,umschlieungen mit 99 zeigen gesperrt gedruckten ,text an1 ,umschlieungen mit kursiven ,text1 ,umschlieungen mit fett gedruckten ,text und ,umschlieungen mit unterstrichenen ,text4 ,im ,original sind auch geometrische ,angaben 7,strecke ,,ab1 ,dreieck ,,abc usw47 gesperrt gedruckt2 soweit dazu ,grobuchstaben verwendet wurden1 und in ,formeln1 wurde auf eine entsprechende ,markierung in dieser ,ausgabe aus ,grnden der ,lesbarkeit verzichtet4 ,offensichtliche ,druckfehler wurden berichtigt4 ,im brigen wurden ,inkonsistenzen in der ,interpunktion und ,schreibweise einzelner ,wrter belassen4 ,eine ,liste mit sonstigen ,korrekturen finden ,sie am ,ende des ,buchs4 ,,die ,,naturwissenschaften ,,in ,,ihrer ,,entwicklung ,,und ,,in ,,ihrem ,,zusammenhange ,,dargestellt ,,von ,,friedrich ,,dannemann ,,dritter ,,band3 ,,das ,,emporbl,,hen ,,der ,,modernen ,,naturwissenschaften ,,bis ,,zur ,,entdeckung ,,des ,,energieprinzipes ,,mit #fj ,,abbildungen ,,im ,,text ,,und ,,einem ,,bildnis ,,von ,,gauss ,verlag von ,wilhelm ,engelmann in ,leipzig #aiaa ,illustration3 ,c4 ,f4 ,gau 7,nach einer ,bste von 99,g4 ,eberlein9947 ,,die ,,naturwissenschaften ,,in ,,ihrer ,,entwicklung ,,und ,,in ,,ihrem ,,zusammenhange ,,dargestellt ,,von ,,friedrich ,,dannemann ,,dritter ,,band3 ,,das ,,emporbl,,hen ,,der ,,modernen ,,naturwissenschaften ,,bis ,,zur ,,entdeckung ,,des ,,energieprinzipes ,,mit #fj ,,abbildungen ,,im ,,text ,,und ,,mit ,,einem ,,bildnis ,,von ,,gauss ,,leipzig ,,verlag ,,von ,,wilhelm ,,engelmann #aiaa ,copyright #aiaa by ,wilhelm ,engelmann1 ,leipzig4 ,druck der ,knigl4 ,universittsdruckerei ,h4 ,strtz ,a4 ,g41 ,wrzburg4 ,vorwort4 ,der zweite ,band schilderte das ,entstehen der neueren ,naturwissenschaft4 ,er umfat den ,zeitraum vom ,anfang des #ag4 bis zur ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts4 ,mit dem ,ende dieses ,abschnitts beginnt die neueste ,phase in der ,entwicklung der ,naturwissenschaften4 ,diese ,phase bis zu den ,aufgaben der ,gegenwart in den ,grundzgen darzustellen1 ist das ,ziel des #c4 und des #d4 ,bandes des vorliegenden ,werkes4 ,da es sich nicht um eine bloe ,aufzhlung der ,geschehnisse1 sondern um den ,nachweis ihrer inneren ,verknpfung handelt1 so ist bei dem ,ineinandergreifen der verschiedenen ,gebiete eine scharfe ,gliederung nach chronologischen ,gesichtspunkten nicht mglich4 ,will man eine ,schranke ziehen1 so wrde sie etwa mit dem ,zeitpunkt der ,entdeckung des ,energieprinzips zusammenfallen4 ,in der ,hauptsache schildert der vorliegende dritte ,band den groen ,umschwung1 den die ,naturwissenschaften durch die ,begrndung der neueren ,chemie1 der ,elektrizittslehre1 den ,ausbau der brigen ,teile der ,physik1 sowie die ,ausdehnung der experimentellen ,forschungsweise auf die ,wissenschaft vom ,leben erfuhren4 ,dem vierten und letzten ,bande bleibt es vorbehalten1 den groartigen ,aufschwung zu schildern1 den die ,naturwissenschaften im weiteren ,verlauf des #ai4 und im ,beginn des gegenwrtigen ,jahrhunderts genommen haben4 ,auch in dem vorliegenden ,bande war es das ,bestreben des ,verfassers1 die ,schilderung im ,rahmen der ,gesamtentwicklung zu halten1 die ,beziehungen der ,naturwissenschaften zu den ,nachbargebieten aufzuweisen und vor allem nur dasjenige zu bringen1 was zum tieferen ,verstndnis des heutigen ,wissenschaftsgebudes beitrgt4 ,friedrich ,dannemann4 ,inhalt4 ,seite #a4 ,wissenschaft und ,weltgeschichte #a #b4 ,das #ah4 ,jahrhundert errichtet die ,fundamente der ,elektrizittslehre #f #c4 ,praktische und theoretische ,fortschritte auf dem ,gebiete der ,wrmelehre #cc #d4 ,die ,naturbeschreibung unter der ,herrschaft des knstlichen ,systems #fj #e4 ,die ,ausdehnung der physikalischen ,methoden auf das ,gebiet der ,pflanzenphysiologie #fi #f4 ,der ,ausbau der im #ag4 ,jahrhundert begrndeten ,sexualtheorie #hj #g4 ,fortschritte der ,zoologie im #ah4 ,jahrhundert #ii #h4 ,die neuere ,mathematik und ihre ,beziehungen zu den ,naturwissenschaften #aaf #i4 ,die wissenschaftliche ,chemie von ihrer ,begrndung durch ,boyle bis zu ihrer ,erneuerung durch ,lavoisier #ach #aj4 ,der ,eintritt der ,chemie in das ,zeitalter der quantitativen ,untersuchungsweise #aee #aa4 ,die ,aufstellung der atomistischen ,hypothese und ihre experimentelle ,begrndung #age #ab4 ,die ,entdeckung der galvanischen ,elektrizitt #ahi #ac4 ,die ,begrndung der ,elektrochemie #baa #ad4 ,die ,erforschung der elektromagnetischen und der elektrodynamischen ,grunderscheinungen #bbc #ae4 ,die ,entdeckung der ,thermoelektrizitt #bcg #af4 ,der insbesondere durch ,laplace und ,herschel bewirkte ,aufschwung der ,astronomie #bda #ag4 ,die ,grundlagen der mechanischen ,wrmetheorie #bfd #ah4 ,fortschritte der ,optik und ,sieg der ,wellentheorie #bgb #ai4 ,die ,chemie und die ,physik treten in engere ,wechselbeziehungen #bhb #bj4 ,fortschritte in der ,anwendung der ,mathematik auf die ,naturwissenschaften #bif #ba4 ,die ,begrndung der physikalischen ,erdkunde #cai #bb4 ,die ,mineralogie unter dem ,einflu der chemisch-physikalischen ,forschung #cdj #bc4 ,die ,aufstellung eines natrlichen ,pflanzensystems #cej #bd4 ,die ,physiologie der ,pflanzen unter dem ,einflu der neueren chemisch-physikalischen ,forschung #cfj #be4 ,die ,verschmelzung der ,zoologie mit der vergleichenden ,anatomie und das natrliche ,system der ,tiere #cgf #bf4 ,geologie und ,palontologie unter der ,herrschaft der ,katastrophenlehre #che #bg4 ,fortschritte in der ,begrndung der ,ontogenie 7,entwicklungslehre7 #cij #a4 ,wissenschaft und ,weltgeschichte4 ,die bisherige ,darstellung reicht bis etwa zur ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts4 ,ein kurzer ,rckblick im ,rahmen der ,weltgeschichte mge die ,entwicklung vergegenwrtigen1 welche die ,naturwissenschaften bis zu jenem ,zeitpunkt genommen4 ,die ,grundlagen1 auf denen sich die ,wissenschaft wie die gesamte ,kultur des ,altertums erhoben1 entstammten dem ,orient4 ,dort wurde lange vor dem ,beginn der griechischen ,geschichte eine gewaltige1 auf die ,mathematik1 die ,astronomie1 die ,heilkunde und die drei ,naturreiche sich beziehende ,summe von ,tatsachen bekannt4 ,den ,griechen blieb es vorbehalten1 die ,einzelkenntnisse zu wissenschaftlichen ,systemen zusammenzufassen und die ,philosophie ins ,leben zu rufen4 ,philosophie und ,wissenschaft sahen wir seit der ,bltezeit des griechischen ,lebens die gleiche ,aufgabe verfolgen4 ,sie lautet ,welterklrung4 ,bei gleichem ,ziele waren die ,ausgangspunkte und folglich auch die ,wege verschieden4 ,die ,philosophie stellte das denkende ,subjekt1 die ,wissenschaft die ,summe der von auen herantretenden ,erfahrungen in den ,mittelpunkt der ,betrachtung4 ,die philosophierende und die forschende ,ttigkeit gingen whrend des ,altertums ,hand in ,hand4 ,wir sahen sie sogar oft in derselben ,person vereinigt4 ,das galt von ,plato nicht minder als von ,aristoteles1 dem ,schpfer des grten philosophischen und naturwissenschaftlichen ,systems1 welches das ,altertum hervorgebracht hat4 ,es war ein ,mangel des ,altertums1 da genaues ,beobachten und berlegtes ,experimentieren noch nicht gengend als die ,grundlagen des ,erkennens gewrdigt wurden4 ,dies fhrte zu ,vorstellungen1 die ihre ,wurzel mehr in der ,phantasie1 als in der ,erfahrung hatten4 ,beispiele hierfr bot uns insbesondere das ,lehrgebude des ,aristoteles4 ,doch fehlte es auch nicht an ,mnnern1 die wie ,archimedes im ,sinne des modernen ,forschers ihre ,lehren auf ,versuche und auf die ,verknpfung der ,mathematik mit der ,naturwissenschaft aufbauten4 ,auch die alexandrinischen ,gelehrten haben durch ihre mehr auf die ,gegenstnde als auf das ,allgemeine gerichtete ,forschung ,groes in der ,astronomie1 der ,erdbeschreibung und der ,physik geleistet4 ,eine wichtige ,frderung der ,naturkenntnis erwuchs dem ,altertum aus der ,technik4 ,auf diesem ,gebiete sahen wir auch die mehr praktischen als wissenschaftlichen ,zielen zugewandten ,rmer ttig4 ,das ,ende der rmischen ,herrschaft bedeutet einen tiefen ,einschnitt nicht nur in der ,weltgeschichte1 sondern auch in der ,entwicklung der ,naturwissenschaften4 ,sie fanden innerhalb der christlich-germanischen ,kultur zunchst nicht den ihnen gebhrenden ,platz4 ,da die ,schpfungen der ,alten bis in die neuere ,zeit erhalten blieben1 ist das ,hauptverdienst des arabischen ,zeitalters4 ,erst im #ac4 ,jahrhundert1 nach der ,berhrung des ,abendlandes mit dem ,orient1 lebten die ,wissenschaften in ,italien und in ,west- und ,mitteleuropa wieder auf4 ,aus dem ,studium des von den ,arabern bearbeiteten astronomischen ,hauptwerks des ,altertums erwchst die neuere ,astronomie4 ,durch ihre ,verbindung mit der ,nautik werden die ,entdeckungsreisen ermglicht4 ,die ,ausdehnung des geographischen ,gesichtskreises ber den ganzen ,erdball und die ,befreiung von den ,formen des mittelalterlichen ,denkens und ,fhlens bedingen einen ,einschnitt von gleicher ,wichtigkeit wie ein ,jahrtausend vorher der ,untergang der alten ,welt4 ,als ein anderer1 ein neuer1 tritt der ,mensch an die ,natur heran4 ,er lernt die ,fesseln der ,autoritt abstreifen und die ,augen ffnen4 ,infolgedessen entstehen die ersten ,anstze zur ,neubegrndung der beschreibenden und der experimentellen ,naturwissenschaften4 ,wie auf dem astronomischen ,gebiete1 so bilden auch hier die nach dem ,fall ,konstantinopels in grerer ,zahl nach ,westeuropa gelangenden ,schriften der ,alten den ,sttz- und ,ausgangspunkt fr die ,bestrebungen der ,neuzeit4 ,eine weitere ,sttze erwchst der neueren ,wissenschaft in der ,erfindung des ,buchdrucks1 dem ,emporblhen des ,stdtewesens und der ,umwandlung der mittelalterlichen ,feudalherrschaft in den geordneten ,staat4 ,ihren ,hhepunkt erreicht diese ,bewegung im #ag4 ,jahrhundert4 ,die wohlhabenden italienischen ,stdte und die greren europischen ,staaten1 vor allem ,frankreich und ,england1 beginnen1 die ,pflege der ,wissenschaft als eine ihrer ,aufgaben zu erkennen4 ,die ,hochschulen werden zu ,sttten freierer ,forschung4 ,wissenschaftliche ,akademien treten ins ,leben4 ,da der ,sieg des ,neuen trotzdem kein leichter war1 lehrte uns die ,lebensgeschichte ,galileis4 ,gesttzt auf die ,gunst der ,mediceer und des venetianischen ,senats vermochte es ,galilei1 die aristotelische ,physik zu strzen und auf ihren ,trmmern die neuere ,mechanik zu begrnden4 ,was er begonnen1 setzten in ,italien zahlreiche ,schler fort4 ,sie riefen unter dem ,namen der ,akademie des ,versuches eine ,vereinigung ins ,leben1 die indessen bald infolge der in ,italien herrschenden hierarchischen ,strmung wieder aufgelst wurde4 ,der ,gegensatz zwischen ,wissen und ,glauben trat im #ag4 ,jahrhundert1 im ,zeitalter der groen ,religionskriege1 in allen ,lndern mit besonderer ,schrfe hervor4 ,die protestantischen ,teile ,europas machten in dieser ,hinsicht nicht etwa eine ,ausnahme4 ,dieser ,gegensatz war nicht nur das ,verhngnis eines 99,giordano ,bruno99 und eines 99,galilei991 er griff gleich unheilvoll in das ,leben 99,keplers99 ein4 ,jede ,bettigung und jedes ,bedrfnis zahlreicher einzelner findet seine ,sttze in dem ,staat1 der ja nichts weiter ist als der ,zusammenschlu der einzelnen4 ,zu den allgemeinsten ,bettigungen gehren das ,wissen und der ,glauben4 ,fr das1 was sie hervorbringen1 fr die ,wissenschaft und fr die ,religion1 hatte der ,staat seit alters in den ,schulen und in der ,kirche seine besonderen ,veranstaltungen geschaffen4 ,das ,mittel1 durch welches ,schule und ,kirche bis zum #ag4 ,jahrhundert sich vorzugsweise bettigt hatten1 war die ,lehre durch ,schrift und ,wort4 ,daher das bergewicht der ,autoritt whrend dieses ,zeitraums und der ,mangel an innerem ,wachstum4 ,ein solches konnte nur die von den ,fesseln der ,autoritt befreite ,forschung verleihen4 ,sie regte sich zuerst auf dem ,gebiete der dem ,wirklichen zugewandten ,wissenschaft4 ,hier zeigt es sich1 da eine neue1 auf den ,versuch und eigene ,beobachtung sich grndende ,methode allein die ,sicherheit bietet1 das ,richtige vom ,unrichtigen1 ,wahrheit von ,irrtum zu unterscheiden4 ,daher die berwltigende ,macht1 mit der die neuere ,wissenschaft alle ,hindernisse hinwegrumt und rasch die grten ,erfolge erringt1 whrend die dem ,jenseits zugewandte ,religion und ihre ,institution1 die ,kirche1 da es ihr an einem hnlichen ,mittel gebricht1 an der ,autoritt festhlt1 ja1 diese ,autoritt um so mehr hervorkehrt1 je mehr die ,wissenschaft sich ihrer zu entledigen sucht4 ,fr die ,naturwissenschaften kam noch der frdernde ,umstand hinzu1 da man aus ihrer ,pflege einen unmittelbaren ,nutzen zu erzielen wute4 ,an der ,pflege der ,botanik und der ,zoologie hatte die ,heilkunde das grte ,interesse4 ,die ,ergebnisse der ,physik1 der ,chemie und der ,mineralogie kamen vielen ,gewerben zugute4 ,die ,astronomen hatten der ,kartographie1 der ,zeitbestimmung und in neuerer ,zeit vor allem der ,nautik jedermann in die ,augen springende ,dienste erwiesen4 ,die ,leistungen all dieser ,zweige wurden seit der ,erneuerung der ,naturwissenschaften in hohem ,mae gefrdert durch die ,erfindung zahlreicher ,instrumente und durch die ausgedehnte ,anwendung der ,mathematik4 ,die ,bewaffnung des ,auges mit dem ,fernrohr und mit dem ,mikroskop1 die ,erfindung des ,thermometers1 der ,luftpumpe1 des ,barometers und mancher anderen fr die ,forschung und fr das ,leben gleich wichtigen ,instrumente ermglichten die ,schpfung eines ,weltbildes1 das sich von dem mittelalterlichen in fast allen ,teilen unterschied4 ,in der ,neugestaltung und der ,verknpfung der ,mathematik mit den ,naturwissenschaften leistete die 99,newton-,huygens99-,periode das ,hervorragendste4 ,ihr wertvollstes ,ergebnis bestand in der ,verknpfung der ,mechanik mit der ,astronomie durch 99,newtons99 ,weltgesetz4 ,die wichtigsten ,pflegesttten der ,wissenschaften waren in jenem ,zeitalter ,england und die ,niederlande4 ,hier geno das ,individuum zuerst diejenige ,befreiung von staatlicher und kirchlicher ,bevormundung1 die als das ,lebenselement der ,wissenschaft betrachtet werden mu4 ,in ,frankreich dagegen war die ,autoritt des ,staates und der ,kirche damals so mchtig1 da ihr selbst der groe 99,huygens99 das ,feld rumte1 nachdem er lange eine ,zierde der ,pariser ,akademie gewesen4 ,deutschland litt unter den ,folgen des dreiigjhrigen ,krieges4 ,und wenn auch einzelne ,groes leisteten1 vermochte dennoch hier die ,wissenschaft als ,ganzes nicht mit der geistigen ,entwicklung der politisch erstarkten ,lnder gleichen ,schritt zu halten4 ,seit der ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts machte sich auf allen ,gebieten des geistigen1 sowie des sozialen ,lebens ein ,umschwung bemerkbar1 der fr die gesamte ,kulturentwicklung den ,beginn einer neuen ,phase bedeutete4 ,in der ,staatengeschichte erreichte dieser ,vorgang seinen ,hhepunkt in der franzsischen ,revolution1 mit welcher der ,historiker die neueste ,zeit beginnen lt4 ,die ,geschichte der ,wissenschaften verzeichnet zwar gleichfalls einen mit der sozialen und politischen ,entwicklung ,schritt haltenden ,wechsel2 ihren ,geschehnissen ist aber das scheinbar ,unvermittelte bei weitem nicht in solchem ,mae eigen wie den politischen ,begebenheiten4 ,die ,naturwissenschaften waren auf dem ,punkte angelangt1 da zahlreiche ,krfte sich zu ihrem weiteren ,ausbau die ,hand reichen muten1 whrend in den vorhergehenden ,perioden der einzelne noch einen berwiegenden ,einflu ausgebt hatte4 ,das neueste ,zeitalter in der ,entwicklung der ,wissenschaften1 dem unsere weitere ,darstellung gilt1 wird dementsprechend auch nicht durch eine hervorragend wichtige ,entdeckung oder durch das ,auftreten eines bedeutenden ,forschers eingeleitet4 ,whrend fr die ,chemie eine neue ,epoche beginnt1 wandeln die ,astronomie und die ,mechanik in den eingeschlagenen ,bahnen weiter4 ,die ,prinzipien der letzteren werden in immer hherem ,mae auf die brigen ,teile der ,physik angewandt1 welcher sich mit der ,entdeckung der galvanischen ,elektrizitt ein neues1 wichtiges ,gebiet erschliet4 ,auch die ,zoologie und die ,botanik werden von einem ,wechsel betroffen4 ,auf das ,vorherrschen der ,systematik folgt eine ,richtung1 in der morphologische und bald darauf auch physiologische ,fragen an die erste ,stelle rcken4 ,etwa in die ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts fllt dann die groartige ,verallgemeinerung und ,verknpfung der gesamten bisherigen ,forschungsergebnisse infolge der ,durchfhrung des ,prinzips von der ,erhaltung der ,kraft4 ,die ,betrachtung der dann folgenden letzten ,entwicklungsstufen wird uns bis zu den ,aufgaben des ,tages fhren und schlielich einen ,ausblick in eine verheiungsvolle ,zukunft erffnen4 #b4 ,das #ah4 ,jahrhundert errichtet die ,grundlagen der ,elektrizittslehre4 ,whrend die ,physik im #ag4 ,jahrhundert ihre ,fortschritte vorzugsweise auf den ,gebieten der ,mechanik und der ,optik1 den ltesten ,zweigen der ,naturlehre1 zu verzeichnen hatte1 war das #ah4 ,jahrhundert insbesondere dem ,ausbau des von 99,gilbert99 und 99,guericke99 erschlossenen ,gebietes der ,reibungselektrizitt gewidmet4 99,gilbert99 hatte zum erstenmal den ,unterschied zwischen magnetischer und elektrischer ,anziehung scharf hervorgehoben#a1 whrend 99,guericke99 die elektrische ,abstoung entdeckt und die erste maschinelle ,vorrichtung zur ,erzeugung von ,elektrizitt ins ,leben gerufen hatte4 ,leider wurde 99,guerickes99 ,apparat zunchst nicht benutzt4 ,man begngte sich damit1 ,elektrizitt zu erzeugen1 indem man ,glas1 ,bernstein und andere geeignete ,stoffe aus freier ,hand rieb4 ,trotzdem gelang es1 elektrische ,entladungen von solcher ,wirkung hervorzurufen1 da nicht nur ein ,knistern1 sondern auch das ,auftreten von ,funken bemerkt wurde4 ,ein ,beobachter erwhnt sogar1 dieses ,licht und ,knistern scheine einigermaen ,blitz und ,donner vorzustellen#b4 ,auf das ,studium der elektrischen ,phnomene wurde man besonders durch eine merkwrdige ,beobachtung am ,quecksilberbarometer gelenkt4 99,picard99 bemerkte im ,jahre #afge1 da sich bei vlliger ,dunkelheit beim ,erschttern der ,quecksilbersule in der 99,torricelli99schen ,leere ein eigentmliches phosphoreszierendes ,leuchten zeigt4 ,die sonderbare ,erscheinung erregte groes ,aufsehen und rief eine umfangreiche ,literatur hervor4 ,die richtige ,erklrung fand 99,francis ,hawksbee991 ein ,mitglied der ,royal ,society4 99,hawksbee991 welcher seine ,versuche ber diesen ,gegenstand seit dem ,jahre #agje in den ,philosophical ,transactions verffentlichte#c1 nahm an1 da man es hier mit einer durch die ,reibung des ,quecksilbers an dem ,glase vor sich gehenden ,elektrizittserregung zu tun habe4 ,um seine ,ansicht zu beweisen1 stellte er eine hohle ,glaskugel auf eine ,achse und versetzte sie in rasche ,drehung4 ,brachte er gleichzeitig die trockene1 warme ,hand an diese ,kugel1 so wurde sie so stark elektrisch1 da man zolllange ,funken erhielt4 ,wurde die ,kugel zuvor luftleer gemacht1 so erschien in ihr dasselbe ,leuchten1 das man im ,quecksilberbarometer beim ,schtteln beobachtet hatte4 99,hawksbee99 ist somit als der ,erfinder der ,glaselektrisiermaschine zu betrachten4 ,allerdings kam diese ,maschine erst viel spter in allgemeinen ,gebrauch4 ,obgleich 99,hawksbee99 auch ,schwefelkugeln und ,siegellackstangen elektrisierte1 gelangte er noch nicht dazu1 zwischen positiver und negativer ,elektrizitt zu unterscheiden4 ,der ,fortschritt auf dem ,gebiete der ,reibungselektrizitt mute ein sehr langsamer bleiben1 so lange es sich nur um zufllige1 durch keine ,theorie verknpfte ,beobachtungen handelte4 ,dieser allerersten ,stufe jeder exakten ,wissenschaft sollte keiner der ,hauptzweige der ,physik so spt entwachsen wie gerade die ,elektrizittslehre4 ,erst im ,verlaufe des #ah4 ,jahrhunderts tritt letztere in das zweite ,stadium ein4 ,dieses ist dadurch gekennzeichnet1 da man zu einem planmigen1 von hypothetischen ,vorstellungen geleiteten ,experimentieren bergeht4 ,als ,vertreter jener ersten ,stufe mu selbst noch ein 99,du ,fay99 gelten4 ,seine ,ttigkeit fllt in den ,beginn des #ah4 ,jahrhunderts1 whrend 99,aepinus99 und 99,franklin99 auf den ,schultern der ,genannten stehen und dem zweiten ,zeitraum angehren4 ,erst der gegen das ,ende des #ah4 ,jahrhunderts anhebenden ,epoche blieb es vorbehalten1 durch messende ,beobachtung zu den ,gesetzen der ,reibungselektrizitt vorzudringen#d4 ,hieran reihte sich das deduktive1 die ,hilfsmittel der ,mathematik und der ,mechanik benutzende ,verfahren1 womit auch auf diesem ,gebiete endlich diejenige ,stufe erreicht war1 welche der ,wissenschaft nach einem ,ausspruch 99,galileis99 in allen ihren ,teilen erst eine wrdevolle ,behandlung verleiht#e4 ,dem erwhnten 99,du ,fay99 verdankt die ,elektrizittslehre eine ,anzahl grundlegender ,versuche4 99,charles ,franois ,du ,fay99 wurde #afih in ,paris geboren und starb daselbst im ,jahre #agci4 99,du ,fay99 beschftigte sich mit magnetischen und elektrischen ,versuchen1 die in den ,abhandlungen der ,pariser ,akademie beschrieben wurden#f4 ,das wichtigste ,ergebnis seiner ,untersuchungen lt sich in folgende ,stze zusammenfassen3 #a4 ,ein elektrischer ,krper zieht alle nichtelektrischen an und teilt ihnen ,elektrizitt mit1 worauf er sie wieder abstt4 #b4 ,es gibt zwei entgegengesetzte ,arten der ,elektrizitt1 die ,glas- und die ,harzelektrizitt4 ,zu der ,entdeckung1 da es zwei ,arten ,elektrizitt gibt1 wurde 99,du ,fay99 durch sein ,blattgoldelektroskop gefhrt4 99,du ,fay99 ging von der ,annahme aus1 da ein mit dem ,glasstab elektrisiertes ,blttchen von jedem ,krper1 der durch ,reiben in den elektrischen ,zustand versetzt sei1 abgestoen werde4 ,diese ,annahme besttigte sich indessen nicht4 ,als 99,du ,fay99 nmlich dem ,blttchen geriebene ,kopalstcke und andere geriebene harzartige ,krper nherte1 wurde es von diesen angezogen4 99,du ,fay99 unterschied aus diesem ,grunde zwei ,arten von ,elektrizitt1 die er als ,harz- und ,glaselektrizitt bezeichnete4 ,spter erkannte man indessen1 da diese ,benennungen irrefhrend sind1 da harzartige ,krper mit ,glaselektrizitt1 glasartige dagegen mit ,harzelektrizitt geladen werden knnen#g4 ,deshalb wurden die ,glas- und die ,harzelektrizitt als positive und negative ,elektrizitt unterschieden4 99,du ,fay99 war es auch1 der zuerst auf den ,zusammenhang zwischen dem ,leitungsvermgen und der ,elektrisierbarkeit der ,krper aufmerksam machte4 ,man fing nun an1 die ,nichtleiter in ausgedehnter ,weise als ,isolatoren zu benutzen4 ,so gelang es dem genannten ,forscher1 einen an ,haarschnren oder an seidenen ,stricken hngenden ,menschen zu elektrisieren und ihm ,funken zu entlocken4 ,die ersten ,beobachtungen ber die ,fortleitung der ,elektrizitt rhren von 99,guericke99 her4 ,ausgedehntere ,versuche ber das ,leitungsvermgen stellte ein ,zeitgenosse 99,du ,fays991 der ,englnder 99,stephan ,grey991 an4 ,er verschlo eine ,glasrhre vermittelst eines ,korkstopfens1 um zu untersuchen1 ob sie sich jetzt in gleicher ,weise wie vorher durch ,reiben elektrisieren lasse4 99,grey99 7er starb #agcf in ,london7 bemerkte keinen ,unterschied1 fand aber1 da der ,stopfen auch elektrisch geworden war1 da er auf eine ,feder wie die ,glasrhre wirkte4 ,darauf steckte er in den ,stopfen einen ,holzstab1 der am andern ,ende eine ,elfenbeinkugel trug4 ,wurde nun die ,glasrhre gerieben1 so zeigte sich diese ,kugel gleichfalls elektrisch4 ,die ,zustandsnderung hatte sich also von dem ,glase aus durch den ,stopfen und das ,holz bis auf die ,kugel fortgepflanzt4 ,um die ,frage zu entscheiden1 bis auf welche ,entfernung eine solche ,fortpflanzung mglich sei1 ersetzte 99,grey99 den ,holzstab durch einen ausgespannten ,faden1 der in seidenen ,schleifen hing4 ,es gelang1 eine ,wirkung auf ,entfernungen bis zu #gjj ,fu nachzuweisen4 ,lie man den ,bindfaden nicht auf ,seide1 sondern auf ,draht ruhen1 so milang der ,versuch4 ,auch hierdurch wurde man auf den ,unterschied zwischen ,leitern und ,nichtleitern aufmerksam gemacht4 ,als letztere lernte man ,haare1 ,seide1 ,harz und ,glas kennen und zu ferneren ,versuchen benutzen4 99,grey99 elektrisierte auch ,personen1 die auf einem ,harzkuchen standen4 ,er ist also im ,prinzip der ,erfinder des ,isolierschemels4 99,grey99 stellte eine ,schale mit ,wasser auf seine ,isolierplatte4 ,wurde der ,flssigkeit ein elektrisierter ,glasstab genhert1 so erhob sie sich ber ihr gewhnliches ,niveau4 ,dieser ,versuch fhrte auf eine eigentmliche ,entdeckung4 ,zwei ,leydener ,physiker#h suchten ,wasser1 das sich in einem isolierenden ,glasgef befand1 zu elektrisieren1 indem sie es vermittelst eines ,drahtes mit einer geriebenen ,glasrhre in ,verbindung setzten4 ,als der eine von ihnen zufllig das ,gef in der ,hand hielt und zu gleicher ,zeit die ,rhre berhrte1 erhielt er einen krftigen ,schlag1 der besonders im ,arm und in der ,brust zu spren war4 ,in der betreffenden ,mitteilung vom ,jahre #agdf hie es1 man sei in ,leyden auf einen erschrecklichen ,versuch geraten1 dem sich die ,erfinder nicht um die ,krone ,frankreichs zum zweitenmal aussetzen mchten4 ,die ,prioritt der ,entdeckung gebhrt jedoch nicht den ,leydener ,physikern1 sondern dem in ,pommern lebenden 99von ,kleist99#i4 ,im ,jahre #agde machte dieser folgenden ,versuch4 ,er stellte in eine ,arzneiflasche einen eisernen ,nagel und elektrisierte diesen4 ,als er darauf den ,nagel mit der anderen ,hand berhrte1 erhielt er einen heftigen ,schlag1 der noch verstrkt wurde1 wenn sich etwas ,quecksilber am ,boden der ,flasche befand4 ,die ,entdeckung erregte groes ,aufsehen und fhrte der ,beschftigung mit elektrischen ,versuchen zahlreiche ,dilettanten zu4 ,jene ,vorrichtung1 die man in der ,folge als die ,leydener ,flasche bezeichnete1 wurde in ,frankreich im ,beisein des ,knigs durch eine ,kette von mehr als hundert ,personen entladen4 ,das ,wasser und die ,hand1 welche bei dem ursprnglichen ,versuch die ,rolle des inneren und des ueren ,belags gespielt hatten1 wurden bald darauf durch ,zinn ersetzt4 ,ferner machte man die ,beobachtung1 da die ,leydener ,flasche die ,elektrizitt lngere ,zeit behlt und da sie sich nicht laden lt1 wenn sie isoliert ist4 ,zu einem ,verstndnis dieses ,verhaltens gelangte erst 99,franklin994 ,als er eine1 an einem ,seidenfaden hngende1 leichte ,kugel dem inneren ,belage nherte1 wurde sie in der bekannten ,weise zunchst angezogen1 dann aber1 nachdem sie gleichfalls elektrisch geworden war1 wieder abgestoen4 ,nherte er die ,kugel jetzt dem ueren ,belag1 so wurde sie angezogen4 ,es zeigte sich also1 da die ,belge entgegengesetzt geladen waren1 und da die ,entladung der ,flasche in dem ,ausgleich dieser entgegengesetzten ,elektrizitten besteht4 99,franklin99 bediente sich bei seinen ,versuchen einer auf beiden ,seiten mit ,zinn berzogenen ,tafel1 die nach ihm noch heute als 99,franklin99sche ,tafel bezeichnet wird4 ,die ,vereinigung mehrerer ,leydener ,flaschen zu einer elektrischen ,batterie bewerkstelligte zuerst der ,danziger ,brgermeister 99,gralath99#aj4 ,er nahm mehrere ,glaskolben1 fllte sie zur ,hlfte mit ,wasser und lie einen eisernen1 mit einer ,kugel versehenen ,draht aus der ,flasche hervorragen4 ,smtliche ,kugeln wurden dann gleichzeitig mit dem ,konduktor der ,elektrisiermaschine verbunden4 99,gralath99 erhielt durch diese ,vorrichtung einen sehr heftigen ,schlag4 ,noch in demselben ,jahre 7#agdf7 wurde die ,wirkung der ,batterie in solchem ,mae verstrkt1 da man den ,funken am hellen ,tage #bjj ,schritte weit sah und die ,entladung auf noch grere ,entfernung zu hren vermochte4 ,die weitere ,erforschung der ,reibungselektrizitt wurde dadurch auerordentlich gefrdert1 da man nach dem ,vorgange 99,guerickes99 und 99,hawksbees99 zur ,anwendung maschineller ,vorrichtungen schritt4 ,einem ,leipziger ,professor der ,physik namens 99,hausen99 wurde im ,jahre #agdc von einem seiner ,zuhrer der ,vorschlag gemacht1 sich das mhevolle ,reiben der ,glasrhre dadurch zu ersparen1 da er eine grere ,glaskugel in ,drehung versetze4 ,dieser ,vorschlag erwies sich als ber ,erwarten praktisch1 zumal ein ,leipziger ,handwerker den neuen ,apparat mit dem ersten ,reibzeug versah4 ,letzteres bestand aus einem wollenen ,kissen4 ,bald darauf 7#agdd7 brachte der deutsche ,physiker 99,bose99 neben der ,glaskugel einen isolierten ,metallkrper als ,konduktor an4 ,diesen ,konduktor finden wir schon wenige ,jahre1 nachdem 99,hausen99 seine ,maschine gebaut1 mit einem ,saugkamm versehen#aa1 so da noch vor ,ablauf der ersten ,hlfte des #ah4 ,jahrhunderts die ,elektrisiermaschine in ihrer noch jetzt gebruchlichen ,einrichtung den ,physikern zu ,gebote stand4 ,im weiteren ,verlaufe des #ah4 ,jahrhunderts ersetzte man die ,glaskugel durch die handlichere ,glasscheibe#ab und versah das ,reibzeug mit dem bekannten1 von 99,kienmayer99 empfohlenen ,amalgam#ac4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,elektrisiermaschine aus dem ,jahre #agdd4 7,aus 99,gerland99 und 99,traumller991 ,geschichte der physikalischen ,experimentierkunst47 ,als ,reibzeug dient noch die ,hand4 ,ihr gegenber befindet sich als ,konduktor eine auf seidenen ,schnren liegende ,metallrhre ,,ab1 deren ,ende ,a mit einem ,bndel ,fden an ,stelle des ,saugkammes versehen ist4 ,e steht auf einem mit isolierender ,substanz 7,pech7 gefllten ,kasten4 ,aus der ,spitze des ,degens springt ein ,funken ber1 welcher den im ,lffel ,f befindlichen ,weingeist entzndet4 ,die ,elektrisiermaschine kam nun sozusagen in ,mode4 ,das ,interesse1 welches ihr bemittelte ,dilettanten entgegenbrachten1 bewirkte1 da sie schlielich gewaltige ,dimensionen annahm#ad4 ,in rascher ,folge wurden jetzt die wichtigsten ,erscheinungen der ,reibungselektrizitt entdeckt4 ,die zndende ,wirkung des ,funkens wurde an ,schiepulver1 ther und anderen brennbaren ,stoffen dargetan4 ,der ,danziger ,brgermeister 99,gralath99#ae entzndete ein eben ausgeblasenes ,licht durch den elektrischen ,funken4 ,ja1 es gelang sogar1 vermittelst eines elektrisierten ,wasserstrahles ,weingeist in ,brand zu setzen4 ,ferner versuchte man die ,fortpflanzungsgeschwindigkeit der ,elektrizitt zu bestimmen1 indem man den ,schlag einer ,leydener ,flasche durch einen mehrere tausend ,meter langen ,draht leitete 7siehe ,abb4 #b74 ,derartige ,versuche unternahm zuerst der ,franzose 99,le ,monnier99 und spter der ,englnder 99,watson99 7#agae-aghg74 ,da sich hierbei kein mebarer ,zeitunterschied ergab1 so konnte man zunchst nur auf eine sehr groe ,geschwindigkeit schlieen4 ,diese zu bestimmen1 war eine neue1 sinnreiche ,methoden erfordernde ,aufgabe der ,experimentalphysik4 ,doch knpfte man spter an den der obigen ,versuchsanordnung 7,abb4 #b7 zugrunde liegenden ,gedanken wieder an1 nur da an ,stelle der unmittelbaren ,beobachtung der rasch rotierende ,spiegel trat4 ,illustration3 ,abb4 #b4 99,watsons99 ,versuch1 die ,geschwindigkeit der ,elektrizitt in einem ,drahte zu bestimmen4 ,der innere ,belag der ,leydener ,flasche ,c steht mit dem isoliert aufgehngten leitenden ,stabe ,,ad in ,verbindung4 ,von dem ueren ,belag geht ein ,draht nach der ,kugel ,h4 ,in ,f wird eine ,person eingeschaltet4 ,obgleich das ,drahtstck zwischen ,f und ,h etwa #abjjj ,fu lang war1 konnte der in ,f befindliche ,beobachter doch keinen ,zeitunterschied zwischen der empfangenen ,erschtterung und dem berspringen des ,funkens bei ,h feststellen4 ,auch der naheliegende ,gedanke1 das ,verhalten des ,funkens im ,vakuum zu untersuchen1 kam zur ,ausfhrung#af4 ,der erste1 der darber ,versuche anstellte1 war der ,mechaniker 99,grummert99 7#agai-aggf7 in ,dresden4 ,es zeigte sich1 da die ,elektrizitt den luftleeren ,raum auf eine betrchtliche ,strecke durchdringt4 ,nach der ,beschreibung 99,watsons991 eines spteren ,beobachters1 erfllte das elektrische ,feuer die ganze ,rhre1 so da man1 so lange die ,maschine in ,bewegung blieb1 eine ununterbrochene ,lichterscheinung wahrnahm4 ,der weitere ,verfolg dieses ,versuches hat zur ,erfindung der 99,geiler99schen ,rhre und endlich in der neuesten ,zeit zur ,entdeckung eigentmlicher ,strahlengattungen gefhrt4 ,auch zur ,erklrung des ,nordlichts wurde das elektrische ,leuchten in evakuierten ,rhren herangezogen#ag4 ,den neuen1 wunderbaren ,entdeckungen gegenber1 denen man nichts hnliches an die ,seite stellen konnte1 erhob sich schon bei den ,physikern des #ah4 ,jahrhunderts die ,frage nach der ,ursache der elektrischen ,erscheinungen4 ,war die ,elektrizitt ein ,stoff1 so lie sich erwarten1 da die ,krper durch das ,elektrisieren eine ,gewichtszunahme erfahren wrden4 ,alle ,versuche1 die nach dieser ,richtung hin angestellt wurden1 blieben jedoch ohne ,erfolg#ah4 ,zu dem gleichen ,ergebnis war man hinsichtlich der ,wrme gelangt1 als man ,gegenstnde in erhitztem ,zustande und bei gewhnlicher ,temperatur wog4 ,aus diesen ,versuchen wurde nun keineswegs gefolgert1 da die ,elektrizitt und die ,wrme bloe ,zustnde seien1 sondern es wurde der ,begriff des unwgbaren ,stoffes oder der ,imponderabilie1 aus dem man ja auch die ,lichterscheinungen zu erklren suchte1 auf die elektrischen1 die verwandten magnetischen und die kalorischen ,vorgnge ausgedehnt4 ,die ,lehre von den ,imponderabilien hat die ,physik bis in das #ai4 ,jahrhunderte hinein beherrscht4 ,sie wurde hinsichtlich der ,wrme zuerst von 99,rumford99 und 99,davy99 erschttert4 ,ihre endgltige ,beseitigung auf allen ,gebieten ist eine ,aufgabe1 welche die ,wissenschaft bis in die neueste ,zeit beschftigt hat4 ,obgleich die ,lehre von den ,imponderabilien nicht imstande war1 einem vorgeschrittenen ,kausalittsbedrfnis zu gengen1 bot sie bei der ,stufe des ,wissens1 welche das #ah4 ,jahrhundert erreicht hatte1 doch die einzige ,mglichkeit einer ,erklrung4 ,wenn man die ,lichterscheinungen auf die ,fortbewegung eines besonderen ,stoffes zurckfhrte1 war man auch gezwungen1 weitere ,stoffe als ,trger der ,wrme1 der elektrischen und der magnetischen ,vorgnge anzunehmen4 ,einfacher gestaltete sich die ,theorie der ,elektrizitt bei solchen ,physikern1 welche die ,lichterscheinungen auf ,wellenbewegung zurckfhrten4 ,so besteht fr 99,euler99 kein ,zweifel1 da die ,quelle aller elektrischen ,vorgnge in dem ther zu suchen sei1 in dem sich nach ihm und 99,huygens99 das ,licht fortpflanzt4 ,die ,elektrizitt1 meint 99,euler991 sei nichts als eine ,strung im ,gleichgewichte dieses thers1 der in die ,krper hineingepret oder aus ihnen herausgetrieben werde1 je nachdem sie die eine oder die andere ,art des ,elektrizittszustandes aufwiesen#ai4 ,von einer hnlichen ,vorstellung lie sich 99,franklin99 bei seinen ,untersuchungen leiten4 ,die ,krper waren fr ihn positiv oder negativ elektrisch1 je nachdem sie ein ,zuviel oder ein ,minder des hypothetischen elektrischen ,fluidums enthielten1 whrend sie unelektrisch seien1 wenn sich dieses ,fluidum auerhalb und innerhalb der ,krper im ,gleichgewicht befnde4 ,nach 99,franklin99 durchdringt das elektrische ,fluidum die ganze ,krperwelt4 ,es ist die ,ursache aller elektrischen ,erscheinungen4 ,die ,teilchen dieses ,fluidums stoen sich gegenseitig ab1 werden aber von den ,krperteilchen krftig angezogen4 ,enthlt der ,krper soviel davon1 als er aufnehmen kann1 ohne da etwas von dem ,fluidum auf der ,oberflche des ,krpers zurckbleibt1 so ist dies nach 99,franklin99 der gewhnliche ,zustand1 und der ,krper erscheint uns unelektrisch4 ,andere wieder1 wie 99,symmer991 zogen es vor1 die verschiedenen elektrischen ,zustnde aus der ,annahme zweier ,fluida zu erklren4 ,der hieraus entstehende ,streit der ,unitarier und ,dualisten1 so zwecklos er an sich auch war1 bewirkte1 da die experimentelle ,erforschung der in ,frage kommenden ,erscheinungen lebhaft gefrdert wurde4 ,das ,interesse dafr wurde ein solch allgemeines1 da den ,physikern von ,beruf mancher ,bundesgenosse aus dem ,laienkreise erstand4 ,der hervorragendste unter ihnen war der soeben genannte 99,franklin994 99,benjamin ,franklin99 wurde am #ag4 ,januar #agjf in ,governors ,island bei ,boston geboren4 ,sein ,vater hatte die englische ,heimat verlassen1 weil er dort nicht ungehindert seiner religisen berzeugung leben konnte4 ,da er sich und eine zahlreiche ,familie durch ,seifensieden nur mhsam ernhrte1 so wurde der junge ,benjamin frhzeitig von der ,schule genommen und seinem lteren ,bruder1 einem ,buchdrucker1 in die ,lehre gegeben4 ,nachdem 99,franklin99 einige ,zeit in ,england als ,setzer ttig gewesen war1 rief er in ,philadelphia eine ,zeitung und eine ,druckerei ins ,leben4 ,zur ,beschftigung mit der ,elekrizittslehre wurde 99,franklin99 dadurch angeregt1 da ein ,londoner ,kaufmann namens 99,collinson99 der ,bibliotheksgesellschaft zu ,philadelphia einige ,gegenstnde fr elektrische ,versuche bersandte4 ,ein ,jahr spter konnte 99,franklin99 an 99,collinson99 schreiben#bj3 ,mein ,eifer und meine ,zeit wurden nie zuvor durch etwas in solchem ,mae in ,anspruch genommen4 ,ich stelle ,versuche an1 sobald ich allein sein kann1 und wiederhole sie in ,gegenwart meiner ,freunde1 die in ,scharen kommen1 um sie zu sehen4 ,ich habe kaum ,zeit fr irgend etwas anderes4 ,die ,ergebnisse1 zu denen 99,franklin99 von #agdg-agee gelangte1 legte er in zahlreichen ,briefen nieder1 die zum grten ,teil an 99,collinson99 gerichtet sind1 und von ihm der ,royal ,society mitgeteilt wurden4 ,im ,jahre #agef wurde 99,franklin99 ,mitglied der ,royal ,society4 99,franklins99 erste ,briefe handeln von der ,ladung der ,leydener ,flasche und der unitarischen ,lehre2 sptere betreffen das ,gebiet der atmosphrischen ,elektrizitt1 welches durch 99,franklins99 ,arbeiten erst erschlossen wurde4 99,franklin99 setzte seine wissenschaftliche ,ttigkeit bis zum ,jahre #aggd fort4 ,von diesem ,zeitpunkt an widmete er sich ganz den ,bestrebungen1 die auf eine ,loslsung der nordamerikanischen ,kolonien von ,england abzielten4 99,franklin99 war bald einer der ,fhrer in dieser gewaltigen politischen ,bewegung4 ,als die griechische ,philosophie an ,stelle der mythischen ,betrachtung eine urschliche ,erklrung des ,naturgeschehens zu setzen suchte1 fhrte man das ,gewitter auf schweflige1 brennbare ,dnste zurck1 die sich in den ,wolken ansammeln und als ,blitz die letzteren durchbrechen sollten4 ,selbst im #ag4 ,jahrhundert ahnte noch niemand die wahre ,natur der ,erscheinung4 ,nach 99,descartes99 besteht das ,gewitter in einem ,herabfallen der oberen ,wolken auf die darunter befindlichen4 99,euler99 erzhlt1 da man die ersten1 welche eine hnlichkeit zwischen den elektrischen ,erscheinungen und dem ,blitz zu finden glaubten1 als ,trumer angesehen habe#ba4 ,was noch im ,beginn des #ah4 ,jahrhunderts als bloe ,vermutung geuert wurde1 erhob 99,franklin99 durch seine ,untersuchungen auf den ,boden der ,gewiheit4 ,wenn wir von 99,wall99 absehen1 der schon #agje die gelegentliche ,bemerkung gemacht hat1 man knne die elektrische ,entladung mit dem ,blitz und dem ,donner vergleichen1 so besitzt 99,franklin99 mit seiner ,gewittertheorie einen ,vorlufer nur in dem ,deutschen ,winkler4 ,letzterer errterte im ,jahre #agdfbb die ,frage3 ob ,schlag und ,funken der verstrkten ,elektrizitt 7in 99,kleist99schen ,flaschen7 fr eine ,art ,blitz und ,donner zu halten sind8 99,winkler99 kam zu dem ,ergebnis1 da das ,gewitter und die knstlich herbeigefhrte elektrische ,entladung nur in der ,strke1 indessen nicht in ihrem ,wesen voneinander verschieden seien4 ,als die ,quelle der ,gewitterelektrizitt betrachtete er die ,verdunstung des ,wassers und eine damit verbundene ,reibung4 99,franklin99 sprach sich zuerst in seinem ,briefe vom #g4 ,november #agdi fr die elektrische ,natur des ,gewitters aus4 ,fr die bereinstimmung des ,blitzes mit dem elektrischen ,funken fhrte er folgende ,grnde und ,beweise an3 #a4 ,die hnlichkeit des ,lichtes1 sowie des ,gerusches und das fast ,augenblickliche beider ,erscheinungen4 #b4 ,der ,funke wie der ,blitz sind imstande1 ,krper zu entznden4 #c4 ,beide vermgen lebende ,wesen zu tten4 799,franklin99 ttete ein ,huhn durch die ,entladung mehrerer ,leydener ,flaschen74 #d4 ,beide rufen mechanische ,zerstrungen hervor und erzeugen einen ,geruch nach verbranntem ,schwefel#bc4 #e4 ,der ,blitz und die ,elektrizitt folgen denselben ,leitern und springen vorzugsweise auf die ,spitzen ber4 #f4 ,beide sind imstande1 den ,magnetismus zu zerstren oder auch die ,pole eines ,magneten umzukehren4 #g4 ,durch den ,funken knnen ebenso wie durch den ,blitz ,metalle zum ,schmelzen gebracht werden4 ,an die ,versuche1 durch welche 99,franklin99 den letzten ,punkt dieser ,aufzhlung zu erweisen suchte1 knpfte sich eine ,meinungsverschiedenheit mit seinem ,freunde 99,kinnersley994 ,dieser befate sich gleichfalls mit elektrischen ,versuchen und fhrte sie als wandernder ,experimentator seinen ,landsleuten vor4 99,franklins99 ,verfahren1 ,metalle durch den ,funken zu schmelzen1 bestand darin1 da er dnne ,blttchen von ,zinn oder ,gold zwischen zwei ,glasscheiben legte und eine groe ,leydener ,flasche durch diese ,blttchen entlud#bd4 ,das ,metall wurde dadurch in feinste ,teilchen zerstiebt1 ein ,vorgang1 den 99,franklin99 als kalte ,schmelzung bezeichnete1 da ihn sein ,verfahren die bei der ,entladung auftretende ,wrme nicht erkennen lie4 ,die kalte ,schmelzung sollte nicht durch ,hitze1 sondern dadurch zustande kommen1 da das elektrische ,fluidum in die ,zwischenrume der ,teilchen eindringe und auf diese ,weise den ,zusammenhang der ,krper zerstre4 ,demgegenber zeigte 99,kinnersley991 indem er die ,entladung einer ,batterie von #ce ,flaschen durch einen ,draht vor sich gehen lie1 da ,metalle zum ,erglhen und sogar zum ,schmelzen gebracht werden knnen4 ,ihr herrlicher ,versuch1 schrieb darauf 99,franklin991 setzt auer ,zweifel1 da unsere knstliche ,elektrizitt ,hitze hervorbringt und da1 wenn sie ,metalle schmilzt1 dies nicht durch das geschieht1 was ich als kalte ,schmelzung bezeichnet habe#be4 ,die ,ursache der elektrischen ,erscheinungen ist nach 99,franklin99 eine uerst feine ,flssigkeit1 welche die ,krper durchdringt und sich in ihnen gleichmig verteilt aufhlt4 ,wenn es sich infolge eines knstlich herbeigefhrten oder eines natrlichen ,vorganges ereignet1 da diese ,flssigkeit in dem einen ,krper in grerer ,menge vorhanden ist als in einem anderen1 so teilt der ,krper1 welcher mehr davon enthlt1 sie demjenigen mit1 der weniger besitzt1 bis die ,verteilung eine gleichmige geworden ist1 ,voraussetzung ist1 da der ,abstand zwischen den ,krpern nicht zu gro ist1 oder da ,leiter vorhanden sind1 welche diese ,materie von dem einen zum anderen ,krper zu fhren vermgen4 ,erfolgt die ,mitteilung durch die ,luft1 ohne ,vermittlung eines ,leiters1 so sieht man eine glnzende ,lichterscheinung zwischen den ,krpern und vernimmt dabei ein ,gerusch4 ,bei den groartigen1 in der ,natur stattfindenden ,entladungen ist dieses ,licht dasjenige1 was wir ,blitz nennen1 und das ,gerusch und sein ,widerhall ist der ,donner#bf4 ,den unmittelbaren ,nachweis der atmosphrischen ,elektrizitt lieferte 99,franklin99 durch seinen berhmt gewordenen ,versuch mit dem ,drachen4 ,letzterer besa eine eiserne ,spitze und wurde im ,juni des ,jahres #ageb whrend eines ,gewitters an einer ,hanfschnur emporgelassen4 ,die ,schnur war an einen ,schlssel geknpft1 der mit einem seidenen ,tuche festgehalten wurde4 ,zuerst blieb der ,erfolg aus4 ,als die ,schnur jedoch feucht geworden war und eine ,wolke an dem ,drachen vorberzog1 strubten sich die losen ,fden4 ,als 99,franklin99 jetzt die ,knchel seiner ,hand dem ,schlssel nherte1 vermochte er deutliche ,funken aus ihm hervorzuziehen4 ,das zweite von 99,franklin99 in ,vorschlag gebrachte ,verfahren1 welches indes in ,europa frher zur ,ausfhrung gelangte als in ,amerika1 bestand darin1 da man hohe ,eisenstangen errichtete und diesen whrend eines ,gewitters ,elektrizitt entzog1 ein ,versuch1 den fast zur selben ,zeit1 als 99,franklin99 seinen ,drachen steigen lie1 einige ,franzosen in der ,nhe von ,paris dem ,knige vorfhrten4 ,spter entdeckte 99,franklin991 da die ,wolken bald positiv1 bald negativ geladen sind4 ,diese ,untersuchungen fhrten ihn schlielich auf den ,gedanken1 jene ,eisenstangen als ,blitzableiter zum ,schutze von ,gebuden zu empfehlen1 ein ,vorschlag1 der in ,amerika und bald darauf auch in ,europa allseitige ,beachtung fand4 ,die berlegungen1 die ihn zu seinem ,vorschlag fhrten1 legte 99,franklin99 in einem vom #ab4 ,,ix4 #agec datierten ,briefe dar4 ,wird auerhalb des ,gebudes1 heit es dort1 ein eiserner ,stab angebracht1 der ununterbrochen von dem hchsten ,teile bis in das feuchte ,erdreich geht1 so nimmt dieser ,stab den ,blitz an seinem oberen ,ende auf und bietet ihm eine gute ,leitung bis in die ,erde4 ,auf solche ,weise wird die ,beschdigung irgend eines ,teiles des ,gebudes verhindert4 ,dabei ist eine geringe ,menge ,metall imstande1 eine groe ,menge ,elektrizitt fortzuleiten4 ,ein eiserner ,draht1 der nicht strker als eine ,gnsefeder war1 vermochte eine ,elektrizittsmenge fortzufhren1 die an seinen beiden ,enden eine schreckliche ,zerstrung anrichtete#bg4 ,der ,stab mu an der ,mauer1 dem ,schornstein usw4 mit eisernen ,klammern befestigt werden4 ,der ,blitz wird den ,stab1 der ein guter ,leiter ist1 nicht verlassen1 um durch diese ,klammern in die ,mauer zu fahren4 ,wenn das ,gebude sehr gro ist1 so kann man der greren ,sicherheit wegen zwei oder mehr ,stbe an verschiedenen ,stellen errichten4 ,das untere ,ende des ,stabes mu so tief in den ,boden gefhrt werden1 da es eine feuchte ,stelle erreicht4 ,wenn man den ,stab dann biegt1 um ihn horizontal sechs bis acht ,fu von der ,mauer fortlaufen zu lassen1 und ihn dann drei bis vier ,fu abwrts gehen lt1 so schtzt er alle ,steine des ,fundamentes vor ,beschdigung4 ,auf die ,einrichtung von ,blitzableitern ist 99,franklin99 besonders durch seine ,versuche ber die ,spitzenwirkung gekommen1 die er zuerst zu erklren suchte4 ,dies geschah in seinem ,briefe vom #bi4 ,juli #agdi4 99,franklin99 fhrt darin folgendes aus4 ,befinde sich die ,elektrizitt auf der ,oberflche einer ,kugel1 so habe kein ,teilchen des elektrischen ,fluidums mehr ,neigung wie ein anderes1 die ,oberflche zu verlassen1 weil die ,anziehung der ,materie auf das elektrische ,fluidum in diesem ,falle berall gleich gro sei4 ,setze man an ,stelle der ,kugel einen ,wrfel1 so werde die ,elektrizitt auf den ,flchen mehr angezogen als an den ,ecken4 ,die ,teilchen der ,elektrizitt wrden daher infolge der zwischen ihnen wirkenden ,abstoung nach den ,ecken strmen4 ,je feiner die ,spitze1 desto mehr msse diese ,abstoung1 weil sich die ,anziehung der ,materie auf der ,spitze vermindere1 zur ,geltung kommen und die ,elektrizitt dorthin strmen4 ,ebenso bekannt wie durch seine wissenschaftlichen ,erfolge ist 99,franklin99 durch die ,rolle geworden1 die er in der politischen ,geschichte seines ,vaterlandes gespielt hat4 ,whrend des amerikanischen ,unabhngigkeitskampfes hielt sich 99,franklin99 in ,paris auf1 wo er im ,jahre #aghc die ,friedensverhandlungen unterzeichnete4 ,die ,bewunderung1 welche dem schlichten und doch so bedeutenden ,manne von ganz ,frankreich gezollt wurde1 fand einen beredten ,ausdruck in dem von 99d',alembert99 an ihn gerichteten ,worte3 ,eripuit coelo fulmen sceptrumque tyrannis#bh4 ,bevor 99,franklin99 nach ,amerika zurckkehrte1 schlo er noch ,freundschafts- und ,handelsvertrge mit ,schweden und ,preuen4 ,im ,jahre #aghh zog er sich vom ffentlichen ,leben zurck4 99,franklin99 starb am #ag4 ,april #agij4 ,sein ,tod versetzte1 wie die von ,washington gehaltene ,rede bekundet1 sein ,vaterland in tiefe ,trauer4 ,auch ,europa1 wo ,mirabeau ihm einen ,nachruf widmete1 nahm lebhaften ,anteil4 ,es war ein ,augenblick1 in welchem das ,gefhl der geistigen ,zusammengehrigkeit zwischen der alten ,welt und der jungen1 neuen ,sttte der ,kultur voll zum ,ausdruck kam4 ,zwar sollte die ,mitarbeit des amerikanischen ,volkes an den ,aufgaben der ,wissenschaft nicht sobald ,platz greifen1 wie man nach den ,erfolgen eines 99,franklin99 htte erwarten mgen4 ,es harrten eben noch zu viele andere ,aufgaben ihrer ,erledigung1 so da ein volles ,jahrhundert verstreichen konnte1 bis die ,wissenschaft jenseits des ,ozeans die gleiche ,pflege fand1 die sie in den alten ,staaten ,europas geniet4 ,erwhnenswerte ,versuche ber die atmosphrische ,elektrizitt wurden auch von 99de ,romas991 99,richmann99 und 99,le ,monnier99 angestellt4 99,de ,romas99 7starb #aggf71 ein ,franzose1 wiederholte 99,franklins99 ,drachenversuch in grerem ,mastabe im ,sommer des ,jahres #agec4 ,er lie einen ,drachen von #g ,fu ,hhe an einer #ghj ,fu langen1 um einen ,eisendraht gesponnenen ,schnur #eej ,fu hoch emporsteigen4 ,die ,schnur war an einer ,blechrhre befestigt1 aus der acht ,fu lange ,funken gezogen wurden4 ,der ,physiker 99,richmann99 in ,petersburg 7#agaa-agec7 hatte eine ,stange errichtet1 an deren unterem ,ende sich ein ,elektroskop befand4 ,als er sich dem letzteren gelegentlich eines ,gewitters nherte1 wurde er von einem aus der ,stange herausfahrenden ,kugelblitz erschlagen4 ,von besonderer ,wichtigkeit waren die ,versuche des ,franzosen 99,le ,monnier994 ,diesem gelang im ,jahre #ageb der ,nachweis1 da die ,atmosphre auch elektrisch ist1 wenn kein ,gewitter1 ja nicht einmal ,wolken am ,himmel stehen4 ,auch die chemische ,wirkung der ,elektrizitt wurde schon in diesem ,zeitraum1 also noch vor der ,erfindung der galvanischen ,elemente1 bekannt4 ,die ,versuche 99,beccarias99 lieferten den ,nachweis1 da sich mit ,hilfe des ,entladungsschlages aus ,metalloxyden ,metalle herstellen lassen4 99,beccaria99 erhielt auf diesem ,wege ,zink aus ,zinkoxyd und ,quecksilber aus ,zinnober#bi4 ,als man die ,entladungen durch ,flssigkeiten hindurch vor sich gehen lie1 bemerkte man gleichfalls chemische ,wirkungen4 ,so fand 99,priestley99 im ,jahre #aggd1 da sich mit ,hilfe der ,elektrizitt aus einigen ,flssigkeiten1 z4 ,b4 aus ,alkohol1 ,wasserstoff abspalten lt4 ,unter allen ,flssigkeiten hatte stets das ,wasser in seinem ,verhalten gegenber der ,elektrizitt am lebhaftesten interessiert4 99,priestleys99 ,versuche wurden daher durch den hollndischen ,chemiker 99van ,troostwyk99 im ,jahre #aghi mit ,wasser angestellt4 ,der ,wunsch1 vielleicht auf diesem ,wege ,aufschlu ber die chemische ,natur des ,wassers zu erhalten1 war besonders durch 99,lavoisiers99 ,untersuchungen ber die ,bildung von ,wasser aus ,wasserstoff und ,metalloxyden#cj hervorgerufen worden4 ,das ,ergebnis 99van ,troostwyks99 entsprach demjenigen 99,lavoisiers99 vollkommen4 ,als 99van ,troostwyk99 die ,entladung einer ,leydener ,flasche wiederholt durch destilliertes ,wasser vor sich gehen lie1 fand eine ,zerlegung der ,flssigkeit in ihre gasfrmigen ,bestandteile statt#ca4 ,lie er den elektrischen ,funken durch das entstandene ,gasgemisch schlagen1 so verwandelte es sich wieder in ,wasser4 ,waren somit auch die chemischen ,wirkungen der ,elektrizitt schon lange vor der ,erfindung der galvanischen ,elemente bekannt1 so handelte es sich doch zunchst mehr um gelegentliche ,beobachtungen1 die nur geringe ,beachtung fanden1 da sich mit ,hilfe der ,leydener ,flasche nur unerhebliche chemische ,umsetzungen hervorrufen lieen4 ,erst als man in der ,berhrungselektrizitt eine weit geeignetere ,quelle fr chemische ,zerlegungen entdeckt hatte1 erffnete sich in der ,elektrochemie ein neues1 weites1 fr die ,wissenschaft wie fr die ,technik gleich wichtiges ,forschungsgebiet4 ,durch eine ,reihe von ,versuchen war man auch mit der physiologischen ,wirkung der ,elektrizitt bekannt geworden4 ,vor allem hatte die heftige ,erschtterung1 welche die ,leydener ,flasche bewirkt1 wenn die ,entladung durch den ,krper vor sich geht1 das ,interesse der ,forscher wie der ,laien hervorgerufen4 ,die rzte versprachen sich von diesen ,erschtterungen die gnstigsten ,erfolge4 ,man verordnete gelhmten ,kranken ein elektrisches ,bad1 indem man sie auf einer isolierenden ,unterlage ,platz nehmen und den ,konduktor der ,elektrisiermaschine berhren lie4 ,nach der ,erfindung der ,leydener ,flasche glaubte man1 nicht nur ,lhmungen1 sondern auch alle mglichen anderen ,krankheiten durch elektrische ,kuren heilen zu knnen4 ,aus der ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts liegen darber eine ,anzahl gnstiger ,krankenberichte vor#cb4 ,selbst an ,versuchen1 ,tote mit ,hilfe der ,elektrizitt wieder zu erwecken1 hat es nicht gefehlt4 ,so rasch wie die ,elektrizitt als ,allheilmittel in ,aufnahme gekommen war1 ebenso schnell kam sie aus der ,mode1 bis unsere ,zeit sie wieder in richtiger ,beschrnkung als therapeutisch wertvolles ,mittel benutzen gelernt hat4 ,ganz unbekannt waren brigens selbst den ,alten die elektrischen ,kuren nicht4 ,es wird nmlich berichtet1 da sie die tierische ,elektrizitt gegen nervse ,leiden anwandten1 indem sie den ,kranken mit dem ,zitterrochen in ,berhrung brachten1 natrlich ohne im entferntesten die ,quelle des eigentmlichen ,verhaltens dieses ,tieres zu ahnen4 ,unter den deutschen ,zeitgenossen 99,franklins99 ragen 99,wilke99 und 99,aepinus99 als ,elektriker hervor4 99,johann ,karl ,wilke99 7,wilcke7 wurde am #f4 ,september #agcb in ,wismar1 das damals noch zu ,schweden gehrte1 geboren4 99,wilke99 studierte in ,upsala1 ,gttingen und ,rostock1 wo er #ageg eine ,dissertation ber die entgegengesetzten ,elektrizitten1 eine bedeutende ,arbeit1 herausgab#cc4 ,spter wurde 99,wilke99 ,sekretr der schwedischen ,akademie der ,wissenschaften4 ,in dieser ,stellung hielt er in ,stockholm physikalische ,vorlesungen4 ,er starb am #ah4 ,april #agif4 ,in seiner ,arbeit vom ,jahre #ageg lieferte 99,wilke99 den wichtigen ,nachweis1 da beim ,aneinanderreiben zweier ,krper stets beide ,elektrizittsarten entstehen4 99,wilke99 brachte darauf die untersuchten ,stoffe in eine ,reihe1 in welcher jedes ,glied1 mit einem darauf folgenden gerieben1 positiv-elektrisch1 mit einem vorangehenden gerieben1 dagegen negativ elektrisch wird4 ,einige ,glieder dieser ,reihe sind3 ,glas1 ,wolle1 ,holz1 ,lack1 ,metalle1 ,schwefel4 ,dieser ersten ,reibungs- oder ,spannungsreihe sind spter zahlreiche ,anordnungen gefolgt1 die unter sich jedoch hin und wieder auffallende ,abweichungen zeigen4 ,dies rhrt daher1 da nicht nur die ,art des ,stoffes1 sondern auch seine ,oberflchenbeschaffenheit fr die ,stelle1 die er innerhalb der ,spannungsreihe einnimmt1 mitbestimmend ist4 ,am bekanntesten sind die ,reihen von 99,young99#cd und die von 99,faraday99 geworden4 ,erstere mag hier noch ,platz finden4 ,sie lautet3 ,glas1 ,wolle1 ,federn1 ,holz1 ,siegellack1 ,metalle1 ,harz1 ,seide1 ,schwefel4 99,wilke99 entdeckte ferner im ,jahre #ageg eine neue ,art der ,elektrizittserregung4 ,er fand nmlich1 da ,schwefel und ,harz1 wenn man sie in einer ,porzellanschale erstarren lt1 stark negativ elektrisch werden4 ,von 99,wilke99 rhrt auch die erste ,karte ber die magnetische ,inklination her4 ,von seinen ,verdiensten um die ,entwicklung der ,wrmelehre werden wir im nchsten ,abschnitt hren4 ,neben der durch ,reibung und durch atmosphrische ,vorgnge erzeugten ,elektrizitt lernte man auch die ,erregung dieser ,kraft durch physiologische ,vorgnge und durch ,wrmezufuhr kennen4 ,um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts tauchte die ,vermutung auf1 da man es in der schon von den ,schriftstellern des ,altertums erwhnten eigentmlichen ,wirkung des ,zitterrochens 7,raja torpedo7 auf den ,menschen und andere lebende ,wesen mit einer elektrischen ,erscheinung zu tun habe#ce4 ,seit 99,richers99 ,anwesenheit in ,cayenne war man auch mit dem ,zitteraal 7,gymnotus electricus7 der sdamerikanischen ,gewsser bekannt geworden4 ,indes erst ein ,jahrhundert1 nachdem 99,richer99#cf ber dieses eigentmliche ,geschpf berichtet1 hatte sich die ,elektrizittslehre soweit entwickelt1 da man die ,identitt jener physiologischen und der durch ,reibung erzeugten ,erscheinungen nachzuweisen vermochte4 ,dies geschah einmal dadurch1 da man den ,impuls durch eine ,kette von ,personen leitete1 wobei die erste und die letzte den ,fisch an der ,ober-1 beziehungsweise an der ,unterseite berhrten4 ,alle empfingen dann einen ,erschtterungsschlag1 wie ihn die ,leydener ,flasche erteilt4 ,der zweite ,nachweis bestand darin1 da man die ,entladung durch einen auf ,glas geklebten ,stanniolstreifen vor sich gehen lie1 der eine ,unterbrechung besa4 ,an der ,stelle1 wo sich diese befand1 sah man bei jedem ,schlage1 den der ,fisch bewirkte1 einen elektrischen ,funken berspringen#cg4 ,die erste wissenschaftliche ,untersuchung ber die tierische ,elektrizitt wurde im ,jahre #aggc von 99,walsh99 verffentlicht4 99,walsh99 erbrachte nicht nur die soeben erwhnten ,nachweise1 sondern er zeigte auch1 da der ,zitterrochen ,elektrizitt in einem ganz bestimmten ,organ erzeugt1 whrend der brige ,krper wie die ,gewebe jedes ,tieres nur leitend ist4 ,das elektrische ,organ liegt1 wie 99,walsh99 erkannte1 zwischen dem ,kopf und den ,brustflossen 7s4 ,abb4 #c74 ,es besteht aus vielen ,sulen1 deren jede etwa #a_/c ,zoll ,durchmesser hat4 99,walsh99 zhlte bei einigen ,zitterrochen ber #ajjj solcher ,sulen4 ,den krftigsten elektrischen ,schlag erhielt 99,walsh99 bei seinen ,versuchen1 wenn er eine leitende ,verbindung zwischen dem ,rcken und dem ,bauch des ,fisches herstellte#ch4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,querschnitt durch den ,torpedo nach der ,zeichnung 99,hunters991 der zuerst das elektrische ,organ des ,torpedos genauer untersuchte4 7,philos4 ,transact4 ,vol4 ,,lxiii4 ,tab4 ,,xx4 ,fig4 #c47 ,,aa die obere ,flche des ,fisches2 ,,bb die durchschnittenen ,muskeln des ,rckens2 ,c das ,rckenmark2 ,d der ,schlund2 ,e die linke ,kieme1 gespalten1 um den ,vorlauf des sie durchziehenden ,nerven zu zeigen2 ,f die atmende ,oberflche der rechten ,kieme2 ,,gg die ,flossen2 ,,hh die senkrechten ,sulen1 welche das elektrische ,organ zusammensetzen mit ihren horizontal verlaufenden ,abteilungen2 ,i einer der ,nerven1 welche das elektrische ,organ versorgen1 mit seinen ,verzweigungen4 ,noch eine zweite1 schon lange bekannte ,erscheinung wurde um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts als eine elektrische erkannt4 ,bei der von den ,juwelieren an ,edelsteinen blichen ,feuerprobe konnte es nicht lange verborgen bleiben1 da der ,turmalin1 wenn er auf glhende ,kohlen gelegt wird1 ,aschenteilchen anzieht und wieder von sich stt#ci4 ,dieses eigentmliche1 an das elektrische ,pendel erinnernde ,verhalten leichter ,krper dem erwrmten ,turmalin gegenber wurde von 99,aepinus99#dj genauer untersucht4 ,letzterer fand1 da die ,erscheinung nur bei ungleicher ,erwrmung der beiden ,enden des ,kristalls eintritt1 sowie da diese dabei entgegengesetzt elektrisch werden4 ,ein solcher ,kristall1 meint 99,aepinus991 sei einem ,magneten zu vergleichen1 der ja auch an den beiden ,polen ein entgegengesetztes ,verhalten zeige#da4 ,er habe am ,turmalin eine doppelte ,elektrizitt entdeckt und deutlich unterschieden1 davon die erstere auf die gewhnliche ,art durch ,reiben1 die andere aber durch einen gewissen ,grad der ,wrme1 die man dem ,steine beibringe1 erweckt werde4 ,diejenige ,elektrizitt1 welche der ,stein durch ,reiben bekommt1 war von der ,elektrizitt der glasartigen ,krper nicht zu unterscheiden4 ,wurde der ,turmalin aber erwrmt1 so wurde die eine ,seite positiv1 die andere negativ elektrisch4 ,der erwrmte ,turmalin zeigte also1 wie der ,magnet eine doppelte ,magnetkraft besitzt1 beide ,arten der ,elektrizitt zugleich#db4 ,eine weitere ,analogie zwischen einem ,magneten und einem elektrisierten ,krper entdeckte 99,aepinus99 in der ,influenz4 ,wie ein ,eisenstab in der ,nhe eines ,magneten magnetisch werde1 so bringe ein elektrisierter ,krper an einem benachbarten hnliche ,wirkungen hervor4 99,aepinus99 nahm einen ,metallstab1 der auf glsernen ,unterlagen ruhte und brachte an das eine ,ende einen elektrisierten ,krper heran1 doch so1 da der ,stab in einiger ,entfernung davon blieb4 ,dasjenige ,ende des ,metallstabes1 welches dem elektrisierten ,krper zugewendet war1 bekam dann die entgegengesetzte1 das entferntere ,ende dagegen dieselbe ,elektrizitt1 welche der elektrisierte ,krper besa1 mit dem man den ,versuch anstellte4 ,bei einer geringen ,abnderung des ,versuches wurde jedoch eine groe ,verschiedenheit der ,erscheinungen wahrgenommen4 99,aepinus99 brachte nmlich einen metallenen1 auf glserner ,unterlage befindlichen ,stab einem elektrisierten ,krper so nahe1 da eine unmittelbare ,berhrung stattfand4 ,dann erhielt der zu elektrisierende ,stab seiner ganzen ,lnge nach nur diejenige ,art von ,elektrizitt1 welche derjenige ,krper besa1 mit dem man ihn berhrt hatte4 ,die ,beobachtung1 da sowohl der durch ,erwrmung wie der durch ,influenz elektrisierte ,krper an beiden ,enden entgegengesetzte ,elektrizitten aufweist1 veranlate 99,aepinus991 eine ,analogie zwischen den elektrischen und den magnetischen ,erscheinungen1 bei denen bekanntlich stets eine solche ,polaritt wahrgenommen wird1 zu behaupten4 ,die ,zeit1 den innigen ,zusammenhang dieser ,naturkrfte zu erkennen1 war jedoch noch nicht gekommen4 ,es war dies vielmehr eine der wichtigsten ,aufgaben1 welche der naturwissenschaftlichen ,forschung des #ai4 ,jahrhunderts vorbehalten blieb#dc4 ,sehr zutreffend waren auch die ,ansichten1 welche 99,aepinus99 ber das ,verhltnis zwischen ,leitern und ,nichtleitern entwickelte4 ,zwischen beiden ,gruppen von ,stoffen besteht nach ihm kein grundstzlicher ,unterschied4 ,dieser beruht nur auf den ,unterschieden1 den der ,widerstand und in ,verbindung damit die ,leitungsgeschwindigkeit fr die verschiedenen ,krper aufweisen4 ,leiter sind danach solche ,stoffe1 deren ,widerstand sehr klein1 ,nichtleiter solche1 deren ,widerstand sehr gro ist4 ,deshalb erfordert die ,entladung durch letztere weit mehr ,zeit4 ,auf diese ,anschauung hat spter 99,faraday99 seine ,theorie vom elektrischen ,rckstand gegrndet4 ,mit der ,pyroelektrizitt des ,turmalins hat sich von den ,zeitgenossen des 99,aepinus99 besonders der ,chemiker und ,mineraloge 99,tobern ,bergman99 beschftigt4 99,bergman99 7#agce-aghd7 war ,professor der ,chemie zu ,upsala4 ,er zeigte1 da der ,turmalin nicht durch die ,erwrmung als solche1 sondern durch das ,hervorrufen einer ,temperaturdifferenz elektrisch wird4 ,war die ,temperatur des ,kristalls konstant1 so war er unelektrisch1 mochte die ,temperatur hoch oder niedrig sein4 ,whrend der ,temperaturzunahme war das eine ,ende positiv1 das andere negativ4 ,whrend der ,abkhlung kehrten sich die ,pole um4 ,in einem spteren1 der ,mineralogie gewidmeten ,abschnitt wird uns das an dem ,turmalin entdeckte pyroelektrische ,verhalten weiter beschftigen4 ,einen gewissen ,abschlu fanden die ,entdeckungen auf dem ,gebiete der statischen ,elektrizitt durch 99,coulombs99 erfolgreiche ,bemhungen1 messend an die bis dahin vorzugsweise nur in der ,art ihrer ,wirkungen erforschte ,naturkraft heranzutreten4 99,charles ,augustin ,coulomb99 wurde am #ad4 ,juni #agcf in ,angoulme geboren4 ,sein ,entwicklungsgang hat eine gewisse hnlichkeit mit demjenigen 99,otto von ,guerickes994 ,wie letzterer war nmlich 99,coulomb99 ausgehend von der ,ingenieurkunst zur ,behandlung wissenschaftlicher ,fragen gekommen4 ,die physikalischen ,untersuchungen 99,coulombs99 knpfen1 wie wir gleich sehen werden1 smtlich an technische ,probleme an4 99,coulomb99 studierte in ,paris1 wurde ,offizier des ,geniekorps und kam als solcher nach ,martinique1 wo er die ,anlage von ,befestigungen leitete4 ,im ,jahre #aggf kehrte er nach ,frankreich zurck und begann dort1 sich mit technisch-mechanischen ,untersuchungen zu befassen4 ,insbesondere beschftigte er sich mit der ,reibung1 der ,torsion und der ,festigkeit der ,krper4 ,seine erste ,abhandlung betraf die ,festigkeit eines horizontalen1 mit dem einen ,ende eingemauerten und am anderen ,ende belasteten ,balkens von rechteckigem ,querschnitt4 ,fr das ,gewicht ,q1 bei welchem der ,balken zerbricht1 fand 99,coulomb99 den ,wert #a_/fk7bh#b7_/l1 wenn k den ,koeffizienten der ,zugfestigkeit1 b die ,breite1 h die ,hhe des ,querschnittes und l die ,lnge des ,balkens bedeutet4 hnliche ,untersuchungen stellte 99,coulomb99 ber die ,festigkeit von ,sulen1 die in der ,richtung ihrer ,achse belastet werden1 sowie ber den ,erddruck bei ,futtermauern an4 ,auch die ,theorie der einfachen ,maschinen machte 99,coulomb99 unter ,bercksichtigung der ,steifigkeit der ,seile und der ,reibung zum ,gegenstande einer ,abhandlung4 ,letztere trug ihm im ,jahre #agha einen ,preis und die ,mitgliedschaft der ,akademie der ,wissenschaften ein4 ,um den ,reibungskoeffizienten zu bestimmen1 lie 99,coulomb99 die zu untersuchende ,substanz auf einer ,unterlage von gleichem ,material gleiten und ermittelte die zur ,fortbewegung erforderliche ,zugkraft#dd4 ,illustration3 ,abb4 #d4 99,coulombs99 elektrische ,wage4 ,auf das ,gebiet des ,magnetismus und der ,elektrizittslehre wurde 99,coulomb99 dadurch gefhrt1 da die ,akademie einen ,preis fr die beste ,konstruktion des ,schiffskompasses aussetzte4 ,im ,anschlu an eine dadurch angeregte ,untersuchung und unter ,verwertung seiner ,forschungen ber die ,festigkeit in allen ihren ,formen1 insbesondere die ,torsionsfestigkeit1 erfand 99,coulomb99 im ,jahre #aghe seine ,torsions- oder ,drehwage4 ,von der ,einrichtung und dem ,gebrauch dieses ,instruments gibt uns die nebenstehende ,abb4 #d ,kenntnis#de4 ,ein ,glaszylinder ,,abcd von etwa #cj cm ,hhe wurde mit einer doppelt durchbohrten ,glasplatte bedeckt4 ,durch ihre ,mitte ist ein frei hngender1 an der ,scheibe 99op99 befestigter ,silberdraht 99qp99 gefhrt1 der an seinem unteren ,ende die zu elektrisierende1 mglichst isolierte ,kugel a trgt4 ,ein ,scheibchen g hat nur die ,aufgabe1 der ,kugel a das ,gegengewicht zu halten4 ,die ,verbindung zwischen a und g besteht aus einem mit ,siegellack berzogenen ,seidenfaden4 ,die ,scheibe 99op991 welche den ,silberfaden trgt1 und der ,umfang des groen ,glaszylinders besitzen ,gradeinteilungen4 ,die in der ,abbildung rechts dargestellten ,teile 7,h dient zur ,fassung der ,gradscheibe ,g7 werden beim ,gebrauch der ,drehwage vereinigt und in der ber dem ,zylinder befindlichen1 etwa einen halben ,meter langen ,glasrhre untergebracht4 ,durch die seitliche ffnung des ,glasdeckels werden elektrisierte ,kugeln 7d7 eingefhrt1 deren ,wirkung auf den in der ,schwebe befindlichen elektrisierten ,krper a man messen will4 ,ein ,ma fr die abstoenden ,krfte ist in der ,torsion des ,silberdrahtes gegeben4 ,die ,gre dieser ,torsion1 welche die ,kugel a in ihre ursprngliche ,lage zurckzudrehen strebt1 kann an der ,gradeinteilung abgelesen werden4 ,illustration3 ,abb4 #e4 99,coulombs99 ,untersuchung der ,torsion4 ,seine ,arbeiten ber die ,torsion von ,fden und ,metalldrhten hatte 99,coulomb99 ein ,jahr vor der ,erfindung der ,drehwage verffentlicht#df4 ,die ,methode1 welche er anwandte1 ist diejenige der ,schwingungen oder ,oszillationen4 ,er wies nmlich nach1 da die ,schwingungen eines schweren1 an einem ,faden aufgehngten ,krpers 7,abb4 #e7 isochron sind4 ,ist dies der ,fall1 dann mu auch die ,torsionskraft dem ,torsionswinkel proportional sein4 ,das ,ergebnis seiner ,beobachtungen an ,drhten verschiedener ,lnge 7l7 und ,dicke 7,d7 konnte 99,coulomb99 durch folgende ,formel darstellen3 ,das ,drehungsmoment der ,torsionskraft ist ,b,d#d_/l4 ,in dieser ,formel bedeutet eine charakteristische ,konstante des ,materials und ,b den ,torsionswinkel4 99,coulombs99 ,torsionswage beruht auf der von ihm entdeckten ,eigenschaft der ,drhte1 eine dem ,torsionswinkel proportionale ,gegenkraft zu besitzen4 ,um die feinsten elektrischen und magnetischen ,wirkungen messen zu knnen1 whlte 99,coulomb99 den ,torsionsdraht so fein1 da ein ,torsionswinkel von einem ,grad einer ,torsionskraft von #a_/ajj1jjj ,gran entsprach4 ,wurde der ,aufhngefaden einem ,kokon entnommen1 so gengte schon eine ,kraft von #a_/fj1jjj ,gran1 um den ,faden um #cfj ,grade zu tordieren4 ,das wichtigste ,ergebnis der 99,coulomb99schen ,versuche besteht in dem ,nachweise1 da die abstoende ,kraft zweier kleiner1 gleichartig elektrisierter ,kugeln im umgekehrten ,verhltnis zum ,quadrat des ,abstandes der ,mittelpunkte beider ,kugeln steht#dg4 ,den ,nachweis dieses wichtigen ,grundgesetzes lieferte 99,coulomb99 in folgender ,weise4 ,er stellte die ,scheibe 99op99 7siehe ,abb4 #e7 so ein1 da die ,kugel a unter der seitlichen ffnung des ,glasdeckels stand4 ,elektrisiert man nun die ,kugel d und fhrt sie durch die ffnung bis zur ,berhrung mit der beweglichen ,kugel a ein1 so nehmen beide ,kugeln die gleiche elektrische ,ladung von gleicher ,dichtigkeit an4 ,es erfolgt ,abstoung um #cf ,grade4 ,jetzt wird der ,torsionskreis entgegengesetzt zur ,ablenkung gedreht1 bis letztere nur noch #ah ,grad betrgt4 ,die ,entfernung betrgt somit die ,hlfte1 whrend die ,torsion jetzt #abf #ah #add1 also das ,vierfache betrgt4 ,um die ,kugeln auf #a_/d der ursprnglichen ,entfernung einander zu nhern1 mute man die ,torsion des ,aufhngefadens auf #egf ,grad1 mithin auf das ,sechszehnfache bringen4 ,aus diesen ,versuchen folgt das oben erwhnte ,grundgesetz4 ,in seiner zweiten ,abhandlung vom ,jahre #aghe dehnte 99,coulomb99 seine ,untersuchung auf die anziehende ,kraft elektrisierter ,krper und auf die abstoende und anziehende ,kraft magnetisierter ,krper aus4 ,er gelangte zu folgenden ,ergebnissen3 #a4 ,die abstoende wie die anziehende ,wirkung zweier elektrisierten ,kugeln und folglich zweier elektrischen ,molekle steht im geraden ,verhltnis der ,dichtigkeit der ,elektrizitt und ist umgekehrt proportional dem ,quadrate der ,entfernung4 #b4 ,die anziehende und abstoende ,kraft des ,magnetismus steht gleichfalls im geraden ,verhltnis zu den ,dichtigkeiten und im umgekehrten ,verhltnis zum ,quadrat des ,abstandes der magnetischen ,molekle4 ,eine ,fehlerquelle der ersten ,versuche bestand in dem im ,verlaufe des ,versuches vor sich gehenden ,elektrizittsverlust4 ,um den durch ,abgabe an die ,luft und die ,aufhngevorrichtung entstehenden ,verlust an ,elektrizitt in ,rechnung ziehen zu knnen1 war eine weitere ,untersuchung erforderlich1 die in der dritten ,abhandlung vom ,jahre #aghe mitgeteilt wurde4 ,aus dieser ,untersuchung ergab sich1 da die ,zerstreuung mit dem ,wassergehalt der ,luft wchst4 ,und zwar ergab sich der ,zerstreuungskoeffizient direkt proportional den ,graden des von 99,saussure99 erfundenen1 an anderer ,stelle beschriebenen ,haarhygrometers#dh4 ,schlielich wandte sich 99,coulomb99 noch der ,verteilung der ,elektrizitt zu4 ,er bedeckte eine isolierte ,metallkugel mit zwei halbkugelfrmigen ,schalen1 die mit isolierenden ,handhaben versehen waren4 ,nachdem er das ,ganze elektrisiert hatte1 nahm er die ,schalen fort4 ,es zeigte sich1 da die ,kugel vllig unelektrisch1 die ,schalen dagegen elektrisch waren#di4 ,wurde die ,kugel allein elektrisiert und wurden die ,schalen dann darauf gesetzt1 so erhielt man nach der ,trennung dasselbe ,ergebnis1 wie beim ersten ,versuch#ej4 ,illustration3 ,abb4 #f4 99,coulombs99 ,versuch ber die ,verteilung der ,elektrizitt4 ,die beiden ,grundgesetze ber die ,verteilung der ,elektrizitt sprach 99,coulomb99 in folgender ,fassung aus3 #a4 ,die ,elektrizitt verbreitet sich in allen leitenden ,krpern gem ihrer ,gestalt1 ohne da sie eine auswhlende ,anziehung fr einen ,krper gegenber einem anderen zu haben scheint4 #b4 ,in einem elektrisierten leitenden ,krper verbreitet sich die ,elektrizitt auf der ,oberflche des ,krpers1 dringt aber nicht in das ,innere ein4 ,sowohl 99,coulomb99 wie auch 99,cavendish99 erkannten1 da die ,eigenschaft der ,elektrizitt1 sich auf der ,oberflche der leitenden ,krper auszubreiten und nicht in das ,innere dieser ,krper einzudringen1 eine ,folge des ,gesetzes von der ,abstoung nach dem umgekehrten ,quadrat der ,entfernung sei4 ,mit 99,coulomb99 findet die erste ,periode in der ,entwicklung der ,elektrizittslehre ihren ,abschlu4 ,seine ,arbeiten galten der ,elektrostatik und brachten dieses ,gebiet zu hoher ,vollendung4 ,auf das die ,wirkung der elektrischen ,krfte vermittelnde ,dielektrikum nahm 99,coulomb99 noch keine ,rcksicht4 ,das geschah erst in der neuesten1 durch 99,faraday99 erffneten ,periode der ,elektrizittslehre4 ,fr 99,coulomb99 waren die elektrische ,anziehung und ,abstoung wie die 99,newton99sche ,gravitation ,fernkrfte1 die momentan durch den leeren ,raum hindurch wirken4 ,dieser ,umstand tut indessen dem ,wert der 99,coulomb99schen ,arbeiten keinen ,abbruch1 da sie nur den ,anspruch erheben1 mustergltige ,messungen unter ,ausschlu jeder ,spekulation zu sein4 ,als solche bildeten sie die ,grundlage1 auf welche die nachfolgende ,generation die mathematische ,theorie der elektrischen und magnetischen ,erscheinungen aufzubauen vermochte1 eine ,aufgabe1 die mit ,hilfe der hheren ,analysis1 insbesondere der ,potentialtheorie1 in den ersten ,jahrzehnten des #ai4 ,jahrhunderts gelst wurde#ea4 #c4 ,praktische und theoretische ,fortschritte auf dem ,gebiete der ,wrmelehre4 ,whrend der ,hauptanreiz zum ,studium der elektrischen ,phnomene in dem ,wunderbaren und ,auergewhnlichen lag1 das sich in ihnen offenbart1 wandte man sich den ,erscheinungen der ,wrme mit wachsendem ,interesse zu1 seitdem man die bewegende ,kraft des ,dampfes kennen und verwerten gelernt hatte4 ,durch die ,versuche 99,herons von ,alexandrien99 war schon das ,altertum mit den uerungen dieser ,kraft bekannt geworden4 ,dazu waren seit ,beginn der neueren ,zeit die ,bemhungen 99,portas99 und anderer gekommen4 ,der grundlegende ,versuch1 der zur ,erfindung der ,dampfmaschine fhrte1 von welcher doch erst die ,rede sein konnte1 sobald die unter dem ,namen der einfachen ,maschinen bekannten ,mechanismen durch den ,dampf in ,bewegung gesetzt wurden1 rhrt von 99,papin99 her4 ,es ist dies ein ,versuch1 der noch heute im elementaren ,physikunterricht angestellt wird4 99,papin99 verdampfte ,wasser in einem zylindrischen ,gef1 in dem sich ein luftdicht schlieender1 beweglicher ,kolben befand 7siehe ,abbildung #g74 ,dieser ,kolben wurde beim ,erhitzen durch den ,dampf emporgehoben1 bei einer darauf folgenden ,abkhlung aber infolge des ,luftdruckes wieder abwrts bewegt4 ,die ,lsung1 welche 99,papin99 gab1 war indes mehr eine theoretische als eine praktisch verwertbare4 ,die von 99,papin99 ersonnene ,vorrichtung wird uns durch seine in ,abb4 #g wiedergegebene ,zeichnung erlutert4 99,papin99 verffentlichte#eb seine ,erfindung unter dem ,titel3 ,neues ,verfahren1 bedeutende bewegende ,krfte zu billigen ,preisen zu erhalten4 ,der erhoffte ,erfolg trat erst ein1 als der englische ,mechaniker 99,newcomen99 auf ,veranlassung der ,royal ,society sich mit dem 99,papin99schen ,entwurf beschftigte4 ,die wesentlichste ,verbesserung1 die 99,newcomen99 an der atmosphrischen ,maschine anbrachte1 bestand in der ,verbindung der ,kolbenstange mit einem ,balancier4 99,papins99 ,bemhen war darauf gerichtet gewesen1 die geradlinige ,bewegung des ,kolbens in eine kreisfrmige umzusetzen1 um auf diese ,weise ein von ihm erbautes ,rderboot zu treiben#ec4 ,illustration3 ,abb4 #g4 99,papins99 erste ,dampfmaschine4 ,,aa ist der eiserne ,zylinder1 ,,bb der ,kolben1 ,,dd die ,kolbenstange1 ,,ii der ,deckel des ,zylinders4 ,der um ,f drehbare ,hebel ,,ee wurde durch die ,kolbenstange in ,bewegung gesetzt4 ,eine ,feder ,g drckt den ,hebel fortwhrend in eine ,nut der ,kolbenstange4 ,der ,kolben besa eine ,durchbohrung1 um beim erstmaligen ,herabdrcken die im ,zylinder befindliche ,luft entweichen zu lassen4 ,,mm ist eine ,stange1 welche die erwhnte ,durchbohrung nach dem ,herabdrcken des ,kolbens verschlo4 ,beim ,erhitzen drckte der ,dampf den ,kolben nach oben1 beim ,abkhlen wirkte nur der ,luftdruck4 ,die ,maschine war also eine atmosphrische4 ,technische ,erfindungen von epochemachender ,bedeutung lassen sich meist auf ein zwingendes ,bedrfnis zurckfhren4 ,ein solches war es auch1 das eine brauchbare ,dampfmaschine gerade zur rechten ,zeit und an rechter ,stelle ins ,leben treten lie4 ,in ,england war man schon im ,mittelalter auf die ,schtze aufmerksam geworden1 den der ,boden in den mineralischen ,brennstoffen enthlt4 ,in dem ,mae1 in welchem das ,land den ,schmuck seiner ,wlder einbte1 nahm der ,abbau der ,steinkohle an ,umfang zu4 ,man mute die vorhandenen ,flze bis in immer grere ,tiefen verfolgen und befand sich schlielich der ,unmglichkeit gegenber1 durch ,tier- und ,menschenkraft die ,wasserhaltung in den ,gruben zu bewerkstelligen4 ,diesem ,zwecke wurde nun im #ah4 ,jahrhundert der ,dampf dienstbar gemacht4 ,nach vielen mhsamen ,versuchen gelang es 99,newcomen991 im ,jahre #agab eine nach 99,papins99 ,idee gebaute ,maschine in ,gang zu setzen4 ,sie machte zwar nur zehn ,hube in der ,minute1 frderte aber schon eine ,wassermenge1 zu deren ,bewltigung vorher #ej ,pferde und die sechsfachen ,kosten erforderlich waren4 ,bei der ,maschine 99,newcomens99 7siehe ,abbildung #h7 fiel wie bei derjenigen 99,papins99 dem ,dampf nur die ,aufgabe zu1 den ,kolben t emporzuheben und durch ,vermittlung des ,balanciers das ,pumpengestnge hinabzulassen4 ,die weit grere bewegende ,kraft1 die zum ,heben des ,wassers erforderlich ist1 rhrte nicht vom ,druck des ,dampfes1 sondern von dem nach seiner ,verdichtung auf den ,kolben wirkenden ,luftdruck her4 ,war nmlich der ,kolben gehoben und das ,ventil bei d geschlossen1 so wurde der ,dampf dadurch verdichtet1 da man ,khlwasser auf den ,kolben go4 ,illustration3 ,abb4 #h4 99,newcomens99 ,dampfmaschine4 ,alsbald zeigte es sich1 da ,maschinen mit geringen ,undichtigkeiten1 bei denen das ,khlwasser unter den ,kolben trat und dadurch mit dem ,dampf in unmittelbare ,berhrung kam1 weit schneller arbeiteten4 ,diese ,beobachtung fhrte dazu1 da man das ,wasser absichtlich in den mit ,dampf gefllten ,raum einspritzte1 ein ,geschft1 das zunchst einen besonderen ,wrter erforderte4 ,spter kam man auf den ,gedanken1 die ,hhne mit dem ,balancier zu verbinden1 durch dessen ,spiel sie fortan geffnet und geschlossen wurden#ed4 ,in der ihr von 99,newcomen99 gegebenen ,gestalt leistete die ,dampfmaschine den ,kohlengruben ,englands bis ber die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts wichtige ,dienste1 ohne die ,aufmerksamkeit der ,physiker sonderlich zu erregen4 ,da erhielt ein junger ,mechaniker namens 99,james ,watt99#ee1 den die ,universitt ,glasgow mit der ,instandhaltung ihrer ,apparate betraut hatte1 den ,auftrag1 das ,modell der 99,newcomen99schen ,maschine auszubessern4 ,der kleine ,apparat fesselte 99,watt99 in solchem ,grade1 da er sein ,leben der ,vervollkommnung der ,dampfmaschine widmete4 ,als den grten ,mangel erkannte er den ,umstand1 da die ,wnde des ,cylinders durch das eingefhrte ,wasser immer wieder abgekhlt wurden und nach jedem ,hube durch den einstrmenden ,dampf von neuem erwrmt werden muten4 ,diesen belstand beseitigte 99,watt99 dadurch1 da er den ,dampf auerhalb des ,zylinders in einem besonderen ,kondensator verdichtete1 so da der ,zylinder1 der auerdem mit schlechten ,wrmeleitern umgeben wurde1 die ,temperatur des ,dampfes beibehielt4 ,durch diese ,verbesserungen1 die 99,watt99 im ,jahre #agfe anbrachte1 wurde eine betrchtliche ,ersparnis an ,brennmaterial erzielt4 ,einige ,jahre spter erfolgte die grundstzliche nderung der ,maschine#ef1 indem 99,watt99 hochgespannten ,dampf abwechselnd von beiden ,seiten auf den ,kolben wirken und so aus der atmosphrischen die eigentliche ,dampfmaschine entstehen lie4 ,weitere ,verbesserungen betrafen die ,anwendung von l und ,wachs als ,mittel zum ,abdichten der ,maschinenteile1 sowie die ,regelung des ,ganges vermittelst des ,zentrifugalpendels4 ,ein weites ,feld fr neue ,anwendungen erffnete sich1 nachdem es 99,watt99 gelungen war1 die geradlinige ,bewegung der ,kolbenstange in eine drehende umzusetzen4 ,nun erst konnte an eine bertragung der ,kraft auf grere ,entfernungen1 sowie an eine ,fortbewegung von ,schiffen und ,wagen vermittelst der ,dampfmaschine gedacht werden4 ,letztere wurde bald eins der wichtigsten ,mittel zur ,belebung des ,gewerbfleies und damit zur ,frderung der gesamten ,kultur4 ,noch bevor 99,james ,watt99 am #ai4 ,august des ,jahres #ahai starb1 hatte 99,fultons99 ,dampfschiff die ,fluten des ,hudson durchfurcht#eg und 99,stephenson99 seine erste ,lokomotive laufen lassen4 ,letzteres geschah am #be4 ,juli #ahad4 ,diese ,lokomotive lief auf einer ,kohlenbahn und zog #h ,wagen von #cjjjj kg ,gewicht bei einer ,steigung von #a 3 #dej4 ,die ,geschwindigkeit betrug #f1d km in der ,stunde#eh4 ,schon #f ,jahre frher hatte ein anderer ,englnder seinen ,landsleuten eine kleine ,lokomotive vorgefhrt1 die bei einem ,dampfdruck von nahezu #c ,atmosphren #bd km in der ,stunde zurcklegte und den ,namen ,catch me1 who can6 erhielt#ei4 ,trotzdem wurde erst im ,jahre #ahcj die erste1 dem ,verkehr dienende ,eisenbahnlinie ,liverpool-,manchester von 99,stephenson99 fertiggestellt4 ,der ,aufschwung1 den ,gewerbe1 ,handel und ,verkehr durch ,mnner erfuhren1 die gleich 99,watt99 und 99,stephenson99 eine auf den ,grundlagen der ,physik beruhende ,technik schufen1 kam mittelbar in stetig wachsendem ,mae der ,wissenschaft wieder zugute4 ,so lie es sich beispielsweise schon 99,watt99 angelegen sein1 das vor ihm nicht bekannte ,volumverhltnis des ,wassers im flssigen und im dampffrmigen ,zustande zu ermitteln4 ,mute es ihm doch darauf ankommen zu wissen1 wie oft sein ,zylinder durch das ,verdampfen einer bestimmten ,wassermenge mit gespanntem ,dampf gefllt werden konnte4 99,watt99 ermittelte1 da sich das ,wasser bei der ,umwandlung in ,dampf etwa auf das #agjj;fache seines ,volumens ausdehnt4 ,eine ,untersuchung ber die ,verdichtung des ,dampfes lie 99,watt99 schon erkennen1 da die ,kondensationswrme des ,wasserdampfes sich auf #ecd ,wrmeeinheiten beluft4 99,watt99 bediente sich nur niedriger ,spannungen4 ,er gelangte indessen schon dazu1 die ,expansion des ,dampfes zu verwerten4 ,um die ,expansion verfolgen und dadurch ein ,urteil ber die ,arbeitsleistung des ,dampfes gewinnen zu knnen1 konstruierte 99,watt99 den heute noch bei der ,aufnahme von ,diagrammen blichen ,federindikator4 ,dem ,andenken 99,watts99 wurde in der ,westminsterabtei ein ,denkmal mit folgender ,inschrift errichtet3 ,nicht um einen ,namen zu verewigen1 ,der dauern wird1 so lange die ,knste des ,friedens blhen1 ,sondern1 um zu zeigen1 ,da die ,menschheit denjenigen ,ehre zollt1 ,denen sie ,dank schuldet1 ,haben der ,knig1 seine ,diener1 sowie zahlreiche ,edle ,und ,brger des ,knigreichs 99,james ,watt99 dieses ,denkmal errichtet4 ,seinem ,genie gelang es1 ,auf dem ,wege des ,versuches ,die ,dampfmaschine zu verbessern4 ,er hob dadurch den ,reichtum seines ,vaterlandes1 ,vergrerte die ,macht der ,menschen ,und stieg zu hohem ,range ,unter den groen ,frderern der ,wissenschaft1 ,den wahren ,wohlttern der ,menschheit4 ,gleich der ,dampfmaschine empfing im ,laufe des #ah4 ,jahrhunderts ein zweites1 aus dem ,studium der ,wrmeerscheinungen hervorgegangenes ,werkzeug seine endgltige ,gestalt4 ,es war das ,thermometer4 ,wir haben die ,verdienste 99,galileis99 und der ,accademia del ,cimento um die ,erfindung dieses ,instrumentes kennen gelernt#fj4 ,von seiner ,vervollkommnung hingen die ,fortschritte auf dem ,gebiete der ,wrmelehre in erster ,linie ab4 ,ja1 das ,streben nach einer solchen ,vervollkommnung allein hat eine ganze ,anzahl von wichtigen ,entdeckungen zur ,folge gehabt4 ,die ,mitglieder der ,accademia del ,cimento hatten sich bei ihren ,untersuchungen zwar schon wirklicher1 auf der ,ausdehnung von ,weingeist beruhender ,thermometer1 indes noch einer willkrlichen ,skala bedient4 ,durch ein ,mitglied der ,accademia del ,cimento#fa erfolgte #afid der ,vorschlag1 den ,gefrier- und den ,siedepunkt des ,wassers als ,fixpunkte zu benutzen4 ,da diese ,temperaturpunkte konstant sind1 erkannten gegen das ,ende des #ag4 ,jahrhunderts mehrere ,forscher4 ,so machte 99,halley99 #afic auf die ,bestndigkeit des ,siedepunktes aufmerksam4 ,noch frher war die ,konstanz des ,schmelzpunktes den ,mitgliedern der ,accademia aufgefallen4 ,trotzdem kamen die ,florentiner ,physiker nicht auf den ,gedanken1 diese ,punkte zur ,einrichtung einer ,thermometerskala zu verwenden4 ,und ebensowenig dachten 99,halley99 und 99,hooke991 die sich in ,england eingehend mit ,thermometrie beschftigten1 an eine ,verwendung der erwhnten ,fixpunkte4 ,es handelte sich zunchst darum1 den ,gang der ,ausdehnung von ,weingeist1 ,wasser1 ,quecksilber und anderen ,flssigkeiten nher zu untersuchen1 eine ,aufgabe1 mit der sich vor allem 99,halley99#fb befat hat4 ,als ,ausdehnungskoeffizienten des ,quecksilbers fr eine ,temperaturerhhung vom ,schmelzpunkt bis zum ,siedepunkt des ,wassers fand 99,halley99 #a_/gd4 ,diese ,ausdehnung hielt er fr so gering1 da er ,bedenken trug1 das ,quecksilber als ,thermometerflssigkeit in ,vorschlag zu bringen4 ,andererseits machte er darauf aufmerksam1 da die ,ausdehnung des ,quecksilbers die ,angaben des ,barometers beeinflussen msse1 ohne da er indessen die ,notwendigkeit einer ,wrmekorrektur dieses ,instrumentes schon hervorgehoben htte4 ,als oberen ,fixpunkt brachte 99,halley99 die ,siedetemperatur des ,alkohols in ,vorschlag1 als unteren empfahl er die ,temperatur tiefer ,keller1 weil er diese ,temperatur fr leichter bestimmbar hielt als diejenige schmelzender ,flssigkeiten4 ,die ,aufgabe1 wirklich gut vergleichbare1 fr den wissenschaftlichen ,gebrauch geeignete ,thermometer zu schaffen1 hat kein gelehrter ,physiker1 sondern ein ,mann von praktischem ,blick und ,geschick1 der ,deutsche 99,fahrenheit991 gelst4 99,fahrenheit99 wurde #afhf in ,danzig geboren4 ,er kam als ,kaufmann nach ,holland1 wo die ,kunst1 ,glasapparate fr den praktischen und wissenschaftlichen ,gebrauch zu verfertigen1 seit ,alters in ,blte stand4 99,fahrenheit99 widmete sich dieser ,kunst4 ,er starb in ,amsterdam im ,jahre #agcf4 99,fahrenheits99 ,aufgabe1 die er mit allen ihm zu ,gebote stehenden wissenschaftlichen ,mitteln1 aber im geschftlichen ,interesse verfolgte1 betraf die ,verfertigung brauchbarer ,thermometer4 ,seine ersten ,thermometer waren mit ,weingeist gefllt und schon vor #agaj in vielen nrdlichen ,stdten ,europas in ,gebrauch4 ,es wird berichtet#fc1 da der ,philosoph 99,christian ,wolf99 in ,halle sich ber den bereinstimmenden ,gang zweier ,thermometer1 die er von 99,fahrenheit99 erhalten hatte1 nicht genug wundern konnte4 99,fahrenheit99 hatte gelesen1 da die ,hhe der ,quecksilbersule im ,barometer von der ,temperatur abhngig sei4 ,dies brachte ihn um #agbj auf den ,gedanken1 das ,quecksilber als ,thermometerflssigkeit anzuwenden4 ,seiner ,skala legte er drei ,punkte zugrunde3 #a4 ,den ,punkt strengster ,klte1 wie man ihn durch ,mischung von ,wasser1 ,eis und ,salmiak erhlt4 ,er bezeichnete diesen ,punkt mit ,null und hielt ihn fr den absoluten ,wrmenullpunkt4 #b4 ,den ,schmelzpunkt des ,eises1 den er mit #cb bezeichnete4 #c4 ,die ,temperatur im ,innern des ,mundes oder die ,blutwrme1 auf deren ,bestndigkeit schon die ,florentiner aufmerksam geworden waren#fd4 99,fahrenheit99 bezeichnete diesen ,wrmegrad mit #if4 ,wahrscheinlich hat er auerdem bei der ,regelung der ,skala den ,siedepunkt des ,wassers verwertet#fe1 diesen ,umstand indessen1 und zwar wohl aus geschftlichen ,rcksichten1 verschwiegen4 99,fahrenheit99 bestimmte auch die ,siedepunkte verschiedener ,flssigkeiten4 ,er verffentlichte ber diesen ,gegenstand im ,jahre #agbd eine ,tafel1 aus der folgende ,werte mitgeteilt seien3 ,alkohol #agf ,reines ,wasser #bab ,schwefelsure #edf4 ,fr die untersuchten ,flssigkeiten wurden die spezifischen ,gewichte genau ermittelt1 damit die erhaltenen ,angaben mit spteren ,untersuchungen vergleichbar seien#ff4 ,da fr reines ,wasser der ,siedepunkt nach dieser ,skala #bab und da der ,fundamentalabstand #ahj ,grade betrgt1 war nicht1 wie man oft meint1 eine ursprngliche ,festsetzung1 sondern diese ,zahlen folgen erst aus den angenommenen ,fixpunkten #j1 #cb1 #if4 ,die ,angabe1 da der ,siedepunkt des ,wassers #bab ,grad betrage1 wird von 99,fahrenheit99 in einer ,abhandlung1 die gleichfalls aus dem ,jahre #agbd stammt1 durch eine wichtige ,entdeckung eingeschrnkt4 99,fahrenheit99 teilt darin#fg nmlich mit1 er habe erkannt1 da jener ,punkt bei derselben ,schwere der ,atmosphre fest sei1 da er sich aber bei vernderter ,schwere der ,atmosphre in verschiedenem ,sinne ndere4 ,auch die unter dem ,namen der berkaltung bekannte ,erscheinung1 da in vlliger ,ruhe befindliches ,wasser erheblich unter den ,gefrierpunkt abgekhlt werden kann1 ohne zu erstarren1 entdeckte 99,fahrenheit99 gelegentlich seiner thermometrischen ,untersuchungen#fh4 ,er war1 wie er erzhlt1 begierig zu erforschen1 welches die ,wirkung der ,klte sein werde1 wenn man das ,wasser in ein evakuiertes ,gef bringe4 ,zu diesem ,zwecke wurde eine ,glaskugel zur ,hlfte mit reinem ,wasser gefllt1 luftleer gemacht und eine ,nacht einer ,temperatur von etwa -#aj ,c ausgesetzt4 ,am folgenden ,morgen bemerkte 99,fahrenheit991 da das ,wasser noch immer flssig war4 ,er schrieb dieses unvorhergesehene ,verhalten zunchst der ,abwesenheit der ,luft zu4 ,in dieser irrigen ,annahme wurde er noch bestrkt1 als er zu seinem ,erstaunen beim ffnen des ,gefes sah1 da sich die ganze ,wassermasse1 unter ,erhhung der ,temperatur bis zum ,gefrierpunkt1 mit ,eisnadeln durchsetzte4 ,voll ,eifer setzte 99,fahrenheit99 die ,untersuchung dieser wunderbaren ,erscheinung fort4 ,zunchst stellte er sich die ,frage1 ob das ,gefrieren auch im ,vakuum zustande kommen knne4 ,der ,versuch wurde wiederholt und das berkaltete ,wasser geschttelt1 ohne da der ,luft vorher ,zutritt gegeben war4 ,bei heftiger ,erschtterung wurde auch jetzt die ganze ,wassermasse fast in demselben ,augenblick von ,eislamellen durchsetzt#fi4 ,die ,herstellung von ,thermometern mit vergleichbaren ,skalen hat auch den ,franzosen 99,raumur99 beschftigt4 ,die ,ergebnisse seiner umfangreichen ,abhandlung sind indessen nur gering gewesen#gj4 99,raumur99 wollte die ,grade des ,thermometers durch die relative ,volumvernderung bestimmen1 welche der ,weingeist bei ,temperaturschwankungen erfhrt4 ,selbstverstndlich mute man1 um vergleichbare ,resultate zu erhalten1 ,weingeist von ganz bestimmter ,konzentration nehmen4 99,raumur99 schlug vor1 fr smtliche nach seinem ,verfahren hergestellte ,thermometer einen ,weingeist zu whlen1 dessen ,volumen beim ,gefrieren des ,wassers #ajjj und1 durch siedendes ,wasser ausgedehnt1 #ajhj ,raumteile betrgt#ga4 ,von diesem ,vorschlage rhrt die bekannte ,zahl #hj der 99,raumur99schen ,skala her4 ,gelegentlich seiner thermometrischen ,untersuchungen machte 99,raumur99 die wichtige ,entdeckung1 da das ,volumen eines ,flssigkeitsgemisches kleiner sein kann als die ,summe der ,teilvolumina#gb4 99,raumur99 machte diese ,entdeckung1 als er ,weingeist von bestimmter ,konzentration herstellen wollte1 der zur ,fllung seiner ,thermometer bestimmt war4 ,als er #ej ,ma ,wasser mit #ej ,ma reinem ,weingeist mischte1 erhielt er statt #ajj nur #ih ,ma verdnnten ,weingeist4 ,die ,raumverminderung betrug somit #a_/ej4 99,raumur99 dehnte diese ,untersuchung auf die verschiedenartigsten ,flssigkeiten aus4 ,beim ,mischen von ,leinl und ,terpentinl trat keine ,raumverminderung ein2 auch ,milch und ,wasser mischten sich ohne eine solche4 ,dagegen war die ,raumverminderung beim ,zusammenbringen von ,wasser und ,schwefelsure vielleicht die grte1 welche sich erzielen lt4 ,es verbanden sich nmlich #dj ,ma ,wasser mit #aj ,ma ,schwefelsure zu #dh ,ma der ,mischung4 ,die ,volumabnahme betrug somit #a_/be4 ,auch auf die mit der ,volumabnahme ,hand in ,hand gehende ,wrmeentwicklung richtete 99,raumur99 seine ,aufmerksamkeit4 ,die ,erscheinung selbst versuchte er aus der molekularen ,zusammensetzung zu erklren4 ,er nahm nmlich an1 da zwischen den ,moleklen noch ,lcken vorhanden seien1 welche die ,molekle einer zweiten ,substanz auszufllen vermchten4 ,folgender ,vergleich soll diesen ,vorgang begreiflich machen3 ,mischt man1 sagt 99,raumur991 ein ,ma ,bleikugeln und ein gleich groes ,ma sehr kleiner ,bleikrner1 so werden diese nicht zwei ,ma geben4 ,die kleinen ,krner werden nmlich die ,rume einnehmen1 die zwischen den groen ,kugeln leer blieben1 und je kleiner die kleinen ,kugeln im ,verhltnis zu den groen sind1 um so weniger wird die ,mischung an ,volumen zunehmen4 ,dasjenige ,thermometer1 das heute in der ,wissenschaft allein ,geltung besitzt und auch im ,leben die brigen immer mehr verdrngt1 rhrt von 99,celsius99 her4 ,es beruht auf der scharfen ,erfassung der ,fixpunkte und der ,einteilung des gewonnenen ,fundamentalabstandes in #ajj ,grade4 99,celsius99 setzte den ,zylinder seines ,thermometers in klebrigen ,schnee und vermerkte genau den ,stand des ,quecksilbers4 ,dann beobachtete er1 welchen ,stand das ,quecksilber in siedendem ,wasser bei einer ,barometerhhe von #be ,zoll und #c ,linien annimmt4 ,den ,abstand teilte er in hundert gleiche ,teile1 und diese ,teilung wurde ber die ,fixpunkte hinaus fortgesetzt#gc4 ,die ,bezeichnung des ,gefrierpunktes mit #j und des ,siedepunktes mit #ajj rhrt wahrscheinlich von 99,linn99 her1 der in den ,warmhusern des botanischen ,gartens in ,upsala das 99,celsius99sche ,thermometer benutzte#gd4 ,whrend 99,raumur99 dem ,weingeist als ,thermometerflssigkeit den ,vorzug gab und die ,temperaturgrade der ,volumzunahme seiner ,thermometerflssigkeit proportional setzte1 bediente sich 99,celsius991 wie auch 99,fahrenheit99 bei seinen spteren ,versuchen1 des ,quecksilbers1 das hhere ,temperaturen zu messen gestattet4 99,celsius99 hatte auch beobachtet1 da der ,siedepunkt des ,wassers nur dann derselbe bleibt1 wenn sich der ,barometerstand nicht ndert4 ,bei der ,anfertigung seiner ,thermometer verfuhr er folgendermaen3 ,er setzte die ,kugel des ,thermometers in schmelzenden ,schnee und merkte den ,stand des ,quecksilbers an4 ,um den zweiten ,fundamentalpunkt zu bestimmen1 tauchte er die ,kugel in siedendes ,wasser1 whrend die ,barometerhhe ihren mittleren ,wert besa4 ,die erhaltene ,strecke wurde in hundert gleiche ,teile oder ,grade geteilt4 ,diese ,gradeinteilung wurde dann von beiden ,fundamentalpunkten aus nach oben und nach unten fortgesetzt#ge4 ,auch das ,luftthermometer und das ,pyrometer sind ,erfindungen jenes ,zeitraumes1 so da die ,methoden der ,messung des ,wrmezustandes zu einem gewissen ,abschlu gebracht wurden4 ,auf den nderungen des ,volumens1 welche die ,luft infolge von ,temperaturschwankungen erfhrt1 beruhte bekanntlich schon der ,apparat1 dessen sich 99,galilei99 zum ,messen der ,wrme bediente4 ,brauchbar war dieses ,verfahren indessen erst1 als es gelang1 die ,einwirkung der ,luftdruckschwankungen entweder auszuschlieen oder zu bercksichtigen4 ,um die ,verwirklichung dieses ,problems haben sich besonders der ,franzose 99,amontons99 7#affc-agje71 der ,deutsche 99,lambert99 7#agbh-aggg7 und spter 99,regnault99 und 99,magnus99 ,verdienste erworben4 99,amontons99' ,luftthermometer besteht aus einer ,kugel von etwa #h cm ,durchmesser4 ,diese ,kugel ist zum ,teil mit ,luft1 zum ,teil mit ,quecksilber gefllt und mit einer etwa einen ,meter langen1 engen ,rhre verbunden4 ,die ,durchmesser der ,kugel und der ,rhre sind so gewhlt 7etwa #a 3 #fj71 da eine geringe ,volumvergrerung der ,luft ein bedeutendes ,ansteigen der ,quecksilbersule in der engeren ,rhre bewirkt4 ,die ,temperatur wird also bei einem solchen ,instrument nicht durch die ,vergrerung des ,volumens1 das ja im wesentlichen dasselbe bleibt1 sondern durch die nderung der ,spannkraft der eingeschlossenen ,luft gemessen4 99,amontons99 bercksichtigte bei seinen ,messungen noch den ,barometerstand4 ,ferner mute er1 da er die ,spannkraft der ,luft als ,ma der ,temperatur benutzte1 schon auf den ,gedanken kommen1 den niedrigsten ,wrmegrad in dem ,zustande der ,luft zu erblicken1 in welchem ihre ,spannkraft ,null ist#gf4 ,zhlt man von diesem absoluten ,nullpunkt an1 so verhlt sich1 wie 99,amontons99 mit hinlnglicher ,genauigkeit berechnet1 die grte ,klte zur grten ,hitze in ,paris wie #e 3 #f4 ,illustration3 ,abb4 #i4 99,amontons99' ,luftthermometer4 ,auch 99,lambert99 verwertete die ,spannung der ,luft zur ,ermittlung der ,temperaturen4 ,er whlte fr sein ,luftthermometer den ,schmelzpunkt und den ,siedepunkt des ,wassers als ,fundamentalpunkte4 ,setzte er dann fr den ,schmelzpunkt die ,spannung der ,luft gleich #ajjj1 so ergab sich fr den ,siedepunkt in guter bereinstimmung mit den spteren ,bestimmungen von 99,gay-,lussac99 die ,spannung gleich #acge1 woraus als ,ausdehnungskoeffizient #j1cge folgen wrde#gg4 ,aus dem ,bemhen1 hhere ,temperaturen zu messen1 als es die gewhnlichen ,thermometer gestatten1 erwuchs das ,pyrometer und die ,pyrometrie4 99,musschenbroek99 suchte fr diesen ,zweck schon #agbe die ,ausdehnung der ,metalle zu verwerten4 ,ein ,metallstab wurde auf ein ,gestell gelegt4 ,das eine ,ende des ,stabes war mit dem ,gestell verbunden1 whrend sich das andere ,ende gegen eine ,zahnstange legte4 ,beim ,erwrmen wurde die ,zahnstange infolge der ,ausdehnung des ,metallstabes verschoben4 ,die ,zahnstange wirkte auf ein ,zahnrad4 ,an diesem war ein ,zeiger befestigt1 welcher das ,ma der ,ausdehnung1 beziehungsweise den ,wrmegrad1 abzulesen gestattete#gh4 ,das von 99,wedgwood99 im ,jahre #aghb empfohlene ,pyrometer grndete sich auf dem ,vermgen des ,tons1 in der ,hitze zu schwinden1 ohne sich beim spteren ,erkalten wieder auszudehnen#gi4 ,besondere ,verdienste auf diesem ,gebiete erwarb sich der schon genannte 99,lambert99 durch eine #aggi erschienene ,schrift1 welche er ,pyrometrie oder vom ,ma des ,feuers und der ,wrme betitelte4 99,lambert99 bediente sich fr seine ,messungen1 wie erwhnt1 des ,luftthermometers4 ,dehnte sich die ,luft um #a_/ajjj desjenigen ,volumens aus1 das sie bei der ,temperatur des schmelzenden ,schnees einnimmt1 so entsprach dies einem ,grade seines ,instruments4 ,der ,siedetemperatur des ,wassers entsprachen somit #cge ,grade1 da sich die ,luft beim ,erwrmen von der ,gefriertemperatur bis zur ,siedetemperatur nach 99,lamberts99 ,ermittlung von #ajjj auf #acge1 also um #cge_/ajjj ihres ,volumens ausdehnt4 ,illustration3 ,abb4 #aj4 99,saussures99 ,haarhygrometer4 ,da mit dem ,wrmezustand der ,luft ihr ,vermgen1 ,feuchtigkeit aufzunehmen1 nderungen unterworfen ist1 wurde gleichfalls in diesem ,zeitraum und zwar insbesondere durch 99,lambert99 und durch 99,saussure99 festgestellt4 ,dem ,gedanken1 die ,luftfeuchtigkeit zu bestimmen1 sind wir schon bei 99,nikolaus von ,cusa99 und 99,lionardo da ,vinci99#hj begegnet4 ,beide bemerkten1 da trockene ,wolle die ,feuchtigkeit aus der ,luft anzieht4 ,spter benutzte man als hygroskopische ,substanz ,schwefelsure1 die in einem ,gef auf einer ,wage tariert war 799,gould99 #afhc7ha4 99,lambert99 wandte 7#aggb7 eine ,darmsaite an2 sie wurde an ihrem oberen ,ende befestigt und am unteren mit einem ber einer ,teilung spielenden ,zeiger verbunden4 ,zu einem erfolgreichen ,abschlu kamen die ,bemhungen1 die ,luftfeuchtigkeit mit ,hilfe hygroskopischer ,substanzen zu messen1 erst durch die ,erfindung des 99,saussure99schen ,haarhygrometers4 99,horace ,bndicte de ,saussure991 berhmt durch seine geologische ,durchforschung der ,alpen und seine ,besteigungen des ,mont-,blanc und des ,monte ,rosa1 bemerkte1 da ein ,haar sich verlngert1 wenn es feucht wird1 und sich verkrzt1 wenn es austrocknet4 ,entfettete man das ,haar1 so betrug die ,lngennderung das ,vier- bis ,fnffache der an dem rohen ,haar beobachteten4 ,diese ,entdeckung fhrte 99,saussure99 auf die ,konstruktion eines ,apparates1 der nebenstehend abgebildet ist 7,abb4 #aj74 ,die ,einrichtung ist die folgende4 ,das untere ,ende des ,haares 99ab99 wird von dem ,schraubenkloben b gehalten4 ,das andere ,ende des ,haares wird von dem ,kloben a gehalten4 ,der obere ,kloben steht mit einer horizontalen ,welle d in ,verbindung4 ,sie trgt den ,zeiger und ein ,gegengewicht g4 ,dies ,gegengewicht ist etwas schwerer als der ,kloben a1 damit das ,haar eine geringe ,spannung erhlt4 ,ferner ist das ,gegengewicht an einem seidenen ,faden befestigt1 der sich um die ,welle schlingt und sie in ,drehung versetzt4 ,die ,graduierung des ,instruments erfolgte1 indem 99,saussure99 zunchst den ,punkt der grten ,feuchtigkeit bestimmte4 ,zu diesem ,zwecke wurde der ,apparat unter eine ,glocke gebracht1 die auf einem mit ,wasser bedeckten ,teller stand1 so da die ,luft unter der ,glocke sich mit ,feuchtigkeit sttigen mute4 ,um den ,punkt der uersten ,trockenheit zu bestimmen1 brachte er unter den ,rezipienten geschmolzenes1 stark ,wasser anziehendes ,alkali4 ,nach einiger ,zeit kam der ,zeiger auf einen festen1 der vllig trockenen ,luft entsprechenden ,stand4 ,der ,raum zwischen den beiden so erhaltenen ,fixpunkten wurde in #ajj gleiche ,teile eingeteilt4 99,saussures99 ,hygrometer hat sich bis auf den heutigen ,tag als eins der wichtigsten meteorologischen ,instrumente erhalten4 ,es wurde samt einer ,theorie der ,hygrometrie von dem ,erfinder im ,jahre #aghc bekannt gegeben4 99,saussures99 ,werk ber die ,hygrometrie1 das 99,cuvier99 zu den besten zhlte1 um das die ,wissenschaft im #ah4 ,jahrhundert bereichert worden sei1 erschien vor kurzem in deutscher bersetzung#hb4 ,der ,wrme selbst schrieben die meisten ,forscher im #ah4 ,jahrhundert gleich dem ,lichte stoffliche ,natur zu1 eine ,auffassung1 welche durch die ,untersuchungen von 99,black99#hc und 99,wilke99#hd eine ,sttze zu erhalten schien4 ,diese ,forscher hatten nmlich entdeckt1 da beim ,schmelzen des ,eises eine bestimmte ,menge ,wrme fr das ,gefhl verloren geht1 die sich scheinbar mit dem ,eise bei seinem bergang in ,wasser verbindet4 ,so gelangte man dazu1 von gebundener 7latenter7 und freier ,wrme zu reden1 ,namen1 die zur ,erhaltung der irrtmlichen ,vorstellung von der ,natur der ,wrme jedenfalls mitgewirkt haben und dem ,emporkommen neuer richtiger ,anschauungen hinderlich gewesen sind4 ,doch trat neben den ,mathematikern ,daniel 99,bernoulli ,i99 und 99,euler99 besonders der ,chemiker 99,lomonossow99#he schon um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts dafr ein1 da die ,wrme eine innere ,bewegung des ,stoffes sei4 ,wegen der geringen ,gre der die ,krper zusammensetzenden ,korpuskeln knne man jene innere ,bewegung zwar nicht sehen1 sie verrate sich aber durch zahlreiche ,erscheinungen4 99,lomonossow99 nahm an1 da die ,wrme in einer kreisenden ,bewegung der ,korpuskeln oder ,teilchen bestehe4 ,der tiefste mgliche ,wrmegrad ist ihm ein absolutes ,aufhren jener ,bewegung4 ,einen hchsten ,wrmegrad knne man sich nicht vorstellen1 da es fr die ,geschwindigkeit der ,bewegung keine ,grenze gebe4 ,so in richtiger ,vorahnung der spteren ,entwicklung 99,lomonossow99#hf4 ,die ersten ,beobachtungen ber die ,schmelzwrme wurden gleichfalls um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts gemacht4 ,ein franzsischer ,forscher#hg lie ,wasser in einem ,gef gefrieren1 in das er zuvor ein ,thermometer gestellt hatte4 ,wurde das ,gef erwrmt1 so stieg die ,temperatur1 bis das ,eis zu schmelzen begann4 ,von diesem ,augenblicke an blieb das ,thermometer auf dem ,schmelzpunkt stehen1 so lange schmelzendes ,eis in dem ,gefe vorhanden war4 ,die whrend dieses ,zeitraums zugefhrte ,wrme wurde sozusagen verschluckt1 gebunden oder latent4 hnliche ,ergebnisse erhielt man beim ,mischen von ,eis mit ,wasser4 ,man war zunchst von der ,voraussetzung ausgegangen1 da beim ,mischen von ,stoffen die ,temperaturen sich unter ,bercksichtigung der ,flssigkeitsmengen einfach ausgleichen mten4 ,danach wrde es sich in solchen ,fllen also nur um eine leicht zu lsende rechnerische ,aufgabe gehandelt haben#hh2 und es mten1 um den einfachsten ,fall zu whlen1 gleiche ,mengen beim ,mischen eine mittlere ,temperatur annehmen4 ,hier setzte 99,black99 ein1 dessen ,untersuchungen ber die ,eisschmelzung zu denjenigen gehren1 die fr das ,gebiet der ,wrmelehre am meisten aufklrend gewirkt haben#hi4 ,durch seine ,untersuchungen ber die ,gewichtszunahme1 welche die ,metalle bei ihrer ,verkalkung erfahren1 wurde er gleich 99,mayow99 zum ,vorlufer 99,lavoisiers994 ,er entdeckte1 unabhngig von 99,wilke991 die spezifische ,wrme und die latente ,wrme des ,wassers und des ,dampfes4 99,blacks99 entscheidender ,versuch war folgender4 ,er brachte zu einer ,eismasse von #cb ,f eine dem ,gewichte nach genau gleiche ,wassermasse von #agb ,f4 ,nach der oben erwhnten ,mischungsregel htte man eine ,temperatur von #ajb ,f erwarten sollen4 ,trotzdem behielt die ,mischung die ,temperatur des ,eises von #cb4 ,letzteres war aber vllig in ,wasser umgewandelt worden4 ,das schmelzende ,eis1 bemerkte 99,black99 zu diesem ,versuch1 nimmt sehr viel ,wrme in sich auf4 ,aber diese ,wrme hat nur die ,wirkung1 das ,eis in ,wasser zu verwandeln4 ,und dieses ,wasser ist um nichts wrmer1 als vorher das ,eis gewesen4 99,black99 wies ferner darauf hin1 da auch beim ,sieden des ,wassers eine bestimmte ,wrmemenge verbraucht wird1 ohne da die ,temperatur sich erhht4 ,er war es auch1 der auf diese ,vorgnge den ,ausdruck latente ,wrme anwandte4 ,wenn man diesen ,fortschritt in der ,erfassung der ,wrmevorgnge wrdigen will1 mu man erwgen1 da vor 99,black99 die ,verflssigung einer bis zum ,schmelzpunkt erwrmten ,substanz als die ,folge einer sehr geringfgigen ,wrmezufuhr angesehen wurde4 99,black99 erkannte auch1 da beim ,erstarren einer ,flssigkeit die ,abgabe einer bestimmten ,wrmemenge stattfindet4 ,als ,beweis hierfr betrachtete er vor allem das ,verhalten unterkhlter ,flssigkeiten#ij4 99,black99 wies darauf hin1 da z4 ,b4 auf -#d abgekhltes ,wasser beim ,schtteln pltzlich teilweise fest wird1 whrend gleichzeitig die ,temperatur der ganzen ,masse auf #j steigt4 ,erst 99,black99 vermochte dies ,verhalten gengend aufzuklren4 ,gleichzeitig gewannen dadurch seine ,ansichten aber eine ,sttze4 ,ist das ,gefrieren des unterkhlten ,wassers eingeleitet1 so gefriert1 wie 99,black99 sehr richtig bemerkt1 so viel1 da durch die frei werdende ,wrme die ,temperatur der ganzen ,masse bis auf #j steigt4 ,ist dieser ,gleichgewichtszustand erreicht1 so hrt die ,temperatursteigerung auf1 weil die ,bedingung des weiteren ,gefrierens nicht mehr vorhanden ist4 ,die ,vorstellung von der latenten ,schmelzwrme dehnte 99,black99 von seinen zunchst am ,wasser angestellten ,beobachtungen und ,versuchen auf die bei ,lsungen und ,kltemischungen auftretenden ,wrmeerscheinungen aus4 ,danach nehmen die ,bestandteile einer ,kltemischung die zu ihrer ,verflssigung erforderliche ,wrmemenge aus ihrem eigenen ,wrmevorrat1 wodurch ein bedeutendes ,sinken der ,temperatur innerhalb der ,mischung veranlat wird4 ,die ,schmelzwrme des ,wassers bestimmte 99,black99 mit ziemlicher ,genauigkeit und auf verschiedenen ,wegen zu #gg-gh ,wrmeeinheiten 7statt #hj74 ,so wurden gleiche ,mengen ,wasser und ,eis von #j in zwei ganz gleichen ,gefen in einen ,raum von #bj gebracht4 ,in der ,zeit1 in der sich das ,wasser auf #d erwrmte1 war in dem zweiten ,gef #a_/bj des ,eises geschmolzen1 ohne da die ,temperatur gestiegen wre4 ,trotzdem waren offenbar beiden ,gefen die gleichen ,wrmemengen zugefhrt4 ,in dem zweiten ,gef wrde danach vllige ,schmelzung eingetreten sein1 wenn es die zwanzigfache ,wrmezufuhr erfahren htte4 ,eine solche ,wrmezufuhr wrde1 wie der ,versuch mit dem ersten ,gefe zeigte1 eine gleiche ,wassermenge von #j auf #hj erwrmt haben4 99,black99 hat als erster die ,methode der ,eisschmelzung zur ,bestimmung von spezifischen ,wrmen benutzt4 ,er brachte die auf eine bestimmte ,temperatur erwrmte ,substanz in die ,hhlung eines ,eisblocks1 verschlo sie und wog das entstandene ,schmelzwasser4 ,zu dem gleichen ,ergebnis wie durch seine ,versuche ber die ,schmelzung wurde 99,black99 durch seine wertvollen ,arbeiten ber die ,verdampfung gefhrt4 ,wie die ,versuche des mit ihm befreundeten 99,watt991 so ergaben auch diejenigen 99,blacks991 da es nicht nur eine ganz bestimmte ,schmelzwrme1 sondern eine gleichfalls ihrer ,gre nach bestimmte ,verdampfungswrme gibt4 99,black99 stellte zunchst fest1 da unter ,verhltnissen1 die eine konstante ,wrmezufuhr bedingen1 die verdampfte ,wassermenge der ,zeit des ,kochens proportional ist4 ,angenommen1 #a kg ,wasser von #j wrde in einer bestimmten ,zeit ber einem konstanten ,feuer zum ,sieden und die ,wassermenge wrde darauf bei stets gleich bleibender ,wrmezufuhr innerhalb der vierundeinhalbfachen ,zeit zur ,verdampfung gebracht1 so wrde dazu ein ,aufwand von #dej ,wrmeeinheiten erforderlich gewesen sein4 ,diese ,zahlen entsprechen der zwar nur rohen1 in ihrem ,ergebnis jedoch von der ,wahrheit nicht allzusehr abweichenden ,bestimmung der ,verdampfungswrme1 wie sie 99,black99 anstellte4 ,die spteren1 genaueren ,ermittlungen haben #ecf ,wrmeeinheiten ergeben4 ,da der ,wert bei 99,black99 zu klein ausfiel1 ist daraus leicht erklrlich1 da beim ,fortschreiten des ,verdampfens die ,umstnde sich etwas ndern1 indem das ,wasser eine im ,verhltnis zu seiner ,masse immer grere ,oberflche einnimmt und infolgedessen rascher verdampft4 99,blacks99 ,versuche ber die ,verdampfungswrme wurden um dieselbe ,zeit durch die ,beobachtung#ia ergnzt1 da verdunstende ,flssigkeiten die zur ,verflchtigung erforderliche ,wrme1 wenn sie nicht rasch genug von auen zugefhrt wird1 ihrem eigenen ,wrmevorrat entnehmen4 ,in der berraschendsten ,weise zeigte sich dies bei einem ,luftpumpenversuch4 ,man hatte ther in einem ,gef unter den ,rezipienten der ,luftpumpe gebracht und beobachtete1 da zufllig an der ,auenwand des ,gefes hngende ,wassertrpfchen sich in ,eis verwandelten4 ,es erhob sich nun die ,frage1 ob die beim ,verdampfen latent gewordene ,wrme1 hnlich wie beim ,erstarren von ,flssigkeiten1 ihrem vollen ,betrage nach zurckerhalten werden kann1 wenn der ,dampf in den flssigen ,zustand zurckkehrt4 ,um hierber zu entscheiden1 leitete 99,black99 eine bestimmte ,menge ,wasserdampf durch einen ,schlangenkhler1 in dem sich die hundertfache ,menge ,wasser befand4 ,die ,temperatur des letzteren wurde bei der ,kondensation des ,dampfes um #e1be ,c erhht4 ,daraus ergab sich fr die bei der ,kondensation in die ,erscheinung tretende1 vorher latente ,wrme des ,dampfes der betrchtliche ,wert von #ebe ,wrmeeinheiten4 99,watt99 hat dieses ,ergebnis besttigt1 whrend 99,lavoisier99 die ,bestimmung nach der ,eisschmelzungsmethode wiederholte und einen etwas hheren ,wert 7#eej7 fand4 ,die spteren ,versuche 99,regnaults99 haben1 bei einer ,spannung des ,dampfes von #gfj mm1 fr die ,kondensationswrme den ,wert von #ecf ,wrmeeinheiten ergeben4 99,black99 verstand es vortrefflich1 seine ,versuche mit den ,beobachtungen des alltglichen ,lebens zu verknpfen und dadurch ihre ,beweiskraft eindringlicher zu gestalten4 ,so bemerkt er bezglich der ,dampfwrme1 sie msse sehr gro sein1 weil ein ,dampfstrahl1 der kaum die ,hand feucht mache1 die ganze ,haut mit ,brandblasen berziehe1 wozu eine viel grere ,menge kochenden ,wassers nicht imstande sei4 ,auch htten diejenigen1 die ,weingeist destillierten1 erhebliche ,mhe und ,kosten aufzuwenden1 da das ,khlfa gengend mit kaltem ,wasser versorgt werde4 99,black99 errterte sowohl die ,bewegungs- wie die ,stofftheorie der ,wrme4 ,letztere schien ihm besser die von ihm beobachteten ,vorgnge zu erklren4 ,indessen erwiesen sich alle ,bemhungen1 das ,gewicht des zugefhrten hypothetischen ,wrmestoffes festzustellen1 ebenso erfolglos#ib1 wie es bezglich des elektrischen ,fluidums der ,fall gewesen war4 ,trotzdem gab es ,physiker1 denen die ,annahme eines einzigen ,stoffes zur ,erklrung der ,wrmeerscheinungen noch nicht gengte4 ,wie man zwei entgegengesetzte elektrische ,fluida annahm1 so sollte es neben der ,wrme einen besonderen ,kltestoff geben1 der z4 ,b4 in den zur ,herstellung von ,kltemischungen dienenden ,salzen vorhanden sei4 ,dieser ,auffassung war schon 99,mariotte99#ic entgegengetreten4 ,er lie die ,klte nur als ,minderma an ,wrme gelten und unterschied durch klare ,darlegung und ,versuche die strahlende von der ,krperwrme4 ,da die erstere die ,luft und manche anderen ,substanzen durchdringt1 ohne die ,temperatur wesentlich zu erhhen1 wies er nach1 indem er ,schiepulver mittelst einer aus ,eis bestehenden ,linse entzndete4 ,auch gelangte man schon damals zu der ,erkenntnis1 da die ,wrmestrahlen wie das ,licht sich mit groer ,geschwindigkeit ausbreiten4 ,der ,franzose 99,pictet99#id brachte in den ,brennpunkt eines aus ,metall verfertigten ,hohlspiegels eine erhitzte1 indessen nicht leuchtende ,metallkugel1 whrend sich in dem ,brennpunkt eines gegenber befindlichen zweiten ,hohlspiegels ein empfindliches ,luftthermometer befand4 ,zwischen beiden ,spiegeln1 deren ,abstand etwa #be m betrug1 war ein ,schirm aufgestellt4 ,entfernte man diesen1 so begann die ,absperrflssigkeit des ,thermometers in demselben ,augenblicke zu steigen4 ,es begegnet uns schon hier ein ,experiment1 das mit geringen ,abnderungen 7,schiebaumwolle an ,stelle des ,luftthermometers7 noch heute zu den beliebtesten ,vorlesungsversuchen zhlt4 99,pictet99 unterschied auf ,grund seines ,hohlspiegelversuchs die strahlende ,wrme von der fortgeleiteten4 ,letztere schreite nur langsam von ,teilchen zu ,teilchen fort1 whrend sich die ,wrmestrahlung geradlinig und mit groer ,geschwindigkeit1 vielleicht ebenso schnell wie das ,licht1 ausbreite#ie4 ,aus der ,tatsache1 da die ,luft fr ,wrmestrahlen sehr durchlssig ist1 lie sich auch leicht die auf hohen ,bergen wahrzunehmende geringe ,temperatur erklren#if4 ,die geschilderten ,fortschritte auf dem ,gebiet der ,wrmelehre hatten zur ,folge1 da man sich dem chemischen ,proze als einer der ,hauptquellen der ,wrme mit verdoppeltem ,interesse zuwandte1 sowie den ,einflu der ,wrme auf den ,verlauf der chemischen ,vorgnge in ,betracht zog4 ,damit wuchs zugleich die ,einsicht in das ,wesen und den ,ursprung der animalischen ,wrme4 ,letztere hatte man bisher wohl aus der ,reibung des in den ,gefen zirkulierenden ,blutes zu erklren gesucht1 whrend man die ,atmung1 in vlliger ,verkennung der ,tatsachen1 als ein ,mittel zur ,abkhlung des ,blutes betrachtete4 99,stahl991 der ,begrnder der ,phlogistontheorie1 und 99,hales991 dessen groe ,verdienste um die ,physiologie wir kennen lernen werden1 erklrten jetzt die tierische ,wrme als eine ,folge der ,atmung4 ,der ,zirkulation des ,blutes schrieben sie die ,aufgabe zu1 die nach ihrer ,meinung schon in den ,lungen erzeugte ,wrme dem brigen ,krper mitzuteilen4 ,es wurde also zum erstenmal der ,atmungsproze mit der ,verbrennung in ,parallele gestellt1 wenn es auch dem ,zeitalter 99,lavoisiers99 vorbehalten blieb1 das ,wesen beider ,vorgnge schrfer zu erfassen4 ,auch im brigen stehen die ,leistungen der ,chemie seit der ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts mit der groen ,tat 99,lavoisiers99 in solch inniger ,verknpfung1 da wir es vorziehen1 ,verbrennung und ,atmung im ,zusammenhange mit 99,lavoisiers99 chemischen ,ansichten zu betrachten4 99,lavoisier99 hat sich auch um die ,messung der ,verbrennungswrme und der spezifischen ,wrme ,verdienste erworben1 indem er in ,gemeinschaft mit 99,laplace99 ein sehr zweckmiges ,eiskalorimeter konstruierte#ig und mit diesem wertvolle ,untersuchungen anstellte4 ,zunchst definieren beide ,forscher den ,begriff der spezifischen ,wrme recht klar in folgenden ,worten3 ,wenn man zwei ,substanzen von gleicher ,masse und gleicher ,temperatur voraussetzt1 so ist die ,wrmemenge1 die erforderlich ist1 um ihre ,temperatur um #a zu erhhen1 dennoch nicht fr beide ,krper dieselbe4 ,wenn man als ,einheit diejenige ,wrmemenge nimmt1 welche die ,temperatur der ,gewichtseinheit ,wasser um #a erhht1 so knnen alle anderen ,wrmemengen1 die sich auf verschiedene ,stoffe beziehen1 in ,teilen dieser ,einheit ausgedrckt werden4 ,unter dem ,ausdruck spezifische ,wrme ist dieses ,verhltnis der ,wrmemengen zu verstehen4 ,fr ihre ,untersuchung bedienten sich 99,laplace99 und 99,lavoisier99 des von 99,black99 herrhrenden ,verfahrens der ,eisschmelzung4 ,der ,grundgedanke dieses ,verfahrens ist folgender3 ,im ,innern einer ,hohlkugel aus ,eis von #j ,grad ,temperatur befinde sich ein ,krper1 der auf irgend einen ,grad erhitzt ist4 ,die uere ,wrme kann in den ,hohlraum einer solchen ,kugel nicht eindringen4 ,die ,wrme des ,krpers dagegen kann sich nicht nach auen zerstreuen1 sondern sie wird auf die innere ,flche der ,hhlung beschrnkt bleiben1 von der sie so lange das ,eis abschmelzen wird1 bis die ,temperatur des ,krpers auf diejenige des ,eises heruntergegangen ist4 ,will man die spezifische ,wrme eines festen ,krpers kennen lernen1 so wird man also seine ,temperatur um eine gewisse ,anzahl von ,graden erhhen1 ihn dann in das ,innere der ,eiskugel bringen und ihn darin lassen1 bis seine ,temperatur auf #j gesunken ist4 ,dann wird man das ,wasser sammeln1 das sich infolge der ,wrmeabgabe des ,krpers gebildet hat4 ,diese ,wassermenge1 dividiert durch das ,produkt aus der ,masse des ,krpers und der ,anzahl von ,graden1 die seine ursprngliche ,temperatur angibt1 wird seiner spezifischen ,wrme proportional sein#ih4 ,illustration3 ,abb4 #aa4 99,lavoisiers99 ,eiskalorimeter4 ,auch die bei chemischen ,vorgngen auftretenden ,wrmemengen haben 99,lavoisier99 und 99,laplace99 mit ihrem ,apparat gemessen4 ,um die ,wrmemenge kennen zu lernen1 die bei der ,verbindung mehrerer ,substanzen erzeugt wird1 wurden sie smtlich ebenso wie die ,gefe1 in denen sie eingeschlossen waren1 auf #j abgekhlt4 ,ihre ,mischung wurde dann sofort in das ,innere der ,eiskugel gebracht und darin gelassen1 bis die ,temperatur der ,mischung wieder #j war4 ,die ,wassermenge1 die bei diesem ,versuche gesammelt wurde1 ist das ,ma fr die bei der ,verbindung entwickelte ,wrme4 ,die ,bestimmung der ,wrmemengen1 die bei der ,verbrennung und der ,atmung erzeugt werden1 verursachte nicht mehr ,schwierigkeiten4 ,man verbrannte die ,krper im ,innern der ,eiskugel und lie die ,tiere innerhalb derselben atmen4 ,da aber die ,erneuerung der ,luft bei diesen ,operationen unumgnglich ntig ist1 so wurde eine ,verbindung zwischen dem ,innern der ,kugel und der umgebenden ,atmosphre hergestellt4 ,damit ferner die ,einfhrung der neuen ,luft keinen merklichen ,fehler veranlate1 mute man diese ,versuche bei einer ,temperatur von #j machen oder mindestens die ,luft1 die man einfhrte1 auf diese ,temperatur abkhlen4 ,bei der ,ausfhrung der ,versuche wurde die ,eiskugel durch einen zweckmigeren ,apparat ersetzt1 dessen senkrechter ,schnitt in ,abb4 #aa dargestellt ist4 ,der ,hohlraum des ,apparates ist in drei ,teile geteilt4 ,die innere ,hhlung besteht aus einem ,eisendrahtgeflecht4 ,in diese ,hhlung bringt man die ,krper1 welche dem ,versuche unterworfen werden sollen4 ,die obere ffnung kann vermittelst eines ,deckels geschlossen werden4 ,er ist in ,abb4 #aa1 ,,hj besonders dargestellt4 ,dieser ,deckel ist oben offen2 sein ,boden wird durch ein ,netz von ,eisendraht gebildet4 ,der mittlere ,raum 99bbbb99 des ,kalorimeters ist dazu bestimmt1 das ,eis aufzunehmen1 das den inneren ,raum umgeben und durch die ,wrme der dem ,versuche unterworfenen ,krper geschmolzen werden soll4 ,dieses ,eis wird getragen und zurckgehalten durch einen ,rost 99mm991 unter dem sich ein ,sieb befindet4 ,in dem ,mae1 wie das ,eis geschmolzen wird1 luft das ,wasser durch den ,rost und das ,sieb1 gelangt sodann in den ,kegel 99ccd99 und die ,rhre 99xy992 endlich sammelt es sich in dem ,gefe ,p1 das unter den ,apparat gestellt wird4 ,die uere ,hhlung 99aaaa99 ist dazu bestimmt1 dasjenige ,eis aufzunehmen1 welches den ,einflu der von auen kommenden ,wrme abhalten soll4 ,das durch das ,schmelzen dieses ,eises entstandene ,wasser fliet durch die ,rhre ,,st zur ,seite ab4 ,der ganze ,apparat wird mit dem ,deckel ,,fg 7,abb4 #aa7 bedeckt4 ,um den ,apparat in ,gebrauch zu nehmen1 fllt man die mittlere ,hhlung und den ,deckel ,,hj der mittleren ,hhlung mit gestoenem ,eis1 ebenso die uere ,hhlung und den ,deckel ,,fg des ganzen ,apparates4 ,man lt darauf das ,eis der mittleren ,hhlung abtropfen4 ,dann ffnet man den ,apparat1 um den ,krper1 mit dem man experimentieren will1 hineinzubringen und schliet ihn sofort wieder4 ,man wartet1 bis der ,krper vollkommen abgekhlt ist und der ,apparat gut abgetropft hat4 ,dann wgt man das aufgesammelte ,wasser2 sein ,gewicht ist ein genaues ,ma der von dem ,krper abgegebenen ,wrme4 ,weit grere ,schwierigkeiten bereitete den beiden ,forschern die ,ermittlung der spezifischen ,wrme von ,gasen4 ,doch scheuten sie auch vor dieser ,aufgabe nicht zurck4 ,sie lieen bestimmte ,mengen der zu untersuchenden ,gase durch ihr ,eiskalorimeter strmen und bestimmten die ,temperatur vor dem ,eintritt und nach dem ,ausstrmen1 sowie die ,menge des geschmolzenen ,eises4 ,damit waren zwar die ,daten fr eine ,berechnung gegeben1 doch erhielt man sehr ungenaue ,ergebnisse#ii4 ,zum ,schlusse seien einige der von 99,lavoisier99 und 99,laplace99 gefundenen spezifischen ,wrmen mitgeteilt unter ,angabe der heute als richtig geltenden ,werte in ,klammern3 ,gewhnliches ,wasser #a 7#a7 ,eisen #j1aji 7#j1aac7 ,quecksilber #j1jbi 7#j1jcc7 ,blei #j1jbh 7#j1jca7 ,schwefel #j1bjh 7#j1bjb7 ,desgleichen seien die ,ergebnisse einiger ,versuche zur ,bestimmung der ,verbrennungswrme angegeben3 ,mengen des geschmolzenen ,eises durch die ,verbrennung von #a ,pfund ,phosphor #ajj ,pfund #a ,faulbaumkohle #if #a ,olivenl #adh ,die ,abweichung von spteren ,bestimmungen ist hier eine bedeutende1 so entwickelt #a kg ,phosphor #egdg ,kalorien und liefert demnach nur #egdg_/hj #ga1h kg ,wasser1 whrend nach 99,lavoisier99 und 99,laplace99 #a ,teil ,phosphor bei seiner ,verbrennung #ajj ,teile ,schmelzwasser liefern soll4 ,von 99,lavoisier99 und 99,laplace99 rhren auch die ersten genauen ,messungen der ,ausdehnungskoeffizienten fester ,krper her4 ,sie benutzten bei ihren ,versuchen ein ,fernrohr1 das von den sich beim ,erwrmen ausdehnenden ,krpern gedreht wurde4 ,als ,sttzpunkte fr die letzteren gebrauchten sie ,pfeiler aus ,stein1 deren ,form durch die ,wrme nicht merklich verndert wird4 ,grundlegend auf dem ,gebiete der ,wrmelehre waren auch die ,untersuchungen 99,blagdens99 ber die ,gesetze der berkaltung und der ,gefrierpunktserniedrigung4 99,blagden99#ajj verffentlichte seine ,arbeiten ber diesen ,gegenstand im ,jahre #aghh4 ,die erste dieser ,arbeiten bringt eine ,anzahl wichtiger ,versuche ber die ,abkhlung des ,wassers bis unter seinen ,gefrierpunkt4 99,blagden99 zeigte1 da das ,wasser1 dessen ,gefrierpunkt bei #cb ,fahrenheit liegt1 unter ,umstnden erst bei #bd1 ja selbst bei #ba ,f in den festen ,zustand bergeht4 ,die berkaltung war auch mglich1 wenn man dem ,wasser ,salze beimengte1 die an sich schon den ,gefrierpunkt herabsetzen4 ,eine ,kochsalzlsung1 deren ,gefrierpunkt #bh ,f betrug1 wurde auf #ah abgekhlt4 ,erst bei weiterer ,entziehung von ,wrme wurde sie fest4 ,eine ,salpeterlsung mit dem ,gefrierpunkt #bg ,f wurde bis auf #af1 also #aa unter den neuen ,gefrierpunkt berkaltet4 ,das merkwrdige ,phnomen der berkaltung hatte die ,aufmerksamkeit einzelner ,physiker schon vor 99,blagden99 erregt1 keiner hat es aber so sorgfltig untersucht wie dieser4 ,eingehend befat er sich mit den ,bedingungen der berkaltung und der ,ursache des pltzlichen ,erstarrens berkalteter ,flssigkeiten4 ,rieb 99,blagden99 mit einem ,glasstab an der ,innenwand des ,gefes1 in welchem sich berkaltetes ,wasser befand1 so wurde das ,wasser1 das andere ,bewegungen wohl vertrug1 zum ,erstarren gebracht4 berraschend war der ,versuch1 bei dem berkaltetes ,wasser mit einem noch so winzigen ,eisstck berhrt wurde4 ,es trat sofortiges ,gefrieren ein1 indem die ,eiskristalle von der ,stelle aus1 wo sich das ,eisstckchen befand1 durch die ganze ,masse anschossen4 ,gleichzeitig erwrmte sich die ganze ,masse bis zum normalen ,gefrierpunkt des ,wassers#aja4 ,durch den beschriebenen ,versuch erklrte sich auch die ,erscheinung1 da die berkaltung sicherer gelingt1 wenn man das ,gef leicht mit ,papier bedeckt4 99,blagden99 nahm an1 da winzige erstarrte ,wasserteilchen bei ,frostwetter in der ,luft schweben und auf das sich abkhlende ,wasser fallen1 dessen ,erstarrung sie dann bewirken1 whrend diese ,teilchen im anderen ,falle von dem ,papier zurckgehalten werden4 ,als zweite ,ursache1 welche den ,gefrierpunkt von ,flssigkeiten herabsetzt1 hatte man den ,zusatz von ,salzen und ,suren erkannt4 ,die erste quantitative ,untersuchung dieses ,verhaltens rhrt gleichfalls von 99,blagden99 her#ajb4 ,fr die erste ,versuchsreihe diente das ,kochsalz4 ,es ergab sich1 da das ,salz den ,gefrierpunkt nach dem einfachen ,verhltnis1 in welchem es zu dem ,wasser der ,lsung steht1 erniedrigt4 ,man hat vorgeschlagen1 dieses ,gesetz das 99,blagden99sche zu nennen#ajc4 ,weitere ,versuchsreihen lieferten ,salpeter1 ,salmiak1 ,glaubersalz und weinsaures ,natrium-,kalium4 ,fr alle entsprach die ,gefrierpunktserniedrigung dem einfachen ,verhltnisse von ,salz zu ,wasser#ajd4 ,setzte 99,blagden99 ,suren1 ,alkalien oder ,alkohol zum ,wasser1 so lie sich keine solch einfache ,beziehung nachweisen1 doch schienen ihm gleiche ,zutaten dieser ,flssigkeiten den ,gefrierpunkt des ,wassers in einem zunehmenden ,verhltnis zu erniedrigen4 99,blagdens99 ,untersuchung ber diesen ,gegenstand geriet zunchst ganz in ,vergessenheit2 man wurde auf sie erst wieder aufmerksam1 als man in der neuesten ,zeit in der ,gefrierpunktserniedrigung1 welche ,salze und auch indifferente organische ,stoffe bewirken1 ein ,mittel zur ,bestimmung des ,molekulargewichtes kennen lernte4 ,vorahnend bemerkt schon 99,blagden991 man mge doch ,untersuchungen wie die seine nicht fr unwichtig halten1 da man auf diesem ,wege zu einer ,kenntnis des inneren ,gefges gelangen werde1 auf dem die ,eigenschaften des ,krpers beruhen4 #d4 ,die ,naturbeschreibung unter der ,herrschaft des knstlichen ,systems4 ,wir haben an die ,spitze dieses in seinem ersten ,teile vornehmlich die ,entwicklung whrend der zweiten ,hlfte des #ah4 ,jahrhunderts schildernden ,bandes die groen ,fortschritte der ,physik gestellt4 ,die nchsten ,abschnitte sollen zeigen1 wie sich die brigen ,wissenszweige entwickelt und sich wechselseitig befruchtet haben4 ,dabei tritt besonders in die ,erscheinung1 da der ,einflu der physikalischen ,lehren und vor allem der physikalischen ,forschungsweise sich in immer hherem ,mae auf die brigen ,disziplinen ausdehnt4 ,die ,physik wurde das gemeinsame ,band1 das sie alle umschlang4 ,durch die ,ausdehnung ihres quantitativen ,verfahrens auf das ,gebiet der stofflichen ,vernderungen nahm die ,chemie eine ganz neue ,gestalt an4 ,gleichzeitig mit ihr wurde die ,mineralogie auf neue ,grundlagen gestellt4 ,auch die ,lebenserscheinungen suchte man nach physikalischer ,methode zu erforschen4 ,wenn auch die ,zoologen und die ,botaniker des #ah4 ,jahrhunderts ihre ,hauptaufgabe noch in einer auf das uere gerichteten ,beschreibung und in der ,systematik der ,tiere und der ,pflanzen erblickten1 so fehlte es doch nicht an ,untersuchungen1 in den inneren ,bau und die ,verrichtungen der ,organe einzudringen4 ,durch das genauere ,studium der ,pflanzen- und der ,tierwelt ,europas1 sowie der brigen ,weltteile war das ,material1 welches der ,systematik zu ,gebote stand1 schon im ,beginn des #ah4 ,jahrhunderts kaum mehr zu bewltigen4 ,die ,bearbeitung dieses ,materials wurde immer schwieriger1 weil eine klare1 auf scharfer ,gliederung beruhende ,nomenklatur noch nicht geschaffen war und die bisherigen ,versuche zur ,aufstellung eines umfassenden ,systems sich stets als unzureichend erwiesen hatten4 ,der ,mann1 der zur rechten ,zeit erschien und nach den beiden angegebenen ,richtungen ,abhilfe schuf1 war der schwedische ,naturforscher 99,linn994 99,karl von ,linn99 wurde am #bc4 ,mai des ,jahres #agjg in dem ,dorfe ,rshult in ,smland geboren4 ,sein ,vater1 ein ,pfarrer1 besa fr ,gartenbau und ,pflanzenkunde eine groe ,liebhaberei1 die sich auf den ,sohn bertrug4 ,als der junge 99,linn99 in einem benachbarten ,stdtchen die ,schule besuchte1 botanisierte er1 anstatt seinen nchstliegenden ,pflichten nachzukommen4 ,darber erzrnte der ,vater und gab ihn einem ,schuhmacher in die ,lehre4 ,ein ,arzt1 der 99,linns99 botanische ,neigungen untersttzte1 vermochte jedoch den ,vater zu vershnen4 99,linn99 erhielt die ,erlaubnis1 sich dem ,studium der ,medizin zu widmen4 ,er bezog die ,universitt ,lund1 die er spter mit ,upsala vertauschte4 ,da 99,linn99 in rmlichen ,verhltnissen lebte1 war er gezwungen1 seinen ,unterhalt durch ,abschreiben und ,unterricht zu verdienen4 ,in ,upsala nahm sich schlielich der ,professor der ,botanik 99,rudbeck99 seiner an4 ,er bertrug ihm die ,aufsicht ber den botanischen ,garten1 sowie die ,stellvertretung bei seinen ,vorlesungen4 ,im ,jahre #agcb erhielt 99,linn99 den ,auftrag1 die nrdlichsten ,teile ,schwedens zu durchforschen4 ,nachdem er von seiner whrend des ,sommers #agcb unternommenen ,lapplandreise zurckgekehrt war1 beabsichtigte er1 in ,upsala ,vorlesungen ber ,botanik zu halten4 ,eiferschtige ,nebenbuhler wuten indes sein ,vorhaben durch den ,einspruch1 da er noch nicht promoviert sei1 zu verhindern4 ,da es damals ,brauch war1 den ,doktorhut im ,auslande zu erwerben1 ging 99,linn99 zu diesem ,zwecke im ,jahre #agce nach ,holland4 ,dort wurde er mit 99,clifford99 bekannt1 der in ,harlem einen ,garten besa und 99,linns99 ,rat und ,hilfe in botanischen ,dingen zu schtzen wute4 ,in ,holland gab 99,linn99 im ,jahre #agce neben einem greren ,werk ber den 99,clifford99schen ,garten eine kleine1 in ,tabellenform verfate ,schrift heraus1 die er ,systema naturae nannte4 ,dieses ,bchlein1 das die ,frchte seiner bisherigen1 sich ber alle drei ,naturreiche erstreckenden ,bemhungen um die ,systematik enthielt1 wurde spter wiederholt von neuem aufgelegt und wuchs dabei zu einem mehrbndigen ,werke an#aje4 99,linns99 ,system der ,natur erregte durch seine bersichtlichkeit und ,klarheit sofort groe ,bewunderung4 ,es war in seinem ganzen ,umfange auf die ,sexualitt der ,pflanzen begrndet4 ,mit der ,sexualtheorie war 99,linn991 wie er selbst hervorhebt1 durch die ,englnder bekannt geworden4 ,letztere hatten ihrerseits die ,anregung aus ,deutschland empfangen4 ,bald nach #agce erschienen 99,linns99 ,schriften1 in denen er seine ,grundstze fr die ,bestimmung und ,benennung der ,pflanzen entwickelte#ajf4 ,unter ,bercksichtigung aller wesentlichen ,merkmale bestimmte er mit groer ,schrfe die ,charaktere von nahezu #ajjj ,gattungen4 ,nachdem 99,linn99 ,reisen nach ,england und nach ,frankreich unternommen hatte -- in ,paris ernannte man ihn zum korrespondierenden ,mitgliede der ,akademie der ,wissenschaften -- kehrte er nach ,stockholm zurck4 ,hier nahm man ihn mit groen ,ehrenbezeugungen auf4 99,linn991 der sich zunchst dem rztlichen ,beruf zuwandte1 wurde ,leibarzt des ,knigs und ,prsident der ,akademie der ,wissenschaften4 ,im ,jahre #agda siedelte er nach dem nahen ,upsala ber4 ,whrend der beiden ,jahrzehnte1 die 99,linn99 dort als anregender ,lehrer und unermdlicher ,forscher zubrachte1 erlebte die ,naturbeschreibung ihre ,glanzperiode4 ,der botanische ,garten wurde in seinem ,geiste erneuert und mit einem naturhistorischen ,museum verbunden4 ,im ,jahre #agdf gab 99,linn99 ein ,werk ber die ,tierwelt ,schwedens heraus1 einige ,jahre spter erschien seine allgemeine ,botanik#ajg1 das botanische ,hauptwerk 99,linns994 #agfb wurde 99,linn99 in den ,adelsstand erhoben4 ,seit dieser ,zeit nannte er sich 99von ,linn991 whrend sein ,name ursprnglich 99,linnaeus99 lautete4 ,er starb am #aj4 ,januar #agghajh4 99,linns99 ,verdienst bestand nicht in epochemachenden ,entdeckungen1 die spteren ,geschlechtern unmittelbare ,anregung zu weiterem ,forschen gegeben htten1 sondern er erblickte seine ,aufgabe vornehmlich in der systematischen ,bearbeitung des gesamten1 von seinen ,vorgngern bermittelten naturgeschichtlichen ,wissens4 ,hierin hat er ,bedeutendes geleistet und sich einer ,mhe unterzogen1 deren ,bewltigung im ,interesse des weiteren ,fortschritts lag4 ,da seine ,nachfolger das ,system berschtzten und die ,einordnung der neu beschriebenen ,formen fr die hauptschlichste ,aufgabe der ,wissenschaft hielten1 darf man dem ,begrnder dieses ,systems nicht zur ,last legen4 ,in der ,botanik brachte 99,linn99 die seit 99,caesalpin99 auf die ,aufstellung eines knstlichen ,systems gerichteten ,bestrebungen zum ,abschlu4 ,die ,kenntnis von der ,sexualitt der ,pflanzen1 auf welcher seine ,einteilung fute1 verdankte er vor allem den ,untersuchungen des ,deutschen 99,camerarius99#aji1 wie auch seine binre ,nomenklatur auf den ,vorgang anderer ,botaniker 799,jungius99 und 99,ray997 zurckzufhren ist4 ,der sogenannte ,schlssel1 nach dem 99,linn99 in seinem ,system das ganze ,pflanzenreich in ,klassen einteilte1 ist folgender3 ,a4 ,pflanzen mit ,blten4 ,aa4 99,mit lauter ,zwitterblten499 aa4 ,mit freien ,staubfden4 aaa4 ,mit ,staubfden von unbestimmter ,lnge4 #a4 ,klasse mit einem ,staubfaden 99,monandria99#aaj4 #b4 zwei ,staubfden 99,diandria994 #c4 drei 99,triandria994 #d4 vier 99,tetrandria994 #e4 fnf 99,pentandria994 #f4 sechs 99,hexandria994 #g4 sieben 99,heptandria994 #h4 acht 99,octandria994 #i4 neun 99,enneandria994 #aj4 zehn 99,decandria994 #aa4 #ab-ai 99,dodecandria994 #ab4 ,klasse mit #bj oder mehr ,staubfden1 die nicht auf dem ,fruchtboden1 sondern auf der inneren ,seite des ,kelches sitzen 99,icosandria994 #ac4 ,klasse mit #bj oder mehr ,staubfden1 die auf dem ,fruchtboden sitzen 99,polyandria994 abb4 ,mit ,staubfden von bestimmter ,verschiedenheit in der ,lnge4 #ad4 ,klasse1 ,pflanzen mit vier ,staubfden1 von denen zwei nebeneinander stehende lnger und zwei krzer sind 99,didynamia994 #ae4 ,klasse1 ,pflanzen mit sechs ,staubfden1 von denen vier lnger1 zwei einander gegenberstehende aber krzer sind 99,tetradynamia99#aaa4 ab4 ,mit verwachsenen ,staubfden oder verwachsenen ,staubbeuteln4 #af4 ,klasse1 ,pflanzen mit ,staubfden1 die unten zusammengewachsen sind 99,monadelphia994 #ag4 ,klasse1 ,pflanzen1 deren ,staubfden zu zwei ,bndeln verwachsen sind 99,diadelphia994 #ah4 ,klasse1 ,pflanzen1 deren ,staubfden zu drei oder mehr ,bndeln verwachsen sind 99,polyadelphia99#aab4 #ai4 ,klasse1 ,pflanzen1 deren ,staubbeutel zu einem ,zylinder zusammengewachsen sind 99,syngenesia99#aac4 #bj4 ,klasse1 ,pflanzen1 deren ,staubfden mit den ,griffeln verwachsen sind 99,gynandria99#aad4 ,ab4 99,mit getrennten ,geschlechtern499 #ba4 ,klasse1 mnnliche und weibliche ,blten befinden sich an einer ,pflanze 99,monoecia994 #bb4 ,klasse1 mnnliche und weibliche ,blten befinden sich auf verschiedenen ,pflanzen 99,dioecia99#aae4 #bc4 ,klasse1 auer den ,zwitterblumen befinden sich noch mnnliche oder weibliche ,blten oder beide zugleich an einer oder an verschiedenen ,pflanzen 99,polygamia99#aaf4 ,b4 ,pflanzen1 bei denen weder ,staubfden noch ,stempel1 welche bei den brigen ,pflanzen wesentliche ,teile der ,blte sind1 in die ,augen fallen4 #bd4 ,klasse 99,cryptogamia99#aag4 99,linns99 ,system fand anfangs viel ,widerspruch4 ,entweder wurde die ,sexualitt der ,pflanzen trotz aller unzweifelhaften ,beweise geleugnet1 oder man erhob den ,einwand1 da die neue ,lehre zu unzchtigen ,gedanken reize4 ,deutschlands groer ,systematiker 99,gleditsch991 der im ,auftrage der ,akademie zu ,berlin den dortigen botanischen ,garten grndete1 mute sich alle ,mhe geben1 um den ,einwurf1 da die ,lehre von der ,befruchtung der ,pflanzen unsittlich sei1 zu widerlegen#aah4 ,zu der ,folgerichtigkeit1 mit der 99,linn99 sein ,system durchfhrte1 gesellte sich die umfassendste ,kenntnis einheimischer und fremder ,pflanzen4 ,seine bersicht#aai der ,arten enthielt #gcjj ,nummern und wurde neun ,jahre spter um weitere #aejj ,nummern vermehrt4 ,am wenigsten grndlich durchforschte 99,linn99 die ,pflanzen1 welche der ,kleinheit ihrer ,organe wegen den ,gebrauch von ,vergrerungsglsern notwendig machten1 wie die ,doldengewchse und die ,kryptogamen4 99,linn99 selbst war dem physiologischen ,experiment1 sowie der ,anwendung des ,mikroskopes wenig zugetan4 ,sehr selten begegnen wir bei ihm dem ,bestreben1 ,erscheinungen auf ihre ,ursachen zurckzufhren4 ,er begngte sich damit1 alles gehrig zu klassifizieren4 ,der mikroskopischen ,forschung war das gesamte #ah4 ,jahrhundert wenig hold4 99,grews99 und 99,malpighis99 epochemachende ,untersuchungen ber den inneren ,bau der ,pflanzen wurden nicht fortgesetzt4 ,ja1 es fehlte sogar nicht an gewichtigen ,stimmen1 welche die bisherigen ,ergebnisse der ,pflanzenanatomie als unrichtig und trgerisch zu verdchtigen suchten#abj4 99,linns99 ,art1 etwas durch logisches ,zergliedern klarzustellen1 ohne die ,natur selbst hinreichend zu befragen1 erinnert hufig an 99,aristoteles994 ,da sein ,pflanzensystem in erster ,linie auf die ,erfllung eines praktischen ,bedrfnisses hinauslief und keine naturgeme ,gruppierung ergab1 wute 99,linn99 sehr wohl1 whrend es seine ,nachbeter spter gnzlich vergessen zu haben schienen und in dem von 99,linn99 geschaffenen ,system die ,krnung des naturgeschichtlichen ,lehrgebudes erblickten4 ,in spteren ,jahren hat sich 99,linn99 auch dem natrlichen ,system zugewandt4 ,schon in seiner ,philosophie der ,botanik#aba verlangte er1 die ,fragmente der natrlichen ,methode fleiig aufzusuchen4 ,dies sei das erste und letzte1 was man in der ,botanik erstreben msse1 denn die ,natur mache keine ,sprnge4 ,ja1 noch frher1 nmlich im ,jahre #agchabb1 stellte 99,linn99 als ,grundsatz eines natrlichen ,systems die ,forderung auf1 smtliche ,teile der ,pflanzen1 insbesondere aber die ,frucht1 den ,samen1 die ,lage des ,embryos usw4 systematisch zu verwerten4 ,auch mu anerkannt werden1 da 99,linn99 mit dem ,wort natrliche ,verwandtschaft einen besseren ,begriff verband als die meisten seiner ,vorgnger4 ,besa dieser ,begriff bei 99,linn99 zwar ebensowenig eine reale ,bedeutung wie bei den brigen ,systematikern des #ah4 ,jahrhunderts1 so pat sich seine ,vorstellung der spteren ,theorie der ,abstammung der ,arten doch weit besser an4 ,whrend nmlich der ,satz1 da die ,natur keine ,sprnge mache1 die meisten dazu verleitete1 sich die organische ,schpfung als eine einzige aufsteigende ,reihe vorzustellen1 dachte sich 99,linn99 die ,verwandtschaft der ,formen unter dem ,bilde eines vielmaschigen ,netzes4 ,alle ,pflanzen1 sagt er1 zeigen eine ,verwandtschaft nach allen ,seiten4 99,linn99 selbst hat ein ,verzeichnis derjenigen ,gruppen aufgestellt1 die er als natrliche betrachtete4 ,der erste ,versuch1 von der ,erfassung solcher ,gruppen zur systematischen ,gliederung des gesamten ,pflanzenreiches zu gelangen1 ging von den ,franzosen aus4 ,die schwedischen1 deutschen und englischen ,botaniker dagegen verfolgten die von 99,linn99 eingeschlagene ,richtung bis zur ,einseitigkeit und suchten ihren ,ruhm in der ,kenntnis einer mglichst groen ,zahl von ,arten4 ,erst mit der ,aufstellung des natrlichen ,systems durch die beiden 99,jussieu99 und 99,decandolle99 wurde die ,grundlage fr den weiteren ,fortschritt geschaffen4 ,wie auf dem botanischen1 so war auch auf zoologischem ,gebiete 99,linns99 ,wirken fast ausschlielich nach der beschreibenden und systematischen ,seite gerichtet4 ,sein ,tiersystem entsprach indes weit mehr der natrlichen ,verwandtschaft1 als dies hinsichtlich seiner ,gruppierung der ,pflanzen der ,fall war4 ,die ,einteilung der niederen ,tiere1 deren innerer ,bau erst in der nchsten ,periode eingehender studiert wurde1 fute jedoch noch auf ganz oberflchlichen hnlichkeiten4 ,das gesamte ,tierreich zerfiel nach 99,linn99 in sechs ,klassen1 von denen nur diejenigen der ,sugetiere und der ,vgel ihren ,wert und ,umfang auch heute noch besitzen4 ,die ,amphibien wurden noch mit den ,reptilien zu einer ,gruppe vereinigt4 ,die vierte ,klasse umfate die ,fische4 ,die ,insekten bildeten die fnfte ,klasse4 ,sie zerfielen in die noch heute geltenden ,ordnungen1 whrend die letzte ,klasse der ,wrmer alles das umfate1 was 99,linn99 anderweitig nicht unterzubringen vermochte4 ,hier finden wir z4 ,b4 die ,weichtiere mit den ,aufgutierchen und die ,eingeweidewrmer mit den ,pflanzentieren vereinigt4 ber die animalische ,natur der letzteren ist 99,linn99 noch nicht vllig im klaren4 ,er bezeichnet sie als ,pflanzen mit tierisch belebten ,blten4 ,mancher ,widerspruch erhob sich gegen seinen ,schritt1 den ,menschen als besondere ,gattung an die ,spitze des ,systems zu stellen und ihn mit den hheren ,affen zur ,ordnung der ,primaten zu vereinen4 ,man mu jedoch anerkennen1 da dieser ,schritt die ,naturgeschichte des ,menschen als besonderen ,wissenszweig angebahnt hat1 so da 99,blumenbach991 als er die neuere ,anthropologie begrndete1 nur der ,auffassung 99,linns99 zu folgen brauchte4 ,von besonderer ,wichtigkeit fr die ,systematik war die von 99,linn99 herrhrende strenge ,durchfhrung der binren ,nomenklatur4 ,anstatt weitschweifiger ,definitionen1 die man neu entdeckten ,formen beilegte1 erhielt jede ,art zwei der lateinischen ,sprache entnommene ,namen1 von denen der erste die ,zugehrigkeit zu einer bestimmten ,gattung1 der zweite dagegen1 meist in ,form eines ,eigenschaftsworts hinzutretend1 die ,art bezeichnete4 ,letztere erschien 99,linn99 als der durchaus unvernderliche ,ausgangspunkt seines ,systems4 ,tot numeramus species1 quot creavit ab initio infinitum ens lautet sein bekannter ,ausspruch1 wir zhlen soviel ,arten1 wie ,gott im ,anbeginn erschaffen hat4 ,diese ,ansicht1 welche die ,beziehungen im anatomischen ,bau der ,lebewesen vllig unerklrt lt und die ,worte ,verwandtschaft und ,zusammengehrigkeit nur im bildlichen ,sinne anzuwenden gestattet1 erstarkte in der ,folge zu einem ,dogma1 das nicht nur die ,lehre von den heute lebenden ,formen1 sondern auch die ,palontologie bis zum ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts vollstndig beherrschte und erst in der zweiten ,hlfte des letzteren zu ,fall gebracht wurde4 99,linns99 ,bemhen1 alles zu systematisieren1 erstreckte sich auch auf das ,mineralreich4 ,da er jedoch auch hier in erster ,linie die uere ,beschaffenheit ins ,auge fate1 so war der ,erfolg nur gering4 ,eigentmliche ,ansichten1 die sich spter als zum ,teil begrndet erwiesen1 entwickelte 99,linn99 in seiner ,abhandlung ber das ,anwachsen der ,erde#abc4 ,danach bildeten sich die ,schichten nicht aus zerriebenem ,urgestein1 sondern sie sind ,erzeugnisse der ,lebewelt4 ,das ,kalkgebirge ist nach 99,linn99 aus ,muscheln und ,korallen entstanden1 whrend die ,pflanzen tonige ,ablagerungen1 die spter zu ,schiefer erstarrten1 gebildet haben sollten4 #e4 ,die ,ausdehnung der physikalischen ,methoden auf das ,gebiet der ,pflanzenphysiologie4 ,wenn auch auf dem ,gebiete der ,botanik whrend des #ah4 ,jahrhunderts die systematische ,richtung berwog1 so fllt doch in diesen ,zeitraum die ,begrndung einiger wichtigen ,zweige der ,pflanzenphysiologie1 um deren weiteren ,ausbau man sich dann allerdings zunchst so wenig kmmerte wie um die ,fortsetzung der pflanzenanatomischen ,arbeiten eines 99,grew99 und 99,malpighi994 ,es sind dies die ,arbeiten von 99,hales99 ber die ,bewegung des ,pflanzensaftes und die ,aufdeckung der ,beziehungen zwischen ,blumen und ,insekten durch 99,konrad ,sprengel991 dessen ,forschungen erst in neuerer ,zeit1 seit 99,darwin99 demselben ,gegenstande seine ,aufmerksamkeit zuwandte1 zur vollen ,wrdigung gelangt sind4 ,auch an ,versuchen einen gewissen ,einblick in den ,vorgang der ,ernhrung der ,pflanze zu erhalten1 hat es im #ag4 und #ah4 ,jahrhundert nicht gefehlt4 ,solche ,versuche wurden schon dadurch veranlat1 da sich 99,aristoteles99 ber die ,ernhrung der ,pflanzen geuert hatte4 ,seine ,meinung ging dahin1 da die ,pflanzen ihre ,nahrung fertig aus der ,erde aufnhmen und daher auch keine ,exkremente von sich gben#abd4 ,da die neuere ,naturwissenschaft die ,haltlosigkeit derartiger1 aus allgemeinen philosophischen ,grnden entwickelter ,urteile in zahlreichen ,fllen nachgewiesen hatte1 so wandte sie das ,hilfsmittel1 das ihr in allen diesen ,fllen zum ,siege verholfen1 das experimentelle ,verfahren nmlich1 auch auf diese ,frage an4 ,einer der ersten1 der1 wenn auch auf ,grund nur mangelhafter chemischer und anatomischer ,kenntnisse1 die ,frage der ,ernhrung der ,pflanze vom naturwissenschaftlichen ,standpunkte in ,angriff nahm1 war 99,mariotte994 ,wir haben ihn an anderer ,stelle als einen der ,begrnder der ,physik der ,gase kennen gelernt#abe4 99,mariotte99 war1 wie alle ,gegner der aristotelischen ,art der ,naturerklrung1 ,anhnger der ,korpuskulartheorie4 ,diese nahm bei ihren ,erklrungsversuchen die ,bewegung kleinster ,teilchen oder ,korpuskeln zu ,hilfe4 ,die ,ursache der ,bewegung erblickte sie in anziehenden und abstoenden ,krften4 99,mariotte99 hat seine ,ansichten im ,jahre #afgi zusammengefat#abf4 ,nach ihm nimmt die ,pflanze aus dem ,boden gewisse ,stoffe -- ,prinzipien sagt 99,mariotte99 -- auf4 ,solche ,stoffe sind ,salz1 ,salpeter1 ,schwefel1 ,wasser und ,erden4 ,auch die ,luftteilchen spielen nach 99,mariotte99 bei der ,ernhrung der ,pflanze eine ,rolle4 ,sie werden durch den ,blitz verbrannt und mit dem ,wasser dem ,boden zugefhrt4 ,erst viel sptere ,forschungen haben bewiesen1 da diese ,ansichten im allgemeinen das ,richtige trafen4 ,eigentliche pflanzenchemische ,versuche vermochte 99,mariotte99 nmlich noch nicht anzustellen4 ,um die ,irrigkeit der aristotelischen ,meinungen darzutun1 waren solche auch nicht einmal ntig4 ,da die ,pflanzen die ,bestandteile1 aus denen sie sich zusammensetzen1 nicht fertig aus dem ,boden aufnehmen1 beweist nach 99,mariotte99 schon die ,tatsache1 da sich in derselben ,handvoll ,erde tausende von ,pflanzen aufziehen lassen1 die alle in ihrer chemischen ,zusammensetzung ,besonderheiten darbieten4 ,auch da sich auf einen ,stamm die verschiedensten ,pfropfreiser aufpflanzen lassen1 und da diese gleichfalls aus offenbar doch ein und demselben1 aus dem ,boden eintretenden ,saft ,erzeugnisse der verschiedensten chemischen ,art hervorbringen1 beweist1 wie 99,mariotte99 ganz richtig hervorhebt1 da sich aus den verschiedenen ,prinzipien die pflanzlichen ,substanzen durch passende ,vereinigung aufbauen4 ,zu hnlichen ,anschauungen gelangte 99,chr4 ,wolf991 der die 99,leibniz99sche ,philosophie fortsetzte und durch seine ,bemhungen1 die ,korpuskulartheorie zur ,erklrung der ,naturerscheinungen zu verwerten1 auch auf die ,entwicklung der ,chemie anregend gewirkt hat#abg4 99,wolf99 gab im ,jahre #agbc eine allgemeine ,naturlehre#abh heraus4 ,in diesem ,buche gibt er eine zusammenhngende ,darstellung der ,lehre von der ,ernhrung der ,pflanzen4 ,auch 99,wolf99 vertritt die ,ansicht1 da die ,pflanze die in sie eintretenden ,stoffe chemisch verndere4 ,dies wird daraus geschlossen1 da jede ,pflanze eigenartige chemische ,bestandteile 7ihr besonderes l7 enthlt4 ,die ,pflanze entnimmt nach 99,wolf99 ihre ,nhrstoffe nicht nur dem ,boden1 sondern auch der ,luft4 ,im ganzen genommen bemerken wir also im #ag4 und in der ersten ,hlfte des #ah4 ,jahrhunderts zwar einen erheblichen ,fortschritt gegen 99,aristoteles99 und van 99,helmont994 ,es fehlte aber noch an einer gengenden chemischen ,grundlage1 um einen wirklichen ,einblick in diesen ,teil des pflanzlichen ,lebens zu gewinnen4 ,mit weit besserem ,erfolge lieen sich die physikalischen ,forschungsmittel auf die ,probleme der ,pflanzenphysiologie anwenden4 ,die ,physik hatte whrend des #ag4 ,jahrhunderts die glnzendste ,periode ihrer ,entwicklung gehabt4 ,sie bediente sich auf allen ihren ,gebieten der quantitativen ,untersuchungsweise4 ,letztere zuerst auf die ,erscheinungen des pflanzlichen ,lebens angewandt zu haben1 ist das groe ,verdienst von 99,hales994 99,stephan ,hales99 wurde am #ag4 ,september #afgg in der ,nhe von ,kent geboren4 ,er studierte in ,cambridge ,theologie4 ,gleichzeitig betrieb er mit groer ,vorliebe ,mathematik und ,naturwissenschaften4 ,die ,zeit1 die ihm sein ,pfarramt brig lie1 verwandte er auf die ,verwirklichung eines hohen ,zieles1 nmlich der ,ausdehnung der physikalischen ,forschungs- und ,betrachtungsweise auf das ,gebiet der ,lebensvorgnge4 ,im ,jahre #agah wurde 99,hales99 ,mitglied der ,royal ,society2 er starb am #d4 ,januar #agfa4 ,in seinem ,hauptwerke1 der ,statik der ,gewchse#abi1 versuchte 99,hales991 auf ,grund der bis dahin gewonnenen mechanischen und chemischen ,kenntnisse1 durch ,versuche eine ,einsicht in den ,lebensproze der ,pflanze zu gewinnen4 99,harveys99 ,entdeckung des ,blutkreislaufes hatte die ,frage angeregt1 ob im ,pflanzenkrper ein entsprechender ,vorgang stattfinde4 ,diese ,frage ist es1 welche 99,hales99 durch seine ,versuche zu entscheiden suchte4 ,wie in der ,physiologie des ,tieres die ,flssigkeiten1 deren ,geschwindigkeiten1 die ,krfte1 welche auf sie wirken1 sowie die ,menge trockener und flssiger ,nahrung die grte ,rolle spielen1 so erhlt1 wie 99,hales99 des nheren ausfhrt1 die ,mechanik auch das ,leben der ,pflanzen und bringt deren ,wachstum zuwege4 ,die hnlichkeit zwischen ,pflanzen und ,tieren sei so gro1 da1 wenn man beide nach gleicher ,methode untersuche1 wichtige ,entdeckungen zu erhoffen seien4 ,das ,verfahren1 das 99,hales99 zum erstenmale auf das ,studium der ,pflanzen anwendet1 besteht in ,zhlen1 ,messen und ,wgen4 ,der ,einflu der ,physik war es1 der sich auf immer weitere ,gebiete erstreckte4 ,durch ,zhlen und ,messen1 sagt 99,hales99 in seinem ,hauptwerk1 hat der groe 99,newton99 die ,regeln1 nach denen die ,gestirne ihren ,lauf beschreiben1 zu bestimmen vermocht4 ,der allweise ,schpfer hat sich nmlich die ,richtschnur gesetzt1 alles nach ,zahl1 ,ma und ,gewicht zu erschaffen4 ,damit nun auch wir seine ,werke ergrnden knnen1 kommt es auf ,zhlen1 ,messen und ,wgen an4 ,man geht dadurch den vernnftigsten und sichersten ,weg4 ,und der so ungemein groe ,erfolg1 den dieses ,verfahren gezeitigt hat1 mu uns anreizen1 es anzuwenden4 99,hales'99 ,untersuchungen befassen sich zunchst mit der ,feststellung der ,flssigkeitsmenge1 die von den ,pflanzen aus dem ,boden aufgenommen und durch die ,bltter wieder abgedunstet wird4 ,eine #c ,fu hohe ,sonnenblume wurde in einen ,topf gepflanzt1 der durch eine ,bleiplatte nach ,mglichkeit gegen ,verdunstung geschtzt war4 ,durch diese ,platte fhrte ein ,rohr1 das zum ,nachfllen von ,wasser diente4 ,der infolge der ,transpiration eintretende ,gewichtsverlust betrug fr die zwlf ,stunden von morgens bis abends an heien ,tagen #a ,pfund #ad ,unzen1 whrend der ,verlust desselben ,topfes1 nachdem die ,pflanze abgeschnitten und der ,stumpf verklebt war1 unter im brigen gleichen ,umstnden nur zwei ,unzen#acj betrug4 ,in einer warmen1 trockenen ,nacht betrug die ,ausdnstung der ,sonnenblume drei ,unzen2 wenn ,tau auftrat1 unterblieb sie ganz4 ,darauf stellte sich 99,hales99 die ,aufgabe1 die gesamte1 oberhalb und unterhalb des ,bodens befindliche ,flche der ,sonnenblume zu messen4 ,zunchst wurden smtliche ,bltter abgeschnitten und der ,gre nach in ,gruppen geordnet4 ,sodann wurde ein ,drahtnetz mit ,maschen von bekannter ,gre auf die einem jeden ,haufen entnommenen ,bltter gelegt und durch ,abzhlen der deckenden ,maschen die ,oberflche bestimmt4 ,auf diese ,weise fand 99,hales99 die ,gesamtgre der abdunstenden ,flche gleich #efaf ,quadratzoll1 whrend er die ,oberflche der ,wurzeln zu #bbhf ,quadratzoll und deren ,gesamtlnge zu #addh ,fu ermittelte4 ,innerhalb zwlf ,stunden ging durch den ,stamm eine ,flssigkeitsmenge von #cd ,kubikzoll4 ,der ,stamm besa einen ,quadratzoll ,querschnitt4 ,dies ergab unter der ,annahme1 da der ,stamm sich wie ein hohles ,rohr verhlt1 fr den aufsteigenden ,saft eine ,geschwindigkeit von #cd ,zoll4 ,die wahre ,geschwindigkeit mute1 wie 99,hales99 bemerkte1 viel grer sein1 da der ,raum des ,stammes zum grten ,teil mit fester ,materie ausgefllt ist4 99,hales99 fand1 da der immergrne ,zitronenbaum viel weniger transpiriert als die ,sonnenblume1 der ,weinstock und andere ,pflanzen1 die ihre ,bltter im ,winter verlieren4 ,sptere ,versuche1 die sich auf zwlf immergrne ,bume erstreckten1 besttigten die am ,zitronenbaum gemachte ,erfahrung#aca4 ,von besonderem ,interesse ist es1 da 99,hales99 das ,ergebnis seiner mit den ,pflanzen angestellten ,versuche fortgesetzt mit den an ,tieren und ,menschen gemachten ,beobachtungen verglich4 ,so ergaben die ,berechnungen1 die er an seine ,arbeit ber die ,transpiration der ,sonnenblume anknpfte1 da diese ,pflanze in derselben ,zeit unter ,bercksichtigung des ,krpergewichts #agmal so viel ,flssigkeit aufnimmt und abgibt wie der ,mensch4 ,diesen ,unterschied sieht 99,hales99 mit ,recht darin begrndet1 da die ,flssigkeit1 welche die ,pflanzen aus dem ,boden einsaugen1 nicht soviel ,nhrsubstanz enthlt wie der ,saft1 der aus dem ,verdauungskanal in den ,krper des ,tieres bergeht#acb4 ,illustration3 ,abb4 #ab4 ,der ,wurzel ,ziehen oder ,saugen 799,hales991 ,statik der ,gewchse1 ,tab4 ,,iii1 ,fig4 ,x74 ,da die ,bewegung des ,pflanzensaftes nicht wie bei den ,tieren durch ein besonderes ,triebwerk hervorgerufen wird und1 wie 99,hales99 vermutete1 nur nach einer ,richtung vor sich geht1 jedenfalls aber nicht in einem ,kreislauf innerhalb der ,gefe besteht1 so suchte er zunchst die ,kraft ausfindig zu machen1 durch welche die ,pflanzen ,flssigkeiten in sich ziehen4 ,neben einem vollbebltterten ,baum wurde eine ,grube hergestellt4 ,ein krftiger ,wurzelast wurde abgeschnitten1 mit einer ,rhre versehen und in ein mit ,quecksilber geflltes ,becken getaucht 7siehe ,abb4 #ab74 ,die ,wurzel zog alsdann mit solcher ,kraft1 da das ,quecksilber in der ,rhre bis zu einer betrchtlichen ,hhe emporstieg#acc4 ,die gleiche ,wirkung uerte ein transpirierender ,ast1 wenn man das mit seinem abgeschnittenen ,ende verbundene ,rohr in ,quecksilber tauchte4 ,so wurde1 um eins der vielen ,beispiele zu erwhnen1 ein frischer ,zweig eines jungen ,apfelbaums mit einer ,rhre verbunden2 diese wurde sodann mit ,wasser gefllt und in ,quecksilber getaucht4 ,letzteres stieg in #g ,minuten um #ab ,zoll 7,abb4 #ac74 ,in anderen ,fllen wurde das ,quecksilber jedoch nur wenig gehoben1 soda 99,hales99 selbst das infolge der ,transpiration ausgebte ,saugen der ,zweige allein zur ,erklrung der ,wasserbewegung grerer ,pflanzen fr nicht ausreichend erachtete4 ,er nahm daher als weitere bewegende ,krfte die ,kapillaritt und den ,wurzeldruck1 den er durch viele ,experimente messend verfolgt hat1 in ,anspruch4 ,die ,erscheinung birgt indes selbst fr die heutige ,pflanzenphysiologie noch manches ,rtsel4 99,hales99 schliet seine ,untersuchung mit den ,worten3 ,die ,pflanzen ziehen durch ihre kleinen ,haarrhrchen die ,feuchtigkeit so stark an1 wie wir es gesehen haben4 ,die ,feuchtigkeit verfliegt durch die ,transpiration4 ,diese bewirkt1 da die ,saftgefe leer werden und infolgedessen neue ,nahrung an sich ziehen4 ,seine ,ansicht1 da es sich bei diesem ,vorgang nur um physikalische ,krfte handele1 suchte er durch ,versuche mit anorganischen1 porsen ,substanzen zu sttzen4 ,so wurde z4 ,b4 eine lange ,glasrhre mit ,mennige gefllt und in derselben ,weise wie die ,wurzel mit ,wasser und ,quecksilber in ,verbindung gesetzt4 ,auch in diesem ,falle stieg nicht nur das ,wasser in die porse ,masse empor1 sondern das ,quecksilber folgte bis zu einer ,hhe von #h ,zoll4 ,nachdem man spter die saugende ,wirkung und die ,kapillaritt als unzureichend erkannt hatte1 um das ,wasser zu nennenswerter ,hhe emporzuschaffen1 hat man den ,sitz der anziehenden ,krfte wohl in die ,zellwand oder in den ,zellinhalt verlegt1 ohne da bisher eine nach jeder ,richtung befriedigende ,erklrung des in ,frage stehenden ,vorgangs gelungen wre4 ,illustration3 ,abb4 #ac4 99,hales'99 ,versuch ber das ,saugen eines transpirierenden ,zweiges4 ,die meisterhaften ,untersuchungen eines 99,hales99 haben auch fr die ,aufhellung einer zweiten ,reihe von ,erscheinungen ,grundlagen geschaffen1 auf denen die ,pflanzenphysiologie noch heute fut4 ,es sind dies die unter dem ,namen des ,blutens#acd oder ,trnens bekannten ,vorgnge1 welche durch den ,wurzeldruck veranlat werden4 99,hales99 schnitt einen ,weinstock #g ,zoll ber der ,erde ab4 ,der briggebliebene ,stumpf1 ,abb4 #ad c1 besa keine ste1 er war #d bis #e ,jahre alt und #c_/d ,zoll dick4 ,an der ,spitze dieses ,stumpfes befestigte 99,hales99 vermittelst der ,hlse b eine glserne ,rhre 99bf99 von #g ,fu ,lnge und #a_/d ,zoll ,durchmesser4 ,die ,fuge b dichtete er mit einer ,masse aus ,wachs und ,terpentin1 die er mit einer nassen ,blase gut zuband4 ,er fgte dann eine zweite ,rhre 99fg99 an die erste und fgte an die zweite noch eine dritte 99ga991 so da alle drei ein ,rohr von #be ,fu ,lnge bildeten4 ,zunchst sog der ,stumpf ,wasser ein4 ,bald darauf drang aber ,saft aus dem ,weinstock und die ,flssigkeit hatte nach wenigen ,tagen eine ,hhe von mehr als #bj ,fu erreicht1 so da 99,hales99 auf den ,gedanken kam1 den erzeugten ,druck durch das soviel schwerere ,quecksilber zu messen4 ,zu diesem ,zwecke schnitt er einen ,weinstock1 bei a in ,abb4 #ad1 einige ,fu ber der ,erde ab4 ,der ,stumpf 99ab99 besa keine ,zweige und war etwa einen ,zoll dick4 ,daran befestigte er die ,rhre 99ayz99 und go in diese ,quecksilber4 ,noch an demselben ,tage stieg das ,quecksilber bis z und stand #ae ,zoll hher als im ,schenkel x4 ,illustration3 ,abb4 #ad4 ,das ,steigen des ,pflanzensaftes in einer #be ,fu langen ,rhre 799,hales'99 ,statik der ,gewchse1 ,tab4 ,,iv1 ,fig4 #ag74 ,einige ,tage spter betrug die ,hhe des ,quecksilbers #cb ,zoll4 ,sie wrde noch mehr betragen haben1 wenn mehr ,quecksilber in der ,rhre gewesen wre4 ,die ,versuche wurden im ,april angestellt4 ,im ,verlauf des ,monats ,mai nahm die ,kraft des ,saftes nach und nach ab4 ,als die ,quecksilberhhe #cb ,zoll betrug1 war diese ,kraft dem ,drucke einer #cf ,fu #e ,zoll hohen ,wassersule gleich4 ,bei einem anderen derartigen ,versuch hob diese ,kraft des ,saftes das ,quecksilber auf #ch ,zoll1 was dem ,drucke einer #dc ,fu #c ,zoll hohen ,wassersule entsprach4 99,hales99 wies darauf nach1 da diese ,kraft etwa fnfmal so gro ist wie der ,druck des ,blutes in einer ,pulsader des ,pferdes und siebenmal grer als der ,blutdruck beim ,hunde4 ,den ,druck des ,blutes ermittelte er dadurch1 da er die ,tiere lebend auf dem ,rcken festband und eine groe ,pulsader ffnete4 ,darauf verband er diese ,ader mit einem ,glasrohr von #aj ,fu ,lnge und #a_/h ,zoll ,durchmesser4 ,in diesem ,rohr stieg das ,blut eines ,pferdes #h ,fu #c ,zoll1 dasjenige eines kleinen ,hundes dagegen #f ,fu hoch empor4 ,die ,ansicht1 da in der ,pflanze ein ,kreislauf der ,flssigkeit wie in dem ,gefsystem der ,tiere stattfinde1 suchte 99,hales99 gleichfalls durch ,versuche zu widerlegen4 ,so brachte er an transpirierenden ,pflanzen oder sten geeignete ,einschnitte bereinander an1 die smtlich bis zum ,marke gingen und nach den vier ,himmelsgegenden gerichtet waren4 ,obgleich auf solche ,weise dem ,safte wiederholt der gerade ,weg benommen war1 sagt 99,hales991 ging dennoch eine erhebliche ,menge ,feuchtigkeit durch den transpirierenden ,ast hindurch4 ,auch wurde die obere ,flche der ,einschnitte nicht etwa feucht1 was doch bei einem ,kreislauf des ,saftes htte eintreten mssen4 ,illustration3 ,abb4 #ae4 ,die ,bestimmung des ,wurzeldruckes mittelst des ,quecksilbermanometers 799,hales991 ,statik der ,gewchse1 ,tab4 ,,iv1 ,fig4 #ah74 99,hales99 dehnte seine ,messungen von der ,pflanze ausgehend auf den ,boden aus4 ,er entnahm dem ,boden ,proben aus verschiedener ,tiefe und bestimmte seinen ,feuchtigkeitsgehalt4 ,ferner bestimmte er die ,ausdnstung des ,bodens ihrer ,gre nach und verglich die gewonnenen ,zahlen mit der ,verdunstung des ,wassers4 ,wenn auch die erhaltenen ,werte noch mit manchen ,fehlern behaftet1 die ,versuche zum ,teil roh und die ,versuchsbedingungen nicht smtlich bekannt waren1 so verdient es doch die grte ,anerkennung1 da uns hier zum ersten ,male das ,streben begegnet1 mit wissenschaftlicher ,grndlichkeit ein bisher gnzlich unbekanntes ,gebiet der ,forschung zu erschlieen4 99,hales99 wird daher mit ,recht als der eigentliche ,vater der ,pflanzenphysiologie betrachtet4 ,er hat nicht nur den ,flssigkeitsverbrauch1 sondern auch den ,gaswechsel der ,pflanze nach wissenschaftlichem ,verfahren zu erforschen gesucht und zwar mit solchem ,erfolge1 da wir ihm auch einen wesentlichen ,anteil an der ,begrndung der neueren ,chemie zusprechen mssen4 ,ist es doch 99,hales991 dem diese ,wissenschaft eins ihrer wichtigsten ,hilfsmittel1 die pneumatische ,wanne nmlich1 sowie wertvolle ,untersuchungen ber die ,atmung und die ,verbrennung verdankt4 ,allerdings wurden die ,ergebnisse seines ,forschens dadurch sehr getrbt1 da er noch nicht imstande war1 die ,gasarten zu unterscheiden4 ,fr 99,hales99 war noch jeder elastisch flssige ,stoff1 sei es1 da er durch ,destillation1 durch ,grung oder bei der ,lsung entstand1 durch verschiedenartige ,beimengungen verunreinigte ,luft4 ,schon frher hatte man bemerkt1 da ,pflanzenteile1 die sich lngere ,zeit unter einer mit ,wasser gefllten ,glocke befinden1 ,gas entwickeln4 ,hieraus schlo 99,hales991 da die ,luft an der ,zusammensetzung der ,pflanzen teilnimmt4 ,da sie das ,holz durchdringt1 wies er vermittelst der ,luftpumpe nach1 auch erwhnt er die von 99,grew99 beschriebenen ,dunstlcher 7,spaltffnungen7 und ihre hnlichkeit mit den ,schweiporen4 ,durch diese ,dunstlcher dringe die zur ,ernhrung der ,pflanze ntige ,luft in den ,stamm und die ,bltter ein4 ,illustration3 ,abb4 #af4 99,hales'99 ,versuche ber die trockene ,destillation mit ,benutzung der pneumatischen ,wanne 799,hales991 ,statik1 ,tafel ,,ix1 ,fig4 #ch74 ,um das ,gas zu untersuchen1 das die ,pflanzen bei ihrer ,zersetzung liefern1 bediente 99,hales99 sich glserner ,gefe1 die mit ,wasser gefllt und in greren ,behltern umgestlpt wurden 7s4 ,abb4 #af74 ,diese unter dem ,namen der pneumatischen ,wanne bekannte ,vorrichtung hat in der ,folge das ,studium der ,gase auerordentlich gefrdert4 ,bei der trockenen ,destillation von #cih ,gran ,erbsen erhielt 99,hales99 #cif ,kubikzoll ,gas1 das sich an einem ,licht entzndete4 ,in einem zweiten ,versuch gab ein halber ,kubikzoll oder #ace ,gran von dem ,holz einer ,eiche #abh ,kubikzoll ,gas4 ,das entstandene ,gas nahm einen bedeutend greren ,raum ein4 ,es hatte sich aus einem ,viertel des angewandten ,holzes gebildet#ace4 ,sehr wichtig ist1 da 99,hales99 seinen ,apparat auch auf die ,untersuchung der ,steinkohle anwandte4 ,durch die trockene ,destillation von #aeh ,gran ,steinkohle erhielt er #ahj ,kubikzoll brennbare ,luft4 99,hales99 war wohl der ,erste1 der auf solche ,weise die experimentelle ,grundlage fr die ,fabrikation des ,leuchtgases schuf4 ,an eine praktische ,verwertung seines ,ergebnisses hat man erst hundert ,jahre spter gedacht4 ,da 99,hales99 nicht nur ,pflanzenphysiologe war1 geht aus seinen oben erwhnten ,versuchen ber die ,gre des ,blutdruckes hervor4 99,hales99 ermittelte1 da der ,druck des ,blutes in den greren ,arterien den ,blutdruck in den groen ,venen um viele ,male 7nach seinen ,bestimmungen #aj bis #abmal7 bertrifft4 ,er ma ferner die ,kraft1 mit der die ,lunge bei der ,atmung sich ausdehnt1 an einem der ,vivisektion unterworfenen ,hunde#acf4 ,er bestimmte den ,durchmesser der ,lungenblschen und berechnete daraus fr die ,lunge die innere ,gesamtflche1 die er viele ,male grer als die ,oberflche des betreffenden ,tieres fand4 ,an seine ,versuche ber die ,atmung knpfte er ferner hygienische ,winke ber die ,heizung und die ,ventilation der ,wohnrume an4 ,er konstruierte sogar einen ,ventilator1 um ,abhilfe fr die ungesunden ,zustnde herbeizufhren1 welche damals auf den englischen ,kriegsschiffen herrschten#acg4 99,hales99 wurde von dem ,gedanken geleitet1 da seine ,untersuchungen insbesondere dem ,ackerbau ,nutzen gewhren mchten4 ,es ist ohne ,zweifel ein ,ausflu baconischer ,philosophie1 wenn er sein ,werk1 durchdrungen von der ,bedeutung seiner ,entdeckungen1 mit den ,worten schliet3 ,wenn doch diejenigen1 die ihre ,zeit und ihr ,vermgen damit verschwenden da sie1 einer leeren ,einbildung folgend1 alles in ,gold verwandeln wollen1 an der ,erforschung dieser ,vorgnge arbeiteten1 so wrden sie1 anstatt ,wind zu ernten1 die ,lorbeeren erlangen1 mit denen ntzliche ,entdeckungen belohnt werden4 ,wichtig ist1 wie 99,hales99 seine wenn auch noch unvollkommene ,erkenntnis1 da die ,luft in die ,bildung des ,pflanzenkrpers eingeht und dabei ihre ,elastizitt verliert1 durch das ,studium chemischer ,vorgnge zu erlutern und zu untersttzen sucht4 ,so begegnet uns bei ihm schon jener fr die sptere ,analyse der ,atmosphre wichtige ,versuch1 da ,phosphor in einer abgeschlossenen ,luftmenge verbrannt und eine dabei eintretende ,raumverminderung nachgewiesen wird4 ,von diesem ,versuche und den hnlichen ,versuchen 99,guerickes99#ach bis zur ,entdeckung der ,tatsache1 da die von dem ,phosphor gebundene ,luft zu der brig bleibenden ,luftmenge stets in einem bestimmten ,verhltnis steht1 die ,luft also aus 99zwei99 ,gemengteilen zusammengesetzt ist1 war nur noch ein ,schritt4 ,auch da ,blei bei seiner ,umwandlung in ,mennige ,luft verschlucke1 die sich mit dem ,blei vereinige und zur ,schwere der ,mennige beitrage1 fhrt 99,hales99 als ,beispiel an4 ,ja1 er erzeugt diese ,luft auch durch ,erhitzen in seiner ,retorte wieder1 stellt also schon denselben ,versuch an1 der 99,priestley99 spter zur ,entdeckung des ,sauerstoffs und 99,lavoisier99 zur richtigen ,deutung des ,verbrennungsprozesses gefhrt hat4 99,hales99 besa somit1 wie 99,black99 und andere ,zeitgenossen1 schon die experimentelle ,grundlage fr diese ,deutung4 ,dennoch konnte man sich von den lteren ,vorstellungen nicht frei machen4 ,das ,verschwinden der ,luft war fr 99,hales99 nicht so wesentlich wie die vermeintliche ,aufnahme aus dem ,feuer herrhrender ,teilchen4 ,nach ihrer chemischen ,seite lie sich die ,pflanzenphysiologie erst frdern1 nachdem die ,chemie selbst erhebliche ,fortschritte gemacht hatte4 ,dies geschah durch die ,arbeiten 99,priestleys991 99,scheeles99 und 99,lavoisiers99 im ,verlauf der zweiten ,hlfte des #ah4 ,jahrhunderts4 ,auf diese ,arbeiten futen 99,ingen-,housz99 und 99de ,saussure991 die wir in einem spteren ,abschnitt als die eigentlichen ,begrnder der ,ernhrungsphysiologie kennen lernen werden4 #f4 ,der ,ausbau der im #ag4 ,jahrhundert begrndeten ,sexualtheorie4 ,auer den im vorigen ,abschnitte geschilderten ,schritten zur ,begrndung der ,ernhrungsphysiologie zeitigte das #ah4 ,jahrhundert auf botanischem ,gebiete auch hervorragende ,arbeiten1 welche den weiteren ,ausbau der von 99,camerarius99 geschaffenen ,sexualtheorie bezweckten4 ,es sind dies die ,bastardierungsversuche 99,klreuters991 welche das ,wesen der pflanzlichen ,sexualitt in das hellste ,licht stellten1 und 99,sprengels99 ,nachweis der wichtigen ,rolle1 welche die ,insekten bei der ,befruchtung spielen4 ,zwischen dem ,erscheinen der ,schrift des 99,camerarius99 ber das ,geschlecht der ,pflanzen 7#afid7 und dem ,werk 99,klreuters99 ber den gleichen ,gegenstand liegt ein ,zeitraum von etwa siebzig ,jahren4 ,innerhalb dieses ausgedehnten ,zeitraums wurde zwar fr und gegen die neue ,lehre viel gestritten1 jedoch nur selten der allein den ,fortschritt bedingende ,weg des ,versuches weiter verfolgt4 ,so schreibt 99,leibniz99 #agja1 die ,blten htten offenbar die genaueste ,beziehung zur ,fortpflanzung1 und es sei von groem ,nutzen in der ,fortpflanzungsweise ,unterschiede aufzufinden4 99,leibniz99 mit seiner ,vielgeschftigkeit war indessen nicht der ,mann1 um mhevolle1 zeitraubende ,versuche nach der erwhnten ,richtung anzustellen4 ,erwhnenswert fr diesen ,zeitraum sind die ,versuche 99,bradleys99#aci1 der zuerst mit ,zwitterblten experimentierte4 99,bradley99 pflanzte zwlf ,tulpen und sorgte dafr1 da sich in der ,nachbarschaft keine ,tulpen befanden4 ,er beseitigte darauf die ,staubgefe dieser ,pflanzen1 bevor sie sich ffneten4 ,der ,erfolg bestand darin1 da keine von den zwlf ,pflanzen ,samen entwickelte4 ,ein weiterer ,fortschritt in der ,erkenntnis der ,sexualitt der ,pflanzen war es1 da man wenn auch zunchst vereinzelte ,wahrnehmungen ber die ,bestubung durch ,insekten machte4 ,man#adj bemerkte z4 ,b4 bei einer ,wiederholung des soeben erwhnten ,versuches1 da ,bienen von einem benachbarten ,tulpenbeet ,bltenstaub auf die der ,staubgefe beraubten ,blten bertrugen1 und da letztere dann reife ,samen bildeten4 ,daneben beschftigte man sich mit der ,frage1 wie der ,pollen die ,entstehung des von der ,narbe oft so weit entfernten ,samens bewirke4 ,man kam jedoch hierber zu keinem ,ergebnis4 ,das ,beste1 was in dem ,zeitraum zwischen 99,camerarius99 und 99,klreuter99 ber die ,sexualitt der ,pflanzen verffentlicht wurde1 ist wohl die ,abhandlung von 99,gleditsch99 vom ,jahre #agdiada4 ,die ,berliner ,akademie der ,wissenschaften lie seit dem ,beginn der ihr so gnstigen ,regierung ,friedrichs des ,groen der ,botanik ihre besondere ,frderung angedeihen4 ,ihr ,mitglied 99,gleditsch99 schuf in ,jahrzehnte whrender1 unermdlicher ,arbeit einen botanischen ,garten1 der als ein ,muster fr derartige ,unternehmungen gelten konnte4 ,es wurden ,vorlesungen ber ,forstwissenschaft eingerichtet und in einem von 99,gleditsch99 verfaten ,werk entstand das erste wissenschaftliche ,lehrbuch fr diese ,disziplin4 ,in gleicher ,weise war man in ,preuen unter der ,fhrung von 99,gleditsch99 auch fr die ,landwirtschaft ttig4 ,man bemhte sich nicht nur1 die ,methoden zu verbessern1 sondern war auch auf den ,anbau neuer ,nutzpflanzen bedacht4 ,es ist erklrlich1 da unter solchen ,verhltnissen in ,preuen auch die wissenschaftliche ,botanik manchen ,fortschritt aufwies4 ,besonders war es wieder 99,gleditsch991 der zu ,versuchen mit ,pflanzen riet und zahlreiche ,pflanzenversuche selbst anstellte4 ,an dieser ,stelle sind vor allem die sich ber ,jahre und zahlreiche ,arten erstreckenden ,versuche hervorzuheben1 ber die 99,gleditsch99 in der erwhnten ,abhandlung berichtet4 ,er whlte als ,versuchsobjekte die dizischen ,bume4 ,am bekanntesten ist seine ,befruchtung einer ,palme des ,berliner botanischen ,gartens durch den ,pollen eines in ,leipzig wachsenden mnnlichen ,exemplars derselben ,art geworden4 99,gleditsch99 bringt hierber folgenden ,bericht4 ,die ,berliner ,palme sei achtzig ,jahre alt und weiblich2 sie habe niemals ,frchte getragen1 auch habe es in ,berlin keinen mnnlichen ,baum derselben ,art gegeben1 wohl aber in ,leipzig4 99,gleditsch99 lie sich darauf die ,staubgefblten aus ,leipzig kommen und streute deren ,pollen auf die in ,berlin blhende weibliche ,pflanze4 ,das ,ergebnis war der deutlichste ,beweis fr die ,richtigkeit der ,lehre von der ,sexualitt der ,pflanzen4 ,der bis dahin vllig sterile ,baum setzte nmlich ,frchte an1 die im ,winter reiften und im darauf folgenden ,frhjahr keimten4 ,in den ,jahrzehnten1 die zwischen 99,camerarius99 und dem groen ,vollender seines ,werkes1 99,klreuter991 liegen1 schuf 99,linn99 sein ,pflanzensystem4 ,letzteres grndete sich zwar auf die ,zahl und die ,beschaffenheit der ,staubgefe und der ,stempel1 hat aber im ,grunde genommen mit der ,feststellung der ,sexualitt selbst nichts zu tun4 ,auf mikroskopische und experimentelle ,forschungen1 die hier allein entscheidend sind1 hat 99,linn99 zufolge seiner ganzen ,richtung wenig ,gewicht gelegt4 ,mit der ,entwicklung der ,vorstellungen ber die ,sexualitt der ,pflanzen haben wir uns an anderen ,stellen#adb wiederholt beschftigt4 ,die ,frage war nur auf experimentellem ,wege zu lsen1 und die ,versuche1 sie zu entscheiden1 mehrten sich1 nachdem die ,entdeckung der ,samenfden#adc das ,interesse fr das ,wesen des geschlechtlichen ,vorganges auf das hchste gesteigert hatte4 ,im ,anschlu an diese ,entdeckung hatte 99,leeuwenhoek99 die ,lehre aufgestellt1 das bewegliche mnnliche ,element sei der eigentliche ,kernpunkt1 aus dem sich der neue ,organismus entwickle4 ,fr die ,botaniker erhob sich infolgedessen die ,frage1 wie dieses ,element durch den ,griffel in die ,hhlung des ,fruchtknotens gelange4 ,in dem ,bestreben1 den ,befruchtungsvorgang zu erforschen1 wandte man sich auch mit ,eifer den bltenlosen ,pflanzen zu4 ,in ,deutschland wurde insbesondere die ,naturgeschichte der ,algen1 ,flechten und ,moose gefrdert#add4 ,ein neuer groer ,fortschritt in der ,entrtselung dieser ,fragen erfolgte durch 99,klreuter994 ,ist zur ,erzeugung von keimfhigen ,samen eine ,wirkung des ,pollens auf den ,stempel erforderlich1 die sich auf eine zunchst nicht nher zu erklrende ,weise der ,samenknospe mitteilt1 so mute sich die ,frage erheben1 welchen ,anteil das mnnliche und das weibliche ,element an dem ,zustandekommen eines neuen ,pflanzenindividuums besitzen4 ,da letzteres bei normaler ,befruchtung den elterlichen ,pflanzen gleicht1 so war diese ,frage nur durch die bertragung des ,pollens einer ,pflanzenart auf die ,narbe einer zweiten ,art zu entscheiden1 wie es schon 99,camerarius99 in ,vorschlag gebracht hatte4 ,gelang dieser ,versuch1 so erwuchs daraus zugleich auch fr die ,richtigkeit der ,sexualtheorie eine neue ,besttigung4 ,der erste1 der auf diesem ,wege ,erfolg hatte und die ,grundlage fr alle in der gleichen ,richtung sich bewegenden ,arbeiten schuf1 war der erwhnte 99,klreuter99#ade4 99,klreuters99 ,werk erhebt sich ber alle frheren und gleichzeitigen botanischen ,schriften4 ,es stellt eine mit groem ,scharfsinn und auerordentlicher ,mhe geschaffene1 im ,geiste modern wissenschaftlicher ,forschung geschriebene ,abhandlung dar1 auf der alle spteren ,untersuchungen ber ,sexualitt und ,bastardbildung fuen4 99,klreuter99 geht von dem ,bau des ,pollens und den ,vernderungen aus1 die mit dem ,pollen nach der ,bestubung vor sich gehen4 ,trotz der damals noch unentwickelten1 den feineren ,strukturverhltnissen nicht gewachsenen mikroskopischen ,technik sah er1 da das ,pollenkorn eine uere dicke ,haut und ein dnneres1 darunter liegendes1 ungleich schwcheres ,hutchen besitzt4 ,das ,innere erkannte er als eine krnige1 im reifen ,zustande gleichmige1 flssige und durchsichtige ,masse 7,protoplasma74 ,er bemerkte ferner die ,stacheln und das ,aufspringen der ueren ,haut1 sah die ,deckel1 die sich von den in ihr entstehenden ,lchern abheben1 ja er sah endlich die innere ,haut als ,ausstlpung aus diesen ,lchern hervortreten1 beobachtete somit wenigstens den ,beginn der ,pollenschlauchbildung4 ,weiter vermochte 99,klreuter99 den ,vorgang nicht zu verfolgen4 ,der gewonnene ,einblick war also nur unvollstndig4 ,da 99,klreuter99 trotzdem1 losgelst von der ,erfahrung1 weiterschritt1 so konnte die von ihm geschaffene ,theorie des ,befruchtungsvorganges das ,wesen des letzteren nicht aufhellen4 ,nach 99,klreuter99 findet die ,befruchtung schon auf der ,narbe statt1 indem sich die dort befindliche ,flssigkeit1 die er fr den weiblichen ,zeugungstoff hielt1 mit der ligen1 mnnlichen ,flssigkeit des ,pollenkorns vermische4 ,diese ,mischung werde von der ,narbe und dem ,griffel aufgesogen und gelange dadurch in den ,fruchtknoten1 um dort in den ,samenanlagen die ,keimlinge zu erzeugen4 ,den ,schleier von diesem fr das ,verstndnis der organischen ,welt grundlegenden ,vorgang zu lften1 gelang erst den vereinten1 mhevollen ,anstrengungen zahlreicher ,forscher des #ai4 ,jahrhunderts4 ,die weiteren ,untersuchungen 99,klreuters99 befaten sich mit der ,frage1 wie viel ,pollenkrner zur ,befruchtung ntig seien4 ,er wies nach1 da ein einziges ,pollenkorn gengt1 um einen einsamigen ,fruchtknoten zu befruchten4 ,daraus schlo 99,klreuter991 da die ,zahl der fr die ,befruchtung ntigen ,staubkrner im ,verhltnis zu den in der ,blte vorhandenen ,staubkrnern sehr gering sei4 ,er bewies dies durch folgenden ,versuch4 ,in einer ,blte von ,hibiscus venetianus zhlte 99,klreuter99 #dhfc ,pollenkrner4 ,die ,samenkapsel dieser ,pflanze enthlt aber bei der vollkommenen natrlichen ,befruchtung nur etwa #cj ,samen4 ,um letztere zu erzeugen1 waren #ej-fj ,staubkrner erforderlich4 bertrug 99,klreuter99 die zehnfache ,menge auf die ,narbe der ,pflanze1 so erhielt er deswegen nicht mehr und auch nicht etwa vollkommenere ,samen4 ,man sieht1 es waren ins kleinste gehende und dennoch fr das ,verstndnis des ,befruchtungsvorganges hchst wichtige ,versuche1 die wir 99,klreuter99 verdanken4 99,klreuter99 errtert darauf die ,mglichkeit1 da der ,pollen der einen ,art auf die ,narbe der anderen gelange1 erklrt aber als echter ,naturforscher sofort1 da ber den ,erfolg einer solch widernatrlichen ,vermischung nur der ,versuch entscheiden knne4 ,von vornherein nimmt 99,klreuter99 an1 da diese ,vermischung etwas ,auergewhnliches sei4 ,die ,natur1 meint er1 die jederzeit auch bei scheinbarer ,unordnung die schnste ,ordnung beobachte1 habe dieser ,verwirrung bei den ,tieren auer durch andere ,mittel besonders durch die natrlichen ,triebe vorgebeugt4 ,man msse daher annehmen1 da die ,natur bei den ,pflanzen1 bei denen der ,wind und die ,insekten zu einer widernatrlichen ,vermischung hufig ,gelegenheit gben1 den ,wirkungen dieser ,vermischung durch ebenso sichere ,mittel ihre ,kraft zu benehmen gewut habe4 ,am ehesten werde diese ,vermischung in den botanischen ,grten vorkommen knnen1 besonders wenn die ,pflanzen dort so geordnet wren1 da die hnlichsten am meisten benachbart seien -- bei einer ,gruppierung nach dem natrlichen ,system wrden wir heute sagen4 ,die erste ,bastardierung gelang nach vielen vergeblichen ,versuchen im ,jahre #agfj an zwei ,tabaksarten4 ,weil ich schon lange von dem ,geschlecht der ,pflanzen berzeugt war1 sagt 99,klreuter99#adf darber1 und an der ,mglichkeit einer ,bastarderzeugung niemals gezweifelt hatte1 so lie ich mich durch nichts abhalten1 ,versuche darber anzustellen1 in der ,hoffnung1 da ich vielleicht einmal so glcklich sein wrde1 eine ,bastardpflanze zu ,wege zu bringen4 ,ich habe es endlich auch bei der ,nicotiana paniculata und der ,nicotiana rustica soweit gebracht1 da ich mit dem ,pollen der ersteren den ,stempel der anderen befruchtet1 vollkommene ,samen erhalten und aus diesen noch in demselben ,jahre junge ,pflanzen gezogen habe4 ,da 99,klreuter99 diesen ,versuch bei vielen ,blumen zu verschiedenen ,zeiten und mit aller nur mglichen ,vorsicht angestellt und jedesmal vollkommenen ,samen erhalten hatte1 waren jeder ,irrtum und die ,mglichkeit eines ,versehens ausgeschlossen4 ,einen weiteren ,beweis1 da die knstliche ,bastardierung gelungen sei1 brachte die ,aussaat der durch jene ,versuche erhaltenen ,samen4 99,klreuter99 bemerkte nmlich zu seiner grten ,genugtuung1 da die aus dem ,samen des ,bastards gezogenen ,pflanzen nicht nur in der ,ausbreitung ihrer ste und der ,farbe der ,blumen1 sondern auch bezglich fast aller zur ,blume gehrenden ,teile die ,mitte zwischen beiden ,stammarten innehielten4 ,dieses ,ergebnis war mit der im #ah4 ,jahrhundert von vielen gehegten1 unter dem ,namen der ,evolutionstheorie bekannten ,lehre1 da die ,embryonen fertig in den weiblichen ,organen vorhanden seien und es zu ihrer ,belebung nur eines ,anstoes durch den ,pollen oder ,samen bedrfe1 wie auch 99,klreuter99 hervorhebt1 ganz unvereinbar4 ,durch seine ,versuche1 meint er mit ,recht1 sei die alte aristotelische ,lehre von der ,erzeugung durch zweierlei ,zeugungsstoff vollkommen besttigt4 ,in einem ,punkte zeigte der ,bastard jedoch ein bemerkenswertes ,verhalten4 ,seine ,staubgefe waren auffallend klein und enthielten weniger ,bltenstaub4 ,dieser war auch nicht mit ,flssigkeit gefllt1 sondern bestand aus leeren ,blgen1 die eine ,befruchtung nicht hervorzurufen vermochten4 ,es ist also1 ruft 99,klreuter99 aus#adg1 diese ,pflanze im eigentlichen ,sinne ein wahrer und1 soviel mir bekannt1 der erste botanische ,maulesel1 der auf knstlichem ,wege hervorgebracht worden ist4 ,obgleich der ,bastardtabak durch seinen eigenen ,staub nicht befruchtet werden konnte1 gelang es doch1 ihn mit dem ,pollen seiner ,stammarten1 sei es die ,vater- oder die ,mutterpflanze1 zu befruchten4 ,in beiden ,fllen erhielt 99,klreuter99 vollkommene ,samen1 wenn auch in einer ungleich geringeren ,zahl als bei den nicht bastardierten ,pflanzen durch eine der ,ordnung der ,natur geme ,befruchtung erzeugt werden4 ,das ,nchstliegende war nun1 den ,versuch sozusagen umzukehren und die ,narbe von ,nicotiana paniculata mit dem ,pollen der ,nicotiana rustica zu bestuben4 ,zwar fand auch dieses ,mal eine ,befruchtung statt2 doch waren die erhaltenen ,samen kleiner als die natrlichen1 und von sechzig dieser knstlich erhaltenen ,samen ging nicht einer auf4 ,indessen bertrafen sie die unbefruchteten ,samen1 welche man von einer ,blume erhlt1 die berhaupt keinen ,pollen empfangen hat1 bei weitem4 99,klreuter99 schlo daraus1 da in ihnen trotz ihrer ,unfruchtbarkeit doch etwas von einer ,befruchtung und etwas von einem darauf erfolgten ,wachstum vor sich gegangen sein msse4 ,da ,pflanzenbastarde mglich seien1 hatte 99,linn99 aus philosophischen ,grnden angenommen1 ohne je ein ,experiment nach dieser ,richtung zu machen4 ,so leitete er eine ,veronikaart von zwei anderen ,arten derselben ,pflanze ab1 nur weil alle drei ,formen in demselben ,gebiet vorkamen4 ,die ,gattung ,saponaria sollte durch ,bestubung mit dem ,pollen einer ,gentiana1 eine ,actaeaart1 mit ,rhus toxicodendron ,bastardformen liefern4 ,diesen vagen ,vermutungen 99,linns99 gegenber wies 99,klreuter99 durch zahlreiche ,versuche nach1 da ,bastardpflanzen sich nicht so leicht erzeugen lassen und da die ,bastardierung eine weit grere hnlichkeit der betreffenden ,arten voraussetzt1 als man bisher wohl angenommen hatte4 ,bei vielen ,pflanzen ergab sich trotz ihrer nahen ,verwandtschaft bei 99,klreuters99 ,bastardierungsversuchen nicht der geringste ,erfolg4 ,auf die epochemachende ,verffentlichung 99,klreuters99 von #agfa folgte die zweite ,abhandlung im ,jahre #agfc4 ,sie brachte eine ,flle von neuem1 die erste ,mitteilung ergnzenden ,material4 ,von #fj ,samen des ,bastards von ,nicotiana paniculata 77 und ,nicotiana rustica 771 die 99,klreuter99 ausgest hatte1 war1 wie #agfa erwhnt1 kein einziger aufgegangen#adh4 ,eine ,wiederholung brachte ein teilweises ,gelingen4 99,klreuter99 erhielt nmlich von vier ,kapseln1 deren ,samen er zu verschiedener ,zeit gest hatte1 acht ,pflanzen1 eine ,zahl1 die allerdings im ,verhltnis zur ,zahl der in den vier ,kapseln befindlichen ,samenkrner nur gering war4 ,grundlegend waren auch die ,versuche1 die ,bastarde durch wiederholte ,bestubung mit dem ,bltenstaub der vterlichen ,urform in diese zurckzufhren4 ,wurde die ,narbe eines ,bastards von ,nicot4 rustica und ,nicot4 panic4 dem ,pollen von ,nicotiana rustica bestubt1 so nherte sich die aus dieser ,vermischung hervorgehende ,generation wieder der ,nicotiana rustica2 und diese ,annherung trat bei einer weiteren durch abermalige ,bestubung mit dem ,pollen von ,nicotiana rustica erzeugten ,generation noch mehr in die ,erscheinung4 ,weitere ,bastarde rief 99,klreuter99 innerhalb der ,gattungen ,dianthus1 ,hyoscyamus1 ,verbascum1 ,mattiola und anderen ins ,leben4 ,ferner gelang ihm die ,erzeugung von zusammengesetzten1 d4 h4 aus drei oder mehr ,arten hervorgegangenen ,bastarden4 ,so erfolgte die ,vermischung von drei ,nicotianaarten nach folgendem ,schema3 ,nicot4 rustica ,nicot4 panic4 ,nicot4 panic4 ,nicot4 glut4 ,zu den merkwrdigsten ,versuchen gehrt 99,klreuters99 ,erzeugung von ,bastarden hheren ,grades oder die gnzlich vollbrachte ,verwandlung einer natrlichen ,pflanzenart in eine andere4 ,so gelingt die ,verwandlung der ,nicotiana rustica in ,nicotiana paniculata nach folgendem ,schema3 ,nicot4 rustica ,nicot4 panic4 ,nicot4 panic4 ,nicot4 panic4 ,nicot4 panic4 ,es wurde also durch vier ,generationen1 ausgehend von ,nicotiana rustica1 zur ,bestubung stets wieder der ,pollen von ,nicotiana paniculata benutzt4 ,das ,ergebnis war1 da die vierte so erzeugte ,generation in allen ,eigenschaften ,pflanzen der ,nicotiana paniculata waren4 ,um gnzlich verwandelt zu werden1 muten einige ,pflanzen wohl einige ,grade mehr durchlaufen4 ,bei anderen wiederum lie sich die vllige ,umwandlung schon in der zweiten oder dritten ,generation erreichen4 hnlich verhielt es sich mit der ,zurckfhrung einer bereits verwandelten ,art in die ursprngliche ,mutterpflanze4 ,die ,ergebnisse waren so wunderbar1 da 99,klreuter99 selbst sagt1 die ,mglichkeit solcher ,vorgnge wrde ihm zu ,beginn seiner ,versuche nicht einmal im ,traume eingefallen sein4 ,da die ,bastardbildung in der ,natur keinen solchen ,umfang besitzt1 als man nach diesen ,versuchen vermuten sollte1 hat1 wie 99,klreuter99 gleichfalls experimentell nachwies1 seinen guten ,grund4 ,kommt nmlich fremder und von derselben ,art herrhrender ,bltenstaub auf die ,narbe1 so wirkt auch bei naher ,verwandtschaft nur der letztere4 ,trotzdem ist1 wie neuere ,forschungen#adi dargetan haben1 die ,bastardbildung vielleicht eins der ,mittel1 die zur ,entstehung neuer ,arten fhren4 ,wenn auch durch den ,wind und durch die ,insekten zu jeder ,zeit und aller ,orten ,verwechslungen des ,pollens bewirkt werden1 so hat1 wie 99,klreuter99 sich ausdrckt1 der ,schpfer durch ein in die ,natur gelegtes ,gesetz1 das wir nicht genug bewundern knnen1 doch jeder zu besorgenden ,unordnung und ,verwirrung vorgebeugt4 ,dies ,gesetz besteht darin1 da wenn eigener und fremder ,samenstaub etwa zu gleicher ,zeit auf die ,narbe kommen1 der eigene mnnliche ,staub nur allein angenommen1 der fremde hingegen gnzlich von der ,befruchtung ausgeschlossen wird4 ,durchdrungen von der ,bedeutung dieser ,ergebnisse meint 99,klreuter991 man habe die ,verwandlung der ,metalle ineinander seit uralten ,zeiten fr mglich gehalten1 es sei aber keinem ,menschen eingefallen1 eine ,pflanze in eine andere oder ein ,tier in ein anderes zu verwandeln1 vermutlich weil man dies fr schwieriger angesehen4 ,dennoch habe er das letztere ,problem in wenig ,jahren gelst1 whrend man seit vielen ,jahrhunderten die ,metallverwandlung vergeblich zu bewerkstelligen suche4 99,klreuter99 kam auch auf den ,gedanken1 das gleiche ,problem auf die ,tierwelt zu bertragen4 ,auch hier1 meinte er1 werde sich aller ,wahrscheinlichkeit nach die ,verwandlung auf die gleichen ,gesetze grnden und sich ebenso gewi wie bei den ,pflanzen bewerkstelligen lassen4 ,warum sollte man1 ruft er aus1 einen ,kanarienvogel nicht in einen ,hnfling verwandeln knnen4 ,wenn man erwge1 da durch seine ,bastardierungen die ,umwandlung einer ,pflanzenart in eine zweite von wesentlich anderem ,aussehen gelungen sei1 so drfe man etwas hnliches in der ,tierwelt nicht fr unmglich halten4 ,unter ,anspielung auf 99,ovids99 ,metamorphosen bemerkt 99,klreuter991 da die ihm gelungenen ,umwandlungen den ,vorzug besen1 nicht nur in der ,einbildung eines ,dichters1 sondern in der ,wirklichkeit zu bestehen4 ,mit der knstlichen ,zchtung von ,bastarden aus verschiedenen ,tierarten hat sich zuerst eingehender der italienische ,physiologe 99,spallanzani99#aej beschftigt4 ,seine ,versuche erstreckten sich besonders auf ,amphibien und ,insekten4 ,dabei bediente sich 99,spallanzani99 des ,hilfsmittels der knstlichen ,befruchtung4 ,wir haben bei 99,klreuters99 ,arbeiten etwas lnger verweilt1 weil sie zu den besten und lehrreichsten physiologischen ,versuchen zhlen4 ,seine ,schrift wird nie veralten#aea4 ,sie mutet uns an1 als ob sie unserer ,zeit gehrt und bildet die ,grundlage alles dessen1 was wir ber die ,sexualitt der ,pflanzen wissen4 ,mehr beilufig machte 99,klreuter99 einige sehr wichtige ,beobachtungen1 die er jedoch nicht weiter verfolgte4 ,sie bildeten vielmehr den ,ausgangspunkt fr die ,erschlieung weiter neuer ,gebiete durch 99,sprengel99 und sptere ,forscher4 ,so erkannte 99,klreuter99 die ,dichogamie von ,epilobium1 die ,reizbewegungen gewisser ,staubgefe und ,narben1 sowie an ,verbascum die ,tatsache1 da der ,bltenstaub nicht befruchtend auf dieselbe ,blte wirkt4 ,das ,seltsamste1 sagt er bei der ,schilderung der ,sexualvorgnge von ,verbascum1 sei ihm gewesen1 da sich die ,blte durch ihren eigenen ,staub nicht befruchten lie4 ,zuerst wollte er nicht an die ,richtigkeit seiner ,beobachtung glauben4 ,fortgesetzte ,versuche besttigten sie jedoch4 ,ich halte mich aber1 sagt er1 da ich keinen sicheren ,grund davon zu geben wei1 nicht lnger dabei auf4 ,die ,entdeckung1 da der ,pollen nicht nur durch den ,wind1 sondern auch durch ,insekten auf die ,narben bertragen wird1 whrend diese ,tiere dem in den ,blten enthaltenen ,nektar nachgehen1 rhrt gleichfalls von 99,klreuter99 her4 ,bei allen ,krbisgewchsen1 ,schwertlilien und nicht wenigen ,malvenarten1 sagt er#aeb1 geschieht die ,bestubung allein durch ,insekten4 ,ich erstaunte1 als ich diese ,entdeckung an einer der genannten ,pflanzen machte und sah1 da die ,natur eine so wichtige ,sache wie die ,fortpflanzung einem bloen ,ungefhr1 einem glcklichen ,zufall berlassen habe4 ,mein ,erstaunen verwandelte sich aber bei fortgesetzter ,beobachtung in die ,bewunderung eines dem ersten ,anschein nach zuflligen1 in der ,tat aber sichersten ,mittels1 dessen sich hier der weise ,schpfer bei der ,fortpflanzung bedient4 ,zwar verrieten1 fhrt er fort1 die ,bewegungen der ,insekten nicht die ,absicht1 die ,bestubung zu verrichten1 obgleich sie nicht nur fr die ,blumen1 sondern auch fr die ,erhaltung jener ,tiere die allerwichtigste ,handlung ist4 99,klreuter99 erkannte1 da zahlreiche ,blumen einen zuckerhaltigen ,saft1 den ,nektar1 absondern und da diesem der ,besuch der ,insekten gilt4 ,von besonderem ,interesse ist 99,klreuters99 ,aufhellung des ,zusammenwirkens von ,tier und ,pflanze bei der ,mistel#aec4 ,die ,bestubung der weiblichen ,misteln1 sie mgen nun mit den mnnlichen auf einem ,baume stehen oder in groer ,entfernung auf anderen ,bumen wachsen1 geschieht nach 99,klreuter99 allein durch ,insekten und zwar durch gewisse ,fliegen1 die eine in den mnnlichen wie auch in den weiblichen ,blten befindliche se ,flssigkeit aufsuchen4 ,ziehe man die ,beschaffenheit und die ,menge des ,bltenstaubes in ,betracht1 so msse man einsehen1 da man hier die ,bestubung durch den ,wind vergebens erwarten mte4 ,wie die ,befruchtung von ,insekten1 so hnge die ,verbreitung der ,samen der ,mistel von ,vgeln ab4 ,es liege hier also der bis dahin ganz unbekannte ,fall vor1 da das ,bestehen einer ,pflanze an die ,existenz von zwei ganz verschiedenen ,tierklassen geknpft sei4 ,andererseits sei die ,erhaltung der in ,betracht kommenden ,insekten und ,vgel wieder auf das ,dasein der ,mistel gegrndet1 ein ,beispiel1 woraus die genaue und notwendige ,verbindung aller ,dinge untereinander sattsam erhelle4 ,die ,entdeckung 99,klreuters99 ber die ,beziehungen zwischen ,blumen und ,insekten weiter verfolgt und im einzelnen den ,nachweis des ,zusammenwirkens der ,tier- und ,pflanzenwelt erbracht zu haben1 ist das groe ,verdienst 99,sprengels991 von dem mit ,recht behauptet wurde#aed1 da er an ,khnheit des ,gedankens und an ,genialitt des ,forschens weit ber 99,camerarius991 ja selbst ber 99,klreuter99 hinausragte4 ,leider hatte dies zur ,folge1 da er von seinen ,zeitgenossen und ,epigonen noch weniger verstanden wurde als jene ,mnner4 99,christian ,konrad ,sprengel99 wurde im ,jahre #agej als der ,sohn eines ,geistlichen in ,brandenburg a4 d4 ,h4 geboren4 ,nachdem er ,theologie und ,philologie studiert hatte1 wurde er zunchst ,lehrer in ,berlin und darauf in ,spandau 7#aghj7 ,rektor einer ,schule4 99,sprengel99 widmete sich der ,botanik mit solchem ,eifer1 da ihm schlielich von seiten des ihm vorgesetzten kirchlichen ,superintendenten und der ,spandauer ,brgerschaft ,widerwrtigkeiten erwuchsen4 ,der ,superintendent als ,inspektor der ,schule konnte es 99,sprengel99 nicht verzeihen1 da er am ,sonntag botanische ,exkursionen machte und darber die ,predigt versumte4 ,im ,jahre #agid1 ein ,jahr nach der ,herausgabe seines ,werkes1 schied er daher aus dem ,amte4 ,die zeitgenssischen ,botaniker vermochten die ,ergebnisse der ,arbeiten 99,sprengels99 nicht zu wrdigen4 ,sein ,buch fand nur geringen ,beifall4 ,dies bewog ihn leider1 seine ,forschungen ganz aufzugeben und sich wieder der ,philologie zu widmen4 ,einsam1 verkannt und verarmt starb er am #g4 ,april des ,jahres #ahaf4 99,sprengels99 ,werk1 sowie sein ,name gerieten in ,vergessenheit1 bis kein geringerer als 99,darwin991 dessen ,forschungen auf die ,beziehungen zwischen ,blumen und ,insekten ein neues ,licht geworfen haben1 wieder auf 99,sprengel99 und dessen eigentmliches ,buch mit dem sonderbaren ,titel aufmerksam machte#aee4 ,da ,bltenstaub auf die ,narbe gelangen mu1 wenn sich aus dem ,fruchtknoten eine mit keimfhigen ,samenkrnern gefllte ,samenkapsel bilden soll1 war durch frhere ,forschungen nachgewiesen4 99,sprengel99 blieb der ,nachweis vorbehalten1 da die ,befruchtung des ,fruchtknotens der ,endzweck ist1 auf den sich der ganze ,aufbau der ,saftblume bezieht und aus dem er sich vllig erklren lt#aef4 ber den ,vorgang der ,befruchtung selbst konnten erst die mikroskopischen ,untersuchungen des #ai4 ,jahrhunderts ,aufschlu bringen#aeg4 ,auch die ,mikroskopiker jener ,zeit1 wie 99,ledermller99#aeh1 bemhten sich vergeblich1 die ,vorgnge1 die nach der ,bestubung der ,blten eintreten und zur ,befruchtung fhren1 zu verfolgen4 ,ich habe mir1 sagt 99,ledermller99#aei1 alle ,mhe gegeben1 ffnungen auf der ,narbe zu sehen1 in welche die ,krner des ,bltenstaubes kommen mchten1 allein ich habe solche nicht entdecken knnen4 ,ich glaube daher1 da nicht der ,staub selbst1 sondern vielmehr die in seinen ,krnern eingeschlossene ,substanz die ,befruchtung veranlat4 ,jedoch ist 99,ledermller99 wohl bekannt1 da sich in manchen ,fllen in dem ,griffel ein ,kanal nachweisen lt#afj4 ,er erwhnt auch1 da von anderer ,seite ein ,eindringen des ,staubes in diesen ,kanal behauptet und der ,befruchtungsvorgang in dieser ,erscheinung erblickt werde4 99,sprengel99 glaubte1 da ein aus den ,pollenkrnern hervorschwitzendes l die befruchtende ,substanz sei4 ,wenn der ,staub auf die ,narbe gekommen ist1 meint 99,sprengel991 so dringt zwar nicht er selbst1 da er viel zu grob sei1 wohl aber das feine1 befruchtende ,wesen1 welches er enthlt1 durch die ,narbe hindurch in das ,innere des ,fruchtknotens und wirkt dort auf die ,samenanlagen4 ,wegen der hnlichkeit dieser ,befruchtungsart mit derjenigen im ,tierreich nenne man mit ,recht die ,staubgefe den mnnlichen1 den ,stempel dagegen den weiblichen ,befruchtungsteil4 ,und es sei leicht einzusehen1 da dieses die wesentlichsten ,teile der ,blume seien4 ,die ,klarstellung dieser ,verhltnisse blieb jedoch1 wie schon erwhnt1 dem #ai4 ,jahrhundert vorbehalten4 ,illustration3 ,abb4 #ag4 ,die ,blte des ,sumpfstorchschnabels4 7,aus 99,sprengel991 das entdeckte ,geheimnis der ,natur47 ,auf die ,anpassung der ,blten an die ,bestubung durch ,insekten wurde 99,sprengel99 besonders durch das ,studium der ,nektar absondernden ,organe gefhrt4 ,als er im ,sommer des ,jahres #aghg die ,blume des ,waldstorchschnabels 7,geranium silvaticum7 aufmerksam betrachtete1 fand er1 da der unterste ,teil ihrer ,kronenbltter auf der inneren ,seite und an den beiden ,rndern mit feinen ,haaren versehen ist4 ,unter diesen ,haaren erblickte er fnf ,drsen und fnf von diesen ,drsen abgesonderte ,safttrpfchen1 die1 wie er erkannte1 gewissen ,insekten zur ,nahrung dienen4 99,sprengel99 schlo1 da durch die ,haare dafr gesorgt sei1 da der ,saft nicht vom ,regen verdorben werde4 ,da die ,blume des ,storchschnabels aufrecht steht und ziemlich gro ist1 so knne es vorkommen1 da ,regentropfen in sie hineinfallen4 ,es knne aber kein ,tropfen zu einem ,safttrpfchen gelangen und sich mit ihm vermischen1 weil jeder ,tropfen von den ,haaren1 die sich darber befinden1 aufgehalten werde4 ,ein ,insekt dagegen werde durch diese ,haare nicht daran gehindert1 zu den ,safttrpfchen zu gelangen4 ,dies war das ,ergebnis von 99,sprengels99 ,untersuchung des ,sumpfstorchschnabels4 hnliche ,beobachtungen stellte er an anderen ,saftblumen an4 ,er fand sie alle so eingerichtet1 da zwar die ,insekten leicht zum ,saft gelangen knnen1 der ,regen ihn aber nicht verderben kann4 99,sprengel99 schlo daraus1 da der ,saft um der ,insekten willen abgesondert werde1 und da der ,saft1 damit die ,insekten ihn rein und unverdorben genieen knnten1 gegen den ,regen gesichert sei4 ,da die ,haare nicht immer als ,schutz gegen ,regen dienen1 sondern in manchen ,fllen auch die ,aufgabe haben1 unberufene ,gste von den ,blumen fern zu halten1 ist 99,sprengel99 noch entgangen4 ,spter untersuchte 99,sprengel99 das ,vergimeinnicht 7,myosotis palustris74 ,er fand1 da auch bei dieser ,blume der ,saft gegen den ,regen vllig gesichert ist4 ,zugleich fiel ihm der gelbe ,ring auf1 welcher die ffnung der ,kronenrhre umgibt und gegen die blaue ,farbe des ,kronensaums so schn absticht4 ,sollte wohl1 dachte er1 dieser ,umstand sich auch auf die ,insekten beziehen und die ,natur diesen ,ring deshalb so auffallend gefrbt haben1 damit er den ,insekten den ,weg zum ,safthalter zeige8 99,sprengel99 untersuchte mit ,rcksicht auf diese ,annahme andere ,blumen4 ,er erkannte1 da sich solche ,flecken1 ,figuren1 ,linien oder ,tpfel von besonderer ,farbe dort zeigen1 wo sich der ,eingang zum ,safthalter befindet4 ,nun schlo er3 ,wenn die ,krone wegen der ,insekten an einer besonderen ,stelle besonders gefrbt ist1 so ist sie berhaupt der ,insekten wegen gefrbt2 und wenn jene besondere ,farbe eines ,teiles der ,krone dazu dient1 da ein ,insekt1 das sich auf die ,blume gesetzt hat1 den rechten ,weg zum ,saft leicht finden kann1 so dient die ,farbe der ,krone dazu1 da die ,blumen den ,insekten als ,saftbehltnisse schon von weitem in die ,augen fallen4 ,als 99,sprengel99 einige ,arten der ,iris untersuchte1 fand er1 da ihre ,blumen gar nicht anders befruchtet werden knnen als durch ,insekten4 ,er untersuchte1 ob auch andere ,blumen so gebaut seien und berzeugte sich1 da viele1 ja vielleicht alle ,saftblumen1 von den ,insekten1 die sich von dem ,safte nhren1 befruchtet werden4 ,dann wre1 sagt er1 diese ,ernhrung der ,insekten zwar in ,ansehung ihrer selbst ,endzweck1 in ,ansehung der ,blumen aber nur das ,mittel zu deren ,befruchtung4 ,ferner entdeckte 99,sprengel991 da die ,staubgefe sich mitunter frher entwickeln als die ,stempel1 eine ,beobachtung1 die er zum ersten ,male am schmalblttrigen ,weidenrschen 7,epilobium angustifolium7 machte4 ,das ,gegenteil lernte er an der gemeinen ,wolfsmilch 7,euphorbia ,cyparissias7 kennen4 ,er fand1 da bei dieser ,pflanze zunchst der ,griffel aus der ,blume hervorragt1 whrend von den ,staubgefen noch nichts zu sehen ist4 ,die ,staubgefe befinden sich whrend dieses ,zustandes noch am ,grunde der ,krone und enthalten noch nicht einmal fertig gebildeten ,staub4 ,nach einigen ,tagen strecken sie sich und versenden ihren ,staub4 ,wenn die ,insekten in eine ltere ,blume hineinkriechen1 so streifen sie diesen ,staub ab4 ,besuchen sie dann eine jngere ,blume1 so gelangt der ,staub dort auf die ,narbe und bt seine befruchtende ,wirkung aus#afa4 ,die als ,dichogamie bezeichnete ungleichzeitige ,entwicklung der ,staubgefe und der ,stempel ist1 wie auch alle spteren ,forschungen dargetan haben1 das gewhnlichste und einfachste ,mittel1 um die ,selbstbefruchtung einer ,zwitterblume zu verhindern4 ffnen sich die ,staubbeutel1 wenn die ,narben noch unentwickelt sind1 so heit die ,pflanze protandrisch4 ,wird die ,narbe vor der ,verstubung empfngnisfhig1 so kann sie nur den ,bltenstaub lterer ,blumen empfangen4 ,die ,pflanze wird dann protogynisch genannt4 ,auf die im vorstehenden kurz geschilderten ,hauptentdeckungen 99,sprengels99 grndete er die ,theorie1 da der ganze ,bau der ,saftblumen in allen ihren ,einzelheiten der ,bestubung durch ,insekten angepat sei4 ,von ,interesse sind auch 99,sprengels99 ,ausfhrungen ber seine von dem ,herkommen vllig abweichende ,art des botanischen ,studiums4 ,wer sich ,blumen vom ,felde hole und sie auf dem ,zimmer untersuche1 der werde nicht den ,plan der ,natur im ,bau der ,blumen entdecken4 ,man msse die ,pflanzen vielmehr an ihrem ,standort untersuchen und darauf achten1 ob sie von ,insekten und von welchen ,insekten sie besucht werden1 wie sich die ,insekten verhalten1 ob sie die ,staubbeutel oder die ,narbe berhren4 ,kurz1 man msse die ,natur auf der ,tat zu ertappen suchen4 ,wie 99,sprengel99 eine der bekanntesten ,anpassungen solcher ,art im einzelnen aufdeckt1 zeigt seine ,untersuchung der ,osterluzzei 7,aristolochia ,clematitis71 einer in ,gebirgswldern hufig vorkommenden protogynischen ,pflanze4 99,sprengel99 hatte fast jedesmal kleine ,fliegen in dem ,kessel 7,abb4 #ah1 k7 der aufrecht stehenden ,krone ,a gefunden1 whrend in dem ,kessel einer herabhngenden ,krone 7,b7 keine einzige ,fliege war4 99,sprengel99 glaubte zuerst1 das ,innere der ,krone sei glatt1 so da die ,insekten1 wenn die ,blume sich nach unten kehrt1 herausfielen4 ,als diese ,vermutung indessen nicht besttigt wurde1 schnitt er die ,krone auf4 ,da sah er1 da die ,rhre der aufrechtstehenden ,blume mit steifen1 fadenfrmigen ,haaren besetzt ist4 ,diese ,haare sind mit ihrer ,spitze nicht der ffnung der ,krone1 sondern dem ,kessel zugekehrt und bilden eine kleine ,reuse1 durch welche die ,fliegen zwar leicht in den ,kessel hinein1 aber nicht wieder herauskriechen knnen4 ,in der herabhngenden ,blume sind dagegen die ,haare verwelkt4 ,hierdurch war also das ,gefngnis geffnet worden1 und die ,fliegen hatten nicht gesumt1 sich wieder ins ,freie zu begeben4 ,illustration3 ,abb4 #ah4 ,blte der ,osterluzzei4 ,a vor und ,b nach der ,bestubung#afb4 99,sprengel99 zeigte1 da die ,blume der ,aristolochia drei verschiedene ,zustnde durchluft4 ,nachdem sie eine bestimmte ,gre erlangt und sich geffnet hat1 scheint sie zwar zu blhen1 sie ist aber trotzdem nicht fhig1 befruchtet zu werden1 weil zunchst weder ein ,staubgef seine gehrige ,reife noch die ,narbe ihre vllige ,ausbildung erhalten haben4 ,whrend dieses ,zustandes fngt die ,blume eine ,anzahl ,fliegen ein1 von denen sie im zweiten ,stadium ihrer ,entwicklung befruchtet wird4 ,sobald die ,natur diesen ,endzweck erreicht hat1 versetzt sie die ,blume in den dritten ,zustand4 ,die ,blume kehrt sich nmlich um1 die kleine ,reuse verschwindet1 und die ,fliegen erhalten ihre ,freiheit wieder4 ,da bei der ,osterluzzei ,fremdbestubung stattfindet1 indem die befreiten1 mit dem ,pollen bedeckten ,insekten die frher als die ,staubbeutel sich entfaltende ,narbe einer jngeren ,blume bestuben1 hat 99,sprengel99 bersehen4 ,im brigen war er der erste1 der bei anderen ,pflanzen auf die ,fremdbestubung aufmerksam gemacht und die ,dichogamie als das sicherste ,mittel zur ,erreichung der ,fremdbestubung nachgewiesen hat4 ,da viele ,blumen1 sagt er1 getrennten ,geschlechtes und viele ,zwitterblumen dichogam sind1 so scheint die ,natur es nicht haben zu wollen1 da irgend eine ,blume durch ihren eigenen ,staub befruchtet wird#afc4 ,von den wunderbaren ,einrichtungen1 die 99,sprengel99 auf jenen ,zweck zurckfhrte1 seien noch diejenigen erwhnt1 welche die ,blten der ,berberitze1 des ,wiesensalbeis 7siehe ,abb4 #ai7 und der ,orchideen aufweisen4 ,bei ,berberis beschreibt 99,sprengel99 das ,verhalten der ,staubgefe1 die sich bei der ,berhrung durch ein ,insekt gegen den ,stempel bewegen4 ,allerdings glaubte er1 da dieses ,verhalten auf eine ,selbstbestubung hindeute1 whrend tatschlich das die ,blte besuchende ,insekt durch die reizbaren ,staubfden mit ,bltenstaub bedeckt wird und ihn auf eine andere ,blte bertrgt4 ,illustration3 ,abb4 #ai4 99,sprengels99 ,abbildung der ,befruchtung einer ,salbeiblte 7,salvia pratensis74 #ah4 ,die ,blume in natrlicher ,stellung4 #bd4 ,die ,blume wird von einer ,hummel besucht1 bestubt und dadurch befruchtet4 ,dabei wird das ,insekt1 indem es die ,staubgefe herabdrckt und mit dem ,rcken streift1 von neuem mit ,bltenstaub beladen1 den es auf eine andere ,narbe bringt#afd4 ,den ,bltenbau und die ,bestubungseinrichtungen der ,orchideen untersuchte 99,sprengel99 zuerst eingehend am breitblttrigen ,knabenkraut 7,orchis latifolia74 ,er wies nach1 da die ,staubklbchen1 gegen ,regen geschtzt1 in zwei ,fchern verborgen sind4 ,daran1 da sie von selbst aus diesen ,fchern herausfallen oder da der ,wind sie herauswehen knne1 sei nicht zu denken4 ,fhrte 99,sprengel99 einen ,grashalm in die ,orchideenblte ein1 so sah er voll ,verwunderung1 da sich auf diese ,weise ein ,klbchen herausholen lie4 ,eine ,anthere1 sagt er1 ist es zwar1 einen ,staubbeutel kann man es aber nicht nennen1 da das ,klbchen nicht eine ,haut um sich hat1 sondern aus lauter ,staub besteht4 ,den ,bestubungsvorgang selbst hat 99,sprengel99 nicht beobachtet4 ,er nahm an1 da ,fliegen ihn vollzgen1 whrend es sich in der ,tat um ,fremdbestubung durch ,bienen handelt4 ,da die ,bienen und andere ,insekten1 indem sie ihrer ,nahrung nachgehen1 zugleich1 ohne es zu wollen und zu wissen1 die ,blumen befruchten und dadurch den ,grund zu ihrer und ihrer ,nachkommen zuknftiger ,erhaltung legen1 erklrt 99,sprengel99 mit ,recht als eine der bewundernswrdigsten ,veranstaltungen der ,natur4 ,was andere ,insekten anbetrifft1 so gebhrt 99,sprengel99 auch das ,verdienst1 zuerst auf die ,beziehungen zwischen ,ameisen und ,pflanzen aufmerksam gemacht zu haben4 ,wir knnen ihn als den ,entdecker der heute als ,myrmekophylie bezeichneten ,erscheinung betrachten4 99,sprengel99 beschrieb sie an der ,zaunwicke 7,vicia sepium74 ,er beobachtete1 da diese ,pflanze nicht nur in ihren ,blumen1 sondern auch in ihren ,blattwinkeln ,saft bereitet und da die groen ,waldameisen diesem ,saft nachgehen4 ,deshalb finde man den ,saft nur selten1 wenn man die ,pflanzen an ihrem ,standorte untersuche4 ,nehme man aber einige ,stengel mit nach ,hause und stelle man sie in ,wasser1 so seien nach einigen ,tagen die ,blattwinkel voll ,saft4 ,eine auf das ,dogma von der ,konstanz der ,arten gegrndete ,botanik wute zu all diesen merkwrdigen ,ergebnissen keine ,stellung zu nehmen4 ,man zog es daher vor1 sie mit ,stillschweigen zu bergehen4 ,erst als man jenes ,dogma aufgegeben1 wurde das ,interesse an bltenbiologischen ,untersuchungen1 welche der ,lehre von der allmhlichen ,entwicklung der ,arten eine wesentliche ,sttze verliehen haben1 von neuem lebendig4 ,auch an den ,pflanzen1 welche durch den ,wind befruchtet werden1 stellte 99,sprengel99 ,untersuchungen an4 ,so wies er darauf hin1 da bei den ,windbltern bei weitem mehr ,staub bereitet werden msse1 als zur ,befruchtung ntig sei4 ,denn der ,wind wehe nicht jederzeit den ,staub gerade auf die weiblichen ,bltenteile zu und bringe auch nicht jedes ,stubchen gerade auf eine ,blume1 die noch nicht befruchtet sei4 ,auch wasche der ,regen nicht nur viel ,staub von den ,staubbeuteln ab1 da letztere dem ,regen bei dergleichen ,blumen sehr ausgesetzt seien1 sondern er schlage auch den schon abgeflogenen und in der ,luft befindlichen ,staub nieder4 ,als ,beispiel fhrt 99,sprengel99 die ,kiefer an1 die so viel ,staub verstreue1 da es whrend ihrer ,bltezeit1 wie das ,volk sage1 zuweilen ,schwefel regne4 #g4 ,fortschritte der ,zoologie im #ah4 ,jahrhundert4 ,auch hinsichtlich der ,zoologie mu die ,zeit1 die wir zu schildern suchen1 als eine ,periode des berwiegens der ,systematik bezeichnet werden4 ,doch mehren sich die ,bestrebungen1 in den ,bau1 die ,lebensweise und die ,entwicklung insbesondere der niederen ,tiere einzudringen4 ,whrend z4 ,b4 noch die ,systematiker des #ag4 ,jahrhunderts1 darunter ,mnner wie 99,ray99#afe1 die ,korallen fr ,pflanzen hielten1 taucht in den zwanziger ,jahren des #ah4 ,jahrhunderts zum erstenmal die ,ansicht auf1 da die vermeintlichen ,blten der ,polypenstcke ,tiere und die ,hartteile1 welche ,veranlassung zu der ,bezeichnung steinerne ,pflanzen gegeben hatten1 deren ,absonderungsprodukte seien1 eine ,ansicht1 der freilich die ,zoologen jener ,zeit mit ,spott begegneten4 ,selbst 99,linn99 war noch im ,zweifel1 ob er sich fr die animalische ,natur der ,zoophyten 7,pflanzentiere7 entscheiden sollte4 ,der erste1 der mit den triftigsten ,grnden fr die richtige ,auffassung dieser ,lebewesen eintrat1 war der ,franzose 99,peyssonnel994 ,er stellte in den zwanziger ,jahren des #ah4 ,jahrhunderts an den ,ksten ,sdfrankreichs und ,nordafrikas genaue ,untersuchungen an lebenden ,polypenstcken an und zeigte1 da alle ,lebensuerungen an den vermeintlichen ,blten mit der ,annahme1 da es sich hier um ,pflanzen handle1 unvereinbar seien4 ,ein helles ,licht verbreiteten ber diesen ,gegenstand etwa #bj ,jahre spter die ,arbeiten 99,trembleys99 7#agaj-aghd71 mit deren ,erscheinen 99,k4 ,e4 von ,baer99 eine neue ,epoche der ,physiologie beginnen lie4 99,trembley99 stellte seine ,untersuchungen an einem den ,korallentieren und ,schwmmen nahe verwandten ,geschpf unserer ,binnengewsser1 dem ,swasserpolypen1 an4 ,einige der von ihm erhaltenen ,ergebnisse1 und zwar diejenigen1 die sich auf das auerordentliche ,reproduktionsvermgen dieses ,tieres beziehen1 mgen hier ,erwhnung finden4 ,wurde ein ,swasserpolyp querdurch in zwei1 drei oder mehr ,teile zerschnitten1 so entstand aus jedem ,teile nach kurzer ,zeit ein vollstndiger1 neuer ,polyp4 ,die einer1 auf beiden ,seiten offenen ,rhre gleichenden mittleren ,stcke schlossen sich an dem einen ,ende1 whrend die gegenber befindliche ffnung zur ,mundffnung wurde und alsbald wieder mit einem ,kranz von neuentstandenen ,fangarmen umgeben war4 ,wurde ein ,polyp der ,lnge nach halbiert1 so erhielt man zwei ,hautlappen4 ,diese verwandelten sich sofort in ,rhren1 indem die ,rnder sich zusammenlegten und verwuchsen1 so da aus den ,polypenhlften wieder vollstndige ,tiere wurden4 ,illustration3 ,abb4 #bj4 ,der ,swasserpolyp mit ,knospen 7c7 auf einer ,wasserpflanze4 ,darauf schlitzte 99,trembley99 einen ,polypen auf1 breitete ihn aus und zerhackte ihn in viele kleine ,stcke4 ,alle diese ,stcke1 sie mochten ,arme haben oder nicht1 wurden wieder vollkommene ,polypen4 ,das wunderbarste ,experiment bestand darin1 da 99,trembley99 den ,polypen wie einen ,handschuhfinger umstlpte4 ,dieser ,versuch mge mit den ,worten 99,trembleys99 geschildert werden3 ,ich beginne damit1 da ich dem ,polypen1 den ich umkehren will1 einen ,wurm zu fressen gebe4 ,hat er diesen verschluckt1 so drcke ich den ,polypen am hinteren ,ende und treibe dadurch den ,wurm aus dem ,magen nach dem ,maule zu1 bis ein ,stck des ,wurmes herauskommt4 ,dann nehme ich eine ziemlich dicke1 stumpfe ,schweinsborste1 bringe sie an das hintere ,ende des ,polypen und drcke sie gegen den ,magen1 der hier leer und sehr erweitert ist4 ,hierauf drcke ich die ,schweinsborste immer weiter voran2 je weiter sie eindringt1 um so mehr kehrt sich der ,polyp um4 ,kommt die ,borste bis an den ,wurm1 der das ,maul des ,polypen offen hlt1 so drckt sie diesen entweder heraus oder sie geht daneben aus dem ,maule heraus und ist jetzt von dem hinteren ,teile des ,polypen bedeckt1 der auf diese ,weise umgekehrt ist4 ,es erbrigt nichts weiter1 als ihn von der ,schweinsborste abzustreifen4 ,sobald dies geschehen ist1 verschliet sich der ,mund4 ,spter kehren sich die ,lippen nach auen1 als wenn sich der ,polyp wieder umkrempeln und in seinen vorigen ,zustand zurckkehren wollte4 ,dies versucht er auch in der ,tat1 und oft glckt es ihm4 ,meine ,hauptaufgabe war daher1 den ,polypen umgekehrt zu erhalten1 um zu sehen1 ob er auch in diesem ,zustande leben kann4 ,ein sicheres ,mittel besteht darin1 da man das umgekrempelte ,tier dicht hinter dem ,kopfe mit einer ,schweinsborste durchstt4 ,ich habe dies mit umgewendeten ,polypen getan1 ohne da es sie am ,fressen und an ihrer ,vermehrung gehindert htte4 ,in der geschilderten ,weise wurde durch 99,trembley99 die experimentelle ,forschungsweise auf ein ,gebiet bertragen1 das sich kaum der deskriptiven ,behandlung erschlossen hatte4 ,ein ,forscher der neueren ,zeit1 dem der ,swasserpolyp den ,stoff zu einer ausgezeichneten ,monographie geboten hat#aff1 rhmt von 99,trembley991 da alle ,nachfolger seine ,untersuchungen kaum in ihrer ,vollstndigkeit zu wiederholen vermocht htten4 ,nur der spter erfolgte ,nachweis einer geschlechtlichen ,fortpflanzung dieser ,tiere ist als ein wesentlicher ,fortschritt zu betrachten4 99,trembley99 hat wohl die ,eier und ,samen bereitenden ,organe wahrgenommen1 ohne jedoch ihre ,bedeutung zu erkennen4 ,den ,vorgang der ,knospung 7siehe ,abb4 #bj7 hatte schon 99,leeuwenhoek99#afg am ,swasserpolypen beobachtet4 ,das durch 99,trembleys99 ,versuche erschlossene ,studium der ,regeneration wurde von 99,spallanzani99 auf hhere ,tiere ausgedehnt4 799,spallanzani991 ber die ,wiedererzeugung verloren gegangener ,teile und ber die ,zeugung47 ,der italienische ,forscher zeigte am ,wassersalamander1 da auch dieses ,geschpf ein ganz auerordentliches ,regenerationsvermgen besitzt4 ,wurden die ,augen1 der ,unterkiefer oder die ,gliedmaen abgetrennt1 so entstanden sie binnen kurzem in ursprnglicher ,form von neuem4 ,diese ,regeneration trat wiederholt ein1 wenn die neu entstandenen ,organe nochmals wieder entfernt wurden4 ,das durch 99,leeuwenhoek99 erschlossene ,gebiet der mikroskopischen ,durchforschung von ,aufgssen oder ,infusionen wurde whrend des #ah4 ,jahrhunderts mehr von ,liebhabern der ,mikroskopie1 die daran ihr ,gemt ergtzen wollten1 als von eigentlichen ,zoologen angebaut4 ,trotzdem wurde hierdurch die ,formenkenntnis1 sowie das ,wissen von dem ,leben der niederen ,tiere auerordentlich bereichert4 ,so entstanden die ,mikroskopischen ,gemts- und ,augenergtzungen 99,ledermllers99#afh1 ein reichillustriertes ,werk1 das sich gleich den ,arcana naturae 99,leeuwenhoeks991 ohne ein bestimmtes ,ziel allem zuwendet1 was die ,wibegierde des dilettantischen ,mikroskopikers reizt4 ,dennoch birgt 99,ledermllers99 ,buch die ,kunde von mancher wichtigen ,entdeckung4 ,in buntem ,wechsel fhren uns seine ,tafeln ,schimmelbildungen1 ,kristallisationen1 ,kleisterlchen1 ,haare1 ,schweiporen1 ,wrmer1 ,stacheln1 ,zangen usw4 vor4 ,auch die ,nerven werden untersucht4 99,ledermller99 7#agai-agfi7 nennt sie erschreckliche ,folterwerkzeuge fr den ,menschen und widerlegt die ,ansicht1 da sie hohl seien4 ,wie 99,ledermller99 berichtet1 beschftigte sich im ,jahre #agbg auch die ,petersburger ,akademie mit dem ,bau der ,nerven4 ,sie dehnte ihre ,untersuchung sogar auf den ,elefanten aus und fand1 da die ,nerven dieses ,tieres weder hohl noch erheblich dicker seien als diejenigen der brigen ,sugetiere4 ,ein besonderes ,interesse wandte 99,ledermller99 den ,aufgutierchen zu1 denen er den ,namen ,infusorien beilegte4 ,abbildung #ba ist die ,wiedergabe einer ,tafel seines ,werkes#afi1 auf der er einige von ihm als ,schalmeientierchen 7i1 k71 ,deckeltierchen 7y1 w1 x71 ,glockentierlein 7l7 bezeichnete1 den ,gattungen ,stentor und ,vorticella angehrende ,infusorienarten zur ,darstellung brachte4 99,ledermllers99 ,gemts- und ,augenergtzungen sind die ,insektenbelustigungen 99,rosenhofs99 an die ,seite zu stellen4 99,rsel von ,rosenhof99 7#agje-agei7 war seines ,zeichens ,kupferstecher4 ,er lebte in ,nrnberg und widmete sich wie 99,swammerdam99 mit groer ,ausdauer der ,erforschung des ,baues und der ,lebensweise der kleinsten ,organismen1 insbesondere der ,insekten4 99,rosenhof99 wurde dabei1 wie manche ,naturforscher des #ah4 ,jahrhunderts1 von dem ,bestreben geleitet1 in den ,wundern1 die uns gerade die niedere ,lebewelt in so reichem ,mae enthllt1 einen ,beweis fr die ,weisheit und ,gte des ,schpfers zu finden4 ,whrend die ,mehrzahl der ,zoologen sich bei dem ,studium der ,insekten auf die ,beschreibung des ueren beschrnkte und nur den ,zweck verfolgte1 jeder ,art den ihr zukommenden ,platz im ,system und in der ,sammlung anzuweisen1 hat 99,rsel991 wie vor ihm 99,raumur991 seine ,beobachtungen besonders auf die ,entwicklung und die ,lebensverhltnisse der ,insekten gerichtet4 ,sein ,werk ist daher fr alle nachfolgenden ,generationen eine der wichtigsten ,fundgruben ber das behandelte ,gebiet geworden4 ,es fhrt den ,titel ,monatlich herausgegebene ,insektenbelustigung und erschien seit #agdf4 ,was den ,wert des vier starke ,bnde umfassenden ,werkes besonders erhht1 sind die zahlreichen1 ihm beigefgten1 in ,farbendruck hergestellten ,kupfertafeln4 ,sie geben die ,insekten in einer selbst heute an ,naturtreue kaum bertroffenen ,ausfhrung wieder4 ,illustration3 ,abb4 #ba4 99,ledermllers99 ,abbildung von ,aufgutierchen4 99,rsel99 lieferte ferner eine ,naturgeschichte der ,frsche4 ,auch dieses ,werk zeichnet sich weniger durch das ,neue1 das es ber den ,bau dieser ,gruppe bringt1 als durch die ,flle feiner ,beobachtungen ber die ,entwicklung und die ,lebensweise aus4 99,trembleys99 ,arbeit ber den ,swasserpolypen regte 99,rosenhof99 zu einer ,nachprfung an4 ,er besttigte nicht nur 99,trembleys99 ,beobachtungen1 sondern er frderte auch viel ,neues ber die verschiedenen ,polypenarten zutage und stellte es in prchtigen ,tafeln dar4 99,rsel99 betitelt den betreffenden ,abschnitt seines ,werkes ,historie der ,polypen und anderer kleiner ,wasserinsekten#agj4 ,er macht darin auch ,mitteilungen ber die ,naiden4 ,das sind im sen ,wasser lebende ,wrmer1 an denen 99,rsel99 beobachtete1 da sie nicht nur durch ,zerschneiden vermehrt werden knnen1 sondern da sie sich sogar durch eigene ,teilung vervielfltigen4 ,illustration3 ,abb4 #bb4 99,rsel von ,rosenhofs99 ,darstellung der ,bewegung und der ,teilung einer ,ambe4 7,gezeichnet nach ,tafel #aja des ,,iii4 ,teiles seiner ,insektenbelustigungen47 ,ferner finden wir bei ihm wohl eine der ersten ,schilderungen der amboiden ,bewegung1 die wir hier mit den zugehrigen ,abbildungen 7,abb4 #bb7 wiedergeben wollen4 99,rsel99 beschreibt eine ,ambe unter dem ,namen ,proteus mit etwa folgenden ,worten3 ,mein ,proteus ist ein sehr kleines ,tier4 ,es begibt sich sehr langsam von einer ,stelle zur anderen1 wobei es fortwhrend seine ,gestalt verndert4 ,ich beobachtete die ,tierchen in grerer ,anzahl unter dem zusammengesetzten ,mikroskop und bemhte mich1 an ihnen eine gewisse ,gestalt wahrzunehmen oder etwas an ihnen zu sehen1 was einem ,kopf1 einem ,schwanz oder ,gliedmaen gliche1 ohne da mir dies indessen gelungen wre4 ,endlich betrachtete ich eins dieser ,tiere allein und habe daran folgendes bemerkt3 ,das ,tier besteht aus lauter ungleich groen ,krnern4 ,nachdem es eine ,zeitlang einer ,kugel geglichen hatte1 stellte es sich mir in der ,form der mit ,c bezeichneten ,figur dar1 sah also einem ,kleeblatt hnlich4 ,kaum war aber eine halbe ,minute verflossen1 so sah es wie in ,d aus4 ,bald darauf wurde es lnger1 wie ,e zeigt4 ,diese ,verlngerung dauerte so lange1 da es aussah1 als wollte sich das ,tier in zwei ,teile teilen4 ,dies geschah auch wirklich nicht lange danach1 indem sich die beiden ,teile ,f und ,f bei ,g trennten4 ,nun hatte ich statt des einen ,tieres deren zwei1 von denen jedes bald wieder eine andere ,gestalt annahm1 wie ,h und ,i zeigen#aga4 ,auch die ,frage nach der ,entstehung der kleinsten ,lebewesen wurde damals lebhaft errtert4 ,whrend von der einen ,seite die von 99,swammerdam99 und 99,redi99 hinsichtlich der ,insekten widerlegte ,urzeugung zur ,erklrung des so rtselhaften ,auftretens der ,infusorien wieder in ,anspruch genommen wurde1 nahm 99,spallanzani99 7#agbi-agii7 eine ,fortpflanzung durch ,eier und ,keime an4 ,diese sollten sich in den zur ,herstellung des ,aufgusses benutzten ,stoffen befinden#agb4 ,da ein ,nachweis dieser ,keime aber uerst schwierig war1 so konnte die ,lehre von der ,urzeugung1 zumal sie in 99,buffon99 einen angesehenen und eifrigen ,vertreter fand1 sich bis ins #ai4 ,jahrhundert hinein erhalten4 ,ihre endgltige ,beseitigung erfolgte erst durch die ,experimente 99,pasteurs994 ,die an anderer ,stelle wiedergegebene ,abhandlung dieses ,forschers ist auch geeignet1 den ,leser mit dem im #ah4 ,jahrhundert zwischen 99,spallanzani99 und seinen ,gegnern gefhrten ,streit bekannt zu machen#agc4 ,fr die niedersten ,pflanzen1 wie die ,pilze und ,flechten1 hatte 99,caesalpin99#agd gleichfalls ,urzeugung angenommen4 ,manche ,pflanzen1 sagt 99,caesalpin991 haben berhaupt keinen ,samen1 sie entstehen nur durch ,fulnis und sind gewissermaen ein ,mittelding zwischen den ,pflanzen und der unbelebten ,natur4 99,jungius991 der aufgeklrteste ,botaniker des #ag4 ,jahrhunderts#age1 auf den sich 99,linn99 ganz besonders sttzte1 bezweifelt dies jedoch1 whrend 99,linn99 meinte1 da auch bei den untersten ,stufen der ,gewchse ,blumen und ,frchte vorhanden seien1 obgleich sie ihrer ,kleinheit wegen nicht deutlich wahrgenommen werden4 ,aus dieser ,ansicht erklrt sich die von 99,linn99 fr die niederen ,pflanzen angewandte ,bezeichnung ,kryptogamen 7,verborgenbltige74 ,die ,einsicht in diejenigen ,vorgnge1 welche die ,fortpflanzung der ,kryptogamen ausmachen1 blieb gleichfalls der neuesten ,periode vorbehalten4 ,neben der ,lehre von der ,urzeugung wurde das ,gebiet der ,biologie whrend des #ah4 ,jahrhunderts noch durch eine zweite ,irrlehre verdunkelt1 die uns heute fast noch sonderbarer anmutet4 ,es ist die von 99,harvey99 ausgehende und von dem groen ,anatomen und ,physiologen 99,albrecht von ,haller99 gesttzte ,evolutions- oder ,einschachtelungstheorie4 ,das ,studium der ,befruchtung und der ,entwicklung hatte die ,frage nach der ,erklrung dieser ,vorgnge angeregt4 ,so nahm 99,harvey99 an1 das ,ei enthalte die vollstndige ,anlage desjenigen ,wesens1 welches daraus hervorgeht4 ,dadurch kamen wieder ,philosophen und ,naturkundige des #ah4 ,jahrhunderts auf den ,gedanken1 da folgerichtig nach der ,lehre 99,harveys99 das ,ei auch das nchstfolgende1 sowie alle spteren ,geschlechter enthalten msse4 ,diese ,einschachtelungstheorie1 gegen welche vor allem auch die von 99,klreuter99 bei seinen ,bastardierungsversuchen erhaltenen ,ergebnisse sprachen1 wurde durch 99,wolff99 in seiner ,theoria generationis vom ,jahre #agei vollstndig widerlegt#agf4 ,mit 99,wolff99 beginnt die neuere ,entwicklungsgeschichte1 die den ,vorgang der ,entstehung als ein ,werden oder einen ,wachstumsproze betrachtet und ihn teils aus der ,stammesgeschichte1 teils aus mechanischen ,ursachen zu erklren sucht4 99,kaspar ,friedrich ,wolff99 wurde im ,jahre #agcc in ,berlin geboren4 ,als junger ,mediziner wandte er sich mit groer ,vorliebe der ,anatomie und der ,botanik zu4 ,in ,halle geriet er unter den ,einflu der ,philosophie des ,leibnizianers 99,christian ,wolf994 ,so kam es1 da er bei seinen naturwissenschaftlichen ,untersuchungen sich mitunter allzusehr von vorgefaten ,meinungen leiten lie und hufig aus unzulnglichen1 ungenauen ,beobachtungen zuweitgehende philosophische ,verallgemeinerungen zog4 ,da 99,wolff99 in ,preuen nicht die gehoffte ,anerkennung fand -- er wurde bei der ,besetzung von ,lehrsthlen mehrfach bergangen --1 so folgte er im ,jahre #agff1 wie es auch 99,euler99 getan1 einem ,rufe an die ,petersburger ,akademie der ,wissenschaften4 99,wolff99 blieb auch dort mit anatomischen und entwicklungsgeschichtlichen ,arbeiten beschftigt4 ,hervorzuheben ist seine ,untersuchung ber die ,entwicklung des ,darmes4 ,nach einem zurckgezogenen1 der ,wissenschaft gewidmeten ,leben starb 99,wolff99 in ,petersburg im ,jahre #agid4 99,wolffs99 ,theoria generationis geht von der ,untersuchung der ,pflanze aus1 um auf diese ,weise die ,richtschnur klarzulegen1 an die man sich bei der ,behandlung der viel schwierigeren zoologischen ,verhltnisse zu halten hat4 99,wolffs99 ,untersuchungen ber den ,bau und die ,entwicklung der ,pflanze sind fr die ,geschichte der ,pflanzenanatomie von nicht geringer ,bedeutung4 ,es war das erste ,mal1 da nach der ,begrndung dieses ,wissenszweiges durch 99,malpighi99 und 99,grew99 sich wieder jemand eingehender mit diesem ,gegenstand beschftigte4 ,waren die ,ergebnisse 99,wolffs99 auch noch sehr ungenau und fehlerhaft1 so sicherten dennoch manche von den ,verallgemeinerungen1 die er an sie knpfte1 seiner ,arbeit eine nachhaltige ,wirkung4 ,vor allem wurde durch 99,wolff99 die ,frage nach der ,entstehung des zelligen ,baues der ,pflanze angeregt1 wenn auch die ,lsung1 die er selbst zu bieten suchte1 unrichtig war4 99,wolff99 nahm nmlich an1 die ,pflanzensubstanz in der ,vegetationsspitze sei zunchst gallertartig4 ,in dieser ,gallerte sollten sich kleine ,blschen ausscheiden4 ,diese sollten sich in der ,weise vergrern1 da die zwischen den ,blschen befindliche ,zwischensubstanz spter als ein ,maschwerk von ,zellwnden erscheine4 ,das ,wachstum geschehe durch die ,ausdehnung der ,blschen und dadurch1 da neue ,blschen zwischen den alten entstnden und sich gleichfalls vergrerten4 99,wolff99 bemerkte ganz richtig1 da ,fasern und ,gefe nicht etwa schon in der ,anlage vorhanden sind4 ,die jungen ,pflanzenteile seien aus gleichartigen ,blschen zusammengesetzt4 ,mitunter bestnden sie aber aus einer gleichfrmigen ,substanz ohne alle ,blschen4 ,auf dieser letzteren irrtmlichen ,beobachtung beruht seine unrichtige ,theorie von der ,zellenbildung1 nach welcher die ,zellen etwa so entstehen wrden1 wie die ,hohlrume des ,brotes in dem ursprnglich zusammenhngenden ,teig1 allerdings mit dem ,unterschiede1 da die ,hohlrume in der ,pflanze nicht leer1 sondern mit dem in ihnen sich ansammelnden ,nahrungssaft erfllt sein wrden4 ,von letzterem sagt er1 da er durch die ,substanz der ,blschen hindurchkrieche1 ja da er die feste ,pflanzensubstanz ebenso leicht durchdringen knne1 wie dies mit ,hilfe der ,gefe geschehe4 ,er nimmt also fr die ,erklrung der ,saftbewegung in der ,pflanze das ,verhalten zur ,hilfe1 das wir heute als ,diffusion bezeichnen4 hnlich wie die ,zellen aus der ,vergrerung eines ruhenden ,tropfens ,nahrungssaft hervorgehen sollen1 lt 99,wolff99 die ,gefe durch die ,fortbewegung eines solchen ,tropfens durch die ursprnglich gleichartige ,grundsubstanz entstehen4 ,ein ,flssigkeitstropfen1 sagt 99,wolff99#agg1 der durch die feste ,substanz hindurch fortschreitet und sich seinen ,weg selbst bahnt1 kann nicht eine kugelfrmige ,spur zurcklassen2 er bildet vielmehr einen ,kanal1 der -- nach 99,wolffs99 ,annahme -- infolge einer ,erstarrungsfhigkeit des ,nhrsaftes erhalten bleibt4 ,diese ,erstarrungsfhigkeit des ,nhrsaftes wird nicht nur der pflanzlichen1 sondern auch der tierischen ,substanz zugeschrieben4 ,diese ,fhigkeit1 zusammen mit einer wesentlichen ,kraft1 wie 99,wolff99 sein formgebendes ,prinzip nennt1 sollte nun den ,vorgang der ,entwicklung organischer ,wesen erklren4 ,die wesentliche ,kraft ist nach ihm jene ,kraft1 durch welche die ,flssigkeiten im ,organismus verteilt und ausgeschieden werden4 ,die wesentliche ,kraft1 sagt er1 und die ,erstarrungsfhigkeit des ,nhrsaftes sind ein hinreichendes ,prinzip jeder ,entwicklung1 sowohl bei den ,pflanzen als auch bei den ,tieren4 ,aus dieser bereinstimmung zwischen den beiden ,naturreichen folgerte 99,wolff99 fast ein ,jahrhundert1 bevor 99,schwann99 den zelligen ,bau der ,lebewesen als allgemeines ,prinzip erkannte1 da sich in den ,tieren wie in den ,pflanzen nicht nur ,zellgewebe finde1 sondern da es sich auch auf dem gleichen ,wege entwickle4 ,wenn 99,wolff99 auch ber den ,vorgang der ,bildung von ,zellgewebe1 wie wir sahen1 noch nicht zu richtigen ,vorstellungen gelangt war1 so hebt er doch zutreffend hervor1 da das ,zellgewebe der ,tiere ebenso gebildet wird1 wie das ,zellgewebe und die ,blschenstruktur bei ,pflanzen#agh4 ,als typisches ,beispiel hebt 99,wolff991 wie es auch spter von 99,schwann99 geschehen1 die ,knochen hervor4 ,ihr innerer ,bau1 sagt er1 ist zellig und entsteht ebenso wie das brige ,zellgewebe4 ,bei der ,untersuchung des tierischen ,organismus kommt es 99,wolff99 vor allem darauf an1 die ,ansicht der ,evolutionisten zu widerlegen1 da die ,organe ursprnglich vorhanden und nur wegen ihrer unendlichen ,kleinheit verborgen seien4 ,eine ,widerlegung dieser ,ansicht erblickt 99,wolff99 mit ,recht schon darin1 da die ,teilchen1 welche alle tierischen ,organe bei ihrer ersten ,anlage zusammensetzen1 ,kgelchen sind1 die man schon mit einem ,mikroskop von mittlerer ,vergrerungskraft unterscheiden knne4 ,wie kann man nun behaupten1 ruft er aus1 einen ,krper wegen seiner ,kleinheit nicht sehen zu knnen1 wenn doch die ,teile1 aus denen er sich zusammensetzt1 sehr wohl zu unterscheiden sind8 ,illustration3 ,abb4 #bc4 99,wolffs99 ,abbildung eines ,embryos4 ,die nebenstehende ,abbildung aus 99,wolffs99 ,theoria generationis zeigt einen ,embryo nach #cfstndiger ,bebrtung4 ,man erkennt die ,teile des ,gehirns1 die ,augen mit den ,sehnerven1 das ,rckenmark 7h71 das ,herz 7k71 die vorderen schon recht deutlichen 7f7 und die hinteren noch in der ,absonderung begriffenen ,wirbel 7e und d74 ,die ernhrenden ,teile gehen aus dem ,ei1 dessen ,dotter durch die ,wrme aufgelst und zerstrt werde1 in den ,embryo ber4 ,dazu1 sagt 99,wolff991 gehrt wie bei den ,pflanzen eine die ,nhrsfte bewegende wesentliche ,kraft4 ,da diese ,kraft und diese ,flssigkeitsbewegung auch im erwachsenen ,krper ttig sei1 dafr spreche z4 ,b4 das ,wachstum der ,ngel und der ,haare4 ,zu dieser ,kraft tritt dann nach 99,wolff99 als zweites1 die ,formgebung bedingendes ,prinzip die ,erstarrungsfhigkeit der jungen gallertigen ,gewebe1 eine ,fhigkeit1 die allerdings bei den ,tieren geringer sei als bei den ,pflanzen4 ,die ,gefbildung im ,embryo lt 99,wolff99 in hnlicher ,weise wie die ,entstehung der ,gefe in den ,pflanzen vor sich gehen4 ,die bewegten ,flssigkeiten bahnen sich dort ,wege1 wo sie einen geringeren ,widerstand finden4 ,die erste ,anlage des ,hauptstammes aller ,gefe1 des ,herzens1 zeigt uns 99,wolffs99 nebenstehende1 der ,theoria generationis entnommene ,abbildung 7,abb4 #bd c74 ,sie lt uns auch die erste ,anlage der ,gliedmaen erkennen4 ,als plumpe ,hcker 7r7 heben sie sich aus der brigen ,masse hervor4 ,und zwar bestehen auch sie aus einer ,substanz1 die 99,wolff99 als zellig bezeichnet4 ,anfangs sind die ,gliedmaen ohne ,gefe4 ,letztere wachsen aus der zuerst entstehenden ,hauptader oder ,aorta in die ,gliedmaen hinein4 ,da die ,nieren erst entstehen1 nachdem sich die ,wirbelsule gebildet hat1 wird von 99,wolff99 besonders hervorgehoben4 ,er zeigt1 da die ,nieren aus einem zelligen ,gewebe hervorgehen1 das erst am dritten ,tage der ,entwicklung unter der ,wirbelsule erscheint4 ,da dieses ,gewebe zunchst keine ,spur von einem ,organ enthlt1 lie sich leicht feststellen1 da es vollkommen durchsichtig ist4 ,durch all diese ,beobachtungen war die insbesondere von 99,haller99 vertretene1 indessen auch von 99,leibniz99 gebilligte ,einschachtelungstheorie vollkommen widerlegt4 ,der einzige ,weg1 auf dem dies geschehen konnte1 war der von 99,wolff99 betretene4 ,er wandte sich behufs ,entscheidung der ,streitfragen an die ,natur selbst und untersuchte zum ersten ,male genauer die ,anlagen der einzelnen ,organe im ,embryo hinsichtlich ihrer ,form und der ,zeit ihres ,entstehens4 ,das ,ergebnis war1 da die ,teile des ,organismus weder prformiert sind1 noch sich gleichzeitig entwickeln1 sondern da sie aus einer gleichartigen1 zelligen ,substanz nacheinander hervorgehen4 ,trotz zahlreicher ,beobachtungsfehler1 die 99,wolff99 im einzelnen gemacht hat1 war damit fr alle spteren entwicklungsgeschichtlichen ,forschungen die ,grundlage gewonnen4 99,wolff99 ist somit der ,begrnder der modernen ,entwicklungsgeschichte4 ,das ist und bleibt sein unsterblicher ,ruhmestitel4 ,auch der ,gedanke der ,metamorphose der ,pflanze rhrt von 99,wolff99 her4 ,das ,nhere hierber1 sowie die ,fortbildung1 welche dieser ,gedanke bei 99,goethe99 und anderen fand1 bleibt spterer ,errterung vorbehalten4 ,illustration3 ,abb4 #bd4 99,wolffs99 ,darstellung der ,entstehung des ,herzens und der ,gliedmaen4 ,die ,frage nach den ,vorgngen der ,zeugung und der ,entwicklung war zwar eine hervorragend wichtige1 es war aber nur eine unter den vielen die ,physiologie im #ah4 ,jahrhundert beschftigenden ,fragen4 ,hat dieser ,zeitraum doch den grten ,physiologen in 99,haller99 hervorgebracht1 um dessen ,forschergestalt sich alles gruppieren lt1 was die weitere ,entwicklung der ,physiologie in dem erwhnten ,zeitraum anbetrifft4 99,albrecht von ,haller99 wurde am #af4 ,oktober #agjh in ,bern geboren4 ,er verwaiste frhzeitig und wuchs bei einem ,arzte auf1 dem er seine ,neigung fr die ,naturwissenschaften und ihre ,anwendung auf das ,gebiet der ,heilkunde verdankte4 99,haller99 studierte in ,tbingen ,anatomie und ,botanik1 worin ihn 99,camerarius99 unterwies4 ,spter hielt er sich in ,leyden1 wo 99,boerhave99 auf ihn einwirkte1 sowie in ,london und in ,paris auf4 ,nachdem 99,haller99 in ,basel und in ,bern ,vorlesungen ber ,anatomie gehalten1 siedelte er #agcf nach ,gttingen ber4 ,dort entfaltete er eine einzigartige ,wirksamkeit4 #agec kehrte er in seine ,heimatstadt zurck1 wo er am #ab4 ,dezember #aggg starb4 ,in ,gttingen hielt 99,haller99 an der neu gegrndeten ,universitt ,vorlesungen ber ,botanik1 ,anatomie und ,chirurgie1 begrndete eine anatomische ,sammlung und einen botanischen ,garten1 dessen ,leitung er bernahm4 ,er rief die ,gttinger ,knigliche ,gesellschaft der ,wissenschaften ins ,leben und zog viele ,schler an sich heran1 welche die ,wissenschaft in der von ihm eingeschlagenen ,richtung weiterfhrten4 99,haller99 wurde stets von dem ,gedanken geleitet1 da die ,anatomie als die wichtigste ,grundlage der ,physiologie zu betrachten sei1 und zwar nicht nur die ,anatomie des ,menschen1 sondern nicht minder diejenige der ,tiere4 ,ferner gab er dem ,experiment am lebenden ,tiere eine ,ausdehnung1 wie sie vor ihm nicht bestand4 ,so grausam das ,verfahren der ,vivisektion auch erscheint1 sagt 99,haller991 so darf man doch nicht auer acht lassen1 da es der ,physiologie mehr ,nutzen schafft als alle brigen ,methoden und da ein einziges derartiges ,experiment oft die aus der ,arbeit von ,jahren entstandenen ,irrtmer beseitigt hat4 99,haller99 lieferte1 durchdrungen von dem ,gedanken1 da man mit dem ,bau eines ,organismus bekannt sein mu1 wenn man seine ,verrichtungen erforschen will1 viele wertvolle ,beitrge zur vergleichenden ,anatomie4 ber den ,wert dieser ,wissenschaft fr die physiologische ,forschung sagt er3 ,tglich mache ich die ,erfahrung1 da man ber die ,ttigkeit der meisten ,organe des lebenden ,krpers kein ,urteil fllen kann1 wenn man sich nicht ber den ,bau des betreffenden ,organs vollkommene ,klarheit verschafft hat und zwar nicht nur durch eine ,untersuchung am ,menschen1 sondern auch durch eine solche an verschiedenen ,vierflern1 ,vgeln1 ,fischen1 ja oft auch an niederen ,tieren4 ,das wichtigste allgemeine ,ergebnis dieser ,forschungen war 99,hallers99 ,lehre von der ,reizbarkeit und der ,empfindung 7der ,irritabilitt und der ,sensibilitt74 ,er betrachtete sie als besondere1 mit physikalischen ,krften nicht zu verwechselnde ,fhigkeiten der belebten ,substanz4 ,wir erinnern uns1 da 99,borelli99 die ,ttigkeit der ,muskeln einer ,elastizitt dieser ,organe zugeschrieben hatte4 99,haller99 dagegen erklrte die ,fhigkeit sich zusammenzuziehen als eine den ,muskeln innewohnende ,eigenschaft und nannte diese ,organe reizbar oder irritabel4 ,der gewhnliche ,reiz1 welcher die ,verkrzung der ,muskeln bewirkt1 gehe zwar von den ,nerven aus1 doch knnten an dessen ,stelle auch andere ,reize treten4 ,letztere knnen1 wie 99,haller99 zeigte1 noch eine ,kontraktion des ,muskels hervorrufen1 wenn die ,verbindung des letzteren mit dem ,nerven unterbrochen ist1 ein offenbar fr seine ,lehre gnstiges ,experiment4 ,wie die ,irritabilitt ausschlielich an die ,muskeln gebunden ist1 so ist die ,sensibilitt nur in den ,nerven anzutreffen4 ,sie vermittelt die ,vernderungen1 welche uere ,reize hervorrufen1 dem ,bewutsein4 ,wie das geschieht1 blieb zunchst unerklrt4 99,haller99 war indessen geneigt1 ein feines1 in den ,nerven sich bewegendes ,fluidum nach dem ,vorgange 99,malpighis99#agi anzunehmen4 ,selbst 99,kant99 huldigte dieser ziemlich grob materialistischen ,anschauung von dem ,zustandekommen der ,empfindungen#ahj4 ,die weit zutreffendere ,vorstellung1 da die ,ttigkeit der ,nerven in einer vibrierenden ,bewegung bestehe1 vermochte 99,haller99 nicht anzuerkennen4 ,trotzdem ist in seiner ,darstellung von der ,sensibilitt dieser ,organe die spter von 99,johannes ,mller99 ausfhrlich entwickelte ,lehre von den spezifischen ,energien der ,sinnesorgane schon im ,keime enthalten4 ,besonders zeigt sich dies in der ,darstellung1 die 99,haller99 von der ,physiologie des ,auges gab4 ,danach rufen die vom ,gegenstande kommenden ,lichtstrahlen ein ,bild auf der ,netzhaut hervor1 das eine ,reizung des ,sehnerven veranlat4 ,was wir empfinden1 ist nicht der ,gegenstand selbst1 sondern der ,eindruck1 den dieser auf den ,sehnerven ausbt4 ,es folgt daraus1 da die ,empfindungen und die darauf sich aufbauenden ,vorstellungen subjektiver ,art sind4 ,trotzdem denkt 99,haller99 nicht daran1 das ,vorhandensein der ,auenwelt zu leugnen4 ,die ,erfahrung ist es1 der nach ihm die ,aufgabe zufllt1 aus dem subjektiven ,eindruck ein ,urteil ber die ,natur der wahrgenommenen ,gegenstnde zu bilden4 ,mit dieser ,lehre stimmten die ,beobachtungen berein1 da auch mechanische ,reize aller ,art eine ,lichtempfindung hervorzurufen vermgen4 ,da die ,netzhaut der ,sitz der ,lichtempfindung sei1 war1 wie wir erfuhren1 von 99,mariotte99 auf ,grund seines ,versuches ber den blinden ,fleck#aha angezweifelt worden4 99,haller99 hielt jedoch an der frheren1 schon von 99,kepler99 begrndeten ,ansicht fest4 ,er hob mit ,recht hervor1 da die ,aderhaut1 die nach 99,mariotte99 das ,sehen vermitteln sollte1 keine ,nerven enthlt4 ,dagegen sei die ,netzhaut ein ,geflecht von ,nervenfasern1 welchen im ganzen ,organismus die ,vermittlung der ,empfindungen zukomme4 ,die besonderen ,leistungen 99,hallers99 betreffen die ,physiologie des ,gefsystems und des ,stimmorgans4 ,sie sind in seinem ,meisterwerke1 den ,elementa physiologiae corporis humani1 das #ageg und in den folgenden ,jahren erschien1 niedergelegt worden#ahb4 99,haller99 erforschte besonders den ,klappenapparat des ,herzens und die ,bewegungen dieses ,organes und seines flssigen ,inhalts4 ,seine ,untersuchung betraf ferner die ,bewegung und die ,geschwindigkeit des ,blutes in den ,arterien1 sowie den ,einflu1 den die ,wandungen der letzteren auf den ,blutstrom ausben1 und vieles andere mehr4 ,hervorzuheben sind die ,versuche1 die beweisen sollten1 da der ,pulsschlag im ganzen arteriellen ,system gleichzeitig erfolgt4 ,an diese ,versuche hat spter 99,e4 ,h4 ,weber99 seine ,anwendung der ,wellenlehre auf die ,lehre vom ,kreislauf des ,blutes angeknpft und gefunden1 da die von 99,haller99 behauptete vllige ,gleichzeitigkeit nicht besteht4 ,doch ergab sich1 da der ,zeitunterschied nur den ,bruchteil einer ,sekunde ausmacht4 99,haller99 begrndete seine ,ansicht folgendermaen3 ,wenn man bei einem ,menschen die rechte ,hand auf die ,gegend legt1 wo das ,herz liegt1 und die linke an die ,schlfenarterie oder an die ,kniekehlenarterie bringt1 so wird man finden1 da das ,herz in dem nmlichen ,augenblick gegen die ,rippen stt1 in welchem es in allen genannten ,arterien den ,puls hervorbringt#ahc4 ,zu erwhnen sind auch die ,versuche 99,hallers991 welche darin bestanden1 ,stoffe in den ,blutstrom einzufhren1 um deren physiologische und therapeutische ,wirkung zu untersuchen4 ,dieses unter dem ,namen ,gefinfusion bekannte ,verfahren kam zwar schon im #ag4 ,jahrhundert infolge der ,entdeckung des ,blutkreislaufes auf4 ,es wurde aber zuerst durch 99,haller99 und einen seiner ,schler auf zahlreiche ,chemikalien 7,pflanzengifte1 ,suren1 ,arsenverbindungen1 ,kupfersalze usw47 ausgedehnt und schlielich von den rzten jener ,zeit mit sehr ungnstigem ,erfolge1 wie sich begreifen lt1 zu therapeutischen ,zwecken angewandt4 ,immerhin ist das ,verfahren erwhnenswert1 weil die in neuerer ,zeit mit besserem ,erfolge gebte subkutane ,injektion darauf zurckzufhren ist4 ,sehr eingehend und stets auf vergleichend anatomischer und physikalischer ,grundlage fuend1 untersuchte 99,haller99 den ,kehlkopf und die ,erzeugung der ,stimme4 ,er wies nicht nur1 wie es schon vor ihm geschehen1 auf die ,rolle der ,stimmbnder hin1 sondern er stellte vor allem auch fest1 welche ,aufgaben die einzelnen ,kehlkopfknorpel1 sowie die ,mund- und die ,nasenhhle bei der ,stimmbildung zu erfllen haben4 ,nicht so glcklich wie auf dem ,gebiete der ,physiologie war 99,hallers99 ,wirken auf demjenigen der ,entwicklungsgeschichte4 ,hier ist er unter den ,verteidigern der sonderbaren1 auf 99,harvey99 zurckgehenden ,lehre von der ,evolution#ahd zu nennen1 nach welcher jedes neu entstehende ,wesen als im ,keime vorgebildet 7prformiert7 gedacht wurde4 ,obgleich schon #agei 99,caspar ,friedrich ,wolff99 die ,lehre von der ,epigenesis1 d4 h4 der folgeweisen ,entwicklung der ,organe aus einfacheren ,teilen 7,zellen und ,zellschichten7 an ,stelle der ,evolutionstheorie setzte1 fand letztere durch die ,autoritt 99,hallers99 eine solche ,sttze1 da 99,wolffs99 ,anschauungen dagegen nicht aufkommen konnten4 ,sie gerieten fast in ,vergessenheit und gelangten erst ein halbes ,jahrhundert spter zur ,anerkennung1 nachdem fr die ,entwicklungsgeschichte durch 99,meckel991 99v4 ,baer99 und andere ,forscher eine neue ,aera angebrochen war4 ,trotz dieses ablehnenden ,verhaltens 99,wolff99 gegenber hat 99,haller99 sich um die ,entwicklungsgeschichte des ,gefsystems und der ,knochen bemht und hierber einige verdienstvolle ,abhandlungen geschrieben 7,sur la formation du coeur dans le poulet4 #ageh74 ,die ,anatomie hatte whrend des #ag4 ,jahrhunderts in ,holland1 wo 99,swammerdam99 und 99,boerhave99 wirkten1 einen bedeutenden ,aufschwung genommen4 ,sie erlebte im #ah4 ,jahrhundert auch in ,deutschland eine krftige ,frderung4 ,vor allem ist hier 99,lieberkhn99 als derjenige zu nennen1 der die anatomische ,kunst von ,holland nach ,deutschland verpflanzte4 99,lieberkhn991 ein ,schler 99,boerhaves991 kam #agdj nach ,berlin und wurde dort ,mitglied der ,preuischen ,akademie der ,wissenschaften4 ,vergeblich waren die ,bemhungen dieser ,gesellschaft1 auch den groen ,physiologen 99,albrecht von ,haller99 zu gewinnen und so ,berlin zum ,mittelpunkt der medizinischen ,wissenschaften zu machen4 99,lieberkhn99 war nicht nur ein eifriger ,prparator1 sondern er lehrte die ,deutschen auch mit ,hilfe des ,mikroskops den feineren ,bau der tierischen ,gewebe untersuchen4 ,er verstand es meisterhaft1 die ,methode der ,gefinjektion zu handhaben4 ,die bedeutendste ,entdeckung 99,lieberkhns99 war diejenige der ,darmzotten1 jener winzigen ,ausstlpungen der ,darmwandung1 die man spter wohl als die inneren ,wurzeln des ,tieres bezeichnet hat#ahe4 99,lieberkhns99 ,schler und sein ,nachfolger in der ,preuischen ,akademie war 99,johann ,friedrich ,meckel991 der ltere1 dem die ,nervenanatomie manche ,entdeckung verdankt4 ,die ,familie 99,meckel99 nahm auf dem ,gebiete der ,anatomie durch mehrere ,generationen eine fhrende ,stellung ein4 ,vor allem war es 99,johann ,friedrich ,meckel99 der ,jngere1 der auf den ,vorarbeiten seines ,vaters und seines ,grovaters fuend zu ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts der vergleichenden ,anatomie in ,deutschland eine ,heimsttte bereitete4 ,dabei vermochte er sich auf eine von seinem ,grovater begrndete und von seinem ,vater unter ,aufwendung bedeutender ,mittel erweiterte ,sammlung zu sttzen1 die zu den ersten des #ah4 ,jahrhunderts zhlte4 #h4 ,die neuere ,mathematik und ihre ,beziehungen zu den ,naturwissenschaften4 ,das #ah4 ,jahrhundert war auf den ,gebieten der ,astronomie und der ,physik vorzugsweise mit der ,lsung der aus der 99,newton99-99,huygens99periode bernommenen ,probleme beschftigt4 ,fast ausschlielich in das #ah4 ,jahrhundert fiel auch der ,aufschwung1 den die ,lehre von der ,reibungselektrizitt nahm4 ,hier waren die beiden vorangehenden ,perioden kaum ber die seit alters bekannten einfachsten ,wahrnehmungen hinausgekommen4 ,auf dem ,gebiete der ,chemie wurde durch zahlreiche ,beobachtungen die groe ,tat vorbereitet1 welche dieser ,wissenschaft im ,beginn der neuesten ,zeit ein gnzlich verndertes ,aussehen geben sollte1 whrend in der ,zoologie und in der ,botanik die systematische ,richtung berwog und nur hin und wieder das experimentelle ,verfahren zum ,durchbruch kam4 ,da dieses ,verfahren auf allen ,gebieten ,platz greift und da man es berall mit der mathematischen ,behandlungsweise zu verknpfen sucht1 kennzeichnet die gegen das ,ende des #ah4 ,jahrhunderts beginnende ,periode in der ,entwicklung der ,wissenschaften1 deren ,betrachtung wir uns jetzt zuwenden4 ,da sich die ,natur aus der ,mechanik der ,atome erklren lasse1 galt den meisten ,forschern als ausgemacht4 ,die atomistisch-mechanische ,behandlungsweise fand ihren weitgehendsten ,ausdruck durch 99,laplace994 ,ein ,geist1 sagt er1 der fr einen gegebenen ,augenblick alle ,krfte kennt1 welche die ,natur beleben und die gegenseitige ,lage der ,wesen1 aus denen sie besteht und diese ,angaben der mathematischen ,analyse unterwirft1 knnte in dieselbe ,formel die ,bewegungen der grten ,weltkrper und des leichtesten ,atoms einbegreifen4 ,zukunft und ,vergangenheit wren seinem ,blicke gegenwrtig4 ,der menschliche ,verstand1 fgt 99,laplace99 hinzu1 biete in der ,vollendung1 die er der ,astronomie gegeben1 ein schwaches ,abbild eines solchen ,geistes dar4 ,fr ,deutschland ging die ,anregung1 die ,mathematik auf die gesamte ,naturlehre anzuwenden1 besonders auf 99,leibniz99 und seinen ,schler 99,wolf99#ahf zurck4 ,whrend der ersten ,hlfte des #ah4 ,jahrhunderts war die 99,leibniz-,wolf99sche ,philosophie die herrschende4 ,in ihr wurzelt auch die darauf folgende ,zeit der ,aufklrung1 mit der in ,deutschland wie in ,frankreich die ,hauptzweige der bisherigen ,entwicklung der ,philosophie1 der idealistische und der realistische nmlich1 zu einem gewissen ,abschlu kamen1 indem sie beide in eine verflachende ,popularphilosophie ausmndeten4 ,in dem ,bestreben1 die ,naturerscheinungen auf ,bewegungen zurckzufhren und sie auf diese ,weise der mathematischen und der mechanischen ,erklrung zugnglich zu machen1 hatte das #ag4 ,jahrhundert die alte ,lehre von der atomistischen ,zusammensetzung als ,korpuskulartheorie zu neuem ,leben erweckt4 ,die ,korpuskeln oder ,partikeln spielten fr die ,erklrung der physikalischen ,vorgnge eine groe ,rolle4 ,angeregt durch ,christian 99,wolf99 versuchte 99,lomonossow99 die ,korpuskulartheorie auf die ,chemie auszudehnen1 um dadurch auch diese ,wissenschaft der mathematischen ,behandlungsweise zugnglich zu machen4 99,lomonossows99#ahg ,gedankengang war etwa der folgende3 ,alle nderungen kommen nach der ,lehre 99,wolfs99 durch ,bewegungen zustande4 ,das gilt auch von den nderungen der zusammengesetzten ,krper1 der chemischen ,verbindungen1 wie wir heute sagen wrden4 ,mit den ,bewegungen befat sich die ,mechanik4 ,folglich mssen die nderungen der zusammengesetzten ,krper1 d4 h4 die chemischen ,vorgnge1 mechanisch erklrt werden knnen4 ,nur so lasse sich die ,chemie zu einer exakten ,wissenschaft machen4 ,des weiteren fordert 99,lomonossow991 die chemischen ,vernderungen auf ,grund der ,versuche und ,gesetze der ,physik zu erklren und damit einen neuen ,wissenszweig zu schaffen1 den er schon als physikalische ,chemie bezeichnet4 ,es blieb aber bei der ,aufstellung von ,forderungen und ,zielen1 von deren ,verwirklichung die ,wissenschaft noch weit entfernt war4 ,immerhin hat 99,lomonossow99 das ,verdienst1 jene ,forderungen erhoben und jene ,ziele erkannt und ausgesprochen zu haben4 ,auch auf dem ,gebiete der ,wrmelehre und der ,oxydationsvorgnge war 99,lomonossow99 ein ,vorlufer derjenigen ,mnner1 die hier die neueren ,grundlagen schufen#ahh4 ,die ,bestrebungen1 die ,mathematik auf die ,chemie auszudehnen1 ruhten jetzt nicht mehr4 ,und gerade im ,herzen ,deutschlands1 wo 99,wolf99 gelehrt und 99,lomonossow99 studiert hatte1 zeitigten diese ,bestrebungen die ersten ,frchte1 indem 99,wenzel99 und 99,richter99 die ,anfnge der ,stchiometrie schufen4 ,da diesen ,mnnern das ein halbes ,jahrhundert frher gesteckte ,ziel vorschwebte1 leuchtet schon ans den ,titeln ihrer stchiometrischen ,schriften hervor#ahi4 ,die ,vorstellung von der atomistischen und molekularen ,konstitution der ,materie gewann noch grere ,bedeutung1 nachdem sie 99,dalton99 um #ahjj zu einer wohlbegrndeten ,theorie ausgestaltet hatte4 ,auf ,grund dieser ,theorie suchte man jetzt unter der ,annahme von molekularen ,fernkrften1 fr welche das 99,newton99sche ,gravitationsgesetz ein ,analogon darbot1 die ,naturerscheinungen der mathematischen ,analyse zu unterwerfen4 ,das ,ziel indessen1 das 99,laplace99 und seinen ,zeitgenossen vorschwebte1 und das in der ,forderung gipfelte1 aus mglichst wenigen ,voraussetzungen den ,gesamtverlauf der ,naturerscheinungen mechanisch zu erklren1 hat sich nicht verwirklichen lassen4 ,an seine ,stelle setzte die neuere ,mechanik1 um mit den ,worten 99,kirchhoffs99 zu reden1 die bescheidenere ,aufgabe1 den ,ablauf der ,vorgnge auf die einfachste ,weise mglichst vollstndig zu beschreiben4 ,die ,mathematik hatte sich bis zum ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts ,hand in ,hand mit den ,naturwissenschaften entwickelt4 99,descartes991 99,galilei991 99,kepler991 99,newton991 99,leibniz991 sie alle hatten auf beiden ,gebieten ,hervorragendes geleistet1 weil sie von dem ,gedanken des innigen ,zusammenhanges beider ,wissenschaften durchdrungen waren4 ,zwar tauchten auch mathematische ,probleme auf1 die zunchst auer ,beziehung zur realen ,welt zu stehen schienen4 ,und sie wurden von den ,mathematikern darum nicht etwa hintangesetzt4 ,doch kannte man jene im #ai4 ,jahrhundert lange herrschende ,richtung1 die sich so stolz als reine ,mathematik bezeichnete und schlielich jede ,fhlung mit der ,wirklichkeit verlor1 weder im #ag4 noch im #ah4 ,jahrhundert4 ,wir haben in einem frheren ,abschnitt erfahren1 wie 99,bernoulli991 99,lagrange99 und 99,euler99 die ,infinitesimalrechnung zu einem der allerwichtigsten ,hilfsmittel1 sozusagen zum ,handwerkszeug des ,naturforschers1 ausgestalteten4 ,um die ,wende des #ah4 zum #ai4 ,jahrhundert erlangen zwei neue mathematische ,zweige fr die ,naturwissenschaften und ganz besonders fr ihre ,anwendungen eine hnliche ,bedeutung4 ,es sind das die darstellende und die projektivische ,geometrie4 ,in ihren ,anfngen reichen beide zwar in weit frhere ,perioden zurck4 ,die darstellende ,geometrie1 deren ,aufgabe es ist1 ,raumgebilde in der ,ebene darzustellen und aus diesen ,darstellungen mit vollkommener ,genauigkeit wieder zu rekonstruieren1 wird gewhnlich als eine ,schpfung von 99,monge99 betrachtet4 ,man darf aber nicht vergessen1 da die ,benutzung von ,grund- und ,aufrizeichnungen so alt ist1 wie die ,baukunst4 ,papyrusfunde haben bewiesen1 da die gypter fr ihre ,bauten derartige ,zeichnungen anfertigten4 ,und 99,vitruvius99 gibt in seinem zur ,zeit des ,augustus entstandenen ,werke ber die ,architektur eine ausfhrliche ,darstellung des von den rmischen ,baumeistern gebten ,grundri- und ,aufriverfahrens4 ,seine ,weiterentwicklung erfuhr dieses aus unmittelbaren ,bedrfnissen entstandene ,wissen nicht am ,schreibtisch des ,gelehrten1 sondern an den ,sttten der ,praxis1 vor allem in den ,bauhtten des ,mittelalters4 ,die wunderbaren architektonischen ,werke jener ,zeit konnten nur entstehen1 wenn ihre ,schpfer ,aufgaben der darstellenden ,geometrie1 wie sie besonders fr den ,schnitt der ,gewlbe in ,betracht kamen1 zu lsen vermochten4 ,ohne ,zweifel wurde manche der erforderlichen ,konstruktionen empirisch gefunden und verwendet1 ohne da man den mathematischen ,beweis fr ihre ,richtigkeit erbracht htte4 ,dies geht z4 ,b4 auch daraus hervor1 da manche ,schriften des #af4 und #ag4 ,jahrhunderts fr die ,baukunst wichtige ,konstruktionen mitteilen1 ohne auch nur den ,versuch eines ,beweises zu machen4 ,ein nicht minder groes ,interesse an der ,entwicklung des ,verfahrens1 krperliche ,gebilde in der ,ebene richtig darzustellen1 besaen die ,maler4 ,es kann daher nicht ,wunder nehmen1 da das erste deutsche ,buch ber diesen ,gegenstand von einem ,maler und zwar von unserem groen 99,albrecht ,drer99 herstammt4 ,er verdient deshalb nicht minder als ,lionardo da ,vinci einen ,platz in der ,geschichte der ,wissenschaften4 99,drers99 ,schrift erschien #aebe2 sie fhrt den ,titel3 ,underweysung der messung mit dem zirckel und richtscheyt in ,linien1 ebenen und gantzen corporen4 ,die ,bedeutung dieser ,schrift besteht weniger in den ,konstruktionen1 die sie lehrt1 als in der ,forderung1 die perspektivische ,grundlage eines ,bildes nicht wie bisher aus freier ,hand zu fertigen1 wobei grobe ,fehler ganz unvermeidlich seien1 sondern die perspektivische ,zeichnung nach mathematischen ,vorschriften zu machen4 99,drer99 ist dadurch zum ,begrnder der ,lehre von der ,perspektive geworden4 99,monge99 dagegen gebhrt das groe ,verdienst1 die im ,verlaufe einer langen ,entwicklung entstandenen ,anstze1 von denen hier nur einige ,erwhnung finden konnten1 nicht nur vermehrt1 sondern zu einem1 auf strenge ,beweisfhrung gegrndeten1 wissenschaftlichen ,lehrgebude1 der heutigen deskriptiven oder darstellenden ,geometrie1 ausgestaltet zu haben4 ,in dem ueren wie dem inneren ,leben von 99,monge99 spiegeln sich die geistigen1 politischen und kulturellen ,zustnde seiner ra1 des ,zeitalters der franzsischen ,revolution1 die bald zu einer europischen werden sollte1 mit besonderer ,deutlichkeit wieder4 99,gaspard ,monge99 ging aus dem durch die ,revolution erst zur ,geltung gelangenden dritten ,stand1 der in geistiger ,beziehung bald der erste werden sollte1 hervor4 99,monge99 wurde #agdf in einem burgundischen ,stdtchen als der ,sohn eines armen ,handwerkers geboren1 der sich die grten ,entbehrungen auferlegte1 um seinen ,shnen eine wissenschaftliche ,ausbildung zu geben4 ,mit #af ,jahren wirkte 99,monge99 schon als ,lehrer der ,physik in ,lyon4 ,spter lehrte er an einer ,schule fr ,militringenieure ,baukonstruktionslehre4 ,aus der ,beschftigung mit diesem ,gegenstande schuf 99,monge99 in dem ,bestreben1 die teils umstndlichen1 teils noch empirischen lteren ,methoden zu vereinfachen und wissenschaftlich zu begrnden1 seit #aggj etwa seine darstellende ,geometrie4 ,verffentlicht hat 99,monge99 sein ,lebenswerk erst #agihaij1 weil ihm1 solange er an der ,militrschule wirkte1 die ,geheimhaltung seines genialen ,lehrganges zur ,pflicht gemacht worden war4 99,monge99 gehrte1 wenn er politisch auch weniger hervortrat1 zu den groen ,mnnern der franzsischen ,revolution4 ,der ,konvent ernannte ihn zum ,leiter der ,geschtzgieereien4 ,in dieser ,stellung verfate er ein ,werk ber die ,anfertigung von ,kanonen4 ,whrend der ,schreckensherrschaft wurde er in den ,anklagezustand gesetzt4 ,er floh daher ins ,ausland1 kehrte aber bald nach ,frankreich zurck und fand ,gelegenheit1 bei der ,grndung der cole polytechnique1 dem groartigen ,vorbilde fr die technischen ,schulen des #ai4 ,jahrhunderts1 einen magebenden ,einflu auf die ,gestaltung des gewerblichen ,unterrichtswesens#aia auszuben4 ,die damals von 99,monge99 erhobenen ,forderungen1 nmlich naturwissenschaftlicher ,unterricht1 bung der ,schler im ,gebrauch wissenschaftlicher ,instrumente1 ,pflege des wissenschaftlich begrndeten ,zeichnens1 ,anwendung der darstellenden ,geometrie auf die ,bau- und ,maschinenkonstruktionslehre1 sind fr die ,folge die wichtigsten ,grundlagen geblieben1 auf denen allein die moderne ,technik zu der sie heute auszeichnenden ,vollendung emporwachsen konnte4 ,aus dem spteren ,leben von 99,monge99 verdient noch ,erwhnung1 da er neben 99,berthollet99 der hervorragendste ,gelehrte war1 der sich an 99,napoleons99 ,expedition nach gypten beteiligte4 99,napoleon991 welcher die ,bedeutung der exakten ,wissenschaften wie kein anderer ,herrscher zu wrdigen verstand1 berhufte 99,monge99 mit ,ehren4 ,auch whrend des ,kaiserreichs war 99,monge99 an der cole polytechnique als ,lehrer ttig4 ,nach der ,rckkehr der ,bourbonen wurde er seiner mter entsetzt4 ,er verfiel infolgedessen in geistige ,umnachtung1 von der ihn jedoch ein baldiger ,tod im ,jahre #ahah erlste4 ,unter den mathematischen und mechanischen ,schriften1 die wir 99,monge99 verdanken1 nimmt seine ,darstellende ,geometrie1 durch welche er diese ,disziplin wissenschaftlich begrndete1 die erste ,stelle ein4 ,ihre ,aufgabe ist nach 99,monge99 eine doppelte4 ,einmal gilt es1 alle ,gebilde von drei ,dimensionen auf ,gebilde von zwei ,dimensionen1 die sich auf dem ,zeichenblatte darstellen lassen1 zurckzufhren4 ,zweitens lehrt die darstellende ,geometrie aus der ,zeichnung alle ,beziehungen ableiten1 die aus der ,gestalt und der gegenseitigen ,lage der in der ,ebene dargestellten ,raumgebilde entspringen4 ,die von 99,monge99 zur ,lsung dieser ,aufgaben angewandte ,projektionsmethode geht von der ,voraussetzung aus1 da die ,lage eines ,punktes im ,raume mathematisch bestimmt ist1 wenn man seine ,projektionen auf zwei zu einander senkrechten ,ebenen kennt4 ,unter der ,projektion eines ,punktes auf eine ,ebene versteht 99,monge99 den ,fupunkt des von dem ,punkte auf die ,ebene gefllten ,lotes4 ,sehr bersichtlich wurde das ,projektionsverfahren vor allem dadurch gemacht1 da 99,monge99 sich die vertikale ,ebene um ihre ,schnittlinie mit der horizontalen ,ebene gedreht denkt1 bis sie mit der letzteren zusammenfllt4 ,die vertikale ,ebene wird also mit den ,projektionen1 welche sie enthlt1 auf demselben ,blatt gezeichnet1 das fr die horizontale ,projektion dient4 ,beide ,ebenen sind nur durch eine ,schnittlinie 7,projektionsachse7 getrennt4 ,und man mu sich stets daran erinnern1 da die vertikale ,ebene um diese ,schnittlinie wie um ein ,scharnier um #ij ,grad gedreht werden mu1 um in ihre eigentliche ,stellung zu kommen4 ,dieser treffliche ,grundgedanke bot eine ,menge von ,vereinfachungen und ,vorteilen4 ,so erkennt man ohne weiteres1 da die beiden ,projektionen jedes ,punktes in ein- und derselben1 senkrecht zur ,schnittlinie gezogenen ,geraden liegen1 da eine ,ebene durch ihre beiden ,schnitte mit den ,projektionsebenen 7ihren ,spuren7 vollstndig bestimmt ist1 und da diese ,spuren die ,schnittlinie der beiden ,projektionsebenen 7die ,projektionsachse7 in ein- und demselben ,punkte treffen4 ,auf das ,werk von 99,monge99 noch weiter einzugehen1 verbietet sich von selbst4 ,es trgt die einzelnen ,aufgaben ber die ,darstellung ebener und krummer ,flchen1 ihrer ,schnitte1 der wichtigsten ,krper und ihrer ,durchdringungen nach ,umfang und ,form in der noch heute blichen ,weise vor4 ,eine ,weiterentwicklung hat die darstellende ,geometrie erst in der neuesten ,zeit durch ihre innigere ,verknpfung mit der von 99,poncelet99 und 99,steiner99 begrndeten neueren synthetischen ,geometrie erfahren4 ,die ersten ,untersuchungen1 durch welche die neuere synthetische ,geometrie vorbereitet wurde1 reichen bis ins #ag4 ,jahrhundert zurck4 ,sie rhren von zwei ,zeitgenossen und ,landsleuten des 99,descartes991 von 99,desargues99 und von 99,pascal991 her4 99,desargues99#aib zeigte in seiner ,schrift ber die ,tatsachen1 zu welchen der ,schnitt eines ,kegels durch eine ,ebene ,veranlassung gibt1 da fr die ,kegelschnitte eine zu den allgemeinsten ,stzen fhrende ,betrachtungsweise mglich ist4 ,denkt man sich das ,auge in der ,spitze des ,kegels1 so erscheint ein elliptischer ,schnitt in dieser ,perspektive in der ,form eines ,kreises4 99,desargues99 stellte sich die ,aufgabe1 aus den ,eigenschaften dieses ,kreises die ,eigenschaften der ,kegelschnitte durch eine ,art perspektivischer ,beweisfhrung abzuleiten und gelangte so zuerst zu ,stzen1 die fr alle ,arten der ,kegelschnitte gelten4 ,einer dieser fr alle ,kegelschnitte gltigen ,stze wird noch heute als der ,satz von 99,desargues99 bezeichnet#aic4 ,unter seinen ,zeitgenossen wurde 99,desargues99 wohl nur von 99,pascal99 verstanden4 99,desargues99 ,satz vom ,sehnenviereck fgte 99,pascal99 den ,satz vom 99,pascal99schen ,sechseck hinzu4 ,dieser besagt von jedem einem ,kegelschnitte einbeschriebenen ,sechseck1 da die drei ,punkte1 in welchen sich je zwei gegenberliegende ,seiten schneiden1 auf einer geraden ,linie liegen4 ,auch dieser ,satz wurde zunchst fr den ,kreis bewiesen4 ,aus dem perspektivischen ,zusammenhange zwischen dem ,kreis und den ,kegelschnitten wurde dann erst seine ,verallgemeinerung abgeleitet4 ,der weitere ,ausbau der perspektivischen1 oder1 wie sie auch wohl genannt wird1 der projektiven ,geometrie erfolgte im #ai4 ,jahrhundert4 ,die erste systematische ,zusammenfassung rhrt wieder von einem ,franzosen und zwar von 99,poncelet99 her1 einem der genialsten ,vertreter der angewandten ,mathematik4 99,jean ,victor ,poncelet99 wurde #aghh als ,sohn armer ,eltern in ,metz geboren4 ,er starb #ahfg4 ,als ,zgling der cole polytechnique geno er den ,unterricht eines ,ampre1 ,fourier1 ,lgendre und anderer ,zierden der ,wissenschaft1 mit denen ,frankreich um die ,wende zum #ai4 ,jahrhundert so reich gesegnet war4 ,als ,genieoffizier nahm 99,poncelet99 an dem ,feldzuge gegen ,ruland teil4 ,er fiel in die ,hnde der ,russen1 und es folgten zwei ,jahre ,kriegsgefangenschaft4 ,diese unfreiwillige ,mue fllte 99,poncelet99 damit aus1 da er die ,grundzge seines ,verfahrens zu einem der bedeutendsten mathematischen ,werke1 dem ,trait des proprits projectives des figures entwickelte#aid4 ,durch dieses ,buch ist 99,poncelet99 der ,schpfer der neueren synthetischen oder projektivischen ,geometrie geworden4 ,dem ,grundgedanken der neuen ,betrachtungsweise sind wir schon im #ag4 ,jahrhundert begegnet#aie4 ,sie unterscheidet sich von dem ,verfahren der darstellenden ,geometrie#aif1 das 99,monge99 ausbildete1 in folgendem4 ,whrend 99,monge99 die ,gebilde vermittelst paralleler ,linien auf zwei zu einander senkrechte ,ebenen projiziert1 betrachtet 99,poncelet99 ihr perspektivisches ,bild4 ,ein solches entsteht1 wenn man von dem betrachtenden1 als ,punkt gedachten ,auge aus ,strahlen nach den ,punkten des zu untersuchenden ,gebildes zieht und in den ,weg dieser ,strahlen eine ,flche1 in der ,regel eine ,ebene1 bringt4 ,die ,punkte1 in welchen die ,strahlen jene ,ebene schneiden1 bilden das perspektivische ,bild4 ,aus diesem ergeben sich die ,eigenschaften der zu untersuchenden und verwandter ,gebilde oft mit berraschender ,einfachheit4 ,zudem ist das ,verfahren 99,poncelets99 in solchem ,grade rein geometrisch1 d4 h4 es verzichtet so gnzlich auf alle besonderen ,hilfsmittel1 da es in dieser ,hinsicht alle anderen ,methoden bertrifft4 ,whrend wir uns in der analytischen ,geometrie der ,koordinaten und des ,kalkls und in der darstellenden ,geometrie des ,auf- und ,grundrisses bedienen1 operiert 99,poncelet99 lediglich mit den ,objekten selbst4 ,nach der ,verffentlichung seiner projektivischen ,geometrie war 99,poncelet99 als ,lehrer der technischen ,wissenschaften in seiner ,vaterstadt und spter in ,paris ttig4 ,dieser ,umstand und die ,angriffe1 die seine mathematischen ,arbeiten aus kleinlichen ,beweggrnden erfuhren1 bewogen ihn1 sich vorwiegend mit angewandter ,mathematik zu beschftigen4 ,auch auf diesem ,gebiete reihen sich seine ,leistungen den hchsten an4 ,was 99,poncelet99 in der ,hydromechanik und in der ,maschinentheorie geschaffen1 wird noch heute zu den ,grundsulen dieser ,wissenszweige gerechnet#aig4 ,erwhnt sei nur1 da 99,poncelet99 die ,wasserrder verbesserte 799,poncelet99rad7 und das ,kilogrammmeter als ,einheit fr die mechanische ,arbeit1 deren quivalenz mit der lebendigen ,kraft er besonders hervorhob1 einfhrte4 ,zehn ,jahre nach dem ,erscheinen der projektivischen ,geometrie 99,poncelets99 fand diese ,wissenschaft in ,deutschland die hervorragendste ,frderung durch 99,steiners99 ,systematische ,entwicklung der ,abhngigkeit geometrischer ,gestalten voneinander#aih4 99,jakob ,steiner99 wurde #agif als ,sohn eines armen ,bauern in der ,nhe von ,solothurn geboren#aii4 ,er empfing den ersten ,unterricht in einer ,dorfschule und besuchte darauf ,pestalozzis ,erziehungsanstalt4 ,hier1 sowie in ,heidelberg1 wo 99,steiner99 drei ,jahre seinen ,lebensunterhalt durch ,privatstunden erwarb1 fand er fr seine wissenschaftliche ,richtung kaum irgend welche ,anregung4 ,er war vielmehr auf seinem ,gebiete1 da es in ,deutschland dafr zu jener ,zeit kaum einen ,vertreter gab1 vorwiegend ,autodidakt4 ,nachdem 99,steiner99 ,heidelberg verlassen1 wirkte er als ,lehrer an einer ,erziehungsanstalt in ,berlin4 ,dort wurde er durch einen ,zufall mit 99,alexander von ,humboldt99 bekannt4 ,einer der schnsten ,zge 99,humboldts99 bestand darin1 da er junge ,talente sozusagen entdeckte und sie vermge der hervorragenden ,stellung1 in die ihn ,geburt und ,verdienst gewiesen1 neidlos frderte4 99,steiner99 wurde durch ,vermittlung 99,humboldts99 an der ,berliner ,gewerbeschule angestellt1 an der auch der ,chemiker 99,whler99 wirkte4 ,spter erhielt 99,steiner99 auf die ,empfehlung 99,humboldts99 und 99,jacobis99 hin eine ,professur an der ,berliner ,universitt4 ,durch das ,zusammenwirken von 99,steiner99 mit 99,crelle99 und dem in den zwanziger ,jahren gleichfalls in ,berlin lebenden nordischen ,mathematiker 99,abel99 entstand #ahbf ,deutschlands bedeutendste mathematische ,zeitschrift1 das 99,crelle99sche ,journal fr reine und angewandte ,mathematik4 ,zu den ersten ,beitrgen 99,steiners99 fr diese ,zeitschrift gehrt seine unter dem ,titel ,einige geometrische ,betrachtungen verffentlichte ,abhandlung vom ,jahre #ahbfbjj4 ,in dieser ,abhandlung beschftigt sich 99,steiner991 angeregt durch das 99,malfatti99sche ,problem1 besonders mit ,kreisberhrungsaufgaben4 ,auf den ,inhalt kann hier nicht nher eingegangen werden4 ,erwhnung verdient jedoch 99,steiners99 von ihm selbst geschilderte ,art1 wissenschaftlich zu arbeiten4 99,steiner99 sagt nmlich1 er pflege ber eine ,aufgabe oder einen ,gegenstand sich nicht eher aus den ,schriften anderer zu unterrichten1 bis er eine ,auflsung oder einen ,weg durch eigenes ,nachdenken gefunden habe4 ,erst dann vergleiche er seine ,resultate mit den schon vorhandenen#bja4 ,es ist das zwar nicht ein ,verfahren fr jedermann4 ,es ist aber dasjenige1 das am sichersten den ,fortschritt der ,wissenschaft verbrgt4 ,in einer zweiten ,abhandlung lst 99,steiner99 die ,aufgabe1 einzig mit ,hilfe eines ,lineals ohne ,anwendung des ,zirkels alle geometrischen ,konstruktionen auszufhren1 wenn nur irgend ein fester ,hilfskreis gegeben ist4 ,die ltere ,geometrie bentigte nmlich fr die ,mehrzahl ihrer ,aufgaben des ,lineals und des ,zirkels4 ,die betreffende ,abhandlung#bjb 99,steiners99 bringt die ,lehre von den harmonischen ,strahlen und ,punkten1 von den harmonischen ,eigenschaften des ,kreises1 den hnlichkeitspunkten1 ,potenzen von ,kreisen und schlielich die ,lsung aller geometrischen ,aufgaben mittelst des ,lineals1 wenn ein fester ,kreis gegeben ist4 ,wir gelangen endlich zu dem fr die neuere ,geometrie grundlegend gewordenen ,hauptwerk 99,steiners991 seiner ,systematischen ,entwicklung der ,abhngigkeit geometrischer ,gestalten voneinander#bjc4 ,das ,werk lt sich als der erste ,versuch bezeichnen1 die ,geometrie von einem ,keime aus nach allen ,richtungen organisch zu entwickeln#bjd1 soda an ,stelle des ,heeres von auseinander gerissenen ,eigentmlichkeiten eine umfassende und klare bersicht gewonnen wurde4 ,auf dem bisher blichen ,wege gelangte man wohl zu einer ,sammlung scharfsinniger ,kunststcke1 aber nicht zu einem innerlich zusammenhngenden ,ganzen4 ,durch die ,aneignung der ,grundbeziehungen1 so lauten 99,steiners99 ,ausfhrungen ber das ,ziel seines ,unternehmens1 mache man sich zum ,herrn des ganzen ,gegenstandes4 ,es tritt ,ordnung in dem ,chaos ein1 und man sieht1 wie alle ,teile naturgem ineinander greifen und zu wohlbegrenzten ,gruppen sich vereinigen4 ,der ,kern der ,sache besteht darin1 da die ,abhngigkeit der ,gestalten voneinander und die ,art und ,weise aufgedeckt wird1 wie ihre ,eigenschaften von den einfacheren ,figuren zu den zusammengesetzteren sich fortpflanzen4 ,eigenschaften der ,figuren1 wie die konjugierten ,durchmesser der ,kegelschnitte und das mystische ,sechseck und ,sechsseit#bje1 von deren ,vorhandensein man sich sonst durch knstliche ,beweise berzeugen mute1 und die1 wenn sie gefunden waren1 als etwas ,wunderbares dastanden1 zeigen sich nun als notwendige ,folgen der unscheinbarsten ,eigenschaften der aufgefundenen ,grundelemente4 ,wenn wir es uns auch versagen mssen1 99,steiners99 ,systematische ,entwicklung im einzelnen zu errtern1 so wollen wir doch bei seiner ,behandlung der ,kegelschnitte1 jenes ,gebietes1 das die ,mathematiker seit der ,zeit des 99,menchmos99 und des 99,apollonios99 bis auf den heutigen ,tag beschftigt1 noch etwas verweilen4 ,erst bei der ,erzeugung der ,kegelschnitte durch projektivische ,gebilde ergaben sich fundamentale ,stze1 d4 h4 ,stze1 die so umfassend sind1 da die brigen ,eigenschaften der ,kegelschnitte klar aus ihnen folgen4 99,steiner99 folgerte z4 ,b4 aus seinen ,fundamentalstzen#bjf1 da durch fnf beliebige ,tangenten oder durch irgend fnf ,punkte in einer ,ebene ein ,kegelschnitt bestimmt ist4 ,fnf beliebige ,gerade in einer ,ebene knnen also stets von einem1 aber auch nur von einem einzigen ,kegelschnitt berhrt werden4 ,oder auch3 ,fnf beliebige ,punkte in einer ,ebene liegen jedesmal in einem1 aber auch nur in einem einzigen ,kegelschnitte4 ,in ganz neuer ,beleuchtung und der ,eigenschaft des ,wunderbaren entkleidet erschienen nun auch die ,stze vom 99,pascal99schen und 99,brianchon99schen ,sechseck4 ,zahlreiche ,mathematiker hatten ,beweise fr diese ,stze beigebracht und die ,lehre von den ,kegelschnitten in mehr oder minder umfassender ,weise darauf zu begrnden versucht4 99,pascals99 ,satz lautet1 da bei jedem einem ,kegelschnitt umschriebenen ,sechseck die ,linien1 welche die gegenber liegenden ,ecken verbinden1 in einem ,punkte zusammentreffen4 ,der ,satz von 99,brianchon99 besagt1 da bei jedem einem ,kegelschnitte eingeschriebenen ,sechseck die drei ,schnittpunkte der gegenber liegenden ,seiten in einer geraden ,linie liegen4 99,steiner99 zeigte1 da beide ,stze nicht die eigentliche ,grundlage fr die ,untersuchung der ,kegelschnitte bilden1 sondern da sie zugleich mit vielen anderen ,eigenschaften aus einer umfassenderen ,quelle1 nmlich aus der ,beziehung projektivischer ,gebilde flieen4 ,von der ,behandlung der ,kegelschnitte nach projektivischer ,methode wendet sich 99,steiner99 zur ,erzeugung projektivischer ,raumgebilde#bjg4 ,die ,untersuchung dreht sich besonders um die ,eigenschaften der ,paraboloide und der ,hyperboloide4 ,konnten 99,steiners99 ,verdienste um die neueste ,entwicklung der ,geometrie hier auch nur angedeutet werden1 so geht aus dem ,gesagten doch hervor1 da durch ihn die ,lehre von den ,kegelschnitten1 die wir ihrer ,beziehungen zur ,naturwissenschaft und zur ,technik wegen an manchen ,stellen dieses ,werkes in ,betracht gezogen haben1 im wesentlichen und auf allgemeinster ,grundlage zum ,abschlu kam4 ,was seitdem noch in dieser ,beziehung geleistet worden ist1 beschrnkt sich auf die weitere ,durcharbeitung und die formale ,vollendung#bjh4 ,trotz dieser groen ,erfolge der projektivischen ,geometrie wurde die analytische ,behandlung geometrischer ,probleme keineswegs gnzlich beiseite geschoben4 ,wie die synthetische1 so gewann auch die analytische ,geometrie in der ,neuzeit einen erhhten ,standpunkt4 ,dies geschah besonders durch 99,plckers99 ,system der analytischen ,geometrie#bji4 99,plckers99 ,verfahren bedeutet eine ,loslsung von den zwei oder drei ,achsen1 auf die bisher die ,flchen- oder die ,raumgebilde bezogen wurden4 ,anstatt der ,koordinaten fhrte er lineare ,funktionen ein1 welche den ,strahlenbscheln 99,steiners99 entsprechen4 ,die neueren ,methoden der synthetischen und der analytischen ,geometrie laufen daher1 weil man sich auf beiden ,gebieten beweglicher ,elemente an ,stelle der bisher blichen festliegenden ,grundgebilde bedient1 auf eine ,annherung hinaus1 die zu einer immer greren1 wechselseitigen ,durchdringung und ,befruchtung gefhrt hat#baj4 ,die ,erkenntnis1 da gewisse ,axiome der gewhnlichen 7,euklidischen7 ,geometrie sich nicht beweisen lassen1 fhrte im ,verlaufe des #ai4 ,jahrhunderts zu einer neuen1 nichteuklidischen ,geometrie4 ,eine der ersten1 frher nie angezweifelten ,grundlagen der elementaren ,geometrie ist das ,parallelenaxiom4 ,es besagt1 da man durch einen ,punkt auerhalb einer ,geraden in der durch den ,punkt und die ,gerade festgelegten ,ebene nur eine einzige ,gerade ziehen kann1 welche die erste ,gerade nicht schneidet4 ,bezweifelt man das ,parallelenaxiom1 so wankt auch der ,satz1 da die ,summe der ,winkel eines ,dreiecks gleich zwei ,rechten ist4 ,kurz1 die wichtigsten ,grundlagen der ,geometrie scheinen mit einer gewissen ,unsicherheit behaftet zu sein1 die eben daraus entspringt1 da man das ,parallelenaxiom nicht beweisen kann4 99,gau99 sprach daher1 weil er die ,unzulnglichkeit der zur ,sicherstellung des ,parallelenaxioms unternommenen ,beweise erkannte1 den ,gedanken aus1 da es fr die reine ,mathematik von groem ,wert sein msse1 eine ,geometrie zu schaffen1 die sich nicht auf jenes ,axiom sttzt4 ,was 99,gau99 nur angedeutet1 fhrte 99,lobatschefskij99#baa aus4 ,er schuf in seiner ,pangeometrie eine neue umfassendere ,lehre1 welche die gewhnliche ,geometrie als einen besonderen ,fall1 der unserer ,auffassung vom ,raume am vollkommensten entspricht1 in sich einschliet#bab4 ,nher auf dieses ,gebiet einzugehen1 liegt nicht im ,rahmen dieses ,werkes1 das die ,mathematik nur insofern bercksichtigen kann1 als sie die ,entwicklung der ,naturwissenschaften beeinflut hat4 ,das ,ergebnis seiner ,untersuchungen verffentlichte 99,lobatschefskij99 #ahef4 ,sein ,urteil ber die ,bedeutung der nichteuklidischen ,geometrie geht dahin1 da sie1 auch wenn sie in der ,natur keine ,geltung hat1 doch in unserer ,vorstellung bestehen und ein neues weites ,feld fr mathematische ,untersuchungen erschlieen kann4 ,nachdem wir einen ,blick auf die ,entwicklung geworfen1 welche die ,geometrie in ihrer jngsten ,phase genommen hat1 wollen wir in aller ,krze auch einige wichtige ,fortschritte des ,kalkls errtern4 ,seit dem frhen ,altertum beschftigten sich die ,mathematiker mit der ,lehre von den ,gleichungen4 ,das ,eindringen in ihre ,probleme war besonders mhselig und setzte alle ,krfte in ,bewegung4 ,wie lange dauerte es1 bis man das ,wesen der negativen ,wurzeln und vor allem den ,zusammenhang der ,wurzeln mit den ,koeffizienten erkannt hatte4 ,erst die ,mathematiker des #ah4 ,jahrhunderts 799,euler991 99,lagrange99 #aggb1 99,gau99 #agii7 bewiesen1 da jede ,gleichung sich in soviel reelle oder imaginre ,faktoren auflsen lt1 als ihr ,grad anzeigt4 ,trotzdem vermochten selbst 99,euler99 und 99,lagrange99 es nicht1 ,gleichungen aufzulsen1 welche den vierten ,grad berschreiten4 ,schon 99,gau99 uerte daher die ,ansicht1 da die allgemeine ,gleichung fnften ,grades wahrscheinlich nicht lsbar sei4 ,den ,beweis fr diese ,tatsache brachte der groe norwegische ,mathematiker 99,abel991 mit dessen ,bedeutung fr die neueste ,entwicklung des ,kalkls wir uns zunchst zu beschftigen haben4 99,niels ,henrik ,abel99 wurde #ahjb als der ,sohn eines norwegischen ,dorfpfarrers geboren4 ,er studierte in ,christiania ,mathematik und wurde seiner ungewhnlichen ,begabung wegen von der norwegischen ,regierung mit einem ,stipendium bedacht1 um seine ,studien in ,deutschland und in ,frankreich fortzusetzen4 ,in ,berlin gehrte 99,abel99 nebst 99,steiner99 zu den ersten ,mitarbeitern des neu gegrndeten 99,crelle99schen ,journals fr die reine und angewandte ,mathematik#bac4 99,abel99 starb mit #bf ,jahren an einem ,lungenleiden4 ,seine ,berufung an die ,berliner ,universitt traf ihn nicht mehr lebend an4 ,von 99,abels99 ,arbeiten verdient zunchst eine ,untersuchung ber die binomische ,reihe ,erwhnung#bad4 99,abel99 untersuchte diese ,reihe zuerst fr komplexe ,werte und summierte sie fr diese4 ,seine ,arbeit ist fr das ,gebiet der unendlichen ,reihen ein ,muster exakter ,beweisfhrung geworden4 ,wichtiger als die erwhnte ,arbeit ist 99,abels99 ,nachweis1 da eine algebraische ,gleichung von hherem als dem vierten ,grade sich nicht allgemein auflsen lt#bae4 ,einige ,jahre spter zeigte 99,abel991 da es trotzdem fr jeden ,grad eine besondere ,klasse von ,gleichungen gibt1 deren algebraische ,auflsung mglich ist4 ,die ,auflsung dieser ,gleichungen1 die man spter als 99,abel99sche ,gleichungen bezeichnet hat1 ist dadurch mglich1 da zwischen ihren ,wurzeln gewisse ,beziehungen bestehen#baf4 ,von dem groen ,verdienst endlich1 das sich 99,abel99 um die ,mitbegrndung der ,theorie der elliptischen ,funktionen erworben hat1 wird an anderer ,stelle die ,rede sein4 ,hier gilt es zunchst1 die weitere ,entwicklung der ,lehre von den ,gleichungen zu verfolgen4 ,diese ,entwicklung ist insbesondere den franzsischen ,mathematikern 99,fourier99 und 99,sturm99 zu danken4 ,mit 99,fouriers99 ,verdiensten um die mathematische ,physik werden wir uns an anderer ,stelle beschftigen4 ,hier haben wir es nur mit seiner wichtigsten rein mathematischen ,schrift zu tun1 die #ahca unter dem ,titel ,die ,auflsung der bestimmten ,gleichungen erschien#bag4 99,fourier99 lehrte darin die reellen ,wurzeln finden1 die zwischen zwei beliebigen ,werten von x liegen1 und verbesserte 99,newtons99 ,berechnungsmethode wesentlich4 ,an sein ,theorem ber die ,bestimmung von ,intervallen fr die reellen ,wurzeln einer ,gleichung knpfte 99,charles ,sturm99 an 7geboren #ahjc in ,genf1 ,professor an der cole polytechnique4 ,er starb #ahee74 ,seine ,abhandlung ber die ,auflsung der numerischen ,gleichungen 7#ahce7 zeigte1 wie sich vermittelst des nach ihm benannten ,theorems auf die einfachste ,weise die ,anzahl der reellen ,wurzeln erkennen und ihre ,begrenzung finden lt4 ,sie bedeutet deshalb den hervorragendsten ,fortschritt in dem ,verfahren der numerischen ,auflsung algebraischer ,gleichungen mit reellen ,koeffizienten#bah4 ,als das hervorragendste mathematische ,hilfsmittel der ,naturwissenschaft erwies sich auch im #ai4 ,jahrhundert in stetig wachsendem ,mae die ,differential- und ,integralrechnung4 ,unter den zahlreichen ,arbeiten1 welche diese mathematische ,disziplin whrend des ersten ,zeitraums des #ai4 ,jahrhunderts frderten1 verdienen die ,abhandlungen von 99,pfaff99 und von 99,cauchy99 besondere ,erwhnung4 99,pfaff99#bai lste zuerst das ,integrationsproblem der partiellen ,differentialgleichungen1 um welches 99,euler99 und 99,lagrange99 sich vergeblich bemht hatten1 in voller ,allgemeinheit#bbj4 99,euler99 vermochte nicht einmal fr den einfachsten ,fall1 der mit der partiellen ,differentialgleichung erster ,ordnung mit zwei ,vernderlichen gegeben ist1 zu einer allgemeinen ,theorie zu gelangen4 99,lagrange99 war zwar bis zur ,integration solcher ,gleichungen vorgedrungen2 er hatte sich indessen auf den ,fall beschrnken mssen1 da die partiellen ,differentialquotienten1 falls mehr als drei ,vernderliche in ,betracht kommen1 darin nur linearisch auftreten4 ,auch um die ,reihenlehre1 die ,kombinationslehre und die ,anwendung der letzteren auf die ,probleme der hheren ,analysis hat sich 99,pfaff99 verdient gemacht4 ,seine neue ,summationsmethode fr unendliche ,reihen 7#aghh7 besteht darin1 da er die ,glieder der unendlichen ,reihe1 deren ,summe gesucht wird1 wieder in unendliche ,reihen verwandelt und deren ,glieder so verbindet1 da neue summierbare ,reihen entstehen4 ,unabhngig von 99,pfaff99 fand auch der franzsische ,mathematiker 99,cauchy99 eine allgemeine ,methode1 um die partiellen ,differentialgleichungen erster ,ordnung zu integrieren1 welches auch die ,zahl der unabhngigen ,vernderlichen sein mge#bba4 99,augustin ,louis ,cauchy99 wurde #aghi in ,paris geboren4 ,er wurde ,zgling der cole polytechnique und zeichnete sich schon als ,knabe1 hnlich 99,pascal99 und 99,clairaut991 durch eine solch hervorragende mathematische ,beanlagung aus1 da sogar der groe 99,lagrange99 auf ihn aufmerksam wurde4 ,spter wirkte 99,cauchy99 als ,lehrer an der cole polytechnique4 ,er starb nach manchen1 durch politische ,ereignisse hervorgerufenen ,wechselfllen im ,jahre #aheg4 ,unter den mathematischen ,abhandlungen 99,cauchys99 verdient diejenige vom ,jahre #ahbe besondere ,erwhnung1 da er darin den ,grad der ,allgemeinheit feststellte1 den ein bestimmtes ,integral zwischen imaginren ,grenzen zult und die ,zahl der ,werte1 die es annehmen kann1 ermittelte#bbb4 ,in welchem ,mae die mathematischen ,untersuchungen 99,cauchys99 durch ihn und andere der theoretischen ,physik1 vor allem der ,optik1 zugute gekommen sind1 wird an anderer ,stelle gezeigt werden4 ,fr die ,entwicklung der hheren ,analysis war ferner die ,neugestaltung der ,theorie der elliptischen ,funktionen von der grten ,wichtigkeit4 ,sie erfolgte durch 99,abel991 dessen ,verdienste um die ,theorie der ,reihen und der ,gleichungen wir schon kennen lernten1 und durch den groen deutschen ,mathematiker 99,jacobi994 99,karl ,gustav ,jacobi99 wurde #ahjd in ,potsdam geboren4 ,er widmete sich zunchst unter 99,bckh99 der klassischen ,philologie1 entschied sich aber1 angeregt durch die ,werke von 99,euler991 99,lagrange991 99,laplace99 und 99,gau99 bald darauf fr das ,studium der ,mathematik4 ,mit #ba ,jahren wurde er ,dozent fr dieses ,fach an der ,berliner ,universitt4 ,dann wirkte er in ,knigsberg1 um schlielich nach ,berlin zurckzukehren1 wo er schon #ahea starb4 99,jacobis99 erste ,untersuchungen betrafen die elliptischen ,funktionen4 ,im ,jahre #ahbi erschien sein groes ,hauptwerk ber diesen ,gegenstand#bbc4 ,das ,werk hat ihm die ,hlfte des groen ,preises eingetragen1 den die ,pariser ,akademie fr den bedeutendsten ,fortschritt auf diesem ,gebiete ausgesetzt hatte#bbd4 ,die ersten ,anfnge der ,theorie der elliptischen ,funktionen begegnen uns bei 99,euler994 ,dieser suchte einen rechnerischen ,ausdruck fr den ,bogen einer ,ellipse zu gewinnen und wurde dabei durch folgende berlegung geleitet4 ,da der ,kreis ein besonderer ,fall der ,ellipse ist1 so lt sich der ,bogen der letzteren vielleicht durch allgemeinere ,funktionen ausdrcken1 welche die ,kreisfunktionen als besonderen ,fall in sich einschlieen4 ,das ,problem wurde von 99,legendre99 wieder aufgenommen und weiter gefhrt4 ,er war es1 der zuerst den ,ausdruck elliptische ,funktionen gebrauchte4 ,allerdings bezeichnete er1 abweichend vom heutigen ,gebrauch1 mit diesem ,ausdruck die ,integrale1 welche die ,bogen der ,ellipse und der ,hyperbel ausdrcken4 99,legendre99 widmete diesem ,gegenstande die ,arbeit von ,jahrzehnten und verffentlichte das ,ergebnis1 als ihm eine weitere ,fortbildung nicht mglich schien1 in seiner zusammenfassenden ,arbeit vom ,jahre #ahbgbbe4 ,kaum war dies geschehen1 da mute 99,legendre99 gestehen1 da seine eigenen ,forschungen durch 99,abel99 und 99,jacobi99 weit berholt worden seien4 ,nachdem ich mich1 so schrieb 99,legendre991 eine lange ,reihe von ,jahren mit der ,theorie der elliptischen ,funktionen befat1 fr welche der unsterbliche 99,euler99 das ,fundament geschaffen1 glaubte ich die ,ergebnisse in einem umfangreichen ,werke herausgeben zu mssen4 ,kaum ist aber der ,titel dieses ,werkes bekannt geworden1 und schon zeigt es sich1 da zwei junge ,mathematiker1 99,jacobi99 und 99,abel991 die ,theorie der elliptischen ,funktionen durch neue ,untersuchungen betrchtlich vervollkommnet haben4 ,unabhngig voneinander waren 99,abel99 und 99,jacobi99 auf den ,gedanken gekommen1 in diese ,theorie das ,imaginre einzufhren4 ,dadurch wurden alle ,rtsel der lteren ,theorie gelst und die elliptischen ,funktionen gleichzeitig zu den ,kreisfunktionen und den ,exponentialgren in nahe ,beziehung gesetzt4 99,jacobi99 drang aber noch tiefer in das ,wesen der elliptischen ,funktionen ein und erkannte1 da sie als ,folgerungen gewisser ,funktionen aufgefat werden knnen1 die man seitdem als ,theta-,funktionen bezeichnet hat4 ,whrend ferner die elliptischen ,funktionen als die ,umkehrungen der elliptischen ,integrale nur zwei ,perioden zulassen1 schuf 99,jacobi99 spter die ,theorie der mehrfach periodischen ,funktionen1 welche als die ,umkehrungsfunktionen der algebraischen ,integrale auftreten4 ,die ,abhandlung1 in welcher die ,natur dieser neuen ,funktionen im hellsten ,lichte erscheint1 wurde neuerdings in deutscher ,sprache zugnglich gemacht#bbf4 ,um die ,darstellung der vierfach periodischen ,funktionen haben sich unter den deutschen ,mathematikern spter noch 99,gpel99 und 99,rosenhain99 besondere ,verdienste erworben4 ,auch ihre ,abhandlungen erschienen als ,teile der 99,ostwald99schen ,sammlung in deutscher bersetzung#bbg4 ,von den neu entdeckten ,funktionen haben besonders die elliptischen und die durch 99,legendre99 eingefhrten ,kugelfunktionen der mathematischen ,physik und der theoretischen ,astronomie wertvolle ,dienste geleistet4 ,um den weiteren ,ausbau der hheren ,analysis und ihre ,anwendung auf das abstrakte ,gebiet der ,zahlentheorie1 nicht minder aber auf die wichtigsten ,probleme der mathematischen ,physik hat sich der deutsche ,mathematiker 99,lejeune-,dirichlet99 die grten ,verdienste erworben4 99,gustav ,peter ,lejeune-,dirichlet99 wurde #ahje in ,dren geboren#bbh4 ,anknpfend an die ,disquisitiones arithmeticae von 99,gau99 verstand er es1 die ,zahlentheorie mit der ,infinitesimalrechnung in ,beziehung zu setzen und beide bis dahin getrennten ,zweige der ,mathematik vermge der ,durchfhrung dieses ,gedankens zu bereichern4 ,einige ,anwendungen dieser ,methode verffentlichte er in den ,jahren #ahci und #ahdj4 ,die betreffende ,abhandlung#bbi bringt eine ,frage1 mit welcher sich schon 99,lagrange991 99,legendre99 und 99,gau99 befaten1 zur ,lsung1 die ,frage nmlich nach dem ,zusammenhang zwischen der ,anzahl der quadratischen ,formen und einer gegebenen ,determinante4 ,in einer anderen1 der 99,ostwald99schen ,sammlung einverleibten ,abhandlung unternimmt 99,dirichlet99 die ,darstellung ganz willkrlicher ,funktionen durch ,sinus- und ,cosinusreihen#bcj4 ,zu dieser fr die ,entwicklung der mathematischen ,physik sehr wertvollen ,untersuchung war 99,dirichlet99 dadurch gelangt1 da 99,fourier991 mit dem der deutsche ,forscher whrend eines lngeren ,studiums in ,paris in enge ,fhlung trat1 durch seine analytischen ,beitrge zur ,wrmelehre auf trigonometrische ,reihen gefhrt worden war4 ,nach dem ,erfolge1 den 99,dirichlet99 durch seine ,untersuchung der 99,fourier99schen ,reihen errungen1 stellte er mit ,vorliebe sein mathematisches ,knnen in den ,dienst der theoretischen ,physik4 ,er erfand eine besondere ,integrationsmethode zur leichteren ,bewltigung der bestimmten ,integrale und wandte diese neue ,methode auf ,attraktionsprobleme an4 ,die betreffende ,abhandlung erschien #ahci und wurde neuerdings durch 99,ostwalds99 ,klassiker zugnglicher gemacht#bca4 ,nachdem 99,riemann99 gezeigt hatte1 wie durch die von ihm vorgeschlagene ,transformation die schwierigsten ,integrationen vereinfacht werden1 whlte 99,dirichlet99 das so oft von frheren ,mathematikern 799,laplace991 99,gau99 u4 a47 behandelte ,beispiel der ,attraktion der ,ellipsoide4 ,whrend bis dahin das ,problem des ueren und des inneren ,punktes unabhngig voneinander und mit verschiedenen ,mitteln behandelt worden waren1 zeigte 99,dirichlet991 da das ,problem eine gleichfrmige ,behandlung zult4 ,auerdem ist sein ,verfahren nicht auf die ,voraussetzung beschrnkt1 da die ,attraktion dem ,quadrat der ,entfernung umgekehrt proportional ist1 sondern es bleibt auch fr jede andere ganze oder gebrochene ,potenz der ,entfernung anwendbar4 ,endlich braucht auch die ,dichtigkeit der anziehenden ,masse nicht als konstant vorausgesetzt zu werden1 sondern sie kann auch durch irgend eine rationale ganze ,funktion der drei ,koordinaten ausgedrckt sein4 ,indem 99,dirichlet99 ferner die ,wirkung der nach dem ,gesetze 99,newtons99 wirkenden ,krfte von neuem der hheren ,analysis unterwarf1 frderte er gleichzeitig die ,potentialtheorie#bcb4 ,im ,anschlu an 99,dirichlet99 hat sich besonders 99,riemann99 mit der ,darstellung von ,funktionen durch trigonometrische ,reihen und dem ,ausbau der ,potentialtheorie beschftigt#bcc4 ,die ,gestaltung1 welche die ,funktionenlehre durch 99,riemann99 erlangte1 indem er die komplexe1 d4 h4 aus einem reellen und einem imaginren ,teile bestehende ,vernderliche1 einfhrte1 hat der hheren ,analysis in ihrer ,anwendung auf die ,naturwissenschaften whrend der zweiten ,hlfte des #ai4 ,jahrhunderts ,ziel und ,richtung gegeben4 #i4 ,die wissenschaftliche ,chemie von ihrer ,begrndung durch 99,boyle99 bis zu ihrer ,erneuerung durch 99,lavoisier994 ,eine ,reihe von ,jahrzehnten war seit der ,begrndung der neueren ,physik verflossen1 ehe die ,chemie ihr mittelalterliches ,gewand abstreifte und unter der ,fhrung von 99,boyle99 einem rein wissenschaftlichen ,ziele1 nmlich der ,erforschung der ,zusammensetzung der ,krper1 nachzustreben begann4 99,boyle99 hatte den ,begriff des chemischen ,elementes aufgestellt und der analytischen ,chemie eine sichere ,grundlage gegeben4 ,auch hatte er sowohl das experimentelle ,studium als auch die ,erklrung der ,verbrennungserscheinungen in ,angriff genommen4 ,whrend der erste ,teil dieser ,aufgabe durch 99,boyle99 und seine ,nachfolger sehr gefrdert und ein groes1 auf den ,vorgang der ,verbrennung bezgliches ,tatsachenmaterial herbeigeschafft wurde1 blieb das gesamte von 99,boyle99 bis 99,lavoisier99 reichende ,zeitalter bezglich aller ,erklrungsversuche in dem ,banne der von 99,stahl99 begrndeten ,phlogistontheorie befangen4 ,selbst als 99,lavoisier99 seine antiphlogistische ,lehre bis in ihre ,einzelheiten ausgefhrt hatte1 vermochten jene ,mnner1 auf die er sich besonders sttzte1 wie 99,priestley99 und 99,scheele991 der lteren ,theorie1 die sie bei ihren groen ,entdeckungen geleitet1 nicht zu entsagen4 ,mit 99,dalton991 99,berzelius99 und 99,gay-,lussac99 trat indes ein neues ,geschlecht von ,forschern auf den ,schauplatz4 ,indem diese an 99,lavoisier99 anknpften1 begann fr die ,chemie das ,zeitalter der quantitativen ,untersuchungen4 ,dadurch wurden die ,beziehungen zur ,physik immer engere1 was sich auch darin aussprach1 da die ,mehrzahl der damaligen ,forscher auf beiden ,gebieten hervorragende ,leistungen aufzuweisen hatten4 ,die ,chemie erhielt somit in dieser1 den letzten ,teil des #ah4 und den ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts umfassenden ,periode im wesentlichen ihre heutige ,richtung und ,gestalt4 ,die ,einsicht in den ,vorgang der ,verbrennung wurde erst dadurch ermglicht1 da 99,priestley99 die ,erforschung der ,gase in die ,hand nahm und 99,scheele99 die ,zusammensetzung der atmosphrischen ,luft aus zwei ,bestandteilen nachwies4 ,bis zur ,zeit 99van ,helmonts99 hatte man die ,gasarten1 von denen insbesondere der ,wasserstoff1 sowie das ,kohlendioxyd bekannt geworden waren1 noch nicht unter sich und von der atmosphrischen ,luft unterschieden1 sondern jeden gasfrmigen ,krper mit der ,luft identifiziert und die beobachteten ,verschiedenheiten auf ,beimengungen zurckgefhrt4 ,ein erfolgreiches ,studium der ,gase begann erst mit der von 99,hales99 herrhrenden ,erfindung der pneumatischen ,wanne und der ,verwendung des ,quecksilbers als ,absperrflssigkeit4 ,das letztgenannte ,verfahren ermglichte 99,priestley99 die ,entdeckung der im ,wasser lslichen ,gasarten1 wie des ,ammoniaks und des ,chlorwasserstoffs4 ,klare ,ansichten ber die chemische ,natur der ,gase kamen jedoch erst mit 99,lavoisier99 auf1 welcher ,sauerstoff und ,wasserstoff als ,elemente ansprach4 99,joseph ,priestley991 auf dessen ,untersuchungen 99,lavoisier99 ganz besonders die neuere ,chemie begrndete1 wurde im ,jahre #agcc in der ,nhe von ,leeds geboren4 ,er studierte ,theologie4 ,infolge seiner ,stellung zur englischen ,kirche und seines exzentrischen ,wesens fhrte er ein unsttes ,leben4 ,er wirkte bald als ,prediger1 bald als ,schul- oder ,hauslehrer und siedelte endlich nach ,nordamerika ber1 wo er #ahjd starb4 ,trotzdem 99,priestley99 eine grndliche naturwissenschaftliche ,vorbildung fehlte1 hat er mit groem ,erfolge das schwierige ,gebiet der pneumatischen ,chemie eigentlich erst erschlossen4 99,priestley99 glich nmlich den erwhnten ,mangel dadurch aus1 da er ein ganz auergewhnliches ,geschick zum ,experimentieren besa4 ,die ,ergebnisse seiner mhevollen1 auf die ,gase bezglichen ,untersuchungen legte er in einer ,anzahl seit dem ,jahre #aggb verffentlichter ,abhandlungen nieder1 die zum ,teil zu einem greren ,werke#bcd vereinigt wurden4 ,zunchst befat sich 99,priestley99 in diesen ,schriften mit dem von ihm als fixe ,luft bezeichneten ,kohlendioxyd#bce4 ,er entnimmt dieses ,gas1 das sich bei der ,grung bildet1 den ,brauereien1 oder er stellt es durch bergieen von ,kreide mit ,suren her4 ,die ,untersuchungen 99,priestleys99 betreffen auch die ,lslichkeit des ,kohlendioxyds im ,wasser4 ,gleichzeitig gibt er ,anweisung ber die durch ,sttigen des ,wassers mit ,kohlendioxyd zu bewerkstelligende ,gewinnung knstlicher ,suerlinge4 ,von der praktischen ,verwertbarkeit der ,ergebnisse wissenschaftlichen ,forschens war 99,priestley99 tief durchdrungen4 ,da wir selbst ,teile des ,systems sind1 heit es in seiner ,naturlehre1 so ergibt sich1 da1 je vollkommener unsere ,kenntnisse von den ,naturgesetzen sind1 wir um so mehr ,gewalt ber die ,natur haben1 und da wir um so geschickter sind1 solche ,einrichtungen in der ,welt zu treffen1 die uns am meisten zusagen4 ,wenn die ,wissenschaft wie bisher immer grere ,fortschritte macht1 so wird das menschliche ,geschlecht nach einigen ,jahrhunderten uns ebenso sehr bertreffen1 wie wir jetzt die ,wilden bertreffen1 denn die ,natur ist unerschpflich1 sie gleicht einer ,erzgrube1 in der sich immer neue ,anbrche zeigen#bcf4 ,auf das ,vorhandensein von fixer ,luft in der ,atmosphre hatten schon 99,black99#bcg1 sowie der schwedische ,naturforscher 99,bergman99 hingewiesen4 ,beide machten darauf aufmerksam1 da sich ,kalkwasser an der ,luft mit einer weien1 festen ,masse bedeckt1 aus der sich durch bergieen mit ,sure die fixe ,luft wieder freimachen lt#bch4 99,priestleys99 weitere ,bemhungen liefen insbesondere darauf hinaus1 die ,suren in ,luftarten zu verwandeln4 ,so erzeugte er aus ,schwefelsure die vitriolsaure ,luft 7,,so#b7 und aus ,salpetersure die salpetersaure ,luft 7,,no74 ,er bemerkte1 da letztere sich mit ,sauerstoff unter ,verminderung des ,gesamtvolumens verbindet1 und grndete hierauf ein ,verfahren1 die atmosphrische ,luft zu analysieren4 99,priestley99 wies ferner nach1 da die beim ,zusammenbringen von ,kochsalz und ,schwefelsure auftretenden ,dmpfe aus einer in ,wasser auerordentlich lslichen ,luftart bestehen4 ,es gelang ihm1 dieses salzsaure ,gas 7,h,cl71 wie auch die beim ,zusammenbringen von ,salmiak und ,kalk auftretende laugenartige ,luft 7,,nh#c7 ber ,quecksilber aufzufangen4 ,auch das ,stickoxydul oder ,lachgas 7,n#b,o7 und das ,kohlenmonoxyd 7,,co7 wurden von 99,priestley99 dargestellt4 ,am folgenreichsten war die ihm im ,jahre #agga gelungene ,entdeckung des ,sauerstoffs1 den 99,priestley99 durch ,erhitzen von rotem ,quecksilberoxyd bereitete4 ,den ,ruhm dieser ,entdeckung hat er allerdings1 wie wir gleich sehen werden1 mit 99,scheele99 zu teilen#bci4 ,bevor sich 99,priestley99 seinen ,arbeiten ber die ,gase zuwandte1 befate er sich insbesondere mit elektrischen ,versuchen4 ,sein ,buch ber die ,geschichte und die ,lehre von der ,elektrizitt#bdj hatte groen ,anklang gefunden und ihm die ,mitgliedschaft der ,royal ,society eingetragen4 ,es ist nun von ,interesse zu sehen1 wie 99,priestley99 seine auf diesem ,gebiete erworbenen ,kenntnisse bei der experimentellen ,erforschung der ,gase verwertet4 ,so schlo er atmosphrische ,luft in eine ,glasrhre ber ,wasser ein und lie den ,funken wiederholt hindurchschlagen4 ,dabei zeigte es sich1 da sich das ,luftvolumen verminderte4 ,war das in der ,rhre befindliche ,wasser mit ,lackmus blau gefrbt1 so nahm es eine rote ,farbe an#bda4 ,das umgekehrte ,verhalten zeigte ,ammoniak oder laugenhaftes ,gas 7,,nh#c74 ,unter der fortgesetzten ,einwirkung des elektrischen ,funkens vergrerte es nmlich sein ,volumen4 99,priestley99 nahm auch wahr1 da hierbei eine tiefgreifende chemische ,vernderung mit dem ,ammoniakgas vor sich geht4 ,vorher wurde es1 so berichtet er1 vom ,wasser leicht verschluckt4 ,mit elektrischer ,materie berladen1 scheint es keine ,verwandtschaft mehr zum ,wasser zu haben4 ,es ist in eine eigene ,art zndbare ,luft verwandelt#bdb4 ,auch die ,analyse von ,gasen durch ,detonation 7,verpuffung7 rhrt von 99,priestley99 her4 ,brennbare ,gase oder ,gasgemenge mischte er ber ,quecksilber mit ,sauerstoff4 ,durch den elektrischen ,funken wurde dann eine ,verpuffung herbeigefhrt und darauf der ,rckstand untersucht4 ,so fand 99,priestley991 da diejenige zndbare ,luft1 die man erhlt1 wenn man ,alkoholdampf durch eine glhende ,rhre leitet oder ,holz der trockenen ,destillation unterwirft1 nach dem ,verpuffen mit ,sauerstoff einen ,rckstand von fixer ,luft 7,,co#b7 hinterlt#bdc1 whrend dies beim ,detonieren der aus ,eisen und ,schwefelsure hergestellten zndbaren ,luft 7,h7 nicht der ,fall ist4 ,all diese ,errungenschaften eines ganz hervorragenden experimentellen ,geschicks sind fr die ,entwicklung der ,chemie von grter ,bedeutung gewesen4 ,doch kleidet 99,priestley99 seine ,ergebnisse noch in das ,gewand der phlogistischen ,theorie4 ,die ,verbrennung besteht bei ihm in einem ,entweichen von ,phlogiston4 ,letzteres wird nach 99,priestleys99 ,meinung von den die ,verbrennung unterhaltenden ,luftarten aufgenommen und zwar um so energischer1 je weniger diese ,luftarten selbst an ,phlogiston besitzen4 ,sauerstoff unterhlt die ,verbrennung am besten1 weil er gar kein ,phlogiston enthlt4 99,priestley99 nennt dieses ,gas deshalb dephlogistisierte ,luft4 ,wasserstoff ist dagegen reines ,phlogiston1 da es besonders geeignet ist1 die erhitzten ,metalloxyde in ,metalle zurckzuverwandeln4 ,die atmosphrische ,luft stellt sich nach dieser ,theorie als ein ,gemenge von dephlogistisierter 7,o7 und phlogistischer ,luft 7,n7 dar4 ,durch die bei der ,verbrennung vor sich gehende ,zufuhr von ,phlogiston verwandelt sich die atmosphrische ,luft ganz in phlogistische4 ,auf den ,widerspruch1 der darin liegt1 da bei der ,verbrennung die atmosphrische ,luft ihrem ,volumen1 sowie ihrem ,gewichte nach vermindert wird1 ist 99,priestley99 nicht eingegangen4 ,auch die ,entdeckung1 da bei der ,vereinigung von reinem ,phlogiston 7,h7 mit reiner dephlogistisierter ,luft 7,o7 keine ,spur von phlogistischer ,luft 7,n71 sondern ,wasser auftritt1 lie ihn an der eingewurzelten ,theorie nicht irre werden4 ,auf den nahe liegenden ,gedanken1 das ,gewicht des vermeintlich zugefhrten ,phlogistons in den aus ,metallkalk entstandenen ,metallen zu ermitteln1 einen ,gedanken1 dessen ,ausfhrung auf einen weiteren ,widerspruch gefhrt haben wrde1 ist 99,priestley99 zwar gekommen4 ,wie er sagt1 ist er jedoch auer stande gewesen1 die ,frage1 ob das ,metalloxyd bei seiner ,umwandlung in ,metall schwerer oder leichter wird1 zu entscheiden1 da immer eine teilweise ,sublimation stattgefunden habe4 ,er verfolgt die ,sache daher trotz ihrer ausschlaggebenden ,bedeutung nicht weiter1 sondern entscheidet sie im ,sinne der von ihm vertretenen ,lehre4 ,an ihm1 sowie an 99,scheele991 der gleichfalls das gesamte zur ,aufstellung der wahren chemischen ,theorie erforderliche ,material in den ,hnden hielt1 erwies sich recht eigentlich die ,wahrheit des ,wortes von 99,laplace991 da die ,entdeckungen in der richtigen ,verknpfung derjenigen ,ideen bestehen1 die zueinander passen4 ,whrend sich 99,priestley99 wesentlich auf die ,erforschung der ,gase beschrnkte1 erfuhren zur selben ,zeit smtliche ,teile der ,chemie eine ,bereicherung durch 99,scheele991 wie sie kaum jemals wieder in solchem ,mae von einem einzigen ,manne ausging4 99,scheele99 war seiner ,abstammung und ,sprache nach ein ,deutscher1 wenn ihn auch die ,schweden mit gleichem ,rechte als den ,ihrigen betrachten und seine ,verdienste vor einer ,reihe von ,jahren durch die feierliche ,begehung seines hundertundfnfzigsten ,geburtstages und die ,errichtung eines ,standbildes gewrdigt haben4 ,wie aus den von 99,nordenskjld99 herausgegebenen#bdd1 an 99,gahn991 99,bergman99 und andere gerichteten ,briefen 99,scheeles99 hervorgeht1 hat sich dieser in seinen ,briefen und in seinen ,laboratoriumsnotizen der deutschen ,sprache bedient4 ,eine ,ausnahme bilden nur die ,briefe1 welche an ,personen gerichtet sind1 bei denen 99,scheele99 die ,kenntnis des ,deutschen nicht voraussetzen konnte4 99,karl ,wilhelm ,scheele99 wurde am #i4 ,dezember #agdb in dem damals schwedischen ,stralsund geboren4 ,im #ad4 ,lebensjahre widmete er sich der ,apothekerlaufbahn4 ,nachdem er in mehreren schwedischen ,stdten seine ,lehr- und ,gehilfenjahre zugebracht und whrend dieser ,zeit durch unermdliches ,experimentieren zu den hauptschlichsten ,ergebnissen seiner ,forscherttigkeit gelangt war1 bernahm er #agge eine eigene ,apotheke#bde4 ,er starb am #ba4 ,mai des ,jahres #aghf4 ber seine auf den ,sauerstoff und die atmosphrische ,luft bezglichen ,entdeckungen hat 99,scheele99 in einer wichtigen ,schrift berichtet1 die 99,ostwald99 als #eh4 ,bndchen seiner ,klassiker herausgegeben hat4 ,sie fhrt den ,titel ,chemische ,abhandlung von der ,luft und dem ,feuer und erschien im ,jahre #aggg4 ,die ,versuche1 welche 99,scheele99 darin mitteilt1 wurden jedoch schon in der ,zeit von #agfh-aggc angestellt4 ,aus 99,scheeles99 vor kurzem verffentlichten ,briefwechsel#bdf geht1 hervor1 da er schon im ,jahre #aggj mit der ,darstellung von ,chlorwasserstoff1 ,ammoniak und ,stickoxyd bekannt war4 99,scheele99 beginnt seine ,abhandlung mit den ,worten3 ,die ,krper geschickt in ihre ,bestandteile zu zerlegen1 ihre ,eigenschaften zu entdecken und die ,krper auf verschiedene ,art zusammenzusetzen1 ist der ,hauptzweck der ,chemie4 ,die meisten ,schwierigkeiten und ,widersprche habe indessen die ,erklrung der ,verbrennung hervorgerufen4 ,er habe daher von allen bisherigen ,erklrungen abgesehen und eine ,menge von ,versuchen angestellt1 um die ,verbrennungserscheinungen so viel wie mglich zu ergrnden4 ,dabei habe sich herausgestellt1 da man ohne eine genaue ,untersuchung der ,luft ber die ,erscheinungen1 welche das ,feuer darbietet1 kein wahres ,urteil fllen knne4 ,nachdem 99,scheele99 die ,eigenschaften1 welche die ,luft von den anderen ,gasen unterscheidet1 genau gekennzeichnet hatte1 stellte er eine ,reihe von ,versuchen an1 die alle beweisen sollten1 da die ,luft aus zwei verschiedenen ,gasen zusammengesetzt ist4 ,sein ,verfahren bestand darin1 da er ein bestimmtes ,quantum ,luft mit einem ,stoff behandelte1 welcher den einen ,teil der ,luft absorbierte4 ,dabei zeigte es sich1 da der andere ,teil stets in der gleichen ,menge und mit denselben ,eigenschaften zurckblieb4 ,so schlo er eine ,lsung von ,schwefelleber#bdg in eine leere ,flasche ein1 drehte diese um und setzte den ,hals in ein kleines ,gef mit ,wasser4 ,in dieser ,stellung belie er die ,flasche #ad ,tage4 ,darauf ffnete er sie umgekehrt unter ,wasser4 ,sogleich drang das ,wasser in die ,flasche ein2 und es zeigte sich1 da vier ,teile von #bj ,teilen ,luft absorbiert waren4 ,annhernd dieselbe ,volumverminderung trat ein1 als 99,scheele99 den ,versuch unter ,anwendung von ,phosphor1 ,eisenfeile oder einer geeigneten ,eisenverbindung an ,stelle der ,schwefelleber wiederholte4 ,auch bei der ,verbrennung von ,wasserstoff in einer abgeschlossenen ,luftmenge 7s4 ,abb4 #be7 fand eine ,raumverminderung um #a_/e statt4 ,die zurckbleibende ,luftart unterhielt die ,verbrennung nicht4 ,illustration3 ,abb4 #be4 99,scheele99 analysiert die ,luft4 ,illustration3 ,abb4 #bf4 99,scheeles99 ,darstellung von ,sauerstoff4 ,zur ,herstellung von ,sauerstoff wandte 99,scheele99 folgendes ,verfahren an4 ,er mischte konzentrierte ,schwefelsure mit fein zerriebenem ,braunstein4 ,diese ,mischung wurde in einer kleinen ,retorte erhitzt4 ,zum ,auffangen des ,gases diente eine luftleere ,blase4 ,sobald der ,boden der ,retorte glhte1 ging eine ,luftart ber1 welche die ,blase nach und nach ausdehnte4 99,scheele99 fllte ein ,glas mit dieser ,luftart und brachte ein kleines angezndetes ,licht hinein4 ,kaum war dies geschehen1 so fing das ,licht an1 mit einer groen ,flamme zu brennen1 wobei es einen so hellen ,schein von sich gab1 da es die ,augen blendete4 ,mischte 99,scheele99 das aus dem ,braunstein hergestellte ,gas#bdh mit derjenigen ,luft1 in welcher das ,feuer bei den obigen ,versuchen nicht mehr brennen wollte1 so erhielt er eine ,luft1 die der gewhnlichen in allen ,stcken gleich war4 ,den ,sauerstoff nannte er ,feuerluft4 ,die andere ,luftart1 die zur ,unterhaltung der ,verbrennung ungeeignet ist1 bezeichnete er mit den ,namen verdorbene ,luft4 ,spter wurde sie ,stickstoff genannt4 ,auch beim ,erhitzen von ,salpeter in einer glsernen ,retorte wurde die ,blase von einem ,gase ausgedehnt1 das sich als reine ,feuerluft erwies4 99,scheele99 wiederholte darauf die ,versuche1 die er zuerst mit ,schwefelleber1 ,phosphor usw4 und gewhnlicher ,luft angestellt hatte1 unter ,anwendung von ,feuerluft4 ,es zeigte sich1 da jetzt kein ,rckstand blieb1 sondern das gesamte ,gas absorbiert wurde4 ,mischte er aber die verdorbene ,luft mit ,feuerluft1 und brachte er ein ,stck ,phosphor in diese ,luftmischung1 so wurde auch nur der auf die ,feuerluft entfallende ,teil absorbiert4 ,all diese ,versuche bewiesen somit1 da die ,feuerluft das ,gas ist1 vermittelst dessen das ,feuer in der atmosphrischen ,luft unterhalten wird4 ,sie ist darin1 sagt 99,scheele991 nur mit einer ,luftart vermischt1 die zum ,brennbaren gar keine ,anziehung zu haben scheint2 und diese ist es1 welche der sonst zu schnellen und heftigen ,entzndung etwas ,hinderung in den ,weg legt4 ,den ,sauerstoff stellte er nicht nur durch ,erhitzen eines ,gemenges von ,braunstein und ,schwefelsure1 sowie aus ,salpeter her1 sondern er bereitete ihn auch durch ,glhen leicht zersetzbarer ,oxyde1 wie des ,goldoxyds und des roten ,quecksilberoxyds1 dessen sich auch 99,priestley99 bediente#bdi4 99,scheeles99 ,arbeit ber den ,braunstein lehrte auer dem ,sauerstoff noch ,mangan1 ,chlor und ,baryterde 7,ba,o7 kennen4 ,letztere war in den von ihm untersuchten ,braunsteinsorten als ,beimengung enthalten4 ,eine ,lsung von ,baryterde benutzte er1 wie es noch heute geschieht1 zum ,nachweise der ,schwefelsure1 whrend man sich vorher zu diesem ,zwecke der viel weniger geeigneten ,kalklsung bedient hatte4 99,scheele99 und 99,bergman99 gelang ferner die ,aufschlieung der ,silikate1 indem sie diese im ,mineralreich eine so groe ,bedeutung beanspruchenden ,verbindungen durch ,zusammenschmelzen mit kohlensaurem ,alkali in den lslichen ,zustand berfhrten4 ,die ,untersuchungen ber die ,silikate lehrten auch den ,unterschied zwischen lslicher und unlslicher ,kieselsure kennen4 ,groe ,verdienste erwarb sich 99,scheele99 auch um den ,nachweis der ,magnesium-1 der ,kupfer- und der ,quecksilberverbindungen4 ,diese ,flle von ,einzelbeobachtungen wute 99,scheeles99 ,freund 99,bergman99 jedoch besser systematisch zu verwerten als jener1 soda 99,bergman99 besonders das ,verdienst davontrug1 die ,grundlagen der qualitativen ,analyse geschaffen zu haben4 ,nicht minder eifrig widmete sich 99,scheele99 dem ,studium der ,gase1 von denen manche1 deren ,auffindung man wohl 99,priestley99 und anderen zugeschrieben hat1 schon ihm bekannt waren4 ,es sind vor allem auer dem ,sauerstoff1 dem ,stickstoff und dem ,kohlendioxyd noch ,chlorwasserstoff1 ,schwefelwasserstoff1 ,ammoniak und ,stickoxyd1 auf die sich 99,scheeles99 ,untersuchungen erstrecken4 ,zum ,auffangen der ,gase bediente er sich nicht wie 99,hales99 und 99,priestley99 einer ,wanne1 sondern er brachte die ,entwicklungsflasche mit tierischen ,blasen in ,verbindung1 die er zuvor durch ,zusammendrcken luftleer gemacht hatte4 ,an solchen ,blasen entdeckte 99,scheele99 die ,erscheinung der ,gasdiffusion4 ,sind die ,blasen oder auch nur die sie umgebende ,luft feucht1 sagt 99,scheele99 bei der ,beschreibung seines ,apparats#bej1 so dringen die darin befindlichen ,gase in wenigen ,tagen gnzlich durch die ,blasen4 ,sind letztere und die ,luft dagegen trocken1 so geschieht dies nicht4 ,ferner machte 99,scheele99 die ,entdeckung1 da die beiden ,bestandteile der ,luft1 die er als ,feuerluft und als verdorbene ,luft bezeichnete1 in sehr verschiedenem ,grade in ,wasser lslich sind4 ,das ,wasser habe die besondere ,eigenschaft1 die ,bestandteile der ,luft zu trennen1 indem es die ,feuerluft leichter aufnehme4 ,letztere sei den im ,wasser lebenden ,tieren unentbehrlich4 ,der ,lebensproze dieser ,tiere beruhe darauf1 da sie die ,feuerluft verbrauchten und ,luftsure 7,,co#b7 abschieden4 ,das ausgeschiedene ,gas wrde jedoch in die ,atmosphre abgednstet und das ,wasser dadurch befhigt1 von neuem ,feuerluft aufzulsen und sie den ,tieren zuzufhren#bea4 ,zu dieser in den ,grundzgen zutreffenden ,darstellung war 99,scheele99 durch eine ,reihe von ,versuchen gelangt4 ,leider beziehen sich diese ,versuche1 wie es 99,scheeles99 ,art war1 vorwiegend auf den qualitativen ,verlauf des ,vorganges4 99,scheele99 wrde sonst wahrscheinlich bezglich der ,bedeutung der ,feuerluft zu den gleichen ,ergebnissen wie 99,lavoisier99 gelangt sein4 ,nicht minder bedeutend als das bisher ,erwhnte waren 99,scheeles99 ,verdienste um die vor ihm kaum als ,wissenszweig bestehende organische ,chemie4 ,aus den sauren ,pflanzensften erhielt er durch ,zusatz von ,kalk- oder ,bleilsung ,niederschlge1 die er als die ,salze gewisser ,suren erkannte4 ,durch ,zersetzen dieser ,niederschlge mittelst ,schwefelsure gelang ihm die ,herstellung der wichtigsten organischen ,verbindungen1 wie der ,wein-1 der ,zitronen-1 der pfel- und der ,oxalsure4 ,letztere stellte er nicht nur aus dem ,sauerklee1 sondern auch durch die ,einwirkung von ,salpetersure auf ,zucker her4 ,die ,untersuchung von ,harnsteinen fhrte ihn zur ,auffindung der ,harnsure4 ,die ,milchsure war zwar schon vor ihm bekannt2 auf 99,scheele99 ist indessen die genauere ,kenntnis dieser ,verbindung zurckzufhren4 ,die ,zersetzung von ,blutlaugensalz durch ,schwefelsure fhrte ihn im ,jahre #aghb zur ,entdeckung der ,blausure4 ,er widmete ihr eine mustergltige ,untersuchung1 die ihm einen ziemlich klaren ,einblick in die ,zusammensetzung dieser ,verbindung erschlo4 ,auch auf das seit alters bekannte ,verhalten der ,fette gegen die ,alkalien warfen seine ,arbeiten das erste ,licht4 ,es gelang ihm1 aus ,olivenl durch die ,einwirkung von ,bleioxyd das von ihm ls genannte ,glyzerin abzuscheiden4 ,alles dies sind ,ergebnisse1 die1 wie wir sehen werden1 fr die ,arbeiten spterer ,forscher grundlegend gewesen sind4 ,der ,umstand1 da die ,untersuchungen unter dem ,einflu der ,phlogistontheorie gefhrt wurden1 ist durchaus nicht imstande1 den ,wert dieser ,untersuchungen zu beeintrchtigen1 zumal 99,scheele99 wie kein anderer der antiphlogistischen ,lehre den ,boden bereiten half4 ,gipfelt doch dasjenige1 was er von der ,luft und dem ,feuer geschrieben1 in der klaren ,erkenntnis1 da die ,luft aus zwei verschiedenen ,gasen zusammengesetzt ist1 von denen nur der ,sauerstoff1 den er als ,feuerluft bezeichnet1 die ,verbrennung und alle der ,verbrennung analogen ,vorgnge unterhlt4 99,scheele99 lehrte ferner1 wie wir sahen1 die ,mittel kennen1 um der ,luft diesen wirksamen ,bestandteil zu entziehen2 er fand1 da das zurckbleibende ,gas etwa vier ,fnftel der gesamten ,luft ausmacht4 ,letztere stellte er durch ,mischen der beiden ,bestandteile mit allen ihren ,eigenschaften wieder her4 ,da dem ,meister der chemischen ,experimentierkunst auch manche ,ausbeute auf dem ,gebiete der ,physik zuteil wurde1 lt sich denken4 99,scheeles99 mehr gelegentliche ,beobachtungen ber die ,lslichkeit und die ,diffusion der ,gase fanden schon ,erwhnung4 ,zu systematischen ,untersuchungen ber die ,wrme und das ,licht fhrten ihn seine ,bemhungen1 den chemischen ,vorgang der ,verbrennung aufzuhellen4 ,so gehrt 99,scheele99 zu den ersten ,naturforschern1 die zu einer klaren ,unterscheidung der ,krperwrme und der strahlenden ,wrme gelangten#beb4 ,nach 99,scheele99 ist die im ,ofen aufsteigende und dem ,ofen mitgeteilte ,wrme von der in den ,raum gestrahlten wohl zu unterscheiden4 ,letztere entferne sich in geraden ,linien von ihrem ,erzeugungspunkte und werde von poliertem ,metall so zurckgeworfen1 da der ,eintrittswinkel dem ,austrittswinkel gleich sei4 ,diese strahlende ,wrme werde von der ,luft nicht absorbiert und durch ,luftstrmungen nicht abgelenkt1 sie stimme also in mancher ,hinsicht mit dem ,lichte berein4 ,da die strahlende ,wrme sich leicht in ,krperwrme verwandeln lasse1 indem sie sich mit gewissen ,krpern vereinige1 erkenne man an einem mit ,ru berzogenen1 metallenen ,hohlspiegel4 99,scheele99 war auch einer der ersten1 welcher der chemischen ,wirkung des ,lichtes seine ,aufmerksamkeit zuwandte4 ,die lteste ,beobachtung ber die ,lichtempfindlichkeit der ,silber enthaltenden ,niederschlge machte #agbg der ,professor der ,medizin 99,j4 ,h4 ,schulze99#bec in ,halle4 99,scheele99 experimentierte mit reinem ,chlorsilber und wies nach1 da dieses im ,sonnenlichte zu ,silber reduziert wird4 ,die ,beobachtung1 da die das weie ,licht zusammensetzenden ,strahlen auf ,silbersalze verschieden wirken1 rhrt gleichfalls von 99,scheele99 her4 ,seinen hierauf bezglichen wichtigen ,versuch1 in dem man die ,anfnge der ,spektralphotographie erblicken kann1 beschreibt er mit folgenden ,worten3 ,man setze ein glsernes ,prisma vor das ,fenster und lasse das gebrochene ,licht auf die ,erde fallen4 ,in dieses farbige ,licht bringe man ein ,stck ,papier1 das mit ,chlorsilber berzogen ist4 ,diese ,verbindung wird in der violetten ,farbe weit eher als in den anderen schwarz werden4 ,die ,reduktion bestand nach der ,auffassung der ,phlogistiker bekanntlich#bed in einer ,zufhrung von ,phlogiston4 ,um die reduzierende ,wirkung des ,lichtes zu erklren1 schrieb 99,scheele99 auch diesem einen ,gehalt an ,phlogiston zu4 ,das ,phlogiston ist fr ihn ein ,element1 das unter ,herbeifhrung wichtiger ,vernderungen von einem ,krper in den anderen bergeht4 ,auch mit der ,feuerluft geht das ,phlogiston nach 99,scheeles99 ,auffassung eine ,verbindung ein4 ,aus dieser ,vereinigung lt 99,scheele99 das ,licht und die ,wrme hervorgehen4 ,beide ,krfte fat er noch als etwas durchaus ,stoffliches auf4 ,das ,phlogiston wurde dadurch noch unbegreiflicher1 da man seine ,darstellung fr unmglich erklrte4 ,es sollte sich nmlich von keinem ,krper scheiden1 wenn nicht ein anderer ,krper zugegen sei1 der es sofort aufnehme4 ,gegen den ,ausgang des phlogistischen ,zeitalters wurde der ,versuch wieder aufgenommen1 das ,wesen der chemischen ,vorgnge aus einer ,kraft zu erklren1 die man seit alters als ,affinitt oder chemische ,verwandtschaft bezeichnet hat4 ,dies geschah vor allem seit etwa #agge durch den schwedischen ,chemiker und ,mineralogen 99,bergman991 dessen ,ansichten bis zum ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts die herrschenden blieben4 99,bergman99 nahm an1 da je zwei beliebige ,stoffe eine ,anziehung zueinander uern mten1 die ihrer ,gre nach bestimmbar sei4 ,zu ein und demselben ,stoffe besitzen danach verschiedene ,stoffe eine grere oder geringere ,anziehung4 ,wenn man1 sagt 99,bergman991 auf eine ,verbindung ,,ab einen dritten ,stoff ,c wirken lt1 welcher ,b aus der ,verbindung ausscheidet und an ,stelle von ,b mit ,a in ,verbindung tritt1 so erhlt man statt ,,ab eine neue ,verbindung ,,ac4 ,um daher die ,verwandtschaft zweier ,stoffe ,b und ,c gegen einen dritten ,a zu bestimmen1 sei es nur ntig1 zu untersuchen1 ob einer dieser ,stoffe den anderen aus seiner ,verbindung mit dem dritten ausscheide4 99,bergmans99 ganze ,vorstellungsart beruht auf der ,annahme1 da die ,affinitt eine unvernderliche ,kraft sei1 derart1 da ein ,stoff1 der aus einer ,verbindung durch einen anderen ausgeschieden wird1 nicht wieder umgekehrt durch den verdrngten ,stoff ausgeschieden werden knne4 ,durch eine groe ,zahl genauer1 auch abgesehen von theoretischen ,erwgungen wertvoller ,versuche gelangte 99,bergman99 zur ,aufstellung von nicht weniger als #ei ,verwandtschaftstafeln4 ,eine dieser ,tafeln mge als ,beispiel hier ,platz finden4 ,kali in der ,lsung3 beim ,zusammenschmelzen3 ,schwefelsure ,phosphorsure ,salpetersure ,borsure ,salzsure ,arsensure ,phosphorsure ,schwefelsure ,arsensure ,salpetersure ,essigsure ,salzsure ,borsure ,essigsure4 ,schweflige ,sure ,kohlensure ,das ,kali besitzt danach bei gewhnlicher ,temperatur die grte ,anziehung zur ,schwefelsure4 ,letztere ist infolgedessen imstande1 alle brigen ,suren aus ihrer ,verbindung mit ,kali abzuscheiden4 ,mit der ,gegenberstellung der beiden ,reihen wollte 99,bergman99 keine ,abhngigkeit der ,affinitt von der ,temperatur zum ,ausdruck bringen4 ,die ,verwandtschaftsgrade sind zwar1 wie die zweite ,reihe erkennen lt1 andere1 wenn man die ,krper nicht durch ,lsungsmittel1 sondern durch ,wrmezufuhr flssig macht1 sie ndern sich aber nach 99,bergman99 nicht allmhlich1 sondern sind innerhalb jeder ,gruppe1 d4 h4 unter gleichen ,bedingungen konstant1 vor allem1 so nahm 99,bergman99 an1 sind sie von der ,menge der chemisch aufeinander wirkenden ,stoffe unabhngig4 99,bergman99 fhrte auch den ,begriff der doppelten ,wahlverwandtschaft#bee ein4 ,doch waren ,erscheinungen1 die unter diesen ,begriff fallen1 schon weit frher bekannt und richtig gedeutet worden#bef4 ,seine ,bemhungen1 die ,gre der ,verwandtschaft ihrem absoluten ,werte nach zu bestimmen1 d4 h4 sie ziffernmig auszudrcken1 wurden von ihm selbst als fruchtlos aufgegeben4 ,die doppelte ,verwandtschaft1 die ,erscheinung nmlich1 da zwei ,verbindungen sich gegenseitig nach dem ,schema ,,ab ,,cd ,,ac ,,bd zersetzen1 untersuchte 99,bergman99 fr zahlreiche ,einzelflle4 ,nach seiner ,lehre wird sie dadurch bedingt1 da die ,summe der zwischen ,a und ,c oder ,b und ,d wirkenden ,anziehungen grer ist als die ,summe der zwischen ,a und ,b1 beziehungsweise ,c und ,d wirkenden chemischen ,krfte4 ,letztere betrachtete er ihrem ,wesen nach als identisch mit der allgemeinen ,anziehung oder der ,schwerkraft4 ,sie sollte nur durch die ,gestalt und die ,gre der ,molekle beeinflut sein und infolgedessen als chemische ,anziehung von wechselnder1 indessen fr die einzelnen ,elemente gleichbleibender ,strke in die ,erscheinung treten4 ,nach dem ,sturz der ,phlogistontheorie wurde auch 99,bergmans99 ,verwandtschaftslehre einer ,revision unterzogen4 ,dies geschah durch 99,berthollet991 mit dessen ,ansichten ber die ,affinitt und deren ,ursachen wir uns in einem spteren ,abschnitt beschftigen werden4 99,bergman99 verdient nicht nur als ,theoretiker1 sondern auch als ,entdecker neuer wichtiger ,tatsachen und ,methoden ,beachtung4 ,zunchst einiges ber seinen ,lebensgang4 99,tobern ,bergman99 wurde #agce in einem kleinen ,orte ,westgothlands geboren4 ,er studierte in ,upsala unter 99,linns99 ,einflu smtliche ,zweige der ,naturwissenschaften4 ,im ,jahre #agfg erhielt er dort die ,professur fr ,chemie1 ohne bis dahin ,arbeiten ber dies ,gebiet verffentlicht zu haben4 ,von diesem ,zeitpunkte an bis zu seinem durch beranstrengung allzu frh herbeigefhrten ,tode 7#aghd7 hat 99,bergman99 die ,chemie durch eine groe ,reihe wichtiger ,untersuchungen gefrdert4 ,sein ,ruf drang auch ins ,ausland4 99,friedrich der ,groe99 bemhte sich1 99,bergman99 fr die ,berliner ,akademie zu gewinnen4 ,letzterer lehnte jedoch ab4 ,den ,anfngen der ,analyse auf nassem ,wege1 bei der man den zu untersuchenden ,stoff zunchst in ,lsung bringt1 sind wir im #ag4 ,jahrhundert bei 99,boyle99 begegnet4 ,dem #ah4 ,jahrhundert1 und zwar vornehmlich 99,bergman991 blieb es vorbehalten1 dies ,verfahren zu einem wissenschaftlichen ,hilfsmittel ersten ,ranges auszubilden4 ,er gestaltete die ,analyse auf nassem ,wege im wesentlichen in der ,weise1 wie man sie noch heute handhabt4 ,insbesondere wandte er sie auf die ,untersuchung von ,mineralien an#beg4 ,vermochte er eine ,substanz nicht in ,wasser zu lsen1 so setzte er sie in fein gepulvertem ,zustande der ,wirkung von ,salz-1 ,salpeter- oder ,schwefelsure aus4 ,fr die wenigen ,flle1 in welchen diese ,mittel versagten1 erfand 99,bergman99 die ,methode des ,aufschlieens4 ,sie besteht darin1 da man die ,substanz vor dem ,hinzusetzen von ,suren mit kohlensaurem ,alkali 7,pottasche7 zusammenschmilzt4 ,erst durch diesen wichtigen ,fortschritt in der ,kunst der ,analyse wurde es mglich1 in die ,zusammensetzung der ,silikate einzudringen4 ,eine andere wichtige ,neuerung ist der ,grundsatz1 da die ,analyse nicht die ,bestandteile der zu untersuchenden ,substanz vllig zu isolieren hat1 sondern da es gengt1 die ,bestandteile in leicht kenntliche1 ihrer ,zusammensetzung nach bekannte ,verbindungen berzufhren4 ,so bestimmte 99,bergman99 ,kohlensure durch ,kalkwasser1 ,schwefelsure durch ,chlorbarium1 manche ,metalle nach der ,fllung mit ,alkali oder kohlensaurem ,alkali in der ,form von ,hydroxyden oder ,karbonaten1 die ,metallkalke als kohlensaure ,salze usw4 ,endlich hat 99,bergman99 das ,verdienst1 unter ,anwendung des ,lsungsverfahrens die quantitative ,analyse begrndet zu haben4 ,unabhngig von 99,lavoisier991 dem oft allein die ,begrndung der quantitativen chemischen ,untersuchung zugeschrieben wird1 hat 99,bergman99 von der ,wage schon eine ausgedehnte ,anwendung gemacht4 ,da jene ersten1 von 99,bergman99 ausgefhrten quantitativen ,analysen zum ,teil recht ungenau waren1 darf nicht ,wunder nehmen4 ,so fand er erhebliche ,mengen von ,wasser in ,mineralien1 die chemisch gebundenes ,wasser garnicht enthalten1 z4 ,b4 im ,kalkspat 7#aa7 und im ,witherit 7#bh74 ,offenbar rhrte dies daher1 da 99,bergman99 die zu untersuchende ,substanz noch nicht gengend von der ihr in wechselndem ,verhltnis beigemengten ,feuchtigkeit befreite4 ,einige seiner ,analysen weisen indes schon einen ziemlichen ,grad von ,genauigkeit auf4 ,so fand er fr ,kristallsoda und ,gips folgende ,werte3 ,soda ,gips ,basis #bj 7statt #ba1h7 ,basis #cb 7statt #cb1i7 ,sure #af 7 #ae1d7 ,sure #df 7 #df1c7 ,wasser #fd 7 #fb1h7 ,wasser #bb 7 #bj1h7 ---------------- ----------------- #ajj 7#ajj7 #ajj 7#ajj7 ,die ,ergebnisse der meisten von 99,bergman99 angestellten ,mineralanalysen weichen jedoch von den richtigen ,werten so sehr ab1 da sie wertlos sind und man in ihnen nur 99,bergmans99 ,bemhen achten mu1 als erster sich mit so schwierigen ,aufgaben1 wie sie die quantitative ,analyse der ,mineralien darbietet1 befat zu haben4 ,wir haben 99,bergmans99 ,verdienste um die ,chemie im allgemeinen kennen gelernt4 ,einige seiner ,einzeluntersuchungen drfen aber auch nicht unerwhnt bleiben1 weil man ihnen die ersten wichtigen ,aufschlsse verdankt4 ,sie betreffen den ,salzgehalt der ,mineralwsser und des ,meeres1 sowie die chemische ,zusammensetzung der drei ,eisensorten1 ,schmiedeeisen1 ,gueisen und ,stahl4 ,zur ,untersuchung der ,mineralwsser#beh benutzte 99,bergman99 eine groe ,zahl von ,reagentien4 ,er zeigte1 da ,blutlaugensalz daraus ,eisen als blauen1 ,kupfer als braunen und ,mangan als weien ,niederschlag fllt1 da ,kalk durch ,oxalsure1 ,chlor durch ,silberlsung1 ,schwefelsure durch ,chlorbarium ausgefllt werden4 ,er suchte die ,bestandteile der ,mineralwsser in unlsliche ,verbindungen berzufhren1 trennte verschiedene ,salze durch ,zusatz von ,weingeist usw4 99,bergman99 untersuchte ferner zuerst den ,salzgehalt des ,seewassers unter dem ,gesichtspunkte1 da er es verschiedenen ,tiefen entnahm und den ,gehalt verglich4 ,neben ,kochsalz fand er auch ,chlormagnesium und ,calciumsulfat als ,bestandteile des ,meerwassers4 ,grundlegend fr das ,verstndnis der ,eisenarten war seine vergleichende ,untersuchung von ,schmiedeeisen1 ,stahl und ,gueisen4 ,er behandelte je eine ,probe dieser drei ,eisensorten mit ,sure und fand1 da ,schmiedeeisen am meisten1 ,stahl weniger und ,gueisen am wenigsten ,wasserstoff freimacht4 ,daraus schlo er1 da ,schmiedeeisen das reinste und ,gueisen das am wenigsten reine ,eisen ist1 whrend ,stahl eine mittlere ,stelle einnimmt4 ,in bereinstimmung hiermit hinterblieb denn auch beim ,lsen von ,schmiedeeisen der geringste1 beim ,lsen von ,gueisen der grte ,rckstand4 ,letzteren erkannte er als ,graphit4 ,er fate dementsprechend die ,eisenarten ganz richtig als ,vereinigungen von ,eisen mit mehr oder weniger ,kohlenstoff auf4 99,bergman99 wies ferner nach1 da die sogenannte ,kaltbrchigkeit des ,eisens von einem ,phosphorgehalt herrhrt#bei4 ,es ist bemerkenswert1 da die ,entphosphorung des ,eisens durch ,zusatz von ,kalk1 ein ,verfahren1 auf dem der heute in so groartigem ,mastabe eingefhrte ,thomasproze beruht1 schon um jene ,zeit in ,schweden in ,vorschlag gebracht wurde#bfj4 #aj4 ,der ,eintritt der ,chemie in das ,zeitalter der quantitativen ,untersuchungsweise4 ,eins der grten ,ereignisse in der ,entwicklung der ,chemie war die den ,beginn einer neuen ,epoche bedeutende ,aufklrung des ,verbrennungsprozesses durch 99,lavoisier994 ,zwar hatte 99,john ,mayow99 schon im #ag4 ,jahrhundert die ,verbrennung der ,metalle ganz richtig als einen unter ,gewichtszunahme erfolgenden ,hinzutritt eines ,bestandteiles der ,luft zu dem ,metall betrachtet4 99,mayows99 ,versuchen und ,ausfhrungen fehlte jedoch noch die durchschlagende ,beweiskraft1 wie sie nur auf quantitativer ,grundlage erwachsen konnte4 ,auch fanden seine ,arbeiten nicht die verdiente ,beachtung1 ja sie waren in dem ,zeitraum1 der uns jetzt beschftigt1 fast in ,vergessenheit geraten1 obgleich die ,erklrung des ,verbrennungsprozesses gerade der ,angelpunkt blieb1 um den sich seitdem die chemische ,forschung gedreht hatte4 ,da 99,scheele99 nicht zum ,verstndnis der von ihm so musterhaft durchforschten ,erscheinungen hindurchdrang1 lag daran1 da auch er nicht in gengendem ,mae die quantitativen ,beziehungen1 die zwischen ihnen obwalten1 bercksichtigte4 ,sobald dies geschah1 mute bei der ,stufe1 auf welche die ,chemie durch ihn und 99,priestley99 gelangt war1 der ,schleier1 der die ,wahrheit verhllte1 mit einem ,male fallen4 ,es bedurfte hierzu keiner neuen ,entdeckung1 sondern nur der folgerichtigen ,anwendung des ,messens und des ,wgens auf den bekannt gewordenen ,verlauf der ,erscheinungen4 ,diesen wichtigen ,schritt getan zu haben1 ist das unbestreitbare1 groe ,verdienst des ,franzosen 99,lavoisier994 ,die ,verschiedenheit in dem ,verfahren 99,lavoisiers99 und 99,scheeles99 tritt am deutlichsten hervor1 wo wir beide ,forscher mit der ,untersuchung desselben ,gegenstandes beschftigt finden4 ,whrend des #ag4 ,jahrhunderts hatte sich besonders auf ,grund eines durch 99van ,helmont99 bekannt gegebenen ,versuches#bfa die ,meinung gebildet1 da sich ,wasser in feste1 erdige ,stoffe verwandeln lasse4 ,im #ah4 ,jahrhundert waren ,zweifel hiergegen laut geworden4 ,sowohl 99,scheele991 wie auch 99,lavoisier99 lieen es sich angelegen sein1 die ,entscheidung auf dem ,wege des ,experiments herbeizufhren4 ,ich go1 sagt ersterer#bfb1 ein halbes ,lot destilliertes ,schneewasser in einen glsernen ,kolben1 der mit einem dnnen1 eine ,elle langen ,halse versehen war1 und verschlo ihn mit einem genau passenden ,kork4 ,darauf hing ich diesen ,kolben ber einer brennenden ,lampe auf und unterhielt das ,wasser zwlf ,tage und ,nchte in bestndigem ,kochen4 ,als es zwei ,tage gekocht1 hatte es ein etwas weiliches ,aussehen erhalten4 ,nach sechs ,tagen war es wie ,milch1 und am zwlften ,tage schien es schon dick zu sein4 ,der ,kolben zeigte sich auf seiner inneren ,flche1 soweit das kochende ,wasser gestanden hatte1 korrodiert4 ,und die das ,wasser trbende1 zum ,teil darin gelste ,substanz enthielt1 wie die qualitative ,untersuchung ergab1 die ,bestandteile1 welche das ,glas zusammensetzen1 nmlich ,alkali1 ,kalk und ,kieselsure4 ,konnte ich1 fhrt 99,scheele99 fort1 wohl lnger zweifeln1 da das ,wasser durch das bestndige ,kochen das ,glas zersetzen kann8 ,die ,erde1 die ich erhielt1 war von nichts weniger als aus dem ,wasser entstanden4 ,ganz anders verfhrt 99,lavoisier99#bfc und gelangt dennoch zu dem gleichen ,ergebnis4 ,ihm wrde die qualitative ,analyse der im ,wasser befindlichen ,stoffe groe ,schwierigkeiten bereitet haben4 99,lavoisier99 bedarf einer solchen aber auch garnicht1 sondern er entscheidet die ,frage auf rein quantitativem ,wege4 ,er bringt ,wasser in ein ,glasgef1 wgt und verschliet es und erhlt den ,inhalt etwa #ajj ,tage auf ,siedewrme4 ,darauf zeigt es sich1 da das entleerte ,gef gerade so viel an ,gewicht verloren hat1 wie die von dem ,wasser gelsten und nach dem ,verdampfen zurckbleibenden ,stoffe wiegen4 ,wie in diesem ,falle1 so verfuhr 99,lavoisier99 bei allen ,untersuchungen4 ,die qualitative ,seite der von ihm studierten ,vorgnge war meist durch die ,arbeiten der ,phlogistiker gengend bekannt geworden4 ,durch die ,genauigkeit seiner ,messungen und ,wgungen1 sowie durch die logische ,schrfe der daran sich anschlieenden ,folgerungen verstand es 99,lavoisier991 das verknpfende ,band zu finden und ein chemisches ,system1 sowie eine ,nomenklatur zu schaffen1 welche die ,einreihung und die ,beschreibung aller bekannten und der spter entdeckten ,erscheinungen leicht ermglichten4 99,antoine ,laurent ,lavoisier99 wurde am #bf4 ,august des ,jahres #agdc zu ,paris geboren4 ,sein ,vater1 welcher durch den ,handel zu bedeutendem ,vermgen gelangt war1 besa ein groes ,interesse fr die ,naturwissenschaften und lie seinen ,sohn durch ausgezeichnete ,gelehrte darin unterrichten4 ,insbesondere fesselte den jungen 99,lavoisier991 der auch eine vorzgliche mathematische ,ausbildung erhielt1 die ,chemie in ihrer ,anwendung auf das praktische ,leben4 ,kaum #bj ,jahre alt1 lste er eine von der franzsischen ,regierung gestellte technische ,aufgabe4 ,gromtig berlie er den ihm zugefallenen ,preis seinen ,mitbewerbern1 um diesen die ihnen erwachsenen ,unkosten zu ersetzen1 und begngte sich mit der gleichfalls an den ,preis geknpften ,denkmnze4 ,mit #be ,jahren 7#agfh7 wurde 99,lavoisier99 ,mitglied der ,akademie der ,wissenschaften4 ,bald darauf erhielt er die ,stelle eines ,generalpchters4 ,die hohen ,einknfte1 die damit verbunden waren1 verwandte er auf seine1 bedeutende ,mittel erfordernden ,experimentalarbeiten4 ,spter bertrug man ihm die ,verwaltung der ,salpeter- und der ,pulverfabriken1 eine ,stellung fr die 99,lavoisier99 seiner chemischen ,kenntnisse und seines ,scharfblickes in allen praktischen ,dingen wegen hervorragend geeignet war4 ,der wichtigste ,vorlufer 99,lavoisiers99 war 99,mayow994 ,wir haben uns mit seinen ,versuchen und ,anschauungen schon an frherer ,stelle eingehend beschftigt 7,bd4 ,,ii1 ,s4 #aij74 ,eine ,untersuchung der ,gewichtszunahme1 welche die ,metalle beim ,verkalken erfahren1 rhrt von dem franzsischen ,arzt 99,jean ,rey99 7 #afde7 her4 ,die ,abhandlung 99,reys99 erschien im ,jahre #afcjbfd4 99,rey99 wurde zu seiner ,untersuchung durch eine ,mitteilung eines ,apothekers angeregt4 ,letzterer hatte das ,zinn1 das er in einem eisernen ,kessel schmelzen und verkalken wollte1 vorher gewogen4 ,nachdem sich alles ,zinn in den weien ,kalk verwandelt hatte1 wog er die ,masse wieder und fand zu seinem ,erstaunen1 da sie erheblich mehr wog als das in den ,kessel geschttete ,zinn4 ,er wandte sich deshalb an 99,rey99 mit der ,bitte um eine ,erklrung dieser merkwrdigen ,tatsache4 99,rey99 erkannte wohl1 da die ,luft bei der ,verkalkung eine ,rolle spielt4 ,er schrieb der ,luft ,schwere zu1 bevor 99,torricelli99 und 99,guericke99 ihre grundlegenden ,versuche ber den ,druck und das ,gewicht der ,luft angestellt hatten4 ,trotzdem kam 99,rey99 noch nicht auf den ,gedanken1 da die ,verkalkung in der ,vereinigung der ,luft mit dem ,metall besteht4 ,er ist vielmehr der ,ansicht1 die ,luft vermische sich mit dem ,kalk und hnge nun fest an dessen kleinsten ,teilchen#bfe4 99,lavoisier99 hatte bei 99,boyle99 gelesen1 da ,blei und ,zinn1 wenn man sie in mit ,luft gefllten1 verschlossenen ,gefen erhitzt1 unter ,zunahme ihres ,gewichtes in die entsprechenden ,metallkalke bergehen4 ,da sich diese ,erscheinung mit der herrschenden ,theorie garnicht vereinigen lie1 fate 99,lavoisier99 den ,entschlu1 die ,verkalkung durch ,versuche und deren vorurteilsfreie ,deutung auf ihre wahre ,ursache zurckzufhren4 ,er brachte eine abgewogene ,menge ,zinn in eine ,retorte1 verschlo sie vollkommen und erhitzte1 bis das ,zinn verkalkt war4 ,wurde die ,retorte nach dem ,erkalten von neuem gewogen1 so zeigte es sich1 da ihr ,gewicht dasselbe geblieben4 ,die ,annahme 99,boyles991 die ,verkalkung bestehe darin1 da ein hypothetischer ,stoff die ,wnde der ,retorte durchdringe und mit dem ,metall eine ,verbindung eingehe1 erwies sich somit als unhaltbar4 ,nach dieser ,feststellung wurde die ,retorte geffnet2 es drang ,luft in sie hinein1 und die ,retorte besa infolgedessen jetzt ein greres ,gewicht4 ,die entstandene ,zinnasche wurde nun gewogen und es zeigte sich1 da der ,zuwachs an ,gewicht1 den die ,retorte durch das ,eindringen der ,luft erfuhr1 genau so gro war1 wie diejenige ,zunahme1 die vorher das ,zinn innerhalb der ,retorte erfahren hatte4 ,diese ,versuche lieen fr die ,verkalkung der ,metalle keine andere ,deutung zu1 als da sich diese ,stoffe unter entsprechender ,vermehrung ihres ,gewichtes mit der ,luft verbinden4 ,im ,jahre #aggb berichtete 99,lavoisier99 der ,akademie ber diese ,ergebnisse4 ,die gewonnene ,erkenntnis mute jedoch unzulnglich bleiben1 solange 99,lavoisier99 die ,zusammensetzung der ,atmosphre nicht bekannt war4 ,erst als 99,priestley99 #aggd bei einem ,besuche in ,paris 99,lavoisier99 mit dem ,sauerstoff und dessen ,darstellung aus rotem ,quecksilberoxyd vertraut gemacht hatte1 war dem franzsischen ,forscher der ,schlssel zum vollen ,verstndnis seiner ,versuche gegeben4 ,bald darauf erschien denn auch die ,arbeit 99,lavoisiers991 die das ,wesen der ,verbrennung und der ,reduktion in das klarste ,licht stellte4 ,die ,verbrennung1 welcher die ,verkalkung der ,metalle analog ist1 besteht danach in der ,vereinigung des brennbaren ,krpers mit dem einen1 die ,verbrennung unterhaltenden ,bestandteil der ,luft1 der dephlogistisierten oder ,feuerluft der frheren ,chemiker1 die 99,lavoisier99 zunchst als reine ,luft und spter1 nachdem er ihre ,bedeutung fr die ,bildung der ,suren erkannt hatte1 als ,sauerstoff bezeichnete4 ,die ,chemie gibt1 sagt 99,lavoisier99 bei der ,schilderung seiner ,versuche1 im allgemeinen zwei ,mittel an die ,hand1 die ,zusammensetzung einer ,substanz zu bestimmen1 die ,synthese und die ,analyse4 ,man darf sich nicht eher zufrieden geben1 bis man diese beiden ,arten der ,prfung hat vereinigen knnen4 ,diesen ,vorteil bietet die ,untersuchung der atmosphrischen ,luft2 sie lt sich zerlegen und wieder zusammensetzen4 ,illustration3 ,abb4 #bg4 ,kolben zur ,analyse der atmosphrischen ,luft4 799,lavoisier991 ,oeuvres4 ,tome ,i1 ,pl4 ,,ii1 ,fig4 #ad47 ,illustration3 ,abb4 #bh4 ,die ,analyse der atmosphrischen ,luft durch ,erhitzen von ,quecksilber in einer abgeschlossenen ,luftmenge4 799,lavoisier991 ,oeuvres1 ,tome ,i1 ,pl4 ,,iv1 ,fig4 #b47 99,lavoisier99 nahm einen langhalsigen ,kolben 7,abb4 #bg7 von etwa #cf ,kubikzoll ,inhalt4 ,er bog ihn in der ,weise1 da er in einen ,ofen ,,mmnn gelegt werden konnte1 whrend das ,ende ,e unter der ,glocke ,,fg in eine ,quecksilberwanne ,,rr mndete 7,abb4 #bh74 ,in diesen ,kolben brachte er #d ,unzen sehr reines ,quecksilber4 ,darauf fhrte er einen ,heber unter die ,glocke ,,fg und sog1 bis sich das ,quecksilber bis ,,ll gehoben hatte4 ,er bezeichnete dieses ,niveau sorgfltig und beobachtete genau den ,barometerstand und die ,temperatur4 ,nachdem diese ,vorbereitungen getroffen waren1 zndete 99,lavoisier99 in dem ,ofen ein ,feuer an und erhitzte das ,quecksilber ununterbrochen zwlf ,tage lang bis zu seinem ,siedepunkte4 ,whrend des ersten ,tages ereignete sich nichts ,bemerkenswertes4 ,am zweiten ,tage sah er1 wie auf der ,oberflche des ,quecksilbers kleine rote ,flecken auftraten4 ,sie nahmen bis zum fnften ,tage an ,zahl und ,gre zu4 ,darauf hrten sie auf zu wachsen und verblieben in demselben ,zustande4 ,sobald die ,verkalkung des ,quecksilbers keinen ,fortschritt mehr machte1 lie 99,lavoisier99 das ,feuer ausgehen und die ,gefe erkalten4 ,das ,volumen der gesamten ,luft1 die sich in dem ,kolben und unter der ,glocke befand1 betrug1 auf einen ,druck von #bh ,zoll und #aj ,temperatur reduziert1 vor dem ,versuche fnfzig ,kubikzoll4 ,nach der ,beendigung des ,versuches waren unter den gleichen ,temperatur- und ,druckverhltnissen nur noch #db-dc ,kubikzoll vorhanden4 ,es hatte demnach eine ,verminderung des ,volumens um etwa #a_/f stattgefunden4 99,lavoisier99 sammelte darauf die rote ,masse1 die sich gebildet hatte1 sorgfltig und befreite sie1 so viel wie mglich1 vom ,quecksilber4 ,ihr ,gewicht betrug #de ,gran#bff4 ,die ,luft1 welche nach diesem ,versuch zurckblieb und durch die ,verkalkung des ,quecksilbers auf #e_/f ihres ursprnglichen ,volumens vermindert war1 erwies sich weder zur ,atmung1 noch zur ,verbrennung mehr geeignet4 ,tiere1 die man hineinbrachte1 starben nach wenigen ,augenblicken1 und ein ,licht erlosch darin sofort4 ,darauf brachte 99,lavoisier99 die #de ,gran der entstandenen roten ,substanz in ein kleines ,glasgef4 ,letzteres setzte er mit einem zum ,auffangen etwaiger flssiger und gasfrmiger ,produkte geeigneten ,apparat in ,verbindung4 ,als er das ,gef erhitzte1 begann der rote ,krper an ,umfang zu verlieren und in wenigen ,minuten war er ganz verschwunden4 ,gleichzeitig hatten sich in dem kleinen ,rezipienten #da ,gran flssiges ,quecksilber verdichtet1 und unter der ,glocke waren #g-h ,kubikzoll eines ,gases aufgetreten1 das viel besser als die atmosphrische ,luft die ,verbrennung und ,atmung zu unterhalten imstande war4 ,diesem ,gas1 sagt 99,lavoisier991 das 99,priestley991 99,scheele99 und ich fast gleichzeitig entdeckten1 will ich den ,namen ,sauerstoff geben1 weil es eine seiner wichtigsten ,eigenschaften ist1 ,suren zu bilden1 indem es sich mit den meisten ,substanzen vereinigt4 ,beim ,nachdenken ber die ,umstnde dieses ,versuches erkennt man1 da das ,quecksilber1 indem es sich verkalkt1 den respirablen ,teil der ,luft aufnimmt1 und da der ,teil der ,luft1 der brig bleibt1 unfhig ist1 die ,verbrennung und die ,atmung zu unterhalten4 ,die atmosphrische ,luft ist also aus zwei ,gasen von verschiedener1 man mchte fast sagen entgegengesetzter1 ,natur zusammengesetzt4 ,die ,probe auf diese wichtige ,entdeckung machte 99,lavoisier99 in folgender ,weise3 ,er vereinigte die beiden ,gase wieder in dem aufgefundenen ,verhltnis 7#db 3 #h7 und erhielt auf diese ,weise ein ,gas1 das in jeder ,hinsicht mit der atmosphrischen ,luft bereinstimmt und in demselben ,mae wie diese geeignet ist1 die ,verbrennung1 die ,atmung und die ,verkalkung der ,metalle zu unterhalten4 ,erhitzte 99,lavoisier99 die rote ,quecksilberasche nicht fr sich1 sondern unter ,zusatz von ,kohle1 so bildete sich an ,stelle von ,sauerstoff fixe ,luft4 ,letztere1 so folgerte 99,lavoisier991 kann also nur in der ,vereinigung von ,kohlenstoff und ,sauerstoff bestehen4 ,dieser ,schlu findet eine weitere ,besttigung1 indem 99,lavoisier99 beim ,verbrennen von ,holzkohle in ,sauerstoff gleichfalls fixe ,luft 7,,co#b7 erhlt4 ,dasselbe ,gas trat auf1 als er anstatt ,holzkohle ,diamant nahm1 der vermittelst groer ,brennspiegel in einem mit ,sauerstoff gefllten ,glasgef entzndet wurde4 ,erst durch diese ,abnderung des etwa #ajj ,jahre frher in ,florenz gemachten ,versuches war das ,wesen jenes merkwrdigen ,minerals erkannt2 der ,diamant war danach nichts als kristallisierter ,kohlenstoff4 ,eine andere merkwrdige ,erscheinung1 die man mit dem ,florentiner ,versuch gar nicht in ,einklang bringen konnte1 die ,erscheinung nmlich1 da der ,diamant1 in ,kohlenpulver verpackt1 der grten ,hitze ausgesetzt werden kann1 ohne sich zu verndern1 fand jetzt gleichfalls ihre ,erklrung4 ,der ,diamant ist eben eine unschmelzbare ,substanz1 welche durch die ,hitze nicht etwa als solche verflchtigt wird1 sondern sich nur bei ,gegenwart von ,sauerstoff in eine gasfrmige ,verbindung1 in fixe ,luft oder ,kohlendioxyd verwandelt4 ,in einer die ,verkalkung betreffenden1 an 99,boyle99 anknpfenden quantitativen ,arbeit vom ,jahre #aggb hatte 99,lavoisier99 seine ,untersuchung auch auf ,phosphor und ,schwefel ausgedehnt und fr diese ,krper eine analoge1 mit ihrer ,verbrennung ,hand in ,hand gehende ,vermehrung des ,gewichtes festgestellt4 ,was lag nher1 als diese ,vermehrung gleichfalls auf eine ,vereinigung mit dem ,sauerstoff zurckzufhren8 99,lavoisier99 brachte deshalb in eine durch ,quecksilber abgesperrte ,luftmenge ,phosphor1 den er zum ,teil verbrannte4 ,nach ,beendigung dieser ,verbrennung lie sich der brige ,phosphor schmelzen und ins ,sieden bringen1 ohne da wieder eine ,entzndung eingetreten wre4 ,letztere erfolgte erst1 wenn von neuem ,luft unter die ,glocke gelangt war4 ,illustration3 ,abb4 #bi4 ,die ,verbrennung von ,phosphor unter einer ,glasglocke4 799,lavoisier991 ,oeuvres4 ,tome ,i4 ,pl4 ,,iv1 ,fig4 #c74 ,die ,verbrennung des ,phosphors in reinem ,sauerstoff bewerkstelligte 99,lavoisier99 folgendermaen3 ,er fllte eine ,glasglocke von etwa #f ,litern ,inhalt mit ,sauerstoff und brachte #fa ,gran ,phosphor hinein4 ,das ,quecksilber stand in der ,glocke auf der ,hhe ,,ef4 ,darauf entzndete 99,lavoisier99 den ,phosphor mit einem gebogenen1 erhitzten ,eisen4 ,die ,verbrennung vollzog sich sehr rasch unter bedeutender ,entwicklung von ,wrme und ,licht4 ,im ersten ,augenblicke fand infolge der ,erwrmung eine betrchtliche ,ausdehnung des ,sauerstoffes statt2 bald aber stieg das ,quecksilber ber sein frheres ,niveau hinaus1 und es trat eine betrchtliche ,abnahme ein4 ,gleichzeitig bedeckte sich das ganze ,innere der ,glocke mit weien ,flocken4 ,die ,menge des ,sauerstoffs betrug unter ,bercksichtigung aller ,korrekturen zu ,beginn des ,versuches #afb ,kubikzoll2 am ,ende desselben waren nur noch #bc ,kubikzoll vorhanden2 die absorbierte ,menge betrug also #ach ,kubikzoll oder #fi1cge ,gran4 ,der ,phosphor war nicht gnzlich verbrannt1 es verblieben in dem ,schlchen einige ,stcke1 die gewaschen wurden1 um sie von den entstandenen weien ,flocken zu trennen4 ,sie ergaben getrocknet ein ,gewicht von etwa #af ,gran4 ,die ,menge des verbrannten ,phosphors ergab sich demnach gleich #de ,gran4 ,bei diesem ,versuch hatten sich also #de ,gran ,phosphor mit #fi1cge ,gran ,sauerstoff verbunden4 ,da nichts ,wgbares durch das ,glas entweichen konnte1 so mute das ,gewicht der ,substanz1 welche bei dieser ,verbrennung entstanden war und sich in weien ,flocken abgesetzt hatte1 gleich der ,summe der ,gewichte des ,sauerstoffs und des ,phosphors sein1 also gleich #aad1cge ,gran4 ,diese ,beispiele zeigen uns1 wie 99,lavoisier99 bestrebt war1 jeden ,vorgang qualitativ und quantitativ zu verfolgen4 ,die erhaltenen ,ergebnisse weichen allerdings oft von den heutigen ,werten nicht unbetrchtlich ab4 ber die qualitative ,seite des zuletzt geschilderten ,vorgangs berichtet 99,lavoisier99 folgendes3 ,der ,phosphor verwandelt sich infolge seiner ,verbrennung1 mag sie in gewhnlicher ,luft oder in ,sauerstoff stattfinden1 wie erwhnt1 in eine weie1 flockige ,substanz und erhlt ganz neue ,eigenschaften4 ,er wird nicht nur lslich in ,wasser1 whrend er vorher darin unlslich war1 sondern er zieht auch die in der ,luft enthaltene ,feuchtigkeit erstaunlich schnell an und wird zu einer ,flssigkeit von viel grerem spezifischem ,gewicht als ,wasser4 ,vor seiner ,verbrennung ist der ,phosphor fast geschmacklos2 durch seine ,vereinigung mit ,sauerstoff nimmt er einen stark sauren ,geschmack an4 ,er geht endlich aus der ,klasse der brennbaren ,substanzen in diejenige der unverbrennlichen ber und wird das1 was man eine ,sure nennt4 ,da sich bei der ,vereinigung von ,phosphor und ,schwefel mit ,sauerstoff die ,anhydride von ,phosphorsure und schwefliger ,sure bilden1 von denen das letztere durch weitere ,oxydation und ,zutritt von ,wasser in ,schwefelsure bergeht1 so wurde das bisher als reine ,luft bezeichnete ,gas von 99,lavoisier99 als surebildendes ,prinzip angesprochen4 ,diese ,ansicht1 welche spter1 als man in der ,salz- und in der ,blausure sauerstofffreie ,verbindungen kennen lernte1 eine wesentliche ,einschrnkung erfuhr1 fand durch 99,lavoisiers99 ,untersuchung der ,salpetersure#bfg eine wesentliche ,sttze4 99,lavoisier99 lste eine abgewogene ,menge ,quecksilber in ,salpetersure 7,,hno#c7 auf2 dabei entwickelte sich das von 99,priestley99 als ,salpeterluft 7,,no#b7 bezeichnete ,gas4 ,wurde die nach dem ,eindampfen erhaltene ,verbindung 7,hg,,no#cb7 erhitzt1 so fand eine weitere ,entwicklung von ,salpeterluft statt1 und es blieb rotes ,quecksilberoxyd zurck#bfh1 das beim ,glhen in ,sauerstoff und ein der angewandten ,menge gleiches ,quantum ,quecksilber zerfiel4 ,da das ,quecksilber vllig wieder erhalten wurde1 konnten der ,sauerstoff und die ,salpeterluft nur der ,salpetersure entstammen4 ,durch die ,vereinigung dieser beiden ,gase mit ,wasser gelang es 99,lavoisier991 auch die ,salpetersure wiederherzustellen und so durch die ,synthese seinen ,schlssen doppeltes ,gewicht zu verleihen4 ,vllig aufgeklrt wurde die chemische ,natur der ,salpetersure durch das ,hinzutreten einer wichtigen1 von dem ,phlogistiker 99,cavendish99 herrhrenden ,entdeckung4 ,ausgehend von 99,priestleys99 ,beobachtung1 da die ,luft durch fortgesetzte ,einwirkung des elektrischen ,funkens eine chemische ,vernderung erleidet1 zeigte 99,cavendish991 da sich hierbei die ,gemengteile der ,luft zu ,salpetersure verbinden#bfi4 ,durch diesen synthetischen ,versuch und die von 99,lavoisier99 herrhrende ,analyse war die hinsichtlich der ,salpetersure gestellte ,aufgabe gelst4 ,da der durch ,sttigen von ,salpetersure mit ,alkali erhaltene ,salpeter gleichfalls ,sauerstoff enthlt1 wies 99,lavoisier99 dadurch nach1 da sich beim ,erhitzen von ,salpeter mit ,kohle fixe ,luft 7,,co#b7 entwickelt4 ,wie die ,verbrennung1 so wurde durch die neue ,theorie auch die ,atmung in das rechte ,licht gestellt4 ,sie besteht nach 99,lavoisier99 in der ,verbindung von ,sauerstoff mit den ,bestandteilen der organischen ,substanz4 ,wie bei der ,verbrennung1 so wird auch hierbei ,wrme frei4 ,in dem wesentlichsten ,erzeugnis der ,atmung1 dem ,kohlendioxyd1 stammt der ,kohlenstoff aus dem ,organismus1 der ,sauerstoff dagegen aus der ,atmosphre4 ,die ,analogie zwischen beiden ,vorgngen wird von 99,lavoisier99 ferner daraus erschlossen1 da er ,kohlendioxyd und ,wasser auch bei der ,verbrennung organischer ,substanzen1 wie ,alkohol1 l und ,wachs1 erhielt4 ,indem 99,lavoisier99 aus der ,menge des entstandenen ,kohlendioxyds und ,wassers den ,kohlenstoff- und ,wasserstoffgehalt der verbrannten ,substanzen ermittelte1 wurde er zum ,begrnder der ,elementaranalyse4 ,den ,vorgang der ,grung fate 99,lavoisier99 ganz richtig auf als den ,zerfall einer ternren1 d4 h4 einer aus drei ,elementen 7,c1 ,h und ,o7 bestehenden organischen ,verbindung1 des ,zuckers nmlich1 in den eine relativ geringere ,menge ,sauerstoff enthaltenden ,alkohol und das binre1 an ,sauerstoff reiche ,kohlendioxyd4 ,liee sich eine ,vereinigung des ,alkohols mit dem ,kohlendioxyd bewirken1 so mte sich1 wie 99,lavoisier99 ganz richtig ausfhrt1 wieder ,zucker ergeben4 ,sein weiteres ,bemhen war darauf gerichtet1 fr die von ihm untersuchten ,substanzen das ,gewichtsverhltnis ihrer ,bestandteile festzustellen4 ,so bestimmte er die quantitative ,zusammensetzung des ,kohlendioxyds1 indem er eine abgewogene ,menge ,kohle vermittelst ,mennige oxydierte4 ,aus dem ,gewichtsverlust1 den die ,mennige dabei erlitt1 berechnete er fr ,kohlendioxyd #gb1a ,sauerstoff1 ein ,ergebnis1 das dem wahren ,wert 7#gb1g7 ziemlich nahe kommt4 ,zu ,beginn der #hj;er ,jahre des #ah4 ,jahrhunderts gelangte 99,lavoisier99 durch seine eigenen und die von 99,cavendish99 gefhrten ,untersuchungen auch ber die ,natur des ,wassers vollkommen ins reine4 99,cavendish99 hatte #agha den ,nachweis geliefert1 da sich bei der ,vereinigung von ,wasserstoff und ,sauerstoff ausschlielich ,wasser bildet1 wobei sich #ajj ,raumteile ,sauerstoff mit #bja1e ,raumteilen ,wasserstoff verbinden sollten4 ,erst viel spter erkannte man1 da in ,wahrheit das einfache ,verhltnis #ajj 3 #bjj obwaltet4 ,auf die ,synthese lie 99,lavoisier99 die ,analyse des ,wassers folgen1 indem er ,dampf durch eine ,rhre leitete1 in der sich glhendes ,eisen befand4 ,bei diesem ,versuche wurde das ,eisen unter ,freiwerden von ,wasserstoff oxydiert4 ,die ,zersetzung von #ajj ,gewichtsteilen ,wasser ergab eine durch den ,sauerstoff des letzteren bewirkte ,zunahme des ,eisens um #he ,teile1 whrend #ae ,teile ,wasserstoff aufgefangen wurden1 ein ,resultat1 das von der ,wahrheit erheblich abwich1 da sptere ,versuche fr die ,elemente des ,wassers das ,verhltnis #hi 3 #aa ergeben haben4 ,in der ,mitte der #hj;er ,jahre stand die antiphlogistische ,theorie1 deren ,entwicklung wir in vorstehendem kennen gelernt haben1 in ihren ,grundzgen vollendet da4 ,einige ,jahre spter erfuhr sie durch 99,lavoisier99 eine lichtvolle ,darstellung in seinem ,lehrbuch der ,chemie1 dem die im vorstehenden mitgeteilten ,proben seiner ,experimentierkunst entnommen sind4 ,alles ,bemhen1 die ,phlogistontheorie zu retten1 war vergeblich2 sie wurde mit 99,scheele99 und 99,priestley99 zu ,grabe getragen4 ,indes sollte 99,lavoisier99 die allgemeine ,anerkennung der neuen ,lehre nicht mehr erleben#bgj4 ,das ,jahr1 in welchem sein soeben erwhntes ,lehrbuch erschien1 war auch das ,geburtsjahr der franzsischen ,revolution4 ,die konstituierende ,nationalversammlung hatte noch 99,lavoisiers99 ,dienste in ,anspruch genommen4 ,whrend der ,schreckenszeit erinnerte man sich aber der einflureichen ,stellung1 die er unter dem ,knigtum bekleidet hatte1 und verurteilte ihn auf die nichtige ,anklage hin1 da die von ihm verwaltete ,regie den ,tabak verschlechtert habe1 zum ,tode4 ,als ein ,freund den ,mut besa1 den ,richtern gegenber 99,lavoisiers99 ,verdienste um die ,wissenschaft hervorzuheben1 erhielt er die den tollen ,geist des ,aufruhrs kennzeichnende ,antwort3 ,nous n'avons plus besoin des savants4 ,so starb denn 99,lavoisier99 gefat und ruhig am #h4 ,mai des ,jahres #agid4 ,der ,einflu1 welchen die von ihm geschaffenen ,lehren und ,methoden ausgebt haben1 ist ein gewaltiger gewesen4 ,die ,chemie trat jetzt der ,astronomie und der ,physik1 die gleichfalls ihr ,emporblhen der ,befolgung des quantitativen ,verfahrens verdankten1 als ebenbrtig an die ,seite4 ,mit dem ,auftreten 99,lavoisiers99 gelangte ferner ein ,grundsatz zu allgemeiner ,anerkennung1 der fr das quantitative ,verfahren eine unerlliche ,vorbedingung bildet4 ,es ist dies der ,satz1 da bei chemischen ,vorgngen nichts entsteht und nichts vergeht1 sondern da die ,summe der in den ,proze eintretenden ,stoffe eine unvernderliche ,gre ist4 ,gegen diesen ,satz1 der fast selbstverstndlich zu sein scheint und dennoch das ,ergebnis der ,erfahrung ist1 wurde sogar noch von hervorragenden ,chemikern des #ah4 ,jahrhunderts gefehlt#bga4 ,mit gleicher ,schrfe erfate 99,lavoisier99 den von 99,boyle99 herrhrenden ,begriff des chemischen ,elementes4 ,er versteht darunter jede ,substanz1 die nicht in einfachere zerlegt werden kann4 ,als ,elemente in diesem ,sinne gelten ihm die damals allein bekannten schweren ,metalle und die als ,metalloide bezeichneten ,grundstoffe1 nmlich ,sauerstoff1 ,wasserstoff1 ,stickstoff1 ,kohlenstoff1 ,schwefel und ,phosphor4 ,die ,alkalien und die ,erden htten der gegebenen ,erklrung gem zwar auch als ,elemente betrachtet werden mssen1 doch spricht 99,lavoisier99 schon die ,vermutung aus1 da diese in mancher ,hinsicht den ,metallkalken hnlichen ,stoffe ,verbindungen bisher unbekannter ,metalle mit ,sauerstoff seien1 eine ,vermutung1 welche durch die spteren elektrochemischen ,forschungen eine glnzende ,besttigung erhalten sollte4 99,lavoisier99 stand mit seinen ,ansichten lange allein4 ,zuerst neigten sich seiner ,lehre bedeutende ,physiker und ,mathematiker zu1 unter denen vor allem 99,laplace99 zu nennen ist4 ,es fehlte diesen ,mnnern jedoch auf dem ,gebiete der ,chemie die erforderliche ,autoritt1 um den neuen1 umwlzenden ,anschauungen zum ,siege zu verhelfen4 ,der erste hervorragende ,vertreter dieser ,wissenschaft1 der sich zur antiphlogistischen ,theorie bekannte1 war 99,berthollet994 ,seine ,untersuchungen ber die chemische ,verwandtschaft sind fr die sptere ,entwicklung der physikalischen ,chemie von groer ,wichtigkeit gewesen4 99,berthollets99 ,leben ist mehr als dasjenige irgend eines anderen ,forschers mit den groen politischen und wirtschaftlichen ,umwlzungen verknpft gewesen1 die ,frankreich im ,revolutionszeitalter erfuhr4 ,eine ,schilderung dieser ,gelehrtenlaufbahn lt erkennen1 in welchem ,grade der gewaltige ,aufschwung und die ,entfaltung aller ,volkskrfte des damaligen ,frankreichs mit dem ,emporblhen der ,experimentalwissenschaft und der ,technik ,hand in ,hand gingen4 99,claude ,louis ,berthollet99 wurde #agdh in ,savoyen geboren4 ,er widmete sich zunchst dem ,studium der ,medizin und wurde #aggb in ,paris ,leibarzt des ,herzogs von ,orleans4 ,in dieser ,stellung fand er ,mue1 sich eingehend mit chemischen ,untersuchungen zu beschftigen4 ,letztere betrafen wie diejenigen 99,lavoisiers99 die ,rolle der atmosphrischen ,luft und trugen 99,berthollet99 im ,jahre #aghj die ,mitgliedschaft der ,akademie der ,wissenschaften ein4 ,bald darauf bertrug ihm die ,regierung die technische ,aufsicht ber ihre ,frbereien4 ,die ,folge davon war1 da diese ,betriebe mit vielen ,verbesserungen versehen wurden1 die 99,berthollet99 in einem ,werke zusammenfassend dargestellt hat4 ,zu diesen ,verbesserungen gehrte1 um eine der bekanntesten zu erwhnen1 die ,anwendung des ,chlors als ,bleichmittel4 ,eine ganz hervorragende ,ttigkeit auf dem ,gebiete der technischen ,chemie entfaltete 99,berthollet991 als sein ,vaterland infolge des ,ausbruchs der ,revolutionskriege vom ,auslande abgeschnitten und ganz auf seine eigenen ,hilfsquellen angewiesen war4 ,insbesondere waren es die ,stahlbereitung und die ,salpeterfabrikation1 die unter 99,berthollets99 ,fhrung einen groen ,aufschwung nahmen4 ,die ,revolutionsstrme wrden 99,berthollet99 wie 99,lavoisier99 vernichtet haben1 wenn ihn die damaligen ,machthaber nicht fr unentbehrlich gehalten htten4 99,berthollet99 wurde im ,jahre #agib zum ,leiter des ,mnzwesens und bald darauf zum ,mitglied einer ,kommission ernannt1 der es oblag1 die ,wohlfahrt des ,landes durch die ,pflege der ,gewerbe und der ,landwirtschaft zu heben4 ,gleichzeitig wurde 99,berthollet99 zum ,lehrer der ,chemie an die cole normale berufen4 ,nach der ,eroberung ,italiens sandte das ,direktorium 99,berthollet99 dorthin1 um unter den wissenschaftlichen ,werken jenes ,landes diejenigen auszusuchen1 die nach ,paris gesandt werden sollten4 ,bei dieser ,gelegenheit wurde 99,berthollet99 mit ,napoleon bekannt1 der gleich ,friedrich dem ,groen den exakten ,wissenschaften im wohlverstandenen eigenen ,interesse stets eine rege ,anteilnahme und ,frderung angedeihen lie4 99,berthollet99 hat ,napoleon ,vortrge ber ,chemie gehalten und ihn auf seinem ,zuge nach gypten begleitet4 ,trotz aller ,gunstbezeugungen1 mit denen ,napoleon nach seiner ,krnung den groen ,forscher berhufte1 erniedrigte sich dieser niemals zum schmeichlerischen ,hfling1 sondern bewahrte sich die biedere und furchtlose ,ehrenhaftigkeit1 die ihn auch whrend der wildesten ,erregung der ,revolutionszeit nicht verlassen hatte4 ,nach dem ,sturze des ,kaisers zog sich 99,berthollet99 auf einen ,landsitz in dem nahe bei ,paris gelegenen ,arcueil zurck4 ,dieser kleine ,ort hat dadurch in der ,geschichte der ,wissenschaften einen ,namen erhalten1 da sich dort um 99,berthollet99 die hervorragendsten ,gelehrten des ,landes zu einer wissenschaftlichen ,gesellschaft1 der ,socit d',arcueil1 vereinigten4 ,in den ,abhandlungen dieser ,gesellschaft#bgb ist manche hervorragende ,experimentaluntersuchung jener ,zeit verffentlicht worden4 99,berthollet99 starb im ,jahre #ahbb4 ,da 99,berthollet99 der erste ,chemiker war1 welcher der antiphlogistischen ,lehre beipflichtete1 wurde schon hervorgehoben4 ,seine eigenen ,arbeiten hatten ihn im ,beginn der achtziger ,jahre des #ah4 ,jahrhunderts zu der ,erkenntnis gefhrt1 da ,phosphor1 ,arsen und ,schwefel sich unter ,gewichtszunahme mit ,sauerstoff zu ,suren verbinden4 99,berthollet99 war es auch1 welcher die chemische ,natur des ,ammoniaks1 des ,schwefelwasserstoffs und der ,blausure durch grundlegende ,versuche erschlo4 ,nachdem 99,priestley99 nachgewiesen1 da das ,ammoniakgas unter der ,einwirkung elektrischer ,entladungen sein ,volum vergrert1 bestimmte 99,berthollet99 jene ,volumvergrerung 7es findet bekanntlich eine ,verdopplung des ,volumens statt74 ,er wies nach1 da sich dabei das ,ammoniak in ,wasserstoff und ,stickstoff spaltet4 ,dieses ,ergebnis hat spter 99,gay-,lussac99 verwertet1 als er die ,volumverhltnisse untersuchte1 nach denen die ,gase sich zu chemischen ,verbindungen vereinigen#bgc4 ,auch fr 99,gay-,lussacs99 ,untersuchung ber die ,cyanverbindungen hat 99,berthollet99 die ,grundlage geschaffen1 indem er feststellte1 da die ,blausure 7,,hcn7 nur aus ,kohlenstoff1 ,stickstoff und ,wasserstoff zusammengesetzt ist4 ,da ,schwefelwasserstoff 7,h#b,s7 nur aus ,schwefel und ,wasserstoff besteht und nicht1 wie man vorher angenommen1 auch ,sauerstoff enthlt1 wurde gleichfalls von 99,berthollet99 entdeckt4 ,seine ,arbeiten ber das ,chlor1 die wir an anderer ,stelle als die ,vorarbeiten zu 99,davys99 ,theorie der ,wasserstoffsuren zu betrachten haben1 fhrten ihn zur ,entdeckung des ,kaliumchlorats 7,k,cl,o#c7 und der diesem ,salz zugrunde liegenden ,sure4 ,nicht minder wie die ,experimentalchemie und die chemische ,technik wurde die theoretische ,chemie durch 99,berthollet99 gefrdert4 ,hier waren es vor allem seine umfangreichen ,untersuchungen ber das ,wesen der chemischen ,verwandtschaft1 die seinen ,ruhm begrndeten4 ,die frheren ,bemhungen1 zu einiger ,klarheit ber die ,affinitt oder chemische ,verwandtschaft zu gelangen1 fhrten zu keinem ,ergebnis1 weil man die bei den chemischen ,vorgngen obwaltenden physikalischen ,bedingungen nicht bercksichtigte4 ,gegen diese ,einseitigkeit bedeuten 99,berthollets99 ,untersuchungen ber die ,gesetze der ,verwandtschaft#bgd trotz der ,mngel und ,unrichtigkeiten1 welche dieser ,arbeit anhaften1 einen erfolgreichen ,protest4 ,sollen wir1 beginnt 99,berthollet991 zu einer wohlbegrndeten ,theorie der ,verwandtschaft und dadurch zu einer ,erklrung der chemischen ,erscheinungen gelangen1 so werden wir alle ,umstnde1 welche auf diese ,erscheinungen ,einflu haben1 in ,erwgung ziehen mssen4 ,bis sich 99,berthollet99 mit diesem ,gegenstande beschftigte1 galten die seit #agge auf zahlreiche ,versuche gegrndeten ,ansichten 99,bergmans99#bge1 nach denen die ,affinitt als eine konstante1 von ueren ,bedingungen wenig beeinflute ,gre betrachtet wurde4 ,demgegenber bestand das ,ziel der 99,berthollet99schen ,untersuchung darin zu beweisen1 da die ,wahlverwandtschaften nicht als absolute ,krfte wirken4 ,man msse1 fgt 99,berthollet99 hinzu1 wenn man die ,wirksamkeit zweier ,stoffe vergleichen wolle1 sowohl auf die ,verwandtschaftskraft als auch auf die ,menge sehen4 ,da 99,berthollet99 gerade auf die ,bedeutung des letzteren ,faktors ein solch groes ,gewicht legte1 da er schlielich auch zu unrichtigen ,folgerungen sich verleiten lie1 wird aus seiner ,erklrung der ,affinitt begreiflich4 ,er betrachtete sie nmlich als identisch mit der ,schwerkraft4 ,und wie diese durch die ,massen bestimmt sei1 so msse auch die 99chemische99 ,anziehung als ein besonderer ,fall jener allgemeinen ,kraft von den ,massen der aufeinander wirkenden ,stoffe abhngig sein4 ,die allgemeine ,anziehung wirke bei den chemischen ,umsetzungen anders wie zwischen entfernten ,massen1 weil sie im ersteren ,falle durch die ,gestalt und vor allem durch den ,zusammenhang der ,teilchen1 ihr ,verhalten zu ,lsungsmitteln1 ihre ,flchtigkeit usw4 bedingt werde4 ,den zuletzt erwhnten ,einflu1 die ,flchtigkeit nmlich1 errtert 99,berthollet99 in durchaus zutreffender ,weise4 ,wenn ein ,stoff1 so fhrt er aus1 im ,augenblicke seiner ,abscheidung aus einer ,verbindung in den flchtigen ,zustand bergehe1 so trage der in ,gasform entwichene ,teil nicht mehr zum ,widerstande bei2 er wirke daher nicht mehr durch seine ,masse4 ,der wirkende ,stoff knne dann eine vollstndige ,zersetzung hervorrufen4 ,man brauche daher nicht mehr davon anzuwenden1 als gerade zu der ,verbindung1 in die er bergefhrt werden solle1 ntig sei4 ,ein ,beispiel biete die leicht flchtige ,kohlensure1 wenn sie mit irgend einer ,basis verbunden sei1 und ihr eine andere1 weniger flchtige ,sure entgegengesetzt werde4 ,diese andere ,sure sei imstande1 selbst wenn sie eine schwchere ,verwandtschaft gegen die ,basis besitze1 die ,kohlensure aus ihrer ,verbindung abzuscheiden4 ,die frhere ,klassifikation der ,verwandtschaften1 die auf der ,voraussetzung beruhte1 da eine ,sure die andere nur durch die als eine absolute ,kraft wirkende ,verwandtschaft ausscheide1 wurde durch die ,betonung dieses neuen ,gesichtspunktes erheblich ins ,wanken gebracht1 zumal als zweites bestimmendes ,moment fr chemische ,umsetzungen durch 99,berthollet99 die ,lslichkeit oder die ,unlslichkeit der entstehenden ,verbindungen erkannt wurde4 ,wie sich 99,berthollet99 die ,rolle der ,schwerlslichkeit -- ,kohsion lautet sein ,ausdruck -- dachte1 mge folgende ,betrachtung lehren4 ,wirkt auf eine ,verbindung 99ab991 z4 ,b4 schwefelsaures ,natrium1 ein ,stoff 99c991 der imstande ist1 mit einem ,bestandteil jener ,verbindung einen unlslichen ,krper zu bilden1 z4 ,b4 ,barium in irgend einer lslichen ,verbindung1 so wird 99ab99 durch 99c99 vollkommen zersetzt1 und es bildet sich in unserem ,falle ,bariumsulfat1 weil diese ,verbindung unlslich ist1 niederfllt und damit in hnlicher ,weise aus dem ,bereich der ,affinittswirkungen ausscheidet1 wie es andere ,verbindungen infolge ihrer ,flchtigkeit tun4 ,da 99c99 sich mit dem ,bestandteil 99a99 der ,verbindung 99ab99 in ,form eines ,niederschlags 99ac99 abscheidet1 beweist somit durchaus noch nicht1 da 99c99 eine grere ,affinitt zu 99a99 besitzt als 99b994 ,wirkten die ,affinitten allein1 so wrde sich 99c99 auf 99a99 und 99b99 verteilen4 ,der ,teil von 99c991 der sich mit 99a99 verbindet1 scheidet aber infolge seiner ,unlslichkeit jedesmal aus1 so da endlich 99a99 vllig an 99c99 gebunden wird1 wenn letzteres im berschusse wirkt4 ,wenn also in einem ,stoffe dadurch1 da er sich mit einem anderen in einem bestimmten ,verhltnis verbindet1 ein ,bestreben in den ,zustand der ,festigkeit berzugehen entsteht1 so wird durch eben dieses ,bestreben notwendig eine ,abscheidung jener ,verbindung unabhngig von dem ,spiel der ,affinitten bewirkt4 ,den ,einflu derartiger physikalischer ,verhltnisse1 wie sie in der ,flchtigkeit und im ,verhalten zu ,lsungsmitteln gegeben sind1 bei der ,betrachtung der ,verwandtschaftserscheinungen zuerst gewrdigt zu haben1 ist das bleibende ,verdienst 99,berthollets994 ,auch der ,wirkung der ,wrme wird in durchaus zutreffender ,weise ,rechnung getragen1 ohne da die theoretischen ,ansichten 99,berthollets99 ber die ,natur der ,wrme hierbei von ,belang wren4 ,ein ,beispiel mge dies dartun4 ,vergegenwrtigen wir uns die oben#bgf mitgeteilte ,verwandtschaftstafel 99,bergmans991 so besitzt danach die ,phosphorsure zum ,kali1 wenn die ,umsetzung auf nassem ,wege vor sich geht1 eine geringere ,affinitt als ,schwefelsure1 whrend die ,schwefelsure in ihrer ,verwandtschaft zum ,kali der ,phosphorsure nachsteht1 wenn die ,reaktion auf trockenem ,wege1 d4 h4 beim ,schmelzflu1 erfolgt4 ,diese ,verschiedenheit des ,verhaltens fhrt 99,berthollet99 vollkommen richtig auf die ,flchtigkeit der einen und die ,feuerbestndigkeit der anderen ,sure zurck4 ,es ist1 sagt er1 eine ,wirkung der ,wrme1 da alle feuerbestndigen ,suren diejenigen1 die flchtig sind1 bei hinlnglich erhhter ,temperatur aus ihren ,verbindungen austreiben4 ,und da sie untereinander in ,ansehung dieser ,eigenschaft sehr verschieden sind1 so sind gewisse ,suren in ,ansehung auf einige ,suren als bestndig1 in bezug auf andere dagegen als flchtig zu betrachten4 ,eine solche ,mittelstellung nimmt z4 ,b4 die ,schwefelsure ein4 ,sie scheidet bei mittlerer ,temperatur ,salzsure und ,salpetersure aus ihren ,salzen aus1 whrend sie selbst bei hherer ,wrme aus ihren ,verbindungen durch ,phosphorsure befreit wird4 ,und zwar geschieht dies1 wie 99,berthollet99 hinzufgt1 unabhngig von dem ,grade der ,verwandtschaft4 ,letztere wird am vollkommensten dann wirken1 wenn sich kein ,stoff durch ,fllung oder durch die ,annahme des gasfrmigen ,zustandes der chemischen ,reaktion entzieht1 nmlich dann1 wenn die entstehenden ,verbindungen in ,lsung bleiben4 ,mischt man z4 ,b4 schwefelsaures ,kalium mit einer ,basis1 so wird sich der ,surerest1 wenn alles gelst bleibt1 im ,verhltnis der wirkenden ,affinitten1 aber auch im ,verhltnis der wirkenden ,mengen auf die ,metalle verteilen4 ,oder1 ein hnlicher ,fall1 setzen wir zu gelstem schwefelsaurem ,kalium ,salpetersure1 so wird ebenfalls1 wenn alles gelst bleibt1 nach dem ,gesetz der chemischen ,massen1 d4 h4 des ,faktors1 der sich aus der ,affinitt und der ,menge des wirkenden ,stoffes ergibt1 eine ,verteilung des einen ,stoffes auf die beiden anderen stattfinden4 ,wenn zwei ,basen1 so lautet 99,berthollets99 ,ausdruck fr den ersten ,fall1 auf eine ,sure wirken1 so verteilt sich die ,sure im ,verhltnis der chemischen ,krfte der ,basen#bgg4 ,durch bertriebene ,betonung dieser ,prinzipien1 die 99,berthollet99 in seinem groen ,werke ber die chemische ,statik weiter ausfhrte1 kam er zu der irrigen ,ansicht1 da zwei ,stoffe sich auch nach stetig sich ndernden ,verhltnissen verbinden4 ,der sich hieraus ergebende ,widerspruch mit der von 99,dalton99 und 99,proust99 bald darauf begrndeten ,lehre von den festen und multiplen ,proportionen wird an anderer ,stelle errtert werden4 99,berthollets99 groes ,verdienst bleibt der ,nachweis der ,massenwirkung1 d4 h4 der ,tatsache1 da der ,verlauf einer ,reaktion nicht allein durch die ,natur der ,stoffe bestimmt wird1 sondern auch durch die bei einer ,reaktion obwaltenden ,mengenverhltnisse1 durch die mitunter geradezu ,umkehrungen von ,reaktionen herbeigefhrt werden4 ,der ,umstand1 bemerkt 99,berthollet99 bei der ,erluterung derartiger ,flle1 der beweist1 da die chemischen ,wirkungen ebensowohl von der ,menge als von der ,verwandtschaft der ,stoffe abhngen1 ist dieser1 da man1 um entgegengesetzte ,resultate zu erhalten1 oft nur die ,quantitt der ,stoffe zu ndern braucht4 ,eine wichtige ,rolle spielte zu ,beginn des antiphlogistischen ,zeitalters der ,kampf der ,meinungen ber die chemische ,natur des ,chlors4 99,scheele99 hatte diesen merkwrdigen ,stoff entdeckt1 als er ,salzsure auf ,braunstein wirken lie4 ,er bezeichnete das ,chlor vom ,standpunkte der ,phlogistontheorie als dephlogistisierte ,salzsure4 99,scheele99 nahm nmlich an1 die ,salzsure enthalte ,phlogiston4 ,und dieser hypothetische ,stoff#bgh sollte der ,salzsure durch den ,braunstein entzogen werden4 ,durch 99,lavoisier99 wurden die ,vorgnge der ,oxydation und der ,reduktion ihrem eigentlichen ,wesen nach erkannt4 99,lavoisier99 hielt den ,sauerstoff fr das surebildende ,prinzip4 ,wie die ,suren des ,phosphors1 des ,schwefels und anderer ,radikale oder ,elemente1 so sollte auch die ,salzsure eine ,verbindung des ,sauerstoffs mit einem dem ,phosphor oder ,schwefel entsprechenden ,radikal 7radical muriatique7 sein4 ,einige ,versuche schienen darauf hinzudeuten1 da auch das ,chlor eine ,sauerstoffverbindung sei4 ,so hatte 99,berthollet99 die ,abscheidung von ,sauerstoff unter gleichzeitiger ,bildung von ,salzsure beobachtet1 als er in ,wasser gelstes ,chlor dem ,sonnenlichte aussetzte4 ,dieser ,versuch wurde als eine ,zerlegung des ,chlors in ,sauerstoff und ,salzsure gedeutet4 ,chlor erschien somit als ein hheres ,oxyd des ,radikals der ,salzsure4 ,aus diesem ,grunde wurde das ,chlor als oxydierte ,salzsure bezeichnet4 ,den ,nachweis1 da ,chlor keinen ,sauerstoff enthlt1 sondern ein ,grundstoff ist1 fhrten erst 99,gay-,lussac99#bgi im ,jahre #ahjh und 99,davy99 #ahji4 ,als 99,gay-,lussac99 aus dem ,chlor durch ,reduktion mittelst ,phosphor ,salzsure abzuspalten suchte1 traten weder das ,oxyd des ,phosphors noch ,salzsure in die ,erscheinung4 ,das ,chlor verband sich vielmehr mit dem ,phosphor zu einer neuen1 als ,chlorphosphor bezeichneten ,substanz4 hnlich verhielt sich1 wie 99,davy99 nachwies1 das reine ,chlor gegen ,metalle4 ,wurden z4 ,b4 ,zinn und ,chlor zusammengebracht1 so verschwanden beide1 und es entstand eine helle ,flssigkeit 7,chlorzinn1 ,sn,cl#d74 ,fr die elementare ,natur des ,chlors sprach auch der ,umstand1 da sich das ,chlor nicht vernderte1 wenn man es in ,gefen1 auf die es chemisch nicht zu wirken vermochte1 einer sehr hohen ,temperatur aussetzte4 ,die ,schwierigkeit1 ber die chemische ,natur des ,chlors ins reine zu kommen1 war dadurch hervorgerufen worden1 da man mit ,chlor bei ,gegenwart von ,wasser experimentiert hatte4 ,sobald man wasserfreie ,reagenzien benutzte1 trat bei ,versuchen mit ,chlor auch keine ,salzsure auf4 ,die irrtmliche ,bezeichnung oxydierte ,salzsure mute also in ,fortfall kommen4 ,sie wurde von 99,davy99 durch den ,namen ,chlor 7von 1 grn7 ersetzt#bhj4 #aa4 ,die ,aufstellung der atomistischen ,hypothese und ihre experimentelle ,begrndung4 ,als 99,lavoisier99 und 99,cavendish99 die ,mengenverhltnisse1 nach denen die ,elemente zu chemischen ,verbindungen zusammentreten1 in den ,bereich ihrer ,untersuchung zogen1 machten sie schon stillschweigend die ,voraussetzung1 da diese ,verhltnisse fr scharf charakterisierte ,verbindungen unvernderliche ,gren seien4 ,das ,quantitative konnte ja nur dann die ,grundlage fr die weitere ,entwicklung der ,chemie abgeben1 wenn es die ,bedeutung eines ,naturgesetzes besa4 ,demnach mute die erste ,aufgabe eines neuen ,zeitalters in dem ,nachweis bestehen1 da dies der ,fall sei4 ,daran knpfte sich dann weiter der ,versuch einer urschlichen ,erklrung der chemischen ,vorgnge und der bei diesen auftretenden ,gesetzmigkeiten4 ,um den ,nachweis des ,gesetzes von der ,konstanz der ,gewichtsverhltnisse hat sich der ,franzose 99,proust99#bha sehr verdient gemacht4 ,ihm gelang es1 die entgegengesetzte1 von seinem ,landsmann 99,berthollet99#bhb vertretene ,ansicht1 da die ,elemente in vernderlichen1 von ueren ,umstnden abhngenden ,verhltnissen sich verbinden1 nach langem ,streite und auf ,grund zahlreicher ,analysen zu widerlegen4 ,die ,ansicht 99,berthollets991 da zwischen zwei ,verbindungen1 wie sie z4 ,b4 ,schwefel und ,eisen 7,fe,s1 ,fe,s#b7 oder ,zinn und ,sauerstoff 7,sn,o1 ,,sno#b7 bilden1 alle bergnge mglich seien1 lie 99,proust99 nicht gelten4 ,er fhrte diesen ,irrtum darauf zurck1 da 99,berthollet99 anstatt der vermeintlichen bergangsstadien ,gemenge jener ,verbindungen in der ,hand gehabt habe1 und lieferte den ,nachweis1 da1 wenn zwischen zwei ,elementen mehrere ,verbindungen bestehen1 die nderung in der ,zusammensetzung nicht allmhlich1 sondern sprungweise erfolgt4 ,geht z4 ,b4 ,zinnoxydul1 das #aa1i ,sauerstoff enthlt1 durch weitere ,aufnahme dieses ,elementes in ,zinnoxyd ber1 so erfolgt dieser bergang durch einen ,sprung auf eine andere bestimmte ,menge ,sauerstoff1 nmlich auf #ba1c4 ,dasselbe ,verhalten zeigten auch ,metalle1 die sich in mehreren ,verhltnissen mit ,schwefel verbinden4 99,proust99 dehnte seine ,untersuchung auch auf die ,verbindungen von ,kupfer1 ,eisen1 ,nickel1 ,antimon1 ,gold1 ,silber1 ,quecksilber1 sowie auf die organischen ,substanzen aus4 ,fr alle in ,betracht gezogenen ,flle ergab sich das ,vorhandensein jener von ihm behaupteten ,gesetzmigkeit4 ,fr die ,vereinigung von ,suren und ,basen unter ,bildung von ,salzen war die ,konstanz der ,gewichtsverhltnisse schon vor 99,proust99 durch den deutschen ,chemiker 99,richter99 nachgewiesen worden2 doch war die ,arbeit dieses ,mannes insbesondere ihrer dunklen ,ausdrucksweise wegen zunchst fast unbeachtet geblieben4 ,die ersten ,versuche1 durch die ,analyse eines ,stoffes das ,verhltnis seiner ,bestandteile zu ermitteln1 gingen wahrscheinlich von der alten philosophischen ,ansicht aus1 da alles nach ,ma und ,gewicht geordnet sei4 ,die frheste wissenschaftliche ,arbeit1 die sich mit dem ,nachweise bestimmter ,verhltnisse beschftigt1 rhrt von 99,wenzel99#bhc her4 ,sie erschien #aggg unter dem ,titel ,lehre von der ,verwandtschaft der ,krper und befate sich mit den ,gewichtsverhltnissen1 nach denen sich ,suren und ,basen zu ,salzen vereinigen4 ,an 99,wenzels99 ,untersuchungen knpfte 99,richter99 an4 ,bei 99,wenzel99 findet sich auch schon das ,massenwirkungsgesetz angedeutet4 ,in diesem ,punkte erscheint er als der ,vorlufer 99,berthollets99#bhd4 ,erst spter1 als 99,berzelius99 die ,gewichtsverhltnisse der ,atome bestimmte1 zeigte sich die grundlegende ,bedeutung der ,untersuchungen 99,wenzels99 und 99,richters994 99,jeremias ,benjamin ,richter99 wurde #agfb in ,schlesien geboren#bhe4 ,er wirkte zuerst als ,bergwerksbeamter in ,breslau und darauf als ,angestellter der ,kniglichen ,porzellanmanufaktur in ,berlin4 ,die ,eigenart 99,richters99 besteht darin1 da fast alle seine ,arbeiten auf eine ,anwendung der ,mathematik auf die ,chemie abzielen4 ,dies spricht sich schon in dem ,titel seiner ,erstlingsarbeit aus#bhf4 99,richter99 ging so weit1 da er die ,chemie fr einen ,teil der angewandten ,mathematik erklrte4 ,sein ,hauptwerk fhrt den ,titel ,stchiometrie oder ,mekunst chymischer ,elemente#bhg4 ,es erschien #agib-ahjb4 99,richters99 ,verdienst besteht darin1 da er fr die ,suren und die ,basen den quivalentbegriff schuf4 ,der ,gang seiner ,untersuchung war der folgende4 ,er bestimmte die ,gewichtsmengen der ihm bekannten ,basen1 welche ein und dieselbe ,menge1 z4 ,b4 #ajjj ,gewichtsteile1 ,schwefelsure gerade neutralisieren4 ,die erhaltenen ,werte nannte er die ,neutralittsreihe der ,basen4 ,diese ,werte mgen fr einige ,basen1 nach 99,richters99 ,angaben auf #ajjj ,teile ,schwefelsure berechnet1 hier folgen4 ,sie sind in hohem ,grade ungenau und nur dadurch von ,wert1 da sie die erste ,tafel der quivalentgewichte darstellen3 ,ammoniak #fgb ,kalk #gic ,natron #hei ,kali #afje usw4 ,das ,zweite war1 da 99,richter99 eine hnliche ,neutralittsreihe der ihm bekannten ,suren mit ,bezug auf eine bestimmte ,menge einer ,basis ermittelte4 ,sei die ,basis ,kalk1 von dem nach ihm #gic ,gewichtsteile durch #ajjj ,gewichtsteile ,schwefelsure neutralisiert werden1 so ergeben sich fr einige der brigen bekannten ,suren folgende quivalente fr die zugrunde liegende ,basis3 ,kohlensure #egg ,salpetersure #adje ,oxalsure #gee ,schwefelsure #ajjj usw4 ,den ,wert solcher ,tafeln erblickte 99,richter99 darin1 da sie die ,zusammensetzung aller aus der ,verbindung je einer ,basis mit je einer ,sure entstehenden neutralen ,salze zu berechnen gestatten1 wenn nur die quivalente der ,basen und der ,suren in den beiden ,tafeln enthalten sind4 ,so wrde z4 ,b4 salpetersaurer ,kalk die ,basis und die ,sure im ,verhltnis #gic 3 #adje enthalten1 da #ajjj ,gewichtsteile ,schwefelsure1 die #gic ,teile ,kalk sttigen1 #adje ,teilen ,salpetersure quivalent sind4 ,eine ,fortsetzung und ,erweiterung fanden die stchiometrischen ,untersuchungen durch 99,dalton991 mit dessen ,hauptwerk1 dem ,neuen ,system der chemischen ,wissenschaft wir uns jetzt nher befassen mssen4 99,john ,dalton99 wurde im ,jahre #agffbhh als ,sohn eines armen englischen ,webers geboren4 ,nachdem er die ,schule verlassen hatte1 erteilte er in seinem ,heimatsorte ,elementarunterricht4 ,es gelang ihm1 sich so weit fortzubilden1 da er mit #bg ,jahren eine ,stelle als ,lehrer der ,mathematik und der ,physik am ,new ,college in ,manchester einnehmen konnte4 ,spter gab er diese ,stelle auf und erwarb sich seinen ,unterhalt1 indem er in den greren ,stdten ,englands ,vorlesungen ber die ,fortschritte der ,naturwissenschaften hielt4 uere ,ehren hat 99,dalton99 nicht gesucht4 ,selbst als sein ,ruhm weit ber die ,grenzen des ,vaterlandes hinaus gedrungen war1 blieb er der bescheidene ,privatgelehrte1 der in dem ,forschen nach der ,wahrheit seine grte ,befriedigung fand4 99,dalton99 war ,mitglied der ,royal ,society4 ,als das ,alter herannahte1 wurde ihm vom ,knige eine kleine ,pension ausgesetzt4 99,dalton99 starb im ,jahre #ahdd in ,manchester4 99,proust99 hatte bei seinen ,analysen der verschiedenen ,oxydations- und ,schwefelungsstufen eines und desselben ,elementes die ,ergebnisse in ,prozenten angegeben4 ,vergleicht man die so erhaltenen ,zahlen1 z4 ,b4 fr die oben erwhnten ,oxyde des ,zinns#bhi 7#aa1i und #ba1c71 so lassen sie keine einfache ,beziehung erkennen4 99,dalton991 welcher den ,nachweis der konstanten ,gewichtsverhltnisse insbesondere auf gasfrmige ,verbindungen auszudehnen suchte1 kam auf den glcklichen ,gedanken1 die ,zusammensetzung fr gleiche ,gewichtsmengen des mit ,sauerstoff verbundenen ,elementes zu berechnen4 ,dann ergeben sich z4 ,b4 fr die ,oxyde des ,zinns1 auf #ajj ,gewichtsteile dieses ,elementes berechnet1 #ac1e1 bezw4 #bg ,gewichtsteile ,sauerstoff1 oder fr die ,oxyde des ,stickstoffs1 mit welchen 99,dalton99 sich vorzugsweise beschftigte1 auf #ad ,gewichtsteile ,stickstoff #h1 #af1 #bd1 #cb1 #dj ,gewichtsteile ,sauerstoff4 ,indem 99,dalton99 diese ,mengen verglich1 entdeckte er eins der wichtigsten ,gesetze der ,chemie4 ,es zeigte sich nmlich1 da die ,gewichtsmengen ,sauerstoff1 die mit einer bestimmten ,menge ,zinn oder ,stickstoff zu ,oxyden zusammentreten1 unter sich in einem einfachen ,verhltnis stehen4 ,diese ,gewichte verhalten sich nmlich wie die ,zahlen #a1 #b1 #c1 #d1 #e4 ,oder die in die hheren ,oxydationsstufen eingehenden ,mengen sind einfache ,multipla derjenigen ,menge1 die in der niedersten ,oxydationsstufe enthalten ist4 99,dalton99 hat diese ,untersuchungen1 die um #ahjb stattfanden1 mit demselben ,erfolge auf die ,oxyde des ,kohlenstoffs1 sowie auf die ,verbindungen des ,kohlenstoffs mit ,wasserstoff ausgedehnt4 ,von den ,kohlenstoffverbindungen analysierte er das kurz vorher#bij entdeckte thylen 7,c#b;,h#d7 und das ,grubengas 7,,ch#d74 ,er fand1 da sich darin die mit der gleichen ,menge ,kohlenstoff verbundenen ,wasserstoffmengen wie #a 3 #b verhalten4 ,damit war trotz der groen ,mngel1 welche der analytischen ,chemie und ihren ,ergebnissen um #ahjj noch anhafteten1 durch 99,dalton99 das zweite ,fundamentalgesetz der ,chemie entdeckt1 das alle spteren ,untersuchungen nur besttigen konnten4 ,dies ,gesetz von den multiplen ,proportionen besagt1 da verschiedene ,mengen eines ,elementes 7in dem letzten ,beispiel ,wasserstoff71 die sich mit der gleich bleibenden ,menge eines anderen 7in dem letzten ,beispiel ,kohlenstoff7 zu chemischen ,verbindungen vereinigen1 unter sich einfache ,multipla sind4 ,an die ,entdeckung wichtiger ,gesetze hat sich jederzeit das ,bemhen geknpft1 eine ,vorstellung ber die ,natur der ,dinge zu gewinnen1 die mit den entdeckten ,regeln so weit in ,einklang steht1 da letztere als eine notwendige ,folge jener ,vorstellung erscheinen4 ,diesen wichtigen ,schritt auf der ,bahn der ,erkenntnis an die ,auffindung des ,gesetzes von den ,multiplen angeschlossen zu haben1 ist gleichfalls das ,verdienst 99,daltons991 welcher dadurch eine der ,grundlagen aller seitherigen naturwissenschaftlichen ,betrachtung schuf4 ,schon die ,beobachtungen ber die verschiedenen ,aggregatszustnde1 sagt 99,dalton991 mssen zu dem ,schlusse fhren1 da alle ,krper aus einer ungeheuren ,anzahl von uerst kleinen ,teilchen oder ,atomen bestehen1 die miteinander durch eine je nach den ,umstnden strkere oder schwchere ,anziehungskraft verbunden sind4 ,ob die letzten ,teilchen eines ,stoffes1 z4 ,b4 des ,wassers1 alle gleich sind1 d4 h4 von derselben ,gestalt1 demselben ,gewicht usw41 ist dann die zweite ,frage4 ,man habe indessen1 meint 99,dalton991 keinen ,grund1 eine ,verschiedenheit dieser ,teile anzunehmen4 ,bestnde eine solche z4 ,b4 beim ,wasser1 so mte sie gleicherweise in den ,elementen1 die das ,wasser bilden1 hervortreten4 ,wren einige ,wasserteilchen leichter als andere1 und wrde ein ,teil der ,flssigkeit bei irgend einer ,gelegenheit aus solchen leichteren ,teilchen gebildet1 so mte dies das spezifische ,gewicht des ,wassers beeinflussen1 ein ,umstand1 der indessen nicht bekannt sei4 hnlich verhalte es sich mit jeder anderen ,verbindung4 ,daraus msse man schlieen1 da die letzten ,teilchen aller homogenen ,stoffe in ,gewicht1 ,gestalt usw4 vllig gleich sind4 ,die ,zahl dieser ,teilchen knne aber keine unendliche1 sondern sie msse in einem gegebenen ,volumen eine begrenzte sein1 wie auch in einem gegebenen ,teile des ,weltalls die ,zahl der ,gestirne nicht unbegrenzt sein knne4 ,die chemische ,synthese und ,analyse besteht nach 99,dalton99 in einer ,trennung und ,wiedervereinigung der ,atome4 ,neuerschaffung oder ,zerstrung eines ,stoffes sind unmglich4 ,wir knnen1 sagt 99,dalton991 ebensowohl versuchen1 einen neuen ,planeten dem ,sonnensystem einzuverleiben oder einen vorhandenen zu vernichten1 als ein ,atom ,wasserstoff zu erschaffen oder zu zerstren4 ,alle nderungen1 die wir hervorbringen knnen1 bestehen in der ,trennung von ,atomen1 die vorher verbunden und in der ,vereinigung solcher1 die vorher getrennt waren4 ,aus diesen ,betrachtungen ergibt sich die ,aufgabe1 das ,gewicht der ,atome zu bestimmen4 ,atomgewichte nach ihrer absoluten ,gre zu ermitteln1 war 99,dalton99 zwar nicht in der ,lage2 wohl aber versuchte er auf ,grund gewisser ,annahmen die verhltnismige ,schwere der kleinsten ,teilchen festzustellen4 ,gibt es z4 ,b4 zwischen zwei ,stoffen nur eine chemische ,verbindung1 so besteht die einfachste ,annahme darin1 da sie sich durch ,aneinanderlagerung von je einem ,atom des einen und je einem ,atom des anderen ,elementes gebildet habe4 ,in diesem ,falle wrde das ,mengenverhltnis mit dem relativen ,gewicht der ,atome bereinstimmen4 ,nach 99,dalton99 trifft jene ,voraussetzung z4 ,b4 fr ,wasser und ,ammoniak zu2 es war nmlich damals nur eine ,wasserstoffverbindung des ,sauerstoffs1 sowie des ,stickstoffs bekannt4 ,unter der ,annahme1 da diese ,verbindungen sich durch ,aneinanderlagerung von je zwei ,teilchen der betreffenden ,elemente bilden1 ergab sich das ,atomgewicht des ,sauerstoffs #g und dasjenige des ,stickstoffs #e4 ,genauere ,analysen wrden die ,werte #h und #d1f geliefert haben4 ,wir bezeichnen diese ,mengen1 die einem ,gewichtsteil ,wasserstoff entsprechen1 als quivalentgewichte4 ,sie ergeben erst mit der ,valenz der betreffenden ,elemente multipliziert die ,atomgewichte4 ,so ist das ,atomgewicht des zweiwertigen ,sauerstoffs #af 7#b #h7 und dasjenige des dreiwertigen ,stickstoffs #ad 7#c #d1f74 ,wie das ,gesetz von der ,konstanz der ,gewichtsverhltnisse1 so erscheint auch das ,gesetz von den multiplen ,proportionen als eine ,folge der atomistischen ,hypothese4 ,gibt es nmlich zwischen zwei ,elementen mehrere ,verbindungen1 so wird man annehmen drfen1 da sich je ein ,atom des ersten ,elementes mit je einem1 zwei1 drei ,atomen des zweiten vereinigt4 ,die zweite ,verbindung mu dann1 weil ja die ,atome unter sich gleich schwer sind1 in bezug auf die unverndert gebliebene ,menge des ersten ,elementes die zweifache1 die dritte ,verbindung dagegen die dreifache ,gewichtsmenge des zweiten ,elementes besitzen4 ,so ist das ,kohlenoxyd eine binre ,verbindung1 die aus einem ,atom ,sauerstoff und einem ,atom ,kohlenstoff besteht4 ,die ternre#bia ,kohlensure dagegen besteht aus einem ,atom ,kohlenstoff und zwei ,atomen ,sauerstoff1 da mit der gleichen ,gewichtsmenge des ersten die doppelte ,menge des zweiten ,elementes verbunden ist4 ,ein weiterer ,fortschritt bestand darin1 da 99,dalton99 ,symbole in die ,chemie einfhrte4 ,so bezeichnete er z4 ,b4 ,wasserstoff mit 1 ,sauerstoff mit 1 ,schwefel mit 2 ,schwefelsureanhydrid bekam das ,zeichen _/_/1 da jedes seiner ,teilchen aus einem ,atom ,schwefel und drei ,atomen ,sauerstoff zusammengesetzt ist4 ,die heutige ,bezeichnungsweise1 ,wasserstoff ,h1 ,sauerstoff ,o1 ,schwefel ,s1 ,schwefelsureanhydrid ,,so#c rhrt von 99,berzelius99 her4 ,die von 99,dalton99 ermittelten ,atomgewichte waren noch sehr ungenau4 ,einige der wichtigsten sind3 ,atomgewicht von nach 99,dalton99 richtiger ,wert ,sauerstoff #g #h 7#af7 ,natrium #ba #bc ,kalium #ce #ci ,silber #ajj #ajh ,fr ,natron und ,kali1 die 99,dalton99 in seiner ,atomgewichtstafel noch als ,elemente aufzhlte1 ergaben sich aus ihren ,verbindungen mit ,suren die ,zahlen #bh und #db4 ,nach 99,davys99 ,entdeckung sind ,natron und ,kali ,metalloxyde#bib4 ,natron mute daher als eine ,verbindung von einem ,atom ,metall 7#ba7 mit einem ,atom ,sauerstoff 7#g7 angesehen werden1 whrend ,kali aus einem ,atom ,metall 7#ce7 und einem ,atom ,sauerstoff 7#g7 bestand4 ,das ,gesetz von den multiplen ,proportionen wurde fast zur selben ,zeit1 als 99,dalton99 seine ,theorie begrndete1 auch von dem ,englnder 99,wollaston99 an den ,salzen der ,oxalsure nachgewiesen4 ,da sich die ,oxal- oder die ,kleesure1 die wir als zweibasische ,sure kennen 7,,cooh7 7 71 7,,cooh7 mit einigen ,basen in verschiedenen ,verhltnissen verbindet1 war schon bekannt4 99,wollaston99#bic stellte sich die ,aufgabe1 die mit der gleichen ,menge ,basis sich verbindenden ,suremengen zu ermitteln und durch die ,ausdehnung seiner ,untersuchung auf zahlreiche ,flle festzustellen1 ob sich in den ermittelten ,zahlenverhltnissen eine ,regelmigkeit1 ein ,gesetz1 kundgibt4 99,wollastons99 ,befunde bejahten diese ,frage4 ,er wies z4 ,b4 nach1 da sich die ,mengen ,kleesure1 die sich mit der in allen drei ,fllen gleichen ,menge ,kali verbinden1 genau wie #a 3 #b 3 #d verhalten#bid4 ,die ,abhandlung1 in der 99,wollaston99 ber seine ,versuche berichtet1 ist auch deshalb von groem ,interesse1 weil uns darin schon an der ,wiege der ,atomtheorie die ,frage nach der rumlichen ,anordnung der ,atome begegnet1 eine ,frage1 die spter in den ,mittelpunkt der chemischen ,spekulation gerckt wurde4 99,wollaston99 macht nmlich bei der ,besprechung des bersauren oxalsauren ,kaliums1 bei dem auf ein quivalent ,kali vier quivalente ,sure kommen1 folgende ,bemerkung4 ,wenn auf ein ,atom der einen ,art 7das ,wort ,atom wurde damals auch fr die kleinsten ,teile der ,verbindungen gebraucht7 vier ,atome der anderen ,art kmen1 so knne stabiles ,gleichgewicht eintreten1 wenn das erste ,atom die ,mitte und die vier anderen die ,ecken eines regulren ,tetraeders bildeten4 99,wollaston99 schuf also genau dieselbe ,vorstellung1 nach der sich der ,begrnder der ,stereochemie1 99van't ,hoff991 im ,grubengase die vier ,wasserstoffatome um das vierwertige ,kohlenstoffatom gruppiert dachte4 99,wollaston99 ist jedoch vorsichtig genug1 die von ihm ersonnene geometrische ,anordnung der ,grundbestandteile einer ,verbindung als ganz hypothetisch hinzustellen4 ,ihre ,besttigung oder ,ablehnung sei erst von spteren ,beobachtungen zu erwarten4 ,ja1 es sei vielleicht zu khn1 zu hoffen1 da die geometrische ,anordnung der ,atome jemals bekannt sein werde4 ,nachdem die atomistische ,hypothese ,geltung gefunden1 bestand die nchste ,aufgabe der ,experimentalchemie in einer mglichst genauen ,bestimmung der quivalente4 ,eine solche mute nicht nur fr die ,analyse von der grten ,wichtigkeit sein1 sondern auch die ,grundlage fr alle weiteren ,spekulationen bilden4 ,galt es doch1 die ,frage zu entscheiden1 ob die erhaltenen ,zahlen die wahren relativen ,gewichte der ,atome seien und ob ferner1 dies vorausgesetzt1 sich einfache ,beziehungen zwischen den ,atomgewichten ergeben wrden4 ,spekulationen1 die sich nicht auf eine hinreichend sichere ,grundlage sttzen1 haben sich fast immer als bereilt erwiesen4 ,dies lehrt auch die weitere ,entwicklung der ,atomtheorie4 ,vergleicht man die von 99,dalton99 #ahjc verffentlichte ,tabelle mit der spter in seinem neuen ,systeme mitgeteilten1 so mu auffallen1 da die hier gegebenen ,atomgewichte durchweg ganze ,zahlen sind1 whrend die ,tabelle vom ,jahre #ahjc1 abgesehen von dem als ,einheit geltenden ,atomgewicht des ,wasserstoffs1 solche berhaupt nicht enthlt4 ,so lauten seine ,verhltniszahlen3 #ahjc #ahjh fr ,wasserstoff #a #a ,stickstoff #d1b #e ,kohlenstoff #d1c #e ,sauerstoff #e1e #g ,phosphor #g1b #i ,diesen ,abrundungen wurde durch den ,englnder 99,prout991 der sich um die ,experimentalchemie kaum verdient gemacht hat1 eine reale ,bedeutung beigelegt4 99,prout99 nahm an1 da die wahren ,atomgewichte ganze ,zahlen und da die ,abweichungen1 welche die ,analyse ergibt1 auf ,fehler zurckzufhren seien4 ,auf ,grund dieser irrigen ,voraussetzung1 die lediglich aus der weitgehenden ,unsicherheit der analytischen ,ergebnisse entsprang1 fhrte 99,prout99 smtliche ,elemente auf den ,wasserstoff als ,urmaterie zurck4 ,die ,atome der ,grundstoffe sollten sich durch ,aneinanderlagern einer verschieden groen ,zahl von ,wasserstoffatomen gebildet haben1 woraus dann notwendig folgen wrde1 da die ,atomgewichte einfache ,multipla desjenigen von ,wasserstoff sind4 ,diese ,hypothese 99,prouts991 in der man zuerst das wahre ,grundgesetz der ,chemie erblicken wollte1 lie sich mit den spteren ,ergebnissen der ,analyse jedoch nicht vereinigen4 ,sie hat aber das ,gute im ,gefolge gehabt1 da sie zu immer schrferen ,bestimmungen der ,atomgewichte anregte4 ,der ,mann1 der sich dieser ,aufgabe besonders unterzog1 weil er erkannt hatte1 da ber den ,wert oder ,unwert einer ,hypothese nur die ,tatsachen entscheiden knnen1 war 99,berzelius994 99,johann ,jakob ,berzelius99#bie wurde am #bi4 ,august des ,jahres #aggi als ,sohn eines ,lehrers in ,schweden geboren4 ,er studierte unter manchen ,entbehrungen in ,upsala ,medizin und ,chemie4 ,seine ersten ,arbeiten betrafen die ,analyse einer ,heilquelle und die ,wirkung der damals soeben entdeckten galvanischen ,elektrizitt auf chemische ,verbindungen4 ,seit dem ,jahre #ahjg bekleidete 99,berzelius99 eine ,lehrstelle fr ,chemie und ,pharmazie an der medizinischen ,schule in ,stockholm4 ,einige ,jahre spter wurde er zum ,prsidenten der dortigen ,akademie der ,wissenschaften ernannt4 99,berzelius99#bif hat wie kein anderer auslndischer ,forscher die ,entwicklung der ,chemie in ,deutschland beeinflut4 99,mitscherlich991 99,heinrich99 und 99,gustav ,rose991 99,magnus991 99,whler99 und viele andere haben in seinem ,laboratorium gearbeitet und zwar zu einer ,zeit1 als wissenschaftliche ,werksttten in ,deutschland noch kaum anzutreffen waren4 ,selbst in dem ,laboratorium1 das 99,berzelius99 eingerichtet hatte1 waren die zum ,forschen ntigen ,hilfsmittel noch so unvollkommen und sprlich1 da man kaum begreift1 wie 99,berzelius99 zu der ihm nachzurhmenden ,genauigkeit seiner ,ergebnisse gelangen konnte4 ,mit den deutschen ,forschern blieb 99,berzelius99 in engster persnlicher und wissenschaftlicher ,fhlung4 ,davon zeugen seine wiederholten ,besuche in ,deutschland und vor allem der ausgedehnte ,briefwechsel1 den er mit 99,whler99 unterhielt#big4 99,berzelius99 starb am #g4 ,august des ,jahres #ahdh4 ,seine ,verdienste um die gesamte ,chemie und um die ,mineralogie sind ganz hervorragend4 ,sie mssen aber zum grten ,teil an anderer ,stelle betrachtet werden4 ,hier fesselt nur seine ,mitarbeit an dem ,ausbau der ,atomtheorie1 in deren experimenteller ,begrndung 99,berzelius99 seine wichtigste ,aufgabe erblickte4 ,ich berzeugte mich bald durch neue ,versuche1 sagt er#bih1 da 99,daltons99 ,zahlen die ,genauigkeit fehlte1 die fr die praktische ,anwendung seiner ,theorie erforderlich war4 ,ich erkannte1 da zuerst die ,atomgewichte einer mglichst groen ,zahl von ,grundstoffen1 vor allem der gewhnlichen1 mit mglichster ,genauigkeit ermittelt werden mten4 ,ohne eine solche ,arbeit konnte auf die ,morgenrte kein ,tag folgen4 ,es war dies damals der wichtigste ,gegenstand der chemischen ,forschung1 und ich widmete mich ihm in rastloser ,arbeit4 ,nach zehnjhrigen ,mhen konnte ich im ,jahre #ahah eine ,tabelle herausgeben1 die nach meinen ,versuchen berechnete ,atomgewichte und ,angaben ber die ,zusammensetzung von etwa #bjjj ,verbindungen enthlt4 ,einige ,werte aus dieser ,tabelle mgen dem ,leser einen ,begriff von der ,genauigkeit der 99,berzelius99schen ,untersuchungen geben#bii4 ,kohlenstoff #ab1ab 7#aa1ig71 ,sauerstoff #af1jj 7#ae1if71 ,schwefel #cb1c 7#ca1ih71 ,stickstoff #ad1ah 7#ad1jj71 ,chlor #ce1dg 7#ce1d71 ,blei #bjg1d 7#bjg71 ,kupfer #fc1d 7#fc1c74 ,es mge hier in aller ,krze gezeigt werden1 wie 99,berzelius99 die ,gewichtsverhltnisse und das ,gesetz von den multiplen ,proportionen an den drei ,oxyden des ,bleis nachwies4 #aj g ,blei wurden in reiner ,salpetersure aufgelst#cjj4 ,die ,lsung wurde in einen abgewogenen ,kolben gegossen und eingedampft4 ,der ,rckstand wurde geglht4 ,es entstanden #aj1gh g ,bleioxyd#cja4 ,es wrden somit #ajj ,teile ,blei1 um sich in ,bleigltte 7,bleioxyd7 zu verwandeln1 #g1h ,teile ,sauerstoff aufnehmen4 ,fr die ,mennige ergab ein umstndliches ,verfahren1 da sie aus #ajj ,teilen ,blei und #aa1jg ,teilen ,sauerstoff zusammengesetzt ist4 ,durch ,behandeln von ,mennige mit ,salpetersure stellte 99,berzelius99 eine dritte ,bleiverbindung1 das braune ,bleioxyd1 her#cjb4 ,fnf ,gramm braunes ,bleioxyd1 das durch ,auswaschen von allem anhngenden salpetersauren ,blei befreit und getrocknet war1 wurde in einem gewogenen ,platintiegel geglht4 ,es verlor dadurch #j1cbe g ,sauerstoff4 ,die rckstndigen #d1fge g gelbes ,oxyd hinterlieen beim ,auflsen in ,essig schwefelsaures ,blei und ,kieselerde1 die geglht #j1ac g wogen4 ,die brigen #d1ede g gelbes ,oxyd enthielten #j1cc g ,sauerstoff oder bis auf #j1jje g das nmliche1 was das braune ,oxyd durch ,glhen verloren hatte4 ,es nehmen also #ajj ,teile ,blei1 um sich in braunes ,oxyd zu verwandeln1 doppelt so viel ,sauerstoff auf1 als sich im gelben ,bleioxyd befindet#cjc4 ,auf die ,erforschung der ,gewichtsverhltnisse und der darin sich aussprechenden ,gesetzmigkeiten wurde 99,berzelius991 bevor er mit 99,daltons99 ,theorie bekannt geworden war1 schon durch das ,studium der halb vergessenen ,schriften des deutschen ,chemikers 99,richter99 gefhrt4 99,richter99 hatte um #agij die ,lehre von den chemischen ,proportionen durch seine an frherer ,stelle#cjd erwhnten ,untersuchungen ber die ,gewichtsverhltnisse1 nach denen ,suren und ,basen in ,verbindung treten1 begrndet4 99,berzelius99 erkannte die ,wichtigkeit dieser ,arbeit und bemhte sich1 durch die mglichst genaue ,analyse einiger ,salze die ,zusammensetzung anderer ,salze1 die aus den ersteren hergestellt werden knnen1 abzuleiten4 ,er hatte nmlich im ,anschlu an 99,richter99 gezeigt1 da fr alle ,salze derselben ,sure das ,verhltnis der in der ,basis und in der ,sure enthaltenen ,sauerstoffmengen konstant ist#cje4 ,fr die atomistische ,auffassung wichtig war auch der von 99,berzelius99 gefhrte ,nachweis1 da das schwefelsaure ,eisen 7,fe,s,o#d7 die ,elemente ,schwefel und ,eisen genau in dem gleichen ,verhltnis enthlt1 in welchem sie das ,schwefeleisen 7,fe,s7 zusammensetzen4 ,das wichtigste ,ergebnis der ,untersuchungen von 99,berzelius991 die mit zahlreichen ,verbesserungen der bestehenden ,methoden1 sowie mit der ,erfindung mancher neuen analytischen ,methode ,hand in ,hand gingen1 war die durchgngige ,besttigung des ,gesetzes von den multiplen ,proportionen und der ,nachweis1 da die 99,prout99sche ,hypothese sich nicht mit den ,tatsachen vereinigen lt4 ,durch das in vorstehendem betrachtete ,lebenswerk eines 99,lavoisier991 99,dalton99 und 99,berzelius991 sowie die ,bemhungen zahlreicher anderen ,forscher hatte die ,chemie im ,verlauf von wenigen ,jahrzehnten eine neue ,gestalt und eine sichere ,grundlage fr ihre ,fortentwicklung gewonnen2 sie war der ,physik als ebenbrtig an die ,seite getreten4 ,auch hatten die ,beziehungen zwischen diesen beiden ,wissenschaften eine stete ,vermehrung gefunden1 insbesondere seitdem man die ,elektrizitt als chemisch wirksame ,kraft kennen gelernt hatte4 ,bevor wir den weiteren ,verlauf der chemisch-physikalischen ,forschung betrachten1 ist es deshalb erforderlich1 die mit der ,begrndung des antiphlogistischen ,systems und der ,aufstellung der ,atomtheorie zusammenfallende groartige ,erweiterung1 welche die ,elektrizittslehre durch 99,galvani99 und 99,volta99 erfuhr1 ins ,auge zu fassen4 #ab4 ,die ,entdeckung der galvanischen ,elektrizitt4 ,neben der seit alters bekannten ,elektrizittserregung durch ,reiben hatte das #ah4 ,jahrhundert das ,auftreten von ,elektrizitt durch ,wrmezufuhr1 sowie infolge atmosphrischer ,vorgnge kennen gelernt#cjf2 auch hatte man die elektrische ,natur der von dem ,zitterrochen ausgehenden ,wirkung entdeckt4 ,zu diesen vier ,arten gesellte sich jetzt eine fnfte1 die ,berhrungs- oder die galvanische ,elektrizitt1 mit der man gegen den ,schlu des #ah4 ,jahrhunderts bekannt wurde1 whrend der ,ausbau der ,lehre vom ,galvanismus wohl als die wichtigste ,tat des #ai4 ,jahrhunderts anzusehen ist4 ,da die bloe ,berhrung zweier ,metalle eine eigentmliche1 spter als elektrisch erkannte ,wirkung hervorruft1 wurde zum erstenmal um das ,jahr #agej von einem ,deutschen namens 99,sulzer99#cjg beobachtet4 ,dieser brachte die ,spitze seiner ,zunge zwischen ein ,stck ,blei und ein ,stck ,silber1 die sich mit ihren ,rndern berhrten4 ,dabei nahm er eine prickelnde1 an den ,geschmack des ,eisenvitriols erinnernde ,empfindung wahr1 die ,blei oder ,silber fr sich nicht hervorzubringen vermgen#cjh4 ,es sei doch nicht wahrscheinlich1 meint 99,sulzer991 da bei der ,berhrung jener beiden ,metalle eine ,auflsung vor sich gehe4 ,man msse vielmehr schlieen1 da diese ,vereinigung eine zitternde ,bewegung der ,teilchen verursache1 welche die ,nerven der ,zunge anrege und dadurch den erwhnten ,geschmack hervorbringe4 ,spter wurde der ,versuch in folgender ,weise abgendert4 ,man nahm einen ,becher aus ,zinn oder ,zink1 stellte ihn auf einen silbernen ,fu und fllte ihn mit ,wasser4 ,wenn nun jemand die ,spitze der ,zunge ans ,wasser brachte1 fand er es vllig geschmacklos1 solange er den silbernen ,fu nicht berhrte4 ,sobald er diesen aber zwischen die benetzten ,hnde prete1 empfand die ,zunge einen deutlichen ,geschmack4 ,illustration3 ,abb4 #cj4 99,galvanis99 ,versuche an ,froschschenkeln4 ,da die ,beobachtung 99,sulzers99 ganz vereinzelt blieb1 ging es ihr1 wie es in solchen ,fllen meist zu gehen pflegt1 sie wurde nicht beachtet und schlielich vergessen1 bis die weitere ,entwicklung der ,wissenschaft ein ,zurckgreifen auf jene ,entdeckung erforderlich machte4 ,die eigentliche ,erforschung der ,berhrungselektrizitt beginnt mit der zufllig gemachten ,beobachtung1 da ein frisch prparierter ,froschschenkel jedesmal in ,zuckungen gert1 wenn in seiner ,nhe eine elektrische ,entladung stattfindet4 99,galvani99 hatte jenes ,verhalten des ,froschschenkels um das ,jahr #aghj kennen gelernt4 ,da an toten ,tieren ,zuckungen der ,muskeln unter dem unmittelbaren ,einflu von elektrischen ,entladungen eintreten1 war zwar lngst bekannt2 auch hatte man bemerkt1 da ein ,zitterrochen leblose ,fische zu ,bewegungen veranlat4 ,was 99,galvanis99 ,erstaunen hervorrief1 war indes der ,umstand1 da jene ,zuckungen eintraten1 ohne da eine ,verbindung zwischen der ,elektrisiermaschine und dem ,froschprparat vorhanden war4 99,galvani99 prparierte einen ,frosch1 wie es in ,abb4 #cj ,fig4 #b dargestellt ist1 und legte ihn auf einen ,tisch1 auf dem eine ,elektrisiermaschine stand4 ,als darauf die eine von den ,personen1 die ihm zur ,hand gingen1 mit der ,spitze eines ,messers die ,schenkelnerven ,,dd des ,frosches zufllig ganz leicht berhrte1 zogen sich alle ,muskeln an den ,gelenken derartig zusammen1 als wren sie von heftigen ,krmpfen befallen4 ,dies geschah1 whrend dem ,konduktor der ,maschine ein ,funke entlockt wurde4 ,wir haben es in dieser ,erscheinung noch nicht mit einer ,wirkung der ,berhrungselektrizitt zu tun1 sondern mit einem sogenannten ,rckschlag4 ,ein solcher besteht darin1 da die infolge des ,ladens der ,maschine in dem ,schenkel stattfindende elektrische ,verteilung in dem ,augenblicke des ,entladens eine nderung erfhrt4 ,die elektrische ,verteilung1 sowie ihr ,ausgleich tritt bei grerer ,entfernung von dem ,konduktor der ,elektrisiermaschine nur dann in hinreichendem ,mae ein1 wenn der ,schenkel mit der ,erde in leitender ,verbindung steht1 was bei dem ,versuch 99,galvanis99 durch eine anfangs zufllige1 nachher jedoch absichtlich herbeigefhrte ,berhrung des ,schenkels mit einem leitenden ,gegenstand bewirkt wurde 7s4 ,abbildung #cj74 ,das ,erstaunen1 in das 99,galvani99 ber seine ,beobachtung geriet1 ist der erste ,schritt zu einer fast endlosen ,reihe der wichtigsten ,entdeckungen gewesen4 ,ich wurde1 sagt er1 von einem unglaublichen ,eifer entflammt1 dasjenige ans ,licht zu ziehen1 was hinter dieser ,erscheinung verborgen war#cji4 ,bevor wir jedoch 99,galvani99 auf seinem ,wege folgen1 wollen wir uns einige ,augenblicke mit dem ,leben dieses ,mannes beschftigen1 dessen ,glck und ,verdienst der ,wissenschaft ein neues1 groes ,gebiet erschlieen sollte4 99,aloisio ,galvani99 wurde am #i4 ,september #agcg in ,bologna geboren4 ,er studierte an der ,universitt seiner ,vaterstadt ,medizin und heiratete die ,tochter eines der dortigen ,professoren1 der legendenhafte ,berichte einen hervorragenden1 wenn nicht gar den ,hauptanteil an der ,entdeckung des ,galvanismus zugeschrieben haben#caj4 ,die ersten wissenschaftlichen ,arbeiten 99,galvanis99 betrafen das ,gebiet der ,anatomie4 ,seit dem ,jahre #agge sehen wir ihn in ,bologna eine ,professur fr dieses ,fach bekleiden4 ,seine ,versuche ber die ,wirkung der ,elektrizitt auf ,froschschenkel begannen im ,jahre #aghj4 99,galvani99 fhrte darber zunchst nur ein ,tagebuch4 ,erst ein ,jahrzehnt spter vereinigte er die ,ergebnisse seiner ,untersuchungen zu einer ,abhandlung ber die ,wirkung der ,elektrizitt auf die ,muskelbewegung#caa4 ,nachdem 99,galvani99 die ,wirkung des ,entladens auf einen in der ,nhe der ,elektrisiermaschine befindlichen ,froschschenkel nachgewiesen1 suchte er festzustellen1 ob sich das gleiche1 ihm zunchst ganz unerklrliche ,phnomen auch durch den ,einflu der atmosphrischen ,elektrizitt hervorrufen lasse4 ,die hierauf bezglichen ,versuche sind im zweiten ,teile jener ,abhandlung vom ,jahre #agia beschrieben4 ,die prparierten ,frsche1 sowie ,schenkel von ,warmbltern wurden bei einem ,gewitter an den ,nerven aufgehngt1 whrend ein ,eisendraht die ,fe mit der ,erde verband4 ,die erwartete ,wirkung blieb nicht aus4 ,in demselben ,augenblick1 in welchem der ,schein eines ,blitzes das ,auge traf1 gerieten die ,muskeln in lebhafte ,zuckungen4 ,nachdem wir die ,krfte der ,gewitterelektrizitt kennen gelernt hatten1 brannte unser ,herz vor ,begierde1 auch die ,macht der tglichen ruhigen ,elektrizitt der ,atmosphre zu erforschen4 ,mit diesen ,worten beginnt 99,galvani99 den dritten ,teil seiner ,schrift1 in dem wir mit den ,erscheinungen der nach ihm benannten1 ganz neuen ,art der ,elektrizittserregung vertraut gemacht werden4 ,da 99,galvani99 bemerkt hatte1 da prparierte ,frsche1 die an einem ,eisengitter an ,messinghaken aufgehngt waren1 nicht nur beim ,gewitter1 sondern auch bei heiterem ,himmel gelegentlich in ,zuckungen verfielen1 so meinte er1 die ,ursache dieser ,zuckungen sei in ,vernderungen der atmosphrischen ,elektrizitt zu suchen4 ,deshalb beobachtete er zu verschiedenen ,stunden des ,tages passend hergerichtete ,tiere4 ,aber nur selten trat eine ,bewegung in den ,muskeln ein4 ,schlielich drckte er1 des ,wartens mde1 die ,haken1 die in dem ,rckenmark befestigt waren1 gegen das eiserne ,gitter4 ,dabei beobachtete er hufig ,zuckungen1 die er zunchst der atmosphrischen ,elektrizitt zuzuschreiben geneigt war4 ,als er das ,tier in das geschlossene ,zimmer gebracht1 auf eine ,eisenplatte gelegt und den im ,rckenmark befindlichen ,messinghaken gegen die ,eisenplatte zu gedrckt hatte1 bemerkte er die gleichen ,zuckungen4 ,jetzt erkannte er1 da es sich hier um ein ganz neues1 unerwartetes ,phnomen handelt1 das mit den nderungen der atmosphrischen ,elektrizitt in gar keinem ,zusammenhange steht4 99,galvani99 nderte darauf den ,versuch in der ,weise ab1 da er den ,frosch auf eine die ,elektrizitt nicht leitende ,glasplatte legte und den ,messinghaken mit den ,fen des ,tieres verband4 ,bestand die ,verbindung aus einem ,metall1 so traten ,zuckungen ein1 whrend sie bei ,anwendung einer nicht leitenden ,substanz ausblieben4 ,mit den von 99,galvani99 ersonnenen ,abnderungen dieses ,fundamentalversuches macht uns die dritte ,figur seiner ,abhandlung 7,abb4 #ca7 bekannt4 ,von besonderem ,interesse ist das elektrische ,froschpendel1 das 99,galvani99 in der ,figur #aa 7s4 ,s4 #aid7 abbildet und folgendermaen beschreibt3 ,der ,frosch wird an einem ,beine in die ,hhe gehalten1 so da der in dem ,rckenmark befestigte ,haken eine ,silberplatte berhrt1 das andere ,bein aber frei auf der ,platte gleiten kann4 ,sowie dies ,bein die ,platte berhrt1 werden die ,muskeln zusammengezogen1 wodurch sich das ,bein hebt4 ,bald aber erschlaffen die ,muskeln von selbst1 das ,bein sinkt und kommt wieder mit der ,platte in ,berhrung4 ,infolgedessen wird es wieder hochgehoben und fhrt so fort1 sich zu heben und zu senken1 so da es einem elektrischen ,pendel gleicht4 ,die ,platte dient dabei gewissermaen als ,bogen1 der den ,kreislauf der ,elektrizitt ermglicht1 wenn das ,bein auf die ,platte niederfllt1 fr den ,kreislauf aber nicht mehr vorhanden ist1 wenn das ,bein sich von der ,platte entfernt hat4 ,fr die merkwrdige ,erscheinung selbst gab es nur zwei ,erklrungen4 ,entweder war sie in dem ,wesen des tierischen ,organismus begrndet1 oder es handelte sich um einen auf die ,berhrung der ,metalle zurckzufhrenden elektrischen ,vorgang1 bei dem der ,froschschenkel nur die ,rolle eines empfindlichen ,elektroskopes spielt4 99,galvani99 entschied sich fr die erstere ,ansicht1 indem er die beschriebenen ,erscheinungen als ,bettigungen einer tierischen ,elektrizitt auffate4 ,diese sollte vom ,gehirn aus durch die ,nerven dem ,muskel zuflieen4 ,letzteren verglich er mit der ,leydener ,flasche1 indem er sich vorstellte1 da die ,oberflche und das ,innere eines ,muskels entgegengesetzt geladen seien4 ,brachte man demgem den ,nerven1 als den ,konduktor dieser ,flasche1 mit der ,oberflche eines ,muskels1 die dem ueren ,belag entsprechen sollte1 in leitende ,verbindung1 so fand eine ,entladung statt1 als deren ,folge die ,zusammenziehung der ,muskelsubstanz aufgefat wurde4 ,illustration3 ,abb4 #ca4 ,zuckungen der ,froschschenkel bei der ,berhrung mit verschiedenartigen ,metallen4 7,aus 99,galvanis99 ,abhandlung ber die ,krfte der ,elektrizitt47 ,fig4 #i4 ,a ,stanniolblatt ber der ,wirbelsule des prparierten ,frosches4 ,,bb ,die ,tierschenkel4 ,c ,ein anderes ,metallblatt aus ,messing4 ,d ,ein eherner mit ,silber berzogener ,bogen4 ,f ,glasplatte1 auf welcher das ,tier liegt4 ,fig4 #aj4 ,,aa ,zwei ,bogen1 die in den ,zylinder ,b aus ,glas oder ,harz gesteckt sind4 ,c ,ein mit dem ,rckenmark verbundener ,haken4 ,fig4 #aa4 ,ein prparierter ,frosch1 der an einem ,bein aufgehngt wird1 whrend das andere samt dem mit dem ,rckgrat verbundenen ,haken die ,flche der silbernen ,kapsel ,e berhrt4 ,fig4 #ab4 ,,ff ,zwei ,metallbgen1 der eine aus ,kupfer1 der andere aus ,silber4 ,fig4 #ac4 ,,gg ,metallkonduktoren1 von denen der eine mit der oberen1 der andere mit der unteren ,belegung des ,quadrates in ,verbindung steht4 ,h ,nerven1 die so ber den ,rand des ,quadrates hingestreckt sind1 da sie zugleich mit dem ,rckenmark die untere ,belegung berhren4 ,fig4 #ad4 ,k ,eine mit verschiedenen ,flssigkeiten anzufllende ,glasrhre4 ,fig4 #ae4 ,schenkel1 voneinander getrennt4 ,fig4 #af4 ,schenkel1 voneinander getrennt1 samt dem in zwei ,teile gespaltenen ,rckgrat4 ,natrlich erregten 99,galvanis99 ,versuche und seine ,lehre1 die zunchst allgemeine ,anerkennung fand1 das grte ,aufsehen4 ,der ,sturm1 den das ,erscheinen von 99,galvanis99 ,abhandlung in der ,welt der ,physiker1 der ,physiologen und rzte erregte1 sagt ein hervorragender ,geschichtsschreiber des ,galvanismus#cab1 kann nur mit demjenigen verglichen werden1 der zur selben ,zeit am politischen ,horizont ,europas heraufzog4 ,wo es ,frsche gab und wo sich zwei ,stcke ungleichartigen ,metalls erschwingen lieen1 wollte jedermann sich von der wunderbaren ,wiederbelebung der verstmmelten ,gliedmaen durch den ,augenschein berzeugen4 99,galvanis99 wissenschaftliche ,ttigkeit hatte mit dem ,erscheinen seiner ,abhandlung ber die ,krfte der ,elektrizitt ihren ,hhepunkt erreicht4 ,die ,fhrung auf dem neu erschlossenen ,gebiete bernahm jetzt 99,alessandro ,volta991 whrend sich 99,galvani99 darauf beschrnkte1 seine ,theorie gegen die ihr von 99,volta99 bereiteten ,angriffe zu verteidigen4 ,die letzten ,lebensjahre verbrachte 99,galvani99 in einem ,zustande tiefster ,niedergeschlagenheit1 den der ,tod der ,gattin und die ,amtsentsetzung herbeigefhrt hatten4 ,letztere erfolgte1 weil 99,galvani99 sich weigerte1 den bei der ,grndung der cisalpinischen ,republik von ihm geforderten1 seiner berzeugung zuwiderlaufenden ,eid zu leisten4 ,er starb am #d4 ,dezember #agih4 ,die ,erfindung der 99,volta99schen ,sule1 welche den gnzlichen ,untergang der lteren ,theorie herbeifhrte1 sollte er nicht mehr erleben4 99,alessandro ,volta99 wurde am #ah4 ,februar #agde zu ,como geboren4 ,fast #cj ,jahre alt1 wurde er ,professor der ,physik an dem ,gymnasium seiner ,vaterstadt4 ,in derselben ,eigenschaft berief man ihn fnf ,jahre spter an die ,universitt ,padua1 wo er bis zum ,jahre #ahai wirkte4 ,die letzte ,zeit seines ,lebens verbrachte 99,volta99 in der ,zurckgezogenheit2 er starb am #e4 ,mrz des ,jahres #ahbg in ,como4 ,als 99,galvanis99 berhmte ,abhandlung erschien1 hatte 99,volta991 der whrend der ersten ,zeit seiner wissenschaftlichen ,laufbahn mit ,vorliebe das ,verhalten der ,gase untersuchte1 sich schon hervorragende ,verdienste um die ,elektrizittslehre erworben4 ,in dem ,kondensator1 den er mit dem ,strohhalmelektrometer verband1 hatte er ein ,mittel zum ,nachweis geringer ,elektrizittsmengen ersonnen#cac1 das bei der spteren ,untersuchung der kontaktelektrischen ,phnomene von grtem ,werte sein sollte4 ,die ,royal ,society hatte ihn dafr zu ihrem ,mitgliede ernannt und ihn durch die ,verleihung einer ,medaille ausgezeichnet4 ber sein ,elektrometer macht 99,volta99 folgende ,angaben4 ,es sei von groer ,bedeutung1 da man die frheren ,elektrometer ndere und an ,stelle der feinen ,metalldrhte zwei sehr feine und trockene ,strohhalme von etwa #b ,zoll ,lnge anwende1 die man mittelst kleiner ,ringe sehr beweglich aufhngen msse4 ,diese ,halme mten sich im unelektrischen ,zustande ihrer ganzen ,lnge nach berhren4 ,anfangs war auch 99,volta99 von der ,richtigkeit der ,ansichten 99,galvanis99 berzeugt4 ,die ,zuckungen1 meinte er1 mten von dem ,miverhltnis herrhren1 das zwischen der ,elektrizitt des ,muskels und jener des ,nerven bestehe4 ,die metallische ,verbindung habe nur die ,aufgabe1 das ,gleichgewicht wiederherzustellen4 ,einige ,jahre spter erkannte er jedoch1 da von einem ,vergleich des ,muskels mit der ,leydener ,flasche nicht die ,rede sein knne4 ,der ,froschschenkel geriet nmlich auch in ,zuckungen1 wenn ein elektrischer ,ausgleich lediglich durch den ,nerven hindurch erfolgte und die ,muskeln gnzlich auerhalb des leitenden ,kreises blieben4 hnlich wie bei dem von 99,sulzer99 herrhrenden ,versuch#cad gelang es 99,volta991 durch ,anlegen von zwei verschiedenartigen ,metallstcken an ,mund und ,auge nicht nur eine ,geschmackserregung1 sondern auch ,lichtempfindung hervorzurufen4 ,diesen fundamentalen ,versuch1 der bewies1 da der ,einflu einer elektrischen ,entladung nicht nur ,zuckungen1 sondern auch eine ,erregung der ,empfindungsnerven hervorrufen kann1 stellte 99,volta99 folgendermaen an4 ,ein breites ,stck ,zinnfolie wurde auf die ,zungenspitze gelegt4 ,auf den ,rcken der ,zunge wurde eine ,silbermnze gebracht4 ,beide ,metalle brachte 99,volta99 vermittelst eines ,kupferdrahtes in ,verbindung4 ,er empfand dann einen stark sauren ,geschmack4 ,wenn der ,kupferdraht vermieden wurde und nur ,silber und ,zinn zur ,anwendung kamen1 war das ,ergebnis dasselbe4 99,volta99 erzielte dies#cae1 indem er keine ,mnze1 sondern einen silbernen ,lffel nahm1 diesen auf den ,rcken der ,zunge legte und mit dem ,stiel das ,stanniolblatt1 das auf der ,zungenspitze lag1 berhrte4 ,da sich eine ,lichtempfindung durch galvanische ,elektrizitt hervorrufen lt1 wies 99,volta99 nach1 indem er den ,schlieungsbogen aus verschiedenen ,metallen mit der ,stirn und dem ,gaumen in ,berhrung brachte4 ,das ,auge empfand dann im ,augenblicke der ,berhrung einen hellen ,schein4 ,auf diese ,weise gewann in 99,volta99 die ,vorstellung immer mehr an ,raum1 da man es in den ,metallen nicht mit bloen ,leitern1 sondern mit den eigentlichen ,erregern der ,elektrizitt zu tun habe4 ,im ,anschlu an die ,schilderung der soeben erwhnten physiologischen ,versuche gelangte 99,volta99 daher um #agib zu einer nderung seiner ursprnglichen ,ansichten#caf4 ,es sei klar1 meinte er1 da bei diesen ,versuchen die ,nerven nur erregt wrden und da die ,ursache des elektrischen ,stromes1 der diese ,erregung veranlasse1 in den ,metallen selbst zu suchen sei4 ,sie sind1 sagt er1 im eigentlichen ,sinne die ,erreger der ,elektrizitt1 whrend die ,nerven selbst passiv sind4 ,zur selben ,zeit machte 99,volta99 die wichtige ,entdeckung1 da die ,kohle bei galvanischen ,versuchen an ,stelle eines ,metalles gebraucht werden kann4 ,ich habe1 sagte er#cag1 gefunden1 da ,holzkohle1 die schon frher als ein guter ,leiter bekannt war1 wenig oder gar nicht den ,metallen nachsteht und sich auch darin wie diese verhlt1 da sie ein ,erreger der ,elektrizitt ist4 ,in einer ,schrift vom ,jahre #agid bekennt sich 99,volta99 offen als ,gegner der ,lehre von der tierischen ,elektrizitt4 ,er braucht fr die hierher gehrigen ,erscheinungen fortan das ,wort metallische ,elektrizitt4 ,die ganze ,wirkung rhre von den ,metallen her1 die irgend einen feuchten ,krper berhren4 ,die ,elektrizitt werde dadurch in einen ,kreislauf gebracht4 ,gehe der ,strom durch ,nerven1 die noch einen ,rest von ,leben besen1 so wrden die den ,nerven gehorchenden ,muskeln dadurch in ,zuckungen versetzt4 ,diese ,bewegungen und die beschriebenen ,geschmacks- und ,lichtempfindungen fand 99,volta99 bei seinem unausgesetzten1 mhevollen ,forschen je nach der ,natur der angewandten ,metalle sehr verschieden4 ,die ,wirkungen waren um so lebhafter1 je weiter die ,metalle in folgender1 von 99,volta99 #agii aufgestellten ,reihe#cah voneinander abstehen3 ,zink1 ,zinn1 ,blei1 ,eisen1 ,kupfer1 ,platin1 ,gold1 ,silber1 ,graphit1 ,holzkohle4 ,diese erste ,spannungsreihe wurde bald darauf um zahlreiche ,glieder vermehrt1 indem auch ,mineralien1 wie ,schwefelkies1 ,bleiglanz1 ,kupferkies1 in sie eingefgt wurden4 99,volta99 suchte darauf der ,mitwirkung von ,nerv und ,muskel gnzlich zu entraten4 ,er brachte die ,metalle mit allen mglichen feuchten ,stoffen1 wie ,papier1 ,tuch usw4 in ,berhrung4 ,um den hierbei eintretenden elektrischen ,ausgleich1 der sich bisher in den ,zuckungen der ,muskeln geltend gemacht hatte1 unzweifelhaft darzutun1 bediente er sich eines ,kondensators1 mit dem sich die geringsten ,elektrizittsmengen nachweisen lieen4 ,auf die ,konstruktion des als elektrischer ,ansammlungsapparat dienenden ,kondensators war 99,volta99 durch fortgesetzte ,untersuchungen am ,elektrophor gekommen4 ,schon in seiner ersten ,schrift vom ,jahre #agfi befate er sich mit der elektrischen ,anziehung4 ,in einer ,abhandlung vom ,jahre #agga beschreibt er unter dem ,namen elettroforo perpetuo den ,apparat1 der auch heute noch in derselben ,ausfhrung als ,elektrophor bekannt ist4 ,er besteht aus einer ,metallschale1 aus dem ,kuchen1 d4 i4 eine ,scheibe von nichtleitender ,substanz 7,harz1 ,pech7 und aus einer an isolierenden seidenen ,schnren befestigten ,metallplatte 7,abb4 #cc74 ,um den ,kuchen zu erhalten1 schmolz 99,volta99 drei ,teile ,terpentin1 zwei ,teile ,harz und einen ,teil ,wachs zusammen4 ,wie die ,elektrisiermaschinen1 so erreichten auch die ,elektrophore im #ah4 ,jahrhundert riesige ,ausmae 7bis zu #g ,fu ,durchmesser74 ,die ,wirkungsweise des ,elektrophors besteht darin1 da die dem ,kuchen mitgeteilte ,elektrizitt durch ,influenz auf den ,deckel wirkt und da die abgestoene ,elektrizitt des letzteren durch kurze ,berhrung entfernt wird4 ,in seiner ,wirkungsweise stimmt1 wie 99,wilke99 dargetan#cai1 somit das ,elektrophor mit der 99,franklin99schen ,tafel berein#cbj4 ,illustration3 ,abb4 #cb4 99,voltas99 ,kondensator4 ,illustration3 ,abb4 #cc4 99,voltas99 ,elektrophor4 ,ausgehend vom ,elektrophor gelangte 99,volta99 im ,jahre #aghb zur ,konstruktion des von ihm als ,kondensator bezeichneten ,ansammlungsapparats4 ,der ,kondensator ist im ,grunde genommen ein ,elektrophor mit uerst dnner ,harzschicht an ,stelle des bislang gebrauchten dicken ,harzkuchens4 ,wurde auf diese dnne ,harzschicht ein ,deckel gelegt und dieser dann mit einer sehr schwachen ,elektrizittsquelle1 z4 ,b4 einer schon entladenen ,flasche in ,berhrung gebracht1 an welcher durch andere ,mittel keine ,elektrizitt mehr nachgewiesen werden konnte1 so war der ,deckel nach dem ,abheben deutlich elektrisch geworden4 ,aus diesem ,grunde bezeichnete 99,volta99 den neuen ,apparat als ,kondensator4 ,es war von ,wichtigkeit1 die ,harzschicht vor ,beginn jedes ,versuches wieder vollstndig zu entladen4 ,bei der ,lsung dieser ,aufgabe entdeckte schon 99,volta99 eine wichtige ,beziehung zwischen der ,elektrizitt und dem ,lichte4 ,er fand nmlich1 da die ,entladung sich rasch und vollstndig bewirken lie1 wenn er die ,harzschicht in die ,sonne stellte#cba4 ,aus den ,bemhungen 99,voltas99 ging der ,kondensator schlielich in der ,form hervor1 wie er noch heute gebraucht wird4 ,es wurden nmlich zwei gleiche ,metallplatten1 von denen die eine direkt mit dem ,elektroskop verbunden ist1 mit einer mglichst gleichmigen1 dnnen ,firnisschicht berzogen 7,abb4 #cb74 ,die ,wirkung dieses ,apparates ergibt sich aus den von 99,aepinus99 und 99,wilke99 entdeckten ,influenzgesetzen4 ,der oberen ,platte wird z4 ,b4 positive ,elektrizitt mitgeteilt4 ,legt man sie dann auf die untere ,platte1 von welcher sie durch die doppelte ,firnisschicht getrennt ist1 so wird sich auf dem der oberen ,platte zugewandten ,teile der unteren ,platte negative1 auf dem abgewandten positive ,elektrizitt befinden4 ,letztere wird abgeleitet4 ,hebt man dann die obere1 auch wohl ,kollektor genannte ,platte ab1 so breitet sich die negative ,elektrizitt ber die ganze untere ,scheibe1 die ,kondensatorscheibe1 aus4 ,durch hufigere ,wiederholung dieses ,verfahrens lt sich die ,ansammlung der negativen ,elektrizitt auf der unteren ,platte und die ,wirkung auf das mit dieser ,platte verbundene ,elektroskop erheblich steigern4 ,erst diese ,vorversuche setzten 99,volta99 in den ,stand1 seinen berhmten ,fundamentalversuch der ,kontaktelektrizitt anzustellen4 ,letzterer bestand darin1 da man das ,auftreten entgegengesetzter ,elektrizitten durch die bloe ,berhrung zweier ,metalle bewirkte1 ohne dazu einer feuchten ,zwischensubstanz1 sei letztere animalisch oder nicht1 zu bedrfen4 99,volta99 beschreibt diesen ,versuch1 zu dem er nichts weiter bentigte als ,platten von verschiedenen ,metallen mit isolierenden ,handhaben1 einen ,kondensator und ein ,elektrometer mit ,streifen vom feinsten ,blattgold1 mit folgenden ,worten#cbb3 ,bringt man die miteinander in ,berhrung gewesenen ,platten an das sehr empfindliche ,elektrometer1 so werden die ,goldblttchen etwas auseinandergehen und dadurch einige ,elektrizitt anzeigen1 die positiv oder negativ sein wird1 je nach der ,natur des ,metalles1 das man untersucht1 und des anderen1 mit dem dieses vorher in ,berhrung stand4 ,nahm 99,volta99 z4 ,b4 eine ,zink- und eine ,kupferscheibe1 so erwies sich nach der ,berhrung erstere als positiv1 letztere als negativ elektrisch4 ,brachte man das ,kupfer mit ,zinn oder ,eisen zusammen1 so wurde es gleichfalls1 indes in weit geringerem ,mae1 negativ elektrisch1 whrend das ,zinn und das ,eisen sich wie das ,zink in dem ersten ,versuch verhielten4 ,wurden endlich ,gold oder ,silber mit ,kupfer berhrt1 so wurde das letztere diesmal positiv1 ,gold und ,silber dagegen wurden negativ elektrisch4 99,volta99 beschreibt seinen ,fundamentalversuch in einem ,brief vom ,jahre #agigcbc4 ,eine solch betrchtliche ,elektrizitt durch einfache ,berhrung verschiedener ,metalle zu erhalten1 fgt 99,volta99 hinzu1 sei gewi etwas ,bewundernswrdiges und alle ,sachverstndigen1 denen er seinen ,versuch gezeigt habe1 seien erstaunt darber4 ,welcher ,art die ,elektrizitt der verschiedenen ,metalle nach der ,berhrung ist1 findet 99,volta991 indem er dem ,elektrometer1 dem er die ,elektrizitt mitgeteilt hat1 eine geriebene ,glas- und eine geriebene ,harzstange nhert und darauf achtet1 ob die ,divergenz der ,goldblttchen zu- oder abnimmt4 ,wurden z4 ,b4 ,zink und ,kupfer in ,berhrung gebracht1 so war nach der ,trennung das ,zink positiv1 denn bei ,annherung der positiven ,glasstange nahm die ,divergenz des ,pendel zu1 whrend sie sich bei ,annherung der mit negativer ,elektrizitt geladenen ,harzstange verminderte4 ,indem 99,volta99 auf solche ,weise seinen ,fundamentalversuch vielfach abnderte1 gelangte er zur ,aufstellung der folgenden elektrischen ,spannungsreihe3 ,zink ,blei ,zinn ,eisen ,kupfer ,silber ,gold ,graphit - ,diese ,reihe enthlt ,graphit und die bekanntesten ,metalle in einer solchen ,anordnung1 da jedes vorhergehende ,glied1 mit einem der nachfolgenden in ,berhrung gebracht1 positiv elektrisch wird1 whrend das sptere ,glied stets den negativ elektrischen ,zustand annimmt4 ,dabei stellte sich beim ,messen mit dem ,strohhalmelektrometer heraus1 da der elektrische ,unterschied zwischen je zwei ,gliedern dieser ,reihe um so grer ist1 je weiter die ,glieder voneinander entfernt sind4 ,so ergaben sich#cbd fr die ersten vier ,glieder der ,reihe folgende ,differenzen3 ,zink ,blei #e ,blei ,zinn #a ,zinn ,eisen #c ,fr ,zink ,eisen erhielt man den ,wert #i 7 #e #a #c74 ,damit war das ,gesetz gefunden1 da der elektrische ,unterschied fr zwei ,glieder der ,spannungsreihe gleich der ,summe der ,unterschiede aller dazwischen liegenden ,glieder ist1 so da in einer geschlossenen ,kette von ,metallen1 in der z4 ,b4 ,zink mit ,blei1 dieses mit ,zinn1 dieses mit ,eisen und das letztere wieder mit ,zink verbunden wird1 die elektrischen ,unterschiede sich ausgleichen und die ,spannung infolgedessen ,null ist4 99,volta99 hatte auf ,grund dieser ,versuche angenommen1 da die erregende ,kraft ausschlielich an der ,berhrungsstelle der ,metalle ihren ,sitz habe und die animalischen oder andere ,feuchtigkeiten nur als ,leiter dienen4 ,weitere ,versuche belehrten ihn jedoch1 da auch bei der ,berhrung zwischen ,metall und ,flssigkeit eine erregende oder elektromotorische ,kraft auftritt4 ,isolierte ,platten von ,silber1 ,zinn1 ,zink usw4 wurden mit feuchtem ,holz1 ,papier oder feuchten ,ziegeln in ,berhrung gebracht4 ,nach dem ,abheben erwiesen sich die ,metallplatten als negativ elektrisch4 ,die ,metalle wurden ,elektromotoren erster1 die ,flssigkeiten1 die sich nicht in die ,spannungsreihe eingliedern lassen1 ,elektromotoren oder ,leiter zweiter ,klasse genannt4 ,die ,berhrung verschiedener ,leiter1 sagt 99,volta99 in einem ,schreiben vom ,jahre #agifcbe1 die ich trockne ,leiter oder ,leiter der ersten ,klasse nenne1 mit feuchten oder ,leitern der zweiten ,klasse erregt das elektrische ,fluidum und gibt ihm einen gewissen ,antrieb4 ,fragen ,sie noch nicht1 wie dies geschieht2 es ist vorlufig genug1 da es geschieht und da es sich um ein allgemeines ,verhalten handelt4 99,volta99 zeigte1 da in einem nur aus ,elektromotoren erster ,klasse bestehenden ,kreise keine ,bewegung der ,elektrizitten1 kein ,strom entsteht4 ,er zeigte ferner1 da ein solcher hervorgerufen wird1 wenn zwei ,elektromotoren erster ,klasse mit einem feuchten ,leiter der zweiten ,klasse und unter sich1 entweder unmittelbar oder vermittelst eines dritten ,leiters1 in ,verbindung stehen und auf diese ,weise einen ,kreis von ,leitern bilden4 ,eine derartige ,vereinigung wurde ein galvanisches ,element genannt4 ,die ,wirkung des letzteren vervielfltigte 99,volta991 indem er eine grere ,anzahl solcher ,elemente zu seiner ,sule verband4 ,illustration3 ,abb4 #cd4 99,voltas99 erste ,sule4 ,illustration3 ,abb4 #ce4 99,voltas99 aus zwei ,teilen zusammengesetzte ,sule4 ,den ersten ,bericht ber diese1 an ,wichtigkeit von keiner anderen bertroffene ,erfindung erstattete 99,volta99 im ,jahre #ahjjcbf4 ,er teilte darin mit1 da es ihm im ,verfolg seiner ,versuche ber die ,erzeugung von ,elektrizitt durch bloe ,berhrung gelungen sei1 einen neuen ,apparat herzurichten4 ,dieser habe in sehr schwachem ,mae die ,wirkung der ,leydener ,flasche1 andererseits bertreffe er die letztere darin1 da er nicht vorher mit fremder ,elektrizitt geladen werden msse1 sondern jedesmal wirke1 wenn man ihn in geeigneter ,weise berhre4 ,der ,apparat besitze seiner ,wirkung und auch seiner ,einrichtung nach eine gewisse hnlichkeit mit dem elektrischen ,organ des ,zitterrochens4 ,abb4 #cd zeigt die erste ,sule 99,voltas994 ,ihre ,herstellung wird mit folgenden ,worten beschrieben#cbg3 ,dreiig1 vierzig1 sechzig oder mehr ,stcke ,silber1 von denen jedes auf ein ,stck ,zink gelegt wird1 und die gleiche ,anzahl mit ,salzwasser oder ,lauge getrnkter ,tuchstcke1 diese ,stcke zwischen jede ,verbindung der beiden ,metalle geschaltet1 eine derartige ,folge der drei ,leiter in stets gleicher ,anordnung3 das ist alles1 woraus der neue ,apparat besteht4 ,auer der leichten ,erschtterung1 die man erhielt1 wenn man die oberste ,platte berhrte und die andere ,hand in das ,gef b tauchte und so den ,stromkreis schlo1 lie sich auch eine ,wirkung dieses ,apparates auf die ,geschmacks-1 ,gesichts- und die ,gehrnerven nachweisen4 ,illustration3 ,abb4 #cf4 99,voltas99 ,becherapparat4 ,bei einer greren ,zahl von ,platten war 99,volta99 gezwungen1 entweder die ,sule mit ,sttzen zu umgeben oder sie1 wie es ,abb4 #ce zeigt1 in mehrere ,teile zu zerlegen4 ,eine ,sule besa nmlich die ,unvollkommenheit1 da die ,metallstcke durch ihr ,gewicht die ,tuchscheiben auspreten1 so da die darin enthaltene ,flssigkeit schlielich die ganze ,sule berzog und unwirksam machte4 99,volta99 war daher auf eine ,anordnung bedacht1 welche diesen belstand vermeidet3 ,er stellte eine ,reihe von ,bechern auf1 die aus einem nichtmetallischen ,stoff wie ,holz1 ,ton oder ,glas bestanden4 ,diese ,becher fllte er zur ,hlfte mit ,salzwasser oder ,lauge4 ,dann setzte er sie smtlich in ,verbindung1 so da sie eine ,art ,kette bildeten4 ,dies geschah vermittelst einer gleichen ,zahl metallischer ,bgen4 ,der ,teil ,a1 der in einen der ,becher tauchte1 war aus ,kupfer oder aus versilbertem ,kupfer hergestellt1 whrend der andere ,teil ,z1 der in den folgenden ,becher tauchte1 aus ,zinn oder aus ,zink bestand4 ,die beiden ,metalle wurden an irgend einer ,stelle oberhalb des ,teiles1 der in die ,flssigkeit tauchte1 zusammengeltet4 ,damit die letztere mit einer hinreichend groen ,flche der ,metalle in ,berhrung kam1 gab 99,volta99 den ,metallen die ,form von ,platten4 ,eine ,folge von #cj1 #dj oder #fj dieser auf solche ,weise verbundenen ,becher1 sagt 99,volta991 die entweder in einer geraden ,linie oder in einer beliebigen ,kurve angeordnet sein knnen3 das ist alles1 woraus dieser neue ,apparat besteht4 ,im ,prinzip und in ,anbetracht der ihn bildenden ,substanzen stimmt er mit dem oben beschriebenen ,sulenapparat berein4 ,um eine ,erschtterung zu erhalten1 gengte es1 die eine ,hand in einen der ,becher und einen ,finger der anderen ,hand in einen zweiten ,becher zu tauchen4 ,die ,erschtterung war um so strker1 je weiter die beiden ,becher von einander entfernt waren4 99,volta99 erhielt folglich den strksten ,schlag1 wenn er das erste und das letzte ,glied der ,kette berhrte4 ,die ,wirkungen1 die ein aus #dj oder #ej ,plattenpaaren hergestellter ,apparat hervorrief1 beschrnkten sich nicht auf ,erschtterungen4 ,der ,apparat erregte auch die ,organe des ,geschmacks-1 des ,gesichts-1 des ,gehr- und des eigentlichen ,gefhlssinnes und rief in ihnen die einem jeden entsprechenden ,empfindungen hervor1 eine ,tatsache1 die fr die ,physiologie der ,sinnesorgane von der grten ,bedeutung war und spter 99,johannes ,mller99 zur ,aufstellung seiner ,lehre von den spezifischen ,energien dieser ,organe gefhrt hat4 ,die ,wirkungen auf die ,haut schildert 99,volta99 mit folgenden ,worten3 ,ich fhle in dem ,augenblicke1 in welchem der leitende ,kreis geschlossen wird1 an der berhrten ,stelle der ,haut und ein wenig darber hinaus einen ,schlag und einen ,stich1 die schnell vorbergehen und sich so oft wiederholen1 wie man den ,kreis ffnet und schliet4 ,wenn dieser ,wechsel hufig stattfindet1 so ruft er ein sehr unangenehmes ,prickeln und ,stechen hervor4 ,bleibt jedoch die ,verbindung bestehen1 so fhlt man einige ,augenblicke nichts mehr2 darauf entsteht aber in dem von dem ,drahtende berhrten ,krperteil eine andere ,empfindung1 nmlich ein scharfer1 ohne ,erschtterung auftretender ,schmerz1 der sich auf die berhrte ,stelle beschrnkt1 ein ,brennen1 das nicht nur andauert1 sondern immer strker und schlielich unertrglich wird und das erst aufhrt1 wenn man den ,kreis unterbricht4 ,welch ein augenscheinlicher ,beweis dafr1 da der elektrische ,strom andauert1 solange die leitenden ,substanzen in ,verbindung stehen1 und da erst1 wenn wir diese ,verbindung aufheben1 der ,strom unterbrochen wird4 ,da das elektrische ,fluidum unaufhrlich kreist1 kann paradox erscheinen und unerklrlich sein4 ,nichtsdestoweniger ist es tatschlich so2 es lt sich sozusagen mit den ,hnden greifen4 ,die ,erfindung der 99,volta99schen ,sule erregte nicht nur in ,england1 sondern auch in ,frankreich das grte ,aufsehen4 ,auf ,veranlassung des ersten ,konsuls erschien 99,volta99 in ,paris1 wo er im ,november des ,jahres #ahja einen ,vortrag hielt4 ,die hervorragendsten franzsischen ,gelehrten bildeten darauf einen ,ausschu1 der ,bericht erstatten mute#cbh4 ,napoleon lie fr 99,volta99 eine goldene ,medaille prgen und stiftete einen ,ehrenpreis fr die besten ,arbeiten auf dem ,gebiete der galvanischen ,elektrizitt4 ,da die beiden ,pole der ,sule eine anziehende ,wirkung ausben1 bewies der ,deutsche 99,ritter99 auf folgende ,weise4 ,er verband die ,pole der ,sule mit zwei ,drhten4 ,an den ,drahtenden befestigte er ,goldplattstreifen und nherte sie einander4 ,die ,streifen zogen sich darauf gegenseitig an1 bis sie sich schlielich berhrten und so die ,kette schlossen#cbi4 ,bevor wir uns mit den chemischen1 thermischen und dynamischen ,wirkungen der von 99,galvani99 und 99,volta99 entdeckten ,naturkraft nher befassen1 wollen wir die weitere ,entwicklung der galvanischen ,ketten1 fr welche 99,voltas99 ,apparat das ,vorbild gewesen ist1 verfolgen4 ,von ,verbesserungen und ,entdeckungen1 die bald nach ihrer ,erfindung an der 99,volta99schen ,sule in rascher ,folge gemacht wurden1 sind vor allem folgende erwhnenswert4 ,um die ,berhrung der ,metallplatten vollstndiger zu machen1 ltete man sie zusammen#ccj4 ,da die physiologische ,wirkung der ,sule proportional der ,anzahl der ,platten sei1 hatte schon 99,volta99 nachgewiesen2 99,nicholson99 fand dies auch fr die chemische ,wirkung besttigt4 ,es lag nahe1 den ,einflu des ,durchmessers der ,platten auf die ,art der ,wirkung zu untersuchen4 ,das ,ergebnis war1 da eine ,vergrerung des ,plattendurchmessers die ,funken intensiver machte4 ,eine ,sule von fnf groen ,platten gab strkere ,funken als eine solche von #hj kleinen1 dagegen war die physiologische ,wirkung der fnf ,platten sehr gering#cca4 ,der ,zusammenhang der thermischen ,wirkung des galvanischen ,stromes mit der ,zahl und ,gre der ,platten wurde eingehend im ,jahre #ahje untersucht#ccb4 ,man fand1 da groe ,platten leichter ,drhte zum ,erglhen bringen4 ,whrend z4 ,b4 eine ,sule von #djj ,plattenpaaren von #d ,zoll ,durchmesser nur einen ,eisendraht von #b ,zoll ,lnge zum ,erglhen brachte1 war eine zweite ,sule von nur #ajj ,paaren1 die aber einen ,durchmesser von #h ,zoll besaen1 imstande1 ein #cb ,zoll langes ,stck desselben ,eisendrahtes glhend zu machen4 ,unter einen gemeinsamen ,gesichtspunkt gebracht wurden diese ,erscheinungen erst weit spter durch das ,gesetz von 99,ohm99 ber den ,zusammenhang der ,stromstrke mit der elektromotorischen ,kraft und dem ,widerstande4 ,einen ,vorlufer besa 99,ohm99 in 99,ritter99#ccc1 der schon #ahje zu dem ,ergebnis gelangte1 da der ,effekt der ,sule bei gleicher ,spannung von der ,summe der ,leitung in der ,sule und dem schlieenden ,bogen abhnge#ccd4 ,bezeichnen wir die ,spannung 7elektromotorische ,kraft7 mit ,e1 den ,effekt 7,intensitt7 mit i und den inneren und ueren ,leitungswiderstand mit ,w und w1 so drckt das 99,ohm99sche ,gesetz die ,beziehung zwischen den genannten ,gren durch die ,formel i ,e_/7,ww7 aus1 und diese ,beziehung finden wir in dem von 99,ritter99 ausgesprochenen ,satze angedeutet4 ,nachdem 99,volta99 seinen ,fundamentalversuch angestellt hatte1 lag der ,gedanke nahe1 eine galvanische ,sule ohne ,flssigkeit zu konstruieren und dadurch der ,kontaktheorie gegenber der chemischen ,erklrungsweise eine grere ,sttze zu verleihen4 ,dieser ,gedanke fhrte 99,behrens99 zur ,konstruktion des ,sulenelektroskops und 99,zamboni99 zur ,herstellung der ,trockensule4 99,behrens99 brachte ein isoliert aufgehngtes ,goldblttchen zwischen die entgegengesetzten ,pole zweier aus ,goldpapier und ,stanniol aufgeschichteten gleichen ,sulen4 ,da die anziehenden ,krfte gleich stark waren1 befand sich das isolierte ,goldblttchen zunchst in senkrechter ,lage4 ,wurde dem ,knopfe1 an welchem das ,goldblttchen hing1 ein elektrisierter ,krper genhert1 so wurde es entweder vom positiven ,pole der einen oder vom negativen ,pole der anderen ,sule angezogen1 je nachdem der genherte ,krper positiv oder negativ war#cce4 ,zweckmiger ist die ,einrichtung1 die spter 99,rie99#ccf dem ,sulenelektroskop gegeben hat4 99,rie99 benutzte nur eine aus ,gold- und ,silberpapier geschichtete ,sule1 deren ,pole mit zwei einander gegenberstehenden ,metallplatten in ,verbindung stehen4 ,die ,elektrizitten dieser ,platten 7,abb4 #cg7 sind gleich stark4 ,zwischen den ,platten hngt das isolierte ,goldblttchen4 ,wird diesem nur die geringste ,spur ,elektrizitt mitgeteilt1 so wird es sich nach der einen oder der anderen ,platte bewegen und dadurch nicht nur die ,elektrizitt selbst1 sondern auch ihre ,art anzeigen4 ,illustration3 ,abb4 #cg4 ,das ,sulenelektroskop4 ,unabhngig von 99,behrens991 dessen ,erfindung zunchst wenig ,beachtung fand1 konstruierte der ,italiener 99,zamboni99 ,trockensulen aus ,gold- und ,silberpapierscheiben1 die er tausendfach bereinander aufschichtete4 ,sie gaben ihm ,funken von einem halben ,zoll ,lnge#ccg4 99,zamboni99 suchte mit ,hilfe seiner ,sule eine ,art ,perpetuum mobile herzustellen4 ,hatte 99,behrens99 zwischen zwei ,trockensulen einen ,goldblattstreifen aufgehngt1 so brachte 99,zamboni99 zwischen den entgegengesetzten ,polen ,,dd seiner ,sulen 7s4 ,abb4 #ch7 eine ,magnetnadel 99ccc99 an4 ,das obere ,ende dieser ,nadel wurde von ,,dd abwechselnd angezogen und wieder abgestoen1 so da die ,nadel fortwhrend hin und her pendelte4 ,die ,erfindung der ,trockensulen schien zunchst den ,sieg der ,kontakttheorie zu bedeuten1 bis #ahjg durch 99,erman99 gezeigt wurde1 da die ,trockensule ihre ,wirkung einbt1 wenn sie in vllig trockene ,luft gebracht wird1 so da das hygroskopische ,papier seine ,feuchtigkeit verliert4 ,brachte man die ,sule aus dem ,chlorkalziumtrockenapparat1 dessen sich 99,erman99#cch bediente1 wieder in gewhnliche ,luft1 so wurde sie wieder wirksam4 ,kehren wir zur eigentlichen galvanischen ,sule zurck4 ,schon das ,jahr #ahjb brachte eine weitere grundlegende ,entdeckung4 ,jemand brachte die ,platindrhte eines ,wasserzersetzungsapparats1 nachdem durch letzteren eine ,zeitlang der ,strom geschickt war1 an die ,zunge4 ,der ,apparat wirkte jetzt wie ein galvanisches ,element1 da sich die bekannte ,geschmacksempfindung einstellte4 ,man hatte die ,polarisation und den durch sie hervorgerufenen ,polarisationsstrom entdeckt#cci4 ,illustration3 ,abb4 #ch4 99,zambonis99 ,trockensule4 ,eine der soeben erwhnten ganz analoge ,beobachtung machte der schon wiederholt genannte 99,ritter994 ,er hatte eine ,sule ausschlielich aus ,silber und angefeuchteten ,tuchscheiben ohne ,zuhilfenahme eines zweiten ,metalles zusammengesetzt4 ,diese ,sule gab natrlich zunchst keinen ,strom4 ,nachdem er sie aber einige ,zeit der ,wirkung einer 99,volta99schen ,sule ausgesetzt und die ,verbindung darauf gelst hatte1 gab die vorerwhnte nur ein ,metall enthaltende ,ladungssule einen ,strom4 99,ritter99 glaubte zuerst eine neue ,art von ,kondensator erfunden zu haben1 bis 99,volta99#cdj nachwies1 da man es hier nicht mit einer bloen ,ansammlung von ,elektrizitt1 sondern mit einer chemischen ,zersetzung des ,wassers zu tun habe4 ,infolgedessen berziehe sich jede ,silberplatte mit einer ,wasserstoffschicht auf der dem positiven ,pole zugekehrten und mit einer ,sauerstoffschicht auf der dem negativen ,pole zugekehrten ,seite4 ,eine solche aus zwei gasfrmigen ,flssigkeiten und einem ,metall bestehende ,sule wirke so lange1 bis das zersetzte ,wasser sich zurckgebildet habe4 ,die ,ladungssule 99,ritters99 ist somit die erste ,form des ,akkumulators und 99,volta99 hatte mit vorstehenden ,worten das ,prinzip der ,polarisation1 das spter 99,plant99 zur ,konstruktion der sekundren ,elemente oder ,akkumulatoren fhrte1 ganz richtig dargestellt4 99,ritter99 fand auch1 da durch ,einschalten einer ,ladungssule der ,strom der 99,volta99schen ,sule rasch geschwcht wird1 eine ,erscheinung1 welche daher rhrt1 da der von der ,ladungssule ausgehende ,strom dem ,ladestrom der 99,volta99schen ,sule entgegengesetzt ist4 ,man erkannte1 da aus demselben ,grunde1 d4 h4 infolge des ,auftretens von ,zersetzungsprodukten1 die 99,volta99sche ,sule geschwcht werden mu1 selbst wenn sie gar nicht mit einer ,ladungssule oder einem ,wasserzersetzungsapparat in ,verbindung steht4 ,das ,bestreben1 hier ,abhilfe zu schaffen1 fhrte zur ,konstruktion der konstanten ,elemente4 #ac4 ,die ,begrndung der ,elektrochemie4 ,wie bei so vielen groen ,entdeckungen wurden auch bezglich der chemischen ,wirkung der galvanischen ,elektrizitt die ersten ,beobachtungen gemacht1 ohne da man ihnen gleich die verdiente ,bedeutung beigelegt und sie weiter verfolgt htte4 ,so wurde schon im ,jahre #agie darauf hingewiesen1 da1 wenn ,zink und ,silber in ,wasser tauchen1 das ,zink von einer ,oxydschicht berzogen wird#cda4 99,a4 v4 ,humboldt99 wiederholte diesen ,versuch und sah am ,silber ,blasen aufsteigen1 die aus ,wasserstoff bestanden#cdb4 brigens war 99,humboldt99 ein ,hauptgegner 99,voltas994 99,humboldt99 gab #agig-agii ein ,werk ber die tierische ,elektrizitt heraus1 das er ,versuche ber die gereizte ,nerven- und ,muskelfaser betitelte4 ,darin vertrat er die ,ansicht1 die galvanischen ,erscheinungen wrden durch ein ,fluidum hervorgerufen1 das in den tierischen ,organen angehuft sei4 ,ob dieses ,fluidum1 wie 99,galvani99 angenommen1 elektrischer ,natur sei1 hielt 99,humboldt99 sogar noch fr zweifelhaft4 ,eine bessere ,aufnahme fanden die ,forschungsergebnisse 99,galvanis99 und 99,voltas99 jenseits des ,kanals4 ,sobald die ,kunde von der ,erfindung der 99,volta99schen ,sule nach ,england gelangt war1 beeilten sich die dortigen ,physiker1 99,voltas99 ,apparat zusammenzustellen und damit zu experimentieren4 ,dabei richtete sich ihre ,aufmerksamkeit auf die von 99,volta99 bersehenen1 vielleicht auch in seiner ,voreingenommenheit fr die von ihm begrndete ,kontakttheorie nicht gengend beachteten chemischen ,vorgnge4 ,der erste1 der in ,england eine ,sule nach 99,voltas99 ,angaben zusammensetzte1 war 99,carlisle99#cdc4 ,um eine bessere ,berhrung des ,schlieungsdrahtes mit der oberen ,platte zu bewerkstelligen1 hatte 99,carlisle99 die letztere mit einem ,tropfen ,wasser angefeuchtet4 ,dabei bemerkte er1 da sich um den ,draht herum ,gasblschen bildeten4 ,um diese ,erscheinung genauer zu verfolgen1 fhrte 99,carlisle99 in ,gemeinschaft mit 99,nicholson99#cdd im ,mai des ,jahres #ahjj den galvanischen ,strom unter ,anwendung von zwei ,messingdrhten durch eine mit ,wasser gefllte ,rhre#cde4 ,der ,abstand zwischen den ,enden der ,drhte betrug #a ,zoll4 ,sogleich erhob sich an dem mit dem ,silber verbundenen ,drahte ein ,strom kleiner ,gasblasen1 whrend die ,spitze des anderen ,drahtes anlief4 ,jenes ,gas wurde als ,wasserstoff erkannt4 ,der ,sauerstoff des ,wassers hatte sich dagegen mit der ,substanz desjenigen ,drahtes verbunden1 der zum ,zink fhrte1 und ein ,anlaufen des ,endes verursacht4 ,als man anstatt der ,messingdrhte solche aus ,platin whlte1 einem ,metall1 mit dem der ,sauerstoff sich nicht direkt verbindet1 gelang es1 beide ,gase als solche aus dem ,wasser abzuscheiden4 ,dieses war die erste1 vollstndige und deutliche1 mit ,hilfe des galvanischen ,stromes bewirkte ,zerlegung einer chemischen ,verbindung1 deren zusammengesetzte ,natur man allerdings schon vorher erkannt hatte4 ,zwar besaen 99,carlisle99 und 99,nicholson99 in 99von ,humboldt99 und einigen anderen ,vorlufer1 die schon auf gewisse ,erscheinungen hingewiesen hatten1 die offenbar chemische ,wirkungen des ,stromes waren4 ,ja1 es tauchte schon vor der ,erfindung der 99,volta99schen ,sule die ,ansicht auf1 da vielleicht chemische nderungen nicht die ,folge1 sondern die ,ursache der ,elektrizittsentwicklung sein mchten#cdf4 ,dennoch gebhrt den beiden englischen ,forschern das ,verdienst1 die ,zerlegung des ,wassers durch den galvanischen ,strom zum ersten ,male durch eine planvolle und ergebnisreiche ,untersuchung dargetan zu haben4 ,nichts lag daher nher1 als das neue ,hilfsmittel auf ,stoffe bislang unbekannter chemischer ,zusammensetzung anzuwenden1 ein ,weg1 den wir wenige ,jahre nach der ,anstellung der soeben beschriebenen ersten ,elektrolyse mit dem grten ,erfolge den ,englnder 99,davy99 beschreiten sehen4 ,wie 99,nicholson99 und 99,carlisle99 in 99v4 ,humboldt991 so besa 99,davy99 auf diesem ,gebiete einen ,vorlufer in dem schon erwhnten ,deutschen 99,ritter99#cdg4 ,im ,september des ,jahres #ahjjcdh teilte dieser mit1 da er mit einer aus #fd ,plattenpaaren bestehenden ,sule nicht nur ,wasser1 sondern auch ,kupfervitriol unter ,abscheidung von ,kupfer zersetzt habe4 99,ritter99 lie den ,strom auch auf ,ammoniak wirken4 ,er gelangte schlielich zu der ,ansicht1 es gebe keine ,flssigkeit1 die nicht durch den galvanischen ,strom zersetzt werden knne4 ,es ist fr uns ,deutsche ruhmvoll1 da bei uns so oft in aller ,stille und ,verborgenheit die ,erschlieung neuer ,wissensgebiete stattgefunden hat4 ,es ist dagegen eine fast beschmende1 indessen aus den frheren ,zustnden und dem ,nationalcharakter erklrliche ,tatsache1 da der weitere ,ausbau der erschlossenen ,gebiete und die praktische ,verwertung der gewonnenen ,kenntnisse1 sowie infolgedessen hufig genug auch der ,ruhm der ,entdeckung dem ,auslande vorbehalten blieb4 ,im ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts herrschte zudem eine die empirische ,forschung unterschtzende ,naturphilosophie in ,deutschland1 in deren ,banden sich 99,ritter99 und in seinen jngeren ,jahren auch 99von ,humboldt99 befand4 ,sie hat der ,naturforschung auf deutschem ,boden mehr geschadet1 als es in ,frankreich die ,wirren der franzsischen ,revolution vermocht haben4 ,von beiden ,hemmnissen blieben die ,forscher ,englands verschont4 ,und so sehen wir hier 99,davy99 mit ,entdeckungen auf dem neuen ,gebiete hervortreten1 welche denjenigen 99,voltas99 nicht nachstehen4 99,humphry ,davy99 wurde am #ag4 ,dezember #aggh in ,cornwall geboren#cdi4 ,in rmlichen ,verhltnissen aufgewachsen -- sein ,vater sorgte fr sich und die ,seinen durch ,herstellung von ,holzschnitten -- wurde der junge 99,davy99 ,gehilfe bei einem ,chirurgen4 ,diesem mute er auch bei der ,herstellung von ,arzneien zur ,hand gehen4 ,auf solche ,weise wurde in ihm ein ,interesse an chemischen ,vorgngen erweckt1 das fr seine sptere ,laufbahn bestimmend werden sollte4 ,im ,alter von #bj ,jahren erhielt 99,davy99 eine ,anstellung an einem ,institut1 das man in ,bristol zu dem ,zweck ins ,leben gerufen hatte1 um die ,wirkungen gasfrmiger ,krper auf den ,organismus zu prfen#cej4 99,davy99 machte hier die ,beobachtung1 da das von 99,priestley99 um #aggb entdeckte ,stickoxydul 7,lachgas7 berauschend und betubend wirkt#cea4 ,ferner stellte er ,versuche ber die physiologischen ,wirkungen von ,wasserstoff und ,kohlendioxyd an und gelangte dadurch in den ,ruf eines vorzglichen ,experimentators4 ,infolgedessen wurde 99,davy991 bald nachdem die ,kunde von 99,voltas99 ,entdeckungen nach ,england gekommen war1 als ,professor der ,chemie an die ,royal ,institution nach ,london berufen und zum ,mitglied der ,royal ,society gewhlt4 ,hier sehen wir ihn whrend des ersten ,jahrzehnts des #ai4 ,jahrhunderts eine auerordentliche ,wirksamkeit entfalten1 durch die er der ,lehre vom ,galvanismus eine neue ,richtung gab4 ,nur die hervorragende1 gleichzeitig das physikalische1 wie das chemische ,gebiet umfassende ,forscherttigkeit eines 99,davy99 war imstande1 die zahlreichen ,irrtmer1 welche jener ,lehre infolge unrichtiger ,auslegung der beobachteten elektrochemischen ,vorgnge anhafteten1 zu beseitigen4 ,der ,elektrizitt wurde damals alles ,mgliche und ,unmgliche zugeschrieben4 ,hielten es doch viele fr ausgemacht1 da aus reinem ,wasser und dem elektrischen ,fluidum ,salpetersure1 ,salzsure1 ,natron oder gar eine besondere elektrische ,sure entstehen knne4 99,davy99 lieferte den ,nachweis1 da in solchen ,fllen das ,wasser ,verunreinigungen enthielt1 durch deren ,zersetzung die genannten ,verbindungen entstanden waren1 oder da in anderen ,fllen unter dem ,einflu der ,elektrizitt ,bestandteile des ,gefes an das ,wasser abgegeben und zersetzt wurden#ceb4 ,er zeigte ferner1 da chemisch reines ,wasser sich durch die ,elektrizitt einzig und allein in ,sauerstoff und ,wasserstoff zersetzt#cec4 ,darauf folgten eine ,anzahl ,versuche ber ,das ,hinberfhren gewisser ,bestandteile der ,krper durch ,elektrizitt1 ein ,vorgang1 den man spter als das ,wandern der ,ionen bezeichnet und durch die ,annahme von freien1 positiv oder negativ geladenen ,ionen erklrt hat4 99,davy99 spricht das ,ergebnis dieser ,versuche etwa folgendermaen aus3 ,wasserstoff und die ,metalle wrden von den negativ elektrischen ,metallflchen angezogen1 von den positiv elektrischen dagegen zurckgestoen4 ,dagegen wrden ,sauerstoff und die ,suren 7die ,surereste wrden wir heute sagen7 von den positiven ,metallflchen angezogen1 von den negativen abgestoen4 ,diese anziehenden und zurckstoenden ,krfte seien energisch genug1 um die ,wirkung der ,wahlverwandtschaft zu zerstren4 ,die ,schwierigkeit1 da die ,bestandteile der ,verbindungen an den weit voneinander entfernten ,elektroden jeder fr sich in die ,erscheinung treten1 erklrt 99,davy991 indem er das ,wasser als ,beispiel whlt1 auf folgende ,weise4 ,da der ,wasserstoff von der positiven ,metallflche 7die ,bezeichnung ,elektrode hat erst 99,faraday99 eingefhrt7 und der ,sauerstoff von der negativen ,flche abgestoen wrden1 so msse in der ,mitte des flssigen ,leiters eine ,verbindung der zurckgestoenen ,stoffe vor sich gehen1 oder -- ein ,gedanke1 den spter#ced 99,grothuss99 wieder aufgenommen -- es finde eine ,reihe von ,zersetzungen und ,wiedervereinigungen von der einen ,metallflche bis zur anderen statt4 ber eine ,entdeckung von weittragendster ,bedeutung berichtete 99,davy99 der ,royal ,society im ,jahre #ahjg4 ,schon 99,lavoisier99 hatte die ,vermutung ausgesprochen1 da man in den ,alkalien und den ,erden den ,metallkalken hnliche ,verbindungen des ,sauerstoffs mit bis dahin unbekannten ,elementen zu erblicken habe4 ,alkali war auch die ,substanz1 die aus der ,wand des ,glasgefes in das ,wasser berging1 wenn letzteres in einem solchen der ,elektrolyse unterworfen wurde4 ,was lag daher nher1 als die zersetzende ,kraft des galvanischen ,stromes auf das ,alkali selbst wirken zu lassen1 um so das ,dunkel1 welches die chemische ,natur dieser ,verbindung einhllte1 zu lichten6 99,davy99 versuchte zuerst ,kali und ,natron in ihren wsserigen1 bei gewhnlicher ,temperatur gesttigten ,lsungen mit ,hilfe der strksten galvanischen ,apparate1 die ihm zu ,gebote standen1 zu zerlegen4 ,bei aller ,intensitt der ,wirkung wurde jedoch das ,wasser allein angegriffen1 und unter groer ,hitze und heftigem ,aufbrausen entwickelten sich nur ,wasserstoff und ,sauerstoff4 99,davy99 schmolz daher bei seinen spteren ,versuchen das ,kali und das ,natron1 indem er sie in einen ,platinlffel legte und die ,elektrizitt zugleich als ,schmelzungs- und ,zersetzungsmittel wirken lie4 ,das ,kali1 das er durch ,glhen vollkommen getrocknet hatte1 leitet zwar die ,elektrizitt nicht4 ,es wird aber schon leitend durch ein wenig ,feuchtigkeit1 welche den festen ,zustand des ,kalis nicht merklich ndert4 ,in diesem ,zustande wird es durch eine energische elektrische ,einwirkung geschmolzen und zersetzt4 99,davy99 nahm ein kleines ,stck reines ,kali1 lie es einige ,sekunden mit der ,atmosphre in ,berhrung1 wodurch es an der ,oberflche durch ,wasseranziehung leitend wurde1 legte es auf eine isolierte ,platinscheibe1 die mit dem negativen ,ende einer ,batterie von #bej ,plattenpaaren verbunden war1 und berhrte die ,oberflche des ,kali mit dem positiven ,platindrahte4 ,sogleich zeigte sich eine sehr lebhafte ,wirkung4 ,das ,kali begann zu schmelzen4 ,an der oberen ,flche sah 99,davy99 ein heftiges ,aufbrausen4 ,an der unteren oder negativen ,flche war keine ,gasentwicklung wahrzunehmen4 ,doch entdeckte 99,davy99 dort kleine ,kgelchen1 die einen sehr lebhaften ,metallglanz hatten und vllig wie ,quecksilber aussahen4 ,eine ,menge von ,versuchen bewiesen ihm alsbald1 da diese ,kgelchen die ,substanz waren1 nach der er suchte1 nmlich ein brennbarer ,krper eigentmlicher ,art1 und zwar das dem ,kali zugrunde liegende ,metall4 99,davy99 fand1 da die ,gegenwart von ,platin ohne ,einflu auf das ,resultat ist1 und da dieses ,metall nur die ,elektrizitt zufhrt1 welche die ,zersetzung bewirken soll4 ,es entstand nmlich immer dieselbe ,substanz1 er mochte den ,stromkreis durch ,stcke ,kupfer1 ,silber1 ,gold1 ,graphit oder ,kohle schlieen4 ,natron gab hnliche ,resultate wie das ,kali1 wenn man es auf dieselbe ,art behandelte4 ,bei allen ,zersetzungen chemischer ,verbindungen1 welche 99,davy99 frher untersucht hatte1 waren stets die brennbaren ,elemente am negativen ,pole entbunden worden1 whrend der ,sauerstoff am positiven ,pole zum ,vorschein kam oder dort in ,verbindung trat4 ,es war daher ein naheliegender ,gedanke1 da bei der ,einwirkung der ,elektrizitt auf die ,alkalien die neuen ,substanzen auf ganz hnliche ,weise erzeugt werden4 99,davy99#cee stellte deshalb in einem durch ,quecksilber abgesperrten ,apparat mehrere ,versuche an1 bei denen die uere ,luft ausgeschlossen war4 ,diese ,versuche bewiesen1 da sich die ,sache in der ,tat so verhlt4 ,als er nmlich festes ,kali oder ,natron1 die so viel ,feuchtigkeit eingesogen hatten1 da sie die ,elektrizitt leiteten1 in ,glasrhren einschlo1 die mit ,platindrhten versehen waren1 und den ,strom hindurchleitete1 dann entstanden die neuen ,substanzen an der negativen ,metallspitze4 ,das ,gas1 das sich gleichzeitig an der positiven ,metallspitze entwickelte1 war reiner ,sauerstoff4 ,am negativen ,pole erschien gar kein ,gas1 auer wenn ,wasser in grerer ,menge vorhanden war4 ,dann wurde nmlich durch die ,einwirkung des entstandenen ,kaliums auf das ,wasser ,wasserstoff entwickelt4 ,um den ,beweis1 da die ,alkalien nur durch die ,vereinigung von ,sauerstoff mit den entdeckten ,metallen entstanden sind1 zu einem einwandfreien zu erheben1 schlo 99,davy99 an seine durch das neue ,hilfsmittel vollzogene ,analyse 7,elektrolyse7 die ,synthese der ,alkalien an4 ,in besonders dazu hergerichteten1 durch ,quecksilber abgesperrten ,glasrhren wurden einige ,kgelchen ,kalium mit ,sauerstoff in ,berhrung gebracht4 ,sie verschluckten augenblicklich den ,sauerstoff und berzogen sich mit einer ,rinde von ,kaliumoxyd4 ,der ,grundstoff des ,natrons1 das ,element ,natrium1 verhielt sich hnlich und lieferte wieder ,natron4 ,wurden die aus ,kali und aus ,natron erhaltenen ,elemente in einer gegebenen ,menge ,sauerstoff erhitzt1 so verbrannten sie schnell mit weier1 glnzender ,flamme und die metallischen ,kgelchen verwandelten sich in eine feste1 weie ,masse1 die aus ,kali oder aus ,natron bestand1 je nachdem man ,kalium oder ,natrium zu dem ,versuch genommen hatte4 ,dabei wurde ,sauerstoff verschluckt4 ,die ,oxyde1 die bei dem ,versuche entstanden1 bertrafen an ,gewicht dasjenige der verbrannten ,substanzen bedeutend4 ,diese ,tatsachen berechtigten 99,davy99 anzunehmen1 da ,kali und ,natron aus ,sauerstoff und zwei eigentmlichen ,grundstoffen bestehen4 ,die ,affinitt der ,alkalimetalle zu ,sauerstoff erwies sich als so gro1 da 99,davy99 die entdeckten ,elemente nur unter ,steinl aufbewahren konnte4 ,wasser wurde von ihnen so heftig unter ,entwicklung von ,wasserstoff zersetzt1 da die geringe ,menge ,wasser1 welche im ,alkohol und im ther nach sorgfltiger ,reinigung dieser ,flssigkeiten noch enthalten ist1 zerstrt wurde#cef4 ,metalloxyde1 die man mit ,kalium erhitzte1 wurden ihres ,sauerstoffs beraubt 7reduziert74 ,als 99,davy99 ein wenig ,eisenoxyd mit ,kalium erwrmte1 erfolgte eine lebhafte ,einwirkung4 ,es entstand ,kali neben ,teilchen eines grauen ,metalls1 das sich als ,eisen erwies4 ,bleioxyd und ,zinnoxyd wurden noch schneller reduziert4 ,war ,kalium im berflu vorhanden1 so verband sich das entstehende ,metall mit dem ,kalium zu einer ,legierung4 ,das chemische ,verhalten des ,natriums fand 99,davy99 im ganzen dem des ,kaliums hnlich1 doch zeigten sich charakteristische ,verschiedenheiten4 99,davy99 kam nach ,abschlu dieser ,untersuchung sofort auf die ,vermutung1 da die alkalischen ,erden1 wie ,baryt und ,strontian1 ,verbindungen derselben ,art wie die ,alkalien seien1 d4 h4 metallische ,grundstoffe von hoher ,brennbarkeit verbunden mit ,sauerstoff#ceg4 ,wie ,baryt und ,strontian1 so besitzen auch ,kalk1 ,magnesia1 ,tonerde und ,kieselerde manche hnlichkeit mit den ,alkalien#ceh4 ,man durfte deshalb hoffen1 da auch diese widerspenstigen ,stoffe der ,einwirkung mchtiger ,batterien nicht widerstehen und da sich ihre ,bestandteile mit ,hilfe der neuen ,methode abscheiden lassen wrden#cei4 ,die ,verwandtschaftskrfte der neuen ,metalle1 die in den ,alkalien enthalten sind1 fhrten zu einer nicht zu ermessenden ,menge von ,versuchen4 ,diese ,metalle wurden mchtige ,agentien fr die chemische ,analyse4 ,und da sie an ,verwandtschaft zum ,sauerstoff alle bekannten ,stoffe bertrafen1 so konnten sie bei manchen ,zerlegungen die ,elektrizitt ersetzen4 ,so wurden1 wie wir spter sehen werden1 die ,grundstoffe der ,kieselerde und der ,tonerde1 das ,silizium und das ,aluminium nmlich1 zuerst durch die ,einwirkung der ,alkalimetalle aus ihren ,verbindungen abgeschieden4 ,die ,gewinnung des ,aluminiums vermittelst des galvanischen ,stromes erfolgte erst spter4 ,die ,elektrolyse von ,kalk1 ,baryt1 ,strontian und ,magnesia gelang1 ganz wie 99,davy99 es vorausgesehen4 ,schon ein ,jahr nach der ,entdeckung der ,alkalimetalle konnte er den staunenden ,zeitgenossen von diesem neuen ,erfolg berichten4 ,vor allem hatten die ,untersuchungen 99,davys99 das wichtige ,ergebnis1 da die ,bedeutung1 welche der ,sauerstoff als ,bestandteil chemischer ,verbindungen beansprucht1 in einem ganz anderen ,umfange erkannt wurde4 ,hatte 99,lavoisier99 dieses ,element als das surebildende ,prinzip angesprochen1 so konnte man es jetzt mit der gleichen ,berechtigung als ganz wesentlich fr das ,zustandekommen der ,alkalien hinstellen4 99,davy99 erklrte infolgedessen am ,schlu seiner ,untersuchung3 ,sauerstoff ist in allen wahren ,alkalien vorhanden4 ,denselben ,stoff1 den die ,franzosen als das ,prinzip der ,aziditt charakterisieren1 kann man daher auch das ,prinzip der ,alkalisierung nennen4 ,nach den heutigen ,anschauungen werden bekanntlich die basischen ,eigenschaften durch das ,vorhandensein der ,hydroxylgruppe ,,oh bedingt4 ,es ist begreiflich1 da 99,davy991 nachdem er diese neue ,rolle des ,sauerstoffs erkannt hatte1 sich auch dem flchtigen ,alkali1 dem ,ammoniak1 zuwandte4 ,hier begegnete ihm nun der ,irrtum1 da er den ,sauerstoff1 den er in dem ,ammoniakgas 7,,nh#c7 vorhanden glaubte1 auch wirklich fand1 obgleich dies ,element in dem vllig reinen1 gut getrockneten ,ammoniakgase fehlt4 ,indessen macht bekanntlich auch hier der ,sauerstoff das ,wesen der ,alkalinitt aus1 indem das ,ammoniakgas sich mit dem ,wasserstoff und der ,hydroxylgruppe des ,wassers erst zur eigentlichen ,basis verbindet 7,,nh#c ,,hoh ,,nh#d 4 ,,oh74 99,davy99 fate das ,verhltnis des ,ammoniaks zu den fixen ,alkalien auch ganz richtig auf1 indem er sagte1 es wrde zu letzteren wohl in derselben ,beziehung stehen wie die ,pflanzensuren mit zusammengesetztem ,radikal zu den mineralischen ,suren von einfacherer ,zusammensetzung4 ,dem ,kalium wrde also nach dieser noch heute geltenden ,auffassung die ,gruppe ,,nh#d entsprechen4 ,selten ist die ,chemie mit einer solchen ,flle neuer ,tatsachen bereichert worden1 wie es innerhalb eines so kurzen ,zeitraumes durch die ,ergebnisse der elektrochemischen ,untersuchungen 99,davys99 geschah4 ,in dem galvanischen ,strom hatte man das gewaltigste ,agens fr die chemische ,analyse kennen gelernt4 ,neben der zersetzenden ,wirkung der 99,volta99schen ,sule wandte sich das ,interesse in steigendem ,mae auch den innerhalb der ,sule zwischen den ,metallen und den angewandten ,flssigkeiten vor sich gehenden chemischen ,vernderungen zu4 ,whrend man letztere zuerst als etwas ,nebenschliches betrachtet hatte1 begann man jetzt in dem innerhalb der ,kette sich abspielenden chemischen ,vorgang die ,ursache des elektrischen ,stromes zu erblicken4 ,zwar erkannte schon 99,davy991 da nicht 99jeder99 chemische ,vorgang elektromotorisch wirksam ist4 ,wurde ,eisen in ,sauerstoff verbrannt1 whrend das ,metall mit einem ,elektrometer verbunden war1 so erhielt letzteres whrend des ,prozesses keine ,spur von ,ladung4 ,salpeter und ,holzkohle wirkten1 whrend sie unter ,verpuffung zur ,verbindung gebracht wurden1 ebensowenig auf das ,elektrometer4 ,auch bei der ,verbindung von festem ,alkali und ,schwefelsure machte sich kein ,auftreten von ,elektrizitt bemerkbar#cfj4 ,trotzdem suchte 99,davy99 die chemische ,verwandtschaft auf elektrische ,anziehungen und ,abstoungen zurckzufhren1 so da wir ihn als den ,begrnder einer elektrischen ,theorie der chemischen ,verbindungen betrachten mssen1 einer ,theorie1 die ihren weiteren ,ausbau durch 99,berzelius99 erfuhr und nach der ,aufnahme mancher ,verbesserungen die ,grundlage fr die neueren ,anschauungen geworden ist4 ,ursprnglich war 99,davy99 ,anhnger der rein chemischen ,theorie1 whrend er spter gleichzeitig der ,kontakttheorie ,rechnung zu tragen suchte4 ,er nahm nmlich an1 da die ,atome bei ihrer ,berhrung entgegengesetzt elektrisch wrden und sich infolgedessen anzgen1 whrend nach 99,berzelius99 eine verschiedenartige elektrische ,ladung den ,atomen ursprnglich eigen ist und sich bei ihrer ,verbindung ausgleicht4 ,alle ,krper die sich chemisch miteinander verbinden1 so fhrt 99,davy99 seine ,ansicht des nheren aus1 geben bei ihrer ,berhrung entgegengesetzte elektrische ,zustnde4 ,angenommen die kleinsten elementaren ,teilchen knnen sich frei bewegen1 so werden sie sich deshalb infolge ihrer bei der ,berhrung auftretenden elektrischen ,krfte anziehen mssen4 99,davy99 meint1 der ,zusammenhang der ,elektrizitt mit der chemischen ,verwandtschaft liege also ziemlich klar zutage4 ,man drfe vielleicht annehmen1 da beide im ,grunde genommen dasselbe seien4 ,daraus erklrt sich das ,problem1 das 99,davy99 aufwirft1 nmlich eine ,stufenleiter der elektrischen ,krfte der ,krper aufzufinden1 wie sie den ,graden der ,verwandtschaft entsprechen#cfa4 ,auch dieser ,gedanke 99,davys99 ist in der ,folge1 nachdem man eine ,untersuchung der ,beziehungen zwischen dem elektrischen und dem chemischen ,potential in ,angriff genommen1 von groer ,tragweite gewesen#cfb4 ,auch die ,wrme- und die ,lichtwirkung der galvanischen ,elektrizitt konnten1 als man die ,zahl der ,platten vergrerte1 nicht verborgen bleiben4 ,da beim ffnen und ,schlieen des galvanischen ,stromes mehr oder minder krftige ,funken auftreten1 gehrte zu den ersten ,beobachtungen1 die man an den neuen ,apparaten machte4 ,als 99,davy99 den ,strom seiner aus einigen hundert ,plattenpaaren zusammengesetzten ,batterie durch ,alkali leitete1 war die ,wrmewirkung gro genug1 um letzteres zu schmelzen4 ,und als derselbe ,forscher spter eine ,batterie von #bjjj ,elementen benutzte1 zeigte sich an der ,unterbrechungsstelle1 zumal bei ,anwendung von ,kohlenspitzen1 ein uerst blendendes ,licht1 das jedoch erst in der neueren ,zeit1 seitdem man billigere ,elektrizittsquellen kennen gelernt hatte1 als ,bogenlicht zu ,beleuchtungszwecken ,verwendung finden konnte4 ,es ist nicht ganz zutreffend1 99,davy99 als den ,entdecker des ,bogenlichtes zu bezeichnen4 ,dem ffnungsfunken hatte sich schon lnger das ,interesse der ,physiker zugewandt4 ,man hatte sein ,zustandekommen aus dem ,auftreten erglhender1 abgerissener ,metallteilchen erklrt und auch den einen ,pol mit einem ,kohlenstift verbunden1 um dadurch strkere ,funken zu erhalten4 ,der erste1 der zwei ,kohlenstifte anwandte und so im ,jahre #ahbj ein ,licht erzielte1 das die ,augen der ,zuschauer blendete1 war 99de la ,rive994 99,davy99 machte seinen ,versuch erst ein ,jahr spter bekannt#cfc4 ,und es ist nicht einmal sicher1 ob er unabhngig von 99de la ,rive991 der mit #chj ,elementen experimentierte1 auf den ,gedanken gekommen ist1 zwei ,kohlenspitzen zu verwenden4 ,als 99,davy99 die ,kohlenspitzen nach der ,unterbrechung des ,stromes untersuchte1 fand er1 da die mit dem positiven ,pol verbundene ,spitze ausgehhlt1 der gegenberstehende ,kohlenstift dagegen zugespitzt erschien4 ,es hatte somit eine ,wanderung der ,kohlenteilchen vom positiven zum negativen ,pole stattgefunden4 ,dies zeigte sich noch deutlicher1 als 99,davy99 die ,verbrennung der hinberwandernden ,teilchen dadurch aufhob1 da er den ,lichtbogen im luftleeren ,raum entstehen lie4 ,viele ,entdeckungen 99,davys99 sind dem praktischen ,leben zugute gekommen4 ,whrend seine ,sicherheitslampe die ,zahl der in den ,kohlengruben stattfindenden ,unglcksflle erheblich verringerte1 zeigte spter das von ihm entdeckte ,kalium dem in dunkler ,nacht ins ,meer gesplten ,schiffer den ,weg zur ,rettung#cfd4 ,zu erwhnen sind auch 99,davys99 ,untersuchungen ber das ,leitungsvermgen4 ,er zeigte1 da dieses mit steigender ,temperatur abnimmt und da die schlechten ,leiter leichter erglhen als die besseren4 ,um dies in augenflliger ,weise darzutun1 verfertigte 99,davy99 eine ,kette1 deren ,glieder abwechselnd aus ,silber- und aus ,platindraht bestanden4 ,leitete er durch diese ,kette einen elektrischen ,strom von zunehmender ,strke1 so konnte er bewirken1 da die ,platinstcke glhten1 whrend das ,silber kalt blieb1 ein ,experiment1 das noch heute zu den beliebtesten ,vorlesungsversuchen gehrt4 ,nach ihrem ,leitungsvermgen ordnete 99,davy991 mit dem schlechtesten ,leiter beginnend1 die bekannten ,metalle in folgende ,reihe3 ,eisen1 ,platin1 ,zinn1 ,zink1 ,gold1 ,kupfer1 ,silber4 ,da das ,leitungsvermgen nicht von der ,gre der ,oberflche1 sondern von der ,gre des ,querschnitts abhngt1 bewies er auf folgende ,weise4 ,er lie einen zylindrischen ,draht1 dessen ,leitfhigkeit er geprft hatte1 zu einem ,bande auswalzen4 ,obgleich die ,oberflche dadurch sechsmal so gro geworden war1 besa der ,draht noch dasselbe ,leitungsvermgen4 ,endlich ging aus 99,davys99 ,untersuchung noch hervor1 da das ,leitungsvermgen der ,lnge des eingeschalteten ,drahtes umgekehrt proportional ist4 ,fr 99,davys99 unvergleichliche ,leistungen ist ihm reiche ,anerkennung zuteil geworden4 ,napoleon verlieh1 obgleich er damals mit ,england im ,kriege lag1 dem genialen ,manne einen jener ,preise1 die er fr hervorragende ,arbeiten auf dem ,gebiete der galvanischen ,elektrizitt gestiftet hatte4 ,in seinem ,vaterlande wurde 99,davy99 geadelt und zum ,prsidenten der ,royal ,society gewhlt1 ein ,amt1 das er bekleidete1 bis zunehmende ,schwche des ,krpers ihn zum ,rcktritt zwang4 ,auf einer zur ,wiederherstellung der ,gesundheit unternommenen ,reise verschlimmerte sich sein ,leiden4 ,er starb in ,genf am #bi4 ,mai des ,jahres #ahbicfe4 #ad4 ,die ,erforschung der elektromagnetischen und der elektrodynamischen ,grunderscheinungen4 ,die ersten ,beobachtungen1 die auf eine ,beziehung zwischen der galvanischen ,elektrizitt und dem ,magnetismus hindeuteten1 wurden gleichfalls von 99,davy99 gemacht4 ,er fand nmlich1 da der zwischen den ,kohleelektroden erzeugte ,lichtbogen durch die ,pole eines starken ,magneten angezogen und abgestoen wird1 ja sogar in eine ,drehung versetzt werden kann#cff4 ,besonders schn gelang dieser ,versuch1 wenn der ,bogen sich im luftverdnnten ,raum befand und darin auf eine ,lnge von #c-d ,zoll gebracht war4 ,es lag nahe1 nun auch umgekehrt die ,wirkung eines ,stromes auf einen beweglich angebrachten ,magneten nachzuweisen4 ,dies gelang dem dnischen ,physiker 99,oersted994 99,hans ,christian ,oersted99 wurde am #ad4 ,august des ,jahres #aggg auf ,langeland geboren4 ,er war zunchst wie sein ,vater ,apotheker4 ,spter wurde er ,professor der ,physik an der ,universitt zu ,kopenhagen4 99,oersted99 befate sich besonders mit chemischen ,versuchen4 ,so stellte er zuerst ,chloraluminium her und ermglichte dadurch 99,whler99 die ,darstellung des metallischen ,aluminiums#cfg4 99,oersted99 starb in ,kopenhagen im ,jahre #ahea4 ,seine so beraus wichtige ,entdeckung des ,elektromagnetismus datiert vom #ba4 ,juli #ahbj4 ,sie ging aus ,versuchen hervor1 welche 99,oersted99 anstellte1 um die schon lange geahnte ,beziehung zwischen den beiden so geheimnisvollen ,naturkrften nachzuweisen4 ,die ,erzhlung1 da sein ,diener das ,schwanken der ,nadel zufllig bemerkt und ihn darauf aufmerksam gemacht habe1 ist unter die wissenschaftlichen ,legenden zu verweisen4 ,in einer #ahbj an die hervorragendsten ,physiker und ,gesellschaften gesandten kurzen ,mitteilung#cfh berichtet 99,oersted99 ber seine ,versuche und deren ,ergebnisse4 ,er brachte ein geradliniges ,stck eines vom galvanischen ,strom durchflossenen ,drahtes in horizontaler ,lage ber eine gewhnliche ,magnetnadel1 so da der ,draht der ,nadel parallel war4 ,die ,magnetnadel kam dann in ,bewegung2 und zwar wich ihr ,nordpol1 wenn er zum negativen ,pole des galvanischen ,apparates zeigte1 nach ,westen ab4 ,war die ,entfernung des ,drahtes von der ,magnetnadel nicht mehr als #e_/d ,zoll1 so betrug diese ,abweichung ungefhr #de4 ,bei grerer ,entfernung nahmen die ,winkel ab4 ,auch war die ,abweichung verschieden je nach der ,strke des galvanischen ,apparates4 ,die ,natur des ,metalles hatte auf den ,erfolg keinen ,einflu4 99,oersted99 hat ,drhte aus ,platin1 ,gold1 ,silber1 ,messing und ,eisen1 ferner ,zinn- und ,bleistreifen1 sowie ,quecksilber mit gleichem ,erfolge angewandt4 ,der stromdurchflossene ,draht wirkte auf die ,magnetnadel durch ,glas1 ,metalle1 ,holz1 ,wasser und ,harz1 durch ,tongefe und durch ,steine hindurch4 ,als 99,oersted99 zwischen den ,leiter und die ,nadel eine ,glastafel1 eine ,metallplatte oder ein ,brett gebracht hatte1 blieb der ,erfolg nicht aus4 ,selbst alle drei ,substanzen vereinigt schienen die ,wirkung kaum zu schwchen2 ebensowenig ein irdenes ,gef1 selbst wenn es voll ,wasser war4 ,die erwhnten ,wirkungen traten sogar ein1 als 99,oersted99 eine ,magnetnadel anwandte1 die sich in einer mit ,wasser gefllten ,messingbchse befand4 ,wenn der ,leiter in einer horizontalen ,ebene unter der ,magnetnadel angebracht war1 so gingen alle angegebenen ,wirkungen nach entgegengesetzter ,richtung vor sich4 ,drehte er den ,leiter in der horizontalen ,ebene1 so da er allmhlich immer grere ,winkel mit dem magnetischen ,meridian machte1 so wurde die ,abweichung der ,magnetnadel vom magnetischen ,meridian vermehrt1 wenn das ,drehen des ,drahtes der ,lage der ,magnetnadel zu gerichtet war4 ,die ,abweichung nahm dagegen ab1 wenn die ,drehung von der ,magnetnadel fort erfolgte4 ,hiervon ausgehend verfertigte 99,pouillet99 im ,jahre #ahcg die zur ,messung der ,stromstrke dienende ,sinusboussole4 ,bei diesem ,apparat wird der ,leiter so lange gedreht1 bis er mit der ,nadel wieder in eine ,ebene fllt4 ,die ,stromstrke ist dann dem ,sinus des ,drehungswinkels proportional4 99,oersted99 folgerte aus seinen ,versuchen1 da der ,strom nicht in dem ,draht eingeschlossen ist1 sondern sich zugleich in dem umgebenden ,raum weithin ausbreitet4 ,die ,kunde von 99,oersteds99 groer ,entdeckung nahm1 weil 99,oersted99 allen namhaften ,physikern seine ,abhandlung zugehen lie1 sofort die wissenschaftliche ,welt in ,anspruch4 berall wurden seine ,versuche nachgeprft1 besttigt und durch neue ,entdeckungen vervollstndigt4 ,so fand 99,gay-,lussac99 sofort1 da der ,strom den ,magneten nicht nur ablenkt1 sondern eine vorher unmagnetische ,stahlnadel in einen ,magneten verwandelt4 ,die magnetisierende ,wirkung zeigte sich besonders1 wenn die ,nadel in eine vom galvanischen ,strom durchflossene ,drahtspirale gebracht wurde4 99,gay-,lussac99 wurde dadurch auf den ,gedanken gebracht1 da der stromdurchflossene ,leiter selbst als ein ,magnet betrachtet werden knne4 ,infolgedessen entdeckte er die anziehende ,wirkung1 welche der ,leiter auf ,eisenfeilspne ausbt4 ,die gleiche ,entdeckung machte unabhngig von 99,gay-,lussac99 der deutsche ,physiker 99,seebeck994 ,besonders durch die ,arbeiten 99,seebecks99 fanden diejenigen 99,oersteds99 ihre ,fortsetzung4 99,seebeck99 gab noch im ,jahre der 99,oersted99schen ,entdeckung und im darauffolgenden ,jahre #ahba seine ,versuche ber den ,magnetismus der galvanischen ,kette bekannt#cfi4 ,thomas ,johann 99,seebeck991 dessen ,hauptverdienst die spter zu besprechende ,entdeckung der ,thermoelektrizitt ist1 wurde am #i4 ,april #aggj in ,reval1 wo sein ,vater ,kaufmann war1 geboren4 99,seebeck99 studierte ,medizin und lebte von #ahjb bis #ahaj in ,jena1 wo er auch mit 99,goethe99 in wissenschaftlichem ,verkehr stand4 ,nachdem 99,seebeck99 zum ,mitglied der ,preuischen ,akademie der ,wissenschaften ernannt war1 siedelte er nach ,berlin ber4 ,er starb am #aj4 ,dezember des ,jahres #ahca4 ,in 99,seebecks99 ,arbeit ber den ,magnetismus der galvanischen ,kette wurde die magnetische ,wirkung1 die sich 99,oersted99 in der ,umgebung des ,stromleiters gezeigt hatte1 eingehender untersucht4 ,das magnetische ,feld oder1 wie 99,seebeck99 sich ausdrckte1 die magnetische ,atmosphre1 wurde besonders durch die so bekannt gewordenen ,versuche mit ,eisenfeilspnen nachgewiesen und1 wie es spter 99,faraday99 tat1 durch ,kraftlinien dargestellt4 99,seebeck99 zeigte1 wie seine nebenstehende ,abbildung erlutert1 7s4 ,abb4 #ci71 da sich ,eisenfeilspne um lotrecht gestellte ,schlieungsdrhte kreisfrmig ordnen4 ,er fand1 da die ,spne konzentrische ,kreise bilden1 und zwar ,kreise von desto grerem ,durchmesser1 je strker die ,spannung ist4 ber und unter horizontal liegenden ,stromleitern ordneten sich dagegen die ,feilspne in parallelen1 senkrecht zur ,lngsrichtung stehenden ,linien4 ,diese ,feilstaub-,figuren bildeten sich am leichtesten um ,stbe von einigen ,linien ,durchmesser1 minder deutlich an dnnen ,drhten4 ,illustration3 ,abb4 #ci4 ,der ,nachweis des magnetischen ,feldes4 ,illustration3 ,abb4 #dj4 ,der ,nachweis der magnetischen ,kraftlinien4 ,auch die ,beeinflussung der ,kraftlinien des einen ,leiters durch einen benachbarten ,leiter wies 99,seebeck99 zum ersten ,male nach4 ,er bediente sich dazu zweier stromdurchflossener ,stahlbnder1 deren ,querschnitt in der nebenstehenden1 von ihm herrhrenden ,zeichnung durch die beiden dicken ,striche angedeutet ist#cgj4 ,um diese ,anordnung zu erhalten1 brauchte er nur ein lngeres ,stahlband zu biegen und durch die beiden parallel zu einander verlaufenden ,schenkel des ,bogens den ,strom zu senden4 ,waren die ,schenkel dieses ,bogens erheblich von einander entfernt1 so ordnete sich der ,eisenstaub um jeden ,schenkel kreisfrmig4 ,wurden sie jedoch einander genhert1 so nderte sich der ,verlauf der magnetischen ,linien4 ,sie nahmen das in der ,abbildung #dj dargestellte ,aussehen an4 ,fast gleichzeitig mit dem franzsischen ,physiker 99,arago991 dem die ,prioritt gebhrt1 beobachtete 99,seebeck99 ,erscheinungen1 die man zunchst den bisherigen ,forschungsergebnissen nicht anzugliedern vermochte und die erst in der neuen1 durch 99,faradays99 ,entdeckung der ,induktion herbeigefhrten ,epoche der ,elektrizittslehre ihre ,erklrung fanden4 ,es handelte sich um ,vorgnge1 die man spter mit dem ,worte ,dmpfung bezeichnet hat4 ,am #i4 ,juni #ahbe verffentlichte 99,seebeck99 eine ,abhandlung1 in der das ,theorem der ,dmpfung folgenden klaren ,ausdruck fand3 #a4 ,die ,pendelschwingungen eines ,magnetstabes werden durch benachbarte ,metallmassen ebenso gehemmt1 als wenn eine dichtere ,luft den ,stab umgbe4 #b4 ,schwingt eine ,kupfermasse ber oder zwischen den ,polen eines ,magneten pendelfrmig1 so wird sie frher eine ,verminderung der ,schwingungsweite erleiden als eine frei schwebende ,kupfermasse4 ,auch die ,versuche 99,seebecks99 ber ,stromverzweigung gehren zu den ersten auf diesem ,gebiete4 ,einer ,wirkung des ,stromes auf den ,magneten1 wie sie 99,oersted99 entdeckt hatte1 mute nach dem von 99,newton99 ausgesprochenen ,grundgesetz eine gleichgroe ,gegenwirkung des ,magneten auf den ,strom entsprechen4 ,von diesem ,gedanken geleitet1 bemhte sich der franzsische ,physiker 99,ampre99 eine ,beziehung zwischen der ,elektrizitt und dem ,magnetismus nachzuweisen4 ,andr-,marie 99,ampre99 wurde am #bj4 ,januar #agge in ,lyon geboren1 wo sein ,vater ,kaufmann war4 99,ampre99 verriet schon frhzeitig eine ganz hervorragende mathematisch-naturwissenschaftliche ,befhigung4 ,mit elf ,jahren beherrschte er die ,elementarmathematik1 und als zwlfjhriger ,knabe wurde er mit der ,differentialrechnung bekannt4 ,spter vertiefte er sich in die ,werke von 99,lagrange991 99,euler99 und 99,bernoulli994 ,eine jhe ,unterbrechung erlitt dieser so vielversprechende ,studiengang durch die franzsische ,revolution4 99,ampres99 ,vater wurde ein ,opfer der auch in ,lyon errichteten1 in zahllosen politischen ,morden ihre ,bettigung suchenden ,schreckensherrschaft4 ,dies ,ereignis machte auf den jungen 99,ampre99 einen solch niederschmetternden ,eindruck1 da er ein volles ,jahr in dumpfer ,verzweiflung dahinbrtete4 ,erst als 99,rousseaus99 ,briefe ber die ,botanik#cga in seine ,hnde gerieten1 belebte sich sein ,sinn fr die ,wissenschaft aufs ,neue4 ,im ,jahre #ahjb verffentlichte 99,ampre99 ,betrachtungen ber die mathematische ,theorie des ,spiels4 ,die ,schrift lenkte die ,aufmerksamkeit des groen ,astronomen und ,geodten 99,delambre99 auf ihn und hatte seine ,anstellung in ,lyon1 wo 99,ampre99 am ,lyceum ,mathematik zu lehren hatte1 und spter 7#ahje7 seine ,berufung nach ,paris zur ,folge4 ,hier hatte 99,ampre99 an der polytechnischen ,schule ,differential- und ,integralrechnung zu lehren4 ,gleichzeitig befate er sich mit den ,problemen der ,naturwissenschaften und der ,philosophie4 ,die ,anregung1 sich sehr eingebend und fast ausschlielich mit der ,erforschung der elektrischen ,erscheinungen zu beschftigen1 empfing 99,ampre99 durch 99,oersteds99 ,entdeckung der ,wirkung des ,stromes auf den ,magneten4 ,im ,herbst des ,jahres #ahbj1 bald nach ,empfang der 99,oersted99schen ,mitteilung1 prfte 99,ampre99 99,oersteds99 ,versuche nach4 ,und eine ,woche spter konnte er schon mit wichtigen eigenen ,entdeckungen hervortreten1 die er in seiner berhmten1 fr das ,gebiet der ,elektrodynamik grundlegend gewordenen ,abhandlung desselben ,jahres verffentlichte#cgb4 ,in dieser ,abhandlung fhrte 99,ampre99 die wichtige1 seitdem allgemein blich gewordene ,bestimmung ein1 99als ,richtung des ,stromes diejenige der strmenden positiven ,elektrizitt zu betrachten994 ,dann folgt seine bekannte ,regel1 nach welcher die ,richtung des ,stromes aus der ,ablenkung der ,nadel sich mit ,leichtigkeit bestimmen lt4 ,sie lautet3 99,man denke sich in den elektrischen ,strom versetzt1 soda dessen ,richtung von den ,fen zum ,kopfe geht und habe das ,gesicht der ,nadel zugekehrt1 dann ist der ,pol der ,nadel1 der nach ,norden zeigt1 stets durch die ausgestreckte linke ,hand gegeben499 799,ampres ,schwimmerregel99#cgc74 ,um den ,einflu eines ,magneten auf den ,strom nachzuweisen1 kam 99,ampre99 auf den ,gedanken1 den ,stromleiter beweglich zu machen4 ,dies gelang in der in ,abb4 #da angegebenen ,weise1 eine ,abbildung1 die wir dem von 99,ampre99 und 99,babinet99 im ,jahre #ahbb gegebenen ,bericht#cgd ber 99,ampres99 ,entdeckungen entnehmen4 ,dieser ,bericht wurde auch der nachfolgenden ,darstellung der 99,ampre99schen ,forschungsergebnisse zu ,grunde gelegt4 ,der ,stromleiter wurde1 wie die ,abbildung #da zeigt1 dadurch leicht beweglich gemacht1 da man ihn in die ,form eines ,quadrats oder ,rechtecks 7,,dfgm7 brachte4 ,an beide ,enden des ,drahtes wurden bei ,a und ,b senkrechte ,stahlspitzen angeltet4 ,diese ,spitzen tauchen in die etwas ,quecksilber enthaltenden ,npfchen neben ,a und ,b4 ,der ,strom tritt bei der mit dem positiven ,ende der ,sule verbundenen ,kapsel ,z in den ,apparat ein1 durchfliet den gebogenen ,schaft ,,za und gelangt in die ,kapsel ,a1 in welcher das ,quecksilber die ,verbindung mit dem beweglichen ,drahtbgel herstellt4 ,dieser wird dann in der ,richtung ,,adfgmb durchflossen4 ,in dem mit ,quecksilber gefllten ,napfe ,b verlt der ,strom den ,bgel und geht durch einen zweiten gebogenen ,schaft ,q zu der ,kapsel ,c1 die mit dem negativen ,ende der ,sule in ,verbindung steht4 ,illustration3 ,abb4 #da4 99,ampres99 beweglicher ,stromleiter#cge4 ,illustration3 ,abb4 #db4 99,ampres99 ,vorrichtung zum ,aufhngen seines beweglichen ,stromleiters#cgf4 ,mit ,hilfe dieser sinnreichen ,vorrichtung zeigte 99,ampre99 folgendes3 ,lie er einen ,magneten auf den beweglichen ,leiter wirken1 so fand er1 da der ,leiter nach einigen ,schwingungen in einer ,lage zur ,ruhe kommt1 in welcher er mit der ,verbindungslinie der ,pole einen rechten ,winkel bildet4 ,dabei bemerkte 99,ampre991 da sich der ,sdpol des ,magneten nach ,einnahme der ,ruhelage stets zur ,linken des ,stromes befindet4 ,illustration3 ,abb4 #dc4 99,ampres99 ,apparat zum ,nachweis1 da sich ein ,stromleiter senkrecht zur ,inklinationsnadel einstellt#cgg4 99,ampre99 zeigte darauf1 da infolgedessen der ,leiter1 wenn nur der ,erdmagnetismus auf ihn wirkt1 eine ,stellung einnimmt1 in welcher seine ,ebene den magnetischen ,meridian senkrecht schneidet#cgh4 ,diese ,entdeckung erregte ein ,aufsehen wie wenig andere#cgi4 99,ampre99 beschreibt sie mit folgenden ,worten3 ,hngt man in der in ,abbildung #da dargestellten ,weise einen beweglichen ,leiter auf1 ohne da in der ,nhe dieses ,leiters ein anderer ,teil des ,stromkreises sich befindet4 7,wir mssen uns also in der ,abbildung #da das ,drahtstck ,,cilb1 das auf den beweglichen ,bgel einen richtenden ,einflu ausbt1 entfernt denken71 verbindet man hierauf die ,kapseln ,c und ,z mit den ,polen der galvanischen ,batterie1 so sieht man den ,bgel sich drehen1 bis seine ,ebene zu derjenigen des magnetischen ,meridians ,,ns senkrecht steht und der ,strom in dem unteren ,teil des ,leiters1 also in ,,fg1 von ,ost nach ,west gerichtet ist1 das ,sdende der ,magnetnadel also zur ,linken liegt4 ,lie 99,ampre99 den ,strom in umgekehrter ,richtung durch den ,bgel gehen1 so drehte sich dieser um einen ,halbkreis zurck1 um endlich nach einigen ,schwingungen sich wieder senkrecht zur ,richtung ,,ns einzustellen4 ,eine der ,neigung der ,magnetnadel entsprechende ,wirkung rief 99,ampre99 durch den in nebenstehender ,abbildung #dc wiedergegebenen ,apparat hervor4 ,der rechteckig gebogene ,leiter ,,abcdef1 der durch einen ,holzkrper ,,viz daran gehindert wird1 da er sich biegt1 wurde so angebracht1 da er sich um eine horizontale ,achse ,,xy drehen kann4 ,die ,teile des ,leiters waren so abgeglichen1 da in jeder ,lage ,gleichgewicht vorhanden war4 ,die ,achse ,,xy wurde dann senkrecht zum magnetischen ,meridian gestellt und der ,strom durch das ,rechteck geleitet4 ,letzteres kam in ,bewegung1 nahm aber endlich eine ,ruhelage ein1 in welcher seine ,ebene zur ,richtung der ,inklinationsnadel senkrecht stand4 ,fast noch merkwrdiger als diese ,resultate war der von 99,ampre99 kurze ,zeit nach der ,entdeckung 99,oersteds99 erbrachte ,nachweis1 da zwei galvanische ,strme anziehend oder abstoend auf einander wirken1 je nachdem sie gleich oder entgegengesetzt gerichtet sind4 ,wie durch einen ,magneten und durch den ,erdmagnetismus so wurde nmlich auch durch einen benachbarten ,strom der bewegliche ,leiter in ,drehung versetzt4 ,die zum ,nachweis dieses ,verhaltens erforderliche ,versuchsanordnung zeigt uns ,abbildung #da4 ,nachdem der ,strom den rechteckigen ,bgel durchlaufen hat1 wird er von ,c aus ber ,,il parallel zur ,seite ,,df des ,bgels abwrts gefhrt4 ,durch die parallelen ,metalldrhte ,,il und ,,df laufen somit gleichgerichtete elektrische ,strme4 ,und es zeigt sich1 da zwischen ihnen ,anziehung stattfindet4 ,der ,bgel dreht sich nmlich solange1 bis die ,seite ,,df dem ,drahtstck ,,il mglichst nahe gekommen ist4 ,wird der ,bgel um #ahj gedreht1 so da das ,stck ,,mg1 in welchem der ,strom von unten nach oben fliet1 sich dem in entgegengesetzter ,richtung durchflossenen ,leiter ,,il gegenber befindet1 so erfolgt ,abstoung4 ,kurz gefat lautet das so wichtige1 von 99,ampre99 gefundene ,grundgesetz der ,elektrodynamik3 99,zwei parallel und gleichgerichtete ,strme ziehen einander an1 whrend zwei parallel und entgegengesetzt gerichtete ,strme einander abstoen499 ,die im ersteren ,falle auftretenden anziehenden ,krfte zeigten sich als so betrchtlich1 da zwei von gleichgerichteten ,strmen durchflossene ,drahtstcke1 zur ,berhrung gebracht1 fest aneinander hafteten4 99,ampre99 wurde anfangs entgegengehalten1 da es sich hier um die lngst bekannten ,erscheinungen der ,anziehung und ,abstoung elektrisierter ,krper handle4 ,diesen ,einwurf vermochte 99,ampre99 indessen schon durch den ,hinweis zu entkrften1 da sich entgegengesetzt elektrisierte ,krper anziehen1 whrend sich entgegengesetzt gerichtete ,strme abstoen4 ,wenn wir die in den vorstehenden ,abschnitten in aller ,krze und mit ,fortlassung zahlreicher ,abnderungen und ,nebenergebnisse dargestellten groen ,entdeckungen 99,ampres99 berblicken1 mssen wir anerkennen1 da hier eine ,reihe von sinnvollen1 logisch verknpften und grundlegenden ,versuchen vorliegt1 wie sie vorher kaum und nachher nur selten uns wieder begegnen4 ,mit ,recht hat man daher 99,ampres99 ,fundamentaluntersuchung ber den ,zusammenhang zwischen den magnetischen und den elektrischen ,erscheinungen als eins der hervorragendsten ,muster einer wissenschaftlichen ,untersuchung bezeichnet#chj4 ,nach der experimentellen ,erforschung der elektrodynamischen ,grunderscheinungen galt es1 auch hier einen mathematischen ,ausdruck fr die dabei obwaltenden quantitativen ,beziehungen zu finden1 hnlich wie es 99,coulomb99 fr das ,gebiet der statischen ,elektrizitt getan hatte4 ,diese ,aufgabe lste 99,ampre99 mit ,hilfe des analytischen ,kalkls4 ,er ging dabei von zwei kleinen1 irgendwo im ,raume liegenden ,stromelementen aus1 deren ,lnge er gleich 99ds99 und 99ds#a99 setzte1 whrend mit i und i#a die bezglichen ,intensitten der ,strme bezeichnet wurden4 ,die anziehende oder abstoende ,kraft wurde proportional der ,intensitt und der ,lnge der ,stromelemente angenommen4 ,den ,abstand nannte 99,ampre99 r und setzte voraus1 da die ,anziehung oder ,abstoung im umgekehrten ,verhltnis zu r oder einer ,potenz von r erfolge4 ,die weitere ,untersuchung ergab1 da es sich nur um die zweite ,potenz handeln konnte4 ,der erste ,ausdruck des von 99,ampre99 gesuchten elektrodynamischen ,grundgesetzes#cha lautete somit fr die ,wirkung w1 welche die ,stromelemente aufeinander ausben3 7i i#a ds1 ds#a7 w ------------------------------ 4 r#b ,dabei galt als ,voraussetzung1 da die ,stromelemente parallel gerichtet sind4 ,fr beliebig gerichtete ,stromelemente ergab die ,ableitung als elektrodynamisches ,grundgesetz fr die ,wechselwirkung der ,elemente in der ,verbindungslinie ihrer ,mittelpunkte i i#a ds ds#a 7 d#br dr dr 7 w ------------------- 7r --------- - #a_/b -- ----7 r#b 7 ds ds#a ds ds#a7 ,an dieses von 99,ampre99 gefundene ,gesetz anknpfend1 hat1 wie wir sehen werden1 spter 99,weber99 den allgemeinsten ,ausdruck fr das elektrodynamische ,grundgesetz abgeleitet4 ,bezglich der ,ableitung des 99,ampre99schen ,gesetzes mu auf die ,originalabhandlung oder auf ein ,handbuch der ,physik verwiesen werden#chb4 ,wir sahen1 zu welcher ,flle von ,beobachtungen und ,folgerungen der ,kunstgriff dem ,stromleiter die ,form eines leicht beweglichen ,bgels zu geben1 99,ampre99 gefhrt hat4 ,es war nun ein naheliegender1 sehr fruchtbarer ,gedanke1 der sich 99,ampre99 fast aufdrngen mute1 an ,stelle des nur eine ,windung darstellenden rechteckigen oder kreisfrmigen ,bgels einen vielfach gewundenen beweglichen ,leiter1 den ,schraubendraht oder nach 99,ampres99 ,bezeichnung das ,solenoid1 in die experimentelle ,physik einzufhren4 ,die von ihm entdeckten ,beziehungen zwischen der ,elektrizitt und dem ,magnetismus fhrten 99,ampre99 zu der ,auffassung1 die ,teilchen eines ,magneten seien von galvanischen ,strmen umflossen und das ,magnetisieren sei nichts weiter als ein ,parallelmachen jener molekularen ,strme4 ,ein dieser ,auffassung entsprechendes ,bild des ,magneten gibt 99,ampres99 ,solenoid1 jene beweglich aufgehngte1 vom ,strom durchflossene ,drahtspirale4 ,letztere stellt sich den von 99,ampre99 entdeckten ,gesetzen zufolge so ein1 da ihre ,achse mit dem magnetischen ,meridian zusammenfllt4 ,um das weitere ,verhalten der ,solenoide kennen zu lernen1 galt es1 die ,wirkung des ,erdmagnetismus auszuschalten4 ,dies erreichte 99,ampre99 durch die in umstehender ,abbildung #dd dargestellte ,versuchsanordnung4 ,der ,leiter ,,abcdef ist ein einziger ,draht1 der mit seinen ,enden ,a und ,f in der bekannten 99,ampre99schen ,aufhngevorrichtung angebracht werden kann4 ,von ,a ist der ,draht nach der ,mitte einer ,rhre gefhrt und dann um diese nach links gewunden4 ,nach einigen greren ,windungen wird der ,draht durch die ,rhre nach dem rechten ,ende ,d und von hier in entgegengesetzt verlaufenden ,windungen nach der ,mitte und schlielich nach ,f zurckgefhrt4 ,infolge dieser ,anordnung der ,windungen sucht der ,erdmagnetismus ein derartiges ,solenoid entgegengesetzt zu drehen und kann ihm folglich keine ,bewegung mitteilen4 ,dies ,solenoid verhielt sich einem ,magneten gegenber genau so wie ein zweiter ,magnet4 ,wurde ein und derselbe ,pol des ,magneten nacheinander den beiden ,enden des ,solenoids genhert1 so zog er das eine ,ende an1 whrend er das andere abstie4 ,wurde die ,spirale befestigt und ein beweglicher ,magnet herangebracht1 so fand gleichfalls ,anziehung und ,abstoung statt4 ,versuche mit zwei ,solenoiden ergaben1 da ihre ,pole den elektrodynamischen ,gesetzen zufolge eine abstoende oder anziehende ,wirkung uern1 je nachdem das ,kreisen der ,strme an den gegenber befindlichen ,enden in entgegengesetzter oder in gleicher ,richtung erfolgt4 ,ein vorbergefhrter ,strom lenkte eine solche ,spirale nach der von 99,ampre99 aufgestellten ,schwimmerregel ab4 ,kurz1 das ,solenoid verhielt sich1 wie 99,ampre99 zur ,bekrftigung seiner ,theorie zeigen wollte1 in jeder ,hinsicht wie ein wahrer ,magnet4 ,illustration3 ,abb4 #dd4 99,ampres99 von dem ,einflu des ,erdmagnetismus befreites ,solenoid#chc4 ,illustration3 ,abb4 #de4 99,ampres99 astatische ,magnetnadel#chd4 ,wie 99,ampre99 den ,erdmagnetismus bei der ,konstruktion seiner ,solenoide auszuschalten vermochte 7siehe ,abb4 #dd71 so gelang es ihm durch eine hnliche geschickte ,anordnung diese ,kraft bei der ,magnetnadel auf ein sehr kleines ,ma zurckzufhren und der ,nadel dadurch einen sehr hohen ,grad von ,empfindlichkeit gegenber dem elektrischen ,strome zu verleihen4 99,ampre99 verband nmlich1 wie es die seiner ,schrift entnommene ,abbildung #de zeigt1 zwei gleiche1 getrennte und annhernd gleich starke ,magnetnadeln in der ,weise1 da die gleichnamigen ,pole entgegengesetzt gerichtet waren4 ,so wurde die richtende ,kraft der ,erde auf die eine ,nadel durch die entgegengesetzte ,wirkung1 welche diese ,kraft auf die andere ,nadel ausbt1 nahezu aufgehoben#che4 ,bestand die ,ursache des ,magnetismus1 wie 99,ampre99 annahm1 in elektrischen ,strmen1 welche den ,magneten senkrecht zur magnetischen ,achse umkreisen1 so mute der ,erdmagnetismus aus der gleichen ,ursache erklrt werden4 99,ampre99 setzte deshalb ein ,strmen der ,elektrizitt um die ,erde voraus4 ,aus dem ,verhalten der ,solenoide zum ,erdmagnetismus mute man schlieen1 da der ,erdstrom von ,ost nach ,west gerichtet und somit der ,bewegung der ,erde entgegengesetzt sei4 99,ampre99 zweifelte nicht daran1 da der ,erdstrom und somit der ,erdmagnetismus mit dieser ,bewegung und der dadurch bewirkten periodischen ,erwrmung der ,erdhlften durch die ,sonne in ,beziehung zu setzen sei4 ,da zwei ,krper von ein und derselben ,natur1 verschieden erwrmt1 galvanisch aufeinander wirken1 sei es wahrscheinlich1 da die ,strme der ,erdkugel von der ,erwrmung durch die ,sonne herrhrten#chf4 ,zu hnlichen ,anschauungen gelangte auch 99,seebeck991 der ,entdecker der ,thermoelektrizitt4 ,auer der ,erwrmung durch die ,sonne nahm 99,ampre99 auch eine galvanische ,wirkung der verschiedenartigen ,stoffe1 aus denen die ,erde besteht1 zur ,erklrung des ,erdstroms in ,anspruch4 ,zur selben ,zeit1 als 99,ampre99 seine epochemachenden ,untersuchungen anstellte1 erfuhr die ,lehre vom ,elektromagnetismus auch manche ,bereicherung durch 99,arago994 99,dominique ,franois ,jean ,arago991 einer der vielseitigsten franzsischen ,gelehrten1 wurde am #bf4 ,februar #aghf in der ,nhe von ,perpignan geboren4 ,er studierte in ,paris1 wurde ,professor der ,mathematik und ,geodsie an der dortigen polytechnischen ,schule und gab mit 99,gay-,lussac99 die ,annales de ,chimie et de ,physique heraus4 ,er starb in ,paris am #b4 ,oktober #ahec4 99,arago99 hat sich auf den ,gebieten der ,astronomie1 der ,optik und des ,elektromagnetismus die hervorragendsten ,verdienste erworben4 ,so rhrt von ihm das ,verfahren her1 ,stahlnadeln dauernd zu magnetisieren1 indem man sie in eine vom ,strom durchflossene ,drahtspule 7,solenoid7 einschliet4 ,um diese ,wirkung auf ,stahlnadeln zu erzielen1 bedurfte es1 wie 99,arago99 des weiteren zeigte1 nicht einmal der dauernden ,wirkung des galvanischen ,stromes1 sondern es gengte die einmalige1 momentan erfolgende ,entladung einer 99,leydener99 ,flasche4 ,als 99,arago99 dem ,schlieungsdrahte einer ,batterie ,eisenfeilspne nherte1 entdeckte er eine weitere elektromagnetische ,wirkung1 welche darin bestand1 da die ,eisenfeilspne vom ,drahte angezogen wurden4 ,diese ,beobachtungen fhrten 99,arago99 zu der auch 99,seebeck99#chg beherrschenden ,vorstellung1 da ein vom ,strom durchflossener ,leiter selbst ein ,magnet sei4 ,die wichtigsten1 zum ,teil in ,gemeinschaft mit 99,gay-,lussac99 gemachten ,entdeckungen ber die magnetisierende ,wirkung des ,stromes verffentlichte 99,arago99 im ,jahre #ahbjchh4 ,einige ,jahre spter entdeckte 99,arago99 eine merkwrdige1 zunchst ganz unerklrliche ,erscheinung1 die er als ,rotationsmagnetismus bezeichnete4 99,arago99 fand nmlich1 da eine schwingende ,magnetnadel ber einer ,metallflche viel schneller zur ,ruhe kommt als ber einem ,nichtleiter1 wie ,glas oder ,marmor4 ,befand sich die ,magnetnadel in der ,ruhelage und setzte er dann die ,metallscheibe in ,drehung1 so erfolgte eine ,ablenkung der ,nadel im ,sinne der ,rotation4 ,ja1 die ,nadel1 konnte schlielich mit zur ,rotation gebracht werden4 ,auch zeigte es sich1 da der ,magnet je nach seiner ,lage von der rotierenden ,scheibe abgestoen oder angezogen wurde#chi4 ,diese ,versuche 99,aragos99 blieben unerklrt1 bis 99,faraday99 sie als ,ausgangspunkt zur ,erforschung der ,induktionserscheinungen benutzte#cij4 #ae4 ,die ,entdeckung der ,thermoelektrizitt4 ,illustration3 ,abb4 #df4 ,die ,entdeckung der ,thermoelektrizitt4 ,kaum hatte man sich mit den hauptschlichsten ,wirkungen des galvanischen ,stromes vertraut gemacht1 als man auch schon eine neue ,art der ,elektrizittserregung kennen lernte4 ,fast zur selben ,zeit als 99,oersted99 und 99,ampre99 ihre grundlegenden ,versuche machten1 entdeckte der deutsche ,physiker 99,seebeck99 die ,stromerzeugung durch ungleichmige ,erwrmung eines aus verschiedenen ,metallen bestehenden ,kreises4 99,seebeck99#cia war auf den ,gedanken gekommen1 ob auch zwei ,metalle fr sich1 ohne die ,mitwirkung eines feuchten ,leiters einen ,strom hervorrufen knnten4 ,als 99,seebeck99 eine ,wismutscheibe 7,abb4 #df ,b7 unmittelbar auf eine ,kupferscheibe ,k legte und beide ,scheiben zwischen die ,enden 99ab99 eines im magnetischen ,meridian liegenden1 spiralfrmig gewundenen ,kupferstreifens brachte1 zeigte die in der ,spirale befindliche ,magnetnadel 799ns997 bei der ,schlieung des ,kreises eine deutliche ,ablenkung4 ,dies war ein ,beweis1 da hierbei ein elektrischer ,ausgleich stattfand4 ,die ,wirkung war am strksten1 wenn die ,schlieung unmittelbar mit der ,hand bewirkt wurde2 sie blieb dagegen aus1 wenn man sich beim ,zusammendrcken einer ,glasstange oder eines lngeren ,holzstckes bediente1 whrend sich noch eine schwache ,wirkung zeigte1 wenn man dnne ,zwischenkrper anwandte#cib4 ,es fiel aber jede ,wirkung auf die ,magnetnadel weg1 wenn 99,seebeck99 die ,enden der ,spirale mit einer zwei ,fu langen ,glas-1 ,holz- oder ,metallstange auf die ,wismutscheibe niederdrckte4 ,nach diesen ,beobachtungen mute sich der ,gedanke aufdrngen1 da nur die ,wrme die sich der berhrten ,stelle von der ,hand mitteilt1 die ,ursache jenes durch den ,ausschlag der ,nadel sich verratenden elektrischen ,ausgleichs ist4 ,danach war zu erwarten1 da ein hherer ,grad der ,temperatur als derjenige1 welcher den ,metallen durch die ,berhrung mitgeteilt wurde1 auch eine grere ,wirkung hervorrufen werde4 ,der ,versuch besttigte dies4 ,wurden ,wismut- oder ,antimonscheiben an dem einen ,ende erwrmt und dann mit der ,spirale in ,berhrung gebracht1 so war die ,abweichung der ,nadel viel bedeutender als bei den frheren ,versuchen4 ,knstliche ,abkhlung eines der beiden ,berhrungspunkte ergab denselben ,erfolg4 ,eine ,wismutstange1 deren ,ende in einer ,mischung von ,salz und ,schnee abgekhlt wurde1 whrend das andere ,ende die gewhnliche ,temperatur besa1 verhielt sich in ,verbindung mit der ,kupferspirale ganz so1 als wenn der ,temperaturunterschied beider ,enden durch ,erwrmung hervorgerufen worden wre4 ,der ,ausschlag der ,nadel betrug beim ,schlieen des ,kreises dreiig ,grad4 ,illustration3 ,abb4 #dg4 99,seebecks99 ,thermoelement4 ,die ,wirkung dieser metallischen ,ketten war um so strker1 je grer der ,temperaturunterschied an den ,berhrungspunkten der verschiedenartigen ,metalle war4 ,wurde ein ,blatt ,papier oder eine ,haut zwischen die beiden ,metalle geschoben1 z4 ,b4 zwischen ,antimon und ,kupfer in a 7,abb4 #dg71 whrend der ,berhrungspunkt b mit einer ,weingeistlampe erwrmt wurde1 so zeigte sich gar keine ,wirkung auf die ,magnetnadel 99ns994 ,unmittelbare ,berhrung der ,metalle war demnach eine wesentliche ,bedingung1 um ,elektrizitt durch ,temperaturdifferenz zu erzeugen4 ,je vollkommener 99,seebeck99 diese ,verbindung herstellte1 desto strker zeigte sich die ,wirkung4 ,apparate1 in welchen ,stbe von ,antimon und ,wismut durch ,ltung verbunden waren1 zeigten bei gleicher ,temperaturdifferenz eine weit strkere ,ablenkung der ,nadel als solche1 in denen sich die ,metalle nur uerlich berhrten4 ,auch gelegentlich der ,entdeckung der ,thermoelektrizitt ergab es sich1 da die ,entdeckung neuer ,wirkungen und ,beziehungen in der ,regel zunchst in ihrer ,tragweite berschtzt wird4 ,so glaubte 99,seebeck99 den ,erdmagnetismus aus der durch vulkanische ,wrme hervorgerufenen ungleichen ,erwrmung der ,erdkugel erklren zu knnen4 ,eine ,verwendung fanden die ,thermostrme nach zwei ,richtungen1 nmlich als ,stromquelle und zum ,messen der ,temperaturen4 ,da die innige ,berhrung der ,metalle neben dem ,vorhandensein eines ,temperaturunterschieds die wesentliche ,bedingung des ,gelingens war1 hatte 99,seebeck99 seine ,stbe zusammengeltet und so das erste ,thermoelement geschaffen4 ,war dieses zunchst auch nicht geeignet1 einen ergiebigen ,strom zu liefern1 so wurde es doch im ,jahre #ahcd in den ,hnden 99,nobilis991 der eine ,anzahl solcher ,elemente zur ,thermosule vereinigte1 zu einem brauchbaren ,instrument1 um ,wrmestrahlungen nachzuweisen und durch den ,ausschlag eines empfindlichen ,galvanometers zu messen4 ,ein solches erhielt 99,nobili991 als er nach dem ,vorgang 99,ampres99 zwei ,nadeln von nahezu gleicher magnetischer ,strke zu einem astatischen ,nadelpaare verband#cic4 ,mit dieser unter dem ,namen des ,thermomultiplikators bekannten ,vereinigung beider ,apparate hat spter 99,melloni99 seine ,versuche ber die ,wrmestrahlung angestellt#cid4 ,zum ,messen der ,krperwrme wurde seit #ahdj etwa ein ,thermoelement aus schwerer schmelzbaren ,metallen1 gewhnlich ,eisen und ,neusilber1 gebraucht1 dessen ,ltstelle man in den ,krper steckte4 ,eine andere ,verwertung der ,thermostrme suchte schon 99,seebeck99 anzubahnen1 indem er aus mehreren1 hintereinander geschalteten ,elementen eine thermoelektrische ,sule konstruierte4 ,doch fand er1 da die erhaltene ,stromstrke nicht proportional der ,anzahl der erwrmten ,berhrungsstellen wuchs4 ,es schien vielmehr ein ,teil verloren zu gehen4 ,seitdem sind viele ,thermosulen konstruiert worden1 so die von 99,no99 aus ,neusilberdrhten und ,stben einer ,zinkantimonlegierung und neuerdings diejenige von 99,glcher991 der ,antimon und ,kupfer verwendet4 ,zur ,erzeugung starker ,strme haben sich alle ersonnenen ,einrichtungen jedoch nicht brauchbar erwiesen4 ,sie haben vor den galvanischen ,elementen nur die bequemere ,handhabung und eine grere ,bestndigkeit voraus4 ,vergegenwrtigen wir uns noch einmal den ,inhalt der letzten ,abschnitte1 so finden wir1 da zu ,beginn der zwanziger ,jahre des #ai4 ,jahrhunderts die wesentlichsten ,gebiete der ,elektrizittslehre mit ,ausnahme der ,induktion erschlossen waren4 ,die ,entdeckung der letzteren sollte der unvergleichlichen ,experimentierkunst eines 99,faraday99 vorbehalten bleiben1 mit dessen grundlegenden ,arbeiten wir uns im nchsten ,bande beschftigen werden4 #af4 ,der insbesondere durch ,laplace und ,herschel bewirkte ,aufschwung der ,astronomie4 ,eine so weitgehende ,umgestaltung1 beziehungsweise ,erschlieung neuer ,gebiete1 wie sie die ,chemie und die ,physik erfuhren1 hat die ,astronomie um die ,wende des #ah4 zum #ai4 ,jahrhundert nicht aufzuweisen4 ,ihr ,lehrgebude war durch die ,arbeiten des #ag4 und des #ah4 ,jahrhunderts so festbegrndet1 da es sich im wesentlichen nur noch um den ,ausbau im einzelnen und spterhin um eine ,anwendung der physikalischen und chemischen ,forschungsergebnisse auf kosmische ,erscheinungen handeln konnte4 ,die ,hauptvertreter der ,astronomie waren gegen das ,ende des #ah4 und zu ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts 99,laplace99 und 99,herschel994 ,whrend der erstere seine ,untersuchungen vorwiegend auf unser ,planetensystem beschrnkte und hier das ,erbe 99,newtons99 vervielfltigte1 hat 99,herschel991 wie 99,humboldt99 sich einmal ausdrckt#cie1 das ,senkblei zuerst in die ,tiefen des ,himmels geworfen4 ,wir werden ihn als den eigentlichen ,begrnder der ,astronomie der ,fixsterne kennen lernen4 99,pierre ,simon ,laplace99 wurde am #bh4 ,mrz #agdi in einer kleinen ,stadt der ,normandie#cif als der ,sohn eines armen ,landmannes geboren4 ,die auerordentliche ,begabung1 die 99,laplace99 auszeichnete1 leuchtet schon daraus hervor1 da er von seinem #ah4 bis zur ,vollendung des #bj4 ,lebensjahres mehrere ,abhandlungen aus dem ,gebiete der ,integralrechnung verffentlichte1 die ihm den ,ruf eines bedeutenden ,mathematikers eintrugen4 99,laplace99 wurde infolgedessen zum ,lehrer der ,mathematik ernannt4 ,als solcher wirkte er zunchst in seiner ,vaterstadt2 bald darauf berief man ihn an die ,militrschule zu ,paris4 ,seit dieser ,zeit stellte 99,laplace99 seine auerordentliche mathematische ,befhigung vorzugsweise in den ,dienst der theoretischen ,astronomie1 die erst durch seine ,untersuchungen in den ,stand gesetzt wurde1 eine befriedigende ,erklrung der in unserem ,planetensystem auftretenden skularen nderungen zu geben4 ,whrend manche ,astronomen schon geneigt waren1 gewisser1 bei der ,bewegung der ,planeten in die ,erscheinung tretender ,umstnde wegen eine nur annhernde ,gltigkeit des 99,newton99schen ,gravitationsgesetzes anzunehmen1 lieferte 99,laplace991 der sich dabei auf die ,vorarbeiten 99,eulers99 sttzen konnte1 den ,nachweis1 da1 unter dem ,gesichtspunkte des ,problems von den drei ,krpern1 jene scheinbaren ,abweichungen von der ,regel letztere erst vollauf besttigen4 99,newton99 selbst hatte nmlich nur die ,bewegung eines ,planeten um seinen ,zentralkrper untersucht und gezeigt1 da sie in einem ,kegelschnitte erfolgen mu4 ,das ,problem der drei ,krper war damit gegeben1 da bei dem ,umlauf des ,mondes um die ,erde der ,einflu der ,sonne in ,rechnung zu stellen ist1 um zu einer bereinstimmung zwischen ,theorie und ,beobachtung zu gelangen4 ,diese ,untersuchung hatte schon 99,euler99 beschftigt und ihn zu ,ergebnissen gefhrt1 die spter den von 99,tobias ,mayer99 entworfenen ,mondtafeln als ,unterlage dienten#cig4 ,das ,hauptverdienst von 99,laplace99 bestand darin1 da er das ,problem von den drei ,krpern auch auf die ,planeten und die ,kometen ausdehnte und eine ,theorie der ,strungen1 d4 h4 der ,abweichungen1 welche diese ,himmelskrper durch ihre wechselseitige ,anziehung erfahren1 lieferte4 ,die strenge ,lsung des ,problems der drei ,krper1 die auch heute noch die ,krfte der hheren ,analysis bersteigt1 vermochte 99,laplace99 jedoch nicht zu geben4 ,eine seiner frhesten ,abhandlungen aus dem ,bereich der theoretischen ,astronomie lieferte den wichtigen ,nachweis1 da die mittlere ,entfernung der ,planeten von der ,sonne zwar nderungen erleidet1 im ,mittel jedoch konstant ist4 ,bald darauf wurde 99,laplace991 kaum #bd ,jahre alt1 zum ,mitglied der ,akademie der ,wissenschaften gewhlt4 ,nachdem er ein ,lehramt an der cole normale erhalten1 sehen wir ihn an den groen ,aufgaben1 mit denen sich damals die franzsische ,nation trotz der politischen ,grung beschftigte1 den hervorragendsten ,anteil nehmen4 ,so gehrte 99,laplace99 der aus dem ,schoe der ,akademie gewhlten ,kommission fr ,ma und ,gewicht an4 ,diese erhielt von der ,nationalversammlung im ,jahre #agij den ,auftrag1 eine unvernderliche ,grundlage fr ein neues ,ma- und ,gewichtssystem in ,vorschlag zu bringen4 ,die ,bemhungen1 das schon von 99,huygens99 hierfr in ,aussicht genommene ,sekundenpendel zu whlen1 wurden durch 99,laplace99 gekreuzt4 ,letzterer1 der offenbar eine neue ,gradmessung wnschte1 bestimmte die ,kommission1 von dem ,meridianquadranten auszugehen4 ,die ,akademie brachte daher im ,jahre #agia den zehnmillionsten ,teil dieses ,quadranten als ,meter in ,vorschlag4 ,unter dem ,vorsitz von 99,laplace99 wurde die cole polytechnique1 eine der hervorragendsten ,pflanzsttten der ,wissenschaft und ,technik umgestaltet4 ,napoleon bertrug 99,laplace991 den er sehr schtzte1 sogar das ,ministerium des ,innern und erhob ihn in den ,grafenstand4 ,auch nach der ,restauration wurde 99,laplace99 mit ,ehren berhuft4 ,er schied am #e4 ,mrz des ,jahres #ahbg mit den ,worten aus dem ,leben3 ,was wir wissen1 ist wenig1 aber was wir nicht wissen1 ist ungeheuer viel4 ,von den ,schriften dieses grten ,astronomen1 den ,frankreich hervorgebracht1 wurde spter auf ffentliche ,kosten eine ,ausgabe veranstaltet#cih4 ,die ersten fnf ,bnde enthalten das von #agii bis #ahbe erschienene ,hauptwerk von 99,laplace991 die ,mcanique cleste4 ,ein hervorragender ,geschichtsschreiber der ,astronomie#cii bezeichnet es als eine unendlich ausgedehnte und bereicherte ,ausgabe von 99,newtons99 ,prinzipien4 ,nach einer ,ableitung der aus dem ,gravitationsgesetze folgenden allgemeinen ,gleichungen fr die ,bewegung der ,himmelskrper entwickelte 99,laplace99 in diesem ,werke seine schon erwhnte ,theorie der ,strungen4 ,hierbei boten ihm die ,beobachtungen an den groen ,planeten ,saturn und ,jupiter1 deren ,ungleichheiten er auf den ,einflu1 den diese ,himmelskrper aufeinander ausben1 zurckfhrte1 sowie die ,beobachtungen an den ,jupitermonden die willkommenste ,unterlage fr seine theoretischen ,erwgungen4 ,da die ,jupitertrabanten mit ihrem ,zentralkrper ein ,ganzes ausmachen1 das dem ,planetensystem sehr hnlich ist1 die ,umlufe hier aber in verhltnismig kurzer ,zeit erfolgen1 so lieen diese 99,laplace99 in einem kurzen ,zeitraume alle jene groen ,vernderungen erkennen1 die sich im ,planetensystem im ,verlaufe von ,jahrhunderten abspielen4 ,war 99,newton99 noch geneigt1 die trotz aller gegenseitigen ,strungen im ,sonnensystem offenbar vorhandene ,stabilitt auf bernatrliche ,einflsse zurckzufhren1 so gelang es 99,laplace991 diese ,stabilitt als eine ,notwendigkeit nachzuweisen und damit die der ,gravitationsmechanik gestellte ,aufgabe erst endgltig zu lsen#djj4 ,auch das ,problem der ,gezeiten1 fr das 99,newton99 die erste1 indes in mancher ,hinsicht mit den ,tatsachen noch nicht im ,einklang stehende theoretische ,ableitung gegeben hatte1 wurde durch 99,laplace99 zu einem gewissen ,abschlu gebracht4 ,dabei stand ihm in den ber mehrere ,jahre sich erstreckenden tglichen ,beobachtungen1 die auf ,veranlassung der ,akademie der ,wissenschaften in den franzsischen ,hfen1 insbesondere in ,brest1 stattgefunden hatten1 ein vortreffliches ,material zur ,verfgung1 das er unter ,anwendung der zur ,zeit 99,newtons99 noch nicht entwickelten ,prinzipien der ,hydrodynamik bearbeitete4 ,es gelang ihm1 ,linien gleicher ,flutzeit1 die sogenannten ,isorachien1 zu ermitteln4 ,eine befriedigende ,theorie der ,gezeiten vermochte jedoch erst die vereinte ,arbeit zahlreicher ,beobachter und ,theoretiker der neueren ,zeit zu geben4 ,einige ,jahre vor dem ,erscheinen der ,mcanique cleste suchte 99,laplace99 die ,ergebnisse der astronomischen ,forschung in allgemein verstndlicher ,weise weiteren ,kreisen zugnglich zu machen4 ,so entstand seine ,darstellung des ,weltsystems1 ein ,buch1 in dem er unter anderem seine ,ansichten von der ,bildung der ,welt aus einem chaotischen ,urnebel entwickelte4 ,zunchst setzt 99,laplace99 auseinander1 da die ,glieder des ,planetensystems1 obgleich sie selbstndig sind1 dennoch sehr merkwrdige ,beziehungen zu einander aufweisen1 die uns ber den ,ursprung des ,systems aufklren knnen4 ,man bemerke nmlich1 da smtliche ,planeten fast in derselben ,ebene von ,west nach ,ost um die ,sonne kreisen4 ,die ,monde bewegten sich ferner um die ,planeten im gleichen ,sinne und fast in derselben ,ebene wie die letzteren4 ,endlich drehten sich ,sonne1 ,planeten und ,monde smtlich in einerlei ,richtung um ihre ,achse1 und zwar geschehe dies fast in der ,ebene ihrer ,umlaufsbewegungen4 ,eine solch auergewhnliche ,erscheinung knne kein ,spiel des ,zufalls sein2 sie deute auf eine gemeinsame ,ursache hin4 99,buffon99 hatte zur ,erklrung dieser merkwrdigen ,gesetzmigkeiten angenommen1 da ein ,komet in seinem ,falle auf die ,sonne einen ,strom ,materie von dieser losgerissen habe1 der sich dann zu greren und kleineren1 von der ,sonne verschieden weit abstehenden ,kugeln zusammengeballt htte4 ,diese ,hypothese erklrt nach 99,laplace99 indessen nur eine der erwhnten ,erscheinungen4 ,denn es sei einleuchtend1 da alle auf solche ,weise entstandenen ,krper sich ungefhr in derjenigen ,ebene bewegen mten1 welche durch den ,mittelpunkt der ,sonne und den ,weg des materiellen ,stromes gehe1 der jene ,krper erzeugt habe4 ,die anderen ,erscheinungen knnen1 wie 99,laplace99 ausfhrt1 aus der ,hypothese 99,buffons99 nicht erklrt werden4 ,ja1 die geringe ,exzentrizitt der ,planetenbahnen spricht geradezu gegen diese ,hypothese4 ,denn nach der ,theorie der ,zentralkrfte wird ein ,krper1 der sich um die ,sonne bewegt und dabei ihre ,oberflche streift1 bei jedem seiner ,umlufe dahin zurckkehren mssen4 ,wren also die ,planeten ursprnglich von der ,sonne losgerissen worden1 so wrden sie die ,sonne nach jedem ,umlauf berhren4 ,ihre ,bahnen wren also nicht nahezu kreisfrmig1 sondern stark exzentrisch4 ,eine ,ursache1 welche die ,bewegungen der ,planeten und der ,monde veranlate1 mute sich1 welches auch ihre ,natur war1 auf alle diese ,krper erstrecken4 ,in ,anbetracht der gewaltigen ,zwischenrume1 welche die ,planeten trennen1 kann diese ,ursache1 so fhrt 99,laplace99 aus1 nur in einem ,fluidum von ungeheurer ,ausdehnung bestanden haben4 ,sollte dieses ,fluidum den ,planeten fast kreisfrmige1 gleich gerichtete ,bewegungen um die ,sonne verleihen1 so mute es die ,sonne wie eine ,atmosphre umgeben4 ,durch diese berlegungen wurde 99,laplace99 zu der ,annahme gefhrt1 da die ,sonnenatmosphre sich uranfnglich ber smtliche ,planetenbahnen hinaus erstreckt habe und allmhlich bis auf ihren jetzigen ,umfang zusammengeschrumpft sei4 ,die groe ,exzentrizitt der ,kometenbahnen fhrte 99,laplace99 zu demselben ,ergebnis4 ,die ,kometen sind nach ihm ,weltkrper1 die sich zu jener ,zeit1 als die ,bildung der ,planeten vor sich ging1 auerhalb jenes ,fluidums befanden4 ,die ,bahnen der ,kometen sind so verschieden1 als wren diese ,krper aufs ,geratewohl geschleudert worden1 weil eben die ,sonnenatmosphre keinen ,einflu auf ihre ,bewegungen haben konnte4 ,um zu erklren1 wie die ,sonnenatmosphre den ,umlauf und die ,rotation der ,planeten hervorrief1 nahm 99,laplace99 an1 da die ,planeten an den aufeinander folgenden ,grenzen jener ,atmosphre durch die ,verdichtung derjenigen ,zonen entstanden seien1 die sich in der quatorebene infolge von ,abkhlung und ,zusammenziehung bilden muten4 ,die ,monde sollten auf hnliche ,weise aus der ,atmosphre der ,planeten hervorgegangen sein4 ,die beobachteten ,erscheinungen erklrten sich also smtlich ungezwungen aus dieser ,annahme1 welche durch die ,saturnringe eine weitere ,sttze erhielt4 ,ein ,versuch1 auf deduktivem ,wege zu einer ,vorstellung von dem ,weltbildungsprozesse1 insbesondere der ,entstehung unseres ,planetensystems zu gelangen1 wurde schon mehrere ,jahrzehnte vor 99,laplace99 in ,deutschland durch 99,immanuel ,kant99 7#agbd-ahjd7 gemacht4 ,in seiner allgemeinen ,naturgeschichte und ,theorie des ,himmels#dja1 vom ,jahre #agee nimmt 99,kant99 als ,urzustand die feinste ,verteilung der ,materie durch den ganzen ,weltraum an1 weshalb man seine ,ansicht auch als ,nebularhypothese bezeichnet hat4 ,infolge der ,gravitation bildeten sich dann ,zentralkrper4 ,die benachbarte ,materie verdichtete sich gleichfalls um besondere ,bildungsmittelpunkte und nherte sich1 durch die allgemeine ,anziehung getrieben1 dem ,zentrum4 ,gbe es nur ,anziehung1 so mte eine ,vereinigung des ,zentralkrpers mit den um besondere ,punkte sich anhufenden ,massen stattgefunden haben4 ,unter dem ,einflu einer der ,materie gleichfalls innewohnenden abstoenden ,kraft wurden die herabsinkenden ,massen indessen abgelenkt4 ,der ,fall schlug in eine ,wirbelbewegung um1 woraus nach 99,kant99 die ,tatsache ihre ,erklrung findet1 da smtliche ,planeten in nahezu einer ,ebene und in derselben ,richtung um die ,sonne kreisen4 ,in ,wahrheit ist die erste ,ursache der ,rotation durch 99,kants99 ,annahme nicht erklrt4 99,laplace99 gesteht die ,unzulnglichkeit seiner ,hypothese in diesem ,punkte zu4 ,er gibt fr das ,zustandekommen der ,rotation keine ,erklrung1 sondern geht von einem in ,drehung begriffenen ,gasball aus1 gelangt aber1 wie wir sahen1 im wesentlichen zu demselben ,ergebnis wie 99,kant994 99,kant99 selbst war zu seinen ,spekulationen durch die ,schrift des ,englnders 99,wright99 angeregt worden#djb4 ,auf diesen ist wohl die ,beobachtung zurckzufhren1 da die ,fixsterne nicht ohne ,gesetz zerstreut1 sondern auf eine ,ebene zu beziehen sind4 99,wright99 sagt nmlich3 ,die ,sterne stehen um so dichter1 je mehr wir uns der ,milchstrae nhern1 so da von den #bjjj ,sternen1 die das unbewaffnete ,auge wahrnimmt1 der grte ,teil in einer nicht gar breiten ,zone1 deren ,mitte die ,milchstrae bildet1 angetroffen wird4 ,auch 99,lambert99 hat1 wie wir an anderer ,stelle schon erwhnten1 diesen ,gedanken weiter ausgefhrt und begrndet#djc4 ,eine wertvolle ,sttze erhielt 99,kants99 ,theorie dadurch1 da gewisse ,ableitungen1 die 99,kant99 anstellte1 durch sptere ,beobachtungen besttigt wurden4 ,das schnste ,beispiel ist 99,kants99 ,berechnung der ,rotation der ,saturnringe#djd4 99,kant99 nahm an1 da die ,materie dieser ,ringe sich von dem quator des ,planeten losgelst habe und infolgedessen auch eine rotierende ,bewegung besitze4 ,seine ,berechnung ergab fr den inneren ,rand des ,ringes eine ,rotationsdauer von etwa zehn ,stunden4 ,nach den ,beobachtungen 99,herschels991 die #cd ,jahre spter angestellt wurden1 ergab sich fr die ,rotationszeit der ,wert von #aj ,stunden4 ,die ,ansicht 99,kants991 da die ,ringe des ,saturn aus einer ,hufung einzelner ,teilchen bestehen1 haben gleichfalls sptere teils analytische1 teils photometrische ,untersuchungen besttigt4 ,auch die ,vorstellung1 da das ,zodiakallicht auf einen die ,sonne umgebenden und von ihr erleuchteten ,ring von kosmischem ,staub zurckzufhren sei1 hat 99,kant99 in ,anlehnung an seine ,betrachtungen ber den ,saturnring entwickelt#dje4 99,kant99 errtert auch die ,frage1 ob die ,achsendrehung der ,weltkrper durch irgend welche ,umstnde vermindert oder ganz aufgezehrt werden knne4 ,sollte z4 ,b41 meint er1 der ,mond sich nicht frher schneller um seine ,achse gedreht haben und durch irgend welche ,ursachen seine ,bewegung auf das jetzige ,ma herabgemindert worden sein#djf4 ,eine nhere ,untersuchung dieses ,problems hat 99,kant99 zu der ,annahme gefhrt1 da die ,flutwelle eine solche hemmende ,wirkung ausbe4 99,kant99 ist auch darin bahnbrechend und glcklich gewesen4 ,er zeigte1 da die ,rotation der ,erde eine ,verlangsamung erfahren msse1 weil sich unser ,planet unter den durch ,mond und ,sonne erzeugten ,flutwellen wie in einem ,friktionshemmschuh bewege4 ,die ,rotation des ,mondes sei so sehr vermindert und habe sich schlielich dem ,umlauf dieses ,weltkrpers um die ,erde vollkommen angepat1 weil die ,erdwirkung1 die auf dem ,monde eine ,flut erzeugte1 #cfjj mal so gro sei als diejenige1 welche der ,mond auf die ,gewsser der ,erde ausbt4 ,diese ,annahmen 99,kants99 sind durch sptere1 streng mathematische ,ableitungen besttigt worden#djg4 ,so stellte sich denn 99,kants99 ,hypothese als ein zwar khner1 aber doch glcklicher ,griff dar1 weil sich nach allen ,seiten ,wechselbeziehungen und ,besttigungen ergaben#djh4 ,am ,schlusse seiner ,abhandlung wendet sich 99,kant99 noch gegen die religisen ,bedenken1 die vielleicht gegen seine ,ansichten geltend gemacht werden knnten4 ,seien doch viele der ,meinung1 es heie ,gott die ,regierung der ,welt streitig machen1 wenn man den ,ursprung des ,geschehens in den ,naturkrften suche4 ,wenn die ,ordnung der ,welt1 so betont demgegenber 99,kant991 aus allgemeinen ,naturgesetzen herflieen konnte1 so ist die ganze ,natur notwendig eine ,wirkung der hchsten ,weisheit4 99,kant99 zieht indessen aus seiner ,lehre nicht die letzten ,folgerungen4 ,er beschrnkt nmlich die mechanische ,naturerklrung auf die ,vorgnge der unorganischen ,welt und hlt sie fr die ,erklrung auch des einfachsten ,organismus nicht fr ausreichend4 ,die ,ausdehnung der mechanischen ,naturerklrung auf das gesamte ,geschehen wurde besonders im #ai4 ,jahrhundert versucht1 ohne jedoch in das ,verhltnis der ,psyche zur ,materie einen befriedigenden ,einblick vermitteln zu knnen4 ,mit dem ,ausbau der ,theorie ging eine betrchtliche ,erweiterung der ,kenntnis des ,planetensystems ,hand in ,hand4 ,schon 99,kepler99 hatte auf den verhltnismig groen ,abstand hingewiesen1 der sich zwischen den ,bahnen des ,mars und des ,jupiter befindet4 ,angeregt durch ,spekulationen1 die darauf abzielten1 eine die ,abstnde der ,planeten beherrschende ,gesetzmigkeit zu finden1 begann man mit dem ,jahre #ahjj den ,tierkreis nach kleineren ,wandelsternen zu durchsuchen4 ,den ersten ,erfolg nach dieser ,richtung hatte 99,piazzi99#dji zu verzeichnen4 ,dieser ,astronom beobachtete anfangs ,januar #ahja einen ,stern #h4 ,gre1 der sich im ,stier befand4 ,als er den ,stern an den nchsten ,abenden von neuem aufsuchte1 zeigte es sich1 da er seine ,stellung zu den benachbarten ,sternen verndert hatte1 also offenbar ein ,planet war4 ,das neue ,gestirn erhielt den ,namen ,ceres4 ,es wurde1 nachdem 99,piazzi99 es aus den ,augen verloren1 99,gau99 aber seine ,stellung wieder berechnet hatte1 von neuem durch 99,olbers99 entdeckt und in die ,lcke zwischen ,mars und ,jupiter verwiesen4 ,dasselbe geschah mit einem zweiten1 von 99,olbers99 aufgefundenen ,planeten1 der ,pallas4 ,an diese reihten sich noch #ahjd die ,juno und #ahjg die ,vesta4 ,damit war der ,anfang zur ,entdeckung eines zwischen ,mars und ,jupiter befindlichen ,planetenoidenringes gemacht1 dessen ,glieder1 wie man nach der ,anfertigung genauerer1 die ,sterne bis zur neunten ,gre umfassender ,himmelskarten erkannte1 nach hunderten zhlen4 ,eine andere ,erweiterung der ,kenntnis vom ,planetensystem erfolgte durch den zweiten groen ,vertreter1 den die ,astronomie in dieser ,periode hatte1 durch 99,wilhelm ,herschel994 ,diese ,erweiterung bestand in der ,entdeckung des ,uranus4 ,da 99,herschel99 wie kein anderer den ,blick ber die ,grenzen des ,planetensystems hinaus gerichtet hat und damit zum eigentlichen ,begrnder der ,fixsternastronomie geworden ist1 wollen wir uns mit seinem auergewhnlichen ,lebenslauf und seinen wissenschaftlichen ,taten etwas eingehender beschftigen4 99,friedrich ,wilhelm ,herschel99 wurde am #ae4 ,november #agch in ,hannover geboren4 ,sein ,vater war ein armer1 mit zahlreichen ,nachkommen gesegneter ,musiker1 der eine groe ,bewunderung fr die ,astronomie an den ,tag legte4 99,herschels99 ,schwester1 deren ,aufzeichnungen#daj wir fast alles verdanken1 was ber die ,jugend des groen ,astronomen bekannt geworden ist1 erzhlt1 der ,vater habe sie und ihre ,geschwister in einer klaren ,nacht auf die ,strae gefhrt1 um sie mit den schnsten ,sternbildern bekannt zu machen4 ,auch sei er ihrem ,bruder ,wilhelm bei seinen ,studien an die ,hand gegangen4 ,letzterer war gleichfalls zum ,musiker bestimmt4 ,ein lebhaftes ,interesse fr die ,theorie seiner ,kunst veranlate ihn1 sich eingehend mit der ,mathematik zu befassen4 ,fnfzehn ,jahre alt1 wurde ,wilhelm ,mitglied der ,kapelle eines ,regiments1 mit dem er bald darauf#daa nach ,england ging4 ,nachdem er seinen ,dienst aufgegeben1 bekleidete er eine ,organistenstelle in ,bath1 wohin ihm seine ,schwester ,karoline folgte4 ,letztere hing mit schwrmerischer ,bewunderung an dem ,bruder und half ihm als treue ,mitarbeiterin den ,ruhm gewinnen1 der seinen ,namen spter verherrlichen sollte4 ,trotzdem 99,herschel99 durch seine ,stellung in ,bath sehr in ,anspruch genommen war1 fand er doch ,zeit zur ,fortsetzung seiner ,studien4 ,der ,umstand1 da der ,mann1 der auf musiktheoretischem ,gebiete#dab sein ,lieblingsschriftsteller war1 auch ein ,werk ber ,optik geschrieben1 im ,verein mit den ,anregungen1 die er in seiner ,jugendzeit empfangen1 fhrten 99,herschel99 dazu1 da er sich mit immer grerem ,eifer und ,verstndnis der ,astronomie zuwandte4 ,als ich mit dieser ,wissenschaft bekannt wurde1 schrieb er spter#dac1 fate ich den ,entschlu1 nichts auf ,treu und ,glauben anzunehmen1 sondern alles1 was andere vor mir erblickt hatten1 mit meinen eigenen ,augen zu sehen4 ,da indessen die ,kosten der ,anschaffung eines ,fernrohres zu bedeutend waren1 beschlo 99,herschel991 selbst ein solches anzufertigen4 ,nach vielen ,mhen brachte er im #cg4 ,jahre seines ,lebens ein ,spiegelteleskop zu stande1 mit dem man den ,saturnring erblicken konnte4 99,herschels99 ,flei verdoppelte sich jetzt2 sein ganzer ,stolz bestand darin1 ,teleskope zu liefern1 von denen immer eins das andere bertraf4 ,einige kleinere astronomische ,abhandlungen waren schon aus seiner ,feder hervorgegangen1 als er mit einem ,schlage durch die ,entdeckung eines neuen1 jenseits des ,saturn umlaufenden ,planeten zum berhmten ,manne wurde4 ,diese ,entdeckung des ,uranus erfolgte am #ac4 ,mai des ,jahres #agha4 ,es war ein astronomisches ,ereignis1 dem sich nichts hnliches zur ,seite stellen lie4 ,knig ,georg ,,iii41 der eine ,sternwarte besa1 ernannte 99,herschel991 nachdem er dessen ,teleskop gesehen und nachdem sich herausgestellt hatte1 da es die besten ,instrumente bertraf1 zum kniglichen ,astronomen4 99,herschel99 gab jetzt seine ,stellung als ,musiker auf und verlie ,bath im ,jahre #aghb1 um sich ausschlielich der ,erforschung des ,himmels zu widmen4 ,mit reichen ,mitteln -- der ,knig stellte #djjj ,pfund zur ,verfgung -- wurde ein ,riesenteleskop geschaffen1 dessen ,bau mehrere ,jahre 7#aghe-aghi7 in ,anspruch nahm4 ,die ,konstruktion1 die 99,herschel99 hierbei whlte1 war eine eigenartige 7siehe ,abb4 #dh74 ,das neue ,instrument besa nmlich nur einen ,spiegel1 der beilufig etwa #bjjj ,pfund wog und einen ,durchmesser von #d ,fu besa4 ,dieser ,spiegel ,m war gegen die ,achse des ,instruments ein wenig geneigt1 so da das ,bild 99ab99 am unteren ,rande der ffnung entstand und dort durch das ,okular betrachtet werden konnte4 ,allerdings ging hierbei ein ,teil des ,lichtes verloren1 da der ,beobachter von vorn in das ,rohr hineinschauen mute4 ,doch war dieser ,verlust bei gengendem ,durchmesser des ,spiegels nicht so betrchtlich1 um die ,konstruktion in ,frage zu stellen4 ,illustration3 ,abb4 #dh4 ,schema des von 99,herschel99 konstruierten ,spiegelteleskops4 ,bis zu seinem am #be4 ,august des ,jahres #ahbb erfolgten ,tode blieb 99,herschel99 auf der in der ,nhe von ,windsor errichteten ,sternwarte unermdlich mit der ,durchmusterung des ,himmels beschftigt4 ,diese ,arbeitssttte verlie er nur1 um von ,zeit zu ,zeit der ,royal ,society ber die ,ergebnisse seiner ,forschungen1 denen wir uns jetzt zuwenden wollen1 zu berichten4 ,zunchst reihte sich an die ,auffindung des ,uranus noch manche wertvolle1 unser ,planetensystem betreffende ,beobachtung4 ,so entdeckte 99,herschel99 mehrere ,trabanten dieses ,hauptplaneten1 sowie den ersten und den zweiten ,mond des ,saturn4 ,fr diesen ,planeten hatte 99,huygens99 zuerst das ,vorhandensein eines ,trabanten1 und zwar des sechsten1 nachgewiesen4 ,die gleichfalls von 99,huygens99 entdeckten weien ,flecke an den ,marspolen fand 99,herschel99 abhngig von den ,jahreszeiten des ,mars1 fr den er eine an irdische ,verhltnisse erinnernde ,beschaffenheit nachzuweisen suchte#dad4 ,whrend schon 99,cassini99 imstande war1 die ,rotationszeit des ,jupiter aus der ,beobachtung gewisser ,flecken dieses ,planeten zu ermitteln1 gelang erst 99,herschel99 die ,lsung der gleichen ,aufgabe fr den ,saturn#dae4 ,illustration3 ,abb4 #di4 ,der von 99,herschel99 in den ,jahren #aghe-aghi erbaute vierzigfige ,reflektor#daf4 ,zum ,zentralkrper unseres ,systems bergehend1 suchte 99,herschel99 sowohl dessen physische ,natur als dessen ,bewegung und ,stellung im ,weltraum zu bestimmen4 ,seine ,theorie ber die ,beschaffenheit des ,sonnenkrpers1 welche er auf die ,beobachtung der ,flecken grndete1 hat jedoch die ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts nicht berlebt4 99,herschel99 verlie nmlich die alte1 heute wieder als richtig geltende ,ansicht1 da wir es in der ,sonne mit einem ,krper von sehr hoher ,temperatur zu tun haben4 ,er nahm an1 da sie aus einem festen1 nicht leuchtenden1 vielleicht bewohnbaren ,kern bestehe1 der von einer durchsichtigen ,atmosphre und einer darber befindlichen lichtspendenden ,photosphre umgeben sei4 99,herschels99 ,theorie gem entsteht ein ,sonnenfleck1 indem jene ,photosphre infolge aufsteigender ,dmpfe zerreit und der dunkle ,krper der ,sonne zum ,vorschein kommt4 ,da es gelungen war1 an den ,fixsternen eine ,eigenbewegung nachzuweisen1 so lag der ,gedanke nahe1 da auch unsere ,sonne mit all' ihren ,planeten1 ,monden und ,kometen eine nach einem bestimmten ,punkte des ,himmels gerichtete ,bewegung besitze4 ,eine solche wrde ein scheinbares ,auseinanderweichen der in der ,richtung dieser ,bewegung befindlichen ,fixsterne1 sowie ein ,zusammenrcken der ,sterne in der ,nhe des entgegengesetzten ,himmelspunktes zur ,folge haben4 ,es gelang 99,herschel99#dag1 derartige ,vernderungen1 die ein ,fortschreiten des ,sonnensystems erkennen lassen und sich mit den wirklichen ,eigenbewegungen der ,fixsterne kombinieren1 nachzuweisen4 ,der von ihm ermittelte ,punkt1 dem sich die ,sonne nhert1 liegt im ,sternbilde des ,herkules4 ,obgleich die ,gre der ,sonnenbewegung wahrscheinlich mehrere tausend ,meilen in der ,stunde betrgt1 werden doch noch lange ,zeitrume verflieen1 bis der vielleicht um einen weit entfernten ,schwerpunkt erfolgende ,umlauf unseres ,zentralkrpers erkannt sein wird4 ,eng verknpft mit dem ,problem der ,sonnenbewegung ist der gleichfalls von 99,herschel99 erbrachte ,nachweis1 da die von den frheren ,astronomen fr nur scheinbar benachbart gehaltenen ,doppelsterne1 wirklich zusammengehren und binre ,systeme bilden4 99,herschel99 hat nicht weniger als #hdf ,doppelsterne katalogisiert4 ,sptere ,forschungen haben ergeben1 da die ,bewegung innerhalb solcher binren ,systeme nach dem ,gravitationsgesetz erfolgt1 das damit erst als das wahre ,weltgesetz erkannt war4 ,bislang hatte man die ,fixsterne wenigstens so betrachtet1 als ob sie ber die ,flche einer ,kugel verteilt wren4 ,seit 99,herschel99 beginnt die ,astronomie sich mit der rumlichen ,verteilung dieser ,weltkrper zu beschftigen4 ,schon vor ihm hatte die ,milchstrae und die ,anordnung der auerhalb der ,milchstrae befindlichen ,sterne das ,nachdenken eines 99,kant99#dah erregt4 ,jedoch erst 99,herschel99 setzte an die ,stelle bloer ,vermutungen den auf systematisch angestellten ,beobachtungen1 seinen sogenannten ,aichungen1 gegrndeten ,nachweis1 da die deutlich sichtbaren ,sterne samt der ,milchstrae -- ein ,komplex von etwa #bj ,millionen ,weltkrpern -- einen linsenfrmigen ,haufen bilden und da die ,sonne sich etwas auerhalb der ,mitte jenes ,haufens befindet4 ,diesen ,nachweis lieferte er in einer ber den ,bau des ,himmels betitelten ,schrift#dai4 99,messiers99 etwa #ajj ,nummern enthaltendes ,verzeichnis von ,nebelflecken und ,sternhaufen veranlate 99,herschel991 sein zwanzigfiges ,spiegelteleskop von #ab ,zoll ffnung auf diese ,himmelskrper zu richten4 ,dabei sah er zu seiner grten ,freude1 da die meisten ,nebelflecken der ,strke seines ,instrumentes unterlagen und in ,sterne aufgelst wurden4 ,es ergab sich1 da sie entweder nichts als lauter ,sterne sind4 ,oder sie enthielten wenigstens ,sterne4 ,den in 99,messiers99 ,verzeichnis#dbj erwhnten ,nebelfleck ohne ,stern1 der sich nahe dem ,haupthaar der ,berenice befindet1 erblickte 99,herschel99 als einen ,haufen dicht gedrngter ,sterne4 ,es ist dies1 sagt 99,herschel991 einer der schnsten ,gegenstnde1 die ich mich erinnere1 am ,himmel gesehen zu haben4 ,der ,haufen erscheint unter der ,gestalt einer ,kugel aus kleinen1 in einen einzigen ,lichtglanz zusammengedrngten ,sternen samt einer ,anzahl1 die ringsum stehen und in der ,hauptmasse deutlich zu unterscheiden sind 7siehe ,abbildung #ej74 ,illustration3 ,abb4 #ej4 99,herschels99 ,abbildung eines ,nebelfleckes#dba4 ,als 99,herschel99 seine ,beobachtungen begann1 vermutete er1 da manche ,nebelflecken noch unentdeckt geblieben seien4 ,er gab sich daher der ,hoffnung hin1 zu den von 99,messier99 verzeichneten #ajj ,sternhaufen und ,nebelflecken eine schtzbare ,zugabe liefern zu knnen4 ,der ,erfolg bewies1 da seine ,erwartungen begrndet waren4 ,whrend 99,halley99 nur sechs ,nebel kannte und 99,messiers99 ,verzeichnis1 wie erwhnt1 nur etwa #ajj ,nummern enthielt1 wurden in den ,jahren #aghf bis #ahjb von 99,herschel99 nahezu #bejj ,nebelflecke katalogisiert1 beschrieben und gezeichnet4 ,eine ,fortsetzung dieser ,studien verdanken wir 99,herschels99 ,sohn ,john1 der auf einer ,expedition nach dem ,kap der guten ,hoffnung#dbb eine fast ebenso groe ,zahl von ,nebelflecken am sdlichen ,himmel entdeckte4 ,illustration3 ,abb #ea4 99,herschels99 ,ableitung der ,gestalt der ,milchstrae#dbc4 ,die mhevollen ,studien ber die ,nebelflecken fhrten 99,herschel99 zu der ,erkenntnis1 da auch die ,milchstrae nichts anderes als eine ,schicht von ,fixsternen ist1 innerhalb deren sich die ,sonne1 wenn auch nicht genau im ,mittelpunkte1 befindet4 ,es lt sich dies nach 99,herschel99 aus der ,gestalt der ,milchstrae entnehmen1 die sich in einem grten ,kreise um den gesamten ,himmel ziehen mu1 wenn sich die ,sonne innerhalb dieser ,sternenschicht befindet4 ,nehmen wir mit 99,herschel99 an1 eine ,anzahl ,sterne sei zwischen zwei1 in einem gegebenen ,abstande einander parallel laufenden1 weit ausgedehnten ,ebenen angeordnet1 so wird ein ,beobachter1 der sich irgendwo innerhalb einer solchen ,schicht befindet1 smtliche zu ihr gehrigen ,sterne in einem groen ,kreise sehen4 ,letzterer wird nach ,magabe der ,anhufung der ,sterne sich mehr oder weniger hell zeigen1 whrend es scheinen wird1 als ob die brigen ,gegenden des ,himmels nur mit ,sternbildern bestreut wren4 ,so wrde ein ,auge bei ,s 7siehe ,abb4 #ea7 innerhalb der ,schicht 99ab99 die in der ,richtung des ,verlaufes der ,schicht befindlichen ,sterne als einen hellen ,kreis ,,abcd sehen1 whrend die ,sterne an den ,seiten 99mv991 99nw99 ber den brigen ,teil des ,himmels bei ,,mvnw zerstreut erscheinen wrden4 ,stnde der ,beobachter irgendwo auerhalb der ,schicht1 so wrde die ,schicht die ,gestalt einer ,scheibe annehmen1 die nach ,magabe der ,entfernung des ,beobachters mehr oder weniger gro sein wrde4 ,und nhme dieser ,abstand ber alles ,ma zu1 so mte die ganze ,sternenschicht zuletzt in einen lichten ,fleck zusammenschrumpfen4 ,nehmen wir nun weiter mit 99,herschel99 an1 da eine kleinere ,schicht aus der ersteren nach einer bestimmten ,richtung hin ausluft und gleichfalls von zwei parallelen ,ebenen1 die sich ins ,unbestimmte ausdehnen1 eingeschlossen ist4 ,befindet sich der ,beobachter in der groen ,schicht irgendwo in der ,nhe der ,abzweigung1 dann wird diese zweite ,schicht nicht einen ,kreis darstellen1 sondern wie ein lichter ,zweig erscheinen1 der von dem ,kreise ausgeht und in einer gewissen ,entfernung wieder zu ihm zurckkehrt4 ,so werden in ,abb4 #ea die ,sterne in der kleinen ,schicht 99pq99 in einem hellen ,bogen ,,prrp gesehen werden1 der nach der ,absonderung vom ,kreise sich mit ihm wieder vereinigt4 ,aus dem ,bilde1 das uns die ,milchstrae bietet1 folgerte 99,herschel99 deshalb1 da sich die ,sonne in einer groen ,fixsternschicht nicht fern von der ,stelle befinde1 von der eine kleinere ,schicht als ein ,zweig der greren ausluft4 ,anfangs hielt 99,herschel99 smtliche ,nebelflecke fr ,sternhaufen4 ,als er jedoch auch deutliche ,sterne entdeckte1 die von einem ,nebel umgeben sind1 der offenbar zu dem ,sterne in ,beziehung steht1 nahm er an1 da es sich hier um leuchtende ,gasmassen handele1 die auch1 ohne einen ,stern zu umschlieen1 existieren und der ,urstoff fr die ,bildung neuer ,himmelskrper seien4 ,dementsprechend glaubte er1 in dem ,zustande1 den uns der ,fixsternhimmel gegenwrtig darbietet1 smtliche ,stufen des ,weltbildungsprozesses nachweisen zu knnen4 ,sptere1 insbesondere spektroskopische ,forschungen haben die ,richtigkeit dieser khnen ,schlsse dargetan4 ,die ,betrachtungen1 welche 99,herschel99 ber die ,abmessungen des mit seinem ,teleskop durchforschten ,raumes anstellte1 lieferten den ,nachweis1 da das ,licht1 um von den entferntesten ,objekten des ,himmels zu uns zu gelangen1 viele tausend ,jahre gebraucht1 so da unsere ,teleskope nicht allein den ,raum1 sondern auch die ,zeit durchdringen4 ,anknpfend an die von 99,herschel99 erhaltenen ,ergebnisse konnte deshalb 99,humboldt99#dbd wohl sagen1 da das ,licht der fernsten ,weltkrper das lteste sinnliche ,zeugnis von dem ,dasein der ,materie sei4 ,als zur ,jahrhundertfeier der ,uranusentdeckung eine ,biographie 99,herschels99#dbe erschien1 wurde darin mit ,recht hervorgehoben1 da an 99,herschels99 ,ansicht ber den ,bau des ,himmels nur wenig zu ndern gewesen sei4 ,jede astronomische ,entdeckung1 heit es dort#dbf1 und jede gut beobachtete physikalische ,tatsache gibt ,material fr die ,ausarbeitung der ,einzelheiten oder fr die ,verbesserung untergeordneter ,punkte dieser ,ansicht4 ,als wissenschaftliche ,auffassung ist sie vielleicht die groartigste1 die jemals der menschliche ,geist gewonnen hat4 ,den ,ansichten1 die fast gleichzeitig 99,herschel99 und 99,laplace99 und vor ihnen schon 99,kant99 ber die ,entstehung der ,welt entwickelten1 ist der ,gedanke gemeinsam1 da die ,gestirne1 die sich die frheren ,zeitalter aus ganz besonderem ,stoff gebildet dachten1 in materieller ,hinsicht untereinander und von der ,erde nicht wesentlich verschieden sind4 ,dieses ,ergebnis einer denkenden ,naturbetrachtung sollte nicht nur durch die sptere spektroskopische ,untersuchung1 sondern auch durch die noch im ,zeitalter von 99,herschel99 und 99,laplace99 erfolgte richtige ,deutung der ,meteoriten ihre ,besttigung finden4 ,nachrichten ber vom ,himmel gefallene ,stein- und ,eisenmassen reichen bis ins graue ,altertum zurck1 ohne da dadurch bis gegen das #ah4 ,jahrhundert das wissenschaftliche ,interesse rege geworden wre4 ,um die ,mitte jenes ,zeitabschnitts waren zwei auffallende ,tatsachen zu verzeichnen4 ,der ,sibirien bereisende deutsche ,naturforscher 99,pallas99 entdeckte #agdi in der ,nhe des ,jenissei eine #afjj ,pfund schwere ,eisenmasse1 deren ,beschaffenheit darauf hinwies1 da man es in ihr mit einem ,naturerzeugnis zu tun habe#dbg4 ,ferner hatte in ,agram im ,jahre #agea einer der am besten beglaubigten ,meteoreisenflle#dbh stattgefunden4 ,das dort gefallene ,stck war ausgegraben und dem ,wiener ,naturalienkabinet einverleibt worden4 ,der ,leiter dieses ,instituts wies jedoch die ,meinung1 da die ,masse berhaupt gefallen sei1 mit ,spott zurck4 ,seiner ,ansicht nach sollte sich das ,eisen unter dem ,einflu der atmosphrischen ,elektrizitt aus ,bestandteilen des ,bodens gebildet haben4 ,in einer #agid erschienenen ,abhandlung wagte es der deutsche ,physiker 99,chladni991 im ,gegensatz zu allen gelehrten ,zeitgenossen1 fr die ,feuerkugeln einen kosmischen ,ursprung zu behaupten und die von 99,pallas99#dbi entdeckte und hnliche ,eisenmassen als den ,stoff solcher niedergefallenen ,feuerkugeln in ,anspruch zu nehmen4 99,chladni99 wies zunchst auf folgende1 gut beobachteten und wissenschaftlich errterten ,meteorsteinflle des #ah4 ,jahrhunderts hin4 ,am #ag4 ,mai #agai erschien eine ,feuerkugel in ,england#dcj2 sie durchlief #cjj ,meilen in einer ,minute und zersprang mit einem ,getse1 bei welchem ,tren1 ,fenster und ganze ,huser erschttert wurden4 ,am #aa4 ,november #agfa sah man eine ,feuerkugel#dca in ,frankreich2 sie zersprang mit heftigem ,getse in viele kleine ,stcke2 manche ,personen glaubten ,feuer neben sich gesehen zu haben4 ,ein ,stck ist#dcb in ein ,haus gefallen und hat dieses entzndet4 ,am #bc4 ,juli #agfb wurde eine ,feuerkugel1 die 99,silberschlag99 in seiner ,theorie der am #bc4 ,juli #agfb erschienenen ,feuerkugel1 ,magdeburg #agfd beschrieb#dcc1 ungefhr senkrecht ber der ,gegend zwischen ,leipzig und ,zeitz in ,gestalt eines kleinen ,sternes sichtbar4 ,sie nahm an scheinbarer ,gre zu1 ging ber ,wittenberg und ,potsdam und zersprang einige ,meilen hinter ,potsdam mit einem lauten ,knall4 ,ihr ,licht ist sehr wei gewesen und hat einen ,umfang von wenigstens #fj deutschen ,meilen erleuchtet4 ,die ,hhe war im ,beginn der ,beobachtung etwa #ai und beim ,zerspringen ber #d ,meilen4 99,chladni99 wies die frheren ,erklrungsarten1 nach denen man es in den ,meteoren mit elektrischen ,entladungen1 mit brennbaren gasfrmigen ,anhufungen1 kurz mit ,erscheinungen irdischen ,ursprungs zu tun htte1 als unvereinbar mit den von ihm zusammengestellten ,befunden zurck4 ,nach 99,chladnis99 heute keinen ,widerspruch mehr findenden ,meinung sind unzhlige kleine ,massen1 die zu keinem greren ,weltkrper in unmittelbarer ,beziehung stehen1 im ,weltraume zerstreut4 ,sie bewegen sich1 durch ,wurfkrfte oder ,anziehung getrieben1 so lange fort1 bis sie der ,erde oder einem anderen ,weltkrper nahekommen und1 von ihrer ,anziehungskraft ergriffen1 darauf niederfallen4 ,bei ihrer schnellen ,bewegung mu infolge der heftigen ,reibung mit der ,atmosphre eine sehr starke ,hitze erzeugt werden1 wodurch sie in ,gluthitze geraten und ,dmpfe im ,innern entwickeln1 welche die ,masse zum ,zerspringen bringen4 ,die ,frage1 wie diese ,massen entstanden oder in einen solch isolierten ,zustand gekommen sind1 wre1 meint 99,chladni991 dasselbe wie die ,frage nach der ,entstehung der ,weltkrper4 ,man msse doch entweder annehmen1 da die ,weltkrper1 abgesehen von ,revolutionen auf ihrer ,oberflche1 immer das gewesen sind und sein werden1 was sie jetzt sind1 oder da es ,krfte gbe1 die imstande seien1 ,weltkrper und ganze ,weltsysteme zu bilden1 zu zerstren und aus ihrem ,stoffe wieder neue hervorzubringen4 ,fr diese ,meinung sprchen wohl mehr ,grnde als fr die erstere4 ,ein solches ,entstehen der ,weltkrper liee sich aber wohl nicht anders denken1 als da entweder materielle ,teile1 die vorher zerstreut gewesen sind1 sich durch die ,anziehungskraft zu groen ,massen angehuft htten1 oder da eine ,zerstckelung einer greren ,masse stattgefunden habe4 ,die isoliert gebliebenen ,massen mten ihre ,bewegung durch den ,weltraum fortsetzen1 bis sie von der ,anziehung eines ,weltkrpers ergriffen wrden und die ,erscheinungen der ,feuerkugeln hervorriefen4 ,die gleiche ,entstehung nahm 99,chladni99 fr die von 99,pallas99 und anderen ,reisenden gefundenen ,eisenmassen in ,anspruch4 ,eine solche #cjj ,zentner schwere ,masse war z4 ,b4 im sdlichen ,amerika gefunden worden1 und zwar an einer ,stelle1 wo in einem ,umkreise von #ajj ,meilen keine ,eisenerze1 ja nicht einmal ,steine anzutreffen sind4 99,chladni99 wies nach1 da diese ,eisenmassen weder auf nassem ,wege1 noch durch die ,wirkung des ,blitzes entstanden sein knnten1 auch nicht vulkanischen ,ursprungs seien4 ,es sei merkwrdig1 meint er1 da das ,eisen der ,hauptbestandteil der bisher gefundenen ,meteoriten sei4 ,man knne daher vermuten1 da das ,eisen hauptschlich zur ,bildung der ,weltkrper beigetragen habe#dcd4 ,auch sei wahrscheinlich1 da die anderen1 in manchen herabgefallenen ,massen enthaltenen ,stoffe1 wie ,schwefel1 ,kieselerde1 ,bittererde usw4 nicht unserer ,erde allein eigen seien1 sondern zu den ,stoffen gezhlt werden mten1 die sich an der ,bildung der ,weltkrper beteiligt htten#dce4 99,chladni99 wurde zunchst mit ,hohn berschttet4 ,die franzsische ,akademie sprach sich trotz aller gut beglaubigten ,flle dahin aus1 da die ,nachrichten ber derartige ,naturerscheinungen in das ,gebiet der ,fabel zu verweisen seien4 ,sie wurde indes sehr bald durch die ,tatsachen selbst eines ,besseren belehrt4 ,in der ,normandie ereignete sich nmlich am #bf4 ,april des ,jahres #ahjc ein groer ,steinfall1 der von hunderten beobachtet und von den ,abgesandten der ,akademie selbst in seinen ,einzelheiten festgestellt wurde#dcf4 ,die ,ausfhrungen 99,chladnis99 wurden darauf allgemein als richtig anerkannt4 ,ja1 man ging jetzt so weit1 da man sich die ,weltkrper durch die ,anhufung von ,meteoriten entstanden dachte#dcg4 ,die chemische ,analyse war weit genug fortgeschritten1 um an den ,meteoriten unter der ,voraussetzung ihres kosmischen ,ursprungs den ,nachweis zu fhren1 da auerhalb der ,erde befindlicher ,weltstoff in seiner elementaren ,zusammensetzung mit der irdischen ,materie bereinstimmt4 ,so entdeckte man#dch1 da das ,meteoreisen stets mehr oder weniger ,nickel 7bis zu #ce7 enthlt1 und lernte den ,gehalt an diesem ,metall1 sowie die beim ,antzen auftretenden 99,widmannsttten99schen ,figuren 7von 99,widmannsttten99 #ahjh entdeckt2 er druckte mit den getzten ,flchen die ,figuren naturgetreu ab7#dci als besondere ,eigentmlichkeit des ,meteoreisens kennen4 ,nachdem man neben ,nickel auch ,kobalt und ,kupfer darin aufgefunden hatte1 wurden durch eine ,arbeit1 die 99,berzelius99 ber die ,meteoriten verffentlichte1 sechs neue ,elemente in ihnen nachgewiesen2 es waren dies ,phosphor1 ,kohlenstoff1 ,silizium1 ,magnesium1 ,zinn und ,mangan4 ,sptere ,untersuchungen haben die ,zahl der ,bestandteile1 die smtlich mit irdischen ,grundstoffen bereinstimmen1 noch vermehrt4 ,was 99,chladni99 fr die ,meteoriten leistete1 gelang zwei anderen ,deutschen namens 99,benzenberg99#ddj und 99,brandes99#dda hinsichtlich der ,sternschnuppen4 ,durch gleichzeitig an verschiedenen ,orten angestellte ,beobachtungen gelang es ihnen1 auch fr diese ,phnomene1 die man bis dahin auf schweflige ,dnste oder brennbare ,gase zurckgefhrt hatte1 einen kosmischen ,ursprung nachzuweisen4 99,benzenberg99 und 99,brandes99 beobachteten ,sternschnuppenflle von den ,endpunkten einer #bgjjj ,pariser ,fu langen ,standlinie4 ,indem sie den ,ort und die ,zeit des ,verschwindens genau anmerkten1 vermochten sie in vielen ,fllen die ,identitt der beobachteten ,erscheinungen nachzuweisen und aus den gewonnenen ,daten planetarische ,geschwindigkeiten1 sowie auf einen kosmischen ,ursprung hinweisende ,hhen zu ermitteln#ddb4 ,war es in der vorhergehenden ,periode durch 99,bradleys99 ,entdeckung der ,aberration gelungen1 einen sinnlichen ,beweis fr die ,bewegung der ,erde um die ,sonne zu erbringen1 so vermochte 99,benzenberg99 einen solchen ,nachweis auch fr die ,rotation zu fhren4 ,bekanntlich lautete einer der ,scheingrnde gegen die koppernikanische ,weltansicht dahin1 ein frei fallender ,krper msse1 weil die ,erde sich unter ihm fortbewege1 einen westlich von seinem ,ausgangspunkt gelegenen ,ort treffen4 99,newton99 wies im ,jahre #afgi darauf hin1 da bei dem freien ,fall infolge des ,beharrungsvermgens und der greren ,geschwindigkeit in tangentialer ,richtung1 welche der ,krper zu ,beginn der ,fallbewegung besitzt1 im ,gegenteil eine stliche ,abweichung zu erwarten sei4 ,die ,royal ,society beschlo durch genaue ,fallversuche 99,newtons99 ,annahme auf ihre ,richtigkeit zu prfen4 ,da man jedoch mit zu geringen ,hhen experimentierte1 verlief die ,angelegenheit ergebnislos4 ,es dauerte lnger als ein ,jahrhundert1 bis neue ,untersuchungen und zwar mit besserem ,erfolge angestellt wurden4 ,dies geschah durch 99,guglielmini99 in ,bologna in einem ,turme1 der schon den ,fallversuchen 99,ricciolis99#ddc gedient hatte4 99,guglielmini99#ddd whlte diesen ,turm1 weil sein ,inneres fr derartige ,versuche wie gemacht war und sich darin ,fallhhen von #bdj ,par4 ,fu erreichen lieen4 ,die ,versuche erforderten manche ,vorsichtsmaregel1 da jeder ,luftzug1 sowie ,erschtterungen des ,gebudes oder der ,kugel selbst im ,augenblicke des ,loslassens ausgeschlossen sein muten4 99,guglielminis99 ,versuche1 ber welche 99,benzenberg99 eingehend berichtet1 sind zwar ein schner ,beweis unermdlicher ,ausdauer1 sie lieen auch deutlich eine stliche ,abweichung erkennen1 trotzdem waren sie noch nicht so frei von ,fehlern1 da sie eine gengende bereinstimmung zwischen der ,theorie und der ,beobachtung erkennen lieen4 ,mit groer ,spannung sah die gelehrte ,welt einer endgltigen ,entscheidung der von 99,guglielmini99 wieder angeregten1 ,jahrhunderte alten ,frage entgegen4 ,diese ,entscheidung brachten unabhngig voneinander zwei deutsche ,physiker 99,benzenberg99 und 99,reich994 ,den ,nachweis der von der ,theorie geforderten ,abweichung fhrte 99,benzenberg99 durch seine #ahjb im ,michaelisturm zu ,hamburg1 sowie in einem rheinischen ,kohlenschachte angestellten ,fallversuche#dde4 ,bei einer ,hhe von #bce1 beziehungsweise #bfb ,fu ergab sich eine deutliche ,abweichung von mehreren ,linien4 ,die zu dem gleichen ,zwecke angestellten ,versuche#ddf 99,reichs99 zeigten bei einer ,fallhhe von #dhh ,fu eine stliche1 der ,theorie ihrer ,gre nach genau entsprechende ,abweichung von #ab1f ,linien4 ,die ,astronomie war in dieser von uns nach 99,laplace99 und 99,herschel99 benannten ,periode noch wesentlich ,himmelsmechanik4 ,fr ein ,studium der ,himmelskrper1 das ber die ,fragen nach der ,form1 der ,verteilung und der ,bewegung hinausging1 fehlten noch fast alle physikalischen und chemischen ,grundlagen4 ,sie erwuchsen erst im #ai4 ,jahrhundert auf den ,gebieten der ,wrmelehre und der ,optik4 ,erst nachdem wir auf diesen ,gebieten die weitere ,entwicklung verfolgt haben1 knnen wir zur ,astronomie zurckkehren und ihre ,ausgestaltung zu einer kosmischen ,physik und ,chemie verfolgen4 #ag4 ,die ,grundlagen der mechanischen ,wrmetheorie4 ,die ,neubegrndung der ,chemie durch 99,lavoisier991 sowie die ,entdeckung der galvanischen ,elektrizitt und ihrer hauptschlichsten ,wirkungen waren ,umwlzungen und ,erweiterungen von solcher ,bedeutung1 da sie wohl imstande waren1 eine neue ,epoche zu erffnen4 ,letztere ist unter anderem auch dadurch gekennzeichnet1 da die ,physik und die ,chemie1 seitdem man den ,zusammenhang zwischen chemischen ,vorgngen und elektrischen ,erscheinungen erkannt hatte1 in immer engere ,fhlung traten4 ,dies hatte eine ,flle von grundlegenden ,entdeckungen zur ,folge1 die uns in den nchsten ,abschnitten beschftigen sollen1 ,entdeckungen1 auf denen die um die ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts entstehende groartige ,konzeption von der ,einheit der ,kraft1 sowie unsere heutigen ,vorstellungen von dem ,wesen der ,materie in erster ,linie beruhen4 ,im engsten ,anschlu an diesen ,fortschritt erwuchsen ferner ,theorien1 die sich zu einem bleibenden ,besitz der ,wissenschaft entwickelt haben4 ,diese ,theorien betrafen insbesondere die ,wrmelehre und die ,optik1 ,gebiete1 auf denen die frhere ,lehre von den ,imponderabilien durch eine auf mechanischen ,grundlagen fuende ,erklrung ersetzt wurde4 ,die ,vorstellung1 da wir es in der ,wrme nicht mit einem ,stoff1 sondern mit einer ,bewegung der kleinsten ,teilchen zu tun haben1 begegnet uns schon im ,beginn des #ah4 ,jahrhunderts#ddg4 ,die ersten1 fr die seit der ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts zur ,herrschaft gelangende1 mechanische ,theorie der ,wrme als grundlegend zu betrachtenden ,versuche und ,folgerungen gehren indes jener ,zeit an1 in welcher gegen das ,ende des #ah4 ,jahrhunderts der hier geschilderte groartige ,aufschwung der ,chemie und der ,physik beginnt4 ,am erfolgreichsten nach dieser ,richtung waren die ,bemhungen 99,rumfords99#ddh4 99,rumford99 wurde #agec in ,nordamerika geboren4 ,er stand whrend des ,befreiungskampfes auf englischer ,seite und kam #aggf nach ,london4 99,rumford99 war ein sehr geschickter1 wissenschaftlich und praktisch gleich hervorragender ,mensch1 der besonders durch sein ,bemhen1 im ,kriegswesen und im sozialen ,leben ,neuerungen einzufhren1 berall die ,aufmerksamkeit der ,machthaber auf sich lenkte4 ,eine ,reihe von ,jahren war 99,rumford99 in ,bayern ttig4 ,er richtete dort ,werksttten ein1 brachte es bis zum ,kriegsminister und wurde schlielich in ,anerkennung seiner ,verdienste in den ,grafenstand erhoben4 #ahjj rief er in ,london die ,royal ,institution ins ,leben4 ,einige ,jahre spter siedelte er nach ,paris ber4 ,dort heiratete er die ,witwe 99,lavoisiers991 deren ,salon den ,sammelpunkt der gelehrten ,welt bildete4 ,von ,bonaparte1 zu dessen groen ,zgen seine ,vorliebe fr die ,wissenschaft und seine ,achtung gegenber ihren ,vertretern gehren1 wurde auch 99,rumford99 mit ,auszeichnung behandelt4 ,er starb in ,paris im ,jahre #ahad4 99,rumford99 wiederholte zunchst den schon von 99,boyle99 angestellten1 gegen die ,stoffnatur der ,wrme gedeuteten ,wgungsversuch4 ,er setzte zwei ,flaschen1 die gleiche ,mengen ,quecksilber und ,wasser enthielten1 genau ins ,gleichgewicht1 whrend die ,temperatur der ,umgebung #fa betrug4 ,das ,ganze wurde dann in ein ,zimmer gebracht1 das eine ,temperatur von #cd besa4 ,obgleich die spezifische ,wrme des ,wassers etwa #cjmal so gro ist wie diejenige des ,quecksilbers1 das ,wasser also eine viel grere ,wrmemenge abgegeben hatte1 zeigte sich nicht der geringste ,ausschlag#ddi4 ,wollte man trotzdem an der stofflichen ,beschaffenheit der ,wrme festhalten1 so mute man wenigstens annehmen1 da ein isoliertes ,system von ,krpern nicht bestndig der ,umgebung ,wrme mitteilen kann1 ohne allmhlich erschpft zu werden4 ,indem 99,rumford99 durch den ,versuch bewies1 da durch gegenseitige ,reibung zweier ,krper unbegrenzte ,wrmemengen erzeugt werden knnen1 entzog er der soeben erwhnten ,voraussetzung von der stofflichen ,natur der ,wrme den ,boden4 ber diesen berhmt gewordenen ,versuch berichtet 99,rumford99 der ,royal ,society im ,jahre #agihdej4 ,da ich seit kurzem1 beginnt er1 die ,oberaufsicht beim ,kanonenbohren im ,zeughause zu ,mnchen hatte1 so berraschte mich der betrchtliche ,wrmegrad1 den eine ,kanone in kurzer ,zeit beim ,bohren erhlt4 ,wre die spezifische ,wrme der ,spne eine geringere als diejenige des zusammenhngenden ,metalles1 so htte man das ,auftreten der ,wrme auf einen solchen ,unterschied der ,kapazitten zurckfhren knnen4 ,der ,versuch ergab jedoch1 da ,stcke und feine ,spnchen eines ,metalles dieselbe spezifische ,wrme besitzen4 ,brachte man nmlich gleiche ,mengen der ,spnchen und der ,stcke1 welche auf die ,temperatur des kochenden ,wassers erhitzt waren1 in gleiche ,mengen kalten ,wassers1 so erfuhr das letztere in beiden ,fllen dieselbe ,temperaturerhhung4 ,illustration3 ,abb4 #eb4 ,die fr 99,rumfords99 ,versuch hergerichtete und in die ,bohrmaschine gespannte ,kanone4 ,die ,stange w verbindet die ,kanone mit dem ,gpel4 ,da chemische ,vorgnge1 sowie irgend welche ,zuleitung von ,wrme bei den ,bohrversuchen ausgeschlossen waren1 so blieb nichts anderes brig1 als die ,ursache der ,wrmeentwicklung in der ,bewegung zu erblicken4 ,die weiteren ,versuche bezweckten den ,nachweis1 da diese ,wrmequelle nicht versiegt1 solange die ,bewegung dauert4 ,hieran schlo sich schon das erste ,aufdmmern der ,erkenntnis1 da einem gewissen ,aufwand an ,arbeit eine bestimmte ,menge erzeugter ,wrme entspricht4 99,rumford99 lie nmlich einen aus ,kanonenmetall bestehenden ,zylinder von #aab1ac ,pfund ,gewicht in einem ,kasten 7,abb4 #ec7 rotieren1 der #ah1gg ,pfund ,wasser enthielt4 ,wurde die ,drehung1 bei der ein stumpfer eiserner ,bohrer m n gegen das ,metall gepret wurde1 durch die ,kraft eines ,pferdes bewerkstelligt1 so kochte das ,wasser nach #b ,stunden und #cj ,minuten4 ,die berraschung und das ,staunen der ,umstehenden1 solch eine ,wassermasse ohne ,feuer zum ,kochen gebracht zu sehen1 war ber alle ,beschreibung gro1 heit es in dem ,berichte 99,rumfords99#dea4 ,die ,rechnung ergab1 da die ganze ,menge der erzeugten ,wrme1 die sich auf das ,wasser und die ,metallstcke verteilte1 hinreichend war1 um #bf1eh ,pfund eiskalten ,wassers zum ,sieden zu bringen1 ungerechnet diejenige ,wrme1 die whrend des ,versuches verloren ging4 ,diese ,wrmemenge entspricht nach 99,rumford99 einer ,pferdekraft4 ,da nach 99,watt99 die letztere imstande ist1 #cc #jjj ,pfund in der ,minute einen ,fu hoch zu heben1 so wrde eine weitere ,berechnung gezeigt haben1 da diejenige ,wrme1 die ein ,pfund ,wasser um #a erwrmt1 einer mechanischen ,leistung von #ajcd ,fupfund entspricht4 ,sptere1 genauere ,untersuchungen1 welche der ,englnder 99,joule99 anstellte1 haben fr dieses quivalent den ,wert von #ggb ,fupfund ergeben4 ,der betrchtliche ,unterschied wird daraus erklrlich1 da 99,rumford99 die ,verluste nicht in ,rechnung zog1 und da bezglich des ,arbeitsaufwandes nur eine rohe ,annherung an die von 99,watt99 als eine ,pferdekraft bestimmte ,gre vorlag4 ,illustration3 ,abb4 #ec4 ,der vor der ,mndung der ,kanone angebrachte hlzerne ,kasten4 ,der stumpfe ,bohrer m n wird gegen den ,boden des ausgebohrten hohlen ,zylinders gepret1 welcher durch einen kurzen ,hals mit dem ,ende der ,kanone verbunden ist4 ,die ,abbildungen #eb und #ec sind der unten erwhnten ,abhandlung 99,rumfords99 entnommen4 ,von gleicher ,beweiskraft fr die ,immaterialitt der ,wrme wie der 99,rumford99sche ,versuch war ein von 99,davy99 angestelltes ,experiment4 ,in seinen #agii verffentlichten#deb ,untersuchungen ber ,wrme1 ,licht und ,atmung teilte dieser ,forscher mit1 da er bei #bi ,fahrenheit1 also einer unter dem ,gefrierpunkt liegenden ,temperatur1 zwei an ,stben befestigte ,eisstcke durch gegenseitige ,reibung zum ,schmelzen gebracht habe#dec4 ,obgleich die ,wrmekapazitt des ,schmelzwassers grer ist als diejenige von ,eis1 zeigte das erhaltene ,wasser dennoch eine ,temperatur von #ce ,fahrenheit4 ,auch 99,davy99 schlo hieraus1 da die ,wrme kein ,stoff1 sondern eine unmittelbare ,folge der ,bewegung sei4 ,er dachte sich die ,materie von zwei ,krften1 der ,anziehung und der ,abstoung1 beherrscht4 ,die ,erscheinungen der ,wrme rhren nach 99,davy991 dessen ,vorstellungen sich im wesentlichen mit den heute geltenden ,anschauungen decken1 von einer besonderen ,bewegung der ,krperteilchen her4 ,alle festen ,krper werden durch heftiges ,reiben ausgedehnt1 indem ihre ,teilchen in schwingende ,bewegung kommen und sich voneinander entfernen4 ,die verschiedenen ,aggregatszustnde werden gleichfalls ganz im ,sinne der neueren ,physik aus dem ,verhltnis zwischen ,anziehung und ,abstoung erklrt4 ,je nachdem die erstere oder die letztere berwiegt oder beide nahezu gleich sind1 ist der ,krper fest1 gasfrmig oder flssig4 ,die ,abstoung kann durch chemische ,vorgnge oder durch ,mitteilung des ,bewegungszustandes benachbarter ,krper erregt werden4 ,in letzterem ,falle ist die ,bewegungsgre1 die der eine ,krper gewinnt1 genau gleich derjenigen1 welche der andere verliert4 99,davy99 gehrt zu jenen ,vorlufern von 99,mayer991 99,joule99 und 99,helmholtz991 die von der ,allgemeingltigkeit des ,prinzips von der ,erhaltung der ,kraft schon eine deutliche ,ahnung hatten4 ,dafr zeugt auch sein ,ausspruch3 ,es lt sich keine erhabenere ,vorstellung von den ,bewegungen der ,materie gewinnen1 als da die verschiedenen ,arten der ,bewegung sich fortwhrend ineinander umwandeln4 99,rumford99 und 99,davy99 waren jedoch ihrer ,zeit vorausgeeilt4 ,die von ihnen entwickelte ,lehre sollte erst um die ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts durch die zuerst genannten ,mnner erneuert und fortentwickelt werden4 ,die weitere ,entwicklung der ,prinzipien der ,thermodynamik knpft besonders an ,entdeckungen an1 die man ber das ,verhalten der ,gase bei ,temperatur- und ,volumenvernderungen und ber die ,beziehungen zwischen beiden machte4 ,gegen das ,ende des #ah4 ,jahrhunderts wurden die ,physiker darauf aufmerksam1 da zusammengeprete ,luft bei ihrer ,ausdehnung sich abkhlt4 ,man entdeckte diese ,tatsache1 als man die ,luft aus einer ,windbchse gegen ein ,thermometer strmen lie und dabei ein ,fallen des ,quecksilbers beobachtete#ded4 ,auch glaubte man hieraus die niedrige ,temperatur auf hohen ,bergen erklren zu knnen4 ,dies war allerdings in dieser ,allgemeinheit ein ,fehlschlu1 da die ,abkhlung nur im ,augenblicke der ,verdnnung und im ,zusammenhange mit einer mechanischen ,leistung auftritt1 mit diesem mechanischen ,vorgange also in engster ,beziehung steht4 ,verdnnte ,luft ist also nicht etwa an sich klter als dichtere4 ,dagegen hat die ,meteorologie die ,temperaturnderungen aufsteigender und niedersinkender ,luftmassen zur ,erklrung mancher ,witterungserscheinung verwerten knnen4 ,ein welch wesentlicher ,faktor mit der neuen ,erkenntnis gewonnen war1 lt sich daraus ermessen1 da die ,abkhlung fr trockene aufsteigende ,luft bei #ajj ,metern ,steighhe sich schon auf einen ,grad beluft4 ,niedersinkende ,luft erfhrt eine entsprechende ,temperaturzunahme1 und diese ,wrmeschwankungen sind wieder fr den relativen ,feuchtigkeitsgehalt der ,luft bedingend4 ,systematische ,untersuchungen ber die bei der ,verdnnung und der ,ausdehnung der ,luft eintretenden ,wrmeschwankungen stellte zuerst 99,dalton99#dee an1 doch war er weit davon entfernt1 sie auf ihre wahre ,ursache zurckzufhren4 ,er glaubte nmlich1 dichtere ,luft besitze eine geringere ,wrmekapazitt als verdnnte4 ,eine solche ,annahme mute auf den sonderbaren ,schlu fhren1 da dem ,vakuum die grte ,wrmekapazitt zukomme4 ,um dieselbe ,zeit1 als 99,dalton99 seine ,versuche bekannt gab1 wurde die gelehrte ,welt in hohem ,grade durch die ,entdeckung berrascht1 da durch eine pltzliche ,verdichtung der ,luft ,stoffe1 wie der ,zndschwamm1 auf die ,entzndungstemperatur gebracht werden knnen#def4 ,die ,annahme 99,daltons991 da diese ,erscheinung auf eine nderung der ,wrmekapazitt zurckzufhren sei1 wurde durch einen entscheidenden ,versuch 99,gay-,lussacs99 widerlegt4 ,nebenbei bemerkt1 hatte man bei den ,versuchen 99,rumfords99 auch zuerst an eine nderung der ,wrmekapazitt gedacht#deg4 99,gay-,lussac99 stellte den erwhnten ,versuch in folgender ,weise an4 ,der ,behlter ,a sei mit einem ,gas gefllt1 ,b sei evakuiert4 ,stellt man nun zwischen beiden ,behltern eine ,verbindung her1 so verdoppelt das ,gas sein ,volumen4 99,gay-,lussac99 erwartete1 eine ,abkhlung eintreten zu sehen und war berrascht1 da im ganzen keine ,temperaturvernderung stattfand#deh4 ,der nach ,b berstrmende ,teil des ,gases wurde nmlich um ebenso viel erwrmt1 wie der in ,a zurckbleibende abgekhlt wurde4 ,die spezifische ,wrme oder die ,wrmekapazitt konnte sich also durch die ,volumvergrerung nicht gendert haben4 ,illustration3 ,abb4 #ed4 99,gay-,lussacs99 ,versuch zur ,thermodynamik der ,gase4 ,da die ,ausdehnung eines ,gases unter ,wrmeverbrauch vor sich geht1 so mute man mehr ,wrme zufhren1 um das ,gas auf eine bestimmte ,temperatur zu erhitzen1 wenn die ,erwrmung unter gleichzeitiger ,ausdehnung erfolgte1 als wenn sie bei konstantem ,volumen vor sich ging4 ,in letzterem ,falle nahm mit der ,erwhnung der ,druck des eingeschlossenen ,gases zu4 ,es galt nun zu untersuchen1 ob sich fr diese zunchst nur nach ihrer qualitativen ,natur erkannte ,eigenart der ,gase auch eine quantitative ,beziehung finden lt1 d4 h4 ob der ,wrmeverbrauch bei konstantem ,druck und einer entsprechenden ,ausdehnung des ,gases und der ,wrmeverbrauch bei konstantem ,volumen in einem bestimmten ,verhltnis stehen4 ,ohne hier nher auf den ,gang der ,untersuchung einzugehen1 sei bemerkt1 da man dies ,verhltnis der spezifischen ,wrme bei konstantem ,druck zur spezifischen ,wrme bei konstantem ,volumen gleich etwa #a1d 3 #a ermittelte4 ,so erhielt man fr die damals als permanent betrachteten ,gase folgende ,werte3 ,sauerstoff #a1dae ,stickstoff #a1dbj ,wasserstoff #a1dje ,luft #a1dba ,die brigen ,gase zeigten fr dieses ,verhltnis etwas niedrigere ,werte1 z4 ,b4 ,kohlendioxyd #a1cdj ,kohlenmonoxyd #a1dbc ,stickoxyd #a1cdc ,es gelang erst einer spteren ,periode1 den ,mehrbedarf an ,wrme mit der ,arbeit in ,beziehung zu bringen1 welche das ,gas leistet1 wenn es sich unter konstantem ,druck ausdehnt4 ,wir werden sehen1 wie 99,robert ,mayer99 aus dem ,wert #a1dba das ,wrmequivalent berechnete4 ,die weitere ,entwicklung der ,thermodynamik wurde bis 99,mayer99 am meisten dadurch gehindert1 da man an der alten ,stofftheorie festhielt4 ,man dachte sich die ihr ,volumen ndernden ,krper hnlich einem ,schwamm1 der beim ,zusammenpressen den ,wrmestoff von sich gibt und ihn bei seiner ,ausdehnung wieder aufsaugt#dei4 ,auch 99,carnot991 mit dessen ,verdiensten um die ,begrndung der ,thermodynamik wir uns in einem spteren ,abschnitt beschftigen werden1 hielt an der ,stofftheorie fest1 vermittelte aber durch seine ,arbeit den bergang zu der durch 99,mayer991 99,joule99 und 99,helmholtz99 gewonnenen ,einsicht in die ,umwandlungsfhigkeit von ,wrme und ,arbeit4 #ah4 ,fortschritte der ,optik und ,sieg der ,wellentheorie4 ,da die ,teile des ,spektrums nicht nur hinsichtlich der ,wrmewirkung1 wie 99,herschel99 nachgewiesen1 sondern auch hinsichtlich des chemischen ,verhaltens groe ,unterschiede zeigen1 war schon durch 99,scheele99 nachgewiesen worden4 ,dieser brachte in das ,spektrum ein ,stck ,papier1 das er mit ,chlorsilber berzogen hatte4 ,von dieser ,substanz wute man1 da sie am ,lichte allmhlich geschwrzt wird4 99,scheele99 bemerkte#dfj1 da das ,chlorsilber im ,violett weit eher schwarz wird als in den anderen ,farben4 ,dieser einfache ,versuch lt sich als der ,anfang der heute so hoch entwickelten ,spektralphotographie betrachten4 ,die ,analogie des von 99,scheele99 erhaltenen ,befundes mit den ,ergebnissen 99,herschels99 trat noch deutlicher hervor1 als #ahja das ,vorkommen von chemisch wirksamen ,strahlen ber das ,violett hinaus nachgewiesen wurde#dfa4 ,auch in diesem ,falle ergab sich1 da das ,maximum der ,wirkung jenseits des sichtbaren ,teiles gelegen ist1 da die ,zersetzung des ,chlorsilbers hier energischer als im ,violett selbst vor sich geht4 ,die ultravioletten ,strahlen wurden daher seit der ,zeit auch wohl als chemische ,strahlen bezeichnet4 ,wieder ein ,jahr spter 7#ahjb7 wurde die ,kenntnis von der ,beschaffenheit des ,spektrums um eine ,entdeckung von der allergrten ,tragweite bereichert4 ,der ,englnder 99,wollaston99#dfb1 der sich gleichfalls um den ,nachweis der ultravioletten ,strahlen verdient gemacht hat1 bemerkte1 da das hinter einem feinen ,spalt erzeugte ,sonnenspektrum vom zahlreichen dunklen ,linien durchzogen ist#dfc4 ,wie diese ,entdeckung von 99,fraunhofer99 erneuert und zur ,grundlage der ,spektralanalyse gemacht wurde1 soll in einem spteren ,abschnitt gezeigt werden4 ,in diesem ,zeitraum1 in welchem die ,optik um so manchen wichtigen ,fortschritt bereichert wurde1 sollte auch der alte1 an die ,namen 99,newton99 und 99,huygens99 sich knpfende ,streit ber das ,wesen des ,lichtes zu gunsten der von letzterem vertretenen ,theorie entschieden und damit in die ,lehre von den ,imponderabilien eine zweite ,bresche gelegt werden4 ,der erste ,angriff auf die ,emanationstheorie erfolgte im ,vaterlande 99,newtons99 durch 99,young99#dfd1 welcher die von 99,hooke99 begonnene und von 99,newton99 fortgesetzte ,untersuchung der ,farben dnner ,blttchen wieder aufnahm4 ,jene ,folge von hellen und dunklen ,streifen oder ,ringen1 die 99,newton99 im gleichartigen ,lichte beobachtet hatte1 ohne dafr eine ,erklrung finden zu knnen1 die mehr als eine bloe ,umschreibung war1 fhrte 99,young99 auf das ,zusammentreffen der von der ersten und zweiten begrenzenden ,flche zurckgeworfenen ,strahlen zurck4 ,er bezeichnete diese ,erscheinung mit dem noch jetzt dafr gebruchlichen ,namen als ,interferenz und suchte darzutun1 da ein ,hinzufgen von ,licht zu ,licht in hnlicher ,weise ,dunkelheit zur ,folge haben knne1 wie durch das ,zusammentreffen von gleichen aber entgegengesetzten ,bewegungen1 z4 ,b4 ,schwingungen verschiedener ,phase1 ,ruhe entsteht4 99,young99 gelang sogar der ,nachweis1 da die ,interferenz sich auch auf den unsichtbaren1 ultravioletten ,teil des ,spektrums erstreckt4 ,er erreichte dies durch folgende ,versuchsanordnung#dfe4 ,der ultraviolette ,teil des ,spektrums wurde auf eine dnne1 zur ,erzeugung der farbigen ,ringe geeignete ,schicht geworfen und von den begrenzenden ,flchen so reflektiert1 da der unsichtbare ,reflex auf ein mit ,silberlsung getrnktes ,papier fiel4 ,nach einiger ,zeit entstanden auf letzterem die bekannten dunklen ,ringe4 ,das dieser ,erscheinung zugrunde liegende ,prinzip der ,interferenz sprach 99,young99 in folgenden ,worten aus#dff3 ,wenn zwei ,wellen verschiedenen ,ursprungs sich in gleicher oder in nahezu gleicher ,richtung fortpflanzen1 so besteht ihre ,gesamtwirkung in der ,vereinigung der einer jeden entsprechenden ,bewegung4 ,die ,bewegungen1 welche das ,licht zur ,folge haben1 geschehen nach 99,young99 in einem dnnen1 auerordentlich elastischen ther1 der das ,weltall erfllt4 ,die ,verschiedenheit der ,farben erklrt 99,young99 aus der ,hufigkeit der ,schwingungen1 welche durch jene ,bewegung des thers in der ,netzhaut erzeugt werden4 ,letztere denkt er sich aus drei verschiedenartigen1 die ,empfindung der drei ,grundfarben vermittelnden ,nervenelementen zusammengesetzt4 ,die ,erregung der einen ,art von ,fasern soll demgem die ,empfindung ,rot1 die der zweiten die ,empfindung ,grn zur ,folge haben1 whrend die dritte ,art vorzugsweise durch das violette ,licht gereizt werden soll4 ,so wird z4 ,b4 homogenes rotes ,licht die rotempfindenden ,nervenfasern stark erregen1 whrend es auf die beiden anderen ,arten nur eine schwache ,wirkung ausbt4 ,werden alle drei ,arten in gleicher ,strke getroffen1 so entsteht der ,eindruck ,wei4 ,diese ,lehre 99,youngs99 wurde spter von 99,helmholtz99 wieder aufgenommen und eingehender begrndet#dfg4 ,wie das ,licht so wird auch die strahlende ,wrme nach 99,young99 auf die ,bewegung des thers zurckgefhrt4 ,nach ihm unterscheiden sich die ,wrmeschwingungen einzig durch ihre ,lnge und die ihnen zukommende ,schwingungszahl von den ,lichtschwingungen4 ,die wesentlichste ,schwche der von 99,young99 entwickelten ,lehre bestand in der schon von 99,huygens99 gemachten ,annahme1 die schwingende ,bewegung erfolge longitudinal1 d4 h4 in der ,fortpflanzungsrichtung4 ,da eine solche ,annahme die ursprngliche war1 ist begreiflich1 da man zu einer ,wellentheorie des ,lichtes gelangte1 indem man die ,licht- und die ,schallerscheinungen als analoge ,vorgnge betrachtete4 ,der ,schall war aber schon lngst auf longitudinale ,schwingungen der ,luftteilchen zurckgefhrt4 ,jene ,schwche der von 99,young99 entwickelten ,lehre trat besonders zutage1 als 99,malus99 die ,polarisation durch ,reflexion entdeckte4 ,wird ein ,lichtstrahl reflektiert oder gebrochen1 so werden bekanntlich seine physikalischen ,eigenschaften im allgemeinen nicht gendert1 sondern er verhlt sich geradeso1 als ob er von dem leuchtenden ,krper kme4 ,bei der ,brechung findet zwar in der ,regel eine ,zerlegung des zusammengesetzten ,lichtes statt1 doch besitzt jede der erhaltenen ,komponenten ihre konstante ,eigenschaft1 was schon 99,newton99 dadurch nachwies1 da er aus diesen ,komponenten den weien ,strahl in seiner frheren ,beschaffenheit wieder zusammensetzte4 ,von dieser ,eigenschaft des gewhnlichen ,lichtes gnzlich abweichend ist dagegen1 wie auch 99,newton99 erkannte1 das ,verhalten eines ,lichtstrahls1 welcher die zu 99,newtons99 ,zeiten an dem ,kalkspat entdeckte ,doppelbrechung erlitten hat4 ,die erhaltenen ,strahlen gehen nmlich bei einer bestimmten ,lage durch einen zweiten ,kalkspatkristall hindurch1 ohne wieder zerlegt zu werden1 whrend bei einer anderen ,lage des zweiten ,kristalles eine nochmalige ,teilung stattfindet4 ,hieran knpfte 99,newton99 die ,bemerkung1 ein solcher ,lichtstrahl mge wohl verschiedene ,seiten besitzen1 die mit voneinander abweichenden ,eigenschaften begabt seien#dfh4 ,nahezu ein ,jahrhundert sollte es dauern1 bis ein ,zufall lehrte1 da derartiges polarisiertes ,licht keine vereinzelte1 nur an gewissen ,mineralien auftretende ,erscheinung ist4 ,es war im ,jahre #ahjh1 als der franzsische ,physiker 99,malus99#dfi eines ,tages durch einen islndischen ,doppelspat nach den von der untergehenden ,sonne beleuchteten ,fenstern des ,palais du ,luxembourg blickte4 99,malus99 drehte den ,kristall und nahm dabei zu seinem ,erstaunen wahr1 da die ,bilder1 welche dieser lieferte1 abwechselnd ihre ,strke vernderten4 ,zuerst dachte er an eine ,beeinflussung des ,sonnenlichtes bei seinem ,durchgang durch die ,atmosphre4 ,spter erkannte er jedoch1 da in diesem ,falle die ,reflexion die einzige ,ursache der ,polarisation des ,lichtes ist#dgj4 99,malus99 fand1 da unter einem bestimmten1 von der ,natur des reflektierten ,stoffes abhngigen ,winkel die ,polarisation in solchem ,grade stattfindet1 da von den ,doppelbildern1 welche der ,kalkspat liefert1 das eine bei einer gewissen ,lage des ,kalkspats verschwindet4 ,diese ,versuche vermochte 99,young99 aus seiner ,lehre infolge der erwhnten ,schwche nicht zu erklren1 worber 99,malus991 ein unerschtterlicher ,anhnger der ,emissionstheorie1 groe ,freude empfand#dga4 ,die endgltige ,beseitigung dieser ,theorie gelang erst dem ,franzosen 99,fresnel99#dgb4 99,fresnel99 begann seine optischen ,untersuchungen im ,jahre #ahae4 ,noch im selben ,jahre verffentlichte er eine ,arbeit1 die mit einem ,preise gekrnt wurde4 ,sie handelte von der ,beugung des ,lichtes#dgc4 ,schon in dieser ,abhandlung erklrte 99,fresnel99 die bei der ,beugung auftretenden ,fransen aus der ,undulationstheorie des ,lichtes4 ,man begreift leicht1 heit es in jener ,schrift1 da die ,schwingungen zweier ,lichtstrahlen1 die sich unter einem sehr kleinen ,winkel kreuzen1 einander aufheben knnen4 ,und zwar geschieht dies1 wenn die ,knoten des einen ,strahles mit den ,schwingungsbuchen des anderen zusammenfallen4 ,aus der in diesen ,worten ausgesprochenen ,theorie der ,interferenz erklrte 99,fresnel99 auch die ,farben dnner ,blttchen4 ,von ausschlaggebender ,bedeutung waren seine ,interferenzversuche mit polarisiertem ,licht4 ,sie zeigten1 da zwei polarisierte ,strahlen nur dann interferieren1 wenn ihre ,polarisationsebenen parallel zu einander sind4 ,lagen die ,polarisationsebenen senkrecht zu einander1 so traten keine ,interferenzerscheinungen ein4 ,dies ,verhalten war mit der ,annahme longitudinaler ,schwingungen des thers nicht vereinbar4 ,es lt sich aber leicht begreifen1 wenn man voraussetzt1 da das ,licht in transversalen therschwingungen besteht4 ,unter die ser ,annahme knnen nmlich benachbarte ,strahlen1 wenn ihre ,schwingungen in zwei zueinander senkrecht stehenden ,ebenen erfolgen1 sich nicht gegenseitig beeinflussen4 ,zu der ,theorie1 da das ,licht in transversalen ,schwingungen des thers bestehe1 gelangte 99,fresnel99 um #ahbj4 ,in ihren allgemeinen ,grundzgen hat er diese ,theorie im ,jahre #ahbc entwickelt#dgd4 ,in der ,fassung1 welche 99,fresnel99 der ,undulationstheorie verliehen1 ist sie in den ,besitz der ,wissenschaft bergegangen4 ,ihre ,herrschaft erschien um so mehr gesichert1 als es gelang1 nicht nur die spter entdeckten ,erscheinungen aus dieser ,theorie zu deuten1 sondern sogar ,vorgnge zu beschreiben1 deren ,stattfinden erst sptere ,versuche dargetan haben#dge4 ,die von 99,young99 und 99,fresnel99 entwickelten theoretischen ,anschauungen erhielten eine wertvolle ,sttze durch die analytischen ,untersuchungen ber die ,wellenbewegung1 welche der bedeutende franzsische ,mathematiker 99,cauchy99 anstellte4 ,schon im ,jahre #ahae hatte dieser fr eine ,arbeit ber die ,theorie der ,wellen den groen ,preis der ,akademie erhalten4 ,seit dem ,jahre #ahbi hat er zahlreiche ,beitrge zur ,befestigung der ,wellentheorie des ,lichtes geliefert4 ,bis dahin war es nicht gelungen1 die ,dispersion aus dieser ,theorie zu folgern4 ,den ,grund erkannte 99,fresnel99 darin1 da der ,einflu der ,krpermolekle auf den ther noch zu bercksichtigen blieb4 99,cauchy99 gelang es1 diese ,lcke auszufllen und damit den ,schlustein in die ,undulationstheorie zu fgen4 ,indem er das ,verhltnis der ,wellenlnge zum ,abstand der therteilchen bercksichtigte1 gelangte er zu einem ,ausdruck fr die ,geschwindigkeit des ,lichtes1 der fr verschiedenfarbiges ,licht eine verschieden groe ,brechung ergab4 99,cauchy99 setzte bei seiner ,ableitung voraus1 da das ,licht sich in optisch dichteren ,mitteln mit geringerer ,geschwindigkeit fortpflanze4 99,foucaults99 experimenteller ,nachweis1 da dies wirklich zutrifft#dgf1 sowie 99,fraunhofers99 ,messungen der ,wellenlngen#dgg haben 99,cauchys99 ,annahme besttigt und somit zur weiteren ,befestigung der theoretischen ,optik beigetragen4 ,whrend der ersten ,hlfte des #ai4 ,jahrhunderts begann sich der umgestaltende ,einflu1 den die ,dampfkraft auf die ,entwicklung des ,verkehrs und der ,gewerbe gewinnen sollte1 mehr und mehr geltend zu machen4 ,es kann daher nicht ,wunder nehmen1 da sich die ,physiker mit der bewegenden ,kraft der ,wrme eingehender beschftigten4 ,so entstanden im ,beginn der zwanziger ,jahre 99,carnots99 epochemachende ,betrachtungen ber die bewegende ,kraft des ,feuers#dgh1 in denen dieser ,forscher als ein ,vorlufer von 99,r4 ,mayer991 99,joule99 und 99,helmholtz991 den ,begrndern der mechanischen ,wrmetheorie1 erscheint4 99,sadi ,carnot99 wurde #agif in ,paris als ,sohn des groen ,revolutionsmannes geboren4 ,er war ,zgling der cole polytechnique und gehrte spter der ,armee als ,genieoffizier an4 ,die ,abhandlung1 welche uns beschftigt1 ist die einzige abgerundete ,arbeit1 die 99,carnot99 verffentlicht hat4 ,er starb in noch jugendlichem ,alter 7#ahcb74 99,carnot99 machte darauf aufmerksam1 da die ,erzeugung von ,bewegung bei den ,wrmemaschinen stets an eine ,wiederherstellung des ,gleichgewichts der ,wrme gebunden ist1 d4 h4 an einen bergang der ,wrme von einem ,krper mit mehr oder weniger erhhter ,temperatur auf einen anderen1 dessen ,temperatur niedriger ist4 ,bei einer in ,ttigkeit befindlichen ,dampfmaschine z4 ,b4 durchdringt die in der ,feuerung durch ,verbrennung entwickelte ,wrme die ,wnde des ,kessels und erzeugt den ,dampf2 dieser nimmt die ,wrme mit sich1 fhrt sie zum ,zylinder1 wo sie irgend einen ,dienst tut und von dort in den ,kondensator4 ,in letzter ,linie bemchtigt sich daher das kalte ,wasser des ,kondensators der durch die ,verbrennung erzeugten ,wrme4 berall1 wo ein ,temperaturunterschied besteht1 sagt 99,carnot991 und wo daher die ,wiederherstellung des ,gleichgewichts der ,wrme eintritt1 kann auch die ,erzeugung von bewegender ,kraft stattfinden4 ,der ,wasserdampf ist ein ,mittel1 aber er ist nicht das einzige2 alle ,stoffe knnen zu diesem ,zwecke benutzt werden4 ,alle sind fhig1 ,zusammenziehung und ,ausdehnung durch den ,wechsel von ,klte und ,wrme zu erfahren4 ,bei diesen ,volumnderungen vermgen die ,krper bestimmte ,widerstnde zu berwinden und auf diese ,weise bewegende ,kraft zu entwickeln4 ,ein fester ,krper1 beispielsweise ein ,metallstab1 vermehrt und vermindert seine ,lnge1 wenn er abwechselnd erwrmt und abgekhlt wird1 und vermag ,krper zu bewegen1 die an seinen ,enden befestigt sind4 ,eine gasfrmige ,flssigkeit kann durch ,temperaturnderungen erhebliche nderungen des ,volumens erfahren4 ,wenn sie sich in einem mit einem ,kolben versehenen ,zylinder befindet1 kann sie ausgedehnte ,bewegungen hervorbringen4 ,die ,dmpfe aller ,stoffe vermgen denselben ,dienst zu leisten wie der ,wasserdampf4 ,aber1 auch umgekehrt sei es stets mglich1 wo man eine ,bewegung anwende1 ,temperaturunterschiede entstehen zu lassen4 ,so seien der ,sto und die ,reibung ,mittel1 die ,temperatur der ,krper zu erhhen4 ,bei dem geschilderten ,ausgleich dachte 99,carnot99 zunchst nur an eine ,bewegung der ,wrme1 deren materielle ,natur er noch voraussetzte4 ,er hat jedoch1 wie aus seinem ,nachla hervorgeht#dgi1 spter die ,annahme einer ,konstanz der ,wrme aufgegeben und sogar das mechanische ,wrmequivalent ziemlich genau bestimmt#dhj4 ,zu den ,grundlagen der mechanischen ,wrmetheorie gehrt vor allem 99,carnots99 ,konzeption des ,kreisprozesses4 99,carnot99 geht von der ,tatsache aus1 da die ,temperatur eines ,gases zunimmt1 wenn es zusammengedrckt wird1 da sie dagegen fllt1 wenn man das ,gas rasch ausdehnt4 ,will man daher ein ,gas nach dem ,zusammendrcken auf seine ursprngliche ,temperatur zurckfhren1 so mu man ihm ,wrme entziehen4 ,ebenso kann man bei der ,ausdehnung eines ,gases seine ,temperaturerniedrigung vermeiden1 wenn man ihm eine bestimmte ,menge ,wrme zufhrt4 ,illustration3 ,abb4 #ee4 99,carnots99 ,erluterung des ,kreisprozesses4 ,an diese ,tatsachen knpft 99,carnot99 folgende berlegung1 die man ein ,gedankenexperiment nennen kann#dha1 weil sich die ,durchfhrung in der ,wirklichkeit nur annherungsweise bewerkstelligen lt4 ,a sei ein ,krper von der ,temperatur t#a4 ,die ,temperatur eines zweiten ,krpers ,b1 der von ,a durch einen nichtleitenden ,stoff getrennt ist1 sei niedriger und zwar gleich t#b4 ,in dem ,zylinder 99abgh99 befinde sich eine elastische ,flssigkeit1 z4 ,b4 ,luft und ein beweglicher ,kolben 99cd994 ,man stelle sich nun mit 99,carnot99 folgende ,reihe von ,vernderungen vor3 #a4 ,der ,zylinder1 dessen ,wand ab die ,wrme leicht durchlassen soll1 befinde sich auf dem wrmeren ,krper ,a4 ,das eingeschlossene ,gas nimmt infolgedessen die ,temperatur t#a an1 die wir ,a zugeschrieben haben1 und der ,kolben erhebt sich aus seiner ,anfangsstellung 99cd99 bis zur ,stellung 99ef994 ,infolge der ,wrmezufuhr1 welche das ,gas dabei von ,a empfngt1 behlt dieses trotz der ,ausdehnung die ,temperatur t#a4 #b4 ,der ,zylinder wird jetzt von ,a entfernt1 so da ihm keine ,wrme mehr zugefhrt wird4 ,dehnt sich das ,gas nun weiter aus1 so sinkt bei dieser ,volumverminderung seine ,temperatur4 ,sie mge auf t#b1 d4 i4 die ,temperatur des klteren ,krpers ,b1 gesunken sein1 wenn der ,kolben die ,stellung 99gh99 einnimmt4 #c4 ,der ,zylinder wird auf ,b gebracht und das ,gas1 das ja bei der ,kolbenstellung 99gh99 die ,temperatur von ,b besitzt1 zusammengedrckt4 ,die so erzeugte ,wrme wird dabei sofort von ,b1 dessen ,temperatur konstant t#b bleiben soll1 aufgenommen4 ,voraussetzung ist1 wenn sich die ,temperatur von ,a und ,b trotz ,abgabe und ,zufuhr von ,wrme nicht ndern soll1 da beide ,krper eine ungeheure ,wrmekapazitt haben4 #d4 ,hat der ,kolben die ,stellung 99cd99 erreicht1 so entfernt man den ,zylinder von ,b und komprimiert ohne ,wrmeabgabe weiter4 ,die ,temperatur der eingeschlossenen ,luft wird jetzt steigen und es mge der ,kolben die ,stellung 99ik99 angenommen haben1 wenn die ,temperatur des ,gases wieder gleich derjenigen von ,a1 nmlich gleich t#a1 ist4 ,damit ist der ,kreislauf abgeschlossen4 ,denn bringen wir jetzt den ,zylinder auf ,a1 so knnen die beschriebenen ,vorgnge in vollkommen gleicher ,weise sich1 so oft wir wollen1 wiederholen4 ,der beschriebene ,kreisproze kann aber auch umgekehrt werden1 indem man auf d zunchst c1 dann b und endlich wieder a folgen lt4 ,bei dieser ,umkehrung wird aber eben soviel bewegende ,kraft 7,arbeit7 verbraucht1 als bei dem ,ablauf der ,vorgnge in der zuerst geschilderten ,folge 7a1 b1 c1 d7 gewonnen wurde4 ,fast zur selben ,zeit1 als 99,rumford99 und 99,davy99 ihre ber die ,natur der ,krperwrme entscheidenden ,versuche anstellten1 wurde auch die ,lehre von der strahlenden ,wrme1 die man schon lnger von der krperlichen unterschieden hatte#dhb1 um eine wichtige ,entdeckung bereichert4 99,wilhelm ,herschel99 bediente sich bei der ,beobachtung der ,sonne verschiedenartig gefrbter ,glser4 ,dabei fiel ihm auf1 da hinter gewissen ,glsern1 die weniger ,licht durchlassen1 mitunter eine strkere ,wrmeempfindung stattfand1 als hinter anderen helleren#dhc1 so da die erwrmende ,kraft durchaus nicht von der ,strke des ,lichtes abzuhngen schien4 ,um die ,frage zu entscheiden1 ob die ,wrme etwa ungleichmig ber die verschiedenen ,strahlengattungen verteilt sei1 erzeugte 99,herschel99 das ,sonnenspektrum und brachte ein ,thermometer mit geschwrzter ,kugel in die verschiedenen ,farben1 die er nacheinander durch eine ffnung fallen lie4 ,ein zweites1 etwas entferntes ,thermometer zeigte die ,wrme der umgebenden ,luft an#dhd4 99,herschel99 verglich dann die ,temperaturerhhung1 welche das ,thermometer in gleichen ,zeitrumen in den verschiedenen ,teilen des ,spektrums erfuhr4 ,in derselben ,zeit1 in der es unter im brigen gleichen ,verhltnissen im violetten ,teil des ,spektrums um #b stieg1 betrug die ,zunahme im ,grn #c und im ,rot1 wo sie am grten war1 #f-g_/h4 99,herschel99 setzte diese ,untersuchung fort und konnte schon einen ,monat spter#dhe das merkwrdige ,ergebnis mitteilen1 da ein ultraroter ,teil des ,spektrums bestehe1 der aus unsichtbaren1 ,wrme spendenden ,strahlen zusammengesetzt ist4 ,ja1 es ergab sich1 da das ,maximum der ,wrmewirkung innerhalb dieser unsichtbaren ,region liegt4 #ai4 ,die ,chemie und die ,physik treten in engere ,wechselbeziehungen4 ,sehr viele von den ,errungenschaften1 die auf chemischem und physikalischem ,gebiete zu ,beginn der neueren ,zeit gewonnen wurden1 knpfen sich an den ,namen 99,gay-,lussacs991 so da es gerechtfertigt erscheint1 diese ,forschergestalt unter den vielen1 die sich um den ,ausbau und die ,verknpfung der genannten ,wissenszweige verdient gemacht haben1 besonders hervortreten zu lassen4 99,louis ,joseph ,gay-,lussac99 wurde am #f4 ,september #aggh in einer kleinen ,stadt#dhf des mittleren ,frankreichs geboren4 ,da er zu den ausgezeichnetsten ,schlern der cole polytechnique gehrte1 whlte ihn der ,chemiker 99,berthollet99 zu seinem ,gehilfen4 ,die ersten ,lorbeeren1 die sich 99,gay-,lussac99 auf dem ,felde der ,wissenschaft verdiente1 hatte er einem eigentmlichen ,umstande zu verdanken4 ,durch die alltgliche ,beobachtung1 da der ,rauch unter dem ,einflu warmer ,luft im ,kamin emporsteigt1 waren die ,gebrder 99,montgolfier99 auf den ,gedanken gekommen1 eine ,papierhlle durch ein darunter befindliches ,feuer zum ,emporsteigen zu bringen4 ,ihrem berhmt gewordenen ,versuch vom ,jahre #aghc1 bei dem sich eine derartige ,hlle von #bbjjj ,kubikfu ,rauminhalt durch ein darunter befindliches ,strohfeuer auf eine ,hhe von etwa #bjjj ,metern erhob1 waren zahlreiche1 von mehr oder weniger ,erfolg begleitete ,aufstiege gefolgt4 ,der ,physiker 99,charles99 war noch in demselben ,jahre zur ,fllung der ,ballons mit ,wasserstoff bergegangen4 ,trotzdem blieb eine ,luftreise bei dem ,fehlen der heutigen ,sicherheitsvorrichtungen zunchst ein sehr gewagtes ,unternehmen4 ,als sich die ,pariser ,akademie im ,anfang des #ai4 ,jahrhunderts entschlo1 ,aufstiege zu wissenschaftlichen ,zwecken zu veranstalten1 galt es daher1 einige jngere1 beherzte ,forscher zu gewinnen4 ,die ,wahl fiel auf 99,gay-,lussac99 und 99,biot991 die im ,sommer des ,jahres #ahjd einen gemeinschaftlichen ,aufstieg unternahmen1 dem bald darauf eine von 99,gay-,lussac99 allein ausgefhrte ,luftreise folgte4 ,in der von dem letzteren erreichten ,hhe von #gjjj ,metern betrug die ,temperatur -#i1e1 whrend zur selben ,zeit in ,paris ein im ,schatten befindliches ,thermometer #bg1e zeigte4 ,die atmosphrische ,luft war nach den ,analysen 99,gay-,lussacs99 in den oberen ,schichten der ,atmosphre von derselben ,zusammensetzung wie in der ,nhe der ,erdoberflche4 ,auch wies 99,gay-,lussac99 nach1 da die ,luft nicht etwa in greren ,hhen einen ,gehalt von dem so leichten ,wasserstoffgas besitze1 wie einige ,physiker zur ,erklrung des ,gewitters1 das in ,knallgasexplosionen bestehen sollte1 angenommen hatten4 ,insbesondere war die ,aufmerksamkeit 99,gay-,lussacs99 auf das ,verhalten gerichtet1 welches die ,magnetnadel in grerer ,entfernung vom ,erdboden zeigt4 ,die angestellten ,schwingungsbeobachtungen ergaben1 da ein ,hhenunterschied von mehreren tausend ,metern die magnetische ,kraft nicht merklich beeinflut4 99,biots99 und 99,gay-,lussacs99 ,luftfahrten1 schrieb spter 99,arago99#dhg1 werden im ,andenken der ,menschen fortleben als die ersten derartigen ,unternehmungen1 die behufs ,lsung wissenschaftlicher ,aufgaben mit entschiedenem ,erfolge ausgefhrt wurden4 ,die ,analyse der atmosphrischen ,luft und die ,zuverlssigkeit der hierfr benutzten ,mittel waren zu der ,zeit1 als 99,gay-,lussac99 seine ,ttigkeit begann1 viel umstritten4 ,insbesondere war der ,glaube verbreitet1 da der ,gehalt an ,sauerstoff schwankend und fr die ,gte der ,luft bestimmend sei4 ,die zur ,ermittlung des ,sauerstoffgehaltes ersonnenen ,apparate wurden daher ,eudiometer 7,luftgtemesser7 genannt4 ,das erste ,eudiometer rhrt von 99,priestley99 her4 ,es beruhte auf dem ,verhalten von ,stickoxyd gegen ,sauerstoff#dhh und wurde von 99,fontana99 7#aggd7 verbessert4 ,weit bessere ,ergebnisse erhielt man bei dem von 99,lavoisier99 in ,vorschlag gebrachten ,verfahren#dhi4 ,es besteht darin1 da eine gemessene ,luftmenge ber ,quecksilber abgesperrt und mit ,phosphor in ,berhrung gebracht wird4 ,durch die langsame ,oxydation dieser ,substanz wird der ,sauerstoff vllig gebunden1 und die ,luft erleidet eine entsprechende ,volumverminderung4 ,aber selbst 99,lavoisiers99 ,versuchsfehler waren noch so gro1 da er fr den ,sauerstoffgehalt ,schwankungen von #ah auf #be annahm4 ,im wesentlichen auf dem gleichen ,prinzip beruht das von 99,volta99 vorgeschlagene ,eudiometer4 ,die zu untersuchende ,luft wird mit ,wasserstoff zusammengebracht4 ,ist dieses ,gas in hinreichender ,menge vorhanden1 so reit es bei der durch einen elektrischen ,funken bewirkten ,explosion des ,gasgemisches den gesamten ,sauerstoff der ,luft an sich und verbindet sich damit zu ,wasser4 ,auch 99,alexander von ,humboldt99 beschftigte sich mit eudiometrischen ,bestimmungen4 ,nachdem er in ,paris mit 99,gay-,lussac99 bekannt geworden war1 schlossen beide1 ihrer auerordentlichen ,leistungen wegen gefeierten ,mnner ein enges ,freundschaftsbndnis4 ,die schnste ,frucht desselben war eine gemeinsame1 im ,jahre #ahje verffentlichte ,arbeit ber die eudiometrischen ,mittel und ber das ,verhltnis der ,bestandteile der ,atmosphre#dij4 ,diese ,arbeit ergab1 da 99,voltas99 ,eudiometer das schtzbarste ,instrument fr die ,analyse der ,luft ist4 ,ein wichtiges ,nebenergebnis war der ,nachweis1 da sich der ,sauerstoff mit dem ,wasserstoff nach dem unvernderlichen und einfachen ,volumverhltnis #a 3 #b verbindet4 ,nach den frheren ,versuchen von 99,cavendish99 schien dies ,verhltnis kein einfaches zu sein4 ,whrend sich der vielseitige 99von ,humboldt99 neuen ,aufgaben zuwandte1 vertiefte sich 99,gay-,lussac99 in das ,studium der ,gase1 ber deren chemisches und physikalisches ,verhalten wir ihm eine ,flle von ,entdeckungen verdanken4 ,seine erste ,arbeit ber diesen ,gegenstand war im ,jahre #ahjb auf 99,berthollets99 ,anregung entstanden4 ,diese ,arbeit handelte von der ,ausdehnung gas- und dampffrmiger ,krper#dia und lieferte den nicht nur in praktischer ,hinsicht1 sondern auch fr die ,theorie sehr wichtigen ,nachweis1 da alle ,gasarten und ,dmpfe bei derselben ,temperaturerhhung1 unter im brigen gleichen ,umstnden1 in gleichem ,grade ausgedehnt werden4 99,gay-,lussacs99 ,untersuchung erstreckte sich auf ,sauerstoff1 ,wasserstoff1 ,stickstoff1 ,ammoniak1 ,schwefeldioxyd ,kohlendioxyd und therdampf4 ,nach seinen ,messungen betrgt die ,volumzunahme dieser ,gase bei einer ,temperaturerhhung von #j auf #ajj ,grad #j1cge des ursprnglichen ,volumens4 ,durch sptere ,bestimmungen ist dieser ,ausdehnungskoeffizient zu #j1cff 7oder fr eine ,temperatursteigerung von #j auf #a zu #j1jjcff #a_/bgc7 ermittelt worden4 99,gay-,lussacs99 ,untersuchung ber die ,ausdehnung der ,gase war lteren ,untersuchungen gegenber besonders deshalb ein groer ,fortschritt1 weil er die gasfrmigen ,krper1 an denen er ,messungen anstellen wollte1 vorher vermittelst ,chlorkalzium trocknete und damit eine wesentliche ,fehlerquelle beseitigte4 ,da 99,gay-,lussacs99 ,bestimmung dennoch mit einem nicht unerheblichen ,fehler behaftet blieb1 ist darauf zurckzufhren1 da das ,trocknen der ,gefe und der ,gase noch in nicht gengendem ,mae stattfand4 ,das von 99,gay-,lussac99 beim ,messen des ,ausdehnungskoeffizienten eingeschlagene ,verfahren wird aus der beistehenden1 seiner ,abhandlung entnommenen ,abbildung ersichtlich4 ,der ,ballon ,d wird ber ,quecksilber mit dem zu untersuchenden ,gase gefllt4 ,der ganze1 in ,abb4 #eg dargestellte ,apparat wird in ein ,wasserbad getaucht und auf #ajj erhitzt4 ,dabei entweicht ein ,teil des ,gases durch das zweimal gebogene ,rohr ,b1 dessen ffnung durch ,quecksilber gesperrt ist4 ,hat der ,ballon die ,temperatur des siedenden ,wassers angenommen1 so wird die ,glasrhre ,b entfernt und das ,wasserbad auf die ,temperatur des schmelzenden ,eises abgekhlt4 ,das ,quecksilber steigt dann1 entsprechend der ,zusammenziehung des ,gases1 den graduierten ,hals des ,ballons hinauf4 ,man erhlt so die ,gre des ,luftvolumens1 das durch die ,erwrmung aus dem ,ballon von bekanntem ,inhalt entwichen ist4 ,illustration3 ,abb4 #ef4 ,apparat 99,gay-,lussacs99 zur ,bestimmung des ,ausdehnungskoeffizienten der ,gase4 ,bei den ,versuchen 99,gay-,lussacs99 dehnten sich die nachstehend aufgefhrten vier ,gase beim ,erhitzen von #j auf #ajj in folgender ,weise aus3 #ajj ,teile dehnen sich aus um ,atmosphrische ,luft #cg1e ,teile ,wasserstoff #cg1eb ,sauerstoff #cg1di ,stickstoff #cg1di ,um zu untersuchen1 ob der ,ausdehnungskoeffizient der ,dmpfe derselbe sei1 erwrmte 99,gay-,lussac99 therdampf von #fj auf #ajj4 ,er hatte die ,genugtuung wahrzunehmen1 da sowohl beim ,expandieren als auch bei der ,raumverminderung durch ,abkhlung der therdampf gleichen ,schritt mit der atmosphrischen ,luft hielt1 die er in einem zweiten ,apparate denselben ,bedingungen ausgesetzt hatte4 ,aus seinen ,versuchen schlo 99,gay-,lussac991 da die ,ausdehnung der ,gase und der ,dmpfe nicht auf der besonderen ,natur der ,stoffe1 sondern lediglich darauf beruht1 da diese ,krper sich im elastisch-flssigen ,zustande befinden#dib4 ,in dieser ,untersuchung 99,gay-,lussacs99 findet sich keine ,angabe darber1 ob auch die ,ausdehnung des ,glasgefes bei der ,berechnung der ,ergebnisse bercksichtigt wurde4 ,in einer zweiten ,untersuchung ist dies geschehen4 ,trotzdem weicht der gefundene ,koeffizient 7#j1cge7 fr die ,erwrmung von #j auf #ajj1 der fast vierzig ,jahre in ,geltung blieb1 nicht unerheblich von dem wahren ,werte 7#j1cfe7 ab#dic4 ,das ,freundschaftsbndnis zwischen 99,gay-,lussac99 und 99,alexander von ,humboldt99 wurde zu einem besonders vertrauten durch eine gemeinsame1 im ,jahre #ahje unternommene ,reise nach ,italien4 ,von ,rom1 fr dessen ,kunstschtze sich ihnen im ,verkehr mit einem 99,rauch99 und einem 99,thorwaldsen99 der ,sinn erschlo1 machten die ,freunde in ,begleitung des ,geologen 99,leopold von ,buch99 einen ,abstecher nach ,neapel1 wo sie ,zeugen eines groartigen1 von einem furchtbaren ,erdbeben begleiteten ,ausbruch des ,vesuvs wurden4 ,auch in chemischer ,hinsicht war diese ,reise nicht ohne ,ausbeute4 ,so machte 99,gay-,lussac99 in ,neapel die ,beobachtung1 da die im ,wasser gelste ,luft einen weit greren ,sauerstoffgehalt 7etwa #cj7 als die atmosphrische ,luft 7#ba7 besitzt#did4 ,nachdem die ,reisenden vor dem ,verlassen des italienischen ,bodens noch 99,volta99 aufgesucht hatten1 trafen sie in ,berlin ein1 wo beide im ,hause 99von ,humboldts99 den ,winter verlebten4 ,nach ,paris zurckgekehrt1 beschftigte sich 99,gay-,lussac99 zunchst mit der ,frage1 ob seine ,vermutung zutreffend sei1 da nicht nur ,wasserstoff und ,sauerstoff1 sondern auch die brigen ,gasarten sich nach einfachen ,raumverhltnissen miteinander verbinden4 99,gay-,lussac99 whlte zunchst salzsaures ,gas und verband es mit ,ammoniakgas4 ,es sttigten #ajj ,ma salzsaures ,gas genau #ajj ,ma ,ammoniakgas1 und das entstehende ,salz war vollkommen neutral#die4 ,brachte er kohlensaures ,gas mit ,ammoniak zusammen1 so verbanden sich mit #ajj ,ma kohlensaurem ,gas genau #bjj ,ma ,ammoniakgas4 ,es ergab sich ferner1 da ,schwefelsureanhydrid auf #ajj ,ma schwefligsaures ,gas #ej ,ma ,sauerstoffgas enthlt1 da somit auch die beiden zuletzt genannten ,gase sich nach einem einfachen ,verhltnis verbinden#dif4 ,bei einem anderen ,versuch vereinigten sich #ej ,ma ,sauerstoffgas mit #ajj ,ma gasfrmigem ,kohlenstoffoxyd4 ,beide ,gasarten verschwanden vllig1 und es fanden sich an ihrer ,stelle #ajj ,ma kohlensaures ,gas4 ,schon vor 99,gay-,lussac99 hatte 99,berthollet99 gezeigt1 da im ,ammoniak auf #ajj ,ma ,stickstoff genau #cjj ,ma ,wasserstoff kommen4 ,nach diesen ,beweisen war es offenbar1 da zwei ,gasarten1 die auf einander chemisch einwirken1 sich in den allereinfachsten ,verhltnissen verbinden4 ,in den untersuchten ,fllen geschieht dies nach den ,verhltnissen #a 3 #a oder #a 3 #b oder #a 3 #c1 whrend sich kein einfaches ,verhltnis zwischen den ,elementen einer ,verbindung zeigt1 wenn man auf die ,gewichte sieht4 ,weitere ,versuche lieen erkennen1 da die ,gasarten sich nicht blo mit einander nach sehr einfachen ,verhltnissen verbinden1 sondern da die ,raumverminderung1 die sie bei der ,vereinigung erleiden1 auch immer in einem sehr einfachen ,verhltnisse zu dem ,volumen steht1 das die ,gase vor ihrer ,vereinigung einnahmen#dig4 ,so hatte schon 99,berthollet99 gefunden1 da #ajj ,ma gasfrmiges ,kohlenstoffoxyd1 wenn sie sich mit #ej ,ma ,sauerstoff verbinden1 dabei #ajj ,ma kohlensaures ,gas geben#dih4 ,beide ,gasarten ziehen sich also bei ihrer ,verbindung um einen ,raum zusammen1 der gerade so gro ist wie derjenige1 den das hinzugefgte ,sauerstoffgas vorher besa4 ,auch der ,wasserdampf1 der sich durch das ,zusammentreten von zwei ,raumteilen ,wasserstoff und einem ,raumteil ,sauerstoff bildete1 nahm unter gleichen ,druck- und ,temperaturbedingungen #b ,volumina ein1 so da bei seiner ,entstehung eine ,verdichtung von #c auf #b stattfindet1 whrend sich bei der ,bildung von ,ammoniak eine ,zusammenziehung von #b auf #a nachweisen lt4 ,dieses von 99,gay-,lussac99 entdeckte ,volumgesetz ist die ,grundlage fr die ,avogadrosche ,hypothese und damit fr die weitere ,entwicklung der theoretischen ,chemie geworden#dii4 ,wir kommen jetzt zu den hervorragenden ,untersuchungen1 durch welche 99,gay-,lussac99 die anorganische1 die technische und die organische ,chemie gefrdert hat4 ,als die ,kunde von der ,entdeckung der ,alkalimetalle nach ,frankreich gekommen war1 stellte ,napoleon der polytechnischen ,schule die ,mittel zur ,beschaffung einer gewaltigen ,voltaschen ,sule zur ,verfgung4 ,noch bevor diese ,sule in ,ttigkeit gesetzt werden konnte1 gelang es 99,gay-,lussac99 in ,gemeinschaft mit 99,thenard991 ,kalium und ,natrium durch ,erhitzen von ,kali und von ,natron mit ,eisen1 also auf rein chemischem ,wege1 ohne ,zuhilfenahme der ,elektrizitt darzustellen#ejj4 ,beide ,forscher verffentlichten ihr ,verfahren im ,mai des ,jahres #ahjh4 ,anstatt des ,eisens nahmen sie auch ,kohle1 erzielten damit aber ein weniger gnstiges ,ergebnis4 ,besser gelang die ,darstellung von ,kalium und ,natrium mittelst ,kohle1 als man kohlensaures ,alkali mit ,kohle und ,leinl mischte und dies ,gemenge der ,glhhitze aussetzte#eja4 ,als eine der besten ,monographien1 die je ber ein ,element geschrieben wurden1 gilt 99,gay-,lussacs99 mustergltige ,abhandlung ber das ,jod und die ,jodide4 99,gay-,lussac99 stellte in dieser ,abhandlung den ,begriff der ,hydrosure im ,gegensatz zur ,sauerstoffsure auf4 ,das ,jod lieferte nmlich1 wie er nachwies1 zwei ,suren1 die eine in ,verbindung mit ,sauerstoff1 die zweite in ,verbindung mit ,wasserstoff4 ,da die ,suren1 welche das ,chlor1 das ,jod und der ,schwefel mit dem ,wasserstoff bilden#ejb1 die ,eigenschaften der sauerstoffhaltigen ,suren besitzen1 so muten beide ,arten von ,verbindungen in eine ,klasse gestellt werden4 ,um die ,wasserstoffsuren von den eigentlichen ,suren zu unterscheiden1 bediente sich 99,gay-,lussac99 der ,vorsilbe ,hydro4 ,die sauren ,verbindungen des ,wasserstoffs mit dem ,chlor und dem ,jod erhielten also die ,namen ,hydrochlorsure und ,hydrojodsure4 ,den sauren ,verbindungen des ,sauerstoffs mit denselben ,elementen blieb dagegen die ,bezeichnung ,chlorsure und ,jodsure#ejc vorbehalten4 ,unter den zahlreichen ,verbindungen1 die 99,gay-,lussac99 in seiner ,abhandlung ber das ,jod kennen lehrte1 ist besonders das ,jodthyl hervorzuheben1 ein ,stoff1 der vermge seiner groen ,reaktionsfhigkeit von groer ,bedeutung fr die organische ,chemie geworden ist4 ,von wichtigen ,reaktionen1 zu denen das ,studium des ,jods 99,gay-,lussac99 gefhrt hat1 verdienen noch folgende erwhnt zu werden4 ,jod wurde mit ,phosphor zu ,jodphosphor verbunden4 ,letzterer zerfiel unter der ,einwirkung von ,wasser in ,jodwasserstoff und phosphorige ,sure3 ,,pj#c #c;,h#b,o ,h#c,,po#c #c;,,hj4 ,durch ,berhrung mit ,quecksilber wurde ,jodwasserstoff unter ,bildung von ,jodquecksilber und ,freiwerden von ,wasserstoff zersetzt4 ,dabei ergab sich die volumetrische ,gesetzmigkeit1 da der ,wasserstoff genau die ,hlfte des ,raumes einnahm1 den vorher der ,jodwasserstoff ausgefllt hatte4 ,wurde ,jodwasserstoff der ,rotglhhitze ausgesetzt1 so fand eine teilweise ,zersetzung in ,jod und ,wasserstoff statt4 ,andererseits gelang die ,synthese von ,jodwasserstoff1 wenn 99,gay-,lussac99 das ,gemenge von ,jod und ,wasserstoff auf ,rotglut erhitzte4 ,diese ,beobachtung war eine der ersten1 welche ber die ,umkehrung einer ,reaktion gemacht wurde4 ,indessen legte ihr 99,gay-,lussac99 weiter keine ,bedeutung bei4 ,die hnlichkeit des ,jodwasserstoffs mit der ,salzsure ergab sich auch aus dem ,verhalten gegen ,metalle4 ,letztere machten aus beiden ,verbindungen unter ,bildung salzartiger ,krper ,wasserstoff frei4 ,mit ,ammoniak verband sich ,jodwasserstoff unter ,entstehung eines dem ,salmiak hnlichen ,stoffes4 ,die ,vereinigung erfolgte nach gleichen ,raummengen1 so da sich nach jeder ,richtung eine so weit gehende ,analogie zwischen dem neu entdeckten ,jod und dem schon lnger bekannten ,chlor zeigte1 wie sie bis dahin zwischen zwei ,elementen noch nicht nachgewiesen war4 ,diese ,analogie wurde spter auf das #ahbf von 99,balard99 in der ,mutterlauge des ,meerwassers aufgefundene ,brom ausgedehnt4 ,der ,vergleich von ,chlor1 ,brom und ,jod fhrte 99,dbereiner99 spter zur ,aufstellung seiner ,theorie von den ,triaden1 d4 h4 zu der ,annahme1 da das ,system der ,elemente sich in ,gruppen von je drei sehr hnlichen ,grundstoffen gliedern lasse1 ein ,gedanke1 durch den 99,dbereiner99 zum ,begrnder einer ,systematik der ,elemente und damit zum ,vorlufer eines 99,mendelejeff99 und 99,lothar ,meyer99 geworden ist#ejd4 ,die ,aufdeckung der ,analogie zwischen ,chlor und ,jod hat dahin mitgewirkt1 da die lange geltende ,annahme1 das ,chlor sei eine ,sauerstoffverbindung#eje1 allgemein aufgegeben wurde4 ,waren ferner die ,reaktionen1 welche das ,jod zu anderen ,elementen und ,verbindungen uerte1 zwar denen des ,chlors sehr hnlich1 so ging doch aus der ganzen ,untersuchung 99,gay-,lussacs99 hervor1 da letzteres ,element mchtiger ist als das ,jod4 ,um die ,dichte des ,joddampfes zu bestimmen1 ging 99,gay-,lussac99 von der ,dichte des ,jodwasserstoffes aus4 ,er ermittelte1 indem er das von ihm entdeckte ,volumgesetz zugrunde legte1 da der ,dampf des ,jods #aagmal dichter als ,wasserstoff ist1 also von allen ,dmpfen1 die grte ,dichtigkeit besitzt#ejf4 99,gay-,lussacs99 ,arbeiten ber die ,schwefelsure1 um deren fabrikmige ,darstellung er sich durch die ,einfhrung des sogenannten 99,gay-,lussac99-,turmes sehr verdient gemacht hat1 sowie die durch ihn erfolgte ,begrndung des ,titrierverfahrens sind auf die ,entwicklung der chemischen ,technik von grtem ,einflu gewesen4 ,auch die ,chemie der organischen ,verbindungen erfuhr durch 99,gay-,lussac99 eine bedeutende ,frderung4 ,fr die ,analyse dieser ,stoffe1 die vor ihm in den ,kinderschuhen stak1 brachte er das ,kupferoxyd als ,verbrennungsmittel in ,anwendung1 whrend seine ,arbeit ber die ,cyanverbindungen ein ,muster fr sptere ,untersuchungen organischer ,krper gewesen ist#ejg4 99,gay-,lussac99 lieferte in dieser ,arbeit den ,nachweis1 da die von 99,scheele99 aus dem gelben ,blutlaugensalz gewonnene ,blausure 7,,hcn7 eine dem ,chlorwasserstoff 7,h,cl7 entsprechende ,hydrosure ist1 in welcher ein aus ,kohlenstoff und ,stickstoff bestehendes ,radikal ,,cn1 das den ,namen ,cyan erhielt1 an die ,stelle von ,chlor tritt4 ,indem er weiter zeigte1 da dieses ,radikal auch in anderen ,verbindungen die ,stelle eines ,elements vertritt1 erffnete er die ,reihe jener ,untersuchungen1 die darauf hinausliefen1 smtliche organischen ,verbindungen auf ,atomgruppen zurckzufhren4 ,dieses ,bestreben hat dann spter seinen ,hhepunkt in der ,forscherttigkeit 99,liebigs99 erreicht1 welcher die organische ,chemie als die ,chemie der zusammengesetzten ,radikale bezeichnete#ejh4 ,auch der ,vorgang der ,grung1 auf den die ,untersuchungen 99,lavoisiers99 das erste ,licht geworfen hatten#eji1 zog 99,gay-,lussac99 in den ,bereich seiner ,forschungen4 ,er wies nach1 da neben ,kohlendioxyd und ,alkohol als wesentliche ,produkte der ,grung ,glyzerin und ,bernsteinsure auftreten4 ,auch versuchte er diesen ,vorgang1 der spter als ein physiologischer aufgefat wurde1 in eine chemische ,gleichung einzukleiden4 ,wie erwhnt1 war 99,gay-,lussac99 aus der cole polytechnique hervorgegangen1 an der er zunchst als ,repetent1 spter 7#ahji7 als ,professor der ,chemie angestellt wurde4 ,gleichzeitig bekleidete er an der ,sorbonne die ,professur fr ,physik4 ,auch im ffentlichen ,leben ,frankreichs nahm 99,gay-,lussac99 eine hervorragende ,stelle ein4 ,er wirkte in zahlreichen1 fr gewerbliche oder ,verwaltungszwecke ernannten ,kommissionen1 in denen er seiner chemischen und physikalischen ,kenntnisse wegen das grte ,ansehen geno1 wurde wiederholt zum ,abgeordneten gewhlt und endlich zum ,pair ernannt4 ,ein nicht vollendetes1 die ,philosophie der ,chemie betiteltes ,werk lie er vor seinem ,tode verbrennen4 ,am #i4 ,mai des ,jahres #ahej starb 99,gay-,lussac994 ,sein ,leben ist reich an wissenschaftlichen1 durch stete ,arbeit erzielten ,erfolgen gewesen4 ,es konnte aber auch in jeder anderen ,hinsicht als vorbildlich gelten4 99,arago991 der in der ,akademie 99,gay-,lussac99 einen ,nachruf widmete1 schlo mit dem schnen ,lobe3 ,er ehrte ,frankreich durch seine moralischen ,eigenschaften und diese ,akademie durch seine ,entdeckungen4 ,sein ,name wird mit ,bewunderung und ,hochachtung in allen ,lndern genannt werden1 in denen man die ,wissenschaften pflegt#eaj4 ,die ,physik der gasfrmigen ,krper wurde vor allem durch ,untersuchungen ber die ,absorption der ,gase durch ,flssigkeiten gefrdert4 ,zunchst fand der englische ,chemiker 99,henry99#eaa1 da die von einer ,flssigkeit absorbierte ,gasmenge proportional dem ,drucke ist1 unter dem die ,absorption erfolgt4 ,voraussetzung ist dabei1 da die ,umstnde im brigen gleich sind und vor allem1 da die ,gase und die ,flssigkeiten nicht chemisch aufeinander wirken#eab4 ,eine ,erweiterung der ,untersuchung 99,henrys99 lieferte 99,dalton99 mit seiner ,abhandlung ber die ,absorption der ,gasarten durch ,wasser und andere ,flssigkeiten#eac4 ,diese ,schrift ist auch dadurch geschichtlich interessant1 da sie die erste ,atomgewichtstabelle enthlt4 99,dalton99 suchte nmlich die verschiedene ,lslichkeit der ,gase aus der von ihm begrndeten ,atomtheorie#ead abzuleiten4 ,als ,kennzeichen1 da ein ,gas von einer ,flssigkeit nur absorbiert und nicht gebunden wird1 galt 99,dalton99 der ,umstand1 da es im ersteren ,fall1 wenn man den ,druck unter ,anwendung der ,luftpumpe aufhebt1 aus der ,flssigkeit wieder entweicht4 99,dalton99 ergnzte 99,henrys99 ,untersuchung dahin1 da er sie auf ,gasgemenge ausdehnte4 ,wurde z4 ,b4 ,wasser1 das von ,luft befreit war1 mit einer ,mischung von zwei oder mehr ,gasarten geschttelt1 so verschluckte es von jeder dieser ,gasarten soviel1 als es von ihnen einzeln bei derselben ,dichtigkeit der ,gasart aufgenommen haben wrde4 ,bei den von 99,dalton99 behaupteten ,gesetzmigkeiten handelt es sich jedoch mitunter um bloe ,annherungen1 zum ,teil auch um ,unrichtigkeiten4 ,zum ,schlu erhebt 99,dalton99 die ,frage nach der ,ursache der fr die verschiedenen ,gase so verschiedenen ,lslichkeit4 ,es ist von hohem ,interesse zu sehen1 wie 99,dalton99 diese ,frage aus seiner ,atomtheorie zu beantworten sucht4 ,er habe gefunden1 da das relative ,gewicht der kleinsten ,teilchen der ,krper sehr verschieden sei4 ,und nun zeige sich1 da diejenigen ,gasarten1 die leichtere ,teilchen besen1 weniger leicht absorbiert wrden4 ,beides mache es wahrscheinlich1 da die ,lslichkeit mit dem ,atomgewicht in einem urschlichen ,zusammenhange stehe4 99,dalton99 war auch einer der ersten1 der ,messungen ber die ,spannkraft der ,gase und der ,dmpfe anstellte4 ,so fand er1 da die ,spannkraft der feuchten ,luft gleich derjenigen der trockenen vermehrt um die ,spannkraft des beigemengten ,wasserdampfes ist4 ,auch diese ,untersuchung dehnte 99,dalton99 auf ,gasgemenge aus4 ,er bemerkte1 da ,gase sich miteinander vollkommen mischen1 auch wenn ein leichtes ,gas sich ber einem schwereren befindet 7,diffusion74 ,dann zeigte er1 da der ,druck eines ,gasgemisches1 auf das gleiche ,volumen bezogen1 der ,summe der von den einzelnen ,bestandteilen ausgebten ,spannungen gleich ist4 ,voraussetzung ist auch hier wieder1 da nur eine physikalische ,mischung und keine chemische ,verbindung stattgefunden hat4 ,endlich suchte 99,dalton99 zu bestimmen1 wie die ,spannkraft gesttigter ,dmpfe von der ,temperatur abhngt4 ,sein ,verfahren ist noch heute im ,gebrauch4 ,er brachte die in ,dampf zu verwandelnde ,flssigkeit in den leeren ,raum ber dem ,quecksilber eines ,barometers4 ,dann wurde das ,barometer in eine ,glasrhre eingeschlossen und darin durch erwrmtes ,wasser auf den gewnschten ,wrmegrad gebracht4 ,die ,spannung der entwickelten ,dmpfe wurde durch das ,herabsinken der ,quecksilbersule gemessen4 berstieg die ,spannung den ,druck einer ,atmosphre1 so benutzte 99,dalton99 eine ,rhre mit einem krzeren geschlossenen und einem lngeren offenen ,schenkel1 wie sie 99,mariotte99 zum ,nachweis des von ihm und 99,boyle99 entdeckten ,gesetzes gebraucht hatte4 ,die ,flssigkeit1 deren ,dampfspannung gemessen werden sollte1 wurde in dem krzeren geschlossenen ,schenkel erhitzt1 whrend in dem lngeren die ,spannung durch die von dem ,dampf getragene ,quecksilbersule gemessen wurde4 ,auf groe ,genauigkeit konnten die ersten auf diesem ,gebiete unternommenen ,untersuchungen zwar keinen ,anspruch machen4 ,sie verdienen aber doch ,erwhnung1 weil sie die ,grundgedanken aufweisen1 die spter zu exakteren ,messungen gefhrt haben4 ,am genauesten hat 99,dalton99 die ,beziehung zwischen der ,temperatur und der ,spannung des gesttigten ,wasserdampfes ermittelt4 ,er stellte seine ,messungen innerhalb der weiten ,grenzen von -#dj bis #cbe ,fahrenheit an und glaubte auch den ,zusammenhang von ,temperatur und ,spannung auf eine geometrische ,reihe zurckfhren zu knnen4 ,es hat sich jedoch ergeben1 da ein einfacher mathematischer ,ausdruck fr die hier obwaltende ,beziehung nicht vorhanden ist4 99,lavoisier99 hatte den ,satz aufgestellt1 da der ,sauerstoff das ,sure bildende ,prinzip sei und da in den ,salzen wie in den ,suren dieses ,element nie fehle4 99,lavoisiers99 ,theorie der ,sauerstoffsuren fand zu ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts besonders in 99,berzelius99 einen ,verteidiger4 ,durch ihn wurde das dualistische1 auf die ,ergebnisse der ,elektrolyse sich sttzende ,system der chemischen ,verbindungen ins ,leben gerufen4 ,nach dieser ,auffassung erhielt z4 ,b4 schwefelsaures ,zink die ,formel ,zn,o 4 ,,so#c1 - welche andeuten sollte1 da diese ,verbindung aus der ,basis ,zn,o als positivem und der ,schwefelsure ,,so#c als negativem ,bestandteil zusammengesetzt sei4 ,was wir heute als ,sure bezeichnen und als einheitliche ,verbindung betrachten1 wurde als ,surehydrat aufgefat1 z4 ,b4 galt die ,schwefelsure 7,h#b,,so#d7 als die ,vereinigung des negativen ,bestandteils ,,so#c mit dem schwach elektropositiven ,wasser 7,,so#c 4 ,h#b,o74 - ,letzterem wurde eine ,doppelnatur beigelegt1 da es den stark positiven ,metalloxyden gegenber in die ,bildung von basischen ,hydraten als negativer ,bestandteil eingeht 7,cu,o ,h#b,o ,cu,o 4 ,h#b,o74 - ,der erste1 der 99,lavoisiers99 ,lehre erschtterte1 war sein groer ,zeitgenosse 99,berthollet994 ,er entdeckte1 da die ,blausure 7,,hcn7 und auch der ,schwefelwasserstoff 7,h#b,s7 ausgesprochen die ,eigenschaften von ,suren besitzen und dennoch keinen ,sauerstoff enthalten4 99,berthollet99 htte diesen ,verbindungen die ,salzsure 7,h,cl7 hinzufgen knnen1 wenn er nicht das ,chlor als eine ,sauerstoffverbindung betrachtet htte#eae4 ,fr diesen die ,chemie ,jahrzehnte beherrschenden ,irrtum brachte er sogar eine vermeintliche ,sttze in der von ihm unrichtig gedeuteten ,beobachtung bei1 da sich aus einer ,chlorlsung im ,lichte ,sauerstoff entwickelt4 99,berthollet99 schlo nmlich daraus1 da das ,chlor als hhere ,oxydationsstufe dabei in die vermeintlich weniger ,sauerstoff enthaltende ,salzsure und ,sauerstoff zerfallen sei1 whrend doch der ,vorgang sich tatschlich als eine ,zerlegung des ,wassers darstellt 7#b ,cl ,h#b,o #b ,h,cl ,o74 ,als dritte ,oxydationsstufe betrachtete man die sehr sauerstoffhaltige ,verbindung1 die wir heute als ,chlorsure bezeichnen4 ,die erste groe ,umgestaltung1 welche das ,system 99,lavoisiers99 erfuhr1 ging von 99,davy99 aus4 ,dieser hatte gefunden1 da das ,salzsuregas durch das von ihm entdeckte ,kalium unter ,entwicklung von ,wasserstoff zersetzt wird4 ,dabei entstand ,chlorkalium4 ,weiter zeigte 99,davy991 da aus ,chlor nicht ,salzsure durch ,entziehung von ,sauerstoff entsteht1 sondern da sich die ,salzsure aus ,chlor nur bildet1 wenn dieses ,element auf ,wasserstoff oder auf eine ,wasserstoff enthaltende ,verbindung wirkt4 ,diese ,tatsachen fhrten 99,davy99 zu der ,annahme1 da das ,chlor ein ,element sei und die ,salzsure in einer ,verbindung von ,chlor mit ,wasserstoff1 die ,salze der ,salzsure aber in einer ,verbindung von ,chlor mit den betreffenden ,metallen bestehen4 ,bald darauf wies 99,gay-,lussac99 ein vllig analoges ,verhalten fr das ,jod und den ,jodwasserstoff nach4 99,gay-,lussac99 fhrte1 nachdem er auch fr die ,blausure dargetan hatte1 da der ,sauerstoff an ihrer ,zusammensetzung nicht beteiligt ist1 fr die der ,salzsure entsprechend zusammengesetzten ,suren die ,bezeichnung ,wasserstoffsuren ein4 ,hartnckig wurde an der alten ,lehre von einem ,teile der ,chemiker1 an deren ,spitze 99,berzelius99 stand1 festgehalten4 ,endlich um #ahbj gab dieser seinen ,widerstand auf1 weil die ,annahme1 da in den ,halogenen und ihren ,salzen doch ein1 wenn auch experimentell nicht nachweisbarer ,sauerstoffgehalt vorhanden sei1 doch zu willkrlich und geknstelt schien4 99,gay-,lussac99 hatte dem ,chlor als analoges ,element das ,jod zur ,seite gestellt4 ,im ,jahre #ahbf entdeckte 99,balard99 das ,brom in der ,mutterlauge des ,meerwassers4 ,er stellte sofort eine ausgedehnte ,untersuchung dieses ,elementes an und erkannte1 da es dem ,chlor und ,jod vollkommen analog sei4 ,da auch das ,fluor in diese ,gruppe gehrt und ,fluorwasserstoff 7,flusure7 dem ,chlorwasserstoff entsprechend zusammengesetzt ist1 sprach zuerst 99,ampre99 aus4 ,die ,bemhungen1 das ,fluor zu isolieren1 hatten der auerordentlichen ,affinitt dieses ,elementes wegen zunchst keinen ,erfolg4 ,dieser ,versuch1 um den sich sowohl 99,davy99 als 99,gay-,lussac99 vergeblich abmhten1 gelang erst 99,moissan99 durch eine passend ausgefhrte elektrolytische ,zersetzung der ,flusure4 ,immerhin ist die ,erkenntnis der vier ,halogene als einer scharf charakterisierten ,gruppe von ,elementen schon whrend der ersten ,jahrzehnte des #ai4 ,jahrhunderts erfolgt4 ,die ,erforschung ihrer ,glieder ist fr die weitere ,entwicklung der theoretischen nicht minder als der technischen ,chemie von groer ,bedeutung gewesen4 #bj4 ,fortschritte in der ,anwendung der ,mathematik auf die ,naturwissenschaften4 ,eine hnliche ,frderung und ,durchdringung1 wie sie die ,physik und die ,chemie vor allem durch 99,gay-,lussac99 erfuhr1 vollzog sich zwischen der ,physik und der ,mathematik besonders durch 99,gau994 99,carl ,friedrich ,gau99 wurde am #cj4 ,april #aggg in ,braunschweig geboren4 ,sein ,vater war ,baumeister und ,kassenverwalter4 ,er wird als ein sehr ttiger und willensstarker ,mann geschildert4 ,die ,mutter war fleiig und sorgsam4 ,sie entstammte gleich dem ,vater einer einfachen ,handwerkerfamilie4 ,trotz aller vortrefflichen ,eigenschaften gelang es den ,eltern des frhreifen ,knaben nicht1 zu einigem ,wohlstand zu gelangen4 99,gau99 htte daher nicht die ,gelehrtenlaufbahn einschlagen knnen1 wenn ihm nicht von seinem #ad4 ,lebensjahre ab die ,untersttzung seines ,landesfrsten1 des ,herzogs ,ferdinand von ,braunschweig1 zu ,teil geworden wre4 ,nachdem er das ,gymnasium seiner ,vaterstadt und das dortige ,collegium ,carolinum besucht hatte1 bezog er im ,jahre #agie die ,universitt ,gttingen4 ,ihr ist 99,gau99 trotz aller aus ,berlin und ,petersburg an ihn herantretenden ,verlockungen bis an sein ,lebensende treugeblieben4 ,seine ,lehrmeister waren vor allem die ,werke von 99,newton991 99,euler99 und 99,lagrange994 ,in seine von #agie bis #agih dauernde ,studienzeit fallen schon einige hervorragende mathematische ,entdeckungen4 ,so fand er bei seiner ,beschftigung mit der ,kreisteilung1 kaum #ah ,jahre alt1 die ,konstruktion des regelmigen ,siebzehnecks4 ,er lste damit ein ,problem1 das den ,mathematikern seit den ,zeiten 99,euklids99 ,schwierigkeiten bereitet hatte4 ,eine hnliche ,bereicherung erfuhr die ,algebra durch seine #agii erschienene ,abhandlung ber die ,zerlegung ganzer algebraischer ,funktionen in reelle ,faktoren ersten oder zweiten ,grades#eaf4 ,es handelte sich um den ,beweis1 da jede ,gleichung m ten ,grades1 also ein ,ausdruck von der ,form3 ,xm ,axm-#a ,bxm-#b 4444 ,m #j stets m ,wurzeln besitzt1 oder da sie1 was dasselbe bedeutet1 in m ,faktoren 7x - 71 7x - 71 7x - 7 usw4 zerlegt werden kann1 deren ,produkt der linken ,seite des obigen ,ausdrucks gleich ist4 ,dieser wichtigste ,satz der ,theorie der algebraischen ,gleichungen1 auf dem die ganze hhere ,algebra beruht1 hatte zwar schon 99d',alembert991 99,euler99 und andere ,mathematiker beschftigt4 ,der vollkommen strenge ,beweis gelang indes erst 99,gau994 ,zwei ,jahre spter folgte das arithmetische ,hauptwerk des groen ,mathematikers1 die ,disquisitiones arithmeticae 7#ahja74 ,dies ,werk1 das er seinem hohen ,gnner1 dem ,herzog ,ferdinand von ,braunschweig widmete1 besitzt fr die ,zahlentheorie eine geradezu grundlegende ,bedeutung4 ,einige ,abschnitte der ,disquisitiones wurden neuerdings in deutscher bersetzung herausgegeben#eag4 ,in demselben ,jahre1 in welchem die ,disquisitiones erschienen1 wurde das unvergleichliche ,genie eines 99,gau99 auf das astronomische ,gebiet gelenkt4 ,am #a4 ,januar #ahja hatte 99,piazzi99 den ersten ,planetoiden entdeckt1 den er ,ceres nannte4 99,piazzi99 verfolgte das neue ,gestirn durch einen ,bogen von #i ,graden4 ,dann verschwand es in der ,abenddmmerung1 und es war sehr fraglich1 ob man es bei der mangelhaften ,kenntnis seiner ,bahnelemente wieder auffinden werde4 99,gau99 hrte von dem ,problem1 und da er sich gerade mit theoretisch-astronomischen ,untersuchungen befate1 so berechnete er die ,bahn des neuen ,planeten nach einer von ihm herrhrenden ,methode und sandte sein ,ergebnis an eine astronomische ,zeitschrift1 welche als ,sammelstelle#eah alle ihr eingesandten1 die ,ceres betreffenden ,berechnungen verffentlichte4 ,es war nmlich sehr wichtig1 die ,ephemeride dieses ,planeten fr den ,zeitpunkt zu kennen1 wenn man seinen ,wiederhervortritt aus den ,strahlen der ,sonne erwarten durfte4 ,die ,ephemeride von 99,gau99 wurde mit dem wenig schmeichelhaften ,zusatz verffentlicht1 da die ,redaktion auch ihren ,abdruck fr geboten halte1 weil man eben nicht wissen knne1 welche ,berechnung die richtige sei4 ,man kann sich die berraschung ausmalen1 als die ,ceres gerade auf ,grund der ,ephemeride von 99,gau991 der den ,astronomen noch ganz unbekannt war1 wieder aufgefunden wurde4 ,jetzt galt es1 die ,bahnelemente dieses ,planeten zu berichtigen4 ,und wieder war es 99,gau991 der nach jedem ,bekanntwerden neuer ,daten verbesserte ,bahnelemente an jene astronomische ,zeitschrift einsandte4 ,gewi nicht ohne das ,gefhl einer gewissen ,beschmung bemerkte die ,redaktion schlielich1 99,gau99 msse eine vllig neue ,methode besitzen1 die ihm dasjenige1 wozu sonst eine umfangreiche ,rechnung ntig sei1 in wenigen ,zgen liefere4 ,diesmal hatte man das ,richtige getroffen4 ,einmal befand sich 99,gau99 schon damals im ,besitze seiner ,methode der kleinsten ,quadrate1 die es ihm ermglichte1 in einer ,reihe von ,beobachtungen den der ,wahrheit am nchsten kommenden ,wert zu berechnen4 ,ferner hatte er auch neue astronomische ,methoden gefunden1 die es ihm gestatteten1 innerhalb einer ,stunde eine ,bahnberechnung auszufhren1 zu welcher 99,euler99 noch drei ,tage gebraucht hatte#eai4 ,zur ,verffentlichung dieser neuen ,methoden schritt 99,gau99 erst1 nachdem er 7#ahjg7 zum ,professor der ,mathematik und zum ,leiter der ,sternwarte in ,gttingen ernannt war4 ,die ,verffentlichung erfolgte unter dem ,titel3 ,theoria motus corporum coelestium in sectionibus conicis ,solem ambientium4 ,eine deutsche ,bearbeitung dieses ,fundamentalwerkes1 das 99,gau99 brigens ursprnglich in deutscher ,sprache abgefat hat1 erschien erst #ahfeebj4 ,mit der ,verffentlichung der ,theoria motus begann fr die rechnende ,astronomie ein neues ,zeitalter4 ,man verlie allgemein die lteren ,methoden1 um diejenigen von 99,gau99 in ,gebrauch zu nehmen4 ,in der ,theoria motus gab 99,gau99 auch seine ,methode der kleinsten ,quadrate bekannt1 in deren ,besitz er sich schon1 wie er selbst angab1 seit #agie befand4 ,inzwischen war auch 99,lgendre99 auf die gleiche ,methode gekommen4 ,er hat sie #ahjf in den ,worten ausgesprochen#eba3 ,sind durch ,beobachtungen mehr ,gleichungen gegeben1 als ,unbekannte zu bestimmen sind1 so sind die richtigsten ,werte der letzteren diejenigen1 fr welche die ,summe der ,fehlerquadrate ein ,minimum ist4 ,von franzsischer ,seite wurden deshalb ,priorittsansprche hinsichtlich dieser ,methode erhoben und1 wenn das ,datum der ,verffentlichung allein darber zu entscheiden htte1 gewi mit ,recht4 99,gau99 gebhrt indessen auer der selbstndigen und seinen eigenen ,angaben nach viel frheren ,entdeckung das ,verdienst1 da er es war1 der diese ,methode in einem fundamentalen ,werke#ebb wissenschaftlich begrndete und die ,begriffe schuf1 auf denen alle neueren ,arbeiten ber diese ,methode beruhen4 ,von hervorragender ,wichtigkeit sind die ,abschnitte der ,disquisitiones1 welche die ,rechnung mit ,determinanten betreffen#ebc4 ,die ersten ,anfnge dieses wichtigen ,hilfsmittels der neueren ,mathematik finden sich schon bei 99,leibniz994 99,leibniz99 machte zuerst darauf aufmerksam1 da die ,kombinationslehre der ,algebra bei der ,auflsung von ,gleichungen wertvolle ,dienste zu leisten vermge4 ,der eigentliche ,begrnder der ,determinantenlehre war 99,cramer994 ,er verffentlichte #agej eine neue ,methode1 um mit ,hilfe der ,permutationsrechnung n ,gleichungen ersten ,grades mit n ,unbekannten aufzulsen4 99,laplace991 sowie 99,lagrange99 knpften an diese ,arbeit weitere ,untersuchungen an4 ,der bedeutendste ,fortschritt auf dem neu erschlossenen ,gebiete erfolgte jedoch durch 99,gau994 ,von ihm rhrt auch der ,ausdruck ,determinante her4 ,die neueste ,entwicklung der ,determinantenlehre knpft an 99,jacobi99 an1 doch mssen wir uns auf die bloe ,erwhnung seiner ,abhandlungen ber diesen ,gegenstand beschrnken#ebd4 ,unter den spteren mathematischen ,arbeiten von 99,gau99 sind besonders zwei1 wenn auch in aller ,krze1 zu bercksichtigen1 weil sie sich mit physikalischen ,problemen befassen4 ,es sind dies eine ,abhandlung ber die ,gestalt von ,flssigkeiten und ein grundlegender ,beitrag zur ,entwicklung der fr die neuere mathematische ,physik so wichtigen ,potentialtheorie4 ,die ,theorie der ,flssigkeiten hatte 99,laplace99 in einem ,anhange zu seiner ,mcanique cleste behandelt4 ,er hatte angenommen1 da zwischen den ,flssigkeitsteilen auer der gewhnlichen ,anziehung1 welche dem ,quadrate des ,abstandes umgekehrt proportional ist1 noch andere anziehende ,krfte wirken4 ,dieser zweite ,teil der ,anziehung sei ganz unmerklich1 sobald es sich um mebare1 wenn auch sehr kleine ,abstnde handele4 ,dagegen knne diese zweite1 ,molekularanziehung genannte ,kraft in unmebar kleinen ,entfernungen die gewhnliche ,anziehung bei weitem bertreffen4 99,laplace99 hatte unter dieser ,voraussetzung die ,eigenschaften der ,molekularkrfte der ,rechnung unterworfen und war auf diesem ,wege zu einer ,erklrung der ,kapillaritt1 sowie der ,oberflchenform der ,flssigkeiten gelangt4 ,diese ,untersuchungen#ebe1 welche 99,gau99 zu den schnsten ,bereicherungen zhlte1 welche die ,naturwissenschaften dem groen franzsischen ,mathematiker zu verdanken htten1 waren jedoch in wesentlichen ,punkten unzureichend und unvollstndig geblieben4 99,gau99 suchte deshalb von neuem1 welche ,gleichgewichtsform ,flssigkeiten annehmen1 wenn sie unter dem ,einflu der ,schwere und dem ,einflu der von ihnen selbst und dem ,gefe ausgebten ,molekularkrfte stehen#ebf4 ,er verfuhr dabei wesentlich anders als 99,laplace991 indem er sich1 ausgehend von den ,grundlagen der ,dynamik1 des ,prinzips der virtuellen ,bewegungen bediente4 ,aus der auf diesem ,wege abgeleiteten ,formel vermochte 99,gau99 mit ,leichtigkeit das ,grundphnomen der ,kapillaritt abzuleiten1 da nmlich in zylindrischen ,kapillarrhren die ,senkung oder ,hebung einer ,flssigkeit dem ,durchmesser des ,rohres umgekehrt proportional ist4 ,das zweite der erwhnten mathematischen ,werke zeigt 99,gau99 in engster ,beziehung zu einer ,theorie1 die fr die neuere mathematische ,physik mehr wie jede andere grundlegend geworden ist1 ,es ist die in ihren ,anfngen bis in die siebziger ,jahre des #ah4 ,jahrhunderts zurckreichende ,potentialtheorie4 ,damit der hervorragende ,anteil1 den 99,gau99 an der ,schpfung dieser ,theorie genommen1 gewrdigt werden kann1 ist es ntig1 in aller ,krze auf die ,arbeiten seiner ,vorgnger zurckzugreifen4 ,der ,ausgangspunkt fr die ,entwicklung der erwhnten neuen mathematischen ,disziplin ist 99,newtons99 ,gravitationsgesetz4 ,mit der ,auffindung dieses ,gesetzes war nmlich eine ,reihe von ,problemen gegeben1 die fr die ,weiterentwicklung der ,mathematik eine treibende ,kraft bedeuteten4 ,das ,gravitationsgesetz1 nach welchem die ,anziehung durch den ,ausdruck 7m m'7_/r#b bestimmt ist1 galt zunchst fr zwei materielle ,punkte oder fr zwei materielle ,systeme1 deren ,ausdehnung gegenber der sie trennenden ,entfernung nicht in ,betracht kommt4 ,solche ,systeme lieen sich so betrachten1 als ob ihre ,massen in den beiden ,schwerpunkten vereinigt wren und von diesen ,punkten in der ,richtung der ,verbindungslinie wirkten4 ,sobald man aber die ,krper als materielle ,systeme auffate1 bei denen jeder der unendlich vielen ,teile dem 99,newton99schen ,gesetze gem auf andere materielle ,systeme oder1 um den einfacheren ,fall vorwegzunehmen1 auf einen materiellen ,punkt wirkt1 so war damit eine ,flle von ,problemen1 im wesentlichen mathematischer ,art1 gegeben1 die mit den bisherigen ,hilfsmitteln nicht gelst werden konnten4 ,es bedurfte der ,einfhrung einer fr die ,attraktionsrechnung charakteristischen ,funktion1 die sich auf die ,summe oder das ,integral smtlicher wirkenden ,massenteilchen beziehen mute und die man spter als das ,potential der ,massen bezeichnet hat4 ,vor allem galt es1 die ,anziehung von ,ellipsoiden -- denn mit solchen und nicht mit ,kugeln hatte es die ,astronomie zu tun -- auf einen materiellen ,punkt zu bestimmen4 99,newton99 beharrte auch hier bei seinem synthetisch-geometrischen ,verfahren und fand z4 ,b41 da eine von zwei hnlichen1 konzentrischen ,ellipsoiden begrenzte homogene ,schale auf einen beliebigen1 in ihrem ,innern befindlichen ,punkt keine ,anziehung ausbt4 ,ein ,fortschritt in der ,lsung derartiger ,probleme#ebg erfolgte indessen erst1 als 99,lagrange99 das analytische ,verfahren auf die zahlreichen1 aus dem ,attraktionsgesetz entspringenden ,aufgaben anwandte4 99,lagrange99 suchte einen allgemeinen ,ausdruck fr die ,kraft1 mit der ein beliebig gestalteter ,krper einen beliebig gelegenen ,punkt anzieht4 ,er zeigte1 da die ,anziehung1 die ein aus einzelnen materiellen ,punkten bestehendes ,system ausbt1 sich in ,komponenten zerlegen lt1 die sich als die partiellen ,differentialquotienten einer ,funktion darstellen lassen#ebh4 ,gleichzeitig fhrte er1 um die ,lsung der ,attraktionsaufgaben zu erleichtern1 nach dem ,vorgange 99,bernoullis991 ,polarkoordinaten ein4 ,das ,ergebnis dieser ,bemhungen war1 da 99,lagrange99 die meisten der bis dahin bekannt gewordenen ,stze ber die ,attraktion analytisch zu beweisen vermochte4 ,auf 99,lagrange99 folgt 99,laplace994 ,er wandte die von 99,lagrange99 aufgestellte ,funktion zuerst auf zusammenhngende ,massen an und lste in seiner ,thorie des attractions des sphroides et de la figure des plantes#ebi das vielumworbene ,ellipsenproblem1 indem er die ,anziehung dreiachsiger ,ellipsoide auf einen auerhalb gelegenen ,punkt bestimmte4 99,laplace99 gelangte zu einer ,gleichung fr die zweiten partiellen ,derivierten der von 99,lagrange99 entdeckten und von 99,laplace99 mit dem noch jetzt blichen ,buchstaben ,v bezeichneten ,funktion4 ,dieser noch heute als 99,laplace99sche ,gleichung bezeichnete ,ausdruck lautet3 #b,v_/x#b #b,v_/y#b #b,v_/z#b #j4 ,in ungeahntem ,mae wuchs die ,bedeutung des von 99,lagrange99 und 99,laplace99 geschaffenen ,algorithmus1 als 99,coulomb99 nachgewiesen hatte1 da auch die magnetischen und die elektrischen ,anziehungen dem 99,newton99schen ,gravitationsgesetz entsprechend vor sich gehen4 ,ein ,versuch1 die ,analyse unter ,anwendung des ,potentialbegriffes auf die ,elektrizitt und den ,magnetismus anzuwenden1 rhrt von dem ,englnder 99,green99 7#agic-ahda7 her#ecj4 ,dieser ,versuch datiert vom ,jahre #ahbh4 ,vorangegangen war nur 99,poisson991 der in einer analytischen ,untersuchung die ,verteilung der ,elektrizitt an der ,oberflche leitender ,krper bestimmt und die ,herrschaft der ,analysis auch auf das ,gebiet des ,magnetismus auszudehnen versucht hatte4 ,an diese ,arbeiten 99,poissons99 und an die von 99,laplace99 gewonnene ,differentialgleichung zweiter ,ordnung1 deren ,wichtigkeit fr alle nach dem 99,newton99schen ,gesetze wirkenden ,krfte er erkannte1 knpfte 99,green99 an4 ,ihn beseelte der ,wunsch1 eine ,kraft von solch allgemeiner ,wirksamkeit wie die ,elektrizitt1 soweit wie mglich1 der ,rechnung zu unterwerfen4 ,dazu bediente er sich der ,analysis1 einmal1 um die auerordentliche ,macht dieses wunderbaren ,gedankenwerkzeugs zu offenbaren2 dann aber auch1 um diese ,macht zu vergrern4 99,green99 gebrauchte den ,ausdruck ,potentialfunktion fr jene ,funktion1 die 99,laplace99 mit ,v bezeichnete und die 99,gau99 spter ,potential genannt hat4 ,fast alle anziehenden und abstoenden ,krfte sind nach 99,green99 so geartet1 da folgende ,beziehung stattfindet3 ,wirkt ein ,krper auf einen materiellen ,punkt1 so kann die auf diesen ,punkt in einer gewissen ,richtung wirkende ,kraft durch einen partiellen ,differentialquotienten einer gewissen ,funktion der ,koordinaten1 welche die ,lage des ,punktes im ,raume darstellen1 ausgedrckt werden4 ,die ,betrachtung dieser ,funktion ist fr viele ,untersuchungen von groer ,bedeutung1 deshalb wurde sie von 99,green99 mit einem besonderen ,namen bezeichnet#eca4 99,green99 geht von der 99,laplace99schen ,gleichung #b,v_/x#b #b,v_/y#b #b,v_/z#b #j aus4 ,sie gilt fr jeden auerhalb des ,krpers liegenden ,punkt1 dessen ,koordinaten x1 y1 z sind4 99,green99 fhrt fr diese ,gleichung das krzere ,symbol ,v #j ein und zeigt zunchst1 da fr einen ,punkt im ,innern des ,krpers die ,gleichung ,v #d #j besteht1 ,v somit den ,wert -#d annimmt4 ,dabei ist unter die elektrische ,dichtigkeit im ,punkte p zu verstehen4 ,die 99,laplace99sche ,gleichung fr einen ueren ,punkt stellte sich danach nur als einen speziellen ,fall der neuen ,gleichung ,v #d #j dar1 da fr einen ueren ,punkt #j wird4 ,beim ,durchgange durch die ,oberflche macht somit die ,potentialfunktion einen ,sprung um #d4 ,das ,ergebnis der 99,green99schen ,untersuchung gipfelt darin1 da sich die elektrische ,dichtigkeit aus der ,potentialfunktion und letztere aus jener berechnen lt4 ,nachdem 99,green99 die allgemeinsten ,grundlehren der ,elektrizittstheorie und im ,zusammenhange damit wichtige funktionstheoretische ,stze#ecb entwickelt hatte1 ging er zu einigen besonderen ,fllen ber4 ,die erste ,anwendung betraf die 99,leydener99 ,flasche4 ,es ergab sich folgendes3 ,grenzt man durch eine geschlossene ,kurve ein ,stck der inneren ,belegung ab1 und schneidet man ferner ein korrespondierendes ,stck aus der ueren ,belegung heraus1 indem man lngs der ganzen ,kurve ,normalen errichtet1 so ist die ,summe der ,ladungen auf diesen korrespondierenden ,flchenstcken gleich ,null4 ,die ,flchenstcke haben nmlich gleiche und entgegengesetzte ,ladungen1 die sich gegenseitig genau neutralisieren#ecc4 ,mit den experimentell gefundenen ,tatsachen vollkommen bereinstimmende ,ergebnisse erhielt 99,green99 ferner1 als er seine ,theorie auf die ,influenzerscheinungen anwandte4 99,green99 betrachtet zunchst den ,fall1 da eine vollkommen leitende1 hohle ,schale von irgend welcher ,form und ,dicke der ,wirkung beliebiger1 auerhalb befindlicher1 elektrischer ,krper ausgesetzt ist4 ,in der ,schale wird dann ein elektrischer ,zustand induziert1 dessen ,wirkung auf einen im ,innern befindlichen1 mit ,elektrizitt geladenen ,punkt1 wie 99,green99 berechnet1 gleich ,null ist#ecd4 99,green99 betrachtet dann den ,fall1 da zwei ,kugeln von verschiedenem ,radius durch einen dnnen langen ,draht verbunden werden4 ,er untersucht das ,verhltnis ihrer ,ladungen beim ,gleichgewicht4 ,die ,rechnung ergibt1 da sich die mittleren elektrischen ,dichtigkeiten umgekehrt wie die ,radien der ,kugeln verhalten4 ,lt man den ,radius der einen ,kugel darauf unendlich klein werden1 so hat man den besonderen ,fall der ,spitzenwirkung#ece4 99,greens99 ,arbeit hatte ein merkwrdiges ,schicksal4 ,da 99,green99 in lndlicher ,abgeschiedenheit das ,geschft seines ,vaters verwaltete und der gelehrten ,welt unbekannt blieb1 so wurden seine ,abhandlungen weder in ,england noch auf dem ,festlande beachtet4 ,sie gerieten in ,vergessenheit1 bis die in ihnen enthaltenen wichtigen ,ergebnisse durch 99,gau99 von neuem entdeckt wurden4 ,erst dann lenkte der ,physiker 99,w4 ,thomson991 um seinem ,lande die ,prioritt zu wahren1 die ,aufmerksamkeit auf 99,greens99 ,abhandlungen und verffentlichte die wichtigste von neuem#ecf4 ,eine deutsche bersetzung erschien in 99,ostwalds99 ,klassikern#ecg4 ,die neueste ,entwicklung der ,potentialtheorie als einer selbstndigen mathematischen ,disziplin beginnt im ,jahre #ahdi mit dem ,erscheinen der grundlegenden ,abhandlung von 99,gau99#ech4 ,dem groen ,deutschen gelang es1 nicht nur die wichtigsten von ihm gefundenen ,stze zum ersten ,male streng zu beweisen1 sondern die ,theorie durch neue wichtige ,stze in solchem ,grade zu bereichern1 da sie fr die ,physik und fr die ,funktionenlehre fortan die grte ,bedeutung besa4 99,gau99 entwickelte in jener ,abhandlung allgemeine ,stze1 die sowohl fr die ,gravitation als auch fr die wichtigsten elektrischen und magnetischen ,erscheinungen gelten4 ,in dem ,ausdruck 7mm'7_/r#b bedeuten also m und m' entweder ponderable ,materie oder die ,mengen einer magnetischen oder drittens die ,mengen einer elektrischen ,flssigkeit1 die aufeinander eine1 sei es anziehende1 sei es abstoende ,kraft ausben4 ,ausgeschlossen blieb die ,wirkung des galvanischen ,stromes auf das magnetische ,fluidum1 weil hier die ,kraft nicht in der verbindenden ,geraden wirkt und weil ihre ,strke nicht allein von der ,entfernung1 sondern auch von einem ,winkel abhngt4 ,ausgeschlossen blieb auch die ,wirkung1 welche zwei ,stromelemente aufeinander ausben4 ,und zwar geschah dies wegen der ,abhngigkeit der ,erscheinungen von der ,richtung der ,stromelemente1 die im brigen in der verbindenden ,geraden und dem ,quadrate der ,entfernung umgekehrt proportional aufeinander einwirken4 99,gau99 beschrnkt sich also auf die drei zuerst genannten ,flle und versteht unter ,masse nichts weiter als dasjenige1 wovon ,anziehung oder ,abstoung ausgeht4 ,wirken solche anziehenden oder abstoenden ,krfte m#j1 m'1 m'' usw4 auf denselben ,punkt aus den ,entfernungen r#j1 r'1 r'' usw41 so existiert eine ,funktion ,v1 die gleich der ,summe aller m_/r ist4 ,diese ,funktion nennt 99,gau99 das ,potential der ,massen4 ,es ist1 in ,worten ausgedrckt1 die ,summe aller wirkenden ,massenteilchen1 jedes durch seine ,entfernung von jenem ,punkte dividiert4 ,aus ihr lassen sich die ,komponenten der ganzen auf den ,punkt wirkenden ,kraft ableiten4 ,diese ,kraft p ist gegeben durch den ,ausdruck3 p 77d,v_/x7#b 7,v_/y7#b 7,v_/z7#b74 99,gau99 fhrte darauf einen ,begriff ein1 der in seinen und den spteren ,untersuchungen fr die ,potentialtheorie von der grten ,bedeutung wurde4 ,er dachte sich durch alle ,punkte1 in denen das ,potential ein und denselben ,wert hat1 eine ,flche gelegt4 ,eine solche ,flche scheidet den ,raum1 in welchem das ,potential kleiner ist von demjenigen1 wo es grer ist als der in jener ,flche herrschende ,wert4 ,die ,richtung der ,kraft wird ferner in jedem ,punkte einer solchen ,gleichgewichtsflche gegen die ,flche selbst normal sein4 ,die von 99,gau99 als ,gleichgewichtsflchen bezeichneten ,flchen konstanten ,potentials werden heute als ,niveauflchen und die senkrecht zu einer ,folge solcher ,flchen stehenden ,linien 7die orthogonalen ,trajektorien7 als ,kraftlinien bezeichnet4 99,gau99 zeigte auch1 da fr alle ,punkte des ,raumes1 die auerhalb der wirkenden ,massen liegen1 die 99,laplace99sche ,gleichung gilt4 ,liegt ein ,punkt von der ,dichte k im ,innern des ,krpers1 so ergab sich in bereinstimmung mit 99,green991 da der 99,laplace99sche ,ausdruck die ,form -#dk annimmt4 ,bis dahin bietet 99,gau99 also wenig ,neues1 doch sind seine ,ableitungen bekannter ,stze einfacher und strenger als die frheren4 ,unter den vielen neuen ,stzen1 die 99,gau99 entdeckte1 ist einer der wichtigsten derjenige1 den man den ,satz von der quivalenten ,massentransportation genannt hat4 ,er lautet3 ,anstatt einer beliebigen gegebenen ,massenverteilung ,d1 die entweder blo auf den inneren von einer geschlossenen ,flche ,s begrenzten ,raum beschrnkt ist oder blo auf den ueren ,raum1 lt sich eine ,massenverteilung ,e blo auf die ,flche selbst substituieren4 ,dies hat zur ,folge1 da die ,wirkung von ,e der ,wirkung von ,d gleich wird in allen ,punkten des ueren ,raumes fr den ersten ,fall oder in allen ,punkten des inneren ,raumes fr den zweiten4 ,von diesem ,satze hat 99,gau991 wie wir sogleich des nheren sehen werden1 in seiner berhmten ,abhandlung ber die ,intensitt des ,erdmagnetismus eine ,anwendung gemacht4 ,wir gelangen damit zu einer neuen ,phase in der wissenschaftlichen ,entwicklung des groen ,forschers4 ,durch 99,alexander von ,humboldt99 war 99,gau99 mit dem ,physiker 99,wilhelm ,weber99 bekannt geworden4 ,nachdem 99,gau99 bewirkt hatte1 da 99,weber99 nach ,gttingen berufen wurde1 entstand zwischen beiden ,mnnern ein hnliches ,verhltnis1 wie es spter zwischen 99,kirchhoff99 und 99,bunsen99 geherrscht hat4 99,gau99 und 99,weber99 nahmen gemeinsam1 ihren ,fhigkeiten entsprechend und sich dadurch gegenseitig ergnzend1 ein ,gebiet in ,angriff1 das der wissenschaftlichen ,bearbeitung noch wenig erschlossen war4 ,es war das ,gebiet des ,erdmagnetismus4 ,existierten doch fr diese ,kraft damals weder geeignete ,meapparate1 noch zusammenhngende1 planmig an verschiedenen ,orten angestellte ,beobachtungen4 ,eine nderung wurde erst durch das ,vorgehen von 99,gau99 und 99,weber99 herbeigefhrt4 ,in ,gttingen entstand das erste magnetische ,observatorium4 ,im ,verein mit 99,humboldt99 vermochten 99,gau99 und 99,weber99 nicht nur die deutschen1 sondern auch die auswrtigen ,regierungen fr die ,sache zu gewinnen4 ,infolgedessen wurde ein magnetischer ,verein gegrndet und ein ,netz von ,observatorien1 die smtlich nach dem ,vorbilde der ,gttinger ,anstalt errichtet waren1 ber die ganze ,erde ausgebreitet4 ,die bereinstimmung ging so weit1 da nicht nur mit den ,apparaten und nach den ,angaben von 99,gau99 beobachtet wurde1 sondern da man sich auf allen ,observatorien der ,gttinger ,zeit bediente und smtliche ,beobachtungsergebnisse nach ,gttingen sandte1 wo sie von #ahcf-ahda als ,resultate aus den ,beobachtungen des magnetischen ,vereins verffentlicht wurden4 ,auf diese ,resultate baute 99,gau99 seine allgemeine ,theorie des ,erdmagnetismus#eci auf4 ,es wurde zum ersten ,male das magnetische ,moment der ,erde nach absolutem ,mae bestimmt und fr die ,lehre vom ,erdmagnetismus das geschaffen1 was 99,newton99 in seinen ,prinzipien fr die ,gravitationstheorie geleistet hatte4 ,ferner erschien auf ,grund der vom magnetischen ,verein gesammelten ,beobachtungen im ,jahre #ahdj ein ,atlas des ,erdmagnetismus4 ,die theoretische ,grundlage fr die smtlichen1 ein ,jahrzehnt umfassenden und so viele ,krfte beanspruchenden erdmagnetischen ,untersuchungen hat 99,gau99 in seiner ,abhandlung ber die ,intensitt der erdmagnetischen ,kraft geschaffen4 ,fr die ,messungen selbst schuf er in seinem ,bifilarmagnetometer das geeignetste ,werkzeug4 ,die ,abhandlung erschien im ,jahre #ahcb4 ,sie besitzt nicht nur fr das ,gebiet des ,magnetismus1 sondern1 da sie die ,grundzge des absoluten ,masystems enthlt1 fr die gesamte ,physik eine solch auerordentliche ,bedeutung1 da wir uns etwas eingehender mit ihrem ,inhalt beschftigen mssen#edj4 ,zur vollstndigen ,bestimmung der erdmagnetischen ,kraft an einem gegebenen ,orte sind drei ,elemente erforderlich1 die ,deklination1 die ,inklination und die ,strke 7,intensitt74 ,die grte ,aufmerksamkeit hatte man ihrer ,bedeutung fr die ,schiffahrt wegen der ,deklination geschenkt2 geringere ,beachtung hatte die ,inklination gefunden4 ,auf die ,strke des ,erdmagnetismus als drittes1 zunchst bersehenes ,element1 wurde besonders von 99,alexander v4 ,humboldt99 hingewiesen4 ,dieser hatte auf seinen ,reisen festgestellt1 da ein und dieselbe ,magnetnadel an verschiedenen ,orten schneller oder langsamer schwingt4 ,er hatte daraus geschlossen1 da die ,intensitt der die ,schwingungen veranlassenden erdmagnetischen ,kraft bald grer1 bald geringer sei und im allgemeinen mit der ,annherung gegen die magnetischen ,pole zunehme4 ,das von 99,humboldt99 vorgeschlagene ,verfahren gestattete aber nur relative ,messungen und war auerdem mit manchen ,fehlerquellen behaftet4 ,infolgedessen konnte es auf wissenschaftliche ,zuverlssigkeit keinen ,anspruch machen4 ,die ,anzahl der ,schwingungen1 die eine ,nadel macht1 hngt nmlich nicht nur von der erdmagnetischen ,kraft1 sondern ebensosehr von dem magnetischen ,zustand der ,nadel und endlich auch von dem jeder ,nadel zukommenden ,trgheitsmomente ab4 ,whlte man zu den ,schwingungsversuchen auch dieselbe ,nadel1 um ,verschiedenheiten des ,trgheitsmomentes auszuschlieen1 so konnte doch bei lngeren ,reisen die magnetische ,kraft der ,nadel eine ,schwchung erfahren4 ,dieser ,umstand wrde auch ohne eine ,verminderung der ,kraft des ,erdmagnetismus eine ,verlangsamung der ,schwingungen herbeifhren und zu falschen ,schlssen ,anla geben4 ,endlich lie sich vermuten1 da nicht nur die ,deklination und die ,inklination1 sondern da auch die ,intensitt fr ein und denselben ,ort langsame nderungen erfhrt4 ,offenbar verlor1 sobald es sich um diese ,frage handelte1 das 99,humboldt99sche ,verfahren jede ,gltigkeit4 99,gau99 mute daher1 nachdem er diese ,mngel der vergleichenden ,methode erkannt hatte1 an ihre ,stelle eine neue setzen4 ,und zwar galt es1 sich von den zuflligen ,verschiedenheiten der ,nadeln unabhngig zu machen und die ,intensitt des ,erdmagnetismus auf feststehende ,einheiten zurckzufhren4 99,gau99 verfuhr dabei nach folgenden ,gesichtspunkten4 ,die ,anzahl der ,schwingungen1 die eine ,nadel in einer gegebenen ,zeit ausfhrt1 hngt von drei ,gren ab1 nmlich von der ,strke des ,erdmagnetismus1 von dem ,moment des in der ,nadel enthaltenen freien ,magnetismus und endlich von ihrem ,trgheitsmomente4 ,besa der schwingende ,krper eine bestimmte ,form und war er in seiner ,masse berall von gleicher ,beschaffenheit1 so lie sich das ,trgheitsmoment nach bekannten ,methoden berechnen4 99,gau99 zog es jedoch vor1 das ,trgheitsmoment auf empirischem ,wege zu bestimmen4 ,und zwar geschah dies1 indem er die ,nadel unter der ,wirkung ein und derselben ,kraft einmal im belasteten und dann im unbelasteten ,zustande schwingen lie4 ,die ,verzgerung in der ,schwingungsdauer1 welche eine bekannte ,last in einer bestimmten ,entfernung von der ,achse hervorrief1 gab ihm ein ,mittel an die ,hand1 das ,trgheitsmoment der ,nadel aufs genaueste zu bestimmen1 auch wenn diese mit einer verwickelten ,zurstung1 z4 ,b4 einem ,spiegel zum ,ablesen der ,schwingungen1 versehen war4 ,grere ,schwierigkeiten bot die ,bestimmung des magnetischen ,moments der ,nadel4 ,sie lieen sich nur durch die ,einfhrung des absoluten ,masystems bewltigen4 99,gau99 bediente sich hierbei der bekannten ,vorstellung von den magnetischen ,flssigkeiten4 ,der hypothetische ,charakter einer solchen ,annahme hatte auf den ,gang und die ,ergebnisse seiner ,untersuchung keinen ,einflu4 ,die magnetischen ,flssigkeiten lassen sich nur an ihren ,wirkungen erkennen und messen4 ,diese ,wirkungen sind bewegende ,krfte1 die einer bestimmten ,masse eine gewisse ,beschleunigung erteilen4 ,als ,grundeinheiten fr ,lnge1 ,masse und ,zeit whlte 99,gau99 das ,millimeter1 das ,milligramm und die ,sekunde#eda4 99,gau99 dehnte das fr die ,mechanik auf solche ,grundeinheiten schon vor ihm aufgebaute ,system zum ersten ,male auf magnetische ,messungen aus4 ,er tat dies1 indem er als ,einheit der magnetischen ,flssigkeit diejenige ,menge definierte1 deren abstoende ,wirkung auf eine andere1 ihr gleiche1 in der ,einheit der ,entfernung befindliche ,menge magnetischer ,flssigkeit gleich #a ist1 d4 h4 gleich der ,wirkung der beschleunigenden ,kraft #a auf die ,masse #a4 ,sind die ,magnetismen verschiedenartig1 so tritt unter im brigen gleichen ,verhltnissen an ,stelle der ,abstoung eine gleich groe ,anziehung4 ,da fr diese ,wirkungen der von 99,coulomb99 gefundene ,ausdruck 7mm'7_/r#b gilt1 wurde von 99,gau99 zunchst vorausgesetzt1 spter aber durch seine ,beobachtungen selbst besttigt4 ,fr die ,beurteilung des magnetischen ,zustandes der ,nadel war das von 99,gau99 in seinen allgemeinen ,lehrstzen bewiesene ,theorem der ,massentransportation#edb ausschlaggebend4 ,es lautet in seiner ,anwendung auf das in ,frage stehende ,gebiet3 ,wie auch immer die ,verteilung des freien ,magnetismus innerhalb eines ,krpers sich verhalten mag1 stets kann man an deren ,stelle eine andere ,verteilung an der ,oberflche des ,krpers setzen1 die auf ein auerhalb gelegenes ,element magnetischer ,flssigkeit vollstndig dieselben ,krfte ausbt wie jene vorhandene ,verteilung4 ,es galt1 nach der ,festsetzung der magnetischen ,einheit die ,intensitt des ,erdmagnetismus durch diejenige bewegende ,kraft auszudrcken1 welche der ,erdmagnetismus auf jene ,einheit ausbt4 ,man konnte sich dabei auf die ,bestimmung der ,horizontalintensitt beschrnken4 ,dividierte man diese durch den ,cosinus der ,inklination1 so erhielt man den gesuchten vollen ,wert fr die ,kraft des ,erdmagnetismus4 ,zu seinem ,ziele gelangte 99,gau99 durch folgenden ,kunstgriff3 ,er verglich#edc die ,wirkung des ,erdmagnetismus auf eine bewegliche ,nadel mit derjenigen ,wirkung1 die eine zweite ,nadel auf die erste im ,zustande der ,bewegung oder im ,zustande des ,gleichgewichts hervorruft4 ,als ,wert der ,intensitt der horizontalen magnetischen ,kraft ergab sich z4 ,b4 fr ,gttingen und fr den #ah4 ,september des ,jahres #ahcb ,t #a1ghba4 ,das bedeutet in ,worten3 ,sie war fr einen mit der ,einheit des freien ,magnetismus versehenen ,magnetstab gleich dem ,drucke1 den #a1ghba ,krafteinheiten an einem ,hebelarme von einem ,millimeter ,lnge bewirken4 ,unter ,krafteinheit ist nach dem von 99,gau99 aufgestellten absoluten ,masystem diejenige ,kraft zu verstehen1 welche der ,masse eines ,milligramms in der ,sekunde die ,geschwindigkeit von einem ,millimeter erteilt4 ,um die ganze ,intensitt zu finden1 war der gefundene ,wert von #a1ghba ,krafteinheiten noch durch den ,cosinus der ,inklination zu dividieren4 ,letztere betrug im ,sommer des ,jahres #ahcb in ,gttingen #fhbb'eb''4 ,die auf ,anregung von 99,gau99 und 99,weber99 ber alle ,erdteile ausgedehnten ,messungen der erdmagnetischen ,kraft lieferten das allgemeine ,ergebnis1 da diese ,kraft mit der ,annherung gegen die ,pole zunimmt und in der ,nhe der magnetischen ,pole etwa #a1emal so gro ist wie am magnetischen quator4 ,auch zeigte sich1 wie zu erwarten war1 da die ,intensitt an ein und demselben ,orte wie die ,deklination und die ,inklination tglichen und skularen ,schwankungen unterworfen ist4 ,mit ,recht sagt 99,gau99 am ,schlusse seiner ,abhandlung1 indem er die 99,ampre99sche ,theorie des ,magnetismus streift1 welche ,auffassung man auch knftig von den magnetischen ,erscheinungen hegen werde1 sie msse zu demselben ,ergebnis fhren1 zu dem er mit ,hilfe der ,theorie von den magnetischen ,flssigkeiten gelangt sei4 ,was auf ,grund dieser ,theorie1 mit diesen ,worten schliet er1 in der vorliegenden ,abhandlung entwickelt wurde1 kann nur in der ,form1 nicht aber im ,wesen gendert werden4 ,ein ,wort sei noch den technischen ,schwierigkeiten gewidmet1 die 99,gau99 und 99,weber99 bei der ,durchfhrung ihrer erdmagnetischen ,messungen zu berwinden hatten4 ,vor allem muten sich ihre ,bemhungen darauf richten1 da sie die ,schwingungszeiten und die ,richtungen der ,nadeln weit genauer bestimmten1 als es bisher geschehen war4 ,sie erfanden daher die bei erdmagnetischen ,messungen zuerst erprobte ,methode der ,winkelmessung mit ,spiegel1 ,skala und ,fernrohr1 eine ,methode1 welche fr die moderne ,beobachtungskunst von bleibendem1 unvergleichlich hohem ,wert geworden ist4 ,ferner galt es1 die zur ,anwendung kommenden ,meapparate vor jedem ,luftzug und vor allem vor der ,einwirkung von ,eisen zu schtzen4 ,bei dem ,bau von magnetischen ,observatorien wurde deshalb dem ,vorschlag von 99,gau99 und 99,weber99 entsprochen und jede ,verwendung von ,eisen ausgeschlossen4 ,auf diese ,weise gelang es ihnen1 ihren ,messungen1 wie 99,gau99 sich ausdrckt1 die ,schrfe astronomischer ,beobachtungen zu geben4 ,endlich sei noch einiges ber den von 99,gau99 fr die ,ausfhrung seiner ,versuche geschaffenen ,apparat1 das ,magnetometer1 gesagt4 ,es besteht aus einem hngenden ,magnetstabe 7s4 ,abb4 #eg7 und einem ,fernrohr zum ,beobachten der ,schwingungen4 ,der ,magnetstab ist mit einem ,spiegel 7a7 versehen1 der genau senkrecht zur ,achse angebracht ist4 ,dem ,spiegel gegenber befindet sich in einiger ,entfernung von dem ,magneten das ,fernrohr1 dessen optische ,achse gegen die ,mitte des ,spiegels gerichtet ist4 ,unter dem ,fernrohr ist eine ,skala 7,,ss7 angebracht4 ,sie bildet mit dem magnetischen ,meridian einen rechten ,winkel1 ist also parallel zum horizontalen ,durchmesser des ,spiegels gerichtet4 ,der ,mittelpunkt jener ,skala und die optische ,achse des ,fernrohrs liegen in derselben ,vertikalebene4 ,die ,skala ist ferner so angebracht1 da ihre ,teilpunkte durch den ,spiegel in das ,fernrohr geworfen werden4 ,illustration3 ,abb4 #eg4 ,das von 99,gau99 zum ,messen der erdmagnetischen ,kraft erfundene ,magnetometer4 ,der ,gebrauch dieses ,apparates ist hiernach leicht verstndlich4 ,man versetzt den ,magneten durch ,annherung eines zweiten ,magneten in kleine ,schwingungen4 ,in dem ,fernrohr erscheinen dann nacheinander die ,teilstriche der ,skala4 ,die ,dauer einer ,schwingung ergibt sich1 wenn man die ,zeit bestimmt1 die bis zum ,wiedererscheinen eines bestimmten ,teilstrichs im ,fadenkreuz des ,fernrohrs verfliet4 ,neben der ,astronomie und der ,physik gibt es noch ein drittes ,gebiet1 welches durch das mathematische ,genie von 99,gau99 in hohem ,grade gefrdert wurde4 ,es ist die der ,astronomie so nahe verwandte ,geodsie4 99,gau99 wurde dieser ,wissenschaft durch folgende ,veranlassung zugefhrt4 ,der ihm befreundete dnische ,astronom 99,schumacher99 7#aghj in ,holstein geboren1 also der ,stammeszugehrigkeit nach ein ,deutscher7 hatte im ,auftrage seiner ,regierung eine ,triangulation von ,schleswig-,holstein vorgenommen4 ,man beschlo nun in ,hannover die ,fortsetzung dieses ,unternehmens von ,altona bis zu den sdlichen ,grenzen des ,knigreiches und beauftragte 99,gau99 mit der ,ausfhrung dieser gewaltigen1 den ,zeitraum von #bd ,jahren in ,anspruch nehmenden ,arbeit1 der sich 99,gau99 von #ahba-ahbg fast ausschlielich widmete4 ,das ,ergebnis war ein ,verzeichnis von nicht weniger als #begh festgelegten ,punkten4 ,wichtiger als dieser praktische1 nur einem kleinen ,lande erwiesene ,dienst war die ,frderung1 welche die ,geodsie durch die mit dieser ,vermessung verknpfte ,bereicherung an neuen ,methoden erfuhr4 99,gau99 selbst bemerkt in dieser ,hinsicht1 da er nicht nur in bezug auf die ,art1 wie die ,messungen angestellt wurden1 sondern noch mehr in bezug auf ihre nachherige ,verarbeitung und mathematische ,behandlung ,wege eingeschlagen habe1 die von den sonst gebruchlichen erheblich abwichen#edd4 ,zunchst ist hervorzuheben1 da 99,gau99 seine ,methode der kleinsten ,quadrate fr geodtische ,zwecke in die ,form brachte1 in der sie seitdem in der ,geodsie allgemein angewandt wird4 ,mit den ,aufgaben der hheren ,geodsie hngen zwei wichtige mathematische ,abhandlungen zusammen1 die 99,gau99 in den zwanziger ,jahren des #ai4 ,jahrhunderts verffentlichte4 ,die erste dieser ,abhandlungen steht mit der ,kartenprojektion in enger ,beziehung4 ,sie wurde durch eine von der kniglichen ,gesellschaft der ,wissenschaften zu ,kopenhagen im ,jahre #ahbb gestellte ,preisaufgabe veranlat und enthlt die allgemeine ,lsung folgender ,aufgabe3 ,die ,teile einer gegebenen ,flche sind auf einer anderen gegebenen ,flche so abzubilden1 da die ,abbildung dem ,abgebildeten in den kleinsten ,teilen hnlich wird4 ,diese fr die ,kartographie grundlegende ,aufgabe hatte sich schon 99,lambert99 gestellt#ede4 ,er hatte sich jedoch auf die ,kugeloberflche und die ,ebene beschrnkt und eine allgemeine ,lsung nicht zu geben vermocht4 ,sie blieb den groen ,mathematikern 99,lagrange99 und 99,gau99 vorbehalten#edf4 ,die geforderte ,art der ,abbildung hat 99,gau99 als konform 7neuerdings sagt man winkeltreu7 bezeichnet4 ,nachdem 99,gau99 die allgemeine ,auflsung des ,problems gegeben1 betrachtet er einige besondere ,flle4 ,er untersucht die konforme ,abbildung von ebenen ,flchenstcken aufeinander und zeigt1 wie man eine ,karte1 die in den ,einzelheiten gut1 im ganzen aber etwas verzerrt ist1 in eine bessere verwandeln kann1 wenn man die richtige ,lage einer ,anzahl von ,punkten kennt4 ,es folgen die ,darstellung eines ,kegels1 einer ,kugel und eines ,rotationsellipsoids in der ,ebene4 ,den ,schlu bildet die ,darstellung des ,rotationsellipsoids auf einer ,kugelflche4 ,durch diese ,ableitungen von konformen ,abbildungen wurden die umstndlichen ,rechnungen auf dem ,erdsphroid weit einfacher gestaltet als es bei den bisherigen ,methoden mglich war4 ,in einem1 wenn auch weniger engen ,zusammenhange mit den ,aufgaben der hheren ,geodsie steht die von 99,gau99 im ,jahre #ahbg herausgegebene ,flchentheorie#edg4 99,gau99 beschftigt sich in dieser ,abhandlung besonders mit der ,krmmung der ,flchen4 ,er fhrt vor allem den ,begriff des ,krmmungsmaes ein1 indem er die ,teile der krummen ,flche mit dem entsprechenden ,oberflchenstck einer festen ,hilfskugel vergleicht4 ,es ist leicht ersichtlich1 da letzteres ,stck um so kleiner sein wird1 je weniger das entsprechende ,stck der krummen ,flche von der ,ebene abweicht4 ,auer dem ,krmmungsma betrachtet 99,gau99 in der erwhnten ,abhandlung die ,konstruktion von ,figuren auf krummen ,flchen1 die ,winkel und den ,flcheninhalt solcher ,figuren1 die ,verbindung von ,flchenpunkten durch krzeste ,linien usw41 alles ,aufgaben1 die fr die ,geodsie von der grten ,bedeutung sind4 ,insbesondere gilt dies von der ,untersuchung der durch krzeste ,linien gebildeten ,dreiecke1 durch welche die sphrische ,trigonometrie gefrdert wurde4 ,solche ,linien hat man geodtische ,linien und die aus ihnen gebildeten ,dreiecke geodtische ,dreiecke genannt4 ,von den 99,gau99schen ,stzen ber geodtische ,linien und ,dreiecke sind vor allem folgende wichtig3 ,wenn auf einer krummen ,flche von einem ,punkte aus ein ,system geodtischer ,linien von gleicher ,lnge gezogen wird1 so steht die ihre ,endpunkte verbindende ,linie zu allen ,linien des ,systems senkrecht#edh4 ,zieht man auf einer krummen ,flche eine beliebige ,linie und lt man von dieser ,linie unter rechten ,winkeln und nach derselben ,seite hin ein ,system geodtischer ,linien von gleicher ,lnge ausgehen4 so schneidet die ,kurve1 welche ihre ,endpunkte verbindet1 smtliche geodtische ,linien rechtwinklig#edi4 ,besondere ,erwhnung verdient auch der ,satz1 da der berschu der ,summe der ,winkel eines aus geodtischen ,linien gebildeten ,dreiecks ber zwei ,rechte der ,gesamtkrmmung des ,dreiecks gleich ist#eej4 ,fr eine ganze ,reihe weiterer geodtischer ,untersuchungen ist der am ,schlusse der ,abhandlung gefhrte ,vergleich der geodtischen ,dreiecke mit geradlinigen ,dreiecken von gleicher ,seitenlnge grundlegend gewesen4 ,die beiden soeben nach ,ziel und ,inhalt kurz charakterisierten ,abhandlungen ber die konforme ,abbildung von ,flchen 7,kartenprojektion7 und die ,linien und ,stcke krummer ,flchen 7geodtische ,linien und ,dreiecke7 knnen als ,bruchstcke eines greren ,werkes betrachtet werden1 das 99,gau99 ber die ,geodsie zu schreiben gedachte4 ,dies ,werk sollte nach ,art des von ihm geschaffenen astronomischen ,hauptwerkes1 der ,theoria motus corporum coelestium vom ,jahre #ahji1 die gesamten ,grundlagen der ,geodsie entwickeln und die ,triangulation des ,knigsreichs ,hannover als groes ,beispiel1 an welchem die ,theorien erlutert werden sollten1 enthalten4 ,leider ist dieser ,plan nicht zur ,ausfhrung gekommen4 ,trotzdem sind die ,verdienste1 die sich 99,gau99 um die ,entwicklung der ,geodsie erworben1 unbertroffen4 ,durch ihn wurde diese ,wissenschaft1 die bisher nicht viel mehr als gewhnliche ,feldmekunst gewesen1 der ,astronomie im ,range gleichgestellt4 ,so wurde z4 ,b4 bei jener ,triangulation das sphrische ,dreieck1 dessen ,flche sich auf #ec ,quadratmeilen belief1 mit einer solchen ,genauigkeit gemessen1 da die wirkliche ,winkelsumme von der berechneten nur um zwei ,zehntel ,sekunden abwich#eea4 ,um ,dreiecke von solcher ,gre ausmessen zu knnen1 schuf 99,gau99 in dem ,heliotrop einen neuen geodtischen ,apparat4 ,seine ,konstruktion sttzt sich auf einen katoptrischen ,satz1 der aus ,abb4 #eh leicht ersichtlich ist4 ,er lautet3 ,wenn von einem gengend weit entfernten1 leuchtenden ,punkte ein ,strahl ,,sa auf zwei zu einander senkrecht stehende ,spiegel 7,,mn und ,,pq7 fllt1 so wird er nach entgegengesetzten ,richtungen ,,ac und ,,ab reflektiert#eeb4 ,eine solche ,spiegelkombination brachte 99,gau99 vor seinem bei ,vermessungen dienenden ,fernrohr an4 ,die ,kombination wurde so gedreht1 da der eine ,strahl1 z4 ,b4 ,,ac1 in die ,achse des ,fernrohrs gelangte4 ,in diesem ,falle wurde der andere ,strahl ,,ab nach dem ,orte hingeworfen1 nach dem das ,fernrohr gerichtet war und konnte dort zur ,einstellung eines zweiten ,fernrohrs benutzt werden4 ,natrlich muten in dem ,spiegelapparat geeignete ffnungen freigelassen werden1 durch welche die ,achse des ,fernrohrs hindurchging4 99,gau99 erfand das ,heliotrop im ,jahre #ahba4 ,er konnte es also fr die vorzunehmende ,triangulation sofort zur ,verfgung stellen4 ,illustration3 ,abb4 #eh4 ,das dem 99,gau'99schen ,heliotrop zu ,grunde liegende ,gesetz4 ,nicht nur die ,mekunst1 sondern auch das praktische ,rechnen erfuhr durch 99,gau99 eine wesentliche ,frderung4 ,dies geschah dadurch1 da er ,tafeln zur bequemen ,berechnung der ,logarithmen von ,summen oder ,differenzen zweier ,gren1 die selbst nur durch ihre ,logarithmen gegeben sind1 herausgab4 99,gau99 wandte sich auch gegen den zwecklosen ,gebrauch vielstelliger ,logarithmentafeln4 ,es kamen zehn-1 vierzehn-1 selbst zwanzigstellige vor4 99,gau99 sprach sich fr den ,gebrauch von fnfstelligen ,tafeln aus1 weil die ,flle1 wo sie ausreichen1 hufig1 ja die hufigsten seien und so scharfe ,rechnungen1 welche den ,gebrauch vielstelliger ,tafeln rechtfertigen wrden1 in der ,praxis des ,astronomen nicht vorkmen4 ,von 99,gau99 hat man gesagt1 er habe lange auf einsamer ,hhe gewandelt4 ,es lag das daran1 da er es nicht verstand1 die ,ergebnisse seiner ,forschungen zum ,allgemeingut zu machen4 ,seiner wissenschaftlichen ,ttigkeit gegenber trat bei ihm das akademische ,lehramt sehr zurck4 ,er besa nur wenige ,schler1 da ihm nur wenige zu folgen vermochten4 ,auch seine ,schriften wurden von den zeitgenssischen ,fachleuten zu wenig beachtet2 ferner blieben wichtige ,entdeckungen mitunter ,jahrzehnte in seinem ,schreibpult vergraben4 ,dieser sonderbare ,egoismus in wissenschaftlichen ,dingen -- wohl die einzige ,schattenseite des ,geistesriesen -- ging so weit1 da er wiederholt erklrte1 er stelle seine ,untersuchungen nur seiner selbst wegen an1 und es sei fr ihn von untergeordneter ,bedeutung1 ob seine ,arbeiten zur ,belehrung anderer spter im ,druck erschienen#eec4 99,gau99 verffentlichte nichts1 was er nicht zum ,abschlu gebracht hatte4 ,daher erscheint jede seiner ,arbeiten als ein vollendetes ,kunstwerk1 an welchem man von den ,zurstungen und ,hilfsmitteln1 die zu dem ,aufbau fhrten1 nichts mehr bemerkt4 ,dieser ,umstand hat das ,studium der 99,gau99schen ,schriften sehr erschwert4 ,als man einst dem ,verfasser den ,vorwurf allzu groer ,schwierigkeit machte1 erklrte er1 man drfe dem fertigen ,gebude nichts mehr vom ,baugerst ansehen4 ,mit ,recht ist ihm darauf erwidert worden1 da man doch wenigstens eine ,tr zu sehen wnsche1 um hineinzugelangen4 ,im ,jahre #ahee verschied 99,gau994 ,eine zur ,erinnerung an ihn vom ,knig gestiftete ,denkmnze trgt die ,inschrift3 ,dem ,knige der ,mathematiker4 ,nach seinem ,tode sind die ,werke von 99,gau99 dadurch zugnglicher geworden1 da sie von vielen ,seiten kommentiert wurden4 ,sie erschienen von #ahfc-ahgd in einer ,gesamtausgabe#eed4 ,wir verlassen 99,gau99 mit einigen ,worten eines ,nachrufs den ihm einer der bedeutendsten unter den neueren ,mathematikern#eee gewidmet hat3 ,unter allen ,werken von 99,gau99 ist keins1 das nicht in dem betreffenden ,fache einen wesentlichen ,fortschritt durch neue ,methoden und neue ,ergebnisse begrndete4 ,sie sind ,meisterwerke1 welche den ,stempel der ,mustergltigkeit an sich tragen4 ,dies brgt dafr1 da sie fr alle ,zeiten nicht nur geschichtlichen ,wert besitzen1 sondern auch knftigen ,geschlechtern als ,grundlage jedes tieferen ,studiums und als reiche ,fundgrube fruchtbarer ,gedanken dienen werden4 ,die letzten ,abschnitte lieen uns erkennen1 in welch auerordentlichem ,mae der mathematische ,genius die ,astronomie1 die ,physik und die ,geodsie zu befruchten vermochte4 ,der ,einflu der ,mathematik auf die ,naturwissenschaften ist seit den ,zeiten eines 99,gau99 nicht geringer geworden1 wenn es auch kaum noch einen ,mathematiker gab1 der sich in gleicher ,weise neben dem ,ausbau seines ,forschungsgebietes der ,verknpfung der ,mathematik mit anderen ,wissenszweigen gewidmet htte4 ,selbst 99,helmholtz991 der unter den neueren am meisten an 99,gau99 heranreichte1 war doch in erster ,linie ,physiker1 der die ,mathematik als ,hilfswissenschaft und weniger ihrer selbst willen betrieb4 ,um das ,verhltnis der hheren ,mathematik zur reinen und angewandten ,naturwissenschaft1 wie es sich im #ai4 ,jahrhundert herausgebildet1 kennen zu lernen1 richtete sich unser ,blick zuerst auf ,frankreich4 ,hier war es1 wo whrend der ,revolutions- und der ,kaiserzeit durch eine ,reihe bedeutender ,mnner die ,wechselbeziehung zwischen den genannten ,gebieten am klarsten erkannt und am nachhaltigsten gefrdert wurde4 ,und zwar geschah dies zu einer ,zeit1 als ,deutschland an bedeutenderen ,mathematikern so arm war1 da 99,gau99 nicht verstanden und ,vorlesungen ber hhere ,mathematik an deutschen ,universitten fr unntz erklrt und daher nur selten gehalten wurden4 ,die groe ,zeit1 welche die ,mathematik und die exakten ,naturwissenschaften in ,frankreich erlebten1 knpft an die ,namen 99,laplace991 99,lagrange99 und 99,lavoisier99 an4 ,wir lernten den ersten als den ,schpfer der ,mcanique cleste1 den zweiten als den ,verfasser der ,mcanique analytique und 99,lavoisier99 als den ,begrnder der neueren ,chemie kennen4 ,erst als in den von 99,gau99 erffneten ,bahnen ,mnner wie 99,dirichlet991 sein ,nachfolger auf dem ,gttinger ,lehrstuhl1 wie 99,jacobi99 und 99,riemann99 die ,mathematik fortsetzten1 whrend in ,frankreich ihre ,entwicklung nachlie1 gelang es ,deutschland1 die ,fhrung auf diesem ,gebiete zu erhalten4 #ba4 ,die ,begrndung der physikalischen ,erdbeschreibung4 ,durch den auerordentlichen ,aufschwung1 den die gesamten ,naturwissenschaften in der neueren ,zeit erfuhren1 wurde von den brigen ,wissenschaften keine in solchem ,mae in ihrem ,ziel und ihrem ,inhalt umgestaltet wie die ,erdkunde4 ,zwar hatte ihr das ,zeitalter der groen geographischen ,entdeckungen einen gewaltigen ,ansto gegeben1 sie war aber im wesentlichen bloe ,erdbeschreibung geblieben4 ,die ,geographie als ,lehre von dem inneren ,zusammenhange der tellurischen ,erscheinungen und ihrer ,abhngigkeit von kosmischen ,vorgngen entwickelte sich erst whrend der ersten ,hlfte des #ai4 ,jahrhunderts4 ,whrend dieses ,zeitraumes entstanden als die wichtigsten ,grundlagen einer den ,naturwissenschaften ebenbrtigen1 in ihrem ,geiste und nach ihren ,methoden schaffenden ,erdkunde vor allem die tellurische ,physik und die ,tier- und ,pflanzengeographie4 ,um die ,begrndung dieser ,wissenszweige hat sich in jenem ,zeitraume kaum jemand solch hervorragende ,verdienste erworben wie 99,alexander von ,humboldt994 ,die ,meteorologie konnte erst zu einer auf allgemeineren ,grundlagen beruhenden ,wissenschaft werden1 wenn sie ihre ,beobachtungen1 die sich bisher im wesentlichen auf ,europa beschrnkt hatten1 ber die gesamte ,erde ausdehnte4 ,und da dies geschah1 ist das ,verdienst 99von ,humboldts994 ,er machte zuerst die tropischen ,witterungsverhltnisse zum ,gegenstande eingehender ,untersuchung und vertrat die berzeugung1 da nicht nur die tropischen1 sondern auch die in mittleren und hheren ,breiten sich abspielenden meteorologischen ,vorgnge von gesetzmig wirkenden ,ursachen1 deren ,kenntnis sich auf die ,dauer der ,forschung nicht entziehen knne1 beherrscht seien4 ,dadurch1 da 99,humboldt99 die ,isothermen oder die ,linien gleicher ,jahrestemperatur einfhrte1 wurde er zu einem der ,begrnder einer wissenschaftlichen ,klimalehre4 ,sie verdankt ihm auer jenem ,verfahren der graphischen ,darstellung ihrer ,elemente#eef auch die wichtigen ,begriffe des ,ksten- und ,kontinentalklimas1 sowie des ,hhen- und ,tiefenklimas4 99,humboldt99 erkannte ferner1 da die ,linien gleicher ,sommerwrme 7die ,isothermen7 wesentlich anders als die ,linien gleicher ,winterwrme 7die ,isochimenen7 verlaufen#eeg4 ,die weitere ,ausgestaltung dieses ,forschungsmittels1 das wie eine ,offenbarung wirkte1 ist vor allem zwei ,deutschen zu verdanken1 nmlich 99,dove991 der den ,begriff der isanomalen ,linien aufstellte und 99,berghaus991 der zuerst 7#ahch7 in seinem physikalischen ,atlas ein umfangreiches kartographisches ,material zusammenbrachte4 ,jetzt erst gelangte man zu einer klaren ,erkenntnis der ,abhngigkeit des ,klimas von der ,verteilung von ,wasser und ,land1 der ,richtung und der ,hhe der ,gebirge und den vorherrschenden ,luft- und ,meeresstrmungen4 ,ihres historischen ,wertes wegen verdient die von 99,humboldt99 entworfene und seiner ,abhandlung vom ,jahre #ahag beigegebene1 ,isothermenkarte immer noch ,beachtung4 ,da er die ,idee 99,halley99 verdankt1 hat er selbst mitgeteilt4 ,es ist gewi verwunderlich1 da whrend des langen von 99,halley99 bis 99,humboldt99 reichenden ,zeitraums#eeh niemand darauf verfallen ist1 99,halleys99 so auerordentlich glcklichen und fruchtbaren ,gedanken auf andere ,gebiete zu bertragen4 ,eine ,erweiterung des ,verfahrens1 die wir 99,dove99 verdanken1 bestand darin1 da er nicht die ,orte gleicher ,werte1 sondern diejenigen gleicher ,abweichung von einem nach theoretischen ,voraussetzungen berechneten ,mittel durch seine ,kurven1 die ,isanomalen1 verband und dadurch neue1 wertvolle ,aufschlsse ber die ,ursachen der ,temperaturerniedrigung oder -erhhung1 die bestimmte ,teile der ,erdoberflche aufweisen1 erhielt4 ,auch auf die ungleiche ,verteilung der ,wrme in vertikaler ,richtung und die ,gesetzmigkeiten1 welche dieser ,erscheinung zugrunde liegen1 hat neben dem ,alpenforscher 99,saussure99 und dem ,veranstalter der ersten wissenschaftlichen ,ballonfahrt1 99,gay-,lussac991 besonders 99,humboldt99 hingewiesen4 ,nach seinen ,angaben#eei findet eine durchschnittliche ,verminderung der mittleren ,jahreswrme um #a ,c statt1 wenn man um etwa #he ,toisen in die ,hhe steigt4 ,doch besttigte sich andererseits die schon von 99,saussure99 ausgesprochene ,vermutung1 da der ,winter auf ,hhen verhltnismig milder ist als in der ,ebene4 ,die ,erklrung der ,passate und der ,monsune hatte schon 99,halley99 beschftigt4 ,doch wurde die ,lehre von den ,luftstrmungen erst eingehender durch 99,dove99 begrndet4 99,dove99 wies nach1 da der ,wind mit ziemlicher ,regelmigkeit1 von ,west ausgehend1 durch ,nord und ,ost und ,sd nach ,west zurckkehrt1 whrend sich auf der sdlichen ,halbkugel die entgegengesetzte ,drehung zeigt4 ,etwa ein ,vierteljahrhundert spter erkannte man1 da 99,doves99 ,regel nur ein unvollkommener ,ausdruck des barischen ,windgesetzes#efj ist4 ,letzteres spricht die enge ,beziehung zwischen ,luftdruck und ,luftbewegung folgendermaen aus3 ,die ,luft bewegt sich stets von einem ,orte hheren nach dem nchstliegenden ,orte niederen ,luftdrucks hin4 ,dabei wird sie auf der nrdlichen ,halbkugel nach rechts1 auf der sdlichen nach links abgelenkt4 ,jede ,luftbewegung1 ob sanft oder heftig1 erfolgt danach in der ,form einer ,spirale 7,zyklone7 und zwar ist die ,spiralbewegung in der ,nhe eines ,minimums derjenigen in der ,nhe eines ,maximums entgegengesetzt 7zyklonal und antizyklonal74 ,auf dieser ,grundlage hat sich die heutige ,meteorologie mit ihren synoptischen ,karten1 ihrer ,wetterprognose und dem so wertvollen ,sturmwarnungswesen entwickelt4 ,auer dem ,netz von ,stern- und ,wetterwarten1 mit dem im #ai4 ,jahrhundert der ganze ,erdball berzogen wurde1 ist auch der zahlreichen1 whrend dieses ,zeitraums ins ,leben gerufenen erdmagnetischen und seismologischen ,observatorien zu gedenken4 ,welche ,verdienste sich um das ,zustandekommen der erdmagnetischen ,warten und um die ,erforschung des magnetischen ,zustandes der ,erde 99,gau99 und 99von ,humboldt99 erworben haben1 ist schon an frherer ,stelle erwhnt worden#efa4 ,eine hnliche zentrale ,stellung1 wie sie 99,gau99 whrend der ersten ,hlfte des #ai4 ,jahrhunderts fr das ,gebiet der reinen und der angewandten ,mathematik einnahm1 besa 99,alexander von ,humboldt99 whrend dieses ,zeitraums fr das gesamte weite ,gebiet der ,naturwissenschaften1 wenn auch die ,fortschritte1 die wir ihm verdanken1 weniger in die ,tiefe gingen1 sondern vorzugsweise auf die ,verknpfung der verschiedenen ,wissensgebiete durch gemeinsame ,gesichtspunkte und wechselseitige ,durchdringung abzweckten4 ,dieser ,bedeutung 99von ,humboldts991 der in seiner ,geistesart mehr an 99,aristoteles99 und 99,leibniz99 wie an einen 99,newton99 und einen 99,gau99 erinnert1 soll hier eingehender ,rechnung getragen werden4 99,alexander von ,humboldt99 wurde am #ad4 ,september #agfi als ,sprling eines altadeligen preuischen ,geschlechtes in ,berlin geboren und dort und auf dem elterlichen ,gute in ,tegel gemeinsam mit seinem ,bruder 99,wilhelm99 durch ,privatunterricht vorgebildet4 99,alexander von ,humboldt99 widmete sich zunchst dem ,studium der ,verwaltungsfcher1 da er den ,traditionen seiner ,familie folgen und eine ,staatsanstellung bekleiden sollte4 ,innere ,neigung und der ,verkehr mit seinem ,freunde 99,willdenow99 fhrten ihn jedoch bald den ,naturwissenschaften zu4 ,mit #ai ,jahren sehen wir ihn schon mit der ,abfassung eines greren botanischen ,werkes beschftigt#efb4 ,sein ,interesse fr die ,naturwissenschaften wurde besonders angefacht1 als er die ,universitt ,gttingen bezog1 wo damals die hervorragendsten deutschen ,vertreter dieser ,fcher lehrten4 ,den ,einflu1 welchen der ,physiker 99,lichtenberg991 der ,chemiker 99,gmelin99 und der ,anatom 99,blumenbach99 dort auf ihn ausgebt haben1 hat 99,humboldt99 stets dankbar anerkannt4 ,in ,gttingen lernte er auch 99,georg ,forster99 kennen1 der 99,cook99 auf seiner zweiten ,weltumsegelung begleitet und sich als ein ,meister in der ,naturschilderung einen ,namen erworben hatte4 99,forster991 der eine ganz auergewhnlich vielseitige wissenschaftliche ,begabung besa1 ist fr 99,alexander von ,humboldt99 vorbildlich gewesen und hat auf seinen ferneren ,studien- und ,lebensgang einen entscheidenden ,einflu ausgebt#efc4 ,in ,gemeinschaft mit 99,forster99 unternahm 99,humboldt99 im ,sommer #agij seine erste grere ,reise nach ,holland1 ,england und ,frankreich4 ,sie wurde fr ihn unter der ,anleitung des ,weltumseglers zur ,vorschule fr seine eigenen groen ,entdeckungsreisen4 ,diese ,reise1 auf welcher die ,leidenschaft fr das ,seewesen und tropische ,lnder in 99,humboldt99 erwachte1 hat er oft als ein besonderes ,glck bezeichnet#efd4 ,seine ,studien setzte 99,humboldt99 zunchst an der ,bergakademie zu ,freiberg fort1 wo er zu den begeistertsten ,schlern des ,mineralogen 99,werner99 zhlte1 des ,hauptvertreters der spter von 99,humboldt99 und von 99,l4 v4 ,buch99 so eifrig befehdeten neptunistischen ,richtung4 ,aus allen ,teilen der ,welt kamen damals ,mineralogen1 ,geologen und ,bergleute nach ,freiberg1 um 99,werner99 zu hren4 99,humboldt99 fand bei ihm eine besonders gute ,aufnahme1 da er sich durch seine ,beobachtungen ber einige ,basalte am ,rhein 7#agij7 schon einen ,namen gemacht hatte4 ,noch drei ,jahrzehnte nach dieser ,zeit sprach 99,humboldt99 seinem verdienten ,lehrer in folgenden ,worten seine ,anerkennung aus3 99,werner99 erkannte mit bewundernswertem ,scharfsinn alle ,beziehungen1 die bei der ,betrachtung der geologischen ,formationen beachtet werden mssen4 ,er lehrte1 was man zu wissen und was man zu beobachten habe4 ,er hat in ,gegenden1 deren ,untersuchung ihm nicht vergnnt gewesen1 einen ,teil der ,entdeckungen vorbereitet4 ,da nmlich die ,formationen unabhngig sind von dem ,wechsel der geographischen ,breite und vom ,klima1 so kann irgend ein sehr beschrnkter ,raum der ,erdfeste1 in welchem die ,natur viele ,formationen vereinigt hat1 gleich einem wahrhaften ,mikrokosmos im ,geiste eines bewhrten ,beobachters sehr richtige ,gedanken ber die ,grundwahrheiten der ,geologie erwecken#efe4 ,nach seinem ,fortgange von ,freiberg war 99,humboldt99 einige ,jahre als ,bergassessor und als ,bergmeister im ,fichtelgebirge ttig4 ,whrend dieser ,zeit kam er auch wiederholt mit dem ,weimar-,jena-,kreise1 dem sein ,bruder 99,wilhelm99 seit #agid angehrte1 in ,berhrung4 ,wie 99,wilhelm99 zu 99,schiller99 so trat 99,alexander99 zu 99,goethe99 in nhere ,beziehungen4 ,die ,naturwissenschaften waren damals in ,weimar ,mode4 ,alles trieb ,mineralogie4 ,selbst die ,damen des ,hofes legten sich naturwissenschaftliche ,sammlungen an1 und 99,goethe99 war in seinem ,eifer fr ,mineralogie und ,geognosie kein ,berg zu hoch1 kein ,schacht zu tief1 kein ,stollen zu niedrig und keine ,hhle labyrinthisch genug#eff4 ,auch an 99,humboldts99 ,versuchen ber den galvanischen ,reiz der ,nerven und ,muskelfaser hat sich 99,goethe99 lebhaft beteiligt4 ,das von 99,humboldt99 ber diesen ,gegenstand verffentlichte ,werk war zwar durch manchen ,versuch wertvoll1 es blieb aber in der ,tendenz verfehlt1 da es die ,reaktionen der ,muskeln nicht als ,wirkungen des galvanischen ,stromes1 sondern als die uerungen einer eigentmlichen ,lebenskraft hinstellte#efg4 ,auch die ,arbeiten 99,goethes99 ber die vergleichende ,anatomie1 insbesondere die vergleichende ,osteologie1 kamen zwischen ihm1 der schon im ,jahre #aghf ber das ,zwischenkieferbein geschrieben1 und 99,alexander von ,humboldt99 zur ,sprache4 ,meine naturwissenschaftlichen ,arbeiten1 schrieb 99,goethe99 damals1 sind durch 99,humboldt99 aus ihrem ,winterschlafe geweckt worden4 ,nach verbrgten ,zeugnissen hat der ,dichterfrst es dankbar anerkannt1 da die ,gebrder 99,humboldt99 mit ihrem jugendlichen1 frischen ,streben den grten ,einflu auf ihn ausgebt htten1 als er selbst schon begonnen habe1 an der ,welt mde zu werden4 ,auch 99,schiller99 kam mit 99,alexander von ,humboldt99 hufiger in persnliche ,berhrung4 ,es ist nun interessant zu sehen1 wie sehr seine ,beurteilung des ,forschers von derjenigen 99,goethes99 abwich4 ,nachdem er dem ,bruder 99,wilhelm99 alle ,anerkennung gespendet1 schreibt er ber 99,alexander993 ,bei allem ungeheuren ,reichtum des ,stoffes finde ich in ihm eine ,drftigkeit des ,sinnes1 der bei dem ,gegenstande1 den er behandelt1 das schlimmste bel ist4 ,es ist der nackte schneidende ,verstand1 der die ,natur1 die immer unfalich und ehrwrdig ist1 schamlos ausgemessen haben will und mit einer ,frechheit1 die ich nicht begreife1 seine ,formeln1 die oft nur leere ,worte und immer nur enge ,begriffe sind1 zu ihrem ,mastabe macht4 ,kurz1 mir scheint er fr seinen ,gegenstand ein viel zu grobes ,organ und dabei ein viel zu beschrnkter ,verstandesmensch zu sein4 ,er hat keine ,einbildungskraft1 und so fehlt ihm nach meinem ,urteil das notwendigste ,vermgen zu seiner ,wissenschaft1 denn die ,natur mu angeschaut und empfunden werden in ihren einzelnsten ,erscheinungen wie in ihren hchsten ,gesetzen4 ,wie wrden die heutige ,naturwissenschaft und ihre ,vertreter vor diesem von bertriebenem ,idealismus diktierten ,urteil 99,schillers99 wohl bestehen6 ,andererseits ist die in ,schillers ,worten zum ,ausdruck kommende1 durchaus subjektive ,art1 ber die ,mittel und ,ziele der ,naturforschung zu urteilen1 durch die gesamte ,entwicklung1 die ,philosophie und ,wissenschaft im #ai4 ,jahrhundert genommen haben1 in ihrer ,haltlosigkeit und inneren ,unwahrheit dargetan worden4 ,doch darf nicht vergessen werden1 da es auch ,extreme in der naturwissenschaftlichen ,methode gibt1 von denen 99,humboldt99 sich aber -- und darin besteht das ,irrige des 99,schiller99schen ,urteils -- weit entfernt hielt1 ,extreme1 vor denen das idealistische und philosophische ,denken ein ,recht hat1 den ,warnungsruf ertnen zu lassen4 ,erwhnt sei noch1 da in spteren ,jahren 99,goethe99 99,alexander von ,humboldt991 als der letztere die ,bedeutung des ,vulkanismus erkannte1 nicht zu folgen vermochte1 sondern an den veralteten neptunistischen ,ansichten festhielt4 99,goethe99 begegnete den ,vertretern der neueren ,geologie nicht nur mit ,spott1 wovon manche ,stellen seiner poetischen ,schpfungen ,zeugnis ablegen#efh1 sondern fast mit einem ,groll1 der erst gegen sein ,lebensende einer gewissen ,resignation in dieser wissenschaftlichen ,frage ,platz machte4 ,das bedeutendste ,ereignis und gleichzeitig die grte wissenschaftliche ,tat in dem ,leben 99,alexander von ,humboldts99 war seine amerikanische ,forschungsreise1 die erste groe wissenschaftliche ,expedition1 die fr alle spteren ,unternehmungen dieser ,art vorbildlich gewesen ist4 ,nach jahrelangen ,vorbereitungen und vielen ,mhen und ,enttuschungen1 von denen wir uns heute1 im ,zeitalter des ,verkehrs1 keinen ,begriff machen knnen1 erfolgte 99,humboldts99 ,abreise von ,corua im ,juni des ,jahres #agii4 ,sein ,reisegefhrte war der ,botaniker 99,bonpland991 ein ,schler 99,jussieus994 ber die ,erfolge dieser ,reise hat spter einer der ,berufensten1 der groe ,geograph ,carl 99,ritter991 die ,worte geuert3 ,es war1 als wre eine neue ,sonne voll ,licht und ,wrme im ,westen ber der ,neuen ,welt emporgestiegen1 um auf die alte ,welt wohlttig zurckzustrahlen#efi4 ,eine ,reihe von ,umstnden und ,voraussetzungen haben zusammengewirkt1 um 99,humboldt99 durch seine amerikanische ,reise zum ,begrnder einer neuen ,epoche der physischen ,erdbeschreibung1 der innigsten ,verknpfung von ,naturwissenschaft und ,geographie zu machen4 ,fr eine ,vorbereitung durch vielseitige und eifrige ,studien und eine ,ausrstung mit den besten astronomischen und physikalischen ,apparaten war zunchst ,sorge getragen4 ,dazu gesellte sich das ,streben1 den zu erforschenden ,teil der ,erde als ein ,ganzes zum ,gegenstande des ,studiums zu machen4 ,es galt zwar zunchst ,einzelheiten zu erforschen1 aber ihre ,verknpfung1 die ,erkenntnis ihres gesetzmigen ,zusammenhanges wurde stets als das hhere ,ziel ins ,auge gefat4 ,wir knnen hier 99von ,humboldt99 nicht auf seinen ,kreuz- und ,querzgen durch ,sd- und ,mittelamerika folgen1 da aber seine ,reise epochemachend fr alle spteren ,expeditionen in das ,innere groer ,kontinente gewesen ist1 so wollen wir doch in einigen ,punkten untersuchen1 wie er der ,flle der ihm gestellten ,aufgaben gerecht geworden ist4 ,von ,corua ging die ,fahrt nach ,teneriffa4 ,dort erfolgte die erste zu wissenschaftlichen ,zwecken unternommene ,besteigung eines innerhalb der subtropischen ,zone liegenden ,berges4 ,an seinem ,fue wurde ein ,drachenbaum von #de ,fu ,umfang gefunden1 den 99,humboldt99 fr einen der ltesten ,bewohner der ,erde erklrte4 ,am ,abhange des nur im ,winter mit ,schnee bedeckten ,piks zeigte sich eine ,eishhle4 ,der ,gipfel selbst besa den ,charakter einer ,solfatara4 ,ferner unterschied 99von ,humboldt99 fnf ,pflanzenzonen1 die sich an dem ,pik von seinem mit ,weinreben geschmckten ,fu bis zu dem ,gipfel1 wo die ,flechten an der ,zersetzung der vulkanischen ,schlacken arbeiten1 wie ,stockwerke bereinander aufbauen4 ,den ersten lngeren ,aufenthalt nahm 99,humboldt99 in ,cumana1 das seit ,jahrhunderten als ein ,herd der furchtbarsten ,erdbeben galt4 ,erst zwei ,jahre vor seiner ,ankunft hatte ein solches die ,stadt gnzlich zerstrt4 99,humboldt99 verwandte mehrere ,wochen darauf1 die ,spuren jenes furchtbaren ,elementarereignisses eingehend zu erforschen4 ,wenige ,monate nach seiner ,ankunft in ,cumana fand an diesem ,orte ein neues ,erdbeben statt4 ,es war das erste1 das unser ,forscher miterlebte4 ,und von dem tiefen ,eindruck1 den es auf ihn machte1 legt seine ,schilderung ,zeugnis ab#egj4 ,nicht minder bekannt geworden ist die ,schilderung des groen ,sternschnuppenfalls1 den 99,humboldt99 im ,november des ,jahres #agii in ,cumana beobachtete4 ,innerhalb weniger ,stunden vermochte er tausende von ,sternschnuppen und ,feuerkugeln zu zhlen4 ,im ,anfang des ,jahres #ahjj drangen die ,reisenden tiefer in den sdamerikanischen ,kontinent ein4 ,sie erforschten das ,stromnetz des ,orinoko1 durchstreiften die einfrmigen ,llanos1 die sich an die ,waldregion der groen ,strme anschlieen1 und stellten ,untersuchungen ber den ,zitteraal 7,gymnotus electricus71 dessen ,fang 99von ,humboldt99 so anschaulich schilderte1 und ber die ,reizbarkeit der ,mimosen an4 ,um die ,cordilleren zu erforschen1 hielt sich 99von ,humboldt99 lange ,zeit in ,quito auf4 ,von dort unternahm er die berhmte ,besteigung des ,chimborazo1 der damals fr den hchsten ,berg der ,erde gehalten wurde4 99,von ,humboldt99 erreichte eine ,hhe#ega1 die vor ihm noch kein ,mensch erklommen hatte4 ,nach der ,durchforschung ,mexikos und einem kurzen ,aufenthalt in den ,vereinigten ,staaten hielt sich 99von ,humboldt99 fast zwei ,jahrzehnte#egb in ,paris auf4 ,noch lnger dauerte die ,abfassung des monumentalen ,werkes ber seine ,reise#egc4 ,daneben fand 99,humboldt99 noch ,zeit1 sich mit erdmagnetischen und in ,gemeinschaft mit 99,gay-,lussac99 sich mit eudiometrischen ,untersuchungen#egd zu beschftigen4 ,die deutsche ,forschung ist zu ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts von keinem ,lande so sehr wie von ,frankreich angeregt und befruchtet worden4 ,von dort ist nicht nur in die europische ,staatenentwicklung1 sondern auch fr das ,gebiet der exakten ,forschung der erfrischende ,luftzug gekommen1 der die ,periode der neuesten ,entwicklung einleitete4 ,in ,frankreichs ,hauptstadt hatten groe ,meister der ,forschung1 wie 99,cuvier991 99,lavoisier991 99,laplace991 99,ampre991 99,gay-,lussac99 und viele andere1 diejenige grundlegende ,ttigkeit entfaltet1 welche den ,boden fr die neueste ,entwicklung der ,naturwissenschaften bereitet hat4 ,eine wichtige ,rolle bei der ,vermittlung zwischen der franzsischen und der emporstrebenden deutschen ,wissenschaft hat 99,alexander von ,humboldt99 ausgebt4 ,man darf nicht so kleinlich sein und 99,humboldt99 daraus den ,vorwurf machen1 da in ihm der ,patriot hinter dem ,forscher zurckgetreten sei4 ,die ,wissenschaft darf sich nicht hinter nationalen ,grenzen verschanzen4 ,sie mu das ,gute nehmen1 wo sie es findet4 ,wer ihre ,geschichte schreibt1 darf das ,verdienst des ,auslandes gegenber dem des eigenen ,landes nicht zu verkleinern suchen4 ,wir mssen deshalb ,frankreich die ,anerkennung zollen1 da ohne die ,schulung1 welche die deutschen ,forscher dort whrend der ersten ,jahrzehnte des #ai4 ,jahrhunderts erfuhren1 ,deutschland schwerlich so rasch1 wie es geschehen1 in wissenschaftlichen ,wettbewerb mit ,frankreich htte treten1 geschweige denn es in der zweiten ,hlfte des #ai4 ,jahrhunderts berflgeln knnen1 wie auch von franzsischer ,seite mitunter neidlos anerkannt worden ist4 ber den ,inhalt des gewaltigen 99,humboldt99schen ,reisewerkes1 an dessen ,abfassung sich viele ,krfte beteiligten1 mge noch einiges hier ,platz finden4 ,es umfat sechs ,abteilungen1 von denen jede aus mehreren ,bnden besteht4 ,die erste ,abteilung 7,rlation historique7 enthlt neben dem von 99,humboldt99 selbst verfaten ,reisebericht eine ,geschichte der geographischen ,erschlieung des neuen ,kontinents und einen aus #ci ,karten bestehenden ,atlas4 ,die zweite ,abteilung ist der ,zoologie und der vergleichenden ,anatomie gewidmet4 ,bei ihrer ,abfassung zhlten die ,reisenden 99,cuvier991 99,latreille99 7fr die ,insekten7 und 99,valenciennes99 7fr die ,fische und die ,weichtiere7 zu ihren ,mitarbeitern4 ,die dritte ,abteilung behandelt die politische ,geographie der spanischen ,besitzungen in ,amerika1 die sich damals vom #ch4 ,grade nrdlicher bis zum #db4 ,grade sdlicher ,breite erstreckten4 ,die vierte ,abteilung enthlt die astronomischen1 trigonometrischen und barometrischen ,messungen1 whrend die fnfte die ,geologie und die ,pflanzengeographie der erforschten ,lnder zum ,gegenstande hat4 ,ausschlielich botanischen ,inhalts ist endlich die sechste ,abteilung4 ,sie enthlt eine bersicht ber smtliche gesammelten ,pflanzen und beschftigt sich auerdem in monographischer ,behandlung mit den ,mimosen1 den neu entdeckten ,grsern und der in ,sdamerika in zahlreichen ,arten vorkommenden tropischen ,familie der ,melastomeen#ege4 ,im ,jahre #ahbg vertauschte von 99,humboldt99 das ihm so lieb gewordene ,paris auf den dringenden ,wunsch seines ,knigs mit der an geistiger ,bedeutung hinter ,paris damals weit zurckstehenden preuischen ,hauptstadt4 ,jetzt begann fr den fast ,sechzigjhrigen eine neue ,lebensaufgabe1 die er durch die ,verwirklichung des schon lange gehegten ,planes einer physischen ,weltbeschreibung erfllte4 ,bevor sich jedoch von 99,humboldt99 an die ,abfassung seines ,kosmos begab1 unternahm er im ,auftrage des russischen ,herrschers1 begleitet von dem ,zoologen 99,ehrenberg99 und dem ,mineralogen 99,rose99 eine kurze1 aber ergebnisreiche ,expedition ins asiatische ,ruland4 99,humboldt99 und seine ,begleiter besuchten die ,erzlagersttten des ,altai1 berschritten die chinesische ,grenze und durchzogen von dort die ungeheure ,steppe1 um den sdlichen ,ural zu erreichen4 ,an die geologische ,durchforschung dieses ,gebirgszuges knpft die berhmt gewordene ,voraussage 99,humboldts991 da der ,ural mit seinen ,gold- und ,platinschtzen ein wahres ,dorado sei#egf4 ,zahlreiche ,beobachtungen wurden auch an den ,besuch des ,kaspischen ,meeres geknpft und ,material fr das von 99,cuvier99 und 99,valenciennes99 bearbeitete groe ,werk ber die ,fische gesammelt4 ,wir gelangen zu dem reifsten ,werke von 99,humboldts991 das seinen ,namen populr gemacht hat1 dem ,kosmos1 wie er seinen ,entwurf einer physischen ,weltbeschreibung nannte4 ,hervorgegangen ist das ,werk aus ,vorlesungen1 die er nach seinem ,eintreffen in ,berlin vor einem groen ,kreise im ,beisein des ,knigs und des ,hofes hielt und die als ein ,ereignis des ,winters #ahbg_/bh galten4 ,der ,kosmos ist nicht minder als das groe ,reisewerk epochemachend nicht nur fr die deutsche1 sondern fr die ,weltliteratur#egg gewesen und wird1 wenn auch manche ,einzelheiten veraltet sind oder sich als irrig erwiesen haben1 als ,ganzes immer seinen ,wert besitzen4 ,einen solchen besitzt das ,werk nicht nur nach der wissenschaftlichen1 sondern auch nach der sprachlichen und allgemein literarischen ,seite4 ,mag dem heutigen ,geschlecht1 das die ,natur oft mit zu nchternem ,verstande betrachtet1 99,humboldts99 ,ausdruck pathetisch und seine ,sprache allzu reich an ,bildern erscheinen1 eins darf man nicht vergessen3 war es doch 99,humboldt991 der die ,deutschen wissenschaftliche ,dinge in formvollendeter ,sprache behandeln lehrte4 ,um das zu wrdigen1 mu man die trostlose ,drre der meisten frheren naturwissenschaftlichen ,schriftsteller und die hohlen1 von unverstndlicher ,mystik triefenden ,phrasen der whrend des ersten ,viertels des #ai4 ,jahrhunderts den deutschen ,geist beherrschenden1 ja knebelnden naturphilosophischen ,schule genossen haben4 ,auch die ,vorlesungen1 aus denen der ,kosmos entstanden ist1 waren in gewisser ,hinsicht epochemachend4 ,sie stellen nmlich den ersten und gelungensten ,versuch dar1 die ,kluft1 welche die groe ,masse des ,volkes von der ,wissenschaft trennt1 zu berbrcken4 ,etwa tausend ,zuhrer aller ,kreise vom ,knige bis zum einfachen ,maurer folgten den ,ausfhrungen 99,humboldts99 mit der grten ,spannung4 ,der ,plan zum ,kosmos entstand in 99,humboldt99 schon in den neunziger ,jahren des von universellem ,streben beherrschten #ah4 ,jahrhunderts1 wahrscheinlich unter der ,einwirkung des ,weimar-,jena-,kreises#egh4 ,am spten ,abend eines vielbewegten ,lebens1 so lauten von 99,humboldts99 einleitende ,worte1 bergebe ich der ffentlichkeit ein ,werk1 das in unbestimmten ,umrissen mir ein halbes ,jahrhundert vor der ,seele schwebte4 ,den ersten ,band bezeichnet er als ein allgemeines ,naturgemlde1 das von den fernsten ,nebelflecken des ,weltraums und den kreisenden ,doppelsternen stufenweise zu der ,sternschicht herabsteigt1 der unser ,sonnensystem angehrt1 zu dem luft- und meerumflossenen ,erdsphroid1 seiner ,gestaltung1 ,temperatur und magnetischen ,spannung bis zu der ,lebensflle1 die vom ,lichte angeregt sich an seiner ,oberflche entfaltet4 ,die ,aufgabe war dem ,umfang nach eine weitgespannte1 dem ,ziele nach entsprach sie als ein ,gemlde1 eine ,weltbeschreibung1 indessen nicht mehr der ,forderung des nach tieferer ,erkenntnis des kausalen ,zusammenhanges strebenden #ai4 ,jahrhunderts1 dessen wichtigste ,aufgabe in der ,fortentwicklung der mathematischen ,physik und der ,aufstellung des ,energieprinzips gelst wurde4 ,was 99,humboldt99 mit seinem ,kosmos leisten wollte1 war die ,befriedigung eines ,gefhles1 das man wohl als ,natur-sthetik bezeichnet1 eines ,gefhls1 in dem auch ,goethes ,naturanschauung wurzelt und dem er an vielen ,stellen seiner ,faustdichtung einen solch tiefen und ergreifenden ,ausdruck verliehen hat4 ,diese ,aufgabe hat 99,humboldt99 mit dem ersten ,bande seines ,werkes eigentlich schon gelst4 ,wie sehr er sich aber unter dem ,einflu einer solchen ,grundstimmung befunden1 gesteht er ein1 wenn er an einer ,stelle von 99,goethe99 sagt3 ,wer hat beredter als er seine ,zeitgenossen angeregt1 des ,weltalls heilige ,rtsel zu lsen und das ,bndnis zu erneuern1 das im ,jugendalter der ,menschheit ,philosophie1 ,naturlehre und ,dichtkunst umschlang4 ,in dem zweiten ,bande stellt sich 99,humboldt99 eine andere1 mit der physischen ,weltbeschreibung allerdings in engem ,zusammenhange stehende ,aufgabe4 ,er gibt darin eine ,geschichte der physischen ,weltanschauung und verfolgt durch alle ,zeitalter das ,streben der ,menschheit1 das ,zusammenwirken der ,krfte im ,erd- und ,himmelsraume zu begreifen4 ,die ,arbeit1 welche 99,humboldt99 dadurch fr die ,begrndung einer ,geschichte der ,naturwissenschaften geleistet hat1 ist eine bedeutende2 sie besitzt auch1 wie es bei einer auf zuverlssigen ,quellen gegrndeten geschichtlichen ,darstellung in der ,natur der ,sache liegt1 vor allen anderen einen bleibenden ,wert4 ,als die ,hauptmomente einer ,geschichte der physischen ,weltanschauung stellt 99,humboldt99 die ,kultur der ,hellenen1 die vermittelnde ,ttigkeit der ,araber und die ,erfindungen und ,entdeckungen der sd- und westeuropischen ,vlker in ein solch klares ,licht1 da seine ,darstellung dieser ,verhltnisse wertvoll fr alle ,zeiten genannt werden mu4 ,in den weiteren ,bnden des ,kosmos ndert sich der ,charakter des ,werkes noch mehr4 ,es wird daraus erklrlich1 da sich seine ,abfassung ber einen ,zeitraum von ,jahrzehnten erstreckte1 innerhalb dessen die ,wissenschaft selbst durch die ,entdeckung des ,prinzips von der ,erhaltung der ,kraft1 eine neue ,epoche erlebte4 99,humboldt99 suchte sich mit der neuen ,richtung1 in die er sich indessen nicht mehr einzuleben vermochte1 auseinanderzusetzen4 ,indessen berkam seine ,zeitgenossen und auch ihn selbst immer mehr das ,gefhl1 da seine ,art der ,weltbetrachtung einer neuen weichen mute1 die als die wahre ,fortsetzung des von 99,newton991 99,huygens99 und den fhrenden ,geistern des #ah4 ,jahrhunderts geschaffenen ,werkes gelten durfte4 ,die letzten ,bnde sind vorwiegend der ,astronomie und der ,geophysik gewidmet2 sie besitzen einen gelehrten ,grundzug und treten in literarischer ,beziehung gegen die ersten ,bnde1 die als ,muster fr eine nach ,popularitt im edelsten ,sinne des ,wortes strebende ,ausdrucksweise gelten knnen1 sehr zurck4 ,whrend 99von ,humboldt99 noch mit der ,abfassung eines fnften ,bandes seines ,kosmos beschftigt war1 ereilte den ,unermdlichen1 fast ,neunzigjhrigen1 am #ba4 ,april #ahei der ,tod4 ,in rein wissenschaftlicher ,beziehung liegt 99v4 ,humboldts99 ,hauptverdienst auf dem ,gebiete der ,pflanzengeographie4 ,er beschrnkte sich nicht auf die floristische ,erforschung der von ihm bereisten ,lnder4 ,sein ,bestreben ging vielmehr dahin1 die ,pflanzenwelt in ihrer ,abhngigkeit vom ,klima und vom ,boden zu verstehen und die allgemeinen ,bedingungen fr dieses ,verhltnis aufzudecken4 ,bevor wir 99,humboldts99 ,verdienst um die ,pflanzengeographie wrdigen1 mssen wir des ,mannes gedenken1 dem er hier die meisten ,anregungen und ,vorarbeiten zu verdanken hatte4 ,es war das 99,willdenow99#egi1 ein ,neffe des an frherer ,stelle erwhnten 99,gleditsch99#ehj und sein ,nachfolger in der ,leitung des ,berliner botanischen ,gartens4 99,willdenow99 war mit 99,humboldt99 eng befreundet und hat ihn der ,botanik zugefhrt4 ,er ist als der geistige ,urheber 99von ,humboldts99 ,schrift ,ideen zu einer ,geographie der ,pflanzen zu betrachten4 99,willdenow99 hatte die hier 99von ,humboldt99 behandelten ,fragen bereits in seinem ,grundri der ,kruterkunde aufgeworfen und beleuchtet4 ,er war es1 der die ,grenze zwischen der mitteleuropischen und der ,mittelmeerflora zog und die drei groen ,gebiete unterschied1 die wir als boreale1 tropische und australische ,flora bezeichnen4 ,ferner hat schon 99,willdenow99 die ,abhngigkeit der ,pflanzenverbreitung vom ,klima1 von der ,bodenbeschaffenheit und von der ,wanderttigkeit1 das was die ,wissenschaft als klimatologisches1 als geologisches und als migratorisches ,moment zu bezeichnen pflegt1 deutlich hervorgehoben4 ,ganz neue ,bahnen wurden dadurch erschlossen1 da man die ,verbreitung des ,lebens ber die ,erde aus gesetzmig wirkenden ,ursachen1 und zwar vor allem aus den herrschenden physischen ,bedingungen zu erforschen strebte4 ,in dieser ,hinsicht bahnbrechend gewirkt zu haben1 ist wohl das bedeutendste unter den rein wissenschaftlichen ,verdiensten 99von ,humboldts994 ,die ,ideen zu einer ,geographie der ,pflanzen sind die erste ,verffentlichung nach seiner ,rckkehr aus ,sdamerika4 ,sie erschienen 7#ahje7 nebst einem ,naturgemlde der ,tropenlnder4 ,den meisten ,stoff fr die neue1 bislang kaum dem ,namen nach vorhandene ,wissenschaft der ,pflanzengeographie sammelte 99von ,humboldt99 auf jener ,reise4 ,so kam es1 da die ,ideen zum grten ,teile am ,fue des ,chimborazo niedergeschrieben wurden4 ,der ,gedanke1 die rumliche ,verbreitung der ,pflanzen festzustellen1 begegnet uns zwar schon frher4 99,von ,humboldt99 erstrebte aber weit mehr als dies4 ,es galt ihm1 die ,verteilung und die typische ,organisation der ,pflanzen im ,zusammenhange mit allen gegenwrtig auf die ,erdoberflche wirkenden ,krften und mit der ,geschichte unseres ,planeten#eha zu ergrnden4 ,was 99,humboldt99 vorfand1 waren nur wenige bescheidene ,anstze4 ,und was er zu schaffen vermochte1 waren im wesentlichen auch nur die ,grundlinien und die ,bezeichnung der ,ziele der neuen ,wissenschaft1 zumal die ,erdgeschichte einen lebensvollen ,inhalt erst nach dem ,siege der ,entwicklungslehre ber das ,dogma von der ,konstanz der ,arten gewinnen konnte4 ,das ,problem der ,entwicklungslehre begegnet uns in 99,humboldts99 ,worten1 die ,pflanzengeographie habe zu untersuchen1 ob es unter den zahllosen ,gewchsen der ,erde gewisse ,urformen gbe4 ,vielleicht knne man die ,verschiedenheit der ,arten als die ,wirkung der ,ausartung und als ,abweichungen von solchen ,urformen betrachten#ehb4 ,zwar1 fgt er hinzu1 schienen alle ,pflanzen und ,tiere1 welche gegenwrtig die ,erde bewohnen1 seit ,jahrtausenden ihre charakteristische ,form nicht verloren zu haben4 ,so sei der ,ibis1 den man in den gyptischen ,grbern finde1 identisch mit dem1 der gegenwrtig am ,ufer des ,niles fischt#ehc4 ,andererseits weist 99,humboldt99 auf die ,vernderungen hin1 welche die ,erde im ,laufe ihrer1 ungeheure ,zeitrume umfassenden ,geschichte durchgemacht hat und mit denen nderungen in der ,tier- und ,pflanzenwelt ,hand in ,hand gehen muten4 ,die ,geographie der ,pflanzen sei deshalb an die ,geologie anzuknpfen#ehd1 um ,licht ber die ,urgeschichte der ,erde zu verbreiten4 ,um ein ,urteil ber die ehemalige ,verbindung nahegelegener ,lndermassen zu gewinnen1 verwerte die ,geologie die hnlichkeit in der ,schichtung und ,lagerung der ,kstengebirge und die ,tiefenverhltnisse der trennenden ,meeresabschnitte4 ,fr die ,entscheidung dieser ,frage knne aber die ,geographie der ,pflanzen nicht minder wichtige ,anhaltspunkte liefern4 ,sie mache es z4 ,b4 wahrscheinlich1 da ,sdamerika sich vor der ,entwicklung organischer ,wesen von ,afrika getrennt habe4 ,durch die ,pflanzengeographie geleitet knne man in das ,dunkel eindringen1 das den frhesten ,zustand unseres ,planeten einhlle4 ,so gelte es zu entscheiden1 ob die ,erdrinde an vielen ,orten zugleich mit verschiedenen ,arten bedeckt worden sei1 oder ob alle ,keime sich zuerst in einer ,gegend entwickelten und von dort auf schwer zu ergrndenden ,wegen nach anderen ,weltteilen wanderten4 99,humboldt99 erwgt dann die ,umstnde1 durch welche das ursprngliche ,wohngebiet einer ,pflanzenart sich erweitern konnte4 ,als solche werden insbesondere die ,strmungen der ,atmosphre und des ,wassers und der ,transport durch ,tiere betrachtet4 ,so gro indessen diese ,einflsse auch sind1 sie verschwinden nach 99,humboldt99 gegenber dem ,einflu1 den der ,mensch auf die ,verbreitung der ,gewchse ausbt4 ,pflanzen1 welche der ,gegenstand des ,garten- und des ,ackerbaues sind1 haben das wandernde ,menschengeschlecht seit den fernsten ,jahrhunderten begleitet#ehe4 ,daher bleibe ihr erstes und ursprngliches ,vaterland oft ein ebenso rtselhaftes ,problem wie das ,vaterland der verschiedenen ,menschenrassen selbst4 ,treffend fhrt 99,humboldt99 dann weiter aus1 wie der ,ackerbau die ,herrschaft fremder eingewanderter ,pflanzen ber die einheimischen begrndet und letztere nach und nach auf einen immer enger werdenden ,raum zusammengedrngt habe4 ,fr die ,tropenwelt dagegen konnte 99,humboldt99 damals noch zutreffend sagen1 die menschliche ,kraft sei zu schwach1 um eine ,vegetation zu besiegen1 die nichts unbedeckt lasse und den ,boden unseren ,augen entziehe4 ,zum ersten ,male wurde durch 99,humboldt99 die ,aufmerksamkeit der ,botaniker ferner auf diejenigen ,erscheinungen der ,vegetation gelenkt1 welche die ,physiognomie der ,landschaft bestimmen4 ,eine physiognomische ,einteilung der ,pflanzen nach der ,entwicklungsweise ihrer ,vegetationsorgane begrndet zu haben1 gilt als eine der wichtigsten ,leistungen 99von ,humboldts99#ehf4 ,die ,physiognomie einer ,flora verdient indessen nicht nur eine sthetische ,wrdigung1 sondern in ihr spricht sich die innige ,wechselbeziehung zwischen der gesamten ,form und den physischen ,bedingungen viel schrfer aus als in den ,charakteren1 welche der systematischen ,einteilung des ,pflanzenreiches zugrunde gelegt werden4 ,in der zahllosen ,menge von ,pflanzenarten unterschied 99,humboldt99 nach dem erwhnten ,gesichtspunkt etwa zwanzig verschiedene ,grundgestalten1 auf die man wahrscheinlich alle ,arten zurckfhren knne4 ,die wichtigsten unter diesen ,vegetationsformen sind die ,bananenform1 die ,palmenform1 die ,formen der ,baumfarne1 der ,nadelhlzer und der ,orchideen4 ,ferner seien genannt die ,mimosenform mit ihren fein gefiederten ,blttern1 die ,lilienform mit ihren einfachen1 zart gestreiften ,blttern1 die ,kaktusform mit ihren blattlosen1 gestachelten ,stmmen und die ,grasform4 ,unter den bltenlosen ,pflanzen werden die ,formen der ,laubmoose1 der ,bltterflechten und der ,hutschwmme unterschieden4 ,mitunter decken sich diese ,formen mit groen ,abteilungen des natrlichen ,pflanzensystems4 ,hufiger jedoch begegnet uns der gleiche1 durch das ,klima und die ,bodenbeschaffenheit bedingte ,habitus bei ,pflanzen1 die im ,bau ihrer ,blten und ,frchte weit voneinander abstehen4 ,untersuchungen ber die ,verteilung der ,pflanzen auf verschiedene ,hhengrtel hat zuerst 99,h4 ,b4 de ,saussure99 in den ,alpen angestellt4 ,auch fehlte es nicht an dem gelegentlichen ,hinweis1 da die ,pflanzen eines ,gebirges1 z4 ,b4 der ,pyrenen1 mit den ,pflanzen hherer ,breiten manche hnlichkeit aufweisen4 ,als allgemeine ,gesetzmigkeit wurde diese ,verknpfung der ,hhen mit entfernten1 in hherer ,breite liegenden ,tiefebenen indes zuerst von 99,humboldt99 ausgesprochen#ehg4 ,das reiche1 ihm zu ,gebote stehende ,beobachtungsmaterial setzte ihn auch in den ,stand1 fr die ,tropen die ,folge der beim ,emporsteigen uns begegnenden ,pflanzengrtel zu bestimmen4 ,als ,beispiel diene uns die bersicht der ,pflanzenregionen1 die 99,humboldt99 an den ,abhngen der ,cordillere von ,quito unterschied#ehh4 ,die unterste ,region ist diejenige der ,palmen und ,pisanggewchse4 ,sie steigt von der ,meeresflche bis zu einer ,hhe von #ajjj ,metern empor4 ,unmittelbar darber liegt die ,region der ,baumfarne4 ,dann folgen die ,region der ,eichen 7bis #cjjj ,meter7 und diejenige der ,alpenkruter4 ,letztere werden zwischen #dajj und #dfjj ,meter von den alpinen ,grsern1 den letzten ,bltenpflanzen abgelst4 ,von dort bis zur ,schneegrenze beleben nur ,steinflechten die verwitternde ,rinde des nackten ,gesteins#ehi4 ,auch in den ,anden ,mexikos und am ,pik von ,teneriffa hat 99,humboldt99 die ,aufeinanderfolge bestimmter ,pflanzengrtel nachgewiesen4 ,dieser kurze ,abri lt die groen ,verdienste1 die sich 99,humboldt99 um die ,begrndung der ,pflanzengeographie erworben1 zur ,genge erkennen4 ,das meiste1 was ihn hier beschftigte1 blieb zwar zunchst ,problem4 ,indessen mit vollem ,rechte mu man fragen#eij1 ob sich nicht derjenige1 der ,fragen aufzuwerfen versteht1 welche die ,arbeit kommender ,geschlechter auf bestimmte fruchtbare ,bahnen lenken1 ein ebenso groes ,verdienst erwirbt1 wie der ,forscher1 der einzelne wissenschaftliche ,fragen erledigt4 hnliches1 wie er es in der ,aufstellung der ,pflanzenregionen geleistet1 hielt 99,humboldt99 auch auf dem ,gebiete der ,zoologie fr erstrebenswert4 ,es wre interessant1 sagt er1 in einem ,profil die ,hhen zu bestimmen1 zu welchen sich die ,tiere in den ,gebirgslndern erheben4 ,was ihm dabei vorschwebte1 war die ,abhngigkeit des ,tierlebens von meteorologischen ,bedingungen1 wie er berhaupt der ,zoologie weniger durch ,einzeluntersuchungen als durch den steten ,hinweis auf den innigen ,zusammenhang des ,tierlebens mit seinen physischen ,bedingungen gentzt hat4 ,auch auf dem ,gebiete der ,geologie ist 99,humboldts99 ,verdienst vor allem in seiner ,betonung der allgemeinen ,gesichtspunkte zu suchen4 ,er verstand es nmlich1 die ,geologie in hnlicher ,weise mit der ,erdkunde in ,verbindung zu setzen1 wie es ihm so trefflich fr diese ,wissenschaft und die ,botanik gelungen war4 ,im ,beginn seiner wissenschaftlichen ,laufbahn stand 99,humboldt99 ganz unter dem ,einflu der neptunistischen1 von seinem ,lehrer 99,werner99 gegrndeten ,geologenschule4 ,zwischen ihren ,anhngern und den ,vulkanisten wurde besonders ber die ,entstehungsart des ,basalts heftig gestritten4 99,humboldts99 erste ,arbeit betraf gleichfalls diese ,frage#eia4 ,er glaubte sie in bereinstimmung mit 99,werner99 dahin entscheiden zu mssen1 da nach seinen ,beobachtungen an den ,basalten in der ,nhe von ,linz und ,unkel nichts auf vulkanische ,wirkungen schlieen lasse4 ,etwa ein ,jahrzehnt spter begann 99,humboldt99 seine amerikanische ,reise1 deren ,aufgabe und deren ,ergebnisse zum groen ,teil auf geologischem ,gebiete lagen4 ,whrend der ,erforschung der ,cordilleren und der ,verarbeitung des reichen1 dort gefundenen ,materials vollzog sich in ihm und besonders durch ihn ein vlliger ,umschwung in den geologischen ,anschauungen4 ,die ,folge war1 da nicht nur fr den ,basalt1 sondern auch fr den ,granit1 sowie die ,trachyte und ,porphyre1 eine ,entstehung auf feurig flssigem ,wege angenommen wurde4 ,die feinere mechanische ,analyse des ,basalts ergab fr dies ,gestein trotz seines scheinbar gleichartigen ,aussehens1 da es ein ,gemenge von ,mineralien und dem ,granit in seiner ,zusammensetzung nicht unhnlich ist#eib4 ,grundlegend fr die ,lehre vom ,vulkanismus war vor allem 99,humboldts99 ,beobachtung1 da in den ,gebirgen ,amerikas ,trachyte in der ,nachbarschaft von ,vulkanen auftreten und diese gleichsam anzukndigen scheinen4 99,humboldt99 machte ferner auf den mitunter anzutreffenden allmhlichen bergang von ,trachyt in ,gesteine von glasiger und schlackiger ,beschaffenheit aufmerksam4 ,da letztere 7,obsidian1 ,bimsstein7 noch heute als ,erzeugnisse ttiger ,vulkane angetroffen werden1 so war der ,schlu auf den eruptiven ,ursprung der ohne scharfe ,grenze in sie bergehenden ,massengesteine wohl berechtigt4 ,die ,erkenntnis1 da die ,eruptivgesteine eine viel grere ,verbreitung besitzen1 als man frher geahnt hatte1 fhrte bei 99,humboldt99 und seinem ,mitarbeiter 99,l4 v4 ,buch991 zu einer groen berschtzung der ,wirkungen der ,eruptivgesteine4 ,so nahm 99von ,buch99 an1 da die ,alpenkette und die ,mehrzahl der brigen ,gebirge durch den ,porphyr bei seinem ,hervorbrechen aus dem ,erdinnern emporgehoben sei#eic4 ,selbst der ,dolomit sollte unter der ,wirkung vulkanischer ,krfte in der ,weise entstanden sein1 da dampffrmiges ,magnesiumoxyd in den ,kalkstein eindrang und damit ein ,calcium-,magnesiumkarbonat bildete4 ,aus hnlichen ,voraussetzungen erklrte 99,humboldt99 die ,entstehung der amerikanischen ,gebirge4 ,die ,ketten der ,anden und ,venezuelas sollten sich ber langgestreckten ,erdspalten1 die ,gebirgsgruppen dagegen ber einem ,netz von ,spalten erhoben haben4 ,dabei habe ein von innen nach auen wirkender ,druck die starren ,massen gehoben und feurig flssiges ,material emporgepret4 ,die ,gebirge erschienen nach dieser ,auffassung als ,zeugen groer ,katastrophen1 als ,zeugnisse gewaltiger ,erdrevolutionen4 ,doch suchte 99,humboldt99 das ,katastrophenartige dieser etwa die erste ,hlfte des #ai4 ,jahrhunderts beherrschenden ,erklrungsweise dadurch zu mildern1 da er auf die verhltnismig geringe ,masse des emporgehobenen ,materials hinwies4 ,so wrden die ,alpen1 ber das flache ,land verteilt1 ,europa nur um #bj ,fu erhhen4 ,auch die ,vulkane1 deren reihenfrmige ,anordnung 99,humboldts99 ,erforschung des sdamerikanischen ,kontinents unzweifelhaft dargetan1 sollten nach seiner und 99von ,buchs99 ,ansicht durch ,erhebung entstehen4 ,aus der ,anordnung der ,vulkane wurde mit ,recht auf das ,vorhandensein von ,spalten in der ,erdkruste geschlossen4 ber diesen ,spalten entstanden nach der damals herrschenden ,vorstellung die ,vulkane aber weniger durch die ,anhufung von ,schlacken und ,lavaschichten4 ,sondern die vulkanische ,ttigkeit sollte formgebend und gestaltend#eid durch ,erhebung des ,bodens wirken4 ,durch diese ,ttigkeit entstehe eine blasenfrmige ,auftreibung des ,bodens und endlich durch ,sprengung des hchsten ,teiles der ,erhebungskrater4 ,die groen ,vulkane dachten sich somit beide ,forscher nicht durch ,aufschttung von ,schlacken und ,anhufung von ,laven1 sondern gewissermaen aus einem ,stck erzeugt4 ,erst durch den groen ,umschwung1 den die ,geologie durch 99,lyell99 und seine ,schler erfuhr1 wurde die ,bildung der ,vulkane nicht aus pltzlichen ,katastrophen1 sondern durch einen allmhlichen ,aufbau erklrt4 ,mit den ,vulkanen brachte 99,humboldt99 die ,erscheinung des ,erdbebens in engsten ,zusammenhang1 insofern er beide auf die gleiche ,ursache zurckfhrte4 ,die in der ,tiefe eingeschlossenen ,dmpfe1 denen die ,entstehung und die ,ausbrche der ,vulkane zugeschrieben wurden1 sollten1 wo sie keinen ,ausgang finden1 die ,erschtterungen hervorrufen4 ,daher rhrt auch sein auf eine ,vorstellung 99,strabons99 zurckzufhrendes ,wort1 da die ,vulkane als ,sicherheitsventile zu betrachten seien4 99,humboldt99 fhrt als ,beispiel einen sdamerikanischen ,vulkan an1 dessen ,ttigkeit pltzlich erlosch1 whrend gleichzeitig in seiner ,nachbarschaft eins der furchtbarsten ,erdbeben stattfand4 ,haben sich auch manche ,anschauungen ber die ,ursachen geologischer ,vorgnge seit den ,zeiten 99,humboldts99 und 99,buchs99 gendert1 so drfen wir doch nicht vergessen1 da diese ,mnner die wissenschaftliche ,erforschung der ,vulkane und der ,erdbeben erst in ,angriff genommen haben4 ,vor 99,humboldts99 sdamerikanischer ,reise waren der ,vesuv und der tna die einzigen genauer untersuchten ,vulkane#eie4 ,und hinsichtlich der ,erdbeben hatte man weniger an die ,erforschung der geologischen und der physischen ,umstnde als an die ,aufzeichnung ihrer zerstrenden ,wirkungen gedacht4 99,humboldt99 mit seinem auf ,verallgemeinerung gerichteten ,gedankenflug war es vor allem1 der die verschiedenartigsten tellurischen ,erscheinungen unter der ,bezeichnung des ,vulkanismus als die ,ausflsse ein und derselben ,ursache auffassen lehrte4 ,sie alle bestanden in der ,reaktion des heien ,erdinnern gegen die ,rinde1 mochten sie sich nun als bloe ,erschtterungen1 als ,thermalquellen1 ,gasexhalationen1 ,schlamm- oder ,vulkanausbrche geltend machen4 99,humboldt99 lehrte all diese ,erscheinungen als ,abstufungen der vulkanischen ,lebensttigkeit unseres ,planeten auffassen und verstand es von diesem hohen ,gesichtspunkt aus1 der ,wissenschaft eine solche ,flle von ,einzelbeobachtungen zuzufhren1 wie es kaum ein anderer vor und nach ihm vermocht hat4 #bb4 ,die ,mineralogie unter dem ,einflu der chemisch-physikalischen ,forschung4 ,wir befaten uns mit der ,mineralogie zuletzt im ,schluabschnitt des vorigen ,bandes4 ,fr 99,linn99 und 99,werner99 war die ,mineralogie in der ,hauptsache ,mineralbeschreibung4 ,gegen das ,ende des #ah4 ,jahrhunderts wandten 99,scheele99 und 99,bergman99 ihre ,aufmerksamkeit vorzugsweise der chemischen ,zusammensetzung der anorganischen ,naturkrper zu4 ,die groen ,fortschritte der ,physik und der ,chemie1 die wir in den ersten ,abschnitten dieses ,bandes kennen lernten1 beeinfluten die weitere ,entwicklung der ,mineralogie in hohem ,grade4 ,zwar beanspruchte nach wie vor die ,form der ,mineralien ein groes ,interesse4 ,an die ,stelle der bloen ,beschreibung trat jetzt aber das ,bestreben1 die verwirrende ,vielheit der ,gestalten auf wenige ,grundgesetze zurckzufhren4 ,gefrdert wurde dieses ,streben dadurch1 da in dem von 99,wollaston99 erfundenen ,reflexionsgoniometer 7#ahji7 ein ,werkzeug#eif zur genauen ,untersuchung auch der kleineren ,kristalle entstand4 ,von ,bedeutung waren auch die ,lehren 99,hauys994 ,nach 99,hauy99#eig hngen das ,gefge und die ,form eines ,kristalles nur von der ,gestalt der ihn zusammensetzenden ,teilchen1 sowie von deren ,anordnung ab4 ,unter den ,formen1 in denen ein kristallisierter ,stoff auftritt1 gibt es nach ihm eine1 die als die primitive betrachtet werden mu4 ,aus dieser lassen sich smtliche ,gestalten als sekundre ,formen ableiten4 ,als primitiv betrachtete 99,hauy99 die aus der ,zertrmmerung des ,kristalls hervorgehende ,spaltform1 auf deren ,unvernderlichkeit er hinwies4 ,abb4 #ei u4 #fj zeigen1 wie das ,rhombendodekaeder und das ,pentagondodekaeder durch verschiedenartigen ,aufbau aus dem ,wrfel hervorgehen knnen#eih4 ,solche ,betrachtungen fhrten 99,hauy99 zu der ,entdeckung des die ,kristallwelt beherrschenden ,grundgesetzes von der ,rationalitt der ,achsenabschnitte4 ,nach diesem ,gesetz sind die ,zahlen1 nach denen die sekundren ,formen aus der ,grundform abgeleitet werden1 stets rational und sehr einfach1 z4 ,b4 #b1 #c1 #c_/b u4 s4 f4 ,so luft bei der am hufigsten vorkommenden ,art des ,pyramidenwrfels jede der #bd ,kristallflchen einer ,achse parallel und schneidet die beiden anderen ,achsen im ,verhltnis #a 3 #b4 ,die ,bezeichnung fr diese ,form ist dementsprechend a 3 #b;a3 a4 ,ferner kommen vor die ,pyramidenwrfel a 3 #c;a 3 a und a 3 #c_/b;a 3 a 7allgemein a 3 na 3 a oder nach 99,naumann99scher ,bezeichnungsweise ,o n74 ,illustration3 ,abb4 #ei4 99,hauys99 ,ableitung des ,rhombendodekaeders 799,hauy991 ,trait de minralogie4 ,v4 ,pl4 ,,viii74 ,illustration3 ,abb4 #fj4 99,hauys99 ,ableitung des ,pentagondodekaeders 799,hauy991 ,trait de minralogie4 ,v4 ,pl4 ,,viii47 ,whrend der ersten ,dezennien des neunzehnten ,jahrhunderts vollzog sich die festere ,begrndung der ,kristallographie4 99,wei99 entdeckte das ,gesetz der ,hemiedrie1 nachdem schon vor ihm die ,bemerkung gemacht worden war#eii1 das ,pentagondodekaeder 77 ,o n7_/#b1 n #b1 #c_/b1 #c u4 s4 f47 mit seinen #ab ,flchen gehe aus dem vierundzwanzigflchigen ,pyramidenwrfel 7 ,o n7 hervor1 wenn die ,gesetze nur zur ,hlfte wirken4 99,wei99 und 99,naumann99 schufen fast zur selben ,zeit1 als 99,berzelius99 die chemische ,zeichensprache ins ,leben rief1 jene einfachen1 auf der ,annahme von ,achsen begrndeten ,bezeichnungen1 die einen klaren berblick ber die ,ergebnisse der kristallographischen ,forschung ermglichten und noch heute im ,gebrauch sind4 ,seitdem in der mineralogischen ,systematik die besonders durch 99,berzelius991 99,bergman99 und 99,klaproth99 gefrderte chemische ,richtung gesiegt hatte1 lehrte die mit vielem ,eifer betriebene ,analyse zahlreiche neue ,mineralien kennen1 so da ihre ,zahl sich in dem ,zeitraum von dem ,tode 99,werners99 bis zum ,erscheinen der ,geschichte der ,mineralogie 99v4 ,kobells99 7#ahag-ahfd7 fast verdreifachte4 ,durch das ,zusammenwirken von ,analyse und ,kristallbeschreibung gelangte man auch zur ,entdeckung neuer wichtiger ,beziehungen4 ,zwei bekannte ,mineralien1 ,kalkspat und ,aragonit1 die man bis dahin oft verwechselt hatte1 treten1 wie 99,hauy99 nachwies1 in ,formen auf1 die nicht aufeinander zurckgefhrt werden knnen4 ,nun zeigte der um die ,mineralanalyse sehr verdiente 99,klaproth99#fjj1 der ,entdecker der ,zirkon-1 ,uran- und ,titanerde1 da beide ,mineralien ihrer chemischen ,natur nach dasselbe1 nmlich ,kalziumkarbonat1 sind4 ,da ein und dieselbe ,substanz zwei verschiedene ,mineralien bilden knne1 wurde damals von vielen geradezu fr unmglich gehalten4 ,auch 99,hauy99 vermochte eine solche ,annahme mit den von ihm entwickelten ,ansichten nicht zu vereinigen4 ,man dachte daher zunchst1 die ,verschiedenheit in der ,form und in den physikalischen ,eigenschaften von ,kalkspat und ,aragonit werde durch ,beimengungen hervorgebracht1 und frohlockte1 als man in dem ,strontium einen regelmigen ,bestandteil des ,aragonits nachgewiesen zu haben glaubte4 ,bald darauf fand man jedoch ,aragonit ohne einen ,gehalt an ,strontium und konnte sich nun nicht lnger struben1 die neuentdeckte ,tatsache1 welche man als ,dimorphie bezeichnete1 anzuerkennen4 ,auch das entgegengesetzte ,verhalten1 da zwei ,mineralien von verschiedener ,zusammensetzung1 wie ,kalkspat und ,eisenspat1 in derselben ,form kristallisieren1 wurde beobachtet4 99,hauy99 glaubte indessen mathematisch beweisen zu knnen1 da verschiedene ,stoffe1 abgesehen von denjenigen1 die regulr kristallisieren1 nicht dieselbe ,form besitzen knnen4 ,nach ihm sollte sich der ,kalkspat unter ,beibehaltung der ,gestalt in ,eisenspat umwandeln1 also eine hnliche ,entstehung nehmen wie das versteinerte ,holz4 ,da es sich indessen hier nicht um ,zuflligkeiten handelt1 sondern da die ,kristallform enge ,beziehungen zur chemischen ,konstitution aufweist1 diese ,entdeckung und ihre allseitige ,begrndung verdanken wir dem genialen 99,mitscherlich991 der auf fast allen ,gebieten der ,chemie und ,mineralogie der ,forschung neue ,bahnen gewiesen hat4 99,eilhard ,mitscherlich99 wurde #agid in der ,nhe von ,jever geboren4 ,er wandte sich1 angeregt durch den ,historiker 99,schlosser991 der auf dem ,gymnasium zu ,jever sein ,lehrer war1 zunchst der ,philologie und der ,geschichte zu4 ,mehr nebenbei betrieb er das ,studium der ,naturwissenschaften4 99,mitscherlich99 hatte das ,glck1 auf diesem ,gebiete1 wenige ,jahre nachdem er es betreten1 eine der wichtigsten ,entdeckungen zu machen1 die seinem ganzen ferneren ,leben ,richtung und ,inhalt verliehen hat4 ,es war die schon erwhnte1 spter noch genauer zu besprechende ,isomorphie hnlich zusammengesetzter ,mineralien und ,prparate4 99,mitscherlich99 machte diese ,entdeckung im ,jahre #ahah in ,berlin1 wo bald darauf der groe nordische ,chemiker 99,berzelius99 vorbergehend weilte4 ,letzterer erkannte sofort die ,bedeutung des jugendlichen ,fachgenossen und bewog ihn1 in ,stockholm in seinem ,laboratorium die in ,berlin begonnenen ,untersuchungen fortzusetzen4 ,im ,jahre #ahba kehrte 99,mitscherlich99 nach ,berlin zurck1 wo man den #bg;jhrigen ,forscher dadurch zu fesseln wute1 da man ihm die ,mitgliedschaft der ,akademie und die durch 99,klaproths99 ,ableben erledigte ,professur der ,chemie bertrug4 99,mitscherlich99 starb in ,berlin im ,jahre #ahfc4 ,an frheren ,beobachtungen1 die zu 99,mitscherlichs99 ,lehre von der ,isomorphie hinberleiten1 ist kein ,mangel4 99,gay-,lussac99 hatte gefunden1 da ,kupfervitriol in der ,form des ,eisenvitriols kristallisiert1 wenn letzterer in geringer ,menge der ,kupferlsung zugesetzt wird4 ,ferner war bekannt1 da im ,alaun das ,kalium durch ,ammonium und durch ,natrium vertreten werden kann4 ,anknpfend an diese ,erscheinung wies man darauf hin1 da auch im ,mineralreich ein hnliches ,verhltnis vorkommt1 das man mit dem ,worte ,vikariieren1 d4 h4 sich gegenseitig vertreten1 bezeichnete#fja4 ,spter 7#ahai7 zeigte 99,mitscherlich991 da die vikariierenden ,bestandteile der ,mineralien von analoger atomistischer ,zusammensetzung sind und da diese ,analogie ,gleichheit oder annhernde ,gleichheit der ,kristallform bedingt4 99,mitscherlich99 wies diese von ihm als ,isomorphie bezeichnete ,erscheinung besonders an knstlich dargestellten ,verbindungen1 z4 ,b4 an den ,salzen1 welche ,phosphorsure und ,arsensure mit demselben ,metalle#fjb bilden1 nach4 ,auch ,eisensulfat und ,kobaltsulfat1 sowie die mit #g ,moleklen ,wasser kristallisierenden ,sulfate von ,magnesium1 ,nickel und ,zink stimmen nach der ,untersuchung 99,mitscherlichs99#fjc in ihrer ,form vollkommen berein4 ,an den ,eisenspat schlossen sich ,zink- und ,manganspat als gleichfalls dem ,kalkspat isomorphe ,mineralien an4 ,aus den angefhrten ,beispielen geht schon zur ,genge hervor1 da es ,verbindungen von hnlicher chemischer ,zusammensetzung sind1 an denen sich ,isomorphie beobachten lt4 ,auf die ,untersuchung der phosphorsauren und der arsensauren ,salze wurde 99,mitscherlich99 dadurch gefhrt1 da 99,berzelius99 bei der ,untersuchung der ,suren 7,sureanhydride7 des ,phosphors und des ,arsens eine ,abweichung von der allgemeinen ,regel gefunden hatte4 ,die ,sauerstoffmengen1 mit denen sich beide ,elemente zu ,suren verbinden1 verhalten sich nmlich1 wie 99,berzelius99 fand1 wie #c zu #e 7,p#b,o#c1 ,p#b,o#e2 ,as#b,o#c1 ,as#b,o#e74 ,als 99,mitscherlich99 im ,jahre #ahah im ,laboratorium zu ,berlin mit der ,nachprfung dieser ,proportionen beschftigt war und zu diesem ,zwecke auch die ,salze der betreffenden ,suren untersuchte1 war er berrascht1 zu sehen1 da diese ,salze sich in der ,form zu gleichen schienen4 99,mitscherlich99 war damals mit den ,methoden der ,kristallographie noch nicht bekannt4 ,er bat deshalb 99,g4 ,rose991 den spter so berhmt gewordenen ,mineralogen1 ihm bei der weiteren ,untersuchung behilflich zu sein4 ,in gemeinsamer ,arbeit stellten beide darauf fest1 da phosphorsaure und arsensaure ,salze von analoger ,zusammensetzung in der ,kristallform bereinstimmen4 99,mitscherlich99 kam durch seine ,untersuchung zu dem allgemeinen ,ergebnis#fjd1 da eine gleiche ,anzahl von ,atomen1 wenn sie auf gleiche ,weise verbunden sind1 gleiche ,kristallform hervorbringen1 da also die ,kristallform nicht auf der ,natur der ,atome1 sondern auf ihrer ,anzahl und ,verbindungsweise beruhe4 ,spter erkannte er jedoch1 da neben der ,zahl der elementaren ,teilchen deren chemische ,natur doch 99mitbestimmend99 ist4 ,ich hoffe1 schlo 99,mitscherlich99 seine berhmte ,abhandlung1 in welcher er die ,lehre von der ,isomorphie begrndete1 da das ,studium der ,kristallisation ebenso bestimmt wie die chemische ,analyse das ,verhltnis der ,bestandteile der ,krper angeben wird4 ,die ,isomorphie wurde seitdem von 99,mitscherlich99 und von 99,berzelius99 auch umgekehrt dazu benutzt1 um eine bereinstimmung in dem atomistischen ,aufbau der untersuchten ,verbindungen nachzuweisen4 ,demgem erblickte 99,berzelius991 welcher die ,isomorphie als die wichtigste seit der ,aufstellung der ,lehre von den ,proportionen gemachte ,entdeckung bezeichnete1 in den ,mengen der sich entsprechenden ,elemente 7z4 ,b4 ,kobalt und ,eisen in ihren ,sulfaten71 die mit einer bestimmten ,menge ,sauerstoff verbunden sind1 die relativen ,atomgewichte4 99,berzelius99 wandte das neue ,hilfsmittel auch als ,prfstein fr die ,zuverlssigkeit seiner eigenen ,atomgewichtsbestimmungen in ausgedehnter ,weise an4 ,das ,ergebnis war sein berichtigtes ,atomgewichtssystem vom ,jahre #ahba4 99,mitscherlich99 ist der ,nachweis zu verdanken1 da die ,dimorphie gleichfalls knstlich hervorgerufen werden kann und da sie von den physikalischen ,umstnden abhngt1 unter denen die ,kristallisation vor sich geht#fje4 ,so erhielt er ,schwefel in verschiedenen ,formen1 je nachdem dies ,element aus einer ,lsung oder aus dem ,schmelzflu erstarrte4 hnlich wurde spter die ,dimorphie von ,calziumkarbonat erklrt#fjf4 ,fllt man diese ,substanz bei gewhnlicher ,temperatur1 so weist sie die ,gestalt des ,kalkspats auf1 whrend sich ,aragonitkristllchen bilden1 wenn der ,niederschlag aus einer heien ,lsung entsteht4 ,eine neue ,erweiterung erfuhr die ,kristallographie durch 99,mitscherlichs99 ,entdeckung1 da die ,kristallform sich stetig1 wenn auch wenig mit der ,temperatur ndert und da diese nderung wieder in naher ,beziehung zur ,form der ,kristalle1 insbesondere zur ,lage der ,achsen steht4 ,die ,untersuchung ergab im einzelnen folgendes3 ,die ,kristalle des regulren ,systems werden durch die ,wrme nach allen ,richtungen gleichstark ausgedehnt4 ,ihre ,winkel wurden daher nicht gendert4 ,die ,kristalle des hexagonalen ,systems zeigen dagegen1 wie 99,mitscherlich99 aus der ,gre der beim ,erwrmen eintretenden ,winkelnderung bestimmte1 in der ,richtung der ,hauptachse ein anderes ,verhalten wie in der ,richtung der ,nebenachsen4 ,die ,kristalle des rhombischen ,systems endlich werden entsprechend der ,verschiedenheit ihrer drei ,achsen auch nach allen drei ,richtungen von der ,wrme in verschiedenem ,mae beeinflut4 ,durch diese thermische ,untersuchung der ,kristalle1 welche durch die ,prfung ihres optischen ,verhaltens seitens anderer ,forscher eine ,ergnzung erfuhr1 wurde eine der ,grundlagen fr die physikalische ,kristallographie geschaffen4 ,auch die so junge1 aber erfolgreiche ,wissenschaft der ,mineralsynthese1 die sich mit der knstlichen ,erzeugung von ,mineralien beschftigt1 um die ,bedingungen kennen zu lernen1 unter denen ihre natrliche ,entstehung vor sich geht1 wurde durch 99,mitscherlich99 mitbegrndet#fjg4 ,als ein wichtiges ,mittel fr die ,mineralsynthese erkannte er den ,schmelzflu4 ,er wies nach1 da die in den ,schlacken vorkommenden ,kristallbildungen hufig mit bekannten ,mineralien1 wie ,glimmer und ,augit1 identisch sind4 ,hand in ,hand mit all diesen ,untersuchungen ging eine stete ,verbesserung der ,methoden und der ,apparate4 ,unter letzteren ist insbesondere 99,mitscherlichs99 ,fernrohrgoniometer zu nennen1 das an ,genauigkeit der ,winkelmessungen das 99,wollaston99sche ,goniometer erheblich bertraf4 99,mitscherlichs99 ,arbeiten auf dem ,gebiete der reinen ,chemie betrafen vor allem die organischen ,verbindungen2 sie werden an anderer ,stelle zu behandeln sein4 ,hier sei jedoch noch seine ,untersuchung des ,mangans erwhnt1 welche die ,mangansure und die bermangansure kennen lehrte4 ,die ,verdienste 99,klaproths99 liegen in erster ,linie auf dem ,gebiete der ,mineralchemie4 ,wir wollen ihrer hier noch im einzelnen gedenken1 wie wir es soeben hinsichtlich 99,mitscherlichs99 ,arbeiten getan haben4 ,das ,wirken dieser beiden ,mnner zeigt am besten1 welch hohe ,stufe die chemische und die mineralogische ,forschung am ,ende des #ah4 und whrend der ersten ,dezennien des #ai4 ,jahrhunderts auch in ,deutschland erreicht hatten4 ,martin ,heinrich 99,klaproth99 wurde #agdc in ,wernigerode geboren4 ,er ist wie viele groe ,chemiker der frheren ,zeit aus der pharmazeutischen ,laufbahn hervorgegangen4 99,klaproth99 wirkte in ,berlin als ,apotheker und hielt dort ,vorlesungen ber ,chemie4 ,nach der ,grndung der ,berliner ,universitt im ,jahre #ahaj wurde ihm die erste ,professur fr ,chemie an dieser ,hochschule bertragen4 ,gleichzeitig war er ,mitglied der ,akademie der ,wissenschaften4 ,er starb in ,berlin im ,jahre #ahag4 99,klaproth99 hat fr die ,mineralchemie fast dieselbe ,bedeutung1 wie sie 99,lavoisier99 fr die allgemeine ,chemie besitzt4 ,er erffnete auf jenem ,gebiete1 dem er sich seit dem ,jahre #aghe mit unermdlichem ,eifer widmete1 das ,zeitalter der quantitativen ,untersuchungsweise4 ,nachdem die antiphlogistische ,theorie in ,deutschland bekannt geworden1 war 99,klaproth99 einer der ersten1 der sie einer grndlichen ,nachprfung unterwarf und seitdem -- es war im ,jahre #agib -- fr die ,beseitigung der in ,deutschland herrschenden 99,stahl99schen ,lehre eintrat4 ,zu den ersten1 die 99,klaproth99 von der ,richtigkeit der 99,lavoisier99schen ,lehre zu berzeugen vermochte1 gehrte 99,alexander von ,humboldt994 ,an ,genauigkeit der ,arbeitsweise und ,gewissenhaftigkeit kommt unter den ,forschern1 die im ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts die ,fhrung bernahmen1 dem ,deutschen 99,klaproth99 nur der ,schwede 99,berzelius99 gleich4 ,wie letzterer durch tausende von sorgfltigen ,analysen sichere ,grundlagen fr das ,gebiet der allgemeinen ,chemie zu schaffen wute1 so war 99,klaproth99 mit gleichem ,erfolge auf der enger begrenzten ,domne der ,mineralchemie ttig4 ,bei diesen ,untersuchungen konnte es nicht ausbleiben1 da er das ,lehrgebude der allgemeinen ,chemie um manche wichtige ,tatsache bereicherte4 ,hatte er doch das ,glck1 bei seinen ,untersuchungen seltener ,mineralien vier neue ,elemente zu entdecken4 ,wenn man bedenkt1 wie selten einem ,chemiker das ,glck zuteil wird1 ein einziges ,element aufzufinden1 so wird es begreiflich erscheinen1 wie sehr 99,klaproths99 ,entdeckung von vier ,elementen seinen ,zeitgenossen imponieren mute#fjh4 ,es war im ,jahre #aghi1 als 99,klaproth99 in der neuerdings durch die ,radiumforschung so bekannt gewordenen ,pechblende ein neues ,metall entdeckte4 ,er nannte es zur ,erinnerung an die in jenen ,zeitraum fallende ,auffindung des ,planeten ,uranus ,uranium4 ,in ,wahrheit handelte es sich allerdings bei 99,klaproths99 ,arbeit um eine ,sauerstoffverbindung dieses ,metalles1 dessen ,reindarstellung erst im ,jahre #ahdb gelang#fji4 ,im ,jahre #aghi entdeckte 99,klaproth99 in dem ,mineral ,zirkon die ,zirkonerde4 ,die ,abscheidung des ,metalles ,zirkonium gelang 99,berzelius99 vermittelst einer ,methode1 welche auf der ganz auerordentlichen ,fhigkeit des ,kaliums1 die ,verbindungen anderer ,metalle zu zersetzen1 beruht4 ,etwas spter 7#agie7 entdeckte 99,klaproth99 einen neuen ,metallkalk in dem ,mineral ,rutil4 ,er nannte das dem ,kalk zugrunde liegende ,metall ,titanium4 ,aus der ,titanverbindung das ,metall abzuscheiden1 gelang gleichfalls erst 99,berzelius99 mit ,hilfe der erwhnten ,methode4 ,in dem in ,schweden vorkommenden ,silikat ,cerit fanden beide ,forscher gleichzeitig 7#agie7 die ,cererde1 die jedoch wieder erst 99,berzelius99 als das ,oxyd eines ,metalls erkannte4 ,erwhnenswert sind ferner 99,klaproths99 ,versuche1 bei denen er eine ,anzahl von ,mineralien der hchsten ihm zu ,gebote stehenden ,glut des ,porzellanofens aussetzte4 ,dabei zeigte es sich1 da man gewisse ,stoffe1 wie ,kalk und ,bittererde1 bislang nur deshalb fr schmelzbar gehalten hatte1 weil sie sich mit der ,masse des ,schmelztiegels zu einer in der ,weiglut schmelzenden ,substanz verbinden4 ,fr mehr als #bjj ,mineralien hat 99,klaproth99 die sorgfltigsten ,analysen angestellt4 ,die betreffenden1 in der ,literatur zerstreuten ,arbeiten wurden zu einem umfangreichen ,werk vereinigt1 das er 7#agie-ahaj7 unter dem ,titel3 ,beitrge zur chemischen ,kenntnis der ,mineralkrper herausgab4 ,damit hat 99,klaproth99 den ,grund zu der ,gruppierung der ,mineralien nach chemischen ,gesichtspunkten gelegt4 ,auch einen wichtigen methodischen ,fortschritt verdankt man 99,klaproth994 ,vor ihm war es die ,gepflogenheit der ,analytiker1 als ,ergebnis ihrer ,untersuchungen korrigierte ,werte und nicht die unmittelbar durch den ,versuch gewonnenen ,daten mitzuteilen4 99,klaproth99 dagegen teilte seine ,analysen ohne jede ,voreingenommenheit und ohne den ,versuch einer ,abrundung mit4 ,auf diese ,weise lie sich das ,gewicht der ,bestandteile mit dem ,gesamtgewicht der untersuchten ,substanz vergleichen4 ,verluste oder berschsse waren jedem ,fachgenossen ersichtlich und dadurch war einer ,kritik der angewandten ,methode die beste ,handhabe gegeben4 ,aus dieser ,kritik -- und das war die gnstige ,rckwirkung1 welche die ,verbesserung der ,methode hier wie in allen hnlichen ,fllen auf die ,wissenschaft ausgebt hat -- entsprangen neue ,untersuchungen1 die zur ,verbesserung des analytischen ,verfahrens1 zur ,berichtigung von ,fehlern1 zu immer neuen ,entdeckungen1 kurz zur ,vertiefung und ,vermehrung des ,wissensschatzes fhrten4 ,wie der chemische ,aufbau1 so wurde auch das physikalische und zwar insbesondere das optische ,verhalten mit der ,form der ,mineralien in ,beziehung gebracht4 ,als 99,huygens99 seine ,abhandlung ber das ,licht schrieb1 war die ,doppelbrechung nur am islndischen ,kalkspat und am ,quarz bekannt4 ,spter entdeckte man sie auch an anderen ,substanzen1 indem man von kleinen ,krpern1 z4 ,b4 von der ,spitze einer ,nadel1 ein doppeltes ,bild erhielt4 ,war der ,richtungsunterschied der ,strahlen nur klein1 so entging er entweder gnzlich der ,beobachtung1 oder das ,ergebnis war ein zweifelhaftes4 ,dies wurde anders1 als 99,arago99 die chromatische ,polarisation auffand#faj4 ,jetzt gengte es1 ein dnnes ,blttchen im polarisierten ,licht zu untersuchen1 um ber die ,beschaffenheit des betreffenden ,minerales ,aufschlu zu erlangen4 ,die ,beziehung zwischen der ,kristallform und dem optischen ,verhalten konnte seitdem nicht lnger verborgen bleiben4 ,man erkannte1 da alle regulren ,substanzen das ,licht einfach brechen1 aber durch ,zusammenpressen doppeltbrechend gemacht werden knnen4 ,eine derartige gewaltsame nderung konnte nur bewirkt haben1 da die ,molekle in der einen ,richtung einander genhert1 in einer dazu senkrechten voneinander entfernt wurden1 daraus schlo man1 da die ,anordnung der ,molekle die ,ursache des optischen ,verhaltens der doppeltbrechenden ,kristalle sei4 #bc4 ,die ,aufstellung eines natrlichen ,pflanzensystems4 ,wie fr die chemisch-physikalische ,forschung1 so begann auch fr die beschreibenden ,naturwissenschaften gegen das ,ende des #ah4 ,jahrhunderts eine neue ,zeit4 ,whrend der auf 99,linn99 folgenden ,jahrzehnte waren alle ,bemhungen so sehr auf die ,ausfeilung des von diesem ,manne geschaffenen ,systems gerichtet1 da das eigentliche ,ziel der ,naturforschung1 welches doch in der ,erkenntnis des ,zusammenhanges der ,erscheinungen besteht1 darber fast aus dem ,auge verloren wurde4 ,endlich besann man sich1 da man in dem knstlichen ,system nichts mehr als ein bloes ,register besitze und von der ,erreichung jenes ,zieles noch unendlich weit entfernt sei4 ,diese ,einsicht begegnet uns zunchst nur in einzelnen hervorragenden ,kpfen4 ,wie die ,neugestaltung der ,chemie1 so nahm die ,umbildung der beschreibenden ,naturwissenschaften ihren ,ursprung in ,frankreich1 dem ,lande1 das gleichzeitig mit der grten ,entfaltung seiner ,volkskraft den belebendsten ,einflu auf die ,wissenschaften ausgebt hat4 ,die ,forderung1 da das ,system die ,verwandtschaft zum ,ausdruck bringen solle1 hatte schon 99,linn99 erhoben4 ,er bildete bereits eine ,anzahl von ,gruppen1 die natrlichen ,verwandtschaftskreisen entsprachen4 ,diese ,gruppen umfaten jedoch nicht das gesamte ,pflanzenreich4 ,sie wurden von 99,linn99 ferner nur benannt und aufgezhlt4 ,kurz1 das ,ganze war ein bloer ,versuch1 der zu einer ,fortsetzung in der eingeschlagenen ,richtung ermuntern sollte4 99,linns99 ,system hatte in ,frankreich weniger ,eingang gefunden als in anderen ,lndern4 ,in ,frankreich waren es besonders 99,adanson991 sowie der ltere und der jngere 99de ,jussieu991 welche die ,grundlagen des natrlichen ,pflanzensystems schufen4 99,adanson99#faa versuchte1 durch eine auerordentlich umfassende ,induktion zu einem ,einblick in die natrliche ,verwandtschaft zu gelangen4 ,er ordnete die ,pflanzen zunchst nach der ,beschaffenheit eines ,organs und erhielt dadurch ein knstliches ,system4 ,dann gruppierte er die ,pflanzen ein zweites ,mal1 indem er ein anderes ,organ zugrunde legte4 ,indem er dies oft wiederholte1 gelangte er jedesmal zu einem neuen knstlichen ,system#fab4 ,sein leitender ,gedanke war nun der1 da die natrliche ,verwandtschaft aus dem ,vergleich dieser knstlichen ,systeme hervorleuchten msse4 ,in je mehr ,systemen nmlich die ,arten nahe beieinander stnden1 um so grer sei ihre ,verwandtschaft4 ,bei 99,adanson99 begegnet uns auch schon die ,ansicht1 da die ,arten durchaus nicht unvernderliche ,formen seien4 ,im engen ,anschlu an den von 99,linn99 herrhrenden ,versuch stellte 99,bernard de ,jussieu99 7#afii-aggg1 ,professor am ,jardin royal in ,trianon7 seine ,gruppen auf4 99,jussieu99 dehnte die ,einteilung nach natrlichen ,verwandtschaftsverhltnissen1 die er auch in den ,anpflanzungen des ,jardin royal zum ,ausdruck brachte1 mit den ,kryptogamen beginnend und daran die ,monokotylen1 die ,dikotylen und endlich die ,koniferen anschlieend1 ber das gesamte ,pflanzenreich aus4 ,sein ,system umfate #ad ,klassen4 ,die erste enthielt smtliche ,kryptogamen1 die er als ,akotyledonen bezeichnete4 ,die ,monokotyledonen wurden1 je nachdem die ,staubfden auf dem ,bltenboden stehen1 mit der ,bltenhlle oder mit dem ,fruchtknoten 7,orchideen7 verwachsen sind1 in drei ,klassen eingeteilt4 ,die ,dikotyledonen zerfielen in die groen1 nach der ,beschaffenheit der ,krone gebildeten ,unterabteilungen der ,apetalen 7,blumenblattlose71 der ,monopetalen 7,blumenkrone aus einem ,stck bestehend7 und der ,polypetalen 7mit mehreren ,kronenblttern74 ,sie wurden nach den ,stellungsverhltnissen von ,blumenkrone1 ,staubgefen und ,fruchtknoten wieder in ,klassen eingeteilt4 ,das ,system 99,bernard de ,jussieus99 beruhte auf der ,verknpfung der natrlichen mit einer knstlichen ,anordnung4 ,es wurde durch seinen ,neffen 99,antoine ,laurent de ,jussieu99 weiter ausgebaut4 99,antoine ,laurent de ,jussieu99 7#agdh-ahcf7 war ,professor am ,jardin des ,plantes zu ,paris4 ,sein ,verdienst besteht darin1 da er die ,anzahl der natrlichen ,gruppen 7,familien7 nicht nur vergrerte1 sondern die jeder ,gruppe gemeinschaftlichen ,merkmale1 die ,familiencharaktere1 klar erkannte und scharf hervorhob4 ,ihre wertvollste ,sttze erhielten die ,bemhungen 99,a4 ,l4 de ,jussieus99 durch den deutschen ,botaniker 99,grtner991 der gleich 99,klreuter99 und 99,sprengel99 im eigenen ,vaterlande kaum verstanden und gewrdigt wurde4 99,joseph ,grtner99#fac hat in dem ,bestreben1 das natrliche ,system begrnden zu helfen1 die erste wissenschaftliche ,morphologie der ,frchte und der ,samen geliefert4 ,die ,zahl der von ihm hinsichtlich dieser ,teile genau untersuchten ,pflanzengattungen beluft sich auf ber tausend4 ,zu den wichtigsten ,ergebnissen seiner ,arbeit gehrt die ,erkenntnis1 da die ,sporen der ,kryptogamen und die ,samen der ,bltenpflanzen grundverschiedene ,gebilde sind4 ,er zeigte1 da die eigentlichen ,samen stets einen ,embryo 7,keimling7 enthalten4 ,die ,lage dieses ,keimlings1 die ,richtung seiner ,wurzel und die ,zahl und ,gestalt der ,keimbltter machte er zum ,gegenstande der eingehendsten ,untersuchung1 um auf die gefundenen ,besonderheiten dann wieder ,familiencharaktere zu grnden4 ,dabei verfiel er nie in einseitige ,bevorzugung der von ihm auf diese ,weise gefundenen ,merkmale1 sondern er betrachtete sie als zwar wichtige1 indessen keineswegs als die einzigen fr die natrliche ,einteilung der ,pflanzenwelt zu verwertenden ,mittel4 ,erwhnt sei noch1 da bei dieser1 im brigen ganz im ,sinne der modernen ,naturwissenschaft gefhrten ,untersuchung1 stets nur die fertigen ,gebilde betrachtet wurden und 99,grtner99 kaum daran dachte1 auch die ,entwicklung der von ihm untersuchten ,organe zu verfolgen#fad4 ,dieser ,weg1 auf dem sich die tiefste ,einsicht in die verwandtschaftlichen ,beziehungen der ,organismen erffnen sollte1 blieb einem spteren ,zeitalter vorbehalten4 99,grtners99 groes ,werk mit seinen zahlreichen1 sorgfltig ausgefhrten ,kupfertafeln1 dem er die ,arbeit seines ,lebens gewidmet1 fand in ,frankreich die hchste ,anerkennung4 ,geradezu mit ,begeisterung wurde es von 99,a4 ,l4 de ,jussieu99 aufgenommen1 der bei seinen ,untersuchungen ber die ,gattungs- und ,familiencharaktere sehr oft auf 99,grtners99 ,werk ber die ,frchte und ,samen der ,pflanzen zurckgriff4 99,a4 ,l4 de ,jussieus99 ,system beginnt mit den ,akotyledonen 7,kryptogamen71 welche die ,gruppen der ,pilze1 ,algen1 ,moose und ,farne umfassen4 ,die ,monokotyledonen werden nach der ,stellung der ,staubgefe zu dem ,fruchtknoten in drei ,reihen zerlegt4 ,sie umfassen insgesamt #af ,familien1 von denen wir als die bekanntesten die ,grser1 ,palmen1 ,lilien1 ,narzissen und ,orchideen anfhren4 ,die ,dikotyledonen teilt 99,jussieu99 zunchst nach der ,beschaffenheit der ,blumenkrone in die ,hauptgruppen der ,apetalen1 ,monopetalen und ,polypetalen1 je nachdem die ,kronenbltter fehlen1 verwachsen oder frei sind4 ,nach der ,stellung des ,fruchtknotens zur ,krone oder den ,staubgefen zerfallen diese ,hauptgruppen dann wieder in ,unterabteilungen4 ,so gehren die ,lippenblter 7,labiatae7 mit #ad anderen ,familien zu einer solchen ,unterabteilung4 ,einige von diesen ,familien sind die ,nachtschattengewchse1 die ,rauhblttrigen 7,borragineen71 die ,windengewchse1 die ,enziangewchse 7,gentianeen7 usw4 ,das ,gemeinsame dieser #ae ,familien besteht darin1 da die ,krone der ,bltenachse unterhalb des ,fruchtknotens eingefgt ist4 ,gleichzeitig ist die ,krone bei diesen #ae ,familien verwachsenblttrig2 letztere werden daher mit anderen ,gruppen von ,familien zur ,abteilung der ,verwachsenblttrigen 7,monopetalen7 zusammengefat4 ,den ,monopetalen gleichwertig sind die ,polypetalen 7,vielkronenblttrige7 und die ,apetalen 7,kronenblattlose74 ,das ,system nennt unter den ,polypetalen die ,doldengewchse 7,umbelliferae71 die ,hahnenfugewchse 7,ranunculaceae71 die ,kreuzblter 7,cruciferae71 die ,rosengewchse 7,rosaceae71 die ,schmetterlingsblter 7,papilionaceae7 und andere hervorragend wichtige natrliche ,gruppen4 ,im ganzen umfat es #ajj solcher ,familien1 von denen auf die ,vielkronenblttrigen allein fast die ,hlfte entfallen4 ,die letzte ,familie bilden die ,coniferen4 ,dieses ,system vom ,jahre #aghi hat zwar manche ,verbesserung erfahren1 ist aber doch die ,grundlage fr alle spteren systematischen ,anordnungen geblieben1 unter denen diejenige ,decandolles in erster ,linie hervorgehoben werden mu4 99,augustin ,pyrame ,decandolle99 wurde #aggh in ,genf geboren4 ,seine ,vorfahren stammten aus ,sdfrankreich4 ,in ,genf wirkten um #ahjj eine ,anzahl hervorragender ,naturforscher1 die sich mit physikalischen und physiologischen ,untersuchungen beschftigten4 ,unter ihnen sind vor allem 99de ,saussure99 und 99,senebier99 zu nennen4 ,durch diese ,mnner wurde 99,decandolle99 der ,pflanzenphysiologie zugefhrt4 ,ein ,jahrzehnt 7#agih-ahjh7 verbrachte 99,decandolle99 in ,paris1 das damals der glnzende ,mittelpunkt der exakten ,naturforschung war4 ,ihrem ,geist und ihrer ,methode konnte sich auch die ,botanik nicht lnger entziehen4 ,und 99,decandolle99 war es vor allem zu danken1 da sich diese ,wandlung nicht auf die ,physiologie beschrnkte1 sondern sich auch auf die ,morphologie ausdehnte4 ,von letzterer aus wurde endlich auch die ,systematik mit dem ,geiste echter ,naturforschung befruchtet1 der in ,frankreich an der ,schwelle des #ai4 ,jahrhunderts auf so vielen ,gebieten und in so zahlreichen ,mnnern sieghaft und die letzten ,spuren der ,scholastik hinwegfegend zum ,durchbruch kam4 ,an 99,decandolles99 ,pariser ,aufenthalt schlossen sich botanische ,reisen durch ,frankreich und die benachbarten ,lnder4 ,die letzten #be ,jahre seines ,lebens verbrachte er wieder in ,genf4 ,er starb dort #ahda4 ,wir haben in diesem ,abschnitt 99,decandolles99 ,verdienste um die ,entwicklung der morphologischen ,grundbegriffe und um die ,systematik zu betrachten und werden uns erst an spterer ,stelle mit den ,ergebnissen seiner pflanzenphysiologischen ,arbeiten beschftigen4 ,die ,grundlagen fr die heutige ,morphologie verffentlichte 99,decandolle99 im ,jahre #ahac in seinen ,theoretischen ,anfangsgrnden der ,botanik#fae4 ,eine erweiterte ,darstellung unter gleichzeitiger ,bercksichtigung der ,pflanzenanatomie erfuhren diese ,grundzge #ahbg in der ,organographie#faf4 ,wir wollen der hier folgenden ,darstellung dieses sptere ,werk zugrunde legen4 99,decandolle99 vermehrte die ,zahl der ,familien von #ajj 799,jussieu997 auf #afa und lieferte in ,gemeinschaft mit einer ,anzahl ,fachgenossen eine ausfhrliche ,beschreibung aller bis dahin bekannt gewordenen ,pflanzenarten1 das groartigste ,unternehmen1 welches die botanische ,systematik aufzuweisen hat4 ,in diesem1 ,prodromus systematis naturalis betitelten ,sammelwerk hat 99,decandolle99 allein etwa #ajj ,familien bearbeitet4 ,das ,erscheinen des ,werkes erstreckte sich ber eine ,reihe von ,jahrzehnten 7#ahbd-ahgc74 ,die ,fortfhrung bernahm mit dem #h4 ,bande 99,decandolles99 ,sohn 99,alphons991 dem er sein ,herbarium und seine ,bibliothek vermacht hatte4 ,den ,wert dieser umfangreichen systematischen ,arbeit erkennt einer der hervorragendsten ,geschichtsschreiber der neueren ,botanik mit folgenden ,worten an3 ,es ist nicht wohl mglich1 von dem in solchen ,arbeiten liegenden ,verdienst in ,krze ,rechenschaft zu geben4 ,sie bilden eben die eigentlich empirische ,grundlage der gesamten ,botanik1 und je besser und umsichtiger diese gelegt ist1 desto grere ,sicherheit gewinnt die ganze ,wissenschaft in ihren ,fundamenten#fag4 ,es gelang 99,decandolle99 indes ebensowenig wie 99,jussieu991 eine scharfe ,bestimmung und richtige ,bewertung der ,hauptgruppen des ,pflanzenreiches zu geben4 ,dieses wurde erst dadurch ermglicht1 da man sich nach dem ,wiederaufleben der lange vernachlssigten mikroskopischen ,forschung den schwer zugnglichen ,formverhltnissen der ,kryptogamen zuwandte4 ,jetzt erst wurde es klar1 da die schon von 99,ray99 in ,vorschlag gebrachte ,gegenberstellung dieser ,gruppe der ,gesamtheit der brigen ,pflanzen gegenber berechtigt ist und da die groen ,abteilungen1 in welche die ,kryptogamen zerfallen1 den ,monokotyledonen und den ,dikotyledonen gleichwertig sind4 99,decandolles99 ,migriff bestand darin1 da er seine ,gruppierung auf das ,vorhandensein und das ,fehlen von ,gefbndeln grndete4 ,so kam es1 da in seinem ,system den ,monokotylen die ,gefkryptogamen beigesellt wurden4 ,bei diesen beiden ,gruppen erblickte er das ,gemeinsame in dem ,umstande1 da sie nicht wie die ,dikotylen ein am ,umfange des ,stammes vor sich gehendes ,dickenwachstum aufweisen4 ,die ,dikotylen wurden aus diesem ,grunde als exogen1 die beiden anderen ,gruppen1 fr die er ein im ,innern des ,stammes vor sich gehendes1 wenn auch beschrnktes ,dickwachstum annahm1 als endogen bezeichnet4 ,die grte aller ,gruppen des ,pflanzenreichs1 die ,dikotylen1 wurde wieder nach der ,beschaffenheit der ,bltenhlle 7einfach oder doppelt7 in zwei ,untergruppen eingeteilt4 ,war das gewhlte ,merkmal auch ein knstliches1 so waren doch innerhalb dieser ,untergruppen ,vereinigungen von ,familien 7,reihen7 mglich1 die natrliche ,verwandtschaft zu besitzen schienen4 ,den ,begriffen natrliches ,system und natrliche ,verwandtschaft fehlte indes gnzlich der reale ,sinn1 den erst die moderne ,abstammungslehre in sie hineintragen konnte4 ,dazu kam1 da sich 99,decandolle99 die ,beziehungen der von ihm geschaffenen ,gruppen unter einem ,bilde vorstellte1 das recht ungeeignet war1 den ,gedanken an eine wirkliche1 durch ,abstammung bedingte ,verwandtschaft vorzubereiten oder gar aufkommen zu lassen4 ,whrend man sich vor ihm das ,system wohl unter dem ,bilde einer geraden ,linie vorgestellt hatte1 verglich 99,decandolle99 es nmlich mit einer geographischen ,karte1 in welcher die ,erdteile den grten1 the ,staaten1 ,provinzen usw4 den kleineren ,gruppen entsprchen4 ,nach diesen ,ausfhrungen stellt sich das von 99,decandolle99 geschaffene ,pflanzensystem folgendermaen dar3 ,i4 99,gefpflanzen499 #a4 ,exogene ,pflanzen 7,dikotylen74 ,a4 mit ,kelch und ,krone 7 ,kronenbltter frei und ber dem ,fruchtknoten stehend4 7 ,kronenbltter frei und um den ,fruchtknoten stehend4 7 ,kronenbltter verwachsen4 ,b4 mit einfachem ,perigon #b4 ,endogene ,gefpflanzen4 7 ,die ,monokotylen4 7 ,die ,gefkryptogamen4 ,,ii4 99,zellenpflanzen499 7 ,bebltterte ,zellenpflanzen 7,moose74 7 ,blattlose ,zellenpflanzen 7,tallophyten74 ,die ,lehre von der ,sexualitt der ,pflanzen tauchte gegen das ,ende des #ag4 ,jahrhunderts auf und errang nach vielem ,widerstreit in der ersten ,hlfte des #ah4 ,jahrhunderts allgemeine ,anerkennung4 ,schon in diesem ,zeitraum setzen die ,bemhungen ein1 die ,gltigkeit der ,sexualtheorie auch fr die an letzter ,stelle genannten ,gefkryptogamen1 ,moose und ,tallophyten nachzuweisen4 ,man suchte ,staubgefe zwischen den ,lamellen der ,bltterpilze#fah1 deutete gewisse ,teile der ,moose als ,fortpflanzungsorgane und glaubte auch deutliche ,anzeichen fr die ,sexualitt der ,tange bemerkt zu haben#fai4 ,ihre volle ,aufklrung fand die ,frage nach der ,fortpflanzung der ,kryptogamen jedoch erst durch die erhhte ,leistungsfhigkeit der ,mikroskope und die damit ,hand in ,hand gehende ,ausbildung der mikroskopischen ,technik im ,verlaufe des #ai4 ,jahrhunderts4 ,das ,verstndnis fr die natrliche ,verwandtschaft1 die bei 99,jussieu99 und 99,decandolle99 ein bloer1 mit dem ,dogma von der ,konstanz der ,arten schwer vereinbarer ,begriff geblieben war1 wurde erst ermglicht1 als das in den vierziger ,jahren beginnende ,studium der ,entwicklungsgeschichte im ,verein mit der ,lehre vom ,transformismus dem ,worte ,verwandtschaft einen neuen ,sinn verlieh und das ,system als das ,endergebnis einer zusammenhngenden1 von einem gemeinsamen ,ursprung ausgehenden ,folge von ,entwicklungsvorgngen erschien4 ,auch durch die vergleichende ,betrachtung der ,formen kam man auf dem ,gebiete der ,botanik zu wertvollen ,ergebnissen4 ,whrend 99,jussieu99 und 99,decandolle99 durch eine solche sich ber die ,gesamtheit der ,arten erstreckende ,betrachtung zur ,aufstellung des natrlichen ,systems gelangten1 sprten 99,wolff99 und 99,goethe99 den ,beziehungen zwischen den einzelnen ,organen der ,pflanze nach und brachten diese ,beziehungen in ihrer ,lehre von der ,metamorphose zum ,ausdruck4 ,den ,grundgedanken dieser ,lehre hat 99,wolff99 in folgenden ,worten ausgesprochen3 ,in der ganzen ,pflanze1 deren ,teile wir beim ersten ,anblick als so auerordentlich mannigfaltig bewundern1 sehe ich1 nachdem ich alles reiflich erwogen1 schlielich nichts anderes als ,bltter und ,stengel4 ,die ,wurzel fate 99,wolff99 als einen ,teil1 gleichsam als die ,fortsetzung1 des ,stengels auf und auch die ,kotyledonen wurden von ihm als blattartige ,gebilde1 nmlich als die ersten und untersten ,bltter gedeutet4 ,derselbe ,gedanke#fbj wurde von 99,goethe99 in seinem ,versuch ber die ,metamorphose der ,pflanzen bis ins einzelne ausgefhrt#fba4 ,ein jeder1 der das ,wachstum der ,pflanzen sorgfltig beobachtet1 sagt 99,goethe991 werde leicht bemerken1 da gewisse uere ,teile sich manchmal verwandeln und in die ,gestalt der nchstliegenden ,teile bald ganz1 bald mehr oder weniger bergehen4 ,so verndere sich z4 ,b4 die einfache ,blume in eine gefllte1 wenn sich anstatt der ,staubgefe ,blumenbltter entwickeln4 ,die ,samenlappen lassen sich nur als die ersten1 meist noch sehr einfachen ,bltter des ersten ,knotens deuten4 ,die ,ausbildung des ,blattes schreitet nach oben von ,knoten zu ,knoten fort4 ,da die ,teile des ,kelches dieselben ,organe sind1 die sich vorher als ,stengelbltter sehen lassen1 erkenne man deutlich4 ,auch die ,verwandtschaft der ,krone mit den ,stengelblttern lasse sich nicht verkennen4 ,selbst in den ,samenbehltern knne man1 schliet 99,goethe99 seine ,betrachtung1 ungeachtet ihrer mannigfaltigen ,bildung1 ihrer besonderen ,bestimmung und ,verbindung die ,blattgestalt nicht verkennen4 ,so wre z4 ,b4 die ,hlse ein einfaches1 an den ,rndern verwachsenes ,blatt4 ,die zusammengesetzten ,gehuse erklren sich aus mehreren ,blttern1 die sich um einen ,mittelpunkt vereinigt und ihre ,rnder miteinander verbunden haben4 ,diese ,gedanken sind auch noch heute der ,ausgangspunkt der morphologischen ,betrachtungsweise1 so da 99,goethe991 dessen naturwissenschaftliche ,arbeiten zum ,teil erhebliche ,schwchen#fbb aufweisen und berhaupt nur unter ,bercksichtigung der ,eigenart ihres ,verfassers betrachtet werden drfen1 sich hier ein bleibendes ,verdienst erworben hat4 99,wolff99 und 99,goethe99 haben den ,begriff ,metamorphose1 wie die gleichzeitig lebenden ,systematiker den ,begriff ,verwandtschaft1 zunchst als etwas ,bildliches aufgefat#fbc4 ,doch lt sich nicht verkennen1 da 99,goethe99 mit seinem intuitiven ,denken spter den ,transformismus1 d4 h4 die ,lehre von dem wirklichen1 im ,lauf der ,zeit erfolgten ,entstehen der einen ,form aus der anderen vorahnte4 ,so heit es in seiner ,geschichte meines botanischen ,studiums3 ,das ,wechselhafte der ,pflanzengestalt erweckte bei mir die ,vorstellung1 die uns umgebenden ,pflanzenformen seien nicht ursprnglich determiniert und festgestellt1 ihnen sei vielmehr eine glckliche ,mobilitt und ,biegsamkeit verliehen1 um in so viele ,bedingungen1 die ber den ,erdkreis auf sie einwirken1 sich zu fgen und danach sich bilden und umbilden zu knnen4 #bd4 ,die ,physiologie der ,pflanzen unter dem ,einflu der neueren chemisch-physikalischen ,forschung4 ,im ,anschlu an die ,systematik und die ,morphologie der ,pflanzen wenden wir uns jetzt der ,physiologie dieser ,lebewesen zu4 ,unter den ,forschern1 die sich bemhten1 die ,abhngigkeit des pflanzlichen ,organismus von physikalischen ,krften darzutun1 ist besonders 99,knight99 zu nennen4 ,an seinen ,namen knpft sich die ,entdeckung der als ,geotropismus1 ,hydrotropismus und ,heliotropismus bekannten ,erscheinungen4 99,thomas ,andrew ,knight99 wurde #agei in einer kleinen ,ortschaft des westlichen ,englands geboren4 ,nachdem er in ,oxford studiert hatte1 bernahm er ein kleines ,gut und widmete sich dem ,gartenbau und der ,landwirtschaft4 ,im ,verkehr mit 99,banks991 dem ,prsidenten der ,royal ,society1 und anderen ,naturforschern bemerkte 99,knight991 da er bei seiner engen und steten ,fhlung mit der ,natur vieles beobachtet habe1 was den znftigen ,forschern bisher entgangen war4 99,banks99 regte 99,knight99 darauf an1 seine ,untersuchungen in den ,abhandlungen der ,royal ,society zu verffentlichen4 ,die pflanzenphysiologischen ,arbeiten 99,knigths99 wurden neuerdings ins ,deutsche bersetzt#fbd4 99,knight99 starb im ,jahre #ahch4 ,seine fr die ,lehre vom ,geotropismus grundlegende ,arbeit ber die ,richtung der jungen ,wurzel und des jungen ,stengels bei der ,keimung erschien im ,jahre #ahjf4 ,als ,ursache der ,erscheinung1 da die ,wurzel nach dem ,mittelpunkt der ,erde1 der ,stengel dagegen nach der entgegengesetzten ,richtung wchst1 hatte man schon vor 99,knight99 die ,schwerkraft vermutet4 ,der experimentelle ,nachweis hierfr1 sagte sich dieser ,forscher1 wird sich am sichersten dadurch fhren lassen1 da man die wachsende ,pflanze bei ,ausschlu der ,schwerkraft untersucht4 ,da die ,schwerkraft eine ,wirkung nur hervorrufen kann1 wenn der ,keimling in ,ruhe bleibt1 so wird nach 99,knights99 ,verfahren ihr ,einflu durch einen steten ,wechsel der ,lage des keimenden ,samens aufgehoben4 ,den entscheidenden ,versuch stellte 99,knight99 in folgender ,weise an4 ,an dem ,umfang eines senkrecht stehenden ,rades befestigte er kleine1 nach der ,radachse und nach auen offene ,behlter4 ,diese wurden mit feuchtem ,moos gefllt4 ,in das ,moos jedes ,behlters pflanzte er ,samen der ,gartenbohne4 ,das ,rad wurde durch ein kleines ,wasserwerk #aejmal in der ,minute um seine ,achse gedreht4 ,auf diese ,weise wurde die ,lage der ,samen zum ,erdradius so oft gnzlich verndert1 da 99,knight99 den ,einflu der ,schwerkraft als beseitigt betrachten durfte4 ,nach einigen ,tagen begannen die ,samen zu keimen1 und man beobachtete1 da die ,wurzeln1 in welcher ,richtung sie auch nach der jeweiligen ,lage der ,samen hervortraten1 ihre ,spitzen vom ,radkranze in radialer ,richtung nach auen kehrten1 whrend die ,stengel in entgegengesetzter ,richtung wuchsen1 bis sich schlielich ihre ,spitzen im ,mittelpunkte des ,rades vereinigten4 ,wuchsen die ,stengel ber diesen ,punkt hinaus1 so kehrten sich ihre ,spitzen bald wieder um1 um wieder in der ,mitte des ,rades zusammenzutreffen4 ,die ,zentrifugalkraft bestimmte somit die ,wachstumsrichtung genau so1 wie es bei den ruhenden ,samen durch die ,schwerkraft geschieht4 ,zu dieser ,erkenntnis gesellte sich spter der ,nachweis#fbe1 da die ,wurzeln sich nicht etwa infolge ihres ,eigengewichtes nach abwrts krmmen1 da sie eine ,last1 die grer als ihr ,eigengewicht ist1 bei ihrer ,krmmung in ,bewegung zu setzen vermgen4 ,bei einem zweiten ,versuch vereinigte 99,knight99 die ,wirkung der ,zentrifugalkraft mit derjenigen der ,schwerkraft4 ,er brachte die ,samen in hnlicher ,weise1 wie schon beschrieben1 auf dem ,kranz eines diesmal horizontal liegenden ,rades an und setzte es in ,drehung4 ,bei #hj ,umdrehungen wuchsen die ,wurzeln unter einem ,winkel von #de nach unten1 die ,stengel dagegen unter dem gleichen ,winkel nach oben4 ,dabei entfernten die ,wurzeln ihre ,spitzen von der ,radachse1 whrend die ,stengel sich gegen die ,achse hinneigten4 ,steigerte 99,knight99 die ,zahl der ,umdrehungen auf #bej1 so wichen die ,wurzeln und die ,stengel um einen noch viel hheren ,betrag 7um #hj7 von der vertikalen ,richtung ab1 die sie in der ,ruhelage eingenommen haben wrden4 ,durch diese ,versuche war der ,beweis geliefert1 da durch eine bestimmte uere ,ursache und nicht infolge der inneren ,eigenschaft des ,organismus die ,pflanzenteile veranlat werden1 dasjenige ,verhalten zu zeigen1 das wir als positiven und negativen ,geotropismus bezeichnen4 ,als eine weitere ,ursache1 welche die ,richtung und das ,wachstum der ,wurzeln beeinflut1 erkannte 99,knight99 die ,feuchtigkeitsunterschiede4 ,er zeigte1 da sie diejenigen ,reaktionen der ,pflanze herbeifhren1 die man heute als ,hydrotropismus bezeichnet4 99,knight99 ging#fbf von folgender ,beobachtung aus3 ,verpflanzt man einen ,baum1 der viel ,feuchtigkeit ntig hat1 in einen ,boden1 der erst in einiger ,entfernung reichlich ,wasser enthlt1 so wendet sich die ,wurzel dem ,wasser zu4 ,verlangt dagegen ein ,baum einer anderen ,art trockenen ,boden1 so entfernt sich seine ,wurzel von dem ,wasser4 ,es hat den ,anschein1 als ob die ,pflanzen gewissermaen planmige ,anstrengungen machen1 um gnstige ,feuchtigkeitsverhltnisse zu erlangen4 ,es gehrte damals1 als die ,lehre von der ,lebenskraft in voller ,blte stand und man geneigt war1 derartige ,erscheinungen auf mystische ,triebe und ,begierden zurckzufhren1 eine gewisse ,khnheit dazu1 diese ,erscheinungen aus mechanischen ,ursachen erklren zu wollen4 ,dennoch versuchte dies 99,knight991 berall wohin sein ,forschen sich richtete4 ,er setzte dadurch das ,werk seines groen ,landsmannes 99,hales99#fbg fort1 der ein halbes ,jahrhundert vor ihm zuerst den ,versuch gemacht hatte1 die experimentelle1 mechanische ,erklrungsweise in die ,physiologie einzufhren4 ,ich wage1 sagte 99,knight991 aus meinen ,versuchen zu schlieen1 da die ,wurzeln nur durch die unmittelbare ,einwirkung der sie umgebenden ,krper1 nicht aber durch irgend eine ,art von ,begierde1 hnlich derjenigen der ,tiere1 beeinflut werden4 ,bemerkenswert war ein ,versuch1 bei dem die ,wurzeln oben mit feuchter und unten mit trockener ,erde in ,berhrung waren4 99,knight99 pflanzte nmlich ,bohnen in ,tpfe4 ,nach einiger ,zeit kehrte er die ,tpfe um und fhrte ihnen soviel ,wasser durch den ,boden zu1 da nur die dem ,boden benachbarte1 also jetzt ber dem keimenden ,samen befindliche ,erde feucht war4 ,und siehe da1 nach wenigen ,tagen sandten die ,pflanzen zahlreiche ,wurzeln nach aufwrts in die feuchtere ,erde hinein1 als ob sie von den ,instinkten eines tierischen ,wesens geleitet wrden4 ,dem ,einflu der ,schwerkraft war bei diesem ,versuche durch die ,trockenheit auf der unteren ,seite in hnlicher ,weise entgegengewirkt worden1 wie es bei dem ,versuche mit dem horizontalen rotierenden ,rade durch die ,zentrifugalkraft geschehen war4 ,offenbar handelte es sich in dem einen wie in dem anderen ,falle nicht um instinktmige ,triebe1 sondern um rein mechanische ,ursachen4 ,wie 99,knight99 des ,nheren ausfhrt1 entwickeln sich die ,organe anfangs nach allen ,richtungen4 ,es wachsen aber nur diejenigen weiter1 die gnstige ,bedingungen finden4 ,so bekommt es den ,anschein1 als ob die ,wurzeln der einen ,pflanze das in der ,nhe befindliche ,wasser suchen1 diejenigen der anderen dagegen es vermeiden wollen4 ,eine grere ,zahl von ,versuchen stellte 99,knight99 ber die ,rankenbewegungen der ,pflanzen an#fbh4 ,diese ,versuche ergaben1 da auch das ,ranken aus reiner ,notwendigkeit erfolgt und nicht durch irgend eine ,art von ,verstandeskrften bedingt wird4 ,seine ,versuche stellte 99,knight99 besonders an der ,erbse1 dem ,epheu1 dem gewhnlichen und dem wilden ,wein an4 ,die ,bewegungen1 welche die ,ranken machen1 werden zunchst genau beschrieben und dann auf zwei ,umstnde zurckgefhrt4 ,diese ,umstnde sind ,besonderheiten im inneren ,bau1 man knnte dafr auch sagen eine bestimmte ,reizbarkeit1 und zweitens die ,einwirkung uerer ,ursachen1 unter denen das ,licht und der mechanische ,druck in erster ,linie zu nennen sind4 ,nach 99,knight99 bewirken diese ,reize nderungen in der ,saftverteilung und im ,gefolge davon ,wachstumsvorgnge4 ,der ,druck1 meint er1 der auf die eine ,seite einer ,ranke ausgebt wird1 verdrngt wahrscheinlich den ,saft1 die gedrckte ,seite zieht sich infolgedessen zusammen4 ,die so entstehende ,bewegung wird dadurch noch verstrkt1 da der ,saft1 indem er nach den nicht gedrckten ,stellen wandert1 diese zu lebhafterem ,wachstum veranlat4 ,infolgedessen umschlinge die ,ranke einen dnnen ,holz- und ,metallstab4 ,trotz aller ,unzulnglichkeit dieser ,erklrung ist sie doch als der erste ,versuch einer ,zurckfhrung der an den ,ranken beobachteten ,erscheinungen auf mechanische ,ursachen anzuerkennen4 ,von ,wichtigkeit waren auch 99,knights99 ,versuche ber den von ihm entdeckten negativen ,heliotropismus der ,ranken des wilden ,weins4 ,diese ,pflanze wurde den ,sonnenstrahlen voll ausgesetzt4 ,auerdem wurde ein ,stck schwarzes ,papier auf der einen ,seite in der ,nhe der ,pflanze so angebracht1 da die ,ranken es erreichen konnten4 ,die ,ranken wurden dann von dem schwarzen ,papier sozusagen angezogen4 ,brachte man das ,papier auf die entgegengesetzte ,seite1 so folgten die ,ranken bald auch dorthin4 ,brachte man an ,stelle des ,papieres eine ,glasplatte an1 die das ,sonnenlicht so zurckwarf1 da es fortwhrend auf die ,ranken fiel1 so wandten sie sich von dem ,glase fort2 und es schien so1 als ob sie von dem ,glase zurckgestoen wrden4 ,fr die ,haftwurzeln des ,epheus wies 99,knight99 nach1 da sie nicht nur dem ,lichte ausweichen1 sondern sich auch nur an der ,schattenseite des ,stammes bilden4 ,auch dies ,verhalten suchte 99,knight99 auf mechanische ,grnde zurckzufhren1 indem er beim negativen ,heliotropismus eine ,ausdehnung1 beim positiven dagegen eine ,zusammenziehung der belichteten ,rindensubstanz annahm4 ,hier wie berall besteht das ,unzulngliche der von 99,knight99 begrndeten ,phytodynamik darin1 da sie auf die innere ,organisation der ,pflanze keine gengende ,rcksicht nehmen konnte1 weil diese noch zu wenig der ,erkenntnis erschlossen war4 ,besteht doch dieser ,mangel selbst heute noch in solchem ,grade1 da die neuere ,wissenschaft an ,stelle der ,erklrungsversuche 99,knights99 trotz der ,erkenntnis ihrer ,unzulnglichkeit kaum etwas besseres zu setzen gewut hat4 ,von dem ,gedanken geleitet1 da das ,studium der in den ,gewchsen sich abspielenden ,vernderungen am ehesten die ,erkenntnis des ,lebensprozesses ermglichen werde1 hatte 99,stephan ,hales99 die ersten ,schritte zur ,begrndung einer ,ernhrungsphysiologie der ,pflanzen unternommen4 ,ein erfolgreiches ,eindringen in diesen ,gegenstand war jedoch erst mglich1 nachdem die ,rolle des ,sauerstoffs erkannt und die ,chemie auf eine wissenschaftliche ,grundlage erhoben war4 ,schon vor der ,entdeckung des ,sauerstoffes hatte 99,priestley99 beobachtet1 da die durch die ,atmung oder durch ein brennendes ,licht verdorbene ,luft wieder heilsam gemacht werde1 wenn ,pflanzen darin wachsen4 ,das heit3 ,luft1 in der ein ,licht erlosch1 wurde durch die ,pflanzen in solchem ,grade verbessert1 da das ,licht wieder darin fortbrannte4 ,im ,zusammenhange mit dieser ,tatsache fand 99,priestley991 da die in den ,blasen des ,seetangs befindliche ,luft sogar besser als die atmosphrische ,luft ist4 ,als ein ,anzeichen fr die ,gte der ,luft diente ihm die ,zusammenziehung1 die sich in seinem ,salpetergaseudiometer einstellte#fbi4 ,der eigentliche ,entdecker der ,assimilation und der ,atmung der ,pflanzen ist der ,hollnder 99,ingenhou99 7#agcj-agii74 ,er verffentlichte im ,jahre #agfi eine ausfhrliche ,arbeit#fcj ber diesen ,gegenstand4 ,darin findet sich der ,nachweis1 da die meisten ,pflanzen die verdorbene ,luft im ,sonnenlichte schnell verbessern1 da sie dagegen zur ,nachtzeit ,kohlendioxyd ausscheiden oder die ,luft unrein machen1 wie es damals1 bevor die antiphlogistische ,lehre bekannt geworden war1 noch hie4 ,die ,verbesserung der ,luft geht nach 99,ingenhou99 jedoch nur von den grnen ,stengeln und ,blttern1 und zwar besonders von der unteren ,seite der letzteren aus2 sie besteht in der ,abscheidung von ,sauerstoff1 welcher das zur ,nachtzeit ausgeatmete ,kohlendioxyd 7von 99,ingenhou99 noch als schdliche ,luft bezeichnet7 an ,menge mehrere hundert ,mal bertrifft4 ,hieran schlo sich die ,erkenntnis#fca1 da der ausgeschiedene ,sauerstoff von der ,zersetzung des ,kohlendioxyds herrhrt1 welches durch die ,prozesse der ,verbrennung1 der ,atmung und der ,grung in die atmosphrische ,luft gelangt#fcb4 ,durch andere ,versuche wurde dargetan1 da sich die ,pflanzen allein mit ,hilfe gasfrmiger1 flssiger und in ,flssigkeiten gelster ,stoffe entwickeln knnen4 ,man lie z4 ,b4 ,pflanzen zwischen ,moos1 ,baumwolle oder ausschlielich in ,fluwasser wachsen1 das eine gengende ,menge von ,mineralbestandteilen in ,lsung enthielt4 ,auf solche ,weise gelangte man schon gegen den ,ausgang des #ah4 ,jahrhunderts zu einer ,kenntnis der qualitativen ,seite der ,ernhrungsphysiologie4 ,nachdem fr die ,chemie das ,zeitalter der quantitativen ,untersuchungsweise gekommen war1 galt es1 die neue ,methode auf die ihrem qualitativen ,verlaufe nach erkannten ,vorgnge der ,ernhrungsphysiologie anzuwenden4 ,dies geschah besonders durch 99,saussure994 ,wie 99,knight99 die ,phytodynamik1 so begrndete er die ,lehre von der ,ernhrung der ,pflanzen1 fr welche 99,ingenhou99 und 99,senebier99 nur einige sich auf den ,gasaustausch erstreckende ,vorarbeiten geliefert hatten4 99,nicolas ,thodore de ,saussure99 war der ,sohn des durch seine ,montblanc-,besteigung bekannt gewordenen ,alpenforschers 99,horace ,benedict de ,saussure994 ,letzterer bekleidete ein ,lehramt in ,genf1 wo 99,thodore99 im ,jahre #agfg geboren wurde4 99,thodore de ,saussure99 beteiligte sich zunchst an den ,forschungen seines ,vaters4 ,seit dem ,jahre #agig wandte er sich pflanzenphysiologischen ,untersuchungen zu4 ,er starb in ,genf im ,jahre #ahde4 99,saussure99 stellte sich die ,aufgabe1 die ,rolle des ,wassers1 der ,luft und des ,humus bei der ,ernhrung der ,gewchse und die ,vernderungen der ,atmosphre durch die ,pflanzen genauer zu erforschen4 ,insbesondere lenkte sich sein ,augenmerk auf die ,bedeutung1 welche das ,kohlendioxyd fr das pflanzliche ,leben besitzt4 ,er entwickelt sein ,programm mit den ,worten3 ,ich werde ,fragen errtern1 welche durch das ,experiment entschieden werden knnen und verzichte auf bloe ,mutmaungen1 denn die ,tatsachen allein fhren in der ,naturwissenschaft zur ,wahrheit4 ,diesem ,vorsatz ist 99,saussure99 treu geblieben4 ,stets werden in seiner meisterhaft gefhrten ,untersuchung die ,fragen bestimmt gestellt und ebenso bestimmt beantwortet4 ,hatten frhere die ,ernhrungsvorgnge in den allgemeinsten ,grundzgen und ausschlielich nach der qualitativen ,seite untersucht1 so war er es1 der zuerst durch quantitative ,bestimmungen eine ,bilanz herstellte zwischen dem1 was die ,pflanze aufnimmt und dem1 was sie abgibt und daher selbst erwirbt#fcc4 ,durch dies ,verfahren gelangte er zu dem ,ergebnis1 da neben dem ,kohlenstoff der ,luft gleichzeitig die ,elemente des ,wassers und gewisse ,bestandteile des ,bodens sich am ,aufbau der ,pflanzensubstanz beteiligen4 ,der ,gang seiner ,untersuchung ist der folgende3 ,zunchst stellte er aus kohlensaurem ,gas und gewhnlicher ,luft eine knstliche ,atmosphre her1 welche #g kohlensaures ,gas enthielt4 ,dieses ,luftgemisch wurde in einen ,behlter eingeschlossen und darin sieben ,immergrnpflanzen 7,vinca minor ,l471 von denen jede #bj cm hoch war1 untergebracht4 ,die ,wurzeln dieser ,pflanzen tauchten in ein besonderes ,gef1 das #ae ccm ,wasser enthielt4 ,dieser ,apparat wurde sechs ,tage hintereinander von #e bis #aa ,uhr morgens den ,sonnenstrahlen ausgesetzt4 ,am siebenten ,tage nahm 99,saussure99 die ,pflanzen heraus4 ,unter ,bercksichtigung aller ,korrekturen hatte sich das ,volumen der ,atmosphre nicht verndert4 ,auch aus spteren ,versuchen hat sich ergeben1 da das ,gesamtvolumen einer ,atmosphre1 in welcher die ,pflanzen assimilieren1 nahezu unverndert bleibt1 da ein dem zersetzten ,kohlendioxyd annhernd gleiches ,volumen ,sauerstoff ausgeschieden wird1 whrend sich der ,gehalt an ,stickstoff im allgemeinen nicht verndert4 ,ein vergleichender ,versuch zeigte1 da sieben ,immergrnpflanzen1 wie sie 99,saussure99 benutzt hatte1 trocken vor der ,zersetzung des kohlensauren ,gases1 #b1gjg g wogen1 und da sie bei der ,verkohlung im geschlossenen ,gefe #ebh mg ,kohle lieferten4 ,die ,pflanzen1 welche kohlensaures ,gas zersetzt hatten1 gaben1 als sie getrocknet und nach demselben ,verfahren verkohlt wurden1 #fdi mg ,kohle4 ,die ,zersetzung des kohlensauren ,gases ergab also einen ,gewinn von #abj mg ,kohlenstoff4 99,saussure99 lie dann ,immergrnpflanzen1 die in kohlensurefreier ,luft gewachsen waren1 verkohlen und fand1 da sich der ,gehalt an ,kohle whrend des ,aufenthaltes unter dem ,behlter eher vermindert als vermehrt hatte4 99,saussure99 erkannte ferner1 da die ,pflanzen1 whrend sie ,kohlenstoff assimilieren1 gleichzeitig die ,elemente des ,wassers aufnehmen1 welches dabei seinen flssigen ,zustand verliert und zur ,vermehrung der ,trockensubstanz beitrgt4 ,zunchst berzeugte er sich davon1 da #ajj ,gewichtsteile der ,pfefferminzpflanze #dj1bi ,teile ,trockensubstanz enthielten1 von denen nach der ,verkohlung #aj1ef ,teile ,kohle brig blieben4 ,die #ajj ,gewichtsteile ,pfefferminze wogen1 nachdem sie zwei und einen halben ,monat in freier ,luft vegetiert hatten1 #baf ,teile4 ,zunchst lehrte diese ,gewichtszunahme nichts1 da sie vielleicht der ,vermehrung des ,vegetationswassers zuzuschreiben war4 ,durch das ,trocknen ging das ,gewicht auf #fb ,teile zurck4 ,die ,pflanzen vergrerten also mit ,hilfe von ,luft und ,wasser ihre ,trockensubstanz um #ba1ga ,teile4 ,die #fb ,teile lieferten bei der ,verkohlung #ae1gh ,teile ,kohle oder #d1hb ,teile mehr als zuvor4 ,die brige ,zunahme war auf ,rechnung des chemisch gebundenen ,wassers zu setzen4 ,von entscheidender ,wichtigkeit sind 99,saussures99 ,versuche ber das ,verhalten der ,pflanzen in den verschiedensten sauerstofffreien ,medien gewesen4 ,sie fhrten zu dem ,ergebnis1 da die ,pflanzen ,stickstoff und ,wasserstoff im elementaren ,zustande1 sowie ,kohlenoxydgas nicht zu assimilieren vermgen4 ,die ,frage1 ob ,wasser und ,luft als ,nahrungsmittel ausreichen und die vollstndige ,entwicklung der ,pflanzen bewirken knnen1 wurde durch 99,saussures99 ,versuche entschieden verneint4 ,die weitere ,frage1 welche ,elemente oder ,verbindungen zum ,wasser und zur ,luft hinzukommen mssen1 um das erwhnte ,ziel zu erreichen1 lie sich nur durch ausgedehnte ,versuche in ,nhrlsungen entscheiden1 ein ,forschungsmittel1 dessen sich 99,saussure99 in ausgedehnterem ,mae bediente4 ,auch diese ,versuche waren von grundlegender ,wichtigkeit4 ,zunchst wurden den ,versuchspflanzen ,lsungen dargeboten1 die nur je ein ,salz enthielten4 ,der ,gang der ,untersuchung und das ,ergebnis ist sehr lehrreich4 ,jede ,lsung bestand aus #dj ,kubikzoll ,wasser und enthielt #ajj ,teile desjenigen ,salzes1 dessen ,verhalten zur ,pflanze 7,polygonum persicaria7 man prfen wollte4 ,der ,versuch wurde jedesmal unterbrochen1 wenn die ,hlfte der ,lsung von der ,pflanze aufgenommen war4 ,es ergab sich durch die ,analyse der zurckgebliebenen ,hlfte1 da ,polygonum von den gebotenen #ajj ,teilen folgende ,mengen aufgenommen hatte3 ,chlorkalium #ad1g ,teile1 ,schwefelsaures ,natrium #ad1d ,chlornatrium #ac ,chlorammonium #ab ,essigsauren ,kalk #h ,salpetersauren ,kalk #d usw4 ,andere ,pflanzen nahmen die ,salze in anderen ,mengen auf4 ,im allgemeinen bemerkte man1 wie in dem hier durch ,zahlen belegten ,falle1 da das ,wasser viel leichter in die ,pflanze eindringt als der darin gelste ,krper4 ,blieben doch z4 ,b41 wenn #d ,teile salpetersaurer ,kalk in die ,pflanze eindrangen1 #df ,teile dieses ,salzes in der ,lsung zurck1 deren ,gehalt an ,salz sich infolgedessen relativ erheblich steigerte4 99,de ,saussure99 ging auch dazu ber1 der ,pflanze1 den natrlichen ,verhltnissen entsprechend1 gleichzeitig mehrere ,salze in einer ,lsung darzubieten4 ,auch diesmal stellte er ,nhrlsungen von ganz bestimmter ,zusammensetzung her und analysierte sie1 wenn sie bis zur ,hlfte ihres ursprnglichen ,volumens aufgenommen waren4 ,so erhielt er einwandfreie1 vergleichbare ,zahlenwerte4 ,ein ,beispiel hier fr viele4 ,enthielt ein und dieselbe ,lsung #ajj ,teile ,chlornatrium neben #ajj ,teilen schwefelsaurem ,natrium1 so nahm ,polygonum daraus #bb ,teile von ersterem und #aa1g ,teile von dem zweiten ,salz auf4 ,damit war die wichtige1 fr alle spteren ,untersuchungen dieser ,art grundlegende ,tatsache erwiesen1 da eine ,pflanze aus einer ,lsung von mehreren ,stoffen bestimmte ,stoffe bevorzugt4 ,durch die ,veraschung der ,versuchspflanzen berzeugte sich 99de ,saussure99 davon1 da die aus der ,lsung verschwundene ,salzmenge wirklich in die ,pflanze eingedrungen war4 ,von zwei ,polygonumpflanzen von genau gleichem ,gewicht lie er die eine in destilliertem ,wasser1 die andere in einer ,chlorkaliumlsung wachsen4 ,fr letztere ergab sich bei der ,verbrennung beider ,pflanzen1 da sie ihren ,aschengehalt um diejenige ,chlorkaliummenge vergrert hatte1 die aus der ,lsung verschwunden war4 ,derartige ,versuche waren zu einer ,zeit1 in welcher wissenschaftlich gebildete ,mnner noch glaubten1 die ,pflanzen besen die ,fhigkeit1 ,elemente zu erzeugen und ineinander umzuwandeln1 von entscheidender ,wichtigkeit4 ,weit grere ,schwierigkeiten bot es bei dem damals noch unentwickelten ,zustande der ,mineralanalyse ber die ,zusammensetzung und die ,bedeutung der aus dem ,boden aufgenommenen ,aschenbestandteile ins ,reine zu kommen4 ,es war eine verbreitete ,ansicht1 da die ,mineralstoffe1 die man in den ,gewchsen fand1 dort nur zufllig vorhanden und keineswegs fr ihre ,existenz ntig seien4 ,ja1 man ging sogar noch weiter und schlo aus dem ,umstande1 da einige ,salze gewissen ,pflanzen schdlich sind1 da alle ,salze der ,vegetation nicht nur keinen ,nutzen brchten1 sondern in mehr oder minder hohem ,grade schdlich seien4 99,saussures99 ,untersuchungen vermochten hier wenigstens die grbsten ,irrlehren zu beseitigen4 ,da die geringe ,menge der ,pflanzenasche ein ,anzeichen fr ihre ,nutzlosigkeit sei1 widerlegte er durch den ,hinweis auf den in den ,tieren enthaltenen phosphorsauren ,kalk4 ,dieser mache nur einen sehr geringfgigen ,teil des ,gewichtes der ,tiere aus4 ,dennoch zweifle niemand daran1 da das ,salz fr den ,aufbau der ,knochen durchaus notwendig sei4 99,saussure99 fand dieses ,salz in der ,asche aller von ihm darauf untersuchten ,pflanzen und vertrat die ,ansicht1 da sie ohne phosphorsauren ,kalk nicht bestehen knnten4 ,als die wichtigsten ,bestandteile der ,pflanzenasche erkannte 99,saussure99 auer dem phosphorsauren ,kalk die ,verbindungen von ,magnesium und ,eisen1 sowie die ,kieselsure4 ,trotz dieser1 durch zahlreiche ,aschenanalysen1 die lange als unbertroffen galten1 gesttzten wichtigen ,ergebnisse der 99,saussure99schen ,untersuchungen blieben ,zweifel an der ,notwendigkeit der ,aschenbestandteile bestehen1 bis 99,liebig99 in den dreiiger ,jahren des #ai4 ,jahrhunderts diese ,frage endgltig im ,sinne 99,saussures99 entschied4 ,die ,frage nach der ,aufnahme des ,stickstoffes wurde noch spter durch 99,boussingault99 zur ,entscheidung gebracht4 ,zwar hatte 99,saussure99 nachgewiesen1 da der atmosphrische ,stickstoff von der ,pflanze nicht assimiliert wird4 ,woher aber der betrchtliche ,gehalt der ,pflanze an diesem ,elemente stammt1 blieb eine offene ,frage4 99,saussure99 beschrnkte sich auf die ,annahme1 da er aus den tierischen und pflanzlichen ,bestandteilen des ,bodens stammen knne4 ,offenbar eine verhngnisvolle1 an die unbegreiflich trichte ,humustheorie erinnernde ,gedankenlosigkeit1 da ja die ,quelle aufzuweisen war1 woher eben die ,tiere und ,pflanzen den ,stickstoff beziehen4 ,eine ,anzahl wichtiger ,versuche stellte 99,saussure99 endlich an1 um die wichtige1 schon von 99,ingenhou99 angedeutete ,rolle zu erkennen1 welche der ,sauerstoff bei dem ,stoffwechsel der ,pflanze spielt4 ,zunchst stellte er fest1 da zum ,keimen ,sauerstoff und ,wasser erforderlich sind4 ,das ,wasser allein vergrere zwar die ,samen1 indem es in das ,zellgewebe eindringe1 es bringe sie aber ohne die ,mitwirkung von ,sauerstoff nicht zum ,keimen4 ,weiter zeigte 99,saussure991 da beim ,keimen ,sauerstoff verschwindet und durch ,kohlendioxyd ersetzt wird1 ohne da eine nderung des ,gesamtvolumens stattfindet4 ,die keimenden ,samen nderten nmlich ebensowenig wie der brennende ,kohlenstoff das ,volumen des ,sauerstoffgases1 das sie in kohlensaures ,gas verwandelten4 ,da dieser der ,atmung der ,tiere analoge ,vorgang auch in den fertigen ,pflanzenteilen vor sich geht1 zeigte 99,saussure99 durch mannigfache ,versuche4 ,wurden z4 ,b4 frische ,bltter gesammelt und whrend der ,nacht unter einen mit ,luft gefllten ,recipienten gestellt1 so verschwand der ,sauerstoffgehalt der ,luft1 und es bildete sich ,kohlendioxyd1 dessen ,volumen allerdings geringer war als dasjenige des whrend des ,versuches aufgezehrten ,sauerstoffs4 ,wurden die ,bltter am darauffolgenden ,tage wieder der ,sonne ausgesetzt1 so schieden sie fast dieselbe ,menge ,sauerstoff wieder ab1 die sie whrend der ,nacht aufgenommen hatten4 ,war ihre ,lebenskraft so gro1 da sie mehrere ,tage gesund blieben1 so bot sich ein wunderbares ,schauspiel dar4 ,die ,bltter verringerten nmlich jede ,nacht ihre ,atmosphre1 um sie jeden ,tag beinahe in demselben ,mae zu vergrern4 99,saussure99 dehnte die ,untersuchung ber den ,einflu des ,sauerstoffs auf die ,pflanzen auch auf die ,stengel1 die ,wurzeln und die ,blten aus4 ,er zeigte1 da dieses ,gas fr die nicht-grnen ,teile wesentlich ist1 und da letztere1 indem sie ,sauerstoff verbrauchen1 ,kohlendioxyd abscheiden1 ohne dieses ,produkt1 wie es die grnen ,pflanzenteile vermgen1 wieder in ,sauerstoff zurckverwandeln zu knnen4 ,zu diesen ,beobachtungen kam noch der ,nachweis1 da bei der ,atmung die ,pflanzensubstanz einen ,gewichtsverlust erleidet1 der dem ,gewicht des ausgeschiedenen ,kohlenstoffs entspricht4 ,auch darauf wurde schon 99,saussure99 aufmerksam1 da ,pflanzenteile1 die eine regere ,lebensttigkeit entfalten1 wie ,keimlinge und sich entfaltende ,blten mehr ,sauerstoff gebrauchen als minder ttige4 ,ja1 es gelang ihm sogar spter#fcd1 die ,beziehung zwischen dem ,sauerstoffverbrauch und eine dadurch bedingte ,erwrmung der ,blten festzustellen4 ,durch diese ,forschungsergebnisse war die ,lehre von der ,atmung der ,pflanzen in ihren allerersten ,grundlagen geschaffen und zwischen dem ,pflanzen- und dem ,tierreich eine wichtige ,brcke geschlagen4 ,durchdrungen von dieser ,erkenntnis uerte sich 99,saussure99 folgendermaen3 ,prfe man als ,anatom die ,pflanzen und die ,tiere1 so komme man nicht auf den ,gedanken1 sie miteinander zu vergleichen4 ,vergegenwrtige man sich aber die groen physiologischen ,zge1 wie die ,ernhrung1 die ,absonderungen1 den ,einflu des ,sauerstoffs usw41 so msse man eine auffallende bereinstimmung zwischen ,tieren und ,pflanzen zugeben4 ,wir haben die ,arbeit 99,saussures99 etwas eingehender errtert1 weil ein in gleicher ,weise bahnbrechendes ,werk auf dem ,gebiete der ,ernhrungsphysiologie kaum wieder erschienen ist4 ,das sorgfltige ,studium der 99,saussure99schen1 durch klare ,fragestellung1 sowie durch treffliche ,methoden gleich ausgezeichneten ,untersuchungen kann nicht genug empfohlen werden#fce4 ,als besonderer1 alle ,vegetationsvorgnge behandelnder ,zweig der ,botanik wurde die ,pflanzenphysiologie zuerst von 99,decandolle99 bearbeitet1 mit dessen ,verdiensten um die ,morphologie und um die ,systematik wir uns schon beschftigt haben#fcf4 99,decandolle99 stellte sich die ,aufgabe1 die ,pflanzenphysiologie auf ,grund der physikalischen1 chemischen1 anatomischen und biologischen ,forschungsergebnisse als abgeschlossene1 eigenartige ,wissenschaft darzustellen und so ein vollstndiges und allseitiges ,bild des ,pflanzenlebens zu gewinnen4 ,dies ,unternehmen stand ohne ,vorlufer da4 ,deshalb ist auch das ,werk1 in welchem 99,decandolle99 seine ,aufgabe lste1 von ganz auergewhnlicher ,bedeutung4 ,sie besteht weniger in der ,mitteilung neuer ,entdeckungen als in der ,verknpfung der bisher bekannt gewordenen ,tatsachen1 durch welche aus dem zerstreuten ,wissen erst die ,wissenschaft in der ihr eigenen und im wesentlichen auch bleibenden ,gestalt und ,richtung hervorgegangen ist4 ,die folgenden ,abschnitte sollen dieser grundlegenden ,bedeutung des von 99,decandolle99 verfaten ,werkes gerecht zu werden suchen4 ,es erschien #ahcb unter der ,bezeichnung ,pflanzenphysiologie oder ,darstellung der ,lebenskrfte und ,lebensverrichtungen der ,gewchse#fcg4 ,hatte 99,decandolle99 in seiner ,organographie die ,teile beschrieben1 aus denen die ,pflanzenmaschine besteht1 so galt es in der ,physiologie diese ,maschine in ihrer ,ttigkeit zu schildern und die sie bewegenden ,krfte sowohl wie das ,ergebnis dieser ,krfte zu untersuchen4 ,als solche gelten ihm die physikalischen ,krfte1 die chemische ,verwandtschaft und die ,lebenskraft4 ,letztere betrachtet er als die ,ursache der physiologischen ,vorgnge4 ,zu diesen ,krften sollten bei den ,tieren noch die ,beseelung als ,ursache der psychologischen ,vorgnge im weitesten ,sinne treten4 99,decandolle99 nahm an1 da die ,beseelung ausschlielich auf das ,tierreich beschrnkt sei4 ,unter der ,lebenskraft versteht 99,decandolle99 diejenige ,ursache1 die whrend des ,lebens der ,pflanze ,erscheinungen veranlat1 die aus den bekannten ,krften allein nicht erklrt werden knnen4 ,indessen sucht 99,decandolle991 soweit wie mglich1 mit den physikalisch-chemischen ,krften auszukommen4 ,die ,lebenskraft ist ihm der unerklrliche ,rest1 der trotz alles ,strebens nach einer rein mechanischen ,erklrungsweise auch fr die heutige ,physiologie noch nicht gnzlich getilgt ist und es in absehbarer ,zeit auch nicht sein wird4 ,wenn wir1 sagt 99,decandolle991 alle bekannten physikalischen und chemischen ,ursachen1 die eine gewisse ,wirkung hervorzubringen vermgen1 der ,reihe nach geprft haben1 so werden wir den ,teil der ,erscheinung1 der noch unerklrt bleibt1 dem verborgenen ,einflu des ,lebens zuschreiben4 ,als uerungen der lebenden tierischen ,gewebe unterscheidet 99,decandolle99 drei ,stufen1 die ,ernhrungs- und ,wachstumsvorgnge1 die ,reizbarkeit und die ,empfindung4 ,er untersucht dann1 in welchem ,grade diese ,eigenschaften auch den ,pflanzen zukommen und bemerkt1 da sich zwischen beiden ,reichen natrliche ,grenzen schwer ziehen lassen1 so da man nicht entscheiden knne1 ob gewisse ,kryptogamen oder ,pflanzentiere ,pflanzen oder ,tiere seien4 ,die ,untersuchung der ,ernhrungsvorgnge gipfelt in dem ,nachweis1 da die einzelnen ,erscheinungen1 welche sie darbieten1 und die ,reihenfolge1 in der sie ablaufen1 fr die beiden organischen ,reiche ganz analog sind4 ,die ,unterschiede werden mehr oder weniger als die unmittelbare ,folge der tierischen ,beweglichkeit und der pflanzlichen ,unbeweglichkeit betrachtet4 ,jene bei ,pflanzen und ,tieren parallel verlaufende ,reihe von ,ernhrungsvorgngen bietet nach 99,decandolle99 folgendes ,bild3 ,zunchst wird der ,nahrungsstoff dem ,organismus in flssiger oder fester ,form zugefhrt4 ,darauf gelangt die ,nahrung in die ,organe1 in denen sie verarbeitet werden soll 7,magen1 ,bltter74 ,der erhaltene ,nahrungssaft wird in beiden ,reichen der atmosphrischen ,luft ausgesetzt1 um ,stoffe durch ,ausdnstung abzugeben und ,sauerstoff -- bei der assimilierenden ,pflanze auerdem ,kohlendioxyd -- aufzunehmen4 ,der so vorbereitete ,nahrungssaft gelangt hauptschlich zu den ttigsten ,teilen des ,organismus1 um dort seine ,bestandteile im ,zellgewebe abzusetzen4 ,ein ,teil der zubereiteten ,nahrung wird auch wohl in besonderen ,organen niedergelegt 7,knollen als ,reservestoffbehlter der ,pflanzen74 ,endlich besitzen andere eigentmliche ,organe1 die man ,drsen nennt1 die ,fhigkeit1 aus dem ,nahrungssafte besondere ,stoffe abzuscheiden1 sei es1 um den ,krper von ihnen zu befreien1 sei es1 um dadurch besondere ,zwecke zu erfllen4 99,decandolle99 handelt dann von diesen ,vorgngen im einzelnen4 ,er erwgt1 welche ,krfte das ,einsaugen der ernhrenden ,flssigkeit bewirken2 er untersucht die ,zusammensetzung der ,nhrlsung1 die ,wege1 auf denen sie in den ,pflanzen emporsteigt1 die ,ursachen des ,emporsteigens1 die ,geschwindigkeit1 ,kraft und ,menge des ,nahrungssaftes1 die ,rolle1 welche die ,atmosphre bei der ,ernhrung spielt usw4 ,aus dem ,zusammenwirken dieser ,vorgnge entsteht nach 99,decandolle99 ein neuer ,saft4 ,seine ,existenz falle allerdings weniger in die ,augen als diejenige des aufsteigenden ,saftes1 knne aber nicht bezweifelt werden4 ,die ,ansicht1 die ,pflanzen besen einen dem ,blutkreislauf der ,tiere analogen ,kreislauf der ,sfte1 wurde von 99,decandolle99 endgltig beseitigt4 ,zwar gibt es in den ,pflanzen nach ihm einen ,saft1 welcher dem ,blute der ,tiere darin entspricht1 da er das ,wachstum und die ,ernhrung der ,organe bedingt4 ,dieser ,saft nimmt seine ,entstehung in den blattartigen ,teilen4 ,dort wird die dem ,boden entstammende ,nhrlsung konzentriert1 indem die ,bltter reines ,wasser aushauchen und alle mineralischen ,bestandteile1 welche das ,wasser mit sich fhrte1 zurckhalten#fch4 ,in den ,blttern wird der konzentrierte ,saft von den ,sonnenstrahlen getroffen und dadurch das im ,nahrungssafte gleichfalls gelste ,kohlendioxyd1 das teils aus dem ,boden1 teils aus der ,atmosphre stammt1 zersetzt4 ,als erstes ,assimilationsprodukt betrachtet 99,decandolle99 ,gummi4 ,dieser bestehe aus einem ,molekl ,wasser und einem ,atom ,kohlenstoff 7,,ch#b,o7 und knne durch sehr geringe ,umnderungen in ,strkemehl1 ,zucker oder ,cellulose verwandelt werden4 ,der so entstandene ,bildungssaft msse offenbar die ,pflanze bis in die ,wurzel hinab durchdringen1 um in den wachsenden ,teilen1 den ,reservestoffbehltern und in sezernierenden ,geweben ,verwendung zu finden1 oder weitere ,umwandlungen zu erleiden4 ,es sind das1 wie wir sehen1 die ,grundzge der durch alle spteren ,forschungen besttigten ,ernhrungslehre der ,pflanzen1 wie sehr auch spter das ,bild im einzelnen verndert oder vervollstndigt worden ist4 ,die ,leistungen auf dem ,gebiete der ,pflanzenphysiologie1 welche ,deutschland#fci um jene ,zeit aufzuweisen hatte1 knnen sich nicht entfernt mit denen 99,decandolles99 messen4 ,man suchte unter dem ,einflu der ,naturphilosophie alle ,vorgnge auf das ,wirken der ,lebenskraft zurckzufhren4 ,auch besaen die deutschen ,pflanzenphysiologen#fdj jener ,zeit nicht die erforderliche exaktwissenschaftliche ,vorbildung1 wie sie 99,decandolle99 unter der ,einwirkung der ,genfer und ,pariser ,physiker und ,chemiker sich erworben hatte4 ,nur auf dieser ,grundlage1 die auch fr die ,erneuerung der ,chemie durch 99,lavoisier99 das ,bestimmende war1 konnte fr die ,physiologie der groe ,schritt zur messenden und wgenden1 stets induktiv verfahrenden ,naturwissenschaft geschehen4 ,bei dem ,fortschreiten in dieser ,richtung hat sich dann whrend des weiteren ,verlaufs des #ai4 ,jahrhunderts ,deutschland auch auf diesem ,gebiete1 wie wir des ,nheren noch erfahren werden1 die grten ,verdienste erworben4 #be4 ,die ,fortschritte der ,zoologie und ihre ,verschmelzung mit der vergleichenden ,anatomie4 ,auf zoologischem ,gebiete hatte 99,buffon991 der in seiner ,naturgeschichte#fda nicht nur vortrefflich zu schildern1 sondern auch allgemeine ,gesichtspunkte hervorzuheben verstand1 den ,gedanken eines einheitlichen1 das gesamte ,tierreich beherrschenden ,planes aufgestellt4 99,buffon99 ging sogar noch weiter4 ,nach seiner ,meinung#fdb gibt es keinen wesentlichen ,unterschied zwischen ,tier und ,pflanze1 sondern es besteht eine ununterbrochene ,stufenfolge zwischen dem vollkommensten ,tiere und dem niedrigsten pflanzlichen ,lebewesen4 ,jener ,plan1 nach dem der ,mensch und die brigen ,geschpfe gebaut sein sollten1 lt nach 99,buffon99 erkennen1 da alle ,wesen nach einem ,urbild geschaffen und1 unter diesem ,gesichtspunkt betrachtet1 die ,glieder einer groen ,familie sind4 99,buffons99 ,ausfhrungen blieben1 weil die damaligen anatomischen ,kenntnisse unzureichend waren1 um in dieser ,frage einen ,entscheid herbeizufhren1 zunchst nichts weiter als eine geistreiche ,annahme4 ,nach 99,buffon99 fand der ,gedanke von der ,einheit der tierischen ,organisation in 99,geoffroy ,saint-,hilaire99#fdc einen eifrigen ,verfechter4 ,wenn auch ein 99,goethe99 diesem ,gedanken ,beifall zollte1 so konnte er den ,ergebnissen der anatomischen ,forschung 99,cuviers99 gegenber doch nicht standhalten4 ,fat man die ,fortschritte der ,zoologie1 der vergleichenden ,anatomie und der ,palontologie whrend der neuesten1 mit dem #ai4 ,jahrhundert beginnenden ,entwicklung dieser ,wissenschaften ins ,auge1 so wird sich das ,interesse in erster ,linie dem zuletztgenannten ,manne zuwenden1 dem wir deshalb wie 99,gay-,lussac991 dem ,meister der chemisch-physikalischen ,forschung jener ,zeit1 eine etwas ausfhrlichere ,darstellung widmen wollen4 99,georg ,cuvier99 wurde #agfi zu ,mmpelgard 7,montbliard71 welches damals eine wrttembergische ,enklave der ,franche ,comt war1 geboren4 ,er starb in ,paris im ,jahre #ahcb4 99,cuvier99 zeigte schon als ,knabe auergewhnliche ,anlagen4 ,nachdem er das ,gymnasium verlassen hatte1 wurde der ,herzog ,karl ,eugen1 der gern junge ,talente frderte1 auf ihn aufmerksam4 ,so kam 99,cuvier99 #aghd zur ,karlsakademie1 um dort ,rechtskunde zu studieren4 ,schon vorher hatte er sich1 angeregt durch das ,lesen der ,werke 99,buffons991 mit groer ,liebe den ,naturwissenschaften zugewandt4 ,auf der ,karlsschule fand er neben seinen ,berufsstudien noch ,zeit1 unter den ,zglingen einen naturwissenschaftlichen ,verein ins ,leben zu rufen1 der sich die ,aufgabe stellte1 die ,pflanzen und die ,tiere der ,umgegend zu sammeln und sie nach 99,linns99 ,systema naturae zu bestimmen4 ,im ,jahre #aghh verlie 99,cuvier99 die ,akademie und wurde ,hauslehrer in der ,normandie4 99,cuvier99 fand hier ,gelegenheit und ,mue1 seine ,forschungen auf die ,tierwelt des ,meeres auszudehnen4 ,er untersuchte den inneren ,bau der ,weichtiere1 ,krebse1 ,seesterne1 ,seeigel1 usw4 und gelangte zu der berzeugung1 da die ,vereinigung dieser so verschiedenartigen ,geschpfe in eine ,klasse1 wie sie 99,linn99 vorgenommen1 sich nicht aufrecht erhalten lie4 ,nachdem 99,cuvier99 vier ,jahre in der ,stille gearbeitet hatte1 wurde er von einem durch die ,strme der ,revolution nach der ,normandie verschlagenen ,pariser ,gelehrten sozusagen erst entdeckt4 ,dieser schrieb an seine wissenschaftlichen ,freunde1 einen tchtigeren ,mann fr vergleichende ,anatomie wie 99,cuvier99 wrde man nicht gewinnen knnen4 ,so kam denn letzterer im ,jahre #agie nach ,paris1 wo er ,professor an der cole centrale wurde4 ,nachdem man gegen das ,ende des #ah4 ,jahrhunderts den ,reichtum des ,pariser ,beckens an ,resten von ,sugetieren und ,vgeln kennen gelernt hatte1 war das ,bemhen um die geologische ,durchforschung dieser ,gegend in hohem ,grade rege geworden4 ,auch 99,cuvier99 wurde einige ,jahre nach seiner ,ankunft in ,paris in diese ,aufgabe hineingezogen1 um schon nach kurzer ,zeit auch hier die ,fhrung zu bernehmen4 ,den ersten ,anla bot ihm die ,zusendung einiger ,knochen1 die man in den ,gipsbrchen des ,montmartre gefunden hatte4 99,cuviers99 ,kenntnis der lebenden ,tierformen war so umfassend1 da er jenen berresten gleich einen vorweltlichen ,ursprung zuschreiben konnte4 ,alle ,funde der ,gipsbrche gelangten jetzt an 99,cuvier991 welcher durch seine ,untersuchung jener ,funde der ,palontologie einen ,weg erffnete1 auf dem bisher nur wenige ,schritte geschehen waren4 ,als ,altertumsforscher ganz neuer ,art1 sagt 99,cuvier99#fdd1 mute ich diese ,zeugen vorbergegangener ,umwlzungen zu ergnzen und ihre eigentliche ,bedeutung zu entziffern suchen4 ,ich hatte ihre zerbrckelten ,trmmer zu sammeln und in ihrer ursprnglichen ,ordnung zusammenzulegen1 die ,geschpfe1 denen sie angehrten1 gleichsam zu rekonstruieren und sie mit denjenigen der ,gegenwart zu vergleichen4 ,bei der ,ausbung dieser ,ttigkeit lie 99,cuvier99 sich von dem durch ihn klar ausgesprochenen ,prinzip von der ,korrelation der ,organe leiten4 ,jeder ,organismus bildet danach ein geschlossenes ,ganzes1 dessen ,teile dergestalt miteinander in engster ,wechselbeziehung stehen1 da kein ,organ eine ,abnderung aufweisen kann1 ohne da entsprechende nderungen sich in allen brigen ,teilen finden4 ,sehen wir1 wie 99,cuvier99 unter diesem ,gesichtspunkt bei der ,bestimmung fossiler ,knochen verfuhr#fde3 ,wenn die ,eingeweide eines ,tieres so beschaffen sind1 da sie nur ,fleisch verdauen knnen1 so mssen auch seine ,kiefer zum ,fressen1 seine ,klauen zum ,festhalten und zum ,zerreien1 seine ,zhne zum ,zerschneiden und ,zerkleinern1 das ganze ,system der ,bewegungsorgane zum ,verfolgen und ,einholen der ,beute1 die ,sinnesorgane zur ,wahrnehmung der letzteren eingerichtet sein4 ,jedoch unter diesen allgemeinen ,bedingungen sind auch noch einige besondere begriffen4 ,damit z4 ,b4 das ,tier seine ,beute forttragen knne1 ist eine bestimmte ,kraft derjenigen ,muskeln erforderlich1 durch welche der ,kopf aufgerichtet wird2 dieses setzt eine bestimmte ,form der ,wirbel1 an denen die ,muskeln entspringen1 und des ,hinterkopfes1 wo sie sich anheften1 voraus4 ,des weiteren wird ausgefhrt1 da dem ,vorderarm eines seine ,beute ergreifenden ,tieres eine gegebene ,form zukommen mu1 die ihrerseits wieder die ,gestalt des ,oberarmknochens bestimmt4 ,kurz1 es ergibt sich1 da die ,form des ,zahnes diejenige des ,hinterhaupthckers1 der ,gliedmaenknochen1 der ,klauen usw4 bedingt1 so da bei grndlicher ,kenntnis dieser gegenseitigen ,abhngigkeit aus einem dieser ,teile das ganze ,tier gewissermaen rekonstruiert werden kann4 ,eine solche ,ttigkeit konnte aber nur ein ,meister auf dem ,gebiete der vergleichenden ,anatomie ausben4 99,cuvier99 ist als der eigentliche ,begrnder dieses ,wissenszweiges zu betrachten1 wenn es auch an anerkennenswerten ,vorlufern nicht gefehlt hat4 ,er war der erste1 der das ganze ,tierreich dem ,skalpell unterwarf1 und zwar mit solch vollendeter ,meisterschaft1 da seine ,arbeiten fr alle ,zeiten als ,muster gelten knnen4 ,so entstand sein anatomisches ,hauptwerk#fdf1 das neben einem ,reichtum neuer ,entdeckungen eine ,verknpfung des gesamten ,tatsachenmaterials und dadurch einen ,einblick in die ,gesetze der tierischen ,organisation vermittelt1 wie es kein frheres und wenige sptere ,werke in gleichem ,grade vermocht haben4 ,von ,einzeluntersuchungen 99,cuviers99 sind besonders seine ,arbeiten ber den unteren ,kehlkopf der ,vgel1 ber die ,anatomie der ,schnecke und ber den ,kreislauf der wirbellosen ,tiere hervorzuheben4 99,cuvier99 war unterdessen ,professor der vergleichenden ,anatomie am ,jardin des ,plantes#fdg und bald darauf ,sekretr der ,akademie geworden4 ,sein groes ,lebenswerk wurde nicht nur dadurch gefrdert1 da ihm diese hchsten wissenschaftlichen ,stellungen eine ,flle von ,hilfsmitteln erschlossen1 sondern die gesamten ,zeitumstnde waren fr ihn uerst gnstig4 ,die ,machthaber ,frankreichs1 welche nach den ersten ,strmen der ,revolutionszeit auftraten1 brachten der groen ,bedeutung der exakten ,wissenschaften ein volles ,verstndnis entgegen4 ,schon unter dem ,direktorium hatte man die von dem ,nationalkonvent als gelehrten ,plunder aufgehobene ,akademie wieder eingerichtet4 ,napoleon lie sich zu ihrem ,mitgliede ernennen und trat zu 99,cuvier991 den er besonders schtzte1 in ein nahes persnliches ,verhltnis4 ,letzterer wurde vom ,kaiser mit der ,reorganisation des arg in ,unordnung geratenen ,unterrichtswesens betraut4 ,diese ,stellung brachte es mit sich1 da der groe ,gelehrte1 dessen amtliche ,ttigkeit sich auch auf die italienischen ,universitten erstreckte1 weite ,reisen unternahm und auswrtige ,museen kennen lernte4 ,zum ,mittelpunkt der naturwissenschaftlichen ,sammelttigkeit wurde aber ,paris gemacht1 wohin durch die franzsischen ,eroberungszge nicht nur die hervorragendsten ,kunstschtze1 sondern auch ein reiches wissenschaftliches ,material gelangte4 ,paris war damals nicht nur das politische1 sondern auch das geistige ,zentrum der ,welt4 ,nachdem 99,cuvier99 die ,grundlagen der vergleichenden ,anatomie geschaffen1 ging sein ganzes ,streben darauf hinaus1 diese ,wissenschaft mit der ,zoologie zu verschmelzen und eine ,anordnung der ,formen zu treffen1 welche der genaue und vollstndige ,ausdruck der ,natur sein sollte#fdh4 ,als ich anfing1 sagt er#fdi1 herrschte das 99,linn99sche ,system4 ,es gab zwar ausgedehnte ,arbeiten ber einzelne ,tierklassen4 ,die ,bearbeiter hatten aber nur die ueren ,beziehungen der ,arten bercksichtigt2 niemand hatte sich damit abgegeben1 die ,klassen und ihre ,unterabteilungen nach der ,gesamtheit der inneren und ueren ,kennzeichen gegeneinander abzuwgen4 ,ich mute also in der ,anatomie und in der ,zoologie mit dem ,zergliedern und dem ,einteilen von vorn anfangen und aus der gegenseitigen ,befruchtung dieser beiden ,wissenschaften das zoologische ,system hervorgehen lassen4 ,die ,grundzge des letzteren verffentlichte 99,cuvier99 in der berhmten ,abhandlung vom ,jahre #ahab4 ,sie fhrt den ,titel3 ber eine neue ,anordnung der ,klassen1 welche das ,tierreich zusammensetzen#fej4 99,cuviers99 ,system bedeutet den grten ,fortschritt der ,zoologie seit der ,zeit des ,aristoteles4 99,linn99 hatte als ,wrmer zahlreiche verschiedengestaltige ,tiere beisammen gelassen1 fr die es unmglich war1 irgend ein gemeinsames ,kennzeichen anzugeben4 ,whrend 99,cuvier99 an seinen ersten ,abhandlungen zur vergleichenden ,anatomie arbeitete1 befand er sich der ,unmglichkeit gegenber1 irgend etwas allgemein ,zutreffendes ber die ,wrmer zu sagen1 sei es ber ihr ,nervensystem1 sei es ber ihren ,blutkreislauf1 ihre ,atmungs-1 ,fortpflanzungs- oder ber ihre ,verdauungsorgane4 ,dadurch wurde ihm denn klar1 da diese ,klasse nicht gleich den brigen auf positive ,merkmale gegrndet sei4 ,er machte deshalb #agie den ,vorschlag1 die ,wrmer in vier ,klassen zu teilen1 welche auf ebenso deutliche ,verschiedenheiten gegrndet wren1 wie die ,klassen der ,wirbeltiere4 ,whrend nmlich die ,klassen der ,wirbeltiere eine groe ,anzahl von ,zgen gemeinsam haben1 gilt fr die wirbellosen ,tiere nicht dasselbe4 ,die ,klassen der ,wirbeltiere1 sagt 99,cuvier991 sind gewissermaen nach demselben ,plane gebaut4 ,will man aber ein ,organsystem der wirbellosen ,tiere beschreiben1 so ist man gezwungen1 fast ebensoviel ,schemata zu entwerfen1 als man ,klassen innerhalb der ,wirbellosen aufgestellt hat4 99,cuvier99 gelangte so dahin1 gewisse ,klassen der letzteren der gesamten ,reihe der ,wirbeltiere als gleichwertig an die ,seite zu stellen4 ,das ,ergebnis war1 da er vier ,hauptplne nachwies1 nach denen ihm smtliche ,tiere gebaut zu sein schienen4 ,die ,unterabteilungen der so gewonnenen vier ,hauptgruppen oder ,kreise werden nach ihm dadurch bedingt1 da geringe ,abnderungen durch die ,entwicklung und das ,hinzutreten gewisser ,teile hervorgerufen werden1 die indessen an den ,grundzgen des ,planes nichts ndern4 ,nach einer genauen ,kennzeichnung der anatomischen ,grundzge jedes ,kreises1 gelangt 99,cuvier99 zu folgender ,einteilung des ,tierreiches3 ,i4 ,kreis4 ,wirbeltiere4 #a4 ,klasse ,sugetiere4 #b4 ,vgel4 #c4 ,kriechtiere 7,reptilien und ,amphibien74 #d4 ,fische4 ,,ii4 ,kreis4 ,weichtiere4 #a4 ,klasse ,kopffer oder ,cephalopoden4 #b4 ,bauchfer oder ,gasteropoden4 #c4 ,flossenfer oder ,pteropoden4 #d4 ,muscheln oder ,acephalen4 ,,iii4 ,kreis4 ,gliedertiere4 #a4 ,klasse ,ringelwrmer oder ,anneliden4 #b4 ,krebstiere oder ,crustaceen4 #c4 ,spinnen oder ,arachniden4 #d4 ,kerbtiere oder ,insekten4 ,,iv4 ,kreis4 ,radirtiere4 #a4 ,klasse ,stachelhuter oder ,echinodermen4 #b4 ,eingeweidewrmer4 #c4 ,pflanzentiere oder ,polypen4 #d4 ,aufgutiere oder ,infusorien4 ,diese ,einteilung 99,cuviers99 bildet auch heute noch im wesentlichen die ,grundlage des natrlichen ,systems4 ,doch ist die ,zahl der ,kreise auf sieben vermehrt worden4 ,zuerst wurde durch ,abtrennung der ,infusorien von den ,radirtieren der ,kreis der ,urtiere oder ,protozoen gebildet4 ,sodann wurden die ,stachelhuter1 welche einen ,darm besitzen1 als besonderer ,kreis den darmlosen ,radirtieren 7,korallen1 ,seerosen usw47 gegenbergestellt4 ,endlich wurden die ,ringelwrmer mit den ,eingeweidewrmern und anderen niederen ,formen zum ,kreise der ,wrmer vereinigt4 ,auerdem gestattet die ,entdeckung zahlreicher ,verbindungsglieder zwischen den einzelnen ,kreisen1 das gesamte ,tierreich als eine ,einheit im hchsten ,sinne zu betrachten4 ,die ,ergebnisse von 99,cuviers99 vergleichend anatomischen ,untersuchungen widersprachen der von der naturphilosophischen ,schule vorausgesetzten ,einheit der tierischen ,organisation4 ,seine durch ,jahrzehnte fortgesetzten ,arbeiten hatten den nicht hinwegzuleugnenden ,nachweis geliefert1 da sich die scheinbar unendliche ,mannigfaltigkeit der ,lebewesen auf mehrere ,typen oder allgemeinen ,bauplne zurckfhren lt4 ,das von 99,cuvier99 geschaffene ,system1 vor allem aber der ,grundgedanke1 da es solche allgemeinen ,bauplne gibt1 ist durch weitere1 insbesondere entwicklungsgeschichtliche ,forschungen im wesentlichen besttigt worden4 ,sah man sich auch gezwungen1 die ,zahl der ,typen zu vermehren1 sowie die ,existenz von ,zwischenformen anzunehmen1 so wurde dadurch der ,begriff des ,typus doch nicht erschttert4 ,und vollends haben sich ,lehren1 wie diejenige von 99,geoffroy ,st4 ,hilaire991 nach welcher die ,insekten mit ihrem bauchstndigen ,mark als umgekehrte ,wirbeltiere betrachtet wurden1 als unhaltbar erwiesen4 99,cuviers99 ,untersuchungen ber die fossilen ,tiere berhren sich mit den ,ergebnissen seiner zoologischen ,arbeiten4 ,die ,hauptplne1 die er fr die lebenden ,tiere erkannt hatte1 fanden sich nmlich auch an den untergegangenen ,formen verwirklicht1 so da sich die frheren mit den jetzigen ,lebewesen zu einem groen ,system vereinigen lieen4 ,mit der ,erkenntnis1 da die ausgestorbenen ,wirbeltiere1 auf die sich 99,cuviers99 palontologische ,forschungen insbesondere erstreckten1 von den heutigen in solchem ,mae abweichen1 da sie mit ihnen hchstens unter denselben ,gattungsbegriff gestellt werden drfen1 konnte man das ,dogma von der ,konstanz der ,arten nicht wohl vereinigen4 ,so nahm denn 99,cuvier99 an1 da jede einer geologischen ,epoche eigentmliche ,lebewelt auf einen besonderen ,schpfungsvorgang zurckzufhren sei1 whrend die ,harmonie der gesamten ,schpfung in dem ,einhalten der von ihm nachgewiesenen ,bauplne zum ,ausdruck gelangen sollte4 ,jeder ,neuschpfung sollte eine ,beseitigung der vorhandenen ,wesen vorangegangen sein4 ,hierfr nahm 99,cuvier99 gewaltige geologische ,umwlzungen in ,anspruch1 deren ,spuren er in den ,vernderungen1 welche die ursprnglich horizontalen1 versteinerungsfhrenden ,schichten erlitten haben1 aufdecken zu knnen glaubte4 ,die ,entwicklung der ,palontologie und der ,geologie unter dem ,einflu dieser ,anschauungen 99,cuviers99 und seiner ,zeitgenossen wird uns in einem spteren ,abschnitt beschftigen4 ,erwhnen wir noch1 da 99,cuvier99 im ,jahre #ahag unter dem ,titel das ,tierreich ein umfassendes ,werk#fea herausgab1 so ist damit die ,bedeutung dieses auerordentlichen ,mannes zwar nicht erschpft1 doch in den wesentlichsten ,punkten gewrdigt4 ,am #ac4 ,mai des ,jahres #ahcb wurde er nach kurzer ,krankheit seiner groartigen ,ttigkeit durch den ,tod entrissen4 ,solange die ,welt steht1 uerte ein hervorragender ,zeitgenosse in einem 99,cuvier99 gewidmeten ,nachruf#feb1 wird der ,verstorbene als hellleuchtendes ,gestirn am naturhistorischen ,himmel glnzen und die ,augen der ,nachkommenden auf sich ziehen1 um bei seinem ,scheine den ,reichtum der ,natur zu bewundern1 zu untersuchen1 zu scheiden1 zu ordnen1 zu begreifen und zu benutzen4 ,nachdem in der ,anatomie die vergleichende ,richtung ber die einseitig beschreibende gesiegt hatte1 konnte es nicht ausbleiben1 da auch der menschliche ,organismus unter allgemeineren ,gesichtspunkten betrachtet wurde4 ,schon 99,linn99 hatte dem ,menschen einen ,platz in seinem ,system1 und zwar innerhalb der ,ordnung der ,primaten1 angewiesen und dazu bemerkt1 er habe bislang kein anatomisches ,kennzeichen nachweisen knnen1 wodurch der ,krperbau des ,menschen vom demjenigen des ,affen unterschieden sei4 ,aus dem ,bemhen1 den von 99,linn99 vermiten ,charakter der ,humanitt aufzufinden1 berhaupt den ,menschen als ein ,naturgeschpf zu wrdigen und zu verstehen1 entsprang die neuere ,anthropologie1 die sich seit dem ,erscheinen von 99,blumenbachs99 ber die angeborene ,verschiedenheit im ,menschengeschlecht datieren lt#fec4 ,in dieser ,schrift sucht 99,blumenbach99 den ,nachweis zu fhren1 da die ,menschheit aus ,rassen bestehe1 die aus einem gemeinschaftlichen ,stamme hervorgegangen seien1 hnlich wie dies fr die ,spielarten der ,haustiere zutrifft4 ,obgleich 99,blumenbach99 durchaus nicht verkennt1 da derartige ,spielarten durch kaum merkliche bergnge ineinander berflieen1 gelangt er doch zur ,aufstellung seiner bekannten fnf ,hauptrassen 7,kaukasier1 ,mongolen1 ,aethiopier1 ,amerikaner1 ,malayen#fed74 ,als ein wesentliches anatomisches ,merkmal1 das den ,menschen vom hheren ,tiere1 insbesondere vom ,affen unterscheidet1 betrachtet 99,blumenbach991 den wir als einen der frhesten vergleichenden ,anatomen und den ,begrnder der ethnographischen ,schdellehre gelten lassen mssen1 das vortretende ,kinn und die dadurch bedingte aufrechte ,stellung der unteren ,vorderzhne4 ,der gleichfalls auf dem ,gebiete der vergleichenden ,anatomie schon vor 99,cuvier99 ttige ,hollnder 99,peter ,camper99 7#agbb-aghi7 wies in einer vortrefflichen ,arbeit ber den ,orang-,utang darauf hin1 da der ,gesichtswinkel dieses hchststehenden ,affen betrchtlich kleiner als derjenige der am tiefsten stehenden menschlichen ,rassen sei4 #bf4 ,geologie und ,palontologie unter der ,herrschaft der ,katastrophenlehre4 ,schon 99,hutton99 hatte in seiner ,theorie der ,erde die heute herrschende ,ansicht entwickelt1 da der gegenwrtige ,zustand der ,erde aus den noch jetzt wirkenden ,krften unter ,zuhilfenahme ausgedehnter ,zeitrume erklrt werden msse4 ,die ,mehrzahl der ,geologen nahm aber fr die frheren ,epochen der ,erdentwicklung auergewhnliche ,krfte und ,begebenheiten in ,anspruch4 ,hufig wurde diese unter dem ,namen der ,katastrophentheorie bekannte ,ansicht selbst bis ins neunzehnte ,jahrhundert hinein von dem ,streben getragen1 die ,wissenschaft mit der biblischen berlieferung in ,einklang zu bringen4 ,manche wollten sogar in der ,sintflut die letzte groe ,katastrophe erblicken4 ,zu den ,anhngern der ,katastrophentheorie gehrte auch 99,cuvier994 ,wir haben die hervorragenden ,leistungen dieses ,mannes um die vergleichende ,anatomie und ,zoologie schon kennen gelernt4 ,ausgehend von diesen ,wissenszweigen hatte 99,cuvier99 die ,palontologie reformiert4 ,in der allgemeinen ,geologie blieben 99,cuviers99 ,anschauungen und ,kenntnisse jedoch weit hinter denen eines 99,hutton99 und 99,fchsel99 zurck4 ,trotzdem wurden diese ,anschauungen1 gesttzt durch die groe ,autoritt1 die 99,cuvier99 auf den zu der ,geologie in engster ,beziehung stehenden ,wissenszweigen geno1 zu ,beginn des neunzehnten ,jahrhunderts die herrschenden4 ,auch der ,umstand1 da der groe franzsische ,forscher seine allgemeingeologischen ,lehren seinem epochemachenden palontologischen ,werk#fee1 als eine ,art ,vorrede voranschickte1 verlieh ihnen die besondere ,beachtung der ,zeitgenossen4 ,nachdem 99,cuvier99 die ,beschaffenheit der uns zugnglichen ,teile der ,erde und die gegenwrtig noch ttigen geologischen ,krfte geschildert1 kommt er zu dem ,ergebnis1 da diese ,krfte nicht ausreichen1 um die ,vernderungen hervorzubringen1 deren ,spuren uns die ,erdkruste darbietet4 ,die ,vernderungen1 die im ,verlaufe der ,erdgeschichte in der organischen ,welt stattfanden1 wurden nach 99,cuvier99 durch einen ,wechsel in der ,beschaffenheit des ,mediums veranlat oder gingen einem solchen wenigstens parallel4 ,dieser ,wechsel erfolgte nach ihm nicht allmhlich1 sondern pltzlich1 katastrophenartig4 ,da inmitten der ,meeresbildungen ,schichten vorkommen1 die mit tierischen und pflanzlichen ,erzeugnissen des ,festlandes und des sen ,wassers angefllt sind1 so msse man schlieen1 da zu wiederholten ,malen schon aufs ,trockene gesetzte ,teile der ,erde wieder berflutet wurden4 ,fr die ,behauptung1 da dieser ,wechsel pltzlich erfolgte1 dienten 99,cuvier99 besonders die im ,eise ,sibiriens entdeckten ,leichen des ,mammuts als ,beweis4 ,die letzte ,katastrophe1 meint er1 habe im hohen ,norden ,leichen gewaltiger ,vierfer zurckgelassen1 die vom ,eise eingeschlossen wurden und bis auf unsere ,tage mit ,haut und ,haar erhalten blieben4 ,wren das ,einfrieren und der ,tod nicht zur selben ,zeit erfolgt1 so wrden die ,tiere der ,zersetzung anheim gefallen sein4 ,andererseits knne dieser ewige ,frost vorher nicht an den ,orten1 wo die ,tiere von ihm ergriffen wurden1 geherrscht haben1 denn sie htten unter solchen ,temperaturverhltnissen nicht leben knnen4 ,es sei also derselbe ,augenblick1 welcher den ,tod dieser ,tiere herbeigefhrt und das ,land1 das sie bewohnten1 mit ,eis berzogen habe4 ,dies msse pltzlich und nicht etwa nach und nach eingetreten sein4 ,und was sich so offenbar fr diese letzte ,katastrophe dartun lasse1 sei kaum weniger ersichtlich fr die vorangegangenen4 ,die ,zerreiungen1 ,biegungen und ,kippungen1 welche die ltesten ,schichten aufweisen1 riefen in 99,cuvier99 die berzeugung hervor1 da pltzliche und heftig wirkende ,ursachen die ,schichten in den ,zustand versetzt htten1 in dem wir sie jetzt erblicken4 99,cuviers99 ,irrtum entsprang zum ,teil daraus1 da er die ,zeitdauer der geologischen ,entwicklung unterschtzte4 ,so nahm er z4 ,b4 an1 da die letzte ,erdrevolution vor nicht mehr als #ejjj ,jahren stattfand4 ,whrend 99,cuviers99 irrige ,vorstellungen auf dem ,gebiete der allgemeinen ,geologie eine hnliche ,rolle gespielt haben wie 99,newtons99 ,emanationslehre in der ,optik1 sind seine ,verdienste um die ,palontologie von der grten ,bedeutung4 ,ihm gelang es1 dieser ,wissenschaft durch die enge ,verbindung1 in die er sie mit der ,zoologie und der vergleichenden ,anatomie brachte1 einen vllig neuen ,geist1 der sie seitdem belebt hat1 einzuhauchen4 ,die ,umgegend von ,paris1 die 99,cuvier99 fr seine palontologischen ,forschungen das meiste ,material lieferte1 ist an fossilen ,sugetierresten besonders reich4 ,die grte ,schwierigkeit ergab sich aber daraus1 da vollstndige ,skelette uerst selten gefunden werden1 die einzelnen ,knochen vielmehr ohne alle ,ordnung und meist zerbrochen in den ,gesteinsschichten sich vorfinden4 ,all diese ,schwierigkeiten schwanden1 als 99,cuvier99 das schon frher erwhnte#fef ,grundgesetz der allgemeinen ,anatomie1 das ,prinzip der ,korrelation der ,organe aussprach4 ,nach diesem ,prinzip regelt sich das gegenseitige ,verhltnis der ,formen in den organischen ,geschpfen in der ,weise1 da jeder ,organismus schon aus der ,beschaffenheit eines seiner ,teile in seiner ganzen ,eigenart erkannt werden kann4 ,unter ,anwendung dieses ,prinzips und durch steten ,vergleich mit den ,skeletten lebender ,tiergattungen gelang es 99,cuvier991 aus den zerstreuten ,knochen1 die sich im ,pariser ,gips fanden1 die erloschenen ,gattungen1 ,palotherium und ,anoplotherium1 zu rekonstruieren4 ,diese ,gattungen der mittleren ,tertirzeit 7,oligozn7 erwiesen sich beim nheren ,studium als ziemlich artenreich4 ,das ,palotherium mit seinen drei gleich starken ,hufen wurde als ein ,vorlufer unseres ,pferdes erkannt1 whrend das ,anoplotherium den ,urtypus eines ,wiederkuers darstellt4 ,auch ,raubtiere1 ,beuteltiere1 ,vgel1 ,reptilien und ,fische lieen sich in ihren berresten im ,gips des ,montmartre nachweisen4 ,fast kein ,block dieser tertiren ,gesteinsmasse war frei von solchen zerstreuten ,resten1 die 99,cuvier99 auf mehr als #aej verschiedene ,arten zurckzufhren vermochte4 ,von diesen ,arten waren mehr als #ij vor 99,cuvier99 den ,naturforschern gnzlich unbekannt4 ,auf ,grund seiner ,einzeluntersuchungen gelangte 99,cuvier99 zu einer klareren ,einsicht in die geologische ,zeitfolge der ,organismen1 als sie vor ihm mglich war4 ,er hob hervor1 da die ,fische und die eierlegenden ,vierfer frher auf der ,erde erschienen als die ,sugetiere und da die erloschenen ,gattungen der letzteren in lteren ,schichten vorkommen als die ,gattungen1 von denen noch heute ,arten existieren4 ,die ,ichthyosauren1 ,plesiosauren1 mehrere ,schildkrten und ,krokodile1 schrieb 99,cuvier99 ber das ,verhltnis der ,arten zu den ,formationen1 fnden sich unterhalb des ,kreidegebietes in den ,schichten des sogenannten ,jura4 ,die zahlreichen ,fische des ,thringer ,kupferschiefers seien noch lter4 ,in der ,kreide selbst begegnen uns riesige ,saurier und ,schildkrten4 ,aber1 fhrt er fort1 ,knochen von ,landsugetieren finden sich auer den ,beuteltierkiefern im ,jura weder in lteren ,gebirgsschichten noch in der ,kreide4 ,trotz dieser im allgemeinen zutreffenden ,erkenntnis von der geologischen ,aufeinanderfolge der groen ,gruppen der ,organismen ahnte 99,cuvier99 nicht den genetischen ,zusammenhang1 der zwischen den vergangenen ,lebewelten und der gegenwrtigen besteht4 ,von ,einflu auf die weitere ,entwicklung der ,geologie war die hervorragende ,ttigkeit1 welche ,deutschlands grter ,geologe1 99von ,buch991 entfaltete4 99,leopold von ,buch99 wurde #aggd in der ,uckermark geboren#feg4 ,gleichzeitig mit 99,humboldt99 wurde er auf der ,bergakademie zu ,freiberg durch 99,werner99 in die ,mineralogie und in die ,geognosie eingefhrt4 ,wir haben 99,werner99 als den ,begrnder dieser ,wissenschaft und den wichtigsten ,verfechter der neptunistischen ,lehre kennen gelernt#feh4 ,als 99,buch99 seine ,forschungsreisen auf die vulkanischen ,gebiete der ,auvergne und ,italiens ausdehnte1 kamen ihm ,zweifel an der ,richtigkeit jener ,lehre 99,werners991 der seine ,beobachtungen auf das mittlere ,deutschland beschrnkt hatte4 ,darauf vollzog sich bei 99,buch99 wie bei dem ihm befreundeten 99,humboldt99 ein entschiedener ,abfall von 99,werner994 ,hochwichtige ,ergebnisse frderte 99v4 ,buchs99 ,durchforschung der skandinavischen ,halbinsel zutage 7#ahjf-ahjh74 ,er untersuchte vor allem die ,lagerungsverhltnisse der ,massengesteine und fand1 da der ,granit nicht immer das lteste ,gestein sei1 da er mitunter auf ,versteinerungen fhrendem ,kalk auflagere1 wie z4 ,b4 bei ,christiania4 ,als die lteste ,grundlage betrachtete man nunmehr den 99,gnei994 ,diese ,entdeckung rief allgemeines ,erstaunen hervor und veranlate den fr geologische ,fragen sich stets lebhaft interessierenden 99,goethe99 zu der ,bemerkung1 da der ,sohn zum ,vater geworden sei4 ,auch der nordische ,ursprung der deutschen ,findlingsblcke wurde durch 99,buch99 eingehender begrndet4 ,endlich gelang es ihm1 durch den ,nachweis von ,strandlinien die langsame ,erhebung ,skandinaviens aus dem ,scho des ,meeres nachzuweisen und damit die neuere ,lehre von den skularen ,hebungen und ,senkungen zu begrnden4 ,auf die nderungen der ,ksten jenes ,landes hatte zwar schon 99,celsius99 im ,jahre #agdj hingewiesen1 sie aber aus einem langsamen ,sinken des ,meeresspiegels zu erklren gesucht4 ,von nicht geringerer ,bedeutung fr die ,entwicklung der geologischen ,vorstellungen als 99,buchs99 ,werk ber ,skandinavien1 war seine ,physikalische ,beschreibung der kanarischen ,inseln#fei4 ,es lehrte die ,unterscheidung von ,zentral- und ,reihenvulkanen1 sowie die ,entstehung der letzteren auf den groen ,spalten der ,erdrinde kennen1 welche den ,begrenzungen der ,kontinente entsprechen4 ,gleichzeitig entwickelte 99,buch99 eine ,theorie der ,erhebung von ,bergketten und ganzen ,kontinentalmassen durch vulkanische ,krfte4 ,war diese ,theorie in ihren ,einzelheiten auch nicht stichhaltig1 so hat sie doch die heute geltenden ,lehren der ,gebirgsbildung vorbereitet4 ,dem ,studium des ,vulkanismus war auch 99,humboldts99 amerikanische ,forschungsreise1 soweit sie geologische ,erscheinungen betraf1 in erster ,linie gewidmet4 ,so machte es 99,humboldt99 schon wahrscheinlich1 da sich die gewaltigen ,vulkane ,mittelamerikas ber einer #aej ,meilen langen ,erdspalte befinden4 ,die ,ausdehnung der geologischen ,forschung auf die auereuropischen ,erdteile1 wie sie besonders 99,humboldt99 einleitete1 war vor allem ntig1 um die ,allgemeingltigkeit der in ,mitteleuropa an einem nur beschrnkten ,material zuerst ins ,leben gerufenen ,lehren ber die ,schichtenfolge darzutun und die urschliche ,begrndung dieser ,lehren zu ermglichen4 #bg4 ,fortschritte auf dem ,gebiete der ,entwicklungslehre4 ,um das ,studium der ,entwicklung des ,tierindividuums hatte sich im #ah4 ,jahrhundert 99,wolff99 das grte ,verdienst erworben#ffj4 ,seine ,ansichten vermochten der ,evolutionstheorie gegenber zunchst nicht durchzudringen4 ,im ersten ,viertel des #ai4 ,jahrhunderts erfuhr die ,entwicklungsgeschichte durch eine ,reihe deutscher ,forscher jedoch einen auerordentlichen ,aufschwung1 wobei 99,wolffs99 ,lehre von der ,epigenesis den ,sieg davontrug4 ,der ,deutsche1 sagt 99,hyrtl991 darf mit ,stolz sagen1 da alles1 was in diesem ,fache ,groes geschah1 von seinem ,vaterlande ausging4 ,die ,mnner1 welche diesen ,umschwung herbeifhrten1 waren auer dem ,anatomen 99,meckel991 der durch seine bersetzung von 99,wolffs99 ,schrift ber die ,bildung des ,darmkanals 7#ahab7 die ,aufmerksamkeit der ,zoologen und ,physiologen von neuem auf dieses ,gebiet gelenkt hatte1 vor allem 99,pander99 und 99von ,baer994 ,die neue ra wurde eingeleitet durch 99,panders99 ,beitrge zur ,entwicklungsgeschichte des ,hhnchens im ,ei4 ,es ist dies eine klassisch zu nennende ,arbeit und zwar bis dahin die bei weitem bedeutendste auf diesem ,gebiete4 ,da die ,bildung des ,embryos von einer blattfrmigen ,schicht ausgeht1 hatte 99,wolff99 schon angedeutet4 99,pander99#ffa zeigte1 da in der ,bildung der ,keimhaut die ganze ,entwicklung des ,hhnchens begrndet ist4 ,alles1 was weiter geschieht1 sagt er1 ist nichts anderes als eine ,metamorphose dieser mit einer unerschpflichen ,flle des ,bildungstriebes begabten ,membran und ihrer ,bltter4 99,pander99 wies nach1 da sich das ,keimblatt zunchst und zwar schon whrend der ersten #bd ,stunden in drei bereinander liegende ,bltter spaltet4 ,das uerste nannte er das serse1 das innere das ,schleimblatt und das zwischen beiden liegende das ,gefblatt4 ,den eigentmlichen ,gang der ,entwicklung1 den jedes dieser ,primitivgebilde einschlgt1 hat 99,pander99 auch schon in ,betracht gezogen4 ,die ,fortsetzung der ,arbeit nach dieser ,richtung blieb indessen vor allem 99von ,baer99 vorbehalten1 der sich den ,ehrentitel des grten ,embryologen aller ,zeiten erworben hat4 99,karl ,ernst von ,baer99#ffb wurde am #bh4 ,februar #agib in ,esthland geboren und studierte zunchst in ,dorpat und spter in ,wrzburg bei 99,dllinger991 dem sowohl er als auch 99,pander99 die ,anregung zu ihren embryologischen ,arbeiten verdankten4 99,dllinger99 hatte den ,wunsch geuert1 da einer seiner ,schler sich der mhevollen ,arbeit unterziehen mge1 die ,entwicklung des ,hhnchens von ,stunde zu ,stunde zu verfolgen4 ,er wandte sich damit zuerst an 99von ,baer991 der seinen ,genossen 99,pander99 zur bernahme dieses ,auftrages bewog4 99,von ,baer99 wurde ,professor der ,naturgeschichte in ,knigsberg1 folgte aber spter einem ,rufe an die ,petersburger ,akademie der ,wissenschaften4 99,von ,baer99 ist vor allem dadurch berhmt geworden1 da er die ,frage nach dem ,ei der ,sugetiere1 insbesondere des ,menschen1 um die sich ,jahrtausende vergeblich bemht hatten1 zum ,abschlu brachte4 ,um die ,mitte des #ag4 ,jahrhunderts wurde die ,vermutung geuert1 da diejenigen weiblichen ,organe1 die unter dem ,namen ,ovarien bekannt sind1 die ,bildungssttte der ,sugetiereier und der menschlichen ,eier seien4 ,der ,niederlnder 99de ,graaf99 entdeckte die seitdem als 99,graaf99sche ,follikel bezeichneten1 mit ,flssigkeit gefllten ,blschen4 ,manche ,anatomen hielten sie fr die ,eier1 was zur ,bezeichnung ,eierstock oder ,ovarium fr das sie erzeugende ,organ gefhrt hat4 99,de ,graaf99 selbst sprach die ,vermutung aus1 da sich das ,ei in dem ,follikel befinde4 ,die ,richtigkeit dieser ,ansicht bewies erst 99von ,baer99 im ,jahre #ahbgffc4 ,einige ,jahre vorher hatte man im unbebrteten ,ei des ,vogels das ,keimblschen entdeckt1 ein einzelliges ,gebilde1 von dem1 wie man bemerkte1 die ,bildung der ,keimhaut ihren ,ausgang nimmt#ffd4 99,von ,baer99 wies das ,vorkommen dieses ,keimblschens in den ,eiern der brigen eierlegenden ,tiere1 wie der ,frsche1 ,mollusken1 ,wrmer und ,gliedertiere1 nach und zeigte1 wie aus diesem einzelligen ,gebilde durch einen ,furchungsproze die ,keimhute als erste ,anlage des ,embryos hervorgehen und da die ,hauptsubstanz des frher als ,ei bezeichneten ,gebildes1 der ,dotter1 nur den ,nhrstoff fr das sich entwickelnde ,lebewesen vorstellt4 ,damit war fr das gesamte ,tierreich eine die ,entwicklung beherrschende ,gesetzmigkeit gefunden1 welche dahin lautet1 da jedes1 auch das am hchsten stehende1 ,geschpf sein ,leben als einzelliges ,gebilde beginnt4 ,mit der ,entdeckung der ,eizelle und des ,furchungsprozesses#ffe war nicht nur 99,harveys99 ,ausspruch omne vivum ex ovo erst zur ,wahrheit geworden1 sondern es war durch diese ,entdeckungen die wichtige ,grundlage fr die bald darauf von 99,schwann99 errichtete ,zellenlehre#fff geschaffen4 ,schon im ,jahre nach der ,entdeckung des ,sugetiereies lie 99von ,baer99 den ersten ,band seines berhmten ,werkes ber die ,entwicklung der ,tiere erscheinen4 7#ahbh4 ,der zweite ,band erschien #ahcg47 ,anknpfend an die ,untersuchungen 99,panders99 ber die ,bildung der drei ,keimbltter zeigte 99von ,baer991 wie aus diesen ,primitivgebilden die einzelnen ,organe und ,organsysteme des ,embryos sich entwickeln4 ,whrend ferner 99,pander99 sich nach althergebrachter ,weise auf die ,entwicklung des ,hhnchens beschrnkt hatte1 dehnte 99von ,baer99 seine ,untersuchung1 indem er nach der in der ,anatomie schon zum ,durchbruch gelangten ,methode vergleichend verfuhr1 auf smtliche ,gruppen der ,wirbeltiere aus4 99,von ,baer99 verfolgte zunchst die ,umwandlung der ,keimbltter zum ,nervenrohr und ,darmrohr und zeigte1 wie am ersteren die ,sonderung in ,hirn und ,rckenmark1 sowie durch ,ausstlpung die ,bildung der ,sinnesorgane vor sich geht1 whrend sich am ,darmrohre eine hnliche ,sonderung in einzelne ,abschnitte 7,mundhhle1 ,mitteldarm usw47 ausbildet4 ,auch da die ,entstehung des ,atmungsorgans und der ,leber vom ,darmrohr aus beginnt1 wurde durch 99von ,baer99 nachgewiesen4 ,von allgemeinen ,ergebnissen1 zu denen er durch den ,vergleich zahlreicher ,einzelvorgnge gelangte1 seien noch folgende hervorgehoben3 ,die ursprngliche ,keimesanlage der ,wirbeltiere ist die gleiche4 ,die ,entwicklung nimmt aber je nach dem ,typus1 der sich im ,bau des fertigen ,tieres ausspricht1 alsbald eine verschiedene ,richtung4 ,ein auffallender ,unterschied besteht1 wie weiter betont wird1 in der ,entwicklung der hheren und der niederen ,wirbeltiere4 ,dieser ,umstand mache sich besonders dadurch bemerkbar1 da letzteren ,amnion und ,allantois fehlen1 whrend diese ,embryonalorgane fr die hheren ,wirbeltiere charakteristisch sind4 ,die ,frage nach dem ,zusammenhang des ,sugetierembryos mit der ,mutter machte 99von ,baer99 zum ,gegenstand einer besonderen ,untersuchung#ffg4 ,zahlreiche ,forscher1 auf deren ,arbeiten hier jedoch nicht eingegangen werden kann1 haben das von 99,pander99 und 99von ,baer99 begonnene ,werk fortgesetzt4 ,genannt sei nur 99,rathke99#ffh1 der ber die ,entwicklung der ,geschlechtsorgane der ,wirbeltiere das erste ,licht verbreitete und das ,vorhandensein von ,kiemenanlagen1 der sogenannten ,schlundspalten1 auch bei den ,embryonen der ,vgel und der ,sugetiere entdeckte4 99,rathke99 war es ferner1 welcher die ,untersuchung ber die ,bildung der ,keimanlagen aus der ,eizelle auf das ,gebiet der ,wirbellosen ausdehnte4 ,vor allem ist hier sein ,werk ber die ,entwicklung des ,flukrebses 7#ahbi7 grundlegend gewesen4 ,funoten #a ,siehe 99,dannemann991 ,aus der ,werkstatt groer ,forscher1 ,abschn4 #ad4 #b ,der ,englnder 99,wall99 in den ,philosoph4 ,transact4 v4 #afih4 99,wall99 rieb ein groes ,stck ,bernstein mit ,wolle und erhielt einen ,funken von fast einem ,zoll ,lnge4 ,dabei trat ein ,knall auf1 als ob ,steinkohle im ,ofen zersprnge4 #c ,eine ,zusammenfassung seiner ,untersuchungen ist die ,schrift ,physico-mechanical experiments4 ,london #agji4 #d ,vier ,abhandlungen ber die ,elektrizitt und den ,magnetismus von 99,coulomb99 7#aghe-aghf74 799,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #ac47 ,leipzig1 ,wilhelm ,engelmann4 #ahij4 #e 99,galilei991 ,unterredungen und mathematische ,demonstrationen 799,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #bd1 ,s4 #hj47 #f ,six ,mmoires sur l'lectricit1 erschienen in den ,memoiren der ,pariser ,akademie von #agcc und #agcd4 #g ,siehe auch die ,ausfhrungen von 99,aepinus99 in 99,dannemann991 ,aus der ,werkstatt groer ,forscher1 ,s4 #agg4 #h 99,musschenbroek99 und 99,cunaeus994 #i 99,kleist99 teilte seine ,entdeckung am #d4 ,november #agde dem ,anatomen 99,lieberkhn99 mit4 ,die ,leydener ,versuche fanden erst im ,januar #agdf statt4 ,es ist anzunehmen1 da den ,leydener ,physikern die 99,kleist99sche ,entdeckung nicht bekannt war 7,mitteilungen zur ,geschichte der ,medizin und der ,naturwissenschaften4 ,,iv4 ,bd4 ,nr4 #a1 ,s4 #ie74 #aj ,versuche und ,abhandlungen der naturforschenden ,gesellschaft zu ,danzig1 ,i4 ,s4 #ddb4 #aa ,durch 99,wilson99 um #agej4 #ab #agee4 #ac ,journal de ,phys4 #aghh4 #ad 99v4 ,marum991 ,description d'une trs-grande machine lectrique et des expriences faites par le moyen de cette machine4 #aghe4 #ae 99,gralath99 schrieb auch eine ,geschichte der ,elektrizitt4 #af 99,watson99 in ,philos4 ,transact4 #agdh4 ,vol4 #de1 ,n4 #dhe1 ,s4 #ib4 #ag 99,van ,marum991 ber das ,elektrisieren4 #aggg4 #ah 99,j4 ,c4 ,fischer991 ,geschichte der ,physik4 #ahja-ahjh4 ,v4 #dhc4 #ai 99,eulers99 ,briefe an eine deutsche ,prinzessin4 ,leipzig #aggc4 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #bde ff4 #bj ,in dem ersten der an 99,collinson99 gerichteten ,briefe vom #bh4 ,,iii4 #agdg4 #ba 99,eulers99 ,briefe an eine deutsche ,prinzessin4 #aggc4 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #bhg4 #bb ,die ,strke der elektrischen ,kraft des ,wassers in glsernen ,gefen4 ,leipzig #agdf4 ,s4 #acg u4 f4 #bc ,das ,bestreben1 die ,ursache dieses elektrischen ,geruches zu ermitteln1 fhrte spter zur ,entdeckung des ,ozons4 ,siehe 99,dannemann991 ,aus der ,werkstatt groer ,forscher4 #aijh4 ,s4 #cge4 #bd 99,franklin99 in seinem #e4 ,briefe an 99,collinson994 #be 99,franklins99 ,brief an 99,kinnersley99 vom #bj4 ,,ii4 #agfb4 #bf ,so etwa lauten die ,worte1 mit denen 99,franklin99 seine ,ansicht in seinen ,briefen entwickelt4 #bg ,den ersten ,blitzableiter errichtete 99,franklin99 im ,jahre #ageb4 ,in ,england begann man 799,watson997 #agfb1 in ,deutschland #agfi ,blitzableiter zu errichten4 ,in ,deutschland war es ein ,arzt 799,reimarus9971 der in ,hamburg fr die praktische ,verwendung der neuen ,erfindung eintrat4 ,durch 99,reimarus99 wurde der ,physiker 99,lichtenberg99 veranlat1 in ,gttingen ,blitzableiter anzulegen4 99,lichtenberg99 versah gemeinsam mit 99,kstner99 die ,universittsbibliothek mit einem ,blitzableiter4 7,siehe die ,mitteilungen zur ,geschichte der ,medizin und der ,naturw4 ,bd4 ,,iv4 ,nr4 #a4 ,s4 #ajd47 #bh ,er entri dem ,himmel den ,blitz und das ,zepter den ,tyrannen4 #bi 99,beccaria991 ,lettere dell' elettricismo1 pg4 #bhb4 ,siehe 99,j4 ,c4 ,fischer991 ,geschichte der ,physik 7#ahja-ahjh74 ,bd4 ,v4 #gec4 #cj ,siehe an spterer ,stelle dieses ,bandes4 #ca 99,fischer991 ,geschichte der ,physik1 ,,viii4 ,s4 #eda4 #cb ,siehe 99,priestleys99 ,geschichte der ,elektrizitt1 ,s4 #bfa u4 f4 und 99,fischers99 ,geschichte der ,physik1 ,bd4 ,v4 ,s4 #hcg4 #cc ,dissertatio inauguralis de electricitatibus contrariis4 ,rostock #ageg4 #cd 99,th4 ,young991 ,lectures on natural philosophy4 ,london #ahjg4 ,bd4 ,,ii4 #ce ,war doch die hnlichkeit der ,schlge1 welche die ,leydener ,flasche und jener ,fisch erteilen1 eine zu auffallende4 #cf ,im ,jahre #afga4 #cg 99,fischer991 ,geschichte der ,physik4 ,bd4 ,v4 ,s4 #hfg4 #ch ,eine ,besttigung fanden diese ,untersuchungen durch den ,anatomen 99,john ,hunter991 welcher das eigentmliche ,organ der elektrischen ,fische in den ,phil4 ,transactions v4 #aggc genauer beschrieb4 ,der genauere ,titel der ,abhandlung von 99,walsh99 lautet3 ,on the electric ,property of the ,torpedo4 ,in a letter from 99,john ,walsh99 to 99,benjamin ,franklin99 7,juli #ab4 #aggb74 99,walsh99 berichtet darin ber ,untersuchungen1 die er in ,la ,rochelle an dort gefangenen ,zitterrochen anstellte4 ,diese ,untersuchungen ergaben1 da die ,wirkung des ,torpedos eine durchaus elektrische sei4 ,die ,schlge wurden durch eine ,kette von ,personen1 sowie durch einen ,draht geleitet4 #ci ,der ,turmalin wurde daher auch als ,aschenzieher bezeichnet4 #dj 99,franz ,ulrich ,theodor ,aepinus991 der ,entdecker der ,influenz und der ,thermoelektrizitt1 wurde im ,jahre #agbd in ,rostock geboren4 ,er studierte dort1 wurde spter ,professor der ,astronomie an der ,akademie zu ,berlin1 folgte aber von dort einem ,rufe nach ,petersburg1 wo er ,physik lehrte und die ,aufsicht ber die russischen ,normalschulen ausbte4 ,er starb #ahjb in ,dorpat4 #da 99,aepinus991 ,akademische ,rede von der hnlichkeit der elektrischen und magnetischen ,kraft4 ,leipzig #agfj4 ,siehe auch 99,dannemann991 ,aus der ,werkstatt groer ,forscher4 ,leipzig #aijh4 ,abschnitt #cg4 #db ,diese durch ,erwrmung erregte ,elektrizitt1 die an gewissen ,kristallen auftritt1 hat man als ,pyroelektrizitt bezeichnet4 ,bei der ,abkhlung kehren sich die beiden ,pole um2 ist dagegen die ,temperatur bleibend geworden1 so ist der ,kristall wieder unelektrisch4 ,spter hat man diese ,erscheinung auch an anderen ,mineralien wahrgenommen1 so am ,kalkspat1 ,gips1 ,feldspat1 ,fluspat1 ,diamant usw4 #dc ,erst 99,faraday99 gelang es1 eine so weitgehende ,verknpfung der elektrischen und der magnetischen ,erscheinungen nachzuweisen1 dass beide als uerungen ein- und derselben ,naturkraft gelten4 ,elektrizitt1 ,magnetismus1 strahlende ,wrme und ,licht wurden auf ,grund von 99,maxwells99 elektromagnetischer ,theorie des ,lichtes1 sowie der ,versuche von 99,hertz99 auf ,zustnde des thers zurckgefhrt4 ,ausfhrlicheres darber enthalten sptere ,abschnitte dieses ,werkes4 #dd ,nebenbei sei erwhnt1 da 99,coulomb99 durch mechanische ,untersuchungen bewies1 da die ,kraft des ,menschen vllig unzulnglich sei1 um ihn mittelst ,flgel in die ,lfte zu erheben4 #de ,vier ,abhandlungen ber die ,elektrizitt und den ,magnetismus von 99,coulomb991 bersetzt und herausgegeben von 99,walter ,knig994 799,ostwalds99 ,klassiker der exakten ,wissenschaften ,nr4 #ac4 ,leipzig1 ,verlag von ,wilhelm ,engelmann1 #ahij74 ,fig4 #a-e4 #df ,mmoires de l',acadmie royale1 #aghd4 pg4 #bbi u4 f4 #dg 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #ac1 ,s4 #g4 #dh ,siehe 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #aae4 #di ,mm4 de l',acadmie royale #aghh4 pg4 #fbj u4 f4 #ej ,diese ,fundamentalversuche ber die ,verteilung der ,elektrizitt hat 99,cavendish991 wie aus seinen neuerdings verffentlichten ,untersuchungen ber die ,elektrizitt hervorgeht1 schon vor 99,coulomb99 angestellt4 #ea ,siehe 99,g4 ,green991 ,ein ,versuch1 die mathematische ,analysis auf die ,theorien der ,elektrizitt und des ,magnetismus anzuwenden4 99,ostwalds99 ,klassiker der exakten ,wissenschaften ,nr4 #fd4 ,herausgegeben von 99von ,oettingen99 und 99,wangerin994 ,leipzig1 ,verlag von ,wilhelm ,engelmann1 #ahie4 #eb ,acta eruditorum4 #afij4 99,denis ,papin99 wurde #afdg in ,blois geboren und starb #agab in ,london4 ,er hielt sich viele ,jahre in ,hessen 7,marburg und ,kassel7 auf und stand mit 99,huygens99 und 99,leibniz99 in regem wissenschaftlichen ,verkehr4 #ec 99,ernst ,jger991 99,denis ,papin99 und seine ,nachfolger in der ,erfindung der ,dampfmaschine4 ,stuttgart #aijb4 ,siehe auch das ,werk von 99,c4 ,matscho991 ,geschichte der ,dampfmaschine1 mit #aah ,abbildungen1 ,berlin1 ,springer1 sowie auch 99,ernouf991 99,denis ,papin991 sa vie et son uvre4 #d4 ,aufl41 ,paris1 ,hachette #ahhh4 #ed ,eine ausfhrliche ,geschichte der ,dampfmaschine hat 99,c4 ,matscho99 im ,anschlu an sein auf ,s4 #ed zitiertes ,werk im ,auftrage des ,vereins deutscher ,ingenieure geschrieben4 ,sie erschien #aijh bei ,j4 ,springer in ,berlin1 umfat #b ,bnde und fhrt den ,titel3 99,c4 ,matscho991 ,die ,entwicklung der ,dampfmaschine4 ,eine ,geschichte der ortsfesten ,dampfmaschine und der ,lokomobile1 der ,schiffsmaschine und ,lokomotive4 #ee ,geboren am #ai4 ,januar #agcf in ,greenock4 ,nheres ber das ,leben und die ,bedeutung von 99,james ,watt99 enthlt das ,werk von 99,a4 ,ernst993 99,james ,watt99 und die ,grundlagen des modernen ,dampfmaschinenbaus4 ,mit einem ,bildnis von 99,james ,watt99 und #bg ,textfiguren4 ,berlin1 ,j4 ,springer1 #ahig4 #ef ,das ,patent datiert vom #e4 ,januar #agfi4 #eg ,im ,jahre #ahjg4 #eh ,engineering #ahid1 ,i1 ,s4 #fdd4 #ei 99,berndt991 ,die ,entwicklung der ,lokomotive4 ,darmstadt #ahif4 #fj ,siehe ,bd4 ,,ii1 ,s4 #gc4 #fa 99,renaldini994 #fb 99,halley991 ,an account of several experiments1 made to examine the nature of the expansion and contraction of fluids1 by heat and cold1 in order to ascertain the divisions of the thermometer 7,philos4 ,transact4 #afic74 #fc 99,fischer991 ,gesch4 d4 ,phys4 ,,iii4 #bba4 #fd ,und zwar hat 99,borelli991 den wir als ,mitbegrnder der neueren ,physiologie kennen lernten1 darauf hingewiesen4 #fe 99,e4 ,mach991 ,die ,prinzipien der ,wrmelehre4 #ahif4 #ff 99,daniel ,gabriel ,fahrenheit991 ,versuche ber den ,siedepunkt einiger ,flssigkeiten4 #agbd4 ,im #eg4 ,bande von 99,ostwalds99 ,klassiker der exakten ,wissenschaften1 neu herausgegeben von 99,a4 ,j4 v4 ,oettingen994 ,leipzig1 ,verlag von ,w4 ,engelmann4 #ahid4 #fg 99,ostwalds99 ,klassiker4 ,bd4 #eg4 ,s4 #ag4 #fh ,siehe 99,fahrenheits99 ,abhandlungen ber ,thermometrie 799,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #eg74 #fi 99,fahrenheit991 ,experimente und ,beobachtungen ber das ,gefrieren des ,wassers im ,vakuum4 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,bd4 #eg1 ,s4 #f u4 f4 #gj 99,raumur991 ,regeln zur ,konstruktion von ,thermometern mit vergleichbaren ,skalen1 #agcj1 #agca1 im #eg4 ,bande von 99,ostwalds99 ,klassiker1 herausgegeben von 99,a4 ,j4 v4 ,oettingen994 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann1 #ahid4 99,raumur99 7#afhc-ageg7 hat zahlreiche ,abhandlungen aus den ,gebieten der ,physik1 der ,zoologie und der ,botanik verffentlicht4 #ga 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,bd4 #eg1 ,s4 #di4 #gb 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,bd4 #eg1 ,s4 #ajj u4 f4 bringt eine bersetzung der betreffenden ,abhandlung 99,raumurs99 vom ,jahre #agcc4 ,ihr ,titel lautet3 ber das ,volumen der ,flssigkeitsgemische4 #gc ,abhandlungen der schwedischen ,akademie4 ,bd4 ,,iv4 #agdb4 #gd 99,r4 ,brnstein991 ,zur ,geschichte der hundertteiligen ,thermometerskala4 ,physikal4 ,zeitschrift1 ,bd4 #h1 ,nr4 #bc4 ,siehe auch die ,notiz von 99,rompel99 im #ec4 ,bande 7#aijg7 von ,natur und ,offenbarung4 ,s4 #gdi4 ,danach ist sichergestellt1 da 99,linn99 in ,upsala im ,jahre #agde ein ,thermometer benutzte1 das den ,gefrierpunkt mit #j und den ,siedepunkt mit #ajj bezeichnet1 besa4 #ge 99,celsius99 selbst hat den ,siedepunkt mit #j und den ,gefrierpunkt mit #ajj bezeichnet4 ,anders 99,celsius99 7#agja-agdd7 war ,professor der ,astronomie in ,upsala4 ,seine ,abhandlung ber das ,thermometer erschien #agdb4 ,sie wurde im #eg4 ,bande von 99,ostwalds99 ,klassikern von neuem verffentlicht4 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann4 #ahid4 #gf ,mmoires de l',acadmie4 ,paris1 #agjc4 ,s4 #ej u4 f4 ,siehe auch die ,studie 99,gerlands99 in den ,beitrgen aus der ,geschichte der ,chemie1 herausgegeben von 99,p4 ,diergart991 #aiji4 ,s4 #cej-cfj3 99,ernst ,gerland991 ,die ,entdeckung der ,gasgesetze und des absoluten ,nullpunktes der ,temperatur durch 99,boyle99 und 99,amontons994 #gg ,nach 99,lambert99 ist der absolute ,nullpunkt dadurch definiert1 da bei diesem ,punkt die ,luft1 da sie sich mit der ,temperaturabnahme gleichmig zusammenzieht1 fast keinen ,raum mehr einnimmt4 ,nach den ,angaben 99,lamberts99 tritt dieser ,zustand bei der ,abkhlung auf -#bgj1c ,celsius ein4 ,die ,abweichung von dem heute geltenden ,wert 7-#bgc7 ist also nur gering4 ,aus des ,daten 99,amontons99' ergibt sich fr den absoluten ,nullpunkt der ,wert von -#bic1e ,celsius4 #gh ,siehe das in 99,gerland99 und 99,traumller991 ,gesch4 d4 phys4 ,experimentierkunst in ,fig4 #cab abgebildete und dort beschriebene ,instrument4 #gi ,philos4 ,transact4 ,vol4 ,,lxxii4 #hj ,siehe ,band ,i4 ,s4 #cjb4 #ha ,philos4 ,transact4 #afhc_/hd4 ,nr4 #aef4 ,s4 #cjd4 #hb 99,de ,saussure991 ,versuch ber die ,hygrometrie1 herausgegeben von 99,a4 ,j4 v4 ttingen994 ,bd4 #aae und #aai von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften4 ,leipzig1 ,verlag von ,w4 ,engelmann1 #aijj4 #hc 99,joseph ,black99 war schottischer ,abkunft4 ,er wirkte als ,professor der ,chemie in ,glasgow und spter in ,edinburg1 wo er am #bf4 ,november #agii starb 7,geburtsjahr #agbh74 99,blacks99 chemische ,arbeiten haben mehrere fr die ,begrndung der neueren ,chemie sehr wichtige ,tatsachen zu ,tage gefrdert4 7,siehe darber an anderer ,stelle47 #hd 99,johann ,karl ,wilke99 799,wilcke997 wurde #agcb in ,wismar 7damals schwedisch7 geboren und starb im ,jahre #agif in ,stockholm1 wo er die ,stelle eines ,mitgliedes und ,sekretrs der ,akademie der ,wissenschaften bekleidete4 ,von ihm rhrt die erste ,inklinationskarte her 7,frsk till en magnetisk inclinationskarta4 ,stockholm #agfh74 ber 99,wilkes99 ,verdienste um den ,ausbau der ,elektrizittslehre wurde schon an anderer ,stelle berichtet4 7,siehe ,s4 #bb47 #he ,meditationes de caloris et frigoris causa 7,abhandlungen der ,petersburger ,akademie von #agdg und #agdh74 #hf 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #agh4 ,s4 #ai u4 f4 #hg 99,deluc99 7#aged74 #hh ,sind die ,mengen m und m#a und die ,temperaturen t und t#a1 so ist die ,temperatur der ,mischung1 wenn nur ein ,ausgleich stattfindet1 ,t 7mt m#at#a7_/7m m#a74 #hi 99,mach991 ,prinzipien der ,wrmelehre4 #ahif4 ,s4 #afb4 #ij ,siehe ,s4 #da4 #ia ,durch 99,w4 ,cullen99 7#agaj-agij7 ,professor der ,chemie in ,glasgow4 99,cullen99 verffentlichte seine grundlegenden ,versuche ber die ,verdunstungsklte 7#agee7 in den ,berichten der ,edinburger ,gesellschaft 7,bd4 ,,ii7 unter dem ,titel3 ,on the cold produced by evaporating fluids and of some other means of producing cold4 ,siehe auch 99,e4 ,mach991 ,die ,prinzipien der ,wrmelehre1 historisch-kritisch dargestellt1 #ahif4 ,s4 #agg4 #ib 99,j4 ,c4 ,fischer991 ,geschichte der ,physik 7#ahja-ahjh7 ,v1 #d4 #ic 99,mariotte991 ,essai du chaud et du froid1 #afgi4 #id 99,m4 ,a4 ,pictet99 7#ageb-ahbe7 war ,professor und ,prsident der ,akademie der ,wissenschaften in ,genf4 #ie 99,pictet991 ,essai sur le feu4 ,gnve #agij4 ,s4 #hc4 #if ,hierauf wurde von 99,black99 hingewiesen4 ,siehe auch 99,e4 ,mach991 ,einfache ,versuche ber strahlende ,wrme 7,zeitschr4 fr den phys4 und chem4 ,unterricht ,,vii1 #c74 #ig ,die ,abhandlungen von 99,lavoisier99 und 99,laplace99 ber die ,wrme wurden in den ,mmoires de l',acadmie verffentlicht und im #b4 ,bande der gesammelten ,werke 99,lavoisiers99 wieder abgedruckt4 ,die wichtigsten ,ergebnisse sind im #dj4 ,bande der 99,ostwald99schen ,sammlung enthalten4 ,zwei ,abhandlungen ber die ,wrme von 99,a4 ,l4 ,lavoisier99 und 99,p4 ,s4 de ,laplace99 herausgegeben von 99,j4 ,rosenthal994 ,leipzig1 ,verlag von ,w4 ,engelmann1 #ahib4 #ih ,zur ,erluterung diene folgendes ,beispiel3 ,um #a kg ,eis von #j in #a kg ,wasser von #j zu verwandeln1 sind #hj ,wrmeeinheiten erforderlich4 ,die ,substanz1 deren spezifische ,wrme bestimmt werden soll1 wiege #b kg und sei auf #aj erhitzt1 die ,menge des ,schmelzwassers betrage #a_/aj kg4 ,daraus folgt1 da die #b kg1 als sie von #aj auf #j abgekhlt wurden1 um sie von #j auf #aj zu erhitzen4 ,um demnach #a kg von #j auf #aj zu erwrmen1 wrden #d ,wrmeeinheiten1 77#a_/aj7hj7_/b1 um es von #j auf #a zu erwrmen1 wrden dagegen nur #j1d ,wrmeeinheiten1 77#a_/aj7hj7_/7baj71 erforderlich sein4 #ii ,diese ,untersuchung wurde spter von verschiedenen ,physikern wieder aufgenommen 7,ann4 de chimie et de physique1 ,bd4 #he1 ,s4 #gb1 #ahac71 indessen erst durch 99,regnault99 7#ahdj7 unter ,beobachtung aller in ,betracht kommenden ,umstnde zu einem gewissen ,abschlu gebracht4 #ajj ,sir 99,charles ,blagden99 7#agdh-ahbj7 war ,arzt in der englischen ,armee und ,mitglied der ,royal ,society4 ,seine ,abhandlungen wurden neuerdings in deutscher bersetzung von 99,a4 ,j4 v4 ,oettingen99 herausgegeben 799,ostwalds99 ,klassiker der exakten ,wissenschaften ,nr4 #ef74 ,leipzig1 ,verlag von ,w4 ,engelmann1 #ahid4 #aja ,die letzte ,beobachtung hatte schon 99,fahrenheit99 gemacht4 ,s4 ,s4 #da4 #ajb 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #ef4 ,s4 #ai u4 f4 #ajc 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #ef4 ,s4 #di4 #ajd 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #ef4 ,s4 #cb4 #aje ,systema naturae4 #a4 ,ausgabe von #agce sehr selten und nur #ad ,seiten umfassend4 #ab4 ,ausgabe von 99,mller994 #h ,bde4 #ac4 ,ausgabe von 99,gmelin994 #aj ,bnde4 ,leipzig #aghh-agic4 ,die #ac4 ,ausgabe ist das letzte ,werk1 das alle zur ,zeit seiner ,herausgabe bekannten ,tier- und ,pflanzenarten beschreibt4 ,ein ,neudruck der #aj4 ,ausgabe wurde von der ,deutschen zoologischen ,gesellschaft veranstaltet 7,w4 ,engelmann1 ,leipzig #ahid74 #ajf ,fundamenta botanica #agcf4 ,critica botanica #agcg4 #ajg ,philosophia botanica4 #ajh ,eine ausfhrliche ,biographie 99,linns99 verffentlichte 99,th4 ,m4 ,fries99 7,stockholm #aijc74 ,auf dieses ,werk grndet sich eine krzere ,darstellung1 die 99,r4 ,e4 ,fries99 zur ,erinnerung an die #bjj4 ,wiederkehr des ,geburtstages 99,linns99 herausgab4 ,sie erschien in 99,englers99 botanischen ,jahrbchern 7#aijg ,heft #a1 ,s4 #a-ed7 und wurde auch gesondert herausgegeben4 7,im ,verlage von ,w4 ,engelmann in ,leipzig47 ,am ausfhrlichsten wurde 99,carl von ,linns99 ,bedeutung als ,naturforscher und ,arzt in einem ,sammelwerk der ,schwedischen ,akademie der ,wissenschaften geschildert4 ,auch fr diese ,verffentlichung 7,jena1 ,gustav ,fischer7 bot die #bjj4 ,wiederkehr des ,geburtstages 99,linns99 die ,veranlassung4 ,der ,band enthlt sechs von verschiedenen ,bearbeitern herrhrende ,abschnitte1 in denen 99,linn99 als ,arzt1 als ,entomologe1 als ,geologe1 als ,mineraloge1 als botanischer ,forscher und 99,linns99 ,verdienste um die ,zoologie der ,wirbeltiere geschildert werden4 #aji ,siehe ,bd4 ,,ii1 ,s4 #cdh-ceb4 #aaj ,verdeutscht lauten die ,namen der ersten #aj ,klassen ,ein-1 ,zwei-1 ,drei- usw4 ,zehnmnnige1 der #aa4 ,klasse ,zwlfmnnige1 der #ab4 ,klasse ,zwanzigmnnige1 der #ac4 ,vielmnnige4 ,manche ,klassen des 99,linn99schen ,systems1 das sich wegen seiner ,brauchbarkeit zum ,bestimmen der ,pflanzen neben dem in der ,wissenschaft allein geltenden natrlichen ,system erhalten hat1 fallen mit den ,familien des letzteren ganz oder teilweise zusammen4 ,so die #ab4 ,klasse mit den ,mandel-1 ,apfelbaum- und ,rosengewchsen und die #ac4 ,klasse mit den ,mohn- und ,hahnenfugewchsen4 #aaa ,die #ad4 ,klasse 7,zweimchtige7 umfat die ,mehrzahl der ,lippenblter1 die #ae4 ,klasse 7,viermchtige7 fllt mit der ,familie der ,kreuzblter zusammen4 #aab #af41 #ag41 #ah4 ,klasse ,ein-1 ,zwei-1 ,vielbrdrige4 ,fr die #af4 ,klasse bieten die ,malven1 fr die #ah4 das ,johanniskraut ein ,beispiel4 #aac ,zusammengewachsene1 so genannt1 weil die ,staubbeutel der unter diesem ,namen vereinigten ,pflanzen zu einer ,rhre verwachsen sind4 ,die #ai4 ,klasse fllt mit der ,familie der ,korbblter oder ,kompositen zusammen4 #aad ,weibermnnige2 hierzu gehren die ,orchideen4 #aae #ba4 und #bb4 ,klasse ,einhusige und ,zweihusige2 fr die ersteren bieten die ,kiefern1 fr die zweiten die ,weiden bekannte ,beispiele4 #aaf ,vielehige2 hierher gehren die ,ahornarten4 #aag ,bltenlose4 99,linn99 teilte sie in ,algen1 ,schwmme1 ,moose und ,farnkruter ein4 ,fr die weitere ,einteilung der ,klassen #a-bc in ,unterabteilungen1 die 99,linn99 ,ordnungen nannte1 waren vor allem die ,zahl der ,griffel1 die ,beschaffenheit der ,frchte und die ,anordnung der ,blten magebend4 #aah ,ein ,petersburger ,botaniker1 den 99,linn99 selbst in einem zuerst in den ,mitteilungen zur ,geschichte der ,medizin und der ,naturwissenschaften 7#aijg1 ,s4 #be7 gedruckten lateinischen ,brief abfertigte1 schrieb folgendes4 ,gott wrde niemals innerhalb des ,pflanzenreiches eine so abscheuliche ,unzucht zulassen1 da mehrere ,mnner 7,staubgefe7 eine gemeinsame ,frau 7,frucht1 ,knoten7 besen4 ,ein solch unkeusches ,system drfte der studierenden ,jugend nicht mitgeteilt werden4 ,diese ,auffassung1 der sich andere ,botaniker anschlossen1 ist gewi fr manche ,sittlichkeitswchter bezeichnend4 ,ich hatte gehofft1 dem ,reinen sei alles rein1 schrieb 99,linn99 in dem erwhnten ,briefe1 ich werde mich nicht verteidigen1 denn die ,jahrhunderte werden urteilen4 #aai ,verffentlicht #agec4 #abj ,so 99,fontenelle993 ,histoire de l',acadmie #agaa1 ,s4 #dc4 ,eine ,ausnahme machte der deutsche ,philosoph und ,physiker 99,christian ,wolf991 der sich mit einer anatomischen und physikalischen ,untersuchung des ,pflanzeninneren1 sowie mit ,fragen der ,ernhrungsphysiologie beschftigte4 99,wolfs99 ,ergebnisse blieben aber weit hinter denen von 99,stephan ,hales99 zurck4 #aba ,philosophia botanica1 #agea4 ,s4 #bg4 #abb ,classes plantarum1 p4 #dhg4 #abc 99,linns99 ,oratio de telluris habitabilis incremento4 #abd 99,meyer991 ,geschichte der ,botanik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #abj4 #abe ,siehe ,bd4 ,,ii4 ,s4 #agh4 #abf ,siehe den ,abschnitt3 ,sur le sujet des plantes in ,oeuvres de ,mariotte4 #abg ,siehe an anderer ,stelle dieses ,bandes4 #abh 99,wolf991 ,vernnftige ,gedanken von den ,wirkungen der ,natur4 ,halle #agbc4 #abi 99,hales991 ,statik der ,gewchse4 ,halle #agdh4 ,die englische ,ausgabe war #agbg in ,london erschienen4 #acj #a ,pfund #af ,unzen4 #aca 99,hales991 ,statik der ,gewchse4 ,s4 #f4 ,i4 ,hauptstck1 #a4 ,erfahrung4 #acb 99,hales991 ,statik4 ,s4 #di4 ,,ii4 ,hauptstck1 #ba4 ,erfahrung4 #acc 99,hales991 ,statik1 ,i4 ,hauptstck1 #e4 ,erfahrung4 #acd ,das ,bluten der ,rebe wurde in neuerer ,zeit von 99,ernst ,brcke99 in meisterhafter ,weise wieder untersucht4 ,siehe 99,brckes99 ,abhandlung in 99,ostwalds99 ,klassiker der exakten ,wissenschaften ,nr4 #ie4 ,leipzig1 ,verlag von ,w4 ,engelmann1 #ahih4 #ace 99,hales991 ,statik1 ,s4 #ajb u4 #ajc4 ,,vi4 ,hauptstck1 #ee4 u4 #eg4 ,erfahrung4 #acf 99,hales991 ,statik der ,gewchse4 ,,vi4 ,hauptstck1 #aac4 ,erfahrung4 #acg 99,hales99 berichtet darber #agda in der ,royal ,society4 #ach ,siehe ,bd4 ,,ii1 ,s4 #age4 #aci ,new improvements in gardening4 #agag4 ,i4 ,s4 #bj4 #adj ,die ,beobachtung machte 99,mller99 im ,jahre #agea4 #ada ,erschienen in den ,abhandlungen der ,berliner ,akademie vom ,jahre #agea4 #adb ,siehe ,bd4 ,i4 ,s4 #aab und ,bd4 ,,ii4 ,s4 #cdh-ceb4 #adc ,siehe ,bd4 ,,ii4 ,s4 #cch4 #add ,durch 99,dillenius991 der darber ein epochemachendes ,werk mit #he ,kupfertafeln verffentlichte3 ,historia muscorum #agda4 99,dillenius99 wurde #afhg in ,darmstadt geboren1 war ,professor der ,botanik in ,oxford und starb im ,jahre #agdg4 #ade 99,j4 ,g4 ,klreuter99 wurde #agcc zu ,sulz am ,neckar geboren4 ,er starb #ahjf in ,karlsruhe1 wo er ,professor der ,naturgeschichte war4 ,fast zwanzig ,jahre bekleidete er auerdem die ,stelle eines ,oberaufsehers des botanischen ,hofgartens4 ,seine ,ergebnisse hat er in einigen #agfa-agff erschienenen ,abhandlungen niedergelegt4 99,klreuters99 ,schrift wurde durch 99,w4 ,pfeffer99 als #da4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften 7,leipzig1 ,verlag von ,wilhelm ,engelmann1 #ahic7 wieder herausgegeben4 ,ihr ,titel lautet3 ,vorlufige ,nachricht von einigen das ,geschlecht der ,pflanzen betreffenden ,versuchen und ,beobachtungen4 #adf 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #da4 ,s4 #cj4 #adg 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #da4 ,s4 #ca4 #adh ,der ,zusatz bezeichnet die mnnliche1 der ,zusatz die weibliche ,pflanze4 #adi ,besonders die von 99,focke994 #aej ,siehe ,s4 #aja u4 #aje dieses ,bandes4 #aea 99,sachs991 ,gesch4 d4 ,bot4 ,s4 #ddj4 #aeb 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #da1 ,s4 #bj4 #aec 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #da1 ,s4 #hc4 #aed 99,sachs991 ,gesch4 d4 ,botanik4 ,s4 #ddh4 #aee 99,christian ,konrad ,sprengel991 ,das entdeckte ,geheimnis der ,natur im ,bau und in der ,befruchtung der ,blumen4 ,berlin #agic4 ,als ,nr4 #dh-ea von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften herausgegeben von 99,paul ,knuth994 ,leipzig1 ,verlag von ,wilhelm ,engelmann1 #ahid4 #aef 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #dh1 ,s4 #ca4 #aeg ,da aus dem ,staubkorn ein ,pollenschlauch hervorwchst1 der den ,griffel durchdringt und sich mit der ,samenknospe vereinigt1 wurde erst seit dem ,jahre #ahbc durch 99,amici99 und andere festgestellt4 #aeh ,geboren #agai in ,nrnberg1 starb daselbst #agfi1 war von ,beruf ,jurist4 #aei ,mikroskopische ,gemts- und ,augenergtzungen4 #agfa4 ,s4 #df4 #afj ,z4 ,b4 bei ,butomus und ,viola4 #afa ,sptere ,forschungen haben dies im wesentlichen besttigt1 doch hat sich herausgestellt1 da bei ,euphorbia spontane ,selbstbestubung vorkommt1 wenn der ,insektenbesuch ausbleibt4 #afb 99,sachs99 ,lehrbuch der ,botanik4 #d4 ,aufl4 ,leipzig #ahgd4 ,fig4 #dhi4 #afc 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #dh4 ,s4 #ef4 #afd 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #dh4 ,s4 #gc u4 f4 #afe 99,john ,ray99 7#afbh-agje74 ,hervorragender ,systematiker des #ag4 ,jahrhunderts2 lehnte sich aber noch sehr an 99,aristoteles99 an4 #aff 99,n4 ,kleinenberg991 ,hydra4 ,eine anatomisch-entwicklungsgeschichtliche ,untersuchung4 ,leipzig1 ,wilhelm ,engelmann1 #ahgb4 #afg ,siehe ,bd4 ,,ii4 ,s4 #cce4 #afh 99,ledermller991 ,mikroskopische ,gemts- und ,augenergtzungen4 ,nrnberg #agfc4 #afi 99,ledermller991 ,mikroskopische ,gemts- und ,augenergtzungen #agfa4 ,,ii4 ,bd4 ,tafel ,,lxxxviii4 #agj ,siehe 99,rsels99 ,insektenbelustigung4 ,,iii4 ,teil4 ,s4 #dcc u4 f4 #aga ,insektenbelustigungen ,,iii4 ,s4 #fbb4 #agb 99,spallanzani991 ,entstehung der ,infusionstiere aus ,keimen1 durch ,experimente bewiesen4 #agfe4 #agc 99,dannemann991 ,aus der ,werkstatt groer ,forscher1 #aijh4 ,abschn4 #ge4 #agd ,siehe ,s4 #aih des ,,ii4 ,bandes4 #age 99,jungius99 wurde #aehg in ,lbeck geboren und starb im ,jahre #afeg4 #agf bersetzt und herausgegeben von ,dr4 99,paul ,samassa99 als #hd4 und #he4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften4 ,leipzig1 ,verlag von ,wilhelm ,engelmann4 #ahif4 #agg 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #hd1 ,s4 #ah4 #agh 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #he1 ,s4 #ab4 #agi ,siehe ,bd4 ,,ii dieses ,werkes1 ,s4 #ccd4 #ahj 99,hirsch991 ,geschichte der med4 ,wissenschaften1 ,s4 #bab4 #aha ,siehe ,bd4 ,,ii dieses ,werkes1 ,s4 #bgi4 #ahb ,buch ,,ii-,,iv handelt vom ,gefsystem1 ,buch ,,ix von der ,mechanik des ,stimmorgans4 ,von 99,hallers99 ,elementen der ,physiologie sagt 99,hirsch991 da alle ,zeitgenossen und ,nachfolger daraus geschpft haben4 ,auch nach 99,cruveilhier99 sind viele neuere ,entdeckungen im ,keime in diesem ,werke enthalten4 #ahc 99,haller991 ,elementa physiologiae1 ,,iv4 #db4 #ahd ,siehe ,s4 #ajf dieses ,bandes4 #ahe 99,lieberkhns99 betreffende ,abhandlung vom ,jahre #agde fhrt den ,titel3 ,de fabrica et actione villorum intestinarum tenuinum 7,bau und ,ttigkeit der feinen ,zotten des ,darmes74 #ahf 99,christian von ,wolf99 7#afgi-aged7 war ,philosoph1 ,mathematiker und ,physiker4 ,er wirkte in ,halle1 wurde wegen ,irreligiositt ausgewiesen1 von ,friedrich dem ,groen #agdj aber zurckberufen4 #ahg 99,michael ,wassiljewitsch ,lomonossow99 wurde #agaa in der ,nhe von ,archangelsk geboren4 ,er studierte zunchst in ,ruland und dann mehrere ,jahre in ,deutschland4 ,seit #agdf wirkte er als ,professor der ,chemie in ,petersburg1 wo er #agfe starb4 99,lomonossows99 wichtigste ,abhandlungen erschienen vor kurzem in deutscher bersetzung 799,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #agh4 ,leipzig4 ,w4 ,engelmann4 #aiaj74 #ahh ,siehe ,s4 #dh dieses ,bandes4 #ahi ,siehe an anderer ,stelle dieses ,bandes4 #aij 99,g4 ,monge991 ,darstellende ,geometrie4 ,als #aag4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften bersetzt und herausgegeben von 99,r4 ,haussner994 ,leipzig1 ,verlag von ,w4 ,engelmann1 #aijj4 #aia ,im einzelnen weicht die ,organisation des deutschen technischen ,unterrichtswesens von der des franzsischen darin ab1 da die cole polytechnique eine technische ,hochschule im deutschen ,sinne nur durch ihr ,zusammenwirken mit der ,schule fr ,bergbau1 der ,schule fr ,brcken- und ,wegebau und anderen ,fachschulen ist1 denen sie insofern als ,vorbereitungsanstalt dient1 als sie die technische ,allgemeinbildung vermittelt4 #aib 99,desargues99 wurde in ,lyon geboren und wirkte als ,baumeister 7#aeic-affb74 #aic ,er besagt1 da die ,seiten jedes einem ,kegelschnitte einbeschriebenen ,vierecks eine beliebige1 durch den ,kegelschnitt gehende ,linie so schneiden1 da die erhaltenen #f ,schnittpunkte eine ,involution bilden1 die abgeteilten ,strecken also gewisse ,beziehungen aufweisen4 #aid ,das ,buch erschien erst #ahbb4 #aie ,siehe ,bd4 ,,ii4 ,s4 #adh4 #aif ,siehe ,s4 #aba dieses ,bandes4 #aig 99,reuleaux991 ,theoretische ,kinematik1 ,s4 #ac4 99,poncelets99 wichtigstes ,werk ber die theoretische ,maschinenlehre ist seine ,mcanique applique aux machines4 #aih 99,jakob ,steiner991 ,systematische ,entwicklung der ,abhngigkeit geometrischer ,gestalten von einander mit ,bercksichtigung der ,arbeiten alter und neuer ,geometer etc4 ,berlin #ahcb4 ,neu herausgegeben von 99,a4 ,j4 v4 ,oettingen99 als #hb4 und #hc4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern4 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann1 #ahif4 #aii ,er starb im ,jahre #ahfc4 #bjj ,vor kurzem als #abc4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften1 neu herausgegeben von 99,r4 ,sturm994 ,leipzig1 ,verlag von ,w4 ,engelmann1 #aija4 #bja 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #abc1 ,s4 #c4 #bjb ,die geometrischen ,konstruktionen ausgefhrt mittelst der geraden ,linie und eines festen ,kreises von 99,jakob ,steiner994 ,als #fj4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften1 herausgegeben von 99,a4 ,j4 v4 ,oettingen994 ,leipzig1 ,engelmann1 #ahie4 #bjc 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,bd4 #hb und #hc4 ,das erste ,erscheinen des 99,steiner99schen ,werkes fllt in das ,jahr #ahcb4 #bjd 99,arneth991 ,geschichte der ,mathematik4 ,s4 #bhf4 #bje ,gemeint sind die ,stze von 99,pascal99 und 99,brianchon99 ber die den ,kegelschnitten ein- und umschriebenen ,sechsecke4 99,pascal99 nannte sein ,sechseck ,hexagrammum mysticum4 #bjf 99,steiner991 ,systematische ,entwicklung4 #ch1 ,,iii1 ,,iv4 #bjg 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #hc1 ,s4 #dc u4 f4 #bjh 99,hankel991 ,die ,elemente der projektivischen ,geometrie4 ,s4 #bg4 #bji ,berlin #ahce2 99,plcker99 lebte #ahja-ahfh4 ,er wirkte als ,professor der ,mathematik und der ,physik in ,halle und in ,bonn4 #baj 99,arneth991 ,die ,geschichte der reinen ,mathematik4 ,s4 #bhh4 #baa 99,lobatschefskij99 7#agic-ahef7 ,professor der ,mathematik in ,kasan4 ,er war ein ,schler des in ,ruland wirkenden deutschen ,mathematikers 99,bartels991 und letzterer stand wieder in engster ,verbindung mit 99,gau994 ,die dem ,russen gelungene ,schpfung fut also auf dem ,boden der deutschen ,mathematik4 #bab 99,j4 ,n4 ,lobatschefskij991 ,pangeometrie #ahef4 bersetzt und als #acj4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften1 herausgegeben von 99,h4 ,liebmann994 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann #aijb4 #bac ,siehe ,s4 #abe dieses ,bandes4 #bad ,untersuchungen ber die ,reihe3 #a mx m7m-#a7_/7ab7 x#b 444 von 99,n4 ,h4 ,abel99 799,crelles99 ,journal1 ,bd4 ,i4 #ahbf74 ,diese ,abhandlung wurde neuerdings von 99,a4 ,wangerin99 als #ga4 ,bndchen von 99,ostwalds99 ,klassikern von neuem herausgegeben4 ,leipzig1 ,verlag von ,w4 ,engelmann1 #ahie4 #bae ,sie erschien im #a4 ,bande des 99,crelle99schen ,journals und fhrt den ,titel3 ,dmonstration de l'impossibilit de la rsolution algbraique des quations gnrales qui passent le quatrime degr4 #baf 99,n4 ,h4 ,abel991 ,abhandlung ber eine besondere ,klasse algebraisch auflsbarer ,gleichungen4 99,crelles99 ,journal1 ,bd4 ,,iv4 #ahbi4 ,als #aaa4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern von neuem und mit ,anmerkungen herausgegeben von 99,a4 ,loewy994 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann1 #aijj4 #bag ,als #abg4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften1 bersetzt und herausgegeben von 99,alfred ,loewy994 ,leipzig1 ,verlag von ,w4 ,engelmann1 #aijb4 #bah 99,c4 ,sturms99 ,abhandlung wurde aus dem ,franzsischen bersetzt und als #adc4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften von 99,alfred ,loewy99 herausgegeben4 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann1 #aijd4 #bai 99,johann ,friedrich ,pfaff99 wurde #agfe geboren4 ,er bekleidete die ,professur fr ,mathematik in ,halle und starb dort #ahbe4 #bbj 99,j4 ,f4 ,pfaff991 ,allgemeine ,methode partielle ,differentialgleichungen zu integrieren4 ,aus dem ,lateinischen bersetzt und als #abi4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften herausgegeben von 99,gerhard ,kowalewski994 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann1 #aijb4 #bba 99,cauchy991 ber die ,integration der partiellen ,differentialgleichungen erster ,ordnung in einer beliebigen ,zahl von ,vernderlichen 7#ahai74 ,im #aac4 ,bande von 99,ostwalds99 ,klassikern herausgegeben von 99,g4 ,kowalewski994 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann1 #aijj4 #bbb ,diese bisher schwer zugngliche1 fr die weitere ,entwicklung der ,funktionentheorie aber entscheidende ,arbeit wurde neuerdings durch 99,p4 ,stckel99 als #aab4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern wieder herausgegeben3 99,cauchy991 ber bestimmte ,integrale zwischen imaginren ,grenzen4 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann1 #aijj4 #bbc ,fundamenta nova theoriae functionum ellipticarum4 ,knigsberg #ahbi4 #bbd ,die andere ,hlfte erhielten die ,angehrigen des schon #ahbi verstorbenen 99,abel994 #bbe 99,legendre991 ,trait des fonctions elliptiques4 #bbf 99,c4 ,g4 ,j4 ,jacobi991 ber die vierfach periodischen ,funktionen zweier ,variabeln 799,crelles99 ,journal f4 r4 u4 angew4 ,math4 #ahcd74 ,als ,band #fd von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften aus dem ,lateinischen bersetzt von 99,a4 ,witting99 und herausgegeben von 99,h4 ,weber994 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann1 #ahie4 #bbg 99,a4 ,gpel991 ,entwurf einer ,theorie der 99,abel99schen ,transzendenten erster ,ordnung 799,crelles99 ,journal1 ,bd4 #ce1 #ahdg74 ,aus dem ,lateinischen bersetzt von 99,a4 ,witting99 und als #fg4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften herausgegeben von 99,h4 ,weber994 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann1 #ahie4 99,g4 ,rosenhain991 ,abhandlung ber die ,funktionen zweier ,variabeln mit vier ,perioden 7,mm4 des savants1 #ahea74 ,aus dem ,franzsischen bersetzt von 99,a4 ,witting99 und als #fe4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern herausgegeben von 99,h4 ,weber994 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann1 #ahie4 #bbh ,er starb #ahei in ,gttingen4 #bbi 99,g4 ,lejeune ,dirichlet991 ,untersuchungen ber verschiedene ,anwendungen der ,infinitesimalanalysis auf die ,zahlentheorie 799,crelles99 ,journal1 ,bd4 #ai u4 #ba74 ,als #ia4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern herausgegeben von 99,r4 ,haussner994 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann1 #ahig4 #bcj 99,lejeune ,dirichlet991 ,die ,darstellung ganz willkrlicher ,funktionen durch ,sinus- und ,kosinusreihen1 #ahcg4 ,im #aaf4 ,bande von 99,ostwalds99 ,klassikern1 herausgegeben von 99,h4 ,liebmann994 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann1 #aijj4 #bca ,die letzte ,abhandlung des #ai4 von der ,anziehung homogener ,ellipsoide handelnden ,bandes von 99,ostwalds99 ,klassikern4 ,diese ,abhandlung 99,dirichlets99 fhrt den ,titel ber eine neue ,methode zur ,bestimmung vielfacher ,integrale4 #bcb 99,lejeune ,dirichlet991 ,vorlesungen ber die im umgekehrten ,verhltnis des ,quadrates der ,entfernung wirkenden ,krfte1 herausgegeben von 99,g4 ,grube991 ,leipzig #ahgf4 #bcc 99,schwere991 ,elektrizitt und ,magnetismus4 ,nach ,vortrgen von 99,b4 ,riemann991 bearbeitet von 99,k4 ,hattendorff991 ,hannover #ahgf4 #bcd 99,priestley991 ,experiments and observations on different kinds of air4 #c vol4 #aggd-aggg1 bersetzt von 99,ludewig991 #aggh4 #bce ,philosophical ,transactions4 ,,lxii4 #aggb4 #bcf 99,priestley991 ,versuche und ,beobachtungen ber verschiedene ,teile der ,naturlehre4 ,deutsche bersetzung vom ,jahre #aghj4 ,bd4 ,,iii4 ,vorrede4 #bcg 99,joseph ,black991 #agbh-agii1 ,professor der ,chemie zu ,glasgow und ,edinburg4 #bch ,abhandlungen der schwedischen ,akademie d4 ,wissensch4 ,,xxxv4 #bci ,da 99,priestley99 und 99,scheele99 unabhngig voneinander schon so frh den ,sauerstoff dargestellt und seine wichtigsten ,eigenschaften erkannt haben1 wurde von 99,g4 ,w4 ,a4 ,kahlbaum99 dargetan 7,basel1 ,verhandlungen #ahig ,bd4 #ab1 ,s4 #i47 #bdj ,history and present state of electricity with original experiments4 ,london #agfg4 bersetzt von 99,krnitz994 ,stralsund #aggb4 #bda 99,cavendish99 wiederholte diesen ,versuch und lieferte den ,nachweis1 da hierbei durch die ,vereinigung von ,sauerstoff und ,stickstoff ,salpetersure entsteht4 ,als absorbierende ,flssigkeit wandte er ,alkali an1 mit dem die entstandene ,sure ,salpeter bildet4 99,cavendish99 machte schon die ,beobachtung1 da bei diesem ,versuch trotz gengender ,zufuhr von ,sauerstoff ein nicht absorbierbarer ,rest zurckbleibt4 ,diese eigentmliche ,erscheinung hat erst im ,jahre #ahid dadurch ihre ,erklrung gefunden1 da 99,rayleigh99 und 99,ramsay99 als dritten wesentlichen ,bestandteil der ,atmosphre das ,argon nachwiesen1 ein ,element1 das mit dem ,sauerstoff unter der ,einwirkung des elektrischen ,funkens keine ,verbindung eingeht4 #bdb ,es ist dies die noch jetzt bei ,vorlesungen beliebte ,analyse des ,ammoniaks1 welches dabei unter ,verdoppelung seines ,volumens in ,stickstoff und zndbaren ,wasserstoff zerfllt4 #bdc ,beim ,hindurchleiten durch ein glhendes ,rohr zerfllt der ,alkohol in ein ,gasgemisch1 das vorzugsweise aus ,kohlenwasserstoffverbindungen1 wie ,methan1 thylen1 ,benzol usw41 besteht und bei seiner ,verpuffung mit ,sauerstoff infolgedessen ,kohlendioxyd 7,,co#b7 liefert4 #bdd ,stockholm1 #ahib4 #bde ,in ,kping4 #bdf ,herausgegeben von 99v4 ,nordenskjld994 ,siehe ,naturwissenschaftliche ,rundschau1 ,,viii1 ,s4 #eai4 #bdg ,ein durch ,zusammenschmelzen von ,schwefel und ,pottasche 7,k#b;,,co#c7 erhaltenes ,prparat1 das im wesentlichen aus ,schwefelkalium besteht und begierig ,sauerstoff aufnimmt4 99,scheele99 benutzte auch eine ,fllung von ,eisenvitriol durch ,kalilauge4 ,er erhielt so ,ferrohydroxyd3 ,fe,s,o#d #b ,,koh ,fe7,,oh7#b ,k#b,,so#d4 ,ferrohydroxyd geht unter ,aufnahme von ,wasser und ,sauerstoff leicht in ,ferrihydroxyd ber3 #b ,fe7,,oh7#b #b ,h#b,o ,o #b ,fe7,,oh7#c4 #bdh ,sauerstoff1 der sich aus ,braunstein durch ,einwirkung der ,schwefelsure nach folgender ,gleichung entwickelt3 ,mn,o#b ,h#b,,so#d ,mn,s,o#d ,h#b,o ,o4 #bdi ,siehe ,s4 #adj dieses ,bandes4 #bej 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #eh4 ,s4 #bg4 #bea 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #eh4 ,s4 #ib4 #beb 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #eh4 ,s4 #dc u4 f4 #bec ,experimentum curiosum de effectu radiorum solarium 7,act4 ,acad4 ,nat4 ,cur4 ,i4 #agbg74 #bed ,siehe ,s4 #adb dieses ,bandes4 #bee ,attractio electiva duplex lautet sein ,ausdruck4 #bef z4 ,b4 von 99,glauber99 7siehe ,bd4 ,,ii1 ,s4 #ahg74 #beg ,dissertatio metallurgica de minerarum docimasia humida1 #aghj4 #beh ,de analysi aquarum4 #aggh4 #bei 99,gmelin991 ,geschichte der ,chemie ,,iii4 #ajja4 #bfj ,auch hierber berichtet 99,gmelin99 a4 a4 ,o4 #bfa ,siehe ,bd4 ,,ii1 ,s4 #ahc4 #bfb 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #eh1 ,s4 #e4 #bfc 99,lavoisier991 ,sur la nature de l'eau4 ,mmoir4 de ,paris1 #aggj4 #bfd ,sie wurde neuerdings deutsch und mit ,anmerkungen versehen als #agb4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften wieder herausgegeben 7,leipzig1 ,w4 ,engelmann #aiji74 #bfe 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #agb4 ,s4 #bh4 #bff ,das ,medizinalpfund betrug #ab ,unzen2 jede ,unze war gleich #dhj ,gran 7#a ,gran etwa #j1jf g74 #bfg ,sur l'existence de l'air dans l'acide nitreux4 ,mm4 de ,paris1 #aggf4 #bfh ,hg7,,no#c7b ,hg,o #b ,,no#b ,o4 #bfi 99,cavendish991 welcher die entstandene ,salpetersure durch ,kalilauge absorbieren lie1 bemerkte1 da ein nicht absorbierbarer ,rest zurckbleibt1 eine ,tatsache1 die erst #ahid durch die ,entdeckung des ,argons ihre ,erklrung fand4 #bgj 99,g4 ,w4 ,a4 ,kahlbaum99 und 99,a4 ,hoffmann993 ,die ,einfhrung der 99,lavoisier99schen ,theorie im besonderen in ,deutschland 7,monographien aus der ,geschichte der ,chemie4 ,i4 ,heft4 ,leipzig #ahig74 ,danach ist die ,annahme1 da ,deutschland sich lnger als die brigen ,lnder gegen die ,annahme der ,lehren 99,lavoisiers99 verschlossen habe1 nicht gerechtfertigt4 #bga ,einen klaren ,ausdruck dieses ,prinzips von der ,unzerstrbarkeit des ,stoffes finden wir schon bei 99,galilei99 in seinem ,dialog ber die beiden ,weltsysteme4 7,ausg4 v4 99,strau991 ,s4 #dg74 ,siehe auch ,bd4 ,,ii dieses ,werkes1 ,s4 #be4 #bgb ,mmoires de la ,socit d',arcueil4 #bgc 99,dannemann991 ,aus der ,werkstatt groer ,forscher1 #aijh1 ,s4 #bfe4 #bgd 99,berthollet991 ,untersuchungen ber die ,gesetze der ,verwandtschaft 7#ahja74 ,als #gd4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern erschienen bei ,w4 ,engelmann in ,leipzig4 #bge ,siehe ,s4 #aej dieses ,bandes4 #bgf ,siehe ,s4 #aej dieses ,bandes4 #bgg 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #gd1 ,s4 #ea4 #bgh ,nheres ber die ,phlogistontheorie4 ,siehe ,s4 #adb dieses ,bandes4 #bgi ,gemeinsam mit 99,thenard994 ,mmoires de la ,socit d',arcueil4 ,paris #ahji1 ,s4 #bie u4 f4 #bhj ,aus der ,geschichte des ,chlors sei noch erwhnt1 da 99,fourcroy99 die ersten ,verbrennungen in ,chlor anstellte4 7,annales de ,chimie4 ,bd4 ,,iv4 #aghh4 ,s4 #bdi47 99,fourcroy99 fand1 da ein ,licht in ,chlor weiter brennt und da ,phosphor in ,chlor lebhafter brennt als in der ,luft4 ,diese ,versuche wurden von 99,westrumb99 auf fast alle ,metalle und einige ,metallsulfide ausgedehnt 7,ann4 de chimie4 ,bd4 ,,vi4 ,s4 #bdj74 99,westrumb99 entdeckte1 da die ,metalle und die ,metallsulfide in feiner ,verteilung sich im ,chlor sofort entznden4 ,er wies dies z4 ,b4 an ,antimon1 ,arsen1 ,wismut1 ,zinn1 ,blei1 ,antimonsulfid und ,arsensulfid nach4 #bha 99,joseph ,louis ,proust99 wurde #agee in ,angers geboren1 wo er 7#ahbf7 starb4 ,er war ,apotheker in ,paris2 spter bekleidete er eine ,professur fr ,chemie1 auch war er ,mitglied der ,akademie der ,wissenschaften in ,paris4 #bhb ,siehe den vorigen ,abschnitt1 ,s4 #agj u4 f4 #bhc 99,karl ,friedrich ,wenzel99 wurde #agdj in ,dresden geboren4 ,er war wie 99,richter99 zunchst im ,httenwesen und spter in einer ,porzellanfabrik 7,meien7 ttig4 99,wenzel99 starb im ,jahre #agic in ,freiberg4 #bhd ,siehe ,s4 #agj dieses ,bandes4 #bhe ,er starb #ahjg4 #bhf ,de usu matheseos in chymia4 #aghi4 #bhg ,der ,ausdruck ,stchiometrie 7 heit ,grundstoff7 rhrt von 99,richter99 her4 #bhh ,zu ,eaglesfield in ,cumberland am #e4 ,september #agff4 #bhi ,siehe ,s4 #agf dieses ,bandes4 #bij ,das thylen oder lbildende ,gas 7so genannt1 weil es sich mit ,chlor zu einer lartigen ,flssigkeit ,c#b;,h#d;,cl#b vereinigt7 wurde #agie von hollndischen ,chemikern entdeckt4 #bia ,die ,ausdrcke binr1 ternr1 quaternr werden in der heutigen ,chemie fr ,verbindungen aus je zwei1 je drei oder je vier ,elementen gebraucht1 ohne ,rcksicht auf die ,anzahl der ,atome1 die eine solche ,verbindung zusammensetzen4 #bib ,na#b,o und ,k#b,o nach heutiger ,bezeichnungsweise4 #bic 99,wollaston991 ber bersaure und untersaure ,salze4 ,philos4 ,transact4 #ahjh4 ,diese ,abhandlung wurde im #c4 ,bande von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften wieder herausgegeben4 #bid ,zum ,verstndnis dieser ,salzbildung sei hinzugefgt1 da die ,oxal- oder ,kleesure die strkste organische ,sure ist4 ,sie bildet z4 ,b4 mit ,kalium ein neutrales ,salz1 in welchem ,k#b,o mit ,c#b,o#c 7d4 i4 ,oxalsure nach ,abzug des ,konstitutionswassers7 verbunden ist4 ,seine ,formel lautet ,,cook ,,cook ,die ,zusammensetzung des saures ,salzes wird durch die ,formel ,,cook ,,cooh ausgedrckt4 ,auf ein quivalent ,kali 7,k#b,o7 kommen in diesem ,falle #b quivalente ,c#b,o#c 7#b ,,khc#b,o#d ,h#b,o4 ,k#b,o4 #b ,c#b,o#c74 hnlich drckt die ,formel fr das bersaure ,salz ,,cook ,,cooh ,,cooh ,,cooh aus1 da auf ,k#b,o vier quivalente ,c#b,o#c kommen4 7 ,,cook ,,cooh 7 7#b 4 #c ,h#b,o 4 ,k#b,o 4 #d ,c#b,o#c74 7 ,,cooh ,,cooh 7 ,die drei ,salze sind auch durch ihr kristallographisches ,verhalten gut charakterisiert4 #bie ,am besten wird man sich ber den ,lebensgang von 99,berzelius99 durch seine selbstbiographischen ,aufzeichnungen unterrichten lassen4 ,sie wurden im ,auftrage der ,schwedischen ,akademie der ,wissenschaften von 99,h4 ,g4 ,sderbaum99 herausgegeben4 ,eine deutsche ,bearbeitung verdankt man 99,g4 ,w4 ,a4 ,kahlbaum99 7,monographien aus der ,geschichte der ,chemie1 ,heft #g74 ,seine wissenschaftlichen ,arbeiten hat 99,berzelius99 in der ,selbstbiographie allerdings nur gelegentlich erwhnt4 ,etwas eingehender kommt er auf die ,untersuchungen ber die bestimmten ,proportionen zu sprechen4 ,dies geschieht unter besonderer ,anerkennung der ,verdienste 99,richters99 7siehe ,s4 #agf u4 f4 dieses ,bandes74 #bif ,einen wichtigen ,einblick in die ,geschichte der neueren ,chemie gewhrt auch der ,briefwechsel von 99,f4 ,whler99 und 99,j4 ,berzelius994 ,herausgegeben von ,o4 ,wallach1 ,leipzig4 ,verlag von ,wilhelm ,engelmann1 #aija4 #b ,bnde4 ,dieser ,briefwechsel umfat den fr die ,entwicklung der ,chemie hochwichtigen ,zeitraum von #ahbd bis #ahdh4 ,die ,briefe enthalten zwar viel ,persnliches1 sie bieten aber auch zahlreiche ,aufschlsse ber die ,vorgeschichte wichtiger ,entdeckungen1 sowie ber die ,gedankengnge und die ,arbeitsweise der beiden groen ,forscher4 ,nheres darber siehe im #d4 ,bande dieses ,werkes bei 99,whler994 #big ,dieser fr die genauere ,kenntnis der ,entwicklung1 welche die neuere ,chemie genommen1 sehr wertvolle ,briefwechsel wurde im ,auftrage der ,knigl4 ,gesellschaft der ,wissenschaften zu ,gttingen von 99,o4 ,wallach99 in zwei umfangreichen ,bnden herausgegeben4 #bih 99,berzelius991 ,lehrbuch der ,chemie1 ,bd4 ,,iii1 #aafa4 #e4 ,aufl4 #bii ,die heute geltenden ,zahlen sind in ,klammern beigefgt4 #cjj ,es bildet sich salpetersaures ,blei1 dessen ,zusammensetzung durch die ,formel ,pb7,,no#c7b wiedergegeben wird4 #cja ,das salpetersaure ,blei zerfllt beim ,erhitzen in ,bleioxyd1 ,sauerstoff und ,stickstofftetroxyd3 ,pb7,,no#c7b ,pb,o ,n#b,o#d ,o4 #cjb ,das braune ,oxyd oder ,bleisuperoxyd ist nach der ,formel ,pb,o#b zusammengesetzt2 es bildet sich durch ,behandeln von ,mennige mit ,salpetersure3 ,pb#c,o#d #d ,,hno#c #b ,pb7,,no#c7b ,pb,o#b #b ,h#b,o4 ,die ,mennige lt sich als eine ,verbindung von ,bleioxyd und ,bleisuperoxyd auffassen3 ,pb#c,o#d #b ,pb,o 4 ,pb,o#b4 #cjc ,daher lauten die entsprechenden ,formeln fr das gelbe und das braune ,oxyd ,pb,o und ,pb,o#b4 ,mennige besitzt eine etwas schwankende ,zusammensetzung4 ,die ,formel ,pb#c,o#d1 die man der ,mennige beilegt1 wrde auf #ajj ,teile ,blei nur #aj1c ,teile ,sauerstoff ergeben4 #cjd ,siehe ,s4 #agf u4 f4 dieses ,bandes4 #cje ,so verhalten sich in den salpetersauren ,salzen diese ,mengen wie #a 3 #e4 ,die ltere ,schreibweise ihrer ,formeln macht dies ,verhltnis sofort ersichtlich3 ,k#b,o 4 ,n#b,o#e2 ,na#b,o 4 ,n#b,o#e2 ,cu,o 4 ,n#b,o#e2 ,ca,o 4 ,n#b,o#e4 #cjf ,siehe ,abschnitt #b dieses ,bandes4 #cjg 99,johann ,georg ,sulzer99 7#agbj-aggi71 ,professor der ,mathematik am ,joachimsthalschen ,gymnasium in ,berlin4 #cjh 99,sulzer991 ,theorie der angenehmen und unangenehmen ,geschmacksempfindungen4 ,berlin #agfb4 7,zuerst in den ,mm4 de ,berlin #agea_/eb47 #cji 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #eb1 ,s4 #d4 #caj ,in einem von 99,alibert991 dem ,biographen 99,galvanis99 799,alibert991 loge de 99,galvani991 ,paris1 #ahjf7 mitgeteilten ,sonett lautet die zweite ,strophe in der von 99,emil du ,bois ,reymond99 herrhrenden bersetzung3 ,war sie es nicht1 die neue ,lebenstriebe ,in hautentblter ,frsche ,gliedern fand1 ,wenn hier der ,nerven wunderbar ,getriebe1 ,dort funkensprh'nden ,leiter traf die ,hand8 #caa 99,galvanis99 ,schrift fhrt den ,titel3 ,de viribus electricitatis in motu musculari commentatio4 #agia4 ,sie erschien neuerdings unter dem ,titel3 ,abhandlung ber die ,krfte der ,elektrizitt bei der ,muskelbewegung1 herausgegeben von 99,a4 ,j4 v4 ,oettingen991 als #eb4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften4 ,leipzig1 ,verlag von ,wilhelm ,engelmann1 #ahid4 #cab 99,e4 du ,bois-,reymond991 ,untersuchungen ber tierische ,elektrizitt4 ,berlin #ahdh4 ,bd4 ,i4 ,s4 #ej4 #cac 99,volta991 ,del modo di rendere sensibilissima la pi debole elettricit sia artificiale1 sia naturale4 #aghd4 99,voltas99 smtliche ,werke erschienen unter dem ,titel3 ,collezioni dell' ,opere del ,cavalieri ,conte ,allessandro ,volta1 ,patrizio ,comasco4 ,firenze #ahaf1 in drei ,bnden und fnf ,teilen herausgegeben von ,v4 ,antinori4 #cad ,siehe ,s4 #ahi dieses ,bandes4 #cae 99,alessandro ,volta991 ,briefe ber tierische ,elektrizitt4 #agib-agie4 ,als #aad4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften in deutscher bersetzung herausgegeben von ,a4 ,j4 von ttingen4 ,s4 #aja4 #caf 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #aad1 ,s4 #ii4 #cag 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #aad1 ,s4 #ajd4 #cah 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #aad1 ,s4 #ajg4 #cai ,abhandlungen der schwed4 ,akademie der ,wissenschaften4 #bi1 #aggg4 #cbj ,siehe ,s4 #aj dieses ,bandes4 #cba ,phil4 ,transact4 #aghb1 ,s4 #bdb4 #cbb ,in 99,voltas99 dritten ,brief an 99,gren99 vom ,jahre #agig4 #cbc 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #aah1 ,s4 #ed u4 f4 #cbd 99,volta991 ,gilberts ,annalen1 ,bd4 ,x1 ,s4 #ddc4 #cbe 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #aah1 ,s4 #d4 #cbf ,in einem an 99,banks991 den ,prsidenten der ,royal ,society1 gerichteten ,brief vom #bj4 ,mrz jenes ,jahres4 ,dieser ,brief wurde in den ,philosophical ,transactions1 #ahjj1 ,s4 #djc verffentlicht4 #cbg ,brief an 99,banks991 ,philosophical ,transactions1 #ahjj1 ,s4 #djc4 ,der berhmte ,brief an 99,banks99 wurde mit einigen anderen bis zum ,jahre #agif zurckreichenden ,schriften 99,voltas99 als #aah4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern in deutscher bersetzung durch 99,a4 ,j4 v4 ,oettingen99 herausgegeben4 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann4 #aijj4 #cbh ,bericht an die mathematisch-physikalische ,klasse des franzsischen ,nationalinstituts ber 99,voltas99 galvanische ,versuche4 ,siehe 99,gilberts99 ,annalen ,x1 #ahjb1 ,s4 #chi ff4 ,ein ,auszug des von 99,volta99 in ,paris gehaltenen ,vortrags in deutscher bersetzung findet sich gleichfalls in 99,gilberts99 ,annalen4 ,bd4 ,x1 ,s4 #dba4 #cbi 99,gilberts99 ,annalen ,,viii1 ,s4 #cij4 #ccj 99,gilberts99 ,annalen ,,xi1 ,s4 #acb4 #cca 99,gilberts99 ,annalen ,,ix1 ,s4 #che4 #ccb 99,gilberts99 ,annalen ,,xix1 ,s4 #de4 #ccc 99,johann ,wilhelm ,ritter99 7#aggf-ahaj7 lebte als ,privatgelehrter in ,gotha und ,weimar4 ,im ,jahre #ahjd wurde 99,ritter99 an die bayerische ,akademie nach ,mnchen berufen4 99,ritter99 war einer der ersten ,forscher auf dem ,gebiete der galvanischen ,elektrizitt4 #ccd 99,gilberts99 ,annalen ,,xix1 #ahje1 ,s4 #bb4 #cce 99,gilberts99 ,annalen ,,xxiii4 ,s4 #be4 #ccf 99,rie991 ,die ,lehre von der ,reibungselektrizitt4 ,bd4 ,i1 ,s4 #ah4 ,berlin #ahec4 #ccg 99,zamboni991 ,della pila elettrica a secco4 ,verona #ahab4 ,siehe auch 99,schweiggers99 ,journal fr ,chemie und ,physik4 ,x4 ,s4 #abi4 #cch 99,paul ,erman99 7#agfd-ahea7 war ,professor der ,physik in ,berlin und verffentlichte zahlreiche ,arbeiten aus dem ,gebiet der ,elektrizittslehre4 #cci 99,voigts99 ,magazin f4 d4 ,neueste4 ,bd4 #d4 #ahjb4 ,s4 #hcb4 #cdj 99,gilberts99 ,annalen1 ,,xix1 ,s4 #dij4 #cda 99,fischer991 ,gesch4 ,,viii1 #fdi4 #cdb 99,fischer991 ,,viii1 #fed4 #cdc 99,anthony ,carlisle99 7#agfh-ahdj71 ,professor der ,anatomie in ,london4 #cdd 99,william ,nicholson99 7#agec-ahae71 als ,ingenieur und ,schriftsteller in ,london ttig1 auch bekannt als ,erfinder des ,gewichtsarometers4 #cde 99,gilberts99 ,annalen1 #ahjj1 ,,vi1 #cdj4 #cdf 99,hoppe991 ,gesch4 d4 ,elektr4 ,s4 #acg4 #cdg 99,johann ,wilhelm ,ritter99 7#aggf-ahaj7 war ,mitglied der bayerischen ,akademie der ,wissenschaften4 #cdh 99,gilbert991 ,annalen der ,physik1 ,,vi1 #ahjj1 ,s4 #dgj4 #cdi ,die wissenschaftlichen ,abhandlungen 99,davys99 wurden von seinem ,bruder gesammelt und in #aj ,bnden herausgegeben3 ,the collected works of ,sir ,humphry ,davy edited by his brother ,john ,davy4 ,london #ahci-ahda4 #cej ,die ,pneumatic ,institution des ,dr4 99,beddoes994 #cea ,siehe 99,e4 ,cohen991 ,das ,lachgas4 ,eine chemisch-kulturhistorische ,skizze4 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann4 #aijg4 #ceb ,die ,abhandlung wurde #ahic unter dem ,titel ber einige chemische ,wirkungen der ,elektrizitt im #de4 ,bande von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften herausgegeben4 ,leipzig1 ,verlag von ,w4 ,engelmann4 #cec 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #de4 ,s4 #ab4 #ced ,ann4 de ,chimie #eh1 #ed4 #ahjf4 #cee 99,davy991 ,on some new ,phenomena of chemical changes produced by electricity1 particularly the decomposition of the fixed alkalies4 ,die ,abhandlung wurde #ahic unter dem ,titel ,elektrochemische ,untersuchungen von 99,humphry ,davy99 als #de4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften herausgegeben4 ,leipzig1 ,verlag von ,wilhelm ,engelmann4 #cef ,aus diesem ,grunde fand das ,natrium ,verwendung1 um absoluten ,alkohol zu bereiten1 d4 h4 dem ,alkohol die letzten ,spuren ,wasser zu entziehen4 #ceg ,unter dem ,namen alkalische ,erden werden die ,oxyde der ,metalle ,calcium1 ,strontium und ,barium 7,ca,o1 ,sr,o1 ,ba,o7 zusammengefat4 ,diese ,oxyde wurden frher als ,kalk1 ,strontian und ,baryt bezeichnet4 #ceh ,magnesia1 ,tonerde1 ,kieselerde sind die ,oxyde von ,magnesium1 ,aluminium und ,silicium 7,mg,o1 ,al#b,o#c1 ,si,o#b74 #cei ,barium1 ,strontium1 ,calcium und ,magnesium wurden bald darauf von 99,davy99 selbst isoliert4 ,silicium wurde zuerst von 99,berzelius99 #ahbc hergestellt4 ,die ,abscheidung des ,aluminiums aus der ,tonerde gelang 99,whler99 im ,jahre #ahbg4 #cfj 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #de1 ,s4 #dd4 #cfa 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #de1 ,s4 #cg4 #cfb 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #de1 ,s4 #ia1 sowie auch 99,ostwalds99 ,geschichte der ,elektrochemie4 ,s4 #iib u4 f4 #cfc ,phil4 ,transact4 v4 #ahba4 #cfd ,eine mit ,kalium gefllte ,bchse wurde mit dem ,rettungsgrtel verbunden4 ,das ,kalium entzndete sich1 sobald es mit dem ,wasser in ,berhrung kam4 #cfe ,intimeres aus dem ,leben 99,davys99 enthlt die ,skizze ber 99,berzelius99 und 99,davy991 welche 99,kahlbaum99 im ,,iii4 ,bande der ,mitteilungen zur ,geschichte der ,medizin und der ,naturwissenschaften verffentlichte4 #aijd4 ,s4 #bgg u4 f4 #cff 99,gilberts99 ,annalen #ahbb1 ,,lxxi1 ,s4 #bdd4 #cfg 99,dannemann991 ,aus der ,werkstatt groer ,forscher1 #aijh1 ,s4 #bhj4 #cfh 99,ostwalds99 ,klassiker der exakten ,wissenschaften ,nr4 #fc4 ,herausgegeben von 99,j4 ,a4 v4 ,oettingen994 ,leipzig4 ,verlag von ,wilh4 ,engelmann #ahie4 ,die ,abhandlung 99,h4 ,c4 ,oersteds99 erschien im ,jahre #ahbj unter dem ,titel ,experimenta circa effectum conflictus electrici in acum magneticam4 ,sie wurde von 99,gilbert99 bersetzt und in seinen ,annalen 7,bd4 ,,lxvi7 verffentlicht4 ,diese bersetzung wurde mit geringen stilistischen nderungen und wesentlich gekrzt der ,neuausgabe zugrunde gelegt4 #cfi 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #fc1 ,s4 #i u4 f4 #cgj ,man mu sich die ,stahlbnder senkrecht zur ,ebene der ,zeichnung verlaufend vorstellen4 #cga 99,j4 ,j4 ,rousseaus99 ,briefe ber die ,anfangsgrnde der ,botanik4 ,sie fesselten auch 99,goethe99 in hohem ,grade und erschienen in deutscher bersetzung 7,m4 ,mbius7 in ,leipzig bei ,j4 ,a4 ,barth4 #aijc4 #cgb ,annales de ,chimie et de ,physique ,,xv1 #ahbj1 ,s4 #ei u4 #agj4 #cgc ,annales ,,xv1 ,s4 #fg3 ,si l'on se place par la pense dans la direction du courant1 de manire qu'il soit dirig des pieds la tte de l'observateur1 et que celuici ait la face tourne vers l'aiguille2 c'est constamment sa gauche que l'action du courant cartera de sa position ordinaire celle des ses extrmits qui se dirige vers le nord4 #cgd bersetzt herausgegeben im ,jahre #ahbb bei ,leopold ,vo in ,leipzig4 #cge 99,ampre99 und 99,babinet994 ,tafel ,i1 ,fig4 #c4 #cgf 99,ampre99 und 99,babinet994 ,tafel ,i1 ,fig4 #b4 #cgg 99,ampre99 und 99,babinet994 ,tafel ,i4 ,fig4 #ab4 #cgh 99,ampre991 ,annales de chimie et phys4 ,,xv4 ,s4 #ahh ff4 #cgi ,siehe 99,heller991 ,gesch4 d4 ,phys4 ,,ii1 ,s4 #fji4 #chj 99,heller991 ,geschichte der ,physik ,,ii1 ,s4 #fji4 #cha 99,ampre991 ,mmoire sur la thorie mathmatique des phnomnes lectrodynamiques uniquement dduite de l'exprience4 ,ann4 de ,chimie et de ,phys4 ,bd4 #bj1 ,s4 #fj4 #chb 99,wllner991 ,lehrb4 d4 ,experim4 ,physik4 ,,iv1 ,s4 #fgc u4 f4 #chc 99,ampre99 und 99,babinet994 ,tafel ,,ii1 ,fig4 #bi4 #chd 99,ampre99 und 99,babinet994 ,tafel ,,ii1 ,fig4 #ad4 #che ,ann4 de ,chimie et de ,phys4 ,bd4 #ah1 #ahba1 ,s4 #cbj-cbb4 #chf 99,ampre99 und 99,babinet994 #ahbb4 ,s4 #aae4 #chg ,siehe ,s4 #a dieses ,bandes4 #chh ,annales de ,chimie et de ,physique ,,xv4 ,s4 #ic u #aaj4 #chi ,annales de ,chimie et de ,physique4 ,bd4 #bg1 #ahbd1 ,s4 #cfc4 #cij ,siehe an spterer ,stelle4 #cia 99,thomas ,johann ,seebeck99 wurde #aggj in ,reval geboren4 ,er wurde #ahah ,mitglied der ,akademie der ,wissenschaften in ,berlin und starb dort #ahca4 #cib 99,th4 ,j4 ,seebeck991 ,magnetische ,polarisation der ,metalle und ,erze durch ,temperaturdifferenz4 ,siehe 99,ostwalds99 ,klassiker der exakten ,wissenschaften ,nr4 #gj1 ,s4 #h u4 f4 ,die ,abhandlung erschien zuerst in den ,berichten der ,berliner ,akademie der ,wissenschaften von #ahbb_/bc4 ,die ,entdeckung der ,thermoelektrizitt erfolgte #ahbb4 #cic 99,nobili991 ,sur un nouveau galvanomtre 7,bibl4 univ4 ,,xxv4 #ahbd47 99,leopoldo ,nobili99 wurde #agha in der ,nhe von ,reggio geboren4 ,er war ,professor der ,physik am groherzoglichen ,museum in ,florenz und starb dort #ahce4 #cid 99,melloni991 ,la ,thermochrse ou la coloration calorifique4 ,neapel #ahej4 99,macedonio ,melloni99 wurde #agih in ,parma geboren4 ,er war dort ,professor der ,physik4 ,spter lebte er in ,paris2 zuletzt leitete er das ,observatorium auf dem ,vesuv4 99,melloni99 starb im ,jahre #ahed4 #cie 99,humboldt991 ,kosmos4 ,bd4 ,i4 ,abschn4 #c4 #cif ,zu ,beaumont en ,auge4 #cig ,siehe ,s4 #cfa des ,,ii4 ,bandes dieses ,werkes4 #cih ,laut ,gesetz vom ,jahre #ahdb4 99,laplace991 ,oeuvres compltes4 #g ,bde4 #ahdc-ahdh4 #cii 99,wolf991 ,geschichte der ,astronomie4 ,s4 #eaj4 #djj ,eine ausfhrliche ,darstellung der ,entwicklung der ,gravitationsmechanik von 99,newton99 bis 99,laplace99 enthlt das ,werk von 99,todhunter991 ,a history of the mathematical theories of attraction and the figure of the earth from the time of 99,newton99 to that of 99,laplace994 ,london1 ,macmillan and ,co4 #dja ,allgemeine ,naturgeschichte und ,theorie des ,himmels oder ,versuch von der ,verfassung und dem mechanischen ,ursprunge des ganzen ,weltgebudes1 nach 99,newton99schen ,grundstzen abgehandelt von 99,immanuel ,kant994 ,als #ab4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften herausgegeben von 99,a4 ,j4 von ,oettingen994 #b4 ,aufl4 ,leipzig1 ,verlag von ,wilhelm ,engelmann1 #ahih4 #djb 99,thomas ,wright991 ,theory of the ,universe4 ,london #agej4 99,wrights99 ,bedeutung wurde neuerdings durch 99,jacobi99 gewrdigt4 799,max ,jacobi991 ,ein ,vorlufer der 99,kant-,laplace99schen ,theorie von der ,weltentstehung4 ,preuische ,jahrbcher1 ,bd4 #aag1 #b4 ,heft74 ,der genauere ,titel der ,schrift von 99,wright99 lautet3 ,an ,original ,theory or ,new ,hypothesis of the ,universe founded upon the laws of ,nature4 99,kant99 hatte von dem ,buche 99,wrights99 durch eine ,besprechung in einer deutschen ,zeitschrift ,kenntnis erhalten4 99,wright99 wurde #agaa geboren4 ,er nahm an der ,expedition teil1 welche die ,royal ,society im ,jahre #agfi zur ,beobachtung des ,venusdurchganges nach ,kanada sandte4 99,wright99 starb im ,jahre #aghf4 #djc ,siehe ,bd4 ,,ii1 ,s4 #cid4 #djd 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #ab1 ,s4 #da u4 f4 #dje 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #ab1 ,s4 #ec u4 f4 #djf 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #ab1 ,s4 #ch4 #djg 99,g4 ,h4 ,darwin991 ,on the tidal friction of a planet attended by several satellites4 ,phil4 ,trans4 ,london1 #ahha4 ,,ii4 p4 #dia f4 #djh 99,h4 v4 ,helmholtz99 7,vortrge ,,ii1 ,s4 #hd74 #dji 99,piazzi99 wurde #agdf geboren4 ,er erbaute und leitete die ,sternwarte in ,palermo und starb #ahbf in ,neapel4 #daj 99,karoline ,herschels99 ,memoiren und ,briefwechsel4 ,deutsch von 99,scheibe994 ,berlin #ahgg4 #daa ,im ,jahre #ageg4 #dab 99,smith991 ,harmonics4 #dac ,in einem ,brief vom #ae4 ,februar #aghc1 abgedruckt im ,gttinger ,magazin der ,wissenschaften und ,literatur4 ,,iii1 #ehd4 #dad 99,herschel991 ,on the remarkable appearances at the polar regions of the ,planet ,mars4 #aghd4 #dae ,nach seiner ,angabe betrgt die ,rotationszeit des ,saturn #aj ,stunden #bi ,minuten4 #daf ,philosoph4 ,transactions #agie1 ,,ii4 ,tab4 ,,xxiv4 #dag 99,herschel991 ,on the proper motion of the ,sun and the ,solar ,system4 #aghc4 #dah ,siehe ,s4 #bdf dieses ,bandes4 #dai 99,herschel991 ,on the construction of the heavens4 ,phil4 ,trans4 #aghd4 ,eine bersetzung mit einem nach 99,kants99 ,durchsicht hergestellten ,auszug aus 99,kants99 ,naturgeschichte des ,himmels erschien #agia4 #dbj 99,messier99 in den ,abhandlungen der ,pariser ,akademie der ,wissenschaften vom ,jahre #agga4 ,s4 #dce4 ,catalogue des nbuleuses et des amas d'toiles1 observes ,paris par 99,m4 ,messier994 #dba 99,w4 ,herschel991 ber den ,bau des ,himmels2 bersetzt von 99,j4 ,w4 ,pfaff994 ,leipzig #ahej4 ,taf4 ,i1 ,fig4 #b4 7,nr4 #ec des ,verzeichnisses von 99,messier9947 #dbb #ahcd-ahch4 #dbc 99,w4 ,herschel991 ber den ,bau des ,himmels4 ,taf4 ,,ii1 ,fig4 #af4 #dbd 99,kosmos991 ,bd4 ,i1 ,abschn4 #c4 #dbe 99,holden991 99,wilhelm ,herschel991 ,sein ,leben und seine ,werke4 bersetzt von 99,valentiner994 ,berlin #ahhb4 #dbf ,a4 a4 ,o4 ,s4 #bad4 #dbg ber den ,ursprung der von 99,pallas99 gefundenen und anderer ihr hnlichen ,eisenmassen und ber einige damit in ,verbindung stehende ,naturerscheinungen von 99,chladni994 ,riga #agid4 #dbh 99,dannemann991 ,aus der ,werkstatt groer ,forscher1 #aijh4 ,s4 #afi4 #dbi ,ein groes ,stck des ,pallaseisens befindet sich in den ,kniglichen ,sammlungen zu ,berlin4 #dcj ,von dieser gibt 99,halley99 ,nachricht2 ,philosophical transactions1 n4 #cfj4 ,s4 #igh4 #dca ,von der in der ,histoire de l'acadmie des sciences1 #agfa1 ,s4 #bh ,nachricht gegeben wurde4 #dcb ,wie in den ,mmoires de l'acadmie de ,dijon1 ,bd4 ,i4 ,s4 #db erzhlt wird4 #dcc 99,silberschlag99 7#agba-agia71 ,oberbaurat und ,mitglied der ,akademie in ,berlin1 nahm an1 da diese ,feuerkugel aus den ,dnsten der zahlreichen ,leichen entstanden sei1 die im ,sommer des ,jahres #agfb die ,schlachtfelder bedeckten4 7667 #dcd ,diese ,vermutung 99,chladnis99 ist spter durch die spektralanalytische ,untersuchung der ,gestirne besttigt worden4 #dce ,neuere ,untersuchungen haben zu dem ,ergebnis gefhrt1 da sich zahlreiche ,elemente1 die smtlich auch an der ,zusammensetzung der ,erde beteiligt sind1 als ,bestandteile der ,meteoriten nachweisen lassen4 ,die ,annahme 99,chladnis991 da das ,universum im wesentlichen berall die gleiche chemische ,zusammensetzung hat1 steht auch mit der 99,kant99-99,laplace99schen ,hypothese im ,einklang und hat durch die moderne ,astrophysik ihre ,besttigung gefunden4 #dcf 99,gilberts99 ,annalen #ae1gd und #af1dd1 #gj4 #dcg 99,bieberstein991 #ahjb4 #dch 99,howard991 #ahjb4 #dci 99,g4 ,rose991 ,abhandlungen der ,berliner ,akademie der ,wissenschaften #ahfc4 ,s4 #cc4 #ddj 99,johann ,friedrich ,benzenberg991 #aggg-ahdf4 #dda 99,heinrich ,wilhelm ,brandes991 #aggg-ahcd4 #ddb 99,benzenberg99 und 99,brandes991 ,versuch1 die ,entfernung1 die ,geschwindigkeit und die ,bahnen der ,sternschnuppen zu bestimmen1 #ahjj4 #ddc ,siehe ,band ,,ii ,s4 #hj4 #ddd 99,j4 ,bapt4 ,guglielmini99 de diurno terrae motu experimentis physico-mathematicis confirmato4 ,bologna #agib4 #dde ,versuche ber das ,gesetz des ,falles4 ,dortmund #ahjd4 #ddf ,von 99,reich99 in einem ,schacht bei ,freiberg4 #ddg ,zu den ersten ,physikern1 welche die ,wrme ohne die ,annahme eines besonderen ,stoffes zu erklren suchten1 gehrte 99,daniel ,bernoulli ,i994 7,siehe 99,bernoullis99 im ,jahre #agaf erschienene ,schrift3 ,phoronomia sive de ,viribus et ,motibus corporum solidorum et fluidorum74 ,man hat 99,bernoulli99 auf ,grund der von ihm entwickelten ,ansichten als einen der ,begrnder der kinetischen ,gastheorie hingestellt 799,rhlmann991 ,handbuch der mechanischen ,wrmetheorie4 ,bd4 ,i4 #ahgf4 ,s4 #gb74 ,dieselbe ,ansicht von der ,natur der ,wrme entwickelte ein ,jahrzehnt spter der groe 99,euler99 in einer in den ,abhandlungen der ,petersburger ,akademie vom ,jahre #agbg erschienenen ,arbeit ,tentamen explicationis phaenomenorum aeris4 ,soweit es sich um bloe ,andeutungen handelt1 lt sich die mechanische ,wrmetheorie bis auf 99,bacon99 und auf 99,hooke99 7,micrography1 ,london #affg4 ,s4 #ab7 zurckverfolgen4 #ddh ,sein eigentlicher ,name ist 99,benjamin ,thompson994 #ddi ,philosophical ,transactions4 #agii4 #dej ,philosophical ,transactions4 #be4 ,i4 #agih4 #dea 99,rumford991 ,untersuchung der durch ,friktion hervorgebrachten ,wrme1 vorgelesen in der ,knigl4 ,soziett der ,wissenschaften1 den #be4 ,januar #agih4 #deb ,in den ,contributions to phys4 and medic4 knowledge collect4 by ,beddoes4 #agii4 #dec ,der ,versuch wurde von 99,davy99 in der ,weise angestellt1 da zwei ,eisstcke unter einer luftleeren ,glasglocke bei einer unter dem ,gefrierpunkte liegenden ,temperatur vermittelst eines ,uhrwerkes aneinander gerieben wurden4 #ded 99,erasmus ,darwin99 7der ,grovater von 99,charles ,darwin9971 ,frigoric experiments on the mechanical expansion of air4 ,phil4 ,trans4 #aghh4 #dee 99,j4 ,dalton991 ,experiments and ,observations on the ,heat and ,cold produced by the mechanical condensation and rarefaction of air4 ,manch4 ,soc4 ,v1 p4 ,,ii 7#ahjb74 #def ,ein ,arbeiter einer ,gewehrfabrik soll diese ,entdeckung bei ,versuchen mit der ,windbchse gemacht haben4 99,rosenberger991 ,geschichte der ,physik ,bd4 ,,iii4 ,s4 #bbd4 #deg ,siehe ,s4 #bff dieses ,bandes4 #deh ,mm4 de la ,socit d',arcueil ,i1 #ahj 7#ahjg74 #dei 99,mach991 ,prinzipien der ,wrmelehre1 ,s4 #baj4 #dfj 99,scheele991 ,chemische ,abhandlung von der ,luft und dem ,feuer4 799,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #eh1 ,s4 #ed74 #dfa ,durch 99,ritter994 ,siehe 99,gilberts99 ,annalen ,,vii1 #ahja4 ,s4 #ebe4 #dfb ,philosoph4 ,transact4 #ahjb4 #dfc 99,william ,hyde ,wollaston99 wurde #agff geboren4 ,er war ,mitglied der ,royal ,society und starb #ahbh in ,london4 99,wollaston99 entdeckte das ,rhodium und das ,palladium4 ,seine ,erfindung1 ,platin zu schmieden1 brachte ihm so reiche ,mittel ein1 da er davon als ,privatmann leben konnte4 #dfd 99,thomas ,young99 wurde #aggc geboren4 ,er wirkte als ,professor der ,physik an der ,royal ,institution in ,london und war ,mitglied der ,royal ,society4 99,young99 starb #ahbi in ,london4 ,er gehrte zu den vielseitigsten ,menschen1 die je gelebt haben4 99,young99 war ,arzt1 ,philosoph1 ,mathematiker1 ,physiker1 ,archologe und gleichzeitig ein ,weltmann1 der in den vornehmsten ,kreisen ,londons einen ,ruf als ,reiter1 ,musiker und ,maler geno4 ,derselbe 99,young991 der auf den ,gebieten der ,physik und der ,physiologie so ,hervorragendes leistete1 gehrte zu den ersten ,archologen1 denen die ,entrtselung der ,hieroglyphen gelang4 #dfe ,philos4 ,transact4 #ahjd4 ,s4 #a4 #dff 99,young991 ,on the theory of light and colours4 ,phil4 ,transact4 #ahjb4 ,seite #ab4 #dfg 99,helmholtz991 ,handbuch der physiologischen ,optik4 ,leipzig #ahgf4 ,s4 #bia u4 f4 #dfh 99,newton991 ,optice4 ,lib4 ,,iii4 ,quaestio ,,xxvi3 ,annon radiorum luminis diversa sunt latera1 diversis proprietatibus congenitis praedita8 #dfi 99tienne ,louis ,malus99 wurde #agge in ,paris geboren4 ,er besuchte dort die ,schule fr ,militringenieure und spter die cole polytechnique1 wo 99,monge99 auf ihn aufmerksam wurde4 7ber 99,monge99 s4 ,s4 #abj u4 f474 ,schon damals wandte sich 99,malus99 optischen ,untersuchungen zu4 ,seine wissenschaftliche ,ttigkeit wurde durch den ,feldzug nach gypten und andere napoleonische ,kriege unterbrochen4 ,spter wirkte 99,malus99 an der cole polytechnique in ,paris1 wo er schon im ,jahre #ahab starb4 #dgj ,sur une proprit de la lumire rflchie par les corps diaphanes4 ,gelesen #ahjh4 ,verffentlicht in den ,mmoires d',arcueil ,,ii4 #adc 7#ahji74 #dga 99,aragos99 ,werke4 ,bd4 ,,iii4 ,s4 #aag4 #dgb 99,augustin ,jean ,fresnel99 wurde #aghh in der ,normandie geboren4 ,er besuchte die cole polytechnique zu ,paris und starb dort #ahbg4 99,fresnel99 wirkte an der cole polytechnique und als ,mitglied einer ,leuchtturmkommission4 ,in dieser ,stellung hat er sich um die ,verbesserung der ,leuchtvorrichtungen sehr verdient gemacht 799,fresnel99scher ,prismenapparat74 #dgc 99,fresnel991 ,mmoire sur la diffraction de la lumire 7,annales chim4-phys4 ,i4 #ahaf et ,,xi1 #ahai74 #dgd ,mmoire sur la loi des modifications1 que la reflexion imprime la lumire polarise4 #dge ,z4 ,b4 die von 99,hamilton99 abgeleitete und von 99,lloyd99 am ,aragonit nachgewiesene konische ,refraktion4 99,hamilton99 in 99,poggendorffs99 ,annalen ,bd4 ,,xxviii4 99,lloyd99 ebenda4 #dgf 99,foucault991 ,sur les vitesses relatives de la lumire dans l'air et dans l'eau 7,annales chim4 phys4 ,,xli4 #ahed74 #dgg ,siehe an spterer ,stelle4 #dgh ,betrachtungen ber die bewegende ,kraft des ,feuers und die zur ,entwicklung dieser ,kraft geeigneten ,maschinen von 99,s4 ,carnot994 bersetzt und herausgegeben von 99,w4 ,ostwald994 99,ostwalds99 ,klassiker der exakten ,wissenschaften ,nr4 #cg4 ,leipzig1 ,verlag von ,wilhelm ,engelmann1 #ahib4 ,der ,titel des ,originals lautet3 ,rflexions sur la puissance motrice du feu et sur les machines propres dvelopper cette puissance par 99,s4 ,carnot994 ,paris #ahbd4 #dgi ,dieser wurde samt der ,abhandlung im ,jahre #ahgh von 99,carnots99 ,bruder herausgegeben 7,paris1 ,gauthier ,villars74 #dhj 99,mach991 ,prinzipien der ,wrmelehre4 ,s4 #bae4 #dha 99,mach991 ,s4 #bah4 #dhb ,siehe ,s4 #eb dieses ,bandes4 #dhc 99,gilberts99 ,annalen ,,vii4 #ahja4 ,s4 #acg4 #dhd ,philos4 ,transact4 #bg4 ,,iii4 #ahjj1 ,s4 #bee4 ,investigation of the ,powers of the prismatic ,colours to heat and illuminate ,objects4 #dhe ,philos4 ,trans4 #bd4 ,,iv4 #ahjj1 ,s4 #bhd4 ,experiments on the ,refrangibility of the invisible ,rays of the ,sun4 #dhf 99,st4 ,lonard99 in ,limousin4 #dhg 99,aragos99 ,werke1 ,bd4 ,,iii4 ,s4 #ad4 #dhh ,siehe ,s4 #adj dieses ,bandes4 #dhi ,annales de chimie ,,ix4 #agia4 ,s4 #bci4 #dij ,journal de ,physique1 #fj4 ,s4 #abi-aeh4 ,neuerdings verffentlicht im #db4 ,bande von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften4 ,leipzig1 ,verlag von ,wilhelm ,engelmann1 #ahic4 #dia ,recherche sur la dilatation des gases et des vapeurs 7,ann4 chim4 et phys4 ,,xliii1 #ahjb74 ,die ,abhandlung wurde neuerdings im #dd4 ,bande von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften in deutscher bersetzung herausgegeben4 #dib 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #dd1 ,s4 #bd4 #dic ,siehe ,bd4 ,,iv dieses ,werkes4 #did ,da ,sauerstoff lslicher ist als ,stickstoff1 wute schon 99,scheele994 ,siehe ,s4 #adg4 #die ,,nh#c ,h,cl ,,nh#d;,cl 7,salmiak74 #dif ,,so#b ,o ,,so#c4 #dig ,mmoire sur la combinaison des substances gazeuses1 les unes avec les autres 7,mm4 de la socit d',arcueil1 #ahji74 ,in der bersetzung herausgegeben in 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften1 ,bd4 #db4 ,leipzig1 ,engelmann1 #ahic4 #dih ,,co ,o ,,co#b4 #dii ,sie besagt1 da die ,volumeinheit aller ,gase bei gleichem ,druck und gleicher ,temperatur dieselbe ,anzahl von ,moleklen enthlt4 ,siehe 99,avogadros99 ,abhandlung vom ,jahre #ahaa in 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften4 ,bd4 #h4 ,wilhelm ,engelmann1 ,leipzig1 #ahhi4 #ejj 99,kopp991 ,gesch4 d4 ,chemie ,,iv4 ,s4 #ac4 #eja ,nheres hierber siehe 99,kopp991 ,gesch4 d4 ,chemie ,,iv4 ,s4 #ac4 #ejb ,h,cl1 ,,hj1 ,h#b,s4 #ejc ,h,cl,o#c und ,,hjo#c1 deren ,sureanhydride ,cl#b,o#e und ,j#b,o#e sind4 #ejd ,nheres siehe im ,,iv4 ,bande dieses ,werkes4 #eje ,siehe ,s4 #agc dieses ,bandes4 #ejf 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #d4 ,s4 #i4 #ejg 99,gay-,lussac991 ,recherches sur l'acide prussique4 ,annales de chim4 #ahae4 ,s4 #acf-bca4 #ejh 99,liebig991 ,handbuch der organischen ,chemie4 ,s4 #a4 #eji ,siehe ,s4 #afd dieses ,bandes4 #eaj 99,aragos99 ,werke4 ,bd4 ,,iii4 ,s4 #eg4 #eaa 99,william ,henry991 geboren #agge zu ,manchester2 gestorben #ahcf4 #eab ,philos4 ,transact4 #ahjc und 99,gilberts99 ,annalen ,,xx4 ,s4 #adg4 #eac ,im #c4 ,bande von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften herausgegeben von 99,w4 ,ostwald994 ,leipzig1 ,verlag von ,w4 ,engelmann1 #ahhi4 #ead ,siehe ,s4 #ahj dieses ,bandes4 #eae ,siehe hierber ,s4 #agc dieses ,bandes4 #eaf ,die betreffende ,abhandlung von 99,gau99 wurde im #ad4 ,bande von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften von 99,e4 ,netto99 in deutscher bersetzung herausgegeben4 ,siehe dort ,s4 #c-cf4 99,gau99 kam auf denselben ,gegenstand noch dreimal zurck4 ,smtliche #d ,arbeiten finden sich im #ad4 ,bd4 der ,klassiker vereinigt4 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann1 #aijj4 #eag ,erster und zweiter ,beweis der ,fundamentaltheorien ber quadratische ,reste4 ,im #abb4 ,bande von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften herausgegeben von 99,eugen ,netto994 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann1 #aija4 #eah 99,zachs99 astronomische ,korrespondenz4 #eai 99,gau99 ,werke1 ,bd4 ,,vi4 ,s4 #fe4 #ebj ,sie rhrt von 99,hasse99 her und ist in ,hannover erschienen4 ,in der bersetzung lautet der ,titel des 99,gau99schen ,werkes3 ,theorie der ,bewegung derjenigen ,himmelskrper1 die sich um die ,sonne in ,kegelschnitten bewegen4 #eba 99,lgendre991 ,nouvelles mthodes pour la dtermination des orbites des comtes4 #ebb ,theoria combinationis observationum erroribus minimis obnoxiae4 #ahba4 #ebc ,nr4 #aei und #bgj4 #ebd 99,c4 ,g4 ,j4 ,jacobi991 ber die ,bildung und die ,eigenschaften der ,determinanten und ber die ,funktionaldeterminanten4 ,beide ,abhandlungen erschienen #ahda im 99,crelle99schen ,journal4 ,sie wurden #ahif als #gg4 und #gh4 ,bd4 von 99,ostwalds99 ,klassikern durch 99,p4 ,stckel99 mit ,anmerkungen herausgegeben4 #ebe 99,laplace991 ,thorie capillaire im ,anhang zum #aj4 ,buche der ,mcanique cleste4 ,siehe auch 99,gilberts99 ,annalen ,,xxxiii4 #ebf 99,c4 ,f4 ,gau991 ,allgemeine ,grundlagen einer ,theorie der ,gestalt von ,flssigkeiten im ,zustande des ,gleichgewichts1 #ahcj4 ,in deutscher bersetzung herausgegeben von 99,h4 ,weber99 als #ace4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern4 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann1 #aijc4 #ebg ,eine vortreffliche ,geschichte der ,attraktionstheorie rhrt von 99,j4 ,todhunter99 her4 ,siehe ,anm4 #a auf ,s4 #bdd dieses ,bandes4 #ebh ,mm4 de ,berlin4 #aggg4 ,s4 #aee4 #ebi ,mmoires de l'acadmie roy4 de ,paris #aghb4 ,s4 #aac-aif4 ,die ,abhandlung wurde teilweise in der ,mcanique cleste aufgenommen4 ,dieser ,abschnitt der ,mcanique cleste erschien in deutscher bersetzung im #ai4 ,bande von 99,ostwalds99 ,klassikern4 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann1 #ahij4 #ecj 99,g4 ,green991 ,ein ,versuch1 die mathematische ,analysis auf die ,theorien der ,elektrizitt und des ,magnetismus anzuwenden4 ,in deutscher bersetzung und mit ,erluterungen herausgegeben von 99,wangerin99 und 99v4 ,oettingen994 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #fa4 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann1 #ahie4 #eca ,fr ,krfte1 die nicht nach dem 99,newton99schen ,gesetze wirken1 hat man spter den ,ausdruck ,krftefunktion eingefhrt4 #ecb ,der wichtigste dieser ,stze1 der noch heute bei der ,anwendung der ,potentialtheorie eine groe ,rolle spielt1 wird der ,satz von 99,green99 genannt4 ,er findet sich im dritten ,abschnitt seiner ,abhandlung entwickelt 799,ostwalds99 ,klassiker1 ,bd4 #fa1 ,s4 #bd-bh7 und betrifft den ,fall1 da ,u und ,v zwei ,funktionen von x1 y1 z bedeuten1 deren ,werte fr jeden ,punkt im ,innern eines ,raumes als gegeben angesehen werden knnen4 ,der von 99,green99 fr diesen ,fall entdeckte ,satz lautet unter der ,annahme1 da die ,funktionen von ,u und ,v1 sowie die ersten ,derivierten von ,u und ,v im ,innern des betreffenden ,raumes endlich und stetig variabel sind3 dx dy dz ,u ,v d ,u7d,v_/dw7 dx dy dz ,v,u d ,v7d,u_/dw7 d,v und d,u sind die bekannten ,abkrzungen fr den ,ausdruck in der 99,laplace99schen ,gleichung1 d ein ,oberflchenelement und dw ein ,linienelement senkrecht zu d und nach dem ,innern des ,krpers gemessen4 ,nheres siehe auch 99,riemann99-99,hattendorff991 ,schwere1 ,elektrizitt und ,magnetismus #bj4 #ecc 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #fa1 ,s4 #de4 #ecd 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #fa1 ,s4 #dh4 #ece 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #fa1 ,s4 #fb4 #ecf 99,grelles99 ,journal fr ,mathematik #ahej4 #ecg ,siehe ,anmerkung auf ,s4 #cjb dieses ,bandes4 #ech 99,c4 ,f4 ,gau991 ,allgemeine ,lehrstze in ,beziehung auf die im verkehrten ,verhltnisse des ,quadrates der ,entfernung wirkenden ,anziehungs- und ,abstoungskrfte4 ,als #b4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften1 herausgegeben von 99,a4 ,wangerin994 ,leipzig1 ,verlag von ,w4 ,engelmann1 #aijb4 #eci 99,gau'99 ,werke ,bd4 ,v4 ,s4 #aai4 #edj 99,c4 ,f4 ,gau991 ,die ,intensitt der erdmagnetischen ,kraft auf absolutes ,ma zurckgefhrt4 #ahcb4 ,als #ec4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften1 herausgegeben von 99,e4 ,dorn994 ,leipzig1 ,verlag von ,w4 ,engelmann4 #ahid4 #eda ,an ,stelle dieser ,einheiten traten spter nach dem ,beschlusse der ,pariser ,konferenz vom ,jahre #ahha das ,zentimeter1 das ,gramm und die ,sekunde4 #edb ,siehe ,s4 #cjf dieses ,bandes4 #edc 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #ec1 ,s4 #bg4 #edd 99,gau99 ,werke4 ,bd4 ,,iv4 ,s4 #bei4 ,gttingen #ahgc4 #ede ,siehe ,band ,,ii1 ,s4 #cie4 #edf ,die betreffendes ,abhandlungen von 99,lagrange99 7#aggi7 und 99,gau99 7#ahbb7 wurden durch 99,a4 ,wangerin99 als #ee4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften von neuem herausgegeben4 ,leipzig1 ,verlag von ,w4 ,engelmann4 #ahid4 #edg 99,c4 ,f4 ,gau991 ,allgemeine ,flchentheorie 7#ahbg74 ,deutsch herausgegeben von 99,a4 ,wangerin99 als #e4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften4 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann1 #ahhi4 #edh 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #e1 ,s4 #bi4 #edi 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #e1 ,s4 #cj4 #eej 99,ostwalds99 ,klassiker1 ,nr4 #e1 ,s4 #cf4 #eea ,dieses grte ,dreieck1 das gemessen wurde1 besa die ,winkelpunkte ,brocken1 ,inselsberg1 ,hohenhagen4 ,die ,entfernungen dieser ,punkte betragen #ajfgjb m1 #hdieg m und #fiaie m4 ,die ,winkelsumme belief sich auf #ahj #j' #ad1he''4 ,der sphrische ,exze betrug also #ad1he''4 ,nheres ber die trigonometrische ,vermessung des ,knigreichs ,hannover enthlt die ,schrift 99,c4 ,f4 ,gau991 ,untersuchungen ber ,gegenstnde der hheren ,geodsie4 ,sie wurde als #agg4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern neu herausgegeben von 99,s4 ,frischauf99 7,leipzig1 ,w4 ,engelmann1 #aiaj74 ,nicht die ,resultate jener ,messung1 sondern der ,allgemeinwert des von 99,gau99 dabei befolgten ,weges rechtfertigt die ,neuausgabe jener ,abhandlung4 #eeb ,es ist nmlich #ij 4 ,folglich ist #b ,r4 #eec 99,sartorius von ,waltershausen991 99,gau99 zum ,gedchtnis4 ,leipzig #ahef4 ,s4 #gh4 #eed ,die wichtigsten ,abhandlungen von 99,gau99 sind in folgenden ,nummern von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften bei ,w4 ,engelmann in ,leipzig erschienen3 #b1 #e1 #ad1 #ai1 #ec1 #ee1 #abb1 #ace1 #agg4 #eee 99,kummer994 #eef ,das graphische ,verfahren zur bersichtlichen ,darstellung tellurischer ,erscheinungen hat zuerst 99,halley99 angewandt1 als er die ,orte gleicher ,deklination verband4 #eeg ,die betreffende ,arbeit 99,humboldts99 erschien in den ,mmoires de la ,socit d',arcueil unter dem ,titel3 ,des lignes isothermes et de la distribution de la chaleur sur le globe #ahag4 ,,iii4 #dfb u4 f4 ,siehe auch die ,abhandlung vom ,juli #ahbg in den ,berichten der ,berliner ,akademie der ,wissenschaften4 #eeh #afhc-ahaa4 #eei 99,peschel991 ,geschichte der ,erdkunde #ahfe4 ,s4 #fed4 #efj 99,buys-,ballot99 #ahea4 #efa ,siehe ,s4 #cjg dieses ,bandes4 #efb 99,bruhns991 99,alexander von ,humboldt994 ,i4 ,s4 #fg4 #efc 99,bruhns991 ,i4 ,s4 #ie4 #efd 99,bruhns991 ,i4 ,s4 #ajc4 #efe 99,humboldt991 ,essai gognostique4 bersetzt von 99,leonhardt994 #ahbc4 #eff 99,bttiger991 ,literarische ,zustnde und ,zeitgenossen4 ,i4 #bb4 #efg 99,a4 v4 ,humboldt991 ,versuche ber die gereizte ,nerven- und ,muskelfaser nebst ,vermutungen ber den chemischen ,proze des ,lebens in der ,tier- und ,pflanzenwelt4 #b ,bde4 #agig-agii4 ,eine poesievolle ,darstellung seiner ,auffassung von der ,lebenskraft gab von 99,humboldt99 in ,schillers ,horen 7#agie7 unter der berschrift3 ,die ,lebenskraft oder der rhodische ,genius4 #efh ,in sehr bezeichnender ,weise uert sich diese ,stimmung ,goethes in folgenden ,versen3 ,basalt1 der schwarze ,teufelsmoor1 ,aus tiefster ,hlle bricht hervor1 ,zerspaltet ,fels1 ,gestein und ,erden1 ,omega mu zum ,alpha werden3 ,und so wr denn die liebe ,welt ,geognostisch auf den ,kopf gestellt4 #efi ,festrede bei der ,humboldtfeier am #e4 ,aug4 #ahdd4 #egj ,reise in die quinoktialgegenden des neuen ,kontinents in den ,jahren #agii-ahjd4 ,eine deutsche bersetzung des von 99,bonpland99 und 99von ,humboldt99 verfaten ,berichtes erschien #ahah-ahbi bei ,j4 ,g4 ,cotta4 #ega ,nach der barometrischen ,formel #ahjif ,pariser ,fu4 #egb ,von #ahjh-ahbf4 #egc ,von #ahje-ahcd4 ,der ,preis des ganzen ,werkes betrug #iejj ,franken4 ,die ,kosten der ,reise1 die 99von ,humboldt99 aus eigenen ,mitteln bestritten hatte1 beliefen sich auf etwa #ajjjjj ,mark4 #egd ,siehe ,s4 #bhd1 sowie 99,ostwalds99 ,klassiker der exakten ,wissenschaften ,nr4 #db4 #ege ,eine genaue ,inhaltsangabe des gesamten ,werkes1 dessen ,herausgabe den ,rest des 99,humboldt99schen ,vermgens verschlang1 enthlt die groe von 99,bruhns99 im ,verein mit 99,dove991 99,peschel991 99,griesebach991 99,carus99 und anderen ,gelehrten herausgegebene wissenschaftliche ,biographie ber 99,alexander von ,humboldt994 #c ,bnde1 ,brockhaus #ahgb4 ,manche ,abschnitte sind auch in deutscher bersetzung erschienen1 so die ,reisebeschreibung unter ,mitwirkung 99,humboldts99 in #d ,bnden4 7,stuttgart #ahei-ahfj47 #egf ,ein von dem russischen ,finanzminister im ,jahre #ahbg gefordertes ,gutachten ber die ,verwendung des im ,ural entdeckten ,platins ist die ,veranlassung zu 99,humboldts99 asiatischer ,reise gewesen4 #egg ,der ,kosmos ist in elf fremde ,sprachen bersetzt worden4 #egh 99,bruhns499 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #ceg4 #egi 99,karl ,ludwig ,willdenow991 ,berlin1 #agfe-ahab4 #ehj ,siehe ,s4 #ha dieses ,bandes4 #eha ,ideen1 ,s4 #b4 #ehb ,ideen1 ,s4 #aj4 #ehc ,ideen1 ,s4 #ba4 #ehd ,ideen1 ,s4 #ae4 #ehe ,ideen1 ,s4 #ag4 #ehf 99,bruhns99 799,grisebach997 ,,iii4 #bdh4 #ehg ,rlation historique ,i4 #fjj4 #ehh ,naturgemlde der ,tropenlnder1 ,s4 #eh-gf4 #ehi ,naturgemlde1 ,s4 #gf4 #eij 99,bruhns991 ,,iii4 #bcf4 #eia ,mineralogische ,beobachtungen ber einige ,basalte am ,rhein4 #agij4 #eib 99,cordier991 #ahae1 ,journ4 ,min4 ,,xxxviii4 #eic ,annales de ,chimie4 #ahbc4 #eid 99,kosmos991 ,bd4 ,,iv1 ,s4 #bgj4 #eie 99,bruhns991 ,,iii4 ,s4 #ahd4 #eif ,description of a reflective ,goniometer4 ,philos4 ,transactions #ahji4 #eig 99,hauy991 ,essai d'une thorie sur la structure des cristaux4 ,paris #aghd4 #eih ,siehe auch 99,hauy991 ,exposition de la structure des cristaux in den ,annales de ,chimie #agic 7#ag4 ,bd47 ,s4 #bbe u4 f4 ,einige ,jahre frher hatte 99,hauy99 die schwierigen ,kristallisationsverhltnisse1 welche der ,staurolith darbietet1 genauer beschrieben4 ,siehe ,annales de ,chimie4 ,bd4 ,,iv 7#agij74 #eii 99,bernhardi991 ber die ,kristallisation des ,arsenkieses4 99,gehlens99 ,journal fr die ,chemie und ,physik4 #ahjg4 ,,iii4 #fjj 99,martin ,heinrich ,klaproth99 wurde #agdc in ,wernigerode geboren4 ,er erlernte die ,pharmazie4 ,seit der ,begrndung der ,berliner ,universitt 7#ahaj7 wirkte er dort als ,professor der ,chemie4 99,klaproth99 starb #ahag in ,berlin4 #fja 99,fuchs99 in 99,schweiggers99 ,journal vom ,jahre #ahae4 #fjb ,die ,metalle1 die er in beide ,suren eintreten lie1 waren ,kalium1 ,natrium1 ,barium1 ,blei4 #fjc 99,mitscherlich991 ber die ,kristallisation der ,salze4 ,abhandlungen der ,berliner ,akademie #ahah_/ai4 99,mitscherlichs99 im ,jahre #ahba verffentlichte ,untersuchung ber das ,verhltnis zwischen der chemischen ,zusammensetzung und der ,kristallform arseniksaurer und phosphorsaurer ,salze erschien als #id4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern der exakten ,wissenschaften4 ,leipzig #ahih4 #fjd 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #id4 ,s4 #ed4 #fje ,abhandlungen der ,berliner ,akademie #ahbb_/bc4 ,s4 #dc ff4 #fjf 99,g4 ,rose991 #ahcg4 99,poggendorffs99 ,annalen ,,xlii4 #fjg ,abhandlungen der ,berliner ,akademie von #ahbb_/bc4 #fjh 99,a4 ,w4 ,hofmann991 ,ein ,jahrhundert chemischer ,forschung unter dem ,schirme der ,hohenzollern4 #fji 99,pligot991 ,annales chim4 phys4 ,v1 #ahdb und ,,xii1 #ahdd4 #faj 99,arago991 ,mmoires de l',institut de ,france4 #ahaa4 #faa 99,michael ,adanson99 wurde #agbg in ,aix geboren4 ,er war ,mitglied der ,akademie der ,wissenschaften in ,paris und starb dort #ahjf4 #fab ,er stellte deren nicht weniger als #fe auf4 #fac ,geboren #agcb in ,wrttemberg4 99,grtner99 bekleidete ein ,lehramt in ,tbingen und spter in ,petersburg4 ,seit #aggj lebte er wieder in ,wrttemberg1 ganz mit der ,abfassung seines wissenschaftlichen ,hauptwerkes beschftigt4 ,letzteres erschien #aghh-agia unter dem ,titel3 ,de fructibus et seminibus plantarum4 99,grtner99 starb im ,jahre #agia4 #fad ,nur hin und wieder griff 99,grtner99 auf die frheren ,formverhltnisse zurck4 #fae ,unter diesem ,titel wurde das epochemachende ,buch ins ,deutsche bersetzt 7durch ,dr4 99,rmer991 ,zrich #ahae74 ,der vollstndige ,titel des ,originales lautet3 ,thorie lmentaire de la botanique ou exposition des principes de la classification naturelle et de l'art d'crire et d'tudier les vgtaux1 ,paris #ahac4 #faf ,organographie vgtale1 ,paris #ahbg4 #b ,bnde4 ,eine deutsche ,bearbeitung gab 99,c4 ,f4 ,meisner99 #ahbh heraus4 ,ihr ,titel lautet3 ,organographie der ,gewchse oder kritische ,beschreibung der ,pflanzenorgane4 ,eine ,fortsetzung und ,entwicklung der ,anfangsgrnde der ,botanik und ,einleitung zur ,pflanzenphysiologie und der ,beschreibung der ,familien4 #fag 99,sachs991 in seiner ,geschichte der ,botanik4 #fah ,so 99,gleditsch993 ,mm4 de l',acadmie de ,berlin1 #agdh4 ,s4 #fj4 #fai 99,sprengel991 ,geschichte der ,botanik ,,ii4 #bdi4 #fbj 99,a4 ,kirchhoff991 ,die ,idee der ,pflanzenmetamorphose bei 99,wolff99 und 99,goethe994 #ahfg4 #fba ,siehe 99,dannemann991 ,aus der ,werkstatt groer ,forscher #aijh4 ,s4 #bbg4 #fbb ,da 99,goethes99 umfangreiche1 im ganzen als verfehlt zu betrachtende ,farbenlehre 7sie umfat allein fnf ,bnde der groen ,weimarer ,goetheausgabe7 manchen trefflichen ,gedanken aufweist1 hat vor einigen ,jahren 99,e4 v4 ,lippmann99 gezeigt 7,zeitschrift fr ,naturwissenschaften1 ,bd4 #gd1 #aija74 ,die ,hauptschwche der 99,goethe99schen physikalischen ,untersuchungen besteht darin1 da er das experimentelle und mathematische ,rstzeug des ,physikers nicht nur nicht gengend kannte1 sondern es auch allzu gering einschtzte4 ,von seinem ,mierfolg lie sich 99,goethe99 nicht berzeugen2 er betrachtete vielmehr seine ,farbenlehre als sein verdienstvollstes ,werk1 dem gegenber er sich auf alles1 was er als ,poet geleistet1 nichts einbildete4 #fbc 99,goethes99 ,metamorphosenlehre hat vor kurzem 99,a4 ,hansen99 in ihrer ,bedeutung und in ihrem ,zusammenhange mit den ,arbeiten 99,wolffs99 gewrdigt4 ,siehe 99,a4 ,hansen991 99,goethes99 ,metamorphose der ,pflanzen4 99,goethe991 ,jahrbuch ,,xxvii4 ,band #aijf4 ,s4 #bjg-bbe und das unter dem gleichen ,titel erschienene ausfhrlichere ,werk 99,hansens994 #fbd ,sechs pflanzenphysiologische ,abhandlungen von 99,thomas ,andrew ,knight99 7#ahjc-ahab72 bersetzt und herausgegeben von 99,h4 ,ambronn994 99,ostwalds99 ,klassiker der exakten ,wissenschaften4 ,band #fb4 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann1 #ahie4 #fbe ,durch 99,johnson99 im ,jahre #ahbc4 #fbf ,abhandlung vom ,jahre #ahaa4 #fbg ,siehe ,abschnitt #e dieses ,bandes4 #fbh ,abhandlung vom ,jahre #ahab4 #fbi ,siehe ,seite #adj dieses ,bandes4 #fcj 99,ingenhou991 ,versuche mit ,pflanzen2 bersetzt von 99,scherer991 #aghf4 #fca ,durch 99,senebier994 #fcb ,eine ,wrdigung der ,verdienste des ,arztes und ,naturforschers 99,ingenhou99 erfolgte neuerdings durch 99,j4 ,wiesner993 99,jan4 ,ingenhou499 ,sein ,leben und sein ,wirken4 ,wien1 #aije4 ,nach seiner ,promotion zum ,doktor der ,medizin studierte 99,ingenhou99 ,physik und ,chemie in ,leyden4 ,er ging also wohl vorbereitet an die groe ,aufgabe heran1 einen ,einblick in den ,gasaustausch und die chemischen ,vorgnge der ,pflanze zu erlangen4 ,an ,einzelheiten teilt 99,wiesner99 mit1 da 99,ingenhou99 das ,deckglschen in die mikroskopische ,technik eingefhrt und zuerst eine ,uhrfeder in ,sauerstoff verbrannt habe4 ,auch der ,ersatz der ,glaskugel oder ,walze der lteren ,elektrisiermaschinen durch eine ,glasscheibe wird auf 99,ingenhou99 zurckgefhrt4 #fcc 99,thodore de ,saussure991 ,recherches chimiques sur la vgtation4 ,paris #ahjd4 bersetzt herausgegeben von ,dr4 99,a4 ,wieler99 als #ae4 und #af4 ,band von 99,ostwalds99 ,klassikern4 #fcd #ahbb4 #fce ,siehe 99,ostwalds99 ,klassiker ,nr4 #ae und #af4 #fcf ,siehe ,s4 #cec dieses ,bandes4 #fcg ,die bersetzung rhrt von 99,rper99 her 7,cottasche ,buchhandlung1 #ahcc74 ,der ,titel des ,originals lautet3 ,physiologie vgtale1 ou exposition des forces et des fonctions vitales des vgtaux par 99,a4 ,p4 ,de ,candolle994 ,paris #ahcb4 #fch 99,decandolle991 ,bd4 ,i4 ,s4 #dba4 #fci ,hier kommt besonders 99,treviranus99 in ,betracht1 der #ahce eine ,physiologie der ,gewchse herausgab4 #fdj 99,meyen991 ,neues ,system der ,pflanzenphysiologie4 #ahch4 #fda 99,buffon991 ,histoire naturelle1 gnrale et particulire1 #agdi-aghh4 #fdb ,histoire naturelle1 ,,ii1 #d4 #fdc 99,geoffroy ,saint-,hilaire99 wurde #aggb in der ,nhe von ,paris geboren4 ,er wirkte als ,professor der ,zoologie am ,jardin des ,plantes in ,paris und starb dort #ahdd4 #fdd 99,cuvier991 ,discours sur les rvolutions de la surface du globe4 ,i1 #a4 #fde 99,cuvier991 ,discours sur les rvolutions4 ,i1 #hg4 #fdf ,leons d'anatomie compare4 #ahje4 bersetzt von 99,froriep99 und 99,meckel994 #d ,bde4 ,leipzig #ahji4 #fdg #ahjb4 #fdh ,rgne animal4 #b4 ,afl4 ,i1 #aj4 #fdi ,in der ,vorrede zur #a4 ,auflage d4 ,rgne animal4 #fej ,sur un nouveau rapprochement tablir entre les classes1 qui composent le rgne animal4 ,annales du ,musum d'histoire naturelle4 ,tome ,,xix4 #ahab4 pag4 #gc ff4 #fea 99,cuvier991 ,rgne animal4 #feb 99,oken99 in der ,zeitschrift ,isis4 ,jahrgang #ahcb1 ,seite #acjc4 #fec ,de generis humani varietate nativa4 ,gttingen1 #agge4 #fed ,nheres siehe in 99,dannemann991 ,aus der ,werkstatt groer ,forscher4 #aijh4 ,seite #bea4 #fee ,recherches sur les ossements fossiles #ahaa4 ,der erste1 die ,grundzge der ,katastrophenlehre enthaltende ,abschnitt fhrt darin die berschrift ,discours prliminaire4 ,in der zweiten ,auflage der ,recherches 7#ahba-ahbd7 wird dieser ,abschnitt als ,discours sur les rvolutions de la surface du globe bezeichnet4 ,dieser ,abschnitt wurde mehrfach in deutscher ,bearbeitung herausgegeben1 so z4 ,b4 von 99,c4 ,g4 ,giebel99 unter dem ,titel ,die ,erdumwlzungen von 99,georg ,cuvier994 #fef ,siehe ,s4 #cgh dieses ,bandes4 #feg ,er starb im ,jahre #aheb in ,berlin4 #feh ,siehe ,band ,,ii1 ,s4 #daa u4 f4 #fei ,das ,werk erschien #ahbf1 whrend die ,erforschung dieser ,inselgruppe durch 99,buch99 etwa ein ,jahrzehnt frher stattfand4 #ffj ,siehe ,s4 #ajf u4 f4 dieses ,bandes4 #ffa 99,christian ,heinrich ,pander99 7#agid-ahfe7 lie seine ,arbeit1 die er auf ,anregung seines ,lehrers 99,dllinger99 unternahm1 #ahag als ,dissertation erscheinen4 ,spter gab er eine deutsche ,bearbeitung heraus1 der #af musterhaft gestochene ,kupfertafeln beigefgt sind4 99,pander99 war gleich so vielen hervorragenden ,deutschen des #ah4 und #ai4 ,jahrhunderts ,mitglied der ,akademie in ,petersburg4 #ffb ,eine ,auswahl aus den ,schriften 99von ,baers99 enthlt das ,buch3 99,remigius ,stlzle991 99,karl ,ernst von ,baers99 ,schriften4 ,stuttgart1 ,greiner und ,pfeiffer4 ,,vi4 #bcj ,s4 ,das ,buch schildert das ,wirken 99von ,baers99 als ,lehrer1 ,forscher und ,philosoph4 ,die ,auswahl ist besonders seinen ,reden entnommen4 ,in ihnen behandelt 99von ,baer99 ,stoffe aus der ,naturphilosophie1 der ,anthropologie und der ,entwicklungslehre4 ,eine ,biographie 99von ,baers99 verffentlichte 99,wilhelm ,haacke99 als dritten ,band der ,klassiker der ,naturwissenschaften 7,leipzig1 ,th4 ,thomas1 #aije4 #age ,s474 99,haacke99 macht die umfassende naturwissenschaftliche ,weltanschauung 99von ,baers99 zum ,hauptgegenstande seiner ,darstellung4 #ffc 99,von ,baer991 ,de ovi et animalium genesi epistola4 #ffd 99,j4 ,c4 ,purkinje99 7#aghg-ahfi71 ,professor in ,breslau4 ,symbolae ad ovi avium historiam ante incubationem4 #ahbe4 #ffe ,erwhnt sei1 da die ersten ,beobachtungen ber die ,furchung von 99,prevost99 und 99,dumas99 #ahbd am ,froschei gemacht wurden 7,ann4 des sciences nat4 ,bd4 #b4 ,s4 #aaj74 #fff ,s4 ,bd4 ,,iv dieses ,werkes4 #ffg 99,von ,baer991 ,untersuchungen ber die ,gefverbindungen zwischen ,mutter und ,frucht in den ,sugetieren4 #ahbh4 #ffh 99,martin ,heinrich ,rathke991 ,professor der ,zoologie in ,knigsberg 7#agic-ahfj74 ,namenverzeichnis4 ,a4 ,abel #abe1 #acj-acd4 ,adanson #cej1 #cea4 ,aepinus #g1 #h1 #bb1 #be1 #bf4 d',alembert #ai1 #big4 ,amontons #dd1 #ee4 ,ampre #bbg-bce1 #bcf4 ,arago #bbf1 #bce1 #bcf1 #bhc1 #bia1 #cdi4 ,aristoteles #fi4 ,b4 ,babinet #bbh4 v4 ,baer #ii1 #aad1 #cia-cic4 ,balard #bij1 #bie4 ,beccaria #bj4 ,behrens #bjg1 #bjh4 ,benzenberg #bfa1 #bfb4 ,bergmann #bf1 #adj1 #adc1 #adf1 #aej-aed1 #afi1 #aga1 #cdj1 #cdb4 ,berghaus #cbj4 ,bernoulli1 ,daniel #dh1 #cja4 ,berthollet #aea1 #afg-agc1 #age1 #bhb1 #bhd1 #chg1 #bid4 ,berzelius #ach1 #agf1 #ahd-ahh1 #bid1 #bie1 #cdb-cdh4 ,biot #bhc4 ,black #dh-eb1 #ed1 #adj4 ,blagden #eh1 #ei4 ,blumenbach #fh1 #cbb1 #chc1 #chd4 ,boerhave #aaa1 #aae4 ,bonpland #cbe4 ,borelli #dj1 #aab4 ,bose #aa4 ,boussingault #cgj4 ,boyle #ach1 #aeh1 #afa1 #aff1 #bfe1 #bic4 ,bradley #hj4 ,brandes #bfa4 ,brcke #ge4 v4 ,buch #bhf1 #cbc1 #ccg1 #cch1 #chh1 #chi4 ,buffon #cgf4 ,buys-,ballot #cba4 ,c4 ,caesalpin #fc1 #aje4 ,camerarius #fc1 #hj-hc1 #aaa4 ,camper #chd4 ,carlisle #baa1 #bab4 ,carnot #bga1 #bgh-bhj4 ,cassini #beb4 ,cavendish #ca1 #cb1 #ada1 #afd1 #afe1 #age1 #bhd4 ,celsius #dc1 #chi4 ,charles #bhb4 ,chladni #beh-bfa4 ,collinson #ae1 #ag4 ,cordier #ccg4 ,coulomb #bg-cb1 #bcb1 #cjb1 #caj4 ,cramer #bii4 ,crelle #abe4 ,cullen #ea4 ,cunaeus #i4 ,cusa #df4 ,cuvier #cbh1 #cbi1 #cgf-chh4 ,d4 ,dalton #aah1 #ach1 #agb1 #agh-ahc1 #bfi1 #bib1 #bic4 ,ch4 ,darwin #ia4 ,e4 ,darwin #bfi4 ,davy #ac1 #afi1 #agc1 #agd1 #bab-bbc1 #bfh1 #bfi1 #bie4 ,decandolle #fg1 #cec-ceg1 #cgb-cgd4 ,delambre #bbh4 ,dela ,rive #bba4 ,deluc #dh4 ,desargues #abb1 #abc4 ,descartes #ae1 #abb4 ,dillenius #hb4 ,dbereiner #bij4 v4 ,dllinger #cia4 ,dove #cbj1 #cba4 ,du ,fay #g1 #h4 ,drer #aai1 #abj4 ,e4 ,ehrenberg #cbi4 ,erman #bji4 ,euler #ad1 #ae1 #dh1 #acj1 #acc1 #acd1 #bdb1 #big4 ,f4 ,fahrenheit #ci-da1 #dc1 #eh4 ,faraday #bb1 #bf1 #bae1 #bbf4 ,fontana #bhc4 ,forster #cbb4 ,foucault #bgg4 ,fourcroy #agd4 ,fourier #aca1 #acf4 ,franklin #g1 #aj1 #ad-bj1 #bb4 ,fraunhofer #bgc1 #bgg4 ,fresnel #bgf1 #bgg4 ,fchsel #che4 ,fulton #cg4 ,g4 ,gahn #adc4 ,galilei #g1 #ch4 ,galvani #aij-aif4 ,grtner #ceb4 ,gau #abi1 #acj1 #bdi1 #bif-bih1 #cjc bis #cah1 #cba4 ,gay-,lussac #de1 #ach1 #afi1 #agc1 #bbe1 #bce1 #bcf1 #bgj1 #bhb-bia1 #bie1 #cbj1 #cbg1 #cdc4 ,gilbert #f4 ,gleditsch #fe1 #ha4 ,gmelin #cbb4 ,gpel #ace4 ,goethe #aaj1 #bbe1 #cbc-cbe1 #ceg1 #ceh1 #cgf4 ,gould #df4 de ,graaf #cia1 #cib4 ,gralath #aj1 #ab4 ,green #cjb1 #cjc-cjf4 ,grew #ff1 #gg4 ,grey #h1 #i4 ,grothu #bae4 ,grummert #ac4 ,guericke #f1 #h1 #aj4 ,guglielmini #bfb4 ,glcher #bci4 ,h4 ,hales #ec1 #ff1 #ga-gi1 #aci1 #adg1 #cfd4 von ,haller #ajf1 #aaj-aae4 ,halley #ch1 #ci1 #bed1 #cbj1 #cba4 ,hamilton #bgg4 ,harvey #ga1 #ajf1 #aad4 ,hausen #aa4 ,hauy #cdj-cdc4 ,hawksbee #f1 #g1 #aj4 ,helmholtz #bgd1 #cah4 v4 ,helmont #aci1 #aee4 ,henry #bib4 ,j4 ,herschel #bee4 ,w4 ,herschel #bda1 #bdg-beg1 #bgb1 #bha4 ,hooke #ci4 ,a4 v4 ,humboldt #abe1 #baa-bac1 #beg1 #bhd1 #bhf1 #cjg1 #cjh1 #cai-cci1 #cdg1 #chh1 #chi4 ,w4 v4 ,humboldt #bbd4 ,hunter #bd4 ,hutton #che4 ,huygens #ad1 #bea1 #bgd4 ,j4 ,jacobi #acc1 #acd1 #bii4 ,ingenhou #cfe4 ,joule #bfg4 ,jungius #fc1 #ajf4 ,a4 ,l4 de ,jussieu #fg1 #cea-cec4 ,b4 de ,jussieu #fg1 #cea4 ,k4 ,kant #bdf-bdh1 #beg4 ,kstner #ah4 ,kepler #aac4 ,kienmayer #aa4 ,kinnersley #af1 #ag4 ,kirchhoff #aah4 ,klaproth #cdb1 #cdc1 #cdh1 #cdi4 v4 ,kleist #i4 ,knight #cfj-cfd4 v4 ,kobell #cdb4 ,klreuter #hj1 #hb-ij1 #ajf4 ,l4 ,lagrange #acj1 #bii1 #cja1 #cjb1 #cac4 ,lambert #dd1 #de1 #df1 #bdg1 #cac4 ,laplace #ed-eg1 #aaf1 #aah1 #adc1 #bda bis #bdf1 #beg1 #bii1 #cjj1 #cjb4 ,lavoisier #ba1 #eb1 #ed-eg1 #gi1 #ach1 #aci1 #adg1 #aeb1 #aee-afh1 #agc1 #age1 #bae1 #bfd1 #bhc1 #bia1 #bid1 #bie4 ,le ,monnier #ab1 #bj4 ,ledermller #ia1 #ib1 #ajb1 #ajc4 ,leeuwenhoek #hb1 #aja1 #ajb4 ,legendre #acd1 #ace1 #bih4 ,leibniz #aaj1 #bii4 ,lejeune-,dirichlet #ace-acg4 ,lichtenberg #ah1 #cbb4 ,lieberkhn #aae4 ,liebig #aia4 ,linn #fj-fh1 #hb1 #hf1 #ii1 #ajf1 #cdj1 #cej1 #chc4 ,lionardo da ,vinci #df4 ,lloyd #bgg4 ,lobatschefskij #abb4 ,lomonossow #dh1 #aag1 #aah4 ,m4 ,magnus #ahe4 ,malpighi #ff1 #aab4 ,malus #bge1 #bgf4 ,mariotte #eb1 #fi1 #gj1 #aac1 #bic4 v4 ,marum #ab4 ,t4 ,mayer #bdb4 ,r4 ,mayer #bga4 ,mayow #di1 #aee1 #aeg4 ,meckel #aad1 #aae1 #cij4 ,melloni #bci4 ,mendelejeff #bij4 ,messier #bed4 ,l4 ,meyer #bij4 ,mitscherlich #ahe1 #cdc-cdg4 ,moissan #bie4 ,monge #aai-abd4 ,montgolfier #bhb4 ,mller1 ,johannes v4 #aab1 #bje4 ,musschenbroek #i1 #de4 ,n4 ,naumann #cdb4 ,newcomen #cc-cf4 ,newton #bdd1 #bfb1 #bge1 #cja4 ,nicholson #bjf1 #bab4 ,nobili #bci4 ,no #bci4 ,o4 ,oersted #bbc-bbh1 #bca1 #bcf4 ,ohm #bjg4 ,olbers #bdi4 ,p4 ,pallas #beh4 ,pander #cij-cic4 ,papin #cc-ce4 ,pascal #abb4 ,peyssonel #ii4 ,pfaff #acb4 ,piazzi #bdi1 #big4 ,picard #f4 ,pictet #ec4 ,plant #baj4 ,plcker #abh4 ,poisson #cjb4 ,poncelet #abb-abd4 ,pouillet #bbd4 ,priestley #bj1 #gi1 #ach-adc1 #adf1 #adg1 #aee1 #aeh1 #afj1 #afc1 #afe1 #afh1 #bac1 #bhc1 #cfd4 ,proust #age1 #agf1 #agh4 ,prout #ahd4 ,r4 ,ramsay #ada4 ,rathke #cic4 ,ray #fc1 #ii4 ,rayleigh #ada4 ,raumur #ba1 #da1 #ajc4 ,redi #aje4 ,regnault #eb4 ,reich #bfb4 ,reimarus #ah4 ,renaldini #ch4 ,rey #aeg4 ,richer #bc4 ,richmann #bj4 ,richter #aah1 #agf1 #agg1 #ahg4 ,riemann #acf1 #acg4 ,rie #bjh4 ,ritter #bjf1 #bjg1 #bji1 #baj1 #bab1 #bac4 de ,romas #bj4 ,rose #ahe1 #cbi4 ,rosenhain #ace4 ,rsel von ,rosenhof #ajb1 #ajd4 ,rousseau #bbg4 ,rumford #ac1 #bfe-bgj4 ,s4 ,g4 ,saint-,hilaire #cgj1 #chb4 ,th4 de ,saussure #cec1 #cff-cgb4 ,h4 ,b4 de ,saussure #ca1 #df1 #dg1 #cbj1 #cba1 #cce1 #cff4 ,scheele #ach1 #aci1 #adc-adi1 #aee1 #aef1 #afj1 #afe1 #agc1 #bgb1 #bia1 #cdj4 ,schulze #adi4 ,schumacher #cab4 ,schwann #ajh1 #cib4 ,seebeck #bbe-bbg1 #bce-bci4 ,senebier #cec4 ,silberschlag #beh1 #bei4 ,spallanzani #hi1 #aja1 #aje4 ,sprengel #hi-ih4 ,stahl #ec1 #ach4 ,steiner #abb1 #abe-abh4 ,stephenson #cg4 ,sturm #aca4 ,sulzer #ahi4 ,swammerdam #ajb1 #aje1 #aae4 ,symmer #ae4 ,t4 ,thenard #bhh4 ,trembley #ii1 #ajj1 #aja1 #ajd4 ,treviranus #cge4 van ,troostwyk #ba4 ,v4 ,valenciennes #cbh1 #cbi4 ,vitruvius #aai4 ,volta #aie-bjg1 #baj1 #baa4 ,w4 ,wall #af4 ,walsh #bc1 #bd4 ,watson #ab1 #ac4 ,watt #cf-ch1 #eb1 #bfg4 ,e4 ,h4 ,weber #aac4 ,w4 ,weber #bcc1 #cjg1 #caa4 ,wedgwood #de4 ,wei #cdb4 ,wenzel #aah1 #agf4 ,werner #cbc1 #cdj1 #chh4 ,westrumb #agd4 ,widmansttten #bfa4 ,wilke #bb1 #bc1 #dh1 #di1 #aii4 ,willdenow #cbb1 #ccb4 ,wilson #aa4 ,winkler #af4 ,whler #ahe1 #bbc4 ,wolf1 ,christian #ci1 #gj1 #ga1 #ajf1 #aag1 #aah4 ,wolff1 ,k4 ,fr4 #ajf-aaj1 #aad1 #aae1 #ceg1 #ceh1 #cij4 ,wollaston #ahb1 #ahc1 #bgb1 #bgc1 #cdj4 ,wright #bdf1 #bdg4 ,y4 ,young #bb1 #bgc-bgg4 ,z4 ,zamboni #bjg1 #bjh4 ,verzeichnis der ,abbildungen4 ,figur aus ---------------------------------------- -------------------------------- #a4 ,elektrisiermaschine aus dem ,gerland und ,traumller1 ,geschichte ,jahre #agdd der physikalischen ,experimentierkunst4 ,leipzig #ahii4 ,abb4 #cai4 #b4 ,watsons ,versuch1 die ,philosophical ,transactions4 #agdh4 ,geschwindigkeit der ,elektrizitt ,bd4 #de4 zu bestimmen #c4 ,querschnitt durch den ,philosoph4 ,transact4 #aggc4 ,bd4 ,zitterrochen #fc4 #d4 ,coulombs elektrische ,wage ,ostwalds ,klassiker der exakten ,wissenschaften4 ,nr4 #ac4 ,fig4 #a bis #e4 #e4 ,coulombs ,untersuchung der ,wllner1 ,lehrbuch der ,torsion ,experimentalphysik4 ,bd4 ,i4 #ahhb4 ,abb4 #fj4 #f4 ,coulombs ,versuch ber die ,wllner1 ,lehrbuch der ,verteilung der ,elektrizitt ,experimentalphysik4 ,bd4 ,,iv4 #ahge4 ,abb4 #eb4 #g4 ,papins erste ,dampfmaschine ,acta eruditorum #afij4 #h4 ,newcomens ,dampfmaschine ,gehlers ,physikalisches ,wrterbuch4 ,bd4 ,,ii4 ,tab4 ,,xiii4 ,fig4 #acc4 #i4 ,amontons' ,luftthermometer #aj4 ,saussures ,haarhygrometer ,ostwalds ,klassiker4 ,nr4 #aae4 ,fig4 #a4 #aa4 ,lavoisiers ,eiskalorimeter ,ostwalds ,klassiker4 ,nr4 #dj4 #ab4 ,der ,wurzel ,ziehen oder ,saugen ,hales1 ,statik der ,gewchse4 ,tab4 ,,iii4 ,fig4 ,x4 #ac4 ,hales ,versuch ber das ,saugen ,hales1 ,statik der ,gewchse4 ,tab4 eines transpirierenden ,zweiges4 ,,iii4 ,fig4 ,,xi4 #ad4 ,das ,steigen des ,pflanzensaftes ,hales1 ,statik der ,gewchse4 ,tab4 ,,iv4 ,fig4 ,,xvii4 #ae4 ,die ,bestimmung des ,hales1 ,statik d4 ,gewchse4 ,tab4 ,wurzeldruckes ,,iv4 ,fig4 #ah4 #af4 ,hales pneumatische ,wanne ,hales1 ,statik4 ,tab4 ,,ix4 ,fig4 #ch4 #ag4 ,die ,blte des ,sprengel1 ,das entdeckte ,geheimnis ,sumpfstorchschnabels der ,natur4 #ah4 ,blte der ,osterluzzei ,sachs1 ,lehrbuch der ,botanik4 #d4 ,aufl4 ,leipz4 #ahgd4 ,fig4 #dhi4 #ai4 ,die ,befruchtung der ,salbeiblte ,ostwalds ,klassiker ,nr4 #dh4 ,s4 #gc4 #bj4 ,der ,swasserpolyp ,leunis ,synopsis4 ,,ii4 ,bd4 #c4 ,aufl4 #ba4 ,ledermllers ,abbildung von ,ledermller1 ,mikroskopische ,aufgutierchen ,gemts- und ,augenergtzungen4 ,,ii4 ,bd4 #hh4 ,tafel4 #bb4 ,bewegung und ,teilung der ,ambe ,rsel von ,rosenhof1 ,insektenbelustigungen4 ,,iii4 ,teil4 #aja ,taf4 #bc4 ,wolffs ,abbildung eines ,embryos ,aus ,wolffs ,theoria generationis 7,ostwalds ,klassiker ,nr4 #he4 ,tafel ,,ii4 ,fig4 #e47 #bd4 ,entstehung des ,herzens und der ,ostwalds ,klassiker ,nr4 #he4 ,taf4 ,gliedmaen ,,ii4 ,fig4 #aa4 #be4 ,scheele analysiert die ,luft ,aus ,scheeles ,abhandlung von der ,luft und dem ,feuer4 #bf4 ,scheeles ,darstellung von do4 ,sauerstoff #bg4 ,lavoisiers ,analyse der ,luft ,lavoisier1 ,oeuvres1 ,tome ,i4 ,pl4 ,,ii4 ,fig4 #ad4 #bh4 ,lavoisiers ,analyse der ,luft ,lavoisier1 ,oeuvres1 ,tome ,i4 ,pl4 ,,iv4 ,fig4 #b4 #bi4 ,die ,verbrennung von ,phosphor ,lavoisier1 ,oeuvres1 ,tome ,i4 ,pl4 ,,iv4 ,fig4 #c4 #cj4 ,galvanis ,versuche mit ,aus dem #eb4 ,bande von ,ostwalds ,froschschenkeln ,klassikern der exakten ,wissenschaften4 #ca4 ,physiologischer ,nachweis der do4 galvanischen ,elektrizitt #cb4 ,voltas ,kondensator ,wllners ,lehrbuch der ,experimentalphysik4 #c4 ,aufl4 ,,iv4 ,bd4 ,fig4 #gj4 #cc4 ,voltas ,elektrophor ebendort ,fig4 #fg4 #cd4 ,voltas erste ,sule ,philos4 ,transact4 #ahjj4 ,pl4 ,,xvii4 #ce4 ,voltas zweiteilige ,sule do4 #cf4 ,voltas ,becherapparat do4 #cg4 ,das ,sulenelektroskop ,rie1 ,die ,lehre von der ,reibungselektrizitt4 ,bd4 ,i1 ,s4 #ah4 #ch4 ,zambonis ,trockensule ,gilberts ,annalen von #ahae4 ,bd4 #di4 #ci4 ,seebecks ,nachweis des ,ostwalds ,klassiker4 ,nr4 #fc4 ,fig #g4 magnetischen ,feldes #dj4 ,seebecks ,nachweis der ,ostwalds ,klassiker4 ,nr4 #fc4 ,abb4 #bb4 magnetischen ,kraftlinien #da4 ,ampres beweglicher ,ampre und ,babinet1 ,darstellung ,stromleiter der neuen ,entdeckungen ber die ,elektrizitt und den ,magnetismus4 ,tafel ,i4 ,fig4 #b4 #db4 ,ampres ,vorrichtung zum ,ampre und ,babinet1 ,tafel ,i4 ,aufhngen seines beweglichen ,fig4 #c4 ,stromleiters #dc4 ,ampres ,nachweis1 da sich ein ,ampre und ,babinet1 ,tafel ,i4 ,stromleiter senkrecht zur ,fig4 #ab4 ,inklinationsnadel einstellt #dd4 ,ampres vom ,einflu des ,ampre und ,babinet1 ,tafel ,i4 ,erdmagnetismus befreites ,solenoid ,fig4 #bi4 #de4 ,ampres astatische ,magnetnadel ,ampre und ,babinet1 ,tafel ,i4 ,fig4 #ad4 #df4 ,die ,entdeckung der ,ostwalds ,klassiker4 ,nr4 #gj4 ,abb4 #a4 ,thermoelektrizitt #dg4 ,seebecks ,thermoelement ,ostwalds ,klassiker4 ,nr4 #gj4 ,abb4 #d4 #dh4 ,schema des von ,herschel konstruierten ,spiegelteleskops #di4 ,herschels vierzigfiger ,philosophical ,transactions4 #agie4 ,reflektor ,,ii4 ,tab4 ,,xxiv4 #ej4 ,herschels ,abbildung eines ,w4 ,herschel1 ber den ,bau des ,nebelflecks ,himmels4 ,tafel ,i4 ,fig4 #b4 #ea4 ,herschels ,ableitung der ,gestalt ,w4 ,herschel1 ber den ,bau des der ,milchstrae ,himmels4 ,tafel ,,ii4 ,fig4 #af4 #eb4 ,rumfords ,versuch ber ,philosophical ,transactions4 #agih4 ,wrmeerzeugung durch ,reibung #ec4 ,teileinrichtung zu ,rumfords ,philosophical ,transactions4 #agih4 ,versuch #ed4 ,gay-,lussacs ,versuch zur ,mach1 die ,prinzipien der ,wrmelehre4 ,thermodynamik der ,gase4 ,abb4 #ff4 #ee4 ,zur ,erluterung des ,ostwalds ,klassiker4 ,nr4 #cg4 ,abb4 #a4 ,kreisprozesses #ef4 ,gay-,lussacs ,apparat zur ,ostwalds ,klassiker4 ,nr4 #dd4 ,abb4 #c4 ,bestimmung des ,ausdehnungskoeffizienten der ,gase #eg4 ,das von ,gau zum ,messen der ,wllner1 ,lehrbuch der erdmagnetischen ,kraft erfundene ,experimentalphysik4 ,bd4 ,,iv4 7#ahge74 ,magnetometer ,s4 #cf4 #eh4 ,das dem ,heliotrop von ,gau ,hunaeus1 ,die geometrischen zugrunde liegende ,gesetz ,instrumente4 ,fig4 #abi4 #ei4 ,hauys ,ableitung des ,hauy1 ,trait de minralogie4 ,v4 ,rhombendodekaeders ,pl4 ,,viii4 #fj4 ,hauys ,ableitung des ,hauy1 ,trait de minralogie4 ,v4 ,pentagondodekaeders ,pl4 ,,viii4 ,die ,naturwissenschaften in ihrer ,entwicklung und in ihrem ,zusammenhange dargestellt von ,friedrich ,dannemann4 ,erster ,band3 ,von den ,anfngen bis zum ,wiederaufleben der ,wissenschaften4 ,mit #ej ,abbildungen im ,text und einem ,bildnis von ,aristoteles4 ,leipzig1 ,verlag von ,wilhelm ,engelmann #aiaj4 #bd ,bogen gr4 #h4 ,preis geheftet ,mk4 #i1 in ,leinen gebunden ,mk4 #aj4 ,zweiter ,band3 ,von ,galilei bis zur ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts4 ,mit #aaf ,abbildungen im ,text und einem ,bildnis von ,galilei4 ,leipzig1 ,verlag von ,wilhelm ,engelmann #aiaa4 #bg ,bogen gr4 #h4 ,preis geheftet ,mk4 #aj1 in ,leinen gebunden ,mk4 #aa4 ,die vier ,bnde des ,werkes sind einzeln kuflich4 ,jeder ,band bildet ein in sich abgeschlossenes ,ganzes4 ,inhalt des ersten ,bandes4 ,seite #a4 ,in ,asien und in gypten entstehen die ,anfnge der ,wissenschaften #a #b4 ,die ,weiterentwicklung der ,wissenschaften bei den ,griechen bis zum ,zeitalter des ,aristoteles #ea #c4 ,aristoteles und seine ,zeit #ha #d4 ,archimedes #aah #e4 ,die erste ,blte der alexandrinischen ,schule #acj #f4 ,die ,naturwissenschaften bei den ,rmern #afd #g4 ,die zweite ,bltezeit der alexandrinischen ,schule #ahh #h4 ,der ,verfall der ,wissenschaften zu ,beginn des ,mittelalters #bac #i4 ,das arabische ,zeitalter #bbc #aj4 ,die ,wissenschaften unter dem ,einflu der christlich-germanischen ,kultur #beh #aa4 ,der ,beginn des ,wiederauflebens der ,wissenschaften #bhh #ab4 ,die ,begrndung des heliozentrischen ,weltsystems durch ,koppernikus #cae #ac4 ,die ersten ,anstze zur ,neubegrndung der experimentellen und der anorganischen ,naturwissenschaften #cbh #ad4 ,die ersten ,anstze zur ,neubegrndung der organischen ,naturwissenschaften #cdh ,inhalt des zweiten ,bandes4 ,seite #a4 ,altertum und ,neuzeit #a #b4 ,die ,erfindung der optischen ,instrumente #g #c4 ,galileis grundlegende ,schpfungen #ae #d4 ,die ,ausbreitung der induktiven ,forschungsweise #ga #e4 ,die ,astronomie im ,zeitalter ,tychos und ,keplers #aja #f4 ,die ,frderung der ,naturwissenschaften durch die ,fortschritte der ,mathematik #acf #g4 ,der ,ausbau der ,physik der flssigen und der gasfrmigen ,krper #aee #h4 ,die ,iatrochemie und die ,begrndung der ,chemie als ,wissenschaft durch ,boyle #ahj #i4 ,der ,ausbau der ,botanik und der ,zoologie nach dem ,wiederaufleben der ,wissenschaften #aid #aj4 ,die ,begrndung der groen wissenschaftlichen ,akademien #bjf #aa4 ,newton #bae #ab4 ,huygens und die brigen ,zeitgenossen ,newtons #bdd #ac4 ,unter dem ,einflu der chemisch-physikalischen ,forschung entstehen die ,grundlagen der neueren ,mineralogie und ,geologie #big #ad4 ,das ,emporblhen der ,anatomie und der ,physiologie #cac #ae4 ,die ersten ,ergebnisse der mikroskopischen ,erforschung der niederen ,tiere #cbb #af4 ,die ,begrndung der ,pflanzenanatomie und der ,lehre von der ,sexualitt der ,pflanzen #cdj #ag4 ,der ,ausbau der ,mechanik1 ,akustik und ,optik im achtzehnten ,jahrhundert #cec #ah4 ,die ,fortschritte der ,astronomie nach der ,begrndung der ,gravitationsmechanik #chf #ai4 ,mineralogie und ,geologie im #ah4 ,jahrhundert #cii ,auszge aus den ,besprechungen des ersten und zweiten ,bandes4 ,der ,verfasser1 lngst schon rhmlichst bekannt durch seine ,schriften ,aus der ,werkstatt groer ,forscher und ,die ,entwicklung der ,naturwissenschaften1 hat sich durch die vorliegende erweiterte ,neuausgabe des letzteren ,buches 7die im ,ganzen auf vier ,bnde berechnet ist7 ein nicht genug anzuerkennendes ,verdienst erworben1 denn er bringt in gnzlich unparteiischer ,weise das ,wichtigste aus allen ,gebieten naturwissenschaftlichen ,wissens1 und zwar so1 da es nicht nur das ,interesse des ,historikers von ,fach erweckt1 sondern die ,teilnahme jedes naturhistorisch ,gebildeten4 ,auf ,einzelheiten kann an dieser ,stelle nicht eingegangen werden1 und das bloe ,aufzhlen der ,kapitel-berschriften wrde ermdend wirken1 ohne einen zureichenden ,begriff vom ,inhalte zu gewhren4 ,es genge also1 auf dessen unerschpflichen ,reichtum hinzuweisen und das neue ,werk ganz besonders auch den ,chemikern zu empfehlen1 fr die es eine ,flle von ,belehrung und ,anregung birgt4 -- 7,edmund ,o4 von ,lippmann in der ,chemikerzeitung ,nr4 #cb4 #aiaa74 ,aus diesen ganz kurzen ,inhaltsangaben geht ohne weiteres hervor1 da wir es hier mit einem ,werke zu tun haben1 das die ,naturwissenschaften als ,ganzes in ihrem ,werdegange verfolgt4 ,dieser ,versuch1 in einem ,werke von verhltnismig geringem ,umfang alles1 auch fr jemand1 der nicht selbst auf dem ,gebiet arbeitet1 sondern sich im allgemeinen darber unterrichten will1 lesbar zusammenzufassen1 ist sehr zu begren4 ,denn wie der ,verfasser in der ,einleitung zum ersten ,band hervorhebt1 erhalten die zahllosen ,einzelergebnisse der ,forschung erst im ,gesamtbild ihren vollen ,wert4 -- 7,c4 ,matscho in der ,zeitschrift des ,vereins deutscher ,ingenieure ,nr4 #ac4 #aiaa74 ,in krzester ,frist ist dem ersten ,bande dieses ausgezeichneten ,werkes der zweite gefolgt4 ,man wei nicht1 was man mehr bewundern soll1 die berraschende ,belesenheit des ,autors oder seine ,gabe1 selbst die schwierigsten ,probleme wissenschaftlicher ,forschung nicht nur dem ,kenner1 sondern auch dem interessierten ,laien leichtfalich in ernst-vornehmer ,form vorzutragen4 ,ein ,vorzug dieses zweiten ,bandes gegenber dem ersten liegt in der greren ,beigabe von guten ,abbildungen4 7,pharmazeutische ,zeitung ,nr4 #ac4 #aiaa47 ,besonders dankenswert erscheint1 wie 99,dannemann99 in allen diesen ,wissenschaften die verbindenden groen ,gedanken herauszuschlen wei1 die im hohen ,mae geeignet sind1 die ,vertreter der einzelnen naturwissenschaftlichen ,disziplinen vor ,einseitigkeit zu bewahren4 ,es handelt sich hier aber nicht um ein ,werk fr den ,fachmann allein1 jeder gebildete ,mensch wird daraus reiche ,anregung schpfen4 7rztliche ,rundschau ,,xx4 ,jahrgang ,nr4 #dg4 #aiaj47 ,dem ,techniker1 dem ,lehrer1 dem ,arzte1 jedem1 der sich lebhafter fr ,naturwissenschaften interessiert1 vor allem also auch unseren ,studierenden1 drfte das ,buch eine unerschpfliche ,quelle des ,genusses und der ,anregung sein4 ,einen ganz besonderen ,wert besitzt das ,werk dadurch1 da es gewissermaen den ,rahmen fr 99,ostwalds99 ,klassiker der exakten ,wissenschaften 7jetzt #agc ,bnde7 abgibt und so die ,beziehungen aufweist1 durch welche die einzelnen ,gebiete sich gegenseitig beeinflut haben4 ,fr die ,hebung der ,kultur unseres ,volkes kann dieses ,buch1 das die ,wissenschaft und ihre ,erfolge als etwas ,werdendes vorstellt1 von grtem ,nutzen sein1 da es die ,erfolge fortschrittlichen ,denkens gegenber den ,schwchen dogmatischer ,gesinnung aufs deutlichste vergegenwrtigt4 7,prometheus1 ,,xxii4 ,jahrgang4 #bf4 ,nov4 #aiaj47 ,das erfolgreiche ,bestreben des ,verfs41 stets nur die fr den ,fortschritt der ,wissenschaften wirklich bedeutungsvollen ,ereignisse zu bercksichtigen und die ,entwicklung der ,naturwissenschaften in ihren ,beziehungen zu den brigen ,wissenschaften1 insbesondere zur ,philosophie1 ,mathematik und ,technik darzustellen1 gereicht dem ,werke zu besonderem ,vorteil und macht es dienlich fr jeden1 der sich fr die ,naturwissenschaften interessiert4 7,w4 ,may im ,zoologischen ,zentralblatt #ah4 ,jahrgang ,nr4 #aaj47 ,wenn die weiteren ,bnde 7bei denen die ,schwierigkeiten der ,darstellung natrlich steigen1 je mehr die ,schilderung sich unserer ,zeit nhert1 wo der ,stoff fast unbersehbar anschwillt7 das halten1 was der erste verspricht1 so wird uns ,d4 ein ,werk schenken1 das einzigartig dasteht4 7,literarisches ,zentralblatt fr ,deutschland ,nr4 #dd4 #aiaj47 ,des ,verfassers ,grundri einer ,geschichte der ,naturwissenschaften hat in zweiter ,auflage 99,g4 ,w4 ,a4 ,kahlbaum99 7,i1 #afj u4 ,,iii1 #ge7 in anerkennendster ,weise besprochen und zugleich die ,gefhle ausgesprochen1 die angesichts der ,erfolge dieses ,werkes jeden ,historiker der ,naturwissenschaften beseelen mssen4 ,aus den gleichen ,grnden begren wir es heute freudigst1 da unser ,gesellschaftsmitglied und ,mitarbeiter den zweiten ,teil dieses ,buches zu einem vierbndigen ,werke ausgestalten will und davon bereits den ersten ,band vorzulegen vermag4 7,h4 ,stadler in den ,mitteilungen zur ,geschichte der ,medizin und der ,naturwissenschaften ,bd4 ,x4 #b4 ,heft47 ,der soeben erschienene #b4 ,band dieses groen ,werkes behandelt die ,zeit von ,galilei bis zur ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts1 also jene ,epoche1 in welcher die ,grundlagen der neueren ,naturwissenschaft gelegt wurden4 ,auch in diesem ,bande hat sich der ,verfasser mit ,erfolg bemht1 eine ,darstellung zu schaffen1 die nicht nur dem ,historiker dient1 sondern fr jeden anregend ist1 der sich berhaupt fr die ,naturwissenschaften interessiert4 7,klnische ,zeitung #bj4 ,februar #aiaa47 ,der ,verfasser sagt zu wenig von sich1 wenn er seine ,arbeit als ,ergnzung zu 99,ostwalds99 groem ,unternehmen einschtzt2 sie hat einen ganz eminenten ,eigenwert2 sie zeigt zum ersten ,male in zusammenfassender ,weise den ,arbeitsanteil einzelner ,vlkergruppen an der ,ausbildung einer ,wissenschaft1 die1 mehr als jede andere1 unmittelbar zurckstrahlt auf die ,gesamtkultur4 ,und dieser eigenartige ,zusammenhang ist es1 den der ,verfasser mit ,erfolg und bedeutender ,sachkenntnis herausgehoben hat4 ,so steckt er seinem ,werk ein groes und weites ,ziel4 ,ganz berraschende ,schlaglichter fallen da auf die einzelnen ,gebiete1 die1 in getrennter ,einzeldarstellung1 nie so plastisch herausgearbeitet werden konnten4 ,jeder ,historiker wird sich dieses ,werk aneignen mssen4 ,und abgesehen vom ,fachmann sollte jeder1 der sich fr ,kulturprobleme interessiert1 sei er nun ,lehrer1 ,student1 ,techniker1 ,arzt -- jeder ,gebildete berhaupt -- sollte sich vom ,verfasser in diese groen ,zusammenhnge hineinfhren lassen2 denn erst in ihren ,zusammenhngen wird uns das ,wesen und die ,wirkung einer ,wissenschaft verstndlich4 7,badische ,schulzeitung #ba4 ,januar #aiaa47 ,jeder ,lehrer1 dem daran gelegen ist1 der wichtigen ,forderung 7,hineinziehung des geschichtlichen ,elements in den exaktwissenschaftlichen ,unterricht7 gerecht zu werden1 wird daher mit ,freuden das ,erscheinen eines neuen ,werkes von 99,dannemann99 begren1 das dazu bestimmt ist1 ein ausfhrliches ,gesamtbild von dem ,entwicklungsgange aller naturwissenschaftlichen ,disziplinen im engen ,zusammenhange mit der ,mathematik und mit der allgemeinen ,geschichte zu geben4 hnlich wie 99,cantors99 ,vorlesungen ber ,geschichte der ,mathematik ein standard work allerersten ,ranges bleiben werden1 so wird auch 99,dannemanns99 ,werk von bleibendem ,wert sein1 das fr den ,geschichtsforscher wie fr den ,mediziner1 fr den ,lehrer wie fr den ,techniker groen ,nutzen haben und dessen ,lektre fr jeden1 der sich fr die ,naturwissenschaften interessiert1 eine ,quelle hohen ,genusses bilden wird4 7,monatsschrift fr hhere ,schulen1 #f4 ,heft #aiaa47 ,dr4 ,fr4 ,dannemann1 ,aus der ,werkstatt groer ,forscher4 ,allgemeinverstndliche erluterte ,abschnitte aus den ,werken hervorragender ,naturforscher aller ,vlker und ,zeiten4 #c4 ,aufl41 geb4 #f1hj ,mk4 ,aus den ,besprechungen der ersten ,auflage4 ,der ,leser gewinnt hierdurch 99ein klares und anschauliches ,bild nicht allein von der ,bedeutung der ,leistung des betreffenden ,forschers1 sondern auch von der ,eigenart seiner ,geistesarbeit und seiner ,darstellungsweise und kann so die ,entwicklung der ,gesamtwissenschaft1 wenn auch nur skizzenhaft1 in objektiver ,form verfolgen994 7,naturwissensch4 ,rundschau #ahig4 ,nr4 #bf47 99,da die ,bekanntschaft mit den ,quellen auch die reiferen ,schler nach jeder ,richtung hin frdert und anregt1 ist444 anerkannt2 demgem hat man eine ,reihe von ,hilfsmitteln solcher ,art bereits in den ,dienst der hheren ,schule gestellt499 ,dem ,verf4 vorliegenden ,werkes ist es hoch anzurechnen1 da er eine solche1 bis 99dahin fehlende ,quellensammlung aus dem ,gesamtgebiet der ,naturwissenschaften99 veranstaltet und damit auch dem naturwissenschaftlichen ,lehrer ein treffliches ,anregungsmittel geboten hat4 7,literarisches ,zentralblatt #ahif4 ,nr4 #da47 ,let us hope the ,english language will soon possess a like work4 7,pharmaceutical ,review #ahif4 ,nr4 #ab47 ,the choice of material is excellent and too much has been offered in no case1 the collection is as admirable for what it omits as for what it includes4 7,journal of ,physical ,chemistry ,nr4 #c4 #ahif47 99,den ,schlerbibliotheken sei die ,anschaffung des ,grundrisses in zahlreichen ,exemplaren besonders empfohlen991 um diese beim ,unterricht unter mglichst viele ,schler verteilen zu knnen4 ,ebenso wird das ,buch zu ,prmien ntzlichste ,verwendung finden4 7,jahresberichte b4 d4 hhere ,schulwesen4 ,,xi4 ,jahrg47 ,auch erfolgten ,empfehlungen seitens hherer ,schulbehrden wie des ,groherzoglich ,badischen ,oberschulrates1 der ,knigl4 ,wrttemb4 ,kultusministerial-,abteilung und des k4 k4 sterr4 ,kultusministeriums4 ,inhalt4 #a4 ,aristoteles begrndet die ,zoologie4 #b4 ,theophrast begrndet die ,botanik4 #c4 ,archimedes entwickelt die ,prinzipien der ,mechanik4 #d4 ,des ,archimedes ,sandesrechnung4 #e4 ,die ,begrndung der ,mechanik der ,gase und ,dmpfe4 #f4 ,die naturwissenschaftlichen ,kenntnisse des ,altertums werden von ,plinius gesammelt4 #g4 ,die ,naturwissenschaften im ,mittelalter4 #h4 ,die ,aufstellung des heliozentrischen ,weltsystems4 #i4 ,die ,ausbreitung der ,koppernikanischen ,lehre durch ,galilei4 #aj4 ,die ,entdeckung der ,jupitermonde und der ,saturnringe4 #aa4 ,galilei als ,begrnder der ,dynamik4 #ab4 ,der weitere ,ausbau der ,astronomie durch ,kepler4 #ac4 ,kepler begrndet die neuere ,optik4 #ad4 ,gilbert erforscht die ,natur des ,magneten4 #afjj4 #ae4 ,bacons ,eintreten fr die induktive ,forschungsweise4 #afbj4 #af4 ,pascal entdeckt die ,abhngigkeit des ,barometerstandes von der ,hhe des ,ortes4 #afdh4 #ag4 ,die ,erfindung der ,luftpumpe4 #ah4 ,newton erforscht die ,natur des ,sonnenlichtes4 #afgj4 #ai4 ,newton entdeckt das ,gravitationsgesetz4 #afhb4 #bj4 ,newton entwickelt die ,prinzipien der ,naturlehre4 #ba4 ,das ,licht wird von ,huygens fr eine ,wellenbewegung des thers erklrt4 #afgh4 #bb4 ,die ,entdeckung des ,mariotteschen ,gesetzes4 #bc4 ,das ,auftauchen der ersten klaren ,vorstellungen ber die ,verbrennung und die ,atmung4 #bd4 ,swammerdam zergliedert die ,insekten4 #be4 ,die ,begrndung der ,pflanzenphysiologie4 #bf4 ,celsius fhrt die hundertteilige ,thermometerskala ein4 #bg4 ,die ,lehre von der ,sexualitt der ,pflanzen4 #bh4 ,das knstliche ,pflanzensystem ,linns4 #bi4 ,die ,polypen werden als tierische ,organismen erkannt4 #cj4 ,kant erklrt den ,ursprung des ,weltgebudes4 #agee4 #ca4 ,laplace entwickelt hnliche ,ansichten ber den ,ursprung des ,weltgebudes wie ,kant4 ,kant-,laplacesche ,hypothese4 #agif4 #cb4 ,herschel begrndet die ,astronomie der ,fixsterne4 #cc4 ,die ,meteore werden als kosmische ,massen erkannt4 #agid4 #cd4 ,die ,wellentheorie findet einen hervorragenden ,verfechter4 #agfj4 #ce4 ,die photometrischen ,grundbegriffe4 #cf4 ,die ,erfindung des ,blitzableiters4 #agec4 #cg4 ,die ,entdeckung der elektrischen ,influenz und der ,pyroelektrizitt4 #ageh4 #ch4 ,scheele entdeckt den ,sauerstoff und analysiert die atmosphrische ,luft4 #aggc4 #ci4 ,lavoisier erklrt die ,verbrennungserscheinungen4 #aggd4 #dj4 ,die ,erfindung des ,eiskalorimeters und die ,bestimmung von spezifischen ,wrmen und ,verbrennungswrmen mittelst desselben4 #aghj4 #da4 a7 ,die ,entdeckung der galvanischen ,elektrizitt4 b7 ,volta1 ber die ,elektrizitt1 welche durch die bloe ,berhrung verschiedenartiger leitender ,stoffe hervorgerufen wird4 #db4 ,die ,botanik unter dem ,einflusse der ,metamorphosenlehre4 #dc4 ,die ,begrndung der ,bltenbiologie4 #dd4 ,saussure begrndet die ,ernhrungsphysiologie der ,pflanzen4 #ahjj4 #de4 ,das ,menschengeschlecht wird in fnf ,rassen eingeteilt4 #df4 ,cuvier begrndet durch ,verschmelzung der ,zoologie mit der vergleichenden ,anatomie ein natrliches ,system4 #ahab4 #dg4 ,die ,aufstellung der atomistischen ,hypothese4 #ahjh4 #dh4 ,gay-,lussac entdeckt das ,volumgesetz4 #ahjh4 #di4 ,das von ,courtois 7#ahaa7 entdeckte ,jod wird von ,gay-,lussac eingehend untersucht4 #ej4 ,die ,entdeckung von ,natrium und ,kalium4 #ahjg4 #ea4 ,die ,entdeckung des ,aluminiums4 #ahbg4 #eb4 ,cuviers ,katastrophentheorie4 #ahab4 #ec4 ,lyell begrndet die neuere ,richtung der ,geologie4 #ahcj4 #ed4 ,die ,entdeckung des ,elektromagnetismus4 #ahbj4 #ee4 ,die ,entdeckung der galvanischen und der magnetischen ,induktion4 #ahcb4 #ef4 ,es werden die experimentellen ,grundlagen fr eine elektromagnetische ,theorie des ,lichtes gewonnen4 #eg4 ,die ,entdeckung des ,diamagnetismus4 #eh4 ,die ,erfindung der ,photographie4 #ei4 ,die ,physiologie erhlt durch ,johannes ,mller eine wissenschaftliche ,grundlage4 #fj4 ,die ,zelle wird als das ,elementarorgan des tierischen und pflanzlichen ,organismus erkannt4 #ahci4 #fa4 ,die ,physiologie wendet sich gegen die ,annahme einer besonderen ,lebenskraft4 #fb4 ,liebig beantwortet die ,frage nach der ,ernhrung der ,pflanzen4 #ahdj4 #fc4 ,die ,kryptogamenkunde wird durch wichtige ,beobachtungen ber die ,fortpflanzung der ,algen bereichert4 #fd4 ,darwin erklrt die ,entstehung der ,koralleninseln4 #fe4 ,carnot entwickelt eine ,theorie der ,dampfmaschine4 #ahbd4 #ff4 ,die erste ,bestimmung der ,entfernung eines ,fixsterns4 #ahch4 #fg4 ,das ,dopplersche ,prinzip4 #ahdb4 #fh4 ,das ,prinzip von der ,erhaltung der ,kraft4 #fi4 ,die ,entdeckung des ,ozons4 #ahdj4 #gj4 ,der rote ,phosphor wird als eine ,modifikation des ,elementes ,phosphor erkannt4 #ahej4 #ga4 ,alexander von ,humboldt vereinigt die ,summe des ,naturwissens seiner ,zeit zu einem ,gesamtbilde4 #ahde4 #gb4 ,kirchhoff und ,bunsen schaffen die ,spektralanalyse4 #gc4 ,pasteur weist nach1 da auch die niedrigsten ,organismen aus ,keimen und nicht durch ,urzeugung entstehen4 #ahfj4 #gd4 ,das ,protoplasma wird als die ,grundlage des organischen ,lebens erkannt4 #ge4 ,hertz erforscht die ,beziehungen zwischen dem ,licht und der ,elektrizitt4 ,nachdem wir beim ,erscheinen der 99dritten ,auflage99 des ,werkes3 99,dannemann991 ,grundri einer ,geschichte der ,naturwissenschaften den ,preis fr den ,i4 ,band3 ,aus der ,werkstatt groer ,forscher auf #f ,mk4 herabgesetzt haben1 offerieren wir den ,,ii4 ,band ,die ,entwicklung der ,naturwissenschaften zu dem gleichfalls herabgesetzten ,preise von #h ,mk4 ,beide ,bnde zusammen sind fr #ab1ej ,mk4 7gebunden fr #ad1ej ,mk47 zu beziehen4 ,von demselben ,verfasser erschienen ferner3 ,otto von ,guerickes neue ,magdeburgische ,versuche ber den leeren ,raum 7,ostwalds ,klassiker der exakten ,wissenschaften ,nr4 #ei74 ,mit #ae ,textfiguren4 ,leipzig1 #ahid4 ,verlag von 99,wilhelm ,engelmann994 ,geb4 ,m4 #b4--4 ,leitfaden fr den ,unterricht im chemischen ,laboratorium4 ,vierte ,auflage4 #aiji4 99,hahn99sche ,buchhandlung in ,hannover und ,leipzig4 7,als ,vorwort diene des ,verfassers ,abhandlung ber die ,bedeutung1 ,einrichtung und ,leitung praktischer bungen im ,laboratorium4 99,fries99 und 99,meyer991 ,lehrproben und ,lehrgnge4 ,heft ,,xxxv47 ,m4 #a4hj4 ,der naturwissenschaftliche ,unterricht auf praktisch-heuristischer ,grundlage4 brosch4 ,m4 #f4--4 ,dasselbe gebunden ,m4 #f4hj4 99,hahn99sche ,buchhandlung in ,hannover und ,leipzig4 #aijg4 ,naturlehre fr hhere ,lehranstalten1 auf ,schlerbungen gegrndet4 #b ,teile4 99,hahn99sche ,buchhandlung in ,hannover und ,leipzig4 #aijh4 geb4 ,m4 #f4dj4 ,die ,naturlehre ist nach den ,gesichtspunkten verfat1 die in dem ,buche ,der naturwissenschaftliche ,unterricht auf praktisch-heuristischer ,grundlage entwickelt wurden4 ,sie ist der erste ,versuch1 den ,unterrichtsstoff mit grundlegenden ,schlerbungen in engste ,verbindung zu setzen4 ,der erste ,teil enthlt den ,lehrstoff fr ,chemie und ,mineralogie2 zwei kurze ,abschnitte bringen das ,wichtigste aus der ,geologie und eine ,anleitung zu pflanzenphysiologischen ,versuchen4 ,der zweite ,teil bringt die ,physik4 ,quellenbuch zur ,geschichte der ,naturwissenschaften in ,deutschland4 7,deutsche ,schulausgaben ,nr4 #ci47 #aeh ,seiten4 ,geb4 ,m4 #a4bj4 ,verlag von 99,l4 ,ehlermann99 in ,dresden4 ,bei der ,transkription vorgenommene nderungen und weitere ,anmerkungen3 ,in ,die ,bestubung der weiblichen ,misteln1 sie mgen nun mit den mnnlichen auf einem ,baume stehen oder in groer ,entfernung auf anderen ,bumen wachsen stand wirklichen statt weiblichen4 ,im ,abschnitt 99,gau99 gebhrt indessen auer der selbstndigen und seinen eigenen ,angaben nach viel frheren ,entdeckung das ,verdienst1 da er es war1 der diese ,methode in einem fundamentalen ,werke wissenschaftlich begrndete und die ,begriffe schuf1 auf denen alle neueren ,arbeiten ber diese ,methode beruhen4 fehlte ein ,verweis auf die ,funote ,theoria combinationis observationum erroribus minimis obnoxiae4 #ahba44 ,dieser wurde nach fundamentalen ,werke eingefgt4 ,im ,absatz 99,ampre99 zeigte darauf1 da infolgedessen der ,leiter1 wenn nur der ,erdmagnetismus auf ihn wirkt1 eine ,stellung einnimmt1 in welcher seine ,ebene den magnetischen ,meridian senkrecht schneidet#cgh4 ,diese ,entdeckung erregte ein ,aufsehen wie wenig andere#cgi4 99,ampre99 beschreibt sie mit folgenden ,worten3 ,hngt man in der in ,abbildung #da dargestellten ,weise einen beweglichen ,leiter auf1 ohne da in der ,nhe dieses ,leiters ein anderer ,teil des ,stromkreises sich befindet4 7,wir mssen uns also in der ,abbildung #da das ,drahtstck ,,cilb1 das auf den beweglichen ,bgel einen richtenden ,einflu ausbt1 entfernt denken71 verbindet man hierauf die ,kapseln ,c und ,z mit den ,polen der galvanischen ,batterie1 so sieht man den ,bgel sich drehen1 bis seine ,ebene zu derjenigen des magnetischen ,meridians ,,ns senkrecht steht und der ,strom in dem unteren ,teil des ,leiters1 also in ,,fg1 von ,ost nach ,west gerichtet ist1 das ,sdende der ,magnetnadel also zur ,linken liegt4 ,lie 99,ampre99 den ,strom in umgekehrter ,richtung durch den ,bgel gehen1 so drehte sich dieser um einen ,halbkreis zurck1 um endlich nach einigen ,schwingungen sich wieder senkrecht zur ,richtung ,,ns einzustellen4 fehlte das ,anfhrungszeichen1 welches das ,zitat abschliet4 ,nach ,sinn- und ,textzusammenhang wurde dieses hinter liegt4 eingefgt4 ,der ,name ,lgendre_/,legendre ist uneinheitlich geschrieben1 es handelt sich aber offenbar nicht um ,satzfehler1 daher wurde die uneinheitliche ,schreibweise beibehalten4 ,der ,name ,stephen ,grey ist konsistent 7falsch7 als ,grey geschrieben4 ,in ,meine naturwissenschaftlichen ,arbeiten1 schrieb 99,goethe99 damals1 sind durch 99,humboldt99 aus ihrem ,winterschlafe geweckt worden4 fehlten die ,anfhrungszeichen fr das wrtliche ,zitat4 ,der mit ,daraus folgt1 beginnende ,satz in ,funote #ih ist auch im ,original unvollstndig4