleichen ,anlaut haben1 z4 ,b43 ,roland der ,ries1 am ,rathaus zu ,bremen steht er ein ,steinbild standhaft und wacht48 ,in der ,prosa erscheint die ,alliteration namentlich in alten zweigliedrigen ,redeformeln1 z4 ,b4 ,glck und ,glas1 ,licht und ,luft1 ,schirm und ,schutz1 ,wort und ,weise1 ,ro und ,reiter1 still und stumm1 gng und gbe1 ganz und gar1 kurz und klein1 hoffen und harren1 zittern und zagen usw4 ,beim ,reime dagegen sind die ,anfangslaute verschieden1 aber ,mitte und ,ende der ,worte sind gleich1 z4 ,b4 ,pracht3 ,macht4 ,der ,reim kann in der ,prosa auch nur in bestimmten ,redeformeln ,verwendung finden1 z4 ,b4 ,gut und ,blut1 ,weg und ,steg1 ,schritt und ,tritt1 ,stein und ,bein 7d4 i4 ,totes und ,lebendes71 weit und breit1 schalten und walten usw4 b7 ,die ,neuheit des ,ausdrucks besteht1 abgesehen von der ,neubildung der ,wrter 7s4 hierber #h1 d71 hauptschlich darin1 da verbrauchte ,redewendungen1 ,bilder und ,modewrter gemieden werden4 ,solche ,wendungen sind z4 ,b4 ,anklang finden1 aufs ,tapet bringen1 mit der ,zeit fortschreiten1 ins ,leben treten1 von etwas ,umgang nehmen 7statt3 etwas umgehen71 voll und ganz u4 a4 ,bilder wie3 der ,zahn der ,zeit1 die ,milch der frommen ,denkungsart1 die ,rosen der ,wangen1 die ,rosen und ,dornen des ,lebens1 nach eines anderen ,pfeife tanzen1 der ,winter des ,lebens u4 a4 sind vllig verbraucht und wirken daher im edleren ,stile nur strend4 ,unsere ,zeit braucht ein ,bild oft sehr rasch ab2 man prfe daher jede ,wendung und jedes ,bild genau1 ob sie fr eine geschmackvolle ,darstellung sich noch eignen1 und man suche selbst neue ,wendungen und ,bilder1 die man am besten aus seiner eigenen ,beobachtung und ,erfahrung nimmt1 und die sich oft ganz von selbst darbieten4 ,zuweilen kann man auch abgebrauchten ,worten und ,wendungen dadurch neues ,leben einhauchen1 da man sie auf ihre sinnliche ,grundbedeutung zurckfhrt4 ,dadurch erscheinen sie oft in einem berraschend neuen ,lichte1 wie z4 ,b4 das ,wort ,nimbus bei ,goethe1 wenn er sagt3 ,ein ,prophet gilt nichts in seinem ,vaterlande1 weil bei einer nheren ,bekanntschaft mit dem ,herrn der ,nimbus von ,ehrwrdigkeit und ,heiligkeit wegschwindet1 den uns eine neblichte ,ferne um sie herum lgt1 und dann sind sie ganz kleine ,stmpfchen ,unschlitt48 ,er verdeutlicht hier den ,begriff ,nimbus 7d4 i4 eigentlich3 ,lichthof um den ,kopf eines ,heiligen7 dadurch1 da er ihn dem ,lichthof einer ,laterne vergleicht4 ,in dem ,streben nach ,neuheit gehe man aber nicht zu weit2 viele unserer neueren ,schriftsteller berschreiten hier das rechte ,ma1 und ihr ,stil wird dadurch unnatrlich und ungesund4 #ab4 ,anschaulichkeit und ,lebendigkeit4 ,die ,anschaulichkeit besteht darin1 da die ,begriffe und ,gedanken in sinnlicher ,falichkeit dargestellt werden4 ,um diese ,sinnlichkeit des ,ausdrucks zu erreichen1 bedient man sich folgender ,mittel3 a7 ,man whlt ,worte1 die noch nicht allzu abgeschliffen und verbraucht sind1 sondern deren sinnliche ,grundbedeutung noch von allen gefhlt wird 7vgl4 #aa1 b74 ,die ,konkreta haben mehr sinnliche ,anschaulichkeit als die ,abstrakta1 namentlich der poetische ,stil gibt daher den ersteren den ,vorzug4 ,so ist das ,wort ,zgel anschaulicher als ,zug und ,zucht2 ,band anschaulicher als ,bndnis usw4 ,ebenso ist der einfache ,ausdruck sinnlich krftiger als ,ableitungen und ,zusammensetzungen4 ,wrter wie ziehen1 ,zucht1 ,zug1 ,band1 binden1 ,lust1 ,feind1 ,freund1 ,flucht1 ,schlaf usw4 sind anschaulicher als3 erziehen1 zchtig1 vorzglich1 unverzglich1 bndigen1 ungebndigt1 verbindlich1 belustigen1 feindlich1 anfeinden1 freundlich1 befreunden1 ,flchtigkeit1 ,schlfrigkeit usw4 ,in den folgenden ,versen von ,haller ist daher die ,wahl der ,worte wegen des ,mangels an sinnlicher ,anschaulichkeit zu tadeln3 ,der langen ,einsamkeit gibt alles berdru48 ,ihr allzustarker ,trieb nach der ,vollkommenheit ward endlich zum ,gefhl der eignen ,wrdigkeit48 -- ,besonders wird aber die ,darstellung dadurch anschaulich1 da man statt ganz allgemeiner ,bezeichnungen1 wie3 sein1 sich befinden1 werden1 geschehen u4 a41 bestimmtere ,ausdrcke whlt1 welche die ,art des ,seins1 ,sichbefindens1 ,werdens1 ,geschehens usw4 genauer angeben4 ,statt3 ,der ,vogel ist auf dem ,baume8 sage ich anschaulicher3 ,er sitzt auf dem ,baume82 statt3 ,das ,pferd befindet sich in dem ,stalle8 heit es besser3 ,das ,pferd steht im ,stalle8 usw4 ,solche ,beispiele anschaulicher ,darstellung sind3 ,ich singe1 wie der ,vogel singt1 der in den ,zweigen wohnet48 ,goethe4 -- ,dort wo der ,giebach vom ,gebirg heruntertanzt mit hellem ,ton1 durch grner ,dmmerung ,bezirk schweift wandelnd just des ,waldes ,sohn48 ,otto ,roquette4 -- ,durch der ,surennen furchtbares ,gebirg1 auf weit verbreitet den ,eisesfeldern1 wo nur der heisre ,lmmergeier krchzt1 gelangt' ich zu der ,alpentrift1 wo sich aus ,uri und vom ,engelberg die ,hirten anrufend gren und gemeinsam weiden1 den ,durst mir stillend mit der ,gletscher ,milch1 die in den ,runsen schumend niederquillt48 ,schiller4 -- ,selbst sinnlich niedrige ,ausdrcke sind durch die ,anschaulichkeit1 die sie gewhren1 im poetischen ,stile zuweilen von guter ,wirkung4 ,so gebraucht ,platen in einem ,gedichte1 das mit einer bertragung der ,worte ,vergils3 ,exoriare aliquis nostris ex ossibus ultor schliet1 das ,wort ,knochen statt des ,ausdruckes ,gebeine3 ,aber einst aus meinen ,knochen wird ein ,rcher auferstehn48 ,vgl4 ,s4 #ae4 b7 ,man wendet ,wrter an1 welche die ,naturlaute nachahmen 7,onomatopie oder ,schallnachahmung71 z4 ,b4 sausen1 platzen1 prasseln1 rasseln1 rollen1 rauschen1 heulen1 murmeln1 pltschern1 rieseln1 stampfen usw4 ,bekannt ist der ,vers ,ovids1 in dem er das ,quaken der ,frsche nachahmt3 ,quamvis sint sub aqua1 sub aqua maledicere temptant48 ,prchtige ,lautmalereien enthalten die folgenden ,stellen3 ,nher und nher ,kam das ,gekling und das ,klatschen der ,peitsch' und der ,pferde ,getrampel4 ,vo1 ,siebzigster ,geburtstag4 ,und hohler und hohler hrt man's heulen4 ,schiller1 ,taucher4 ,hre1 wie's durch die ,wlder kracht6 ,aufgescheucht fliegen die ,eulen4 ,hr1 es splittern die ,sulen ,ewig grner ,palste4 ,girren und ,brechen der ste6 ,der ,stmme mchtiges ,drhnen6 ,der ,wurzeln ,knarren und ,ghnen6 ,im frchterlich verworrenen ,falle bereinander krachen sie alle1 ,und durch die bertrmmerten ,klfte ,zischen und heulen die ,lfte4 ,goethe1 ,faust4 ,wenn die ,rder rasselten ,rad an ,rad rasch ums ,ziel weg1 ,hoch flog ,siegdurchglhter ,jnglinge ,peitschenknall4 ,goethe1 ,sturmlied4 c7 ,man gebraucht statt der abstrakten ,ausdrcke bildliche ,wendungen 7s4 hierber3 ,bilder und ,figuren74 ,die ,lebendigkeit der ,darstellung zeigt sich in der ,anordnung und ,verbindung der ,worte4 ,zu gleichmige ,bildung der ,stze und zu lange ,perioden machen den ,stil eintnig und schleppend2 mannigfacher ,wechsel im ,bau der ,stze ist daher ein unbedingtes ,erfordernis des guten ,stiles4 ,besondere ,mittel zur ,erhhung der ,lebendigkeit sind3 die ,inversion1 das ,asyndeton1 das ,polysyndeton und die ,ellipse4 ,unter ,inversion versteht man die ,abweichung von der regelmigen ,wortfolge 7vgl4 ,i1 ,s4 #aic flg474 ,an ,inversionen reich ist namentlich der ,stil ,schillers4 ,das ,asyndeton 7vgl4 ,i1 #aig7 oder die ,unverbundenheit besteht darin1 da die ,konjunktionen zwischen einzelnen ,wrtern oder ,stzen ausgelassen werden1 z4 ,b43 ,alles rennet1 rettet1 flchtet1 taghell ist die ,nacht gelichtet48 ,schiller4 ,das ,polysyndeton 7von 1 d4 i4 vielfach verbunden7 oder die ,vielverbundenheit besteht in der mehrmaligen ,wiederholung desselben ,bindewortes1 z4 ,b4 ,meine ,tchter fhren den nchtlichen ,reihn und wiegen und tanzen und singen dich ein48 ,goethe4 ,die ,ellipse 7von gr4 1 d4 i4 ,auslassung7 besteht darin1 da nur der ,hauptbegriff ausgedrckt1 die brigen ,satzglieder aber weggelassen werden1 z4 ,b43 ,aus meinem ,angesicht1 ,nichtswrdiger48 ,schiller4 -- ,verworrene ,labyrinthe -- kein ,ausgang -- kein leitendes ,gestirn48 ,schiller4 ,schon aus der ,wahl der ,beispiele ergibt sich1 da ,anschaulichkeit und ,lebendigkeit vor allem ,erfordernisse des poetischen ,stiles sind1 doch auch der einfache ,stil des ,verstandes kann dieser ,eigenschaften nicht entbehren1 obwohl bei ihm die ,deutlichkeit in den ,vordergrund tritt4 #ac4 ,natrlichkeit4 ,natrlichkeit des ,ausdruckes ist eine ,hauptforderung des guten ,stiles4 ,man erreicht sie dadurch1 da man sich bemht1 die ,gedanken immer so einfach und klar wie mglich darzustellen4 ,man vermeide gesuchte und gezwungene ,ausdrcke1 geschraubte und gezierte ,wendungen1 wie sie sich hufig in dem ,stile unserer modernen ,romandichter und ,unterhaltungsschriftsteller finden4 ,einen einfachen ,begriff gebe man durch einen einzigen ,ausdruck1 nicht durch wortreiche ,umschreibungen wieder4 ,bloes rhetorisches ,wortgeprnge ist geschmacklos2 man wende ,bilder und ,redefiguren nur da an1 wo sie sich von selbst darbieten und wo ein gewisser ,schwung der ,rede es verlangt4 ,durch gesunde ,natrlichkeit des ,ausdruckes ragen namentlich ,luther1 ,lessing und ,goethe hervor4 ,gegen die ,natrlichkeit des ,ausdruckes verstoen z4 ,b4 ,stze wie die folgenden3 ,zwei ,jahre ungetrbten ,glckes waren seit der ,jnglinge ,bekanntschaft von der flchtigen ,gegenwart der unermelichen ,vergangenheit berantwortet worden48 ,der ,frhling des ,jahres #agfc brachte bei seiner monatlichen himmlischen ,gesandtschaft in dem grnen ,kabinette der ,erde nicht nur die himmlischen ,geschenke mit1 als da sind die chinesische ,blumenmalerei der ,natur1 die echten ,gobelins der lebendigen ,hecken1 die ,jaspisteppiche der ,fluren1 die breiten ,gnaden- und ,ordensbnder der lauteren ,strme1 die ,fltenuhren der ,waldkehlen usw41 sondern er brachte zugleich in der kleinen ,wiege ,jean ,pauls den ,dragoman aller dieser himmlischen ,geschenke mit1 und durch seine ,zunge wurde uns die ,sendung aller ,frhlinge heiliger1 himmlischer48 ,b4 ,bilder und ,figuren4 #ad4 ,der ,gebrauch bildlicher ,ausdrcke4 ,fr den ,gebrauch bildlicher ,wendungen gelten folgende ,regeln3 a7 ,die ,bilder mssen wahr sein1 d4 h4 sie mssen erstens mit dem bereinstimmen1 was wir von den als ,bildern verwendeten ,dingen wissen1 und sie drfen zweitens nicht untereinander in ,widerspruch stehen4 ,wenn jemand schriebe3 ,der ,ruhm dieses ,mannes ging wie der ,polarstern auf und nieder8 oder3 ,die ,parze knickte den ,stengel seines ,lebens81 so wrden diese ,bilder1 da sie nicht mit dem bereinstimmen1 was wir von dem ,polarstern und den ,parzen wissen1 einen unangenehmen ,eindruck hervorrufen4 -- ,den zweiten ,fehler gegen die ,wahrheit der bildlichen ,wendungen nennt man ,katachrese 7d4 i4 ,mibrauch74 ,die ,katachrese besteht darin1 da ein ,gedanke durch verschiedene ,bilder dargestellt wird1 die einander widersprechen1 z4 ,b43 ,ich sah die ,bronnen rauschen der ,ewigkeit um mich48 ,rckert4 ,mit leisem ,tritte schlpfte ein weiblicher ,fu ins ,zimmer und lschte mit eigener ,hand die ,kerzen48 ,phil4 ,galen4 ,wir wollen diese brennende ,frage nicht erschpfen8 usw4 ,die ,katachrese beleidigt sowohl den ,verstand1 als auch die ,anschauungskraft2 man hte sich daher1 aus dem ,bilde herauszufallen4 ,anmerkung4 ,in der hheren ,sprache der ,dichtung1 namentlich wenn ,khnheit und ,schwung der ,darstellung gefordert wird1 ist der bergang aus einem ,bilde in das andere nicht unbedingt zu verwerfen 7vgl4 hierber ,vischer1 sthetik ,,iii1 ,abschnitt #b1 #abcj74 ,vollkommen tadellos ist z4 ,b4 der ,bilderwechsel in ,schillers ,lied an die ,freude3 ,freude1 schner ,gtterfunken1 ,tochter aus ,elysium48 ,derselben ,beurteilung unterliegen zahlreiche ,stellen in ,shakespeares ,dichtungen4 ,hier zeigen uns die wechselnden ,bilder den ,gegenstand von verschiedenen ,seiten4 b7 ,die ,bilder mssen leicht verstndlich und nicht zu weit hergeholt sein4 ,wenn in orientalischen ,dichtungen die ,schlacht ,lanzenmesse1 das ,schwert ,lebensruber genannt wird1 so sind diese ,bilder nicht schn1 weil sie schwer zu entrtseln sind4 ,zu gesucht ist es1 wenn ,kleist die ,dnste als die ,augenlider1 die jetzo das ,auge des ,weltkreises deckten8 bezeichnet1 oder wenn ,klopstock das strmische ,meer ein gebirgiges ,meer8 nennt4 ,namentlich ,jean ,paul hat sehr viele schwerverstndliche und gesuchte ,bilder4 c7 ,die ,bilder mssen edel1 neu und angemessen sein4 7,vgl4 hierber ,s4 #ae4 #af47 d7 ,die ,bilder mssen treffend sein und mehr sagen1 als der gewhnliche ,ausdruck2 z4 ,b43 ,wenn der ,stamm zum ,himmel eilet1 sucht die ,wurzel still die ,nacht48 ,schiller4 -- ,nur verstohlen durchdringt der ,zweige laubiges ,gitter sparsames ,licht1 und es blickt lachend das ,blaue herein4 ,aber pltzlich zerreit der ,flor4 ,der geffnete ,wald gibt berraschend des ,tages blendendem ,glanz mich zurck48 ,schiller4 e7 ,die ,darstellung darf nicht mit ,bildern berladen werden4 ,durch eine solche berladung wird der ,stil schwlstig und unnatrlich4 7,vgl4 ,s4 #ac4 #ai47 #ae4 ,die ,bilder oder ,tropen4 ,die ,alten unterschieden ,tropen und ,figuren1 und es soll der bersichtlichkeit wegen diese ,einteilung hier beibehalten werden1 obwohl die schaffende ,phantasie des ,dichters einen solchen ,unterschied nicht kennt4 ,der ,tropus oder die ,trope 7d4 i4 ,wendung1 griech4 1 lat4 tropus1 von griech4 1 wenden7 bezeichnet die ,wendung des ,ausdrucks vom ,gewhnlichen und ,eigentlichen zum ,bildlichen und ,uneigentlichen4 ,die ,tropen verndern die ,vorstellung und mit ihr den ,ausdruck1 die ,figuren dagegen nur den ,ausdruck1 nicht die ,vorstellung2 die ,tropen verleihen der ,rede ,anschaulichkeit1 die ,figuren erhhen die ,lebendigkeit derselben4 ,wenn ,calderon den ,bach eine silberne ,schlange nennt1 so wird die gewhnliche ,vorstellung mit einer anderen1 ungewhnlicheren vertauscht und mit der ,vorstellung zugleich der ,ausdruck2 diese ,bezeichnung ist daher ein ,tropus4 ,wenn dagegen ,rckert vom ,wasserfall sagt3 ,er rauscht und rauscht und rauscht1 die ,gegend hrt ihn rauschen81 so bleibt die ,vorstellung unverndert1 es wird nur derselbe ,begriff und derselbe ,ausdruck mehrmals wiederholt1 wir haben es hier also mit einer ,figur zu tun4 ,man unterscheidet folgende ,tropen3 a7 die ,vergleichung veranschaulicht den ,gegenstand durch ein ,bild und stellt ,bild und ,gegenstand nebeneinander4 ,das ,bild besteht entweder nur in einem ,worte oder ,satze1 z4 ,b4 er kmpfte wie ein ,lwe2 dem drren ,laube gleich verwehten meine ,trume8 7,freiligrath72 oder es ist weiter ausgefhrt1 z4 ,b43 ,des ,menschen ,seele ,gleicht dem ,wasser3 ,vom ,himmel kommt es1 ,zum ,himmel steigt es1 ,und wieder nieder ,zur ,erde mu es1 ,ewig wechselnd4 ,goethe4 b7 ,die ,metapher 7d4 i4 bertragung7 setzt das ,bild statt des ,gegenstandes1 ist also gleichsam eine abgekrzte ,vergleichung4 ,die ,vergleichung sagt3 ,der ,wein ist wie flssiges ,gold81 die ,metapher3 ,der ,wein ist flssiges ,gold48 ,die ,metapher gibt dem ,ausdruck ,adel1 ,wrde und ,neuheit1 und die ,sprachgewalt eines ,dichters oder ,schriftstellers offenbart sich am deutlichsten in der ,fhigkeit1 treffende ,metaphern zu bilden4 ,beispiele3 ,hr'1 es splittern die ,sulen ewig grner ,palste4 ,goethe4 ,des ,lebens ,mai blht einmal und nicht wieder4 ,schiller4 ,ein ,tropfen ,ha1 der in dem ,freudenbecher zurckbleibt1 macht den ,segenstrank zu ,gift4 ,schiller4 ,nur der verdient sich ,freiheit wie das ,leben1 der tglich sie erobern mu4 ,goethe4 -- ,man unterscheidet substantivische1 adjektivische und verbale ,metaphern4 ,substantivische ,metaphern sind3 ,haupt des ,staates1 ,schiff der ,wste1 ,segler der ,lfte 7,wolke71 ,kinder im ,walde verirrt und bedeckt mit ,blttern im ,schlummer 7die ,blumen71 schlafendes ,sonnenlicht 7der ,mond71 ,hefe des ,volkes usw4 ,adjektivische ,metaphern3 eine schwarze ,seele1 der blasse ,neid1 der se ,schlaf1 die goldenen ,himmelsfrchte1 die goldene ,sonne1 ein hartes ,herz usw4 ,verbale ,metaphern3 die ,sonne blickt durch der ,zweige ,grn2 die ,woge bumt sich am ,gestade2 die ,tler singen und die ,hhen schweigen1 die ,tannen schauern in der ,felsenkluft usw4 ,wie die ,vergleichung kann auch die ,metapher weiter ausgefhrt werden1 sie wird dann zur ,allegorie 7von 1 d4 h4 etwas anders sagen1 als der eigentliche ,sinn verlangt74 ,der ,satz3 ,die ,dichtung war zu ,rom eine auslndische ,blume8 enthlt eine ,metapher2 fgt man hier zu dem ,bilde ,blume noch weitere sinnliche ,beziehungen hinzu 7z4 ,b4 ,same1 ,garten1 ,wachstum1 ,blte usw471 so erhlt man eine ,allegorie4 ,so sagt ,herder3 ,die rmische ,dichtkunst war aus griechischem ,samen in den ,garten eines ,kaisers verpflanzt1 wo sie als schne ,blume dastand und blhte48 ,beispiele3 ,nacht mu es sein1 wo ,friedlands ,sterne strahlen4 ,schiller4 ,in den ,ozean schifft mit tausend ,masten der ,jngling1 still1 auf gerettetem ,boot1 treibt in den ,hafen der ,greis4 ,schiller4 c7 ,die ,metonymie 7d4 i4 ,umnennung1 ,vertauschung des ,namens7 setzt wie die ,metapher einen ,gegenstand fr den anderen1 aber nicht wie die ,metapher wegen der hnlichkeit1 sondern wegen der natrlichen und nahen ,verbindung1 in der die ,gegenstnde miteinander stehen4 ,die ,metonymie nimmt ,rcksicht auf3 7 das ,raum- oder ,zeitverhltnis4 ,man setzt den ,ort statt dessen1 was sich an demselben befindet1 oder den ,zeitraum statt derer1 die in demselben leben1 z4 ,b43 ,ganz ,rom geriet in ,erregung8 7statt3 alle ,rmer72 bei ,abendglockenluten ging die ,natur zur ,ruh8 7statt3 die ,geschpfe74 ,so fordr' ich mein ,jahrhundert in die ,schranken8 7statt3 die ,menschen74 7 das ,kausalittsverhltnis4 ,man vertauscht ,ursache und ,wirkung1 z4 ,b43 ,wer nie sein ,brot mit ,trnen a8 7statt3 ,kummer74 ,aus der ,wolke quillt der ,segen8 7statt3 ,regen74 ,htten1 um die der ,landmann stille ,schatten pflanzt8 7statt3 ,bume74 ,oder man setzt fr die ,verrichtung das ,werkzeug1 z4 ,b4 ,schwert 7statt3 ,krieg71 ,pflug 7statt3 ,ackerbau74 ,der ,degen hat den ,kaiser arm gemacht1 der ,pflug ist's1 der ihn wieder strken mu48 ,schiller4 7 das ,stoffverhltnis4 ,man setzt den ,stoff statt der ,sache1 die daraus verfertigt ist1 z4 ,b4 ,eisen 7statt3 ,schwert71 ,stahl 7statt3 ,dolch71 ,blei 7statt3 ,kugel71 ,eisen 7statt3 ,fessel7 usw4 ,und sammelt im reinlich gegltteten ,schrein die schimmernde ,wolle1 den schneeichten ,lein48 ,schiller4 7 das ,symbolverhltnis4#i ,man setzt das sinnliche ,zeichen statt des abstrakten ,begriffes1 der dadurch bezeichnet wird1 z4 ,b4 ,lorbeer 7fr ,sieg1 ,ruhm71 ,zepter1 ,krone 7statt3 ,herrschaft1 ,regierung71 lzweig 7statt3 ,frieden7 usw4 ,ist denn die ,krone ein so einzig ,gut88 ,schiller4 d7 ,die ,synekdoche 7eigentlich3 das ,mitverstehen7 ist genau genommen nur eine ,unterart der ,metonymie4 ,sie setzt statt des ,allgemeinen das ,besondere1 z4 ,b4 den ,teil fr das ,ganze3 ,dach 7fr ,haus71 ,mast oder ,kiel 7fr ,schiff71 ,welle 7fr ,meer71 ,brot 7fr ,nahrung7 usw42 oder das einzelne statt der ,vielheit3 ,freiheit liebt das ,tier der ,wste8 7,schiller72 oder die bestimmte ,zahl fr die unbestimmte3 ,o da ich tausend ,zungen htte8 usw4 e7 ,die ,prosopopie 7d4 i4 ,vermenschlichung7 oder ,personifikation stellt leblose ,dinge oder abstrakte ,begriffe als lebende ,wesen dar4 ,viele ,metaphern sind zugleich ,prosopopien1 z4 ,b43 ,die ,sonne verbirgt sich1 der ,winter kommt1 die ,natur schlft1 der ,himmel lacht herab1 die ,erde drstet nach ,regen1 der ,sturm heult oder brllt1 die ,wolken fliehen1 der ,strom zrnt usw4 ,unter ,prosopopien im engeren ,sinne versteht man aber weiter ausgefhrte ,darstellungen dieser ,art1 z4 ,b43 ,da wacht die ,erde grnend auf1 ,wei nicht1 wie ihr geschehn1 ,und lacht in den sonnigen ,himmel hinauf ,und mchte vor ,lust vergehn4 ,sie flicht sich blhende ,krnze ins ,haar ,und schmckt sich mit ,rosen und hren ,und lt die ,brnnlein rieseln klar1 ,als wren es ,freudenzhren4 ,geibel4 ,erzittre ,welt1 ich bin die ,pest1 ,ich komm' in alle ,lande1 ,und richte mir ein groes ,fest1 ,mein ,blick ist ,fieber1 feuerfest ,und schwarz ist mein ,gewande4 ,ich komme von gyptenland ,in roten ,nebelschleiern1 ,am ,nilusstrand im gelben ,sand ,entsog ich ,gift dem ,wstenbrand ,und ,gift aus ,dracheneiern4 ,hermann ,lingg4 f7 ,die ,allusion oder ,anspielung bringt einen ,begriff dadurch zu lebendiger ,anschauung1 da sie auf bekannte ,zustnde1 ,tatsachen und ,begebenheiten hindeutet1 z4 ,b4 er hat eine ,herkulesarbeit vollbracht1 eine ,sisyphusarbeit1 ,hiobsgeduld1 ein salomonisches ,urteil1 lakonische ,krze usw4 ,ich werde hinter diesen ,wolf im philosophischen ,schafspelz ,hunde zu bringen wissen1 die ihn zausen sollen48 ,lessing4 -- ,hierher gehrt auch die ,bezeichnung von ,personen durch ,hinweis auf geschichtliche ,ereignisse oder besondere ,eigentmlichkeiten1 wenn man z4 ,b4 jemand einen ,homer1 einen ,spartaner1 einen ,epikurer1 einen schnen ,ort ein ,paradies oder ,elysium1 ein reizendes ,tal ein ,tempe usw4 nennt1 oder wenn man statt ,pindar sagt3 der dirkische ,schwan1 statt ,menelaus und ,agamemnon3 die beiden ,atriden1 statt ,dresden3 ,elbflorenz usw4 -- ,die ,allusion mu immer verstndlich sein1 und es ist tadelnswert1 wenn auf ,vorgnge angespielt wird1 die nicht allgemeiner bekannt sind1 wie das namentlich ,jean ,paul tut1 der viele seiner ,anspielungen erst durch ,anmerkungen erlutern mu4 g7 ,die ,periphrase oder ,umschreibung besteht darin1 da eine ,person oder ,sache oder eine ,ttigkeit nicht mit dem gewhnlichen einfachen ,ausdrucke1 sondern durch ,aufzhlung einzelner ,merkmale oder ,wirkungen u4 hnl4 bezeichnet wird1 z4 ,b43 ,kennst du das ,land1 wo die ,zitronen blhn1 ,im dunkeln ,laub die ,goldorangen glhn1 ,ein sanfter ,wind vom blauen ,himmel weht1 ,die ,myrte still und hoch der ,lorbeer steht8 ,goethe4 ,von dem ich ,ehre und irdisches ,gut ,zu ,lehen trage und ,leib und ,blut ,und ,seele und ,atem und ,leben4 7d4 i4 alles47 ,schiller4 ,die ,umschreibung ist nur mit ,vorsicht anzuwenden1 da sie leicht zu ,weitschweifigkeit und ,undeutlichkeit fhrt4 ,vllig geschmacklos sind namentlich ,ramlers ,periphrasen1 der z4 ,b4 die ,schlittschuhe in folgender ,weise umschreibt3 ,schuhe von ,stahl1 worin der ,mann der freundlichen ,venus 7,vulkan7 der ,blitze ,geschwindigkeit barg8 u4 hnl4 #af4 ,die ,figuren4 ,die ,figuren dienen nicht1 wie die ,tropen1 dazu1 der ,rede grere ,anschaulichkeit zu verleihen1 sondern sie sind nur ,wort- und ,gedankenstellungen1 welche die ,lebendigkeit der ,darstellung erhhen4 ,man teilt die ,figuren gewhnlich in grammatische und rhetorische 7,sinnfiguren74 ,die grammatischen ,figuren beziehen sich nur auf die ,stellung und ,betonung der ,worte und auf die uere ,form der ,stze1 whrend die rhetorischen ,figuren die ,verhltnisse der ,gedanken betreffen4 ,i4 ,grammatische ,figuren4 a7 ,der ,ausruf1 als ,ausbruch der ,leidenschaft1 z4 ,b43 ,furchtbares ,schicksal6 ,schiller4 -- ,was fr ein ,anblick6 ,welch ein ,wiedersehen6 ,schiller4 b7 ,die ,frage1 als ,ausdruck des ,zweifels1 der ,verneinung oder einer lebhaften ,gemtsbewegung1 z4 ,b43 ,gibt es keinen ,gott8 ,was8 ,drfen in seiner ,schpfung ,knige so hausen8 ,schiller4 -- ,wann werdet ihr ,poeten des ,dichtens einmal md8 ,anastasius ,grn4 -- ,kann ich ,armeen aus der ,erde stampfen8 ,wchst mir ein ,kornfeld in der flachen ,hand8 ,schiller4 c7 ,die ,anrede oder ,apostrophe 7d4 i4 ,wegwendung1 nmlich von der ,sache zur ,person71 z4 ,b43 ,darauf antwortetest du1 ehrwrdiger ,pfarrer von ,grnau4 ,vo4 -- ,lebt wohl1 ihr ,berge1 ihr geliebten ,triften1 ihr traulich stillen ,tler1 lebet wohl4 ,schiller4 d7 ,das ,asyndeton4 7,vgl4 ,s4 #ai47 e7 ,das ,polysyndeton4 7,vgl4 ,s4 #ai47 f7 ,die ,ellipse4 7,vgl4 ,s4 #ai47 g7 ,die ,aposiopese 7d4 i4 ,verschweigung74 ,whrend bei der ,ellipse nur das ,wichtige genannt1 das minder ,wichtige weggelassen wird1 besteht die ,aposiopese umgekehrt darin1 da nur das minder ,wichtige ausgesprochen1 die ,hauptsache aber verschwiegen wird1 z4 ,b43 ,dich schtzt dein ,wappenrock1 sonst solltest du --8 ,schiller4 ,wer hier wagt zu mucken --8 ,herder4 h7 ,die ,inversion4 7,vgl4 ,s4 #ai47 i7 ,das historische ,prsens4 ,in lebendiger ,erzhlung bedient sich der ,schriftsteller zuweilen statt des ,imperfekts des ,prsens1 z4 ,b43 ,und schaudernd dacht' ich's1 da kroch's heran1 regte hundert ,gelenke zugleich1 will schnappen nach mir2 in des ,schreckens ,wahn lass' ich los der ,koralle umklammerten ,zweig2 gleich fat mich der ,strudel mit rasendem ,toben4 ,schiller4 k7 ,die ,anakoluthie 7d4 i4 ,zusammenhangslosigkeit7 besteht darin1 da die ,konstruktion eines ,satzes nicht dem ,anfange entsprechend fortgefhrt wird1 so da die ,mitte oder das ,ende des ,satzes mit dem ,anfange grammatisch in ,widerspruch tritt1 z4 ,b43 ,wie wenn auf einmal in die ,kreise ,der ,freude mit ,gigantenschritt ,geheimnisvoll nach ,geisterweise ,ein ungeheures ,schicksal tritt2 ,da beugt sich jede ,erdengre ,dem ,fremdling aus der andern ,welt1 ,des ,jubels nichtiges ,getse ,verstummt1 und jede ,larve fllt1 ,und vor der ,wahrheit mcht'gem ,siege ,verschwindet jedes ,werk der ,lge3 ,so rafft von jeder eitlen ,brde1 ,wenn des ,gesanges ,ruf erschallt1 ,der ,mensch sich auf zur ,geisterwrde ,und tritt in heilige ,gewalt4 ,da die ,anakoluthe gegen die strenge ,sprachrichtigkeit verstoen1 so sind sie nur mit ,vorsicht zu gebrauchen4 ,tadelnswert sind in prosaischer ,rede namentlich ,anakoluthe1 die darin bestehen1 da ein als ,nebensatz begonnener ,satz in der ,form eines ,hauptsatzes zu ,ende gefhrt wird1 z4 ,b43 ,sie wissen1 da1 wenn die ,vestalinnen im alten ,rom einem ,verbrecher begegneten1 so hatten sie das ,recht1 ihn zu begnadigen8 7statt3 da sie das ,recht hatten usw474 ,heine4 -- ,in der ,poesie dagegen ist ein ,anakoluth oft von sehr guter ,wirkung1 weil hier groe ,innigkeit oder ,leidenschaftlichkeit des ,gefhls das ,herausfallen aus der ,konstruktion1 das ,aufgeben des strafferen ,satzbaues erklrlich macht4 l7 ,die ,wiederholung4 ,einzelne ,wrter oder ,satzabschnitte werden wiederholt1 um den ,begriff hervorzuheben oder dem ,ausdruck grere ,innigkeit zu verleihen4 ,das wiederholte ,wort trgt immer den ,hauptton1 z4 ,b43 lieber1 lieber ,freund6 -- ,der ,tod1 der ,tod ist mein ,gewinn4 ,brger4 -- ,aus der ,jugendzeit1 aus der ,jugendzeit klingt ein ,lied mir immerdar4 ,rckert4 -- ,nicht mcht' ich deinen ,geist in ,snden tten1 nein1 ,gott verht's6 nicht deine ,seele tten4 ,shakespeare4 ,anmerkung4 ,gelehrte ,spielerei hat hier nach der ,stellung1 die das wiederholte ,wort im ,satze einnimmt1 viele ,arten der ,wiederholung unterschieden1 und zwar folgende3 #a4 ,anaphora1 d4 i4 ,wiederkehr desselben ,wortes oder derselben ,wendung am ,anfange mehrerer aufeinanderfolgender ,stze1 z4 ,b43 ,sei mir gegrt1 mein ,berg1 mit dem rtlich strahlenden ,gipfel6 ,sei mir1 ,sonne1 gegrt1 die ihn so lieblich bescheint6 ,schiller4 -- #b4 ,epiphora 7bei ,quintilian epistrophe71 d4 i4 ,wiederholung am ,schlusse mehrerer aufeinanderfolgender ,stze1 z4 ,b43 ,wie sollt' es mich freuen1 ,marquis1 wenn der ,freiheit endlich noch diese ,zuflucht in ,europa bliebe6 ,wenn sie durch ihn es bliebe6 ,schiller4 -- #c4 ,epanalepsis1 d4 i4 ,wiederholung der den ,satz beginnenden ,wendung am ,schlusse1 z4 ,b43 ,weinet um mich1 ihr ,kinder des ,lichts6 er liebt mich nicht wieder1 ewig nicht wieder1 ach1 weinet um mich6 ,klopstock4 -- #d4 ,anadiplosis1 d4 i4 ,wiederholung eines den ,satz beendenden ,wortes am ,anfang des folgenden1 z4 ,b43 ,nicht der ,frhling kann dir's geben1 geben mut dem ,frhling du4 ,rckert4 -- #e4 ,epanodos 7d4 i4 ,rckweg74 ,die wiederholten ,worte stehen in umgekehrter ,folge1 z4 ,b43 ,ihr seid mig1 mig seid ihr4 ,luther4 -- #f4 ,epizeuxis1 die unmittelbare ,wiederholung desselben ,wortes oder ,satzes1 z4 ,b43 ,so steht auch mir der ,sinn in die weite1 weite ,welt4 ,geibel4 ,ach wie liegt so weit1 ach wie liegt so weit1 was mein einst war4 ,rckert4 -- #g4 ,symploke1 die ,verflechtung mehrerer ,arten der ,wiederholung1 z4 ,b43 ,la mich weinen1 an deinem ,herzen heie ,trnen weinen 7,epiphora71 du einz'ger ,freund4 ,ich habe niemand1 niemand 7,epizeuxis71 auf dieser groen weiten ,erde niemand 7,epiphora74 ,schiller4 -- #h4 ,polyptton1 die ,wiederholung eines ,wortes in verschiedenen ,flexionsformen1 z4 ,b43 ,aber der ,hrenden flo die schmelzende ,trn' auf die ,wang' hin2 ,so wie der ,schnee hinschmilzt auf hochgescheitelten ,bergen1 ,welchen der ,ost hinschmelzte1 nachdem ihn geschttelt der ,westwind1 ,da von geschmolzener ,nsse gedrngt abflieen die ,bche3 ,also schmolz in ,trnen der ,gattin liebliches ,antlitz4#aj ,vo1 ,odyssee4 #i4 ,annominatio1 die ,nebeneinanderstellung mehrerer ,wrter1 die zu demselben ,stamm gehren1 z4 ,b43 ,gar schne ,spiele spiel' ich mit dir4 ,goethe4 ,schreibend schreibt er im ,schreiben geschriebene ,schriften der ,schreiber4 ,vo4 -- #aj4 ,antanaklasis1 ,wiederholung des ,wortes in anderer ,bedeutung1 z4 ,b43 ,wer sich nicht selbst zum besten haben kann1 der ist gewi nicht von den ,besten4 ,,ii4 ,sinnfiguren4 a7 ,das schmckende ,beiwort 7,epitheton ornans7 ist ein adjektivisches ,attribut1 das in sinnlich anschaulicher ,weise eine ,eigenschaft des substantivischen ,begriffs hervorhebt1 z4 ,b43 ,dich begr' ich in ,ehrfurcht1 prangende ,halle1 dich1 meiner ,herrscher frstliche ,wiege1 sulengetragenes herrliches ,dach4 ,schiller4 -- ,wir bewohnen ein glckliches ,land1 das die himmelumwandelnde ,sonne ansieht mit immer freundlicher ,helle4 ,schiller4 -- ,sieh1 die mondbestrahlte ,flche schlgt es mit den leichten ,fen6 ,freiligrath4 -- ,die ,epitheta mssen immer charakteristisch sein1 sonst sinken sie zu migen ,attributen herab1 die1 statt die ,lebendigkeit der ,darstellung zu erhhen1 den ,stil unertrglich platt und weitschweifig machen4 ,nichtssagend und daher unschn sind namentlich die ,beiwrter in den ,alexandrinern der ,dichter des siebzehnten und der ersten ,hlfte des achtzehnten ,jahrhunderts1 z4 ,b43 ,dort fliegt ein schwerer ,stein nach dem gesteckten ,ziele1 ,von starker ,hand beseelt1 durch die zertrennte ,luft3 ,dort fliegt ein schnelles ,blei in die entfernte ,weie1 ,hier rollt ein runder ,ball in dem bestimmten ,gleise ,nach dem erwhlten ,zweck mit langen ,stzen fort4 ,haller4 b7 ,die ,steigerung 7,klimax1 ,gradation7 besteht darin1 da die ,begriffe so angeordnet werden1 da durch den nachfolgenden der vorhergehende berragt wird1 z4 ,b43 ,tapfer ist der ,lwensieger1 tapfer ist der ,weltbezwinger1 tapfrer1 wer sich selbst bezwang4 ,herder4 -- ,eine schne ,menschenseele finden ist ,gewinn1 ein schnerer ,gewinn ist sie erhalten1 und der schnst' und schwerste1 sie1 die schon verloren war1 zu retten4 ,herder4 ,o lieber als dem ,grafen mich vermhlen ,hei von den ,zinnen jenes ,turms mich springen1 ,da gehn1 wo ,ruber streifen1 ,schlangen lauern1 ,und kette mich an wilde ,bren fest1 ,birg bei der ,nacht mich in ein ,totenhaus ,voll rasselnder ,gebeine1 ,moderknochen ,und gelber ,schdel mit entzahnten ,kiefern1 ,hei in ein frischgemachtes ,grab mich gehn ,und in das ,leichentuch des ,toten hllen4 ,shakespeare4 c7 ,der ,gegensatz 7,antithese7 stellt ,begriffe1 die sich logisch gegenberstehen1 in parallelen ,satzgliedern einander entgegen1 z4 ,b43 ,ein ,gott bist du dem ,volke worden1 ein ,feind kommst du zurck dem ,orden4 ,schiller4 -- ,es bildet ein ,talent sich in der ,stille1 sich ein ,charakter in dem ,strom der ,welt4 ,goethe4 -- ,durch glnzende ,antithesen zeichnet sich namentlich ,schillers ,stil aus4 -- ,unterarten des ,gegensatzes sind das ,oxymoron und das ,paradoxon4 ,das ,oxymoron 71 von gescheit und dumm7 stellt zwei einander widersprechende ,begriffe in einer ,wortverbindung zusammen1 z4 ,b43 lebendige ,leiche 7,gottschall1 ,mazeppa71 ser ,schmerz1 bittre ,freude1 beredtes ,schweigen1 schmerzlicher ,genu1 erquickender ,verdru usw4 ,das ,paradoxon 7d4 i4 das ,unerwartete7 ist ein ,gedanke1 der mit dem1 was nach dem ,vorhergehenden erwartet wird1 oder mit dem1 was die gewhnliche ,vorstellungsweise annimmt1 in ,widerspruch steht1 z4 ,b43 ,der ,mensch ist frei geschaffen1 ist frei1 und wrd' er in ,ketten geboren4 ,schiller4 -- ,den ,kaiser will man zum ,herrn1 um keinen ,herrn zu haben4 ,schiller4 d7 ,die ,ironie 7d4 i4 ,verstellung7 sagt das ,gegenteil von dem1 was sie meint1 z4 ,b43 ,mit der ,axt hab' ich ihm's ,bad gesegnet4 ,schiller4 ,ein ,muster der ,ironie ist die ,rede des ,antonius in ,shakespeares ,julius ,csar1 #c4 ,akt4 ,als ,meister der ,ironie zeigen sich namentlich ,rabener 7in seinen ,satiren7 und ,jean ,paul4 -- ,den mit ,hohn verbundenen1 bitteren und tief verletzenden ,spott nennt man ,sarkasmus 7d4 i4 ,zerfleischung74 e7 ,der ,euphemismus setzt fr etwas ,anstiges oder ,gefrchtetes das entgegengesetzte ,gute4 ,so nannten die ,griechen die ,erinyen ,eumeniden1 d4 h4 die ,gndigen1 die ,rmer nannten die ,todesgttinnen ,parzen1 d4 i4 die ,schonenden4 ,euphemismen sind auch die ,umnderungen heiliger und anderer ,namen in ,schwren und ,ausrufungen1 wodurch der ,mibrauch derselben verhllt werden soll1 z4 ,b43 ,potz ,blitz6 7statt3 ,gottes ,blitz67 ,potz ,wetter6 7statt3 ,gottes ,wetter67 ,der ,tausend6 7statt3 der ,teufel67 ,potztausend6 7statt3 ,gottes ,teufel67 usw4 f7 ,die ,litotes 7d4 i4 ,kleinheit7 oder ,verkleinerung besteht darin1 da ein geringerer ,ausdruck gesetzt wird1 als der ,gedanke in ,wahrheit verlangt1 z4 ,b43 ,du hast deine ,aufgabe nicht bel 7statt3 ausgezeichnet7 gelst4 ,du wirst nicht eben erfreut sein 7statt3 du wirst in groe ,betrbnis versetzt werden7 usw4 g7 ,die ,hyperbel 7d4 i4 eig4 berschwang1 bertreibung7 vergrert die ,dinge ber die sinnliche ,wahrheit hinaus1 z4 ,b43 ,mein ,herz ist hei1 es knnt' ein ,dolch drin schmelzen1 wenn ich ihn jetzt ins ,herz mir stiee4 ,hamerling4 -- ,denn alle ,frstenthrone1 aufeinandergestellt1 bis zu den ,sternen fortgebaut1 erreichten nicht die ,hhe1 wo sie steht in ihrer ,engelsmajestt4 ,schiller4 ,jungfr4 v4 ,orl4 h7 ,die ,onomatopie4 7,vgl4 ,s4 #ah47 #ag4 ,bedeutung der ,tropen und ,figuren fr den ,stil4 ,hinsichtlich der ,tropen und ,figuren pflegt noch jetzt ein doppelter ,irrtum zu herrschen1 der nicht entschieden genug bekmpft werden kann4 ,einmal meint man nmlich1 unsere deutsche ,sprache habe die ,tropen und ,figuren erst der griechischen und rmischen ,sprache entlehnt und habe die ,fhigkeit1 ,tropen und ,figuren zu bilden1 erst durch diese ,sprachen erhalten4 ,man verwechselt hier1 wie so oft1 die ,namen mit der ,sache4 ,nur die ,namen1 die gelehrten ,bezeichnungen haben wir zum ,teil der griechischen und rmischen ,sprache entlehnt2 die ,sache selbst1 der ,drang1 die ,rede sinnlich anschaulich und lebendig zu gestalten1 war unserem ,volke von jeher eigen und ist nicht erst von auen in dasselbe verpflanzt worden4 ,man kann noch heute im ,volke tglich ,tropen und ,figuren hren1 von denen niemand behaupten wird1 da sie erst von den ,alten entlehnt seien4 ,wenn eine ,mutter zu dem ,kinde sagt3 ,du hast den ,wein halb verschttet8 7wo doch nur einige ,tropfen verschttet worden sind71 oder3 ,ich habe es dir schon hundertmal gesagt1 aber du hrst nicht8 7wo sie es vielleicht zwei- oder dreimal gesagt hat7 usw41 so sind das ,hyperbeln im eigentlichsten ,sinne des ,wortes1 oder wenn jemand sagt3 ,diese ,frau ist die leibhaftige ,gte1 die reine ,gte2 dieser ,mann ist die verkrperte ,ehrlichkeit8 u4 hnl41 so bedient er sich der ,form der ,prosopopie ebensogut wie der1 welcher sagt3 ,sie ist die personifizierte ,gte48#aa ,das andere ,mal ist man der ,meinung1 da die ,tropen und ,figuren zur ,ausschmckung der ,rede dienten4 ,auch das ist nicht richtig4 ,sie dienen vielmehr dazu1 der ,rede sinnliche ,kraft und ,lebendigkeit zu geben1 und sie drfen daher nicht uerlich1 wie ,schmuckstcke1 zusammengesucht werden1 sondern sie mssen mit ,notwendigkeit aus der ,darstellung selbst erwachsen4 ,man mache es sich daher zum ,gesetz1 niemals ,tropen und ,figuren anzuwenden1 wo nicht innere ,notwendigkeit dazu drngt4 ,ebenso vermeide man die ,nachbildung rmischer und griechischer ,tropen und ,figuren1 vielmehr nehme man sie immer mglichst aus seiner eigenen ,beobachtung und ,erfahrung oder entlehne sie deutschen ,vorbildern4 ,wer diese ,vorschriften streng befolgt1 der wird bald bemerken1 da sein ,stil an natrlicher ,kraft und ,schnheit gewinnt1 whrend er im entgegengesetzten ,falle in widerwrtige ,knstelei und stelzbeinige ,hohlheit verfllt4 ,c4 ,stilistik des einfachen ,satzes4 #ah4 ,wortbildung4 ,die ,lautgestalt der ,worte erscheint im ,zusammenhange der ,rede oft verndert2 namentlich das tonlose e fllt oft am ,ende1 hufig auch in der ,mitte eines ,wortes aus4 ,der ,abfall eines ,lautes am ,ende eines ,wortes heit ,apokope1 der ,ausfall in der ,mitte eines ,wortes ,synkope4 ,die ,apokope4 ,viele ,wrter haben doppelte ,formen1 mit e und ohne e1 z4 ,b43 ,gebirg und ,gebirge1 ,gebild und ,gebilde1 ,ochs und ,ochse usw4 7vgl4 hierber ,i1 #adb74 ,man hat hier die ,freiheit1 je nachdem der ,rhythmus des ,satzes oder der ,wohllaut es erfordert1 von der einen oder anderen ,form ,gebrauch zu machen4 ,von den ,wrtern ,herr1 ,gesicht1 ,gercht1 ,gewchs1 ,narr und einigen anderen gelten in der ,schriftsprache jedoch nur die krzeren ,formen1 whrend in der ,mundart das auslautende e noch vorkommt4 -- ,oft fllt das e im ,dativ ,singularis ab1 z4 ,b43 dem ,knig1 dem ,monat1 dem ,schicksal1 dem ,reichtum1 dem ,jngling u4 a4 ,dieses ,dativ-e ist jedoch mglichst beizubehalten1 nur die ,nachsilben el1 er1 en1 chen und lein dulden keine e hinter sich4 ,am hufigsten fllt es sonst ab1 wenn ,substantiva ohne den ,artikel mit ,prpositionen verbunden sind1 z4 ,b43 von ,kind auf1 mit ,weib und ,kind1 von ,tag zu ,tag1 von ,haus und ,hof u4 a4 ,auch vor einem ,worte1 das mit einem ,vokal beginnt1 fllt das ,dativ-e besser weg4 -- ,auch viele ,adverbien dulden den ,abfall des e2 so kann man sagen3 fern und ferne1 gern und gerne1 beinah und beinahe1 frh und frhe1 bang und bange1 behend und behende1 nah und nahe usw41 aber nur3 bald 7nur noch dichterisch3 balde71 zurck1 sehr1 oft1 schn1 grn u4 a4 ,das ,adverbium der ,zeit lange darf nicht gekrzt werden4 ber heut und heute s4 ,i1 #bdj1 ,anm4 #a4 -- ,der ,imperativ der ,verben kann mit e oder ohne e gebildet werden1 z4 ,b43 schreib oder schreibe1 geh oder gehe1 steh oder stehe usw4 ,die ,verben jedoch1 die in der #a4 ,pers4 ,sing4 ,prs4 e haben1 ihren ,imperativ aber mit i bilden1 z4 ,b43 sprich1 i1 nimm u4 a41 haben im ,imperativ niemals das auslautende e4#ab ,bei den schwachen ,verben erhlt die ,form auf e den ,vorzug1 z4 ,b43 lobe1 rede1 melde usw42 die ,verben auf el und er haben nur die ,form auf e1 z4 ,b43 handle1 wandle1 wandre u4 a4 ,die ,apokope wird namentlich in poetischer ,sprache angewendet1 wo sie besonders dazu dient1 den ,hiatus zu beseitigen4 ,unter ,hiatus versteht man das ,zusammentreffen zweier ,vokale1 von denen der eine als ,auslaut1 der andere als ,anlaut eines ,wortes steht1 z4 ,b43 sei eifrig1 bau auf usw4 ,im allgemeinen gilt hier die ,regel1 da die ,apokope nur dann eintreten kann1 wenn der nachfolgende ,anlautsvokal unbetont ist1 z4 ,b43 ,gottes ,gnad' und ,vatergte1 ,hab' und ,gut1 la deine ,klag' erschallen4#ac ,dagegen sind ,apokopen wie die folgenden unzulssig3 ,er erhalt' ,antwort1 der grlich' ,aufruhr usw4 ,doch kann zuweilen nach unbetonten ,verben die ,apokope auch vor betonten ,vokalen eintreten1 z4 ,b43 ,und ich mut' ,andacht heucheln1 konnt' alles dort erschauen usw4 ,die ,flexionsendungen der ,adjektive drfen nicht durch ,apokope getilgt werden1 also nicht3 die schn' ,erscheinung1 die neu' ,erfindung1 die bang' ,erwartung usw4 berhaupt darf die ,apokope niemals hart und unschn sein4 ,zeigt sich ein ,hiatus1 dessen ,tilgung durch ,apokope zu einer ,hrte fhren wrde1 so ist das noch kein ,grund1 den ,hiatus in diesem ,falle gut zu heien2 man mu vielmehr eine ganz andere ,wendung suchen4 ,im allgemeinen sind die ,deutschen in der ,vermeidung des ,hiatus jedoch viel weniger streng als die ,griechen und ,rmer4 ,die ,synkope besteht in dem ,ausfall eines tonlosen e oder i1 z4 ,b43 ,der ,knecht hat erschlagen den edeln ,herrn2 heilge ,ordnung1 die ,schillerschen ,dramen usw4 ,vgl4 hierber ,i1 #bdj1 ,anm4 #a und #b4 ,bezglich der ,bildung der ,worte ist namentlich folgendes zu beachten3 a7 ,man vermeide ,neubildungen abstrakter ,wrter auf ung1 heit1 keit und tum4 ,wrter auf ung werden in der ,regel nur von abgeleiteten oder mit ,vorsilben zusammengesetzten transitiven ,verben gebildet1 z4 ,b43 ,fhrung1 ,verschwendung1 ,trnkung1 ,erfindung usw41 aber nicht3 ,fahrung1 ,verschwindung1 ,trinkung1 ,findung usw4 ,nur wenige ,ausnahmen wie3 ,sitzung1 ,neigung u4 hnl4 haben sich eingebrgert4 ,ganz besonders zu tadeln ist das ,zusammenziehen ganzer ,redewendungen in ein ,substantiv auf ung1 z4 ,b4 ,zurannahmebringung1 ,instandsetzung1 ,klagbarwerdung1 ,zurateziehung u4 hnl4 -- ,von ,partizipien drfen im allgemeinen keine ,substantive auf heit gebildet werden2 tadelnswert sind daher ,bildungen wie3 ,unbegrndetheit1 ,verlorenheit1 ,unbeachtetheit1 ,treffendheit u4 a4 ,nur von einigen ,partizipien1 die ganz zu ,adjektiven geworden sind1 wie bescheiden1 besonnen1 verschwiegen1 erhaben1 gelassen1 sind ,bildungen auf heit zulssig1 z4 ,b43 ,bescheidenheit1 ,besonnenheit usw4 -- ,unschn sind die ,bildungen auf keit von den ,adjektiven auf haft1 namentlich wenn diese ,adjektive von ,personennamen abgeleitet sind1 z4 ,b43 ,riesenhaftigkeit1 ,schlerhaftigkeit1 ,meisterhaftigkeit1 ,rtselhaftigkeit usw4 ,ebenso anstig sind solche ,bildungen von einigen ,adjektiven auf lich1 z4 ,b43 ,gegenstzlichkeit1 ,bezglichkeit1 ,inhaltlichkeit u4 hnl4 b7 ,von vielen mnnlichen ,personennamen lassen sich mit ,hilfe der ,endung in auch weibliche ,personennamen bilden1 z4 ,b43 ,freund1 ,freundin usw4 ,von ,partizipialsubstantiven sind solche ,bildungen nicht zulssig1 man sage daher nicht3 ,verwandtin1 ,beklagtin1 ,abgesandtin1 ,bekanntin1 ,beamtin u4 hnl41 sondern die ,verwandte1 ,beklagte usw4 c7 ,werden von ,verben zusammengesetzte ,substantive gebildet1 so werden diese nicht mit dem vollen ,infinitiv1 sondern nur mit dem ,stamme zusammengesetzt 7vgl4 ,i1 ,s4 #bdh1 #d71 z4 ,b43 ,trinkgef1 ,reitpferd usw4 ,dem entsprechend mu man auch sagen3 ,trockenplatz 7nicht3 ,trocknenplatz71 ,zeichenbuch1 ,zeichenlehrer1 ,rechenbuch1 ,rechenlehrer 7von ursprngl4 zeichen-en1 rechen-en usw474 d7 ,man meide geschmacklose und sprachwidrige ,zusammensetzungen4 ,vgl4 ,s4 #aa4 -- ,trennbar zusammengesetzte ,verben mssen in den entsprechenden ,formen getrennt werden 7vgl4 ,i1 ,s4 #age74 ,man sage daher nicht3 ,ich anvertraue dir dieses ,kleinod2 ich anerkenne deine ,verdienste2 ich anempfehle dir ,ruhe usw4 e7 ,den substantivischen ,infinitiv wende man nur mit ,vorsicht an4 ,in den meisten ,fllen bietet sich ein entsprechendes anderes ,substantiv oder eine andere ,wendung dar1 durch welche die ,hrte oder die ,geschmacklosigkeit1 zu der der ,gebrauch des substantivischen ,infinitivs oft fhrt1 vermieden wird4 ,er wird namentlich dann anstig1 wenn er mit einem ,attribut oder ,objekt verbunden ist1 z4 ,b43 ,das ,aufgehen der ,sonne 7statt3 der ,aufgang71 das ,aufbrechen des ,heeres 7statt3 der ,aufbruch71 das ,ausbrechen einer ,seuche 7statt3 der ,ausbruch7 usw4 ,statt3 ,das ,schwimmen gegen den ,strom ist schwer8 sagt man besser3 ,gegen den ,strom zu schwimmen ist schwer82 statt3 ,das ununterbrochene ,arbeiten ,tag und ,nacht hindurch ist schdlich8 besser3 ,tag und ,nacht hindurch ununterbrochen zu arbeiten ist schdlich48 -- ,beim substantivischen ,infinitiv eines reflexiven ,verbums wird das ,reflexivpronomen weggelassen1 z4 ,b43 das ,erinnern 7nicht3 das ,sicherinnern71 das ,freuen1 das ,verhalten1 das ,besinnen1 das ,erbarmen1 das ,erfrechen usw4 #ai4 ,das ,substantivum4 a7 ,die ,hufung attributiver ,genitive1 namentlich wenn sie von gleichem ,numerus und ,genus sind1 ist zu vermeiden4 ,anstig sind ,wendungen wie3 ,das ,verfhrerische des ,genusses der ,frucht des ,baumes der ,erkenntnis des ,guten und des ,bsen verleiteten ,adam und ,eva zum ersten ,sndenfall48 -- ,die ,schwierigkeit der ,erklrung des ,ursprungs des bels8 7statt3 ,die ,schwierigkeit1 den ,ursprung des bels zu erklren74 -- ,meines ,freundes ,untersttzung dieses ,unternehmens48 -- ,es fanden sich nach und nach zwei ,partien von ,flecken in der ,nhe der ,mitte der ,oberflche der ,sonne48 -- ,die ,entdeckung der ,gesetze der ,bewegung der ,planeten48 b7 ,fehlerhaft ist die ,umschreibung des possessiven oder objektiven ,genitivs durch eine ,wendung mit der ,prposition von4 ,man sage nicht3 ,der ,freund von meinem ,vater 7statt3 meines ,vaters71 das ,haus von unserem ,nachbar1 der ,giebel von dem ,hause1 die ,wohnung von meinem ,bruder1 die ,erbauung von der ,stadt1 die ,eroberung von der ,festung1 der ,erzieher von den ,kindern usw4 -- ,nur in folgenden ,fllen ist eine solche ,umschreibung dieser ,genitive gestattet3 #a4 ,wenn das substantivische ,attribut ein ,substantivum im ,plural ist1 das ohne ,artikel steht1 z4 ,b43 ,man hat mich vor ein ,gericht von ,mnnern gefordert8 7,schiller74 -- ,die ,grndung von ,stdten betrachtete er als die wichtigste ,aufgabe eines ,frsten48 -- ,er hat das ,glck von ,tausenden gegrndet8 7,schiller74 -- ,die teure ,frucht von dreiig ,kriegesjahren8 7,schiller74 -- #b4 ,wenn der ,urheber eines ,dinges von dem ,besitzer geschieden werden soll1 z4 ,b4 ein ,buch von meinem ,vater 7verfat71 ein ,buch meines ,vaters 7das ihm gehrt71 der ,messias von ,klopstock1 der ,spaziergang von ,schiller usw4 -- #c4 ,wenn das substantivische ,attribut ein ,lnder- oder ,ortsname ist1 z4 ,b4 der ,kaiser von ,deutschland1 der ,knig von ,sachsen1 die ,straen von ,paris1 die ,besatzung von ,mainz usw4 ,vgl4 ,i1 #add4 -- #d4 ,ausnahmen sind noch3 ,das ,ende vom ,liede1 die ,frau vom ,hause4 c7 ,man wende nicht objektive ,genitive 7im ,anschlu an das ,lateinische7 an1 wo der deutsche ,sprachgebrauch eine prpositionale ,wendung verlangt4 ,man sage also nicht3 ,die ,hoffnung des ,sieges 7statt3 auf ,sieg71 der ,ha der ,rmer 7statt3 gegen die ,rmer71 die ,freude des ,glckes 7statt3 ber das ,glck des ,freundes7 usw4 d7 ,ein substantivisches ,attribut darf sich nie auf das erste ,glied einer ,zusammensetzung beziehen4 ,falsch ist also3 ,der erste ,annherungsversuch ,knig ,wenzels an den schwbisch-rheinischen ,stdtebund48 ,ein ,reisestipendium nach ,italien1 ,erkrankungsflle an den ,blattern1 der ,vertragsentwurf mit ,deutschland1 ein ,befrderungsmittel guter ,sitten1 ,pflichterfllung gegen das ,vaterland1 ,befreiungskrieg von der ,franzosenherrschaft1 ,verlngerungsmittel des menschlichen ,lebens usw4 -- ,fehler dieser ,art sind sehr hufig und mssen daher ganz besonders nachdrcklich bekmpft werden4 e7 ,der ,kasus eines ,eigennamens darf nicht unklar bleiben4 ,man sage also nicht3 ,klopstock schtzte ,schiller hher als ,wieland4 -- ,achilles zrnte ,agamemnon 7statt3 dem ,agamemnon74 -- ,man erreicht die ,klarheit entweder dadurch1 da man den ,artikel setzt1 wenn ntig mit einem ,beiworte 7vgl4 ,i1 #add71 oder da man eine passivische ,wendung gebraucht1 z4 ,b4 von ,schiller wurde ,klopstock hher geschtzt als ,wieland4 f7 ,die ,apposition mu mit dem ,substantivum1 zu dem sie gehrt1 in gleichem ,kasus stehen4 ,man sage daher nicht3 ,man glaubte1 es werde mir mit der ,gesellschaft dieses ,mannes gedient sein1 dem ,freunde meiner ,mutter 7statt3 des ,freundes74 -- ,wir erwarteten die ,ankunft meines ,freundes1 ,professor an der ,universitt ,n4 7statt3 ,professors74 -- ,die ,gestalt des ,dichters1 ein kleiner1 unscheinbarer ,mann 7statt3 eines kleinen1 unscheinbaren ,mannes74 -- ,ich heie dich als mein ,freund willkommen 7statt3 als meinen ,freund74 -- ,ihr drft diesem ,manne1 als ein erfahrener ,fhrer1 unbedenklich folgen 7statt3 als einem erfahrenen ,fhrer74 ,anmerkung4 ,wenn das ,substantivum1 zu welchem die durch als angeknpfte ,apposition gehrt1 im ,genitiv steht1 so schwankt der ,sprachgebrauch zwischen ,nominativ und ,genitiv4 ,man mu sagen3 ,die ,pflichten der ,eltern als der ,stellvertreter ,gottes2 die ,anstellung des ,mannes als eines berhmten ,predigers8 usw4 ,steht aber die ,apposition ohne ,beiwort1 so erhlt gewhnlich der ,nominativ den ,vorzug3 man sagt3 ,die ,anstellung dieses ,mannes als ,prediger1 der ,beruf dieses ,mannes als ,knstler8 usw4 ,die ,apposition erscheint dann mehr als ,zusatz zu ,anstellung1 ,beruf1 nicht zu dem ,genitiv3 dieses ,mannes1 wie man sagt3 der ,knstlerberuf dieses ,mannes81 oder3 ,dieser ,mann wurde als ,prediger angestellt81 nicht3 ,dieser ,mann als ,prediger wurde angestellt48 ,statt des ,genitivs steht hufig ein ,possessivpronomen3 seine ,anstellung als ,prediger1 sein ,beruf als ,knstler1 in seiner ,eigenschaft als ,beamter8 u4 hnl4 ,zu vermeiden sind diese ,nominative1 wenn sie mit einem voraufgehenden ,substantiv oder ,personalpronomen1 das im ,akkusativ oder ,dativ steht1 in ,widerspruch treten4 ,man sagt ohne ,ansto3 ,er hat in seiner ,eigenschaft als ,beamter gehandelt81 dagegen nicht richtig3 ,man hat ihm in seiner ,eigenschaft als ,beamter ,anerkennung gezollt82 man sah seiner ,anstellung als erster ,prediger entgegen8 usw4 ,ebenso unrichtig wrde in den beiden letzten ,fllen der ,dativ der ,apposition sein2 man mu vielmehr eine ganz andere ,konstruktion whlen4 #bj4 ,das ,verbum4 a7 ,person und ,numerus4 ,das ,verbum stimmt in ,person und ,zahl regelmig mit dem ,subjekte berein4 ,bei ,wrtern1 die eine ,menge bezeichnen1 kann jedoch1 wenn diesen ,wrtern ein ,genitiv ,pluralis beigefgt ist1 das ,prdikat im ,plural stehen1 z4 ,b43 ,eine ,menge ,leute kamen herbei2 ein ,trupp ,soldaten zogen vorber1 ein ,rudel ,hirsche eilten vorbei 7,constructio ad sensum oder3 1 d4 h4 ,fgung nach dem ,sinne74 ,bei den ,wrtern ,paar1 ,dutzend1 ,mandel1 ,schock u4 hnl4 ist der ,plural nur dann gestattet1 wenn eine unbestimmte ,zahl bezeichnet wird1 z4 ,b43 ,ein paar pfel sind gefallen6 ein ,dutzend ,bume sind umgeschlagen worden4 ,dagegen3 ,das ,paar ,schuhe kostet zehn ,mark1 das ,dutzend ,tassen kostet sechs ,mark u4 hnl4 ,eine ,fgung nach dem ,sinne findet auch statt1 wenn mehrere ,subjekte1 die im ,singular stehen1 zu einem ,begriffe vereinigt gedacht werden2 das ,verbum steht dann gewhnlich im ,singular1 z4 ,b43 ,haus und ,hof ist verloren1 ,freiheit1 ,gleichheit und ,brderlichkeit war die ,losung2 ,ha und ,groll sei vergessen usw4 b7 ,tempus4 ,sehr zu tadeln ist der ,wechsel des ,imperfekts mit dem historischen ,prsens1 z4 ,b43 ,der ,mond schien1 ich trete hinaus und wandte den ,blick nach dem ,walde4 -- ,der ,feind schleicht herbei und erstieg den ,wall4 ,man mu entweder berall das ,prsens oder das ,imperfektum gebrauchen4 -- ,das ,tempus der ,erzhlung ist im ,deutschen das ,imperfektum1 nicht das ,perfektum4 ,man vermeide also ,wendungen wie3 ,da hat er gesagt1 da bin ich fortgegangen2 da bin ich gerufen worden u4 hnl4 ,das ,perfektum mu dagegen dann stehen1 wenn von einer einzelnen ,handlung die ,rede ist1 deren ,vollendung oder fortdauernde ,wirkung hervorgehoben werden soll1 z4 ,b43 ,mir ist ein ,buch gestohlen worden2 er hat alles verloren usw4 -- ,falsch ist es1 das ,plusquamperfektum statt des ,imperfekts zu gebrauchen2 z4 ,b43 ,du warst gestern bei uns gewesen 7statt3 ,du warst bei uns74 ,umgekehrt wird zuweilen nach der ,konjunktion nachdem das ,imperfektum statt des ,plusquamperfekts gesetzt1 z4 ,b43 ,nachdem ,wallenstein seinen ,antrag erneuerte und auf eine bestimmte ,erklrung drang8 7statt3 erneuert und gedrungen hatte74 ,eine solche ,vertauschung der ,tempora ist gleichfalls zu tadeln4 ,vgl4 ,i1 #bbh flg4 c7 ,modus4 ,wenn der ,konjunktiv gebraucht wird1 um einen ,wunsch auszudrcken 7als ,optativ71 oder wenn er in einem bedingenden ,nebensatze steht1 darf er nicht durch den ,konditionalis 7vgl4 ,i1 #fg7 umschrieben werden4 ,man sage also nicht3 ,wenn er doch bald kommen wrde68 7statt3 ,wenn er doch bald kme67 ,wenn er doch bald schreiben wrde68 7statt3 ,wenn er doch bald schriebe67 ,wenn ihr gerechter sein wrdet 7statt3 wret71 httet ihr anders geurteilt8 usw4 ,in den ,hauptstzen1 die mit ,bedingungsstzen verbunden sind1 knnen dagegen die ,formen mit wrde stehen4 -- ,man unterscheide genau zwischen ,indikativ und ,konjunktiv1 z4 ,b43 ,dieser ,mann verdient es1 da man ihn rhmt8 7es geschieht bereits71 und3 ,dieser ,mann verdient es1 da man ihn rhme8 7es wird nicht ausgesprochen1 ob es geschieht7 usw4 ,namentlich beachte man das ,verhltnis der direkten zur indirekten ,aussage4 ,vgl4 ,i1 #bei flg4 #ba4 ,die ,partizipien4 ber die ,bildung der ,partizipien vgl4 ,i1 #eh flg41 #agf flg4 a7 ,das erste ,partizip steht in aktiver ,bedeutung1 z4 ,b43 ,der singende ,vogel 7d4 i4 der ,vogel1 welcher singt71 die blhende ,blume 7d4 i4 die ,blume1 welche blht7 usw4 -- ,ausnahmen sind ,ausdrcke wie3 fahrende ,habe 7d4 i4 die ,habe1 welche bewegt wird71 die betreffende ,person 7d4 i4 die ,person1 welche betroffen wird71 eine melkende ,kuh1 schwindelnde ,hhe1 fallende ,sucht1 sitzende ,lebensweise1 es findet etwas reienden ,absatz1 die reitende ,batterie1 eine stillschweigende ,voraussetzung und einige andere4#ad b7 ,das zweite ,partizip der transitiven ,verben steht in passiver ,bedeutung1 z4 ,b43 der geschlagene ,feind 7der geschlagen worden ist71 die besiegte ,armee 7die besiegt worden ist7 usw4 ,das zweite ,partizip intransitiver ,verben kann in der ,regel nur dann attributiv gebraucht werden1 wenn diese ,verben die ,formen der ,vergangenheit mit sein1 nicht mit haben bilden2 z4 ,b43 der verstorbene ,freund 7der verstorben ist71 die abgebrannte ,stadt 7die abgebrannt ist71 der umgefallene ,baum 7der umgefallen ist7 usw4 ,doch auch nicht alle ,partizipien1 die sich in ein mit sein gebildetes ,perfektum auflsen lassen1 knnen attributiv verwendet werden1 vielmehr nur solche1 die einen ,zustand bezeichnen1 der durch die ,handlung herbeigefhrt worden ist1 z4 ,b43 ein entsprungener ,flchtling 7aber nicht3 ein gesprungener ,knabe71 ein aufgegangener ,stern 7aber nicht3 ein gegangener ,wandrer71 ein entlaufener ,hund 7aber nicht3 ein gelaufener ,hund7 usw4 -- ,ausnahmsweise werden auch von intransitiven ,verben1 die ihr ,perfektum mit haben bilden1 die ,partizipien attributiv gebraucht1 z4 ,b4 ein pflichtvergessener ,mann 7der seine ,pflicht vergessen hat71 ein studierter ,mann 7der studiert hat71 ein erfahrener ,mann1 ein ausgelernter ,kaufmann1 ein geschworener ,feind1 ein bedachter ,arzt1 ein verschwiegener ,freund1 ein verdienter ,mann usw4 ,diese ,partizipien sind jedoch meist vllig zu ,adjektiven geworden und werden nicht mehr als ,partizipien empfunden4 ,durch sie werden ,wendungen wie3 ,das stattgefundene ,konzert1 der viele ,qualen erlittene ,dulder1 das mich betroffene ,unglck u4 hnl41 die aufs schrfste zu verurteilen sind1 in keiner ,weise gerechtfertigt4 ,unertrglich sind solche ,bildungen hauptschlich deshalb1 weil das ,partizip mit einem ,objekt verbunden ist 7,statt finden1 ,qualen erleiden1 es betrifft mich71 wodurch die verbale ,bedeutung dieser ,partizipien in den ,vordergrund tritt4 c7 ber die ,komparation der ,partizipien vgl4 ,i1 #adi4 ,je mehr die verbale ,bedeutung hervortritt1 um so weniger ist die ,komparation zulssig4 ,so sagt man3 diese ,frage wird immer brennender81 aber nicht3 das ,haus wird brennender48 ,im ersten ,satze ist das ,partizipium in adjektivischer ,bedeutung und noch dazu im bertragenen ,sinne gebraucht1 whrend es in der ,verbindung das brennende ,haus8 im eigentlichen ,sinne steht2 dadurch tritt von selbst die verbale ,bedeutung in den ,vordergrund4 d7 ,wenn das ,partizip als ,prdikat eines verkrzten ,attribut- oder ,adverbialsatzes steht1 so bleibt es ungebeugt2 es tritt daher in der ,regel zum ,subjekt des ,hauptsatzes1 z4 ,b43 ,erfreut ber die empfangenen ,eindrcke reiste ich ab4 -- ,der ,not gehorchend1 nicht dem eignen ,trieb1 tret' ich1 ihr greisen ,hupter dieser ,stadt1 heraus zu euch4 ,schiller4 -- ,diese ,ulmen1 mit ,reben umsponnen1 sind sie nicht ,kinder unserer ,sonnen8 ,schiller4 -- ,doch knnen diese ,partizipien1 wenn ein ,miverstndnis oder eine ,mehrdeutigkeit der ,beziehung ausgeschlossen ist1 auch zu einem ,dativ oder ,akkusativ1 zuweilen auch zu einem ,genitiv treten#ae1 z4 ,b43 ,es sollen unsre ,frauen vom ersten ,eichenlaub am schnsten ,morgen geflochten dir sie 7die ,brgerkrone7 um die ,stirne legen4 ,goethe4 ,hier bezieht sich das ,partizip geflochten auf den ,akkusativ sie1 und diese ,beziehung leuchtet ohne weiteres ein1 da jede andere ,beziehung keinen ,sinn geben wrde4 ,dasselbe gilt von den folgenden ,stzen3 ,noch zuckend1 mit des ,panthers ,zhnen zerreien sie des ,feindes ,herz4 ,schiller4 -- ,auf dieser ,bank von ,stein will ich mich setzen1 dem ,wanderer zur kurzen ,ruh' bereitet4 ,schiller4 -- ,der nackte ,leichnam wird gefunden1 und bald1 obgleich entstellt von ,wunden1 erkennt der ,gastfreund von ,korinth die ,zge1 die ihm teuer sind4 ,schiller4 -- ,doch wo die ,spur1 die aus der ,menge1 der ,vlker flutendem ,gedrnge1 gelocket von der ,spiele ,pracht1 den schwarzen ,tter kenntlich macht8 ,schiller4 ,selbstverstndlich sind solche ,partizipien zu meiden1 sobald die ,beziehung mehrdeutig ist und so zu ,miverstndnissen fhren kann4 ,anmerkung4 ,absolute1 mit einem ,akkusativ verbundene ,partizipien finden sich hufig bei unseren ,dichtern1 z4 ,b43 ,angehrt den ,schimpf des ,hauses1 geht gedankenvoll ,rodrigo4 ,herder4 -- ,schild und ,lanze weggeworfen1 fliehn sie ber ,berg und ,tal4 ,uhland4 -- ,im ,felde schleich' ich still und wild1 gespannt mein ,feuerrohr4 ,goethe4 ,mit ,ma und ,besonnenheit angewendet sind diese ,partizipien von guter ,wirkung2 sie widerstreben keineswegs der deutschen ,sprache und haben dieselbe ,berechtigung wie die absoluten ,akkusative1 z4 ,b43 ,sie drangen1 die ,hand am ,schwerte1 auf mich ein4 -- ,zu ,dionys1 dem ,tyrannen1 schlich ,mros1 den ,dolch im ,gewande4 ,schiller4#af #bb4 ,das ,adjektivum4 a7 ber die ,deklination der ,adjektive vgl4 ,i1 #bg flg41 #adg flg4 b7 ,die ,hufung und ,einschachtelung adjektivischer ,attribute ist zu vermeiden4 ,tadelnswert sind ,stze wie3 ,in einem feuchten1 belriechenden1 halbdunkeln1 abends lichtlosen ,kerker1 bewacht von einem rohen1 feindseligen1 barbarischen ,manne1 war er der schrecklichsten und furchtbarsten ,verlassenheit anheimgegeben4 -- ,die ,nachrichten ber die von der vor acht ,tagen gehaltenen ,versammlung gefaten ,beschlsse4 -- ,man lasse in solchen ,fllen ,attribute weg oder bilde ,nebenstze4 c7 ,man setze das ,attribut zu dem ,substantiv1 zu dem es gehrt1 z4 ,b43 ein ,glas guten ,weines 7doch auch1 namentlich in der ,umgangssprache3 ein gutes ,glas ,wein7 u4 hnl4 ,man unterscheide3 ,der grausame ,befehl des ,feldherrn8 und ,der ,befehl des grausamen ,feldherrn8 usw4 d7 ,wenn ein ,attribut zu zwei ,substantiven verschiedenen ,geschlechts gehrt1 so mu es zweimal gesetzt werden1 z4 ,b43 groes ,glck und groe ,wonne 7nicht3 groes ,glck und ,wonne71 schweres ,leid und schwerer ,kummer 7nicht3 schweres ,leid und ,kummer71 hohe ,freude und hohes ,glck 7nicht3 hohe ,freude und ,glck7 usw4 e7 ,begriffsverhltnisse1 die am besten durch eine ,zusammensetzung1 durch ein prpositionales oder ,genitiv-,attribut zum ,ausdrucke kommen1 drfen in der ,regel nicht durch adjektivische ,attribute wiedergegeben werden4 ,man sage3 das ,hausrecht 7nicht3 das husliche ,recht71 ein ,mnchskloster 7nicht3 ein mnchisches ,kloster71 ein ,klostergeistlicher 7nicht3 ein klsterlicher ,geistlicher71 ein ,manneswort 7nicht3 ein mnnliches ,wort71 ,aufenthalt in ,england 7nicht3 englischer ,aufenthalt71 die ,rede des ,kriegsministers 7nicht3 die kriegsministerliche ,rede71 die ,abreise des ,knigs 7nicht3 die knigliche ,abreise71 die ,entwickelung der ,rechtswissenschaft 7nicht3 die rechtswissenschaftliche ,entwickelung7 usw4 f7 ,tritt ein adjektivisches ,attribut zu einem zusammengesetzten ,worte1 so bezieht es sich immer auf das ,grundwort und darf nicht auf das ,bestimmungswort bezogen werden4 ,falsch ist daher z4 ,b43 ein seidener ,strumpfwirker1 ein fertiges ,kleiderlager1 ein getrockneter ,obsthndler1 ein silbernes ,hochzeitsgeschenk 7statt3 ,geschenk zur silbernen ,hochzeit71 ein wohlriechender ,wasserfabrikant1 ein ausgestopfter ,tierhndler1 ein roter ,weintrinker1 reitende ,artilleriekaserne usw4 #bc4 ,das ,pronomen4 a7 ber die ,deklination der ,pronomina vgl4 ,i1 #cg flg41 #aei flg4 ,vor die ,pronomina der1 dieser1 jener tritt oft das ,zahlwort aller1 alle1 alles1 verkrzt3 all4 ,sowohl das ,zahlwort aller usw41 als die ,pronomina werden dann stark dekliniert1 z4 ,b43 alles das ,glck2 die ,freude aller jener ,unglcklichen2 er verbannte alle diese ,verschwrer usw4 ,man sagt richtig3 alles das ,glck2 oder3 all das ,glck usw4 ,hufig erscheinen auch die ,formen3 alle das ,glck1 alle der ,jammer1 alle der ,neid u4 hnl4 ,nicht nur in ,verbindungen wie3 trotz alle dem1 bei alle dem1 von alle dem u4 hnl4 ist dieses alle gestattet1 sondern es ist berhaupt eine alte berechtigte ,form4 ,das e in alle das ,glck8 und hnlichen ,formen ist nmlich nicht eine ,kasusendung1 sondern ein alter ,bindevokal 7ahd4 a74 ,man kann also sagen3 bei allem dem1 bei dem allem1 bei alle dem4 ,falsch ist jedoch3 bei dem allen4 b7 ,es darf niemals unklar bleiben1 auf welches ,substantiv das ,pronomen zu beziehen ist4 ,man beachte namentlich folgendes3 ,das ,pronomen er1 sie1 es bezieht sich auf das ,subjekt des vorhergehenden ,satzes1 das ,pronomen derselbe dagegen auf ein anderes ,satzglied4 ,vgl4 hierber ,s4 #ab4 ,das ,pronomen dieser vertritt von den ,substantiven1 auf die eine ,beziehung stattfindet1 immer das zuletzt stehende1 whrend jener auf das entfernter stehende hinweist1 z4 ,b43 ,das ,nibelungenlied und ,gudrunlied sind die bedeutendsten ,volksepen des zwlften und dreizehnten ,jahrhunderts2 dieses umfat den norddeutschen1 jenes den frnkischen1 burgundischen1 gotischen und hunnischen ,sagenkreis4 c7 ,das pronominale ,subjekt darf nicht ausgelassen werden 7ausgenommen im poetischen ,stile1 wo die ,auslassung zuweilen von guter ,wirkung ist1 z4 ,b43 in den ,versen ,heines3 ,habe schon in jungen ,jahren manches bittre ,leid erfahren874 ,im ,geschftsstil pflegt gegenwrtig das ,pronomen der ersten ,person unterdrckt zu werden1 z4 ,b43 ,hierdurch teile ,ihnen die ,verlegung meines ,geschftes mit und bersende beifolgend die gewnschten ,proben48 ,diese ,unsitte ist sehr zu tadeln4 ,zuweilen wird das pronominale ,subjekt ausgelassen1 wenn unmittelbar vorher ein ,kasus obliquus des ,pronomens dagewesen ist1 z4 ,b43 ,mir geht es gut und hoffe von ,dir das gleiche48#ag ,auch in solchen ,fllen ist die ,auslassung nicht zu billigen4 ,strend ist eine solche ,auslassung namentlich in beigeordneten ,relativstzen1 z4 ,b43 ,der ,schmuck1 den ich sah und mir sehr gefiel8 usw4 ,der ,akkusativ den kann nicht das ,subjekt des zweiten ,relativsatzes vertreten2 der ,satz mu heien3 ,der ,schmuck1 den ich sah und der mir sehr gefiel48 ,auch umgekehrt kann nicht der ,nominativ den ,akkusativ vertreten1 ich darf nicht sagen3 ,der ,schmuck1 der mir sehr gefiel und ich kaufte81 sondern ich mu sagen3 und den ich kaufte48#ah d7 ,das ,relativpronomen mu mglichst nahe bei dem ,substantivum stehen1 auf das es zurckweist4 ,nicht gut ist also der ,satz3 ,deine ,worte wecken mannigfache ,sorgen in meiner ,brust1 die mich zu ,taten aufstacheln8 7statt3 ,deine ,worte1 die mich zu ,taten aufstacheln usw474 ,doch hte man sich1 den regierenden ,satz in unschner ,weise zu zerreien3 z4 ,b43 ,ich rate dir1 dem ,beispiel1 das dir dein ,freund gibt1 zu folgen4 ,besser3 ,ich rate dir1 dem ,beispiel zu folgen1 das dir dein ,freund gibt4 e7 ,das ,substantiv1 auf das sich ein ,pronomen bezieht1 mu wirklich vorhanden sein und darf nicht blo aus dem ,zusammenhange ergnzt werden4 ,falsch ist z4 ,b43 ,die ,fischerei ist in ,ruland sehr wichtig1 alle ,gewsser wimmeln von diesen ,tieren48 -- ,der lateinische ,sprachgebrauch lt das nicht zu2 denn diese 7d4 i4 die lateinische ,sprache7 fordert vor allem ,bestimmtheit des ,ausdrucks48#ai f7 ,man setze nicht anstatt des ,relativpronomens ein persnliches oder hinweisendes ,frwort1 oder anstatt des relativen ,pronominaladverbs ein demonstratives1 z4 ,b43 ,die ,taube1 nach der der ,jger oft geschossen und sie 7statt3 und die er7 niemals getroffen hat4 -- ,der ,hut1 den sie gerade bog und seine ,bnder 7statt3 und dessen ,bnder sie7 durch die ,finger gleiten lie4 -- ,die ,federn1 die im ,winde verfliegen oder die jungen ,vgel sie auffangen und ihre ,nester mit ausfttern 7statt3 oder die die ,vgel auffangen und womit sie ihre ,nester ausfttern74 -- ,mein ,pferd1 wo ich darauf reite 7statt3 auf welchem oder worauf ich reite74 -- ,die ,angelegenheit1 wo ich davon sprach 7statt3 von welcher oder wovon ich sprach74 g7 ber den ,gebrauch der relativen1 demonstrativen und interrogativen ,pronominaladverbien1 sowie des ,relativpronomens was vgl4 ,i1 #agg1 #db1 #aih4 #bd4 ,das ,adverbium4 ,die ,adverbien drfen nicht als adjektivische ,attribute gebraucht werden4 ,man sage daher nicht3 ein entzweies ,kleid1 ein zues ,fenster1 ein neuliches ,gercht1 ein rechter brauchbarer ,arbeiter 7statt3 ein recht brauchbarer ,arbeiter71 ein rechtes gutes ,kind 7statt3 ein recht gutes ,kind71 eine ganze treffende ,antwort 7statt3 eine ganz treffende ,antwort71 einige anscheinende ,betrunkene 7statt3 anscheinend ,betrunkene7 usw4 -- ,zwar werden einige ,adverbien auf -lich und auf -weise hufig adjektivisch gebraucht1 z4 ,b43 der wahrscheinliche ,ausgang des ,prozesses1 eine stufenweise ,besserung1 eine teilweise ,abnderung1 eine zeitweise ,benachrichtigung u4 hnl41 doch ist der im brigen vllig eingebrgerte attributive ,gebrauch auch dieser ,adverbien in hherer1 nicht geschftsmiger ,sprache nicht zu empfehlen4 ,von den mit -weise zusammengesetzten ,adverbien werden brigens nur diejenigen attributiv verwendet1 die mit ,substantiven zusammengesetzt sind1 z4 ,b43 tropfenweise1 gesprchsweise1 stckweise usw41 whrend die mit ,adjektiven zusammengesetzten einen solchen ,gebrauch auch in der ,umgangssprache nicht zulassen4 ,man sagt niemals3 die mglicherweise ,ankunft1 das merkwrdigerweise ,schweigen1 das unachtsamerweise ,fortgehen usw4 #be4 ,prpositionale ,ausdrcke4 a7 ,das ,zusammenstoen zweier ,prpositionen ist zu meiden1 da es den ,satz unschn und unbersichtlich macht1 z4 ,b43 ,ein unglckliches ,buch hat ,sie auf fr uns undenkbare ,gedankenverbindungen gebracht 7statt3 auf ,gedankenverbindungen1 die fr uns undenkbar sind74 -- ,soll sich ein aus dem ,felde heimkehrender ,soldat von zu ,hause gebliebenen ,stubenhockern schelten lassen8 7statt3 von ,stubenhockern1 die zu ,hause geblieben sind74 -- ,von an der ,ausfhrbarkeit ,zweifelnden wird uns geschrieben usw4 b7 ,mehrere ,prpositionen1 die verschiedene ,kasus regieren1 drfen nicht auf ein ,wort gemeinsam bezogen werden1 wenn das ,wort verschiedene ,formen fr die betreffenden ,kasus hat4 ,man kann ohne ,ansto sagen3 mit oder ohne ,waffen1 in und um euch1 mit oder ohne uns u4 hnl41 weil ,waffen1 euch1 uns8 sowohl ,dative1 als auch ,akkusative sein knnen4 ,falsch ist dagegen3 mit oder ohne den ,frsprecher 7statt3 mit dem ,frsprecher oder ohne ihn71 in oder um den ,wald1 mit1 in und fr die ,phantasie 7,rud4 ,gottschall7 usw4 c7 ,man lt den ,kasus1 der von der ,prposition regiert wird1 am besten unmittelbar auf diese folgen und vermeidet es1 andere ,kasus1 die von einem ,partizipium regiert werden1 einzuschieben4 ,hart klingen ,stze wie die folgenden3 ,von mir bekannten ,bewohnern des ,ortes wurde ich benachrichtigt8 7statt3 ,von einigen mir bekannten ,bewohnern1 oder3 ,von ,bewohnern des ,ortes1 die mir bekannt waren74 -- ,durch mich anklagende ,worte hat er mich verletzt8 7statt3 ,durch seine mich anklagenden ,worte1 oder3 ,durch diese mich anklagenden ,worte74 -- ,mit keine ,unklarheit brig lassender ,bestimmtheit8 7statt3 ,mit einer keine ,unklarheit usw41 oder3 ,mit einer ,bestimmtheit1 die keine ,unklarheit brig lie7 usw4 d7 ,eine und dieselbe ,prposition darf nicht zur gemeinsamen ,verknpfung mehrerer ,worte mit einem ,objekt oder ,attribut verwendet werden1 wenn sie nicht zur ,verknpfung jedes einzelnen ,wortes mit dem betreffenden ,objekt oder ,attribut genau pat4 ,falsch ist z4 ,b43 ,der ,kampf und ,sieg ber den ,feind 7statt3 ,der ,kampf mit dem ,feinde und der ,sieg ber ihn72 die junge ,mannschaft bewegte teils ,furcht1 teils ,hoffnung auf den ,krieg 7statt3 teils ,furcht vor dem ,kriege1 teils ,hoffnung auf ihn7 usw4 e7 ,die ,hufung prpositionaler ,ausdrcke ist zu meiden4 ,schon die ,wiederholung derselben ,prposition ist nicht gut1 z4 ,b43 ,durch einen ,schu durch das ,bein wurde er kampfunfhig8 7besser3 ,ein ,schu durch das ,bein machte ihn kampfunfhig74 -- ,es verrt einen ,mangel an ,glauben an ,gott8 7besser3 einen ,mangel an ,gottesglauben74 -- ,hier spricht die ,frsorge fr das eigene ,wohl fr den ,gegner8 7besser3 zugunsten des ,gegners74 -- ,der ,wunsch nach dem ,fortleben nach dem ,tode beseelt die ,menschen8 7besser3 ,der ,wunsch1 nach dem ,tode fortzuleben7 usw4 -- ,noch anstiger und fr einen gebildeten ,hrer oder ,leser geradezu unertrglich sind ,hufungen prpositioneller ,fgungen1 die mit einer ,einschachtelung von ,satzgliedern verbunden sind3 z4 ,b43 ,der ,papst hat gegen die bei der gegen den ,schweizer ,konsul gemachten ,demonstration beteiligten ,individuen eine strenge ,untersuchung einleiten lassen48 -- ,er hat in dem von ihm unter der bekannten ,chiffre fr die ,allgemeine ,zeitung verfaten ,artikel das ,gegenteil behauptet8 usw4 -- ,aber auch sonst sind ,hufungen prpositionaler ,ausdrcke zu tadeln1 z4 ,b43 ,durch den ,hinweis aus kaiserlichem ,munde auf den vorjhrigen ,weihnachtsabend in ,feindesland und auf den diesjhrigen am heimischen ,herde ward die ,erinnerung an jene ,zeit in allen recht lebendig8 u4 hnl4 #bf4 ,als und wie4 ,als steht3 a7 gleichstellend1 z4 ,b43 ,er starb als ,jngling1 als ,greis2 ich spreche als ,freund mit dir u4 hnl4 ,als bezeichnet hier die vllige ,wesenseinheit1 die ,einerleiheit2 im ,gegensatz dazu deutet wie nur die hnlichkeit an4 ,man unterscheide3 ,er sprach als ,freund zu mir8 und3 ,er sprach wie ein ,freund mit mir48 ,treffend sagt ,goethe3 ,vom ,schiff aus behandelte man sie 7die ,delphine7 nicht als ,geleitsmnner 7die sie doch waren7 sondern wie ,feinde 7die sie nicht waren748 b7 erklrend1 z4 ,b43 ,alle bel des ,erdenlebens1 als ,armut1 ,not1 ,krankheit usw41 hatte er kennen gelernt48 ,hier kann auch wie oder nmlich gebraucht werden1 z4 ,b43 ,einige ,tiere1 wie das ,pferd1 die ,kuh1 der ,hund u4 a41 leisten dem ,menschen groe ,dienste4 c7 vergleichend4 ,man merke folgende ,regel3 ,nach ,komparativen steht als1 nach dem ,positiv dagegen1 berhaupt zur ,bezeichnung der bloen ,gleichheit oder hnlichkeit steht wie4 ,man sagt richtig3 schwerer als ,blei1 er ist grer als du2 grn wie ,gras1 er ist schlank wie eine ,tanne1 er ist so schlank wie eine ,tanne1 er ist ebenso gro wie ich 7doch ist hier auch zulssig3 er ist ebenso gro als ich74#bj d7 ausschlieend 7nach ,verneinungen74 ,nach verneinenden ,wrtern steht als1 nicht wie4 ,daher sagt man richtig3 ,niemand als du kann das getan haben1 er redet anders1 als er denkt 7nicht3 wie er denkt71 ich wnsche nichts als ,ruhe usw4 ,nicht zu verwechseln ist hiermit die ,konstruktion3 ,niemand hat gekmpft wie du u4 hnl4 ,hier gehrt die ,konjunktion nicht zu niemand1 sondern zum ,verbum4 ,niemand als du hat gekmpft1 d4 h4 du allein hast gekmpft2 niemand hat gekmpft wie du dagegen heit3 es kmpften noch viele auer dir1 aber keiner so tapfer 7oder so ausharrend u4 hnl47 wie du4 e7 ,das ,zusammenstoen zweier als ist zu meiden4 ,man gebraucht dann besser das alte vergleichende denn1 z4 ,b43 ,lieber betteln1 denn als ,gaukler 7nicht3 als als ,gaukler7 sein ,brot verdienen4 ,er erschien mehr als ,freund1 denn als ,feind4 #bg4 ,wortstellung4 ,die ,wortstellung hat fr die schriftliche ,darstellung dieselbe ,bedeutung wie der ,redeton fr den mndlichen ,vortrag4 ,eine falsche ,wortstellung verletzt genau so wie eine falsche ,betonung4 a7 ,man vermeide alles ,gezwungene und ,unnatrliche in der ,wortstellung4 ,nicht gut ist die ,wortstellung z4 ,b4 in folgenden ,stzen3 ,er bequemte sich1 fr gute ,zahlung mit ,blumen und ,frchten manche ,abteilung zu verzieren8 7statt3 manche ,abteilung mit ,blumen und ,frchten zu verzieren74 -- ,diesmal ward um ,mitternacht eine auerordentliche ,sitzung auf den anderen ,morgen durch den ,gerichtsboten angesagt8 7statt3 durch den ,gerichtsboten eine auerordentliche ,sitzung angesagt74 -- ,christen1 die aus eigener ,erkenntnis es sind8 7statt3 die es aus eigener ,erkenntnis sind74 b7 ,man vermeide nachklappende ,satzteile4 ,unschn sind in schlichter ,prosa ,stze wie3 ,dieser neue ,kummer hat tief gebeugt das greise ,haupt8 7statt3 das greise ,haupt tief gebeugt74 -- ,er war dein ,gast und hatte sich gesetzt an deinen ,herd48 ,nur bei groem ,schwung der ,rede oder in poetisch gefrbter ,prosa ist ein solches ,nachsetzen der nheren ,bestimmung gestattet2 man vgl4 z4 ,b4 ,fichtes ,reden4 -- ,durchaus verwerflich ist jedoch eine ,wortstellung wie die folgende3 ,ich nahm von meinen ,freunden dankbar alles1 was mir angeboten1 gegeben1 nein aufgedrngt wurde1 an48 c7 ,man ordne namentlich die ,adverbialbestimmungen an rechter ,stelle ein1 um so ,zweideutigkeiten zu vermeiden4 ,falsch ist z4 ,b4 die ,wortstellung in den ,stzen3 ,ich bitte mein ,ausbleiben hflichst entschuldigen zu wollen8 7statt3 ,ich bitte hflichst1 mein ,ausbleiben entschuldigen zu wollen74 -- ,der ,prsident zeigt das ,ableben des ,abgeordneten des dritten ,wahlbezirks nach dreitgiger ,krankheit an8 7statt3 das nach dreitgiger ,krankheit erfolgte ,ableben7 usw4 d7 ,negationen und hervorhebende ,partikeln stehen in der ,regel unmittelbar vor oder nach dem ,worte1 das verneint oder hervorgehoben werden soll1 z4 ,b43 ,nicht euer ,mut macht mich staunen1 sondern eure ,keckheit4 -- ,auch ich war in ,arkadien geboren4 -- ,man unterscheide3 ,ich wenigstens hoffe noch darauf4 ,ich hoffe wenigstens noch darauf4 ,wenigstens darauf hoffe ich noch4 -- ,ich selbst habe es dir gesagt4 ,ich habe es dir selbst gesagt4 -- ,ich allein habe dich verteidigt 7kein anderer74 ,ich habe dich allein verteidigt 7deine ,genossen nicht mit74 e7 ,man vermeide die ,umstellung des ,subjekts nach und4 ,hlich klingen ,stze wie3 ,der ,dichter war an diesem ,orte geboren1 und fanden seine ,werke dort die ersten begeisterten ,verehrer 7statt3 und seine ,werke fanden74 ,nur im ,volkstone1 z4 ,b4 in ,mrchen1 ,sagen1 ist diese ,umstellung gestattet 7vgl4 z4 ,b4 ,grimms ,mrchen72 sie ist altes deutsches ,sprachgut1 wie etwa die doppelte ,verneinung1 und unterliegt daher der nmlichen ,beurteilung4 ,d4 ,stilistik des zusammengesetzten ,satzes4 #bh4 ,der ,bau der ,stze im allgemeinen4 ,jeder ,satz soll bersichtlich und wohllautend sein4 ,man beachte bei allen ,stzen3 a7 ihre ,form1 b7 die ,art ihrer ,verknpfung1 c7 ihre ,stellung1 d7 ihren ,rhythmus4 ,nur wenn nach allen diesen ,seiten hin der ,satz keinen ,ansto erregt1 kann er als stilistisch tadellos bezeichnet werden4 #bi4 ,form der ,stze4 a7 ,hauptgedanken erhalten die ,form von ,hauptstzen1 ,nebengedanken die ,form von ,nebenstzen4 ,gegen diese ,regel wird hufig dadurch gefehlt1 da ein ,hauptgedanke in ,form eines ,relativsatzes einem anderen ,satze angefgt wird1 und da umgekehrt einem ,nebensatze ein ,hauptsatz 7statt eines ,nebensatzes7 beigeordnet wird4 ,zu tadeln sind demnach ,stze wie die folgenden3 ,gestern brach in dem ,hauptgebude des ,schlosses ,wilhelmshhe1 das jetzt vom ,kaiser bewohnt wird1 ,feuer aus1 das aber durch schleunige ,hilfe wieder gelscht wurde8 7statt3 wurde aber durch schleunige ,hilfe wieder gelscht74 -- ,der ,knig1 der uns diese ,verfassung gegeben hat1 und er hat sich derselben auch untergeordnet8 7statt3 gegeben und sich derselben auch untergeordnet hat74 -- ,hier ragten zwei ,felsen empor1 von denen der eine kahl war2 der andere war mit ,gestrpp bewachsen8 7statt3 von denen der eine kahl1 der andere mit ,gestrpp bewachsen war74 -- ,doch kann man einem ,nebengedanken1 wenn er hervorgehoben werden soll1 die ,form eines ,hauptsatzes geben4 ,so kann ich dem ,satze3 ,wir verehren diesen ,mann1 weil er unserem ,vaterlande eine ,achtung gebietende ,stellung gegeben hat81 auch folgende ,form geben3 ,wir verehren diesen ,mann1 denn er hat unserem ,vaterlande eine ,achtung gebietende ,stellung gegeben48 ,durch diese ,umnderung erhlt der ,nebengedanke besonderes ,gewicht4 b7 ,man strebe nach ,ebenma in der ,form der ,stze4 ,die wichtigste ,regel ist hier folgende3 ,einander entsprechende ,satzglieder 7z4 ,b43 ,subjekt und ,prdikat mit ihren ,bestimmungen7 oder ,stze 7z4 ,b43 beigeordnete oder parallele ,haupt- und ,nebenstze7 mssen annhernd gleichen ,umfang und mglichst gleiche grammatische ,form haben4 ,da das ,prdikat in der ,regel den ,hauptton trgt1 so mu es mit seinen ,bestimmungen meist greren ,umfang als das ,subjekt haben1 z4 ,b43 ,ich hre staunend die ,gewalt des ,mundes1 der mir von je so unheilbringend war48 ,das ,tonverhltnis wrde daher unschn sein1 wenn das ,prdikat geringeren ,umfang htte als das ,subjekt1 z4 ,b43 ,der liebliche1 von ,blume zu ,blume flatternde ,schmetterling1 ein ,meisterwerk der ,natur1 ein kleines ,wunder der ,schpfung1 dessen kurze ,lebenstage munterem ,tndeln gewidmet sind1 erfreut uns48 ,ebenso darf das ,prdikat1 wenn es oft auch greren ,umfang als das ,subjekt haben mu1 doch nicht unverhltnismig erweitert sein1 wie in folgendem ,satze3 ,die ,gemsenjagd ist ein gefhrliches1 schwindelfreien ,kopf1 khnen ,mut1 gute ,lungen und ausdauernde ,muskelkraft erforderndes1 gerade darum aber von gesunden1 krftigen ,menschen begehrtes ,vergngen8 7statt3 ,die ,gemsenjagd ist ein gefhrliches ,vergngen2 es erfordert schwindelfreien ,kopf usw4 ,gerade darum aber wird es von gesunden1 krftigen ,menschen gern aufgesucht74 -- ,gleichmige grammatische ,form haben die ,stze in folgender ,periode3 ,so bt der ,mensch in der ,jugend seine ,krfte1 damit er im ,kampfe des ,lebens nicht unterliege2 so zieht er schwere ,arbeit dem leichten ,spiele vor1 damit er des ,lebens ,preis erjage48 ,zu tadeln wre es1 wenn hier im zweiten ,teile des ,satzbildes auf diese ,weise statt so1 oder auf da statt damit gesetzt wrde4 ,durch schnes ,gleichma der ,form zeichnen sich folgende ,stze aus3 ,das ,buch war das beste1 das ihnen die angenehme ,ruhe lie1 im ,lesen wenig zu denken1 das ihnen das ,vergngen schaffte1 hier und da ein ,blmchen zu finden1 ohne sich bcken zu drfen1 das sie in den sen ,traum einwiegte1 das hier zu lesen1 was sie selbst schon gedacht zu haben glaubten48 ,herder4 -- ,ihr ,blick und alles1 was ,sie umgibt1 zeigt mir1 da ,sie sich ,ihres vergangenen ,lebens freuen knnen1 da ,sie auf einem reinen schnen ,wege in einer sicheren ,folge gegangen sind1 da ,sie keine ,zeit verloren1 da ,sie sich nichts vorzuwerfen haben48 ,goethe4 -- ,ganz besonders fehlerhaft ist es1 wenn von zwei beigeordneten ,satzgliedern das eine als bloes ,satzglied1 das andere als ,nebensatz dargestellt wird1 z4 ,b43 ,er gnnte sich ,tag und ,nacht keine ,ruhe aus ,ehrgeiz und weil er nach ,reichtum strebte48 ,ebensowenig darf man einen vollstndigen ,nebensatz einem verkrzten oder einer ,apposition beiordnen1 z4 ,b43 ,der ,dichter hat uns hier mit einem ,werke beschenkt1 so eigenartig1 so ganz dem ,geiste unserer ,sprache und unseres ,volkes entsprechend1 und in welchem sich khner ,schwung der ,rede mit hohem ,fluge des ,geistes paart48 c7 ,dagegen mu jeder untergeordnete ,satz anders gebaut sein1 als der ihm zunchst bergeordnete4 ,verschiedenheit der ,form ist hier ebenso unbedingtes ,erfordernis wie bei parallelen oder beigeordneten ,stzen ,gleichartigkeit der ,form4 ,so ist es zu tadeln1 wenn zwei konjunktionale ,objektstze1 von denen der eine dem anderen untergeordnet ist1 gleichmig mit da eingeleitet oder durch den bloen ,konjunktiv angeknpft sind1 z4 ,b43 ,ich habe mich bemht zu zeigen1 da der ,charakter der vollkommen gebildeten ,sprachen dadurch bestimmt wird1 da die ,natur ihres ,baues beweist1 da es dem ,geist nicht blo auf den ,inhalt1 sondern vorzglich auf die ,form der ,gedanken ankommt48 -- ,mein ,freund lie mir sagen1 er habe soeben gehrt1 mein ,heimatsort sei durch eine ,feuersbrunst eingeschert worden8 7statt3 er habe gehrt1 da mein ,heimatsort eingeschert worden sei74 ,tadellos ist dagegen der ,satz3 ,man hoffte1 er wrde erkennen1 da seine ,stellung unhaltbar geworden sei48 -- berhaupt strebe man bei der ,unterordnung nach mglichster ,abwechselung nicht nur in der ,form1 sondern auch in der ,art der ,nebenstze4 ,so ist der folgende ,satz anstig1 weil die aufeinander folgenden untergeordneten ,stze immer wieder ,attributstze sind3 ,die versammelten ,zuschauer erhoben ein ,gebrll der getuschten ,rachsucht1 welches demjenigen zu vergleichen ist1 das der ,tiger ausstt1 dem sein ,wchter die ,speise fortreit1 welche er eben verschlingen wollte48 d7 ,man setze berhaupt die ,unterordnung nicht durch eine zu lange ,reihe von ,gliedern fort1 auch dann nicht1 wenn die ,nebenstze verschiedener ,art sind4 ,schlecht gebaut ist z4 ,b4 der folgende ,satz3 ,die ,leichtigkeit1 mit welcher schnell eine nicht geringe ,zahl bedeutender ,kunstwerke auf einen ,platz versammelt worden1 zeigt zur ,genge1 wieviel ,vortreffliches ,berlin in sich fat1 das1 bei ,privatpersonen zerstreut1 nur diesen und den in jene ,familien eingefhrten ,personen bekannt1 dennoch dazu geeignet wre1 die ,mehrzahl des kunstliebenden ,publikums zu erfreuen1 welches1 um sich an der ,vereinigung der kniglichen ,kunstschtze zu ergtzen1 den vollendeten ,bau des ,museums erwarten mu2 daher es gewi sehr zu wnschen wre1 da ein hnliches festbestehendes ,lokal zuvrderst sich hier befnde1 wo ,besitzer schtzbarer ,gemlde und ,kunsthndler das ,beste aus ihren ,sammlungen zur ,kenntnis des ,publikums bringen1 besonders aber auch die ,knstler ,berlins ihre zuletzt vollendeten ,arbeiten aufstellen lassen mchten1 um dadurch sowohl ,raum fr die neu angefangenen in ihren ,ateliers1 als mehr noch eine kostbare ,zeit zu gewinnen1 welche durch die ,verpflichtung verloren geht1 tglich diejenigen zu empfangen1 welche neugierig zu einem oder dem anderen bekannt gewordenen ,werke ihres ,pinsels wallfahrten48 ,a4 v4 ,helwig4 e7 ,gleichfrmiger ,bau mehrerer ,stze1 die aufeinander folgen1 ist zu vermeiden4 ,anstig ist es namentlich1 wenn die ,stze immer wieder mit demselben ,subjekt beginnen1 z4 ,b43 ,der ,tiger ist ein prchtiges ,tier1 anmutig in seinen ,bewegungen1 aber von niedriger1 grausamer ,gemtsart4 ,er hat einen auf kurzen ,beinen ruhenden ,krper1 wildrollende ,augen und eine feuerrote ,zunge1 die er stets weit aus dem ,rachen hervorstreckt4 ,er hat keinen anderen ,instinkt als eine bestndige ,wut1 einen blinden ,grimm4 ,er wartet im ,rohrdickicht1 am ,ufer der ,seen und ,flsse auf die zur ,trnke kommenden ,tiere4 ,er sucht sich seine ,beute aus oder vervielfltigt vielmehr seine ,morde48 7,besser3 ,der ,tiger ist ein prchtiges ,tier usw4 ,sein ,krper ruht auf kurzen ,beinen2 die wildrollenden ,augen und die feuerrote ,zunge1 die dieser ,tyrann der indischen ,wlder stets weit aus dem ,rachen hervorstreckt1 bekunden seine unersttliche ,blutgier4 ,er hat keinen anderen ,instinkt1 als eine bestndige ,wut usw4 ,im ,rohrdickicht1 am ,ufer der ,seen und ,flsse wartet er usw4 ,dort sucht er sich seine ,beute aus usw47 #cj4 ,art der ,verknpfung4 a7 ,fr die ,zusammenziehung zweier ,stze gilt folgende ,regel3 ,zwei ,stze drfen nur dann zusammengezogen werden1 wenn die ,begriffe1 die bei der ,zusammenziehung nur einmal gesetzt werden1 sowohl dem ,inhalte als auch der grammatischen ,form nach in beiden ,stzen vllig dieselben sind4 ,so sind folgende ,zusammenziehungen falsch1 weil der ,inhalt verschieden ist3 ,der ,knabe wird sechs ,jahre alt1 jetzt in die ,schule geschickt und zunchst lesen lernen8 7das ,verbum werden mu wiederholt werden2 denn es ist das erstemal selbstndiges ,verbum1 das zweitemal wird geschickt ,hilfsverbum zur ,bildung des ,passivs1 das drittemal wird lernen ,hilfsverbum zur ,bildung des ,futurums74 -- ,der ,kaufmann hatte sein ganzes ,vermgen verloren und nur noch ein ,haus in seiner ,heimat8 7hatte ist das erstemal ,hilfsverbum1 das zweitemal selbstndiges ,verbum in der ,bedeutung besitzen74 -- ,in folgenden ,stzen ist die grammatische ,form nicht dieselbe3 ,das erst ist die vollkommene ,freiheit1 einen ,herrn weder zu haben noch zu sein8 7statt3 weder einen ,herrn zu haben1 noch ein ,herr zu sein74 -- ,der ,brief1 der heute frh angekommen ist und ich sofort gelesen habe48 -- ,vgl4 ,s4 #dj4 -- ,ferner gilt als ,regel1 da die zusammengezogenen ,begriffe nicht ungleichartig seien1 wie etwa in dem ,satze3 ,alle ,georgier sind ,christen1 von ,adel oder ,bauern und geneigt zur ,trunkliebe1 gute ,jger und dem ,erdbeben ausgesetzt48 ,auf solcher ,zusammenstellung von ,ungleichartigem beruhen vielfach die ,witze ,heinrich ,heines4 b7 ,beigeordnete ,nebenstze mssen durch dasselbe ,pronomen oder dieselbe ,konjunktion mit dem ,hauptsatze verbunden werden4 ,zwei einander beigeordnete ,relativstze mssen z4 ,b4 beide mit der oder beide mit welcher eingeleitet werden4 ,schon mancher ,reisende ist ein ,opfer der grausigen ,schneewirbel geworden1 die der ,sturm in den ,hochpssen umhertreibt und die 7nicht welche7 den ,wandrer namentlich im ,winter berraschen48 ,nicht gut ist der ,satz3 ,man suchte zu erforschen1 wie der ,schnee entstnde1 auf welche ,art 7besser3 wie7 seine ,kristalle sich zusammenfgten8 usw4 ,vgl4 ,s4 #df4 c7 ,nebenstze1 von denen der eine dem anderen untergeordnet ist1 sind so viel als mglich durch verschiedene ,konjunktionen einzuleiten4 ,von zwei ,bedingungsstzen1 die im ,verhltnis der ,unterordnung zueinander stehen1 wrde z4 ,b4 am besten der eine mit wenn1 der andere mit falls zu beginnen sein1 z4 ,b43 ,es ist immer rhrend1 wenn auch der schwache ,nestor sich dem ausfordernden ,hektor stellen will1 falls kein jngerer und strkerer ,grieche mit ihm anzubinden sich getraut48 ,lessing4 -- ,stehen zwei ,relativstze im ,verhltnis der ,unterordnung zueinander1 so wendet man abwechselnd der und welcher zur ,verknpfung an1 z4 ,b43 ,er 7,ignatius ,loyola7 hatte die unbeschrnkte ,leitung einer ,gesellschaft in ,hnden1 auf welche ein groer ,teil seiner ,intuitionen berging1 welche ihre geistlichen berzeugungen mit ,studium auf dem ,wege bildete1 auf dem er sie durch ,zufall und ,genius erworben hatte2 welche zwar seinen jerusalemischen ,plan nicht ausfhrte1 bei dem sich nichts erreichen lie1 aber brigens zu den entferntesten1 erfolgreichsten ,missionen schritt und hauptschlich jene ,seelsorge1 die er immer empfohlen1 in einer ,ausdehnung bernahm1 wie er sie niemals hatte ahnen knnen2 welche ihm endlich einen zugleich soldatischen und geistlichen ,gehorsam leistete48 ,leopold von ,ranke4 ,zu tadeln sind demnach ,stze wie die folgenden3 ,der ,fremde1 welcher das ,haus1 in welchem 7statt3 in dem7 er seine ,kindheit verlebt hatte1 wieder betrat48 -- ,ein ,bedienter1 der lange ,zeit treu und redlich einem ,herrn gedient1 der aber nun gestorben ist 7statt3 welcher nun gestorben ist71 sucht ein anderweitiges ,unterkommen48 #ca4 ,stellung der ,stze4 a7 ,die ,objektstze und ,adverbialstze folgen in der ,regel dem ,hauptsatze nach2 nur wenn sie hervorgehoben werden sollen1 erhalten sie ihre ,stellung vor dem ,hauptsatze4 ,regelmig3 ,ich sehe1 da ihr meiner nicht bedrft48 ,wie wurde mir1 als ich ins ,innere der ,kirche trat48 ,inversion3 ,da er betrogen ist1 kann er nicht sehen2 da sie ,betrger sind1 kann ich nicht zeigen48 ,wohin er tritt1 glaubt er von ,feinden sich umgeben48 ,und wie er sitzt und wie er lauscht1 teilt sich die ,flut empor48 b7 ,attributstze stehen in der ,regel unmittelbar nach dem ,worte1 das durch sie nher bestimmt wird1 z4 ,b43 ,die ,hoffnung1 da sie endlich doch den ,sieg ber ihre ,bedrcker erringen wrden1 erhielt unsere ,vorfahren in schwerer ,lage aufrecht48 ,andere ,beispiele s4 ,s4 #dj4 c7 ,subjektstze stehen in der ,regel vor dem ,hauptsatze1 z4 ,b43 ,wer gar zu viel bedenkt1 wird wenig leisten48 ,nachgestellt wird der ,subjektsatz1 #a4 wenn er einen weit greren ,umfang hat als der ,hauptsatz1 z4 ,b43 ,da er das ,gute will1 ist auer ,zweifel2 aber leider ist es ebenso gewi1 da geistige ,beschrnktheit ihn verkehrte ,mittel zu guten ,zwecken ergreifen und ,schwche des ,willens ihn auch ergriffene rechte ,mittel nicht durchfhren lt82 #b4 wenn der ,hauptsatz hervorgehoben werden soll1 z4 ,b43 ,es ist so schwer1 im ,freunde sich verdammen48 ,ganz unleidlich ist's1 was wir erdulden82 #c4 wenn der ,hauptsatz ein ,fragesatz ist1 z4 ,b43 ,ist's denn so ntig1 da er sich entfernt88 d7 ,zwischenstze drfen nicht zu lang sein4 ,nicht gut ist z4 ,b4 der ,satz3 ,der ,brocken1 welcher die hchste ,erhebung des ,harzes bildet und schon whrend des ganzen ,mittelalters wohl bekannt war und namentlich in der ,sage eine groe ,rolle spielte1 aber noch nicht von frhlichen ,wanderern1 sondern hchstens von unheimlichen ,hexen bestiegen wurde1 gewhrt selten eine gute ,fernsicht48 ,der ,zusammenhang des bergeordneten ,satzes wird hier durch den ,zwischensatz fast aufgelst4 ,sind lange ,zwischenstze nicht zu vermeiden1 so mu nach ,beendigung des ,zwischensatzes der bergeordnete ,satz von neuem begonnen werden1 z4 ,b43 ,da die ,vorsteher jener helvetischen ,republiken weder den ,herrn ,linguet noch seine ,annalen fr wichtig genug gehalten1 sich um ihretwillen auch nur der geringsten ,unannehmlichkeit auszusetzen1 die daraus htte erfolgen knnen1 wenn ,bltter1 worin nicht nur so viele ffentliche ,korps und ,gesellschaften in ,frankreich aufs heftigste angegriffen werden1 sondern selbst ber ,nationen1 ,knige1 ,frsten und ffentliche ,welthndel mit zynischer ,freiheit ins ,gelag hinein rsoniert wird1 wenn1 sage ich1 ,bltter dieses ,schlages ffentlich aus einer helvetischen ,druckerei hervorgegangen wren48 ,wieland4 e7 ,wenn ein ,nebensatz in einen anderen eingeschoben wird1 so darf er nicht gleich nach der ,konjunktion des bergeordneten ,satzes eingeschaltet werden1 sondern es mu mindestens ein den ,inhalt andeutendes ,satzglied 7,subjekt1 ,objekt usw47 voraufgegangen sein4 ,nicht gut ist daher der ,satz3 ,es gengt1 wenn1 da der ,geist immer unbewut danach verfhrt1 er fr jeden einzelnen ,teil einen solchen ,ausdruck findet1 der ihn wieder einen anderen mit richtiger ,bestimmtheit auffassen lt48 ,richtig ist dagegen der ,satz3 ,wie glcklich war ich1 da tausend kleine ,vorgnge zusammen1 so gewi als das ,atemholen ,zeichen meines ,lebens ist1 mir bewiesen1 da ich nicht ohne ,gott auf der ,welt sei48 ,goethe4 ,ist ein ,nebensatz in einen ,relativsatz eingeschoben1 so kann er unmittelbar auf das ,relativpronomen folgen1 da das ,relativpronomen nicht blo zur ,verknpfung dient1 sondern zugleich ein wichtiges ,satzglied im ,relativsatze bildet4 ,tadellos ist daher der ,satz3 ,jeder hat etwas in seiner ,natur1 das1 wenn er es ffentlich aussprche1 ,mifallen erregen mte48 ,goethe4 f7 ,adverbialstze drfen nicht1 wie im ,lateinischen1 unmittelbar nach dem ,subjekte des ,hauptsatzes stehen4 ,fehlerhaft sind daher die ,stze3 ,orgetorix1 nachdem er sich des ,adels versichert1 kam in die ,gemeinde der ,eidgenossen48 ,der ,major1 als er in sein ,zimmer trat1 fhlte sich wirklich in einer ,art von ,taumel8 usw4 g7 ,konditionalstze1 die die ,form eines ,fragesatzes haben1 mssen immer dem ,hauptsatze vorangehen1 z4 ,b43 ,ist sie begeistert und von ,gott gesandt1 wird sie den ,knig zu entdecken wissen48 ,schiller4 ,falsch dagegen3 ,jede ,form1 wie kstlich auch immer ihr ,inhalt sei1 hat sie einmal ihre ,zeit berlebt1 kann so wenig als der ,leichnam eines ,menschen wieder erweckt werden48 h7 ,einschachtelung von ,nebenstzen ist zu vermeiden4 ,zu tadeln sind ,stze wie die folgenden3 ,christliche ,prediger1 die sich durch den ,ernst1 mit welchem sie sich mit den inneren ,kmpfen des religis bewegten ,lebens beschftigten1 auszeichneten1 waren willkommen48 -- ,die ,gesetze der ,schwere1 wie sie ,newton und andere groe ,astronomen1 welche dadurch einen ,ruf1 der bis in die ,ewigkeit dauern wird1 erlangt haben1 aufstellen1 sind jetzt allgemein bekannt48 i7 ,nebenstze1 die einander beigeordnet sind1 mssen immer unmittelbar nebeneinander stehen1 sie mssen also entweder beide ,vorderstze oder beide ,zwischenstze oder beide ,nachstze sein4 ,fehlerhaft ist z4 ,b4 der ,satz3 ,da er der ,heimat nahe sei1 ward ihm jetzt immer deutlicher1 und da ihm groe ,freude bevorstehe48 #cb4 ,rhythmus des ,satzes4 ,der ,rhythmus des ,satzes beruht auf dem ,wechsel strker und schwcher betonter ,satzglieder und ,stze4 ,je wichtiger ein ,begriff oder ein ,gedanke ist1 desto strker ist seine ,betonung4 ,der ,rhythmus wird nur dann ein wohlgeflliger sein1 wenn ein lebendiger ,wechsel mannigfacher ,tonverhltnisse stattfindet und wenn dieser ,wechsel nicht unregelmig und willkrlich1 sondern mit schnem ,ebenma der ,stze verbunden ist4 ,man beobachte daher hauptschlich folgende ,regeln3 a7 ,ein zu geringer ,wechsel der ,betonung ist zu meiden1 denn der ,stil wird dadurch eintnig und schleppend4 ,eintnig wird der ,stil z4 ,b41 wenn lauter kurze ,hauptstze aufeinander folgen3 ,peter war gro und von edlem ,anstande4 ,er hatte eine geistreiche ,physiognomie4 ,er drckte sich gut aus und redete mit ,feuer1 er hatte viel natrliche ,anlagen zur ,beredsamkeit und hielt oft ,anreden4 ,gegen uere ,pracht war er sehr gleichgltig und berlie es seinem ,gnstling ,menzikof1 sie1 wo es ntig war1 zu zeigen4 ,nie war wohl ein ,mensch arbeitsamer1 unternehmender und weniger zu ermden48 ,man nennt solche ,stze zerhackte ,stze4 ,schleppend wird der ,stil1 wenn die ,perioden zu lang sind1 wenn die ,unterordnung durch eine zu lange ,reihe von ,gliedern fortgesetzt wird1 vgl4 ,s4 #dg2 wenn zuviel gleichartige ,satzteile aneinandergereiht werden1 vgl4 ,s4 #db1 und wenn ,nebenstze eingeschachtelt werden1 vgl4 ,s4 #ea4 b7 ,die ,satzglieder und einzelnen ,stze einer ,satzverbindung oder eines ,satzgefges mssen nach ihrem ,inhalte und ,umfange in mglichstem ,ebenmae stehen4 ,vgl4 ,s4 #de4 c7 ,anhufungen schwach betonter oder unbetonter ,wrter sind zu vermeiden4 ,fehlerhaft ist daher der ,rhythmus in folgenden ,stzen3 ,ich kann ,ihre ,briefe nicht entbehren3 da ,sie mir sie also nicht als ein ,almosen wollen zukommen lassen8 usw4 ,lessing4 ,er wunderte sich1 wie sie1 die sie es doch selbst gesehen habe1 das bezweifeln knne48 d7 ,in einer ,periode verhalten sich ,vordersatz und ,nachsatz zueinander wie ,hebung und ,senkung4 ,der ,ton steigt bis zum ,ende des ,vordersatzes und sinkt dann allmhlich bis zum ,schlusse des ,nachsatzes4 ,wenn der ,nachsatz zu lang ist1 namentlich wenn er aus mehreren beigeordneten ,gliedern besteht1 wird daher der ,rhythmus leicht schleppend4 ,deshalb ist folgende ,periode nicht mustergltig3 ,wenn das ,bcherlesen seinen eigentlichen ,zweck erreichen1 den ,verstand aufklren1 den ,geschmack bilden1 das ,herz veredeln1 ,kraft und ,stoff zum ,denken1 ,handeln und ,genieen geben1 oder was ebensoviel heit1 wenn es uns weiser1 besser und froher machen soll3 so ist es nicht genug1 gleich ,irrenden in der ,bcherwelt umherschwanken oder immer in einem ,meere fremder ,gedanken zu schwimmen1 indes die ,quelle der eigenen in uns vertrocknet2 sondern wir mssen mit ,wahl und ,ordnung1 mit ,mue und ,selbstttigkeit lesen und drfen keines der wenigen1 aber guten ,bcher aus der ,hand legen1 ehe wir uns ber die ,hauptgedanken des ,verfassers befriedigende ,rechenschaft zu geben imstande sind48 ,meisterhaft gebaut ist dagegen folgende ,periode ,schillers3 ,wenn von der menschlichen ,natur1 solange sie menschliche ,natur bleibt1 nie und nimmer zu erwarten ist1 da sie ohne ,unterbrechung und ,rckfall gleichfrmig und beharrlich als reine ,vernunft handle und nie gegen die sittliche ,ordnung anstoe2 wenn wir bei aller berzeugung sowohl von der ,notwendigkeit1 als von der ,mglichkeit reiner ,tugend uns gestehen mssen1 wie sehr zufllig ihre wirkliche ,ausbung ist und wie wenig wir auf die ,unberwindlichkeit unserer besseren ,grundstze bauen drfen2 wenn wir uns bei diesem ,bewutsein unserer ,unzuverlssigkeit erinnern1 da das ,gebude der ,natur durch jeden unserer moralischen ,fehltritte leidet2 wenn wir uns alles dieses ins ,gedchtnis rufen2 so wrde es die frevelhafteste ,verwegenheit sein1 das ,beste der ,welt auf dieses ,ungefhr unserer ,tugend ankommen zu lassen48 ,in dieser ,periode sind nicht nur ,vordersatz und ,nachsatz zu einem rhythmisch schnen ,ganzen verbunden1 sondern auch jedes ,glied der ,periode hat fr sich wieder einen wohlgeflligen ,rhythmus4 ,,iii4 ,besondere ,stilistik4 ,a4 ,die ,arten des ,stiles4 #cc4 ,prosaischer und poetischer ,stil4 ,die ,prosa ist mehr auf die ,mitteilung der ,gedanken gerichtet1 die ,poesie dagegen strebt vor allem nach ,schnheit der ,darstellung4 ,der ,schpfer der prosaischen ,rede ist daher im allgemeinen der ,verstand1 der ,schpfer der poetischen ,rede die ,phantasie4 ,whrend die prosaische ,rede vor allem ,deutlichkeit und bersichtlichkeit erfordert1 verlangt der poetische ,stil in erster ,linie ,anschaulichkeit1 ,lebendigkeit und ,schnheit der ,form4 ,selbstverstndlich darf auch der prosaische ,stil nicht unschn und der poetische ,ausdruck nicht unklar und ohne ,verstand sein1 aber es handelt sich hier darum1 was an erster ,stelle dem ,stile das eigentmliche ,geprge gibt4 ,die hchste ,stufe erreicht der poetische ,ausdruck1 wenn er in genau abgemessenen ,rhythmen1 in ,versen und ,strophen sich darstellt1 und gewhnlich nennt man poetischen ,stil nur den1 der in diesen ,formen zur ,erscheinung kommt4 ,doch spricht man auch von poetischer ,prosa1 und man sieht schon hieraus1 da die ,begriffe prosaischer und poetischer ,stil8 sich wegen ihrer ,dehnbarkeit wenig zu einer wissenschaftlichen ,bestimmung der ,stilgattungen eignen4 ,man teilt daher den ,stil besser in folgende ,arten3 a7 ,stil des ,verstandes2 b7 ,stil des ,gemtes4#ba ,der ,stil des ,verstandes soll berichten und belehren1 der ,stil des ,gemtes rhren und bewegen4 ,anmerkung4 ,prosa1 entstanden aus oratio prorsa1 d4 i4 die vorwrts gerichtete1 geradeaus gehende ,rede 7proversa71 bei der sich nicht wie bei der poetischen ,rede 7oratio versa7 die gleiche rhythmische ,gliederung wiederholt2 die poetische ,rede kehrt gleichsam immer wieder um1 whrend die ,prosa vorwrts schreitet4 #cd4 ,der ,stil des ,verstandes4 ,der ,stil des ,verstandes zerfllt zunchst in den berichtenden und belehrenden 7didaktischen7 ,stil4 ,zu dem berichtenden ,stile gehren3 a7 ,der ,geschftsstil4 ,hierher rechnet man alle ,arten von amtlichen ,berichten1 ,vertrgen1 ,vermchtnissen1 ,zeitungsanzeigen1 ,geschftsbriefen1 ,beschreibungen von ,bauten1 ,maschinen usw4 ,der ,geschftsstil fordert vor allem ,deutlichkeit1 ,sprachrichtigkeit1 ,bestimmtheit und ,krze4 ,bilder1 veraltete und neugebildete ,wrter1 mehrdeutige ,ausdrcke1 mige ,attribute sind streng zu meiden4 ,die ,uneigentlichkeit des ,ausdruckes wird hier zum ,fehler2 man gebe jedem ,begriffe die gebruchlichste ,benennung und suche nicht etwa das ,abstrakte durch ,bilder zu versinnlichen oder den einfachen ,ausdruck durch ,redefiguren auszuschmcken4 b7 ,der erzhlende ,stil4 ,hierher gehren alle ,erzhlungen von ,begebenheiten1 alle ,beschreibungen und ,schilderungen von ,naturereignissen1 ,erlebnissen usw4 ,in der ,idylle1 im ,roman1 in der ,novelle und im ,mrchen verbindet sich der erzhlende ,stil mit dem ,gemtsstil und erhebt sich zu poetischer ,darstellung4 ,der erzhlende ,stil verlangt vor allem ,anschaulichkeit und ,lebendigkeit2 ,bilder und ,figuren sind hier oft von guter ,wirkung4 ,doch darf darber niemals einfache ,deutlichkeit und ,natrlichkeit der ,rede verloren gehen4 ,lange ,perioden1 ,hufung von ,attributen und prpositionalen ,ausdrcken1 berladung mit ,nebenstzen sind ganz besonders zu meiden4 ,die ,stze seien vor allem leicht zu berschauen und unmittelbar verstndlich4 c7 ,der historische ,stil4 ,da die ,geschichte die ,schicksale und ,taten einzelner ,menschen und ,vlker darstellt und in diesen ,schicksalen zugleich die ewigen ,gesetze einer gttlichen ,weltordnung zeigt1 so mu in der ,erzhlung weltgeschichtlicher ,ereignisse immer ein gewisser feierlicher ,ernst mit zum ,ausdrucke kommen4 ,durch diesen sittlichen ,ernst unterscheidet sich der historische ,stil vom erzhlenden4 ,whrend der erzhlende ,stil oft zum einfachen ,volkston herabsteigt und gerade dadurch seine schnsten ,wirkungen erzielt1 verlangt der historische ,stil vor allem geistige ,durchdringung und vllige ,beherrschung des ,stoffes und eine glnzende ,form1 die dem ,gedanken genau entspricht4 ,bestimmtheit und ,krze1 vor allem aber ,wahrheit und ,sachlichkeit sind die ersten ,erfordernisse dieser ,stilart4 ,der eigentliche ,schpfer eines deutschen historischen ,stiles ist ,schiller4#bb -- ,im ,epos wird der historische ,stil zum poetischen ,stile4 ,den belehrenden ,stil kann man in zwei ,unterarten einteilen1 nmlich in3 a7 ,den eigentlichen ,lehrstil4 ,diese ,stilart wird hauptschlich in ,lehrbchern angewendet1 also berall da1 wo es sich nicht um die ,errterung und ,begrndung eines einzelnen wissenschaftlichen ,satzes handelt1 sondern wo eine ganze ,summe von ,lehrstzen dargestellt wird1 die als hinlnglich anerkannt und feststehend gelten4 ,deutlichkeit1 ,bestimmtheit und ,krze sind die unentbehrlichen ,eigenschaften dieser ,stilart4 b7 ,den abhandelnden ,stil4 ,dieser ,stil wird angewendet1 wenn es sich um die ,errterung1 ,begrndung oder ,widerlegung eines einzelnen wissenschaftlichen ,satzes handelt4 ,schrfe und ,strenge der ,untersuchung1 ,genauigkeit und ,ausfhrlichkeit der ,beweisfhrung sind unerlliche ,forderungen1 wenn die ,abhandlung den ,leser berzeugen soll4 ,die grte ,klarheit ist hier die grte ,schnheit4 #ce4 ,der ,stil des ,gemts4 ,der ,stil des ,gemts erwchst aus dem ,gefhl des ,sprechenden oder ,schreibenden und will zugleich das ,gefhl des ,hrenden oder ,lesenden ergreifen oder bewegen4 ,bewegung des ,gefhls ist also das eigentliche ,kennzeichen dieser ,stilart4 ,je nachdem nun mehr die ,schilderung der eigenen ,gefhle oder das ,streben1 den ,hrer oder ,leser durch die ,darstellung zu bewegen1 in den ,vordergrund tritt1 unterscheidet man den lyrischen ,stil und den rednerischen ,stil4 a7 ,der lyrische ,stil tritt am reinsten zutage in der lyrischen ,poesie4 ,er wird aber auch in prosaischen ,darstellungen erfordert1 wenn in ,erzhlungen1 ,trauerreden1 feierlichen ,glckwnschen usw4 die ,gefhle der beteiligten ,personen zum ,ausdruck gebracht werden sollen4 ,der lyrische ,stil erscheint jedoch in der ,prosa gewhnlich anderen ,stilarten untergeordnet4 ,die hchste ,steigerung des lyrischen ,stiles nennt man den erhabenen ,stil1 der auf berwltigender ,gre der ,empfindung beruht4 -- ,der lyrische ,stil fordert vor allem ,wahrheit der ,empfindung und ,lebendigkeit der ,darstellung4 ,krankhafte ,empfindelei ist ebenso zu meiden wie bloe trockene ,beschreibung der ,gefhle4 ,bilder und ,figuren sind dieser ,stilart unentbehrlich4 ,der erhabene ,stil namentlich bedient sich edler1 nicht in der ,alltagssprache gebrauchter ,wrter1 z4 ,b43 ,wange 7fr ,backen71 ,zhre 7fr ,trne71 kiesen 7fr whlen71 walten 7fr herrschen71 ,gewand 7fr ,kleid7 usw4 ,solche ,wrter nennt man verba solemnia 7d4 i4 feierliche ,wrter71 weil sie nur in gehobener ,rede gebruchlich sind4 b7 ,der ,rednerstil4 ,der ,redner strebt vor allem danach1 dem ,willen der ,hrer eine bestimmte ,richtung zu geben1 und sucht das namentlich durch starke ,erregung des ,gefhls zu erreichen3 er will begeistern oder erbauen4 ,eine nachhaltige ,begeisterung wird er freilich nur dann erwecken knnen1 wenn seine ,rede die ,hrer zugleich berzeugt hat2 daher darf nicht blo das ,gefhl sprechen1 sondern dem ,verstande gebhrt ein gleicher ,anteil an der ,gestaltung der ,darstellung4 ,aber auf der verstndigen ,klarheit und ,deutlichkeit der ,rede baut sich dann jene belebtere ,form der ,darstellung auf1 die das ,gefhl des ,hrers leidenschaftlich zu erregen und mchtig zu ergreifen sucht4 ,dadurch erst erhlt der ,rednerstil sein eigenartiges ,geprge4 -- ,eintnigkeit im ,bau der ,stze ist vor allem zu meiden2 der ,redner mu vielmehr nach reicher ,gliederung der ,perioden1 nach einer groen ,flle verschiedenartiger ,satz- und ,periodenglieder und nach auerordentlicher ,mannigfaltigkeit im ,aufbau derselben streben4 ,schner ,rhythmus der ,stze ist hier ein ,haupterfordernis4 -- ,man unterscheidet geistliche und weltliche ,reden2 die weltlichen zerfallen wieder in ,schulreden1 politische ,reden und gerichtliche ,reden4 ,wie die ,rede fr die ,prosa1 so ist das ,drama fr die ,poesie der ,gipfelpunkt1 den die ,darstellung erreichen kann4 ,auch im ,drama ist1 wie bei der ,rede1 das letzte ,ziel eine starke ,einwirkung auf das ,gefhl des ,hrers1 und auch das ,drama verlangt daher jenen hchsten ,schwung des ,stiles1 der den ,hrer mchtig mit sich fortreit4 ,anmerkung #a4 ,eine wohlgebaute ,rede gliedert sich in der ,regel in drei ,teile3 in den ,eingang1 die ,ausfhrung und den ,schlu4 -- a7 ,der ,eingang 7exordium oder expositio7 hat den ,zweck1 ,wohlwollen zu gewinnen1 die ,aufmerksamkeit zu erregen und die ,wibegierde der ,zuhrer in ,anspruch zu nehmen4 ,man teilt daher den ,eingang gewhnlich wieder in drei ,teile3 #a4 die captatio benevolentiae1 #b4 die narratio facti1 d4 i4 ,bericht ber den tatschlichen ,anla zu der ,rede1 #c4 die expositio4 ,die captatio benevolentiae besteht darin1 da der ,redner einige ,worte voraufschickt1 die seine ,bescheidenheit und zugleich seine ,freundlichkeit gegen den ,hrer bekunden4 ,in der narratio facti gibt der ,redner kurz an1 was ihn zu seiner ,rede veranlat hat4#bc ,die expositio legt den ,hauptgedanken1 das ,thema der ,rede1 und zuweilen auch die einzelnen ,teile dar1 in die es sich zerlegen lt4 -- ,der ganze ,eingang mu klar und deutlich und vor allem kurz sein4 -- b7 ,die ,ausfhrung 7disputatio7 ist der eigentliche ,kern der ganzen ,rede4 ,man nennt diesen ,teil auch die ,beweisfhrung2 denn hier wird der ,hauptgedanke begrndet und die entgegenstehenden ,meinungen werden bekmpft4 ,der ,redner sucht alle nur mglichen ,einwendungen zu widerlegen1 so da zuletzt seine ,gedanken als die ,sieger in dem ,kampfe erscheinen4 -- c7 ,der ,schlu 7conclusio7 fat noch einmal kurz die ,hauptstcke der ,ausfhrung zusammen 7recapitulatio71 sucht dann namentlich auf das ,gefhl der ,zuhrer nachdrcklich zu wirken 7pathetischer ,teil7 und legt ihnen den praktischen ,zweck der ,rede ans ,herz 7eigentlicher ,schlu74 ,den ,kern der conclusio bildet der pathetische ,teil1 auf dessen ,ausfhrung daher auch ganz besonderer ,flei zu verwenden ist4 ,hier kann sich recht eigentlich das ,talent des ,redners zeigen4 ,anmerkung #b4 ,als besondere ,stilart wird zuweilen noch der ,briefstil unterschieden4 ,dieser bildet jedoch keine besondere ,stilgattung1 sondern der ,briefschreiber wird sich bald des ,geschftsstiles1 bald des erzhlenden ,stiles1 bald des didaktischen ,stiles usw4 bedienen1 je nachdem er in dem ,briefe etwas ,geschftliches verhandeln oder etwas erzhlen oder ber etwas belehren will4 ,der ,unterschied besteht hier nur in dem ,umstande1 da der ,brief immer eine schriftliche ,mitteilung an eine einzelne ,person 7selten an mehrere7 ist4 ,dieser ,unterschied kommt in der ,anrede und am ,schlusse zum ,ausdruck4 ,fr vertrauliche ,briefe gilt die ,regel1 da sie sich so eng als mglich an die ,umgangssprache anzuschlieen haben4 ,vornehm klingende ,phrasen und gesuchte ,formen des ,ausdrucks sind geschmacklos und stren den ,leser4 ,b4 ,die ,mittel zur ,ausbildung des ,stiles4 #cf4 ,das ,studium guter ,muster4 ,der ,ausbildung der ,sprache und des ,stiles dient genau genommen der gesamte ,unterricht1 den jemand geniet1 aber es sind doch auch besondere ,mittel fr diesen ,zweck vorhanden1 deren ,gebrauch die ,fhigkeit1 seine ,gedanken klar und in geflliger ,form darzustellen1 auerordentlich frdert4 ,diese ,mittel sind3 a7 ,das ,studium guter ,muster2 b7 eigene ,versuche1 seine ,gedanken ber irgendein ,thema zusammenhngend und wohlgeordnet darzustellen 7,aufstze74 ,das ,studium guter ,muster ist die erste ,bedingung1 die erfllt werden mu1 wenn jemand auch nur einige stilistische ,gewandtheit sich erwerben will4 ,die ,hauptwerke unserer groen ,dichter und ,schriftsteller vor allem sollten von jedem1 der seine deutsche ,sprache liebt und achtet1 immer und immer wieder nicht etwa blo flchtig gelesen1 sondern grndlich studiert werden4 ,man scheide beim ,lesen die ,hauptgedanken von den ,nebengedanken1 mache sich immer die ,anordnung der ,gedanken 7,disposition7 klar1 lerne die vorzglichsten ,stellen auswendig und prge sich gute und geschmackvolle ,redewendungen ein2 man lese nicht vielerlei neben- und durcheinander1 sondern bleibe bei einem1 und zwar so lange1 bis man mit dem ,inhalte vllig vertraut geworden ist4 ,die ,schule whlt zwar eine ,anzahl unserer bedeutendsten ,dichtungen fr die gemeinsame ,lektre in der ,klasse aus1 aber sie mu doch bei dem ,mangel an ,zeit vieles der ,privatlektre berlassen4 ,man lese auch zu ,hause laut1 das bloe stille ,lesen mit den ,augen frdert das eigentliche ,stilgefhl1 das ,gefhl fr die ,schnheit und den ,wohllaut des ,satzbaues viel zu wenig4 ,anmerkung4 ,neben dem ,lesen ist ganz besonders der ,umgang mit ,gebildeten fr die ,entwickelung des sprachlichen ,ausdrucks von groer ,wichtigkeit4 ,vgl4 hierber ,herders ,rede3 ,von der ,ausbildung der ,rede und ,sprache in ,kindern und ,jnglingen48 #cg4 ,der ,aufsatz4 ,jeder ,aufsatz handelt ber einen bestimmten ,gegenstand1 welchen das ,thema nennt1 das dem ,aufsatze voraufgestellt wird4 ,ist das ,thema festgestellt1 so wird zunchst der ,stoff gesammelt1 d4 h4 alles aufgesucht und zusammengestellt1 was sich ber den ,gegenstand sagen lt4 ,der gesammelte ,stoff wird dann in eine bestimmte1 zweckmige ,ordnung gebracht4 ,diese ,ordnung der ,gedanken nach ,inhalt und natrlicher ,folge heit ,disposition4 ,hieran endlich schliet sich die ,ausarbeitung1 die das1 was in der ,disposition getrennt erscheint1 in einen angemessenen ,zusammenhang bringt1 und das1 was in der ,disposition blo allgemein angedeutet werden konnte1 im einzelnen ausfhrt4 ,demnach lassen sich die ,ttigkeiten1 die sich bei der ,abfassung eines ,aufsatzes ntig machen1 in folgende vier ,gruppen bringen3 #a4 ,aufstellung des ,themas4 #b4 ,stoffsammlung4 #c4 ,disposition4 #d4 ,ausarbeitung4 #ch4 ,das ,thema und die ,arten der ,aufstze4 ,das ,thema mu klar1 in sich abgerundet und fruchtbar sein4 ,klar nennen wir ein ,thema dann1 wenn es so gefat ist1 da eine ,mehrdeutigkeit des ,sinnes ausgeschlossen und der ,stoff1 der behandelt werden soll1 genau bestimmt ist4 ,in sich abgerundet ist das ,thema1 wenn sein ,inhalt genau begrenzt und so einer ,abschweifung auf ,seitengebiete vorgebeugt ist4 ,fruchtbar endlich heit ein solches ,thema1 das ausreichenden ,stoff zur ,behandlung1 seien es ,tatsachen oder ,gedanken1 in sich schliet4 ,in der ,schule wird das ,thema in der ,regel vom ,lehrer gegeben1 und die ,aufgabe des ,schreibenden besteht dann in bezug auf diesen ,punkt nur darin1 sich den ,sinn des ,themas vollkommen klar zu machen1 der ,abgrenzung des ,stoffes1 die in dem ,thema gegeben ist1 sich deutlich bewut zu werden und diese immer festzuhalten1 sowie der ,anregung zur ,auffindung von ,stoff1 die in dem ,thema enthalten ist1 sorgfltig und mit ,liebe nachzugehen4 ,im ,leben hat man sich jedoch das ,thema zu ,aufstzen und umfangreicheren schriftlichen ,arbeiten meist selbst zu suchen1 und man hat dann genau darauf zu achten1 da es den angefhrten drei ,forderungen entspricht4 ,man versume daher nicht1 sich auch im ,aufstellen von ,themen zu ben1 was am besten dadurch geschieht1 da man zu ,abschnitten aus den ,werken unserer groen ,dichter1 namentlich ,lessings1 ,goethes1 ,schillers1 ,herders u4 a4 nach sorgfltiger ,lektre kurze und schlagende1 d4 h4 genau bezeichnende berschriften sucht4 ,diese bung ist fast ebenso wichtig als die ,ausarbeitung eines gegebenen ,themas4 ,das ,thema kann den verschiedensten ,stoffkreisen entlehnt sein4 ,die wichtigsten ,arten der ,schulaufstze sind3 a7 ,die ,erzhlung4 ,eine ,handlung wird in ihrem ununterbrochenen ,verlaufe dargestellt1 so da die einzelnen ,teile derselben ein zusammenhngendes ,ganzes bilden4 b7 ,die ,beschreibung4 ,ein ,gegenstand wird in bezug auf seine nebeneinanderliegenden ,teile dargestellt4 ,eine gute ,beschreibung wird jedoch auch das im ,raume ,ruhende in einer gewissen zeitlichen ,aufeinanderfolge darzustellen wissen4 ,so wird z4 ,b4 eine ,pflanze am besten in der ,weise beschrieben1 da die einzelnen ,teile in der ,reihenfolge aufgefhrt werden1 in welcher sie sich selbst entwickeln1 da man also gleichsam die ,pflanze vor sich entstehen sieht4 ,homer erzhlt1 wie die ,waffen nach und nach fertig werden oder wie ein ,kleidungsstck nach dem anderen angelegt wird4 ,so ist immer das ,unbelebte und ,unbewegte mit dem lebendigen ,gang einer ,handlung in ,verbindung zu setzen4 ,man vgl4 hierber ,lessings ,laokoon4 c7 ,die ,schilderung4 ,ein ,gegenstand oder ein ,ereignis wird in besonders anschaulicher und lebendiger ,weise dargestellt1 z4 ,b43 ein ,frhlingstag1 ein ,gewitter usw4 d7 ,die ,charakteristik4 ,die ,eigenart einzelner ,personen oder ganzer ,menschengattungen wird geschildert1 z4 ,b43 ,gustav ,adolf1 ,wallenstein1 der ,geizige1 der ,jhzornige usw4 e7 ,die ,abhandlung4 ,die ,abhandlung ist die hchste und schwierigste ,form des ,aufsatzes1 weil sie sich nicht mit konkreten ,gegenstnden1 sondern mit abstrakten ,dingen1 mit ,begriffen1 ,sentenzen und theoretischen ,wahrheiten beschftigt4 f7 bersetzungen aus fremden ,sprachen4 ,diese sind fr die ,ausbildung des ,stiles von groer ,wichtigkeit1 wenn sie mit ,sorgfalt ausgefhrt werden1 und wenn man streng darauf bedacht ist1 jede undeutsche ,wendung zu meiden4 #ci4 ,das ,sammeln des ,stoffes4 ,beim ,sammeln des ,stoffes schreibe man die ,gedanken zunchst ohne ,rcksicht auf irgendwelche bestimmte ,reihenfolge so nieder1 wie sie einem zufllig in den ,sinn kommen4 ,gewhnlich bilden sich aber dabei von selbst schon gewisse ,gesichtspunkte1 nach denen der ,stoff sich ordnen lt1 mit heraus1 die dann spter willkommene ,anhaltspunkte fr die ,disposition bieten4 ,die ,hauptmittel1 um ,stoff zur ,behandlung gegebener ,themen zu finden1 sind3 ,beobachtung der ,natur und des ,lebens1 sowie die ,lektre guter ,werke4 #dj4 ,die ,disposition4 ,bevor man an die ,darstellung selbst geht1 mu der ,gegenstand nach allen ,seiten durchdacht sein1 und der ,stoff1 den man dabei gefunden hat1 mu geordnet werden4 ,es lassen sich oft sehr viele ,teile und ,unterteile bilden1 jeder ,aufsatz hat aber in der ,regel drei ,hauptteile1 nmlich3 a7 den ,eingang1 b7 die ,ausfhrung1 c7 den ,schlu4 a7 ,der ,eingang hat den ,zweck1 auf den darzustellenden ,gegenstand hinzuleiten4 ,er mu daher alles enthalten1 was zum ,verstndnisse des ,folgenden notwendig ist1 und mu das ,interesse des ,lesers erwecken4 ,bei ,erzhlungen und ,beschreibungen werden hauptschlich ,raum- und ,zeitverhltnisse 7,lage1 ,ort1 ,jahreszeit u4 hnl47 den ,inhalt bilden1 bei ,abhandlungen wird von den ,umstnden zu reden sein1 die den ,verfasser zum ,schreiben veranlat haben1 oder es werden allgemeine ,gedanken anzufhren sein1 die zu dem besonderen ,gedanken des ,themas hinfhren1 u4 hnl4 ,bei greren ,arbeiten mu die ,einleitung immer das ,reifste und ,vollendetste sein1 man wird daher gut tun1 sie zuletzt zu schreiben4 b7 ,die ,ausfhrung4 ,am ,schlusse der ,einleitung1 namentlich bei ,abhandlungen1 pflegt der ,schreibende das ,thema anzugeben1 von dem seine ,darstellung handeln soll4 ,die ,ausfhrung enthlt nun die eigentliche ,darstellung2 alles1 was ber den ,gegenstand zu sagen ist1 mu klar1 kurz und wohlgeordnet angefhrt werden4 ,die ,ausfhrung gliedert sich daher wieder in eine ,reihe von ,haupt- und ,unterteilen4 ,die ,hauptteile hebe man voneinander ab1 leite aber durch geschickte ,wendungen von einem zum anderen ber2 die ,unterteile dagegen mssen ganz innig miteinander verbunden werden1 so da sie sich nicht so stark voneinander abheben wie die ,hauptteile4 ,bei der ,erzhlung1 ,beschreibung und ,schilderung ergeben sich die ,teile gewhnlich aus der zeitlichen ,folge oder der rumlichen ,lage1 bei der ,abhandlung steigt man im allgemeinen vom minder ,wichtigen zum ,wichtigeren auf4 ,ist bei der ,abhandlung das ,thema allgemeiner ,art1 so wird es in der ,ausfhrung in seine ,besonderheiten zerlegt1 ist es dagegen ein besonderer ,gedanke1 so wird es auf allgemeine ,stze zurckgefhrt4 ,auerdem mssen ,beweisgrnde fr die ,wahrheit1 ,widerlegungen der ,einwrfe beigebracht und die ntigen ,folgerungen daraus gezogen werden4 c7 ,der ,schlu rundet den ,aufsatz zu einem in sich geschlossenen ,ganzen ab4 ,bei der ,erzhlung1 ,beschreibung und ,schilderung enthlt er gewhnlich einen ,hinweis auf die ,folgen oder die ,bedeutung eines ,vorganges oder auf den ,gesamteindruck des beschriebenen ,gegenstandes4 ,der ,schlu einer ,abhandlung enthlt in der ,regel den ,satz noch einmal1 der errtert oder bewiesen werden sollte1 indem das ,ergebnis der ,beweisfhrung kurz zusammengefat wird4 ,der ,schlu sei kurz1 treffend und bndig1 er enthalte nichts ,unntiges und nichts1 was sich nicht zwanglos aus dem ,vorhergehenden ergibt4 #da4 ,dispositionsregeln4#bd ,die ,anordnung und ,gliederung des ,stoffes1 der in einem ,aufsatze dargestellt werden soll1 ist eine ,ttigkeit des ,verstandes1 sie mu daher vor allen ,dingen streng logisch sein4 ,das ,wesen der ,disposition besteht darin1 da ein ,ganzes in seine ,teile zergliedert und die ,verhltnisse dargelegt werden1 in denen die ,teile zu dem ,ganzen und untereinander stehen4 ,man hat daher1 wenn man irgendeine ,teilung eines ,ganzen vornimmt1 sich folgende drei ,fragen zu beantworten3 a7 ,wie verhlt sich das ,ganze zu den ,teilen in ihrer ,gesamtheit8 b7 ,wie verhlt sich jeder einzelne ,teil zum ,ganzen8 c7 ,wie verhalten sich die einzelnen ,teile untereinander8 ,bei a7 ergibt sich1 da das ,ganze immer gleich ist der ,summe seiner ,teile1 und da daher sofort eine empfindliche ,lcke entsteht1 wenn ein ,teil fehlt1 oder ein strender berschu1 wenn etwas berflssiges zu den ,teilen hinzugetan worden ist4 ,wollte man z4 ,b4 das ,pflanzenreich behandeln und dieses einteilen in ,bume und ,strucher1 so wrde diese ,teilung falsch sein1 weil die ,summe der ,teile1 d4 i4 hier die ,bume und ,strucher zusammengenommen1 gar nicht das ,ganze1 d4 i4 das ,pflanzenreich1 ergbe1 sondern ganze groe ,gruppen1 z4 ,b4 ,blumen1 ,moose1 ,pilze1 ,farne u4 a41 fehlten4 ,eine richtige ,teilung dagegen ist es1 wenn man die ,pflanzen in ,phanerogamen und ,kryptogamen einteilt1 da diese ,teile zusammengenommen alle ,pflanzen einschlieen4 ,falsch wrde die ,teilung aber sofort wieder werden1 wenn man eine ,gruppierung in ,phanerogamen1 ,kryptogamen und ,zellpflanzen vornhme1 indem man hier einen berflssigen ,teil hinzufgte1 denn die ,zellpflanzen gehren zu den ,kryptogamen4 ,solche berflssige ,teile entstehen gewhnlich dadurch1 da man den ursprnglichen ,einteilungsgrund nicht festhlt1 sondern unvermerkt einen neuen ,einteilungsgrund unterschiebt4 ,will man einen ,teil der ,pflanzen als ,zellpflanzen 7d4 i4 solche1 die nur aus ,zellen bestehen7 auffhren1 so mu man ihm den anderen als ,gefpflanzen 7d4 i4 solche1 die aus ,zellen und ,gefen bestehen7 gegenberstellen1 dann hat man wieder eine richtige und vollstndige ,einteilung des ,pflanzenreiches4 ,hier hat man dann den inneren anatomischen ,bau der ,pflanzen als ,einteilungsgrund angenommen und durchgefhrt1 whrend fr die ,einteilung in ,phanerogamen und ,kryptogamen der ,einteilungsgrund aus der ,beobachtung der ,blte hervorgegangen ist 7,blte und ,samen2 keine ,blte und ,sporen74 ,es ergibt sich also bei diesem ,punkte die wichtige ,regel3 ,die ,disposition mu vollstndig sein1 d4 h4 es darf kein ,teil fehlen1 sie darf aber auch keinen berzhligen ,teil enthalten4 b7 ,betrachtet man das ,verhltnis jedes einzelnen ,teiles zum ,ganzen1 so ergibt sich die ,tatsache1 da das ,ganze und der ,teil nie einander beigeordnet sein knnen1 sondern da jeder ,teil immer dem ,ganzen untergeordnet ist4 ,jeder ,teil mu sich daher genau in den durch das ,ganze gezogenen ,grenzen halten und darf nicht ber diese ,grenzen hinausgreifen2 zugleich mu er sich aber auch auf seinem besonderen ,gebiete bewegen und darf nicht auf das ,gebiet des ,ganzen berschweifen4 ,hat man also z4 ,b4 das ,pflanzenreich in ,phanerogamen und ,kryptogamen geteilt1 so darf man bei keinem der ,teile auf ein anderes ,naturreich1 etwa das ,tierreich oder ,mineralreich1 berschweifen1 und ebensowenig darf man bei den einzelnen ,teilen von den ,pflanzen im allgemeinen sprechen1 sondern man hat von den ,phanerogamen1 bzw4 ,kryptogamen zu reden4 ,hieraus ergibt sich als zweite ,hauptregel fr das ,disponieren3 ,jeder ,teil mu dem ,ganzen untergeordnet sein und sich zugleich durch seinen besonderen ,inhalt von dem ,ganzen unterscheiden4 c7 ,die einzelnen ,teile untereinander dagegen sind sich beigeordnet4 ,der eine ,teil darf daher nicht wieder den anderen als ,ganzes umschlieen1 sondern jeder ,teil mu sich durch seinen besonderen ,inhalt von dem anderen unterscheiden4 ,wollte ich also z4 ,b4 das ,pflanzenreich in ,phanerogamen1 ,kryptogamen und ,zellpflanzen einteilen1 so wrde diese ,teilung falsch sein1 weil die ,zellpflanzen wieder eine ,unterabteilung der ,kryptogamen bilden1 die in ,gefkryptogamen und ,zellpflanzen zerfallen4 ,hieraus ergibt sich die dritte ,hauptregel3 ,die einzelnen ,teile mssen sich gegenseitig ausschlieen4 ,man erkennt aus diesen allgemeinen ,regeln1 da das ,wichtigste die ,wahl des ,einteilungsgrundes und die einheitliche ,durchfhrung der ,disposition nach dem gewhlten ,einteilungsgrunde ist4 ,der ,einteilungsgrund mu so gewhlt sein1 da er eine erschpfende ,behandlung des ,wesentlichen gestattet1 d4 h4 alles dessen1 was dazu dient1 den ,gegenstand seinem ,wesen nach darzulegen4 ,soll man z4 ,b4 ein ,land schildern1 so zerlege man es nicht uerlich in einen nrdlichen1 sdlichen1 stlichen und westlichen ,teil oder gar in einzelne von der ,regierung geschaffene ,bezirke1 sondern man gehe seiner ueren und inneren ,beschaffenheit nach1 so da man etwa der ,reihe nach seine ,lage1 seine ,gewsser1 seine ,bodenverhltnisse1 sein ,klima1 seine ,erzeugnisse und seine ,bewohner betrachtet4 ,an dem einmal gewhlten ,einteilungsgrunde ist unbedingt festzuhalten1 und es ist der grbste ,fehler1 wenn sich in einer ,disposition zwei verschiedene ,einteilungsgrnde durchkreuzen4 ,endlich ist noch zu beachten die ,art des ,teilens selbst4 ,man unterscheidet die ,einteilung 7,division7 von der ,zerteilung 7,partition74 ,die ,zerteilung besteht darin1 da man ein ,einzelwesen in seine ,bestandteile zerlegt1 die ,einteilung darin1 da man eine ,gattung in ihre ,arten gliedert4 ,zerlege ich eine ,pflanze in ,wurzel1 ,stengel und ,blte1 so habe ich eine ,zerteilung vorgenommen2 ordne ich aber die ,pflanzen in ,phanerogamen und ,kryptogamen1 so ist das eine ,einteilung4 ,in der ,disposition werden nun ,einteilung und ,zerteilung aufs innigste verbunden4 ,durch die ,einteilung finden wir die ,arten1 durch die ,zerteilung die einzelnen ,bestandteile1 und die ,disposition weist ,arten und ,teilen ihre rechte ,stelle an4 ,ich kann die ,hauptteile einer ,disposition durch ,zerteilung1 die ,unterteile der ,hauptteile durch ,einteilung finden oder umgekehrt1 und ich kann berhaupt jeden ,gegenstand zerteilen oder einteilen1 da es mir frei steht1 ihn als ,einzelwesen oder ,gattungsbegriff aufzufassen4 ber den ,wert einer guten ,disposition8 uert sich ,herder in einem seiner ,briefe an einen jungen ,theologen in folgender ,weise3 ,disposition ist das ,hauptwerk der ,rede1 sie ist das ,gebude1 ohne welches alle uere ,bekleidung nichts ist4 ,deshalb habe ich ,sie1 mein ,freund1 vor allem ,auswendiglernen schner ,ausdrcke1 bunter ,floskeln und ,sentenzen so ernstlich gewarnt4 ,diese locken ungemein ab vom ,wege1 und der ,jngling1 der solchen ,irrlichtern folgt1 ist verloren4 ,ein ,mensch1 der nach schnen ,worten hascht1 der halbe ,seiten von ,modesentenzen ausschreibt1 hat kaum mein ,vertrauen mehr2 er tut eine kopflose1 kindische ,arbeit4 ,alle ,blumen des ,vortrages mssen aus der ,sache selbst1 an diesem ,orte1 an dieser ,stelle1 wie ,blumen aus dem ,schoe ihrer ,mutter ,erde1 hervorgehen2 die ,kunst des ,grtners pflanzte und wartete sie nur eben an der besten ,stelle4 ,da mu kein ,bild1 kein ,satz1 kein ,komma sein1 das nicht aus diesem ,thema wie ein ,ast und sein ,zweig oder wie eine ,blte und ein ,blatt aus solcher ,wurzel an solchem ,stamme notwendig erwchse4 ,wenn's hier nicht steht1 so stehe es nirgends2 aber die ,rede ist dann unvollstndig1 sie hat1 wie man bei ,gemlden sagt1 ein ,loch1 eine ,lcke4 ,alle ,fehler verzeihe ich gern1 nur die ,fehler der ,disposition nicht4 ,steht1 was untereinander gehrt1 neben-1 was nebeneinander gehrt1 untereinander1 wiederholen sich die ,teile auf die schndeste ,weise1 so da1 wenn von der ,gefangennahme ,christi geredet werden soll1 gefragt wird3 #a4 ,wer ihn gefangen genommen hat1 #b4 von wem er gefangen genommen worden ist2 wei endlich der ,verfasser gar keine ,stze herauszuziehen1 sie weder unter- noch nebeneinander zu ordnen2 wei er durchaus nicht1 was dieser1 was jener ,teil der ,rede sei oder sein soll -- o weh1 weh6 ,gehe er hin und lerne ,logik6 ,zur ,gewhnung an ,disposition ist die frhe ,erlernung einer oder der anderen ,wissenschaft1 die es nmlich am fglichsten ertrgt1 in wohlgefgten ,tabellen das beste ,verfahren4 ,dem ,auge und der ,seele gibt sie unvermerkt einen logischen ,anblick4 ,ich wei es sehr wohl1 da krause ,kpfe auch durch tabellarische ,form nicht glatt werden2 ich wei es auch wohl1 da1 wenn man in jeder ,periode wieder unendlich klein disponiert1 man ein moleste sedulus1 ein improbe artificiosus werde1 der vor lauter ,deutlichkeit stockdunkel1 vor lauter ,ordnung verworren wird und zuletzt das ,ganze gar aus dem ,gesicht verliert4 ,mibruche einer ,sache heben aber die ,sache nicht immer auf2 immer bleiben ,logik und ,disposition die ,grundlage des ,vortrages4 ,eine ganz andere ,frage ist's1 ob man die ,disposition wie ein nacktes ,gerippe hinstellen soll4 ,das tut die ,natur nicht1 und die arme eingeschrnkte ,nachahmerin derselben1 die ,kunst1 soll's noch weit minder4 ,die ,natur hat's nicht mangeln lassen an schnen ,formen2 feste ,formen aber1 richtige und gerade ,linien machte sie berall zum ,wesen der ,sache1 das sie mit ,schlngelungen und ,krmmen berkleidet4 ,wenn ,wolfs und insonderheit des ,philosophen ,baumgarten ,schriften auch kein ,verdienst htten1 so wre es das1 da sie ,ordnung in den ,begriffen und die letzteren eine spartanische ,krze und ,strenge in ,worten lehren4 ,so sehr ,bako den ,witz liebte1 so genau disponiert sind seine besten ,schriften4 ,aristoteles ist ein fester ,knochenmann wie der ,tod1 ganz ,disposition1 ganz ,ordnung4 ,wenn ,winckelmanns ,geschichte der ,kunst kein ander ,verdienst htte1 so wre es das1 da man in ihr wie in einem griechischen ,tempel zwischen ,sulen und schngeordneten ,aussichten ber ,zeiten und ,vlker wandelt2 sie ist das schne ,ideal einer wohlausgeteilten1 hochangelegten ,kunstgeschichte4 ,solche ,bcher lesen ,sie1 mein ,freund1 exzerpieren ,sie dieselben und lernen ,sie danach ,ihre ,gedanken ordnen4 ,wer nicht disponieren kann1 kann weder lernen noch behalten noch wiederholen2 noch weniger werden die's knnen1 die ihn hren4 ,es ist arena sine calce2 die geflgelten ,worte versausen48 #db4 ,die ,chrie4 ,die ,chrie 71 d4 i4 ,gebrauch1 ,nutzanwendung71 eine von dem ,rhetor ,aphthonius im vierten ,jahrhundert erfundene ,form1 ist eine ,abhandlung ber ein ,sprichwort oder eine ,sentenz nach bestimmten ,gesichtspunkten4 ,die ,disposition der ,chrie ist genau vorgeschrieben und ist fr jede beliebige ,sentenz immer dieselbe3 a7 ,eingang 7,exordium74 ,gewhnlich wird hier der ,autor der ,sentenz gerhmt1 oder es werden1 wenn der ,autor unbekannt ist1 allgemeine ,gedanken angefhrt1 die zu dem speziellen ,gedanken der ,sentenz hinleiten4 ,am ,schlusse der ,einleitung wird das ,thema wrtlich angefhrt4 b7 ,erluterung des ,themas 7,expositio74 ,es wird eine genaue ,wort- und ,sinnerklrung der ,sentenz gegeben4 c7 ,begrndung 7,aetiologia oder ,causa74 ,die ,wahrheit der ,sentenz wird durch ,grnde erwiesen4 d7 ,gegenteil 7,contrarium74 ,die entgegenstehenden ,meinungen werden widerlegt4 e7 ,gleichnis 7,simile oder ,comparatio74 ,das1 was in der ,sentenz ausgesprochen ist1 wird mit hnlichen ,erscheinungen aus der ,natur verglichen4 f7 ,beispiel 7,exemplum74 ,fr die ,wahrheit der ,sentenz werden ,flle aus dem tglichen ,leben oder aus der ,geschichte angefhrt4 g7 ,zeugnis 7,testimonium74 ,es werden ,aussprche groer ,mnner1 ,sprichwrter1 ,sitten1 ,gebruche usw4 angefhrt1 welche die ,wahrheit der ,sentenz besttigen4 h7 ,schlu 7,conclusio74 ,das ,gesagte wird noch einmal kurz zusammengefat 7,recapitulatio7 und eine ,nutzanwendung daran geknpft4 ,die ,chrie steht in der ,mitte zwischen ,erzhlung und ,abhandlung4 ,sie ist nur eine ,schulform der ,darstellung1 die sich im ,anfange1 wenn dem ,schler die ,fhigkeit selbstndig zu disponieren noch mangelt1 mit ,vorteil anwenden lt1 die aber bald abgestreift werden mu1 da im ,leben weder ,redner noch ,schriftsteller von dieser ,form ,gebrauch machen4 #dc4 ,die ,ausarbeitung4 ,hat man das ,thema nach allen ,seiten hin durchdacht1 den ,stoff gesammelt und die ,disposition entworfen1 so geht man an die eigentliche ,ausarbeitung4 ,hierbei sind vor allem die stilistischen ,gesetze zu beobachten1 die bereits in der allgemeinen ,stilistik im einzelnen dargelegt sind4 ,man sage nichts1 was nicht zur ,sache gehrt1 gehe ber ,nebenschliches rasch hinweg und meide vor allem ,weitschweifigkeit und leere ,redseligkeit1 die alle ,gedankenkraft ersticken und den ,aufsatz um jede ,wirkung bringen4 ,besondere ,aufmerksamkeit wende man den bergngen zu1 die sich zwischen den einzelnen ,teilen ntig machen und dazu dienen1 die ,verbindung zwischen den einzelnen ,teilen herzustellen4 ,hauptregel ist hier1 da die bergnge in den ,gedanken1 nicht in bloen ,worten liegen mssen4 ,ein einziges ,bindewort oder ,umstandswort1 oftmals auch blo die ,wortstellung gengen in der ,regel1 um sprachlich die ,verknpfung auszudrcken4 ,oftmals leitet eine ,frage geschickt zu dem nchsten ,teile ber4 ,je leichter und natrlicher die bergnge erscheinen1 um so besser ist der ganze ,aufsatz4 ,wortreichtum in den bergngen ist aufs sorgfltigste zu meiden4 ,unertrglich sind ,wendungen wie3 ,nachdem wir nun die ,phanerogamen betrachtet haben1 gehen wir zu den ,kryptogamen ber8 oder3 ,sehen wir uns nun die ,kryptogamen nher an8 oder3 ,es sind aber nicht nur die ,phanerogamen zu betrachten1 sondern auch die ,kryptogamen8 usw4 ,je genauer das ganze ,thema durchdacht worden ist1 um so leichter und natrlicher werden sich die bergnge gestalten4 #dd4 ber die ,kunst1 seine ,gedanken gut auszusprechen4 ,justus ,mser 7#agbj-agid71 der berhmte ,verfasser der ,osnabrckischen ,geschichte und der patriotischen ,phantasien1 beantwortet in einem ,aufsatze1 der dem letztgenannten ,werke entnommen ist1 die ,frage3 ,wie gelangt man zu einem guten ,vortrage seiner ,empfindungen88 ,ihre ,klage1 liebster ,freund81 schreibt er1 da ,sie sich in ,ausdruck und ,vorstellung selten ganz vollkommen genug tun knnen1 wenn ,sie eine wichtig und mchtig empfundene ,wahrheit anderen vortragen wollen1 mag leicht gegrndet sein2 aber da dieses eben einen ,mangel der ,sprache zur ,ursache habe1 davon bin ich noch nicht berzeugt4 ,freilich sind alle ,worte1 besonders die toten auf dem ,papiere1 welchen es wahrlich sehr an ,physiognomie zum ,ausdrucke fehlt1 nur sehr unvollkommene ,zeichen unserer ,empfindungen und ,vorstellungen1 und man fhlt oft bei dem ,schweigen eines ,mannes mehr als bei den schnsten niedergeschriebenen ,reden4 ,allein auch jene ,zeichen haben ihre ,begleitungen fr den empfindenden und denkenden ,leser1 und wer die ,musik versteht1 wird die ,noten nicht sklavisch vortragen4 ,auch der ,leser1 wenn er anders die gehrige ,fhigkeit hat1 kann an den ihm vorgeschriebenen ,worten sich zu dem ,verfasser hinauf empfinden und aus dessen ,seele alles herausholen1 was darin zurckblieb4 ,eher mchte ich sagen1 da ,sie ,ihre ,empfindungen und ,gedanken selbst nicht genug entwickelt htten1 wenn ,sie solche vortragen wollen4 ,die mehrsten unter den ,schreibenden begngen sich damit1 ihren ,gegenstand mit aller ,gelassenheit zu berdenken1 sodann eine sogenannte ,disposition zu machen und ihren ,satz danach auszufhren1 oder sie ntzen die ,heftigkeit des ersten ,anfalles und geben uns aus ihrer glhenden ,einbildungskraft ein frisches ,gemlde1 was oft bunt und stark genug ist und doch die ,wirkung nicht tut1 welche sie erwarteten4 ,aber so ntig es auch ist1 da derjenige1 der eine groe ,wahrheit mchtig vortragen will1 dieselbe vorher wohl berdenke1 seinen ,vortrag ordne1 und seinen ,gegenstand1 nachdem er ist1 mit aller ,wrme behandle1 so ist dieses doch noch der eigentliche ,weg nicht1 worauf man zu einer krftigen ,darstellung seiner ,empfindung gelangt4 ,mir mag eine ,wahrheit1 nachdem ich mich davon aus ,bchern und aus eigenem ,nachdenken unterrichtet habe1 noch so sehr einleuchten1 und ich mag mich damit noch so bekannt dnken1 so wage ich es doch nicht1 sogleich meine ,disposition zu machen und sie danach zu behandeln2 vielmehr denke ich1 sie habe noch unzhlige ,falten und ,seiten1 die mir jetzt verborgen sind1 und ich mte erst suchen1 solche soviel mglich zu gewinnen1 ehe ich an irgendeinen ,vortrag oder ,disposition und ,ausfhrung gedenken drfe4 ,diesem nach werfe ich zuerst1 sobald ich mich von meinem ,gegenstande begeistert und zum ,vortragen geschickt fhle1 alles1 was mir darber beifllt1 aufs ,papier4 ,des anderen ,tages verfahre ich wieder so1 wenn mich mein ,gegenstand von neuem zu sich reit1 und das wiederhole ich so lange1 als das ,feuer und die ,begierde zunimmt1 immer tiefer in die ,sache einzudringen4 ,so wie ich eine ,lieferung auf das ,papier gebracht und die ,seele von ihrer ersten ,last entledigt habe1 dehnt sie sich nach und nach weiter aus und gewinnt neue ,aussichten1 die zuerst noch von nheren ,bildern bedeckt wurden4 ,je weiter sie eindringt und je mehr sie entdeckt1 desto feuriger und leidenschaftlicher wird sie fr ihren geliebten ,gegenstand4 ,sie sieht immer schnere ,verhltnisse1 fhlt sich leichter und freier zum ,vergleichen1 ist mit allen ,teilen bekannt und vertraut1 verweilet und gefllt sich in deren ,betrachtung1 und hrt nicht eher auf1 als bis sie gleichsam die letzte ,gunst erhalten hat4 ,und nun1 wenn ich so weit bin1 womit insgemein mehrere ,tage und ,nchte1 ,morgen- und ,abendstunden zugebracht sind1 indem ich bei dem geringsten ,anscheine von ,erschlaffung die ,feder niederlege1 fang' ich in der ,stunde des ,berufs an1 mein ,geschriebenes nachzulesen und zu berdenken1 wie ich meinen ,vortrag einrichten wolle4 ,fast immer hat sich whrend dieser ,arbeit die beste ,art und ,weise1 wie die ,sache vorgestellt sein will1 von selbst entdeckt1 oder wo ich hierber noch nicht mit mir einig werden kann1 so lege ich mein ,papier beiseite und erwarte eine glcklichere ,stunde1 die durchaus von selbst kommen mu1 und leicht kommt1 nachdem man einmal mit einer ,wahrheit so vertraut worden ist4 ,ist aber die beste ,art der ,vorstellung1 die immer nur einzig ist1 whrend der ,arbeit aus der ,sache hervorgegangen1 so fang' ich allmhlich an1 alles1 was ich auf diese ,art meiner ,seele abgewonnen habe1 danach zu ordnen1 was sich nicht dazu pat1 wegzustreichen und jedes auf seine ,stelle zu bringen4 ,insgemein fllt alles1 was ich zuerst niedergeschrieben habe1 ganz weg1 oder es sind zerstreute ,einheiten1 die ich jetzt nur mit der herauskommenden ,summe zu bemerken ntig habe4 ,desto mehr behalte ich von den folgenden ,operationen1 worin sich alles schon mehr zur ,bestimmung geneigt hat1 und der letzte ,gewinn dient mehrenteils nur zur ,deutlichkeit und zur ,erleichterung des ,vortrages4 ,die ,ordnung oder ,stellung der ,grnde folgt nach dem ,hauptplan von selbst1 und das ,kolorit berlasse ich der ,hand1 die1 was die erhitzte ,einbildung nunmehr mchtig fhlt1 auch mchtig und feurig malt1 ohne dabei einer besonderen ,leitung zu bedrfen4 ,doch will ich nicht eben sagen1 da ,sie sich sogleich hierin selbst trauen sollen4 ,jeder ,grund hat seine einzige ,stelle1 und er wirkt nicht auf der einen1 wie auf der anderen4 ,gesetzt1 ich wollte ,ihnen beweisen1 da das frhere ,disponieren sehr milich sei1 und finge damit an1 da ich ,ihnen sagte3 ,garrick bewunderte die ,clairon als ,frankreichs grte ,aktrice1 aber er fand es doch klein1 da sie jeden ,grad der ,raserei1 worauf sie als ,medea steigen wollte1 vorher bei kaltem ,blute und in ihrem ,zimmer bestimmen konnte81 so wrden ,sie freilich die ,richtigkeit der ,vergleichung leicht finden1 aber doch nicht alles dabei fhlen1 was ich wollte1 da ,sie dabei fhlen sollten4 ,garrick disponierte seine ,rolle nie zum voraus1 er arbeitete sich nur in die ,situationen der ,personen hinein1 welche er vorzustellen hatte1 und berlie es dann seiner mchtigen ,seele1 sich seiner ganzen ,kunst nach ihren augenblicklichen ,empfindungen zu bedienen4 ,und das mu ein jeder tun1 der eine mchtige ,empfindung mchtig ausdrcken will4 ,das ,kolorieren ist leichter1 wenn man es von der ,haltung trennt1 aber in ,verbindung mit derselben schwer4 ,hierber lassen sich nicht wohl ,regeln geben2 man lernt es blo durch eine aufmerksame ,betrachtung der ,natur und viele bung1 was man entfernen oder vorrcken1 stark oder schwach ausdrcken soll4 ,das mehrste hngt jedoch hierbei von der ,unterordnung in der ,gruppierung ab1 und wenn ,sie hierin glcklich und richtig gewesen sind1 so wird die ,verschiedenheit des ,standortes1 woraus die ,leser1 wofr ,sie schreiben1 ,ihr ,gemlde ansehen1 nur eine allgemeine berlegung verdienen4 ,unter ,millionen ,menschen ist vielleicht nur ein einziger1 der seine ,seele so zu pressen wei1 da sie alles hergibt1 was sie hergeben kann4 ,viele1 sehr viele haben eine ,menge von ,eindrcken1 sie mgen nun von der ,kunst oder von der ,natur herrhren1 bei sich verborgen1 ohne da sie es selbst wissen2 man mu die ,seele in eine ,situation versetzen1 um sich zu rhren2 man mu sie erhitzen1 um sich aufzuschlieen1 und zur ,schwrmerei bringen1 um alles aufzuopfern4 ,horaz empfahl den ,wein als eine gelinde ,tortur der ,seele1 andere halten die ,liebe zum ,gegenstande fr mchtiger1 oder den ,durst zu ,entdeckungen2 jeder mu hierin sich selbst prfen4 ,rousseau gab nie etwas von den ersten ,aufwallungen seiner ,seele4 ,wer nur diese und nichts mehr gibt1 der trgt nur solche ,wahrheiten vor1 die dem ,menschen insgemein auffallen und jedem bekannt sind4 ,er hingegen arbeitete oft zehnmal auf die ,art1 wie ich es ,ihnen vorgeschlagen habe1 und hrte nicht auf1 solange noch etwas zu gewinnen brig war4 ,wenn dieses ein groer ,mann tut1 so kann man so ziemlich sicher sein1 da er weiter vorgedrungen sei1 als irgendein anderer vor ihm4 ,so oft ,sie sich mchtiger in der ,empfindung als im ,ausdrucke fhlen1 so glauben ,sie nur dreist1 ,ihre ,seele sei faul1 sie wolle nicht alles hervorbringen4 ,greifen ,sie dieselbe an1 wenn ,sie fhlen1 da es ,zeit ist1 und lassen sie arbeiten4 ,alle ,ideen1 die ihr jemals eingedrckt sind und die sie sich selbst aus den eingedrckten unbemerkt gezogen hat1 mssen in ,bewegung und ,glut gebracht werden2 sie mu vergleichen1 schlieen und empfinden1 was sie auf andere ,art ewig nicht tun wird1 sie mu verliebt und erhitzt werden gegen ihren groen ,gegenstand4 -- ,aber auch fr die ,liebe gibt es keine ,disposition2 kaum wei man es nachher zu erzhlen1 wie man von einer ,situation zur anderen gekommen ist48#be ,anhang zur ,stilistik4 ,i4 bungsbeispiele zur ,wiederholung der ,syntax4 #a4 ,und wenn die anderen ,regimenter alle sich von dir wenden1 wollen wir allein dir treu sein1 unser ,leben fr dich lassen1 denn das ist unsere ,reiterpflicht1 da wir umkommen lieber1 als dich sinken lassen4 ,schiller4 -- #b4 ,jede ffentliche ,entscheidung ,egmonts war ein ,triumphzug2 jedes ,auge1 das auf ihn geheftet war1 erzhlte sein ,leben2 in der ,ruhmredigkeit seiner ,kriegsgefhrten lebten seine ,taten2 ihren ,kindern hatten ihn die ,mtter bei ritterlichen ,spielen gezeigt4 ,schiller4 -- #c4 ,zwar sichert uns die ,macht vor der ,verfolgung1 und wenn der ,gegner nicht auch ,flgel hat1 so frcht' ich keinen berfall1 dennoch bedarf's der ,vorsicht1 denn wir haben es mit einem kecken ,feind und sind geschlagen4 ,schiller4 -- #d4 ,ihr kanntet ihn1 wie er mit ,riesenschritte den ,kreis des ,wollens1 des ,vollbringens ma1 durch ,zeit und ,land der ,vlker ,sinn und ,sitte1 das dunkle ,buch mit heiterm ,blicke las2 doch wie er atemlos in unsrer ,mitte in ,leiden bangte1 kmmerlich genas1 das haben wir in traurig schnen ,jahren1 denn er war unser1 leidend miterfahren4 ,goethe4 -- #e4 ,unsere ,wnsche sind ,vorgefhle der ,fhigkeiten1 die in uns liegen1 ,vorboten desjenigen1 was wir zu leisten imstande sein werden4 ,was wir knnen und mchten1 stellt sich unserer ,einbildungskraft auer uns und in der ,zukunft dar1 wir fhlen eine ,sehnsucht nach dem1 was wir schon im stillen besitzen4 ,goethe4 -- #f4 ,liegt nun eine solche ,richtung entschieden in unserer ,natur1 so wird mit jedem ,schritt unserer ,entwickelung ein ,teil des ersten ,wunsches erfllt1 bei gnstigen ,umstnden auf dem geraden ,wege1 bei ungnstigen auf einem ,umwege1 von dem wir immer wieder nach jenem einlenken4 ,goethe4 -- #g4 ,nun gesellen sich aber zur menschlichen ,beschrnktheit noch so viele zufllige ,hindernisse1 da hier ein ,begonnenes liegen bleibt1 dort ein ,ergriffenes aus der ,hand fllt und ein ,wunsch nach dem anderen sich verzettelt4 ,goethe4 -- #h4 ,waren aber diese ,wnsche aus einem reinen ,herzen entsprungen1 dem ,bedrfnis der ,zeit gem1 so darf man ruhig rechts und links liegen und fallen lassen und kann versichert sein1 da nicht allein dieses wieder aufgefunden und aufgehoben werden mu1 sondern da auch noch gar manches ,verwandte1 das man nie berhrt1 ja woran man nie gedacht hat1 zum ,vorschein kommen werde4 ,goethe4 -- #i4 ,sehen wir nun whrend unseres ,lebensganges dasjenige von anderen geleistet1 wozu wir selbst frher einen ,beruf fhlten1 ihn aber mit manchem anderen aufgeben muten1 dann tritt das schne ,gefhl ein1 da die ,menschheit zusammen erst der wahre ,mensch ist und da der einzelne nur froh und glcklich sein kann1 wenn er den ,mut hat1 sich im ,ganzen zu fhlen4 ,goethe4 -- #aj4 ,lieblich winket der ,wein1 wenn er ,empfindungen1 bess're1 sanftere ,luft1 wenn er ,gedanken winkt1 im sokratischen ,becher1 von der tauenden ,ros' umkrnzt2 wenn er dringt bis ins ,herz und zu ,entschlieungen1 die der ,sufer verkennt1 jeden ,gedanken weckt1 wenn er lehret verachten1 was nicht wrdig des ,weisen ist4 ,klopstock4 -- #aa4 ,mag es sein1 sprach der ,schlaf1 da ich den ,unglcklichen erwnscht bin1 denen ich die ,last ihrer ,sorgen entnehme und sie mit milder ,vergessenheit trnke1 mag es sein1 da ich dem ,mden gefllig komme1 den ich doch auch nur zu mhseliger neuer ,arbeit strke3 aber was bin ich denen1 die nie ermden1 die von keiner ,sorge des ,lebens wissen1 denen ich immer nur den ,kreis ihrer ,freuden stre8 ,herder4 -- #ab4 ,nicht ,opfer1 nicht ,gefahren will ich scheu'n1 den letzten ,schritt1 den uersten zu meiden2 doch eh' ich sinke in die ,nichtigkeit1 so klein aufhre1 der so gro begonnen1 eh' mich die ,welt mit jenen ,elenden verwechselt1 die der ,tag erschafft und strzt1 eh' spreche ,welt und ,nachwelt meinen ,namen mit ,abscheu aus1 und ,friedland sei die ,losung fr jede fluchenswerte ,tat6 ,schiller4 -- #ac4 ,es begegnet mir von ,zeit zu ,zeit ein ,jngling1 an dem ich nichts verndert noch gebessert wnschte2 nur macht mir bange1 da ich manchen vollkommen geeignet sehe1 im ,zeitstrome mit fortzuschwimmen1 und hier ist's1 wo ich immerfort aufmerksam machen mchte3 da dem ,menschen in seinem zerbrechlichen ,kahn eben deshalb das ,ruder in die ,hand gegeben ist1 damit er nicht der ,willkr der ,wellen1 sondern dem ,willen seiner ,einsicht ,folge leiste4 ,goethe4 -- #ad4 ,fr das grte ,unheil unserer ,zeit1 die nichts reif werden lt1 mu ich halten1 da man im nchsten ,augenblick den vorhergehenden verspeist1 den ,tag im ,tage vertut und so immer aus der ,hand in den ,mund lebt1 ohne irgend etwas vor sich zu bringen4 ,goethe4 -- #ae4 ,die gegenwrtige ,welt ist nicht wert1 da wir etwas fr sie tun2 denn die bestehende kann in dem ,augenblick abscheiden4 ,fr die vergangene und knftige mssen wir arbeiten2 fr jene1 da wir ihr ,verdienst anerkennen1 fr diese1 da wir ihren ,wert zu erhhen suchen4 ,goethe4 -- #af4 ,nicht die ,sprache an und fr sich ist richtig1 tchtig1 zierlich1 sondern der ,geist ist es1 der sich darin verkrpert1 und so kommt es nicht auf einen jeden an1 ob er seinen ,reden und ,gedichten die wnschenswerten ,eigenschaften verleihen will3 es ist die ,frage1 ob ihm die ,natur hierzu die geistigen und sittlichen ,eigenschaften verliehen hat2 die geistigen3 das ,vermgen der ,an- und ,durchschauung2 die sittlichen3 da er die bsen ,dmonen ablehne1 die ihn hindern knnten1 dem ,wahren die ,ehre zu geben4 ,goethe4 -- #ag4 ,wenn ich das ,aufklren und ,erweitern der ,naturwissenschaften in der neuesten ,zeit betrachte1 so komme ich mir vor wie ein ,wanderer1 der in der ,morgendmmerung gegen ,osten ging1 die heranwachsende ,helle mit ,freuden1 aber ungeduldig anschaute und die ,zukunft des entscheidenden ,lichtes mit ,sehnsucht erwartete1 aber doch bei dem ,hervortreten desselben die ,augen wegwenden mute1 welche den so sehr gewnschten und gehofften ,glanz nicht ertragen konnten4 ,goethe4 -- #ah4 ,der ,mensch ist so geneigt1 sich mit dem ,gemeinsten abzugeben1 ,geist und ,sinn stumpfen sich so leicht gegen ,eindrcke des ,vollkommenen ab1 da man die ,fhigkeit1 es zu empfinden1 bei sich auf alle ,weise erhalten sollte2 denn einen solchen ,genu kann niemand entbehren1 und nur die ,ungewiheit1 etwas ,gutes zu genieen1 ist ,ursache1 da viele ,menschen schon am ,albernen und ,abgeschmackten1 wenn es nur neu ist1 ,vergngen finden4 ,man sollte alle ,tage wenigstens ein kleines ,lied hren1 ein gutes ,gedicht lesen1 ein treffliches ,gemlde sehen und1 wenn es mglich zu machen wre1 einige vernnftige ,worte sprechen4 ,goethe4 -- #ai4 ,so viel berwindung es dem ,prinzen von ,oranien und seinen ,freunden bei ihrer ,denkungsart schon kosten mute1 in diesem ,streite nicht ,partei zu nehmen1 so sehr schon ihr natrlicher ,freiheitssinn1 ihre ,vaterlandsliebe und ihre ,begriffe von ,duldung unter dem ,zwange litten1 den ihr ,posten ihnen auferlegte3 so sehr mute das ,mitrauen ,philipps gegen sie1 die wenige ,achtung1 mit der ihr ,gutachten seit langer ,zeit pflegte aufgenommen zu werden1 und das zurcksetzende ,betragen1 das ihnen von der ,herzogin widerfuhr1 ihren ,diensteifer erklten und ihnen die ,fortsetzung einer ,rolle erschweren1 die sie mit so vielem ,widerwillen und so wenigem ,danke spielten4 ,schiller4 -- #bj4 ,am allertiefsten erniedrigt es uns vor dem ,auslande1 wenn wir uns darauf legen1 demselben zu schmeicheln4 ,es fehlt uns nmlich in dieser ,verrichtung an aller dem ,auslnder eigenen ,feinheit2 um doch ja nicht berhrt zu werden1 werden wir plump und bertreibend und heben mit ,vergtterungen und ,versetzungen unter die ,gestirne gleich an4 ,dazu kommt1 da es bei uns das ,ansehen hat1 als ob es vorzglich der ,schrecken und die ,furcht sei1 die unsere ,lobeserhebungen uns auspressen1 aber es ist kein ,gegenstand lcherlicher1 denn ein ,furchtsamer1 der die ,schnheit und ,anmut desjenigen lobpreist1 was er in der ,tat fr ein ,ungeheuer hlt1 das er durch diese ,schmeichelei nur bestechen will1 ihn nicht zu verschlingen4 ,fichte4 ,,ii4 ,rektionslehre4 ,a4 ,rektion der ,verben4 #a4 ,verben1 die den ,akkusativ regieren4 a7 ,den ,akkusativ regieren alle transitiven ,verben 7vgl4 ,teil ,i1 ,s4 #afb74 ,besonders hervorzuheben sind hier3 #a4 ,die mit den ,prpositionen durch1 ber1 hinter1 unter1 um und mit voll untrennbar zusammengesetzten ,verben1 sowie die ,verben mit der ,vorsilbe be1 z4 ,b43 ein ,buch durchblttern1 einen ,schrank durchsuchen1 eine ,schrift bersetzen1 einen ,brief berbringen1 den ,freund hintergehen1 einen ,vertrag unterschreiben1 einen ,schler unterweisen1 einen umringen1 eine ,arbeit vollenden1 eine ,tat vollbringen1 einen ,befehl vollziehen1 einen bewundern1 beweinen1 berhren usw4#bf #b4 ,die ,verba causativa 7vgl4 ,teil ,i1 ,s4 #aga flg471 z4 ,b43 einen ,baum fllen1 ,holz flen1 einen ,wagen fahren 7d4 i4 fhren71 die ,pferde trnken1 den ,hut schwenken1 ,geld verschwenden usw4 -- #c4 ,eine groe ,zahl formelhafter ,redewendungen1 in denen der ,begriff des ,verbums erst durch den ,akkusativ eines ,substantivs vollstndig gemacht wird4 ,gewhnlich sind diese ,wendungen ,umschreibungen eines einfachen ,verbums1 z4 ,b43 ,abbitte tun 7d4 i4 abbitten71 ,abbruch1 ,schaden1 einen ,hieb1 einen ,fall1 einen ,schlaf1 einen ,gefallen tun2 eine ,rede1 ,ruhe1 ,ma halten2 ,frieden1 ,unruhe stiften2 den ,mut1 das ,herz1 die ,freundlichkeit1 die ,gnade haben2 ,abschied1 ,urlaub1 ,schaden1 die ,freiheit1 ein ,ende nehmen2 den ,anfang1 sein ,glck1 ,spa machen usw4 -- ,sogar zu intransitiven ,verben kann auf diese ,weise ein ,akkusativ treten1 z4 ,b43 ,er schlft den ewigen ,schlaf4 ,schiller4 -- ,einen guten ,kampf hab' ich gekmpfet4 ,luther4 -- ,ich mu fliegen den khnen ,flug4 ,klopstock4 ,man nennt solche ,akkusative innere ,objekte 7vgl4 ,i1 ,s4 #afc ,anm474 ,auer dem ,akkusativobjekte haben viele transitive ,verben auch noch ein ,dativ- oder ,genitivobjekt bei sich4 ,zu dem ,akkusativ der ,sache tritt gewhnlich ein ,dativ der ,person1 und zu dem ,akkusativ der ,person tritt ein ,genitiv der ,sache1 z4 ,b4 ,krper und ,stimme leiht die ,schrift dem stummen ,gedanken4 ,schiller4 -- ,drei ,tage will ich dir schenken4 ,schiller4 -- ,ihr zwangt mit frechem ,possenspiel die ,richter1 den ,schuldigen des ,mordes loszusprechen4 ,schiller4 -- ,nichts kann ihn seines ,schwurs entbinden4 ,wieland4 -- ,mein ,freund versicherte mir seinen ,beistand4 ,mein ,freund versicherte mich seines ,beistandes4 ,wird neben dem ,ganzen1 auf welches sich die ,ttigkeit eines transitiven ,verbums richtet1 noch ein besonderer ,teil des ,ganzen genannt1 der zunchst von der ,ttigkeit getroffen wird1 so tritt entweder das ,ganze in den ,dativ und der ,teil in den ,akkusativ1 z4 ,b43 ,er schnitt mir das ,haar1 ich wasche mir die ,hnde2 oder der ,teil wird durch eine ,prposition angeknpft und das ,ganze tritt1 je nachdem die ,beziehung eine engere oder weniger enge ist1 in den ,akkusativ oder in den ,dativ1 z4 ,b43 ,er schlug mich oder mir auf den ,rcken1 er trat mich oder mir auf den ,fu1 er traf mich ins ,gesicht1 er sah mir ins ,gesicht1 er nahm mich bei der ,hand1 er sah mir auf die ,hnde usw4 b7 ,einige unpersnliche oder unpersnlich gebrauchte ,verben haben einen ,akkusativ der ,person 7zuweilen auch einen ,akkusativ der ,sache7 bei sich1 z4 ,b43 es hungert mich1 oder mich hungert1 drstet1 friert1 verlangt1 gelstet u4 a4 ,hierher gehren ,wendungen wie3 es gibt einen schweren ,kampf1 es gilt schnellen ,rat1 es hagelt todbringende ,geschosse1 es regnet ,steine u4 a4 -- ,verwandt sind ,konstruktionen1 in denen irgendeine ,sache1 die auch durch die ,pronomina das oder es ausgedrckt sein kann1 ,subjekt ist1 whrend die ,person in den ,akkusativ tritt1 z4 ,b43 ,diese ,angelegenheit verdriet mich1 oder3 das verdriet mich1 es wundert1 rgert1 freut1 betrbt1 jammert mich usw4 ,wie jammert mich das edle ,herz6 ,goethe4 c7 ,das ,reflexivpronomen steht bei den meisten reflexiven ,verben im ,akkusativ1 z4 ,b43 ich wundere mich1 schme mich1 erinnere mich1 sehne mich1 erbarme mich1 frchte mich usw4 d7 ,einige ,verben werden mit einem doppelten ,akkusativ verbunden1 und zwar #a4 mit zwei ,objektsakkusativen3 lehren#bg1 z4 ,b43 ,wer lehrte dich diese gewaltigen ,worte8 ,lessing4 -- ,und lehr' du mich mit ,flei und ,acht1 wie man die guten ,schwerter macht4 ,uhland4 -- ,lehre mich tun nach deinem ,wohlgefallen4 ,luther4 -- ,du willst ,wahres mich lehren4 ,schiller4 -- ,statt der passiven ,form von lehren gebraucht man in den ,fllen1 in welchen die ,person mit genannt wird1 die in einer ,sache unterwiesen wird1 am besten andere entsprechende ,wendungen1 wie3 ,ich werde in einer ,sache unterrichtet1 unterwiesen1 ich lerne eine ,sache48 ,will man aber doch die passive ,form von lehren anwenden1 so ist der ,ausdrucksweise3 ,ich werde etwas gelehrt8#bh der ,vorzug zu geben vor der ,wendung3 ,mir wird etwas gelehrt48 ,das ,schlimmste1 was uns widerfhrt1 das werden wir vom ,tag gelehrt4 ,goethe4 -- ,zu tadeln ist die ,konstruktion3 ,mich wird etwas gelehrt8 7statt3 ,ich werde etwas gelehrt71 die sich auch bei einzelnen ,schriftstellern findet4 fragen3 ,der doppelte ,akkusativ steht nur dann1 wenn die ,sache1 nach der jemand fragt1 durch ein ,pronomen oder unbestimmtes ,zahlwort ausgedrckt wird1 sonst wird das sachliche ,objekt durch die ,prposition nach angeknpft1 z4 ,b43 er fragte mich etwas1 das fragst du mich8 er fragte mich vieles1 eins frage ich dich4 ,ihr habt mich nichts zu fragen1 ,thekla8 ,schiller4 ,dagegen3 ,er fragte mich nach meinem ,berufe1 er fragte ihn nach seiner ,herkunft4 -- ,bei der passiven ,form gebraucht man die ,konstruktion3 ,er wurde etwas oder nach etwas gefragt4 ,er wurde nach seiner ,herkunft gefragt4 ,das bin ich nicht gefragt worden4 -- ,auch bei bitten kann ein doppelter ,akkusativ stehen1 wenn die ,sache1 um die man bittet1 durch ein ,pronomen oder unbestimmtes ,zahlwort ausgedrckt ist1 z4 ,b43 ,das bitte ich dich1 eins bitte ich dich u4 hnl4 ,sonst aber bedient man sich bei bitten der ,prposition um1 z4 ,b43 ,die ,feinde baten ihn um ,frieden4 #b4 mit einem ,objektsakkusativ und einem prdikativen ,akkusativ3 nennen1 heien1 schelten1 schimpfen1 taufen1 z4 ,b43 ,man nannte1 hie ihn den ,wohltter des ,volkes2 man schimpfte1 schalt ihn einen ,verrter2 man taufte den ,knaben ,karl4 ,man nennt mich hier ,don ,philipps ,sohn4 ,schiller4 -- ,bei der ,umwandlung in die passive ,form treten beide ,akkusative in den ,nominativ1 z4 ,b43 ,er wurde der ,wohltter des ,volkes genannt usw4 ,anmerkung #a4 ,bei den ,verben lehren1 nennen1 heien steht an ,stelle des zweiten objektiven oder prdikativen ,akkusativs oft auch ein ,infinitiv1 z4 ,b43 ,hei mich nicht reden1 hei mich schweigen4 ,goethe4 ,das nennst du ,wort halten4 ,er lehrt mich schreiben4 -- ,ebenso werden die ,verben machen1 hren1 sehen1 finden1 fhlen oft mit einem ,akkusativ oder einem ,infinitiv verbunden1 z4 ,b43 ,der ,kasus macht mich lachen4 ,goethe4 ,noch keinen sah ich frhlich enden4 ,schiller4 ,ich hrte ihn kommen1 ich fand ihn vor der ,tr sitzen1 er fhlte die ,gefahr herannahen usw4 ,bei den letztgenannten fnf ,verben steht der ,infinitiv an ,stelle des ersten ,partizips1 das daher zuweilen mit dem ,infinitiv wechselt1 z4 ,b43 ,ich fand ihn schlafend u4 hnl4 -- ,die ,stelle des zweiten 7prdikativen7 ,akkusativs nimmt oft auch ein ,adjektiv ein1 z4 ,b43 ,man schalt ihn tricht1 man nannte ihn weise1 wir preisen dich glcklich u4 a4 -- ,hufig wird auch der prdikative ,akkusativ durch eine ,konstruktion mit als ersetzt1 z4 ,b43 ,sie priesen ihn als ihren ,befreier4 ,man bezeichnete ihn als den ,wohltter des ,volkes4 ,ich achte ihn als treuen ,ratgeber usw4 ,anmerkung #b4 ber lassen1 heien1 sehen1 hren usw4 in ,verbindung mit transitiven ,verben s4 ,teil ,i1 ,s4 #ahf ,anm4 #a4 -- ,wenn der ,akkusativ von dem ,infinitiv regiert wird1 erhlt dieser passive ,bedeutung4 ,der ,satz3 ,er lie mich tragen8 kann einen doppelten ,sinn haben1 entweder bedeutet er3 ,er befahl1 da ich etwas trage8 oder3 ,er befahl1 da ich getragen werde48 ,im letzten ,falle hngt der ,akkusativ mich von dem ,infinitiv tragen ab1 und der ,infinitiv hat daher passive ,bedeutung4 ,er lie ein ,glas ,wasser holen1 d4 i4 er befahl1 da ein ,glas ,wasser geholt werde2 ich hrte dich preisen1 d4 i4 ich hrte1 da du gepriesen wurdest usw4 ,anmerkung #c4 ,seit dem vorigen ,jahrhundert findet sich in unserer ,sprache das ,verbum heien nicht selten mit dem ,dativ und ,infinitiv 7in aktiver ,bedeutung7 verbunden4 ,diese ,konstruktion ist als fehlerhaft zu vermeiden1 man mu also sagen3 ,wer hat dich das tun heien88 nicht3 ,wer hat dir das tun heien88 -- ,der ,dativ ist nur gestattet1 wenn er von dem ,infinitiv abhngig ist1 und der ,infinitiv hat dann immer passive ,bedeutung1 z4 ,b43 ,er hie mir ein ,glas ,wasser bringen1 d4 h43 ,er befahl1 da mir ein ,glas ,wasser gebracht werde4 ,dagegen3 ,er hie mich ein ,glas ,wasser bringen ,er befahl1 da ich ein ,glas ,wasser bringe4 -- ,in derselben ,weise unterscheidet man bei lassen3 ,er lie mir ein ,glas ,wasser bringen81 und3 ,er lie mich ein ,glas ,wasser bringen48 ,oder3 ,la ihn nichts merken68 heit3 ,bewirke1 da er nichts merkt48 ,la dir nichts merken68 dagegen heit3 ,bewirke1 da dir nichts angemerkt wird4 #b4 ,verben1 die den ,dativ regieren4 a7 ,den ,dativ regieren die intransitiven ,verben3 einem hneln1 danken1 dienen1 drohen1 fehlen1 fluchen1 folgen1 frnen1 frommen1 gleichen1 glcken1 helfen1 huldigen1 mangeln1 nahen1 ntzen1 passen1 schaden1 scheinen1 schmecken1 schmeicheln1 steuern1 trauen1 trotzen1 wehren1 weichen1 winken1 ziemen1 zrnen u4 a4 ,auch viele zusammengesetzte ,intransitiva werden mit dem ,dativ verbunden3 einem abgehen1 abhelfen1 abraten1 anhngen1 anliegen1 auffallen1 auflauern1 aufpassen1 aufwarten1 aushelfen1 ausweichen1 beifallen1 beikommen1 beipflichten1 beispringen1 beistehen1 beistimmen1 einfallen1 einleuchten1 entgegengehen1 nachdenken1 nacheifern1 nachfolgen1 nachgeben1 nachgehen1 nachsehen1 nachstehen1 nachstellen1 vorarbeiten1 vorbeugen1 vorgehen1 vorkommen1 vorstehen1 widerfahren1 widersprechen1 widerstehen1 zufallen1 zuflieen1 zugehren1 zuhren1 zukommen1 zusehen1 zustehen1 zutrinken1 zuwinken usw4 ,ferner3 gebhren1 gebrechen1 gefallen1 gehren1 gehorchen1 gelingen1 gereichen1 mifallen1 miglcken1 milingen1 mitrauen1 begegnen1 behagen1 bekommen1 erliegen1 erscheinen1 verfallen1 entfahren1 entfallen1 entfliehen1 entgehen1 entkommen1 entlaufen1 entrinnen1 entsagen1 entsprechen1 entspringen1 entwachsen1 entweichen1 entwischen u4 a4 b7 ,viele transitive ,verben knnen neben dem ,akkusativ der ,sache einen ,dativ der ,person bei sich haben1 z4 ,b43 einem etwas borgen1 bringen1 geben1 glauben1 gnnen1 klagen1 weigern1 weihen1 widmen1 zeigen u4 a4 7,vgl4 ,s4 #gc47 c7 ,einige unpersnliche und unpersnlich gebrauchte ,verben nehmen den ,dativ zu sich1 z4 ,b43 es graut mir1 es fehlt1 gebricht oder mangelt mir an etwas1 mir ist daran gelegen oder liegt daran1 es schaudert mir1 es ahnt1 scheint1 beliebt1 bangt1 bekommt mir usw4 ,hierher gehren auch die ,redewendungen wie3 ,mir geht es gut1 mir ist bel zumute1 mir wird bange1 wohl1 weh usw4 d7 ,einige zusammengesetzte ,ausdrcke1 welche an ,stelle eines einfachen ,verbums stehen1 regieren den ,dativ1 z4 ,b43 einem zu ,hilfe kommen1 einem ,hohn sprechen1 einem zuteil werden1 einem kund tun1 einem ,schaden tun usw4 e7 ,einige reflexive ,verben haben das ,reflexivpronomen im ,dativ#bi bei sich1 z4 ,b43 ich bilde mir ein1 ich mae mir an1 ich nehme mir vor1 ich verbitte mir1 ich bitte mir aus1 ich getraue mir1 ich stelle mir vor1 wage mir1 gebe mir ,mhe usw4 f7 ,der ,dativ vertritt oft die ,stelle eines ,possessivpronomens oder eines possessiven ,genitivs1 z4 ,b43 ,er lag ihm zu ,fen 7statt3 zu seinen ,fen74 ,er warf sich mir in die ,arme 7statt3 in meine ,arme74 ,das ,wasser netzt ihm den 7statt3 seinen7 nackten ,fu4 ,goethe4 ,dem ,freunde zittert die ,hand ,die ,hand des ,freundes zittert4 7,vgl4 ,s4 #gc47 g7 ,zuweilen kann das ,dativobjekt auch durch eine prpositionale ,wendung umschrieben werden1 z4 ,b43 ich schreibe dir oder an dich1 ich gebe dieser ,familie oder an diese ,familie ,geld1 ich zahle1 schenke1 gebe dieser ,gesellschaft oder an diese ,gesellschaft eine ,summe1 ich habe ihm oder an ihn ,geld geliehen usw4 ,der ,dativ hebt immer die unmittelbare persnliche ,beziehung hervor1 whrend die prpositionale ,umschreibung nur ein ,richtungsverhltnis angibt und eine entferntere1 blo mittelbare ,beziehung andeutet4 ,zuweilen jedoch werden dadurch noch weiter gehende ,unterschiede der ,bedeutung bezeichnet1 z4 ,b43 ich verrate dir etwas oder3 ich verrate an dich etwas4 ,die zweite ,wendung schliet immer die bewute ,absicht des ,auslieferns oder berlieferns mit ein1 whrend die erste ,wendung auch dann gebraucht werden kann1 wenn das ,verraten unabsichtlich geschieht4 ,er hat mich an meine ,feinde verraten4 ,durch seine ,unbedachtsamkeit hat er meinen ,feinden alles verraten4 ,anmerkung #a4 ,um die persnliche ,teilnahme an einem ,ereignis mit besonderer ,lebendigkeit hervorzuheben1 fgt man oft den ,dativ eines persnlichen ,frwortes in einen ,satz ein1 z4 ,b43 ,das war dir eine ,pracht4 -- ,das waren mir selige ,tage6 -- ,es sind ,euch gar trotzige ,kameraden4 ,schiller1 u4 hnl4 ,man nennt diesen ,dativ den ethischen ,dativ4 -- ,der ,dativ steht ferner oft statt der ,prposition fr mit dem ,akkusativ1 z4 ,b43 ,wie herrlich leuchtet mir die ,natur 7d4 i4 fr mich74 ,goethe4 ,die ,uhr schlgt keinem ,glcklichen4 ,was ,thukydides fr ,hellas1 ,tacitus fr ,rom1 das war er 7,joh4 v4 ,mller7 seinem ,vaterlande4 ,knig ,ludwig von ,bayern4 ,dieser ,dativ heit der ,dativus commodi4 ,anmerkung #b4 ,in dichterischer ,sprache steht der ,dativ oft da1 wo in ,prosa eine prpositionale ,wendung gebraucht wird1 z4 ,b43 ,nie hab' ich dem ,tod gezittert 7statt3 vor dem ,tod74 ,grillparzer4 ,ich will lachen seinem ,wten 7statt3 ber sein ,wten74 ,derselbe4 #c4 ,verben1 die den ,genitiv regieren4 a7 ,den ,genitiv regieren die intransitiven oder intransitiv gebrauchten ,verben3 einer ,sache achten1 bedrfen1 begehren1 brauchen1 gedenken1 entbehren1 entgelten1 entarten1 ermangeln1 erwhnen1 fehlen 7d4 i4 nicht treffen71 genieen1 gewahren1 harren1 hten1 lachen1 mangeln1 pflegen1 schonen1 sparen1 spotten1 vergessen1 wahren1 wahrnehmen1 walten1 warten u4 a4 ,beispiele3 ,die dieser ,welt brauchen1 da sie derselben nicht mibrauchen4 ,luther4 -- ,niemand wei1 wie lange er des ,ackers entbehrt1 und des ,gartens1 der ihn ernhrt4 ,goethe4 -- ,du sollst meines ,volkes ,israel hten4 ,luther4 -- ,wie ich eines ,felsenriffs gewahre1 schrie ich den ,knechten1 handlich zuzugehen4 ,schiller4 -- ,und ,euer wahrlich6 htt' ich nicht gefehlt4 ,schiller4 -- ,jetzt pflegt sie einen ,augenblick der ,ruhe4 ,schiller4 -- ,gott hat die ,menschen so gebildet1 da sie der ,gaben seiner ,gnade mit ,ergtzung genieen knnen4 ,gellert4 -- ,o nimm der ,stunde wahr1 eh' sie entschlpft4 ,schiller4 -- ,zu ihr bring' ich dich jetzt1 sie wartet deiner4 ,schiller4 -- ,einige ,intransitiva haben nur in gewissen formelhaften ,wendungen einen ,genitiv bei sich1 z4 ,b43 des guten ,glaubens1 der ,hoffnung leben1 ,hungers sterben1 des ,todes sterben u4 hnl4 ,die meisten der genannten ,verben werden gegenwrtig jedoch nur in dichterischer ,sprache noch mit dem ,genitiv verbunden1 in prosaischer ,sprache werden sie zum grten ,teile transitiv gebraucht und regieren den ,akkusativ1 oder sie bleiben auch da intransitiv und nehmen ein prpositionales ,objekt zu sich4 ,so sagt man gewhnlich3 auf etwas achten1 eine ,sache begehren1 brauchen1 an etwas gedenken1 eine ,sache entbehren1 erwhnen1 fehlen1 genieen1 gewahren1 auf etwas harren1 eine ,sache hten1 ber etwas lachen1 es mangelt mir an etwas1 ber etwas spotten1 eine ,sache schonen1 sparen1 vergessen1 wahren1 wahrnehmen1 ber etwas walten1 auf etwas warten1 einen ,kranken warten 7d4 i4 pflegen74 ,pflegen wird nur in den ,wendungen3 des ,rates1 des ,umgangs1 der ,ruhe pflegen mit dem ,genitiv verbunden1 sonst mit dem ,akkusativ1 z4 ,b4 einen ,kranken pflegen 7vgl4 ,i1 #afi74 -- ,auch bedrfen kann mit dem ,akkusativ verbunden werden4 b7 ,viele transitive ,verben haben neben dem ,akkusativ der ,person einen ,genitiv der ,sache bei sich 7vgl4 ,s4 #gc71 z4 ,b43 ich klage dich eines ,verbrechens an1 ich beraube dich einer ,sache1 ich belehre dich eines ,besseren 7sonst gewhnlich3 einen ber etwas belehren71 er beschuldigt ihn eines ,verbrechens1 er entbindet mich meines ,versprechens 7oder3 von meinem ,versprechen71 er entblte ihn aller seiner ,habe1 er enthob mich aller ,sorgen1 man entkleidete ihn seiner ,wrde1 man entlie ihn seines ,amtes 7oder3 aus seinem ,amte71 man entledigte ihn seines ,gepcks1 man entsetzte ihn des ,amtes1 man entwhnte ihn aller ,furcht1 das gemahnt mich vergangener ,zeiten 7oder3 an vergangene ,zeiten71 man sprach ihn des ,mordes los 7gewhnlich von dem ,morde71 er mahnt mich meines ,versprechens 7oder3 an mein ,versprechen71 man berfhrte ihn des ,verbrechens1 er berhob mich aller ,sorge1 er berwies mich eines ,fehlers1 er versicherte mich seiner ,dankbarkeit1 er wrdigte mich keines ,wortes1 er zeiht mich einer ,snde4 c7 ,einige unpersnlich gebrauchte ,verben regieren neben dem ,akkusativ der ,person einen ,genitiv der ,sache1 z4 ,b43 ,mich erbarmt dieses ,unglcklichen1 mich reut dieses schlimmen ,handels1 ihn jammerte des ,volkes1 es verdriet mich der ,mhe nicht1 es lohnt sich der ,mhe4 ,gewhnlich konstruiert man jedoch die ,ausdrcke persnlich 7mit ,ausnahme von sich lohnen1 das am besten immer mit dem ,genitiv verbunden wird7 und setzt also statt des ,genitivs den ,nominativ1 z4 ,b43 ,dieser traurige ,zustand erbarmt mich1 das ,volk jammert mich1 der ,weg verdriet mich1 dieser unberlegte ,schritt reut mich4 ,neben3 ,mich gelstet einer ,sache8 sagt man gewhnlich3 ,mich gelstet nach einer ,sache48 d7 ,viele reflexive ,verben regieren den ,genitiv1 z4 ,b43 sich einer ,sache anmaen 7gewhnlich3 sich eine ,sache anmaen71 sich jemandes annehmen1 sich einer ,sache bedienen1 sich einer ,sache befleiigen1 begeben1 bemchtigen1 bemeistern1 bescheiden1 sich einer ,sache entuern1 enthalten1 entschlagen1 entsinnen1 erbarmen 7gewhnlich3 sich ber etwas erbarmen71 sich einer ,sache erdreisten1 erfrechen1 erfreuen 7oder3 sich an etwas erfreuen71 erinnern1 erkhnen1 erledigen1 erwehren1 freuen1 getrsten1 rhmen1 schmen1 unterfangen1 vergewissern1 vermessen1 versehen1 versichern1 weigern1 verwundern 7gewhnlich3 sich ber etwas wundern74 ,einige ,reflexiva werden nur noch in formelhaften ,wendungen mit dem ,genitiv verbunden1 z4 ,b43 sich eines ,besseren besinnen1 sich ,rats erholen1 sich seiner ,haut wehren u4 a4 e7 ,statt des ,genitivs gebraucht man gewhnlich ,prpositionen bei folgenden ,verben3 ,an mit dem ,dativ bei3 mangeln1 sich erfreuen1 z4 ,b43 ,du lieest es an gutem ,rat nicht mangeln4 ,ich erfreue mich an dem ,grn der ,wiesen4 ,an mit dem ,akkusativ bei3 denken1 gedenken1 sich erinnern1 gemahnen1 mahnen1 z4 ,b43 ,denke an die vergangene ,zeit6 ,erinnere dich an dein ,versprechen4 ,das gemahnt mich an die alte ,freundschaft4 ,auf mit dem ,akkusativ bei3 achten1 harren1 warten1 sich besinnen4 ,ich achte auf diese ,erscheinung1 harre1 warte auf dich usw4 ,nach bei3 verlangen1 es gelstet mich4 ,auch begehren1 das meist mit dem ,akkusativ verbunden wird 7vgl4 ,s4 #gh71 regiert in der ,bedeutung3 sehnend verlangen8 ein prpositionales ,objekt1 das durch nach angeknpft wird4 ber mit dem ,akkusativ bei3 walten1 lachen1 spotten1 belehren1 sich erbarmen1 sich freuen1 sich wundern4 ,von bei3 entbinden1 entblen1 entledigen1 entsetzen1 entwhnen1 sich enthalten4 berzeugen1 das frher auch mit dem ,genitiv verbunden wurde1 wird jetzt nur noch mit einem prpositionalen ,objekte verbunden3 einen von etwas berzeugen4 ,bei anderen ,verben bedient man sich in der prosaischen ,rede statt des ,genitivs einer ,umschreibung durch den ,infinitiv mit zu1 z4 ,b43 ,er erdreistet1 erfrecht1 erkhnt sich zu kommen4 ,er vermit sich1 das ,werk zu vollbringen2 er unterfngt1 unterwindet sich1 mit ihm zu reden2 er weigert sich zu gehen usw4 ,die ,verben sich entblden#cj und sich unterstehen1 die frher auch mit dem ,genitiv verbunden wurden1 lassen gegenwrtig nur noch die angegebene ,konstruktion zu1 z4 ,b43 ,du solltest dich entblden 7d4 i4 dich scheuen1 schmen71 aus diesem ,ton zu reden4 ,wieland4 ,ich werd' mich unterstehen1 euch das zu wehren4 ,schiller4 ,in der ,frage3 ,was unterstehst du dich88 ist der ,akkusativ an die ,stelle des lteren ,genitivs getreten3 ,wes unterstehst du dich88 ,ebenso in3 ,das 7frher3 des7 unterstehst du dich6 f7 ber den prdikativen ,genitiv1 der mit dem ,objektsgenitiv nicht verwechselt werden darf1 vgl4 ,i1 #ahc ,anm4 #a4 #d4 ,verben mit schwankender ,rektion4 angehen 7in der ,bedeutung3 betreffen7 ist mit dem ,akkusativ1 nicht mit dem ,dativ zu verbinden4 ,das geht dich 7nicht3 dir7 nichts an4 ,unrichtig sagt also ,fichte3 ,das geht dem ,weibe nichts an4 ankommen 7in der ,bedeutung3 befallen7 regiert den ,akkusativ1 z4 ,b43 ,es wird dich ,angst ankommen4 ,luther4 ,da kam mich ,furcht und ,zittern an4 ,luther4 ,doch kommt mich bald die ,lust zu schreiben wieder an4 ,opitz4 ,doch hat sich neben dem ,akkusativ allmhlich auch der ,dativ eingebrgert2 dieser findet sich bei ,goethe1 ,schiller1 ,herder1 ,brger u4 a4 ,man kann daher auch sagen3 ,mir kommt ein ,grauen an4 ankommen 7in der ,bedeutung3 werden1 verbunden mit ,adverbien7 regiert den ,dativ1 z4 ,b43 es kommt mir sauer an 7d4 i43 es wird mir sauer71 es kommt mir leicht1 schwer1 hart an4 anwandeln regiert den ,akkusativ3 ,was wandelte den ,ritter an8 ,schiller4 -- ,es schien ihn gleich nur anzuwandeln1 mit dieser ,dirne geradehin zu handeln4 ,goethe4 ,mich wandelt ,furcht1 ,angst1 eine ,schwche usw4 an4 -- ,neben dem ,akkusativ findet sich wie bei ankommen auch der ,dativ1 z4 ,b43 ,wenn ihr nur nicht ein unzeitiger ,appetit anwandelt4 ,weie4 -- ,es wandelte ihr pltzlich eine kleine ,schwachheit an4 ,lessing4 -- ,namentlich in den ,formen1 die mit sein gebildet werden1 wird der ,dativ gebraucht3 ,ich wei nicht1 was ihm angewandelt ist4 ,doch kann man auch hier sagen3 ,ich wei nicht1 was ihn angewandelt ist4#ca anfechten ist nur mit dem ,akkusativ zu verbinden4 ,was ficht dich an8 sich anmaen wird mit dem ,dativ der ,person und ,akkusativ der ,sache verbunden1 z4 ,b43 ,ich mae mir ein ,vorrecht an4 -- ,doch findet sich in dichterischer ,sprache auch der ,akkusativ der ,person und der ,genitiv der ,sache1 z4 ,b43 ,nicht unwrdig hab' ich mich des ,bundes angemat mit deiner ,tochter4 ,schiller4 ,der ,konstruktion mit dem ,dativ ist der ,vorzug zu geben4 anliegen ist nur mit dem ,dativ zu verbinden1 z4 ,b43 ,lag sie mir an mit unablss'gem ,flehn4 ,schiller4 ,der ,akkusativ1 der sich bei ,lessing1 ,klopstock1 ,jean ,paul1 ,putlitz u4 a4 findet1 ist unrichtig und nicht zu gestatten4 begegnen regiert nur den ,dativ und wird mit sein konjugiert1 z4 ,b43 ,ich bin dir begegnet4 ,andere ,konstruktionen1 die bei ,lessing1 ,schiller u4 a4 sich finden1 sind nicht gut zu heien4 belieben wird gewhnlich unpersnlich konstruiert1 z4 ,b43 es beliebte dir1 nicht zu kommen4 ,doch ist auch die persnliche ,konstruktion nicht ungebruchlich3 ,du beliebtest nicht zu kommen4 ,beide ,konstruktionen sind statthaft4 bedeuten 7in dem ,sinne von3 belehren1 unterweisen7 wird mit dem ,akkusativ verbunden1 z4 ,b43 ,therese bedeutete den ,verwalter in allem2 sie konnte ihm von jeder ,kleinigkeit ,rechenschaft geben4 ,goethe4 -- ,in dem ,sinne3 zu verstehen geben8 regiert bedeuten den ,dativ1 z4 ,b43 er lie mir bedeuten1 da ich schweigen sollte4 beneiden regiert den ,akkusativ3 einen beneiden1 einen um etwas beneiden4 ,um dies ,vergngen mu mich ein ,prinz beneiden4 ,gellert4 -- ,frher wurde beneiden zuweilen auch mit dem ,dativ der ,person und dem ,akkusativ der ,sache verbunden1 z4 ,b43 ,die ganze ,welt wird dir dein ,glck beneiden4 ,ich beneide ihm diese ,lobsprche nicht4 ,lessing4 ,diese ,konstruktion ist veraltet4 betten 7d4 i4 ein ,bett machen1 eine ,schlafsttte bereiten7 regierte ursprnglich den ,dativ4 ,stehe auf und bette dir selber4 ,apostelgesch4 #i1 #cd4 -- ,seit ,goethe hat sich dagegen der ,akkusativ eingebrgert1 so da betten so viel heit wie3 zu ,bett legen1 z4 ,b43 ,du bettest dich auf ,stroh1 man hat ihn schlecht gebettet usw4 ,beide ,kasus sind statthaft4 bezahlen wird entweder blo mit dem ,akkusativ der ,person verbunden1 z4 ,b43 ich bezahle dich noch heute1 oder mit dem ,dativ der ,person und dem ,akkusativ der ,sache1 z4 ,b43 ich bezahle meine ,schuld1 ich bezahle dir meine ,schuld4 dnken 7deuchte1 gedeucht1 vgl4 ,i1 #afg7 regiert den ,akkusativ3 ,mich dnkt4 ,der ,dativ ist zu verwerfen4 ekeln4 ,man sagt entweder unpersnlich3 ,mir 7besser als3 mich7 ekelt vor einer ,sache2 oder reflexiv3 ,ich ekle mich vor einer ,sache2 zuweilen kommt auch die ,konstruktion vor3 ,die ,sache ekelt mich 7gewhnlich3 ,die ,sache ekelt mich an74 gelten 7in der ,bedeutung3 betreffen1 auf etwas gerichtet sein1 etwas zum ,ziele haben7 wird mit dem ,dativ verbunden1 z4 ,b43 ,der ,anschlag galt deinem ,leben1 die ,kugel galt dir usw4 ,wird dagegen gelten unpersnlich gebraucht in der ,bedeutung3 es kommt an auf --1 oder3 es steht auf dem ,spiele1 so tritt die ,sache1 auf die es ankommt oder die auf dem ,spiele steht1 in den ,akkusativ1 z4 ,b43 es gilt dein ,leben1 dein ,vermgen1 einen festen ,entschlu1 einen harten ,kampf1 eine rasche ,entscheidung usw4 getrauen4 ,man sagt besser3 ,ich getraue oder traue mich1 etwas zu tun81 als3 ich getraue mir1 etwas zu tun4 helfen wird mit dem ,dativ verbunden4 ,dein ,glaube hat dir geholfen4 ,luther4 -- ,frher wurde es mit dem ,dativ nur in der ,bedeutung3 beistehen1 ,hilfe leisten8 verbunden1 dagegen in der ,bedeutung3 frdern1 weiter bringen8 mit dem ,akkusativ4 ,was hilft dich's1 da du in gypten zeuchst8 ,luther4 ,all mein ,wirken und ,schonen hilft mich nichts4 ,goethe4 ,doch ist auch in dieser zweiten ,bedeutung jetzt nur der ,dativ blich1 z4 ,b43 ,das hilft dir alles nichts4 kleiden regiert nur den ,akkusativ1 auch in der ,bedeutung3 passen1 stehen4 ,also3 ,dieser ,hut kleidet dich 7nicht3 dir7 gut4 kosten 7in der ,bedeutung3 zu stehen kommen7 kann sowohl mit dem ,dativ1 als auch mit dem ,akkusativ verbunden werden3 ,dieses ,werk hat mir oder mich viel ,anstrengung gekostet1 das ,fest kostet ihm oder ihn viel ,geld4 ,es kostet mich viel ,zeit4 ,lessing4 ,es kostet dir ein einzig ,wort4 ,schiller4 ,diese ,tat kostet ihm oder ihn das ,leben4 -- ,ebenso wird3 zu stehen kommen mit dem ,dativ oder ,akkusativ verbunden1 z4 ,b43 ,diese ,erkenntnis kommt ihm oder ihn teuer zu stehen4 liebkosen regiert ursprnglich den ,dativ3 ,der ,vater liebkost dem ,knaben1 ebenso in passivischer ,form3 ,dem ,knaben wird von dem ,vater geliebkost4 ,der ,gebrauch hat aber das ,verbum in ein transitives verwandelt und gibt dem ,akkusativ den ,vorzug3 ,der ,vater liebkost den ,knaben und3 ,der ,knabe wird von dem ,vater geliebkost4 ,da sich der ,akkusativ einmal eingebrgert hat1 sind beide ,kasus zu gestatten4 lohnen regiert den ,dativ der ,person und den ,akkusativ der ,sache1 z4 ,b43 ,er hat mir meine ,dienste bel gelohnt4 -- ,es wird jedoch auch blo mit dem ,dativ der ,person oder der ,sache 7die dann personifiziert erscheint7 verbunden1 z4 ,b43 ,ihm lohnt der ,ton1 der aus der ,kehle dringt4 ,chamisso4 ,gott lohnt dem ,fleie4 -- ,ferner kann lohnen auch blo den ,akkusativ der ,sache oder der ,person regieren1 z4 ,b43 ,der ,erfolg lohnt die ,mhe1 den ,flei nicht4 ,wer hohen ,muts sich rhmen kann1 den lohnt nicht ,gold1 den lohnt ,gesang4 ,brger4 -- ,das unpersnliche3 es lohnt oder es lohnt sich dagegen wird mit dem ,genitiv verbunden1 z4 ,b43 es lohnt der ,mhe1 es lohnt 7oder verlohnt7 sich nicht der ,mhe4 nachahmen regiert den ,dativ der ,person und den ,akkusativ der ,sache3 ich ahme dir etwas nach4 -- ,es kann nun auch der bloe ,dativ der ,person stehen3 er ahmt dem ,horaz nach1 oder der bloe ,akkusativ der ,sache3 er ahmt die ,oden des ,horaz nach4 -- ,doch kann auch die ,person in den ,akkusativ treten1 und hier gilt folgende ,regel3 ,bedeutet nachahmen so viel wie3 einem ,vorbilde nachstreben81 so wird es mit dem ,dativ verbunden1 z4 ,b43 das ,kind ahmt dem ,vater nach1 er ahmt den grten ,dichtern nach usw42 heit es aber so viel wie3 nachbilden1 kopieren81 so regiert es den ,akkusativ1 z4 ,b43 der ,schauspieler ahmt auf der ,bhne tuschend einen ,kranken1 einen ,dichter1 einen ,franzosen usw4 nach4 ,er ahme ihnen 7den ,menschen71 aber nicht wie jener amerikanische ,vogel1 der die ,stimme anderer ,vgel nachahmt1 unverstndig und knechtisch nach48 ,herder4 nachsuchen ist intransitiv4 ,man sagt3 ich suche um etwas nach4 ,doch findet sich nachsuchen auch transitiv gebraucht3 ich suche etwas nach4 ,dem intransitiven ,gebrauche ist aber der ,vorzug zu geben4 rufen kann mit dem ,dativ oder ,akkusativ der ,person verbunden werden4 ,mit dem ,dativ heit es3 einem zurufen1 d4 h4 einem durch laute ,stimme ein ,zeichen geben1 da er aufmerke1 z4 ,b43 ,der ,herr rief dem ,samuel1 dem ,moses4 ,wer ruft dem ,heer der ,sterne8 ,gellert4 -- ,mit dem ,akkusativ dagegen heit es3 einen herbeirufen1 d4 h4 einem durch laute ,stimme zu verstehen geben1 da er sich uns nhere1 z4 ,b43 ,der ,vater hat dich gerufen1 d4 h4 du sollst zu ihm kommen4 ,der ,knig rief den ,snger zu sich4 ,die ,glocke ruft dich zur ,kirche4 ,die ,trompete ruft die ,krieger zur ,schlacht4 berwiegen regiert den ,akkusativ4 ,der ,tadel berwog das ,lob4 ,der ,dativ1 der auch bei einigen ,schriftstellern vorkommt1 ist nicht zu empfehlen4 sich unterstehen regiert den ,akkusativ der ,person4 ,man darf also nur sagen3 ,was unterstehst du dich8 nicht3 ,was unterstehst du dir8 sich unterziehen regiert vorwiegend den ,dativ1 z4 ,b43 er unterzieht sich dem ,auftrage1 besser als3 des ,auftrages4 versichern regiert entweder den ,akkusativ der ,person und den ,genitiv der ,sache3 ich versichere dich meines ,schutzes2 oder den ,dativ der ,person und den ,akkusativ der ,sache3 ich versichere dir meinen ,schutz4 ,man darf also sagen3 ,das versichere ich ,ihnen8 oder3 ,dessen versichere ich ,sie81 falsch aber ist es zu sagen3 ,das versichere ich ,sie6 -- ,wird die ,sache durch einen ,nebensatz ausgedrckt1 so kann die ,person sowohl in den ,dativ als auch in den ,akkusativ treten4 ,ich kann also sagen3 ,ich versichere ,ihnen1 da ich die ,wahrheit sage8 und3 ,ich versichere ,sie1 da ich die ,wahrheit sage48 ,im ersten ,falle vertritt der ,nebensatz ein ,akkusativ-1 im zweiten ,falle ein ,genitivobjekt4 -- ,in der ,form3 ,ich bin versichert8 nimmt das ,wort den ,genitiv zu sich3 ,ich bin deines ,schutzes versichert1 sei meines ,beistandes versichert4 ,der ,genitiv kann hier jedoch auch durch die ,prposition von umschrieben werden3 ,du kannst von der ,wahrheit meiner ,aussage versichert sein4 sich zeigen4 ,der prdikative ,zusatz mit als1 der zu diesem ,verbum zu treten pflegt1 kann sowohl im ,nominativ1 als auch im ,akkusativ stehen2 doch ergibt sich dabei ein ,unterschied der ,bedeutung3 sich zeigen mit dem ,nominativ heit3 in die ,erscheinung treten81 und zwar wird dadurch das ,unabsichtliche hervorgehoben2 sich zeigen mit dem ,akkusativ dagegen heit3 in die ,erscheinung treten lassen81 und zwar wird dabei das ,absichtliche betont4 ,demnach unterscheide man3 er zeigte sich als ,held 7der er war71 und er zeigte sich als ,helden 7fr den man ihn bis dahin nicht gehalten hatte1 oder3 als den er sich erweisen wollte74 ,in derselben ,weise wechseln in der ,konstruktion die ,verben3 sich erweisen1 sich ankndigen1 sich darstellen1 sich empfehlen1 sich beweisen u4 a4 ,er erweist sich als mein ,freund1 er erweist sich als meinen ,freund usw4 ,b4 ,rektion der ,verbalsubstantive4 ,die ,verbalsubstantive1 die von einem transitiven ,verbum gebildet werden1 regieren den ,genitiv4 ,der ,akkusativ1 mit dem die transitiven ,verben verbunden werden1 verwandelt sich also in den ,genitiv1 z4 ,b43 eine ,stadt erbauen3 die ,erbauung der ,stadt2 eine ,burg erobern3 die ,eroberung der ,burg2 ein ,denkmal errichten3 die ,errichtung eines ,denkmals4 ,man nennt diesen ,genitiv den ,genitivus objectivus1 zum ,unterschiede von dem ,genitivus subjectivus2 der letztere bezeichnet die ,person oder ,sache1 der etwas gehrt1 an der sich etwas befindet1 oder von der etwas ausgeht1 z4 ,b43 das ,haus meines ,freundes1 die ,frchte des ,baumes1 die ,heldentaten ,siegfrieds4 ,zu den ,verbalsubstantiven1 die von intransitiven ,verben gebildet werden1 tritt das ,genitiv- oder ,dativobjekt des ,verbums in der ,regel nicht im ,genitiv oder ,dativ hinzu1 sondern es wird durch eine ,prposition angeknpft1 z4 ,b43 er erinnerte sich vergangener ,stunden3 die ,erinnerung an vergangene ,stunden2 er gehorchte dem ,gesetze3 der ,gehorsam gegen das ,gesetz2 er stimmte meinem ,vorschlage zu3 die ,zustimmung zu meinem ,vorschlage2 er zrnte dem ,freunde3 der ,zorn gegen den ,freund usw4 -- ,diejenigen ,verbalsubstantive natrlich1 die von ,verben stammen1 die auch transitiv gebraucht werden 7wie hauptschlich die ,verben1 die auer dem ,genitiv auch den ,akkusativ regieren1 vgl4 ,s4 #gh71 knnen das ,objekt auch im ,genitiv zu sich nehmen1 z4 ,b43 das ,bedrfnis der ,ruhe1 die ,erwhnung dieses ,vorfalls1 der ,genu geistiger ,getrnke1 die ,wahrnehmung dieser ,zustnde1 die ,entbehrung des ,notwendigsten usw4 ,nach ,magabe dieser ,bildungen hat man auch das ,wort ,erinnerung mit dem ,genitiv verbunden1 z4 ,b43 die ,erinnerung vergangener ,zeiten1 die ,erinnerung jener ,stunden usw4#cb -- ,im brigen aber ist die ,regel festzuhalten1 da ein objektiver ,genitiv nur zu solchen ,verbalsubstantiven treten kann1 die von transitiven ,verben gebildet sind4 ,anmerkung4 ,wenn zu ,verbalsubstantiven1 die von intransitiven ,verben stammen1 ein ,genitiv tritt1 so ist dies ein subjektiver1 nicht aber ein objektiver ,genitiv1 z4 ,b43 der ,zorn des ,freundes1 d4 i4 der ,zorn1 den der ,freund empfindet 7nicht3 der ,zorn gegen den ,freund71 der ,gehorsam des ,soldaten 7d4 i4 der ,gehorsam1 den der ,soldat zeigt7 usw4 ,c4 ,rektion der ,adjektive4 #a4 ,adjektive1 die den ,dativ regieren4 ,mit dem ,dativ werden verbunden die ,adjektive3 einem hnlich sein1 einem abtrnnig werden1 einem angeboren sein1 angehrig1 angelegen1 angemessen1 angenehm1 anstig1 bedenklich1 begreiflich1 behaglich1 behilflich1 bekannt1 bequem1 beschieden1 beschwerlich1 bewut1 bse1 dankbar1 dienstbar1 dienlich1 deutlich1 eigen1 eigentmlich1 ergeben1 entbehrlich1 erfreulich1 erinnerlich1 erklrlich1 ersprielich1 feil1 feind1 fremd1 furchtbar1 frchterlich1 gefhrlich1 gehorsam1 gelufig1 gem1 gemeinsam1 genehm1 gesund1 getreu1 geneigt1 gewogen1 gewachsen1 gleich1 gleichgltig1 gndig1 gram1 gnstig1 heilsam1 hold1 abhold1 hinderlich1 kund1 lstig1 leicht1 leid1 lieb1 mglich1 nachteilig1 nahe1 ntig 7not71 ntzlich 7ntze71 peinlich1 recht1 schdlich1 schmerzlich1 schrecklich1 schuldig1 teuer1 treu1 trstlich1 berlegen1 verantwortlich1 verbunden1 verderblich1 verhat1 verwandt1 wichtig1 widrig1 widerwrtig1 willkommen1 zugnglich1 zugehrig u4 a4 ,namentlich auch viele ,adjektive1 die mit der ,vorsilbe un- gebildet werden1 gehren hierher1 z4 ,b43 unangenehm1 unhnlich1 unbegreiflich1 unbehaglich1 unvergelich usw4 ,oft wird das ,dativobjekt durch eine ,prposition umschrieben1 z4 ,b43 er ist bse auf mich 7statt3 er ist mir bse72 es ist gefhrlich1 schrecklich1 schmerzlich1 verderblich1 notwendig usw4 fr mich4 ,anmerkung4 ,wenn ich die ,wrtchen zu1 allzu1 genug zu einem ,adjektivum setze1 so kann ich mit jedem ,adjektivum den ,dativ verbinden1 z4 ,b43 ,das ist mir zu hoch1 zu schwer1 allzugewhnlich2 das ist ihm nicht gut genug usw4 #b4 ,adjektive1 die den ,genitiv regieren4 ,mit dem ,genitiv werden verbunden die ,adjektive3 ansichtig1 bar 7aller ,freuden bar71 bedrftig1 bentigt1 bewut1 eingedenk1 fhig1 froh1 gedenk1 gestndig1 gewahr1 gewrtig1 gewi1 gewohnt1 habhaft1 kundig1 ledig1 leer1 los1 mchtig1 mde1 quitt1 satt1 schuldig1 sicher1 teilhaftig1 berdrssig1 verdchtig1 verlustig1 voll1 wert1 wrdig1 und die mit un- gebildeten ,verneinungen dieser ,adjektive1 soweit sie sich bilden lassen1 z4 ,b43 unbewut1 uneingedenk1 unkundig u4 a4 -- ,manche werden nur noch in bestimmten formelhaften ,wendungen mit dem ,genitiv verbunden1 z4 ,b43 ,handels einig1 ,handels eins1 eitler ,ehre geizig4 -- ,statt des ,genitivs gebraucht man auch ,prpositionen1 z4 ,b43 froh ber etwas 7statt3 einer ,sache froh71 voll1 leer1 ledig1 los von etwas usw4 ,wenn man sagt3 ich bin es mde1 satt1 gewi1 wert1 gestndig1 bedrftig usw41 so ist dieses es nicht der ,akkusativ1 wie ltere ,grammatiker angenommen haben1 sondern der ,genitiv4 ,ursprnglich heit nmlich der ,genitiv ,sing4 des ,pronomens der dritten ,person 7fr das mnnliche und schliche ,geschlecht7 s 7got4 is74 ,an die ,stelle des alten ursprnglichen ,genitivs trat spter der ,genitiv des reflexiven ,pronomens sn 7d4 i4 sein1 seiner74 ,der alte ,genitiv es wurde dadurch verdrngt1 erhielt sich aber noch in einzelnen ,wendungen4 ,zu diesen gehren die oben angefhrten1 sowie die ,ausdrcke3 er hat es sich unterstanden2 du wirst mir es dank wissen2 er will es nicht ,wort haben2 ehe er es sich versah2 wir haben es nicht ,ursache2 wir sind es nicht gewohnt usw4 ,anmerkung4 ,in ,wendungen wie3 keinen ,pfennig wert1 einen ,taler wert1 einen ,groschen schuldig u4 hnl4 ist der ,akkusativ nicht ein von den ,adjektiven wert1 schuldig usw4 regiertes ,objekt1 sondern ein adverbialer ,akkusativ des ,wertes1 vgl4 ,i1 #ahi4 ,d4 ,rektion der ,prpositionen4 ber den ,kasus1 den die einzelnen ,prpositionen regieren1 vgl4 ,i1 ,s4 #abj-acb4 ,hier sei nur auf einige ,schwankungen im ,gebrauche der ,prpositionen hingewiesen3 ,unweit1 unfern4 ,diese ,prpositionen werden am besten immer mit dem ,genitiv verbunden4 ,der ,dativ1 der sich auch findet 7z4 ,b4 bei ,schiller1 ,grimm u4 a471 ist nicht zu empfehlen4 ,whrend1 ungeachtet1 wegen sind nur mit dem ,genitiv1 nicht mit dem ,dativ zu verbinden4 ,fehlerhaft ist es also1 zu sagen3 demungeachtet 7statt des richtigen3 dessen ungeachtet71 whrend dem 7statt des richtigen3 whrend dessen71 wegen dir 7statt3 deinetwegen7#cc u4 hnl4 -- ,es kommt zuweilen vor1 da der ,genitiv uerlich nicht erkennbar ist1 z4 ,b43 whrend acht ,tage1 whrend zehn ,jahre1 wegen ,scheltworte2 ebenso bei einigen anderen ,prpositionen1 z4 ,b43 er hat statt ,bsen ,gutes empfangen1 innerhalb drei ,jahre usw4 ,in solchen ,fllen pflegt gewhnlich der ,dativ als ,ersatz des ,genitivs verwendet zu werden1 und man sagt3 whrend acht ,tagen1 whrend zehn ,jahren1 wegen ,scheltworten1 er hat statt ,bsem ,gutes empfangen1 innerhalb drei ,jahren usw4 ,empfehlenswert ist es1 in solchen ,fllen ein ,wort1 an dem der ,genitiv deutlich zutage tritt1 einzuschieben und etwa zu sagen3 whrend eines ,zeitraumes von acht ,tagen1 wegen heftiger ,scheltworte1 er hat statt des ,bsen ,gutes empfangen1 innerhalb einer ,zeit von drei ,jahren usw4 ,statt ist als ,prposition immer mit dem ,genitiv zu verbinden4 ,doch kann das ,wort1 wie auer 7vgl4 hierber ,i1 #abh flg471 auch als ,konjunktion stehen und regiert dann gar keinen ,kasus2 der ,dativ oder ,akkusativ1 der dann gewhnlich auf statt folgt1 ist von dem ,verbum und nicht von statt abhngig1 z4 ,b43 ,er hat mir geschrieben1 statt dir2 er hat das ,schreiben an mich geschickt1 statt an dich2 er hat mich angesprochen1 statt dich usw48 ber lngs1 zufolge1 trotz1 sowie ber entlang s4 ,i1 #abb1 #abc u4 #abe1 desgl4 ber bei ,s4 #abd ,anm4 ,ohne ist immer mit dem ,akkusativ zu verbinden4 ,lessing1 ,herder und ,goethe haben1 dem ,beispiele ,luthers folgend1 zwar zuweilen die ,prposition ohne mit dem ,dativ verbunden1 doch ist dieser ,gebrauch veraltet und daher heute zu vermeiden4 ,bis wird in der ,regel noch mit einer anderen ,prposition verbunden1 z4 ,b4 ,es war ein ,knig in ,thule gar treu bis an das ,grab4 ,goethe4 -- ,so konnte die ganze ,ebene mit flachen ,schiffen bis fast unter die ,mauer von ,antwerpen befahren werden4 ,schiller4 -- ,bis auf wenige ,reste hat das ,feuer alles verzehrt4 ,er kletterte bis zum ,gipfel des ,baumes empor4 ,blcher drang bis ber den ,rhein vor und folgte dem ,feinde bis nach ,paris4 ,der ,feind wurde bis hinter die ,verschanzungswlle zurckgetrieben4 ,er wurde von der schlimmen ,nachricht bis ins ,innerste getroffen4 ,nur vor ,adverbien und ,ortsnamen ohne ,artikel1 sowie zwischen ,zahlwrtern steht bis fr sich allein1 z4 ,b43 ,bis hierher und nicht weiter6 -- ,bis heute1 bis morgen1 bis dahin1 bis dorthin2 zwlf bis vierzehn1 in acht bis vierzehn ,tagen1 zwei- bis dreimal usw4 ,ich fuhr bis ,leipzig1 bis ,ruland1 bis ,frankreich usw4 ,bei zu und um ist zu merken1 da sie nur mit einem ,kasus stehen1 nmlich zu immer mit dem ,dativ1 mag es nun den ,ort 7wo71 z4 ,b4 zu ,worms1 zu ,aachen1 zu ,haus1 zu ,wasser und zu ,lande1 zur ,rechten1 zur ,linken1 zu beiden ,seiten usw42 die ,richtung 7wohin71 z4 ,b4 von ,ort zu ,ort1 von ,haus zu ,haus1 zur ,kirche1 zur ,schmiede1 zur ,schule gehen1 zur ,hlle fahren1 zur ,ruhe kommen usw42 die ,verbindung von ,dingen1 z4 ,b4 er go ,wasser zum ,wein1 er a ,fleisch zum ,gemse1 ,butter zum ,brote usw41 oder ein ,grenverhltnis bezeichnen1 z4 ,b4 zum ,teil1 zur ,hlfte1 zu dritt1 wir waren zu vier1 zu fnf1 zu hunderten1 zu tausenden2 ich habe ,fleisch1 das ,pfund zu einer ,mark1 gekauft usw4 ,um dagegen steht immer nur mit dem ,akkusativ1 mag es den ,ort 7wo71 z4 ,b4 der ,feind lagerte um die ,stadt1 die ,soldaten lagen um das ,feuer1 wir saen um den ,tisch1 oder die ,richtung 7wohin7 bezeichnen1 z4 ,b4 wir gingen um die ,stadt1 um das ,haus1 die ,feinde stellten sich um das ,gebude usw4 ,fehler gegen diese einfachen ,regeln kommen nicht selten vor1 es ist daher notwendig1 besonders darauf aufmerksam zu machen4 ,,footnotes3 #a ,ein ,beispiel einer solchen vlligen ,vermischung ist ,schiels ,system der ,stilistik4 ,straubing #ahhd4 ,vergleiche meine ,besprechung in ,zarnckes ,literarischem ,zentralblatt #ahhe4 #b ,eine groe ,zahl guter ,verdeutschungen enthlt das treffliche ,wrterbuch von ,verdeutschungen entbehrlicher ,fremdwrter8 von ,herm4 ,dunger 7,leipzig #ahhb71 das nicht dringend genug empfohlen werden kann1 sowie das ,verdeutschungswrterbuch von ,otto ,sarrazin 7#c4 ,aufl4 ,berlin #aijf74 ,erklrung und ,verdeutschung der ,fremdwrter zugleich bietet ,heyses ,fremdwrterbuch1 neu bearbeitet von ,o4 ,lyon 7#ah4 ,aufl4 ,hannover1 ,hahn1 #aijc74 #c ,wer sich weiter ber diesen ,gegenstand unterrichten will1 sei hier namentlich auf ,brandstters ,buch ber die ,gallizismen in der deutschen ,sprache verwiesen1 das jedoch hufig ber das ,ziel hinausschiet4 #d ,so sagt ,adelung3 ,dster wird nur in den gemeinen ,mundarten1 besonders ,ober- und ,niedersachsens1 fr dunkel1 finster gebraucht4 ,es ist der edlern und hhern ,schreibart unwrdig48 ,adelungs ,wb4 ,i1 #afbb4 ,von drhnen urteilt er hnlich2 dreist lt er nur mit gewissen ,einschrnkungen zu4 ber staunen sagt er3 ,nach dem ,beispiele ,hallers und einiger anderer neuerer schweizerischer ,schriftsteller ist es auch von den ,hochdeutschen in der hheren ,schreibart wieder eingefhrt worden81 a4 a4 ,o4 ,,iv1 #cac4 ,von den beiden ,wrtern ,schrank und ,schrein lt er nur ,schrank fr die ,schriftsprache gelten und bezeichnet ,schrein als ein im ,hochdeutschen ungewhnliches1 nur noch in einigen ,provinzen bliches ,wort4 a4 a4 ,o4 ,,iii1 #afda u4 #afed usw4 #e ,wrterbuch ,,iv1 #cee4 #f a4 a4 ,o4 ,,ii1 #eeb unter ,gemeinort4 #g ,namentlich auch die stilistische ,seite der ,synonymik ist bercksichtigt in ,eberhards synonymischem ,handwrterbuche der deutschen ,sprache81 neu bearbeitet von ,o4 ,lyon4 #af4 ,aufl4 ,leipzig #aijd4 #h ,einige ,stilistiker1 z4 ,b4 ,wackernagel1 ,becker1 scheiden ,wohllaut und ,wohlklang2 wir fassen beides unter der ,bezeichnung ,wohllaut zusammen4 #i ,ich entnehme diesen ,ausdruck ,wackernagel1 der zuerst die ,metonymie mit grerer ,klarheit dargestellt hat1 als es gewhnlich geschieht4 #aj ,eine gute ,nachbildung des griechischen ,originals1 in dem der ,begriff 1 schmelzen1 in den ,formen 1 1 1 1 wiederkehrt4 #aa ,es sei hier auf ,rudolf ,hildebrands ausgezeichnete ,schrift3 ,vom deutschen ,sprachunterricht in der ,schule und von deutscher ,erziehung und ,bildung berhaupt81 #g4 ,aufl41 ,s4 #ajc flgg41 #abb verwiesen1 die zahlreiche ,beispiele dieser ,art behandelt4 #ab ,bei ,luther findet sich neben sieh die ,form siehe1 und nach ihm haben auch ,goethe u4 a4 beide ,formen angewendet4 ,man kann die ,form siehe daher als ,ausnahme gelten lassen4 #ac ,den ,apostroph zur ,bezeichnung der ,apokope hat ,konrad ,gener in ,deutschland eingefhrt1 er nahm das ,zeichen aus dem ,griechischen herber4 #ad ,jakob ,grimm hat in seiner ,grammatik nachgewiesen1 da die passive ,bedeutung des ersten ,partizips sich in allen germanischen ,sprachen findet4 #ae ,die ,regel1 da das ,partizipium nur auf das ,subjekt bezogen werden drfe1 ist unrichtig und widerspricht geradezu dem ,geiste der deutschen ,sprache4 #af ,vgl4 ber die absolute ,partizipialkonstruktion namentlich ,andresen1 ,sprachgebrauch und ,sprachrichtigkeit1 ,s4 #abj flg4 #ag ,beispiele dieser ,art finden sich bei unseren besten ,dichtern und ,schriftstellern4 ,was wir diesen verzeihen1 ist darum aber noch nicht nachzuahmen4 #ah ,wenn ,nominativ und ,akkusativ gleichlauten1 duldet der ,sprachgebrauch in einigen ,fllen die ,zusammenziehung1 z4 ,b43 ,was ich bin und habe4 ,die alten ,grammatiker betrachteten die von der strengen ,korrektheit abweichende ,zusammenziehung als eine besondere ,redefigur1 die sie ,zeugma 7d4 i4 ,zusammenjochung7 nannten4 #ai ,doch finden sich manche ,abweichungen von dieser ,regel1 die sich als ,fgungen nach dem ,sinne wohl rechtfertigen lassen1 z4 ,b43 ,ein streitendes ,gestaltenheer1 die seinen ,sinn in ,sklavenbanden hielten48 7,schiller47 ,es gibt im ,menschenleben ,augenblicke1 wo er dem ,weltgeist nher ist als sonst48 ,derselbe4 ,vgl4 hierber ,fr4 ,grter1 ,zwei ,schulprogramme ber die ,synesis1 ,mnster #ahee und #ahfg4 #bj ,gewhnlich wird die falsche ,regel aufgestellt3 als sei vergleichend dem ,grade und ,mae nach1 daher msse man sagen3 ebenso gro als ich8 und nicht3 ebenso gro wie ich48 ,die ,geschichte unserer ,sprache erweist diese ,regel als unhaltbar4 ,vgl4 meine ,errterung des ,verhltnisses zwischen als und wie in ,beckers ,deutschem ,stil ,s4 #baa-bag4 #ba ,wir schlieen uns hier in den ,hauptpunkten der ,einteilung an1 die ,becker gegeben hat1 nur mit dem ,unterschiede1 da wir bei dieser ,einteilung prosaischen und poetischen ,stil zusammenfassen1 whrend ,becker diese beiden ,stilgattungen scheidet und wieder in ,unterarten zerlegt4 ,wackernagel teilt den ,stil in folgende ,arten3 a7 ,stil des ,verstandes 7lehrhafte ,prosa72 b7 ,stil der ,einbildung 7,epos1 ,drama72 c7 ,stil des ,gefhls 7oratorische ,prosa1 ,lyrik74 #bb ,vgl4 meine ,darstellung der ,entwickelung des historischen ,stiles in ,beckers deutschem ,stil1 ,s4 #deg flg4 #bc ,bei einer ,predigt besteht die narratio facti in der ,verlesung des ,bibeltextes4 #bd ,eingehend handelt ber die ,disposition3 ,deinhardt1 in seinen ,beitrgen zur ,dispositionslehre1 die allen empfohlen seien1 die sich weiter ber den ,gegenstand unterrichten wollen4 ,wir folgen hier im allgemeinen den nmlichen ,grundstzen1 wie sie schon von ,quintilian und ,cicero dargelegt worden sind4 #be ,msers smtl4 ,werke1 neu geordnet und aus dem ,nachlasse gemehrt durch ,b4 ,r4 ,abeken4 #b4 ,ausg4 #aheh1 ,,iv4 ,s4 #e4 #bf ,ausnahmen sind die intransitiven ,verben3 hinterbleiben1 unterbleiben1 beharren1 beruhen1 bestehen1 begegnen1 behagen1 bekommen1 es beliebt1 unterliegen4 #bg ,lehren 7got4 laisjan1 ,kausativum zu got4 lais1 d4 i4 wei7 heit eigentlich wissen machen84 ,einige ,schriftsteller verbinden lehren mit dem ,dativ der ,person1 z4 ,b43 ,da hat er den ,franzosen das ,schwimmen gelehrt4 ,arndt4 -- ,lehr' unser deutsches ,recht dem ,franzmann im ,gefecht4 ,rckert4 ,dieser ,gebrauch ist nicht gut zu heien4 ,vgl4 ,heyse-,lyon1 ,s4 #cjc flg4 #bh ,vgl4 mhd43 ich bin den site gelret4 #bi ,grimm nennt nur die ,verben reflexive1 die das ,reflexivpronomen im ,akkusativ bei sich haben4 ,man knne daher die1 die es im ,dativ bei sich haben1 genauer unechte ,reflexiva nennen4 #cj ,sich entblden bedeutet eigentlich in den ,zustand des ,bldeseins eintreten82 die ,vorsilbe ent ist hier nicht privativ1 sondern inchoativ1 d4 h4 sie drckt das ,eintreten in einen ,zustand aus1 wie in3 entblhen1 entblen1 entschlafen usw4 -- ,gegenwrtig ist von sich entblden hauptschlich die ,verneinung sich nicht entblden8 in ,gebrauch1 und zwar in der ,bedeutung3 sich nicht scheuen1 sich erdreisten48 ,frisch in seinem ,deutsch-lateinischen ,wrterbuche ,i1 #aaa c und ,grimm 7,wrterbuch ,,iii1 #dii7 erklren sich gegen diesen ,sprachgebrauch2 sie fassen die ,vorsilbe ent- in entblden als das privative ent- 7im ,sinne von weg1 los7 auf und legen infolgedessen dem ,worte entblden die gerade entgegengesetzte ,bedeutung3 die ,bldigkeit benehmen1 beherzt machen8 bei4 ,zwar wird sich entblden von einigen ,schriftstellern in dieser letzteren ,bedeutung gebraucht1 z4 ,b4 von ,wieland1 ,gleim u4 a42 doch dieselben ,schriftsteller wenden sich entblden auch in der oben angefhrten ,bedeutung von sich scheuen8 an1 und der heutige ,sprachgebrauch kennt nur noch diese ,bedeutung1 die zugleich die ursprngliche ist4 ,vgl4 hierzu meine ,bearbeitung des ,artikels ,entblden8 in ,eberhards synonymischem ,handwrterbuche1 #af4 ,aufl4 ,s4 #cge flg4 #ca ,noch ,adelung 7,wrterbuch1 #b4 ,aufl4 ,i1 ,s4 #djj7 lie bei anwandeln nur den ,dativ gelten1 whrend ,heyse1 ,becker u4 a4 nur den ,akkusativ zulassen4 ,es sind jedoch beide ,kasus zu gestatten1 obwohl dem ,akkusativ der ,vorzug zu geben ist4 #cb ,viele ,beispiele dieser ,art fhrt ,andresen 7,sprachgebrauch und ,sprachrichtigkeit1 #g4 ,aufl4 ,s4 #ahb7 aus ,goethes ,werken an4 #cc ,deinetwegen weist wie meinetwegen1 seinetwegen usw4 auf die ursprngliche ,form der ,prposition wegen zurck1 vgl4 ,i1 #beb4 ,das ,wort enthlt den ,plural des ,possessivpronomens und heit eigentlich3 von dnen wegen4