,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #ahgd erschienenen ,buchausgabe so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche1 altertmliche sowie inkonsistente ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert4 ,insbesondere italienische ,personen- und ,ortsnamen wurden teils eingedeutscht1 latinisiert oder in der franzsischen ,form verwendet2 diese und andere ,varianten wurden dem ,original entsprechend bernommen4 ,funoten wurden der bersichtlichkeit halber an das ,ende des jeweiligen ,kapitels verschoben4 ,umlaute in ,grobuchstaben 71 1 7 wurden in ihrer ,umschreibung dargestellt 7,ae1 ,oe1 ,ue74 ,das ,inhaltsverzeichnis wurde vom ,bearbeiter erstellt4 ,versehentlich wurde im ,original die ,kapitelnummer ,,xiii erneut vergeben4 ,in der vorliegenden ,fassung wurden die betreffenden ,kapitel in der korrekten ,reihenfolge neu nummeriert4 ,in der ,aufzhlung und ,beschreibung von ,leonardo da ,vincis ,maschinen 7,s4 #gf ff47 wurden offenbar vom ,autor einige ,punkte ausgelassen1 so dass die ,nummerierung nicht durchgehend erscheint4 ,besondere ,schriftschnitte wurden in der vorliegenden ,fassung mit den folgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 kursiv3 ,unterstriche fett3 ,doppelkreuze gesperrt3 ,tilden ,das ,caret-,zeichen 77 steht fr ein nachfolgendes hochgestelltes ,zeichen4 ,,leonardo ,,da ,,vinci ,,als ,,ingenieur ,,und ,,philosoph4 ,,ein ,,beitrag ,,zur ,,geschichte ,,der ,,technik ,,und ,,der ,,induktiven ,,wissenschaften ,,von ,dr4 ,,hermann ,,grothe4 ,,mit #gg ,,holzschnitten ,,und ,,einer ,,facsimilirten ,,tafel4 ,illustration ,,berlin1 ,,nicolaische ,,verlags-,,buchhandlung 7,,stricker7 #ahgd4 ,das ,recht der ,uebersetzung in fremde ,sprachen ist vorbehalten4 ,vorwort4 ,die hiermit der ,oeffentlichkeit bergebene ,schrift behandelt die hervorragende ,stellung1 welche dem groen ,maler ,leonardo da ,vinci auf den ,gebieten der ,naturwissenschaft und der ,technologie gebhrt und soll als ein ,beitrag zur ,geschichte der induktiven ,wissenschaften und der ,technik angesehen werden4 ,zur ,grundlage dienten mir die ,notizen und ,skizzen1 welche ich aus den ,manuskripten des ,leonardo entnahm4 ,der ,beifall1 der mir bei ,gelegenheit des ,vortrags hierber im ,verein fr ,gewerbeflei in ,preuen zu ,theil wurde1 ermuthigte mich1 diese ,arbeit -- die erste1 welche sich bemht1 die vielseitige ,bedeutung des groen ,mannes fr die ,wissenschaft und ihre ,geschichte zu wrdigen und bekannter zu machen -- in den ,verhandlungen des ,vereins niederzulegen1 aus welcher sie nun als eine selbststndige ,ausgabe auch fr das grere ,publikum vorliegt4 ,fr die freundliche ,durchsicht und ,kritik beim ,druck sage ich dem ,herrn ,geh4 ,regierungsrathe ,prof4 ,f4 ,reuleaux hier gern meinen besonderen ,dank4 ,berlin1 im ,juli #ahgd4 ,h4 ,grothe4 ,inhalt4 ,kapitel ,i4 #a ,kapitel ,,ii4 #i ,kapitel ,,iii4 #ad ,kapitel ,,iv4 #ba ,kapitel ,v4 #bc ,kapitel ,,vi4 #bd ,kapitel ,,vii4 #cg ,kapitel ,,viii4 #df ,kapitel ,,ix4 #ea ,kapitel ,x4 #ef ,kapitel ,,xi4 #eg ,kapitel ,,xii4 #ei ,kapitel ,,xiii4 #fb ,kapitel ,,xiv4 #fc ,kapitel ,,xv4 #fg ,kapitel ,schlu4 #ij ,kapitel ,anhang4 #ic ,leonardo da ,vinci als ,ingenieur und ,philosoph4 ,ein ,beitrag zur ,geschichte der induktiven ,wissenschaften und der ,technik des ,maschinenwesens4 7,periode #adej-aeai47 ,von ,dr4 ,hermann ,grothe4 ,mit #gg ,holzschnitten und #a autographirten ,tafel4 ,i4 ,nachdem ein ,jahrhundert etwa vergangen ist seit jener ,epoche1 welche uns die groen ,schpfungen des ,maschinenwesens geboren hat1 ist es an der ,zeit1 die geschichtlichen ,daten dieser und der folgenden ,zeit zu sammeln und festzustellen1 damit dem spteren ,forscher die ,arbeit erleichtert und der ,vergessenheit so viel als thunlich entrissen werde4 ,aber diese ,geschichte kann nicht ohne ,rckblick auf die frheren ,perioden geschrieben werden1 denn die ,errungenschaften der neueren ,zeit stehen mit dem ,schaffen der vorhergehenden ,zeit in ,verbindung2 hufig fuen sie in dem vormals ,gefundenen und ,versuchten1 und das1 was in neuerer ,zeit gefunden8 wurde und wird1 ist nicht immer gefunden1 sondern wiedergefunden1 indem der schaffende ,geist einzelner ,vorfahren denselben ,gedanken1 der ,zeit vorauseilend1 ausfhrte1 aber in den ,verhltnissen der ,zeit keinen fruchtbaren ,boden haben konnte fr das ,produkt der schpferischen ,thtigkeit4 ,zweierlei sind die ,kennzeichen der seitherigen ,erfindungen gewesen1 ob sie gro und anerkannt wurden1 oder ob sie vergessen blieben1 -- erstens1 da sie etwas ,neues enthielten und darboten1 was das ,bestehende an ,leistungsfhigkeit und ,nutzen berragte1 -- zweitens1 da sie wohl ,neues in sich bargen1 aber ,neues1 dessen ,neuheit entweder nicht leistungsfhiger sich zeigte als ,bestehendes fr gleichen ,zweck1 oder aber so auerordentlich viel mehr leistete und so viel ,neues mit sich brachte1 da der ,menschengeist der gewhnlichen ,menge der ,zeit nicht ausreichte1 diese hohe ,leistung zu begreifen1 viel weniger zu benutzen4 ,ja nicht selten sind die ,flle1 wo an ,spekulationen1 selbst wenn sie ,neues schafften und enthielten ohne die ,leistung des ,bestehenden zu bertreffen1 ein ,menschengeist zu ,grunde ging und in eingebildetem ,undank der ,welt seinen geistigen ,tod fand1 -- aber jene ,flle sind noch hufiger1 da das seiner ,zeit voreilende ,genie ,erfindungen machte1 die seinen ,zeitgenossen wegen der ,gre der ,idee unheimlich1 gefhrlich1 ja strafbar erschienen6 ,wie viele frhere ,entdeckungen uns verloren gegangen sind durch ,aberglauben und ,wortglauben1 durch die ,verfolgungen der fanatischen ,geistlichkeit1 die jeden denkenden ,mann im ,mittelalter zu verdchtigen fr nothwendig fand1 und andererseits durch die ,furcht vor den entsetzlichen ,folgen nur des ,verdachtes einer ,unglubigkeit1 die aus jeder ,that und jedem ,wort herauszudeduziren war1 -- wir knnen es nicht ermessen4 ,allmhlich nur tauchen hier und da ,notizen auf1 ,funde der fleiigen ,forscher1 da diese und jene neue ,sache bereits vor ,jahrhunderten versucht ward1 welche jetzt vollen ,gebrauch geniet1 nachdem sie wieder erstanden ist4 ,die freiere ,denkungsart unserer ,zeit bricht sich nach allen ,richtungen hin ,bahn1 und was frher ngstlich verborgen ward1 gelangt allgemach zur ,kenntni1 und besttigt das1 was wir oben angefhrt4 ,es ist aber nothwendig1 bei der ,beurtheilung der ,leistungen der ,jetztzeit die frheren ernst zu bercksichtigen4 ,wir mssen uns daher damit beschftigen1 den frheren ,erfindern und ,erfindern von ,bedeutung nachzuspren1 vielleicht erhlt dann manches ,blatt der ,geschichte der ,erfindungen einen anderen ,inhalt1 und manches ,bild gewinnt einen neuen ,reiz oder verblat im ,scheine der ,vorzeit4 ,fr die ,geschichtsschreibung ber die ,entwicklung der maschinellen ,apparate und ,vorrichtungen ist im allgemeinen noch wenig gethan4 ,ist doch berhaupt die geschichtliche ,entwicklung der ,technologie noch ungengend durchforscht1 und alle ,berichte darber glnzen noch durch ihre ,lckenhaftigkeit4 ,im ,ende des vorigen ,jahrhunderts lebte krzere ,zeit hindurch ein regeres ,streben hierfr1 und dieser ,periode verdanken wir die fleiigen ,arbeiten ,heeren's1 ,beckmann's1 ,poppe's1 ,gmelin's1 ,murhard's1 ,scheibel's1 ,heilbronner's1 ,meuken's1 ,rosenthal's u4 ,a4 und der ,encyklopdisten4 ,allein1 wenn auch die encyklopdische ,literatur weiterwucherte1 -- die eigentlich geschichtliche ,forschung verlor an ,intensitt4 ,mit ,ausnahme einzelner spezieller ,geschichtsschreibungen ber technische ,einzelgebiete besitzen wir kein einziges umfassendes ,werk ber ,geschichte der ,technologie1 denn auch ,karmarsch's jngst erschienenes bedeutendes ,werk hat nur die ,geschichte der ,technologie im letzten ,jahrhundert zum ,vorwurf und greift nur hin und wieder wirklich eingehender auf die frhere ,zeit hinber4 ,nicht mit ,unrecht hat man geltend gemacht1 da dieser ,umstand seine ,entstehung der unvollkommenen ,erledigung der ,geschichtsschreibung fr diejenigen ,wissenschaften zuzuschreiben habe1 welche als ,fundamente der ,technologie im umfassendsten ,sinne gelten mssen4 ,wo wir auch hingreifen im ,gebiet der angewendeten ,mechanik1 immer finden wir den ,einflu der induktiven ,wissenschaften mchtig wirksam4 ,die ,naturbetrachtung und die ,naturforschung ist die ,mutter aller unserer ,hlfsgerthe1 und die ,erzeugung der letzteren ist um so hufiger und um so erfolgreicher1 je mehr naturwissenschaftliche ,studien getrieben worden sind4 ,die ,geschichte der induktiven ,wissenschaften sowohl als die ,geschichte der alten ,philosophen lehrt uns dies4 ,mit ,thales begann die ,naturforschung um #fjj v4 ,chr4 einen bestimmten ,karakter zu gewinnen4 ,durch ,pythagoras ward sie fortgefhrt und nach gewissen ,richtungen hin ausgebildet4 ,hippokrates1 ,sokrates1 ,plato lernten von der ,natur und basirten ihre ,philosophien auf solchen ,anschauungen4 ,herodot und ,theophrastus wuten die ,bedeutung der ,naturwissenschaften durchaus zu schtzen1 und ihre ,werke dienten denselben4 ,aristoteles begriff vielleicht am besten die gewaltige ,bedeutung der ,naturforschung durchweg und bemhte sich1 den ,gesetzen der ,natur auf die ,spur zu kommen4 ,wenn er in vielen ,dingen hierfr absolut falsche ,bahnen betrat1 so war doch sein ,wort und sein ,bestreben von allerwichtigstem ,einflu1 und von ihm an1 -- lange1 zu lange sogar in fast sklavischer ,anerkennung seiner ,autoritt -- trieb man ,mathematik1 ,mechanik1 ,astronomie u4 s4 w4 in seinem ,geiste und in ,nachfolge seiner ,bahnen4 ,das ,museum zu ,alexandria und seine ,gelehrten konnten sich nicht vom ,aristotelischen ,einflu losmachen1 wenn auch ,einzelne wie ,euklides1 ,eratosthenes1 ,hipparchus1 ,aristarchus selbststndig auftraten4 ,die ,lehren des ,aristoteles entbehrten der ,klarheit1 und ohne aus einer wirklichen ,erfahrung oder aus ,versuchen hervorzugehen1 enthielten sie lediglich ,spekulationen1 zwar oft geistreich und hart an der ,wahrheit hinstreifend1 aber ohne ,beweis und ,beleg aus der ,natur der ,dinge selbst4 ,wie ein strahlender ,held der wirklichen ,forschung1 der ,durchdringung der ,gesetze der ,natur taucht dazwischen ,archimedes 7#bhg-bab v4 ,chr47 auf1 von dem ,silius ,italicus schreibt3 ,ewige ,zierde verlieh ein ,mann der korinthischen ,pflanzstadt1 ,weit voraus an ,talent den anderen ,shnen der ,tellus1 ,arm an ,besitz1 doch offen dem ,auge lag ,himmel und ,erde6 und von dem unser ,leibnitz sagt3 ,wer den ,archimedes zu begreifen im ,stande ist1 der wird den ,entdeckungen der ,neuzeit lauere ,bewunderung schenken48 ,das ,urtheil des ,plutarch ber die geistige ,kraft dieses ,mannes1 ber seine ,gesinnung und ber seinen ,eifer als ,forscher ist fr uns von allerhchster ,bedeutung4 ,er sagt3#a ,solchen ,stolz und solche ,hoheit des ,geistes und solchen ,reichthum an ,wissen besa ,archimedes1 da er grade ber die ,dinge1 durch welche er sich den ,namen und ,ruhm nicht eines menschlichen1 sondern beinahe eines gttlichen ,verstandes erworben hatte1 nichts ,schriftliches hinterlassen wollte1 weil er die ,beschftigung mit der ,mechanik und berhaupt jeder ,kunst1 die sich mit den praktischen ,bedrfnissen befat1 fr unedel und niedrig hielt4 ,mit ,vorliebe beschftigte er sich allein mit solchen ,gegenstnden1 die1 ganz abgesehen von ihrer ,nothwendigkeit1 schn und vortrefflich sind4 ,es ist nicht mglich1 in der ,geometrie schwierigere und tiefsinnigere ,aufgaben einfacher und klarer gelst zu finden4 ,und dies schreiben ,einige dem angebornen ,genie des ,mannes zu1 ,andere dagegen sind der ,meinung1 da durch seinen auerordentlichen ,flei jedes ,einzelne den ,anschein von leicht und mhelos ,gefertigtem erhalten habe4 ,denn whrend man durch eigenes ,nachdenken einen ,beweis nicht findet1 entsteht zugleich mit dem ,erlernen die ,einbildung1 da man ihn doch auch selbst htte finden knnen2 auf einem so leichten und schnellen ,wege fhrt ,archimedes zu dem1 was er beweisen will4 ,man hat daher auch nicht ,ursache1 dem keinen ,glauben zu schenken1 was von ihm erzhlt wird1 da er nmlich1 wie immer1 von einer befreundeten und vertrauten ,sirene bezaubert1 ,essen und ,trinken verga und die ,pflege seines ,krpers vernachlssigte4 ,oft nthigte man ihn mit ,gewalt zum ,salben und ,baden2 aber auch dann bemalte er die ,hnde mit geometrischen ,figuren und zog auf dem gesalbten ,leibe mit dem ,striegel ,linien1 von groem ,vergngen berwltigt und wirklich von den ,musen in ,verzckung versetzt48 ,leider wissen wir sowohl von seinem ,leben nur ,unzureichendes als auch von der augenscheinlichen ,flle seiner ,arbeiten4 ,die ,nachrichten1 welche uns darber von anderen ,schriftstellern aufbewahrt wurden1 lassen nur um so schmerzlicher die schweren ,verluste beklagen4 ,wie des ,archimedes ,erfindungsgeist die meisten ,theile der ,mathesis mit wichtigen ,entdeckungen bereicherte1 so auch die ,mechanik4 ,allein von allen seinen ,arbeiten sind uns seine ,schriften ber die ,kugel und den ,cylinder1 ber die ,ausmessung des ,kreises1 ber ,sandberechnung1 ber die ,spirale1 ber ,conode und ,sphrode1 vom ,gleichgewicht und ber das ,centrum gravitatis1 ber die ,quadratur der ,parabeln bekannt4 ,und auch diese haben wir nur aus der ,rezension des ,isodorus und seines ,schlers ,eutocius erhalten1 welcher letztere einen werthvollen ,kommentar dazu gab4 ,in manchen ,schriften des ,mittelalters klingt es freilich1 als ob noch andere ,schriften des ,archimedes vorhanden waren1 -- allein fr uns scheinen sie verloren6 -- ,aber was noch viel beklagenswerther war1 mit ,archimedes' ,tode waren auch seine ,gesetze und ,lehren schnell vergessen4 ,man wute wohl noch1 wie sie lauteten1 -- aber kannte die ,beweisfhrung dafr nicht mehr1 und eine kurze ,zeit nachher war wieder alle ,naturforschung auf die ,aristotelische ,methode zurckgekommen4 ,archimedes hatte die intellektuelle ,welt aus ihrer ,ruhe aufgeweckt1 aber sie fiel gleich wieder in ihre frhere passive ,ruhe zurck1 und die ,wissenschaft der ,mechanik blieb dort stehn1 wo man sie hingestellt hatte48 ,unter den spteren ,naturforschern ragt noch ,ptolomaeus hervor1 soweit wir ihn aus den ,ueberbleibseln seiner ,schriften kennen1 und vor ihm war ,hipparchus fr die ,astronomie von hervorragender ,bedeutung4 ,von den ,arbeiten dieser bedeutenden ,mnner blieb nur sprliche ,kunde4 -- ,die ,methode des ,mittelalters1 die ,natur zu betrachten1 wandte sich mit vollen ,segeln der ,aristotelischen ,weise zu1 und der ,einflu des ,archimedes war erloschen4 ,schon die ,gelehrten1 die noch wesentlich im klassischen ,alterthum futen1 wie ,pappus1 einer der besten ,mathematiker der alexandrinischen ,schule 7#djj v4 ,chr471 hatten keine ,kenntni mehr von den klaren ,lehren des ,archimedes1 und jene kommentatorische und kritische ,arbeit des ,isodorus und ,eutocius ber die archimedischen ,schriften ward ignorirt und erst nach ,jahrhunderten wieder hervorgeholt1 ja neu aufgefunden4 ,die ,lehre des ,aristoteles aber ward berall1 ohne ,kritik fast1 acceptirt1 sie ward ein effektives ,glaubensbekenntni1 dem selbst die ,araber ihre ,anhnglichkeit schenkten1 und von der das christliche ,mittelalter entzckt war und dem es blind angehrte -- freilich mit dem fters wiederholten ,bedauern1 da ,herr ,aristoteles leider ein ,heide gewesen68 ,da in den mechanischen ,dingen eine solche absolute ,dunkelheit und ,verwirrung herabgesunken war und diese schwer und dauernd auf den ,geistern des ,mittelalters ruhte1 -- hatte die ,folge1 da im ,mittelalter ein ,fortschritt in ,anwendung der ,mechanik und berhaupt der ,naturgesetze sehr wenig bemerkbar wurde4 ,die damaligen ,verbesserungen an ,handwerksgerth und ,hausmaschinen waren ,kinder der ,zuflligkeit1 nicht des begrndeten ,handelns4 -- ,in dieser ,dunkelheit erschien dann #abad-abic ein hellerer ,geist1 ein jedenfalls merkwrdiger ,mann1 mit ,begriffen und ,ansichten1 die sich aus der lahmen ,denkweise seiner ,zeit krftig abhoben4 ,er beobachtete schrfer1 als es in seiner ,zeit ,gebrauch war1 er machte sich mehr frei von den ,banden aristotelischer ,weisheit als einer seiner ,zeitgenossen oder ,gelehrten vor ihm1 er predigte die ,wichtigkeit des ,experimentes und blickte auf die ,kenntni seiner ,zeit herab wie auf die ,kindheit der ,wissenschaft1 wie ,whewell richtig bemerkt4 ,aus den arabischen ,schriftstellern1 wie man oft behauptet1 konnte dieser ,mann1 ,roger ,bacon1 nicht schpfen1 sie waren ebenfalls den aristotelischen ,lehren ergeben1 und er erhebt sich so weit darber hinaus6 ,alleinstehend in seiner ,zeit bezeichnet uns ,roger ,bacon doch eine erste ,regung des gebildeten ,geistes zu selbststndigen ,gedanken und selbstthtigem ,schaffen1 und er beginnt eigentlich die ,kette der ,philosophen1 die es versuchten1 die ,banden der hergebrachten ,anschauungsweise zu zerbrechen4 ,der ,beginn eines ,erwachens der ,wissenschaften1 die an die ,natur sich anschlieen1 wird durch ihn erffnet4 ,nach der allgemeinen ,annahme ersteht mit ,galilei dann die ,naturwissenschaft aus ihrem ,schlummer gnzlich #afjb4 ,ueber die dazwischen liegende ,periode ist wenig bekannt4 ,warum8 ,wir finden1 da der ,glanz der ,ideen und ,gesetze des ,kopernikus und des ,galilei die unmittelbar vorangehende ,vorbereitungszeit verdunkelte6 da die schnelle ,fortentwicklung der induktiven ,wissenschaften durch sie und nach ihnen vergessen machte zu untersuchen1 was vorher bekannt war1 wer vorher in gleicher ,richtung gearbeitet hatte4 ,man wute nicht1 wie weit die ,ideen beider ,originalideen waren1 und begngte sich mit der ,thatsache der ,neuschpfung der ,wissenschaft4 ,aber jede groe ,zeit hat ihre vorhergehende oft langsame ,vorbereitung1 und sie fehlte auch dieser ,periode nicht4 ,aus der ,entwicklung der ,handwerke und ,knste heraus entstanden ,anregungen fr die wissenschaftliche ,beobachtung1 entstanden ,erfahrungen und ,fakta1 welche unbezweifelt dastanden1 aber in ihrer ,entstehungsweise unerklrt geblieben waren1 ihres ,beweises und ihrer ,begrndung entbehrten4 ,politische ,ereignisse pflegen stets mit den ,kulturentwicklungen ,hand in ,hand zu gehen6 ,und so finden wir den ,schlssel1 da ,italien die ,sttte der ,aufklrung werden mute1 jenes ,land1 wo in jener ,periode das ,individuum eine ,stellung gewann1 wo in vielen kleinen ,republiken und ,staaten die ,arbeit neben dem ,streben nach ,erhaltung der ,unabhngigkeit alles durchlebte bis in die kleinste ,htte hinein1 wo ,venedigs meerbeherrschende ,flotte den ,orient zum ,occident herantrug1 wo die ,sehnsucht nach der ,konstituirung der ,macht in der ,blthe der ,handwerke und ,knste gestillt ward und kein ,mittel unversucht blieb1 die ,industrie an gewisse ,sttten zur ,wahrung ihrer ,macht zu bannen1 -- wo ,kriege von dem ,einen unternommen wurden1 um lediglich ,industrien dem ,andern zu entreien und sich zuzueignen1 -- wo die ,erfindungen ,nationaleigenthum und so hoch geschtzt wurden1 da deren ,verrath gleichsam als ein ,verrath am ,vaterlande sogar mit dem ,tode bestraft wurde6 ,solche ,ansichten1 solche ,manahmen durchzogen jene ,zeit2 ,hand in ,hand mit den politischen ,ereignissen gingen die industriellen ,ereignisse4 ,roger ,,ii4 von ,sicilien wollte seinem ,lande die ,seidenzucht und die ,seidenweberei schaffen1 weil er sah1 da beides den griechischen ,landen ,reichthum brachte -- und er berzog ,griechenland mit ,krieg und fhrte im ,siege alles mit hinweg1 was zur ,grndung der ,seidenindustrie in ,palermo nothwendig war4 ,als ,lucca im ,besitz des ,seidenbaues und der ,seidenmanufactur war1 schlo es sich eng ab und gab so durch ,macht und ,reichthum1 aus dieser ,quelle entsprossen1 ,anla zum ,neide der ,nachbarn1 dem dann die ,zerstrung der ,stadt durch ,uebermacht folgte4 ,bologna geno fast #abj ,jahre die ,segnungen eine ,spinnmaschine von ,borghesano und gewann ,macht und ,marmorpalste1 bis das ,geheimni der ,maschine verrathen ward1 und in ,folge davon nach ,angabe der ,chronisten #cj1jjj ,menschen brodlos wurden4 ,dieses ,beispiel zumal zeigt uns den gewichtigen und merkwrdigen ,einflu bedeutender ,erfindungen und die eigenthmliche ,stellung der ,handwerksfortschritte in der ,kleinstaaterei ,italiens4 ,in ganz hnlicher ,weise konnten sich die ,glasmacher auf ,murano in ,venedig von aller ,welt isoliren und ihre ,kunst geheimhalten zu eigenem ,vortheil4 ,in gleicher ,stellung wurde das florentinische ,tuchbereitungsgewerbe als ,unicum erhalten etc4 ,alle diese ,thatsachen aber weisen auf eine ,vorbereitungszeit hin1 -- ber welche wir wenig bisher wissen4 ,es mu in jener ,zeit hervorragende ,erfinder und ,verbesserer fr die ,handwerke gegeben haben1 und zwar reichlicher1 als die wenigen ,namen andeuten1 die uns bisher bekannt wurden4 ,aus der ,entwicklung der ,industrie aber muten nothwendig neben dem ,reichthum und der ,macht zahlreiche ,anregungen hervorgehen1 zu ,studien1 zur ,erforschung der ,naturkrfte1 die in den zur ,industrie benutzten ,mitteln sichtbar oder unsichtbar sich konstatirten4 ,eine ,geschichte der ,technologie kann nicht geschrieben werden ohne eingehendste ,durchforschung der ,quellen1 welche ber diese ,vorbereitungsperiode berichten1 ebensowenig eine ,geschichte der induktiven ,wissenschaften4 ,was sagt ,whewell in seiner ,geschichte der induktiven ,wissenschaften ber die ,vorperiode der ,galilei'schen ,zeit8 ,der ,scharfsinn des groen ,mannes 7,archimedes7 war nahe daran1 die so tief verborgene ,wahrheit 7der ,statik7 zu entdecken1 aber der dichte ,nebel1 den er auf einen ,augenblick durchbrach1 schlo sich sofort hinter seinen ,schritten1 und die alte ,finsterni und ,verwirrung lagerte sich wieder auf das ganze ,land4 ,und diese dunkle ,nacht whrte beinahe volle zwei ,jahrtausende bis auf die ,epoche ,galilei's1 namentlich bis zur ersten ,ausbreitung der ,kopernikanischen ,entdeckung48 ,whewell hat wohl den ,fortschritten der astronomischen ,entwicklung manche werthvolle ,leistung aus der ,periode vom #ac41 #ad4 und #ae4 ,jahrhundert anzureihen1 -- aber in der ,entwicklung der mechanischen ,gesetze kann er uns zwischen ,archimedes und ,galilei wenige auffhren1 die von einiger ,bedeutung waren1 und auch diese1 wie ,cardanus1 ,ubaldi1 ,benedetti1 ,varro gehrten schon dem #af4 ,jahrhundert an4 ,er gesteht auch einfach ein1 da er diese ,zeit nicht kannte1 da sie bis dahin undurchforscht geblieben6 ,er sagt zum ,schlu des ,abschnittes1 nachdem er gezeigt1 wie ,benedetti #aeea in einer ,begrndung ber den ,steinwurf mit hervorragender ,klarheit den ,begriff der accelerirenden ,bewegung 7die selbst ,galilei erst spter sich zu eigen machte7 darlegte3 ,obschon ,benedetti solchergestalt auf dem ,wege war1 das erste ,gesetz der ,bewegung1 das ,gesetz der ,trgheit1 zu entdecken1 nach welchem alle ,bewegung geradlinig und gleichfrmig ist1 so lange sie nicht durch uere ,krfte verndert wird1 -- so konnte doch dieses ,prinzip nicht eher allgemein aufgefat1 noch gehrig bewiesen werden1 bis auch das andere ,gesetz1 durch welches die eigentliche ,wirkung der ,krfte bestimmt wird1 in ,betrachtung gezogen wurde4 ,wenn also auch eine unvollkommene ,appreziation dieses ,prinzips der ,entdeckung der ,bewegungsgesetze vorausgegangen war1 so mu doch die wahre ,aufstellung desselben erst in die ,periode1 wo alle diese ,gesetze selbst entdeckt wurden1 das heit1 in die ,periode des ,galilei und seines ersten ,nachfolgers gesetzt werden48 ,als ,whewell dieses harte ,dogma ausgesprochen und niedergeschrieben hatte1 da fiel ihm ein ,buch in die ,hand1 welches von einigen ,lehren aus ,leonardo da ,vinci's ,manuskripten berichtete4 ,der erstaunte ,geschichtsschreiber las und sah1 wie in ,leonardo's ,lehren vieles bisher ,vermite und ,unaufgeklrte deutlich enthalten war -- und das ,wenige1 was ihm hiervon vorlag1 reichte schon hin1 ,whewell zu bewegen1 folgenden ,nachsatz zu machen1 nachdem er anerkannt1 da ,galilei's ,ansichten und ,lehren an vielen ,orten mit denen des ,leonardo viel ,aehnlichkeit haben1 und nachdem er gezeigt hatte1 da ,leonardo dem ,galilei in ,anspruch einer ,reihe von wichtigen mechanischen ,gesetzen zuvorkam1 --3 ,die allgemeine ,betrachtung1 zu der diese ,bemerkungen ,anla geben1 ist wohl die1 da die ersten wahren ,ansichten von der ,bewegung der ,himmelskrper um die ,sonne und von der ,bewegung berhaupt seit dem ,anfang des #af4 ,jahrhunderts in den bessern ,kpfen sich zu regen und zu fermentiren begannen1 und da sie allmhlich ,klarheit und ,festigkeit schon etwas vor jener ,zeit angenommen haben1 wo sie ffentlich aufgestellt sind68 ,die ,thatsache1 welche dem ,whewell entgegentrat1 da ,leonardo volle hundert ,jahr frher als ,galilei bereits klare ,ansichten ber die ,anwendung der ,hebelgesetze1 ber die schiefe ,ebene1 ber die ,zeit des freien ,falls etc4 hatte1 imponirte1 wie wir sehen1 dem geistreichen ,geschichtsschreiber1 aber seine ,zeit bot ihm noch keine ,hlfsmittel1 um seinen ersten ,ausspruch sehr wesentlich zu modifiziren1 -- er kannte ja selbst ,leonardo's ,leistungen nur unvollstndig und unklar4 ,seitdem ist hier und da ein neuer ,beleg aufgetaucht fr die ,nothwendigkeit der nheren ,durchforschung der wissenschaftlichen ,geschichtsquellen1 um jene ,zeit aufzuhellen4 -- ,weshalb1 diese ,frage stt uns auf1 wissen wir so wenig aus jener ,zeit8 -- ,schon oben fhrten wir aus1 wie die ,industrien der ,staaten sich abschlossen6 ,ebenso eiferschtig war man anfangs in wissenschaftlichen ,dingen1 -- man denke doch nur an die ,disputationen und ,kothwerfereien zwischen den italinischen ,universitten des ,mittelalters1 die ber die einfachsten1 sowie ber die absurdesten ,dinge mit gleicher ,heftigkeit gefhrt wurden1 -- ohne irgend einen ,kern von ,geist und,wissenschaft6 ,man denke an den religisen ,einflu1 der jede freie ,meinungsuerung1 die von kanonisirten ,vorschriften abwich1 verfluchte und vernichtete4 ,die eigentliche ,scholastik und der ,nominalismus haben naturwissenschaftliche ,forschungen nicht verhindert1 -- wohl aber that es der ,verfall der scholastischen ,philosophie im #ae4 ,jahrhundert1 whrend welcher ,zeit der ,dogmatismus unterging und der ,skeptizismus sein ,haupt erhob48 ,wenn man ber ,fragen eifrig debattirte1 wie die1 welches ,kleid der ,engel angehabt1 der der heiligen ,jungfrau die ,meldung des ,himmels brachte88 und andere1 wie sie die ,quaestiones ,quodlibeticae enthielten1 -- dann mu man von vornherein annehmen1 da ernste ,arbeiten ohne ,bercksichtigung blieben und keine ,oeffentlichkeit erlangten4 ,alles hatte sich gleichsam in jener ,periode dem ,bekanntwerden besserer und aufgeklrter ,ansichten widersetzt3 die ,kirche1 die ,universitt1 die ,staatseinrichtung1 die industriellen und kommerziellen ,einrichtungen und ,manahmen4 -- ,wie sehr die ,publikationen vergessen wurden1 davon zeugt die gnzliche ,vergessenheit und ,unbekanntschaft der ,manuskripte ,leonardo's schon zu seiner ,zeit4 ,keiner der ,schriftsteller ber ,mechanik1 ,mathematik1 ,metallurgie1 ,handwerke u4 s4 w4 im #af4 ,jahrhundert nennt seinen ,namen4 ,vannuccio ,biringoccio1 der in seinem ,handbuch der ,metallurgie nur frhere ,werke exzerpirte 7#aedj71 zitirt ihn nicht1 ebenso die ganze ,schaar spterer ,schriftsteller1 trotzdem ,leonardo da ,vinci der ,metallurgie nahe stand4 ,ebenso kennen ihn die ,autoren ber ,mechanik nicht u4 s4 w4 ,einzig bekannt und anerkannt waren seine ,schriften zur ,hydraulik1 die zu seinen ,lebzeiten bereits in die ,oeffentlichkeit drangen4 ,solche ,flle sind nicht selten gewesen2 sie kehrten oftmals wieder und sind theils begrndet in den politischen ,ereignissen1 -- mehr noch hngen sie davon ab1 in wessen ,hnde nachgelassene ,manuskripte bergehen6 und hierin liegt1 wie wir noch ausfhrlicher mittheilen werden1 der ,grund fr die ,einflulosigkeit der ,aufzeichnungen des ,leonardo1 die wir tief beklagen mssen nach jeder ,richtung hin4 -- ,wenn wir oben bemht waren zu zeigen1 welche ,nothwendigkeit vorherrscht1 fr die ,klarlegung der ,geschichte der induktiven ,wissenschaft und auch speziell der ,geschichte der ,technik ein ,geschichtsstudium zu fordern1 welches sich auf die vor-,galilei'sche ,periode bezieht1 um zu einer richtigen ,wrdigung der ,galilei'schen ,epoche selbst zu gelangen und die ,geschichtsfakta organisch zu regeln und richtig zu benutzen1 um die ,gre und den ,werth der ,fortschritte der ,neuzeit zu ermessen1 so haben wir damit gleichsam ein ,motiv beigebracht fr unsere nachstehenden ,studien ber ,leonardo da ,vinci1 als den hervorragendsten ,vorgnger ,galilei's und besonders auch als den ,schriftsteller1 der ber die ,ansichten und ,kenntnisse seiner ,zeit ,licht verbreitet4 #a ,plutarchi vit4 parall43 ,marcellus4 ,,ii4 ,wir wollen zunchst ber ,leonardo da ,vinci's ,leben und ,wirken im allgemeinen das ,nothwendige beibringen4 ,die ,lebensumstnde sind von ,wichtigkeit auf sein ,schaffen und ,denken gewesen4 ,leonardo war der natrliche ,sohn des ,ser ,piero da ,vinci1 ,notarius der ,signoria von ,florenz1 und zwar von ,catarina1 spter verheirathete ,accattabriga di ,piero del ,vacca di ,vinci1 und ward geboren #adeb auf dem ,castell ,vinci4 ,piero da ,vinci war spter noch vier mal verheirathet und hatte auer dem ,leonardo eilf ,kinder4 ,von diesem rhrte die zahlreiche ,familie der da ,vinci her1 die sich in einer von dem ,bruder ,domenico und seinem ,enkel ,piero entstandenen ,linie bis auf den heutigen ,tag erhalten hat und heute sechs ,brder zhlt1 deren ltester den ,namen ,leonardo trgt1 geboren #ahde4 ,die ,familienverhltnisse ,leonardo's sind ,gegenstand der eingehendsten ,untersuchungen und ,nachforschungen gewesen4 ,wir erwhnen das neueste ,werk hierber3 ,ricerche intorno a ,leonardo da ,vinci von ,gustavo ,uzielli 7#ahgb74 -- ,leonardo zeigte frh schon groe ,neigung zur ,kunst und ,liebe zur ,natur1 whrend er im ,vaterhause mit seinen legitimen ,brdern erzogen wurde4 ,der ,vater ,piero erkannte das noch schlummernde ,talent seines ,sohnes und brachte ihn zu dem ,maler und ,skulptor ,verrochio4 ,dieser ,maler hatte sich weniger durch seine ,werke1 als durch die treffliche ,art der ,heranbildung von ,schlern ausgezeichnet und einen ,namen gemacht4 ,der ,einflu dieses ,mannes ward bedeutsam und entscheidend fr ,leonardo1 denn der ,lehrer unterrichtete seine ,schler in allen freien ,knsten1 zu welchen damals ,weberei1 ,metallgu und ,metallarbeit1 ,goldschmiedekunst vorzglich gerechnet wurden1 -- speziell sodann in der ,malerei und ,bildhauerkunst4 ,leonardo lernte malen1 modelliren1 die ,arbeit des ,goldschmieds und des ,webers1 und eine seiner frhesten trefflichen ,arbeiten war jener ,adam und ,eva-,karton zu einem in ,gold und ,seide zu wirkenden ,vorhang fr den portugiesischen ,knig1 der die erste ,anregung zu ,raphaels ,adam und ,eva im ,vatican gegeben haben soll4 ,die industrielle ,lage von ,florenz war zu jener ,zeit eine uerst entwickelte4 ,man studire nur die ,werke des ,balducci ,pegolotti1 pratica della mercatura und eine gleiche ,schrift von ,giovanni di ,antonio da ,uzzano1 ferner die ,werke ber die ,florentinische ,handelsgeschichte1 welche in ,lucca erschienen1 und ,canestrini's ,abhandlung ber den ,handel zwischen ,florenz und ,portugal1 und man wird ein hchst interessantes ,bild ber die emporgeblhte ,industrie von ,florenz gewinnen6 ,das ,fabrikwesen stand in ,florenz obenan1 und der gesammte ,handel dieser ,stadt bestand in ,handel mit einheimischen ,industrieprodukten4 ,trotzdem die ,kmpfe der ,guelfen und ,ghibellinen das ,gemeinwesen von ,florenz unterwhlten1 erhielt sich die ,kraft des ,mittelstandes4 ,kunstflei1 ,grohandel und ,geldverkehr nahmen stetig zu4 ,als ,florenz den ,hafen ,livorno von den ,genuesen erkauft hatte1 begann die industrielle ,blthe in groartigen ,dimensionen sich zu entfalten4 ,florenz handelte mit allen ,ksten des ,mittelmeeres4 ,da die florentinischen ,manufakturen sich einen hohen ,ruf erworben hatten1 wurde ihnen das vorzglichste ,rohmaterial zugefhrt1 ,wolle von ,spanien1 ,frankreich1 ,england4 ,florentinische ,tuchweberei bertraf die aller anderen ,staaten1 -- die ,scharlachfrberei war eine originale und geheimgehaltene ,kunst des ,staates1 und die ,appretur der ,tuche in ,florenz war so berhmt1 da die ,niederlnder1 ,franzosen1 ,englnder und ,spanier groe ,quantitten ,rohtuche nach ,florenz brachten1 um sie dort appretiren zu lassen4 ,gegen ,ende des #ae4 ,jahrhunderts war auch die ,kunst der ,seidenweberei1 der ,gold- und ,silberbrokate dort entwickelt4 ,als die ,medici die ,gewalt erlangten und ,cosmus1 der erste ,brger von ,florenz mit ,capponi vereint das ,gemeinwesen leitete1 begann das medicische ,zeitalter fr ,florenz 7und die ,welt71 so da fr ,kunst und ,gewerbflei die ,zeiten des ,perikles zurckgekehrt zu sein schienen4 ,um diese ,zeit trat ,leonardo in das rastlose ,treiben und ,schaffen von ,florenz ein4 ,er sah die herrlichen ,bauten1 er sah das ,auf- und ,abwogen des ,handels1 er trat in die ,fabriken und sah das ,bestreben1 die ,menschenhand zu ersetzen2 -- alles das mute auf den regen ,geist des jungen ,mannes einen tiefen ,eindruck machen1 sein ,sinnen und ,denken frdern und ,ideen reifen lassen4 ,wie bedeutend auch seine ,fortschritte gewesen sein mssen in der ,malerei1 lehrt uns jene ,mittheilung1 da ,leonardo in einem ,bilde seines ,meisters fr das ,kloster ,valombroso einen ,engel so trefflich gemalt hatte1 da dieser erstaunt ,palette und ,pinsel hinlegte1 um sie nicht wieder zu ergreifen 7was er in der ,that nur noch einmal spter that74 ,es wird auch mitgetheilt1 da ,leonardo eifrig die mathematische ,wissenschaft in ,florenz pflegte1 und wir haben keinen ,grund1 daran zu zweifeln1 denn ,leonardo war ja der ,renovator der wahren ,kunst1 die alle ,schnheit der ,natur in richtigen ,verhltnissen wiederzugeben strebte4 ,sein ,gemth lie ihn dabei an allen ,naturkindern ,gefallen finden2 er liebte die ,pferde und die ,vgel4 ,auerordentlich weit aber brachte er es in der ,musik1 und sie wurde der erste ,anla1 ihn von ,florenz fortzuziehen4 ,inzwischen hatte sich sein ,ruf weit verbreitet1 und eine ,schaar von wibegierigen ,schlern umgab ihn1 unter ihnen ,francesco ,melzi1 ,cesare da ,cesto1 ,bernardino ,lovino1 ,luini ,andrea ,salano1 ,marc d',ogionno1 ,sandenzio ,ferrari1 ,giov4 ,antonio ,boltraffio1 ,lorenzo ,lotto1 ,andrea ,solaris1 ,gobbo1 ,bernazano und andere4 ,der ,herzog ,ludwig ,maria ,sforza 7il ,moro7 berief den ,leonardo nach ,mailand als ersten ,violinisten1 nachdem ,leonardo in einem musikalischen ,wettkampf den ,sieg errungen hatte1 -- keineswegs ohne dabei den grten ,maler ,italiens zu der ,zeit und den inventiven ,kopf zu meinen und zu suchen4#b ,leonardo fand in ,mailand einen hervorragenden ,wirkungskreis4 ,er begrndete dort eine ,akademie der ,wissenschaften und formte den gothischen ,hof des ,herzogs in einen athenischen8 um1 wie ,houssaye#c sich ausdrckt4 ,aus jener ,zeit stammt der merkwrdige ,brief des ,leonardo1 aus welchem wir den ,kreis seiner ,beschftigungen und seines damaligen ,denkens1 als ,kriegsingenieur1 als ,architekt1 ,maler und ,skulpteur des ,herzogs ermessen knnen4 ,wir fgen diesen ,brief an geeigneter ,stelle ein4 #adhc begann ,leonardo die ,statue ,francesco ,sforza's zu modelliren1 und #adhd schrieb er seinen ,traktat von der ,malerei und verschiedene ,studien4 ,am #bc4 ,april #adij1 schreibt er selbst1 habe ich dies ,buch begonnen 7,traktat von ,licht und ,schatten7 und das ,pferd von neuem angefangen48 ,leonardo's ,thtigkeit in dem gewerb- und kunstreichen ,mailand war getheilt zwischen der ,pflege der ,malerei1 ,architektur1 ,kriegswissenschaft und des ,gewerbfleies1 der ,organisation und ,ausbildung der ,akademie1 unter welcher wir eine erste ,pflegesttte der ,wissenschaft freier und schner ,knste uns vorzustellen haben4 ,nicht mit ,unrecht wird in dieser ,beziehung angenommen1 da eine groe ,anzahl seiner handschriftlich nachgelassenen wissenschaftlichen ,betrachtungen dazu bestimmt waren1 den ,vortrgen in der ,akademie zu ,grunde gelegt zu werden4 -- ,nicht gering waren die ,ansprche des ,hofes an ,leonardo4 ,der ,herzog1 im ,besitz eines von seinem ,vater1 dem ,helden ,francesco ,sforza1 begrndeten mchtigen ,thrones1 liebte die groartige ,hofhaltung4 ,roh und gemein von ,karakter1 liebte er doch die ,knste und ,arbeiten zur ,hebung des ,landes1 vielleicht nur aus ,ehrsucht1 nebenbei war er allen ,lastern ergeben4 ,leonardo war gleichsam der ,intendant der ,hoffestlichkeiten und leistete nach dem ,zeugni der ,zeitgenossen ,niedagewesenes und errang sich den ,titel ,famosissimo8 in dieser ,beziehung4 ,zumal bei der ,hochzeit des ,herzogs mit ,beatrix von ,este und spter bei der ,vermhlung des ,kaisers ,maximilian mit ,bianca ,maria ,sforza entwickelte ,leonardo ein bedeutendes ,talent fr solche ,schaustellungen4 ,bei letzter ,gelegenheit hatte ,leonardo sein von seinen ,zeitgenossen1 ,knstlern1 ,poeten und ,laien gleichstimmig verherrlichtes ,modell zu dem ,denkmal des ,francesco ,sforza ausgestellt1 und ganz ,italien schallte von ,bewunderung und ,ruhmespreisen des ,leonardo wieder1 so da uns darnach allein schon der ,verlust dieses kolossalen und wunderbaren ,denkmals unersetzlich und beraus beklagenswerth erscheinen mu4 ,aus ,mangel an ,geld wurde der ,gu in ,erz verschoben2 endlich zerstrten gaskognische ,krieger das ,modell4 ,in diese ,periode des ,aufenthalts am ,mailnder ,hofe fallen trotz der vielseitigen ,inanspruchnahmen ,leonardo's1 wie oben skizzirt1 eine ,reihe von ,arbeiten1 die den verschiedensten ,gebieten angehrend1 berall das hohe ,genie des ,mannes kennzeichnen4 ,vor allen nennen wir das berhmteste ,gemlde das ,abendmahl8 im ,speisezimmer der ,dominikaner ,st4 ,maria delle ,grazie4 ,diese ,perle der ,malerei ward von seinen ,schlern und ,zeitgenossen eifrig studirt und nachgeahmt1 so da wir heute nicht weniger als fnfzehn bedeutende ,kopien desselben1 meistens von seinen unmittelbaren ,schlern herrhrend1 besitzen und auerdem von ,andreas ,milano dreizehn ,statuen nach dem ,gemlde1 welche #aebi beendigt und in der ,kirche zu ,savona aufgestellt wurden2 spter gab ,rubens den ersten trefflichen ,kupferstich davon1 darauf ,raphael ,morghen4 ,ferner stammen aus dieser ,periode noch eine ,reihe von ,gemlden1 von denen leider viele verloren gegangen sind4 ,bei dem ,dombau war ,leonardo hervorragend beschftigt2 er modellirte die kleinen ,aufsatzthrme und anderes4 ,fr ,beatrix baute er ein schnes ,bad4 ,seinem ,einflu gelang es1 die ,sptgothik aus dem ,baustil in ,mailand zu verdrngen und rmische und griechische ,architektur dafr einzubrgern4 ,in diese ,zeit fllt ferner sein ,versuch1 ,figuren in ,holz zu stechen und zum ,druck zu verwenden4 ,es sind uns mehrere ,proben hiervon erhalten2 ferner eine ,methode des ,selbstdrucks von ,pflanzenblttern4 #adid reiste er nach ,pavia ab zum ,anatomen ,marco ,antonio della ,torre und trieb hier in eingehendster ,weise ,anatomie1 die er fr hchst wichtig fr die ,malerei hielt4 ,kurze ,zeit darauf berreichte er dem ,herzog eine ,schrift3 ,was ist vorzglicher1 ,malerei oder ,skulptur881 welche leider verloren gegangen ist1 deren ,inhalt jedoch in seinem ,traktat ber die ,malerei gewi wiedergegeben ist4 ,unter seinem ,einflu schrieb sein ,intimus ,lucca ,paciola sein berhmtes ,buch de divina proportione81 zu welchem ,leonardo die ,figuren zeichnete und dessen ,inhalt von allen ,biographen fr ,leonardo's ,geisteswerk gehalten wird4 -- ,um #adig beschftigte den ,leonardo die ,schiffbarmachung des ,kanals von ,martesana1 ein bedeutendes gigantisches ,werk1 welches in der ,folge viel zum ,reichthum der ,stadt beitrug4 ,ebenso einflureich fr die ,fruchtbarkeit des ,landes war die ,kanalisation des ,ticino1 welche ein regelrechtes1 bis jetzt erhaltenes ,system der ,berieselung der vordem sprlich angebauten ,felder ermglichte und fr die ,lombardei berhaupt ein ,segen geworden ist1 durch die ,nachahmung dieses ersten ,werkes4 ,diese ,periode fhrte ihn zu dem intensiven ,studium der ,physik und ,mathematik4 -- ,bis #adig hatte ,leonardo einfach und sogar rmlich gelebt2 da schenkte ihm der ,herzog1 endlich erkenntlich1 einen ,weinberg4 ,interessant ist ,leonardo's ,aufzeichnung seiner ,arbeiten im ,jahre #adig4 ,unter einer ,reihe von ,gemlden1 ,zeichnungen1 ,portraits1 finden wir ,zeichnungen von ,oefen1 ,gerthen fr ,schifffahrt1 ,maschinen der ,hydraulik1 anatomische ,studien etc4 ,mit ,recht sagt ,arsne ,houssaye von diesem ,lebensjahr3 ,belle et suprme priode de sa vie4 ,une statue questre1 une fresque monumentale1 les meilleurs chapitres du ,trait de la peinture1 un canal commenc1 un fleuve ouvert la navigation1 sans qu'un seul jour le matre abandonnt son acadmie48 ,im ,jahre #adii trennte sich ,leonardo von ,mailand4 ,der ,krieg hat jene langjhrige ,huslichkeit und folgenreiche ,idylle zerstrt1 die theilweise ,leonardo selbst geschaffen1 denn der ,herzog war besiegt und gefangen in den ,hnden des ,knigs ,ludwig ,,xii4 von ,frankreich1 wo er im ,schlo ,loches #aeaj starb4 ,mailand war erobert1 und die ,aeltesten der ,stadt ersuchten ,leonardo1 zum ,empfange ,ludwig's ,,xii4 eine berraschende ,scenerie zu erfinden4 ,er machte den ,automaten-,lwen4 ,er zog sich dann auf seinen ,landsitz ,vaverolo zurck und lebte ganz wissenschaftlichen ,studien4 ,allein seine ,feinde konspirirten gegen ihn1 seine ,werke wurden bespottet1 seine ,schriften als die eines ,hretikers bekrittelt1 -- genug1 der ,undank seiner ,mitbrger trieb ihn fort4 ,er wandte sich nach ,florenz1 begleitet von seinen ,schlern und ,freunden ,paccioli und ,sala4 ,er fragte bei seinem ,freunde ,melzi vor1 und diese ,freundesfamilie berlie ihm die ,villa ,vaprio zum ,sitz4 ,freilich fand ,leonardo die ,lebensverhltnisse und mehr noch die ,kunstverhltnisse in ,florenz verndert1 allein er wute sich schnell hineinzufinden4 ,er fesselte die ,freunde der ,kunst und ,musik an sich1 und die nchsten ,pinselstriche ffneten ihm die ,huser der ,patrizier1 aus denen er die schnen ,portraits ,ginevra de' ,benci und ,mona ,lisa del ,giocundo herausgriff4 7,man wei1 da ,franz ,i4 fr letzteres ,portrait #de1jjj ,frcs4 7in seiner ,zeit67 zahlte47 #aejb trat ,leonardo als ,ingenieur in den ,dienst des ,cesar ,borgia1 um als ,ingegnere ,generale8 alle ,befestigungswerke des ,herzogs zu besichtigen1 zu verbessern und neue zu errichten1 ferner ,kriegsmaschinen zu bauen4 ,die erste ,zeit dieses ,amtes verging mit ,reisen1 und spter hielt sich ,leonardo in ,siena1 ,rimini1 ,cesena auf und entwarf eine ,menge ,zeichnungen fr ,maschinen des ,friedens und des ,krieges4 ,in ,siena traf ihn das ,dekret der ,florentiner1 welches ihn beauftragte1 die ,wnde der ,signoria mit ,gemlden zu bedecken4 ,mit ihm zugleich war ,michel ,angelo aufgefordert4 ,beide fertigten ihre ,kartons1 -- beide ,entwrfe1 unter sich ungemein verschieden1 waren ,meisterwerke6 ,kein ,urtheil ward gefllt4 ,durch die ,bitten des ,georges d',amboise von ,mailand und die ,aufforderung des ,knigs ,ludwig ,,xii4 lie sich ,leonardo bewegen1 nach ,mailand zurckzukehren4 ,hier beschftigte ihn der ,martesanakanal und das kolossale ,bassin ,st4 ,christophe von neuem und besonders auch die ,ergnzung der ,wassermassen1 welche ,behufs der ,berieselung den ,flssen entnommen wurden1 durch ,quellenbohrung1 wie sie heute noch1 in der ,ebene von ,lodi-,giano besonders1 existirt4 ,nochmals von der ,florentinischen ,signoria zur ,ausfhrung seines ,entwurfs zurckberufen1 reklamirte ihn ,ludwig ,,xii4 und ernannte ihn zum ,maler des ,knigs von ,frankreich4 ,von #aejg-aeaa dauerte eine schne ruhige ,periode seines ,lebens in ,mailand unter lieben ,freunden und in einer ruhigen beschaulichen ,lebensweise voll ,streben und ,arbeit4 ,da starb ,georges d',amboise1 und nach dem ,blutbade von ,brescia schwang sich der ,neffe des ,moro1 ,maximilian ,sforza1 auf den ,thron von ,mailand4 ,allein diese neue ,herrschaft dauerte nicht lange4 ,leonardo1 berdrssig der ,unruhe1 verlie mit seinen ,freunden ,giovanni1 ,francesco ,melzi1 ,sala1 ,lorenzo und ,fanfoja am #bd4 ,september #aead ,mailand und eilte nach ,rom4 ,hier blhte ihm trotz der anfnglichen ,freundlichkeit des ,papstes ,julius keine ,zufriedenheit2 -- statt zu malen1 beschftigte er sich mit ,luftschiffahrt und dem ,fliegen4 ,bald kamen ,mistimmungen zwischen ,michel ,angelo und ,leonardo zu ,tage4 ,leo ,x4 war allen ,franzosenfreunden nicht gut gesinnt1 und als solcher galt ,leonardo1 und so sah ,leonardo es als das rathsamste an1 nach ,mailand zurckzukehren4 ,es kam die ,schlacht von ,marignan1 die ,freundschaft ,franz' ,i4 fr ,leonardo1 die in ,verehrung ,ausdruck fand1 und so folgte ,leonardo der ,einladung des ,knigs1 zog nach ,frankreich und langte #aeag in ,amboise an1 wo er mit seinen ,freunden ,melzi1 ,sala und ,villanis ruhig lebte1 bedient von seiner alten ,dienerin ,mathurine und bestrebt1 dem ,lande zu ntzen4 ,er reiste umher1 fand bald manche natrliche ,vortheile heraus1 entwarf das ,projekt des ,kanals von ,romorantin1 von welchem alle ,dessins aufbewahrt sind1 und der den ,zweck hatte1 das ,land zu berieseln und fruchtbar zu machen2 er entwarf die ,details dazu und konstruirte neue ,schleusenthore2 dort bereicherte er wohl auch seine ,manuskripte mit seinen ,erfahrungen und ,ideen1 obwohl einige ,biographen behaupten1 da er in ,frankreich nichts mehr geschrieben habe und nichts mehr gemalt habe4 -- ,der ,tod nahm #aeai am #b4 ,mai diesen groen ,maler und ,menschen ,leonardo da ,vinci von der ,erde fort4 ,leonardo ward in der ,kirche ,st4 ,florentin in ,amboise begraben4 ,sein ,grabmal1 lngere ,zeit verschollen1 ward #ahfc wieder aufgefunden1 und ,napoleon ,,iii4 setzte dem groen ,manne ein ,denkmal4 #ahga hat man auch in ,mailand dem ,leonardo ein wrdiges ,denkmal gesetzt4 #b ,so erzhlt ,vasari3 ,campori glaubt mit ,rio1 da ,leonardo nach ,mailand gerufen wurde zur ,ausfhrung der ,statue ,francesco ,sforza's4 #c ,houssaye1 ,histoire de ,leonard da ,vinci p4 #ef4 ,,iii4 ,wir haben vorstehend nicht ein ,register der ,werke des ,leonardo gegeben1 wie es uns berhaupt nur daran lag1 die wichtigen ,lebensumstnde des groen ,mannes zu skizziren4 ,der ,karakter des ,leonardo ist fter verschieden beurtheilt4 ,es hat ihm ein ,theil seiner ,zeitgenossen die ,schmeichelei gegen ,frsten vorgeworfen4 ,allein mit dieser ,behauptung stimmt doch die allgemeine ,schilderung seines ,wesens nicht1 und aus allen seinen ,werken athmet uns ein ganz anderer ,geist entgegen als der eines um ,frstengunst ,buhlenden4 ,leonardo hatte ein offenes ,auge fr die ,schnheiten der ,natur und ,kunst2 sein ganzer ,geist war beraus harmonisch angelegt und von einer ,herzensgte und einem ,wohlwollen gegen die ,menschheit erfllt1 wie es selten vereint getroffen wird mit soviel ,talent und ,vielseitigkeit4 ,seine ,kenntnisse und seine ,ideen verwandte er zum ,besten der ,menschen1 und sein ,haus und ,rath stand ,jedermann offen4 ,leuchtet uns schon aus der grandiosen ,arbeit des ,tessinkanals ein fr das ,wohl seiner ,vaterlandsgenossen bedachter ,geist entgegen1 -- so gibt sich derselbe noch mehr kund in der groen ,wirksamkeit zu ,mailand4 ,leonardo wirkte hier in ,mailand nach allen ,richtungen hin4 ,als ,musiker1 als ,maler und als ,skulpteur diente er den ,knsten1 als ,architekt verdrngte er die ,verirrungen der ,sptgothik durch die ,wiederbelebung der griechischen und rmischen ,bauformen1 als ,ingenieur fhrte er das ,addawasser in einem ,kanal nach ,mailand1 zog den #bjj ,miglien langen ,kanal durch das ,veltlin und entwarf eine groe ,reihe ,werkzeuge1 ,gerthe und ,maschinenapparate1 -- als ,denker1 ,philosoph und ,freund der induktiven ,wissenschaften verfate er nicht sowohl eine ,reihe von werthvollen ,schriften aus den ,gebieten der ,mechanik und ,physik und ,mathematik1 -- sondern nherte sich der freieren ,denkungsweise1 so da er fast als ,hretiker betrachtet ward1 und fand er die ,unhaltbarkeit der papistischen ,lehre von der ,unbeweglichkeit der ,erde1 -- ein gewaltiger ,denker1 der an ,grndlichkeit und ,vielseitigkeit des ,wissens einer der ersten ,mnner der aufwachsenden groen ,periode der ,wissenschaften in ,italien genannt werden mu4 ,an ,bedeutung unter den ,malern der erste1 der ,gestaltungskraft und ,formenstrenge und ,naturwahrheit anstrebt und erreicht1 der ,gesetze fr die ,form der ,malerei aufstellt und so fr seine und die folgende ,zeit der ,regenerator der ,kunst wird1 -- schafft er die trefflichsten ,kunstwerke selbst1 die nur ein ,raphael1 ein ,michel ,angelo spter vielleicht bertroffen hat4 ,er formt mit khner ,hand das ,reiterdenkmal ,franz ,sforza's1 das an ,gre und ,schnheit alles1 was die vorangehende ,periode gebracht1 klein1 elend erscheinen lie4 -- ,und dabei finden wir in ,leonardo einen ,mann von einer ,krperstrke1 da er ein ,hufeisen mit den ,hnden zerbrechen konnte1 -- und von einer ,bescheidenheit und ,scheuheit des ,geistes1 von einer ,unzufriedenheit mit sich selbst1 da wir ihn stets zurcktreten sehen1 wo andere sich breit machten1 da er sich frchtete1 ,lob ber seine unsterblichen ,bilder zu hren1 weil er der ,welteitelkeit zu verfallen glaubte1 da er1 ehe er ein ,werk von ,bedeutung begann1 erst die umfassendsten ,vorstudien machte und dabei sich in den ,geist der ,wissenschaften tief versenkte1 bis er sich stark genug glaubte1 gleichsam den ,kampf mit seiner ,aufgabe aufzunehmen4 ,und hatte er sie nun gelst1 so befriedigte ihn doch die ,lsung nie1 da er fhlte1 da er nun doch noch im ,stande sei1 sie noch vollkommener zu bewirken4 ,dabei erschreckte ihn das ,glockengelute1 der ,mnchsgesang und ,kindsgeschrei2 bei ,gewittern flchtete er fast kindisch unter die ,decke des ,bettes1 -- nur das ,pltschern des ,regens heimelte ihn an1 und behaglich schaute er dem ,tropfenfall zu4 ,leonardo hinterlie ein ,testament1 demzufolge ,francesco da ,melzo als ,belohnung fr seine ,freundschaft smmtliche nachgelassene ,schriften des ,leonardo und seine ,handzeichnungen erhielt4 7,item il prefato testatore dona et concede ad messer ,francesco da ,melzo1 gentilomo da ,milano1 per remuneratione de servitii ad epso grati a lui facti per il passato tutti1 et chiaschaduno di libri1 che il dicto testatore ha de presente et altri instrumenti et portracti circa larte sua et industria de pictori47 ,an diese ,schriften knpft sich unser spezielles ,interesse fr ,leonardo hier an1 denn sie sind die ,aufzeichnungen und ,schriften des ,ingenieurs1 ,architekten1 ,physikers1 ,mathematikers1 ,mechanikers und ,anatomen ,leonardo da ,vinci1 welche1 wenn sie zu seiner ,zeit gedruckt und publizirt worden wren1 sicherlich einen gewaltigen ,einflu auf die ,gesammtfortschritte aller ,gebiete des ,wissens gehabt haben wrden1 -- deren ,studium fr jeden ,biographen des ,mannes unerllich ist1 -- und die endlich dazu angethan sind1 das ,dunkel zu lichten1 welches ber der ,geschichte der induktiven ,wissenschaften sowie der ,praxis der ,industrien seiner ,zeit bisher geschwebt hat4 ,wie kam es aber1 da diese bedeutenden ,werke eines so berhmten ,mannes unbekannt bleiben konnten8 -- ,francesco da ,melzo nahm die ,manuskripte ,leonardo's mit sich und bewachte sie sorgsam bis an seinen ,tod4 ,mazenta 7gestorben #afce7 hat uns eine ,geschichte der ,manuskripte aufgeschrieben4 ,er war fr dieselben interessirt1 weil er beim ,festungsbau ,leonardo's ,gesetzen folgte1 ebenso bei seinen ,studien ber die ,schiffbarmachung der ,adda4 ,mazenta kam durch ,zufall in ,besitz von dreizehn ,volumen der ,schriften ,leonardo's4 ,dieselben waren von einem gewissen ,lelio ,gavardi d',asola aus der ,villa ,vavero1 welche ,francesco ,melzi sammt dem ,manuskript geerbt hatte1 mit ,erlaubni der nachgebliebenen ,shne ,melzi's nach ,florenz gebracht1 mit der ,absicht1 dieselben dem ,groherzog ,franz1 ,liebhaber solcher ,handschriften1 zum ,kauf anzubieten4 ,im ,moment1 wo ,gavardi in ,florenz ankam1 starb der ,groherzog #aehg4 ,gavardi ging nun nach ,pisa zu ,manucio1 einem groen ,liebhaber von ,bchern4 ,allein dieser ,mann scheint sich nicht besonders anstndig gegen ,gavardi benommen zu haben1 so da dieser es vorzog1 die dreizehn ,volumen dem ,j4 ,a4 ,mazenta nach ,mailand mitzugeben1 mit der ,bitte1 diese ,bnde der ,familie ,melzi zurckzubringen4 ,mazenta entledigte sich dieses ,auftrags1 allein der ,aelteste der ,melzi1 ,dr4 ,horatius ,melzi1 schenkte die dreizehn ,bnde dem ,mazenta1 indem er ihm mittheilte1 da auf dem ,landhause noch eine ,menge solcher ,schriften herumlgen4 ,da ,mazenta ber die ,liberalitt des ,horaz ,melzi nicht schwieg1 fanden sich bald viele ,amateurs bei demselben ein und whlten aus den ,handschriften ,einzelnes aus4 ,besonders unverschmt war bei dieser ,gelegenheit ,pompejus ,aretin 7,sohn des ,kardinals ,leoni71 ein ,bronzegieer und ,knstler an ,philipp's ,,ii4 ,hof im ,escurial4 ,derselbe wollte dem ,knig schmeicheln oder selbst ein gutes ,geschft machen und bat den ,melzi berdem1 da er die dreizehn ,volumen zu diesem ,zwecke wieder herbeischaffe4 ,melzi nun1 sehr berrascht und einen hohen ,werth in dem ,verschenkten ahnend1 bat kniefllig den ,bruder des ,mazenta um ,herausgabe der ,volumen4 ,dieser gab sieben zurck1 whrend die ,familie ,mazenta spter1 #afjc1 von den anderen ein ,volumen dem ,kardinal ,borromeo fr die ,ambrosianische ,bibliothek schenkte1 ein ,volumen an ,ambroise ,figini1 einen berhmten ,maler seiner ,zeit1 von dem es ,hercules ,bianchi erbte4 ,ein drittes ,volumen gab ,mazenta auf vieles ,drngen an den ,herzog von ,savoyen ab1 und als der ,bruder des ,mazenta #afag starb1 wute ,aretin die brigen drei ,volumen in seinen ,besitz zu bringen4 ,aretin formte aus einer ,reihe von ,bnden ein groes ,volumen von #cib ,blttern in ,folio1 und als er starb1 kam dasselbe in die ,hnde ,polydor ,calchi's1 der es verkaufte an ,galeazzi ,arconati4 ,arconati bewachte diesen ,band in seiner ,bibliothek und wies alle ,gebote zurck4 ,howard ,graf von ,arundel bot dafr im ,namen des englischen ,knigs #fj1jjj ,frcs4 ,allein ,arconati hielt diesen ,schatz fest und wute auch die durch ,aretin in ,leoni's ,besitz gelangten zu bekommen4 ,um #afcg schenkte ,arconati die ganze ,kollektion an die ,ambrosianische ,bibliothek4 #afgd endlich lieferte ,horace ,archinto noch ein ,volumen ein1 und die ,familie ,trivulcio schenkte ein in ihrem ,besitz befindliches ,manuskript1 eine ,vocabulaire1 derselben ,bibliothek4 -- ,eine ,anzahl ,leonardo'scher ,schriften wurde durch ,thomas ,graf von ,arundel #afaj bereits acquirirt und dem ,british ,museum einverleibt4 ,die anatomischen ,studien sind ebenfalls nach ,london gewandert1 und zwar stammen diese und andere ,bltter wohl von dem ,codex des ,bianchi her1 der sie an einen gewissen ,englnder ,smith verkaufte4 -- ,eine ,reihe ,schriften des ,leonardo war im ,landhause ,vaprio bei ,florenz verblieben1 im ,besitz der ,melzi4 ,dieselben sind spter an das ,florentiner ,museum gekommen4 ,endlich befinden sich etliche ,bltter in ,venedig4 ,die auf diese ,weise entstandene ,hauptsammlung in der ,ambrosiana hatte leider das ,schicksal1 #agif von den ,franzosen geraubt und nach ,paris transportirt zu werden1 mit ,ausnahme des groen ,volumens1 welches ,aretin kompilirt hat1 des berhmten ,codex ,atlanticus4 ,trotzdem beim ,friedensschlu #ahad die ,rckgabe der ,leonardo'schen ,manuskripte an die ,ambrosiana statuirt war1 erfllten die ,franzosen diese ,ehrenpflicht doch nicht1 unter dem ,vorwande1 diese vierzehn ,codices seien nicht mehr aufzufinden4 ,kurze ,zeit darauf aber wurden sie der ,bibliothek des ,instituts einverleibt4 ,die ,perle der nachgelassenen ,manuskriptsammlungen ist der ,codex ,atlanticus1 -- abgesehen von den ,handzeichnungen und ,karikaturen4 ,der ,codex ,atlanticus allein wrde hinreichen1 um an seinem ,inhalt die eminenten ,kenntnisse des ,leonardo zu erweisen4 ,schon in obiger ,nachweisung ber den ,verbleib der ,manuskripte des ,leonardo liegt der ,grund offenbar1 da der ,inhalt derselben seiner ,zeit nicht zu ,gute kommen konnte4 ,zuerst aus ,piett ngstlich bewahrt1 sodann aus ,unkenntni vernachlssigt und zersplittert1 von dem einen aus ,geldgier1 von dem andern aus ,liebhaberei festgehalten1 bot sich keine ,gelegenheit dar zum ,bekanntwerden1 und als man endlich alles beinahe beisammen hatte und daran dachte1 durch den ,druck diese ,schtze bekannt zu machen1 da wurde die ,kollektion wieder zersplittert4 ,die ,spuren von ,verbreitung der ,leonardo'schen ,lehren sind usserst sprlich4 ,benvenuto ,cellini#d erzhlt uns von einer ,kopie1 welche ihm von einer ,leonardo'schen ,schrift durch einen ganz armen ,mann angeboten ward #aedb1 -- vermuthlich eine ,kopie der zu ,vaprio aufbewahrten ,handschriften1 die ber ,skulptur1 ,malerei und ,architektur handelten4 ,ferner hatte ,pinelli von ,neapel ,kopien von ,leonardo's ,schriften ber die ,malerei entnommen und benutzte dieselben mit anderen ,studien zur ,herstellung seines ,codex ,pinellianus1 der nach seinem ,tode 7#afja7 in ,paris durch ,dufresne #afea verffentlicht wurde4 ,eine hnliche ,ausgabe erschien von ,steffano ,della-,bella 7#afaj-affd7 in ,florenz #agib4 ,der ,trattato della ,pittura ist frhzeitig und sicherlich von allen seinen ,schlern bereits kopirt worden und #afea zuerst gedruckt4 ,die ,ambrosiana besitzt hiervon eine ,kopie durch ,mazena's ,vermittelung4 ,sie besitzt ferner noch ,kopien von diversen ,abhandlungen1 die theilweise in den ,pariser ,codices enthalten sind1 so von der berhmten ,schrift des ,leonardo3 ,del moto e misura dell' acqua1 welche spter #ahbh in ,bologna gedruckt ward1 im brigen aber sehr bekannt war4 ,in diesem kopirten ,codex sind noch viele andere ,sachen enthalten1 besonders auch die ,dessins fr den ,kanal ,martesana4 ,ein dritter ,band enthlt ,kopien von ,trattato d' ombre e lumi1 ,trattato della ,pittura u4 s4 w4 ,in der ,periode von #afbe-afde wurden von den im ,besitz des ,arconati befindlichen ,schriften ,kopien fr die ,bibliothek des ,kardinals ,barberini angefertigt4 ,ebenso nimmt man an1 da ein ,theil der in ,england befindlichen ,manuskripte nur ,kopien sind4 -- ,uebrigens geht aus dem allgemeinen ,stillschweigen der smmtlichen ,schriftsteller ber naturwissenschaftliche ,gebiete aus dem #af4 und #ag4 ,jahrhundert genugsam hervor1 da im ,groen und ,ganzen ,leonardo's ,schriften unbekannt blieben4 ,dagegen1 und dies werden wir im ,verlauf der speziellen ,besprechung seiner ,schriften zeigen1 ist einzelnes bekannt geworden1 und wie oben bereits angefhrt worden1 da ,galilei's ,art der ,betrachtung mit der des ,leonardo frappante ,aehnlichkeit habe1 so auch finden wir z4 ,b4 einige ,leonardo'sche ,gesetze und ,beispiele zur ,theorie der ,wellenbewegung bis auf den heutigen ,tag in den physikalischen ,lehrbchern wiederkehren4 ,es ist natrlich unfruchtbar1 derartige absolute ,beweise und ,nachweise fhren zu wollen2 wir knnen nur bedauern1 da die ,schriften nicht frher zur ,kenntni gelangt sind4 ,die sptere ,literatur weist auch nicht allzuviel von ,leonardo auf4 ,da schon ,vasari 7,vite dei ,pittori1 ,scultori ecc47 von den nachgelassenen ,schriften des ,leonardo fr ,mechanik1 ,physik1 ,maschinen etc4 spricht 7#aefh71 so mte dadurch allerdings wohl die ,aufmerksamkeit im ,laufe der ,jahrhunderte darauf gezogen worden sein4 ,und dennoch ist dieselbe sehr gering gewesen4 ,so wesentliche ,bewunderung ,leonardo als ,maler und ,sculpteur bestndig gefunden hat1 so wenig wurde ,acht gegeben auf seine brigen ,leistungen4 ,studirt hat man seine ,manuskripte allerdings fter1 aber nur wenige haben den innern ,werth derselben hervorgehoben1 den geschichtlichen ,werth4 ,die meisten hatten sich begngt mit der ,durchsicht und waren dann befriedigt fortgegangen4 ,whrend ,leonardo als ,maler eine ,reihe ,biographen gefunden hat1 wie ,vasari1 ,amoretti1 ,ranalli1 ,campori1 ,piles1 ,rio1 ,lomazzo1 ,manzi1 ,libri1 ,calvi1 ,brown1 ,marquis d',adda1 ,delcluze1 ,marx1 ,houssaye1 ,gallenberg1 ,bossi1 ,blanc1 ,braun1 ,clment1 und in vielen ,kunstschriften seine ,gemlde und ,kunstwerke beurtheilt werden 7auch ,goethe referirt darber71 whrend seine ,familienverhltnisse grndlich untersucht worden sind durch ,uzielli1 ,calvi und ,dozio1 ist fr die ,flle der brigen ,leistungen wenig geschehen1 so da dieselben noch heute im allgemeinen als unbekannt betrachtet werden knnen4 ,die ,begrndung dafr haben wir bereits auf mehrfache ,weise dargethan4 ,was bisher ber die wissenschaftliche ,bedeutung ,leonardo's klargelegt ist1 wollen wir folgen lassen1 nicht ohne den bestimmten ,vermerk1 da alle diese ,arbeiten ,stckwerk sind und nur einen geringen ,theil der ,arbeiten und ,leistungen ,leonardo's umfassen1 ja oft nur ein einziges ,objekt4 ,gerli ,milanese1 ,disegni di ,leonardo da ,vinci incisi e pubblicati da --4 #aghd4 ,hiernach die englische ,ausgabe von ,j4 ,chamberlain1 ,london #agig4 ,venturi1 ,essai sur les ouvrages ,physico-,mathmatiques de ,leonard da ,vinci etc4 ,paris #agig4 ,auch ,amoretti1 ,memorie etc4 enthlt ber die wissenschaftliche ,seite ,leonardo's schtzenswerthe ,beitrge4 ,rippetti1 ,dizionario geogr4 fisico-storico della ,toscana4 ,vol4 ,v41 p4 #ghi4 ,govi1 ,leonardo scienziato1 filosofo1 politico et moraliste4 ,trattato del moto e misura dell' acqua di ,leonardo da ,vinci4 #ahbh4 ,bologna4 ,lombardini1 dell' origine e del progresso della scienza idraulica nel ,milanese et in altri parti d',italia4 ,libri1 ,hist4 scien4 matem4 ,,iii4 ,marx1 ,ueber ,m4 ,a4 della ,torre und ,leonardo da ,vinci1 die ,begrnder der bildlichen ,anatomie4 ,gttingen1 #ahdi4 ,grothe1 ,allg4 deutsche polytechn4 ,zeitung #ahgc1 pag4 #b4 #be4 #da4 #ec4 #gh4 #hi4 #acj4 #ada4 #aec4 #afi4 #bdi4 -- #ahgd4 pag4 #hg4 ,ueber ,leonardo's ,bedeutung fr die ,geschichte der induktiven ,wissenschaften1 mit #cf ,abbd4 ,saggio delle opere di ,leonardo da ,vinci4 ,mailand #ahgb 7ausgegeben ,februar #ahgc71 mit #bd ,tafeln aus dem ,codex ,atlanticus4 ,so trefflich diese ,ausgabe an sich ist1 so enthlt sie doch nur wenige der werthvolleren ,zeichnungen des ,leonardo4 ,ebenso ist zu bedauern1 da man von der ,ausgabe nur #cjj ,exemplare gedruckt hat1 so da schon jetzt kein ,exemplar mehr aufzutreiben ist und ein hoher ,preis fr den ,ankauf gezahlt wird4 ,jedenfalls zeigt diese ,ausgabe sich nicht auf richtigem ,wege1 sowohl ,leonardo's ,bedeutung fr die ,geschichte und die ,wissenschaft klar zu legen 7trotz der an sich trefflichen ,einleitung7 und dieselbe populrer zu machen4 -- ,von den vorherbenannten ,schriften tritt die von ,venturi als diejenige auf1 welche fr ,leonardo als ,physiker und ,mathematiker ,propaganda machte4 ,bis #agig war also den naturwissenschaftlichen ,kreisen der ,name ,leonardo da ,vinci fast fremd4 ,da erschien die ,schrift von ,venturi3 ,essai sur les ouvrages physico-mathmatiques de ,l4 de ,v4 in ,paris und verbreitete zuerst die verlorne ,kunde von ,schriften des ,leonardo1 die in den ,bereich der induktiven ,wissenschaften gehren4 ,dieselben waren #agif von den ,franzosen nach ,eroberung ,mailands nach ,paris zum ,theil bergefhrt1 whrend sie zuvor in der ,ambrosianischen ,bibliothek zu ,mailand wohlgeborgen und der ,einsicht des ,publikums wenig zugnglich geruht hatten4 ,venturi hatte diese reichen ,manuskripte gesehen und durchstudirt trotz der ,schwierigkeit1 welche die ,schreibweise ,leonardo da ,vinci's von rechts nach links mit sich brachte1 -- und hatte gefunden1 da die ,bedeutung dieser ,schriften gro sei und ,leonardo mit ,recht in die ,reihe der ,befrderer des ,wiederauflebens der induktiven ,wissenschaften hervorragend eintrete und als ein ,vorgnger ,galilei's zu betrachten sei4 ,da die ,schrift ,aufsehen machte1 bezeugt ,whewell1 indem er dieselbe sofort zur ,ergnzung des betreffenden ,abschnittes seiner ,geschichte der induktiven ,wissenschaften benutzte4 ,schon vorher #ageg hatte ,ximenes einen ,brief des ,leonardo an ,christoph ,columbus vom ,jahre #adgc entdeckt ber die ,wahrscheinlichkeit des ,erreichens des ,orient-,indiens auf dem intendirten ,wege81 und in ,london ward von ,richard ,henry eine ,karte von ,amerika gefunden mit ,leonardo's ,unterschrift1 -- die erste ,karte ,amerika's4 ,major ,richard ,henry3 ,memoir on a ,mappemonde by ,leonardo da ,vinci1 being the earliest map hitherto known containing the name of ,america4 ,archaeologia ,vol4 ,,xi4 ,london4 -- #ahbh ward endlich die zusammenhngende ,schrift ,leonardo's3 ,del moto e misura dell' ,acqua di ,leonardo da ,vinci in ,bologna herausgegeben1 whrend spter ,elia ,lombardini in seinen ,osservazioni storico-critiche sopra dell' origini e del progresso della ,scienza idraulica nel ,milanese ed in altre parte d',italia gerade hervorhob1 da ,leonardo da ,vinci der ,urheber einer systematischen ,hydraulik gewesen sei4 ,libri1 in seiner ,geschichte der mathematischen ,wissenschaft1 nimmt bereits eingehender ,rcksicht auf ,leonardo und zitirt unter anderen auch ,chasles1 der in seiner ,geschichte der ,geometrie an das ,ovalwerk des ,leonardo nach ,mittheilung seines ,schlers anknpft1 wenn er auch dabei mit seinen ,betrachtungen in der ,irre geht1 wie ,reuleaux#e gezeigt hat4 ,hier und da tauchen einzelne ,betrachtungen des ,leonardo auf1 abgesehen von dem trefflichen ,werke ber die ,anatomie des ,leonardo von ,marx4 ,michel ,alcan gab in seinem ,trait du travail de laine irrthmlich eine ,zeichnung einer ,leonardo'schen ,longitudinalscheermaschine fr ,tuche#f1 die in der ,that eine ,maschine zum ,ziehen und ,hrten der ,metallfedern war4 ,dies war die ,veranlassung1 da der ,verfasser dieser ,abhandlung mit seinen bereits aus ,liebhaberei an der ,geschichte der ,technologie1 welche er seit #ahfi an der ,knigl4 ,gewerbe-,akademie vortrug1 gesammelten ,notizen ber ,leonardo hervortrat und zunchst den ,irrthum des ,alcan nachwies unter ,beibringung der ,kopien der ,leonardo'schen ,skizzen4 ,karmarsch nannte diese ,skizze in seiner ,geschichte der ,technologie naiv81 und um einmal die ,bedeutung des ,leonardo fr die ,technologie darzulegen1 verffentlichte der ,verfasser dieses eine ,reihe ,arbeiten ber ,leonardo unter ,beibringung der ,handzeichnungen in ,kopien seit ,medio ,dezember #ahgb4g ,im ,frhjahr #ahgc erschien dann die ,ausgabe ,il ,saggio etc4 mit #bd photographirten ,tafeln und kurz darauf die treffliche ,abhandlung von ,alessandro ,cialdi1 ,leonardo da ,vinci1 fondatore della dottrina sul moto ondoso del ,mare4#h ,alles dies regte den ,verfasser an1 nunmehr noch eingehender die ,studien ber ,leonardo fortzusetzen und zumal nach ,kenntninahme des bereits ,verffentlichten1 dahin zu streben1 die ,lcken auszufllen4 ,bei allen diesen ,studien und in dieser ,wiedergabe ihrer ,resultate ist als erster ,gesichtspunkt festgehalten3 ,leonardo's nachgelassene ,schriften gleichsam als eine ,geschichtsquelle zu betrachten und aus ihr ,daten festzustellen fr die geistige und materielle ,entwicklung seiner ,zeit in ,wissenschaft und ,technik1 um jene oben nher bezeichnete bisher dunkel gebliebene ,geschichte seiner ,zeit so weit als mglich zu erhellen48 ,daneben stellt sich unzweifelhaft heraus1 welche ,bedeutung ,leonardo selbst als ,mathematiker1 ,mechaniker1 ,physiker1 praktischer ,ingenieur und ,erfinder resp4 ,konstrukteur hat1 wie weit sein ,genie seinen ,zeitgenossen voraneilte4 #d ,cellini ,discorso sull' architettura publ4 dal ,morelli 7,naniana74 #e ,verhandlungen des ,vereins fr ,gewerbflei in ,preuen4 #f ,zeitschrift des ,vereins der ,wollinteressenten #ahgj4 #g ,allg4 deutsche polyt4 ,zeitung von ,dr4 ,h4 ,grothe #ahgc4 #h ,jl ,politechnico4 ,mailand #ahgc4 ,nr4 #c4 ,,iv4 ,wir hatten bereits im ,i4 ,abschnitt dieser ,abhandlung dargelegt1 wie die philosophische ,betrachtungsweise des ,aristoteles berall im ,mittelalter die herrschende war4 ,wir werden in fernerer ,darstellung noch speziell diesen ,einflu kennzeichnen mssen4 ,leonardo zeigt sich in seiner ,art und ,weise der ,beobachtung nicht von der aristotelischen ,methode befangen4 ,klar und deutlich1 unseren jetzigen ,anschauungen ungemein nahe verwandt1 gibt er die ,prinzipien an1 nach denen er die ,naturbetrachtung1 die ,forschung vornimmt4 ,die ,art und ,weise des ,behandelns naturwissenschaftlicher und technischer ,fragen seitens des ,leonardo finden wir in seinen ,schriften selbst przisirt1 wo er sagt3 ,zuerst stelle ich bei der ,behandlung naturwissenschaftlicher ,probleme einige ,experimente an1 weil meine ,absicht ist1 die ,aufgabe nach der ,erfahrung zu stellen und dann zu beweisen1 weshalb die ,krper gezwungen sind1 in der gezeigten ,manier zu agiren4 ,das ist die ,methode1 welche man beobachten mu bei allen ,untersuchungen ber die ,phnomene der ,natur4 ,es ist wahr1 da die ,natur gleichsam mit dem ,raisonnement beginnt und durch die ,erfahrung endigt1 aber gleichviel1 wir mssen den entgegengesetzten ,weg nehmen2 wie ich schon sagte1 wir mssen mit der ,erfahrung beginnen und mit ihren ,mitteln nach der ,entdeckung der ,wahrheit trachten48 -- ,ist das nicht die gleiche ,idee1 die ,franz ,baco in seiner ,vorrede zur ,instauratio magna auseinandersetzte und in der ,einleitung seines ,werkes1 zum zweiten ,theile1 des ,breiteren besprach1 und die er in seinem ,novum organum wiederholt als selbstbefolgt darlegte8 ,ein anderer ,wahlspruch des ,leonardo besagt3 ,die ,theorie ist der ,feldherr1 die ,praxis sind die ,soldaten18 und wieder am andern ,orte spricht er aus3 ,der ,interpret der ,wunderwerke der ,natur ist die ,erfahrung4 ,sie tuscht niemals2 es ist unsere ,auffassung1 welche zuweilen sich selbst tuscht1 weil sie ,effekte erwartet1 die die ,natur nicht gibt4 ,wir mssen die ,erfahrung konsultiren in der ,verschiedenheit der ,flle und ,umstnde1 bis wir daraus eine ,general-,regel ziehen knnen1 die darin enthalten4 ,und wozu sind diese ,regeln gut8 ,sie fhren uns zu weiteren ,untersuchungen der ,natur und zu ,schpfungen der ,kunst4 ,sie verhindern1 da wir uns selbst verlieren oder andere1 wenn wir ,resultate uns versprechen1 die nicht zu erhalten sind48 ,ferner sagt er3 ,es gibt keine ,gewiheit in den ,wissenschaften1 wo man nicht einige ,theile der ,mathematik anwenden knnte1 oder die nicht davon in gewisser ,beziehung abhinge4 -- ,in dem ,studium der ,wissenschaften1 welche mit der ,mathematik zusammenhngen1 sind diejenigen1 welche die ,natur nicht konsultiren1 oder die ,autoren1 welche nicht ,kinder der ,natur sind1 ich sage es laut1 nur kleine ,kinder4 ,die ,natur allein ist wirklich der ,lehrer des wahren ,genies4 ,und sehet die ,sottise6 ,man spottet ber einen ,menschen1 welcher lieber von der ,natur lernen will1 als von ,autoren1 welche doch nur die ,schler derselben sind48 ,und in ,vol4 ,e4 fol4 #h seiner ,manuskripte schreibt ,leonardo da ,vinci3 ,la meccanica il paradiso delle scienze matematiche1 perch con quella si viene al frutto delle scienza matematiche48 ,alle diese ,aussprche geben uns die ,erklrung fr die unermdliche ,methode und ,arbeit des ,leonardo auf wissenschaftlichem ,gebiete1 auf dem ,gesammtgebiet der ,naturwissenschaften4 ,wir bergehen hier die trefflichen ,sentenzen1 die ,leonardo als ,philosoph vorbringt ber die menschlichen ,leidenschaften1 ber den ,glauben und die ,religion1 ber den ,tod1 ber ,selbstbeherrschung u4 s4 w4 ,in allen weht ein tief gefhlvoller ,geist1 eine ,einfachheit und ,klarheit der ,anschauung1 eine ,ergebenheit in das ,geschick1 wie es auch zugetheilt sei4 ,wir bergehen ferner seine poetischen ,ergsse1 seine ,sprach- und grammatikalischen ,studien1 seine ,schriften ber die ,malerei1 und wenden uns der nheren ,betrachtung der ,leistungen zu1 die gleichsam ,ausflsse oder ,resultate obiger philosophischer ,methoden sind4 ,v4 ,die mathematischen ,kenntnisse ,leonardo's sind von seinen ,zeitgenossen und ,spteren hoch angeschlagen worden4 ,wenn ,leonardo selbst auch vielleicht keine neuen mathematischen ,gesetze gefunden hat1 so ist vor allen ,dingen das anzuerkennen1 da er bei den ,konstruktionen von ,maschinen1 dem ,suchen nach ,mechanismen u4 s4 w4 stets die ,mathematik anwendete und sie1 wie er sagt1 als den wahren ,schlssel zur ,forschung benutzt4 ,libri schreibt ihm die ,erfindung des und - ,zeichens zu4 ,in der ,that bedient er sich dieser ,zeichen durchweg1 -- allein es steht damit nicht fest1 da dieselben nicht arabischen ,ursprungs gewesen seien4 ,jedenfalls ist ,leonardo einer der ersten in ,italien1 welcher dieser ,zeichen sich bediente4 ,er beschftigte sich in den ,manuskripten sehr viel mit der ,geometrie1 selbst auf ,blttern1 die eine mathematische ,arbeit nicht fr nthig erkennen lassen1 erscheinen in den ,ecken oder auch mitten darauf mathematische ,figuren4 ,die ,quadratur des ,kreises sucht er1 -- aber vergebens1 und spricht sich ber die ,unmglichkeit1 sie zu finden1 endlich aus1 da man nicht im ,stande sei1 auch nur ein ,stck davon absolut genau zu berechnen4 -- ,leonardo konstruirte einen ,proportionalzirkel mit beweglichem ,zentrum1 welcher auch fr irrationelle ,proportionen gebraucht werden kann4 ,in gleicher ,weise konnte er hiermit ein ,oval fr eine gegebene ,proportion zeichnen1 wenn ein ,kreis gegeben4 ,libri fgt hinzu1 da gleiche ,proportionszirkel spter von ,tartaglia1 ,benedetti und ,ferrari erfunden seien4 ,lomazzo erzhlt1 da ,leonardo's ,ovalrad1 ein wunderbares ,werk1 von einem ,schler des ,melzi zu ,denis gebracht sei1 welcher letztere dasselbe mit vielem ,geschick gebrauche4 ,libri berichtet ferner1 da ,leonardo die ,oberflchenebenen als die ,grenzen der ,krper angesehen1 die ,linien aber als ,grenzen der ,ebenen1 und da er die doppelten ,kurvenlinien der einfachen ,kurven bestimmt habe4 ,endlich ermittelte ,leonardo den ,schwerpunkt der ,pyramide 7was frher dem ,commandin oder ,maurolycus zugeschrieben wurde71 und zwar so1 da er ihn auf den ,viertelpunkt der ,graden verlegt1 welche die ,spitze der ,pyramide mit dem ,schwerpunkt der ,grundflche verbindet4 ,leonardo gibt dazu eine ,figur und eine ,note1 welche zeigt1 da er die ,pyramiden in ,ebenen parallel zur ,basis zerlegte1 wie wir es heute thun4 ,bedeutendes ,gewicht legt ,leonardo auf die ,perspektive4 ,er nennt sie den ,zaum und das ,steuerruder der ,malerei1 und theilt sie in drei ,theile3 #a7 ,verkrzung oder ,verkleinerung nach ,linien und ,winkeln1 welche die ,gre der ,krper in verschiedenen ,entfernungen mit dem ,gesichtspunkt bilden1 der im ,umfange des ,bildes und in gleicher ,hhe mit dem ,beschauer liegen mu4 -- #b7 ,da zwischen das ,auge des ,beschauers und das ,bild eine grere ,menge ,luft tritt1 die den ,krpern ihre ,farbe auch mittheilt1 so mssen die ,farben geschwcht werden4 -- #c7 ,die ,umrisse mssen geschwcht werden und gegen die ,luft auslaufen4 ,leonardo ermahnt1 bei ,gebuden die ,geometrie zu gebrauchen1 um richtige ,verhltnisse in das ,gemlde zu bringen und die ,wirklichkeit und ,wahrheit im ,gemlde zu vergrern4 ,welchen ,antheil ,leonardo an dem liber de divina proportione des ,pacioli gehabt1 ist bereits erwhnt4 ,ebenso wird derselbe angenommen bei ,pacioli's liber de viribus quantitatis4 ,die ,manuskripte enthalten viele ,zeichnungen und ,beispiele fr seine ,gesetze der ,perspektive4 ,libri erwhnt noch eines vorhandenen ,blattes mit der ,aufschrift libro d'equazione1 welches sich allerdings im ,codex ,atlanticus befindet2 allein weiteres ist nicht zu entdecken4 ,,vi4 ,wir finden1 da ,leonardo fr die ,mechanik sehr viel geleistet hat1 und da er selbst die hchste ,lust an dieser ,wissenschaft empfunden haben mu1 als er die ,mechanik das ,paradies der mathematischen ,wissenschaft nannte4 ,er besa allerdings im hohen ,grade die ,eigenschaften und ,kenntnisse1 welche dem wahren ,mechaniker eigen sein mssen1 nmlich ausgedehnte mathematische ,kenntnisse1 ,liebe und ,verstndni fr die ,natur und ,naturerscheinungen und eine scharfe ,beobachtungsgabe1 neben rastlosem ,denkervermgen1 das nicht ruhete1 bevor nicht das ,beobachtete durchforscht war und klar vor ihm lag4 ,ferner prfte er an heterogenen ,fllen das gefundene ,gesetz und legte sich selbst ,flle und ,fragen vor1 fr eine ,beweisfhrung des als zutreffend ,erkannten4 ,in dieser tiefrichtigen ,weise stellt er seine ,kalkulationen an1 und ermittelt ,kraft1 ,bewegung1 ,fall1 ,gewicht1 ,schwerkraft1 ,wellenbewegung u4 s4 f4 ,in dieser ,betrachtungsweise und zumal in seiner freien1 von keiner hergebrachten ,methode gefesselten ,beobachtung1 in seinen eigenen ,versuchen und ,erfahrungen liegen die ,erklrungen fr die beraus abweichende ,stellung1 die ,leonardo's ,mechanik einnimmt gegenber der ,mechanik seiner ,zeit4 ,um dies in das richtige ,licht zu stellen1 mssen wir auf die ,geschichte der induktiven ,wissenschaften1 speziell die ,geschichte der ,mechanik zurckgehen und den 7bisher als geltend angenommenen7 ,standpunkt seiner ,zeitgenossen kennzeichnen4 ,wir haben oben bereits gesagt1 da ,archimedes die ,hebelgesetze feststellte und in klarer ,weise begrndete2 gleichzeitig muten wir bekennen1 da nach ,archimedes' ,tode diese ,anschauungen schnell verschwanden1 und in der ,that finden wir sie ,jahrtausende hindurch verdrngt durch die aristotelischen ,lehren4 ,diese waren geltend4 ,wie hatte sie ,aristoteles erklrt8 ,archimedes spricht deutlich aus1 da zwei ,gewichte im ,gleichgewicht am ,hebel sind1 wenn sie sich verkehrt verhalten1 wie ihre ,entfernungen von dem ,untersttzungspunkte4 ,der ,beweis dieses ,satzes ist von ,archimedes mit ,bezug auf den ,schwerpunkt der ,krper gegeben4 ,aber hiervon ward keinerlei ,gebrauch gemacht1 sondern ,aristoteles erklrte rund weg1 bei der ,frage3 ,wie knnen kleine ,krfte groe ,lasten durch ,hlfe eines ,hebels in ,bewegung setzen1 da doch hier nebst der ,last auch noch der ,hebel selbst bewegt werden mu8 -- ,dies geschieht deshalb1 weil ein grerer ,halbmesser sich strker bewegt als ein kleinerer6 -- ,wie kann ein kleiner ,keil groe ,kltze zersprengen8 -- ,weil der ,keil aus zwei entgegengesetzten ,hebeln besteht4 ,bei diesen ,antworten ist die ,beobachtung und eine ,prfung der ,flle absolut vernachlssigt4 ,da die aristotelische ,methode herrschend blieb1 so vermochten die spteren ,mechaniker1 selbst die1 welche sich auf ,archimedes' ,gesetz sttzten1 nicht dieses ,gesetz anzuwenden4 ,sie versuchten dies freilich oft genug1 z4 ,b4 fr die ,schraube1 den ,keil1 die schiefe ,ebene1 aber ohne ,erfolg1 was um so mehr wunderbar erscheint1 als die schiefe ,ebene1 durch welche die ,wirkung der ,kraft1 die man an den ,krper wenden will1 vermehrt wird1 unter die einfachen ,maschinen aufgenommen wurde4 ,allein das ,verhltni der ,vermehrung der ,kraft konnte keiner auffinden4 ,pappus 7#djj n4 ,chr47 stellte das ,problem auf1 bei gegebener ,kraft1 die eine ,last auf horizontaler ,ebene bewege1 die ,vermehrung dieser ,kraft zu finden1 die fr den ,fall nthig1 um dieselbe ,last auf einer gegebenen schiefen ,ebene zu bewegen1 -- ohne ber ,messung der ,kraft1 ber die ,art der ,bewegung u4 s4 w4 irgend etwas zu bemerken4 ,er lste die ,aufgabe oder glaubte sie zu lsen dadurch1 da er1 unter ,annahme der ,kugelgestalt fr die ,last1 die ,wirkung der ,berhrung der ,kugel mit der schiefen ,ebene vergleicht mit der ,wirkung1 wenn diese ,kugel von einem horizontalen ,hebel getragen werde1 dessen ,hypomochlion jener ,berhrungspunkt ist1 wo die ,kraft auf die ,oberflche der ,kugel wirkt4 ,aber diese ,unfhigkeit der ,benutzung und ,begrndung der ,hebelgesetze dehnt sich weit ber ,leonardo's ,zeit hinaus1 denn auch ,cardanus1 ,jordanus u4 ,a4 knnen noch nicht mit dem ,beweise der schiefen ,ebene fertig werden1 obschon sie klarer sind und der ,wahrheit sich nhern4 ,aehnlich wie die ,hebelgesetze schwebten die ,begriffe im ,zweifel ber die ,bewegung4 ,ueber diese wichtige ,lehre ist ,aristoteles so verwirrt wie kaum ber etwas anderes4 ,er gebraucht dabei jenen berchtigten8 ,ausdruck ,entelecheia1 der schon nach einigen ,jahrhunderten gar nicht mehr verstanden wurde und zu enormen ,miverstndnissen fhrte4 ,hermolaus ,barbarus erzhlt uns gar1 er sei von der ,schwierigkeit1 dieses ,wort gehrig zu bersetzen1 so sehr gepeinigt worden1 da er einst bei ,nachtzeit den bsen ,geist zu ,hlfe rief4 ,allein der alte ,sptter sagte ihm nur ein ,wort1 das noch dunkler war als jenes1 und endlich begngte er sich selbst mit dem selbstgefundenen ,perfectihabilia#i4 ,also ,aristoteles sagt3 ,die ,bewegung ist die ,entelechie eines lebenden ,krpers in ,beziehung auf seine ,beweglichkeit48 ,alle ,schriftsteller bis zu ,galilei hin leben noch in des ,aristoteles ,problemen4 ,mit dem ,ende des fnfzehnten ,jahrhunderts tritt freilich eine etwas bestimmtere ,ansicht ein bei einigen4 ,gerade die ,bewegung bildete den ,hauptvorwurf der in mechanischen ,dingen arbeitenden ,gelehrten4 #adid erschien ,massimus de ,motu locali1 ferner ,spanelli ,tornus1 ,fassembruno1 alle zu ,venedig1 ferner folgten spter ,diodochus1 ,bassianus ,landus1 ,teisner 7motus continuus1 ,lasnes1 ,jean ,lorges1 ,cardanus1 ,borrius1 ,berri1 ,varro1 ,bonamici1 ,stecker1 ,findlinger1 van der ,hoop1 ,parcachi1 ,leiva1 ,moretti u4 ,a474 ,in einzelnen dieser ,schriften ist recht nachweisbar1 wie natrliche ,beobachtung mit der aristotelischen ,methode im ,streite lag1 und oft ist nur die letztere der ,grund1 da nicht das ,richtige klar dargelegt wird4 ,hierfr bildet ,jordanus ,nemorarius in seinem ,werk de ,ponderositate einen merkwrdigen ,beleg4 ,aehnlich ging es mit dem ,begriff der ,schwere4 ,aristoteles sagt3 ,in der ,physik nennen wir die ,krper schwer oder leicht nach der ,gewalt ihrer ,bewegung68 worauf er gleich zufgt1 da diese ,erklrung fr die wirkliche ,operation der ,krper nicht angemessen sei1 auer da man das ,wort ,gewalt fr beide ,bedeutungen annehmen wolle4 ,sein schlimmster ,satz war jedoch der3 da derjenige ,krper der schwerere ist1 der bei gleichem ,inhalt schneller abwrts geht4 ,thomas von ,aquino spricht sich ganz aristotelisch aus4 ,nachdem er1 wie zufllig1 bemerkt1 da die ,vermehrung der ,quantitt nicht die ,ursache der ,schwere sei1 behauptet er1 da jeder ,krper1 je gewichtiger er sei1 sich auch desto mehr mit eigener ,kraft bewege4 -- ,dennoch sind die ,ansichten hierfr klarer1 und besonders wurde der ,begriff des ,schwerpunktes wenigstens im #ae4 ,jahrhundert schon festgehalten4 ,ubaldi bemerkt in der ,vorrede seines ,mechanicorum liber 7#aegg71 ,archimedes habe mit ,recht vom ,schwerpunkte der ,ebene geschrieben1 obgleich die ,ebene nicht schwer sei4 ,solche ,ebenen seien anzusehen als ,grundflchen eines ,prismas4 ,mit der dynamischen ,wissenschaft stand es1 wie wir bereits oben berhrt1 hnlich4 ,aristoteles lehrt bereits den ,unterschied der natrlichen und der gewaltsamen ,bewegung4 ,aber lange blieb das ,wesen derselben unklar4 ,man bemhte sich zu zeigen1 wie die gewaltsame ,bewegung sich zu der ,kraft verhielte1 die sie erzeuge4 ,das unglckliche ,beispiel des ,aristoteles1 um die ,ursache der ,bewegung eines ,steines zu zeigen1 der von der ,hand geworfen sich fortzubewegen fortfahre1 -- wurde am schnellsten von allen ,lehren des ,stagiriten beseitigt4 ,man stellte jedoch ohne ,klarheit dem ,begriff ,bewegung auch die ,kraft bei und sprach so von positiver ,bewegung4 ,bei dem ,beispiel der abgeschossenen ,kanonenkugel trat die ,wandlung der ,ansichten am meisten hervor4 ,man nahm allgemein an1 und ,tartaglia 7,nova ,scienza #aeea7 glaubte noch1 da die ,kugel1 nach ,verlust ihrer positiven ,bewegung1 sofort senkrecht herunterfalle4 ,santbach stellte sich das ,herabfallen der ,kugel nach ,erreichung des ,endes der positiven ,bewegung in ,abstzen 7treppenfrmig7 vor4 ,rivius 7#aedh7 nahm an1 da der ,herabfall im ,kreisbogen geschehe1 wie spter noch ,leonardo da ,vinci und ,galilei4 ,benedetti hatte zuerst eine ,ansicht ber die ,ursache der ,wurfbewegung berhaupt1 indem er darlegt1 da der ,stein oder die ,kugel durch die ,luft gehindert werde 7nicht getrieben1 wie ,aristoteles behauptete71 und da die ,bewegung des ,steines berhaupt von einer gewissen ,impression1 von der ,impetuositt komme1 die der ,stein von der ersten bewegenden ,kraft1 von der ,hand erhalte6 ,benedetti's liber speculationum erschien #aehe4 -- ,es war unsere ,absicht1 im ,vorstehenden in etwa zu zeigen1 wie unvollkommen man die technischen ,probleme in der ganzen ,periode von ,archimedes bis zum #af4 ,jahrhundert behandelte4 ,erst mit der ,lehre des ,hollnders ,stevinus in ,brgge 7,prinzipien der ,statik und ,hydrostatik #aehf7 und mit einzelnen ,lehren des ,varro1 ,cardanus1 ,benedetti1 ,ubaldi trat ein ,verlassen der ,irrlehren und der falschen ,methode des ,aristoteles ein4 ,so lautet wenigstens die bisherige ,annahme der ,geschichte der mechanischen ,wissenschaften4 ,nachdem ,libri1 ,venturi und ,neuere die ,manuskripte des ,leonardo durchforscht haben1 steht auer ,zweifel1 da ,leonardo bereits am ,ende des #ae4 ,jahrhunderts viele dieser mechanischen ,gesetze klar und deutlich aufgefat hatte4 ,viele derselben hat er handschriftlich hinterlassen1 und sie geben dem ,leonardo1 will man ihn persnlich als den ,urheber derselben ansehen1 mindestens eine gleiche ,bedeutung fr die ,mechanik1 wie man ,stevinus sie beilegt1 zudem die ,prioritt4 ,leonardo bringt uns zunchst ber den ,hebel folgende ,betrachtung1 bei welcher das ,verhltni der ,krfte in dem ,falle1 wo eine ,schnur in schiefer ,richtung auf einen mit einem ,gewichte belasteten ,hebel wirkt1 richtig dargestellt worden4 ,illustration3 ,fig4 #a4 ,illustration3 ,fig4 #b4 ,es sei 7,fig4 #a47 der ,hebel ,,at1 sein ,drehpunkt in ,a1 das1 ,gewicht ,o in ,t aufgehngt1 und die ,kraft ,n1 welche dem ,gewicht ,o die ,waage hlt4 ,man ziehe ,,ab senkrecht nach ,,bo und ,,ac senkrecht auf ,,cn4 ,ich nenne ,,at den reellen ,hebel2 ,,ab1 ,,ac potentielle ,hebel2 und man hat die ,proportion ,n 3 ,o ,,ab 3 ,,ac4 ,sei nun ,m das ,gewicht1 gehalten durch das ,seil ,,am1 dessen ,ende fixirt ist in ,a 7,fig4 #b472 sei ferner das ,gewicht und das ,seil in ,,am zurckgehalten auerhalb der perpendikulren ,stellung ,,ab mittelst der ,kraft ,f1 deren ,richtung ,,mf mit ,,am einen rechten ,winkel bildet1 -- so wird die ,kraft ,f sich zum ,gewicht ,m verhalten wie ,,ac 3 ,,am4 ,illustration3 ,fig4 #c4 ,illustration3 ,fig4 #d4 ,illustration3 ,fig4 #e4 ,illustration3 ,fig4 #f4 ,ist die ,korde ,,fm 7,fig4 #c7 durch zwei gleiche ,krfte an ,f und ,m gespannt1 und befestigt man in der ,mitte der ,korde in ,n ein kleines ,gewicht ,c1 so wird dieses den ,punkt ,n bis ,a herabziehen1 whrend die ,gewichte an ,,fm heraufsteigen4 ,mit dem ,radius ,,mn beschreibe man einen ,kreis4 ,derselbe schneidet ,,am in ,b1 und es wird nun die ,bewegung des ,gewichtes ,s an ,m gleich ,,ab sein4 ,der ,punkt ,n steigt herab1 bis die ,proportion eintritt ,c 3 ,s ,,ba 3 ,,na1 d4 h4 die respektiven ,bewegungen beider ,gewichte ,c und ,s verhalten sich umgekehrt wie die ,gewichte selbst4 -- ,daraus folgt1 da1 wenn die ,korde in ,f und ,m festgestellt ist1 das ,gewicht ,c dieselbe um so mehr belastet1 je weniger sie sich biegen kann48 ,diese ,gesetze der ,statik1 die1 wie man sieht1 dem ,leonardo vollkommen klar waren1 erhalten in seinen ,manuskripten zahlreiche ,erweiterungen1 die1 wenn auch mit keinem speziellen ,beweis versehen1 zeigen1 da ,leonardo das ,gebiet durchaus beherrschte und von den einzelnen ,gesetzen ,anwendung zu machen wute4 ,das was seine ,zeitgenossen noch mangelhaft zu przisiren verstanden1 und was noch ,benedetti zaghaft ,impetuositt nannte1 finden wir bei ,leonardo ganz klar betrachtet4 ,er hatte sich den ,begriff ,kraft8 gegenber den ,bewegungen8 der ,krper fest formulirt1 ganz und gar abweichend von den herrschenden ,lehren des ,aristoteles4 ,in gleicher ,weise sehen wir auch1 da ,leonardo die ihm vollkommen gelufigen ,hebelgesetze zur ,erklrung der ,rolle1 der schiefen ,ebene1 des ,keils anwendet4 ,die ,erklrung fr den ,herabgang der ,krper auf der schiefen ,ebene1 welche1 wie wir gesehen haben1 weder seinen ,vorgngern noch ,zeitgenossen gelungen und erst durch ,stevinus mittelst der ,hebelgesetze gefhrt wurde1 ist von ,leonardo in zweifacher ,weise so gut gegeben als von dem ,hollnder4 ,eine direkte ,erklrung 7die bisher auch ,libri und ,venturi entgangen war7 enthlt der ,ambrosianische ,codex ,atlanticus4 ,wir finden darin hinter einander die folgenden ,figuren1 mit kleinen ,berechnungen daneben1 welche nur ,zahlen enthalten und fglich hier berflssig sind4 ,in der ,figur #d zeigt er den ,krper auf horizontaler ,ebene und die ,schwerpunktslinie als ,normale zur ,ebene4 ,in der ,figur #e gibt er an1 wie die ,schwerpunktslinie nicht mehr normal zur ,ebene steht und der ,krper durch eine ,kraft herabgetrieben wird4 ,in der ,figur #f gibt er eine ,andeutung1 in welchem ,verhltni die ,kraft1 welche den ,krper herabtreibt1 zu der ,kraft1 welche ihn zurckhalten will1 steht1 indem er von den ,mittelpunkten der ,radien1 die den horizontalen ,durchmesser bilden1 ,senkrechte zur ,grundebene zieht und die ,relation in der ,differenz der ,hhen beider ,perpendikel mit dem ,neigungswinkel der schiefen ,ebene in ,betracht zieht4 ,es fehlen uns hierzu1 wie bemerkt1 die ,worte des ,leonardo1 allein die vielfachen ,variationen in der ,darstellung des letzten ,falles lassen wohl darauf schlieen1 da ,leonardo diese ,beziehungen vollkommen verstand4 ,er geht dann weiter in der ,betrachtung der schiefen ,ebene und gibt uns in der ,figur #g und #h ,beweis davon1 da er die schiefe ,ebene mit dem ,hebel vergleicht und damit zu erklren versucht4 ,stevinus erluterte die ,grundeigenschaft der schiefen ,ebene so1 da er eine ,kette mit #ad gleich groen ,kugeln in gleichen ,zwischenrumen belastet sich dachte1 welche ber einen dachartigen dreiseitigen ,balken mit horizontaler ,basis hnge4 ,die zwei dachfrmigen ,seiten1 die sich in den ,lngen wie #b 3 #a verhielten1 trugen die eine #d1 die andere #b ,kugeln4 ,stevinus zeigte1 da die ,kette in dieser ,lage in ,ruhe verharren msse1 weil nmlich jede ,bewegung derselben auf dieselbe ,lage wieder zurck fhren msse2 da der andere mit den brigen #h ,kugeln beladene ,theil der ,kette immerhin ganz weggenommen werden knnte1 ohne das ,gleichgewicht zu stren1 und da daher #d ,kugeln auf der lngeren ,flche jene zwei auf der krzeren ebenfalls im ,gleichgewicht erhalten2 d4 h4 da die ,gewichte sich wie die ,lngen dieser ,flchen verhalten 7,whewell ,,ii4 p4 #ag74 ,dies zeigt nun ,leonardo 7also volle #hj ,jahre frher7 durch die einfache ,zeichnung1 so da man wohl keinen besseren ,beweis zu fhren braucht4#aj ,in ,fig4 #h;a bemht sich ,leonardo1 fr zwei gleiche ,gewichte die ,gleichgewichtslage zu ermitteln1 wenn ,a seine ,lage nicht ndern soll1 also an einem ,tau senkrecht von der ,rolle ,b herabhngt1 ,c aber durch verschiedene schiefe ,ebenen #a1 #b1 #c1 #d untersttzt wird4 -- ,illustration3 ,fig4 #g4 ,illustration3 ,fig4 #h4 ,illustration3 ,fig4 #h;a4 ,aber auch die andere ,weise der ,beweisfhrung des ,leonardo gengt vollkommen1 wie er oben durch die schiefe ,zugrichtung am ,hebel gefhrt worden ist4 ,leonardo schwang sich in seiner ,anschauung sogar bis zur ,bestimmung der ,zeit des ,herabganges empor und fand die ,zeit des freien ,falls des ,krpers von demselben ,anfangspunkte im ,verhltni der ,lnge und ,hhe der schiefen ,ebene4 ,venturi gibt uns hierber nach den ,manuskripten in ,paris 7,n4 ,a4 ,b47 folgende ,darstellung und nhere ,begrndung4 ,illustration3 ,fig4 #i4 ,illustration3 ,fig4 #aj4 ,der ,herabgang des ,krpers ,a 7,fig4 #i7 auf der ,linie ,,ac hat im ,vergleich zu dem ,fall ,,ab eine um so grere ,zeit nthig1 als ,,ac lnger ist als ,,ab48 ,ferner sagt er3 ,ein ,krper ,a wird1 nachdem er ber ,,ce herabgegangen ist1 bis nach ,b hinaufsteigen mit derselben ,schnelligkeit1 wie ein gleicher ,krper1 der von ,a nach ,b auf der geraden ,linie ,,ab luft48 ,im ,codex ,b findet sich die ,stelle3 ,der schwere ,krper ,a 7,fig4 #aj7 steigt schneller auf dem ,kreisbogen ,,ace herab1 als auf der ,linie ,,ae48 ,venturi weist in seiner ,erklrung hierzu darauf hin1 da ,vinci und spter ,galilei gefunden haben und festhielten1 da der ,kreisbogen fr den ,fall der ,krper der ,weg des ,minimums der ,zeitdauer sei1 whrend spter gezeigt ward1 da dies die ,cycloide sei4 ,allein ,venturi meint1 da sich auch fr den ,kreisbogen dies ,zeitminimum annehmen lasse1 mit ,hlfe der synthetischen ,methode bestimmbar1 nach folgendem ,theorem3 ,illustration3 ,fig4 #aa4 ,der ,kreisbogen1 welcher #fj nicht berschreitet1 bewirkt im ,vergleich zu allen anderen ,kurven1 welche man innerhalb zwischen den ,endpunkten des ,bogens ziehen kann1 den schnellsten ,herabgang desselben ,krpers4 ,der ,kreisbogen von #ij bewirkt im ,vergleich zu allen anderen ,kurven1 welche man auerhalb zwischen den ,endpunkten des ,bogens ziehen kann1 den schnellsten ,herabgang desselben ,krpers4 ,seien ,c 7,fig4 #aa7 der ,mittelpunkt des ,kreises1 ,,cf die ,senkrechte zum ,horizont ,,emf ein ,bogen1 welcher #fj nicht berschreitet1 ,eq,f eine andere beliebige ,kurve innerhalb des ,bogens ,,emf4 ,man ziehe ,cm und schlage mit ,,cq den ,bogen ,qq1 ferner ,,ae1 ,,bq1 ,dm parallel zum ,horizont2 man nehme aus ,,ab1 ,,ad das arithmetische ,mittel ,,ax und das geometrische ,mittel ,,az1 so hat statt ,,az ,,ax1 und es wird sich verhalten die ,schnelligkeit bei ,m zu der bei ,a ,,ad 3 ,,az4 ,nimmt man an1 da ,,cd #b ,,ad1 so wird auch ,,cd 3 ,,bd ,,ad 3 ,,xd und ,,cd 3 ,,cb ,,ad 3 ,,ax und ,,ad 3 ,,az1 oder ,,cd 3 ,,cb ,,cm 3 ,,cq ,mm 3 ,qq1 somit ,mm 3 ,,ad ,qq 3 ,,az ,,qi 3 ,,az4 ,diese ,verhltnisse geben die ,zeit durch ,mm an und die ,zeit durch ,,qi4 ,wenn nun die ,zeiten beider ,herabsteigungen in demselben ,moment beginnen in ,e1 so wird die ,zeit des totalen ,herabgehens auf ,,emf krzer sein als die des totalen ,herabsteigens auf ,,eqf4 ,illustration3 ,fig4 #ab4 ,fr den zweiten ,fall sei ,,amb 7,fig4 #ab7 der ,kreisbogen von #ij und ,,aqb fr eine der mglichen ,kurven auerhalb des ,bogens1 so hat man ,qq 3 ,mm ,,cq 3 ,,cm ,,dq 3 ,,em 7,,dq7 3 7,,em7 ,also ,qq 3 7,,dq7 ,mm 3 7,,em74 ,folglich ist die ,zeit durch ,qq ausgedrckt lnger als die ,zeit durch ,mm ausgedrckt und folglich auch die durch die ganze ,kurve resp4 ,bogen ausgedrckte ,zeit4 -- ,venturi will hiermit darthun1 da die ,anschauungen des ,leonardo sich noch jetzt vertheidigen lassen4 ,in der ,that aber ist der ,scharfsinn des ,leonardo auch hierbei wieder zu bewundern1 da ihm sicherlich die ,ideen vorschwebten und nicht unklar waren1 denen spter ,galilei ,ausdruck gegeben hat4 ,hier anschlieend mssen wir noch jene ,stelle des ,leonardo zitiren 7,g4 #ee71 in welcher er ber den ,fall der schweren ,krper abhandelt1 und zwar in ,verbindung mit der ,rotation der ,erde4 ,wir bemerken vorweg1 da die allgemeine ,annahme1 da ,kopernikus der erste gewesen sei1 der eine ,bewegung der ,erde aussprach und zu beweisen suchte1 durchaus unrichtig ist4 ,vielmehr finden wir seit ,ptolemaeus mehrfache ,andeutungen hierber4 ,die allmhlich sich bahnbrechende ,ansicht von der ,kugelgestalt der ,erde mute durchaus dazu fhren1 da diese ,kugel irgend eine ,bewegung habe4 ,gerade die ,gegner solcher ,theorien fhren uns darauf hin1 da man frhzeitig solche ,ideen fate4 ,vor allem stand die ,kugelgestalt der ,erde bereits um #djj fest1 denn der heil4 ,augustinus leugnet sie nicht1 ebensowenig die spteren ,schriftsteller4 ,aber die ,art der ,sterne und ihre ,befestigung1 die ,befestigung und ,stellung der ,erde1 die ,frage der ,antipoden1 -- das waren ,grnde zu heftigen ,diskussionen4 ,und wenn ,lactantius sagt1 er sei wahrhaft in ,verlegenheit1 wie man solche ,leute nennen solle1 die eine solche ,thorheit begingen1 zu behaupten1 da die ,krper gegen den ,mittelpunkt der ,erde hinfielen1 so zeugt dies davon1 da die ,philosophen diesem frommen ,mann des vierten ,jahrhunderts viel zu schaffen machten und ihn gewaltig mit den ,betrachtungen rgerten1 die er emphatisch fr eitel und nichtig erklrt hatte4 ,die ,kugelgestalt und die ,anziehung der ,erde war im #ac4 ,jahrhundert bereits etwas allgemein ,bekanntes4 ,wir erinnern auch an die interessante ,stelle ,dante's1 ,inferno ,,xxxiv4 #hh cf41 wo er den ,durchgang durch den ,mittelpunkt der ,erde beschreibt4 ,im ,anfang des #af4 ,jahrhunderts war es ,nicolas de ,cusa1 welcher die ,drehung der ,erde theoretisch nachweisen wollte1 aber in der metaphysischen ,beweisfhrung stecken blieb4 ,die ,art und ,weise1 in welcher ,leonardo die ,drehung der ,erde in folgender 7und in vielen andern7 ,stelle benutzt und gleichsam als etwas einfaches und bekanntes voraussetzt1 lt uns wohl mit ,recht darauf schlieen1 da diese ,auffassung die seiner ,zeit war4 ,leonardo gibt uns aber in diesem ,falle eine mechanische ,betrachtung ber die ,relation gleichzeitiger ,bewegungen1 -- welche bisher dem ,gassendi zugeschrieben wurde1 zufolge seiner ,abhandlung3 de motu impresso a motore translato4 ,spter hat d',alembert gezeigt1 da die senkrecht gegen den ,zenith emporgeworfenen ,krper nicht auf den ,ort ihres ,abganges zurckfielen1 und erst spter folgten die ,versuche hierfr am ,pisaer schiefen ,thurme4 ,illustration3 ,fig4 #ac4 ,leonardo sagt3 ,sei ,fig4 #ac ,a der ,krper1 welcher in den ,elementen fllt1 die er durcheilt1 um nach dem ,mittelpunkt der ,welt ,m zu kommen4 ,ich sage1 da diese ,last1 herabsteigend in einer ,spirale1 nicht aus der graden ,linie herausgehen wird1 welche sie als ,weg nach dem ,mittelpunkt der ,erde verfolgen mu4 ,denn wenn der ,krper von ,a ausgeht1 um nach ,b zu kommen1 so wird1 whrend er nach ,b geht und in die ,lage von ,c kommt1 der ,punkt ,a bei ,drehung in ,d ankommen2 betrachtet man nun die ,lage des ,krpers1 so findet man1 da er noch immer in der graden ,linie sich befindet1 welche 7erst ,a7 jetzt ,d mit dem ,mittelpunkt der ,welt verbindet4 ,wenn der ,krper nach ,f weiter geht1 wird zu gleicher ,zeit der ,punkt ,d nach ,e wandern4 ,whrend des ,herabsteigens von ,f nach ,g bringt die ,drehung ,e in die ,lage von ,h4 ,so steigt der ,krper auf der ,erde herab1 immer oberhalb des ,ausgangspunkts4 ,das ist eine zusammengesetzte ,bewegung1 sie ist zu gleicher ,zeit gradlinig und kurvenfrmig4 ,sie ist gradlinig1 weil der ,krper sich immer auf der krzesten ,linie befindet1 welche sich ziehen lt von dem ,ausgangspunkt der ,bewegung nach dem ,zentrum der ,elemente4 ,sie ist kurvenfrmig an sich und in jedem ,punkte des ,weges4 ,daher wird ein von der ,hhe eines ,thurmes geworfener ,stein nicht an die ,mauern des ,thurmes anschlagen1 bis er die ,erde erreicht48 -- ,obgleich ein ,jahrtausende bekannter und angewendeter ,mechanismus1 hatte doch die ,rolle seit ,archimedes keinen ,erklrer gefunden1 der ihr ,prinzip auf den ,hebel zurckgefhrt htte4 ,auch hierher trat ,stevinus 7so weit bisher bekannt war7 zuerst ein1 und vor ihm hatte ,ubaldus 7#aegg7 eine hnliche ,beweisfhrung versucht4 ,nun finden wir aber1 da ,leonardo diese ,zurckfhrung der ,rolle auf das ,prinzip des ,hebels in leichtester ,weise bewirkt und in dieser ,anschauung lebt und webt4 ,wir haben ca4 #ej ,skizzen in den ,manuskripten des ,leonardo gefunden1 die dies ,verhltni darlegen4 ,in ,fig4 #ad gibt er in einfacher ,weise das ,verhltni der bewegenden ,kraft am ,rade zu der zu berwindenden ,last an der ,welle1 resp4 umgekehrt1 an4 ,er zeigt ferner an vielen ,skizzen die verschiedenen ,lngen des kontinuirlichen ,hebelarmes1 die ,relation der ,lasten an denselben zur ,kraft1 er gibt eine groe ,anzahl von ,apparaten an1 bei welchen die ,rolle als ,hebel benutzt ist1 und bestimmt ihre ,verhltnisse4 ,er zeigt1 wie die mechanische ,wirksamkeit der ,rolle durch ,kombination mehrerer solcher sehr erhht werden knne1 und macht dies deutlich durch eine treffliche ,skizze1 in welcher1 vom gleicharmigen ,hebelarm ausgehend1 gezeigt wird1 wie durch ,anfgung eines ,rollensystems von sechs ,rollen der eine ,arm des ,hebels gleichsam um so viel vergrert1 verlngert wird1 da die ,lasten an diesen ,armen sich wie #a 3 #d verhalten4 ,von da kommt er zur ,beleuchtung des ,flaschenzuges4 ,es ist ja allbekannt und von ,frster in seiner ,bauzeitung noch speziell beschrieben1 wie ,leonardo ein ,meister in ,hebung schwerer ,lasten bei ,bauten etc4 gewesen ist4 ,er konnte dies leisten1 weil er die mechanischen ,gesetze beherrschte4 ,illustration3 ,fig4 #ad4 ,illustration3 ,fig4 #ae4 ,in ,fig4 #ae berechnet ,leonardo ein ,wellrad zum ,aufwinden1 indem er dasselbe als ungleicharmigen ,hebel darstellt und den ,hebelarm1 an welchem die ,kraft angreift1 in #ai ,theile dem ,halbmesser der ,welle theilt vom ,befestigungspunkte an bis zum ,ende4 ,er findet so1 da eine ,kraft gleich #bj einer ,last gleich #djj im ,stande sei die ,waage zu halten4 ,fr unsere ,zeit freilich und bei der verhltnimigen ,unkenntni der ,geschichte der ,entwicklung der ,mechanik ist es berraschend1 da diese einfachen ,thatsachen zuerst von ,leonardo wieder in ihrem natrlichen ,zusammenhange dargestellt wurden1 -- seit ,archimedes und ,vitruv4#aa ,dieser ,erkenntni des ,leonardo haben wir aber auch seine in der ,that einzig fr seine ,zeit dastehenden ,entwicklungen der ,naturgesetze und die ,konstruktion resp4 ,erfindung vielfltiger ,mechanismen und ,maschinen zu verdanken6 ,betrachten wir nun die mechanischen ,arbeiten des ,leonardo weiter1 so mssen wir zunchst folgende ,stelle von pag4 #ahe des ,codex ,n 7,paris7 anfhren4 ,wenn man irgend eine ,maschine gebraucht zum ,bewegen schwerer ,krper1 so haben alle ,theile der ,maschine1 welche eine gleiche ,bewegung mit derjenigen des schweren ,krpers haben1 eine dem ganzen ,gewicht des ,krpers gleiche ,belastung4 ,wenn der ,theil1 welcher der bewegende ist1 in derselben ,zeit mehr ,bewegung uert als der bewegte ,krper1 so hat er mehr ,kraft als der bewegte ,krper1 und er wird sich um so viel schneller bewegen als der ,krper selbst4 ,wenn der ,theil1 welcher der bewegende ist1 weniger ,schnelligkeit hat als der bewegte1 so wird er um so viel weniger ,kraft haben als der bewegte ,krper48 ,in diesen ,worten liegt der ,grundgedanke des ,prinzips der virtuellen ,geschwindigkeiten1 da bei jeder ,maschine sich die ,krfte1 die einander das ,gleichgewicht halten1 untereinander umgekehrt verhalten wie ihre virtuelle ,geschwindigkeit4 ,dies ,gesetz ist spter von ,ubaldi przisirt und sodann von ,galilei in seiner ,abhandlung ,ueber die ,wissenschaft der ,mechanik8 7#aeib7 genauer auseinandergesetzt worden1 so da man bisher ,galilei als den ,urheber dieses ,gesetzes betrachtete4 ,ueber die ,begriffe ,kraft81 ,bewegung8 u4 s4 w4 uert sich ,leonardo wie folgt3 a4 ,kein sinnlich wahrnehmbares ,ding kann sich von sich selbst bewegen1 sondern seine ,bewegung wird durch ,anderes bewirkt48 7,dieses ,andere ist die ,kraft1 ,forza47 b4 ,kraft ist eine unsichtbare 7spirituale7 ,macht 7potenza71 unkrperlich und ungreifbar1 welche die ,ursache sein kann1 da die ,krper durch zufllige ,heftigkeit der ,einwirkung den natrlichen ,zustand der ,ruhe aufgeben4 ,ich sage unsichtbar 7spirituale71 weil sie ein unsichtbares ,dasein hat2 ich sage unkrperlich und ungreifbar1 weil sie nicht krperlich entsteht und weder in ,form noch ,gewicht wchst48 ,die materielle ,bewegung wird bewirkt durch ,gewicht und ,kraft4 ,aber es ist eine andre ,bewegung die1 welche durch die ,schwere bewirkt wird1 und die1 welche durch die ,kraft entsteht1 und die1 welche durch hnliches als die ,kraft erwirkt wird48 d4 ,wenn ein ,krper durch eine ,kraft 7potenza7 bewegt wird in gegebener ,zeit und in einem solchen ,raume1 so wird dieselbe ,kraft auch im ,stande sein1 ihn zu bewegen in der ,hlfte der ,zeit durch die ,hlfte jenes ,raumes1 oder in zweimal soviel ,zeit zweimal durch jenen ,raum48 e4 ,kein bewegter ,krper kann sich schneller bewegen1 als die ,geschwindigkeit der ,kraft1 welche ihn bewegt1 erlaubt48 f4 ,jede ,aktion erfordert ,bewegung48 g4 ,jeder ,krper wiegt 7pso7 in der ,richtung seiner ,bewegung4 7,inertia678 h4 ,der freifallende ,krper erlangt in jedem ,grade der ,bewegung ,grade der ,beschleunigung48 i4 ,der ,sto 7percussione7 ist eine ,kraft1 ausgebt in kurzer ,zeit48 k4 ,jede ,bewegung1 welche durch ,reflexion entstand1 beendigt ihren ,lauf auf der ,linie der ,incidenz4 ,die ,incidenzbewegung hat eine grere ,macht 7potenza71 als die reflektirte ,bewegung4 ,das1 was mehr ,kraft hat1 dauert lnger als das1 was weniger krftig ist48 -- l4 ,es ist unmglich1 da zwei ,krper einer durch den andern hindurchgehen48 ,in allen diesen ,stzen1 deren ,zahl sich leicht vermehren liee1 gibt ,leonardo den ,beweis fr die ,schrfe seiner ,auffassungskraft4 ,whrend er darin die ,grundlagen fr eine ,darstellung der wichtigsten mechanischen ,gesetze ausspricht1 das ,beharrungsvermgen1 die ,bewegung durch pltzliche ,einwirkung und die ,idee der ,kraft1 freiwillige und unfreiwillige ,bewegung1 gleichfrmige ,bewegung nher feststellt1 gibt er in den letzten ,stzen mit klassisch kurzem ,ausdruck unsere heutigen ,ansichten wieder4 ,nur in dem ,satz e unterluft ihm die ,aristotelische ,anschauung ein wenig4 ,der ,satz h ist dagegen eine bedeutungsvolle ,andeutung des spter von ,galilei ausgesprochenen ,gesetzes4 ,der ,satz d spricht1 wie ,govi sehr richtig bemerkt1 klar aus3 ,der durchlaufene ,raum ist proportional der ,zeit1 fr die gleichfrmige ,bewegung6 -- ,alle diese ,stze aber gehren wahrscheinlich den diversen ,schriften des ,leonardo an1 die er selbst fter zitirt1 nmlich libro del moto1 ,trattato di percussione1 ,elementi macchinali1 libro del impeto1 libro di gravita u4 ,a4 ,solche ,schriften scheinen in ,form von ,leitfden angelegt worden zu sein1 nach geordnet1 auf die ,leonardo dann in gewissen ,fllen einfach hinweist4 ,z4 ,b4 ,questa manifesta per la dodicesima e provasi ancora per l'ottava1 che dice etc4 -- ,in dem ,londoner ,manuskript des ,leonardo ist eine ,abhandlung ,moto ondoso del mare enthalten4 ,auch hier die obigen ,zitate1 die sich auch auf eine vorhandene ,zusammenstellung der hydrostatischen ,gesetze beziehen4 ,gegen die kontinuirliche ,bewegung oder das ,perpetuum mobile spricht sich ,leonardo ganz entschieden aus4 ,in seinen ,schriften sind hufige ,stellen darber und die ,reihe der ,zeichnungen dafr ist bedeutend4 ,alle die ,ideen mit gefcherten ,rdern und ,kugeln1 ,kugeln an ,armen1 u4 s4 w4 finden bereits bei ,leonardo eingehende ,beurtheilung und ,verurtheilung1 und bei einer dieser ,zeichnungen1 bei welcher ,leonardo #cb ,kugeln voraussetzte und ausfhrlich berechnet1 findet sich das ,wort ,satanasso8 zugefgt1 welches vielleicht der letzten ,kugel gilt1 deren ,berechnung ebenfalls kein gnstiges ,resultat gab4 ,die ,ueberzeugung von der ,unmglichkeit eines ,perpetuum mobile und die ,begrndung dieser ,ueberzeugung gibt der mechanischen ,kenntni des ,leonardo besondere ,bedeutung4 ,wie ,govi auch richtig bemerkt hat1 findet man bei ,leonardo1 ein ,zeichen seines ernsten ,strebens und seiner ,aufrichtigkeit1 hufig am ,schlu von ,rechnungen1 ,konstruktionen etc4 die ,worte3 falso6 oder non desso6 oder errato6 -- gleichzeitig allerdings fr uns jetzt ein ,mittel1 ihn1 den ,schreiber selbst1 richtig zu beurtheilen4 ,er schreibt3 ,contro del moto perpetuo4 ,keine greifbare ,sache bewegt sich von selbst2 daher wenn sie sich bewegt durch eine ungleiche ,kraft d4 h4 bei ungleicher ,zeit oder ,bewegung oder ,schwere entweicht schnell der erste ,antrieb1 und pltzlich verliert sich auch das zweite 7nmlich die ,bewegung748 ,kein bewegtes ,ding kann nach seinem ,herabfall zur gleichen ,hhe sich wieder emporheben1 also hrt die ,bewegung auf48 ,leonardo zeigt dasselbe an der ,hebung des ,wassers und an vielen andern ,beispielen4 -- ,leonardo ist bei ,betrachtung der ,bewegungsgesetze auf die ,einflsse der ,reibung eingegangen1 und zwar viel spezieller1 als man glauben sollte4 ,seine ,arbeiten hierber sind aus ,versuchen sicherlich hervorgegangen4 ,er hat die ,reibung von ,flchen bestimmt unter vielen ,variationen1 sodann die ,zapfenreibung1 und fr beide ,betrachtungen gibt er viele ,skizzen4 ,er spricht zunchst allgemein sich so aus3 ,die ,reibungen 7confregazione7 der ,krper sind von so verschiedener ,gewalt1 als es ,variationen der ,schlpfrigkeit der ,krper1 welche sich reiben knnen1 gibt4 ,die ,krper1 welche mehr geglttet 7pulita7 sind auf der ,oberflche1 haben eine leichtere ,reibung4 ,krper von gleicher ,schlpfrigkeit 7lubricita7 haben krftigere und schwerere ,widerstnde bei der ,reibung4 ,jeder ,krper widersteht bei der ,reibung mit einem ,viertheil seiner ,schwere1 vorausgesetzt eine glatte ,ebene und polirte ,oberflche4 ,wenn ein polirter ,krper eine polirte schiefe ,ebene zu passiren hat mit dem ,viertheil seiner ,schwere1 so ist er von selbst geneigt zur ,bewegung auf dem ,abhang4 ,die ,reibung irgend eines ,krpers mit verschiedenen ,seitenflchen macht einen gleichen ,widerstand1 gleichviel auf welcher ,seite er liegt1 wenn es nur immer eine ,ebene ist1 wo er sich reibt48 ,leonardo spricht sodann ber die ,reibung der ,rder und vergleicht sie mit unendlich kleinen und verminderten ,schnitten1 bei welchen nicht ,reiben1 sondern nur ,berhren statthabe4 ,die ,fol4 #aie des ,codex ,atlanticus enthlt ,betrachtungen nebst ,illustrationen ber die ,reibung der ,krper auf ,flchen und runder ,krper in ,lagern4 ,besonders scheint die ,relation zwischen der ,gre der ,oberflche und der ,gre der ,reibung der ,gegenstand der ,betrachtungen gewesen zu sein1 die in gleicher ,richtung angestellt waren1 wie die ,versuche ,coulomb's1 welcher spter die ,reibungsgesetze feststellte4 ,eine wesentlich neue ,betrachtung1 fr seine ,zeit neu und fast einzig dastehend1 wendete ,leonardo da ,vinci der ,festigkeit der ,krper zu und zugleich der fr ihre ,benutzung in gewissen ,fllen nothwendigen ,haltbarkeit gegenber den auf sie einwirkenden ,krften4 ,so widmet er eine ausfhrliche und sehr eingehende ,abhandlung der ,festigkeit der ,balken1 und die ,figuren1 welche wir heute in unsern technischen ,lehrbchern zu finden gewohnt sind1 um z4 ,b4 die relative ,festigkeit und die absolute ,festigkeit deutlich zu machen1 sehen wir in groer ,reichhaltigkeit bereits auf ,leonardo's ,skizzenblttern4 ,da fr ihn als ,baumeister und ,wasserbauingenieur allerdings solche ,bestimmungen nicht allein nahe lagen1 sondern von ihm auch gern durchgefhrt wurden1 nimmt uns bei dem grndlichen ,wesen des ,leonardo nicht ,wunder4 ,allein er untersuchte auch die ,druckfestigkeit und ,zugfestigkeit eben so eingehend und seine ,resultate kommen unsern heutigen ,annahmen sehr nahe4 ,leonardo's ,berechnung ber die nothwendige ,kraft zum ,einschlagen von ,ngeln1 ,bolzen u4 s4 w4 und die daraus sich ergebende ,strke und beste ,form derselben sind nicht minder beachtenswerth4 ,dieselben verbreiten sich sodann auf die ,theorie des ,keils4 ,bei ,gelegenheit der ,darstellung der ,kanonenbohrerei berechnet ,leonardo die benthigte ,strke der ,achsen oder ,zapfen am ,lauf und bestimmt die vortheilhafteste ,stelle1 wo dieselben angebracht werden4 ,aehnliche ,berechnungen fhren ihn zur ,konstruktion der ,rammen und des ,rammbrs1 zur entsprechenden ,form der ,ketten und der ,gliederketten1 der ,thrangeln1 und einer groen ,anzahl anderer ,details fr ,maschinenbau und ,baukunst4 ,leonardo war ein ,talent1 das durch und durch in der ,mechanik wurzelte4 ,so wie er der ,mechanik oblag zum ,zweck der ,ermittelung der ,naturgesetze1 so wandte er sie an fr die ,malerei zur ,ermittlung der natrlichen ,verhltnisse und ,formen und seine anatomischen ,studien waren wesentlich mechanischer ,art1 denn fr ihn waren ,arme und ,beine ,hebel4 ,im #d4 ,kapitel seines ,traktats von der ,malerei handelt er hierber genauer ab4 ,die ,bewegung der ,thiere und ,menschen resp4 deren ,glieder erklrt er nach den ,gesetzen der ,statik und ,mechanik in ungemein falicher ,weise4 ,leonardo betrachtet zuerst den ,zustand der ,ruhe und erklrt3 ,der ,mangel an ,bewegung eines jeglichen ,thieres entspringt von der ,entziehung der ,ungleichheit1 welche die einander entgegengesetzten ,schweren haben1 die sich auf ihr eigenes ,gewicht sttzen48 ,die ,bewegung kommt von dem ,aufhren des ,gleichgewichts oder von dessen ,ungleichheit her48 ,aus diesen beiden ,grundgesetzen entwickelte ,leonardo nun eine ,reihe ,flle4 ,er zeichnete gleichsam hierzu ein ,skizzenbuch fr den ,fechtmeister ,borri1 worin er die einzelnen ,stellungen rein mechanisch behandelte4 ,ein wichtiger ,beweis fr seine eigenen ,aussprche ber die ,bedeutung der ,mathematik und ,mechanik liefert ,leonardo selbst durch die ,art und ,weise1 wie er die ,gestalt der ,ornamente geometrisch und mechanisch bestimmt4 ,im ,codex ,atlanticus sind eine ,reihe ,bltter allein diesem ,gegenstande gewidmet1 und es verdienten diese ,bltter vor allem eine grere ,verbreitung zum ,nutzen unserer ,kunstgewerbe4 #i ,whewell ,i4 #ei4 #aj ,man knnte1 ohne die brigen ,deduktionen des ,leonardo zu kennen1 allerdings auch vermuthen1 als ob dem ,leonardo vorschwebte1 da die ,krfte sich wie die ,basislngen der schiefen ,ebene verhielten4 7,g47 #aa ,es darf wohl nicht bersehen werden1 da der ,hebel1 die ,rolle und der ,flaschenzug den ,griechen und ,rmern wohlbekannt blieben1 sowie da ,vitruv 7#bjj ,jahre nach ,archimedes7 dieselben nicht nur beschrieb1 sondern auch das ,hebelgesetz ausdrcklich -- mit ,hinweis auf die in ,aller ,hnden befindliche ,schnellwaage -- erweist4 ,l4 ,x4 ,c4 #g4 ,die ,red4 ,jedoch erstreckte sich dies nur auf die ,eigenschaften des ,hebels1 der ,rolle etc4 nicht auf die ,erklrung4 ,vitruv's ,darstellung wurde erst wieder im #ae4 ,jahrhundert anerkannt1 gegenber den ,aristotelikern4 7,gr47 ,,vii4 ,whewell sagt in seiner ,geschichte der induktiven ,wissenschaft ,bd4 ,i4 p4 #hf3 ,archimedes#ab legte nicht allein den ,grundstein zur ,statik der soliden ,krper1 sondern er lste auch das ,fundamental-,problem der ,hydrostatik glcklich auf4 ,diese ,auflsung ist um so merkwrdiger1 da das von ihm fr die ,hydrostatik aufgestellte ,prinzip nicht nur bis zum ,ende des ,mittelalters unbenutzt blieb1 sondern da es auch selbst dann1 als es wieder aufgenommen wurde1 so wenig klar eingesehen worden ist1 da man es nur das ,hydrostatische ,paradoxon nannte48 ,archimedes hatte den ,satz des hydrostatischen ,druckes1 da sich ein auf eine ,flssigkeit ausgebter ,druck in der ,flssigkeit nach allen ,richtungen fortpflanzt1 aufgestellt1 allein nach den ,annahmen der ,geschichte bisher waren es ,stevinus und ,galilei zuerst1 welche dies ,gesetz wieder in seiner ,klarheit begriffen und dasselbe zur ,geltung brachten4 ,in der ,that enthalten alle ,schriften des ,mittelalters bis dahin1 verfhrt von der aristotelischen ,dogmatik1 nur ganz verworrene ,auffassungen ber das1 was dies ,gesetz mit absoluter ,wahrheit vorstellt4 ,man lese nur des ,cardanus ,ideen hierber1 um sich von dem gnzlichen ,abhandenkommen des ,archimedischen ,gesetzes zu berzeugen4 ,von #aedg an wandte sich die ,aufmerksamkeit der ,hydrostatik und ,hydrodynamik wieder zu1 und ,fr4 ,commandinus machte sich verdient durch ,edition der ,schriften des ,hero und des ,archimedes ber diesen ,gegenstand4 ,auch ,baptist ,porta edirte #afja ein ,werk ,pneumaticorum libri tres1 in welchem er auf ,hero's ,werk nher einging4 ,von da ab folgen ,gasparis1 ,schottius1 ,bardius1 ,mersenne und ,boyle's ,hydrostatical paradoxes made out by new ,experiments4 ,zuvor hatte ,pascal #afec seine ,schrift vom ,gleichgewicht der ,flssigkeit herausgegeben u4 s4 w42 ,galilei's ,schrift ber die schwimmenden ,krper #afab fand bekanntlich heftige ,gegner und sein ,schler ,castelli hatte alle ,hnde voll zu thun1 die ,angriffe ,colombe's1 ,vincenzio des ,gracia u4 a4 abzuwehren4 ,alle diese ,schriften sind also einer spteren ,zeit1 als in der ,leonardo lebte1 angehrig4 ,von ,leonardo da ,vinci haben wir bereits oben angefhrt1 welches ,verdienst er sich als ,wasserbau-,ingenieur um seine ,zeit und sein ,vaterland erworben hat1 ein ,verdienst1 das heute noch in vollem ,umfange besteht1 und so fortwirken konnte1 weil seine ,bauten mit ungemeiner ,schrfe projektirt waren und sorgsam durchdacht ausgefhrt wurden4 ,der ,adda-,kanal und vor allem der ,kanal von ,martesana im ,veltlin mit seiner wunderbaren ,bewsserungsmethode sind ,meisterwerke fr alle ,zeiten4 ,aus der ,trefflichkeit dieser ,arbeiten lt sich schon schlieen1 da ,leonardo nicht sowohl ,herr ber rationelle ,benutzung des ,wassers war1 sondern da er auch alle ,eigenschaften dieses wichtigen ,elements vom ,grunde studirt hat4 ,bei seiner scharfen ,auffassungsgabe konnte es nicht fehlen1 da er die ,richtigkeit der ,archimedischen ,gesetze begriff und auf ihnen seine ,projekte und ,ausfhrungen basirte4 ,wir knnen uns fr die ,begrndung1 da dies in vollstem ,mae geschehen und da ,leonardo dem ,stevinus und ,galilei weit zuvorgekommen ist1 bescheiden1 diese ,nachweise haben bereits andere bernommen und gefhrt4 ,elia ,lombardini hat dies gezeigt in seinen ,osservazioni storico-critiche sopra dell' origine del progresso della scienza hydraulica nel ,milanese ed in altre parte d',italia und nennt den ,leonardo da ,vinci il fondatore della scienza hydraulica ebenso wie ,cialdi ihn als il fondatore della dottrina sul moto ondoso del ,mare bezeichnet4 ,ferner haben viele ,autoren der ,hydraulik und ,hydrostatik auf die ,arbeiten des ,leonardo ,rcksicht genommen und seinen ,namen ehrenvoll genannt4 ,allein darauf ist bisher nicht der gehrige ,nachdruck gelegt1 da ,leonardo ein ebenbrtiger ,vorgnger des ,stevinus und ,galilei in ,sachen der ,hydrostatik gewesen ist -- dies kann erst jetzt genauer nachgewiesen werden1 wo aus ,leonardo da ,vinci's nachgelassenen ,schriften ,beweise dafr geschpft werden1 da er auch hierin1 wie in den vielen andern ,gebieten der mechanischen ,wissenschaften seiner ,zeit voran war und fast auf der ,hhe der ,anschauungen dieser genannten ,mnner schon fast #ajj ,jahre vorher stand4 ,kein ,zweifel ist1 da ,leonardo#ac die ,schriften des ,archimedes gelesen hatte und da er dessen ,gesetze der ,hydrostatik richtig erfat hatte4 ,seine ,anschauungen ber die molekulare ,beschaffenheit des ,wassers sind klar und deutlich4 ,er schildert diesen ,zustand des ,wassers mit absoluter ,gewiheit bei verschiedenen ,gelegenheiten1 zumal bei der ,entwicklung seines ,gesetzes der ,wellenbewegung4 ,er vergleicht die sich von ,atom zu ,atom bertragende ,bewegung durch irgend einen ,sto auf die ,wasserflche mit einem ,zittern und frchtendem ,zurckweichen4 ,ebenso genau fate ,leonardo da ,vinci die ,verdrngung eines ,quantums ,wassers durch einen daraufgelegten schweren ,krper auf4 ,ueber die ,gravitation des molekularen ,wassers drckt sich ,leonardo so aus3 la loro gravita dupla1 cio che il suo tutto ha gravit attesta al centro delli elementi2 la seconda gravit attende al centro d'essa sfericit d'aqua4444 ma di questa non veggo nell' humano ingegno modo di darne scienza1 ma dire com si dice della ,calamita 7,magnet7 che tira il ferro1 cio che tal virtu occulta propriet1 dell quali n' infinite in natura6 ,wir haben hier den ,satz mit ,leonardo's eigenen ,worten wiedergegeben1 welcher die klare ,anschauung der ,molekularattraktion und der ,gravitation enthlt1 dabei von natrlicher ,beobachtung ausgeht und so schn die ,unbegrenztheit dieser ,naturkrfte ausspricht4 ,illustration3 ,fig4 #af4 ,ueber die ,verdampfung des ,wassers und die ,sttigung der ,luft mit ,feuchtigkeit lehrt ,leonardo mit denselben ,grundstzen4 ,er wei1 da ,regen nicht statthaben kann ohne einen hohen ,grad der ,beladung der ,luft mit ,feuchtigkeit4 ,zur ,ermittelung des ,feuchtigkeitsgrades der ,luft hat er eine ,art ,pluviometer konstruirt1 den wir hier in ,figur beibringen4 ,die eine der ,kugeln ist mit ,wachs die andere mit ,baumwolle umhllt1 jene als ,wasser abstoend1 diese als ,wasser anziehend betrachtet4 ,eine seiner bedeutendsten ,beobachtungen ist aber das ,gesetz der kommunizirenden ,rhren1 welches er so ausspricht3 ,le superfici di tutti i liquidi immobili li quali in fra loro fieno congiunti1 sempre fieno d'eguale altezza6 ,zugleich zeigt er durch zahlreiche ,skizzen im ,codex ,atlanticus auf ,blatt #cad u4 a41 da dies ,gesetz durch keinerlei ,formvariation der ,gefe beeintrchtigt werde4 7,s4 ,f4 #ag47 ,ebenso zeigt er die ,heber in den verschiedensten ,gestaltungen und in ihrer ,gesetzmigkeit4 ,wir knnen nicht umhin1 hier einzuschalten1 da ,leonardo in der ,figur bereits dasselbe that1 wie ,pascal #afec vorfhrte4 ,leonardo zeigt weiter1 da1 wenn man zwei sich nicht mischende ,flssigkeiten in ein und dasselbe ,gef giet1 z4 ,b4 ,wasser und ,quecksilber 7ariento vivo71 dieselben sich nach ihrem ,gewicht anordnen1 und zwar so1 da das ,quecksilber unten bleibt1 das ,wasser darber steht und da 7bei kommunizirenden ,rhren7 sich diese beiden ,flssigkeiten ins ,gleichgewicht einstellen4 ,ferner erklrt ,leonardo1 da die verschiedene ,hhenanordnung eine ,folge der verschiedenen ,flssigkeiten sei1 und da die ,flssigkeit den ,hhen umgekehrt proportional sei4 ,hierher gehrt auch der ,ausspruch des ,leonardo1 da das im ,dampf vermittelst der ,wrme aufgelockerte ,wasser ber die ,oberflche des kalten ,wassers steige4 ,illustration3 ,fig4 #ag4 ,ueber den ,ausflu der ,flssigkeiten aus ,gefen finden wir sehr viele ,skizzen und ,stellen bei ,leonardo4 ,wenn ,montucla den ,castelli als den ,schpfer eines neuen ,zweiges der ,hydraulik8 nannte1 weil derselbe in seinem ,werk della missura dell' ,acqua ,corrente 7#afch7 ,vieles ber den ,ausflu des ,wassers beobachtet hat und festzustellen sucht1 so mu dieser ,annahme insofern widersprochen werden1 als ,castelli zunchst unrichtig annimmt1 da die ,geschwindigkeit des ,ausflusses sich wie die ,tiefe der ,oeffnung unter dem ,wasserspiegel verhlt1 sodann aber ,leonardo bereits mehr als hundert ,jahre vor ihm der richtigen ,lsung dieses ,gesetzes nahe war4 ,auch fr den ,heber gibt ,leonardo genau an1 da sich die ,ausflugeschwindigkeit aus dem ,heber richte nach der ,differenz zwischen der freien ,ausfluffnung des unteren ,schenkels und der ,oberflche der ,flssigkeit1 in welche der andere ,arm eintaucht4 ,er beobachtete1 wie in einem ,fa1 wenn man im ,boden ein kleines ,loch bohre1 die ,wassersule ber demselben in ,bewegung gerathe1 nicht aber an den ,seiten1 und da bei einem in ,rotation versetzten1 mit ,wasser gefllten ,gef das ,wasser an den ,wnden hinaufsteige1 -- eine ,folge der ,zentrifugalkraft4 -- ,er kommt auf das erstere ,beispiel mehrere ,male zurck 7z4 ,b4 in ,f4 #ab71 und zeigt3 da je kleiner das ,loch am ,boden des ,gefes sei1 eine um so grere ,kraft der ,strudel gewinne4 ,die ,hhle des ,strudels ist grader gegen den ,boden gerichtet als gegen die ,oberflche des ,wassers1 weil das ,wasser mehr ,druck ausbt nach dem ,grunde hin als nach der ,oberflche48 -- ,wenn sich das ,wasser nicht ber der ,luft halten kann1 -- wie bildet es dann einen ,strudel1 so da das ,wasser selbst einen ,wall um eine ,hhlung bildet1 welche nur ,luft enthlt8 -- ,wir haben gezeigt1 da jeder schwere ,krper sich ausbreitet zufolge der ,schwere in dem ,sinne1 gegen welchen er sich bewegt4 ,daher sind die ,strudel hohl wie die ,pumpenrohre4 ,das ,wasser1 welches die ,wandungen der ,hhlung bildet1 hlt sich dort so lange1 als die ,rotation dauert1 welche sie gebildet hat4 ,whrend dieser ,zeit wiegt das ,wasser in ,richtung seiner ,bewegung4 ,die ,partien1 welche dem ,zentrum der ,bewegung nher sind1 drehen sich mit mehr ,schnelligkeit als die entfernteren4 ,dies ,phnomen ist hchst eigentmlich2 denn die ,partien eines ,rades1 welches sich um seine ,achse dreht1 bewegen sich um so langsamer als sie dem ,zentrum nher sind4 ,die ,erscheinung beim ,strudel ist also gerade umgekehrt4 ,wenn das nicht sein wrde1 mte sich die ,hhle mit ,wasser ausfllen4 ,in dem ,wasser1 welches die ,wandungen der ,hhlung bildet1 wirken zwei ,gravitationen4 ,die eine bewirkt die ,kreisbewegung des ,wassers1 die andere aber bildet die ,wandungen der ,hhlung1 welche ihrerseits auf die ,luft in der ,hhlung drcken und den ,strudel enden1 indem sie in die ,hhlung einstrzen48 ,venturi1 der diese ,stze kannte1 legte sie seinen spteren ,versuchen zu ,grunde1 die er #agig verffentlichte4 ,venturi ist entzckt ber die klare ,vorstellung des ,leonardo und sagt3 ,enfin non-seulement ,vinci avoit remarqu tout ce que ,castelli a dit un sicle aprs lui sur le mouvement des eaux2 le premier me parot mme dans cette partie suprieur de beaucoup l'autre1 que l',italie cependant a regard comme le fondateur de l',hydraulique48 ,was ,venturi hier vor #hf ,jahren ausspricht1 ist heute durchaus anerkannt4 ,die italienischen ,autoren#ad haben ,vinci die ,palme in hydraulischen ,dingen vor dem ,castelli zuerkannt4 ,sie gebhrt ihm indessen nicht allein der bisher berhrten ,gesetze wegen1 sondern auch ganz besonders seiner trefflichen ,theorie der ,wellenbewegung des ,meeres wegen1 auf die wir nunmehr hier eingehen wollen4 ,wir folgen dabei der erschpfenden ,arbeit von ,cialdi1 betitelt3 ,leonardo da ,vinci1 fondatore della dottrina sul moto ondoso del ,mare1 welche mit ,lust und ,liebe den ,nachweis fhrt1 da ,leonardo der erste gewesen1 welcher eine ,wellentheorie aufstellte1 und nicht ,newton1 de l',emy1 ,montferrier und ,laplace4 ,hat man sich in das ,wesen der ,arbeit und ,betrachtungsweise des ,leonardo eingearbeitet1 so scheint es so naheliegend1 da sich dieser erste ,hydrauliker von ,bedeutung auch mit der ,frage der ,entstehung der ,wellen des ,meeres beschftigt habe4 ,angefochten kann nach ,cialdi's und ,boccarde's ,untersuchungen nicht mehr werden1 da ,leonardo so viel frher das erste ,fundament der hydraulischen ,wissenschaft legte1 als die ,arbeiten von ,newton1 la ,hire1 ,laplace1 ,lagrange1 ,biot1 ,poisson1 ,cauchy erschienen4 -- ,leonardo sagt3 ,l'onda ha moto riflesso ed incidente2 il moto riflesso quello che si fa nella generazione dell' onda1 dopo la percussione dell' obietto1 risaltando ed elevandosi l'acqua verso l'aria1 nel qual moto l'onda acquista la sua altezza etc4 -- ,il moto incidente dell' onda quello che fa l'onda dal colmo della sua altezza all' infimo della sua bassezza1 quale non causata da alcuna percussione1 ma solo dalla gravita acquistata dall' acqua fuori del suo elemento etc4 ,quanto pi alte sono l'onde del mare dell ordinaria altezza1 della superficie della sua acqua1 tanto pi bassi sono li fondi delle valli interposte infra esse onde4 ,e questo perch le gran cadute delle grandi onde fanno grandi concavit di valle4 -- ,la valle interposta infra le onde pi bassa che la comune superficie dell' acqua4 ,questa manifesta per la passata1 e l'esperienza ce lo dimostra1 come si vede nell' acqua che ricade a riempire li luoghi percossi dalle cadute dell' acqua etc48 ,ganz hnlich erklrt ,newton2#ae ganz hnlich ,giorgio ,juan1 ,montferrier1 l',emy1 ,bertin4 ,letzterer erklrt3 ,die absoluten ,dimensionen der ,wellen1 seien es mittlere oder maximale1 nach ,breite oder ,hhe1 knnen nicht anders als durch die ,erfahrung bestimmt werden1 nicht allein weil die ,hauptursache1 von der diese ,dimensionen abhngen1 z4 ,b4 die ,macht des ,windes und die ,dauer seiner ,wirkung1 selbst durch ,erfahrung bestimmt werden mssen1 sondern auch1 weil man kein ,mittel besitzt1 den ,effekt eines bestimmten ,windes theoretisch zu bestimmen1 fr eine gegebene ,zeitdauer seines ,wehens ber das ,meer hin48#af ,leonardo erklrt die ,welle so3 ,die ,welle ist der ,eindruck 7die ,folge7 des ,stoes 7percussione7 reflektirt vom ,wasser2 sein ,angriff 7impeto7 ist viel schneller als das ,wasser4 ,daher flieht oftmals die ,welle den ,ort ihrer ,entstehung1 und das ,wasser selbst bewegt sich nicht vom ,platze4 ,die ,aehnlichkeit der ,wellen ist gro mit den ,wellen1 die der ,wind in einem ,kornfeld hervorbringt1 welche man auch sieht ber das ,feld hineilen1 ohne da das ,getreide 7biade7 sich vom ,platze bewegt48 ,eine ,definition der ,wellen kann nicht erschpfender und klarer sein als diese1 und folgedessen ist auch die ,aehnlichkeit der ,erklrungen aller jngeren ,gelehrten 7l',emy1 ,sganzin1 ,reibell7 mit derselben sehr gro4 ,fevre hat hier noch sogar das ,beispiel des ber ein ,getreidefeld hinfahrenden ,windes wiedergebraucht4 ,drei ,jahrhunderte nach ,leonardo erklrte ,goimpy die ,welle als eine horizontale ,bewegung in den ,wassermoleculen1 welche dieselbe bilden4 ,er sucht dies durch ,experimente und ,spekulationen zu beweisen2 allein umsonst4 ,tessan stellte sodann gegen alle bisher angenommene ,theorie die ,existenz einer horizontalen ,bewegung in den ,moleculen des ,wassers auch ohne ,einwirkung des ,windes auf4 ,auch ,leonardo hatte diese ,ideen3 ,oftmals geht die ,welle schneller als der ,wind1 und oftmals ist der ,wind schneller als die ,welle4 ,das erfahren die ,schiffe auf dem ,meere in ,wellen1 die schneller sind als der ,wind4 ,es kann dies herrhren davon1 da die ,welle entstand von einem groen ,wind1 und nachdem der ,wind leichter geworden1 hat die ,welle noch eine groe ,gewalt zurckbehalten4 ,das ,wasser kann nicht so pltzlich seine ,wellen in sich aufnehmen1 weil beim ,herabfallen des ,wassers vom ,gipfel zum ,thal sich die ,geschwindigkeit1 die ,kraft und ,bewegung erneuet48 ,die ,phnomene der ,erscheinung von ,wellen ohne oder mit direktem ,antrieb durch ,winde sind ,gegenstand vieler ,betrachtungen geworden von ,reid1 ,redfield1 ,piddington1 ,blay1 ,dampier1 ,dumont d',urville1 ,poterat1 ,keller1 ,zurcher1 ,gevry u4 a41 zumal jene ,wellen1 welche entstehen1 ohne da ein ,windstrom bemerkbar4 ,illustration3 ,fig4 #ah4 ,leonardo geht nun auf die ,wellenbildung in ,richtung gegen den natrlichen ,strom des ,wassers in ,flssen ein und spricht das aus1 was ,sptere wiederholten 7,sganzin und ,reibell71 da die ,welle nicht den natrlichen ,lauf der ,flsse alterire1 obgleich sie sich gegen diese ,flurichtung bilden und bewegen knne4 ,er geht sodann ein auf die ,entstehung der ,wellen1 wenn man einen ,stein etc4 in das ,wasser werfe4 ,schon zuvor bemerkt er1 da zwei ,wellen durcheinander hindurchgehen knnten4 ,der ,fall der ,wellenerregung durch das ,einwerfen der ,steine bietet dem ,leonardo ,gelegenheit zu einer uerst klaren und durchaus richtigen ,deduktion4 ,er zeigt dies auch graphisch fr den ,fall1 da zu gleicher ,zeit in einer geeigneten ,entfernung von einander zwei ,steinchen von gleicher ,gre in ein stillstehendes ,wasser geworfen wrden4 ,es entstehen dann zwei separate quantit di circoli48 ,wenn diese ,menge der ,kreise wchst1 so begegnen sich die einzelnen ,kreise beider ,systeme1 und nun sagt ,leonardo3 ,domando1 ich frage1 ob1 wenn ein ,kreis im ,anwachsen sich begegnet1 mit dem entsprechenden andern ,kreis1 er eintritt in dessen ,wellen sie durchschneidend1 oder ob die betreffenden ,berhrungsschlge unter gleichen ,winkeln reflektiren8 ,questo bellissimo quesito1 e sottile68 ,darauf antwortet ,leonardo selbst mit einer subtilen ,auseinandersetzung1 die beweist1 da sich die begegnenden ,wellen durchschneiden4 ,hierbei gibt er eine wunderschne ,darstellung ber die ,entstehung der ,wasserbewegung durch den einfallenden ,stein1 wie das ,wasser anfangs durch den schweren ,krper verdrngt wird1 wie die ,flssigkeit die ,oeffnung wieder ausfllt und dabei in ,bewegung gerth1 che si puo piuttosto dimandare tremore che movimento4 ,man kann dies dadurch am besten zeigen1 da man einen ,strohhalm 7festuche7 auf die ,kreise wirft und beobachtet1 wie derselbe fortwhrend von der ,wellenbildung bewegt wird1 ohne den ,ort zu ndern4 ,so ist es auch mit dem ,wasser der ,wellen48 ,nun fhrt er fort zu erklren1 da1 indem alle benachbarten ,theile der ,flssigkeit von dem ,tremolando ergriffen werden1 sich immer weitere ,kreise ziehen1 aber wie immer mehr die ,kraft erlischt1 bis sie aufhrt zu wirken4 ,und nun knpft ,leonardo daran1 dieses ,beispiel auf die ,luft und den ,schall zu gebrauchen6 und die groe ,konformitt der ,erscheinungen im ,wasser mit denen in der ,luft zu bezeichnen4 ,die ,schallwellen in der ,luft entfernen sich mit kreisfrmiger ,bewegung von dem ,orte ihrer ,entstehung1 und ein ,kreis begegnet und passirt den anderen1 immer aber das ,zentrum der ,entstehung beibehaltend68 ,diese ,darstellungen 7vide die bezglichen #afb und #agj in ,eisenlohr's ,lehrbuch der ,physik 7#g4 ,aufl47 und ,fig4 #bjjag7 stehen so vollkommen auf der ,hhe unserer ,zeit1 da die ,interferenzlehre in der ,that durch ,leonardo bereits przisirt erscheint2 wir bedienen uns noch desselben ,beispiels4 -- ,leonardo stellt weiter den ,satz auf3 da die brandende 7titubante7 ,welle eine solche ist1 welche vom gegenseitigen ,ufer reflektirt ist und welche in dieser ,reflexion um so viel vermindert ist1 sich mit sich selbst zusammengiet und die ,kraft 7impeto7 verliert1 welche sie bewegte48 7,man sehe die spteren ,gelehrten ,emy1 ,sganzin1 ,reibell1 ,minard1 ,bazin47 ,ferner3 ,die reflektirte ,bewegung der ,welle auf dem ,wasser verndert um so viel die reflektirte ,bahn1 als die ,krper1 welche die inzidente ,bewegung empfangen1 geneigte ,flchen haben 7varii obietti in obliquit748 ,es ist das derselbe ,lehrsatz1 den wir auszusprechen pflegen3 ,eine ,welle wird unter demselben ,winkel von einer ebenen ,wand zurckgeworfen1 unter welchem sie auffllt48 ,hierzu gehrt3 ,eine ,welle ist nie allein1 sondern gemischt aus so vielen ,wellen1 als aus der ,unegalitt des ,krpers folgten1 von welchem solche ,welle kommt48 ,mr4 l',emy schliet sich besonders eng an ,leonardo an1 ohne seinen ,namen zu nennen1 und kaum ist es glaublich1 da eine solche ,gleichheit der ,ansichten von selbst entstehe4 ,emy hat sowohl den vorstehenden ,satz zum ,gegenstande besonderer ,abhandlung gemacht1 als auch folgenden1 -- den auch ,frissard anfhrt4 ,leonardo zeigt darin1 da die ,wellen von der ,oberflche des ,wassers in verschiedener ,weise in demselben ,wasser1 zur selben ,zeit und mit verschiedener ,gestalt entstehen knnen4 ,ferner3 ,die ,welle des ,meeres bricht gegen das ,wasser1 welches vom ,ufer zurckgeworfen ist1 und nicht gegen den ,wind1 welcher es tanzen macht4 ,der ,eindruck von ,bewegung im ,wasser durch ,wasser ist permanenter1 als der ,eindruck des ,wassers von der ,luft48 ,wir fhren nun die ,stellen an1 von denen ,calvi sagt3 da1 wenn ,leonardo jene ,lampe gesehen haben wrde1 die den ,galilei auf die ,pendelgesetze hinwies1 er gewi die ,aehnlichkeit der ,schwingungen mit der ,wellenbewegung gesehen haben wrde4 ,er sagt3 ,der ,beginn der ,welle bei der inzidenten ,bewegung ist schneller und das ,ende der reflektirten ,bewegung langsam4 ,die inzidente ,bewegung ist krftiger als die reflektirte4 ,die ,bewegung des ,thals der ,welle ist schneller1 aber ihr ,berg langsam4 ,daraus folgt1 da das ,thal die inzidente und der ,berg die reflektirte ,bewegung ist4 ,die ,welle wird sich um so mehr bewegen1 als sie sich bewegt1 um so mehr sich ausbreiten1 als sie geschwinder ist4 ,denn die ,welle entsteht durch die ,reflexion1 und die reflektirte ,bewegung endigt in der ,linie der ,inzidenz4 ,die ,welle hat ,zeit sich zu vertiefen und auszubreiten1 wenn sie bergeht von der ,reflexion zur ,inzidenz1 und empfngt um so viel mehr ,geschwindigkeit1 als die ,bewegung der ,inzidenz krftiger ist als die reflektirte48 ,hieran schlieen sich noch eine ,reihe ,betrachtungen ber die ,bewegung zweier gleicher oder ungleicher ,wellen u4 s4 w41 ,gesetze1 welche spter von ,mr4 l',emy u4 ,a4 weiter ausgefhrt sind1 ohne mehr zu sagen1 als ,leonardo gibt4 ,vinci zeigt schlielich noch das ,spiel der ,wellen am ,ufer1 wie keine ,welle die letzte sei1 sondern immer die vorletzte auf sie heranrcke u4 s4 w41 wie ferner die ,wellen die mitgefhrten ,krper sortiren und in ,reihen anhufen4 ,die inzidente ,wellenbewegung bewegt die greren ,steine1 und die reflektirte ist nicht im ,stande1 dieselben zurckzuziehen1 wohl aber folgen die kleineren ,dinge den letzteren und der ,sand ist der ,spielball der beiden ,bewegungen4 ,wir wollen ,leonardo's eigene ,worte ber die ,arbeit der ,wellen folgen lassen3 ,il moto che il mobile riceve quando veloce1 quando tardo1 e quando si volta a destra e quando a sinistra ora in su1 ora in gi rivoltandosi1 e girando in se medesimo ora per un verso1 ora per un altro obbendendo a tutti i suoi motori e nelle battaglie fatte da tali motori sempre ne va per preda del vincitore68 -- -- ,illustration3 ,fig4 #ai4 ,wir fhren endlich zum ,schlu dieses ,abschnitts noch an1 da ,leonardo die ,idee der artesischen ,brunnen ausfhrte und dazu einen ,erdbohrer konstruirte1 ,trivella per forar pozzi alla ,modenese1 welcher in den ,manuskripten erhalten ist und den wir hier zufgen4 ,ferner hat ,leonardo sehr viel hydraulische ,maschinen1 ,pumpen1 ,wasserrder1 ,wasserpressen1 ,schnecken etc4 etc4 konstruirt und nebst seinen trefflichen ,kanal- und ,schleusenskizzen uns nachgelassen4 ,davon im spteren ,abschnitt ,maschinen8 soweit es die effektiven ,konstruktionen betrifft4 ,leonardo war bei seinen praktischen ,ingenieurarbeiten fr die ,hydraulik gezwungen1 die ,wassermassen fr ,ab- und ,zuflu zu berechnen2 er that dies in einer ,weise1 die auch heute noch gengen knnte4 ,er stellte #ad ,bedingungen auf1 nach welchen sich die ,ausflumenge eines ,kanals richtet4 ,er bercksichtigt dabei sowohl die ,form und ,oberflche der ,kanle1 ,rohre etc41 als die ,richtung1 den ,querschnitt der ,mndung u4 s4 w41 endlich auch die ,rolle der ,luft dabei4 ,drastisch bemerkt er3 ,sowie ein ,strumpf 7calze71 welcher das ,bein bekleidet1 nicht mehr dessen ,aussehen verrth1 so zeigt auch die ,oberflche des ,wassers nichts von der ,beschaffenheit des ,bodens im ,kanal48 #ab ,archimedes1 4 ed4 ,david ,rivaltus #ac ,er zitirte ,archimedes fter4 #ad ,es ist ein groer ,mangel1 da z4 ,b4 ,ewbank in seinem ,descr4 and histor4 account of ,hydraulic and other machines for raising water8 nichts von ,leonardo da ,vinci kennt1 whrend er ,venturi's ,arbeiten zitirt4 #ae ,newton1 ,mathemat4 ,prinzipien4 ,von ,prof4 ,dr4 ,wolfers1 ,berlin1 ,oppenheim #ahgb4 pag4 #cfj4 #af ,wir bemerken1 da viele ,stze in den spteren ,schriften besonders der franzs4 ,gelehrten fast genau wiedergegeben zu sein scheinen4 #ag ,so auch ,poncelet1 ,sganzin1 ,reibell u4 ,a4 ,,viii4 ,leonardo's ,ideen ber die ,luft waren ebenfalls die klarsten4 ,er hatte gefunden1 da die ,luft ein ,krper aus mehreren ,bestandteilen komponirt sei1 der ,gewicht habe und ,elastizitt und aus ,moleklen bestehe4 ,er fand1 da ,krper in ungleich dichter ,luft ungleiches ,gewicht hatten4 ,er erkannte die ,zusammendrckbarkeit der ,luft und vergleicht dieselbe einem ,federkissen1 das der ,schlfer zusammenpresse4 ,er spricht aus1 da1 wenn irgend eine ,kraft einen ,gegenstand in ,bewegung setze1 schneller als die ,luft ausweichen knne1 so entstehe eine ,kompression der ,luft4 ,wie nahe war ,leonardo den ,entdeckungen des ,toricelli1 ,galilei u4 s4 w4 ,vielleicht auch hat er1 der das ,gleichgewicht der flssigen ,krper so grndlich studirt und dargestellt hat1 auch bezglich der ,luft gleiche ,grundanschauungen gehabt1 zumal1 wie wir gesehen haben1 er oftmals darauf hinweist1 wie sich die ,gesetze fr das ,wasser zur ,luft verhalten1 und weil er sich so hoch in seinen ,ideen emporschwingen konnte1 den ,schall und das ,licht auf die ,wellenbewegung zurckzufhren4 ,vielleicht auch finden wir spter noch in seinen zahlreichen ,manuskripten diesbezgliche ,stellen4 -- ,hier wollen wir darber des nheren berichten1 da ,leonardo ber die ,rolle der ,luft bei der ,verbrennung vollkommen klar war und mit uns in seinen ,anschauungen auf gleichem ,boden stand4 ,illustration3 ,fig4 #bj4 ,in dem ,mailnder ,codex handelt ,leonardo ab ber die ,flamme und die ,luft4 -- ,betrachten wir zuerst die ,anschauung der ihm folgenden ,zeit1 so finden wir1 da allgemein angenommen ward1 da die ,luft bei der ,verbrennung nur dazu diene1 um die ,hitze an dem ,brennstoff zu konzentriren1 und dieser ,ansicht huldigten die ,physiker mit ,musschembroek1 der dieselbe besonders ausgesprochen hatte1 allgemein4 ,erst #afbc sprach ,roger ,bacon in seinem ,novum ,organon aus1 da die ,luft die ,ernhrerin der ,flamme sei1 und ,robert ,boyle bewies dies experimentell #afgb4 ,auch ,descartes hat #afdd in seinen ,prinzipien der ,philosophie ,,iv4 #ie cf4 speziell ber den ,vorgang des ,brennens einer ,kerze abgehandelt2 aber indem er sich bestrebte1 den ,vorgang mit ,hilfe seiner ,wirbeltheorie zu erklren1 kam er auf die ,idee1 da die ,luft von den nach oben strebenden losgelsten ,dochttheilchen und dem ,rauch ,h nach unten gestoen wrde und bei ,f und ,k an die ,flamme herantrte4 ,htte nicht jene ,theorie dem ,descartes die ,augen verschlossen1 so wrde er seinen ,satz3 ,diese ,luft umspielt die ,spitze der ,kerze ,b und den ,grund des ,dochtes ,f und dient1 indem sie zur ,flamme tritt1 zu deren ,ernhrung4 ,sie wrde jedoch bei der ,dnne ihrer ,theilchen dazu nicht hinreichen1 wenn sie nicht viele ,wachstheilchen1 welche die ,hitze des ,feuers bewegt1 durch den ,docht mitnhme4 ,so mu die ,flamme stetig erneuert werden1 um nicht zu verlschen8 -- wohl in anderer ,weise vollendet haben1 der in der ,that zeigt1 da ,descartes wohl wute1 da die ,luft die ,ernhrerin der ,flamme sei4 -- ,stahl vernichtete spter auch diese schon besseren ,anschauungen1 und erst ,lavoisier war es aufbehalten1 die ,boyle'schen ,anschauungen wieder hervorzuholen und zur ,geltung zu bringen4 -- ,nun hre man ,leonardo ber denselben ,gegenstand3 ,wo eine ,flamme entsteht1 da erzeugt sich ein ,windstrom um sie2 dieser ,luftstrom dient dazu1 sie zu erhalten1 die ,flamme zu vergrern4 ,ein strkerer ,luftstrom dient dazu1 die ,flamme leuchtender zu machen4 ,das ,feuer zerstrt ohne ,unterla die ,luft1 welche sie ernhrt1 es stellt ein ,vakuum her1 wenn andere ,luft nicht herzustrmen kann1 dasselbe auszufllen68 -- ,sobald die ,luft nicht in dem geeigneten ,zustand sich befindet1 die ,flamme zu erhalten1 kann in derselben so wenig irgend ein ,geschpf der ,erde noch der ,luft leben als die ,flamme4 ,kein ,thier kann leben in einem ,orte1 wo die ,flamme nicht lebt48 ,in dem ,zentrum der ,flamme eines ,lichtes bildet sich ein ,rauchkern1 weil die ,luft1 welche in die ,komposition der ,flamme eintritt1 nicht bis zur ,mitte vordringen kann4 ,sie gelangt an die ,oberflche der ,flamme1 sie kondensirt sich dort2 indem sie ,nahrung fr die ,flamme wird1 formt sie sich in sie um und lt einen leeren ,raum brig1 welcher sich successive mit anderer ,luft fllt48 ,an einer andern ,stelle sagt ,leonardo3 ,es kann eine ,flamme nicht leben1 wo nicht leben kann ein athmendes ,thier4 ,die ,flamme erzeugt ein ,vakuum1 und die ,luft eilt herbei1 solches ,vakuum zu ersetzen4 ,das ,feuerelement verzehrt unablssig die ,luft zu dem ,theil1 welcher sie nhrt 7nutrica71 und es wird ein ,vakuum sich bilden1 wenn nicht neue ,luft herzustrmt1 dieses auszufllen4 ,der ,rauch bildet sich in der ,mitte der ,kerzenflamme4 ,die ,flamme disponirt zuerst die ,materie1 welche sie ernhren kann1 und kann sich dann davon ernhren4 ,ein bermiger ,wind tdtet die ,flamme1 ein miger ernhrt sie48 ,diese klaren und deutlichen ,erklrungen sind in der ,that staunenswerth6 ,ist es nicht klar1 da ,vinci die ,eigenschaften der ,luft kannte und aus ,experimenten sicher war ber die ,rolle der ,luft bei der ,verbrennung8 ,wenn wir an den einzelnen ,stzen nur anstatt der ,luft1 ,sauerstoff der ,luft setzen -- so haben wir unsere heutige1 von der ,wissenschaft anerkannte ,erklrung4 ,ja1 aus dem zweiten ,satze1 wo er von einem geeigneten ,zustand8 der ,luft redet1 knnen wir herauslesen1 da ,leonardo eine ,ansicht ber den zusammengesetzten ,bestand der ,luft hatte4 ,bedenken wir1 da die ,chemie so weit zurck war in ihrer ,entwickelung1 da ja an eine ,zusammensetzung der ,luft erst mehr als #bej ,jahre spter gedacht ward und dann ihre ,bestandtheile nachgewiesen wurden1 so knnen wir uns keine klarere ,anschauungsweise und keinen bestimmteren ,begriff denken ber die ,luft in ihrem ,verhltni zur ,verbrennung1 als ,leonardo hier gegeben hat4 ,er hat diese ,lehre auch in anderen ,manuskripten weiter beleuchtet und durchdacht und gibt 7in ,vol4 ,c4 ,ambrosiana7 ,abbildungen1 um die ,rolle des ,luftstroms analog dem dritten ,passus seiner obigen ,erklrung klar zu machen4 ,in ,fig4 #bb zeigt ,leonardo den entstehenden ,zusammensto zweier ,flammen und markirt dabei die ,punkte deutlich1 wo eine ,verbrennung nicht statt hat4 ,eine ,vergleichung dieser ,figur mit der obigen von ,descartes gegebenen 7der wir die ,pfeile entsprechend seiner ,darstellung zufgten71 zeigt1 da da ,vinci's ,ansicht der des ,descartes etwa entgegengesetzt ist4 ,illustration3 ,fig4 #ba4 ,illustration3 ,fig4 #bb4 ,illustration3 ,fig4 #bc4 ,illustration3 ,fig4 #bd4 ,hchst interessant ist aber1 da ,leonardo da ,vinci in seinen ,versuchen1 die ,lichtstrke zu erhhen1 auf die ,entdeckung der ,lampencylinder und ,lampenglocken gekommen ist1 welche man dem berchtigten ,lange 7#aghd7 zuschreibt 7dem unberechtigten ,fabrikanten der ,argandlampe1 ,quinquet7 und dem ,philippe de ,girard #ahjd4 ,leonardo setzt die ,wirksamkeit eines ,cylinders auseinander1 indem er sagt1 da der ,cylinder der ,flamme ,gelegenheit gebe1 zu exhaliren und sich zu ernhren4 ,das ,ausgestoene 7esalmento7 bewegt sich dann in der ,mitte nach oben1 whrend die nahrunggebende ,luft von den ,seiten und von unten her zustrmt4 ,leonardo gibt auf fol4 #gi ,c4 ,a4 und auf anderen ,blttern mehrere ,ideen zur ,sache1 bis er in dem vollstndigen ,entwurf einer ,lampe mit ,cylinderffnung das ,gewnschte 7,fig4 #bc1 #bd7 erreicht4 ,merkwrdigerweise schreibt er auf die beiden ,hlften der ,glocke aqua aqua1 weil er die ,glocke und ,cylinder als einen ,krper betrachten will1 dessen hohler ,raum mit ,wasser erfllt ist4 ,leonardo gibt auch ein ,rezept1 um diese ,glocken zu fabriziren 7fare questa palla74 ,questa palla1 essendo di vetro sottile e plena d'acqua1 render gran lume6 -- ,illustration3 ,fig4 #be4 ,illustration3 ,fig4 #bf4 ,die ,eigenschaften der ,luft wendete ,leonardo auch an bei dem von ihm erfundenen ,schwimmgrtel1 und bei dem ,helm fr den ,perlentaucher setzt er das ,innere desselben mit der ueren ,luft durch einen ,schlauch in ,verbindung1 dessen ,ende auf der ,oberflche des ,wassers mittelst eines ,brettes schwimmt 7,fig4 #be s4 umstehend74 ,hervorragend und auf ,kenntni der ,eigenschaften der ,luft basirt sind die zahlreichen ,versuche und ,betrachtungen1 welche ,leonardo anstellte ber den ,flug der ,vgel und die ,luftschiffahrt4 ,es scheint dies ein ,lieblingsthema fr ihn gewesen zu sein4 ,wir haben im ,codex ,atlanticus allein an #ajj ,skizzen fr diese ,ermittelungen gefunden2 viele stehen in den ,pariser ,bnden1 mehrere in den ,londoner4 ,die ,zeit1 in welche hauptschlich diese ,betrachtungen fallen1 ist die seines ,aufenthaltes in ,rom #aead1 als ,leonardo es nicht ber sich gewinnen konnte1 fr ,leo ,x4 ein ,gemlde zu malen1 und unter allerlei ,ausflchten den ppstlichen ,auftrag hinhielt1 -- als ,leonardo ferner in ,rom gesehen1 da neben ihm die ,giganten der ,kunst ,michel ,angelo und ,raphael erschienen und mchtig geworden waren4 ,eine ,art muthloser ,trumerei hatte ihn beschlichen2 muthvoll war er niemals und zufrieden mit seinen ,werken noch weniger4 ,so trieb er denn damals seine ,scherze mit ,flugversuchen und setzte das ,publikum in ,erstaunen mit seinen fliegenden ,wachsfiguren4 7,vasari erzhlt auch von einer ,eidechse1 die ,leonardo mit ,flgeln ausstattete und groen ,augen1 einem ,bart und ,hrnern1 alles beweglich durch ,belastung mit ,quecksilber bei ,bewegungen des ,thieres -- und die er in einer ,bchse mit sich herumtrug47 ,aber der ,kern zu diesen ,versuchen war wieder ein hochernster1 denn ,leonardo ging in rationellster ,weise zu ,werke1 die ,umstnde zu ergrnden1 welche die ,flugfhigkeit ermglichen4 ,er war der ,erste auf dieser ,bahn1 die nur ,roger ,baco vor ihm spekulativ und auf ,grund seiner ,anschauungen ber das ,wesen der ,luft betreten hatte4 ,rhrend erzhlt uns ,leonardo1 wie schon in seiner ,knabenzeit ihn die ,vgel erfreut haben1 wie ein ,geier 7,nibbio7 ihm schon in der ,wiege einen ,besuch gemacht habe4 ,schon in ,florenz kaufte ,leonardo ,vgel1 um ihnen die ,freiheit wieder zu schenken1 und so auch sah man ihn1 wie ,vasari erzhlt1 in ,rom oft mit ,bauern und ,kfigen beladen1 die er fr theures ,geld zusammengekauft1 dem ,thore zueilen1 um die gefangenen ,vgel frei zu machen4 ,mit diesem groen und warmen ,herzen fr die ,thiere verband er aber eine ,theilnahme an der ,art ihres ,lebens1 so auch an ihrem ,fluge4 ,dazu trieb er die ,anatomie des ,vogelkrpers und zumal der ,flugorgane so eingehend1 wie es zu seiner ,zeit wohl kaum jemand gethan haben mochte4 ,aus diesen ,studien gingen dann seine ,entwrfe von ,flgeln hervor1 die1 stark genug konstruirt1 einen ,menschen heben knnten4 ,wir geben aus solchen ,studien die obenstehende ,figur #bf wieder4 ,man sieht die sorgsame ,gliederung der #e einzelnen ,finger-hnlichen ,extremitten mit ,gelenken o r und den ,bndern m n1 welche gleichsam die ,sehnen von f an fhren und vereinigt an einem ,muskelhebel1 hier die ,scheibe ,c1 o mit ,seil4 ,die ,bewegungen der ,finger bewirken die ,mechanismen einmal bei ,a1 wo die ,hand der ,finger mit ,charnieren befestigt ist und ihren sttzenden ,punkt erhlt1 den ,drehpunkt des ,hebels1 den ,hand und ,finger bilden1 -- sodann bei ,b1 wo eine ,schubstange mittels ,kurbel und ,pleuelstange den ,arm dieser ,flughand auf und nieder bewegt1 wobei die ,scheibe ,c empor geht und die ,sehnen frei lt1 so da die ,federgrtung d der ,finger wirken kann und diese geradegestreckt werden4 ,beim ,herabzug aber wird die ,luft von den gewlbeartig sich rundenden ,fingern festgehalten und am ,ausweichen gehindert4 ,wie kann man diese ,momente des ,fluges besser erfassen und zur ,ausfhrung bringen8 ,leonardo projektirte zugleich1 die ,finger mit weichen ,federn zu bekleiden4 ,unablssig suchte er nach ,verbesserung solcher ,kombinationen und stellte auch ,versuche fr ihre ,bewhrungen an4 ,eine ,figur 7auf ,fol4 #cgb ,c4 ,a47 lehrt uns eine geistreiche ,ermittlung des ,einflusses des ,flgels kennen1 den der fr einen ,menschen konstruirte ,flgel auf die ,minderung des ,gewichtes des ,menschen hat1 wenn er von diesem bewegt wird4 ,leonardo macht sich ganz klar1 welches ,gewicht ,mensch und ,apparat haben1 und vergleicht damit das ,luftgewicht4 ,aus diesen ,betrachtungen ist denn auch seine ,erfindung#ah des ,fallschirmes hervorgegangen 7,fig4 #bg71 welche er mit den ,worten begleitet3 ,se un homo ha un padiglione1 intasato1 che sia #ab braccia per faccia e alto #ab1 potr gittarsi d'ogni grande altezza senza danno di s48 ,bei seinen ,spielereien mit ,wachsballons etc4 bediente er sich als ,fllung eingeblasener warmer ,luft4 ,leider machte er hiervon fr grere ,anwendung keinen ,gebrauch1 sondern er blieb bei der ,imitation des ,vogelflugs4 -- ,illustration3 ,fig4 #bg4 ,doch hatte ,leonardo1 wie bereits aus frher mitgetheilten ,aufzeichnungen hervorgeht1 eine klare ,auffassung von der ,dichtigkeit der ,luft in der ,nhe und ferner der ,erde4 ,er sagt3 ,um so viel die ,luft dem ,wasser oder der ,erde benachbarter ist1 um so viel ist sie dichter 7grossa748 ,mehr den obigen ,lehren des ,leonardo zugehrig ist seine ,anwendung des ,geblses fr die ,schmiedefeuer und ,schmelzfen4 ,in ,rom konstruirte er ein solches in einer ,schmiede1 welches so gewaltig blies und sthnte1 da die ,anwesenden sich in eine ,ecke zurckzogen und theils entflohen4 #ah ,dieselbe wurde bisher ,lenormand #aghc zugeschrieben4 ,,ix4 ,leonardo da ,vinci entwickelte auch in den brigen ,gebieten der ,physik geklrte ,kenntnisse4 ,die ,grundanschauung1 die wir schon bei ,gelegenheit der ,wellentheorie bei ihm ausgesprochen finden1 verlt ihn nicht4 ,betrachten wir zunchst die ,akustik des ,leonardo1 so erregt es nicht ,erstaunen1 da er den ,gesetzen nachforschte1 da er selbst ausbender ,musiker war und eine ,menge ,verbesserungen und ,erfindungen an ,musikinstrumenten gemacht hatte4 ,auch in diesem ,gebiete war ,leonardo da ,vinci der erste ,renovator und ,propagator seit ,pythagoras und seiner ,schule1 abgerechnet die ,vernderungen und ,schaffung von neuen ,instrumenten4 ,leonardo bemhte sich1 die ,zeitdauer eines ,tones1 die ,entfernung seiner ,quelle u4 s4 w4 zu messen1 und konstruirte dafr ein ,instrument1 welches in ,skizze im ,codex ,atlanticus brig geblieben ist1 leider ohne ,beschreibung4 ,aus dem ,echo suchte er die ,distanz zu bestimmen1 von wo der ,ton ausging1 weil er einsah1 da der ,ton oder ,schall in einer gewissen ,zeit nur einen gewissen ,raum durchlaufen knne4 ,gleichzeitig beobachtete er die ,einwirkung des ,windes auf den ,ton4 ,er entdeckte1 da1 wenn man eine ,glocke anschlage1 so beginne eine nahe hngende1 mit ihr hnliche ,glocke zu tnen1 und wenn man eine ,seite einer ,laute ertnen lasse1 so antworte und tne dieselbe ,seite auf einer andern ,laute2 man kann dies beobachten1 wenn man ein ,strohhlmchen ber die ,seite der zweiten ,laute legt6 7,siehe dieselbe ,erklrung und fast dasselbe ,beispiel in unseren ,lehrbchern4 ,eisenlohr 4 #aii47 ,diese ,entdeckung wurde spter dem ,galilei zugeschrieben1 und ,mersenne besttigte sie durch theoretischen ,nachweis4 ,leonardo bemerkt zu obigem ,satz ferner3 ,wenn obige ,betrachtung richtig ist1 so kann man den ,ton1 der pltzlich durch den ,schlag eines ,stabes mit der ,hand entstand1 nicht beenden1 besonders nicht die ,kraft1 welche in ,wirklichkeit den ,ton gegeben hat1 wenn man nicht die ,glocke mit der ,hand berhrt1 wie man mit dem ,ohr beobachten kann1 denn schlgt man die ,glocke und legt man die ,hand auf die geschlagene1 so ist pltzlich der ,ton verschwunden48 ,leonardo da ,vinci kannte auch jene ,erzhlung des ,nicomachus und ,jamblichus1 nach welcher ,pythagoras einst bei einer ,schmiede vorber kam und die ,tne der ,hmmer hrte1 die zugleich den ,ambos trafen und eine ,art ,accord gaben4 ,pythagoras wog die ,hmmer und fand1 da die ,gewichte derselben sich verhielten wie #a 3 3 und die ,tne ,quarte1 ,quinte und ,octave seien6 -- ,leonardo stellt die ,frage auf1 ob der ,ton im ,ambos oder in den ,hmmern entstand8 ,er antwortet3 ,wenn der ,ambos nicht aufgehngt war1 konnte er berhaupt nicht tnen2 der ,hammer tnte im ,aufprallen1 welches er durch den ,schlag verursachte2 und wenn der ,ambos tnt1 so ist es1 wie es bei jeder ,glocke ist1 die mit derselben ,tiefe des ,tones schallt1 ob man sie mit irgend einem ,gegenstand anschlgt2 so eben auch der ,ambos beim ,aufschlag der verschiedenen ,hmmer2 wenn du also verschiedene ,tne hrst durch ,aufschlag von ,hmmern verschiedener ,schwere1 so sind es die ,stimmen der ,hmmer und nicht in dem ,ambos48 ,leonardo stellte also die ,wahrheit1 welche jenes ,beispiel des ,nicomachus enthielt1 fest1 whrend er die ,fassung der ,erzhlung rectifizirt4 ,diese ,erklrung aber bezeugt seine klare ,auffassung ber den ,schall wiederum4 ,leonardo's ,ansichten ber das ,licht und das ,sehen1 kurz ber die ,optik sind hervorragend4 ,er wurde auf diese ,studien mehr natrlich gefhrt als auf alle anderen2 seine ,kunst und das ,studium der ,perspektive bedingten auch seine optischen ,studien4 ,die ,ansichten der ,alten hatten das ,gesetz der ,reflexion des ,lichtes richtig erfat1 aber sie hatten keine klaren ,begriffe von der ,refraktion4 ,ihre optischen ,prinzipien waren so3 ,sie wuten1 da das ,sehen durch ,strahlen bewirkt wird1 die in geraden ,linien fortgehen1 und da diese ,strahlen durch gewisse ,krper 7,spiegel7 so zurckgeworfen werden1 da der ,winkel1 welchen der einfallende und der zurckgeworfene ,strahl mit dem ,spiegel bildet1 derselbe ist4 ,aus diesen ,prmissen zogen sie1 mit ,hilfe der ,geometrie1 mancherlei ,folgerungen1 wie z4 ,b4 fr die ,konvergenz derjenigen ,strahlen1 die von einem ,hohlspiegel kommen1 u4 s4 f48 7,whewell ,i4 #hi74 ,euklides gibt fr die geradlinigen ,strahlen ,beweise an1 die triftig genug sind4 ,allein ,euklides wie die ,platoniker behaupteten1 da das ,sehen bewirkt werde durch ,strahlen1 welche vom ,auge und in ,zwischenrumen ausgehen4 ,die besseren ,lehren des ,euklides wurden nun durch ,aristoteles#ai und seine ,schule ganz verwirrt4 ,aristoteles nimmt zwischen ,objekt und ,auge ein ,medium an1 das er ,licht8 oder das ,transparente in ,aktion8 nennt1 whrend ,finsterni ,transparentes ohne ,aktion8 heit u4 s4 w4 ,whrend ,aristoteles den ,ausdruck ,refraktion gebraucht1 zeigt er doch seine ,kenntni dessen1 was er dadurch bezeichnen wollte1 als hchst unbestimmt4 ,erst um #aajj stellt der ,araber ,alhagen den ,begriff fest1 indem er sagt3 ,refraktion hat gegen das ,loth hin statt48 ,er beweist1 da der ,refraktionswinkel dem ,einfallswinkel nicht proportional sei1 und da die ,gre der ,refraktion nach der ,gre des ,winkels verschieden sei1 welchen die einfallenden ,strahlen mit den ,einfallslothen bilden4 ,alhagen ging allerdings sehr weit1 und seine ,schriften wurden recht bekannt4 ,roger ,baco beschftigte sich mit der ,wirkung konvexer ,glser4 ,vitellio1 ein ,pole im #ac4 ,jahrhundert in ,krakau lebend1 erweitert die ,refraktionslehre mit unverkennbarem ,scharfsinn4 ,leider wurden seine ,schriften 7,perspectivae libri ,x4 und ,vitellionis de optica7 erst #aecc resp4 #aeea in ,nrnberg gedruckt4 ,die ,gelehrten jedoch wandten sich im #ad4 ,jahrhundert mit einem besonderen ,eifer der ,optik und zumal dem ,studium der lteren ,werke hierber zu1 so da die ,entwicklung der ,perspektive und ,optik mehr vorbereitet erscheinen mu1 als die anderer ,naturlehren4 ,schon #adhb finden wir in ,venedig ,ausgaben des ,euklides1 und ,anfang #af4 ,jahrhunderts zhlen dieselben bereits nach #cj-dj ,ausgaben in allen ,sprachen4 ,leonardo1 als ,maler und zumal als begeisterter ,lehrer der ,perspektive1 unterrichtete sich in der ,optik auf das grndlichste1 ebenso wie ber die ,farben4 -- ,venturi hat dem ,leonardo da ,vinci die ,erfindung der ,camera obscura zugeschrieben1 und wir knnen nicht umhin1 uns dieser ,vindikation anzuschlieen4 ,prfen wir dafr die verschiedenen ,stellen in den ,manuskripten4 ,leonardo sagt3 ,wenn die ,bilder von beleuchteten ,objekten durch ein kleines rundes ,loch in ein sehr dunkles ,zimmer fallen1 so seht ihr diese ,bilder im ,innern des ,zimmers auf weiem ,papier1 welches in einiger ,entfernung vom ,loche aufgestellt ist1 in voller ,form und ,farbe2 sie sind aber in der ,grsse verringert und stehen auf dem ,kopf1 und zwar in ,folge des besagten ,einschnitts4 ,wenn die ,bilder von einem vom ,sonnenlicht beleuchteten ,ort kommen1 so erscheinen sie uns wie auf das ,papier1 welches sehr dnn sein mu1 gemalt1 und wie von hinten gesehen4 ,das ,loch sei in eine sehr dnne ,eisenplatte ausgefhrt4 ,a ,b ,c ,d ,e sind ,fig4 #bh die vom ,sonnenlicht beleuchteten ,objekte4 ,o ,r ist die ,vorderwand der ,camera obscura2 das ,loch ist bei ,m2 ,s ,t sei das ,papier1 welches die ,strahlen von den ,objekten aufnimmt4 ,die ,bilder erscheinen umgekehrt1 weil die ,strahlen von ,a her nach ,k und die ,strahlen von der linken ,seite ,e nach rechts zu ,f hinbergehen4 ,illustration3 ,fig4 #bh4 ,das macht sich so von selbst im ,auge4 -- ,man kann machen1 da das ,auge die entfernten ,objekte sieht1 ohne da sie die ganze ,verkleinerung erdulden1 welche ihnen zufolge der ,gesetze des ,sehens zukommt4 ,diese ,verkleinerung rhrt von ,pyramiden der ,bilder des ,objektes1 welche im rechten ,winkel durch die ,sphrizitt des ,auges geschnitten werden1 her4 ,in der folgenden ,figur sieht man1 da man diese ,pyramiden in gewisser ,weise vor dem ,augapfel schneiden kann4 ,es ist sehr wahr1 da der ,augapfel uns die ganze ,hemisphre auf einmal aufdeckt2 dieses ,kunstwerk#bj1 welches ich meine1 wrde nur einen ,stern entdecken lassen4 ,aber dieser ,stern wird gro2 der ,mond wird auch grer1 und wir werden besser seine ,flecke erkennen68 ,die letzten ,stze sind in der ,that verwirrt1 whrend die erste ,erklrung durchaus klarer ist4 ,illustration3 ,fig4 #bi4 ,allein es gibt noch eine ,reihe ,aussprche des ,leonardo in anderen ,manuskripten1 welche ber seine ,auffassung mehr ,licht verbreiten4 ,im ,codex ,atlanticus spricht ,leonardo3 ,ich behaupte1 da1 wenn ein ,haus oder ein ,raum oder eine ,campagna1 welche durch die ,sonnenstrahlen getroffen wird1 in seiner abgekehrten ,seite einen ,raum hat1 und in dieser ,seite1 auf welcher man nicht die ,sonne sieht1 sei ein kleines rundes ,loch hergestellt1 alle beleuchteten ,sachen durch dieses ,loch ihr ,bild hindurchwerfen1 und innerhalb des ,raumes an weier ,wand umgekehrt erscheinen1 und bei vielen solcher ,lcher werden viele solcher ,bilder erscheinen4 ,die ,strahlung verhlt sich so4 ,wir wissen klar1 da das ,loch in der ,wand einiges von dem ,licht einfhren mu in den ,raum1 und dieses ,licht1 welches es vermittelt1 ist ausgegangen von einem oder mehreren der vielen beleuchteten ,krper4 ,wenn diese ,krper nun verschiedene ,farben und ,gestalten 7stampe7 haben1 so werden danach die ,strahlen von ihrer ,gestalt sein und mit den ,farben und der ,gestalt die ,reprsentation an der ,mauer herstellen48 ,eine andere ,stelle verifizirt die ,erscheinung1 und im libro della ,pictura setzt er die ,erscheinung nochmals auseinander4 ,leonardo ist in der ,that allen denen zuvorgekommen1 denen man ,antheil an der ,camera obscura zutheilt1 sowohl dem ,cesar ,caesarianus 7#aeba7 als dem ,cardanus 7#aeej7 als dem ,porta #aeeh4 ,cardanus hat brigens ohnehin mehr geleistet fr die ,camera obscura als ,porta1 indem er derselben die ,linse hinzufgte und die ganzen ,eigenschaften der ,camera mit dem ,auge und dem ,sehen verglich4 ,aber dem ,cardanus war ,leonardo da ,vinci1 sowohl mit der ,beschreibung und ,erklrung der ,camera zuvorgekommen1 als auch mit dem ,ausspruch3 444 quello spiraculo fatto in una fenestra4444 rende dentro tutte le similitudini de' corpi che gli sono per obbietto4 ,cosi si protrebbe dire che l'occhio cosi facesse68 ,und ebenso gut wie ,cardanus kannte ,leonardo die ,funktion der ,linse in der ,hervorbringung eines ,augenbildes4 ,ich sage1 da der ,mensch die krystallinische ,sphre 7spera7 besitzt1 um die empfangene ,erscheinung zum ,geiste zu senden1 allein wie die ,nothwendigkeit fordert1 in einen dunklen ,ort84 ,wir fanden im ,codex ,atlanticus eine ,reihe ,figuren und ,skizzen1 um die ,weise des ,sehens klar zu machen 7che modo l'occhio vedere74 ,konstatirt ist es1 da ,leonardo ein knstliches ,auge hergestellt hatte1 um zu zeigen1 wie die ,form des ,bildes auf dem wirklichen ,auge erscheint4 ,aber auch die innere ,einrichtung des ,auges war ihm bekannt 7cosi avrai trovato la vera forma interiore del l'occhio74 ,er war also ein frher ,vorgnger des ,franzosen le ,cat 7#agdj7 und des ,eustachius ,divinus 7#affc74 ,das ,auge vermag ein ,bild von beleuchteten ,krpern lngere ,zeit festzuhalten2 ihre ,erscheinung tritt nach innen48 ,weiter berhrt er die ,aehnlichkeit eines ,tones fr das ,ohr und das ,bild eines erleuchteten ,krpers fr das ,auge4 ,leonardo kannte die ,erscheinung1 da wenn ,licht von einer strker erleuchteten ,flche auf die ,netzhaut des ,auges fllt1 dasselbe nicht blo auf die getroffene ,stelle wirkt4 ,es ist das das ,gesetz der ,irradiation4 ,er setzt dies in seinem ,traktat der ,malerei8 auseinander und wendet selbst dasselbe zur ,erreichung von bestimmten ,effekten auf seinen ,bildern an1 z4 ,b4 in seiner ,madonna dell' angelo4 ,der ,effekt1 den die ,stellung beider ,augen hervorbringt fr das ,sehen1 ist dem ,leonardo vollstndig bekannt4 ,er erkennt die ,verschiedenheit der ,bilder1 die jedes ,auge fr sich aufnimmt1 ebenso die ,erscheinung1 da man durch eine ,wand mit zwei ,lchern 7fr jedes ,auge eins7 einen ,krper dahinter in einer gewissen ,distanz nicht erblickt4 ,ueber das ,verhltni der ,lichtstrke zur ,entfernung der ,krper bemerkt ,leonardo3 ,um so viel sich die ,kraft des abgeleiteten ,lichtes vermindert1 um so mehr nimmt die ,gre zu48 ,seine ,vergleichung der ,intensitt zweier ,lichter kommt den ,gesetzen des ,bouguer 7#agbi7 zuvor und hat eine ausgezeichnete ,darstellung in seinem ,werk ber die ,malerei im ,kapitel3 von ,licht und ,schatten veranlat1 die noch heute die beste ,lehre des ,malers ist4 ,die ,lichtseite kehre man gegen einen dunklen ,grund1 die ,schatten gegen einen helleren4 ,eins mu das andere heben1 doch ohne sich zu befeinden2 es mu immer ein milder ,uebergang sein4 ,neben ,schatten mssen noch oft unmerkliche1 schwchere stehen4 ,der ,grund1 worauf ein ,gemlde steht1 mu stets dunkler sein als der erleuchtete ,theil und schwcher als der beschattete ,theil4 ,widerscheine dienen auch fter1 um vom ,grunde abzuheben2 meistens mssen sie aber heller als der ,grund sein48 -- ,diese klaren ,grundstze hatte ,leonardo aus der richtigen ,betrachtung der ,schatten1 welche entstehen bei dem ,einfgen undurchsichtiger ,krper zwischen der ,lichtquelle und einer ,wand1 ersehen4 ,er gibt fr diese ,betrachtung die folgenden ,skizzen1 die die ,konformitt seiner ,anschauung mit der unserigen klar darthun4 7,fig4 #cj1 #ca1 #cb und #cc47 ,illustration3 ,fig4 #cj4 ,illustration3 ,fig4 #ca4 ,illustration3 ,fig4 #cb4 ,illustration3 ,fig4 #cc4 ,auf die ,diffraktion scheinen einige ,bemerkungen hinzuweisen1 doch wollen wir hierber dem ,leonardo eine ,kenntni nicht weiter vindiziren4 7,dove i raggi reflessi s'intersegano1 quivi si raddoppiano tanto i gradi della caldezza1 quanto sono il numero delli ragi intersegati47 ,leonardo da ,vinci gab mehrfache ,vorschriften zur ,fabrikation von ,hohlspiegeln 7konkave1 konvexe1 parabolische1 sphrische7 und lehrte den ,punkt kennen und bestimmen1 wo die reflektirten ,strahlen sich durchschneiden4 ,im ,uebrigen mssen wir noch auf die ,farbenlehre des ,leonardo hinweisen4 ,wei ist nach ,leonardo's ,theorie die hervorbringende ,ursache der ,farben und ,schwarz die ,beraubung4 ,um die ,harmonie der ,farben zu erkennen1 oder wie sie sich zu einander verhalten1 nehme man ein gefrbtes ,glas1 wodurch die ,farbe des ,gegenstandes1 der dahinter sich befindet1 mit der ,farbe des ,glases sich vermischt1 woraus man erkennt1 ob diese mit einer hnlichen ,mischung sich vertrgt oder dadurch verdorben wird4 ,in einem blauen und schwarzen ,glase verlieren alle ,farben1 und im ,wei am meisten2 sie gewinnen im ,gelb und ,grn4 ,soll eine ,farbe der anderen1 die sich ihr nhert1 ,annehmlichkeit geben1 so soll man sich der ,farbenfolge des ,regenbogens bedienen1 wo die ,farben in ihrer nchsten ,verwandtschaft sich zeigen4444 ,blau ist das ,erzeugni des reinsten ,wei mit dem ,dunst der ,luft4 ,das ,wei ist aller ,farben leer44444 ,man soll von den acht ,grundfarben eine mit der anderen vermischen1 hernach zwei mit zweien u4 s4 w4 bis zu dem ,ende der vollen ,farbenzahl48 ,uebrigens sei bemerkt1 da ,leonardo sehr sorgfltige ,studien machte ber die ,farben und ,lacke und ber die ,methoden der ,mischung4 ,in diesem ,sinne nennt er das ,roth 7,mennige7 den gefhrlichsten aller ,krper etc4 etc4 ,man lese diese ,dinge nach in seinem trefflichen ,buch ber die ,malerei4 -- #ai ,aristoteles de ,anim4 ,,ii4 #f4 #bj ,hieran knpften ,einige die ,behauptung von der ,entdeckung eines ,fernrohrs durch ,leonardo4 ,x4 ,ueber den ,magneten finden wir bei ,leonardo da ,vinci einige ,stellen1 welche beweisen1 da derselbe die ,eigenschaften desselben zu ergrnden suchte1 allein etwas ,besonderes resultirte wohl nicht daraus4 ,seine ,ansichten ber die ,wrme dagegen fesseln uns mehr4 ,zunchst beobachtete er1 da ein ,eisendraht auf einem ,ambos stark gehmmert den ,schwefel anzog1 ohne vielleicht das ,gesetz ,motus est causa caloris zu kennen4 ,er beschreibt ferner1 wie ein trbes1 schlammiges ,wasser1 wenn es gekocht werde1 pltzlich klar werde1 denn die ,hitze verdnne das ,wasser1 und dann knne das verdnnte 7rarefatta7 die schwereren ,theile nicht mehr tragen4 ,die ,aktion der ,aeolipile war dem ,leonardo bekannt1 und vielleicht gab sie ihm ,anla zur ,konstruktion der ,dampfkanone1 des ,architronito1 welche er allerdings als eine ,erfindung des ,archimedes bezeichnet1 -- ohne da in den ,schriften des letzteren eine ,spur davon aufzufinden wre4 ,wir geben hier ,figur und ,beschreibung der ,kanone4 7,fig4 #cd4 #ce47 ,illustration3 ,fig4 #cd4 ,illustration3 ,fig4 #ce4 ,der ,architronito ist eine ,maschine von feinem ,kupfer1 welche eiserne ,kugeln mit groem ,gerusch und vieler ,gewalt fortschleudert4 ,man macht ,gebrauch von dieser ,maschine2 das ,drittheil dieses ,instruments besteht in einer groen ,quantitt ,feuer und ,kohlen4 ,wenn das ,wasser recht erhitzt ist1 so wird die ,schraube des mit ,wasser gefllten ,gefes 7abc7 geschlossen1 und in demselben ,augenblicke1 wo dies geschieht1 entweicht das ganze ,wasser unterhalb1 steigt in den erhitzten ,theil des ,instrumentes und verwandelt sich sofort in ,dampf1 der so bedeutend und stark ist1 da es wunderbar ist1 die ,wuth dieses ,rauches zu sehen und das hervorgebrachte ,gerusch zu hren4 ,diese ,maschine warf eine ,kugel von #a ,talent und #f48 ,wir bemerken1 da ,leonardo im ,cod4 ,atl4 fol4 #bec eine dunkle ,idee zur ,bewegung einer ,barke mit ,dampf gegeben hat1 ferner fol4 #cjj einen ,bratspie1 welcher durch ,wrme getrieben wird1 und zwar werden die ,rauchgase1 ,dmpfe etc4 in einen ,rauchfang gesammelt und ziehen darin nach oben4 ,die ,oeffnung aber zum ,eintritt in den ,schornstein verschliet ein mit ,schaufeln versehenes horizontales ,rad4 ,die warme ,luft tritt durch die schrg gestellten ,schaufeln hindurch nach oben und bewegt dabei das ,rad und ,achse desselben1 welche nach unten hin mit einem ,trieb in die ,zahnrder des ,bratspiees eingreift4 ,ueber die strahlende ,wrme gibt ,leonardo folgende ,stze3 ,eine ,glasglocke1 mit ,wasser gefllt1 lt die ,strahlen des ,feuers durch sich hindurch1 und diese werden heier als ,feuer4 ,ein konkaver ,spiegel1 kalt seiend1 empfngt die ,feuerstrahlen und gibt sie heier als ,feuer wieder zurck4 ,in einem hnlichen ,experimente mache man ein ,stck ,kupfer glhend und lasse es glnzen durch ein ,loch von seiner ,gre und in gleicher ,entfernung wie ein gewhnlicher ,spiegel zugleich mit einer ,flamme4 ,so hat man also zwei ,krper in gleicher ,distanz vom ,spiegel1 aber verschieden an ,farbe und ,glanz4 ,man wird finden1 da der greren ,wrme die grere ,reflexion des ,spiegels entspricht48 ,,xi4 ,wir drfen hier wohl einige ,bemerkungen anfgen ber ,leonardo's metallurgische ,kenntnisse4 ,bekanntlich war zu ,leonardo's ,zeit die ,chemie -- ,alchemie1 und ebenso gehrte die ,metallurgie wesentlich zur ,alchemie4 ,leonardo scheint kein ,anhnger oder ,freund der ,alchemie gewesen zu sein1 sein klarer ,verstand durchschaute vielleicht schnell das trgerische ,gewand1 in welcher damals die chemische ,wissenschaft einherschreiten mute1 und nur einmal meldet er von einem ,eremiten 7,alchemisten71 da derselbe behauptet1 da ,quecksilber sei der ,same 7semenza7 fr alle ,metalle1 und bemerkt1 wie unzutreffend diese ,ansicht gegenber der ,variett der ,dinge auf der ,welt sei4 ,ferner fhrt er ein ,rezept zum griechischen ,feuer an1 sicherlich abgeschrieben aus den ,schriften eines ,alchemisten und keineswegs eigene ,komposition4 ,doch da ,leonardo ,kriegsingenieur war1 so finden wir auch bei ihm ,kenntni des ,pulvers und in dem ,ambrosianischen ,codex ,atlanticus #e ,figuren1 welche wir fr ,illustrationen der ,pulverfabrikation halten einzelner ,bemerkungen wegen4 ,die erste der ,illustrationen zeigt einen ,ofen mit schrg ansteigender ,feuerplatte1 durch deren sechs ,oeffnungen sechs ,tiegel hindurchhngen in die darunter hinstreichende ,feuerluft4 ,es drfte dieser ,ofen fr die ,abdampfung der ,lsung des ,salpeters dienen4 ,die folgende ,illustration zeigt einen ,mahlgang mit zwei ,steinen4 ,die dritte ,figur gibt einen ,sublimirapparat fr den ,schwefel4 ,die vierte ,figur einen ,trockenofen4 ,die fnfte ,figur eine ,mischmaschine mit einem schmalen um seine ,achse drehbaren verticalen ,stein1 der die in einer ,schaale eingegebenen ,substanzen zermalmt und vermengt1 whrend sich diese ,schaale um ihre vertikale ,achse dreht4 7,wir wollen keineswegs die ,richtigkeit unserer ,auslegung auer ,frage stellen47 ,uebrigens sind ,feuerungsanlagen nicht selten vertreten bei ,leonardo4 ,wir finden einen ,glhofen1 bei welchem das ,gef mit dem zu glhenden ,krper in einen eisernen ,cylinder eingesetzt wird1 whrend von unten her die ,feuerung ,flammen rings um dies ,gef herum entsendet zwischen der ,wandung des ,cylinders und dem ,gefe4 ,ein anderer ,ofen zeigt sich als ,flammofen mit vorliegender ,feuerung4 ,die ,feuergase treten durch fnf ,oeffnungen in den ,ofen ein4 ,bei diesem ,ofen gibt die ,schraffirung genau die ,zutrittsffnungen1 ,feuerkanle u4 s4 w4 an1 und wir mchten diesen ,ofen fr einen ,glasofen halten4 ,sehr trefflich vorgefhrt ist ein ,destillationsapparat4 ,eine ,kochschaale von ,halbkreisquerschnitt ber einer ,rostfeuerung ist oben von einem bergreifenden ,deckel geschlossen1 welcher lang ausgehend in eine seitliche ,rhre1 endlich nach unten sich biegt und in ein ,gef zum ,auffangen einmndet4 ,aus einem hher aufgestellten ,wassergef fliet kaltes ,wasser auf das abgehende ,rohr und bewirkt die ,kondensation der bergehenden ,gase durch ,abkhlung4 ,vom ,schmiedefeuergeblse sprachen wir schon4 ,da ,leonardo die ,aufgabe erhalten hatte1 das ,denkmal ,francesco ,sforza's zu machen1 welches in ,erzgu vorgesehen war1 so bemhte sich ,leonardo ohne ,zweifel1 die ,gustze kennen zu lernen4 ,im ,codex ,trivolgianus gibt er ,rezepte an1 die wohl von ,verrochio1 seinem ,lehrer1 und einem sehr tchtigen ,erzgieer herrhren4 ,weiter finden wir keine ,angaben ber den ,erzgu4 ,dagegen treffen wir auf ,stellen in seinem ,manuskripte1 aus welchen hervorgeht1 da ,leonardo die ,geologie der ,appenninen und ,alpen studirte und mancherlei ,entdeckungen machte4 ,er beobachtete in den ,felsen und ,gesteinen eingeschlossene und abgedruckte ,thiere der ,vorzeit und ,pflanzen4 ,er schlo auf eine allmhliche ,zerstrung der ,felsen durch die ,einwirkung des ,wassers1 welches die ,trmmer in das ,meer fhrte4 ,,xii4 ,die ,gedanken des ,leonardo da ,vinci gingen unter anderem auch den ,wissenschaften nach1 die die ,erde1 ihre ,gestalt und ,beschaffenheit1 ihren ,einflu auf den ,mond zu begrnden suchen1 und die sich mit der ,erforschung des ,sonnensystems befassen4 ,haben wir bereits oben jenes ,beispiel aus seinen ,schriften beigebracht1 welches zeigt1 wie ,leonardo sich mit der ,bewegung der ,erde vertraut gemacht zu haben scheint1 und wie er zwei ,bewegungen auf der ,oberflche darzustellen verstand1 so fhren wir in ,folgendem seine ,ansichten ber die ,himmelskrper und ihre gegenseitigen ,beziehungen an4 ,leonardo stellt sich beispielsweise vor1 da die ,erde in ,stcke geschnitten sei1 die verstreut wrden nach allen ,richtungen1 wie die ,sterne am ,himmel4 ,er sagt1 da1 wenn ein solches ,stck herabfalle1 es bis zum gemeinsamen ,zentrum sich begebe1 aber dort nicht bleibe1 sondern seine ,bewegung wird das ,stck in die entgegengesetzten ,elemente treiben1 wo es sich nicht ruhig niederlassen kann1 sondern wieder umkehrt und zurckkehrt zu dem ,ort des ,ausgangs4 ,es wird diese ,fahrt zum zweitenmale machen1 wiederkehren1 und so bestndig wiederholen4 ,es ist das1 wie man ein ,gewicht an einem ,tau aufhngt1 gestoen von der einen ,seite1 sodann frei sich selbst berlassen1 geht und kommt lange ,zeit1 immer seine ,bahn verkrzend1 bis es zum ,stillstand kommt und an der ,korde herabhngt4 ,wenn alle ,stcke der ,erde so ausgestreut1 freigefallen wren1 eins nach dem andern in verschiedenen ,zwischenrumen1 so wrden sich diese ,stcke begegnen und sich stoen1 zerbrechen4 ,es wrde davon ein wildes ,getmmel in der ,atmosphre entstehen1 welches ,jahre lang dauern wrde1 bis endlich alle ,stcke mit dem ,zentrum vereinigt wren6 -- ,welche treffliche ,ansicht1 bei welcher ,gravitation1 ,zentrifugation und das ,pendelgesetz zur ,anwendung kommen4 ,von der ,sphricitt der ,erdoberflche berzeugt1 glaubt ,leonardo1 da man #ad ,meilen in ,see bereits dieselbe an der ,meeresoberflche mit bloen ,augen wahrnehmen knne2 allerdings ein ,irrthum1 -- aber doch ein ,zeugni fr die absolute ,ueberzeugung1 da die ,erdgestalt jene ,kurve zeige4 ,sehr interessirt scheint den ,leonardo der ,mond zu haben4 ,auf ihn beziehen sich die meisten seiner ,betrachtungen astronomischen ,geprges4 ,er findet1 da der ,mond in jedem ,monat einen ,winter und einen ,sommer haben msse1 die resp4 klter und wrmer sein mten1 als bei uns1 und da die ,aequinoctien des ,mondes viel klter seien als bei uns4 ,es schwebt ihm dabei die ,ansicht vor1 da der ,mond eine kleine ,erde sei4 ,wir reihen daran3 ,ich werde zeigen1 da das ,funkeln der ,sterne vom ,auge herkommt2 doch das ,glnzen ist bei einigen ,sternen merkbarer als bei anderen1 und wie das ,auge uns die ,sterne von ,strahlen umgeben zeigt48 ,die ,erde wird dem ,menschen auf dem ,monde oder auf einem der ,sterne als ein himmlischer ,krper erscheinen68 ,dem ,menschen auf der ,erde erscheint der ,mond genau so1 wie die ,erde den ,bewohnern des ,mondes erscheinen wird48 ,der ,mond hat seinen ,tag und seine ,nacht selbst wie die ,erde1 die ,nacht hat ,statt auf dem dunkeln ,theil1 der ,tag ist in dem hellen ,theil4 ,die ,theile des ,mondes1 welche ,tag haben bei ,vollmond1 treten in die volle ,nacht bei ,neumond48 ,die ,erde ist nicht im ,mittelpunkt der ,sonnenbahn situirt1 ebensowenig in der ,mitte des ,weltalls4 ,sie ist in der ,mitte ihrer ,elemente1 welche ihr zugetheilt und von ihr abhngig sind4 ,fr einen ,menschen auf dem ,monde wrde die ,erde und der ,ozean denselben ,effekt auf den ,mond ausben mit ,hlfe der ,sonne1 wenn die ,sonne und der ,mond in der ,nacht unter unserem ,horizonte stnden1 als er auf die ,erde ausbt48 ,in der ,verfinsterung der ,sonne empfngt die ,nacht des ,mondes keine ,zurckstrahlung der ,sonnenstrahlen durch die ,erde1 und bei der ,verfinsterung des ,mondes empfngt die ,erde vom ,monde reflektirte ,strahlen nicht48 ,wenn der ,mond beim ,herabgang umkrnzt ist von einem durch die ,sonne erleuchteten ,ringe1 warum haben dann die ,theile des ,mondes1 welche in der ,mitte dieses ,kreises liegen1 mehr ,licht1 als zur ,zeit der ,verfinsterung der ,sonne8 ,das ist1 weil bei der ,verfinsterung der ,sonne der ,mond seinen ,schatten auf den ,ocean wirft1 eine ,erscheinung1 welche nicht eintritt1 sobald der ,mond herabgesunken ist und die ,sonne ihre ,strahlen in derselben ,zeit auf den ,ozean wirft48 ,alle diese ausgesprochenen ,ansichten sind gewi bemerkenswerth1 trotz der ,irrthmer1 die sich darin befinden4 ,vor allem aber kam ,leonardo dem ,moestlin und ,keppler zuvor in der ,erklrung1 da das ,mondlicht durch ,reflexion der ,erde entsteht4 -- ,die ,sonnenwrme ist ,ursache1 da die ,wasser des ,meeres sich unter dem ,aequator erheben4 ,sie treten in ,bewegung von allen ,seiten dieser eminenten ,wassermasse1 um ihre vollkommene ,sphrizitt wiederherzustellen48 ,die ,wasser der ,meere in den ,aequinoctialgegenden sind hher als die ,wasser des ,nordens4 ,sie sind auch unter der ,sonne hher als in anderen ,gegenden des ,aequinoctialringes4 ,dies kann man beobachten an einem ,gef mit ,wasser mit ,hlfe glhender ,kohlen4 ,das ,wasser1 welches sich um das ,zentrum des ,siedens herum befindet1 erhebt sich in ,zirkular-,wellen4 ,die ,wasser des ,nordens stehen unter dem ,niveau der andern ,meere1 und zwar um so viel sie klter sind48 ,die ,wasserhhen1 welche die ,sonne hervorbringt1 bewegen sich zirkular und durchlaufen jede ,stunde etwa #ajjj ,meilen48 ,wir fhren auch noch ,leonardo's ,ideen ber den frheren ,aufbau der ,erde an3 ,wenn das ,wasser der ,flsse seinen ,schlamm absetzt auf die ,thiere des ,meeres1 welche die ,ksten bewohnten1 so legt sich dieser ,schlamm auf die ,thiere selbst4 ,ist endlich das ,meer zurckgetreten1 so erhrtet1 versteinert sich dieser ,schlamm ringsum und ber den ,muscheln der ,schalthiere und vereinigt sie4 ,daher begegnet man vielen ,gegenden1 -- und fast alle solche versteinerte ,muscheln gibt es in den ,gebirgen1 -- welche noch ihre unversehrten ,muscheln haben1 besonders solche1 die mehr ,alter und mehr ,dauerhaftigkeit hatten4 ,ihr sagt mir1 da die ,natur und der ,einflu der ,sterne die ,muscheln der ,berge geformt haben4 ,zeigt mir also einen ,ort in den ,bergen1 wo die ,sterne heute solche ,muschelkrper machen1 von verschiedenem ,alter1 von so verschiedener ,gestalt an einem und demselben ,orte8 -- ,und wie erklrt ihr nun den ,sand1 welcher in ,schichten sich erhrtet hat in verschiedenen ,hhen der ,gebirge8 ,dieser ,sand ist dorthin transportirt von verschiedenen ,orten1 durch die ,wellen und den ,lauf der ,flsse4 ,der ,sand ist nur geformt und gebildet durch die ,stcke der ,steine1 welche abgenutzt wurden und ihren ,halt verloren durch die ,reibungen1 die ,ste und den ,sturz1 der diese ,stcke in das ,wasser geschleudert hat1 welches sie dann an ihren ,platz gerollt hat4 ,und wie erklrt ihr durch das ,werk der ,sterne die groe ,anzahl der verschiedenen ,bltter1 fixirt und abgedrckt in den ,gesteinen der ,berge8 und die ,algen1 ,meereskruter1 vermischt mit ,muscheln und ,sand1 alles versteint zu einer ,masse mit den ,krebsen des ,meeres1 gemengt unter denselben ,muscheln88 ,das ,meer verndert das ,gleichgewicht der ,erde4 ,die ,austern1 die ,muscheln1 welche im ,schlamm des ,meeres leben1 bezeugen uns die ,vernderung1 welche die ,erde im ganzen ,kreise der ,elemente erlitten hat4 ,die groen ,flsse fhren immer ,terrain mit sich1 welches sie aus ihrem ,bett durch ,reibung loslsen4 ,diese ,korrosion lt uns viele ,muschelbnke1 eingehllt in diverse ,bettungen1 entdecken4 ,die ,muscheln haben frher an demselben ,orte gelebt1 als sie das ,meer bedeckte4 ,diese ,bnke sind im ,laufe der ,zeit von anderen ,lagen von ,schlamm in verschiedener ,hhe bedeckt1 so da also die ,muscheln von dem herbeigesplten ,schlamme eingeschlossen wurden1 langsam1 bis das ,wasser wich4 ,heute sind die ,grnde selbst bis zur ,hhe der ,hgel und ,berge gewachsen1 und die ,flsse nagen an ihnen und decken die ,muschelbnke auf4 ,also eine ,partie der ,erde1 sehr leicht entstanden1 erhebt sich gleichsam entgegengesetzt dem ,zentrum der ,erde und naht sich allmhlich jetzt demselben1 und das1 was zuvor ,meeresgrund war1 ist der ,gipfel der ,berge geworden48 ,wenn ein ,flu ,schlammhaufen bildet oder ,sandbnke und sie dann verlt1 so zeigt uns das ,wasser1 welches sich dieser ,massen erleichtert1 die ,art und ,weise1 wie die ,berge und ,thler sich geformt haben knnen allmhlich von dem ,terrain1 welches aus dem ,grund des ,meeres emporgestiegen ist1 obgleich dies ,land im ,emporsteigen beinahe voll und vereinigt war4 ,das ,wasser1 welches dieses ,erdreich anhufte bis zur ,erhebung ber die ,oberflche des ,ozeans1 begann ,strmungen an den tieferen ,theilen zu bilden1 und siedelte das ,schilf dort an1 welches wieder andere ,anhufungen erzeugte4 ,das ,schilf1 ernhrt durch die ,regenwasser1 nimmt tglich an ,ausdehnung und ,tiefe zu2 es entstehen ,strmungen und ,thler2 diese bilden sich zu ,flssen1 und diese1 die ,ufer benagend1 bauen unter sich ,berge auf4 ,die ,regen strmten unablssig und beraubten diese ,berge1 so da nichts brig blieb als die kahlen ,felsen von ,luft umgeben4 ,das ,terrain des ,flubettes ist allmhlich zu der ,basis herabgestiegen4 ,der ,grund des ,meeres hat sich erhht1 und das ,meer1 welches den ,fu der ,berge besplte1 ist gezwungen worden1 sich davon zurckzuziehen48 ,in diesen drei ,abstzen1 die sich in verschiedenen ,manuskripten zerstreut finden 7,f4 #aa4 ,n4 #abd4 ,e4 #d4 ,f4 #hj471 zeigt sich eine den brigen geistreichen ,anschauungen ebenbrtige ,spekulation1 wie sie nimmer bei einem der ,philosophen vor ihm gefunden werden kann4 ,venturi bezeichnet ihn dieserhalb als le premier des ,philosophes modernes1 qui ont soutenu que la plupart des continens ont t jadis le fond de la mer4 ,und wir finden den ,werth der ,ansichten des ,leonardo darin1 da er der erste ,philosoph war1 der zu solchen ,anschauungen sich emporschwingen konnte und den ,muth hatte1 dieselben laut zu verknden und dadurch dem ,einflu und den ,behauptungen der ,kirche entgegen zu treten4 ,diese ,lehren und ,erklrungen aus der ,astronomie zogen ihm den ,namen und ,ruf eines ,hretikers zu und verursachten ihm jene unannehmliche ,stellung zu ,mailand1 da er es vorzog1 diese ,stadt zu verlassen4 ,es bleibt noch brig zu bemerken1 da ,leonardo bedeutendes ,interesse an der ,geographie hatte1 und da er durch seinen ,freund ,amerigo ,vespucci zu ,florenz mit den ,entdeckungen der ,portugiesen und ,spanier 7,vasco1 ,diaz1 ,columbus7 nher vertraut ward4 ,vielleicht ist hierdurch die in ,london aufgefundene erste ,karte von ,amerika1 die von ,leonardo gezeichnet sein soll1 entstanden4 ,jedenfalls ist das ,interesse ,leonardo's sicherlich auch fr diese ,entdeckungen angeregt gewesen1 wenn er uns auch keinerlei ,nachrichten davon aufgeschrieben hat4 ,,xiii4 ,das ,gefallen an der ,natur und ihren ,schpfungen machte ,leonardo auch zum ,botaniker4 ,aber wie er die ,natur mehr sezirend betrachtete1 so ist er eher ein ,pflanzenanatom zu nennen4 ,in seinem ,werk ber ,malerei 7,manzi1 ,roma7 finden wir im #f4 ,kap4 gleichsam eine ,pflanzenphysiologie4 ,er bringt ,beobachtungen ber die ,form1 ,vertheilung und ,symmetrie der ,bltter und ,zweige1 die ,konstruktion in der ,rinde und im ,holze4 ,diese und andere zahlreiche ,mittheilungen ,leonardo's ber ,botanik hat ,gustavo ,uzielli bereits gesammelt und #ahfi verffentlicht im ,nuovo ,giornale ,botanico ,italiano unter dem ,titel3 ,sopra alcune osservazioni ,botaniche di ,leonardo da ,vinci4 ,uzielli vindizirt dem ,leonardo die ,begrndung der ,wissenschaft von der ,konstruktion und ,gruppirung der ,bltter 7,fillotani71 welche bisher dem ,englnder ,brown 7#afeh7 zugeschrieben wurde4 -- ,auch andere ,manuskripte1 zumal der ,codex ,atlanticus1 enthalten ,beitrge fr diese ,seite der ,botanik4 ,leonardo sucht auch die ,art der ,ernhrung der ,pflanzen darzulegen4 ,er erklrt1 da die ,pflanzen1 welche an ,orten stehen1 wo viel ,feuchtigkeit und ,nahrung vorhanden ist1 mehr ,rinde ansetzen1 als an solchen1 wo diese ,nahrung fehlt oder sprlich ist4 ,die ,bildung der ,jahresringe und ihre verschiedene ,dicke fhrt er zurck auf die grere oder geringere ,feuchtigkeit des ,jahres und findet einen ,unterschied in dem ,abstande des ,zentrums von der nrdlichen ,seite der ,borke gegenber der sdlichen1 indem er diesen ,abstand fr ersten ,fall grer nennt4 ,alle diese ,beobachtungen wurden erst in spterer ,zeit wieder gemacht und verffentlicht4 ,nach ,dioscorides gab es nur wenige griechische und rmische ,gelehrte1 welche sich mit der ,botanik befaten4 ,gonza 7#adcj7 gab die ,werke des ,theophrast heraus mit vielen ,zufgungen2 spter kamen ,barbarus und ,virgilius1 ,leonicenus und ,brassavola und ,mathioli 7#aeja-gg7 -- alle ,kommentatoren des ,dioscorides4 ,das letztere ,werk wurde fr ,italien ein ,abschlu4 ,spter traten die ,schriften von ,costaeus1 ,porta1 ,caesalpinus und ,colonna auf4 ,letzterer gab 7#aeib-afaf7 eine ,arbeit mit ,kupferstichen von ,blthen und ,frchten4 ,in ,deutschland kamen die illustrirten ,arbeiten von ,fuchs 7#aedb71 ,cordus 7#aefa71 ,gesner 7#aefe7 dazu1 in den ,niederlanden ,dodonaeus und ,lobel und ,clusius1 in ,frankreich ,champier1 ,ruellius 7#aecf71 ,delechamp1 in ,spanien ,nebrija1 ,laguna 7#aedc71 ,herrera 7#aeac71 in ,portugal ,garcia d',orta1 ,acosta1 ,fraposo1 in ,england ,ascham 7#aebj71 ,turner u4 s4 w4 ,alle diese ,gelehrten lebten spter als ,leonardo 7nur wenige waren kurze ,zeit ,zeitgenossen8 desselben71 und eine ernste ,betrachtung1 wie ,leonardo sie gibt1 ist selbst in diesen ,werken nicht berall zu finden4 ,interessant ist ,leonardo's ,versuch des ,selbstdrucks der ,bltter4 ,im ,codex ,atlanticus befindet sich ein solcher ,abdruck eines ,salbeiblattes mit folgender ,bemerkung3 ,questa carta si dette tingere di fumo di candella temporato con colla dolce1 e poi imbrattare sottilmente la foglie di biacca a olio1 come si fa alle lettere in istampa1 e poi stampire nel modo comune1 e cosi tal foglia parr nombrata ne' cavi e alluminata nelli rilievi1 il che interviene qui il contrario4 ,bekanntlich hat ,auer in unseren ,zeiten diese ,kunst ausgebildet und also erneut4 -- ,,xiv4 ,leonardo war1 wie wir gesehen1 sowohl bei dem ,herzog ,ludovico ,sforza1 als spter bei ,borgia ,kriegsingenieur4 ,fr diese ,stellung ist sein ,brief1 den er an ,sforza geschrieben1 karakteristisch1 welcher folgt1 nachdem wir nicht anzufhren unterlassen werden1 da ,leonardo in seinem ,traktat der ,malerei ausruft3 nelle bataglie per necessita accadono infiniti scorciamenti e piegamenti del compositori di tal discordia o vuoi dire pazzia bestialissima6 ,monseigneur1 berzeugt1 da die ,vorspiegelungen von allen denen1 welche sich ,meister in der ,kunst des ,erfindens von ,kriegsgerth nennen1 in ,wirklichkeit nichts ,ntzliches oder ,neues geleistet wird1 was nicht schon gewhnlich ist1 beeile ich mich gegenwrtig1 ohne jemanden schaden zu wollen1 ,eurer ,herrlichkeit meine ,geheimnisse zu entschleiern und sie1 wenn es ,ihnen gefllt1 zur ,ausfhrung zu bringen2 denn ich wage zu hoffen1 da alle ,dinge1 welche ich in diesem kurzen ,brief einreiche1 das verlangte ,resultat erreichen4 #a4 ,ich wei zu konstruiren sehr leichte ,brcken1 welche man leicht von einem zum andern ,ort transportiren kann1 und mit ,hlfe welcher es oft mglich wird1 den ,feind zu verfolgen und ihn in die ,flucht zu jagen4 ,dieselben sind sehr sicher und gegen ,feuer geschtzt1 und widerstandsfhig im ,wasser4 ,sie lassen sich leicht aufschlagen und abbrechen4 ,ich habe auch ein ,mittel1 die ,brcken des ,feindes zu zerstren und anzuznden4 #b4 ,ich habe ein ,mittel gefunden1 die ,wasser bei einer ,belagerung abzuleiten1 ,fallbrcken zu machen und eine ,reihe ,instrumente fr solche ,gelegenheit4 #c4 ,wenn die ,hhe der ,mauern oder die ,strke der ,position eines ,platzes nicht erlaubt1 in einer ,belagerung mit den ,kanonen zu nahen1 habe ich ein ,mittel erfunden1 jeden ,thurm oder andere ,befestigung1 sobald sie nicht auf ,felsen gebaut ist1 zu ruiniren4 #d4 ,ich verstehe auch eine ,art ,kanonen 7bombarde7 zu fabriziren1 sehr leicht und bequem zu transportiren1 welche entflammte ,stoffe schiet1 um ,schrecken unter die ,feinde zu verbreiten mit ,hlfe eines groen ,rauches1 ihnen ,schaden zuzufgen und sie in ,unordnung zu bringen4 #e4 ,ferner eine ,methode1 ohne ,lrm die unterirdischen ,gnge zu graben1 um in einen ,graben oder ein ,fluufer zu gelangen4 #f4 ,krftige ,wagen1 offen1 defensiv und offensiv1 mit ,artillerie versehen1 dringen in die ,mitte der ,feinde ein2 keine ,waffenmasse gibt es1 sie zu brechen1 und dicht dahinter kann ,fuvolk folgen ohne ,schaden und ,hinderni4 #g4 ,ich kann auch ,bombarden gieen1 wenn es nthig ist1 ,mrser und ,feldgeschtze in schner und ntzlicher ,form und fr den gewhnlichen ,gebrauch4 #h4 ,dort1 wo die ,bombarden nicht angewendet werden knnen1 fertige ich andere ,geschtze 7briccol manghani1 ,arabucchi ed altri instrumenti7 von wunderbarem ,effekt und starkem ,gebrauch4 ,je nach ,erforderni werde ich die ,offensivwaffe bis ins ,unendliche variiren4 #i4 ,wenn das ,geschick einer ,seeschlacht droht1 so habe ich eine ,reihe ,waffen und ,instrumente fr ,angriff und ,vertheidigung in ,bereitschaft2 ebenso ,schiffe1 welche dem ,feuer der grten ,artillerie widerstehen 7,panzerschiffe887 und ,pulver und ,feuerarten4 #aj4 ,in ,friedenszeiten wird es ntzlich sein1 zu allgemeinem ,nutzen 7benissimo a paragone di omni7 ,architektur zu pflegen1 ,gebude fr ,private und die ,oeffentlichkeit1 und die ,wasser von ,ort zu ,ort zu fhren4 ,ich beschftige mich auch mit ,skulpturen in ,marmor1 in ,bronze und in ,erden2 ebenso fertige ich ,gemlde1 alles was man will4 ,ich wrde auch an der ,reiterstatue in ,bronze arbeiten knnen1 welche zum unsterblichen ,ruhme und ewiger ,ehre1 also auch zur glcklichen ,erinnerung ,eurer ,herrlichkeit ,vaters und des frstlichen ,hauses ,sforza errichtet werden soll4 ,wenn einige dieser ,sachen1 von denen ich geredet habe1 unmglich und unausfhrbar erscheinen sollten1 so biete ich mich an1 sie auszufhren in ,eurem ,park oder an einem ,ort1 wo ,ew4 ,exzellenz will1 -- womit ich ergebenst mich so viel als mglich empfehle48 ,dieser ,brief ist im ,codex ,atlanticus enthalten und unzhlige ,male kopirt und edirt4 ,am sorgfltigsten hat ihn jedoch ,francesco di ,giorgio ,martini geprft und sich die ,mhe gegeben1 die darin enthaltenen ,versprechungen durch wirkliche ,entwrfe1 ,projekte etc4 in den ,manuskripten zu belegen4 ,es ist ihm dies nicht nur gelungen1 sondern er hat im ,codex ,atlanticus eine solche ,flle von ,material fr die ,beantwortung der zehn ,paragraphen gefunden1 da er eine berreiche ,ausbeute fr seinen ,trattato di ,architettura civile e militare 7#ahda1 ,turin1 ,carlo ,promis7 sammelte4 ,von den ,entwrfen zu ,feuerwaffen speziell1 die von ,leonardo in ,menge vorgefhrt sind1 haben verschiedene ,schriftsteller kleinere oder grere ,auswahl getroffen und edirt1 so besonders ,angelucci1 ,documenti inediti per la ,storia delle armi da fuoco ,italiane4 ,venturi hat die folgenden ,abschnitte nach den ,pariser ,manuskripten publizirt3 ,illustration3 ,fig4 #cf4 ,illustration3 ,fig4 #cg4 ,weil heute die ,artillerie ihre ,kraft um vermehrt hat1 mu man den ,widerstand der ,mauern auch um vermehren4 -- ,das ,ravelin ist der ,schlssel des ,platzes2 wie er den ,platz vertheidigt1 so mu er vom ,platze vertheidigt werden4 ,das ,ravelin1 mehr entfernt vom ,platze1 ist den ,schssen der ,angreifer mehr ausgesetzt4 ,der ,feind suche sich in den ,trancheen des ,glacis einzunisten1 welches die ,grben ,,lb und ,,hk begrenzt 7,fig4 #cf71 und richte sein ,feuer so1 da es das ganze ,ravelin zerstrt4 ,alle ,partieen des ,glacis und ,ravelins mssen dem ,bombardier des ,platzes sichtbar sein4 ,keine ,artillerie darf ,a treffen4 ,die ,fig4 #cg gibt ein ,bild eines ,ravelins fr ein ,fort4 ,diese ,fortifikation beherrscht den ,graben und die ,wlle4 7,fig4 #ch47 ,wenn ein ,feind ,a eingenommen hat und die ,grben mit ,erde ausfllt1 setzt er sich der ,artillerie aus1 die die ,grben entlang schiet4 ,in einer ,festung auf dem ,gebirge mu man ringsum tiefe ,keller graben1 um zu verhindern1 da der ,grund durch das ,feuer von unten her zerstrt wird4 ,die ,keller1 welche man unter der ,erde herstellt1 um die ,mauer einer solchen ,festung zu sttzen1 mssen unter der untern ,mauernpartie aufgefhrt sein1 etwa wie in ,fig4 #ci gezeigt wird4 ,die ,gallerie ,,ab soll etwa #a ,ellen breit sein auf #c ,ellen ,hhe4 ,man wendet bei ,b im rechten ,winkel1 so bei ,c und ,d bis zum ,thurm ,,fg und fhrt so fort4 ,wenn die ,mauer terrassirt ist1 mu man den ,thurm jenseits der ,mitte der ,mauerdicke placiren48 ,eine andere ,stelle handelt von den ,minen und deren ,anlage4 ,leonardo bespricht ferner die ,wirksamkeit einer steinernen ,kugel gegenber dem ,bleigescho4 ,er erlutert dies alles noch durch ,zeichnungen und ,angaben1 whrend eine ,reihe ,tafeln nur von ,details und besonders ,befestigungen1 ,sturmmaschinen1 ,artillerie u4 s4 w4 reden4 ,illustration3 ,fig4 #ch4 ,illustration3 ,fig4 #ci4 ,unter diesen ,zeichnungen sind die interessantesten folgende3 ,der ,architronitus oder die ,dampfkanone1 welche wir oben bereits abgebildet und beschrieben4 ,sie ist es1 die uns lehrt1 da der ,gebrauch des ,wasserdampfes und seiner ,expansion zu ,leonardo's ,zeit nichts ,ungewhnliches1 keine neue ,idee war1 und es beweist dies auch die 7auf ,tafel #cjj gegebene7 ,vorrichtung1 um ,wasser zu heben1 bewegt durch ,dampf1 und die gegen den ,strom gehende ,barke 7,fol4 #bcc71 da die hierin ausgedrckten ,kenntnisse ber den ,wasserdampf der ,zeit des ,leonardo angehrten4 ,unter der ,zahl der ,kanonenkonstruktionen finden wir mannigfache sinnreiche ,stcke1 rotirende1 drehbare ,mitrailleusen1 -- ferner viele andere ,geschtze unter ,anwendung von ,schleuderkraft und ,schwungkraft1 mchtige auf ,rder gestellte ,armbrste1 ferner ganze groe ,batterien von ,bchsenlufen1 die auf dem ,mantel groer ,tretrder tangential in #d bis #h ,reihen aufgebracht sind und nach einander abgeschossen werden4 ,die ,herstellung von ,kanonen scheint ihn besonders beschftigt8 zu haben4 ,wir finden im ,codex ,atlanticus eine ,zeichnung1 die uns lehrt1 mit was fr einem ,instrument ,leonardo bohrte1 d4 h4 offenbar nachbohrte und ,zge einschnitt4 ,dasselbe erscheint als ein ,cylinder1 welcher der ,lngsachse nach mit ,leisten von rechteckigem ,querschnitt und scharfen ,kanten besetzt ist1 welche in gleichen ,zwischenrumen gleich der ,hlfte ihrer ,kopfbreite aufgestellt sind4 ,in diese ,leisten ist eine ,spirale eingeschnitten1 die allerdings erhabene ,zge hervorbringen mte4 ,das ,rohr ist vorn und hinten offen1 -- also wie bei unseren ,hinterladern1 -- und am vorderen ,ende erblicken wir die ,bohrstange hervorragen und mit ,hebeln zum ,drehen versehen4 ,einige der ,kanonen zeigen ,ornamentik und stellen wohl ,festkanonen vor1 wie solche dazumal viel gefertigt wurden4 ,ueber die ,geschosse1 ihre ,gewichte1 ihre ,flugbahn1 sowie ber ,tragweite der ,geschtze finden sich oft ,bemerkungen4 ,an einer solchen ,stelle sagt ,leonardo da ,vinci3 ,die ,kugeln der ,bombarde machen eine ,meile in fnf ,zeitabschnitten1 von welchen ,zeiten eine ,stunde zusammengesetzt ist von #ajhj u4 s4 w481 wobei er auf das ,resultat kommt1 da eine solche ,kugel per ,sekunde #aaj ,meter macht4 -- ,also auf diesem ,gebiete leistete ,leonardo da ,vinci ,bedeutendes4 ,die ,anerkennung1 welche er bei seinen ,zeitgenossen fand1 war gro2 wir haben bereits oben gesehen1 da ,magenta bei seinen ,befestigungsarbeiten fr ,florenz den ,leonardo fleiig studirte4 ,ebenso befahl ,valentin ,borgia allen seinen ,platzingenieuren1 sich nach den ,anordnungen des ,leonardo zu richten4 ,,xv4 ,wir haben uns bereits im ,,iii4 ,abschnitt unseres ,resums bemht zu zeigen1 in welcher ,blthe die ,industrien in einzelnen ,stdten und ,lndern von ,italien standen und arbeiteten4 ,diese letzte ,behauptung belegt nun ,leonardo noch ganz besonders durch die zahlreichen ,dessins und ,skizzen1 welche er bezglich des ,maschinenwesens hinterlassen hat4 ,es wrde lcherlich klingen1 wollten wir behaupten1 alle diese ,skizzen seien ,inventionen des groen ,mannes1 -- es wre aber ebenso lcherlich1 wenn wir ihm nicht zuerkennen wollten1 da er fr die bessere ,gestaltung und den ,gang der ,maschinen und ,apparate viel gethan habe1 -- ebenso wie es absurd erscheinen mte1 wenn wir die maschinelle ,arbeit in jener ,zeit nicht anerkennen wollten6 ,mit den geschichtlichen ,daten vielmehr stimmen die ,leonardo'schen ,skizzen vorzglich berein6 ,wir haben gesehen1 welchen ,ruf die ,florentiner fr ihre ,appretur hatten -- und wir finden bei ,leonardo trefflich ausgefhrte ,zeichnungen von ,scheermaschinen1 ,waschmaschinen1 ,pressen und ,calander4 ,wir wissen1 da ,bologna durch seine ,spinnerei dominirte1 und wir finden bei ,leonardo schn durchdachte ,spinnapparate1 welche das spter erfundene ,jrgens'sche ,spinnrad weit hinter sich lassen an ,vollkommenheit4 ,die ,bauten in ,mailand und ,florenz stiegen mchtig empor -- und wir finden bei ,leonardo ,steinsgen und ,instrumente1 die ,steine zu bearbeiten4 ,ist dies alles so ganz zufllig8 ,gewi nicht6 ,die ,blthe der ,industrie mute den ,leonardo anregen zur ,theilnahme an dem wissenschaftlichen ,theil1 ihn den geschickten und aufmerksamen ,mann1 -- und andererseits konnte es nicht fehlen1 da die ,industrie sich bei diesem talentvollen und zugleich menschenfreundlichen ,manne ,raths einholte1 ihn anging1 ihre ,maschinen zu verbessern und neue zu erfinden4 ,das bedeutendste ,argument aber1 da eine gewisse ,entwickelung des ,maschinenwesens mit ,leonardo's ,talent dafr zusammentraf1 finden wir in der ,gestalt1 ,form und in den ,details der ,maschinenskizzen des ,leonardo4 ,da ist nichts von der ,plumpheit der ,formen1 wie bei allen spteren ,illustrationen ,jahrhunderte lang noch vorwaltete1 nichts von verwickelten und albern erscheinenden ,kombinationen1 -- alles ist proportionirt und richtig berechnet1 ja oft von einer gewissen eleganten ,form1 und die ,details zeigen eine ,flle von ,mechanismen1 die dem ,leonardo das ,abc der ,maschinenkonstruktion scheinen4 -- ,fr uns1 die wir die ,manuskripte ,leonardo's durchstudirt haben1 die wir die ,geschichte der ,industrie seiner ,zeit prften1 die wir das ,leben und die ,stellung des ,mannes zu durchschauen uns bemhten1 die wir die ,thtigkeit seines ,geistes1 die ,soliditt seines ,schaffens und ,denkens1 seine ,abneigung gegen unfruchtbare ,spekulationen und ,spielereien kennen1 -- fr uns steht fest1 da ,leonardo da ,vinci seine ,zeichnungen nach den und fr die ,maschinen seiner ,zeit gemacht hat1 da er ebenso von ihnen gelernt und sie verbessert1 vielleicht manche neue erfunden hat4 ,grothe hat sich ber die ,art und ,weise1 wie wohl ,leonardo arbeitete1 folgender maen verbreitet 7,polyt4 ,zeit4 #ahgc ,no4 #aj73 ,bevor ich auf die vielen ,maschinenkonstruktionen des ,leonardo eingehe1 mu ich zunchst den ,eindruck bezeichnen1 den man bei dem ,studium der zahlreichen ,manuskripte gewinnt ber die ,art und ,weise1 mit welcher ,leonardo da ,vinci an den ,entwurf1 resp4 die ,konstruktion einer ,maschine herangegangen ist und dabei zu ,werke gegangen ist4 ,natrlich rede ich hierbei nur von dem ,eindruck2 aber die ,zahl seiner ,studien zu solchen ,zwecken ist so gro1 und stets zeigt sich dabei eigentlich dieselbe ,methode1 -- so da man wohl den hieraus gewonnenen ,eindruck als einen der ,thatsache nahe verwandten erachten kann4 -- ,ist dem ,leonardo eine ,aufgabe gestellt gewesen1 so hat er sich eine allgemeine ,idee der ,lsung gebildet und meistens diese flchtig skizzirt1 und dann beginnt er die ,details zu durchdenken und alle ,momente ins ,auge zu fassen4 ,dies zeigen die zahlreichen ,details und ,variationen derselben1 von denen die meisten seiner ,hauptbltter entourirt sind1 ferner mathematische ,figuren und ,rechnungen und eingeschriebene ,bemerkungen1 zuweilen speziellere ,erklrungen der ,figuren4 ,war er dann mit seiner ,konstruktion zu ,ende gelangt1 war sie in allen ,theilen fertig1 so nahm ,leonardo ein frisches ,blatt1 und in sicheren ,strichen steht dann die ,zeichnung da4 ,hat ihm die ,lsung nicht gefallen oder ist ihm die ganze ,sache langweilig geworden1 so zeichnet er mitten zwischen diese ,details wohl eine ,fratze oder eine ,arabeske4 -- ,fr die ,rein-,zeichnungen mu man rhmend erwhnen1 da sie sich gegen die spteren ,zeichnungen1 wie sie ,vegetius ,renatus1 ,salomon de ,caus1 ,besson1 ,ramelli1 ,reimondus ,montus1 ,zeising1 ,verantius1 ,branca1 ,nicolai ,zucchio1 ,paulo ,casato1 ,jungenickel1 ,kircher1 ,furttenbach1 ,bckler1 ,leupold1 ,gallon u4 s4 w4 geben1 vortheilhaft auszeichnen durch ,richtigkeit der ,perspektive und ,wirksamkeit der ,schattenprojektion1 sowie durch proportionirte ,formen der ,gestelle1 ,getriebstheile u4 s4 w4 ,als ,beispiel hierfr fhre ich die in dem ,codex ,atlanticus in ,mailand auf ,blatt #aie 7,no4 ,,ii7 dargestellte ,maschine zum ,zersgen der ,steine resp4 des ,marmors an4 ,leonardo gibt hiervon auf der ,mitte des ,blattes eine kleine flchtige ,skizze1 nebenher und darunter noch mehrere1 dann beschftigt ihn die ,befestigung der beiden ,sgebltter in einem ,rahmen speziell1 sodann die ,bewegung dieses ,rahmens4 ,in einigen ,stzen1 die er zwischen diese ,details schrieb1 setzt er seine ,ideen ber die ,balance der ,sge auseinander und ber die gleichmige ,einfhrung der ,smirgelmaterien in die ,schnittlcher4 ,er kommt zu der ,ueberzeugung1 da die ,sgenbltter doppelt so lang sein mten als der ,stein selbst1 wenn der ,zug der ,sge die ,steineslnge betragen solle1 und da die ,zugstangen auf festen1 aber je nach der vorgerckten ,tiefe des ,schnittes versetzbaren ,unterlagen sich bewegen mten1 die auch nach der ,seite hin die ,bewegung normalisiren4 ,durch solche eingehende ,betrachtungen1 von ca4 #cb ,detailszeichnungen und ,skizzen begleitet1 gelangte dann ,leonardo zu der ,schlukonstruktion1 die er uns in einer perspektivischen ,ansichtszeichnung1 mit ,sepia schattirt1 so vorfhrt1 da sie einmal zeigt1 wie ,leonardo's ,konstruktion mit der heutigen in ,carrara u4 s4 w4 gebrauchten ,marmorsge identisch ist1 sodann aber da sie sicherlich fr die ,praxis bestimmt war4 ,ganz hnlich knnte ich hundert ,beispiele aus ,leonardo's ,manuskripten beibringen48 ,wir geben hier die ganze ,tafel des ,leonardo autographirt wieder4 ,die allgemeine ,maschinenlehre1 wie sie ,leonardo in seinen ,manuskripten in der ,that aufbewahrt hat1 ist berraschend umfangreich4 ,beginnen wir mit den ,motoren1 so finden wir bei ihm das ,wasser als den ersten und hauptschlichsten ,motor benutzt1 daneben aber die ,menschenkraft am ,tretrad in vielerlei ,gestalt und an der ,kurbel4 ,die heie ,luft wendet er bei einem ,bratspie an zur ,bewegung desselben1 und mit ,dampf bewegte er eine ,pumpe und eine ,barke4 ,wir wollen die letzten ,beispiele als ,kuriositten und ,zuflligkeiten hinnehmen und wollen die ,tretrder nicht weiter speziell betrachten1 trotz der reichen ,flle der ,variationen ihrer ,konstruktion bei ,leonardo1 sondern wollen seine ,ideen fr die ,konstruktion der ,wassermotoren nher beleuchten4 ,da ,leonardo die gewhnlichen1 seiner ,zeit bekannten ,wasserradkonstruktionen wiedergibt1 ist ja natrlich4 ,so gibt er die alten ,lffelrder1#ba in verschiedenen ,variationen1 sowie mittel- und oberschlchtige und unterschlchtige ,rder1 die nur wenig von den ,konstruktionen derjenigen abweichen1 die allerdings erst nach ,leonardo zuerst durch ,druck und ,illustration bekannt wurden4 ,dagegen finden wir auch eine ,zahl anderer ,ideen und ,skizzen bei ,leonardo1 welche uns lehren1 da der groe ,ingenieur bestrebt war1 eine bessere ,ausnutzung der ,wasserkraft zu erzielen4 ,er wurde hierauf wohl durch seine ,beobachtungen ber die ,bewegung des ,wassers in ,flssen und ,kanlen hingefhrt4 ,illustration3 ,fig4 #dj4 ,illustration3 ,fig4 #dj;a4 ,illustration3 ,fig4 #da4 ,wir bringen in folgenden ,abbildungen z4 ,b4 ,fig4 #dj;a4 ,ideen des ,leonardo zur ,anschauung1 die ,beachtung verdienen und die ,konstruktionen hier und der darauf folgenden ,zeit bertreffen4 ,in ,fig4 #dj finden wir zunchst das oberschlchtige ,rad c mit einer ,schaufelstellung1 die bereits rationeller gedacht ist und bei welcher der wasserhaltende ,bogen sehr vergrert ist4 ,die ,anordnung bei a aber lt darauf schlieen1 da ,leonardo eine ,art ,spannschtzen im ,auge hatte4 a ist deutlich skizzirt als ein verschiebbarer1 ausziehbarer ,boden4 ,ob nun das ,rad in den ,armen hing1 die von a ausgingen1 ist zweifelhaft2 vielmehr scheint es1 als ob dieser ,arm eine ,art ,regulirung des ,zuflusses mittelst eines am ,rade vorhandenen ,mechanismus vollfhren sollte4 -- ,in ,fig4 #da ist eine ,umnderung eines ,lffelrades1 aber in wesentlich verbesserter ,gestalt gegeben4 ,hier schliet eine volle ,scheibe zunchst das ganze horizontale ,rad4 ,um einen ,radkern auf der stehenden ,welle sind dann die stehenden ,schaufeln radial aufgesetzt1 so da dieselben frmliche ,kasten mit ,kernmantel und ,scheiben bilden4 ,das ,wasser wird in einem stehenden ,rohre zugeleitet und strmt durch eine rechtwinklige ,umbiegung desselben direkt in die ,zellen ein4 ,der ,gedanke der ,aufsammlung des ,wassers in stehenden ,rhren und ,zuleitung durch ,wassersulen in freier ,ausstrmung auf diese ,rder ist hchst bemerkenswerth4 -- ,in ,fig4 #db finden wir eine andere ,lsung derselben ,idee2 hierbei ist das horizontale ,rad mit ,kurvenschaufeln versehen4 ,leider ist die ,skizze desselben undeutlich2 vielleicht drckte sie viel mehr aus1 als jetzt ersichtlich ist4 ,in ,fig4 #dc aber fhren wir eine ,skizze vor1 welche dem unbefangenen ,beobachter selbst als eine ,idee zu einer ,turbine 7 la ,fourneyron7 erscheinen mchte4 ,dieselbe steht auf einem ,blatte des ,codex ,atlanticus1 welches fast nur ,skizzen hydraulischen ,karakters enthlt1 unter ,anderem mehrere ,skizzen von ,wsserrdern1 fol4 #bhc4 ,wir enthalten uns1 wie gesagt1 jeder positiven ,behauptung hierber1 -- da ein ,aufschlu gebender ,text in dem ,manuskript fehlt4 ,illustration3 ,fig4 #db4 ,illustration3 ,fig4 #dc4 ,illustration3 ,fig4 #dd4 ,illustration3 ,fig4 #de4 ,illustration3 ,fig4 #df4 ,illustration3 ,fig4 #dg4 ,illustration3 ,fig4 #dh4 ,zu den ,arbeits-,maschinen selbst bergehend1 fhren wir zunchst folgende ,einleitung aus der ,polyt4 ,zeitung 7,grothe7 hier an3 ,wenn ,reuleaux in der ,einleitung zur ,kinematik ,leupold in der ersten ,hlfte des #ah4 ,jahrhunderts als den ersten ,mechaniker nennt1 der in seinem ,werke ,theatrum machinarum die ,maschine in einzelne ,theile zu zerlegen begann und diese fr sich betrachtete1 -- so bedauern wir1 da dem geistvollen ,frderer der ,kinematik eine ,einsicht in die ,werke ,leonardo's nicht vergnnt war -- wie es ja leider seit ,leonardo's ,tode nur #h-aj ,mnner gegeben hat1 die diese ,manuskripte studirten1 und auch von diesen thaten wieder mehrere dies nur zum ,amsement und betrachteten ,leonardo's ,leistungen auf diesem ,gebiete nur als ,curiosa1 wie z4 ,b4 der ,artiste #ahda nur eine ausfhrliche ,wiedergabe der ,leonardo'schen ,dampfkanone brachte1 die in ,frster's ,bauzeitung von #ahee p4 #adc bergegangen ist4 ,und doch schreibt auch hier der ,publizist3 ,so wunderbar die ,sache ist1 so ist sie nichts destoweniger wahr2 die ,dampfkanone wird von dem unsterblichen ,maler des heiligen ,abendmahls und zwar mit einer ,genauigkeit beschrieben und skizzirt1 welche nicht den geringsten ,zweifel gestattet48 ,die grere ,verffentlichung von ,venturi enthlt nur die ,gedanken des ,leonardo ber ,prinzipien der ,physik und ,mechanik1 nichts 7wenigstens nichts von seinen ,zeichnungen1 die hierfr ,hauptsache sind7 ber seine maschinellen ,konstruktionen und mechanisch-praktischen ,studien4 ,wenn ,leupold nun die ,maschinen zu zerlegen anfing und eine ,betrachtung der ,details folgen lie1 -- so betrachtete ,leonardo mit ,rcksicht auf einen vorgesetzten ,zweck zuerst die ihm zu ,gebote stehenden oder mglichen ,maschinentheile und setzte daraus eine ,maschine zusammen4 ,dabei spielte die ,art der ,bewegung der einzelnen ,theile eine ,hauptrolle4 -- ,unter den ,mitteln und ,anordnungen1 seinen ,zweck zu erreichen1 beweist ,leonardo einen klaren ,blick und ein umfassendes ,genie1 neue ,mittel zu erfinden1 die seinem ,vorsatz zu ,hlfe kommen sollen4 ,dies wird uns aus vielen seiner ,entwrfe ganz einleuchtend4 ,wir wollen hier nun eine ,reihe von ,bewegungsmechanismen mittheilen1 die ,leonardo kannte und bei ,gelegenheit anwendete oder auch auf ,anwendbarkeit betrachtete und prfte4 ,in dem ,ambrosianischen ,codex ,fol4 #cfd ist eine ,betrachtung ,leonardo's dieser ,art aufbewahrt4 ,in ,fig4 #dd geben wir danach ,leonardo's ,skizze wieder fr eine ,bewegungsbertragung mittelst eines ,rades1 dessen ,mantel mit spirallinigen ,nuthen versehen ist1 in welche die ,stbe des getriebenen ,speichenrades eingreifen und dieses somit in eine gleichfrmige ,umdrehung versetzt wird4 ,bei der ,einrichtung in ,fig4 #de sind die ,nuthen in wellenfrmigen ,kurven am ,mantel herumgelegt4 ,figur #df zeigt dagegen eine ,zickzacknuth1 die in einem ,gange um den ,mantel gelegt ist4 ,das getriebene ,rad erhlt dadurch eine fortschreitende ,bewegung mit kleinen ,ruhe- und ,rckgangsintervallen4 -- ,bei ,figur #dg und #dh will ,leonardo durch das ,rad direkt ein ,werkzeug bewegen1 und zwar versieht er die obere und untere ,kante des ,mantels #c in ,fig4 #dg mit scharf absetzenden ,zhnen1 deren ,gipfelpunkte in der ,parallelen zur ,treibaxe und in einer ,linie liegen4 ,diese ,zhne werden berhrt unten und oben von den ,armen einer ,zange1 deren ,maul und ,arbeitsbacken nach auen gestellt sind4 ,federn drcken die ,hebelarme mit dem ,maul zusammen und wirken dadurch auf die ,griffe der ,zange und bewirken1 da dieselben stets auf der ,kante der ,mantelzhne schleifen4 ,befinden sie sich auf den ,hhen der korrespondirenden ,zhne1 so erfolgt ein ,oeffnen der ,zange1 gleiten sie zum ,fu der ,zhne1 so erfolgt durch ,wirkung der ,federn pltzlicher ,schlu der ,backen4 ,in der ,figur #dh ist blo ein ,zahnausschnittskranz des ,rades vorgesehen zur direkten ,bewegung eines schweren ,schmiedehammers4 -- ,alle diese ,rder mu man sich vorstellen als auf einer ,turbinenachse aufgesetzt2 ,leonardo zeichnet ein horizontales ,wasserrad unter ,fig4 #dh unmittelbar darunter4 -- ,in ,fig4 #di begegnen wir der allerdings interessantesten ,idee4 ,leonardo denkt hier an ein hyperbolisches ,schraubenrad oder eine von ,nuthen in ,spiralkurven umzogene ,hyperboloide als ,radform4 ,die ,kurve der ,hyperboloide ist hierbei durch den ,kreis bestimmt1 welchen die ,umdrehung des getriebenen1 vierarmigen ,rades zur ,umdrehung verlangt1 whrend der ,gedanke des ,leonardo den unteren ankommenden ,flgel von dem ,anfang der ,nuth erfassen lt1 in demselben ,moment1 wo der obere ,flgel die ,kurvennuth verlt4 ,mir scheint1 da ,leonardo die unmmittelbar unter ,fig4 #di folgende ,fig4 #ej nur angegeben hat zur nheren ,berechnung der ,kurven auf den ,flchen des ,hyperboloids2 es stimmen die ,gnge und die ,lage derselben berein4 -- ,in ,fig4 #ea ist ein ,eingriff eines ,zahnrades in ein ,drehlingsrad auch als kegelfrmiges ,stabrad gedacht1 whrend der ,drehling ebenfalls ,kegelrad ist4 ,in der kleinen ,skizze ,fig4 #eb denkt ,leonardo zunchst an ein ,zahnrad1 mit welchem ein in schrger ,ebene dazu wirkendes getriebenes ,rad zusammenarbeitet4 ,augenscheinlich beschftigt ,leonardo in dieser ,skizze der ,gedanke an eine schrge ,verzahnung1 die er dann in den folgenden ,figuren #ec u4 #ed zur ,bewegung einer ,schnecke ausfhrt1 in einer ,art von ,hyperbelrdern4 ,illustration3 ,fig4 #di4 ,illustration3 ,fig4 #ej4 ,illustration3 ,fig4 #ea4 ,illustration3 ,fig4 #eb4 ,illustration3 ,fig4 #ec4 ,illustration3 ,fig4 #ed4 ,illustration3 ,fig4 #ee4 ,in ,fig4 #ee gibt ,leonardo seine ,idee ber die ,benutzung des ,friktionskegelbetriebesgetriebes4 ,er denkt in einer andern hnlichen ,skizze an den ,betrieb von drei stehenden ,kegelrdern1 welche zusammen mit einem hngenden arbeiten4 ,die folgende ,gruppe 7,fig4 #ef1 siehe umstehend7 von ,mechanismen zeigt die ersten ,anfnge und ,studien zu den ,kegelrdern in ,figur #g und #h4 ,fig4 #h ist offenbar nur eine ,untersuchungsfigur1 um etwa die ,umgangsverhltnisse der in ,fig4 #g dargestellten drei ,scheiben des ,kegelrades klar zu machen4 ,ein sonderbares aber zu den flachkonischen ,rdern gehriges ,rderpaar ist in ,fig4 #e dargestellt4 ,die ,zhne haben dabei im ,durchschnitt die ,gestalt eines rechtwinkligen ,dreiecks1 dessen grere ,kathete in die ,ebene des ,rades fllt4 ,auerordentlich vertraut ist ,leonardo mit den ,schraubenrdern4 ,auf der angefhrten ,tafel #cfd behandelt er die durch ,schraube ohne ,ende getriebenen ,zahnrder unter rechtwinklig geschrnkten ,achsen wie ein ganz gelufiges ,konstruktionsmittel1 und so auf einer groen ,anzahl anderer ,bltter und in vielen ,maschinenkonstruktionen4 ,so benutzt er eine ,anordnung1 wie ,fig4 #a zeigt1 ziemlich oft1 sogar bei dem ,bewegungsmechanismus eines ,flugapparates4 ,illustration3 ,fig4 #ef4 ,bei einer ,maschine zur ,streckung des ,eisens benutzt ,leonardo ,schraubenrder zur ,uebertragung1 bei welchen die ,schraube ohne ,ende dreimal eingeschaltet ist4 ,bei derselben ist auch ein getriebenes ,zahnrad mit ,schraubenmutter im ,zentrum versehen1 welche die mit ,schrauben ganz versehene ,zugstange voranzieht4 ,bei dieser ,gelegenheit gibt ,leonardo zugleich eine ,berechnung der ,bewegungsbersetzung bis auf die ,walzscheibe vom ,wasserrade her4 ,die intermittirende1 aussetzende ,bewegung sucht ,leonardo hufig und auf verschiedene ,weise zu erreichen4 ,hierzu dienen ihm ,daumenwalzen vorzugsweise1 sodann ,mechanismen1 wie bereits oben abgebildet4 ,auf vorstehender ,gruppe in ,fig4 #aa gibt ,leonardo noch eine andere ,anordnung4 ,die ,zahnrder behandelt ,leonardo ebenfalls sorgfltig1 und da er nach ,zahnformen gesucht hat1 davon zeugen die ,skizzen #b1 #c1 #d und andere4 ,hchst interessant sind seine ,rder mit schrger ,verzahnung1 sowohl bei konischer1 als cylindrischer ,grundform 7,fig4 #eg74 ,es sind dies auch die ersten ,beispiele von ,hyperbelrdern4 ,leonardo hat dieselben rechtwinklig zur ,uebertragung von ,bewegung benutzt und dabei den ,trieb selbst mit schrger ,verzahnung versehen4 -- ,die ,zahnformen haben im allgemeinen bei ,leonardo eine viel geflligere und zweckmssigere ,form1 als bei den spteren ,illustrationen hervortritt4 ,illustration3 ,fig4 #eg4 ,hin- und hergehende ,bewegungen erzeugt ,leonardo theils mittelst ,kurbeln und ,zugstangen1 theils durch ,nuthen und ,stifte4 ,eine solche gleitende1 alternierende ,bewegung eines ,pumpenkolbens ist durch eine ,kurvennuth in ,fig4 #i dargestellt1 zugleich ein sehr interessantes ,beispiel fr ,pumpenkonstruktion4 ,eine grere ,anwendung der ,nuth zeigt auf dem ,mantel einer groen cylindrischen ,scheibe acht ,zickzackkurven1 in welche der ,gleitstift eines ,mechanismus einragt4 ,illustration3 ,fig4 #eh4 ,illustration3 ,fig4 #ei4 ,in ,fig4 #eh und #ei sind die ,stell- oder ,klinkrder dargestellt1 deren sich ,leonardo bei der ,bewegung der ,seilwinden bediente1 theilweise um direkt ,seile auf die ,achse dieser ,rder aufzuwinden1 theilweise1 um durch die ,bewegung der mit ,schraubengngen versehenen ,achse eine ,mutter heranzuziehen1 an welcher mittelst ,ring und ,tauen die ,lasten befestigt sind4 ,sehr zweckdienlich sind hierbei die mit innerem ,zahnkranz versehenen1 eine volle ,scheibe auf der ,achse mit zwei diametral gegenberstehenden ,eingriffklinken umfassenden ,bgelscheiben mit ,hebel4 ,in einer ,zeichnung des ,rderwerkes einer ,uhr wendet ,leonardo zwei ,steigrder an1 deren ,zhne um verstellt sind1 eine oszillirende ,hemmung greift in diese ,zhne ein4 7,die ,uhr ist brigens mit ,doppelwerk47 ,die ,anwendung von ,riemen und ,riemenscheiben findet sich in ,leonardo's ,entwrfen seltener vor4 -- ,bewegungsbertragung durch ,zahnstangen finden sich ebenfalls vor1 zumal bei ,uhrwerken4 ,illustration3 ,fig4 #fj4 ,sehr interessant ist ,leonardo's ,bekanntschaft mit dem ,universalgelenk1 fr das bisher ,cardanus als frheste ,quelle angegeben wurde4 ,wir geben die ,zeichnung davon in ,fig4 #fj4bb ,von ,kuppelungen finden wir bei ,leonardo die in ,gruppe ,fig4 #ef als ,fig4 #aj dargestellte4 ,sonst hat er die ,kuppelung auch wohl durch ,scheiben mit ,verzahnung bewirkt4 ,sehr vielfach wendet ,leonardo ,kurbeln an1 sowohl an den ,enden der ,welle1 als auch in dieselben eingeschaltet4 ,die ,lage der ,wellen mit ihren ,scheiben horizontal1 geneigt und vertikal bildet den ,gegenstand einer besonderen ,betrachtung des ,meisters4 -- ,diese ,uebersicht wird bereits zur ,genge zeigen1 da ,leonardo die ,elemente des ,maschinenbaues in einer fr seine ,zeit weit vorgeschrittenen ,weise kannte4 ,wir fhren nun weiter an von seinen ,maschinen3 #a4 ,maschine zum ,ausziehen 7,walzen1 ,profiliren7 von ,eisenstben4 ,diese im ,codex ,atlanticus foglio #b von einer schnen1 deutlichen ,figur begleitete ,darstellung zeigt aufs ,neue1 wie eingehend ,leonardo studirte4 ,leonardo hatte die ,aufgabe1 die nach damaliger ,fabrikationsart der ,kanonenlufe aus ,eisenstben notwendigen ,eisenstbe in einem ,profil herzustellen1 so da die aneinander gefgten ,stbe den runden ,lauf zusammensetzten1 und nun geeignet verbunden 7zusammengeschweit7 werden konnten4 ,um die ,stbe in dieser ,weise auszuziehen1 benutzt er einen ,mechanismus1 der von einer ,turbine 7,reaktionsrad 7retrecine7 der damaligen ,mode7 getrieben wird4 ,die ,turbine enthlt am obern ,theil ihrer ,welle ein ,schneckenrad1 welches rechts in ein festgestelltes vertikales ,zahnrad eingreift1 links aber ein mit seiner ,welle festverbundenes ,zahnrad treibt1 welches weiterhin durch eine stehende ,zwischenwelle mit ,schnecke die ,bewegung und ,kraft auf eine schwere1 starke ,achse bertrgt1 die am andern ,ende eine ,scheibe enthlt1 welche die ,profilirungsscheibe der ,eisenstange sein soll4 ,diese ,profilscheibe ist mit einer ,art ,spiralkurve umzogen1 deren ,gestalt1 ,hhe1 ,bogensteigung etc4 genau berechnet ist4 ,das obenbesagte rechts von der ,turbinenwelle getriebene ,rad enthlt im ,mittelpunkte eine ,schraubenmutter1 durch welche eine der ,lnge der auszuziehenden ,eisenstange entsprechende ,schraubenspindel hindurchluft4 ,bei ,drehung des brigens festgestellten ,rades wird also die sich nicht drehende ,schraubenspindel bewegt4 ,diese ,spindel enthlt am andern ,ende eine ,klaue1 in welcher die ,eisenstange befestigt wird4 ,die ,eisenstange ist von ,rollen untersttzt und bewegt sich unter der ,profilscheibe durch1 indem sie gegenber dieser ein festes eingesenktes ,formlager mit ,profilseite erhlt4 ,die ,profilscheibe ist schwer1 pret das ,eisen mchtig an4 ,leonardo berechnet sowohl die ,last1 als auch die ,kraft1 welche nothwendig an der ,mutter der ,ziehscheibe thtig sein mu1 um das ,eisen unter der ,faonwalze durchzuziehen1 und kommt zu genauen ,resultaten4 ,er beschftigt sich sodann mit andern ,profilen und theilt mit1 in wie vielen ,operationen das ,ausziehen derselben zu machen sei1 und auf einer ,reihe von ,tafeln sehen wir ihn immer wieder mit der ,lsung dieses ,problems beschftigt4 ,man achte aber darauf1 da er uns auf der betreffenden ,tafel nicht blo die ,profilscheibe1 nebst ,auffindung der ,kurve fr deren ,mantelflche1 sowie das unbewegliche ,matrizengegenlager gibt1 sondern er lehrt auch zugleich seinen ,apparat kennen1 mit welchem er das ,werkzeug und die ,matrize herstellt1 nmlich eine ,maschine mit konischer ,smirgelwalze und mit ,lager zur ,aufnahme der ,scheibe vielleicht 7die durchgehende ,welle nicht als ,schraubenwelle bestimmt ausgelegt1 obgleich bei der zahlreichen ,anwendung1 die ,leonardo davon macht1 dies fast gestattet sein drfte71 an einer ,schraubenspindel bewegt und an der ,smirgelwalze hingefhrt4 ,bei dieser ,beschreibung fhrt ,leonardo seine ,elementi macchinali an und verweist bei ,berechnung der ,kraft eines ,maschinentheils auf den zweiundzwanzigsten ,fall derselben4 ,es lt sich also wohl voraussetzen1 da ,leonardo1 sowie fr die ,hydrostatik so auch fr die ,maschinenlehre ,gesetze przisirt und aufgestellt hatte4 ,er sagt3 ,le quali potenza sono vere come provato nella #ac;a del ventiduesimo delli elementi macchinali da me composti4 ,er sagt bei der ,erklrung der ,radberechnung3 ,wenn du nicht die ,zahl 7,zhnezahl7 der ,rder multipliziren willst1 so multiplizire ihre ,gre1 das macht dasselbe48 ,ferner steht folgender ,rathschlag fr die ,maschinenkonstruktion da3 ,sei eingedenk1 alle ,glieder der ,instrumente gleich oder grer 7d4 h4 strker7 zu machen als die ,kraft des ,motors48 ,ferner3 ,weil ohne ,erfahrung eine richtige ,kenntni der ,kraft sich ergeben kann1 mit welcher das auszuziehende ,eisen seinem ,trafilator widersteht1 habe ich in dem fraglichen ,theile vier ,rder durch ,schrauben ohne ,ende gemacht1 von denen ,jedermann den ,beweis hat durch ,anzeichnung ihres ,grades1 welche ,kraft diese ,kombination hat48 7,hier folgt obiger ,hinweis #ac4 ,,xxii47 ,illustration3 ,fig4 #fa4 #b4 ,in ,beckmann's ,beitrgen zur ,geschichte der ,erfindungen und in ,poppe's ,geschichte der ,technologie und an anderen ,orten heit es1 da ,bohrmhlen oder ,mhlen zum ,bohren hlzerner ,rhren schon im #af4 ,jahrhundert bekannt waren1 und zwar verweisen alle diese ,schriftsteller auf ,felix ,fabri1 ,historia ,suevorum4 ,derselbe erzhlt von einer ,bohrmhle in ,ulm4 ,da ,fabri schon #aejb starb1 so existirte diese ,bohrmhle also schon #aejj4 ,kein bekanntes ,werk der damaligen ,zeit enthlt eine ,abbildung dieser ,maschine 7,fig4 #fa71 erst sptere ,werke bringen eine solche4 ,karmarsch bercksichtigt in seiner ,geschichte der ,technologie weder diese ,fabri'sche ,mittheilung noch aber sptere ,konstruktionen und erwhnt nur1 da man im vorigen ,jahrhundert solche ,handbohrmaschinen gehabt habe4 ,es fllt dies etwas auf1 da ,karmarsch sonst ,poppe und ,beckmann oft benutzt4 ,der erste bisher bekannte ,schriftsteller1 welcher ,bohrmhlen abbildet und beschreibt1 ist ,georg ,andreas ,bckler4 ,in seinem ,theatrum machinarum novum von #affa befindet sich eine solche in ,kap4 ,,lxxxvi1 in seinem ,theatr4 mach4 novum von #afgc stellt er zwei ,bohrmhlen dar4 ,leupold gibt spter 7#agbd7 in seinem ,theatrum ,machinarum ,hydrotechnicarum in ,kap4 #e1 #f und #ab ,abhandlungen von ,bohrern und ,bohrsthlen4 ,metallbohrmaschinen waren #agbj in ,gebrauch gekommen4 ,von einer ,bohrmaschine1 um ,brunnenrohre zu bohren1 finden wir aber eine ,zeichnung von ,leonardo's ,hand aufbewahrt1 -- somit die lteste ,zeichnung dieses ,genres ,maschinen4 ,wir geben dieselbe vorstehend in ,abbildung4 ,leonardo starb #aeaj2 seine technologischen ,studien fallen hauptschlich in die ,jahre #adhj bis #aejf4 ,nun liee sich zweierlei aus ,fabri's und ,leonardo's ,aufzeichnungen schlieen3 ,erstens1 da ,leonardo diese ,bohrmaschine selbst entworfen und ausgefhrt habe1 und da dieselbe von ,norditalien nach ,nrnberg1 wie um jene ,zeit so vieles1 verpflanzt ward1 oder zweitens1 da die ,bohrmaschine zu ,leonardo's ,zeit gar nichts ,seltenes war1 als man anzunehmen bisher geneigt war4 ,ueberhaupt ist die gewhnliche ,annahme1 da vor ,galilei's ,zeit die ,technik und die mechanischen ,wissenschaften in einem ,stadium der ,stagnation sich befunden1 das seit ,jahrhunderten andauerte1 nicht mehr haltbar1 nachdem neuere ,forschungen gezeigt haben1 da jene ,zeit nicht arm an ,entwicklung und ,fortschritt war4 ,die ,maschine zum ,bohren1 welche ,leonardo auf fol4 #gh4 uns darstellt1 und die ich in ,facsimileskizze wiedergebe 7mit von mir eingeschriebenen ,buchstaben71 entspricht nicht nur ,poppe's ,beschreibung der frheren ,bohrmhlen 7,der ,bohrer wird durch eine ,welle in ,umlauf gesetzt und der zu bohrende ,baum rckt ihm auf einem sogenannten ,wagen oder ,schlitten immer mehr entgegen871 sondern die ,details zeigen1 da ,leonardo's ,maschine ziemlich vollkommen eingerichtet war4 ,auf einem krftigen ,gestell ist im ,gerst d die ,bohrwelle g mit ,bohrer b eingelegt1 der am ,ende durch einen ,fhrer unterstzt geleitet wird4 a ist der zu durchbohrende ,baum1 der in eine ,art ,klemmfutter genau eingespannt ist4 ,dasselbe besteht aus zwei ,ringen c1 durch welche #bd ,schraubenbolzen hindurchgehen und mit ihren ,enden n gegen a drcken4 ,diese ,schraubenbolzen sind mit ,muttern c versehen und durch ,bgel festgestellt4 ,wie es scheint1 sind die vier ,schraubenmuttern1 die am ,mantel gezahnte ,cylinder sind1 mittelst des eingreifenden1 an einer ,kante verzahnten ,ringes p zugleich zu drehen4 ,diese ,einspannvorrichtung ist auf einen ,schlitten o o gesetzt1 der unterhalb durch eine ,schraubenwelle e bewegt wird4 -- ,diese von ,leonardo vorgefhrte ,maschine sticht gegen ,skizzen derjenigen ,bohrvorrichtungen1 die noch heute in kleinen ,orten zum ,brunnenrohrbohren ,anwendung finden1 sehr vorteilhaft ab4 ,die ,einstellvorrichtung erweist sich in der ,that sinnreich und wohl durchdacht4 #c4 ,hobelmaschine4 ,karmarsch setzt als die ersten ,hobelmaschinen die ,versuche des ,focq #aggj und ,crillon #ahji1 einen wirklichen ,hobel durch einen ,mechanismus in ,bewegung zu setzen1 hin1 welche jedoch keinen ,erfolg hatten4 ,die ,figur zeigt es nun1 da ,leonardo eine ,hobelmaschine nach hnlichem ,grundsatz zu konstruiren unternahm4 ,wir wollen uns gern bescheiden1 da diese ,erfindung des ,leonardo keinen ,erfolg hatte1 -- aber konstatirt mu werden1 da er in der beigefgten ,skizze den ,versuch machte4 7,fig4 #fb47 ,illustration3 ,fig4 #fb4 #d4 ,sgemaschine4 ,diese sowohl wie die ,hobelmaschine gibt ,leonardo von mancherlei ,details begleitet4 ,dieses ,gatter gibt1 trotz seiner ,unvollkommenheit1 doch ebenfalls ,nachricht davon1 da man die ,bewegung der ,sgen mechanisch schon damals versuchte4 ,wir knnen auch nicht umhin zu erwhnen1 da wir in ,lodi eine ,sge fanden1 welche seit langen ,jahren an einem ,kanal gelegen ist1 der ,leonardo's geistreichen artesischen ,quellenbrunnen seine ,entstehung verdankt1 und heute noch die ,gestalt zeigt1 welche uns ,leonardo von einer ,sge skizzirt4 -- #e4 ,steinsge4 ,wir haben darber bereits oben referirt und eine ,abbildung der bezglichen ,tafel gegeben4 #f4 ,feilenhaumaschine4 ,ursprnglich war die ,feilenhauerei deutsche ,kunst1 und ,nrnberg stand dafr im #ae4 ,jahrhundert in ,ansehen1 seit #afah begann ,england in ,sheffield dieses ,handwerk1 und zwar mit so hohem ,erfolg1 da die englische ,feilenfabrikation bis zum ,anfang dieses ,jahrhunderts dominirte4 ,karmarsch sagt1 da seit mehr als einem ,jahrhundert zahlreiche ,versuche zur ,konstruktion einer ,feilenhaumaschine gemacht seien1 und fhrt nach anderen ,quellen an1 da ,duverger schon vor #agce die erste ,feilenhaumaschine entworfen habe4 ,diese ,angabe ist insofern ungenau1 als ,duverger bereits #afii diese ,maschine entwarf und der ,akademie prsentirte1 und als die ,beschreibung derselben bereits #agjb im ,journal des savants zu finden ist4 ,allein1 wie nun ,leonardo da ,vinci's ,manuskripte lehren1 so ist ,duverger nicht der erste1 sondern wir sehen1 da ,leonardo eine ,feilenhaumaschine entworfen hat1 und zwar vor #aeje4 ,die ,zeichnung 7,fig4 #fc7 ist in allen ,theilen sorgsam1 und alle ,details sind vorhanden2 in den verschiedenen ,entwrfen von ,hammerkpfen finden wir den grbelnden ,techniker wieder4 ,leonardo beabsichtigte die ,maschine von der ,kurbel und ,menschenkraft unabhngig zu machen4 ,es soll ein ,gewicht mittelst eines ,taues die ,hauptwelle in ,bewegung setzen1 letzteres so lang1 ersteres so hoch herabkommend1 als im ,verhltni zu der ,lnge der zu hauenden ,feile nthig4 ,wenn bei irgend einer ,maschine1 so bewahrheitet sich bei dieser das ,wort des ,leibnitz1 das wir oben anfhrten2 in der ,that haben wir die ,feilenhaumaschine noch nicht viel ber den in ,leonardo's ,skizze sichtbaren ,standpunkt hinausgebracht4 #g4 ,spinnmaschine4 ,leonardo da ,vinci hat sich mehrfach mit ,entwurf und ,konstruktion von ,spinnapparaten befat4 ,aus allen seinen ,entwrfen und ,bemerkungen geht hervor1 da er das ,hauptgewicht auf die ,bewegungsverhltnisse der ,spindel und ,spule legte4 ,alle seine ,zeichnungen geben die ,spindel in horizontaler ,anordnung und mit einem1 genau wie unsere modernen ,vorspinnflgel geformten ,flgel fest verbunden4 ,ferner stellt er die ,spule fest und lt die ,spindel seitlich sich verschieben4 ,leonardo sucht auch die ,geschwindigkeiten zwischen ,spule und ,spindel in ,einklang zu bringen und ordnet daher fr jede einzelne eine ,bewegungsbertragung an4 ,seine klarste ,zeichnung haben wir hier im ,durchschnitt wiedergegeben und mglichst an das ,original anschlieend 7das wir leider nicht durchzeichnen durften74 ,illustration3 ,fig4 #fc4 ,in der ,zeichnung 7,fig4 #fd7 ist a a der ,flgel1 b die ,spindel1 c die ,spule1 d die ,spulenwelle1 e der ,spulenwellenwirtel1 g der ,spindelwirtel1 i ,spindellager1 k ,wirtel auf der ,spindel fr die ,gabel m1 welche von einer oszillirenden ,welle her den ,spindelwirtel k umfat und die ,spindel in eine hin- und hergehende ,bewegung versetzt1 die fr ,vertheilung des ,fadens auf die ,spule nthig ist4 ,wie trefflich diese ,anordnung gegenber den ersten ,spindelanordnungen des #ah4 ,jahrhunderts ist1 wird jeder ,kenner sofort sehen4 ,aber die ,originalitt dieser ,konstruktion von etwa #adij tritt noch mehr an das ,licht1 wenn wir bedenken1 da #aecj erst das ,spinnrad von ,jrgens auftauchte1 welches in unendlich viel unvollkommenerer ,gestalt mehrere ,jahrhunderte hindurch der vollkommenste ,apparat zum ,spinnen blieb1 da ferner zuerst #agib und #agie der ,englnder ,antis eine ,vorrichtung angab1 um ein gleichmiges ,hin- und ,herschieben der ,garnspule zu bewirken4 ,illustration3 ,fig4 #fd4 ,leonardo hat seine ,spinnmaschine mit zwei ,spindeln gedacht1 die horizontal in einem ,gestell so angebracht sind1 da die ,spule an der ,auenwand hervorragt1 ebenso ,flgel und ,spindel1 so weit nthig4 ,in der sauber ausgefhrten perspektivischen ,skizze hat ,leonardo dem ,triebrad fr die ,spindel doppelte ,gre gegeben1 als dem ,triebrad fr den ,spulenwirtel4 ,die ,wirtel fr ,spule und ,spindel sind mit ,diametern wie #a 3 gewhlt4 ,es hat somit die ,spindel1 die sich in der ,spulenrolle als ,hlse dreht1 eine dreimal so groe ,geschwindigkeit wie die ,spule4 ,die ,scheibe fr ,bewegung des ,spindelwirtels ist etwa sechs mal so gro als der ,spindelwirtel2 der ,durchmesser der ,scheibe zur ,bewegung der ,spule aber nur doppelt so gro als der ,spulenwirtel2 es ergibt sich daher fr die ,spindel 7bei ,annahme von #ej ,umdrehungen der ,hauptwelle7 eine ,umdrehungszahl gleich #cjj und fr die ,spule #ajj4 ,es kommen somit1 da sich beide1 ,spindel und ,spule1 in gleicher ,richtung drehen1 und die ,spulenhlse also nur ,umdrehung macht whrend einer ,umdrehung der ,spindel1 #ijj ,spindelumgnge auf eine ,aufwicklung des ,fadens4 -- ,es ist gewi bemerkenswerth1 da ,leonardo da ,vinci von der differirenden ,spindel- und ,spulenbewegung ,gebrauch machte1 wie sie heute bei den ,kontinuemaschinen gebraucht wird1 und da er die ,rotationsbewegung der ,spindel mit der alternirenden zu kombiniren verstand4 #h4 ,seilspinnmaschinen4 ,es scheint1 da ,leonardo fr die ,konstruktion von ,seilerrdern sehr vielfach beansprucht wurde4 ,wer die mannichfaltigen ,gerstkonstruktionen des ,leonardo durchgesehen hat1 wird wissen1 da die ,verbindung der ,balken und ,bume durchweg mittelst ,seilen geschah1 zumal bei den ,wasserbauten4 ,ferner waren alle seine ,handwerkzeuge mit ,seilen ausgestattet4 ,dadurch hat er sicherlich den ,anla gehabt1 auf eine gute ,herstellung der ,stricke und ,taue zu achten4 ,seine ,seilrder unterscheiden sich nun wesentlich durch gute ,anordnung von den bei uns heute gebruchlichen ,seilerrdern1 so da wir sagen mssen1 da diese ,apparate in unserer ,zeit ,rckschritte gemacht haben4 ,eine seiner ,abbildungen zeigt #ad ,spindelhaken im ,halbkreis aufgestellt1 jeder mit einem ,wirtel versehen1 der von einer gemeinschaftlichen ,trommel her durch ,schnur bewegt wird4 ,eine zweite ,zeichnung gibt #c ,spindeln an4 ,am ,ende der ,spinnbahn ist eine mit ,gewicht und ,tau versehene ,trommel aufgestellt1 um welche ,stricke mit ,haken genommen werden4 ,die ,enden der ,stricke werden an den ,haken befestigt1 und nach ,beendigung der ,dreherei werden die gefertigten ,lngen auf die ,trommel aufgewickelt4 #i4 ,weberei4 ,leonardo gibt mehrere ,skizzen von ,webesthlen4 ,leider sind dieselben sehr undeutlich gehalten1 so da man dieselben nicht sicher beurtheilen kann4 ,wir wollen uns nicht so weit versteigen1 aus einem skizzirten ,webeapparate1 trotz einiger hnlicher ,momente1 einen ,vorlufer der ,jacquardmaschine herauszulesen4 ,illustration3 ,fig4 #fe4 #aj4 ,tuchscheermaschine4 ,leonardo gibt zahlreiche ,skizzen von ,tuchscheermaschinen1 und uns ist es kein ,zweifel in ,anbetracht der ,entwickelung und des weltanerkannten ,uebergewichts der italienischen ,appretur1 da solche ,scheermaschinen wirklich ausgefhrt worden sind4 ,leonardo konstruirt sie in vielfacher ,weise4 ,die grte ,anordnung zeigt vier ,scheertische neben einander nebst vier ,scheeren4 ,diese ,scheeren haben die ,gestalt der alten ,tuchscheeren4 ,leonardo bemht sich1 das eine oder beide der ,bltter der ,scheeren zu bewegen1 und wendet abwechselnd ,kurbeln1 ,doppelkurbeln1 ,daumenrder1 ,federn u4 s4 w4 an4 ,eine kleinere ,figur1 bei welcher der ,mechanismus in einem ,kasten verschlossen ist und nur die ,scheere auf dem ,scheertisch freiliegt1 ist unterschrieben mit3 ,modo di occultare il secreto del primo motu1 als ob ,leonardo ,nachahmungen befrchtet habe6 -- ,den mechanisch am weitesten gehenden ,entwurf zeigt ,fig4 #fe4 -- ,bei demselben ist der ,scheertisch in einen rotirenden ,zylinder verwandelt1 whrend die ,scheere festliegt1 -- eine andere ,lsung der kontinuirlichen ,scheermaschine1 als wir sie jetzt besitzen4 -- ,bekanntlich wollte ,alcan nachweisen1 da ,leonardo eine ,longitudinalscheermaschine erfunden habe1 aber ,mr4 ,alcan hat sich arg getuscht und eine ,federziehmaschine fr eine ,tuchscheere genommen4 -- ,unberechtigt ist aber ,karmarsch's ,urtheil#bc ber die ,skizze der ,leonardo'schen ,scheermaschine1 die er eine oberflchliche und naive ,skizze nennt1 da man eine danach gemachte ,ausfhrung nicht wahrscheinlich finden knne8 -- ungefhr das ,gegentheil mu derjenige annehmen1 welcher sich mit ,leonardo's ,arbeiten und der ,geschichte der ,gewerbe in seiner ,zeit beschftigt hat4 ,die spteren ersten ,scheermaschinen von ,everett #ageh und #agei sind unseres ,erachtens viel unvollkommener als die des ,leonardo4 ,von den ,scheeren des ,harmar 7#agid7 und des ,douglas 7#ahjb7 gibt ,karmarsch selbst zu1 da sie dem ,wesen nach dieselben ,konstruktionen wie die von ,leonardo da ,vinci seien4 #aa4 ,waschmaschine4 ,auf demselben ,blatt1 wo die grte ,scheermaschine steht1 ist auch eine ,waschmaschine mit #b ,walzen zugefgt4 ,leonardo schreibt selbst daneben ,bono84 ,sie hat ihm also selbst gefallen4 ,leider ist diese ,zeichnung unklar und flchtiger als andere4 #ab4 ,kalander4 ,im ,codex ,atlanticus ist eine ,figur enthalten1 welche in krftigem ,gestell zwei ,walzen von groem ,durchmesser enthlt1 auf deren oberste ein herabzulassender1 schwerer ,halbkreis herabgesenkt wird1 der verschiedene ,rollen auf den oberen ,cylinder drckt4 ,leider fehlt der ,text hierzu1 durch den es nur mglich sein wrde1 die ,bestimmung dieser ,maschine genauer einzusehen4 #ac4 ,tpferscheibe mit von oben einzusetzendem ,formmodel fr verschiedene ,profile4 ,illustration3 ,fig4 #ff4 #ad4 ,federhammer4 ,die ,zeichnung dieses ,instrumentes wrde unserer ,zeit ,ehre machen4 ,sie luft dem ,leonardo da ,vinci so mit unter bei ,gelegenheit der ,konstruktion eines ,getriebes fr einen ,fallhammer4 ,fig4 #ff4 -- ,die ,feder scheint hierbei von besonderer ,konstruktion4 -- ,hierbei wollen wir gleich anfhren1 da ,leonardo sich bemhte1 die ,schmiedehmmer selbstthtig herzurichten4 #af4 ,maschine zum ,ziehen der ,metallfedern4 ,leonardo hat hierfr eine ,reihe ,entwrfe1 #i grere ,figuren entworfen1 von denen wir in ,fig4 #fg die beste und deutlichere beibringen4 ,die ,idee ist die1 mittelst ,tau und ,zange f1 g1 h die ,feder e durch die ,presse c1 d zu ziehen4 ,es geschieht das mit ,hlfe der ,kurbel b und des ,zahnrades a1 auf dessen ,achse auch die ,zugscheibe des ,seiles sitzt4 i ist die ,stellschraube fr die ,presse4 ,die brigen ,figuren zeigen noch weitere ,betrachtungen1 die nicht ganz klar werden4 -- ,aus der angegebenen ,figur aber wird man die ,idee unserer ,ziehbnke fr ,draht sehr genau wiederfinden1 die aus dem #ad4 ,jahrhundert nachweislich stammt1 -- ein ,beispiel von dem ,alter gebrauchter maschineller ,vorrichtungen4 ,illustration3 ,fig4 #fg4 #ag4 ,hebezeuge4 ,leonardo machte nicht nur den ausgedehntesten ,gebrauch von ,flaschenzgen1 ,rollenkombination1 ,schraubenhebel u4 s4 w41 sondern er konstruirte ,hebevorrichtungen1 welche den ,namen ,maschinen8 vollstndig verdienen4 ,im ,codex ,atlanticus finden wir unter anderem eine ,winde mit ,zahnstange4 ,die ,zahnstange wird durch zweiseitig angebrachte ,getriebe auf und ab bewegt1 whrend sie unten die ,last trgt4 ,sehr ausgebildet sind seine ,krane4 ,ein solcher 7auf fol4 #dh ,c4 ,a47 ist sowohl fahrbar auf einen kleinen1 schweren ,rollwagen gestellt1 als auch um seine ,vertikalachse vollkommen drehbar4 ,der ,aufzug wird durch ein ,tau bewirkt1 welches auf eine ,welle sich aufwindet1 die durch ein kleines ,getriebe und groes ,stirnrad umgedreht wird4 ,das kleine ,getriebe erhlt seine ,bewegung durch ,kurbel4 ,eine ,stufenreihe am ,sulenbaum ermglicht ein ,besteigen des ,krans1 der mittelst starker ,seile festgestellt wird4 ,eine andere ,hebevorrichtung ist so konstruirt1 da auf einem ,dreibaumgestell von angemessener ,hhe eine ,platte aufgebracht ist1 durch welche der ,bolzen einer starken ,schraube hindurchgeht1 gehalten von der oberhalb bleibenden ,scheibe und ,mutter4 ,dieser ,bolzen ist unten mit ,armen und ,klammern versehen1 in welche der zu hebende ,gegenstand eingehngt wird4 ,solche ,klammern und ,angriffvorrichtungen sind von ,leonardo sehr variirt2 wir geben hier einige solche in bildlicher ,vorfhrung4 ,fig4 #fh und #fi4 ,bei allen diesen ,apparaten ist eine hebende ,bewegung durch ,schrauben nach dem ,greifen vorgesehen4 ,von den ,winden brachten wir bereits oben einige ,details4 ,auch diese ,hebewerkzeuge sind vorzglich durchdacht und drften in unserer ,zeit keineswegs bertroffen dastehen4 ,seine mechanische ,betrachtung auf fol4 #eb ,c4 ,a4 ber die ,konstruktion ist umgehend durchgefhrt auf ,abwgung der ,vertheilung der ,last und ,kraft auf ,wellen und ,stellrder4 ,er stellt eine ,konstruktion mit der ,ueberschrift falso8 einer andern gegenber1 mit der ,ueberschrift giusto8 und gibt ,bemerkungen zur ,begrndung dazu4 ,illustration3 ,fig4 #fh u4 #fi4 #ah4 ,im ,anschlu an die ,betrachtung unter #ag7 wollen wir hier kurz bemerken1 da ,leonardo's ,baukonstruktionen1 von denen ,details berreich in den ,manuskripten zu finden sind1 sehr grndlich sind4 ,er verbreitet sich ber die ,verbindung der ,balken und ,langhlzer1 er bestimmt die ,verbindung der ,holztheile mit dem ,mauerwerk1 er lehrt ,gerste schlagen1 ,brcken1 ,uferschaalung und ,schleusen bauen1 ,kriegsvorrichtungen errichten u4 s4 w4 ,in diesem ,theile seiner ,manuskripte liegt so viel ,material verschlossen1 da es gewi der ,mhe werth wre1 dieselben ausgiebig zu studiren1 um ,leonardo als ,baumeister darzustellen4 #ai4 ,leonardo hatte ein eigenes ,werk geschrieben ber ,mhlwerke1 wie ,lommazzo 7,trattato della pittura7 berichtet1 das leider verzettelt worden ist4 ,es war kolorirt1 und nur wenige ,bltter sind erhalten4 ,einige ,skizzen von ,presswerken und ,mahlgngen sind in seinen ,manuskripten zerstreut zu finden1 so ein ,mahlgang mit zwei horizontalen ,steinen und eine ,olivenpresse1 von der ,leonardo selbst sagt1 da sie die ,oliventrockenpresse4 ,illustration3 ,fig4 #gj4 ,illustration3 ,fig4 #ga4 #bj4 ,meinstrumente umfassen bei ,leonardo ,skizzen von ,dezimalwaagen und andere ,waagen1 -- zu einem ,dynamometer 7,trattato della pittura #adh71 -- zu einem ,instrument1 um die ,geschwindigkeit des ,wassers zu messen1 -- zu einem ,modell1 um jede ,sache zu messen2 -- seine ,zirkel1 sein ,ovalwerk sind bekannt und anerkannt worden2 seinen ,hygrometer beschrieben wir bereits2 seinen ,wegmesser lobt er selbst4 ,hierher gehren auch seine ,uhrwerke4 ,ein solches stellt die folgende ,fig4 #gj u4 #ga dar4 ,in der ,figur deutet oben an der ,achse der ,palmola8 der nach rechts hinbergehende ,faden einen ,motor der ,uhr an4 ,leonardo gibt uns im ,cod4 ,n4 einen ,apparat an1 der ,uhren bewegt4 ,es ist das ein ,stab mit ,zhnen1 die in ,zhne eines ,rades eingreifen1 und ,leonardo sagt davon3 ,derselbe ,stab wirkt wie ein ,balancier in den ,uhren1 d4 h4 er wirkt alternativ1 bald an der einen1 bald an der andern ,seite des ,rades ohne ,unterbrechung48 ,venturi sagt zu der letzten ,stelle1 da also ,atwood1 den man den ,erfinder des ,balanciers fr ,uhren nennt1 im #af4 ,jahrhundert schon in ,leonardo einen ,vorgnger gehabt1 ja da ,arnault bereits vor #adfe einen ,balancier beschrieb1 und ,vinci redet davon allerdings als von etwas ,bekanntem4 -- ,im ,uebrigen bewegte ,leonardo seine ,uhren theils durch ,wasser oder ,luft1 theils durch besondere ,einrichtungen4 ,bei einem der interessantesten ,entwrfe hat ,leonardo zwei ,blaseblge angewendet1 deren abwechselndes ,ausdehnen eine bewegliche ,zahnstange in die ,zhne der ,uhrrdchen eingreifen lt1 beim ,rckgehen aber die ,zahnstange aushebt4 ,der ,mechanismus ist sehr sorgfltig gezeichnet4 -- ,was ,govi richtig auseinandersetzt bei ,aufzhlung der ,inventioni8 des ,leonardo ist das1 da er behauptet1 da ,leonardo das ,pendel kannte4 ,wir haben bereits ,gelegenheit gehabt1 mehrmals auf diese ,thatsache aufmerksam zu machen bei der ,wellenbewegung1 bei der ,darstellung der astronomischen ,kenntnisse des ,leonardo u4 a4 a4 ,o4 ,nun finden wir aber bei einer ,figur1 die ein ,perpetuum mobile darstellen soll1 folgende ,bemerkung zu einem pendelartig schwingenden ,krper1 der seine ,bewegung dem ,mechanismus mittheilen soll3 ,questo contrappeso lavora di sopra colla sua asta nella intaccata rota1 a similitudine dell' asta del tempo degli orologi1 cio or da capo or da pi1 e non perde mai tempo48 ,sollte bei solchem ,vergleich angenommen werden knnen1 da das ,pendel in der ,bewegung der ,uhren zu ,leonardo's ,zeit unbekannt war8 ,wir glauben diese ,frage mit ,nein8 beantworten zu mssen4 ,illustration3 ,fig4 #gb4 ,illustration3 ,fig4 #gc4 #ba4 ,konstruktion der ,ketten1 ,leitern1 ,strickleitern4 ,auch diese ,mittel fr mechanische ,leistungen haben den ,leonardo sehr interessirt4 ,neben den gewhnlichen ,gliederketten finden wir bei ,leonardo die beiden ,kettenformen1 in ,fig4 #gb u4 #gc dargestellt1 welche man fr gewhnlich dem ,vaucanson und dem ,galle zuschreibt und sie auch so ,vaucanson'sche und ,galle'sche ,kette nennt4 ,letztere ,spezies findet bei ,leonardo besondere ,beobachtung und sorgsame bildliche ,darstellung4 #bc4 ,drollig ist ,leonardo's dreibeiniges ,malersthlchen zum ,zusammenlegen fr ,studien im ,freien4 ,interessant sind seine ,musikinstrumente4 ,pauken bewegte er mechanisch4 #bd4 ,auer dem oben bereits angefhrten ,bratspiemechanismus1 von dem er sagt1 da er um so schneller gehe1 je heier die ,luft werde1 die vom ,feuer aufsteigt81 erfand ,leonardo geeignete ,vorrichtungen zum ,schlieen der ,kamine und ,schornsteine und zur ,regelung des ,zuges4 ,es sei noch der einrdrige ,bergmannskarren hier vorgefhrt1 dessen ,konstruktion fr gewhnlich einer spteren ,zeit zugetheilt wird4 7,fig4 #gd47 ,illustration3 ,fig4 #gd4 ,illustration3 ,fig4 #ge4 #bf4 ,hydraulische ,maschinen und ,apparate4 ,auer den oben bereits betrachteten hydraulischen ,motoren des ,leonardo enthalten seine ,manuskripte sehr viele ,entwrfe von ,saug- und ,druckpumpen und dergleichen ,apparaten1 worunter natrlich die im ,mittelalter viel gebrauchten ,wasserschnecken und ,wasserschrauben1 so wie ,schpfrder nicht fehlen4 ,unter den ,pumpwerken nennen wir zunchst die ,kettenpumpe1 die bei ,leonardo eine ausgebildete ,gestalt hat1 wie ,fig4 #ge zeigt4 ,bekanntlich war diese ,ketten- oder ,gefpumpe seit dem ,alterthum bekannt1 allein eine so vollkommene ,gestalt der ,scheibe rhrt doch 7wie auch ,ewbank ,descript4 and ,histor4 etc4 p4 #aef lehrt7 erst aus spterem ,zeitalter her4 -- ,leonardo's ,bestreben ging augenscheinlich und ausgesprochenermaen darauf aus1 einen kontinuirlichen ,wasserstrahl zu erzeugen zu ,fontainen1 ,spritzen u4 s4 w48 ,er konstruirte daher vorherrschend zweicylindrige ,pumpwerke1 die das ,wasser in geschlossene ,gefe einpumpten1 wo dann die ,luftkompression das ihrige that4 ,die ,pumpwerke sind theils ,kolbenpumpen1 theils blasebalgartige ,schluche1 theils ,cylinder1 die sich ineinander verschieben und mit ihren ,bden wie ,kolben wirken und bei denen der ,herabgang durch ,bleigewichte untersttzt ist4 ,eine dieser ,pumpen aber mu unsere ,aufmerksamkeit im hchsten ,grade erregen4 ,sie trgt die ,inschrift3 ,acqua alzata per forza di vento48 ,wie die ,zeichnung #gf darthut1 enthlt diese ,maschine einen runden horizontalen ,cylinder1 der sich offenbar nicht dreht1 denn er ist durch ,bnder am ,gestell festgehalten1 die ber eine geriefte ,flche gelegt sind4 ,von diesem ,cylinder geht ein ,rohr in den ,brunnen hinab4 ,dasselbe enthlt nach ,leonardo's ,angaben ein ,ventil4 ,aus dem ,cylinder geht seitlich ein ,ausgurohr ab4 ,dasselbe enthlt auch ein ,ventil 7animelli74 ,ein zweites projektirtes ,rohr 7wenn das erste fortfllt7 ist gerade senkrecht in die ,luft gefhrt4 ,wir sehen andererseits eine ,welle aus diesem ,cylinder herausragen1 welche mit einem ,stift versehen ist1 der in einer ,nuthenscheibe 7vom ,getriebe her bewegt7 gefhrt1 der ,welle eine alternirende ,bewegung ertheilt4 ,das ,spiel der ,pumpe ist offenbar so4 ,die ,welle trgt im ,innern einen dichtschlieenden ,kolben1 geht derselbe nach links1 so schliet sich das ,ventil im ,speirohr1 und das ,ventil im ,saugrohr ffnet sich4 ,bei ,rckgang des ,kolbens schliet sich das ,saugventil und ffnet sich das ,ventil nach auen1 so da der ,kolben das ,wasser herausdrckt4 ,wir haben es also mit einer kompletten1 einfach konstruirten ,saug-,druckpumpe zu thun 7,fig4 #gf74 ,illustration3 ,fig4 #gf ,karmarsch hat die ,geschichte der ,pumpen in seinem ,werke ,geschichte der ,technologie8 fehlen lassen4 ,ewbank gibt eine einigermaen hnlich vollkommene ,druckpumpe erst aus dem #af4 ,jahrhundert an4 ,sodann haben wir noch zu erwhnen1 da ,leonardo eine ,zeichnung gibt mit der ,inschrift3 ,per questa via si far salire l'acqua per tutta la casa per condotti48 ,ihm schwebte also eine ,wasserleitung durch das ,haus vor4 -- ,illustration3 ,fig4 #gg4 ,endlich geben wir noch folgende ,zeichnung1 welche auf dem bereits mehrfach benannten ,blatt #bhc des ,codex ,atlanticus steht4 ,dieselbe drfte kaum anders zu erklren sein1 als da man sie als hydraulische ,presse betrachtet4 ,auch hier fehlen ,bemerkungen des ,leonardo1 welche das ,dunkel aufklren knnten2 aber die auf jenem ,blatt enthaltenen vielen ,skizzen fr die ,verwendung und die ,eigenschaften des ,wassers lassen leicht unsere ,auffassung als richtig erscheinen4 ,fig4 #gg4 ,schlielich erwhnen wir das ,fol4 #de des ,codex ,atlanticus1 welches sich mit einer ,betrachtung der ,wasserleitung ber ,berge beschftigt1 bei welcher ,leonardo ,gebrauch macht von dem ,gesetz der schiefen ,ebene und mechanischen ,mitteln zur ,hebung4 ,die ,wasserwerke des ,leonardo umfassen #a4 ,kanal von ,florenz nach ,pisa1 -- von ,leonardo da ,vinci projektirt am ,arno entlang1 durch die ,felder von ,prato1 ,pistoja1 ,serravalle und durch den ,see von ,sesto4 ,viviani hat spter unter ,benutzung des ,vinci'schen ,projektes die ,verbindung zwischen ,pisa und ,florenz hergestellt1 theilweise durch ,verbreiterung und ,vertiefung des ,arno -- und zwar nicht glcklich4 ,leonardo's ,projekt ist erhalten in den ,pariser ,codices4 #b4 ,kanal von ,martesana und ,tessin4 ,der ,kanal von ,martesana war bereits #adfj begonnen4 ,leonardo da ,vinci vollendete ihn durch das ,stck ,trezzo-,brivio1 welches vorzgliche ,schwierigkeiten bot4 ,er konstruirte groe ,schleusenwerke mit doppelten ,pforten4 ,die ,anlage derselben hat ,leonardo jedoch nicht erfunden1 wie einige seiner ,verehrer behauptet haben1 sondern dieselbe rhrte bereits von #adda oder vielleicht einer noch weiter zurckliegenden ,zeit her4 ,die ,zeichnungen fr diese ,anlagen im ,codex ,atlanticus sind vorzglich4 #c4 ,kanal von ,romorentin1 fr ,franz ,i4 entworfen und spter nach seinem ,tode von ,meda ausgefhrt4 ,in diesem ,projekt hatte ,vinci ,schleusenthore besonderer ,art vorgesehen1 die jedoch von ,meda falsch aufgefat wurden4 #ba ,ein sehr schn ausgefhrtes ,lffelrad gibt ,leonardo in ,codex ,atlant4 fol4 ,,ii4 ,dasselbe ist fast genau so wie z4 ,b4 ,luckenbacher's ,mechanik fol4 #aia wiedergibt1 nur sind die ,schaufeln dichter gestellt4 #bb ,da ,fig4 #fj ein ,universalgelenk darstellen soll1 bleibt zu bezweifeln1 da das eigentliche ,zapfenkreuz1 an welches die beiden ,wellen je mit einer ,gabel angreifen1 fehlt4 ,willis gibt in der neuen ,auflage seiner ,princ4 of mechanism4 brigens den ,nachweis1 da ,cardano nur anfhrt1 er habe in dem ,hause eines ,freundes jene ,vorrichtung gesehen1 sowie da ,vilars de ,honecort1 ein ,architekt des ,,xiii4 ,jahrhunderts1 die ,aufhngung einer ,lampe oder eines ,kohlenbeckens in den von uns sogenannten ,cardanischen ,ringen bereits kennt und zwar ausfhrlich beschreibt4 ,die ,red4 #bc ,karmarsch1 ,geschichte der ,technologie4 ,pag4 #gbg4 ,schlu4 ,nachdem wir im ,obigem versucht haben1 die ,kenntnisse und ,anschauungen und ,leistungen des ,leonardo nher darzuthun1 nachdem wir sie mit dem geistigen ,standpunkte seiner ,zeit verglichen1 als auch auf den der nachfolgenden ,periode hinwiesen1 -- nachdem wir die ,lebensumstnde des ,leonardo und ihren ,einflu auf seine geistige ,thtigkeit veranschaulicht haben1 drfen wir wohl fragen1 was folgt aus allen diesen ,momenten8 ,wir antworten3 a4 ,es geht aus ,leonardo's ,schriften evident hervor1 da er selbst eine unserer ,zeit sehr nahe stehende ,kenntni von vielen ,gesetzen1 ,erscheinungen u4 s4 w4 gehabt habe1 vor allem aber1 da er ,erklrungen ber eine ,reihe von ,erscheinungen bereits abgab1 deren sptere erneute ,auffindung durch ,attwood1 ,porta1 ,galilei1 ,halley1 ,muschembroeck1 ,gassendi1 ,duverger u4 a41 diesen ,mnnern zum ,ruhme gereichte und ihnen den ,namen als ,entdecker der betreffenden ,gesetze etc4 einbrachte4 b4 ,leonardo war unter den ,gelehrten des ,mittelalters und zumal seines ,jahrhunderts der erste1 welcher die ,erscheinungen in der ,natur1 die ,naturkrfte rationell durchforschte1 nicht aus oberflchlichen ,wahrnehmungen seine ,ansichten schpfte1 sondern sie auf ,grund genauer ,prfung und angestellter ,experimente sich bildete1 nicht an ihnen hing als unumstlichen ,wahrheiten1 sondern sie modifizirte1 je nachdem weiteres ,eindringen in die ,erscheinungen solche ,modifikationen herbeifhrten4 ,aus seinem ,gedankengange resultirten klare und przise ,begriffe und eine ,wortwiedergabe des ,ergrndeten1 welche meistens die ,richtigkeit und ,wahrheit des ,erforschten kurz und treffend bezeichnete und erklrte4 ,die ,reihe solcher ,przisionen ergab sodann die ,gelegenheit1 ,systeme der mechanischen1 hydraulischen etc4 ,gesetze zu formiren2 diese ,systeme stellten die ,grundgesetze der ,naturkrfte und natrlichen ,erscheinungen auf und nebeneinander in logischer ,entwickelung1 so da er bei ,untersuchungen auf diese ,fundamentalstze zurckgreifen konnte1 ebenso aber alle ,untersuchungen nach den darin enthaltenen ,gesichtspunkten durchfhren konnte4 ,leonardo verfasste solche ,systeme fr vielleicht alle ,gebiete der induktiven ,wissenschaften2 aus seinen nachgelassenen ,schriften kennen wir solche ,elemente1 solche ,systeme fr die ,malerei1 ,perspektive1 ,lichtwirkung1 fr die ,hydrostatik und ,hydraulik1 fr die ,maschinenkonstruktion1 fr die ,skulptur4 ,es lt sich wohl annehmen1 da ,leonardo da ,vinci diese systematischen ,aufstellungen gleichsam betrachtete und gab als ,leitfden fr die ,vorlesungen an seiner ,akademie in ,mailand4 ,aus der ,art der ,abfassung1 z4 ,b4 aus den oft auftretenden ,anreden3 ,du mut ,dich erinnern82 ,wenn ,du dies thun willst8 etc4 scheint diese ,auslegung fast zur ,evidenz richtig4 -- ,leonardo war also der erste1 der versuchte1 die ,grundgesetze der ,naturkrfte und ,naturerscheinungen zu erklren und zu systematisiren4 ,welchen hohen ,vortheil eine solche ,betrachtungsweise stets hat und haben wird1 ist uns wohl klar genug1 da wir derselben huldigen1 -- aber auch die sptere ,geschichte der induktiven ,wissenschaft kann an vielen ,fllen erweisen1 da diese ,betrachtungsweise immer zu bedeutenden ,resultaten gefhrt hat1 -- gerade gegenber der verschwommenen ,weise der ,aristoteliker und der ,scholastiker1 ,mystiker und ,dogmatiker4 ,wir verdanken derselben auch wohl die ,flle von ,wahrheiten1 die in ,leonardo's ,lehren enthalten ist2 ja selbst da1 wo ,leonardo auf falscher ,fhrte ist1 leistet diese ,methode doch noch soviel1 da man den ,grund der unrichtigen ,ansicht schnell einsieht4 -- c4 ,es lt sich behaupten1 da ,leonardo die von ihm erkannten ,fundamentalgesetze der ,naturerscheinungen und ,naturkrfte anzuwenden verstand und auf ,grund dessen eine ,reihe ntzlicher ,erfindungen gemacht hat1 und da seine ,konstruktionen zum ,theil in die ,praxis bergegangen sind1 ja zum ,theil sich bis auf den heutigen ,tag erhalten haben6 d4 ,leonardo's ,darstellungsweise lt uns ersehen1 da viele in seiner ,schrift ausgedrckten ,anschauungen die ,anschauungen seiner ,zeit waren6 ,wenn nun1 wie oben mehrfach angefhrt1 ,whewell sagt3 ,die dunkle ,nacht 7seit ,archimedes7 whrte beinahe zwei volle ,jahrtausende1 namentlich bis auf die ,zeit der ersten ,ausbreitung der ,kopernikanischen ,entdeckung18 und wenn fr ihn das ,erwachen der neueren ,zeit erst mit ,cardanus1 ,ubaldus1 ,benedetti1 ,varro1 ,jordanus1 ,tartaglia1 ,apian1 ,commandinus u4 s4 w4 beginnt und erst den ,karakter des wahren ,fortschritts durch ,stevinus erhlt1 ist diese ,darstellung noch haltbar1 wenn wir heute wissen1 da zu ,leonardo da ,vinci's ,zeit bereits bekannt waren die ,gesetze der schiefen ,ebene1 die ,bestimmung des ,schwerpunktes1 die ,drehung der ,erde1 die ,schwere der ,luft1 die ,verbrennung und die ,rolle der ,luft dabei1 die ,camera obscura1 der ,fallschirm1 der ,einflu der ,erde auf den ,mond1 der freie ,fall und vieles andere der statischen ,gesetze1 ,gesetze der ,reibung1 der ,wellenbewegung1 des ,schalls1 des ,lichts u4 s4 w41 ja noch mehr1 -- bekannt waren zum ,theil in viel prziserer und richtigerer ,fassung als noch zwei ,jahrhunderte nachher8 ,wir knnen ,leonardo's ,schriften betrachten als die vornehmste ,aufzeichnung der ,anschauungen1 die die ,gebildeten seiner ,zeit hatten1 und dabei besonders auf ,leonardo's ,einflu auf und durch einen groen ,schlerkreis hinweisen4 ,leonardo schpfte mehrfach auch aus anderen ,quellen1 und da dieselben gedruckt oder geschrieben waren1 wird annehmbar aus manchen ,uebereinstimmungen ,leonardo's mit spteren1 z4 ,b4 ,porta1 der sogar in einem ,falle dieselben ,worte gebraucht wie ,leonardo4 ,fr seine mathematischen ,studien gibt er uns selbst eine ,reihe ,schriften an1 welche er liebte und fleiig studirte4 ,wollte man nicht gelten lassen1 da ,leonardo gleichsam auch der ,ausdruck seiner ,zeit wre1 nun so gewnne seine eigene ,persnlichkeit so gewaltig1 da sie auch in der ,wissenschaft und ,technik den bedeutendsten ,erscheinungen aller ,jahrhunderte zugerechnet werden mte1 er wrde dann wie ein ,berg in der ,ebene ber seine ,zeit hervorragen4 ,stets aber haben wir die ,erscheinung beobachten knnen1 da eine erhabene ,kunstepoche der ,blthe der ,wissenschaft vorangeht6 ,die ,kunst ist ihrer ,natur nach praktisch2 die ,wissenschaft aber ist theoretisch oder rein spekulativ48 ,als daher die ,blthe der ,kunst in ,italien aufgegangen war mit ,leonardo da ,vinci1 ,raphael und ,michel ,angelo1 da brach auch der ,geist der ,wissenschaften aus der ,schleierhlle der ,befangenheit1 ,beschrnkung und ,furchtsamkeit hervor4 ,zu jeder solchen ,zeitepoche gehrt eine ,vorbereitung4 ,sie war der ,kunst gegeben1 und ,leonardo da ,vinci selbst erfllt eine hervorragend lehrende1 anleitende ,rolle1 -- so auch der ,wissenschaft4 ,aber whrend ,leonardo in der ,kunst selbst den ,parnassus der ,vollendung miterstieg1 -- blieb er in der ,wissenschaft1 wenn auch hoch und erhaben ber sein ,jahrhundert und die ,jahrhunderte vorher1 doch unterhalb des ,gipfels stehen1 -- weil er ihn in der ,wissenschaft auch nicht erstrebte4 ,fast unbewut1 zu seiner eigenen ,freude und ,befriedigung diente er ihr4 ,wir wollen daher festhalten1 da ,leonardo da ,vinci fr die ,geschichte der ,wissenschaften und ,technik seiner ,zeit das ,organ ist1 da das ,bekanntwerden und ,ausschpfen der ,leonardo'schen ,schriften ein neues ,licht ber eine ganze ,zeitperiode verbreitet4 ,es wird dasselbe die ,verdienste des ,galilei1 ,kopernikus u4 ,a4 nicht verdunkeln1 sondern vielleicht einen ,dritten dem ,bunde zufgen1 einen ,mann1 der in der ,malerei gleichberechtigter ,vorgnger ,michel ,angelo's und ,raphael's war und die ,gesetze der ,kunst neu belebte und lehrte1 der in der ,architektur die rmische ,kunst wieder zu ,ehren brachte1 -- der als ,ingenieur die grten ,kanalbauten seiner ,zeit ausfhrte1 und mit seinem klaren ,verstande in den ,zusammenhang der ,natur eindrang1 um ihn zu erklren und die ,krfte der ,natur zum ,wohle der ,menschen nutzbar zu machen4 -- ,leonardo da ,vinci mu betrachtet werden als der hervorragendste ,vorarbeiter der ,galileischen ,epoche der ,entwickelung der induktiven ,wissenschaften und als ,frderer der ,technik seiner ,zeit1 -- sowie als ,reprsentant vieler ,anschauungen seiner ,zeit1 ber welche er uns klares ,licht verschafft66 -- und so zur ,aufhellung des ,dunkels beitrgt1 welches ber der geistigen ,thtigkeit seiner ,zeit bisher lagerte4 -- ,anhang4 ,das ,geschriebene auf der ,tafel lautet3 links oben3 a4 b4 pesa quanto un par di molle e n4 m4 la sega f4 g4 la guida ,farai fare due molle simili a questa a4 b4 colle sue chiavarde ovali in grossezza da trarre e mettere1 quando si trae o mette la sua sega ,si delle due seghe non ne toccassi se non una1 fa che quella una sia in mezzo del suo telajo accioch il peso del telaio sia sempre comparatito a modo di bilancia sopra il taglio della sega che si adopra insino a tanto che la seconda sega discenda al constatto della pietra che si deve segare e allora tu metterai le due seghe in mezzo al detto telaio4 ,il moto della sega deve essere insino che il centro della gravit della sega giunga alli estremi della pietra segata e qualche cosa pi1 acciocch la sega si innalzi dalla parte pi lieve per dare luogo all' introito dello smeriglio sicch entri sotto l'alzata parte della sega4 ,adunque sia tanto il moto della sega1 quanto la lunghezza della pietra che si deve segare1 cio in questa tal pietra1 ma non in tutte1 perch ella protrebbe essere tanto piccola o tanto grande1 che tale regola non sarebbe buona4 ,in der ,mitte3 ,barbera stampa4 ,oben rechts3 ,sega dasseghare pitre4 ,unten rechts3 ,questa staffa si pu fare d'un sol pezzo1 e mettergli le seghe1 e poi saldarle rinchiudendo dentro a s esse staffe4 ,ma falla pure di due pezzi perch non si avr se non a cavare la chiavarda nel mettere la sega4 ,links unten3 ,fa #d chiavette di ferro per mettere in n4 m4 o4 p4 da poter mettere e cavare le seghe4 ,unten3 ,fa li ferri al fabbro1 e falli di cartone4 ,bei der groen ,figur links3 ,fa che sia pi alto un' oncia il disotto della pietra1 che si deve segare1 quando tu la incolli1 che non il piano del disopra del desco2 e questo si deve fare acciocch la sega possa ventilare e pigliare sotto di s lo smiriglio4 ,unter der groen ,figur3 a4 b4 sono viti per poter fermare e congiungere lo scanno a questo desco1 dove sega il segatore1 e queste bandelle sono causa che il desco non si dimeni nel segare4 99 99 99 99 99 ,die gegebenen ,figuren sind theils genau genommene ,durchzeichnungen1 theils ,kopien1 theils ,nachzeichnungen1 -- wie es die ,gelegenheit erlaubte4 -- ,druck von ,g4 ,hickethier in ,berlin4 ,illustration