,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #ahif erschienenen ,buchausgabe so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und altertmliche ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert2 fremdsprachliche ,zitate wurden nicht korrigiert4 ,einige ,abbildungen wurden zwischen die ,abstze verschoben und zum ,teil sinngem gruppiert1 um den ,textfluss nicht zu beeintrchtigen4 ,besondere ,schriftschnitte wurden in der vorliegenden ,fassung mit den folgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 fett3 ,gleichheitszeichen gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,tilden unterstrichen3 ,unterstriche ,liebhaber-,ausgaben ,illustration ,knstler-,monographien ,in ,verbindung mit ,andern herausgegeben von ,h4 ,knackfu ,,xii ,franz ,hals ,bielefeld und ,leipzig ,verlag von ,velhagen ,klasing #ahif ,franz ,hals ,von ,h4 ,knackfu ,mit #dj ,abbildungen von ,gemlden ,illustration ,bielefeld und ,leipzig ,verlag von ,velhagen ,klasing #ahif ,von diesem ,werke ist fr ,liebhaber und ,freunde besonders luxuris ausgestatteter ,bcher auer der vorliegenden ,ausgabe eine numerierte ,ausgabe veranstaltet1 von der nur #ajj ,exemplare auf ,extra-,kunstdruckpapier gedruckt sind4 ,jedes ,exemplar ist in der ,presse sorgfltig numeriert 7von #a-ajj7 und in einen reichen ,ganzlederband gebunden4 ,der ,preis eines solchen ,exemplars betrgt #bj ,m4 ,ein ,nachdruck dieser ,ausgabe1 auf welche jede ,buchhandlung ,bestellungen annimmt1 wird nicht veranstaltet4 ,die ,verlagshandlung4 ,druck von ,velhagen ,klasing in ,bielefeld4 ,illustration ,franz ,hals4 ,nachdem in dem langen ,kampf der ,niederlande gegen die spanische ,herrschaft sich die ,trennung der nrdlichen ,provinzen von den sdlichen vollzogen hatte1 trat die nordniederlndische oder hollndische ,kunst in ganz andere ,bahnen1 als diejenigen waren1 in denen die belgische ,kunst sich weiter bewegte4 ,am augenflligsten zeigt sich dies in der ,malerei1 die ja in den ,niederlanden schon seit langer ,zeit die meistbegnstigte und volkstmlichste ,kunst war4 ,whrend in den sdlichen ,provinzen1 die unter der ,oberhoheit ,spaniens und beim katholischen ,glauben blieben1 die berlieferte und von der italienischen ,kunstweise beeinflute ,geschichts- und ,heiligenmalerei in voller ,geltung verblieb und durch die gewaltige ,knstlerkraft eines ,rubens zu ungewhnlich glnzenden ,erscheinungen gefhrt wurde1 konnte in dem jungen protestantischen ,freistaat1 der den ,bruch mit den staatlichen und kirchlichen berlieferungen der ,vergangenheit siegreich durchgefhrt hatte1 die ,kunst kein ,gefallen mehr finden an dem herkmmlichen1 hier ganz unzeitgem gewordenen ,stoffgebiet4 ,es war sozusagen eine naturgesetzliche ,notwendigkeit1 da hier die ,kunst ihre volle ,kraft der ,gegenwart zuwendete1 bei einem gleichsam neu erstandenen ,volke1 das mit vollberechtigtem ,selbstbewutsein auf die glcklich erkmpfte und behauptete ,freiheit und auf eine groartige1 stetig wachsende ,zunahme an ,macht und ,ansehen blickte4 ,fr die hollndischen ,maler bildeten somit ,erscheinungen des ,lebens1 das sie in ,wirklichkeit umgab1 das von selbst sich erschlieende ,stoffgebiet4 ,wenn die ,kunst es sich zur ,aufgabe macht1 dasjenige1 was in der ,wirklichkeit vorhanden ist1 um seiner selbst willen darzustellen1 so ist es nur ein folgerichtiger ,schritt1 da sie dazu gelangt1 das in der ,wirklichkeit ,vorhandene auch gerade so wiederzugeben1 wie es sich in ,wirklichkeit zeigt4 ,die ,kunst wird also im eigentlichen ,sinne realistisch48 ,die ,erscheinung des knstlerischen ,realismus8 konnte in der hollndischen ,malerei um so voller zur ,geltung kommen1 als schon seit dem ersten aufsehenerregenden ,aufblhen der niederlndischen ,kunst ein ausgeprgter realistischer ,zug in derselben lebte4 ,beruht doch die erhabene ,gre der ,brder van ,eyck zum groen ,teil auf der liebevollen ,treue1 mit welcher sie die ,erscheinungen der ,wirklichkeit beobachtet und wiedergegeben haben4 ,auch whrend der ,zeit1 wo die ,nachahmung der ,italiener die ,kunst beherrschte1 ging diese angestammte ,neigung zu unbedingter ,naturtreue nicht unter2 vielmehr lt sich ihr ,vorhandensein bestndig in mancherlei ,werken wahrnehmen4 ,insbesondere behauptete sich die gewissenhafte knstlerische ,wahrheitsliebe auf einem ,gebiete1 auf dem ihre vollste ,berechtigung unanfechtbar ist3 auf demjenigen der ,bildnismalerei4 ,gerade die nordniederlndischen ,maler haben in der lebenswahren ,darstellung von bestimmten ,persnlichkeiten whrend des ganzen ,,xvi4 ,jahrhunderts sehr bedeutende ,erfolge erzielt4 ,der ,gefahr1 in ,nchternheit zu verfallen1 wirkte dabei der den ,niederlndern gleichfalls von alters her eigene ,sinn fr die ,poesie der ,farbe1 durch die sich jegliches ,ding ber die alltgliche ,gewhnlichkeit hinausheben lt1 entgegen4 -- ,so war der ,weg vorbereitet1 auf dem die hollndische ,malerei zu ihrer eigenartigen ,gre gelangen sollte1 als die ,friedenszeit1 welche dem ,waffenstillstandsabschlu von #afji folgte1 ihr ,gelegenheit zu freier und reicher ,entfaltung gab4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,franz ,hals4 ,bildnis des ,meisters im ,rathaus-,museum zu ,haarlem4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,festmahl der ,offiziere von den ,st4 ,georgs-,schtzen 7#afaf74 ,im ,rathaus-,museum zu ,haarlem4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,lustige ,gesellschaft4 ,alte ,kopie eines jetzt in ,nordamerika befindlichen ,halsschen ,gemldes von #afaf1 im ,kniglichen ,museum zu ,berlin4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,bildnis eines vornehmen ,herrn4 ,in der ,kniglichen ,galerie zu ,kassel4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,die ,bildnisse von ,zeitgenossen festzuhalten1 wurde die erste und wichtigste ,aufgabe der hollndischen ,malerei4 ,das ,bewutsein1 an der ,schaffung des neuen ,staatswesens mitgewirkt zu haben1 verlieh sozusagen jedem ,brger desselben einen hheren ,wert1 und es ist begreiflich1 da gar viele darauf bedacht waren1 ihr ,bild den ,nachkommen zu berliefern1 sei es in einem ,einzelportrt1 sei es in einem ,gruppenbild1 als ,mitglied eines ,vereins1 innerhalb dessen sie ihre ,thtigkeit entfaltet hatten4 ,schon in frherer ,zeit hatte man in den nrdlichen ,niederlanden eine ,vorliebe fr ,gruppenbilder gehabt2 namentlich die ,schtzengilden1 aus denen sich die ,brgerwehr der ,stdte zusammensetzte1 hatten die ,ausbildung dieses besonderen ,zweiges der ,portrtmalerei gefrdert4 ,jetzt trat diese ,kunstgattung an die vornehmste ,stelle2 sie nahm in der hollndischen ,malerei denjenigen ,rang ein1 den anderswo die groe ,geschichtsmalerei behauptete4 ,regentenstcke8 und ,dulenstcke8 sind die ,namen1 mit denen man ,bilder solcher ,art bezeichnete und auch jetzt noch zu bezeichnen pflegt2 ,regenten8 wurden die ,vorstandsmitglieder von ,vereinen und ,gesellschaften jeglicher ,art genannt1 und ,doelen8 7ausgesprochen ,dulen7 hieen die ,schtzenhuser4 ,in ,regenten- und ,dulenstcken hat auch der grte ,meister der hollndischen ,bildnismalerei1 ,franz ,hals1 in den verschiedenen ,abschnitten seines ,lebens die ,hhe seiner ,kunst gezeigt4 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,bildnis einer vornehmen ,frau4 ,in der ,kniglichen ,galerie zu ,kassel4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,franz ,hals war ausschlielich ,bildnismaler4 ,es lag im ,wesen einer auf sorgfltig getreue ,wiedergabe der wirklichen ,erscheinungen gerichteten ,kunst begrndet1 da sie sich im ,laufe der ,zeit mit mehr oder weniger scharfer ,begrenzung in einzelne ,fcher spaltete1 je nachdem die einzelnen ,knstler fr diese oder jene ,gattung der natrlichen ,erscheinungen eine besondere ,vorliebe besaen4 ,die ,portrtmalerei1 das sogenannte ,genre1 die ,landschaft1 die ,tiermalerei fingen an1 sich voneinander zu scheiden4 ,so hat auch ,franz ,hals sich nie auf einem anderen ,kunstgebiet versucht1 als auf demjenigen1 welches die sprechend naturwahre ,wiedergabe des besonderen ,charakters und des stndigen oder flchtigen ,ausdrucks bestimmter ,persnlichkeiten zum ,gegenstand der knstlerischen ,darstellung machte4 ,hierin aber hat er alle seine ,vorgnger1 seine ,mitstrebenden und seine ,nachfolger in ,holland1 welche das nmliche ,gebiet betreten haben1 bertroffen -- den groen ,rembrandt nicht ausgenommen1 dessen hohe knstlerische ,bedeutung anderswo lag und der ja berhaupt nicht zu den ,realisten der ,malerei gezhlt werden kann1 da er alles1 was er malte1 mit einem nicht in der ,wirklichkeit vorhandenen1 sondern nur von ihm selbst erschauten ,lichtzauber dichterisch verklrte4 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,bildnis des ,jacob ,pieter ,olycan1 von #afbe4 ,in der ,kniglichen ,gemldesammlung im ,haag4 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,bildnis der ,aletta ,hanemans1 ,gemahlin von ,jacob ,pieter ,olycan1 von #afbe4 ,in der ,kniglichen ,gemldesammlung im ,haag4 ,franz ,hals stammte aus einer alten angesehenen ,haarlemer ,familie4 ,seine ,geburtsstadt aber ist ,antwerpen1 wohin sich seine ,eltern im ,jahre #aegi begeben hatten4 ,wann er geboren wurde1 steht nicht fest2 die berlieferung nennt das ,jahr #aehd4 ,auch darber fehlt die ,kunde1 wie lange der ,aufenthalt der ,familie in ,antwerpen dauerte1 und wann ,franz ,hals nach ,haarlem kam1 wo er whrend der ganzen ,zeit seiner ,thtigkeit verweilt hat4 berhaupt sind die urkundlichen ,nachrichten ber ihn drftig1 ungeachtet der emsigen ,bemhung1 mit welcher verdienstvolle hollndische ,kunstforscher in den letzten ,jahrzehnten nach solchen gesucht haben4 ,es ist eine ,aufzeichnung entdeckt worden von der ,hand eines ,malers ,mathias ,scheits aus ,hamburg1 welcher ,franz ,hals persnlich gekannt hat4 ,derselbe erzhlt dessen ,leben mit den wenigen ,worten3 ,der treffliche ,bildnismaler ,franz ,hals von ,haarlem hat gelernt bei ,karl van ,mander aus ,meulenbecke4 ,er ist in seiner ,jugend etwas lustig von ,leben gewesen2 als er alt war und mit seinem ,malen 7welches jetzt nicht mehr so war wie frher7 nicht mehr die ,kost verdienen konnte1 hat er einige ,jahre1 bis da er starb1 von der hohen ,obrigkeit von ,haarlem ein gewisses ,geld zu seinem ,unterhalt gehabt1 um der ,tchtigkeit seiner ,kunst willen4 ,er ist um das ,jahr #affe oder #ff gestorben und nach meiner ,schtzung wohl #ij ,jahre oder nicht viel weniger alt geworden48 ,der als ,lehrer des ,franz ,hals genannte ,karl van ,mander 7geboren #aedh7 war ein ,anhnger der italienischen ,richtung4 ,er hatte in seiner ,jugend in ,rom studiert1 hatte sich dann zuerst in ,brgge und darauf in ,haarlem niedergelassen und siedelte zuletzt nach ,amsterdam ber1 wo er im ,jahre #afjf starb4 ,sein ,name ist der ,nachwelt weniger durch seine ,gemlde1 als durch seine schriftstellerische ,thtigkeit im ,gedchtnis geblieben4 ,er hat nmlich ein ,schilderboek8 7,malerbuch7 verfat1 worin er ,knstlergeschichte erzhlt4 ,da ,karl van ,mander ,haarlem im ,jahre #afjb verlie1 so mu die ,ausbildung des ,franz ,hals um diese ,zeit vollendet gewesen sein4 ,aber die ersten sicheren ,werke von seiner ,hand1 welche sich erhalten haben1 stammen aus erheblich spterer ,zeit4 ,die erste urkundliche ,nachricht ber ,franz ,hals ist von #afaa4 ,dieselbe meldet1 da derselbe in diesem ,jahre in ,haarlem einen ,sohn taufen lie1 welchen ihm seine ,ehefrau ,anna ,herman geschenkt hatte4 ,die nchstfolgende ,kunde besagt1 da ,franz ,hals im ,februar #afaf vor die stdtische ,obrigkeit geladen wurde1 um wegen ,mihandlungen seiner ,ehefrau eine amtliche ,rge zu bekommen1 und da er bei dieser ,gelegenheit geloben mute1 sich fernerhin der ,trunkenheit und hnlicher ,ausschweifungen zu enthalten4 ,diese ,nachricht berhrt um so peinlicher1 als man weiter erfhrt1 da die arme ,frau ganz kurze ,zeit darauf starb4 ,ehe noch ein ,jahr abgelaufen war1 verheiratete er sich zum zweitenmal1 mit ,lisbeth ,reyniers1 die ihm schon in der zweiten ,woche ihrer ,ehe ein ,kind gebar4 ,wenn wir hiernach keine gute ,meinung von dem ,menschen ,franz ,hals und von seinem etwas lustigen8 ,leben bekommen1 so erhalten wir eine um so hhere ,meinung von seiner ,meisterschaft als ,maler im ,anblick seines ersten beglaubigten ,gemldes1 das eben jenem ,jahre #afaf angehrt4 ,illustration3 ,abb4 #h4 ,die singenden ,knaben4 ,in der ,kniglichen ,galerie zu ,kassel4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #i4 ,ein singender ,knabe4 ,im ,kniglichen ,museum zu ,berlin4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,dieses ,gemlde ist ein groes ,dulenstck2 es zeigt uns die ,offiziere der ,schtzengilde zum heiligen ,georg 7,st4 ,jorisdoelen74 ,dasselbe befindet sich im ,hauptsaal des stdtischen ,museums im ,rathaus zu ,haarlem1 wo nicht weniger als acht ,regenten- und ,dulenstcke eine vollstndige bersicht ber die knstlerische ,art des ,meisters bis in sein hchstes ,greisenalter hinein gewhren4 ,ebendort befindet sich1 wohl von der ,hand eines ,schlers gemalt1 ein ,bildnis des ,franz ,hals aus dessen reiferen ,jahren 7,abb4 #a74 ,gewi ist das ,portrt sehr hnlich4 ,unverkennbar sprechen aus diesen gedunsenen ,zgen die ,wirkungen des ,alkohols4 ,um so merkwrdiger ist der ,gegensatz zwischen dem ,gesicht des ,meisters1 wie es uns hier vorgefhrt wird1 und den ,werken desselben4 ,aus den ,werken spricht ein heller1 mit groartiger ,schrfe der ,beobachtung begabter ,geist1 eine liebenswrdige muntere ,laune1 vereint mit einer ungewhnlichen knstlerischen ,kraft und einem hochentwickelten ,geschmack2 es offenbart sich uns eine geradezu verblffende ,sicherheit von ,auge und ,hand1 die1 auer bei dem groen ,spanier ,velazquez1 in dieser ,weise nicht ihresgleichen hat4 -- ,das ,bild von #afaf zeigt uns die ,offiziere der ,st4 ,georgs-,schtzen beim festlichen ,mahl versammelt4 ,man ist in bester ,unterhaltung begriffen1 und eben schickt der ,vorsitzende sich an1 den ,braten vorzulegen1 als die drei ,fhnriche1 welche wohl einen ,grund zur ,versptung haben mssen1 eintreten4 ,auch von vorn1 wo sich der ,beschauer befindet1 mag man sich jemand herantretend denken1 so da es sich erklrt1 da mehrere der ,versammelten ihre ,blicke hierhin wenden4 ,so ist es dem ,knstler gelungen1 die von frheren ,malern derartiger ,gruppenbilder niemals vollstndig gelste ,schwierigkeit der ,aufgabe1 das bildnismige ,zeigen einer greren ,anzahl von ,gesichtern mit einer zwanglosen1 natrlichen ,gruppierung zu vereinigen1 wenn auch nicht vollstndig1 so doch beinahe vollstndig zu berwinden4 ,dabei hlt ein wunderbarer ,reiz der malerischen ,hell- und ,dunkelwirkung und der ,farbenstimmung das ,gemlde knstlerisch zusammen4 ,jeder einzelne ,kopf aber ist fr sich allein schon ein vollendetes ,meisterwerk4 ,man sieht sie leben1 man glaubt sie sprechen zu hren1 diese tchtigen ,mnner1 die jetzt in frhlicher ,geselligkeit guter ,dinge sind1 die aber jeden ,augenblick wieder bereit sein werden1 mit ,gut und ,blut fr das ,vaterland einzustehen1 wenn der ,ablauf des ,waffenstillstandes dasselbe von neuem in ,gefahr bringen sollte4 ,nicht weniger wie jeder ,kopf ist jede ,hand ein ,meisterwerk von ,leben und ,charakterdarstellung 7,abb4 #b74 ,illustration3 ,abb4 #aj4 ,ein lustiger ,fltenspieler4 ,in der ,groherzoglichen ,gemldesammlung zu ,schwerin4 ,illustration3 ,abb4 #aa4 ,der ,schalksnarr4 ,im ,reichsmuseum zu ,amsterdam4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #ab4 ,la bohmienne4 ,im ,louvre zu ,paris4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,aus dem nmlichen ,jahre #afaf sind die ltesten erhaltenen und bekannten unter den kleineren ,bildern von ,franz ,hals1 in denen er mit sprudelnder ,laune seinem bermut die ,zgel schieen lt4 ,wenn man klassifizieren wollte1 wrde man diese ,gattung ,halsscher ,bilder zum grten ,teil mehr unter die ,genredarstellungen als unter die ,portrts rechnen mssen2 denn es kommt in denselben weniger auf die abgemalten ,persnlichkeiten als auf die ,schilderung eines ,augenblicks aus deren ,thun und ,leben an4 ,immer aber blicken wir in die ,gesichter von ,menschen1 die keine ,erzeugnisse knstlerischer ,vorstellungskraft sind1 sondern die wirklich gelebt haben und gerade so ausgesehen haben1 wie ,franz ,hals sie gemalt hat4 ,bisweilen sind diese ,sittenschilderungen -- wenn man sie so nennen will -- von einer ,derbheit1 die den heutigen empfindsameren ,beschauer verletzen knnte1 wenn nicht der unvergleichliche ,humor1 der in ihnen lebt1 alles sich unterordnete und auch den ,beschauer berwltigte4 ,zudem war in jener ,zeit im allgemeinen1 und in ,holland vielleicht mehr als anderswo1 eine unbefangene ,derbheit1 die uns heute kaum begreiflich erscheint1 selbst in den besten ,stnden ganz gewhnlich und kaum anstig4 ,in der ,gesellschaft1 in welcher ,franz ,hals seine ,erholung von der ,arbeit suchte1 herrschte wohl ein besonders krftiger ,ton1 der dann wiederklang in den aus eben dieser ,gesellschaft geschpften ,bildern4 ,es sind des genufrohen ,meisters ,zechgenossen1 die da mit ihren lustigen ,freundinnen so ausgelassen in das ,leben hineinlachen4 ,das lteste bezeichnete ,bild dieser ,gattung1 eben von #afaf1 ist in den ,besitz eines amerikanischen ,kunstliebhabers gelangt4 ,doch besitzt das ,berliner ,museum von demselben eine alte1 annhernd gleichzeitige ,kopie1 die uns von dem ,gemlde eine gute ,vorstellung gewhrt1 wenn sie auch den unnachahmlichen ,strich der ,meisterhand nicht vollkommen wiedergeben mag 7,abb4 #c74 ,da sitzt ein lterer ,herr mit dunkelrotglhend erhitztem ,gesicht1 das ,barett schief ber den kahlen ,scheitel geschoben1 und hlt ein pfauenhaft aufgeputztes ,mdchen auf dem ,scho4 ,hinter den beiden steht eine dritte ,person -- im ,original soll es ein dunkelhaariger ,bursche sein1 in der ,kopie ist es ein jngeres ,mdchen -- und schwingt mit ,ausgelassenheit und mit einem frechen ,lcheln nach der ,freundin herber eine zusammengeschlungene ,wurst in die ,hhe4 ,die geputzte ,schne lchelt verschmt zu den ,einflsterungen des ,liebhabers2 aber die ,kunst des ,malers lt uns keinen ,zweifel darber1 da die ,verschmtheit dieses ,lchelns nicht echt ist4 ,illustration3 ,abb4 #ac4 ,der lustige ,zecher4 ,in der ,kniglichen ,galerie zu ,kassel4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #ad4 ,ein vergngter ,zecher4 ,im ,reichs-,museum zu ,amsterdam4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,die ,wiedergabe des ,lachens in allen ,abstufungen1 vom leisen ,schmunzeln an bis zum hellen ,gelchter ist das ,wunderbarste in der ,kunst des ,franz ,hals4 ,bei anderen ,malern hat es fast immer etwas ,unangenehmes1 wenn eine so flchtige ,bewegung der ,gesichtsmuskeln in der ,unbeweglichkeit des ,bildes festgehalten wird4 ,franz ,hals aber malt gleichsam die ,flchtigkeit selbst mit4 ,er hat eine nur ihm eigentmliche1 auf einer ganz einzig dastehenden ,begabung beruhende ,art1 das ,sprechende in der ,bewegung der ,gesichtszge mit unvermittelt hingeworfenen1 unfehlbar sicheren ,pinselstrichen wiederzugeben2 es sieht aus1 als ob die ganze ,malerei mit blitzartiger ,schnelligkeit entstanden wre1 und so ist sie eine vollkommen entsprechende ,ausdrucksform fr schnellbewegliche ,erscheinungen4 ,in dieser ,hinsicht ben derartige ,halssche ,bilder eine berzeugendere ,wirkung aus1 als selbst die heutigen ,augenblicksphotographien2 denn die letzteren stehen dadurch1 da sie in ihrer gleichmigen ,verdeutlichung jeder ,einzelform dem ,auge mehr zeigen1 als dasselbe in der ,wirklichkeit zu erfassen im stande ist1 mit dem von der ,wirklichkeit ausgehenden ,eindruck im ,widerspruch4 ,franz ,hals' lachende ,gesichter scheinen sich wirklich zu bewegen4 ,illustration3 ,abb4 #ae4 ,selbstbildnis des ,knstlers mit seiner zweiten ,frau1 ,lisbeth ,reyniers4 ,im ,reichs-,museum zu ,amsterdam4 ,gelegentlich bertrug der ,meister die ,lustigkeit der ,auffassung und die ,blitzartigkeit der ,malweise auch auf ein wirklich als solches geltendes ,bildnis2 so hat er einen ,patrizier1 der seinen ,reichtum wohl seiner ,heringsflotte verdankte1 abgemalt1 wie derselbe eigenhndig einen ,korb voll der eben angekommenen ,fische aufgenommen hat und mit lautem ,ruf das ,lob der frischen ,ware verkndet4 ,illustration3 ,abb4 #af4 ,festmahl der ,offiziere der ,st4 ,georgs-,schtzen 7#afbg74 ,im ,rathaus-,museum zu ,haarlem4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #ag4 ,festmahl der ,offiziere der ,st4 ,adrians-,schtzen4 ,im ,rathaus-,museum zu ,haarlem4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,wenn es auch begreiflicherweise nur selten geschah1 da der ,besteller eines ,bildnisses gerade solch einem bermtigem ,einfall des ,malers mit gleicher ,laune entgegenkam1 so fand ,franz ,hals doch hufig ,gelegenheit1 ,bildnisse in einer ,weise aufzufassen1 welcher seine ,augenblicksmalerei -- wenn dieser nach dem hnlichkeitsbeispiel der ,momentphotographie gebildete ,ausdruck statthaft ist -- als die geeignetste ,art der ,ausfhrung entsprach4 ,er erreichte dadurch eine unvergleichliche ,lebendigkeit4 ,in anderen ,fllen bildete er die ,portrts mit dem uersten ,ma von liebevoller ,sorgfalt durch4 ,sind schon auf dem ,schtzenbild von #afaf die ,kpfe durch eine bewunderungswrdige ,sorgfltigkeit der ,ausfhrung ausgezeichnet1 so ging der ,meister hierin bei ,einzelbildnissen bisweilen noch weiter4 ,da konnte er einen so hingebenden ,flei entfalten1 da er hierdurch den ,beschauer fast ebenso sehr fesselt wie andere ,male durch seine ,keckheit4 ,betrachten wir zum ,beispiel die ,bildnisse eines vornehmen ,ehepaares1 welche sich in der ,gemldegalerie zu ,kassel befinden4 ,dieselben sind1 wie man aus der ,tracht mit ,sicherheit schlieen kann -- denn im ,,xvii4 ,jahrhundert wechselten die ,kleidermoden schnell und schroff -- in der ersten ,hlfte der zwanziger ,jahre entstanden 7,abb4 #d und #e74 ,mit welcher staunenswrdigen ,feinheit sind da die ,gesichter bis in die letzten ,einzelheiten der ,formen ausgefhrt1 ohne da durch die ,sauberkeit der ,malerei die ,frische der ,auffassung und die berzeugende ,lebenswahrheit der ,persnlichkeiten irgendwie ,schaden gelitten htten4 ,und mit was fr einer fleiigen ,genauigkeit sind der feine ,batist der groen ,halskrausen1 die kostbaren ,spitzen der ,haube und der ,manschetten1 das knstlich gearbeitete lilafarbene ,seidenkleid der ,frau und deren mit schwarzem ,federpelz besetzter berrock aus schwarzem ,damast1 sowie die schwarze ,atlaskleidung des ,mannes gemalt1 ohne da diese ,durchbildung des ,einzelnen den malerischen ,reiz des ,ganzen und die feine ,einheitlichkeit der ,farbenstimmung auch nur im ,geringsten beeintrchtigte4 -- ,von verwandter ,art sind die mit der ,jahreszahl #afbe bezeichneten ,bildnisse des ,ehepaares ,olycan in der kniglichen ,gemldesammlung im ,haag 7,abb4 #f und #g74 ,es ist lohnend1 die beiden ,bildnispaare1 dieses und das ,kasseler1 daraufhin miteinander zu vergleichen1 wie bei aller hnlichkeit der ,stellungen1 die recht und schlecht diejenigen des ,dastehens zum ,abgemaltwerden sind1 doch die ,verschiedenartigkeit der ,charaktere auch in den ,krperhaltungen zum ,ausdruck gebracht ist4 ,schon der ,umstand1 da der ,meister von so vornehmen ,persnlichkeiten dazu ausersehen wurde1 ihr ,bild zu malen1 wrde hinreichen1 um zu beweisen1 da man ihm sein leichtes ,leben um seiner ,kunst willen1 und vielleicht auch um seiner guten ,herkunft willen1 gern verzieh4 ,da er ungeachtet der unerquicklichen ,vorkommnisse von #afaf sich eines guten ,ansehens erfreute1 geht auch aus mancherlei anderweitigen ,zeugnissen hervor1 so zum ,beispiel daraus1 da er von einem der ,pflege der ,litteratur gewidmeten1 sogenannten ,rhetoriker-,verein zum ,ehrenmitglied ernannt wurde2 auch der ,umstand spricht dafr1 da er ,mitglied der ,brgerwehr von ,haarlem war und da er spter sogar in den ,vorstand seiner ,gilde gewhlt wurde4 ,illustration3 ,abb4 #ah4 ,bildnis eines jungen ,mannes4 ,im ,kniglichen ,museum zu ,berlin4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #ai4 ,bildnis einer jungen ,frau4 ,im ,kniglichen ,museum zu ,berlin4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,zwischen dem ,malen von ernsten ,bildnissen1 welche groen ,aufwand von ,zeit und ,mhe erforderten1 mochte es dem ,meister eine rechte ,erholung sein1 sich mit dem ,schaffen jener leicht und schnell hingemalten genreartigen ,darstellungen zu vergngen4 ,diese bald aus einem einzelnen ,brustbild1 bald aus einer ,zusammenstellung von zwei oder mehreren ,halbfiguren bestehenden1 meist in lebensgroem ,mastab ausgefhrten ,gemlde bildeten ihm zugleich eine ,quelle des ,erwerbs1 indem dieselben gern gekauft wurden1 wenn auch nur zu niedrigen ,preisen4 ,was fr liebenswrdige ,werke ,franz ,hals in dieser ,gattung von ,malerei entstehen lassen konnte1 zeigen die singenden ,knaben der ,kasseler ,galerie 7,abb4 #h74 ,man kann sich nicht satt sehen an diesem frischen blonden ,jungen1 der im ,verein mit einem ,genossen so ganz aufgeht in dem ,einben des ,liedes1 das er zur ,laute vortragen will4 ,mit unfehlbaren ,pinselstrichen ist das ,spiel der ,gesichtsmuskeln beim ,singen wiedergegeben -- eine ,thtigkeit1 die fr andere ebenso sprde gegen das ,festhalten im ,bilde zu sein pflegt1 wie das ,lachen4 -- hnliche ,darstellungen singender und musizierender ,knaben von der ,hand des ,meisters befinden sich in verschiedenen ,sammlungen2 so1 um noch einige in ,deutschland befindliche zu nennen1 der muntere ,junge1 dem die neue ,weise fr sein ,fltenspiel1 welche er singend probiert1 so gut gefllt1 im ,berliner ,museum 7,abb4 #i71 und der kecke ,bursche in der groherzoglichen ,galerie zu ,schwerin1 der1 die ,flte absetzend1 den ,beschauer anlacht1 als ob er ihn fragen wollte3 ,war das nicht lustig88 7,abb4 #aj74 -- ,ganz besonderen ,beifall erzielte1 wie die mehrfach vorhandenen ,wiederholungen bekunden1 ein figurenreicheres ,bild1 welches einen ,rommelpotspieler8 darstellt1 einen verkommenen alten ,kerl1 der durch die komischen ,tne seines brummenden und schnurrenden ,instrumentes die ,straenjugend in ,entzcken versetzt4 -- ,auch wenn ,franz ,hals seine ,gestalten aus dem fragwrdigen ,volk herausgreift1 welches ,wirtshuser niedrigster ,klasse belebte1 wei er denselben durch den ,zauber seiner ,kunst und durch die ungeknstelte ,frische seines ,humors alles ,abstoende zu nehmen3 im ,gegenteil fesseln auch diese ,gestalten den ,beschauer ganz unwiderstehlich mit einem nicht zu beschreibenden ,reiz4 ,der ,schalksnarr gibt den ,ton an in diesem ,kreis von ,darstellungen4 ,wie wirbt der ,spamacher so lockend1 in seine ,gesellschaft herabzukommen1 in dem ,amsterdamer ,gemlde 7,abb4 #aa71 wo er mit einem erfolgsgewissen ,blick sich umschaut1 whrend er die ,weise eines ,schelmenliedes auf der ,laute anschlgt6 ,wer empfnde1 wenn er der bermtigen lachenden ,dirne1 der sogenannten bohmienne1 im ,louvre 7,abb4 #ab7 entgegentritt1 in ihrem ,anblick nicht einen wirklichen1 herzlichen ,kunstgenu8 ,oder wer knnte ohne ,vergngen den lustigen ,zecher in der ,galerie zu ,kassel 7,abb4 #ac7 ansehen1 einen ,mulatten in verschossener roter1 gelb ausgeputzter ,kleidung1 der den ,deckel des ,weinkrugs aufklappt und mit vom ,rausche klein gewordenen ,augen1 von denen das eine in ,feuchtigkeit schwimmt1 whrend das andere funkelt1 und mit schwerer1 naglnzender ,unterlippe1 in einer so unbeschreiblichen ,mischung von ,glckseligkeit und ,stumpfsinn den ,beschauer anlacht8 ,nicht weniger glcklich fhlt sich der vornehmere ,zecher1 der aus einem ,bilde im ,reichs-,museum zu ,amsterdam uns mit gleichfalls schon glnzendem ,gesicht und schwer werdenden ,augenlidern entgegenblickt1 redselig bemht1 uns von den vorzglichen ,eigenschaften des goldenen ,weins in dem ,glase1 das er vor sich hin hlt1 zu berzeugen 7,abb4 #ad74 ,illustration3 ,abb4 #bj4 ,bildnis eines ,kindes mit ,amme4 ,im ,kniglichen ,museum zu ,berlin4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #ba4 ,die ,familie van ,beresteyn4 ,im ,louvre-,museum zu ,paris4 ,illustration3 ,abb4 #bb4 ,albert van ,nierop4 ,doktor der ,rechte1 ,mitglied des ,justizhofes von ,holland4 ,von #afca4 ,im ,rathaus zu ,haarlem4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,sich selbst und seine ,gattin ,lisbeth hat ,franz ,hals in einem kstlichen ,bilde1 welches sich im ,reichs-,museum zu ,amsterdam befindet1 gemalt1 und zwar in ganzen ,figuren1 in landschaftlicher ,umgebung4 ,das ,ehepaar sitzt in einem parkartigen ,garten unter einer ,baumgruppe auf der ,rasenbank4 ,er lehnt sich behaglich zurck und zeigt dem ,beschauer die ,miene eines lachenden ,philosophen4 ,sie hat den ,arm auf seine ,schulter gelegt und blickt uns mit einem halbverlegenen ,lcheln von der ,seite an4 ,man sieht1 da beide das ,leben nicht von der tragischen ,seite zu nehmen pflegen 7,abb4 #ae74 ,illustration3 ,abb4 #bc4 ,cornelia van der ,meer1 ,gemahlin des ,albert van ,nierop4 ,von #afca4 ,im ,rathaus zu ,haarlem4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,der ,entstehungszeit nach liegt dieses ,bild zwei ,dulenstcken im ,haarlemer ,rathaus nahe1 welche beide die ,jahreszahl #afbg tragen und von denen das eine die ,offiziere der ,st4 ,georgs-,schtzen1 das andere diejenigen der ,st4 ,adrians-,schtzen darstellt4 ,vergleicht man diese beiden groen ,portrtgruppen mit dem um elf ,jahre lteren ,bilde der nmlichen ,gattung1 so gewahrt man neben der volleren ,farbenpracht ein groes ,fortschreiten des ,meisters hinsichtlich der dort schon so glcklich angestrebten ,zwanglosigkeit der ,gruppierung4 ,auch in der gesamten ,auffassung besteht ein bemerkenswerter ,unterschied zwischen dem ,dulenstck von #afaf und den beiden von #afbg4 ,dort zeigte sich gemessener ,ernst mit der ,heiterkeit des ,festmahls gepaart4 ,hier herrscht eine ungebundene ,frhlichkeit auf den meisten ,gesichtern4 ,man ist nicht mehr beim ersten ,glas1 man trinkt1 lacht und plaudert1 alles ist in ,bewegung4 ,die sprhende ,lustigkeit1 die in anderweitigen ,werken des ,meisters lebt und die gerade um diese ,zeit ihren ,hhepunkt erreicht1 hat sich auch der wackeren ,vaterlandsverteidiger1 soweit wie deren ,wrde das zult1 bemchtigt 7,abb4 #af und #ag74 ,eine vllig andere ,auffassung zeigt das der ,zeit nach folgende ,dulenstck3 die ,offiziere der ,st4 ,adrians-,schtzen im ,jahre #afcc 7,abb4 #bd74 ,hier spiegelt sich die ernster gewordene ,zeit2 immer mehr wurde ja der niederlndische ,freistaat in die ,wirrnisse des dreiigjhrigen ,krieges hineingezogen4 ,wir sehen die ,brgerwehr-,offiziere nicht in frhlicher ,tafelrunde vereinigt1 sondern dieselben haben sich mit ernsten ,mienen im ,garten des ,schtzenhauses versammelt4 ,eine ,anzahl von ,hauptleuten1 ,lieutenants1 ,fhnrichen und ,sergeanten umgiebt stehend den ,oberst1 der in gemessener ,wrde dasitzt1 die ,rechte auf seinen ,stock gesttzt4 ,andere sind miteinander in einem leise gefhrten ,gesprch begriffen1 ein ,buch wird aufgeschlagen1 das wohl ,auskunft geben soll ber eine aufgeworfene ,frage4 ,doch tritt das ,genremige1 die ,darstellung eines ,vorgangs1 der die ,figuren zu einander in ,beziehungen setzt1 hier in den ,hintergrund2 die ,mehrzahl der ,abgebildeten wendet sich in ruhiger ,haltung dem ,beschauer zu4 ,aber auch diese unthtigen ,personen sind mit auerordentlichem ,geschmack zusammengruppiert4 ,die bewegten und die unbewegten ,gestalten vereinigen sich zu einem ,bilde von hchstem ,reiz der malerischen ,gesamterscheinung4 ,mit der knstlerischen ,wirkung von hell und dunkel geht die prchtige ,farbenwirkung ,hand in ,hand1 bei welcher der landschaftliche ,hintergrund -- tiefschattige ,bume1 die ,gebude des ,schtzenhauses mit roten ,ziegeldchern1 ein ,stckchen ,abendhimmel -- bedeutsam mitspricht4 ,unbertrefflich ist bei diesem ,bilde auch die ,sorgfalt der ,ausfhrung1 die namentlich bei den ,kpfen mit der grten ,liebe auf die feinsten ,einzelheiten eingeht4 ,mit ,recht gilt das ,dulenstck von #afcc als das vorzglichste ,meisterwerk von ,franz ,hals4 ,illustration3 ,abb4 #bd4 ,die ,offiziere der ,st4 ,adrians-,schtzen 7#afcc74 ,im ,rathaus-,museum zu ,haarlem4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #be4 ,bildnis eines unbekannten ,herrn4 ,von #afch4 ,im ,stdelschen ,institut zu ,frankfurt am ,main4 ,illustration3 ,abb4 #bf4 ,bildnis einer unbekannten ,dame4 ,von #afch4 ,im ,stdelschen ,institut zu ,frankfurt am ,main4 ,um diese ,zeit stand berhaupt der nicht mehr junge ,meister auf der ,hhe seiner ,schaffenskraft4 ,zahlreiche ,bestellungen von ,einzelbildnissen1 namentlich von seiten der hheren ,stande1 nicht blo ,haarlems1 sondern auch anderer hollndischer ,stdte1 hielten ihn in bestndiger ,thtigkeit4 ,wohl die ,mehrzahl der vielen trefflichen ,bildnisse1 die von seiner ,hand auf uns gekommen sind1 gehren dem ,ende des dritten und dem vierten ,jahrzehnt des ,,xvii4 ,jahrhunderts an4 ,das ,berliner ,museum enthlt mehrere vorzgliche ,beispiele4 ,da sind zwei mit der ,jahreszahl #afbg bezeichnete1 als ,gegenstcke gemalte ,bildnisse1 die ebenso wie das kstlich ausdrucksvolle ,bildchen eines verwachsenen jungen ,herrn von #afbi in kleinem ,mastabe ausgefhrt sind und die in ihrer ,nebeneinanderstellung ganz besonders dadurch fesseln1 da man sieht1 wie in ihnen nicht die ,auffassung allein1 sondern selbst die malerische ,behandlung den verschiedenartigen ,charakteren der dargestellten ,persnlichkeiten -- hier eines trocken docierenden alten1 dort eines wortreich redenden jungen ,gelehrten -- angepat ist4 ,dann aus derselben ,zeit die so prchtig lebensfrisch aufgefaten und in breiter1 lustiger ,behandlung gemalten ,brustbilder eines ,ehepaares 7,abb4 #ah und #ai74 ,ferner ein etwa der ,mitte der dreiiger ,jahre angehriges ganz hervorragendes ,meisterwerk1 das aus dem ,schlosse ,ilpenstein in ,nordholland stammt4 ,es ist das ,bild eines kleinen ,kindes1 das1 nach der ,mode der ,zeit in steifen ,putz wie eine groe ,dame gekleidet1 auf dem ,arm seiner ,wrterin sitzt2 aus ,spitzen und ,goldbrokat blickt das feine1 frische ,gesichtchen mit bezauberndem frohem ,kindeslcheln hervor1 und die buerische ,amme scheint ganz glckselig darber zu sein1 einen so schnen ,pflegling dem ,beschauer zeigen zu knnen 7,abb4 #bj74 -- ,im ,louvre befinden sich jetzt die ,bildnisse aus der ,familie van ,beresteyn1 welche bis vor einigen ,jahren in dem ,hause einer wohlthtigen ,stiftung dieser ,familie zu ,haarlem aufbewahrt wurden4 ,wenn man vor die mit der ,jahreszahl #afbi bezeichneten ,kniestcke des ,nikolas van ,beresteyn und seiner ,gattin hintritt1 so wird man berrascht durch die ,kraft der ,farbenwirkung1 die viel weniger1 als es sonst bei ,hals der ,fall zu sein pflegt1 die ,eigenfarben der ,dinge dem ,gesamtton unterordnet4 ,namentlich fllt dies auf bei dem ,mann mit seiner tiefschwarzen ,kleidung und schneeweien ,krause4 ,aber der malerische ,reiz ist darum keineswegs geringer als bei den tonigen ,bildern4 ,auch das mutmalich etwas spter entstandene groe ,familiengemlde1 das uns einen ,herrn und eine ,frau van ,beresteyn mit sechs ,kindern und zwei ,wrterinnen im ,garten zeigt1 ist sehr krftig gehalten und dabei infolge der ,buntheit der ,kleidungen der ,kinder und ,dienerinnen sehr farbenreich4 ,es ist dem ,meister hier noch vollkommener als bei den ,schtzenstcken dieser ,zeit gelungen1 in der gedrngten ,zusammenstellung der ,figuren den ,schein des ,zuflligen1 ,natrlichen zu wahren4 ,in ,form und ,farbe fgt sich das ,ganze wunderbar als ,bild zusammen4 ,und es ist eine entzckende ,schilderung von ,familienglck4 ,welch frohes ,behagen erfllt das ,elternpaar1 welches kstliche ,leben sprht in jedem einzelnen ,wesen der lieblichen ,kinderschar6 ,auch die ,kinderfrauen1 von denen die eine zwei ihrer ,pfleglinge liebevoll in den ,armen hlt1 whrend die andere mit den ,fingern schnalzt1 um einen besonders lebhaften ,jungen zu unterhalten und an die ,stelle zu fesseln1 nehmen teil an dem sonnigen ,glck der ,familie 7,abb4 #ba74 -- ,von hnlicher ,art wie die ,beresteynschen ,kniestcke sind die im ,jahre #afca gemalten ,bildnisse des ,ehepaars ,nierop in ,haarlem 7,abb4 #bb und #bc74 -- ,eines der ausgezeichnetsten ,halsschen ,portrts1 aus dieser nmlichen ,zeit1 enthlt die frstlich ,liechtensteinsche ,gemldesammlung in ,wien in dem ebenfalls sehr farbigen1 in ganzer ,figur lebensgro ausgefhrten1 vornehmen ,bildnis eines ,herrn van ,heythuysen1 eines ,haarlemer ,brgers1 der sich in hnlicher ,weise wie die ,beresteyn um seine ,vaterstadt verdient gemacht hatte4 ,solche ,bildnisse aus der ,bltezeit des ,franz ,hals stehen in ihrer wunderbaren ,lebensflle und dem ,zauber ihrer ,farbenharmonie vllig ebenbrtig neben den schnsten ,werken der hchstgefeierten ,bildnismaler4 -- ,mit der ,jahreszahl #afch sind die prchtigen ,portrts1 ,halbfiguren1 eines ,ehepaars bezeichnet1 welche das ,stdelsche ,institut zu ,frankfurt am ,main besitzt 7,abb4 #be und #bf74 ,von #afci ist das wunderbar vollendete ,kniestck einer alten ,dame im ,museum van der ,hoop zu ,amsterdam 7,abb4 #bg74 ,um die nmliche ,zeit mssen die kleinen ,brustbilder von zwei vornehmen ,herren entstanden sein1 die sich in der ,dresdener ,galerie befinden1 und von denen namentlich das eine uns wieder mit so sprudelnder ,lebenskraft die ,erscheinung eines selbstbewuten und etwas eitlen ,junkers vor ,augen fhrt 7,abb4 #bh74 ,ein ,juwel von des ,meisters ,augenblicksmalerei ist aus dieser ,zeit das im ,brsseler ,museum befindliche kleine ,bildnis in ganzer ,figur von jenem schon genannten ,wilhelm van ,heythuysen4 ,im ,gegensatz zu dem stattlichen1 zu wrdevoller ,geltendmachung bestimmten groen ,gemlde in ,wien1 ist dieser ,herr hier so aufgefat1 wie er gerade einmal im ,gesprch dem ,maler gegenbergesessen hat3 in ,mantel und ,reitstiefeln1 in bequemer ,stellung auf dem ,stuhl sich schaukelnd und mit der ,reitgerte spielend 7,abb4 #bi74 ,illustration3 ,abb4 #bg4 ,bildnis einer ,dame aus der ,familie van der ,meer4 ,von #afci4 ,im ,museum van der ,hoop in ,amsterdam4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #bh4 ,bildnis eines unbekannten ,herrn4 ,in der ,kniglichen ,gemlde-,galerie zu ,dresden4 7,nach einer ,aufnahme von ,f4 ,o4 ,brockmann's ,nachf4 ,r4 ,tamme in ,dresden47 ,illustration3 ,abb4 #bi4 ,wilhelm van ,heythuysen4 ,im ,kniglichen ,museum zu ,brssel4 ,wie der ,ruhm von ,franz ,hals sich ber ,haarlem hinaus verbreitete1 das wird am sprechendsten durch den ,umstand bekundet1 da auch eine ,amsterdamer ,schtzengilde ihn auserwhlte zur ,anfertigung eines ,gruppenbildes ihrer ,offiziere1 obgleich es doch damals in der aufblhenden ,hauptstadt der vereinigten ,provinzen nicht an tchtigen ,bildnismalern fehlte4 ,das betreffende ,dulenstck1 welches im ,stadthaus zu ,amsterdam aufbewahrt wird1 wurde im ,jahre #afcg ausgefhrt4 ,es zeigt die ,brgerwehr-,offiziere1 dreizehn an der ,zahl1 in einer ,art von ,aufmarsch1 aber in zwanglosen ,haltungen dastehend4 ,fast alle sind in ,schwarz gekleidet2 denn das ,schwarz fing damals an1 fr die vornehmste ,kleiderfarbe zu gelten1 und verdrngte allmhlich die frhere heitere ,buntheit aus der ,modetracht der besseren ,stnde4 ,dieser ,umstand hat aber den ,maler nicht verhindert1 in diesem trefflich ausgefhrten ,gemlde wieder ein ,meisterwerk der ,farbenwirkung zu schaffen4 ,zwei ,jahre spter trat an ,franz ,hals zum drittenmal die ,aufgabe heran1 die ,offiziere der ,haarlemer ,st4 ,georgs-,schtzen1 denen er selbst angehrte1 zu malen4 ,auch in diesem ,bilde1 welches sein figurenreichstes ist -- die ,zahl der ,abgebildeten betrgt neunzehn --1 whlte der ,meister die ,anordnung eines ,aufmarsches 7,abb4 #cj74 ,ober- und ,unteroffiziere sind in zwei ,gliedern angetreten2 eine dritte ,reihe kommt von einer mit ,bumen bepflanzten ,anhhe herab1 um sich erst zu ordnen und ihre ,pltze einzunehmen4 ,im ersten ,gliede steht im ,gesprch mit dem stattlichen ,fhnrich1 welcher rechter ,flgelmann ist1 der ,oberst ,johann van ,los1 mit zweifacher ,schrpe umgrtet1 die beiden ,hnde vor sich auf den ,knopf seines ,stockes gelegt4 ,ihm zur ,linken wendet der ,schatzmeister ,michel de ,waal sich nach dem nchsten der drei mit ,partisanen bewehrten ,hauptleute um1 welche weiterhin im ersten ,gliede sich anreihen4 ,ruhig und schweigend stehen im zweiten ,gliede mehrere ,lieutenants1 welche ,partisanen wie die ,hauptleute tragen1 zwischen den an ihren ,hellebarden kenntlichen ,sergeanten4 ,in beiden ,gliedern bilden ,fhnriche den linken ,flgel4 ,in dem noch ungeordneten dritten ,gliede erblicken wir zwischen dem ,fahnentrger und einem ganz oben in der ,ecke erscheinenden ,sergeanten den ,kopf des ,malers selbst4 ,auch ,franz ,hals blickt hier ganz ernst1 wie alle brigen ,personen dieses prchtigen ,bildes4 ,eine heitere ,stimmung wrde jetzt ganz unangemessen gewesen sein in einem zu ffentlicher ,aufstellung bestimmten ,bilde hollndischer ,wehrleute4 ,das ,jahr #afci war ein ernstes ,kriegsjahr1 aber ein sehr ruhmreiches fr die freien ,niederlande4 ,zweimal nacheinander schlug der ,admiral ,tromp eine stolze spanische ,flotte1 und ganz ,europa mute die junge hollndische ,seemacht als die erste der ,welt anerkennen4 ,illustration3 ,abb4 #cj4 ,ober- und ,unteroffiziere von den ,st4 ,georgs-,schtzen 7#afci74 ,im ,rathaus-,museum zu ,haarlem4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ca4 ,bildnis eines ,admirals oder ,seekapitns4 ,im ,ermitage-,museum zu ,st4 ,petersburg4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #cb4 ,entwurf zu dem ,gemlde3 ,die ,vorsteher des ,st4 ,elisabeth-,krankenhauses8 im ,haarlemer ,museum4 ,zeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,wenn wir uns eine lebendige ,vorstellung machen wollen von den ,helden1 welche damals mit und unter ,tromp fr ,hollands ,macht und ,ehre stritten1 so knnen wir uns keinen sprechenderen ,charakterkopf denken1 als derjenige ist1 der aus dem prachtvollen ,bildnis eines unbekannten ,offiziers zu uns spricht1 welchen ,franz ,hals in eben jener ,zeit gemalt hat 7,abb4 #ca74 ,das ,bild befindet sich in der kaiserlichen ,gemldesammlung der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg1 deren ,meisterwerke auch weiteren ,kreisen von ,kunstfreunden durch mustergltige photographische ,wiedergaben zur ,kenntnis gebracht zu haben ein nicht hoch genug zu schtzendes ,verdienst der ,anstalt von ,braun ,cie4 in ,dornach ist4 ,wir sehen einen noch ziemlich jugendlichen ,mann1 der in selbstbewuter1 aber ungesuchter ,haltung1 den rechten ,arm keck auf die ,hfte gesetzt1 uns halb von der ,seite ansieht4 ,hinter ihm ffnet sich ein ,ausblick auf den ,schauplatz seiner ,thaten1 auf die weite1 dunkle ,see4 ,jahre des ,kampfes gegen ,wind und ,wetter1 wie gegen die ,waffen der ,feinde1 haben die ,zge des von ,natur rundlichen ,gesichtes hart und gro gemacht4 ,aus jeder dieser markigen ,formen spricht die ,kraft eines eisernen ,willens und die ,lust zu khnen ,unternehmungen2 aber auch das erkennen wir1 da der harte ,kriegsmann gern bereit ist1 die ,lebensgensse1 welche die ,gunst einer flchtigen ,stunde ihm bietet1 in vollen ,zgen auszukosten1 und da er gutgelaunt an ,scherzen ,gefallen findet1 die gar nicht so sehr fein zu sein brauchen4 ,trefflich steht zu diesem wetterfesten ,gesicht die ,umrahmung durch das in dichter ,flle unter dem breitrandigen ,filzhut hervorquellende1 gleich einer ,lwenmhne herabwallende ,haar4 ,das ,haar so lang und so ungeknstelt zu tragen1 war jetzt die neueste1 vielleicht zuerst bei den ,kriegsleuten aufgekommene ,mode -- die mancher freilich nur mit ,hilfe einer ,percke mitzumachen im stande war2 diese ,mode verdrngte jetzt vollstndig die frher lange ,zeit hindurch herrschend gewesene ,sitte1 das ,haar ganz kurz scheren zu lassen1 wie wir es auf dem ,schtzenbild von #afaf bei fast smtlichen ,personen1 bei demjenigen von #afci aber nur noch bei einem einzelnen alten ,herrn sehen4 ,wie meisterhaft ,franz ,hals das ,beiwerk der ,kleidung als etwas ,nebenschliches zu behandeln und dabei doch auf das treffendste zu kennzeichnen und zur ,wirkung zu bringen wute1 davon gibt dieses ,bildnis ein ausgezeichnetes ,beispiel4 ,mit welcher kecken ,sicherheit die ,spitzen des ,weizeugs1 das polierte ,metall des ,harnisches1 die derben ,falten des starkstoffigen ,wamses und die leichte ,seide der ,schrpe in schnellen1 bald breiten1 bald spitzigen ,pinselstrichen hingemalt sind1 das ist auch in der ,abbildung deutlich zu erkennen1 dank der selbst das malerische ,machwerk bis ins einzelne wiedergebenden ,schrfe der ,braunschen ,photographie4 ,illustration3 ,abb4 #cc4 ,die ,vorsteher des ,st4 ,elisabeth-,krankenhauses 7#afda74 ,im ,rathaus-,museum zu ,haarlem4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #cd4 ,hille ,bobbe4 ,im ,kniglichen ,museum zu ,berlin4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #ce4 ,hille ,bobbe und der ,raucher4 ,in der ,kniglichen ,gemlde-,galerie zu ,dresden4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,in der ,reihe der von ,franz ,hals gemalten groen ,gruppenbildnisse1 welche die ,sammlung des ,haarlemer ,rathauses schmcken1 folgt der ,zeit nach auf das ,schtzenstck von #afci ein ,genossenschaftsbild ganz anderer ,art4 ,in diesem ,bilde1 welches im ,jahre #afda entstanden ist1 sehen wir eine ,anzahl von ,brgern vereinigt1 welche sich nicht zu gemeinsamer bung der ,wehrhaftigkeit1 sondern zu ,zwecken der ,wohlthtigkeit zusammengefunden haben4 ,es sind die ,vorsteher des ,st4 ,elisabeth-,hospitals zu ,haarlem 7,abb4 #cc74 ,die fnf ,regenten8 des ,krankenhauses haben sich in einem schmucklosen ,zimmer um einen kleinen ,tisch1 auf dem sich ,schreibgert befindet1 versammelt4 ,alle haben ihre ,hte auf2 denn die ,brger der freien ,niederlande legten ,wert darauf1 da bei ffentlichen ,zusammenknften jeder seinen ,kopf bedeckt hielt1 zum ,zeichen der ,gleichberechtigung4 ,an den nachdenklichen ,mienen der ernsten ,mnner erkennen wir1 da es eine wichtige und schwierige ,angelegenheit ist1 welche sie in ,anspruch nimmt4 ,einer der ,herren1 der in der ,mitte des ,bildes sich dem ,beschauer gegenber befindet -- vermutlich der ,vorsitzende -- hat eben seinen ,bericht beendet2 seine ,rechte ruht noch auf einem ,bchlein1 aus dem er seine ,nachweise vorgelesen hat2 die ,finger seiner ,linken spielen mechanisch mit einer ,quaste der ,kragenschnur oder mit einem ,rockknopf4 ,auf seine ,worte ist ein ,augenblick allgemeinen ,schweigens gefolgt4 ,mit geschlossenen ,lippen und geschlossenen ,hnden erwgt der ,schatzmeister -- fr diesen mssen wir ihn nach den vor ihm ausgebreitet liegenden ,geldstcken halten -- das eben ,gehrte4 ,auch der bejahrte ,herr1 der dem ,vortragenden gegenbersitzt1 hat noch keine ,antwort gefunden auf die ,frage1 welche in dessen ,zgen liegt2 er wendet den ,kopf und sieht ins ,weite1 seine ,hand liegt ausgestreckt am ,rande des ,tisches1 gleich wird er anfangen mit den ,fingern zu trommeln4 ,wer zuerst das ,wort ergreifen wird1 darber knnen wir keinen ,augenblick im ,zweifel sein4 ,es ist der jngere ,mann mit dem vollen1 freundlichen ,gesicht1 der in ,zgen und ,haltung ,lebhaftigkeit und ,freimtigkeit erkennen lt1 und der ein gewisses heiteres ,wesen auch in seiner ,kleidung nicht verbirgt2 seine ,lippen scheinen sich schon zu schnell fertigem ,wort zu ffnen4 ,dagegen wird das jngste ,mitglied nur leise seine bescheidene ,bemerkung dem ,vorsitzenden zuflstern1 sobald dieser1 durch eine schchterne ,berhrung seines rmels auf den hinter ihn getretenen jungen ,mann aufmerksam gemacht1 sich nach demselben umwenden wird4 -- ,die abgerundete ,zusammenfassung der ,bildnisse zu einer ,art von ,genrebild1 so da die dargestellten ,personen nicht1 um sich dem ,beschauer zu zeigen1 sondern um ihrer gegenseitigen ,beziehungen willen da zu sein scheinen1 ist hier dem ,meister in der denkbar vollkommensten ,weise gelungen4 ,in der malerischen ,wirkung und der ,farbenstimmung ist dieses ,bild wesentlich verschieden von den frheren ,gruppenbildern4 ,die schwarzen ,kleider der ,mnner1 die ,tischdecke1 deren ,grn so dunkel ist1 da es kaum noch als ,farbe wirkt1 die dunkelgraue ,wand des ,zimmers1 deren ,kahlheit nur von einer ,landkarte ohne bestimmte ,farbe unterbrochen wird1 alles das bildet eine zusammenhngende ,dunkelheit1 aus der die ,gesichter und ,hnde mit den weien ,kragen und ,manschetten hervorleuchten in einem warmen1 scharfen1 beinahe sonnenscheinhnlichen ,licht4 ,es ist nicht zu verkennen1 da ,hals1 so fest und ausgeprgt seine eigene ,art und ,weise auch war1 in dieser ,zeit einer ,einwirkung nicht hat widerstehen knnen1 die von den ,werken ,rembrandts ausging4 ,rembrandt hatte ja schon im ,jahre #afcb1 als ein noch junger ,maler1 durch das genremig angeordnete ,gruppenbild der ,regenten der ,chirurgengilde von ,amsterdam das grte ,aufsehen erregt1 und um das ,jahr #afdj stand er auf der ,hhe der ,schaffenskraft und der ,berhmtheit4 ,unter der geringen ,zahl von ,handzeichnungen1 welche mit einiger ,wahrscheinlichkeit dem ,franz ,hals zugeschrieben werden1 befindet sich eine -- in der ,albertina zu ,wien --1 welche dem ,regentenstck von #afda bis ins einzelne genau entspricht 7,abb4 #cb74 ,wenn dies wirklich der ,entwurf des ,meisters zu dem ,gemlde ist1 so wird dadurch nur besttigt1 was man auch sonst als wahrscheinlich annehmen mte1 da ,franz ,hals seinen ,bildern keine langen berlegungen und ,vorarbeiten vorausgehen lie1 sondern da er mit der nmlichen ,schnelligkeit1 mit welcher er die ,erscheinung einer ,einzelperson auffate1 sich auch ber die ,anordnung eines ,gruppenbildes gleich im klaren war4 ,jedenfalls bertrifft das ausgefhrte ,gemlde den flchtigen ,entwurf sehr weit in ,bezug auf ,leben und ,ausdruck2 bei vielleicht den meisten ,malern pflegt das ,gegenteil der ,fall zu sein4 ,illustration3 ,abb4 #cf4 ,tyman ,oosdorp4 ,gemalt #afef4 ,im ,kniglichen ,museum zu ,berlin4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,einen von ,rembrandts ,gemlden ausgehenden ,einflu glaubt man noch in verschiedenen um das ,jahr #afdj herum entstandenen ,bildern von ,franz ,hals wahrzunehmen4 ,immerhin war dieser ,einflu ein ganz vorbergehender4 ,hals kehrte bald zu seiner eigenen ,art und ,weise des malerischen ,sehens zurck1 deren ,besonderheit sich von nun an in deutlich wahrnehmbarer ,weise immer strker ausprgte4 ,schon seine frheren ,bilder -- abgesehen etwa von dem ,schtzenstck von #afaf1 bei welchem diese ,eigenart noch nicht recht entwickelt erscheint1 und von den ,hauptwerken der ,zeit um #afcj1 wo sie der ,kraft und ,freudigkeit der ,farbengebung gegenber wieder mehr zurcktritt -- zeichnen sich durch einen beraus feinen einheitlichen hellen ,ton aus1 welcher alle ,farben gleichsam berzieht und eine reizvolle harmonische ,ruhe hervorbringt1 mgen die einzelnen ,farben auch noch so heiter sein4 ,dieser ,ton ist bei den verschiedenen ,bildern verschieden1 je nach der beabsichtigten ,stimmung4 ,ungefhr seit der ,mitte der dreiiger ,jahre aber wird derselbe fast ausschlielich ein lichtes ,grau1 dem ,ton des natrlichen ,tageslichts bei bedecktem ,himmel entsprechend4 ,in den vierziger ,jahren kehrt dann1 nachdem die ,versuche mit dem zusammengehaltenen ,rembrandtschen ,licht berwunden sind1 der gleichmige ,ton in verstrktem ,mae wieder1 um sich in der ,folgezeit immer mehr zu steigern1 fast bis zur ,unterdrckung der ,lokalfarben1 d4 h4 der den einzelnen ,dingen von ,natur eigenen ,farben1 durch den ,gesamtton4 ,und je mehr der ,ton das bergewicht ber die ,farben bekommt1 um so mehr vertieft sich derselbe1 bis er schlielich beinahe schwrzlich wird1 ohne aber darum jemals ins ,trbe zu verfallen und den ,bildern die leuchtende ,wirkung zu nehmen4 ,diese allmhliche ,steigerung des grauen ,tones tritt so ausgeprgt in die ,erscheinung1 da nach seiner geringeren oder greren ,strke und ,tiefe die ,entstehungszeit der ,bilder1 welche ,franz ,hals in den letzten #be ,jahren seines ,lebens malte1 durch ,kundige mit ,sicherheit bestimmt wird4 ,gewi nicht mit ,unrecht wird darauf hingewiesen1 da die allgemeine ,stimmung der ,bilder eines ,knstlers -- die natrlicherweise etwas anderes ist als die besondere ,stimmung1 die derselbe absichtlich einem jeden einzelnen ,bilde einhaucht -- der unwillkrliche ,ausdruck der allgemeinen ,seelenstimmung desselben sei4 ,bei ,franz ,hals verdsterte sich das ,leben in demselben ,mae1 wie er seine ,bilder in immer dunkleres ,grau tauchte4 ,der lustige ,meister war ein schlechter ,haushalter4 ,wenn auch fr die vierziger ,jahre noch die urkundlichen ,belege dafr fehlen1 da er sich in traurigen ,verhltnissen befand1 so gengt in dieser ,hinsicht doch die eine ,thatsache1 die wir aus dem ,jahre #afeb erfahren4 ,in diesem ,jahre mute ,franz ,hals eine ,anzahl von ,gemlden und einen ,teil seines ,hausrats einem ,bckermeister verpfnden fr rckstndige ,brotschuld und fr bar geliehenes ,geld4 ,der ,glubiger war indessen so anstndig -- und das spricht fr das ,ansehen1 dessen ,hals sich noch erfreute1 -- da er die ihm zuerkannten ,mbel und ,bilder nicht in ,besitz nahm1 sondern dem ,knstler auf ,widerruf gestattete1 dieselben zu behalten4 brigens waren weder die ,armut noch das herangekommene ,greisenalter im stande1 des ,meisters unverwstliche ,lebenslust1 seine ,freude am ,lachen und seinen kstlichen ,humor zu unterdrcken4 ,das spricht mit voller ,deutlichkeit aus seinen ,bildern4 ,um das ,jahr #afej fand ,franz ,hals einen ,gegenstand zu von ,humor sprhender bildlicher ,wiedergabe in der alten ,matrosenmutter8 ,hille ,bobbe1 der ,hexe von ,haarlem84 ,als eine ,hexe zwar uerlich ausstaffiert durch eine auf ihre ,schulter gesetzte ,eule1 von ,herzen aber sicherlich gutmtig in ihrem derb-lustigen ,wesen1 so schaut sie uns in dem berhmten1 kostbaren ,brustbild des ,berliner ,museums entgegen 7,abb4 #cd74 ber was fr ,zauberknste die ,hille ,bobbe in ihren alten oder jungen ,tagen verfgt haben mag1 wissen wir freilich nicht4 ,aber ein wirklicher groer ,zauberer mu wahrhaftig der ,maler sein1 der uns so unwiderstehlich festzubannen wei vor diesem mit breiten1 ,schlag auf ,schlag sitzenden ,pinselstrichen hingeworfenen1 beinahe farblosen ,gemlde1 der uns einen ,schnheitsgenu bereitet durch den ,anblick dieses so lcherlich hlichen1 eine starke ,neigung zu geistigen ,getrnken verratenden ,gesichts1 in welchem ein unbndiger pltzlicher ,lachreiz alle ,furchen strmisch bewegt6 -- ,kaum weniger komisch wirkt die ,alte in einem ,bilde der ,dresdener ,galerie1 wo sie in einem ,augenblick der ,entrstung aufgefat ist4 ,ein ,stammgast ihrer ,kneipe macht sich einen ,spa1 indem er leise hinter ihren mit ,fischen bedeckten ,ladentisch getreten ist und1 eine ,wolke von ,tabaksqualm ausstoend1 sie mit weit aufgesperrtem ,munde anblkt2 sie weicht unwillkrlich erschreckt zur ,seite1 sieht sich dabei aber mit lautem ,keifen nach dem ,strer um2 aber wie ungehalten sie auch im ,augenblick ist1 man sieht doch1 da das ,schelten sich gleich wieder in ,lachen auflsen wird 7,abb4 #ce74 ,illustration3 ,abb4 #cg4 ,bildnis eines vornehmen ,mannes4 ,im ,ermitage-,museum zu ,st4 ,petersburg4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,dieses letztere ,bild ist wohl schwerlich ganz von der ,hand des alten ,franz ,hals1 denn so viel ,beiwerk1 und so sorgsam ausgefhrtes totes ,beiwerk1 wie es hier die ,fische sind1 war nicht die ,sache des alten ,meisters1 den nichts anderes mehr reizte1 als die ,wiedergabe des pulsierenden ,lebens in ,gesicht und ,hnden der ,menschen4 ,wir drfen hier wohl an die ,mitwirkung seines gleichnamigen ,sohnes1 ,franz ,hals des ,jngeren1 denken4 ,nicht weniger als vier ,shne zog der ,meister zu ,nachfolgern seiner ,kunst heran1 von denen freilich keiner ihm selbst gleichzukommen vermochte1 von denen aber mindestens jener ,franz sehr achtbare ,erfolge erzielte1 besonders auch auf dem in der hollndischen ,malerei jetzt neu aufkommenden ,gebiet des sogenannten ,stilllebens4 ,es verdient erwhnt zu werden1 da ein niederlndischer ,kunstschriftsteller der ,zeit hervorhebt1 die ,shne des alten ,hals seien in der ,gesellschaft beliebt gewesen1 weil der ,freimut1 die ,lebenslust und die gute ,laune des ,vaters sich auf sie alle vererbte4 ,auer den eigenen ,shnen bildete ,franz ,hals noch eine ganze ,anzahl von ,schlern aus1 die alle mit groer ,ehrfurcht zu dem ,meister hinaufschauten1 und die auch gern dessen ,ratschlge hrten1 nachdem sie selbst schon lngst es zu etwas ,tchtigem gebracht hatten4 ,in dem ,museum des ,haarlemer ,rathauses befindet sich ein knstlerisch zwar wenig ,bedeutendes1 inhaltlich aber hchst interessantes ,gemlde1 welches uns einen ,blick in den ,kreis von ,malern thun lt1 die in der ,zeit gegen die ,mitte der fnfziger ,jahre den alten ,hals als ihren ,meister verehrten4 ,das ,bild stellt ein ,atelier dar1 die ,werkstatt des ,franz ,hals2 eine ,anzahl von ,malern1 die meistens schon nicht mehr ganz jung sind1 ist dort versammelt1 um nach dem ,aktmodell zu zeichnen4 ,es rhrt von der ,hand eines der jngeren der darauf ,abgebildeten her1 des ,job ,berck-,heyde 7geboren #afcj1 gestorben #afic zu ,haarlem74 ,wen die ,hauptpersnlichkeiten vorstellen1 darber besteht kein ,zweifel1 da die ,namen auf der ,rckseite angegeben sind4 ,unter anderen1 deren ,namen die hollndische ,kunstgeschichte mit ,ehren nennt1 sitzt da neben den ,shnen des alten ,meisters auch dessen jngerer ,bruder ,dirk 7,dietrich7 ,hals1 schon ein bejahrter ,mann1 nahe dem ,ende seiner ,laufbahn 7er starb #afef71 bekannt als einer der ,begrnder der hollndischen sogenannten ,gesellschaftsmalerei1 welche das ,treiben lebenslustiger ,kavaliere und schn gekleideter ,damen in sauber ausgefhrten ,genrebildern wiederspiegelt4 ,der greise ,meister selbst steht an der ,thr und begrt den eben eintretenden ,philipp ,wouwerman1 den gefeierten ,maler von feinen ,pferde- und ,reiterbildern4 ,illustration3 ,abb4 #ch4 ,der junge ,mann mit dem ,schlapphut48 ,in der ,kniglichen ,galerie zu ,kassel4 7,nach einer ,photographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,die berhmtesten ,schler des ,franz ,hals befinden sich nicht unter den ,insassen des von ,berck-,heyde gemalten ,ateliers4 ,das waren die groen ,genremaler ,adrian ,brouwer1 der schon #afch im ,alter von nur dreiunddreiig ,jahren gestorben war1 und ,adrian von ,ostade 7geboren #afaj1 gestorben #afhe74 ,wenn auch ,maler verschiedener ,richtungen1 ,bildnismaler1 ,stilllebenmaler1 ,landschafter und selbst ,architekturmaler1 die ,unterweisung des ,franz ,hals aufsuchten und gleichmig ,nutzen zogen aus der ,lehre und dem ,beispiel des ,meisters der schrfsten ,beobachtung und der sichersten ,hand1 so wirkte seine ,lehrthtigkeit doch am fruchtbarsten und nachhaltigsten auf die ,genremalerei4 ,um seiner genremig aufgefaten ,darstellungen von charakteristischen ,persnlichkeiten aus den hohen und niedrigen ,schichten des hollndischen ,volkes willen knnte man ihn fast als den ,vater der in ,holland bald so sehr volkstmlich werdenden eigentlichen ,sittenbildmalerei bezeichnen4 ,auf seiner ,kunst1 den ,charakter eines ,menschen im ,bilde schlagend zu kennzeichnen und das ,leben selbst in seinen flchtigsten uerungen mit sicherem ,griff zu erfassen und auf die ,leinwand festzubannen1 auf dieser seiner ,kunst fute1 wie das elegante1 freilich mitunter sich auch in recht gemischter ,gesellschaft bewegende ,gesellschaftsstck1 so auch die nach der entgegengesetzten ,seite sich wendende ,schilderung des ,bauernlebens in seiner ,urwchsigkeit und ,derbheit und seiner tollen ,festtagsfreude4 ,was die ,volks- und ,bauernstcke von ,adrian ,brouwer und ,adrian von ,ostade zu den hchstgeschtzten ,erzeugnissen der hollndischen ,genremalerei gemacht hat1 die treffende ,charakterzeichnung1 das volle1 frische ,leben1 der kstliche unbefangene ,humor und nicht minder der feine ,ton der ,farbengebung1 all diese ,eigenschaften sind entwickelt und ausgebildet worden in der ,schule des ,franz ,hals4 ,der alte ,meister sah manchen seiner ,schler zum berhmten ,manne werden1 und manchen von ihnen sah er vor sich sterben4 ,er selbst aber arbeitete mit immer gleicher ,frische und gleicher ,lebendigkeit weiter1 wenn er auch anfing1 aus der ,mode zu kommen1 da der ,tagesgeschmack sich mehr und mehr einer ins ,kleine gehenden und in kleinem ,mastabe schaffenden ,kabinettsmalerei zuwendete4 ,auch in der ,bildnismalerei wurden im allgemeinen jetzt solche ,maler bevorzugt1 welche alles aufs sauberste und sorgfltigste ausarbeiteten1 und auf sorgfltige ,ausfhrung lie der alte ,hals sich nicht mehr ein1 dem es gengte1 wenn er mit mglichst wenigen ,strichen ein mglichst lebendiges und sprechendes ,abbild einer ,persnlichkeit gegeben hatte4 ,doch fehlte es noch keineswegs an ,leuten1 welche die knstlerische berlegenheit des ,meisters der ,bildniskunst ber die ,jngeren wrdigten und sich durch die breite und hastige ,art seiner ,malerei1 durch das unverhllte ,zeigen des malerischen ,machwerks nicht abhalten lieen1 bei ihm ihre ,bildnisse zu bestellen und dadurch ihre ,erscheinung mit einer ,lebendigkeit auf die ,nachwelt gebracht zu sehen1 wie sie auch den tchtigsten anderen ,bildnismalern kaum jemals erreichbar war4 ,von ,franz ,hals in den fnfziger ,jahren gemalte ,bildnisse sind noch in ziemlicher ,anzahl vorhanden4 ,sie beweisen1 da der ,siebzigjhrige noch nichts eingebt hatte an seinen knstlerischen ,fhigkeiten1 weder an der ,kraft und ,schrfe der geistigen ,auffassung1 noch an der unfehlbaren ,sicherheit von ,auge und ,hand4 ,es sind fast ausnahmslos ,meisterwerke ersten ,ranges1 die ebenbrtig neben den ,werken seiner besten ,jahre stehen4 ,dahin gehrt im ,berliner ,museum das mit der ,jahreszahl #afef bezeichnete ,brustbild des ,tyman ,oosdorp1 aus dessen krftig geformtem ,gesicht eine stndige herbe ,verdrossenheit spricht 7,abb4 #cf74 ,in ,abbildung #cg ist ein in der ,sammlung der ,ermitage zu ,st4 ,petersburg befindliches ,bildnis wiedergegeben1 welches1 nach dem ,schnitt des langen ,haares und nach der ,form des steifen ,filzhutes zu schlieen1 gegen ,ende der fnfziger ,jahre oder noch etwas spter entstanden ist4 ,wie berzeugend offenbart sich uns das ,wesen dieses augenscheinlich den besten ,stnden angehrigen ,mannes1 der1 obgleich er kaum das fnfunddreiigste ,lebensjahr berschritten hat1 doch schon so mde in das ,leben blickt1 der es nicht fr der ,mhe wert gehalten hat1 fr die ,portrtsitzung einen frisch gepltteten ,kragen anzulegen1 und der so nachlssig schief auf dem ,stuhle sitzt1 auf dessen durch den berfallenden ,mantelkragen verdeckte ,rcklehne er sich mit dem ganzen ,oberarm aufsttzt4 ,wie wunderbar hat der ,maler in breitestem ,machwerk dieses weiche ,fleisch mit den vor der ,zeit welk gewordenen ,zgen wiedergegeben1 und wie hat er es verstanden1 bei einer an die ,grenzen der ,mglichkeit gehenden ,einfachheit in der ,behandlung der ,nebendinge1 doch das ,stoffliche der ,kleidung zu kennzeichnen2 man betrachte die blitzartig hingesetzten ,glanzlichter auf dem schweren schwarzen ,seidenstoff des ,wamses1 durch welche mit so unanfechtbarer ,richtigkeit die ,falten angedeutet werden1 in denen der rmel der ,bewegung des ,armes gefolgt ist4 ,illustration3 ,abb4 #ci4 ,die ,vorsteher des ,altmnnerhauses 7#affd74 ,im ,rathaus-,museum zu ,haarlem4 ,man fhlt sich versucht1 zu glauben1 da der durchgehende ,zug von geistiger und krperlicher ,ermdung1 der dieses ,bild so auffllig unterscheidet von der ,mehrzahl der lebensprhenden ,halsschen ,bildnisse1 ebenso wie die fast noch befremdlichere ,grmlichkeit in ,miene und ,haltung des ,tyman ,oosdorp1 weniger auf ,rechnung des ,urbilds zu setzen wre1 als da vielmehr darin sich unwillkrlich und unbewut die ,lebensmdigkeit des hochbetagten1 in traurigen ,verhltnissen sich befindenden ,knstlers spiegelte4 ,aber um uns zu berzeugen1 da dem greisen ,meister die ,freude am ,lachen noch keineswegs abhanden gekommen war1 brauchen wir blo einen ,blick zu werfen auf ein ,bildnis in der ,kasseler ,gemldegalerie1 dessen ,entstehung in die nmliche ,zeit1 um das ,jahr #affj1 fllt4 ,es ist das ,bild eines nicht gerade den ersten ,kreisen von ,haarlem angehrenden ,unbekannten1 der als der junge ,mann mit dem ,schlapphut8 bezeichnet zu werden pflegt 7,abb4 #ch74 ,schlapphte wurden allerdings beinahe whrend des ganzen ,zeitraumes1 innerhalb dessen ,franz ,hals seine ,thtigkeit entfaltete1 getragen1 und man kann wohl behaupten1 da die ,mehrzahl seiner mnnlichen ,bildnisse diese ,kopfbedeckung zeigt4 ,aber in dem ,bild1 von welchem hier die ,rede ist1 spielt der ,schlapphut eine ,rolle1 er trgt durch die ,art und ,weise1 wie er aufgesetzt ist1 sehr wesentlich mit bei zu dem lustigen ,eindruck dieses ,portrts4 ,der junge ,mann sitzt1 hnlich wie der in dem eben besprochenen ,bild dargestellte ,herr1 quer auf dem ,stuhl1 den rechten ,ellenbogen auf die ,rcklehne aufgesttzt4 ,aber was dort als mde ,gleichgltigkeit erscheint1 das ist hier ein berschu an ,lebhaftigkeit4 ,dieser junge ,mann in seiner kecken ,laune konnte sich nicht gerade auf den ,stuhl setzen1 ebensowenig wie er seinen ,hut gerade aufsetzen konnte4 ,schief hngt auch der ,mantel auf der linken ,schulter4 ,es ist staunenswrdig1 wie in dem ,brustbild mit einem ,arm die ,stellung des ganzen ,krpers angedeutet ist3 aus der ,linie1 in welcher der vom ,mantel bedeckte linke ,oberarm den ,krper verlt1 erkennt man1 da die linke ,hand hoch aufgestemmt ist auf das ,knie des linken1 ber das rechte geschlagenen ,beins4 ,was die ganze ,haltung uns sagt von dem bermtigen und munteren ,wesen des ,mannes1 das leuchtet in gesammelter ,flle aus dem ,gesicht desselben4 ,in diesen lustigen ,augen1 in dem zum ,lachen bereiten ,mund1 da lebt noch mit ganz ungeschwchter ,kraft die alte ,meisterschaft von ,franz ,hals1 seine ,freude an der ,wiedergabe vergngten ,daseins1 sein gesunder ,humor1 der in der feinen berlegenheit1 mit welcher er das ,komische erfat1 stets etwas ,vornehmes besitzt4 -- ,in der ,farbe ist das ganze ,bild schwrzlich grau1 aber das ,merkwrdige ist1 da innerhalb dieses grauen ,tons das ,fleisch seine ,leuchtkraft bewahrt und mit voller ,krperlichkeit wirkt1 und da die heitere ,seelenstimmung gar nicht beeintrchtigt wird durch die schwrzliche ,farbenstimmung4 ,wenn man das ,bild fr sich allein ansieht1 so empfindet man kaum die ,dunkelheit seiner ,tnung1 dieselbe verschwindet gnzlich1 wenn man es lnger betrachtet4 ,um so auffallender wird sie fhlbar1 wenn man mit diesem ,eindruck in den ,augen vor die in der ,nhe befindlichen ,bildnisse hintritt1 welche die nmliche ,hand vierzig ,jahre frher geschaffen hat1 und die ganz wie in ,licht getaucht erscheinen4 ,franz ,hals konnte noch vllig der alte sein1 wenn es galt1 ein lustiges ,bild zu schaffen4 ,aber mochte er auch in der ,kunst seinen ,humor sprudeln lassen1 im ,leben war es dem hochbetagten ,greis gewi selten genug zum ,lachen zu ,mute4 ,seine ,vermgensverhltnisse waren immer weiter zurckgegangen4 ,die ,thatsache1 da ihm im ,jahre #affa von seiner ,gilde die fernere ,entrichtung der satzungsgemen ,steuer erlassen wurde1 weist darauf hin1 da er sich in drftiger ,lage befand4 ,wie gro aber seine ,drftigkeit war1 erhellt daraus1 da er sich im ,jahre #affb an die ,stadtobrigkeit von ,haarlem mit einem ,bittgesuch um eine jhrliche ,untersttzung von #ej ,gulden und um ein ,darlehen von #aej ,gulden wendete4 ,den ,wert eines ,guldens in damaliger ,zeit kann man auf ungefhr #c ,mark heutigen ,geldes schtzen4 ,die ,stadtobrigkeit willfahrte diesem ,gesuch und im ,anfang des ,jahres #affd erfllte sie ,hals eine weitere ,bitte um ,beihilfe1 indem sie ihm drei ,fuhren ,torf zur ,heizung schenkte und die ,zahlung seiner rckstndigen ,wohnungsmiete bernahm4 ,auerdem gewhrte die ,stadt ihm vom #a4 ,oktober #affc ab eine jhrliche ,pension von #bjj ,gulden auf ,lebenszeit4 ,aus diesen verschiedenen ,bewilligungen und insbesondere aus dem letzten ,beschlu kann man entnehmen1 da die ,stadtvter von ,haarlem es als eine ,ehrenpflicht empfanden1 sich ihres als ,knstler so gro dastehenden ,mitbrgers in seiner ,verarmung anzunehmen4 ,seine knstlerische ,leistungsfhigkeit bewahrte er sich auch jetzt noch4 ,zwei ,gruppenbilder aus dem ,jahre #affd legen ,zeugnis ab von dem ,knnen des ,achtzigjhrigen4 ,die beiden ,vorstnde des ,haarlemer ,asyls fr alte ,leute1 die ,regenten des ,altmnnerhauses und die ,regentinnen des ,altfrauenhauses1 haben sich von dem armen alten ,mann malen lassen4 ,illustration3 ,abb4 #dj4 ,die ,vorsteherinnen des ,altfrauenhauses 7#affd74 ,im ,rathaus-,museum zu ,haarlem4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,eine lange ,zeit1 fast ein ,vierteljahrhundert1 war vergangen1 seit der ,meister sein letztes ,regentenstck geschaffen hatte4 ,aber in dieser ,zeit hat derselbe nichts von seiner ,fhigkeit1 aus einer ,anzahl von ,bildnissen ein abgerundetes ,bild zu gestalten1 und von seiner ,sicherheit1 jede einzelne ,persnlichkeit sprechend zu kennzeichnen1 eingebt4 ,mit der staunenswrdigsten ,frische der ,auffassung hat er in den beiden ,bildern die vornehmen ,leiter der ,anstalt1 hier die sorgfltig nach der ,mode gekleideten ,herren1 dort die in ihrer ,tracht eine gesuchte ,einfachheit zur ,schau tragenden ,damen dargestellt 7,abb4 #ci und #dj74 ,die einen wie die anderen hat er als ,leute1 denen dieses ,amt nicht viel ,sorge und ,aufregung verursacht1 ohne eine besondere ,thtigkeit1 wie zu einer recht unwichtigen ,besprechung versammelt1 um einen ,tisch herum gruppiert4 ,jeder dieser ,kpfe ist ein unmittelbares ,abbild des ,lebens selbst1 das in seinen sprechenden ,zgen noch mit einer ebenso unfehlbaren ,sicherheit erlauscht ist1 wie nur je in einem ,werke aus den jngeren ,jahren des ,meisters4 ,wenn man insbesondere die ,kpfe der weiblichen ,vorstandsmitglieder eingehend betrachtet1 so wird man nicht verkennen1 da in dieser wunderbar feinen ,beobachtung des verschiedenartigen1 bald grmlichen1 bald gelangweilten1 hier vom ,bewutsein einer schnen ,pflichterfllung gehobenen1 dort sehr wrdevoll aufgesetzten ,ausdrucks der ehrsamen ,damen auch der ,humor des ,meisters noch leise mitspricht1 unwillkrlich vielleicht und ohne ,absicht4 -- ,in der ,farbe weichen die beiden ,bilder sehr weit ab von den frheren groen ,bildern des ,meisters1 die mit denselben im ,hauptsaal des ,haarlemer ,rathauses vereinigt sind4 ,in ihnen ist das uerste ,ma dessen erreicht1 was sich als etwas stetig ,fortschreitendes in seinen ,werken der vorhergehenden zwanzig ,jahre verfolgen lt3 das ,unterordnen der ,eigenfarben der ,dinge unter einen gemeinsamen grauen ,ton1 und die ,vertiefung dieses ,tons bis zum ,schwrzlichen4 ,alles ist gleichsam eingetaucht in eine fast farblose graue ,stimmung1 die schwarzen ,kleider1 die eintnige1 auf dem ,damenbild mit einem nachgedunkelten ,landschaftsgemlde geschmckte ,wand1 die dunkle ,tischdecke und das ,weizeug und die ,kpfe und ,hnde4 ,und dennoch besitzt das ,ganze bei aller ,sprlichkeit der ,farbe eine harmonisch reizvolle ,farbenwirkung2 und dennoch leuchten diese ,gesichter in voller ,krperhaftigkeit als die ,gesichter lebendiger1 von warmem ,blut durchstrmter ,menschen4 ,das uerste ,ma des ,mglichen hat ,franz ,hals hier auch in ,bezug auf seine malerische ,behandlungsweise erreicht4 ,man wrde es nicht fr denkbar halten1 wenn man es nicht she1 da es mglich ist1 mit so wenigen und so breiten ,pinselstrichen alles ,ntige in so erschpfender ,weise zum ,ausdruck zu bringen4 ,ein einziger ,umstand macht sich bemerklich1 der als eine ,schwche des ,alters erscheint3 der ,meister1 der noch mit so unvergleichlicher ,frische des ,geistes das ,wesen der ,personen erfat1 der mit so sicherem ,blick die ,gesamterscheinung der ,gesichter und ihre ,einzelformen erkennt1 und der mit so jugendkrftiger ,handfertigkeit alles hinmalt1 ohne auch nur einen ,fehlstrich zu thun1 dem beginnt das ,eine zu mangeln1 da er die ,verhltnisse der ganzen ,figuren richtig berschaute2 der ,raumsinn1 wenn man so sagen darf1 hat nachgelassen4 ,daher hier und dort ein allzulanger ,arm1 eine ,hand1 deren ,gre zum ,gesicht nicht mehr im ,verhltnis steht1 ,schultern1 welche zu schmal sind fr die von ihnen getragenen ,kpfe1 und perspektivische ,irrtmer und ,schiefheiten1 die auf dem ,mnnerbild -- das wohl das letztgemalte von den beiden ist -- sich sogar bis in einzelne ,gesichter hinein erstrecken4 ,die beiden ,regentenstcke von #affd sind die letzten ,arbeiten des ,meisters1 deren ,entstehungszeit bekannt ist4 ,so schliet die ,reihe seiner erhaltenen und der ,zeit nach bestimmten ,werke1 wie sie begonnen hat3 ,bildnisgruppen von den ,vorstnden ,haarlemer ,genossenschaften bezeichnen den ,anfang und das ,ende der bersehbaren ,thtigkeit von ,franz ,hals4 ,es ist freilich ein groer ,unterschied zwischen den krftigen1 lebensfrohen und thatenbereiten ,brgerschtzen von #afaf und den gleichgltig und fade dreinschauenden ,pflegern einer wohlgeordneten ,wohlthtigkeitsanstalt von #affd4 ,welch' ein ,stck ,geschichte spiegelt sich auch in der ,reihe der ,halsschen ,genossenschaftsbilder im ,haarlemer ,rathaus6 ,die ,gestalten1 welche der ,meister uns in ihnen so unbertrefflich lebenswahr vorgefhrt hat1 sind mehr als die bloen ,abbilder zuflliger ,persnlichkeiten1 sie sind geschichtliche ,charakterbilder1 welche lebendig erzhlen von dem ,entwickelungsgange ihres ,vaterlandes im ,laufe eines halben ,jahrhunderts4 ,wir sehen die kampfbereiten ,shne jener unbeugsamen ,helden1 die noch todesmutig ringen muten um den ,besitz der ,freiheit2 dann die ,mnner1 welche die ,jahre des schweren dreiigjhrigen ,krieges und des glnzenden ,aufblhens der hollndischen ,macht durchlebten1 ,jahre1 in denen die ,lust an vollem ,lebensgenu sich mit ebenso unbndiger ,kraft geltend machte wie der wilde ,kriegsmut2 schlielich das verflachende ,geschlecht jener ,zeit1 fr welche es bezeichnend ist1 da auf knstlerischem ,gebiet der alles gleichmachende ,stil ,louis ,,xiv8 zur ,herrschaft gelangte und selbst ber die so krftig entwickelte ,eigenart der hollndischen ,kunst das bergewicht zu bekommen begann4 -- ,franz ,hals selbst aber war in seiner ,kunst sich immer treu geblieben4 ,aus seinen letzten wie aus seinen ersten ,werken tritt uns mit gleicher ,deutlichkeit das ,bild eines ,knstlers von bestimmt ausgeprgter ,besonderheit entgegen1 und zwar eines ganzen ,knstlers4 ,franz ,hals starb im ,jahre #afff4 ,am #g4 ,september wurde er in der ,groen ,kirche8 bestattet4 ,der ,nachweis ber die ,kosten des ,begrbnisses hat sich erhalten2 dieselben betrugen nur #d ,gulden4 -- ,lisbeth ,reyniers berlebte ihren ,gatten4 ,sie wird noch einmal erwhnt im ,jahre #afge1 wo ihr als besondere ,gnadenbewilligung eine wchentliche ,zulage von #ad ,sous zu dem gewhnlichen ,armengeld zuerkannt wurde4 ,wenn auch die zahlreichen ,schler des ,meisters dessen ,andenken dankbar in ,ehren hielten1 fr das groe ,publikum war er1 dessen ,art und ,weise schon bei seinen ,lebzeiten ,jahrzehnte lang nicht mehr dem herrschenden ,tagesgeschmack entsprochen hatte1 nach seinem ,tode bald vergessen4 ,seine ,bilder wurden nicht mehr geschtzt4 ,unter den frstlichen ,kunstsammlern des ,,xviii4 ,jahrhunderts1 welche die groen ,galerien begrndeten1 waren nur wenige1 welche einen ,maler zu wrdigen wuten1 dessen knstlerische ,art und dessen ,malweise so von ,grund auf verschieden waren von der ,charakterlosigkeit und ,gltte der ,malerei jener ,zeit4 ,erst seit wenigen ,jahrzehnten ist die groe knstlerische ,bedeutung des ,franz ,hals wieder ihrem ganzen ,werte nach zu allgemeiner ,wrdigung gelangt -- ein nicht zu unterschtzendes ,zeichen von ,hebung des natrlichen ,kunstgeschmacks4 ,illustration