,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #aije erschienenen ,buchausgabe so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und altertmliche ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert2 fremdsprachliche ,zitate wurden nicht korrigiert4 ,einige ,abbildungen wurden zwischen die ,abstze verschoben und zum ,teil sinngem gruppiert1 um den ,textfluss nicht zu beeintrchtigen4 ,das ,verzeichnis der ,abbildungen wurde vom ,bearbeiter der bersichtlichkeit halber an den ,anfang des ,buches verschoben4 ,besondere ,schriftschnitte wurden in der vorliegenden ,fassung mit den folgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 fett3 ,gleichheitszeichen gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,tilden unterstrichen3 ,unterstriche ,liebhaber-,ausgaben ,illustration ,knstler-,monographien von ,h4 ,knackfu ,professor an der ,k4 ,kunstakademie zu ,kassel4 ,,vi ,velazquez ,bielefeld und ,leipzig ,verlag von ,velhagen ,klasing #aije ,velazquez ,von ,h4 ,knackfu ,mit #dh ,abbildungen von ,gemlden ,fnfte ,auflage ,illustration ,bielefeld und ,leipzig ,verlag von ,velhagen ,klasing #aije ,von diesem ,werke ist fr ,liebhaber und ,freunde besonders luxuris ausgestatteter ,bcher auer der vorliegenden ,ausgabe eine numerierte ,ausgabe veranstaltet1 von der nur #ajj ,exemplare auf ,extra-,kunstdruckpapier gedruckt sind4 ,jedes ,exemplar ist in der ,presse sorgfltig numeriert 7von #a-ajj7 und in einen reichen ,ganzlederband gebunden4 ,der ,preis eines solchen ,exemplars betragt #bj ,m4 ,ein ,nachdruck dieser ,ausgabe1 auf welche jede ,buchhandlung ,bestellungen annimmt1 wird nicht veranstaltet4 ,die ,verlagshandlung4 ,druck von ,fischer ,wittig in ,leipzig4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,selbstbildnis des ,malers4 ,in der kapitolinischen ,gemldesammlung zu ,rom4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #ad47 ,verzeichnis der ,abbildungen4 ,abb4 ,seite #a4 ,selbstbildnis des ,malers 7,kapitolinische ,gemldesammlung1 ,rom7 #b #b4 ,die ,anbetung der ,hirten1 gemalt um #afbj 7,nationalgalerie1 ,london7 #e #c4 ,bildnis ,knig ,philipps ,,iv4 aus dem ,jahre #afbc 7,pradomuseum1 ,madrid7 #g #d4 ,philipp ,,iv4 mit der ,bittschrift8 7,pradomuseum1 ,madrid7 #h #e4 ,der ,infant ,don ,carlos1 ,bruder ,philipps ,,iv4 7,pradomuseum1 ,madrid7 #i #f4 ,bacchus und die ,zecher 7,pradomuseum1 ,madrid7 #aj #g4 ,ansicht aus dem ,garten der ,villa ,medici zu ,rom 7,pradomuseum1 ,madrid7 #aa #h4 ,ein toter ,franziskaner 7,gemldesammlung der ,brera1 ,mailand7 #ab #i4 ,die ,schmiede ,vulkans 7,pradomuseum1 ,madrid7 #ac #aj4 ,die ,infantin ,doa ,maria1 ,schwester ,knig ,philipps ,,iv41 gemalt im ,jahre #afcj 7,pradomuseum1 ,madrid7 #ad #aa4 ,die ,sibylle1 angebliches ,bildnis der ,gattin des ,knstlers 7,pradomuseum1 ,madrid7 #ae #ab4 ,bildnis eines jungen ,mdchens1 mutmalich einer ,tochter des ,knstlers 7,pradomuseum1 ,madrid7 #af #ac4 ,mutmaliches ,bildnis der ,gattin des ,knstlers1 ,doa ,juana de ,miranda ,pacheco 7,knigl4 ,museum1 ,berlin7 #ag #ad4 ,die ,dame mit dem ,fcher 7,hertford-,galerie1 ,london7 #ah #ae4 ,bildnis eines ,unbekannten 7,pradomuseum1 ,madrid7 #ai #af4 ,der ,infant ,don ,baltasar ,carlos 7,hertford-,galerie1 ,london7 #bj #ag4 ,reiterbildnis ,philipps ,,iv4 7,pradomuseum1 ,madrid7 #bb #ah4 ,reiterbildnis der ,knigin ,isabella von ,bourbon 7,pradomuseum1 ,madrid7 #bc #ai4 ,reiterbildnis des ,prinzen ,don ,baltasar ,carlos 7,pradomuseum1 ,madrid7 #be #bj4 ,der ,prinz ,don ,baltasar ,carlos im ,jagdanzug 7,pradomuseum1 ,madrid7 #bf #ba4 ,der ,infant ,don ,fernando de ,austria1 ,bruder ,philipps ,,iv41 als ,jger 7,pradomuseum1 ,madrid7 #bg #bb4 ,reiterbild des ,grafen von ,olivares 7,pradomuseum1 ,madrid7 #bh #bc4 ,bildnis1 mutmalich des ,jgermeisters ,philipps ,,iv41 ,juan de ,mateos 7,knigl4 ,gemldegalerie1 ,dresden7 #bi #bd4 ,bildnis eines ,ritters des ,santiagoordens 7,knigl4 ,gemldegalerie1 ,dresden7 #cj #be4 ,die bergabe von ,breda 7,pradomuseum1 ,madrid7 #ca #bf4 ,christus am ,kreuz 7,pradomuseum1 ,madrid7 #cc #bg4 ,knig ,philipp ,,iv41 gemalt im ,quartier zu ,fraga #afdd 7,dulwich-,galerie1 ,london7 #ce #bh4 ,bildnis eines ,hofnarren ,philipps ,,iv41 genannt ,pablillos de ,valladolid 7,pradomuseum1 ,madrid7 #cf #bi4 ,bildnis eines ,hofnarren ,philipps ,,iv41 genannt ,don ,juan d',austria 7,pradomuseum1 ,madrid7 #cg #cj4 ,gruppen spanischer ,kavaliere1 vermutlich ,studien zu einem verloren gegangenen ,gemlde 7,louvremuseum1 ,paris7 #ch #ca4 ,innocenz ,x4 7,galerie ,doria1 ,rom7 #ci #cb4 ,philipp ,,iv41 gemalt nach #afea 7,pradomuseum1 ,madrid7 #dj #cc4 ,marianne von sterreich1 zweite ,gemahlin ,philipps ,,iv4 7,pradomuseum1 ,madrid7 #da #cd4 ,die ,infantin ,doa ,maria ,teresa de ,austria 7,louvremuseum1 ,paris7 #dc #ce4 ,die ,krnung der ,jungfrau ,maria 7,pradomuseum1 ,madrid7 #de #cf4 ,marchese ,alessandro del ,borro1 ,fhrer italienischer ,truppen unter ,kaiser ,ferdinand ,,iii41 spanischer ,general von #afdi-ea 7,knigl4 ,museum1 ,berlin7 #dg #cg4 ,die ,infantin ,margarita 7,kaiserl4 ,gemldegalerie1 ,wien7 #dh #ch4 ,die ,infantin ,margarita 7,louvremuseum1 ,paris7 #di #ci4 ,in der ,werkstatt des ,velazquez um #afef 7,pradomuseum1 ,madrid7 #ea #dj4 ,familienbild 7,kaiserl4 ,gemldegalerie1 ,wien7 #eb #da4 ,philipp ,,iv41 gemalt um #afef 7,pradomuseum1 ,madrid7 #ec #db4 ,menippus 7,pradomuseum1 ,madrid7 #ed #dc4 sopus 7,pradomuseum1 ,madrid7 #ee #dd4 ,bildnis eines ,hofzwergs ,philipps ,,iv4 7,pradomuseum1 ,madrid7 #eg #de4 ,der ,tritonenbrunnen im ,park von ,aranjuez 7,pradomuseum1 ,madrid7 #ei #df4 ,spinnerinnen in der ,teppichfabrik von ,santa ,isabel zu ,madrid 7,pradomuseum1 ,madrid7 #fa #dg4 ,die heiligen ,einsiedler ,antonius und ,paulus 7,pradomuseum1 ,madrid7 #fc #dh4 ,die ,infantin ,margarita 7,pradomuseum1 ,madrid7 #fd ,velazquez4 ,unter all den groen ,malern des ,jahrhunderts1 dem in kunstgeschichtlicher ,beziehung vorzugsweise der ,name des malerischen zukommt1 des siebzehnten1 ist keiner1 der in seinen ,werken unserer heutigen ,empfindungsweise und unserer ,art1 die ,formen und ,farben in der ,natur zu sehen1 so unmittelbar nahe kommt1 wie der ,spanier ,velazquez4 ,wer nach dem ,anblick anderer ,werke der ,malerei des siebzehnten ,jahrhunderts vor die ,gemlde des ,velazquez hintritt1 dem ist es1 als ob er aus dem bunten und geruschvollen ,treiben groer ,stdte mit prunkenden ,kirchen1 stolzen ,palsten1 menschenberfllten ,gassen und dumpfigen ,wirtsstuben1 prchtigen ,parkanlagen und schmutzigen ,vorstdten hinausversetzt wrde in die reine1 khle1 frische ,luft einer ,bergeshhe4 ,so grundverschieden ist der ,ton1 auf den die ,gemlde des ,velazquez gestimmt sind1 von der gesamten brigen ,malerei seiner ,zeit4 ber das ,leben dieses ungewhnlichen ,knstlers ist in zuverlssigen ,nachrichten ,ausfhrliches berliefert worden4 ,in der neuesten ,zeit hat ein deutscher ,forscher1 ,karl ,justi1 durch ,sammeln des zerstreuten ,urkundenstoffs das ,lebensbild vervollstndigt und in seinem meisterhaften ,buch ,diego ,velazquez und sein ,jahrhundert8 bekannt gemacht4 ,von den ,werken des ,velazquez ist die grte ,zahl der erhaltenen im ,pradomuseum zu ,madrid vereinigt1 und in dieser ,gemldesammlung ohnegleichen sind unter den ,werken der berhmtesten ,meister nur wenige1 die sich neben den seinigen als malerisch ebenbrtig zu behaupten vermgen4 ,don ,diego ,rodriguez de ,silva ,velazquez war von vornehmer ,herkunft4 ,sein ,vater ,don ,juan ,rodriguez de ,silva stammte aus einem ritterlichen ,geschlecht1 das seinen ,stammbaum bis in das elfte ,jahrhundert zurckfhrte und sich eines ,ahnherrn rhmte1 in dessen ,adern das ,blut eines ,knigs von ,leon flo4 ,seine ,mutter ,doa ,gernima ,velazquez gehrte einem ,sevillaner ,adelsgeschlechte an4 ,diego wurde zu ,sevilla im ,juni #aeii geboren2 am #f4 dieses ,monats wurde sein ,name in das ,taufregister der ,pfarrkirche ,s4 ,pedro eingetragen4 ,es erscheint uns befremdlich1 da der ,name1 unter dem er berhmt geworden ist1 nicht der ,familienname seines ,vaters1 sondern derjenige seiner ,mutter war4 ,da jemand zu dem vterlichen ,namen den mtterlichen annahm1 kam wohl fter vor4 ,hier mag es aus dem ,umstande1 da die ,velazquez in ,sevilla einheimisch waren1 whrend ,juan ,rodriguez de ,silva der ,sohn eines dort eingewanderten ,ehepaares war1 wohl zu erklren sein1 da ,diego von seinen ,landsleuten mehr mit dem ersteren als mit dem letzteren ,namen genannt wurde1 bis schlielich in seiner eigenen ,gewohnheit dieser hinter jenem verschwand4 ,aus der ,kindheit des ,diego ,velazquez wird berichtet1 da er von seinen ,eltern in groer ,frmmigkeit erzogen wurde1 da er eine hhere ,schule besuchte und da1 als seine knstlerische ,begabung zutage trat1 die ,eltern seiner ,neigung1 ,maler zu werden1 keinen ,widerstand entgegensetzten4 ,er kam als ,schler zu ,francisco de ,herrera1 einem ,maler1 von dem mehr ,merkwrdiges berichtet wird1 als aus seinen erhaltenen ,werken zu ersehen ist1 und bei dem es wegen seines wunderlichen und rauhen ,wesens kein ,schler lange aushielt4 ,auch der junge ,velazquez wechselte bald den ,lehrer und ging zu ,francisco ,pacheco1 einem ,anhnger der alten ,schule1 die in der ,nachahmung der groen italienischen ,meister des sechzehnten ,jahrhunderts das alleinige ,heil der ,kunst erblickte4 ,pachecos ,namen ist der ,mit- und ,nachwelt hauptschlich bekannt geworden durch ein im ,jahre #afdi herausgegebenes1 mit vielseitiger ,gelehrsamkeit geschriebenes ,buch3 ,die ,kunst der ,malerei81 in welchem er seine veralteten ,ansichten gegenber den auf ,naturnachbildung gerichteten ,bestrebungen seiner ,zeit zu verfechten suchte und in dem er belehrende ,auseinandersetzungen mit geschichtlichen ,abhandlungen und ,lebensbeschreibungen verband4 ,nachdem ,velazquez unter der ,leitung dieses als ,knstler sehr unbedeutenden1 aber darum doch als ,lehrer vielleicht ganz tchtigen ,mannes fnf ,jahre lang gemalt hatte1 heiratete er im ,jahre #afah dessen ,tochter ,juana4 ,das ,buch des ,pacheco enthlt auch ber den ersten ,abschnitt von ,velazquez' ,knstlerttigkeit mancherlei ,nachrichten4 ,denn dieser war1 schon lange bevor das ,buch erschien1 ein hochberhmter ,maler geworden1 und der ,schwiegervater rhmte sich des ,verdienstes seiner ,ausbildung als der ,krone seiner letzten ,jahre84 ,velazquez hielt sich als ,schler des ,pacheco einen ,bauernburschen als ,farbenreiber und stndiges ,modell4 ,nach diesem zeichnete er viele ,kpfe mit ,schwarz und ,wei auf blauem ,papier1 und auch nach anderen ,leuten zeichnete er solche ,studien4 ,dadurch erwarb er sich1 wie ,pacheco sagt1 seine ,sicherheit im ,treffen4 ,als seine ersten selbstndigen ,gemlde werden ,darstellungen aus dem ,alltagsleben genannt1 zu ,bildern abgerundete ,studien nach der ,wirklichkeit4 ,derartige ,darstellungen widerstrebten zwar ihrer ,natur nach den ,grundstzen des ,pacheco2 aber derselbe fand doch1 da solche an und fr sich lcherliche ,bilder achtenswert seien1 wenn sie so gezeichnet und gemalt wren1 wie sein begabter ,schler es tat4 ,zu dieser ,gattung von frhen ,arbeiten des ,velazquez gehrt ein berhmtes ,bild1 ,der ,wassertrger8 oder ,der ,korse von ,sevilla8 genannt1 eine ,gruppe aus dem ,straenleben von ,sevilla1 mit dem ,bildnis einer bestimmten ,persnlichkeit in der ,hauptfigur4 ,das ,gemlde befindet sich im herzoglich ,wellingtonschen ,hause zu ,london1 wohin es als ein ,geschenk ,knig ,ferdinands ,,vii4 an den ,sieger von ,vittoria gelangte4 ,gleichzeitig mit solchen1 vorzugsweise zur bung dienenden ,bildern malte der junge ,meister seine ersten ,kirchengemlde4 ,eine ,unbefleckte ,empfngnis8 und ein ,evangelist ,johannes auf ,patmos81 fr eine ,klosterkirche in ,sevilla gemalt1 befinden sich in einer ,londoner ,sammlung4 ,das ,pradomuseum zu ,madrid besitzt eine ,anbetung der heiligen drei ,knige8 vom ,jahre #afai1 ein ,gemlde1 das sich trotz der ihm anhaftenden jugendlichen ,unvollkommenheiten schon als das ,werk eines hochbegabten ,knstlers zu erkennen gibt4 ,es hat eine gewisse ,hrte in der ,wirkung1 die ,helligkeiten stehen fast unvermittelt in einer groen ,finsternis2 in der ,farbe wiederholen sich -- sicherlich im ,anschlu an theoretische ,belehrungen ,pachecos -- die einfachen ,akkorde ,blau1 ,rot1 ,gelb4 ,und doch besitzt das ,ganze in der ,farbe sowohl wie in der ,wirkung von ,hell und ,dunkel einen eigenen ,reiz4 ,die einzelnen ,figuren sind ohne sonderliche ,vertiefung in den ,gegenstand recht und schlecht nach der ,natur gemalt1 und zwar so gemalt1 da ihre krperliche ,lebenswahrheit wohl einigen ,ersatz fr den ,mangel an ,heiligkeit zu gewhren vermag4 ,in gewissenhafter ,befolgung des von ,pacheco in seinem ,buche mit theologischen ,grnden gegen die allgemeine ,gewohnheit der ,maler verfochtenen ,satzes1 da man das ,jesuskind nicht nackt1 sondern in ,windeln gehllt darstellen msse1 hat ,velazquez das auf dem ,schoe ,marias sitzende ,kind bis an das ,kinn eingewickelt wie eine ,puppe4 -- ,ein hnliches1 wenig spter entstandenes ,bild besitzt die ,londoner ,nationalgalerie in einer ,anbetung der ,hirten8 7,abb4 #b74 ,auch dieses ist ein ,nachtstck mit scharf in die ,finsternis gesetzten hellen ,lichtern4 ,das ,christkindlein liegt gewickelt in der am ,boden befindlichen ,krippe1 ber der man1 weiter zurck1 den neugierig vorgestreckten ,kopf des herkmmlichen ,ochsen sieht4 ,maria kniet bei der ,krippe und enthllt das ,gesicht des ,kindes4 ,ihre feine1 helle ,haut und die schlanken1 vornehmen ,hnde stellen einen lebhaft sprechenden ,unterschied her zwischen der heiligen ,jungfrau und den ,verehrenden3 der ,alten1 die mit vergnglichem ,fraueninteresse den ,neugeborenen prfend betrachtet1 dem betenden ,manne und dem ,kind1 das zu den als ,opfergabe dargebrachten gebundenen ,lmmern ein paar ,hhner und einen ,korb mit ,brot hinzufgt4 ,von der ,dunkelheit verschleiert1 werden hinter diesen ,personen ein ,knabe1 der die ,flte blst1 und ein krftig gebautes ,mdchen1 das einen ,korb mit ,tauben auf dem ,kopfe trgt1 sichtbar4 ,der heilige ,joseph steht1 mit den ,hnden am ,wanderstabe1 im ,halblicht da und blickt ebenfalls auf das ,kind4 ,alles ist mit dem grten ,flei und ,geschick gemalt2 aber eines verrt den noch nicht ausgereiften ,knstler3 mit ,ausnahme der ,maria1 die ganz des ,velazquez geistiges ,eigentum ist1 sehen alle ,figuren so aus1 als ob sie von ,ribera erdacht wren4 ,neben dem ,vorbild der ,natur hat sich dem jungen ,maler die ,kunst des berhmten ,valencianers als ,vorbild vor die ,seele gestellt4 ,spter hat ,velazquez niemals mehr sich an irgend etwas anderes als die ,wirklichkeit angelehnt4 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,die ,anbetung der ,hirten1 gemalt um #afbj4 ,in der ,nationalgalerie zu ,london4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #d47 ,als am #ca4 ,mrz #afba ,knig ,philipp ,,iii4 gestorben war1 und als nun ganz ,spanien mit den hochgespanntesten ,erwartungen auf den sechzehnjhrigen ,knig ,philipp ,,iv4 blickte1 entschlo sich ,velazquez1 sein ,glck am ,hofe zu suchen4 ,mit ,empfehlungen an angesehene ,persnlichkeiten des kniglichen ,hofstaats versehen reiste er nach ,madrid4 ,aber die ,verhltnisse brachten es mit sich1 da er wieder heimkehren mute1 ohne sein ,ziel erreicht zu haben4 ,indessen vergaen ihn seine ,gnner nicht4 ,im ,frhjahr #afbc wurde er auf ,ersuchen des ,grafen von ,olivares1 des gewichtigen ,mannes1 der zuerst als bevorzugter ,gnstling und dann als allmchtiger ,minister den ,knig ,philipp ,,iv4 beherrschte1 eingeladen1 wieder nach ,madrid zu kommen1 und es wurde ihm hierzu eine ,reiseuntersttzung von #ej ,dukaten gewhrt4 ,pacheco begleitete voll freudigen ,stolzes seinen ,schwiegersohn zur ,hauptstadt4 ,velazquez stieg im ,hause eines geistlichen ,herrn aus ,sevilla ab1 der bei ,hofe ein ,ehrenamt bekleidete4 ,er malte alsbald dessen ,bildnis1 und ein ,hofherr des ,infanten ,ferdinand1 des ,bruders des ,knigs1 brachte dieses ,bild1 sobald es fertig war1 in das knigliche ,schlo4 ,in einer ,stunde18 so versichert ,pacheco1 sah es der ganze ,palast48 ,philipp ,,iv4 war von dieser ,kunstprobe des jungen ,sevillaner ,malers sehr befriedigt4 ,velazquez bekam gleich den ,auftrag1 den ,knig in einem ,reiterbild zu malen4 ,die ,ausfhrung dieses groen ,bildes1 in dem ,velazquez1 wie besonders hervorgehoben wird1 alles1 auch die ,landschaft1 nach der ,natur malte1 verzgerte sich bis zum ,sptsommer1 da der ,knig vorher keine ,zeit zum ,sitzen fand4 ,nach seiner ,vollendung wurde es allgemein bewundert1 nicht blo im ,palast1 sondern auch in der ,stadt1 wo es ffentlich ausgestellt wurde4 ,der ,graf von ,olivares versprach dem jungen ,knstler1 da er von nun an der einzige sein solle1 der den ,knig malen drfe1 und er gebot ihm1 sein ,hauswesen nach ,madrid berzufhren4 ,das war der ,anfang der ,ttigkeit des ,velazquez fr seinen ,knig1 dem er sein ganzes ferneres ,leben widmete4 ,das ,bild selbst ist nicht mehr vorhanden2 man vermutet1 da es bei dem ,brande1 der im ,jahre #agcd das knigliche ,schlo zu ,madrid zerstrte1 zugrunde gegangen ist4 ,das lteste erhaltene ,bildnis ,philipps ,,iv4 von der ,hand des ,velazquez ist ein ,brustbild im ,pradomuseum1 von dem man glaubt1 da es die erste ,aufnahme zu jenem ,reiterbilde sei4 ,die bestimmt und lebendig gemalten ,zge geben uns eine berzeugende ,vorstellung von dem ,aussehen des jungen ,herrschers 7,abb4 #c74 ,philipp ist blond4 ,seine ,hautfarbe ist bleich1 nur ein matter rosiger ,anflug schimmert auf den ,wangen2 um so lebhafter sprechen die ,farben der tiefdunkelblauen ,augen und des rubinroten ,mundes1 an dem das in der habsburgischen ,familie erbliche ,herabhngen der ,unterlippe fast noch strker auffllt als bei ,karl ,v4 und ,philipp ,,ii4 ,nase und ,wangen sind sehr schmal2 durch das ungewhnlich schwere ,kinn wird das schmale ,gesicht noch mehr in die ,lnge gezogen4 ,der ,ausdruck ist beabsichtigtes ,vermeiden eines bestimmten ,ausdrucks1 ,regungslosigkeit4 -- ,dieser ,kopf war an und fr sich wahrlich nicht dazu angetan1 einen ,maler besonders zu reizen4 ,velazquez wurde durch eine am #f4 ,oktober #afcb ausgefertigte knigliche ,urkunde als ,hofmaler angestellt4 ,er hatte es von jetzt an als die ,hauptaufgabe seines ,lebens zu betrachten1 immer wieder diesen ,knig zu malen4 ,das der ,zeit nach zunchst folgende ,bildnis ,philipps 7ebenfalls im ,pradomuseum1 wo im neunzehnten ,jahrhundert die ,gemlde aus den verschiedenen kniglichen ,schlssern zusammengebracht worden sind7 zeigt ihn stehend1 in ganzer ,figur1 mit einem ,schriftstck in der herabhngenden ,rechten1 die ,linke auf den ,degengriff gelegt2 ganz in ,schwarz gekleidet1 mit dem eigentmlichen tellerhnlichen ,leinenkragen um den ,hals1 den ,philipp ,,iv4 gleich beim ,antritt seiner ,regierung in ,mode gebracht hatte1 als er die bis dahin blichen groen ,halskrausen aus hollndischem ,batist als verschwenderisch verbot4 ,die ,gestalt des ,knigs ist gro und schlank4 ,in einem ,punkte hat dabei ,velazquez seine knstlerische berzeugung1 die ihn auf eine unbedingte ,naturtreue hinwies1 den ,pflichten des gehorsamen ,hofmalers untergeordnet3 die ,fe des ,knigs hat er lcherlich klein1 und dementsprechend die ,beine ber den ,fukncheln unnatrlich dnn malen mssen4 ,aber ganz und voll als ,knstler zeigt er sich in der ,farbe3 das ,bild des schwarzgekleideten blassen ,mannes1 auf einem leeren dunkelgrauen ,hintergrund1 in den ein ,stck von einem ,tisch mit roter ,decke seitwrts hinter der ,figur hereinragt1 hat in seinen einfachen ,tnen eine ,stimmung von wahrhaft kniglicher ,vornehmheit 7,abb4 #d74 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,bildnis ,knig ,philipps ,,iv4 aus dem ,jahre #afbc4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #f47 ,als ,hofmaler hatte ,velazquez ein ,atelier im kniglichen ,schlo4 ,hier besuchte der ,knig ihn hufig1 fast tglich1 um ihm beim ,malen zuzusehen4 ,er unterhielt sich mit ihm1 wie ,pacheco versichert1 mit einer unglaublichen ,leutseligkeit und ,liebenswrdigkeit4 ,velazquez war der einzige ,spanier unter den ,hofmalern ,philipps ,,iv4 ,seine ,kollegen waren die ,italiener ,vincencio ,carducho 7,carduccio7 und ,angelo ,nardi und ,eugenio ,caxesi1 der in ,madrid geborene ,sohn eines ,italieners4 ,diese alle drei waren ,anhnger der alten ,schule1 die nur an ,raffael und ,correggio glaubten und in der treuen ,nachbildung der ,natur einen unknstlerischen ,greuel erblickten4 ,ihnen erschien der ,naturalist ,velazquez als ein gar nicht ebenbrtiger ,genosse4 ,man begreift das1 wenn man ber den ,standpunkt dieser ,maler belehrt wird durch die von ,carducho in einer gegen den ,naturalismus gerichteten ,schrift ,gesprche ber die ,malerei8 ausgesprochene ,behauptung1 da kein groer und auerordentlicher ,maler jemals ,bildnismaler gewesen sei4 ,es wird erzhlt1 ,knig ,philipp habe einst zu ,velazquez gesagt1 man mache ihm den ,vorwurf1 da das einzige1 was er malen knnte1 ,kpfe wren4 ,darauf habe dieser geantwortet1 er nehme das als ,kompliment an1 denn er wisse niemanden1 der ,kpfe gut zu malen verstehe4 ,um ,velazquez ,gelegenheit zu geben1 sich auch als ,geschichtsmaler zu zeigen1 veranstaltete der ,knig im ,jahre #afbg einen knstlerischen ,wettkampf zwischen seinen vier ,hofmalern4 ,er gab ihnen die ,aufgabe1 da jeder ein und denselben geschichtlichen ,stoff in einem ,bilde von #i ,fu ,hhe und #ae ,fu ,breite behandeln sollte4 ,den ,gegenstand1 den er bestimmte1 war die unter seinem ,vater im ,jahre #afji erfolgte ,vertreibung der letzten ,mauren aus ,spanien4 ,die ,preisrichter whlte der ,knig so1 da sich aus dieser ,wahl nicht das geringste gegen seine ,unparteilichkeit herleiten lie2 ein spanischer ,dominikanermnch und ein italienischer ,knstler1 der ,architekt ,crescenzi1 sollten das ,urteil fllen4 ,die ,entscheidung fiel zugunsten des ,velazquez4 ,dessen ,bild zeigte in der ,mitte1 neben der thronenden ,gestalt der ,hispania1 den ,knig ,philipp ,,iii41 der mit dem ,feldherrnstab nach der ,kste hinwies2 an ihm vorbei wanderten in langem ,zuge1 unter der ,aufsicht von ,kriegsleuten1 die wehklagenden ,familien der ,moriscos zu den ,schiffen hin4 ,das bewunderte ,gemlde erhielt einen bevorzugten ,platz im kniglichen ,palast1 und dort ist es wahrscheinlich in dem ,brande von #agcd untergegangen4 ,leider ist auch nicht einmal eine ,abbildung vorhanden1 so da wir uns gar keine ,vorstellung von diesem ,werk des ,velazquez machen knnen4 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,philipp ,,iv4 mit der ,bittschrift84 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,zu ,seite #f47 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,der ,infant ,don ,carlos1 ,bruder ,philipps ,,iv4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,zu ,seite #aj47 ,in demselben ,jahre #afbg bekam ,velazquez einen ,titel1 der ihm in der spanischen ,hofordnung einen hheren ,platz anwies1 als es derjenige eines bloen ,hofmalers war1 und ihm zugleich eine ,gehaltszulage brachte4 ,der ,knig ernannte ihn zum ,ugier de cmara 7wrtlich ,pfrtner des kniglichen ,gemachs874 ,das war1 nach der ironischen ,erklrung1 die ein italienischer ,gesandter seiner ,regierung ber diesen ,titel gab1 etwas mehr als ,portier und etwas weniger als ,leibadjutant48 ,ein um diese ,zeit entstandenes ,meisterwerk der ,bildniskunst bewahrt das ,pradomuseum in dem ,bild in ganzer ,figur des ,infanten ,don ,carlos1 des ,bruders des ,knigs 7,abb4 #e74 ,es ist wieder ein ,gemlde von groartiger ,vornehmheit in der ,einfachheit seiner ,wirkung4 ,der ,prinz1 etwa zwanzigjhrig1 sieht seinem lteren ,bruder sehr hnlich1 macht aber den ,eindruck einer von ,natur bedeutenderen ,persnlichkeit4 ,man sieht ihm an1 da er sich wider ,willen langweilt2 ein ,ausdruck von ,lssigkeit geht durch bis in die ,fingerspitzen der schlaff herabhngenden ,hand1 die den abgestreiften ,handschuh an einem ,finger baumeln lt4 ,dieses matte1 verdrieliche ,aussehen erweckt ,mitleid1 wenn man wei1 da der begabte ,prinz durch ,olivares1 der seine ,fhigkeiten frchtete1 in einem dauernden ,zustand der ,unterdrckung gehalten wurde4 ,als er im ,jahre #afdb fnfundzwanzigjhrig starb1 bezeichnete die ,volksstimme ,olivares als die ,ursache seines ,todes4 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,bacchus und die ,zecher4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #aa47 ,das ,jahr #afbi brachte ,velazquez die persnliche ,bekanntschaft des vornehmsten und berhmtesten ,malers seiner ,zeit4 ,im ,herbst dieses ,jahres kam ,rubens nach ,madrid1 als ,trger diplomatischer ,mitteilungen und als berbringer von ,gemlden4 ,er widmete sich nach ,erledigung der ,staatsgeschfte noch neun ,monate lang in ,madrid seiner ,kunst4 ,mit seiner bekannten ,schnelligkeit malte er in dieser ,zeit eine ,menge von ,bildern und kopierte ,gemlde von ,tizian4 ,den ,knig malte er fnfmal4 ,er war der einzige1 dem gegenber ,philipp ,,iv4 von dem durch ,olivares gegebenen ,versprechen1 da nur ,velazquez ihn malen sollte1 eine ,ausnahme machte4 ,whrend ,rubens sonst mit keinem ,maler in ,madrid verkehrte1 befreundete er sich mit ,velazquez4 ,dieser begleitete ihn nach dem ,escorial1 und auf dem ,wege dorthin unternahmen die beiden ,maler eine ,bergbesteigung4 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,ansicht aus dem ,garten der ,villa ,medici zu ,rom4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #ac47 ,rubens und ,velazquez waren in ihrer knstlerischen ,eigenart zu sehr von ,grund aus verschieden1 als da der jngere ,meister von dem lteren1 so hoch er ihn auch verehren mochte1 eine ,beeinflussung in bezug auf seine ,kunst htte erfahren knnen4 ,aber darin mag man eine ,wirkung des ,verkehrs mit ,rubens erblicken1 da ,velazquez in dieser ,zeit das sonst der spanischen ,kunst sehr fern liegende ,stoffgebiet der antiken ,mythologie betrat4 ,er malte fr den ,knig einen ,bacchus1 der den ,erdenbewohnern die ,freude des ,weines zu kosten gibt 7,abb4 #f74 ,das ,bild hat freilich wenig hnlichkeit mit den blichen mythologischen ,darstellungen1 am allerwenigsten mit denen des ,rubens4 ,bacchus1 eine mit ,reben bekrnzte sehr jugendliche ,gestalt1 deren ,gttlichkeit durch nichts weiter als die mangelhafte ,bekleidung gekennzeichnet wird1 sitzt auf einem ,fa in einem ,kreise von ,spaniern aus dem niedrigsten ,volk1 die sich seine ,gabe munden lassen1 ohne sich ,sorgen zu machen um den ,abscheu ihrer ,landsleute vor der ,trunkenheit4 ,ein paar ,faune oder ,satyrn1 die das ,gefolge des ,bacchus bilden1 hat der ,maler sehr nebenschlich behandelt4 ,um so kstlicher hat er die realistischen ,gestalten der ,zecher durchgebildet4 ,das ist eine ,natur- und ,lebenswahrheit1 die alle modernen ,wirklichkeitsmaler mit ,neid erfllen mte4 ,und welcher ,humor in jeder dieser ,gestalten1 von dem zaghaft den ,hut lftenden verspteten ,ankmmling bis zu dem ,sieger im ,trunk1 der1 vor ,bacchus knieend1 von diesem mit dem ,efeukranz gekrnt wird6 ,man sehe nur die vom ,weingenu glnzenden ,zge des ,mannes1 der eine groe gefllte ,schale in der ,hand hlt und in einem seligen ,grinsen dem ,beschauer seine blitzenden ,zhne zeigt1 und das ,spitzbubengesicht des anderen1 der diesem den ,kopf ber die ,schultern streckt1 und die ,andacht des armen ,alten und die ,begeisterung des ,schwarzbrtigen1 der neben dem ,alten sich huldigend vor dem ,freudenspender niederlt6 ,das ,merkwrdigste an dem ,bilde aber ist das1 da durch den groen ,stil1 den es in der ,farbe hat1 die ganze ,darstellung etwas ,groartiges bekommt4 ,die ,beleuchtung ist ein scharfes1 goldfarbiges ,licht1 das am hellsten auf der ,figur des ,bacchus liegt und sich auf den ,gestalten der ,trinker allmhlich verflchtigt1 und das vor dem schwlen blaugrauen ,ton der ,luft fast wie ,sonnenschein wirkt4 ,in den dunklen ,kleidungen der ,mnner herrscht ,braun vor4 ,die einzigen lebhaft sprechenden ,farben sind das ,graugelb der ,jacke des vorn ,knieenden1 das prchtig zu dem tiefen ,schwarz von dessen ,beinkleidern gestimmt ist1 und das kalte ,karmin des ,bacchusgewandes1 dazu die rote ,glut in den vom ,trunk erhitzten ,gesichtern1 das dunkle ,goldgelb des ,weins in dem ,glase1 welches ,bacchus in der ,linken hlt1 und das ,rot des tnernen ,weinkruges am ,boden4 -- ,philipp ,,iv4 schtzte dieses ,gemlde sehr hoch und verwendete es zum ,schmucke eines seiner ,schlafzimmer4 ,velazquez hatte schon seit lngerer ,zeit den ,wunsch1 das ,kunstland ,italien kennen zu lernen4 ,durch die ,gesprche mit ,rubens mag dieses ,verlangen zu noch grerer ,lebhaftigkeit angefacht worden sein4 ,im ,juni #afbi erhielt er vom ,knig den erbetenen ,urlaub4 ,alle italienischen ,gesandten am spanischen ,hofe bekamen die ,anweisung1 dem ,maler ,empfehlungsschreiben an ihre ,regierungen mitzugeben4 ,auerdem gab ihm ,olivares viele ,empfehlungsschreiben an hohe ,personen mit4 ,illustration3 ,abb4 #h4 ,ein toter ,franziskaner4 ,in der ,gemldesammlung der ,brera zu ,mailand4 7,zu ,seite #ad47 ,illustration3 ,abb4 #i4 ,die ,schmiede ,vulkans4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #ad47 ,velazquez reiste im ,gefolge des ,generals ,spinola1 der mit dem ,auftrag nach ,italien ging1 durch ,einnahme der von den ,franzosen besetzten ,festung ,casale eine ,entscheidung im mantuanischen ,erbfolgekrieg herbeizufhren4 ,er landete am #bj4 ,august in ,genua und begab sich1 nachdem er den ,general verlassen hatte1 mglichst schnell nach ,venedig1 wo das ,studium der ,werke ,tintorettos ihn besonders fesselte1 und wo er gern viel lnger geblieben wre1 wenn nicht die kriegerischen ,verhltnisse ihn zur ,abreise gedrngt htten4 ,von ,venedig ritt er ber ,ferrara1 ,bologna und den ,wallfahrtsort ,loreto nach ,rom4 ,in ,rom angekommen1 meldete er sich1 nachdem er sich von den ,anstrengungen des weiten ,rittes der letzten ,tagereise ausgeruht und in der spanischen ,nationalkirche die ,messe gehrt hatte1 bei dem spanischen ,gesandten ,graf ,monterey und machte auch dessen ,gemahlin1 der ,schwester des ,grafen ,olivares1 seine ,aufwartung4 ,der ,gesandte1 der sich seiner im brigen mit groer ,liebenswrdigkeit annahm1 erklrte ihm1 da er ihn jetzt nicht im ,vatikan einfhren knne1 weil ,papst ,urban ,,viii4 zu ungndig gegen ,spanien gestimmt sei wegen dessen ,verbndung mit den ,kaiserlichen im mantuanischen ,erbfolgekrieg2 er versicherte ihm aber1 da er in dem ,kardinal ,francesco ,barberini1 dem ,neffen des ,papstes1 den einflureichsten ,gnner finden wrde1 der ihm zu allem helfen knne4 ,in der ,tat wurde ,velazquez von dem ,kardinal1 an den er gleichfalls durch ,olivares empfohlen war1 mit der ausgesuchtesten ,liebenswrdigkeit aufgenommen4 ,auf dessen ,befehl wurde ihm eine ,wohnung im vatikanischen ,palast angewiesen4 ,aber ,velazquez fand den ,ort gar zu abgelegen und einsam1 trotz des ,reizes1 den die ,nhe der ,fresken ,michelangelos und ,raffaels auf ihn ausbte4 ,er gab die ,wohnung auf und begngte sich mit der ,erlaubnis1 zu jeder ,zeit in den ,vatikan kommen und nach den ,fresken zeichnen zu drfen4 ,als er an einem der nchsten ,tage die ,villa ,medici besuchte1 kam er zu der ,ansicht1 da dies der wnschenswerteste ,aufenthaltsort fr die ,sommermonate sei4 ,durch ,vermittlung des ,grafen ,monterey erteilte ihm der ,eigentmer dieser ,villa1 der ,groherzog von ,toscana1 die ,erlaubnis1 dort zu wohnen4 ,von dem ,aufenthalt des ,knstlers in der herrlichen ,villa1 die er freilich nach zwei ,monaten wieder verlassen mute1 weil das ,fieber ihn von da vertrieb1 erzhlen im ,pradomuseum zwei kleine flott gemalte ,naturaufnahmen4 ,die eine zeigt eine weie ,terrasse zwischen ,zypressen und geradlinig geschorenen dunkelgrnen ,hecken2 ein wunderbarer silberiger ,luftton schwimmt ber dem ,bild1 bei dem die ,einfachheit des ,motivs sehr bemerkenswert ist4 ,die andere ,aufnahme ist eine kstliche ,sonnenstudie4 ,aus dem ,schatten dunkler ,steineichen sieht man durch einen weiten ,bogen1 unter dem die ,marmorfigur der schlafenden ,ariadne aufgestellt ist1 in die weitere ,ausdehnung des ,parks mit blulich berhauchten ,zypressen und zwischen den ,bumen durchschimmernden weien ,gebuden unter wolkenlosem italienischen ,himmel 7,abb4 #g74 ,diesen rmischen ,landschaftsbildern reiht sich im ,madrider ,museum noch eine in etwas grerem ,mastabe ausgefhrte und bildmig abgerundete ,ansicht des ,titusbogens an4 ,in ,rom selbst erinnert an den ,aufenthalt des ,velazquez ein im kapitolinischen ,museum befindliches ,brustbild1 das mit ,recht als ,selbstbildnis des ,meisters gilt4 ,da er damals sich selbst abmalte1 wird durch ,pacheco berichtet4 ,das kapitolinische ,bildnis ist mit der uersten ,schnelligkeit in wenigen ,tnen hingestrichen1 erzielt aber dabei eine so schlagende ,wirkung1 da es gleich beim ersten ,anblick den ,beschauer ganz gefangen nimmt und sich unvergelich einprgt2 es gibt nichts ,lebendigeres1 als diese funkelnden1 kohlschwarzen ,augen 7,abb4 #a74 ,illustration3 ,abb4 #aj4 ,die ,infantin ,doa ,maria1 ,schwester ,knig ,philipps ,,iv41 gemalt im ,jahre #afcj4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,zu ,seite #ae47 ,zu den in ,italien gemalten ,studienarbeiten mag man auch den in der ,brera zu ,mailand befindlichen ,kopf der aufgebahrten ,leiche eines ,franziskanermnchs rechnen4 ,die ,urheberschaft des ,velazquez bei dieser prchtig gezeichneten und gemalten ,skizze ist freilich nicht unzweifelhaft2 aber das ,werk wre seiner ,hand wohl wrdig 7,abb4 #h74 ,velazquez' ,hauptarbeit in ,rom war die ,anfertigung zweier greren ,gemlde1 in denen er wohl seinem ,knig einen ,beweis von dem ,erfolg seiner italienischen ,studien1 namentlich in bezug auf die ,kenntnis des ,nackten1 geben wollte4 ,den ,stoff entnahm er fr das eine der beiden ,gemlde dem ,alten ,testament1 fr das andere dem ,homer4 ,das erstere1 das die ,brder ,josephs darstellt1 wie sie ihrem ,vater unter ,vorzeigung des blutigen ,rockes die falsche ,todesnachricht von dessen ,liebling bringen1 befindet sich im ,escorial4 ,es ist wohl nur seines verdorbenen ,zustandes wegen nicht in das ,pradomuseum bergefhrt worden4 ,die ursprngliche ,farbenwirkung ist ganz verloren gegangen4 ,was man noch voll wrdigen kann1 ist die einfache und natrliche ,veranschaulichung des ,vorgangs und der sprechende ,ausdruck einer jeden ,figur4 ,man sieht1 der ,meister hat es mit einem wunderbaren ,scharfblick verstanden1 den innersten ,seelenregungen im ,spiel der ,gesichtsmuskeln nachzuspren4 ,von der ,gewaltsamkeit und den bertreibungen1 durch welche sonst die ,kunst jener ,zeit in ,bewegungen und ,mienenspiel zu wirken suchte1 ist nicht die leiseste ,spur vorhanden4 ,diesem ungewhnlichen ,sinn fr ,naturwahrheit entspricht die schlechtweg natrliche ,bildung der ,krperformen4 -- ,das andere ,gemlde 7im ,pradomuseum7 versetzt uns in die ,schmiede ,vulkans1 in dem ,augenblick1 wo ,apollo dort erscheint1 um die ,untreue der ,venus zu verraten 7,abb4 #i74 ,es ist durch die nmlichen ,eigenschaften ausgezeichnet1 wie sein ,gegenstck1 und darber hinaus -- bei tadelloser ,erhaltung -- durch einen ,farbenton von groartiger ,schnheit4 ,man kann sich nichts ,vollkommeneres von ,malerei vorstellen4 ,in der grauen1 ruigen ,schmiede stehen die braunen ,gestalten des ,vulkan und seiner ,gesellen4 ,alle ,blicke hngen an dem ,ankmmling1 der1 hell von ,haut1 blondlockig1 mit einer goldfarbenen ,toga bekleidet1 durch seine ganze ,erscheinung einen lebhaften ,gegensatz zu jenen bildet4 ,hinter seinem von einem ,strahlenschein umgebenen ,haupt sieht man durch eine ,fensterffnung das tiefe ,blau des ,himmels4 ,mit ,apollo kommt gleichsam das ,licht in die ,werkstatt4 ,das ,licht spiegelt sich blitzend in dem ,harnisch1 der auf der anderen ,seite am ,boden liegt4 ,apollo spricht mit ,mund und ,hnden2 er erzhlt seine ble ,nachricht mit geflissentlicher ,wichtigkeit4 ,vulkan hlt starr inne im ,bearbeiten des glhenden ,eisenstckes1 das er vor sich auf dem ,ambo hat2 sein ,mund findet keine ,worte1 aber sein ,krper krmmt sich in einer unwillkrlichen ,bewegung der ,wut1 und seine ,augen -- solche schwarze ,augen1 wie sie nur ,velazquez malen konnte -- rollen4 ,die beiden ,gesellen mit den ,zuschlaghmmern erstarren auch1 aber ohne ,aufregung1 nur in ,verwunderung ber die interessante ,neuigkeit2 in dem ,kopf des einen1 der ,mund und ,augen aufsperrt1 malt sich das hchste ,staunen eines beschrnkten ,menschen4 ,der dritte ,gesell ist in ,anspruch genommen durch die nicht so pltzlich zu unterbrechende ,arbeit1 ein ,stck ,eisen durchzukneifen2 der ,ausdruck der krperlichen ,anstrengung spielt noch in seinen ,gesichtsmuskeln nach1 whrend er sich aufrichtet1 um zu lauschen4 ,der im ,hintergrund beim ,blasebalg beschftigte ,gesell aber vernimmt mit heimlicher ,bosheit und ,schadenfreude die ,nachricht von der ,schlechtigkeit der ,frau ,meisterin4 ,illustration3 ,abb4 #aa4 ,die ,sibylle 7angebliches ,bildnis der ,gattin des ,knstlers74 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #af47 ,im ,herbst #afcj erhielt ,velazquez den ,befehl1 sich nach ,neapel zu begeben1 um ,doa ,maria1 die ,schwester ,philipps ,,iv41 zu portrtieren1 die auf der langen ,brautreise zu ihrem durch ,vollmacht angetrauten ,gemahl ,knig ,ferdinand von ,ungarn1 dem nachmaligen deutschen ,kaiser1 dort verweilte4 ,velazquez malte nur ein ,brustbild der ,knigin nach dem ,leben4 ,fr das brige brauchte sie nicht zu sitzen2 denn die damalige ,hoftracht der spanischen ,damen war eine derartige1 da sie von der ,gestalt ihrer ,trgerin keine ,linie verriet4 ,das ,brustbild befindet sich im ,pradomuseum und zeigt uns die lebhaften ,zge der blonden jungen ,frstin mit ansprechendem ,ausdruck 7,abb4 #aj74 ,das groe ,bildnis in ganzer ,figur1 das ,velazquez dann danach ausfhrte -- und zwar1 da ihm die ,anregung durch den ,anblick der ,wirklichkeit fehlte1 ohne viel knstlerische ,wrme -- ist in das ,berliner ,museum gelangt4 ,nach ,erledigung dieses ,auftrages schiffte ,velazquez sich ein und langte im ,anfang des ,jahres #afca wieder in ,madrid an4 ,er begab sich -- so berichtet ,pacheco -- nach einem freundlichen ,empfang durch den ,conde-,duque 7,olivares7 sogleich zum ,handku ,seiner ,majestt und dankte dem ,knig sehr dafr1 da er sich in diesen anderthalb ,jahren von niemand anders habe malen lassen2 und ,seine ,majestt war sehr erfreut ber seine ,rckkehr4 ,illustration3 ,abb4 #ab4 ,bildnis eines jungen ,mdchens1 mutmalich einer ,tochter des ,knstlers4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 ,eine lange ,reihe von ,jahren hindurch malte ,velazquez jetzt im kniglichen ,schlo zu ,madrid im ,dienst seines ,herrn4 ,seine ,lebensgeschichte berichtet von ,zeit zu ,zeit von der ,verleihung eines neuen ,hofamts oder eines ,titels1 wodurch er in seinem gesellschaftlichen ,range erhht oder in seinem ,einkommen besser gestellt wurde4 ,bei seiner in der ,tat glnzenden ,stellung mute er doch zeitweilig die ,finanznot des spanischen ,staates mitempfinden2 so sah er sich im ,herbst #afch gezwungen1 dem ,knig eine ,bittschrift um ,auszahlung einer rckstndigen ,summe von #aehjc ,realen einzureichen1 mit dem ,bemerken1 da er sich in groer ,bedrngnis befinde4 ,in das ,jahr #afcd fllt ein husliches ,ereignis4 ,im ,januar dieses ,jahres gab er seine noch nicht ganz fnfzehnjhrige ,tochter ,francisca dem ,maler ,juan ,bautista ,martinez del ,mazo zur ,ehe1 der bei dieser ,gelegenheit zum ,amtsnachfolger des ,velazquez als ,ugier de cmara ernannt wurde1 und der spter auch als ,hofmaler seinem ,schwiegervater1 dem bewunderten und nachgeahmten1 aber unerreichbaren ,vorbild seiner ,kunst1 nachfolgte4 ,illustration3 ,abb4 #ac4 ,mutmaliches ,bildnis der ,gattin des ,knstlers1 ,doa ,juana de ,miranda ,pacheco4 ,im knigl4 ,museum zu ,berlin4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen47 ,hier mgen einige ,bildnisse erwhnt werden1 die1 wenn auch ohne sichere ,begrndung1 als ,bilder der ,familienmitglieder des ,meisters angesehen werden4 ,fr die ,gattin des ,velazquez hlt man in ,madrid eine in der ,seitenansicht dargestellte ,dame mit echt spanischer1 der ,wangenrte fast ganz entbehrender ,hautfarbe und tiefschwarzem1 gekruseltem ,haar4 ,sie trgt ein schwarzes ,kleid und einen dunkelgelben berwurf2 der schleierartige schwarze ,kopfputz hat ,verzierungen von der goldhnlichen ,farbe des berwurfs4 ,in der ,hand hlt sie eine leere ,holztafel1 ber deren ,bedeutung der ,aufschlu fehlt1 und welche ,veranlassung gegeben hat zu der ,bezeichnung des ,bildes als ,sibylle8 7,abb4 #aa74 ,zwei allerliebste ,kinderportrts1 als ,gegenstcke gemalt und dem ,farbenton nach um dieselbe ,zeit entstanden wie jenes unverkennbar den jngeren ,jahren des ,meisters angehrige ,frauenbildnis1 fhren im ,museumskatalog die -- allerdings als zweifelhaft hingestellte -- ,bezeichnung ,tochter des ,velazquez84 ,auer jener ,francisca hatte ,velazquez noch eine um zwanzig ,monate jngere ,tochter ,ignacia1 die im ,kindesalter starb4 ,in den ,bildern erscheinen die beiden kleinen ,mdchen in einem und demselben ,alter4 ,sie sind einander so hnlich wie ,zwillinge1 sind auch gleich angezogen1 nur mit kleinen ,farbenunterschieden im ,aufputz der olivengrnen ,kleidchen4 ,beide haben frische1 lebhafte ,gesichtchen mit rosigen ,wangen2 das braune ,haar1 mit rosafarbiger ,schleife verziert1 hngt in zwei ,zpfen an den ,seiten des ,kopfes herab4 ,die eine hlt ,nelken in den ,hndchen1 die andere hat ,rosen im ,scho 7,abb4 #ab74 ,mit mehr ,wahrscheinlichkeit als die ,sibylle8 -- nmlich auf ,grund einer auf der ,rckseite der ,leinwand befindlichen alten ,namensaufschrift --1 doch gleichfalls nicht mit ,gewiheit wird das herrliche ,damenbildnis1 welches aus der ,dudley-,galerie in das ,berliner ,museum gelangt ist1 als ,portrt der ,doa ,juana ,pacheco bezeichnet 7,abb4 #ac74 ,keine klassische ,schnheit1 aber eine sehr anziehende ,erscheinung von reinster spanischer ,rasse1 liebenswrdig und vornehm1 mit klug und freundlich blickenden braunen ,augen und feinem1 charaktervollem ,mund2 der eigentmliche ,reiz der bleichen sdlndischen ,haut kommt in der ,umrahmung durch das rtlich blonde1 hochaufgetrmte und an den ,seiten in krausen ,lckchen herabfallende ,haar in besonderer ,weise zur ,geltung4 ,die ,dame ist sehr reich gekleidet2 sie trgt eine ,robe von tadellosestem ,modeschnitt 7um #afce7 aus gepretem schwarzem ,sammet mit ,kragen und ,unterrmeln aus blauem1 golddurchwirktem ,stoff1 mit ,goldspitzen am ,kragen1 dazu mit schmalen ,spitzenrndchen besetztes ,weizeug an ,hals und ,handgelenken2 im ,haar blitzt der aus ,diamanten gebildete ,kopf einer ,nadel1 unter den ,lckchen kommen groe ,perlen zum ,vorschein1 die von den ,ohrringen herabhngen1 eine ,perlenschnur umgibt den ,hals1 an dem ,kleid glitzert eine mehrfach umgeschlungene1 durch einen edelsteinbesetzten ,schmuck zusammengehaltene ,goldkette2 kostbare ,ringe schmcken sowohl die linke ,hand1 die zwanglos herabhngend den geschlossenen ,fcher hlt1 als auch die auf die ,lehne des rotbezogenen ,stuhls gelegte ,rechte4 ,alles ist mit dem gewhltesten ,geschmack zusammengestimmt1 und der ,reichtum bewahrt eine vornehme ,einfachheit der ,gesamtwirkung1 die der schlichte hellgraue ,hintergrund aufs feinste hervortreten lt4 -- ,velazquez fand nicht hufig ,zeit1 ,privatpersonen zu malen4 ,ein drittes nichtfrstliches ,damenbildnis von seiner ,hand befindet sich in einer englischen ,sammlung4 ,auch dies ist eine ,vollblutspanierin1 nicht mehr ganz jung1 aber des ,eindrucks ihrer unergrndlichen ,augen und ihrer glhenden ,lippen sich wohl bewut2 die in groen ,handschuhen steckenden ,hnde spielen mit der schwarzen ,manta8 und dem ,fcher1 den ,werkzeugen der ,koketterie 7,abb4 #ad74 ,als nichthfisches ,mnnerbildnis sei daneben der wirkungsvolle ,rassekopf im ,pradomuseum genannt1 aus dessen brennend roten ,lippen und glnzend schwarzen ,augen eine verzehrende ,glut spricht 7,abb4 #ae74 ,illustration3 ,abb4 #ad4 ,die ,dame mit dem ,fcher4 ,in der ,hertford-,galerie zu ,london4 ,unter den ,bildern1 welche ,velazquez in den ersten ,jahren nach seiner ,rckkehr von ,italien fr den ,knig malte1 werden neben verschiedenen ,stillleben und ,landschaften ein ,bildnis der ,knigin und ein solches des im ,jahre #afbi geborenen ,prinzen ,don ,baltasar ,carlos genannt4 ,dieses letztere ist in einem wundervollen ,kinderbild vorhanden1 das in eine englische ,sammlung gelangt ist4 ,da sieht man den dreijhrigen ,infanten1 mit einem niedlichen1 aber ausdruckslosen ,gesichtchen1 schon mit ,grandezza in seinem steifen ,kleidchen aus silberdurchstickter hellgrauer ,seide dastehen1 mit ,kommandostab1 ,schrpe und ,degen4 ,ein dunkler ,hintergrund mit einem zum ,teil emporgezogenen schweren ,vorhang hebt die ganze zarte ,gestalt als eine ,lichterscheinung hervor2 seitwrts liegt auf einem ,kissen der groe ,federhut 7,abb4 #af74 ,ein anderes ebenfalls in ,england befindliches ,bild aus derselben ,zeit zeigt das nmliche ,figrchen mit einem ,zwerg als ,gesellschafter1 der es mit dem ,geklingel einer ,schelle zu unterhalten sucht4 ,illustration3 ,abb4 #ae4 ,bildnis eines ,unbekannten4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,zu ,seite #ah47 ,illustration3 ,abb4 #af4 ,der ,infant ,don ,baltasar ,carlos4 ,in der ,hertford-,galerie zu ,london4 7,zu ,seite #ah47 ,bei den ,landschaften mag man in erster ,linie an ,aufnahmen aus den ,grten der ausgedehnten ,villa bei ,madrid denken1 die ,olivares im ,anfang der dreiiger ,jahre dem ,knig verehrte1 und deren ,namen ,buen ,retiro jetzt in den weitlufigen ffentlichen ,anlagen fortlebt1 die sich in der ,nhe des ,spaziergangs el ,prado ausdehnen4 ,zur ,ausschmckung des ,wohnpalastes dieser ,villa hat auch das einzige im ,pradomuseum vorhandene ,bild der ersten ,gemahlin ,philipps ,,iv41 ,isabella von ,bourbon1 gedient4 ,die ,knigin lie sich1 nach ihrer eigenen uerung1 nicht gern abmalen4 ,daraus mag es zu erklren sein1 da das in ,rede stehende ,gemlde1 das die ,knigin zu ,pferde zeigt1 durch teilweise bermalung eines alten ,bildes als ,gegenstck zu einem neuen1 fr den ,palast von ,buen ,retiro angefertigten ,reiterbildnis des ,knigs zurecht gemacht wurde4 ,zur ,ausschmckung dieses neuen ,schlosses beizutragen1 war eine ,hauptaufgabe des ,velazquez in den dreiiger ,jahren4 ,dazu kamen ,bilder fr ein ,jagdhaus1 das ,philipp ,,iv4 sich in dem groen ,wildpark von ,pardo zu dieser ,zeit herrichten lie4 ,was ,velazquez fr diese neuen ,gebude1 in die eine ,menge vorhandener ,gemlde zusammengetragen wurde1 zu malen hatte1 waren in erster ,linie ,reiter- und ,jgerbildnisse4 ,in diesen ,darstellungen der frstlichen ,personen in freier ,luft offenbart uns der ,meister erst die ,hhe seiner ,kunst4 ,in ihnen verschmilzt die vollendete ,naturtreue mit der hchsten dichterischen ,schnheit der ,farbe zur ,einheit4 ,velazquez versetzt seine ,reiter und ,jger auf ,bergeshhen2 man glaubt die erfrischende ,luft des ,gebirges zu atmen1 und in einer ,flut von ,licht blickt man hinaus in den namenlosen ,farbenzauber weiter ,fernsichten4 ,das aus ,buen ,retiro in das ,pradomuseum gekommene ,reiterbild ,philipps ,,iv4 zeigt den wegen seiner ,reitkunst berhmten ,knig1 wie er mit seinem weifigen ,braunen die schwierige ,stellung ausfhrt1 die als ,pesade oder als ,halbkurbette bezeichnet wird4 ,in den ,umrissen des ,pferdes hat der ,maler sich augenscheinlich ,korrekturen von seiten seines ,herrn gefallen lassen mssen1 die ihn zwangen1 seine naturalistische ,anschauung zurcktreten zu lassen hinter der ,beachtung der vom ,modegeschmack diktierten ,schnheitseigenschaften des ,pferdes2 es ist ja eine merkwrdige1 aber wohl in allen ,zeiten zu beobachtende ,tatsache1 da die ,modebegriffe von ,pferdeschnheit die ,einbildung der ,pferdekenner so stark beeinflussen1 da ein unbefangenes ,auge die nach deren ,vorschrift dargestellten ,pferde nur mit ,befremden ansehen kann4 ,der ,knig erscheint auf diesem ,bilde in ,feldherrentracht4 ber einem rotbraunen1 goldgestickten ,sammetanzug trgt er einen schwarzen ,harnisch mit ,goldverzierungen2 seine ,brust umgibt eine karminrote ,schrpe1 den ,kopf bedeckt ein schwarzer1 mit weien und braunen ,strauenfedern geschmckter ,hut1 und die ,fe stecken in ,stiefeln von hellem ,leder4 ,prachtvoll ist die ,landschaft4 ,die blaue ,luft ist von grauen und weien ,windwolken durchzogen2 die fernste ,berglinie trgt ,schnee1 dann kommt ein dunkelblauer1 ganz kahler ,bergrcken1 weiter nach vorn grne ,hgel mit ,steineichengehlzen2 dann zieht sich ein drrer1 weilich-grn schimmernder ,hang nach der ,hhe hinan1 wo der knigliche ,reiter sein ,ro auf trockenem1 braunem ,boden tummelt 7,abb4 #ag74 ,das ,gegenstck1 das ,reiterbild der ,knigin 7,abb4 #ah71 ist nur zum ,teil von ,velazquez selbst gemalt4 ,an der ,figur ,isabellas rhrt nur der ,kopf von ihm her1 ein von dunkelbraunem ,haar umrahmtes feines weies ,gesicht mit gerteten ,wangen und frischen ,lippen4 ,das braune1 goldgestickte ,reitkleid mit dem weien1 mit ,silbersternchen verzierten ,unterkleid und selbst die ,hnde sind von einer sehr fleiigen1 aber wenig knstlerischen ,hand ausgefhrt2 ebenso die braune1 mit ,gold und ,silber verzierte ,pferdedecke4 ,dagegen hat der ,meister das ,pferd und den landschaftlichen ,hintergrund wieder eigenhndig gemalt4 ,dieser prachtvolle ,schimmel mit dem wunderbar schnen und lebendigen ,auge1 und diese kstliche ,landschaft -- unter khlem1 bewlktem ,himmel sieht man zwischen ,hgeln mit ,gebschen hindurch in ein ,flutal1 das in der ,ferne von einem duftig blauen ,gebirgskamm begrenzt wird1 -- sind nicht zu derselben ,zeit gemalt wie die ,figur1 sondern geben sich deutlich als bermalung aus spterer ,zeit zu erkennen2 von einem dunklen ,pferd1 das frher da war1 sind ,teile im ,laufe der ,zeit wieder zum ,durchscheinen gekommen4 ,wahrscheinlich gefiel dem ,meister das ltere ,bild nicht mehr gut genug1 um es in den ,prunksaal des neuen ,palastes dem neuen ,reiterbild des ,knigs gegenber hngen zu lassen4 ,fr eben diesen ,saal1 der den ,namen ,saal der ,knigreiche8 fhrte1 mute ,velazquez auch alte ,reiterbildnisse der ,eltern ,philipps ,,iv41 des ,knigs ,philipp ,,iii4 und der ,knigin ,margarete von sterreich1 durch berarbeitung und durch ,vergrerung des ,formats -- indem jedem ,bild an beiden ,seiten ein ,stck angesetzt wurde -- mit seinen eigenen ,gemlden in bereinstimmung setzen4 ,es ist begreiflich1 da dem ,meister diese nderungen an fremden ,werken keine besonders erfreuliche ,arbeit waren2 man sieht1 da die bermalungen1 die sich brigens im wesentlichen auf die ,pferde und die ,hintergrnde beschrnken1 mit groer ,hast ausgefhrt sind4 ,dennoch ist es ihm gelungen1 durch seine bermalungen den beiden ,bildern ein prchtiges ,aussehen zu geben und seine ,farbenstimmungen so einzurichten1 da kein ,miklang mit dem1 was er stehen lie1 entstand4 ,ganz wundervoll ist die landschaftliche ,stimmung -- ,sonnenuntergang -- in dem ,bild der ,knigin ,margareta4 ,die ,krone von ,velazquez' ,reiterbildnissen ist dasjenige des ,prinzen ,don ,baltasar ,carlos1 das er1 nach dem ,alter des ,kindes zu urteilen1 um #afcf1 ebenfalls fr ,buen ,retiro malte 7,abb4 #ai74 ,es ist ein entzckendes ,bild1 neben dessen lichterfllter ,farbenpoesie alle ,gemlde anderer ,meister1 die es umgeben1 schwarz erscheinen4 ,der sattelfeste kleine ,reiter1 der schon ganz frh unter des ,grafen ,olivares1 als ,oberstallmeisters1 ,aufsicht ,reitunterricht bekommen hatte und der im ,alter von vier ,jahren sich bereits auf einen ,pony setzen durfte1 der als ein ,teufelchen bezeichnet wurde1 sprengt im ,galopp auf einem stmmigen andalusischen ,pony daher4 ,don ,baltasar ,carlos ist ein hbscher ,junge geworden2 gro und lebhaft blicken die schwarzblauen ,augen1 die denen seines ,vaters gleichen1 aus dem etwas blassen ,gesichtchen2 das lichtblonde ,haar hat einen wrmeren ,ton bekommen4 ,er trgt eine ,jacke von ,goldbrokat mit grnem1 goldgesticktem rmelaufschlag1 ,kollett und ,beinkleid von dunkelgrnem1 mit ,gold verziertem ,stoff1 schwarzen ,hut mit schwarzem ,ausputz1 ,stiefel und ,handschuhe von hellbraunem ,leder4 ,wie ein knftiger ,feldherr trgt er eine ,schrpe1 rosenrot mit ,goldfransen1 und schwingt einen ,kommandostab in der ,rechten4 ,das feiste ,pferdchen ist ein ,rotschimmel mit braunem ,kopf und schwarzen ,fen2 ,schweif und ,mhne sind dunkel und sehr dicht und lang1 wie man es damals als unentbehrliches ,schnheitserfordernis eines edlen spanischen ,pferdes ansah4 ,sattel- und ,zaumzeug sind mit ,goldstoff berzogen1 die ,metallteile des ,geschirres vergoldet4 ,das ,knigskind galoppiert so stolz und freudig dem ,bergrcken entlang1 von dem man weit in das spanische ,land hinaussieht4 ,das ganze ,bild ist sozusagen auf einen freudigen ,ton gestimmt4 ,der ,himmel ist sonnig blau1 von silberiggrauen und von hell durchschienenen weien ,wlkchen belebt4 ,die ,fernsicht schwimmt in blauen1 weilichen und grnen ,tnen1 zu denen nur ganz wenig ,rtliches und ,brunliches im ,vordergrund kommt4 ,diese ,luft und diese ,landschaft geben eine charakteristische ,stimmung der spanischen ,landschaft in so treffender ,weise wieder1 da man sich versucht fhlt1 hier von einer absoluten ,wahrheit des ,farbentons zu reden4 ,prinz ,baltasar ,carlos wurde ebenso frh wie im ,reiten1 auch im ,weidwerk ausgebildet4 ,der ,knig war ein leidenschaftlicher ,jger2 schon im ,knabenalter hatte er bewunderte ,proben von ,kraft1 ,gewandtheit und ,unerschrockenheit abgelegt4 ,mit ,stolz sah er1 da sein vergttertes ,shnchen es ihm in den ritterlichen ,knsten nachtun zu wollen schien4 ,wohl zum ,andenken an den ersten ,jagdgang des ,prinzen in den ,pardowald lie ,philipp ,,iv4 das allerliebste ,bild ausfhren1 das den ,sechsjhrigen als ,jger darstellt4 ,der hbsche ,knabe steht ernst und wichtig blickend1 mit einer kleinen ,flinte in der ,hand1 unter einer ,eiche1 im ,jagdanzug aus derbem1 dunkel brunlich-olivengrnem ,stoff mit gesteppten schwarzseidenen rmeln und schwarzen ,strmpfen4 ,neben ihm sitzt ein reizender ,zwergwindhund im ,schatten des ,baumes1 und auf der anderen ,seite liegt im fahlen drren ,grase ein prchtiger brauner1 weigezeichneter ,vorstehhund1 mit einem ,ausdruck1 der zu sagen scheint1 da er sich der ,pflicht bewut sei1 den kleinen ,jger zu bewachen4 ,es ist ein khler ,tag4 ber einen weilich-grauen ,hang hinweg sieht man in die bluliche ,berglandschaft mit graugrnen ,steineichenbestnden1 ber die im ,ziehen der ,wolken ,sonnenblicke einhergleiten4 ,das ,ganze ist in seinem durchaus naturalistischen und dabei so unendlich poetischen ,farbenreiz ein wahres ,wunder von einem ,bild 7,abb4 #bj74 ,illustration3 ,abb4 #ag4 ,reiterbildnis ,philipps ,,iv4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #bj47 ,illustration3 ,abb4 #ah4 ,reiterbildnis der ,knigin ,isabella von ,bourbon4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #bj47 ,auer diesem sind von den ,jgerbildnissen1 die ,velazquez fr das ,jagdhaus im ,pardowald und auch noch fr ein mit ,jagdstcken ausgeschmcktes ,zimmer im ,palast malte1 noch zwei vorhanden3 eines1 das den ,knig1 und eines1 das dessen jngsten ,bruder1 den ,infanten ,ferdinand1 darstellt4 ,der ,knig steht in weiter ,bergeinsamkeit1 ber der sich ein lichtbewlkter ,abendhimmel ausspannt1 unter einem dichtbelaubten ,baum auf dem ,anstand1 das lange ,gewehr in der herabhngenden ,rechten4 ,neben ihm sitzt ein gelbbrauner ,hund1 starkknochig mit feinem ,kopf und klugen ,augen4 ,das ,bild scheint gleichzeitig mit demjenigen des ,prinzen ,baltasar gemalt zu sein4 ,der ,knig befindet sich also im ,alter von dreiig ,jahren4 ,gestalt und ,gesicht haben sich nur wenig verndert1 seit ,velazquez die erste ,aufnahme machte2 lngere ,haartracht und ein in die ,hhe gebrsteter ,schnurrbart sind die einzigen ,vernderungen1 die einem beim ersten ,anblick auffallen4 ,die ,kleidung ist in ,schnitt und ,farbe derjenigen des kleinen ,prinzen ganz hnlich4 ,der ,infant ,don ,ferdinand1 in der nmlichen ,jgertracht1 steht mit dem gespannten ,gewehr im ,arm da4 ,aus dem blassen ,gesicht schauen hellblaue ,augen ruhig und aufmerksam in die ,ferne4 ,vor seinen ,fen sitzt ein schner hellbrauner ,sprhund4 ,hinter ihm dehnt sich ein grauer ,bergrcken aus1 den die blauen ,zacken einer fernen ,sierra berragen2 der ,himmel ist von dnnem ,gewlk berzogen4 ,dieser ,prinz1 der an ,liebe zum ,weidwerk seinen kniglichen ,bruder womglich noch bertraf1 ist der unter dem ,namen ,kardinal-,infant8 bekannte ,statthalter der ,niederlande2 den ,kardinalstitel hatte er schon als ,kind bekommen1 nachdem ihm zuvor der mit groen ,einknften verbundene ,titel eines ,erzbischofs von ,toledo erteilt worden war4 ,da er ,spanien im ,jahre #afcd verlie1 um sich nach ,flandern zu begeben1 so mu das schne ,bild vor diesem ,jahre gemalt sein oder doch auf einer vorher gemachten ,aufnahme beruhen 7,abb4 #ba74 ,im ,jahre #afcd bestellte ,olivares in ,florenz ein in ,erzgu auszufhrendes ,reiterstandbild ,philipps ,,iv4 ,velazquez malte fr den mit dieser ,aufgabe betrauten ,bildhauer ,pierro ,tacca die ,vorbilder4 ,ein im ,pittipalast zu ,florenz befindliches ,reiterbildnis des ,knigs1 das demjenigen des ,pradomuseums hnlich1 aber in kleinem ,mastab ausgefhrt ist1 ist vermutlich eines dieser ,modelle zu dem ,erzbild1 das spter vor dem ,knigsschlo in ,madrid aufgestellt wurde4 ,wenn frstliche ,gste an den ,hof zu ,madrid kamen1 so fiel ,velazquez fters die ,aufgabe zu1 auch diese zu malen4 ,so hatte er bereits im ,jahre #afbc den ,prinzen von ,wales1 ,karl ,stuart1 gemalt1 der damals um die ,infantin ,maria1 die nachmalige deutsche ,kaiserin1 warb4 ,im ,jahre #afch fertigte er ein ,bildnis des ,herzogs ,franz ,,ii4 von ,modena an1 als dieser in ,madrid verweilte1 um das ,tchterchen des ,knigspaares1 die ,infantin ,maria ,teresa aus der ,taufe zu heben4 ,es ist erwhnenswert1 da unter den ,geschenken1 welche ,philipp ,,iv4 dem ,herzog bei dieser ,gelegenheit machte1 auch ein von ,velazquez gemaltes ,miniaturbildnis des ,knigs genannt wird1 das sich auf der ,rckseite eines ,diamantschmucks befand4 ,velazquez hat nur sehr selten in kleinerem als lebensgroem ,mastab gearbeitet4 ,unter den wenigen ,werken des ,velazquez1 welche ,deutschland besitzt1 ist das ,bildnis des ,kirchenfrsten1 der die ,taufe der ,prinzessin ,maria ,teresa vollzog1 eines der vorzglichsten4 ,es befindet sich im ,stdelschen ,institut zu ,frankfurt am ,main4 ,es ist nur ein frisch nach dem ,leben gemaltes ,brustbild1 das uns das gelbliche ,gesicht und die schwarzen ,augen des ,kardinals ,gaspar ,borja -- aus dem berhmten1 in ,italien ,borgia genannten ,geschlecht -- durch die ,purpurkleidung in eigentmlicher ,farbenwirkung hervorgehoben zeigt2 aber diese einfache ,naturabschrift ist unter ,velazquez' ,hand zum vollendeten ,meisterwerk der ,bildniskunst geworden1 so gro durch malerischen ,reiz wie durch ,kraft und ,wahrheit des ,lebens4 ,das ,jahr #afch wurde das glcklichste ,jahr ,philipps ,,iv4 genannt4 ,auf den ,schlachtfeldern vieler ,lnder errangen die spanischen ,waffen blutige ,erfolge1 und im ,palast von ,buen ,retiro wurden glnzende ,siegesfeste gefeiert4 ,zu dieser ,zeit mag dem ,graf-,herzog ,olivares der ,gedanke gekommen sein1 sich als ,kriegshelden malen zu lassen4 ,er war ja die ,ursache der kriegerischen ,unternehmungen ,spaniens1 mithin auch die ,ursache der spanischen ,siege4 ,das ,reiterbild des ,olivares1 das ,velazquez in diesem ,sinne malte1 ist in malerischer ,beziehung den kniglichen ,reiterbildern vllig ebenbrtig4 ,aus dem ,besitz der ,nachkommen des ,olivares wurde es im achtzehnten ,jahrhundert durch ,knig ,karl ,,iii4 erworben und befindet sich jetzt im ,pradomuseum4 ,das ganze ,bild ist ,leben und ,kraft4 ,olivares1 als ,feldherr gekleidet1 im schwarzen1 goldverzierten ,harnisch1 mit der roten ,schrpe umgrtet1 den grauen ,hut mit roten ,federn geschmckt1 goldene ,sporen an den ,reiterstiefeln1 hlt auf einer ,anhhe1 auf der ,silberpappeln stehen und ,myrtengestruch blht4 ,in tadelloser ,haltung hebt der stolze ,mann1 den man in seiner ,jugend den besten ,reiter ,spaniens genannt hatte1 seinen goldgeschirrten feurigen ,braunen zur ,halbkurbette in die ,hhe4 ,mit blitzenden ,augen sieht er sich um und streckt den ,kommandostab aus1 um neue ,scharen hinabzuweisen in den ,kampf1 der in dem graugrnen ,hgelland unter dem sommerlich bewlkten ,himmel entbrannt ist4 ,eine ,ortschaft steht in ,flammen1 das ,gewehrfeuer blitzt1 die ,reitergeschwader sprengen wohlgeordnet zum ,angriff1 auf der staubigen ,strae1 die das ,tal durchzieht1 gibt ein ,trompeter im ,galopp die vom ,feldherrn befohlenen ,signale weiter 7,abb4 #bb74 ,ganz anders als hier1 wo er in einer ertrumten ,heldenrolle prunkt1 sieht ,olivares auf dem wenige ,jahre spter entstandenen ,bildnis der ,dresdener ,galerie aus4 ,da zeigt er die vernderten ,zge1 die dem ,beobachter auffielen1 als er ,mierfolge ber ,mierfolge erleben mute1 unter denen er krperlich und geistig niederbrach4 ,die ,dresdener ,galerie besitzt noch zwei ,bildnisse von der ,hand des ,velazquez1 die mit demjenigen des ,olivares zusammen aus der ,sammlung der ,herzge von ,modena dorthin gekommen sind4 ,das eine1 ein ,meisterwerk krperhaft wirkender ,malerei1 zeigt in halber ,figur einen grauhaarigen ,herrn mit stolzer1 finsterer ,miene 7,abb4 #bc74 ,das andere fhrt in einem ,brustbild1 dem die letzte ,vollendung der malerischen ,ausfhrung zu fehlen scheint1 einen wohlwollend aussehenden alten ,herrn vor1 auf dessen ,mantel an der linken ,brustseite das rote ,kreuz des ,santiagoordens angegeben ist 7,abb4 #bd74 ,wer die beiden sind1 ist nicht festgestellt3 sicher aber sind es hochstehende ,persnlichkeiten aus der ,umgebung ,philipps ,,iv4 ,illustration3 ,abb4 #ai4 ,reiterbildnis des ,prinzen ,don ,baltasar ,carlos4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #ba47 ,illustration3 ,abb4 #bj4 ,der ,prinz ,don ,baltasar ,carlos im ,jagdanzug4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #bb47 ,als der ,knig die ,ausschmckung des ,palastes von ,buen ,retiro mit ,gemlden anordnete1 bestimmte er fr den ,saal der ,knigreiche8 eine ,folge von groen ,bildern1 in denen die kriegerischen ,erfolge seiner ,regierung verbildlicht werden sollten4 ,sieben ,maler erhielten den ,auftrag1 in zwlf ,bildern die ruhmreichsten ,begebenheiten aus den ,feldzgen in ,flandern1 ,deutschland1 ,italien und ,amerika darzustellen4 ,velazquez1 den der ,knig mit ,bildnismalen fr die verschiedenen ,neueinrichtungen in ,beschftigung hielt1 war nicht bei dieser ,aufgabe beteiligt4 ,aber er fand nachtrglich ,veranlassung1 einen der hier zur ,darstellung gelangenden ,stoffe gleichfalls zu behandeln4 ,der betreffende ,vorwurf war die bergabe von ,breda am #e4 ,juni #afbe4 ,spinola hatte die vielumstrittene ,festung nach zehnmonatiger ,belagerung zur bergabe gezwungen2 in ,anerkennung der tapferen ,verteidigung gewhrte er dem ,kommandanten1 ,justinus von ,nassau1 und smtlichen ,offizieren und ,truppen freien ,abzug mit allen kriegerischen ,ehren2 als der hollndische ,befehlshaber vor dem ,sieger erschien1 begrte ihn dieser in freundlichster ,weise und pries ihn wegen der ,tapferkeit und ,beharrlichkeit des geleisteten ,widerstandes4 ,als ,velazquez vier ,jahre nach diesem ,ereignis mit ,spinola auf dessen ,galeere nach ,italien fuhr1 mgen die ,unterhaltungen whrend der langen ,reise ihm wohl auch ,gelegenheit gegeben haben1 aus dem eigenen ,munde des ,generals ,ausfhrliches ber die ,begebenheiten des niederlndischen ,feldzugs zu vernehmen4 ,es unterliegt wohl keinem ,zweifel1 da hierin der innere ,grund fr die ,entstehung von ,velazquez' bergabe von ,breda8 zu suchen ist4 ,denn in dem ,gemlde des ,jos ,leonardo1 der um das ,jahr #afce die bergabe von ,breda fr den ,saal der ,knigreiche malte1 sah ,velazquez die ,persnlichkeit des ihm befreundet gewordenen -- inzwischen verstorbenen -- ,feldherrn und den ,hergang1 den er von diesem selbst hatte erzhlen hren1 in einer ,weise geschildert1 die der ,wahrheit nicht entsprach4 ,das ,bild des ,leonardo1 der ein ,schler des ,eugenio ,caxesi war1 zeigt in konventioneller ,historienbild-,komposition den ,marquis ,spinola in hochmtig stolzer ,haltung auf einem ,schimmel sitzend und vor ihm auf den ,knieen den hollndischen ,kommandanten1 der die ,schlssel mit beiden ,hnden emporhebt1 um sie jenem zu berreichen4 ,diese jetzt im ,vorsaal der ,gemldegalerie des ,prado befindliche ,malerei1 deren ,urheber brigens noch in sehr jugendlichem ,alter stand1 ging dem gewissenhaften ,velazquez gegen seine ,wahrheitsliebe4 ,er mag es fr eine ,pflicht der ,ehrlichkeit gehalten haben1 solcher ,darstellung gleichsam eine ,berichtigung zu malen1 nach seiner besseren ,kenntnis von dem ,charakter und ,wesen der ,hauptperson und von dem ,tatschlichen des ,hergangs4 -- ,in welchem ,jahre ,velazquez das ,gemlde ausfhrte1 ist nicht bekannt2 wahrscheinlich doch nicht allzu lange nach der ,ausschmckung des ,saales der ,knigreiche in ,buen ,retiro mit jener ,folge von ,geschichtsbildern4 ,sein ,werk fand ebenfalls ,platz im ,palast von ,buen ,retiro4 ,illustration3 ,abb4 #ba4 ,der ,infant ,don ,fernando de ,austria1 ,bruder ,philipps ,,iv41 als ,jger4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #bd47 ,illustration3 ,abb4 #bb4 ,reiterbild des ,grafen von ,olivares4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #bd47 ,illustration3 ,abb4 #bc4 ,bildnis 7mutmalich des ,jgermeisters ,philipps ,,iv41 ,juan de ,mateos74 ,in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,dresden4 7,zu ,seite #be47 ,wenn man vor ,velazquez' bergabe von ,breda8 steht1 so fhlt man sich versucht zu glauben1 es habe berhaupt niemals irgendein anderer ein wirkliches ,geschichtsbild gemalt4 ,der geschichtliche ,hergang ist so klar und so einfach1 so natrlich veranschaulicht1 da man denkt1 so msse es und es knne nicht anders gewesen sein 7,abb4 #be74 ,von einem erhhten ,standpunkt aus -- vue de chevalier1 wie der damals gebruchliche ,kunstausdruck lautet -- sieht man in die flache niederlndische ,landschaft1 fr die dem ,maler offenbar militrische ,aufnahmen als ,anhaltspunkte gedient haben4 ,wasserlufe blinken in der blaugrnen1 von brunlichem ,schimmer durchflimmerten ,ebene2 hin und wieder steigt der ,rauch von ,lagerfeuern und von brennenden ,drfern oder ,gehften auf3 die ,rauchwolken verschwimmen vor der schweren ,wolkendecke des ,himmels1 die ber dem ,horizont in dicken blulichen ,massen lagert und sich weiter oben zu weigesumten ,streifen verdnnt4 ,wo in der ,mitte des ,bildes ein kleiner ,durchblick nach dem ,mittelgrund frei bleibt1 sieht man in dem ,raum zwischen den ,festungswerken und der schwachen ,erhhung des ,gelndes1 auf der die ,begegnung der beiden ,heerfhrer stattfindet1 spanische ,pikeniere aufgestellt2 ein paar geschulterte ,piken und ,fahnen deuten die vorbeimarschierende hollndische ,infanterie an4 ,die ,feldherren begren einander in dem schmalen ,zwischenraum1 der die beiderseits aufgestellten ,gefolgschaften voneinander scheidet4 ,beide ,herren sind vom ,pferde gestiegen2 auf beiden ,seiten haben alle ,offiziere ihre ,hupter entblt4 ,justin von ,nassau geht mit groen ,schritten auf ,spinola zu und berreicht mit einer ,verneigung1 seine ,augen in die des ,gegners heftend1 den ,torschlssel als ,sinnbild der bergabe4 ,der ,spanier neigt sich ihm entgegen1 vornehm und freundlich1 das ,musterbild eines formgewandten ritterlichen ,mannes1 und legt ihm die ,hand wohlwollend auf die ,schulter2 man sieht seinem ,gesicht an1 wie verbindlich die ,worte sind1 die er an den ,besiegten richtet1 dem er seine ,bewunderung nicht versagt4 ,spinola ist bla von ,farbe1 sein dunkles ,haar ist stark mit ,grau gemischt4 ,er trgt eine schwarze1 goldverzierte ,eisenrstung und darber die hellrote ,schrpe4 ,eine ebensolche ,feldherrenschrpe umgibt die ,schulter des gleichfalls geharnischten ,offiziers1 der am nchsten bei ,spinola steht und dem sich weitere ,offiziere1 die alle einen bildnismigen ,eindruck machen1 anreihen4 ,bei den ,offizieren stehen die ,fhnriche2 von den beiden sichtbaren ,fahnen ist die eine blau und wei gewrfelt mit rosenrotem ,schrgbalken1 die zweite rosenrot mit blauem ,schrgbalken4 ,unmittelbar hinter den ,offizieren steht dicht gereiht eine ,abteilung ,pikeniere1 breitrandige ,filzhte auf den ,kpfen1 die ,piken senkrecht aufgerichtet4 ,dieser starre ,wald von ,spieen bt eine eigentmliche1 mchtige ,wirkung auf den ,beschauer aus1 die fr den ,gesamteindruck des ,bildes so bedeutsam ist1 da dasselbe hiernach im ,volksmunde den ,namen las lanzas8 bekommen hat4 ,im ,vordergrunde bildet das ,pferd ,spinolas eine groe ruhige ,dunkelheit4 ,der mchtige ,braune steht ungern still2 damit er nicht strend nach den beiden ,herren hindrnge1 lt ihn der ,stallmeister1 der ihn hlt und der sich mit begreiflicher ,schaulust nach jenen hingewendet hat1 durch einen rckwrts mit der ,gerte gegen den linken ,hinterfu gegebenen leichten ,schlag nach rechts zur ,seite treten4 ,diese ,bewegungen des ,dieners und des ,pferdes tragen1 so nebenschlich sie an sich auch sind1 durch ihre schlagende ,lebenswahrheit doch nicht unwesentlich mit bei zu der groartigen ,natrlichkeit des ,ganzen4 ,neben der dunklen ,schulter des ,pferdes und unter den lebhaften ,farben der ,fahnen wird noch ein ,soldat sichtbar1 der mit silbergrauer ,kleidung an dieser ,stelle einen ruhigen und vermittelnden ,abschlu bildet4 ,die ,niederlnder sind in ,gesichtsbildung und ,wuchs1 in der ,art sich zu kleiden und zu bewegen1 mit treffender ,charakteristik von den ,spaniern unterschieden4 ,der ,oranier1 brunlichrot von ,gesichtsfarbe1 mit dunklem1 grau gemischtem ,haar1 trgt einen ,anzug von hellbraunem ,sammet1 mit schmalen ,goldtressen und goldenen ,knpfen verziert2 seine ,schrpe und die ,federn auf seinem ,hut zeigen die ,orangefarbe1 welche die abgefallenen niederlndischen ,staaten zu ihrer ,nationalfarbe erwhlten1 als der groe ,schweiger ,wilhelm von ,oranien sie zur ,selbstndigkeit gefhrt hatte4 ,die warmen ,tne der ,figur ,justins heben sich in starker ,wirkung von vorwiegend blauen ,tnen ab3 die im ,mittelgrund sichtbare spanische ,pikenierabteilung in hellblauen ,rcken1 dann die hollndische ,trikolore1 blau-orange-wei1 und vorn der dunkelblau gekleidete semmelblonde ,reitknecht1 der den mit einer groen ,ble gezeichneten ,braunen des ,oraniers hlt1 bilden fr ihn den ,hintergrund4 ,die ,wimpel an den ,spontons der hollndischen ,offiziere1 die ,quasten an den ,hellebarden der ,sergeanten1 die rmelaufschlge und andere ,kleidungsteile der ,soldaten sind wieder orangefarbig4 ,die hollndischen ,ober- und ,unteroffiziere scheinen nicht das ehrerbietige ,schweigen zu beobachten1 das in den ,reihen der ,spanier herrscht4 ,ein vor dem ,pferde ,justins stehender ,kavalier in weiem1 mit roten ,schleifchen verziertem ,seidenwams und silbernem ,bandelier macht eine zum ,stillsein auffordernde ,gebrde gegen seine ,umgebung1 um besser horchen zu knnen auf das1 was die beiden ,feldherren in einer ihm vielleicht nicht ganz gelufigen ,sprache miteinander reden4 ,prchtige ,typen niederlndischer ,kriegsleute stehen im ,vordergrund3 ein ,offizier in ,lederkoller und ,reitstiefeln und ein ,arkebusier in blaugrnem ,anzug4 -- ,das ganze ,bild ist beraus reichfarbig1 aber dabei vom tiefsten ,ernst4 ,es ist so gediegen und so gro gemalt1 wie es kaum etwas anderes gibt4 ,alle ,kleinigkeiten sind da1 und nirgends ist etwas ,kleinliches4 ,die ,farbenstimmung ist vollendet naturwahr2 aber noch vollkommener als ihre ,wahrheit ist ihre ,schnheit4 ,wenn irgendwo1 so ist es hier am ,platze1 von hohem ,stil in der ,farbe zu sprechen4 ,illustration3 ,abb4 #bd4 ,bildnis eines ,ritters des ,santiagoordens4 ,in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,dresden4 7,nach einer ,photographie von ,f4 ,o4 ,brockmann's ,nachf4 ,r4 ,tamm in ,dresden47 7,zu ,seite #be47 ,illustration3 ,abb4 #be4 ,die bergabe von ,breda4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #bg47 ,zur ,ausfhrung religiser ,gemlde fand der ,hofmaler verhltnismig selten ,gelegenheit4 ,gegen ,ende der dreiiger ,jahre ist1 wie man vermutet1 das ,bild des ,gekreuzigten entstanden1 das sich ursprnglich im ,benediktinerinnenkloster ,s4 ,placido zu ,madrid befand 7,abb4 #bf74 ,es ist ein mchtig ergreifendes ,bild4 ,auf einem ,hintergrund1 der keinerlei ,formen enthlt1 sondern leere ,finsternis ist1 schwarz mit leichtem brunlichen ,anflug1 ragt der schne ,krper in das goldige ,licht hinein1 das ihn oben voll berflutet1 whrend die ,beine in einem ,halbton verschleiert bleiben4 ,das ,haupt des gttlichen ,dulders ist im ,tod vornber gesunken2 dabei ist auf der einen ,seite das lange ,haar nach vorn gefallen4 ,diese mchtig wallende ,masse von dunklem ,haar1 die fast die ,hlfte des ,gesichts verdeckt1 bringt etwas sehr ,eigentmliches in die ,wirkung des ,ganzen4 ,aber weder hieraus1 noch aus dem allmhlichen ,hineinwachsen der ,gestalt aus dem ,schatten in das ,licht ist das ,auerordentliche des ,eindrucks1 den das ,gemlde auf den ,beschauer ausbt1 zur ,genge zu erklren4 ,vor allem wirkt das ,bild dadurch1 da der ,maler fr die ,tiefe seiner religisen und knstlerischen ,empfindung in der grten ,schlichtheit den strksten ,ausdruck gefunden hat4 ,der grte ,meister der naturalistischen ,kunst hat es verschmht1 hier irgendeines der sonst gerade im siebzehnten ,jahrhundert bei diesem ,gegenstand so sehr beliebten naturalistischen ,hilfsmittel1 um auf das ,gemt des ,beschauers einzuwirken -- die ,kennzeichnung des qualvollen ,hngens1 des ,zuckens im ,schmerz1 des ,zusammensinkens im ,tode --1 anzuwenden4 ,das ,bild ist mit der grten ,sorgfalt und ,liebe gemalt4 ,die ,ausfhrung des ,holzes der ,kreuzbalken und der ,inschrifttafel ist wahrhaft rhrend4 ,bemerkenswert ist1 da ,velazquez die altertmliche ,darstellungsweise wieder aufgenommen hat1 da jeder ,fu des ,gekreuzigten durch einen besonderen ,nagel angeheftet ist4 ,er ist hierin der ,vorschrift seines ,schwiegervaters gefolgt1 der in seinem ,buch ber die ,malkunst mit ,eifer gegen die im dreizehnten ,jahrhundert aufgekommene ,darstellungsweise zu ,felde zieht1 welche1 wie es seitdem im allgemeinen gebruchlich geblieben ist1 eine ,dreizahl von ,ngeln an die ,stelle der altberlieferten vier ,ngel setzte4 ,auch ein ,velazquez mute es erfahren1 da das groe ,publikum beim ,anblick eines ,bildes mehr den ,gegenstand als die ,kunst ins ,auge zu fassen pflegt4 ,in der ,mitte der dreiiger ,jahre wurde ein ,bildnis des ,grafen ,olivares1 das er ffentlich ausstellte1 vom ,volk mit ,steinen beworfen4 ,denn der allmchtige ,minister wurde immer verhater bei der ganzen ,nation4 ,vielleicht sind manche ,bildnisse1 die ,velazquez nach ,olivares1 der sich ihm stets sehr zugetan erwies und dem er auch seine ,anhnglichkeit und ,dankbarkeit bewahrte1 gemalt hat1 als ,opfer der ,volkswut zugrunde gegangen4 ,im ,januar #afdc wurde ,olivares gestrzt4 ,er berlebte diesen ,schlag nicht lange2 er starb fnf ,monate danach4 ,philipp ,,iv4 wollte sich jetzt zu selbstndigem ,handeln aufraffen4 ,er beschlo1 persnlich ins ,feld zu ziehen1 um beizutragen zur ,wiederherstellung der spanischen ,waffenehre1 die bald nach den rauschenden ,siegesfesten von #afch berall bedenklich ins ,wanken geraten war4 ,velazquez begleitete den ,knig1 als dieser nach dem katalonischen ,kriegsschauplatz aufbrach4 ,ganz ,katalonien befand sich seit #afdf in hellem ,aufruhr2 franzsische ,truppen waren als ,befreier begrt und die ,tore der ,festungen waren ihnen geffnet worden4 ,vor einem ,betreten des aufstndischen ,landes zauderte ,knig ,philipp indessen doch noch zurck4 ,in ,saragossa machte er ,halt und begngte sich damit1 den ,gang der ,ereignisse von hier aus zu verfolgen4 ,dem ,velazquez verlieh er in diesem ,jahre den ,titel eines ,leibadjutanten 7,ayuda de cmara -- ein niederer ,grad der ,kammerherrenwrde71 und auerdem gab er ihm ein ,amt1 das keine bloe ,wrde war1 sondern auch ,arbeit erforderte1 indem er ihn zum ,gehilfen des ,marquis von ,malpica1 des ,oberintendanten der kniglichen ,bauunternehmungen1 ernannte4 ,im folgenden ,jahre begab sich ,philipp ,,iv4 wirklich nach ,katalonien4 ,der baldige ,fall der von den ,franzosen besetzten ,festung ,lerida wurde mit ,bestimmtheit vorausgesehen4 ,auf dem ,marsch von ,saragossa gegen ,lerida lie der ,knig sich von ,velazquez malen in der ,tracht1 in welcher er dort seinen ,einzug halten wollte1 wenn die ,stadt wiedergewonnen sein wrde4 ,lerida wurde in der ,tat bergeben1 und der vorausgeplante ,einzug fand im ,august #afdd statt4 ,das ,feldzugsbildnis des ,knigs1 das ,velazquez whrend des ,wartens auf dieses ,ereignis malte1 entstand unter schwierigen ,verhltnissen4 ,man lagerte in einem kleinen ,orte namens ,fraga1 wenige ,meilen von ,lerida entfernt1 in unglaublichen ,unbequemlichkeiten4 ,die ,werkstatt wurde eingerichtet in einem ,raum1 der nicht viel mehr war als das untere ,ende eines ,schornsteins81 mit leeren ,lchern statt der ,fenster1 mit ,wnden1 an die der ,sicherheit halber ,sttzen angelegt werden muten2 der ,fuboden wurde durch ,belegen mit ,schilf in einen einigermaen ertrglichen ,zustand gebracht4 ,hier sa der ,knig dem ,maler dreimal im roten1 goldgestickten ,anzug4 ,um whrend der ,sitzungen fr die ,unterhaltung zu sorgen1 war ein ,hofzwerg befohlen4 ,auch diesen malte ,velazquez whrend des ,wartens auf die ,kapitulation von ,lerida4 ,beide ,bilder wurden gleich nach ihrer ,vollendung nach ,madrid geschickt4 ,dasjenige des ,knigs ist spter nach ,england gekommen 7,abb4 #bg74 ,dasjenige des ,zwergs befindet sich neben mehreren anderen von ,personen dieses sonderbaren ,teiles des ,hofstaates im ,pradomuseum4 ,am ,hofe ,philipps ,,iv4 befand sich eine ganze ,schar von ,zwergen und lustigen ,personen81 wirklichen und scheinbaren ,narren1 die durch ihr trichtes oder witziges ,wesen den hohen ,herrschaften zum ,vergngen dienten4 ,das war brigens keineswegs eine ,besonderheit des spanischen ,hofes2 das ,halten von ,hofnarren war damals1 wenn auch nicht mehr so allgemein gebruchlich wie im sechzehnten ,jahrhundert1 eine weit verbreitete ,sitte4 ,der groe ,meister der ,bildniskunst hat in den ihm vom ,knig aufgetragenen ,bildnissen dieser freiwilligen und unfreiwilligen ,spamacher ,meisterwerke der ,charakterdarstellung geschaffen4 ,illustration3 ,abb4 #bf4 ,christus am ,kreuz4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #cj47 ,das ,portrt des ,zwerges1 der bei den ,sitzungen des ,knigs in ,fraga zugegen war1 und der mit dem ,namen el primo1 der ,vetter81 bezeichnet wurde1 ist ein ,prachtbild4 ,der sehr kleine ,mann sitzt im ,freien auf einem ,stein und blttert mit den ,hndchen in einem groen ,folianten2 fr ,aufzeichnungen1 die er etwa aus dem alten ,buche machen will1 sind ein ,heft und ein ,tintenfa bereit4 ,er hat den ,blick dem ,beschauer zugewendet1 aber ohne ihn zu fixieren2 die schwarzen ,augen sind ohne ,glanz4 ,der ,ausdruck des ,gesichts ist eine ,ruhe der ,vornehmheit1 die kaum komisch wirkt1 die vielmehr echt zu sein scheint4 ,es ist ja wohl denkbar1 da el primo von guter ,herkunft war4 ,seine tadellose ,kleidung ist ganz schwarz2 das ,gesicht leuchtend hell1 warm im ,ton1 mit dunkelblondem ,haar und ,schnurrbrtchen4 ,die ,landschaft ist grau1 mit ein paar scharfen ,helligkeiten in der ,luft und auf den ,bergen4 ,sonst keine ,farbe auer dem ,wei in den aufgeschlagenen ,bchern und ein paar brunlichen ,tnen in den ,bucheinbnden und vorn am ,boden4 ,was fr eine ,farbenwirkung mit diesen ,mitteln erreicht ist1 das ist geradezu wunderbar4 ,das ,bildnis eines anderen ,hofzwergs1 der als ,don ,sebastian de ,morra bezeichnet wird1 zeigt einen sehr kleinen1 schwarzhaarigen und schwarzbrtigen ,mann1 der platt auf dem ,boden sitzt1 die ,schuhsohlen dem ,beschauer zukehrend4 ,in bunter ,kleidung tritt er farbig aus schlichtem graubraunem ,grund hervor4 ,er hat die ,fustchen auf die ,oberschenkel gestemmt und mit leicht zur ,seite geneigtem ,kopf sieht er einen unter den schwarzen ,brauen hervor mit einem ganz eigentmlichen1 dunkeln ,blick an4 ,dieser ,blick hat etwas ,melancholisches und zugleich etwas ,wildes1 ,mitleiderweckendes und ,furchterregendes gemischt4 ,den ,bildern der ,zwerge1 die durch ihren ,witz den ,knig und die ,groen des ,hofes unterhielten1 reihen sich diejenigen von bedauernswerten ,geschpfen an1 die durch ihre natrliche ,torheit zur ,belustigung dienten4 ,da ist ,das ,kind von ,vallecas81 ein ,kretin1 mit einer schrecklichen ,wahrheit in jeder ,einzelheit der ,form1 des ,ausdrucks und der ,bewegung gemalt1 dabei ein ,meisterwerk der ,farbenstimmung4 ,ferner ,der ,dumme von ,coria81 noch meisterhafter gemalt als jenes1 ein ,bldsinniger1 der lustig ist und ohne ,grund lacht4 ,man kann sich nicht leicht etwas ,schrecklicheres fr die ,darstellung denken1 als diese hlichen1 armen ,geschpfe4 ,wie gro ist die ,macht einer ,kunst1 die so vollkommen ist1 da sie auch diesen ,darstellungen ,schnheit zu verleihen vermag6 ,erfreulicher fr den heutigen ,beschauer ist jedenfalls der ,anblick derjenigen lustigen ,personen81 die sich wenigstens im ,besitze der ,gesundheit und wohlgewachsener ,gliedmaen befinden4 ,da ist ,pablillos von ,valladolid1 ein stattlicher ,mann1 der in spreizbeiniger ,stellung1 das ,mntelchen wie eine ,toga umgenommen1 wie ein ,redner gestikuliert2 seine dunklen ,augen blicken stier1 wie die eines ,berauschten -- man wei nicht1 ist er klug oder dumm1 oder hat man ihn1 was zu den beliebten ,scherzen des ,hofes gehrte1 betrunken gemacht4 ,die ganze ,gestalt wirkt unsagbar lebendig1 man glaubt den blechernen ,klang der ,stimme des ,schwatzenden zu vernehmen 7,abb4 #bh74 ,dann ,christbal de ,pernia1 der oberste der ,hofnarren1 der sich nicht davor frchtete1 seinen ,witz auch an dem gefhrlichen ,olivares auszulassen1 und der den ,mut und die ,kraft besa1 als ,stierkmpfer aufzutreten4 ,er erscheint in einem mit hchster ,schnelligkeit gemalten und unfertig gelassenen1 trotzdem aber mchtig wirkenden ,bilde entsprechend seinem ,beinamen ,barbarroja8 in der ,maske des wilden ,seerubers ,barbarossa4 ,in trkischer ,kleidung1 rot mit weiem ,mantel1 steht er mit gezogenem ,schwert da1 und der zornige ,ausdruck seines ,gesichts1 dem der groe graue ,schnurrbart und der kurze ,backenbart ein fr die ,zeit sehr fremdartiges ,aussehen geben1 scheint einen unsichtbaren ,gegner zum ,kampf herauszufordern4 ,als ,don ,juan de ,austria8 parodiert ein anderer ,hofnarr den durch seinen groen ,seesieg ber die ,trken berhmten ,sohn ,karls ,v4 7,abb4 #bi74 ,da dieser ,grooheim von unrechtmiger ,herkunft fr ,philipp ,,iv4 ein ,gegenstand des ,spottes sein konnte1 braucht nicht zu befremden4 ,von am ,boden liegenden ,waffen umgeben1 steht ,don ,juan de ,austria8 in der ,tracht aus ,grovaters ,zeit da1 die ,linke am ,degengef1 in der ,rechten einen groen ,stab4 ,im ,hintergrund ist mit ein paar scherzhaften ,strichen die ,schlacht bei ,lepanto angedeutet3 ein ,durcheinander von ,feuer und ,rauch1 man darf sich in ,brand geschossene und in die ,luft fliegende trkische ,kriegsschiffe darunter vorstellen4 ,das ,bild ist ebenfalls sehr schnell gemalt -- diese ,art von ,personen gewhrten wohl keine langen ,sitzungen --1 nur der ,kopf ist fertig ausgefhrt4 ,aber ganz vollendet ist es in malerischer ,hinsicht1 prachtvoll im ,ton4 ,das ,bild eines ,narren soll selbstverstndlicherweise ,komik enthalten4 ,hier liegt das ,komische der ,wirkung schon in dem ,gegensatz zwischen der vornehmen ,kleidung und der sehr wenig vornehmen ,gestalt ihres ,trgers4 ,ein ,mann von ungelenker ,haltung1 mit dnnen1 wadenlosen ,beinen und groen ,plattfen1 der auf seinem steifen1 plumpen ,rumpf einen ,kopf mit schlecht rasierten ,wangen1 mchtigem ,schnauzbart1 breiter gedrckter ,nase und klug tuenden kleinen ,augen trgt1 -- in wrdevollem1 altmodischem ,anzug aus prchtig wirkenden schwarzen und hellkarminfarbigen ,stoffen1 wie ihn wohl ein ,heerfhrer ,philipps ,,ii4 htte tragen knnen3 eine solche ,erscheinung mute am ,hofe ,philipps ,,iv4 schon durch ihren bloen ,anblick die ,lachlust erwecken4 ,fr uns geht natrlich derjenige ,teil der ,wirkung verloren1 der fr den zeitgenssischen ,beschauer darin bestand1 da die ,kleidung1 die vor einigen ,jahrzehnten aus der ,mode gekommen war1 eben dadurch schon an und fr sich lcherlich erschien4 ,in ,kleidersachen mifllt bekanntlich das jngst ,veraltete immer am meisten4 ,heutzutage haben wir keine ,veranlassung1 die ,tracht aus der ,zeit ,philipps ,,iv4 fr kleidsamer zu halten1 als diejenige aus der ,zeit seines ,grovaters4 ,illustration3 ,abb4 #bg4 ,knig ,philipp ,,iv41 gemalt im ,quartier zu ,fraga #afdd4 ,in der ,dulwich-,galerie zu ,london4 7,zu ,seite #cb47 ,als der ,knig im ,jahre #afde sich abermals nach ,saragossa begab1 nahm er den ,infanten ,baltasar ,carlos mit1 damit dieser in seiner ,eigenschaft als ,thronerbe die ,huldigung der aragonischen ,stnde entgegennhme4 ,der ,kronprinz war in guter ,gesundheit herangewachsen4 ,das im ,pradomuseum befindliche letzte ,bildnis1 welches ,velazquez nach ihm malte1 zeigt ihn als einen geweckt aussehenden schlanken ,knaben im ,alter von vierzehn bis fnfzehn ,jahren2 die in ,schwarz gekleidete ,figur steht auf einem dunkelgrauen ,hintergrund1 den nur ein auf die ,lehne des seitwrts stehenden ,stuhls herabfallender roter ,sammetvorhang belebt1 und bei der uersten ,einfachheit der ,wirkung prangt das ,bild doch wieder in einem vornehmen ,velazquezschen ,ton1 durch den es zwischen allen anderen ,gemlden sich schon von weitem als ein ,werk des ,meisters kenntlich macht4 ,bei jener ,reise nach ,aragonien lie der ,knig zum ,andenken an die ,anwesenheit des ,kronprinzen ein ,bild der ,stadt ,saragossa malen4 ,mazo1 der ,schwiegersohn des ,velazquez1 wurde mit dieser ,aufgabe betraut1 und ,don ,baltasar ,carlos selbst bestimmte den ,standpunkt1 von dem aus die ,ansicht aufgenommen werden sollte4 ,dieses ,bild des ,mazo1 jetzt im ,pradomuseum befindlich1 zeigt unter duftig bewlktem ,himmel die ,stadt in hellem ,lichte jenseits des ,ebro4 ,der ,vordergrund ist durch eine buntfarbige ,menge von ,figuren belebt1 in deren meisterhafter ,ausfhrung man wohl mit ,gewiheit die ,hand des ,velazquez erkennen darf4 -- ,als ein ,studienblatt zu derartiger ,staffierung eines vorwiegend landschaftlichen ,gemldes -- sei es eine ,stadtansicht1 wie die von ,saragossa1 sei es eine ,schilderung einer als ffentliches ,schauspiel dienenden ,hofjagd1 wie ,velazquez deren mehrere fr den ,knig malte1 -- mu man die ,zusammenstellung von dreizehn spanischen ,kavalieren auf einer kleinen ,leinwand ansehen1 die sich im ,louvre befindet und mit den ,titeln ,die ,unterhaltung8 oder1 unbegreiflicherweise1 ,knstlervereinigung8 bezeichnet wird2 die ,tracht der ,dargestellten weist auf die ,zeit gegen #afdj 7,abb4 #cj74 ,illustration3 ,abb4 #bh4 ,bildnis eines ,hofnarren ,philipps ,,iv41 genannt ,pablillos de ,valladolid4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,zu ,seite #cd47 ,dem ,prinzen ,baltasar ,carlos war es nicht beschieden1 die groen ,hoffnungen1 die man auf ihn setzte1 zu erfllen4 ,nachdem er im ,alter von siebzehn ,jahren mit seiner um sechs ,jahre jngeren ,base ,erzherzogin ,maria ,anna von sterreich1 der ,tochter des ,deutschen ,kaisers1 verlobt worden war1 starb er bald darauf an einem ,fieber1 im ,oktober #afdf4 ,sechs ,monate spter verlobte sich ,knig ,philipp ,,iv41 der seit dem ,herbst #afdd ,witwer war1 mit der frheren ,braut seines ,sohnes4 ,die ,vermhlung wurde bis zum ,jahre #afdi1 wo die ,erzherzogin ihr vierzehntes ,lebensjahr vollendete1 hinausgeschoben4 ,illustration3 ,abb4 #bi4 ,bildnis eines ,hofnarren ,philipps ,,iv41 genannt ,don ,juan de ,austria4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #cd47 ,velazquez war bei der ,ankunft der jungen ,knigin in ,spanien1 bei den ,vermhlungsfeierlichkeiten und bei dem glnzenden ,einzug in ,madrid im ,sptherbst #afdi nicht zugegen4 ,er hatte damals im ,auftrage des ,knigs eine ,reise nach ,italien angetreten1 die ihn zum zweitenmal lngere ,zeit an das alte ,kunstland fesselte4 ,illustration3 ,abb4 #cj4 ,gruppen spanischer ,kavaliere1 vermutlich ,studien zu einem verloren gegangenen ,gemlde4 ,im ,louvremuseum zu ,paris4 7,zu ,seite #cf47 ,diese ,reise hing mit einer neuen amtlichen ,stellung zusammen1 die ,velazquez seit ,anfang #afdg bekleidete4 ,philipp ,,iv4 lie das alte ,knigsschlo zu ,madrid teilweise umbauen und neu einrichten4 ,zu diesen ,herstellungen gehrte ein groer achteckiger ,saal nach dem ,muster der ,tribuna im ,uffizienpalast zu ,florenz1 der ebenso wie dieser berhmte ,raum dazu dienen sollte1 die auserlesensten ,meisterwerke der ,kunst in sich zu vereinigen4 ,die ,beaufsichtigung und die ,rechnungsfhrung ber die ,einrichtung des achteckigen ,saales bertrug der ,knig dem ,velazquez1 dem er zu seiner greren ,bequemlichkeit eine gerumige ,wohnung im ,palast anwies1 neben der ,dienstwohnung in der ,stadt1 die er seit ,antritt seiner ,stellung als ,hofmaler inne hatte4 ,als nun der ,knig mit ,velazquez ber die zu grndende ,gemldegalerie sprach1 soll dieser gesagt haben1 da er sich anheischig mache1 ,meisterwerke italienischer ,maler anzuschaffen1 wie sie nur wenige ,frsten besen1 wenn ,seine ,majestt ihm nur gestatten wolle1 selbst nach ,rom und ,venedig zu gehen und dort die besten ,bilder aufzusuchen und anzukaufen4 ,daraufhin habe der ,knig den ,urlaub bewilligt4 ,auer der ,anschaffung von ,gemlden des sechzehnten ,jahrhunderts handelte es sich auch um die ,anschaffung antiker ,bildwerke1 oder1 wenn solche nicht zu bekommen wren1 um ,abformungen1 nach denen dann spter in ,madrid ,erzgsse angefertigt werden sollten4 ,anfang ,januar #afdi schiffte sich der ,abgesandte ,philipps ,,iv41 welcher die neue ,knigin in ,triest in ,empfang nehmen sollte1 in ,malaga ein4 ,in dessen ,gesellschaft trat ,velazquez die ,reise an4 ,strmisches ,wetter verzgerte die ,fahrt1 so da das ,schiff erst nach vierzig ,tagen in ,genua ankam4 ,velazquez begab sich zunchst nach ,venedig1 wo er ,bilder von ,paul ,veronese und ,tintoretto kaufte1 und dann nach ,rom4 ,ehe er sich hier festsetzen konnte1 mute er nach ,neapel reisen1 um das ihm vom ,knig mitgegebene ,empfehlungsschreiben an den ,vizeknig ,graf ,oate abzugeben4 ,in ,rom bemhte er sich um die ,erlaubnis1 den ,papst malen zu drfen4 ,innocenz ,x41 aus dem ,hause ,pamfili1 gewhrte1 obgleich er im allgemeinen kein ,freund der ,knstler war1 dem spanischen ,hofmaler eine ,sitzung4 ,da ,velazquez durch die langen ,reisen seit ,jahr und ,tag nicht zum ,malen gekommen war1 fhlte er das ,bedrfnis1 sich vorher etwas zu ben1 ehe er an die hohe ,aufgabe1 das ,bildnis des ,papstes1 herantrat4 ,er malte seinen ,diener1 den ,mulatten ,juan de ,parejo4 ,dieser ,mann hat sich spter einen ,namen dadurch gemacht1 da er sich im stillen1 angeblich ganz ohne ,wissen seines ,herrn1 dem er die ,farben rieb1 im ,malen bte1 bis er pltzlich mit ganz hbschen ,erfolgen an die ffentlichkeit treten konnte4 ,velazquez schickte das ,bildnis seines ,mulatten zu einer ,ausstellung1 die in ,rom alljhrlich am #ai4 ,mrz stattfand4 ,das ,bild fand wegen seiner schlagenden ,naturwahrheit die hchste ,anerkennung bei einheimischen und fremden ,malern1 die ,akademie von ,s4 ,luca ernannte ,velazquez zu ihrem ,mitglied4 ,als bald darauf der ,papst dem spanischen ,knstler die versprochene ,sitzung gewhrte1 entstand jenes wunderbare ,bildnis1 welches1 im ,palast ,doria-,pamfili1 dem an die ,familie ,doria bergegangenen ,elternhaus ,innocenz' ,x41 befindlich1 heute gerade wie damals das ,staunen aller ,rom besuchenden ,maler ist 7,abb4 #ca74 ,diese knstlerische ,wahrheit ist berwltigend4 ,das ,bild gehrt zu denjenigen1 deren ,eindruck unauslschlich im ,gedchtnis haftet1 und wohl mancher hat schon gesagt1 da es das schnste lgemlde in ganz ,rom sei4 ,das ,bild hat eine merkwrdige ,farbenwirkung2 es ist sozusagen rot in rot gemalt4 ,innocenz ,x41 ein auffallend hlicher ,mann mit stechenden dunklen ,augen1 ungewhnlich rot von ,gesichtsfarbe1 sitzt1 mit ,mtze und ,schultermntelchen von purpurroter ,seide und einem ,chorhemd aus dnnem weien ,stoff bekleidet1 auf einem roten ,sammetsessel vor einem roten ,vorhang4 ,wenn bei der ,ausstellung des ,bildnisses des ,mulatten der ,ausspruch getan wurde1 da daneben alles andere ,malerei geschienen htte1 dieses allein ,wahrheit1 so hat ein solcher ,ausspruch an und fr sich nicht viel ,gewicht4 ,denn hnliches ist zu verschiedenen ,zeiten und von ,bildern der verschiedensten ,art gesagt worden2 anderen ,zeiten gilt anderes als ,wahrheit4 ,aber in einer ,beziehung ist ,velazquez wirklich nur mit der ,natur zu vergleichen3 wie die ,natur durch das ,verhltnis von ,licht und ,schatten alles zueinander stimmt1 so da es in ihr keinen ,miklang der ,farben gibt1 so stimmt auch ,velazquez die sonst unvereinbarsten ,farben in vollendeter ,harmonie zueinander4 ,die verschiedenen ,rot in dem ,bilde des ,papstes -- wenn man nur davon hrt1 ohne das ,bild zu sehen1 kann man es sich unmglich vorstellen -- klingen zusammen in einer ,wirkung von schmelzendem ,wohllaut4 -- ,velazquez verehrte das ,bildnis dem ,papste2 die ,widmung hat er auf den ,brief geschrieben1 den man auf dem ,bilde in der linken ,hand des hohen ,herrn sieht4 ,innocenz ,x4 war sehr zufrieden mit der ,leistung des spanischen ,malers1 und er schenkte ihm als ,zeichen seiner ,anerkennung eine goldene ,kette von groem ,wert1 an der an einem ,ringe eine mit ,edelsteinen besetzte ,schaumnze mit dem ,bildnis des ,papstes hing4 ,das ,meisterwerk des ,velazquez versetzte1 so wird berichtet1 ganz ,rom in ,aufregung1 alle kopierten es zum ,studium und betrachteten es wie ein ,wunder4 ,zahlreiche ,bildnisbestellungen von seiten hoher ,persnlichkeiten waren die natrliche ,folge jener die ganze italienische ,kunst der ,zeit so unendlich weit berragenden ,leistung4 ,illustration3 ,abb4 #ca4 ,innocenz ,x4 ,in der ,galerie ,doria zu ,rom4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #ch47 ,darber versumte ,velazquez nicht die ,aufgaben1 um derentwillen ihm sein ,knig den ,urlaub nach ,italien bewilligt hatte4 ,von zweiunddreiig der berhmtesten ,marmorwerke des ,altertums1 die sich im ,vatikan1 auf dem ,kapitol1 im farnesischen ,palast1 in den ,villen der ,borghese und der ,ludovisi befanden1 wurden ,gipsabgsse angefertigt4 ,bei den ,bilderankufen erreichte ,velazquez freilich nicht alles1 was er wollte4 ,ein ,gemlde1 auf das er es ganz besonders abgesehen hatte1 war die spter nach ,dresden gekommene ,heilige ,nacht8 des ,correggio1 im ,besitze des ,herzogs ,franz ,,ii4 von ,este4 ,der ,herzog lie sich weder durch die ,rcksicht auf den spanischen ,knig1 noch durch seine persnliche ,gewogenheit gegen ,velazquez dazu bestimmen1 sich dieses ,kunstkleinods zu entuern4 ,als ,velazquez ,rom verlassen hatte1 um nach ,spanien zurckzukehren1 machte er in ,modena ,halt und erklrte1 da er den ,herzog nicht antraf1 da er warten wrde bis zu dessen ,rckkehr4 ,es wurden ihm alle mglichen ,aufmerksamkeiten erwiesen1 aber ,herzog ,franz vermied es1 mit ihm zusammenzutreffen2 ,velazquez mute sich schlielich darein schicken1 da das begehrte ,gemlde fr seinen ,knig nicht zu haben sei4 ,ein anderer ,mierfolg war der1 da zwei ,bologneser ,dekorationsmaler1 die er angeworben hatte1 um die ,schlsser ,philipps ,,iv4 auszumalen1 ihr ,wort nicht hielten und ,velazquez vergeblich in ,genua warten lieen4 ,illustration3 ,abb4 #cb4 ,philipp ,,iv41 gemalt nach #afea4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,photographie von ,j4 ,laurent ,cie4 in ,madrid47 7,zu ,seite #db47 ,velazquez' zweiter ,aufenthalt in ,italien hatte ber zwei ,jahre gedauert4 ,es scheint1 da er gern noch lnger geblieben wre4 ,wenigstens bekam er schlielich einen ausdrcklichen ,befehl zur ,rckkehr von seiten des ,knigs4 ,er verzichtete auf eine geplante ,reise durch ,sdfrankreich1 schiffte sich in ,genua ein und landete im ,juni #afea in ,barcelona4 ,illustration3 ,abb4 #cc4 ,marianne von sterreich1 zweite ,gemahlin ,philipps ,,iv4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,photographie von ,j4 ,laurent ,cie4 in ,madrid47 7,zu ,seite #db47 ,zu seinen ersten ,aufgaben nach der ,ankunft in ,madrid mute es natrlich gehren1 das ,bildnis der jungen ,knigin zu malen4 ,marianne von sterreich war hbsch1 eine lichtfarbige deutsche ,blondine1 noch ganz ,kind4 ,schade1 da die von ,natur anmutige ,erscheinung durch einen so frchterlichen ,anzug entstellt wurde4 ,in der weiblichen ,hoftracht hatte die spanische ,mode zu dieser ,zeit mit das ,ungeheuerlichste hervorgebracht1 was jemals ausschweifender ,ungeschmack ersonnen hat4 ,ein ,reifrock von abenteuerlichem ,umfang1 dafr desto engere ,einpressung des ,oberkrpers1 rmel1 welche die natrliche ,bildung der ,arme verleugnen2 dazu eine mit ,hilfe knstlicher ,haare hergestellte ,frisur1 die durch seitlich angeordnete ,lockenmassen den ,kopf die ,halbkugelform des ,reifrocks wiederholen lie1 und eine wagerechte ,reihe von ,schleifchen in den ,locken4 ,gesicht und ,hnde waren so ziemlich das einzige1 was verriet1 da in diesem verwunderlichen ,aufbau ein menschliches ,wesen steckte4 ,wenn ,velazquez ,damen in dieser ,hoftracht zu malen hatte1 so fand er sich damit ebenso knstlerisch ab wie mit den ,bildnissen von ,zwergen und ,bldsinnigen4 ,er malte alles mit einer unbedingten ,naturtreue1 mit der schrfsten ,kennzeichnung der ,formen1 in der denkbar vollkommensten ,wahrheit1 und er malte alles mit einem solchen malerischen ,reiz1 mit einem so wunderbaren ,zauber der ,farbe1 da diese malerische ,schnheit strker auf die ,empfindung des ,beschauers einwirkt1 als die von der ,wirklichkeit gegebene gegenstndliche ,hlichkeit4 ,im ,pradomuseum befinden sich zwei fast ganz bereinstimmende ,gemlde1 welche ,marianne von sterreich in ganzer ,figur in groer ,hoftracht zeigen4 ,die unglaubliche ,kleidung ist hier womglich noch steifer als sonst4 ,die sterreichische ,prinzessin1 an ganz andere ,kleidung und ganz anderes ,benehmen gewhnt1 als wie es das spanische ,zeremoniell vorschrieb1 mute es sich wohl gefallen lassen1 wenn die ,oberhofmeisterin1 die1 wie sie dem ,knig klagte1 die grte ,mhe hatte1 der jugendlichen ,herrin das ungenierte deutsche ,benehmen8 abzugewhnen1 sie in der ,kleidung wenigstens zu einem ,prachtmuster des strengsten ,hofstils gestaltete4 ,man bekommt ,mitleid mit dem jungen ,wesen1 das da so hilflos in dem grnlichschwarzen1 mit ,silbertressen besetzten und an den rmeln mit roten ,schleifen verzierten ,prunkkleid steckt1 das hbsche ,gesichtchen eingerahmt von der denkbar geschmacklosesten ,percke1 unter der nur auf der ,stirn ein widerspenstiges ,lckchen des eigenen ,haares zum ,vorschein kommt1 und in der eine geradlinige ,reihe roter ,schleifchen die ,farbe der auf die ,wangen gelegten ,schminkeflecken in gleicher ,hhe mit diesen vielfltig wiederholt4 ,eingezwngt und beengt durch ,kleid und ,etikette1 macht die ,knigin kein ,hehl aus ihrem ,unbehagen2 sie hat die ,unterlippe aufgeworfen1 und der ganze ,ausdruck ist der der ,verdrielichkeit und furchtbarer ,langeweile4 ,so hat sie dem ,maler gestanden1 und so hat der groe ,naturalist sie der ,nachwelt berliefert 7,abb4 #cc74 ,lebhafter und liebenswrdiger als die ,knigin1 glnzte neben dieser ihre nur um drei ,jahre jngere ,stieftochter1 die ,infantin ,maria ,teresa1 die nachmalige ,knigin von ,frankreich4 ,ein italienischer ,gesandter in ,madrid berichtet ber sie im ,jahre #afea1 in welchem sie ihr dreizehntes ,lebensjahr vollendete1 da er sie fr die anmutigste und schnste ,prinzessin der ,christenheit halte4 ,in diesem ,alter hat sie ,velazquez mehrmals gemalt4 ,zwei der ,bilder befinden sich in der kaiserlichen ,gemldesammlung zu ,wien1 ein drittes1 nur ,brustbild 7,abb4 #cd71 im ,louvre4 ,da sehen wir ein frisches ,mdchengesicht mit dunkelblauen ,augen und kirschrotem ,mndchen1 mit einer ,munterkeit des ,ausdrucks1 wie sie sonst auf ,bildern vom ,hofe ,philipps ,,iv4 nicht vorkommt4 ,ihr macht auch1 als etwas ,gewhntes1 die schreckliche ,tracht keine ,beschwerden1 die sie zwingt1 die ,arme weit abgesperrt zu halten4 ,sie ist in weie ,seide mit einigen wenigen roten ,verzierungen gekleidet1 mit ,perlen und ,edelsteinen geschmckt2 die blonde ,percke ist mit roten ,schleifchen1 ,diamantgehngen und einer weien ,strauenfeder besteckt4 ,von jenen zwei ,bildern der ,knigin ,marianne hat das eine1 das im ,format etwas hher als das andere und wahrscheinlich das spter entstandene ist1 ein ,bild des ,knigs in schwarzem1 goldverziertem ,harnisch zum ,gegenstck 7,abb4 #cb74 ,das ,gesicht ,philipps hat angefangen welk zu werden2 ein ,zusammenziehen der ,brauen verndert den ,ausdruck4 ,unverndert ist des ,malers ,meisterschaft geblieben1 alles mit einem ,ton von unbeschreiblicher ,vornehmheit zu durchdringen4 ,velazquez' malerische ,behandlungsweise ist nach dem zweiten ,aufenthalt in ,italien1 der ihm eine groe ,erfrischung gewhrt zu haben scheint1 noch leichter und freier geworden1 als sie es vordem schon war4 -- ,fr die ,wohnung der neuen ,knigin malte ,velazquez zum ,schmucke des ,betzimmers ein ,andachtsbild1 die ,krnung ,marias darstellend 7,abb4 #ce74 ,dieses ,gemlde1 das unter den ,werken des ,meisters durch seinen kleinen ,mastab auffllt -- die ,figuren haben nur zwei ,drittel ,lebensgre -- ist der merkwrdigste ,beweis fr die einzig dastehende ,begabung des ,velazquez1 gleich der ,natur selbst in jede beliebige ,farbenzusammenstellung die vollkommenste ,harmonie zu bringen4 ,hier stehen ,farben nebeneinander1 die unter der ,hand irgendeines anderen ,malers sich zu einer das ,auge des ,beschauers verletzenden ,wirkung vereinigen mten4 ,die beiden in ,menschengestalt erscheinenden ,personen der dreieinigen ,gottheit haben violette ,rcke und karminrote ,mntel1 ,maria karminrotes ,kleid und blauen ,mantel4 ,diese zusammenhngende blaurote ,masse schwebt in einem silberigblaugrauen1 wei durchleuchteten ,gewlk1 in welchem die hellgoldigen ,strahlenscheine und die ,krper und ,kpfchen der kleinen ,engel die einzigen -- und dazu nur wenig krftigen -- ,gegensatzfarben zu all den violetten ,tnen enthalten4 ,es scheint unbegreiflich1 und doch wirkt das ,ganze harmonisch2 es flimmert so viel goldiges ,licht in dem ,bilde1 da den schweren kalten ,farben dadurch ihre ,schwere entzogen wird und da die miteinander unvertrglich scheinenden ,tne zu einem feierlichen ,zusammenklang gestimmt werden4 ,die ungewhnliche ,farbenwirkung ist so feierlich und erhaben1 da man gar nicht dazu kommt1 zu bemerken1 was erst die ,photographie einem zeigt1 da die ,kpfe der ,himmlischen in der ,form wenig oder nichts von bermenschlicher ,hoheit besitzen4 ,illustration3 ,abb4 #cd4 ,die ,infantin ,doa ,maria ,teresa de ,austria4 ,im ,louvremuseum zu ,paris4 7,zu ,seite #db47 ,ein merkwrdiges ,bildnis im ,berliner ,museum erinnert in seinen knstlerischen ,eigenschaften so sehr an die ,art und ,weise des ,velazquez1 da es eine ,zeitlang fast unbestritten als dessen ,werk gegolten hat4 ,doch sprechen gewichtige ,grnde fr die entgegenstehende ,ansicht1 da es die auergewhnlich gut gelungene ,arbeit eines italienischen ,malers sei4 ,der in dem ,bilde dargestellte ,herr1 ,marchese ,alessandro del ,borro1 stand als ,fhrer italienischer ,sldner bis #afdi in kaiserlichen ,diensten2 dann diente er dem ,knig von ,spanien in der noch immer nicht zum ,frieden gebrachten katalonischen ,provinz1 aber er berwarf sich bald mit der ,oberleitung und kam #afea nach ,madrid1 um seine ,stellung niederzulegen4 ,damals also htte ,velazquez ihn malen knnen4 ,das ,bild selbst aber enthlt einen ,hinweis auf eine weiter zurckliegende ,begebenheit1 aus einen im ,jahre #afdc fr ,kaiser ,ferdinand ,,iii4 unternommenen ,einfall in den ,kirchenstaat4 ber ,borro wird berichtet1 da er zu ,sonderbarkeiten neigte und von ,launen beherrscht war2 eine sonderbare ,laune hat auch die ,auffassung des ,bildnisses vorgeschrieben4 ,auf einem hohen ,standpunkt1 der ber der ,gesichtslinie des ,beschauers liegt1 und von dem aus er geringschtzig auf die ,welt herabblickt1 bringt der ,marchese seine umfangreiche ,persnlichkeit in selbstbewuter ,pose zur ,geltung2 ganz geschwollen von dem ,gefhl der ,gre1 das seine ,siege ber ,papst ,urban ,,viii4 ihm gewhren1 tritt er dessen ,banner1 das die goldenen ,bienen der ,barberini kenntlich machen1 mit ,fen4 ,es liegt ,humor in der ,wahrhaftigkeit1 mit welcher der ,maler der grotuerischen ,stimmung des ,modells gerecht geworden ist4 ,die ,beleuchtung selbst erinnert an die ,theaterrampe 7,abb4 #cf74 ,im ,jahre #afeb erhielt ,velazquez die ,stelle des kniglichen ,schlomarschalls1 ein hohes ,amt1 dem zwar groe ,wichtigkeit und ,ehre beigemessen wurde1 das aber seinen ,inhaber so sehr in ,anspruch nahm1 da dem ,maler nicht mehr viel ,zeit zum ,malen blieb4 ,dem ,schlomarschall war die ,ordnung und ,ausschmckung der ,rume1 die der ,knig bewohnte1 unterstellt2 er fhrte einen ,schlssel1 der alle ,tren ffnete1 und mute in der kniglichen ,wohnung stets dienstbereit zugegen sein2 er berreichte den ,kammerherren ihre ,schlssel und wies den ,hofdamen ihre ,gemcher an2 bei ffentlichen ,mahlzeiten des ,knigs hatte er den ,beginn der ,tafel zu bezeichnen dadurch1 da er dem ,knig den ,stuhl hinstellte1 und er hatte die ,tafel aufzuheben2 ,festlichkeiten jeglicher ,art hatte er anzuordnen4 ,diese ,aufgaben machten schon genug zu tun1 wenn der ,knig in seinem ,palast zu ,madrid in ruhigen und geregelten ,verhltnissen lebte4 ,aber der ,schlomarschall hatte die nmlichen ,verrichtungen auch zu erfllen1 wenn sich der ,hof auf ,reisen befand4 ,velazquez bewarb sich1 was einem befremdlich vorkommt1 um dieses ,amt1 als die ,stelle frei wurde4 ,die ,gesuche anderer ,bewerber wurden vom ,majordomus und dessen ,rten strker befrwortet als das seinige4 ,aber der ,knig schrieb an den ,rand des ,berichts nur drei ,worte3 ,ich ernenne ,velazquez48 ,von da ab malte ,velazquez seine ,bilder in einer hastigen ,weise1 die das ,ergebnis seines ,mangels an ,zeit war1 mit einer ,technik1 an der nur die ,sicherheit des ,erfolgs bewunderungswrdiger ist als die ,khnheit1 mit ,pinselhieben1 die unfehlbar trafen4 ,illustration3 ,abb4 #ce4 ,die ,krnung der ,jungfrau ,maria4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #db47 ,ein umfangreiches ,gemlde im ,pradomuseum gewhrt uns einen ,einblick in die ,werkstatt des ,knstlers4 ,dieses ,bild1 eines der vollkommensten ,meisterwerke nicht nur des ,velazquez1 sondern der ,malerei berhaupt1 ist ein ,ausschnitt aus der ,wirklichkeit1 ein ,augenblick aus dem ,leben im ,schloatelier1 den der ,knig und sein ,maler des ,festhaltens fr wert erachteten1 weil der belebte ,vorgang sich darbot als eine reiche und kostbare ,fassung fr ein ,bildnis der kleinen ,prinzessin ,margarete1 des im ,jahre #afea geborenen ersten ,kindes der jungen ,knigin1 das den ,mittelpunkt des ,gemldes bildet4 ,das ,prinzechen wird als kleiner ,engel geschildert1 der ,sonnenschein in das letzte ,jahrzehnt von ,knig ,philipps ,leben brachte4 ,es versteht sich von selbst1 da die ,erscheinung dieses lieblichen ,wesens oftmals von ,velazquez festgehalten werden mute4 ,sobald das ,kind selbstndig auf seinen ,fchen geworden war1 wurde es von ihm abgebildet in einem ,gemlde1 das den ,groeltern in ,wien bersandt wurde1 und das in der dortigen kaiserlichen ,galerie als ein ,juwel unter den entzckenden ,kinderbildnissen des ,meisters schimmert4 ,eine zarte hellblonde ,lichtgestalt in silberdurchwirktem ,rosakleidchen mit schwarzen ,spitzen und glitzerndem ,geschmeide1 herausleuchtend aus der tieffarbigen ,umgebung eines dunkelgrnen ,vorhangs und eines ,futeppichs von rotem ,grundton1 steht das niedliche ,geschpfchen an einem mit grnlichblauer ,decke berzogenen niedrigen ,tisch1 der ein ,glasgef mit ,blumen trgt2 selbst eine ,blume1 wetteifert es an duftigem ,farbenzauber mit den blassen ,rosen und ,tausendschnchen 7,abb4 #cg74 ,das zeitlich zunchst folgende ,bildnis ist eine ,halbfigur im ,louvre2 die bei diesem ,bild1 das wohl als ,geschenk fr die ,knigin ,anna nach ,paris gekommen ist1 in den ,hintergrund gemalte ,namensbeischrift ,l',infante ,margurite8 beseitigt jeden ,zweifel1 da die in ,wien befindlichen ,portrte des nmlichen ,kindes in verschiedenen ,lebensjahren mit ,unrecht als ,bilder der ,infantin ,maria ,teresa bezeichnet werden4 ,die ,kleine1 die hier dreijhrig erscheint1 hat sich allerliebst entwickelt2 das ,gesichtchen hat mehr ,flle1 die dunkelblauen ,augen haben mehr ,ausdruck bekommen1 das lichtblonde ,seidenhaar fliet1 an der rechten ,schlfe mit einem blaroten ,schleifchen zusammengesteckt1 ber die ,schultern herab4 ,sie trgt ein weies ,kleid1 das schon den ,ansatz zu dem unfrmlichen ,reifrock zeigt1 mit schwarzem ,spitzenputz und blaroten ,schleifen1 ,goldschmuck an ,hals und ,brust und ,handgelenken 7,abb4 #ch74 ,im lieblichsten ,reiz1 im ,alter von etwa fnf ,jahren1 zierlicher und lebhafter geworden1 zeigt sich die ,infantin ,margarita in jenem groen ,gemlde1 welches uns gestattet1 dem ,hofmaler bei der ,arbeit zuzuschauen 7,abb4 #ci74 ,wir sehen ,velazquez damit beschftigt1 das ,knigspaar in einem ,doppelbildnis zu malen4 ,von der groen ,leinwand1 auf der das ,werk entsteht1 sehen wir ein ,stck von der ,rckseite1 ganz im ,vordergrund des ,bildes4 ,der ,maler ist zurckgetreten und fat seine kniglichen ,modelle ins ,auge2 man sieht1 wie seine ,blicke den ,eindruck aufsaugen1 den er1 wieder an die ,leinwand herantretend1 in ,farben festlegen wird4 ,den ,knig und die ,knigin selbst sieht man nicht2 denn der ,platz1 wo sie sich befinden mssen1 liegt auerhalb des ,bildes1 genau da1 wo der ,standpunkt des ,beschauers ist4 ,darum sieht der ,beschauer den ,blick des ,velazquez auf sich gerichtet4 ,wem aber in ,wirklichkeit dieser ,blick gilt1 das verrt ein gegenber an der ,wand des ,ateliers hngender ,spiegel1 in dem wir ,philipp und ,marianne wahrnehmen1 undeutlich schimmernd in der ,trbung durch die ,entfernung und das ,glas1 aber doch in schlagender hnlichkeit4 ,zur ,unterhaltung whrend der ,sitzung haben der ,knig und die ,knigin ihren ,liebling1 die kleine ,margarete1 ins ,atelier bringen lassen4 ,zwei junge ,damen beschftigen sich mit dem ,kinde1 um es in vergngter ,stimmung zu erhalten4 ,meninas8 nannte man solche zum ,dienst bei der jungen ,infantin befohlene ,frulein1 die vom hchsten ,adel und hbsch sein muten4 ,nach diesen ,figuren fhrt das ,bild die landlufige ,bezeichnung ,las meninas84 ,neben den anmutigen ,erscheinungen des ,prinzechens und der ,edelfrulein mssen wir uns freilich auch einige andere zur ,belustigung der hohen ,herrschaften anwesende ,persnlichkeiten gefallen lassen1 deren fr unser ,gefhl geradezu abstoende ,erscheinung wir ebenso gut mit in den ,kauf zu nehmen haben1 wie die unschne ,kleidung der ,mdchen4 ,da steht eine furchtbar hliche ,zwergin1 die mit dem ,ausdruck eines treu ergebenen ,tieres nach dem ,knigspaar -- also nach dem an dessen ,stelle befindlichen ,beschauer -- hinsieht1 und neben ihr ein verhltnismig wohlgebildeter ,zwerg1 der einem am ,boden ausgestreckten groen ,hund einen ,futritt versetzt1 durch den er dem ,tier wohl sagen will1 es sei gegen die ,etikette1 hier zu schlafen4 ,weiter zurck im ,atelier stehen im ,schatten ein ,hofherr1 der ,guardadamas1 dessen ,amt es war1 neben dem ,wagen der ,hofdamen zu reiten1 und eine ,ehrendame in ,nonnentracht4 ,ganz in der ,tiefe des ,bildes1 wo man durch die geffnete ,tr in einen ,vorraum sieht1 erscheint am ,fu der nach den oberen ,gemchern fhrenden ,treppe ein ,herr1 der nach dem erhaltenen ,verzeichnis der ,namen und ,titel smtlicher auf dem ,bilde dargestellten ,personen der ,hausmarschall der ,knigin ist4 -- ,dies das ,gegenstndliche des ,gemldes4 ,fr seine malerischen ,eigenschaften gibt es keine ,worte4 ,hchster bestrickender ,farbenreiz ist mit dem denkbar geringsten ,aufwand an ,farben erreicht4 ,die ,tne gehen von reinem ,schwarz1 in der ,kleidung und im ,haar des ,malers1 durch die verschiedenartigsten ,abstufungen von ,grau hindurch einerseits bis zu vollem ,wei1 das auf der ,marmortreppe hinter der ,trffnung steht1 und anderseits zu einem leuchtenden goldigen ,hellgrau in der ,kleidung der ,prinzessin1 das mit dem rosigen ,fleisch des ,kindergesichts und dem lichten ,blond des ,haares kstlich ineinander klingt4 ,in dem grauen ,gesamtton stehen als pikante kleine ,flecken ein paar lebhaft rote ,schleifchen an ,brust und rmel der ,prinzessin und an den rmeln des stehenden ,edelfruleins4 ,in abgeschwchter ,tnung kehrt das ,rot wieder auf der ,palette des ,malers1 in der ,spiegelung eines ,vorhangs ber dem ,knigspaar und -- in ausgedehnterer ,masse -- in der ,kleidung des ,zwergs4 ,dieses wenige ,rot findet sein ,gegengewicht darin1 da das silberbesetzte ,kleid der ,zwergin ins ,blaugrne und der ,rock der blonden knieenden ,menina ins ,dunkelolivengrne geht4 ,der ,rock der stehenden1 dunkelbrnetten ,menina hat eine unbestimmtere1 olivengraue ,farbe4 ,die oberen ,teile der ,kleidung beider ,edelfrulein sind derjenigen der ,prinzessin hnlich gefrbt4 -- ,die ,art und ,weise1 wie das alles gemalt ist1 hat nicht ihresgleichen4 ,es ist1 wie man zu sagen pflegt1 mit ,nichts8 gemalt1 mit nichts auer mit dem hchsten ,knnen4 ,die ,pinselstriche sind ,schlag auf ,schlag auf die ,leinwand geworfen1 man hat das ,gefhl1 da der ,maler keinen ,punkt zum zweitenmal angerhrt hat4 ,sobald man aber so weit von dem ,bilde entfernt steht1 da man nicht mehr die einzelnen ,pinselstriche sieht1 erscheint alles in einer1 man mchte fast sagen minutisen ,ausfhrung4 ,in der nmlichen ,vollendung wie die ,form wird der stoffliche ,charakter eines jeden ,dinges durch die in der ,nhe unentwirrbar scheinenden ,pinselstriche zur ,anschauung gebracht4 ,so lassen sich an den ,kleidern die verschiedenen ,arten von ,seide unterscheiden1 und mit der nmlichen ,vollkommenheit ist alles1 bis zum ,geringsten1 behandelt3 die getnchte ,wand1 das ,holz der ,tr und dasjenige des ,rahmens1 auf den die ,malleinwand aufgespannt ist1 diese selbst mit den an einigen ,stellen durchdringenden lflecken1 -- kurz1 jede noch so unbedeutende ,nebensache ist bewunderungswrdig4 ,herr1 das ist die ,theologie der ,malerei18 sagte der italienische ,schnellmaler ,luca ,giordano beim ,anblick dieses ,bildes zu ,knig ,karl ,,ii4 ,illustration3 ,abb4 #cf4 ,marchese ,alessandro del ,borro1 ,fhrer italienischer ,truppen unter ,kaiser ,ferdinand ,,iii41 spanischer ,general von #afdi bis #ea4 ,im kgl4 ,museum zu ,berlin4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstaengl in ,mnchen47 7,zu ,seite #dd47 ,philipp ,,iv4 lie das ,gemlde1 das immer als die ,krone von ,velazquez' ,schpfungen anerkannt worden ist1 in seinem ,wohnzimmer aufhngen4 ,ein ,zeichen seiner kniglichen ,anerkennung ist auf dem ,bilde selbst zu sehen2 auf dem ,rock des ,malers ist nachtrglich mit glatten ,strichen und in so gedmpftem ,ton1 da es auf die ,wirkung des ,ganzen keinen ,einflu ausbt1 das rote ,kreuz des ,ritterordens von ,santiago aufgemalt4 ,die berlieferung behauptet1 der ,knig selbst habe1 als er das ,bild fertig sah1 einen ,pinsel genommen und mit den ,worten1 es fehle noch etwas1 diese hohe ,auszeichnung hinzugemalt1 die ,velazquez tatschlich allerdings erst einige ,jahre spter erhielt4 ,illustration3 ,abb4 #cg4 ,die ,infantin ,margarita4 ,in der kaiserl4 ,gemldegalerie zu ,wien4 7,nach einer ,photographie von ,j4 ,lwy in ,wien47 7,zu ,seite #de47 ,illustration3 ,abb4 #ch4 ,die ,infantin ,margarita4 ,im ,louvremuseum zu ,paris4 7,zu ,seite #df47 ,es gibt noch ein zweites ,bild1 in welchem ,velazquez bei der ,arbeit zu sehen ist1 freilich nur im ,hintergrund und in der ,rckenansicht4 ,es ist das mit dem ,namen ,die ,familie des ,malers8 bezeichnete groe ,portrtstck in der kaiserlichen ,gemldesammlung zu ,wien 7,abb4 #dj74 ,da sieht man in einem ,zimmer zwei ,mnner1 zwei ,frauen und fnf ,kinder2 ein ,teil dieser ,personen scheint eben einzutreten1 ohne da die bereits ,anwesenden viel ,notiz von ihnen nehmen4 ,an der ,wand des ,zimmers hngt ber einem ,tisch1 auf dem man ,zeichnungen1 einen ,blumenstrau und die ,marmorbste einer ,frau erblickt1 ein ,brustbild ,philipps ,,iv4 und darber eine ,landschaft4 ,daneben vertieft sich das ,zimmer in einen ,nebenraum1 der als ,maleratelier dient und durch ein breites ,fenster mit groen ,scheiben erleuchtet wird4 ,in dieser ganz kahlen ,werkstatt1 in der von ,mobiliar nur zwei ,klappsthle zu sehen sind1 fhrt eine ltliche ,frau ein kleines ,kind auf den ,maler zu1 der1 unbekmmert um alles1 was hinter seinem ,rcken vorgeht1 an dem ,bilde einer ,dame des kniglichen ,hauses1 mutmalich der ,knigin ,marianne selber1 arbeitet4 ,da dieser ,maler ,velazquez ist1 daran ist wohl nicht zu zweifeln4 ,dann mu1 da ,velazquez keine anderen ,kinder hatte1 als jene beiden ,tchter1 von denen eine in frher ,jugend starb1 die zahlreiche ,familie1 die so unbefangen in dem ,vorraum der ,werkstatt verkehrt1 diejenige seines ,schwiegersohnes ,mazo sein4 ,aus den auf dem ,gemlde erkennbaren ,werken des ,velazquez kann man den ,schlu ziehen1 da die ,entstehung des ,bildes in die ,mitte oder die zweite ,hlfte der fnfziger ,jahre fllt4 ,damals kann ,mazo schon ganz erwachsene ,kinder gehabt haben4 ,diesen selbst mte man in dem zweiten ,mnnerkopf links erkennen1 und die sitzende ,frau wre die etwa #ce;jhrige ,francisca ,velazquez2 sie trgt in ihrem huslichen ,anzug das ,haar1 entgegen der ,mode1 noch so1 wie es die dreiig ,jahre frher gemalten ,kinderbildnisse im ,pradomuseum zeigen 7s4 ,abb4 #ab71 an denen die ,bezeichnung als ,tchter des ,velazquez haftet4 ,sicher ist das malerisch sehr reizvolle ,wiener ,familienbild unter den ,augen des groen ,malers entstanden1 und an manchen ,stellen1 namentlich an den ,kpfen der vier jngeren ,kinder1 mag man den ,strich seiner ,meisterhand erkennen4 ,ebenso sicher aber ist das ,bild als ,ganzes nicht als sein ,werk zu betrachten4 ,seiner ,urheberschaft widerspricht das ,zusammengestellte der ,anordnung1 die nur durch einen ganz schwachen ,versuch1 einen ,faden inneren ,zusammenhangs in die ,reihe der ,bildnisfiguren zu bringen1 belebt wird4 ,auch die auffallende ,fehlerhaftigkeit der ,perspektive darf man ihm nicht zumuten2 ,mazo aber war1 wie andere seiner ,werke beweisen1 einer solchen wohl fhig4 ,das ,doppelbildnis von ,philipp und ,marianne1 von dessen ,entstehung das ,bild der ,meninas8 erzhlt1 ist nicht mehr vorhanden4 ,es wird mit wer wei wie vielen anderen ,meisterwerken des ,velazquez in dem ,brande des ,knigsschlosses untergegangen sein4 ,aber das aus dem ,wiener ,familienbild angedeutete ,bildnis ,philipps ,,iv4 finden wir ganz genau wieder1 nur etwas krzer ringsum abgeschnitten1 in einem im ,pradomuseum befindlichen ,brustbild des ,knigs in schmuckloser schwarzer ,jacke1 das mit der hchsten ,frische1 sicherlich in einer einzigen ,sitzung1 als ,naturabschrift hingestrichen ist1 um irgendeinem groen ,bildnis als erste ,unterlage zu dienen 7,abb4 #da74 ,dann sind da aus derselben ,zeit zwei sonderbare ,bilder1 die ,knig ,philipp und ,knigin ,marianne im ,gebet darstellen4 ,in beiden sieht man ein ,betpult1 das mit einer schweren ,decke von grauem1 mit einem groen ,goldmuster durchwirktem ,stoff berhangen ist1 und dahinter einen ,vorhang aus dem nmlichen ,stoff2 von den kniglichen ,personen sieht man hinter den ,betpulten1 an denen sie knieen1 nicht viel mehr als die ,bste und die ,hnde4 ,der ,knig ist in schwarzer ,kleidung1 die sich1 hell beleuchtet1 nur schwach vom ,hintergrunde abhebt1 so da sein ,gesicht als einzige leuchtende ,helligkeit in der eintnigen ,masse steht1 mit der die zwei durcheinander schwimmenden ,farben des ,stoffs die groe ,bildflche ausfllen4 ,bei dem ,bilde der ,knigin ist die ,wirkung dadurch eine andere1 da sie ein hellgraues ,kleid anhat1 so da auch dasjenige1 was man von ihrem ,krper sieht1 sich hell vom ,hintergrunde absetzt4 ,beide ,bilder gehren nicht zu den glcklichen ,werken des ,velazquez4 ,offenbar hat es den ,meister gelangweilt1 so viel nichtssagenden ,stoff um so wenig ,lebendiges herum zu malen4 ,das ,bild der ,knigin1 bei dem es besonders unangenehm auffllt1 da er auer dem ,kopf nichts -- auch nicht die ,hnde -- nach der ,natur hat malen knnen1 ist das mindestwertige von all seinen ,gemlden im ,prado4 ,philipp ,,iv4 lie diese beiden ,bilder fr den ,eskorial malen1 wo im ,jahre #afed die ,einweihung des ,pantheon81 der kniglichen ,gruftkirche1 und die feierliche berfhrung der ,gebeine der ,vorfahren ,philipps in diesen ,raum stattfand4 ,durch die ,vollendung der ,gruftkirche gelangte der ,riesenbau ,philipps ,,ii4 zum endgltigen ,abschlu4 ,die innere ,ausstattung des ,eskorial gab auch ,velazquez von ,amts wegen viel zu tun4 ,namentlich hatte er die ,ausschmckung der ,sakristei mit einundvierzig kostbaren ,gemlden von ,raffael1 ,tizian1 ,correggio1 ,paul ,veronese und anderen zu leiten4 ber diese ,gemlde verfate ,velazquez eine ,denkschrift in ,gestalt eines ,berichts an den ,knig1 die wegen der ,eleganz ihrer ,darstellung und wegen ihres treffenden fachlichen ,inhalts sehr bewundert und als ein ,beweis seines ,wissens und seiner groen ,kennerschaft8 gerhmt wurde4 ,es ist sehr zu bedauern1 da diese ,schrift nicht erhalten geblieben ist4 ,man mchte gern erfahren1 in welcher ,weise ein ,maler von solcher ,gre und ,eigenart seiner ,bewunderung fr die ,meister der italienischen ,hochrenaissance ,ausdruck gegeben hat4 ,was man gelegentlich aus einzelnen uerungen von seinem ,urteil ber ,knstler erfhrt1 stimmt mit den ,anschauungen unserer ,tage auffallend berein4 -- ,es verdient erwhnt zu werden1 da ,velazquez das ,gefhl der ,knstlereifersucht1 das im ,leben so vieler1 selbst sehr hochstehender ,meister des sechzehnten und siebzehnten ,jahrhunderts eine so hliche ,rolle spielt1 gar nicht kannte4 ,er stand ber dem ,neide und benutzte jede ,gelegenheit1 um begabte ,knstler durch ,heranziehen an den ,hof zu frdern4 ,illustration3 ,abb4 #ci4 ,in der ,werkstatt des ,velazquez um #afef4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #df47 ,illustration3 ,abb4 #dj4 ,familienbild4 ,in der kaiserl4 ,gemldegalerie zu ,wien4 7,zu ,seite #di47 ,um die nmliche ,zeit1 in der er das ,brustbild des alternden ,knigs und die ,meninas8 malte1 und in der nmlichen ,vollkommenheit des ,tons und der malerischen ,behandlung fhrte ,velazquez fr das mehrerwhnte knigliche ,jagdhaus im ,walde von ,pardo zwei kstliche ,charakterfiguren aus1 die mit den ,namen sopus und ,menippus bezeichnet sind4 ,mit den geschichtlichen ,trgern dieser klassischen ,namen haben die beiden sonderbaren ,gestalten1 die wie aus dem ,leben gegriffen dastehen1 weiter nichts gemein1 als da in ihnen der ,gegensatz zwischen dem weinenden und dem lachenden ,philosophen vorgefhrt werden soll4 ,beide erscheinen als fragwrdige ,existenzen1 die durch die ,besitzlosigkeit auf den ,standpunkt gekommen sind1 in trichter ,weisheit ,betrachtungen ber die ,verrcktheit der ,menschen anzustellen4 ,der ,mann1 der den ,namen des wegen seines satirischen ,zynismus berchtigten ,schlers des ,diogenes trgt1 steht in einen verschossenen schwarzen ,mantel gehllt da1 unter dem eine brunliche zerrissene ,beinbekleidung hervorkommt2 seine ,schuhe haben durch ,mangel an ,pflege eine ,farbe bekommen1 die gar keine ,farbe mehr ist1 und dasselbe ist der ,fall mit dem schbigen ,filzhut1 der formlos auf dem ,kopfe sitzt4 ,am ,boden deuten herumgeworfene ,schriften und ein ,wasserkrug geistige ,beschftigung und krperliche ,bedrfnislosigkeit an4 ,das von weichem1 schwrzlichem ,haar und grauem ,bart eingerahmte ,gesicht1 dessen gertete ,frbung darauf hinzudeuten scheint1 da in besseren ,zeiten ,wasser nicht das einzige ,getrnk des ,menippus8 war1 ist halb ber die ,achsel dem ,beschauer zugewendet und schaut zwischen ,hut und ,mantel wie aus einem ,versteck mit einem unvergleichlichen ,ausdruck innerlichen ,lachens heraus4 ,dieser ,mann ist ein unbarmherziger ,sptter 7,abb4 #db74 sopus8 ist von ,natur weniger ,lump1 uerlich aber womglich noch mehr heruntergekommen4 ,ein weiter1 kaffeebrauner ,rock1 den ein ,stck ehemals wei gewesenen ,zeugs an ,grtels ,stelle zusammenhlt -- ,knpfe oder sonstige ,schlievorrichtungen sind nicht mehr vorhanden --1 dient als ,ober- und ,unterkleid zugleich2 wo er am ,halse offen steht1 verrt er1 da die ,wsche mangelt4 ,strmpfe sind allerdings noch da2 die weitere ,fubekleidung besteht aus formlosen1 ausgetretenen ,dingern1 ,ruinen von ,schuhen4 ,indessen verraten ein am ,boden stehender ,kbel klaren ,wassers mit einem ,waschlappen und die sorgfltige ,rasierung von ,lippe1 ,kinn und ,wangen1 da der ,trger dieser ,kleidung noch nicht auf jeden ,luxus der ,lebensgewohnheiten verzichtet hat4 ,whrend bei ,menippus8 die ganze ,gestalt ein lebhaftes ,temperament verrt1 ist hier alles von melancholischer ,mdigkeit durchdrungen4 ,das bleiche1 welke ,gesicht1 ber dem das wirre graue ,haar wie von gewohnheitsmigem ,durchfahren der ,finger in die ,hhe gerichtet ist1 richtet mit glanzlosen ,augen1 die von den herabhngenden ,lidern halb verdeckt werden1 und mit festgeschlossenen ,lippen einen ,ausdruck wortlosen ,bedauerns auf uns4 ,der ,kopf hngt schlaff ein wenig zur ,seite2 diese ,neigung erspart zugleich die ,mhe1 ihn in der ,richtung des ,blickes zu drehen4 ,schlaff und matt hlt die herabhngende ,rechte ein groes ,buch1 in dem wohl ,belehrungen niedergeschrieben sind1 von denen sop8 selber berzeugt ist1 da sie1 so wie die ,menschheit nun einmal ist1 vergeblich bleiben mssen 7,abb4 #dc74 ,illustration3 ,abb4 #da4 ,philipp ,,iv41 gemalt um #afef4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #ej47 ,illustration3 ,abb4 #db4 ,menippus4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #ec47 ,in dem nmlichen ,raum1 fr den sopus8 und ,menippus8 gemalt wurden1 fand ein ,bild seinen ,platz1 das den ,kriegsgott darstellt4 ,dieser ,mars ist in der ,hauptsache nur eine ,aktstudie1 die das ,modell so wiedergibt1 wie es war1 und selbst von der ,hlichkeit des sehr gewhnlichen1 schnurrbrtigen ,gesichts uns nichts schenkt4 ,von gttlicher ,idealitt ist also keine ,rede1 derartiges lag auch ganz auerhalb der ,absichten des ,malers4 ,die ,studie ist in gewissenhafter ,benutzung der verhltnismig seltenen ,gelegenheit1 ,nacktes zu malen1 mit groem ,flei sorgfltig durchgebildet1 mu daher wohl vor der bernahme des ,schlomarschallamtes entstanden sein4 ,ein sonnverbrannter ,krper mit sehr krftiger1 ausgearbeiteter ,muskulatur1 spiegelblanke1 blitzende ,waffenstcke1 ein hellblauer ,schurz und ein auf den weien berzug des ,lagers1 auf dem der ,kriegsgott sitzt1 herabgesunkener karminroter ,mantel3 alles das ist bewundernswrdig gemalt1 erzielt aber nicht die unbedingt vollkommene ,harmonie der ,farbenwirkung1 an die man sonst bei ,velazquez gewhnt ist4 ,doch mu das ,bild mit seinen lichten1 bunten ,farben in der ursprnglichen ,aufstellung zwischen den beiden ,philosophen eine treffliche ,wechselwirkung mit der schlichten1 dunklen ,tnung dieser ,gemlde hervorgebracht haben1 und solche ,wirkungen wute ,velazquez beim ,aufhngen der ,gemlde in den kniglichen ,gemchern sicherlich wohl in ,rechnung zu ziehen4 ,ein ,prachtwerk ersten ,ranges in bezug auf ,farbenreiz und malerische ,wirkung1 ein wunderbares ,meisterstck der unglaublich flotten ,behandlung1 in der ,velazquez in seinen letzten ,jahren die denkbar hchste ,vollkommenheit erreichte1 ist das ,bildnis eines ,hofzwergs1 der einen ,jagdhund an der ,leine hlt 7,abb4 #dd74 ,das stolz aussehende ,mnnchen1 dessen ,kleinheit durch die ,gre der neben ihm stehenden1 weigefleckten schwarzen ,hndin noch mehr hervorgehoben wird1 trgt eine reiche1 vornehme ,kleidung aus ,goldbrokat mit ,weizeug aus feinem niederlndischen ,batist2 der graue ,hut ist mit prchtigen weien ,strauenfedern geschmckt3 in das wallende kastanienbraune ,haar ist auf der linken ,seite eine auf die ,schulter fallende rote ,schleife eingebunden4 ,die ganze ,tracht ist keine spanische1 sondern entspricht einer fr das gesamte mittlere ,europa magebend gewesenen1 in den fnfziger ,jahren des ,jahrhunderts allerdings schon veralteten franzsischen ,mode4 ,wer diese ,persnlichkeit ist1 wei man nicht1 man vermutet in ihr1 eben wegen der auslndischen ,tracht1 einen ,zwerg1 der den ,namen ,don ,antonio el ingls 7der ,englnder7 fhrte4 ,illustration3 ,abb4 #dc4 sopus4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #ed47 ,auch mit der ,ausfhrung von ,landschaftsbildern wurde ,velazquez wieder beschftigt4 ,auf ,befehl des ,knigs malte er #afeg eine ,ansicht des in eben diesem ,jahre im ,park von ,aranjuez aufgestellten ,tritonenbrunnens4 ,das ,bild1 das sich nebst einer zweifellos gleichzeitig gemalten anderen ,ansicht aus dem nmlichen ,park im ,pradomuseum befindet1 zeigt den weimarmornen ,brunnen mit seinem spiegelnden ,becken im schattigen ,grn1 zwischen den efeuumsponnenen ,stmmen schlanker ,bume4 ,es ist mit echter ,empfindung fr den ,reiz einer solchen ,parkanlage aufgefat1 und diese ,empfindung gibt ihm eine groe ,schnheit1 obgleich es ohne sonderliche ,liebe ausgefhrt ist 7,abb4 #de74 ,das ,gegenstck gewhrt einen ,blick in die stundenlange gerade ,ulmenallee1 die den ,namen ,strae der ,knigin8 fhrt4 ,an der einen ,seite sieht man das ,wasser des ,tajo1 an dessen ,rand sich wildes ,gehlz von ,pappeln und ,erlen erhebt4 ,das ,ganze sieht im wesentlichen ebenso aus1 wie heute4 ,sehr schn ist die ,stimmung3 dmmeriges ,dunkel liegt unter den ,bumen1 whrend drauen die ,luft in hellem ,tagesblau leuchtet2 der ,wind treibt graue ,wolken ber den ,himmel und bewegt leise die ,zweige4 ,beide ,bilder sind im ,vordergrund mit mehreren ,figuren staffiert1 die aber auffallenderweise viel zu klein sind2 man fhlt sich versucht1 sie auf ,rechnung von ,mazos mangelhafter perspektivischen ,kenntnis zu setzen4 ,nur die geradezu an das ,unbegreifliche grenzende ,leichtigkeit und ,schnelligkeit der ,malweise macht es erklrlich1 da ,velazquez in diesen ,jahren neben der ,ausfhrung der vom ,knig befohlenen ,gemlde und neben seiner sonstigen ,amtsttigkeit noch ,zeit und ,kraft fand1 einen ,stoff nach freier ,wahl in einem groen ,bild zu behandeln4 ,man mu doch annehmen1 da er selbst1 und nicht der ,knig es war1 der auf den ,einfall kam1 einen ,blick in den ,arbeitsraum der ,spinnerinnen in einer ,teppichfabrik in lebensgroer ,darstellung zu verewigen4 ,bei seinem ,beruf1 die ,gemcher des ,knigs auszuschmcken1 hatte ,velazquez sicherlich oft ,veranlassung1 die ,teppichwirkerei von ,santa ,isabel zu ,madrid zu besuchen1 wo seit mehreren ,jahrzehnten mit ,erfolg der ,versuch gemacht wurde1 durch einheimische ,erzeugnisse der ,einfuhr flandrischer ,gobelins entgegenzuarbeiten4 ,da hat sich ihm denn einmal beim ,durchschreiten der ,arbeitsrume das ,bild dargeboten1 das auf sein ,malerauge solchen ,reiz ausbte1 da es ihn zur knstlerischen ,wiedergabe des ,gesehenen drngte4 ,so malte er den an sich vllig bedeutungslosen ,vorgang aus dem ,alltagsgetriebe einer ,fabrik2 und er malte das in der ,wirklichkeit ,vorhandene1 ohne irgend welchen ,inhalt hineinzudichten1 so1 wie es in der ,wirklichkeit da war2 nur da er es nicht1 wie die moderne ,irrlehre will1 gemalt hat1 weil es da war1 sondern darum1 weil es schn war4 ,sein schnheitskundiger ,blick hat in dem alltglichen ,vorgang unter den zufllig gegebenen ,verhltnissen von ,licht und ,farbe eine unendliche ,flle von ,schnheit erschaut1 und diese ,schnheitsoffenbarung1 die er in sich aufgenommen1 wute er in der ,sprache seiner ,kunst anderen mitzuteilen4 ,nicht um den ,vorgang1 sondern um die malerische ,schnheit von dessen ,erscheinung wiederzugeben1 hat ,velazquez dieses durch die ,wahl des ,stoffes in jener ,zeit ganz vereinzelt dastehende ,werk geschaffen1 das in ,spanien allgemein unter dem ,namen ,die ,spinnerinnen8 bekannt ist 7,abb4 #df74 ,das ,ganze ist ein hochpoetischer ,farbenzauber4 ,in diesen nchternen ,raum irren ,lichter aus sprlichen ,quellen1 die man nicht sieht1 von den ,lichtern gehen ,reflexe aus1 und ,lichter und ,reflexe erfllen das ,gemach mit einem flimmernden goldigen ,schimmer und treiben ein belebtes ,spiel auf den ,gestalten fleiiger ,arbeiterinnen4 ,da sitzt eine ltere ,frau in weiem ,kopftuch und schwarzem ,kleid am ,spinnrad1 dessen schnelle ,drehung durch das ,verschwimmen der ,speichen zu einer durchsichtigen ,scheibe in merkwrdig deutlicher ,weise wahrnehmbar gemacht wird4 ,die unausgesetzte ,ttigkeit in dem engen ,raum an einem heisonnigen ,tag hat ihr ,gesicht gertet4 ,man sieht1 wie die arme ,person von der ,hitze leidet1 trotzdem sie sich durch ,emporschlagen des ,rockes bis ber das ,knie eine ,erleichterung zu verschaffen gesucht hat4 ,mit einem dankbaren ,blick wendet sie sich einer frischen1 schwarzhaarigen ,dirne in dunkelrotgelbem ,rock zu1 die hinter ihr mit einem ,ausdruck dienstbereiter ,frsorge einen ,vorhang aus dnnem1 rotem ,stoff beiseite zieht1 um mehr ,luft einzulassen4 ,in dem durch den ,vorhang abgetrennt gewesenen ,nebenraum sieht man ,vorrte an ,stoffen aufgestapelt liegen2 eine dabei stehende ,leiter bekundet1 da diese ,vorrte sich zeitweilig noch hher auftrmen4 ,an der anderen ,seite des ,bildes sitzt ein braunes ,mdchen in kurzem1 dunkelblaugrnem ,unterrock -- ein oberes ,kleidungsstck aus verschossenem roten ,wollenzeug hat sie hinter sich auf den ,schemel gelegt -- und windet das gesponnene ,garn in ,knuel2 an ihrem entblten ,arm sieht man das ,spiel der ,muskeln bei der flinken ,bewegung der ,finger4 ,neben ihr bringt eine ,blondine in braunem ,kleid einen ,korb herbei1 um die ,garnknuel aufzunehmen4 ,zwischen der ,spinnerin und der ,garnwinderin sitzt1 mehr in der ,tiefe des ,bildes1 eine ,frau in rotem ,rock und dunkelbrauner rmelloser ,jacke1 mit ,hecheln beschftigt4 ,diese ,figur ist1 im ,gegensatz zu der verhltnismig klar beleuchteten schnen ,rckenfigur der ,garnwinderin1 am tiefsten in ,schatten gehllt4 ,ihren ,kopf hat der ,maler1 mit schlagend richtiger ,beachtung einer optischen ,erscheinung1 in ,undeutlichkeit verschwimmen lassen4 ,denn dieser ,kopf wird berstrahlt von einer hinter ihm sich ausbreitenden starken ,helligkeit4 ,man sieht hier durch einen ,bogendurchgang in einen um mehrere ,stufen hher liegenden ,raum1 in den ein ,sonnenstrahl breit und voll hereinflutet1 dessen ,rckstrahlungen auch die uersten ,schatten mit ,licht durchdringen4 ,in diesem ,raum sind an den weilich-grauen ,wnden fertige ,teppiche zur ,besichtigung aufgehngt4 ,an der ,wand1 die uns gerade gegenberliegt1 sehen wir einen farbenprchtigen ,gobelin1 der in einer ,umrahmung von ,blumengewinden auf dem ,hintergrunde einer blauen ,luft eine irgend woher aus der ,sage oder ,geschichte des ,altertums entnommene ,darstellung zeigt4 ,davor haben sich mehrere vornehme ,damen in seidenen ,kleidern von lebhaften1 heiteren ,farben versammelt1 um das ,kunstwerk zu bewundern4 ,ein befremdlicher ,gegenstand an diesem ,ort ist die an einem ,stuhl lehnende ,bageige4 ,sollte der ,besitzer der ,fabrik von ,santa ,isabel auf den genialen ,gedanken gekommen sein1 bei vornehmem ,besuch in seiner ,ausstellung die ,empfnglichkeit der ,besucher fr den ,reiz der ,farbe durch ,musik zu erhhen8 ,illustration3 ,abb4 #dd4 ,bildnis eines ,hofzwergs ,philipps ,,iv4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #ee47 ,die ,spinnerinnen8 reihen sich den ,meninas8 und der bergabe von ,breda8 ebenbrtig an4 ,diese drei ,wunderwerke der ,kunst stehen auf der uersten ,hhe dessen1 was nach den ,begriffen unserer ,zeit fr die ,malerei berhaupt erreichbar ist4 ,auch in der sonst so ganz anders denkenden ,zopfzeit bten die ,spinnerinnen8 selbst auf einen so kalten ,idealisten wie ,raphael ,mengs einen derartigen ,eindruck aus1 da er nur ,worte der ,bewunderung dafr fand2 freilich bewunderte er an erster ,stelle nur die ,technik3 das ,gemlde1 sagte er1 sei in einer ,weise gemacht1 da es ohne ,anteil der ,hnde durch den bloen ,willen des ,knstlers entstanden zu sein scheine4 -- ,philipp ,,iv4 lie das ,bild im ,palast von ,buen ,retiro aufhngen4 ,im ,frhjahr #afeh entschlo sich der ,knig1 ,velazquez die hchste ,auszeichnung1 die er ihm verleihen konnte1 zuteil werden zu lassen1 die ,aufnahme in einen der drei alten spanischen ,ritterorden4 ,er erhhte den ,wert der ,auszeichnung noch dadurch1 da er dem ,maler die ,wahl freistellte zwischen den ,orden von ,alcntara1 ,calatrava und ,santiago4 ,velazquez whlte den letzteren4 ,vor der ,bekleidung mit den ,ordensabzeichen waren die vorgeschriebenen ,frmlichkeiten zu erfllen4 ,gegen die persnliche ,wrdigkeit des ,velazquez als eines vollkommenen ,edelmannes wurde in den langen ,vernehmungen von mehreren hundert ,zeugen keinerlei ,bedenken laut4 ,schwieriger war die ,ahnenprobe4 ,besondere ,kommissionen wurden in die ,heimatsorte der ,geschlechter ,silva und ,velazquez entsandt1 um die ,geschichte beider ,familien zu prfen4 ,der nach ,sevilla abgesandten ,kommission boten sich ,zweifel hinsichtlich der ,adelsreinheit der mtterlichen ,vorfahren des ,velazquez dar4 ,der ,knig soll schlielich durch das ,machtwort1 fr ihn stehe die ,qualitt8 der ,velazquez fest1 den ,ordensrat bewogen haben1 die ,angelegenheit nochmals zu untersuchen1 und im ,april #afei endlich wurde auch die ,ahnenprobe fr vollgltig erklrt4 ,jetzt stand nur noch der ppstliche ,dispens aus1 der erforderlich war1 weil der ,orden von ,santiago ebenso wie die beiden anderen ursprnglich ein geistlicher ,ritterorden war und als solcher seinen ,mitgliedern die ,ehelosigkeit vorschrieb4 ,am #bi4 ,juli #afei traf das ,einwilligungsschreiben des ,papstes ein1 und nun fand die berreichung des ,ordenshabits an ,velazquez mit allem groen ,zeremoniell statt2 ein ,empfang im ,palast bildete den ,schlu der ,feier4 ,zu den ,gemlden1 die ,velazquez im ,jahre #afei auszufhren hatte1 gehren ,bildnisse der ,infantin ,margarita und des im ,jahre #afeg geborenen ,infanten ,philipp ,prosper4 ,diese ,kinderbilder wurden an die ,groeltern in ,wien geschickt4 ,sie befinden sich jetzt im kunsthistorischen ,hofmuseum zu ,wien1 neben den frher zu verschiedenen ,zeiten fr den sterreichischen ,hof gemalten ,bildnissen des ,knigs und seiner beiden ,gemahlinnen und denjenigen der ,kinder ,philipps aus erster ,ehe4 ,im ,herbst #afei feierte der spanische ,hof ein schon lange geplantes und gewnschtes ,ereignis1 die ,verlobung der ,infantin ,maria ,teresa mit dem jungen ,knig von ,frankreich4 ,der ,herzog von ,grammont kam als ,brautwerber ,ludwigs ,,xiv4 ,philipp ,,iv4 empfing ihn in einem ,prunksaal des ,schlosses1 den ,velazquez zu dieser ,gelegenheit mit allem ,aufwand von ,kunst zurecht gemacht hatte4 ,danach zeigte ,velazquez im ,auftrage des ,knigs dem ,herzog die ,kunstschtze des ,palastes1 und er fhrte ihn auch in die an kostbaren ,gemlden reichen ,palste mehrerer ,granden4 ,illustration3 ,abb4 #de4 ,der ,tritonenbrunnen im ,park von ,aranjuez4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,zu ,seite #ee47 ,jener ,saal1 in dem ,grammont empfangen wurde1 wird als der ,spiegelsaal bezeichnet4 ,an seinen vier ,hauptwandflchen prangten groe ,knigsbilder von ,tizian1 ,velazquez und ,rubens4 ,zur ,ausfllung der kleineren ,flchen1 die von den ,fenstern und den groen1 zur ,architektur gehrigen ,spiegeln freigelassen wurden1 kamen ,gemlde mythologischen und biblischen ,inhalts zur ,verwendung4 ,velazquez malte fr diesen ,zweck vier mythologische ,bilder1 vermutlich erst bei jener ,veranlassung im ,jahre #afei4 ,von diesen ,dekorativgemlden wird nur eins im ,pradomuseum aufbewahrt2 zwei sind zugrunde gegangen1 und eins ist in eine englische ,sammlung gelangt4 ,das letztere bedarf schon um seines ,gegenstandes willen einer besonderen ,erwhnung4 ,denn es stellt die ,gttin ,venus vor und zeigt diese in der ,gestalt eines vllig entkleideten jungen ,weibes1 das1 auf einem ,ruhelager ausgestreckt1 sein vom ,beschauer abgewendetes ,gesicht -- die ganze ,figur ist vom ,rcken gesehen -- in einem ,spiegel betrachtet4 ,wenn auch ,gemlde mit nackten ,frauengestalten1 von der ,hand italienischer und niederlndischer ,meister ausgefhrt1 in reichlicher ,zahl in den ,madrider ,palast gelangt waren1 so hatte bisher doch kein spanischer ,maler sich auf diesem ,gebiet versucht4 ,vielleicht waren dazu auch die ,modelle in ,spanien schwieriger zu haben1 als in irgendeinem anderen ,kulturland ,europas4 ,velazquez war der erste und auf anderthalb ,jahrhunderte hinaus auch der einzige ,maler ,spaniens1 der das ,wagstck unternahm4 -- ,das ,gemlde im ,pradomuseum stellt die ,ermordung des ,argos1 des ,wchters der durch die ,eifersucht der ,gtterknigin in eine ,kuh verwandelten ,io1 durch ,hermes dar4 ,es ist ein ganz dekorativ gehaltenes1 aber in seiner wahrhaft unheimlichen ,stimmung groartig wirkendes ,bild4 ,durch die bewundernswrdige ,anpassung der ,komposition an das sehr niedrige1 breitgestreckte ,format hat der ,meister dieses gedrckte ,format selbst mit heranzuziehen gewut1 um die eigentmliche1 man mchte sagen bengstigende ,wirkung zu erhhen4 ,argos ist ein armer ,kerl1 in drftiges schwarzes und graues ,zeug gekleidet1 der seine wenigen ,bedrfnisse fr die lange ,wacht in einem grauen ,bndelchen mit sich fhrt4 ,er hat zweifellos die redlichste ,absicht1 getreulich seine ,pflicht zu tun4 ,er hat sich auch nicht in bequemer ,lage der ,gefahr des ,einschlafens ausgesetzt2 sondern wie er da im ,schatten eines braunen ,felsens sa1 mit dem linken ,arm auf einen ,stein gesttzt1 hat ihn in der bleiernen ,gewitterschwle des ,tages der ,schlaf unerwartet berwltigt2 die ,hirtenflte1 die nicht ausgereicht hat1 um ihn munter zu erhalten1 ist seiner ,hand entfallen1 und sein ,kopf nickt auf die ,brust4 ,da kommt -- furchtbar dmonisch1 leise wie eine ,katze und unentrinnbar wie das ,verhngnis -- ,hermes auf allen ,vieren herangekrochen1 die scharfe ,klinge in der ,faust4 ,dieser ,vollstrecker der geheimen ,befehle des ,gtterknigs ist ein gttlicher ,schurke1 bei dem nichts weiter als die ,halbnacktheit -- etwas karminrotes und etwas dunkelgelbes ,zeug schlingt sich um seinen braunen ,krper -- die ursprngliche ,idealitt seines ,wesens andeutet2 der ,flgelhut ist auf seinem ,banditenkopf zum abgetragenen schwarzen ,filz geworden1 der mit zerzausten ,rabenfedern aufgeputzt ist4 ,hinter ihm steht am abfallenden ,hang des ,berges ,io als rote ,kuh1 halb abgewendet von dem ,wchter und dem ,mrder1 aber mit zurckgerolltem ,auge nach ihnen hinschielend4 ,dieses ,auge ist etwas ganz ,wunderbares1 es ist ein richtiges ,kuhauge1 aber es lebt darin die gespannte ,angst einer ,menschenseele1 die den ,augenblick gekommen sieht1 der ber ihr ,schicksal entscheiden soll4 ,der ,kopf der langhrnigen ,kuh1 der ,flgelhut und die ,schulter des ,hermes bilden zusammen eine wilde1 scharfzackige ,umrilinie1 die grell hervorgehoben wird durch den lichten ,dunst der ,ferne und schwere1 weie ,wetterwolken1 die sich ber dem ,horizont zusammenballen1 whrend weiter oben die ,luft schon ganz schwarz berzogen ist4 ,eines seiner letzten ,bilder malte ,velazquez fr ,buen ,retiro4 ,der ausgedehnte ,park dieser ,besitzung enthielt neben ,pltzen fr jede ,art von ,lustbarkeiten auch ,orte stiller ,zurckgezogenheit fr ,bubungen und ,gebet4 ,an dem einen ,ende der ,anlagen befand sich eine sogenannte ,einsiedelei mit einem auf den ,namen des heiligen ,eremiten ,antonius geweihten ,bethaus4 ,hier wurde gegen ,ende des ,jahres #afei das ,gemlde des ,velazquez aufgestellt1 das den ,besuch des heiligen ,antonius bei dem heiligen ,einsiedler ,paulus zum ,gegenstand hat 7,abb4 #dg74 ,der ,inhalt der ,legende1 welche den ,vorwurf abgegeben hat1 ist folgender3 ,paulus lebte als der erste christliche ,eremit in der thebischen ,wste2 ein ,rabe brachte ihm tglich ein halbes ,brot1 von dem er sich ernhrte4 ,als er nach neunzig ,jahren des ,aufenthalts in vollstndiger ,einsamkeit sein hundertunddreizehntes ,lebensjahr erreicht hatte1 kam1 infolge einer gttlichen ,eingebung1 der neunzigjhrige ,antonius1 der in einer anderen ,gegend der ,wste wohnte1 zu ihm1 um ihm in der ,sterbestunde als ,priester zur ,seite zu stehen4 ,whrend dessen ,anwesenheit brachte der ,rabe ein ganzes ,brot4 ,als ,paulus verschied1 kamen ,lwen herbei1 um ein ,grab zu scharren1 in das ,antonius dann den ,leichnam bettete4 -- ,in dem ,gemlde des ,velazquez ist der ,landschaft ein groer ,raum zugemessen2 die ,figuren haben nur wenig mehr als halbe ,lebensgre4 ,wir werden in die groartige ,wildnis einer spanischen ,gebirgseinde versetzt4 ,vorn schroffe1 graue ,felsen mit brunlichen ,tnen in ihren ,vertiefungen2 in der ,ferne kahle ,hhenzge1 in denen sich die blauen und weien ,tne der bewlkten ,luft wiederholen4 ,unter einer ,silberpappel1 deren ,stamm mit ,efeu bewachsen und deren ,fu von ,brombeerranken umsponnen ist1 sitzen die beiden ehrwrdigen ,greise4 ,paulus in schmutzigweie ,wolle gekleidet1 faltet seine drren ,hnde zum ,gebet1 whrend er den ergreifend schnen ,kopf mit leuchtenden1 glaubensfrohen ,augen nach dem ,raben emporhebt4 ,antonius1 den die ,legende zum ,begrnder des ,mnchtums macht1 und der daher in einer mnchischen ,kleidung1 in brauner ,kutte und schwarzem ,mantel1 erscheint1 ist ganz von ,staunen erfllt ber das ,wunder der bernatrlichen ,speisung4 ,im ,hintergrund sind1 in ,aufnahme jener alten ,weise bildlicher ,erzhlung1 die in der ,sptzeit des ,mittelalters allgemein1 vielfach aber -- so namentlich in ,deutschland -- bis in das siebzehnte ,jahrhundert hinein gebruchlich war1 ,begebenheiten des ,vorher und ,nachher zur ,anschauung gebracht3 wie ,antonius auf der ,wanderung durch die ,einde einem ,faun begegnet2 wie er an dem ,holzgitter1 das die ,felsenwohnung des ,paulus verschliet1 anklopft2 wie er bei der ,leiche betet1 whrend die ,lwen das ,grab auswerfen4 ,illustration3 ,abb4 #df4 ,spinnerinnen in der ,teppichfabrik von ,santa ,isabel zu ,madrid4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #ef47 ,das letzte ,portrt1 das ,velazquez malte1 ist wohl das ,bildnis der ,infantin ,margarita im ,pradomuseum1 welches dort1 mit nicht haltbarer ,begrndung1 ,maria ,teresa benannt wird4 ,die ,tracht1 die wir hier sehen1 ist die letzte und ungeheuerlichste ,ausbildung der spanischen ,reifrockmode4 ,der ,rock hat an ,umfang immer noch zugenommen1 und dabei ist er aus der ,halbkugelform in die ,walzenform bergegangen1 so da die ,sche des ,leibchens auf ihm wie auf einem runden ,tisch aufliegen1 der auch zum ,darauflegen von allerlei anderen ,sachen benutzt werden kann4 ,weitpuffige rmel und genau wagerecht gezogener ,halsausschnitt haben die gnzliche ,beseitigung einer jeden ,linie1 die dem menschlichen ,krperbau entsprechen knnte1 vollendet4 ,einen solchen ,anzug trug die ,infantin ,maria ,teresa als ,brautkleid2 ein franzsischer ,gobelin mit der ,darstellung der ,vermhlungsfeier im ,jahre #affj1 nach einem ,entwurf von ,charles ,lebrun gewirkt1 hat davon ein ,abbild auf die ,nachwelt gebracht1 freilich schon in einer abgeschwchten ,form gegenber der unbarmherzigen ,wahrheitsliebe des ,velazquez4 ,ludwig ,,xiv4 entsetzte sich beim ersten ,anblick seiner ,braut ber diese ,ungestalt4 ,so entsetzt sich auch der ,beschauer beim ersten ,anblick des ,gemldes im ,pradomuseum1 wo ein neunjhriges ,kind in dem an so jungem ,leibe doppelt unleidlich wirkenden ,kleidergebude steckt4 ,aber die malerische ,schnheit des ,bildes bewltigt diesen ,eindruck4 ,das spteste ,werk des ,velazquez steht mit in der ersten ,reihe der ,meisterschpfungen seiner ,farbenkunst4 ,den ,hintergrund des ,portrts bildet ein dunkelroter ,paravent1 der von der grauen ,wand des ,zimmers nur sehr wenig sehen lt1 und weiter nach vorn ein schwerer rotsamtener ,vorhang1 der aufgerafft und mit dem ,ende ber eine ,stuhllehne geworfen ist2 ,vorhang und ,paravent sind durch farbige1 vorwiegend bleich-goldige ,musterung belebt4 ,der ,futeppich hat roten ,grundton4 ,in diesem ,ganzen von prchtigen roten ,tnen steht die kleine ,prinzessin1 lange nicht mehr so hbsch wie vor einigen ,jahren1 ein schnellgewachsenes1 blasses1 schnippisches ,wesen1 das vielleicht kindlicher aussehen knnte1 wenn es nicht eingezwngt wre in diesen entsetzlichen unnatrlichen ,staat4 ,erfreulicherweise ist die ,frisur wenigstens mit dem eigenen blonden ,haar hergestellt1 das noch von dem linksseitigen ,scheitel durchzogen wird1 der schon auf den frhesten ,bildnissen ,margaritas zu sehen ist4 ,die ,farben der ,kleidung zeigen ,silberstoff und ,zinnoberrot1 dazu ein ,rosa1 das zwischen diesen beiden ,tnen genau die ,mitte hlt1 durchsichtiges ,wei an ,kragen und rmeln1 ,gold und ,silber in den ,schmucksachen und ,schwarz in der das ,fleisch pikant abgrenzenden ,einfassung des ,halsausschnittes4 ,der ,reifrock gestattet den ,hnden nicht1 herabzuhngen2 sie liegen seitwrts auf dem ,rock4 ,mit dem rechten ,hndchen hlt die ,prinzessin ein groes ,taschentuch von feinem ,batist1 mit der ,linken ein paar ,blumen 7,abb4 #dh74 ,im ,frhjahr #affj brach ,philipp ,,iv4 mit einem groen ,gefolge auf1 um in den ,pyrenen mit dem ,knig von ,frankreich zusammenzutreffen und ihm seine ,tochter zu bergeben4 ,velazquez als ,schlomarschall hatte die ,aufgabe1 dem ,knig vorauszureisen und in ,stdten und ,burgen dessen ,wohnung vorzubereiten4 ,in dieser ,ttigkeit wurde er von drei ,quartiermeistern1 unter denen sich sein ,schwiegersohn ,mazo befand1 untersttzt4 ,mitte ,april verlie der knigliche ,zug ,madrid2 unterwegs reihte sich ,fest an ,fest1 bei jedem ,einzuge von der ,bevlkerung der betreffenden ,gegend veranstaltet2 ,anfang ,juni langte man in ,fuenterrabia an1 wo ,velazquez den von ,kaiser ,karl ,v4 umgebauten alten ,palast der ,knige von ,navarra zur ,aufnahme ,philipps instand gesetzt hatte4 ,die ,begegnung der beiden ,knigsfamilien fand auf einer kleinen neutralen ,insel in dem ,grenzflu ,bidassao statt1 wo zu diesem ,zweck ein ,gebude errichtet worden war1 zu dessen ,ausschmckung man ,gobelins aus den ,bestnden des ,madrider ,knigspalastes herbeigeschafft hatte4 ,den ,schlu der ,knigszusammenkunft bildete die bergabe der ,braut an ,ludwig ,,xiv4 am #g4 ,juni4 ,philipp ,,iv4 weinte beim ,abschied4 ,velazquez nahm an allen ,feierlichkeiten dieser ,tage teil4 ,seine ,persnlichkeit erregte ,aufsehen1 nicht nur durch die ,vornehmheit und ,anmut seines ,auftretens1 sondern auch durch den auserlesenen ,geschmack1 den er in seiner ,kleidung an den ,tag legte4 ,gleich am #h4 ,juni begann seine anstrengende ,ttigkeit als ,schlomarschall des reisenden ,hofes von neuem4 ,die ,rckreise wurde auf einem anderen ,wege genommen wie die ,hinreise4 ,wurde irgendwo ein lngerer ,halt gemacht1 so fllten ,feste die ,zeit aus4 ,so ging es ohne ,rast und ,ruh1 bis man am #bf4 ,juni wieder in ,madrid eintraf4 ,illustration3 ,abb4 #dg4 ,die heiligen ,einsiedler ,antonius und ,paulus4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #fj47 ,es unterliegt wohl keinem ,zweifel1 da ,velazquez durch das berma von ,ttigkeit1 das diese ,reise ihm auferlegte1 beranstrengt wurde1 und da sich hier der ,keim zu der ,krankheit bildete1 die bald darauf seinem ,leben ein ,ende machte4 ,nachdem ,velazquez am #ca4 ,juli den ,vormittag ber beim ,knig ,dienst getan hatte1 fhlte er sich unwohl und mute nach ,hause eilen4 ,ein ,wechselfieber stellte sich ein1 mit ,ohnmachtsanfllen verbunden4 ,der ,knig gesellte dem behandelnden ,hofarzt seine beiden persnlichen ,leibrzte zu2 aber auch diese konnten nur feststellen1 da die ,heftigkeit der ,krankheit wenig ,hoffnung brig lasse4 ,darauf sandte der ,knig einen ,erzbischof als geistlichen ,beistand an das ,krankenlager4 ,am #f4 ,august #affj verschied ,velazquez4 ,philipp ,,iv4 war tief erschttert durch den ,verlust4 ,die ,leiche wurde in der ,ordenstracht der ,santiagoritter aufgebahrt4 ,die ,leichenfeierlichkeiten fanden mit groer ,prunkentfaltung in der ,st4 ,johannespfarrkirche statt4 ,ein ,leibadjutant des ,knigs und andere ,ritter vom ,hofe trugen den ,sarg in die ,gruft4 ,illustration3 ,abb4 #dh4 ,die ,infantin ,margarita4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i ,e41 ,paris und ,new ,york47 7,zu ,seite #fb47 ,die ,spanier nennen ,velazquez den ,knig der naturalistischen ,malerei4 ,das ist nicht zu viel gesagt4 ,seine ,vornehmheit und sein feiner ,geschmack im ,naturalismus sind von keinem anderen auch nur ganz von ferne wieder erreicht worden4