,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #aiba erschienenen ,buchausgabe so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert2 fremdsprachliche ,zitate wurden nicht korrigiert4 ,wortvarianten1 wie z4,b4 ,knie#8 7,plural7 und ,kniee#81 wurden nicht vereinheitlicht1 sofern diese im ,text mehrfach auftreten4 ,besondere ,schriftschnitte wurden in der vorliegenden ,fassung mit den folgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,tilden ,christuslegenden ,selma ,lagerlf ,christuslegenden ,berechtigte bersetzung aus dem ,schwedischen von ,francis ,maro #bh4 bis #cj4 ,tausend ,illustration ,albert ,langen ,verlag fr ,literatur und ,kunst ,mnchen #aiba ,druck von ,hesse ,becker in ,leipzig ,einbnde von ,e4 ,a4 ,enders in ,leipzig ,inhalt,a ,seite ,die heilige ,nacht ,,vii ,die ,vision des ,kaisers #aa ,der ,brunnen der weisen ,mnner #bc ,das ,kindlein von ,bethlehem #cg ,die ,flucht nach gypten #fi ,in ,nazareth #ha ,im ,tempel #ia ,das ,schweituch der heiligen ,veronika #aag ,das ,rotkehlchen #ahg ,unser ,herr und der heilige ,petrus #aii ,die ,lichtflamme #bae ,a ,die ,legende ,die ,vision des ,kaisers8 ist dem ,lagerlfschen ,romane ,wunder des ,antichrist81 die ,legenden ,die ,flucht nach gypten8 und ,unser ,herr und der heilige ,petrus8 sind dem ,buche ,legenden und ,erzhlungen8 von ,selma ,lagerlf entnommen4 ,autorisierte deutsche bersetzungen beider ,werke erschienen im ,verlage von ,franz ,kirchheim in ,mainz1 der die ,aufnahme der betreffenden drei ,legenden in diesen ,band freundlich gestattete4 ,die heilige ,nacht ,illustration ,als ich fnf ,jahre alt war1 hatte ich einen groen ,kummer4 ,ich wei kaum1 ob ich seitdem einen greren gehabt habe4 ,das war1 als meine ,gromutter starb4 ,bis dahin hatte sie jeden ,tag auf dem ,ecksofa in ihrer ,stube gesessen und ,mrchen erzhlt4 ,ich wei es nicht anders1 als da ,gromutter dasa und erzhlte1 vom ,morgen bis zum ,abend1 und wir ,kinder saen still neben ihr und hrten zu4 ,das war ein herrliches ,leben4 ,es gab keine ,kinder1 denen es so gut ging wie uns4 ,ich erinnere mich nicht an sehr viel von meiner ,gromutter4 ,ich erinnere mich1 da sie schnes1 kreideweies ,haar hatte1 und da sie sehr gebckt ging1 und da sie immer dasa und an einem ,strumpfe strickte4 ,dann erinnere ich mich auch1 da sie1 wenn sie ein ,mrchen erzhlt hatte1 ihre ,hand auf meinen ,kopf zu legen pflegte1 und dann sagte sie3 ,und das alles ist so wahr1 wie da ich dich sehe und du mich siehst48 ,ich entsinne mich auch1 da sie schne ,lieder singen konnte1 aber das tat sie nicht alle ,tage4 ,eines dieser ,lieder handelte von einem ,ritter und einer ,meerjungfrau1 und es hatte den ,kehrreim3 ,es weht so kalt1 es weht so kalt1 wohl ber die weite ,see48 ,dann entsinne ich mich eines kleinen ,gebets1 das sie mich lehrte1 und eines ,psalmverses4 ,von allen den ,geschichten1 die sie mir erzhlte1 habe ich nur eine schwache1 unklare ,erinnerung4 ,nur an eine einzige von ihnen erinnere ich mich so gut1 da ich sie erzhlen knnte4 ,es ist eine kleine ,geschichte von ,jesu ,geburt4 ,seht1 das ist beinah alles1 was ich noch von meiner ,gromutter wei1 auer dem1 woran ich mich am besten erinnere1 nmlich dem groen ,schmerz1 als sie dahinging4 ,ich erinnere mich an den ,morgen1 an dem das ,ecksofa leer stand und es unmglich war1 zu begreifen1 wie die ,stunden des ,tages zu ,ende gehen sollten ,daran erinnere ich mich4 ,das vergesse ich nie4 ,und ich erinnere mich1 da wir ,kinder hingefhrt wurden1 um die ,hand der ,toten zu kssen4 ,und wir hatten ,angst1 es zu tun1 aber da sagte uns jemand1 da wir nun zum letztenmal ,gromutter fr alle die ,freude danken knnten1 die sie uns gebracht hatte4 ,und ich erinnere mich1 wie ,mrchen und ,lieder vom ,hause wegfuhren1 in einen langen1 schwarzen ,sarg gepackt1 und niemals wiederkamen4 ,ich erinnere mich1 da etwas aus dem ,leben verschwunden war4 ,es war1 als htte sich die ,tr zu einer ganzen schnen1 verzauberten ,welt geschlossen1 in der wir frher frei aus- und eingehen durften4 ,und nun gab es niemand mehr1 der sich darauf verstand1 diese ,tr zu ffnen4 ,und ich erinnere mich1 da wir ,kinder so allmhlich lernten1 mit ,spielzeug und ,puppen zu spielen und zu leben wie andere ,kinder auch1 und da konnte es ja den ,anschein haben1 als vermiten wir ,gromutter nicht mehr1 als erinnerten wir uns nicht mehr an sie4 ,aber noch heute1 nach vierzig ,jahren1 wie ich da sitze und die ,legenden ber ,christus sammle1 die ich drben im ,morgenland gehrt habe1 wacht die kleine ,geschichte von ,jesu ,geburt1 die meine ,gromutter zu erzhlen pflegte1 in mir auf4 ,und ich bekomme ,lust1 sie noch einmal zu erzhlen und sie auch in meine ,sammlung mit aufzunehmen4 99 99 99 99 99 ,es war an einem ,weihnachtstag1 alle waren zur ,kirche gefahren1 auer ,gromutter und mir4 ,ich glaube1 wir beide waren im ganzen ,hause allein4 ,wir hatten nicht mitfahren knnen1 weil die eine zu jung und die andere zu alt war4 ,und alle beide waren wir betrbt1 da wir nicht zum ,mettegesang fahren und die ,weihnachtslichter sehen konnten4 ,aber wie wir so in unserer ,einsamkeit saen1 fing ,gromutter zu erzhlen an4 ,es war einmal ein ,mann18 sagte sie1 der in die dunkle ,nacht hinausging1 um sich ,feuer zu leihen4 ,er ging von ,haus zu ,haus und klopfte an4 ,ihr lieben ,leute1 helft mir6#8 sagte er4 ,mein ,weib hat eben ein ,kindlein geboren1 und ich mu ,feuer anznden1 um sie und den ,kleinen zu erwrmen4#8 ,aber es war tiefe ,nacht1 so da alle ,menschen schliefen1 und niemand antwortete ihm4 ,der ,mann ging und ging4 ,endlich erblickte er in weiter ,ferne einen ,feuerschein4 ,da wanderte er dieser ,richtung zu und sah1 da das ,feuer im ,freien brannte4 ,eine ,menge weie ,schafe lagen rings um das ,feuer und schliefen1 und ein alter ,hirt wachte ber der ,herde4 ,als der ,mann1 der ,feuer leihen wollte1 zu den ,schafen kam1 sah er1 da drei groe ,hunde zu ,fen des ,hirten ruhten und schliefen4 ,sie erwachten alle drei bei seinem ,kommen und sperrten ihre weiten ,rachen auf1 als ob sie bellen wollten1 aber man vernahm keinen ,laut4 ,der ,mann sah1 da sich die ,haare auf ihrem ,rcken strubten1 er sah1 wie ihre scharfen ,zhne funkelnd wei im ,feuerschein leuchteten1 und wie sie auf ihn losstrzten4 ,er fhlte1 da einer von ihnen nach seinen ,beinen schnappte und einer nach seiner ,hand1 und da einer sich an seine ,kehle hngte4 ,aber die ,kinnladen und die ,zhne1 mit denen die ,hunde beien wollten1 gehorchten ihnen nicht1 und der ,mann litt nicht den kleinsten ,schaden4 ,nun wollte der ,mann weiter gehen1 um das zu finden1 was er brauchte4 ,aber die ,schafe lagen so dicht nebeneinander1 ,rcken an ,rcken1 da er nicht vorwrts kommen konnte4 ,da stieg der ,mann auf die ,rcken der ,tiere und wanderte ber sie hin dem ,feuer zu4 ,und keins von den ,tieren wachte auf oder regte sich48 ,so weit hatte ,gromutter ungestrt erzhlen knnen1 aber nun konnte ich es nicht lassen1 sie zu unterbrechen4 ,warum regten sie sich nicht1 ,gromutter88 fragte ich4 ,das wirst du nach einem ,weilchen schon erfahren18 sagte ,gromutter und fuhr mit ihrer ,geschichte fort4 ,als der ,mann fast beim ,feuer angelangt war1 sah der ,hirt auf4 ,es war ein alter1 mrrischer ,mann1 der unwirsch und hart gegen alle ,menschen war4 ,und als er einen ,fremden kommen sah1 griff er nach einem langen1 spitzigen ,stabe1 den er in der ,hand zu halten pflegte1 wenn er seine ,herde htete1 und warf ihn nach ihm4 ,und der ,stab fuhr zischend gerade auf den ,mann los1 aber ehe er ihn traf1 wich er zur ,seite und sauste1 an ihm vorbei1 weit ber das ,feld48 ,als ,gromutter soweit gekommen war1 unterbrach ich sie abermals4 ,gromutter1 warum wollte der ,stock den ,mann nicht schlagen88 ,aber ,gromutter lie es sich nicht einfallen1 mir zu antworten1 sondern fuhr mit ihrer ,erzhlung fort4 ,nun kam der ,mann zu dem ,hirten und sagte zu ihm3 ,guter ,freund1 hilf mir1 und leih mir ein wenig ,feuer4 ,mein ,weib hat eben ein ,kindlein geboren1 und ich mu ,feuer machen1 um sie und den ,kleinen zu erwrmen4#8 ,der ,hirt htte am liebsten nein gesagt1 aber als er daran dachte1 da die ,hunde dem ,manne nicht hatten schaden knnen1 da die ,schafe nicht vor ihm davon gelaufen waren und da sein ,stab ihn nicht fllen wollte1 da wurde ihm ein wenig bange1 und er wagte es nicht1 dem ,fremden das abzuschlagen1 was er begehrte4 ,nimm1 soviel du brauchst1#8 sagte er zu dem ,manne4 ,aber das ,feuer war beinahe ausgebrannt4 ,es waren keine ,scheite und ,zweige mehr brig1 sondern nur ein groer ,gluthaufen1 und der ,fremde hatte weder ,schaufel noch ,eimer1 worin er die roten ,kohlen htte tragen knnen4 ,als der ,hirt dies sah1 sagte er abermals3 ,nimm1 soviel du brauchst6#8 ,und er freute sich1 da der ,mann kein ,feuer wegtragen konnte4 ,aber der ,mann beugte sich hinunter1 holte die ,kohlen mit bloen ,hnden aus der ,asche und legte sie in seinen ,mantel4 ,und weder versengten die ,kohlen seine ,hnde1 als er sie berhrte1 noch versengten sie seinen ,mantel1 sondern der ,mann trug sie fort1 als wenn es ,nsse oder pfel gewesen wren48 ,aber hier wurde die ,mrchenerzhlerin zum drittenmal unterbrochen4 ,gromutter1 warum wollte die ,kohle den ,mann nicht brennen88 ,das wirst du schon hren18 sagte ,gromutter1 und dann erzhlte sie weiter4 ,als dieser ,hirt1 der ein so bser1 mrrischer ,mann war1 dies alles sah1 begann er sich bei sich selbst zu wundern3 ,was kann dies fr eine ,nacht sein1 wo die ,hunde die ,schafe nicht beien1 die ,schafe nicht erschrecken1 die ,lanze nicht ttet und das ,feuer nicht brennt8#8 ,er rief den ,fremden zurck und sagte zu ihm3 ,was ist dies fr eine ,nacht8 ,und woher kommt es1 da alle ,dinge dir ,barmherzigkeit zeigen8#8 ,da sagte der ,mann3 ,ich kann es dir nicht sagen1 wenn du selber es nicht siehst4#8 ,und er wollte seiner ,wege gehen1 um bald ein ,feuer anznden und ,weib und ,kind wrmen zu knnen4 ,aber da dachte der ,hirt1 er wolle den ,mann nicht ganz aus dem ,gesicht verlieren1 bevor er erfahren htte1 was dies alles bedeute4 ,er stand auf und ging ihm nach1 bis er dorthin kam1 wo der ,fremde daheim war4 ,da sah der ,hirt1 da der ,mann nicht einmal eine ,htte hatte1 um darin zu wohnen1 sondern er hatte sein ,weib und sein ,kind in einer ,berggrotte liegen1 wo es nichts gab als nackte1 kalte ,steinwnde4 ,aber der ,hirt dachte1 da das arme unschuldige ,kindlein vielleicht dort in der ,grotte erfrieren wrde1 und obgleich er ein harter ,mann war1 wurde er davon doch ergriffen und beschlo1 dem ,kinde zu helfen4 ,und er lste sein ,rnzel von der ,schulter und nahm daraus ein weiches1 weies ,schaffell hervor4 ,das gab er dem fremden ,manne und sagte1 er mge das ,kind darauf betten4 ,aber in demselben ,augenblick1 in dem er zeigte1 da auch er barmherzig sein konnte1 wurden ihm die ,augen geffnet1 und er sah1 was er vorher nicht hatte sehen1 und hrte1 was er vorher nicht hatte hren knnen4 ,er sah1 da rund um ihn ein dichter ,kreis von kleinen1 silberbeflgelten ,englein stand4 ,und jedes von ihnen hielt ein ,saitenspiel in der ,hand1 und alle sangen sie mit lauter ,stimme1 da in dieser ,nacht der ,heiland geboren wre1 der die ,welt von ihren ,snden erlsen solle4 ,da begriff er1 warum in dieser ,nacht alle ,dinge so froh waren1 da sie niemand etwas zuleide tun wollten4 ,und nicht nur rings um den ,hirten waren ,engel1 sondern er sah sie berall4 ,sie saen in der ,grotte1 und sie saen auf dem ,berge1 und sie flogen unter dem ,himmel4 ,sie kamen in groen ,scharen ber den ,weg gegangen1 und wie sie vorbeikamen1 blieben sie stehen und warfen einen ,blick auf das ,kind4 ,es herrschte eitel ,jubel und ,freude und ,singen und ,spiel1 und das alles sah er in der dunkeln ,nacht1 in der er frher nichts zu gewahren vermocht hatte4 ,und er wurde so froh1 da seine ,augen geffnet waren1 da er auf die ,kniee fiel und ,gott dankte48 ,aber als ,gromutter soweit gekommen war1 seufzte sie und sagte3 ,aber was der ,hirte sah1 das knnten wir auch sehen1 denn die ,engel fliegen in jeder ,weihnachtsnacht unter dem ,himmel1 wenn wir sie nur zu gewahren vermgen48 ,und dann legte ,gromutter ihre ,hand auf meinen ,kopf und sagte3 ,dies sollst du dir merken1 denn es ist so wahr1 wie da ich dich sehe und du mich siehst4 ,nicht auf ,lichter und ,lampen kommt es an1 und es liegt nicht an ,mond und ,sonne1 sondern was not tut1 ist1 da wir ,augen haben1 die ,gottes ,herrlichkeit sehen knnen48 ,illustration ,illustration ,die ,vision des ,kaisers ,illustration ,es war zu der ,zeit1 da ,augustus ,kaiser in ,rom war und ,herodes ,knig in ,jerusalem4 ,da geschah es einmal1 da eine sehr groe und heilige ,nacht sich auf die ,erde herabsenkte4 ,es war die dunkelste ,nacht1 die man noch je gesehen hatte2 man htte glauben knnen1 die ganze ,erde sei unter ein ,kellergewlbe geraten4 ,es war unmglich1 ,wasser von ,land zu unterscheiden1 und man konnte sich auf dem vertrautesten ,wege nicht zurechtfinden4 ,und dies konnte nicht anders sein1 denn vom ,himmel kam kein ,lichtstrahl4 ,alle ,sterne waren daheim in ihren ,husern geblieben1 und der liebliche ,mond hielt sein ,gesicht abgewendet4 ,und ebenso tief wie die ,dunkelheit war auch das ,schweigen und die ,stille4 ,die ,flsse hatten in ihrem ,laufe innegehalten1 kein ,lftchen regte sich1 und selbst das ,espenlaub hatte zu zittern aufgehrt4 ,wre man dem ,meere entlang gegangen1 so htte man gefunden1 da die ,welle nicht mehr an den ,strand schlug1 und wre man durch die ,wste gewandert1 so htte der ,sand nicht unter dem ,fue geknirscht4 ,alles war versteinert und regungslos1 um nicht die heilige ,nacht zu stren4 ,das ,gras verma sich nicht zu wachsen1 der ,tau konnte nicht fallen1 und die ,blumen wagten nicht ,wohlgeruch auszuhauchen4 ,in dieser ,nacht jagten die ,raubtiere nicht1 bissen die ,schlangen nicht1 bellten die ,hunde nicht4 ,und was noch herrlicher war1 keins von den leblosen ,dingen htte die ,weihe der ,nacht dadurch stren wollen1 da es sich zu einer bsen ,tat hergab4 ,kein ,dietrich htte ein ,schlo ffnen knnen1 und kein ,messer wre imstande gewesen1 ,blut zu vergieen4 ,eben in dieser ,nacht trat in ,rom ein kleines ,huflein ,menschen aus den kaiserlichen ,gemchern auf den ,palatin und nahm seinen ,weg ber das ,forum hinauf zum ,kapitol4 ,an dem eben zur ,neige gegangenen ,tage hatten nmlich die ,rte den ,kaiser gefragt1 ob er etwas dagegen einzuwenden habe1 da sie ihm auf ,roms heiligem ,berge einen ,tempel errichteten4 ,aber ,augustus hatte nicht sogleich seine ,zustimmung gegeben4 ,er wute nicht1 ob es den ,gttern wohlgefllig wre1 da er einen ,tempel neben dem ihren bese1 und er hatte geantwortet1 da er erst seinem ,schutzgeist ein nchtliches ,opfer bringen wolle1 um dadurch ihren ,willen in dieser ,sache zu erforschen4 ,er war es nun1 der1 von einigen ,vertrauten geleitet1 daran ging1 dieses ,opfer darzubringen4 ,augustus lie sich in seiner ,snfte tragen1 denn er war alt1 und die hohen ,treppen des ,kapitols fielen ihm beschwerlich4 ,er hielt selbst den ,kfig mit den ,tauben1 die er opfern wollte4 ,nicht ,priester1 noch ,soldaten oder ,ratsherren begleiteten ihn1 sondern nur seine nchsten ,freunde4 ,fackeltrger gingen ihm voran1 gleichsam um einen ,weg in das nchtliche ,dunkel zu bahnen1 und ihm folgten ,sklaven1 die den dreifigen ,altar trugen1 die ,kohlen1 die ,messer1 das heilige ,feuer und alles andere1 was fr das ,opfer erforderlich war4 ,auf dem ,wege plauderte der ,kaiser frhlich mit seinen ,vertrauten1 und darum bemerkte niemand die unsgliche ,stille und ,verschwiegenheit der ,nacht4 ,erst als sie auf dem obersten ,teile des ,kapitols den leeren ,platz erreicht hatten1 der fr den neuen ,tempel auserkoren war1 wurde ihnen offenbar1 da etwas ,ungewhnliches bevorstand4 ,dies konnte nicht eine ,nacht sein wie alle andern1 denn oben auf dem ,rande des ,felsens sahen sie das wunderbarste ,wesen4 ,zuerst glaubten sie1 es sei ein alter1 verwitterter ,olivenstamm1 dann meinten sie1 ein uraltes ,steinbild vom ,jupitertempel sei auf den ,felsen hinausgewandert4 ,endlich gewahrten sie1 da dies niemand sein konnte als die alte ,sibylle4 ,etwas so ,altes1 so ,wettergebruntes und so ,riesengroes hatten sie niemals gesehen4 ,diese alte ,frau war schreckenerregend4 ,wre der ,kaiser nicht gewesen1 sie htten sich alle heim in ihre ,betten geflchtet4 ,sie ist es18 flsterten sie einander zu1 die der ,jahre so viele zhlt1 wie es ,sandkrner an der ,kste ihres ,heimatland gibt4 ,warum ist sie gerade in dieser ,nacht aus ihrer ,hhle gekommen8 ,was kndet sie dem ,kaiser und dem ,reiche1 sie1 die ihre ,prophezeiungen auf die ,bltter der ,bume schreibt und wei1 da der ,wind das ,orakelwort dem zutrgt1 fr den es bestimmt ist88 ,sie waren so erschrocken1 da sie alle auf die ,knie gesunken wren und mit ihren ,stirnen den ,boden berhrt htten1 wenn die ,sibylle nur eine ,bewegung gemacht htte4 ,aber sie sa so still1 als wre sie leblos4 ,sie sa auf dem uersten ,rande des ,felsens zusammengekauert1 und die ,augen mit der ,hand beschattend1 sphte sie hinaus in die ,nacht4 ,sie sa da1 als htte sie den ,hgel erstiegen1 um etwas1 was sich in weiter ,ferne zutrug1 besser zu sehen4 ,sie konnte also etwas sehen1 sie1 in einer solchen ,nacht6 ,in demselben ,augenblick merkten der ,kaiser und alle in seinem ,gefolge1 wie tief die ,finsternis war4 ,keiner von ihnen konnte eine ,handbreit vor sich sehen4 ,und welche ,stille1 welches ,schweigen6 ,nicht einmal das dumpfe ,gemurmel des ,tiber konnten sie vernehmen4 ,aber die ,luft wollte sie ersticken1 der kalte ,schwei trat ihnen auf die ,stirn1 und ihre ,hnde waren starr und kraftlos4 ,sie dachten1 es msse etwas ,furchtbares bevorstehen4 ,aber niemand wollte zeigen1 da er ,angst hatte1 sondern alle sagten dem ,kaiser1 da dies ein gutes ,omen sei3 die ganze ,natur hielte den ,atem an1 um einen neuen ,gott zu gren4 ,sie forderten ,augustus auf1 an das ,opfer zu gehen und sagten1 da die alte ,sibylle wahrscheinlich aus ihrer ,hhle gekommen wre1 um seinen ,genius zu gren4 ,aber in ,wahrheit war die alte ,sibylle von einer ,vision so gefesselt1 da sie es nicht einmal wute1 da ,augustus auf das ,kapitol gekommen war4 ,sie war im ,geiste in ein fernes ,land versetzt1 und dort meinte sie ber eine groe ,ebene zu wandern4 ,in der ,dunkelheit stie sie mit dem ,fue unablssig an etwas1 was sie fr ,erdhgelchen hielt4 ,sie bckte sich und tastete mit der ,hand4 ,nein1 es waren keine ,erdhgelchen1 sondern ,schafe4 ,sie wanderte zwischen groen schlafenden ,schafherden4 ,nun gewahrte sie das ,feuer der ,hirten4 ,es brannte mitten auf dem ,felde1 und sie tastete sich hin4 ,die ,hirten lagen um das ,feuer und schliefen1 und neben sich hatten sie lange1 spitzige ,stbe1 mit denen sie die ,herden gegen wilde ,tiere zu verteidigen pflegten4 ,aber die kleinen ,tiere mit den funkelnden ,augen und den buschigen ,schwnzen1 die sich zum ,feuer schlichen1 waren das nicht ,schakale8 ,und doch schleuderten ihnen die ,hirten keine ,stbe nach1 die ,hunde schliefen weiter1 die ,schafe flohen nicht1 und die wilden ,tiere legten sich an der ,seite der ,menschen zur ,ruhe4 ,dies sah die ,sibylle1 aber sie wute nichts von dem1 was sich hinter ihr auf der ,bergeshhe zutrug4 ,sie wute nicht1 da man da einen ,altar errichtete1 die ,kohlen entzndete1 das ,rucherwerk ausstreute1 und da der ,kaiser die eine ,taube aus dem ,kfig nahm1 um sie zu opfern4 ,aber seine ,hnde waren so erstarrt1 da er den ,vogel nicht zu halten vermochte4 ,mit einem einzigen ,flgelschlage befreite sich die ,taube und verschwand1 hinauf in das nchtliche ,dunkel4 ,als dies geschah1 blickten die ,hofleute mitrauisch zu der alten ,sibylle hin4 ,sie glaubten1 da sie es wre1 die das ,unglck verschuldet htte4 ,konnten sie wissen1 da die ,sibylle noch immer an dem ,kohlenfeuer der ,hirten zu stehen meinte und da sie nun einem schwachen ,klange lauschte1 der zitternd durch die totenstille ,nacht drang8 ,sie hrte ihn lange1 ehe sie merkte1 da er nicht von der ,erde kam1 sondern aus den ,wolken4 ,endlich erhob sie das ,haupt1 und da sah sie lichte1 schimmernde ,gehalten durch die ,dunkelheit gleiten4 ,es waren kleine ,engelscharen1 die gar holdselig singend und gleichsam suchend ber der weiten ,ebene hin und wieder flogen4 ,whrend die ,sibylle so dem ,engelgesange lauschte1 bereitete sich der ,kaiser gerade zu einem neuen ,opfer4 ,er wusch seine ,hnde1 reinigte den ,altar und lie sich die zweite ,taube reichen4 ,aber obgleich er sich jetzt bis zum uersten anstrengte1 um sie festzuhalten1 entglitt der glatte ,krper der ,taube seiner ,hand1 und der ,vogel schwang sich in die undurchdringliche ,nacht empor4 ,den ,kaiser fate ein ,grauen4 ,er strzte vor dem leeren ,altar auf die ,kniee und betete zu seinem ,genius4 ,er rief ihn um ,kraft an1 das ,unheil abzuwenden1 das diese ,nacht zu knden schien4 ,auch davon hatte die ,sibylle nichts gehrt4 ,sie lauschte mit ganzer ,seele dem ,engelgesang1 der immer strker wurde4 ,schlielich wurde er so mchtig1 da er die ,hirten erweckte4 ,sie richteten sich auf dem ,ellenbogen empor und sahen leuchtende ,scharen silberweier ,engel in langen1 wogenden ,reihen gleich ,zugvgeln droben durch das ,dunkel schweben4 ,einige hatten ,lauten und ,violinen in den ,hnden1 andre hatten ,zithern und ,harfen1 und ihr ,gesang klang frhlich wie ,kinderlachen und sorglos wie ,lerchenzwitschern4 ,als die ,hirten dieses hrten1 machten sie sich auf1 um zu dem ,bergstdtlein zu gehen1 wo sie daheim waren1 und von dem ,wunder zu erzhlen4 ,sie wanderten ber einen schmalen1 geschlngelten ,pfad1 und die alte ,sibylle folgte ihnen4 ,mit einem ,male wurde es oben auf dem ,berge hell4 ,ein groer klarer ,stern flammte mitten darber auf1 und die ,stadt auf dem ,berggipfel schimmerte wie ,silber im ,sternenlicht4 ,alle die umherirrenden ,engelscharen eilten unter ,jubelrufen hin1 und die ,hirten beschleunigten ihre ,schritte1 so da sie beinahe liefen4 ,als sie die ,stadt erreicht hatten1 fanden sie1 da die ,engel sich ber einem niedrigen ,stall in der ,nhe des ,stadttors gesammelt hatten4 ,es war ein rmlicher ,bau mit einem ,dache aus ,stroh und dem nackten ,felsen als ,rckwand4 ,darber stand der ,stern1 und dahin scharten sich immer mehr und mehr ,engel4 ,einige setzten sich auf das ,strohdach oder lieen sich auf der steilen ,felswand hinter dem ,hause nieder1 andere schwebten mit flatternden ,flgeln darber4 ,hoch1 hoch hinauf war die ,luft von den strahlenden ,schwingen verklrt4 ,in demselben ,augenblick1 in dem der ,stern ber dem ,bergstdtchen aufflammte1 erwachte die ganze ,natur1 und die ,mnner1 die auf der ,hhe des ,kapitols standen1 muten es auch merken4 ,sie fhlten frische1 aber kosende ,winde den ,raum durchwehen1 se ,wohlgerche strmten rings um sie empor1 ,bume rauschten1 der ,tiber begann zu murmeln1 die ,sterne strahlten1 und der ,mond stand mit einem ,male hoch am ,himmel und erleuchtete die ,welt4 ,und aus den ,wolken schwangen sich zwei ,tauben nieder und setzten sich dem ,kaiser auf die ,schultern4 ,als dies ,wunder geschah1 richtete sich ,augustus in stolzer ,freude empor1 aber seine ,freunde und ,sklaven strzten auf die ,kniee4 ,ave ,caesar68 riefen sie4 ,dein ,genius hat dir geantwortet4 ,du bist der ,gott1 der auf der ,hhe des ,kapitols angebetet werden soll48 ,und die ,huldigung1 die die hingerissenen ,mnner dem ,kaiser zujubelten1 war so laut1 da die alte ,sibylle sie hrte4 ,sie wurde davon aus ihren ,gesichten erweckt4 ,sie erhob sich von ihrem ,platze auf dem ,felsenrand und trat unter die ,menschen4 ,es war1 als htte eine dunkle ,wolke sich aus dem ,abgrund erhoben1 um ber die ,bergeshhe hinabzustrzen4 ,sie war erschreckend in ihrem ,alter4 ,wirres ,haar hing in sprlichen ,zotteln um ihren ,kopf1 die ,gelenke der ,glieder waren vergrert1 und die gedunkelte ,haut berzog den ,krper hart wie ,baumrinde1 ,runzel an ,runzel4 ,aber gewaltig und ehrfurchtgebietend schritt sie auf den ,kaiser zu4 ,mit der einen ,hand umfate sie sein ,handgelenk1 mit der andern wies sie nach dem fernen ,osten4 ,sieh68 gebot sie ihm1 und der ,kaiser schlug die ,augen auf und sah4 ,der ,raum tat sich vor seinen ,blicken auf1 und sie drangen ins ferne ,morgenland4 ,und er sah einen drftigen ,stall unter einer steilen ,felswand1 und in der offenen ,tr einige knieende ,hirten4 ,im ,stalle sah er eine junge ,mutter auf den ,knieen vor einem kleinen ,kindlein1 das auf einem ,strohbndel am ,boden lag4 ,und die groen knochigen ,finger der ,sibylle wiesen auf diesem arme ,kind4 ,ave ,caesar68 sagte die ,sibylle mit einem ,hohnlachen4 ,da ist der ,gott1 der auf der ,hhe des ,kapitols angebetet werden wird68 ,da prallte ,augustus vor ihr zurck1 wie vor einer ,wahnsinnigen4 ,aber ber die ,sibylle kam der mchtige ,sehergeist4 ,ihre trben ,augen begannen zu brennen1 ihre ,hnde reckten sich zum ,himmel empor1 ihre ,stimme verwandelte sich1 so da sie nicht ihre eigne zu sein schien1 sondern solchen ,klang und solche ,kraft hatte1 da man sie ber die ganze ,welt hin htte hren knnen4 ,und sie sprach ,worte1 die sie oben in den ,sternen zu lesen schien4 ,anbeten wird man auf den ,hhen des ,kapitols den ,welterneuerer1 ,christ oder ,antichrist1 doch nicht hinfllige ,menschen48 ,als sie dies gesagt hatte1 schritt sie durch die ,reihen der schreckgelhmten ,mnner1 ging langsam die ,bergeshhe hinunter und verschwand4 ,aber ,augustus lie am nchsten ,tage dem ,volke streng verbieten1 ihm einen ,tempel auf dem ,kapitol zu errichten4 ,anstatt dessen erbaute er dort ein ,heiligtum fr das neugeborene ,gotteskind und nannte es ,des ,himmels ,altar81 ,ara ,coeli4 ,illustration ,der ,brunnen der weisen ,mnner ,illustration ,in dem alten ,lande ,juda zog die ,drre umher1 hohlugig und herb wanderte sie ber gelbes ,gras und verschrumpfte ,disteln4 ,es war ,sommerzeit4 ,die ,sonne brannte auf schattenlose ,bergrcken1 und der leiseste ,wind wirbelte dichte ,wolken von ,kalkstaub aus dem weigrauen ,boden1 die ,herden standen in den ,tlern um die versiegten ,bche geschart4 ,die ,drre ging umher und prfte die ,wasservorrte4 ,sie wanderte zu ,salomos ,teichen und sah seufzend1 da ihre felsigen ,ufer noch eine ,menge ,wasser umschlossen4 ,dann ging sie hinunter zu dem berhmten ,davidsbrunnen bei ,bethlehem und fand auch dort ,wasser4 ,hierauf wanderte sie mit schleppenden ,schritten ber die groe ,heerstrae1 die von ,bethlehem nach ,jerusalem fhrt4 ,als sie ungefhr auf halbem ,wege war1 sah sie den ,brunnen der weisen ,mnner1 der dicht am ,wegsaume liegt1 und sie merkte alsogleich1 da er nahe am ,versiegen war4 ,die ,drre setzte sich auf die ,brunnenschale1 die aus einem einzigen groen ausgehhlten ,steine besteht1 und sah in den ,brunnen hinunter4 ,der blanke ,wasserspiegel1 der sonst ganz nahe der ffnung sichtbar zu werden pflegte1 war tief hinabgesunken1 und ,schlamm und ,morast vom ,grunde machten ihn unrein und trbe4 ,als der ,brunnen das braungebrannte ,gesicht der ,drre sich auf seinem matten ,spiegel malen sah1 lie er ein ,pltschern der ,angst hren4 ,ich mchte wohl wissen1 wann es mit dir zu ,ende gehen wird18 sagte die ,drre1 du kannst wohl dort unten in der ,tiefe keine ,wasserader finden1 die kme und dir neues ,leben gbe4 ,und von ,regen kann ,gott sei ,dank vor zwei1 drei ,monaten keine ,rede sein48 ,du magst ruhig sein18 seufzte der ,brunnen4 ,nichts kann mir helfen4 ,da wre zum mindesten ein ,quell vom ,paradiese vonnten48 ,dann will ich dich nicht verlassen1 bevor alles aus ist18 sagte die ,drre4 ,sie sah1 da der alte ,brunnen in den letzten ,zgen lag1 und nun wollte sie die ,freude haben1 ihn ,tropfen fr ,tropfen sterben zu sehen4 ,sie setzte sich wohlgemut auf dem ,brunnenrande zurecht und freute sich zu hren1 wie der ,brunnen in der ,tiefe seufzte4 ,sie hatte auch groes ,wohlgefallen daran1 durstige ,wanderer herankommen zu sehen1 zu sehen1 wie sie den ,eimer hinuntersenkten und ihn mit nur wenigen ,tropfen schlammvermengten ,wassers auf dem ,grunde heraufzogen4 ,so verging der ganze ,tag1 und als die ,dunkelheit anbrach1 sah die ,drre wieder in den ,brunnen hinunter4 ,es blinkte noch ein wenig ,wasser dort unten4 ,ich bleibe hier1 die ganze ,nacht ber18 rief sie1 spute dich nur nicht4 ,wenn es so hell ist1 da ich wieder in dich hinabsehen kann1 ist es sicherlich zu ,ende mit dir48 ,die ,drre kauerte sich auf dem ,brunnendache zusammen1 whrend die heie ,nacht1 die noch grausamer und qualvoller war als der ,tag1 sich auf das ,land ,juda herniedersenkte4 ,hunde und ,schakale heulten ohne ,unterla1 und durstige ,khe und ,esel antworteten ihnen aus ihren heien ,stllen4 ,wenn sich zuweilen der ,wind regte1 brachte er keine ,khlung1 sondern war hei und schwl wie die keuchenden ,atemzge eines groen schlafenden ,ungeheuers4 ,aber die ,sterne leuchteten im allerholdesten ,glanz1 und ein kleiner1 flimmernder ,neumond warf ein schnes grnblaues ,licht ber die grauen ,hgel4 ,und in diesem ,schein sah die ,drre eine groe ,karawane zum ,hgel heraufziehen1 auf dem der ,brunnen der weisen ,mnner lag4 ,die ,drre sa und blickte auf den langen ,zug und frohlockte aufs neue bei dem ,gedanken an allen den ,durst1 der zum ,brunnen heraufzog und keinen ,tropfen ,wasser finden wrde1 um gelscht zu werden4 ,da kamen so viele ,tiere und ,fhrer1 da sie den ,brunnen htten leeren knnen1 selbst wenn er ganz voll gewesen wre4 ,pltzlich wollte es sie bednken1 da es etwas ,ungewhnliches1 etwas ,gespenstisches um diese ,karawane wre1 die durch die ,nacht daherzog4 ,alle ,kamele kamen erst auf einem ,hgel zum ,vorschein1 der gerade hinauf zum ,horizonte ragte2 es war1 als wren sie vom ,himmel herniedergestiegen4 ,sie sahen im ,mondlicht grer aus als gewhnliche ,kamele und trugen allzu leicht die ungeheuern ,brden1 die auf ihnen lasteten4 ,aber sie konnte doch nichts andres glauben1 als da sie ganz wirklich wren1 denn sie sah sie ja ganz deutlich4 ,sie konnte sogar unterscheiden1 da die drei vordersten ,tiere ,dromedare waren1 mit grauem1 glnzendem ,fell1 und da sie reich gezumt1 mit befransten ,schabracken gesattelt waren und schne1 vornehme ,reiter trugen4 ,der ganze ,zug machte beim ,brunnen ,halt1 die ,dromedare legten sich mit dreimaligem scharfen ,einknicken auf den ,boden1 und ihre ,reiter stiegen ab4 ,die ,packkamele blieben stehen1 und wie sich ihrer immer mehr versammelten1 schienen sie eine unbersehbare ,wirrnis von hohen ,hlsen und ,buckeln und wunderlich aufgestapelten ,bepackungen zu bilden4 ,die drei ,dromedarreiter kamen sogleich auf die ,drre zu und begrten sie1 indem sie die ,hand an ,stirn und ,brust legten4 ,sie sah1 da sie blendend weie ,gewnder und ungeheure ,turbane trugen1 an deren oberm ,rand ein klar funkelnder ,stern befestigt war1 der leuchtete1 als sei er geradewegs vom ,himmel genommen4 ,wir kommen aus einem fernen ,lande18 sagte der eine der ,fremdlinge1 und wir bitten dich1 sag uns1 ob dies wirklich der ,brunnen der weisen ,mnner ist48 ,er wird heute so genannt18 sagte die ,drre1 aber morgen gibt es hier keinen ,brunnen mehr4 ,er wird heute nacht sterben48 ,das leuchtet mir wohl ein1 da ich dich hier sehe18 sagte der ,mann4 ,aber ist dies denn nicht einer der heiligen ,brunnen1 die niemals versiegen8 ,oder woher hat er sonst seinen ,namen88 ,ich wei1 da er heilig ist18 sagte die ,drre1 aber was kann das helfen8 ,die drei ,weisen sind im ,paradiese48 ,die drei ,wanderer sahen einander an4 ,kennst du wirklich die ,geschichte des alten ,brunnens88 fragten sie4 ,ich kenne die ,geschichte aller ,brunnen und ,flsse und ,bche und ,quellen18 sagte die ,drre stolz4 ,mach uns doch die ,freude und erzhl sie uns18 baten die ,fremdlinge4 ,und sie setzten sich um die alte ,feindin alles ,wachsenden und lauschten4 ,die ,drre rusperte sich und rckte sich auf dem ,brunnenrande zurecht wie ein ,mrchenerzhler auf seinem ,hochsitz2 dann begann sie zu erzhlen4 ,in ,gabes in ,medien1 einer ,stadt1 die dicht am ,rande der ,wste liegt und die mir daher oft eine liebe ,zuflucht war1 lebten vor vielen ,jahren drei ,mnner1 die ob ihrer ,weisheit berhmt waren4 ,sie waren auch sehr arm1 und das war etwas sehr ,ungewhnliches1 denn in ,gabes wurde das ,wissen hoch in ,ehren gehalten und reichlich bezahlt4 ,aber diesen drei ,mnnern konnte es kaum anders gehen1 denn der eine von ihnen war ber die ,maen alt1 einer war mit dem ,aussatz behaftet1 und der dritte war ein schwarzer ,neger mit wulstigen ,lippen4 ,die ,menschen hielten den ersten fr zu alt1 um sie etwas lehren zu knnen1 dem zweiten wichen sie aus ,furcht vor ,ansteckung aus1 und dem dritten wollten sie nicht zuhren1 weil sie zu wissen glaubten1 da noch niemals ,weisheit aus thiopien gekommen wre4 ,die drei ,weisen schlossen sich jedoch in ihrem ,unglck aneinander4 ,sie bettelten tagsber an derselben ,tempelpforte und schliefen nachts auf demselben ,dache4 ,auf diese ,weise konnten sie sich wenigstens dadurch die ,zeit verkrzen1 da sie gemeinsam ber alles ,wunderbare nachgrbelten1 das sie an ,dingen und ,menschen bemerkten4 ,eines ,nachts1 als sie ,seite an ,seite auf einem ,dache schliefen1 das dicht mit rotem1 betubendem ,mohn bewachsen war1 erwachte der lteste von ihnen1 und kaum hatte er einen ,blick um sich geworfen1 als er auch die beiden andern weckte4 ,gepriesen sei unsere ,armut1 die uns ntigt1 im ,freien zu schlafen1#8 sprach er zu ihnen4 ,wacht auf und erhebt eure ,blicke zum ,himmel4#8 ,nun wohl18 sagte die ,drre mit etwas milderer ,stimme1 dies war eine ,nacht1 die keiner1 der sie gesehen hat1 vergessen kann4 ,der ,raum war so hell1 da der ,himmel1 der zumeist doch einem festen ,gewlbe gleicht1 nun tief und durchsichtig erschien und mit ,wogen erfllt wie ein ,meer4 ,das ,licht wallte droben auf und nieder1 und die ,sterne schienen in verschiedenen ,tiefen zu schwimmen1 einzelne mitten in den ,lichtwellen1 andre auf deren ,oberflche4 ,aber ganz fern1 hoch oben sahen die drei ,mnner ein schwaches ,dunkel auftauchen4 ,und dieses ,dunkel durcheilte den ,raum wie ein ,ball und kam immer nher1 und wie es so herankam1 begann es sich zu erhellen1 aber es erhellte sich so1 wie ,rosen1 -- mge ,gott sie alle welken lassen -- wenn sie aus der ,knospe springen4 ,es wurde immer grer1 und die dunkle ,hlle darum ward nach und nach gesprengt1 und das ,licht strahlte in vier klaren ,blttern zu seinen ,seiten aus4 ,endlich1 als es so tief hernieder gekommen war wie der nchste der ,sterne1 machte es ,halt4 ,da bogen sich die dunkeln ,enden ganz zur ,seite1 und ,blatt um ,blatt entfaltete sich schnes1 rosenfarbenes ,licht1 bis es gleich einem ,stern unter ,sternen strahlte4 ,als die armen ,mnner dies sahen1 sagte ihnen ihre ,weisheit1 da in dieser ,stunde auf ,erden ein mchtiger ,knig geboren wrde1 einer1 dessen ,macht hher steigen sollte1 als die ,cyrus oder ,alexanders4 ,und sie sagten zueinander3 ,lasset uns zu den ,eltern des ,neugeborenen gehen und ihnen sagen1 was wir gesehen haben4 ,vielleicht lohnen sie es uns mit einem ,beutel ,mnzen oder einem ,armband aus ,gold4#8 ,sie ergriffen ihre langen ,wanderstbe und machten sich auf den ,weg4 ,sie wanderten durch die ,stadt und hinaus zum ,stadttor1 aber da standen sie einen ,augenblick unschlssig1 denn jetzt breitete sich vor ihnen die groe ,wste1 die die ,menschen verabscheuen4 ,da sahen sie1 wie der neue ,stern einen schmalen ,lichtstreifen ber den ,wstensand warf1 und sie wanderten voll ,zuversicht weiter mit dem ,stern als ,wegweiser4 ,sie gingen die ganze ,nacht ber das weite ,sandfeld1 und auf ihrer ,wanderung sprachen sie von dem jungen neugeborenen ,knige1 den sie in einer ,wiege aus ,gold schlafend finden wrden1 mit ,edelsteinen spielend4 ,sie krzten die ,stunden der ,nacht1 indem sie davon sprachen1 wie sie vor seinen ,vater1 den ,knig1 und seine ,mutter1 die ,knigin1 treten wrden und ihnen sagen1 da der ,himmel ihrem ,sohne ,macht und ,strke1 ,schnheit und ,glck verheie1 grer als ,salomos ,glck4 ,sie brsteten sich damit1 da ,gott sie erkoren hatte1 den ,stern zu sehen4 ,sie sagten sich1 da die ,eltern des ,neugeborenen sie nicht mit weniger als zwanzig ,beuteln ,gold entlohnen knnten1 vielleicht wrden sie ihnen sogar so viel geben1 da sie niemals mehr die ,qualen der ,armut zu fhlen brauchten4 ,ich lag wie ein ,lwe in der ,wste auf der ,lauer18 fuhr die ,drre fort1 um mich mit allen ,qualen des ,durstes auf diese ,wandrer zu strzen2 aber sie entkamen mir1 die ganze ,nacht fhrte der ,stern sie1 und am ,morgen1 als der ,himmel sich erhellte und die andern ,sterne verblichen1 blieb dieser beharrlich und leuchtete ber der ,wste1 bis er sie zu einer ,oase gefhrt hatte1 wo sie eine ,quelle und ,dattelbume fanden4 ,da ruhten sie den ganzen ,tag1 und erst mit sinkender ,nacht1 als sie den ,sternenstrahl wieder den ,wstensand umranden sahen1 gingen sie weiter4 ,nach ,menschenweise1 zu sehen18 fuhr die ,drre fort1 war es eine schne ,wanderung4 ,der ,stern geleitete sie1 da sie weder zu hungern noch zu drsten brauchten4 ,er fhrte sie an den scharfen ,disteln vorbei1 er vermied den tiefen1 losen ,flugsand1 sie entgingen dem grellen ,sonnenschein und den heien ,wstenstrmen4 ,die drei ,weisen sagten bestndig zueinander3 ,gott schtzt uns und segnet unsere ,wanderung4 ,wir sind seine ,sendboten4#8 ,aber so allmhlich gewann ich doch ,macht ber sie18 erzhlte die ,drre weiter1 und in einigen ,tagen waren die ,herzen dieser ,sternenwanderer in eine ,wste verwandelt1 ebenso trocken wie die1 durch die sie wanderten4 ,sie waren mit unfruchtbarem ,stolz und versengender ,gier erfllt4 ,wir sind ,gottes ,sendboten1#8 wiederholten die drei ,weisen1 der ,vater des neugeborenen ,knigs belohnt uns nicht zu hoch1 wenn er uns eine mit ,gold beladene ,karawane schenkt4#8 ,endlich fhrte der ,stern sie ber den vielberhmten ,jordanflu und hinauf zu den ,hgeln des ,landes ,juda4 ,und eines ,nachts blieb er ber der kleinen ,stadt ,bethlehem stehen1 die unter grnen ,olivenbumen auf einem felsigen ,hgel hervorschimmert4 ,die drei ,weisen sahen sich nach ,schlssern und befestigten ,trmen und ,mauern und allem dem andern um1 was zu einer ,knigsstadt gehrt1 aber davon sahen sie nichts4 ,und was noch schlimmer war1 das ,sternenlicht leitete sie nicht einmal in die ,stadt hinein1 sondern blieb bei einer ,grotte am ,wegsaum stehen4 ,da glitt das milde ,licht durch die ffnung hinein und zeigte den drei ,wanderern ein kleines ,kind1 das im ,schoe seiner ,mutter lag und in ,schlaf gesungen wurde4 ,aber ob auch die drei ,weisen nun sahen1 da das ,licht gleich einer ,krone das ,haupt des ,kindes umschlo1 blieben sie vor der ,grotte stehen4 ,sie traten nicht ein1 um dem ,kleinen ,ruhm und ,knigreiche zu prophezeien4 ,sie wendeten sich1 und ohne ihre ,gegenwart zu verraten1 flohen sie vor dem ,kinde und gingen wieder den ,hgel hinan4 ,sind wir zu ,bettlern ausgezogen1 die ebenso arm und gering sind1 wie wir selber8#8 sagten sie4 ,hat ,gott uns hierher gefhrt1 damit wir unseren ,scherz treiben und dem ,sohn eines ,schafhirten alle ,ehren weissagen8 ,dieses ,kind wird nie etwas andres erreichen1 als hier im ,tale seine ,herden zu hten4#88 ,die ,drre hielt inne und nickte ihren ,zuhrern bekrftigend zu4 ,hab ich nicht recht8 schien sie sagen zu wollen4 ,es gibt mancherlei1 was drrer ist als der ,wstensand4 ,aber nichts ist unfruchtbarer als das ,menschenherz4 ,die drei ,weisen waren nicht lange gegangen1 als es ihnen einfiel1 da sie sich wohl verirrt htten1 dem ,sterne nicht richtig gefolgt wren18 fuhr die ,drre fort1 und sie hoben ihre ,augen empor1 um den ,stern und den rechten ,weg wiederzufinden4 ,aber da war der ,stern1 dem sie vom ,morgenland her gefolgt waren1 vom ,himmel verschwunden48 ,die drei ,fremdlinge machten eine heftige ,bewegung1 ihre ,gesichter drckten tiefes ,leiden aus4 ,was sich nun begab18 begann die ,sprecherin von neuem1 ist1 nach ,menschenart1 zu urteilen1 vielleicht etwas ,erfreuliches4 ,gewi ist1 da die drei ,mnner1 als sie den ,stern nicht mehr sahen1 sogleich begriffen1 da sie gegen ,gott gesndigt hatten4 ,und es geschah mit ihnen18 fuhr die ,drre schaudernd fort1 was mit dem ,boden im ,herbste geschieht1 wenn die ,regenzeit beginnt4 ,sie zitterten vor ,schrecken wie die ,erde vor ,blitz und ,donner1 ihr ,wesen erweichte sich1 die ,demut sprote wie grnes ,gras in ihren ,sinnen empor4 ,drei ,tage und drei ,nchte wanderten sie im ,lande umher1 um das ,kind zu finden1 das sie anbeten sollten4 ,aber der ,stern zeigte sich ihnen nicht1 sie verirrten sich immer mehr und fhlten die grte ,trauer und ,betrbnis4 ,in der dritten ,nacht langten sie bei diesem ,brunnen an1 um zu trinken4 ,und da hatte ,gott ihnen ihre ,snde verziehen1 so da sie1 als sie sich ber das ,wasser beugten1 dort tief unten das ,spiegelbild des ,sternes sahen1 der sie aus ,morgenland hergefhrt hatte4 ,sogleich gewahrten sie ihn auch am ,himmelszelt1 und er fhrte sie aufs neue zur ,grotte in ,bethlehem1 und sie fielen vor dem ,kinde auf die ,kniee und sagten3 ,wir bringen dir ,goldschalen voll ,rucherwerk und kstlicher ,gewrze4 ,du wirst der grte ,knig werden1 der auf ,erden gelebt hat und leben wird von ihrer ,erschaffung bis zu ihrem ,untergange4#8 ,da legte das ,kind seine ,hand auf ihre gesenkten ,kpfe1 und als sie sich erhoben -- siehe1 da hatte es ihnen ,gaben gegeben1 grer1 als ein ,knig sie htte schenken knnen4 ,denn der alte ,bettler war jung geworden1 und der ,ausstzige gesund1 und der ,schwarze war ein schner1 weier ,mann4 ,und man sagt1 sie waren so herrlich1 da sie von dannen zogen und ,knige wurden1 jeder in seinem ,reich48 ,die ,drre hielt in ihrer ,erzhlung inne1 und die drei ,fremdlinge priesen sie4 ,du hast gut erzhlt18 sagten sie4 ,aber es wundert mich1 da die drei ,weisen nichts fr den ,brunnen tun1 der ihnen den ,stern zeigte4 ,sollten sie eine solche ,wohltat ganz vergessen haben88 ,mu nicht dieser ,brunnen immer da sein18 sagte der zweite ,fremdling1 um die ,menschen daran zu erinnern1 da sich das ,glck1 das auf den ,hhen des ,stolzes entschwindet1 in den ,tiefen der ,demut wiederfinden lt88 ,sind die ,dahingeschiedenen schlechter als die ,lebenden88 sagte der dritte4 ,stirbt die ,dankbarkeit bei denen1 die im ,paradiese leben88 ,aber als sie dieses sagten1 fuhr die ,drre mit einem ,schrei empor4 ,sie hatte die ,fremdlinge erkannt1 sie sah1 wer die ,wanderer waren4 ,und sie entfloh wie eine ,rasende1 um nicht sehen zu mssen1 wie die drei weisen ,mnner ihre ,diener riefen und ihre ,kamele1 die alle mit ,wasserscken beladen waren1 herbeifhrten und den armen sterbenden ,brunnen mit ,wasser fllten1 das sie aus dem ,paradiese gebracht hatten4 ,illustration ,illustration ,das ,kindlein von ,bethlehem ,illustration ,vor dem ,stadttor in ,bethlehem stand ein rmischer ,kriegsknecht ,wache4 ,er trug ,harnisch und ,helm1 er hatte ein kurzes ,schwert an der ,seite und hielt eine lange ,lanze in der ,hand4 ,den ganzen ,tag stand er beinahe regungslos1 so da man ihn wirklich fr einen ,mann aus ,eisen halten konnte4 ,die ,stadtleute gingen durch das ,tor aus und ein1 ,bettler lieen sich im ,schatten unter dem ,torbogen nieder1 ,obstverkufer und ,weinhndler stellten ihre ,krbe und ,gefe auf den ,boden neben den ,kriegsknecht hin1 aber er gab sich kaum die ,mhe1 den ,kopf zu wenden1 um ihnen nachzusehen4 ,das ist doch nichts1 um es zu betrachten1 schien er sagen zu wollen4 ,was kmmere ich mich um euch1 die ihr arbeitet und ,handel treibt und mit lkrgen und ,weinschluchen angezogen kommt6 ,lat mich ein ,kriegsheer sehen1 das sich aufstellt1 um dem ,feinde entgegenzuziehen6 ,lat mich das ,gewhl sehen und den heien ,streit1 wenn ein ,reitertrupp sich auf eine ,schar ,fuvolk strzt6 ,lat mich die ,tapfern sehen1 die mit ,sturmleitern vorwrts eilen1 um die ,mauern einer belagerten ,stadt zu ersteigen6 ,nichts andres kann mein ,auge erfreuen als der ,krieg4 ,ich sehne mich danach1 ,roms ,adler in der ,luft blinken zu sehen4 ,ich sehne mich nach dem ,schmettern der ,kupferhrner1 nach schimmernden ,waffen1 nach rot verspritzendem ,blut4 ,gerade vor dem ,stadttor erstreckte sich ein prchtiges ,feld1 das ganz mit ,lilien bewachsen war4 ,der ,kriegsknecht stand jeden ,tag da1 die ,blicke gerade auf dieses ,feld gerichtet1 aber es kam ihm keinen ,augenblick in den ,sinn1 die auerordentliche ,schnheit der ,blumen zu bewundern4 ,zuweilen merkte er1 da die ,vorbergehenden stehen blieben und sich an den ,lilien freuten1 und dann staunte er1 da sie ihre ,wanderung verzgerten1 um etwas so ,unbedeutendes anzuschauen4 ,diese ,menschen wissen nicht1 was schn ist1 dachte er4 ,und wie er so dachte1 sah er nicht mehr die grnenden ,felder und die ,olivenhgel rings um ,bethlehem vor seinen ,augen1 sondern er trumte sich fort in eine glhend heie ,wste in dem sonnenreichen ,libyen4 ,er sah eine ,legion ,soldaten in einer langen geraden ,linie ber den gelben ,sand ziehen4 ,nirgends gab es ,schutz vor den ,sonnenstrahlen1 nirgends einen labenden ,quell1 nirgends war eine ,grenze der ,wste oder ein ,ziel der ,wanderung zu erblicken4 ,er sah die ,soldaten1 von ,hunger und ,durst ermattet1 mit schwankenden ,schritten vorwrts wandern4 ,er sah einen nach dem andern zu ,boden strzen1 von der glhenden ,sonnenhitze gefllt4 ,aber trotz allem zog die ,truppe stetig vorwrts1 ohne zu zaudern1 ohne daran zu denken1 den ,feldherrn im ,stich zu lassen und umzukehren4 ,sehet hier1 was schn ist6 dachte der ,kriegsknecht4 ,seht1 was den ,blick eines tapfern ,mannes verdient6 ,whrend der ,kriegsknecht ,tag fr ,tag an demselben ,platze auf seinem ,posten stand1 hatte er die beste ,gelegenheit1 die schnen ,kinder zu betrachten1 die rings um ihn spielten4 ,aber es war mit den ,kindern wie mit den ,blumen4 ,er begriff nicht1 da es der ,mhe wert sein knnte1 sie zu betrachten4 ,was ist dies1 um sich daran zu freuen8 dachte er1 als er die ,menschen lcheln sah1 wenn sie den ,spielen der ,kinder zusahen4 ,es ist seltsam1 da sich jemand ber ein ,nichts freuen kann4 ,eines ,tages1 als der ,kriegsknecht wie gewhnlich auf seinem ,posten vor dem ,stadttore stand1 sah er ein kleines ,knblein1 das ungefhr drei ,jahre alt sein mochte1 auf die ,wiese kommen1 um zu spielen4 ,es war ein armes ,kind1 das in ein kleines ,schaffell gekleidet war und ganz allein spielte4 ,der ,soldat stand und beobachtete den kleinen ,ankmmling1 beinahe ohne es selbst zu merken4 ,das erste1 was ihm auffiel1 war1 da der ,kleine so leicht ber das ,feld lief1 da er auf den ,spitzen der ,grashalme zu schweben schien4 ,aber als er dann anfing1 seine ,spiele zu verfolgen1 da staunte er noch mehr4 ,bei meinem ,schwerte18 sagte er schlielich1 dieses ,kind spielt nicht wie andre6 ,was kann das sein1 womit es sich da ergtzt88 ,das ,kind spielte nur wenige ,schritte von dem ,kriegsknecht entfernt1 so da er darauf achten konnte1 was es vornahm4 ,er sah1 wie es die ,hand ausstreckte1 um eine ,biene einzufangen1 die auf dem ,rande einer ,blume sa und so schwer mit ,bltenstaub beladen war1 da sie kaum die ,flgel zum ,fluge zu heben vermochte4 ,er sah zu seiner groen ,verwunderung da die ,biene sich ohne einen ,versuch zu entfliehen1 und ohne ihren ,stachel zu gebrauchen1 fangen lie4 ,aber als der ,kleine die ,biene sicher zwischen seinen ,fingern hielt1 lief er fort zu einer ,spalte in der ,stadtmauer1 wo ein ,schwarm ,bienen seine ,wohnstatt hatte1 und setzte das ,tierchen dort ab4 ,und sowie er auf diese ,weise einer ,biene geholfen hatte1 eilte er sogleich von dannen1 um einer andern beizustehen4 ,den ganzen ,tag sah ihn der ,soldat ,bienen einfangen und sie in ihr ,heim tragen4 ,dieses ,knblein ist wahrlich trichter als irgend jemand1 den ich bis heute gesehen habe1 dachte der ,kriegsknecht4 ,wie kann es ihm einfallen1 zu versuchen1 diesen ,bienen beizustehen1 die sich so gut ohne ihn helfen und die ihn obendrein mit ihrem ,stachel stechen knnen8 ,was fr ein ,mensch soll aus ihm werden1 wenn er am ,leben bleibt8 ,der ,kleine kam ,tag fr ,tag wieder und spielte drauen auf der ,wiese1 und der ,kriegsknecht konnte es nicht lassen1 sich ber ihn und seine ,spiele zu wundern4 ,es ist recht seltsam1 dachte er1 nun habe ich volle drei ,jahre an diesem ,tor ,wache gestanden1 und noch niemals habe ich etwas zu ,gesicht bekommen1 was meine ,gedanken beschftigt htte1 auer diesem ,kinde4 ,aber der ,kriegsknecht hatte durchaus keine ,freude an dem ,kinde4 ,im ,gegenteil1 der ,kleine erinnerte ihn an eine furchtbare ,weissagung eines alten jdischen ,sehers4 ,dieser hatte nmlich prophezeit1 da einmal eine ,zeit des ,friedens sich auf die ,erde senken wrde4 ,whrend eines ,zeitraums von tausend ,jahren wrde kein ,blut vergossen1 kein ,krieg gefhrt werden1 sondern die ,menschen wrden einander lieben wie ,brder4 ,wenn der ,kriegsknecht daran dachte1 da etwas so ,entsetzliches wirklich eintreffen knnte1 dann durcheilte seinen ,krper ein ,schauder1 und er umklammerte hart seine ,lanze1 gleichsam um eine ,sttze zu suchen4 ,und je mehr nun der ,kriegsknecht von dem ,kleinen und seinen ,spielen sah1 desto hufiger mute er an das ,reich des tausendjhrigen ,friedens denken4 ,zwar frchtete er nicht1 da es schon angebrochen sein knnte1 aber er liebte es nicht1 an etwas so ,verabscheuungswrdiges auch nur denken zu mssen4 ,eines ,tages1 als der ,kleine zwischen den ,blumen auf dem schnen ,felde spielte1 kam ein sehr heftiger ,regenschauer aus den ,wolken herniedergeprasselt4 ,als er merkte1 wie gro und schwer die ,tropfen waren1 die auf die zarten ,lilien niederschlugen1 schien er fr seine schnen ,freundinnen besorgt zu werden4 ,er eilte zu der schnsten und grten unter ihnen und beugte den steifen ,stengel1 der die ,blten trug1 zur ,erde1 so da die ,regentropfen die untere ,seite der ,kelche trafen4 ,und sowie er mit einer ,blumenstaude in dieser ,weise verfahren war1 eilte er zu einer anderen und beugte ihren ,stengel in gleicher ,weise1 so da die ,blumenkelche sich der ,erde zuwendeten4 ,und dann zu einer dritten und vierten1 bis alle ,blumen der ,flur gegen den heftigen ,regen geschtzt waren4 ,der ,kriegsknecht mute bei sich lcheln1 als er die ,arbeit des ,knaben sah4 ,ich frchte1 die ,lilien werden ihm keinen ,dank dafr wissen18 sagte er4 ,alle ,stengel sind natrlich abgebrochen4 ,es geht nicht an1 die steifen ,pflanzen auf diese ,art zu beugen48 ,aber als der ,regenschauer endlich aufhrte1 sah der ,kriegsknecht das ,knblein zu den ,lilien eilen und sie aufrichten4 ,und zu seinem unbeschreiblichen ,staunen richtete das ,kind ohne die mindeste ,mhe die steifen ,stengel gerade4 ,es zeigte sich1 da kein einziger von ihnen gebrochen oder beschdigt war4 ,es eilte von ,blume zu ,blume1 und alle geretteten ,lilien strahlten bald in vollem ,glanze auf der ,flur4 ,als der ,kriegsknecht dies sah1 bemchtigte sich seiner ein seltsamer ,groll4 ,sieh doch an1 welch ein ,kind6 dachte er4 ,es ist kaum zu glauben1 da es etwas so ,trichtes beginnen kann4 ,was fr ein ,mann soll aus diesem ,kleinen werden1 der es nicht einmal ertragen kann1 eine ,lilie zerstrt zu sehen8 ,wie wrde es ablaufen1 wenn so einer in den ,krieg mte8 ,was wrde er anfangen1 wenn man ihm den ,befehl gbe1 ein ,haus anzuznden1 das voller ,frauen und ,kinder wre1 oder ein ,schiff in ,grund zu bohren1 das mit seiner ganzen ,besatzung ber die ,wellen fhre8 ,wieder mute er an die alte ,prophezeiung denken1 und er begann zu frchten1 da die ,zeit wirklich angebrochen sein knnte1 zu der sie in ,erfllung gehen sollte4 ,sintemalen ein ,kind gekommen ist wie dieses1 ist diese frchterliche ,zeit vielleicht ganz nahe4 ,schon jetzt herrscht ,friede auf der ganzen ,welt1 und sicherlich wird der ,tag des ,krieges niemals mehr anbrechen4 ,von nun an werden alle ,menschen von derselben ,gemtsart sein wie dieses ,kind4 ,sie werden frchten1 einander zu schaden1 ja1 sie werden es nicht einmal bers ,herz bringen1 eine ,biene oder eine ,blume zu zerstren4 ,keine groen ,heldentaten werden mehr vollbracht werden4 ,keine herrlichen ,siege wird man erringen1 und kein glnzender ,triumphator wird zum ,kapitol hinanziehen4 ,es wird fr einen tapfern ,mann nichts mehr geben1 was er ersehnen knnte4 ,und der ,kriegsknecht1 der noch immer hoffte1 neue ,kriege zu erleben und sich durch ,heldentaten zu ,macht und ,reichtum aufzuschwingen1 war so ergrimmt gegen den kleinen ,dreijhrigen1 da er drohend die ,lanze nach ihm ausstreckte1 als er das nchstemal an ihm vorbeilief4 ,an einem andern ,tage jedoch waren es weder die ,bienen noch die ,lilien1 denen der ,kleine beizustehen suchte1 sondern er tat etwas1 was den ,kriegsknecht noch viel unntiger und undankbarer duchte4 ,es war ein furchtbar heier ,tag1 und die ,sonnenstrahlen1 die auf den ,helm und die ,rstung des ,soldaten fielen1 erhitzten sie so1 da ihm war1 als trge er ein ,kleid aus ,feuer4 ,fr die ,vorbergehenden hatte es den ,anschein1 als mte er schrecklich unter der ,wrme leiden4 ,seine ,augen traten blutunterlaufen aus dem ,kopfe1 und die ,haut seiner ,lippen verschrumpfte1 aber dem ,kriegsknechte1 der gesthlt war und die brennende ,hitze in ,afrikas ,sandwsten ertragen hatte1 duchte es1 da dies eine geringe ,sache wre1 und er lie es sich nicht einfallen1 seinen gewohnten ,platz zu verlassen4 ,er fand im ,gegenteil ,gefallen daran1 den ,vorbergehenden zu zeigen1 da er so stark und ausdauernd war und nicht ,schutz vor der ,sonne zu suchen brauchte4 ,whrend er so dastand und sich beinahe lebendig braten lie1 kam der kleine ,knabe1 der auf dem ,felde zu spielen pflegte1 pltzlich auf ihn zu4 ,er wute wohl1 da der ,legionr nicht zu seinen ,freunden gehrte1 und er pflegte sich zu hten1 in den ,bereich seiner ,lanze zu kommen1 aber nun trat er dicht an ihn heran1 betrachtete ihn lange und genau und eilte dann in vollem ,laufe ber den ,weg4 ,als er nach einer ,weile zurckkam1 hielt er beide ,hnde ausgebreitet wie eine ,schale und brachte auf diese ,weise ein paar ,tropfen ,wasser mit4 ,ist dies ,kind jetzt gar auf den ,einfall gekommen1 fortzulaufen und fr mich ,wasser zu holen8 dachte der ,soldat4 ,das ist doch wirklich ohne allen ,verstand4 ,sollte ein rmischer ,legionr nicht ein bichen ,wrme ertragen knnen8 ,was braucht dieser ,kleine herumzulaufen1 um denen zu helfen1 die keiner ,hilfe bedrfen6 ,mich gelstet nicht nach seiner ,barmherzigkeit4 ,ich wnschte1 da er und alle1 die ihm gleichen1 nicht mehr auf dieser ,welt wren4 ,der ,kleine kam sehr behutsam heran4 ,er hielt seine ,finger fest zusammengepret1 damit nichts verschttet werde oder berlaufe4 ,whrend er sich dem ,kriegsknecht nherte1 hielt er die ,augen ngstlich auf das klein bichen ,wasser geheftet1 das er mitbrachte1 und sah also nicht1 da dieser mit tief gerunzelter ,stirn und abweisenden ,blicken dastand4 ,endlich blieb er dicht vor dem ,legionr stehen und bot ihm das ,wasser4 ,im ,gehen waren seine schweren1 lichten ,locken ihm immer tiefer in die ,stirn und die ,augen gefallen4 ,er schttelte ein paarmal den ,kopf1 um das ,haar zurckzuwerfen1 damit er aufblicken knnte4 ,als ihm dies endlich gelang und er den harten ,ausdruck in dem ,gesichte des ,kriegsknechts gewahrte1 erschrak er gar nicht1 sondern blieb stehen und lud ihn mit einem bezaubernden ,lcheln ein1 von dem ,wasser zu trinken1 das er mitbrachte4 ,aber der ,kriegsknecht hatte keine ,lust1 eine ,wohltat von diesem ,kinde zu empfangen1 das er als seinen ,feind betrachtete4 ,er sah nicht hinab in sein schnes ,gesicht1 sondern stand starr und regungslos und machte nicht ,miene1 als verstnde er1 was das ,kind fr ihn tun wollte4 ,aber das ,knblein konnte gar nicht fassen1 da der andre es abweisen wollte4 ,es lchelte noch immer ebenso vertrauensvoll1 stellte sich auf die ,zehenspitzen und streckte die ,hnde so hoch in die ,hhe1 als es vermochte1 damit der grogewachsene ,soldat das ,wasser leichter erreiche4 ,der ,legionr fhlte sich jedoch so verunglimpft dadurch1 da ein ,kind ihm helfen wollte1 da er nach seiner ,lanze griff1 um den ,kleinen in die ,flucht zu jagen4 ,aber nun begab es sich1 da gerade in demselben ,augenblick die ,hitze und der ,sonnenschein mit solcher ,heftigkeit auf den ,kriegsknecht hereinbrachen1 da er rote ,flammen vor seinen ,augen lodern sah und fhlte1 wie sein ,gehirn im ,kopfe schmolz4 ,er frchtete1 da die ,sonne ihn morden wrde1 wenn er nicht augenblicklich ,linderung fnde4 ,und auer sich vor ,schrecken ber die ,gefahr1 in der er schwebte1 schleuderte er die ,lanze zu ,boden1 umfate mit beiden ,hnden das ,kind1 hob es empor und schlrfte soviel er konnte von dem ,wasser1 das es in den ,hnden hielt4 ,es waren freilich nur ein paar ,tropfen1 die seine ,zunge benetzten1 aber mehr waren auch nicht vonnten4 ,sowie er das ,wasser gekostet hatte1 durchrieselte wohlige ,erquickung seinen ,krper1 und er fhlte ,helm und ,harnisch nicht mehr lasten und brennen4 ,die ,sonnenstrahlen hatten ihre tdliche ,macht verloren4 ,seine trockenen ,lippen wurden wieder weich1 und die roten ,flammen tanzten nicht mehr vor seinen ,augen4 ,bevor er noch ,zeit hatte1 dies alles zu merken1 hatte er das ,kind schon zu ,boden gestellt1 und es lief wieder fort und spielte auf der ,flur4 ,nun begann er erstaunt zu sich selber zu sagen3 ,was war dies fr ein ,wasser1 das das ,kind mir bot8 ,es war ein herrlicher ,trank4 ,ich mu ihm wahrlich meine ,dankbarkeit zeigen4 ,aber da er den ,kleinen hate1 schlug er sich diese ,gedanken alsobald aus dem ,sinn4 ,es ist ja nur ein ,kind1 dachte er1 es wei nicht1 warum es so oder so handelt4 ,es spielt nur das ,spiel1 das ihm am besten gefllt4 ,findet es vielleicht ,dankbarkeit bei den ,bienen oder bei den ,lilien8 ,um dieses ,knbleins willen brauche ich mir keinerlei ,ungemach zu bereiten4 ,es wei nicht einmal1 da es mir beigestanden hat4 ,und er empfand womglich noch mehr ,groll gegen das ,kind1 als er ein paar ,augenblicke spter den ,anfhrer der rmischen ,soldaten1 die in ,bethlehem lagen1 durch das ,tor kommen sah4 ,man sehe nur1 dachte er1 in welcher ,gefahr ich durch den ,einfall des ,kleinen geschwebt habe6 ,wre ,voltigius nur um ein weniges frher gekommen1 er htte mich mit einem ,kinde in den ,armen dastehen sehen4 ,der ,hauptmann schritt jedoch gerade auf den ,kriegsknecht zu und fragte ihn1 ob sie hier miteinander sprechen knnten1 ohne da jemand sie belauschte4 ,er htte ihm ein ,geheimnis anzuvertrauen4 ,wenn wir uns nur zehn ,schritte von dem ,tore entfernen18 antwortete der ,kriegsknecht1 so kann uns niemand hren48 ,du weit18 sagte der ,hauptmann1 da ,knig ,herodes einmal ums andre versucht hat1 sich eines ,kindleins zu bemchtigen1 das hier in ,bethlehem aufwchst4 ,seine ,seher und ,priester haben ihm gesagt1 da dieses ,kind seinen ,thron besteigen werde1 und auerdem haben sie prophezeit1 da der neue ,knig ein tausendjhriges ,reich des ,friedens und der ,heiligkeit grnden werde4 ,du begreifst also1 da ,herodes ihn gerne unschdlich machen will48 ,freilich begreife ich es18 sagte der ,kriegsknecht eifrig1 aber das mu doch das ,leichteste auf der ,welt sein48 ,es wre allerdings sehr leicht18 sagte der ,hauptmann1 wenn der ,knig nur wte1 welches von allen den ,kindern hier in ,bethlehem gemeint ist48 ,die ,stirne des ,kriegsknechts legte sich in tiefe ,falten4 ,es ist bedauerlich1 da seine ,wahrsager ihm hierber keinen ,aufschlu geben knnen48 ,jetzt aber hat ,herodes eine ,list gefunden1 durch die er glaubt1 den jungen ,friedensfrsten unschdlich machen zu knnen18 fuhr der ,hauptmann fort4 ,er verspricht jedem eine herrliche ,gabe1 der ihm hierin beistehen will48 ,was immer ,voltigius befehlen mag1 es wird auch ohne ,lohn oder ,gabe vollbracht werden18 sagte der ,soldat4 ,habe ,dank18 sagte der ,hauptmann4 ,hre nun des ,knigs ,plan6 ,er will den ,jahrestag der ,geburt seines jngsten ,sohnes durch ein ,fest feiern1 zu dem alle ,knaben in ,bethlehem1 die zwischen zwei und drei ,jahren alt sind1 mit ihren ,mttern geladen werden sollen4 ,und bei diesem ,feste -- -- --8 ,er unterbrach sich und lachte1 als er den ,ausdruck des ,abscheus sah1 der sich auf dem ,gesichte des ,soldaten malte4 ,guter ,freund18 fuhr er fort1 du brauchst nicht zu befrchten1 da ,herodes uns als ,kinderwrter verwenden will4 ,neige nun dein ,ohr zu meinem ,munde1 so will ich dir seine ,absichten anvertrauen48 ,der ,hauptmann flsterte lange mit dem ,kriegsknecht1 und als er ihm alles mitgeteilt hatte1 fgte er hinzu3 ,ich brauche dir wohl nicht erst zu sagen1 da die strengste ,verschwiegenheit ntig ist1 wenn nicht das ganze ,vorhaben milingen soll48 ,du weit1 ,voltigius1 da du dich auf mich verlassen kannst18 sagte der ,kriegsknecht4 ,als der ,anfhrer sich entfernt hatte und der ,kriegsknecht wieder allein auf seinem ,posten stand1 sah er sich nach dem ,kinde um4 ,das spielte noch immer unter den ,blumen1 und er ertappte sich bei dem ,gedanken1 da es sie so leicht und anmutsvoll umschwebe wie ein ,schmetterling4 ,auf einmal fing der ,krieger zu lachen an4 ,ja richtig18 sagte er1 dieses ,kind wird mir nicht lange mehr ein ,dorn im ,auge sein4 ,es wird ja auch an jenem ,abende zum ,fest des ,herodes geladen werden48 ,der ,kriegsknecht harrte den ganzen ,tag auf seinem ,posten aus1 bis der ,abend anbrach und es ,zeit wurde1 die ,stadttore fr die ,nacht zu schlieen4 ,als dies geschehen war1 wanderte er durch schmale1 dunkle ,gchen zu einem prchtigen ,palaste1 den ,herodes in ,bethlehem besa4 ,im ,innern dieses gewaltigen ,palastes befand sich ein groer1 steingepflasterter ,hof1 der von ,gebuden umkrnzt war1 an denen entlang drei offene ,galerien liefen1 eine ber der anderen4 ,auf der obersten dieser ,galerien sollte1 so hatte es der ,knig bestimmt1 das ,fest fr die bethlehemitischen ,kinder stattfinden4 ,diese ,galerie war1 gleichfalls auf den ausdrcklichen ,befehl des ,knigs1 so umgewandelt1 da sie einem gedeckten ,gange in einem herrlichen ,lustgarten glich4 ber die ,decke schlangen sich ,weinranken1 von denen ppige ,trauben herabhingen1 und den ,wnden und ,sulen entlang standen kleine ,granat- und ,orangenbumchen1 die ber und ber mit reifen ,frchten bedeckt waren4 ,der ,fuboden war mit ,rosenblttern bestreut1 die dicht und weich lagen wie ein ,teppich1 und entlang der ,balustrade1 den ,deckengesimsen1 den ,tischen und den niedrigen ,ruhebetten1 berall erstreckten sich ,girlanden von weien strahlenden ,lilien4 ,in diesem ,blumenhain standen hier und da groe ,marmorbassins1 wo gold- und silberglitzernde ,fischlein in durchsichtigem ,wasser spielten4 ,auf den ,bumen saen bunte ,vgel aus fernen ,lndern1 und in einem ,kfig hockte ein alter ,rabe1 der ohne ,unterla sprach4 ,zu ,beginn des ,festes zogen ,kinder und ,mtter in die ,galerie ein4 ,die ,kinder waren gleich beim ,betreten des ,palastes in weie ,gewnder mit ,purpurborten gekleidet worden1 und man hatte ihnen ,rosenkrnze auf die dunkellockigen ,kpfchen gedrckt4 ,die ,frauen kamen stattlich heran in ihren roten und blauen ,gewndern und ihren weien ,schleiern1 die von hohen kegelfrmigen ,kopfbedeckungen1 mit ,goldmnzen und ,ketten besetzt1 herniederwallten4 ,einige trugen ihr ,kind hoch auf der ,schulter sitzend1 andere fhrten ihr ,shnlein an der ,hand1 und einige wieder1 deren ,kinder scheu und verschchtert waren1 hatten sie auf ihre ,arme gehoben4 ,die ,frauen lieen sich auf dem ,boden der ,galerie nieder4 ,sowie sie ,platz genommen hatten1 kamen ,sklaven herbei und stellten niedrige ,tischchen vor sie hin1 worauf sie auserlesene ,speisen und ,getrnke stellten1 so wie es sich bei dem ,feste eines ,knigs geziemt4 ,und alle diese glcklichen ,mtter begannen zu essen und zu trinken1 ohne jene stolze anmutvolle ,wrde abzulegen1 die die schnste ,zier der bethlehemitischen ,frauen ist4 ,der ,wand der ,galerie entlang und beinahe von ,blumengirlanden und fruchtbeladenen ,bumen verdeckt1 waren doppelte ,reihen von ,kriegsknechten in voller ,rstung aufgestellt4 ,sie standen vollkommen regungslos1 als htten sie nichts mit dem zu schaffen1 was rund um sie vorging4 ,die ,frauen konnten es nicht lassen1 bisweilen einen verwunderten ,blick auf diese ,schar von ,geharnischten zu werfen4 ,wozu bedarf es ihrer88 flsterten sie4 ,meint ,herodes1 da wir uns nicht zu betragen wten8 ,glaubt er1 da es einer solchen ,menge ,kriegsknechte bedrfte1 um uns im ,zaume zu halten88 ,aber andre flsterten zurck1 da es so wre1 wie es bei einem ,knig sein mte4 ,herodes selbst gbe niemals ein ,fest1 ohne da sein ganzes ,haus von ,kriegsknechten erfllt wre4 ,um sie zu ehren1 stnden die bewaffneten ,legionre da und hielten ,wacht4 ,zu ,beginn des ,festes waren die kleinen ,kinder scheu und unsicher und hielten sich still zu ihren ,mttern4 ,aber bald begannen sie sich in ,bewegung zu setzen und von den ,herrlichkeiten ,besitz zu ergreifen1 die ,herodes ihnen bot4 ,es war ein ,zauberland1 das der ,knig fr seine kleinen ,gste geschaffen hatte4 ,als sie die ,galerie durchwanderten1 fanden sie ,bienenkrbe1 deren ,honig sie plndern konnten1 ohne da eine einzige erzrnte ,biene sie daran hinderte4 ,sie fanden ,bume1 die mit sanftem ,neigen ihre fruchtbeladenen ,zweige zu ihnen heruntersenkten4 ,sie fanden in einer ,ecke ,zauberknstler1 die in einem ,nu ihre ,taschen voll ,spielzeug zauberten1 und in einem andern ,winkel der ,galerie einen ,tierbndiger1 der ihnen ein paar ,tiger zeigte so zahm1 da sie auf ihrem ,rcken reiten konnten4 ,aber in diesem ,paradiese mit allen seinen ,wonnen gab es doch nichts1 was den ,sinn der ,kleinen so angezogen htte wie die lange ,reihe von ,kriegsknechten1 die unbeweglich an der einen ,seite der ,galerie standen4 ,ihre ,blicke wurden von den glnzenden ,helmen gefesselt1 von den strengen1 stolzen ,gesichtern1 von den kurzen ,schwertern1 die in reichverzierten ,scheiden staken4 ,whrend sie miteinander spielten und tollten1 dachten sie doch unablssig an die ,kriegsknechte4 ,sie hielten sich noch fern von ihnen1 aber sie sehnten sich danach1 ihnen nahezukommen1 zu sehen1 ob sie lebendig wren und sich wirklich bewegen knnten4 ,das ,spiel und die ,festesfreude steigerten sich mit jedem ,augenblicke1 aber die ,soldaten standen noch immer regungslos4 ,es erschien den ,kleinen unfalich1 da ,menschen so nah bei diesen ,trauben und allen diesen ,leckerbissen stehen konnten1 ohne die ,hand auszustrecken und danach zu greifen4 ,endlich konnte einer der ,knaben seine ,neugierde nicht lnger bemeistern4 ,er nherte sich behutsam1 zu rascher ,flucht bereit1 einem der ,geharnischten1 und da der ,soldat noch immer regungslos blieb1 kam er immer nher4 ,schlielich war er ihm so nahe1 da er nach seinen ,sandalenriemen und seinen ,beinschienen tasten konnte4 ,da1 als wre dies ein unerhrtes ,verbrechen gewesen1 setzten sich mit einem ,male alle diese ,eisenmnner in ,bewegung4 ,in unbeschreiblicher ,raserei strzten sie sich auf die ,kinder und packten sie4 ,einige schwangen sie ber ihre ,kpfe wie ,wurfgeschosse und schleuderten sie zwischen den ,lampen und ,girlanden ber die ,balustrade der ,galerie hinunter zu ,boden1 wo sie auf den ,marmorfliesen zerschellten4 ,einige zogen ihr ,schwert und durchbohrten die ,herzen der ,kinder1 andere wieder zerschmetterten ihre ,kpfe an der ,wand1 ehe sie sie auf den nchtlich dunkeln ,hof warfen4 ,im ersten ,augenblicke nach dem ,vorfall herrschte ,totenstille4 ,die kleinen ,krper schwebten noch in der ,luft1 die ,frauen waren vor ,entsetzen versteinert4 ,aber auf einmal erwachten alle diese ,unglcklichen zum ,verstndnis dessen1 was geschehen war1 und mit einem einzigen entsetzten ,schrei strzten sie auf die ,schergen4 ,auf der ,galerie waren noch ,kinder1 die beim ersten ,anfall nicht eingefangen worden waren4 ,die ,kriegsknechte jagten sie1 und ihre ,mtter warfen sich vor ihnen nieder und umfaten mit bloen ,hnden die blanken ,schwerter1 um den ,todesstreich abzuwenden4 ,einige ,frauen1 deren ,kinder schon tot waren1 strzten sich auf die ,kriegsknechte1 packten sie an der ,kehle und versuchten ,rache fr ihre ,kleinen zu nehmen1 indem sie deren ,mrder erdrosselten4 ,in dieser wilden ,verwirrung1 whrend grauenvolle ,schreie durch den ,palast hallten und die grausamsten ,bluttaten verbt wurden1 stand der ,kriegsknecht1 der am ,stadttor ,wache zu halten pflegte1 ohne sich zu regen1 am obersten ,absatz der ,treppe1 die von der ,galerie hinunterfhrte4 ,er nahm nicht am ,kampfe und am ,morden teil2 nur gegen die ,frauen1 denen es gelungen war1 ihre ,kinder an sich zu reien und die nun versuchten1 mit ihnen die ,treppe hinunterzufliehen1 erhob er das ,schwert1 und sein bloer ,anblick1 wie er da dster und unerbittlich stand1 war so schrecklich1 da die ,fliehenden sich lieber die ,balustrade hinunterstrzten oder in das ,streitgewhl zurckkehrten1 als da sie sich der ,gefahr abgesetzt htten1 sich an ihm vorbeizudrngen4 ,voltigius hat wahrlich recht daran getan1 mir diesen ,posten zuzuweisen1 dachte der ,kriegsknecht4 ,ein junger1 unbedachter ,krieger htte seinen ,posten verlassen und sich in das ,gewhl gestrzt4 ,htte ich mich von hier fortlocken lassen1 so wren mindestens ein ,dutzend ,kinder entwischt4 ,whrend er so dachte1 fiel sein ,blick auf ein junges ,weib1 das sein ,kind an sich gerissen hatte und jetzt in eiliger ,flucht auf ihn zugestrzt kam4 ,keiner der ,legionre1 an denen sie vorbereilen mute1 konnte ihr den ,weg versperren1 weil sich alle in vollem ,kampfe mit andern ,frauen befanden1 und so war sie bis zum ,ende der ,galerie gelangt4 ,sieh da1 eine1 die drauf und dran ist1 glcklich zu entwischen6 dachte der ,kriegsknecht4 ,weder sie noch das ,kind ist verwundet4 ,stnd ich jetzt nicht hier -- -- -- ,die ,frau strzte so rasch auf den ,kriegsknecht zu1 als ob sie flge1 und er hatte nicht ,zeit1 ihr ,gesicht oder das des ,kindes deutlich zu sehen4 ,er streckte nur das ,schwert gegen sie aus1 und mit dem ,kinde in ihren ,armen strzte sie darauf zu4 ,er erwartete1 sie im nchsten ,augenblicke mit dem ,kinde durchbohrt zu ,boden sinken zu sehen4 ,doch in demselben ,augenblick hrte der ,soldat ein zorniges ,summen ber seinem ,haupte1 und gleich darauf fhlte er einen heftigen ,schmerz in einem ,auge4 ,der war so scharf und peinvoll1 da er ganz verwirrt und betubt ward1 und das ,schwert fiel aus seiner ,hand auf den ,boden4 ,er griff mit der ,hand ans ,auge1 fate eine ,biene und begriff1 da1 was ihm den entsetzlichen ,schmerz verursacht hatte1 nur der ,stachel des kleinen ,tieres gewesen war4 ,blitzschnell bckte er sich nach dem ,schwerte1 in der ,hoffnung1 da es noch nicht zu spt wre1 die ,fliehenden aufzuhalten4 ,aber das kleine ,bienlein hatte seine ,sache sehr gut gemacht4 ,in der kurzen ,zeit1 fr die es den ,kriegsknecht geblendet hatte1 war es der jungen ,mutter gelungen1 an ihm vorber die ,treppe hinunterzustrzen1 und obschon er ihr in aller ,hast nacheilte1 konnte er sie nicht mehr finden4 ,sie war verschwunden1 und in dem ganzen groen ,palaste konnte niemand sie entdecken4 99 99 99 99 99 ,an nchsten ,morgen stand der ,kriegsknecht mit einigen seiner ,kameraden dicht vor dem ,stadttore ,wache4 ,es war frh am ,tage1 und die schweren ,tore waren eben erst geffnet worden4 ,aber es war1 als ob niemand darauf gewartet htte1 da sie sich an diesem ,morgen auftun sollten1 denn keine ,scharen von ,feldarbeitern strmten aus der ,stadt1 wie es sonst am ,morgen der ,brauch war4 ,alle ,einwohner von ,bethlehem waren so starr vor ,entsetzen ber das ,blutbad der ,nacht1 da niemand sein ,heim zu verlassen wagte4 ,bei meinem ,schwerte18 sagte der ,soldat1 wie er da stand und in die enge ,gasse hinunterblickte1 die zu dem ,tore fhrte1 ich glaube1 da ,voltigius einen unklugen ,beschlu gefat hat4 ,es wre besser gewesen1 die ,tore zu verschlieen und jedes ,haus der ,stadt durchsuchen zu lassen1 bis er den ,knaben gefunden htte1 dem es gelang1 bei dem ,feste zu entkommen4 ,voltigius rechnet darauf1 da seine ,eltern versuchen werden1 ihn von hier fortzufhren1 sobald sie erfahren1 da die ,tore offen stehen1 und er hofft auch1 da ich ihn gerade hier im ,tore fangen werde4 ,aber ich frchte1 da dies keine kluge ,berechnung ist4 ,wie leicht kann es ihnen gelingen1 ein ,kind zu verstecken68 ,und er erwog1 ob sie wohl versuchen wrden1 das ,kind in dem ,obstkorb eines ,esels zu verbergen oder in einem ungeheuern lkrug oder unter den ,kornballen einer ,karawane4 ,whrend er so stand und wartete1 da man versuche1 ihn dergestalt zu berlisten1 erblickte er einen ,mann und eine ,frau1 die eilig die ,gasse heraufschritten und sich dem ,tore nherten4 ,sie gingen rasch und warfen ngstliche ,blicke hinter sich1 als wren sie auf der ,flucht vor irgend einer ,gefahr4 ,der ,mann hielt eine ,axt in der ,hand und umklammerte sie mit festem ,griff1 als wre er entschlossen1 sich mit ,gewalt seinen ,weg zu bahnen1 wenn jemand sich ihm entgegenstellte4 ,aber der ,kriegsknecht sah nicht so sehr den ,mann an als die ,frau4 ,er sah1 da sie ebenso hochgewachsen war wie die junge ,mutter1 die ihm am ,abend vorher entkommen war4 ,er bemerkte auch1 da sie ihren ,rock ber den ,kopf geworfen trug4 ,sie trgt ihn vielleicht so1 dachte er1 um zu verbergen1 da sie ein ,kind im ,arm hlt4 ,je nher sie kamen1 desto deutlicher sah der ,kriegsknecht das ,kind1 das die ,frau auf dem ,arme trug1 sich unter dem gehobenen ,kleide abzeichnen4 ,ich bin sicher1 da sie es ist1 die mir gestern abend entschlpfte1 dachte er4 ,ich konnte ihr ,gesicht freilich nicht sehen1 aber ich erkenne die hohe ,gestalt wieder4 ,und da kommt sie nun mit dem ,kinde auf dem ,arm1 ohne auch nur zu versuchen1 es verborgen zu halten4 ,wahrlich1 ich hatte nicht gewagt1 auf einen solchen ,glcksfall zu hoffen4 ,der ,mann und die ,frau setzten ihre hurtige ,wanderung bis zum ,stadttor fort4 ,sie hatten offenbar nicht erwartet1 da man sie hier aufhalten wrde1 sie zuckten vor ,schrecken zusammen1 als der ,kriegsknecht seine ,lanze vor ihnen fllte und ihnen den ,weg versperrte4 ,warum verwehrst du uns1 ins ,feld hinaus an unsre ,arbeit zu gehen88 fragte der ,mann4 ,du kannst gleich gehen18 sagte der ,soldat1 ich mu vorher nur sehen1 was dein ,weib unter dem ,kleide verborgen hlt88 ,was ist daran zu sehen88 sagte der ,mann4 ,es ist nur ,brot und ,wein1 wovon wir den ,tag ber leben mssen48 ,du sprichst vielleicht die ,wahrheit18 sagte der ,soldat1 aber wenn es so ist1 warum lt sie mich nicht gutwillig sehen1 was sie trgt88 ,ich will nicht1 da du es siehst18 sagte der ,mann4 ,und ich rate dir1 da du uns vorbei lt48 ,damit erhob der ,mann die ,axt1 aber die ,frau legte die ,hand auf seinen ,arm4 ,lasse dich nicht in ,streit ein68 bat sie4 ,ich will etwas andres versuchen4 ,ich will ihn sehen lassen1 was ich trage1 und ich bin gewi1 da er ihm nichts zuleide tun kann48 ,und mit einem stolzen und vertrauenden ,lcheln wendete sie sich dem ,soldaten zu und lftete einen ,zipfel ihres ,kleides4 ,in demselben ,augenblick prallte der ,soldat zurck und schlo die ,augen1 wie von einem starken ,glanze geblendet4 ,was die ,frau unter ihrem ,kleide verborgen hielt1 strahlte ihm so blendendwei entgegen1 da er zuerst gar nicht wute1 was er sah4 ,ich glaubte1 du hieltest ein ,kind im ,arme18 sagte er4 ,du siehst1 was ich trage18 erwiderte die ,frau4 ,da endlich sah der ,soldat1 da1 was so blendete und leuchtete1 nur ein ,bschel weier ,lilien war1 von derselben ,art1 wie sie drauen auf dem ,felde wuchsen4 ,aber ihr ,glanz war viel reicher und strahlender4 ,er konnte es kaum ertragen1 sie anzusehen4 ,er steckte seine ,hand zwischen die ,blumen4 ,er konnte den ,gedanken nicht loswerden1 da es ein ,kind sein msse1 was die ,frau da trug1 aber er fhlte nur die weichen ,blumenbltter4 ,er war bitter enttuscht und htte in seinem ,zornesmute gern den ,mann und auch die ,frau gefangen genommen1 aber er sah ein1 da er fr ein solches ,verfahren keinen ,grund ins ,treffen fhren konnte4 ,als die ,frau seine ,verwirrung sah1 sagte sie3 ,willst du uns nicht ziehen lassen88 ,der ,kriegsknecht zog stumm die ,lanze zurck1 die er vor die ,torffnung gehalten hatte1 und trat zur ,seite4 ,aber die ,frau zog ihr ,kleid wieder ber die ,blumen und betrachtete gleichzeitig1 was sie auf ihrem ,arme trug1 mit einem holdseligen ,lcheln4 ,ich wute1 du wrdest ihm nichts zuleide tun knnen1 wenn du es nur shest18 sagte sie zu dem ,kriegsknechte4 ,hierauf eilten sie von dannen1 aber der ,kriegsknecht blieb stehen und blickte ihnen nach1 so lange sie noch zu sehen waren4 ,und whrend er ihnen so mit den ,blicken folgte1 duchte es ihn wieder ganz sicher1 da sie kein ,bschel ,lilien im ,arm trge1 sondern ein wirkliches1 lebendiges ,kind4 ,indes er noch so stand und den beiden ,wanderern nachsah1 hrte er von der ,strae her laute ,rufe4 ,es waren ,voltigius und einige seiner ,mannen1 die herbeigeeilt kamen4 ,halte sie auf68 riefen sie4 ,schliee das ,tor vor ihnen6 ,lasse sie nicht entkommen68 ,und als sie bei dem ,kriegsknecht angelangt waren1 erzhlten sie1 da sie die ,spur des entronnenen ,knaben gefunden htten4 ,sie htten ihn nun in seiner ,behausung gesucht1 aber da wre er wieder entflohen4 ,sie htten seine ,eltern mit ihm forteilen sehen4 ,der ,vater wre ein starker1 graubrtiger ,mann1 der eine ,axt trge1 die ,mutter eine hochgewachsene ,frau1 die das ,kind unter den hinaufgenommenen ,rockfalten verborgen hielte4 ,in demselben ,augenblick1 wo ,voltigius dies erzhlte1 kam ein ,beduine auf einem guten ,pferde zum ,tore hereingeritten4 ,ohne ein ,wort zu sagen1 strzte der ,kriegsknecht auf den ,reiter zu4 ,er ri ihn mit ,gewalt vom ,pferde herunter und warf ihn zu ,boden4 ,und mit einem ,satze war er selbst auf dem ,pferde und sprengte den ,weg entlang4 99 99 99 99 99 ,ein paar ,tage darauf ritt der ,kriegsknecht durch die furchtbare ,bergwste1 die sich ber den sdlichen ,teil von ,juda erstreckt4 ,er verfolgte noch immer die drei ,flchtlinge aus ,bethlehem1 und er war auer sich1 da diese fruchtlose ,jagd niemals ein ,ende nahm4 ,es sieht wahrlich aus1 als wenn diese ,menschen die ,gabe htten1 in den ,erdboden zu versinken18 murrte er4 ,wie viele ,male bin ich ihnen in diesen ,tagen so nah gewesen1 da ich dem ,kinde gerade meine ,lanze nachschleudern wollte1 und dennoch sind sie mir entkommen6 ,ich fange zu glauben an1 da ich sie nun und nimmer einholen werde48 ,er fhlte sich mutlos wie einer1 der zu merken glaubt1 da er gegen etwas bermchtiges ankmpfe4 ,er fragte sich1 ob es mglich sei1 da die ,gtter diese ,menschen vor ihm beschtzten4 ,es ist alles vergebliche ,mhe4 ,besser1 ich kehre um1 ehe ich vor ,hunger und ,durst in dieser den ,wildnis vergehe68 sagte er einmal ums andere zu sich selber4 ,aber dann packte ihn die ,furcht davor1 was ihn bei der ,heimkehr erwartete1 wenn er unverrichteter ,dinge zurckkme4 ,er war es1 der nun schon zweimal das ,kind hatte entkommen lassen4 ,es war nicht wahrscheinlich1 da ,voltigius oder ,herodes ihm so etwas verzeihen wrden4 ,solange ,herodes wei1 da eins von ,bethlehems ,kindern noch lebt1 wird er immer unter derselben ,angst leiden18 sagte der ,kriegsknecht4 ,das wahrscheinlichste ist1 da er versuchen wird1 seine ,qualen dadurch zu lindern1 da er mich ans ,kreuz schlagen lt48 ,es war eine heie ,mittagstunde1 und er litt furchtbar auf dem ,ritt durch diese baumlose ,felsgegend1 auf einem ,wege1 der sich durch tiefe ,talklfte schlngelte1 wo kein ,lftchen sich regte4 ,pferd und ,reiter waren dem ,umstrzen nahe4 ,seit mehreren ,stunden hatte der ,kriegsknecht jede ,spur von den ,fliehenden verloren1 und er fhlte sich mutloser denn je4 ,ich mu es aufgeben1 dachte er4 ,wahrlich1 ich glaube nicht1 da es der ,mhe lohnt1 sie weiter zu verfolgen4 ,sie mssen in dieser furchtbaren ,wstenei ja so oder so zugrunde gehen4 ,whrend er diesen ,gedanken nachhing1 gewahrte er in einer ,felswand1 die sich nahe dem ,wege erhob1 den gewlbten ,eingang einer ,grotte4 ,sogleich lenkte er sein ,pferd zu der ,grottenffnung4 ,ich will ein ,weilchen in der khlen ,felshhle rasten1 dachte er4 ,vielleicht kann ich dann die ,verfolgung mit frischer ,kraft aufnehmen4 ,als er gerade in die ,grotte treten wollte1 wurde er von etwas ,seltsamem berrascht4 ,zu den ,seiten des ,eingangs wuchsen zwei schne ,lilienstauden4 ,sie standen hoch und aufrecht1 voller ,blten4 ,sie verbreiteten einen berauschenden ,honigduft1 und eine ,menge ,bienen umschwrmten sie4 ,dies war ein so ungewohnter ,anblick in dieser ,wste1 da der ,kriegsknecht etwas ,wunderliches tat4 ,er brach eine groe weie ,blume und nahm sie in die ,felshhle mit4 ,die ,grotte war weder tief noch dunkel1 und sowie er unter ihre ,wlbung trat1 sah er1 da schon drei ,wanderer da weilten4 ,es waren ein ,mann1 eine ,frau und ein ,kind1 die ausgestreckt auf dem ,boden lagen1 in tiefen ,schlummer gesunken4 ,niemals hatte der ,kriegsknecht sein ,herz so pochen fhlen wie bei diesem ,anblick4 ,es waren gerade die drei ,flchtlinge1 denen er so lange nachgejagt war4 ,er erkannte sie alsogleich4 ,und hier lagen sie schlafend1 auerstande1 sich zu verteidigen1 ganz und gar in seiner ,gewalt4 ,sein ,schwert fuhr rasselnd aus der ,scheide1 und er beugte sich hinunter ber das schlummernde ,kind4 ,behutsam senkte er das ,schwert zu seinem ,herzen und zielte genau1 um es mit einem einzigen ,stoe aus der ,welt schaffen zu knnen4 ,mitten im ,zustoen hielt er einen ,augenblick inne1 um das ,gesicht des ,kindes zu sehen4 ,nun er sich des ,sieges sicher wute1 war es ihm eine grausame ,wollust1 sein ,opfer zu betrachten4 ,aber als er das ,kind sah1 da war seine ,freude womglich noch grer1 denn er erkannte das kleine ,knblein wieder1 das er mit ,bienen und ,lilien auf dem ,felde vor dem ,stadttor hatte spielen sehen4 ,ja1 gewi1 dachte er1 das htte ich schon lngst begreifen sollen4 ,darum habe ich dieses ,kind immer gehat4 ,es ist der verheiene ,friedensfrst4 ,er senkte das ,schwert wieder1 indes er dachte3 ,wenn ich den ,kopf dieses ,kindes vor ,herodes niederlege1 wird er mich zum ,anfhrer seiner ,leibwache machen4 ,whrend er die ,schwertspitze dem ,schlafenden immer nher brachte1 sprach er voll ,freude zu sich selber3 ,diesmal wenigstens wird niemand dazwischen kommen und ihn meiner ,gewalt entreien68 ,aber der ,kriegsknecht hielt noch die ,lilie in der ,hand1 die er am ,eingang der ,grotte gepflckt hatte1 und whrend er so dachte1 flog eine ,biene1 die in ihrem ,kelch verborgen gewesen war1 zu ihm auf und umkreiste summend einmal ums andre seinen ,kopf4 ,der ,kriegsknecht zuckte zusammen4 ,er erinnerte sich auf einmal der ,bienen1 denen das ,knblein beigestanden hatte1 und ihm fiel ein1 da es eine ,biene gewesen war1 die dem ,kinde geholfen hatte1 vom ,gastmahl des ,herodes zu entrinnen4 ,dieser ,gedanke versetzte ihn in ,staunen4 ,er hielt das ,schwert still und blieb stehen und horchte auf die ,biene4 ,nun hrte er das ,summen des kleinen ,tierchens nicht mehr4 ,aber whrend er so ganz still stand1 atmete er den starken sen ,duft ein1 der von der ,lilie ausstrmte1 die er in der ,hand hielt4 ,da mute er an die ,lilien denken1 denen das ,knblein beigestanden hatte1 und er erinnerte sich1 da es ein ,bschel ,lilien war1 die das ,kind vor seinen ,blicken verborgen und ihm geholfen hatten1 durch das ,stadttor zu entkommen4 ,er wurde immer gedankenvoller1 und er zog das ,schwert an sich4 ,die ,bienen und die ,lilien haben ihm seine ,wohltaten vergolten8 flsterte er sich selber zu4 ,er mute daran denken1 da der ,kleine einmal auch ihm eine ,wohltat erwiesen hatte1 und eine tiefe ,rte stieg in sein ,gesicht4 ,kann ein rmischer ,legionr vergessen1 einen empfangenen ,dienst zu vergelten88 flsterte er4 ,er kmpfte einen kurzen ,kampf mit sich selbst4 ,er dachte an ,herodes und an seine eigene ,lust1 den jungen ,friedensfrsten zu vernichten4 ,es steht mir nicht wohl an1 dieses ,kind zu tten1 das mir das ,leben gerettet hat18 sagte er schlielich4 ,und er beugte sich nieder und legte sein ,schwert neben das ,kind1 damit die ,flchtlinge beim ,erwachen erfhren1 welcher ,gefahr sie entgangen waren4 ,da sah er1 da das ,kind wach war4 ,es lag und sah ihn mit seinen schnen ,augen an1 die gleich ,sternen leuchteten4 ,und der ,kriegsknecht beugte sein ,knie vor dem ,kinde4 ,herr1 du bist der ,mchtige18 sagte er4 ,du bist der starke ,sieger4 ,du bist der1 den die ,gtter lieben4 ,du bist der1 der auf ,schlangen und ,skorpione treten kann48 ,er kte seine ,fe und ging dann sacht aus der ,grotte1 indes der ,kleine dalag und ihm mit groen1 erstaunten ,kinderaugen nachsah4 ,illustration ,die ,flucht nach gypten ,illustration ,fern in einer der ,wsten des ,morgenlandes wuchs vor vielen1 vielen ,jahren eine ,palme1 die ungeheuer alt und ungeheuer hoch war4 ,alle1 die durch die ,wste zogen1 muten stehen bleiben und sie betrachten1 denn sie war viel grer als andre ,palmen1 und man pflegte von ihr zu sagen1 da sie sicherlich hher werden wrde als ,obeliske und ,pyramiden4 ,wie nun diese groe ,palme in ihrer ,einsamkeit dastand und hinaus ber die ,wste schaute1 sah sie eines ,tages etwas1 was sie dazu brachte1 ihre gewaltige ,bltterkrone vor ,staunen auf dem schmalen ,stamme hin- und herzuwiegen4 ,dort am ,wstenrande kamen zwei einsame ,menschen herangewandert4 ,sie waren noch in der ,entfernung1 in der ,kamele so klein wie ,ameisen erscheinen1 aber es waren sicherlich zwei ,menschen4 ,zwei1 die ,fremdlinge in der ,wste waren1 denn die ,palme kannte das ,wstenvolk1 ein ,mann und ein ,weib1 die weder ,wegweiser noch ,lasttiere hatten1 weder ,zelte noch ,wasserscke4 ,wahrlich18 sagte die ,palme zu sich selbst diese beiden sind hergekommen1 um zu sterben48 ,die ,palme warf rasche ,blicke um sich4 ,es wundert mich18 fuhr sie fort1 da die ,lwen nicht schon zur ,stelle sind1 um diese ,beute zu erjagen4 ,aber ich sehe keinen einzigen in ,bewegung4 ,auch keinen ,ruber der ,wste sehe ich4 ,aber sie kommen wohl noch48 ,ihrer harret ein siebenfltiger ,tod18 dachte die ,palme weiter4 ,die ,lwen werden sie verschlingen1 die ,schlangen sie stechen1 der ,durst wird sie vertrocknen1 der ,sandsturm sie begraben1 die ,ruber werden sie fllen1 der ,sonnenstich wird sie verbrennen1 die ,furcht sie vernichten48 ,und sie versuchte1 an etwas andres zu denken4 ,dieser ,menschen ,schicksal stimmte sie wehmtig4 ,aber im ganzen ,umkreis der ,wste1 die unter der ,palme ausgebreitet lag1 fand sie nichts1 was sie nicht schon seit ,tausenden von ,jahren gekannt und betrachtet htte4 ,nichts konnte ihre ,aufmerksamkeit fesseln4 ,sie mute wieder an die beiden ,wandrer denken4 ,bei der ,drre und dem ,sturme68 sagte sie1 des ,lebens gefhrlichste ,feinde anrufend1 was ist es1 was dieses ,weib auf dem ,arme trgt8 ,ich glaube gar1 diese ,toren fhren auch ein kleines ,kind mit sich48 ,die ,palme1 die weitsichtig war1 wie es die ,alten zu sein pflegen1 sah wirklich richtig4 ,die ,frau trug auf dem ,arme ein ,kind1 das den ,kopf an ihre ,schulter gelehnt hatte und schlief4 ,das ,kind ist nicht einmal hinlnglich bekleidet18 fuhr die ,palme fort4 ,ich sehe1 da die ,mutter ihren ,rock aufgehoben und es damit eingehllt hat4 ,sie hat es in groer ,hast aus seinem ,bette gerissen und ist mit ihm fortgestrzt4 ,jetzt verstehe ich alles3 ,diese ,menschen sind ,flchtlinge -- ,aber dennoch sind sie ,toren18 fuhr die ,palme fort4 ,wenn nicht ein ,engel sie beschtzt1 htten sie lieber die ,feinde ihr ,schlimmstes tun lassen sollen1 statt sich hinaus in die ,wste zu begeben4 ,ich kann mir denken1 wie alles zugegangen ist4 ,der ,mann stand bei der ,arbeit1 das ,kind schlief in der ,wiege1 die ,frau war abgegangen1 um ,wasser zu holen4 ,als sie zwei ,schritte vor die ,tr gemacht hatte1 sah sie die ,feinde angestrmt kommen4 ,sie ist zurckgestrzt1 sie hat das ,kind an sich gerissen1 dem ,manne zugerufen1 er solle ihr folgen1 und ist aufgebrochen4 ,dann sind sie tagelang auf der ,flucht gewesen1 sie haben ganz gewi keinen ,augenblick geruht4 ,ja1 so ist alles zugegangen1 aber ich sage dennoch1 wenn nicht ein ,engel sie beschtzt -- -- -- ,sie sind so erschrocken1 da sie weder ,mdigkeit noch andere ,leiden fhlen knnen1 aber ich sehe1 wie der ,durst aus ihren ,augen leuchtet4 ,ich kenne doch wohl das ,gesicht eines drstenden ,menschen48 ,und als die ,palme an den ,durst dachte1 ging ein krampfhaftes ,zucken durch ihren langen ,stamm1 und die zahllosen ,spitzen ihrer langen ,bltter rollten sich zusammen1 als wrden sie ber ein ,feuer gehalten4 ,wre ich ein ,mensch18 sagte sie1 ich wrde mich nie in die ,wste hinaus wagen4 ,der ist gar mutig1 der sich hierher wagt1 ohne ,wurzeln zu haben1 die hinunter zu den niemals versiegenden ,wasseradern dringen4 ,hier kann es gefhrlich sein1 selbst fr ,palmen4 ,selbst fr eine solche ,palme wie mich4 ,wenn ich ihnen raten knnte1 ich wrde sie bitten1 umzukehren4 ,ihre ,feinde knnen niemals so grausam gegen sie sein wie die ,wste4 ,vielleicht glauben sie1 da es leicht sei1 in der ,wste zu leben4 ,aber ich wei1 da es selbst mir zuweilen schwer gefallen ist1 am ,leben zu bleiben4 ,ich wei noch1 wie einmal in meiner ,jugend ein ,sturmwind einen ganzen ,berg von ,sand ber mich schttete4 ,ich war nahe daran1 zu ersticken4 ,wenn ich htte sterben knnen1 wre dies meine letzte ,stunde gewesen48 ,die ,palme fuhr fort1 laut zu denken1 wie alte ,einsiedler zu tun pflegen4 ,ich hre ein wunderbar melodisches ,rauschen durch meine ,krone eilen18 sagte sie4 ,die ,spitze aller meiner ,bltter mssen in ,schwingungen beben4 ,ich wei nicht1 was mich beim ,anblick dieser armen ,fremdlinge durchfhrt4 ,aber dieses betrbte ,weib ist so schn4 ,sie bringt mir das ,wunderbarste1 das ich erlebt1 wieder in ,erinnerung48 ,und whrend die ,bltter fortfuhren1 sich in einer rauschenden ,melodie zu regen1 dachte die ,palme daran1 wie einmal1 vor sehr langer ,zeit1 zwei strahlende ,menschen ,gste der ,oase gewesen waren4 ,es war die ,knigin von ,saba1 die hierher gekommen war1 mit ihr der weise ,salomo4 ,die schne ,knigin wollte wieder heimkehren in ihr ,land1 der ,knig hatte sie ein ,stck ,weges geleitet1 und nun wollten sie sich trennen4 -- ,zur ,erinnerung an diese ,stunde18 sagte da die ,knigin1 pflanze ich einen ,dattelkern in die ,erde1 und ich will1 da daraus eine ,palme werde1 die wachsen und leben soll1 bis im ,lande ,juda ein ,knig ersteht1 der grer ist als ,salomo48 ,und als sie dieses gesagt hatte1 senkte sie den ,kern in die ,erde1 und ihre ,trnen netzten ihn4 ,woher mag es kommen1 da ich just heute daran denke88 fragte sich die ,palme4 ,sollte diese ,frau so schn sein1 da sie mich an die herrlichste der ,kniginnen erinnert1 an sie1 auf deren ,wort ich erwachsen bin und gelebt habe bis zum heutigen ,tage8 ,ich hre meine ,bltter immer strker rauschen18 sagte die ,palme1 und es klingt wehmtig wie ein ,totengesang4 ,es ist1 als weissagten sie1 da jemand bald aus dem ,leben scheiden msse4 ,es ist gut1 zu wissen1 da es nicht mir gilt1 da ich nicht sterben kann48 ,die ,palme nahm an1 da das ,todesrauschen in ihren ,blttern den beiden einsamen ,wanderern gelten msse4 ,sicherlich glaubten auch diese selbst1 da ihre letzte ,stunde nahe4 ,man sah es an dem ,ausdruck ihrer ,zge1 als sie an einem der ,kamelskelette vorberwanderten1 die den ,weg umgrenzten4 ,man sah es an den ,blicken1 die sie ein paar vorbeifliegenden ,geiern nachsandten4 ,es konnte ja nicht anders sein4 ,sie waren verloren4 ,sie hatten die ,palme und die ,oase erblickt und eilten nun darauf zu1 um ,wasser zu finden4 ,aber als sie endlich herankamen1 sanken sie in ,verzweiflung zusammen1 denn die ,quelle war ausgetrocknet4 ,das ermattete ,weib legte das ,kind nieder und setzte sich weinend an den ,rand der ,quelle4 ,der ,mann warf sich neben ihr hin1 er lag und hmmerte mit beiden ,fusten auf die trockene ,erde4 ,die ,palme hrte1 wie sie miteinander davon sprachen1 da sie sterben mten4 ,sie hrte auch aus ihren ,reden1 da ,knig ,herodes alle ,kindlein im ,alter von zwei und drei ,jahren hatte tten lassen1 aus ,furcht1 da der groe1 erwartete ,knig der ,juden geboren sein knnte4 ,es rauscht immer mchtiger in meinen ,blttern18 dachte die ,palme4 ,diesen armen ,flchtlingen schlgt bald ihr letztes ,stndlein48 ,sie vernahm auch1 da die beiden die ,wste frchteten4 ,der ,mann sagte1 es wre besser gewesen1 zu bleiben und mit den ,kriegsknechten zu kmpfen1 statt zu fliehen4 ,sie htten so einen leichteren ,tod gefunden4 ,gott wird uns beistehen18 sagte die ,frau4 ,wir sind einsam unter ,raubtieren und ,schlangen18 sagte der ,mann4 ,wir haben nicht ,speise und ,trank4 ,wie sollte ,gott uns beistehen knnen88 ,er zerri seine ,kleider in ,verzweiflung und drckte sein ,gesicht auf den ,boden4 ,er war hoffnungslos1 wie ein ,mann mit einer ,todeswunde im ,herzen4 ,die ,frau sa aufrecht1 die ,hnde ber den ,knieen gefaltet4 ,doch die ,blicke1 die sie ber die ,wste warf1 sprachen von einer ,trostlosigkeit ohne ,grenzen4 ,die ,palme hrte1 wie das wehmtige ,rauschen in ihren ,blttern immer strker wurde4 ,die ,frau mute es auch gehrt haben1 denn sie hob die ,augen zur ,baumkrone auf4 ,und zugleich erhob sie unwillkrlich ihre ,arme und ,hnde4 ,o1 ,datteln1 ,datteln68 rief sie4 ,es lag so groe ,sehnsucht in der ,stimme1 da die alte ,palme wnschte1 sie wre nicht hher als der ,ginsterbusch1 und ihre ,datteln so leicht erreichbar wie die ,hagebutten des ,dornenstrauchs4 ,sie wute wohl1 da ihre ,krone voll von ,dattelbscheln hing1 aber wie sollten wohl ,menschen zu so schwindelnder ,hhe hinaufreichen8 ,der ,mann hatte schon gesehen1 wie unerreichbar hoch die ,datteln hingen4 ,er hob nicht einmal den ,kopf4 ,er bat nur die ,frau1 sich nicht nach dem ,unmglichen zu sehnen4 ,aber das ,kind1 das fr sich selbst umhergetrippelt war und mit ,hlmchen und ,grsern gespielt hatte1 hatte den ,ausruf der ,mutter gehrt4 ,der ,kleine konnte sich wohl nicht denken1 da seine ,mutter nicht alles bekommen knnte1 was sie sich wnschte4 ,sowie man von ,datteln sprach1 begann er den ,baum anzugucken4 ,er sann und grbelte1 wie er die ,datteln herunterbekommen sollte4 ,seine ,stirn legte sich beinah in ,falten unter dem hellen ,gelock4 ,endlich huschte ein ,lcheln ber sein ,antlitz4 ,er hatte das ,mittel herausgefunden4 ,er ging auf die ,palme zu und streichelte sie mit seiner kleinen ,hand und sagte mit einer sen ,kinderstimme3 ,palme1 beuge dich6 ,palme1 beuge dich68 ,aber1 was war das nur8 ,was war das8 ,die ,palmenbltter rauschten1 als wre ein ,orkan durch sie gefahren1 und den langen ,palmenstamm hinauf lief ,schauer um ,schauer4 ,und die ,palme fhlte1 da der ,kleine ,macht ber sie hatte4 ,sie konnte ihm nicht widerstehen4 ,und sie beugte sich mit ihrem hohen ,stamme vor dem ,kinde1 wie ,menschen sich vor ,frsten beugen4 ,in einem gewaltigen ,bogen senkte sie sich zur ,erde und kam endlich so tief hinunter1 da die groe ,krone mit den bebenden ,blttern ber den ,wstensand fegte4 ,das ,kind schien weder erschrocken noch erstaunt zu sein1 sondern mit einem ,freudenrufe kam es und pflckte ,traube um ,traube aus der ,krone der alten ,palme4 ,als das ,kind genug genommen hatte und der ,baum noch immer auf der ,erde lag1 ging es wieder heran und liebkoste ihn und sagte mit der holdesten ,stimme3 ,palme1 erhebe dich1 ,palme1 erhebe dich68 ,und der groe ,baum erhob sich still und ehrfrchtig auf seinem biegsamen ,stamm1 indes die ,bltter gleich ,harfen spielten4 ,jetzt wei ich1 fr wen sie die ,todesmelodie spielen18 sagte die alte ,palme zu sich selbst1 als sie wieder aufrecht stand4 ,nicht fr einen von diesen ,menschen48 ,aber der ,mann und das ,weib lagen auf den ,knieen und lobten ,gott4 ,du hast unsre ,angst gesehen und sie von uns genommen4 ,du bist der ,starke1 der den ,stamm der ,palme beugt wie schwankes ,rohr4 ,vor welchem ,feinde sollten wir erbeben1 wenn deine ,strke uns schtzt88 ,als die nchste ,karawane durch die ,wste zog1 sahen die ,reisenden1 da die ,bltterkrone der groen ,palme verwelkt war4 ,wie kann das zugehen88 sagte ein ,wanderer4 ,diese ,palme sollte ja nicht sterben1 bevor sie einen ,knig gesehen htte1 der grer wre als ,salomo48 ,vielleicht hat sie ihn gesehen18 antwortete ein andrer von den ,wstenfahrern4 ,illustration ,illustration ,in ,nazareth ,illustration ,einmal zu der ,zeit1 da ,jesus erst fnf ,jahre alt war1 sa er auf der ,schwelle vor seines ,vaters ,werkstatt in ,nazareth und war damit beschftigt1 aus einem ,klmpchen geschmeidigen ,tons1 das er von dem ,tpfer auf der anderen ,seite der ,strae erhalten hatte1 ,tonkuckucke zu verfertigen4 ,er war so glcklich wie nie zuvor1 denn alle ,kinder des ,viertels hatten ,jesus gesagt1 da der ,tpfer ein mrrischer ,mann sei1 der sich weder durch freundliche ,blicke noch durch honigse ,worte erweichen liee1 und er hatte niemals gewagt1 etwas von ihm zu verlangen4 ,aber siehe da1 er wute kaum1 wie es zugegangen war3 er hatte nur auf seiner ,schwelle gestanden und sehnschtig den ,nachbar betrachtet1 wie er da an seinen ,formen arbeitete1 und da war der aus seinem ,laden gekommen und hatte ihm so viel ,ton geschenkt da er gereicht htte1 um einen ,weinkrug daraus zu fertigen4 ,auf der ,treppenstufe vor dem nchsten ,hause sa ,judas1 der hlich und rothaarig war und das ,gesicht voller blauer ,flecke und die ,kleider voller ,risse hatte1 die er sich bei seinen bestndigen ,kmpfen mit den ,gassenjungen zugezogen hatte4 ,fr den ,augenblick war er still1 er reizte niemand und balgte sich nicht1 sondern arbeitete an einem ,stck ,ton1 in gleicher ,weise wie ,jesus4 ,aber diesen ,ton hatte er sich nicht selbst verschaffen knnen3 er traute sich kaum1 dem ,tpfer unter die ,augen zu treten1 denn dieser beschuldigte ihn1 da er ,steine auf sein zerbrechliches ,gut zu werfen pflege1 und htte ihn mit ,stockhieben verjagt2 ,jesus war es1 der seinen ,vorrat mit ihm geteilt hatte4 ,wie die zwei ,kinder ihre ,tonkuckucke fertig machten1 stellten sie sie in einem ,kreise vor sich auf4 ,sie sahen so aus1 wie ,tonkuckucke zu allen ,zeiten ausgesehen haben1 sie hatten einen groen roten ,klumpen als ,fe1 um darauf zu stehen1 kurze ,schwnze1 keinen ,hals und kaum sichtbare ,flgel4 ,aber wie das auch sein mochte1 alsbald zeigte sich ein ,unterschied in der ,arbeit der kleinen ,kameraden4 ,judas ,vgel waren so schief1 da sie immer umpurzelten1 und wie er sich auch mit seinen kleinen harten ,fingern mhte1 er konnte ihre ,krper doch nicht niedlich und wohlgeformt machen4 ,er sah zuweilen verstohlen zu ,jesus hinber1 um zu sehen1 wie der es anstellte1 da seine ,vgel so gleichmig und glatt wurden wie die ,eichenbltter in den ,wldern auf dem ,berge ,tabor4 ,mit jedem ,vogel1 den ,jesus fertig hatte1 wurde er glcklicher4 ,einer duchte ihn schner als der andre1 und er betrachtete sie alle mit ,stolz und ,liebe4 ,sie sollten seine ,spielgefhrten werden1 seine kleinen ,geschwister1 sie sollten in seinem ,bette schlafen1 mit ihm ,zwiesprach halten1 ihm ihre ,lieder singen1 wenn seine ,mutter ihn allein lie4 ,er hatte sich nie so reich gednkt1 niemals mehr wrde er sich einsam oder verlassen fhlen knnen4 ,der hochgewachsene ,wassertrger ging vorbei1 gebeugt unter seinem schweren ,sack1 und gleich nach ihm kam der ,gemsehndler1 der mitten zwischen den groen leeren ,weidenkrben auf dem ,rcken seines ,esels baumelte4 ,der ,wassertrger legte seine ,hand auf ,jesus blondlockigen ,kopf und fragte ihn nach seinen ,vgeln1 und ,jesus erzhlte1 da sie ,namen htten und da sie singen knnten4 ,alle seine kleinen ,vgelchen wren aus fremden ,lndern zu ihm gekommen und erzhlten ihm ,dinge1 von denen nur sie und er wten4 ,und ,jesus sprach so1 da der ,wassertrger wie der ,gemsehndler lange ihre ,verrichtungen vergaen1 um ihm zu lauschen4 ,als sie weiterziehen wollten1 wies ,jesus auf ,judas4 ,seht1 was fr schne ,vgel ,judas macht68 sagte er4 ,da hielt der ,gemsehndler gutmtig seinen ,esel an und fragte ,judas1 ob auch seine ,vgel ,namen htten und singen knnten4 ,aber ,judas wute nichts hierber1 er schwieg eigensinnig und hob die ,augen nicht von seiner ,arbeit2 der ,gemsehndler stie rgerlich einen seiner ,vgel mit dem ,fue weg und ritt weiter4 ,so verstrich der ,nachmittag und die ,sonne sank so tief1 da ihr ,schein durch das niedrige ,stadttor hereinschreiten konnte1 das sich1 mit einem rmischen ,adler geschmckt1 am ,ende der ,strae erhob4 ,dieses ,sonnenlicht1 das um die ,neige des ,tages kam1 war ganz rosenrot1 und als wre es aus ,blut gemischt1 gab es seine ,farben allem1 was ihm in den ,weg kam1 whrend es durch das schmale ,gchen rieselte4 ,es malte die ,gefe des ,tpfers ebenso wie die ,planke1 die unter der ,sge des ,zimmermanns knirschte1 und das weie ,tuch1 das ,marias ,gesicht umgab4 ,aber am allerschnsten blinkte der ,sonnenschein in den kleinen ,wasserpftzen1 die sich zwischen den groen holprigen ,steinfliesen1 die die ,strae bedeckten1 angesammelt hatten4 ,und pltzlich steckte ,jesus seine ,hand in die ,pftze1 die ihm zunchst war4 ,es war ihm eingefallen1 da er seine grauen ,vgel mit dem glitzernden ,sonnenschein anmalen wollte1 der dem ,wasser1 den ,hausmauern1 kurz allem ringsum eine so schne ,farbe verliehen hatte4 ,da war es dem ,sonnenlicht eine ,freude1 sich auffangen zu lassen wie die ,farbe aus einem ,malertiegel1 und als ,jesus es ber die kleinen ,tonvgelchen strich1 da lag es still und bedeckte sie vom ,kopfe bis zum ,fue mit diamantenhnlichem ,glanze4 ,judas1 der hie und da einen ,blick hinber zu ,jesus warf1 um zu sehen1 ob dieser mehr und schnere ,vgel mache als er1 stie einen ,ausruf des ,entzckens aus1 als er sah1 wie ,jesus seine ,tonkuckucke mit ,sonnenschein bemalte1 den er aus den ,wassertmpeln der ,gasse auffing4 ,und ,judas tauchte seine ,hand auch in das leuchtende ,wasser und suchte das ,sonnenlicht aufzufangen4 ,aber das ,sonnenlicht lie sich nicht von ihm fangen4 ,es glitt zwischen seinen ,fingern hindurch1 und wie hurtig er sich auch mhte1 die ,hnde zu regen1 um es zu greifen1 es entschlpfte ihm doch1 und er konnte seinen armen ,vgeln kein bichen ,farbe schaffen4 ,warte1 ,judas68 sagte ,jesus4 ,ich will kommen und deine ,vgel malen48 ,nein18 sagte ,judas1 du darfst sie nicht anrhren4 ,sie sind gut genug1 wie sie sind48 ,er stand auf1 whrend seine ,stirn sich furchte und seine ,lippen sich aufeinander preten4 ,und er setzte seinen breiten ,fu auf die ,vgel und verwandelte sie einen nach dem andern in kleine abgeplattete ,lehmklumpen4 ,als seine ,vgel alle zerstrt waren1 ging er auf ,jesus zu1 der dasa und seine kleinen ,tonvgel streichelte1 die wie ,juwelen funkelten4 ,judas betrachtete sie eine ,weile schweigend1 aber dann hob er den ,fu und trat einen von ihnen nieder4 ,als ,judas den ,fu zurckzog und den ganzen kleinen ,vogel in grauen ,lehm verwandelt sah1 empfand er eine solche ,wollust1 da er zu lachen begann1 und er hob den ,fu1 um noch einen zu zertreten4 ,judas18 rief ,jesus1 was tust du8 ,weit du nicht1 sie sind lebendig und knnen singen88 ,aber ,judas lachte und zertrat noch einen ,vogel4 ,jesus sah sich nach ,hilfe um4 ,judas war gro1 und ,jesus hatte nicht die ,kraft1 ihn zurckzuhalten4 ,er schaute nach seiner ,mutter aus4 ,sie war nicht weit weg1 aber ehe sie herankme1 konnte ,judas schon alle seine ,vgel zerstrt haben4 ,die ,trnen traten ,jesus in die ,augen4 ,judas hatte schon vier seiner ,vgel zertreten1 es waren nur noch drei4 ,er war seinen ,vgeln gram1 da sie so stille standen und sich niedertreten lieen1 ohne auf die ,gefahr zu achten4 ,jesus klatschte in die ,hnde1 um sie zu wecken1 und rief ihnen zu3 ,fliegt1 fliegt68 ,da begannen die drei ,vgel ihre kleinen ,flgel zu regen1 und ngstlich flatternd vermochten sie sich auf den ,rand des ,daches zu schwingen1 wo sie geborgen waren4 ,aber als ,judas sah1 da die ,vgel auf ,jesus ,wort die ,flgel regten und flogen1 da fing er zu weinen an4 ,er raufte sein ,haar1 wie er es die ,alten hatte tun sehen1 wenn sie in groer ,angst und ,sorge waren1 und warf sich ,jesus zu ,fen4 ,und da lag ,judas und wlzte sich vor ,jesus im ,staube wie ein ,hund und kte seine ,fe und bat1 da er seinen ,fu erheben und ihn niedertreten mge1 wie er mit den ,tonvgeln getan hatte4 ,denn ,judas liebte ,jesus und bewunderte ihn und betete ihn an und hate ihn zugleich4 ,aber ,maria1 die die ganze ,zeit ber das ,spiel der ,kinder mit angesehen hatte1 stand jetzt auf und hob ,judas empor und setzte ihn auf ihren ,scho und liebkoste ihn4 ,du armes ,kind68 sagte sie zu ihm4 ,du weit nicht1 da du etwas versucht hast1 was kein ,geschpf vermag4 ,vermi dich nicht mehr1 solches zu tun1 wenn du nicht der unglcklichste aller ,menschen werden willst6 ,wie sollte es wohl dem von uns ergehen1 der es unternhme1 mit ihm zu wetteifern1 der mit ,sonnenschein malt und dem toten ,lehm den ,odem des ,lebens einhaucht88 ,illustration ,illustration ,im ,tempel ,illustration ,es waren einmal ein paar arme ,leute1 ein ,mann1 eine ,frau und ihr kleines ,shnlein1 die gingen in dem groen ,tempel in ,jerusalem umher4 ,der ,sohn war ein bildschnes ,kind4 ,er hatte ,haare1 die in weichen ,locken lagen1 und ,augen1 die ganz wie ,sterne leuchteten4 ,der ,sohn war nicht im ,tempel gewesen1 seit er so gro war1 da er verstehen konnte1 was er sah2 und jetzt gingen seine ,eltern mit ihm umher und zeigten ihm alle ,herrlichkeiten4 ,da waren lange ,sulenreihen1 da waren vergoldete ,altre1 da waren heilige ,mnner1 die saen und ihre ,schler unterwiesen1 da war der oberste ,priester mit seinem ,brustschild aus ,edelsteinen1 da waren ,vorhnge aus ,babylon1 die mit ,goldrosen durchwebt waren1 da waren die groen ,kupfertore1 die so schwer waren1 da es eine ,arbeit fr dreiig ,mnner war1 sie in ihren ,angeln hin und her zu schwingen4 ,aber der kleine ,knabe1 der erst zwlf ,jahre zhlte1 kmmerte sich nicht viel um das alles4 ,seine ,mutter erzhlte ihm1 da1 was sie ihm zeigten1 das ,merkwrdigste auf der ,welt sei4 ,sie sagte ihm1 da es wohl lange dauern wrde1 ehe er noch einmal so etwas zu sehen bekme4 ,in dem armen ,nazareth1 wo sie daheim waren1 gab es nichts anderes anzugucken als die grauen ,gassen4 ,ihre ,ermahnungen fruchteten aber nicht viel4 ,der kleine ,knabe sah aus1 als wre er gerne aus dem herrlichen ,tempel fortgelaufen1 wenn er dafr in der engen ,gasse in ,nazareth htte spielen drfen4 ,aber es war wunderlich3 je gleichgltiger der ,knabe sich zeigte1 desto froher und vergngter wurden die ,eltern4 ,sie nickten einander ber seinen ,kopf hinweg zu und waren eitel ,zufriedenheit4 ,endlich sah der ,kleine so mde und erschpft aus1 da er der ,mutter leid tat4 ,wir sind zu weit mit dir gegangen18 sagte sie4 ,komm1 du sollst dich ein ,weilchen ausruhen68 ,sie lie sich neben einer ,sule nieder und sagte ihm1 er solle sich auf den ,boden legen und den ,kopf in ihren ,scho betten4 ,und er tat es und schlummerte sogleich ein4 ,kaum war er eingeschlafen1 da sagte die ,frau zu dem ,manne3 ,ich habe nichts so gefrchtet wie die ,stunde1 da er ,jerusalems ,tempel betreten wrde4 ,ich glaubte1 wenn er dieses ,haus ,gottes erblickte1 wrde er fr alle ,zeit hier bleiben wollen48 ,auch mir hat vor dieser ,fahrt gebangt18 sagte der ,mann4 ,zur ,zeit1 da er geboren wurde1 geschahen mancherlei ,zeichen1 die darauf deuteten1 da er ein groer ,herrscher werden wrde4 ,aber was sollte ihm die ,knigswrde bringen als ,sorgen und ,gefahren8 ,ich habe immer gesagt1 da es das beste fr ihn wie fr uns wre1 wenn er niemals etwas andres wrde1 als ein ,zimmermann in ,nazareth48 ,seit seinem fnften ,jahre18 sagte die ,mutter nachdenklich1 sind keine ,wunder um ihn geschehen4 ,und er selber erinnert sich an nichts von dem1 was sich in seiner frhesten ,kindheit zugetragen hat4 ,er ist jetzt ganz wie ein ,kind unter andern ,kindern4 ,gottes ,wille mge vor allem geschehen1 aber ich habe fast zu hoffen begonnen1 da der ,herr in seiner ,gnade einen andern fr die groen ,schicksale erwhlen und mir meinen ,sohn lassen werde48 ,was mich betrifft18 sagte der ,mann1 so bin ich gewi1 da alles gut gehen wird1 wenn er gar nichts von den ,zeichen und ,wundern erfhrt1 die sich in seinen ersten ,lebensjahren begeben haben48 ,ich spreche nie mit ihm ber etwas von diesem ,wunderbaren18 sagte die ,frau4 ,aber ich frchte immer1 da ohne mein ,hinzutun etwas geschehen knnte1 was ihn erkennen lt1 wer er ist4 ,vor allem hatte ich ,angst1 ihn in diesen ,tempel zu fhren48 ,du kannst froh sein1 da die ,gefahr nun vorber ist18 sagte der ,mann4 ,bald haben wir ihn wieder daheim in ,nazareth48 ,ich habe mich vor den ,schriftgelehrten im ,tempel gefrchtet18 sagte die ,frau4 ,ich frchtete mich vor den ,wahrsagern1 die hier auf ihren ,matten sitzen4 ,ich glaubte1 wenn er ihnen unter die ,augen trte1 wrden sie aufstehen und sich vor dem ,kinde beugen und es als den ,knig der ,juden gren4 ,es ist seltsam1 da sie seiner ,herrlichkeit nicht gewahr werden4 ,ein solches ,kind ist ihnen noch niemals vor ,augen gekommen48 ,sie sa eine ,weile schweigend und betrachtete das ,kind4 ,ich kann es kaum verstehen18 sagte sie4 ,ich glaubte1 wenn er diese ,richter sehen wrde1 die in dem heiligen ,hause sitzen und die ,zwiste des ,volkes schlichten1 und diese ,lehrer1 die zu ihren ,jngern sprechen1 und diese ,priester1 die dem ,herrn dienen1 so wrde er erwachen und rufen3 ,hier unter diesen ,richtern1 diesen ,lehrern1 diesen ,priestern zu leben bin ich geboren4#88 ,was sollte dies wohl fr ein ,glck sein1 zwischen diesen ,sulengngen eingesperrt zu sitzen88 fiel der ,mann ein4 ,es ist besser fr ihn1 auf den ,hgeln und ,bergen rings um ,nazareth umherzuwandern48 ,die ,mutter seufzte ein wenig4 ,er ist so glcklich bei uns daheim18 sagte sie4 ,wie zufrieden ist er1 wenn er die ,schafherden auf ihren einsamen ,wanderungen begleiten darf1 oder wenn er ber die ,felder geht und der ,arbeit der ,landleute zusieht6 ,ich kann nicht glauben1 da wir unrecht gegen ihn handeln1 wenn wir versuchen1 ihn fr uns zu behalten48 ,wir ersparen ihm nur das grte ,leid18 sagte der ,mann4 ,sie fuhren fort1 so miteinander zu sprechen1 bis das ,kind aus seinem ,schlummer erwachte4 ,sieh da18 sagte die ,mutter1 hast du dich jetzt ausgeruht8 ,stehe nun auf1 denn der ,abend bricht an1 und wir mssen heim zum ,lagerplatz48 ,sie befanden sich in dem entferntesten ,teil des ,gebudes1 als sie die ,wanderung zum ,ausgang antraten4 ,nach einigen ,augenblicken hatten sie ein altes ,gewlbe zu durchschreiten1 das sich noch aus der ,zeit erhalten hatte1 als zum ersten ,male ein ,tempel an dieser ,stelle errichtet worden war1 und da1 an eine ,wand gelehnt1 stand ein altes ,kupferhorn von ungeheurer ,lnge und ,schwere gleich einer ,sule da1 damit man es an den ,mund fhre und darauf blase4 ,es stand da1 bucklig und verschrammt1 innen und auen voll ,staub und ,spinngeweben1 und von einer kaum sichtbaren ,schlinge von altertmlichen ,buchstaben umgeben4 ,tausend ,jahre mochten wohl vergangen sein1 seit jemand versucht hatte1 ihm einen ,ton zu entlocken4 ,aber als der kleine ,knabe das ungeheure ,horn erblickte1 blieb er verwundert stehen4 ,was ist das88 fragte er4 ,das ist das groe ,horn1 das die ,stimme des ,weltenfrsten genannt wird18 antwortete die ,mutter4 ,mit ihm rief ,moses die ,kinder ,israels zusammen1 als sie in der ,wste zerstreut waren4 ,nach seiner ,zeit hat niemand es vermocht1 ihm auch nur einen einzigen ,ton zu entlocken4 ,aber wer dies vermag1 wird alle ,vlker der ,erde unter seiner ,gewalt sammeln48 ,sie lchelte ber dies1 was sie fr ein altes ,mrchen hielt1 aber der kleine ,knabe blieb vor dem groen ,horn stehen1 bis sie ihn fortrief4 ,von allem1 was er in dem ,tempel gesehen1 war dieses ,horn das erste1 was ihm wohlgefiel4 ,er htte gern verweilt1 um es lange und genau anzusehen4 ,sie waren nicht lange gegangen1 als sie in einen groen1 weiten ,tempelhof kamen4 ,hier befand sich im ,berggrunde selbst eine ,kluft1 tief und weit1 so wie sie von ,urzeit an gewesen war4 ,diese ,spalte hatte ,knig ,salomo nicht ausfllen wollen1 als er den ,tempel baute4 ,keine ,brcke hatte er darber geschlagen1 kein ,gitter hatte er vor dem schwindelnden ,abgrund errichtet4 ,statt dessen hatte er ber die ,kluft eine mehrere ,ellen lange ,klinge aus ,stahl gespannt1 scharfgeschliffen1 mit der ,schneide nach oben4 ,und nach einer ,unendlichkeit von ,jahren und ,wechselfllen lag die ,klinge noch ber dem ,abgrund4 ,jetzt war sie doch beinahe verrostet1 sie war nicht mehr sicher an ihren ,endpunkten befestigt1 sondern zitterte und schaukelte sich1 sowie jemand mit schweren ,schritten ber den ,tempelhof ging4 ,als die ,mutter den ,knaben ber einen ,umweg an der ,kluft vorbeifhrte1 fragte er sie3 ,was ist dies fr eine ,brcke88 ,die ist von ,knig ,salomo hingelegt worden18 antwortete die ,mutter1 und wir nennen sie die ,paradiesbrcke4 ,wenn du diese ,kluft auf dieser zitternden ,brcke zu berschreiten vermagst1 deren ,schneide dnner ist als ein ,sonnenstrahl1 so kannst du gewi sein1 ins ,paradies zu kommen48 ,und sie lchelte und eilte weiter1 aber der ,knabe blieb stehen und betrachtete die schmale1 bebende ,stahlklinge1 bis die ,mutter nach ihm rief4 ,als er ihr gehorchte1 seufzte er1 weil sie ihm diese zwei wunderbaren ,dinge nicht frher gezeigt hatte1 so da er vollauf ,zeit gehabt htte1 sie zu betrachten4 ,sie gingen nun ohne ,aufenthalt1 bis sie den groen ,eingangsportikus mit seinen fnffachen ,sulenreihen erreichten4 ,hier standen in einer ,ecke ein paar ,sulen aus schwarzem ,marmor1 auf demselben ,fugestell so nahe aneinander aufgerichtet1 da man kaum einen ,strohhalm dazwischen durchzuschieben vermochte4 ,sie waren hoch und majesttisch1 mit reichgeschmckten ,kapitlen1 um die eine ,reihe seltsam geformter ,tierkpfe lief4 ,aber nicht ein ,zoll breit dieser schnen ,sulen war ohne ,risse und ,schrammen1 sie waren beschdigt und abgentzt wie nichts andres im ,tempel4 ,sogar der ,boden rings um sie war blankgescheuert und ein wenig ausgehhlt von den ,tritten vieler ,fe4 ,wieder hielt der ,knabe seine ,mutter an und fragte sie3 ,was sind dies fr ,sulen88 ,es sind ,sulen1 die unser ,vater ,abraham aus dem fernen ,chalda hierher nach ,palstina gebracht hat und die er die ,pforte der ,gerechtigkeit nannte4 ,wer sich zwischen ihnen durchdrngen kann1 der ist gerecht vor ,gott und hat niemals eine ,snde begangen48 ,der ,knabe blieb stehen und sah mit groen ,augen die ,sulen an4 ,du willst wohl nicht versuchen1 dich zwischen ihnen durchzuzwngen88 sagte die ,mutter und lachte4 ,du siehst1 wie ausgetreten der ,boden rings um sie ist1 von den vielen1 die versucht haben1 sich durch den schmalen ,spalt zu drngen1 aber du kannst es mir glauben1 es ist keinem gelungen4 ,spute dich nun6 ,ich hre das ,donnern der ,kupfertore1 an die die dreiig ,tempeldiener ihre ,schultern stemmen1 um sie in ,bewegung zu setzen48 ,aber die ganze ,nacht lag der kleine ,knabe im ,zelte wach1 und er sah nichts andres vor sich als die ,pforte der ,gerechtigkeit und die ,paradiesesbrcke und die ,stimme des ,weltenfrsten4 ,von so wunderbaren ,dingen hatte er nie zuvor gehrt4 ,und er konnte sie sich nicht aus dem ,kopfe schlagen4 ,und am ,morgen des nchsten ,tages erging es ihm ebenso4 ,er konnte an nichts andres denken4 ,an diesem ,morgen sollten sie die ,heimreise antreten4 ,die ,eltern hatten viel zu tun1 bis sie das ,zelt abgebrochen und einem groen ,kamel aufgeladen hatten und bis alles andere in ,ordnung kam4 ,sie sollten nicht allein fahren1 sondern in ,gesellschaft von vielen ,verwandten und ,nachbarn1 und da soviel ,leute fortziehen sollten1 ging das ,einpacken natrlich sehr langsam vonstatten4 ,der kleine ,knabe half nicht bei der ,arbeit mit1 sondern mitten in dem ,hasten und ,eilen sa er still da und dachte an die drei wunderbaren ,dinge4 ,pltzlich fiel ihm ein1 da er noch ,zeit hatte1 in den ,tempel zu gehen und sie noch einmal anzusehen4 ,da war noch viel1 was aufgeladen werden mute4 ,er knnte wohl noch vor dem ,aufbruch vom ,tempel zurckkommen4 ,er eilte von dannen1 ohne jemand zu sagen1 wohin er sich begab4 ,er glaubte nicht1 da dies ntig sei4 ,er wollte ja bald wieder da sein4 ,es whrte nicht lange1 so erreichte er den ,tempel und trat in die ,sulenhalle1 wo die zwei schwarzen ,geschwistersulen aufgestellt waren4 ,sowie er sie erblickte1 begannen seine ,augen vor ,freude zu leuchten4 ,er setzte sich auf den ,boden neben sie und starrte zu ihnen empor4 ,wenn er daran dachte1 da wer sich zwischen diesen zwei ,sulen durchdrngen knnte1 gerecht vor ,gott wre und niemals eine ,snde begangen htte1 da duchte es ihn1 da er niemals etwas so ,wunderbares geschaut htte4 ,er dachte1 wie herrlich es sein msse1 sich zwischen diesen zwei ,sulen durchdrngen zu knnen1 aber sie standen so nah nebeneinander1 da es unmglich war1 es auch nur zu versuchen4 ,so sa er wohl eine ,stunde regungslos vor den ,sulen1 aber davon wute er nichts4 ,er glaubte1 da er sie nur ein paar ,augenblicke betrachtet htte4 ,aber es begab sich1 da in der prchtigen ,sulenhalle1 in der der ,knabe sa1 die ,richter des ,hohen ,rats versammelt waren1 um dem ,volke bei seinen ,zwistigkeiten zurechtzuhelfen4 ,der ganze ,portikus war voller ,menschen1 die wegen ,grenzmarken klagten1 die man verschoben hatte1 ber ,schafe1 die aus der ,herde geraubt und mit falschen ,zeichen versehen worden waren1 ber ,schuldner1 die ihre ,schulden nicht bezahlen wollten4 ,unter allen den andern kam auch ein reicher ,mann1 der in schleppende ,purpurgewnder gekleidet war und eine arme ,witwe vor den ,richterstuhl fhrte1 die ihm einige ,sekel ,silber schuldig sein sollte4 ,die arme ,witwe jammerte und sagte1 da der ,reiche unrecht an ihr handele4 ,sie htte ihm schon einmal ihre ,schuld bezahlt1 nun wolle er sie zwingen1 es noch einmal zu tun1 aber das vermge sie nicht4 ,sie wre so arm1 da sie1 wenn die ,richter sie verurteilten1 zu bezahlen1 gezwungen wre1 dem ,reichen ihre ,tchter als ,sklavinnen zu geben4 ,der zuhchst auf dem ,richterstuhle sa1 wendete sich an den reichen ,mann und sprach zu ihm3 ,wagst du einen ,eid darauf zu leisten1 da diese arme ,frau dir das ,geld noch nicht bezahlt hat88 ,da antwortete der ,reiche3 ,herr1 ich bin ein reicher ,mann4 ,sollte ich mir die ,mhe machen1 mein ,geld von dieser armen ,witwe zu fordern1 wenn ich nicht das ,recht dazu htte8 ,ich schwre dir1 so gewi niemand je durch die ,pforte der ,gerechtigkeit wandern wird1 so gewi ist mir diese ,frau die ,summe schuldig1 die ich begehre48 ,als die ,richter diesen ,eid vernahmen1 glaubten sie seinen ,worten und fllten den ,spruch1 da die arme ,witwe ihre ,tchter als ,sklavinnen hingeben solle4 ,aber der kleine ,knabe sa dicht daneben und hrte das alles4 ,er dachte bei sich selbst3 ,wie gut wre es doch1 wenn jemand sich durch die ,pforte der ,gerechtigkeit drngen knnte6 ,dieser ,reiche hat sicherlich nicht die ,wahrheit gesprochen4 ,wie jammert mich die alte ,frau1 die ihre ,tchter als ,sklavinnen hingeben mu4 ,er sprang auf das ,fugestell1 von dem die beiden ,sulen in die ,hhe strebten und blickte durch die ,spalte4 ,ach1 da es doch nicht so ganz unmglich wre6 dachte er4 ,er war so betrbt um der armen ,frau willen4 ,nun dachte er gar nicht daran1 da wer sich durch dieses ,tor zu drngen vermchte1 gerecht und ohne ,snde wre4 ,er wollte nur um des armen ,weibes willen hindurchkommen4 ,er stemmte seine ,schulter in die ,vertiefung zwischen den ,sulen1 gleichsam1 um sich einen ,weg zu bahnen4 ,in diesem ,augenblicke sahen alle ,menschen1 die in der ,sulenhalle standen1 zur ,pforte der ,gerechtigkeit hin4 ,denn es donnerte in den ,gewlben1 und es rauschte in den alten ,sulen1 und sie schoben sich zur ,seite1 eine nach rechts und eine nach links1 und lieen einen so groen ,raum frei1 da der schlanke ,krper des ,knaben zwischen ihnen durchschlpfen konnte4 ,da entstand groes ,staunen und ,aufsehen4 ,im ersten ,augenblick wute niemand1 was er sagen sollte4 ,die ,leute standen nur und starrten den kleinen ,knaben an1 der ein so groes ,wunder vollbracht hatte4 ,der erste1 der seine ,fassung wieder erlangte1 war der lteste unter den ,richtern4 ,er rief1 man solle den reichen ,kaufmann ergreifen und ihn vor den ,richterstuhl fhren4 ,und er verurteilte ihn1 sein ganzes ,hab und ,gut der armen ,witwe zu geben1 weil er falsch geschworen hatte in ,gottes ,tempel4 ,als dies abgetan war1 fragte der ,richter nach dem ,knaben1 der die ,pforte der ,gerechtigkeit durchschritten hatte1 aber da die ,menschen sich nach ihm umsahen1 war er verschwunden4 ,denn in demselben ,augenblick1 wo die ,sulen auseinanderglitten1 war er wie aus einem ,traum erwacht1 und er hatte sich an seine ,eltern und die ,heimreise erinnert4 ,jetzt mu ich von hier forteilen1 damit meine ,eltern nicht auf mich warten1 dachte er4 ,aber er wute gar nicht1 da er eine volle ,stunde vor der ,pforte der ,gerechtigkeit zugebracht hatte1 sondern er whnte1 nur ein paar ,minuten dort verweilt zu haben1 darum meinte er1 da er wohl noch ,zeit htte1 einen ,blick auf die ,paradiesesbrcke zu werfen1 ehe er den ,tempel verliee4 ,und auf leichten ,fen glitt er durch die ,volksmenge und kam auf die ,paradiesesbrcke1 die in einem ganz andern ,teile des groen ,tempels gelegen war4 ,aber als er die scharfe ,stahlklinge sah1 die sich ber die ,kluft spannte1 und daran dachte1 da der ,mensch1 der ber diese ,brcke wandern knnte1 gewi wre1 ins ,paradies zu kommen1 da duchte es ihn1 da dies das ,merkwrdigste wre1 was er je geschaut htte1 und er setzte sich an den ,rand der ,kluft1 um die ,stahlklinge zu betrachten4 ,da sa er und dachte1 wie lieblich es sein mte1 ins ,paradies zu kommen und wie gern er ber diese ,brcke gehen wolle4 ,aber zugleich sah er1 da es ganz unmglich war1 dies auch nur zu versuchen4 ,so sa er zwei ,stunden und grbelte1 aber er wute nicht1 da soviel ,zeit vergangen war4 ,er sa nur und dachte an das ,paradies4 ,aber es war so1 da auf dem ,hofe1 wo die tiefe ,kluft sich befand1 ein groer ,opferaltar stand1 und um ihn herum gingen weigekleidete ,priester1 die das ,feuer auf dem ,altar hteten und ,opfergaben in ,empfang nahmen4 ,auf dem ,hofe standen auch viele1 die opferten1 und eine groe ,menge1 die dem ,gottesdienste nur zusah4 ,kam da auch ein armer1 alter ,mann gegangen1 der ein ,lmmchen trug1 das sehr klein und mager war und obendrein noch von einem ,hunde gebissen worden war1 so da es eine groe ,wunde hatte4 ,der ,mann ging mit diesem ,lamme zu den ,priestern und bat sie1 es opfern zu drfen1 aber sie schlugen es ihm ab4 ,sie sagten ihm1 eine so armselige ,gabe knne er dem ,herrn nicht darbringen4 ,der ,alte bat1 sie mchten doch um der ,barmherzigkeit willen das ,lamm annehmen1 denn sein ,sohn liege krank auf den ,tod1 und er besitze nichts andres1 was er ,gott fr seine ,genesung opfern knnte4 ,ihr mt es mich opfern lassen18 sagte er1 sonst kommt mein ,gebet nicht vor ,gottes ,angesicht1 und mein ,sohn stirbt48 ,du kannst mir glauben1 da ich ,mitleid mit dir habe18 sagte der ,priester1 aber das ,gesetz verbietet uns1 ein verletztes ,tier zu opfern4 ,es ist ebenso unmglich1 deiner ,bitte zu willfahren1 wie es unmglich ist1 die ,paradiesesbrcke zu berschreiten48 ,der kleine ,knabe sa so nah1 da er das alles hrte4 ,er dachte gleich1 wie schade es doch wre1 da niemand die ,brcke zu berschreiten vermochte4 ,vielleicht knnte der ,arme seinen ,sohn behalten1 wenn das ,lamm geopfert wrde4 ,der alte ,mann ging betrbt vom ,tempelhofe fort1 aber der ,knabe erhob sich1 schritt auf die zitternde ,brcke zu und setzte seinen ,fu darauf4 ,er dachte gar nicht daran1 hinbergehen zu wollen1 um des ,paradieses gewi zu sein4 ,seine ,gedanken weilten bei dem ,armen1 dem er zu helfen wnschte4 ,aber er zog den ,fu wieder zurck1 denn er dachte3 es ist unmglich4 ,sie ist gar zu alt und rostig1 sie knnte mich nicht einmal tragen4 ,aber noch einmal schweiften seine ,gedanken zu dem ,armen1 dessen ,sohn krank auf den ,tod lag4 ,wieder setzte er den ,fu auf die ,schwertklinge4 ,da merkte er1 da sie zu zittern aufhrte und sich unter seinem ,fue breit und fest anfhlte4 ,und als er den nchsten ,schritt darauf machte1 fhlte er1 da die ,luft rings umher ihn untersttzte1 so da er nicht fallen konnte4 ,sie trug ihn1 als wenn er ein ,vogel wre und ,flgel htte4 ,aber aus der gespannten ,klinge lste sich zitternd ein holder ,ton1 wie der ,knabe darber hinschritt1 und einer von denen1 die auf dem ,hofe standen1 wendete sich um1 da er den ,ton vernahm4 ,er stie einen ,ruf aus1 und jetzt wendeten sich auch alle die andern1 und sie gewahrten den kleinen ,knaben1 der ber die ,stahlklinge geschritten kam4 ,da gerieten alle1 die da standen1 in groe ,verwunderung und ,bestrzung4 ,die ersten1 die sich faten1 waren die ,priester4 ,sie sendeten sogleich einen ,boten nach dem ,armen1 und als dieser zurckkam1 sagten sie zu ihm3 ,gott hat ein ,wunder getan1 um uns zu zeigen1 da er deine ,gabe empfangen will4 ,gib dein ,lamm her1 wir wollen es opfern68 ,als dies geschehen war1 fragten sie nach dem kleinen ,knaben1 der ber die ,kluft gewandert war4 ,aber als sie sich nach ihm umsahen1 konnten sie ihn nicht finden4 ,denn gerade1 als der ,knabe die ,kluft berschritten hatte1 hatte er an die ,heimreise und die ,eltern denken mssen4 ,er wute nicht1 da der ,morgen und der ,vormittag schon verstrichen waren1 sondern er dachte3 ,ich mu mich jetzt sputen1 heimzukommen1 damit sie nicht zu warten brauchen4 ,ich will nur erst noch forteilen und einen ,blick auf die ,stimme des ,weltenfrsten werfen4 ,und er schlich sich zwischen dem ,volke durch und eilte auf leichten ,sohlen nach dem halbdunkeln ,sulengang1 wo das ,kupferhorn an die ,wand gelehnt stand4 ,als er es sah und bedachte1 da wer ihm einen ,ton entlocken konnte1 alle ,vlker der ,erde unter seiner ,herrschaft versammeln wrde1 da duchte es ihn1 da er niemals etwas so ,merkwrdiges gesehen htte1 und er setzte sich daneben nieder und betrachtete es4 ,er dachte1 wie gro es sein mte1 alle ,menschen der ,erde zu gewinnen1 und wie sehnlich er sich wnschte1 in das alte ,horn blasen zu knnen4 ,aber er sah ein1 da dies unmglich wre1 und so wagte er nicht einmal den ,versuch4 ,so sa er mehrere ,stunden1 aber er wute nicht1 da die ,zeit verstrich4 ,er dachte nur daran1 was fr ein ,gefhl es sein mte1 alle ,menschen der ,erde unter seiner ,herrschaft zu sammeln4 ,aber es war so1 da in diesem khlen ,sulengang ein heiliger ,mann sa und seine ,schler unterwies4 ,und er wendete sich jetzt an einen der ,jnglinge1 die zu seinen ,fen saen1 und sagte ihm1 da er ein ,betrger sei4 ,der ,geist htte ihm verraten1 sagte der ,heilige1 da dieser ,jngling ein ,fremder sei und kein ,israelit4 ,und nun fragte ihn der ,heilige1 warum er sich unter einem falschen ,namen unter seine ,jnger eingeschlichen htte4 ,da erhob sich der fremde ,jngling und sagte1 er sei durch ,wsten gepilgert und ber groe ,meere gezogen1 um die wahre ,weisheit und die ,lehre des einzigen ,gottes verknden zu hren4 ,meine ,seele verschmachtete vor ,sehnsucht18 sagte er zu dem ,heiligen4 ,aber ich wute1 da du mich nicht unterrichten wrdest1 wenn ich nicht sagte1 da ich ein ,israelit sei4 ,darum belog ich dich1 auf da meine ,sehnsucht gestillt wrde4 ,und ich bitte dich1 la mich bei dir bleiben48 ,aber der ,heilige stand auf und streckte die ,arme zum ,himmel empor4 ,ebensowenig sollst du bei mir bleiben1 als jemand auferstehen wird und auf dem groen ,kupferhorn blasen1 das wir die ,stimme des ,weltenfrsten nennen4 ,es ist dir nicht einmal gestattet1 diese ,stelle des ,tempels zu betreten1 weil du ein ,heide bist4 ,eile von hinnen1 sonst werden meine andern ,schler sich auf dich strzen und dich in ,stcke reien1 denn deine ,gegenwart schndet den ,tempel48 ,aber der ,jngling stand still und sprach3 ,ich will nirgends hingehen1 wo meine ,seele keine ,nahrung findet4 ,lieber will ich hier zu deinen ,fen sterben48 ,kaum hatte er dies gesagt1 als die ,schler des ,heiligen aufsprangen1 um ihn zu vertreiben4 ,und als er sich zur ,wehr setzte1 warfen sie ihn zu ,boden und wollten ihn tten4 ,aber der ,knabe sa ganz nahe1 so da er alles sah und hrte1 und er dachte3 ,dies ist eine groe ,hartherzigkeit4 ,ach1 knnte ich doch in das ,kupferhorn blasen1 dann wre ihm geholfen4 ,er stand auf und legte seine ,hand auf das ,horn4 ,in diesem ,augenblick wnschte er nicht mehr1 es an seine ,lippen heben zu knnen1 weil wer dies vermchte1 ein groer ,herrscher werden wrde1 sondern weil er hoffte1 einem beistehen zu knnen1 dessen ,leben in ,gefahr war4 ,und er umklammerte das ,kupferhorn mit seinen kleinen ,hndchen und versuchte es zu heben4 ,da fhlte er1 da das ungeheure ,horn sich von selbst zu seinen ,lippen hob4 ,und wie er nur atmete1 drang ein starker1 klingender ,ton aus dem ,horn und schallte durch den ganzen groen ,tempelraum4 ,da wandten alle ihre ,blicke hin1 und sie sahen1 da es ein kleiner ,knabe war1 der mit dem ,horn an seinen ,lippen dastand und ihm ,tne entlockte1 die die ,wlbungen und ,sulen erzittern lieen4 ,allsogleich senkten sich da alle ,hnde1 die sich erhoben hatten1 um den fremden ,jngling zu schlagen1 und der heilige ,lehrer sprach zu ihm3 ,komm und setz dich hier zu meinen ,fen1 wo du frher gesessen hast6 ,gott hat ein ,wunder getan1 um mir zu zeigen1 da es sein ,wunsch ist1 da du in seine ,anbetung eingeweiht werdest48 99 99 99 99 99 ,als der ,tag zur ,neige ging1 wanderten ein ,mann und ein ,weib mit eiligen ,schritten auf ,jerusalem zu4 ,sie sahen erschrocken und unruhig aus1 und sie riefen jedem1 den sie trafen1 zu3 ,wir haben unseren ,sohn verloren4 ,wir glaubten1 er sei mit unsern ,verwandten und ,nachbarn gegangen1 aber keiner von ihnen hat ihn gesehen4 ,ist jemand von euch unterwegs an einem einsamen ,kinde vorbeigekommen88 ,die ,leute1 die von ,jerusalem kamen1 antworteten ihnen3 ,nein1 euern ,sohn haben wir nicht gesehen1 aber im ,tempel haben wir das schnste ,kind geschaut4 ,es war wie ein ,engel des ,himmels1 und es ist durch die ,pforte der ,gerechtigkeit gewandelt48 ,sie htten gern dies alles haarklein erzhlt1 doch die ,eltern hatten nicht ,zeit1 ihnen zuzuhren4 ,als sie ein ,stck weit gegangen waren1 trafen sie andre ,menschen und befragten diese4 ,aber die von ,jerusalem kamen1 wollten nur von dem allerschnsten ,kinde erzhlen1 das aussehe1 als wre es vom ,himmel herabgestiegen1 und das die ,paradiesesbrcke berschritten htte4 ,sie wren gern stehen geblieben und htten bis zum spten ,abend davon gesprochen1 allein der ,mann und die ,frau hatten nicht ,zeit1 ihnen zu lauschen1 sondern sie eilten in die ,stadt4 ,sie gingen straauf und straab1 ohne das ,kind zu finden4 ,endlich kamen sie zum ,tempel4 ,als sie dort vorbeigingen1 sagte die ,frau3 ,da wir nun hier sind1 so la uns doch eintreten und sehen1 was fr ein ,kind das ist1 von dem sie sagen1 es sei vom ,himmel herabgestiegen68 ,sie traten ein und fragten1 wo sie das ,kind sehen knnten4 ,geht geradeaus1 dorthin1 wo die heiligen ,lehrer mit ihren ,schlern sitzen4 ,dort ist das ,kind4 ,die alten ,mnner haben ihn in ihre ,mitte gesetzt1 sie fragen ihn1 und er fragt sie1 und sie verwundern sich alle ber ihn4 ,aber alles ,volk steht unten auf dem ,tempelhofe1 um nur einen ,schimmer dessen zu sehen1 der die ,stimme des ,weltenfrsten an seine ,lippen gefhrt hat48 ,der ,mann und die ,frau bahnten sich einen ,weg durch den ,volkshaufen1 und sie sahen1 da das ,kind1 das unter den weisen ,lehrern sa1 ihr ,sohn war4 ,aber sowie die ,frau das ,kind wiedererkannte1 fing sie zu weinen an4 ,und der ,knabe1 der unter den weisen ,mnnern sa1 hrte1 da jemand weinte1 und er erkannte1 da es seine ,mutter war4 ,da stand er auf und kam zu seiner ,mutter1 und ,vater und ,mutter nahmen ihn in ihre ,mitte und wanderten mit ihm aus dem ,tempel fort4 ,aber die ganze ,zeit hrte die ,mutter nicht auf zu weinen1 und das ,kind fragte sie3 ,warum weinest du8 ,ich kam ja zu dir1 wie ich nur deine ,stimme hrte48 ,wie sollte ich nicht weinen88 sagte die ,mutter4 ,ich glaubte1 du seist fr mich verloren48 ,sie gingen aus der ,stadt1 und die ,dunkelheit brach an1 und noch immer weinte die ,mutter4 ,warum weinst du88 sagte das ,kind4 ,ich wute nichts davon1 da der ,tag verstrichen war4 ,ich glaubte1 es sei noch ,morgen1 und ich kam zu dir1 wie ich nur deine ,stimme hrte48 ,wie sollte ich nicht weinen88 sagte die ,mutter4 ,ich habe dich den ganzen ,tag gesucht4 ,ich glaubte1 du seist fr mich verloren48 ,sie wanderten die ganze ,nacht1 und immer weinte die ,mutter4 ,da der ,morgen zu grauen begann1 sagte das ,kind3 ,warum weinst du8 ,ich habe nicht nach eignem ,ruhm getrachtet1 aber ,gott hat mich das ,wunder vollbringen lassen1 weil er diesen drei armen ,menschen helfen wollte4 ,und wie ich nur deine ,stimme hrte1 kam ich wieder zu dir48 ,mein ,sohn18 antwortete die ,mutter1 ich weine1 weil du gleichwohl fr mich verloren bist4 ,du wirst mir nie mehr angehren4 ,von ,stund an wird deines ,daseins ,streben ,gerechtigkeit sein1 und deine ,sehnsucht das ,paradies1 und deine ,liebe wird alle die armen ,menschen umfassen1 die die ,erde erfllen48 ,illustration ,illustration ,das ,schweituch der heiligen ,veronika ,illustration ,i ,in einem der letzten ,jahre der ,regierung des ,kaisers ,tiberius begab es sich1 da ein armer ,winzer und sein ,weib sich in einer einsamen ,htte hoch oben in den ,sabiner ,bergen niederlieen4 ,sie waren ,fremdlinge und lebten in der grten ,einsamkeit1 ohne je den ,besuch eines ,menschen zu empfangen4 ,aber eines ,morgens1 als der ,arbeiter seine ,tre ffnete1 fand er zu seinem ,staunen1 da eine alte ,frau zusammengekauert auf der ,schwelle sa4 ,sie war in einen schlichten1 grauen ,mantel gehllt und sah aus1 als wre sie sehr arm4 ,und dennoch erschien sie ihm1 als sie sich erhob und ihm entgegentrat1 so ehrfurchtgebietend1 da er daran denken mute1 was die ,sagen von ,gttinnen erzhlen1 die in der ,gestalt einer alten ,frau die ,menschen heimsuchen4 ,mein ,freund18 sagte die ,alte zu dem ,winzer1 wundere dich nicht darber1 da ich heute nacht auf deiner ,schwelle geschlafen habe4 ,meine ,eltern haben in dieser ,htte gewohnt1 und hier wurde ich vor fast neunzig ,jahren geboren4 ,ich hatte erwartet1 sie leer und verlassen zu finden4 ,ich wute nicht1 da aufs neue ,menschen ,besitz davon ergriffen hatten48 ,ich wundre mich nicht1 da du glaubtest1 da eine ,htte1 die so hoch zwischen diesen einsamen ,felsen liegt1 leer und verlassen stehen wrde18 sagte der ,winzer4 ,aber ich und mein ,weib1 wir sind aus einem fernen ,lande1 und wir armen ,fremdlinge haben keine bessere ,wohnsttte finden knnen4 ,und dir1 die nach der langen ,wandrung1 die du in deinem hohen ,alter unternommen hast1 mde und hungrig sein mu1 drfte es willkommener sein1 da die ,htte von ,menschen bewohnt ist1 anstatt von den ,wlfen der ,sabiner ,berge4 ,du findest jetzt doch ein ,bett drinnen1 um darauf zu ruhen1 sowie eine ,schale ,ziegenmilch und einen ,laib ,brot1 wenn du damit vorlieb nehmen willst48 ,die ,alte lchelte ein wenig1 aber dieses ,lcheln war so flchtig1 da es den ,ausdruck schweren ,kummers nicht zu zerstreuen vermochte1 der auf ihrem ,gesicht ruhte4 ,ich habe meine ganze ,jugend hier oben in den ,bergen verlebt18 sagte sie4 ,ich habe die ,kunst noch nicht verlernt1 einen ,wolf aus seiner ,hhle zu vertreiben48 ,und sie sah wirklich so stark und krftig aus1 da der ,arbeiter nicht daran zweifelte1 da sie trotz ihres hohen ,alters noch ,strke genug bese1 um es mit den wilden ,tieren des ,waldes aufzunehmen4 ,er wiederholte jedoch sein ,anerbieten1 und die ,alte trat in die ,htte ein4 ,sie lie sich zu der ,mahlzeit der armen ,leute nieder und nahm ohne ,zgern daran teil4 ,aber obgleich sie sehr zufrieden damit schien1 grobes in ,milch aufgeweichtes ,brot essen zu drfen1 dachten doch der ,mann und die ,frau3 ,woher kann diese alte ,wandrerin kommen8 ,sie hat gewi fter ,fasane von ,silberschsseln gespeist1 als ,ziegenmilch aus irdnen ,schalen getrunken4 ,zuweilen erhob sie die ,augen vom ,tische und sah sich um1 als wolle sie versuchen1 sich wieder in der ,htte zurechtzufinden4 ,die drftige ,behausung mit den nackten ,lehmwnden und dem gestampften ,boden war sicherlich nicht sehr verndert4 ,sie zeigte sogar ihren ,wirtsleuten1 da an der ,wand noch ein paar ,spuren von ,hunden und ,hirschen sichtbar waren1 die ihr ,vater dorthin gezeichnet hatte1 um seinen kleinen ,kindern eine ,freude zu machen4 ,und hoch oben auf einem ,brett glaubte sie die ,scherben eines ,tongefes zu sehen1 in das sie selbst einst ,milch zu melken pflegte4 ,aber der ,mann und sein ,weib dachten bei sich selbst3 ,es mag freilich wahr sein1 da sie in dieser ,htte geboren ist1 aber sie hat doch im ,leben so manches andre zu bestellen gehabt als ,ziegen melken und ,butter und ,kse bereiten4 ,sie merkten auch1 da sie oft mit ihren ,gedanken weit weg war und da sie jedesmal1 wenn sie wieder zu sich selbst zurckkam1 schwer und kummervoll seufzte4 ,endlich erhob sie sich von der ,mahlzeit4 ,sie dankte freundlich fr die ,gastfreundschaft1 die sie genossen hatte1 und ging auf die ,tr zu4 ,aber da duchte sie den ,winzer so beklagenswert einsam und arm1 da er ausrief3 ,wenn ich mich nicht irre1 war es keineswegs deine ,absicht1 als du gestern ,nacht heraufstiegst1 diese ,htte so bald zu verlassen4 ,wenn du wirklich so arm bist1 wie es den ,anschein hat1 dann wird es wohl deine ,meinung gewesen sein1 alle die ,jahre1 die du noch zu leben hast1 hierzubleiben4 ,aber jetzt willst du gehen1 weil wir1 mein ,weib und ich1 schon von der ,htte ,besitz genommen haben48 ,die ,alte leugnete nicht1 da er richtig geraten hatte4 ,aber diese ,htte1 die so viele ,jahre verlassen gestanden hat1 gehrt dir ebensogut wie mir18 sagte sie4 ,ich habe kein ,recht1 dich von hier zu vertreiben48 ,es ist aber doch deiner ,eltern ,htte18 sagte der ,winzer1 und du hast sicherlich mehr ,anspruch darauf als ich4 ,wir sind berdies jung1 und du bist alt4 ,darum sollst du bleiben1 und wir werden gehen48 ,als die ,alte diese ,worte hrte1 war sie ganz erstaunt4 ,sie wendete sich auf der ,schwelle um und starrte den ,mann an1 als wenn sie nicht verstnde1 was er mit seinen ,worten meinte4 ,aber nun mischte sich das junge ,weib ins ,gesprch4 ,wenn ich mitzureden htte18 sagte sie zu dem ,manne1 wrde ich dich bitten1 diese alte ,frau zu fragen1 ob sie uns nicht als ihre ,kinder ansehen und uns erlauben will1 bei ihr zu bleiben und sie zu pflegen4 ,welchen ,nutzen htte sie davon1 wenn wir ihr diese elende ,htte schenkten und sie dann allein lieen8 ,es wre furchtbar fr sie1 einsam in der ,wildnis zu hausen4 ,und wovon sollte sie leben8 ,es wre dasselbe1 als wollten wir sie dem ,hungertode preisgeben48 ,aber die ,alte trat auf den ,mann und die ,frau zu und betrachtete sie prfend4 ,warum sprecht ihr so88 fragte sie4 ,warum beweist ihr mir ,barmherzigkeit8 ,ihr seid doch ,fremde48 ,da antwortete ihr die junge ,frau3 ,darum1 weil uns selbst einmal die groe ,barmherzigkeit begegnet ist48 ,,ii ,so kam es1 da die alte ,frau in der ,htte des ,winzers wohnte1 und sie fate groe ,freundschaft fr die jungen ,menschen4 ,aber dennoch sagte sie ihnen niemals1 woher sie kam oder wer sie war1 und sie begriffen1 da sie es nicht gut aufgenommen htte1 wenn sie sie danach gefragt htten4 ,aber eines ,abends1 als die ,arbeit getan war und sie alle drei auf der groen1 flachen ,felsplatte saen1 die vor dem ,eingang lag1 und ihr ,abendbrot verzehrten1 erblickten sie einen alten ,mann1 der den ,pfad heranstieg4 ,es war ein hoher1 krftig gebauter ,mann mit so breiten ,schultern wie ein ,ringer4 ,sein ,gesicht trug einen dstern1 herben ,ausdruck4 ,die ,stirn ragte ber den tiefliegenden ,augen vor1 und die ,linien des ,mundes drckten ,bitterkeit und ,verachtung aus4 ,er ging in gerader ,haltung und mit raschen ,bewegungen4 ,der ,mann trug ein schlichtes ,gewand1 und der ,winzer dachte1 sobald er ihn erblickt hatte3 ,das ist ein alter ,legionr1 einer1 der seinen ,abschied aus dem ,dienste bekommen hat und nun auf der ,wanderung nach seiner ,heimat begriffen ist4 ,als der ,fremde an die ,essenden herangekommen war1 blieb er wie unschlssig stehen4 ,der ,arbeiter1 der wute1 da der ,weg ein kleines ,stck oberhalb der ,htte ein ,ende hatte1 legte den ,lffel nieder und rief ihm zu3 ,hast du dich verirrt1 ,fremdling1 da du hierher zu dieser ,htte kommst8 ,niemand pflegt sich die ,mhe zu machen1 hier heraufzuklettern1 es sei denn1 er htte eine ,botschaft an einen von uns1 die wir hier wohnen48 ,whrend er so fragte1 trat der ,fremdling nher4 ,ja1 es ist so1 wie du sagst18 antwortete er1 ich habe den ,weg verloren1 und jetzt wei ich nicht1 wohin ich meine ,schritte lenken soll4 ,wenn du mich hier ein ,weilchen ruhen lt und mir dann sagst1 welchen ,weg ich gehen mu1 um zu einem ,landgut zu kommen1 will ich dir dankbar sein48 ,mit diesen ,worten lie er sich auf einem der ,steine nieder1 die vor der ,htte lagen4 ,die junge ,frau fragte ihn1 ob er nicht an ihrer ,mahlzeit teilnehmen wolle1 doch dies lehnte er mit einem ,lcheln ab4 ,hingegen zeigte es sich1 da er sehr geneigt war1 mit ihnen zu plaudern1 indes sie aen4 ,er fragte die jungen ,menschen nach ihrer ,lebensweise und ihrer ,arbeit1 und sie antworteten ihm frhlich und rckhaltlos4 ,aber auf einmal wendete sich der ,arbeiter an den ,fremden und begann ihn auszufragen3 ,du siehst1 wie abgeschieden und einsam wir leben18 sagte er4 ,es ist wohl schon ein ,jahr her1 seit ich mit andern als ,hirten und ,winzern gesprochen habe4 ,kannst du1 der ja wohl aus irgend einem ,feldlager kommt1 uns nicht ein wenig von ,rom und vom ,kaiser erzhlen88 ,kaum hatte der ,mann dies gesagt1 als die junge ,frau merkte1 wie die ,alte ihm einen warnenden ,blick zuwarf und mit der ,hand das ,zeichen machte1 das bedeutet1 man mge wohl auf seiner ,hut sein mit dem1 was man sage4 ,der ,fremdling antwortete dann aber ganz freundlich3 ,ich sehe1 da du mich fr einen ,legionr hltst1 und du hast wirklich nicht so ganz unrecht1 obgleich ich schon vor langer ,zeit den ,dienst verlassen habe4 ,unter der ,regierung des ,tiberius hat es nicht viel ,arbeit fr uns ,kriegsleute gegeben4 ,und er war doch einmal ein groer ,feldherr4 ,das war die ,zeit seines ,glckes4 ,jetzt hat er nichts andres im ,sinn1 als sich vor ,verschwrungen zu hten4 ,in ,rom sprechen alle ,menschen davon1 da er vorige ,woche1 nur auf den allerleisesten ,verdacht hin1 den ,senator ,titius greifen und hinrichten lie48 ,der arme ,kaiser1 er wei nicht mehr1 was er tut18 rief die junge ,frau4 ,sie rang die ,hnde und schttelte bedauernd und staunend das ,haupt4 ,du hast wirklich recht18 sagte der ,fremdling1 whrend ein ,zug tiefster ,dsterkeit ber sein ,gesicht ging4 ,tiberius wei1 da alle ,menschen ihn hassen1 und dies treibt ihn noch zum ,wahnsinn48 ,was sagst du da88 rief die ,frau4 ,warum sollten wir ihn hassen8 ,wir beklagen ja nur1 da er nicht mehr ein so groer ,kaiser ist wie am ,anfang seiner ,regierung48 ,du irrst dich18 sagte der ,fremde4 ,alle ,menschen verachten und hassen ,tiberius4 ,warum sollten sie es nicht8 ,er ist ja nur ein grausamer1 schonungsloser ,tyrann4 ,und in ,rom glaubt man1 da er in ,zukunft noch unverbesserlicher sein wird als bisher48 ,hat sich denn etwas ereignet1 was ihn zu einem noch rgern ,ungeheuer machen knnte1 als er schon ist88 fragte der ,mann4 ,als er dies sagte1 merkte die ,frau1 da die ,alte ihm abermals ein warnendes ,zeichen machte1 aber so verstohlen1 da er es nicht sehen konnte4 ,der ,fremdling antwortete freundlich1 aber gleichzeitig huschte ein eigentmliches ,lcheln um seine ,lippen4 ,du hast vielleicht gehrt1 da ,tiberius bis jetzt in seiner ,umgebung einen ,freund gehabt hatte1 dem er vertrauen konnte und der ihm immer die ,wahrheit sagte4 ,alle andern1 die an seinem ,hofe leben1 sind ,glcksjger und ,heuchler1 die seine bsen und hinterlistigen ,handlungen ebenso preisen wie seine guten und vortrefflichen4 ,es hat aber doch1 wie gesagt1 ein ,wesen gegeben1 das niemals frchtete1 ihn wissen zu lassen1 was seine ,handlungen wert waren4 ,dieser ,mensch1 der mutiger war als ,senatoren und ,feldherrn1 war des ,kaisers alte ,amme1 ,faustina48 ,jawohl1 ich habe von ihr reden hren18 sagte der ,arbeiter4 ,man sagte mir1 da der ,kaiser ihr immer groe ,freundschaft bewiesen habe48 ,ja1 ,tiberius wute ihre ,ergebenheit und ,treue zu schtzen4 ,er hat diese arme ,buerin1 die einst aus einer elenden ,htte in den ,sabinerbergen kam1 wie seine zweite ,mutter behandelt4 ,solange er selbst in ,rom weilte1 lie er sie in einem ,hause auf dem ,palatin wohnen1 um sie immer in seiner ,nhe zu haben4 ,keiner von ,roms vornehmen ,matronen ist es besser ergangen als ihr4 ,sie wurde in einer ,snfte ber die ,strae getragen1 und ihre ,kleidung war die einer ,kaiserin4 ,als der ,kaiser nach ,capreae bersiedelte1 mute sie ihn begleiten1 und er lie ihr dort ein ,landhaus voll ,sklaven und kostbaren ,hausrat kaufen48 ,sie hat es wahrlich gut gehabt18 sagte der ,mann4 ,er war es nun1 der das ,gesprch mit dem ,fremden allein weiterfhrte4 ,die ,frau sa stumm und beobachtete staunend die ,vernderung1 die mit der ,alten vorgegangen war4 ,seit dem ,kommen des ,fremden hatte sie kein ,wort gesprochen4 ,sie hatte ihr sanftes und freundliche ,aussehen ganz verloren4 ,die ,schssel hatte sie von sich geschoben und sa jetzt starr und aufrecht1 an den ,trpfosten gelehnt und blickte mit strengem1 versteinertem ,gesicht gerade vor sich hin4 ,es ist des ,kaisers ,wille gewesen1 da sie ein glckliches ,leben geniee18 sagte der ,fremdling4 ,aber trotz aller seiner ,wohltaten hat nun auch sie ihn verlassen48 ,die alte ,frau zuckte bei diesen ,worten zusammen1 doch die ,junge legte beschwichtigend die ,hand auf ihren ,arm4 ,dann begann sie mit ihrer warmen1 milden ,stimme zu sprechen4 ,ich kann doch nicht glauben1 da die alte ,faustina am ,hofe so glcklich gewesen ist1 wie du sagst18 sagte sie1 indem sie sich an den ,fremdling wendete4 ,ich bin gewi1 da sie ,tiberius so geliebt hat1 als wenn er ihr eigner ,sohn wre4 ,ich kann mir denken1 wie stolz sie auf seine edle ,jugend gewesen ist1 und ich kann auch begreifen1 welch ein ,kummer es fr sie war1 da er sich in seinem ,alter dem ,mitrauen und der ,grausamkeit berlie4 ,sie hat ihn sicherlich jeden ,tag ermahnt und gewarnt4 ,es ist furchtbar fr sie gewesen1 immer vergeblich zu bitten4 ,schlielich hat sie es nicht mehr ertragen knnen1 ihn immer tiefer und tiefer sinken zu sehen48 ,der ,fremdling beugte sich berrascht ein wenig vor1 als er diese ,worte vernahm4 ,aber das junge ,weib sah nicht zu ihm auf4 ,sie hielt die ,augen niederschlagen und sprach sehr leise und demtig4 ,du hast vielleicht recht mit dem1 was du von der alten ,frau sagst18 antwortete er4 ,faustina ist am ,hofe wirklich nicht glcklich gewesen4 ,aber es scheint doch seltsam1 da sie den ,kaiser in seinem hohen ,alter verlie1 nachdem sie ein ganzes ,menschenleben bei ihm ausgeharrt hatte48 ,was sagst du da88 rief der ,mann4 ,hat die alte ,faustina den ,kaiser verlassen88 ,sie hat sich1 ohne da jemand darum wute1 von ,capreae weggeschlichen18 sagte der ,fremde4 ,sie ist ebenso arm gegangen1 wie sie gekommen war4 ,sie hat nichts von allen ihren ,schtzen mitgenommen48 ,und wei der ,kaiser wirklich nicht1 wohin sie gegangen ist88 fragte die junge ,frau mit ihrer sanften ,stimme4 ,nein1 niemand wei mit ,bestimmtheit1 welchen ,weg die ,alte eingeschlagen hat4 ,man hlt es jedoch fr wahrscheinlich1 da sie ihre ,zuflucht in ihren heimatlichen ,bergen gesucht habe48 ,und der ,kaiser wei auch nicht1 warum sie von ihm fortgegangen ist88 fragte die junge ,frau4 ,nein1 der ,kaiser wei nichts darber4 ,er kann doch nicht glauben1 da sie ihn verlassen hat1 weil er einmal zu ihr sagte1 sie diene ihm1 um ,lohn und ,gaben zu empfangen1 sie1 wie alle andern4 ,sie wei doch1 da er niemals an ihrer ,uneigenntzigkeit gezweifelt hat4 ,er hoffte immer noch1 da sie freiwillig zu ihm zurckkehren wrde1 denn niemand wei besser als sie1 da er jetzt ganz ohne ,freunde ist48 ,ich kenne sie nicht18 sagte das junge ,weib1 aber ich glaube doch1 da ich dir sagen kann1 warum sie den ,kaiser verlassen hat4 ,diese alte ,frau ist hier in diesen ,bergen zu ,einfachheit und ,frmmigkeit erzogen worden1 und sie hat sich immer hierher zurckgesehnt4 ,sicherlich htte sie dennoch den ,kaiser nie verlassen1 wenn er sie nicht beleidigt htte4 ,aber ich begreife1 da sie nun hiernach1 da ihre ,lebenstage bald zu ,ende gehen mssen1 das ,recht zu haben meinte1 an sich selbst zu denken4 ,wenn ich eine arme ,frau aus den ,bergen wre1 htte ich vermutlich ebenso gehandelt wie sie4 ,ich htte mir gedacht1 da ich genug getan htte1 wenn ich meinem ,herrn ein ganzes ,leben lang gedient habe4 ,ich wre schlielich von ,wohlleben und ,kaisergunst fortgegangen1 um meine ,seele ,ehre und ,gerechtigkeit kosten zu lassen1 ehe sie sich von mir scheidet1 um die lange ,fahrt anzutreten48 ,der ,fremdling blickte die junge ,frau trb und schwermtig an4 ,du bedenkst nicht1 da des ,kaisers ,treiben jetzt schrecklicher werden wird denn je4 ,jetzt gibt es keinen mehr1 der ihn beruhigen knnte1 wenn ,mitrauen und ,menschenverachtung sich seiner bemchtigen4 ,denke dir dies18 fuhr er fort und bohrte seine dstern ,blicke tief in die des jungen ,weibes1 in der ganzen ,welt gibt es jetzt keinen1 den er nicht hate1 keinen1 den er nicht verachtete1 keinen48 ,als er diese ,worte bitterer ,verzweigung aussprach1 machte die ,alte eine hastige ,bewegung und wendete sich ihm zu1 aber die ,junge sah ihm fest in die ,augen und antwortete3 ,tiberius wei1 da ,faustina wieder zu ihm kommt1 wann immer er es wnscht4 ,aber zuerst mu sie wissen1 da ihre alten ,augen nicht mehr ,laster und ,schndlichkeit an seinem ,hofe schauen mssen48 ,sie hatten sich bei diesen ,worten alle erhoben1 aber der ,winzer und seine ,frau stellten sich vor die ,alte1 gleichsam um sie zu schtzen4 ,der ,fremdling sprach keine ,silbe mehr1 aber er betrachtete die ,alte mit fragenden ,blicken4 ,ist das auch dein letztes ,wort8 schien er sagen zu wollen4 ,die ,lippen der ,alten zitterten1 und die ,worte wollten sich nicht von ihnen lsen4 ,wenn der ,kaiser seine alte ,dienerin geliebt hat1 so mge er ihr auch die ,ruhe ihrer letzten ,tage gnnen18 sagte die junge ,frau4 ,der ,fremde zgerte noch1 aber pltzlich erhellte sich sein dsteres ,gesicht4 ,meine ,freunde18 sagte er1 was man auch von ,tiberius sagen mag1 es gibt doch eines1 was er besser gelernt hat1 als andre1 und das ist3 verzichten4 ,ich habe euch nur noch eines zu sagen3 ,wenn diese alte ,frau1 von der wir gesprochen haben1 diese ,htte aufsuchen sollte1 so nehmet sie gut auf6 ,des ,kaisers ,gunst ruht ber jedem1 der ihr beisteht48 ,er hllte sich in seinen ,mantel und entfernte sich auf demselben ,wege1 den er gekommen war4 ,,iii ,nach diesem ,vorfall sprachen der ,winzer und sein ,weib nie mehr mit der alten ,frau vom ,kaiser4 ,untereinander wunderten sie sich darber1 da sie in ihrem hohen ,alter die ,kraft gehabt hatte1 allem dem ,reichtum und der ,macht zu entsagen1 an die sie gewohnt war4 ,ob sie nicht doch bald zu ,tiberius zurckkehren wird8 fragten sie sich4 ,sie liebt ihn sicherlich noch4 ,in der ,hoffnung1 da dies ihn zur ,besinnung bringen und ihn bewegen werde1 sich von seiner bsen ,handlungsweise zu bekehren1 hat sie ihn verlassen4 ,ein so alter ,mann wie der ,kaiser wird niemals mehr ein neues ,leben beginnen18 sagte der ,arbeiter4 ,wie willst du seine groe ,verachtung der ,menschen von ihm nehmen8 ,wer knnte vor ihn hintreten und ihn lehren1 sie zu lieben8 ,bevor dies geschieht1 kann er nicht von seinem ,argwohn und seiner ,grausamkeit geheilt werden48 ,du weit1 da es einen gibt1 der dies in ,wahrheit vermchte18 sagte die ,frau4 ,ich denke oft daran1 wie es wre1 wenn diese ,beiden sich begegneten4 ,aber ,gottes ,wege sind nicht unsre ,wege48 ,die alte ,frau schien ihr frheres ,leben gar nicht zu entbehren4 ,nach einiger ,zeit gebar das junge ,weib ein ,kind1 und als die ,alte nun dieses zu pflegen hatte1 schien sie so zufrieden zu sein1 da man glauben konnte1 sie htte alle ihre ,sorgen vergessen4 ,jedes halbe ,jahr einmal pflegte sie sich in den langen grauen ,mantel zu hllen und nach ,rom hinunterzuwandern4 ,aber dort suchte sie keine ,menschenseele auf1 sondern ging geradewegs zum ,forum4 ,hier blieb sie vor einem kleinen ,tempel stehen1 der sich auf der einen ,seite des herrlich geschmckten ,platzes erhob4 ,dieser ,tempel bestand eigentlich nur aus einem auergewhnlich groen ,altar1 der unter offnem ,himmel auf einem marmorgepflasterten ,hofe stand4 ,auf der ,hhe des ,altars tronte ,fortuna1 die ,gttin des ,glcks1 und an seinem ,fue sah man eine ,bildsule des ,tiberius4 ,rund um den ,hof erhoben sich ,gebude fr die ,priester1 ,vorratskammern fr ,brennholz und ,stlle fr die ,opfertiere4 ,die ,wanderung der alten ,faustina erstreckte sich niemals weiter als bis zu diesem ,tempel1 den die aufzusuchen pflegten1 die um ,glck fr ,tiberius beten wollten4 ,wenn sie einen ,blick hineingeworfen und gesehen hatte1 da die ,gttin und die ,kaiserstatue mit ,blumen bekrnzt waren1 da das ,opferfeuer loderte und ,scharen ehrfrchtiger ,anbeter vor dem ,altare versammelt waren1 und wenn sie vernommen hatte1 da die leisen ,hymnen der ,priester ringsumher erklangen1 dann kehrte sie um und begab sich wieder in die ,berge4 ,so erfuhr sie1 ohne einen ,menschen fragen zu mssen1 da ,tiberius noch unter den ,lebenden weilte und da es ihm wohl erging4 ,als sie diese ,wanderung zum drittenmal antrat1 harrte ihrer eine berraschung4 ,als sie sich dem kleinen ,tempel nherte1 fand sie ihn verdet und leer4 ,kein ,feuer flammte vor dem ,bilde1 und kein einziger ,anbeter war davor zu sehen4 ,ein paar trockne ,krnze hingen noch an der einen ,seite des ,altars1 aber dies war alles1 was von seiner frheren ,herrlichkeit zeugte4 ,die ,priester waren verschwunden1 und die ,kaiserstatue1 die ohne ,hter dastand1 war beschdigt und mit ,schmutz beworfen4 ,die alte ,frau wendete sich an den ersten ,besten1 der vorberging4 ,was hat dies zu bedeuten88 fragte sie4 ,ist ,tiberius tot8 ,haben wir einen andern ,kaiser88 ,nein18 antwortete der ,rmer1 ,tiberius ist noch ,kaiser1 aber wir haben aufgehrt1 fr ihn zu beten4 ,unsere ,gebete knnen ihm nicht mehr frommen48 ,mein ,freund18 sagte die ,alte1 ich wohne weit von hier in den ,bergen1 wo man nichts davon erfhrt1 was sich drauen in der ,welt zutrgt4 ,willst du mir nicht sagen1 welches ,unglck den ,kaiser getroffen hat88 ,das furchtbarste ,unglck18 erwiderte der ,mann4 ,er ist von einer ,krankheit befallen worden1 die bisher in ,italien unbekannt war1 die aber im ,morgenlande hufig sein soll4 ,seit diese ,seuche ber den ,kaiser gekommen ist1 hat sich sein ,gesicht verwandelt1 seine ,stimme ist wie die ,stimme eines grunzenden ,tiers1 und seine ,zehen und ,finger werden zerfressen4 ,und gegen diese ,krankheit soll es kein ,mittel geben4 ,man glaubt1 da er in ein paar ,wochen tot sein wird1 wenn er aber nicht stirbt1 so mu man ihn absetzen1 denn ein so kranker1 elender ,mann kann nicht weiter regieren4 ,du begreifst also1 da sein ,schicksal besiegelt ist4 ,es ntzt nichts1 die ,gtter um ,glck fr ihn anzuflehen4 ,und es lohnt sich auch nicht18 fgte er mit leisem ,lcheln hinzu4 ,niemand hat von ihm noch etwas zu frchten oder zu hoffen4 ,warum sollten wir uns also um seinetwillen ,mhe machen88 ,er grte und ging1 doch die ,alte blieb wie betubt stehen4 ,zum erstenmal in ihrem ,leben brach sie zusammen und sah aus wie eine1 die das ,alter besiegt hat4 ,sie stand mit gebeugtem ,rcken und zitterndem ,kopfe da1 und mit ,hnden1 die kraftlos in der ,luft tasteten4 ,sie sehnte sich1 von dieser ,stelle fortzukommen1 aber sie hob die ,fe nur langsam und bewegte sich strauchelnd vorwrts4 ,sie sah sich um1 um etwas zu finden1 was sie als ,stab gebrauchen knnte4 ,nach einigen ,augenblicken gelang es ihr doch1 mit ungeheurer ,willensanstrengung die ,mattigkeit zurckzudrngen4 ,sie richtete sich wieder empor und zwang sich1 mit festen ,schritten durch die menschenerfllten ,gassen zu gehen4 ,,iv ,eine ,woche spter wanderte die alte ,faustina die steilen ,abhnge der ,insel ,capreae hinan4 ,es war ein heier ,tag1 und das furchtbare ,gefhl des ,alters und der ,mattigkeit berkam sie wieder1 whrend sie die geschlngelten ,pfade und die in die ,felsen gehauenen ,stufen erklomm1 die zu der ,villa des ,tiberius fhrten4 ,dieses ,gefhl steigerte sich noch1 als sie zu merken anfing1 wie sehr sich alles whrend der ,zeit1 die sie fern gewesen war1 verndert hatte4 ,frher waren immer groe ,scharen von ,menschen diese ,treppen hinauf und heruntergeeilt4 ,es hatte hier von ,senatoren gewimmelt1 die sich von riesigen ,lybiern tragen lieen2 von ,sendboten aus den ,provinzen1 die von langen ,sklavenzgen geleitet ankamen2 von ,stellensuchenden und von vornehmen ,mnnern1 die eingeladen waren1 an den ,festen des ,kaisers teilzunehmen4 ,aber heute waren diese ,treppen und ,gnge ganz verdet4 ,die graugrnen ,eidechsen waren die einzigen lebenden ,wesen1 die die alte ,frau auf ihrem ,wege bemerkte4 ,sie staunte1 da alles bereits zu verfallen schien4 ,die ,krankheit des ,kaisers konnte hchstens ein paar ,monate gedauert haben1 und doch war schon ,unkraut in den ,spalten zwischen den ,marmorfliesen emporgewuchert4 ,edle ,gewchse in schnen ,vasen waren schon vertrocknet1 und mutwillige ,zerstrer1 denen niemand ,einhalt getan hatte1 hatten an ein paar ,stellen die ,balustrade niedergebrochen4 ,aber am allerseltsamsten duchte sie doch die vllige ,menschenleere4 ,wenn es auch ,fremdlingen verboten war1 sich auf der ,insel sehen zu lassen1 so muten sie doch wohl noch da sein1 diese unendlichen ,scharen von ,kriegsknechten und ,sklaven1 von ,tnzerinnen und ,musikanten1 von ,kchen und ,tafeldeckern1 von ,palastwachen und ,gartenarbeitern1 die zum ,haushalt des ,kaisers gehrten4 ,erst als ,faustina die oberste ,terrasse erreichte1 erblickte sie ein paar alte ,sklaven1 die auf den ,treppenstufen vor der ,villa saen4 ,als sie sich ihnen nherte1 erhoben sie sich und neigten sich vor ihr4 ,sei gegrt1 ,faustina18 sagte der eine4 ,ein ,gott schickt dich1 um unser ,unglck zu lindern48 ,was ist dies1 ,milo88 fragte ,faustina4 ,warum ist es hier so de8 ,man hat mir doch gesagt1 da ,tiberius noch auf ,capreae weile88 ,der ,kaiser hat alle seine ,sklaven vertrieben1 weil er den ,verdacht hegt1 einer von uns habe ihm vergifteten ,wein zu trinken gegeben1 und dies habe die ,krankheit hervorgerufen4 ,er htte auch mich und ,tito fortgejagt1 wenn wir uns nicht geweigert htten1 ihm zu gehorchen4 ,und du weit doch1 da wir unser ganzes ,leben lang dem ,kaiser und seiner ,mutter gedient haben48 ,ich frage nicht nur nach ,sklaven18 sagte ,faustina4 ,wo sind die ,senatoren und ,feldherrn8 ,wo sind des ,kaisers ,vertraute und alle schmeichelnden ,speichellecker88 ,tiberius will sich nicht mehr vor ,fremden zeigen18 sagte der ,sklave4 ,der ,senator ,lucius und ,macro1 der ,anfhrer der ,leibwache1 kommen jeden ,tag her und nehmen seine ,befehle entgegen4 ,sonst darf sich ihm niemand nahen48 ,faustina hatte die ,treppe erstiegen1 um in das ,landhaus einzutreten4 ,der ,sklave schritt ihr voran1 und im ,gehen fragte sie ihn3 ,was sagen die rzte ber ,tiberii ,krankheit88 ,keiner von ihnen versteht diese ,krankheit zu behandeln4 ,sie wissen nicht einmal1 ob sie rasch oder langsam ttet4 ,aber eins kann ich dir sagen1 ,faustina1 da ,tiberius sterben mu1 wenn er sich weiter weigert1 ,nahrung zu sich zu nehmen1 aus ,furcht1 da sie vergiftet sein knnte4 ,und ich wei1 da ein kranker ,mann es nicht aushalten kann1 ,tag und ,nacht zu wachen1 wie der ,kaiser tut1 aus ,angst1 im ,schlafe ermordet zu werden4 ,wenn er dir vertrauen will wie in frhern ,tagen1 wird es dir vielleicht gelingen1 ihn zum ,essen und ,schlafen zu bewegen4 ,damit kannst du sein ,leben um viele ,tage verlngern48 ,der ,sklave fhrte ,faustina durch mehrere ,gnge und ,hfe zu einer ,terrasse1 auf der ,tiberius sich aufzuhalten pflegte1 um die ,aussicht ber die schnen ,meeresbuchten und den stolzen ,vesuv zu genieen4 ,als ,faustina die ,terrasse betrat1 sah sie dort ein grausiges ,wesen mit aufgeschwollenem ,gesicht und tierischen ,zgen4 ,seine ,hnde und ,fe waren mit weien ,binden umwickelt1 aber aus den ,binden kamen halb abgefressene ,finger und ,zehen hervor4 ,und die ,kleider dieses ,menschen waren staubig und besudelt4 ,man sah1 da er nicht imstande war1 aufrecht zu gehen1 sondern ber die ,terrasse hatte kriechen mssen4 ,er lag mit geschlossenen ,augen am uersten ,ende der ,balustrade und regte sich nicht1 als der ,sklave und ,faustina herankamen4 ,doch ,faustina flsterte dem ,sklaven1 der ihr voranschritt1 zu3 ,aber1 ,milo1 wie kann sich ein solcher ,mensch hier auf der ,kaiserterrasse aufhalten8 ,eile dich1 ihn von hier fortzuschaffen68 ,aber kaum hatte sie dies gesagt1 als sie sah1 wie der ,sklave sich vor dem liegenden1 elenden ,menschen tief zur ,erde neigte4 ,csar ,tiberius18 sagte er1 endlich habe ich dir frohe ,kunde zu bringen48 ,zugleich wendete sich der ,sklave an ,faustina1 prallte aber betroffen zurck und konnte kein ,wort mehr hervorbringen4 ,er sah nicht mehr die stolze ,matrone1 die so stark ausgesehen hatte1 da man erwarten konnte1 ihr ,alter werde dem einer ,sibylle gleichkommen4 ,in diesem ,augenblick war sie in kraftloser ,greisenhaftigkeit zusammengesunken1 und der ,sklave sah ein gebeugtes ,mtterchen mit trbem ,blick und tastenden ,hnden vor sich4 ,denn wohl hatte man ,faustina gesagt1 da der ,kaiser furchtbar verndert sei1 aber sie hatte doch keinen ,augenblick aufgehrt1 sich ihn als den krftigen ,mann zu denken1 der er gewesen war1 als sie ihn das letzte ,mal gesehen hatte4 ,sie hatte auch jemand sagen hren1 da diese ,krankheit langsam wirke1 und da sie ,jahre brauche1 um einen ,menschen zu verwandeln4 ,aber hier war sie mit solcher ,heftigkeit vorgeschritten1 da sie den ,kaiser in wenigen ,monden schon unkenntlich gemacht hatte4 ,sie wankte auf den ,kaiser zu4 ,sie vermochte nicht zu sprechen1 sondern stand stumm neben ihm und weinte4 ,bist du endlich gekommen1 ,faustina88 sagte er1 ohne die ,augen zu ffnen4 ,ich lag da und whnte1 du stndest hier und weintest ber mich4 ,ich wage nicht aufzublicken1 aus ,furcht1 da dies nur ein ,trugbild gewesen sein knnte48 ,da setzte sich die ,alte neben ihn4 ,sie hob seinen ,kopf empor und bettete ihn in ihren ,scho4 ,aber ,tiberius blieb still liegen1 ohne sie anzusehen4 ,ein ,gefhl sen ,friedens erfllte ihn1 und im nchsten ,augenblicke versank er in ruhigen ,schlummer4 ,v ,einige ,wochen spter wanderte einer der ,sklaven des ,kaisers der einsamen ,htte in den ,sabiner ,bergen zu4 ,der ,abend brach an1 und der ,winzer und seine ,frau standen in ihrer ,tr und sahen die ,sonne im fernen ,westen sinken4 ,der ,sklave bog vom ,wege ab und kam heran und grte sie4 ,dann zog er einen schweren ,beutel hervor1 der ihm im ,grtel stak und legte ihn dem ,manne in die ,hand4 ,dieses schickt dir ,faustina1 die alte ,frau1 der du ,barmherzigkeit erwiesen hast18 sagte der ,sklave4 ,sie lt dir sagen1 du mgest dir fr dieses ,geld einen eignen ,weinberg kaufen und dir eine ,wohnung erbauen1 die nicht so hoch oben in den ,lften liegt1 wie die ,horste der ,adler48 ,die alte ,faustina lebt also wirklich noch88 sagte der ,mann4 ,wir haben sie in ,klften und ,smpfen gesucht4 ,als sie nicht zu uns zurckkehrte1 glaubte ich1 sie htte in diesen elenden ,bergen den ,tod gefunden48 ,erinnerst du dich nicht18 fiel die ,frau ein1 da ich nicht glauben wollte1 da sie tot sei8 ,habe ich dir nicht gesagt1 sie wrde zum ,kaiser zurckgekehrt sein88 ,ja18 gab der ,mann zu1 so sagtest du wirklich1 und ich freue mich1 da du recht behalten hast1 nicht nur1 weil ,faustina dadurch reich genug geworden ist1 um uns aus unsrer ,armut zu retten1 sondern auch um des armen ,kaisers willen48 ,der ,sklave wollte nun sogleich ,abschied nehmen1 um bewohnte ,gegenden zu erreichen1 bevor die ,dunkelheit anbrche1 aber dies lieen die beiden ,eheleute nicht zu4 ,du mut bis zum ,morgen bei uns bleiben18 sagten sie1 wir knnen dich nicht ziehen lassen1 ehe du uns alles erzhlt hast1 was ,faustina widerfahren ist4 ,warum ist sie zum ,kaiser zurckgekehrt8 ,wie war ihre ,begegnung8 ,sind sie nun glcklich1 da sie wieder vereint sind88 ,der ,sklave gab ihren ,bitten nach4 ,er trat mit ihnen in die ,htte1 und beim ,abendbrot erzhlte er von der ,krankheit des ,kaisers und ,faustinas ,rckkehr4 ,als der ,sklave seine ,erzhlung beendet hatte1 sah er1 wie der ,mann und die ,frau regungslos und staunend sitzen blieben4 ,ihre ,blicke waren zu ,boden geschlagen1 gleichsam1 um die ,erregung nicht zu verraten1 die sich ihrer bemchtigt hatte4 ,endlich sah der ,mann auf und sagte zu seinem ,weibe3 ,glaubst du nicht1 da dies eine ,fgung ,gottes ist88 ,ja18 sagte die ,frau1 sicherlich hat uns der ,herr um dessentwillen ber das ,meer in diese ,htte gesendet4 ,gewi war dies seine ,absicht1 als er die alte ,frau an unsre ,tr fhrte48 ,sowie die ,frau diese ,worte gesprochen hatte1 wendete sich der ,winzer wieder an den ,sklaven4 ,freund18 sagte er zu ihm4 ,du sollst ,faustina eine ,botschaft von mir bringen6 ,sag ihr dies1 ,wort fr ,wort6 ,solches kndet dir dein ,freund1 der ,winzer aus den ,sabiner ,bergen4 ,du hast die junge ,frau gesehen1 die mein ,weib ist4 ,schien sie dir nicht hold in ,schnheit und blhend in ,gesundheit8 ,und doch hat diese junge ,frau einmal an derselben ,krankheit gelitten1 die nun ,tiberius befallen hat48 ,der ,sklave machte eine ,bewegung des ,staunens1 aber der ,winzer fuhr mit immer grerm ,nachdruck fort4 ,wenn ,faustina sich weigert1 meinen ,worten ,glauben zu schenken1 so sag ihr1 da meine ,frau und ich aus ,palstina in ,asien stammen1 einem ,lande1 wo diese ,krankheit hufig vorkommt4 ,und dort ist ein ,gesetz1 da die ,ausstzigen aus ,stdten und ,drfern vertrieben werden und auf den ,pltzen wohnen und ihre ,zuflucht in ,grbern und ,felsenhhlen suchen mssen4 ,sage ,faustina1 da mein ,weib von kranken ,eltern stammt und in einer ,felsenhhle geboren wurde4 ,und solange sie noch ein ,kind war1 war sie gesund1 aber als sie zur ,jungfrau heranwuchs1 wurde sie von der ,krankheit befallen48 ,als der ,winzer dies gesagt hatte1 neigte der ,sklave freundlich lchelnd das ,haupt und sagte zu ihm3 ,wie willst du1 da ,faustina dies glaube8 ,sie hat ja deine ,frau in ihrer ,gesundheit und ,blte gesehen8 ,und sie wei ja1 da es kein ,heilmittel gegen diese ,krankheit gibt48 ,doch der ,mann erwiderte3 ,es wre das beste fr sie1 wenn sie mir glauben wollte4 ,aber ich bin auch nicht ohne ,zeugen4 ,sie mge ,kundschafter hinber nach ,nazareth in ,galila senden4 ,da wird jeder ,mensch meine ,aussage besttigen68 ,ist deine ,frau vielleicht durch das ,wunderwerk irgend eines ,gottes geheilt worden88 fragte der ,sklave4 ,ja18 antwortete der ,arbeiter1 wie du sagst1 so ist es4 ,eines ,tages verbreitete sich ein ,gercht unter den ,kranken1 die in der ,wildnis wohnten3 ,sehet1 es ist ein groer ,prophet erstanden1 in der ,stadt ,nazareth in ,galila4 ,er ist voll der ,kraft von ,gottes ,geist1 und er kann eure ,krankheit heilen1 wenn er nur seine ,hand auf eure ,stirn legt4#8 ,aber die ,kranken1 die in ihrem ,elend lagen1 wollten nicht glauben1 da dieses ,gercht ,wahrheit sei4 ,uns kann niemand heilen1#8 sagten sie4 ,seit den ,tagen der groen ,propheten hat niemand einen von uns aus seinem ,unglck retten knnen4#8 ,aber es war eine unter ihnen1 die glaubte1 und diese eine war eine ,jungfrau4 ,sie ging von den andern fort1 um den ,weg in die ,stadt ,nazareth zu suchen1 wo der ,prophet weilte4 ,und eines ,tages1 als sie ber weite ,ebnen wanderte1 begegnete sie einem ,manne1 der hochgewachsen war und ein bleiches ,gesicht hatte1 und dessen ,haar in blanken1 schwarzen ,locken lag4 ,seine dunkeln ,augen leuchteten gleich ,sternen und zogen sie zu ihm hin4 ,aber bevor sie sich noch begegneten1 rief sie ihm zu3 ,komm mir nicht nahe1 denn ich bin eine ,unreine1 aber sage mir1 wo kann ich den ,propheten aus ,nazareth finden8#8 ,aber der ,mann fuhr fort1 ihr entgegenzugehen1 und als er dicht vor ihr stand1 sagte er3 -- ,warum suchest du den ,propheten aus ,nazareth8#8 -- ,ich suche ihn1 auf da er seine ,hand auf meine ,stirn lege und mich von meiner ,krankheit heile4#8 ,da trat der ,mann heran und legte seine ,hand auf ihre ,stirn4 -- ,aber sie sprach zu ihm3 ,was frommt es mir1 da du deine ,hand auf meine ,stirn legst8 ,du bist doch kein ,prophet8#8 -- ,da lchelte er ihr zu und sagte3 ,gehe jetzt zur ,stadt1 die dort auf dem ,bergesabhang liegt und zeige dich den ,priestern4#8 ,die ,kranke dachte bei sich selbst3 ,er treibt seinen ,spott mit mir1 weil ich glaube1 da ich geheilt werden kann4 ,von ihm kann ich nicht erfahren1 was ich wissen will4 ,und sie ging weiter4 ,gleich darauf sah sie einen ,mann1 der zur ,jagd auszog1 ber das weite ,feld reiten4 ,als er ihr so nah gekommen war1 da er sie hren konnte1 rief sie ihm zu3 ,komme nicht zu mir her1 denn ich bin eine ,unreine1 aber sage mir1 wo ich den ,propheten aus ,nazareth finden kann8#8 -- ,was willst du von dem ,propheten8#8 fragte sie der ,mann und ritt langsam auf sie zu4 -- ,ich will nur1 da er seine ,hand auf meine ,stirn lege und mich gesund mache von meiner ,krankheit4#8 ,aber der ,mann ritt noch nher4 -- ,von welcher ,krankheit willst du geheilt werden8#8 sagte er4 ,du bedarfst doch keines ,arztes4#8 -- ,siehst du nicht1 da ich eine ,unreine bin8#8 sagte sie4 ,ich stamme von kranken ,eltern und bin in einer ,felsenhhle geboren4#8 ,aber der ,mann lie sich nicht abhalten1 auf sie zuzureiten1 denn sie war hold und lieblich1 wie eine eben erblhte ,blume4 -- ,du bist die schnste ,jungfrau im ,lande ,juda1#8 rief er4 -- ,treibe nicht auch du deinen ,spott mit mir1#8 sagte sie4 ,ich wei1 da meine ,zge zerfressen sind und meine ,stimme wie das ,heulen eines wilden ,tieres klingt4#8 ,aber er sah ihr tief in die ,augen und sprach zu ihr3 ,deine ,stimme ist klingend wie die ,stimme des ,frhlingsbchleins1 wenn es ber ,kieselsteine rieselt1 und dein ,gesicht ist glatt wie ein ,tuch aus weicher ,seide4#8 ,zugleich ritt er so nahe an sie heran1 da sie ihr ,gesicht in den blanken ,beschlgen sehen konnte1 die seinen ,sattel zierten4 ,du sollst dich hier spiegeln1#8 sagte er4 ,sie tat es1 und sie sah ein ,gesicht1 das zart und weich war1 wie ein eben entfalteter ,schmetterlingsflgel4 -- ,was ist dies1 was ich sehe8#8 sagte sie4 ,das ist nicht mein ,gesicht4#8 ,doch1 es ist dein ,gesicht1#8 sagte der ,reiter4 -- ,aber meine ,stimme1 klingt sie nicht rchelnd8 ,klingt sie nicht1 wie wenn ,wagen ber einen steinigen ,weg gezogen werden8#8 -- ,nein1 sie klingt wie die sesten ,weisen eines ,harfenspielers1#8 sagte der ,reiter4 ,sie wendete sich und wies ber den ,weg4 ,weit du1 wer der ,mann ist1 der eben jetzt zwischen den zwei ,eichen verschwindet8#8 fragte sie den ,reiter4 ,er ist es1 nach dem du vorhin fragtest1 der ,prophet aus ,nazareth1#8 sagte der ,mann4 ,da schlug sie staunend die ,hnde zusammen1 und ihre ,augen fllten sich mit ,trnen4 ,oh1 du ,heiliger6 ,oh1 du ,trger von ,gottes ,macht6#8 rief sie4 ,du hast mich geheilt6#8 ,aber der ,reiter hob sie in den ,sattel und fhrte sie zu der ,stadt auf dem ,bergesabhang und ging mit ihr zu den ltesten und ,priestern und berichtete ihnen1 wie er sie gefunden hatte4 ,sie befragten ihn genau nach allem1 aber als sie hrten1 da die ,jungfrau in der ,wildnis von kranken ,eltern geboren war1 da wollten sie nicht glauben1 da sie geheilt sei4 ,gehe dorthin zurck1 von wannen du gekommen bist1#8 sagten sie4 ,wenn du krank warst1 mut du es dein ganzes ,leben lang bleiben4 ,du sollst nicht hierher in die ,stadt kommen1 um uns andre mit deiner ,krankheit anzustecken6#8 ,sie sagte zu ihnen3 ,ich wei1 da ich gesund bin1 denn der ,prophet aus ,nazareth hat seine ,hand auf meine ,stirn gelegt4#8 ,als sie dies hrten1 riefen sie3 ,wer ist er1 da er die ,unreinen rein machen knnte8 ,alles dies ist ein ,blendwerk bser ,geister4 ,kehre zurck zu den ,deinen1 auf da du nicht uns alle ins ,verderben strzest6#8 ,sie wollten sie nicht fr geheilt erklren1 und sie verboten ihr1 in der ,stadt zu verweilen4 ,sie verordneten1 da jeglicher1 der ihr ,schutz gewhre1 gleichfalls als unrein erklrt werde4 ,als die ,priester dieses ,urteil gefllt hatten1 sagte die junge ,jungfrau zu dem ,manne1 der sie drauen auf dem ,felde gefunden hatte3 ,wohin soll ich mich wenden8 ,mu ich zurck in die ,wildnis zu den ,kranken gehen8#8 ,aber der ,mann hob sie wieder auf sein ,pferd und sprach zu ihr3 ,nein wahrlich1 du sollst nicht zu den ,kranken in ihre ,felshhlen gehen1 sondern wir beide wollen fortziehen1 ber das ,meer in ein andres ,land1 wo es nicht ,gesetze gibt fr ,reine und ,unreine4#8 ,und sie -- --8 ,aber als der ,winzer in seiner ,erzhlung so weit gekommen war1 erhob sich der ,sklave und fiel ihm in die ,rede4 ,du brauchst mir nichts mehr zu erzhlen18 sagte er4 ,stehe lieber auf und fhre mich ein ,stck ,weges1 du1 der die ,berge kennt1 damit ich noch in dieser ,nacht meine ,heimfahrt antreten kann und nicht bis zum ,morgen zu warten brauche4 ,der ,kaiser und ,faustina knnen deine ,nachrichten nicht einen ,augenblick zu frh erfahren48 ,als der ,winzer dem ,sklaven das ,geleit gegeben hatte und wieder in die ,htte heimkam1 fand er seine ,frau noch wach4 ,ich kann nicht schlafen18 sagte sie1 ich denke daran1 da diese beiden sich begegnen werden4 ,er1 der alle ,menschen liebt1 und er1 der sie hat4 ,es ist1 als mte diese ,begegnung die ,welt aus ihrer ,bahn schleudern48 ,,vi ,die alte ,faustina war in dem fernen ,palstina1 auf dem ,wege nach ,jerusalem4 ,sie hatte nicht gewollt1 da der ,auftrag1 den ,propheten zu suchen und ihn zum ,kaiser zu fhren1 einem andern als ihr anvertraut werde4 ,sicherlich hatte sie bei sich selbst gedacht3 ,was wir von diesem fremden ,manne verlangen1 ist etwas1 was wir ihm weder durch ,gewalt noch durch ,gaben entlocken knnen4 ,aber vielleicht gewhrt er es uns1 wenn jemand ihm zu ,fen fllt und ihm sagt1 in welcher ,not sich der ,kaiser befindet4 ,und wer kann die rechte ,frbitte fr ,tiberius tun1 wenn nicht die1 die unter seinem ,unglck ebenso schwer leidet wie er selbst4 ,die ,hoffnung1 ,tiberius vielleicht retten zu knnen1 hatte die alte ,frau verjngt4 ,ohne ,schwierigkeit hatte sie die lange ,seereise nach ,joppe berstanden1 und auf der ,fahrt nach ,jerusalem bediente sie sich nicht eines ,tragsessels1 sondern sie ritt4 ,sie schien die beschwerliche ,reise ebenso leicht zu ertragen1 wie die edeln ,rmer1 die ,krieger und die ,sklaven1 die ihr ,gefolge bildeten4 ,diese ,fahrt von ,joppe nach ,jerusalem erfllte das ,herz der alten ,frau mit ,freude und lichter ,hoffnung4 ,es war die ,zeit des ,frhlings1 und die ,ebne von ,saron1 die sie auf der ersten ,tagesreise durchritten hatten1 war ein einziger leuchtender ,blumenteppich gewesen4 ,auch auf der ,fahrt des zweiten ,tages1 als sie in die ,berge von ,juda eindrangen1 verlieen die ,blumen sie nicht4 ,alle die vielfrmigen ,hgel1 zwischen denen der ,weg sich durchschlngelte1 waren mit ,obstbumen bepflanzt1 die in reichster ,blte standen4 ,und wenn die ,reisenden es mde wurden1 die weirosigen ,blten der ,aprikosen und ,pfirsichbume zu betrachten1 konnten sie ihre ,augen erquicken1 indem sie sie auf dem jungen ,weinlaub ruhen lieen1 das aus den schwarzbraunen ,reben hervorquoll und dessen ,wachstum so rasch war1 da man es mit den ,augen verfolgen zu knnen meinte4 ,aber nicht nur ,blumen und ,frhlingsgrn machten die ,wanderung lieblich4 ,der grte ,reiz wurde ihr von allen den ,menschenscharen verliehen1 die an diesem ,morgen auf dem ,wege nach ,jerusalem waren4 ,von allen ,wegen und ,stegen1 von einsamen ,hhen und aus den fernsten ,winkeln der ,ebene kamen ,wandrer4 ,wenn sie die ,strae nach ,jerusalem erreicht hatten1 schlossen sich die einzelnen ,reisenden zu groen ,scharen zusammen und zogen unter frohem ,jubel dahin4 ,rings um einen alten ,mann1 der auf einem schaukelnden ,kamele ritt1 gingen seine ,shne und ,tchter1 seine ,eidame und ,schwiegertchter1 und alle seine ,enkelkinder4 ,es war ein so groes ,geschlecht1 da es ein ganzes kleines ,heer bildete4 ,eine alte ,mutter1 die zu schwach war1 um zu gehen1 hatten die ,shne auf ihre ,arme gehoben1 und sie lie sich stolz durch die ehrfrchtig zur ,seite weichenden ,scharen tragen4 ,das war in ,wahrheit ein ,morgen1 der selbst den ,betrbtesten mit ,freude erfllen konnte4 ,der ,himmel war freilich nicht klar1 sondern mit einer dnnen weigrauen ,wolkenschicht berzogen1 aber keinem der ,wandrer kam es in den ,sinn1 sich zu beklagen1 da der harte ,glanz der ,sonne gedmpft war4 ,unter diesem verschleierten ,himmel strmten die ,wohlgerche der blhenden ,bume und des jungen ,laubes nicht so rasch wie sonst in den weiten ,raum1 sondern sie verweilten ber ,wegen und ,fluren4 ,und dieser schne ,tag1 der mit seinem schwachen ,licht und seinen reglosen ,winden an die ,ruhe und den ,frieden der ,nacht gemahnte1 schien allen den vorwrtseilenden ,menschenscharen etwas von seinem ,wesen mitzuteilen1 so da sie frhlich1 aber doch weihevoll weiterzogen1 mit gedmpfter ,stimme uralte ,hymnen singend1 oder auf seltsamen1 altertmlichen ,instrumenten spielend1 aus denen ,tne kamen1 die gleich dem ,summen der ,mcken oder dem ,zirpen der ,heimchen waren4 ,wie die alte ,faustina zwischen allen diesen ,menschen dahinritt1 wurde auch sie von ihrem ,eifer und ihrer ,freude mitgerissen4 ,sie trieb ihren ,zelter zu grerer ,eile1 whrend sie zu einem jungen ,rmer1 der sich an ihrer ,seite hielt1 sagte3 ,mir trumte heute nacht1 da ich ,tiberius she und er mich bte1 die ,reise ja nicht aufzuschieben1 sondern gerade heute nach ,jerusalem zu ziehen4 ,mich dnkt1 die ,gtter wollten mir eine ,mahnung schicken1 es nicht zu verabsumen1 an diesem schnen ,morgen hinzuwandern48 ,als sie diese ,worte sprach1 hatten sie gerade die hchste ,hhe eines langgestreckten ,bergrckens erreicht1 und dort hielt sie unwillkrlich an4 ,vor ihr lag ein groer1 tiefer ,talkessel1 von schnen ,anhhen umkrnzt1 und aus der dunkeln1 schattigen ,tiefe dieses ,tales hob sich der gewaltige ,fels1 der auf seinem ,gipfel die ,stadt ,jerusalem trug4 ,aber das enge ,bergstdtchen1 das mit seinen ,mauern und ,trmen einem krnenden ,geschmeide gleich auf der flachen ,hhe des ,felsens lag1 war an diesem ,tage tausendfltig vergrert4 ,alle die rings um das ,tal ansteigenden ,hhen waren von bunten ,zelten und einem ,gewhl von ,menschen bedeckt4 ,es wurde ,faustina klar1 da die ganze ,bevlkerung des ,landes sich in ,jerusalem sammelte1 um irgend ein groes ,fest zu feiern4 ,die entfernter ,wohnenden waren schon angelangt und hatten ihre ,zelte aufgeschlagen4 ,die hingegen in der ,nachbarschaft der ,stadt wohnten1 waren noch im ,anzuge4 ,alle die lichten ,bergeshhen hinunter sah man sie kommen1 gleich einem ununterbrochenen ,strome von weien ,gewndern1 ,gesngen und ,festesfreude4 ,lange berschaute die alte ,frau diese heranstrmenden ,menschenmengen und die langen ,zeltreihen4 ,dann sagte sie zu dem jungen ,rmer1 der an ihrer ,seite ritt3 ,wahrlich1 ,sulpicius1 das ganze ,volk mu nach ,jerusalem gekommen sein48 ,es ist in ,wirklichkeit so18 antwortete der ,rmer1 der von ,tiberius ausersehen worden war1 ,faustina zu geleiten1 weil er mehrere ,jahre lang in ,juda gelebt hatte4 ,sie feiern jetzt das groe ,frhlingsfest1 und da ziehen alle ,menschen1 jung und alt1 nach ,jerusalem48 ,faustina besann sich einen ,augenblick4 ,ich freue mich1 da wir an dem ,tage in diese ,stadt gekommen sind1 wo das ,volk seinen ,feiertag begeht18 sagte sie4 ,dies kann nichts andres bedeuten1 als da die ,gtter unsere ,fahrt beschtzen4 ,hltst du es nicht fr wahrscheinlich1 da er1 den wir suchen1 der ,prophet aus ,nazareth1 auch nach ,jerusalem gekommen ist1 um an dem ,feste teilzunehmen88 ,du hast wirklich recht1 ,faustina18 sagte der ,rmer4 ,er ist vermutlich hier in ,jerusalem4 ,dies ist in ,wahrheit eine ,fgung der ,gtter4 ,so stark und krftig du auch bist1 du kannst dich doch glcklich preisen1 wenn du nicht die lange1 beschwerliche ,reise nach ,galila hinauf machen mut48 ,er ritt sogleich auf ein paar ,wandrer zu1 die eben vorbeizogen und fragte sie1 ob sie glaubten1 da der ,prophet aus ,nazareth sich in ,jerusalem befinde4 ,wir haben ihn jedes ,jahr um diese ,zeit dort gesehen18 antwortete einer der ,wandersleute4 ,sicherlich ist er auch dieses ,jahr gekommen1 denn er ist ein frommer und gerechter ,mann48 ,eine ,frau streckte die ,hand aus und wies auf eine ,hhe1 die stlich von der ,stadt lag4 ,siehst du diesen ,bergabhang1 der mit ,olivenbumen bewachsen ist88 sagte sie4 ,dort pflegen die ,galiler ihre ,zelte aufzuschlagen1 und da erhltst du die sichersten ,nachrichten ber den1 den du suchst48 ,sie zogen weiter1 einen geschlngelten ,pfad bis in die ,tiefe des ,tales hinunter und begannen dann1 den ,berg ,zion emporzureiten1 um die ,stadt auf seinem ,gipfel zu erreichen4 ,der steil ansteigende ,weg war hier von niedrigen ,mauern umsumt1 und auf ihnen saen und lagen eine unzhlige ,menge ,bettler und ,krppel1 die die ,barmherzigkeit der ,reisenden anriefen4 ,whrend der langsamen ,fahrt kam eine der jdischen ,frauen auf ,faustina zu4 ,sieh dort18 sagte sie und wies auf einen ,bettler1 der auf der ,mauer sa1 dies ist ein galilischer ,mann4 ,ich erinnere mich1 ihn unter den ,jngern des ,propheten gesehen zu haben4 ,er kann dir sagen1 wo der zu finden ist1 den du suchst48 ,faustina ritt mit ,sulpicius auf den ,mann zu1 den man ihr gezeigt hatte4 ,es war ein armer alter ,mann mit groem1 graugesprenkeltem ,barte4 ,sein ,gesicht war von ,hitze und ,sonnenschein gebrunt1 und seine ,hnde waren schwielig von der ,arbeit4 ,er begehrte keine ,almosen1 sondern schien im ,gegenteil so tief in kummervolle ,gedanken versunken zu sein1 da er nicht einmal zu den ,vorberziehenden aufsah4 ,er hrte auch nicht1 da ,sulpicius ihn ansprach1 sondern dieser mute seine ,frage ein paarmal wiederholen4 ,mein ,freund1 man hat mir gesagt1 da du ein ,galiler seist4 ,ich bitte dich1 sage mir1 wo kann ich den ,propheten aus ,nazareth finden88 ,der ,galiler fuhr heftig zusammen und sah sich verwirrt um4 ,aber als er endlich begriff1 was man von ihm verlangte1 geriet er in einen ,zorn1 in den sich ,entsetzen mischte4 ,was sagst du da88 brach er los4 ,warum fragst du mich nach dem ,manne8 ,ich wei nichts von ihm4 ,ich bin kein ,galiler48 ,die jdische ,frau mischte sich jetzt ins ,gesprch4 ,ich habe dich doch mit ihm gesehen18 fiel sie ein4 ,hege keine ,furcht1 sondern sage dieser vornehmen ,rmerin1 die die ,freundin des ,kaisers ist1 wo sie ihn schnell finden kann48 ,aber der erschrockene ,jnger wurde immer erbitterter4 ,sind heute alle ,menschen wahnsinnig geworden88 rief er4 ,sind sie von einem bsen ,geiste besessen1 da sie einer um den andern kommen und mich nach diesem ,manne fragen8 ,warum will mir niemand glauben1 wenn ich sage1 da ich den ,propheten nicht kenne8 ,ich bin nicht aus seinem ,lande gekommen4 ,ich habe ihn niemals gesehen48 ,seine ,heftigkeit zog die ,aufmerksamkeit auf ihn1 und ein paar ,bettler1 die neben ihm auf der ,mauer saen1 begannen gleichfalls seine ,worte zu bestreiten4 ,freilich hast du zu seinen ,jngern gehrt18 sagten sie4 ,wir wissen alle1 da du mit ihm aus ,galila gekommen bist48 ,aber der ,mann streckte beide ,arme zum ,himmel empor und rief3 ,ich habe es heute in ,jerusalem nicht aushalten knnen um dieses ,mannes willen1 und jetzt lassen sie mich nicht einmal hier drauen unter den ,bettlern in ,frieden4 ,warum wollt ihr mir nicht glauben1 wenn ich euch sage1 da ich ihn nie gesehen habe88 ,faustina wendete sich mit einem ,achselzucken ab4 ,la uns weiterziehen18 sagte sie4 ,dieser ,mann ist ja wahnsinnig4 ,von ihm knnen wir nichts erfahren48 ,sie zogen weiter1 den ,bergeshang hinauf4 ,faustina war nicht mehr als zwei ,schritte vom ,stadttor entfernt1 als die israelitische ,frau1 die ihr hatte helfen wollen1 den ,propheten zu finden1 ihr zurief1 sie solle sich in acht nehmen4 ,sie zog die ,zgel an und sah1 da dicht vor den ,fen der ,pferde ein ,mann auf dem ,wege lag4 ,wie er da im ,staube ausgestreckt lag1 gerade da1 wo das ,gedrnge am lebhaftesten wogte1 mute man es ein ,wunder nennen1 da er nicht schon von ,tieren oder ,menschen niedergetreten war4 ,der ,mann lag auf dem ,rcken und starrte mit erloschenen1 glanzlosen ,blicken empor4 ,er regte sich nicht1 obgleich die ,kamele ihre schweren ,fe dicht neben ihm niedersetzten4 ,er war rmlich gekleidet und berdies mit ,staub und ,erde besudelt4 ,ja1 er hatte so viel ,sand ber sich geschttet1 da es aussah1 als suche er sich zu verbergen1 um leichter berritten oder niedergetreten zu werden4 ,was ist dies8 ,warum liegt dieser ,mann hier auf dem ,wege88 fragte ,faustina4 ,in demselben ,augenblicke begann der ,liegende die ,vorbergehenden anzurufen4 ,bei eurer ,barmherzigkeit1 ,brder und ,schwestern1 fhret eure ,pferde und ,lasttiere ber mich hin6 ,weichet mir nicht aus6 ,zertretet mich zu ,staub6 ,ich habe unschuldig ,blut verraten4 ,zertretet mich zu ,staub68 ,sulpicius fate ,faustinas ,pferd am ,zgel und fhrte es zur ,seite4 ,das ist ein ,snder1 der ,bue tun will18 sagte er4 ,lasse dich dadurch nicht aufhalten4 ,diese ,leute sind wunderlich1 und man mu sie ihre eignen ,wege gehen lassen48 ,der ,mann auf dem ,wege fuhr fort zu rufen3 ,setzet eure ,fersen auf mein ,herz6 ,lasset die ,kamele meine ,brust zertreten und den ,esel seine ,hufe in meine ,augen versenken68 ,aber ,faustina brachte es nicht ber sich1 an diesem ,elenden vorbeizureiten1 ohne zu versuchen1 ob sie ihn nicht bewegen knnte1 aufzustehen4 ,sie hielt noch immer neben ihm4 ,die israelitische ,frau1 die ihr schon einmal hatte dienen wollen1 drngte sich jetzt wieder an sie heran4 ,dieser ,mann hat auch zu den ,jngern des ,propheten gehrt18 sagte sie4 ,willst du1 da ich ihn nach seinem ,meister frage88 ,faustina nickte1 und die ,frau beugte sich ber den ,liegenden4 ,was habt ihr ,galiler an diesem ,tage mit euerm ,meister gemacht88 fragte sie4 ,ich treffe euch zerstreut auf ,wegen und ,stegen1 aber ihn sehe ich nirgends48 ,aber als sie so fragte1 richtete sich der ,mann1 der im ,straenstaube lag1 auf seine ,kniee empor4 ,was fr ein bser ,geist hat dir eingegeben1 mich nach ihm zu fragen88 sagte er mit einer ,stimme1 die voll ,verzweiflung war4 ,du siehst ja1 da ich mich in den ,straenstaub geworfen habe1 um zertreten zu werden4 ,ist dir das nicht genug8 ,mut du noch kommen und mich fragen1 was ich mit ihm angefangen habe88 ,ich verstehe nicht1 was du mir vorwirfst18 sagte die ,frau4 ,ich wollte ja nur wissen1 wo dein ,meister ist48 ,als sie die ,frage wiederholte1 sprang der ,mann auf und steckte beide ,zeigefinger in die ,ohren4 ,wehe dir1 da du mich nicht in ,frieden sterben lassen kannst18 rief er4 ,er bahnte sich einen ,weg durch das ,volk1 das sich vor dem ,tore drngte1 und strzte1 vor ,entsetzen brllend1 von dannen1 whrend seine zerfetzten ,kleider ihn gleich dunkeln ,flgeln umflatterten4 ,es will mich bednken1 da wir zu einem ,volke von ,narren gekommen sind18 sagte ,faustina1 als sie den ,mann fliehen sah4 ,sie war durch den ,anblick der ,schler des ,propheten ganz niedergeschlagen4 ,konnte ein ,mann1 der solche ,tollhusler zu seinen ,begleitern zhlte1 imstande sein1 etwas fr den ,kaiser zu tun8 ,auch die israelitische ,frau schaute betrbt drein1 und sie sprach mit groem ,ernste zu ,faustina3 ,herrscherin1 zgere nicht1 den aufzusuchen1 den du finden willst4 ,ich frchte1 es ist ihm etwas ,bses zugestoen1 da seine ,jnger so von ,sinnen sind und es nicht ertragen1 von ihm reden zu hren48 ,faustina und ihr ,gefolge ritten endlich durch die ,torwlbung und kamen in enge1 dunkle ,gassen1 die von ,menschen wimmelten4 ,es erschien beinahe unmglich1 durch die ,stadt zu kommen4 ,einmal ums andere muten die ,reiter ,halt machen4 ,vergebens suchten ,sklaven und ,kriegsknechte einen ,weg zu bahnen4 ,die ,menschen hrten nicht auf1 sich in einem dichten und unaufhaltsamen ,strome vorbeizuwlzen4 ,wahrlich18 sagte die alte ,frau zu ,sulpicius1 ,roms ,straen sind stille ,lustgrten im ,vergleiche zu diesen ,gassen48 ,sulpicius sah bald1 da fast unbersteigliche ,schwierigkeiten ihrer harrten4 ,in diesen berfllten ,gassen ist es beinahe leichter zu gehen als zu reiten18 sagte er4 ,wenn du nicht allzu mde bist1 wrde ich dir raten1 zu ,fue zum ,palaste des ,landpflegers zu gehen4 ,er liegt freilich weit weg1 aber wenn wir hin reiten wollen1 kommen wir sicherlich nicht vor ,mitternacht ans ,ziel48 ,faustina ging sogleich auf den ,vorschlag ein4 ,sie stieg vom ,pferde und berlie es der ,obhut eines ,sklaven4 ,dann begannen die reisenden ,rmer die ,stadt zu ,fu zu durchwandern4 ,dies gelang ihnen weit besser4 ,sie drangen ziemlich rasch bis zum ,herzen der ,stadt vor1 und ,sulpicius zeigte ,faustina gerade eine halbwegs breite ,strae1 die sie bald erreichen muten4 ,sieh dort1 ,faustina18 sagte er1 wenn wir erst in dieser ,strae sind1 sind wir bald am ,ziele4 ,sie fhrt uns geradeswegs zu unserer ,herberge48 ,aber als sie eben in diese ,strae einbiegen wollten1 begegnete ihnen das grte ,hindernis4 ,es begab sich1 da in demselben ,augenblick1 wo ,faustina die ,strae erreichte1 die sich vom ,palaste des ,landpflegers zur ,pforte der ,gerechtigkeit und nach ,golgatha erstreckte1 ein ,gefangener vorbeigefhrt wurde1 der gekreuzigt werden sollte4 ,ihm voran eilte eine ,schar junger1 wilder ,menschen1 die die ,hinrichtung mit ansehen wollten4 ,sie jagten in ungestmem ,laufe durch die ,strae1 streckten die ,arme verzckt in die ,hhe und stieen ein unverstndliches ,geheul aus1 in ihrer ,freude1 etwas zu schauen1 was sie nicht alle ,tage zu sehen bekamen4 ,nach ihnen kamen ,scharen von ,menschen in schleppenden ,gewndern1 die zu den ,ersten und ,vornehmsten der ,stadt zu gehren schienen4 ,hinter denen wanderten ,frauen1 von denen viele trnenberstrmte ,gesichter hatten4 ,eine ,anzahl ,arme und ,krppel schritten vorbei und stieen ,schreie aus1 die in die ,ohren gellten4 ,o ,gott68 riefen sie1 rette ihn6 ,sende deinen ,engel und rette ihn6 ,schicke einen ,helfer in seiner uersten ,not68 ,endlich kamen ein paar rmische ,kriegsknechte auf groen ,pferden4 ,sie wachten darber1 da niemand aus dem ,volke zu dem ,gefangenen hinstrze oder ihn zu befreien versuche4 ,gleich hinter ihnen schritten die ,henkersknechte1 die den ,mann1 der gekreuzigt werden sollte1 zu fhren hatten4 ,sie hatten ihm ein groes1 schweres ,kreuz aus ,holz ber die ,schulter gelegt1 aber er war zu schwach fr diese ,brde4 ,sie drckte ihn1 da sein ,krper ganz zu ,boden gebeugt wurde4 ,er hielt den ,kopf so tief gesenkt1 da niemand sein ,gesicht sehen konnte4 ,faustina stand in der ,mndung des kleinen ,nebengchens und sah die schwere ,wanderung des ,todgeweihten an4 ,mit ,staunen gewahrte sie1 da er einen ,purpurmantel trug und da eine ,dornenkrone auf sein ,haupt gedrckt war4 ,wer ist dieser ,mann88 fragte sie4 ,einer der ,umstehenden erwiderte3 ,das ist einer1 der sich zum ,kaiser machen wollte48 ,dann mu er den ,tod um einer ,sache willen leiden1 die wenig erstrebenswert ist18 sagte die alte ,frau wehmtig4 ,der ,verurteilte wankte unter dem ,kreuze4 ,immer langsamer schritt er vorwrts4 ,die ,henkersknechte hatten einen ,strick um seinen ,leib geschlungen1 und sie begannen daran zu ziehen1 um ihn zu grerer ,eile anzutreiben4 ,aber als sie an dem ,stricke zogen1 fiel der ,mann hin und blieb mit dem ,kreuze ber sich liegen4 ,da entstand ein groer ,aufruhr4 ,die rmischen ,reiter hatten die grte ,mhe1 das ,volk zurckzuhalten4 ,sie zckten ihre ,schwerter gegen ein paar ,frauen1 die herbeieilten und den ,gefallenen aufzurichten bemht waren4 ,die ,henkersknechte suchten ihn durch ,schlge und ,ste zu zwingen1 da er aufstehe1 allein er vermochte es nicht1 wegen des ,kreuzes4 ,endlich ergriffen ein paar von ihnen das ,kreuz1 um es fortzuheben4 ,da richtete er das ,haupt empor1 und die alte ,faustina konnte sein ,gesicht sehen4 ,die ,wangen trugen ,striemen von ,schlgen1 und von seiner ,stirn1 die die ,dornenkrone verwundet hatte1 perlten ein paar ,bluttropfen4 ,das ,haar hing in wirren ,bscheln1 klebrig von ,schwei und ,blut4 ,sein ,mund war hart geschlossen1 aber seine ,lippen zitterten1 als kmpften sie1 um einen ,schrei zurckzudrngen4 ,die ,augen starrten trnenvoll und beinahe erloschen vor ,qual und ,mattigkeit4 ,aber hinter dem ,gesichte dieses halbtoten ,menschen sah die ,alte gleichsam in einer ,vision ein schnes und bleiches ,gesicht mit herrlichen1 majesttischen ,augen und milden ,zgen1 und sie ward pltzlich von ,trauer und ,rhrung ber das ,unglck und die ,erniedrigung dieses fremden ,mannes ergriffen4 ,o du armer ,mensch1 was hat man dir getan88 rief sie und trat ihm einen ,schritt entgegen1 whrend ihre ,augen sich mit ,trnen fllten4 ,sie verga ihre eigene ,sorge und ,unruhe ber dieses gequlten ,menschen ,not4 ,ihr war1 als mte ihr ,herz vor ,mitleid zerspringen4 ,sie wollte gleich den andern ,frauen hineilen1 um ihn den ,schergen zu entreien4 ,der ,gefangene sah1 wie sie auf ihn zukam1 und er kroch nher an sie heran4 ,es war1 als erwarte er bei ihr ,schutz gegen alle zu finden1 die ihn verfolgten und qulten4 ,er umfate ihre ,kniee4 ,er schmiegte sich an sie wie ein ,kind1 das sich zu seiner ,mutter rettet4 ,die ,alte beugte sich ber ihn1 und whrend ihre ,trnen strmten1 fhlte sie die seligste ,freude darber1 da er gekommen war und bei ihr ,schutz gesucht hatte4 ,sie legte ihren einen ,arm um seinen ,hals1 und so wie eine ,mutter zu allererst die ,trnen aus den ,augen des ,kindes trocknet1 so legte sie ihr ,schweituch aus khlem1 feinem ,linnen auf sein ,gesicht1 um die ,trnen und das ,blut fortzuwischen4 ,aber in diesem ,augenblick waren die ,henkersknechte mit dem ,heben des ,kreuzes fertig4 ,sie kamen und rissen den ,gefangenen mit sich4 ,ungeduldig wegen des ,aufenthalts1 schleppten sie ihn in wilder ,hast fort4 ,der ,todgeweihte sthnte auf1 als er von der ,freistatt fortgefhrt wurde1 die er gefunden hatte2 aber er leistete keinen ,widerstand4 ,jedoch ,faustina umklammerte ihn1 um ihn zurckzuhalten1 und als ihre schwachen1 alten ,hnde nichts vermochten und sie ihn fortfhren sah1 war es ihr1 als htte ihr jemand ihr eignes ,kind entrissen1 und sie rief3 ,nein1 nein6 ,nehmt ihn mir nicht6 ,er darf nicht sterben6 ,er darf nicht68 ,sie empfand den furchtbarsten ,schmerz und ,groll1 weil man ihn fortfhrte4 ,sie wollte ihm nacheilen4 ,sie wollte mit den ,schergen kmpfen und ihn ihnen entreien4 ,aber bei dem ersten ,schritte1 den sie machte1 wurde sie von ,schwindel und ,ohnmacht befallen4 ,sulpicius beeilte sich1 seinen ,arm um sie zu legen1 um sie vor dem ,fallen zu bewahren4 ,auf der einen ,seite der ,gasse sah er einen kleinen1 dunkeln ,laden1 und dort hinein trug er sie4 ,da war weder ,stuhl noch ,bank1 aber der ,kaufmann war ein barmherziger ,mann4 ,er schleppte eine ,matte herbei und bereitete der ,alten ein ,lager auf dem ,steinboden4 ,sie war nicht besinnungslos1 aber ein so starker ,schwindel hatte sie befallen1 da sie sich nicht aufrecht halten konnte1 sondern sich niederlegen mute4 ,sie hat heute eine lange ,wanderung hinter sich1 und der ,lrm und das ,gedrnge in der ,stadt sind ihr zu viel geworden18 sagte ,sulpicius zu dem ,kaufmanne4 ,sie ist sehr alt1 und keiner ist so stark1 da das ,alter ihn nicht schlielich niederwerfen knnte48 ,dies ist auch fr jemand1 der nicht alt ist1 ein schwerer ,tag18 sagte der ,kaufmann4 ,die ,luft ist fast zu drckend beim ,atmen4 ,es sollte mich nicht ,wunder nehmen1 wenn wir ein schweres ,unwetter bekmen48 ,sulpicius beugte sich ber die ,alte4 ,sie war eingeschlummert und schlief1 mit ruhigen1 regelmigen ,atemzgen nach der ,ermdung und der ,gemtsbewegung4 ,er ging und stellte sich in die ,ladentr1 um die ,volksmenge zu beobachten1 whrend er auf ihr ,erwachen wartete4 ,,vii ,der rmische ,landpfleger in ,jerusalem hatte eine junge ,frau1 und in der ,nacht vor dem ,tage1 an dem ,faustina in die ,stadt einzog1 lag die und trumte4 ,sie trumte1 da sie auf dem ,dache ihres ,hauses stnde und auf den groen1 schnen ,hofplan niedershe1 der nach der ,sitte des ,morgenlandes mit ,marmor ausgelegt und mit edeln ,gewchsen bepflanzt war4 ,aber auf dem ,hofe sah sie alle ,kranken und ,blinden und ,lahmen versammelt1 die es auf der ,welt gab4 ,sie sah die ,pestkranken vor sich1 mit beulengeschwollenen ,krpern1 die ,ausstzigen mit zerfressenen ,gesichtern1 die ,lahmen1 die sich nicht zu rhren vermochten1 sondern hilflos auf der ,erde lagen1 und alle ,elenden1 die sich in ,qualen und ,schmerzen krmmten4 ,und sie drngten sich alle zum ,eingange1 um in das ,haus zu kommen1 und einige der ,vordersten klopften mit harten ,schlgen an die ,tr des ,palastes4 ,endlich sah sie1 da ein ,sklave die ,tre ffnete und auf die ,schwelle trat1 und sie hrte1 wie er fragte1 was sie wollten4 ,da antworteten sie ihm und sprachen3 ,wir suchen den groen ,propheten1 den ,gott auf die ,erde gesandt hat4 ,wo ist der ,prophet aus ,nazareth1 er1 der aller ,qualen ,herr ist8 ,wo ist er1 der uns von allen unsern ,leiden erlsen kann88 ,da antwortete der ,sklave in stolzem1 gleichgiltigem ,tone1 so wie ,palastdiener zu tun pflegen1 wenn sie arme ,fremdlinge abweisen4 ,es hilft euch nichts1 nach dem groen ,propheten zu suchen4 ,pilatus hat ihn gettet48 ,da erhob sich unter allen den ,kranken ein ,trauern und ,jammern und ,zhneknirschen1 so da sie nicht ertragen konnte1 es zu hren4 ,ihr ,herz wurde von ,mitleid zerrissen1 und ,trnen strmten aus ihren ,augen4 ,aber wie sie so zu weinen anfing1 war sie erwacht4 ,wieder war sie eingeschlummert1 und wieder trumte sie1 da sie auf dem ,dache ihres ,hauses stnde und auf den groen ,hof hinabshe1 der so weit war wie ein ,marktplatz4 ,und siehe da1 der ,hof war voll von allen ,menschen1 die wahnsinnig und toll waren und von bsen ,geistern besessen4 ,und sie sah solche1 die nackt waren und solche1 die sich in ihr langes ,haar hllten1 und solche1 die sich ,kronen aus ,stroh geflochten hatten und ,mntel aus ,gras1 und sich fr ,knige hielten1 und solche1 die auf dem ,boden krochen und ,tiere zu sein whnten1 und solche1 die bestndig ber einen ,kummer weinten1 den sie nicht zu nennen vermochten1 und solche1 die schwere ,steine heranschleppten1 die sie fr ,gold ausgaben1 und solche1 die glaubten1 da die bsen ,dmonen aus ihrem ,munde sprchen4 ,sie sah1 wie alle diese ,leute sich zum ,tore des ,palastes drngten2 und die zuvorderst standen1 klopften und pochten1 um ,einla zu finden4 ,endlich tat sich die ,tr auf1 und ein ,sklave trat auf die ,schwelle und fragte sie3 ,was ist euer ,begehr88 ,da begannen sie alle zu rufen und zu sagen3 ,wo ist der groe ,prophet aus ,nazareth1 er1 der von ,gott gesandt ist und der uns unsre ,seele und unsre ,vernunft wiedergeben soll88 ,sie hrte1 wie der ,sklave ihnen im gleichgiltigsten ,tone antwortete3 ,es fhrt zu nichts1 da ihr nach dem groen ,propheten sucht4 ,pilatus hat ihn gettet48 ,als dies ,wort gesprochen war1 stieen alle die ,wahnsinnigen einen ,schrei aus1 der dem ,brllen wilder ,tiere gleich war1 und in ihrer ,verzweiflung begannen sie1 sich selbst zu zerfleischen1 da das ,blut auf die ,steine flo4 ,und da sie1 die trumte1 all ihr ,elend sah1 begann sie die ,hnde zu ringen und zu jammern4 ,und ihr eigener ,jammer hatte sie aufgeweckt4 ,aber wieder war sie eingeschlummert1 und wieder befand sie sich im ,traume auf dem ,dache ihres ,hauses4 ,und rings um sie her saen ihre ,sklavinnen1 die ihr auf der ,cymbel und der ,laute vorspielten1 und die ,mandelbume streuten ihre weien ,bltenbltter ber sie hin1 und die ,blumen der ,kletterrosen dufteten4 ,whrend sie da sa1 sprach eine ,stimme zu ihr3 ,geh zu der ,balustrade1 die dein ,dach umgibt1 und sieh hinunter auf deinen ,hof48 ,aber im ,traume weigerte sie sich und sagte3 ,ich will nicht noch mehr von jenen sehen1 die sich heute nacht auf meinem ,hofe drngen48 ,in demselben ,augenblick hrte sie von dort ein ,rasseln von ,ketten und ein ,pochen schwerer ,hmmer und ein ,klopfen von ,holz1 das gegen ,holz schlug4 ,ihre ,sklavinnen hrten zu singen und zu spielen auf und eilten zum ,dachgelnder und sahen hinab4 ,und auch sie konnte nicht still sitzen bleiben1 sondern sie ging hin und sah auf den ,hof hinunter4 ,da sah sie1 da der ,hof ihres ,hauses von allen armen ,gefangenen erfllt war1 die es auf der ,welt gab4 ,sie sah die ,leute1 die sonst in dunkeln ,kerkerlchern mit schweren ,eisenketten gefesselt lagen4 ,sie sah die ,leute1 die in den dunkeln ,gruben arbeiteten1 ihre ,hmmer schleppend1 herankommen1 und die1 die ,ruderer auf den ,kriegsfahrzeugen waren1 kamen mit ihren schweren1 eisengeschmiedeten ,rudern4 ,und die1 die verurteilt waren1 gekreuzigt zu werden1 kamen und schleppten ihre ,kreuze1 und die1 die gekpft werden sollten1 kamen mit ihren ,beilen4 ,sie sah die1 die als ,sklaven nach fremden ,lndern gefhrt worden waren und deren ,augen vor ,heimweh brannten4 ,sie sah alle elenden ,sklaven1 die gleich ,lasttieren arbeiten muten und deren ,rcken blutig waren von ,geielhieben4 ,alle diese unglcklichen ,menschen riefen wie aus einem einzigen ,munde und sprachen3 ffne1 ffne68 ,da trat der ,sklave1 der den ,eingang bewachte1 zur ,tr hinaus1 und er fragte sie3 ,was ist euer ,begehr88 ,und sie antworteten wie die andern3 ,wir suchen den groen ,propheten aus ,nazareth1 der auf die ,erde gekommen ist1 um den ,gefangenen ihre ,freiheit und den ,sklaven ihr ,glck wiederzugeben48 ,der ,sklave antwortete ihnen in mdem und gleichgiltigem ,tone3 ,ihr knnt ihn hier nicht finden4 ,pilatus hat ihn gettet48 ,als dies ,wort gesprochen war1 duchte es sie1 die trumte1 da sich unter allen diesen ,unglcklichen ein solcher ,ausbruch der ,lsterung und des ,hohnes erhebe1 da sie vernahm1 wie ,erde und ,himmel erzitterten4 ,sie selbst war starr vor ,schrecken1 und ein solches ,beben durchfuhr ihren ,krper1 da sie erwachte4 ,als sie ganz wach war1 setzte sie sich im ,bette auf und sagte zu sich selbst3 ,ich will nicht mehr trumen4 ,jetzt will ich mich die ganze ,nacht wach halten1 um nichts mehr von diesem ,entsetzlichen sehen zu mssen4 ,aber beinahe in demselben ,augenblick1 wo sie dies gedacht hatte1 hatte der ,schlummer sie aufs neue berwltigt1 und sie hatte ihren ,kopf auf das ,kissen gelegt und war eingeschlummert4 ,wieder trumte sie1 da sie auf dem ,dache ihres ,hauses se1 und ihr kleines ,shnlein liefe dort oben auf und ab und spielte ,ball4 ,da hrte sie eine ,stimme1 die zu ihr sprach3 ,geh zur ,balustrade1 die das ,dach umgibt1 und sieh1 wer die sind1 die auf dem ,hofe stehen und warten48 ,aber sie1 die trumte1 sagte zu sich selbst3 ,ich habe in dieser ,nacht genug ,elend gesehen4 ,mehr kann ich nicht ertragen4 ,ich will bleiben1 wo ich bin48 ,in demselben ,augenblick warf ihr ,shnlein seinen ,ball so1 da er ber die ,balustrade fiel1 und das ,kind eilte hin und kletterte auf das ,gitterwerk4 ,da erschrak sie und lief hinzu und erfate das ,kind4 ,aber dabei warf sie einen ,blick hinunter1 und noch einmal sah sie1 da der ,hof voller ,menschen war4 ,aber dort in dem ,hofe waren alle ,menschen der ,erde1 die im ,kriege verwundet worden waren4 ,sie kamen mit verstmmelten ,krpern1 mit abgehauenen ,gliedern und groen1 offnen ,wunden1 aus denen das ,blut strmte1 so da der ganze ,hof davon berschwemmt wurde4 ,und neben ihnen drngten sich dort alle ,menschen der ,erde1 die ihre ,lieben auf dem ,schlachtfelde verloren hatten4 ,es waren die ,vaterlosen1 die ihre ,verteidiger betrauerten1 und die jungen ,frauen1 die nach ihren ,geliebten riefen1 und die ,alten1 die nach ihren ,shnen seufzten4 ,die vordersten von ihnen drngten zur ,tr1 und der ,trsteher kam wie frher und ffnete4 ,er fragte alle diese ,leute1 die in ,fehden und ,kmpfen verwundet worden waren3 ,was sucht ihr in diesem ,hause88 ,und sie antworteten3 ,wir suchen den groen ,propheten aus ,nazareth1 der ,krieg und ,streit verbieten und ,frieden auf ,erden bringen wird4 ,wir suchen ihn1 der die ,lanzen zu ,sensen machen wird und die ,schwerter zu ,rebenmessern48 ,da antwortete der ,sklave ein wenig ungeduldig3 ,kommt doch nicht mehr1 um mich zu qulen6 ,ich habe es schon oft genug gesagt4 ,der groe ,prophet ist nicht hier4 ,pilatus hat ihn gettet48 ,damit schlo er das ,tor4 ,aber sie1 die trumte1 dachte an allen den ,jammer1 der nun ausbrechen mute4 ,ich will ihn nicht hren18 sagte sie und strzte von der ,balustrade fort4 ,in demselben ,augenblicke war sie erwacht4 ,und da hatte sie gesehen1 da sie in ihrer ,angst aus dem ,bette gesprungen war1 hinunter auf den kalten ,steinboden4 ,wieder hatte sie gedacht1 da sie in dieser ,nacht nicht mehr trumen wollte1 und wieder hatte der ,schlummer sie berwltigt1 so da sie die ,augen schlo und zu trumen begann4 ,noch einmal sa sie auf dem ,dache ihres ,hauses1 und neben ihr stand ihr ,mann4 ,und sie erzhlte ihm von ihren ,trumen1 und er trieb seinen ,spott mit ihr4 ,da hrte sie wieder eine ,stimme1 die zu ihr sagte3 ,geh und sieh die ,menschen1 die auf deinem ,hofe warten48 ,aber sie dachte3 ,ich will sie nicht schauen4 ,ich habe heute nacht genug ,unglckliche gesehen4 ,in demselben ,augenblick hrte sie drei harte ,schlge an das ,tor1 und ihr ,mann ging zur ,balustrade1 um zu sehen1 wer es wre1 der ,einla in sein ,haus begehrte4 ,aber kaum hatte er sich ber das ,gelnder gebeugt1 als er auch schon seiner ,frau winkte1 sie solle zu ihm kommen4 ,kennst du diesen ,mann nicht88 sagte er und wies hinunter4 ,als sie in den ,hof hinuntersah1 fand sie1 da er von ,reitern und ,pferden erfllt war4 ,sklaven waren damit beschftigt1 ,eseln und ,kamelen ihre ,brden abzuladen4 ,es sah aus1 als wre ein vornehmer ,reisender angekommen4 ,an der ,eingangstr stand der ,fremde4 ,es war ein hochgewachsener alter ,mann mit breiten ,schultern und trber1 dstrer ,miene4 ,die ,trumerin erkannte den ,fremdling sogleich1 und sie flsterte ihrem ,manne zu3 ,das ist ,csar ,tiberius1 der nach ,jerusalem gekommen ist4 ,es kann kein andrer sein48 ,auch ich glaube ihn zu erkennen18 sagte ihr ,mann und legte gleichzeitig den ,finger auf den ,mund1 zum ,zeichen1 da sie stillschweigen und darauf horchen solle1 was unten auf dem ,hofe gesprochen wrde4 ,sie sahen1 da der ,trhter herauskam und den ,fremden fragte3 ,wer ist es1 den du suchst88 ,und der ,reisende antwortete3 ,ich suche den groen ,propheten aus ,nazareth1 der mit ,gottes wunderttiger ,kraft begabt ist4 ,kaiser ,tiberius ruft ihn1 auf da er ihn von einer entsetzlichen ,krankheit befreie1 die kein anderer ,arzt zu heilen vermag48 ,als er ausgesprochen hatte1 neigte sich der ,sklave sehr demtig1 und sagte3 ,herr1 zrne nicht1 aber dein ,wunsch kann nicht erfllt werden48 ,da wendete sich der ,kaiser an seine ,sklaven1 die unten im ,hofe warteten1 und gab ihnen einen ,befehl4 ,da eilten die ,sklaven herbei1 einige hatten die ,hnde voll ,geschmeide1 andre hielten ,schalen voll ,perlen1 wieder andre schleppten ,scke mit ,goldmnzen4 ,der ,kaiser wendete sich an den ,sklaven1 der die ,pforte bewachte und sagte3 ,dies alles soll ihm gehren1 wenn er ,tiberius beisteht4 ,damit kann er allen ,armen der ,erde ,reichtum schenken48 ,aber der ,trhter neigte sich noch tiefer denn zuvor und sagte3 ,herr1 zrne deinem ,diener nicht1 aber dein ,verlangen kann nicht erfllt werden48 ,da winkte der ,kaiser noch einmal seinen ,sklaven1 und ein paar von ihnen eilten mit einem reich bestickten ,gewande herbei1 auf dem ein ,brustschild aus ,juwelen erglnzte4 ,und der ,kaiser sprach zu dem ,sklaven3 ,sieh hier3 was ich ihm biete1 ist die ,macht ber das ,judenland4 ,er soll sein ,volk als der hchste ,richter lenken4 ,mge er mir nur zuerst folgen und ,tiberius heilen48 ,aber der ,sklave neigte sich noch tiefer zur ,erde und sagte3 ,herr1 es steht nicht in meiner ,macht1 dir zu helfen68 ,da winkte der ,kaiser noch einmal1 und seine ,sklaven eilten mit einem goldenen ,stirnreif und einem ,purpurmantel herbei4 ,sieh18 sagte er1 dies ist des ,kaisers ,wille3 er gelobt1 ihn zu seinem ,erben zu ernennen und ihm die ,herrschaft ber die ,welt zu geben4 ,er soll die ,macht haben1 die ganze ,erde nach dem ,willen seines ,gottes zu regieren4 ,mge er zuerst nur seine ,hand ausstrecken und ,tiberius heilen68 ,da warf sich der ,sklave vor den ,fen des ,kaisers zu ,boden und sagte mit wehklagender ,stimme3 ,herr1 es steht nicht in meiner ,macht1 dir zu gehorchen4 ,er1 den du suchst1 ist nicht mehr4 ,pilatus hat ihn gettet48 ,,viii ,als die junge ,frau erwachte1 war es schon voller1 klarer ,tag1 und ihre ,sklavinnen standen da und warteten1 um ihr beim ,ankleiden behilflich zu sein4 ,sie war sehr schweigsam1 whrend sie sich anziehen lie1 aber endlich fragte sie die ,sklavin1 die ihr ,haar strhlte1 ob ihr ,mann schon aufgestanden sei4 ,da erfuhr sie1 da er gerufen worden war1 um ber einen ,verbrecher zu ,gericht zu sitzen4 ,ich wrde gern mit ihm sprechen18 sagte die junge ,frau4 ,herrin18 sagte die ,sklavin1 dies wird sich mitten in der ,untersuchung schwer bewerkstelligen lassen4 ,wir werden dir ,nachricht geben1 sowie sie beendigt ist48 ,sie sa nun schweigend1 bis sie fertig angekleidet war4 ,dann fragte sie3 ,hat jemand von ,euch von dem ,propheten aus ,nazareth sprechen hren88 ,der ,prophet aus ,nazareth1 das ist ein jdischer ,wundertter18 antwortete eine der ,sklavinnen sogleich4 ,es ist seltsam1 ,gebieterin1 da du gerade heute nach ihm fragst18 sagte eine andere der ,sklavinnen4 ,er ist es eben1 den die ,juden hierher in den ,palast gefhrt haben1 damit der ,landpfleger ihn verhre48 ,sie bat sie1 allsogleich zu gehen und sich zu erkundigen1 wessen er angeklagt werde1 und eine der ,sklavinnen entfernte sich4 ,als sie zurckkehrte1 sagte sie3 ,sie beschuldigen ihn1 da er sich zum ,knig ber dieses ,land machen wolle1 und sie rufen den ,landpfleger an1 er mge ihn kreuzigen lassen48 ,aber als des ,landpflegers ,frau dies hrte1 erschrak sie gar sehr und sagte3 ,ich mu mit meinem ,manne sprechen1 sonst geschieht heute hier ein furchtbares ,unglck48 ,als die ,sklavinnen ihr noch einmal sagten1 da dies unmglich sei1 da begann sie zu zittern und zu weinen4 ,und eine von ihnen wurde gerhrt und sagte3 ,wenn du dem ,landpfleger eine geschriebne ,botschaft senden willst1 so will ich versuchen1 sie ihm zu berbringen48 ,da nahm sie allsogleich einen ,stift und schrieb einige ,worte auf ein ,wachstfelchen1 und dieses wurde dem ,pilatus gegeben4 ,aber ihn selber traf sie den ganzen ,tag ber nicht allein1 denn als er die ,juden fortgeschickt hatte und sie den ,verurteilten zum ,richtplatz fhrten1 war die ,stunde fr die ,mahlzeit angebrochen1 und zu dieser hatte ,pilatus einige von den ,rmern eingeladen1 die sich zu dieser ,zeit in ,jerusalem aufhielten4 ,es waren der ,anfhrer der ,truppen und ein junger ,lehrer der ,beredsamkeit und noch einige andere4 ,dieses ,mahl war nicht sehr frhlich1 denn die ,frau des ,landpflegers sa die ganze ,zeit ber stumm und niedergeschlagen1 ohne an dem ,gesprche teilzunehmen4 ,als die ,tischgste fragten1 ob sie krank oder betrbt sei1 erzhlte der ,landpfleger lachend von der ,botschaft1 die sie ihm am ,morgen gesandt hatte4 ,und er neckte sie1 weil sie geglaubt hatte1 ein rmischer ,landpfleger wrde sich in seinen ,urteilen von den ,trumen eines ,weibes lenken lassen4 ,sie antwortete still und traurig3 ,wahrlich1 dies war kein ,traum1 sondern eine ,warnung1 die von den ,gttern kam4 ,du httest den ,mann wenigstens diesen einen ,tag noch leben lassen sollen48 ,sie sahen1 da sie ernstlich betrbt war4 ,sie wollte sich nicht trsten lassen1 wie sehr sich die ,tafelgste auch bemhten1 sie durch ein unterhaltendes ,gesprch diese leeren ,hirngespinste vergessen zu lassen4 ,aber nach einer ,weile erhob einer von ihnen den ,kopf und sagte3 ,was ist dies8 ,haben wir so lange bei ,tisch gesessen1 da der ,tag schon zur ,neige gegangen ist88 ,alle sahen nun auf1 und sie merkten1 da eine schwache ,dmmerung sich ber die ,natur senkte4 ,es war vor allem seltsam zu sehen1 wie das ganze bunte ,farbenspiel1 das ber allen ,dingen und ,wesen gebreitet liegt1 sacht erlosch1 so da alles einfarbig grau erschien4 ,gleich allem andern verloren auch ihre eigenen ,gesichter die ,farbe4 ,wir sehen wirklich wie ,tote aus18 sagte der junge ,schnredner mit einem ,schauer4 ,unsre ,wangen sind ja grau und unsre ,lippen schwarz48 ,whrend diese ,dunkelheit immer tiefer wurde1 nahm auch das ,entsetzen der jungen ,frau zu4 ,ach1 mein ,freund18 rief sie schlielich1 erkennst du auch jetzt nicht1 da die ,unsterblichen dich warnen wollen8 ,sie zrnen1 weil du einen heiligen und unschuldigen ,mann zum ,tode verurteilt hast4 ,ich denke mir1 wenn er jetzt auch schon ans ,kreuz geschlagen sein mu1 kann er doch sicherlich noch nicht verblichen sein4 ,la ihn vom ,kreuze nehmen6 ,ich will mit meinen eignen ,hnden seiner ,wunden pflegen4 ,erlaube nur1 da er ins ,leben zurckgerufen werde48 ,aber ,pilatus antwortete lachend3 ,sicherlich hast du recht damit1 da dies ein ,zeichen der ,gtter ist4 ,aber keineswegs lassen sie die ,sonne ihren ,schein verlieren1 weil ein jdischer ,irrlehrer zum ,kreuzestode verurteilt ist4 ,vielmehr knnen wir erwarten1 da wichtige ,ereignisse eintreten werden1 die das ganze ,reich betreffen4 ,wer kann wissen1 wie lange der alte ,tiberius -- -- --8 ,er vollendete den ,satz nicht1 denn die ,dunkelheit war so tief geworden1 da er nicht einmal den ,weinbecher sehen konnte1 der vor ihm stand4 ,er unterbrach sich daher1 um den ,sklaven zu befehlen1 eiligst ein paar ,lampen hereinzubringen4 ,als es so hell geworden war1 da er die ,gesichter seiner ,gste sehen konnte1 mute er die ,verstimmung bemerken1 die sich ihrer bemchtigt hatte4 ,sieh doch18 sagte er ein wenig unmutig zu seiner ,gattin1 nun scheint es dir wirklich gelungen zu sein1 die ,tafelfreude mit deinen ,trumen zu verscheuchen4 ,aber wenn es schon durchaus so sein mu1 da du heute an nichts andres denken kannst1 dann la uns lieber hren1 was du getrumt hast4 ,erzhl es uns1 und wir wollen versuchen1 den ,sinn zu deuten68 ,dazu war die junge ,frau sofort bereit4 ,und whrend sie ,traumgesicht auf ,traumgesicht erzhlte1 wurden die ,gste immer ernster4 ,sie hrten auf1 ihre ,becher zu leeren1 und ihre ,stirnen zogen sich kraus4 ,der einzige1 der noch immer lachte und alles einen ,wahnwitz nannte1 war der ,landpfleger selbst4 ,als die ,erzhlung zu ,ende war1 sagte der junge ,rhetor3 ,wahrlich1 dies ist doch mehr als ein ,traum1 denn ich sah heute zwar nicht den ,kaiser1 aber seine alte ,freundin ,faustina in die ,stadt einziehen4 ,es nimmt mich nur wunder1 da sie sich nicht schon im ,palaste des ,landpflegers gezeigt hat48 ,es geht ja wirklich das ,gercht1 da der ,kaiser von einer entsetzlichen ,krankheit befallen sei18 bemerkte der ,anfhrer der ,truppen4 ,es scheint auch mir mglich1 da der ,traum deiner ,gattin eine ,warnung von den ,gttern sein kann48 ,es liegt nichts ,unglaubliches darin1 da ,tiberius einen ,boten nach dem ,propheten ausgesandt hat1 um ihn an sein ,krankenlager zu rufen18 stimmte der junge ,rhetor ein4 ,der ,anfhrer wendete sich mit tiefem ,ernst an ,pilatus3 ,wenn der ,kaiser wirklich den ,einfall gehabt hat1 diesen ,wundertter zu sich rufen zu lassen1 dann wre es besser fr dich und fr uns alle1 wenn er ihn lebend trfe48 ,pilatus antwortete halb zrnend3 ,ist es diese ,dunkelheit1 die euch zu ,kindern gemacht hat8 ,man knnte glauben1 ihr wret alle in ,traumdeuter und ,propheten verwandelt48 ,aber der ,hauptmann lie nicht ab1 in ihn zu dringen3 ,es wre vielleicht nicht so unmglich1 das ,leben des ,mannes zu retten1 wenn du einen eiligen ,boten abschicktest48 ,ihr wollt mich wohl zum ,gesptt der ,leute machen18 antwortete der ,landpfleger4 ,sagt selbst1 was sollte in diesem ,lande aus ,recht und ,ordnung werden1 wenn man erfhre1 da der ,landpfleger einen ,verbrecher begnadigt1 weil seine ,frau einen bsen ,traum getrumt hat88 ,es ist doch ,wahrheit und kein ,traum1 da ich ,faustina in ,jerusalem gesehen habe18 sagte der junge ,rhetor4 ,ich nehme es auf mich1 mein ,vergehen vor dem ,kaiser zu verantworten18 sagte ,pilatus4 ,er wird begreifen1 da dieser ,schwrmer1 der sich widerstandlos von meinen ,knechten mihandeln lie1 nicht die ,macht gehabt htte1 ihm zu helfen48 ,in demselben ,augenblick1 wo diese ,worte ausgesprochen wurden1 wurde das ,haus von einem ,getse erschttert1 das wie heftig grollender ,donner klang1 und ein ,erdbeben lie den ,boden erzittern4 ,der ,palast des ,landpflegers blieb unversehrt stehen1 aber unmittelbar nach dem ,erdbeben vernahm man von allen ,seiten das entsetzeneinflende ,krachen von einstrzenden ,husern und fallenden ,sulen4 ,sowie eine ,menschenstimme sich ,gehr verschaffen konnte1 rief der ,landpfleger einen ,sklaven zu sich4 ,eile zum ,richtplatz und befiehl in meinem ,namen1 da der ,prophet aus ,nazareth vom ,kreuze genommen werde68 ,der ,sklave eilte von dannen4 ,die ,tischgesellschaft begab sich vom ,speisesaale in das ,peristyl1 um unter offnem ,himmel zu sein1 falls das ,erdbeben sich wiederholen sollte4 ,niemand wagte ein ,wort zu sagen1 whrend sie der ,rckkehr des ,sklaven harrten4 ,dieser kam sehr bald wieder4 ,er blieb vor dem ,landpfleger stehen4 ,du hast ihn am ,leben gefunden88 fragte dieser4 ,herr1 er war verschieden1 und in demselben ,augenblick1 wo er seinen ,geist aufgab1 geschah das ,erdbeben48 ,kaum hatte er dies gesagt1 als ein paar harte ,schlge am ueren ,tor ertnten4 ,als sie diese ,schlge hrten1 zuckten alle zusammen und sprangen empor1 als wre wieder ein ,erdbeben losgebrochen4 ,gleich darauf erschien ein ,sklave4 ,es sind die edle ,faustina und ,sulpicius1 des ,kaisers ,verwandter4 ,sie sind gekommen1 um dich zu bitten1 du mgest ihnen helfen1 den ,propheten aus ,nazareth zu finden48 ,ein leises ,gemurmel ging durch das ,peristyl1 und leichte ,schritte wurden hrbar4 ,als der ,landpfleger sich umsah1 merkte er1 da seine ,freunde von ihm zurckgewichen waren1 wie von einem1 der dem ,unglck verfallen ist4 ,,ix ,die alte ,faustina war in ,capreae ans ,land gestiegen und hatte den ,kaiser aufgesucht4 ,sie erzhlte ihm ihre ,geschichte1 und whrend sie sprach1 wagte sie kaum ihn anzusehen4 ,whrend ihrer ,abwesenheit hatte die ,krankheit furchtbare ,fortschritte gemacht1 und sie dachte bei sich selbst3 ,wenn bei den ,himmlischen ,barmherzigkeit wre1 so htten sie mich sterben lassen1 bevor ich diesem armen1 gequlten ,menschen sagen mute1 da alle ,hoffnung vorber ist48 ,zu ihrem ,staunen hrte ihr ,tiberius aber mit der grten ,gleichgiltigkeit zu4 ,als sie ihm erzhlte1 da der groe ,wundertter am selben ,tage gekreuzigt worden war1 an dem sie in ,jerusalem anlangte1 und wie nahe sie daran gewesen war1 ihn zu retten1 da begann sie unter der ,schwere ihrer ,enttuschung zu weinen4 ,aber ,tiberius sagte nur3 ,du grmst dich also wirklich darber4 ,ach1 ,faustina1 ein ganzes ,leben in ,rom hat dir also den ,glauben an ,zauberer und ,wundertter nicht benommen1 den du in deiner ,kindheit in den ,sabinerbergen eingesogen hast48 ,da sah die ,alte ein1 da ,tiberius nie ,hilfe von dem ,propheten aus ,nazareth erwartet hatte4 ,warum lieest du mich dann diese ,fahrt in das ferne ,land machen1 wenn du sie die ganze ,zeit ber fr fruchtlos hieltest88 ,du bist mein einziger ,freund18 sagte der ,kaiser4 ,warum sollte ich dir eine ,bitte abschlagen1 solange es noch in meiner ,macht steht1 sie zu gewhren88 ,aber die ,alte wollte sich nicht darein schicken1 da der ,kaiser sie zum ,besten gehalten hatte4 ,siehst du1 das ist deine alte ,hinterlist18 sagte sie aufbrausend4 ,das ist es eben1 was ich am wenigsten an dir leiden kann48 ,du httest nicht zu mir zurckkehren sollen18 sagte ,tiberius4 ,du httest in deinen ,bergen bleiben mssen48 ,fr einen ,augenblick sah es aus1 als wrden die beiden1 die so oft aneinandergeraten waren1 wieder in ein ,wortgefecht geraten1 aber der ,groll der ,alten verflog sogleich4 ,die ,zeiten waren vorber1 wo sie ernstlich mit dem ,kaiser hatte hadern knnen4 ,sie senkte die ,stimme wieder4 ,doch konnte sie nicht ganz und gar von jedem ,versuche1 recht zu behalten1 abstehen4 ,aber dieser ,mann war wirklich ein ,prophet18 sagte sie4 ,ich habe ihn gesehen4 ,als seine ,augen den meinen begegneten1 glaubte ich1 er sei ein ,gott4 ,ich war wahnsinnig1 da ich ihn in den ,tod gehen lie48 ,ich bin froh1 da du ihn sterben lieest18 sagte ,tiberius4 ,er war ein ,majesttsverbrecher und ,aufrhrer48 ,faustina war wieder nahe daran1 in ,zorn zu geraten4 ,ich habe mit vielen seiner ,freunde in ,jerusalem ber ihn gesprochen18 sagte sie4 ,er hat die ,verbrechen nicht begangen1 deren er bezichtigt wurde48 ,wenn er auch nicht gerade diese ,verbrechen begangen hat1 so war er doch darum gewi nicht besser als irgend ein andrer18 sagte der ,kaiser mde4 ,wo ist der ,mensch1 der in seinem ,leben nicht tausendmal den ,tod verdient htte88 ,aber diese ,worte des ,kaisers bestimmten ,faustina1 etwas zu tun1 weswegen sie bis dahin unschlssig gewesen war4 ,ich will dir doch eine ,probe seiner ,macht geben18 sagte sie4 ,ich sagte dir vorhin1 da ich mein ,schweituch auf sein ,gesicht legte4 ,es ist dasselbe ,tuch1 das ich jetzt in meiner ,hand halte4 ,willst du es einen ,augenblick betrachten88 ,sie breitete das ,schweituch vor dem ,kaiser aus1 und er sah darauf den schattenhaften ,umri eines ,menschengesichtes abgezeichnet4 ,die ,stimme der ,alten zitterte vor ,rhrung1 als sie fortfuhr3 ,dieser ,mann sah1 da ich ihn liebte4 ,ich wei nicht1 durch welche ,macht er imstande war1 mir sein ,bild zu hinterlassen4 ,aber meine ,augen fllen sich mit ,trnen1 da ich es sehe48 ,der ,kaiser beugte sich vor und betrachtete dieses ,bild1 das aus ,blut und ,trnen und den schwarzen ,schatten des ,schmerzes gemacht schien4 ,so allmhlich trat das ganze ,gesicht vor ihm hervor1 wie es in das ,schweituch eingedrckt war4 ,er sah die ,bluttropfen auf der ,stirn1 die stechende ,dornenkrone1 das ,haar1 das klebrig von ,blut war1 und den ,mund1 dessen ,lippen in ,leid zu beben schienen4 ,er beugte sich immer tiefer zu dem ,bilde hinunter4 ,immer klarer trat das ,gesicht hervor4 ,aus den schattenhaften ,linien sah er mit einem ,male die ,augen gleichsam in verborgenem ,leben strahlen4 ,und whrend sie zu ihm von dem furchtbarsten ,leid sprachen1 zeigten sie ihm zugleich eine ,reinheit und ,hoheit1 wie er sie nie zuvor geschaut hatte4 ,er lag auf seiner ,ruhebank und sog dieses ,bild mit den ,augen ein4 ,ist dies ein ,mensch88 fragte er sacht und leise4 ,ist dies ein ,mensch88 ,wieder lag er still und betrachtete das ,bild4 ,die ,trnen begannen ber seine ,wangen zu strmen4 ,ich traure ber deinen ,tod1 du ,unbekannter18 flsterte er4 ,faustina18 rief er endlich1 warum lieest du diesen ,mann sterben8 ,er htte mich geheilt48 ,und wieder versank er in die ,betrachtung des ,bildes4 ,du ,mensch18 sagte er nach einer ,weile4 ,wenn ich nicht mein ,heil von dir empfangen kann1 so kann ich dich doch rchen4 ,meine ,hand wird schwer auf denen ruhen1 die dich mir gestohlen haben48 ,wieder lag er lange ,zeit schweigend1 dann aber lie er sich zu ,boden gleiten und sank vor dem ,bilde auf die ,kniee4 ,du bist der ,mensch18 sagte er4 ,du bist1 was ich nie zu sehen gehofft habe48 ,und er deutete auf sich selbst1 sein zerstrtes ,gesicht und seine zerfressenen ,hnde4 ,ich und alle andern1 wir sind wilde ,tiere und ,ungeheuer1 aber du bist der ,mensch48 ,er neigte den ,kopf so tief vor dem ,bilde1 da er die ,erde berhrte4 ,erbarme dich meiner1 du ,unbekannter68 sagte er1 und seine ,trnen benetzten die ,steine4 ,wenn du am ,leben geblieben wrest1 so htte dein bloer ,anblick mich geheilt18 sagte er4 ,die arme alte ,frau erschrak darber1 was sie getan hatte4 ,es wre klger gewesen1 dem ,kaiser das ,bild nicht zu zeigen1 dachte sie4 ,sie hatte von ,anfang an gefrchtet1 da sein ,schmerz allzu gro sein wrde1 wenn er es she4 ,und in ihrer ,verzweiflung ber den ,kummer des ,kaisers ri sie das ,bild an sich1 gleichsam1 um es seinem ,blick zu entziehen4 ,da sah der ,kaiser auf4 ,und siehe da1 seine ,gesichtszge waren verwandelt1 und er war1 wie er vor der ,krankheit gewesen war4 ,es war1 als htte diese ihre ,wurzel und ,nahrung in dem ,hasse und der ,menschenverachtung gehabt1 die in seinem ,herzen gewohnt hatten2 und sie hatte in demselben ,augenblick entfliehen mssen1 in dem er ,liebe und ,mitleid gefhlt hatte4 99 99 99 99 99 ,aber am nchsten ,tage sendete ,tiberius drei ,boten aus4 ,der erste ,bote ging nach ,rom und befahl1 da der ,senat eine ,untersuchung anstelle1 wie der ,landpfleger in ,palstina sein ,amt verwalte1 und ihn bestrafe1 wenn es sich erweisen solle1 da er das ,volk unterdrcke und ,unschuldige zum ,tode verurteile4 ,der zweite ,bote wurde zu dem ,winzer und seiner ,frau geschickt1 um ihnen zu danken und sie fr den ,rat zu belohnen1 den sie dem ,kaiser gegeben hatten1 und um ihnen zugleich zu sagen1 wie alles abgelaufen war4 ,als sie alles bis zu ,ende gehrt hatten1 weinten sie still1 und der ,mann sagte3 ,ich wei1 da ich meiner ,lebtag darber nachgrbeln werde1 was geschehen wre1 wenn diese beiden sich begegnet wren48 ,aber die ,frau erwiderte3 ,es konnte nicht anders kommen4 ,es war ein zu groer ,gedanke1 da diese beiden sich begegnen sollten4 ,gott der ,herr wute1 da die ,welt ihn nicht zu ertragen vermochte48 ,der dritte ,bote ging nach ,palstina und brachte von dort einige von ,jesu ,jngern nach ,capreae1 und diese begannen hier die ,lehre zu verknden1 die der ,gekreuzigte gepredigt hatte4 ,als diese ,lehrer in ,capreae anlangten1 lag die alte ,faustina auf dem ,totenbette4 ,aber sie konnten sie noch vor ihrem ,tode zu der ,jngerin des groen ,propheten machen und sie taufen4 ,und in der ,taufe wurde sie ,veronika genannt1 weil es ihr beschieden gewesen war1 den ,menschen das wahre ,bild ihres ,erlsers zu bringen4 ,illustration ,das ,rotkehlchen ,illustration ,es war zu der ,zeit1 da unser ,herr die ,welt erschuf1 da er nicht nur ,himmel und ,erde schuf1 sondern auch alle ,tiere und ,pflanzen1 und ihnen zugleich ihre ,namen gab4 ,es gibt viele ,geschichten aus jener ,zeit2 und wte man sie alle1 so wte man auch die ,erklrung fr alles in der ,welt1 was man jetzt nicht verstehen kann4 ,damals war es1 da es sich eines ,tages begab1 als unser ,herr im ,paradiese sa und die ,vgel malte1 da die ,farbe in unsers ,herrn ,farbenschalen ausging1 so da der ,stieglitz ohne ,farbe geblieben wre1 wenn unser ,herr nicht alle ,pinsel an seinen ,federn abgewischt htte4 ,und damals geschah es1 da der ,esel seine langen ,ohren bekam1 weil er sich nicht merkte1 welchen ,namen er bekommen hatte4 ,er verga es1 sowie er nur ein paar ,schritte auf den ,fluren des ,paradieses gemacht hatte1 und dreimal kam er zurck und fragte1 wie er heie1 bis unser ,herr ein klein wenig ungeduldig wurde1 ihn bei beiden ,ohren nahm und sagte3 ,dein ,name ist ,esel1 ,esel1 ,esel48 ,und whrend er so sprach1 zog er seine ,ohren lang1 damit er ein besseres ,gehr bekme und sich merke1 was man ihm sagte4 ,an demselben ,tage geschah es auch1 da die ,biene bestraft wurde4 ,denn als die ,biene erschaffen war1 begann sie sogleich ,honig zu sammeln1 und ,tiere und ,menschen1 die merkten1 wie s der ,honig duftete1 kamen und wollten ihn kosten4 ,aber die ,biene wollte alles fr sich behalten und jagte mit ihren giftigen ,stichen alle fort1 die sich der ,honigwabe nherten4 ,dies sah unser ,herr und alsogleich rief er die ,biene zu sich und strafte sie4 ,ich verlieh dir die ,gabe1 ,honig zu sammeln1 der das ,seste in der ,schpfung ist18 sagte unser ,herr1 aber damit gab ich dir nicht das ,recht1 hart gegen deinen ,nchsten zu sein4 ,merke dir nun1 jedesmal1 wenn du jemand stichst1 der deinen ,honig kosten will1 mut du sterben68 ,ach ja1 damals geschah es1 da die ,grille blind wurde und die ,ameise ihre ,flgel verlor2 es begab sich so viel ,wunderliches an diesem ,tage4 ,unser ,herr sa den ganzen ,tag gro und mild da und schuf und erweckte zum ,leben1 und gegen ,abend kam es ihm in den ,sinn1 einen kleinen grauen ,vogel zu erschaffen4 ,merke dir1 da dein ,name ,rotkehlchen ist68 sagte unser ,herr zu dem ,vogel1 als er fertig war4 ,und er setzte ihn auf seine flache ,hand und lie ihn fliegen4 ,aber als der ,vogel ein ,weilchen umhergeflogen war und sich die schne ,erde besehen hatte1 auf der er leben sollte1 bekam er auch ,lust1 sich selbst zu betrachten4 ,da sah er1 da er ganz grau war1 und seine ,kehle war ebenso grau wie alles andre4 ,das ,rotkehlchen wendete und drehte sich und spiegelte sich im ,wasser1 aber es konnte keine einzige rote ,feder entdecken4 ,da flog der ,vogel zu unserm ,herrn zurck4 ,unser ,herr thronte gut und milde1 aus seinen ,hnden gingen ,schmetterlinge hervor1 die um sein ,haupt flatterten1 ,tauben gurrten auf seinen ,schultern1 und aus dem ,boden rings um ihn sproten die ,rose1 die ,lilie und das ,tausendschnchen4 ,das ,herz des kleinen ,vogels pochte heftig vor ,bangigkeit1 aber in leichten ,bogen flog er doch immer nher und nher zu unserm ,herrn1 und schlielich lie er sich auf seiner ,hand nieder4 ,da fragte unser ,herr1 was sein ,begehr wre4 ,ich mchte dich nur um eines fragen18 sagte der kleine ,vogel4 ,was willst du denn wissen88 fragte unser ,herr4 ,warum soll ich ,rotkehlchen heien1 wenn ich doch ganz grau bin vom ,schnabel bis zum ,schwanze8 ,warum werde ich ,rotkehlchen genannt1 wenn ich keine einzige rote ,feder mein eigen nenne88 ,und der ,vogel sah unsern ,herrn mit seinen kleinen schwarzen uglein flehend an und wendete das ,kpfchen4 ,ringsum sah er ,fasanen1 ganz rot unter einem leichten ,goldstaub1 ,papageien mit reichen roten ,halskragen1 ,hhne mit roten ,kmmen1 ganz zu schweigen von den ,schmetterlingen1 den ,goldfischen und den ,rosen4 ,und natrlich dachte er sich1 wie wenig vonnten wre1 nur ein einziger kleiner ,tropfen ,farbe auf seiner ,brust1 und er wre ein schner ,vogel1 und sein ,name schicke sich fr ihn4 ,warum soll ich ,rotkehlchen heien1 wenn ich ganz grau bin18 fragte der ,vogel abermals und wartete1 da unser ,herr sagen wrde3 ,ach1 ,freundchen1 ich sehe1 ich habe ganz vergessen1 deine ,brustfedern rot zu malen1 aber wart nur einen ,augenblick1 dann wird es geschehen48 ,aber unser ,herr lchelte nur still und sagte3 ,ich habe dich ,rotkehlchen genannt1 und ,rotkehlchen sollst du heien1 aber du mut selbst zusehen1 da du dir deine roten ,brustfedern verdienst48 ,und damit erhob unser ,herr die ,hand und lie den ,vogel aufs neue in die ,welt hinausfliegen4 ,der ,vogel flog sehr nachdenklich ins ,paradies hinunter4 ,was sollte wohl ein kleiner ,vogel1 wie er1 tun knnen1 um sich rote ,federn zu verschaffen8 ,das einzige1 was ihm einfiel1 war1 da er sein ,nest in einen ,dornenbusch baute4 ,er nistete zwischen den ,stacheln in dem dichten ,dornengestrpp4 ,es war1 als erwarte er1 da ein ,rosenblatt an seiner ,kehle haften bliebe und ihr seine ,farbe gbe4 99 99 99 99 99 ,eine unendliche ,menge von ,jahren war seit diesem ,tage verflossen1 der der frhlichste der ,erde war4 ,seit dieser ,zeit hatten sowohl die ,tiere als auch die ,menschen das ,paradies verlassen und sich ber die ,erde verbreitet4 ,und die ,menschen hatten es soweit gebracht1 da sie gelernt hatten1 den ,boden zu bebauen und das ,meer zu befahren1 sie hatten sich ,kleider und ,zierrat geschaffen1 ja1 sie hatten lngst gelernt1 groe ,tempel und mchtige ,stdte zu bauen1 wie ,theben1 ,rom und ,jerusalem4 ,da brach ein neuer ,tag an1 der auch in der ,geschichte der ,erde lange nicht vergessen werden sollte1 und am ,morgen dieses ,tages sa das ,rotkehlchen auf einem kleinen nackten ,hgel vor den ,mauern ,jerusalems und sang seinen ,jungen vor1 die in dem kleinen ,nest in einem niedrigen ,dornenbusch lagen4 ,das ,rotkehlchen erzhlte seinen ,kleinen von dem wunderbaren ,schpfungstage und von der ,namengebung1 wie jedes ,rotkehlchen es seinen ,kindern erzhlt hatte1 von dem ersten an1 das ,gottes ,wort gehrt hatte und aus ,gottes ,hand hervorgegangen war4 ,und seht nun18 schlo es betrbt1 so viele ,jahre sind seit dem ,schpfungstage verflossen1 so viele ,rosen haben geblht1 so viele junge ,vgel sind aus ihren ,eiern gekrochen1 so viele1 da keiner sie zhlen kann1 aber das ,rotkehlchen ist noch immer ein kleiner1 grauer ,vogel1 es ist ihm noch nicht gelungen1 die roten ,brustfedern zu erringen48 ,die kleinen ,jungen rissen ihre ,schnbel weit auf und fragten1 ob ihre ,vorfahren nicht versucht htten irgend eine ,grotat zu vollbringen1 um die unschtzbare rote ,farbe zu erringen4 ,wir haben alle getan1 was wir konnten18 sagte der kleine ,vogel1 aber es ist uns allen milungen4 ,schon das erste ,rotkehlchen traf einmal einen andern ,vogel1 der ihm vllig glich1 und es begann sogleich1 ihn mit so heftiger ,liebe zu lieben1 da es seine ,brust erglhen fhlte4 ,ach1 dachte es da1 nun verstehe ich es3 der liebe ,gott will1 da ich so hei liebe1 da meine ,brustfedern sich von der ,liebesglut1 die in meinem ,herzen wohnt1 rot frben4 ,aber es milang ihm1 wie es allen nach ihm milungen ist1 und wie es auch euch milingen wird48 ,die kleinen ,jungen zwitscherten betrbt1 sie begannen schon darber zu trauern1 da die rote ,farbe ihre kleine flaumige ,kehle nicht schmcken sollte4 ,wir hofften auch auf den ,gesang18 sagte der alte ,vogel1 in langgezognen ,tnen sprechend4 ,schon das erste ,rotkehlchen sang so1 da seine ,brust vor ,begeisterung schwoll1 und es wagte wieder zu hoffen4 ,ach1 dachte es1 die ,sangesglut1 die in meiner ,seele wohnt1 wird meine ,brustfedern rot frben4 ,aber es tuschte sich1 wie alle nach ihm sich getuscht haben1 und wie auch ihr euch tuschen werdet48 ,wieder hrte man ein trbseliges ,piepsen aus den halbnackten ,kehlen der ,jungen4 ,wir hofften auch auf unsern ,mut und unsre ,tapferkeit18 sagte der ,vogel4 ,schon das erste ,rotkehlchen kmpfte tapfer mit andern ,vgeln1 und seine ,brust glhte von ,kampflust4 ,ach1 dachte es1 meine ,brustfedern werden sich rot frben von der ,kampflust1 die in meinem ,herzen flammt4 ,aber es scheiterte1 wie alle nach ihm scheiterten1 und wie auch ihr scheitern werdet48 ,die winzigen ,jungen piepsten mutig1 da sie es doch versuchen wollten1 den erstrebten ,preis zu gewinnen1 aber der alte ,vogel antwortete ihnen betrbt1 da dies unmglich sei4 ,was knnten sie hoffen1 wenn so viele ausgezeichnete ,vorfahren das ,ziel nicht erreicht htten8 ,was knnten sie mehr tun als lieben1 singen und kmpfen8 ,was knnten -- -- -- ,der ,vogel hielt mitten im ,satze inne1 denn aus einem ,tore ,jerusalems kam eine ,menschenmenge gezogen1 und die ganze ,schar eilte den ,hgel hinan1 wo der ,vogel sein ,nest hatte4 ,da waren ,reiter auf stolzen ,rossen1 ,krieger mit langen ,lanzen1 ,henkersknechte mit ,ngeln und ,hmmern1 da waren wrdig einherschreitende ,priester und ,richter1 weinende ,frauen1 und allen voran eine ,menge wildumherlaufendes ,volk1 ein gruliches1 heulendes ,geleite von ,landstreichern4 ,der kleine graue ,vogel sa zitternd auf dem ,rande seines ,nestes4 ,er frchtete jeden ,augenblick1 da der kleine ,dornenbusch niedergetreten und seine kleinen ,jungen gettet werden wrden4 ,nehmt euch in acht18 rief er den kleinen schutzlosen ,jungen zu1 kriecht dicht zusammen und verhaltet euch still6 ,hier kommt ein ,pferd1 das gerade ber uns hingeht6 ,hier kommt ein ,krieger mit eisenbeschlagenen ,sandalen6 ,hier kommt die ganze wilde ,schar herangestrmt68 ,mit einem ,male hrte der ,vogel mit seinen ,warnungsrufen auf1 er wurde still und stumm4 ,er verga beinahe die ,gefahr1 in der er schwebte4 ,pltzlich hpfte er in das ,nest hinunter und breitete die ,flgel ber seine ,jungen4 ,nein1 das ist zu entsetzlich18 sagte er4 ,ich will nicht1 da ihr diesen ,anblick seht -- da sind drei ,missetter1 die gekreuzigt werden sollen48 ,und er breitete ngstlich die ,flgel aus1 so da die ,kleinen nichts sehen konnten4 ,sie vernahmen nur donnernde ,hammerschlge1 ,klagerufe und das wilde ,geschrei des ,volkes4 ,das ,rotkehlchen folgte dem ganzen ,schauspiel mit ,augen1 die sich vor ,entsetzen weiteten4 ,es konnte die ,blicke nicht von den drei ,unglcklichen wenden4 ,wie grausam die ,menschen sind68 sagte der ,vogel nach einem ,weilchen4 ,es ist ihnen nicht genug1 da sie diese armen ,wesen ans ,kreuz nageln1 nein1 auf dem ,kopfe des einen haben sie noch eine ,krone aus stechenden ,dornen befestigt48 ,ich sehe1 da die ,dornen seine ,stirn verwundet haben und das ,blut fliet18 fuhr es fort4 ,und dieser ,mann ist so schn und sieht mit so milden ,blicken um sich1 da jeder ihn lieben mte4 ,mir ist1 als ginge eine ,pfeilspitze durch mein ,herz1 wenn ich ihn leiden sehe48 ,der kleine ,vogel begann ein immer strkeres ,mitleid mit dem ,dornengekrnten zu fhlen4 ,wenn ich mein ,bruder1 der ,adler1 wre18 dachte er1 wrde ich die ,ngel aus seinen ,hnden reien und mit meinen starken ,klauen alle die ,leute verscheuchen1 die ihn peinigen48 ,es sah1 wie das ,blut auf die ,stirn des ,gekreuzigten tropfte1 und da vermochte es nicht mehr still in seinem ,neste zu bleiben4 ,wenn ich auch nur klein und schwach bin1 so mu ich doch etwas fr diesen armen ,gequlten tun knnen18 dachte der ,vogel1 und er verlie sein ,nest und flog hinaus in die ,luft1 weite ,kreise um den ,gekreuzigten beschreibend4 ,er umkreiste ihn mehrere ,male1 ohne da er sich nherzukommen traute1 denn er war ein scheuer kleiner ,vogel1 der es nie gewagt hatte1 sich einem ,menschen zu nhern4 ,aber allmhlich fate er ,mut1 flog ganz nah hinzu und zog mit seinem ,schnabel einen ,dorn aus1 der in die ,stirn des ,gekreuzigten gedrungen war4 ,aber whrend er dies tat1 fiel ein ,tropfen von dem ,blute des ,gekreuzigten auf die ,kehle des ,vogels4 ,der verbreitete sich rasch und frbte alle die kleinen zarten ,brustfedern4 ,wie der ,vogel wieder in sein ,nest kam1 riefen ihm seine kleinen ,jungen zu3 ,deine ,brust ist rot1 deine ,brustfedern sind roter als ,rosen68 ,es ist nur ein ,bluttropfen von der ,stirn des armen ,mannes18 sagte der ,vogel4 ,er verschwindet1 sobald ich in einem ,bach bade oder in einer klaren ,quelle48 ,aber soviel der kleine ,vogel auch badete1 die rote ,farbe verschwand nicht von seiner ,kehle1 und als seine ,kleinen herangewachsen waren1 leuchtete die blutrote ,farbe auch von ihren ,brustfedern1 wie sie auf jedes ,rotkehlchens ,brust und ,kehle leuchtet1 bis auf den heutigen ,tag4 ,illustration ,unser ,herr und der heil4 ,petrus ,illustration ,es war um die ,zeit1 als unser ,herr und der heilige ,petrus eben ins ,paradies gekommen waren1 nachdem sie whrend vieler ,jahre der ,betrbnis auf ,erden umhergewandert waren und manches erlitten hatten4 ,man kann sich denken1 da dies eine ,freude fr ,sankt ,petrus war4 ,man kann denken1 da es ein ander ,ding war1 auf dem ,berge des ,paradieses zu sitzen und ber die ,welt hinaus zu sehen1 denn als ,bettler von ,tr zu ,tr zu wandern4 ,es war ein ander ,ding1 in den ,lustgrten des ,paradieses umherzuschlendern1 als auf ,erden einherzugehen und nicht zu wissen1 ob man in strmischer ,nacht ,obdach bekme1 oder ob man gentigt sein wrde1 drauen auf der ,landstrae in ,klte und ,dunkel weiterzuwandern4 ,man mu nur bedenken1 welche ,freude es gewesen sein mu1 nach solcher ,reise endlich an den rechten ,ort zu kommen4 ,er hatte wohl nicht immer so sicher sein knnen1 da alles ein gutes ,ende nehmen wrde4 ,er hatte es nicht lassen knnen1 bisweilen zu zweifeln und unruhig zu sein1 denn es war ja fr ,sankt ,petrus1 den ,armen1 beinahe unmglich gewesen1 zu begreifen1 wozu es dienen solle1 da sie ein so schweres ,dasein hatten1 wenn unser ,herr und ,heiland der ,herr der ,welt war4 ,und nun sollte nie mehr die ,sehnsucht kommen und ihn qulen4 ,man darf wohl glauben1 da er froh darber war4 ,nun konnte er frmlich darber lachen1 wieviel ,betrbnis er und unser ,herr hatten erdulden und mit wie wenig sie sich hatten begngen mssen4 ,einmal1 als es ihnen so bel ergangen war1 da er gemeint hatte1 es kaum lnger ertragen zu knnen1 hatte unser ,herr ihn mit sich genommen und begonnen1 einen hohen ,berg hinanzusteigen1 ohne ihm zu sagen1 was sie dort oben zu tun htten4 ,sie waren an den ,stdten vorbergewandert1 die am ,fue des ,berges lagen1 und an den ,schlssern1 die hher oben waren4 ,sie waren ber die ,bauernhfe und ,sennhtten hinausgekommen1 und sie hatten die ,steingrotte des letzten ,holzhauers hinter sich gelassen4 ,sie waren endlich dorthin gekommen1 wo der ,berg nackt1 ohne ,pflanzen und ,bume stand1 und wo ein ,eremit sich eine ,htte erbaut hatte1 um in ,not geratnen ,wandersleuten beispringen zu knnen4 ,dann waren sie ber die ,schneefelder gegangen1 wo die ,murmeltiere schlafen1 und hinauf zu den wilden1 zusammengetrmten ,eismassen gelangt1 bis zu denen kaum ein ,steinbock vordringen kann4 ,dort oben hatte unser ,herr einen kleinen ,vogel mit roter ,brust gefunden1 der erfroren auf dem ,eise lag1 und er hatte den kleinen ,dompfaffen aufgehoben und eingesteckt4 ,und ,sankt ,petrus erinnerte sich1 da er neugierig gewesen war1 ob dieser ,vogel ihr ,mittagbrot sein wrde4 ,sie waren eine lange ,strecke ber die schlpfrigen ,eisstcke gewandert1 und es wollte ,sankt ,peter bednken1 als wre er dem ,totenreiche nie so nah gewesen1 denn ein todeskalter ,wind und ein todesdunkler ,nebel hllten sie ein1 und weit und breit fand sich nichts ,lebendes4 ,und doch waren sie nicht hher gekommen1 als bis zur ,mitte des ,berges4 ,da hatte er unsern ,herrn gebeten1 umkehren zu drfen4 ,noch nicht18 sagte unser ,herr1 denn ich will dir etwas weisen1 was dir den ,mut geben wird1 alle ,sorgen zu tragen48 ,und sie waren durch ,nebel und ,klte weiter gewandert1 bis sie eine unendlich hohe ,mauer erreicht hatten1 die sie nicht weiterkommen lie4 ,diese ,mauer geht rings um den ,berg18 sagte unser ,herr1 und du kannst sie an keinem ,punkte bersteigen4 ,auch kann kein ,mensch etwas von dem erblicken1 was dahinter liegt1 denn hier ist es1 wo das ,paradies anfngt1 und hier wohnen die seligen ,toten den ganzen ,berghang hinauf48 ,da hatte der heilige ,petrus es nicht lassen knnen1 ein mitrauisches ,gesicht zu machen4 ,dort drinnen ist nicht ,dunkel und ,klte wie hier18 sagte unser ,herr1 sondern dort ist grner ,sommer und heller ,schein von ,sonnen und ,sternen48 ,aber ,sankt ,petrus vermochte ihm nicht zu glauben4 ,da nahm unser ,herr den kleinen ,vogel1 den er vorhin auf dem ,eisfelde gefunden hatte1 und bog sich zurck und warf ihn ber die ,mauer1 so da er ins ,paradies hineinfiel4 ,und gleich darauf hrte der heilige ,petrus ein jubelndes1 frhliches ,zwitschern und erkannte den ,gesang eines ,dompfaffen und verwunderte sich hchlich4 ,er wendete sich an unsern ,herrn und sagte3 ,la uns wieder auf die ,erde hinuntergehen und alles dulden1 was erduldet werden mu1 denn nun sehe ich1 da du wahr gesprochen hast1 und da es einen ,ort gibt1 wo das ,leben den ,tod berwindet48 ,und sie waren den ,berg hinuntergestiegen und hatten ihre ,wandrung aufs neue begonnen4 ,dann hatte ,sankt ,petrus lange ,jahre nichts mehr vom ,paradiese gesehen1 sondern war nur einher gegangen und hatte sich nach dem ,lande hinter der ,mauer gesehnt4 ,und jetzt war er endlich dort und brauchte sich nicht mehr zu sehnen1 sondern konnte den ganzen ,tag mit vollen ,hnden ,freude aus niemals versiegenden ,quellen schpfen4 ,aber der heilige ,petrus war kaum vierzehn ,tage im ,paradiese1 als es geschah1 da ein ,engel zu unserm ,herrn kam1 der auf seinem ,stuhle sa1 sich siebenmal vor ihm neigte und ihm sagte1 es msse ein schweres ,unglck ber ,sankt ,petrus gekommen sein4 ,er wolle weder essen und trinken1 und seine ,augen wren rotgerndert1 als htte er seit mehreren ,nchten nicht geschlafen4 ,sobald unser ,herr dies vernahm1 erhob er sich und ging und suchte ,sankt ,petrus auf4 ,er fand ihn fern an der uersten ,grenze des ,paradieses4 ,er lag auf dem ,boden1 als wre er zu ermattet1 um stehen zu knnen1 und hatte seine ,kleider zerrissen und ,asche auf sein ,haupt gestreut4 ,als unser ,herr ihn so betrbt sah1 setzte er sich neben ihm auf den ,boden und sprach zu ihm1 wie er getan htte1 wenn sie noch in der ,betrbnis dieser ,welt umhergewandert wren4 ,was ist es1 was dich so traurig macht1 ,sankt ,petrus88 fragte unser ,herr4 ,aber der ,schmerz bermannte ,sankt ,petrus so sehr1 da er nichts zu antworten vermochte4 ,was ist es1 was dich so traurig macht1 ,sankt ,petrus88 fragte unser ,herr abermals4 ,als unser ,herr die ,frage wiederholte1 nahm ,sankt ,petrus seine ,goldkrone vom ,kopfe und warf sie unserm ,herrn zu ,fen1 als wollte er sagen1 da er frderhin keinen ,teil mehr haben wolle an seiner ,ehre und ,herrlichkeit4 ,aber unser ,herr begriff wohl1 da ,sankt ,petrus zu verzweifelt war1 um zu wissen1 was er tat1 und so zeigte er ihm keinen ,zorn4 ,du mut mir doch endlich sagen1 was dich qult18 sagte er ebenso sanftmtig wie zuvor und mit noch grrer ,liebe in der ,stimme4 ,jetzt aber sprang ,sankt ,petrus auf1 und da sah unser ,herr1 da er nicht nur betrbt war1 sondern auch zornig4 ,ich will ,urlaub aus deinen ,diensten haben18 sagte ,sankt ,petrus4 ,ich kann nicht einen ,tag lnger im ,paradiese bleiben48 ,aber unser ,herr suchte ihn zu beschwichtigen1 was er frher oft hatte tun mssen1 wenn ,sankt ,petrus aufgebraust war4 ,ich will dich wahrlich nicht hindern1 zu gehen18 sagte er1 aber erst mut du mir sagen1 was dir hier nicht gefllt48 ,ich kann dir sagen1 da ich mir bessern ,lohn versprach1 als wir beide drunten auf ,erden jede ,art ,elend erduldeten18 sagte ,sankt ,petrus4 ,unser ,herr sah1 da ,sankt ,petrus ,seele von ,bitterkeit erfllt war1 und er fhlte keinen ,groll gegen ihn4 ,ich sage dir1 da du frei bist1 zu ziehen1 wohin du willst18 sagte er1 wenn du mich nur wissen lt1 was dich betrbt48 ,da endlich erzhlte ,sankt ,petrus1 warum er unglcklich war4 ,ich hatte eine alte ,mutter18 sagte er1 und sie ist vor ein paar ,tagen gestorben48 ,jetzt wei ich1 was dich qult18 sagte unser ,herr4 ,du leidest1 weil deine ,mutter nicht hierher ins ,paradies gekommen ist48 ,so ist es18 sagte ,sankt ,petrus1 und zugleich berwltigte ihn der ,schmerz so sehr1 da er zu jammern und zu schluchzen anfing4 ,ich meine doch1 ich htte es wohl verdient1 da sie herkommen drfte18 sagte er4 ,als aber unser ,herr erfahren hatte1 was es war1 worber der heilige ,petrus trauerte1 wurde er gleichfalls betrbt4 ,denn ,sankt ,petrus ,mutter war nicht so gewesen1 da sie ins ,himmelreich htte kommen knnen4 ,sie hatte nie an etwas andres gedacht1 als ,geld zu sammeln2 und armen ,leuten1 die vor ihre ,tre gekommen waren1 hatte sie niemals auch nur einen ,groschen oder einen ,bissen ,brot gegeben4 ,aber unser ,herr verstand es wohl3 ,sankt ,petrus konnte es unmglich wnschen1 da seine ,mutter so geizig gewesen war1 da sie die ,seligkeit nicht genieen konnte4 ,sankt ,petrus18 sagte er1 woher weit du1 da deine ,mutter sich bei uns glcklich fhlen wrde88 ,sieh1 das sagst du nur1 damit du mich nicht zu erhren brauchst18 sagte ,sankt ,petrus4 ,wer sollte sich im ,paradiese nicht glcklich fhlen88 ,wer nicht ,freude ber die ,freude andrer fhlt1 kann hier nicht glcklich sein18 sagte unser ,herr4 ,dann sind noch andre hier als meine ,mutter1 die nicht hereinpassen18 sagte ,sankt ,petrus1 und unser ,herr merkte1 da er damit ihn im ,sinne hatte4 ,und er war tief betrbt1 weil ,sankt ,petrus von einem so schweren ,kummer getroffen war1 da er nicht mehr wute1 was er sagte4 ,er blieb eine ,weile stehen und wartete1 ob ,sankt ,petrus nicht bereute und einshe1 da seine ,mutter nicht ins ,paradies gehrte1 aber der wollte gar nicht zu ,vernunft kommen4 ,da rief unser ,herr einen ,engel zu sich und befahl ihm1 zur ,hlle hinunter zu fahren und die ,mutter des heiligen ,petrus ins ,paradies heraufzuholen4 ,la mich dann auch sehen1 wie er sie herausholt18 sagte ,sankt ,petrus4 ,unser ,herr nahm ,sankt ,petrus an der ,hand und fhrte ihn auf einen ,felsen hinaus1 der auf der einen ,seite kerzengerade und jh abfiel4 ,und er zeigte ihm1 da er sich nur ein klein wenig ber den ,rand zu beugen brauchte1 um gerade in die ,hlle hinunter zu sehen4 ,als ,sankt ,petrus hinunterschaute1 konnte er im ,anfang nicht mehr unterscheiden1 als wenn er in einen ,brunnen hinabgesehen htte4 ,es war1 als ffne sich ein unendlicher1 schwarzer ,schlund unter ihm4 ,das erste1 was er undeutlich unterschied1 war der ,engel1 der sich schon auf den ,weg in den ,abgrund gemacht hatte4 ,er sah1 wie er ohne jede ,furcht in das groe ,dunkel hinunter eilte und nur die ,flgel ein wenig ausbreitete1 um nicht zu heftig zu fallen4 ,aber als ,sankt ,petrus seine ,augen ein bichen daran gewhnt hatte1 fing er an1 mehr und immer mehr zu sehen4 ,er begriff zunchst1 da das ,paradies auf einem ,ringberge lag1 der eine weite ,kluft einschlo1 und in der ,tiefe dieser ,kluft hatten die ,verdammten ihre ,wohnstatt4 ,er sah1 wie der ,engel eine lange ,weile fiel und fiel1 ohne in die ,tiefe hinunter zu kommen4 ,er war ganz erschrocken darber1 da es ein so weiter ,weg war4 ,mchte er doch nur wieder mit meiner ,mutter heraufkommen knnen18 sagte er4 ,unser ,heiland blickte nur mit groen1 traurigen ,augen auf ,sankt ,petrus4 ,es gibt keine ,last1 die mein ,engel nicht heben knnte18 sagte er4 ,es ging so tief hinein in den ,abgrund1 da kein ,sonnenstrahl dorthin dringen konnte1 sondern schwarze ,schatten dort herrschten4 ,aber nun war es1 als htte der ,engel mit seinem ,fluge ein wenig ,klarheit und ,licht hingebracht1 so da es ,sankt ,petrus mglich wurde1 zu unterscheiden1 wie es dort unten aussah4 ,da war eine unendliche1 schwarze ,felsenwste1 scharfe1 spitzige ,klippen deckten den ganzen ,grund1 und zwischen ihnen blinkten ,tmpel von schwarzem ,wasser4 ,kein grnes ,hlmchen1 kein ,baum1 kein ,zeichen des ,lebens fand sich da4 ,aber berall auf die scharfen ,felsen waren die unseligen ,toten hinaufgeklettert4 ,sie hingen ber den ,felsenspitzen1 die sie in der ,hoffnung erklettert hatten1 sich aus der ,kluft emporschwingen zu knnen1 und als sie gesehen hatten1 da sie nirgend hinzukommen vermochten1 waren sie dort oben verblieben1 vor ,verzweiflung versteinert4 ,sankt ,petrus sah einige von ihnen sitzen oder liegen1 die ,arme in ewiger ,sehnsucht ausgestreckt1 die ,augen unverwandt nach oben gerichtet4 ,andre hatten die ,hnde vors ,gesicht geschlagen1 wie um das hoffnungslose ,grauen um sich nicht sehen zu mssen4 ,sie waren alle reglos1 keiner von ihnen bewegte sich4 ,manche lagen1 ohne sich zu rhren1 in den ,wassertmpeln1 ohne zu versuchen1 herauszukommen4 ,das ,entsetzlichste war1 da ihrer eine solche ,menge waren4 ,es war1 als bestnde der ,grund der ,kluft aus nichts anderm1 als aus ,leibern und ,kpfen4 ,und ,sankt ,petrus ward von einer neuen ,unruhe gepackt4 ,du wirst sehen1 er findet sie nicht18 sagte er zu unserm ,herrn4 ,unser ,herr sah ihn nur mit demselben betrbten ,blick an wie zuvor4 ,er wute wohl1 da ,sankt ,petrus sich wegen des ,engels nicht zu beunruhigen brauchte4 ,aber fr ,sankt ,petrus hatte es noch immer den ,anschein1 als ob der ,engel seine ,mutter unter der groen ,menge von ,unseligen nicht gleich finden knnte4 ,er breitete die ,flgel aus und schwebte ber dem ,abgrund hin und her1 indes er sie suchte4 ,auf einmal gewahrte einer der unseligen ,verdammten unten im ,abgrunde den ,engel4 ,und er sprang auf und streckte die ,arme zu ihm empor und rief3 ,nimm mich mit1 nimm mich mit68 ,da kam auf einmal ,leben in die ganze ,schar4 ,alle ,millionen und ,millionen1 die unten in der ,hlle verschmachteten1 sprangen in demselben ,augenblick auf und hoben ihre ,arme und riefen den ,engel an1 er mchte sie hinauf zu dem seligen ,paradiese fhren4 ,ihre ,schreie drangen bis zu unserm ,herrn und ,sankt ,petrus hinauf1 und ihre ,herzen bebten vor ,schmerz1 als sie es hrten4 ,der ,engel hielt sich schwebend hoch ber den ,verdammten1 aber wie er hin und her glitt1 um die zu entdecken1 die er suchte1 strmten sie alle ihm nach1 da es aussah1 als wrden sie von einer ,windsbraut dahingefegt4 ,endlich hatte der ,engel die erblickt1 die er holen sollte4 ,er faltete die ,flgel auf dem ,rcken zusammen und scho hinab wie ein ,pfeil4 ,und ,sankt ,petrus schrie in frohem ,erstaunen auf1 als er ihn den ,arm um seine ,mutter schlingen und sie emporheben sah4 ,selig seist du1 der mir die ,mutter zufhrt68 sagte er4 ,unser ,herr legte seine ,hand warnend auf des heiligen ,petrus ,schultern1 als wollte er ihn abhalten sich zu frh der ,freude hinzugeben4 ,aber ,sankt ,petrus war nahe daran1 vor ,glck zu weinen1 weil seine ,mutter gerettet war1 und er konnte nicht verstehen1 da sie noch etwas trennen knnte4 ,und noch grere ,freude bereitete es ihm1 zu sehen1 da einige der ,verdammten1 so hurtig der ,engel auch gewesen war1 als er seine ,mutter emporhob1 doch noch behender waren1 so da sie sich an sie1 die erlst werden sollte1 hngten1 um zugleich mit ihr ins ,paradies gefhrt zu werden4 ,es waren ihrer etwa ein ,dutzend1 die sich an die alte ,frau gehngt hatten1 und ,sankt ,petrus dachte1 da es eine groe ,ehre fr seine ,mutter wre1 so vielen ,unglcklichen aus der ,verdammnis zu helfen4 ,der ,engel tat auch nichts1 um sie zu hindern4 ,er schien von der ,brde gar nicht beschwert1 sondern stieg nur und stieg1 und er regte die ,schwingen nicht mhsamer1 als wenn er ein totes ,vgelchen zum ,himmel getragen htte4 ,aber da sah ,sankt ,petrus1 wie seine ,mutter anfing1 die ,unseligen von sich loszureien1 die an ihr festhingen4 ,sie packte ihre ,hnde und lste deren ,griff1 so da einer nach dem andern hinuntertaumelte in die ,hlle4 ,sankt ,petrus konnte hren1 wie sie baten und sie anflehten1 aber die alte ,frau schien es nicht dulden zu wollen1 da ein andrer auer ihr selbst selig werde4 ,sie machte sich von einem nach dem andern frei und lie sie hinab ins ,elend strzen4 ,und wie sie strzten1 wurde der ganze ,raum von ,wehrufen und ,verwnschungen erfllt4 ,da rief ,sankt ,petrus und bat seine ,mutter1 sie solle doch ,barmherzigkeit zeigen1 aber sie wollte nichts hren1 sondern fuhr fort1 wie sie begonnen hatte4 ,und ,sankt ,petrus sah1 wie der ,engel immer langsamer und langsamer flog1 je leichter seine ,brde wurde1 und da wurde ,sankt ,petrus von solcher ,angst gepackt1 da ihm seine ,beine den ,dienst versagten und er auf die ,knie sinken mute4 ,endlich war nur eine einzige brig1 die sich an ,sankt ,petrus ,mutter festhielt4 ,es war eine junge ,frau1 die ihr am ,halse hing und dicht an ihrem ,ohr flehte und bat1 sie mchte sie mit in das gesegnete ,paradies lassen4 ,da war der ,engel mit seiner ,brde so weit gekommen1 da ,sankt ,petrus schon die ,arme ausstreckte1 um die ,mutter zu empfangen4 ,es duchte ihn1 der ,engel brauchte nur noch ein paar ,flgelschlge zu machen1 um oben auf dem ,berge zu sein4 ,aber da hielt der ,engel auf einmal die ,schwingen ganz still1 und sein ,gesicht wurde dster wie die ,nacht4 ,denn jetzt streckte die alte ,frau die ,hnde nach rckwrts und ergriff die andre1 die an ihrem ,halse hing1 bei den ,armen und ri und zerrte1 bis es ihr glckte1 die verschlungenen ,hnde zu trennen1 so da sie auch von der letzten befreit wurde4 ,als die ,unselige fiel1 sank der ,engel mehrere ,klafter tiefer1 und es sah aus1 als vermchte er nicht mehr1 die ,schwingen zu heben4 ,mit tief betrbten ,blicken sah er auf die alte ,frau hinunter1 sein ,griff um ihren ,leib lockerte sich1 und er lie sie fallen1 als sei sie eine allzuschwere ,brde fr ihn1 jetzt1 da sie allein geblieben war4 ,dann schwang er sich mit einem einzigen ,flgelschlage ins ,paradies hinauf4 ,aber ,sankt ,petrus blieb lange auf derselben ,stelle liegen und schluchzte1 und unser ,herr stand still neben ihm4 ,sankt ,petrus18 sagte unser ,herr endlich1 nimmer htte ich geglaubt1 da du so weinen wrdest1 nachdem du ins ,paradies gekommen warst48 ,da erhob ,gottes alter ,diener sein ,haupt und antwortete3 ,was ist das fr ein ,paradies1 wo ich meiner ,liebsten ,jammer hre und meiner ,mitmenschen ,leiden sehe48 ,aber unsres ,herrn ,angesicht verdsterte sich in tiefstem ,schmerze4 ,was wollte ich lieber1 als euch allen ein ,paradies von eitel hellem ,glck bereiten88 sagte er4 ,begreifst du nicht1 da ich um dessentwillen zu den ,menschen hinunterging und sie lehrte1 ihre ,nchsten zu lieben wie sich selbst4 ,solange sie dies nicht tun1 gibt es keine ,freistatt1 weder im ,himmel noch auf ,erden1 wo ,schmerz und ,betrbnis sie nicht zu ereilen vermchten48 ,illustration ,die ,lichtflamme ,illustration ,i ,vor vielen1 vielen ,jahren1 als die ,stadt ,florenz sich vor ganz kurzer ,zeit zur ,republik gemacht hatte1 lebte dort ein ,mann1 der ,raniero di ,ranieri hie4 ,er war der ,sohn eines ,waffenschmieds und hatte seines ,vaters ,gewerbe erlernt1 aber er bte es nicht sonderlich gern aus4 ,dieser ,raniero war ein sehr starker ,mann4 ,es hie von ihm1 da er eine schwere ,eisenrstung ebenso leicht trge wie ein andrer ein ,seidenhemd4 ,er war ein noch junger ,mann1 aber er hatte schon viele ,proben seiner ,kraft gezeigt4 ,einmal war er in einem ,hause gewesen1 wo sie ,korn auf den ,dachboden gelegt hatten4 ,aber es war dort oben zu viel ,korn aufgehuft1 und whrend ,raniero sich in dem ,hause befand1 brach einer der ,dachbalken1 und das ganze ,dach war im ,begriff einzustrzen4 ,da waren alle fortgeeilt bis auf ,raniero4 ,er hatte die ,arme emporgereckt und sie gegen das ,dach gestemmt1 bis die ,leute ,balken und ,pfhle geholt hatten1 um es zu sttzen4 ,es hie von ,raniero auch1 da er der tapferste ,mann wre1 den es jemals in ,florenz gegeben htte1 und da er am ,kampfe niemals genug haben knnte4 ,sobald er von der ,strae irgend einen ,lrm hrte1 strzte er aus der ,werkstatt1 in der ,hoffnung1 da eine ,schlgerei entstanden sei1 an der er teilnehmen knne4 ,wenn er nur vom ,leder ziehen konnte1 kmpfte er ebenso gern mit schlichten ,landleuten1 wie mit eisengepanzerten ,rittern4 ,er strzte sich wie ein ,rasender in den ,kampf1 ohne seine ,gegner zu zhlen4 ,nun war ,florenz zu dieser ,zeit nicht besonders mchtig4 ,die ,bevlkerung bestand zum grten ,teil aus ,wollspinnern und ,tuchwebern1 und diese begehrten nichts andres1 als in ,frieden ihre ,arbeit zu verrichten4 ,es gab tchtige ,kerle genug1 aber sie waren nicht kampflustig1 sondern setzten eine ,ehre darein1 da in ihrer ,stadt bessere ,ordnung herrsche als anderswo4 ,raniero klagte oft darber1 da er nicht in einem ,lande geboren war1 wo ein ,knig herrschte1 der tapfere ,mnner um sich scharte1 und er sagte1 da er in diesem ,falle zu hohen ,ehren und ,wrden gekommen wre4 ,raniero war grosprecherisch und laut1 grausam gegen ,tiere1 hart gegen seine ,frau2 es war nicht gut mit ihm leben4 ,er wre ein schner ,mann gewesen1 wenn er nicht quer ber das ,gesicht mehrere tiefe ,narben gehabt htte1 die ihn entstellten4 ,er war rasch von ,entschlssen1 und seine ,art zu handeln war gro1 wenn auch oft gewaltsam4 ,raniero war mit ,francesca vermhlt1 die die ,tochter ,jacopo degli ,ubertis war1 eines weisen und mchtigen ,mannes4 ,jacopo hatte sich nicht gern dazu verstanden1 seine ,tochter einem solchen ,raufbold wie ,raniero zu geben1 sondern er hatte sich der ,heirat so lange wie mglich widersetzt4 ,aber ,francesca hatte ihn gezwungen1 nachzugeben1 indem sie sagte1 sie wrde niemals einen andern heiraten4 ,als ,jacopo endlich seine ,einwilligung gab1 sagte er zu ,raniero3 ,ich glaube erfahren zu haben1 da ,mnner wie du die ,liebe einer ,frau leichter gewinnen als behalten1 darum will ich dir ein ,versprechen abnehmen3 wenn meine ,tochter bei dir ein so schweres ,leben haben sollte1 da sie zu mir zurckkehren will1 darfst du sie nicht daran hindern48 ,francesca sagte1 es sei unntig1 ihm ein solches ,versprechen abzunehmen1 denn sie habe ,raniero so lieb1 da nichts sie von ihm trennen knne4 ,aber ,raniero gab das ,versprechen sogleich4 ,dessen kannst du sicher sein1 ,jacopo18 sagte er1 da ich nicht versuchen werde1 ein ,weib zurckzuhalten1 das mir entfliehen will48 ,francesca zog nun zu ,raniero1 und alles zwischen ihnen war gut4 ,als sie ein paar ,wochen verheiratet waren1 kam es ,raniero in den ,sinn1 sich im ,scheibenschieen zu ben4 ,er scho ein paar ,tage lang auf eine ,tafel1 die an einer ,mauer hing4 ,er wurde bald sehr geschickt und traf jedesmal ins ,schwarze4 ,schlielich wollte er jedoch versuchen1 nach einem schwerern ,ziel zu schieen4 ,er sah sich nach etwas ,geeignetem um1 entdeckte aber nichts auer einer ,wachtel1 die in einem ,bauer ber der ,hoftr sa4 ,der ,vogel gehrte ,francesca1 und sie hatte ihn sehr lieb1 aber ,raniero schickte gleichwohl einen ,knecht hin1 damit er den ,kfig ffne1 und scho die ,wachtel1 als sie sich in die ,luft schwang4 ,dies duchte ihn ein guter ,schu1 und er rhmte sich seiner vor jedem1 der es hren wollte4 ,als ,francesca erfuhr1 da ,raniero ihren ,vogel totgeschossen hatte1 erblate sie und sah ihn gro an4 ,sie wunderte sich1 da er etwas hatte tun mgen1 was ihr ,schmerz verursachen mute4 ,aber sie verzieh ihm sogleich und liebte ihn wie zuvor4 ,wieder ging eine ,zeitlang alles gut4 ,ranieros ,schwiegervater ,jacopo war ,leinenweber4 ,er hatte eine groe ,werkstatt1 wo es viel zu tun gab4 ,raniero glaubte herausgefunden zu haben1 da in ,jacopos ,werkstatt ,hanf in den ,flachs gemischt werde1 und behielt das nicht fr sich1 sondern sprach hier und dort in der ganzen ,stadt davon4 ,endlich kam dieses ,gerede auch ,jacopo zu ,ohren1 und er suchte ihm sogleich ein ,ende zu machen4 ,er lie von mehreren andern ,leinenwebern sein ,garn und seine ,gewebe untersuchen1 und sie fanden1 da alles der feinste ,flachs war4 ,nur in einem ,packen1 der auerhalb der ,stadt ,florenz verkauft werden sollte1 fanden sie eine kleine ,beimischung4 ,da sagte ,jacopo1 da die ,betrgerei ohne sein ,wissen und seinen ,willen von irgend einem seiner ,gesellen begangen worden sein msse4 ,er sah jedoch selber ein1 da es ihm schwer fallen wrde1 die ,leute zu bewegen1 dies zu glauben4 ,er hatte immer im ,rufe groer ,redlichkeit gestanden und empfand es schwer1 da seine ,ehre befleckt worden war4 ,raniero hingegen brstete sich1 da es ihm gelungen war1 einen ,betrug zu entlarven1 und prahlte damit1 auch wenn ,francesca es hrte4 ,sie fhlte groen ,kummer und zugleich groe ,verwundrung1 wie damals1 als er den ,vogel totscho4 ,whrend sie noch daran dachte1 war es ihr pltzlich1 als she sie ihre ,liebe vor sich1 und sie war wie ein groes ,stck leuchtenden ,goldstoffes4 ,sie konnte sehen1 wie gro die ,liebe war und wie schimmernd4 ,aber aus der einen ,ecke war ein ,zipfelchen fortgeschnitten1 so da sie nicht mehr so gro und herrlich war1 wie anfangs4 ,immerhin war sie noch so wenig beschdigt1 da ,francesca dachte3 ,sie wird schon so lange reichen1 wie ich lebe4 ,sie ist so gro1 da sie nie ein ,ende nehmen kann4 ,wieder verging eine ,zeit1 in der sie und ,raniero ebenso glcklich waren1 wie zu ,anfang4 ,francesca hatte einen ,bruder1 der ,taddeo hie4 ,der war auf einer ,geschftsreise in ,venedig gewesen1 und dort hatte er sich ,kleider aus ,samt und ,seide gekauft4 ,als er heimkam1 ging er herum und prahlte damit1 aber in ,florenz war es nicht der ,brauch1 kostbar gekleidet zu gehen1 so da ihrer viele waren1 die sich darber lustig machten4 ,eines ,nachts waren ,taddeo und ,raniero in einer ,weinschenke4 ,taddeo hatte einen grnen ,mantel mit ,zobelfutter und ein violettes ,wams an4 ,raniero verlockte ihn nun1 so viel ,wein zu trinken1 da er einschlief1 dann nahm er ihm seinen ,mantel ab und hngte ihn einer ,vogelscheuche um1 die in einem ,kohlbeet stand4 ,als ,francesca dies erfuhr1 grollte sie ,raniero wieder4 ,und zu gleicher ,zeit sah sie das groe ,stck ,goldstoff vor sich1 das ihre ,liebe war1 und sie vermeinte zu sehen1 wie es kleiner wurde1 weil ,raniero ,stck fr ,stck abschnitt4 ,darnach wurde es zwischen ihnen wieder fr eine ,zeit gut1 aber ,francesca war nicht mehr so glcklich wie zuvor1 weil sie immer erwartete1 ,raniero wrde eine ,tat begehen1 die ihrer ,liebe schaden knnte4 ,das lie auch nicht lange auf sich warten1 denn ,raniero konnte sich nicht lange ruhig verhalten4 ,er wollte1 da die ,menschen immer von ihm sprchen und seinen ,mut und seine ,unerschrockenheit rhmten4 ,an der ,domkirche1 die damals in ,florenz stand und die viel kleiner war als die jetzige1 hing hoch oben auf dem einen ,turm ein groer1 schwerer ,schild2 der war von einem der ,vorfahren ,francescas dort aufgehngt worden4 ,es soll der schwerste ,schild gewesen sein1 den ein ,mann in ,florenz zu tragen vermochte1 und das ganze ,geschlecht der ,uberti war stolz darauf1 da einer von den ihren es vermocht hatte1 den ,turm zu erklettern und ihn dort aufzuhngen4 ,aber nun klomm ,raniero eines ,tages zu dem ,schilde hinauf1 hngte ihn sich auf den ,rcken und kam damit herunter4 ,als ,francesca dies vernahm1 sprach sie zum ersten ,male mit ,raniero darber1 was sie qulte1 und bat ihn1 er solle nicht versuchen1 solchermaen den ,stamm zu demtigen1 dem sie angehrte4 ,raniero1 der erwartet hatte1 da sie ihn ob seiner ,heldentat rhmen wrde1 wurde sehr zornig4 ,er sagte1 er merke schon lange1 da sie sich seiner ,erfolge nicht freue1 sondern nur an ihr eignes ,geschlecht denke4 -- ,ich denke an etwas andres18 sagte ,francesca1 das ist meine ,liebe4 ,ich wei nicht1 wie es ihr ergehen soll1 wenn du so fortfhrst48 ,von da ab wechselten sie oftmals bse ,worte1 denn es zeigte sich1 da ,raniero fast immer gerade das tat1 was ,francesca am wenigsten ertragen konnte4 ,es gab in ,ranieros ,werkstatt einen ,gesellen1 der klein und hinkend war4 ,dieser ,bursche hatte ,francesca geliebt1 bevor sie sich verheiratete1 und er fuhr auch nach ihrer ,heirat fort1 sie zu lieben4 ,raniero1 der darum wute1 lie es sich angelegen sein1 ihn zu hnseln1 zumal wenn sie bei ,tische saen4 ,es kam schlielich dazu1 da sich dieser ,mann1 der es nicht ertragen konnte1 in ,francescas ,gegenwart zum ,gesptt gemacht zu werden1 einmal auf ,raniero strzte und mit ihm kmpfen wollte4 ,aber ,raniero hohnlachte nur und stie ihn beiseite4 ,da wollte der ,arme nicht lnger leben1 sondern ging hin und erhenkte sich4 ,als dies geschah1 waren ,raniero und ,francesca ungefhr ein ,jahr verheiratet4 ,francesca duchte es noch immer1 da sie ihre ,liebe als ein schimmerndes ,stck ,stoff vor sich sah1 aber auf allen ,seiten waren groe ,stcke weggeschnitten1 so da es kaum halb so gro war1 als es anfangs gewesen war4 ,sie erschrak sehr1 als sie dies sah1 und dachte3 ,bleibe ich noch ein ,jahr bei ,raniero1 so wird er meine ,liebe zerstrt haben4 ,ich werde ebenso arm sein1 wie ich bisher reich gewesen bin4 ,da entschlo sie sich1 ,ranieros ,haus zu verlassen und zu ihrem ,vater zu gehen und bei ihm zu leben4 ,auf da nicht einmal der ,tag kme1 an dem sie ,raniero ebensosehr hate1 wie sie ihn jetzt liebte6 ,jacopo degli ,uberti sa an seinem ,webstuhl1 und alle seine ,gesellen arbeiteten um ihn her1 als er sie kommen sah4 ,er sagte1 nun sei das eingetroffen1 was er schon lange erwartet htte1 und hie sie willkommen4 ,er lie seine ,leute sogleich die ,arbeit unterbrechen und befahl ihnen1 sich zu bewaffnen und das ,haus zu verschlieen4 ,dann begab sich ,jacopo zu ,raniero4 ,er traf ihn in der ,werkstatt4 ,meine ,tochter ist heute zu mir zurckgekehrt und hat mich gebeten1 wieder unter meinem ,dache leben zu drfen18 sagte er zu seinem ,eidam4 ,und jetzt erwarte ich1 da du sie nicht zwingst1 zu dir zurckzukehren1 getreu dem ,versprechen1 das du mir gegeben hast48 ,raniero schien das nicht sehr ernst zu nehmen1 sondern antwortete gleichmtig3 ,auch wenn ich dir kein ,versprechen gegeben htte1 wrde ich nicht verlangen1 eine ,frau zurckzubekommen1 die mir nicht angehren will48 ,er wute1 wie sehr ,francesca ihn liebte1 und sagte zu sich selbst3 ,ehe der ,abend anbricht1 ist sie wieder bei mir4 ,sie lie sich jedoch weder an diesem ,tage noch am folgenden blicken4 ,am dritten ,tage zog ,raniero aus und verfolgte ein paar ,ruber1 die die florentinischen ,kaufleute seit lange beunruhigt hatten4 ,es gelang ihm1 sie zu berwinden1 und er brachte sie als ,gefangene nach ,florenz4 ,ein paar ,tage verhielt er sich still1 bis er gewi sein konnte1 da diese ,heldentat in der ganzen ,stadt bekannt wre4 ,es kam aber nicht so1 wie er erwartet hatte und auch dies fhrte ,francesca nicht zu ihm zurck4 ,raniero htte nun die grte ,lust gehabt1 sie durch ,gesetz und ,recht zu zwingen1 zu ihm zurckzukehren1 aber er glaubte1 da er dies seines ,versprechens wegen nicht tun knne4 ,es duchte ihn aber unmglich1 in derselben ,stadt mit einer ,frau zu leben1 die ihn verlassen hatte1 und er zog von ,florenz fort4 ,er wurde zuerst ,sldner1 und gar bald machte er sich zum ,anfhrer einer ,freischar4 ,er war immer im ,kriege und diente vielen ,herren4 ,er gewann viel ,ehre als ,krieger1 wie er von jeher vorausgesagt hatte4 ,er wurde vom ,kaiser zum ,ritter geschlagen und wurde zu den mchtigen ,mnnern gezhlt4 ,bevor er ,florenz verlie1 hatte er vor einem heiligen ,madonnenbild in der ,domkirche das ,gelbnis abgelegt1 der heiligen ,jungfrau das beste und vornehmste zu schenken1 was er in jedem ,kampf erbeuten wrde4 ,vor diesem ,bilde sah man immer kostbare ,gaben1 die von ,raniero gespendet waren4 ,raniero wute also1 da alle seine ,heldentaten in seiner ,geburtsstadt bekannt waren4 ,er wunderte sich sehr1 da ,francesca degli ,uberti nicht zu ihm zurckkam1 obgleich sie alle seine ,erfolge kannte4 ,um diese ,zeit wurde zu einem ,kreuzzug zur ,befreiung des ,heiligen ,grabes gepredigt1 und ,raniero nahm das ,kreuz und zog ins ,morgenland4 ,denn einmal erwartete er1 da er dort ,schlsser und ,land gewinnen wrde1 um darber zu regieren1 und dann dachte er1 da er dadurch in die ,lage kme1 so glnzende ,heldentaten zu vollbringen1 da sein ,weib ihn wieder lieb gewnne und zu ihm zurckkehrte4 ,,ii ,in der ,nacht nach dem ,tage1 an dem ,jerusalem erobert worden war1 herrschte in dem ,lager der ,kreuzfahrer vor der ,stadt groe ,freude4 ,fast in jedem ,zelte wurden ,trinkgelage abgehalten1 und das ,lachen und ,lrmen wurde weit im ,umkreise gehrt4 ,raniero di ,ranieri sa mit einigen ,kampfgenossen beim ,weine1 und bei ihm ging es fast noch wilder zu als sonst irgendwo4 ,die ,knappen hatten die ,becher kaum gefllt1 als sie auch schon wieder leer waren4 ,aber ,raniero hatte auch die meiste ,ursache1 ein groes ,fest zu feiern1 denn er hatte an diesem ,tage hhere ,ehre gewonnen denn je zuvor4 ,am ,morgen1 als die ,stadt gestrmt wurde1 war er nchst ,gottfried von ,bouillon der erste gewesen1 der die ,mauern erstiegen hatte1 und am ,abend war er fr seine ,tapferkeit vor dem ganzen ,heere geehrt worden4 ,als das ,plndern und ,morden ein ,ende genommen hatte und die ,kreuzfahrer in ,bermnteln mit unentzndeten ,wachskerzen in den ,hnden in die heilige ,grabeskirche eingezogen waren1 war ihm nmlich von ,gottfried verkndet worden1 da er der erste sein solle1 der seine ,kerze an den heiligen ,flammen entznden drfe1 die vor ,christi ,grab brennen4 ,es duchte ,raniero1 da ,gottfried ihm damit zeigen wolle1 da er ihn fr den ,tapfersten im ganzen ,heere ansehe2 und er freute sich sehr ber die ,art1 wie er fr seine ,heldentaten belohnt worden war4 ,bei einbrechender ,nacht1 als ,raniero und seine ,gste in bester ,laune waren1 kamen ein ,narr und ein paar ,spielleute1 die berall im ,lager umhergewandert waren und alle mit ihren ,einfllen ergtzt hatten1 in ,ranieros ,zelt1 und der ,narr bat um die ,erlaubnis1 ein spahaftes ,abenteuer erzhlen zu drfen4 ,raniero wute1 da dieser ,narr im ,rufe groer ,lustigkeit stand1 und versprach seiner ,erzhlung ,gehr zu schenken4 ,es begab sich einmal18 sagte der ,narr1 da unser ,herr und der heilige ,petrus einen ganzen ,tag auf dem hchsten ,turme der ,burg des ,paradieses gesessen und auf die ,erde hinuntergesehen hatten4 ,sie hatten so viel anzugucken gehabt1 da sie kaum ,zeit gefunden hatten1 ein ,wort miteinander zu wechseln4 ,unser ,herr hatte sich die ganze ,zeit still verhalten1 aber der heilige ,petrus hatte bald vor ,freude in die ,hnde geklatscht und bald wieder den ,kopf mit ,abscheu abgewendet4 ,bald hatte er gelchelt und gejubelt1 und bald hatte er geweint und gejammert4 ,endlich1 als der ,tag zur ,neige ging und die ,abenddmmerung sich auf das ,paradies senkte1 wendete sich unser ,heiland an den heiligen ,petrus und sagte1 nun msse er wohl froh und zufrieden sein4 ,womit sollte ich wohl zufrieden sein8#8 fragte da ,sankt ,petrus in heftigem ,tone4 -- ,je nun1#8 sagte unser ,herr sanftmtig1 ich glaubte1 du wrdest mit dem1 was du heute gesehen hast1 zufrieden sein4#8 -- ,aber der heilige ,petrus wollte sich nicht besnftigen lassen4 -- ,es ist ja wahr1#8 sagte er1 da ich so manches liebe ,jahr darber geklagt habe1 da ,jerusalem in der ,gewalt der ,unglubigen ist1 aber nach allem1 was sich heute zugetragen hat1 meine ich1 da es ebensogut htte bleiben knnen1 wie es war#848 ,raniero begriff nun1 da der ,narr davon sprach1 was im ,laufe des ,tages geschehen war4 ,er und die andern ,ritter begannen nun mit grerer ,teilnahme zuzuhren als im ,anfang4 ,als der heilige ,petrus dies gesagt hatte18 fuhr der ,narr fort1 indem er einen pfiffigen ,blick auf die ,ritter warf1 beugte er sich ber die ,zinnen des ,turmes und wies zur ,erde hinunter4 ,er zeigte unserm ,herrn eine ,stadt1 die auf einem groen einsamen ,felsen lag1 der aus einem ,gebirgstal aufragte4 ,siehst du diese ,leichenhaufen8#8 sagte er1 und siehst du das ,blut1 das ber die ,straen strmt1 und siehst du die nackten elenden ,gefangnen1 die in der ,nachtklte jammern1 und siehst du alle die rauchenden ,brandsttten8#8 ,unser ,herr schien ihm nichts erwidern zu wollen1 und der heilige ,petrus fuhr mit seinem ,gejammer fort4 ,er sagte1 wohl habe er dieser ,stadt oft gezrnt1 aber so bel habe er ihr doch nicht gewollt1 da es dort einmal so aussehen solle4 ,da endlich antwortete unser ,herr und versuchte einen ,einwand4 -- ,du kannst doch nicht leugnen1 da die christlichen ,ritter ihr ,leben mit der grten ,unerschrockenheit gewagt haben1#8 sagte er48 ,hier wurde der ,narr von ,beifallsrufen unterbrochen1 aber er beeilte sich fortzufahren4 ,nein1 strt mich nicht18 bat er4 ,jetzt wei ich nicht mehr1 wo ich geblieben war4 ,ja1 richtig1 ich wollte eben sagen1 da der heilige ,petrus sich ein paar ,trnen wegwischte1 die ihm in die ,augen getreten waren und ihn am ,sehen hinderten4 ,nie htte ich geglaubt1 da sie solche wilde ,tiere sein wrden1#8 sagte er4 ,sie haben ja den ganzen ,tag gemordet und geplndert4 ,ich verstehe gar nicht1 da du es dir beifallen lassen konntest1 dich kreuzigen zu lassen1 um dir solche ,bekenner zu schaffen4#88 ,die ,ritter nahmen den ,scherz gut auf4 ,sie begannen laut und frhlich zu lachen4 ,was1 ,narr1 der heilige ,petrus ist wirklich so bse auf uns88 rief einer von ihnen4 ,sei jetzt still und la uns hren1 ob unser ,herr uns nicht in ,schutz genommen hat68 fiel ein andrer ein4 ,nein1 unser ,herr schwieg frs erste still18 sagte der ,narr4 ,er wute von altersher3 wenn ,sankt ,petrus so recht in ,eifer gekommen war1 war es vergebliche ,mhe1 ihm zu widersprechen4 ,er eiferte weiter und sagte1 unser ,herr mge nicht einwenden1 da sie sich schlielich doch erinnert htten1 in welche ,stadt sie gekommen waren1 und auf bloen ,fen im ,bergewand in die ,kirche gegangen wren4 ,diese ,andacht htte ja gar nicht so lange gedauert1 da es berhaupt lohnte1 davon zu sprechen4 ,und dann beugte er sich noch einmal ber die ,brstung hinaus und wies auf ,jerusalem hinunter4 ,er deutete auf das ,lager der ,christen davor4 ,siehst du1 wie deine ,ritter ihren ,sieg feiern8#8 fragte er4 ,und unser ,herr sah1 da berall im ,lager ,trinkgelage gefeiert wurden4 ,ritter und ,knechte saen da und sahen syrischen ,tnzerinnen zu4 ,gefllte ,becher kreisten1 man wrfelte um die ,kriegsbeute1 und -- --8 ,man hrte ,narren an1 die alberne ,geschichten erzhlten18 fiel ,raniero ein4 ,war das nicht auch eine groe ,snde88 ,der ,narr lachte und nickte ,raniero zu1 als wollte er sagen3 ,na1 warte nur1 ich zahl dir's schon heim4 ,nein1 unterbrecht mich nicht18 bat er abermals1 ein armer ,narr vergit so leicht1 was er sagen wollte4 ,ja1 richtig1 der heilige ,petrus fragte unsern ,herrn mit der strengsten ,stimme1 ob er meine1 da ihm dieses ,volk groe ,ehre mache4 ,darauf mute unser ,herr natrlich antworten1 da er das nicht meine4 ,sie waren ,ruber und ,mrder1 ehe sie von daheim auszogen1#8 sagte ,sankt ,petrus1 und ,ruber und ,mrder sind sie auch heute noch4 ,dieses ,unternehmen httest du ebensogut ungeschehen lassen knnen4 ,es kommt nichts ,gutes dabei heraus#848 ,na1 na1 ,narr68 sagte ,raniero mit warnender ,stimme4 ,aber der ,narr schien eine ,ehre darein zu setzen1 zu probieren1 wie weit er gehen knne1 ohne da jemand aufsprnge und ihn hinauswrfe1 und er fuhr unerschrocken fort3 ,unser ,herr neigte nur den ,kopf wie einer1 der zugesteht1 da er gerecht gestraft wird4 ,aber beinahe in demselben ,augenblick beugte er sich eifrig vor und sah mit noch grerer ,aufmerksamkeit als vorher hinunter4 ,da guckte ,sankt ,petrus ebenfalls hin4 ,wonach blickst du denn aus8#8 fragte er48 ,der ,narr erzhlte dies mit sehr lebhaftem ,mienenspiel4 ,alle ,ritter sahen sowohl unsern ,herrn als auch ,sankt ,petrus vor ,augen1 und sie waren begierig was es wohl sein mochte1 was unser ,herr erblickt haben sollte4 ,unser ,herr antwortete1 es sei nichts besonders81 sagte der ,narr1 aber er lie auf jeden ,fall nicht davon ab1 hinabzublicken4 ,sankt ,petrus folgte der ,richtung der ,blicke unsres ,herrn1 und er konnte nichts andres finden1 als da unser ,herr dasa und in ein groes ,zelt hinuntersah1 vor dem ein paar ,sarazenenkpfe auf lange ,lanzen gespiet waren1 und wo eine ,menge prchtiger ,teppiche1 goldner ,tischgefe und kostbarer ,waffen1 die in der heiligen ,stadt erbeutet waren1 aufgestapelt lagen4 ,in diesem ,zelte ging es ebenso zu wie sonst berall im ,lager4 ,da sa eine ,schar ,ritter und leerte die ,becher4 ,der einzige ,unterschied mochte sein1 da hier noch mehr gelrmt und gezecht wurde als an irgend einem andern ,orte4 ,der heilige ,petrus konnte nicht verstehen1 warum unser ,herr1 als er dorthin blickte1 so vergngt war1 da ihm die ,freude frmlich aus den ,augen leuchtete4 ,so viele strenge und furchtbare ,gesichter1 wie er dort erblickte1 glaubte er kaum je um einen ,zechtisch versammelt gesehen zu haben4 ,und der ,wirt bei dem ,gastmahl1 der am obern ,tischende sa1 war der entsetzlichste von allen4 ,es war ein etwa fnfunddreiigjhriger ,mann1 furchtbar gro und grob1 mit einem roten ,gesicht1 das von ,narben und ,schrammen durchkreuzt war1 mit harten ,fusten und einer starken1 polternden ,stimme48 ,hier hielt der ,narr einen ,augenblick inne1 als frchte er1 weiterzugehen1 aber ,raniero und den andern machte es ,spa1 von sich selbst sprechen zu hren1 und sie lachten nur ber seine ,dreistigkeit4 ,du bist ein kecker ,bursche18 sagte ,raniero1 la uns nun sehen1 wo du hinaus willst68 ,endlich18 fuhr der ,narr fort1 sagte unser ,herr ein paar ,worte1 aus denen ,sankt ,petrus erriet1 was der ,grund seiner ,freude war4 ,er fragte ,sankt ,petrus1 ob er fehl she oder ob es wirklich so wre1 da einer der ,ritter ein brennendes ,licht neben sich htte48 ,raniero zuckte bei diesen ,worten zusammen4 ,erst jetzt wurde er bse auf den ,narren und streckte die ,hand nach einem schweren ,trinkhumpen aus1 um ihn ihm ins ,gesicht zu schleudern1 aber er bezwang sich1 um zu hren1 ob der ,bursche zu seiner ,ehre oder zu seiner ,schande sprechen wollte4 ,sankt ,petrus sah nun18 erzhlte der ,narr1 da das ,zelt im brigen zwar mit ,fackeln beleuchtet war1 da aber einer der ,ritter wirklich eine brennende ,wachskerze neben sich stehen hatte4 ,es war eine groe dicke ,kerze1 eine ,kerze1 die bestimmt war1 einen ganzen ,tag und eine ganze ,nacht zu brennen4 ,der ,ritter1 der keinen ,leuchter hatte1 worein er sie htte stecken knnen1 hatte eine ganze ,menge ,steine ringsherum aufgehuft1 damit das ,licht stehen knnte48 ,die ,tischgesellschaft brach bei diesen ,worten in lautes ,gelchter aus4 ,alle wiesen auf ein ,licht1 das neben ,raniero auf dem ,tische stand und ganz so aussah1 wie der ,narr es beschrieben hatte4 ,aber ,raniero stieg das ,blut zu ,kopfe1 denn dies war das ,licht1 das er vor ein paar ,stunden am heiligen ,grabe hatte anznden drfen4 ,er hatte es nicht ber sich gebracht1 es auszulschen4 ,als der heilige ,petrus dieses ,licht sah18 sagte der ,narr1 wurde es ihm freilich klar1 woran unser ,herr seine ,freude gehabt hatte1 aber zugleich konnte er es nicht lassen1 ihn ein wenig zu bemitleiden4 ,jaso1#8 sagte er1 das ist der ,ritter1 der heute morgen hinter ,herrn ,gottfried von ,bouillon auf die ,mauer sprang und am ,abend sein ,licht vor allen andern am heiligen ,grabe anznden durfte4#8 -- ,ja1 so ist es1#8 sagte unser ,herr1 und wie du siehst1 hat er sein ,licht noch brennen4#88 ,der ,narr sprach jetzt sehr rasch1 whrend er ab und zu einen lauernden ,blick auf ,raniero warf3 ,der heilige ,petrus konnte es noch immer nicht lassen1 unsern ,herrn ein ganz klein wenig zu bemitleiden4 ,verstehst du denn nicht1 warum er dieses ,licht brennen hat8#8 sagte er4 ,du glaubst wohl1 da er an deine ,qual und deinen ,tod denke1 wenn er es sieht4 ,aber er denkt an nichts anderes1 als an den ,ruhm1 den er errang1 als er als der ,tapferste im ganzen ,heere nach ,gottfried von ,bouillon anerkannt wurde4#88 ,bei diesen ,worten lachten alle ,gste ,ranieros4 ,raniero war sehr zornig1 aber er zwang sich1 gleichfalls zu lachen4 ,er wute1 da alle es lcherlich gefunden htten1 wenn er nicht ein bichen ,spa vertragen htte4 ,aber unser ,herr widersprach dem heiligen ,petrus18 sagte der ,narr4 ,siehst du nicht1 wie ngstlich er um das ,licht besorgt ist8#8 fragte er4 ,er hlt die ,hand vor die ,flamme1 sobald jemand das ,zelttuch lftet1 aus ,furcht1 da die ,zugluft es ausblasen knnte4 ,und er hat vollauf damit zu tun1 die ,nachtschmetterlinge zu verscheuchen1 die herumfliegen und es zu verlschen drohen4#88 ,es wurde immer herzlicher gelacht1 denn was der ,narr sagte1 war die reine ,wahrheit4 ,raniero fiel es immer schwerer1 sich zu beherrschen4 ,es war ihm1 als knne er es nicht ertragen1 da jemand mit der heiligen ,lichtflamme seinen ,scherz trieb4 ,der heilige ,petrus war jedoch mitrauisch18 fuhr der ,narr fort4 ,er fragte unseren ,herrn1 ob er diesen ,ritter kenne4 ,er ist nicht gerade einer1 der hufig zur ,messe ginge oder den ,betschemel abntzte1#8 sagte er4 ,aber unser ,herr lie sich von seiner ,meinung nicht abbringen4 ,sankt ,petrus1 ,sankt ,petrus6#8 sagte er feierlich4 ,merke dir1 da der ,ritter hier fortan frommer werden wird als ,gottfried6 ,von wo gehen ,milde und ,frmmigkeit aus1 wenn nicht von meinem ,grabe8 ,du wirst ,raniero di ,ranieri ,witwen und notleidenden ,gefangnen zu ,hilfe kommen sehen4 ,du wirst sehen1 wie er ,kranke und ,betrbte in seine ,hut nimmt1 so wie er jetzt die heilige ,lichtflamme htet4#88 ,darber erhob sich ein ungeheures ,gelchter4 ,es duchte alle1 die ,ranieros ,laune und ,leben kannten1 sehr spahaft4 ,aber ihm selbst waren der ,scherz und das ,gelchter ganz unleidlich4 ,er sprang auf und wollte den ,narren zurechtweisen4 ,dabei stie er so heftig an den ,tisch1 der nichts andres war als eine auf lose ,bcke gelegte ,tr1 da er wackelte und das ,licht umfiel4 ,es zeigte sich nun1 wie sehr es ,raniero am ,herzen lag1 das ,licht brennend zu erhalten4 ,er dmpfte seinen ,groll und nahm sich ,zeit1 das ,licht aufzuheben und die ,flamme anzufachen1 bevor er sich auf den ,narren strzte4 ,aber als er mit dem ,lichte fertig war1 war der ,narr schon aus dem ,zelte geeilt1 und ,raniero sah ein1 da es nicht der ,mhe lohne1 ihn im nchtlichen ,dunkel zu verfolgen4 ,ich treffe ihn wohl noch ein andermal1 dachte er und setzte sich wieder4 ,die ,tischgste hatten inzwischen weidlich gelacht1 und einer von ihnen wollte den ,spa fortsetzen und wendete sich an ,raniero4 ,eins steht aber fest1 ,raniero1 und das ist1 da du diesmal der ,madonna in ,florenz nicht das ,kostbarste schicken kannst1 was du im ,kampfe errungen hast18 sagte er4 ,raniero fragte1 warum er glaube1 da er diesmal seinem alten ,brauche nicht treu bleiben wrde4 ,aus keinem anderen ,grunde18 sagte der ,ritter1 als weil das ,kostbarste1 was du errungen hast1 diese ,lichtflamme ist1 die du angesichts des ganzen ,heeres in der heiligen ,grabeskirche entznden durftest4 ,und die nach ,florenz zu schicken1 wirst du wohl nicht imstande sein48 ,wieder lachten die anderen ,ritter1 aber ,raniero war jetzt in einer ,laune1 da er das ,verwegenste unternommen htte1 nur um ihrem ,gelchter ein ,ende zu machen4 ,er fate rasch seinen ,entschlu1 rief einen alten ,waffentrger zu sich und sagte zu ihm3 ,mache dich zu langer ,fahrt bereit1 ,giovanni6 ,morgen sollst du mit dieser heiligen ,lichtflamme nach ,florenz ziehen48 ,aber der ,waffentrger weigerte sich schlankweg1 diesen ,befehl auszufhren4 ,dies ist etwas1 was ich nicht auf mich nehmen will18 sagte er4 ,wie sollte es mglich sein1 mit einer ,lichtflamme nach ,florenz zu reiten8 ,sie wrde erlschen1 ehe ich noch das ,lager verlasse48 ,raniero fragte einen seiner ,mannen nach dem andern4 ,er erhielt von allen dieselbe ,antwort4 ,sie schienen seinen ,befehl kaum ernst zu nehmen4 ,natrlich lachten die fremden ,ritter1 die seine ,gste waren1 immer lauter und frhlicher1 je deutlicher es sich zeigte1 da keiner von den ,mannen ,ranieros ,befehl ausfhren wollte4 ,raniero geriet in immer grere ,erregung4 ,schlielich verlor er die ,geduld und rief3 ,diese ,lichtflamme wird dennoch nach ,florenz gebracht werden1 und da kein andrer damit hinreiten will1 werde ich es selbst tun48 ,bedenke dich1 bevor du so etwas versprichst68 sagte ein ,ritter4 ,du reitest von einem ,frstentum fort68 ,ich schwre euch1 da ich diese ,lichtflamme nach ,florenz bringen werde68 rief ,raniero4 ,ich werde tun1 was kein anderer auf sich nehmen wollte48 ,der alte ,waffentrger verteidigte sich3 ,herr1 fr dich ist es ein ander ,ding4 ,du kannst ein groes ,gefolge mitnehmen1 aber mich wolltest du allein ausschicken48 ,raniero jedoch war ganz auer sich und berlegte seine ,worte nicht4 ,ich werde auch allein ziehen18 sagte er4 ,aber damit hatte ,raniero sein ,ziel erreicht4 ,alle im ,zelte hatten zu lachen aufgehrt4 ,sie saen erschrocken da und starrten ihn an4 ,warum lacht ihr nicht mehr88 fragte ,raniero4 ,fr einen tapfern ,mann ist dies ,beginnen wohl fr nichts mehr zu achten als ein ,kinderspiel48 ,,iii ,am nchsten ,morgen1 bei ,tagesgrauen1 bestieg ,raniero sein ,pferd4 ,er trug die volle ,rstung1 aber darber hatte er einen groben ,pilgermantel geworfen1 damit das ,eisenkleid von den ,sonnenstrahlen nicht allzusehr erhitzt werde4 ,er war mit einem ,schwert und einer ,streitaxt bewaffnet und ritt ein gutes ,pferd4 ,ein brennendes ,licht hielt er in der ,hand1 und am ,sattel hatte er ein paar groe ,bndel langer ,wachskerzen befestigt1 damit die ,flamme nicht aus ,mangel an ,nahrung sterbe4 ,raniero ritt langsam durch die berfllte ,zeltstrae1 und so lange ging alles gut4 ,es war noch so frh1 da die ,nebel1 die aus den tiefen ,tlern rings um ,jerusalem aufgestiegen waren1 sich nicht zerstreut hatten1 und ,raniero ritt wie durch eine weie ,nacht4 ,das ganze ,lager schlief1 und ,raniero kam leicht an den ,wachposten vorbei4 ,keiner von ihnen rief ihn an1 denn durch den dichten ,nebel konnten sie ihn nicht sehen1 und auf den ,wegen lag fuhoher ,staub1 der die ,schritte des ,pferdes unhrbar machte4 ,raniero war bald aus dem ,bereiche des ,lagers und schlug die ,strae ein1 die nach ,joppe fhrte4 ,er hatte nun einen bessern ,weg1 aber er ritt noch immer ganz langsam1 der ,lichtflamme wegen4 ,die brannte schlecht in dem dichten ,nebel1 mit einem rtlichen1 zitternden ,schein4 ,und immer wieder kamen groe ,insekten1 die mit knatternden ,flgelschlgen gerade ins ,licht strzten4 ,raniero hatte vollauf damit zu tun1 es zu hten1 aber er war guten ,mutes und meinte noch immer1 da die ,aufgabe1 die er sich gestellt htte1 nicht schwerer wre1 als da ein ,kind sie bewltigen knnte4 ,doch das ,pferd ermdete bei dem langsamen ,trott und setzte sich in ,trab4 ,da begann die ,lichtflamme in der ,zugluft zu zucken4 ,es half nichts1 da ,raniero sie mit der ,hand und mit dem ,mantel zu schtzen suchte4 ,er sah1 da sie ganz nahe daran war1 zu erlschen4 ,aber er war durchaus nicht gewillt1 sein ,vorhaben so bald aufzugeben4 ,er hielt das ,pferd an und sa ein ,weilchen still und grbelte4 ,schlielich sprang er aus dem ,sattel und versuchte1 sich rcklings daraufzusetzen1 so da er die ,flamme mit seinem ,krper vor ,wind und ,zug schtzte4 ,so gelang es ihm1 sie brennend zu erhalten1 aber er merkte jetzt1 da die ,reise sich beschwerlicher gestalten wrde1 als er anfangs geglaubt hatte4 ,als er die ,berge1 die ,jerusalem umgeben1 hinter sich gelassen hatte1 hrte der ,nebel auf4 ,er ritt nun durch die tiefste ,einsamkeit4 ,es gab weder ,menschen1 noch ,huser1 noch grne ,bume oder ,pflanzen1 nur kahle ,hhen4 ,hier wurde ,raniero von ,rubern angefallen4 ,es war loses ,gesindel1 das dem ,heere ohne ,erlaubnis folgte und vom ,rauben und ,plndern lebte4 ,sie hatten hinter einem ,hgel im ,hinterhalt gelegen1 und ,raniero1 der rcklings ritt1 sah sie erst1 als sie ihn schon umringt hatten und ihre ,schwerter gegen ihn zckten4 ,es waren etwa zwlf ,mnner1 sie sahen recht jmmerlich aus und ritten auf erbrmlichen ,pferden4 ,raniero sah gleich1 da es ihm nicht schwer fallen konnte1 sich einen ,weg durch die ,schar zu bahnen und von dannen zu reiten4 ,aber er begriff1 da dies sich nicht tun liee1 ohne da er das ,licht von sich werfe4 ,und er wollte nach den stolzen ,worten1 die er heute ,nacht gesprochen hatte1 nicht so leicht von seinem ,vorsatz abstehen4 ,er sah daher keinen anderen ,ausweg1 als mit den ,rubern ein bereinkommen zu schlieen4 ,er sagte1 da es ihnen1 da er wohl bewaffnet sei und ein gutes ,pferd reite1 schwer fallen wrde1 ihn zu berwinden1 wenn er sich verteidige4 ,aber da er durch ein ,gelbnis gebunden sei1 wolle er ihnen keinen ,widerstand leisten1 sondern sie drften ohne ,kampf alles nehmen1 was sie begehrten1 wenn sie nur versprchen1 sein ,licht nicht auszulschen4 ,die ,ruber hatten sich auf einen harten ,strau gefat gemacht4 ,sie waren ber ,ranieros ,vorschlag sehr erfreut und machten sich sogleich daran1 ihn auszuplndern4 ,sie nahmen ihm ,rstung und ,ro1 ,waffen und ,geld4 ,das einzige1 was sie ihm lieen1 waren der grobe ,mantel und die beiden ,kerzenbndel4 ,sie hielten auch ehrlich ihr ,versprechen1 die ,lichtflamme nicht zu lschen4 ,einer von ihnen hatte sich auf ,ranieros ,pferd geschwungen4 ,als er merkte1 wie gut es war1 schien er ein wenig ,mitleid mit dem ,ritter zu empfinden4 ,er rief ihm zu3 ,siehst du1 wir wollen nicht gar zu hart gegen einen ,christenmenschen sein4 ,du sollst mein altes ,pferd haben1 um darauf zu reiten48 ,es war eine elende ,schindmhre und bewegte sich so starr und steif1 als wenn es aus ,holz wre4 ,als die ,ruber endlich verschwunden waren und ,raniero daran ging1 sich auf den elenden ,klepper zu setzen1 sagte er zu sich selbst3 ,ich mu wohl von dieser ,lichtflamme verhext sein4 ,um ihretwillen reite ich nun wie ein toller ,bettler meinen ,weg48 ,er sah ein1 da es das klgste gewesen wre1 umzukehren1 weil das ,vorhaben wirklich unausfhrbar war4 ,aber ein so heftiges ,verlangen1 es zu vollbringen1 war ber ihn gekommen1 da er der ,lust nicht widerstehen konnte1 auszuharren4 ,er zog also weiter4 ,noch immer sah er dieselben kahlen1 lichtgelben ,hhen um sich4 ,nach einer ,weile ritt er an einem jungen ,hirten vorbei1 der vier ,ziegen htete4 ,als ,raniero die ,tiere auf dem nackten ,boden weiden sah1 fragte er sich1 ob sie wohl ,erde en4 ,dieser ,hirte hatte wahrscheinlich frher eine grere ,herde besessen1 die ihm von den ,kreuzfahrern gestohlen worden war4 ,als er nun einen einsamen ,christen heranreiten sah1 suchte er ihm alles bse zu tun1 was er nur konnte4 ,er strzte auf ihn zu und schlug mit einem ,stab nach seinem ,lichte4 ,raniero war von der ,lichtflamme so gefesselt1 da er sich nicht einmal gegen einen ,hirten verteidigen konnte4 ,er zog nur das ,licht an sich1 um es zu schtzen4 ,der ,hirte schlug noch ein paarmal danach1 aber dann blieb er erstaunt stehen und hrte zu schlagen auf4 ,er sah1 da ,ranieros ,mantel in ,brand geraten war1 aber ,raniero tat nichts1 um das ,feuer zu ersticken1 so lange die ,lichtflamme in ,gefahr war4 ,man sah es dem ,hirten an1 da er sich schmte4 ,er folgte ,raniero lange nach1 und an einer ,stelle1 wo der ,weg sehr schmal an zwei ,abgrnden vorberging1 kam er heran und fhrte sein ,pferd4 ,raniero lchelte und dachte1 da der ,hirte ihn sicherlich fr einen heiligen ,mann halte1 der eine ,bubung vornehme4 ,gegen ,abend begannen ,raniero ,menschen entgegenzukommen4 ,es war nmlich so1 da das ,gercht vom ,falle ,jerusalems sich schon whrend der ,nacht die ,kste entlang verbreitet hatte1 und eine ,menge ,leute hatten sich sogleich bereit gemacht1 hinzuziehen4 ,es waren ,pilger1 die schon jahrelang auf die ,gelegenheit warteten1 ,jerusalem zu betreten1 es waren nachgesendete ,truppen1 und vor allem waren es ,kaufleute1 die mit ,wagenladungen von ,lebensmitteln hineilten4 ,als diese ,scharen ,raniero begegneten1 der rcklings mit einem brennenden ,lichte in der ,hand geritten kam1 riefen sie3 ,ein ,toller1 ein ,toller68 ,die meinen waren ,italiener1 und ,raniero hrte wie sie in seiner eigenen ,zunge riefen3 pazzo1 pazzo6 was3 ein ,toller1 ein ,toller6 bedeutet4 ,raniero1 der sich den ganzen ,tag so wohl im ,zaum zu halten verstanden hatte1 wurde durch diese sich stets wiederholenden ,rufe heftig gereizt4 ,mit einem ,male sprang er aus dem ,sattel und begann mit seinen harten ,fusten die ,rufenden zu zchtigen4 ,als die ,leute merkten1 wie schwer die ,schlge waren1 die da fielen1 entstand eine allgemeine ,flucht1 und er stand bald allein auf dem ,wege4 ,nun kam ,raniero wieder zu sich selbst4 ,wahrlich1 sie hatten recht1 als sie dich einen ,tollen nannten18 sagte er1 indem er sich nach dem ,lichte umsah1 denn er wute nicht1 was er damit angefangen hatte4 ,endlich sah er1 da es vom ,wege in einen ,graben gekollert war4 ,die ,flamme war erloschen1 aber er sah ,feuer in einem trocknen ,grasbschel dicht daneben glimmen und begriff1 da das ,glck ihn nicht verlassen hatte1 denn das ,licht mute das ,gras in ,brand gesetzt haben1 bevor es erloschen war4 ,dies htte leicht ein trauriges ,ende groer ,mhsal werden knnen18 dachte er1 whrend er das ,licht entzndete und sich wieder in den ,sattel schwang4 ,er fhlte sich recht gedemtigt4 ,es kam ihm jetzt nicht sehr wahrscheinlich vor1 da seine ,fahrt gelingen wrde4 ,gegen ,abend kam ,raniero nach ,ramle und ritt dort zu einem ,hause1 wo ,karawanen ,herberge fr die ,nacht zu suchen pflegten4 ,es war ein groer berbauter ,hof4 ,ringsrum waren kleine ,verschlge1 wo die ,reisenden ihre ,pferde einstellen konnten4 ,es gab keine ,stuben1 sondern die ,menschen schliefen neben den ,tieren4 ,es war schon eine groe ,menschenmenge da1 aber der ,wirt schaffte doch ,raum fr ,raniero und sein ,pferd4 ,er gab auch dem ,pferde ,futter und dem ,reiter ,nahrung4 ,als ,raniero merkte1 da er so gut behandelt wurde1 dachte er3 ,ich fange fast zu glauben an1 da die ,ruber mir einen ,dienst erwiesen haben1 als sie mir meine ,rstung und mein ,pferd raubten4 ,sicherlich komme ich mit meiner ,brde leichter durchs ,land1 wenn man mich fr einen ,wahnsinnigen hlt48 ,als ,raniero das ,pferd in den ,stand gefhrt hatte1 setzte er sich auf ein ,bund ,stroh und behielt das ,licht in den ,hnden4 ,es war seine ,absicht1 nicht zu schlafen1 sondern die ganze ,nacht wach zu bleiben4 ,doch kaum hatte sich ,raniero niedergesetzt1 als er auch schon einschlummerte4 ,er war furchtbar mde1 er streckte sich im ,schlafe aus1 so lang er war1 und schlief bis zum ,morgen4 ,als er erwachte1 sah er weder die ,lichtflamme noch die ,kerze4 ,er suchte im ,stroh danach1 aber fand sie nirgends4 ,jemand wird sie mir weggenommen und ausgelscht haben18 sagte er4 ,und er versuchte zu glauben1 da er sich freue1 weil alles aus war und er ein unmgliches ,vorhaben nicht zu verfolgen brauchte4 ,aber whrend er so dachte1 empfand er zugleich eine innere ,leere und ,trauer4 ,es war ihm1 als htte er sich das ,gelingen eines ,vorsatzes nie sehnlicher gewnscht als eben diesmal4 ,er fhrte das ,pferd aus dem ,stande1 striegelte es und legte den ,sattel auf4 ,als er fertig war1 kam der ,wirt1 dem die ,karawanserei gehrte1 mit einem brennenden ,lichte auf ihn zu4 ,er sagte auf frnkisch3 ,ich mute dir gestern dein ,licht nehmen1 als du einschliefst1 aber hier hast du es wieder48 ,raniero lie sich nichts anmerken1 sondern sagte ganz gelassen3 ,es war klug von dir1 da du es ausgelscht hast48 ,ich habe es nicht ausgelscht18 sagte der ,mann4 ,ich sah1 da du es brennen hattest1 als du kamst1 und ich glaubte1 es sei von ,gewicht fr dich1 da es weiter brenne4 ,wenn du siehst1 um wie viel es sich verringert hat1 wirst du begreifen1 da es die ganze ,nacht gebrannt hat48 ,raniero strahlte vor ,freude4 ,er rhmte den ,wirt sehr und ritt in bester ,laune weiter4 ,,iv ,als ,raniero von ,jerusalem aufbrach1 hatte er den ,seeweg von ,joppe nach ,italien nehmen wollen4 ,aber er nderte diesen ,entschlu1 als die ,ruber ihn um sein ,geld plnderten1 und beschlo ber ,land zu ziehen4 ,es war eine lange ,reise4 ,er zog von ,joppe nrdlich1 der ,kste ,syriens entlang4 ,dann ging die ,fahrt nach ,westen1 lngs der ,halbinsel von ,kleinasien4 ,dann wieder nrdlich bis hinauf nach ,konstantinopel4 ,und von dort hatte er noch eine ansehnliche ,strecke ,wegs bis ,florenz4 ,whrend dieser ganzen ,zeit lebte ,raniero von frommen ,gaben4 ,meistens waren es die ,pilger1 die nun in ,massen nach ,jerusalem strmten1 die ihr ,brot mit ihm teilten4 ,obgleich ,raniero fast immer allein ritt1 waren seine ,tage weder lang noch einfrmig4 ,er hatte allezeit die ,lichtflamme zu hten und konnte sich um ihretwillen niemals ruhig fhlen4 ,es brauchte nur ein ,wind1 nur ein ,regentropfen zu kommen1 und es war um sie geschehen4 ,whrend ,raniero einsame ,wege ritt und nur daran dachte1 die ,lichtflamme am ,leben zu erhalten1 kam es ihm in den ,sinn1 da er schon einmal zuvor etwas hnliches erlebt hatte4 ,er hatte schon einmal zuvor einen ,menschen ber etwas wachen sehen1 was ebenso verletzlich war wie eine ,lichtflamme4 ,dies schwebte ihm anfangs so undeutlich vor1 da er nicht recht wute1 ob es etwas war1 was er getrumt htte4 ,aber whrend er einsam durch das ,land zog1 kam der ,gedanke1 da er schon einmal etwas hnliches mit erlebt habe1 unablssig wieder4 ,es ist1 als htte ich mein ganzes ,leben lang von nichts anderm gehrt18 sagte er4 ,eines ,abends ritt ,raniero in eine ,stadt ein4 ,es dunkelte1 und die ,frauen standen in den ,tren und schauten nach ihren ,mnnern aus4 ,da sah ,raniero eine1 die hoch und schlank war und ernste ,augen hatte4 ,sie erinnerte ihn an ,francesca degli ,uberti4 ,in demselben ,augenblick gelangte ,raniero zur ,klarheit1 worber er nachgegrbelt hatte4 ,er dachte1 da fr ,francesca ihre ,liebe sicherlich wie eine ,lichtflamme gewesen war1 die sie immer brennend hatte erhalten wollen1 und von der sie stets gefrchtet hatte1 da ,raniero sie verlschen wrde4 ,er wunderte sich ber diesen ,gedanken1 aber immer mehr ward es ihm zur ,gewiheit1 da es sich so verhielt4 ,zum ersten ,male begann er zu verstehen1 warum ,francesca ihn verlassen hatte und da er sie nicht durch ,waffentaten wiedererobern konnte4 99 99 99 99 99 ,ranieros ,reise wurde sehr langwierig4 ,und dies nicht zum wenigsten darum1 weil er sie nicht fortsetzen konnte1 wenn das ,wetter ungnstig war4 ,dann sa er in der ,karawanserei und bewachte die ,lichtflamme4 ,das waren sehr harte ,tage4 ,eines ,tages1 als ,raniero ber den ,berg ,libanon ritt1 sah er1 da sich die ,wolken zu einem ,unwetter zusammenzogen4 ,er war da hoch oben zwischen furchtbaren ,klften und ,abstrzen1 fern von allen menschlichen ,behausungen4 ,endlich erblickte er auf einer ,felsspitze ein sarazenisches ,heiligengrab4 ,es war ein kleiner viereckiger ,steinbau mit gewlbtem ,dache4 ,es duchte ihn am besten1 seine ,zuflucht dorthin zu nehmen4 ,kaum war ,raniero hineingekommen1 als ein ,schneesturm losbrach1 der zwei ,tage raste4 ,zugleich kam eine so furchtbare ,klte1 da er nahe daran war zu erfrieren4 ,raniero wute1 da es drauen auf dem ,berge genug ,zweige und ,reisig gab1 so da es ein leichtes fr ihn gewesen wre1 ,brennstoff zu einem ,feuer zu sammeln4 ,allein er hielt die ,lichtflamme1 die er trug1 sehr heilig1 und wollte mit ihr nichts andres entznden als die ,lichter vor dem ,altar der heiligen ,jungfrau4 ,das ,unwetter wurde immer rger1 und schlielich hrte er heftiges ,donnern und sah ,blitze4 ,und ein ,blitz schlug auf dem ,berge dicht vor dem ,grabe ein und entzndete einen ,baum4 ,und so hatte ,raniero eine ,flamme1 ohne da er das heilige ,feuer anzutasten brauchte4 99 99 99 99 99 ,als ,raniero durch einen den ,teil der ,berggegend von ,cilicien ritt1 ging sein ,licht zur ,neige4 ,die ,kerzenbndel1 die er von ,jerusalem mitgebracht hatte1 waren lngst aufgebraucht1 aber er hatte sich doch weiterhelfen knnen1 weil auf dem ganzen ,wege christliche ,gemeinden gewesen waren1 wo er sich neue ,lichter erbetteln konnte4 ,aber nun war sein ,vorrat zu ,ende1 und er glaubte1 da dies das ,ende seiner ,fahrt sein wrde4 ,als das ,licht so tief herabgebrannt war1 da die ,flamme seine ,hand versengte1 sprang er vom ,pferde1 sammelte ,reisig und trockenes ,gras und entzndete dies mit dem letzten berbleibsel der ,flamme4 ,aber auf dem ,berge fand sich nicht viel1 was brennen konnte1 und das ,feuer mute bald verlschen4 ,wie ,raniero so sa und sich darber betrbte1 da die heilige ,flamme sterben mute1 hrte er vom ,wege her ,gesang1 und eine ,prozession von ,wallfahrern kam mit ,kerzen in den ,hnden den ,pfad herangezogen4 ,sie waren auf dem ,wege zu einer ,grotte1 in der ein heiliger ,mann gelebt hatte1 und ,raniero schlo sich ihnen an4 ,unter ihnen befand sich auch eine ,frau1 die alt war und nur schwer gehen konnte1 und ,raniero half ihr und schleppte sie den ,berg hinauf4 ,als sie ihm dann dankte1 machte er ihr ein ,zeichen1 da sie ihm ihre ,kerze geben mge4 ,und sie tat es1 und auch mehrere andre schenkten ihm die ,kerzen1 die sie trugen4 ,er lschte die ,lichter und eilte den ,pfad hinunter und entzndete eines von ihnen an der letzten ,glut des ,feuers1 das von der heiligen ,flamme entzndet war4 99 99 99 99 99 ,einmal um die ,mittagstunde war es sehr hei1 und ,raniero hatte sich in ein ,gebsch schlafen gelegt4 ,er schlief tief1 und das ,licht stand zwischen ein paar ,steinen neben ihm4 ,aber als ,raniero ein ,weilchen geschlafen hatte1 begann es zu regnen1 und dies dauerte ziemlich lange an1 ohne da er erwachte4 ,als er endlich aus dem ,schlummer auffuhr1 war der ,boden ringsum ihn na1 und er wagte kaum zu dem ,lichte hinzusehen1 aus ,furcht1 da es erloschen sein knnte4 ,aber das ,licht brannte still und ruhig mitten im ,regen1 und ,raniero sah1 da dies daher kam1 da zwei kleine ,vgelchen ber der ,flamme flogen und flatterten4 ,sie schnbelten sich und hielten die ,flgel ausgebreitet1 und so hatten sie die ,lichtflamme vor dem ,regen geschtzt4 ,raniero nahm sogleich seine ,kapuze ab und hing sie ber das ,licht4 ,dann streckte er die ,hand nach den kleinen ,vgeln aus1 denn er hatte ,lust1 sie zu liebkosen4 ,und sieh da1 keiner von ihnen flog von ihm fort1 sondern er konnte sie einfangen4 ,raniero staunte sehr1 da die ,vgel keine ,angst vor ihm hatten4 ,aber er dachte3 das kommt daher1 da sie wissen1 da ich keinen andern ,gedanken habe1 als das zu schtzen1 was das schutzbedrftigste ist1 darum frchten sie mich nicht4 99 99 99 99 99 ,raniero ritt in der ,nhe von ,nicea4 ,da begegnete er ein paar abendlndischen ,rittern1 die ein ,entsatzheer ins heilige ,land fhrten4 ,in dieser ,schar befand sich auch ,robert ,taillefer1 der ein wandernder ,ritter und ,troubadour war4 ,raniero kam in seinem fadenscheinigen ,mantel mit dem ,lichte in der ,hand herangeritten1 und die ,krieger begannen wie gewhnlich zu rufen3 ,ein ,toller1 ein ,toller68 ,aber ,robert hie sie schweigen und sprach den ,reiter an3 ,bist du lange so gezogen88 fragte er ihn4 ,ich bin so von ,jerusalem hergeritten18 antwortete ,raniero4 ,ist dein ,licht unterwegs nicht oftmals erloschen88 ,an meiner ,kerze brennt noch dieselbe ,flamme1 wie da ich von ,jerusalem auszog18 sagte ,raniero4 ,da sprach ,robert ,taillefer zu ihm3 ,ich bin auch einer von denen1 die eine ,flamme tragen1 und ich wollte1 da sie ewig brennen knnte4 ,aber vielleicht kannst du1 der du dein ,licht brennend von ,jerusalem hergebracht hast1 mir sagen1 was ich tun soll1 auf da sie nicht erlsche48 ,da erwiderte ,raniero3 ,herr1 das ist ein schweres ,beginnen1 obgleich es von geringem ,gewichte scheint4 ,ich will euch wahrlich nicht zu solch einem ,vorhaben raten4 ,denn diese kleine ,flamme verlangt von euch1 da ihr ganz aufhrt1 an etwas andres zu denken4 ,sie gestattet euch nicht1 eine ,liebste zu haben1 falls ihr zu derlei geneigt sein solltet1 auch drft ihr es um dieser ,flamme willen nicht wagen1 euch bei einem ,trinkgelage niederzulassen4 ,ihr drft nichts andres im ,sinne haben als eben diese ,flamme1 und keine andre ,freude darf euch eigen sein4 ,aber warum ich euch vor allem abrate1 dieselbe ,fahrt zu tun1 die ich nun versucht habe1 das ist1 weil ihr euch keinen ,augenblick sicher fhlen knnt4 ,aus wie vielen ,gefahren ihr auch die ,flamme gerettet haben mgt1 ihr drft euch doch keinen ,augenblick geborgen whnen1 sondern ihr mt darauf gefat sein1 da sie euch im nchsten ,augenblick entrissen werde48 ,aber ,robert ,taillefer warf den ,kopf stolz zurck und sagte3 ,was du fr deine ,lichtflamme getan hast1 das werde ich auch fr die meine zu tun wissen48 99 99 99 99 99 ,raniero war nach ,italien gekommen4 ,er ritt eines ,tages auf einsamen ,pfaden durch das ,gebirge4 ,da kam ihm eine ,frau nachgeeilt und bat ihn um ,feuer von seinem ,lichte4 ,bei mir ist das ,feuer erloschen18 sagte sie1 meine ,kinder hungern4 ,leihe mir ,feuer1 damit ich meinen ,ofen wrmen und ihnen ,brot backen kann68 ,sie streckte die ,hand nach dem ,lichte aus1 aber ,raniero entzog es ihr1 weil er nicht zulassen wollte1 da etwas andres an dieser ,flamme entzndet werde1 als die ,lichter vor dem ,bilde der ,heiligen ,jungfrau4 ,da sagte die ,frau zu ihm3 ,gib mir ,feuer1 ,pilger1 denn meiner ,kinder ,leben ist die ,flamme1 die brennend zu bewahren mir auferlegt ist68 ,und um dieser ,worte willen lie ,raniero sie den ,docht ihrer ,lampe an seiner ,flamme entznden4 ,einige ,stunden spter ritt ,raniero in ein ,dorf4 ,es lag hoch oben auf dem ,berge1 so da bittre ,klte dort herrschte4 ,ein junger ,bauer stand am ,wege und sah den armen ,mann1 der in seinem fadenscheinigen ,rocke geritten kam4 ,rasch nahm er den kurzen ,mantel ab1 den er trug und warf ihn dem ,reiter zu4 ,aber der ,mantel fiel gerade auf das ,licht und lschte die ,flamme4 ,da erinnerte sich ,raniero an die ,frau1 die ,feuer von ihm geliehen hatte4 ,er kehrte zu ihr zurck und entzndete sein ,licht wiederum mit heiligem ,feuer4 ,als er weiter reiten wollte1 sagte er zu ihr3 ,du sagst1 die ,lichtflamme1 die du zu hten hast1 sei das ,leben deiner ,kinder4 ,kannst du mir sagen1 welchen ,namen die ,lichtflamme trgt1 die ich so weither bringe88 ,wo wurde deine ,lichtflamme entzndet88 fragte die ,frau4 ,sie wurde an ,christi ,grab entzndet48 ,dann kann sie wohl nicht anders heien als ,milde und ,menschenliebe18 sagte sie4 ,raniero mute ber die ,antwort lachen4 ,er duchte sich ein seltsamer ,apostel fr solche ,tugenden4 99 99 99 99 99 ,raniero ritt zwischen blauen ,hgeln von schner ,gestalt4 ,er sah1 da er sich in der ,nhe von ,florenz befand4 ,er dachte daran1 da er nun bald von der ,lichtflamme befreit sein wrde4 ,er erinnerte sich an sein ,zelt in ,jerusalem1 das er voll ,kriegsbeute zurckgelassen hatte1 und an die tapferen ,krieger1 die er noch in ,palstina hatte und die sich freuen wurden1 wenn er das ,kriegerhandwerk wieder aufnhme und sie zu ,siegen und ,eroberungen fhrte4 ,da merkte ,raniero1 da er keineswegs ,freude empfand1 wenn er daran dachte1 sondern1 da seine ,gedanken lieber eine andre ,richtung nahmen4 ,raniero sah zum ersten ,male ein1 da er nicht mehr derselbe ,mann war1 als der er ,jerusalem verlassen hatte4 ,dieser ,ritt mit der ,lichtflamme hatte ihn gezwungen1 sich an allen zu freuen1 die friedfertig und klug und barmherzig waren1 und die ,wilden und ,streitschtigen zu verabscheuen4 ,er wurde jedesmal froh1 wenn er an ,menschen dachte1 die friedlich in ihrem ,heim arbeiteten1 und es ging ihm durch den ,sinn1 da er gern in seine alte ,werkstatt in ,florenz einziehen und schne1 kunstreiche ,arbeit verfertigen wolle4 ,wahrlich1 diese ,flamme hat mich umgewandelt18 dachte er4 ,ich glaube1 sie hat einen andern ,menschen aus mir gemacht48 ,v ,es war ,ostern1 als ,raniero in ,florenz einritt4 ,kaum war er durch das ,stadttor gekommen1 rcklings reitend1 die ,kapuze ber das ,gesicht gezogen und das brennende ,licht in der ,hand1 als auch schon ein ,bettler aufsprang und das gewohnte3 ,pazzo1 pazzo68 rief4 ,auf diesen ,ruf strzte ein ,gassenjunge aus einem ,torweg1 und ein ,tagedieb1 der die lngste ,zeit nichts andres zu tun gehabt hatte1 als dazuliegen und den ,himmel anzugucken1 sprang auf seine ,fe4 ,und beide begannen dasselbe zu rufen3 ,pazzo1 pazzo68 ,da ihrer nun drei waren1 die schrien1 so machten sie ,lrm genug1 um alle ,burschen aus der ganzen ,strae aufzuscheuchen4 ,diese kamen aus ,ecken und ,winkeln herbeigestrzt1 und sowie sie ,raniero in seinem fadenscheinigen ,mantel auf seinem elenden ,klepper gewahrten1 riefen sie3 ,pazzo1 pazzo68 ,aber dies war nichts andres1 als woran ,raniero schon gewhnt war4 ,er ritt still durch die ,gasse ohne die ,schreier zu beachten4 ,sie begngten sich jedoch nicht damit1 zu rufen1 sondern einer von ihnen sprang in die ,hhe und versuchte das ,licht auszublasen4 ,raniero hob das ,licht empor4 ,zugleich versuchte er1 das ,pferd anzutreiben1 um den ,jungen zu entkommen4 ,doch die hielten gleichen ,schritt mit ihm und taten alles1 was sie konnten1 um das ,licht auszulschen4 ,je mehr ,raniero sich anstrengte1 die ,flamme zu behten1 desto eifriger wurden sie4 ,sie sprangen einander auf den ,rcken1 sie bliesen die ,backen auf und pusteten4 ,sie warfen ihre ,mtzen nach dem ,licht4 ,nur weil ihrer so viele waren und sie einander wegdrngten1 gelang es ihnen nicht1 die ,lichtflamme zu tten4 ,auf der ,gasse herrschte das frhlichste ,treiben4 ,an den ,fenstern standen ,leute und lachten4 ,niemand fhlte ,mitleid mit dem ,verrckten1 der seine ,lichtflamme verteidigen wollte4 ,es war ,kirchenzeit1 und viele ,kirchenbesucher waren auf dem ,wege zur ,messe4 ,auch sie blieben stehen und lachten ber den ,spa4 ,aber nun stand ,raniero aufrecht im ,sattel1 um das ,licht zu bergen4 ,er sah wild aus4 ,die ,kapuze war hinabgesunken1 und man sah sein ,gesicht1 das bleich und abgezehrt war wie das eines ,mrtyrers4 ,das ,licht hielt er erhoben1 so hoch er vermochte4 ,die ganze ,gasse war ein einzige ,gewhl4 ,auch die ,eltern begannen an dem ,spiele teilzunehmen4 ,die ,frauen wehten mit ihren ,kopftchern1 und die ,mnner schwenkten die ,barette4 ,alle arbeiteten daran1 das ,licht zu verlschen4 ,raniero ritt nun an einem ,hause vorbei1 das einen ,altan hatte4 ,in diesem stand eine ,frau4 ,sie beugte sich ber das ,gelnder1 ri das ,licht an sich und eilte damit hinein4 ,das ganze ,volk brach in schallendes ,gelchter und ,jubel aus1 aber ,raniero wankte im ,sattel und strzte auf die ,strae4 ,aber wie er da ohnmchtig und geschlagen lag1 wurde die ,strae sogleich menschenleer4 ,keiner wollte sich des ,gefallenen annehmen4 ,sein ,pferd allein blieb neben ihm stehen4 ,sowie die ,volksmenge sich von der ,strae zurckgezogen hatte1 kam ,francesca degli ,uberti mit einem brennenden ,lichte in der ,hand aus ihrem ,hause4 ,sie war noch schn1 ihre ,zge waren sanft1 und ihre ,augen ernst und tief4 ,sie ging auf ,raniero zu und beugte sich ber ihn4 ,raniero lag bewutlos1 aber in dem ,augenblick1 in dem der ,lichtschein auf sein ,antlitz fiel1 machte er eine ,bewegung und fuhr auf4 ,es sah aus1 als ob die ,lichtflamme alle ,macht ber ihn htte4 ,als ,francesca sah1 da er zur ,besinnung erwacht war1 sagte sie3 ,hier hast du dein ,licht4 ,ich entri es dir1 weil ich sah1 wie sehr es dir am ,herzen lag1 es brennend zu erhalten4 ,ich wute keinen andern ,weg1 um dir zu helfen48 ,raniero hatte sich beim ,fallen bel zugerichtet4 ,aber nun konnte niemand ihn halten4 ,er begann sich langsam aufzurichten4 ,er wollte gehen1 schwankte aber und war nahe daran1 wieder zu fallen4 ,da versuchte er sein ,pferd zu besteigen4 ,francesca half ihm4 ,wo willst du hin88 fragte sie1 als er wieder im ,sattel sa4 ,ich will zur ,domkirche18 sagte er4 ,dann will ich dich geleiten18 sagte sie1 denn ich gehe zur ,messe48 ,und sie nahm den ,zgel und fhrte sein ,pferd4 ,francesca hatte ,raniero vom ersten ,augenblick an erkannt4 ,aber ,raniero sah nicht1 wer sie war1 denn er gnnte sich nicht die ,zeit1 sie zu betrachten4 ,er hielt den ,blick nur auf die ,lichtflamme geheftet4 ,auf dem ,wege sprachen sie kein ,wort4 ,raniero dachte nur an die ,lichtflamme1 daran1 sie in diesen letzten ,augenblicken wohl zu hten4 ,francesca konnte nicht sprechen1 weil es sie duchte1 da sie nicht klaren ,bescheid ber das haben wolle1 was sie frchtete4 ,sie konnte nichts andres glauben1 als da ,raniero wahnsinnig heimgekommen wre4 ,aber obgleich sie beinahe davon berzeugt war1 wollte sie doch lieber nicht mit ihm sprechen1 um nicht volle ,gewiheit zu erlangen4 ,nach einer ,weile hrte ,raniero1 wie jemand neben ihm weinte4 ,er sah sich um und merkte1 da es ,francesca degli ,uberti war1 die neben ihm ging1 und wie sie so ging1 weinte sie4 ,aber ,raniero sah sie nur einen ,augenblick und sagte nichts zu ihr4 ,er wollte nur an die ,lichtflamme denken4 ,raniero lie sich zur ,sakristei fhren4 ,da stieg er vom ,pferde4 ,er dankte ,francesca fr ihre ,hilfe1 sah aber noch immer nicht sie an1 sondern das ,licht4 ,er ging allein in die ,sakristei zu den ,geistlichen4 ,francesca trat in die ,kirche4 ,es war ,karsamstagabend1 und alle ,lichter in der ,kirche standen unentzndet auf ihren ,altren1 zum ,zeichen der ,trauer4 ,francesca duchte es1 da auch bei ihr jede ,flamme der ,hoffnung1 die einst in ihr gebrannt hatte1 erloschen wre4 ,in der ,kirche ging es sehr feierlich zu4 ,vor dem ,altare standen viele ,priester4 ,zahlreiche ,domherren saen im ,chore1 und der ,bischof zu oberst unter ihnen4 ,nach einer ,weile merkte ,francesca1 da unter den ,geistlichen eine ,bewegung entstand4 ,beinahe alle1 die nicht bei der ,messe anwesend sein muten1 erhoben sich und gingen in die ,sakristei4 ,schlielich ging auch der ,bischof4 ,als die ,messe zu ,ende war1 betrat ein ,geistlicher den ,chor und begann zum ,volke zu sprechen4 ,er erzhlte1 da ,raniero di ,ranieri mit heiligem ,feuer aus ,jerusalem nach ,florenz gekommen war4 ,er erzhlte1 was der ,ritter auf dem ,wege geduldet und erlitten hatte4 ,und er pries ihn ber alle ,maen4 ,die ,menschen saen staunend da und hrten dies4 ,francesca hatte nie eine so selige ,stunde erlebt4 ,oh1 ,gott18 seufzte sie1 dies ist mehr ,glck1 als ich tragen kann48 ,ihre ,trnen strmten1 whrend sie lauschte4 ,der ,priester sprach lange und beredt4 ,zum ,schlusse sagte er mit mchtiger ,stimme3 ,nun kann es gewilich eine geringe ,sache scheinen1 da eine ,lichtflamme hierher nach ,florenz gebracht wurde4 ,aber ich sage euch3 ,betet zu ,gott1 da er ,florenz viele ,trger des ewigen ,feuers schenke1 dann wird es eine groe ,macht werden und gebenedeit unter den ,stdten68 ,als der ,priester zu ,ende gesprochen hatte1 wurden die ,haupttore der ,domkirche weit geffnet1 und eine ,prozession1 so gut sie sich in aller ,eile hatte ordnen knnen1 zog herein4 ,da gingen ,domherren und ,mnche und ,geistliche1 und sie zogen durch den ,mittelgang zum ,altare4 ,zu allerletzt ging der ,bischof und an seiner ,seite ,raniero in demselben ,mantel1 den er auf dem ganzen ,wege getragen hatte4 ,aber als ,raniero ber die ,schwelle der ,kirche trat1 stand ein alter ,mann auf und ging auf ihn zu4 ,es war ,oddo1 der ,vater eines ,gesellen1 den ,raniero in seiner ,werkstatt gehabt hatte1 und der sich um seinetwillen erhngt hatte4 ,als dieser ,mann zum ,bischof und zu ,raniero gekommen war1 neigte er sich vor ihnen4 ,hierauf sagte er mit so lauter ,stimme1 da alle in der ,kirche ihn hrten3 ,es ist eine groe ,sache fr ,florenz1 da ,raniero mit heiligem ,feuer von ,jerusalem gekommen ist4 ,solches ist nie zuvor vernommen worden4 ,vielleicht1 da darum auch manche sagen werden1 es sei unmglich4 ,darum bitte ich1 da man das ganze ,volk wissen lasse1 welche ,beweise und ,zeugen ,raniero dafr gebracht hat1 da dies wirklich ,feuer ist1 das in ,jerusalem entzndet wurde48 ,als ,raniero diese ,worte vernahm1 sagte er3 ,nun helfe mir ,gott4 ,wie knnte ich ,zeugen haben8 ,ich habe den ,weg allein gemacht4 ,wsten und ,wildnisse mgen kommen und fr mich zeugen48 ,raniero ist ein ehrlicher ,ritter18 sagte der ,bischof1 und wir glauben ihm auf sein ,wort48 ,raniero htte wohl selbst wissen knnen1 da hierber ,zweifel entstehen wrden18 sagte ,oddo4 ,er wird wohl nicht ganz allein geritten sein4 ,seine ,knappen knnen wohl fr ihn zeugen48 ,da trat ,francesca degli ,uberti aus der ,volksmenge und eilte auf ,raniero zu4 ,was braucht es ,zeugen88 rief sie4 ,alle ,frauen von ,florenz wollen einen ,eid darauf ablegen1 da ,raniero die ,wahrheit spricht48 ,da lchelte ,raniero1 und sein ,gesicht erhellte sich fr einen ,augenblick4 ,aber dann wendete er seine ,blicke und seine ,gedanken wieder der ,lichtflamme zu4 ,in der ,kirche entstand ein groer ,aufruhr4 ,einige sagten1 da ,raniero die ,lichter auf dem ,altar nicht entznden drfe1 ehe seine ,sache bewiesen war4 ,zu diesen gesellten sich viele seiner alten ,feinde4 ,da erhob sich ,jacopo degli ,uberti und sprach fr ,ranieros ,sache4 ,ich denke1 da alle hier wissen1 da zwischen mir und meinem ,eidam nicht allzugroe ,freundschaft geherrscht hat18 sagte er1 aber jetzt wollen sowohl ich wie meine ,shne uns fr ihn verbrgen4 ,wir glauben1 da er die ,tat vollbracht hat1 und wir wissen1 da der1 der es vermocht hat1 ein solches ,unternehmen auszufhren1 ein weiser1 behutsamer und edelgesinnter ,mann ist1 den wir uns freuen1 in unsrer ,mitte aufzunehmen48 ,aber ,oddo und viele andre waren nicht gesonnen1 ,raniero das ,glck1 das er erstrebte1 zu gnnen4 ,sie sammelten sich in einem dichten ,haufen1 und es war leicht zu sehen1 da sie von ihrer ,forderung nicht abstehen wollten4 ,raniero begriff1 da sie1 wenn es nun zum ,kampfe kme1 sie gleich versuchen wrden1 nach der ,lichtflamme zu trachten4 ,whrend er die ,blicke fest auf seine ,widersacher geheftet hielt1 hob er das ,licht so hoch empor1 als er nur konnte4 ,er sah todmde und verzweifelt aus4 ,man sah ihm an1 da er1 wenn er auch so lange wie mglich aushalten wollte1 doch nur eine ,niederlage erwartete4 ,was frommte es ihm nun1 wenn er die ,flamme entznden drfte6 ,oddos ,worte waren ein ,todesstreich gewesen4 ,wenn der ,zweifel einmal geweckt war1 dann mute er sich verbreiten und wachsen4 ,es duchte ihn1 da ,oddo schon die ,lichtflamme fr alle ,zeit gelscht htte4 ,ein kleines ,vglein flatterte durch die groen geffneten ,tore in die ,kirche4 ,es flog geradewegs auf ,ranieros ,licht zu4 ,dieser konnte es nicht so rasch zurckziehen1 der ,vogel stie daran und lschte die ,flamme4 ,ranieros ,arm sank herunter1 und die ,trnen traten ihm in die ,augen4 ,aber im ersten ,augenblick empfand er dies als eine ,erleichterung4 ,es war besser1 als da ,menschen sie gettet htten4 ,das kleine ,vglein setzte seinen ,flug in die ,kirche fort1 verwirrt hin und her flatternd1 wie ,vgel zu tun pflegen1 wenn sie in einen geschlossenen ,raum kommen4 ,da brauste mit einem ,male durch die ganze ,kirche der laute ,ruf3 ,der ,vogel brennt6 ,die heilige ,lichtflamme hat seine ,flgel entzndet68 ,der kleine ,vogel piepste ngstlich4 ,er flog ein paar ,augenblicke wie eine flatternde ,flamme unter den hohen ,wlbungen des ,chors umher4 ,dann sank er rasch und fiel tot vor dem ,altar der ,madonna nieder4 ,aber in demselben ,augenblick1 wo der ,vogel auf den ,altar niederfiel1 stand ,raniero da4 ,er hatte sich einen ,weg durch die ,kirche gebahnt1 nichts hatte ihn halten knnen4 ,und an den ,flammen1 die die ,schwingen des ,vogels verzehrten1 entzndete er die ,kerzen vor dem ,altar der heiligen ,jungfrau4 ,da erhob der ,bischof seinen ,stab und rief3 ,gott wollte es6 ,gott hat fr ihn gezeugt68 ,und alles ,volk in der ,kirche1 seine ,freunde wie seine ,widersacher1 hrten auf zu zweifeln und zu staunen4 ,sie riefen alle1 von ,gottes ,wunder hingerissen3 ,gott wollte es6 ,gott hat fr ihn gezeugt68 99 99 99 99 99 ,von ,raniero ist noch zu berichten1 da er hinfort seiner ,lebtag groes ,glck geno und weise1 behutsam und barmherzig war4 ,aber das ,volk von ,florenz nannte ihn immer ,pazzo di ,raniero1 zur ,erinnerung daran1 da man ihn fr toll gehalten hatte4 ,und dies ward ein ,ehrentitel fr ihn4 ,er grndete ein edles ,geschlecht1 und dieses nahm den ,namen ,pazzo an1 und so nennt es sich noch heute4 ,es mag weiter berichtet werden1 da es in ,florenz ,sitte wurde1 jedes ,jahr am ,karsamstagabend ein ,fest zur ,erinnerung an ,ranieros ,heimkunft mit dem heiligen ,feuer zu feiern1 und da man dabei immer einen knstlichen ,vogel mit ,feuer durch den ,dom fliegen lt4 ,und so wird dieses ,fest wohl auch noch in diesem ,jahre begangen worden sein1 wenn nicht ganz vor kurzem eine nderung eingetreten ist4 ,aber ob es wahr ist1 wie viele meinen1 da die ,trger heiligen ,feuers1 die in ,florenz gelebt und die ,stadt zu einer der herrlichsten der ,erde gemacht haben1 ihr ,vorbild in ,raniero fanden und dadurch ermutigt wurden1 zu opfern1 zu leiden und auszuharren1 dies mag hier unausgesagt bleiben4 ,denn was von dem ,lichte bewirkt wurde1 das in dunkeln ,zeiten von ,jerusalem ausgegangen ist1 lt sich weder messen noch zhlen4 ,illustration