,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #aijb erschienenen ,buchausgabe so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und altertmliche ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert2 fremdsprachliche ,zitate wurden nicht korrigiert4 ,einige ,abbildungen wurden zwischen die ,abstze verschoben und zum ,teil sinngem gruppiert1 um den ,textfluss nicht zu beeintrchtigen4 ,das ,verzeichnis der ,abbildungen wurde vom ,bearbeiter der bersichtlichkeit halber an den ,anfang des ,buches verschoben4 ,besondere ,schriftschnitte wurden in der vorliegenden ,fassung mit den folgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 fett3 ,gleichheitszeichen gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,tilden unterstrichen3 ,unterstriche ,liebhaber-,ausgaben ,illustration ,knstler-,monographien ,in ,verbindung mit ,andern herausgegeben von ,h4 ,knackfu ,,xiii ,a4 van ,dyck ,bielefeld und ,leipzig ,verlag von ,velhagen ,klasing #aijb ,a4 van ,dyck ,von ,h4 ,knackfu4 ,mit #fa ,abbildungen von ,gemlden und ,zeichnungen ,vierte ,auflage ,illustration ,bielefeld und ,leipzig ,verlag von ,velhagen ,klasing #aijb ,von diesem ,werke ist fr ,liebhaber und ,freunde besonders luxuris ausgestatteter ,bcher auer der vorliegenden ,ausgabe eine numerierte ,ausgabe veranstaltet1 von der nur #ajj ,exemplare auf ,extra-,kunstdruckpapier gedruckt sind4 ,jedes ,exemplar ist in der ,presse sorgfltig numeriert 7von #a-ajj7 und in einen reichen ,ganzlederband gebunden4 ,der ,preis eines solchen ,exemplars betragt #bj ,m4 ,ein ,nachdruck dieser ,ausgabe1 auf welche jede ,buchhandlung ,bestellungen annimmt1 wird nicht veranstaltet4 ,die ,verlagshandlung4 ,druck von ,fischer ,wittig in ,leipzig4 ,illustration3 ,anton van ,dyck4 ,selbstbildnis des ,meisters in der knigl4 ,galerie der ,uffizien zu ,florenz4 ,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york4 7,zu ,seite #fd74 ,verzeichnis der ,abbildungen4 ,abb4 ,seite ,anton van ,dyck 7,titelbild74 #a4 ,jugendliches ,selbstbildnis des ,meisters #b #b4 ,reiterbild ,karls ,v4 #c #c4 ,der heilige ,sebastian #g #d4 ,die ,dornenkrnung #i #e4 ,ein ,senator von ,genua #aj #f4 ,die ,gemahlin des ,senators #aa #g4 ,abbildung eines italienischen ,edelmannes #ab #h4 ,bildnis eines jungen ,mannes #ac #i4 ,genofeva von ,urf1 ,herzogin von ,croy #ad #aj4 ,karl ,alexander1 ,herzog von ,croy #ae #aa4 ,tanzende ,engel #af #ab4 ,christus am ,kreuze #ag #ac4 ,bildnis eines ,unbekannten #ah #ad4 ,beweinung ,christi #ai #ae4 ,sogenannter ,brgermeister von ,antwerpen #bj #af4 ,sogenannte ,brgermeisterin von ,antwerpen #ba #ag4 ,wolfgang ,wilhelm von der ,pfalz-,neuburg1 ,herzog von ,jlich und ,berg #bb #ah4 ,beweinung ,christi #bc #ai4 ,beweinung ,christi #be #bj4 ,der ,leichnam ,christi von ,engeln beweint #bf #ba4 ,maria1 ,jesus und ,johannes #bg #bb4 ,ruhe auf der ,flucht nach gypten #bi #bc4 ,der ,maler ,jan de ,waal und seine ,frau #cj #bd4 ,christus und der geheilte ,gichtbrchige #cb #be4 ,susanna im ,bade #cc #bf4 ,der ,bildhauer ,andreas ,colyns de ,nole #ce #bg4 ,der ,kupferstecher ,karl de ,mallery #cf #bh4 ,der heilige ,sebastian #cg #bi4 ,danae #ci #cj4 ,der ,organist ,heinrich ,liberti #da #ca4 ,der ,maler ,fr4 ,snyders und seine ,frau #dc #cb4 ,diana und ,endymion1 von einem ,satyr berrascht #de #cc4 ,bildnis eines lteren ,herrn #df #cd4 ,simson und ,delila #dg #ce4 ,der ,maler ,kaspar de ,crayer #ej #cf4 ,maria ,luisa de ,tassis #ea #cg4 ,bildnis einer jungen ,dame #ec #ch4 ,bildnis eines lteren ,herrn #ed #ci4 ,bildnis einer lteren ,dame #ee #dj4 ,wallenstein #ef #da4 ,gustav ,adolf von ,schweden #eg #db4 ,van ,dycks ,selbstportrt mit der ,sonnenblume #eh #dc4 ,knig ,karl ,i4 von ,england #ei #dd4 ,henriette ,marie1 ,knigin von ,england #fa #de4 ,anton van ,dyck und ,sir ,endymion ,porter #fc #df4 ,der ,kardinal-,infant ,don ,ferdinand von sterreich #fd #dg4 ,allegorisches ,bild der ,lady ,venetia ,digby #fe #dh4 ,beweinung ,christi #fg #di4 ,christus am ,kreuz #fi #ej4 ,die ,anbetung der ,hirten #gj #ea4 ,knig ,karl ,i4 von ,england #ga #eb4 ,knig ,karl ,i4 von ,england und sein ,stallmeister ,sir ,thomas ,morton #gd #ec4 ,die ,kinder ,karls ,i4 von ,england3 ,prinzessin ,maria1 ,prinz ,jakob1 ,prinz ,karl1 ,prinzessin ,elisabeth und ,prinzessin ,anna #ge #ed4 ,die ,kinder ,karls ,i4 von ,england3 ,karl1 ,prinz von ,wales2 ,jakob1 ,herzog von ,york2 ,prinzessin ,maria #gg #ee4 ,lady ,diana ,cecil1 ,grfin von ,oxford #gh #ef4 ,beatrix von ,cusance1 ,prinzessin von ,cantecroix #gi #eg4 ,charles ,cavendish #hj #eh4 ,lords ,john und ,bernard ,stuart #ha #ei4 ,englische ,wappenherolde #hd #fj4 ,maria ,ruthven1 die ,gattin des ,meisters #he ,anton van ,dyck4 ,unter den zahlreichen ,nachfolgern und ,schlern des ,rubens hat keiner so festgegrndetes ,anrecht auf bleibenden ,ruhm erworben wie ,anton van ,dyck3 kein von mchtigem ,schpfergeist getragener ,knstler gleich seinem groen ,meister1 aber auf dem begrenzten ,gebiet der ,bildnisdarstellung einer der grten ,maler aller ,zeiten4 ,anton van ,dyck erblickte das ,licht der ,welt zu ,antwerpen am #bb4 ,mrz #aeii4 ,sein ,vater ,franz van ,dyck war ein begterter ,kaufmann4 ,nach der berlieferung der alten ,biographen wre derselbe mit seiner ,ehefrau ,maria ,cuypers oder ,kupers aus ,herzogenbusch nach ,antwerpen gekommen4 ,doch entbehrt diese angebliche ,einwanderung aus ,holland jeder ,beglaubigung4 ,vielmehr war schon der ,grovater als ,kaufmann in ,antwerpen ansssig1 und es ist anzunehmen1 da die stolze vlmische ,handelsstadt die alte ,heimat des ,geschlechts war4 ,der ,name van ,dyck kommt im ,laufe des ,,xvi4 ,jahrhunderts mehrmals in den ,verzeichnissen der ,st4 ,lukas-,gilde vor2 ein ,familienzusammenhang dieser vergessenen ,maler mit demjenigen1 der den ,namen berhmt machte1 hat sich indessen nicht nachweisen lassen4 ,eine unverbrgte ,nachricht meldet1 da ,franz van ,dyck ,glasmaler gewesen sei1 bevor er zum ,kaufmannsstande berging4 ,von ,maria ,cuypers wird erzhlt1 da sie eine groe ,kunstfertigkeit im ,sticken besa4 ,eine umfangreiche ,stickerei1 an welcher sie bis kurz vor der ,geburt ,antons -- des siebenten in einer ,reihe von zwlf ,geschwistern -- arbeitete1 wird besonders namhaft gemacht2 die ,geschichte der biblischen ,susanna war darin1 von schnem ,rankenwerk umgeben1 dargestellt4 ,frau ,maria starb nach der ,geburt ihres zwlften ,kindes am #ag4 ,april #afjg4 ,sie mag in ,anton schon frhzeitig den ,erben ihrer knstlerischen ,veranlagung erkannt haben1 und gern nehmen wir an1 da sie es war1 die in ihm den keimenden ,kunsttrieb pflegte und entwickelte4 ,man findet in der knstlerischen ,eigenart van ,dycks sein ganzes ,leben hindurch etwas von weiblicher ,empfindungsweise2 das ist sein ,besonderes1 dasjenige1 wodurch er sich am augenflligsten von dem stark mnnlichen ,rubens unterscheidet4 ,von seinen ,geschwistern widmeten sich mehrere einem zurckgezogenen geistlichen ,leben4 ,bei ihm scheint hinsichtlich der ,berufswahl schon im ,kindesalter kein ,zweifel bestanden zu haben4 ,bereits im ,jahre #afji wurde ,anton van ,dyck in das ,namensverzeichnis der ,st4 ,lukas-,gilde eingetragen1 und zwar als ,schler des ,heinrich van ,balen4 ,bereits am #aa4 ,februar #afah wurde ,anton van ,dyck als ,freimeister in die ,gilde aufgenommen4 ,die frh erreichte ,meisterschaft verdankte er nicht allein dem ,unterricht des wackeren van ,balen1 sondern in hherem ,mae seiner ,ttigkeit in der ,werkstatt des ,rubens1 in die er nach einigen ,jahren der ,unterweisung durch jenen lteren ,meister aufgenommen wurde4 ,um dieser ,vergnstigung1 nach welcher damals viele vergeblich strebten1 teilhaftig zu werden1 mu der noch sehr junge angehende ,maler schon bedeutende ,proben seiner ,begabung abgelegt haben4 ,auch nach erreichtem ,meisterrecht verblieb ,anton van ,dyck noch zwei ,jahre lang in dem ,schlerverhltnis zu ,rubens4 ,es war die ,zeit1 wo der groe ,antwerpener ,meister auch nicht annhernd mehr imstande war1 die ,flut von ,bestellungen1 die auf ihn eindrang1 durch eigenhndige ,arbeit zu bewltigen1 so da er die ,mithilfe seiner auserlesenen ,schler in reichstem ,mae in ,anspruch nahm4 ,zunchst mute van ,dyck in ,rubens' ,werkstatt sich ben an der ,nachbildung von ,werken groer italienischer ,maler1 welche die ,sammlung seines ,lehrers zierten4 ,derartige ,nachbildungen waren aber keineswegs getreue ,kopien1 es waren vielmehr freie ,bearbeitungen der gegebenen ,vorbilder1 sozusagen bersetzungen derselben in die ,formensprache der eigenen ,zeit4 ,ein ,belegstck hierfr ist van ,dycks ,reiterbild ,karls ,v41 welches sich in der ,uffiziengalerie zu ,florenz befindet1 und welches zweifellos ein und dasselbe ist mit einem als ,kaiser ,karl ,v4 nach ,tizian8 bezeichneten ,gemlde van ,dycks1 das im ,verzeichnis des ,rubensschen ,nachlasses namhaft gemacht wird3 beim ersten ,anblick dieses ,gemldes mchte man eher an ein ,urbild von ,rubens als an ein solches von ,tizian denken 7,abb4 #b74 ,aus der ,lehrzeit bei van ,balen brachte der junge van ,dyck eine besondere ,geschicklichkeit1 in kleinem ,mastabe grau in grau zu malen1 mit4 ,darum betraute ,rubens ihn gern mit der ehrenvollen ,aufgabe1 nach seinen groen ,gemlden die ,vorlagen fr deren ,kupferstichnachbildung anzufertigen4 ,aber die ,hauptttigkeit van ,dycks whrend seiner ,ausbildungszeit bei ,rubens bestand darin1 da er die ,entwrfe des ,meisters im groen auf die ,leinwand bertrug und bald mehr1 bald weniger ausfhrte1 so da fr ,rubens selbst zur ,vollendung des ,bildes nur eine geringere oder strkere berarbeitung -- unter ,umstnden auch wohl gar nichts -- zu tun brigblieb4 ,wir wissen1 da ,rubens den ,kufern seiner ,bilder gegenber die ,mitwirkung der ,schler an denselben gewissenhaft angab und je nach dem ,ma dieser ,mitwirkung den ,preis niedriger ansetzte4 ,wenn ,rubens in einem ,brief an ,sir ,dudley ,carleton 7vom #bh4 ,april #afah7 ein ,bild1 welches den ,achilles unter den ,tchtern des ,lykomedes vorstellte1 als von seinem besten ,schler gemalt bezeichnet1 so nehmen wir gern an1 da mit diesem besten ,schler van ,dyck gemeint sei4 ,aus der ,art und ,weise1 wie ,rubens von diesem ,bilde spricht1 mchte man fast schlieen1 da auch der ,entwurf desselben von dem ,schler und nur die letzte bermalung von dem ,meister herrhrte4 ,auf solche ,weise wird es wohl begreiflich1 da es aus der ,zeit gegen das ,jahr #afbj eine ganze ,anzahl von ,bildern gibt1 bei denen es vllig zweifelhaft bleibt1 ob sie mit mehr ,recht dem ,rubens oder dem van ,dyck zuzuschreiben sind4 ,in seinen groen ,kompositionen kirchlichen und weltlichen ,inhalts zeigt sich van ,dyck zeitlebens als in der ,erfindung von ,rubens abhngig4 ,nicht als ob man ihn schlechtweg als dessen ,nachahmer bezeichnen drfte2 aber fast alle seine derartigen ,werke erinnern an inhaltsgleiche oder verwandte ,schpfungen des groen ,meisters4 ,nur fehlt ihnen dessen ursprngliche ,kraft und blendende ,farbenpracht2 es tritt vielmehr eine ,neigung zu weicheren ,stimmungen1 sowohl in der ,empfindung wie in der ,farbe1 zu ,tage4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,jugendliches ,selbstbildnis des ,meisters4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #e47 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,reiterbild ,karls ,v4 ,in der knigl4 ,galerie der ,uffizien zu ,florenz4 ,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york4 7,zu ,seite #b47 ,als das erste ,werk1 welches van ,dyck selbstndig ausfhrte1 wird die fr die ,dominikanerkirche ,st4 ,paul zu ,antwerpen gemalte und noch in dieser ,kirche befindliche ,kreuztragung ,christi namhaft gemacht4 ,es ist nicht unwahrscheinlich1 da dieses ,gemlde schon im ,jahre #afag entstanden ist4 ,aber noch im ,jahre #afbj finden wir van ,dyck damit beschftigt1 ,entwrfe seines ,meisters auszufhren4 ,sein ,name wird ausdrcklich genannt in dem ,vertrage1 welchen die ,antwerpener ,jesuiten im ,mrz #afbj mit ,rubens ber die ,ausmalung der ,deckengewlbe ihrer ,kirche abschlossen4 ,mit einundzwanzig ,jahren war van ,dyck1 trotz des noch bestehenden ,schlerverhltnisses zu ,rubens1 schon ein berhmter ,maler4 ,zwar hatte er auf dem ,gebiet1 auf welchem er spter unsterblichen ,ruhm erringen sollte1 in der ,bildnismalerei1 noch kaum namhafte ,proben seines ,knnens abgelegt4 ,zwei ,portrts1 die als ,erzeugnisse des ,jahres #afah irgendwo erwhnt werden1 sind spter verschollen4 ,um #afbj mu das ,selbstbildnis des jungen ,knstlers entstanden sein1 welches die ,mnchener ,pinakothek besitzt4 ,da zeigt uns der schon so frh ,bewunderte ein zartes1 hbsches ,gesicht1 von ppigem blonden ,haar umgeben1 und blickt uns aus dunkelblauen ,augen mit einem liebenswrdigen ,lcheln an 7,abb4 #a74 ,von einigen anderen ,bildnissen vermutet man auf ,grund der ,malweise1 da sie diesem ,abschnitt seines ,lebens angehren4 ,solche sind die beiden ,brustbilder des ,landschaftsmalers ,jan ,wildens1 von denen sich das eine in der frstlich ,liechtensteinschen ,sammlung zu ,wien1 das andere in der ,kasseler ,gemldegalerie befindet1 und das ,brustbild einer ,dame in mittleren ,jahren1 ebenfalls in ,kassel4 ,besonders diese letztere erinnert sehr auffallend an die ,art des ,rubens1 dem die feine ,zusammenstimmung der hellen ,gesichtsfarbe mit dem ,wei der ,krause sehr glcklich abgelauscht ist4 ,das sind schne ,bildnisse2 aber doch keine ,werke1 die damals in ,antwerpen ungewhnliches ,aufsehen htten erregen knnen4 ,aber man glaubte in van ,dyck in seiner ,eigenschaft als ,schpfer groer1 figurenreicher und farbenprchtiger ,darstellungen einen zweiten ,rubens heranwachsen zu sehen4 ,namentlich in ,gemlden kirchlichen ,inhalts schien derselbe erfolgreich mit seinem ,lehrer zu wetteifern4 ,die ,bewunderer vergaen1 da dasjenige1 was sie fr ,ebenbrtigkeit hielten1 zum groen ,teil nur die ,aufnahmefhigkeit eines gelehrigen ,schlers war4 ,in deutschen ,sammlungen befinden sich verschiedene bezeichnende ,beispiele von religisen ,malereien van ,dycks aus dieser ,zeit4 ,ob dieselben jemals zum ,aufstellen auf ,altren bestimmt gewesen sind1 darf man wohl bezweifeln4 ,es hat eher den ,anschein1 als ob der ,rubensschler bei der freien ,wahl von ,stoffen1 an denen er seine junge ,kraft erproben wollte1 durch eine persnliche ,vorliebe zu derartigen ,gegenstnden gefhrt worden sei4 ,den ,kufern von ,gemlden war ja bei dem damaligen hohen ,stand des ,kunstsinnes in den ,niederlanden der ,gegenstand eines ,bildes ,nebensache1 sie schtzten dasselbe nur nach seinen knstlerischen ,eigenschaften4 ,darum darf man sich andererseits auch nicht darber wundern1 wenn man ,gemlden begegnet1 in denen weiter nichts als der ,gegenstand kirchlich ist und jede ,spur von religiser ,auffassung fehlt4 ,so hat das der ,zeit um #afbj angehrige ,bild von van ,dyck in der ,mnchener ,pinakothek1 welches den heiligen ,sebastianus darstellt1 seine ,entstehung augenscheinlich in erster ,linie dem ,wunsche des jungen ,malers1 ,gelegenheit zum ,malen einer schnen nackten ,gestalt zu finden1 zu verdanken4 ,der ,heilige1 ein krftig gebauter ,jngling von blendend heller ,hautfarbe1 wird von muskelstarken ,schergen an einen ,baum gebunden4 ,reiter in blitzendem ,waffenschmuck beaufsichtigen die ,vollstreckung des ,befehls 7,abb4 #c74 ,von einer ,vertiefung des ,knstlers in den ,gehalt seiner ,aufgabe im kirchlichen ,sinne1 als ,schilderung eines ,helden1 der fr seinen ,glauben in den ,tod geht1 ist -- trotz der himmelwrts gewendeten ,blicke ,sebastians -- gar keine ,rede4 ,nicht einmal von einer ,vertiefung nach der rein menschlichen ,seite hin4 ,wenn wir den ,krper des ,heiligen bewundern1 so haben wir der ,absicht des ,malers genug getan2 da wir von dessen ,geschick ergriffen werden sollen1 verlangt derselbe nicht von uns4 ,dem leuchtenden ,fleischton der jugendlichen ,gestalt ordnet sich auch in der ,farbe alles andere im ,bilde unter4 ,diese ,farbe bewegt sich in echt ,rubensschen ,tnen2 nur da von einem dsteren ,ton der ,luft aus die ,stimmung etwas von dem besonderen ,charakter van ,dycks bekommt4 ,das ,rot der ,fahne1 welche der eine ,reiter hlt1 ist so frisch und krftig1 als ob ,rubens selbst es hingestrichen htte4 ,eine ,besonderheit von van ,dyck1 die auch in vielen seiner spteren ,gemlde auffllt1 ist die1 da der ,mastab etwas unter ,lebensgre ist4 -- ,ein ,zeigenwollen des ,knnens -- der genialen ,faust mchte man sagen -- des ,rubensschlers spricht aus dem ,bilde im ,museum zu ,berlin1 welches den ,tufer und den ,evangelisten ,johannes nebeneinander stehend enthlt1 und das um eben dieser ,zusammenstellung willen1 die keine ,handlung enthlt1 am ersten als wirkliches ,altarbild gedacht zu sein scheint4 ,ernster in religisem ,sinne aufgefat ist das andere ,bild des ,berliner ,museums1 welches die ,dornenkrnung ,christi darstellt4 ,die mchtigen ,formen und die starken ,bewegungen der ,schergen1 von denen einer einen blitzenden ,eisenharnisch trgt1 die ,farbengebung und der ganze ,gesamteindruck des ,gemldes verraten das erfolgreiche ,studium der ,rubensschen ,art und ,weise4 ,aber durch die ,rubensschen ,formen und ,farben hindurch spricht eine persnliche ,stimmung4 ,der ,gestalt des leidenden ,erlsers sieht man es an1 da ihre ,auffassung aus einer wirklichen1 innerlichen ,empfindung des ,malers hervorgegangen ist4 ,es scheint1 da van ,dyck1 von dem gesagt wird1 da er immer das ,leiden besser habe schildern knnen als das ,handeln1 hier einen ,gegenstand nach seinem ,herzen gefunden hat4 ,die ,berliner ,dornenkrnung ist eine nur wenig vernderte ,wiederholung von einem im ,pradomuseum zu ,madrid befindlichen ,gemlde4 ,dieses letztere1 als das ursprnglichere1 gibt sich durch den tiefen ,ernst seiner ,stimmung -- bei groem ,reichtum der ,farben -- in noch hherem ,mae wie jenes als der echte ,ausdruck wahren knstlerischen ,gefhls zu erkennen 7,abb4 #d74 ,knig ,philipp ,,iv4 von ,spanien1 der dieses ,gemlde aus dem ,rubensschen ,nachla erwarb1 hielt dasselbe fr kirchlich genug1 um den ,escorial zu schmcken2 dasselbe hat dort im ,kloster den ihm zugewiesenen ,platz inne gehabt bis zur ,einrichtung des ,madrider ,museums im ,jahre #ahah4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,der heilige ,sebastian4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #f47 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,die ,dornenkrnung4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 ,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york4 7,zu ,seite #f47 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,ein ,senator von ,genua4 ,im knigl4 ,museum zu ,berlin4 7,zu ,seite #ag47 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,die ,gemahlin des ,senators ,abb4 #e4 ,im knigl4 ,museum zu ,berlin4 7,zu ,seite #ag47 ,derartige ,schpfungen konnten den ,augen feiner ,kenner wohl offenbaren1 da der junge van ,dyck ein nicht zu unterschtzendes persnliches ,kunstvermgen besa4 ,aber was der groen ,mehrheit am meisten in die ,augen stach1 war doch wohl nicht dieses ,eigene1 sondern im ,gegenteil der ,umstand1 da er so hnlich komponierte und malte wie ,rubens4 ,darum setzten namentlich die englischen ,kunstliebhaber1 die nicht genug ,rubenssche ,bilder bekommen konnten1 auf ihn ihre ,hoffnung1 und es wurde der ,versuch gemacht1 ihn nach ,england herberzuziehen4 ,in einem ,briefe1 welchen der groe englische ,kunstfreund ,graf ,thomas ,arundel von seinem in ,antwerpen sich aufhaltenden ,geschftstrger empfing 7vom #ag4 ,juli #afbj71 findet sich die bemerkenswerte ,stelle3 ,van ,dyck wohnt bei ,herrn ,rubens1 und seine ,werke fangen an1 beinahe ebenso geschtzt zu werden wie diejenigen seines ,meisters4 ,er ist ein junger ,mann von etwa zwanzig ,jahren und der ,sohn sehr reicher ,eltern in dieser ,stadt1 weshalb es schwer sein wird1 ihn zum ,verlassen der ,heimat zu bewegen1 zumal er sieht1 welches ,vermgen ,rubens hier erwirbt48 ,wenn in der ,tat bei dem jungen ,maler ,abneigung oder ,bedenken gegen eine bersiedelung nach ,england bestanden1 so muten dieselben schwinden gegenber einer ,berufung durch den englischen ,knig selbst4 ,gegen ,ende ,november #afbj befand sich ,rubens' berhmter ,schler8 -- wie er in einem ,schreiben an ,sir ,dudley ,carleton1 dem wir die erste ,nachricht hierber verdanken1 genannt wird -- in ,england1 und ,knig ,jakob ,i4 hatte ihm ein ,jahresgehalt von #ajj ,pfund ,sterling ausgeworfen4 ,wir erfahren nicht viel ber van ,dycks ,ttigkeit whrend dieses seines ersten ,aufenthaltes in ,england4 ,am #bh4 ,februar des folgenden ,jahres erhielt er einen achtmonatlichen ,urlaub4 ,nach der ,form1 in welcher ihm der ,reisepa bewilligt wurde1 htte van ,dyck im ,herbst #afba nach ,england zurckkehren sollen4 ,fr die ,annahme1 da er dieses1 wenn auch nur zu kurzem ,aufenthalt1 getan habe1 gibt es keine ,belege4 ,es drngte ihn1 mglichst bald nach ,italien zu reisen und durch ,anblick der ,meisterwerke des vorhergegangenen ,jahrhunderts seine ,ausbildung zu vervollstndigen4 ,auch ,rubens1 der ja selbst die schnsten ,jahre seiner ,jugend in ,italien verbracht hatte1 mochte dem jungen ,kunstgenossen zu dieser ,reise raten1 -- freilich nicht1 wie bse ,zungen zu flstern wuten1 aus ,neid1 um einen gefahrdrohenden ,nebenbuhler aus ,antwerpen fortzuschaffen4 ,als van ,dyck nach dem ,sden aufbrach1 gab er seinem verehrten ,lehrer ,rubens als ,abschiedsgeschenk ein ,gemlde1 welches die ,gefangennahme ,christi darstellte4 ,aus dem ,verzeichnis der ,kunstwerke des ,rubensschen ,nachlasses erfahren wir1 da dieses ,bild neben noch mehreren anderen von der ,hand des berhmten ,schlers die ,sammlung des ,meisters bis zu dessen ,tode schmckte2 bei der ,veruerung des ,nachlasses wurde es vom ,knig von ,spanien erworben und befindet sich jetzt im ,museum zu ,madrid4 ,es ist ein ,werk von ansehnlichem ,umfang1 dreieinhalb ,meter hoch und zweieinhalb ,meter breit1 und von berlebensgroem ,mastab4 ,die ,schilderung des ,vorganges fat1 nach dem ,beispiel frherer ,meister1 den ,ku des ,judas1 das ,einstrmen der rohen ,hscher auf den verratenen ,christus und den ,zorn des ,petrus1 der mit wuchtigem ,schwerthieb den ,malchus zu ,boden wirft1 in einen ,augenblick zusammen4 ,die ,empfindungsweise1 aus der das ,gemlde hervorgegangen ist1 ist die nmliche wie bei jener ,dornenkrnung4 ,aber die ,farbe erinnert hier weniger als dort an ,rubens4 ,es ist ein dsteres ,nachtstck mit greller ,beleuchtung durch den roten ,schein der ,fackeln1 prchtig in der ,wirkung4 ,wohl keins von den spteren ,geschichtsbildern van ,dycks erreicht eine solche ,mchtigkeit des ,eindruckes wie dieses4 ,die ,ansehnlichkeit des ,geschenkes bekundet1 da van ,dyck sich wohl bewut war1 wie groen ,dank er ,rubens fr dessen ,unterweisung schuldete4 ,es wird erzhlt1 da er als ,gegengeschenk von dem ,meister eines von dessen andalusischen ,pferden fr die ,reise empfing4 -- ,die berlieferung wei ein romantisches ,geschichtchen zu berichten von einer ,liebschaft1 welche den jungen ,maler gleich nach ,antritt seiner ,reise in dem zwischen ,lwen und ,brssel gelegenen ,dorfe ,saventhem festgehalten htte und ,veranlassung geworden wre1 da van ,dyck fr die dortige ,kirche zwei ,gemlde ausfhrte4 ,das ,geschichtchen ist von der ,forschung beseitigt worden2 seine ,entstehung mag in der beglaubigten ,tatsache gesucht werden1 da van ,dyck in ,saventhem -- aber erst im ,jahre #afbi -- um die ,hand von ,isabella van ,ophem1 einer ,tochter des ,landvogts ,martin van ,ophem anhielt1 die ihm indessen verweigert wurde4 ,die dortige ,kirche besitzt ein ,gemlde von der ,hand van ,dycks1 welches den heiligen ,martin darstellt4 ,aber dasselbe verdankt seine ,entstehung nicht der ,liebe1 sondern einer ,bestellung1 welche ,ferdinand von ,boisschot1 ,herr zu ,saventhem1 dem jungen ,knstler im ,jahre #afba machte4 ,das ,bild gehrt zu denjenigen1 welche noch ganz in ,rubensscher ,weise erdacht sind4 ,der heilige ,martin hlt auf einem prchtigen ,schimmel1 der ungeduldig mit dem ,huf scharrt1 neben dem am ,boden sitzenden nackten ,bettler4 ,mit einem ,schnitt seines ,degens hat er den ,mantel in zwei ,hlften geteilt4 ,der ,bettler hat das herabfallende ,stck1 noch ehe die ,hand des ,gebers dessen ,ende losgelassen hat1 ergriffen1 um sich darin einzuwickeln2 die andere ,hlfte bleibt auf der ,schulter des ,reiters liegen4 ,ein zweiter ,bettler blickt mignstig auf in der ,erwartung1 da auch ihm eine ,gabe zu teil werden soll4 ,dessen hliches ,gesicht und grobe1 lumpenbedeckte ,formen bilden einen wirkungsvollen ,gegensatz gegen die vornehme ,erscheinung des ,martinus1 eines feinen ,jnglings mit einem ,gesicht von echt van ,dyckscher ,sanftheit4 ,in blitzender ,rstung1 mit einem federgeschmckten ,barett ber den ,locken1 hebt die ,gestalt des ,heiligen sich farbenprchtig ab von dem ,blau und ,silbergrau einer wolkigen ,luft1 zwischen den dunklen ,massen seiner berittenen ,begleitung einerseits und einer ,gebudeecke andererseits4 ,da das schne ,gemlde seinen ,platz in der ,dorfkirche hat behaupten knnen1 ist merkwrdig genug4 ,um die ,mitte des ,,xviii4 ,jahrhunderts widersetzten die ,einwohner des ,ortes sich mit bewaffneter ,hand dem beabsichtigten ,verkaufe dieses ,schatzes ihrer ,kirche4 ,in der ,napoleonischen ,zeit war es nur unter dem ,schutze einer ,truppenabteilung mglich1 das ,bild aus der ,kirche zu holen1 um es1 wie so viele andere kostbare ,gemlde1 nach ,paris zu schaffen4 ,bei der ,rckerstattung der geraubten ,kunstwerke im ,jahre #ahae wurde es zur ,freude der ,bevlkerung an seinen alten ,platz zurckgebracht4 ,ein ,versuch1 dasselbe zu stehlen1 der einige ,jahre spter gemacht wurde1 gab ,veranlassung zu besonderen ,vorsichtsmaregeln zum ,schutze des kostbaren ,kunstbesitzes4 ,das zweite ,altarbild1 welches van ,dyck fr die ,kirche zu ,saventhem malte1 stellte die heilige ,familie dar4 ,dasselbe entstand erst nach der ,rckkehr des ,knstlers aus ,italien1 wahrscheinlich in dem genannten ,jahre #afbi4 ,dieses ist nicht mehr vorhanden4 ,es fiel schon im ,jahre #afgc der ,raub- oder ,zerstrungslust einer ,mordbrennerschar ,ludwigs ,,xiv4 zum ,opfer4 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,bildnis eines italienischen ,edelmannes4 ,in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,kassel4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #ag47 ,illustration3 ,abb4 #h4 ,bildnis eines jungen ,mannes4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #ah47 ,wann ,anton van ,dyck1 der in so jungen ,jahren schon auf eine erstaunliche ,menge von ansehnlichen ,werken zurckblicken konnte1 seine italienische ,reise antrat1 darber gehen die ,angaben auseinander4 ,am #a4 ,dezember #afbb starb sein ,vater4 ,nach der meistverbreiteten ,annahme war er an dessen ,sterbebett zugegen und reiste einige ,monate spter1 also im ,jahre #afbc1 von ,antwerpen ab4 ,nach einem anderen ,bericht aber machte van ,dyck sich schon im ,herbst #afba auf den ,weg nach ,italien4 ,wenn wir diesem letzteren ,bericht folgen1 so finden wir van ,dyck1 den der mit ,rubens befreundete italienische ,edelmann ,vanni begleitete1 in der zweiten ,hlfte des ,novembers #afba in ,genua4 ,hier fand er freundliche ,aufnahme bei ,landsleuten und ,kunstgenossen1 den ,brdern ,lukas und ,cornelius de ,wael4 ,nach einem ,aufenthalt von einigen ,wochen in ,genua1 wo schon die ,erinnerung an ,rubens ihm das wohlwollendste ,entgegenkommen der mchtigen ,adelsfamilien der ,stadt sicherte1 begab er sich zu ,schiff nach ,civitavecchia1 um ,rom zu erreichen4 ,auch die ewige ,stadt fesselte ihn jetzt nur fr kurze ,zeit4 ,sein ,verlangen war auf ,venedig gerichtet1 wo er die ,gromeister der ,farbe an der ,quelle studieren wollte4 ,als er auf dem ,wege dorthin sich in ,florenz aufhielt1 malte er den ,oheim des ,groherzogs ,ferdinand ,,ii41 ,lorenzo de' ,medici1 und wurde von diesem beschenkt4 ,in ,venedig gab er sich mit ,flei dem ,studium der farbenprchtigen ,schpfungen der alten ,meister1 insbesondere derjenigen ,tizians1 hin4 ,er hat unverkennbare ,vorteile aus diesem ,studium gezogen4 ,man gewahrt in seinen damaligen und spteren ,werken deutlich die ,einwirkung von ,tizians ,farbe auf seine ,geschmacksbildung4 ,auch in der gewhlten malerischen ,auffassung von ,bildnissen mag man den ,einflu erkennen1 den die ,werke des groen ,venezianers auf ihn ausbten4 ,es wird erzhlt1 da van ,dycks ,geldmittel whrend der ,studienzeit in ,venedig schwach geworden seien und da er sich daraufhin nach ,genua begeben habe1 um dort1 wo der ,name seines ,lehrers ,rubens ihn empfahl1 durch das nchstliegende ,mittel eines ,malers zum ,geldverdienen1 durch die ,bildnismalerei1 seine ,verhltnisse wieder aufzubessern4 ,so htte ihn die ,not auf dasjenige ,gebiet gefhrt1 auf welchem seine eigenste ,begabung lag4 ,wie ber den ,zeitpunkt des ,antritts seiner ,reise nach ,italien1 so sind auch ber seine ,hin- und ,herzge in diesem ,lande die ,angaben der ,berichterstatter widersprechend und verworren4 ,nach der annehmbareren ,nachricht begab sich van ,dyck von ,venedig aus nicht nach ,genua1 sondern1 nach einem ,aufenthalt in ,mantua1 wo er den ,herzog ,ferdinand portrtierte1 zurck nach ,rom4 ,hier malte er im ,jahre #afbb ein ,werk1 welches groe ,anerkennung fand1 das schne1 lebens- und charaktervolle ,bildnis des vormaligen ppstlichen ,nuntius in ,brssel1 des ,kardinals ,bentivoglio1 das sich jetzt in der ,sammlung des ,pittipalastes zu ,florenz befindet4 ,was ihm als ,bildnismaler den hchsten ,beifall in den ,kreisen der ,aristokratie verschaffen mute1 war die vollendete ,vornehmheit der ,auffassung1 mit welcher er die ,persnlichkeiten wiedergab4 ,illustration3 ,abb4 #i4 ,genofeva von ,urf1 ,herzogin von ,croy4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #db47 ,illustration3 ,abb4 #aj4 ,karl ,alexander1 ,herzog von ,croy4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #db47 ,van ,dyck selbst war eine durch und durch vornehme ,natur1 fein gebildet an ,sitten1 gleich liebenswrdig in seinem ,wesen wie in seinem ueren4 berall gewann er die ,herzen in den ,kreisen derjenigen1 welche ihre ,portrts bei ihm bestellten4 ,aber in den ,kreisen seiner ,landsleute und ,kunstgenossen in ,rom erregte er heftigen ,ansto durch seine feinen ,sitten und durch die ,gewohnheit1 sich in gewhlter ,weise zu kleiden und sich mit zahlreicher ,dienerschaft zu umgeben4 ,denn in der vlmischen ,malerkolonie zu ,rom war es ,stil1 ein mglichst ungeschlachtes ,benehmen zur ,schau zu tragen und die ,muestunden durch ein wstes ,kneipenleben auszufllen4 ,derartiges war van ,dyck in seinem innersten ,wesen zuwider1 und er vermochte es nicht1 sich der ,schilderbent8 7,malergesellschaft7 anzuschlieen4 ,dafr erntete er den ,spottnamen der ,malerkavalier8 7il pittore cavalieresco7 und ,schlimmeres als dieses3 man suchte nicht nur seine ,person1 sondern auch sein ,knnen herabzuwrdigen4 ,ob es wahr ist1 da ihm hierdurch der ,aufenthalt in ,rom1 wo er manche sehr bemerkenswerte ,erzeugnisse seiner ,kunst1 wie namentlich das ,reiterbild des ,prinzen ,karl ,colonna 7in der ,gemldesammlung des ,palastes ,colonna7 zurckgelassen hat1 verleidet wurde1 mag dahingestellt bleiben4 ,jedenfalls begab er sich im ,herbst des ,jahres #afbc wieder nach ,genua4 ,hier verweilte er nun lngere ,zeit1 und er malte eine ,menge von ,bildnissen aus der hchsten ,gesellschaft dieser ,stadt4 ,vielleicht noch vor seiner ,ankunft in ,genua malte er in ,turin mehrere ,bildnisse von ,mitgliedern des ,hauses ,savoyen1 darunter ein stolzes ,reiterbild des ,prinzen ,thomas von ,carignan und mehrere allerliebste ,kinderportrts1 die sich jetzt smtlich im ,museum zu ,turin befinden4 ,die ,beziehungen zu diesem ,frstenhause veranlaten van ,dyck zu einer ,unterbrechung seines ,aufenthalts in ,genua4 ,der ,herzog ,emmanuel ,philibert von ,savoyen1 ,viceknig von ,sicilien1 berief ihn nach ,palermo4 ,van ,dyck folgte der ,einladung im ,sommer #afbd und malte die ,bildnisse des ,frsten und verschiedener ,personen von dessen ,hof4 ,auch fing er ein groes ,altarbild mit vielen ,heiligen fr die ,rosenkranzbruderschaft zu ,palermo an4 ,aber der ,ausbruch der ,pest1 der der ,viceknig selbst als eines der ersten ,opfer fiel1 zwang ihn zum ,verlassen der ,insel1 ehe er mit den dort begonnenen ,werken fertig geworden war4 ,er blieb nun in ,genua bis zu seiner ,heimkehr1 als ,bildnismaler der vornehmen ,welt reichlich beschftigt4 ,illustration3 ,abb4 #aa4 ,tanzende ,engelein4 ,zeichnung im ,besitz des ,herzogs von ,aumale4 ,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york4 7,zu ,seite #bj47 ,in ,genua befindet sich denn auch eine erheblich grere ,anzahl von seinen ,werken als irgendwo anders in ,italien4 ,in den ,marmorpalsten der ,brignole-,sale1 ,durazzo1 ,balbi1 ,spinola blicken1 von der ,hand des nordischen ,meisters gleichsam lebendig festgehalten1 die stolzen ,gestalten der einstigen ,besitzer1 mit lieblichen ,kindererscheinungen wechselnd1 von den ,wnden auf den ,beschauer herab1 und diese ,bildnisse stellen die italienischen ,gemlde1 von denen sie umgeben sind1 in ,schatten4 ,das ,bildnis des ,marchese ,anton ,julius von ,brignole-,sale1 der auf einem langmhnigen ,schimmel dem ,beschauer grend im ,schritt entgegenreitet1 und dasjenige von dessen ,gemahlin ,pauline ,adorno1 die in reichem blauem ,sammetkleide1 geschmckt mit den ,reizen bestrickender ,jugendschnheit1 hoheitsvoll und anmutig dahinschreitet1 seien als ausgezeichnete ,meisterwerke besonders erwhnt4 ,hinter den ,bildnissen steht alles1 was ,italien an sonstigen ,gemlden von van ,dyck bewahrt1 wie der ,zahl1 so auch der ,bedeutung nach zurck4 ,doch befinden sich immerhin sehr bemerkenswerte ,schpfungen unter seinen dortigen religisen ,bildern4 ,so zu ,rom der jeden ,beschauer ergreifende ,christus am ,kreuze mit den schmerzvoll zum ,himmel gewendeten ,blicken1 in der ,gemldesammlung der ,villa ,borghese2 und die liebenswrdige ,heilige ,familie im ,museum zu ,turin4 ,illustration3 ,abb4 #ab4 ,christus am ,kreuze4 ,skizze des fr die ,kapuzinerkirche zu ,dendermonde gemalten ,altarbildes4 ,in der frstl4 ,liechtensteinschen ,gemldesammlung zu ,wien4 ,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york4 7,zu ,seite #bj47 ,von den ,werken van ,dycks aus seiner italienischen ,zeit finden wir1 da die meisten derselben an ihren ursprnglichen ,bestimmungsorten verblieben sind1 verhltnismig wenige auerhalb ,italiens4 ,doch ist das ,berliner ,museum erfreulicherweise in den ,besitz von zwei ganz hervorragenden ,prachtstcken gelangt1 die aus dem ,palast ,balbi zu ,genua stammen2 von dort hatten sie im vorigen ,jahrhundert ihren ,weg in die ,sammlung eines englischen ,lords gefunden4 ,es sind die ,bildnisse eines ltlichen ,ehepaares1 das in feierlicher ,prunktracht mit groer ,wrdeentfaltung dasitzt4 ,nach der berlieferung ist dieser ,herr mit dem klugen ,gesicht1 mit der mchtigen ,stirn und dem feinen ,mund der ,senator ,bartolommeo ,giustiniani1 und seine ,gemahlin gehrt dem ,hause ,spinola an4 ,van ,dyck lt uns hier nicht nur sein hohes ,geschick in der malerischen ,bildgestaltung1 sondern in ganz besonderm ,mae auch die feine ,durcharbeitung des ,ausdruckes1 die ,enthllung des inneren ,wesens der dargestellten ,persnlichkeiten bewundern 7,abb4 #e und #f74 ,auch die ,gemldegalerie zu ,kassel besitzt ein ,bildnis in ganzer ,figur von einem unbekannten italienischen ,edelmann1 das den besten der ,genueser ,bildnisse nicht nachsteht und durch den wunderbaren ,wohllaut seiner ,farbenharmonie zu seinen vorzglichsten ,schpfungen im eigentlich malerischen ,sinne gehrt 7,abb4 #g74 ,der ,abgebildete ist ein schlanker junger ,mann1 der in zwangloser1 aber tadellos vornehmer ,haltung in einer marmornen ,halle seines ,palastes steht4 ,das von leicht gewelltem1 schwarzbraunem ,haar umflossene ,gesicht ist von einer frischeren ,rte1 als man sie im allgemeinen an ,sdlndern zu sehen gewohnt ist1 berflogen2 auf der ,oberlippe sprot ein noch halb durchsichtiger ,bart4 ,seine ,oberkleider sind von braunem1 rotviolett schillerndem ,sammet1 die seidenen ,strmpfe haben eine entsprechende braunrote ,farbe2 der rmel der ,unterweste zeigt reiche ,goldstickerei auf goldbrauner ,seide2 der lose ber die linke ,schulter gehngte ,mantel besteht aus dem nmlichen ,sammet wie ,wams und ,beinkleid und ist mit einem leichten ,seidenstoff1 welcher die rotviolette ,farbe wiederholt1 gefttert2 die herabhngenden ,enden der dem ,anzug gleichfarbigen ,kniegrtel und die ,rosetten der ,schuhe sind von dunkelgetntem ,goldstoff4 ,dazu als ,hintergrund eine ,sule und eine im ,schatten verschwimmende ,wand in dem eigentmlich reizvollen goldigen ,ton1 mit dem die ,zeit den weien italienischen ,marmor bisweilen berzieht4 ,in diesem ,ganzen von kstlich zusammengestimmten braunen ,tnen stehen das ,gesicht und die wohlgepflegten ,hnde als leuchtende ,helligkeiten1 hervorgehoben durch den durchsichtigen weien ,battist der ,manschetten und des ,kragens1 der die ,form der angeblich von ,knig ,philipp ,,iv4 erfundenen spanischen ,golilla8 hat4 ,eine lebhafte ,gegensatzfarbe bringt den ,zusammenklang der ,farben zum ,abschlu3 das schimmernde ,blaugrn eines ,vorhanges1 der oben um die ,sule geschlungen ist4 -- ,in der ,mnchener ,pinakothek finden wir an ,werken1 die van ,dyck whrend seines ,aufenthaltes in ,italien malte1 die ,halbfigur des ,filippo ,spinola und das ,kniestck des jungen ,marchese ,mirabella2 dann das treffliche ,brustbild eines blonden ,nordlnders1 der seinen ,mantel nach italienischer ,art wie eine ,toga ber die ,schulter geworfen hat -- das sprechende ,bild eines jungen deutschen ,knstlers in ,italien1 mutmalich des ,bildhauers ,georg ,petel aus ,augsburg1 der zu derselben ,zeit wie van ,dyck in ,genua verweilte 7,abb4 #h74 ,illustration3 ,abb4 #ac4 ,bildnis eines ,unbekannten4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #de47 ber die ,zeit von van ,dycks ,heimkehr aus ,italien gehen die ,ansichten ebenso weit auseinander wie ber den ,antritt seiner italienischen ,reise4 ,die ,nachricht1 welche durch die ,bestimmtheit ihrer ,angaben als die am meisten glaubwrdige erscheint1 nennt den #d4 ,juli #afbe als den ,tag seiner ,ankunft in ,marseille1 wohin er sich von ,genua aus auf dem ,landwege1 weil die ,seefahrt wegen der zwischen ,genua und ,frankreich bestehenden ,feindseligkeiten gefhrlich erschien1 begeben htte4 ,auf der ,weiterreise nach ,norden verweilte er einige ,zeit in ,aix-en-,provence als ,gast von ,rubens' gelehrtem ,freund ,fabri de ,peiresc4 ,mit diesen ,nachrichten ist die von anderer ,seite gemachte ,angabe1 da er -- nach einem mutmalichen ,aufenthalt in ,paris -- im ,dezember #afbe oder im ,januar #afbf in ,antwerpen wieder eingetroffen wre1 wohl zu vereinigen4 ,nach der ,ankunft in der ,heimatstadt hatte van ,dyck eine ,pflicht gegen seinen verstorbenen ,vater zu erfllen4 ,auf dem ,sterbebette hatte dieser den ,wunsch ausgesprochen1 es solle seiner ,dankbarkeit gegen die ,antwerpener ,dominikanerinnen1 die ihm whrend seiner letzten ,lebensjahre treue ,dienste erwiesen hatten1 durch die ,stiftung eines ,altargemldes fr deren ,kirche ,ausdruck gegeben werden4 ,anton van ,dyck malte in ,ausfhrung dieses frommen ,wunsches einen ,christus am ,kreuz zwischen den ,heiligen ,dominicus und ,katharina von ,siena2 an den ,fu des ,kreuzes setzte er einen ,engel mit gesenkter ,fackel und fgte die ,inschrift auf einem ,stein hinzu3 ,auf da seinem verstorbenen ,vater die ,erde nicht schwer sei48 ,dieses ,gemlde befand sich im ,jahre #agid1 als die franzsischen ,kommissare die nach ,paris zu berfhrenden ,kunstwerke aussuchten1 noch in der ,dominikanerinnenkirche1 obgleich das ,kloster damals bereits aufgehoben war4 ,es kam mit so vielen anderen belgischen ,kunstschtzen nach ,paris1 und nach der ,rckgabe im ,jahre #ahae wurde es dem ,museum zu ,antwerpen einverleibt4 ,der berlieferung nach soll van ,dyck dieses ,gedchtnisbild erst im ,jahre #afbi ausgefhrt haben2 nach anderer ,angabe jedoch schon #afbf4 ,illustration3 ,abb4 #ad4 ,beweinung ,christi4 ,im ,museum zu ,antwerpen4 7,zu ,seite #cj47 ,illustration3 ,abb4 #ae4 ,sogenannter ,brgermeister von ,antwerpen4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #de47 ,illustration3 ,abb4 #af4 ,sogenannte ,brgermeisterin von ,antwerpen4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #de47 ,das ,jahr #afbf wird auch als dasjenige der ,entstehung eines anderen ,kreuzigungsbildes angegeben1 eines ,altargemldes1 welches van ,dyck fr die ,kapuzinerkirche zu ,dendermonde anfertigte4 ,in diesem ,bilde ist zu den unter dem ,kreuze befindlichen herkmmlichen ,personen1 in ,entrckung des ,vorgangs aus den geschichtlichen ,zeitverhltnissen1 aber in sinnbildlicher ,beziehung1 der heilige ,franz von ,assisi1 der ,grnder des ,ordens1 welchem die ,kapuziner angehren1 hinzugefgt2 der ,ordensstifter kniet in inbrnstiger ,anbetung am ,fue des ,kreuzes1 zwischen der ,gruppe von ,maria1 ,johannes und ,magdalena einerseits und den abziehenden ,kriegsleuten andererseits4 ,das ,gemlde befindet sich1 nachdem es gleichfalls in der ,franzosenzeit weggenommen war1 jetzt nicht mehr in der ,kapuzinerkirche1 sondern in der ,hauptkirche zu ,dendermonde4 ,die einfarbig1 aber in sorgfltiger ,ausfhrung gemalte ,skizze zu demselben besitzt die frstlich ,liechtensteinsche ,gemldegalerie zu ,wien 7,abb4 #ab74 ,wahrscheinlich hielt sich van ,dyck im ,jahre #afbf eine ,zeitlang in ,brssel auf1 am ,hofe der ,statthalterin1 der ,infantin ,isabella ,clara ,eugenia4 ,er hat deren ,bildnis in der ,tracht der ,clarissinnen1 deren ,orden die ,frstin nach dem ,tode ihres ,gemahls beigetreten war1 gemalt4 ,von diesem ,bildnis gibt es mehrere ,exemplare1 die einander den ,rang der ,ursprnglichkeit streitig machen4 ,in ,brssel erhielt van ,dyck auch die ,bestellung1 den ,stadtrat in einem ,gruppenbilde zu malen4 ,das umfangreiche ,gemlde1 in welchem er sich dieses ,auftrages entledigte1 wurde nicht nur wegen der sprechenden hnlichkeit der ,persnlichkeiten und wegen der geschickten ,anordnung bewundert1 sondern auch wegen des ,geschicks1 mit welchem sinnbildliche ,idealgestalten in die ,darstellung eingeflochten waren4 ,dasselbe ist bei der ,beschieung von ,brssel im ,jahre #afie dem ,feuer zum ,opfer gefallen4 ,einzelne ,geschichtsschreiber erzhlen von einer ,reise nach ,england1 welche van ,dyck im ,jahre #afbg unternommen haben soll4 ,er wre nach kurzem ,aufenthalt wieder von dort zurckgekehrt1 weil es ihm ungeachtet der ,bemhungen seiner alten ,gnner1 vor allen des groen ,kunstfreundes ,graf ,arundel1 nicht gelungen wre1 an den ,hof des jungen ,karl ,i41 der inzwischen seinem ,vater ,jakob ,i4 gefolgt war1 zu gelangen4 ,mit dieser ,reise bringt man die ,entstehung der ,bildnisse zweier englischen ,persnlichkeiten1 eines ,herrn und einer ,dame1 in ,zusammenhang1 welche sich in der ,gemldesammlung im ,haag befinden4 ,van ,dyck hat diese beiden ,bildnisse ganz gegen seine ,gewohnheit mit seiner ,namensunterschrift und auerdem mit den ,jahreszahlen1 dasjenige des ,herrn mit #afbg1 dasjenige der ,dame mit #afbh bezeichnet4 ,wahrscheinlich sind dieselben aber nicht in ,england1 sondern in ,holland entstanden4 ,vom ,jahre #afbh an -- darin stimmen alle ,nachrichten berein -- war van ,dyck wieder in ,antwerpen ansssig4 ,in diesem ,jahre malte er fr die dortige ,augustinerkirche das ,bild3 ,der heilige ,augustinus in der ,verzckung4 ,in diesem noch an seinem ,platze befindlichen ,gemlde1 welches zu den bedeutenderen und selbstndigsten von van ,dycks groen ,bildern religisen ,inhalts zhlt1 sieht man den groen ,kirchenlehrer1 neben dem seine ,mutter ,monica steht1 in begeisterte ,anschauung der heiligen ,dreifaltigkeit versunken1 die der geffnete ,himmel ihm zeigt4 ,zu den ernsten ,hauptfiguren bildet eine ,schar von ,engeln in ,kindergestalt1 welche die ,erscheinung der ,gottheit umschweben1 einen ansprechenden ,gegensatz4 ,in ,kinderfiguren wute van ,dyck berhaupt eine groe ,lieblichkeit zu entfalten1 wenn er auch in seinen ,engelchen und ,amoretten die gesunde ,natrlichkeit ,rubensscher ,putten nicht erreichte4 ,wohl das ,reizvollste1 was er in dieser ,beziehung geschaffen hat1 ist der ,engelreigen auf dem mit der ,bezeichnung ,madonna mit den ,rebhhnern8 belegten ,gemlde in der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg4 ,dieses ,gemlde ist berhaupt eins der schnsten ,marienbilder van ,dycks1 ebenso ausgezeichnet durch die anmutige ,poesie der ,erfindung wie durch die kstliche1 liebevolle ,ausfhrung der mannigfaltigen ,einzelheiten4 ,es stellt einen ,augenblick der ,rast whrend der ,flucht der heiligen ,familie nach gypten dar4 ,unter einem schattenspendenden ,fruchtbaum haben ,maria und ,joseph sich niedergelassen2 ,blumen blhen ringsum1 ,vgel wiegen sich in den ,zweigen und in der klaren ,luft1 und im sonnigen ,lichte tanzt eine ,schar kleiner ,engel zur ,unterhaltung des ,jesuskindes einen verschlungenen ,reigen4 7,abb4 #aa gibt eine besondere ,zeichnung von der ,hauptgruppe des ,engelreigens wieder47 ,zu den sprlichen urkundlich sicheren ,nachrichten aus dem ,leben van ,dycks gehrt die1 da er am #f4 ,mrz #afbh sein ,testament machte4 ,danach sollte seine gesamte ,hinterlassenschaft seinen beiden als ,beghinen in ,antwerpen lebenden ,schwestern ,susanna und ,isabella zukommen und nach deren ,tode an die ,armen und an die ,st4 ,michaeliskirche fallen4 ,in dem nmlichen ,jahre trat van ,dyck einer von den ,jesuiten geleiteten frommen ,vereinigung1 der ,bruderschaft der ,unvermhlten1 bei4 ,fr die ,kapelle1 welche diese ,bruderschaft in der ,jesuitenkirche hatte1 malte er #afbi und #afcj zwei ,altarbilder1 das eine der heiligen ,rosalia1 das andere dem seligen ,hermann ,joseph gewidmet4 ,beide ,gemlde befinden sich jetzt in der kaiserlichen ,gemldegalerie zu ,wien4 ,die heilige ,rosalia ist in einer liebenswrdigen1 in lichter ,farbenfreude glnzenden ,komposition dargestellt1 wie sie1 vor dem ,throne der ,muttergottes knieend1 von dem ,jesuskinde die ,krone der ,heiligkeit empfngt2 an den ,seiten des ,thrones stehen die ,apostel ,petrus und ,paulus1 und ,engel schweben1 ,rosen bringend1 herbei4 ,hermann ,joseph erscheint gleichfalls vor den ,fen der ,jungfrau ,maria knieend2 ein ,engel hat ihn geleitet1 und die ,himmelsknigin legt1 sich vornehm und zugleich freundlich herabneigend1 ihre ,hand in die ,hand des mit dem ,ausdruck der ,ergriffenheit und inniger ,verehrung emporsehenden jungen ,geistlichen4 -- ,der ,preis1 der dem ,knstler fr die beiden ,gemlde bezahlt wurde1 betrug #dej ,gulden4 ,aus dem ,jahre #afcj erfahren wir ferner1 da van ,dyck sich an einer ,anleihe der ,stadt ,antwerpen beteiligte1 indem er eine ,summe von #dhjj ,gulden hergab1 wofr er eine jhrliche ,rente von #cjj ,gulden bekam4 ,eine weitere feststehende ,einnahme1 im ,betrag von #bej ,gulden1 erhielt er vom ,hof zu ,brssel auf ,grund des ihm von der ,infantin verliehenen ,titels eines ,hofmalers4 ,illustration3 ,abb4 #ag4 ,wolfgang ,wilhelm von der ,pfalz-,neuburg1 ,herzog von ,jlich und ,berg4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #de47 ,in dasselbe ,jahr fllt ein zeitweiliger ,aufenthalt van ,dycks im ,haag1 wohin er berufen wurde1 um den ,erbstatthalter ,friedrich ,heinrich von ,nassau und dessen ,gemahlin ,amalie von ,solms zu malen4 ,die ,bildnisse beider ,frstlichkeiten befinden sich jetzt im ,pradomuseum zu ,madrid4 ,der ,prinz steht in voller ,rstung da2 die ,prinzessin1 jugendlich und schn1 sitzt1 in schwarze ,seide gekleidet1 in einem ,sessel4 ,ein zweites ,bild der ,frstin besitzt das ,wiener ,hofmuseum4 ,amalie von ,solms war eine groe ,verehrerin der ,kunst van ,dycks4 ,in dem ,verzeichnisse ihres ,nachlasses werden acht ,gemlde von dessen ,hand namhaft gemacht4 ,noch andere ,werke von ihm werden unter den ,bildern1 welche das dem ,erbstatthalter gehrige ,schlo ,loo schmckten1 genannt4 ,auer ,bildnissen befinden sich unter diesen fr das ,frstenpaar gemalten ,bildern ,darstellungen religisen1 mythologischen und allegorischen ,inhalts4 ,aus der ,zeit des ,aufenthaltes in ,holland wird ein ,geschichtchen berliefert von der ,begegnung van ,dycks mit ,franz ,hals4 ,der ,antwerpener ,maler sei in die ,werkstatt des ,haarlemer ,meisters getreten und habe1 ohne sich zu nennen1 sein ,portrt bestellt4 ,franz ,hals habe sich sofort an die ,arbeit begeben und in einer kaum zweistndigen ,sitzung das ,bild fertig gemacht4 ,darauf habe van ,dyck gesagt1 das ,portrtmalen schiene eine leichte ,sache zu sein1 er wolle es auch einmal versuchen4 ,und nun habe er den ,franz ,hals in noch krzerer ,zeit gemalt4 ,da sei diesem die ,erkenntnis gekommen1 da der ,fremde kein anderer als ,anton van ,dyck sein knne1 und voller ,freude ber die unerwartet gemachte persnliche ,bekanntschaft mit einem ,ebenbrtigen oder ,greren1 habe ,franz ,hals seinen ,besucher ins ,wirtshaus mitgenommen4 -- ,das ,geschichtchen ist vielleicht mehr fr die alten ,biographen bezeichnend1 als fr die beiden ,knstlerpersnlichkeiten4 ,was davon als ,tatsache brigbleibt1 ist1 da van ,dyck den ,franz ,hals portrtiert hat4 ,er zeichnete damals auch von mehreren anderen hollndischen ,knstlern die ,bildnisse4 ,illustration3 ,abb4 #ah4 ,beweinung ,christi4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #ca47 ,illustration3 ,abb4 #ai4 ,beweinung ,christi4 ,im knigl4 ,museum zu ,berlin4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #ca47 ,in das ,jahr #afca fllt wieder die ,entstehung eines berhmten ,altargemldes4 ,roger ,braye1 ,kanonikus der ,liebfrauenkirche zu ,courtrai1 bestellte bei van ,dyck fr eine ,kapelle dieser ,kirche eine ,darstellung der ,kreuzigung ,christi4 ,der ,knstler whlte1 wie dies auch ,rubens einmal getan hatte1 den ,augenblick der ,aufrichtung des ,kreuzes4 ,unter der ,aufsicht eines berittenen ,kriegsmannes1 hinter dem ein anderer ,reiter das obrigkeitliche ,banner trgt1 strengen vier ,mnner sich an1 das ,kreuz emporzurichten und zugleich in die ,grube einzupflanzen1 die ein fnfter mit der ,schaufel ausgeworfen hat4 ,die rohen ,hnde der ,henker greifen unbarmherzig in das zarte1 weie ,fleisch des ,gekreuzigten1 der mit dem ,blicke des unschuldigen ,opferlammes die ,augen nach oben wendet4 ,in diesem ,ausdruck der vollkommenen ,unschuld und einer ,ergebung1 die kein unwillkrliches ,widerstreben1 kein ,zucken eines ,muskels im ,schmerze zult1 liegt das eigentmlich ,ergreifende des ,bildes1 dasjenige1 wodurch dasselbe einen anderen ,charakter bekommt1 als das inhaltsgleiche ,rubenssche ,gemlde1 das ihm in der ,anordnung der ,komposition mit dem diagonal das ,bild durchschneidenden ,kreuz und auch darin hnlich ist1 da eine mchtige ,einwirkung auf das ,gemt des ,beschauers erzielt wird durch das ,zusammenstellen von nur ganz mitleidlosen ,personen mit der mitleiderweckenden ,gestalt des ,opfers4 ,illustration3 ,abb4 #bj4 ,der ,leichnam ,christi1 von ,engeln beweint4 ,zeichnung in der ,albertina zu ,wien4 ,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york4 7,zu ,seite #ca47 ,illustration3 ,abb4 #ba4 ,maria1 ,jesus und ,johannes4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #cb47 ,das ,gemlde wurde im ,mai #afca an seinem ,platz aufgestellt4 ,es befindet sich noch heute in der ,liebfrauenkirche zu ,courtrai4 ,das ,archiv des ,kapitels dieser ,kirche bewahrt noch als ein seltenes ,stck die eigenhndige ,quittung van ,dycks ber den ,empfang des ,honorars von hundert ,pfund vlmisch 7sechshundert ,gulden74 ,neben den wenigen ,werken1 deren ,entstehungszeit feststeht1 schuf van ,dyck in den sechs oder sieben ,jahren1 welche er nach der ,rckkehr aus ,italien in der ,heimat zubrachte1 eine ,menge von ,gemlden1 fr welche die ,zeitangabe im einzelnen fehlt4 ,im allgemeinen nimmt man an1 da diejenigen ,bilder1 bei denen die ,erinnerung an die ,farbengebung der venezianischen ,meister am strksten nachklingt1 am frhesten nach der italienischen ,reise entstanden seien4 ,doch ist auch diese ,annahme kein unbedingt sicherer ,anhaltspunkt4 ,jedenfalls war dieser ,abschnitt seines ,lebens derjenige1 in welchem er mit einer unglaublichen ,leichtigkeit des ,schaffens die reichste und vielseitigste ,ttigkeit entfaltete und in welchem er zur hchsten ,entwickelung seines ,knnens gelangte4 -- ,in diese ,zeit fallen neben den schon genannten ,altarbildern eine groe ,zahl hervorragender religiser ,gemlde4 ,besonders hufig kommen unter denselben die ,kreuzigung und die ,beweinung ,christi vor4 ,illustration3 ,abb4 #bb4 ,ruhe auf der ,flucht nach gypten4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 7,zu ,seite #cb47 ,illustration3 ,abb4 #bc4 ,der ,maler ,jan de ,waal und seine ,frau4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #di47 ,den letzteren ,gegenstand wute der ,meister in mannigfaltiger ,weise und immer ergreifend aufzufassen4 ,die berhmtesten dieser ,darstellungen befinden sich im ,museum zu ,antwerpen und in der ,mnchener ,pinakothek4 ,auf dem ,antwerpener ,bilde sehen wir den heiligen ,leichnam lang ausgestreckt und starr1 mit ,haupt und ,schulter auf den ,scho der ,mutter gebettet daliegen4 ,maria1 mit dem ,rcken an das dunkle ,gestein des ,felsens gelehnt1 dessen ,gruft den ,toten aufnehmen soll1 breitet in lautem ,jammer die ,arme aus4 ,der ,jnger ,johannes hat die ,rechte des ,heilands gefat und zeigt die blutigen ,wunden den ,engeln1 die herbeigekommen sind und bei dem ,anblick in ,trnen ausbrechen4 ,die ,gruppe des ,johannes und der ,engel steht in weichen1 warmen ,tnen vor der blassen blauen ,luft4 ,in eigentmlicher1 eindrucksvoller ,wirkung wird der bleiche ,fleischton des ,leichnams durch dieses ,nebeneinander der kalten ,helligkeit und des warmen ,dunkels einerseits und durch das reine ,wei des ,leintuches und das ,blaugrn des ber den ,scho ,marias gebreiteten ,tuches andererseits hervorgehoben 7,abb4 #ad74 ,das ,mnchener ,bild ist von dem ,antwerpener im ganzen ,eindruck schon dadurch verschieden1 da sich alles in weicheren1 flieenden ,linien bewegt4 ,so ist auch die ,stimmung hier noch weicher1 klagender1 als dort4 ,der ,schauplatz ist nicht vor den ,gruftfelsen verlegt1 sondern an den ,fu des schrg umgelegten ,kreuzes4 ,maria lehnt sich mit den ,schultern an den ,stamm und wendet das ,antlitz -- eine getreue bertragung des antiken ,niobekopfes in die ,malerei -- zum ,himmel4 ,den schmerzlichen ,blick begleitet eine gleichsam fragende ,gebrde der ausgestreckten rechten ,hand1 whrend die andere ,hand die durchbohrte ,linke des toten ,sohnes emporhebt4 ,der ,leichnam liegt mit dem ganzen ,oberkrper in den ,scho der ,mutter geschmiegt1 sein ,haupt ruht wie schlummernd an ihrer ,brust4 ,engel in farbigen ,gewndern1 zum ,teil von dem hellen ,licht bestrahlt1 das den ,krper des ,heilands mit einem goldigen ,ton berflutet1 zum ,teil in tiefe1 weiche ,schatten gehllt1 betrachten schmerzerfllt den ,toten1 und weinende ,cherubimkpfe erscheinen im ,gewlk der von der roten ,abendglut durchleuchteten ,luft4 ,man mag1 wenn man will1 etwas von gesuchter ,formenschnheit in diesem ,gemlde finden2 aber die ,empfindung1 aus der das ,ganze hervorgegangen1 ist echt 7,abb4 #ah74 ,diesen beiden gefeierten ,darstellungen reiht sich das inhaltsgleiche ,gemlde im ,berliner ,museum ebenbrtig an4 ,hier ist der heilige ,leichnam auf einer mit dem ,leintuch bedeckten ,steinbank vor dem ,felsen niedergelassen worden4 ,johannes1 auf derselben ,steinbank sitzend1 hlt ihm den ,oberkrper und das ,haupt in erhhter ,lage4 ,die ,mutter ,maria steht daneben und beugt sich mit vorgestreckten ,hnden herab1 um den ,toten noch einmal zu umarmen4 ,magdalena1 an ihrer ,seite1 fat nach ihrem ,arm1 als wollte sie ein allzu heftiges ,vorwrtsstrzen verhindern4 ,die ,klage des ,himmels deutet nur ein kleiner ,engelknabe an1 der mit schmerzlich bewegtem ,gesichtchen dem ,beschauer das ,wundmal in der ,hand des ,erlsers zeigt4 ,die ,stimmung ist auch hier weich4 ,licht und ,farbe entwickeln sich in gedmpften ,tnen aus braunen ,tiefen heraus4 ,die groe braungraue ,masse des ,felsens bildet den ,hintergrund fr die ,frauen2 ,maria trgt ein dunkelgraues ,kleid1 gelblichen ,schleier und blaues ,kopftuch1 ,magdalena ein dunkelgelbes ,kleid1 dessen ,farbe mit derjenigen ihres goldblonden ,haares fast bereinstimmt1 und einen schwarzen berwurf4 ,der ,oberkrper des ,johannes1 der mit einem schwrzlichen ,rock bekleidet ist1 hebt sich dunkel ab von der grauwolkigen ,luft1 die nur an einzelnen ,stellen das ,blau des ,himmels zwischen hellen ,lichtern aus den ,wolkenrndern hervorblicken lt4 ,wie bei ,maria das herkmmliche ,blau der ,kleidung nur an dem kleinen ,stck gezeigt wird1 welches ihr ber ,hinterhaupt und ,schulter liegt1 so ist bei ,johannes das bliche ,rot auf das ,stck ,mantel beschrnkt1 welches ber seinen ,knieen hngt 7,abb4 #ai74 ,neben diesen ,gemlden mag eine ausdrucksvolle ,zeichnung in der ,albertina zu ,wien erwhnt werden1 welche den toten ,christus im ,innern der ,gruft1 wo eine ,schar von ,engeln ihn weinend umgibt1 darstellt4 ,es ist bezeichnend fr van ,dyck1 da auch hier der ,leichnam nicht starr und gestreckt1 sondern mit erhhtem ,oberkrper und leicht gebogenen ,gliedern daliegt1 so da ein weicher ,flu der ,linien entsteht 7,abb4 #bj74 ,zu den ,kreuzigungsbildern gehren auer den schon besprochenen noch zwei figurenreiche ,altargemlde in belgischen ,kirchen3 das eine in der ,kathedrale zu ,mecheln1 das andere in der ,st4 ,michaelskirche zu ,gent4 ,auf dem ersteren wird die ,ergebenheit des ,heilands durch die gewaltsamen ,schmerzbewegungen der zwei ,schcher hervorgehoben4 ,christus wendet sein ,haupt der wehklagenden ,mutter zu4 ,johannes steht ,maria zur ,seite1 und ,magdalena umklammert den ,fu des ,kreuzes4 ,petrus und ein anderer ,apostel kommen in einiger ,entfernung heran4 ,kriegsleute zu ,fu und zu ,pferd fllen den brigen ,raum4 ,das ,bild wurde im ,auftrage eines ,herrn van der ,laen fr den ,preis von #bjjj ,gulden fr die ,minoritenkirche zu ,mecheln gemalt4 ,im ,jahre #agid nach ,paris entfhrt1 wurde es nach der ,rckgabe an die ,domkirche ,st4 ,romuald geschenkt4 ,das ,genter ,gemlde1 das leider durch wiederholte sogenannte ,restaurationen sehr verdorben ist1 stellt den ,augenblick dar1 wo dem durstenden ,heiland der ,essigschwamm gereicht wird4 ,auch hier sieht man auf der einen ,seite ,maria und ,johannes1 auf der anderen die ,kriegsleute1 ,magdalena am ,fue des ,kreuzes1 in der ,luft flattern zwei kleine ,engel vor dem verfinsterten ,himmel4 -- ,ein fr die ,minoritenkirche zu ,lille gemaltes ,altarbild1 welches den ,gekreuzigten mit ,maria und ,johannes zeigt1 befindet sich jetzt im ,museum zu ,lille4 -- ,in zahlreichen ,bildern hat van ,dyck die einzelne ,gestalt des hell beleuchtet vor einem schwarzgrauen ,himmel hngenden gekreuzigten ,erlsers mit tiefer ,auffassung gemalt 7vergl4 ,abb4 #di74 ,neben solchen ,schilderungen des ,leidens und ,schmerzes steht eine ,anzahl liebenswrdig aufgefater ,madonnenbilder4 ,vielleicht das schnste von diesen befindet sich in der ,mnchener ,pinakothek4 ,eine liebliche und doch gro und ernst aufgefate ,gestalt1 hlt ,maria mit beiden ,hnden das neben ihr auf einem ,stein stehende ,jesuskind und blickt sinnend herab auf den kleinen ,johannes1 der das ,spruchband mit den ,worten3 ,siehe1 das ,lamm ,gottes8 emporreicht4 ,die rechte ,seite ,marias und der ,kopf des ,johannesknaben heben sich mit krftigem ,umri von einer lichtwolkigen ,luft ab2 in der anderen ,hlfte des ,gemldes bildet dunkel beschattetes ,mauerwerk1 mit welchem das dunkle ,obergewand ,marias weich zusammenklingt1 einen tiefen ,hintergrund fr die leuchtend helle ,gestalt des unbekleideten ,jesuskindes4 ,zweifellos ist es berechtigt1 wenn man in der gewundenen ,stellung des ,kindes etwas ,geziertes finden will4 ,aber darber mag man gern hinwegsehen im ,genu der echten malerischen ,empfindung des farbenschnen ,gemldes 7,abb4 #ba74 -- ,ein zweites ,marienbild1 welches die ,mnchener ,pinakothek besitzt1 fesselt gleichfalls durch eine innige ,lieblichkeit4 ,die heilige ,familie befindet sich auf der ,flucht nach gypten1 unter ,bumen eine kurze ,rast genieend4 ,der kleine ,jesus ist auf dem ,schoe ,marias1 mit dem ,kopfe an ihre ,brust gelehnt1 eingeschlafen1 und leise1 behutsam1 da ja ihre ,bewegung das ,kind nicht wecke1 wendet diese den ,kopf ein wenig zur ,seite1 um zu hren1 was der ,pflegevater ,joseph1 der sich ber ihre ,schultern beugt1 zu ihr spricht4 ,in zarten1 lichten ,farben heben sich die ,gruppe von ,mutter und ,kind und der ,kopf des ,greises von dem ,dunkel der ,bume ab1 das von lichten ,luftdurchblicken unterbrochen wird 7,abb4 #bb74 ,illustration3 ,abb4 #bd4 ,christus und der geheilte ,gichtbrchige4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #ce47 ,im ,louvremuseum zu ,paris befindet sich ein sehr schnes ,marienbild1 welches ein niederknieendes ,ehepaar in ,anbetung vor dem vom ,scho der ,mutter sich ihm freundlich zuneigenden ,jesuskinde zeigt4 ,derartige ,stifterbilder waren damals ziemlich aus der ,mode gekommen2 van ,dyck aber fand hier eine glckliche ,gelegenheit1 seine ,kunst als ,madonnenmaler und als ,bildnismaler vereinigt zu zeigen4 -- ,in die ,zahl der ,marienbilder gehrt noch die von ihm mehrmals gemalte ,darstellung1 welche die ,muttergottes als ,zuflucht der reuigen ,snder zeigt4 ,knig ,david1 ,maria ,magdalena und den verlorenen ,sohn sehen wir als die ,vertreter der ,bufertigen in einer solchen ,darstellung1 welche in zwei bereinstimmenden ,exemplaren im ,louvre und im ,berliner ,museum vorhanden ist4 ,illustration3 ,abb4 #be4 ,susanna im ,bade4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #ce47 ,die ,mnchener ,pinakothek1 in der man van ,dyck nach allen ,seiten hin kennen lernen kann1 bietet uns auch mehrere ,beispiele von ,gemlden1 welche ihre ,stoffe der ,heiligen ,schrift entnehmen1 ohne darum irgendwie einen kirchlichen ,charakter zu beanspruchen4 ,sichtlich unter dem noch ganz frisch wirkenden ,eindruck der ,werke ,tizians entstanden ist das ,bild3 ,christus spricht mit dem geheilten ,gichtbrchigen4 ,dieses aus vier ,figuren -- dem ,heiland1 dem ,geheilten mit seinem ,bettzeug ber dem ,arm1 einem ,jnger und einem ,phariser -- auf aus lichter ,luft und einer dunklen ,wand zusammengesetztem ,hintergrund bestehende ,gemlde stellt sich uns unverkennbar als ein ,versuch dar1 mit dem groen ,venezianer in ,bezug auf ,farben und ,ausdruck zu wetteifern 7,abb4 #bd74 ,ungleich selbstndiger und darum ansprechender ist die ,darstellung der von den beiden ,alten im ,bade berraschten ,susanna 7,abb4 #be74 ,hier hat der ,maler geschwelgt in der ,wiedergabe des eigenen ,zaubers hell beleuchteten zarten ,fleisches1 und er hat sich dabei mehr von dem ,reiz der lebendigen ,natur1 als von der ,erinnerung an alte italienische ,meister leiten lassen4 ,in dem dunklen ,rotbraun des ,gewandes1 mit dem ,susanna sich zu verhllen sucht1 hat er einen prchtigen ,gegensatzton zu der lichten ,haut gefunden1 auf deren ,hervorhebung auch die ganz dunkel gehaltene ,umgebung berechnet ist2 nur die ausdrucksvoll sprechenden ,kpfe der beiden ,alten und die rechte ,hand des einen1 der mit lsternem ,finger die weiche ,schulter des ,mdchens berhrt1 treten noch hell aus dem ,dunkel hervor4 ,erfreulich wirkt in diesem ,bilde auch das ,fehlen jeglicher ,geziertheit in ,bewegung und ,ausdruck der ,susanna2 wie die ,ueberraschte sich erschreckt zur ,seite biegt und in sich zusammenzieht und dabei zugleich einen ,blick entschlossener ,abwehr dem ,manne zusendet1 der mit ,worten und mit dem ttlichen ,versuch1 ihr das ,gewand1 das sie mit krftig geschlossener ,faust festhlt1 zu entziehen1 auf sie eindringt1 das ist mit einer bewunderungswrdigen ,natrlichkeit wiedergegeben4 ,trotz der glcklichen ,durchbildung des ,ausdrucks in diesem ,werk braucht man nicht daran zu zweifeln1 da van ,dyck1 ebenso wie wohl fast alle ,maler1 welche jemals diesen ,gegenstand behandelt haben1 die keusche ,susanna nicht um ihrer ,tugend1 sondern um ihrer ,entkleidung willen malte4 ,illustration3 ,abb4 #bf4 ,der ,bildhauer ,andreas ,colyns de ,nole4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #di47 ,illustration3 ,abb4 #bg4 ,der ,kupferstecher ,karl de ,mallery4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #di47 ,die blendende ,wiedergabe weichen1 jugendlichen ,fleisches war ihm auch die ,hauptaufgabe bei der zweiten in der ,mnchener ,pinakothek befindlichen ,darstellung der ,marter des heiligen ,sebastian 7,abb4 #bh71 als deren ,entstehungszeit das ,jahr #afbf berliefert wird1 und die einen ganz anderen knstlerischen ,charakter zeigt wie das ltere ,gemlde des gleichen ,inhalts4 ,der ,heilige1 so jugendlich aufgefat und so wei und zart1 da man bei diesem ,anblick wirklich nicht an einen rmischen ,kriegsmann denken kann1 scheint hier an nichts anderes zu denken1 als an die ,schaustellung seiner anmutigen ,krperformen zum ,zwecke der ,bewunderung4 ,mit einem geradezu koketten ,ausdruck heftet er den ,blick auf den ,beschauer4 ,und es gelingt ihm in der ,tat1 unsere ,bewunderung derartig zu fesseln1 da wir kaum zu einer ,empfindung fr die unangenehme ,lage1 in der er sich befindet1 gelangen4 ,ein halbnackter ,riese schnrt den ,strick zusammen1 mit dem die ,unterschenkel des ,verurteilten an den ,baumstamm gebunden sind2 ein wilder dunkelbrauner ,schtze1 der sich prchtig abhebt von dem weien ,ro des die ,exekution leitenden ,hauptmanns1 legt ihm die ,hand aufs ,haupt1 als wolle er ihn hhnisch auffordern1 dem ,tod recht mutig ins ,auge zu sehen2 ein anderer1 dessen ,gesicht im ,schatten des ,helms verschwindet1 whlt prfend die schrfsten ,geschosse aus seinem ,pfeilbndel aus4 ,aber diese ,gestalten1 durch deren ,gebaren der ,maler sich bemht hat1 das ,schreckliche des ,vorgangs recht anschaulich zu machen1 vermgen unseren ,blick nicht festzuhalten1 der immer nur auf der lichten ,jnglingsgestalt haften bleibt2 und ihr grimmiges ,tun reicht nicht aus1 um eine ,empfindung des ,mitleids aufkommen zu lassen fr den seine ,schnheit so hell ins ,licht stellenden ,mrtyrer4 ,es ist nicht mglich1 die ,geziertheit weiter zu treiben1 -- und doch bestrickt uns das ,gemlde und fesselt uns zu lngerer ,betrachtung1 und zwar nicht allein durch die prchtig gemalte anmutige ,jnglingsgestalt1 sondern auch durch den hohen malerischen ,reiz des ,ganzen4 ,illustration3 ,abb4 #bh4 ,der heilige ,sebastian4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #ce47 ,illustration3 ,abb4 #bi4 ,danae4 ,in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,dresden4 ,nach einer ,aufnahme von ,f4 ,o4 ,brockmanns ,nachf4 7,r4 ,tamm7 in ,dresden4 7,zu ,seite #da47 ,seltener als aus dem religisen ,stoffgebiet whlte van ,dyck die ,vorwrfe fr seine ,bilder aus der ,mythologie4 ,fr ihn hatte die antike ,gtterwelt nicht annhernd mehr eine solche ,bedeutung1 wie sie fr ,rubens hatte4 ,das lag sowohl in den ,anschauungen des jngeren ,geschlechts1 dem er angehrte1 als auch in seinem ,temperament begrndet4 ,in ,rubens lebte noch etwas von jenem ,geist der ,renaissance1 der den ,heidengttern und ihrem ,gefolge gleichsam ein neues ,dasein gegeben hatte2 fr seine berschumende ,vollkraft waren jene von bermenschlicher ,kraft und bermenschlicher ,daseinsfreude erfllten ,gestalten1 mit denen er ,himmel und ,erde und ,meer bevlkerte1 eine so naturgeme ,verkrperung seiner ,ideen1 da sie fr seine ,einbildungskraft sozusagen die ,bedeutung von wirklich vorhandenen ,wesen hatten1 -- in hnlicher ,weise etwa1 wie zu unserer ,zeit ,moritz von ,schwind sagte1 da er an seine ,nixen und ,erdmnnlein glaube4 ,fr van ,dyck dagegen war die ganze klassische ,gtter- und ,heldensage weiter nichts als ein groes ,nachschlagebuch fr ,stoffe1 welche ,gelegenheit zum ,malen nackter ,figuren gaben1 besonders weiblicher1 zu deren ,darstellung sich sonst nur selten ,veranlassung fand4 ,so haben denn auch seine mythologischen ,gestalten nichts mehr von urwchsigen ,naturwesen1 man sieht ihnen vielmehr das entkleidete ,modell an4 ,illustration3 ,abb4 #cj4 ,der ,organist ,heinrich ,liberti4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #di47 ,die ,danae in der ,dresdener ,gemldegalerie1 eine hbsche jugendliche ,gestalt1 die1 auf dem ,ruhelager ausgestreckt1 die ,arme nach dem vom ,himmel fallenden ,golde ausbreitet1 whrend ihre alte ,dienerin sich vergeblich bemht1 etwas davon im ,gewande aufzufangen1 macht den ,eindruck einer eleganten ,salondame 7,abb4 #bi74 ,frischer wirkt das im ,pradomuseum zu ,madrid befindliche ,gemlde3 ,diana und ,endymion von einem ,satyr belauscht4 ,im ,waldesdunkel schlummert die ,gttin1 von ,jagdgert und ,jagdbeute umgeben1 auf einem aus ihren abgelegten ,gewndern bereiteten ,lager2 ihre linke ,hand ruht im ,arm des ,schlfers ,endymion4 ,auch der ,jagdhund ist eingeschlafen4 ,der ,satyr schleicht im ,dickicht leise heran1 ganz verborgen im ,schatten2 nur ein ,arm von ihm kommt in das ,licht hervor1 ein langer1 gerade ausgestreckter ,arm1 der hhnisch auf die ,gttin hinweist1 als sollten andere1 unseren ,blicken noch verborgene ,waldgeister darauf aufmerksam gemacht werden1 in welcher ,lage die sonst so unnahbare ,jungfrau hier zu sehen sei4 ,in weichen ,tnen entwickelt sich die schne ,farbe des ,bildes aus einem brunlichen ,grundton heraus 7,abb4 #cb74 ,als in die ,reihe der mythologischen ,darstellungen gehrig mag noch ein in englischem ,privatbesitz befindliches ,gemlde besonders erwhnt werden1 in welchem van ,dyck sich selbst als ,paris mit dem ,apfel in der ,hand -- aber ohne die ,gttinnen -- gemalt hat4 ,den mythologischen ,bildern schliet sich als inhaltsverwandt eine mehrmals behandelte ,darstellung von ,rinaldo und ,armida an -- ein ,stoff1 den schon ,rubens aus der ,dichtung ,tassos als ,bildgegenstand herausgehoben hatte4 ,die schne1 lchelnde ,zauberin1 die auf dem ,rasen des ,gartens sitzt1 und der ,held1 der mit dem ,kopf in ihrem ,schoe ruht2 ein dunkler ,hintergrund von ppig dichtem ,laubwerk und ringsum die ,lichtgestalten eines ,schwarmes von kleinen ,liebesgttern1 die in der ,luft und auf dem ,boden sich neckisch umhertummeln3 so setzt sich diese von einer reizvollen dichterischen ,stimmung erfllte ,schpfung van ,dycks zusammen1 von der sich das bekannteste ,exemplar im ,louvre befindet4 ,van ,dyck malte diesen ,gegenstand im ,jahre #afbi fr einen ,kammerherrn des ,knigs von ,england1 ,endymion ,porter1 der ihn mit der ,anfertigung eines fr den ,knig bestimmten ,bildes beauftragt hatte4 ,ein anderes ,exemplar befand sich unter den ,gemlden1 welche er fr den ,erbstatthalter von ,holland und dessen ,gemahlin ausfhrte4 ,dem mythologischen ,gebiet mag man auch einige1 nicht gerade sonderlich gehaltreiche ,allegorien beizhlen1 wie die ,darstellung des ,zeitgottes1 der dem ,amor die ,flgel beschneidet1 in der ,sammlung des ,herzogs von ,marlborough4 ,weiterhin reihen sich der verhltnismig geringen ,zahl von van ,dycks ,historienbildern nicht religisen ,inhalts noch einige ,darstellungen aus der biblischen und aus der rmischen ,geschichte ein4 ,so die ,gefangennahme ,simsons1 eine fr van ,dyck ungewhnlich wild bewegte ,komposition1 in der kaiserl4 ,gemldegalerie zu ,wien 7,abb4 #cd71 und die ,enthaltsamkeit des ,scipio1 in einer englischen ,sammlung4 -- ,auch die neuere ,geschichte hat ihm in vereinzelten ,fllen ,stoffe geliefert4 ,so finden wir in der ,mnchener ,pinakothek eine groe ,schilderung der ,schlacht bei ,saint-,martin-,eglise1 in welcher ,heinrich ,,iv4 den ,herzog von ,mayenne besiegte4 ,van ,dyck malte dieses ,bild im ,verein mit dem ,schlachtenmaler ,snayers2 von seiner eigenen ,hand rhren wohl nur die stolzen ,reiterfiguren des ,knigs und seines ,gefolges im ,vordergrund her4 ,wie hoch man auch den ,wert von manchen der sogenannten ,historienbilder1 namentlich derjenigen religisen ,inhalts1 welche van ,dyck in den ,jahren #afbf bis #afcb entstehen lie1 schtzen mag3 sein ,bestes gab er auch in diesem ,abschnitt seines ,lebens1 den man als seine ,bltezeit betrachten mu1 in ,bildnissen4 ,seine auerordentliche ,befhigung1 die ,menschen in berzeugender hnlichkeit und zugleich in ansprechendster ,auffassung wiederzugeben1 und solche ,darstellungen zu in ,form und ,farbe gleich abgerundeten wirklichen ,kunstwerken -- zu eigentlichen ,bildern im ,malersinne des ,wortes -- zu gestalten1 wurde allgemein anerkannt1 und kaum eine ,persnlichkeit von irgend welcher ,bedeutung1 die in ,antwerpen lebte oder vorbergehend dort verweilte1 versumte es1 sich von van ,dyck malen zu lassen4 ,auch die franzsische ,knigin ,maria von ,medici besuchte ihn bei ihrer ,durchreise durch ,antwerpen im ,jahre #afca in seiner ,werkstatt und sa ihm zu einem ,bilde4 ,van ,dyck hatte eine glckliche ,hand in der ,wiedergabe hochstehender ,personen2 fast noch glcklicher war er im ,festhalten der ,erscheinung von ,knstlern4 ,die ,menge der meisterhaften ,bildnisse1 die er vor dem ,ablauf seines dreiunddreiigsten ,lebensjahres neben der doch auch sehr ansehnlichen ,zahl anderer ,werke malte1 bekundet eine ,leichtigkeit des ,schaffens1 die derjenigen des ,rubens nicht nachstand4 ,illustration3 ,abb4 #ca4 ,der ,maler ,franz ,snyders und seine ,frau4 ,in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,kassel4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #di47 ,illustration3 ,abb4 #cb4 ,diana und ,endymion1 von einem ,satyr berrascht4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 ,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york4 7,zu ,seite #db47 ,in deutschen ,galerien finden wir zahlreiche ,prachtstcke von ,bildnissen van ,dycks aus diesen ,jahren rastloser ,arbeit4 ,sehen wir uns zunchst in der ,mnchener ,pinakothek um1 so finden wir da eine ganze ,reihe von stolzen ,portrts in ganzer ,figur4 ,der ,zeit nach stehen an deren ,spitze vielleicht die ,bilder des ,herzogs ,karl ,alexander von ,croy und seiner ,gemahlin ,genofeva von ,urf 7,abb4 #i und #aj74 ,die ,herzogin1 eine zu ihrer ,zeit als ,schnheit gefeierte ,dame1 die wir hier in einem ,kleid von schwarzem ,atlas mit reich gemusterten hellseidenen ,einstzen dastehen sehen1 ist dem ,maler weniger gut gelungen als der ,herzog1 dessen wohlbeleibte ,gestalt in lebendiger ,bewegung an der ,schwelle eines ,treppenaufganges steht1 und der uns aus seinem fleischigen1 von schwarzen ,locken eingerahmten ,gesicht mit einem freundlichen ,blick anschaut2 er scheint gleichsam die ,einladung auszusprechen1 mit ihm seine frstliche ,wohnung zu betreten4 ,der hchsten ,aristokratie gehrt ohne ,zweifel auch der unbekannte ,herr an1 der in stolzer ,haltung1 die ,linke unter dem ,atlasmantel in die ,seite gestemmt1 mit dem abgenommenen ,hut in der ,rechten dasteht und uns fest und ruhig ansieht 7,abb4 #ac74 ,von den ,bildnissen eines unbekannten ,ehepaares1 das ohne rechten ,grund als ein ,brgermeister von ,antwerpen mit seiner ,gattin bezeichnet zu werden pflegt 7,abb4 #ae und #af71 ist dasjenige der ,dame1 bei der das dunkle ,seidenkleid und die reichen ,spitzen ein angenehmes ,gesicht und feine ,hnde prchtig hervortreten lassen1 ein ganz besonders fesselndes ,meisterwerk4 ,den ,glanzpunkt aber in der ,reihe dieser vornehmen ,gestalten in ganzer ,figur bildet die frstliche ,erscheinung des ,herzogs ,wolfgang ,wilhelm1 ,pfalzgrafen bei ,rhein und von ,neuburg 7,abb4 #ag74 ,das ,bild wurde1 nach ,ausweis des alten ,katalogs der ,dsseldorfer ,gemldegalerie1 im ,jahre #afbi gemalt4 ,wolfgang ,wilhelm1 seit #afbd ,herzog von ,berg1 war der ,begrnder dieser berhmten ,gemldesammlung1 welche im ,jahre #ahje1 um sie vor den ,franzosen zu retten1 aus der bergischen ,hauptstadt nach ,mnchen gebracht wurde1 wo sie seitdem verblieben ist4 ,seinem ,kunstsinn verdankt daher die ,mnchener ,pinakothek ihren ,reichtum an ,werken von ,rubens und van ,dyck4 ,in einer ganz schlicht natrlichen ,haltung1 aber ein echter ,edelmann und ,landesherr1 steht der ,pfalzgraf da1 mit der ,linken am ,degengriffe1 die ,rechte in das ,ordensband des ,goldenen ,vliees gesteckt2 ihm zur ,seite eine gewaltige gefleckte ,dogge4 -- ,nicht minder vorzglich als malerische ,meisterwerke und fesselnder noch durch das ,eingehende1 man mchte sagen ,freundschaftliche der ,auffassung1 stehen neben den ,bildern hoher ,persnlichkeiten die ,knstlerbildnisse4 ,whrend dort die stattliche ,darstellung in ganzer ,figur vom ,besteller verlangt oder vom ,knstler gewnscht war1 hat van ,dyck bei diesen immer die ,wiedergabe in halber ,figur oder in ,brustbild vorgezogen4 ,ein wahres ,prachtstck ist das ,doppelbildnis des ,malers ,jan de ,waal und seiner ,gattin4 ,der alte ,herr1 der ,vater jener beiden ,maler1 mit denen van ,dyck zu ,genua in enger ,freundschaft lebte1 steht in wrdevoller aufrechter ,haltung da2 seine ,miene scheint uns von dem ,ernst seines knstlerischen ,wollens whrend eines langen ,lebens zu erzhlen1 und seine ,wendung nach der ,gattin hin mit der sprechenden ,handbewegung scheint uns zu sagen1 eine wie treue ,sttze er an dieser braven ,frau gefunden habe1 deren vertrocknetes1 vergilbtes ,gesicht die ,spuren vieler ,sorgen und ,mhen trgt 7,abb4 #bc74 ,ebenfalls mit seiner ,gattin ist der ,bildhauer ,colyns de ,nole gemalt1 aber nicht in einem ,rahmen vereinigt1 sondern in zwei ,gegenstcken4 ,die beiden ,bilder gehren dicht nebeneinander4 ,mit einer gewissen ,behbigkeit1 durch die indessen ein von ,natur lebhafteres ,temperament hindurchspricht1 im ,lehnstuhl sitzend1 blickt ,colyns uns mit einem ,ausdruck innerer ,zufriedenheit an 7,abb4 #bf74 ,ihm gegenber sitzt seine ,lebensgefhrtin1 sehr stattlich gekleidet1 in einem gleichen ,lehnstuhl2 sie ist noch ziemlich jung2 aber ihre ,schnheit beginnt der ,einwirkung von ,kmmernissen zu unterliegen4 ,ein ,tchterchen schmiegt sich an den ,arm der ,mutter und sieht mit einem fast scheuen ,blick nach dem ,vater hinber4 ,in einem kostbaren ,kabinettstck von ganz kleinem ,mastabe ist der ,schlachten- und ,landschaftsmaler ,peter ,snayers abgebildet1 der mit seinem wetterharten ,gesicht unter dem breitkrempigen ,hut selbst wie einer der ,kriegsleute aussieht1 die er zu malen liebte4 ,karl de ,malery1 ein ,kupferstecher1 zeigt sich uns in einem ,bilde von wunderbarer ,lebenswahrheit2 blond1 fleischig1 gesund und phlegmatisch1 mit einer feinen1 wohlgepflegten ,hand1 die er ber dem knstlerisch um die ,schulter geworfenen ,mantel zur ,schau stellt 7,abb4 #bg74 ,den ,bildnissen von ,vertretern der bildenden ,kunst reiht sich dasjenige eines ,musikers an3 ,heinrich ,liberti aus ,grningen1 ,organist an der ,antwerpener ,kathedrale1 wird uns vorgefhrt als ein schnheitsbewuter ,jngling1 der1 mit einer groen ,goldkette geschmckt1 mit einem ,notenblatt in der ,hand1 sich in weicher ,bewegung an eine ,kirchensule lehnt und sich mit geziertem ,ausdruck das ,aussehen eines ,engels oder eines ,evangelisten ,johannes gibt4 ,man kann freilich in ,zweifel darber bleiben1 ob die ,verantwortung fr diese geknstelte ,auffassung nicht mehr dem ,maler als dem ,musiker zur ,last fllt 7,abb4 #cj74 ,illustration3 ,abb4 #cc4 ,bildnis eines lteren ,herrn4 ,in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,kassel4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #ej47 ,illustration3 ,abb4 #cd4 ,simson und ,delila4 ,in der kaiserlichen ,gemldegalerie zu ,wien4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #db47 ,illustration3 ,abb4 #ce4 ,der ,maler ,kaspar de ,crayer4 ,in der ,liechtensteingalerie zu ,wien4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #ec47 ,eine ,anzahl von ,meisterwerken der ,bildniskunst ersten ,ranges finden wir in der ,gemldegalerie zu ,kassel4 ,da steht an allererster ,stelle das ,doppelbildnis des ,tiermalers ,franz ,snyders und seiner ,frau4 ,snyders ist fter von van ,dyck gemalt worden1 und immer ist er ihm ,gegenstand eines ausgezeichneten ,bildes geworden4 ,in dem ,kasseler ,gemlde sitzen ,mann und ,frau nebeneinander2 ihre ,rechte ruht auf seiner auf die ,armlehne des ,stuhles gelegten ,linken4 ,beide sehen den ,beschauer klar und ruhig an4 ,das feine1 geistreiche ,gesicht des ,snyders ist bleich von ,farbe2 ,haar und ,bart sind blond1 die ,augen grau4 ,wer ,snyders zum erstenmal sieht1 ist erstaunt1 in dieser fast zart zu nennenden ,erscheinung den ,maler jener ,tierstcke1 in denen wahrhaft ,rubenssche ,leidenschaft lebt1 zu finden4 ,das kluge ,gesicht von ,frau ,snyders ist wei und rosig2 ihre ,augen haben ganz die nmliche ,farbe1 wie die des ,mannes2 ihr ,haar ist dunkler4 ,beide sind angenehme ,persnlichkeiten1 so liebenswrdig aufgefat1 da sie gleich beim ersten ,anblick das ,herz des ,beschauers gewinnen4 ,nach der herrschenden ,mode sind beide in ,schwarz gekleidet1 das ,kleid der ,frau hat vorn herunter einen zierlich gearbeiteten goldgestickten ,einsatz4 ,der ,hintergrund setzt sich zusammen aus einem aufgerafften olivengrauen ,vorhang und einem durch einen breiten grauen ,pfeiler geteilten ,ausblick ins ,freie1 wo sich unter ruhigem1 grauem ,himmel eine baumreiche ,ebene zu einer fernen blauen ,hgellinie hinzieht4 ,der ,farbenreiz des ,gemldes ist ebenso knstlerisch vollkommen1 wie die ,lebendigkeit und geistige ,tiefe der ,auffassung 7,abb4 #ca74 ,ein diesem ebenbrtiges ,familienbild zeigt einen ,herrn ,sebastian ,leers mit ,frau und ,shnchen1 gleichfalls ein vollendetes ,prachtstck sowohl in ,bezug auf lebendige ,personenschilderung wie auf die ,schnheit des ,tons4 ,auch hier sitzen ,mann und ,frau -- diese eine lebhaft blickende ,brnette -- nebeneinander1 in schwarzer ,seidenkleidung4 mit ,einsatz von ,goldbrokat am ,frauenkleid4 ,der blonde ,knabe1 der neben seiner ,mutter steht1 hat ein ,mntelchen von hellgrner ,seide umgenommen1 das einen reizvollen lebhaften ,ton in die ,stimmung des ,ganzen bringt4 ,auch hier enthlt der ,hintergrund einen ,ausblick ins ,freie von khlem ,ton4 ,zu den prchtigsten unter den in ,kassel befindlichen van ,dyckschen ,bildnissen gehren ferner zwei ,gegenstcke1 welche einen ,herrn und eine ,dame in ganzer ,figur zeigen4 ,wer die beiden ,persnlichkeiten sind1 ist nicht bekannt4 ,jedenfalls hat dieser ,herr1 der mit einer ,gebrde des ,sprechens uns gegenbersteht1 irgend ein ffentliches ,amt bekleidet4 ,er trgt ein ,staatsgewand von schwarzer ,seide1 aus langem ,rock und berwurf bestehend4 ,das ,seidenschwarz mit seinen glnzenden grauen ,lichtern1 eine brunlich-graue ,wand1 in der oben links am ,bildrande sich ein schmaler ,durchblick in das ,freie ffnet1 und das dunkle ,grn eines an der rechten ,seite des ,bildes bis zum ,boden herabhngenden seidenen ,vorhangs vereinigen sich zu einem ,dreiklang von vornehmer1 ernster ,wirkung1 aus dem sich die ,helligkeiten des von braunem ,haar eingefaten ,gesichts und der ,hnde -- das warme ,fleisch von khlem ,weizeug begleitet -- lebhaft herauslsen 7,abb4 #cc74 ,bei dem dazu gehrigen ,damenbildnis ist die ,farbenstimmung ebenso vornehm1 aber reicher1 festlicher4 ,ein ,vorhang von roter ,seide fllt auf die ,lehne eines rotgepolsterten ,sessels herab1 unter dem ein ,smyrnateppich liegt4 ,von dieser roten ,masse1 die zu gesteigerter ,lebhaftigkeit der ,wirkung gebracht wird dadurch1 da man ber dem schrg fallenden ,vorhang in die dunkelblaue ,luft und auf die grnen ,bltter eines ,feigenbaumes sieht1 heben sich die hellen ,tne des ,kopfes1 den ergrauendes blondes ,haar1 in ,lckchen gekruselt1 umgibt1 der ,hand1 welche die ,handschuhe lose haltend auf der ,stuhllehne liegt1 und des mit reichen ,spitzen besetzten durchsichtigen ,weizeuges von ,kragen und ,manschette1 sowie das tiefe ,schwarz des ,atlaskleides klar und prchtig ab4 ,an der anderen ,seite der ,figur1 der ,schattenseite1 kommt das ,rot nicht wieder zum ,vorschein1 und die ,tne verlieren sich weich in einem dunklen graubraunen ,hintergrund4 ,illustration3 ,abb4 #cf4 ,maria ,luisa de ,tassis4 ,in der ,liechtensteingalerie zu ,wien4 ,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #ec und #ed47 ,illustration3 ,abb4 #cg4 ,bildnis einer jungen ,dame4 ,in der ,liechtensteingalerie zu ,wien4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu dieser ,seite47 ,einen ,schatz von vorzglichen ,werken van ,dycks besitzt die frstlich ,liechtensteinsche ,gemldesammlung zu ,wien4 ,unter den ,knstlerbildnissen ragte hier das des ,malers ,kaspar de ,crayer hervor1 ein ,meisterstck von zu voller ,krperhaftigkeit durchgebildeter ,ausfhrung1 mit einer wundervollen ,hand 7,abb4 #ce74 ,das vorzglichste aber ist das ,bildnis einer jungen ,dame aus ,antwerpen1 ,maria ,luisa de ,tassis 7,abb4 #cf71 welche nach der bei den hheren ,stnden beliebten franzsischen ,mode gekleidet ist4 ,wenn wir zum ,vergleich das ebenda befindliche ,bildnis einer anderen hbschen jungen ,dame betrachten1 welche uns die einheimische niederlndische ,tracht in reichster ,ausstattung zeigt 7,abb4 #cg71 so begreifen wir1 da es dem ,maler ein ,hochgenu gewesen sein mu1 eine so anmutige ,erscheinung wie ,maria ,luisa de ,tassis in einer ,kleidung abbilden zu knnen1 welche freiere1 lebendiger bewegte ,linien und lichtere ,farben zeigte und die ,krperformen weniger erdrckte4 ,die ,kleidung von ,maria ,luisa de ,tassis -- schwarzer ,atlas und weie ,seide1 ,schleifen und feinste ,spitzen1 ,schmuck von ,perlen1 ,gold und ,edelsteinen -- ist sehr reich4 ,aber all dieser ,reichtum ist1 stofflich und malerisch1 nur der wertvolle ,rahmen fr den kstlichen ,inhalt1 das junge1 schne1 liebenswrdige ,weib4 ,es gibt wenige ,damenportrts1 die man diesem zur ,seite stellen drfte 7,abb4 #cf74 ,illustration3 ,abb4 #ch4 ,bildnis eines lteren ,herrn4 ,in der ,gemldegalerie zu ,dresden4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu dieser ,seite47 ,neben solchen malerischen ,prachtstcken seien als ,beispiele allerschlichtester ,auffassung1 die sich mit dem wirkungsvollen ,herausheben der ,kpfe im ,rahmen des feinen ,weizeuges aus dem von der schwarzen ,kleidung im ,verein mit einem tiefen ,schattenton des ,hintergrundes gebildeten ,dunkel begngt1 die ,brustbilder eines lteren ,ehepaares in der ,dresdener ,gemldegalerie erwhnt 7,abb4 #ch und #ci74 ,die wachsende ,zahl der ,bildnisse von ,frstlichkeiten und von ,berhmtheiten auf den ,gebieten des ,staatswesens1 der ,wissenschaften und der ,knste brachte den ,meister auf den ,gedanken1 diese ,bildnisse in einem groen ,sammelwerk zu verffentlichen4 ,er fertigte nach den ,bildern oder nach ,skizzen derselben1 welche er fr sich zurckbehielt1 kleine ,wiederholungen braun in braun oder auch bloe ,zeichnungen an1 als ,vorlagen fr ,kupferstiche1 welche von den besten ,antwerpener ,stechern1 von ,schelte a ,bolswert1 ,pontius1 ,vorstermann und anderen1 ausgefhrt wurden4 ,die ,herausgabe dieser ,ikonographie81 an deren ,vervollstndigung van ,dyck unausgesetzt arbeitete1 bernahm der ,kupferdrucker ,martin van den ,enden4 ,die ,sammlung wuchs bei ,lebzeiten des ,meisters zu der ,zahl von achtzig ,blttern an und wurde spter durch ,hinzufgung von einigen nachtrglich ausgefhrten ,stichen und von fnfzehn eigenhndigen ,radierungen van ,dycks zu einem ,werk von hundert ,bildern und einem ,titelblatt erweitert4 ,in dieser ,gestalt wurde das ,werk1 da auch van den ,enden inzwischen gestorben war1 durch ,gilles ,hendrickx in ,antwerpen herausgegeben4 ,das von ,jakob ,neefs gestochene ,titelblatt zeigt auf einem ,sockel1 welchen die ,kpfe der ,minerva und des ,merkur schmcken1 die ,bste van ,dycks1 nach einem seiner ,selbstbildnisse4 ,auf dem ,sockel steht in lateinischer ,sprache der ,titel3 ,bildnisse von ,frsten1 gelehrten ,mnnern1 ,malern1 ,kupferstechern1 ,bildhauern und von ,liebhabern der ,malerkunst1 hundert an der ,zahl1 von ,anton van ,dyck1 ,maler1 nach dem ,leben angefertigt und auf seine ,kosten in ,kupfer gestochen48 ,illustration3 ,abb4 #ci4 ,bildnis einer lteren ,dame4 ,in der ,gemldegalerie zu ,dresden4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #ed47 ,das ,werk wurde mehrmals neu aufgelegt4 ,dabei wurden wiederholt einzelne ,bildnisse durch andere ersetzt1 so da im ganzen #aij ,portrtstiche als zur ,ikonographie8 van ,dycks gehrig gezhlt werden4 ,der ,zahl nach am strksten vertreten und fr die ,nachwelt am anziehendsten sind die ,knstlerbildnisse4 ,die zahlreichen bedeutenden ,meister1 welche als ,zeitgenossen van ,dycks in den spanischen ,niederlanden wirkten1 und viele hollndische werden uns hier in lebensvoller ,erscheinung vorgefhrt4 ,mancher freilich1 der damals fr wrdig befunden wurde1 einen ,platz in der ,sammlung von ,berhmtheiten zu finden1 zhlt heute zu den halb oder ganz ,vergessenen4 ,die ,angabe des ,titels1 da die ,bildnisse nach dem ,leben aufgenommen seien1 erleidet brigens eine kleine ,einschrnkung4 ,die ,reihe von ,bildnissen berhmter ,zeitgenossen wrde das ,publikum nicht vllig zufrieden gestellt haben1 wenn diejenigen ,persnlichkeiten darin vermit wurden1 die in den ,jahren1 wo der dreiigjhrige ,krieg am heftigsten tobte und durch seine ,wechselflle die ,gemter auch der entfernter ,stehenden in aufregender ,spannung hielt1 wohl am ftesten von aller ,welt genannt wurden4 ,darum nahm van ,dyck auch die ,bildnisse von ,wallenstein und ,gustav ,adolf1 ,tilly und ,pappenheim in die ,sammlung auf1 obgleich er schwerlich jemals ,gelegenheit gehabt hat1 einen dieser ,kriegshelden persnlich zu sehen4 ,er mute sich1 um diese zu malen1 der ,abbildungen bedienen1 welche von ,deutschland aus in groer ,zahl1 wenn auch grtenteils als recht unknstlerische fliegende ,bltter1 auf den ,markt gebracht wurden4 ,es ist daher nicht zu verwundern1 wenn diese ,portrts nicht jenes ,ma von berzeugender hnlichkeit besitzen1 das sonst den ,bildnissen des ,meisters innewohnt3 es bleibt bewunderungswrdig1 wieviel glaubhafte ,lebensflle er1 trotz der ungengenden ,vorbilder1 auch diesen ,gestalten zu geben vermocht hat 7,abb4 #dj und #da74 ,von den braun in braun gemalten ,vorlagen van ,dycks fr die ,ikonographie sind etwa fnfzig erhalten2 ein groer ,teil derselben befindet sich in der ,mnchener ,pinakothek4 ,illustration3 ,abb4 #dj4 ,wallenstein4 ,braun in braun gemalte ,vorlage fr den von ,peter de ,jode d4 j4 ausgefhrten ,kupferstich der ,ikonographie4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu dieser ,seite47 ,es braucht nicht gesagt zu werden1 da eine ,sammlung von ,bildnissen1 die ihre ,entstehung einem ,maler wie van ,dyck und so ausgezeichneten ,kupferstechern1 wie diejenigen waren1 die sich ihm zur ,verfgung stellten1 verdankt1 ein ,werk von unschtzbarem knstlerischen ,wert ist4 ,es ist eine ,folge von ,meisterwerken4 ,das kostbarste aber in der ,ikonographie sind die von van ,dyck selbst getzten ,bltter4 ,es ist erstaunlich1 mit welcher ,gewandtheit van ,dyck die von ihm nur selten benutzte ,radiernadel gehandhabt hat4 ,seine beherrschende ,kenntnis vom ,bau des menschlichen ,kopfes lie ihn auch mit dem ungewohnten ,werkzeug mit einer solchen ,sicherheit zeichnen1 da er auch hier das hchste ,ma von ,lebendigkeit erreichte4 ,die knstlerische ,unmittelbarkeit verleiht den ,blttern einen ,reiz1 durch den sie die an sich meisterhaften ,arbeiten der berufsmigen ,kupferstecher in ,schatten stellen4 ,man zhlt im ganzen1 mit ,hinzurechnung von dreien1 welche von anderer ,hand fertig gemacht wurden1 achtzehn von van ,dyck radierte ,bildnisse in der ,ikonographie4 ,darunter befinden sich sein ,selbstportrt1 ,johann ,breughel1 ,peter ,breughel1 ,franz ,snyders4 ,auch seine ,kupferstecher ,paul ,pontius und ,lukas ,vorstermann radierte er selbst4 ,bei mehreren dieser ,bltter hat ihn wohl die persnliche ,freundschaft zur eigenhndigen ,ausfhrung bewogen4 ,von seinen freundschaftlichen ,beziehungen zu ,vorstermann gibt die ,nachricht ,kunde1 da er am #aj4 ,mai #afca dessen ,tchterchen aus der ,taufe hob1 welches nach ihm den ,namen ,antoinette erhielt4 -- ,auer den ,bildnissen von ,zeitgenossen hat van ,dyck noch zwei andere ,bltter radiert4 ,das eine ist eine komponierte ,portrtgruppe3 ,tizian und seine ,geliebte1 das andere eine religise ,darstellung3 ,ecce homo6 ,dieses letztere ist ein herrliches ,blatt4 ,ohne starke ,wirkung von ,hell und ,dunkel1 aber im feinsten ,reiz der ,zeichnung ausgefhrt1 stehen drei ,halbfiguren da3 ,christus1 mit ,duldermiene die ihm angetane ,schmach entgegennehmend1 ein ,scherge1 der ihm den ,rohrstab berreicht1 und ein behelmter ,soldat1 der ihm den ,purpurmantel umhngt4 ,nach dem ,vorbilde ,drers hat van ,dyck hier den ganzen ,hintergrund mit den ,lichtstrahlen ausgefllt1 die von dem dornengekrnten ,haupt des ,erlsers ausgehen4 -- ,die smtlichen getzten ,bltter van ,dycks werden mit ,recht sehr hoch geschtzt1 namentlich in ihren ersten ,plattenzustnden1 vor jeder nachtrglichen ,bearbeitung4 ,im ,laufe des ,jahres #afca wurden von ,england aus ,verhandlungen mit van ,dyck gefhrt1 um ihn zur bersiedelung nach ,london zu bewegen4 ,knig ,karl ,i4 hatte im ,frhjahr des vorhergehenden ,jahres durch seinen ,kammerherrn ,endymion ,porter das ,gemlde ,rinaldo und ,armida8 erhalten4 ,was ihn aber bewogen haben soll1 den vlmischen ,maler an seinen ,hof zu ziehen1 war1 nach dem ,bericht eines englischen ,geschichtsschreibers1 nicht diese anmutige ,komposition1 sondern ein ,bildnis4 ,ein ,herr aus dem ,hofstaat des ,knigs1 der ,maler und ,musiker ,nikolaus ,lanire1 hatte sich von van ,dyck malen lassen4 ,er hatte zu dem ,bilde1 wie besonders erwhnt wird1 sieben ,tage hintereinander1 vormittags und nachmittags gesessen1 ohne da der ,maler ihm gestattet htte1 dasselbe zu sehen4 ,um so grer war seine ,freude und ,befriedigung beim ,anblick des fertigen ,werkes4 ,dieses war das ,bild1 welches ,karl ,i4 gezeigt wurde und ,veranlassung gab zu der ,reise van ,dycks nach ,england48 ,den ,auftrag1 van ,dyck den ,wunsch des ,knigs von ,england mitzuteilen1 erhielt der aus der ,geschichte des ,rubens bekannte ,maler-,diplomat ,gerbier4 ,es scheint1 da derselbe in der franzsischen ,knigin-,witwe ,maria de' ,medici eine ,bundesgenossin fand4 ,anfangs machte van ,dyck ,schwierigkeiten4 ,die ,beziehungen zwischen ihm und ,gerbier gestalteten sich unfreundlich infolge eines seltsamen ,vorkommnisses4 ,gerbier schickte als ,neujahrsgeschenk fr den ,knig ein ,bild1 welches die geistliche ,verlobung der heiligen ,katharina von ,alexandrien vorstellte1 als ein ,werk von van ,dycks nach ,england4 ,aber er war das ,opfer einer ,tuschung2 van ,dyck erklrte1 da das ,bild nicht von ihm herrhre4 ,gerbier scheint zeitweilig die ,hoffnung ganz aufgegeben zu haben1 seinen ,auftrag erfllen zu knnen4 ,aber schlielich lie sich van ,dyck doch gewinnen4 ,am #ac4 ,mrz #afcb schrieb ,gerbier von ,brssel aus an den ,knig3 ,van ,dyck ist hier und lt sagen1 da er entschlossen ist1 nach ,england zu gehen48 ,illustration3 ,abb4 #da4 ,gustav ,adolf von ,schweden4 ,braun in braun gemalte ,vorlage fr den von ,paul ,pontius ausgefhrten ,kupferstich der ,ikonographie4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #ef47 ,was van ,dyck damals nach ,brssel gefhrt hatte1 war vielleicht die ,anfertigung eines ,bildnisses des ,hchstkommandierenden der spanischen ,truppen in den ,niederlanden1 ,franz von ,mancada1 ,marquis von ,aylona4 ,van ,dyck hat diesen hohen ,herrn1 der whrend seines ,aufenthaltes in ,flandern nach und nach vom ,gesandten bis zum ,stellvertreter des ,statthalters aufrckte1 wiederholt gemalt4 ,in jener ,zeit gerade1 oder kurz vorher1 mag das stolze ,reiterbildnis fertig geworden sein1 welches sich jetzt im ,louvre befindet und als das schnste von des ,meisters ,reiterbildern gepriesen zu werden pflegt4 ,auf diesem ,bilde sehen wir ,mancada in ,kriegsrstung1 aber ohne ,helm1 mit der roten spanischen ,schrpe und einem groen weien ,kragen ber dem ,harnisch1 mit dem ,feldherrnstab in der ,hand2 er biegt auf einem mchtigen ,schimmel in scharfer ,gangart um eine ,ecke des ,weges1 so da er sich gerade dem ,beschauer zuwendet4 ,ro und ,reiter heben sich krftig und farbig ab von einem zum ,teil aus brunlichem1 bewachsenem ,gelnde1 zum ,teil aus blau und gelb bewlkter ,luft bestehenden ,hintergrund4 ,die landschaftliche ,ferne ist hier1 wie immer bei van ,dyck1 nur ,hintergrund2 aufs feinste abgestimmt zu der ,figur1 aber ohne die leiseste ,absicht1 irgendwie dem natrlichen ,tonverhltnis zwischen ,figur und ,landschaft1 wie es sich in der ,wirklichkeit zeigt1 ,rechnung tragen zu wollen4 ,dies ist ein ,punkt1 durch den sich van ,dycks ,reiterbilder in scharf sprechender ,weise von denjenigen seines spanischen ,zeitgenossen ,velazquez unterscheiden1 der gerade durch die naturalistische ,stimmung von ,landschaft und ,figuren seinen ,bildnissen im ,freien eine so groartige und den heutigen ,beschauer so besonders wohltuend berhrende ,wirkung zu geben gewut hat4 ,illustration3 ,abb4 #db4 ,van ,dycks ,selbstportrt mit der ,sonnenblume4 ,im herzogl4 ,museum zu ,gotha4 ,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris4 7,zu ,seite #fc47 ,illustration3 ,abb4 #dc4 ,knig ,karl ,i4 von ,england4 ,in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,dresden4 ,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris4 7,zu ,seite #fd47 ,illustration3 ,abb4 #dd4 ,henriette ,marie1 ,knigin von ,england4 ,in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,dresden4 ,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris4 7,zu ,seite #fd47 ,anfang ,april #afcb befand sich van ,dyck in ,london1 und sofort wurde er von ,karl ,i4 in ,dienste genommen4 ,der ,knig gewhrte dem ,maler die ,mittel zu einer wahrhaft glnzenden ,lebensweise4 ,er wies ihm eine ,stadtwohnung in ,blackfriars und einen ,landsitz zu ,eltham in der ,grafschaft ,kent an und gab ihm ein sehr ansehnliches ,einkommen1 das1 ganz unabhngig von den ,bezahlungen fr jedes einzelne ,gemlde1 zuerst tageweise1 dann als ,jahresgehalt bemessen wurde4 ,nach wenigen ,monaten1 am #e4 ,juli #afdb1 gab er ihm die hchste ,anerkennung dadurch1 da er ihn zum ,ritter schlug1 wobei er ihm als besondere ,auszeichnung eine goldene ,kette mit seinem in ,diamanten gefaten ,portrt gab4 ,illustration3 ,abb4 #de4 ,anton van ,dyck und ,sir ,endymion ,porter4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 ,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris4 7,zu ,seite #gj47 ,man kann es wohl verstehen1 wenn van ,dyck sich durch solche ,ehrenbezeugungen1 in denen er eine alle ,erwartungen bertreffende ,erfllung tiefinnerster ,wnsche finden mochte1 sich hochbeglckt fhlte4 ,dennoch befremdet uns eine an die ,adresse der ,neider und der ,versptter des pittore cavalieresco8 gerichtete ,bekundung dieses ,glcksgefhles1 die wir im ,museum zu ,gotha finden4 ,es ist ein sinnbildlich umkleidetes ,bildnis van ,dycks4 ,der schne ,knstler blickt mit einem ,ausdruck hohen ,selbstgefhls den ,beschauer ber die ,schulter an1 und die ,finger seiner ,linken spielen mit der goldenen ,knigskette2 mit der ,rechten aber weist er auf eine sich ihm zuwendende ,sonnenblume hin1 so da er sich selbst gleichsam als ,sonne darstellt 7,abb4 #db74 ,es liegt ein so hohes ,ma von ,eitelkeit in dieser ,bildersprache1 da man gern denken mchte1 van ,dyck sei gar nicht der ,urheber1 sondern einer seiner ,gegner habe ihm dieses ,selbstbildnis8 untergeschoben1 um ihn wegen seiner ,eitelkeit lcherlich zu machen4 ,andererseits aber ist das ,bild zu gut gemalt1 und zu sehr in van ,dycks eigener ,art1 als da man es ohne weiteres fr das ,ergebnis eines solchen bswilligen ,scherzes halten knnte2 auch ist es1 wie der ,vergleich mit den in verschiedenen ,galerien befindlichen1 annhernd dieser ,zeit angehrigen ,selbstbildnissen van ,dycks lehrt1 sehr hnlich4 ,die ,stellung mit dem ,blick ber die ,achsel1 wie sie das ,sonnenblumenbild zeigt1 war eine ,stellung1 die ihm bei seinen ,selbstbildnissen besonders zusagte4 ,das bekannteste unter diesen1 das im ,saal der ,maler8 der ,uffiziengalerie zu ,florenz befindliche1 ist freilich nicht das beste1 wenigstens nicht das besterhaltene2 ,auffrischungen und ,nachbesserungen von unbefugter ,hand haben ihm einen groen ,teil seines ursprnglichen ,reizes geraubt 7siehe das ,titelbild74 ,illustration3 ,abb4 #df4 ,der ,kardinal-,infant ,don ,ferdinand von sterreich4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 ,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris4 7,zu ,seite #gc47 ,van ,dycks vornehmste ,aufgabe am englischen ,hofe war es1 den ,knig selbst und die ,knigin1 die franzsische ,prinzessin ,henriette ,marie1 zu malen4 ,die ,zahl seiner ,bildnisse des englischen ,knigspaares ist gro2 auer in ,england befinden sich auch in den festlndischen ,sammlungen mehrere ,exemplare 7,abb4 #dc und #dd74 ,ein ,bildnis der ,knigin nimmt eine besondere ,stellung ein dadurch1 da es in kleinem ,mastabe1 aber dabei nicht etwa als ,skizze1 sondern in allersorgfltigster ,ausfhrung gemalt ist4 ,es befindet sich in der weiteren ,kreisen nur wenig bekannten1 an sehr bemerkenswerten ,schtzen reichen ,sammlung des ,herrn ,schmetz zu ,aachen4 ,die ,knigin ist in etwa ,viertellebensgre in ganzer ,figur1 stehend1 dargestellt2 sie trgt ein hellgelbes ,seidenkleid1 und das ganze ,bild ist in wunderbarem ,farbenreiz zusammengestimmt4 ,die ,kleinheit befremdet1 so da man sich beim ,anblick dieses ,meisterwerkes zunchst fragt1 ob denn wohl ein anderer niederlndischer ,maler1 einer der sogenannten ,kabinettmaler1 ,gelegenheit gehabt haben knnte1 die ,knigin ,henriette ,marie zu portrtieren4 ,aber van ,dyck wurde ja in seiner ,jugend gepriesen wegen seiner ,befhigung zu feiner1 sauberer ,malerei in kleinem ,mastab2 und schwerlich htte ein anderer diese vornehme1 echt van ,dycksche ,auffassung gefunden1 die dem prchtigen kleinen ,bilde eigen ist4 ,illustration3 ,abb4 #dg4 ,allegorisches ,bildnis der ,lady ,venetia ,digby4 ,in der knigl4 ,gemldegalerie im ,schlo ,windsor4 ,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris4 7,zu ,seite #gj47 ,illustration3 ,abb4 #dh4 ,beweinung ,christi4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #gd47 ,van ,dyck1 der bewunderungswrdige ,maler und liebenswrdige ,mensch1 erfreute sich vom ,anbeginne seines ,aufenthalts in ,england an der hchsten persnlichen ,gunst des ,knigs4 ,hufig fuhr ,karl ,i41 wenn er der ,last der ,staatsgeschfte entfliehen wollte1 von seiner ,residenz ,whitehall ber die ,themse nach ,blackfriars1 um in zwangloser und anregender ,unterhaltung mit seinem ,maler ,erholung zu suchen4 ,illustration3 ,abb4 #di4 ,christus am ,kreuz4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,s4 #ca u4 #gd47 ,illustration3 ,abb4 #ej4 ,die ,anbetung der ,hirten4 ,zeichnung in der ,albertina zu ,wien4 ,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris4 7,zu ,seite #gg47 ,es konnte nicht fehlen1 da die am ,hofe verkehrenden ,groen des ,reiches miteinander wetteiferten1 dem vom ,herrscher so hochgeschtzten ,knstler ihre ,gunst zu bezeugen4 ,es hat wohl niemals und nirgendwo ein ,bildnismaler so zahlreiche ,auftrge gehabt1 wie van ,dyck in ,england4 ,von vielen ,personen mute er eine ganze ,anzahl von ,bildnissen malen4 ,so werden neun von ihm ausgefhrte ,portrts des ,grafen ,strafford1 des damals mchtigsten ,ratgebers des ,knigs1 der in jenem ,jahre #afcb als ,statthalter nach ,irland ging und der neun ,jahre spter als erstes ,opfer der beginnenden ,revolution sein ,haupt auf das ,blutgerst legte1 aufgezhlt4 ,zu den ersten ,bildnissen1 welche van ,dyck neben denjenigen des ,knigspaares malte1 werden wohl diejenigen seiner besonderen ,gnner1 der begeisterten ,kunstfreunde1 die fr seine ,berufung nach ,england gewirkt hatten1 gehren4 ,den vornehmsten ,platz unter diesen nimmt der ,graf ,arundel ein1 den er siebenmal portrtierte4 ,mit ,endymion ,porter1 dem er die ersten ,beziehungen zu ,karl ,i4 verdankte1 hat van ,dyck sich selbst in einem ,bilde vereinigt gemalt4 ,dieses ,doppelbildnis befindet sich jetzt im ,pradomuseum zu ,madrid im ,verein mit einer ,reihe van ,dyckscher ,bildnisse1 unter denen diejenigen des ,malers ,david ,rykaert und eines unbekannten ,musikers als vorzglich schne ,werke aus seiner ,antwerpener ,zeit noch hervorgehoben seien4 ,es ist ein ,gemlde von sehr vornehmer ,wirkung4 ,van ,dyck ist schwarz gekleidet1 ,porter wei2 lebhafte1 aber immer noch durch den weichen allgemeinen ,ton gedmpfte ,farben1 gelb und blau1 schimmern in der ,luft1 die neben einem dunklen ,vorhang den ,hintergrund bildet4 ,ein wirksamer ,gegensatz liegt auch in den ,charakteren der beiden ,persnlichkeiten3 van ,dyck schlank1 zierlich und lebhaft1 der ,englnder fleischig und unbeweglich 7,abb4 #de74 ,van ,dyck hat sich hier eine ,stellung gegeben1 die ganz besonders stark an diejenige des ,sonnenblumenbildes erinnert4 ,das ,madrider ,doppel-,bildnis fhrt im dortigen ,katalog die ,bezeichnung3 ,van ,dyck und der ,graf von ,bristol48 ,es wird daher meistens so genannt1 obgleich die ,irrigkeit der ,bezeichnung durch den ,vergleich mit anderen ,bildnissen von ,bristol und ,porter erwiesen ist4 ,aber der ,graf von ,bristol1 ,sir ,kenelm ,digby1 zhlte ebenfalls zu den engeren ,freunden des ,malers4 ,van ,dyck nahm dessen ,bildnis als das eines ,kunstliebhabers in die ,ikonographie auf4 ,das gemalte ,portrt desselben1 in welchem er in reicher ,kleidung an einem ,tische1 auf dem ein ,himmelsglobus steht1 sitzend dargestellt ist1 befindet sich in der ,sammlung des ,knigs von ,england im ,schlo ,windsor4 ,die ,gattin des ,grafen1 ,lady ,venetia ,digby1 malte van ,dyck nicht weniger als viermal binnen ,jahresfrist4 ,in einem dieser ,bilder1 das sich ebenfalls im ,schlo ,windsor befindet1 hat er dem ,portrt eine allegorische ,einkleidung gegeben4 ,da sitzt die ,dame1 in die ,falten idealer ,gewnder gehllt1 zwischen einer ,menge von ,sinnbildern4 ,hinter ihr liegt ein gefesselter ,unhold mit zwei ,gesichtern1 der die ,verleumdung bedeuten soll2 sie streichelt eine ,taube1 das ,sinnbild der ,unschuld2 ein ,amorettenpaar liegt unter ihren ,fen1 und ,englein halten ber ihrem ,kopfe einen ,kranz 7,abb4 #dg74 ,van ,dyck malte dieses ,bild1 so erzhlte man1 um dadurch ,verwahrung einzulegen gegen das ,gercht1 da er in seiner ,zuneigung fr die schne ,frau die ,grenze des ,erlaubten berschritten habe4 ,es scheint1 da die englischen ,damen an solchen allegorischen ,bildnissen ,gefallen fanden4 ,van ,dyck hat spter noch mehrere derartige gemalt4 ,lady ,venetia ,digby malte er zum letztenmal nach ihrem am #a4 ,mai #afcc erfolgten frhen ,tode1 als ,leiche mit dem ,ausdruck einer ,schlummernden1 mit einer entbltterten ,rose zur ,seite4 ,illustration3 ,abb4 #ea4 ,knig ,karl ,i4 von ,england4 ,in der ,gemldesammlung des ,louvre in ,paris4 ,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris4 7,zu ,seite #gh47 ,im ,frhjahr #afcd lie sich van ,dyck fr einige ,zeit nach den ,niederlanden beurlauben1 wo er bis in das folgende ,jahr hinein blieb4 ,den grten ,teil dieser ,zeit mu er in ,brssel verbracht haben4 ,in seiner ,heimatstadt ,antwerpen finden wir ihn im ,herbst #afcd4 ,was er dort an ,besitz zurckgelassen hatte1 verwaltete seine ,schwester ,susanna2 deren ,pflege und ,erziehung war auch eine ,tochter1 die er hatte1 ,namens ,maria ,theresia1 anvertraut4 ,am #ah4 ,oktober ernannte ihn die ,antwerpener ,st4 ,lukas-,gilde zu ihrem ,dekan4 -- ,in ,brssel finden wir van ,dyck so emsig bei der ,arbeit1 wie er es immer war4 ,von hohen ,personen malte er den ,herzog ,gaston von ,orleans1 ,bruder des ,knigs ,ludwig ,,xiii41 dessen ,gemahlin ,margarete und deren ,schwester ,henriette von ,lothringen1 verwitwete ,prinzessin von ,pfalzburg2 ferner den ,prinzen ,thomas ,franz von ,savoyen-,carignan1 der nach dem ,tode des ,marquis von ,aylona die ,regierung der spanischen ,niederlande bis zur ,ankunft des ,bruders ,philipps ,,iv41 des ,kardinal-,infanten8 ,don ,ferdinand1 leitete4 ,den ,prinzen ,carignan malte er gleich mehreremal2 eines dieser ,bilder besitzt das ,berliner ,museum4 ,kaum war der ,kardinal-,infant in ,brssel eingetroffen1 so wurde van ,dyck auch mit der ,anfertigung von dessen ,bildnis beauftragt4 ,dieses ,portrt befindet sich jetzt im ,pradomuseum zu ,madrid2 es zeigt den ,infanten in halber ,figur1 in der ,prunkkleidung1 welche er bei dem feierlichen ,einzug in ,brssel am #d4 ,november #afcd trug 7,abb4 #df74 ,als die ,stadt ,antwerpen sich rstete1 diesem von ,belgien mit so vielen freudigen ,hoffnungen erwarteten ,frsten einen ,empfang von unerhrter ,pracht zu bereiten1 schickte van ,dyck auf ,wunsch der ,stadt eine ,kopie seines ,bildnisses des ,kardinal-,infanten dorthin1 zur ,verwendung bei den ,triumphbgen und ,schaustellungen84 ,als dann aber auch ein ,portrt der ,infantin ,isabella zu dem gleichen ,zweck von ihm verlangt wurde1 stellte der durch die englischen ,preise verwhnte ,knstler derartig hohe ,forderungen an seine ,vaterstadt1 da dieselbe sich gentigt sah1 die ,verhandlungen abzubrechen4 ,nach der ,angabe eines niederlndischen ,geschichtsschreibers soll jenes frher erwhnte ,gruppenbild1 in welchem van ,dyck die ,stadtobrigkeit von ,brssel in dreiundzwanzig ,figuren abmalte1 auch in diesem ,jahre #afcd entstanden sein4 ,ein ,meisterwerk seiner ,bildniskunst schuf van ,dyck damals in dem ,bilde des ,rechtsanwaltes des ,rates und ,pensionrs der ,stadt ,brssel1 ,justus van ,meerstraeten4 ,die ,gemldegalerie zu ,kassel besitzt dieses in halber ,figur ausgefhrte ,portrt4 ,der ltliche1 aber sehr rstig und entschieden aussehende ,herr steht in schwarzseidener ,staatskleidung neben einem ,tisch1 auf dem sich mehrere groe ,bcher und eine antike ,bste befinden2 seine ,hand greift in einen ,band des ,corpus juris4 ,dieses ,bild ist in einem wunderbar klaren ,lichtton gehalten2 das schwarze ,gewand hebt sich hell ab von dem braunen ,schattenton der ,wand des ,hintergrundes2 die brunlich-weien ,tne der ,lederbnde und der ,bste auf der grnen ,decke des ,tisches und in der entgegengesetzten ,ecke des ,bildes ein khl-farbiger ,ausblick auf die bewlkte ,luft ergnzen den fein gestimmten ,zusammenklang der ,farben4 ,auch das ,bildnis der ,gattin des ,justus van ,meerstraeten1 ,isabella van ,ache1 einer freundlich aufgefaten hbschen ,brnette1 das ebenfalls damals in ,brssel entstanden sein wird1 befindet sich in der ,kasseler ,galerie4 ,eine ,vorliebe fr einen khlen ,ton1 fr den die schwarze ,farbe die ,grundstimmung angibt1 gilt im ,gegensatz zu der aus einem warmen ,dunkelbraun heraus entwickelten ,stimmung seiner frheren ,werke als bezeichnend fr van ,dycks sptere ,zeit4 ,hiernach gelten auch noch einige religise ,bilder als ,arbeiten1 deren ,entstehung in die ,zeit dieses vorbergehenden ,aufenthaltes in den ,niederlanden fallen knnte4 ,zwei ,gemlde der ,mnchener ,pinakothek gehren in diese ,zahl3 ein ,christus am ,kreuz und eine ,beweinung des heiligen ,leichnams1 also ,behandlungen jener beiden ,darstellungsstoffe1 die ihm auch in frherer ,zeit so hufig als ,gegenstand gedient hatten4 ,das ,kreuzigungsbild1 in nur ein drittel ,lebensgre ausgefhrt1 zeigt den ,heiland nach seinem ,verscheiden4 ,vor einem dster schwarzgrauen ,himmel ragt das ,kreuz empor4 ,undeutlich sieht man in der ,finsternis die ,masse des abziehenden ,volkes4 ,der ,tote am ,kreuze1 dessen ,haupt vornber gesunken ist und den ein helles1 auf dem ,oberkrper am strksten gesammeltes ,licht hervorhebt1 bleibt einsam zurck4 ,der ,wind spielt mit dem ,aufschriftzettel am ,kreuz und mit dem ,zipfel des ,lendentuches 7,abb4 #di74 ,bei der ,klage um den ,leichnam ,christi ist die ,farbe vielleicht noch mehr auf den ,ausdruck von ,schmerz und ,trauer gestimmt1 als bei irgend einer der frheren ,darstellungen dieses ,gegenstandes4 ,die dunkle ,felsenwand bildet den alleinigen ,hintergrund fr die drei ,gestalten1 die sich mit dem ,toten beschftigen4 ,die ,unbehilflichkeit der ,last eines noch nicht erstarrten ,toten ist stark betont4 ,das ,haupt ,christi ist in uerster ,biegung des ,nackens mit dem ,gesicht auf den ,scho der ,mutter gesunken4 ,diese blickt mit einer ,frage des ,schmerzes zum ,himmel empor2 ,magdalena ringt die ,hnde und blickt auf den ,toten herab2 ,johannes bricht in lautes ,weinen aus 7,abb4 #dh74 ,illustration3 ,abb4 #eb4 ,knig ,karl ,i4 von ,england und sein ,stallmeister ,sir ,thomas ,morton4 ,in der knigl4 ,galerie des ,buckinghampalastes4 ,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris4 7,zu ,seite #gh47 ,illustration3 ,abb4 #ec4 ,die ,kinder ,karls ,i4 von ,england3 ,prinzessin ,maria1 ,prinz ,jakob1 ,prinz ,karl1 ,prinzessin ,elisabeth und ,prinzessin ,anna4 ,im knigl4 ,museum zu ,berlin4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #hj47 ,mit ziemlicher ,sicherheit kann man die ,entstehung eines an dem ursprnglichen ,platz seiner ,bestimmung verbliebenen ,altargemldes in die ,zeit von #afcd bis #afce setzen4 ,es ist die ,darstellung der ,geburt ,christi1 welche van ,dyck fr die ,liebfrauenkirche zu ,dendermonde -- die nmliche ,kirche1 in welcher jetzt auch das fr die dortige ,kapuzinerkirche gemalte ,kreuzigungsbild aufgestellt ist -- malte4 ,die ,zeitbestimmung fut darauf1 da in den erhaltenen alten ,rechnungsbchern der ,kirche die ,auszahlung von fnfhundert ,gulden an ,anton van ,dyck fr die ,anfertigung des ,altarbildes die heilige ,nacht8 unter den ,ausgaben von #afce vermerkt ist4 ,dieses ,gemlde1 in dem ,maria dargestellt ist1 wie sie unter dem ,gemuer des ,stalles sitzend den herbeieilenden und niederknienden ,hirten das ,jesuskind zeigt1 whrend in der ,luft schwebende ,engelkinder das ,gloria in excelsis singen1 verdankt seinen besonderen ,ruhm der lichten1 zarten ,farbenstimmung und dem ,reiz der ,kinderfiguren4 ,zu den ,vorarbeiten fr dasselbe mag die hbsche ,zeichnung in der ,albertina zu ,wien zu zhlen sein1 welche den nmlichen ,gegenstand in hnlicher ,komposition zeigt 7,abb4 #ej74 ,illustration3 ,abb4 #ed4 ,die ,kinder ,karls ,i4 von ,england3 ,karl1 ,prinz von ,wales2 ,jakob1 ,herzog von ,york2 ,prinzessin ,maria4 ,in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,dresden4 ,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris4 7,zu ,seite #gi47 ,in diesem ,gemlde drfen wir wohl das letzte namhafte ,historienbild van ,dycks erblicken4 ,denn das ,wenige1 was er spter noch an ,bildern religisen oder mythologischen ,inhalts malte1 war nur von untergeordneter ,bedeutung4 ,kenelm ,digby wird als der ,besteller einer ,anzahl von ,gemlden religisen ,inhalts genannt1 whrend ,knig ,karl ,i4 den ,meister mit der ,anfertigung mehrerer mythologischen ,kompositionen beauftragte4 ,illustration3 ,abb4 #ee4 ,lady ,diana ,cecil1 ,grfin von ,oxford4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 ,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris4 7,zu ,seite #hc47 ,wahrscheinlich ziemlich frh im ,jahre #afce kehrte van ,dyck nach ,england zurck4 ,karl ,i4 lie sich und seine ,familie immer von neuem von van ,dyck malen4 ,das berhmteste unter den ,bildnissen des ,knigs ist dasjenige im ,louvre1 das ihn im ,reitanzuge am ,rande eines ,waldes stehend zeigt1 als ob er eben abgestiegen wre von dem ungeduldig scharrenden ,jagdro1 das hinter ihm von einem ,diener gehalten wird4 ,es ist ein prchtiges ,farbenstck4 ,der ,knig1 in weier ,atlasjacke1 roten ,beinkleidern und hellgelben ,lederstiefeln1 mit dem breitkrempigen schwarzen ,hut auf den langen braunen ,locken1 hebt sich ab von einem zur ,kste abfallenden1 buschig bewachsenen ,gelnde1 einem weiten ,blick auf das ,meer und einer sonnigen1 weiwolkigen ,luft4 ,das ,pferd1 ein dunkler ,schimmel1 setzt sich von dem tiefen ,braungrn der ,waldbume und dem stumpfen ,rot der ,kleidung des ,reitknechtes wirkungsvoll ab4 ,neben dem ,reitknecht wird noch1 von diesem teilweise verdeckt1 ein ,page sichtbar1 der das hellseidene ,mntelchen des ,knigs trgt 7,abb4 #ea74 -- ,eine ,anzahl stolzer ,reiterbildnisse zeigt den ,knig in ,rstung1 aber barhuptig1 mit einem ,stallmeister1 der ihm den vergoldeten ,helm nachtrgt1 zur ,seite4 ,so erscheint er in der ,vorderansicht1 ein ,tor1 das wie ein ,triumphbogen wirkt1 durchreitend1 in einem majesttischen ,bilde zu ,windsor4 ,in der ,seitenansicht erblicken wir ihn in einem kleinen ,gemlde in der ,sammlung des ,buckinghampalastes 7,abb4 #eb71 das der ,entwurf zu sein scheint zu einem groen ,bilde1 das sich im ,schlosse des ,herzogs von ,marlborough befindet4 ,hier reitet der ,knig ein ,pferd von heller ,isabellenfarbe1 in dem ,bilde zu ,windsor einen ,grauschimmel4 -- ,in kniglicher ,ceremonienkleidung ist ,karl ,i4 abgebildet in einem ebenfalls im ,schlo ,windsor befindlichen ,gemlde4 ,ein anderes ,bild ebendort zeigt ihn als ,familienvater mit der ,knigin und seinen beiden ,shnen zusammensitzend4 ,illustration3 ,abb4 #ef4 ,beatrix von ,cusance1 ,prinzessin von ,cantecroix4 ,in der knigl4 ,galerie des ,windsorschlosses4 ,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris4 7,zu ,seite #hc47 ,illustration3 ,abb4 #eg4 ,charles ,cavendish4 ,im ,besitze des ,herzogs von ,devonshire zu ,london4 7,zu ,seite #hc47 ,die verschiedenen ,gruppenbilder1 in denen van ,dyck die ,kinder des ,knigs malte1 gehren zu dem ,anziehendsten1 was der ,meister whrend seines ,aufenthaltes in ,england schuf4 ,whrend man manchen anderen ,gemlden seiner letzten ,zeit die ,eilfertigkeit der ,entstehung ansieht1 sind die ,kinder immer mit voller knstlerischer ,liebe gemalt4 ,bei den ,kinderbildnissen lt sich auch die ,entstehungszeit nher bestimmen1 da das ,alter der ,dargestellten einen sicheren ,anhalt gibt1 whrend bei den ,bildnissen des ,knigs und der ,knigin meistens die ,anhaltspunkte zur ,ermittelung des ,jahres1 in welchem sie gemalt wurden1 fehlen4 ,auch von diesen ,kindergruppen gibt es eine ganze ,menge4 ,das entzckendste ,juwel darunter befindet sich im ,museum zu ,turin4 ,es mu im ,jahre #afce1 bald nach der ,rckkehr des ,meisters nach ,england1 entstanden sein4 ,es zeigt die drei ltesten ,kinder des ,knigs1 den ,prinzen von ,wales 7geboren #afcj1 nachmals ,knig ,karl ,,ii471 die ,prinzessin ,maria 7geboren #afca1 nachmals ,gemahlin des ,prinzen ,wilhelm ,,ii4 von ,oranien7 und den ,herzog von ,york 7geboren #afcc1 nachmals ,knig ,jakob ,,ii474 ,der letztere kann eben allein stehen1 und auch der ,prinz von ,wales trgt noch ,rckchen und ,hubchen4 ,die drei ,kinder stehen ohne inneren ,zusammenhang nebeneinander2 der lteste1 der schon eine gewisse gesetzte ,miene zur ,schau trgt1 streichelt den ,kopf eines langhaarigen ,hundes4 ,der ,reiz des ,bildes liegt neben der liebenswrdigen ,auffassung des ,kindlichen hauptschlich in seiner wunderbaren ,farbe4 ,im ,hintergrund sieht man auf blhende ,rosen1 und die hbschen ,kinder in ihren hellfarbigen ,seidenkleidern wirken selbst wie liebliche ,blumen4 ,um ein ,jahr lter sehen wir die nmlichen drei ,kinder in dem kstlichen ,bilde der ,dresdener ,gemldegalerie 7,abb4 #ed74 ,hier stehen die drei farbigen ,lichtgestalten -- der ,prinz von ,wales schon in ,knabenkleidung -- vor einem ruhigeren dunklen ,hintergrund4 ,zwei niedliche gefleckte ,wachtelhndchen von jener ,rasse1 die am ,hofe ,karls ,i4 so beliebt war1 da sie heute noch davon den ,namen fhrt1 sitzen neben den ,kindern2 wie die ,tierchen angebracht sind1 sind sie sowohl fr das ,zusammenwirken der ,farbe1 wie fr den ,linienaufbau der ,komposition von ,bedeutung4 ,ein mit dem ,dresdener ,bilde bereinstimmendes ,gemlde befindet sich im kniglichen ,schlo zu ,windsor1 und ein weiteres ,exemplar derselben ,darstellung besitzt ,herr ,schmetz in ,aachen4 ,es scheint1 da der ,knig in seiner ,freude ber die wohlgelungene ,kindergruppe eine zweimalige ,wiederholung derselben befahl1 damit jedes der ,kinder spter ein solches ,bild bekme4 ,durch die ,revolution1 der ,karl ,i4 zum ,opfer fiel1 wurde bekanntlich sein ,kunstbesitz in die weite ,welt geschleudert4 -- ,grer ist die ,gruppe der ,kinder und reicher die ,komposition in dem im ,schlosse ,windsor befindlichen ,gemlde von #afcg1 wovon das ,berliner ,museum eine in dem nmlichen ,jahr angefertigte ,wiederholung besitzt 7,abb4 #ec74 ,zu den drei ltesten ,kindern kommen hier die kleinen ,prinzessinnen ,elisabeth und ,anna hinzu4 ,ein ,ausblick in den ,park und in die lichte ,luft1 den ein zur ,seite gezogener dunkelgrner ,vorhang frei lt1 und ein mit mattroter ,decke belegter ,tisch1 auf dem sich ,frchte und glnzende ,gefe befinden1 bringen ein lebhaftes ,farbenspiel in den ,hintergrund1 das mit dem ,reiz der hellen ,kinderanzge und den rosigen ,gesichtchen entzckend zusammenklingt4 ,die ,prinzessin ,maria ist ganz in ,wei gekleidet2 der ,herzog von ,york1 der noch ,rckchen und ,hubchen trgt1 hat ber dem weien ,kleid ein rotes1 gelb schillerndes ,jckchen an2 der ,prinz von ,wales1 der als ,hauptfigur in der ,mitte des ,bildes steht1 trgt einen hellroten ,anzug mit weiem ,futter in den rmelschlitzen und weie ,schuhe mit roten ,rosetten2 seine linke ,hand ruht auf dem ,kopf einer mchtigen ,dogge1 deren gelbes ,fell einen prchtigen ,ergnzungston abgibt zu den strksten ,farben des ,gemldes3 dem ,rot des ,prinzen von ,wales und dem ,hellblau1 welches die ,farbe des ,kleidchens der ,prinzessin ,elisabeth ist4 ,die jngste ,prinzessin sitzt1 von dem ,schwesterchen gehalten1 im ,hemdchen auf einem ,stuhl1 auf dem ber einem dunklen ,sammetkissen ein blarotes ,tuch liegt2 vor den beiden ,kleinen liegt ein winziges1 wei und braun geflecktes ,wachtelhndchen4 ,illustration3 ,abb4 #eh4 ,lords ,john und ,bernard ,stuart4 ,im ,besitz des ,count ,darnley1 ,abham-,house4 7,zu ,seite #hc47 ,von dem ,mae der ,inanspruchnahme von van ,dycks ,ttigkeit durch den ,knig kann man sich eine ,vorstellung machen1 wenn man erfhrt1 da eine erhaltene ,rechnung1 welche ,karl ,i4 im ,jahre #afch begleichen lie1 nachdem er die von dem ,knstler angesetzten ,preise zum ,teil nicht unerheblich herabgemindert hatte1 dreiundzwanzig bis dahin unbezahlte ,gemlde auffhrt1 darunter allein zwlf ,bildnisse der ,knigin und fnf des ,knigs4 ,daneben aber malte van ,dyck eine unglaublich groe ,anzahl von ,bildnissen anderer ,personen4 ,von dem gesamten am englischen ,hofe verkehrenden ,adel wurde er mit ,bestellungen berhuft1 und er wute alle seine ,auftraggeber durch ,meisterwerke zu befriedigen4 ,ganz besonders bewunderungswrdige ,portrts von ,damen finden wir unter den ,arbeiten dieser seiner letzten ,zeit4 ,die ,halbfigur der ,grfin von ,oxford1 einer munter blickenden ,brnette1 deren warmfarbige ,haut durch das schwarze ,seidenkleid und den aus einer graubraunen ,felsenwand und einem ,stck blauer1 weibewlkter ,luft zusammengesetzten ,hintergrund zu blendender ,wirkung hervorgehoben wird 7,abb4 #ee71 und das stattliche ,bild in ganzer ,figur der ,prinzessin von ,cantecroix1 die in reicher ,gesellschaftskleidung die ,schwelle ihres ,hauses beschreitet1 auf der sie ein ,hndchen begrt 7,abb4 #ef71 mgen als bezeichnende ,beispiele dienen4 ,ein paar vorzgliche ,beispiele vornehmer englischer ,herrenportrts aus der ,zeit von #afce bis #afdj bieten das ,brustbild eines spter durch schriftstellerische ,arbeiten bekannt gewordenen jngeren ,bruder des ,ahnherren der ,herzge von ,devonshire 7,abb4 #eg7 und das stolze ,doppelbild zweier ,jnglinge aus dem ,hause ,stuart 7,abb4 #eh74 ,es sollen sich im ganzen etwa dreihundert van ,dyckscher ,portrts in ,england befinden1 der ,mehrzahl nach in den ,schlssern des ,adels1 noch im ,besitze der ,nachkommen der abgemalten ,personen4 ,van ,dyck wrde unmglich imstande gewesen sein1 die ,flle der an ihn herantretenden ,aufgaben zu bewltigen1 wenn er nicht mehrere begabte ,schler sich zu brauchbaren ,gehilfen herangezogen htte2 ,johann de ,reyn aus ,dnkirchen1 den er aus ,antwerpen mitgebracht hatte1 der wegen seiner ,schnelligkeit im ,malen angestaunte ,david ,beeck aus ,arnheim und ,jakob ,gandy1 der auch als selbstndiger ,bildnismaler hoch geschtzt wurde und spter in ,irland lebte1 werden genannt4 ,namentlich wird der ,meister die ,hilfe der ,schler in den vielen ,fllen in ausgiebiger ,weise in ,anspruch genommen haben1 wo es sich um ,wiederholungen handelte2 solche wurden hufig verlangt1 zum ,zwecke der ,verwendung als wertvolle ,geschenke bei ,hochzeiten oder sonstigen festlichen ,veranlassungen innerhalb des ,verwandten- und ,bekanntenkreises der betreffenden ,herrschaften4 ber die ,art und ,weise1 wie van ,dyck arbeitete1 haben wir ausfhrliche ,nachrichten1 die durchaus glaubwrdig sind1 da sie sich auf die ,aussagen eines ,mannes sttzen1 welcher dem ,knstler persnlich nahe stand4 ,der ,kunstschriftsteller de ,piles erzhlt in seinem #agjh zu ,paris erschienenen ,lehrbuch der ,malerei3 ,der berhmte1 allen ,freunden der schnen ,knste wohlbekannte ,jabach 7aus ,kln71 der mit van ,dyck befreundet war und sich dreimal von ihm hatte abmalen lassen1 hat mir erzhlt1 da er eines ,tages zu jenem ,maler von der ,krze der ,zeit1 die derselbe zu seinen ,bildnissen gebrauchte1 sprach1 worauf jener erwiderte1 er habe sich anfangs stark angestrengt und sich mit seinen ,bildern sehr viel ,mhe gegeben um seines ,rufes willen und um zu lernen1 dieselben schnell zu machen1 in einer ,zeit1 wo er fr das tgliche ,brot arbeitete4 ,folgendes hat er mir dann ber van ,dycks gewhnliches ,verfahren mitgeteilt4 ,derselbe bestimmte den ,personen1 welche er malen sollte1 ,tag und ,stunde und arbeitete nicht lnger als eine ,stunde auf einmal an jedem ,portrt1 sei es beim ,anlegen1 sei es beim ,fertigmachen2 sobald seine ,uhr ihm die ,stunde anzeigte1 erhob er sich und machte der ,person seine ,verbeugung1 um damit zu sagen1 da es fr diesen ,tag genug sei1 und verabredete mit ihr einen anderen ,tag und eine andere ,stunde2 darauf kam sein ,kammerdiener1 um ihm die ,pinsel zu reinigen und eine frische ,palette zurecht zu machen1 whrend er eine andere ,person empfing1 der er diese ,stunde bestimmt hatte4 ,er arbeitete so an mehreren ,bildnissen an dem nmlichen ,tag1 und zwar mit einer auerordentlichen ,geschwindigkeit4 ,nachdem er ein ,portrt leicht angelegt hatte1 lie er die ,person die ,stellung einnehmen1 welche er sich vorher ausgedacht hatte1 und zeichnete auf grauem ,papier mit schwarzer und weier ,kreide die ,gestalt und die ,kleider auf1 die er gro und mit auserlesenem ,geschmack anordnete4 ,diese ,zeichnung gab er danach geschickten ,leuten1 welche er bei sich hatte1 um dieselbe nach den ,kleidern selbst1 welche auf van ,dycks ,bitten ihm zu diesem ,zweck zugesandt wurden1 auf das ,bild zu bertragen4 ,wenn die ,schler die ,gewandungen1 soweit sie konnten1 nach der ,natur ausgefhrt hatten1 ging er leicht darber und brachte in sehr kurzer ,zeit durch seine ,kenntnisse die ,kunst und die ,wahrheit hinein1 die wir daran bewundern4 ,fr die ,hnde hatte er gemietete ,personen beiderlei ,geschlechts1 die ihm als ,modelle dienten48 -- ,es ist klar1 da dieser ,bericht sich auf die sptere ,zeit des vielbeschftigten ,bildnismalers bezieht4 ,in seinen frheren ,bildnissen hat van ,dyck unverkennbar nicht allein das ,nackte1 sondern auch die ,kleidung und alles ,beiwerk durchaus eigenhndig ausgefhrt4 ,was die ,hnde betrifft1 so zeigen dieselben allerdings schon auf den ,portrts in ,genua durchgehends eine gleichmige ,zierlichkeit1 die mit der sprechenden individuellen ,kennzeichnung der ,gesichter nicht bereinstimmt4 ,doch gibt es auch manche ,bildnisse von ihm1 in denen der ,charakter der ,hnde ebenso geistreich und treffend aufgefat ist wie derjenige des ,gesichts2 besonders ist dies bei den ,knstlerbildnissen immer der ,fall4 ,illustration3 ,abb4 #ei4 ,englische ,wappenherolde4 ,zeichnung in der ,albertina zu ,wien4 ,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris4 7,zu ,seite #hf47 ,illustration3 ,abb4 #fj4 ,maria ,ruthven1 die ,gattin des ,meisters4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen4 7,zu ,seite #hf47 ,weiter wird berichtet1 da van ,dyck es liebte1 nach ,schlu des ,tagewerks die ,personen1 welche er malte1 zu sich zu ,tisch zu bitten1 und da bei diesen ,mahlzeiten ein ,aufwand entfaltet wurde1 der demjenigen der hchsten englischen ,aristokratie in nichts nachstand4 ,nach getaner ,arbeit lebte van ,dyck vollstndig wie ein ,frst4 ,seine ,einnahmen waren ungeheuer gro1 und er gab mit vollen ,hnden aus4 ,es wird erzhlt1 da einst ,karl ,i4 whrend einer ,portrtsitzung mit dem ,grafen ,arundel ber den schlechten ,stand seiner ,finanzen gesprochen und dabei scherzweise die ,frage an den ,maler gerichtet habe1 ob er auch wohl wisse1 was eine ,geldverlegenheit bedeute4 ,ja1 ,sire18 soll van ,dyck dem ,knig geantwortet haben1 wenn man offenen ,tisch fr seine ,freunde und offene ,taschen fr seine ,freundinnen hlt1 findet man leicht den ,grund seiner ,kasse48 ,mit diesem ,wort ist die grte ,schwche des groen ,malers berhrt4 ,weiblicher ,liebenswrdigkeit und ,schnheit brachte van ,dyck allzu sehr ein empfngliches ,herz und empfngliche ,sinne entgegen4 ,es scheint1 da der ,knig selbst darauf bedacht war1 der schrankenlosen ,leichtlebigkeit des ,knstlers durch eine passende ,verheiratung ein ,ende zu machen4 ,damit bot sich zugleich eine ,gelegenheit1 einer zum ,hofstaat der ,knigin gehrigen jungen ,dame aus altangesehenem1 aber mittellos gewordenem ,geschlecht eine glnzende ,versorgung zu verschaffen4 ,dieses ,mdchen hie ,mary ,ruthven4 ,ihr ,vater war ,patrick ,ruthven1 ,graf von ,gowrie1 der unter der vorangegangenen ,regierung in den ,verdacht des ,hochverrats gekommen war und lange ,zeit im ,tower gesessen hatte2 darber hatte er den ,rest seines ,familienbesitzes verloren1 und seine ,tochter war1 ungeachtet ihrer nahen ,verwandtschaft mit einigen der hchsten ,familien des ,landes1 sogar mit den ,stuarts selbst1 zu standesgemem ,lebensunterhalt auf die ,hilfe angewiesen1 welche das knigliche ,haus ihr zuwendete4 -- ,mglich ist es immerhin1 da van ,dyck mehr als durch uere ,vermittelung durch wirkliche ,neigung zu der hbschen1 noch sehr jugendlichen ,dame hingezogen wurde4 ,er vermhlte sich mit ,mary ,ruthven im ,jahre #afci4 ,da er seine ,gattin wiederholt im ,bilde verewigte1 versteht sich von selbst4 ,ein ,kniestck in der ,mnchener ,pinakothek zeigt uns die anmutige ,erscheinung der jungen ,frau1 deren feines und regelmiges ,gesicht eine auffallend blasse ,farbe hat 7,abb4 #fj74 ,dieselbe ist auf diesem ,gemlde mit einem ,violoncell beschftigt4 ,in der ,liebe zur ,musik begegnete sie sich mit ihrem ,gatten1 der bei den glnzenden ,gesellschaften1 die er in seinem ,hause um sich zu versammeln liebte1 es an musikalischer ,unterhaltung nicht fehlen lie4 ,man glaubt in den ,bildnissen1 welche van ,dyck nach dem ,jahr #afce malte1 eine ,abnahme seines knstlerischen ,vermgens wahrnehmen zu knnen4 ,es ist ja mglich1 da bei manchen derselben die groe ,schnelligkeit der ,herstellung und die ,mitwirkung der ,gehilfen allzu sehr sichtbar werden4 ,jedenfalls aber hat der ,meister bis an sein ,ende in seinen ,bildnissen eine ,eigentmlichkeit bewahrt1 die er schon bei den in seinen ,jnglingsjahren gemalten genuesischen ,portrts entfaltete3 das ist der unvergleichliche ,adel der ,auffassung1 der aus den ,gesichtern und aus jeder ,form1 wie aus der ganzen ,stimmung der ,gemlde spricht4 ,ganz gewi besaen nicht alle die hochstehenden ,persnlichkeiten1 welche van ,dyck malte1 jene innerliche ,vornehmheit und jene vornehme ,liebenswrdigkeit1 durch die sie im ,bilde so anziehend erscheinen4 ,aber was van ,dyck von den ,seelen seiner ,modelle in deren ,zgen hervorschimmern sah1 waren eben nur die gewinnenden ,eigenschaften adeligen ,wesens2 nicht nur alles ,gemeine1 sondern jede ausgeprgte ,spur von ,leidenschaft lag auerhalb seines knstlerischen ,gesichtskreises4 ,so erfllte er seine ,bildnisgestalten mit einer vornehmen harmonischen ,ruhe der ,seele1 fr welche die vornehme und ruhige ,schnheit der ,farbenstimmung -- an sich ein ,wunderwerk der ,kunst -- nur als der naturgeme malerische ,ausdruck erscheint4 ,da dabei diese ,gestalten in so sprechend naturwahrer und glaubhafter ,bildung1 gleichsam lebendig vor uns stehen1 dadurch kommen jene ,eigenschaften mit um so grerer ,wirksamkeit zur ,geltung4 ,es liegt ein ganz eigener ,reiz in einem van ,dyckschen ,bildnis4 ,man hat vor demselben stets das ,gefhl1 sich in sehr guter ,gesellschaft zu befinden1 und man bekommt die ,vorstellung1 da es ein ,genu sein mte1 sich mit dieser ,persnlichkeit zu unterhalten4 ,daher sieht man sich an einem solchen ,bilde nie mde1 mag auch die dargestellte ,persnlichkeit einem ganz unbekannt sein4 ,merkwrdig ist es -- wenn auch nicht ohne mancherlei hnlichkeitsbeispiele --1 da van ,dyck sich von seiner ,ttigkeit als ,bildnismaler1 durch die er so unvergnglichen ,ruhm erworben hat1 nicht dauernd befriedigt fhlte1 sondern im ,schaffen groartiger ,historienbilder seinen eigentlichen1 nur durch die ,umstnde verfehlten ,beruf erblicken zu mssen glaubte4 ,je vollstndiger die ,menge der zu malenden ,bildnisse seine ,zeit in ,anspruch nahm1 um so heier entflammte sich sein ,verlangen nach solchen groen ,taten4 ,er suchte ,karl ,i4 zu einem ,unternehmen zu gewinnen1 welches ihm zur ,stillung dieses ,verlangens die ausgiebigste ,gelegenheit geboten haben wrde4 ,sein ,vorschlag ging dahin1 die ,wnde des groen ,festsaals in ,withehall1 dessen ,decke im ,jahre #afce den ,schmuck ,rubensscher ,gemlde empfangen hatte1 mit ,darstellungen aus der ,geschichte des ,hosenbandordens zu bekleiden4 ,van ,dyck soll die ,ansicht ausgesprochen haben1 da es am schnsten wre1 seine bezglichen ,kompositionen nicht in ,malerei1 sondern in ,gestalt von ,gobelins1 die in der ,teppichfabrik zu ,mortlake gewirkt werden sollten1 auf die ,wand zu bringen4 ,der ,knig war dem ,plan nicht abgeneigt4 ,es entstanden auch einige darauf bezgliche ,entwrfe und ,studien -- die kostbare ,zeichnung zweier ,wappenherolde des ,knigreichs ,grobritannien in der ,albertina 7,abb4 #ei7 gehrt hierhin4 ,aber das ,unternehmen scheiterte am ,geldpunkt4 ,wenn man auch die ,angabe eines ,schriftstellers1 da van ,dyck die ,kosten dieser ,wandausschmckung auf #hjjjj ,pfund ,sterling -- was nach den damaligen ,wertverhltnissen des ,geldes heute einer ,summe von nahezu vier ,millionen ,mark gleichkommen wrde -- veranschlagt habe1 fr bertrieben halten mag3 der ,knig war jedenfalls nicht mehr in der ,lage1 hohe ,summen fr knstlerische ,unternehmungen zu verausgaben4 ,im ,jahre #afdj begannen ja fr ,karl ,i4 die ,wirren und ,bedrngnisse1 die erst mit seinem ,gang zum ,blutgerst ein ,ende nehmen sollten4 ,nachdem van ,dyck die ,hoffnung aufgegeben hatte1 fr den ,knig von ,england ein groes ,monumentalwerk der ,malerei schaffen zu drfen1 wollte er sein ,glck am franzsischen ,hof versuchen4 ,er verlie mit seiner jungen ,gattin ,london im ,september #afdj und begab sich zunchst nach ,holland1 dann nach ,antwerpen und von dort nach ,paris4 ,er hoffte1 da es ihm durch persnliche ,vorstellung gelingen wrde1 den ,auftrag zur ,ausfhrung der von ,ludwig ,,xiii4 geplanten ,ausschmckung der groen ,galerie des ,louvre mit geschichtlichen ,gemlden zu erhalten4 ,aber auch hier wurden seine ,erwartungen getuscht4 ,ludwig ,,xiii4 hatte jene ,arbeit bereits dem ,nicolas ,poussin zuerteilt1 der dieselbe dann spter doch wieder einem anderen1 dem ,gnstling der ,knigin1 ,simon ,vouet1 berlassen mute4 ,in ,paris erkrankte van ,dyck4 ,am #af4 ,november #afda bat er in einem ,briefe1 dessen ,urschrift noch in einer englischen ,autographensammlung vorhanden ist1 um ,ausstellung eines ,passes fr sich und fnf ,diener1 seinen ,reisewagen und vier ,mgde4 ,da es ihm von ,tag zu ,tag schlechter ginge1 schrieb er1 verlange es ihn mit aller ,macht nach seinem ,heim in ,england2 wenn er1 wie er hoffe1 seine ,gesundheit wiedererlange1 so wrde er nach ,paris zurckkommen1 um die ,bestellungen1 welche der ,kardinal ,richelieu ihm zugedacht1 entgegenzunehmen4 ,seine ,frau1 die ihrer ,entbindung entgegensah1 mu bereits vorher nach ,england zurckgereist sein4 ,kurz nach der ,heimkehr van ,dycks in sein ,haus zu ,blackfriars1 am #a4 ,dezember1 gab sie einem ,tchterchen das ,leben4 ,das ,befinden van ,dycks war inzwischen hoffnungslos geworden4 ,am #d4 ,dezember fhlte er das ,nahen des ,todes und machte sein ,testament4 ,fnf ,tage spter1 am #i4 ,dezember #afda1 verschied er4 ,es wird erzhlt1 ,karl ,i4 habe seinem ,leibarzt eine ,belohnung von #cjj ,pfund ,sterling versprochen1 wenn es ihm gelnge1 van ,dyck am ,leben zu erhalten4 ,im ,tode wurde der ,maler durch die ,bestattung seiner ,hlle im ,chor der ,st4 ,pauls-,kirche geehrt4 ,der ,brand dieser ,kirche im ,jahre #affe hat die ,gruft vernichtet4 ,van ,dyck hinterlie trotz des groen ,aufwandes1 mit dem er gelebt hatte1 ein sehr ansehnliches ,vermgen1 das zwischen seiner ,witwe und seinen in ,antwerpen lebenden nchsten ,verwandten verteilt wurde4 ,die junge ,witwe schlo spter eine zweite ,ehe mit dem ,baronet ,richard ,pryse von ,gogerddan4 ,van ,dycks ,tochter ,justiniana1 das einzige ,kind seiner ,ehe1 vermhlte sich mit dem ,baronet ,johann ,stepney von ,prendergast4 ,knig ,karl ,,ii4 bewilligte ihr1 um die ,betrge auszugleichen1 welche ,karl ,i4 ihrem ,vater schuldig geblieben war1 eine ,leibrente von #bjj ,pfund ,sterling4 ,in dieser ,familie ,stepney lebte die ,nachkommenschaft van ,dycks bis zum ,jahre #ahbe fort4 -- ,der hollndische ,maler ,philipp van ,dyck1 der in der ersten ,hlfte des ,,xviii4 ,jahrhunderts eine umfangreiche1 aber nicht sehr knstlerische ,ttigkeit im ,bildnisfach entfaltete1 steht mit seinem groen ,namensverwandten in keinem ,familienzusammenhang4