,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #aiac erschienenen ,buchausgabe so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und altertmliche ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert2 fremdsprachliche ,zitate wurden nicht korrigiert4 ,das ,original wurde in ,frakturschrift gedruckt2 besondere ,schriftschnitte wurden in der vorliegenden ,fassung mit den folgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,tilden ,aus dem ,reiche des ,buddha ,sieben ,erzhlungen von ,paul ,dahlke4 ,illustration ,breslau #aiac4 ,walter ,markgraf4 ,alle ,rechte vorbehalten4 ,titelzeichnung von ,bruno ,steigber1 ,breslau4 ,inhaltsverzeichnis4 ,seite ,suriyagodas ,erwachen #a ,nala1 der ,schweiger #de ,il ,penseroso #fb ,die ,liebesgabe #hf ,helene van ,hoeven #aac ,valmikas ,hngen #aib ,der heilige ,kreis #bjj ,illustration ,suriyagodas ,erwachen4 ,wie der ,mnch ,suriyagoda in weltlichem ,stande geheien habe1 ehe er in den ,orden des ,erhabenen getreten war1 dessen wute sich niemand mehr zu entsinnen4 ,so lange lebte er schon im ,orden4 ,auch ber sein ,alter wute niemand etwas sicheres4 ,kopf und ,gesicht trug er stets glatt geschoren1 auch seine ,haltung war stets aufrecht4 ,trotzdem behaupteten manche1 da er das achtzigste ,lebensjahr lngst berschritten habe1 und da es die ,strenge und ,leidenschaftslosigkeit seines ,lebenswandels sei1 die ihn ber das ,alter siegen lasse4 ,er war von einer wahrhaft vollendeten ,magerkeit1 und sein ,auge leuchtete in einem so gleichmig milden und doch so starken ,glanze1 da alle1 die ihm nahe kamen1 eher einen verklrten ,geist als einen unreinen ,krper zu sehen meinten4 ,auch stand er lngst im ,geruche1 die ,arahatschaft erreicht zu haben1 zur ,einsicht gekommen zu sein3 ,dieses ist meine letzte ,geburt2 nie wieder werde ich auftauchen im ,strudel des ,samsara48 ,er selber freilich hatte nie auch nur eine ,andeutung darber gemacht4 ,denn da einer sich seiner hheren ,einsichten rhmt1 anderen oder sich selber gegenber1 das gibt es nicht im ,orden des ,erhabenen4 ,seine ,klause lag abseits von den anderen1 auf dem ,wege zum ,at-,vihara1 und wenn die ,glubigen an ,mahasya-,dagoba angebetet hatten und zum ,at-,vihara hinaufgingen1 so pflegten sie auch vor seiner ,schwelle ,blten vom ,tempelbaum niederzulegen4 ,so gro war der ,ruf seiner ,tugend und ,weisheit4 ,mit ,suriyagodas ,erwachen war es merkwrdig zugegangen4 ,freilich ist das innere ,erwachen der ,menschen stets das ,merkwrdigste des ganzen ,lebens1 aber selbst die ltesten ,theras wuten sich niemandes zu erinnern1 bei dem das ,erwachen so frh eingetreten war wie bei ihm4 ,auch die ,umstnde1 unter denen sich alles ereignet hatte1 waren einigermaen merkwrdig4 ,der ,eine erwacht wohl1 wenn er einen kranken ,menschen1 ein zu ,tode getroffenes ,tier sieht2 ein ,anderer1 wenn er sinnend sitzt und den ,wind in den ,blttern suseln hrt2 wieder ein ,anderer1 wenn er eine ,flamme zngeln1 ein ,licht verlschen sieht2 die meisten freilich1 wenn sie1 nach dem ,almosengange zurckgekehrt1 sich an einem stillen ,orte niederlassen1 die ,beine gekreuzt1 den ,krper gerade aufgerichtet und der ,einsicht pflegen1 wie sie vom ,buddha belehrt worden sind4 ,so trifft es den ,einen so1 den ,andern so1 je nach den ,vorbedingungen4 ,mit dem ehrwrdigen ,suriyagoda war alles folgendermaen zugegangen3 ,er war wiedergeboren worden in das ,haus eines reichen ,brahmanen1 der von ,sd-,indien arm herbergewandert war nach ,lanka und in ,anuradhapura in ,diensten des ,knigs stand1 weil er einiges konnte1 was die eigenen ,untertanen des ,knigs nicht konnten4 ,dieser ,mann wohnte in der ,nhe des ,tempels1 den man schlechthin den ,pfau-,tempel nannte1 nicht weit vom heiligen ,bo-,baume1 dem tglich ungezhlte ,scharen von ,anbetern ihre ,ehrfurcht erweisen4 ,er selber freilich hielt fest am ,glauben seines ,heimatlandes1 in dem man ,shiva anbetete4 ,er verachtete das ,gesetz des ,buddha und nannte es eine vergrbelte ,narrenlehre1 weil er es eben nicht verstand4 ,die ,mnche aber im ,orden des ,erhabenen nannte er kahlgeschorene ,pfaffen84 ,deswegen geschah es nie1 da diese auf ihrem tglichen ,almosengange vor seiner ,tr stillstanden1 um ,gabe in ,empfang zu nehmen4 ,eines ,tages nun kam ein fremder ,bhikkhu durch ,anuradhapura1 um in ,mihintale am ,mahasaya-,dagoba ,ehrfurcht zu erweisen4 ,das war so gekommen3 ,seit vielen ,jahren lebte er fern im ,sden in ,tissamaharama1 ernsthaft1 enthaltsam1 innig bemht um ,einsicht4 ,denn das sieht ja jeder ,nachdenkliche bald1 da ,leben zwecklos ist1 und hat es ,zwecke1 da sie von uns hineingelegt sind2 also wozu das ,ganze1 wozu8 ,antwort gibt nur der ,tathgata4 ,zu diesem ,mnch kam eines ,tages ein ,mnch aus dem ,norden der ,insel4 ,der erzhlte von der ,heiligkeit der ,pltze dort oben1 so da den ,anderen ein ,verlangen ankam1 dort ,ehrfurcht zu erweisen4 ,als nun sein ,besucher ihn aufforderte1 mit ihm nach ,norden zu gehen1 da stand er1 wie er gerade dasa1 auf und sagte3 ,gut1 so la uns gehen68 ,der ,andere aber hatte allerhand ,habseligkeiten bei sich1 die er im ,pnsala niedergelegt hatte1 so da er nicht sogleich aufbrechen konnte4 ,da sagte der ,tissamaharama-,mnch3 ,du bist kein rechter ,jnger des ,erhabenen4 ,es drfte besser sein1 allein zu gehen48 ,damit wandte er sich und trat unverzglich seine weite ,reise an2 denn von ,tissamaharama bis ,mihintale sind wohl zwlf ,tagemrsche oder mehr4 ,dieser ,mnch nun trat1 als er auf seiner ,wanderung durch ,anuradhapura kam1 vor des reichen ,brahmanen ,haus und wartete schweigend auf ,almosen2 denn er wute nicht1 da dieser die ,bhikkhus verspottete und kahlgeschorene ,pfaffen schimpfte4 ,der ,brahmane sa gerade in der offenen ,vorhalle seines ,hauses beim ,essen und hatte viele und reiche ,gerichte vor sich1 wie es so seine ,gewohnheit war4 ,als nun der ,mnch herantrat und schweigend am ,tore stehen blieb1 da1 wo an jeder ,seite ein kleiner ,elefant aus ,stein den ,eingang bezeichnete1 da wandte er sich ein wenig seitwrts1 gleichsam als ob er ihn nicht she2 denn er war nicht nur ein ,verchter des ,dharma1 sondern auch ein ,geizhals4 ,suriyagoda aber war damals etwa zwlf ,jahre alt4 ,als nun der ,knabe sah1 da sein ,vater dem ,mnch nicht geben wollte1 trat er auf diesen zu und sagte1 gleichsam um seinen ,vater zu entschuldigen3 ,er geniet die ,frucht frherer ,taten48 ,er meinte3 ,mein ,vater lebt jetzt ppig1 weil er in frheren ,leben ,gutes getan hat1 wofr ihn jetzt der ,lohn trifft4 ,worauf der ,mnch1 ohne den gesenkten ,blick vom ,boden zu erheben1 erwiderte3 ,und ich lehre die ,frucht frherer ,taten48 ,bei diesen ,worten wurden die ,augen des ,knaben weit4 ,wie unschlssig stand er da1 dann sagte er leise3 ,wenn du die ,frucht frherer ,taten lehrst1 so will ich mit dir gehen48 ,so mut du zuvor deinen ,vater um ,erlaubnis bitten48 ,da trat der ,knabe auf den ,essenden zu und sagte3 ,vater la mich mit diesem da gehen48 ,und mit einer ,stimme1 die gedmpft war vor verhaltener ,leidenschaft1 fgte er hinzu3 ,er lehrt die ,frucht frherer ,taten48 ,der ,alte hielt erstaunt im ,essen inne4 ,siehst du nicht1 da es so einer ist8 ,weit du nicht1 da du eines ,brahmanen ,sohn bist88 ,vater1 er lehrt die ,frucht frherer ,taten4 ,la mich mit ihm gehen48 ,und zum zweiten ,male der ,alte3 ,siehst du nicht1 da es so einer ist8 ,wer soll an meinem ,grabe die ,totenopfer vollziehen1 wenn du uns verlt8 berdies haben nicht auch die ,rishis die ,frucht der ,taten gelehrt88 ,der ,knabe stand bedrckt2 denn er fhlte1 da sein ,vater recht hatte mit dem ,totenopfer4 ,indem kam des ,brahmanen jngeres ,shnchen1 das er mit einer anderen ,ehefrau gezeugt hatte1 in die ,halle gehpft und schrie wie zum ,scherz einmal ber das andere3 ,vater1 ,vater68 ,da richtete sich der ,knabe pltzlich auf und sagte zum dritten ,male3 ,la mich mit dem ,manne gehen4 ,ich will nicht ,speise1 nicht ,trank nehmen1 lt du mich nicht gehen48 ,weil nun der ,vater merkte1 wie es mit dem ,kinde stand1 da es das ,geheimnis des ,samsara gewittert hatte1 sagte er1 schweren ,herzens und dem ,mnche grollend3 ,so geh68 ,dann aber1 als er den am ,tor noch unbeweglich und gesenkten ,blickes dastehen sah1 berkam es ihn1 und sich vor seinem eigenen ,groll frchtend1 da er ihm in diesem oder einem folgenden ,leben schaden knnte1 rief er dem ,mnche zu3 ,mnch1 ich zrn' dir nicht68 ,es war aber auch schon vorher eigen zugegangen mit ihm4 ,noch als kleiner ,knabe hatte er einst zwei ,papagei-,mangos vom ,grtner geschenkt bekommen4 ,da dachte er3 ,ich will den einen auf den ,altar legen fr ,siv und will den anderen nicht eher essen1 als bis sie den ihren genommen hat48 ,so legte er die ,frucht hin und wartete1 mit der anderen ,frucht in der ,hand4 ,aber die ,gttin nahm die ,gabe nicht4 ,sehnschtig blickte der ,knabe bald auf den ,mango in der ,hand1 bald auf den auf dem ,altar4 ,ihn hungerte1 auch a er ,mangos fr sein ,leben gern4 ,er begann leise zu weinen1 erst in sich hinein1 dann lauter und lauter1 bis schlielich sein ,vater kam4 ,als der ihn sah mit dem ,mango in der einen ,hand und dem anderen ,mango auf dem ,altar1 fragt er3 ,was ist das1 ,sohn88 ,fr ,siv1 ,vater6 ,sie nimmt nicht48 ,sohn1 es ist auch nicht so1 da die ,gtter nehmen48 ,damit nahm er den ,mango vom ,altar und gab ihn dem ,knaben4 ,i nur68 ,worauf dieser schnell beide ,frchte verzehrte4 ,eine geraume ,zeit danach fragte er seinen ,vater unvermittelt3 ,vater1 wie ist es1 da die ,gtter nehmen88 ,der ,alte wute erst nicht1 was die ,frage sollte4 ,dann erinnerte er sich der ,mangos4 ,sohn1 es ist nicht so6 ,die ,gtter sind geheimnisvoll4 ,sie nehmen1 sie geben -- wir wissen nicht wie48 ,der ,knabe schwieg dann4 ,und die in ,tanjor88 ,er meinte die ,priester am ,subrahmanya-,tempel in ,tanjore1 ob die etwa mehr wten4 ,solch ein ,knabe war ,suriyagoda gewesen von jeher4 ,so nahm er jetzt seine ,matte und sein ,trinkgef und folgte dem ,gelben nach4 ,der schritt frba1 ohne den ,kopf zu heben1 die ,tempelstrae entlang1 am ,abhaygivi-,dagoba vorbei dem ,tissawwa zu4 ,als sie nun auf dem hohen ,damme entlang gingen1 ber den der ,sturm hinwegsauste1 -- es war gerade die ,zeit des ,monsun -- da sah der ,knabe mit ,staunen1 wie der ,see wei am ,ufer schumte4 ,gespenstern glichen die grauen ,stmpfe abgestorbener ,bume1 die halb im ,wasser ertrunken dastanden und ihre toten ste in die ,luft streckten4 ,jetzt wandte er den ,kopf und sah hinter sich1 weit1 am anderen ,ufer ,ruanweli hochragen wie ein ,gebirge1 in seinem marmorweien ,mantel glnzend wie ,silber4 ,wie weit bin ich fort von ,hause8 dachte er4 ,er war noch nie hier gewesen2 denn die ,kinder vornehmer ,brahmanen verlassen selten das ,haus1 weil sie ,unreinheit frchten4 ,ihm wurde schwer und ngstlich zu ,mut4 ,er dachte3 ,ich will warten1 bis jener da wieder vor einer ,htte stehen bleibt und um ,almosen bittet2 -- denn im ,hause seines ,vaters hatte er nichts bekommen -- dann will ich um ,erlaubnis bitten1 zurckkehren zu drfen1 ich frchte mich48 ,dabei sah er auf den ,mnch1 der vor ihm schritt1 schweigend1 das ,haupt gesenkt1 das gelbe ,gewand geblht im ,winde wie eine ,glocke4 ,der aber dachte bei sich3 ,die ,sonne hat ihren hchsten ,punkt bereits berschritten2 die schickliche ,zeit zum ,essen fr heute ist vorbei4 ,so ist es besser1 ich warte bis morgen48 ,so gingen sie an den letzten ,htten vorber1 ohne da jener still hielt1 und der ,knabe trottete hilflos hinter ihm drein1 immer in der ,hoffnung1 da jener stille stehen oder sich wenden wrde4 ,und wie schrecklich war erst der ,wald1 in den sie jetzt traten4 ,vom ,sturm drauen gab es hier nichts4 ,regungslos alles1 wie gelhmt von etwas furchtbarem1 bei dem das ,herz fragt3 ,was mag es nur sein88 und aus dem ,ausbleiben jeder ,antwort neue ,schrecken saugt4 ,die ,augen schmerzten ihn1 wenn er auf die ,strae sah1 die wei1 blendend1 scheinbar endlos sich vor ihm dehnte und ber der die ,luft flimmerte4 ,seitwrts am ,wege aber standen diese mchtigen ,termitenhaufen1 und mit ngstlicher ,scheu sah er groe1 hliche ,eidechsen auf ihnen1 die den ,kopf erhoben1 das ,maul geffnet1 regungslos dasaen1 wie bezaubert von dieser grimmigen ,sonne4 ,gewi1 es sind bse ,geister8 dachte der ,knabe und blickte starr vor sich4 ,so mochten sie wohl zwei ,stunden gewandert sein1 da kamen sie an die ersten ,huser eines anderen ,ortes4 ,hinter dem erhob ein zweigipfeliger ,fels sich hoch in die ,luft4 ,beide ,gipfel aber waren gekrnt mit einem ,dagoba4 ,der ,knabe wute wohl1 das war ,mihintale1 das heilige ,mihintale1 aber nie vorher war er hier gewesen4 ,an einem lieblichen ,weiher1 voll von ,lotus1 vorbei schritt der ,mnch auf diesen ,berg zu4 ,die geisterhaften ,schrecken des ,waldes waren vorber4 ,machtvoll wehte der ,wind ber die ,wasserflche4 ,von weitem schon winkte eine mchtige ,eingangspforte4 ,durch sie schritt der ,mnch2 ,suriyagoda eng hinterdrein4 ,sie waren pltzlich wie in einer anderen ,welt4 ,groe und kleine ,dagobas1 ,hallen fr ,gebet und ,speisung1 heilige ,feigenbume1 von ,mauern umrahmt1 ,steintafeln mit ,inschriften1 ,bder in schn behauenen ,stein gefat4 ,zwischen dem allen eine ,treppe1 deren ,stufen groe ,steinquadern bildeten1 flach und so breit1 da wohl vier ,elefanten nebeneinander auf ihr gehen konnten4 ,diese ,flucht von ,stufen verlor sich nach oben zu im geheimnisvollen ,halbdunkel des ,urwaldes3 die heilige ,treppe von ,mihintale4 99 99 99 99 99 ,so verlebte ,suriyagoda in ,mihintale1 dem heiligsten ,platze1 ,jahr fr ,jahr4 ,frh vor ,sonnenaufgang erhob er sich zusammen mit den anderen ,klosterschlern4 ,dann wurde der ,hof gefegt1 ,blten von den ,bumen geschttelt1 um sie vor dem ,buddha-,bilde nieder zu legen4 ,die ,mnche sangen im ,vihara1 auf der ,erde vor dem ,buddha-,bilde knieend1 ,gesnge1 die in ihrer ,monotonie dem ,klange tiefer ,glocken glichen2 ,gesnge zum ,preise des ,buddha1 zum ,preise des ,gesetzes1 zum ,preise der ,mnchsgemeinde4 ,hrte der ,gesang dann pltzlich auf1 so tnte es von den geschlossenen ,lippen der ,mnche noch ein ,weilchen weiter1 wie das ,nachschwingen in ,erz4 ,schon frh wurden die ,knaben angehalten zum ,meditieren ber ,menschenliebe1 ber ,wohlwollen gegen alles ,lebende1 ber die ,allvergnglichkeit1 ber die ,unreinlichkeit alles ,krperlichen und ber den ,tod4 ,auch muten sie sich fleiig ben die ,gedanken zu regeln durch achtsames ,ein- und ,ausatmen4 ,auch die heiligen ,schriften wurden gelesen1 indem ein lterer ,mnch vorsprach und die ,schler nachsprachen1 vorlufig freilich ohne ,sinn und ,bedeutung zu verstehen4 ,am ,abend sangen die ,mnche wieder vor dem ,buddha-,bild im ,vihara4 ,wie lieblich aber waren die ,festtage an den ,neu- und ,vollmonden1 wenn alle ,anhnger kamen1 schon frh am ,tage1 lautlos1 in bltenweien ,kleidern1 alle ,mnner1 ,weiber und ,kinder1 ganze ,krbe voll gelber und weier ,blten brachten und vor dem ,buddha-,bilde aufhuften1 so viel als ob es die ganze ,nacht ,blumen geregnet htte2 wenn dann alles still niederkniete und ein ,mnch die ,satzung rezitierte4 ,wenn aber abends der ganze ,vihara vom ,glanz der ,lichter strahlte1 dann kam es dem ,knaben wohl vor1 als ob die bewegungslose ,ruhe des ,buddha-,bildes ,leben bekme4 ,das ,gesicht schien im ,ausdruck zu wechseln1 die ,lippen sich zu regen1 die zum ,predigen erhobene ,hand sich zu bewegen4 ,eine inbrnstige ,ehrfurcht wallte dann im ,herzen des ,knaben4 ,er mute sich ,gewalt antun1 hier nicht anzubeten1 wie er es im ,hause seines ,vaters gewohnt war4 ,denn das mu man ja wissen1 da man zu einem ,buddha nicht beten kann2 da man ihm nur ,dank und ,ehrfurcht erweisen kann dafr1 da er den ,weg1 den er selber gefunden1 auch uns1 der ,welt1 gezeigt hat4 ,es war die mit der ,muttermilch eingesogene ,gottsucht1 die noch in dem ,knaben arbeitete und seine ,einsicht hinderte4 ,am ,abend spt begann dann das ,predigen1 das oft bis tief in die ,nacht dauerte4 ,gepredigt aber wurde von der ,vergnglichkeit1 dem ,leiden1 der ,wesenlosigkeit aller ,dinge2 dem ,unbefriedigenden1 ,leiden zchtenden der ,lust1 dem ,segen des ,entsagens4 ,wovon sonst sollte auch wohl ein ,mensch dem andern predigen6 ,am ,tage nachher aber folgte dann das ,beichten der ,mnche4 ,mit gefalteten ,hnden knieten sie vor dem ,abte nieder und sprachen mit diesen tiefen1 klangvollen ,stimmen3 ,herr1 wenn wir unwissentlich mit einer der drei ,pforten 7,tat1 ,wort1 ,gedanke7 gefehlt haben1 so vergib uns48 ,worauf der ,abt erwiderte3 ,ich habe vergeben4 ,so vergebt auch ihr mir48 ,so wird im ,orden des ,erhabenen gelebt1 den der ,erhabene selber das unvergleichliche ,feld um ,verdienst zu erwerben8 nennt4 ,und wirklich sind ja diese ,mnche1 indem sie stndig allem ,lebenden in einem ,wohlwollen zugetan sind1 die grten ,wohltter der ,menschheit4 ,ein einziges ,herz voll heiterer ,entsagung trgt ja zum ,wohle der ,menschheit mehr bei als ein ganzes ,leben voll rastloser ,philantropie4 99 99 99 99 99 ,es war nun die ,zeit gekommen1 da ,suriyagoda mit der ,robe bekleidet1 d4 h4 selber ,mnch wurde4 ,wie die anderen machte er von da ab alle ,vormittage seinen ,almosengang1 indem er1 das ,gewand schicklich geordnet1 gefaten ,sinnes1 gesenkten ,auges von ,haus zu ,haus ging und an den ,tren schweigend wartete1 bis ihm der ,reis in die ,almosenschale getan wurde4 ,kam dann der ,geber1 hatte den ,reis in die hingehaltene ,schssel hineingetan und auf der ,erde kniend1 die gefalteten ,hnde vor dem ,gesicht1 seine ,ehrfurcht erwiesen1 so ging der ,mnch schweigend weiter zur nchsten ,tr1 bis die ,schale zur ,genge gefllt war4 ,dann trat er den ,rckweg zum ,kloster an und verzehrte dort1 stets unter dem gleichen ,schweigen1 sein ,mahl an einem einsamen ,orte4 ,eines ,tages nun1 als ,suriyagoda schweigend dastand1 gesenkten ,blickes und auf die ,gabe wartete1 trat pltzlich ein ,mensch auf ihn zu1 der war nackt bis auf einen ,eulenflgel1 der seine ,scham notdrftig deckte4 ,die ,haut war ,asche beschmiert und sah aus wie graues ,leder2 die ,haare verfilzt wie eine schmutzige ,kokusmatte2 der ,blick wirr und unheimlich4 ,der sprach leise aber heftig zum ,mnch3 ,du1 es ist mir gegeben1 in deiner ,zukunft zu lesen4 ,ehre und ,lob dem ,allmchtigen6 ,du mut durch eine groe ,liebe gehen48 ,dann dicht vor ,suriyagoda hintretend fuhr er lauter fort3 ,wolltest du deine ,augen nur einmal heben1 so knnte ich dir sagen1 wo und wie48 ,suriyagoda verharrte unbeweglich4 ,es berkam ihn etwas ,unheimliches1 einer jener ,schauer aus unbekannten ,regionen1 unter denen er als ,knabe so oft gelitten hatte2 jene ,schauer1 die den in ,weisheit noch nicht gefestigten immer wieder fragen lassen3 ,gibt es doch wohl etwas hinter dieser ,welt hier1 das ber uns herrscht88 ,er fhlte instinktiv1 wenn er den ,blick heben und das ,auge dieses ,menschen treffen wrde1 so wrde es ihn greifen1 ihn ansaugen1 er wrde fallen -- einer grundlosen ,tiefe zu4 ,indem erschien der ,anhnger1 um den ,reis in die ,schale zu schtten4 ,als er den ,fakir sah1 winkte er mit der ,hand und rief husch1 husch681 wie man ,krhen von einer ,schssel scheucht4 ,worauf der sich eilig abwandte1 aber knurrend und schnffelnd1 wie ein ,jagdhund1 der eine ,spur gewittert hat und sie nicht verfolgen darf4 ,am selben ,abend1 als ,suriyagoda1 bevor er zur ,ruhe ging1 vor dem ,abt niederkniete und ihm ,ehrfurcht bezeugte1 bat er ihn um die ,erlaubnis1 in ,zukunft1 wenn er den ,anhngern und ,anhngerinnen predigte1 hinter einem ,palmblatt-,fcher sitzen zu drfen4 ,er wollte sich dadurch davor schtzen1 da sein ,auge auf irgend etwas trfe1 was ihm ,liebe erregen knnte1 denn er dachte3 ,wofr bin ich schon als ,knabe in den ,orden des ,erhabenen getreten1 wenn ich doch die ,qualen und den ,schmutz der ,liebe durchmachen mu8 ,es ist besser1 ich schtze mich beizeiten48 ,nun war ,suriyagoda von schner ,gestalt1 schlank aber krftig1 von feinem ,gesicht1 mit vollem1 freiem ,auge und von hoher ,anmut bei allem was er tat und redete4 ,daher war die ,predigthalle stets am vollsten1 wenn er den ,anhngern und ,laien predigte4 ,so fragte der ,abt1 weshalb er denn von jetzt ab hinter dem ,fcher predigen wolle8 worauf ,suriyagoda stockte und errtete1 dann aber die ,sache mit dem ,fakir berichtete4 ,der ,abt lchelte ein wenig und gab ihm die ,erlaubnis4 ,dann aber1 als leisen ,tadel1 fgte er den ,spruch des ,erhabenen hinzu3 ,ist dieses1 wird jenes2 ist dieses nicht1 wird jenes nicht18 womit er sagen wollte1 da ein jeder ,mensch aus dem jetzigen ,moment heraus sich das nchste selber schaffe1 je nachdem was er tut1 was er redet1 was er denkt4 ,und wie bei einem rollenden ,stein ein ,moment der ,bahn das nchste bestimmt1 und dieses wieder das nchste1 so auch beim ,menschenleben4 ,nicht in den ,hnden eines ,schwrmers oder der ,gestirne liege unsere ,zukunft1 sondern in den ,hnden dieses ,jetzt hier1 das ich selber bin4 ,so predigte von jetzt ab ,suriyagoda ,jahr fr ,jahr hinter einem ,palmblattfcher4 ,die ,prophezeiung des ,fakirs hatte er lngst vergessen1 aber der ,fcher war ihm so zur ,gewohnheit geworden1 da er berall der ,fcherprediger hie4 99 99 99 99 99 ,einstmals1 am ,upsatha-,tage des ,vessak-,monats veranstaltete der ,knig eine groe ,feier zu ,ehren des ,erhabenen4 ,die ganze ,strae von ,anuradhapura bis ,mihintale1 zwei ,wegstunden lang1 war mit gelben und weien ,blten bestreut4 berall am ,wege hingen ,fahnen und ,banner4 ,zur festgesetzten ,stunde verlie der ,knig seinen ,palast in der ,nhe des ,jetavanarama-,dagoba mit dreiunddreiig ,elefanten4 ,auf ihnen ritten die ,adeligen1 immer je vier in einer ,reihe2 an der ,spitze aber der ,knig auf dem ,knigselefanten1 der von ,gold und ,edelsteinen glnzte4 ,dieser ,elefant war so einer1 von dem man sagt3 ,er hat seinen ,rssel preisgegeben48 ,denn ehe ein ,elefant nicht im ,kampf den ,rssel preisgibt1 leistet er nicht das hchste4 ,hat er aber den ,rssel preisgegeben1 so kann ihm nichts mehr widerstehen4 ,hinter den ,elefanten folgte die ,mnchschaft vom heiligen ,bo-,baum und der anderen ,klster ,anuradhapuras in ,snften2 dahinter aber das ,volk zu ,fu4 ,wie ein einziger ,sadhu-,ruf ging es von der ,hauptstadt bis hin nach ,mihintale4 ,als nun der ,zug am ,ambastalla-,dagoba angekommen war1 da stiegen alle1 selbst der ,knig1 ab2 denn hier ist der heiligste ,platz ,ceylons nahe3 die ,hhle1 in welcher ,mahinda1 ,knig ,aokas ,sohn1 der ,apostel ,ceylons1 sein ,leben in ,heiligkeit1 d4 h4 heil von ,leidenschaften und ,lsten1 verbrachte4 ,das ,felsenbett auf dem ,boden dieser ,hhle ist heute noch zu sehen4 ,hier nun stieen auch die ,mnche von ,mihintale1 ,suriyagoda mit ihnen1 zum ,zuge4 ,vom ,ambastalla-,dagoba stieg alles1 der ,knig an der ,spitze1 zum ,mahasaya-,dagoba hinauf1 auf jenen schwarzen ,fels1 in welchen flache ,stufen hineingehauen waren4 ,wer aber unten die schneeweien ,gewnder auf dunklem ,grunde leuchten und die goldenen ,banner und ,standarten in der ,sonne funkeln sah1 der meinte1 es wre das schnste ,schauspiel1 das ,menschen berhaupt schaffen sowohl wie betrachten knnten4 ,nun hatte es vor kurzem einen starken ,regenfall gegeben und in den ,lchern der ,steinstufen standen noch ,wasserreste4 ,als nun der ,knig1 ,upatissa war sein ,name1 in feierlicher ,langsamkeit hochschritt1 da sah er in einer dieser ,lachen ein ,insekt dem ,ertrinken nahe4 ,sofort regte sich ,mitleid mit dem ,lebendigen in ihm2 er machte ,halt und1 indem er den flimmernden ,pfauenwedel in die ,pftze hineintauchte1 rettete er das ,tierchen vom ,ertrinken4 ,als das umstehende ,volk das sah1 da wurden die ,sadhu-,rufe noch viel freudiger4 ,denn wie der ,knig es liebt1 ein frommes gesetzes-freudiges ,volk zu haben1 so liebt auch das ,volk1 einen frommen ,knig zu haben4 ,mit dem ,stillstehen des ,knigs ging eine ,stockung durch den ganzen ,zug und ein jeder fragte1 was geschehen sei1 wobei dann1 sobald ,antwort kam1 das ,sadhu-,rufen immer wieder aufs neue hochflackerte1 wie ein ,feuer1 das ber trocknen ,grasgrund hpft4 ,auch ,suriyagoda lie seinen ,palmblattfcher1 der gro war wie ein ,schild und ohne den er nie seine ,zelle verlie1 sinken und sah sich um4 ,dabei fhlte er ein paar ,augen auf sich gerichtet und verbarg sich sofort wieder hinter seiner ,wehr4 ,aber einige aus dem ,volke hatten ihn gesehen und raunten sich zu3 ,der ,fcherprediger6 ,es ist der ,fcherprediger68 ,er stand nmlich bei diesen ,leuten in hoher ,achtung4 ,denn wer einen reinen ,lebenswandel fhrt und sich bezhmt1 der verdient und erhlt ,achtung4 ,nachdem nun der ,knig und der ganze ,zug den ,mahasaya-,dagoba1 ihn zur rechten ,hand habend1 feierlich umwandelt und auf allen ,altren ,blten niedergelegt hatte1 kehrten der ,hof nach ,anuradhapura und die ,mihintale-,mnche in ihre ,klausen zurck4 ,am nchsten ,morgen fand ,suriyagoda die ,schwelle seiner ,htte mit ,blumen bestreut4 ,gewhnt an derartige ,ehrfurchtsbezeugungen achtete er nicht darauf4 ,dieses wiederholte sich ,morgen fr ,morgen und ,suriyagoda tat nichts als tglich die ,blumen wegzufegen4 ,eines ,abends gegen ,dunkelwerden hrte er ein ,gerusch vor seiner ,tr4 ,als er ffnete1 sah er ein junges ,weib auf den ,knien liegen1 die ,hnde anbetend vor dem ,gesicht4 ,suriyagoda verharrte regungslos die schickliche ,zeit4 ,denn der ,mnch mu schicklicher ,weise warten1 bis der ,laie seine ,ehrfurchtsbezeugung vollendet hat4 ,als das ,weib aber liegen blieb1 sagte er3 ,was ist88 ,die blieb erst regungslos1 dann sagte sie leise3 ,das ,glck1 sagt man1 ,bhante1 das ,glck48 ,einen ,moment war es1 als ob sie sich aufrichten wollte1 aber sofort sank sie wieder zusammen4 ,suriyagoda schwieg betroffen4 ,dann sagte er ruhig3 ,geh68 ,und wieder das demtige1 lockende3 ,das ,glck sagt man ja1 ,bhante1 das ,glck48 ,dabei wiegte sie leise den tiefgesenkten ,kopf1 soda die ,wellen bis zu den vollen ,hften zu gehen schienen4 ,suriyagoda blickte starr gerade aus4 ,freilich1 ,weib6 ,das ,glck1 sagt man ja1 das ,glck4 ,aber was ihr da drauen ,glck nennt1 das ist ,unrat und ,verderben im ,orden des ,erhabenen4 ,und was ihr da ,verderben nennt1 das ist ,glck und ,schmuck im ,orden des ,erhabenen4 ,aber geh6 ,ich darf hier nicht zu dir reden48 ,der ,krper des jungen ,weibes zuckte von unterdrcktem ,schluchzen4 ,mitleidig neigte sich ,suriyagoda4 ,berhren durfte er sie nicht1 aber er wollte ihr im ,nherkommen seiner ,stimme ,trost geben4 ,sei es nun1 da das ,weib sehr erregt oder schnell gestiegen war3 ,indem ,suriyagoda sich herabbeugte1 stieg der ,duft der ,haut zu ihm empor4 ,verwhnt1 berempfindlich gemacht durch die strengen1 aber keuschen ,klostergerche richtete er sich schnell auf4 ,dieser ,duft war ihm zuwider4 ,geh1 geh68 sagte er fast ungeduldig4 ,bei dieser dritten ,aufforderung erhob das ,weib sich2 die gefalteten ,hnde vor dem ,gesicht behaltend wandte sie sich schnell und verschwand in der ,dmmerung4 99 99 99 99 99 ,gerade in diesen ,tagen wurde das ,kloster1 in welchem ,suriyagoda lebte1 von einem schweren ,schlag betroffen1 indem der ,abt1 ,suriyagodas ,lehrer1 pltzlich starb4 ,suriyagoda war sein ,lieblingsschler gewesen4 ,jahrelang hatten sie sogar dieselbe ,zelle geteilt -- der ltere1 um stets ,belehrung geben1 der ,jngere1 um stets ,belehrung empfangen zu knnen4 ,dem scharfen ,auge des alten ,denkers war ,suriyagodas ,charakter bis in seine ,tiefen klar4 ,denn sobald man das ,licht der eigenen ,ichsucht ausgelscht hat1 sieht man jeden ,schein im ,innern des ,anderen3 ,dem ,abte war nicht entgangen1 da ,suriyagoda1 trotz seiner ,aufnahmefhigkeit fr die ,lehre des ,buddha doch immer noch durch das krperliche ,material1 das er auf ,grund seines ,karma verarbeiten mute1 am fessellosen ,erkennen gehindert wurde2 da er immer noch an der ,fessel des ,gottesglaubens krankte1 wenn auch in jener reinen1 hchsten pantheistischen ,form des ,vedanta1 die aber1 wo es auf vlliges ,durchdringen des ,dharma ankommt1 eben so hinderlich ist1 wie der rohe ,glaube an einen persnlichen ,gott4 ,eines ,tages1 nach lngerer ,unterredung sagte er zu ,suriyagoda3 ,die ,liebe1 vor der du dich durch den ,palmblattfcher schtzen willst1 ist gar nicht eine solche ,liebe1 da man sich vor ihr durch uere ,mittel schtzen knnte48 ,suriyagoda verstand nicht4 ,da jener aber nichts weiter sagte1 so wagte er nicht zu fragen4 ,der war nun pltzlich gestorben1 aufrichtig betrauert von seinen ,mnchen und seiner ganzen ,gemeinde4 ,und das ,kloster war vorlufig ohne ,abt4 ,mancher munkelte1 da ,suriyagoda trotz seiner ,jugend 7er war damals noch nicht #cj ,jahr alt7 sein ,nachfolger werden sollte4 ,suriyagoda selber wrde eine solche ,ehrung ausgeschlagen haben4 ,sein ,streben ging nicht auf ,amt und ,wrden1 sondern auf ein ,leben stiller ,nachdenklichkeit4 ,wer erkannt hat1 wozu er lebt1 der wei auch1 da jeder ,augenblick aufgeht im ,arbeiten an sich selber1 im stillen zhen ,kampfe mit sich selber4 ,in der ersten ,zeit nach dem ,tode des ,abtes1 wenn die ,mnche abends still und beklommen in der weiten ,halle saen1 in welcher das flackernde irrende ,kokosnu-,lmpchen nur ,schatten1 nicht ,licht zu geben schien1 da tauchte leise immer wieder die ,frage auf3 ,wohin mag er wohl wiedergeboren sein881 eine ,frage1 auf die freilich niemand eine andere ,antwort geben konnte als die3 ,dahin1 wohin seine ,taten ihn gefhrt haben48 ,denn nicht ,vater und ,mutter1 sondern die ,taten dieses ,lebens wahrlich sind der ,mutterscho1 aus welchem das nchste ,leben hervorgeht4 ,deswegen ist es ja1 da der ,buddha die ,wesen ,karma-entsprossen8 nennt1 nicht ,eltern-entsprossen48 ,da der ,alte weiter wandern mute im ,samsara1 da er ,nirwana1 das ,ende1 das ,verlschen1 noch nicht erreicht habe1 darber war ja freilich kein ,zweifel4 ,er selber hatte es noch in seinen letzten ,stunden gesagt1 aber in ,ruhe und ,fassung1 so da man wohl die frohe ,hoffnung heraus hrte1 nicht in niederen ,wesenheiten wiedergeboren zu werden4 ,man wute auch1 da der ,verstorbene nicht ganz frei war vom ,hngen an gewissen kleinen ,lsten dieser ,welt4 ,fast scherzhaft war seine ,neigung fr ,sigkeiten gewesen und seine ,anhnger1 die seine ,vorliebe kannten1 hatten ihn stets reichlich damit versorgt4 ,als nun eines ,abends wieder die groe ,frage errtert wurde3 ,wohin mag er wohl wiedergeboren sein881 da meinte einer der ,klosterschler1 der mittags die ,schalen der ,mnche am ,brunnen wusch1 ein kleiner ,knirps1 aber keck wie einer3 ,beim ,zuckerbcker68 ,suriyagoda verwies ihm solche unziemliche ,rede ernsthaft und sandte ihn zur ,strafe aus der ,halle2 aber ein ,weilchen herrschte ,schweigen1 weil jeder mit einem ,lcheln kmpfte4 ,von diesem ,abende an wurde die ,frage der ,wiedergeburt des ,abtes nicht mehr berhrt4 ,suriyagoda befand sich damals in einer merkwrdigen ,verfassung4 ,im ,verlauf jener ,unterhaltung1 an deren ,schlu der ,abt ihm gesagt hatte1 da jene ,liebe1 durch die er gehen msse1 nicht durch einen ,palmblattfcher abzuwehren sei1 hatten sie ber den ,wert der ,religionen gesprochen und der alte ,abt hatte das ,christentum mit ungewohnter ,schrfe abgetan4 ,es befriedigt weder das ,bedrfnis des ,menschen nach ,wissen1 noch sein ,bedrfnis nach ,gerechtigkeit4 ,la dich18 fuhr er eindringlich fort1 nicht durch dieses ,aushngeschild der ,liebe bestechen4 ,erste ,pflicht der ,menschen ist nicht die ,liebe1 sondern das ,denken4 ,hchstes ,menschtum liegt nicht im ,lieben1 sondern im ,denken4 ,lieben tun die ,tiere auch1 denken tut nur der ,mensch -- und die ,gtter18 fgte er mit einem ,lcheln hinzu4 ,liebe ohne denken ist1 als ob der ,karren den ,ochsen zieht48 ,er meinte1 ,liebe solle stets vom ,denken geleitet werden1 nicht ihm vorauslaufen4 ,dann hat ,suriyagoda um die ,erlaubnis gebeten1 die ,upanishaden in der ,ursprache lesen zu drfen4 ,er war der beste ,sanskrit-,kenner des ganzen ,klosters4 ,der ,alte hatte nicht gleich geantwortet4 ,die weichen ,hnde ein wenig fester zusammenpressend hatte er in den ,klostergarten hinausgeblickt1 wie interessiert in die letzten ,regentropfen1 die von den ,palmblattwedeln an der ,halle zur ,erde fielen4 ,dann hatte er ruhig gesagt3 ,wenn du willst1 so lies48 ,nach diesem hatte er dann jene ,worte von ,suriyagodas ,liebe gesprochen1 die der ,mnch nicht verstanden hatte4 ,noch am selben ,abend hatte ,suriyagoda seine ,lektre begonnen4 ,er las und las4 ,ihm war1 als ob er ertrinken mte in diesem ,gedanken-,ozean4 ,was waren das fr ,menschen1 diese ,gott-,trunkenen1 ,yajavalkya1 der in ,worten und ,gedanken spricht1 welche ,himmel und ,erde gleichsam mhelos in sich hineinsaugen2 diese ,maitreyi1 die da sagt3 ,gieb mir nicht1 was man ,weibern gibt -- jenes groe ,wissen gib mir1 das du hast48 ,sie meinte das ,wissen von der ,einheit zwischen ,mensch und ,gott4 ,war es nicht etwas ungeheuerliches1 mit einem einzigen ,erkenntnisakt jenes ,wissen zu erreichen1 das ,seligkeit gibt fr immer6 ,denn kann der ,mensch grere ,seligkeit fhlen1 als die ,erkenntnis3 ,ich und ,gott1 wir sind eines ,wesens2 ich ,gottes1 ,gott meines ,wesens und ,tuschung1 wahrlich1 ist das1 was mich von der ,all-,einheit trennt48 ,wie anders1 wie erhaben war das alles in ,vergleich zu diesem drren1 nchternen1 mhevollen1 ja unerhrt hartem ,ringen mit jeder ,tat1 jedem ,wort1 ja jedem ,gedanken1 wie die ,lehre des ,buddha es verlangt4 ,diese schreckliche1 fast aussichtslose ,arbeit des ,gedankenbndigens1 das ,stillstellen der ewig mahlenden ,rder1 die sich selber mahlen1 wirft man kein ,korn zwischen sie4 ,wie eine ,art ,wollust berkam es ihn1 wenn er an die ,geheimnisse jenes mystischen ,lautes dachte1 den der ,gott-,ergriffene von der zitternden ,lippe schweigt4 ,kurz3 ,er sehnte sich aus der harten ,arbeit des ewig wachen ,denkens in die mollige ,ruhe des ,gottfriedens1 wie der ,knecht nach den ,fleischtpfen des ,herrn4 ,alle diese ,stimmungen und ,gefhle fanden ihr stndiges ,gegengewicht im ,dasein seines ,lehrers4 ,mit dessen ,tode ging das ,steuer seines ,lebensschiffes verloren4 ,immer tiefer arbeitete er sich in diesen ,zwiespalt zwischen ,verstand und ,gemt1 zwischen ,belehrung und natrlicher ,neigung4 ,immer wieder freilich sagte ihm der ,verstand3 ,die ,wahrheit lehrt der ,tathgata4 ,nur hier1 wo gezeigt wird1 da ich selber ,frucht meiner ,taten bin1 nur da ist ,gesetz2 nur wo ,gesetz ist1 ist ,gerechtigkeit2 nur wo ,gerechtigkeit ist1 ist ,befriedigung48 ,aber das ,erdige an ihm1 das von ,vater und ,mutter stammte1 hing sich wie ein ,gewicht an den ,flug dieses reinen ,erkennens4 ,immer wieder raunte es in ihm3 ,wenn es doch ein ,ewiges gbe6 ,wenn es doch eine ,seligkeit gbe1 jenseits6 ,wenn dieses ,neti1 ,neti8 der ,upanishaden doch dereinst unerhrte ,wirklichkeit werden knnte6 ,wenn die alten ,rishis doch ,lehrer wren und nicht ,schwrmer68 ,eines ,tages ging er1 mde vom fruchtlosen ,denken1 gegen ,abend zum ,ort hinunter4 ,er fhlte das ,bedrfnis1 andere ,menschen um sich zu sehen1 auch wollte er sich am ,ufer des ,sees1 der einem groen ,lotusteich glich1 ergehen4 ,an einem abgelegenen ,winkel1 von den berhngenden ,zweigen eines wilden ,mangobaumes halb verdeckt1 sah er einen ,mnch aus dem ,nachbarkloster sitzen4 ,der sa1 die ,beine gekreuzt1 die ,hnde ineinander gefaltet1 hoch aufgerichtet1 da1 und wiederholte immer das eine ,wort3 ,wasserkranich1 ,wasserkranich68 ,erstaunt hrte ,suriyagoda ihm eine ,weile zu2 dann1 weil der ,andere ihn gar nicht bemerkte1 rusperte er sich1 trat hflich nher und lie sich zu seiner ,rechten nieder4 ,dann begann er3 ,bruder1 ist wohl eine ,frage erlaubt88 ,freilich1 ,bruder48 ,weshalb sagtest du eben in einem fort das ,wort ,wasserkranich1 ,wasserkranich#888 ,der sah ihn verdutzt an1 dann erwiderte er3 ,bruder1 nicht ,wasserkranich1 ,wasserkranich1#8 sondern ,vergnglichkeit1 ,vergnglichkeit#8 habe ich gesagt48 ,verzeih1 ,bruder4 ,du sagtest ,wasserkranich1 ,wasserkranich#848 ,da schlug sich der andere vor die ,stirn und rief3 ,schne ,geschichte6 ,der ,abt hat mir als ,aufgabe zum ,meditieren ,vergnglichkeit1 ,vergnglichkeit#8 gegeben1 nun sitze ich hier und sehe die ,kraniche auf dem ,wasser hin- und herziehen1 und statt1 ,vergnglichkeit1 ,vergnglichkeit#8 sage ich ,wasserkranich1 ,wasserkranich#848 7,beide ,worte unterscheiden sich nmlich nur durch einen ,laut1 so da sie leicht zu verwechseln sind47 ,dabei lachte er lustig und auch ,suriyagoda lachte so krftig1 wie er seit ,jahren nicht gelacht hatte4 ,denn stille ,heiterkeit gehrt sich wohl im ,orden des ,erhabenen1 aber hrbares ,lachen ist nicht schicklich4 ,als er zurckkehrte1 dachte er bei sich3 ,so ist das nun1 und das wird daraus48 ,er meinte3 ,so ist die ,lehre beschaffen1 da sie in dieser geistlosen ,weise verarbeitet werden kann4 ,er fhlte auch nicht einmal1 da er ungerecht urteilte2 denn zu geistloser ,verarbeitung bietet auch die ,lehre der ,upanishaden ,anhalt zur ,genge4 ,der ,zufall wollte es1 da er auf dem gleichen ,spaziergange in der ,nhe der groen ,eingangspforte1 auf dem ,wege1 der zum ,rajagiri-,lena fhrt1 zwei ,mnner traf1 die auf einer ,stange einen ,sack trugen4 ,als sie an ,suriyagoda vorbeigingen1 sagte der eine3 ,bhante1 verzeiht1 da wir heute nicht ,ehrfurcht erweisen knnen4 ,es ist dieses wegen da48 ,dabei zeigte er auf den ,sack4 ,was habt ihr denn in dem ,sack88 fragte ,suriyagoda4 ,herr81 antwortete derselbe ,mensch1 der vorhin gesprochen hatte1 es ist eine ,cobra1 dick wie mein ,arm4 ,wir sollen sie tten48 ,seit wann ttet ihr denn ,lebendiges88 fragte ,suriyagoda erstaunt4 ,der ,mensch schwieg4 ,herr18 begann der andere1 wir sind arm2 es ist des ,lohnes wegen48 ,damit schien sich dem ersten die ,zunge wieder zu lsen und er begann eilfertig3 ,herr1 die ,sache ist die3 ,der ,alte1 unten am ,see1 der die ,lotusblten auf dem ,brett feil hlt1 hat uns gedungen1 sie zu tten4 ,er sagt1 es ist eine schlechte ,schlange4 ,vor vier ,jahren ist sie zu ihm an den ,feuerplatz gekommen1 da hat er ihr gesagt3 ,was willst du hier8 ,das ist nicht dein ,haus4 ,du weit1 dein ,haus ist das ,djangel#84 ,darauf wendet sich die ,schlange schnurstracks und huscht zum ,walde zurck4 ,sie war damals noch eine gute ,schlange4 ,gestern ,abend nun tritt der ,alte auf seine ,plattform4 ,was liegt da8 -- die ,cobra6 -- aufgerollt und zischt4 ,sie ist dick wie mein ,arm1 ,herr4 ,er nimmt ein ,steinchen und wirft es ihr zu4 ,ist so erschrocken1 da er ihr nicht zureden kann4 ,sie geht weg4 ,heute ist sie wieder da1 zischt wieder4 ,so meint der ,alte1 wenn er mal im ,dunkeln auf sie tritt1 wird sie ihn tten4 ,deswegen bat er uns1 sie zu fangen und im ,sack auf die ,strae zu legen1 da ein ,elefant sie zertritt48 ,wei denn der ,alte unten1 da es die nmliche ist1 wie vor vier ,jahren88 ,sicherlich ,herr68 ,war sie denn damals schon ebenso dick88 ,nicht doch ,herr2 sie war damals klein48 ,wie kennt er sie denn wieder88 ,er wei es eben1 ,herr48 ,und wie zur ,bekrftigung fgte der andere hinzu3 ,es ist so1 ,herr48 ,suriyagoda ging weiter und die beiden gingen die ,strae entlang4 ,er hatte nicht das ,recht1 diesen ,menschen zu sagen3 ,ihr drft nicht tten6 ,lat das ,tier frei6 ,seid ihr ihm wirklich wohlgesinnt1 so wird es nicht beien48 ,aber wieder deutete er parteiisch4 ,er dachte bei sich3 ,ein ,brahmane wrde das nicht tun4 ,er wrde eher sterben48 ,in der nchsten ,nacht hatte ,suriyagoda einen ,traum4 ,er sah den verstorbenen ,abt1 seinen ,lehrer1 greifbar deutlich vor sich stehen4 ,der sagte zu ihm3 ,suriyagoda1 gehst du frh zum ,esaal1 ohne vorher im ,vihara gewesen zu sein88 ,der ,mnch erwachte mit einem ,schreck1 den ,traum noch lebendig vor sich4 ,fast verdrossen fragte er sich3 ,was soll das8 ,ich bin doch nie zum ,esaal gegangen1 ohne vorher im ,vihara gewesen zu sein48 ,aber da sein ,gewissen der ,lehre wie dem ,lehrer gegenber nicht rein war1 so begann er seine ,betbungen zu verlngern4 ,er entzog sich ,schlaf1 woran er nicht gewohnt war1 -- denn die ,jnger des ,buddha sind wohl an ein strenges1 aber nicht an ein asketisches ,leben gewhnt -- und wurde matt und berreizt dabei4 ,die ,mnche badeten damals im ,naga-,pokana1 dem ,schlangenbad1 so benannt1 weil an der ,felswand der einen ,seite eine mchtige1 dreikpfige ,cobra ausgemeielt war4 ,eines ,tages geschah es1 da er sein ,bad auer der ,zeit d4 h4 gegen ,abend nahm und infolgedessen allein badete4 ,als er1 wie es bei den ,mnchen ,sitte ist1 mit dem losen ,untergewand bekleidet1 langsam ins ,wasser stieg1 sah er aus der ,tiefe eine weibliche ,person sich entgegenschweben1 schn wie eine der ,asparasen4 ,als er aber hinblickte1 da sah er1 da es sein eigenes ,spiegelbild war4 ,zum ersten ,mal fiel ihm auf1 wie mager und grougig er geworden war4 ,halb belustigt1 halb verchtlich lachte er auf3 ,soweit htte ich es also gebracht1 da ich am hellen ,tage von ,weibern phantasiere48 ,still setzte er sich auf einen ,fels und blickte auf dieses unvergleichliche ,landschaftsbild zu seinen ,fen4 ,die ,sonne ging zur ,rste1 glorreich wie ein ,held1 in einen schier berwltigenden ,strahlenmantel gehllt4 ber der unendlichen ,waldflche lag ein duftig violetter ,schimmer und scharf hoben sich zur ,linken die ,dagobas von ,anuradhapura -- das ,dreigestirn ,ruanweli1 ,abhayagiri und ,jetawanarama -- aus dem grnen ,meer -- die ganze ,welt ein einziger1 stiller ,feiertag4 ,er sa da1 der ,krper gespannt1 das ,auge rcksichtslos am glhenden ,sonnenball hngend4 ,was ist dieses ,leben ohne ein ,gttliches8 sagte er endlich leise1 als ob er sich vor dem ,schall der eigenen ,stimme frchte4 ,eine ,nacht in der ,fremde48 ,er begann leise den ,oberkrper hin und her zu wiegen4 ,pltzlich wurde er sich dieser seiner ,bewegung bewut4 ,weshalb wiege ich denn hin und her wie ein ,elefant im ,stall88 dachte er4 ,dabei fiel ihm jenes ,weib ein1 das neulich abends liebebettelnd auf seiner ,schwelle gelegen hatte4 ,er sah das ,wiegen des flechtenschweren ,kopfes1 das bis zu den ,hften herab ging4 ,er hatte alles wohl gemerkt1 trotzdem er geradeaus gesehen hatte4 ,einen ,moment wohl durchfuhr es ihn3 ,sollte nicht auch das ,glck der ,umarmung gesucht werden88 ,aber das waren nicht die ,bilder1 an welchen ,suriyagodas ,phantasie haftete4 ,noch ehe ausgedacht1 war der ,gedanke schon verdrngt von diesem rastlosen ,suchen1 diesen ,qualen seiner groen ,liebe4 ,als er ins ,kloster zurckkehrte1 fand er ,leute beschftigt1 ,ehrenbogen aus ,bambus zu errichten4 ,da es nicht die ,zeit des ,voll- oder ,neumondes war1 so fragte er einen dabei stehenden ,mnch nach der ,ursache4 ,der sah ihn erstaunt an4 ,weit du nicht1 ,bruder1 da morgen der neue ,abt einzieht88 ,suriyagoda wute von nichts4 ,ganz in seinen ,gedanken und ,zweifeln ertrunken1 hatte er diese ganze ,zeit wie abwesend gelebt4 ,am nchsten ,morgen hielt der neue ,abt seinen feierlichen ,einzug auf dem heiligen ,fels1 von den ,theras in ,anuradhapura geleitet4 ,fast mit ,schrecken sah ,suriyagoda1 da es jener ,mnch war1 mit dem er vor so vielen ,jahren von seines ,vaters ,hause nach ,mihintale gezogen war4 ,die ,jahre hatten ihn wenig gendert4 ,als er in dieses strenge und doch milde ,mnchgesicht sah1 fhlte er blitzartig3 ,dieser wird ,hilfe bringen48 ,einzeln knieten die ,mihintale-,mnche vor dem neuen ,oberhaupte nieder1 mit vor der ,stirn gefalteten ,hnden dreimal den ,erdboden berhrend4 ,danach versammelte sich alles in der groen ,halle1 wo fr jeden in zwei gegenberlaufenden ,reihen ein ,kissen bereit lag4 ,nach dem ,range1 d4 h4 nach dem ,alter in der ,mnchschaft1 lie man sich nieder1 so da die ltesten im ,orden an einem ,ende1 die ,jngsten am andern ,ende zu sitzen kamen4 ,suriyagodas ,sitz fiel etwa auf die ,mitte4 ,zerstreut und befangen sa er da4 ,ihm war1 als ob der ,abt die ,augen auf ihn geheftet hielte1 er wagte aber nicht hinzusehen4 ,pltzlich stand ein jngerer ,mnch vor ihm1 der ihm leise sagte1 da der ,abt ihn zu sich wnsche4 ,er blickte hastig auf1 da sah er jenen sich zulcheln4 ,als ,suriyagoda vor ihm kniete1 sprach jener nicht sofort4 ,suriyagoda fhlte1 da er ihn prfe und wandte das ,gesicht so tief zum ,boden wie mglich4 ,dann begann der andere in einer milden und liebreichen ,stimme1 die von der ,strenge seines ,gesichtes merkwrdig abstach1 sich nach seinem ,ergehen in all diesen ,jahren zu erkundigen4 ,es waren nur wenige leise ,worte auf beiden ,seiten2 dann wurde ,suriyagoda mit demselben liebreichen ,lcheln entlassen4 ,von diesem ,augenblick an wurde der junge ,mnch nicht mehr von dem ,gedanken verlassen3 ,dieser kann ,hilfe bringen48 ,daneben aber wurmte stets der gleiche ,zweifel3 ,wenn ich ihn frage und er auch keine ,hilfe wei -- was dann88 ,so geschwcht war sein ,willenssystem1 da er das ,bewutsein einer mglichen ,hilfe dem ,versuch einer wirklichen ,hilfe vorzog4 ,an den ,voll- oder ,neumondtagen nahm er sich wohl vor1 zu beichten1 aber kam es dann so weit1 so zerschellten diese ,versuche stets an der ,frage3 ,was soll ich denn nur beichten88 ,das1 mit dem er rang1 diese ,urneigung zu einem ,gttlichen1 hatte sich fr ihn noch gar nicht klar genug1 begriffsmig formuliert1 um es zum ,gegenstand einer ,beichte zu machen4 berdies beichten mute man ,fehler4 ,was man beichtet1 erkennt man allein durch den ,akt des ,beichtens als ,fehler an4 ,und dieses ,ringen mit dem ,gttlichen -- war denn das berhaupt ein ,fehl8 ,sagte nicht alles rings um ihn1 sagte nicht sein eigenes ,dasein immer nur das ,eine3 ,es mu ein ,schpfer1 es mu ein ,erhalter da sein68 ,also so geht es mit der ,lehre des ,buddha1 wenn man sie nur mit dem ,verstande begreifen will1 ohne sie an sich selber zu verwirklichen4 ,man gleicht dem ,toren1 der vor der vollen ,schssel ,reis sitzt und sagt3 ,nicht eher will ich hiervon essen1 bis ich verstehe1 wie und warum diese ,nahrung sttigen kann48 ,auf einem seiner einsamen ,spaziergnge1 als er1 wie immer in grblerische ,zweifel versunken1 wieder einmal sich selber verloren hatte1 kam ihm pltzlich der ,entschlu1 den ,orden ganz zu verlassen1 ins ,haus seines ,vaters zurckzukehren und dort in der ,weise seiner ,vorfahren weiter zu leben4 ,so mchtig berwltigte ihn dieser ,gedanke1 da er beschlo1 ihn auszufhren so wie er ging und stand4 ,ohne erst ins ,kloster zurckzukehren1 wollte er sich sofort auf den ,weg nach ,anuradhapura machen4 ,prfend sah er nach der ,sonne4 ,sie neigte sich schon merklich1 aber er konnte kurz nach ,sonnenuntergang in seinem ,vaterhause anlangen4 ,seit vielen ,jahren hatte er nichts mehr von dort gehrt1 ja er wute nicht einmal1 ob sein ,vater noch am ,leben war4 ,fr den ,alten selber war dieser ,sohn tot4 ,ein ,sohn1 der die ,gtter der ,vter verlassen hatte1 der die ,opfer verachtete1 konnte sein ,kind nicht mehr sein4 ,ganz allmhlich1 ohne ,ha1 aber auch ohne ,rcksicht1 hatte er den ,sohn abgestoen1 wie der ,baum einen welken ,zweig abstt4 ,halb willenlos bog ,suriyagoda in den ersten ,seitenpfad ein1 der von der heiligen ,hhe1 wo ,reinheit und ,keuschheit herrschte1 in die ,ebene hinabfhrte1 zu den ,menschen mit ihren ,sorgen und ihrem ,schmutz4 ,er ging hier durch dichten ,urwald1 ber dem es schon wie ,abendstimmung lag4 ,hier und dort lie sich das hohle ,brllen eines ,affen vernehmen4 ,jetzt hrte ,suriyagoda ein schweres ,gerusch dicht ber sich in den ,zweigen4 ,es waren zwei dieser hlichen ,tiere1 die miteinander kosten4 ,widerwillig blickte er vor sich auf den ,weg4 berall ,liebe1 berall ,liebe68 ,eilig schritt er weiter4 ,dieses ,dmmerlicht des ,urwaldes war ihm trotz der langjhrigen ,gewohnheit immer noch unheimlich4 ,wieder hrte er ein schweres ,gerusch1 aber diesmal weit abseits im ,dickicht4 ,er fuhr zusammen4 ,ein ,elefant88 ,dann sich seiner ,furcht schmend1 blieb er trotzig stehen4 ,er wollte in klarem ,bewutsein diese ,gefhle der ,feigheit vorbergehen lassen4 ,regungslos stand er da1 den ,blick fest auf den ,boden geheftet4 ,ein ,zug von ,ameisen lag wie ein dunkler ,strick vor ihm quer ber den ,weg hin1 die eine ,hlfte des ,heeres in der einen ,richtung1 die andere ihr entgegen strebend1 und jede in einer ,hast1 als gelte es1 die letzte ,stunde dieses ,lebens auszunutzen4 ,es ist die blinde ,liebe fr ihr ,heim1 das sie treibt18 dachte ,suriyagoda1 whrend er nachdenklich auf dieses ,gewimmel blickte4 ,pltzlich wieder dieses schwere ,gerusch im ,dickicht1 aber nher4 ,das mute ein ,elefant sein4 ,er fhlte1 wie ihm die ,knie zitterten4 ,solche einzeln umherschweifenden ,elefanten sind nicht wie ,herden-,elefanten friedlich1 man mchte fast sagen kultiviert1 sondern sie sind das schlimmste und bsartigste ,wild1 das ein ,mensch treffen kann4 ,er wollte davon strzen4 ,aber im nchsten ,augenblick kam wieder diese ,scham vor sich selber4 ,ich will mich nicht frchten18 sagte er fast strrisch4 ,dabei stemmte er den ,fu in den ,erdboden des ,fuwegs wie ein ,ringer1 der einen ,halt gegenber dem ,gegner sucht4 ,ehe ich mich frchte1 will ich wissen1 warum ich mich frchte48 ,indem sah er etwas ,weies durch das ,dickicht schimmern und ein ,mensch arbeitete sich1 halb kriechend an den ,weg heran1 auf dem ,suriyagoda stand4 ,es war ,wogiswera1 der ,arzt und ,schulmeister unten im ,dorf4 ,verwirrt sah der ,mnch ihn an1 als er herantrat und sich tief verneigte4 ,ehe er das tat1 legte er vorsichtig eine ,art ,grabstock und ein in weie ,baumwolle gehlltes ,bndelchen beiseite4 ,nach der ,begrung richtete er sich schnell auf und nahm ,stock und ,bndelchen wieder an sich4 ,so schritten sie schweigend den ,pfad abwrts weiter1 ,suriyagoda zu sehr mit der ,scham ber sich selber beschftigt1 um den anderen zu fragen1 ,wogiswera zu bescheiden1 um den ,mnch1 dem man ,ehrfurcht schuldet1 anzureden4 ,mit einer ,art ,ingrimm wiederholte ,suriyagoda sich immer wieder3 ,wovor habe ich mich denn nun gefrchtet6 ,ist in allem das ,gttliche und alles im ,gttlichen -- woher dann die ,furcht8 ,wie stehts wohl mit meinem ,glauben6 ,schlecht stehts6 ,du ,narr1 du ,narr nach beiden ,seiten hin68 ,er lachte kurz auf4 ,wogiswera warf ihm einen scheuen ,seitenblick zu4 ,er war ein ,mann1 fast doppelt so alt als der ,mnch4 ,frher selber ,mnch gewesen1 war er vor langen ,jahren1 kurz ehe ,suriyagoda in ,mihintale in den ,orden trat1 in die ,fesseln der ,liebe gefallen1 hatte geheiratet und ,kinder gezeugt und erwarb sich jetzt seinen ,unterhalt mit ,unterrichten der ,kinder des ,dorfes und mit dem ,heilen von ,krankheiten4 ,von ,natur redselig1 fiel ihm nichts schwerer als das ,schweigen4 ,so bentzte er den ,augenblick1 wo ,suriyagoda auflachte und sagte3 ,es ist schwer1 ,herr1 es ist schwer48 ,der ,mnch sah auf4 ,sein ,blick blieb auf dem weien ,bndelchen ,wogisweras hngen4 ,unvermittelt fragte er3 ,was hast du denn da in dem ,bndelchen88 ,sofort begann ,wogiswera3 ,seht hier1 es sind ,kruter darin2 ,heilkruter fr meine ,frau4 ,sie ist krank1 schwer krank und fnf ,kinderchen6 ,es ist schwer4 ,ein gutes ,weib1 ,herr6 ,das beste ,weib der ,welt4 ,ich will euch erzhlen1 wie sie krank wurde4 ,sie war guter ,hoffnung1 mt ihr wissen4 ,da bekommt sie neulich ,verlangen auf ,zucker1 weien ,zucker4 ,schickt den ,diener hin4 ,weil ihr der zu lange bleibt1 tritt sie selber in die ,gartenpforte1 um nach ihm auszusehen4 ,da sieht sie ihn1 am ,zucker naschend4 ,um ihn nicht zu beschmen -- bedenkt1 ,herr1 um ihn nicht zu beschmen1 bckt sie sich schnell zur ,erde1 als ob sie da was zu schaffen htte4 ,und dabei ist das ,unglck gekommen4 ,sie war immer schwach und zart4 ,jetzt diese ,last6 ,fnf ,kinderchen und kein ,weib im ,hause1 nur ,unruhe und ,geschrei4 ,ach1 ,herr1 wenn ihr wtet1 wie oft ich an den ,klosterfrieden zurckdenke48 ,mchtest du wieder in den ,orden zurcktreten88 ,ach1 wie gern ,herr6 ,aber kann ich6 ,jetzt sind es tausend ,fden1 damals war es einer1 ein einziger4 ,ich htte ihn zerreien knnen -- so68 ,damit nahm er einen drren ,grashalm und zerri ihn zwischen den ,fingern4 ,so leicht ist es im ,anfang1 der ,lust zu widerstehen4 ,je spter1 je schwerer48 ,in diesem ,augenblick drang der ,ton der ,klosterglocke von oben her zu ihnen1 tief dunkel1 drhnend1 die letzte ,tagesstunde anzeigend4 ,unwillkrlich blieben beide stehen und lauschten4 ,beide zhlten die ,schlge1 einen nach dem andern4 ,nachdem der letzte ,schlag verklungen war1 begann ,wogiswera wieder3 ,seht1 ,herr1 es ist im ,leben gerade wie hier4 ,ein ,schlag ist wie der andere1 -- einfach ein ,schlag4 ,zhlt ihr aber mit1 so bekommt eben ein ,schlag ,sinn und ,wert aus dem andern4 ,was ist der letzte ,schlag anderes wie der erste8 ,ein ,schlag schlechthin4 ,habt ihr aber vom ersten ,schlag ab mitgezhlt1 so ist es der hchste ,schlag1 den es schlgt4 ,so ist es im ,leben1 ,herr4 ,es ist eines wie das andere1 ein ,schlag schlechthin4 ,zhlt man aber mit1 so bekommt eines aus dem anderen ,sinn und ,bedeutung und je lnger man mitzhlt1 um so hher wird der ,wert4 ,man mu sich nun fgen4 ,es ist zu spt jetzt4 ,bin ich mehr als der ,buddha6 ,er verlie ein ,shnchen1 kann ich fnf verlassen88 ,habt ihr fnf ,shne88 fragte ,suriyagoda zerstreut4 ,das nicht ,herr4 ,ich meine nur so4 ,fnf ,kinderchen48 ,er schwieg und ,suriyagoda verfiel wieder in sein ,grbeln4 ,pltzlich begann er3 ,frchtest du dich nicht im ,djungel88 ,wogiswera schttelte den ,kopf4 ,nein1 ,herr4 ,ich kenne den ,schlangenzauber und ich kenne den ,elefantenzauber1 und der ,elefantenzauber ist so stark1 sagen sie1 da er fr die ,bren mit hilft48 ,er glaubt18 dachte ,suriyagoda4 ,darum frchtet er sich nicht48 ,indem stieen sie auf den ,hauptweg1 der nach rechts hin zum ,kloster hinauf1 nach links hin zum ,dorf hinabfhrte4 ,hier geht euer ,weg1 ,herr18 meinte ,wogiswera1 bergauf zeigend4 ,ich mu mich eilen4 ,es ist schon fast dunkel48 ,dabei legte er ,stock und ,bndelchen abermals schnell beiseite1 kniete nieder und verabschiedete sich von dem ,mnch4 ,wie urpltzlich alles eigenen ,willens beraubt1 wandte der sich sofort zur rechten und stieg den bekannten ,weg zum ,kloster hinan1 whrend der andere halb springend bergab eilte4 ,im ,kloster angelangt1 begab ,suriyagoda sich sofort1 ehe er noch seine ,zelle betreten hatte1 zum ,abt1 jetzt fest entschlossen1 alles rckhaltlos zu beichten4 ,seinen ,plan1 das ,kloster und den ,orden ohne vorherige ,ankndigung zu verlassen1 mute er doch beichten4 ,der ,abt sa in seinem hohen1 luftigen ,gemach1 das durch die sprliche ,beleuchtung noch grer aussah1 auf einem sehr niedrigen ,sthlchen1 das ,suriyagoda sich nicht erinnerte1 je bei ihm gesehen zu haben4 ,es war so niedrig1 da ,suriyagoda1 als er vor ihm niederkniete1 fast in gleicher ,hhe mit ihm sich befand4 ,der ,abt hatte ein ,palmblatt-,manuskript vor sich und schien darin zu lesen oder doch darber nachzudenken4 ,das ,licht stand hinter ihm1 so da sein ,gesicht im ,dunkeln war1 whrend auf ,suriyagodas ,gesicht voll der ,schein der ,flamme fiel4 ,es war weder ,neu- noch ,vollmondtag4 ,trotzdem1 als der ,mnch seine ,bitte aussprach1 heute beichten zu drfen1 gab jener durch ,schweigen seine ,zustimmung4 ,in innerer ,hast begann ,suriyagoda1 weit ausholend1 aber ,jahre zusammendrngend4 ,er erzhlte vom ,fakir1 der ihm die groe ,liebe prophezeit habe1 vom ,palmblattfcher1 vom alten ,abt4 ,dann1 wie ein vulkanischer ,ausbruch1 stoweise1 unzusammenhngend rang sich aus ihm das ,bekenntnis seiner inneren ,kmpfe1 dieses schreckliche ,ringen zwischen ,verstand und ,gemt1 das ihn zu entmannen drohe4 ,an den heutigen ,fluchtversuch dachte er gar nicht mehr2 er wre auch zu erschpft gewesen1 noch von ihm zu sprechen4 ,der ,abt sa regungslos4 ,man htte ihn fr einen ,schlafenden halten knnen1 wenn das ,auge nicht voll1 aber mit eigenartiger ,starrheit auf einen ,lichtreflex gerichtet gewesen wre1 den die hinter ihm stehende ,flamme auf dem ,metallbeschlag des kleinen ,schreines1 der die heiligen ,schriften enthielt1 spielen lie4 ,es war wie ein mildes aber starkes ,sprhen1 ein ,licht-,wogen4 ,wie ein mchtiges ,auge leuchtete es aus der ,tiefe des dunklen ,zimmers heraus4 ,als der ,mnch geendet1 herrschte langes ,schweigen4 ,der ,abt starrte unentwegt in den glnzenden ,lichtknauf vor ihm4 ,endlich begann er leise und eintnig3 ,ich hre dieses und du1 ,bruder1 hre auch4 ,es ist1 als ob die ,glocke die letzte ,tagesstunde verkndet4 ,ein ,schlag1 noch einer -- noch einer -- zwlf ,schlge4 ,jedes ein ,schlag schlechthin4 ,zhlt man aber mit1 so erhlt ein ,schlag aus dem andern ,wert und ,sinn -- ja so ist es3 ,wert und ,sinn einer aus dem andern48 ,weit aufgerissenen ,auges starrte ,suriyagoda den ,sprecher an4 ,dessen ,augen hingen immer noch starr am ,lichtknauf4 ,tiefer noch als sonst lagen die harten ,furchen des mageren ,gesichtes4 ,die ,lippen bewegten sich lautlos1 gleichsam mechanisch den letzten ,worten nachschwingend4 ,pltzlich ging es wie ein ,erwachen durch seine ,zge4 ,das ,auge1 bisher gleichsam auf eine ,unendlichkeit eingestellt1 nahm ,leben an4 ,er seufzte leicht auf und alles schien vorber4 ,mit seiner gewhnlichen milden ,freundlichkeit blickte er auf den zu seinen ,fen knieenden ,mnch4 ,er nahm jetzt einen hheren ,sitz und es lag fast wie ein schelmisches ,lcheln auf seinen ,zgen1 als er sagte3 ,bruder1 mssen wir nicht alle durch eine groe ,liebe gehen8 ,der eine nennt sie ,weib1 der andere ,kind2 der eine ,geld1 der andere ,ehre1 und noch ein anderer nennt sie ,gott4 ,aber alles dieses1 mag es heien wie es will1 es ist ja nichts als die ,liebe zum eigenen ,ich4 ,denn3 ,nicht um der ,gattin willen ist die ,gattin lieb -- um des ,selbstes willen ist die ,gattin lieb4#88 ,und an diese ,worte aus den ,upanishaden anschlieend fuhr er fort3 ,nicht um des ,gttlichen willen ist das ,gttliche lieb -- um des ,selbstes willen ist das ,gttliche lieb4 ,was aber ist das ,selbst8 ,ist1 ,bruder1 dir wohl ganz klar geworden1 was das ,selbst ist8 ,ist1 ,bruder1 dir wohl das ,verstndnis aufgegangen1 da das ,ich wesenlos ist1 wie die ,flamme sich selbst unterhaltend durch die ,nahrung1 die es in jedem ,augenblick heranreit4 ,ist aber1 ,bruder1 dieses ,verstndnis dir nicht ganz klar aufgegangen1 da das ,selbst wesenlos ist2 geht es dir wie jenen1 die am ,tage vor dem ,vollmond zweifelnd fragen3 ,ist der ,mond wohl heute schon voll8 ,ist der ,mond wohl heute noch nicht voll8#81 nun so hast du eben um solche ,einsicht1 um solche ,erkenntnis1 um solches ,wissen1 um solche ,weisheit unermdlich zu ringen4 ,aber es ist ja so1 ,bruder6 ,weil man sich selber nicht kennt1 deswegen liebt man sich selber4 ,und weil man sich selber liebt1 deswegen liebt man ,gott4 ,hat man aber sich selber erkannt1 hat man begriffen3 ,von ,anfangslosigkeit her brenne ich1 mich selber unterhaltend1 durch die ,kraft meines ,wollens#8 -- ,bruder1 was soll da noch der ,gott8 ,es ist ja alles klar geworden68 ,bei den letzten ,worten machte er eine leise ,bewegung mit der ,hand1 die aber den ,eindruck machte1 als umschriebe er das ganze ,weltall4 ,suriyagoda hatte regungslos zugehrt4 ,nach den letzten ,worten erhob er sich schweigend4 ,vor der ,tr seiner ,zelle1 da wo das ,weib die ,blumen hingelegt hatte1 nahm er ,platz4 ,die ,nacht war mondlos aber sternklar und wie leises ,seufzen kam es aus dem ,dunkel des nahen ,waldes1 wenn der ,nachtwind durch die ,bume ging4 ,so sa er1 kreuzbeinig1 den ,krper gerade aufgerichtet1 die ,hnde verschlungen1 das ,auge fest nach innen geschlagen1 die ganze ,nacht4 ,als er zum ersten ,male aufblickte1 glnzten die ,dagobas von ,anuradhapura bereits im ersten ,schein des neuen ,tages4 ,jetzt scho hinter ihm der ,sonnenball hoch und bergo alles ringsum mit seinem ,licht4 ,suriyagoda erhob sich still1 schttelte einmal krftig sein ,gewand1 ordnete es frisch und begab sich zum ,abt4 ,wieder vor ihm niederknieend bat er um die ,erlaubnis1 von heute ab ohne ,fcher lehren zu drfen4 ,der gab still lchelnd seine ,zustimmung4 ,er wute3 ,in dieser ,nacht ist dieser ,bruder durch seine groe ,liebe hindurchgegangen1 ist im ,licht aufgetaucht1 wird im ,lichte bleiben48 ,so war es mit ,suriyagodas ,erwachen4 ,illustration ,illustration ,nala1 der ,schweiger4 ,diese ,geschichte fngt an wie ein ,mrchen3 ,es war einmal ein ,mann1 der lebte in der heiligen ,stadt ,kandy und dazu garnicht weit vom ,tempel des heiligen ,zahnes4 ,in der ,gesetzes-,gasse hatte er einen ,laden und ernhrte sich schlecht und recht4 ,als dieser ,mann fhlte1 da es mit ihm wohl bald zu ,ende gehen knnte1 sprach er zu seinem ,sohn3 ,nala1 mein ,sohn1 du weit1 deine ,mutter und ,geschwister haben uns schon verlassen und sind weiter gewandert1 7er meinte3 sie sind gestorben und haben eine neue ,wiedergeburt erlebt47 ,auch meine elende ,krperform1 dieser ,haufe ,sankhra steht im ,begriff sich aufzulsen und sich zu neuer ,form wieder zusammen zu schlieen2 denn das ,nirvna ist mir noch fern4 ,nun habe ich viel geschwankt1 ob ich mein ,hab und ,gut dem ,tempel zum heiligen ,zahn vermachen oder dir hinterlassen soll4 ,als ich dich aber neulich deswegen befragte1 und du antwortetest3 ,wie es dir beliebt1 ,vater1#8 da sah ich1 da du die glckselige ,gabe der ,nachdenklichkeit besitzest und da du das ,geld nicht dazu verwenden wirst1 nur noch mehr zusammen zu hufen4 ,darum will ich dir alles hinterlassen1 nicht um dich trge zu machen1 sondern um dir das ,leben der ,nachdenklichkeit zu erleichtern4 ,denn es ist schwer1 nachdenklich zu sein1 wenn man sein tgliches ,brot erjagen mu4 ,aber heilig und teuer mut du mir zweierlei geloben3 ,erstens beherzige stets den ,satz des ,buddha3 ,wer nichts ,liebes hat1 der hat auch nichts ,leides#8 und zweitens3 stelle nie eine ,frage an ein ,weib48 ,der ,sohn versprach heilig und teuer1 es sein ,leben lang wie ein ,gelbde zu halten4 ,darauf fuhr der ,vater fort3 ,dieses habe ich von dir verlangt1 weil ich dir all mein ,gut hinterlassen habe1 wo es doch viel verdienstlicher fr mich wre1 und mir bessere ,wiedergeburt sichern wrde1 wenn ich es dem ,tempel schenkte4 ,denn du weit1 mein ,sohn1 da im ,tode die ,wege von ,eltern und ,kindern sich trennen1 und da niemand mit uns geht als unsere ,tat4 ,jetzt gebe ich dir aber einen guten ,rat1 den du befolgen magst oder nicht3 fhre nicht diesen ,handel fort1 den ich fhre4 ,mein ,karma war es1 ,weib und ,kinder zu haben2 darum mute ich ,handel treiben1 um sie zu ernhren4 ,am makellosesten lebt aber der ,mensch1 wenn er von der ,erde lebt4 ,so kann er andere am wenigsten schdigen48 ,auch diesen ,rat versprach der ,sohn zu befolgen4 ,einige ,zeit danach starb der ,alte4 ,der ,sohn betrauerte ihn in gebhrlicher ,weise1 weil er aber ein guter ,sohn war1 so trstete er sich mit dem ,gedanken an die ,vergnglichkeit alles ,entstandenen4 ,dann nahm er alles1 was sein ,vater ihm hinterlassen hatte1 und kaufte sich oben am ,berge auf der anderen ,seite ein ,huschen mit einem ,stck ,land und lebte dort einsam1 aber friedlich4 ,wenn er in die gewaltige ,ebene zu seinen ,fen sah1 in der die fernen ,felsrcken ,schiffen im ,ozean glichen1 und die ,strme ,silberadern1 dann war ihm so froh1 so ruhig zu ,mut4 ,tag fr ,tag dachte er3 ,wie herrlich ist dieses ,leben4 ,wer nichts ,liebes hat1 der hat auch nichts ,leides48 ,eines ,tages nun sah er in seinem ,garten ein ,vgelchen1 das war nicht bunt und schillernd wie die anderen1 sondern einfach schwarz und wei gefrbt und wippte mit dem ,schwnzchen1 da es ein ,vergngen war1 es zu sehen4 ,nala dachte3 ,was bist du denn fr ein kleiner ,patron88 und blieb behutsam stehen1 um es nicht zu stren4 ,da begann das ,vgelchen eilig zu tippeln und nach ,insekten zu schnappen1 immer von einem ,ende des ,gartens zum anderen4 ,dann blieb es wohl ein ,weilchen stehen1 so recht keck breitbeinig und sah zutraulich zu ,nala hin4 ,mit dem ,schnabel bearbeitete es sein ,gefieder1 so weit es nur kommen konnte1 und am drolligsten sah es aus1 wenn es oben am ,hals herumpickte4 ,dann breitete es einen ,flgel aus und trat krftig drunter1 dann den anderen4 ,wenn es aber sein ,fchen nahm und sich am ,kopf kratzte1 erst eine ,seite1 dann die andere1 so konnte ,nala kaum vor ,lachen an sich halten4 ,als es so ein paar ,stunden gejagt und sich vergngt hatte1 flog es zwitschernd davon4 ,am nchsten ,morgen1 ,nala sitzt ruhig in seinem ,garten und schaut in die ,ebene hinab1 ist pltzlich das ,vgelchen wieder da und beginnt dasselbe ,spiel4 ,so ging es nun alle ,tage1 ,woche fr ,woche4 ,sein erster ,blick1 wenn er morgens in den ,garten trat1 galt dem ,vgelchen4 ,und wenn es da war1 so hielt er sich sorgsam in der ,seite des ,gartens1 in welcher es gerade nicht jagte1 oder er hielt sich gar im ,hause1 um es nicht zu stren4 ,wenn es im ,eifer ganz nahe an ihn herankam1 so pflegte er zu sagen3 ,sieh doch einer den frechen kleinen ,kerl48 ,und wenn er sich nicht in den ,garten traute1 um es nicht zu stren1 so meinte er schmunzelnd3 ,hier heit es auch3 ,wem's ,haus gehrt1 der scher' sich raus68 ,so ging es viele ,wochen4 ,eines ,tages aber blieb das ,vgelchen aus4 ,nala wartete und wartete1 aber vergebens4 ,ebenso am nchsten ,tage und an den folgenden3 ,das ,vgelchen kam nicht4 ,da wurde er traurig1 das ,essen schmeckte ihm nicht1 und die ,sonnen-,auf- und -,untergnge sagten ihm nichts mehr4 ,was mag dem ,vgelchen zugestoen sein88 dachte er4 ,ist es mir untreu geworden1 weil es einen besseren ,jagdgrund gefunden hat8 ,ist es von einem ,habicht oder einer ,schlange gefressen worden8 ,ist es in eine ,schlinge geraten88 ,eine ,mglichkeit war ihm so schmerzlich wie die andere4 ,da merkte er1 da er etwas ,liebes hatte1 darum hatte er jetzt dieses ,leid4 ,wie recht hat doch der ,erhabene81 dachte er1 wenn er sagt3 ,wer nichts ,liebes hat1 hat auch nichts ,leides4#8 ,ich mu mich sorgfltiger hten48 ,im stillen aber wartete er immer noch auf das schwarz-weie ,vgelchen mit dem wippenden ,schwnzchen und musterte alles ,gefiederte ringsum4 ,da sah er eines ,tags1 wie ein ,sperling sein ,junges ftterte4 ,das sa auf einem spitzen ,ast1 und das ,alte hielt sich mhsam flatternd vor ihm1 bis es das ,futter in den aufgesperrten ,schnabel hineinbefrdert hatte4 ,das wiederholte sich wieder und wieder4 ,nala sah nachdenklich4 ,wie wundervoll68 dachte er4 ,nicht genug1 da diese ,mutter sich die ,nahrung entzieht und gibt sie dem ,jungen1 lt sie sich auch die ,mhe nicht verdrieen1 ihm flatternd die ,nahrung zu geben4 ,sie sagt nicht3 ,du1 komm herunter von deinem spitzen ,ast1 ,du machst mir die ,arbeit zu schwer6 ,wundervoll1 frwahr68 ,das machte1 sein ,herz war voll von ,liebe wegen des ,vgelchens4 ,da sann ,nala hin und her1 vom ,morgen bis zum ,abend4 ,nachts schlief er4 ,endlich sagte er sich3 ,es ist doch besser1 ich nehme ein ,weib4 ,es scheint mir nicht gut1 sich der ,natur zu widersetzen4 ,meine beiden ,gelbde kann ich doch halten4 ,es ist nicht verboten1 sein ,weib zu achten und zu ehren1 und fragen will ich sie nimmer48 ,als er so entschlossen war1 setzte er sich vor die ,tr an die ,strae4 ,er dachte3 ,vielleicht kommt die ,rechte hier vorbei48 ,es kam aber nur ab und zu ein ,lasttrger oder ein altes ,weib mit einem ,korb auf dem ,kopfe4 ,die sagten nichts als3 ,guten ,tag6 und gingen vorber4 ,da er nun einsah1 da es so unmglich ging1 spazierte er hinunter in die ,stadt4 ,er war aber schchterner ,natur und wagte kaum ein ,weib anzusehen4 ,nahe vor der ,stadt kam er an einer einzelnen ,htte vorbei4 ,vor der sa ein ,mdchen und hatte vor sich auf einem schwarzen ,brettchen ein ,zuckerrohr1 ein ,stck ,bffelhorn und ein ,stck ,elfenbein liegen4 ,nala blieb stehen und besah sich alles4 ,fr sein ,leben gern htte er gefragt1 was das bedeute1 aber er durfte ja nicht4 ,als er ein ,weilchen schweigend gestanden hatte1 begann das ,mdchen3 ,was stehst ,du denn da und fragst nicht1 was das bedeutet88 ,ich darf keine ,fragen stellen81 sagte ,nala4 ,weshalb denn nicht88 lachte sie4 ,weil ich es meinem ,vater gelobt habe48 ,o1 so bist ,du ,nala aus der ,gesetzesgasse68 ,das ,mdchen lachte laut4 ,ich wohne nicht in der ,gesetzesgasse81 sagte ,nala4 ,ich wohne oben am ,berg auf der anderen ,seite und habe dort ein hbsches ,huschen48 ,schadet nichts4 ,ich wei schon1 ,du bist ,nala48 ,dabei lachte sie1 da alle ,zhne zu sehen waren4 ,wieder htte er von ,herzen gern gefragt3 ,weshalb lachst ,du denn so88 aber er durfte ja nicht4 ,da begann sie auch schon3 ,die ,leute sagen1 da ,du niemals ein ,weib irgend etwas fragen drftest4 ,wie willst ,du aber jemals eine ,frau bekommen1 wenn ,du nicht fragen darfst1 ob sie ,dich will88 ,nala bekam einen gewaltigen ,schreck4 ,wahrhaftig6 ,daran hatte er noch garnicht gedacht4 ,er kratzte sich hinterm ,ohr und sah das ,mdchen bestrzt an4 ,nun81 meinte sie1 vielleicht wird es nicht so schlimm4 ,schlielich findest ,du auch so schon eine1 wenn ,du recht suchst4 ,aber wenn ,du doch mal nicht fragen darfst1 so will ich dir erklren1 was das ,brettchen hier zu bedeuten hat3 ,das ,zuckerrohr bedeutet3 ,s mu mein ,liebster sein wie ,zuckersaft4 ,das ,bffelhorn bedeutet3 ,stark mu er sein wie ein ,bffel4 ,das ,elfenbein bedeutet3 ,edel und klug mu er sein wie ein ,elefant48 ,himmel81 dachte ,nala1 wenn die ,weiber alle so anspruchsvoll sind1 wie soll dann selbst ein ,mann1 der fragen darf1 zu einer ,frau kommen88 ,da die ,dirne ihn aber so ausgelacht hatte1 das verdro ihn sehr4 ,er sagte sich3 ,in ,kandy bekommst du nie und nimmer ein ,weib4 ,sie werden dich alle auslachen48 ,da kehrte er denn betrbt zurck1 verschlo sein ,haus und wanderte nach ,norden zu4 ,er wollte so wandern1 bis ihm der ,zufall ein ,weib zugefhrt htte4 ,so wanderte er ,tag und ,tag1 und wenn die ,karrentreiber auf der ,strae ihn frugen3 ,wo willst ,du hin88 so sagte er3 ,ich wei nicht48 ,dann lachten sie und meinten1 er wre nicht recht bei ,troste4 ,er aber dachte3 ,lacht ihr nur68 ,um keinen ,preis wollte er jedem ,hans auf der ,landstrae erzhlen1 da er nach ,norden zge1 um ein ,weib zu suchen4 ,eines ,tages sah er ein ,stck von der ,landstrae entfernt einen schnen ,see liegen1 der gar lockend aussah mit dem ,kranz schattiger ,bume ringsum4 ,er ging darauf zu und war gerade im ,begriff sich behaglich am ,ufer hinzustrecken1 da hrte er einen ,schrei und sah ein ,mdchen von einem ,baum strzen4 ,schnell sprang er zu4 ,es war nichts bses geschehen1 aber ein ,knchel war verrenkt4 ,nala setzte sich neben das ,mdchen und wartete1 bis sie ausgejammert hatte1 denn sie gebrdete sich1 nicht als ob sie einen ,knchel verrenkt1 sondern als ob sie beide ,beine gebrochen htte4 ,als sie endlich still geworden war1 fing sie an1 sich zu wundern1 da er immer noch nichts sagte4 ,weshalb sagst ,du denn nichts8 ,weit ,du denn1 wie ich auf diesen ,baum gekommen bin88 ,nein48 ,nun1 so frag' doch68 ,ich darf nicht fragen4 ,es ist ein ,gelbde48 ,lieber ,himmel6 ,was fr ein bses ,gelbde81 sagte das ,mdchen mitleidig4 ,wie machst ,du es aber1 wenn ,du den ,weg verloren hast und weit nicht wohin88 ,es ist nicht so4 ,ich darf nur ein ,weib nichts fragen48 ,o1 das ist es81 lachte sie4 ,weil ,du doch nicht fragen darfst1 so will ich es ,dir von selber erzhlen1 wie ich auf diesen ,baum gekommen bin4 ,aber wie heit ,du eigentlich88 ,ich heie ,nala48 ,und ich heie ,katha4 ,du darfst nicht denken1 da das mein richtiger ,name ist1 aber die ,leute rufen mich so1 so magst ,du es auch tun4 ,also siehst ,du1 von diesem ,baum sagen die ,leute im ,dorf1 wenn ein ,mdchen bei ,tage hinaufklettert und alle ,beeren it1 ohne von einem ,menschen gesehen zu werden1 -- ,du mut wissen1 hier baden viele ,leute --1 so ist der erste ,jngling1 den sie nachher trifft1 ihr ,zuknftiger4 ,wird sie aber dabei von jemandem berrascht1 so ist alles verloren4 ,das bse ist nun1 ich hatte gerade die letzte ,beere gepflckt und mein ,leib ist voll wie eine ,tonne1 da kommst ,du dazu und verdirbst mir alles4 ,wie ich ,dich sehe1 erschrecke ich1 trete fehl und falle runter48 ,das tut mir entsetzlich leid18 sagte ,nala und blickte sie ganz bekmmert an4 ,aber was bin ich fr ein ,dummkopf18 rief er pltzlich1 sich vor die ,stirne schlagend4 ,ich habe ,dich ja gar nicht auf dem ,baum gesehen1 sondern erst1 als ,du runterfielst48 ,so8 ,bist ,du ganz gewi88 ,ganz gewi6 ,verla ,dich drauf4 ,deine ,hacke war mindestens eine ,handbreit vom ,baum1 als ich ,dich sah48 ,bin ich denn kopfber gefallen1 ,nala88 ,wahrscheinlich doch1 ,katha48 ,hab' ich denn sehr albern ausgesehen beim ,hinunterfallen88 ,nala sann nach1 whrend sie ihn scharf fixierte4 ,besinn' ,dich ja68 mahnte sie4 ,wahrhaftig1 ich wei es nicht4 ,du warst so schnell unten48 ,hast ,du schon 'mal ein ,mdchen vom ,baum fallen sehen88 ,nie in meinem ,leben48 ,nach einem ,weilchen begann sie3 ,wenn ,du sicher bist1 ,nala1 da meine ,hacke schon aus dem ,baum heraus war1 so kann ja alles noch gut werden4 ,aber was ich fr ein ,dummkopf bin18 rief sie pltzlich1 sich vor die ,stirn schlagend4 ,wenn ,du mich nicht mehr auf dem ,baum gesehen hast1 so4448 ,sie stockte4 ,wahrhaftig1 ,katha1 ,du hast recht48 ,er stockte auch4 ,ich mu jetzt nach ,hause18 sagte sie und wollte sich erheben4 ,sie hatte aber ihren kranken ,knchel vergessen und schrie laut auf vor ,schmerz4 ,du lieber ,himmel1 wie soll ich nach ,hause kommen88 jammerte sie4 ,ich trage dich hin81 sagte er entschlossen4 ,sie lachte wieder4 ,das ist ja viel zu weit4 ,aber weit ,du was1 trage mich nur bis an die ,landstrae4 ,dort warte ich auf einen ,karren1 der wird mich mitnehmen48 ,da nahm er sie auf seinen ,arm und trug sie zur ,landstrae hin4 ,sie beugte sich von ihm ab4 ,leg' ,deinen ,arm um meinen ,hals81 sagte er4 ,ich kann ,dich so nicht tragen48 ,da legte sie den linken ,arm um seinen ,hals1 und weil sie nun doch schon mal diese ,stellung hatte1 so sagte sie3 ,nala1 ich habe ,dich lieb48 ,so kannst ,du mein ,weib werden1 ,katha81 rief ,nala geschwind4 ,kann ich wirklich88 antwortete sie schnippisch4 ,da sind mehr1 die auf mich warten1 als ,du allein48 ,ich dachte nur1 weil ,du auf den ,baum geklettert bist18 sagte ,nala kleinlaut4 ,o81 entgegnete sie so recht von oben herunter1 das sind solche ,mdchenstreiche4 ,alle ,mdchen im ,dorf tun das4 ,du mut nicht denken1 da ,dir nun schon alles sicher ist1 weil ,du mich hast vom ,baum fallen sehen48 ,so bin ich aber doch ,dein ,zuknftiger81 beharrte ,nala4 ,ja1 wenn ich ,dich will48 ,du hast aber doch gesagt1 da ,du mich lieb hast48 ,das sagt garnichts4 ,wie kann ich ,dein ,weib werden1 wenn ,du mich nicht darum fragst88 ,aber ich darf doch kein ,weib fragen1 ,katha48 ,willst ,du denn in der ,ehe ,dein ,weib auch nicht fragen1 ob sie ,dich noch lieb hat88 ,ich darf nicht1 ,katha48 ,nala81 sagte sie und legte ihren ,arm etwas fester um seinen ,hals1 bist du schon mde88 ,ich fhle noch garnichts81 sagte er munter und schwenkte sie etwas zur ,bekrftigung4 ,sie lachte vor ,vergngen und sagte3 ,nala1 ich kann ,dir die ,frage eigentlich nicht erlassen4 ,wenn ,du aber garnicht kannst1 so will ich ,dir erlauben1 etwas anderes dafr zu tun4 ,wenn ,du mich von hier nach meinem ,dorfe trgst1 so will ich dein ,weib sein ohne ,frage und ,dir den schnsten ,verlobungsku geben4 ,wenn ,du unterwegs auch nur frgst1 ob ,du absetzen darfst1 so hast ,du schon verloren4 ,wenn es ,dir aber zu schwer wird1 so brauchst ,du nur zu sagen3 ,katha1 willst ,du mein ,weib werden8#8 so ist alles gut48 ,sie waren jetzt an der ,landstrae4 ,nala war ein krftiger ,bursche4 ,er dachte3 ,ich schaff's schon4 berdies kann ich wandern1 bis ich alt und grau bin1 wenn es mir hier nicht glckt48 ,er hielt die ,weiber fr den rarsten ,artikel der ,welt4 ,darum sagte er3 ,gut1 ,katha1 das soll ein ,wort sein4 ,so trage ich ,dich denn bis ins ,dorf48 ,nein6 ,wo denkst ,du hin6 ,nur bis an das ,buddha-,bild4 ,ich zeige es ,dir schon4 ,es ist nur eins48 ,gut1 aber ich habe auch meine ,bedingungen48 ,was denn fr welche88 ,erstens erlaube1 da ich ,dich noch einmal hier absetze48 ,das darfst ,du1 ,nala48 ,er lie sie vorsichtig auf das ,gras gleiten4 ,zweitens mut ,du ,dich ganz fest an mich halten1 damit ich es leichter habe48 ,auch das will ich1 ,nala48 ,und drittens darfst ,du kein ,wort unterwegs sprechen4 ,so wie ,du nur einen ,laut von ,dir gibst1 hast ,du verloren und ich habe gewonnen48 ,ich gelobe es ,dir heilig und teuer48 ,so glaubte ,nala sich gut vorgesehen zu haben4 ,nur eins hatte er vergessen zu fragen3 wie weit es denn berhaupt sei bis zu ihrem ,dorf4 ,als er sich ausgeruht hatte1 nahm er sie wieder auf den ,arm wie man ein ,kind nimmt4 ,sie schmiegte sich1 ihrem ,versprechen getreu1 so eng an ihn1 da ihr fester runder ,busen voll auf seiner ,brust lag4 ,ist's recht so88 fragte sie4 ,das gilt aber noch nicht mit1 weil ,du noch nicht gehst48 ,es ist recht so81 sagte er mit gepreter ,stimme4 ,jetzt gehe ich48 ,damit begann er vorwrts zu schreiten4 ,ihm war1 als ob er sein ganzes ,leben so wandern mchte mit dieser ,last im ,arm4 ,er hrte frmlich1 wie das kleine ,herz ,schlag fr ,schlag tat1 er fhlte wie ,busen und ,leibchen sich hoben und senkten1 und jeder ,atemzug ging ihm wie ein khler ,hauch ber die ,wange4 ,er meinte1 ihm wre noch nie so wohlig gewesen4 ,glcklich still schritt er frba4 ,weshalb hat der ,erhabene nur gelehrt3 ,wer nichts ,liebes hat1 hat auch nichts ,leides88 dachte er4 ,was soll mir aus diesem ,lieben hier fr ,leides erwachsen68 ,nie ist ein ,gelbde in grerer ,gefahr gewesen4 ,nun war es gerade die frhe ,nachmittagszeit1 und die ,sonne brannte unbarmherzig4 ,nala war noch keine tausend ,schritt marschiert1 als es ihm schon gewaltig hei und durstig war4 ,aber tapfer schritt er weiter4 ,das ,mdchen lag lautlos an seiner ,brust4 ,immer langsamer wurde sein ,schritt1 immer strker die ,versuchung1 die kleine ,frage zu tun1 die ihm mit einem ,schlag alles gab und ihm nur eines nahm3 sein ,gelbde4 ,er wartete still1 ob sie nicht vielleicht sich vergessen und etwas sagen wrde1 etwa3 ,sieh nur den schnen ,vogel1 ,nala68 oder3 ,dort ist ein ,stein1 ,nala6 ,nimm ,dich in ,acht68 oder3 ,dort ist ein schner ,schatten1 geh dort1 ,nala68 ,aber nichts dergleichen geschah4 ,sie war stumm wie ein ,fisch4 ,er begann zu keuchen4 ,vom purpurroten ,gesicht rieselte der ,schwei4 ,der lebensvolle ,leib1 vorhin ,inbegriff der ,wonne1 war ihm jetzt wie ,blei und hitzte ihn unertrglich4 ,von ,zeit zu ,zeit lftete er die ,last ein wenig1 um auch seiner ,brust einen ,moment ,freiheit zu gnnen4 ,wie hartnckig ist solch ein ,weib81 dachte er4 ,sie ihrerseits fhlte sich ganz behaglich und kalkulierte folgendermaen3 ,wenn er solch ein ,starrkopf ist1 da er lieber umfllt vor ,erschpfung1 als dieses trichte ,gelbde aufgibt1 so mu ich bei ,zeiten seinen ,starrsinn brechen4 ,geb' ich heute nach1 so mu ich immer nachgeben4 ,im brigen3 was hab' ich zu riskieren8 ,setzt er ab1 hab' ich gewonnen4 ,trgt er bis zu ,ende1 nun so hab' ich nichts verloren48 ,so lie sie sich ganz ruhig auf und ab wiegen und hrte seinem ,keuchen zu wie der ,schiffer dem ,knarren seines ,schiffes4 ,als aber das ,keuchen immer schwerer wurde1 fast ein ,sthnen2 als der ,schritt immer unsicherer wurde1 da bog sie vorsichtig ihren ,kopf rckwrts und blickte ihm ins ,gesicht4 ,es war bla geworden1 fingerdick traten die ,adern an ,hals und ,schlfen heraus und die ,augen schienen aus den ,hhlen quellen zu wollen4 ,nala merkte die ,bewegung und dachte3 ,dem ,himmel sei ,dank6 ,endlich6 ,jetzt wird sie sagen3 ,es ist genug68 ,die erschrak freilich1 als sie dem ,mann in's fremde ,gesicht sah1 aber sie kniff die ,lippen aufeinander4 ,das hie3 hlt er sein ,gelbde1 halt' ich's auch48 ,nala dachte3 ,wie unbarmherzig ist solch ein ,weib48 ,er machte eine letzte ,kraftanstrengung4 ,an einer ,biegung des ,weges winkte das ,buddha-,bild4 ,mit schlotternden ,knien1 dem ,hinstrzen nahe1 setzte er seine ,last auf den ,sockel des ,bildes nieder4 ,das ,mdchen breitete allsogleich gar lieblich die ,arme aus und spitzte das ,mulchen zum ,verlobungsku4 ,nala aber tat ein paar gewaltige ,schnaufer1 so als ob sich einer ordentlich das volle ,herz frei schnauft1 dann sagte er3 ,wart' ein wenig1 ,katha68 ,damit begann er sich den ,schwei zu wischen1 erst mit dem ,handrcken4 ,aber was war der ,handrcken fr diese ,bche4 ,dann nahm er das ,sacktchlein1 dann die rmel seines weien ,jacketts1 endlich gar den ,zipfel des ,lendenschurzes4 ,und er bereilte sich nicht1 ja fast sah es aus1 als wenn er sich so recht zum ,vergngen ,zeit lie1 und der steinerne ,buddha sah ihm zu und lchelte4 ,derweil sa das ,mdchen fest auf ihrem ,piedestal1 wie einer1 der niesen will und nicht kann1 oder wie einer1 dem das ,wasser im ,munde zusammengelaufen ist und der doch nicht ausspucken darf4 ,als nun ,nala endlich fertig war1 sagte er freundlich3 ,jungfer verzeiht6 ,es ist mir unterwegs eingefallen1 ,eure ,hacke war doch noch im ,baum1 als ich ,euch runterfallen sah4 ,so mt ,ihr schon noch mal ,beeren essen gehen48 ,sprach's1 machte ,kehrt und ging spornstreichs nach seiner ,heimat zurck4 ,dort angekommen1 sah er wieder auf die gewaltige ,ebene zu seinen ,fen1 in der die fernen ,felsrcken ,schiffen im ,ozean glichen1 und die ,strme ,silberadern1 und alle ,tage sah er die ,sonne im ,osten hoch- und im ,westen niedergehen4 ,und weil er so in stiller ,ruhe ,jahr fr ,jahr lebte1 kam er schlielich in das ,ansehen eines ,weisen1 ja in den ,geruch eines ,heiligen4 ,und wenn ,leute1 ,unglckliche1 ,beladene1 zu ihm kamen und ihn fragten3 ,vater1 wie hast ,du nur den ,grad dieser stillen ,heiterkeit erreicht88 so pflegte er zu antworten3 ,wer nichts ,liebes hat1 der hat auch nichts ,leides68 ,und wenn der ,besucher ein ,mann war1 so fgte er hinzu3 ,richte nie eine ,frage an ein ,weib48 ,so kam ,nala in den ,ruf immer grerer ,weisheit und ,heiligkeit4 ,und wem das ,leben ein leidvolles ,ding geworden ist1 der mag nur hingehen und sehen1 ob ,nala noch lebt2 denn sein ,sprchlein ist ein gutes ,sprchlein4 ,illustration ,illustration ,il ,penseroso4 ,in ,kolombo lebte ein ,mensch namens ,wijasingha1 der von seinem ,vater ein ,huschen und #ajjjj ,rupien geerbt hatte4 ,damit lebte er1 ohne da man sonderliches von ihm hrte4 ,der lernte eines ,tages das ,glck der ,liebe kennen1 wie die ,menschen sagen4 ,von jeher war sein ,herz der ,liebe geneigt gewesen4 ,er liebte1 geliebt zu werden4 ,auf alles ringsum lie er seine ,sympathien berflieen1 und da all ,zusammenkommen nichts ist als der ,anfang der ,trennung1 so strichen in einem fort ,wolken ber seine ,lebenssonne hin4 ,es war ein stndiger ,wechsel von ,licht und ,schatten1 von ,haften und ,trennen4 ,oft dachte er3 ,wie entgeh' ich diesem ermdenden1 schmerzhaften ,spiel88 ,da kam diese groe ,liebe1 diese wolkenlose ,sonne mit strahlendem ,licht1 aber qulender ,glut4 ,der ,vater seiner ,geliebten war reich1 geizig und stolz1 und man wute1 da schon mancher ,freier von ihm abgewiesen war4 ,er hie de ,soysa und wohnte in der ,vorstadt ,kolpetti4 ,als ,wijasingha sich der ,neigung ,lucias1 so hie seine ,geliebte1 versichert hatte1 fate er sich ein ,herz und trat mit seiner ,bitte vor den ,vater4 ,de ,soysa begann bedchtig3 ,freund1 ,du bist nicht der erste1 der meiner ,tochter wegen kommt1 vielleicht wirst ,du auch nicht der letzte sein8 -- unserem ,wijasingha sang der ,mut gewaltig --1 indes81 fuhr de ,soysa fort1 ich kannte ,deinen ,vater1 ich kenne ,dich2 ,ihr seid ehrbare ,leute4 ,ich wei auch1 da ,du wohl erzogen bist4 ,aber wie steht es mit dem ,wichtigsten88 ,o1 ich denke1 der ,liebe ,deiner ,tochter bin ich gewi48 ,de ,soysa lachte1 da sein ,bauch etwas unruhig wurde4 ,das mag fr dich das ,wichtigste sein1 aber nicht fr mich4 ,ich meine1 wie steht es mit dem ,geld8 ,wie viel nennst du dein eigen88 ,du kennst mein ,haus4 ,auerdem habe ich #ajjjj ,rupie48 ,nun1 ,freund1 dann geh' nur nach ,hause4 ,aus dem ,handel kann nichts werden48 ,als er aber ,wijasinghas kummervolles und erschrecktes ,gesicht sah1 da kam auch in sein ,herz1 welches nur einer edlen ,neigung1 nmlich der fr die edlen ,metalle fhig war1 etwas wie ,rhrung4 ,fast freundlich fuhr er fort3 ,siehst ,du1 was soll einer1 der fr seine ,kinder sorgt1 heutzutage anders machen4 ,in frheren ,zeiten galt ein ,mensch so viel1 als er eben war4 ,war er wirklich was1 so galt er was2 war er nichts1 so galt er nichts4 ,heute aber gilt jeder nicht das1 was er ist1 sondern das1 was er hat4 ,wie sollen wir uns vor diesen ,europern anders retten1 als da wir gleichfalls beginnen1 ,geld aufzuhufen8 ,ich wei1 es sind hier in dieser ,stadt viele arme ,schlucker1 die im ,lendenschurz und in ,rindsleder-,sandalen umherlaufen1 die sehen scheel auf mich1 weil sie denken1 es ist genug1 das ,wort des ,buddha zu studieren und im brigen die ,welt laufen zu lassen1 wie sie will4 ,schn6 ,sie sollen studieren1 so viel sie wollen1 aber sie sollen auch nicht heiraten4 ,sie schimpfen mich einen gottlosen ,geldprotz4 ,aber glaub' mir1 ,wijasingha1 ich wei1 was ich tue4 ,du bist aber nicht gekommen1 um das zu hren4 ,ich will milde zu ,dir sein wie noch zu keinem anderen4 ,rhr' ,dich6 ,zeig1 da ,du es verdienst1 da ,dein ,vater dir #ajjjj ,rupie hinterlassen hat4 ,sie sind ihm sauer geworden1 ich wei es4 ,wenn ,du vor mich treten und sagen kannst3 #bjjjj ,rupie sind mein eigen1 so sollst ,du ,lucia haben1 vorausgesetzt1 da sie ,dich dann noch will4 ,bis dahin aber halte dich fern von ihr2 wenn ,du willst1 da ich ,dir wohlgesinnt bleiben soll48 ,das war unserem ,helden ein bitter-ser ,bescheid4 ,er hatte wohl gelernt1 sich mit seinem ,teil einzurichten1 er wre auch bereit gewesen1 sich mit weniger zu begngen1 aber nie hatte er darber nachgedacht1 wie er wohl sein ,ererbtes vermehren knnte4 ,als er so in tiefsten ,gedanken seinem ,hause zuschritt1 traf er einen bekannten ,kaufmann4 ,weshalb so nachdenklich1 ,freund ,wijasingha88 ,der sah ihn an1 als ob er aus einem ,traum erwache4 ,weit ,du ein ,mittel1 aus #ajjjj ,rupien #bjjjj zu machen88 ,weshalb nicht #ajjjjj88 meinte der lachend4 ,mir ist gar nicht zum ,spaen4 ,weit ,du kein ,mittel1 um ,geld zu verdienen88 ,was hast ,du denn mit einem ,mal8 ,du bist doch sonst nie aufs ,geld-,verdienen gewesen48 ,la das nur gut sein4 ,weit ,du mir gar nichts zu raten88 ,ich wte schon etwas4 ,ein paar ,kaufleute haben sich zusammengetan1 um ein ,fahrzeug auszursten4 ,wir wollen bei ,manaar ,perlen fischen4 ,das knnte seine #bj oder #cj vom ,hundert abwerfen48 ,wijasingha spitzte die ,ohren4 ,ich will mich mit #ajjjj ,rupien beteiligen81 sagte er entschlossen4 ,ich denke1 da tust ,du nicht schlecht81 meinte der ,kaufmann1 und der ,handel wurde abgemacht4 ,einige ,zeit nachher kam der ,kaufmann zu ,wijasingha3 ,freund1 unsere ,sache steht schlecht1 wenn wir nicht noch ein paar tausend ,rupien auftreiben1 um uns halten zu knnen4 ,die ,funde mssen kommen1 siehst ,du2 alles liegt nur daran1 ,zeit zu gewinnen4 ,wir haben alle ,weib und ,kind1 ,du bist ledig4 berdies wird nichts geschafft1 so geht mit dem unseren auch ,dein ,geld verloren48 ,da entschlo sich ,wijasingha1 verkaufte sein ,haus und tat die #djjj ,rupien auch noch in diesen ,handel4 ,als nun trotz allem die ganze ,sache verloren war1 war er ein ,bettler4 ,lucia hatte das ,unglck ihres ,geliebten erfahren1 und er wute1 da sie es erfahren hatte4 ,damit begngte er sich4 ,der ,mensch ist im ,unglck gefater und verstndiger als im ,glck1 und weil jede ,spur von ,hoffnung verloren war1 so sagte er3 ,es ist mein ,karma4 ,ich mu mich fgen48 ,ob es freilich bei ihm ,verstndigkeit oder ,unbestndigkeit war1 ist schwer zu sagen4 ,sein spteres ,leben spricht fast fr letzteres4 ,immerhin3 ,vllig ohne ,hoffnung sein1 ist wahrlich nicht das schlimmste1 weil es uns anregt1 aus jenem ,trost zu holen1 das fr alles ,trost bietet3 das ,wort des ,buddha1 in dem alles ,leid des ,menschenherzens sich auflst wie die ,monsunwolken auf den ,bergen1 wenn sie ins warme ,tal hinabgleiten4 ,wenn aber der ,mensch vor dem zertretenen ,feuer seiner ,hoffnungen sitzt und das letzte ,fnkchen schrt und htet1 und nichts anderes sieht und denkt1 das verdirbt dieses und das nchste ,leben4 ,so hatte ,wijasingha nichts gerettet als einen gesunden ,krper4 ,kurz entschlossen vermietete er sich als ,fhrer eines ,karrens1 der zwischen ,mtabe und ,jaffna verkehrte4 ,das ist ein rauhes ,leben voll uerer ,unruhe1 aber gesund und beruhigend4 ,wenn sie abends am ,brunnen lagerten oder am ,see1 und er abseits in der stillen ,nacht sa1 so glitten freilich die ,gedanken zurck1 wie die ,wasser abwrts flieen1 aber nicht in ,gram und ,verzweiflung1 sondern in ,nachdenklichkeit4 ,wenn der ,mensch aber erst einmal dahin kommt1 da er ber sein ,unglck denkt1 so lst es sich ihm auf im ,denken4 ,denn wer richtig denkt1 der stt auf das groe ,gesetz von der ,vergnglichkeit1 und wer auf dieses stt1 der stt auf das groe ,gesetz vom ,leiden1 und wer dieses wittert3 ,alles ist leidvoll18 der denkt3 ,was soll das ,greifen6 ,ich greife ja nur das ,leiden4 ,besser wahrlich ist es1 ruhig in sich zu bleiben48 ,so wurde ihm seine zertretene ,liebe zur ,staffel1 auf der er in jene heiter-stillen ,regionen trat1 in denen sich kein ,lftchen der ,leidenschaft mehr regt4 ,aber es war nur ein ,gefhl1 kein ,wissen4 ,als er etwa ein halbes ,jahr lang zwischen ,mtabe und ,jaffna gefahren war1 da kam ihm der ,gedanke3 ,wenn ich schon mein ,leben lang als ,karrenfhrer dienen mu1 was fahre ich denn gerade in diesem heidnischen ,lande48 ,jaffna liegt nmlich im ,tamilen-,land und die ,tamilen sind ,shiva-,anbeter4 ,so wechselte er seine ,stellung und verdingte sich fr einen ,karren1 der nach ,sden fuhr4 ,es war ihm wohler1 wenn er die ,dagobas und die ,viharas sah4 ,er mochte auch hier wohl ein halbes ,jahr gefahren sein1 da kam er mit seinem ,karren eines ,tages nach ,ratnapura1 der ,edelstein-,stadt1 in der heute noch viele ,steine gefunden werden4 ,hier ereignete es sich1 da einer der ,buckelochsen krank wurde1 und er einige ,tage warten mute4 ,in seiner ,mue setzte er sich an das ,ufer des ,baches und1 indem er eine handvoll ,sand langsam durch die ,finger gleiten lie1 dachte er3 ,so gleiten die ,augenblicke1 so gleiten die ,leben4 ,endlos ist die ,reihe der ,wiedergeburten1 selig die ,ruhe des nie mehr ,auferstehens48 ,als aller ,sand hindurchgeglitten war1 blieb ihm ein ,gegenstand in der ,hand zurck1 bei dessen ,anblick es ihn wie ein ,schlag durchzuckte4 ,fort waren die ,gedanken vom ,flu aller ,dinge und strahlend stand eines vor ihm3 ,glck1 ,liebe1 ,lucia6 ,wie ,wolkenschichten ziehen die ,gedanken in uns1 eine ,schicht ber der andern1 und wenn ein frischer ,windsto die unteren ,wolken zerreit1 so lugen oben die ,lmmerwlkchen durch1 die in entgegengesetzter ,richtung ziehen4 ,volle ,ruhe ist nur1 wo nicht mehr ,strmung und ,gegenstrmung ist3 die windstille1 wolkenlose ,ruhe des ,wissens4 ,wie viel forderst ,du fr den ,stein88 fragte ihn der ,hndler4 #bjjjj ,rupien18 erwiderte er ohne ,besinnen1 und das ,reisegeld von hier bis ,kolombo48 ,der sah ihn verwundert an und zahlte4 ,er mochte das ,dreifache dafr wieder bekommen2 denn es war ein ,edelstein1 wie er seit vielen ,jahren nicht mehr gefunden war4 ,da unser ,held sich auf dem ,wege von ,ratnapura nach ,kolombo nirgends aufhielt1 lt sich heute noch nachweisen1 weil er ,extrapost nahm1 und in den ,postbchern ,tag und ,stunde von ,abreise und ,ankunft verzeichnet stehen4 ,wie er ging und stand begab er sich zu de ,soysa4 ,hier sind #bjjjj ,rupien4 ,gib mir jetzt ,deine ,tochter48 ,der lie sich erzhlen4 ,du hast ,glck8 sagte er dann4 ,glckskind bist du18 sagte er noch mal fast neidisch1 erstens weil ,du den ,edelstein gefunden hast und zweitens3 ,was nutzt einem ,verliebten ein ,diamant1 gro wie ein ,mangokern1 wenn die ,liebste nicht mehr da ist68 ,wie meinst ,du das88 ,erschrick nicht6 ,ich sage ja1 ,du hast ,glck4 ,sie hat mir nach ,deiner ,abreise so lange in den ,ohren gelegen1 ihr doch noch ein ,jahr ,freiheit zu gnnen1 um1 wie sie sagte1 das ,trauerjahr fr ,dich halten zu knnen1 da ich schlielich nachgegeben habe4 ,weil ich aber fr ,pnktlichkeit bin1 so habe ich mir den ,tag gemerkt4 ,morgen wird es just ein ,jahr1 da ,du weg bist1 und es warten ,freier4 ,deswegen sagte ich3 ,du hast ,glck48 ,am nchsten ,tage schon wurde ,verlobung gefeiert1 und unserem ,wijasingha war1 als ob alle ,seligkeit des ,himmels herunter gekommen wre und sich just in sein ,herz einquartiert htte4 ,de ,soysa neigte europischen ,anschauungen zu1 nicht als ob er ihr ,freund gewesen wre1 aber sein ,lieblingsspruch war3 ,man mu sie 7er meinte die ,europer7 mit ihren eigenen ,waffen schlagen48 ,deshalb war das ,leben in seinem ,hause halb europisch1 deshalb hatte auch seine ,tochter eine sorgfltige ,ausbildung genossen und einen europischen ,namen bekommen4 ,er pflegte sich ber solche alten poetischen ,namen wie3 ,freund des ,jasmin8 oder die ,blte ffnet sich8 und andere derart lustig zu machen4 ,dabei hielt er aber streng an der ,religion des ,buddha1 hatte auch oben auf dem ,fels vom ,isevimaniya-,kloster ein ,gitter gestiftet mit einer steinernen ,gedenktafel4 ,gestiftet von ,m4 de ,soysa im ,jahre -- des ,buddha4 ,ja1 er ging sogar mit der ,absicht um1 eine neue ,predigthalle in der ,nhe des heiligen ,bobaumes in ,anuradhapura zu errichten4 ,seine ,frau freilich war wenig mit seinen europischen ,neigungen einverstanden4 ,sie sah im ,abweichen von den alten ,sitten das ,verderben und hielt sich am liebsten in der ,abgeschiedenheit4 ,auch trug sie die steife ,tracht der vornehmen ,singhalesinnen1 whrend ,lucia sich europisch kleidete auf ,wunsch des ,vaters4 ,als die ,tage des ersten ,rausches vorber waren1 sagte de ,soysa3 ,mein ,sohn1 ich bin kein ,freund eines langen ,brautstandes4 ,langer ,brautstand kommt mir vor1 als wenn jemand sich den ,strick um den ,hals schnrt1 bevor er sich wirklich hngen will48 ,er lachte1 da drauen ein paar ,vgel erschreckt aufflogen und berlie es ,wijasingha1 sein ,gesicht zu stellen1 wie es ihm gutdnkte4 ,nun1 nun18 fuhr er fort1 man macht so seine ,scherze4 ,der ,tag sieht am ,abend anders aus wie am ,morgen4 ,also auf den ,tag einen ,monat soll ,euer ,brautstand dauern4 ,dann gibt es ,hochzeit48 ,unserem ,wijasingha war1 als ob man ihm nach der ,aloe ,honig in den ,mund steckte4 ,nun aber rhr' ,dich18 fuhr de ,soysa fort1 da ,du ,deine ,frau in ein ,heim fhren kannst1 wie es sich fr ,dich und mich gehrt48 ,ich dachte1 in der ,umgegend der ,stadt ein kleines ,huschen zu erwerben und da einfach und zufrieden zu leben48 ,la den ,gedanken fahren4 ,mein ,schwiegersohn kann nicht wie ein ,bauer oder ,krmer wohnen1 in einer ,lehmhtte48 ,nicht ,lehmhtte --48 ,schon gut6 sag' ich4 ,an der ,seeseite1 dicht hinter ,kolupitiya-,station ist ein ,haus frei48 ,das1 was der deutsche ,kaufmann bewohnt hat88 ,eben das48 ,die ,miete ist hoch48 ,drum rhr' ,dich1 rhr' ,dich6 ,der ,mensch mu einen ,sporn haben1 wenn er vorwrts kommen will4 ,widerstand braucht der ,mensch zum ,gedeihen1 nichts als ,widerstand48 ,dabei machte er eine ,bewegung mit den ,armen wie ein ,athlet1 der im ,begriff ist1 sich auf den ,gegner zu strzen4 ,so mietete ,wijasingha das ,haus an der ,seeseite und begann es auszustatten4 ,welche ,arbeit6 ,wie viel ,laufen1 wie viel ,reden1 wie viel rger6 ,htte ihm nicht der ,abend mit der ,liebsten gewinkt1 er htte lngst gesagt3 ,ich mag nicht mehr6 ber die ,hlfte des ,monats war verflossen1 da kam eines ,morgens sein ,schwiegervater eilig zu ihm4 ,sohn18 sagte er fast feierlich1 -- denn je reicher einer wird1 um so mehr ,ehrfurcht hat er vor dem ,geld -- ich sorge fr meine ,tochter1 wenn ich fr ,dich sorge4 ,kennst ,du ,galgulum88 ,freilich6 ,es liegt nrdlich von ,matale18 erwiderte der ganz erstaunt4 ,o1 ,du kennst es aus ,deiner ,fuhrmannszeit18 rief der ,alte lustig4 ,danke den ,gttern1 da ,du einen ,schwiegervater hast1 der auf solche ,sachen nichts gibt4 ,bei mir heit es nicht3 ,zeige1 was ,du gewesen bist6 sondern3 ,zeige1 was ,du bist6 ,la sie in ,kolombo nur kichern4 ,wenn ,du was geschafft hast1 werden sie aufhren4 ,wer ,geld hat1 der hat alles4 ,und ,du wirst was schaffen4 ,du bist ein ,glckskind4 ,wie httest ,du sonst den ,stein gefunden4 ,denkst ,du1 wegen der #bjjjj ,rupien allein1 habe ich ,dir meine ,tochter gegeben6 ,aber genug der ,schwtzerei6 ,also hr' zu6 ,um den ,see von ,galgulum wird ,land urbar gemacht4 ,es ist alles im ,stillen betrieben4 ,ich habe es eben erst erfahren4 ,verstehst ,du nicht8 ,die ,regierung will nicht1 da ,geschfte damit gemacht werden1 indem einer das ,ganze kauft1 sondern will stckweise an die ,bauern verkaufen4 ,unser ,bauer hat aber kein ,geld4 ,es ist ein wundervolles ,geschft1 wenn wir zuerst hinkommen48 ,wijasingha verstand immer noch nicht4 ,verstehst ,du noch nicht8 ,wir gehen hin1 d4 h4 ich berla ,dir das ganze ,geschft4 ,ich will ,dich anlernen im ,geldmachen1 ich will ,dir ,mut und ,lust zum ,geschft machen4 ,wir leihen den ,bauern1 damit sie kaufen knnen und nehmen unsere ,zinsen4 ,ich habe meine ,leute dort48 ,o1 so meinst ,du18 sagte ,wijasingha gedehnt4 ,bist ,du bereit88 ,wozu88 ,abzureisen68 rief der ,alte heftig werdend4 ,in einer ,stunde geht der ,zug nach ,kandy48 ,wie lange bleiben wir denn88 ,etwa drei ,tage48 ,so mu ich doch erst von ,lucia ,abschied nehmen48 ,du bist toll6 ,wir verlieren einen ganzen ,tag4 ,das ,geld luft ,dir fort1 nicht die ,braut48 ,verdrielich sa ,wijasingha im ,coup neben seinem schnarchenden ,schwiegervater4 ,der ,zug lief durch diese endlosen ,reisfelder1 die von ,areka- und ,kokos-,palmenwldchen unterbrochen waren4 ,es war anmutig1 aber eintnig4 ,er griff aus langer ,weile die ,zeitung1 die dem ,schlafenden aus den ,hnden gefallen war4 ,fr ihn stand nichts darin4 ,jetzt begann die ,steigung der ,bahn4 ,die ,luft wurde frischer1 leichter1 die ,bilder ringsum immer khner1 gewaltiger4 ,aus ,ausschnitten lugten wilde ,felsmassen gleich ,trmen und ,burgen2 tief1 tief unten im ,tal lachte das helle ,grn der ,reisfelder1 deren regelmige ,furchen wie gemalt aussahen4 ,und wenn der ,ausblick sich rckwrts in die ,ebene erffnete1 so glitt das ,auge wie in die ,unendlichkeit4 ,sein ,entzcken stieg4 ,er war fast versucht1 den ,schlafenden zu wecken4 ,ihm war es solch eine ,freude1 wenn jemand neben ihm stand und ihm sagte3 ,wie wunderschn68 ,sie waren jetzt fast auf der ,kammhhe4 ,der ,alte gab einen ,ton von sich1 als wenn er im ,erwachen wre4 ,wijasingha hielt es nicht lnger aus4 ,sieh nur1 ,vater68 rief er4 ,der ,alte rieb sich die ,augen4 ,was ist los88 ,sieh nur die ,aussicht48 ,de ,soysa spuckte gleichgltig aus4 ,steine genug18 meinte er4 ,unsere ,aussichten sind in ,galgulum48 ,damit drehte er sich nach der anderen ,seite und schnarchte weiter4 ,sie bernachteten in ,mtale1 dem ,endpunkt der ,bahn4 ,am nchsten ,morgen fuhren sie mit der ,post nach ,galgulum weiter1 von zwei ,leuten begleitet1 welche de ,soysa mit tiefster ,ehrfurcht behandelten4 ,an ,ort und ,stelle machte sich der ,alte sofort mit den beiden ans ,werk4 ,es schien ihm nicht daran gelegen zu sein1 den ,schwiegersohn jetzt bei sich zu haben4 ,nimm die ,gegend in ,augenschein1 derweil ich mit den ,leuten rede18 sagte er4 ,das war dem schon recht4 ,er schlenderte gemtlich um den weiten ,see4 ,groe ,strecken waren entsumpft worden und harrten wieder ihrer ,bestimmung4 ,dieses wste ,gebiet1 welches heute die ganze ,nordhlfte der ,insel einnimmt1 war frher unter den buddhistischen ,knigen die ,kornkammer ,ceylons und von ,millionen bevlkert4 ,die ,abendmahlzeit nahmen beide gemeinschaftlich im ,rasthaus ein4 ,de ,soysa war in bester ,laune4 ,er berichtete ber die ,abmachungen1 die er getroffen hatte4 ,lies nur68 ,damit breitete er seine ,papiere vor ,wijasingha aus4 ,der begann den ,inhalt zu studieren1 erst nur so obenhin1 allmhlich aber wurde er aufmerksam4 ,vater18 sagte er endlich1 wovon sollen denn aber die armen ,leute leben8 ,sie mssen ,dir ja alles geben48 ,der sah ihn eine ,weile sprachlos an1 dann sagte er3 ,hab' ich denn die ,leute gezwungen1 solche ,abmachungen zu treffen8 ,hab' ich ein ,recht1 eine ,gewalt1 sie zu zwingen8 ,wenn ich mein ,geld arbeiten lasse1 so gut ich kann und fr meine ,familie sorge4 -- ,aber was sag' ich6 ,ich sorge ja garnicht fr mich4 ,ich lasse ja ,dein ,geld arbeiten4 ,zum ersten ,mal in meinem ,leben lasse ich mir einen ,profit entgehen und gleich habe ich meinen ,lohn4 ,es geschieht mir schon recht1 mir altem ,narren4 ,das kommt davon1 wenn man mehr fr andere sorgt1 als fr sich selbst48 ,je mehr er redete1 um so heftiger wurde seine ,stimme4 berhaupt sage ich ,dir1 es ist ein ,unterschied1 ob man als ,einzelner durch die ,welt geht1 oder ob man eine ,familie hinter sich hat4 ,so lange ,du einzeln bist1 magst ,du tun und lassen1 was ,du willst1 ja ,du magst1 wenn es ,dir so beliebt1 ,dich in einen ,winkel setzen und freiwillig verhungern4 ,hast ,du aber ,weib und ,kind1 so sind die ,zeiten vorbei4 ,da heit es3 ,rhr' ,dich von frh bis spt6 ,willst ,du denn1 wenn ,du mal stirbst1 da ,dein ,weib trgt und ,deine ,kinder ,karren ziehen6 ,in der ,ehe pfeift ein scharfer ,wind1 ,freund4 ,ich wei1 ,du hast allerhand ,flausen im ,kopf4 ,die ,worte des ,buddha sind nicht dazu da1 da man mit ihnen durch dick und dnn geht4 ,wer das will1 der darf sich nicht verlieben4 ,hrst ,du1 nicht verlieben6 ,la das1 ,sohn1 ich meine die ,kopfhngerei68 fuhr er milder fort4 ,ich warne ,dich ernsthaft48 ,damit packte er die ,papiere zusammen und verlie den ,raum4 ,wijasingha stand ein ,weilchen regungslos1 dann verlie auch er den ,raum und das ,haus4 ,ihm war zumut wie einem ,menschen1 der morgens erwacht mit dem ,gefhl3 ,es ist etwas nicht in ,ordnung mit ,dir4 ,wieder kam er zum ,see4 ber den hohen ,steindamm ging ein starker1 warmer ,wind4 ,die ,sonne hing tief1 rings von glhenden ,wolkenfetzen umgeben4 ,fern auf dem ,wasser lagen wunderbare ,farben4 ,sie sahen aus wie farblose ,schatten1 blickte man aber still hin1 so entdeckte man das schnelle ,spiel von ,gold und ,violett4 ,er lie sich unten am ,steindamm nieder4 ,er entledigte sich der ,schuhe und tauchte die ,fe leise ins ,wasser4 ,kosend kamen die ,wellen4 ,er sa still und schaute und schaute4 ,vergessen war alles4 ,ihm war wie einem1 der seine letzte ,arbeit getan und nun ruhevoll vor seiner ,htte sitzt und dem ,klang der ,abendglocken lauscht4 ,o1 du khler seliger ,abendfriede6 ,ein einsamer ,kranich durchfurchte stolz mit gebogenem ,hals das ,wasser1 eine lange ,furche nach sich ziehend4 ,jene ,stelle aus den ,suttas kam ihm in den ,sinn3 ,zweierlei ,freuden1 ihr ,jnger1 gibt es4 ,welche zwei8 -- ,die ,freude des ,familienlebens und die ,freude des heimatlosen ,lebens48 ,jetzt hrte er ,laute ber sich4 ,oben auf dem ,damm ging ein junger ,mensch mit einem ,mdchen4 ,beide taten zrtlich zueinander und sahen ihn nicht4 ,der junge ,mensch sang dem ,mdchen eine ,melodie vor1 die diese versuchte nachzusingen1 aber immer falsch4 ,er wiederholte unverdrossen1 nur unterbrochen durch die ,liebkosungen des ,mdchens4 ,die ,szene erschien unserm ,wijasingha albern4 ,das ,mdchen war nicht mehr jung1 offenbar lter als der ,jngling und begann schon korpulent zu werden4 ,nichts ist alberner als das ,verliebtsein8 dachte er4 ,pltzlich hrte er de ,soysas ,worte wieder3 ,in der ,ehe pfeift ein scharfer ,wind48 ,wieder hatte er dieses unangenehme ,gefhl eines1 der erwacht und wei3 ,es ist etwas mit mir4 ,wann war ich wohl besser dran1 jetzt wo ich als ,schwiegersohn des reichen de ,soysa hier sitze oder damals1 als ich als ,karrenfhrer hier bernachtete und abseits am ,lagerfeuer sa1 alle ,sterne des ,himmels ber mir1 das ,glck des ,freiseins von ,wnschen genieend4 ,damals war mir das ,leben ein ,ding zum ,schauen1 ein ,ding1 von dem der ,verstndige wei3 ,es ist ein ,spiel4 ,jetzt soll ich aufhren1 ,schauer zu sein4 ,jetzt soll ich selber handeln1 mich abmhen1 mich drngen und stoen lassen und fr alle ,pffe danken als fr ein ,lehrgeld48 ,er zog die ,mundwinkel nach unten und bog den ,kopf ein wenig zurck wie ein ,kind1 das eine widrige ,nahrung abweist4 ,weshalb aber das alles88 ,er meinte des ,alten ,worte zu hren3 ,wer das nicht will1 der darf sich nicht verlieben48 ,mimutig stie er einen ,kiesel ins ,wasser4 ,der zog seine ,ringe1 einen nach dem anderen1 immer weiter4 ,wijasingha blickte aufmerksam4 ,so folgt jeder ,ursache die ,wirkung2 so hat jede ,tat ihre ,folge1 unausweichlich4 ,unterla die ,tat1 so werden die ,folgen ausbleiben4 ,andere ,hilfe ist nicht4 ,meine ,tat ist die ,liebe zu ,lucia1 ihre ,folgen sind das ,hasten und ,mhen des ,familienlebens4 ,und nur des ,familienlebens8 ,bin ich seit diesem ,glckstag schon einen ,augenblick ganz ruhig1 ganz glcklich gewesen8 ,mu ich nicht auf jedes ihrer ,worte1 auf jeden ihrer ,blicke achten6 ,ich will1 da sie da redet1 wo ich meine1 da geredet werden soll2 da sie da schweigt1 wo ich meine1 da geschwiegen werden soll4 ,rastlos luft mein ,herz mit ihr wie ein ,hndchen mit seinem ,herrn4 ,eine mhevolle ,arbeit68 ,er schwieg gedankenvoll4 ,die ,sonne war verschwunden4 ,auf dem ,wasser lag das eintnige ,grau des ,abends4 ,sie blieben noch einen ,tag hier4 ,dann kehrten sie nach ,kolombo zurck1 der ,alte aufgerumt1 der ,junge zerstreut und nachdenklich4 ,es war nicht de ,soysas ,sache1 durch anderer ,stimmungen mit berhrt zu werden4 ,war er guter ,laune1 so galt ihm als selbstverstndlich1 da der andere es auch war4 ,wijasinghas erster ,gang galt seiner ,braut4 ,er traf sie mit einem jungen ,menschen im ,gesprch1 den ,wijasingha nicht leiden mochte4 ,es war ein eitler ,bursche1 von dem man wohl wute1 da er gleichfalls ,absichten auf die schne ,lucia gehabt hatte1 beilufig ein entfernter ,verwandter und ,namensvetter der ,familie4 ,als ,wijasingha eintrat1 lachten beide gerade lustig1 verstummten aber sofort4 ,lucia sprang auf1 um ihren ,brutigam zu umarmen2 der aber meinte grmlich3 ,wovon spracht ,ihr denn gerade1 als ich ,euch unterbrach88 ,aber18 sagte ,lucia1 wir sprachen von den ,pferderennen48 ,deswegen brauchtet ,ihr doch nicht so pltzlich verstummen48 ,aber -- sollte ich ,dich denn nicht begren88 ,sie lachte lustig und der junge de ,soysa mit4 ,wijasingha wollte auffahren4 ,pltzlich blieb sein ,auge auf dem lachenden ,gesicht seiner ,braut hngen4 ,er hatte sie in dieser etwas spttischen ,weise noch nie lachen sehen und halb mit ,staunen1 halb mit ,schrecken sah er auf diesem blhenden hbschen ,gesicht1 der durch einen haarfeinen ,flaum etwas sammetartiges bekam1 etwas weich nachgiebiges1 das ihn stets so entzckt hatte1 die ,zge des ,vaters1 des alten de ,soysa hervortreten4 ,lucia war ein gutes ,mdchen1 wie sie durch ihr entschlossenes ,warten auf ihren ,geliebten bewiesen hatte1 aber tatschlich vom ,charakter ihres ,vaters1 weder gewohnt noch befhigt1 in anderen zu lesen4 ,als sie daher das khle1 zerstreute ,wesen ihres ,brutigams sah1 wendete sie sich ganz dem jungen de ,soysa zu und ,wijasingha sa schweigend daneben1 whrend die beiden miteinander scherzten4 ,pltzlich war ihm1 als ob alle ,verdrossenheit1 alle innere ,gereiztheit1 aller ,widerwille gegen de ,soysa1 aber auch alle ,liebe gegen ,lucia dahinschwnden und nichts bliebe1 als eine unwiederstehliche ,neigung nachzudenken4 ,sein ,auge lag sinnend auf den feinen ,linien seiner ,braut1 aber weil die ,sinnlichkeit ihn verlassen hatte1 so suchte er im ,nachdenken dieses ,wesen da vor ihm gleichsam zu analysieren1 in seine ,bestandteile aufzulsen4 ,es wurde ihm klar und klarer3 ,das1 was mich bisher in einem ,taumel gehalten hat1 das wird in lngerer oder krzerer ,zeit dahin sein4 ,lohnt es sich1 deswegen seine ,ruhe und ,unabhngigkeit hinzugeben8 ,sind sie nicht auch ,gter1 ebenso s wie die ,sinnenlust8 -- ,wenn ich das aber alles lasse1 wofr lebe ich dann noch8 -- ,und pltzlich3 ,wofr lebe ich berhaupt8 ,wofr leben die ,menschen8 ,wozu ist dieses alles88 ,ein pltzliches ,staunen ergriff ihn1 da berhaupt etwas da sei und fr einen ,augenblick durchzuckte ihn die ,einsicht1 gleichsam fhlbar1 wie jemand seine eigenen ,glieder fhlt3 ,ist etwas da1 kann es nie nicht dagewesen sein2 mu von ,anfangslosigkeit her da sein4 ,ist es so1 nun so mu man eben dem ,heiligen1 dem vollkommen ,erwachten folgen4 ,dann gibt es ja kein anderes ,ziel als das ,aufhren1 das ,eingehen1 das ,verlschen4 ,indem trat der alte de ,soysa ein und erfllte mit seiner drhnenden ,lustigkeit den ganzen ,raum4 ,wijasingha verabschiedete sich so bald es anging und noch am selben ,abend schrieb er an seine ,braut sowohl wie an deren ,vater1 da er entschlossen sei1 alle weltlichen ,plne fallen zu lassen und ,mnch zu werden4 ,am nchsten ,morgen in aller ,frhe fuhr er nach ,ratmalana hinaus1 um dort im ,kloster zum allervorzglichsten ,gesetz8 um ,aufnahme zu bitten4 ,whrend er aber in der weiten ,vorhalle auf das ,erscheinen des ,abtes wartend auf und ab ging1 hrte er nicht das ruhevolle ,rauschen der ,palmwedel1 das nur eine ,melodie singt3 ,la fahren1 es ist nicht der ,mhe wert681 sondern er hrte vor seinem geistigen ,ohre die ,stimme seiner ,braut1 er meinte sie vor sich zu sehen in ihrer wollusterregenden ,schnheit1 die ganz ,colombos ,jugend in ,bann hielt4 ,auf dich hat sie ein ganzes ,jahr gewartet1 whrend alles ihr zuflog4 ,wonach andere sich hoffnungslos sehnen1 das wirfst du ,narr leicht von dir48 ,so sprang er1 von seinen ,empfindungen berwltigt1 kurz entschlossen in das drauen wartende ,ochsenwgelchen1 ohne den ,abt abzuwarten1 und fuhr schnurstracks nach ,colombo zurck1 um womglich gut zu machen1 was noch gut zu machen war4 ,trotz seiner ,angst vor dem ,alten trat er entschlossen in die ,vorhalle und lie sich vom ,diener melden4 ,der aber kam sogleich mit der ,botschaft zurck1 da niemand zu sprechen wre4 ,da sah ,wijasingha1 da alles verloren war und kehrte voller ,verzweiflung in seine ,wohnung zurck4 ,was er vor einem ,jahr mit ,fassung und ,vernunft getragen hatte1 das machte ihn jetzt fassungslos und halb wahnwitzig4 ,als er bei sich angekommen die leeren ,rume betrat1 berkam ihn solch ein ,ekel vor der ,zwecklosigkeit des ,lebens1 da ihm war1 als ob es ihn anrche4 ,und was er gestern aus wahrer ,einsicht in die ,natur des ,lebens tun wollte1 das entschlo er sich nun1 aus ,ekel am ,leben zu tun3 ,alles aufzugeben und ins ,kloster zu gehen4 ,nach dem ,kloster zum allervorzglichsten ,gesetz8 zurckzukehren1 schmte er sich4 ,so beschlo er1 nach ,kelanya zu gehen1 wo ein ,verwandter von ihm schon seit ,jahren als ,mnch lebte4 ,der ,abt1 der ihn kannte1 nahm ihn gtig auf4 ,als ,wijasingha nun1 nachdem er die ,erlaubnis zum ,eintritt erhalten hatte1 meinte1 er wolle zurckfahren1 um zu ,hause erst alles zu ordnen1 erwiderte der ,abt lchelnd1 ob er nach seinem ,tode denn auch nachsehen wolle1 ob beim ,leichenschmaus alles gut geordnet sei8 ,daraufhin blieb ,wijasingha dort1 so wie er war1 bersandte nur seinem ,hausverwalter einige ,anordnungen4 ,nun hatte er freilich zu seinem eigenen ,erstaunen die ,liebe zu ,lucia bald ganz berwunden1 wie sich klar darin zeigte1 da er ihre bald darauf erfolgende ,verheiratung mit dem jungen de ,soysa ohne ,kummer vernahm4 ,sein eigener ,spruch war stets gewesen3 ,der ,mann ist nicht wert1 ,mann zu heien1 der an einer ,weiberliebe zu ,grunde geht48 ,trotzdem kam er nicht aus dem inneren ,schwanken heraus4 ,er blieb in einem ,zustand fruchtloser ,nachdenklichkeit4 ,die ,wahrheit der ,buddhalehre leuchtete ihm ein1 aber nicht die ,notwendigkeit1 die ,welt zu lassen4 ,so glich er einem ,ochsen1 der zwischen zwei ,bndeln ,gras langsam verhungert1 weil er nicht wei1 bei welchem er anbeien soll4 ,etwa zwei ,jahre qulte er sich in dieser ,weise hin4 ,als er nun einmal durch einen halb-bldsinnigen ,menschen1 der die ganze ,nacht vor der ,tr des ,viharas gesungen und gebetet hatte1 am ,schlaf behindert worden war1 so war ihm das1 weil eben gar kein innerer ,halt in ihm war1 ,anla genug1 das ,kloster und den ,mnchstand zu verlassen4 ,drauen ergab er sich aber bald einem lockeren ,lebenswandel1 bei dem all sein ,hab und ,gut verloren ging4 ,danach verdingte er sich wieder als ,karrenfhrer2 lebte aber nicht wie damals in heiterer ,ruhe1 sondern elend1 weil er seinen ganzen ,verdienst meist in ,palmschnaps vertat4 ,er war eben auf abwrtsfhrende ,fhrte geraten1 wie es wohl geschehen kann1 so lange jemand im ,begreifen nicht festen ,halt gefunden hat4 ,und dabei geschah es1 da er nicht nur sich qulte1 sondern auch andere1 indem er seine ,ochsen schlecht behandelte1 so da alle redlich ,denkenden sich von ihm abwandten4 ,als er einstmals einen ,ochsen so geschlagen hatte1 da ihm ,blut von den ,weichen tropfte1 warnten ihn die anderen und sagten3 ,denk' an ,deine nchste ,geburt48 ,aber ,wijasingha1 der schon ganz verkommen war1 antwortete roh3 ,kmmert ,ihr euch nur um euch selber48 ,da erschraken die anderen ,karrentreiber und sagten unter sich3 ,was knnen wir tun8 ,es kommt auf sein ,karma48 ,eines ,tages hatte er in der ,nhe von ,pallai einem ,weibe am ,wege einige groe ,mangos abgekauft und wollte gerade die ntigen ,kupfer aus dem ,grtel ziehen1 um zu bezahlen1 als ein ,weier des ,weges kam1 der gleichfalls bei dem ,weibe stehen blieb1 um ,mangos zu kaufen4 ,da nahm das ,weib ,wijasingha die ,mangos wieder ab und gab sie dem ,weien1 weil er mehr zahlte4 ,wijasingha aber wurde darber aufs hchste aufgebracht und da er weder am ,weibe noch an dem ,weien seine ,wut auslassen konnte1 so lie er sie an sich selber aus1 indem er all sein ,geld in der nchsten ,taverne vertrank4 ,als es nun zum ,abend ging1 wo die ,karrenfhrer ihren ,reis nehmen1 hatte er kein ,geld1 um sich eine junge ,kokosnu fr den ,kurry zu kaufen4 ,daher stieg er1 als es dunkel geworden war1 auf einen ,palmbaum1 um eine zu stehlen4 ,sei es nun1 da die ,eile1 oder die ,dunkelheit oder der reichliche ,branntwein schuld waren -- oben1 dicht unter der ,krone1 strzte er ab und brach das ,genick4 ,in ,ceylon sagt man aber1 da1 wer beim ,besteigen eines ,palmbaumes verunglcke1 ein schlechter ,mensch sein msse4 ,wie weit das freilich fr ,wijasingha zutrifft1 will nicht ich entscheiden4 ,der ,abt von ,kelanya aber pflegte ihn als ,beispiel anzufhren1 wenn er ber das ,wort des ,buddha predigt1 da die ,lehre1 falsch befolgt1 wie ein ,messer sei1 da man bei der ,schneide fasse4 ,es ntze nichts1 sondern verletze nur die ,hand und gbe nichts als ,schmerz und ,schaden4 ,illustration ,die ,liebesgabe4 ,ich wundere mich oft1 weshalb die ,menschen sich ,mrchen erzhlen4 ,die ,wirklichkeit ist das wunderlichste aller ,mrchen4 ,wie plump sind die ,mrchen der ,mrchenwelt gegenber dem ,mrchen ,wirklichkeit84 ,ich1 das ,kind des ,garda-,sees1 mit dem ich verwachsen war im guten wie im bsen1 sitze jetzt hier im indischen ,randgebirge1 in ,lanauli1 sitze hier seit ,jahr und ,tag1 und fast sieht es aus1 als ob ich hier meine ,tage beschlieen soll -- entwurzelt mich nicht irgend ein ,sturmwind aufs neue4 ,mir ist1 als ob die herbe ,strenge1 die einsame ,gre dieser ,landschaft hier rings um mich mir die ,lieblichkeit meines alten ,sirmione nur noch lebhafter macht4 ,wenn ich oben am ,cap sa1 ber der alten ,villa des ,catull2 wie unzhlige ,male habe ich dort gesessen1 als ,knabe schon1 als ,jngling1 als angehender ,mann4 ,ich entsinne mich deutlich1 da ich als ,knabe schon gesonnen habe1 nachgedacht ber die ,rtsel des ,lebens1 ber die ,welt1 ber die ,frage3 ,woher dieses alles8 ,und dieses ,sehnen1 wenn im ,abendglhen der ,see dalag wie ein ,saphir und die ,boote orangefarbene ,streifen nach sich zogen4 ,es war dann1 als ob unsichtbare ,fden an mir zogen1 ich wei nicht wohin4 ,denn schner und friedlicher konnte es ja nirgends sein4 ,aber es ist1 als ob ,schnheit und ,frieden nicht dazu da wren1 sie zu genieen1 sondern nur dazu1 ein unbestimmtes vages ,sehnen nach ,schnheit und ,frieden in mir anzuregen4 ,da sa ich denn1 bis alles ,licht auf dem ,see geschwunden war und ber mir1 in dieser dunklen ,klarheit ein ,lichtchen nach dem anderen aufflimmerte4 ,schon die ,natur allein sollte uns lehren1 da ,reinheit das ,schnste ist4 ,ach ,reinheit1 wie kstlich6 ,wenn ich unter diesem klaren ,sternenhimmel stehe1 und ,sirius und ,orion funkeln1 so ist mir1 als zge es mich aus mir selber heraus in dieses reine ,feuer1 in diese himmlische ,reinheit4 ,soll ich berhaupt schon etwas anbeten1 nun weshalb denn nicht dieses6 ,weshalb denn ein ,unsichtbares1 ,unhrbares1 ,undenkbares -- kurz ein ,unding hinter diesem ,sternenhimmel anbeten8 ,eines ,tages -- ich war damals bereits ,arzt in ,mailand1 gesuchter ,arzt und nur fr kurze ,zeit zur ,erholung bei meinen ,eltern -- ging ich gegen ,abend vom ,cap nach ,hause zurck4 ,wie gewhnlich ging ich am ,kirchlein auf der ,hhe1 im ,olivenwldchen vorbei4 ,wie gewhnlich blieb ich vor dem offenen ,fenster stehen1 und schaute hinein in die dunkle ,khle des ,innern4 ,schmucklose1 wei-getnchte ,wnde1 ein ,altar mit allerhand buntem ,flitter und in der ,mitte auf ihm das ,kreuz mit jenem ,manne daran1 der eine so fragwrdige ,rolle im ,geistesleben der ,menschheit spielen sollte4 ,gottglauben hatte ich lngst nicht mehr4 berhaupt scheint mir1 als ob sehr1 sehr wenige ,menschen wirklichen ,glauben htten und da man sich ber diese ,tatsache tuscht nur deshalb1 weil man sich nicht die ,mhe nimmt1 sich ernsthaft selber zu prfen4 ,von mir persnlich wei ich nicht1 ob ich berhaupt je ,glauben an ,gott gehabt habe4 ,ich entsinne mich nur als ,knabe bei heftigen ,gewittern etwas wie ,gottesfurcht empfunden zu haben4 ,aber das verlor sich1 als ich dem ,phnomen gedanklich ,herr geworden war4 ,ich hatte drauen am ,cap in einem physikalischen ,buche gelesen1 einem jener modernen ,bcher1 die in mehr oder minder geistreicher ,form auf rein physikalischen ,gesetzen eine ,weltanschauung aufzubauen versuchen und damit sich selber vor die ,notwendigkeit stellen1 schlielich auch mich1 das denkende1 selbstbewutseinbegabte ,lebewesen1 den physikalischen ,gesetzen einzuordnen4 ,heute in besserer ,einsicht1 lache ich ber alle derartigen gelehrten und geistreichen ,versuche1 weil ich ihre ,wertlosigkeit und ,verkehrtheit kenne4 ,damals hingegen fhlte ich nur1 da dieses nicht der rechte ,weg sein knne4 ,aber ich erkannte die ,grnde nicht4 ,so machten mir alle diese ,hypothesen und ,gedanken1 die eine ,welt aufbauen wollen1 in welcher der1 welcher sie aufbauen will1 keinen ,platz mehr hat1 viel ,not4 ,ich sann1 ich grbelte4 ,es strte mir sogar den ,schlaf und machte mich oft fast schwermtig4 ,aber wenn ich mich aufs genaueste durchforsche1 so wei ich selbst heute noch nicht1 ob diese ,nte ehrliche waren1 oder einem ,kokettieren mit mir selber entspringend4 ,denn das war mir schon lnger klar geworden1 da eine starke ,eigenliebe den ,grundzug meines ,charakters bildete4 ,als ich an jenem ,tage1 von welchem ich oben sprach1 wieder durch das ,fenster in die ,dmmerung des ,kirchleins sah1 die kahlen ,wnde1 den ,altar mit seinem ,flitter1 das schwarze ,holz mit dem gekreuzigten ,manne daran1 da seufzte ich unwillkrlich tief auf3 ,hier ist ,sicherheit1 hier ist ,ruhe6 ,hier gibt es keinen ,kampf um eine ,weltanschauung1 kein ,ringen mit ,lebensrtseln4 ,wohl dem1 der in so sicherem ,scho ruht48 ,indem hrte ich auf der anderen ,seite des ,kirchleins reden4 ,ich konnte ganz deutlich eine ,mnnerstimme verstehen1 die in langsamer und gewhlter ,sprache sagte3 ,fr mich ist es garnicht zweifelhaft1 da die ,form des ,glaubens1 der wir zufllig angehren1 eine der rohesten ist4 ,wir haben in dieser ,beziehung den ,zeiten der ,neuplatoniker gegenber unerhrte ,rckschritte gemacht4 ,und mir scheint1 ein ,halt ist hier nur deshalb eingetreten1 weil ein weiteres ,rckwrts berhaupt nicht mehr mglich ist48 ,schon whrend der letzten ,worte war der ,sprecher hinter der ,mauer hervorgetreten und in der ,richtung auf meinen ,standpunkt zugekommen4 ,er hatte beim ,sprechen fest vor sich auf den ,boden gesehen1 so da er1 als er aufhrte zu sprechen und hoch blickte1 fast dicht vor mir stand4 ,seine ,worte richteten sich an eine jugendliche weibliche ,person1 die ebenso gesenkten ,hauptes wie er selber1 neben ihm ging4 ,offenbar betroffen blickten beide hoch4 ,der ,fremde grte1 wie es ,leute wohl in pltzlicher ,verlegenheit tun4 ,dieses ,gefhl schien der ,sprecher selber zu haben2 denn gleichsam1 um sich mir gegenber in eine andere ,lage zu bringen1 begann er ein ,gesprch4 ,es waren so gleichgltige ,sachen1 wie eben ,reisende1 die sich zufllig treffen1 mit einander reden4 ,wir gingen zusammen den schmalen ,pfad zum ,ort hinab1 ich neben dem ,alten1 seine ,begleiterin ein ,stckchen hinter uns4 ,der ,alte war eine jener ,persnlichkeiten1 die wir interessant8 nennen4 ,gro1 hager1 graubrtig1 ein ,kopf1 der an ,leonardo da ,vinci erinnerte4 ,im ,gesprch stie ich zufllig an einen der ,olivenbume1 die den engen ,pfad begrenzen4 ,mein ,physik-,buch fiel zur ,erde1 und alle meine ,notizen1 auf vielen einzelnen ,blttern niedergeschrieben1 flogen auseinander4 ,whrend ich eilig zusammenraffte1 war die ,begleiterin des ,alten herangekommen und half mir im ,aufsuchen4 ,wir richteten uns beide gleichzeitig auf und unsere ,augen trafen sich voll im gleichen ,moment4 ,wenn ich heute an diesen ,augenblick zurckdenke1 heute1 wo mein ,haar schon zu grauen beginnt1 so erscheint er mir immer noch als der merkwrdigste meines ,lebens4 ,wie einen ,menschen ein ,schlag trifft1 so wute ich3 ,mein ,schicksal hat mich getroffen4 ,seit ich dieses an mir selber erlebt hatte1 gebe ich mir gar keine ,mhe mehr1 jene merkwrdige ,umwandlung1 die ,paulus auf seinem ,wege nach ,damaskus befiel1 zu erklren84 ,es gibt derartige ,umwandlungen1 die wie der ,blitz aus heiterem ,himmel den ,menschen berfallen1 und jeder ,versuch1 solche ,erlebnisse aus gewissen ,vorstadien herleiten zu wollen1 fhrt zu ,absurditten4 ,es ist eben so und wir mssen uns fgen1 ebenso wie wir uns der ,tatsache fgen mssen1 da wir berhaupt da sind4 ,der ,alte hatte1 whrend wir die losen ,bltter aufsammelten1 mein ,buch vom ,boden genommen und den ,titel gelesen4 ,wie mir schien1 mit leisem ,lcheln fragte er3 ,interessiert ,sie dieses88 ,damit hatte das ,phrasenmachen ein ,ende und das ,gesprch begann4 ,wir sprachen lebhaft1 ununterbrochen2 wir kamen zur ,landungsbrcke1 in deren ,nhe das ,hotel der beiden lag -- sie waren auch nur auf ,besuch hier -- wir gingen sprechend ein ,stck zurck1 dann in der anderen ,richtung am alten ,stadtturm vorbei1 die ,landstrae entlang4 ,die ,sonne ging unter2 es fing an zu dunklen2 schlielich bat mich der ,alte1 mit ihnen zusammen im ,garten des ,hotels das ,abendessen zu nehmen4 ,was wir sprachen8 ,ich wei es nicht mehr genau4 ,ich wei nur1 da ich mich in einem ,hochgefhl befand1 das mich geneigt machte1 meine ,ansichten in einer bertrieben scharfen1 fast bermtigen ,weise geltend zu machen4 ,ich fhlte1 da ich geistreich war und gefiel mir4 ,in einer ,art ,befangenheit richtete ich meine ,worte fast ausschlielich an den ,alten1 whrend ich mir doch wohl bewut war1 da ich im ,grunde genommen nur zu dem ,mdchen sprach1 begierig1 von ihr bewundert zu werden4 ,in einem fielen wir beide1 der ,alte und ich1 ganz zusammen3 ,das unbefriedigende der modernen ,zustnde1 ihre ,oberflchlichkeit1 ja ,verlogenheit3 ihre ,unruhe1 ihre ,hast1 ihre ,gewalt1 uns uns selber zu entfremden1 so da wir schlielich den ,weg zu uns selber nicht mehr zurckfinden -- kurz3 ihre ,nichtwirklichkeit4 ,der ,alte setzte nun die an der ,kirche oben unterbrochene ,unterhaltung fort4 ,er bekannte sich als eifrigen ,verehrer der ,neu-,platoniker1 insonderheit des ,plotin4 ,dessen ,satz ta panta hen8 war fr den ,alten ,weltanschauung und ,religion in einem4 ,mit ,geist und ,gelehrsamkeit entwickelte er die ,fden1 die sich in diesem ,pantheismus von ,indien her zu uns hinberziehen4 ,er ging sogar soweit1 diesen ,gedanken als den eigentlichen1 tiefsten ,jesus-,gedanken zu erklren1 wohingegen das1 was wir jetzt als ,christentum haben1 vielmehr ,paulinisches ,machwerk sei4 ,es ist mir ganz gleichgltig18 meinte er im ,lauf des ,gesprchs1 ob ,jesus bei indischen ,weisen in die ,schule gegangen ist4 ,tatsache ist1 da sein ,denken zum ,pantheismus hinneigt1 wie ja schlielich jeder ,feinfhlende von der intellektuellen ,rohheit des ,monotheismus sich abgestoen fhlen mu4 ,sicherlich hat das ,christentum einen bsen ,tausch damit gemacht1 da in der christlichen ,theologie nicht mehr ,christus1 sondern ,paulus der ,fhrende war -- statt eines natrlichen ,gefhlsmenschen ein finsterer ,fanatiker1 dessen ,temperament nicht vom ,herzen1 sondern vom ,kopf ausgeht4 ,in seinen widersinnigen ,deduktionen steckt schon die ,wurzel jener spteren ,scholastik1 zu welcher die ursprngliche ,jesus-,lehre nie die ,mglichkeit gegeben htte48 ,ich sah bei diesen scharfen ,worten zur ,tochter hinber1 um mich ber den ,eindruck1 den diese uerung auf sie machte1 zu vergewissern4 ,der ,alte bemerkte es4 ,lchelnd sagte er3 ,sie drfen nicht denken1 da meine ,tochter ber solche ,reden erschrickt4 ,sie gehrt zu den weiblichen ,wesen1 welche denken4 ,und sobald man anfngt zu denken1 hat der persnliche ,gott ausgespielt48 ,wieder blickte ich erwartungsvoll zu unserer ,gefhrtin hinber4 ,die schien die letzten ,worte des ,alten nicht zu hren4 ,sinnend sah sie ber den ,see hin2 die krftigen ,lippen schienen einander kaum zu berhren und glichen den sich ffnenden ,kelchblttern einer ,blume4 ,es war1 als ob sie auf etwas aus der ,unendlichkeit her lausche4 ,ich hatte nie ein reineres1 schneres ,mdchengesicht gesehen4 ,langsam1 wie bei jedem ,worte berlegend1 sagte sie mit einer merkwrdig klaren1 wohllautenden ,stimme1 die etwas gesangartiges hatte3 ,ich denke immer1 wenn es einen ,gott gbe1 so mte auch jedes ,wesen es wissen1 aus sich selber wissen1 und es knnte ein ,zweifel berhaupt gar nicht mglich sein4 ,diese ,mglichkeit1 an ,gott zu zweifeln1 ist eine ,tatsache1 die mich immer wieder stutzig macht1 ber die ich gar nicht hinwegkommen kann48 ,wie tief ,sie gedacht haben68 sagte ich mit ehrlichem ,staunen4 ,ich wei nicht1 was ,sie tief denken#8 nennen4 ,meinem ,gefhl nach ist es einer jener ,gedanken1 die so auf der ,oberflche liegen1 da allein dieses der ,grund sein kann1 warum alles darber hinweggeht48 ,nicht gewhnt1 meine ,gefhle zu verstecken1 sah ich ihr mit so unverhohlener ,bewunderung in die ,augen1 da sie leicht errtete4 ,mit diesem ,moment schien es wie ein eisiger ,reif auf unsere ,unterhaltung gefallen zu sein4 ,das ,mdchen sa verstummt da2 der ,alte sah pltzlich frostig und unnahbar aus4 ,htte ich nicht vorher schon1 im ,laufe des ,gesprches erfahren1 da beide gleichfalls in ,mailand wohnten -- sie hatten einen der kleinen1 mir wohlbekannten ,vororte genannt -- so wrde ich jetzt wohl nichts mehr erfahren haben4 ,ich merkte1 da es ,zeit war1 mich zu verabschieden4 ,ich war betroffen ber diesen pltzlichen ,wechsel1 den ich mir gar nicht erklren konnte4 ,denn schlielich war es doch keine ,beleidigung1 wenn ein ,mensch in meiner ,lebensstellung einem jungen ,mdchen in ,gegenwart ihres ,vaters zeigte1 da er sie bewundere4 ,als ich um die ,erlaubnis bat1 ihnen in ,mailand meine ,aufwartung machen zu drfen1 sagte das ,mdchen nichts und der ,alte gab seine ,zustimmung mit jener khlen ,reserve1 die mich1 htte es sich um eine rein konventionelle ,hflichkeit gehandelt1 sicher nicht bestimmt haben wrde1 von der ,erlaubnis ,gebrauch zu machen4 ,da ich aber1 gerade herausgesagt1 verliebt war wie noch nie in meinem ,leben1 so lie ich mich nicht beirren und ging mit dem festen ,entschlu1 beide in ihrem ,heim aufzusuchen4 ,ich wute nicht1 wann sie abreisen wollten4 ,am nchsten ,morgen sphte ich deshalb berall umher1 ohne etwas entdecken zu knnen4 ,sie muten schon in aller ,frhe ,sirmione verlassen haben4 99 99 99 99 99 ,schon am ,tage nach meiner ,rckkehr nach ,mailand -- lnger lie mir meine ,ungeduld keine ,ruhe -- machte ich meine ,aufwartung4 ,sie wohnten drauen1 in einer mir wohlbekannten ,vorstadt4 ,das ,haus1 nur klein1 lag tief im ,garten und war gegen die ,strae durch eine hohe weie ,mauer abgeschlossen4 ,das ,ganze machte einen merkwrdig stillen zurckhaltenden ,eindruck1 trotzdem es1 im ,grunde genommen1 sich kaum von den ,nachbarhusern unterschied4 ,aber wie es ,persnlichkeiten gibt1 die1 trotzdem sie den gleichen ,rock tragen1 wie andere1 doch zugeknpfter aussehen als andere1 so geht es auch mit den ,baulichkeiten2 und die ,fensterscheiben kommen mir allen ,ernstes manchmal vor wie ,augen1 die dem ,hause einen gewissen ,charakter geben4 ,der ,alte empfing mich freundlicher als ich erwartet hatte4 ,er nahm mich gleich nach der ersten ,begrung mit in seinen ,arbeitsraum4 ,hier sah es aus wie bei einem mittelalterlichen ,alchymisten4 ,tigel1 ,retorten1 allerhand verschiedenfarbige ,pulver und ,flssigkeiten standen umher4 ,die eine ,lngswand nahm die ,bibliothek1 die andere eine ,art zoologischen ,museums ein4 ,im ,laufe des ,gesprches stellte sich heraus1 da es die ,liebhaberei des ,alten sei1 allerhand fremde ,gifte herzustellen4 ,er nutzte alle seine ,beziehungen aufs eifrigste aus1 um sich mit den ntigen ,drogen oder ,tieren versehen zu lassen4 ,nicht ohne einen gewissen ,stolz deckte er einen ,kasten in der ,ecke des ,zimmers ab1 in welchem eine ziemlich kleine1 aber hlich dickkpfige ,schlange trge dahingestreckt lag -- eine javanische ,giftschlange1 deren ,bi unrettbar und in krzester ,zeit tte4 ,der ,name klang mir so fremd1 da ich ihn vllig wieder vergessen habe4 ,der ,alte war selbst frher ,arzt gewesen1 hatte aber die ,praxis seit vielen ,jahren aufgegeben1 war lange im ,orient gewesen und lebte jetzt nur seinen ,privatstudien4 ,nach dem ganzen ,eindruck1 den ich von dem ,hause empfing1 mute er begtert sein4 ,so interessant alles dieses sonst fr mich gewesen wre1 heute hrte ich nur mit halbem ,ohr4 ,von derjenigen1 deretwegen ich gekommen war1 lie sich nichts weder sehen noch hren1 und der ,alte schien gar nicht zu wissen1 da er eine ,tochter habe4 ,so heuchelte ich ,interesse1 um die ,zeit hinzuziehen1 auch jenen toten ,punkt in der ,unterhaltung zu vermeiden1 der mich gentigt haben wrde1 mich zu verabschieden4 ,endlich ertnte die ,hausglocke4 ,der ,alte horchte auf und sagte3 ,sicherlich meine ,tochter4 ,sie wird sich freuen1 ,sie wiederzusehen48 ,damit ging er mir voraus in den ,salon1 ein ziemlich groes ,zimmer1 aber mit jener altmodischen ,eleganz eingerichtet1 die nur in bestimmter ,umgebung sympathisch wirkt4 ,nach einem ,weilchen trat ,vera -- das war ihr ,name -- ein4 ,trotz der feinen ,zurckhaltung1 mit der sie mich begrte1 fhlte ich1 da ich angenehm sei4 ,die nun folgende ,zeit ist1 nach weltlichem ,mastab gemessen1 fraglos die schnste meines ,lebens4 ,denn so lange der ,mensch nicht richtig denken gelernt hat1 ist er ja gewohnt1 ,schnstes8 nur das durch die ,liebe verschnte zu nennen4 ,meine ,besuche wiederholten sich1 wurden immer hufiger und entgegen meiner ursprnglichen ,erwartung1 hatte ich gar keine ,schwierigkeiten ,vera zu treffen1 ja selbst mit ihr allein zu sein4 ,manchmal kam es mir vor1 als ob der ,alte sich absichtlich zurckzge4 ,es kam mir dann freilich auch vor1 als ob ,vera hiernach fr eine ganze ,weile noch ernster wre1 als sie es fr gewhnlich schon war4 ,trotz ,wahrung strengster ,sitte in jedem ,wort1 in jedem ,blick1 waren wir doch bald in einen ,zustand von ,vertraulichkeit geraten1 in dem keiner dem anderen aus seiner ,liebe ein ,hehl machte4 ,und doch fhlte ich zu meinem ,befremden immer wieder1 da ,vera jedem direkten ,annherungsversuch auswich4 ,da ich annahm1 da es eine natrliche1 unberwindliche ,schchternheit ihrerseits sei1 die ich freilich bei einer geistig so hochstehenden ,persnlichkeit nicht begreifen konnte1 so entschlo ich mich schlielich1 beim ,vater um sie anzuhalten4 ,zufllig war es der ,charfreitags-,tag1 als ich zu meinen ,freunden hinausfuhr4 ,da ich wute1 da beide nie zur ,kirche gingen1 so war ich sicher1 sie gerade heute zu ,hause zu treffen4 ,whrend ich sprach1 war es1 als ob der ,alte noch gerader und grer wurde4 ,jede ,muskel seines verwitterten ,gesichtes schien zu erstarren4 ,ohne mich anzusehen1 den ,blick fest auf die gegenberliegende ,wand gerichtet1 hrte er zu und als ich schwieg1 sagte er mit einer ,art maschinenmiger ,ruhe3 ,mein junger ,freund1 es ist das bei uns nicht so1 wie es sonst zwischen ,vater und ,tochter ist1 ich meine so1 da der ,vater einfach die ,hand der ,tochter vergeben knnte4 ,da mssen ,sie meine ,tochter selber fragen48 ,damit brach er so pltzlich ab1 da ich nichts erwidern konnte als3 ,gut1 so will ich das tun48 ,als ich gleich darauf ,vera gegenberstand und ihr sagte1 worum es sich handele1 wurde sie totenbla4 ,fast weinerlich sagte sie3 ,mein ,gott1 mein ,gott1 was soll das nur geben8 ,ich habe es ja kommen sehen1 aber jetzt -- was soll das nur geben68 ,trotz ihrer ,aufregung mute sie mein ,befremden fhlen4 ,pltzlich sagte sie3 ,setzen ,sie sich4 ,ich mu ,ihnen das alles erzhlen48 ,sie nahm mir gegenber ,platz und blickte mit eng zusammengezogenen ,brauen starr vor sich auf den ,boden4 ,nach einem ,weilchen begann sie3 ,ich bin nicht die rechte ,tochter4 ,mein ,vater heiratete schon als lterer ,mann meine ,mutter sozusagen von der ,strae weg -- wegen ihrer ,schnheit4 ,gleich nach der ,verheiratung merkte er aber1 da sie bereits ein ,kind unter dem ,herzen trug4 ,er wollte sie im ersten ,zorn sofort verstoen1 lie sich dann aber durch die instndigen ,bitten meiner ,mutter bewegen1 sie bis nach ihrer ,entbindung bei sich zu behalten4 ,dann wollte er selber in den ,orient gehen1 wo er schon vorher lange ,jahre gelebt hatte1 meine ,mutter aber sollte in ihre ,heimat zurckkehren4 ,mein ,vater hielt sich whrend dieser ganzen ,zeit vllig fern von meiner ,mutter4 ,nach der ,entbindung aber mochte wohl das natrliche ,mitgefhl ihn bermannt haben4 ,am ,morgen war ich geboren4 ,gegen ,abend1 so erzhlte mir spter meine ,mutter1 trat er in das ,krankenzimmer1 blieb nachdenklich neben dem ,bettchen stehen1 in dem ich gerade lag1 und spielte mit meinen zur ,faust zusammengekniffenen ,fingerchen4 ,dabei geschah es1 da ich seine ,finger umklammerte und nicht wieder los lie4 ,die ,wrterin lachte laut auf vor ,vergngen und rief zur ,mutter hinber3 ,seht doch1 seht doch1 sie hlt den ,herrn fest68 ,meine ,mutter lachte mit und auch mein ,vater soll dabei zum ersten ,mal1 seit ihn der schwere ,schlag mit meiner ,mutter getroffen hatte1 wieder gelchelt haben4 ,seit dem kam er alle ,tage und spielte mit mir4 ,vom ,wegschicken meiner ,mutter war keine ,rede mehr4 ,aber nachdem ich entwhnt war1 lie er sie einst zu sich in sein ,zimmer rufen und erffnete ihr1 da es jetzt an der ,zeit fr sie sei1 das ,haus zu verlassen1 da er aber gern mich an ,kindesstatt annehmen mchte4 ,trte sie mich ihm bedingungslos ab1 so wolle er ihr eine ,summe anweisen1 durch welche sie fr ihr ganzes ,leben sicher gestellt sein wrde2 auerdem solle sie die ,erlaubnis haben1 mich hin und wieder zu besuchen4 ,da beging meine ,mutter das1 was mir lange ,zeit hindurch ganz unbegreiflich erschienen ist3 ,sie gab alle ihre ,mutterrechte dahin und ich wurde die ,tochter meines ,vaters4 ,freilich mu ich zur ,entschuldigung meiner ,mutter sagen1 da ich gleichfalls sie leicht hingegeben habe4 ,von der ersten ,zeit an1 wo ich anfing zu denken1 gehrte ich schon ganz meinem ,vater4 ,in einem ,alter1 in dem andere ,mdchen vielleicht noch mit ,puppen spielen1 fing ich schon an1 eigenes ,interesse fr seine geistigen ,interessen zu haben4 ,so entspann sich eine ,seelengemeinschaft zwischen uns1 wie sie zwischen ,mann und ,weib nicht grer sein kann4 ,tatschlich fhlte ich auch schon sehr frh1 da ich hier meine ,mutter ersetzen sollte und mute4 ,so bin ich freilich nie ,kind gewesen1 aber mir ist auch1 als ob ich nie alt werden knnte48 ,schon im ,aussprechen dieser letzten ,worte schien ihr der ,doppelsinn derselben zu ,bewutsein zu kommen und mich mit einem halben ,lcheln ansehend1 sagte sie3 ,ich meine nicht so1 als ob ich frh sterben mte1 wiewohl -- doch das sind ,phrasen -- ich will damit nur sagen3 ,meine stets wachen1 geistigen ,interessen werden mich vor dem ,altwerden schtzen48 ,aber pltzlich kam dieser jammervolle ,zug wieder in ihr ,gesicht4 ,mit demselben halb weinerlichen ,ton begann sie3 ,was nun aber6 ,mein ,gott1 was nun6 ,ich bin ja mit meinem ,vater verbunden enger als durch die ,fessel einer ,ehe4 ,er wird verbluten1 wenn ich mich von ihm reie48 ,ich war grausam genug1 hinzuzufgen3 ,und ich frchte1 ,sie selber auch48 ,sie sah mich an mit einem ,blick wie ein verwundetes ,reh4 ,erschttert strzte ich vor ihr auf die ,kniee nieder und ergriff ihre ,hand1 die sie mir willenlos berlie4 ,als ich aber1 berwltigt von ,leidenschaft1 sie umarmen wollte1 wich sie entschlossen zurck und sagte in einem ,ton1 der keinen ,widerspruch ertrug3 ,gehen ,sie jetzt6 ,ich kann ,ihnen nicht das ,recht geben1 mich zu berhren48 ,so ging ich denn4 ,in der hierauf folgenden ,zeit wurde ich von den widerstreitendsten ,empfindungen hin- und hergezerrt4 ,mir war klar1 da ich derjenige von den ,dreien war1 von dem allein die ,lsung des unertrglichen ,zustandes ausgehen konnte4 ,ich fhlte wohl1 wie verwerflich es war1 an einem so zarten1 innigen ,bande zu zerren1 wie es diese beiden ,menschen verband4 ,die natrlichen ,gefhle1 welche die ,jugend zur ,jugend ziehen1 verbanden mich mit ,vera4 ,aber ich hatte zu viel erlebt1 zu viel gedacht1 um selbst im ,stadium hchster ,verliebtheit mir nicht darber klar zu sein1 da diese ,gefhle wohl einen ,ersatz in ihrem ,gegenstande erlaubt htten von meiner wie von ,veras ,seite1 da aber die ,verbindung1 wie sie zwischen ihr und dem ,alten bestand1 unersetzbarer ,natur war4 ,hundertmal stand ich auf dem ,punkte1 den ,verkehr mit den beiden abzubrechen1 aus ihrem ,leben zu verschwinden1 ebenso unmotiviert1 wie ich hineingeraten war1 aber ich konnte nicht4 ,zu meiner ,schande mu ich gestehen1 da bei diesem allem am meisten der ,gedanke mich qulte1 ich knnte bei meinem nchsten ,besuch berhaupt nicht mehr angenommen werden4 ,dieser ,gedanke wurde mir schlielich ganz unertrglich4 ,ich wollte noch einmal hingehen1 mich sozusagen als ,herr der ,situation zeigen1 wenigstens vor mir selber1 und dann1 vielleicht mit besserem ,erfolge1 wieder den ,kampf gegen meine ,liebe1 oder besser1 gegen meine ,sinnlichkeit aufnehmen4 ,etwa eine ,woche1 nachdem obiges sich ereignet hatte1 fuhr ich wieder zur ,villa der beiden hinaus1 aber als ich in die ,nhe des ,hauses kam1 wurde ich bei dem ,gedanken1 vielleicht an der ,tr abgewiesen zu werden1 so aufgeregt und unsicher1 da ich1 ohne einen ,versuch gemacht zu haben1 wieder nach ,hause fuhr4 ,schon hieraus htte ich mir sagen mssen1 da es mehr ,eigenliebe als wirkliche ,liebe war1 die mich peinigte4 ,aber diese ganze ,zeit mit ihrem ,hangen und ,bangen diente nur dazu1 um mich in eine ,art von ,ingrimm gegen den ,alten hineinzuleben4 ,es kam mir unnatrlich1 unerhrt vor1 da dieser alte ,stamm sich dieses junge ,reis aufgepfropft hatte und aus diesem ,ingrimm heraus fand ich schlielich den ,mut1 eines ,sonntags wieder an der ,tr des ,landhauses drauen anzuklopfen4 ,zu meinem stillen ,erstaunen empfing mich die ,dienerin wie immer4 ,nachdem ich ein kurzes ,weilchen im ,salon gewartet hatte1 trat ,vera ein4 ,sie sah so rhrend schn aus1 da ich am liebsten vor ihr niedergekniet wre4 ,heute wei ich1 da es die durchsichtige ,blsse und ,magerkeit ihres ,gesichts war1 die diesen anbetungswrdigen ,eindruck machten4 ,sie mute viel gelitten haben in diesen ,wochen4 ,sie begann sofort3 ,wie gut ist es1 da ,sie endlich kommen4 ,ich mu sie durchaus sprechen1 mochte ,ihnen aber nicht schreiben4 ,sehen ,sie18 fuhr sie mit einer ,art verhaltener ,heftigkeit fort1 es ist ja nun einmal so die ,sitte1 da der ,mann dem ,weib die ,liebe gesteht4 ,aber weshalb soll ein ,weib1 das sich reif dazu fhlt1 nicht auch einmal dem ,manne die ,liebe gestehen6 ,ich fhle mich reif dazu4 ,sie wissen ja auch1 da ich ,sie liebe4 ,so gestehe ich denn frei3 ,ich liebe ,sie1 so da ich1 vorlufig wenigstens1 nicht sehe1 wie ich ohne ,sie leben soll4 ,aber was das merkwrdige ist3 ,das ,band zu meinem ,vater ist dadurch nicht im mindesten gelockert4 ,ich wei nicht1 wie es mglich ist2 ich kann nur sagen3 ,es ist so4 ,sie sagen3 ,so wollen wir alle drei zusammenleben4#8 ,ich wei nicht1 warum nicht4 ,ich wei auch hier nur1 es geht nicht4 ,ein ,ganzes lt sich eben nicht teilen48 ,sie schwieg ein ,weilchen und hielt die ,lippen fest aufeinander gepret4 ,dann fuhr sie leise fort1 whrend ihre ,finger fast gewaltsam die ,quaste des ,sessels bearbeiteten3 ,sie sagen3 ,wir sind jung1 mein ,vater ist alt4#8 ,dieser unselige ,gedanke ist mir auch gekommen und seitdem bin ich mein eigener ,herr nicht mehr4 ,seit dieser ,gedanke in mir geboren wurde1 wei ich1 alles ist verloren1 fr immer verloren4 ,jeder ,genu1 auch der reinste wre mir vergiftet durch den ,gedanken3 ,du hast auf seinen ,tod gewartet1 um der ,lust folgen zu knnen4#8 ,liebster ,freund1 so ist es6 ,es gibt eben ,verhltnisse1 die mchtiger sind wie wir4 ,sie werfen uns die ,schlinge ber den ,kopf1 und wo wir entfliehen wollen1 da schnren wir uns nur rger ein4 ,warum sie da sind8 -- ,ich wei es nicht und ,sie gewi auch nicht4 ,genug3 sie sind eben da und wir mssen uns fgen4 ,ich habe mich vllig gefgt4 ,mein ,vater wei1 da ich ihm verloren bin1 und ich wei1 da ich mir selber verloren bin4 ,sie glauben nicht1 wie mde der ,mensch werden kann in kurzer ,zeit1 wenn das ,gehirn ,tag und ,nacht mahlt wie ein ,paar ,mhlsteine und nichts zu verarbeiten bekommt als nur ,steine und wieder ,steine48 ,wie ich dieses alles mit anhren konnte1 ohne ihr brennenden ,herzens zu ,fen zu strzen1 ihr zu sagen3 ,ich will freiwillig zurcktreten1 ich kann es68 das ist mir heute unbegreiflich4 ,ich schaudere bei dem ,gedanken1 da vielleicht lediglich die ,eigensucht es gewesen sein knnte1 die mich davon abgehalten hat4 ,wie ein verstockter ,snder blieb ich schweigend sitzen und lie dieses edle ,herz sich ausbluten bis zum letzten ,tropfen4 ,ich verabschiedete mich nach kurzer ,zeit mit dem unbehaglichen ,gefhl1 die unglcklichste ,rolle meines ,lebens gespielt zu haben4 ,es ist1 als ob manchmal alles wahre ,gefhl1 alle ,herzlichkeit im ,menschen unter ,schlo und ,riegel gelegt wre4 ,den ,alten sah ich an diesem ,tage gar nicht4 ,die nchsten ,tage verlebte ich in einer ,art innerer ,verdrossenheit1 ob aus ,unzufriedenheit mit mir selber -- ich wei es nicht4 ,nach vier oder fnf ,tagen erhielt ich mit der ,frhpost einen ,brief von ,vera4 ,ich ffnete ihn1 zu meiner ,schande mu ich gestehen1 ahnungslos und las folgendes3 ,lieber ,freund6 ,geliebter6 ,da ich entschlossen war1 dieses ,leben zu verlassen1 sagte ich ,ihnen indirekt schon bei ,ihrem letzten ,besuche4 ,ihre gedrckte ,stimmung bewies mir1 da ,sie mich verstanden hatten4 ,erst heute ,abend hatte ich ,gelegenheit1 das ,flschchen1 dessen ich dazu bedarf1 aus dem ,laboratorium meines ,vaters zu entwenden4 ,ich werde es heute beim ,schlafengehen nehmen4 ,deswegen schreibe ich jetzt4 ,morgen frh wird man mich tot im ,bett finden4 ,ich bitte ,sie also1 sofort nach ,empfang meines ,schreibens zu uns zu eilen1 um die ntigen ,formalitten vorzunehmen4 ,ich bitte ,sie herzlich um ,verzeihung1 da ich ,ihnen dieses ,opfer abverlange4 ,aber die ,rcksicht auf meinen ,vater zwingt mich4 ,ein fremder ,arzt knnte ,schwierigkeiten bereiten1 vor denen ich fr meinen ,vater schaudere4 ,lieber ,freund1 betrben ,sie sich nicht zu sehr4 ,bemessen ,sie auch ,ihre ,schuld nicht zu hoch4 ,wie ich ,ihnen meine ,liebe gestanden habe1 so gestehe ich ,ihnen auch offen3 ,es ist nicht diese ,liebe1 die mich aus dem ,leben treibt1 es ist das rettungslos und fr immer zerstrte ,verhltnis zu meinem ,vater4 ,ich kann es nicht mehr ertragen4 ,ich wei1 er wrde von ,herzen gerne gehen1 mir zu ,liebe4 ,aber er wagt es nicht1 mir zu ,liebe4 ,so tue ich es ihm zu ,liebe4 ,es ist der einzige ,weg1 mich ihm wiederzugeben und fr mich so leicht1 so beschmend leicht nach allen diesen schrecklichen ,lebenstagen4 ,ich sehe hier niemanden1 der eine ,schuld hat1 niemanden1 der ein ,verbrechen begangen hat4 ,das einzige ,verbrechen bleibt schlielich -- ,mensch zu sein4 ,leben ,sie wohl und erfllen ,sie meine ,bitte1 wenn ,sie je geliebt haben4 ,ihre ,vera ,p48 ,von dem ,moment1 wo ich diesen ,brief las1 bis zu dem ,moment1 wo ich vor dem ,bette ,veras stand1 ist alles meinem ,gedchtnis entschwunden4 ,wahrscheinlich ist es auch berhaupt nie darin gewesen4 ,ich mu wie sinnlos davon gestrzt sein4 ,vor dem ,bett kniete der ,alte4 ,bei meinem ,eintritt erhob er sich schwerfllig4 -- ,gott und ,vater6 ,alles erdulden1 alle ,qualen der ,hlle leiden1 nur nicht noch einmal in die trocknen ,hhlen dieses ,greises sehen6 ,wie kann nur ein ,mensch dem andern so schrecklich werden6 ,mechanisch nahm ich die ,formalitten vor1 die mein rztlicher ,beruf in diesem ,falle vorschrieb4 ,der ,tod war offenbar schon am ,abend eingetreten4 ,nachdem ich die haltlos weinende ,dienerin mit den ntigen ,anweisungen aus dem ,hause geschickt hatte1 verlie ich das ,sterbezimmer in der ,meinung1 da der ,alte mir folgen und mir einige ,angaben machen wrde4 ,bisher war er vllig lautlos geblieben4 ,aber statt mir zu folgen1 lie er sich schwer wieder am ,bette der ,toten nieder und ich stand allein im ,nebenzimmer4 ,mir war1 als mte ich etwas zu dem ,alten reden1 irgend etwas ber die ,tote4 ,aber ich fhlte auch1 da es mir jetzt1 wo ich meine ,pflicht als ,arzt erledigt hatte1 ganz unmglich gewesen wre1 noch einmal auch nur die ,tr des ,sterbezimmers zu ffnen4 ,wenn ,schuld berhaupt gebt werden kann1 so mu ich durch die ,qualen dieser totenstillen ,stunde1 die verflo bis zur ,rckkehr der ,dienerin1 viel gebt haben4 ,htte ich dieses alles lnger aushalten mssen1 ich glaube1 ich wre im ,wahnwitz in das ,sterbezimmer gedrungen und htte den ,alten gewaltsam von der ,leiche gezerrt4 ,dieses schweigende ,stck ,leben hinter der geschlossenen ,tr6 ,diese blicklosen ,hhlen1 die mich anstarrten1 wohin ich mich wenden mochte6 ,schrecklich1 schrecklich6 ,meinen ,beruf habe ich seitdem nicht wieder aufgenommen4 ,ich habe berhaupt gar nicht an die ,mglichkeit gedacht4 ,sofort nachdem ich zu ,hause angekommen war1 packte ich das notdrftigste in eine ,handtasche zusammen und reiste sofort ab4 ,ich ging in die ,alpen4 ,es war damals eine einzige ,idee1 die mich bestndig qulte und mich fast zum ,wahnsinn brachte1 die ,idee3 ,es mu doch einen ,zweck haben1 wenn der ,mensch derartiges leidet48 ,manchmal war mir1 als ob ich jemanden auf der ,strae anhalten1 ihn fragen mte3 ,weit du1 warum du leidest1 warum du dich freust8 ,weit du berhaupt1 warum du da bist88 ,denn hat es einen ,zweck1 da man derartiges leidet1 so mu es doch auch einen ,zweck haben1 da man da ist4 ,hat es aber einen ,zweck1 da man da ist1 so mu man doch von einem ,gott auf seinen ,platz gestellt sein4 ,ist man von ,gott auf seinen ,platz gestellt1 so mte man doch auch in ihm stets einen letzten ,rckhalt haben4 ,aber ich nehme meinen ,fall4 ,ich stelle mir vor1 ein ,gott sagte3 ,dir ist diese deine ,snde vergeben8 oder3 ,hinab mit dir in die unterste ,hlle6 ,das edelste ,wesen hast du gemordet durch deine ,selbstsucht -- sei verdammt fr immer68 ,das eine wre so nichtssagend fr mich wie das andere4 ,deswegen bliebe doch alles wie es ist4 ,im allerletzten ,grunde bin ich ja doch mir selber verantwortlich4 ,ist aber der ,gott gerade da1 wo es darauf ankommt1 nutzlos1 weshalb sich dann mit diesem transzendenten ,ballast schleppen8 ,weshalb schleppen andere sich mit ihm8 ,weshalb schleppt im ,grunde genommen alles sich mit ihm8 ,denn der ,philosoph1 der ber ein ,transzendentes spekuliert1 glaubt ja genau so1 wie der ,kirchenglubige1 mag er sein ,transzendentes auch mit den geistreichsten und unverfnglichsten ,namen benennen4 ,monatelang irrte ich ruhelos von einem ,ort zum andern4 ,eines ,tages trat ich1 es war in ,mnchen1 in eine ,buchhandlung4 ,unter den dort ausliegenden ,neuheiten fiel mir zufllig ein ,buch ber den ,buddhismus in die ,hnde4 ,er hatte als ,leitspruch den ,satz3 ber alle ,gabe siegt der ,wahrheit ,gabe48 ,das zog mich an4 ,ich kaufte und begann zu lesen4 ,irgend ein deutscher ,gelehrter sagt von sich1 er she es als eine ,gnade des ,schicksals an1 da sein ,vater ihm schon als reiferen ,knaben ,kant's ,prolegomena8 in die ,hand gegeben habe4 ,ich mu offen gestehen1 da ich diese ,gnade nicht recht zu wrdigen wei4 ,aber ebenso wrde wohl jener ,gelehrte es nicht verstehen1 wenn ich hier sage1 da ich es fr eine ,gnade des ,schicksals ansehe1 da er mir gerade in dieser ,zeit dieses ,buch in die ,hnde gab4 ,ich lernte begreifen1 langsam1 langsam1 in jahrelangem geduldigem ,nachdenken1 aber ich lernte schlielich1 und ich lernte vergeben -- mir selber vergeben4 ,ich begriff1 warum ich mir selber vergeben durfte4 ,die ,dankbarkeit fr diese ,liebesgabe des ,buddha trieb mich1 die ,spuren dieses ,einzigen zu verfolgen4 ,so schiffte ich mich bald darauf nach ,indien ein1 habe mit eigenen ,augen und in stiller ,ehrfurcht alles betrachtet1 was diesen grten aller ,menschen1 diesen reinsten1 wirklichsten ,menschen angeht und bin nun hier in ,lanauli geendet4 ,hier fahre ich bisweilen zu den ,felsentempeln von ,karli1 um die stolze ,sulenhalle zu bewundern4 ,bisweilen fahre ich auch zum gegenberliegenden ,gebirgszug1 um die ,felsenhhlen von ,bhaja und ,bedsa zu besuchen1 aus deren kahlen ,wnden noch die jugendliche ,kraft rcksichtslosen ,entsagens spricht1 wie sie den ersten ,zeiten des ,buddhismus eigen war4 ,meist aber sitze ich unter einem dieser mchtigen alten ,bume1 die einzeln in dieser merkwrdigen ,landschaft stehen4 ,und wenn der ,monsunwind in den ,zweigen rauscht und die ,sonne hinter den ,bergen im ,westen sinkt1 dann geniee ich immer wieder das kstlichste aller ,gefhle3 ,dieses gesicherte ,ruhegefhl1 hervorgegangen aus dem bewuten ,loslassen von der ,welt und ihren ,gtern4 ,und das ist die ,liebesgabe des ,buddha4 ,mgen viele davon kosten4 ,denn irgend eine ,schuld1 die im ,begreifen nicht sich selber verzehrte1 die gibt es nicht4 ,illustration ,illustration ,helene van ,hoeven4 ,frau ,lamondt hie vor ihrer ,verheiratung ,helene van ,hoeven4 ,sie war in ,holland in der ,stadt ,utrecht geboren4 ,ihre ,gromutter mtterlicherseits aber war eine echte ,javanin gewesen1 und auch bei ,frulein van ,hoeven zeigten sich noch ,spuren malayischer ,abstammung4 ,ihre ,hautfarbe hatte einen leichten ,stich ins ,gelbliche und der ,oberkiefer war etwas stark entwickelt1 was aber nur beim ,lachen hervortrat4 ,im brigen hatte sie ein angenehmes ,gesicht1 an dem aber durchaus nichts auffallendes war1 ausgenommen etwa die grauen ,augen mit ihrem festen1 klaren ,blick4 ,aber selbst diese fielen nicht jedem auf1 sondern nur solchen1 welche fhig waren zu sehen4 ,und ich bin fest berzeugt1 da die meisten ,menschen ,frulein van ,hoeven nicht zu denjenigen ,personen rechneten1 von denen sich erwarten lie1 da sie spter mal eine ,lebensgeschichte haben wrden4 ,als ,helene heiratete1 war sie noch sehr jung1 kaum #ah ,jahr4 ,aber niemand dachte1 da das in diesem ,falle viel schaden knnte4 ,denn sie heiratete jemanden1 mit dem sie von ,kindheit auf gespielt hatte und mit dem sie auch jetzt fast den ganzen ,tag zusammen zubrachte3 nmlich den jungen ,lamondt4 ,da sie sich heirateten1 war von jeher selbstverstndlich gewesen1 also dachte man1 kme es auf ein paar ,jahre frher oder spter nicht an4 ,der junge ,lamondt war ein seltner ,mensch1 ansehnlich1 klug in seinem ,geschft1 bescheiden und von einer ungewhnlichen ,gutherzigkeit4 ,da die ,familie viele ,beziehungen nach ,java hatte1 so siedelten die beiden gleich nach ihrer ,verheiratung nach ,batavia ber1 um dort jenes uerliche ,glck zu suchen1 welches die ,ergnzung zu ihrem innerlichen ,glck bilden sollte4 ,ob freilich ,frau ,lamondt so ganz glcklich war1 wie es junge ,frauen stets sein sollten1 das wute sie wohl selber nicht4 ,sie war noch zu jung1 und was das schlimmste war1 ihr ,mann war nur wenig lter wie sie4 ,sie wuten wohl beide nicht recht1 was sie aneinander hatten4 ,zum vollen1 dauernden ,glck gehrt aber das ,bewutsein vom ,wert des ,gegenstandes1 dem wir unser ,glck verdanken4 ,so knnte es wohl sein1 da sie trotz aller gegenseitigen ,liebe doch jenes einzige1 wahre ,glck der ,liebe1 jene vergeistigte ,liebe nicht kennen gelernt hatten4 ,in ,batavia bewohnten sie ein gerumiges ,haus auerhalb der ,stadt und hatten mehrere ,diener1 wie alle dortigen ,europer4 ,verkehr mit der ,gesellschaft hatten sie wenig4 ,lamondt brachte fast den ganzen ,tag in seinem ,kontor in der ,stadt zu1 und so lebte die junge ,frau in vlliger ,einsamkeit sich selbst berlassen4 ,das wre in ,europa nicht so schlimm gewesen1 weil hier die ,arbeiten in der ,huslichkeit den ,einflu der ,einsamkeit aufheben oder doch schwchen4 ,in ,indien aber fllt dieser ,faktor fort4 ,die ,dienerschaft macht hier alles1 und die ,hausfrau widmet den ,tag der ,hauptsache nach dem ,nichtstun2 denn das ,bewegen des ,schaukelstuhls kann man kaum eine ,ttigkeit nennen4 ,nun war es freilich der jungen ,frau ,lamondt nicht gegeben1 in dieser1 gerade in ,hollndisch-,indien so beliebten ,weise ihre ,tage zuzubringen4 ,sie begann nach ,beschftigung zu suchen1 und da das ,haus nichts bot1 so stie sie auf diejenige ,beschftigung1 auf die sie auch in ,europa1 nur etwas spter1 gestoen wre1 weil ihre ,natur es forderte3 die ,beschftigung mit sich selbst1 das ,nachdenken ber sich selbst4 ,mit einem ,wort3 ,sie begann zu philosophieren4 ,es ist aber ein groer ,unterschied1 ob jemand mit #ah oder mit #be oder gar mit #dj ,jahren anfngt zu philosophieren4 ,die ,anlage zur ,nachdenklichkeit war ,frau ,lamondt angeboren4 ,diese ,anlage wre berall zum ,durchbruch gekommen1 aber in ,europa wahrscheinlich erst auf ,grund der ,lebens-,erfahrungen1 das heit der ,pffe und ,enttuschungen1 die wir hienieden zu kosten bekommen4 ,jetzt1 in ,indien in dieser ,einsamkeit wurde diese glcklich-unglckselige ,anlage gleichsam knstlich1 wie in einem ,treibhause zur ,reife gebracht4 ,es fehlte hier der reale ,hintergrund1 der den ,resultaten ihres ,philosophierens als natrlicher ,mastab dienen konnte4 ,auerdem wollte es der ,zufall1 da sie den ,philosophien in die ,hnde fiel1 die eine fortschreitende ,hebung1 ,vervollkommnung des ,menschengeschlechtes lehren und die ,verpflichtung jedes ,einzelnen1 an dieser ,hebung mitzuarbeiten4 ,diese ,theorie wirkt auf gewisse ,gemter wie der ,weingeist auf das ,gehirn4 ,auch ,frau ,lamondt wurde berauscht und in diesem schillernden ,gespinst klangvoller ,hypothesen und hochgeistiger ,argumente gefangen genommen4 ,sie hatte irgendwo ,beethovens stolze ,worte gelesen3 ,hheres gibt es nichts1 als der ,gottheit sich mehr als andere ,menschen nhern und von hier aus die ,strahlen der ,gottheit unter das ,menschengeschlecht verbreiten48 ,das tnte ihr im ,ohr wie der ,klang einer silbernen ,glocke4 ,eines ,tags begann sie1 ihrem ,manne gegenber diese ,gedanken zu entwickeln4 ,der lachte sie gutmtig aus4 ,la ,du die ,welt nur1 wie sie ist4 ,man beit sich bei so was nur die ,zhne aus1 und es bleibt doch alles beim ,alten48 ,sie erwiderte hitzig3 ,wenn jeder so denken wollte wie ,du1 so wrde die ,welt wohl in einem klglichen ,zustand sein48 ,das wei ich nicht1 ,tutti4 ,mir gefllt sie so ganz gut wie sie ist1 und fr die ,zeit1 in der wir drauf sind1 reicht's schon aus48 ,er kte die junge ,frau herzlich4 ,es war ,zeit1 ins ,kontor zu gehen4 ,im ,hinausgehen rief er ihr scherzend zurck3 ,ich will vor allem mal die ,lamondt'sche ,welt verbessern4 ,wie die groe dabei fhrt1 das kmmert uns gar nichts4 ,hrst ,du1 ,tutti1 gar nichts68 wiederholte er bermtig4 ,er warf ihr eine ,kuhand zu und stieg in sein ,wgelchen4 ,frau ,lamondt versuchte es noch fter1 ihren ,mann fr diese ,fragen zu interessieren1 aber stets mit dem gleichen ,erfolg4 ,so fing sie an1 bei solchen ,gelegenheiten sich ernsthaft ber ihn zu rgern4 ,sie bersah ganz oder wute es wohl nicht1 da er tatschlich seine ,pflicht erfllte und nach allen ,seiten hin gutes tat1 so weit es an seinem ,platz nur mglich war4 ,sie bersah1 da auch das idealste ,streben in keinem ,fall mehr tun kann4 ,sie begann auf ihren ,mann herab zu sehen seiner prosaischen ,ansichten wegen4 ,auch unter den wenigen1 mit denen sie hier verkehrte1 war niemand1 der ,verstndnis fr ihren ,gedankengang gehabt htte4 ,sie begann bei diesem und jenem zu fhlen4 ,denn erhabene ,gedanken1 die noch nicht zur ,tat umgesetzt sind1 drngen zur ,mitteilung durch das ,wort4 ,sie verlieren hierdurch zwar an ,kraft1 gewinnen aber an ,verdaulichkeit4 ,was sie an ,nhreinheiten einben1 wird aufgewogen durch die grere ,assimilierbarkeit des ,restes1 eine ,eigenheit1 von der nicht nur der ,beschenkte1 sondern auch der ,geber profitiert4 ,aber berall fand ,frau ,lamondt ,abweisung4 ,als sie endlich einsah1 da es besser sei1 gar nicht ber solche ,dinge zu sprechen oder doch nur notgedrungen1 war sie bereits der ,gesellschaft ein wenig zum ,gesptt geworden4 ,sie merkte es und zog sich von da an nur noch mehr in sich zurck und in ihre ,phantasie-,welt1 die dadurch immer mehr ,macht ber sie gewann4 ,lamondt selber war zu harmlos1 als da er dieser ,geistesrichtung seiner ,frau irgend welche ,bedeutung beigemessen htte4 ,der ,gedanke1 da eine ,entfremdung zwischen ihnen eintreten knne1 wre ihm etwas unfabares gewesen4 ,seinem ,gefhl nach gehrten sie beide zusammen von jeher und fr immer4 ,nach zweijhriger ,ehe beschenkte ,frau ,lamondt ihren ,mann mit einem ,tchterchen4 ,lamondt's ,glck war grenzenlos4 ,dieses ,ereignis brachte eine tiefe nderung in den ,verhltnissen zustande4 ,beide liebten ihr ,kind abgttisch und sich gegenseitig in dem ,kinde mit jener stillen1 sanften ,liebe1 die dem gleichmig-milden ,licht der ,planeten zu vergleichen ist1 whrend jene erste ,liebe dem scharfen ,funkeln der ,fixsterne gleicht4 ,die nachfolgenden ,jahre waren die sonnigsten im ,leben der ,frau ,lamondt4 ,denn ein nachdenklicher ,mensch hat nicht viel ,sonne1 weil er fast stndig unter der ,wolke seines eigenen ,denkens wandelt4 ,ihre hochragenden philosophischen ,ideen hatten sich gewissermaen auf das ,kind niedergeschlagen und dort ,form angenommen4 ,all ihr ,knnen1 all ihr ,wissen1 all ihre ,sorgfalt wollte sie auf das ,kind konzentrieren und dasselbe in geistiger wie leiblicher ,beziehung zur denkbar hchsten ,entwickelung bringen4 ,manchmal verirrten sich ihre ,gedanken so weit in die ,zukunft1 da sie sich mit ihrer ,tochter vereint wirken sah zum ,besten der ,menschheit1 zu ihrer ,veredelung1 ,hebung4 ,so mochten vier ,jahre vergangen sein1 da bekam ,herr ,lamondt eines ,tags ,besuch von einem ,freunde aus ,holland4 ,es war ein ,herr ,savade1 ein ,marine-,offizier1 dessen ,schiff fr einen ,tag ,batavia anlief4 ,er suchte ,lamondt in seinem ,kontor in der ,stadt auf4 ,der freute sich kindisch4 ,aber nachdem er ihn umarmt und gekt und das ntigste gefragt hatte1 sagte er3 ,weit ,du1 heute ist ,posttag4 ,dieses hier 7er zeigte auf einen ,sto ,briefe7 mu fort4 ,so kann ich hier nichts mit ,dir anfangen4 ,geh' zu meiner ,frau raus und vertreib der die ,zeit4 ,sie wird sich freuen4 ,und ein ,mdel haben wir auch48 ,sein ,auge glnzte4 ,nun1 ich sage nichts weiter4 ,du wirft ja sehen48 ,savade lchelte4 ,lamondt umarmte ihn noch einmal4 ,so bald ich irgend kann1 komm' ich auch3 ,in einer ,stunde ist ,postschlu8 rief er dem ,davonfahrenden nach4 ,savade kannte ,frau ,lamondt nicht4 ,er hatte ,lamondt whrend dessen ,lehrjahren in ,rotterdam kennen gelernt4 ,lamondt hatte aber viel von seiner ,zuknftigen gesprochen und ihm ihr ,bild gezeigt2 denn sie waren wahre ,freunde geworden1 trotzdem ,savade wohl an zehn ,jahre lter war als ,lamondt4 ,in der ,villa ,lamondt's angekommen1 mute ,savade einige ,zeit im ,empfangszimmer warten4 ,es war noch etwas frh am ,vormittag4 ,aus langer ,weile musterte er die kleine ,bibliothek1 die in einem ,schrnkchen in der ,ecke stand4 ,zu seinem ,erstaunen fand er hier eine ,reihe philosophischer ,bcher4 ,potz tausend81 dachte er1 hat sich ,lamondt in ,java das ,philosophieren angewhnt6 ,er hatte doch in ,rotterdam1 wei ,gott6 keine philosophische ,ader48 ,er lachte leise4 ,oder sollte vielleicht die ,frau -- das wre ja ganz etwas seltenes48 ,erwartungsvoll blickte er nach der ,tr1 in der ,frau ,lamondt vermutlich erscheinen mute4 ,gerade in diesem ,moment trat sie ein4 ,sie trug ein langes1 faltiges ,musselin-,kleid von weier ,farbe1 das mit einem gelben ,seidengrtel zusammen gehalten wurde4 ,die ,fe waren einheimischer ,sitte gem mit ,sandalen bekleidet4 ,der javanische ,sarong1 den viele hollndische ,damen bis zum ,mittag tragen1 sagte ihrem ,geschmack nicht zu4 ,frau ,lamondt kannte ,savade ebenso1 wie er sie kannte1 das heit aus den ,erzhlungen ,lamondts4 ,als die gegenseitige ,begrung vorber war1 begann ,savade direkt3 ,ich sehe mit ,erstaunen diese ,kollektion philosophischer ,autoren --84 ,er hielt erwartungsvoll einen ,augenblick inne4 ,es sind meine ,bcher48 ,o68 ,er konnte das ,erstaunen nicht ganz verbergen4 ,sie sah noch so kindlich aus4 ,so schwere ,lektre81 meinte er4 ,sie glaubt ein wenig ,spott aus diesen ,worten zu hren4 ,etwas abweisend erwiderte sie3 ,der ,mensch ist nicht dazu da1 um sich das ,leben mglichst leicht zu machen48 ,er sah sie aufmerksam an4 ,einlenkend begann er wieder3 ,verstehen ,sie mich nicht falsch1 gndige ,frau4 ,ich verehre die ,philosophie als das ,hchste auf der ,welt und schtze jeden hoch1 der sie hochschtzt48 ,freudig blickte sie zu ihm auf4 ,wirklich1 lieben ,sie die ,philosophie88 ,ich liebe sie1 so lange ich denken kann4 ,ich knnte nicht leben ohne ,philosophie4 ,philosophie reprsentiert mir den menschlichen ,verstand in seiner edelsten1 reinsten und dabei naturgemesten ,form1 naturgem1 weil es ,funktion des ,verstandes ist1 von auen nach innen1 das heit auf sich selbst zu1 in sich selbst hinein zu gehen4 ,und das nennt man eben ,philosophieren48 ,o1 wie selten man diese ,liebe findet68 ,ja1 wirklich1 wie selten6 ,ich habe mit ,lamondt oft darber disputiert1 aber er wollte nie etwas von ,philosophie wissen48 ,die junge ,frau seufzte etwas4 ,aber18 fuhr ,savade heiter fort1 vielleicht ist ,philosophie fr einen ,ehemann just nicht so notwendig4 ,ich dchte1 wirklich zur ,leibes ,nahrung und ,notdurft gehrt sie nur bei solchen1 die entschlossen sind1 allein durch's ,leben zu gehen4 ,ihnen mu sie jene ,sttze ersetzen1 die in der ,ehe einer dem andern liefert4 ,sie mu der ,einsamkeit ihren ,stachel nehmen und mu lehren1 den ,gedanken an einsames ,sterben nicht zu frchten48 ,meinen ,sie nicht1 da sie noch hhere ,zwecke zu erfllen hat88 ,o1 das ist nur die uns zugewandte1 beschrnkte ,seite4 ,aber da ist noch jene andere1 uns abgewandte1 auf die ganze ,menschheit zugewandte ,seite48 ,er brach ab und trat wieder zu dem ,bcherschrnkchen4 ,er nahm einzelne ,bnde heraus und betrachtete sie fast zrtlich4 ,kant1 ,fichte1 ,schelling4 ,gerade meine ,lieblinge4 ,und hier sogar der gttliche ,plato48 ,haben ,sie den auch gelesen88 fragte ,frau ,lamondt eifrig4 ,ich habe die ,morgenstunden eines ganzen ,jahres auf diese ,lektre verwandt4 ,es war eine erhebende ,zeit48 ,segelten ,sie auch auf der hohen ,see des ,schnen88 ,er nickte ihr freundlich1 fast vertraulich zu1 ohne zu antworten4 ,diese ,stelle aus dem ,gastmahl8 hatte ihm auch stets besonders gefallen4 ,ich sehe mit ,vergngen1 da der ,pessimismus hier nicht vertreten ist48 ,nein18 antwortete sie schnell1 der ,pessimismus hat hier keinen ,platz4 ,ich glaube an die ,menschheit und an ihre ,ideale als an mein ,evangelium4 ,ich kenne kein hheres ,evangelium48 ,ja1 was wre das ,leben ohne diese hchsten ,ziele1 ohne diese ,ideale4 ,sie sind das menschlichem ,verstand fabar gewordene ,gttliche in uns1 wenn wir die ,hhe dieser ,ideale fhlen48 ,ein merkwrdiges ,leben begann in den ,augen der ,frau ihm gegenber aufzuleuchten4 ,er sah es und dachte3 ,sie ist der ,philosophie wahrhaft ergeben4 ,wie selten68 ,er wute1 da die meisten1 ,mnner wie ,frauen1 mit der ,philosophie nur kokettieren4 ,in dem trat ,lamondt ein4 ,er war nie schlechter ,laune1 aber heute war er offenbar besonders heiter4 ,er drckte dem ,freunde noch mal die ,hand4 ,willkommen in meinem neuen ,heim18 sagte er treuherzig4 ,wenn ,du wtest1 wie viel ,glck unter diesem ,dach wohnt48 ,es schien ihn etwas wie ,rhrung bermannen zu wollen und schnell in einen burschikosen ,ton berschnellend rief er aus3 ,savade1 alter ,junggeselle6 ,warum heiratest ,du nicht68 ,damit trat er auf sein ,weib zu und kte sie4 ,pltzlich sah er sie genauer an6 ,na nu1 ,tutti1 ,du hast ja heute mal ordentlich ,farbe4 ,woher kommt denn das88 ,wie gergert wandte sie sich etwas zur ,seite4 ,savade antwortete statt ihrer3 ,wir haben uns ber ,philosophie unterhalten1 etwas lebhaft48 ,lamondt lachte lustig4 ,o1 nun wird mir alles klar6 ,also immer noch das alte ,steckenpferd48 ,lamondt18 fiel ,savade mit knstlicher ,ernsthaftigkeit ein1 versndige ,dich nicht an der heiligen ,philosophie48 ,o1 ich wei6 ,du gehrst ja auch mit zur ,gilde4 ,nun1 schon gut1 alter ,freund4 ,im brigen sehe ich1 ist das ,essen fertig4 ,aber18 unterbrach er sich schnell1 hast ,du denn schon unser ,mdchen gesehen88 ,savade verneinte4 ,lamondt sah lachend seine ,frau an3 ,vor ,philosophieren keine ,zeit gehabt48 ,er klatschte in die ,hnde1 und nach einem ,weilchen trat die ,wrterin ein1 das ,kind an der ,hand fhrend4 ,lamondt nahm die ,kleine in die ,arme und herzte sie1 als ob er einen langen ,durst stillen mte4 ,jubelnd schwenkte er sie hin und her und hielt sie dem ,gast dicht vor's ,gesicht4 ,da1 sieh' mal ,du6 ,ist das noch nichts868 ,savade versuchte zu schkern1 aber das ,kind wandte sich ab4 ,sie ist etwas scheu8 sagte ,frau ,lamondt entschuldigend4 ,nachdem man sich zu ,tisch gesetzt hatte1 begann ,lamondt3 ,wundere ,dich nicht ber unseren einfachen ,tisch4 ,es geschieht auf ,wunsch meiner ,frau4 ,und ich fge mich1 wie immer48 ,er klopfte ihr kosend auf die ,hand1 ,du mut wissen1 sie hie schon als ,mdchen unter ihren ,gespielinnen der spartanische ,jngling48 ,ich freue mich schon auf die schwarze ,suppe18 rief ,savade lustig4 ,nun1 so schlimm kommt es nicht4 ,aber ,du wirst ja sehen48 ,was knnen ,sie zu ,ihrer ,verteidigung vorbringen1 gndige ,frau88 ,frau ,lamondt erwiderte lchelnd3 ,zweierlei kann ich vorbringen4 ,erstens liebe ich diese hollndische ,manier nicht1 bei einer ,mahlzeit1 die man mit dem harmlosen ,wort ,reistafel#8 bezeichnet1 ,eier-1 ,fleisch- und ,fisch-,speisen schwersten ,kalibers auf einander zu hufen1 so da man schlielich nicht mehr von ,reistafel#81 sondern nur noch von ,fleischtafel#8 reden kann4 ,zweitens halte ich ,essen fr ein notwendiges bel1 fr eine ,last4 ,und welcher verstndige ,mensch sucht nicht das ,vergngen4 ,ich denke aber1 am leichtesten ist das ,vergngen zu vermehren durch ,verminderung unser ,lasten und ,unannehmlichkeiten48 ,sie wren der ,freundschaft ,epikurs wert1 gndige ,frau48 ,und ,sie1 mein ,herr1 frchte ich1 wren ihrer nicht wert1 weil ,sie schmeicheln48 ,nicht doch1 gndige ,frau6 ,was schmeichelhaft ist1 mu nicht immer ,schmeichelei sein4 ,ihre ,worte enthalten tatschlich die ,quintessenz der epikurischen ,philosophie4 ,dieser seltene ,mann machte es sich zur ,lebensaufgabe1 der ,lust nachzustreben1 aber dadurch1 da er sich von der ,last aller unntigen ,bedrfnisse befreite4 ,der ,lust wegen lebte er von ,brot und ,wasser4 ,und wenn er etwas ,kse dazu tat1 so nannte er das ,ein sich gtlich tun48 ,aber das war jene ,lust1 die mit der unsrigen nur im ,namen zusammenfllt48 ,um ,gottes willen1 ,savade1 sei still68 fiel ,lamondt mit komischem ,entsetzen ein4 ,wenn ich von jetzt ab ,brot und ,wasser bekomme und nur an ,sonn- und ,feiertagen etwas ,kse dazu1 so weit ,du1 wer schuld ist48 ,alle lachten4 ,wie schmeckt ,dir das88 fragte ,lamondt1 auf die gebratenen ,eierpflanzen zeigend1 die so appetitlich aussahen und so prchtig dufteten4 ,vorzglich6 ,es knnte den ,appetit auf ,fleisch benehmen48 ,nicht wahr68 fiel ,frau ,lamondt eifrig ein4 ,das ist gerade das1 was ich immer sage1 und ,lamondt glaubt es nicht48 ,liebste ,tutti1 was habe ich davon1 wenn es riecht wie ,fleisch1 aber kein ,fleisch ist4 ,hast ,du schon je von einem gehrt1 der sich vom ,bratenduft genhrt hat8 ,aber ,du brauchst nicht zu denken1 ,freund1 da ich mich ber unsere ,kche beklage4 ,sie ist tatschlich bekmmlich1 und wir finden jederzeit ,leute1 die fhig sind1 ihr vorzustehen48 ,nach den ,eierpflanzen kam der ,reis1 locker und wei1 in hochgehufter ,schssel4 ,dazu der ,brotfrucht-,kurry4 ,den ,nachtisch machten die ,frchte3 ,bananen1 ,mangos und ,mangustinen1 jene kstlichste ,tropenfrucht1 die das ,auge und den ,gaumen in gleicher ,weise entzckt4 ,das schmeckt wie parfmierter ,schnee81 meinte ,savade1 whrend er sorgsam die schneeweie ,frucht aus ihrer purpurnen ,schale nahm4 ,ja1 es ist eine herrliche ,frucht4 ,und doch geht mir ein ganz feiner ,mango ber die ,mangostine48 ,java ist ein gesegnetes ,land18 fiel ,frau ,lamondt ein4 ,es ist das ,paradies der ,vegetarier4 ,es ist so leicht hier1 naturgem zu leben48 ,ja1 fr einen1 der kein ,kaffee-,geschft hat18 meinte ,lamondt und begann von seinen ,sorgen und ,lasten zu erzhlen4 ,nach beendeter ,reistafel empfahl sich ,savade1 um am ,abend zum ,diner wieder zu erscheinen4 ,am nchsten ,morgen frh lief sein ,schiff weiter nach ,samarang1 ,surabaya und dann in die ,molukken-,see4 ,batavia wurde nicht wieder angelaufen4 ,so galt es1 die kurze ,zeit des ,beisammenseins auszunutzen4 ,er fuhr mit der ,bahn zurck zum ,tandjong ,priok1 um auf seinem ,schiff ,toilette fr den ,abend zu machen4 ,nach ,batavia zurckgekehrt hielt er nach einer ,grtnerei ,umschau1 um den blichen ,blumenstrau fr die ,dame des ,hauses zu erwerben4 ,das war aber in ,batavia leichter gesagt als getan1 weil hier jeder seinen ,privat-,garten besitzt4 ,endlich wies man ihn in die ,chinesenstadt4 ,sein ,riksha-,kuli wute hier ,bescheid4 ,er setzte ihn in einer ,strae ab1 in der einige ,chinesen-,weiber drftige ,struchen feil hielten4 ,fr ein ,paar ,cent erstand er eines1 froh berhaupt etwas bekommen zu haben4 ,als er gerade mit dem ,handel beschftigt war1 bat ihn ein grauhaariger ,chinese1 ein ,krppel1 um eine ,gabe1 indem er sich schweigend in ehrfurchtsvoller ,weise verneigte4 ,savade aber sah ber ihn hinweg1 nur in seinen ,kauf interessiert4 ,es war sonst nicht seine ,art1 einen ,bettler vergeblich bitten zu lassen4 ,erst als er schon wieder ein ,weilchen in seiner ,riksha sa1 kam ihm pltzlich dieser bescheidene ,alte wieder vor ,augen4 ,er erschrak innerlich4 ,so habe ich fr diesen stillen ,bettler nicht eine ,kupfermnze brig gehabt8 sagte er mibilligend zu sich selber4 ,er behielt ein unbehagliches ,gefhl1 bis er an ,lamondt's ,villa anlangte4 ,nach dem ,diner1 als sie drauen in den bequemen indischen ,langsthlen saen1 kam das ,gesprch wie von selber wieder auf die ,philosophie4 ,denn ,philosophie1 entgegen anderen ,wissenschaften1 fat den ganzen ,menschen1 und jede ,regung ist bei einem solchen nichts als eine ,anregung zum ,philosophieren4 ,wahre ,philosophie ist wie die ,natur4 ,sie erlaubt von jedem ,punkt aus den ,eintritt4 ,so standen ,frau ,lamondt und ihr ,gast bald mitten in diesem ,thema1 ohne zu wissen1 wie sie hineingeraten waren4 ,man merkte1 diese beiden waren sich gegenseitig wie ,stahl und ,feuerstein4 ,einer schlug ,funken aus dem andern4 ,der jungen ,frau war1 als ob eine geistige ,spannkraft1 die seit ,jahren in ihr angehuft lag1 sich nun wie in ,blitzschlgen entlde4 ,sie hatte vielleicht nie im ,leben ein ,gefhl so vlliger ,befriedigung gehabt4 ,sie hatte die ,empfindung einer wunderbaren ,erhabenheit1 von der sie nicht wute1 ob sie in ihr ruhte1 oder als etwas von auen kommendes sie umwehte4 ,sie erschrak frmlich1 als ,savade sagte3 ,es ist aber schon so spt4 ,wir mssen abbrechen48 ,lamondt1 der inzwischen verschiedene ,zigarren geraucht und sich meist schweigend verhalten hatte1 meinte3 ,ich glaube auch1 es ist ,zeit1 da ,ihr in dieser ,tonart aufhrt4 ,im brigen ist es schndlich1 da ,du nicht mal eine ,nacht in meinem ,hause bleiben kannst48 ,es geht nicht1 ,lamondt4 ,unser ,schiff dampft um #d ,uhr frh ab4 ,wie soll ich da zum ,hafen hinunter kommen48 ,es wurde abgemacht1 da ,savade einen ,punkt1 der wegen der vorgerckten ,stunde nicht mehr errtert werden konnte1 in einem ,brief an ,frau ,lamondt auseinandersetzen sollte4 ,lamondt meinte3 ,daran tust ,du recht1 da ,du meiner ,frau schreiben willst4 ,sie lebt so wie so zu einsam und kann mit der ,gesellschaft hier nicht recht fertig werden48 ,das glaube ich8 antwortete ,savade4 ,frau ,lamondt hrte den eigenen ,nachdruck1 der auf den ,worten lag4 ,sie errtete vor ,freude und ,stolz4 ,er versteht mich8 dachte sie4 ,endlich einer48 ,man verabschiedete sich mit vieler ,herzlichkeit1 und ,savade schritt schnell dem ,garten-,ausgang zu1 welcher auf der der ,veranda gegenber liegenden ,seite des ,hauses sich befand4 ,er war kaum ein ,weilchen fort1 als er pltzlich vor der ,veranda wieder auftauchte4 ,lebhaft rief er hinauf3 ,ich habe ja ganz vergessen1 ,euch zu sagen1 da ,ihr1 wenn ,ihr nach ,europa fahrt1 ja nicht verget1 mich in meinem ,winkel zu besuchen48 ,auf der ganzen ,nachhause-,fahrt hatte er ein eigenartiges ,bild vor ,augen4 ,in dem ,moment1 als er vor die ,veranda getreten war1 hatten beide ,lamondt's schweigend dagesessen1 die ,frau mit ihren ,fingern das ,glas umspannend1 in dem seine simplen ,blumen standen4 ,dabei hatte sie das ,gesicht etwas tief darber gebeugt gehalten1 gleichsam1 als ob sie daran rche4 99 99 99 99 99 ,frau ,lamondt war sehr ungeduldig auf den versprochenen ,brief von ,savade4 ,sie sagte ihrem ,manne aber nichts davon4 ,er schien sowohl den versprochenen ,brief als auch den ,besuch selber vergessen zu haben4 ,endlich1 nach etwa zwei ,monaten kam ein ,brief aus ,surinam datiert4 ,es war ,frau ,lamondt1 als ob sie einen volleren ,genu von der ,lektre haben wrde1 wenn sie vorher ihrem ,manne mitgeteilt htte1 da sie einen ,brief von ,savade erhalten habe4 ,so ging sie hinaus in den ,garten1 wo ,lamondt gerade mit seinem ,tchterchen ,blindekuh spielte4 ,er hatte die ,augen mit dem ,taschentuch verbunden und tappte auf dem ,rasen umher4 ,du bist gewi wieder vom ,rasenplatz runtergegangen1 ,dora1 ich finde ,dich ja nirgends48 ,er hrte ein leises ,sprechen und strzte darauf los4 ,beim ,zufassen erwischte er einen ,kleiderzipfel4 ,endlich68 rief er aus4 ,das ist ja ,mama68 rief die ,kleine hinter ihm und lachte ausgelassen4 ,ja1 la nur los4 ,ich bin's18 sagte ,frau ,lamondt4 ,ich wollte ,dir gerade sagen1 da ich einen ,brief von ,savade bekommen habe1 aber ,du bist ja zu beschftigt48 ,du6 von ,savade88 sagte ,lamondt verwundert4 ,was will er denn von ,dir88 ,mein ,gott1 wie vergelich ,du bist4 ,weit ,du denn nicht mehr1 da er versprochen hatte1 mir zu schreiben88 ,ach ja1 ber eure ,sachen4 ,entschuldige1 ,tutti1 das hatte ich total vergessen48 ,er hatte noch das ,tuch vor ,augen und sah in diesem ,moment nicht gerade sehr bedeutend aus1 der gute ,lamondt4 ,aber seiner ,frau fiel das nicht auf4 ,es war ihr recht1 da sie ihm nicht in die ,augen zu sehen brauchte4 ,papa1 ,du suchst ja gar nicht8 rief jetzt die ,kleine mahnend4 ,ich komme schon1 mein ,kind48 ,etwas hastig ging er einige ,schritte vorwrts und stolperte dabei gegen einen ,baum4 ,die ,kleine kreischte vor ,vergngen4 ,nicht so wild1 ,dora68 mahnte die ,mutter und verschwand dann wieder im ,haus4 ,hier setzte sie sich in einen bequemen ,stuhl und begann zu lesen4 ,savade hatte versprochen1 ihr ber den ,gottbegriff des ,spinoza zu schreiben4 ,spinoza war ihr bisher fremd geblieben4 ,aber die kahle ,erhabenheit dieser ,gedanken regte sie jetzt mchtig an4 ,savade hatte einen klaren1 geistreichen ,stil1 und sie glaubte alles mit einem ,schlag zu verstehen4 ,nichtsdestoweniger las sie den ,brief mehrere ,mal4 ,noch am selben ,tage bestellte sie bei dem ,buchhndler das ,original4 ,beim ,abendessen begann ,lamondt pltzlich3 ,eh' ich's wieder vergesse -- was schreibt denn eigentlich ,savade88 ,nur ber philosophische ,sachen48 ,lamondt lchelte4 ,einen ganzen ,brief voll ,philosophie48 ,er schreibt ber ,spinoza48 ,spinoza -- ,spinoza -- war das nicht der1 der mit ,vorliebe den ,fliegen die ,beine ausri88 ,was redest ,du da6 ,man erzhlt1 da er1 wenn er sein geistiges ,tagewerk vollendet1 zu seiner ,erheiterung ,fliegen in ,spinngewebe warf und dem ,kampf der ,fliege mit der ,spinne zusah48 ,also jedenfalls ,tierqulerei4 ,ich wrde gegen solche ,leute immer etwas voreingenommen sein48 ,solche ,geister darf man nicht mit dem vulgren ,mastab messen4 ,spinoza hat einen der erhabensten1 reinsten ,gottbegriffe geschaffen48 ,was hat er gemacht88 fragte ,lamondt voll ungeheuchelten ,staunens4 ,ich denke1 der liebe ,gott ist ein einiger1 mit dem wir weiter nichts machen knnen als einfltig an ihn glauben4 ,wie kann ein ,mensch einen ,gottbegriff schaffen8 ,eben so gut knnte er ja auch eine neue ,welt schaffen48 ,was ,du da sagst1 pat fr die ,glubigen im kirchlichen ,sinn4 ,die philosophisch ,denkenden schaffen sich selber ihren ,gottbegriff1 in dem sie ,genge und ,ruhe finden48 ,woher wissen sie denn aber1 da das1 was sie da in ihrem ,gehirn zurecht gebraut haben1 das richtige ist88 ,woher weit ,du1 da der ,gott1 an den ,du glaubst1 der richtige ist88 ,lamondt sah seine ,frau einen ,augenblick ratlos an1 dann sagte er fast trotzig3 ,ich will ja gar nichts wissen4 ,ich glaube eben an ihn48 ,so gehrst ,du zu den ,glcklichen1 die glauben knnen4 ,aber bedenke die unzhligen ,unglcklichen1 die nicht glauben knnen und doch zu innerer ,ruhe kommen wollen4 ,bedenke ihr ,suchen1 ihre ,kmpfe48 ,lamondt warf einen fast scheuen ,blick auf sein ,weib4 ,sie kam ihm so fremd vor4 ,ihm wurde unbehaglich4 ,er versuchte umzuschwenken4 ,mit etwas erzwungener ,lustigkeit sagte er3 ,also ,du bist auch dabei1 ,dir selber ,deinen ,gottbegriff zu machen4 ,tutti1 ,tutti1 wenns man glckt48 ,das habe ich nicht gesagt4 ,im brigen ist der ,gegenstand schlecht geeignet zum ,scherzen18 erwiderte sie khl4 ,du hast recht1 sehr schlecht geeignet48 ,seine ,stimme klang so bestimmt1 da jetzt die ,reihe des ,sichverwunderns an ,frau ,lamondt war4 ,die ,sache war damit eigentlich erledigt1 aber sie mute noch etwas vorbringen1 was sie durchaus heute noch vom ,herzen haben wollte4 ,es entstand eine ,pause4 ,sie fhlte1 ihr ,vorhaben wrde um so schwerer auszufhren sein1 je lnger sie die ,pause werden liee4 ,so fate sie sich ein ,herz und sprang in die ghnende ,lcke4 ,ich wollte ,dir noch sagen18 begann sie1 und ihre ,stimme klang infolge der innerlichen ,anstrengung etwas gereizt1 da ich ,savades ,brief natrlich beantworten mu4 ,er wird wahrscheinlich darauf wieder antworten4 ,dadurch knnte ein ,briefwechsel zustande kommen4 ,httest ,du etwas dagegen einzuwenden88 ,lamondt sah sie wieder ganz erstaunt an4 ,dann begann er lustig zu lachen4 ,heute ,abend18 rief er1 verstehe ich ,dich aber auch gar nicht4 ,was soll ich dagegen haben1 wenn ,du mit ,freund ,savade im ,briefwechsel stehst4 ,habe ich berhaupt jemals etwas gegen das einzuwenden gehabt1 was ,du vorhattest88 ,er umfate sie liebkosend und streichelte ihr die ,backen4 ,ich bin ja von jeher ,dein gehorsamer ,haussklave gewesen48 ,sie konnte nicht anders als ihn anlcheln4 ,in der ,tat1 ein ,widerspruch ihres ,mannes wre etwas vllig unerhrtes gewesen4 ,sie rgerte sich jetzt ber sich selber1 da sie diese offizielle ,anfrage gestellt hatte4 ,es kam ihr ganz lcherlich vor4 ,wie unntig wichtig hatte sie diese ganze ,sache dadurch gemacht4 ,lamondt fuhr fort3 ,werde nur nicht zu gelehrt1 ,tutti4 ,ich will ja gar keine gelehrte ,frau4 ,im brigen ist er der beste ,kerl von der ganzen ,welt4 ,ich kenne keinen besseren4 ,vergi nur nie1 ihn zu gren1 wenn ,du an ihn schreibst48 ,um etwas zu erwidern1 sagte ,frau ,lamondt3 ,sein ,brief ist aus ,surinam datiert48 ,o weh6 ,das ist ein bses ,nest2 etwa so wie ,batavia vor #ej ,jahren4 ,da er sich da nur kein ,fieber holt4 ,schreib' ihm nur1 wenn es mal irgend wie hapert1 so ist ein ,glschen ,genvre immer das beste48 ,auf das ,zigarren-,schrnkchen zuschreitend und sich eine ,zigarre anzndend fuhr er fort3 ,die ,hauptsache ist nur1 da es beizeiten genommen wird48 ,und nachdem er es sich im ,langstuhl bequem gemacht und einige ,dampfwolken mit ,aufmerksamkeit von sich geblasen hatte1 begann er eine ,geschichte zu erzhlen von einem ,bekannten1 welchem nach seiner und aller anderen ,ansicht ein ,glschen ,genvre zur rechten ,zeit genommen das ,leben gerettet hatte4 99 99 99 99 99 ,zwischen ,savade und ,frau ,lamondt entwickelte sich ein nicht hufiger aber sehr regelmiger ,briefwechsel4 ,der ,gegenstand desselben waren nur philosophische ,themata4 ,alle ,bemerkungen ber persnliche ,verhltnisse wurden beiderseits so vllig vermieden1 da der ,unbefangene fast etwas ,absichtliches darin htte finden knnen4 ,in ,frau ,lamondts ,briefen trat immer ein und dasselbe ,thema zutage3 ,die ,hingabe an die ,menschheit und an ihre ,ideale1 das ,arbeiten an der ,hebung der ,menschheit zu immer stolzerer1 sonnenhafterer ,hhe4 ,das erschien ihr als die einzige aller ,aufgaben dieser ,welt1 bei der schon im ,streben allein der ,erfolg liegt1 ,erfolg mit all seiner beglckenden ,macht4 ,sie liebkoste dieses ,thema und ging dabei mit einem ihr selber vielleicht unbewuten ,raffinement zu ,werke4 ,um berdru zu vermeiden1 lie sie es bald in schweren gesammelten ,baschlgen auftreten1 bald in eleganten ,diskant-,figuren1 die in graziser ,weise sich auflsten und wieder zur ,form vereinigten4 ,eine solche ,meisterin war sie in ,darstellung ihres ,gedankens1 da ,savade immer wieder erstaunte1 wenn er ihre scheinbaren ,abschweifungen pltzlich wie durch einen ,coup zum ,thema verdichtet vor sich stehen sah4 ,er selber gehrte zu jenen glcklichen ,naturen1 die instinktiv das ,mahalten1 das ,wandeln auf der richtigen ,mitte als das der menschlichen ,natur notwendigste erkennen4 ,er stimmte in seinen ,ansichten mit denen ,frau ,lamondt's berein4 ,ihre ,ideale waren auch die seinigen4 ,aber er fhlte das ,zuviel auf ,frau ,lamondt's ,seite und versuchte unwillkrlich dieses ,plus auf ihrer ,seite durch ein entsprechendes ,minus auf seiner ,seite auszugleichen4 ,bald derber1 bald zarter deutete er an1 da trotz aller idealen ,pflichten1 die uns an die ,menschheit ketten1 doch unsere erste und ,hauptpflicht die ist1 fr unsere eigene ,besserung1 fr unser eigenes ,heil1 fr unsere eigene ,ruhe zu sorgen4 ,leise gab er ihr zu bedenken1 ob dieses ,vergafftsein in die ,menschheits-,ideale nicht oft ein ,vergafftsein in sich selber sein knnte1 nichts als eine ,form der ,eigenliebe in besonders bauschiger und eleganter ,enveloppe1 eine ,eigenliebe in ,balltoilette4 ,wenn einer18 schrieb er1 der selber schmutzig ist1 einen anderen schmcken will1 so wird er bsen ,erfolg haben4 ,wer das will1 der mu im ,groben1 ,gemeinen bleiben1 wie die ,scheuerfrauen1 fr die es nichts ausmacht1 wenn sie ihre ,arbeit in schmutzigem ,habit verrichten4 ,aber sie gehren auch nur in die ,kche und auf die ,treppen4 ,der ,anstndige1 der in sein bestes ,zimmer treten will1 legt vorher schmutzige ,stiefel und ,kleider ab2 andernfalls macht er sein ,staatszimmer zum ,vorraum4 ,ich glaube nicht1 da es eine herrlichere ,behausung gibt als jenen ,tempel1 den die groen ,geister aller ,zeiten errichtet haben4 ,sollten wir nicht rein sein bis ins ,innerste1 ehe wir in diesen ,tempel einzutreten wagen1 um ihn zu schmcken und auszubauen88 ,als ,frau ,lamondt in einem ihrer ,briefe ber die ,schwierigkeit und ,hoffnungslosigkeit der ,arbeit am eigenen ,ich8 klagte1 antwortete er folgendes3 ,freilich ist das eigene ,ich#8 jenes wunderliche ,ding1 mit dem sich abzugeben der eine berhaupt nicht fr der ,mhe wert hlt1 und mit dem der andere nie fertig wird4 ,von dem ersteren sagen wir mit ,dante3 ,guarda e passa6 ,schau und geh' vorber berall6#8 ,fr den letzteren kommt alles auf die ,art des ,vorgehens an4 ,wer das ,ich#8 tppisch greifen will1 dem entgleitet es wie einem1 der ,wasser in der hohlen ,hand zusammenpressen will4 ,das ,ich#8 kann nicht begriffen werden1 es kann nur angeschaut werden4 ,aber auch das ,schauen mu verstanden werden48 ,und weiter hie es3 ,es ist freilich wahr1 das ,ich#8 ist das ,rtsel aller ,rtsel1 das ,wunder aller ,wunder1 und hier einen ,zweifel lsen1 heit hier nur1 ihn in zwei neue zerspalten4 ,aber was sollen wir hieraus fr ,lehren ziehen8 -- ,erstens1 da wir keinen ,augenblick sumen drfen und uns vor allem an die ,beschftigung mit diesem ,ich machen mssen1 eben wegen der ,schwierigkeit der ,sache einerseits und ihrer einzigen ,wichtigkeit anderseits4 ,wir drfen hier nie sagen3 ,was hat diese ,arbeit fr ,zweck8 ,das mhsam ,errungene wird in neuen ,zweifeln verloren gehen4#8 ,hier ist ja auch der ,verlust ,fortschritt4 ,wird jemand sagen3 ,was hat es fr ,zweck1 mich jetzt zu sttigen8 ,zum ,abend werde ich doch hungrig sein4#8 ,das ,hungrig-,werden ist ja hier ,fortschritt1 ist ,gelingen4 ,diese ,einsicht sollte uns hindern1 uns zu frh ber unser eigenes ,ich#8 hinwegsehen zu lassen auf das ,ich#8 des ,nebenmenschen hin4 ,wir wollen auch nicht vergessen1 da wir1 um zu anderen zu kommen1 die ,strae passieren mssen1 und da es wohl sein knnte1 da wir bestaubt und beschmutzt von unseren ,liebeswerken zu uns selbst zurckkehren48 ,zweitens aber sollen wir daraus die ,lehre ziehen1 uns nicht so tief in unserem eigenen ,ich zu verlieren1 da wir garnichts anderes mehr neben diesem ,ich#8 sehen1 oder da es uns schlielich gar den ,verstand verwirrt4 ,wenn irgend wo1 so heit es hier1 der gefhlten ,unendlichkeit gegenber3 ,mahalten4 ,wir wollen uns doch gewhnen1 die ,tatsache des ,ewigen1 des ,gttlichen1 ,unfabaren in uns mit ,ma zu tragen1 wie es eben eines so kostbaren ,inhaltes wrdig ist4 ,wir wollen doch endlich aufhren1 in trichter und barbarischer ,weise zu versuchen1 dieses ,ewige1 ,gttliche1 ,unfabare in uns ans ,tageslicht zu zerren1 wie einer1 der seine eigenen ,eingeweide herauszerren will4 ,er mordet nur sich selbst48 ,so wollen wir es dem ,lebens-,rtsel1 dem ,ich-,rtsel gegenber machen1 nicht wie der ,schler1 der1 an der ,bewltigung seiner ,aufgabe verzweifelnd1 das ,buch in die ,ecke wirft1 sondern wir wollen es machen wie der ,verstndige1 der das seinen ,krften entsprechende ,teil gelesen hat und nun ruhig das ,buch schliet und sich sagt3 ,es ist genug fr heute4#8 ,denn das ist auch ein ,ende1 zu wissen1 da man nicht am ,ende ist und doch gefat und zufrieden bleiben4 ,und ich frchte sogar1 dieses ist das letzte ,ende1 das uns beschieden ist48 ,so spricht der ,verstndige1 ,denkende1 solange er nicht vom ,buddha belehrt worden ist oder sich von ihm hat belehren lassen4 ,aber dieses ,gegenarbeiten ,savades gegen ,frau ,lamondts berschwenglichkeit war fr beide nur wie jene knstlichen ,dissonanzen1 die nur dazu da sind1 die ,schnheit der ,harmonie um so ser zu machen und um so strker hervortreten zu lassen4 ,beiden war ihr ,briefwechsel ein unbeschreiblicher und erhabener ,genu geworden4 ,denn kein ,genu dieser ,welt gleicht der ,wonne1 die wir empfinden1 wenn die ,gedanken unseres ,herzens in einem anderen ,herzen wiederklingen4 ,das ist der hchste ,genu1 denn es ist der reinste4 ,das ist der reinste ,genu1 denn er verlangt keine ,berhrung4 99 99 99 99 99 ,ob in den nchsten ,jahren sich allmhliche nderungen im ,denken der jungen ,frau vollzogen -- ob das1 wovon jetzt gesprochen werden soll1 das ,resultat eines pltzlichen ,entschlusses war -- ob ,savades ,briefe irgend einen 7natrlich unbeabsichtigten7 ,einflu auf diesen ,entschlu hatten1 wird sich mit ,bestimmtheit wohl nie feststellen lassen4 ,tatsache ist1 da ,frau ,lamondt eines ,morgens1 etwa drei ,jahre nach der oben geschilderten ,zeit jenes ,besuchs zu ihrem ,gatten sagte3 ,ich mu ,dich in einer ernsthaften ,angelegenheit sprechen48 ,lamondt hatte an jenem ,tage wenig ,zeit1 aber er war doch zu erstaunt ber die ,worte und den ,ton seiner ,frau1 als da er nicht alles andere vergessen htte4 ,was gibt es denn1 ,tutti88 fragte er teilnehmend4 ,lamondt1 was ich ,dir jetzt sage1 wird ,dich sehr berraschen und sehr betrben4 ,aber so wahr ich hier stehe1 ich kann nicht anders handeln1 als ich handeln will4 ,ich bin es dem1 was in meiner ,seele keimt und zum ,licht drngt1 schuldig4 ,lamondt1 die ,qual wird durch ,umgehen nur grer fr uns beide4 ,so sage ich es ,dir denn direkt heraus3 ,ich kann nicht lnger ,dein ,weib sein4 ,ich mu meinen ,weg allein gehen4 ,versteh' mich recht3 ,ich will mich von ,dir scheiden lassen4 ,die ,ehe ist nicht das richtige fr mich48 ,totenbleich starrte ,lamondt sein ,weib an4 ,die ,worte erstarben ihm4 ,er brachte nichts heraus als ,helene68 ,er kannte den ,charakter seines ,weibes4 ,er wute1 da es kein ,mittel gbe1 sie von einem einmal gefaten ,entschlu wieder abzubringen4 ,frau ,lamondt fuhr fort3 ,ich mu ,dir alles sagen4 ,ich kann nicht allein gehen4 ,das ,kind mu bei mir bleiben48 ,lamondt schien kaum hierauf zu hren4 ,totenbla sa er immer noch da4 ,es trat ein bleiernes ,schweigen ein4 ,die junge ,frau stand da1 den ,blick zu ,boden gesenkt1 die ,lippen fest aufeinander gepret1 wie einer1 der auf den ,angriff wartet und den ,rckschlag gibt1 noch ehe er den ,schlag erhalten hat4 ,endlich begann ,lamondt3 ,aber mu denn das sein88 ,heftig erwiderte sie3 ,frage nicht4 ,es mu sein4 ,ich kann nicht anders4 ,versuche nicht mich von meinem ,entschlu abzubringen4 ,es wre vergebliche ,mhe48 ,in sanfterem1 fast bittenden ,tone fuhr sie fort3 ,wollen wir nicht alles im ,guten ordnen4 ,es erleichtert uns beiden das ,ganze so sehr4 ,du mut ja selber einsehen1 da jetzt1 wo einmal das entscheidende ,wort gesprochen ist1 jeder ,tag des ,zusammenlebens zur ,qual wird48 ,wie in stiller ,verzweiflung fuhr sich ,lamondt an den ,kopf4 ,mein ,gott1 mein ,gott1 was soll das nur geben48 ,der kalte ,schwei rann ihm ber die ,stirn4 ,mechanisch wischte er mit der ,hand darber hin4 ,lamondt1 denkst ,du1 meine ,qualen sind geringer wie ,deine8 ,was geschieht1 geschieht fr mich so unabnderlich wie fr ,dich4 ,auch ich mu mich fgen und im ruhigen ,hinschauen auf die ,unabnderlichkeit des ,schicksals ,trost suchen48 ,dann pltzlich abbrechend begann sie3 ,du fhrst jetzt in die ,stadt88 ,lamondt nickte stumm4 ,so fahre ich mit ,dir4 ,ich will sofort zum ,rechtsanwalt und dort das ,ntige einleiten48 ,lamondt war wie im ,traum4 ,schweigend saen sie nebeneinander im ,wagen4 ,vor dem ,hause des ,rechtsanwalt ,kraye setzte er seine ,frau ab und begab sich ins ,kontor4 ,nach einigen ,stunden kam ein ,bote1 der ihn zu eben diesem ,rechtsanwalt hinbat4 ,willenlos folgte er4 ,es wurden einige ,schriftstcke aufgesetzt1 die beide unterschreiben muten1 und der ,rechtsanwalt stellte in ,aussicht1 da schon in wenigen ,tagen die ,angelegenheit soweit erledigt sein knnte1 da ,frau ,lamondts ,anwesenheit nicht mehr erforderlich sein wrde4 ,die ,einstimmigkeit auf beiden ,seiten1 besonders auch hinsichtlich des ,kindes erleichtert alles sehr8 schlo er seinen ,vortrag4 ,tatschlich wickelte sich alles so glatt ab1 da ,frau ,lamondt schon fr den nchsten nach ,europa abgehenden ,dampfer einen ,platz belegen konnte4 ,endlich war der ,tag der ,abreise da1 der diesem qualvollen ,leben zu ,hause ein ,ende machte4 ,frau ,lamondt hatte ihren ,mann gebeten1 dem ,kinde1 das jetzt etwa sieben ,jahr alt war1 nichts von der ,wahrheit zu sagen1 um nicht die ,trennung zu erschweren4 ,der ,gutmtige hatte auch hierin eingewilligt4 ,es war der ,kleinen gesagt worden1 da sie verreisten1 um die ,gromama in ,holland zu besuchen4 ,die ,freude darber war gro1 und ,lamondt mute blutenden ,herzens manche neugierige ,frage beantworten4 ,auf dem ,schiffe standen die drei im uersten ,winkel1 um nicht den ,blicken etwaiger ,bekannter ausgesetzt zu sein4 ,beide ,eltern waren stumm1 auer wenn sie auf die ,fragen des ,kindes antworten muten4 ,pltzlich begann die ,kleine3 ,papa1 hrst ,du1 vergi mir ja nicht ,papchen48 ,sie meinte den grauen ,papagei4 ,das ,futter gibt ihm die alte ,sarah4 ,aber den ,zucker1 weit ,du1 den mut ,du ihm geben und dabei mut ,du ihm immer das ,wort ,dora8 vorsprechen2 aber so wie ich1 ,papa4 ,hr' mal68 ,dabei stellte sie sich wichtig vor ,lamondt auf und rief mit ,kinderstimme zweimal ,dora68 ,siehst ,du so4 ,es ist ganz leicht4 ,mach' es auch mal1 ,papa1 damit ich sehe1 da ,du es recht machst4 ,schnell doch1 ,papa68 ,da brach dem gequlten ,manne das ,herz4 ,heftig schlo er sein ,kind in die ,arme und brach in haltloses ,schluchzen aus4 ,dabei streichelte und kte er das zarte ,gesichtchen unaufhrlich1 so da das ,kind ganz verdutzt zum ,vater hoch sah4 ,mein ser ,liebling1 mein wonniges ,kind8 begann er endlich4 ,o ,gott und ,vater6 ,mu denn das alles gelitten werden68 ,das ,kind wurde unruhig4 ,papa1 wein' doch nicht so18 sagte sie liebkosend4 ,ich schreibe ,dir alle ,tage einen ,brief48 ,als der ,vater aber immer weiter weinte1 wandte sie das ,kpfchen zur ,mutter hin3 ,mama1 weshalb weint ,papa denn so88 ,frau ,lamondt aber stand1 die ,hand fest auf das ,gelnder gelegt1 die ,zhne in die ,unterlippe grabend und erwiderte kein ,wort4 ,in diesem ,moment zum ersten ,mal tauchte der furchtbare ,gedanke in ihr auf3 ,gehe ich auch den rechten ,weg8 ,weh' mir1 wenn ich falsch gehe48 ,als das ,kind auch von der ,mutter keine ,antwort bekam1 begann es leise zu weinen4 ,einmal noch prete ,lamondt sein ,kleinod an sich1 als ob er ihr den ,atem auspressen wollte1 dann drehte er sich schnell um und ohne sein ,weib zu berhren1 ja ohne sie nur zu sehen1 verlie er das ,schiff und verschwand in der ,menge der ,zuschauer am ,quai4 ,nicht einen ,blick mehr warf er zum ,schiff zurck4 99 99 99 99 99 ,je nher ,frau ,lamondt ,hollands ,ksten kam1 um so schwerer wurde ihr ,herz4 ,sie wute1 da sie daheim1 ihrer ,mutter gegenber1 einen schweren ,stand haben wrde2 denn sie kannte nur zu gut die ,hochachtung und ,liebe1 die letztere fr ,lamondt hegte4 ,in ,neapel hatte sie einen whrend der berfahrt geschriebenen ausfhrlichen ,brief zur ,post gegeben1 der mehrere ,tage vor ihr zu ,hause ankommen mute und der ihren ,standpunkt in mglichst schlichter ,weise klar legte4 ,auf dem ,bahnhof in ,utrecht wurde sie von niemand erwartet4 ,zu ,hause angelangt empfing ihre ,mutter sie mit den ,worten3 ,o ,du unglckliches ,kind6 ,was hast ,du getan88 ,mutter18 erwiderte ,helene1 ist es denn solch ein groes ,verbrechen1 wenn ein ,mensch dem ,hheren in sich folgt88 ,das hchste fr eine ,mutter liegt innerhalb ihrer ,familie8 antwortete die alte ,dame streng4 ,helene hatte sich unterwegs wohl hundertmal auf's bestimmteste vorgenommen1 allen uerungen ihrer ,mutter die hchste ,sanftmut und ,geduld entgegen zu setzen1 aber gleich diese erste ,probe milang4 ,ihr ,charakter war zu ungebndigt4 ,sie erwiderte trotzig3 ,das wei ich nicht1 ,mutter48 ,so wirst ,du es wohl noch lernen mssen1 mein ,kind48 ,mutter1 wenn da etwas ist1 was ich noch lernen mu1 so bin ich bereit dazu48 ,trotzig wie immer1 dachte die ,mutter und wandte sich liebkosend der ,kleinen zu1 die sofort ein eifriges ,gesprch begann4 ,beide ,frauen waren sich im ,charakter gleich4 ,das ,beharren auf einer vorgefaten ,meinung1 das sich ,hineinbohren in seine eigene ,meinung war der ,mutter wie der ,tochter eigentmlich4 ,frau van ,hoeven sah mit ,emprung auf die ,tat ihrer ,tochter1 und die letztere hatte nicht die ,fhigkeit1 durch ,nachgeben und ,sanftmut ihre ,mutter milder zu stimmen und schlielich auf ihre ,seite zu ziehen4 ,so begann ein trauriges ,nebeneinanderleben1 eine ,fortsetzung der letzten ,zeit in ,batavia4 ,auch jede ,ablenkung in ,form uerer ,geselligkeit fehlte4 ,alle ,bekannte und ,verwandte in ,utrecht ergriffen ,lamondts ,partei1 der ihnen als ,ehrenmann und als ,muster eines ,ehemanns bekannt war4 ,so mied man es1 mit der jungen ,frau zusammen zu treffen1 und wenn es doch geschah1 so ging es nie ohne absichtliche oder unabsichtliche ,stiche ab4 ,ja1 es kam schlielich so weit1 da es ,helenen unangenehm wurde1 bei ,tage in die ,stadt zu gehen4 ,sie zog es vor1 abends zu promenieren4 ,mit ,recht konnte sie bald von sich sagen3 ,ich bin hier die ,verfehmte48 ,natrlich suchte sie immer wieder ,trost in ihren ,idealen4 ,aber es war1 als ob die ,gedanken1 in denen sie in ,java ganz naturgem wie in ihrem ,element gelebt hatte1 pltzlich vertauscht wren4 ,ihr war1 als ob sie aus reeller ,mnze pltzlich zu wertlosen ,schaugroschen geworden wren4 ,alle diese schnen ,begriffe1 die sie damals entzckt und ihr ,denken genhrt hatten1 waren jetzt leere ,namen geworden ohne ,saft und ,kraft4 ,nur eine ,art von ,piett hielt sie zurck1 diese ,schemen fr immer bei ,seite zu werfen4 ,jene ,frage1 die sich ihr beim ,abschied so grell aufgedrngt hatte3 ,gehe ich den richtigen ,weg8 -- kehrte immer hufiger wieder1 immer drohender1 beschftigte sie tags und qulte sie nachts4 ,sie geriet schlielich in einen ,zustand uerer und innerer ,verlassenheit1 so da sie sich niemanden auf der ,welt unglcklicher denken konnte als sich selber4 ,ihr war als ob sie stndig unter einer schwarzen ,wolke wandelte1 das ,sonnenlicht vor und hinter sich1 aber sie selber von jedem erhellenden und wrmenden ,strahl ausgeschlossen4 ,dazu kam eine andere ,sache1 die ihre ,traurigkeit vermehrte4 ,sie hatte whrend dieser ganzen ,jahre in regelmigen ,zwischenrumen ,savades ,briefe erhalten4 ,in ,java waren dieselben ihre hchste ,freude gewesen1 hier wren sie ihr hchster ,trost gewesen4 ,aber dieselben blieben aus4 ,gleich nach ihrem ,eintreffen in der ,heimat hatte sie ihm 7er war in einem ,stdtchen an der ,kste stationiert7 folgenden ,brief geschrieben3 ,ich halte mich fr verpflichtet1 allen meinen ,freunden das mitzuteilen1 was ich eben im ,begriff bin ,ihnen mitzuteilen1 weil ich ,sie auch unter meine ,freunde rechne4 ,ich habe mich von ,herrn ,lamondt trennen lassen und wohne wieder im ,hause meiner ,mutter84 ,in ihren ,briefen an ,savade hatte sie nie auch nur eine ,andeutung von ihrem ,vorhaben fallen lassen4 ,und so wre es nicht unwahrscheinlich1 da es sich bei ihrem ,entschlu um etwas ,pltzliches gehandelt habe1 um eine jener uns ,menschen so gefhrlichen ,klarheiten und ,fernsichten1 die meist fr den ,verstand nichts anderes sind als die ,fata ,morgana fr das ,auge4 ,es war wohl ein ,jahr her1 da sie diesen ,brief geschrieben hatte4 ,eine ,antwort war bis jetzt nicht erfolgt4 ,sie dachte bitter3 ,wer nicht hat1 dem wird auch genommen das was er hat48 ,sie bedachte nicht1 da sie ja ihr ,kind behalten habe4 ,eines ,mittags wurde ihr auf ihr ,zimmer1 wo sie sich meist allein oder zusammen mit der ,kleinen aufhielt1 eine ,visitenkarte berbracht4 ,sie la3 ,louis ,savade4 ,nie hat ,frau ,lamondt spter diesen merkwrdigen ,augenblick vergessen4 ,ihr war1 als ob pltzlich der ,schleier1 der uns umgibt1 zerrisse und sie durch den ,ri in die ,zukunft blicke4 ,der ,gedanke1 auf den ihr geistiges ,auge hier traf1 jagte ihr erst das ,blut ins ,gesicht und trieb es dann jh zum ,herzen zurck1 so da sie vor zitternder ,schwche sich auf einen ,stuhl niederlassen mute4 ,noch einige ,mal wechselten schnell jhe ,rte und tiefe ,blsse4 ,endlich war die ,blutwelle so weit beruhigt1 da sie es wagen konnte1 in den ,salon hinunter zu gehen4 ,beim ,verlassen ihres ,zimmers trat sie unwillkrlich vor den ,spiegel4 ,aber mit schnellem ,ruck wandte sie sich um1 ohne hineingesehen zu haben4 ,savade trat ihr1 wie auch damals in ,java1 mit jener vorsichtigen ,hflichkeit entgegen1 die er jedem zeigte4 ,sie mute sich zwingen1 ihn wenigstens fr einen ,augenblick frei anzusehen1 aber sofort senkte sich ihr ,blick wieder1 und nach der ersten ,begrung entstand eine ,pause4 ,es war der jungen ,frau unmglich1 jetzt solche banalen ,fragen zu tun wie3 ,aber wie kommen ,sie denn hierher88 oder3 ,sind ,sie in ,geschften hier88 usw4 ,oben hatte sie mit blitzhnlicher ,klarheit den ,zweck seines ,kommens erkannt4 ,als er ihr jetzt aber mit dieser formellen ,hflichkeit entgegen trat1 da war ihr1 als ob alles verloren sei und ihr ,leben fr ewig in um so tiefere ,nacht und ,dunkel tauche4 ,endlich begann ,savade1 um dem ,schweigen ein ,ende zu machen3 ,was ist alles geschehen1 seit wir uns nicht gesehen haben48 ,o ,gott1 ja81 erwiderte sie traurig4 ,er sah sie prfend an4 ,auch jemand1 der weniger ,menschenkenner war als er1 mute die ,last von ,leiden sehen1 die auf diesem blassen ,gesicht lagerte4 ,da ihre ,augen durch die ,lider verdeckt wurden1 so war ihr ,gesicht ganz stilles ,dulden4 ,ihm wurde das ,herz warm4 ,er begann wieder3 ,sie taten mir die ,ehre an1 mich ,ihren ,freund zu nennen4 ,ich fue hierauf1 um eine ,frage zu tun1 die zu unterdrcken mir unmglich ist4 ,weshalb ist das alles geschehen88 ,weil es geschehen mute48 ,sie lie den ,blick gesenkt4 ,und weshalb mute das geschehen88 ,weil ich wahr sein wollte1 den richtigen ,weg gehen wollte1 meinen ,weg48 ,sie sah entschlossen zu ihm hoch4 ,nachdenklich erwiderte er3 ,sie gehen jetzt diesen ,weg4 ,glauben ,sie immer noch1 da es der richtige ist88 ,fast argwhnisch sah sie ihn an3 ,sind ,sie auch gekommen1 um mich zu qulen wie die anderen88 ,er wollte sie unterbrechen4 ,sie kam ihm zuvor4 ,ach1 verzeihen ,sie mir ,armen1 berreizten6 ,ich wei ja1 da ,sie der einzige sind1 der ,verstndnis fr mein ,tun hat4 ,o1 sicher1 ,sie werden nicht nach der ,schablone urteilen4 ,sie werden die nicht ungehrt verdammen1 die der ,ansicht ist1 da die ,frau nicht die ,verpflichtung habe1 in der ,ehe nicht allein ihren ,krper1 sondern auch ihren ,geist1 ihre ,seele1 ihr ,hchstes hinzuopfern4 ,die ,ehe mag ein geheiligtes ,institut sein1 aber das ,gttliche in uns ist heiliger4 ,es ist eine ,snde wider den heiligen ,geist1 es durch die ,ehe zertreten zu lassen48 ,sie sah ihn an1 als ob sie eine ,antwort erwarte4 ,da er aber sinnend vor sich hinblickte1 so fuhr sie fort3 ,so will ich ,ihnen denn auf ,ihre ,frage wahrheitsgem antworten3 ,ich kann nicht leugnen1 da ich zur ,zeit in einer ,periode geistigen ,elends mich befinde4 ,alles was ich die ,jahre vorher klar und bestimmt sah1 das ist jetzt dunkel1 konfuse1 zweideutig geworden4 ,aber ich wei auch so bestimmt als ich hier vor ,ihnen stehe1 da alle diese dunklen ,wolken sich zerstreuen werden1 so bald die innere ,ruhe1 die ,ruhe des ,denkens wieder in mich zurckgekehrt sein wird4 ,klar wie der ,tag sehe ich die ,zeit vor mir1 in der meine ,ideale wieder in ihrem alten ,glanz leuchten und wrmen werden48 ,so sind ,sie entschlossen1 diesen ,ihren ,weg weiter fort zu gehen88 ,es lag ber seinem ,sprechen wie ein ,schleier1 der einen bestimmten ,affekt nicht durchblicken lie4 ,ohne berlegung erwiderte sie3 ,ja1 ich will es48 ,ihre ,augen leuchteten4 ,ihr ,atem ging schnell4 ,kerzengrade stand sie vor ihm1 so da sie grer aussah1 als sie in ,wirklichkeit war4 ,voll unverhohlener ,bewunderung blickte er sie an4 ,wie bewundere ich ,sie6 ,sie sind ,mnnern ein ,vorbild48 ,es war1 als ob er noch etwas sagen wollte1 aber der ,faden schien abgerissen4 ,einen ,moment schwiegen beide4 ,in der ,leere dieses ,schweigens saugten sich beider ,herzen aneinander4 ,aber das vermittelnde ,wort versagte1 der seelische ,kontakt zerfiel4 ,ich bin nur fr wenige ,stunden in ,utrecht4 ,es wird ,zeit1 da ich mich empfehle48 ,er erhob sich1 um ,abschied zu nehmen4 ,die junge ,frau berkam es in diesem ,augenblick wie eine unbeschreibliche ,angst4 ,ihr war es1 als ob sie etwas fr ewig und unwiderbringlich verlre1 wenn sie ihn jetzt so gehen liee4 ,sie wute kaum1 was sie tat4 ,fast flehend trat sie vor ihn3 ,o1 bleiben ,sie doch noch1 nur ein paar ,minuten6 ,diese ,zeit1 in der ich jetzt mit ihnen geredet habe1 ist die einzige frohe ,viertelstunde1 die ich geno1 seit ich die ,schwelle dieses ,hauses berschritten habe4 ,o1 wenn ,sie wten1 was das heit1 als eine ,verfehmte leben4 ,wenn ,sie wten1 was das heit1 wenn man das ,tageslicht meiden mu1 weil man in aller ,augen immer nur die ,anklage liest4 ,aber das ist die ,brutalitt unserer ,nchsten4 ber ein schwaches ,weib fllt alles erbarmungslos her4 ,sie ist ja dazu geboren1 in der ,deichsel zusammen zu brechen1 und wehe ihr1 wenn sie eigenmchtig an ihrem ,schicksal modelt4 ,wenn der ,mann1 hheren ,idealen folgend1 sein ,weib verlt1 so wird er bewundert und womglich der ,lwe der ,gesellschaft4 ,ein armseliges ,weib1 das nichts will1 als in ,ruhe leben1 wird nach ,indianer-,manier langsam zu ,tode geqult4 ,o1 mein ,gott1 mein ,gott6 ,was habe ich in dieser ,zeit gelitten68 ,ihre ,lippen zuckten1 und sie schlug die ,hnde vor's ,gesicht1 um die ,trnen zu verbergen1 die langsam ihre ,augen fllten4 ,savade stand wortlos4 ,er fhlte unendliches ,mitleid und unendliche ,liebe4 ,ihm war1 als ob dieses ,menschenwesen vor ihm geschaffen sei1 ihm1 gerade ihm die ,noblesse ihrer ,gedanken1 die ,eigenart ihres ,empfindens zu enthllen4 ,ihm war1 als ob er1 nur er allein der ,strahl sei1 dem diese ,blume sich ffnen knne4 ,er nherte sein ,gesicht dicht dem ihrigen4 ,o1 weinen ,sie nicht18 bat er leise und zrtlich4 ,o bitte1 weinen ,sie nicht4 ,es zerreit das ,herz1 jemanden leiden zu sehen1 den man so liebt1 wie ich ,sie liebe4 ,es wrde mir ,seligkeit sein1 ,sie zu schtzen1 ,sie mit aller der ,sorgfalt zu umgeben1 die ,ihre ,natur erfordert4 ,haben ,sie genug ,vertrauen zu mir1 um sich meiner ,fhrung fr ,ihr knftiges ,leben anzuvertrauen8 -- ,geliebte68 ,er versuchte sanft1 ihre ,hnde vom ,gesicht herabzuziehen4 ,da lag sie an seiner ,brust1 leise weinend wie ein gengstigtes ,kind am ,halse der ,mutter4 ,er streichelte ihr das ,haar und flsterte zrtliche ,koseworte4 ,was war nur aus der eigenwilligen ,frau ,lamondt geworden4 ,pltzlich bog sie sich zurck und sah ihn an4 ,denkst ,du auch an ,lamondt88 ,ja1 ich denke an ihn1 ,helene4 ,unsere ,ehe baut sich auf den ,trmmern seines ,glckes auf4 ,so wollen wir jetzt den heiligen ,schwur tun1 unsere ,ehe und unser ,leben so zu fhren1 da wir in ,zeiten der ,trbsal und in ,zeiten der ,freude ruhigen ,gewissens an ,lamondt und sein vom ,schicksal zerstrtes ,glck denken knnen48 ,stolz1 selig blickte sie zu ihm hoch4 ,o1 wie viel ,glck doch in einem ,augenblicke leben kann18 sagte sie leise4 ,und wie viel ,unglck4 ,wir1 ,helene1 drfen selbst an einem ,tage wie dem heutigen das nicht vergessen48 ,sie nickte4 ,aber jetzt meine ,mutter48 ,hastig schritt sie zur ,klingel1 dem auf das ,gelute hin erscheinenden ,mdchen trug sie auf1 ,frau van ,hoeven in den ,salon zu bitten4 ,schon nach wenigen ,minuten erschien die alte ,dame4 ,helene warf sich strmisch an ihre ,brust4 ,aber ,helene1 was ist denn88 fragte die ,mutter4 ,sie war keine ,freundin bertriebener ,gefhlsuerungen4 ,in ihr war noch das javanische ,blut lebendig1 und die erste ,vorschrift javanischer ,etikette ist strenge ,frmlichkeit4 ,o ,mutter1 von heut ab beginnt mein wahres ,lebensglck4 ,wir bitten um ,deinen ,segen48 ,die ,alte stand ratlos4 ,da trat ,savade vor und begann3 ,gndige ,frau1 ich habe um die ,hand ,ihrer ,tochter angehalten und soeben das ,ja-,wort bekommen4 ,helene und ich bitten um ,ihren ,segen48 ,mein ,herr18 begann ,frau van ,hoeven1 ich bin zu berrascht1 um etwas ,schickliches vorbringen zu knnen4 ,die bisherige ,handlungsweise meiner ,tochter kann ich nicht billigen2 die augenblickliche verstehe ich noch nicht recht4 ,aber ich wei1 da sie das ,beste will und ich sehe1 da ,sie ein ,ehrenmann sind4 ,so gebe ich denn ,euch beiden so viel ,segen1 wie eine ,mutter nur geben kann48 ,sie kte ,helene zrtlich4 ,savade trat hinzu und kte ehrfurchtsvoll ihre ,hand4 ,in diesem ,moment trat die kleine ,dora ein4 ,scheu blieb sie an der ,tr stehen4 ,komm1 ,dora1 komm mein ,kind18 rief ihr die ,mutter zu4 ,ich will ,dir etwas erzhlen48 ,sie kte die ,kleine heftig und fhrte sie zu ,savade4 ,dieses ist ,herr ,savade4 ,gib ihm einen ,ku1 mein ,kind48 ,weshalb denn1 ,mama88 ,weil ich ,dich darum bitte1 mein ,kind48 ,die ,kleine zgerte immer noch4 ,da beugte sich die ,mutter tief ber sie1 da ihr das ,blut in die ,wangen stieg1 und flsterte ihr etwas in's ,ohr4 ,trotzig wandte sich das ,kind ab4 ,ich habe meinen ,papa4 ,ich will keinen anderen ,papa48 ,aber ,dora68 rief ,frau ,lamondt etwas heftig4 ,la das ,kind1 ,helene18 fiel ,savade ein4 ,wir werden spter gute ,freunde werden48 ,am ,abend reiste er ab4 ,in schmerzhafter ,seligkeit hing ,helene an seinem ,hals4 ,wie dunkel wird es jetzt wieder werden48 ,aber ,helene1 mein braver ,philosoph48 ,du hast ,recht4 ,wir haben ,licht in uns4 berdies leuchtet ja jetzt ein ,licht vor mir heller wie die ,sonne48 ,er drckte sie zrtlich an sich4 ,helene fhlte eine ,seligkeit1 von deren ,existenz sie bisher nichts geahnt hatte4 99 99 99 99 99 ,schon nach wenigen ,tagen schrieb ,savade folgenden ,brief an ,lamondt3 ,mein guter ,lamondt1 liebster ,freund6 ,es hat sich etwas ereignet1 von dem ich wohl mchte1 da ,du es von niemand anderem eher hrst als von mir4 ,nachdem ich so angefangen habe1 ist es mir unmglich1 weitere ,vorreden und ,umschweife zu machen4 ,ich mu es ,dir direkt sagen3 ,am ,xten dieses ,monats habe ich mich mit ,helene verlobt1 und wenn ,du diese ,zeilen erhltst1 so sind wir vielleicht schon ,mann und ,weib4 ,wir sind bereingekommen1 jene geistigen ,ziele1 die doch das ,hchste sind1 dem der ,mensch hienieden leben kann1 gemeinschaftlich zu verfolgen4 ,ein ,gedanke ist mir frchterlich4 ,mir ist1 als ob ich unsere ,freundschaft beschmutze1 wenn ich darber rede4 ,mir ist aber auch1 als ob ich unsere ,freundschaft beschmutze1 wenn ich darber schweige4 ,lamondt1 ,du glaubst doch nicht1 da die ,scheidung ,deiner ,frau von ,dir etwas mit diesem ,ereignis zu tun hat6 ,o ,gott1 ich drcke mich so plump aus1 aber wie soll ich anders reden1 um deutlich zu sein4 ,ich hatte das ganze ,jahr nichts von ,helene gehrt4 ,unsere ,verlobung kam ganz berraschend4 ,das heit1 ich will ganz ehrlich sein4 ,schon lange war ich von den widerstreitendsten ,empfindungen gepeinigt worden4 ,ich fuhr nach ,utrecht1 ich wute selber nicht1 warum4 ,es htte wohl sein knnen1 da ich statt des ,ja-,wortes mit einem neuen ,schlips oder einem ,satz ,hemdknpfe nach ,hause zurckgekehrt wre4 ,so vllig unentschlossen war ich4 ,aber fllt mir eben ein1 hier mut ,du fragen3 ,mein lieber ,savade1 weshalb bist ,du denn berhaupt auf den ,gedanken gekommen1 nach ,utrecht zu reisen8 ,schlipse und ,hemdenknpfe konntest ,du auch in ,deinem ,krhwinkel kaufen4#8 -- ,weil ich in widerstreitenden ,empfindungen lebte4 -- ,und weshalb lebtest ,du in widerstreitenden ,empfindungen8#8 ,usw4 rckwrts4 -- ,lamondt1 so wahr ich dereinst hoffe1 ein ruhiges ,sterben zu haben1 diesen ,gedanken verfolge ich mit solcher ,grndlichkeit heute zum ersten ,mal4 ,und jetzt erst1 in diesem ,augenblick erkenne ich1 da der ,grund meiner ,liebe zu ,helenen vielleicht schon an jenem ,tage gelegt ist1 an dem ich ,euch in ,batavia besuchte4 ,ich sage vielleicht#82 denn ich kann es ,dir mit heiligstem ,eide beschwren3 ,ich wei es selber nicht4 ,ich wei nur1 da ich furchtbar erschrocken war1 als ich von ,helene die ,nachricht ihrer ,scheidung von ,dir erhielt4 ,aber man mu gerecht sein1 auch gegen sich selbst und nicht nur ,gefhle1 sondern auch ,tatsachen erzhlen4 ,so kann ich ,dir sagen1 da in dem ,briefwechsel jener ,jahre nicht ein ,wort1 nicht eine ,wendung sich befindet1 die nicht vor der strengsten ,kritik standhalten wrde4 ,aber geht mir selber auch jene ,gedanken-,unschuld ab1 so kann ich1 ,gott sei ,dank1 fr ,helene garantieren4 ,noch als ich sie sprach1 war sie fest entschlossen1 ihren ,weg allein zu wandern4 ,die ,entscheidung kam1 als ich schon sozusagen die ,tr in der ,hand hatte4 ,es war der reine ,zufall1 ,lamondt1 fr mich ein unerhrter ,glckszufall4 ,das wollte ich ,dir mitteilen4 ,lieber1 guter1 treuer ,lamondt1 was ist das ,leben doch fr ein elendes ,ding4 ,nicht einmal drei ,leute1 die alle drei das ,beste wollen1 knnen in reinem ,glck zusammen leben4 ,was mich am meisten schmerzt1 ist1 da ich ,dich nicht einmal trsten kann4 ,aber glaube mir1 ,lamondt1 auch in der ,hochflut meiner ,seligkeit vergesse ich nicht1 da das ,glck rollt4 ,dein treuer ,savade48 ,nach etwa neun ,wochen empfing ,savade hierauf eine ,antwort1 die an ihrem ,ort ,platz finden wird4 ,helenes und ,savades ,verlobungszeit war nur kurz4 ,schon etwa vier ,wochen nach der ,verlobung fand die ,hochzeit statt4 ,alles ward aufs einfachste und in der ,stille hergerichtet4 ,die ,trauung war auf die ,mittagszeit festgesetzt4 ,es waren nur noch wenige ,stunden bis dahin4 ,pltzlich sagte ,helene zu ,savade1 mit dem zusammen sie eben etwas anordnete3 ,ich habe ,dora so lange nicht gesehen4 ,wo mag sie nur stecken88 ,die eben eintretende ,mutter hatte gleichfalls nichts gesehen4 ,schnell sprang ,helene hinauf in das ,schlafzimmer4 ,das ,kind war auch dort nicht4 ,hut und ,mntelchen fehlten4 ,erst wurde das ganze ,haus und der ,garten durchsucht4 ,dann ging es auf die ,strae4 ,von dem ,kinde nirgends eine ,spur4 ,alles war sprachlos vor ,schreck4 ,die ,kleine hatte noch nie allein das ,haus verlassen4 ,savade allein behielt so viel ,besinnung1 da er die ,anordnungen treffen konnte1 wie sie in solchem ,fall zu treffen ntig sind4 ,wie ein gehetztes ,wild jagte ,helene in den ,straen hin und her4 ,nach etwa einer ,stunde kam sie matt zum ,umsinken nach ,hause4 ,vom ,kinde nichts gefunden4 ,der ,prediger wartete bereits4 ,dem ,wahnsinn nahe strmte sie wieder hinaus4 ,in einer ,strae kreuzte sie das ,bahngeleise4 ,pltzlich durchzuckte sie ein ,gedanke4 ,sie nahm einen ,wagen und fuhr zum ,bahnhof4 ,sie brauchte nicht lange zu suchen4 ,auen am ,gebude1 in einer ,ecke stand ihr ,kind1 weinend vor ,angst2 denn einige ,straenjungen standen vor ihr und versuchten ,spe mit ihr zu treiben4 ,sobald sie ihre ,mutter erblickte1 lief sie jubelnd auf dieselbe zu4 ,o ,mama6 ,da ist meine ,mama68 ,helene erwiderte keinen ,ton4 ,fest ergriff sie die ,hand des ,kindes und stieg mit ihr in den ,wagen4 ,auch hier sprach sie kein ,wort1 sondern starrte nur gerade vor sich hin4 ,das ,kind kauerte ngstlich in einer ,ecke4 ,zu ,hause angelangt1 begab sie sich mit der ,kleinen in ihr ,schlafzimmer4 ,erst nachdem sie ihr und sich selber die ,sachen abgenommen hatte1 begann sie in mglichst ruhigem und sanftem ,ton3 ,mein ,kind1 was wolltest ,du da am ,bahnhof88 ,einen ,augenblick zgerte die ,kleine1 dann sagte sie trotzig3 ,ich wollte zu ,papa fahren48 ,dora1 hast ,du mich denn gar nicht mehr lieb8 ,weit ,du denn nicht1 wie lieb ,dich ,deine ,mutter hat8 ,willst ,du ,deine ,mutter tten vor ,kummer88 ,das ,kind begann zu weinen4 ,du hast auch gesagt1 da wir ,gromama besuchen und dann zu ,papa zurckfahren4 ,das ist aber nicht wahr48 ,ein andermal wre ,helene von diesem ,vorwurf des ,kindes vielleicht getroffen worden4 ,heute gengte dieser ,tropfen1 um den ,becher zum berlaufen zu bringen4 ,heftig schlug sie das ,kind auf den ,mund4 ,so bestraft man ,kinder1 die einen ungezogenen ,mund haben48 ,die ,kleine stand wie erstarrt4 ,es war der erste ,schlag1 den sie in ihrem ,leben erhalten hatte4 ,sie wollte schreien1 aber die ,stimme blieb ihr in der ,kehle stecken4 ,die ,augen erweiterten sich unnatrlich4 ,die ,finger begannen zu zucken1 und pltzlich lag sie auf dem ,boden in den schrecklichsten ,krmpfen4 ,helene kreischte laut auf4 ,savade1 der soeben auch von der ,suche zurckgekehrt war1 und ,frau van ,hoeven strzten herein4 ,savade jagte sofort zum ,arzt4 ,der kam4 ,kinderkrmpfe8 meinte er4 ,sie wird sich den ,magen berladen haben4 ,vielleicht zu viel ,kuchen88 ,man gab ihm die ntigen ,anhaltspunkte4 ,so1 so6 ,so liegt es48 ,sein ,gesicht wurde ernster4 ,er lie das ,ntige aus der ,apotheke holen4 ,ich mu ,sie freilich darauf aufmerksam machen1 da jeder derartige ,krampfanfall eine ,lebensgefahr an sich ist1 ganz abgesehen davon1 da ,gehirnentzndung nachfolgen kann48 ,geisterbleich starrte ,helene den ,sprecher an4 ,savade htte ihn am liebsten fr seine trostreichen ,worte geohrfeigt4 ,die ,hallunken68 dachte er4 ,nur um sich sicher zu stellen und um ihr ,verdienst um so hher zu heben1 lassen sie die ,angehrigen den ,tod ihrer ,lieben dreimal kosten48 ,bald nach ,anwendung der ,mittel trat ,ruhe ein1 so da der ,arzt sich entfernen konnte4 ,aber wohl eine ,stunde noch kniete ,helene am ,bettchen des ,kindes unbekmmert um die ,hochzeit und den wartenden ,prediger4 ,da endlich trat ruhiger ,schlaf ein4 ,sie ging hinunter1 um sich festlich anzukleiden4 ,savade raunte ihr zu3 ,ist es nicht besser1 bis morgen zu verschieben8 ,gste sind ja nicht da48 ,nein68 erwiderte sie rauh4 ,das ist mein ,hochzeitstag48 ,unser ,hochzeitstag1 ,helene48 ,sie fiel ihm weinend um den ,hals4 ,er fuhr fort3 ,wie sollen wir rein werden1 wenn wir nicht gelutert werden4 ,jedes ,ding1 mag es noch so bse sein1 knnen wir doch immer so auffangen1 da es zum ,vorteil fr uns ausschlgt4 ,auf das ,auffangen kommt es an1 ,helene1 auf das ,auffangen4 ,ich frchte1 ,du hast den ,streich nicht mit geradem ,denken aufgefangen48 ,sein ,ton war fast scherzhaft geworden4 ,durch ,trnen lchelnd sah sie hoch4 ,der innere ,friede war wieder hergestellt4 99 99 99 99 99 ,unmittelbar nach der ,hochzeit begab sich die junge ,familie nach ihrem neuen ,wohnort ,k41 jenem ,kstenstdtchen1 in welchem ,savade stationiert war4 ,hier begann nun fr ,helene eine ,zeit jener bewuten ,glckseligkeit1 deren ,wert nur der bemessen kann1 der selber um sie geworben hat4 ,denn diese ,art der ,glckseligkeit mu durch ,denken erworben werden4 ,das einzige1 was einen ,schatten auf die ,sonne ihres ,glckes warf1 war das ,verhltnis zu ihrem ,tchterchen4 ,seit jenem ,tage war das ,kind ein anderes geworden4 ,zu ihrem namenlosen ,schmerz merkte ,helene1 da sie jenes rckhaltlose ,vertrauen ihres ,kindes1 jenes ,vertrauen1 ohne welches vollkommene ,liebe nicht denkbar ist1 verloren habe4 ,dieses ,bewutsein erfllte sie immer wieder mit brennender ,qual4 ,das verlorene ,terrain mute wiedergewonnen werden4 ,sie begann um die ,liebe ihres ,kindes zu buhlen4 ,sie machte dasselbe dadurch freilich nur trotziger und unzugnglicher4 ,aber sie ertrug alle ,rcksichtslosigkeiten mit ,engelsgeduld4 ,ihr ,mann sagte fter3 ,du wirst das ,kind ganz verziehen48 ,aber sie lchelte nur4 ,etwa sechs ,wochen nach ihrer ,hochzeit traf ,lamondts ,antwort an ,savade ein4 ,dieselbe lautete3 ,mein lieber ,freund6 ,ich will nur gleich vorausschicken1 da die ,heirat an unserer ,freundschaft sicherlich nichts ndern soll1 soweit es an mir liegt4 ,du hast das ,recht1 ,dir ,deine ,frau nach ,belieben zu suchen4 ,da ,du gerade die gefat hast1 die sich von mir hat scheiden lassen1 dafr knnen wir beide nichts4 ,so viel davon4 ,savade1 wenn ,du mir geschrieben httest1 da in ,holland der ,himmel eingestrzt sei1 und die heruntergefallenen ,engel liefen in den ,straen umher und bettelten um ,brot1 so wrde ich nicht so erstaunt gewesen sein als ber die ,heirat dieser ,frau4 ,also das waren die hohen ,ideale1 die sie von meiner ,seite und aus meiner ,huslichkeit trieben4 ,darum mute mein kleines ,paradies zertreten werden4 ,einen anderen ,mann wollte sie haben4 ,freilich1 jetzt verstehe ich1 warum es durchaus ohne mich sein mute4 ,mir ist als ob all meine ,gutmtigkeit1 meine ,geduld1 meine ,menschenliebe fr immer dahin sind4 ,ich erschrecke vor mir selber und hasse die ,frau1 die das in mir zustande gebracht hat4 ,ich wei1 ich speie ,gift auf ,dich1 wenn ich ,gift auf diese ,frau speie4 ,aber soll ich ewig als der gutmtige ,schwchling dahinschleichen1 der sich geehrt fhlt1 wenn andere ber seinen ,rcken hinschreiten6 ,nein6 ,wie ich ist noch kein ,mann beleidigt worden4 ,savade6 wenn einer ,liebe gebt hat1 ich war's4 ,o ,gott im ,himmel6 mein ,herzblut htt' ich jederzeit fr diese ,frau hingegeben und htte nichts ,groes daraus gemacht4 ,und das alles wird leichtsinniger1 nein ruchloser ,weise mit ,fen getreten4 ,und ich ,narr lasse mich von ihren hochtrabenden ,phrasen betren4 ,aber es ist ja alles so klar und einfach3 ,sie ging von mir weg1 weil sie ,dich wollte4 ,sie kam nach ,holland1 um ,jagd auf ,dich zu machen4 ,hier spannte sie ihr ,netz auf und wartete ,monat fr ,monat1 bis ,du ,dich darin fangen wrdest4 ,du schreibst3 ,fr ,h4 kann ich garantieren4 ,noch als ich mit ihr sprach1 war sie fest entschlossen1 ihren ,weg allein zu gehen4#8 ,guter ,savade1 es kommt mir pltzlich vor1 als ob ich der ,alte1 ,gewiegte bin und ,du der verliebte ,jngling4 ,als ,du ins ,haus tratest1 war ,dein ,schicksal schon besiegelt4 ,glaub' mir1 sie war entschlossen1 ,dich nur als ,brutigam wieder hinauszulassen4 ,savade1 da diese ,frau meine ,einfalt beherrschte1 das verstehe ich1 aber da sie meine natrlichen ,instinkte1 meine ,vaterliebe so ganz betuben konnte1 das verstehe ich heute nicht mehr4 ,ich verstehe nicht mehr1 wie es mglich war1 da ich mich dazu entschlieen konnte1 dieser ,frau in rechtskrftiger ,form mein ,kind fr immer zu berlassen4 ,das kommt mir heute vor wie das ,machwerk schwarzer ,zauberei4 ,ach1 wenn ,du die ,trnen kenntest1 die ich zwischen meinen toten ,wnden verweint habe6 ,und ich sagte mir immer3 ,es ist mein ,schicksal4 ,ich soll ein einsamer ,mann sein4 -- ,aber weshalb denn8 ,weshalb denn1 frag' ich6 ,wenn mein ,weib sich einen anderen ,mann nimmt1 weshalb soll ich denn auch noch die ,zeche bezahlen8 ,verzeih mir1 da ich so rede4 ,ich htte noch warten mssen1 ehe ich antworte4 ,aber das konnte ich nicht wegen des ,kindes1 und zur ,zeit ist es mir unmglich1 anders zu schreiben4 ,um also zum ,schlu zu kommen3 ,dein ,gerechtigkeitssinn wird ,dir auch sagen1 da das ,kind mir gehrt2 denn nicht ich bin schuld an der ,lsung unserer ,ehe4 ,so bitte ich ,dich herzlich1 dahin zu wirken1 da alles in ,gte abgetan wird4 ,ich kann auf mein ,kind in keinem ,fall verzichten1 und ich wrde alle ,mittel anwenden1 es wieder in meinen ,besitz zu bringen1 falls es mir verweigert wird4 ,in alter ,freundschaft ,dein ,lamondt48 ,als ,savade diesen ,brief fertig gelesen hatte1 blieb er lange sinnend sitzen4 ,er hatte ein unbehagliches ,gefhl4 ,unwillkrlich lie er jenen ,tag in ,utrecht1 an dem er sich mit ,helene verlobt hatte1 an seinem ,geist vorberziehen4 ,mit peinlicher ,genauigkeit suchte er sich jedes einzelne ,moment wieder ins ,leben zu rufen4 ,schlielich schttelte er energisch den ,kopf wie einer1 der etwas von sich abschtteln will und begab sich in das ,zimmer seiner ,frau4 ,soeben ist ein ,brief von ,lamondt angekommen8 begann er4 ,was schreibt er denn88 fragte ,helene lebhaft4 ,sie erwartete als selbstverstndlich1 da ihr ,mann ihr den ,brief zum ,lesen geben wrde4 ,aber er las ihr nur den ,abschnitt vor1 der sich auf das ,kind bezog4 ,helene antwortete1 als er fertig war1 keinen ,ton1 sondern sah ,savade nur mit ihren klaren ,augen an4 ,er fhlte1 sie wartete auf den ,brief4 ,er fhlte1 was auf dem ,spiel stand4 ,aber der ,pfeil1 den ,lamondt abgeschossen1 war haften geblieben4 ,sein ,herz war nicht rein genug1 um seinem ,weibe sagen zu knnen3 ,hier ist der ,brief4 ,ich glaube an ,dich48 ,etwas zgernd begann er3 ,wie denkst ,du darber88 ,sie antwortete immer noch nicht4 ,ich denke1 da ,lamondt in seiner ,einsamkeit einiges ,anrecht auf das ,kind hat8 fuhr er unsicher fort4 ,meinst ,du8 ,nun1 so sage ich ,dir1 da das ,kind meine ,zukunft ist2 da an ihm mein ,alles hngt4 ,das ,kind bin ich4 ,das ,kind hingeben1 ist eben so gut1 als mich selber wieder ,lamondt hingeben48 ,sie hatte in vlliger ,ruhe begonnen4 ,beim ,sprechen wurde sie lebhafter4 ,lamondt hat aus freiem ,willen1 nach reiflicher berlegung mir das ,kind zusprechen lassen4 ,weshalb8 -- ,weil er einsah1 da ein ,kind nher zur ,mutter gehrt als zum ,vater4 ,nur ,mtter1 die sich etwas haben zu schulden kommen lassen1 mssen ihre ,kinder fahren lassen4 ,aber ,lamondt wute1 da ich makellos gelebt habe und makellos leben werde4 ,darum lie er mir das ,kind4 ,ist er jetzt anderer ,ansicht geworden1 so mu ich mich dagegen wehren48 ,es lag etwas wie ,erhabenheit ber ihr1 als sie dieses sprach4 ,savade fhlte sich beschmt4 ,wieder drngte es ihn1 den ,brief zu geben1 aber er hatte die ,kraft nicht4 ,so werden wir einen ,proze haben81 sagte er4 ,nun gut1 so werden wir einen ,proze haben4 ,es gibt schlimmere ,dinge als einen ,proze48 ,so werde ich ,lamondt in diesem ,sinne antworten48 ,einen ,augenblick noch standen sie sich stumm gegenber1 dann wandte sich ,savade langsam und ging in sein ,arbeitszimmer zurck4 ,traurig blickte ihm ,helene nach4 ,jene bewute ,glckseligkeit ihrer ,ehe hatte mit diesem ,tag ihr ,ende erreicht4 99 99 99 99 99 ,der ,proze zog sich fast ein ,jahr hin4 ,es war eine bse ,zeit fr die beiden4 ,helene reiste oft nach ,utrecht1 um ihre ,sache mit dem ,rechtsanwalt persnlich zu besprechen4 ,oft blieb sie tagelang dort1 und ,savade hauste allein4 ,das ,ergebnis war schlielich dieses1 da das ,kind ,lamondt zugesprochen wurde4 ,savade erwartete sein ,weib in ,verzweiflung zu sehen4 ,aber nichts von dem4 ,sie schien vllig gefat4 ,ich bin von der ,gerechtigkeit meiner ,sache so ganz berzeugt1 da ich wei1 ich mu ,recht behalten48 ,sie war entschlossen1 weiter zu prozessieren4 ,dem ,kinde widmete sie sich nach wie vor mit aller denkbaren ,liebe und ,sorgfalt4 ,sie wute1 da ,lamondt1 der telegraphisch von seinem ,rechtsanwalt benachrichtigt war1 sofort eine ,vertrauensperson abgeschickt hatte1 die das ,kind abholen sollte4 ,die ,zeit des ,eintreffens derselben war bis auf wenige ,tage herangerckt1 da begann ,helene eines ,abends beim ,schlafengehen3 ,mchtest ,du wohl ,deinen ,papa in ,java wieder besuchen1 mein ,liebling88 ,strmisch warf sich das ,kind der ,mutter an die ,brust4 ,wirklich1 ,mama1 darf ich88 ,ja1 mein ,kind4 bermorgen wird jemand kommen1 der ,dich hinbringt48 ,o nein1 ,mama1 ,du mut mitkommen2 ach bitte1 bitte1 gute ,mama68 ,sie begann zu schmeicheln mit jener ,herzlichkeit1 die ,frau ,savade so lange vermit hatte und deren ,duft sie jetzt einsog wie der ,durstende die ,luft1 aus der er das ,wasser in der ,ferne wittert4 ,ich kann nicht1 mein ,kind18 sagte sie leise4 ,aber warum denn nicht1 ,mama8 ,es war doch so schn in ,java48 ,sie hngte sich der ,mutter schmeichelnd um den ,hals4 ,die sah vor sich nieder4 ,wieder kam wie etwas ,kaltes1 ,unheimliches diese ,frage3 ,gehe ich den richtigen ,weg88 ,ja1 sie ertappte sich sogar bei dem ,gedanken3 ,wie bequem und ruhig htte ich mein ,leben an ,lamondts ,seite fhren knnen48 ,aber mit einem ,schlag wurde dieser ,gedanke verjagt wie der ,hund1 der aus der ,kammer des ,nachbarn ein ,stck ,fleisch holen will4 ,sie bettete das ,kind und erzhlte noch lange mit ihm von ,java1 den schnen ,bumen1 den sen ,frchten1 den bunten ,vgeln4 ,weit ,du1 ,mama1 ich bin so neugierig1 was ,papchen macht4 ,ob ,papa ihm wohl alle ,tage ,dora#8 vorgesprochen hat88 ,ich wei nicht1 mein ,kind48 ,o1 ich glaube sicher1 ,papa hat es getan4 ,papa ist ja so gut48 ,aber jetzt schlaf' nur1 mein ,kind4 ,es ist ,zeit48 ,der ,tag des ,abschieds kam4 ,helene hatte es sich nicht nehmen lassen1 das ,kind bis nach ,antwerpen zu begleiten1 um es selber auf dem ,schiffe unterbringen zu knnen4 ,auf der ,fahrt gab sie der alten ,dame1 die ,lamondt geschickt hatte1 noch eine ,menge ,ratschlge und ,anweisungen bezglich der ,lebensart der ,kleinen4 ,man merkte ihr eine auergewhnliche ,erregung nicht an4 ,jetzt kamen die letzten ,stunden4 ,die ,kleine zerflo in ,trnen4 ,immer wieder warf sie sich ihrer ,mutter um den ,hals4 ,immer wieder schmeichelte sie3 ,komm' doch mit1 ,mama68 ,ihr ,kinderherz ahnte schon das ,trennungsweh4 ,auch ,helene weinte still4 ,aber ihr ,gesicht war durch die ,trnen hindurch wie von einer inneren ,heiterkeit verklrt4 ,ihr war wie einer1 die auf dunkler1 sturmumtoster ,klippe steht und fern in ein ,tal voll ,friede und ,abendsonne blickt4 -- ,ihr ,kind6 ,ihr war bei dem ,namen1 als ob sie einen groen ,glanz vor sich she1 von dem nach allen ,seiten leuchtende ,strahlen ausgingen4 ,das war doch der ,kern ihrer ,welt4 ,hier lag die ,lsung ihres ,lebensproblems4 ,jetzt gab sie ihr ,kleinod dahin1 aber einst sollte der ,tag kommen1 an dem das ,kind sich freiwillig entscheiden wrde1 bei ihr1 der ,mutter1 zu bleiben4 99 99 99 99 99 ,mit ,doras ,abreise schien auch ,helenens ,ruhe dahin zu sein4 ,sie war bestndig in gereizter oder gedrckter ,stimmung4 ,und das steigerte sich1 je weiter dieser zweite ,proze vorrckte1 der sich vor der obersten ,instanz des ,landes abspielte4 ,jene wunderbare ,seelengemeinschaft1 in der sie mit ihrem ,manne in den ersten ,wochen ihrer ,ehe gelebt hatte1 war ganz dahin4 ,jenes ,hochsteigen aus dem ,dunst der ,alltglichkeit1 jenes ,weilen hoch oben in erhabenen ,regionen1 jene unvergleichliche ,wonne des gemeinsamen ,genieens solcher erhabenen ,augenblicke -- das alles war dahin1 sei es1 da ,lamondt's ,brief immer noch wirkte1 sei es1 da die ,wirken des ,prozesses alles geistige ,leben zerstrten4 ,hinzu kam1 da bei diesem ,proze eine ,hauptrolle die ,frage spielte1 ob ,helene durch die ,bekanntschaft mit ,savade bewogen worden sei1 ihre ,ehe mit ,lamondt zu lsen4 ,es war ihr frchterlich1 sich hierber ,fremden gegenber uern zu mssen4 ,sogar ihr ,briefwechsel mit ,savade wurde einer ,durchsicht unterzogen4 ,helene unterwarf sich allem aus ,liebe zu dem ,kinde und im ,bewutsein ihrer ,unschuld4 ,aber jene hohen1 idealen ,gedanken erschienen ihr dadurch beschmutzt1 von den ,fingern anderer ,leute begriffen4 ,so vermied sie es jetzt1 sich mit ihrem ,manne auf solche ,gegenstnde einzulassen4 ,sie war wie jene noblen ,tiere1 die zu ihrer ,beute nicht mehr zurckkehren1 wenn sie merken1 da niederes ,wild daran genagt hat4 ,nun ist keine ,qual der ,welt ganz gro1 so lange der ,mensch schlafen kann4 ,aber dieser hchste ,trost eines gequlten ,herzens ging ,helenen jetzt auch verloren4 ,nchte lang wlzte sie sich ruhelos auf ihrem ,lager und entschlummerte sie endlich1 so warteten gleich ,wegelagerern schwere ,trume auf sie1 um sie zu ngstigen4 ,eines ,nachts trumte sie1 da sie in ihrem ,haus in ,batavia wre4 ,lamondt1 als ,blindekuh verkleidet1 tappte auf dem ,rasen umher4 ,sie selber und ,savade standen sich umschlungen haltend vor ihm1 lachten ber ihn und kten sich4 ,das ist nicht wahr68 schrie sie laut im ,schlaf1 so laut1 da sie selber davon erwachte4 ,sie hrte noch das wahr81 wie von einer fremden ,stimme ihr zugeschrien4 ,auch ihr ,mann erwachte davon4 ,was ist denn1 ,helene88 fragte er erschrocken4 ,o1 ich habe nur getrumt48 ,mit ,deinen ,trumen1 das ist ja frmlich krankhaft geworden48 ,er hatte einen anstrengenden ,tag gehabt und sich nicht ganz wohl zu ,bett gelegt4 ,bei dem ,schrei seiner ,frau war er mit einem ,nervenschreck aufgewacht4 ,etwas ungeduldig fuhr er fort3 ,ich verstehe nicht1 wie ,du so wenig geistige ,hilfsquellen in ,dir selber findest1 da ,du in allen diesen ,situationen nicht besser ,herr ,deiner selbst bleibst48 ,o1 ein wundervoller ,trost68 ,ein ,weilchen lag sie regungslos1 dann richtete sie sich im ,bett auf1 da ihr die ,haare ins ,gesicht flogen4 ,mein ,gott im ,himmel1 was fr ein ,leben6 ,wer erbarmt sich6 ,ist denn dieses ,leben berhaupt noch einen ,tag zu ertragen68 ,sie griff sich mit der ,faust in die ,haare und begann leise zu sthnen4 ,in der ,dunkelheit konnte man sie fr eine ,schwerkranke halten4 ,savade wartete ein ,weilchen1 dann begann er wieder3 ,helene1 mein ,ton mag vielleicht nicht der richtige gewesen sein1 aber ich frage ,dich noch mal3 ,was haben ,leute wie wir1 die ihr ,leben mit ,bewutsein zu leben versuchen1 fr ,trost8 ,die anderen helfen sich mit ,selbsttuschungen von ,tag zu ,tag hin4 ,was bleibt uns aber anderes1 als die ,dinge mit ruhigem ,mut anzuschauen und in verstndigem ,sichfgen ,trost zu finden88 ,o gewi1 gewi6 ,das sind schne ,worte1 aber sie gelten nur bis zu einer gewissen ,grenze des ,unglcks4 ,wird diese berschritten1 so ist nichts mehr mit ,denken einzuhemmen4 ,ich wenigstens kann es nicht4 ,denn es kommt alles darauf an1 wie das ,leiden aufgefangen wird48 ,sie benutzte dieselben ,worte1 mit denen er sie am ,hochzeitstage getrstet hatte4 ,wenn ,du wtest1 wie mein ,herz jeden leisesten ,stich auffngt4 ,o1 ich bin wie -- nun gut6 nun gut6 ,da giebt es freilich andere ,leute1 ,leute wie diesern ,herrn ,lamondt4 ,die essen gut und schlafen gut und lassen ,gott einen guten ,mann sein4 ,auerdem sind sie noch tadellose ,familienvter und vollkommene ,ehrenmnner2 freilich so lange alles gut geht4 ,wenn aber die ,zeiten der ,trbsal kommen1 was tut dieser wackere ,lamondt8 -- ,er schiet mit vergifteten ,pfeilen wie die ,wilden in ,sumatra4 ,er fragt sich nicht3 ,ist es gerecht1 so zu handeln8 ,sind meine ,anklagen wahr8#8 ,nein6 ,wie ein ,barbar vergiftet er ein ,familienglck1 weil er es nicht mit genieen kann4 ,ach1 httest ,du doch den ,brief gegeben4 ,alles ist dahin1 zerknickt1 zertreten1 seit diesem ,brief4 ,sechs ,wochen nur sind wir ,mann und ,weib gewesen4 ,ach1 als ,du damals aus meinem ,zimmer gingst -- mein ,herz blutet seit diesem ,tage4 ,freilich ,lamondt ist und bleibt ein ,ehrenmann1 aber ,schmach und ,schande auf sein ,weib4 ,o1 es ist eine wunderbare ,gerechtigkeit in der ,welt48 ,jetzt freilich macht jeder ein ernsthaftes ,gesicht3 ,bedenken ,sie1 da ,sie vor ,gott dem ,allmchtigen und ,allwissenden reden4 ,hat die ,bekanntschaft mit ,herrn ,savade nicht doch auf die ,scheidung von ,herrn ,lamondt einen ,einflu gebt88 ,sie ffte den ,richterton nach4 ,als ich aber damals mit ,lamondt vor den ,altar trat1 da sagte niemand zu mir3 ,bedenke1 da ,du vor ,gott dem ,allmchtigen stehst4 ,bist ,du dir klar darber1 da dieser ,lamondt der rechte fr ,dich ist8#8 ,und wenn man mich gefragt htte1 ich htte sagen mssen3 ,ich wei es nicht4#8 ,denn ich war ja ein ,kind4 ,und als ich verstndig wurde1 und mein ,verstand seine ,forderungen stellte1 da gab mir ,lamondt ,steine statt ,brot4 ,um dem geistigen ,hungertode zu entgehen1 ging ich davon48 ,sie schwieg erschpft4 ,die letzten ,stze hatte sie vor bermiger ,erregung fast schreiend hinausgestoen4 ,helene18 begann jetzt ihr ,mann und griff sacht mit seiner ,hand nach ihrem ,bett hinber1 um ihre ,hand zu suchen1 hr' mich jetzt an4 ,ich bin schuldig1 ich wei es und bin bereit1 meine ,schuld gut zu machen48 ,hastig fiel sie ein3 ,o1 la jetzt nur1 la nur6 ,jetzt hat nur eines fr mich ,wert3 ,wie ich vor meinem ,kinde bestehen werde48 ,verletzt schwieg ,savade still4 ,so verdarb sich ,helene abermals ihr ,lebensglck4 99 99 99 99 99 ,einige ,zeit nach diesem ,vorfall besuchte eine berhmte deutsche ,kapelle auf ihrem ,wege nach ,ostende auch ,utrecht und gab hier ein ,konzert4 ,die beiden waren in ,sachen des ,prozesses gerade in der ,stadt und besuchten das ,konzert4 ,helene hatte seit ihrer bersiedelung nach ,java fast keine ,musik mehr gehrt und vorher nicht sehr viel4 ,die ersten ,nummern des ,programmes lieen sie kalt4 ,die letzte ,nummer des ersten ,teiles war ,beethovens ,es-dur-,konzert4 ,sie erwachte wie aus einem ,schlaf bei den gewaltigen ,schlgen1 mit denen dieses kolossalste aller ,konzerte einsetzt4 ,weit geffneten ,auges starrte sie auf ,orchester und ,solisten4 ,ihr ,staunen wuchs1 als jetzt das ,thema einsetzte1 ganz ,mark1 ganz unwiderstehlicher ,entschlu4 ,sie hatte das ,gefhl1 als ob hier etwas bermenschliches an den ,pfeilern der ,welt rttelte1 seine ungeheure ,kraft bis zum uersten anspannte in diesem vergeblichen ,kampf4 ,sie wurde mitgerissen wie in einem ,wirbelwind4 ,ihre ,augen glnzten4 ,sie atmete strmisch4 ,bei jenen gewaltsamen1 lang anhaltenden ,fortes spannte sie unwillkrlich die ,muskeln4 ,das waren die ,hhepunkte dieses ,titanenkampfes4 ,sie atmete erleichtert auf1 wenn sie aus dem ,tosen des ,unwetters in eine jener ,windstillen geriet1 die mit ihrer bezaubernden ,lieblichkeit das ,herz des ,hrers gefangen nehmen4 ,sie war fast ermattet1 als der erste ,satz beendet war1 als dieses gewaltige ,ich will8 in mchtigen1 geordneten ,schluakkorden sich gleichsam freiwillig zur ,ruhe begeben hatte4 ,und jetzt dieses himmlische ,adagio4 ,als ob die ,engel aus der ,hhe das ,heilig6 ,heilig6 riefen4 ,sie schlo die ,augen4 ,sie merkte gar nicht die ,trnen1 die langsam ber ihre ,wangen rollten4 ,ihr war1 als ob sie ihre ,krperlichkeit nicht mehr fhlte4 ,von einer inneren ,seligkeit wurde sie berwltigt1 gleichsam hochgehoben4 ,wie kann ,musik nur so rein sein8 dachte sie4 ,mu hier nicht jeder ,wunsch ersterben4 ,knnen solche gttliche ,harmonien nicht nur einem solchen entquellen1 der selber wunschlos ist1 der entsagt hat88 ,pltzlich durchzuckte es sie wie ein ,licht4 ,ist ,entsagen nicht vielleicht das ,hchste88 ,jetzt setzte resolut der dritte ,satz ein1 um sich schnell zu jener ,anmut und ,heiterkeit aufzuschwingen1 die nicht von dieser ,welt sind4 ,so mag wohl einer jauchzen18 dachte ,helene1 der allem ,wnschen entsagt hat48 ,wieder war ihr1 als ob sie sich gleichsam aus ihrer ,krperlichkeit hochhebe4 ,sie verharrte in einem ,zustand von ,verzckung1 bis sie mit den letzten ,schlgen des ,orchesters schwer aus ihrer ,sonnenhhe herabstrzte4 ,armer ,ikarus oder glcklicher ,ikarus8 ,hastig erhob sie sich4 ,wir wollen gehen18 sagte sie zu ihrem ,mann4 ,es ist ja erst der erste ,teil zu ,ende48 ,ich mu gehen48 ,der hatte die ,trnen im ,auge seines ,weibes gesehen4 ,er verstand4 ,zu ,hause angelangt1 sagte er pltzlich3 ,fast htte ich es wieder vergessen4 ,ich wollte es ,dir vor dem ,konzert schon geben4 ,ich habe heute ein ,buch bekommen1 das ,dich auch interessieren wird4 ,es geht freilich nach einer ganz anderen ,richtung als der1 die wir bisher verfolgt haben4 ,aber ich kann mir wohl denken1 da es imstande ist1 manche ,leere zu fllen und manch unruhiges ,herz ruhig zu machen4 ,es lehrt die ,seligkeit im ,entsagen finden48 ,helene hatte anfangs gleichgltig zugehrt4 ,bei dem ,wort ,entsagen8 merkte sie auf4 ,nie in ihrem ,leben hatte dieses ,wort1 dieser ,gedanke als etwas sie ,betreffendes ihren ,weg gekreuzt und heute stellte er sich ihr zweimal entgegen4 ,wie eigentmlich6 ,neugierig blickte sie auf das ,bchelchen1 das ihr ,mann ihr hinhielt4 ,der ,buddhismus8 las sie4 ,es kam ihr vor wie eine geheimnisvolle ,botschaft von einer ihr unbekannten ,seite her4 ,hier heit es umdenken18 fuhr ,savade fort4 ,von all den ,idealen1 in denen wir bisher gelebt haben1 bleibt hier auch nicht ein ,stein auf dem andern4 ,alles strzt hier4 ,aber es ist mein ,weg nicht48 ,damit gab er seiner ,frau das ,buch in die ,hand4 ,sie nahm es an sich1 fest entschlossen1 es durchzuarbeiten1 sobald die geeignete ,zeit sich dazu bte4 99 99 99 99 99 ,der ,proze hatte jetzt schon weit ins zweite ,jahr hinein gedauert4 ,endlich erfolgte das ,urteil4 ,der oberste ,gerichtshof stie die in erster ,instanz erzielte ,entscheidung um1 und ,helene kam endgltig in den ,besitz ihres ,tchterchens4 ,in der ,nacht nach diesem ,tage hatte sie zum ersten ,mal seit vielen ,monaten einen sanften ,schlaf4 ,savade hatte jetzt aufs neue ,gelegenheit1 sich ber sein ,weib zu wundern4 ,sie selber wollte nach ,java gehen und ihr ,kind holen4 ,aber sie schien sich gar nicht bereilen zu wollen4 ,sie msse erst ihre ,reisevorbereitungen treffen1 meinte sie4 ,so gingen volle zwei ,monate darber hin1 ehe sie sich in ,antwerpen einschiffte4 ,vor ihrer ,abreise teilte sie ihrem ,mann ihren ,entschlu mit1 das ,kind nicht mit ,gewalt von ,lamondt fortzureien1 sondern ihr den freien ,willen zu lassen1 ob sie mit ihrer ,mutter gehen wolle oder nicht4 ,wie brav1 ,helene1 wie brav68 rief ,savade und umarmte sie mit jugendlicher ,zrtlichkeit4 ,will's ,gott1 ,helene1 so haben wir ein frohes ,wiedersehen und alles wird gut48 ,ja1 will's ,gott68 ,unbegreiflicherweise hatte sich ihrer die feste ,idee bemchtigt1 ihr ,kind wrde1 reifer geworden1 freiwillig die ,seite der ,mutter whlen4 ,die ,fahrt um die spanische ,kste und im ,mittelmeer war strmisch4 ,sie hatte viel unter ,seekrankheit zu leiden4 ,es war im ,januar1 als sie diese ,reise antrat4 ,mit dem ,eintritt ins ,rote ,meer aber begann eine kstliche ,zeit4 ,die ,milde der ,luft1 die ,pracht der ,sonnenauf- und -untergnge entzckten immer wieder aufs neue4 ,sie befand sich damals in einem ,zustand innerer ,ruhe1 ber den sie sich selber wunderte4 ,oft fragte sie sich3 ,wie ist es nur mglich1 da ich alle diese ,schnheiten genieen kann88 ,in der quinoktial-,zone sa sie meist die halben ,nchte allein auf dem ,vorderteil des ,schiffes1 lie sich von diesem lauen1 starken ,wind durchwehen und sah still auf die ,wunder unter sich und ber sich1 das immer wechselnde ,meeresleuchten und die stille ,pracht des gestirnten ,himmels4 ,vllig majesttisch waren diese ,nchte1 wenn jene mchtigen1 am ,horizont lagernden ,gewitterballen sich schweigend ihre ,gre herber und hinber sandten4 ,was ,helene damals gedacht hat1 wute sie wohl selber nicht4 ,wahrscheinlich geno sie nur die ,seligkeit der ,ruhe4 ,um diese ,zeit war es auch1 da ihr jenes ,buch wieder einfiel1 das ihr ,mann ihr an jenem ,abend nach der ,musik gegeben hatte4 ,sie fing jetzt an1 darin zu studieren und zwar in jener glcklichen ,gemtsverfassung1 die es ihr ermglichte1 den neuen ,gedankenreihen vorurteilslos zu folgen4 ,so begann sie denn1 sich in jene erhabene ,lehre vom ,leiden der ,welt zu versenken4 ,ihr war1 als ob bei jenem ehernen ,satz ,alles ,leben ist ,leiden8 eine ,saite in der tiefsten ,tiefe ihres ,herzens mitschwinge4 ,ihr ,verstand erlaubte es ihr wohl1 jener tiefen ,lehre vom ,werden8 zu folgen1 die alles1 auch die eigene ,krperlichkeit zu einem ,wechselnden1 ewig ,entstehenden1 ewig ,vergehenden macht1 zu einem ,ding gleich der flackernden ,flamme4 ,ja sie war imstande1 ohne ,emprung jene vom ,buddha gelehrte ,radikal-,kur zu prfen und ber das ,ungeheuerliche derselben nachzudenken4 ,alles aufgeben1 allem entsagen ist freilich frchterlich8 dachte sie4 ,der ,satz ,wer nichts ,liebes hat1 der hat auch nichts ,leides#8 mag wohl dem ,neuling emprend klingen4 ,aber heit das schlielich nicht den ,menschen menschlich nehmen1 als ,mensch dem ,menschen menschlich raten8 ,knnte es nicht sein1 da lediglich im ,meiden1 im bedingungslosen ,entsagen ,sicherheit fr den ,menschen liegt88 ,sie dachte an jenen ,musikabend4 ,war ihr damals nicht das ,entsagen als etwas ,erhabenes1 ,knigliches erschienen8 ,sie erkannte wohl1 da die ,gre und ,noblesse der buddhistischen ,lehre darin ruhe1 da man auf ,grund von ,vernunftschlssen allem1 selbst seinem eigenen ,ich8 zu entsage wage1 um jener gesicherten1 ewigen ,ruhe willen1 wie sie notgedrungen folgen mu1 wenn alles ,wnschen und ,wollen fr immer ausgelscht sind4 ,sie erkannte klar1 da dem eigenen ,ich8 nur entsagt werden knne1 wenn nichts ,ewiges1 ,gttliches anerkannt werde1 wenn alles im ,joche der ,notwendigkeit liefe ohne ,anfang1 ohne ,ende1 ohne ,fortschritt4 ,war das aber richtig1 wo hinaus ging es dann mit jenen ,idealen1 deren ,dienst sie ihr bisheriges ,leben gewidmet hatte8 ,waren sie nicht gerade das ,unwandelbare1 das ,ewige in der ,flucht der ,dinge2 das was sich mit fortschreitender ,entwickelung der ,menschheit immer klarer1 immer schner zeigte8 ,mit einem ,wort3 ,waren sie nicht der ,ausflu des ,gttlichen8 ,ruhig1 ohne ,gedankenqual wog sie beide ,mglichkeiten auf ihre innere ,wahrscheinlichkeit hin ab4 ,was fr ,beweise gab es eigentlich fr die ,existenz jener ,menschheits-,ideale8 ,waren sie nicht schlielich auch nur bedingt1 ,produkte unseres ,gehirns und als solche hin- und herschwankend mit der ,ttigkeit dieses ,gehirns1 gleich ,schatten1 die mit der ,beleuchtung schwanken4 ,wie anders hatte sie vor ,jahren auf diese ,ideale geblickt1 als jetzt4 ,wie war das aber mglich1 wenn es sich um etwas wahrhaft ,gttliches handelte8 ,sie hielt innerlich ,umschau4 ,sie sah nirgends einen ,halt1 nirgends eine ,sicherheit4 ,der wahre ,glaube war nie in ihr gewesen4 ,so wre ich vielleicht ,irrlichtern gefolgt1 ,phantomen1 und das ,wahrhafte1 die ,sicherheit lge allein im ,entsagen8 ,wie sicher mu derjenige leben1 der allem entsagt hat68 ,es berkam sie pltzlich wie ,klarheit1 da eine ,frau1 die aus dem ,schutz ihrer ,familie heraustritt1 nur den ,weg der ,sicherheit1 das heit des ,entsagens gehen drfe4 ,ihr war1 als ob sie den ,grund fr die ,wirrnisse ihres ,lebens erkenne1 weil sie vorwrts gegangen wre1 zugegriffen htte4 ,ich bin schon weit auf dieser ,bahn vorgegangen18 dachte sie4 ,wie wre denn jetzt noch ,abhilfe zu schaffen8 -- ,dadurch1 da ich allem entsage1 auch meinem ,kinde2 da ich stehenden ,fues zurckkehre1 von wo ich gekommen bin und ein ,leben der ,wunschlosigkeit beginne48 ,sie nickte still4 ,das wre wohl fr alle das ,beste1 auch fr ,savade4 ,wie einfach sich alles gibt1 wenn man den ,mut hat zu entsagen4 ,ja1 wenn --48 ,in ,batavia angekommen mietete sie sich in einem jener ,hotels in der ,nhe des ,knigsplatzes ein4 ,sie hatte von ihrem ,zimmer die gewaltige ,aussicht auf die ,bergriesen der ,preanger ,landschaft4 ,auch von ihrem ,zimmer in ,lamondts ,haus hatte sie diese ,aussicht gehabt4 ,sie sa den ganzen ,tag in einer ,art ,unentschlossenheit4 ,zum ,abend endlich nahm sie einen ,wagen und fuhr hinaus zu ihrem frheren ,hause4 ,sie lie in weitem ,bogen um dasselbe herumfahren1 aber sie konnte doch gut ,lamondt erkennen1 der ,arm in ,arm mit ,dora im ,garten spazieren ging4 ,sie fhlte einen wehen ,schmerz am ,herzen1 aber sie konnte sich nicht enthalten1 wieder und wieder hinzusehen4 ,sie staunte1 wie sehr ,dora sich in diesen zwei ,jahren entwickelt hatte4 ,sie sah aus der ,ferne fast wie eine ,dame aus4 ,in ihr ,hotel zurckgekehrt1 setzte sie sich an den ,schreibtisch4 ,sie schien immer noch unentschlossen4 ,endlich brachte sie folgenden ,brief zu ,papier3 ,mein ,herr6 ,sie wissen1 da der oberste ,gerichtshof mir endgltig das ,recht auf unsere ,tochter zugesprochen hat4 ,ich bin heute hier angelangt1 um meine ,rechte1 wenigstens in gewissem ,sinne1 geltend zu machen4 ,denn da ich meine ,tochter wahrhaft liebe und ihr ,glck hher stelle als das meinige1 so bin ich entschlossen1 ihr die freie ,wahl zu lassen1 ob sie es vorzieht1 mit ihrer ,mutter zu gehen1 oder bei ,ihnen zu bleiben4 ,ich bitte ,sie1 zu diesem ,zweck das ,kind morgen nachmittag gegen #d ,uhr in dieses ,hotel zu schicken1 damit ich sie fragen kann4 ,denn deswegen bin ich selber von ,holland hergekommen und das ist das ,einzige1 was ich mir ausbedinge4 ,ich hoffe1 da ,sie mit ebenso ehrlichen ,waffen kmpfen1 als ich es zu tun entschlossen bin4 ,helene ,savade48 ,noch nie in ihrem ,leben war ,helene so sehr in ,verlegenheit gewesen1 womit sie ihre ,zeit hinbringen solle1 als am folgenden ,tage4 ,nach der ,reistafel1 die um #a ,uhr gehalten wird1 legte sie sich etwas nieder4 ,gegen #c ,uhr hielt es sie nicht lnger4 ,sie kleidete sich an und machte trotz der ungewhnlichen ,zeit einen ,spaziergang4 ,vielleicht traf sie bei ihrer ,rckkehr ihr ,kind schon bei sich an4 ,als sie wieder am ,hotel ankam1 sah sie tatschlich einen ,wagen im ,hof stehen1 der ihr der ,lamondts zu sein schien4 ,klopfenden ,herzens schritt sie schnell ihrem ,zimmer zu4 ,sie fhlte1 in der ,ruhe htte sie dieses alles gar nicht aushalten knnen4 ,das energische ,sichbewegen gab ihr ,kraft4 ,im ,vorzimmer sa die ,dienerin1 die mit ihrer ,tochter gekommen war4 ,helene schritt schnell vorbei ohne abzulegen4 ,sie ffnete die ,tr zum ,schlafzimmer und flog ihrem ,kinde entgegen4 ,aber ihr geschrfter ,instinkt lie sie schon aus der ,umarmung ,doras eine ,unsicherheit herausfhlen4 ,schon in diesem ,moment witterte ihr ahnendes ,mutterherz1 welche ,antwort sie auf ihre groe ,frage erhalten wrde4 ,aber sie konnte dieses nicht gleich mit dem ,verstande erfassen1 sich klar machen4 ,es stand wie etwas ,ungeheures1 ,unbestimmtes vor ihr1 an dem sie nicht hoch blicken konnte1 das sie noch nichts anging4 ,so begann sie1 nachdem die ,liebkosungen und die einleitenden ,fragen abgetan waren1 in vlliger ,ruhe3 ,dora1 mein ,liebling1 ,dein ,vater hat ,dir gesagt1 weshalb ,du hast hierher kommen mssen48 ,ja1 ,mama48 ,helene hatte den ,arm um die ,taille ihres ,kindes geschlungen und sah liebreich in das zarte ,gesicht mit den dunklen ,augen4 ,es waren ,lamondts ,augen4 ,sie fhlte1 da in diesem jugendlichen ,herzen kein ,zug zu ihr1 der ,mutter hin bestand4 ,sie fhlte das ,steife1 ,unnachgiebige der jungen ,glieder4 ,sie fuhr fort3 ,hast ,du schon ,deinen ,entschlu gefat1 mein ,kind8 ,willst ,du lieber mit ,deiner ,mutter gehen1 oder lieber bei ,deinem ,vater bleiben88 ,weinend erwiderte ,dora3 ,ach1 ,mama1 wenn wir doch alle drei zusammen bleiben knnten48 ,du weit ja1 mein ,kind18 sagte ,helene sanft1 da das nicht mglich ist4 ,geliebtes ,kind18 fuhr sie nach kurzem ,schweigen mit etwas zitternder ,stimme fort1 ich will ,dich nicht qulen4 ,ich wei4 ,ich sehe4 ,aber um eines bitte ich ,dich herzlich1 mein ,kind3 ,sag mir1 weshalb ,du ,dich entschlossen hast1 ,deine ,mutter zu verlassen88 ,und in der vollen1 unbarmherzigen ,aufrichtigkeit des ,kindes erwiderte ,dora3 ,weil ,du ,dir einen neuen ,papa genommen hast4 ,papa hat sich keine neue ,mama genommen48 ,wie in sich zusammengesunken stand ,helene regungslos4 ,einen ,augenblick schien es1 als ob sie den ,mund ffnen1 auf die ,worte ihres ,kindes reagieren wollte4 ,dann drehte sie sich langsam um und verlie lautlos1 wie in ,gedanken das ,zimmer4 ,gengstigt blickte ihr ,dora nach1 aber sie rief nicht1 sondern lie ihre ,mutter gehen4 ,sie wute nicht1 wohin dieselbe wollte1 und wartete daher auf ihre ,rckkehr1 um ,abschied zu nehmen4 ,so sa sie wohl an zwei ,stunden4 ,die javanische ,dienerin im ,vorzimmer schlief lngst den ,schlaf des ,gerechten4 ,jetzt ging die ,sonne unter4 ,es wurde dunkel4 ,in ihrer ,angst begann ,dora zu weinen4 ,sie wute nicht1 was sie tun sollte4 ,denn da sie ihre ,mutter nie wiedersehen wrde1 wenn sie sie jetzt nicht noch einmal she1 war ihr klar4 ,pltzlich ertnten laute ,schritte drauen und ,lamondt ri heftig die ,tr auf4 ,mit einem ,o1 mein ,kind68 schlo er seine ,tochter fest in die ,arme4 ,es lag in diesen ,worten die ganze ,welt von ,angst und ,qual1 die er in diesen ,stunden um sein verloren geglaubtes ,kleinod ausgestanden hatte4 ,whrend dessen war ,frau ,savade aus den ,pforten des ,hotels hinausgewandert4 ,es lag wie ein ,nebel auf der ,welt1 auf ihr1 auf ihrem ,denken4 ,nur durch diesen ,nebel hindurch fhlte sie gleichsam wellenweise das ungeheure ,weh1 das sie soeben betroffen hatte4 ,nachdem sie einige ,zeit planlos das ,europer-,viertel durchwandert hatte1 geriet sie in die javanische ,vorstadt1 wo diese zierlichen1 sauberen ,bambushuschen aus ,kokos1 ,areka und ,bananen hervorlugen1 ,bilder des ,friedens und der ,anspruchslosigkeit4 ,vor einer dieser ,htten blieb ,frau ,savade wie in ,gedanken stehen4 ,die ,tren des kleinen ,hauses standen weit offen4 ,niemand war darin1 auch niemand in der ,nhe zu sehen1 nur ein kleines ,ding1 das noch auf allen ,vieren herumkroch1 sa im ,garten dicht am ,rande des denselben durchflieenden ,kanales4 ,helene konstatierte dieses alles1 als ob sie selber dabei interessiert wre4 ,sie wunderte sich nicht einmal1 da sie jetzt in ihrem ,schmerz ,interesse fr derartiges habe4 ,sie wurde immer nachdenklicher4 ,auch dieses kleine ,wurm18 dachte sie1 hat eine ,mutter4 ,auch diese ,mutter wird ihr ,kind lieben1 wie eben ,mtter ihre ,kinder lieben1 und doch macht ihr der ,gedanke an das einsame ,kind und den ,kanal1 in dem es jeden ,augenblick ertrinken kann1 sicher keine unruhige ,minute4 ,mich aber wrden diese ,gedanken ,tag und ,nacht jagen und mich keinen ,augenblick zur ,ruhe kommen lassen4 ,mein ,gott1 sind denn alle diese ,erlebnisse1 diese ,qulereien1 diese ,freuden nicht schlielich erst durch uns selbst geschaffen8 ,schlielich geht doch der ,lebensfaden von uns allen nur geradehin von ,geburt zum ,tode4 ,und was alles machen wir daraus6 -- ,so will ich denn alles fahren lassen und mich in mich selber zurckziehen4 ,wenn ich mein ,kind in ,wahrheit liebe1 was macht's dann aus1 ob es an der ,seite des ,vaters oder der ,mutter gedeiht48 ,bei diesem ,gedanken schien ihr ,geist wieder in die ,wirklichkeit zurckzuschnellen4 ,o68 sthnte sie leise4 ,jetzt erst fhlte sie klar und ungemildert die ,gre des ,schmerzes1 den sie vorhin erlebt hatte4 ,den ,kopf tief zur ,erde gesenkt schritt sie vorwrts4 ,mit der inneren ,klarheit kam aber auch die ,frage3 ,was nun tun8 -- ,zu ihrem ,manne zurckkehren8 ,in seiner ,liebe1 seinem ,vertrauen ,ersatz fr die verlorene ,kindesliebe suchen8 -- ,sie lchelte bitter4 ,sie dachte an ,lamondts ,brief4 -- ,warten und nach einigen ,jahren an ihr ,kind noch mal die gleiche ,frage richten8 -- ,sie lchelte wieder4 ,diesmal hatte sie eine klare ,antwort bekommen4 ,wenn dann auch die ,erwachsene aus ,pflichtgefhl mit ihr ging1 vielleicht auch aus ,mitleid1 was hatte sie davon4 ,sie wollte ,sicherheit1 ,wahrheit4 ,einen ,augenblick durchzuckte sie auch der ,gedanke3 ,weshalb habe ich mein ,kind damals hingegeben4 ,ich konnte nicht hoffen1 es je wieder zu bekommen4 ,ich htte bis zum letzten ,atemzug wie eine ,lwin darum kmpfen sollen48 ,aber gleich dachte sie3 ,was sollte mir das ,halbe4 ,ich wollte ja das ,ganze4 ,ich wollte ein ,kind1 das mich in ,wahrheit liebt4 ,ich wollte sicher sein1 da sie mich in ,wahrheit liebt4 ,und jetzt6 ,und jetzt6 ,was ist jetzt sicher8 ,was ist jetzt wahr88 ,wie suchend lie sie ihre ,augen umherschweifen4 ,eine entsetzliche ,angst berkam sie4 ,unwillkrlich schlug sie die ,hnde ineinander und weinerlich1 fast wie ein ,kind1 begann sie3 ,o ,gott im ,himmel6 ,ich wei ja nicht1 ob ich richtig bete1 aber ich mu jetzt zu dir beten1 ich mu ja6 ,o hab' doch ,erbarmen mit mir ,armseligen4 ,ich kann nicht mehr4 ,ich bin so mde4 ,gib mir doch nur ein wenig ,ruhe48 ,sie legte den ,kopf an einen ,baumstamm und begann bitterlich zu weinen4 ,als sie das ,gesicht hob1 traf ihr ,auge gerade den nackten ,sonnenball1 der wie eine blutrote ,kugel1 von lodernden ,wolkenfetzen umgeben auf der ,erde stand4 ,er erschien ihr wie etwas ,trstendes und zugleich ,drohendes4 ,starr blickte sie hinein4 ,pltzlich sagte sie3 ,in der ,nhe von ,utrecht liegt das ,kloster zum ,heiligen ,herz4 ,die ,ordnung ist streng1 die ,lage entzckend4 ,dort wird ,ruhe sein48 ,sie ging schnell vorwrts1 wie einer1 der durch einen ,entschlu gefater geworden ist4 ,in diesen ,gegenden folgt die ,dunkelheit fast unmittelbar dem versinkenden ,sonnenball4 ,ehe sie zurck in das europische ,viertel kam1 war es bereits ganz ,nacht4 ,eben ging sie an einem javanischen ,bambushuschen vorbei4 ,gleich einem ,kasten war es rings verschlossen4 ,nur durch einen ,spalt in der ,tr fiel ein ,lichtschein4 ,aus dem ,inneren aber tnten die ,klnge des ,gamelang1 melancholisch1 geheimnisvoll4 ,kein anderer ,laut regte sich innen4 ,es war1 als ob die ganze ,htte zu ,musik geworden1 ins ,tnen geraten sei4 ,helene blieb lauschend stehen4 ,sie hatte den ,gamelang immer so gern gehrt4 ,seine monotone ,musik hatte etwas ,beruhigendes4 ,da sitzen sie jetzt18 dachte sie1 und lauschen regungslos diesen ,klngen4 ,o1 sie sind wie die ,knige4 ,ein wunschloses ,herz ist ein groes ,ding48 ,lange stand sie in ,gedanken4 ,endlich sagte sie leise3 ,es ist so6 ,ich bin falsch gegangen48 ,auf der ,brcke1 die ber den groen ,kanal fhrt1 blieb sie wieder stehen4 ,ihr ,auge traf drben eine ,villa1 in deren hell erleuchteten ,rumen ,leute sich bewegten4 ,in diesem ,moment fiel wieder ein ,gedanke an ,lamondts ,villa und an ihr ,kind in ihr ,herz wie der ,sonnenstrahl in das unbedeckte ,auge4 ,sie zuckte krperlich zusammen4 ,ein ,gefhl jener groen de berkam sie1 die ein ,mensch nicht ertragen kann4 ,heimlich1 khl kroch der ,gedanke hoch3 ,ich kann ja gar nicht mehr leben48 ,sie lehnte sich mit beiden ,ellenbogen auf das ,gelnder1 wie einer1 der in ,ruhe ber etwas nachdenken will4 ,nach einiger ,zeit bemerkte sie1 da sie das ,wasser unter sich fixiere1 das in der ,dunkelheit als gleichmig schwarze ,flche dalag4 ,matt bis ins innerste ,herz hinein dachte sie3 ,der ,weg bis zum ,kloster zum ,heiligen ,herz ist weit4 ,sollte nicht da unten auch schon ,sicherheit sein fr mich8 ,aber was dann mit meiner ,tochter8 ,wird sie nicht denken1 sobald sie anfngt zu denken1 da ich in ,verzweiflung fortgegangen bin8 ,wird sie nicht grbeln8 ,wird sie nicht ber mein ,schicksal jammern8 ,wird ,lamondt dieses ,grbeln nicht fhlen8 ,wird mein ,tod nicht abermals ein ,glck zerstren88 ,heftig schlug sie sich auf den ,mund3 ,schm' dich1 ,heuchlerin68 ,das verlschende ,feuer ihrer ,energie flackerte noch einmal hoch auf4 ,es berkam sie wie eine machtvolle ,sucht1 vor sich selber die ,probe auf die ,wahrheit ihrer ,gefhle abzulegen4 ,mit krftigem ,ruck schwang sie sich auf die breite ,brstung4 ,oben kam ihr der ,gedanke3 ,werde ich nicht sofort wieder hochtauchen88 ,das ,wasser war ihr ,element4 ,sie lchelte fast4 ,die ,probe aufs ,exempel68 sagte sie leise4 ,ihre ,augen glnzten4 ,sie war ganz ,leben4 ,mit der rechten ,hand raffte sie fest die ,kleider zusammen1 so da sie sich eng um die ,fe schnrten4 ,mit der ,linken fuhr sie tief in den ,busen4 ,so strzte sie kopfber hinab4 ,es war nicht jener schwere1 plumpe ,fall1 sondern man meinte zu hren1 wie der ,krper den ,wasserspiegel durchschnitt4 ,als am nchsten ,morgen die ,leiche unterhalb antrieb1 hielt die rechte ,hand noch krampfhaft die ,kleider umklammert4 ,die ,ngel der ,linken aber hatten sich so tief in die rechte ,brust gegraben1 da sie nur mit ,mhe zu lsen waren4 ,so starb ,helene van ,hoeven1 weil sie die ,wahrheit falsch gesucht hatte4 ,denn wer die ,wahrheit im ,bejahen1 im ,verlangen1 im ,zugreifen sucht1 der sucht sie falsch4 ,wer sie aber so sucht1 der gleicht dem ,menschen1 der das ,messer bei der ,schneide fat3 er verletzt nur sich selber4 ,illustration ,valmikas ,hngen4 ,diese ,geschichte heit auch das ,stundenglas84 ,denn wie dieses mit der ,breite einsetzt und die ,spitze in der ,mitte hat1 so pflegten die ,alten1 wenn sie der ,jugend diese ,geschichte erzhlten1 mit der ,breite einzusetzen und zum ,anfang zuzuspitzen2 und zwar so3 ,so war nun die junge ,knigstochter des blinden alten ,rishi ,valmika ,frau und lebte mit ihm in seiner ,klause48 ,wenn dann die ,jungen fragten3 ,wie kam denn das88 so antworteten sie3 ,weil sonst der alte ,rishi die ganze ,familie mit seinem ,fluch getroffen htte1 zu ,asche verbrannt48 ,und wie kam das88 ,weil die junge ,prinzessin ihm die ,augen ausgestochen hatte48 ,und wie kam das88 ,weil sie sie fr glnzende ,kiesel gehalten hatte48 ,und wie kam das88 ,weil sie so tief im ,ameisenhaufen steckten48 ,und wie kam das88 ,weil die ,ameisen einen ,haufen ber ,valmika erbaut hatten48 ,und wie kam das88 ,weil er so lange regungslos in ,selbstversenkung gesessen hatte48 ,und wie kam das88 ,weil er ein gewaltig groer ,rishi war1 ein mchtiger ,rishi48 ,und wenn die ,alten nun so bei der ,spitze angekommen waren und die ,jungen noch staunten1 wie jemand ein so mchtiger ,rishi werden knne1 da er mhelos ein ganzes ,knigshaus verfluchen knne1 fuhren jene dann weiter fort3 ,die ,prinzessin lebte nun mit dem alten blinden ,rishi ,valmika mitten in einem groen ,walde in einer ,htte2 die unter einem gewaltigen ,feigenbaume stand und bei der eine kleine1 krystallklare ,quelle vorbeiflo4 ,ging man aber mit dieser ,quelle ein ,stck mit1 so wurde sie grer und grer und schlielich zu einem ,wasserfall1 unter dem der blinde ,alte und sein junges ,weib tglich badeten4 ,frhmorgens1 noch ehe die ,sonne aufgegangen war1 lernte die ,knigstochter vom ,alten die ,mantras dann ging sie in den ,wald1 um ,wurzeln und ,kruter zu suchen1 dann besorgte sie alle ,arbeit im ,hause und abends ging sie mit ihm zum ,bade4 ,eines ,tages nun1 als sie ihm die drren1 welken ,glieder wusch1 regte sich inniges ,mitleid in ihr1 und sie dachte3 ,ich will ,indra bitten1 da er ihm die ,jugend der ,glieder und das ,licht der ,augen wiedergibt48 ,weil aber da1 wo sich wirkliches ,mitleid regt1 ,gtter die ,bitten erfllen1 so erfllte ,indra ihre ,bitte und berall1 wo sie ihn mit ihren ,hnden wusch1 da wurde der ,alte jung und voll und als sie ihm zuletzt die ,augen wusch1 da wurde er wieder sehend und beide standen und sahen einander an4 ,weil er aber ein groer ,rishi war1 so dachte er3 ,es ist ein ,weib2 ich will mich nicht betren lassen8 und wendete sich ab4 ,nun war aber die ,knigstochter gewohnt1 gleich nach dem ,alten zu baden4 ,so stieg sie auch heute1 nach ihrer ,glaubenstat1 in schicklicher ,weise ins ,bad4 ,als ,valmika aber hrte1 da sein ,weib im ,bade war1 da berkam ihn die ,neugierde4 ,verstohlen blickte er hin und sah die jungen ,glieder und verfiel auf der ,stelle in ,liebe4 ,denn auch ein ,rishi1 wahrt er seine ,sinne nicht1 kann wohl in ,liebe fallen4 ,da er nun jung1 sehend und verliebt geworden war1 so lie ,valmika durch seine alte ,rishi-,kraft die kleine ,htte aus ,baumrinde1 in der er bisher mit seinem ,weibe gelebt hatte1 verschwinden und an deren ,stelle einen schnen ,palast entstehen1 in dem es von ,dienern und ,dienerinnen wimmelte und in dem ,tag und ,nacht ,geigen und ,flten und zahllose andere ,wohllaute tnten4 ,hierbei aber hatte er jenen mchtigen alten ,feigenbaum1 unter welchem die kleine ,htte stand1 gleichfalls vom ,erdboden weggezaubert4 ,als nun die ,gottheit dieses ,baumes1 ihrer ,behausung beraubt1 nackt und hungrig1 jammernd und wehklagend im ,walde umherirrte1 fragten die anderen ,gottheiten nach dem ,grunde ihres ,schmerzes4 ,als sie nun erzhlt hatte1 da der ,rishi ,valmika1 weil er sich in sein ,weib1 die junge ,knigstochter verliebt htte1 sie heimlos gemacht habe1 da empfanden zwei ,dmoninnen ,mitleid mit der ,gottheit dieses ,feigenbaums und sagten3 ,wir wollen ,dir helfen1 da die ganze ,herrlichkeit wieder dahinschwindet1 so schnell wie sie gekommen ist48 ,von dem ,tage ab lauerten sie auf ,valmikas ,weib1 ob sie etwas an ihr fnden4 ,denn sie war vollkommen keusch und zchtig1 weswegen es eben geschehen konnte1 da sie wahres ,mitleid empfand2 weswegen es eben geschehen konnte1 da ,indra das ,gebet fr ihren ,gemahl erhrte4 ,als sie nun eines ,tages ihr ,bild im ,wasser sah1 dachte sie3 ,wie schn mu ich sein1 da ein so groer ,rishi wie ,valmika1 alles vergit und in ,liebe an mir hngt48 ,sofort freilich kam ihr die ,reue und die ,furcht vor diesem schlechten ,gedanken und sie versuchte1 ihn schleunigst zu verneinen4 ,aber eine der beiden ,dmoninnen1 welche der ,gottheit jenes ,feigenbaumes ihre ,hilfe versprochen hatte1 hatte bereits die ,rauhigkeit1 welche sich mit diesem schlechten ,gedanken am ,herzen der jungen ,knigstochter gebildet hatte1 benutzt1 um ihre ,krallen einzuschlagen4 ,so kam es1 da sie1 anstatt diesen schlechten ,gedanken zu verneinen1 ihn noch einmal bejahte4 ,und sofort krallte sich die andere ,dmonin gleichfalls ein4 ,weil sie nun damit ,macht ber sie bekommen hatten1 gesellten sie sich zu ihr in ,gestalt ihrer beiden ,kammerfrauen1 stiegen mit ihr ins ,bad und kamen beide genau in der gleichen ,gestalt wie die junge ,knigstochter heraus4 ,als nun ,valmika wie immer sein ,weib nach dem ,bade erwartete1 trat sie ihm dreifach entgegen und jede der drei herzte und kte ihn ebenso feurig1 ebenso innig1 ebenso ehrlich wie die beiden anderen4 ,da merkte ,valmika1 da er von ,dmoninnen berlistet war und wollte sie durch seinen ,zauberspruch zu ,asche brennen1 um so wieder zu seiner geliebten ,gemahlin zu gelangen4 ,als er aber seinen ,spruch sprach1 dem sonst nichts auf ,erden widerstand1 blieb alles unversehrt1 ja die drei machten es nur noch rger1 indem jede von ihnen ihn unter den zrtlichsten ,liebkosungen aufs instndigste bat1 nur sie allein als sein echtes ,weib anzusehen4 ,als nun ,valmika sah1 da er seine ,rishi-,macht verloren habe und durch die ,verdreifachung seines ,glckes um all sein ,glck gekommen sei1 begann er bitterlich zu weinen und betete in seiner ,not zu ,indra1 ihm zu helfen4 ,da man nun zu jemandem1 dem man einmal eine ,wohltat erwiesen hat1 immer ,zuneigung hat1 so war ,indra wohl bereit1 ihm beizustehen4 ,aber18 sagte er1 es gibt hier nur eine ,hilfe3 ,da ,du mit ,deinem ,spruch jene beiden zu ,asche brennst1 das kannst ,du nur1 wenn ,du ,deine ,rishi-,kraft wiederbekommst4 ,da ,du sie aber durch die ,liebe verloren hast1 so kann ich sie ,dir nicht wiedergeben2 denn die ,liebe steht auch ber mir1 dem ,gott4 ,so gibt es nur eine ,hilfe fr ,dich3 da ,du ,deiner ,liebe vllig entsagst4 ,dann wirst ,du ,deine alte ,kraft wieder bekommen und jene beiden ,dmoninnen durch ,deinen ,spruch zu ,asche brennen4 ,da ,du aber ,deiner ,liebe vllig und fr immer entsagt hast1 dafr gibt es nur ein ,zeichen3 nmlich da ,dein ,spruch wieder wirkt48 ,als ,gott ,indra ihm diesen ,bescheid gegeben1 wurde ,valmika wohlgemut4 ,er dachte3 ,hab' ich nur erst jene beiden ,unholdinnen verascht1 die ,liebe zu meinem ,weib soll dann schon wiederkommen48 ,so ging er in eine leere ,klause1 setzte sich kreuzbeinig zur ,erde1 schlug das ,auge nach innen1 die ,hnde ineinander und versuchte1 alle ,liebesgedanken fr sein ,weib1 die in seinem ,herzen lebten1 im ,denken auszutreiben4 ,so sa er ,stunde fr ,stunde1 ,tag fr ,tag1 ohne da ein ,erfolg sich zeigte4 ,in seiner ,not betete er wieder zu ,indra4 ,der lie sich noch einmal erbitten1 und da ,gtter die gleiche ,kraft haben wie gute ,menschen -- denn sie sind ja vor ,zeiten gute ,menschen gewesen --3 die ,kraft1 in den ,herzen anderer die ,gedanken zu lesen1 so sprach er zu dem betrbten ,valmika3 ,freund1 ,dein ,entsagen ist ja gar kein ,entsagen4 ,du entsagst1 um danach mehr zu gewinnen4 ,soll ,deine alte ,kraft wiederkommen1 so mut ,du wirklich ehrlich1 fr immer entsagen48 ,da meinte ,valmika traurig3 ,erhabener1 was soll mir dann noch meine ,rishi-,kraft88 ,indra aber erwiderte lachend3 ,freund1 ich wei es nicht4 ,da mut ,du einen anderen fragen48 ,und verschwand4 ,da dachte ,valmika3 ,kann ich mein ,weib befreien1 so kann ich sie nicht mehr lieben4 ,kann ich sie nicht befreien1 so kann ich sie auch nicht lieben2 denn ich kenne sie ja nicht4 ,so wre es am besten1 ich risse diese ,liebe ernsthaft aus meinem ,herzen um meinetwillen48 ,so ging er wieder mit ,macht ans ,meditieren4 ,aber immer1 wenn er nahe am ,ziel war1 zerstrte ihm der ,gedanke ,hab' ich erst meinen ,spruch und sind jene beiden verascht1 wie will ich mein ,weib umarmen68 alles4 ,so sa er ,tag fr ,tag1 ,woche fr ,woche1 ,monat fr ,monat in einem bestndigen ,hngen zwischen ,lieben und ,entsagen4 ,und weil er so unbeweglich sa1 so begannen die ,ameisen wieder ber ihm zu bauen4 ,und heute sitzt ,valmika wieder in seinem ,ameisenhaufen so tief wie damals1 als die ,prinzessin ihm die ,augen ausstach1 weil sie sie in der ,tiefe fr glnzende ,kiesel hielt4 ,wenn die ,alten so weit erzhlt haben und die ,jungen voll ,neugierde fragen3 ,wird er denn immer so hngen88 so antworten die ,alten3 ,entsagt er wirklich1 dann nicht2 entsagt er nicht wirklich1 dann ja48 ,sind aber die ,frager schon verstndiger1 so fgen die ,alten wohl etwas ber das ,buddha-,wort hinzu3 ,ist dieses1 wird jenes2 ist dieses nicht1 wird jenes nicht48 ,oder aber sie fgen etwas hinzu ber das ,unbefriedigende aller ,lust und ber den ,segen des ,entsagens4 ,aber1 fgen sie meist hinzu1 ,entsagen ist hier eben ,entsagen4 ,einem ,weib entsagen1 um es zu gewinnen1 das ist kein ,entsagen1 und der ,welt entsagen1 um ewiges ,leben zu gewinnen1 das ist kein ,entsagen4 ,darum bt ,euch im ,entsagen1 dieser ,welt wie jener ,welt4 ,denkt wohl an das ,wort des groen ,lehrers3 ,elend ist ,sterben bei dem1 in dem ,verlangen ist4#88 ,das ist die ,geschichte von ,valmikas ,hngen4 ,illustration ,der heilige ,kreis4 ,in ,benares1 nicht fern vom ,gangesufer1 sa eine ,schar junger ,brahmanen mit den ,vorbereitungen zu einem groen ,opfer beschftigt4 ,zu diesem ,zwecke hatten sie einen ,kreis von ,kuhdung um sich gezogen1 den nichts ,fremdes berschreiten durfte1 sollte das ganze ,opfer nicht vergeblich sein4 ,als nun alles1 nach langen ,mhen1 nach langem ,warten der ,vollendung sich nherte1 als die ersten ,zeichen sich einstellten1 da geschah es eines ,tages1 da nicht gar fern von ihnen der ,diener eines weien ,sahib1 eines ,christen1 mit einem ,ball spielte4 ,und von ungefhr geschah es1 da der ,ball in den heiligen ,kreis jener jungen ,brahmanen hineinflog1 just als sie meinten1 zur ,einigung8 zu kommen4 ,denn das ist es ja1 warum berall geopfert wird3 ,um zu einer ,einigung mit dem ,gttlichen zu kommen4 ,als jene nun durch diesen ,zufall um ihre ,sehnsucht und ihre ,hoffnungen betrogen waren1 strzten sie wild auf den ,diener jenes weien ,sahib1 des ,christen1 los und wrden ihn auf der ,stelle gettet haben1 wenn nicht auf sein ,geschrei der ,sahib selber herbeigeeilt wre4 ,als der nun jene jungen ,brahmanen fragte1 warum sie seinen ,diener so bel behandelten1 antworteten sie3 ,wir waren nach langen ,opfermhen gerade im ,begriff1 zur ,einigung mit der hchsten ,weltseele zu kommen1 da flog der ,ball ,deines ,dieners in unseren heiligen ,kreis und hat uns alles verdorben4 ,darum wollen wir diesen ,menschen tten1 eben wegen seiner ,missetat48 ,da sagte der ,sahib3 ,wit ,ihr denn1 ob er es bswillig getan hat88 ,das wissen wir freilich nicht4 ,trotzdem aber soll er sterben2 denn er hat unsere ,seelen geschdigt1 und was soll es da fr eine andere ,strafe geben als den ,tod88 ,wit ,ihr nicht1 da das erste ,gebot jeder ,religion ,mitleid ist88 ,das erste ,gebot jeder ,religion ist ,wahrheit gegen sich selber4 ,und die ben wir1 wenn wir jenen tten4 ,im brigen1 wie kannst ,du von ,mitleid reden8 ,denn hat nicht ,deine ,religion mitleidlos verbrannt1 was sich ihr widersetzte88 ,wo es uns selber betrifft1 da ben wir ,mitleid4 ,wo aber ,gott beleidigt wird1 da strafen wir erbarmungslos48 ,ebenso ben wir ,mitleid1 wo es uns selber betrifft4 ,wo aber unsere ,seelen geschdigt werden1 da strafen wir erbarmungslos48 ,indem jener weie ,sahib und jene jungen ,brahmanen so miteinander stritten1 kam ein buddhistischer ,mnch des ,wegs daher4 ,den beschlossen sie als ,schiedsrichter zu whlen4 ,als nun jede der beiden ,parteien ihn den ,streitfall vorgetragen hatte1 sagte er zu den jungen ,brahmanen3 ,kennt ,ihr denn jene ,weltseele1 um derenwillen ,ihr andere ,wesen schdigen wollt88 ,nein1 wir selber kennen sie nicht1 aber die ,rishis lehren es und sie wissen mehr als wir48 ,darauf wandte sich der ,mnch an den weien ,sahib1 den ,christen3 ,kennst ,du jenen ,gott1 um dessenwillen ,ihr andere ,wesen schdigt88 ,nein1 ich selber kenne ihn nicht1 aber es gibt ,gott-erleuchtete ,mnner1 die von ihm reden und schreiben48 ,auf diese ,antworten hin verharrte der ,mnch ein ,weilchen schweigend4 ,dann zu den ,brahmanen3 ,solange ,ihr das nicht kennt1 an dem ,ihr geschdigt zu sein vermeint1 habt ,ihr kein ,recht1 diesen ,menschen zu tten48 ,und zu dem ,sahib3 ,solange ,du den ,gott1 dessen ,hoheit ,ihr ,christen durch ,scheiterhaufen retten wollt1 nicht kennst1 hast ,du kein ,recht1 ,deinen ,diener zu schtzen4 ,denn diese ,brahmanen tun nichts als was ,ihr ,christen stets getan habt und stets tun wrdet1 falls ,ihr die ,macht dazu httet48 ,und zu beiden3 ,so lat einstweilen die ,sache in der ,schwebe1 solange bis ,ihr beide das kennt1 warum ,ihr streitet4 ,habt ,ihr es aber erkannt1 so kommt wieder zu mir1 und ich will ,euren ,fall schlichten48 ,illustration ,verlag von ,walter ,markgraf1 ,breslau ,,viii4 ,paul ,dahlke3 ,buddhismus als ,weltanschauung4 ,preis #f ,mark4 ,inhalt3 ,erster ,aufsatz3 ,was ist ,weltanschauung und ist sie notwendig8 -- ,zweiter ,aufsatz3 ,glaube und ,weltanschauung4 -- ,dritter ,aufsatz3 ,wissenschaft und ,weltanschauung4 -- ,vierter ,aufsatz3 ,zur ,einfhrung in die ,gedankenwelt des ,buddha ,gotama4 -- ,fnfter ,aufsatz3 ,der ,buddhismus als ,weltanschauung4 -- ,sechster ,aufsatz3 ,der ,buddhismus als ,arbeitshypothese4 -- ,siebenter ,aufsatz3 ,der ,buddhismus und das ,problem der ,physik4 -- ,achter ,aufsatz3 ,der ,buddhismus und das ,problem der ,physiologie4 -- ,neunter ,aufsatz3 ,der ,buddhismus und ,problem der ,biologie4 -- ,zehnter ,aufsatz3 ,der ,buddhismus und das ,problem der ,kosmologie4 -- ,elfter ,aufsatz3 ,der ,buddhismus und das ,problem des ,denkens4 -- ,abschlu4 ,die ,bedeutung des ,buddhismus fr unsere ,zeit ,preis --4#fj ,mark4 ,walter ,markgraf3 ,der ,pfad der ,wahrheit1 7,dhammapadam7 ,preis #a4hj ,mark4 ,kleiner buddh4 ,katechismus4 #b4-c4 ,tausend4 ,preis --4#dj ,mark4