material from the ,google ,books project47 ,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #ahbd erschienenen ,buchausgabe so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,rechtschreibvarianten wurden nicht vereinheitlicht2 ungewhliche und altertmliche ,wortformen wurden unverndert bernommen1 sofern die ,verstndlichkeit des ,textes dadurch nicht berhrt wird4 ,umlaute in ,grobuchstaben 7 und 7 werden in ihrer ,umschreibung wiedergegeben 7,ae und ,oe74 ,die ,verwendung des scharfen s#8 77 wurde nicht vereinheitlicht und entspricht auch nicht in allen ,belangen den heutigen ,rechtschreibregeln4 ,die im ,verzeichnis der ,druckfehler erwhnten ,korrekturen wurden bereits in den ,text eingearbeitet4 ,besondere ,schriftschnitte wurden in der vorliegenden ,fassung mit den folgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,unterstriche grere ,schrift3 ,tilden ,die ,phariser4 ,ein ,beitrag zum leichtern ,verstehen der ,evangelien und zur ,selbstprfung von ,michael ,wirth1 ,k4 ,b4 ,professor am ,lyceum zu ,regensburg4 ,ulm1 #ahbd4 ,in der ,stettin'schen ,buchhandlung4 ,ich sage euch1 wenn eure ,gerechtigkeit nicht besser ist1 als die der ,schriftgelehrten und ,phariser1 so knnet ihr nicht eingehen in das ,himmelreich4 ,matth4 ,v1 #bj4 ,vorrede4 ,schatten erhhet die ,wirkung des ,lichtes4 ,unser verherrlichter ,erlser strahlt uns noch unendlich milder und menschenfreundlicher aus den ,evangelien entgegen1 wenn wir ihn den dstern ,schatten des ,reiches der ,finsterni gegenberstellen4 ,diese ,schatten1 welche die ,glorie unseres ,herrn erhhen1 sind die ,phariser4 ,in ihnen wird aber auch uns ein zurckschreckendes ,bild aufgestellt1 welches vor ,heuchelei1 die in ,gottes ,augen ein ,greuel ist1 krftig warnt4 ,lassen wir uns von ,christus erleuchten und beleben1 von den ,pharisern ,abscheu vor ,heuchelei einflen1 dann singen ,gottes ,boten wieder3 ,ehre sei ,gott in der ,hhe1 ,frieden auf ,erden68 ,die ist der hohe ,zweck1 zu dessen ,erreichung der ,verfasser vorliegender ,schrift sein ,scherflein beitragen mchte4 ,in einer ,zeit1 in welcher ,selbstsucht1 ,eigennutz1 ,falschheit1 ,tcke1 ,frmmelei mehr als je zum tiefsten ,schmerz und ,schrecken der ,freunde thatenreicher ,religiositt khn ihr ,haupt erheben1 thut es wahrlich noth1 darauf aufmerksam zu machen1 da#a die ,menschen auf das sehen1 was in die ,augen fllt1 da aber der ,herr das ,herz ansieht48 ,geschichte belehret am besten1 und beleidiget am wenigsten1 besonders heilige ,geschichte4 ,darum machte der ,verfasser es sich zur ,aufgabe1 nur die ,gesinnungen1 ,lehren und ,thaten der ,phariser nach seinen ,krften deutlich darzustellen1 ohne alle ,rck- und ,seitenblicke1 welche anstig werden knnten4 ,sollten de ungeachtet dem ,verfasser hmische ,absichten angedichtet oder gar aufgezwungen werden1 so ist seine einzige ,waffe gegen solche ,zumuthungen -- sein ,bewutsein vor ,gott1 da er keinen ,stand und keine ,person ansah1 sondern nur auf ,belehrung und ,besserung jedes ,einzelnen ,bedrftigen bedacht war4 ,einzig aus dieser ,absicht mu man es erklren1 wenn hie und da eine starke ,sprache gefhrt1 oder an ,satyre streifende ,zge angebracht werden4 ,alles sollte angewendet werden1 was die ,heuchelei in ihrer ganzen ,abscheulichkeit darstellen konnte4 ,gelehrter ,prunk von ,citaten1 zu denen es an ,gelegenheit nicht fehlte1 wurde vorstzlich vermieden1 weil dem ,kenner die ,quellen nicht verborgen sind1 aus denen geschpft wird1 und weil dem ,nichtkenner1 der es unschuldig sein kann1 nichts damit geholfen ist4 ,wahrheitsliebe war mein ,leitstern2 absichtlich trat ich nicht aus der geraden ,bahn4 ,der1 welcher der ,weg1 die ,wahrheit und das ,leben ist1 gebe seinen ,segen zu der schwachen ,bemhung des ,verfassers4 ,den #bi4 ,nov4 #ahbc4 ,inhalt4 ,seite ,vorrede ,,iii ,einleitung #a ,i4 ,johannes1 der ,tufer1 den ,pharisern gegenber #bg ,,ii4 ,nathanael #ce ,,iii4 ,jesus stellt pharisischen ,unfug im ,tempel ab #cg ,,iv4 ,gesprch mit einem ,phariser besserer ,art #dj ,v4 ,jesus in der ,synagoge zu ,nazareth #df ,,vi4 ,die ,bergpredigt #di ,,vii4 ,die ,heilung des ,schlagfligen #ga ,,viii4 ,die ,berufung des ,matthus2 ,beantwortung von zwei ,fragen #gd ,,ix4 ,ueber ,heiligung und ,entweihung des ,sabbates #hc ,x4 ,jesus1 ,simon1 der ,phariser1 und die ,snderin #id ,,xi4 ,heilung eines ,besessenen1 der blind und stumm war4 ,urteil der ,phariser4 ,antwort ,jesu #ih ,,xii4 ,ueber die ,lehre von gesetzlichen ,reinigungen #ajb ,,xiii4 ,jesus auf dem ,laubhttenfeste zu ,jerusalem #aaa ,,xiv4 ,die ,phariser und die ,ehebrecherin vor ,jesus #abi ,,xv4 ,die ,phariser untersuchen gerichtlich die wunderbare ,heilung des ,blindgebornen #acd ,,xvi4 ,beantwortung der ,frage eines ,schriftgelehrten ber die ,liebe #aej ,,xvii4 ,ueber ,heuchelei im ,urtheilen #aed ,,xviii4 ,verhalten der ,phariser vor1 bei und nach dem ,einzuge ,jesu zu ,jerusalem #aeg ,,xix4 ,letzte ,rede ,jesu gegen die ,lehre und gegen das ,leben der ,phariser #ahd ,,xx4 ,jesus wird von den ,pharisern an das ,kreuz gebracht #baj ,einleitung4 ,das ,himmelreich ist gleich einem ,sauerteige1 welchen ein ,weib nahm und in drei ,schffel ,mehl verbarg1 bis es ganz durchsuert war4 7,matth4 ,,xiii4 #cc47 ,vor ,allem htet euch vor dem ,sauerteige der ,phariser1 das ist1 vor ,heuchelei4 7,luc4 ,,xii4 #a47 ,also das ,evangelium wirket wie ein ,sauerteig1 und die ,heuchelei wirket wie ein ,sauerteig6 ,zwei so verschiedene ,dinge unter ,einem ,bilde2 und doch so natrlich6 ,das ,evangelium ist von ,gott dazu bestimmt1 die ganze ,menschheit und jeden einzelnen ,menschen zu durchdringen zur ,sinnesnderung und ,heiligung1 wie der ,sauerteig die ganze ,masse durchwirket4 ,wer dem ,evangelium kein ,gehr giebt1 in dem bringen die verderblichen ,lehren des ,weltgeistes in umgekehrter ,ordnung dieselbe ,wirkung hervor4 ,alle ,theile des geistigen ,lebens werden vom sndhaften ,sauerteige erfllt und verdorben4 ,dazu ist nichts mehr geeignet1 als ,heuchelei4 ,mit ,recht bezeichnet daher ,jesus die ,lehren und ,thaten derselben als das wahre ,anti-,evangelium1 indem er fr beide dasselbe ,bild beibehlt1 aber einmal die ,licht- und dann die ,nachtseite desselben zeigt4 ,sollte sein ,zeugni uns nicht aufmerksam machen1 da wir uns in ,acht nehmen vor den ,besuchen eines so gefhrlichen ,gastes1 der anfangs nur einen kleinen ,winkel im ,hause sich erbittet1 bald aber die ganze ,wohnung verpestet8 ,oder wenn er unser ,herz bereits in ,besitz genommen hat1 sollten wir uns nicht beeilen1 ihn so schnell als mglich zu vertreiben1 und die ,wohnung wieder zu reinigen8 ,da bedrfen wir aber vor ,allem einer eben so tiefen1 als genauen ,kenntni der ,heuchelei4 ,wir men zuerst das ,wesen und den ,grundcharakter derselben zu erfassen suchen2 dann kann eine genaue ,beschreibung ihrer ,gestalt1 ihrer ,mienen1 ,gebehrden1 ,reden1 ,thaten1 ,wendungen und ,krmmungen uns in den ,stand setzen1 die leisesten ,spuren dieses ,krebsschadens des ,christenthums zu entdecken1 zu verfolgen und zu vertilgen4 ,woher sollen wir diese ,einsicht in das ,wesen der ,heuchelei nehmen8 ,der ,geist des gttlichen ,wortes wird uns auch hier auf dem sichersten und krzesten ,wege zum erwnschten ,ziele leiten4 ,folgen wir mit ,demuth und ,vertrauen diesem besten ,fhrer6 99 99 99 99 99 ,in der heiligen ,schrift wird ,gott berall dargestellt als der ,lebendige -- in sich selbst und fr alle ,wesen4 ,dieses ,leben offenbart sich auf eine doppelte ,weise -- als ,wahrheit und ,liebe in unendlicher ,vollkommenheit und ,einheit4 ,in ,gott ist ,wahrheit auch zugleich ,leben und ,liebe1 und umgekehrt4 ,nur der menschlichen ,schwche zeigt er sich bald in vorwaltender ,wahrheit1 bald in berwiegender ,liebe4 ,gottes ,wort ist das ,leben1 welches von ,anfang beim ,vater war1 und uns erschienen ist1 aber auch vor1 bei und nach seiner ,erscheinung sich ausgesprochen -- durch gttliche ,lehre den ,menschen sich geoffenbart1 durch gttliche ,thaten sich erwiesen hat4 ,dein ,wort ist die ,wahrheit18 sagt ,christus betend zum ,vater4 ,gottes ,wort1 wie es die heilige ,schrift enthlt1 ist kein ,menschenwort1 d4i4 kein ,licht ohne ,wrme48 ,das ,wort ,gottes ist lebendig18 und beweiset sein ,leben an allen ,glaubigen durch ,belebung4 ,durch ,auge und ,ohr dringt es zum ,herzen1 erregt und ffnet dasselbe hhern ,einflssen1 die vom ,lebendigen8 ausgehen1 und ,licht und ,leben mittheilen4 ,darum wird auch in der heiligen ,schrift ,erkennen und ,lieben als gleichbedeutend genommen4 ,von der innigsten ,verschmelzung zweier ,menschen in einer ,liebe des ehelichen ,bundes eben so1 wie von der geistigsten ,vereinigung in ,liebe mit ,gott wird derselbe ,ausdruck gebraucht4 7,matth4 ,i41 #be4 ,joh4 ,x41 #ad-ae47 ,doch wohl ein sprechender ,beweis1 da nach ,gottes ,sinn ,erkennen und ,wollen1 ,wissen und ,thun1 ,wahrheit und ,liebe ,ein ,leben bilden4 ,in und vor ,gott giebt es also keine ,wahrheit1 die blo ,gedanke1 bloes ,erkennen ist1 und ohne ,einflu auf das ,leben bleibt4 ,dewegen spricht ,christus vom ,thun1 d4 i4 vom ,ausben der ,wahrheit2 vom ,leuchtenlassen des ,lichtes1 damit die ,menschen unsere guten ,werke sehen4 ,in der ,that ein gotthnliches ,verhltni der ,wahrheit und ,liebe im ,menschen6 ,wer sich auf diesen ,standpunct erhoben hat1 den wird es nicht mehr befremden1 da durch gttliche ,wahrheit im ,menschen sich eine ,seelenstimmung1 ein ,charakter ausbilde1 den wir nicht besser bezeichnen knnen1 als mit ,wahrhaftigkeit4 ,diese ist der unverwandte ,blick des ,geistes nach der ,erkenntni der ,wahrheit1 die gerade1 unverrckbare ,richtung des liebenden ,herzens nach ,verwirklichung derselben1 der getreue ,abdruck derselben im ,leben des ,menschen4 ,ein ,leben in ,wahrheit durch ,liebe ist ewiges ,leben81 und macht das ,innerste und ,tiefste und ,hchste im ,menschen aus -- sein eigentliches ,wesen1 seine ,gotthnlichkeit4 ,darum werden auch bei einem ,menschen1 in welchem sich ,wahrheit mit ,liebe gepaart und zur ,wahrhaftigkeit ausgebildet hat1 alle ,handlungen natrlich2 denn aus der wahren ,erkenntnis1 welche zugleich ,liebe ist1 geht eine ,handlungsweise hervor1 welcher der ,mensch gerne1 immer und unter allen ,umstnden getreu bleibt2 welcher der nicht zuwider handeln kann1 weil er nicht will2 von welcher endlich alle ,nebenabsichten1 alles ,geprnge1 alle ,ziererei1 alle fromm sein sollenden ,schnrkel1 alle ,einseitigkeit1 ,engherzigkeit1 ,sonderbarkeit c4 schlechthin ausgeschlossen ist und bleibt4 ,der gute ,mensch bringt aus dem guten ,schatz seines ,herzens nur ,gutes hervor8 -- nicht halb ,gutes1 nicht verblmtes verkleistertes1 vergoldetes ,gutes1 noch weniger ,bses2 denn von alle diesem ist nichts darin4 ,ein guter ,baum kann nur gute ,frchte bringen28 es wirkt kein schlechter ,saft in ihm4 ,aber er thut dabei nur1 was seine ,natur mit sich bringt2 und er thut es stille1 geruschlos1 ohne besonderes ,aufsehen4 ,so auch der gute1 der in ,liebe wahrhaftige ,mensch6 ,ihm ist es eben so natrlich1 mit ,freiheit die ,wahrheit zu thun1 als es dem ,lichte natrlich ist1 zu leuchten4 ,beide verfahren dabei kunstlos2 das ,licht thut es1 weil es nicht anders kann2 der gute ,mensch kann nicht anders1 weil er nicht anders will4 ,selig sind1 die eines solchen reinen ,herzens sind6 ,aber es giebt auch eine ,kehrseite dieser ,sache4 ,nicht selten trifft man ,menschen1 welche einen bsen ,schatz in ihrem ,herzen8 tragen2 ,menschen1 welche ,jesus mit schlechten ,bumen vergleicht4 ,sie knnen keine gute ,frchte bringen1 weil sie nicht wollen4 ,woher dieses8 -- ,wahrhaft und wirklich entgegengesetzt ist der ,wahrheit weder der bloe ,mangel derselben1 noch der ,irrthum oder ,schein das ,wahren1 sondern die ,lge1 als positive1 wirkliche1 freiwillig erzeugte ,unwahrheit4 ,mit dem ,geiste der ,lge ist der ,geist der ,wahrheit schlechterdings unvereinbar2 beide sind und bleiben ewige ,feinde4 ,wenn sich aber ,wahrheit mit ,liebe paart1 so fordert es die ,natur der ,sache1 da mit der ,lge nur der ,ha einen innigen1 treuen ,bund schliessen knne4 ,ein ,leben in ,lge durch ,ha ist ewiger ,tod81 ist satanische ,existenz4 -- ,auch diesem ,zustande kann der ,mensch sich nhern4 ,doch treten die ,gegenstze der wahrhaftigen ,liebe und der gehssigen ,lge nicht immer so rein ins ,leben4 ,vielmehr berhren sich auch hier die ,extreme1 und es entsteht eine ,mischung ungleichartiger ,dinge1 so da a7 ,wahrheit und ,wahrhaftigkeit in ihrer ,reinheit getrbt und durch einen ,zusatz von ,lge entstellt werden2 b7 ,lge und ,lgenhaftigkeit dagegen ihre ,natur zu verndern scheinen1 und einen tuschenden ,anstrich von ,wahrheit erhalten4 ,bei der ersten ,art von ,mischung liegt offenbar ,schwche des ,geistes zum ,grunde1 die sich durch falsche ,ansichten und unreine ,beweggrnde irre leiten lt4 ,nicht so bei der zweiten ,art2 da lauert die ,tcke im ,hintergrunde1 welche gar wohl fhlt1 da das ,bse1 welches im ,innern hauset1 sich nicht so geradezu in seiner ,nacktheit und grellen ,farbe zeigen drfe1 sondern da es sich klug und gewandt in die einnehmende ,maske des ,guten hllen msse1 um nicht sogleich beim ersten ,anblicke zurckzustoen4 ,beide ,arten bezeichnet unser ,erlser mit ,einem ,worte1 und nennt sie ,heuchelei4 ,diese hat also zwei ,hauptseiten1 nach welchen sie sich in tausend ,gestalten ausbildet4 ,es liegt eben so sehr in ihrer ,natur1 das ,wahre und ,gute aus lgenhaften ,grnden und bsen ,absichten1 als die ,lge und ,bosheit unter dem ,scheine der ,wahrheit und ,liebe auszuben4 ,eine unausbleibliche ,wirkung dieses ,geistes der ,heuchelei ist es1 da das ,aeuere zur ,hauptsache1 das ,innere zur ,nebensache wird4 ,religion und ,tugend verwandeln sich in eitles ,geprnge1 das weder vom ,herzen kommt1 noch zu demselben dringt4 ,anbetung des ,vaters1 der ,geist ist1 in ,wahrheit und ,liebe des ,geistes kann also mit ,heuchelei schlechterdings nicht bestehen2 eben so wenig chte1 lebendige ,nchstenliebe4 ,damit fllt aber auch das ,evangelium und der wahre ,glauben an dasselbe4 ,wo die ,wucherpflanze der ,gleinerei den ,boden bedeckt1 da kann der ,glauben1 die ,pflanze des himmlischen ,vaters1 nicht gedeihen2 ohne ,glauben aber ist es unmglich2 ,gott zu gefallen48 ,glauben ist der ,grund- und ,eckstein des ,tempels der ,liebe1 in welchem ,seligkeit thronet und ewiges ,leben4 99 99 99 99 99 ,schon ,david eifert gegen heuchlerischen ,gottesdienst4 ,aber schwerlich ist dieses ,uebel erst zu seiner ,zeit entstanden2 es ist die giftige ,frucht des ,saamens1 welchen der ,vater der ,lge und des ,mordes8 schon im ,anfang ausstreute4 ,ueber dieses ,gewchs spricht sich ,gott so aus3 ,hre mein ,volk6 ,ich rede1 ich zeuge selbst an dich1 ,israel6 ,gott bin ich1 dein ,gott4 ,nicht deiner ,opfer wegen straf' ich dich2 mir wallt ja stets hinauf der ,opfer ,rauch4 -- ,ess' ich denn ,fleisch der ,stiere8 ,trink' ich der ,bcke ,blut8 ,opfere du nur ,dank der ,gottheit2 erflle nur1 was du dem ,herrn gelobt6 ,rufe mich an in deiner ,noth2 ich errette dich1 und du sollst mich preisen68 ,warum tadelt ,gott die ,opfer1 fr die er den ,ort und die ,weise selbst bestimmt1 die er aber nicht als nothwendig verlangt hatte8 ,warum dringt er so sehr auf ,religion des ,herzens8 ,man hre3 ,zum ,gottlosen spricht der ,herr3 ,was schwtzest du von meiner ,lehre2 fhrest meinen ,bund in deinem ,munde1 da du doch ,belehrung hassest1 und meinen ,ausspruch wegwirfst8 ,siehest du einen ,dieb1 sogleich bist du sein ,freund2 mit ,ehebrechern hast du ,umgang4 ,du lssest ,bosheit nur aus deinem ,munde2 ,arglist schmiedet deine ,zunge4 ,du sitzest zu ,gericht1 und bist selbst ein ,verlumder deines ,bruders2 bist bereit1 insgeheim zu fllen deiner ,mutter ,sohn4 ,die thust du4 ,schwieg' ich nun1 so dchtest du1 ,ich sei wie ,du68 7,psalm ,l47 ,wie mute ,jehova die fetten ,opfer solcher ,menschen ansehen1 an denen sie es gewi nicht fehlen lieen8 -- -- ,noch schrfer ist die ,rge der ,heuchelei1 welche der ,herr durch den ,mund des ,propheten ,jesajas ergehen lie3 ,aus voller ,kehle rufe6 ,halt dich nicht zurck6 ,erhebe1 der ,trompete gleich1 die ,stimme6 ,thue meinem ,volke seine ,missethat1 und ,jakobs ,hause seine ,snde kund6 -- ,zwar suchen sie mich ,tag fr ,tag1 und zeigen ,lust1 zu kennen meine ,wege2 gleich einem ,volke1 das recht gehandelt1 und seines ,gottes ,vorschrift nicht verletzt1 verlangen sie von mir ,gerechtigkeit1 und nhern sich der ,gottheit dreist4 ,wir fasten1 und warum siehst du es nicht8 ,warum merkest du es nicht1 da wir uns qulen8 -- ,sehet6 da ihr fastet1 folgt ihr euerm ,willen1 und drnget alle eure ,schuldner4 ,ihr fastet nur zum ,streit und ,hader1 um euch mit ungerechter ,faust zu schlagen4 ,o fastet forthin so nicht mehr6 ,lat nicht mehr ,himmelan erschallen eure ,stimme6 ,ist das ein ,fasten1 wie ich es liebe1 wenn einen ,tag der ,mensch sich qulet2 wenn er sein ,haupt1 wie ,schilfrohr1 senkt1 und sich auf ,sack und ,asche legt8 ,die nennest du ein ,fasten2 die einen ,tag1 ,jehova angenehm8 ,das ist ein ,fasten1 wie ich es liebe3 ,der ,bosheit ,ketten lsen1 befreien von der ,brde ,last1 loslassen die ,gefesselten und jedes ,joch zertrmmern4 ,brich ,hungerigen dein ,brod6 ,die armen ,flchtlinge nimm auf ins ,haus6 ,den ,nackten1 den du siehst1 bekleide1 und dem1 der deines ,fleisches ist1 entziehe dich nicht6 ,dann bricht dein ,licht wie ,morgenrot hervor48 7,jes4 ,,lviii1 #a-h474 ,alle ,wahrheit wird nach der heiligen ,schrift besttiget durch zweier oder dreier ,zeugen ,aussage2 darum soll ,jeremias die ,reihe der ,zeugen ,gottes gegen die ,heuchler schliessen4 ,bei ihm steht geschrieben3 ,hre1 ,erde6 ,ich will ber dieses ,volk ,unglck bringen1 die ,frucht seiner ,rathschlge1 weil es auf meine ,worte nicht gemerket1 und mein ,gesetz verschmhet hat4 ,wozu mir der ,weihrauch1 der von ,saba1 und der beste ,kalmus1 der aus fernem ,lande kommt8 ,eure ,brandopfer gefallen mir nicht1 und eure ,opfer sind mir nicht angenehm4 -- ,verlasset euch nicht auf die lgenhafte ,rede derer1 die sprechen3 ,jehova's ,tempel1 ,jehova's ,tempel1 ,jehova's ,tempel sind diese 7,gebude76 -- ,sehet6 ihr verlasset euch auf lgenhafte ,reden1 die euch nicht helfen werden4 ,wollet ihr stehlen1 morden1 ehebrechen1 falsch schwren1 dem ,baal ruchern1 andern ,gttern1 die ihr nicht kennet1 nachlaufen1 und dann kommen1 und in diesem ,tempel1 der meinen ,namen fhret1 vor mein ,angesicht treten1 und sagen3 ,wir werden gerettet werden -- damit ihr alle diese ,greuel fortsetzet8 ,ist denn dieser ,tempel1 der meinen ,namen fhrt1 in euren ,augen eine ,mrdergrube8 -- ,wie knnet ihr sprechen3 ,wir sind weise8 haben das ,gesetz ,jehova's6 ,frwahr1 in ,lgen hat es der trgerische ,griffel der ,schriftgelehrten verwandelt4 ,die ,weisen werden beschmt1 bestrzt und gefangen werden4 ,das ,wort ,jehova's haben sie verschmhet1 und welche ,art ,weisheit bleibt ihnen brig88 7,jerem4 ,,vi1 #ai-bj4 ,,vii1 #d4 #h-aa4 ,,viii1 #h-i474 99 99 99 99 99 ,es gab also schon ,heuchler vor den ,pharisern1 so wie sie mit dem ,erlschen dieser ,secte nicht ausgestorben sind4 ,aber wie entstunden die ,phariser8 ,ihr ,wesen ist ,symbol ihrer ,geschichte2 diese liegt so im ,dunkeln1 da man nicht einmal den ,ursprung und ,anla ihrer ,benennung wei1 obwohl sich dieser ,orden erst in dem ,zeitraum zwischen der ,wiedererbauung der ,stadt und des ,tempels und der ,ankunft unseres ,herrn bildete4 ,die ersten ,anle mgen noch unschuldig genug gewesen sein4 ,sie scheinen in der bis zur ,aengstlichkeit gestiegenen ,strenge in ,beobachtung und ,einschrfung aller auch der kleinsten ,dinge des ,gesetzes ihren ,grund zu haben4 ,je trauriger die ,erfahrungen waren1 welche man in dem ,exil gemacht hatte1 desto sorgfltiger war man darauf bedacht1 der ,nachlssigkeit in der ,gesetzeserfllung und der ,gleichgltigkeit gegen ,gottes ,wort1 als den ,hauptursachen alles ,unglckes1 entgegen zu arbeiten4 ,esra und ,nehemia waren hierin mit rhmlichem ,eifer vorangegangen2 allein in ihrem ,geiste wurde nicht fortgefahren4 ,immer pnktlicher und schrfer bestimmte kleingeistige ,aengstlichkeit alle ,formen1 ,gebruche1 ,tage und ,stunden c4 nur zu bald und zu leicht bersah man bei dieser gesetzlichen ,frmmigkeit die ,besserung des ,herzens1 die ,mitwirkung reiner1 heiliger ,gesinnungen2 man war mit dem ,aeuern zufrieden1 und kmmerte sich wenig um das ,innere4 ,dazu trug die ,art von ,schriftauslegung1 welche eben um diese ,zeit aufkam1 nicht wenig bei4 ,freilich1 wer wird es tadelhaft finden1 da die ,lehrer der wiederhergestellten ,nation auf alle ,weise und durch alle tauglichen ,mittel das ,ansehen der heiligen ,schriften zu sichern1 ihren ,sinn genau zu bestimmen bemhet waren8 ,wer wird es ihnen zunchst verargen1 wenn sie alte ,sagen1 ,ueberlieferungen von ,gebruchen und ,auslegungen zu diesem ,behufe sammelten8 ,allein dabei blieben die ,nachfolger nicht stehen2 diese erhoben die ,mischna -- ,sammlung von ,lehren und ,ueberlieferungen der ,alten -- zu gleichem ,ansehen mit den heiligen ,schriften1 wollten alle ,schrifterklrung nach diesem ,maastabe geregelt wissen1 und verbanden dann1 um das ,verderben zu vollenden1 auch noch chaldisch-babylonische und andere asiatische ,lehren von guten und bsen ,geistern1 von ,seelenwanderung1 von ,engeldienst1 magischen ,knsten c4 damit4 ,unmglich war es1 ,entstellung und ,verflschung des wahren ,sinnes bei der ,schriftauslegung unter solchen ,umstnden zu vermeiden2 und welche ,folgen hatte die wieder fr ,religion und ,sittlichkeit8 ,allerdings fand das strenge ,bestehen auf dem ussern und ffentlichen ,bekenntnisse des ,judenthumes einen wichtigen ,entschuldigungsgrund in den grausamen ,verfolgungen des ,antiochus und in dem schndlichen ,hange vieler ,schwachen und ,verkehrten in ,israel zu griechischem ,gtzendienste4 ,allein diese ,zeiten und ,umstnde dauerten nicht immer1 und konnten es nicht rechtfertigen1 wenn man dann aus ,abneigung und ,ha gegen ,heidenthum und ,heiden schon in der blossen usserlichen ,gesetzerfllung etwas ,verdienstliches sah1 und sich vor dem ,heiden glcklich pries1 obwohl das ,innere um nichts besser war4 ,aus solchen ,elementen entwickelte sich der ,pharisismus allmhlich im ,laufe der ,zeit4 ,endlich erstarkte er so1 da er sich absondern1 als eigene ,secte darstellen und durch ,kleidung und ihre ,verzierung selbst dem ,auge kenntlich machen konnte4 ,von jetzt an war der ,einfluss dieser ,parthei mchtig1 und nur die ,sadducer konnten denselben beschrnken1 doch nur im ,politischen4 ,auf ,religiositt und ,sittlichkeit des groen ,haufens wirkte die blendende ,auenseite dieser ,frmmler ber alle ,vorstellung4 ,zwar fanden sich noch edle ,mnner unter ihnen2 die ,evangelisten nennen ,nikodemus und ,joseph2 allein sie vermochten den ,strom nicht aufzuhalten1 um so weniger1 da sie als ,mitglieder des ,ordens in den meisten ,dingen den ,uebrigen sich gleich stellen muten4 ,wundern wird man sich also nicht mehr1 warum ,jesus gegen die ,phariser so schonungslos verfuhr2 warum sein gttlicher ,eifer entbrannte ihren ,lehren und ,thaten gegenber1 wenn man auch nur das reif und besonnen berlegt1 was die heilige ,schrift vom ,wesen der ,heuchelei uns gelehret hat4 ,aber staunen mu man ber die langmthige ,liebe und ber den hohen ,ernst1 womit unser ,erlser unablig daran arbeitete1 den verborgenen ,krebsschaden dieser ,leute1 wo mglich noch zu heilen oder wenn dieses durch ihre eigene ,schuld nicht mehr angieng1 denselben zur ,warnung fr ,mit- und ,nachwelt unverholen aufzudecken4 ,mge das ,werk des ,herrn an uns nicht verloren gehen6 ,i4 ,johannes der ,tufer1 den ,pharisern gegenber4#b ,gottes ,wort ergieng an ,johannes1 ,zacharias ,sohn1 in der ,wste8 -- und er trat auf1 pltzlich1 unerwartet1 krftig1 wie sein ,vorbild1 ,elias4 ,das ,volk strmt an den ,jordan1 sieht1 hret1 bewundert1 staunet1 wird erschttert von dem ,donner des nahen ,gottesgerichtes1 lt sich taufen zur ,sinnesnderung4 ,der ,ruf von ihm dringt in die ,hauptstadt1 erregt die ,neugierde1 wird ,tagsgesprch4 ,viele machen sich auf1 eilen an den nicht zu entfernten ,flu1 um die neue ,erscheinung mit eigenen ,augen zu sehen4 ,manche kommen gerhrt und gebessert zurck1 ,andere nicht2 ,alle erzhlen von einem ,manne -- angethan mit einem ,kleide aus ,kameelhaaren1 einem ledernen ,grtel um seine ,lenden2 von einem ,manne1 der ,heuschrecken und wilden ,honig geniet48 ,der ,inhalt seiner ,predigt sey3 ,aendert euern ,sinn2 denn das ,himmelreich ist nahe68 ,und das rmische noch nher68 -- so mochte mancher eifrige ,phariser dem ,erzhler antworten -- ,wozu ein himmlisches ,reich1 so lange das ,volk ,gottes unter dem rmischen ,joche schmachtet8 ,bue ist unnthig2 denn wir dienen weder ,baal noch ,astaroth1 wie unsere ,vter4 ,frei sollen wir sein2 wer uns ,befreiung verkndiget1 oder noch lieber1 bringt1 der ist unser ,prophet48 ,fr ,leute von solchem ,sinne hatte ,johannes zu wenig politisches ,interesse1 um gleich ,anfangs ihre ,aufmerksamkeit auf sich zu ziehen4 ,zu dem war man in diesen unruhigen ,zeiten an sonderbare ,auftritte ziemlich gewhnt4 ,bei ,vielen unter dem ,volke hatte aber doch der ,gott dieser ,welt die ,herzen noch nicht so verdstert1 da sie unfhig gewesen wren1 einzusehen1 der ,tufer habe ,gottes ,wort und das ,zeugni ihres ,gewissens fr sich1 wenn er sie um ihrer ,lieblosigkeit1 ,habsucht und ,ungerechtigkeit willen als zur ,strafe reif betrachte4 ,er selbst war ber jeden ,tadel dieser ,art erhaben1 und besttigte seine ,lehre mit seinem ,beispiele4 ,daher die groen ,wirkungen seines ,wortes4 99 99 99 99 99 ,darin zeichnen sich alle ,mnner ,gottes vor den ,menschenkindern so sehr aus1 da sie hohe ,wrde mit reiner ,demuth so unvergleichlich in sich vereinigen4 ,auch ,johannes trgt dieses ,siegel ,gottes an sich4 ,als eine heilsame ,furcht vor einem nahen ,gerichte die ,nation durchdrungen1 und die freudige ,hoffnung des kommenden ,gottesreiches in ,vielen einen bessern ,sinn angeregt hatte2 als das ,volk ,schaarenweise an den ,jordan strmte1 um sich taufen zu lassen3 da fanden es ,phariser und ,sadducer rathsam1 den ,gang dahin ebenfalls zu thun4 ,was bewog sie denn dazu8 ,ohne ,zweifel hatte ,neugierde groen ,antheil an diesem ,schritte4 ,doch eben so viel wenigstens mochte die ,sucht1 beym ,volke etwas zu gelten1 beitragen2 sie wollten1 wenigstens die ,phariser1 nicht die ,letzten seyn1 die sich bei dem neuen ,propheten einfanden4 ,im ,hintergrunde aber lag noch eine geheime ,furcht vor gttlichen ,strafen1 die sich ihrer bei der allgemeinen ,erschtterung unwillkhrlich bemchtigte1 weil ihr ,gewissen gegen sie zeugte4 ,endlich trieb sie ,neid und ,eifersucht an1 die ,absicht des neuen ,lehrers kennen zu lernen1 der so viel ,aufsehen erregte1 und so groen1 fr sie krnkenden ,beifall fand4 ,wer sieht sie nicht kommen8 ,mit gemessenem ,schritte in ,achtung gebietender ,haltung1 das ,gesicht in frmmelnde ,falten verzogen1 im ,blicke eine ,mischung von ,kriecherey und ,stolz -- so schreiten die ,herren durch das ,volk1 und treten vor den ,tufer4 ,dieser aber entdeckte bald die ,wlfe1 welche sich in ,schaafspelze verkrochen hatten4 ,ohne sich durch ihre ,gegenwart und durch ihre hohen ,mienen im geringsten schrecken zu lassen1 behauptete er sein ,ansehen als ,prophet und machte von dem ,rechte1 das ihm der gttliche ,auftrag gab1 einen so nachdrcklichen ,gebrauch1 da sie das ganze ,gewicht seiner beschmenden ,strafrede unangenehm genug zu fhlen bekamen4 ,er zeichnet ihren ,charakter von der schlimmsten ,seite mit ,einem ,zuge3 ,natternbrut68 ,damit deutet er auf das ,gift ihrer ,lehre1 auf die ,tcke ihres ,herzens1 auf die ,gefahr fr gute ,menschen von ihrer ,seite1 auf ihre schlaue ,furchtsamkeit1 welche er sogleich noch besonders1 aber gar nicht zu ihrer ,empfehlung heraushebt4 ,mit ,gottes ,allmacht schlgt er ihre falschen ,schlsse3 ,wir haben ,abraham zum ,vater28 also sind wir ,gottes ,volk1 und folglich ,erben des ,reiches mit dem ,messias4 ,die ,hauptsache war in ihren ,augen1 als ,jude geboren -- beschnitten -- erzogen zu sein2 der ,zustand des ,herzens wurde wenig bercksichtiget4 ,sie pochten auf ,aeuerlichkeiten und auf einen religisen ,ahnenstolz1 ohne eigenen ,werth zu haben4 ,war die nicht die gefhrlichste1 verderblichste ,heuchelei8 ,mit dieser gewaltigen ,kraft1 mit diesem berwiegenden ,ansehen1 eines ,elias wrdig1 steht in wunderbarem ,kontraste die ,bescheidenheit und ,demuth1 mit welcher er vor dem ,volke1 das ihn fr den ,messias zu halten geneigt war1 unaufgefordert erklrte3 ,zum ,messias verhalte er sich wie der geringste ,sklave zu seinem ,herrn2 seine ,kraft reiche an die des ,strkern nach ihm so wenig1 als reinigendes ,wasser an luterndes und belebendes ,feuer4 ,vergleiche den groen1 demthigen1 edeln ,johannes mit den hochfahrenden1 kriechenden1 listigen ,pharisern -- und lerne6 99 99 99 99 99 ,mit nichts kann man den ,heuchler gewisser zur unvershnlichsten ,rache aufreizen1 als durch ,aufdeckung seines ,innern4 ,die erfuhr auch der ,tufer4 ,er hatte den geheimen ,stolz der ,phariser aufs empfindlichste gekrnkt2 denn sie bildeten sich auf ihre ,frmmigkeit und ,gottseligkeit nicht wenig ein4 ,darum sannen sie darauf1 wie sie ihm die erlittene ,schmach siebenfach vergelten knnten4 ,leidenschaft macht scharfsinnig2 und so fanden sie bald ein treffliches ,mittel1 ihren ,zweck zu erreichen4 ,johannes hatte sein ,amt ohne ,wissen und ,wollen des ,synedriums angetreten2 er handelte und lehrte eigenmchtig1 wie ein ,prophet1 ohne seine gttliche ,sendung durch ein ,wunder zu beweisen2 konnten die ,vter des ,volkes da nicht mit vollem ,rechte die ,frage aufwerfen3 ,ob ,johannes auch nur ein ,prophet sey8 ,schwerlich war ihnen in diesem ,augenblicke eine ,vorschrift des ,gesetzes erwnschter1 als die1 welche ihnen das ,recht gab die ,ansprche auf die ,prophetenwrde zu untersuchen4 ,welch' ein blendendes ,aushngeschild fr ihren ,racheplan6 ,dabei nahmen sie ihre ,maaregeln so1 da es weder an gesetzlichen ,formen1 noch an feierlichem ,pompe fehlen sollte4 ,sie beschlossen1 eine frmliche ,deputation von ,priestern und ,leviten -- an den ,jordan zu schicken1 und dem ,tufer ffentlich eine kurze und bestimmte ,erklrung ber sein ,vorhaben und ,benehmen abzufordern4 ,man mte fr ,johannes zittern1 wenn die ,phariser an ihm ihres ,gleichen vor sich gehabt htten4 ,allein wer seiner guten ,sache gewi ist2 wer mit reinem ,herzen der ,wahrheit aus ,gottes ,munde huldiget2 wer mit redlichem ,sinne den ,menschen zugethan ist1 der vereitelt solche ,rnke entweder geradezu durch sein einfaches1 schlichtes ,reden und ,thun1 oder wenn er unterliegt1 so ist selbst sein ,tod ein neuer ,sieg fr die ,wahrheit1 welche triumphierend aus seinem ,grabe aufersteht4 ,der ,tufer gerieth nicht in ihre ,schlinge4 ,vielmehr setzte er ihrer ,schlauheit wahre ,klugheit1 ihrer ,verstellung arglose ,aufrichtigkeit1 ihrem ,stolze ungeknstelte ,demuth entgegen2 er behandelte sie1 als ,gesandte des ,synedriums1 mit der ihrem ,range gebhrenden ,achtung2 machte ihnen nicht den leisesten ,vorwurf2 antwortete auf jede ,frage bescheiden1 kurz und wahr2 rechtfertigte seine ,predigt und ,taufe mit einer ,stelle des ,jesaias1 fgte eine eigene ,weissagung dazu -- und lie sie unverrichteter ,dinge mit einem ,stachel im ,herzen abziehen1 ohne da sie ,scham oder ,verdru sich durften ansehen lassen4 ,wer es beherzigen will1 wird hier lehrreiche ,winke darber finden1 theils wohin ,heuchelei fhre1 theils wie man derselben am besten begegnen knne und soll4 99 99 99 99 99 ,was werden sich die abgeschickten ,priester und ,leviten nicht eingebildet haben auf dem ,wege8 ,wer sie gekannt htte1 der htte den gewissen ,sieg schon auf ihren ,gesichtern lesen knnen4 ,an ernster ,amtsmiene und an imponirendem ,tone lieen sie es wohl auch nicht fehlen2 die heilige ,sache forderte es so4 ,aber der ,ausgang der ,sendung belehrte sie eines ,andern4 ,welche ,gefhle regten sich in ihren ,herzen auf dem ,rckwege8 ,was sagten die ,alten zu ,jerusalem8 ,welch' ein ,schlag1 sich in ihren sesten ,erwartungen so getuscht zu sehen6 ,und doch war es nicht zu ndern6 ,was blieb ihnen nun noch brig8 ,immer noch ein chtes und krftiges1 solcher ,scheinheiligen wrdiges ,mittel -- den ,tufer zu lstern und zu verlumden4 ,sie1 die auf ffentliche ,selbstkasteiung sonst so viel hielten1 schmten sich jetzt nicht1 mit sich selbst in ,widerspruch zu gerathen1 und gerade das an ,johannes zu tadeln1 was ihm als ,buprediger so gut anstund4 ,er hat einen ,teufel68 d4 h4 er ist ein ,narr1 ein ,schwrmer1 ein gefhrlicher ,mensch4 ,die bewiesen sie aus seinem ,aufenthalte in der ,wste mit seiner ,kleidung und ,kost1 durch seine mit den ,erblehren nicht harmonirende ,sittenlehre u4 s4 w4 ,man denke sich dazu eine warnende ,miene1 frmmelnde ,gebehrden1 eifriges ,amtsgesicht1 breite ,gelehrsamkeit und ,redeknste2 und man wird sehr leicht berechnen1 da es ,manchen irre machen mute1 der gewohnt war1 den weisen und frommen ,vtern ,alles auf ihr ,wort zu glauben4 7,matth4 ,,xi1 #ah74 ,doch fanden diese ,verlumdungen nicht berall so leicht ,eingang2 denn beim ,volke hatte die ,ueberzeugung1 ,johannes sey ein ,prophet1 zu festen ,fu gefat4 ,sobald sie daher merkten1 da sie den groen ,haufen1 das ,erdenvolk8 in ihrer ,sprache1 unwillig machen wrden1 so zogen sie sich zurck1 verstummten1 sprachen zweideutig von dem ,tufer1 und verbargen ihren ,ingrimm4 7,matth4 ,,xx1 #bf4 ,luk4 ,,xx1 #f47 ,ein solches ,betragen bedarf doch wohl keines ,commentars6 ,,ii4 ,nathanael4#c ,dieser ist ja kein ,phariser1 wird man sagen6 ,wohl wahr2 aber ,blick kann er uns geben in das1 was ,pharisismus ist1 durch den ,gegensatz1 den er mit demselben bildet4 ,jesus selbst drckt seine ,freude ber ,nathanael sehr lebhaft aus3 ,siehe da1 ein wahrhaftiger ,israelite in dem kein ,falsch ist68 ,so freuet sich ein biederer ,mann1 wenn er einen ,redlichgesinnten findet4 ,unserm ,herrn wallet das ,herz auf bei einem solchen ,anblicke1 und aus der ,flle seines ,herzens fliet ein seltner ,lobspruch4 ,wie menschlich schn erscheint hier ,jesus6 ,aber ,nathanael hegte ja ein ,vorurtheil gegen ,nazareth68 ,was schadet dieses seinem antipharisischen ,charakter8 ,wer sein ,vorurtheil so offenherzig gesteht1 und so bereitwillig ablegt1 sobald sich ihm die ,wahrheit zeigt1 der ist das gerade ,gegentheil eines ,heuchlers1 und so war es bei ,nathanael6 ,ein leichter ,morgennebel kann nicht schneller von der hervorbrechenden ,sonne zerstreuet werden1 als ,nathanaels ,vorurtheil gegen den ,zimmermannssohn aus ,nazareth bei den ,worten ,jesu4 ,deutlich bewies er1 da dieser dunkle ,flecken nur an der ,oberflche haftete1 der ,grund seiner ,seele aber von ,wahrheitsliebe glhte4 ,wahrheit galt bei ihm1 nicht ,person1 nicht ,ort1 nicht ,zeit -- -- und ,jesus sah die1 und belohnte es berschwenglich4 ,dieser ,jesus lebt noch2 mchte er recht ,viele zu belohnen finden6 ,,iii4 ,jesus stellt pharisischen ,unfug im ,tempel ab4#d ,der ,heuchler kann immer mehr1 als andere ,leute2 er besitzt das gewi seltene ,geheimni1 ,widersprche zu vereinigen4 ,ist es mglich8 ,die ,that beweiset es4 ,wer war frmmer in den ,augen der ,menschen2 wer pnktlicher in der ,gottesverehrung als ein ,phariser8 ,sie galten fr ,muster in diesem ,punkte4 ,und doch duldeten sie zur ,zeit der groen ,feste einen ,unfug im ,tempel1 da ,jesus gleich im ,anfange seines ,lehramtes sich fr verpflichtet hielt1 demselben mit allem ,eifer und ,nachdrucke zu steuern4 ,wre die von ihrer ,seite mglich1 und von ,seite ,jesu nothwendig gewesen1 wenn sie sich an den ,geist1 und nicht blo an die ,form der ,religiositt gehalten htten8 ,so aber gieng ihnen ,opfergeprnge und herrliches ,ceremoniel ber ,alles4 ,darum mute fr die ,festpilgrimme jeder ,schritt erleichtert werden1 damit ja kein ,opfer zurckblieb4 ,ihr ,gott war wie sie2 er lie sich durch ,gaben und fettes ,opfervieh seine ,gunst abkaufen1 und sah wenig oder gar nicht auf das ,herz des ,gebers4 ,einen solchen ,gott hatten sie um so nthiger1 da sie schlau genug waren1 mit seiner ,verherrlichung ihren eigenen ,vortheil recht enge zu verbinden4 ,man wird der ,ehre dieser ,leute kaum zu nahe treten1 wenn man annimmt1 da mancher ,denar als ,budenzins1 von den ,opfervieh-,hndlern und ,geldwechslern den ,priestern und ,leviten in den ,beutel fiel4 ,sollten sie nicht auch diese ,smmchen zur ,ehre ,gottes recht genau eingetrieben haben8 ,gewi1 ohne ,interesse wren sie nicht so nachsichtig gewesen4 ,ueber die war es ja nur der ,vorhof der ,heiden1 in welchem der ,unfug getrieben wurde4 ,an den ,unbeschnittenen aber konnte man sich1 nach pharisischer ,lehre so leicht nicht versndigen2 ,beschneidung und ,rechtglubigkeit ertheilten in solchen ,fllen ein eigenes ,privilegium4 ,solche ,unterscheidungen sind in dem ,wesen der ,heuchelei gegrndet4 ,je verkehrter das ,herz dieser ,leute war1 desto sinnreicher wurde der ,kopf in ,erfindung von ,schutzmitteln fr ihre ,werke der ,finsterni4 ,unrecht konnten sie ,jesus geradezu nicht vorwerfen2 denn die ,unordnung war zu auffallend1 und die muthige ,handlung unseres ,herrn fand bei ,bessergesinnten ohne ,zweifel lauten ,beifall4 ,wie sollten sie nun ihre ,amtsehre retten8 ,sie versuchten es auf eine feine ,weise1 indem sie der ,sache eine andere ,wendung gaben1 und ,jesus beschuldigten1 er habe einen ,eingriff in fremde ,rechte gethan4 ,eine solche unbefugte ,handlung konnte er1 nach ihrer ,meinung1 nur durch ein ,wunder rechtfertigen4 ,dazu hielten sie ihn fr unfhig1 und so waren sie des ,sieges gewi4 ,schade nur1 da eine ,weissagung1 also ,vertagung ihres ,prozesses1 ,alles verdarb6 ,wie traurig sieht es im ,innern des ,heuchlers aus6 ,pflanzen der schlechtesten ,art -- ,frmmelei1 ,eigennutz1 ,verachtung ,anderer -- wuchern ungestrt4 ,will ,jemand dieses ,unkraut ausreuten1 so begeht er ein ,verbrechen4 ,,iv4 ,gesprch mit einem ,phariser besserer ,art4#e ,jesus und ,nikodemus6 ,ein vielfach behandelter ,stoff4 ,wir wollen hier einzig den ,gesichtspunkt da nehmen1 wo ihn uns die ,worte anweisen3 ,es war ein ,mann unter den ,pharisern1 ,nikodemus mit ,namen ein ,vornehmer unter den ,juden2 dieser kam in der ,nacht zu ,jesus48 -- ,also ,nikodemus war ein ,phariser2 dieser kam zu ,jesus1 aber des ,nachts6 ,schon der letzte ,umstand ist auffallend2 wie viel mehr die erstern8 ,nikodemus htte doch wohl auch bei ,tag zu ,jesus kommen knnen -- wenn er nur die ,mitglieder seines ,ordens nicht gefrchtet htte4 ,wirklich war auch ihr ,ha gegen den neuen ,propheten aus ,nazareth schon in den ersten ,tagen seines ffentlichen ,lebens so weit gestiegen1 da ,nikodemus nicht wenig htte wagen men1 wenn er bei ,jesus ffentlich einen ,besuch gemacht htte4 ,noch liee sich freilich auch denken1 die weise ,zurckhaltung1 welche ,jesus schon damals beobachtete 7,joh4 ,,ii1 #bc-be47 habe es ihm erschwert1 ihn am ,tage zu sprechen4 ,auf jeden ,fall ist es lehrreich1 da ,jesus den nchtlichen ,besuch annahm -- ohne die geringste ,bemerkung ber heuchlerische ,menschenfurcht zu machen1 oder sich zu entschuldigen c4 ,wie viel htte ein blinder ,eiferer schon daran auszusetzen1 oder scheinheilig zu loben gefunden86 ,jesus freute sich darber1 da ,nikodemus zu ihm kam4 ,zeugte es nicht von ,wibegierde besserer ,art1 da er ,jesus aufsuchte8 ,lie es nicht ein gutes1 empfngliches1 ,wahrheit suchendes ,herz vermuthen8 und giebt der ,edle nicht gerne einer solchen ,vermuthung ,platz8 ,gewi eben so schnell1 als der ,heuchler dem ,argwohn1 weil in seinem ,innern ein ,schelm wohnet4 ,aber ,nikodemus war ja ein ,phariser6 -- ,als er hingieng1 allerdings2 als er zurckkam1 nicht mehr 7,joh4 ,,vii1 #ej-eb4 ,,xix1 #ci47 ,er ward ergriffen von der ,wahrheit aus ,gott1 und wurde wiedergeboren1 so wenig er sich auch ,anfangs darein finden wollte4 ,doch gar so leicht mag es nicht abgegangen seyn2 der ,mann war schon alt8 -- und mit ihm der ,phariser4 ,dieser wich schwerlich so schnell von seiner ,stelle4 ,vergegenwrtigen wir uns nur seine erste ,nacht6 -- ,nikodemus kommt nach ,hause2 die ,seinigen sind schon in sanften ,schlaf gesunken2 ,er -- ,kopf und ,herz voll ,gedanken und ,gefhle ganz neuer ,art -- wirft sich auf sein ,lager1 und berdenkt noch einmal das uerst merkwrdige ,gesprch3 ,die war der wichtigste ,gang in meinem ,leben6 -- ,vieles und ,groes hatte ich von diesem ,jesus erwartet2 aber unendlich mehr habe ich gefunden4 -- ,wie einfach1 wie offen1 wie zwanglos war gleich der erste ,zusammentritt6 ,schon die gewann mein ,herz1 spannte meine ,erwartung4 -- ,aber noch staune ich1 noch kann ich mich nicht recht finden in das1 was er vom ,reiche ,gottes und von der ,bedingung der ,aufnahme in dasselbe sagte -- nur sagte8 ,nein6 mit einem ,ernste und mit einem ,nachdrucke festsetzte1 da er unwiderstehlich war1 so sehr sich auch mein ,kopf dagegen setzte -- noch setzet4 ,wie so gar nichts von ,allem1 was unsere ,schule vom ,reiche des ,messias als wesentlich lehret1 liegt in seinem einfachen ,begriffe vom ,reiche ,gottes6 ,nicht das ,land der ,verheiung1 nicht die groe ,stadt1 nicht die ,unterjochung der ,vlker1 nicht die ,pracht und ,gre des ,knigs1 nicht die ,herrlichkeit seines ,volkes -- nur ,gott und seine ,regierung hebt er heraus4 ,es ist so wahr1 so geistig1 so erhaben -- aber wie sieht es mit der ,lehre unserer ,alten aus8 -- -- ,wiedergeboren werden6 ,sonderbar6 ,leiblich kann und will er es nicht verstanden wissen -- und geistig --1 welchen ,sinn1 welchen ,zweck hat es8 -- ,was vom ,fleische geboren ist1 ist ,fleisch2 was vom ,geiste geboren wird1 ist ,geist6 ,was will er damit sagen8 ,soll uns etwa leibliche ,geburt -- ,abstammung -- selbst von ,abraham nichts ntzen8 ,keinen ,anspruch auf das ,reich des ,messias geben8 -- ,eine ganz neue1 unerhrte ,lehre6 -- -- ,aber warum dringt er denn so auf ,wiedergeburt aus ,wasser und ,geist8 ,wie hngt die mit ,gottes ,reich zusammen8 -- ,nikodemus6 du bist grau geworden als ,lehrer2 aber darin wirst du dich nicht leicht zurecht finden -- doch jetzt will es ,licht werden6 ,sollte die geistige ,wiedergeburt nicht auf ,gottes ,geistigkeit ,bezug haben8 ,kann ,gott andere als geistige ,kinder an den ,menschen haben8 ,sind wir die8 ,sind wir es von ,abraham her8 ,wie knnen wir es anders werden1 als durch geistige ,umwandlung1 durch ,aenderung des irdischen ,sinnes und ,herzens8 -- nun wird mir auch das ,wasser begreiflich2 sollte er damit nicht gar auf den ,johannes am ,jordan anspielen8 -- ,aber diesen hat ja das ,synedrium verworfen6 ,ferner ist es eine ,hauptlehre3 ,jeder ,nachkmmling ,abrahams sei ,erbe des ,reiches ,davids6 ,wozu also ,sinnesnderung1 ,wiedergeburt1 ,erneuerung des ,israeliten8 ,hier liegt der ,knoten2 hier der ,stein des ,anstoes an dem entweder mein ,system1 oder mein ,glauben an ,jesus sich zerschellen mu4 -- ,lehrer ,israels8 alter1 allgemein verehrter ,rabbi6 jetzt stehest du auf dem ,punkte1 ,alles1 was du bisher fr wahr und gut und rhmlich hieltest1 fahren lassen zu mssen1 um der ,wahrheit1 wie sie von ,gott kommt1 zu huldigen6 -- ,ist es aber auch gttliche ,wahrheit1 was ,rabbi ,jesus mir vortrug8 ,eine stille1 innige ,ahnung davon steigt in mir auf2 ein tiefes ,gefhl im ,innersten strubt sich gegen alle ,zweifel4 -- ,unbegreiflich war und ist mir freilich die ,wiedergeburt6 ,das ist es aber gerade1 was ,jesus behauptet4 ,sein ,bild vom ,winde -- wie passend1 wie wahr1 wie tief6 ,wer will ,gott auf der ,that ertappen1 ihm den ,weg aussphen1 seine ,gedanken errathen8 ,daran hat er recht4 -- -- ,ewig1 ewig kann ich die ,worte nicht vergessen3 ,wahrlich1 wahrlich1 ich sage dir3 ,ich rede1 was ich wei1 und bezeuge1 was ich gesehen habe4 ,die ist das ,siegel auf alles ,sonderbare1 ,neue1 ,unbegreifliche1 was er sagte4 ,mit welcher ,zuversicht und ,bescheidenheit1 mit welcher ,wrde und ,milde sprach er die4 ,nein6 ein solcher ,mann kann nicht lgen -- ,nein6 seine ,thaten auf dem ,feste verkndigen diese ,hoheit4 ,ihm glaube ich es1 da er vom ,himmel kommt2 da er dort war -- da er -- der ,messias ist6 -- -- ,ja1 wenn er nur vom ,hause ,davids wre6 ,wenn man sein ,geschlecht1 wenn man ,bethlehem1 als ,geburtsort1 nachweisen knnte6 ,wenn auch nur eine ,spur der ,kniglichen ,wrde und ,herrlichkeit sich zeigte6 ,aber ,wunder und hohe ,lehren machen ihn noch nicht zum ,sohne ,davids1 zum ,retter des ,volkes ,gottes aus der ,gewalt seiner ,feinde4 ,er sieht auch gar nicht so aus1 da er das ,schwerdt ziehen und fhren knnte4 ,fr ,gott eifert er2 das sahen wir2 aber sonst ist er lauter ,friede1 ,gte und ,liebe4 -- ,doch nennet er sich den ,sohn1 welchen ,gott in die ,welt gesandt habe6 ,also will er doch der ,messias sein68 ,und noch dazu fr die ganze ,welt6 ,immer rthselhafter1 immer dunkler6 ,wo bleiben denn die ,vorrechte des ,volkes ,gottes1 wenn er sogleich auf ,ein ,mal auch alle ,heiden samt den ,juden selig machen will8 -- ,da liegt meine ganze ,lehre vom ,messias am ,boden6 ,da rathe mir1 wer da kann6 ,der mu aber dann auch das noch dunklere ,rthsel von ,moses' ,schlange lsen4 -- -- -- ,o ,gott meiner ,vter6 siehe herab auf deinen armen ,knecht1 der dich und deine ,wahrheit suchet6 ,meine ,seele ringet in mir1 mein ,herz schmachtet dahin1 zu glauben an den1 der sich deinen ,eingebornen nennet1 der so groe ,werke thut4 ,erlse mich aus der ,nacht der ,zweifel6 ,la mich nicht lnger in der ,finsterni wohnen1 die das ,herz verderbet6 ,fhre mich dem heitern ,tage der ,wahrheit entgegen damit dir meine ,werke gefallen6 ,erhre mein heies ,flehen1 ,jehova68 -- -- ,so betete ,nikodemus1 fiel erschpft in tiefen ,schlaf1 erwachte gestrkt und froh1 und wandelte in der ,stille nach dem ,geiste der ,lehre ,jesu4 ,v4 ,jesus in der ,synagoge zu ,nazareth4#f ,nichts verfinstert die ,kpfe so sehr2 ,nichts erzeugt mehr ,einseitigkeit und ,unduldsamkeit im ,denken2 ,nichts vertilgt die ,liebe unausbleiblicher -- als ,heuchelei4 ,gilt die schon bei ,gebildeten1 so werden die ,folgen noch verderblicher fr die ,menschheit1 die ,ausbrche noch scheulicher fr ,einzelne1 wenn das ,volk1 von heuchlerischen ,lehren angesteckt1 die ,religion und ,wahrheit blo nach ,aeuerlichkeiten beurtheilt und schtzt2 nur an ,formen und ,worten klebt2 ,glauben von ,liebe trennt -- und im ,gotteshause heilige ,komdie spielt4 ,die ,nazarethaner liefern ein anschauliches ,beispiel4 ,jesus hatte sein ffentliches ,lehramt begonnen2 er trat in den ,synagogen auf1 hielt ,vortrge1 die ungemeinen ,beifall fanden1 und besttigte in und auer den ,synagogen seine ,lehre mit ,wundern4 ,allgemein und laut erscholl der ,ruf von dem neuen ,lehrer und ,wunderthter4 ,endlich kam er nach ,nazareth4 ,als armer und unbescholtener1 aber sonst wenig bekannter1 ,zimmermannssohn hatte er das ,stdtchen vor wenigen ,wochen verlassen -- und jetzt kam er als ,prophet zurck4 ,welch' ein ,abstand6 ,wie mu die die ,kleinstdtische ,neugierde gespannt haben86 -- ,es ist ,sabbat2 ,jesus besucht die ,synagoge2 ,alle drngen sich herbei2 er deutet eine der geistreichsten ,weissagungen vom ,messias mit eben so viel ,bescheidenheit als ,nachdruck auf sich4 ,man lobt1 man bewundert den trefflichen ,redner2 bersieht aber die groe ,wahrheit4 ,noch sind ,alle von ,erstaunen ergriffen -- und schon fangen sie an1 sich an seiner geringen ,herkunft zu rgern4 ,wie schnell und leicht doch die ,nazarethaner die ,sache ber der ,person vergessen6 ,ist er nicht der ,sohn ,josephs88 -- ,allein hinter der schon an und fr sich engherzigen ,rede lag noch etwas ganz ,anderes versteckt2 und darauf antwortete eigentlich der ,herzenskenner4 ,beleidigter ,stolz war es1 was ihnen den ,zimmermannssohn8 ins ,gedchtni rief4 ,jesus hatte es gro bersehen1 da er die ,flle seiner ,gotteskrfte nicht zuerst in ,nazareth auskramte -- mehr verlangten sie auch nicht2 denn belehrt und gebessert wollten sie nicht werden1 aber gekitzelt und unterhalten4 -- ,noch grer war das ,versehen1 da ,jesus auch jetzt1 da er so spt eintraf1 noch keine ,anstalt machte1 ,wunderdinge zu verrichten4 ,war er mit ,einem ,male so vornehm geworden8 ,achtete er seine ,landsleute weniger1 als ,fremde8 ,sollte er ihnen nicht gerade die strksten ,proben seiner ,wunderkraft vorlegen88 -- ,und er that es nicht -- der ,sohn ,josephs6 -- -- ,noch mehr6 ,er hatte die ,khnheit1 ihr ,verlangen zu tadeln1 und ihr ,betragen so verwerflich zu nennen1 wie das der ,israeliten zu den ,zeiten ,elias und ,elisa4 ,er gab zu verstehen1 da er ihnen weniger ,glauben an ,gottes ,wort und ,kraft zutraue1 als den ,heiden4 ,bewiesen sie es nicht durch ihr ,betragen8 ,allein welchen ,sturm erregte diese ernstliche und wohlgemeinte ,zurechtweisung6 ,sie wollten einen ,gegenbeweis fhren1 wie ihn alle ,mal derjenige fhret1 welcher der ,wahrheit bei einem bsen ,gewissen mit triftigen ,grnden nicht widerstehen kann1 und doch ,recht behalten will4 7,luk4 ,,iv1 #ad-bi47 ,,vi4 ,die ,bergpredigt4#g ,rein antipharisisch ist der ,geist und ,ton dieser unbertrefflichen ,rede4 ,vorzglich geben einige ,stellen ,anla1 der ,heuchelei so eigentlich von mehr als ,einer ,seite auf den ,grund zu sehen1 und allgemein wichtige ,bemerkungen zu machen2 wie denn auch ,jesus gewi eben so gut die knftigen1 als das damalige ehebrecherische ,geschlecht im ,auge hatte4 ,schon die erste ,stelle 7,matth4 ,v1 #ai-bj471 in welcher er die ,phariser und ,schriftgelehrten ausdrcklich nennt1 enthlt eine tief gehende ,lection4 ,die ,phariser lehrten wohl das ,gesetz ,moses recht genau2 aber sie bertraten es leichtsinnig4 ,bei ihnen war also ,wissen und ,thun getrennt1 ,kopf und ,herz entzweiet2 darin erkannte ,jesus das charackteristische ,merkmal der ,heuchelei4 ,er gab aber diesem ,ausspruche eine fr alle ,zeiten passende ,form1 weil dieser ,doppelsinn ein ,grundzug des menschlichen ,verderbens ist4 ,nichts wird uns leichter1 als schn1 sittlich1 fromm zu reden1 zu ermahnen1 zu trsten2 ,nichts schwerer1 als edel1 uneigenntzig1 gottesfrchtig zu handeln4 ,wir dnken uns noch dazu1 etwas ,groes zu sein1 wenn wir einen so hohen ,ton anstimmen2 dabei sind wir erfinderisch1 unsere ,vergehen zu verkleinern oder gar wegzuvernnfteln4 ,wie klein mssen wir in den ,augen unseres ,erlsers sein1 der nur diejenigen wahrhaft gro nennt1 welche ,wort und ,that mit einander verbinden6 ,mchten wir uns doch nie den ,vorwurf machen drfen1 da unsere ,gerechtigkeit nicht besser sei1 als die der ,phariser68 99 99 99 99 99 ,ueberall trennt der ,heuchler1 was ,eines sein soll2 nicht nur ,lehre und ,thun setzt er in ,widerspruch2 auch in die ,lehre trgt er die ,spaltung1 welche sein ,inneres zerreit1 hinein4 ,er klebt am ,buchstaben1 und vernachliget den ,geist1 wenn er ,gottes ,wort deutet2 uneingedenk1 da der ,urheber desselben ,geist und ,leben ist4 ,dabei hlt er sich noch fr weise1 und beruft sich mit vielsagender ,miene auf die ,alten48 ,du sollst nicht tdten68 -- so betete der ,schriftgelehrte ,moses nach1 und blieb beim leiblichen ,morde stehen4 ,fremd1 unverstndlich1 ja rgerlich kam ihnen darum gewi die ,auslegung vor1 welche ,jesus von diesem ,verbote machte -- und welchem schriftgelehrten ,silbenstecher ist sie es nicht noch heut zu ,tage8 ,jesus drang auf die ,gesinnung ein1 welche bei einem ,menschenmrder herrschend werden mu1 bevor er zu der grlichen ,that schreitet4 ,diese bsartige ,stimmung des ,gemthes1 diese verkehrte ,richtung des ,willens fand ,er schon in ihren ersten ,anfngen so strafbar1 und in ihren ,fortschritten noch strafbarer als die ,gesetzerklrer seiner ,zeit den ,mord4 ,die lag in dem ,geiste des ,gesetzes4 ,nur so wird es begreiflich1 warum er es als genauere ,erklrung und schrfere ,bestimmung des den ,alten bekannten3 ,du sollst nicht tdten18 angeben konnte1 wenn ,er sprach3 ,wer ber seinen ,bruder zrnt ohne ,ursache8 c4 ,nicht das ,zrnen berhaupt verbietet ,jesus2 denn erkannte das ,wesen und das ,verhltni menschlicher ,krfte des ,herzens und ,willens zu gut1 als da er ,widernatrliches gebieten1 und die ,kraft und den ,eifer des fr das ,wahre und ,gute begeisterten ,mannes htte lhmen knnen4 ,zrnte doch ,er selbst6 7,mark4 ,,iii1 #e4 ,joh4 ,,ii1 #ae-af4 ,mark4 ,,viii1 #ag-ah4 ,matth4 ,,xxiii c47 ,nur grundlos1 unbegrnzt1 unangemessen sollte der ,unwille nicht sein2 die wird er aber1 sobald der ,mensch der ,eigenliebe1 der ,sinnlichkeit1 und dem ,bsen auf irgend eine1 wenn auch die feinste ,weise huldiget4 ,solchen ,zorn setzt ,jesus einem schweren ,vergehen gleich1 und hatte er daran ,unrecht8 ,freilich die ,phariser werden darber bittere ,glossen gemacht1 wohl auch gespottet haben4 ,heut zu ,tage haben die ,meister in ,israel zu viel ,achtung vor dem ,sohne ,gottes1 um sich so zu vermessen2 sie beugen ihr ,haupt tief -- und verkehren seine gttliche und rein menschliche ,lehre in eine erschlaffende ,heuchellehre lppischer ,sanftmuth -- oder besser1 charackterloser ,schwche4 -- ,wer von den sogenannten ,asceten viele gelesen hat1 wird die besttigen4 ,nicht umsonst vergleicht ,david so oft die ,zunge mit ,dolchen und ,pfeilen28 er hatte dieses gefhrliche ,werkzeug mehr als ,ein ,mal durch traurige ,erfahrung kennen gelernet4 ,die ,zunge eines feindlichen ,heuchlers ist ein wahres ,mordinstrument4 ,darum erklrte ,jesus einen solchen ,gebrauch der ,zunge fr ein dem ,todtschlage gleiches ,verbrechen4 ,wie werden die ,phariser ber diese neue ,auslegung des ,gesetzes in ,erstaunen und ,aerger gerathen sein6 ,sie machten sich wenig daraus1 ihren ,nebenmenschen um ,ehre und ,zutrauen zu bringen1 sobald er ihren ,planen und ,vorurtheilen oder ihrem ,eigennutzen im ,wege stund4 ,johannes und ,jesus sind sprechende ,beispiele4 -- ,aber darum segne sich nicht so leicht ,jemand6 ,diese ,verirrung liegt dem menschlichen ,herzen nher1 als man glaubt4 ,unerschpflich ist die ,sophistik der ,eigenliebe an ,grnden1 warum man die ,ehre ,anderer nicht schonen drfe2 und nicht selten schmckt sie sich -- emprend genug -- mit ,liebe ,gottes und des ,nchsten666 ,eitler ,stolz auf die einzig wahre ,gotteserkenntni blhte die ,juden damals auf2 und so sehr sie den ,namen des ,gottes ,israels mit ihren ,thaten schndeten1 so waren sie doch stets bereit1 ,heiden1 ,samariter und anders ,denkende berhaupt1 selbst ,abkmmlinge ,abrahams auf die empfindlichste ,weise zu verunglimpfen4 ,gewi ein chter ,zug eines festsinnigen und lieblosen ,rechtglaubigen6 -- -- ,so ,etwas zu billigen1 wie die ,phariser1 war ,jesus so weit entfernt1 da er sich auf eine wahrhaft furchtbare ,weise dagegen erklrte4 ,wer ohne die vollgltigsten ,grnde1 aus ,verdammungssucht1 bei eigener ,klte gegen ,gott1 seinen ,nchsten fr einen ,thoren1 d4 h4 fr einen ,gottesleugner1 ,ketzer c4 erklrt1 der ist dem menschenfreundlichen ,erlser ein grerer ,greuel1 als jeder ,mrder -- ,jesus findet ihn so verwerflich1 wie die dem ,moloch verbrannten ,menschenopfer4 ,ein schreckliches ,wort6 99 99 99 99 99 ,gehe hin1 und vershne dich zuvor mit deinem ,bruder68 -- ,wie doch ,jesus allen ,rechtglaubigen so geradezu widersprechen1 und eine so rgerliche ,lehre unumwunden vortragen kann6 ,gelten also ihm ,menschen mehr1 als ,gott8 ,mssen die ,pflichten der ,nchstenliebe der ,liebe zu ,gott vorgezogen werden8 ,ist ,vershnung mit ,sndern besser1 als ,opfer8 ,welche neue ,lehre6 welche nachtheilige ,folgen wird sie haben fr ,priester und ,leviten1 welche doch ,gott eingesetzt hat8 -- ,solche ,rede war einem ,phariser damals natrlich2 und eben so natrlich die ,seligpreisung1 da er diese gefhrliche ,lehre durchschaute4 ,wie tuschte er sich in seiner ,heuchelei68 hre ich rufen4 ,ja wohl6 ,wenn nur diese ,tuschung1 und mit ihr auch die ,ursache1 jetzt verschwunden wre6 ,zwar hat ,christus unter denen1 die sich nach seinem ,namen nennen1 so viel ,ansehen1 da sie ihn nicht tadeln1 wenn er von ,opfern nichts wissen will1 welche mit unvershntem ,herzen gebracht werden2 aber der ,prediger soll diese harte ,lehre8 nicht zu oft1 nicht zu eindringend1 nicht zu genau einschrfen4 ,die ,zuhrer fhlen sich gestrt in ihrer bequemen ,gottseligkeit1 welche dem ,herrn ,himmels und der ,erde8 huldiget mit reichen ,gaben1 um seine ,unterthanen ungestraft qulen zu knnen1 um ihre ,rachsucht zu khlen1 um ihre ,habsucht zu befriedigen u4 s4 w4 u4 s4 w4 ,noch andere ,leute finden solche ,lehren fr ihr ,amt1 fr ihre ,existenz1 also fr die ,religion gefhrlich und hchst bedenklich -- -- ,hat denn ,jesus zu allen ,zeiten ,phariser1 mit und ohne diesen ,namen1 gegen sich und sein ,wort8 99 99 99 99 99 ,man darf im alten ,testamente nicht sehr bewandert sein1 um zu wissen1 da trotz allen gesetzlichen ,vorschriften doch hufig und ernstlich genug auch auf das ,herz gewirket1 auf heilige ,gesinnung gedrungen wird4 ,desto mehr befremdet es1 wenn man sieht1 wie die ,schriftgelehrten und ,phariser gar so ,geistesarm waren und sklavisch am ,buchstaben hiengen4 ,es war die die natrliche ,folge und wohlverdiente ,strafe ihres der reinen ,wahrheit aus ,gott nicht empfnglichen ,herzens4 ,der ,kopf allein1 wenn er noch so tief- und scharfsinnig1 noch so sehr mit allem ,rstzeuge theologischer ,gelehrtheit versehen ist1 schliet die heilige ,schrift nicht auf4 ,sohn1 gieb mir dein ,herz68 ,die ist die erste und unerlliche ,bedingung4 -- ,moses hatte es als ,gebot ,gottes aufgezeichnet3 ,du sollst nicht ehebrechen68 ,die ,phariser bestimmten den ,fall2 setzten ,strafen fest2 wachten ber die uere1 grobe ,that1 und liessen das ,herz leer ausgehen4 ,wie ganz anders geht ,jesus zu ,werke6 ,er will jede unerlaubte1 wenn auch noch so unentbehrlich scheinende ,begierde schon im ,keime erstickt wissen4 ,ein lsterner ,blick ist nach seiner ,lehre -- und diese ist ewige ,wahrheit -- so strafbar vor ,gott1 als die ,that4 ,sicherer und fester kann der ,heuchelei der ,weg kaum versperret werden1 als auf diese ,weise4 ,es ist aber kaum irgendwo nothwendiger1 als in diesem ,stcke2 denn kein ,trieb liegt tiefer1 keiner wirkt mchtiger1 keiner nimmt mehrere und feinere ,gestalten an1 als sinnliche ,liebe4 ,nichts wird leichter bersehen1 gewissenloser und sophistischer entschuldiget4 ,nirgends erlaubt sich der ,mensch in und ausser der ,ehe mehr1 als hierin -- zu allen ,zeiten6 daher das durchgreifende strenge ,gebot unseres ,erlsers4 99 99 99 99 99 ,ein wahrer ,schlangenzug im ,charakter der ,heuchelei ist dieser1 da sie es so trefflich versteht1 die ,gebote ,gottes zur ,entschuldigung ihrer grbsten ,verbrechen zu bentzen4 ,wie fein war nicht die ,wendung1 mit welcher gleiende ,wohllstlinge die gttliche ,nachsicht in dem ,gebote3 ,wer sein ,weib entlt1 gebe ihr einen ,scheidebrief81 fr sich anwandten1 und eine ,erlaubni1 sein ,weib aus jeder beliebigen ,ursache zu entlassen1 herauserklrten8 ,wenn irgend einmal1 so verrth sich gewi hier das arglistige ,herz1 welches seine bsen ,lste hinter religiser ,maske verbirgt4 ,mchte doch die die letzte ,schrifterklrung dieser ,art gewesen sein6 99 99 99 99 99 ,beim ,himmel6 -- ,bei der ,erde6 -- ,bei ,jerusalem6 -- ,bei meinem ,haupte6 -- so schwur der ,jude dem ,heiden4 ,dieser1 nur einigermaaen gewissenhaft1 traute jenem2 denn er hatte ,ehrfurcht vor diesen ,gegenstnden4 ,jener hielt sein ,wort nicht1 weil der ,rabbi ihn lehrte3 ,es steht geschrieben3 ,du sollst ,jehova deinen ,eid halten68 ,also ist kein ,eid verbindlich1 als der bei ,jehova48 ,welche ,stelle des alten ,testamentes konnten diese ,lehrer fr sich anfhren8 -- ,doch wozu sollten sie ,schriftstellen aufsuchen1 mhsam ihren gttlichen ,geist wegerklren1 kunstreich sie drehen und wenden8 ,sie hatten ja eine entscheidende ,autoritt fr sich -- die ,lehre der ,alten48 ,seit ,menschengedenken haben alle weisen ,rabbi diese ,stelle so verstanden und erklrt2 also hat sie keinen andern ,sinn2 kann keinen andern haben4 ,was fehlt diesem ,schlusse1 als ,wahrheit8 -- -- ,es ist schwer zu begreifen1 wie derjenige1 welcher solchen ,lehren ,eingang in sein ,herz gestattet1 noch die so hochwichtige ,pflicht der ,aufrichtigkeit und ,wahrhaftigkeit ausben kann4 ,wenn solche ,grundstze herrschend wrden1 so mte alles ,zutrauen und aller ,verkehr unter den ,menschen aufhren4 ,wohin fhrt nicht ,heuchelei8 ,eben deswegen stellte ,jesus seine ,lehre in so scharfen ,gegensatz gegen den ,rabbinismus seiner ,zeit4 ,unbegrnzte ,wahrhaftigkeit1 felsenfesten ,biedersinn macht er uns zur theursten ,pflicht4 ,das einfache ,ja eines ,christen soll an ,eides ,statt gelten4 ,goldene ,zeit1 wenn erscheinest du8 -- ,nicht zu bersehen ist1 wie treffend und unwiderstehlich ,jesus die falschen ,eidesformeln der ,phariser aus dem ,geiste der heiligen ,schrift widerlegt4 99 99 99 99 99 ,nur gar zu gerne verkleidet sich unerbittliche ,rachsucht in hehre ,gestalt der ,gerechtigkeit2 und es fehlt zu keiner ,zeit an dienstfertigen ,auslegern gttlicher und menschlicher ,gesetze1 welche die grbsten ,verletzungen aller ,menschlichkeit zu beschnigen wissen4 ,in den ,tagen unseres ,herrn hatten die pharisischen ,schriftgelehrten den beliebten ,dienst auf sich genommen1 ,ungerechtigkeit durch ,verdrehung des ,gottes-,wortes zur ,gerechtigkeit zu machen4 ,sie beriefen sich auf die ,alten18 welche gelehrt haben sollten1 da ,aug um ,auge1 ,zahn um ,zahn8 nicht eine gesetzliche1 richterliche und darum billige ,genugthuung fr ,beleidigungen gewhre1 sondern das ,recht ertheile1 ,rache nach ,belieben selbst zu nehmen4 ,die guten ,alten68 was muten und mssen sie nicht ,alles gelehrt haben8 ,bei dieser ,stelle drfen wir aber nicht vergessen1 da ,jeder von uns einen solchen pharisischen ,schriftausleger und ,rechtsgelehrten in seinem ,herzen sitzen hat1 der als ,affekt oder ,leidenschaft sehr fertig und beredt ,aussprche von sich giebt1 denen wir nur zu oft ,gehr verleihen4 ,um so sorgfltiger sollen wir die ,lehre unseres ,erlsers zu ,gemthe ziehen1 welche unbegrnzte ,billigkeit als ein zwar herbes1 aber zuverliges ,gegenmittel empfiehlt4 99 99 99 99 99 ,liebet eure ,feinde68 ,die ist der wahre ,todessto fr die ,scheinliebe1 welche ,grnzen aussteckt1 auf ,bedingungen unterhandelt1 nach ,rck- und ,nebenabsichten schielt1 ,personen ansieht c4 ,gewi haben auch die ,phariser diesen ,sto schmerzlich genug empfunden2 denn die ,wunde blutet heut zu ,tage noch bei ihren ,geisteskindern1 die mit ihren ,vtern sich bitter beklagen1 da die fruchtbringende ,lehre3 ,liebe deinen ,freund1 7d4 i4 deinen ,kirchen-,zunft-,standes-,staatsgenossen 7 und hasse deinen ,feind18 mit dem ,ausspruche ,jesu umgestrzt werde2 und zwar ohne ,hoffnung1 da der gttliche ,lehrer so weise ,rcksicht auf die menschliche ,natur nahm1 nicht ,unmgliches forderte1 keine sssen1 freudigen ,gefhle1 keine freundschaftliche1 innige ,zuneigung1 sondern ein racheloses ,herz und ,thaten des ,wohlwollens -- des ,wohlthuns -- der ,frbitte1 wenn sonst nichts mglich ist1 zur edeln ,pflicht macht1 und das unverwerflichste ,muster an dem ,vater im ,himmel aufstellt4 99 99 99 99 99 ,htet euch1 da ihr euer ,gutes nicht vor den ,menschen thut1 um von ihnen gesehen zu werden68 ,mit diesen ,worten beginnt ein neuer ,gedankenkreis4 ,nicht ,schriftverdrehungen und ,herzverderbende ,auslegungen werden gergt1 sondern die ,thaten der ,phariser nach gttlichem ,maastabe bestimmt1 ihr ,werth oder ,unwerth ausgesprochen4 ,wie denn8 ,einfach1 da ein ,kind es fassen2 kunstlos1 da der ,ungebteste es thun2 unfehlbar1 da der ,zweifelvollste sicher gehen kann4 ,in das ,innere weiset ,jesus hinein2 auf die ,quelle alles ,guten und ,bsen1 auf das ,herz1 auf die ,gesinnung macht er aufmerksam4 ,hier soll nur ,liebe ,gottes und des ,nchsten herrschen2 alles ,andere ist vom ,argen4 ,in diesem ,heiligthum darf kein ,gtzenbild der ,eigenliebe aufgestellt werden2 mit der ,wachsamkeit des ,eiferschtigen mu jede leise ,regung belauscht werden1 wenn der ,heuchelei der ,eingang verschlossen bleiben soll4 ,streben nach ,menschenlob ist ,todesduft fr ,christentugend4 -- ,wer kennt das menschliche ,herz1 d4 i4 sein eigenes1 und findet die nicht wahr1 nicht wichtig1 nicht nothwendig8 ,wer wei nicht1 welche ,wendungen und ,krmmungen die alte ,schlange in uns macht8 ,unerllich1 aber schwer ist es1 in diesem ,stcke den ,phariser auszuziehen1 und ,christus anzuziehen4 ,doch unser ,herr erleichtert die ,brde durch ,beispiele1 die ins ,groe gehen4 ,lernen wir zu seinen ,fen6 ,wenn ein ,phariser ,almosen gab1 so mute es alle ,welt wissen4 ,die hochtnende ,trompete erklang lieblich fr das ,ohr des ,drftigen1 und lud ihn stolz zur ,gabe2 sie verkndete prahlerisch der ,nachbarschaft1 was auf der ,gasse vorgieng2 und was wird die ,eitelkeit des ,gebers empfunden haben8 -- ,einer solchen ,art von ,wohlthtigkeit sprach ,jesus allen ,werth ab2 ja1 er nannte sie geradezu ,heuchelei4 ,nicht menschliches ,mitgefhl1 nicht ,linderung der ,noth1 nicht ,erquickung des ,leidenden war ,beweggrund2 sondern eigenes ,lob1 lauter ,beifall1 ,flittergold des ,namens eines ,wohlthters4 ,sollte es weniger gleiende ,menschenliebe sein1 wenn die ,trompete nicht von ,metall1 sondern von ,fleisch oder gar nur aus ,papier gebildet ist88 -- -- ,das mu man gestehen1 trefflich haben die ,phariser ihr religises ,handwerk verstanden4 ,sie wuten recht gut1 was dazu gehrt1 die ,menschen zu blenden1 und mit ihrer ,frmmigkeit recht viel ,aufsehen zu machen4 ,wenn der ,eifer des ,gebetes so weit reicht1 da man laut und ffentlich an den ,strassenecken betet2 wer soll diese ,muster der ,heiligkeit nicht anstaunen8 ,wer nicht den ,schlu ziehen1 da zu ,hause noch weit mehr geschehen me8 ,und ,jesus nennt solche ,leute -- ,heuchler6 ,wie ,vielen wird er die ,augen geffnet haben ber den wahren ,geist des ,gebetes mit seiner unbertrefflichen1 ,vernunft und ,herz befriedigenden1 den ,geist zum ,himmel erhebenden ,lehre8 ,das dringendste und wrmste ,gebet ist ,herzensergieung vor ,gott in unsern geheimen ,anliegen2 wer will1 wer kann mit ,fug diese vor der ,menschen ,ohren bringen8 ,nur ein ,schwrmer oder ein ,betrger2 ,jesus spricht keinem das ,wort4 ,wenn du betest1 so gehe in deine ,kammer8 c4 ,wer die ,weisheit und das ,naturgeme dieser ,vorschrift einsehen will1 mu die ,phariser -- aller ,zeiten -- vor ,augen haben4 ,wo es an ,aufrichtigkeit und ,zutrauen fehlt1 dort werden gewhnlich die meisten ,worte gemacht4 ,so betrugen sich auch die ,phariser gegen ,gott2 sie waren ihm1 menschlich zu reden1 berlstig mit ihrem heidnischen ,geplapper48 -- ,um so rgerlicher kam ihnen die ,lehre ,jesu vor1 welcher eine so einfache1 kindlich zutrauliche1 kurze ,anweisung zum ,beten gab2 der ,gott in einem so milden ,lichte1 als ,vater1 zeigte2 der ihm zarte ,theilnahme an den ,bedrfnissen seiner ,kinder beilegte4 ,welch' ein ,absprung von dem steifen1 hofmigen1 ,geschenkschtigen1 ,worte zhlenden1 kalten1 berhohen ,gotte der ,heuchler6 ,welch' ein ,abstand von ihren ,gebetsformeln6 ,besonders ist ,ein ,punkt antipharisisch -- ,vershnlichkeit und ,liebe des ,nchsten1 ohne welche ,jesus alle ,gebete verwirft4 -- ,was wrde er heut zu ,tage sagen ber die ,wortreichen1 ,geistarmen1 ,glaubensleeren1 ,selbstsuchtsvollen ,gebete1 welche hufig1 mit ,thrnen eingebildeter ,gottesliebe1 mit ,herzen voll ,menschenha1 in kriechender ,stellung1 mit stolzirendem ,nacken1 laut gesprochen werden86 ,o1 wie oft kreuzen wir uns vor ,pharisern1 und sind zwei ,mal rger1 als sie -- bei unsern ,einsichten66 ,beinahe ans ,komische streift die ,schilderung eines fastenden ,heuchlers4 ,so sehr verabscheute ,jesus eine solche ,handlungsweise1 da sein hoher1 gttlicher ,ernst bis zum beienden ,tone hingerissen wurde4 ,ein merkwrdiger ,zug6 ,doch kann man ihn auch schon beim ,almosen und ,gebete des ,pharisers wahrnehmen4 ,fasten ist aber nur ,beispiel fr religise1 besondere ,uebungen jeder ,art4 ,wenn frmmelnde ,eitelkeit1 ,geruch der ,heiligkeit1 ,menschenlob oder ,tadel1 elende ,schmeichelei1 charakterlose ,aefferei u4 d4 gl4 uns zu solchen auerordentlichen1 nicht gebotenen1 nicht unumgnglich nothwendigen ,dingen treibt2 was soll man dazu sagen8 ,machet es so1 wie die ,heuchler88 -- -- ,sonderbar6 wird ,mancher denken2 hier dringt ,jesus so strenge auf das ,handeln im ,verborgenen81 und frher hatte er mit ,nachdruck gelehrt3 ,lasset euer ,licht leuchten vor den ,menschen68 ,das will sich ja nicht zusammenreimen4 -- ,o recht gut1 wenn man nicht an ,worten klebt1 sondern den ,geist der ,rede auffat4 ,das ,gute dewegen thun1 damit es die ,menschen sehen1 und uns loben2 die nennt ,jesus ,heuchelei4 ,und daran hat er vollkommen ,recht1 weil eine irdische1 gemeine1 schlechte ,absicht einen schnen ,anstrich bekommen soll4 ,die ,gesinnung1 das ,herz ist unserm ,herrn immer die ,hauptsache2 da fordert er nun1 da der ,mensch die ,tugend nicht seiner ,person zu lieb1 sondern einzig um des unsichtbaren ,gottes willen ausben soll4 ,dabei verlangt er aber keinesweges1 da man mit seinen edeln ,handlungen geheim thue1 und gleichsam ,verstecken spiele4 ,nein1 offen1 vor ,aller ,augen1 an hellen ,tage soll unser ,gutes geschehen4 ,wir haben uns dessen nicht zu schmen1 noch uns1 aus falscher ,demuth1 vor ,menschen zu scheuen4 ,das ,licht leuchtet ,allen im ,hause2 aber mehr thut es auch nicht1 weil es gegen seine ,natur wre4 ,so soll es auch bei uns sein4 ,das ,gute sollen wir thun -- vor ,gott und ,menschen2 aber weiter nichts dazu setzen1 was ,knstelei1 ,geprnge1 ,prahlerei1 ,selbstsucht u4 s4 w4 heissen knnte2 ,solche selbstgewhlte1 ausserwesentliche ,verzierungen sind ,dnste und ,nebel1 welche den reinen ,glanz des ,lichtes verhllen1 und um ,wahrheit und ,liebe tuschende ,farbenringe der ,lge bilden1 welche schimmern und blenden1 aber vor ,gott und vor seinen chten ,kindern ,nichts sind4 ,licht will ,jesus in und an den ,seinigen sehen -- ,licht von ,gott2 nicht selbstgemachte ,fackeln4 ,von diesen sagt der ,prophet3 ,sehet1 ,alle schlagt ihr ,feuer1 ,fackeln anzuznden6 ,geht hin beim ,scheine euers ,feuers1 bei eurer ,fackeln ,licht6 ,von meiner ,hand geschieht euch die1 mit ,schmerzen ringend liegt ihr da68 7,jes4 ,l1 #aa47 99 99 99 99 99 ,die vom strmenden ,winde gepeitschte ,meereswoge ist unstt2 der ,fels am ,ufer trotzt unwandelbar ihren ,schlgen3 so schwankt der ,heuchler im ,mitrauen auf ,gott2 der ,glaubige hlt sich unverrckt an dem ,anker der ,hoffnung auf den1 der da ist1 und den er nicht sieht48 ,so schildert ,jesus die ,phariser seiner ,zeit1 wenn er spricht3 ,niemand kann zwei ,herren dienen4 -- ,ihr knnet nicht ,gott und dem ,mamon dienen48 ,wer verabscheuet nicht diese ,zwittergeschpfe des ,mundglaubens und thtigen ,mitrauens8 ,wer lobt nicht den schnen1 erhabenen ,ausspruch der gttlichen ,weisheit1 die wute1 was im ,menschen war88 -- ,wei ,er es jetzt nicht mehr1 wenn wir ,tag und ,nacht rastlos daran sind1 sinnen und sorgen1 uns mhen und qulen1 ,geld und ,gut zu erwerben -- -- um fr die ungewisse ,zukunft uns sicher zu stellen1 um das ,wohl der ,unserigen zu grnden1 u4 s4 w4 u4 s4 w4 dabei aber das ,reich ,gottes in uns aus ,augen und ,sinn verlieren8 ,wei ,er es jetzt nicht mehr1 wenn wir der ,vaterliebe unseres ,gottes nur halb trauen1 nirgends ,ruhe finden1 unser armes ,herz mit tausend widersprechenden ,gedanken1 ,hoffnungen1 ,besorgnissen1 ,planen1 ,gewinn- und ,verlustrechnungen foltern und zerreien -- und dann doch in ,angst und ,unglauben beten -- um ,nahrung und ,kleidung1 wie ,heiden1 die keinen ,gott kennen8 ,wei ,er da nichts mehr von getheilten ,herzen1 von gespaltenen ,schlangenzungen1 von schielenden ,augen1 von studierten ,hofmanieren c4 der ,betenden8 ,mchte doch dieses ,alles nur von den alten ,pharisern gegolten haben6 -- -- 99 99 99 99 99 ,heuchler1 ziehe zuerst den ,balken aus deinem ,auge68 ,wer unter den ,christen kennt diese ,stelle nicht8 ,wer fhrt sie nicht an mit ,beziehung auf ,diesen und ,jenen8 ,wrde aber die ,frage aufgeworfen3 ,warum hat ,jesus die ,phariser und ,splitterrichter seiner ,zeit ,heuchler genannt8 ,wie ,mancher wrde verstummen8 ,und doch giebt gerade diese ,stelle groen ,aufschlu ber das ,wesen der ,heuchelei1 und ber ihren ausgedehnten ,wirkungskreis4 ,den ,hang1 seine eigenen groen ,fehler zu bersehen1 und fremde kleinere ,versehen schonungslos zu tadeln2 die tckische ,wendung1 seine ,gebrechen durch scharfsichtige ,rge der ,schwachheiten ,anderer zu decken2 die niedrige ,kunst1 auf ,kosten des ,nchsten als ,vorbild der ,tugend zu glnzen1 wrden wir mit ganz andern ,namen belegen1 als unser ,herr1 der dieses ,alles mit ,einem ,worte ,heuchelei nennt4 ,wie treffend6 um tugendhaft1 um fromm zu scheinen1 wenn sie es schon nicht waren1 tadelten die ,phariser ,alle1 die nicht ,ihresgleichen waren1 mit liebloser ,strenge2 sie sprachen gerne ,verdammungsurtheile aus1 mit denen sie tiefe ,einsicht in die ,religion an den ,tag legen wollten2 sie verwarfen ,andere um ihrer ,meinungen und ,lehren willen u4 s4 w4 -- -- 99 99 99 99 99 ,hatte ,jesus ,unrecht1 wenn er vor solchen ,leuten warnte1 als vor falschen ,propheten88 ,freilich gab er ein ,kennzeichen an1 welches nur der ,geist ,gottes mit solcher ,bestimmtheit aufstellen konnte4 ,an ihren ,frchten sollt ihr sie erkennen68 ,wenn ein offenherziger ,zuhrer diese vielsagenden ,worte auffate1 und den ,maastab ,jesu an eine solche heilige ,figur genauer anlegte2 mute er nicht oft zu seinem nicht geringen ,befremden eher einen verwundenden ,dorn1 als eine erquickende ,traube1 eher eine geschmacklose1 als eine milde ,feige an manchem ,meister in ,israel finden8 ,zum grten ,aerger reichte der ,schaafpelz -- die rabbinische ,amtstracht -- nicht hin1 die ,wolfsgestalt zu bedecken4 -- 99 99 99 99 99 ,auf nichts waren die ,phariser so eiferschtig1 als auf den ,vorzug1 viele ,schler zu haben1 und von ihnen recht tief1 recht demthig1 recht sklavisch verehrt zu werden4 ,ein ,hauptpunkt dabei war die ngstlichste und unverbrchlichste ,anhnglichkeit an ,worte1 ,buchstaben und ,jota ihrer ,satzungen und ,erblehren4 ,als zweite1 hchst wichtige ,vorschrift galt uerliche ,gesetzlichkeit1 pnktliches ,ceremoniell1 wobei eben fr innere ,heiligung nicht die strengsten ,forderungen gemacht wurden4 ,kann man sich eine bessere ,schule der ,heuchelei denken8 ,giebt es einen krzeren ,weg1 nach ,grundstzen junge ,gleiner zu bilden8 ,nicht ,jeder1 der sagt3 ,herr6 ,herr6 wird in das ,reich ,gottes eingehen2 sondern der den ,willen meines ,vaters im ,himmel thut48 ,welch' eine ganz andere ,sprache6 ,jesus stellte den heiligen ,willen ,gottes als erste ,vorschrift fr seine ,jnger auf2 ,ehrfurcht1 ,gehorsam1 ,liebe gegen den ,vater im ,himmel machte er zur unerllichen ,bedingung der ,aufnahme4 ,wer sich dazu nicht verstehen wollte1 der konnte ihn mit allen ,ehrentiteln und ,bcklingen1 mit dem tuschendsten ,scheine1 mit dem ausgesonnensten ,schnthun1 mit dem schnellfigsten ,diensteifer gegen seine ,person nicht bestechen2 er wurde weggewiesen aus seiner ,schule1 d4 i4 aus dem ,reiche ,gottes4 -- ,ob ,jesus wohl seine ,gesinnung seit seiner ,himmelfahrt gendert hat86 -- -- -- ,,vii4 ,die ,heilung des ,schlagfligen4#h ,gewhnlich leihet man der eiferschtigen ,liebe ,argusaugen und ,adlersblicke2 aber der ,heuchelei fehlen sie auch nicht4 ,der ,unterschied ist nur der1 da die ,liebe den geraden ,weg zur ,selbsttuschung wandelt1 die ,heuchelei aber etwas ,anderes thut1 und etwas ,anderes will4 ,wie oft eifert sie fr ,gott1 ,religion und ,tugend1 whrend sie innerlich nur von ,abneigung1 wohl gar von ,ha gegen eine gewisse ,person1 oder gegen ihre ,meinungen getrieben wird6 ,jesus war noch gar nicht lange als ,lehrer und gttlicher ,gesandter aufgetreten1 als es die ,phariser und ,schriftgelehrten schon fr nthig fanden1 aus allen ,ortschaften von ,galila und ,juda1 und von ,jerusalem zusammenzukommen81 um seine ,lehren und ,thaten in der ,nhe zu beobachten4 ,die neuen1 mit den ihrigen so sehr contrastirenden ,lehren des von ihnen nicht begutachteten ,propheten beunruhigten sie ausserordentlich4 ,allein diese ,unruhe1 so wie der ,neid ber den schnell und allgemein wachsenden ,beifall des ,nazareners1 wuten sie knstlich genug unter frmmelnder ,gebehrde zu verstecken1 da wohl ,mancher sie noch gelobt haben mag wegen ihres ,eifers1 mit welchem die treuen ,hirten ,israels ber der ,religion der ,vter hielten1 und sich keine ,mhe zu gro1 keine ,reise zu weit sein liessen1 um gefhrlichen ,lehren heilsam den ,weg zu versperren4 -- ,so finden wir sie jetzt beisammen in dem ,hofraume eines ,hauses zu ,kapernaum1 wo sich ,jesus1 wenn er nicht umherzog1 gewhnlich aufhielt4 ,in der ,mitte ist ,jesus2 um ihn her bilden die ,phariser einen ,kreis1 mit ,ansehen den ersten ,platz behauptend2 hinter ihnen das ,volk in dicht gedrngter ,masse4 ,jesus lehrt2 sie horchen und lauern auf jedes ,wort4 ,umsonst2 er spricht lautere ,wahrheit4 ,geheimer ,verdru beschlich schon die ,herzen1 da ,zeit und ,mhe diemal verloren sei4 ,doch unerwartet ereignet sich ,etwas1 wodurch die ,hoffnung1 ihm beizukommen1 wieder belebt wird4 ,ein ,schlagfliger wird unter sonderbaren ,umstnden unserm ,herrn zu ,fen gelegt3 da er ihren ,glauben sah sprach er3 ,mensch1 dir sind deine ,snden vergeben68 -- -- ,gott sei gedankt6 ,jetzt wird den ,herren leichter um das ,herz2 sie haben -- eine ,gotteslsterung 7687 gehrt4 ,das ,innere gerth bereits in ,aufruhr1 d4 h4 in gerechten1 heiligen ,eifer2 ,rachegedanken durchkreuzen sich wie ,blitze in der geistigen ,nacht der ,heuchelei2 ,alles drohet nahen ,ausbruch -- -- als ,jesus ihre ,bosheit in ihren ,herzen las1 sie ans ,licht zog1 und mit einer wundervollen ,that beschmte4 ,zur ,vollendung ihrer ,niederlage brach das ,volk in laute ,lobpreisung ,gottes aus1 und in ,erstaunen ber die hohe ,macht unseres ,herrn4 ,heiliger ,schauer hatte ,alle durchdrungen2 verbissene ,wuth kochte in den ,pharisern -- bei einem und demselben ,werke ,gottes4 ,lt sich ,wahrheitssinn und ,herzenseinfalt1 dem ,vorurtheile und der ,tcke gegenber1 lebendiger malen8 -- ,,viii4 ,die ,berufung des ,matthus2 ,beantwortung von zwei ,fragen4#i ,vom ,standpunckte gttlicher ,wahrheit und ,liebe1 und darum so rein1 frei und milde beurtheilte und behandelte ,jesus die ,menschen und ihre ,verhltnisse4 ,kein ,wunder1 da er mit den einseitigen1 herzlosen1 selbstschtigen ,maximen der ,phariser und ,schriftgelehrten so oft in ,gegensto kam4 ,eitler ,stolz auf die ,vorrechte des ,volkes ,gottes hatte sie vermocht1 die ,zolleinnehmer ihrer ,tage fr ffentliche ,snder zu erklren1 und so eine ,art ,bann ber sie auszusprechen1 weil sie von den ,rmern1 als ,heiden und ,feinden der ,nation1 ihre ,stellen pachteten4 ,niedriger ,eigennutz von ,seite vieler ,zllner verschaffte ihnen einen gltigen ,vorwand1 dieses ,urtheil zu rechtfertigen1 und die ,scheidewand zwischen den ,rechtschaffenen und ,sndern immer lnger und hher zu fhren1 so da kein eifriger ,phariser mit einem ,zllner auf irgend eine ,weise vertraut umgieng4 ,er htte dadurch seine gesetzliche ,reinigkeit verletzet4 ,ganz anders dachte und handelte ,jesus4 ,er sah in den ,zllnern unglckliche ,menschen1 verirrte ,kinder seines himmlischen ,vaters2 er fand nicht alle unverbesserlich und durchaus verwerflich2 darum entsetzte sich sein menschenfreundliches ,herz ber die gefhllose ,klte und ,hrte1 mit welcher die ,phariser diesen ,menschen den ,weg zur ,besserung versperrten2 sein himmlisch hoher ,geist schwang sich ber diese finstern ,vorurtheile der ,meister ,israels empor2 edel und freisinnig wandelte er den ,pfad der ,erbarmungen ,gottes um die verirrten ,schaafe aufzusuchen -- und nicht vergeblich4 ,er fand mehr als ,einen1 ber den er sich mit dem ganzen ,himmel freuen konnte4 ,matthus wird als der ,erste genannt2 ,mancher wird wohl noch einst im ,buche des ,lebens angeschrieben stehen1 den die ,menschen nicht kennen4 ,welch' ein entzckender ,anblick6 ,jesus geht an der ,zollbank vorbei1 sieht den ,matthus1 fordert ihn auf1 sein ,jnger zu werden2 dieser erhebt sich mit raschem ,entschlusse1 verlt freudig sein eintrgliches ,gewerbe1 und wird ,schler des armen ,propheten4 ,wo sind da die feinen ,ueberredungsknste1 wo die lockenden ,versprechungen von der einen1 wo die wegwerfenden ,manieren1 wo die sklavische ,erniedrigung von der andern ,seite1 wie ,beides bei den ,pharisern ,statt fand8 ,wie kurz1 wie natrlich1 wie zwanglos1 wie thatenreich ist der ganze ,hergang6 ,wie edelmthig1 frei und doch voll ,anstand und ,wrde ist das wechselseitige ,betragen6 ,welch' ein ,ausdruck hoher ,freude liegt in der ,veranstaltung des ,gastmahls bei ,matthus6 ,welche hinreiende ,herablassung in der ,theilnahme ,jesu daran6 ,ohne ,bedenken aen seine unverdorbenen ,jnger mit dem reuigen ,snder2 ,matthus und seine ,genossen dachten nicht an den harten ,richterspruch der ,phariser2 sie sahen nur den ,propheten1 fhlten ,wonne im ,herzen und ,kraft zur ,besserung4 ,gott und seine ,engel freuten sich des herrlichen ,anblickes4 -- -- ,die scheinheiligen ,phariser murrten1 zrnten1 tadelten laut unsern ,herrn666 -- ,wer vermag das ,abscheuliche1 ,niedertrchtige1 ,emprende einer solchen ,denk- und ,handlungsweise zu schildern8 ,muth ist nicht ,sache des ,heuchlers1 wenigstens nicht offener ,muth2 das bse ,gewissen schlgt ihn4 ,darum zieht er ,seitenangriffe vor2 er tritt dem ,gegner nicht leicht vor die ,augen4 ,dieser ,zug schndet auch hier die ,phariser4 ,sie wagten es nur nicht1 ,jesus unmittelbar selbst zu tadeln2 nur an seine ,jnger stellten sie im religisen1 strafenden ,tone die ,frage3 ,warum esset und trinket ihr und euer ,meister mit den ,zllnern und ,sndern88 ,vielleicht hatten sie dabei noch die hinterlistige ,absicht1 durch ihr ,ansehen und durch die ffentliche ,rge die ,jnger von ,jesus abwendig zu machen4 ,aber schnell nahm ,jesus das ,wort1 und vertheidigte sich1 nicht die ,jnger2 denn er wute zu gut1 wem der ,vorwurf gelten sollte4 ,und welche ,vertheidigung8 ,in drei ,innhaltsschweren ,stzen rechtfertigte er seinen ,besuch bei ,matthus1 enthllte die ,schande seiner ,gegner1 und schilderte die gttliche ,milde seines ,berufes4 ,man durfte nur ein wenig mehr1 als gewhnlich ,phariser1 mit dem ,geiste des alten ,testamentes vertraut sein1 um aus den ,psalmen und ,propheten zu wissen1 wie zrtlich ,gott um die ,bekehrung der ,snder sich gleichsam bekmmerte2 wie vterlich er fr ,menschenwohl sorgte2 wie oft gerade von dieser menschenfreundlichen ,seite auch der ,messias geschildert wurde4 ,darum konnte ,jesus nicht ,schriftgemer sich als ,retter ,israels ankndigen1 als dadurch1 da er als ,seelenarzt auftrat4 ,allein eben die war es1 wovon die damaligen ,lehrbcher nach den ,erblehren der ,alten nichts enthielten2 und von den ,psalmen und ,propheten wuten die ,phariser wenig4 ,wie konnten sie also das ,benehmen und die ,lehre unseres ,herrn verstehen8 ,desto gebter und bewanderter waren sie im ,ceremoniell des ,gottesdienstes jeder ,art und ,gattung4 ,opfer waren die ,hauptsache der ,religion2 denn wenn sie selbst opferten1 so glaubten sie1 ,gott damit fr sich zu gewinnen2 opferten aber ,andere1 so war die fr ,priester und ,leviten eintrglich4 ,da diese ,art von ,religiositt nur verkappter ,eigennutz war1 bewies ihre ,lieblosigkeit gegen alle ,menschen1 und ihre an ,grausamkeit grnzende ,hrte gegen ,snder und ,irrende4 -- ,der natrliche ,grund davon lag in dem ,mangel an ,kenntni der heiligen ,schrift1 in der geringen ,vertrautheit mit ihrem ,geiste1 in blinder ,anhnglichkeit an alte ,lehrer und an selbstgewhlten ,gottesdienst4 ,daher war die ,antwort unseres ,herrn so eindringend und unwiderstehlich3 ,gehet hin und lernet1 was es heit3 ,barmherzigkeit will ich1 und nicht ,opfer68 ,wie menschlich1 wie milde und freundlich ist doch die von ,gott selbst ausgesprochene ,religion6 ,wie hart1 wie starr und ertdtend das von ,heuchlern mit diesem ehrwrdigen ,namen ausstaffirte ,gespenst6 ,menschenliebe und ,eigennutz -- welche ,gegenstze66 ,ganz im ,geiste des ,allerbarmers trat ,jesus auf1 und munterte alle ,snder zur ,besserung auf4 ,gerechte81 d4 h4 in sich selbst ,fromme1 maschinenmig ,heilige1 daher ,unverbesserliche1 wie die ,phariser1 konnte er nicht zur ,sinnesnderung einladen4 ,wahrhaft ,gute schlossen sich von selbst an ihn an4 ,so muten seine tadelschtigen ,gegner1 krftig widerlegt1 nachdrcklich zurechtgewiesen1 fein angestochen1 ruhmlos abziehen1 und ihren ,verdru wiederkauen4 99 99 99 99 99 ,einstimmig lassen drei ,evangelisten einen ,vorfall folgen1 der selbst der ,zeit nach1 nicht blo wegen seines ,innhaltes1 mit dem ,vorhergehenden zusammenzuhngen scheint4 ,die ,phariser konnten es1 trotz ihrer ,frmmigkeit1 doch nicht so leicht verzeihen1 da ,jesus sie vor ,zllnern und ,sndern zu ,schanden gemacht hatte4 ,sie sannen auf ,rache2 und diese wird solchen ,leuten nicht schwer4 ,diemal verfielen sie aber auf ein fein und listig erdachtes ,mittel4 ,jesus und ,johannes sollten im ,widerspruche begriffen dargestellt1 die ,jnger des ,tufers als ,werkzeuge bentzt1 die ,schler unseres ,herrn von ihm abgewandt werden4 ,ein trefflicher1 der gewandtesten ,heuchler wrdiger ,plan6 ,aber wie kam es1 da ,johannes ,jnger sich von ihnen so leicht mibrauchen lieen1 da der ,tufer so dringend vor ,pharisern gewarnt hatte8 ,dazu muten mehrere ,triebfedern knstlich in ,bewegung gesetzt werden4 ,aus einem frhern ,vorfalle 7,joh4 ,,iii41 #bf47 ergiebt sich ungezwungen1 da einige ,schler des ,tufers eiferschtig waren auf das schnell wachsende ,ansehen unseres ,herrn2 diese leidenschaftliche ,stimmung konnte seit der ,gefangennehmung des ,tufers nicht abgenommen1 vielmehr durch ,schmerzgefhl ber den ,verlust ihres ,lehrers nur zugenommen haben4 ,von einer andern ,seite hiengen diese ,schler noch sehr an einem uerlich strengen ,leben1 wie es ihr ,lehrer1 seinem ,berufe und ,zwecke gem1 gefhrt1 und wozu er sie1 als ,vorbereitung zum ,reiche ,gottes1 ebenfalls angewiesen hatte4 ,da nun nicht leicht ,jemand scharfsichtiger ist in der ,entdeckung der ,schwachheiten ,anderer1 als der ,heuchler1 weil er selbst viele ,blen zu decken hat2 und da eben solche ,menschen fremde ,fehler am schlauesten zu bentzen wissen1 weil sie aus der ,kurzsichtigkeit der ,menschen fr sich selbst tglich und stndlich ,vortheil ziehen men3 so konnte es den ,pharisern gewi nicht schwer werden1 einige ,johannes-,jnger in ihr ,interesse zu ziehen4 ,je tiefer und stiller aber eben darum freier und zwangloser die ,religiositt unseres ,herrn war1 desto leichter war es1 unter den gegebenen ,umstnden1 sie verdchtig zu machen4 ,ohne viele ,mhe und mit tuschendem ,scheine lie sich zeigen1 da ,jesus1 der mehr sein wolle1 als der groe ,johannes -- schwerlich werden die ,phariser erheucheltes ,lob gespaart haben -- nicht einmal die ,kennzeichen alltglicher ,frmmigkeit an sich habe4 ,solche ,dinge von ,mnnern vorgetragen1 welche im ,geruche der ,heiligkeit stunden2 wie verfhrerisch mute es sein6 um aber das schne ,vorhaben von allen ,seiten zu befrdern1 und jedes mgliche ,hinderni bedachtsam zu entfernen1 muten sich ,einige der eifrigsten ,phariser-,schler zu denen des ,johannes gesellen4 ,auf diese ,weise bildeten sie eine zusammengesetzte1 gar nicht verchtliche ,gesandtschaft1 welche unsern ,herrn ffentlich ber den ,mangel an ,gebetstunden und ,fasttagen fr seine ,jnger zur ,rede stellen sollte4 ,in welchem ,lichte mute ,jesus vor den ,augen der beschrnkten kurzsichtigen ,menge erscheinen1 wenn er diesen ,angriff nicht krftig und ganz von sich ablenken konnte8 ,wahrlich1 wer sich in ,rnken und ,verfolgungskunstgriffen ben will1 darf nur zu ,pharisern in die ,schule gehen6 ,es hatte die ,feinde ,jesu nicht wenig ,nachdenken1 ,scharfsinn1 ,kunst und ,mhe gekostet1 diesen ,angriff auf die tadellose ,frmmigkeit zu ,stande zu bringen4 ,jesus arbeitete indessen unbesorgt und rastlos an ,besserung und ,beseligung der ,snder2 und als sie den ,schlag ausfhren wollten1 waren sie mit ,einem ,allmachtsworte der unberwindlichen ,wahrheit besiegt4 ,der ,gott vertrauende1 ,menschen liebende ,fromme besteht fest und ungebeugt1 wie ,libanons ,ceder1 den ,sturm1 whrend der ,boshafte mit ,wurzel und ,stamm verderbt wird4 ,ueber das ,gebet gab ,jesus merkwrdig genug gar keine nhere ,antwort4 ,dieses ,stillschweigen beweist wohl mehr1 als alle scheinheiligen ,schutzreden1 da ,jesus dem ,geiste des ,gebetes keinen ,zwang angethan wissen wollte durch ,formeln und ,zeiten und ,orte4 ,bei ihm und seinen ,jngern war es nicht so1 wie bei den ,pharisern4 ,die geistlose ,anhnglichkeit an bloe uere ,gebruche und ,selbstqulungen htte gar nicht sinnreicher und tiefer verglichen werden knnen1 als mit ,trauergebruchen zur ,zeit der ,freude1 mit neuen ,lappen auf alte ,kleider4 ,wie mute die die ,heuchler rgern1 wenn sie den ,werth ihrer mhsamen und hart errungenen ,heiligkeit so herabgesetzt sahen6 ,wer freuet sich nicht1 da wir einen ,brutigam und keinen ,todtengrber zum ,stifter unserer ,religion haben8 -- ,junger herber ,wein1 der dem ,gaumen nicht behagt1 und den ,schluchen schadet1 ist ein sinnvolles ,bild der sauertpfischen ,frmmigkeit dressirter ,heuchler4 ,,ix4 ,ueber ,heiligung und ,entweihung des ,sabbates#aj ,der wahre ,gottesverehrer und der ,heuchler verhalten sich zu einander wie ,geist und ,buchstabe1 wie ,sache und ,form1 wie ,wirklichkeit und ,schein4 ,wer kennt ,moses und die ,propheten1 und wei es nicht1 da die ,feier des ,sabbates ein ,grundgesetz der israelitischen ,religion war8 ,der ,glauben an den ,einen wahren ,gott1 als ,weltschpfer und ,weltregenten1 hieng an der ,beobachtung oder ,vernachlssigung dieses ,gebotes2 ,israel fiel oder stund jederzeit mit dem ,sabbate4 ,seit der ,wiederherstellung eines groen ,theiles der ,nation nach dem babylonischen ,exil wurde mit ausserordentlicher ,strenge ber diesem ,gesetze gehalten1 weil man1 nachdem der ,rausch des ,gtzendienstes verrauchet war1 die ,wichtigkeit dieser ,feier einsah4 ,allein ,esra's und ,nehemia's ,geist lebte nicht fort in ihren ,nachkommen2 diese blieben bald hufig nur bei der ,form stehen1 und trieben ,abgtterei damit4 ,besonders die ,phariser entwarfen ein ,bild von der ,heiligkeit des ,sabbates1 das an ,personification grnzte1 und zu den abentheuerlichsten ,vorschriften verleitete1 von denen die heil4 ,schrift durchaus nichts wute4 ,sie trieben es so weit1 da die ,feier dieses ,tages zur ,hauptsache und zum ,zwecke1 der ,mensch zur ,nebensache und zum ,mittel wurde4 ,daher berluden sie die ,menschen mit kleinlichen ,regeln1 ,gesetzen und ,bestimmungen darber1 welche krperliche ,verrichtungen man vornehmen drfe1 um nicht zu arbeiten48 ,alles wurde wieder nur auf ,gebruche1 ,ceremonien1 ,wortformen1 ,schritte1 ,bewegungen -- bis zur ,anwendung von ,arzneimitteln eingeschrnkt2 das ,herz gieng leer aus dabei2 der ,geist mute ,hunger leiden2 das ,gewissen kam in die ,noth -- wie berall bei der ,heuchelei4 ,jesus war ,israelite im chten ,sinne des ,wortes1 und eben darum nichts weniger als ein ,verchter des ,sabbates1 wohl aber der pharisischen ,lehre ber den ,sabbat4 ,diese mit ,lehre und ,that zu bestreiten1 war sein hoher und fester ,entschlu4 ,daher lie er es gerne geschehen1 da seine wenigstens in diesem ,punkte unpharisischen ,jnger an einem ,sabbate ,aehren abrupften1 sie mit den ,hnden zerrieben1 und aen -- zum nicht geringen ,aerger der ,phariser4 ,diese waren nmlich ihm und seinen ,jngern auch hier nachgeschlichen1 oder hatten sich mit verstellter ,miene der ,freundschaft zu ,begleitern aufgedrungen4 ,blinder ,religionseifer treibt zu ,allem1 und erlaubt sich ,alles2 ist ja der ,zweck heilig2 warum nicht auch jedes ,mittel8 ,wie werden sie sich in ihrem ,gott gefreuet haben1 als sie diesen ,fehler entdeckten8 ,nun lag ja die ,sndhaftigkeit und die verfhrerische ,lehre des verhaten ,propheten zu ,tage2 nicht nur ,er selbst hielt nichts auf gttliche ,einsetzungen1 sondern gestattete auch bereits seinen ,jngern1 ungescheuet den ,sabbat zu schnden4 ,womit wollte ,jesus sich rechtfertigen gegen so scheinbar wichtige und gegrndete ,vorwrfe8 ,wenn es mit ,grnden aus der pharisischen ,schule htte geschehen men1 wre er freilich in die dringendste ,verlegenheit gerathen2 denn er htte weder einen alten noch einen neuen berhmten ,rabbi fr sich anfhren knnen4 ,allein ,jesus hielt sich vorerst an die heil4 ,schrift selbst2 und da war das ,recht auf seiner ,seite4 ,im ,gesetze ,moses war das1 was die ,jnger gethan hatten1 den ,armen ausdrcklich erlaubt1 und am ,sabbate wenigstens nicht verboten4 ,von dieser ,seite konnten ihm seine ,feinde nicht beikommen4 ,aber er war im ,stande1 noch weiter zu gehen1 und ein unverwerfliches ,beispiel aus ,gottes ,wort anzufhren1 da selbst bestimmte gttliche ,vorschriften fr uere ,gebruche im ,falle eines dringenden ,bedrfnisses ihre verbindende ,kraft verlieren4 ,was lie sich dagegen sagen1 wenn der ,hohepriester ,achimelech und ,david so gehandelt hatten8 ,warum tadelten denn die ,phariser nicht auch das ,gesetz ,gottes1 welches den ,priestern ,arbeit zum ,behufe des ,opferns am ,sabbate gestattete8 ,hchst merkwrdig und lehrreich bleibt es1 wie unser ,herr stets den ,menschensatzungen und ,erblehren seiner ,feinde ,gottes ,wort und ,that entgegengesetzt1 und sie damit verstummen machte4 ,in welchem ,lichte ihre ,kenntni gttlicher ,dinge dabei erschien1 darf wohl nicht erst gezeigt werden4 ,obwohl das bisher ,gesagte mehr als hinreichend war1 die ,handlung der ,jnger und dadurch auch ,jesus selbst zu rechtfertigen3 so fgte er doch noch besondere ,grnde bei1 welche unsere ganze ,aufmerksamkeit verdienen1 weil sie den ,charackter der ,wahrheit und ,liebe1 so wie der ,heuchelei ins hellste ,licht setzen4 ,die ,phariser fanden es untadelhaft1 da die ,priester und ,leviten die ,sabbatsruhe brachen2 denn es geschah im ,tempel und folglich zur ,ehre ,gottes4 ,jesus erklrte1 da seine ,jnger noch mehr ,recht dazu htten1 als jene1 da ,er grer sei1 als der ,tempel48 ,damit gab er sich deutlich genug zu erkennen1 als den ,sohn ,gottes1 als die lebendige ,wohnung1 in welcher die ,flle der ,gottheit thronte4 ,es ist ein trauriges ,zeichen der tiefen ,verblendung1 in welche geistlose ,systeme die ,menschen strzen1 da die ,phariser diesen starken ,fingerzeig weder gut noch bse aufnahmen2 ja1 gar nicht vernommen zu haben scheinen4 ,auch bei dieser ,gelegenheit fhrte ,jesus wieder den ,spruch des ,propheten an3 ,barmherzigkeit will ich1 und nicht ,opfer48 ,damit deutet er auf die eigentliche ,quelle1 aus welcher der ,vorwurf der ,sabbatsschndung geflossen war4 ,lieblosigkeit1 ,verdammungssucht1 ,partheiha war es1 was sie bestimmt hatte1 unserm ,herrn auf dem einsamen ,pfade durch ,saatfelder nachzuschleichen1 und die unschuldigen ,jnger zu tadeln4 ,welch' einen ,begriff von ,frmmigkeit hatten diese ,heuchler8 ,was lie sich mit ihrer ,religiositt nicht ,alles reimen8 ,wie listig wuten sie ihre ,leidenschaften mit ,gottes ,sache zu vermischen6 ,aber ,jesus durchschaute die ,tcke ihres ,herzens1 und enthllte sie -- zu unserer ,belehrung und ,warnung4 ,der ,sabbat ist um des ,menschen willen1 nicht der ,mensch um des ,sabbats willen da48 ,so kehrte ,jesus mit khner ,freimthigkeit1 wie sie nur der ,wahrheit eigen ist1 die ,lehre der ,phariser um1 und stellte das ursprngliche1 alte ,verhltni wieder her4 ,man mu sich ganz in die damalige ,heuchlerische ,lehre hineindenken1 um das ,neue1 ,treffende1 ,wahre1 aber fr die ,rabbinen hchst ,aergerliche -- und fr alle ,zeiten ,anwendbare recht tief und innig zu fhlen4 ,aus dem eben aufgestellten ,grundsatze leitete ,jesus eine eben so wichtige als damals anstige ,folge ab3 ,also ist der ,sohn des ,menschen ,herr auch des ,sabbates68 ,mit bewunderungswrdiger ,feinheit hat er hier sich und seine ,jnger zugleich vertheidiget4 ,menschensohn bezeichnet den ,menschen berhaupt1 und insbesondere den ,messias4 ,beides konnte er mit vollem ,rechte von sich sagen2 aber auch fr seine ,jnger galt es1 da sie ber dem ,sabbat1 nicht der ,sabbat ber ihnen stehe4 ,keine uere ,feier des ,sabbates wollte ,jesus so verstanden wissen1 da der ,mensch1 wenn ihn ein unausweichliches ,bedrfni drngte1 nicht das ,ceremoniel des ,sabbates umgehen drfe1 um den ,geist dieser ,feier zu behalten -- nmlich ,ruhe1 frohen ,genu vor ,gott1 ,andenken an die ,schpfung durch ,gott1 ,dank gegen den ,geber alles ,guten1 ,erneuerung und ,befestigung des ,glaubens und der ,liebe4 ,solche reine und freie ,ansichten finden an den ,pharisern aller ,zeiten ,gegner4 ,jetzt noch einen ,blick auf die ,jnger6 ,was wird sich in den biedern1 fr einfache1 zwanglose ,frmmigkeit und ,wahrheit vielfach empfnglichen ,herzen geregt haben1 als sich ihr ,meister ihrer so annahm8 ,welche neue ,gedanken werden aufgestiegen seyn8 ,welche ,freude werden sie empfunden haben1 da ,jesus ihnen kein so schweres ,joch auflegte8 ,welcher ,redliche freuet sich nicht mit ihnen8 99 99 99 99 99 ,der wirklich glnzende ,sieg1 welchen ,jesus ber die ,phariser davon getragen hatte1 verschaffte ihm von ihrer ,seite so wenig ,ruhe1 da sie ihn vielmehr rachschtiger verfolgten1 als vorher4 ,ist die nicht das ,schicksal des ,gerechten1 so oft er den schweren ,kampf gegen ,bosheit wagt8 ,lt sich nicht natrlich noch ,schlimmeres von der ,heuchelei1 als von einfacher1 offener ,verkehrtheit des ,herzens erwarten8 ,je weniger die ,phariser in sich selbst hineinsehen wollten1 desto sorgfltiger belauschten sie ,andere1 besonders den ihrem ,ansehen so gefhrlichen ,jesus4 ,sie rechneten sich dieses ,spionenwesen sogar zum ,verdienste vor ,gott an2 denn sie sorgten ja dadurch fr ,erhaltung und ,befrderung der ,ehre ,gottes -- wenigstens vor den ,augen der ,menschen4 ,daher umspannen sie ,jesus berall mit den ,netzen ihres ,argwohnes2 nirgends aber lauerten sie sorgfltiger1 als im ,tempel1 und in den ,synagogen4 ,sehr begreiflich2 denn die waren die eigentlichen ,tummelpltze ihres faden gelehrten ,krames und ihres prahlerischen ,gottesdienstes4 ,diemal gab ein ,mann mit einer lahmen ,hand ,anla zu einem merkwrdigen ,vorfalle4 ,es war ,sabbat2 die ,synagoge hatte sich gefllt mit ,menschen2 vermuthlich auch darum1 weil man wute1 da ,jesus komme4 ,der ,lahmhndige stellte sich so hin1 da ,jedermann sehen konnte1 er suche ,hlfe bei ,jesus4 ,auf den ,gesichtern der ,phariser drckte sich der fromme ,unwillen aus1 den sie schon bei dem ,gedanken empfanden1 da der ,festtag durch die ,heilung dieses ,mannes entweihet werden knnte4 ,wirklich zeigte sich ,jesus geneigt4 ,um aber die ,falschheit ihrer ,lehre und die ,verkehrtheit ihres ,willens selbst dem gemeinen ,manne lebhaft genug vor die ,augen zu stellen1 fragte er sie zuvor ffentlich3 ,ob es erlaubt sei1 am ,sabbate ,gutes oder ,bses zu thun8 -- ,was sollten sie thun8 ,ihm erlauben1 dem ,unglcklichen eine ,wohlthat zu erweisen8 ,die gestattete weder ihr ,system noch ihr liebloses ,herz4 ,sagen1 er sollte ,bses thun8 ,die durften sie um des ,volkes willen nicht4 -- ,sie schwiegen18 und warteten den ,erfolg ab1 um daraus ,stoff fr ihre religise ,rachsucht zu sammeln4 -- ,sie schwiegen18 damit die geheime ,bosheit ihres ,herzens nicht ffentlich bekannt wrde4 -- ,sie schwiegen8 -- wie tief lt uns die in die heillose ,kunst und ,gewandtheit der ,heuchelei blicken1 die so reich an ,ausflchten und ,schleichwegen ist1 auf welchen sie bei aller ,scheinheiligkeit die niedertrchtigsten ,rnke schmiedet66 ,jesus aber sah sie alle umher an mit ,unwillen48 ,der gttliche ,erlser zrnt2 er fhlt bittern ,schmerz ber die ,verblendung ihres ,herzens1 mit welcher sie die ,augen vor den eindringenden ,lichtstrahlen der ,wahrheit gewaltsam schlossen4 ,wie ganz anders zrnten die ,phariser6 ,unser ,herr lie sich nicht irre machen2 er heilte die ,hand1 entheiligte den ,sabbat nach dem ,urtheilsspruche der ,phariser1 und heiligte ihn nach dem ,sinne und ,willen seines ,vaters4 ,wie lehrreich fr alle ,jahrhunderte666 99 99 99 99 99 ,mein ,vater wirket bis jetzt1 und so wirke auch ich48 ,mit diesen ,worten zeigt uns ,jesus die sogenannten ,sabbatschndungen von einer neuen ,seite4 ,er deutet damit auf das ganz eigenthmliche ,verhltni hin1 in welchem er1 als ,sohn1 mit dem ,vater steht1 und leitet daraus das ,recht ab1 am ,sabbate ,gutes zu thun4 ,gott entweihet den ,sabbat nicht dadurch1 da er fr das ,wohl der ,menschen thtig und wirksam ist2 eben so wenig kann man es seinem ,sohne verargen1 wenn er dem erhabenen ,beispiele des ,vaters folgt4 ,wahrlich6 eine grndlichere und ,gottes wrdigere ,schutzrede fr die ,heilung des #ch;jhrigen ,kranken am ,sabbate lt sich gar nicht denken4 ,die ,feinde ,jesu wollten sie mit ,steinwrfen beantworten -- das gewhnliche ,werkzeug des ,beweisens fr beschmte und besiegte ,heuchler4 ,welche ,herzen muten das sein1 die eine solche gttliche ,sprache nicht verstunden2 von solchen ,thaten nicht gerhrt wurden8 ,eine solche widrige ,erscheinung war nur bei ,menschen mglich1 welchen ,ehre bei ,menschen1 die glnzte und in die ,augen fiel1 mehr galt1 als die ,ehre bei dem unsichtbaren ,gotte2 welche sich zum ,beweise ihrer ,rechtglaubigkeit auf ,moses ,ansehen und ,schriften beriefen1 whrend sie im ,leben seine ,lehre und seinen ,geist verleugneten2 welche der ,weissagung ,moses vom ,messias nicht glaubten1 weil sie ihrem ,interesse widersprach4 ,war es fr solche ,menschen nicht noch eine ,ehre1 wenn man sie ,heuchler nannte8 nicht umsonst bezeugte ,jesus1 da es seinen ,gegnern an ,wahrheitssinn fehle1 da das ,wort ,gottes und die ,liebe ,gottes nicht in ihren ,herzen wohne -- -- ,die ,lehre1 da ,religion nicht bloe ,aeuerlichkeit der ,gebruche1 da ,menschenliebe ihre schnste ,krone sei1 da ,gott selbst sich als ,muster dafr aufstelle -- diese ,lehre war lebensgefhrlich fr unsern ,herrn2 wird die jetzt weniger der ,fall sein1 wenn ,jemand mit diesem ,ernste diesen ,geist gegen manchen ,buchstaben geltend machen1 und das1 was ,jesus vom ,sohne ,gottes sagt1 verhltnimig auf ,gottes ,kinder anwenden wollte8 ,ist wirklich der ,pharisismus so ganz aus unsern ,herzen gewichen8 -- ,x4 ,jesus1 ,simon1 der ,phariser1 und die ,snderin4#aa ,schon damals scheinen ,einladungen zu ,mahlzeiten nicht immer ,beweise vertrauter ,freundschaft1 sondern fter auch ,complimente und ,hofsitte schlauer ,fchse gewesen zu sein4 ,wer wundert sich nicht8 ,jesus wurde von dem ,phariser ,simon zur ,tafel geladen4 ,doch wohl ein ,beweis1 da er den ,propheten zu schtzen wute6 ,so mochte1 so sollte es vielleicht scheinen2 allein es war nicht so4 ,das ,betragen ,simon's ist ,brge dafr1 da die ,einladung nur geschah1 entweder um den seltsamen ,lehrer auch ein ,mal in der ,nhe zu sehen1 oder damit manche ,verehrer ,jesu gut von ,simon denken mchten u4 s4 w4 ,das1 was die ,leute sahen und hrten -- die ,einladung2 und das1 was im ,verborgenen des ,hauses vorgieng -- die ,behandlung des ,gastes2 welch' ein ,contrast6 ,aber unstreitig cht pharisisch4 ,aber nun erst der ,hauptauftritt6 die ,snderin tritt in das ,speisezimmer1 nhert sich ,jesus1 weint ,thrnen einer reuevollen1 dankbaren ,liebe1 kt und salbt die ,fe ihres ,erretters vom ewigen ,tode4 ,kalter ,schauder berluft die fromme ,haut des reinen ,pharisers bei diesem ,anblick4 ,wenn dieser ein ,prophet wre1 so wrde er wissen1 wer und was fr ein ,weib es ist1 welche ihn anrhret8 -- so spricht er im ,herzen sein ,gewissenrichterisches ,urtheil4 ,allemal glaubt der ,heuchler1 in dem ,innern ,anderer richtig zu lesen1 was sein verkehrter ,sinn ihm eingiebt4 ,er ist immer auf ,reinerhaltung der ,ehre und des ,gewissens seiner ,nebenmenschen bedacht1 und vergit darber sich selbst4 ,der ,sohn ,gottes las richtiger im ,herzen ,simon's1 und gab ihm davon einen ,beweis1 der ihn auf ernste und heilsame ,gedanken htte fhren knnen1 wenn er nicht von ,selbstsucht zu sehr verblendet gewesen wre4 ,widerlegte ,jesus nicht recht grndlich und schonend zugleich durch die ,that den ,zweifel ,simon's an seiner ,prophetenwrde8 ,es lt sich gar nicht sagen1 wie viel ,zurckstossendes1 zarte ,herzen ,emprendes in der ,gesinnung des ,pharisers gegen ,jesus und gegen die ,snderin liegt4 ,ganz versenkt in die ,vorstellung seiner gesetzlichen ,heiligkeit2 trunken von ,freude ber seine ,sittenreinheit vor den ,augen der ,menschen blickt er ,jesus und die ,snderin mit verachtendem ,widerwillen und ,eckel an4 ,es wre wirklich lehrreich fr den ,menschenkenner1 ,stirne1 ,augen1 ,mund und ,gebehrden des treuen ,sklaven eines heilig sein sollenden ,buchstabens zu sehen4 ,aber kaum wrde er seinen ,unwillen unterdrcken knnen beim ,anblicke der grinsenden ,lieblosigkeit des aufgeblasenen ,heuchlers1 der gefhllosen ,hrte des unbekannten ,snders1 des undankbaren ,herzens gegen seinen wohlthtigen ,schpfer4 ,aus dieser bittern ,quelle flo die gelufige ,sophistik1 welche blitzschnell beweisen konnte1 da ,jesus kein ,prophet sei1 weil er sich von einem solchen ,weibe berhren lie4 ,das ,verdammungsurtheil war systematisch und rabbinisch vollkommen consequent2 also mute es wahr sein1 so sehr es auch allem ,geiste der ,lehren und ,thaten ,gottes widersprach4 ,zwischen der ,snderin und dem scheinheiligen ,simon befand sich der gttliche ,mittler4 ,konnte er gleichgltig oder auch nur geduldig die schonungslose ,verachtung ansehen1 mit welcher die bessere ,snderin von dem schlechtern ,frmmler behandelt wurde8 ,unmglich6 ,er mte die verlornen ,schaafe ,israels weniger geliebt haben1 wenn er geschwiegen htte4 ,aber er machte die ,rge dadurch ausserordentlich eindringend und scharf1 da er durch eine treffliche ,parabel den sich weise dnkenden ,simon zuerst dahin brachte1 ber sich selbst das ,urtheil zu fllen1 und dann die aufrichtige ,reue1 die flammende ,gottesliebe1 den unbegrnzten ,dank1 das felsenfeste ,vertrauen der berchtigten ,snderin verglich mit der eingebildeten ,heiligkeit des kleinen ,schuldners1 der aber so wenig als die groe ,schuldnerin bezahlen konnte2 mit der starrenden ,klte des frommen ,stolzes gegen den ,allerbarmer2 mit der unhflichen ,aufnahme des hohen ,gastes2 mit dem mitrauischen ,sinne des selbstgerechten ,gottesgelehrten1 der nur auf sich bauete4 ,je lnger man dieses herrliche ,sittengemlde betrachtet1 desto mehr gewinnt es an ,bedeutung und ,anwendbarkeit fr ,kopf und ,herz4 ,durchsuchen wir doch die geheimsten ,gnge und ,falten unseres ,busens1 schtteln wir ihn ganz aus6 ,denn wir haben einen ,herrn und ,richter1 der alle stolzen ,ansprche selbstgerechter ,heiligkeit krftig niederschlgt1 der uere ,frmmigkeit ohne innere in ihrer ganzen ,nacktheit darstellt1 der die ,liebe nach ,thaten wget1 nicht nach ,worten und ,gefhlen1 der auf ein gebessertes1 reines ,leben mehr hlt als auf schulgerechte ,lehrformen u4 s4 w4 ,,xi4 ,heilung eines ,besessenen1 der blind und stumm war4 ,urtheil der ,phariser4 ,antwort ,jesu4#ab ,mit einem ,worte seiner ,allmacht hob ,jesus ein dreifaches ,uebel vollkommen4 ,konnte er eine ,that verrichten1 die seine ,sendung von ,gott strker bewies8 ,auf die ,herzen des ,volkes machte sie auch wirklich einen solchen ,eindruck4 ,verwunderung1 ,staunen1 heiliger ,schauer ergriff die ,zuschauer1 sie fhlten die ,nhe ,gottes1 weil sie unbefangen und geradsinnig die ,that ansahen1 und gar wohl begriffen1 da etwas geschah1 was kein ,mensch so zu thun vermochte4 ,so stieg dann in ihren unverdorbenen ,herzen der ,gedanke auf3 ,sollte dieser nicht der ,messias sein88 ,richtig zog ihr gesunder ,verstand den ,schlu1 da dem1 der ,macht hat1 solche ,dinge zu thun1 wohl auch die ,rettung der ,nation fr ,zeit und ,ewigkeit nicht unmglich sei4 ,das ,wunder fhrte also die unpartheiischen ,menschen dahin1 wo ,jesus sie haben wollte -- an die enge ,pforte des ,glaubens an ihn1 als den ,sohn ,david's und ,gottes4 ,noch jetzt wird man lebhaft ergriffen1 wenn man sich diese wahrhaft beseligende ,scene vergegenwrtiget2 welche ,wirkung mu sie erst an ,ort und ,stelle hervorgebracht haben6 ,wer konnte ungerhrt bleiben8 ,niemand blieb es -- als die ,phariser und ,schriftgelehrten1 welche von ,jerusalem gekommen waren4 ,ist es mglich8 ,sollten sie bei ihrer gelehrten ,bildung nicht frher und besser als das ,volk1 die gttliche ,that bemerkt und bewundert haben8 ,nicht nur dieses nicht1 sondern noch unglaublich mehr4 ,sie fllten ber dieses offenbare und allgemein dafr anerkannte ,wunder ein ,urtheil1 welches an ruchlosem ,unsinne kaum seines ,gleichen in der ,geschichte findet4 ,jesus81 sagten sie1 treibt die ,teufel anders nicht aus1 als durch ,beelzebub1 den ,obersten der ,teufel48 ,damit glaubten sie das dumme ,volk eines ,bessern zu belehren1 das ,erstaunen ber die gttliche ,heilung niederzuschlagen1 den ,glauben an ,jesus im ,keime zu ersticken1 und seiner ,lehre vorsichtig und wohlweise den ,weg zu versperren4 ,und der ,beweis fr diese sinnlose1 emprende ,wundererklrung8 ,sie hatten keinen andern1 als ihr ,ansehen1 von dessen ,allgewalt sie mchtigere ,wirkungen sich versprochen1 als von ,gottes ,wort und ,that4 ,ihnen sollte das ,volk ohne ,beweis und ,siegel glauben2 bei ,jesus sollte ,gottes ,siegel ungltig sein -- eben weil es ,jesus war1 der verhate ,neuerer1 der fluchwrdige sogenannte ,prophet1 der sie um ihren ,kredit beim ,volke1 um ihre ,bequemlichkeit im ,sorgenstuhle des religisen ,ceremonielles1 um den ,ruhm der ,schrift- und ,satzungsgelehrtheit1 um ihr selbstgeschaffenes ,ideal vom ,sohne ,david's und von seinem ,reiche -- um alle geliebten ,scheindinge zu bringen drohte4 ,ein solcher ,mensch konnte nichts ,gutes thun1 weil er es nicht thun sollte1 und nach ihrem ,sinne nicht thun wollte4 ,eher mute der ,teufel ihm zur ,seite stehen1 als ,gott1 so entschieden auch ,letzteres war4 ,bei ,jedem aus ihrer ,kaste htten sie ,jehova gepriesen fr den ,sieg ber den ,satan2 nur bei ,jesus nehmen sie zum ,wahnsinne ,zuflucht1 weil sie von ,leidenschaft gegen ihn an ,kopf und ,herz gefesselt waren4 ,allein diese giftige ,schlange verbargen sie tief im ,busen2 berfllt von ihrem ,geifer im ,innersten1 frbten sie den ,ausbruch desselben mit religiser ,schminke4 ,daher sollte die wthendste ,lsterung fr ,befrderung der ,ehre ,gottes1 die ungemessenste ,verfolgungssucht fr ,bewachung des ,seelenheiles der ,israeliten1 die unersttlichste ,rachsucht fr gerechten ,unwillen angesehen werden1 weil sie von ,jerusalem1 der ,stadt ,gottes1 gekommen waren4 ,unser ,herr breitet sich nicht leicht ber eine ,sache aus2 aber diemal that er es mit aller ,kraft seiner himmlischen ,beredsamkeit4 ,er wollte unstreitig die ,scheulichkeit und ,strafbarkeit dieser ,art von ,heuchelei ins hellste ,licht setzen1 um die ,menschen -- seine bis in den ,tod geliebten ,brder -- dringend zu warnen4 ,zuerst zeigt er das ,ungereimte1 ,widersprechende in ihrer ,behauptung1 also das innerlich ,unmgliche4 ,dann widerlegt er sie durch die ,werke ihrer eigenen ,kinder1 und durch den wahren ,begriff vom ,reiche ,gottes1 als ,gegensatz der ,herrschaft des ,satans4 ,hierauf macht er auf das uerlich ,unmgliche der ,sache in einer ,parabel aufmerksam4 ,endlich stellt er sich selbst geradezu als ,gegner des ,satans auf1 und erklrt feierlich1 da man zu ,einer von beiden ,partheien sich schlagen msse -- zu ,gott oder zum ,satan4 ,dabei unterscheidet er genau sein damaliges1 leicht verkennbares ,verhltni zu ,gott1 und vergiebt es daher gerne1 wenn man ihn lstert2 aber unverzeihlich fr ,zeit und ,ewigkeit nennt er es1 wenn man die ,werke des ,geistes ,gottes1 der in ihm wirkt1 dem ,teufel zuschrieb1 blo um nicht an ,jesus glauben zu drfen4 ,solche ,menschen findet er unheilbar und unverbesserlich1 so fromm sie scheinen mochten4 ,endlich deckt er das ,brandmal ihres ,herzens auf1 aus dem nichts ,gutes kommen konnte4 ,er weiset nach1 da ihre gleienden ,worte nur ,ausgeburten der alten ,schlange seien4 ,sogar auf das furchtbare ,gericht ,gottes lenket er den ,blick hin1 um die zu schrecken1 welche er nicht rhren konnte4 ,wren die ,phariser noch einer ,besserung fhig gewesen2 htten sie sich nicht verkriechen men vor ,reue und ,scham ber die hhnische1 absprechende1 scheinbar warnende und wohlmeinende ,gebehrde und ,sprache1 mit der sie ,jesus verlumdet hatten8 ,welche ,grnde der ,wahrheit1 welche ,thatsachen stritten fr ihn6 ,was mute ein redlicher ,zuhrer denken8 ,was sollen wir dabei denken1 daraus lernen88 -- ,,xii4 ,ueber die ,lehre von den gesetzlichen ,reinigungen4#ac ,warum bertreten deine ,jnger die ,erblehre der ,alten8 ,denn sie waschen die ,hnde nicht1 wenn sie das ,brod essen48 -- ,so stellten die ,phariser unsern ,herrn zur ,rede1 und forderten ihn zur ,verantwortung auf4 ,sie thaten es um so dreister und zudringlicher1 weil sie von dem ,hauptsitze der ,religion und ,gottesgelehrtheit -- von ,jerusalem gekommen waren1 um das ,treiben des ,nazareners in ,galila mit eigenen hohen ,augen wahrzunehmen1 und bei guter ,gelegenheit ihm zu ,leibe zu gehen4 ,ueberhaupt mute es diesen argwhnischen und eiferschtigen ,rabbinen schon verdchtig vorkommen1 da ,jesus1 als vorgeblicher ,verbesserer der ,religion1 das ,licht der hierosolymitanischen ,wahrheit und die scharfen ,blicke des ,synedriums zu scheuen und sich und sein ,unwesen in dem fernen ,galila zu verbergen schien4 ,ueberdie waren die ,galiler in ,jerusalem als unwissende ,menschen in ,betreff der ,religion verachtet und vernachliget2 die ,leviten und ,gesetzgelehrten gaben sich nur keine ,mhe1 sie besser zu unterrichten2 um so bedenklicher muten die ,herren an der ,tempelschule es finden1 da der neue ,lehrer sich um die verlornen und verlassenen ,schaafe ,israels8 annahm2 da konnten seine gefhrlichen ,grundstze im ,volkstone vorgetragen den raschesten ,fortgang machen4 ,so selten daher die ,phariser ,galila mit ihren ,besuchen beehrten1 so begierig ergriffen sie jetzt diese ,gelegenheit1 ihre vterliche ,sorgfalt fr die ,erhaltung der reinen ,lehre in ,galila mit allem ,nachdrucke zu bethtigen4 ,wenn man nicht unbemerkt von dem ,gedanken beschlichen wird1 ,jesus habe als ,sohn ,gottes1 ein ,privilegium gehabt1 sich ber religise ,gebruche seines ,volkes wegzusetzen1 da er sie doch als ,israelite beobachten sollte3 so kann es nicht anders als sehr auffallend sein1 da er in manchen ,fllen stracks und geflissentlich das ,gegentheil von dem that1 was die ,phariser als gesetzliche ,vorschrift lehrten und bten4 ,da er in andern ,fllen so nachgiebig und schonend war1 u4 z4 ,b4 den geheilten ,ausstzigen zu den ,priestern sandte1 die ,tempelsteuer bezahlte1 das ,fest der ,tempelweihe besuchte3 so kann man mit ,recht fragen3 ,warum war er gerade gegen die ,erblehre der ,alten so eingenommen8 ,sollte der ,grund nicht darin liegen1 weil sie der ,heuchelei ,thr und ,thor ffnete8 ,es gehrt mit zu dem ,verderben von ,adam's ,shnen1 da sie sich mit dem ,worte ,gottes selten begngen1 sondern von jeher diesen alten1 milden ,wein mit ihrem neuen1 rauhen ,suerling geniebarer zu machen glaubten1 und sich nicht wenig darauf einbildeten4 ,an diesem ,erbbel litten auch die ,phariser4 ,moses ,gesetz war ihrem ,kleinigkeitsgeiste nicht scharf genug in seinen ,bestimmungen2 ,david's ,psalmen fand ihr an ,glauben und ,liebe armes ,herz zu kurz und zu trocken2 die ,propheten -- -- -- kurz1 ,gottes ,geist hatte sich nicht deutlich1 nicht breit1 nicht ngstlich genug ausgesprochen2 die ,rabbi spterer ,jahrhunderte sahen ernst die ,punkte auf dem ,jota und alle ,beistrichgen recht genau1 gaben ,alles haarklein an1 entschieden mit frommem ,scharfsinne alle mglichen ,flle1 zogen einen ,zaun um das ,gesetz ,gottes1 da man von demselben nichts mehr sah1 sondern den ,zaun fr das ,hauptgebude beinahe ansehen mute4 ,allein ,moses1 ,david's1 ,jesaias ,geist wehte nicht in den ,lehren der ,alten2 die wahre1 innige1 herzliche1 lebendige1 thatenreiche ,frmmigkeit gewann nicht nur nichts1 sie verlor alles4 ,darum trat ,jesus diese ,satzungen der ,alten khn mit ,fen4 ,zur unwiderleglichen ,rechtfertigung solcher ,schritte gaben die ,phariser unserm ,herrn die ,mittel selbst an die ,hand4 ,noch immer lieen sie die heilige ,schrift als ,gottes ,wort gelten1 bezeugten mit schnen ,reden die tiefste ,verehrung1 obwohl sie in der ,that sie aus ihrem ,lehrgebude verdrngten4 ,um so krftiger zeugten dann die ,mnner ,gottes gegen sie1 da sie verstummen muten2 ,diemal war es wieder ,jesaias1 den ,jesus anfhrte1 um die ,rge seiner ,feinde zu ,schanden zu machen4 ,durch diesen geistreichen ,seher eiferte ,jehova gegen ,lippendienst1 an dem das ,herz keinen ,theil nahm2 er tadelte es scharf1 da sein ,wort und sein ,gesetz durch ,menschenlehren und ,menschensatzungen verdrngt wurde4 ,darum verwarf auch ,gott die hohle1 leere1 eitle ,frmmigkeit ,israels2 denn sie war ,heuchelei4 ,waren die ,phariser nicht in demselben ,falle8 ,es ist ,korban68 ,dieses heilige ,zauberwort setzte an die ,stelle liebevollen dankbarer ,elternpflege ein fr die ,priester und ,leviten eintrgliches ,opfer4 ,gott hatte also ,unrecht1 wenn er ,liebe forderte und nicht ,opfer2 ,gott hatte ,unrecht1 wenn er ein reines ,herz verlangte1 und nicht blo gewaschene ,hnde1 ,schsseln und ,sthle u4 s4 w4 ,die sagten freilich die ,phariser nicht mit drren ,worten2 wie htten sie es wagen drfen8 ,aber auf fein ersonnenen ,umwegen gelangten sie zu demselben ,resultate4 ,sie priesen den ,werth der ,opfer2 schilderten die ,pracht und ,freude der heiligen ,gebruche2 strichen die gttliche ,einsetzung derselben heraus2 rhmten den ,eifer und die ,weisheit der ,alten in diesen ,dingen2 schrften den ,buchstaben der ,reinigungsgesetze ein -- schwiegen dagegen1 oder sprachen doch wenig und schwach von ,glauben1 ,liebe1 ,treue1 ,redlichkeit1 ,barmherzigkeit1 ,keuschheit1 ,vershnlichkeit1 ,wohlthtigkeit1 ,uneigenntzigkeit c42 und was blieb8 ,eine schne ,larve ohne ,kopf und ,geist6 ,wir versetzen uns viel zu selten recht lebendig in die ,zeit und ,lage unseres ,herrn1 um es tief und ganz zu fhlen1 wie erhaben ber ,vorurtheile1 wie rein von ,zustzen1 wie neu und unerhrt das ,evangelium damals war4 ,darum verliert so mancher ,ausspruch sein ,anziehendes2 es fehlt ihm an ,klarheit und ,bedeutsamkeit2 man wei ihn nicht zu brauchen4 ,wie ganz anders wird dieses ,alles bei ,zeit gemer ,ansicht6 ,wer erkennt die nicht bei dem ,schritte1 den ,jesus eben jetzt that1 indem er das ,volk zusammenrief8 und ihm seine ,lehre von ,rein und ,unrein im grellsten ,gegensatze gegen die ,lehre der ,phariser vortrug4 ,dabei fordert er zum richtigen ,verstehen derselben nichts1 als unbefangene ,anwendung von ,aufmerksamkeit und gewhnlicher ,einsicht4 ,hret und denket nach6 -- ,wer ,ohren hat1 zu hren1 der hre68 ,die ist alles1 was er verlangt2 es war aber auch nicht mehr nothwendig1 um die ,wahrheit und ,milde seiner ,lehre zu erkennen1 und das aberglubisch ,abgeschmackte und lppisch ,uebertriebene der ,schriftgelehrten zu finden4 ,freilich mochte es vielen an offenem1 ungebundenem1 reinem ,sinne fr diese schne ,lehre fehlen1 und dann konnte sie den heuchlerischen ,geist nicht austreiben4 ,doch ganz fruchtlos blieb gewi auch dieser ,versuch unseres ,herrn nicht4 ,wundern wird man sich eben auch nicht1 da dieses ,verfahren unseres ,herrn sowohl als seine ,grundstze den ,pharisern rgerlich1 emprend und gottlos vorkam4 ,hie das nicht ihr ,ansehen beim ,volke zernichten1 wenn ,jeder selbst entscheiden sollte8 ,drohte nicht ihrem ,lehramte mit dieser ,anrede an das ,volk der ,untergang8 ,stund nicht ihr ganzes ,system in der dringendsten ,gefahr1 wenn diese neue ,lehre ,eingang fand8 ,wer war ,phariser1 und mute nicht so denken8 ,sie gaben es auch laut genug zu verstehen1 wie entsetzlich anstig ihnen die ,begriffe ,jesu ber ,rein und ,unrein seien2 nur wuten sie nichts ,grndliches dagegen beizubringen1 und zogen dewegen voll ,unwillen ab1 den sie mit frommem ,abscheu artig zu maskieren wuten4 ,wirklich lieen sich selbst die ,jnger tuschen1 und ihre bedenkliche ,frage an ,jesus scheint darauf hinzudeuten1 da sie wenigstens in ,zweifel geriethen1 ob ihr ,lehrer1 wenn auch wahr1 doch nicht zu stark gesprochen habe4 ,die konnte um so leichter geschehen1 da sie selbst den ,sinn der ,rede ,jesu nicht ganz gefat und verstanden hatten4 ,unerwartet genug fr sie blieb ,jesus fest auf seinem ,satze1 und erklrte geradezu die ,lehre und ,handlungsweise der ,phariser fr so verwerflich1 da man sie ohne ,schonung widerlegen1 aus den ,herzen und ,augen der ,menschen entfernen und gnzlich zernichten me1 weil sie unfehlbar ins ,verderben strze4 ,dieses strenge ,urtheil ist um so merkwrdiger1 je liebreicher1 nachsichtiger und erbarmender sonst ,jesus die ,fehler der ,menschen ansah und behandelte4 ,allein gegen ,heuchler kannte er keine ,milde2 diese will er rgern2 ihnen soll seine ,lehre ein ,todesgeruch sein2 ihr ,gottesdienst mu gestrzt werden1 wenn wahre ,religion aufkeimen soll4 ,fat man dabei ,zeit1 ,ort1 ,personen gehrig ins ,auge1 so spricht sich in ,jesus eine ,reinheit der ,gesinnung1 eine ,hhe der ,frmmigkeit1 eine ,festigkeit des ,geistes aus1 welche man nie genug bewundern kann4 ,die nhere ,erklrung fr die ,jnger ist eine sichere1 unberwindliche ,vormauer gegen ,heuchelei fr alle ,jahrhunderte4 ,zwei ,punkte sind es1 auf welche wir unser ,augenmerk richten men3 #a47 ,alles ,aeuere1 wenn es in den ,menschen hineinkommt1 kann ihn nicht unrein machen2 denn es geht nicht in das ,herz1 sondern in den ,magen48 #b47 ,was aber aus dem ,munde herauskommt1 das kommt aus dem ,herzen1 und das verunreiniget den ,menschen48 ,ist es mglich1 da auch nur der leiseste ,zweifel entstehe ber die ,fragen3 ,wann ist der ,mensch rein vor ,gott8 ,was macht ihn mifllig vor ,gott8 ,der ,geist des alten ,testaments konnte nicht herrlicher gegen den ,tod des ,buchstabens gerettet und allgemein anwendbar gemacht werden1 als auf diese ,weise4 ,die ,reinigungsgebruche sollten kein religises ,handwerk werden1 wodurch man bei ,gott etwas auf ,rechnung bringen knnte2 sondern erinnern1 hinweisen sollten sie auf ,reinigung des ,herzens4 ,wer diese ,sprache nicht versteht2 wer von solchen starken ,winken die ,anwendung auf sich nicht zu machen wei2 was soll dem das neue ,testament8 ,er hat noch nicht einmal das alte erreicht6 ,seid auch ihr noch so unverstndig88 ,so sprach ,jesus damals zu seinen ,jngern2 was wrde er jetzt sagen88 -- ,,xiii4 ,jesus auf dem ,laubhttenfeste zu ,jerusalem4#ad ,fr seine ,zeitgenossen -- und nur fr diese8 -- war das ,leben unseres ,erlsers ein wahres1 schwer zu lsendes ,rthsel4 ,auf einer ,seite war er genau in ,beobachtung aller gttlichen ,vorschriften ber ,glauben und ,liebe2 auf der andern ,seite handelte er frei in ,bezug auf menschliche1 den gttlichen gleich sein sollende1 ,gesetze3 bald war er strenger ,israelite1 bald schien er unreiner ,heide zu sein2 jetzt besuchte er ein nicht gebotenes ,fest1 dann schndete er wieder in vieler ,augen den ,sabbat2 einmal sprach er holdselige1 trostreiche1 gttlich erhabene ,worte1 ein anderesmal rgerte er viele durch unerhrte1 schneidende1 gegen alle ,schullehren verstoende ,vortrge u4 s4 w4 ,bei ihm waren die freilich keine ,widersprche mit sich selbst2 alle diese scheinbar so entgegengesetzte ,handlungen waren ,ein ,ergu eines sich ewig gleichen1 unerschtterlichen ,charakters1 der allen ,umstnden gebot1 und doch auch sich in alle ,lagen zu fgen wute1 ohne sich selbst zu verlieren4 ,freunde und ,feinde1 ,gute und ,bse1 ,starke und ,schwache am ,geiste1 ,geradsinnige und ,tckische1 ,zeiten1 ,orte c4 gaben dem ,einen ,leben so mannigfaltige ,farben4 ,aber welch' ein reiner und tiefer ,blick gehrte dazu2 welche ,einfalt und ,gte des ,herzens wurde erfordert1 sich nicht zu rgern an dem ,sohne des ,menschen68 ,wundern kann es uns also nicht1 wenn seine ,zeitgenossen widersprechende ,urtheile ber ihn fllten2 vielmehr mte es befremden1 wenn die nicht geschehen wre4 ,die ,einen sagten3 ,er ist rechtschaffen4 ,die ,andern sprachen3 ,nein6 sondern er verfhret das ,volk48 ,wer hatte ,recht8 ,unstreitig die ,erstern2 sie bewiesen ein uneingenommenes ,gemth1 einen reinen ,willen1 der fhig war1 auf die ,wahrheit aufmerksam zu sein1 und ,erkenntni derselben dadurch herbeizufhren4 ,so sahen sie1 trotz aller ,hindernisse1 ungeachtet alles widrigen ,anscheines das ,gute1 das ,gttliche in ,jesus ,lehren und ,thaten4 ,aber die ,andern2 wie kamen diese zu ihrem ,urtheile8 ,hier zeigten sich unlugbar die ,frchte pharisischer ,bearbeitung des ,volkes4 ,die ,phariser mten weniger schlau und scharfsinnig in ,besorgung ihres eigenen ,vortheiles gewesen seyn1 wenn sie es nicht frhzeitig htten merken sollen1 in ,jesus sei ein ,mann aufgetreten1 der ihrem ,wesen und ,treiben ein ,ende zu machen drohe2 denn er hielt sich in ,wort und ,that so an ,gottes ,wort1 da ihre selbst erfundenen ,lehren1 mit denen sie das gttliche ,gesetz verunstalteten1 in ihrer ganzen ,grund- und ,werthlosigkeit erschienen4 ,selbst der gemeine ,mann fieng an1 dieses einzusehen4 ,welche ,gefahr fr das damalige ,synedrium1 und in demselben natrlich fr die ,religion der ,vter selbst6 ,in solchen ,fllen erlaubt sich der gleiende ,religionseifer jedes ,mittel1 um mit dem ,scheine der ,gottesfurcht seine vortheilhafte ,sache zu retten4 ,reichen ,grnde nicht aus -- wie es hier der ,fall war -- so nimmt man zu ,lsterungen seine ,zuflucht4 ,daher warfen sie hufig mit ,sabbatschnder und ,volksverfhrer um sich1 und erreichten so bei manchem ,kurzsichtigen ihren ,zweck schneller und sicherer1 als mit ,beweisen1 die sie nicht liefern konnten oder mit wahrhaft frommen ,thaten1 die sie nicht ausben wollten4 ,viele im ,volke1 besonders die ,bewohner der ,hauptstadt1 sprachen den weisen und eifrigen ,lehrern nach1 und lsterten1 was sie nicht verstunden48 ,so leisteten gehssige ,namen1 mit denen man eine gute ,sache brandmarkte1 schon damals den ,heuchlern treffliche ,dienste66 99 99 99 99 99 ,wie versteht denn dieser die ,schrift1 da er sie doch nicht gelernet hat88 ,diese ,frage wrde unsere ganze ,aufmerksamkeit fesseln1 wenn wir es nicht zu sehr gewohnt wren1 ,alles1 was die ,feinde unseres ,herrn sagen und thun1 ungereimt und bse zu finden1 ohne weiter ber den ,grund der ,sache nachzudenken und in unser eigenes ,herz zu blicken4 ,wir selbst werden an den ,pharisern gar oft auch zu ,pharisern4 ,schon mit zwlf ,jahren hatte der ,sohn des ,zimmermannes die ,alten in der ,tempelschule durch ,fragen und ,antworten in ,verlegenheit und ,staunen gesetzt2 und spter hatte er es niemals nthig gefunden1 zu den ,fen eines ,rabbi zu sitzen1 um ,weisheit zu lernen2 und doch war er ihnen in der ,blthe des mnnlichen ,alters an ,schriftkenntni unendlich berlegen4 ,sie fhrten den prangenden ,titul2 ,er hatte die wichtige ,sache4 ,daher spricht ihre ,frage eben so viel ,neid und ,verkleinerungssucht als ,befremdung und ,verwunderung aus4 ,den meisten ,antheil daran hatte aber offenbar ihr gleiender ,charakter1 vermge welchem sie es nur nicht begreifen konnten1 da ,jesus auer ihrer ,schule1 ohne ihre ,formen1 frei von ihren ,erblehren die ,wahrheit sollte gefunden haben4 ,es liegt in der ,natur des ,heuchlers1 da er vor allem fragt1 wie1 wo1 bei wem ,jemand etwas gelernet habe1 nicht was er wisse1 und welche ,grnde er dafr gelten mache4 ,auch in dieser ,beziehung wird ,aeueres fr ,inneres1 ,form fr ,sache genommen2 wie wichtig ist aber die bei ,religionswahrheiten6 ,in der ,antwort auf die hmische ,frage der ,juden bekennet sich ,jesus zu einer ganz andern und hhern ,schule1 als die ,tempelschule zu ,jerusalem war1 welche so hufig als die einzig chte ,quelle der ,wahrheit und ,weisheit gepriesen wurde4 ,er hatte seine ,lehre unmittelbar von ,gott empfangen2 kein ,wunder1 wenn sie von dem menschlichen ,machwerke seiner und aller ,zeit so himmelweit verschieden war4 ,dagegen gab er aber auch ein ,kennzeichen seiner ,lehre an1 auf welches die ,phariser unmglich verfallen konnten1 und welches sie eben so unbrauchbar finden muten4 ,um die ,wahrheit und ,gttlichkeit seiner ,lehre zu erproben1 forderte er einen praktischen ,versuch1 und versprach als unfehlbaren ,erfolg1 die lebendigste und festeste ,ueberzeugung4 ,wie natrlich6 ,wer den ,willen ,gottes nach dem ,evangelium zu befolgen sich bestrebt1 dem erweiset sich diese ,lehre in seinem ,herzen durch ,erfahrung als eine solche1 welche das ,reich ,gottes und mit demselben die ganze ,flle alles ,friedens und aller ,seligkeit bringt4 ,wie knnte sich da ,jemand noch um knstliche ,schlsse fr und wider das ,evangelium kmmern2 er hat ja schon den ,thatbeweis2 wozu noch ,worte und ,zeichen8 ,diese knnen doch mehr nicht thun1 als ihn von ,auen anregen1 aufmerksam1 geneigt machen1 die ,probe im ,leben zu unternehmen1 ohne welche jeder andere ,beweis nicht wahrhaft und fest im ,innern wurzelt1 weil die ,erfahrung fehlt4 ,aber wie sollten sich die ,phariser zu einer solchen ,prfung der ,lehre ,jesu verstehen6 ,bei ihnen mute ja der ,meister sein ,werk loben2 von ,gott aber heit es nur3 ,die ,himmel verkndigen die ,ehre ,gottes48 ,dieses galt auch von ,jesus und von seiner ,lehre4 ,wahrhaftigkeit und ,heuchelei werden daher von unserm ,herrn auch noch in einer andern ,beziehung einander entgegengesetzt4 ,die ,phariser gaben sich alle erdenkliche ,mhe1 das von ,gott gegebene ,gesetz mit recht vielen1 fein ersonnenen1 ,gerusch der ,frmmigkeit erregenden ,zustzen zu vermehren1 die ,gebote ,gottes und ihre eigenen sorgfltig zu vermengen1 aus beiden ein kunstvolles ,gewebe oder ,system zu machen1 und so sich den ,ruhm der ,schriftgelehrtheit zu erwerben4 ,dieses ganze ,unternehmen war offenbar nichts anderes1 als ein ,bestreben1 ihre eigene schlechte ,waare unter gttlicher ,firma einzuschwrzen in das ,reich ,gottes1 und als ,erfinder neuer ,wahrheiten zu glnzen1 wohl auch guten ,gewinn daraus zu ziehen4 ,sie suchten daher bei ihren ,religionsvortrgen nur sich1 nicht ,wahrheit1 noch weniger das ,wohl ihrer ,mitmenschen1 noch weniger ,gott und seine ,ehre4 ,wie ganz anders dachte und handelte ,jesus1 der ,wahrhaftige1 in dem kein ,unrecht war1 weil er nur die ,ehre dessen suchte1 der ihn gesandt hatte68 ,ist diese ,selbstverlugnung bei ,verkndigung der ,wahrheit und besonders des ,wortes ,gottes1 ist diese ,demuth und ,bescheidenheit1 ist diese ,uneigenntzigkeit von unserm ,erlser nur den ,pharisern gegenber gebt und angedrungen worden1 oder drang sein allsehender ,blick auch in knftige ,jahrhunderte8 ,gab er auch ihnen eine solche ,anweisung8 ,wer zweifelt daran8 ,und doch -- -- 99 99 99 99 99 ,von der ,vertheidigung seiner ,lehre nahm ,jesus natrlichen ,anla1 auch seine ,handlungsweise zu rechtfertigen1 weil bei ihm ,wort und ,that nie getrennt war4 ,man hatte ihm bei seiner letzten ,anwesenheit zu ,jerusalem die ,heilung des #ch;jhrigen ,kranken als ,sabbatsschndung gedeutet1 und gesetzlich eifrige ,juden wollten ihn schon damals steinigen -- um einer ,wohlthat willen6 ,zwar entgieng er ihren ,hnden1 aber nicht ihren ,racheplanen2 sie brteten jetzt noch auf ,mordanschlgen2 und die ,frage3 ,wo ist er88 mag in dem ,munde manches ,eiferers nichts anderes gewesen sein1 als ein ungeduldiger ,ausbruch des ungesttigten ,durstes nach dem ,blute des verhaten ,nazareners4 ,jesus wute die gar wohl2 hatten die ,phariser doch schon in ,galila1 wo ,jesus seine meisten ,anhnger hatte1 bei der ,heilung des ,lahmhndigen mit den ,herodianern ,rath gepflogen1 wie sie ihn umbringen knnten1 da sie ihn nicht mit geistigen ,waffen zu besiegen im ,stande waren4 ,um so gefhrlicher war diese gleiende ,parthei fr ihn zu ,jerusalem2 darum gieng er ganz in der ,stille und erst nach dem ,beginnen des ,festes dahin1 damit sein unvermuthetes ,erscheinen die ,plane seiner ,feinde schon grtentheils vereitelte4 ,sie konnten nmlich keine sichern ,anstalten treffen1 und als er durch seinen ,vortrag alle ,zuhrer in ,erstaunen setzte1 war fr sie der gnstige ,augenblick verloren1 aber fr ihn war die ,stunde gekommen1 wo er die gute ,stimmung der ,zuhrer bentzen und eine fr seine ,wrde wie fr sein ,leben hchst nachtheilige ,beschuldigung widerlegen konnte4 ,welche ,klugheit und ,vorsicht6 -- ,aber mit ,taubeneinfalt1 nicht mit pharisischer ,schlangenlist gepaart6 ,wie vertheidigte sich nun ,jesus8 ,so1 da er seine ,feinde mit ihren eigenen ,waffen schlug2 denn es kostete wenig ,mhe1 ihnen ,widersprche ihres eigenen ,betragens mit ihrem ,urtheile ber die ,heilung des ,kranken augenscheinlich zu zeigen4 ,moses hatte ihnen das strengste ,gebot gegeben1 den ,sabbat zu heiligen2 sie rhmten sich dessen und der pnktlichen ,erfllung dieses ,gesetzes2 und doch verrichteten sie die ,beschneidung -- eine mhsame und schmerzhafte ,operation1 also eine ,arbeit am ,sabbate1 weil ein anderes ,gebot diese ,ceremonie auf den achten ,tag nach der ,geburt unerllich festsetzte4 ,war hier das ,gesetz oder die ,menschen mit sich selbst im ,widerspruch8 ,keines von beiden2 sondern da die ,beschneidung schon von ,abraham eingefhrt war1 so mute der spter eingesetzte ,sabbat der ltern gttlichen ,verordnung weichen2 und man glaubte sich keine ,verletzung seiner ,feier zu ,schulden kommen zu lassen1 wenn man nach ,gottes ,vorschrift die ,beschneidung vornahm4 ,wer findet die nicht natrlich8 ,ist es aber nicht hchst widernatrlich1 wenn man nun bei ,beurtheilung der ,thaten ,jesu die ,phariser gerade den entgegengesetzten ,weg einschlagen sieht8 ,kann man in diesem ,zuge die doppelsinnige ,gleinerei verkennen8 ,wie ,gott alle ,tage den ,menschen ,gutes thut1 so machte es ,jesus auch am ,sabbate2 er heilte ,kranke1 die sich ihm eben anboten4 ,die ,phariser nannten ihn dewegen einen ,sabbatschnder1 und wollten ihn ermorden4 ,war etwa ,gottes eigenes ,beispiel noch kein gltiger ,grund8 ,lag nicht die reinste und erhabenste ,idee des menschlichen ,lebens darin8 ,war es nicht die lteste und hchste ,vorschrift1 ,gutes zu thun wie ,gott8 ,mute also der ,sabbat hier nicht noch mehr zurckstehen1 als bei der ,beschneidung8 ,was wollten1 was konnten die ,feinde ,jesu gegen diese ,beweisfhrung sagen8 ,sie verstummten1 von ihrem ,gewissen zwar unsichtbar1 aber desto unwiderstehlicher geschlagen4 ,um so nachdrcklicher wirkte dann ein anderer ,vertheidigungsgrund1 vermge welchem ,jesus seiner ,heilung einen unbestreitbaren ,vorzug vor der ,beschneidung beilegte4 ,diese bezog sich nur auf einen ,theil des ,menschen1 und machte ihn auch nur in so ferne und wegen dieses ,zeichens fhig1 an den ,wohlthaten des ,volkes ,gottes ,theil zu nehmen2 aber die ,heilung am ,sabbate stellte den ganzen ,menschen wieder her zum frohen ,genusse der ,rechte eines ,kindes ,gottes4 ,welch' ein ,uebergewicht fllt bei dieser ,vergleichung auf die ,seite unseres ,herrn8 ,wie wollten seine ,feinde jetzt den ,schlu entkrften3 also durfte ich ohne ,snde am ,sabbate heilen8 ,htten sie nicht selbst und laut diesen ,schlu ziehen und die ,that ,jesu loben sollen1 wenn sie aufrichtig vor ,gott gewesen wren8 ,so aber fanden sie das an ,jesus todeswrdig1 was sie sich selbst zum ,verdienste vor ,gott anrechneten6 ,wie voll tiefen ,sinnes mssen uns jetzt die ,worte sein3 ,urtheilet nicht nach dem uern ,ansehen2 sondern fllet ein gerechtes ,urtheil68 ,wahrheitsliebend1 rcksichtslos1 unpartheiisch1 rein von ,eigenliebe1 frei von ,vorurtheil1 abgewandt vom ,scheine1 auf die ,sache gerichtet soll das ,auge unseres ,geistes sein1 wenn wir ,reden und ,thaten ,anderer beurtheilen1 besonders in religiser ,beziehung4 ,prfen wir uns selbst1 und zwar genau6 -- -- -- ,oder wollen wir noch nach #ah ,jahrhunderten die ,parabel vom ,splitter und ,balken in und an uns selbst wiederholen88 99 99 99 99 99 ,lehrreich im hohen ,grade ist es immer1 so oft die ,zeitgenossen unseres ,herrn ber die ,erwartung des ,messias ihre ,meinung abgeben4 ,da zeigt es sich recht klar1 welchen schdlichen ,einflu die verkehrten ,lehren der ,phariser auf die ,auslegung der eben so einfachen als erhabenen ,weissagungen der ,propheten hatten4 ,anstatt die auf den ,messias ,bezug habenden ,stellen zusammenzutragen1 mit ,sorgfalt1 ,umsicht und ,ehrfurcht zu vergleichen1 und daraus das ,bild des ,sohnes ,david's und seines ,reiches zu entwerfen1 giengen sie mit vorgefaten ,meinungen an dieses wichtige ,unternehmen1 und suchten diese aus der heiligen ,schrift zu besttigen4 ,schielende1 halb wahre1 auf selbst ersonnene ,ansichten sich sttzende ,schullehren1 der damaligen unangenehmen politischen ,lage nachgebildete ,ansichten1 eitle ,wnsche ihres verdorbenen ,herzens -- die waren die ,grundlagen dessen1 was sie vom ,messias lehrten1 und mit ,schriftstellen1 wie mit ,purpurlappen1 umhngt1 dem ,volke als einzige und ewige ,wahrheit anpriesen und einprgten4 ,je sinnlicher1 dem ,eigennutzen und ,nationalstolze schmeichelnder diese ,lehre war1 desto lieber hrte man sie1 desto mehr ,eingang in ,kopf und ,herz fand sie1 weil der eigene innere ,zustand vollkommen damit harmonirte4 ,unertrglich aber1 irrig1 rgerlich und gefhrlich schien die ,art und ,weise1 wie ,johannes und ,jesus die ,lehre vom ,messias behandelten4 ,welch' ein ,gegensto zwischen ,gott und den ,menschen in ihren ,ansichten6 ,allein reine ,wahrheit und gleiende ,lge knnen unmglich anders sich verhalten4 ,wenn man nun ,einwohner von ,jerusalem1 bei denen sich solche ,vorurtheile aus sehr begreiflichen ,ursachen am meisten festsetzten1 so sprechen hrt3 ,von diesem wissen wir1 woher er ist2 wenn aber ,christus kommt1 wei ,niemand1 woher er ist28 zu welchen ,betrachtungen wird man da nicht veranlasset8 ,wer erkennt nicht auf den ersten ,blick das menschliche ,machwerk dieser ,lehre8 ,wo hatten die ,propheten so ins ,blaue hineingesprochen8 ,freilich gaben sie ,fingerzeige auf eine mehr als irdische ,abkunft und ,gre des ,messias2 aber nicht auf eine solche vieldeutige ,art4 -- 99 99 99 99 99 ,simon1 als er das ,kind ,jesus in seinen ,armen hielt1 hatte weissagend gesprochen3 ,dieser ist gesetzt zum ,zeichen1 dem widersprochen wird8 -- damit die ,gedanken vieler ,herzen offenbar werden48 ,man vergleiche mit diesen ,worten des von ,gott begeisterten ,greisen die ,erzhlung des ,evangelisten3 ,viele aus dem ,volke glaubten an ihn1 und sprachen3 ,christus1 wenn er kommt1 kann er wohl mehr ,zeichen thun1 als dieser gethan hat8 ,die ,phariser hrten1 da das ,volk dieses von ihm murmele2 da schickten die ,phariser und ,hohenpriester ,gerichtsdiener ab1 da sie ihn ergreifen sollten48 ,war es mglich1 den ,widerspruch gegen ,jesus und gegen sich selbst weiter zu treiben8 ,ein ,theil des ,volkes1 welcher noch am ,geiste nicht verkrppelt und im ,herzen von ,heuchelei nicht angesteckt war1 verehrte in ,jesus nicht nur den ,propheten1 sondern den ,messias selbst1 weil er mit gttlicher ,lehre gttliche ,thaten verband4 ,allein eben darin erkannten die ,vorsteher und ,fhrer der ,nation einen ,grund1 ihn zum ,tode zu bringen1 als ,betrger und ,volksverfhrer4 ,wer von beiden hatte nun den ,balken im ,auge8 ,die ,phariser konnten das ,sonnenlicht der ,wahrheit und ,liebe1 welches von dem ,sohne ,gottes segenreich sich ber ,israel verbreitete1 nicht ertragen1 weil es den dstern ,kerzentag ihrer irdischen ,weisheit berstralte4 ,sie selbst glaubten die ,sonne zu sein1 um welche sich ,erde1 ,mond und ,sterne in demthiger ,entfernung bewegen sollten4 ,neid1 ,furcht und ,erbitterung muten daher den hchsten ,grad erreichen1 als sie sahen und hrten1 da viele ,menschen bereits anders dachten1 und den ,zimmermannssohn ber ihre alten1 verordneten ,lehrer erhoben4 ,wie htten sie sich da anders helfen knnen1 als mit ,gefangenschaft und ,tod des gefhrlichen ,mannes8 ,wenn er den ,augen des ,volkes entrissen ist1 dachten sie1 wird er bald vergessen sein1 und unser ,ansehen wird sich dann von neuem befestigen4 ,als aber der ,anschlag milang2 als die ,gerichtsdiener mit leeren ,hnden zurckkamen2 als sie sich mit der unwiderstehlichen ,kraft der ,wahrheit1 die von seinem ,munde flo1 entschuldigten2 wie scheulich ffnete sich da der bse ,schatz ihres tckischen ,herzens8 ,was sprachen sie aus der ,flle desselben8 -- ,habt auch ihr euch verfhren lassen8 ,glaubt auch ,jemand von den ,vorstehern oder von den ,pharisern an ihn8 ,sondern dieser ,pbel da1 der das ,gesetz nicht kennt -- -- verflucht sind sie68 -- ,entsetzliche ,worte6 ,eine solche ,sprache fhren die ,richter ,israels1 da sie ,lehren und ,thaten eines gttlichen ,mannes nach ,wahrheit unpartheiisch prfen sollten86 ,solche wilde ,ausbrche der niedrigsten ,leidenschaft erlauben sich die ,meister ,israels1 die vor den ,augen des ,volkes als ,muster der ,einsicht1 ,frmmigkeit und ,heiligkeit glnzten und schimmerten86 ,weil ,jesus ihren ,ansichten1 ihren ,erwartungen1 ihren ,wnschen nicht entsprach2 weil er sein ,ansehen nicht von ihnen borgte2 weil er anders lehrte und handelte1 als sie es wollten3 so wird er nur geradezu fr einen ,verfhrer8 erklrt1 mochte auch das innigste ,wahrheitsgefhl und der ganze ,himmel gttlicher ,krfte fr ihn zeugen4 ,wer kann das ,maa des ,stolzes und der ,herrschsucht bestimmen1 welche aus der ,anmaung sprechen1 da das ,volk nicht anders glauben drfe1 als die ,vorsteher und ,phariser88 ,welch' ein ,gewissenszwang6 ,welch' ein eisernes ,joch6 ,nicht ,wahrheit der ,lehre1 nicht ,gttlichkeit des ,lebens und der ,wunder1 nicht unwiderstehliche ,ueberzeugungsflle des ,kopfes und ,herzens redlicher ,menschen -- ,nichts von allem -- ihr ,ansehen1 ihr ,wille1 ihre ,meinung entschied1 obgleich sie beinahe die leibhaftige ,lge selbst waren4 ,wem schaudert nicht8 -- -- ,armes1 unglckliches ,volk6 du mut dir deine ,unwissenheit im ,gesetze zum ,vorwurfe machen lassen2 und von wem8 ,von denen1 welche sich deine ,hirten1 ,fhrer und ,lehrer nannten2 von denen1 welche vor deinen ,augen und ,ohren mit ihrer ,schrift- und ,schulgelehrtheit sich breit machten1 und dir von ihrer1 wie sie behaupteten1 reich besetzten ,tafel geistiger ,gerichte so wenig zukommen lieen1 als jener reiche ,mann dem armen ,lazarus4 ,welch' ein ,grad von ,bosheit und ,heuchelei gehrte dazu1 es dir fr ein ,verbrechen anzurechnen1 wenn du hungerig und durstig anderswo ,sttigung fandest -- und zwar ,brod aus dem ,himmel8 und lebendiges ,wasser8 -- bei ,jesus von ,nazareth86 ,aber eben dewegen trifft dich der ,fluch deiner ,lehrer und ,vorsteher1 weil du nicht lnger ihre unverdaulichen ,speisen verschlingen oder gar darben wolltest4 ,welche tiefe1 herzzerreiende ,wahrheit liegt in den ,worten des ,evangelisten#ae3 ,jesus ward innigst gerhrt ber sie2 denn sie waren verschmachtet und zerstreuet1 wie ,schaafe1 die keinen ,hirten haben68 ,nikodemus1 der sonst so schchtern war1 konnte den emprenden ,auftritt nicht mehr aushalten2 das lebendige ,gefhl fr ,wahrheit und ,recht1 welches ihn beseelte1 gab ihm ,muth1 die hohe ,versammlung auf ihre bereilte ,hitze und ,partheilichkeit aufmerksam zu machen4 ,wahrlich ein ,licht am finstern ,orte1 dessen reiner ,strahl fr das ,geistesauge um so lieblicher und willkommener ist1 je tiefer und strmischer die ,nacht der ,leidenschaften den ,zuschauer umhllt6 ,allein sein edler ,sinn1 sein besonnenes ,wort1 seine schonende1 kluge ,warnung macht nur die ,verkehrtheit der ,andern noch bemerklicher4 ,nicht nur richtete ,nikodemus nichts aus2 er selbst wurde mit dem brandmarkenden ,sektennamen des ,galilers8 belegt1 und wie sie whnten1 widerlegt4 ,zuletzt schlo sich die ,scene1 wie sie erffnet worden war -- mit ,scheingrnden1 welche der bitterste ,ha angab3 ,aus ,galila ist noch kein ,prophet aufgestanden8 -- also wird keiner auferstehen2 also kann ,jesus kein ,prophet sein6 ,eine ,schluart1 die solcher ,meister im ,heucheln und ,verfolgen wrdig ist6 ,war denn ,jesus ein geborner ,galiler8 ,hielt es gar so schwer1 der ,wahrheit durch ,nachfrage auf die ,spur zu kommen8 ,oder lie es die schriftgelehrte ,erbitterung und der beleidigte ,stolz nicht zu8 ,auf jeden ,fall bleibt es merkwrdig1 wie ,gott auch diesen ,umstand der verkannten ,geburt seines ,sohnes zur ,probe der reinen ,wahrheitsliebe1 die nicht an ,zeit und ,ort hngt1 machte1 und zur ,erreichung seines gttlichen ,planes bentzte4 ,und ein ,jeder gieng in sein ,haus48 ,lassen wir uns dieses sein ,symbol geistiger ,einkehr bei und in uns selbst sein1 um ber diese wichtigen ,vorflle vor ,gott nachzudenken -- um unser selbst willen6 ,,xiv4 ,die ,phariser und die ,ehebrecherin vor ,jesus4#af ,was der heilige ,snger von der ,sonne mit frohem ,jubel ausspricht3 ,sie stralt hervor1 wie ein ,brutigam aus seinem ,zimmer1 und freudig1 wie ein ,held1 durchluft sie ihre ,bahn28 dasselbe gilt in einem noch viel hhern ,sinne von ,jesus1 bei der rastlosen ,vollendung seines ,erlsungswerkes4 ,jeden ,morgen gieng er mit unerschpfter ,kraft1 mit nie zu ermdender ,beharrlichkeit1 mit dem heitersten ,eifer an seinen ,beruf1 den ,menschenkindern den ,willen seines ,vaters bekannt zu machen8 und ,gutes zu thun48 ,so fand er sich auch an dem ,tage nach dem ,laubhttenfeste mit ,tagesanbruch im ,tempel ein2 denn sehr wahrscheinlich hielten sich noch viele ,festpilgrimme zu ,jerusalem auf1 und traten erst an diesem oder dem folgenden ,tage ihre ,rckreise an4 ,diesen wollte er noch durch ,lehren eine gttliche ,wohlthat erweisen4 ,sonst war es eben nicht seine ,gewohnheit1 lange in der ,hauptstadt zu verweilen4 ,aber auch seine ,feinde schliefen und schlummerten nicht4 ,jesus konnte kaum thtiger auf ,menschenwohl bedacht sein1 als sie auf seinen ,untergang4 ,heute waren die ,phariser schon sehr frhe daran1 ihn endlich einmal in ihr ,todesnetz zu verstricken4 ,da es nicht gelang1 war gewi nicht ihre ,schuld2 sie thaten alles1 was teuflische ,list und ,bosheit im ,gewande des ,gesetzeseifers vermochte4 ,eine ,frau wurde auf frischer ,that als ,ehebrecherin ertappet4 ,die ,phariser liessen sie sogleich ergreifen1 und fhrten sie nicht vor den ,richter1 sondern zu ,jesus2 denn blitzschnell hatten sie in ihr ein ,mittel entdeckt1 unserm ,herrn eine ,falle zu legen1 die beinahe unvermeidlich und doch so trefflich verkleidet war1 da ,niemand1 der nicht tiefer sah1 daran das ,werk der niedertrchtigsten ,leidenschaft erkennen konnte4 ,moses hatte auf den ,ehebruch den ,tod durch ,steinigung als ,strafe gesetzt4 ,die galt auch noch zu den ,zeiten ,jesu2 nur durften die ,richter die ,todesstrafe nicht mehr vollziehen1 ohne die ,genehmigung des rmischen ,landpflegers1 weil der ,kaiser sich als ,landesherrn betrachtete4 ,htte nun ,jesus den ,ausspruch gethan1 sie sollten nur ohne weitere ,umstnde die im ,gesetze bestimmte ,strafe vollziehen1 so wren sie zu ,pilatus gelaufen1 und htten ihn als ,emprer gegen des ,kaisers ,gebot angeklagt1 whrend sie dieselbe ,erklrung an jedem ,andern als chten ,patriotismus1 als heiligen ,eifer fr ,gottes ,gesetz1 als gerechte ,verachtung der heidnischen ,herrschaft ber das ,volk ,gottes gerhmt und sich eines solchen ,helden gefreuet haben wrden4 ,die ,geschichte besttiget die auf mehr als ,einem ,blatte4 ,gem der bekannten ,strenge in sittlicher ,hinsicht hatten sie auch wahrscheinlich keine andere ,entscheidung von ,jesus erwartet4 ,wurden sie aber auch in dieser schnen ,hoffnung getuschet1 so stund ihnen doch noch ein ,weg der ,verfolgung gegen den ,galiler offen4 ,htte nmlich ,jesus sich dahin geuert1 da sie die ,ehebrecherin zwar steinigen1 aber zuvor die ,besttigung des ,pilatus einholen sollten1 so wrden sie ihn unter dem ,volke als einen von dem vterlichen ,glauben und ,gesetze ,abtrnnigen1 als einen ,freund und ,beschtzer aller ,snder und ,aergernisse1 als einen ,schmeichler und ,partheignger der ,rmer verschrieen haben4 ,wie fein war also nicht das ,netz gestellt6 ,betrachtet man aber die ,sache von einer andern ,seite2 wie viel ,schein des ,guten hatten die ,phariser fr sich8 ,verdiente nicht vor allem ihre ,wachsamkeit gebhrendes ,lob1 durch welche es ihnen gelungen war1 diese schndliche ,that zu entdecken8 ,gaben sie dem ,volke nicht einen sprechenden ,beweis1 da sie seinen ,lieblingslehrer selbst hochschtzen1 da sie ihm einen so wichtigen ,fall zur ,entscheidung vorlegten8 ,legten sie nicht ,eifer1 ,muth und ,beharrlichkeit an den ,tag1 dadurch da sie ,moses ,gesetz selbst in den ,tagen der ,unterdrckung aufrecht zu erhalten strebten8 ,wer kann zweifeln1 da sie nicht auch das ,aeuere -- ,worte1 ,mienen1 ,stellung -- so abgemessen und einstudirt hatten1 da nicht so leicht ,jemand ihre ,tcke ahnen konnte8 ,jesus aber bckte sich nieder1 und schrieb auf die ,erde48 -- ,ein ,zeichen der ,unaufmerksamkeit auf ihre vorgelegte ,frage1 wodurch er zu verstehen gab1 da er weder von dieser ,sache etwas wissen1 noch sie entlarven und beschmen wollte4 ,allein sie verstunden ihn nicht1 und mochten dieses sonderbare ,benehmen fr ,unentschlossenheit und ,verlegenheit halten2 um so mehr fhlten sie sich in ihrer geheimen ,freude aufgemuntert1 auf eine entscheidende ,antwort zu dringen4 ,diese ward ihnen3 ,wer von euch ohne ,snde ist1 der werfe zuerst den ,stein auf sie68 -- ,das traf1 wie ein ,blitz vom heitern ,himmel4 ,betubt1 stumm und starr vor ,schrecken1 ,schaam und ,zorn stunden jetzt die ,musterbilder der ,heiligkeit da2 ihre geheime ,schande lag vor ,aller ,augen enthllet2 aufgedecket war die tckische ,bosheit bei ,vorlegung der ,frage2 entschieden hatte ,jesus1 da sie nicht die ,snderin strafen1 sondern ihm eine ,falle legen wollten2 darum zeigt er1 da sie im gleichen ,falle mit der ,ehebrecherin seien2 da sie zuerst sich selbst steinigen mten4 ,wider alle ,erwartung und ,wnsche drang ihnen ,jesus dieses ,mal einen ,beweis seiner gttlichen ,sendung auf1 der nun so unwiderleglicher war1 da er in ihrem ,gewissen einen lauten1 unabweislichen1 unfehlbaren ,zeugen fand4 ,es war nicht nthig1 ihre ,snden auf den ,boden zu schreiben#ag2 sie waren mit unauslschlichen ,zgen in die ,tafel ihres ,herzens gegraben2 und da lie sie ,jesus lesen1 was sie nicht wollten1 und was ,niemand wissen konnte1 als der ,herzenskenner4 ,lugnen und widersprechen gieng bei aller sonstigen ,dreistigkeit nicht an2 sie waren zu gut getroffen1 zu tief verwundet2 sie schlichen sich ,einer nach dem ,andern davon -- und hinterlieen den ,heuchlern aller ,zeiten ein warnendes ,beispiel1 was sie von dem1 der die ,wahrheit ist81 und der ,herz und ,nieren prfet81 zu erwarten haben1 wenn sie auch ihre schwachen ,brder -- die ,menschen tuschen4 ,,xv4 ,die ,phariser untersuchen gerichtlich die wunderbare ,heilung des ,blindgebornen4#ah ,licht und ,finsterni1 ,wahrheit und ,lge treten diemal in einem wunderbaren ,kampfe auf2 kaum lt uns eine andere ,begebenheit des ,evangeliums tiefer und deutlicher in das ,labyrinth heuchlerischer ,verblendung und ,verkehrtheit blicken2 aber kaum zeigt uns auch eine ,geschichte der ,zeit ,jesu auffallender die unbesiegbare ,kraft der reinen ,liebe zur ,wahrheit4 ,daher mu jeder ,zug dieses herrlichen ,gemhldes unsere ganze ,aufmerksamkeit fesseln4 ,wer hat gesndiget8 ,dieser oder seine ,aeltern1 da er blind geboren wurde88 ,welche ,frage8 ,wer htte sie von den ,jngern unseres ,herrn erwartet8 ,es war noch pharisischer ,sauerteig1 der in ihrem ,herzen ghrte2 in der ,synagoge war er hineingelegt worden4 ,so licht- und lieblos konnten nur ,phariser urtheilen2 sie lehrten1 da alles ,uebel von besonderer ,art wohlverdiente ,strafe frher begangener ,snden sei2 ja1 da an ,kindern die ,vergehungen der ,aeltern bestraft wrden2 noch mehr1 da ,jemand schon vor seiner ,geburt1 in einem frhern ,lebenszustande1 knne gesndiget haben1 und jetzt dafr leiden me4 ,damit war nun der ,gewissensrichterei ein weites ,thor geffnet2 das gemeine ,volk lernte diese emprende ,sprache nur zu bald fhren1 weil sie den krzesten ,aufschlu in jedem ,falle gab4 ,ueber der ,heuchellehre anmaender ,selbsterfinder verga man ,gottes ,wort1 welches laut bezeugte1 da ,hiob1 ,joseph1 ,david1 ,jeremias1 viele ,andere1 gelitten hatten -- nicht1 weil sie in jedem ,falle ,snder waren1 sondern weil ,gott sie liebte und prfte4 ,unter dem ,lrm gelehrter ,schreier verscholl fruchtlos die ,stimme ,ezechiels1 durch welchen ,jehova gesprochen hatte#ai3 ,die ,seele1 welche sndiget1 soll sterben4 ,der ,sohn soll nicht tragen die ,missethat des ,vaters48 ,war es nicht gerechte ,strafe von ,gott1 wenn er solche blinde ,fhrer8 in die ,irre gehen lie1 da sie eher eine ,art heidnischer ,seelenwanderung zur ,erklrung des ,uebels zu ,hlfe nahmen1 als ,belehrung aus ihres ,gottes ,wort und ,that schpften8 ,in himmlischer ,verklrung trit auch hier das ,evangelium mit seinem reinen ,gottesglauben der doppelherzigen ,heuchelei gegenber4 ,weder dieser hat gesndiget1 noch seine ,aeltern2 sondern ,gottes ,werke sollten an ihm offenbar werden48 ,freilich eine ganz andere ,auflsung des ,knotens1 als die pharisische6 ,gott lie diesen ,mann blind geboren werden1 damit er durch die ,heilung desselben mittelst seines ,sohnes verherrlichet wrde4 ,der ,vater im ,himmel behandelt seine ,kinder nicht nach dem ertrumten ,strafcodex sauertpfischer ,heuchler1 sondern er leitet sie in unendlicher ,liebe zu seines ,namens ,ehre4 ,wenn anders die ,worte unsers ,erlsers zu unserer ,belehrung und ,anweisung gesprochen sind3 so drfen wir es als unbezweifelten ,grundsatz der gttlichen ,regierung auch heute noch annehmen1 da ,unglckliche in der ,welt sind1 damit der ,sohn des ,vaters ,werke -- ,erbarmung1 ,rettung1 ,liebe -- an ihnen mit gttlicher ,macht und ,weisheit thue1 und damit die1 welche dem ,sohne angehren1 in ihrem ,kreise und nach ihren ,krften degleichen thun4 ,welch' ein ,trost fr den ,elenden6 ,welch' eine ,aufmunterung fr den ,glcklichen6 ,welch' eine ,schande fr den ,heuchler6 -- ,diese ,schande mu bis zum ,erblassen und ,erstarren1 so wie jener ,trost bis zum ,frohlocken und ,jubel steigen1 wenn man den ,sohn ,gottes sein ,werk ,gottes am ,sabbate schon zum voraus rechtfertigen hret4 ,die ,auftrge der ,liebe seines ,vaters gegen seine ,kinder gestatten keinen ,sabbat1 sondern men an jedem ,tage1 zu jeder ,stunde1 wo es seyn kann1 vollzogen werden4 ,die ,sonne erquicket und erfreuet nach ihres ,schpfers ,willen alle ,tage die ganze ,natur2 so handelt auch ,jesus1 die ,sonne der ,gerechtigkeit fr die ,geisterwelt4 ,es wre ,entheiligung seiner ,bestimmung auf ,erden1 wenn er im pharisischen ,sinne ,sabbatsruhe halten1 frmmelnde ,gebete sprechen1 und die ,unglcklichen schmachten lassen wrde4 -- -- ,haben nicht auch die ,menschen ,werke ,gottes in ,liebe jeder in seinem ,kreise zu verrichten8 ,sind nicht alle zu ,lichtern der ,welt berufen8 ,sollen1 drfen sie da ausruhen vom ,gutesthun8 ,drfen sie der ,welt je ihr ,licht entziehen8 ,heuchler6 knnet ihr es vergessen1 da eine ,nacht kommt1 wo ,niemand wirken kann88 -- -- ,der ,blindgeborne wandelt ohne ,fhrer frohlockend durch die ,straen ,jerusalems4 ,viele ,menschen bemerken ihn1 staunen1 zweifeln1 lassen sich die ,wahrheit seines ,sehens von ihm selbst besttigen -- und gerathen in wilden ,eifer1 als sie hren1 da und wie ihn ,jesus am ,sabbate sehend gemacht habe4 ,wo ist der --88 fragten die pharisisch gesinnten ,frommen mit drohender ,gebehrde1 die zu verstehen gab1 da er von ihnen nichts geringeres als ,steinwrfe fr diese ,wohlthat zu erwarten habe4 ,steinwrfe als ,belohnung eines ,wunders8 -- ,warum denn nicht8 ,welche ,feier des ,sabbates war wohl solcher ,leute wrdiger1 als die durch tumultuarischen ,menschenmord zur ,ehre ihres entstellten und verkannten ,gesetzes8 ,kinder des ,vaters der ,lge und des ,mordes -- dafr hatte sie die ewige ,wahrheit selbst erklrt -- prahlten sie mit den prunkenden ,tituln3 ,kinder ,abrahams1 ,kinder ,gottes81 und verleugneten diesen und jenen im ,leben durch ,wort und ,that4 ,hatten sie doch kurz zuvor an eben diesem ,sabbate ,jesus im ,tempel steinigen wollen1 weil er sich fr den ewigen ,sohn ,gottes etwas rthselhaft erklrt4 ,kaum entgieng er ihren gesetzeseifrigen ,hnden#bj4 ,jetzt sollte er nicht mehr entkommen1 weil er himmlische ,wahrheit der ,lehre noch durch eine wunderbare ,wohlthat zu besiegeln und zu verstrken sich erkhnte4 ,welche tiefe ,bedeutung erhlt nun ihre ,frage3 ,wo ist der --88 ,leidenschaft macht blind2 ,einseitigkeit religiser ,ansichten mit unerleuchtetem ,eifer erzeugt ,ungerechtigkeit1 die man fr ,gottesdienst hlt4 ,einen ,beleg dazu liefert das1 was jetzt mit dem ,blindgebornen erfolgte4 ,da er nicht angeben konnte1 wo ,jesus sei1 so nahmen die ,fragesteller dieses fr bsen ,willen und fr geheimes ,einverstndni mit dem verhaten ,lehrer2 sie fanden daher ihn wegen seiner ,anhnglichkeit an ,jesus eben so schuldig1 als diesen selbst1 und fhrten ihn vor ein ,gericht schriftgelehrter ,phariser1 um ,untersuchung wegen ,sabbatsverletzung ber ihn zu veranlassen4 ,sollten sie fr diesen krftigen ,beweis ihrer ,anhnglichkeit an das ,gesetz so ganz ohne wortreiche ,lob- und ,segenssprche entlassen worden sein8 -- -- ,der arme ,blindgeborne6 ,kaum hat er durch ein ,wunder das ,tageslicht erblickt2 kaum der schnen ,welt seines ,gottes einige ,augenblicke sich gefreuet2 noch ist sein gutes ,herz trunken von ,jubeldank und ,liebe2 noch haben seine ,augen den ,retter nicht gesehen -- und schon wird er angefeindet1 verfolgt1 vor ,gericht gezogen um ,jesus willen6 ,noch vor wenigen ,stunden hatte ihn wohl mancher ,phariser als einen wegen seiner ,snden von ,gott ,geplagten verachtet2 jetzt wird er eben von solchen ,menschen des grten ,verbrechens beschuldiget1 weil ,gott ihm durch ,jesus geholfen hat6 ,welche ,gefhle und ,gedanken fliegen in ihm auf1 als er das erstemal eine ,versammlung von ,menschen1 und in ihnen bereits seine ,feinde erblickte8 ,doch ein edles ,gemth1 innig und lebendig von ,wahrheit und ,liebe ergriffen1 findet sich berall zu recht4 ,einfach und bescheiden1 aber auch bestimmt und fest beantwortet er die erste ,frage ber seine ,heilung4 ,wie der ,blitz in einer grauenvollen ,gewitternacht die ,gegend in ein klares1 aber zu pltzliches und schauerliches ,licht versetzt3 so wirkte der ,geradsinn und die ,wahrheit in der ,antwort dieses ,mannes auf die dstern ,herzen der ,heuchler4 ,in einem ,nu verwandelt sich die ,scene2 nicht mehr der ,sabbat und seine ,heiligkeit1 noch weniger der ,blindgeborne und das an ihm geschehene ,wunder1 sondern ,jesus einzig und allein ist jetzt der ,gegenstand1 der ihren ,geist und ihr ,gemth fesselt2 entschieden1 obwohl unbewut1 trit es hervor1 das nicht die ,sache1 sondern seine ,person in ,untersuchung kommen soll2 der bse ,schatz des ,herzens thut sich auf3 ,dieser ,mensch ist nicht von ,gott1 weil er den ,sabbat nicht hlt48 ,jesus hat ,erde mit ,speichel gemischet1 die ,augen des ,blinden damit bestrichen1 diesem noch einen weiten ,gang und eine ,waschung aufgebrdet -- also hat er gearbeitet und ,arbeit befohlen2 also den ,sabbat geschndet2 folglich ist er ein ,snder1 mithin kein gttlicher ,gesandte6 ,eine treffliche ,schlureihe6 ,zuerst macht man eine beliebige ,auslegung der ,heil4 ,schrift zur ,grundlage2 dann zieht man eben so willkrliche ,schlsse aus entstellten ,thatsachen1 schmiedet diese mit ,schriftworten zusammen1 und verurtheilt den ,heiligsten und ,gerechtesten als den grten ,verbrecher und ,betrger6 ,das von ,neid1 ,ha und geistiger ,herrschsucht kranke ,auge schielt weg ber die ,kraft ,gottes auf ,umstnde und ,nebendinge1 rgert sich ohne ,grund der ,wahrheit an diesen1 und verabscheuet die ,that und den ,mann1 weil dieser sich keine von ,menschen erfundene ,form aufzwngen lt1 sondern ein natrliches ,gewchs in ,gottes ,garten sein will4 ,doch nicht ,allen gefiel dieses ,urtheil4 ,bei ,manchen regten sich ,bedenklichkeiten und ,zweifel an der ,wahrheit desselben4 ,es klang ihnen gar zu sonderbar1 das ,wunder als wirklich geschehen dahingestellt sein zu lassen1 und den ,urheber einer gttlichen ,that fr einen gottlosen ,menschen zu erklren4 ,die ,sprache leidenschaftlicher ,uebereilung war hier zu kennbar4 ,sie machten daher auf das ,unzusammenhngende und ,widersprechende aufmerksam4 ,die hatte eine ,theilung der ,meinungen zur ,folge1 welche die ,versammlung zu einem hchst sonderbaren ,schritte verleitete4 ,der ,blindgeborne sollte sein ,urtheil ber ,jesus abgeben1 und sich darber aussprechen1 da ,jesus diese ,heilung eben am ,sabbate vorgenommen habe4 ,die brennende ,begierde unsern ,herrn auf irgend eine ,weise in eine ,schuld zu verwickeln1 lie die guten ,mnner ihren gelehrten ,stolz1 ihre richterliche ,wrde und ihre erknstelte ,rechtschaffenheit auf einige ,augenblicke so ganz vergessen1 da sie von einem gemeinen ,manne ,belehrung ber eine so wichtige ,sache1 von einem ,angeklagten ein ,urtheil1 von einem wunderbar ,geheilten ,undank gegen seinen ,retter erwarteten4 ,die thaten die frommen ,lehrer ,israels -- am ,sabbate66 ,wie muten sie sich im ,stillen schmen1 als der biedersinnige ,mann mit edler ,haltung sprach3 ,er ist ein ,prophet88 ,als er darauf unbeweglich bestund1 ,jesus habe ein ,wunder an ihm verrichtet1 also den ,sabbat nicht verletzet1 also nicht gesndiget2 folglich habe ,gott ihn gesandt8 ,da lag ihre schlaue ,sophistik1 durch das reine ,wahrheitsgefhl und durch die innige1 dankbare ,liebe zu der ,wahrheit und zu ihrem ,urheber von einem blind gewesenen ,bettler besiegt1 schimpflich am ,boden4 ,nun glaubten die ,juden nicht1 da er blind gewesen und sehend geworden war48 ,ein seltsamer ,sprung6 ,nachdem sie mit ihren hochfahrenden ,urtheilen1 mit scheinheiligen ,verdrehungen und ,verlumdungen1 selbst mit aller ,niedertrchtigkeit an der redlichen ,standhaftigkeit des ,geheilten gescheitert waren1 verwandelten sie sich pltzlich in scharfsinnige ,zweifler2 jetzt erst fanden sie fr nothwendig1 sich zu erkundigen1 ob dieser ,mensch auch wirklich blind geboren1 ob nicht das ,ganze ein feiner ,betrug sei4 ,anfangs war ihnen die ,that willkommen1 weil sie hofften1 auf irgend eine ,weise dieselbe zur ,sabbatschndung zu stempeln2 als dieses nicht angieng1 lugneten sie das ,wunder4 ,so wechselt das heuchlerische ,chamleon alle ,farben6 ,die ,aeltern des ,blindgebornen wurden gerufen2 der ,sohn mute abtreten2 jene kamen in die ,versammlung1 wurden gefragt1 besttigten vor ,gericht die ,thatsache1 da dieser ihr ,sohn blind geboren sei4 ,mehr wollten sie nicht wissen4 ,gar erbaulich ist der ,grund1 welchen ,johannes fr diese geflissentliche ,unwahrheit angiebt -- ,furcht vor dem ,kirchenbanne4 ,das ,synedrium hatte nmlich einen ,beschlu bekannt gemacht1 da ,jeder1 welcher ,jesus fr den ,messias bekennen wrde1 von der ,synagoge ausgeschlossen werden sollte4 ,mit ,recht frchteten daher diese gemeinen ,leute die ,auslegungskunst dieser gelehrten ,herren2 denn wie leicht war es1 jede ,sylbe die sie zu seiner ,gunst auch nur zu sprechen schienen1 dahin zu deuten1 da sie dem ,nazarener von ,herzen zugethan1 ihn uerlich wenigstens fr einen ,propheten1 innerlich aber ,zweifels ohne fr den ,messias hielten1 also in den ,bann verfallen seien8 ,schelmisches ,lcheln wrde die ,lippen des ,schriftgelehrten unausstehlich verzogen haben1 wenn es ihm gelungen wre1 an dem sichtbar mit ,bedacht zweideutig abgefaten ,beschlusse ein solches ,prbchen seiner ,kunst zu geben4 ,fein und listig bleibt die ,wendung alle ,mal1 da sie blo verboten1 ihn fr den ,messias zu erkennen48 ,da er seine ,lehren mit ,wundern besttigte1 folglich ein ,prophet sei1 war zu offenkundig1 als da sie es lugnen durften2 da er fr den ,messias gehalten sein wolle1 davon glaubten sie viele ,spuren entdeckt zu haben2 endlich hatten sie schon fter bemerkt1 wie geneigt die erstaunten und begeisterten ,schaaren seien1 ihm diese hchste ,wrde beizulegen4 ,es blieb also keine bessere ,auskunft brig1 als bei harter ,strafe einen solchen entscheidenden ,schritt jedem ,einzelnen zu verbieten1 und sich die ,hinterthr offen zu lassen1 entweder diese ,entscheidung selbst zu geben1 wenn ihre ,erwartungen vom ,messias an ihm in ,erfllung giengen1 oder seinen und des ,volkes ,plan wo mglich zu vereiteln4 ,im ersten ,falle htte man ihre weise ,vorsicht -- eigentlich schn verkleidete ,gewissensherrschaft1 loben men2 im zweiten wollten sie jeden ,widerspenstigen ihren starken ,arm fhlen lassen1 d4 h4 ,gott widerstreiten4 ,die ,schlauen wurden aber in ihrer eigenen ,list gefangen2 und die ist vom ,herrn geschehen66 ,das ,verhr mit den ,aeltern war eben so fruchtlos1 wie das mit dem ,sohne4 ,bei diesem konnten die ,phariser ihr verlumderisches1 voreiliges ,urtheil nicht durchsetzen1 weil sie selbst nicht einig waren2 bei jenem fanden sie eine ,besttigung1 statt einer ,widerlegung des ,wunders4 ,wenn ein ,sterblicher in dieser ,stunde das ,innere dieser ,unglcklichen htte durchschauen knnen1 wie wrde er sich entsetzt haben ber dem wilden1 ungestmmen1 greulichen ,kampfe des in den ,banden der ,sophistik schmachtenden ,wahrheitsgefhles und des mit ,gewalt unterdrckten ,gewissens mit der in ,schlangenkrmmungen sich windenden ,heuchelei und mit zgellosem ,hasse1 ,neide und ,stolze8 und doch war der letzte ,auftritt noch nicht erfolgt2 noch stund ,aergeres bevor4 ,jesus konnte1 durfte und sollte das ,wunder nun einmal nicht verrichtet haben2 es war unannehmbar1 unglaublich1 unmglich1 weil er nicht ihr ,mann war4 ,in solchen ,fllen ist ,gott zu ,ehren das ,schlimmste zu vermuthen1 zu behaupten1 zu thun erlaubt in den ,augen des ,heuchlers4 ,folgen wir der ,geschichte1 damit diese beweise1 da man den ,pharisern nicht leicht zu viel ,bses zutrauen knne6 ,das zweite ,verhr begann mit den ,worten3 ,gieb ,gott die ,ehre68 -- ,was soll diese heilige ,formel an der ,spitze8 ,mehr nicht1 aber auch nicht weniger1 als3 ,du bist bisher nicht ganz aufrichtig gegen uns gewesen3 noch hast du uns manchen ,nebenumstand von ,bedeutung verborgen2 denke1 du stehest vor ,gott1 dem ,allwissenden2 darum sage die ,wahrheit1 d4 h4 mache durch eine wohlangebrachte ,lge ,jesus zu ,schanden1 um unsere ,ehre zu retten4 ,emprend2 aber noch nicht genug6 ,wir wissen1 da dieser ,mensch ein ,snder ist48 -- ,wir68 ,also auf ihr ,wort sollte der ,blindgeborne seine auf ,gottes ,kraft und ,geist gegrndete ,ueberzeugung aufgeben8 ,hatte ihr bisheriges ,betragen ihm so viel ,zutrauen einflen knnen8 ,warum gaben sie ,jesus fr einen ,snder d4 h4 fr einen ,irrlehrer und ,betrger aus8 ,weil er nicht zu ihren ,fen sa1 und die ,lehren der ,alten hrte2 weil er den ,sabbat nicht heiligte1 wie sie1 sondern wie ,gott1 sein ,vater2 weil er den ,buchstaben des ,gesetzes bertrat1 um den ,geist zu befolgen4 -- ,von gerechtem ,unwillen ergriffen1 gab der biedere ,mann ihnen ihre ,lieblosigkeit deutlich genug1 aber doch mit seltener ,migung zu verstehen4 ,ueber die beleidigende ,ansicht seiner persnlichen ,gesinnung gieng er edelmthig weg2 zeigte ihnen mit feiner1 satyrischer ,anwendung auf sich1 wie sie ,jesus htten beurtheilen sollen1 und blieb unbeweglich dabei1 da er blind gewesen1 und durch den ,propheten sehend geworden sei4 ,diese ,zurechtweisung wre stark genug gewesen1 um ,menschen1 welche weniger erbot und nicht so ganz an innere ,schande gewhnt waren1 verstummen zu machen2 die ,phariser aber wurden nur noch schamloser und zudringlicher mit ,fragen3 ,was hat er dir gethan8 ,wie hat er deine ,augen aufgethan88 ,auf diesem ,wege hofften sie wenigstens der uerlichen ,schande zu entgehen1 und ihre ,ehre vor ,menschen zu retten1 wenn der ,blindgeborne bei so oft wiederholter ,erzhlung etwas weglassen oder hinzusetzen wrde1 was ihnen ,anla gbe1 die ,that und ihren ,urheber verdchtig zu machen4 ,welche ,niedertrchtigkeit6 ,diese ,bemerkung entgieng auch dem armen ,manne nicht4 ,es ist wirklich ein anziehendes ,schauspiel1 das ,lamm mitten unter ,wlfen mit so viel ,ruhe1 ,besonnenheit1 ,muth und ,geistesgegenwart reden und handeln zu sehen4 ,je schlichter sein ,verstand1 je unverdorbener sein ,herz war1 desto tiefer und schmerzlicher empfand er die ,tcke seiner ,gegner4 ,entschlossen weigerte er sich1 die ,erzhlung zu wiederholen1 und schlo mit einer beienden ,gegenfrage3 ,oder wollet etwa auch ihr seine ,jnger werden88 ,das gieng ihnen durch das ,herz2 sie sahen1 da der ,mann ihre ,arglist durchschauet habe1 und ergrimmten4 ,allein es war ein ohnmchtiger ,grimm1 der sich hchstens in ,schimpfwrtern ,luft machen konnte4 ,so sehr vergaen sich die ,meister ,israels1 die ,vorbilder der ,rechtglaubigkeit und ,frmmigkeit1 die ,richter ber gttliche ,thaten und gttliches ,leben666 ,moses ,sendung von ,jehova war jetzt ihr letzter ,anhaltspunkt2 ,moses ,jngerschaft ihr einziger ,wunsch1 ihr ,stolz -- wer htte dieses von den unumschrnkten ,vertheidigern der ,satzungen der ,alten erwarten sollen8 ,an ,jesus knnen sie nur keine ,spur einer gttlichen ,sendung finden4 ,eben darin liegt das ,sonderbare1 da ihr nicht wisset1 woher er ist c48 gab unvergleichlich schn und treffend der ,blindgeborne zur ,antwort4 ,schrfer htte er ihre ,eitelkeit nicht zchtigen1 tiefer ihren schriftgelehrten ,stolz nicht beugen knnen1 als dadurch1 da er das prunkende3 ,wir wissen8 mit einem solchen ,ihr wisset nicht8 erwiederte4 ,sein mit allem ,grunde emprtes ,gefhl legte ihm einen eben so krftigen als kurzen und gehaltenen ,verweis auf die ,zunge4 ,wer bewundert nicht die ,herrschaft ber sich selbst in solcher ,lage8 ,wer mchte ihm nicht um den ,hals fallen fr die ,schutzrede1 welche er so bndig1 so nachdrcklich1 so unerschrocken seinem ,wohlthter hielt8 ,wer verabscheuet nicht die ,phariser1 welche aufhrten1 wie sie angefangen hatten1 indem sie auch ihn fr geboren in ,snden8 erklrten1 whrend sie allein die ,reinen -- in ihren ,augen1 -- waren und blieben8 ,wer lt sich nicht freudig mit dem ,blindgebornen aus der ,synagoge stoen1 wo solche ,versammlungen von solchen ,menschen sind8 ,evangelium6 du ,gottes ,wort6 ,was fr ein ,strom von ,licht1 welche ,allmacht der ,kraft1 welcher ,himmel von ,seligkeit liegt in ,dir6 ,was hast du1 ,erlser6 mit ,einer ,that aus diesem ,blinden gemacht6 ,wie bieder1 wie gerade1 wie bescheiden1 wie mig1 wie entschlossen1 wie gottbegeistert steht er da unter schlauen1 verkehrten1 unverschmten1 leidenschaftlichen1 lichtscheuen1 von der ,hlle entflammten ,heuchlern6 -- ,und noch hatte der ,verbannte seinen ,retter -- den ,sohn ,gottes nicht gesehen4 ,er sah ihn1 fiel nieder1 betete an -- wir mit ihm66 ,,xvi4 ,beantwortung der ,frage eines ,schriftgelehrten ber die ,liebe4#ba ,schon der knigliche ,snger spricht von ,leuten1 welche segnen mit dem ,munde1 und doch im ,herzen fluchen18 deren ,worte glatt1 wie ,oel1 unter deren ,zunge ,dolche sind48 ,david lernte sie als seine furchtbarsten ,gegner kennen4 ,dieselbe ,erfahrung machte unser ,herr4 ,er hatte ,menschen um sich1 welche seine ,denk- und ,redeweise einstudirten1 sich ihm mit verstellter ,lernbegierde nherten1 zur ,verstrkung des ,scheines wohl gar ernstliche ,sorgen fr ihr ,seelenheil blicken lieen1 gar demthig um ,belehrung ber die wichtigsten ,gegenstnde baten -- alles blo in der boshaften ,absicht1 ihn bei solcher ,gelegenheit in die damals gefhrten ,streitfragen zu verwickeln1 und durch freimthige ,entscheidung derselben verhat zu machen4 ,so schlich sich einmal ein ,gesetzgelehrter an ihn heran1 und trug die ,frage vor3 ,lehrer6 was mu ich thun1 damit ich das ewige ,leben ererbe88 ,schon die ,ausdrcke sind hier mit ,sorgfalt und ,bedacht gewhlt4 ,jesus sprach gerne von ewigem ,leben1 und bezeichnete damit den hchsten1 vollkommensten ,zustand1 welchen der ,mensch in sittlicher und religiser ,hinsicht fr ,zeit und ,ewigkeit erreichen kann4 ,die heiligen ,schriften des ,a4 ,b4 hatten sich derselben ,sprache schon bedient2 aber aus den ,schulen der geistlosen ,rabbinen war sie verbannt worden oder doch verdrehet4 ,sie stritten sich lieber1 selbst in ihren erbaulich sein sollenden ,vortrgen an das ,volk1 darber1 ob die ,sitten- oder die ,ceremonialgesetze den ,hauptpunkt der ,gottes-,verehrung ausmachten2 und die ,zahl derer1 welche sich fr ,opfer und ,gebruche entschieden1 war aus sehr nahe liegenden ,grnden nicht die kleinere1 bei dem groen ,haufen aber die beliebtere4 ,stellte der ,schriftgelehrte die ,frage in der gewhnlicher ,schulform1 so konnte er nicht hoffen1 ,jesus in die ,falle zu bringen2 darum heuchelte er die ,sprache unseres ,herrn1 und glaubte nun1 seiner ,sache gewi zu sein4 ,ueberdie war der ,punct1 wie man wohl sieht1 von hchster ,bedeutung2 es handelte sich um das ,wesen der ,religion4 ,die ,frage selbst lautete so allgemein und unbestimmt1 da die entgegengesetztesten ,antworten statt finden konnten4 ,dazu wurde auch dem ,gesetzgelehrten freier ,spielraum gegeben4 ,er mute sich selbst in seiner ,schlinge fangen4 ,was steht im ,gesetze geschrieben8 ,wie liesest du vor8 -- in der ,synagoge oder im ,tempel8 ,mit dieser ,gegenfrage nthigte ihn die gttliche ,weisheit1 die ,antwort selbst zu geben1 und zwar aus dem ,gesetze1 nicht nach ,lehrmeinungen der ,schule4 ,ganz im ,sinne ,jesu berief er sich auf die geistreichste ,schriftstelle1 welche hier beizubringen war4 ,er hatte die ,lehrart unseres ,herrn gut und richtig gefat1 und wute sich fein genug zu wenden4 ,allein alle ,schlauheit half nichts4 ,du hast recht geantwortet2 thue das1 so wirst du leben18 hie es1 und damit hatte ,gottes ,wort entschieden4 ,einwenden lie sich nun eigentlich so geradezu nichts2 das fhlte der ,schriftgelehrte nur zu gut4 ,fr das ,gegentheil stunden ihm keine ,schriftstellen zu ,gebote4 ,aber er war nun in eine rgerliche ,verlegenheit gerathen4 ,entweder mute er den ,verdacht auf sich ruhen lassen1 da er gleiche ,gesinnung mit dem ,lehrer von ,nazareth hege1 oder er gab sich auf einer andern ,seite blo1 als uneingeweihter und ungeschickter ,vertheidiger seiner ,schule4 ,doch half er sich noch einiger ,maaen heraus durch eine neue spitzfindige ,schulfrage3 ,wer ist mein ,nchster88 -- ,spitzkpfige1 engherzige ,rabbinen hatten auch da den hohen1 reichen ,sinn der heiligen ,schrift sich und andern verkmmert1 dadurch da sie unter dem ,nchsten nur den ,juden verstanden wissen wollten4 ,dieser ,lehre der ,alten mit drren ,worten zu widersprechen1 war eben nicht ganz rathsam1 schon um einen langen und heftigen ,streit zu vermeiden4 ,da stund unserm ,herrn ein unfehlbares ,mittel zu ,gebote -- die ,parabel4 ,in dieser lag die ,antwort und der ,beweis1 beide durch eine ,geschichte anschaulich gemacht1 so klar und unwiderleglich1 da sie dem berraschten ,schriftgelehrten das ,gestndnis abzwang1 der1 welcher ,barmherzigkeit an ihm gethan hat81 d4 i4 der ,samarite sei der ,nchste des ,juden gewesen4 ,nun konnte er auch nicht mehr lugnen1 da die ,liebe chter ,art weder an eine ,nation1 noch an eine ,religionsform1 noch an einen ,stand gebunden sei1 sondern dort walte1 wo ein edles ,herz sich finde1 welches dem gttlichen ,zuge folgt4 ,schwer mag es allerdings den ,rabbi angekommen sein1 solche ,dinge einzurumen1 die mit seiner ,lehre in geradem ,widerspruche stunden2 und wohl wurde es ihm noch sauerer darum1 weil seine ,glaubensgenossen1 ein ,priester und ein ,levite1 die ,gott und sein ,gesetz so genau im ,kopfe hatten1 eine gar schlechte ,rolle spielten neben dem hochherzigen1 menschenfreundlichen ,samariten4 ,,xvii4 ,ueber ,heuchelei im ,urtheilen4#bb ,heuchler6 ,das ,ansehen des ,himmels wisset ihr zu beurtheilen1 aber bei den ,zeichen der ,zeit vermget ihr es nicht88 -- ,auch bei dieser ,stelle glaubt man es unserm ,herrn gewhnlich auf sein ,wort1 da et seinen guten ,grund gehabt habe1 die ,phariser ,heuchler zu nennen2 aber selten bekmmert man sich darum1 zu seiner eigenen ,warnung und ,belehrung1 die ,ursache dieses ,vorwurfes zu erforschen4 ,und doch liegt sie so nahe6 ,so viele und so groe ,wunder hatte ,jesus bereits gethan vor den ,augen ,israels4 ,waren die nicht kennbare und leicht verstndliche ,zeichen ,gottes zu ihrer ,zeit1 die ihnen sagten1 was jetzt geschehe1 und was bald kommen werde -- das ,reich ,gottes mit seinem ,sohne8 ,gehrte dazu mehr ,schrfe und ,tiefe des ,verstandes1 als zu den alltglichsten ,wetterprophezeihungen8 ,wo fehlte es denn8 ,im ,herzen2 an gutem ,willen2 an reiner ,liebe zur ,wahrheit4 ,die ,natur sahen die ,phariser nicht als ihren ,feind an2 von ihr befrchteten sie nichts fr ihr ,system1 fr ihre ,ehre oder fr ihren ,beutel4 ,ganz anders verhielt es sich mit ,jesus4 ,darum wurde ihr ,geistesauge bse1 neidisch1 trbe2 sie sahen nicht an ,jesu ,lehren und ,thaten1 was sie am ,himmel wahrnahmen -- weil sie nicht wollten4 ,obwohl die ,zeichen so deutlich waren1 als ,wolken1 ,farbe1 ,wind im ,luftkreise1 so verstunden sie doch davon so wenig1 da sie von ,jesus ein ,zeichen vom ,himmel8 verlangten1 d4 h4 ein ungewhnliches1 recht viel ,lrm und ,aufsehen erregendes ,spektakel4 ,ihr triefugiger ,sinn und ,verstand erblickte in den gttlich wohlthtigen ,heilungen ,jesu nur etwas ,gemeines1 ,alltgliches2 sie argwhnten sogar -- wie in unsern ,tagen -- nur ,tuschung und ,betrug4 ,ein klarer ,beweis1 da sie an ,jesus ihren ,mann nicht gefunden hatten1 da er bisher noch gar nicht nach ihrem ,sinn und ,geiste gehandelt hatte2 darum waren sie auch nicht aufgelegt1 ihn zu verstehen und anzuerkennen4 ,fand nun hier nicht ,tcke des ,herzens1 ,krmmung der ,seele statt8 ,entwickelte sich nicht daraus nothwendig ,verdsterung der ,erkenntni8 -- ,doppelsinn im ,herzen1 getheilt zwischen ,gott und der ,welt1 hinkend auf beiden ,seiten1 ist der ,heuchler nie im ,stande1 jede ,sache in ihrem natrlichen und wahren ,gesichtspunkte zu fassen1 und ein richtiges ,urtheil zu fllen4 ,diese ,verkehrtheit im ,urtheilen ist es auch1 was ,jesus hier vorzglich bestimmte1 die ,phariser der ,heuchelei zu beschuldigen4 ,davon berzeugt uns am besten die ,verbindung1 in welcher die eben behandelte ,stelle bei ,lukas vorkommt4 ,das unserm ,herrn aufgedrungene ,schiedsrichteramt1 welches die unbertrefflichen ,lehren ber ,reichthum1 ,vertrauen auf ,gott und ,wachsamkeit veranlate2 dann die tiefen ,bemerkungen ber die entgegengesetzten ,wirkungen der ,stiftung seines ,reiches im ,vorhergehenden geben mit dem folgenden ,licht genug1 um uns zu zeigen1 worinn nach dem ,sinne ,jesu ,heuchelei des ,urtheiles bestehe4 ,wie lehrreich sind in dieser ,beziehung die ,erzhlungen von den hingerichteten ,galilern und von der ,heilung der ,frau am ,sabbate#bc6 ,man kann durch ,vergleichung und ,nachdenken daraus lernen1 wie gro das ,gebiet der ,heuchelei sei1 wie tief ihre ,wurzeln in das ,innerste unseres ,herzens dringe1 wie mannigfaltig sich ihre ,erscheinung gestalte4 ,wer soll sich zu ,betrachtungen dieser ,art nicht hingezogen fhlen1 da dieselben mit unserm ,heile in so naher ,verbindung stehen8 ,,xviii4 ,verhalten der ,phariser vor1 bei und nach dem ,einzuge ,jesu zu ,jerusalem4#bd ,in den letzten ,tagen unseres ,herrn nahm alles einen weit hhern ,schwung1 einen viel raschern ,gang2 ,thaten drngten sich auf ,thaten1 ,reden auf ,reden4 ,noch ein ,mal durchbrach die untergehende ,sonne der ,gerechtigkeit die dstern ,wolken des ,hasses und der ,verfolgung1 und leuchtete in ihrer ganzen ,kraft und ,herrlichkeit1 um die ,herzen der ,menschen fr ,wahrheit und ,liebe zu entznden4 ,aber auch die ,werkzeuge des ,frsten der ,finsterni verdoppelten ihre ,krfte1 lieen boshafte ,rnke1 tckische ,arglist1 offenen ,ha und verbissenen ,grimm in allen hllischen ,farben der ,heuchelei spielen1 und erhhten dadurch die ,majestt des ,glanzes1 der vom ,sohne ,gottes ausgieng4 ,zu ,bethanien erscholl das ,allmachtswort3 ,lazarus1 komm heraus68 ,und der ,verstorbene kam heraus4 ,wer vermag den ,eindruck dieser erstaunlichen ,that zu beschreiben8 ,was mute sich in den ,herzen der ,maria und ,martha und gleichgesinnter ,zuschauer regen8 ,wie demthigend und erhebend zugleich werden sie die ,nhe ,gottes gefhlt haben8 ,viele von den ,juden1 die zu ,maria gekommen waren1 und sahen1 was er that1 glaubten an ihn48 ,die waren keine gemeinen ,leute1 sondern angesehene ,mnner aus der ,hauptstadt4 ,bisher hatten sie sich nicht zu recht finden knnen in ,bezug auf die gttliche ,sendung ,jesu2 aber dieser auerordentliche ,thatbeweis berwog alle ,zweifel und ,bedenklichkeiten2 sie wurden berzeugt1 und bekannten ihre ,ueberzeugung laut am ,grabe4 ,an ihnen erfllte sich das1 was ,jesus in seinem ,dankgebete gesprochen hatte4 ,aber wer htte es glauben sollen8 ,einige blieben ungerhrt bei der erhabenen1 wahrhaft gttlichen ,that4 ,es waren wohl dieselben1 welche die unschtzbaren ,thrnen ,jesu am ,grabe seines ,freundes mit ihrer ,lsterzunge begeiferten1 und die lieblichen ,worte bewegter ,seelen3 ,siehe6 wie lieb er ihn hatte68 mit unmenschlicher ,gefhllosigkeit als ,zeichen der schmerzlich gefhlten ,ohnmacht des vorgeblichen ,propheten deuteten4 ,konnte der1 welcher die ,augen des ,blinden aufthat1 nicht machen1 da dieser nicht starb88 -- ,welche ,herzen6 ,welche ,gesinnungen6 ,das war die fromme ,bildung1 welche die ,phariser den ihrigen gaben6 ,wem schaudert nicht vor dieser pharisischen ,gerechtigkeit1 welche taub gegen die ,stimme der ,natur1 unempfindlich gegen die zartesten ,rhrungen der trauernden ,liebe1 ausgelernt in boshafter ,verdrehungskunst wthende ,schlangenbisse des unvershnlichsten ,religionshasses in die ,unschuld der reinsten ,menschlichkeit thut8 ,befremden kann es da freilich nicht mehr1 aber ,entsetzen ber den ,abgrund der ,verkehrtheit und ,verhrtung erregt es1 wenn man lieset3 ,einige aber aus ihnen giengen hin zu den ,pharisern1 und sagten ihnen1 was ,jesus gethan hatte48 ,wie mit der erfreulichen ,nachricht eines unerwartet entdeckten ,verbrechens eilten sie in die ,hauptstadt1 um anzusagen1 der verhate ,nazarener sei pltzlich in ,bethanien erschienen1 und habe da schon wieder einen ,todten erwecket4 ,waren es gutmthig dumme ,werkzeuge der ,phariser1 oder wuten sie1 was sie thaten1 und warum8 ,in beiden ,fllen bebt der wahrhaft ,gute zurck -- ein ,mal vor der schrecklichen ,list und ,gewalt heuchlerischer ,gottesgelehrter1 und dann vor der furchtbaren ,selbstverblendung befangener1 herzloser ,systematiker1 wie sie damals in ,juda waren4 ,welch' ein groes ,gewicht die ,phariser zu ,jerusalem auf diese ,anzeige legten1 lt sich daraus abnehmen1 da sogleich der hohe ,rath sich versammelte1 um in seiner ,weisheit zweckmige ,maaregeln zu ergreifen gegen den khnen ,volksverfhrer4 ,die war wirklich der ,standpunkt1 auf welchen sie ihre ,leidenschaft gestellt hatte4 ,johannes lftet den ,schleier1 und lt uns mehr als ,einen ,blick in das ,geheimni der ,bosheit thun4 ,in ihre ,berathungssaale legten sie1 weil sie unter sich und einander gleich waren1 die ,maske der ,heiligkeit ab1 und uerten ihre ,gesinnungen unverholen3 ,was thun wir8 ,denn dieser ,mensch thut viele ,zeichen48 ,eine ganz andere ,sprache1 als die1 welche sie vor den ,ohren des ,volkes fhrten3 ,er treibt die ,teufel nur durch den ,obersten der ,teufel aus48 -- ,was hat er dir gethan8 ,wie hat er deine ,augen aufgethan88 ,da leugneten sie die ,wunder1 oder wollten wenigstens den ,schein grndlicher und redlicher ,zweifler haben4 ,jetzt knnen und wollen sie nicht mehr lugnen1 aber auch nicht glauben4 ,sie gerathen in ,verlegenheit2 denn es liegt am ,tage1 da ,jesus ,wunder thut1 ,wunder sind aber nach ihrer eigenen ,lehre ,beweise gttlicher ,sendung2 warum erkennen sie ,jesus nicht als ,propheten8 ,hat er etwa nur ,scheinwunder verrichtet8 ,auf denn6 ,entdecket den ,betrug1 entlarvet den ,verfhrer1 und weiset das ,volk zu recht6 ,fehlt es euch doch nicht an kritischem ,scharfsinn und feiner ,verdrehungskunst2 die ,geschichte des ,blindgebornen beurkundet1 da ihr ,sterne der ersten ,gre am allerneuesten exegetischen ,himmel sein knntet -- ,wenn wir ihn gehen lassen1 werden alle an ihn glauben48 ,das war ein ,mal aufrichtig gesprochen2 nicht die ,lehre1 nicht die ,wunder stunden ihnen im ,wege1 sondern die ,person ,jesu und das allgemeine groe ,ansehen1 welches er sich ohne ihr ,zuthun1 ja gegen ihr ,wollen und ,struben erworben hatte4 ,sich glaubten sie zurckgesetzt zu sehen1 ihr ,ansehen zernichtet1 ihre ,lehrsthle entbehrlich gemacht1 wenn der ,nazarener so viele ,anhnger finde4 ,jesus htte nicht nur ihre ,menschensatzungen1 er htte ,moses und die ,propheten angreifen und umstrzen drfen1 wenn er nur ,befreiung vom rmischen ,joche geprediget1 den ,pharisern geschmeichelt1 ihnen hohe1 eintrgliche ,stellen in seinem ,reiche versprochen htte4 ,da er aber nur von ,besserung1 von einem himmlischen ,reiche1 von ,freiheit durch lebendige ,wahrheit1 von ,demuth und ,selbstverleugnung1 von reiner ,liebe sprach1 und die ,alles1 ohne von ihnen dazu autorisirt zu sein3 so konnte ,gott mit dem ganzen ,himmel wohlthtiger ,krfte und ,thaten an diesen selbstschtigen ,frommen nichts ausrichten2 sie drckten die ,augen zu vor dem ,glanze seiner ,herrlichkeit2 sie verhrteten ihr ,herz gegen seine ,vaterstimme2 sie stritten gegen ,gott1 um ihre ,religion zu vertheidigen4 ,aber mit welchen ,waffen wollen sie sich in diesen entsetzlichen ,kampf wagen8 ,mit geistigen nicht3 diese haben sie nicht2 sondern mit dem ,rstzeuge dieser ,welt4 ,dann werden die ,rmer kommen und uns ,land und ,leute nehmen48 ,hret ihr die staatsklugen ,vter des ,volkes8 ,da sie unsern ,herrn von sittlicher und religiser ,seite nicht mit ,grund anklagen1 da sie seine ,wunderthaten nicht leugnen oder widerlegen konnten1 so liehen sie seinem gttlichen ,plane der ,menschenerlsung eine politische ,wendung4 ,durch den ,glauben an ,jesus war der ,staat bedroht4 ,eigentlich aber drckten sie sich nur zweideutig aus2 denn der ,staat -- das waren sie4 -- -- ,die ,geschichte besttiget es unwiderleglich1 da nach dem ,tode unseres ,herrn die fanatischen ,phariser sich von den schlechtesten ,betrgern1 als vorgeblichen ,messiassen 7,joh4 ,v1 #dc71 zu allen ,greueln der ,emprung hinreien lieen2 worauf dann wirklich die ,rmer kamen1 und ihnen ,land und ,leute nahmen4 ,diejenigen aber1 welche an ,jesus glaubten1 entgiengen diesem ,grausen erregenden ,untergange des jdischen ,staates4 -- ,es bleibt aber ein fr alle ,jahrhunderte merkwrdiger ,zug des ,verfolgungsgeistes scheinheiliger ,heuchler1 da die ,phariser die ,sache der ,religion so listig mit der ,politik zu vermischen wuten4 ,wie ,bileam wider seinen ,willen ,israel segnete1 so weissagte ,kajaphas das grte ,heil fr das ,menschengeschlecht1 da er ,tod und ,verderben ber ,jesus schnaubte4 ,besser ist es1 ,ein ,mensch sterbe fr das ,volk1 als da das ganze ,volk zu ,grunde gehe48 ,wie wahr im ,sinne ,gottes1 und wie entsetzlich im ,munde des staatsklugen ,oberpriesters6 ,der ,mann war wrdig in dem ,rathe der ,phariser oben an zu sitzen1 obwohl er selbst nicht zu diesem ,orden gehrte1 sondern ,sadducer war4 ,aber in listiger ,verstellung und vermummter ,ungerechtigkeit gab er dem wthendsten ,phariser nichts nach4 ,ohnehin haten die ,sadducer ,jesus so sehr1 als die ,phariser4 -- ,das rasche1 blutige ,wort ri die erbitterten1 aber unschlssigen ,phariser aus ihrer ,verlegenheit4 ,ob ,jesus schuldig oder unschuldig sei1 kam jetzt nicht mehr in die ,frage2 sondern ob er noch lnger geduldet werden knne1 oder nicht4 ,sie fanden ihn unertrglich fr ihre ,lehre und mehr noch fr ihre ,lebensweise2 also war er gefhrlich1 staatsverderblich -- todeswrdig4 ,von nun an dachten sie ernstlich auf seinen ,untergang und auf die ,mittel dazu4 ,um aber doch auch die ,form des ,rechtes zu beobachten1 machten sie einen ,befehl bekannt1 da jeder eifrige ,jude gehalten und verbunden sei1 den geheimen ,aufenthaltsort ,jesu anzuzeigen1 damit man ihn ergreifen knne4 ,woher ist denn diesen weisen ,vtern der ,muth auf ein ,mal so sehr gewachsen1 da sie es wagten1 ffentlich die ,hand nach ,jesus auszustrecken8 ,diese ,khnheit ist so gro nicht1 als sie beim ersten ,anblicke zu sein scheint4 ,sie hatten ja schon einen vorbereitenden ,schritt gethan durch das ,verbot1 ,jesus fr den ,messias zu erkennen4 ,da er sich dadurch von seinem ,lehren und ,wirken nicht abschrecken lie2 da es vielmehr von seiner ,messiaswrde immer lauter wurde3 so schien dieser zweite ,befehl nicht bereilt zu sein4 ,ueberdie durften sie auf ihr priesterliches ,ansehen doch auch etwas rechnen1 besonders zu ,jerusalem und in ,juda2 und fr diese ,gegend scheint die ,aufforderung besonders gegolten zu haben wegen dem ,aufenthalte ,jesu whrend der ,festzeit4 ,endlich war ihr ,anhang unter dem vornehmen und niedrigen ,pbel immer noch gro und stark genug1 um die sich erst bildende ,parthei unseres ,herrn zu berwltigen1 da sich ohnehin nur gute1 stille ,menschen an ihn anschlossen4 ,man vermit also auch bei diesem offenen ,mordanschlage die ,fuchsnatur der ,heuchler nicht4 99 99 99 99 99 ,einen schnen ,contrast mit der im ,finstern schleichenden ,bosheit der ,phariser bildet die chte ,klugheit und der wahre ,muth1 welchen ,jesus in seiner immer schwieriger werdenden ,lage bewies4 ,er wollte sterben zum ,wohle der ,menschen1 aber nicht frher und nicht anders1 als es der ,wille seines ,vaters war4 ,darum wich er mit der besonnensten ,vorsicht der ,verfolgungswuth seiner erboten ,feinde aus1 und zog sich nach ,ephraim zurck1 einem ,stdtchen1 welches nahe an der ,wste lag1 und ihm einen sichern ,zufluchtsort gewhrte4 ,in dem ,charakter unseres ,herrn lag also weder die unberlegte ,hitze des ,fanatikers1 der sich blindlings in ,gefahr und ,tod strzet1 noch die schwachherzige ,feigheit des ,heuchlers1 der ,wahrheit und ,tugend menschlichen ,rcksichten opfert4 ,durch weise ,migung ward er uns ,muster der ,nachahmung4 -- ,als seine ,stunde gekommen war1 legte er einen ,muth und eine ,entschlossenheit an den ,tag1 welche seine ,freunde in die hchste ,begeisterung versetzte1 und alle ,feinde in die schrecklichste ,verlegenheit strzte4 ,wer htte es erwartet1 da er sich sobald wieder nach ,bethanien wagen wrde8 ,ja1 er lie sich von ,maria als den ,retter ihres ,bruders auf eine ausgezeichnete ,weise verehren1 billigte nicht nur ihre dankbare ,gesinnung1 sondern nahm sie sogar gegen pharisische ,seitenbemerkungen des ,judas und der von ihm verleiteten ,jnger in ,schutz4 ,niemals trug ,jesus seine ,wunderthaten zur ,schau2 aber eben so wenig verbarg er sie ohne ,noth4 ,diemal wollte er die ,erweckung des ,lazarus so laut und ffentlich bekannt gemacht wissen1 als es mglich war2 denn diese ,that war entscheidend4 ,was werden die ,hohenpriester von diesen scheinbaren ,widersprchen der ,schchternheit und ,khnheit in dem ,betragen ,jesu gedacht und gefaselt haben8 ,ungefhr dasselbe1 was noch heute sadducische ,feinde und pharisische ,freunde von seinen ,lehren und ,thaten trumen und schwtzen4 99 99 99 99 99 ,an der heiligen ,flamme des ,gottbegeisterten ,fhrers entznden sich die ,herzen ,aller1 die mit frommem ,vertrauen um ihn sind4 ,die war der ,fall bei ,maria1 ,martha und ,lazarus4 ,unverholen bekannten sie sich zu dem verfolgten1 gechteten ,lehrer von ,nazareth1 liebten und verehrten ihn als ihren ,freund und ,retter vor den ,augen ,aller1 in der ,nhe der ,hauptstadt1 in dem ,angesichte seiner ,todfeinde1 die mchtig1 angesehen und gewissenlos genug waren1 um alles ,bse frchten zu lassen4 ,das ,volk -- war es anders gesinnet1 als die hochherzigen ,geschwisterte8 ,schaarenweise zog es nach ,bethanien1 sahe ,lazarus1 und glaubte an ,jesus1 gegen das scharfe ,verbot der ,hohenpriester3 ,die ,wahrheit sprach zu laut zum ,herzen des gemeinen ,mannes1 da er nicht ,gott mehr htte gehorchen sollen1 als den ,menschen4 ,anstatt durch solche auffallende ,zeichen auf ,gottes ,wege aufmerksam zu werden1 giengen die ,hohenpriester damit um1 auch den ,lazarus zu tdten48 ,war es mglich1 die ,verblendung weiter zu treiben8 ,konnte verhrtete ,bosheit und ,heuchelei schrecklicher wthen8 ,gottes ,werke wollte menschliche ,tcke widerlegen -- durch doppelten ,mord666 ,unserm ,herrn blieb von allen diesen ,planen gewi nichts verborgen2 deungeachtet lie er sich nicht abschrecken1 festen ,sinnes den letzten ,schritt zu thun1 und seinen feierlichen ,einzug zu ,jerusalem als ,messias zu halten4 ,welch' ein ,muth6 ,welche unerschtterliche ,ergebung in den ,willen seines ,vaters6 ,aber auch andererseits welche ,reinheit1 welche ,demuth1 welche gttliche ,hoheit6 -- ,da zieht er den ,oelberg heran -- ,david's und ,gottes ,sohn -- auf dem ,fllen einer ,eselin1 das mit ,kleidern seiner ,jnger gepolstert ist4 ,schaaren seiner ,jnger und ,verehrer begleiten ihn mit frohen ,gefhlen4 ,jetzt kommt er auf die ,spitze des ,berges2 ,jerusalem1 die prchtige1 die sndhafte liegt zu seinen ,fen2 ihr ,anblick entflammt seine ,begleiter zum lauten ,triumphgeschrei -- ,jesus zerfliet in ,thrnen der ,wehmuth und ,erbarmung4 -- ,kleider bedecken die ,strae1 ,palmzweige wehen in den ,hnden1 ,freudenruf erfllet die ,luft -- ,ihm glnzt die ,thrne im ,auge4 ,so ist er seinen ,feinden furchtbar und unbezwinglich6 -- ,hier lernet ,heuchelei und ,wahrhaftigkeit1 beide in ihrer ,siegeshhe1 kennen2 jene fliehen1 diese nachahmen66 99 99 99 99 99 ,der ,einzug unseres ,erlsers zu ,jerusalem giebt uns noch ,gelegenheit zu mehr als ,einer interessanten ,vergleichung der ,phariser mit andern geradsinnigen ,menschen4 ,meister1 verbiete es doch deinen ,jngern68 ,so fuhren die ,phariser unsern ,herrn an1 als die ,schaaren seiner ,verehrer ein lautes ,hosianna dem ,sohne ,davids erschallen lieen4 ,die ,jnger und die ,volkshaufen1 welche nach ,bethanien gekommen waren1 wurden durch die wechselseitig erregte ,erinnerung an die groen ,thaten ,jesu ganz begeistert2 sie waren jetzt gewi1 da er und kein ,anderer der ,messias sei2 darum gaben sie dem mchtigen ,drange ihrer berzeugten ,herzen nach1 und drckten sich lebhaft und stark genug aus4 ,jesus lie es geschehen1 weil dieser ehrende ,zuruf nur volle und reine ,wahrheit enthielt4 ,die ,sache so angesehen1 gehrte doch nicht wenig freche ,tadelsucht und schamlose ,eigenliebe dazu1 ,jesus ffentlich darber ,vorwrfe zu machen4 ,aber hatten denn die ,phariser auch hier wiederum gar so ,unrecht8 ,war ,jesus nicht vom ,synedrium frmlich als falscher ,prophet und ,messias erklrt worden8 ,wie konnten die alten1 frommen ,vter ,israels sich so ganz an ihm versehen1 wenn er der ,sohn ,gottes wirklich gewesen wre8 ,was bedurfte es da noch einer eigenen ,untersuchung jedes ,einzelnen1 wo die ,vorsteher schon so bestimmt entschieden hatten8 ,diese unberufenen ,tadler handelten im ,geiste ihrer ,sekte1 und konnten sich in ihren ,augen an einem ,menschen1 wie ,jesus war1 unmglich versndigen4 ,die ,wahrheit dieser ,erklrung wird unwiderleglich besttiget durch den ,ausbruch pharisischen ,unwillens1 welchen ,johannes erzhlt3 ,ihr sehet1 da ihr nichts ausrichtet2 sehet1 die ganze ,welt luft ihm nach68 ,sie hatten also schon gegen ,jesus entschieden2 einer nhern ,prfung wollten und konnten sie weder gemeinschaftlich noch fr sich selbst seine ,lehren und ,thaten nicht mehr unterwerfen4 ,ihr ganzes ,bemhen war nur dahin gerichtet1 ihn um das ,zutrauen des ,volkes zu bringen1 oder1 wenn die nicht mglich wre1 aus dem ,wege zu rumen4 ,daher der niedertrchtige1 feigherzige ,zorn1 als keines von beiden gelingen wollte4 ,und doch bildeten sie sich dabei ein1 die ,sttzen der ,wahrheit und ,religion zu sein4 ,wie liebenswrdig erscheint hier der gemeine ,jude1 der sein redliches ,herz dem ,zuge des himmlischen ,vaters folgen lie1 und ,jesus als ,messias bekannte1 ohne einen ,phariser zu fragen6 ,als ,jesus nach seinem ,einzuge im ,tempel verweilte1 kamen ,blinde und ,lahme zu ihm1 um geheilt zu werden4 ,der laute ,ruf seiner ,thaten1 besonders der wiederbelebte ,lazarus1 hatte sie ohne ,zweifel zu diesem ,schritte ermuntert -- und zu ihrem ,besten4 ,sie wurden wieder hergestellet4 ,die ,hohenpriester und ,schriftgelehrten waren ,augenzeugen dieser gttlichen ,thaten1 die doch wohl laut genug fr seine ,messiaswrde sprachen2 sie sahen und hrten die ,freude1 den ,jubel und ,dank der ,geheilten gegen ,gott und seinen ,sohn -- und blieben ungerhrt6 ,aber noch mehr6 ,knaben fanden sich auch dabei ein2 diese hatten es schon in den ,straen gehrt1 und hrten es jetzt von den ,geretteten wahrscheinlich wieder mit ,enthusiasmus ausrufen1 da ,jesus der ,sohn ,david's sei2 was war daher natrlicher1 als da sie mit jugendlicher ,unschuld und ,freude nachriefen3 ,hosianna dem ,sohne ,david's86 ,die brachte die ,phariser auer sich4 ,hrest du1 was diese sagen88 ,wie herzlos1 wie emprend1 und doch auch lcherlich klingen diese ,worte im ,munde der ,meister ,israels66 ,jnger1 ,kinder -- ,steine verkndigten die ,ehre unseres ,herrn2 die ,heuchler fluchten ihm1 und segneten sich dabei -- ,jehova zu ,ehren6 -- ,kein ,wunder6 ,jesus hatte sie auch zu arg gereizet4 ,zum zweiten ,male nahm er ihnen ihr frommes ,gewerbe im ,tempel1 indem er die ,verkufer austrieb4 ,die war in ihren ,augen offenbar nur ,rachsucht gegen sie1 die er unter dem ,schutze des mit ihm eingezogenen ,volkes verbte4 ,da es schon ,abend war1 muten sie es geschehen lassen2 aber sie sannen wthend auf ,wiedervergeltung4 ,wie mancher ,phariser wird sich in der folgenden ,nacht wie ein getretener ,wurm auf seinem ,lager gewlzet und auf ,racheplane gedacht haben6 ,der ,tag brach an2 ,jesus kam in den ,tempel2 das ,volk strmte herbei2 ,jesus lehrte1 wie gewhnlich2 die ,hohenpriester und die ,aeltesten des ,volkes stellten sich auch ein2 sie hatten schon ein ,mittel ausgesonnen1 sich fr die ,schmach des vorigen ,tages empfindlich an ihm zu rchen4 ,todesha im ,herzen1 ,brandmale im ,gewissen1 ,ruhe im ,gesicht1 ,wahrheit und ,recht im ,munde1 ,amteswrde im ,gange -- so traten sie zu ,jesus1 unterbrachen seinen ,vortrag und stellten feierlich die ,frage3 ,sage uns1 aus welcher ,vollmacht hast du das gethan8 ,und wer hat dir die ,macht gegeben88 -- ,es war nicht so leicht1 auf diese listige1 unerwartet vorgelegte amtliche ,frage auf der ,stelle eine gengende ,antwort zu geben4 ,wer ,mibruche abstellen will1 mu dazu befugt sein2 ,jesus hatte die gethan1 und zwar auf eine fr den ,priester- und ,levitenstand gar nicht ehrenvolle ,weise4 ,sie hatten ihm dazu keine ,erlaubni gegeben2 und er wrde wohl auch vergeblich darum nachgesucht haben4 ,mit gutem ,grunde konnten sie also ihm ,verletzung der bestehenden ,ordnung1 ,krnkung ihrer ,ehre und ,verminderung ihres ,ansehens vorwerfen4 -- ,aber ,jesus war ja als ,messias in die ,stadt eingezogen1 und hatte mithin als solcher gehandelt6 ,eben die war es1 worauf sie lauerten4 ,wie geschwinde wrden sie ihm ,beweise seiner ,messiaswrde abgefordert1 diese ungltig und nichtig befunden und ihm1 als ,betrger1 den ,proze gemacht haben6 ,die ,heuchler maen unsern ,herrn nach ihnen selbst2 darum verrechneten sie sich so sehr4 ,reinheit des ,herzens1 ,heiligkeit des ,lebens1 ,wahrheit der ,lehre1 ,weisheit und ,kraft ,gottes -- die waren die ,waffen1 mit denen er den groen ,kampf fr uns kmpfte4 ,er war bereit1 sich zu verantworten1 und ffentlich sich als ,messias zu bekennen1 sobald die ,hohenpriester eine vorlufige ,frage ffentlich beantworten wrden2 nmlich1 ob ,johannes1 der ,tufer1 ein ,prophet gewesen sei1 oder nicht8 ,bejaheten sie die ,frage1 so hatte ,jesus einen gttlichen ,gesandten zum ,zeugen1 da er ,gottes ,sohn sei2 ein fr ,juden unwidersprechlicher ,beweis6 ,leugneten sie die ,sendung des ,tufers1 so muten sie ,beweisgrnde anfhren2 woher wollten sie aber diese nehmen8 ,jesus war also auf jeden ,fall gesichert -- durch ,wahrheit2 sie geriethen in die schrecklichste ,verlegenheit4 ,welche ,hlle mit allen ,aengsten der ,verzweifelung und ,ohnmacht werden diese ,elenden empfunden haben6 ,da stunden sie vor den ,augen des ,volkes2 sagten sie ja1 so muten sie mit ,schande abziehen2 sagten sie nein1 so drohten die gemeinen ,leute1 ihnen mit ,steinwrfen den ,gegenbeweis ihrer ,lge zu machen4 ,ihre ,fuchsnatur fand noch einen ,schleichweg -- sie wuten es gar nicht1 ob ,johannes von ,gott oder ,menschen gekommen sei4 ,nun blieb auch ,jesus seine ,antwort schuldig4 ,aber lieber wollten sie die ,sache unentschieden lassen und mit ,schande bedeckt abziehen1 als dem verhaten ,nazarener ,recht geben4 -- ,winkelzge dieser scheulichen ,art1 ,verleugnung der ,wahrheit und ,anhnglichkeit an die ,lge unter der ,maske des ,guten mit solcher ,tcke und ,verhrtung -- welche ,warnung fr uns ,alle6 ,wie sehr sollen wir uns hten vor den ,anfngen und leisesten ,spuren der ,heuchelei um nicht so zu enden6 ,jesus lie ,manches der ,art ohne besondere ,bemerkung an sich vorbergehen2 aber dieser ,vorfall ergriff ihn selbst zu lebhaft1 regte gerechten ,unwillen und tiefes ,mitleid zu sehr in ihm auf1 als da er den ,pharisern ihr ,unrecht nicht htte zu verstehen geben und noch einen ,versuch zu ihrer ,besserung machen sollen4 ,in malerischen ,gegenstzen schilderte er ihr ,betragen gegen ,gott und seine ,gesandten1 und brachte sie auch diemal dahin1 sich selbst das ,urtheil zu sprechen4 ,ein gewaltiger ,stich aber mute ihnen durch ihr ,herz gehen1 da ,jesus vor allem ,volke den ,tufer fr einen ,propheten erklrte1 und ihre erheuchelte ,unwissenheit beschmte4 ,krnkender konnte berdie kaum etwas sein1 als da er ,huren und ,zllner mehr bei ,gott gelten lie als sie1 die angepriesenen ,musterbilder chter ,frmmigkeit4 ,ein ernster1 wohl zu beherzigender ,wink1 da ,gott ,snder1 die offenen ,ungehorsam verben1 aber denselben innig und thtig bereuen1 liebevoll aufnimmt1 whrend er ,frmmler1 die scheinbar seinen ,willen thun1 im ,geheimen aber seinen ,namen schnden1 und keine ,reue fhlen1 wohl gar auf ,belohnung ,anspruch machen1 mit richterlichem ,unwillen verwirft6 ,der gewhnliche ,snder spricht3 ,ich will nicht18 und thut zuletzt doch noch den ,willen des ,vaters2 der schlaue ,heuchler sagt mit schmeichelnder ,miene3 ,ja1 ,herr68 und thut das ,gegentheil4 ,mit welchem haltet ihr es lieber1 ,menschenkinder86 -- -- ,doch unser ,herr war damit noch nicht zufrieden1 blo berhaupt das ,betragen dieser ,leute gerget1 und die gttliche ,sendung ,johannes in ,schutz genommen zu haben2 sie hatten in seinen ,augen -- und bei wem nicht8 -- eine noch schrfere ,ahndung in ,bezug auf ihr ,verhalten gegen seine eigene ,person verdient4 ,aber er kleidete diesen uerst eingreifenden ,verweis in ,parabeln ein -- von den ,pchtern des ,weinberges und von der kniglichen ,mahlzeit4 ,sie faten auch den ,sinn so richtig und ganz1 wenigstens so weit er sie betraf1 da sie schon nach der ersten ,parabel fest entschlossen waren1 sich seiner zu bemchtigen1 und ihm fr die ,zukunft ,gelegenheit und ,macht zu solchen ,angriffen zu nehmen4 ,nur eines hielt sie ab -- ,heuchelei4 ,mit dem ,volke wollten sie es nicht verderben2 denn dieses hielt ,jesus fr einen ,propheten1 und entschiedene1 ffentliche1 formwidrige ,prophetenmrder wollten sie doch nicht sein4 ,listiger waren sie doch1 als -- ihre ,vter4 ,als aber ,jesus auch die zweite ,parabel mit gleicher ,unbefangenheit und ,unerschrockenheit vortrug1 ri ihre ,geduld1 die ,furcht ward berwunden auf einer ,seite1 auf der andern waren sie noch gefesselt davon2 darum giengen sie hin1 und hielten einen ,rath1 wie sie ihn fienqen in seiner ,rede48 ,in diesem ,rathe ward ein ,projekt beliebt1 ihn sagen zu machen1 da dem ,kaiser der ,zins nicht gebhre4 ,eigentlich waren die ,phariser wider den ,kaiser1 hatten ihm auch keinen ,eid schwren wollen2 aber der ,knig der ,wahrheit war ihnen noch mehr zuwider1 weil sie bei dem noch mehr zu verlieren hatten4 ,und so schickten sie sich in die ,zeit1 und machten ,allianz mit dem ,kaiser1 um sich durch den geringern ,feind den grern vom ,halse zu schaffen4 ,christus sollte sagen2 es sei nicht recht1 da man dem ,kaiser ,zins gebe2 und dann war er verloren -- meinten sie4 ,aber wie macht man ihn das sagen8 -- ,die schlauen ,fchse kannten sich1 und wuten1 da eine ,wanne mit ,wasser eher berfliet1 wenn sie in ,bewegung gesetzt ist4 ,dewegen beschloen sie weiter1 ihm durch verstelltes ,lob und durch ,anerkennung seiner ,competenz das ,herz vorher gro zu machen1 seine ,wahrhaftigkeit1 seinen geraden ,sinn und sein ,nichtachten der ,person vor dem ,volke zu loben1 damit er geneigt wrde1 gleich eine ,probe davon gegen den ,kaiser zu geben4 ,das ,alles war hier nun freilich nicht angebracht2 aber sie verstunden das nicht besser1 und so sandten sie denn ihre ,jnger -- ,und ,herodis ,diener muten gleich mitgehen1 damit es bei dem ,zeugenverhr desto weniger ,weitlufigkeit gbe1 oder als gute ,freunde1 die den ,sieg mit ansehen und ausbreiten helfen sollten4 ,ja oder ,nein6 und in beiden ,fllen siegten die ,phariser4 ,denn sollte ,christus den ,zins gut heien1 und also dem ,hauptprojekte ausweichen1 so verdarb er es beim ,volke1 das den ,zins ungern bezahlte1 und von seinem ,messias ,befreiung von allem fremden ,joch erwartete4 ,die ,sache war sehr klug angelegt1 und wre unter gleichen ,umstnden gewi ,zehn- gegen ,einmal durchgegangen4 ,hier1 wie gesagt1 gieng's nicht4 ,da nun ,jesus ihre ,schalkheit merkte1 sprach er3 ,ihr ,heuchler1 was versuchet ihr mich88 ,das war der freimthige1 gerade ,sinn c4 den sie aus ,schalkheit gelobt hatten1 wahrhaftig2 aber anders1 als sie erwarteten4 ,mathematisch gewi waren wohl die ,phariser des guten ,ausganges nicht2 denn sonst wren sie selbst gekommen1 und htten nicht ihre ,jnger geschickt4 ,indessen hatten sie doch ohne ,zweifel1 gute ,erwartungen1 und sie haben ohne ,zweifel den ,deputirten ,jngern in einem nicht geringen ,tone von ihrer klugen ,anlage und ,erfindung gesprochen1 und diese hatten gewi ihre heimliche ,freude1 da ,christus von dem allem nichts wisse1 und ihrem ehrbaren ,gesichte nicht ansehen werde1 was hinter ihrer ,frage stecke4 ,da kann man denken1 wie sie erschrocken sind1 als unser ,herr ,christus anfieng zu sprechen1 und seiner ,gewohnheit nach nicht dem ,gesichte1 sondern dem ,herzen antwortete4 ,wessen ist das ,bild und die ,ueberschrift88 ,fhlst du nicht den feinen ,sinn8 -- ,ueber das ,ebenbild ,gottes hatten die ,eiferer fr die ,religion nichts zu fragen1 wohl aber ber das silberne ,ebenbild des ,kaisers4 -- ,die ,zinsmnze und das ,geben oder ,nichtgeben derselben war im ,grunde eine kleine und unbedeutende ,angelegenheit1 die ber ihre ,glckseligkeit nichts entschied4 -- ,ueberhaupt war die ganze ,frage ber das ,recht und ,unrecht der ,zinsmnze eine sehr alberne ,frage1 und gerade soviel1 als wenn ein ,ehebrecher fragen wollte1 ob es recht sei1 die auf den ,ehebruch gesetzte ,strafe zu bezahlen8 -- ,man sieht1 wie die ,phariser eigentlich stunden1 und was von allen ,seiten fr ,anla und ,raum zu bitterer ,antwort war2 und ,gott wei1 da sie hier nicht unverdient gegeben wre4 ,aber ,er war zu gut1 bitter zu sein4 ,auch war er nicht gekommen1 das letzte ,wort zu behalten1 und ber die ,knste der ,phariser und ,welt-,weisen zu triumphieren1 sondern die ,knstler selig zu machen4#be 99 99 99 99 99 ,die ,antwort unseres ,herrn war entscheidend und beschmend2 der ,sieg vollkommen4 ,erstaunt ber seine ,weisheit und ,scharfsichtigkeit schlichen sich die jungen ,mnner davon1 welche als ,werkzeuge boshafter ,tcke gedient hatten4 ,sollte sich nicht ,mancher darber geschmt haben8 ,sollte nicht bei ,manchem ein ,zweifel an der ,redlichkeit und ,wahrheitsliebe der ,meister in ,israel aufgestiegen sein8 ,wenn wir in ihren ,herzen htten lesen knnen6 ,was mag ,jesus darin gesehen haben6 -- ,wie unglcklich macht doch ,heuchelei6 ,aber auch wie unheilbar6 ,wer htte es erwartet1 da die ,phariser nach so vielen1 schmachvollen ,niederlagen die ,angriffe auf ,jesus nicht aufgeben wrden8 ,und doch war es so4 ,kaum waren die albernen ,einwrfe leichtsinniger ,sadducer gegen die ,auferstehung mit ,wrde und ,nachdruck beantwortet1 als schon wieder eine ,parthie zusammentrat1 und die alte ,streitfrage ber das wichtigste ,gebot im ,gesetze wieder auf die ,bahn brachte4 ,in ,galila und ,juda blieb sich diese ,secte gleich2 engherzig1 streitschtig und eigenliebig drehte sie sich stets im ,kreise um denselben ,punct und verwarf und verfolgte ,jeden1 der diesen ,kopf und ,herz betubenden ,kreisgang nicht mitmachte4 ,was half es1 da ,jesus sie auch in ,jerusalem in diesem ,stcke zurecht wies8 ,sie hrten1 wandten sich weg1 warfen seine ,antwort weg -- aber nicht ihren ,ha gegen ihn4 ,bewundern mu man in solcher ,lage die ,langmuth und die ,liebe ,christi1 der nicht mde wurde1 seine ,todfeinde zu retten1 noch weniger mde1 als sie1 ihn zu verderben4 99 99 99 99 99 ,ein hchst demthigendes ,beispiel von der tiefen ,geistesarmuth der in ihrer ,einbildung an ,gotteskenntni berreichen ,phariser liefert die letzte ,frage1 welche ,jesus ihnen vorlegte4 ,was dnket euch von ,christus8 ,wessen ,sohn ist er88 -- ,david's8 war die fertige ,antwort1 die sie mit schlerhafter ,hast und wohl nicht ohne hmischen ,seitenblick ber die ,leichtigkeit der ,frage gaben4 ,allein sie hatten nur halb die ,wahrheit getroffen4 ,sobald daher ,jesus auch die andere ,hlfte verlangte1 und sie mit ,david's eigenen ,worten darauf hinwies1 verstummten sie1 und konnten ihm nichts antworten48 ,war es mglich8 ,sogar nothwendig4 ,die ,heuchler suchten nicht ,gott1 sondern unter einem heiligen ,namen nur sich2 sie forschten nicht nach ,wahrheit1 sondern unter gutem ,vorwande nach eigenem ,vortheile2 daher wollten sie als ,messias zunchst einen ,sohn ,david's1 gro1 mchtig1 reich1 angesehen1 kriegerisch1 allenfalls auch gesetzlich fromm und den ,heiden feindlich4 ,dabei fanden sie ihre ,rechnung4 ,wie htten sie da an eine hhere -- gttliche ,natur und ,wrde des ,messias denken1 wie die ,frage unseres ,herrn auch nur verstehen knnen6 ,gottes ,sohn war ihnen etwas ,unbedeutendes gegen einen ,helden1 der die ,rmer schlug1 und ihre ,beutel und ,buche fllte4 ,unter seiner milden ,regierung htten sie wohl auch ,jehova -- und sich ,wolken von ,weihrauch aufsteigen und fette ,opfer bluten lassen4 ,schmerzlich wird es den hochgelehrten ,rabbinen doch gefallen sein1 da sie mit der ,antwort auf eine so wichtige1 und wie man allgemein vermuthen mute1 ihnen wohl bekannte ,frage ins ,stocken geriethen2 und die dem neuen ,lehrer gegenber1 auf den sie gewi nicht selten mit ,verachtung herabsahen1 weil er in ihren ,erblehren und ,zustzen zu ,moses nicht bewandert war1 ja nicht einmal ,werth darauf legte4 ,was dachte wohl das umstehende ,volk8 ,ein neuer ,grund1 sich zu schmen und zu rgern4 ,so stt der ,heuchler am ,ende berall an4 ,,xix4 ,letzte ,rede ,jesu gegen die ,lehre und gegen das ,leben der ,phariser4#bf ,paulus gehrte einst auch selbst zu der angesehenen ,secte der ,phariser4 ,allein er ri sich davon los1 nachdem er die ,allgewalt des ,wortes ,gottes auf die erschtterndste und ergreifendste ,weise an sich selbst erfahren hatte4 ,niemand konnte daher die ,kraft gttlicher ,aussprche besser und zuverliger schildern1 als er2 ,keiner hat es auch nachdrcklicher gethan1 als er in seinem ,briefe an die ,hebrer ,,iv1 #ab-ac1 wo er den ,unglauben und ,ungehorsam bedroht3 ,lebendig ist ,gottes ,wort und krftig1 und schrfer als jedes zweischneidige ,schwerdt2 es dringt durch bis zur ,scheidung von ,seele und ,geist1 von ,mark und ,bein2 und es richtet ,gedanken und ,anschlge des ,herzens2 und kein ,geschpf ist verborgen vor ihm1 sondern ,alles ist enthllt und aufgedeckt vor den ,augen dessen1 von dem wir reden8 -- nmlich vor ,jesus von ,nazareth1 dem ,sohne ,gottes und der ,menschen4 ,durch ihn haben sich auch diese ,worte vor unsern ,ohren erfllet18 da er wenige ,tage vor seinem ,welterlsenden ,tode eine ,charakterschilderung der ,heuchler seiner ,zeit entwarf1 wie es nur der ,herzenskenner8 vermochte4 ,wre an diesen ,menschen noch etwas zu bessern gewesen1 so htte sie diese gewaltige prophetische ,strafrede unfehlbar aus scheinheiligem ,sndenschlafe aufgeschreckt4 ,doch die gieng nicht mehr an4 ,inde konnte es ,jesus auch nicht rger mit ihnen verderben1 als es bisher durch ,lehre und ,that geschehen war4 ,auf jeden ,fall lernte sie das ,volk kennen1 wenn er ihnen die ,heuchlerlarve abri1 und sie in ihrer hlichen ,naturgestalt unverhllt sehen lie4 ,seine ,jnger konnte er nicht krftiger vor ,heuchelei warnen1 als wenn er ihnen das ,bild dieses scheulichen ,lasters so lebendig vor ,augen stellte4 -- ,bei dem verzehrenden ,feuereifer1 von dem unser ,herr bei dieser ,rede ergriffen war2 bei dem grimmigen ,hasse seiner erbosten1 niedertrchtigen ,feinde2 bei dem gewaltigen ,einflusse auf die ,herzen des ,volkes2 bei dem mehr als menschlichen ,ansehen und ,berufe1 den er hatte1 bleibt es -- menschlich betrachtet -- immer eine eben so bewunderungswrdige1 als nachahmungswerthe ,erscheinung1 da er in seinem ,vortrage sogar nichts ,ueberspanntes zeigte1 so weit von schwrmischer ,hitze entfernt war4 ,mit der ruhigsten ,besonnenheit und billigsten ,schonung rumt er den ,pharisern die ,wrde und die ,rechte ein1 die ihnen gebhrten4 ,mit dem ,priester1 mit dem ,leviten hatte er nichts zu thun1 aber an dem ,heuchler in beiden hatte er vieles zu tadeln4 ,er that dieses1 ohne jenem die seinem ,amte gebhrende ,achtung zu versagen4 ,auf ,moses ,stuhl sitzen die ,schriftgelehrten und ,phariser c48 damit erkennet er ihr ,recht1 ,gottes ,wort vorzulesen und auszulegen -- wie es ehedem ,moses gethan hatte -- aber freilich in ,moses ,sinn und ,geiste6 ,was sie so gebieten wrden1 sollten alle ,juden halten4 ,man bersehe es nicht1 wie ,jesus das ,volk anweiset1 den wahren ,lehren der ordentlichen ,vorgesetzten sich anzuschlieen6 ,er billigte es nicht1 da ,jeder seinen eigenen ,weg gieng1 und sich selbst sein ,gesetz machte4 ,aber nach ihren ,werken sollet ihr nicht thun2 denn sie sagen es wohl1 aber thun es nicht48 ,welche ,wendung6 ,was fr ,lehrer waren die1 deren ,thaten ihren schnen ,worten widersprachen8 ,gaben sie damit nicht selbst ,jesus die ,waffen in die ,hand8 ,glichen sie nicht ,giftpflanzen mit lockenden ,blthen8 ,ihrem ,lehramte lie ,jesus volles ,recht widerfahren2 allein um so schrfer und schonungsloser mute er nach ,allem1 was er von ihnen sah und hrte1 ihr ,leben angreifen4 ,sagen und nicht thun4 ,andern strenge gebieten1 und selbst bertreten -- ,darin fand ,jesus den charakteristischen ,zug der ,heuchelei1 und diesen hob er ohne ,rcksicht hervor4 ,nun folgen ,beispiele von ,reden und ,thaten der ,phariser1 denen man nicht folgen soll4 -- ,das ,erste1 was ,jesus rgte1 war ihre ,schriftauslegung4 ,sie machten ,gottes ,wort zu einer unertrglichen ,last4 ,nicht nur zerstckelten und zerschnitten sie den ,text so lange1 bis alles ,leben und aller ,geist verschwunden war1 sondern sie gaben jedem ,gesetze die ungemessenste ,ausdehnung1 wollten triefugigen ,sinnes alle mglichen ,flle vorhersehen1 und ersuften auf diese ,weise ,gottes hohe und reine ,gedanken in dem todten ,meere rabbinischer ,noten und ,glossen4 ,die gesetzlichen ,vorschriften huften sich daher durch den gelehrten ,eifer und durch die scharfsichtige ,frmmigkeit der ,meister ,israels so sehr1 da man sie kaum fassen1 viel weniger ausben konnte4 ,desto unbarmherziger bestunden die ,phariser auf der pnktlichsten ,beobachtung eines jeden ,jota und ,striches4 ,nur ,eines vergaen sie dabei -- das eigene gute ,beispiel4 ,dazu wollten sie sich so wenig verstehen1 da sie alle verschmitzten ,kunstgriffe aufboten1 um sich1 wenigstens im ,stillen1 die ,last des ,gesetzes vom ,halse zu schaffen4 ,sinnreich erfanden sie tausend ,grnde1 mit denen sie ihr ,gewissen ber die grbsten ,gesetzesverletzungen zu beruhigen wuten4 ,aber die ,leute durften das nicht wissen1 viel weniger sehen4 ,vor den ,augen der ,menschen thaten sie selbst den bertriebensten ,forderungen ,genge1 damit sie bewundert und gelobt wurden -- die guten1 groen ,geister6 ,kommet ,alle zu mir1 die ihr mheselig und beladen seid1 und ich will euch erquicken6 ,nehmet mein ,joch auf euch6 -- ,denn mein ,joch ist milde1 und meine ,brde ist leicht48 ,so rief ,jesus seinen ,zeitgenossen zu4 ,welchen ,nachdruck1 wie viel ,wahrheit gewannen diese ,worte in seinem ,munde den ,pharisern gegenber8 ,war es dem ,volke zu verargen1 wenn es dem ,propheten von ,nazareth in groen ,schaaren nachzog8 ,und doch thaten es die ,lehrer und ,vorsteher der ,nation nicht1 fluchten dem ,volke1 wtheten gegen ,jesus -- aber die verkehrte ,lehre und den vor ,gottes ,augen greuelhaften ,wandel zu ndern1 daran dachten sie nicht4 ,thaten denn die ,phariser gar nichts ,gutes8 ,vieles1 recht ,vieles1 wenn es nur die ,menschen sahen1 und sie dafr lobten als fromme1 gottselige ,mnner4 ,diese schnde ,religiositt ist daher das ,zweite1 was ,jesus nicht ohne satyrische ,zge diesen ,helden der ,verstellung vorwirft4 ,gottesverehrung und ,eigenliebe1 gutes ,beispiel und ,gefallsucht1 ,frmmigkeit und ,eitelkeit wollten diese armseligen ,kleingeister mit einander verbinden4 ,das ,lamm sollte beim ,wolfe wohnen1 ohne da ,gott diesen ,bund gestiftet hatte4 ,wohl mag es diese selbstschtigen ,frmmler so recht eigentlich gekitzelt haben an dem ,herzflecken der ,heuchelei1 wenn sie mit ihren heiligen ,zierrathen die ,augen der staunenden ,leute auf sich zogen1 bewundernden ,blicken begegneten1 ses ,lob flstern hrten4 ,wie wird sich da der ,gtze im ,herzen gro gefhlt haben6 ,und worauf denn8 -- ,vor allem auf recht breite ,denkzettel6 -- ,so lautete ,gottes ,wort durch ,moses an ,israel3 ,es soll dir ein ,zeichen an deiner ,hand1 und ein ,denkmal zwischen deinen ,augen sein1 auf da des ,herrn ,gesetz sei in deinem ,munde2 da der ,herr mit mchtiger ,hand dich aus ,aegypten gefhret hat48#bg ,unwiderstehlich dringt sich ,jedem der ,sinn auf3 ,gottes ,wohlthat1 die ,befreiung ,israels aus ,aegypten1 soll den ,israeliten so unvergelich sein1 als ein auf die ,hand eingetztes ,merkmal1 als eine ,streife von ,linnen oder ,pergament1 welche man zur ,erinnerung an die ,stirne hngt4#bh ,die ,juden nahmen die buchstblich1 und machten sich wirklich solche ,denkzettel4 ,auch gut1 wenn dankbare ,liebe und unverflschter ,glauben die ,triebfedern waren4 ,allein die war bei den ,pharisern der ,fall nicht2 sondern sie wollten sich nur auszeichnen als die ,eifrigsten in ,erfllung des ,gesetzes2 sie wollten den ,buchstaben zur ,schau tragen1 um den ,geist des ,gesetzes zu zernichten in ,wort und ,that4 ,daher lieen sie ,sprche der heiligen ,schrift auf sehr breite ,pergamentstreifen schreiben1 wohl gar in ,kapseln fassen1 und trugen sie an ,stirn und ,armen4 ,welch' eine ausgebreitete ,frmmigkeit6 -- ,noch mehr6 ,sie vergrerten die ,quasten an ihren ,oberkleidern4 ,ein neuer ,beweis der ,tiefe und ,lnge ihrer ,religiositt2 den aber ,jesus1 sonderbar genug1 nicht gelten lassen wollte4 ,gott hatte geboten3 ,rede mit den ,kindern ,israel1 und sprich zu ihnen1 da sie sich ,quasten machen an den ,flgeln ihrer ,kleider1 unter allen ihren ,nachkommen1 und an die ,quaste jedes ,flgels eine himmelblaue ,schnur machen4 ,und diese ,quasten sollen euch dazu dienen1 da ihr sie ansehet und gedenket aller ,gebote des ,herrn1 und thut sie1 und nicht wandelt nach eures ,herzens ,dnken1 noch nach euren ,augen1 da ihr ihnen nachhuret48#bi ,also ein neuer ,anla1 an ,gottes ,willen und ,gebot zu denken1 und dasselbe zu thun1 aber nicht blo1 wie die ,phariser1 schn und viel davon zu reden1 und mit langen1 zottigen ,klppeln zu prahlen1 um frmmer zu scheinen1 als ,andere4 ,wer kann es ,jesus verargen1 wenn er diesen wollichten ,maastab der ,gottseligkeit mit scharfer ,satyre verwarf8 -- ,offenbar ist in den ,worten der heiligen ,schrift auch darauf hingedeutet1 da das ,tragen solcher ,schnre die ,juden von den ,heiden unterscheiden1 und erstere zur ,verabscheuung des ,gtzendienstes der letztern antreiben sollte4 ,mute dieses nicht lcherlich und herzverderbend zugleich werden1 wenn man die ,entfernung des ,sinnes vom ,heidenthume nach der ,lnge und ,dicke der ,quasten am ,oberkleide bestimmen wollte8 ,wer war schlechter daran1 der ,heide mit seinen ,gtzen von ,stein und ,holz1 oder der ,phariser mit groen ,trodeln1 welche den abgttischen ,sinn austreiben sollten8 -- ,allein so tief und scharf konnte nur ,jesus in das dunkle ,gewebe der ,gleinerei blicken4 ,wohl uns1 da er es gethan und ausgesprochen hat1 was er sah6 ,wer sich selbst erhhet1 wird erniedriget werden1 und wer sich selbst erniedriget wird erhhet werden8#cj2 die war ein ,wahlspruch unseres ,herrn1 den er oft im ,munde fhrte1 und schon einmal mit einer nachdrucksvollen ,parabel den ,pharisern ans ,herz gelegt hatte1 da er sah1 wie ngstlich sie bei der ,wahl ihrer ,sitze an der ,tafel zu ,werke giengen1 um ja nicht zu weit hinabzurcken4 ,doch die treffliche ,erinnerung war ohne ,erfolg geblieben2 sie fuhren fort1 mit ihrer ,frmmigkeit1 ,rangsucht und ,stolz zu paaren4 ,allerdings ein sonderbares ,gemische unvereinbarer ,dinge6 ,aber es war nun einmal so2 die ,phariser wollten durchaus an der ,tafel in der ,mitte oder an dem ,ehrenplatze sitzen2 in den ,synagogen forderten sie nicht nur1 vor den gemeinen ,leuten zu sitzen -- das verstund sich von selbst bei so reinen ,personen -- sondern schlechterdings die ersten ,pltze nahmen sie ein1 wenn auch die ,vornehmsten der ,stadt oder des ,ortes sich einfanden4 ,der ,geist der ,religion ,jesu war chte1 lebendige ,gottes- und ,menschenliebe4 ,auch bei den ,pharisern wirkte ,liebe -- aber nur ,eigenliebe4 ,je saurer ihnen also ihr ,frommthun wurde2 je mehr ,anstrengung1 ,aufwand und ,zeit es kostete1 bis sie sich in ,engel des ,lichtes umgestalteten1 desto mehr wollten sie natrlich auch von der ,arbeit ihres ,tagewerkes erndten2 desto grere ,vorzge verlangten sie vor denen1 welche sich zu keinen so schweren ,opfern entschlossen hatten4 ,daraus mag man abnehmen1 wie tief ihnen ,jesus ins ,herz griff mit diesem ,zuge ihrer ,charakteristik4 ,gru und ,rangauszeichnung waren von jeher im gesellschaftlichen ,leben keine ganz gleichgltige ,sache2 und zwar mit ,recht4 ,ehre1 wem ,ehre gebhret48 ,jesus selbst hielt sich an diesen ,grundsatz1 und lie es nicht ungeahndet hingehen1 wenn ,jemand aus ungegrndeter ,geringschtzung die herkmmlichen ,hflichkeitsbezeugungen ihm versagte4 ,simon1 der ,phariser1 erfuhr die zu seiner schmerzlichsten ,beschmung1 welche er um so mehr verdiente1 da die ,phariser gerade in diesem ,stcke gegen ,andere sich so ungemessene ,forderungen erlaubten4 ,wer sich bei ihnen empfehlen wollte1 mute sie zuvorkommend und demthig gren1 und nicht nur so schlechthin ,rabbi tituliren1 sondern im hhern ,style mit doppeltem ,rabbi6 ,rabbi6 ehrfurchtsvoll anreden4 ,denkt man sich nun noch die orientalischen ,umstndlichkeiten hinzu1 so wird es gewi begreiflich1 wie viel ,nahrung ,eitelkeit und ,stolz bei solchen ,complimenten fanden4 ,aber eben so fllt es in die ,augen1 wie weit diese ,heuchler hinter dem wahren ,ehrgefhle und hinter der ungeknstelten ,bescheidenheit unseres ,herrn zurck waren4 ,daher muten sie auch bei seinem gerechten ,tadel verstummen4 ,als ,lehrer und ,vorsteher des ,volkes1 die auf ,moses ,stuhl saen1 erschienen die ,phariser nach der ,schilderung ,jesu im schlechtesten ,lichte4 ,uebertreibung der ,forderungen des ,gesetzes und eigene ,uebertretung1 ,scheinheiligkeit und verkappter ,stolz waren die ,hauptzge dieses garstigen ,naturgemldes4 ,dabei hatte ,jesus vorzglich seine ,jnger -- im ,auge4 ,daher die ,regeln der ,demuth und ,bescheidenheit1 welche er folgen lie4 -- ,wir alle1 welche auf ,christus getauft sind1 nennen uns seine ,jnger2 sind wir es auch1 so lange nur noch ,ein ,zug der ,heuchelei der so sehr verabscheuten ,phariser in und an uns ist8 ,schaffe ,jeder nur diesen schdlichen ,sauerteig aus seinem ,herzen -- und ,alles wird gut werden66 99 99 99 99 99 ,schon in der ,bergpredigt hatte ,jesus auf den pharisischen ,geist des ,gebetes aufmerksam gemacht4 ,lange und vor ,jedermannes ,augen zu beten1 war ihr ,lieblingsgeschft 7,matth4 ,,vi1 #e-g72 an pnktlich festgesetzten und eingehaltenen ,stunden lieen sie es auch nicht fehlen 7,luk4 ,v1 #cc74 ,es mchte berhaupt schon befremden1 wie ,menschen1 welche weder wahres ,vertrauen noch reine ,liebe zu ,gott im ,herzen trugen 7,matth4 ,,vi1 #ai-cd4 ,joh4 ,v1 #db471 nur auf den ,gedanken fielen1 sich so anhaltend auf das ,gebet zu verlegen4 ,allein so widernatrlich die jedem ,geradsinnigen vorkommen mu1 eben so natrlich war es an diesen ,heuchlern4 ,sie beteten nicht zu ,gott1 sondern fr ihren ,beutel4 ,das lange1 mit ausstudirten ,frmlichkeiten getriebene1 fleiig wiederholte ,gebet war bei ihnen eine eintrgliche ,speculation auf die ,schwachherzigkeit1 ,leichtglaubigkeit und ,freigebigkeit alternder ,wittwen4 ,die war der ,kder1 mit dem sie die ,weiblein an sich lockten1 durch tausend fromme ,betrgereien ihr ,vermgen erschlichen1 ihre milde ,hand anpriesen1 wieder beteten1 um neuerdings sich bezahlen zu lassen -- und so ganze ,huser verschlangen48 -- ,ein fluchwrdiges ,kunststckchen1 wofr sie ,jesus hart bedrohte6 -- -- ,wem fllt bei diesem ,anlasse nicht unwillkhrlich der betende ,phariser und ,zllner 7,luk4 ,,xviii1 #i-ad47 ein8 -- ,unbertreffliche ,schilderung des stolzen ,frmmlers und ,schnwrtlers vor ,gott1 der reumthige1 zerknirschte ,snder neben sich -- dem ,heiligen -- verachtet6 ,wie eine ,ksmade unter dem ,vergrerungsglase1 so durchschaut man in dieser ,parabel die ,seele des ,heuchlers in ihrer ganzen ,hlichkeit und ,verkehrtheit4 ,nur der ,herzenskenner vermochte es1 uns diesen ,anblick zur ,belehrung und ,warnung zu gewhren4 ,wohlthuend ruht das betrbte ,geistesauge auf dem reinen ,herzen des ,zllners6 ,wessen ,herz zerfliet nicht in ,wonne1 wenn er bedenkt1 wie und was ,jesus vom ,gebete lehrte8 ,so kurz1 so gehaltvoll1 so kindlich1 so herzlich1 so zuversichtlich1 so khn1 so demthig1 so anhaltend 7,matth4 ,,vi1 #i-ae4 ,,xxvi1 #ci4 ,luk4 ,,xi1 #e-ac4 ,,xviii1 #a-h4 ,mark4 ,,xi1 #bb-bf4766 -- ,doch vor den ,pharisern galt die nichts2 denn es war ,geist und ,leben1 und sie fanden nur ,behagen am ,todtendufte des ,leichnames4 99 99 99 99 99 ,der gelehrte ,stand hatte auch in ,palstina1 wie berall1 seine ,auszeichnung4 ,die ,schriftgelehrten bildeten einen groen ,theil desselben1 und trugen ,schlssel1 an ,riemen befestiget1 als ,zeichen ihrer ,wrde4 ,darauf waren nun die ,schriftgelehrten der pharisischen ,parthei nicht wenig stolz1 da sie das ,recht zum ,oeffnen und ,schlieen der ,pforte der ,wahrheit hatten4 ,ein schnes ,sinnbild1 und ein herrliches1 groes ,vorrecht6 ,aber welchen schnden ,gebrauch machten sie davon86 ,der1 welcher der ,weg1 die ,wahrheit und das ,leben ist18 war gekommen1 bot sich an1 lud die ,menschen zu sich ein2 allein die ,phariser giengen nicht zu ihm1 und liessen1 so viel an ihnen lag1 auch ,andere nicht zu ihm gehen4 ,sie wollten durchaus nicht1 da ,jemand an ,jesus glauben sollte1 weil sie aus leidenschaftlicher ,verblendung nicht an ihn glaubten4 ,unglauben an ,jesus war ihr erster und wichtigster ,zweck1 den sie zu erreichen strebten4 ,dabei waren die sonst so zartfhlenden ,gewissen dieser guten ,leute wenig verlegen in der ,wahl der ,mittel4 ,lsterung1 ,verlumdung1 ,verdrehung der ,worte1 ,verflschung der ,aussage1 ,drohungen1 ,verrath1 ,mordanschlge -- ,alles war ihnen willkommen1 wenn es nur dem ,zimmermannssohne ,verderben brachte4 ,wer hat das ,evangelium gelesen1 und kennt die ,belege zu dieser ,wahrheit nicht8 ,wer fhlt aber auch nicht ohne weitere ,erklrung die ,gerechtigkeit und ,vollwichtigkeit des ,vorwurfes1 den ,jesus den ,pharisern machte8 -- -- ,wahre ,schlangenpolitik im schlimmsten ,sinne lag in dem ,verfahren der ,phariser gegen unsern ,herrn und gegen sich selbst4 ,ihm arbeiteten sie aus allen ,krften entgegen2 sie wandten unermdet ,alles an1 den ,eingang in ,gottes ,reich1 welches er begrndete1 zu versperren1 oder wenigstens sehr gefhrlich zu machen2 und fr ihre ,schule -- wie vterlich waren sie besorgt6 ,wie weit stund die ,pforte offen6 ,wie breit und eben war der ,weg6 ,so fanden sie nicht einmal genug zu thun in ,israel2 denn da rechneten sie ,alle zu ihrer ,parthei1 welche ihre ,lehren und ,vorschriften uerlich annahmen4 ,die wenigen einsiedlerischen ,esser1 die reichen1 leichtsinnigen ,sadducer kamen beinahe in keine ,berechnung4 ,darum machten eifrige ,phariser1 als wahre ,lichter der ,welt ,reisen zu ,wasser und zu ,land1 um unter ,heiden ,proselyten zu machen1 und das ,volk ,gottes zu vermehren4 ,dafr nennet sie ,jesus ,heuchler1 ihre ,neubekehrten zweimal rgere ,hllenkinder1 als sie selbst4 ,ein hartes ,urtheil6 ,womit konnte er es rechtfertigen8 ,mit unwiderleglichen ,thatsachen2 nmlich mit der tiefen ,unwissenheit1 mit der ungeheuren ,sittenlosigkeit1 mit dem schrecklichen ,verfalle des lebendigen ,glaubens1 der reinen ,liebe und thtigen ,gottseligkeit unter dem ,volke ,gottes -- bei allem uerlichen ,geprnge und ,treiben in religisen ,gebruchen4 ,bei den ,proselyten war die ,hauptsache1 welche ,phariser betrieben1 ,beschneidung und ,opfer1 nicht ,vertrauen auf den ,einen ,gott1 nicht herzliche ,liebe zum ,vater und zu seinen ,kindern1 nicht ,umnderung des ganzen ,sinnes und ,wandels4 ,was war also eine solche ,bekehrung8 ,ein ,ceremonien- und ,kleiderwechsel1 der den ,neuling noch stolz und bermthig machte1 weil er innen ,heide1 auen ,jude war -- also viel schlimmer1 als der pharisische ,jude4 -- ,vergleiche man damit ,nikodemus1 die ,samariterin1 ,matthus1 die ,snderin1 den ,schlagflssigen1 den acht und dreiigjhrigen ,kranken1 den ,blindgebornen1 ,zachus1 den ,hauptmann1 das ,kananische ,weib6#ca -- -- -- 99 99 99 99 99 ,ohne ,schauder und ,entsetzen kann man unmglich das lesen1 was ,jesus den ,pharisern in ,hinsicht der ,eidschwre zum ,vorwurfe macht4 ,wer nur noch ein wenig ,zartgefhl des ,gewissens hat1 bebt zurck bei dem ,gedanken an die vielen und schrecklichen ,ungerechtigkeiten1 welche die ,folge von solchen ,auslegungen des ,gesetzes waren4 ,die pharisischen ,schriftgelehrten machten einen genauen ,unterschied zwischen strenge verbindenden und leicht verbindenden ,eidschwren4 ,schon an und fr sich eine sonderbare ,theilung1 gleichsam als wenn es ,flle geben knnte1 wo man mit ,freiheit und ,bewutseyn ,gott zum ,zeugen anrufen1 und doch sein ,wort nicht halten1 die ,wahrheit nicht sagen drfe4 ,allein noch greuelhafter wird die ,sache1 wenn man hrt1 aus welchem ,grunde sie diesen ,unterschied ableiteten4 ,das ,gold des ,tempels1 die ,gabe auf dem ,altare legte dem ,schwrenden strenge ,verbindlichkeit auf2 ein ,schwur beim bloen ,tempel oder ,altare durfte nicht gehalten werden4 ,man sollte es fr unmglich halten1 da ,vorsteher und ,lehrer des ,volkes die niedertrchtigste ,habsucht so zur ,schau tragen mchten2 und doch war es so6 ,durch solche goldene und fette ,schwre mehrten sich der ,schatz und die ,opfer im ,tempel2 dabei fanden die eigenntzigen ,gesetzausleger ihre gute ,rechnung4 ,da der unwissende ,mitbruder im ,volke auf diese ,weise ,vermgen1 ,ehre und ,leben einben konnte2 was gieng das sie an8 ,thaten sie es doch nicht1 wenigstens nicht ffentlich1 sie lehrten ja nur so4 ,wenn aber ein ,heide gewissenlos geprellt wurde1 so war die in ihren ,augen eher ,verdienst1 als ,snde4 ,die ,schtze dieser unreinen ,hunde8 sollten ohnehin dem ,volke ,gottes8 d4 h4 ihnen heimfallen2 folglich nahmen sie nur1 was ihnen schon gehrte4 ,versetzen wir uns in die damalige ,zeit1 und vergegenwrtigen wir uns die verheerenden ,wirkungen dieser ,lehren fr ,leib und ,seele6 -- ,wahrlich6 unser ,herr bewies auch hier wieder1 da er nicht gekommen war1 zu richten1 sondern selig zu machen28 er htte sonst mit ,elias ,blitze auf die scheinheiligen ,bsewichter fallen lassen men4 ,doch so sprach seine ,anrede3 ,ihr blinden ,wegweiser6 ,ihr ,thoren68 mehr ,bedauern und ,mitleid aus1 als ,richterernst4 ,es war der ,ton des strafenden und bessernden ,ernstes1 der aber doch zugleich dem ,volke einen ,fingerzeig gab1 wie weit es mit gutem ,gewissen solchen ,mnnern trauen und folgen drfte4 ,jetzt wird es ,jedermann erst ganz begreifen1 warum die ,phariser unsern ,erlser ausspotteten1 als er sprach3 ,ihr knnet nicht ,gott und dem ,mamon dienen48 ,ihre ,frmmigkeit war nur ,gtzendienst1 weil sie nur auf ,ehre und ,gewinn berechnet war2 eine solche ,herzensreinheit1 wie ,jesus forderte1 konnten sie sich nicht einmal denken1 vielweniger war ihnen dieselbe aus ,erfahrung bekannt2 also kam sie ihnen belachenswerth vor6 -- welche ,blindheit6 ,aber dem ,hohngelchter derer1 die nicht wuten1 und nicht wissen wollten1 was es heie1 reich bei ,gott sein18 trat die ,parabel vom reichen und armen ,manne mit furchtbarem ,ernst in den ,weg 7,luk4 ,,xvi1 #ac-ca74 ,sollten wir dabei nicht nachdenkend werden1 und uns vor den schrecklichen ,folgen der ,heuchelei1 welche frommen ,schein mit ,geiz verbinden will1 zu verwahren suchen8 ,ueberhaupt waren die ,ansichten unseres ,herrn ber ,opfer und ,gaben ganz antipharisisch4 ,er konnte mit ihnen unmglich zu recht kommen4 ,sie zhlten das ,geld1 wogen das ,fleisch1 schtzten das ,mehl1 welches geopfert wurde1 weil sie davon genoen2 ,er sah auf das ,herz1 nicht auf die ,hand des ,opfernden4 ,rhrend ist daher das ,lob1 welches er der ,wittwe spricht1 die einen ,heller -- ihr ganzes ,vermgen6 -- opferte 7,mark4 ,,xiii1 #da-dd4 ,luk4 ,,xxi1 #a-d74 99 99 99 99 99 ,den ,zehnten zu geben1 war fr jeden ,israeliten heilige ,pflicht1 weil das ,heiligthum und seine ,diener davon unterhalten wurden4 ,eigennutz mochte ,viele verleiten1 wenig oder doch ,schlechtes zu liefern4 ,die ,phariser machten aber hierin eine ehrenvolle ,ausnahme4 ,niemand gab den ,zehnten pnktlicher1 als sie2 ja sie entrichteten denselben sogar von den kleinsten ,gartengewchsen1 deren keine ,erwhnung im ,gesetze geschah4 ,legten sie da nicht eine handgreifliche ,probe ihrer ,gewissenhaftigkeit und ihres gesetzlichen ,eifers an den ,tag8 ,jesus will nichts davon wissen2 er sieht auch hier nur wieder ,heuchelei1 weil sie die ,hauptsache -- ,gerechtigkeit1 ,liebe ,gottes1 ,barmherzigkeit und ,treue8 vernachligten4 ,diese erklrt er fr unumgnglich nothwendig2 den ,zehnten von ,mnze1 ,till und ,kmmel8 sollten sie geben4 ,er legte also den ,nachdruck gerade wieder auf ,etwas1 wovon die ,heuchler nichts hren wollten4 ,bei ihm war ,gottesfurcht und ,frmmigkeit nicht so leichten ,preises zu erkaufen1 wie bei ihnen2 da reichten ein paar ,kruter hin1 den ,ruf der ,heiligkeit zu grnden2 ,er forderte ,thaten der ,gottes- und ,menschenliebe4 ,nur gar zu gerne fhlen wir uns um so viel besser1 als die allgemein verhaten ,phariser1 weil wir nicht eben denselben ,fehler begehen -- mit ,zehnten2 aber sind wir denn immer so frei von dem ,vorwurfe1 da wir auf ,kleinigkeiten groen ,werth legen1 und wichtige ,dinge oft leichtsinnig bersehen8 ,blinde ,wegweiser6 die ihr ,mcken seihet1 und ,kameele verschlucket68 99 99 99 99 99 ,die gesetzlichen ,reinigungen lagen zur ,zeit unseres ,herrn allen ,juden sehr am ,herzen2 ,niemand aber war in diesem ,stcke ngstlicher1 als die ,phariser4 ,ihre ,genauigkeit gieng bis zur ,quaal fr sich und ,andere4 ,dabei hatte aber ihr ,geist eine ,richtung genommen1 welche dem chten und tiefen ,schriftsinne ganz entgegen war4 ,lge unter dem ,scheine der ,wahrheit charakterisirte sie durchaus1 doch kaum irgendwo strker1 als hier4 ,da aber eben diese scheinbare ,sorgfalt fr das ,gesetz den groen ,haufen ungemein blendete1 und in den ,pharisern etwas ,groes und ,heiliges erblicken lie2 so deckte ,jesus den heiligen ,betrug schonungslos auf1 und stellte ihre innere ,hlichkeit zur ,schau dar4 ,er zeigte1 wie sie beim ,aeuern stehen blieben1 und das ,innere vernachligten2 als wenn ,gott nur jenes1 nicht auch dieses geschaffen htte1 und nur jenes1 nicht auch dieses1 und zwar vor jenem rein erhalten haben wollte4 ,wie grell treten nun die ,gegenstze hervor6 ,die ,heuchler reinigten und fegten die ,schsseln1 und die ,speisen darin waren geraubtes ,gut2 sie wuschen die ,hnde1 und das ,herz sann auf ,ungerechtigkeit2 sie machten vor ,gott ,bcklinge1 und unterdrckten seine ,kinder4 ,ihre ,religion klebte also an ,tellern1 ,tischen1 ,sesseln1 ,kleidern und ,fen -- berall2 nur das ,herz gieng leer aus4 ,gott war ihr ,herr ber den ,leib1 aber die ,seele hatte kein ,verhltni zu ihm4 ,bequem war eine solche ,gottesverehrung unstreitig auch wieder1 so sehr sie sonst beengte4 ,sie kroch mit dem ,leibe vor ,gott1 blendete die kurzsichtigen ,sterblichen1 und untersttzte alle ,rnke der niedrigsten ,leidenschaft4 ,drei ,zwecke mit ,einem ,mittel6 ,welch' ein ,meisterstck in der ,kunst zu leben6 ,jesus schlug eine ganz andere ,art1 die ,speisen zu reinigen vor4 ,gebet von dem1 was darin ist ,almosen2 und sehet1 ,alles ist rein fr euch68 ,er wute gar wohl1 da die ,phariser hartherzig und lieblos waren1 und doch keinen ,fehler an sich sahen1 weil sie ,gott uerlich so viele ,ehre erwiesen1 und wohl noch etwas ber sein ,gesetz hinaus thaten1 um sich fr ihre ,lieblingsneigungen ein ,privilegium zu erschleichen2 denn sie liebten nicht ,gott1 nur sich selbst4 ,darum sagte ,jesus3 ,das ,reinigen der ,schssel ist gut und gesetzlich2 aber euren ,hnden knntet ihr eure berspannte ,mhe ersparen1 und sie zu etwas ,besserm anwenden1 als zu ewigem ,fegen und ,waschen4 ,theilet den ,armen von euern ,speisen mit6 ,machet auch diesen einen frohen ,tag6 ,so werden eure ,speisen ,gott wohlgeflliger1 als durch die pnktlichste ,reinigung4 ,wie weise1 wie gttlich -- aber wie rgerlich und anstig6 99 99 99 99 99 ,es ist bekannt1 da ,berhrung eines ,todten gesetzlich verunreinigte4#cb ,daher flohen die ,juden selbst ,grabstten1 damit sie dem ,gesetze nicht zu nahe traten4 ,wer unwissend an einen solchen ,platz kam1 und es hintennach entdeckte1 war allemal in seinem ,herzen unruhig1 ob er nicht unrein sei2 und er nahm es lieber an1 als da er das ,gesetz verletzte4 ,daraus wird es denn auch begreiflich1 da das ,tnchen und ,einfassen der ,grabmler nicht blo eine ,ehrenbezeugung fr die ,verstorbenen1 sondern auch eine ,warnung fr die ,lebenden war4 ,treffend bentzte ,jesus diese ,sitte in beiden ,rcksichten1 um den ,charackter der ,heuchler bis zum ,leben hnlich zu zeichnen4 ,einmal galten die ,phariser wegen ihrer ,gesetzlichkeit in den ,augen der ,meisten fr ,leute1 von denen fr ,tugend1 ,ehre und ,gut nicht nur nichts zu frchten1 sondern wohl noch ,gewinn zu erwarten war4 ,de ungeachtet waren sie ,ehebrecher1 ,verlumder und ,geizhlse4 ,es gieng also den ,leuten mit ihnen1 wie mit unbekannten ,grabstten4 -- ,wer aber wie ,jesus1 den ,lgengeist dieser ,menschen kannte1 lie sich durch kein tugendhaftes und religises ,geprnge tuschen2 ein bses und verkehrtes ,herz grinsete als ,schreckgestalt aus der ,larve der ,heiligkeit4 ,auch die schnste ,grabsttte betrat der ,jude nicht ohne ,noth1 weil ,aas und ,knochen darin waren4 ,vielmehr machte ihn eben die weise ,farbe des ,grabes noch aufmerksamer4 ,so ergieng es auch ,jesus mit den ,heuchlern seiner ,zeit6 -- -- ,sichtbar wurde ,jesus zu diesem charackterischen ,zuge der ,phariser hingeleitet durch den unmittelbar vorhergehenden ,gedanken von der bertriebenen und verkehrten ,sorgfalt fr ,reinigung der ,schsseln c4 ,aber eben durch diesen ,zusammenhang springt die innere1 sittliche ,unreinigkeit und die gleinerische ,denk- und ,handlungsweise der ,phariser um so mehr in die ,augen2 so wie sich im ,verfolge die ,rede von den ,grabstten der ,propheten hchst natrlich anschliet4 ,die ,phariser setzten ein groes ,verdienst darein1 die ,grabmler der ,propheten mit frommer ,spende zu schmcken4 ,da sie dabei lange ,gebete sprachen1 die ,tugenden und den hohen ,glaubensmuth der ,mnner ,gottes anpriesen1 zu ihrer ,nachahmung nach ihrer ,art ermunterten1 versteht sich von selbst4 ,wer sollte es von solchen heiligen ,sprachmaschinen anders erwarten8 ,nicht genug2 sie tadelten noch die frher verstorbenen ,israeliten -- ihre ,vter8 --1 da diese die ,propheten gemordet hatten4 ,auch dieser fromme ,unwille wurde gewi mit allem uerlichen ,ernste und ,abscheu ausgesprochen4 ,allein ,jesus fand gerade in alle diesem ,machwerke das wahre ,kennzeichen1 da sie ,shne der ,prophetenmrder seien81 d4 h4 nicht nur leibliche ,nachkommen1 sondern auch ,erben ihres ,sinnes und ,nachahmer ihrer ,thaten -- an ,jesus und seinen ,jngern666 -- ,diese neuen gttliche ,gesandten waren ihnen eben so unwillkommen1 als ihren ,vtern die frhern2 denn sie widersprachen ihren ,lehren und ,thaten zu laut und zu stark1 als da ihre versteckten ,leidenschaften nicht htten hervorbrechen und die giftigste ,rache an diesen ,shnen ,gottes8 nehmen sollen4 ,furchtbar ertnt von da an die ,stimme des ,weltrichters2 ,donner ,gottes sprechen aus seinem ,munde1 um die ,frevler heilsam zu erschttern1 und von blutigen ,thaten zurckzuschrecken -- umsonst6 wie konnte ihnen der verachtete ,galiler mit ,drohung gttlicher ,gerichte etwas abgewinnen1 da sie seine gttlichen ,thaten verworfen hatten6 ,jesus wute das2 nur wollte er auch dieses letzte ,mittel der innigsten und thtigsten ,feindesliebe nicht unversucht lassen4 ,sie lie er nun ihren ,weg zum ,verderben ziehen2 allein sie rissen ,stadt und ,land mit sich hinein4 ,dieser ,gedanke gab dem ,affekte unseres ,herrn eine ganz entgegengesetzte ,richtung4 ,statt der ,richtersprche ertnte die wehmthige1 mitleidsvolle ,stimme der zrtlichsten ,vaterlandsliebe1 welche die ,ihrigen blind und taub dem ,untergang entgegeneilen sah4 ,wie rhrend klagt er6 ,wer prete dem gttlichen ,herzen solche ,trauertne ab8 ,heuchelei6 -- ,o1 lat uns fliehen vor dieser giftigsten aller ,ausgeburten der alten ,schlange6 ,lassen wenigstens wir uns warnen1 da es die ,zeitgenossen nicht thaten6 ,jesus spricht so deutlich1 so ernst1 so liebevoll zu uns2 hren wir ihn doch1 da es noch ,heute ist66 -- ,,xx4 ,jesus wird von den ,pharisern an das ,kreuz gebracht4#cc ,kaum drfte ,jemand im ,stande sein1 sich eine deutliche ,vorstellung von dem zu machen1 was die ,phariser bei dieser ,strafpredigt empfunden1 gedacht und gewnschet haben4 ,scham ber ihre entlarvte ,gleinerei1 ,selbstanklage des ,gewissens1 welches gebrandmarket war1 ,ingrimm ber ihr vermindertes ,ansehen1 ,rachsucht bis zur ,mordlust1 peinliche ,verlegenheit ber die ,mittel und ,wege1 diesen gefhrlichen ,mann wegzurumen1 ,furcht vor dem ,volke1 ngstliches ,ringen1 die fromme ,haltung nicht zu verlieren1 und dem ,galiler den ,sieg zu lassen -- und wie manche andere ,gefhle1 ,gedanken und ,begierden mgen in ihren ,herzen gewechselt haben6 -- ,jesus hingegen verlie in der ruhigsten ,fassung den ,tempel4 ,so scheidet die sinkende ,sonne im sanften ,abendschimmer1 wenn sie die ,gewitter des ,tages besiegt hat4 ,dster entfliehen die verheerenden ,wolken in das ,dunkel der ,nacht4 ,tag war es1 wo ,jesus sich aufhielt1 ,nacht1 wo die ,schriftgelehrten und ,aeltesten des ,volkes sich versammelten4 ,er sa auf dem ,oelberge1 ,jerusalem gegenber1 warf tiefe ,blicke in die ,zukunft1 gab hohe ,lehren1 sprach von seiner ,wiederkunft mit seinen ,jngern -- und als er alle diese ,reden vollendet hatte1 sprach er zu seinen ,jngern3 ,ihr wisset1 da nach zwei ,tagen ,ostern ist1 und da der ,sohn des ,menschen bergeben wird1 um gekreuziget zu werden48 -- ,die ,hohenpriester und die ,schriftgelehrten und die ,aeltesten des ,volkes versammelten sich in dem ,pallaste des ,hohenpriesters1 der ,kajaphas hie4 ,und sie hielten ,rath1 wie sie ihn mit ,list ergreifen und tdten knnten48 7,matth4 ,,xxvi1 #a-d47 ,lebendiger lieen sich wohl die ,gegenstze nicht schildern1 aber auch richtiger die ,stimmung beider ,theile nicht darstellen1 als es der ,evangelist hier mit wenigen ,zgen thut4 ,jesus wute1 was er zu erwarten hatte -- den ,tod4 ,die ,phariser waren gewi1 was sie ihm anthun wollten -- den ,tod4 ,so kamen sie einander entgegen2 er gieng hin1 wie sein ,vater es wollte2 sie suchten zu vollbringen1 was ihr ,vater liebte4 ,er hatte seinen ,angriff offen gethan2 sie sannen auf ,hinterlist4 ,so geziemte es der ,wahrheit und der ,lge4 ,ja nicht an dem ,feste1 damit kein ,auflauf unter dem ,volke entsteht68 -- ,sehet da die ,helden des ,tages der jdischen ,welt6 ,sehet die ,hupter ,israels6 wie sie zittern vor dem krftigen ,wahrheitssinne des ,erdenvolkes81 wie sie es nannten6 ,wre ,christus der groe ,verbrecher gewesen1 fr den sie ihn1 von ihrer ,leidenschaft gezwungen1 hielten1 so htten sie ihn ohne ,bedenken am hellen ,tage ergreifen1 und zum warnenden ,beispiele fr ,alle am ,feste hinrichten drfen4 ,allein ihr eigenes ,gewissen bezeugte ihnen das ,gegentheil2 daher die nur zu gegrndete ,furcht1 als ,prophetenmrder betrachtet und behandelt zu werden4 ,charakterlose ,menschenscheue ist wesentliches ,kennzeichen der ,heuchelei4 -- ,und doch konnten sie es nicht ber sich gewinnen1 in ihren ,herzen von den ,mordanschlgen abzustehen4 ,ihre ,religiositt forderte blutige ,rache4 ,aber wie sollten sie zum ,zwecke kommen bei der ,vorsicht und ,klugheit ,jesu8 ,dieser ,verlegenheit wurden sie unerwartet entrissen -- durch ,judas4 ,teuflischer ,verrath des ,jngers an seinem ,meister1 des ,freundes am ,freunde6 ,wer wird ein solches ,anerbieten nicht mit ,abscheu von sich stoen8 ,die ,phariser -- sie freuten sich668 7,matth4 ,,xxvi1 #ad-af4 ,mark4 ,,xiv1 #aj-aa474 -- ,gttlicher ,erlser6 was wird dein ,herz voll grnzenloser ,menschenliebe empfunden haben1 als ,du im ,geiste sahest1 wie ses1 grliches ,entzcken altvterlicher ,lust am ,prophetenmorde die rabbinischen ,herzen deiner ,feinde durchbebte6 -- -- ,wre ,judas nicht von ,neid und ,geiz geblendet gewesen2 er htte in den funkelnden ,augen1 in den freundlich grinsenden ,mienen1 in der gebrochenen1 gehaltenen ,sprache1 selbst in erknstelten ,lobsprchen der ,hohenpriester ihr bses ,herz und ihre frmmelnde ,gottlosigkeit deutlich lesen knnen4 ,aber so fesselten ihn die dreiig ,silberlinge8 um so mehr1 je feiner sie ihn als den einzigen ,redlichen1 ,wahrheitsliebenden unter der verruchten ,schaar herausstrichen1 je schmeichelhafter sie den gehorsamen ,sohn rhmten1 der den ,vtern des ,volkes getreu die ,hand bot1 den verderblichsten ,betrger wegzurumen4 ,auch ohne ,satans eigenste ,verfhrung waren solche ,ausdrcke hoher ,freude1 die noch dazu -- freilich sehr dnne -- versilbert wurden1 beinahe hinreichend1 den ,judas zum entsetzlichsten ,verbrechen fortzureien4 99 99 99 99 99 ,judas hielt genau sein ,wort4 ,vielleicht wre ,jesus schon beim letzten ,mahle berfallen worden2 allein die hatte er dem ,judas unmglich gemacht1 weil er den ,petrus und ,johannes in die ,stadt vorausschickte1 ohne das ,haus und den ,eigenthmer nher zu bezeichnen1 als durch ,umstnde1 die nur ein mehr als menschlicher ,blick ihm entdecken konnte4 ,in ,gethsemane wollte er seine ,gefangennehmung nicht mehr verhindern2 denn seine ,stunde war gekommen48 ,da verrieth ,judas1 als wrdiger ,schler der ,phariser1 den ,sohn ,gottes und des ,menschen durch einen ,ku -- das schnste ,zeichen der innigsten ,liebe und ,freundschaft6 99 99 99 99 99 ,scharf bezeichnend ist die ,anrede unseres ,herrn an die ,schaar1 welche ihn berfallen hatte3 ,wie gegen einen ,ruber seid ihr ausgezogen mit ,schwerdtern und ,stangen4 ,obwohl ich tglich bei euch im ,tempel war1 habt ihr doch die ,hnde nicht nach mir ausgestrecket4 ,doch die ist eure ,stunde1 und die ,macht der ,finsterni48 ,das grauenhafte ,dunkel der ,nacht war das beste ,sinnbild ihrer ,denkart1 ihrer ,plane1 ihres getreuesten ,verbndeten -- des ,vaters der ,lge und des ,mordes4 ,wie tief lt uns ,jesus in die ,abgrnde des ,lasters der ,heuchelei blicken66 99 99 99 99 99 ,annas1 der ,schwiegervater des ,kajaphas1 war der ,erste1 vor welchen ,jesus gebunden1 als ,verbrecher1 gestellt wurde4 ,wer schaudert nicht zurck8 ,der ,allerheiligste8 steht vor dem ,snder zu ,gericht4 ,der alte ,hohepriester fhlte sich geschmeichelt und hochgeehret1 da man den ,todfeind aller ,gleiner so geraden ,weges im ,triumphe zu ihm fhrte4 ,ihm schwoll das vom ,gttlichen leere ,herz2 sein lsternes ,auge weidete sich an dem gefesselten ,nazarener2 seine ,miene verkndete ,sieg und ,tod2 in ,haltung und ,ton ein ,richter fragte er ,jesus ber seine ,jnger und ber seine ,lehre48 ,der ,schlaukopf6 ,ueber etwas1 wovon er selbst ,augen- und ,ohrenzeuge war1 was ,jedermann in ,jerusalem wute1 legte er gerichtliche ,fragen vor -- damit ,jesus sich selbst verstricken sollte4 ,so waren diejenigen beschaffen1 zu welchen die ,schrift sagte3 ,ihr seid ,gtter18 d4 h4 als ,richter ,gottes ,stellvertreter6 ,was soll man erst noch zu der ,handlung des ,schergen sagen1 der ,jesus in das ,gesicht schlug8 ,nicht falsche ,demuth1 sondern tiefes ,gefhl seiner menschlichen und gttlichen ,wrde leitete unsern ,herrn2 bei ,niedertrchtigkeiten1 die man sich gegen ihn erlaubte1 schwieg ,er nicht2 aber sein ,richter1 der ,hohepriester1 schwieg66 -- 99 99 99 99 99 ,annas war jetzt schon befriediget2 er schickte ,jesus zu ,kajaphas4 ,ein neuer1 merkwrdiger ,auftritt6 ,hier fanden sich gewesene ,hohepriester1 ,aelteste des ,volkes und ,schriftgelehrte zahlreich noch am spten ,abend ein4 ,wie sehr sich doch diese ,herren ,gottes ,sache angelegen seyn lieen6 ,sogar die ,ruhe der ,nacht opferten sie ihrem heiligen ,mordgeschfte auf6 ,das ganze ,synedrium suchte falsche ,zeugen gegen ,jesus48 ,bestund denn das ,synedrium nur aus ,pharisern8 ,unstreitig befanden sich auch viele ,sadducer darunter1 da die ,reichen und ,vornehmen hufig dieser ,sekte zugethan waren4 ,und mit diesen ,unglaubigen vereinigten sich die ,phariser8 ,warum denn nicht1 wenn es den ,tod des ,nazareners galt1 der beiden ,partheien gleich verhat war8 ,ein hchst merkwrdiger ,zug in dem ,charakter dieser ,heuchler6 ,sie suchten falsche ,zeugen gegen ,jesus1 um ihn zum ,tode zu bringen48 ,die hchste ,gerichtsstelle des ,landes hielt feierliches ,verhr1 nicht um ber die ,schuld oder ,unschuld unseres ,herrn genaue ,erkundigung einzuziehen1 sondern um ihn unter dem ,schutze von gerichtlichen ,formen zu morden4 ,so glaubten sie ihr eigenes ,gewissen belgen und ,gott und ,menschen ber und um sich tuschen zu knnen4 ,allein der fein ausgedachte ,plan scheiterte2 die ,zeugen widersprachen sich oder wichen wenigstens in ihren ,aussagen zu weit von einander ab4 ,sie vermochten damit nicht einmal scheinbar den ,forderungen des oft so leicht zu befriedigenden ,rechtes zu gengen4 ,was die schlimme ,sache noch mehr verdarb1 war das unerwartete1 entschlossene1 wrdevolle ,stillschweigen des ,beklagten1 der1 selbst vom ,hohenpriester aufgefordert1 nicht eine ,sylbe zur ,widerlegung der lgenhaften ,zeugen vernehmen lie4 ,so war es unmglich1 ihn ins ,garn zu bringen4 ,was blieb ihnen nun brig8 ,nur ein verzweifelter ,schritt1 wenn sie anders zum sehnlichst erwnschten ,ziele gelangen wollten4 ,kajaphas trat in eigener hoher ,person auf1 und nahm unserm ,herrn unter einer ,eidesformul das ,gestndni ab1 da er der ,messias sei4 ,mit welchem ,rechte1 nach welchem ,gesetze konnte er den ,beklagten seine eigene ,anklage mit einem ,schwure vor ,gott bekrftigen lassen86 ,welch' ein ungeheurer ,mibrauch richterlicher ,gewalt und ,wrde6 ,so grndete ,heuchelei ihr ,unrecht auf die ,gewissenhaftigkeit des ,angeklagten66 ,jesus lie sich dieses aus ,gehorsam gegen den heiligen ,willen seines ,vaters und aus ,liebe zu uns gefallen2 er bekannte das schne ,bekenntni81 der ,hohepriester zerri im heiligen ,zorn darber sein ,kleid1 das ,synedrium1 von ihm aufgerufen1 fand den ,sohn ,joseph's des ,todes schuldig4 ,darin nun waren sie keine ,heuchler2 denn ,kajaphas und seine ,genossen waren wohl fest berzeugt1 da ,jesus der ,messias nicht sein knne4 ,nur in der ,art und ,weise1 wie sie zu diesem ,schlusse kamen1 lag ,heuchelei4 99 99 99 99 99 ,den eifervollen ,wchtern ber das ,gesetz1 welches oft so menschenfreundlich und milde den ,schwachheiten der ,menschen begegnet1 macht es unstreitig alle ,ehre vor den ,augen ,gottes und der ,menschen1 da sie den verurtheilten ,lehrer dem niedertrchtigsten ,muthwillen der rohesten ,henkersknechte die ganze ,nacht hindurch ,preis gaben4 ,ein chtes ,kennzeichen ihrer rabbinischen ,menschenliebe1 die sich wohl an einem ,gotteslsterer nicht versndigen konnte1 wenn sie ihn auch noch so sehr mihandelte6 99 99 99 99 99 ,der ,tag brach an2 noch einmal versammelte sich das ,synedrium1 wahrscheinlich1 weil am ,abende vorher in der ,eile nicht alle ,mitglieder erschienen waren4 ,dazu kam noch1 da eine wiederholte ,untersuchung der ,sache des ,gefangenen1 einen groen ,schein der ,bedachtsamkeit1 ,unpartheilichkeit und ,gewissenhaftigkeit auf sie warf4 ,jesus wurde vorgefhret1 neuerdings gefragt1 ob er der ,messias sei8 ,er blieb seiner ,aussage getreu1 so wie dem ,beisatze1 da er bald zur ,rechten ,gottes sitzen1 d4 h4 sich in seiner ,herrlichkeit als ,welterlser befinden und durch ,thaten beweisen werde4 ,wie htten seine ,richter es ber sich vermocht1 ihm dieses ,wort zu glauben6 ,widersprach nicht sein ganzer gegenwrtiger ,zustand gerade zu dieser ,erklrung8 ,ja1 sie trug nur dazu bei1 sie vollends irre zu machen2 denn ,wahrheit und ,gottes ,wege waren nun einmal ihre ,sache nicht4 ,wirklich nahmen sie auch darauf so gar keine ,rcksicht1 da sie nur hastig wieder die ,frage stellten3 ,du bist also der ,sohn ,gottes88 -- ,wer greift es nicht mit ,hnden1 was sie eigentlich wollten8 ,jesus sollte rund heraus und einfach bekennen3 ,ja1 ich bin es28 dann hatten sie1 was sie suchten -- ,gelegenheit und ,recht ihn zu verurtheilen4 ,er that es1 und sie fanden ihn todeswrdig4 ,falsche ,zeugen waren jetzt nicht mehr nthig2 dieses ehrenvolle ,amt bernahmen sie selbst2 denn sie hatten es mit eigenen frommen ,ohren vernommen1 wie er sich fr den ,messias ausgab1 da er es doch nicht war1 nicht sein konnte4 99 99 99 99 99 ,rachsucht und ,mordlust verunreinigte keinen ,phariser1 aber der ,pallast des ,pilatus htte unfehlbar so etwas bewirkt1 wenn sie denselben am frhen ,morgen des festlichen ,tages betreten htten4 ,damit sie also mit gutem ,gewissen das ,passamahl essen konnten81 lieen sie ,pilatus zu sich herauskommen1 als sie ,jesus gebunden zu ihm fhrten4 ,der ,rmer mochte schon durch die frhe ,zudringlichkeit und durch die ,bitte1 heraus zu kommen aus dem ,pallaste gereizt sein2 die ,feinde ,jesu waren es nicht weniger dadurch1 da sie sich gezwungen sahen1 das ,todesurtheil durch ,pilatus besttigen zu lassen1 weil sie ihre ,unabhngigkeit an die ,rmer verloren hatten4 ,daraus erklrt sich die allgemeine1 unbestimmte1 stolze ,anklage3 ,wenn er nicht ein ,verbrecher wre1 so htten wir ihn dir nicht berliefert48 ,pilatus sollte also ,jesus zum ,tode verurtheilen1 blo weil der hohe ,rath es wollte4 ,welche ,leidenschaftlichkeit6 ,da erwachte aber der ,stolz des ,welteroberers in dem ,rmer1 und er lie die trotzigen ,ohnmchtigen ihre ganzes ,schwche in beiendem ,spotte seiner ,antwort fhlen3 ,nehmet ihr ihn1 und richtet ihn nach eurem ,gesetze48 ,jetzt muten sie ihr ,unvermgen1 ,jesus ohne ,mitwirken des ,pilatus zu morden1 eingestehen1 und zugleich den eigentlichen ,klagepunkt genauer angeben4 ,die war kein anderer1 als3 ,er wolle ,knig -- ,messias der ,juden sein48 -- ,die ,hohenpriester machten bei ,jesus ein ,todesverbrechen -- vor dem ,auslnder1 ,pilatus -- aus dem1 was sie an ,jedem gelobt und verschwiegen htten1 der nach ihrem ,sinne ,messias htte sein wollen1 der vom ,vater versiegelte sollte am ,kreuze verbluten666 -- ,uebersehen drfen wir es dabei nicht1 welche ,kunstgriffe sie anwandten1 der ,klage eine ,gestalt zu geben1 die auch den ,rmer in ihr ,interesse ziehen sollte1 ,wir finden1 da er das ,volk verfhrt1 und es abhlt1 dem ,kaiser den ,tribut zu geben1 indem er sagt1 ,er sei der ,gesalbte1 der ,knig48 ,ein herrliches ,probestckchen1 wie viel sie schon von ihrem ,lgenvater8 gelernt hatten6 ,jesus schwieg -- aber so wrdevoll1 so mit allem ,bewutsein der ,unschuld1 da der ,scharfblick des ,richters es leicht entdecken konnte1 um so mehr1 da es dem ,pilatus nicht unbekannt war1 da ihn die ,hohenpriester aus ,neid ausgeliefert hatten48 ,er nahm mit ,jesus ein geheimes ,verhr in dem ,richthause vor1 und berzeugte sich vollkommen von seiner ,unschuld4 ,diese ,ueberzeugung sprach er auch ffentlich aus4 ,welche ,ehre fr unsern ,herrn6 ,welche ,schande fr seine ,klger6 ,was wollten sie nun weiter thun8 ,wie ihren ,racheplan durchsetzen8 ,der wthendste ,ha1 die grimmigste ,verfolgungssucht1 gewissenloser ,ehrgeiz lie die frommen ,vter alle ,folgerichtigkeit der ,gedanken1 geschweige die ,gerechtigkeit und ,wahrheit1 vergessen4 ,sie gaben die erste ,anklage auf1 und brachten eine ganz neue vor2 ,er wiegelt das ,volk auf1 indem er in ganz ,juda umherlehret1 angefangen von ,galila bis hieher48 ,gewi ein neues und bis auf diesen ,tag unerhrtes ,verbrechen6 ,jesus lehrte1 also hat er den ,tod verdient2 so lautet die ,schluweise der ,heuchler4 ,auer der ,krze fehlt nichts1 als -- ,wahrheit4 ,pilatus mute die ,verlegenheit und verhaltene ,wuth der ,elenden bemerken2 doch wollte er es mit ihnen nicht ganz verderben4 ,daher fate er das ,wort3 ,galila1 auf1 um diesen ,proze an ,herodes hinberzuweisen4 ,wie mute sie dieser ,aufschub rgern6 -- ,wer fnde aber schwarze ,galle und herbe ,worte genug1 um den ,ingrimm dieser ,menschen zu schildern1 als auch ,herodes1 ihr ,landsmann und ,glaubensgenosse1 nicht auf ,tod erkannte6 ,und sie hatten sich so viele ,mhe gegeben1 ,jesus recht krftig zu verklagen bei dem ,knige1 der aber doch die schweigende ,unschuld beredter fand als die klatschende ,lge6 99 99 99 99 99 ,als die ,juden unsern ,herrn von ,herodes zu ,pilatus zurckbrachten1 erklrte dieser neuerdings1 da er ihn nicht verurtheilen knne4 ,geieln wollte er ihn lassen -- den ,unschuldigen6 -- nur um den ,blutdurst der ,hohenpriester einiger ,maaen zu befriedigen4 ,diese ,gesinnungen des rmischen ,richters trieben den ,todesha bis zur grnzenlosen ,wuth4 ,nicht einmal falsche ,anklagen1 keine ,scheingrnde stunden ihnen zu ,gebote2 sie muten beinahe verzweifeln1 als ihnen die erfinderische ,leidenschaft doch noch ein ,mittel an die ,hand gab -- ,geschrei des ,aufruhres4 ,glcklicher ,weise bot ihnen ,pilatus1 zum ,theil auf ,verlangen des ,volkes1 die ,loslassung eines zum ,tode verurtheilten ,verbrechers an1 als ,zeichen1 da ehemals sie selbst das ,recht ber ,leben und ,tod gehabt hatten4 ,die ,zeit1 welche verstrich1 bis ,barabbas herbeigebracht wurde1 und bis ,pilatus die ,nachricht vom ,traume seiner ,frau beantwortete1 bentzten die erbosten ,schlaukpfe meisterhaft2 sie vertheilten sich unter die ,haufen des ,volkes1 erhitzten durch alle ,mittel1 welche ihnen als ,aeltesten1 ,priestern1 ,gesetzgelehrten1 ,scheinheiligen zahlreich zu ,gebote stunden1 die beweglichen ,gemther1 besonders der ,einwohner der ,hauptstadt1 und brllten nun in immer steigendem ,ungestmme dem vermittelnden ,richter ihr entsetzliches ,kreuzige68 entgegen4 ,dieses unsinnige ,geschrei mute jetzt alle ,grnde ersetzen1 alle ,stimmen des ,gewissens bertuben1 die natrlich fr den wohlthtigen ,lehrer gegen den verderblichen ,mrder entschieden htten4 ,unglaublich wre diese ,verblendung der ,heuchler selbst und ihrer ,verfhrten1 wenn nicht die heilige ,geschichte sie besttigte4 99 99 99 99 99 ,noch machte ,pilatus einen letzten ,versuch1 ,jesus wenigstens am ,leben zu erhalten4 ,er lie ihn die grausame rmische ,geielung bestehen1 um so das ,mitleiden gegen den mihandelten ,unschuldigen zu erregen4 ,allein theils die zwecklose1 muthwillige ,verspottung der ,kniglichen ,wrde des ,messias1 theils die unermdliche ,geschftigkeit der ,vornehmen1 fr die vterliche ,religion scheinbar eifernden ,volksverfhrer erstickte alles menschliche ,gefhl4 ,grlich donnerte die ,schaar der ,hohenpriester und ihrer ,geistessklaven dem ,pilatus ihr ,todesgeschrei entgegen4 ,wiederholt bezeugte der ,richter die ,schuldlosigkeit unseres ,herrn4 ,da trieb sie verzweifelte ,rachsucht wieder auf die erste ,anklage zurck4 ,sie beriefen sich auf ihr gttliches ,gesetz1 welches ,jesum zum ,tode verurtheile1 weil er sich selbst zum ,sohne ,gottes gemacht habe48 -- ,dieses ,mal aber sprach wieder der heuchlerische ,lgengeist laut aus ihnen4 ,das ,gesetz belegte den ,gotteslsterer und den falschen ,propheten mit dem ,tode der ,steinigung#cd2 mit welchem ,rechte konnten sie diese ,stellen auf ,jesus anwenden8 ,hatten sie unpartheiisch geprft8 ,waren sie mit ,gottesfurcht dabei zu ,werke gegangen8 ,man frage die ,geschichte6 ,den wahren ,grund dieser trgerischen ,berufung auf das ,gesetz geben sie mit zwei ,worten an3 ,er selbst18 d4 h4 nicht durch uns hat er sich zum ,messias aufgeworfen4 ,die wahrhaft gttlichen ,lehren und ,thaten ,jesu waren kein ,beweis seiner ,sendung von ,gott1 weil sie ihn nicht gesandt1 sie ihn nicht anerkannt1 sie ihn nicht besttiget hatten4 ,unmittelbar von ,gott konnte eine solche ,sendung nicht geschehen2 die ,hupter der ,nation hatten dabei auch und vorzglich mitzusprechen1 ob der ,messias die in ihren ,schulen festgesetzten ,kennzeichen an sich habe4 ,nur sie wuten die ,propheten recht auszulegen4 ,daher schlossen sie nach den ,regeln ihres heuchlerischen ,verstandes3 ein ,gotteslsterer und falscher ,prophet mu gesteiniget werden -- also ,jesus1 als falscher ,messias1 gekreuziget werden48 -- ,dieses ,gewebe von ,bosheit1 ,egoismus1 ,lge und ,neid konnte ,pilatus unmglich durchschauen4 ,aber auf ihn machte etwas anderes tiefen ,eindruck1 das ,wort3 ,sohn ,gottes48 ,auch ,heiden glaubten an ,gttershne1 freilich von sehr menschlicher ,art2#ce an einem solchen wollte er sich nun doch nicht versndigen4#cf ,daher stellte er ,jesus darber zur ,rede4 ,die ,erklrung1 welche er erhielt1 flte ihm ,hochachtung und ,furcht ein4 ,jetzt war er gar nicht mehr geneigt1 das ,todesurtheil der ,hohenpriester zu besttigen4 -- -- ,menschenkinder6 wendet euren ,blick ab6 ,lasset ,thrnen der bittersten ,wehmuth flieen6 -- -- ,die ,heuchelei vollendet ihr teuflisches ,werk4 ,wenn du diesen loslest1 so bist du kein ,freund des ,kaisers48 ,noch mehr3 ,wir haben keinen ,knig1 als den ,kaiser48 -- ,da bergab ihn ,pilatus ihnen1 da er gekreuziget wrde -- -- --68 99 99 99 99 99 ,triumph6 -- ,sie sehen ihn bluten6 ,sie weiden ihr mordschtiges ,auge an dem ,gekreuzigten6 ,eine ganze ,hlle von wilder ,lust befriedigter ,rachsucht durchwhlt die laut pochenden ,herzen der scheinheiligen ,frevler6 ,wer findet die nicht natrlich8 ,aber widernatrlich war es1 des ,unglcklichen1 des ,verfolgten1 des ,besiegten1 des ,gekreuzigten -- spotten4 ,so etwas konnten nur freiwillige ,werkzeuge des ,satans in ,gestalt heiliger ,gesetzlichkeit thun4 99 99 99 99 99 ,jesus stirbt -- ,ruhe seiner ,asche6 ,unter ,menschen wohl1 aber nicht bei ,heuchlern6 ,das ,grab des ,betrgers8 wird mit ,wachen umgeben1 damit er in drei ,tagen nicht gestohlen8 werde4 ,nach dem ,tode noch wthen sie gegen den ,leichnam und gegen das ,andenken unseres ,erlsers4 ,entsetzlich -- aber ganz nach ihres ,herzens ,tcke6 99 99 99 99 99 ,jesus ist erstanden6 -- ,die ,hohenpriester erkaufen von der ,wache die ,lge1 sein ,leichnam sei1 whrend sie schliefen1 gestohlen worden48 ,doch wohl ein eben so gewissenhafter und heiliger ,gebrauch des ,tempelschatzes18 als der1 da sie mit ,judas ,blutgeld8 des ,tpfers ,acker zum frommen ,zwecke einer ,fremdenbegrbni8 erhandelten4 99 99 99 99 99 ,hosianna in der ,hhe6 ,jesus lebt und siegt6 ,mit ihm ,wahrheit und ,liebe6 ,satan und die ,heuchler liegen bestrzt1 zernichtet in ,schmach und ,elend6 ,weg mit der ,heuchelei aus unsern ,herzen6 ,wahrheit und ,liebe1 wie sie ,jesus ,christus ist1 herrsche in uns -- zum ewigen ,leben6 ,amen6 ,druckfehler in ,m4 ,wirth1 die ,phariser4 ,seite ,zeile ,lies ,statt #ag #aj ,bosheit ,ketten ,bosheitketten #bc #f ,hange ,gange #bi #bj denn dann #cb #ab ,synedrium ,synodrium1 7welches noch fter steht47 #dd #bh ich sage dir sage dir #dh #i hinter der hinter #fj #ac aber als #ff #f thue thun #gd #ba immer ber #gi #aj ruhmlos rhmlos #ii #bd ,erstaunen ,erstannen #ajc #ab es diesen diesen #ajd #aa ,fllen stracks stracks #aah #ad ,eiferers ,eifrers #af ungesttigten unbesttigten #aba #d ,volkes ,gottes ,volkes #aca #bi einen ein #adj #a hat er er #add #ad war es war #adh #c diesem ,wege diesem #adi #ai bewundert nicht bewundert #bf auch ihn auch #aec #b lie sich lie #afa #g ,was hat er ,was er #afd #bb ,von nun an ,von nun #age #ah ,unrecht nicht htte ,unrecht htte #ahg #ai ungemessenste ungemessendste #ahh #bd ,nation nicht ,nation #bjg #ai ,verkehrtes ,herz ,verkehrtes #bbj #i sie die ,neue ,verlagsbcher der ,stettin'schen ,buchhandlung in ,ulm4 ,baur1 ,s41 ,denkwrdigkeiten aus der ,menschen-,vlker und ,sittengeschichte alter und neuer ,zeit4 ,zur angenehmen und belehrenden ,unterhaltung fr alle ,stnde1 #f ,bnde4 #h4 brosch4 #h ,rthlr4 oder #ab fl4 ,conz1 ,gedichte1 neue ,sammlung4 #h4 #a ,rthlr4 #af ggr4 oder #b fl4 #cj kr4 ,dann1 ber das ,interusurium1 oder den gegenwrtigen baaren ,werth einer erst knftig zahlbaren ,summe1 mit #b ,tabellen und mehreren ,beyspielen4 #d brosch4 #ah ggr4 oder #a fl4 #ab kr4 ,dresch1 ,d4 ,l4 von1 ,grundzge des baierischen ,staatsrechts4 gr4 #h4 #c ,rthlr4 oder #d fl4 #cj kr4 ,ebner1 ,g4 ,f41 ,anweisung zum ,flachsbau4 #h brosch4 #c ggr4 oder #ab kr4 ,erhard1 ,j4 ,g4 ,d41 die christliche ,auferstehungslehre4 ,ein philosophisch exegetischer ,versuch4 gr4 #h4 #h ggr4 oder #cj kr4 ,grter1 ,d41 zerstreute ,bltter4 #bte ,sammlung4 #b ,rthlr4 oder #c fl4 ,haug1 ,fr41 ,bacchus1 ,anti-,momus1 ,jocus und ,sphinx4 #h4 #b ,rthlr4 oder #c fl4 ,hck1 ,j4 ,d4 ,a41 statistische ,darstellung der ,landwirthschaft in den deutschen ,bundesstaaten4 gr4 #h4 #a ,rthlr4 #d ggr4 oder #a fl4 #dh kr4 ,lieder1 moralische1 fr die ,jugend4 ,theils fr kleine1 theils auch fr grere ,kinder1 meistens nach bekannten ,melodien4 #ab4 geb4 #ab ggr4 oder #dh kr4 ,magenau1 ,r4 ,f4 ,g41 der ,genberg und die ,gen4 ,ein ,beitrag zur ,kenntni des ,brenzthals und seiner ,umgegend4 gr4 #h4 #ab ggr4 oder #dh kr4 ,melchinger1 ,anleitung zur deutschen ,orthographie fr ,schulen4 gr4 #h4 #aj ggr4 oder #dj kr4 ,mller1 ,i41 ber die ,brauchbarkeit der nordischen ,mythologie fr die schnen zeichnenden ,knste4 ,aus dem ,dnischen bersetzt von ,g4 ,fries4 gr4 #h4 #h ggr4 oder #cj kr4 ,molt1 ,unterricht im schriftlichen ,rechnen1 neue ,auflage4 #h4 #e ggr4 oder #bj kr4 ,rsling1 ,d4 ,c4 ,l41 ,grundbegriffe1 ,wesen und ,organismus der ,mathematik4 gr4 #h4 #a ,rthlr4 #af ggr4 oder #b fl4 #cj kr4 ---- ---- kritische ,prfung und ,berichtigung der ,electricittslehre1 durchgngig auf ,experimente gegrndet2 als ,vorarbeit zu einer berichtigten ,theorie vom ,galvanismus4 gr4 #h4 #b ,rthlr4 #h ggr4 oder4 #c fl4 #cj kr4 ,schaul1 ,j4 ,b41 italien4 ,grammatik fr ,frauenzimmer4 gr4 #h4 #a ,rthlr4 oder #a fl4 #cj kr4 ,seutter1 ,j4 ,g4 ,fr4 von1 die ,staatswirthschaft auf die ,grundlage der ,national-,oekonomie in ihrer ,anwendung auf innere ,staatsverwaltung und die ,begrndung eines gerechten ,auflage-,systems4 #c ,thle4 gr4 #h4 #f ,rthlr4 oder #i fl4 ,taschenbuch von der ,donau1 herausgegeben von ,l4 ,neuffer4 ,mit ,kupfern4 #ater ,jahrgang fr #ahbd4 #b ,rthlr4 oder #c fl4 #cf kr4 ,weisser1 ,fr41 ,muse und ,mue4 ,in einem ,kranz von ,erzhlungen1 ,lustspielen1 ,satyren und vermischten ,aufstzen4 #h4 #a ,rthlr4 #af ggr4 oder #b fl4 #cj kr4 ,wrterbuch1 kleines musikalisches1 worin die in musikalischen ,stcken vorkommenden ,kunstwrter und ,zeichen in alphabetischer ,ordnung verdeutscht und erklrt zu finden sind4 ,zum ,gebrauche fr ,landschullehrer1 ,landmusiker und besonders fr ,anfnger in der ,musik4 ,neue ,aufl4 #h4 #d ggr4 oder #ae kr4 ,funoten3 #a ,i4 ,sam4 ,,xvi1 #g4 #b ,matth4 ,,iii1 #a-aa4 ,luk4 ,,iii1 #a-ah4 ,joh4 ,i1 #ai-bh4 #c ,johannes ,i1 #df-ea4 #d ,joh4 ,,ii1 #ac-bb4 #e ,joh4 ,,iii1 #a-ba4 #f ,luk4 ,,iv4 #ad-bi4 #g ,matth4 ,v4 ,,vi4 ,,vii4 #h ,matth4 ,,ix1 #a-h4 ,mark4 ,,ii1 #a-ab4 ,luk4 ,v1 #ag-bf4 #i ,matth4 ,,ix1 #i-ag4 ,mark4 ,,ii1 #ac-bb4 ,luk4 ,v1 #bg-ci4 #aj ,matth4 ,,xii1 #a-ae4 ,mark4 ,,ii1 #bc-bh4 ,,iii1 #a-f4 ,luk4 ,,vi1 #a-aa4 ,joh4 ,v4 #aa ,luk4 ,,vii1 #cf-ej4 #ab ,matth4 ,,xii1 #bb-ch4 ,mark4 ,,iii1 #bb-cj4 ,luk4 ,,xi1 #ad-bg4 #ac ,matth4 ,,xv1 #a-bj4 ,mark4 ,,vii1 #a-bc4 #ad ,joh4 ,,vii4 und ,,viii4 #ae ,matth4 ,,ix1 #cf4 #af ,joh4 ,,viii1 #a-aa4 #ag ,eine geistlose und den ,sinn verfehlende ,variante gab einigen ,auslegern zu dieser ,erklrung ,anla4 #ah ,joh4 ,,ix ganz4 #ai ,ezech4 ,,xviii1 #bj4 #bj ,joh4 ,,viii1 #cc4 #dd4 #eh-ei4 #ba ,luk4 ,x1 #be-cg4 #bb ,matth4 ,,xvi1 #a-d4 ,luk4 ,,xii1 #ed-ef4 #bc ,luk4 ,,xiii1 #a-ag4 #bd ,joh4 ,,xi1 #dc-ea4 ,matth4 ,,xxi und ,,xxii4 ,luk4 ,,xix1 #bi-dj und ,,xx4 #be ,treffenderes1 als diese ,anmerkungen des ,matth4 ,claudius1 liee sich ber diese ,stelle wohl kaum sagen4 ,asmus ,werke ,,iv4 ,theil ,s4 #acg-ada4 ,hamb4 #ahai4 #bf ,matth4 ,,xxiii4 ,vergl4 ,luk4 ,,xi1 #ci-eb4 #bg ,,ii4 ,mos4 ,,xiii1 #i4 #af4 #bh ,im ,morgenlande hufige ,sitte4 #bi ,,iv4 ,mos4 ,,xv1 #ch4 #ci4 #cj ,luk4 ,,xiv1 #g-ab4 #ca ,joh4 ,,iii1 #a-ba4 ,joh4 ,,iv1 #g-db4 ,matth4 ,,ix1 #i-ac4 ,luk4 ,,vii1 #cf-ej4 ,matth4 ,,ix1 #b-h4 ,joh4 ,v1 #a-ad4 ,joh4 ,,ix4 ,luk4 ,,xix1 #a-aj4 ,luk4 ,,vii1 #b-aj4 ,matth4 ,,xv1 #ba-bh4 #cb ,,iv4 ,mos4 ,,xix1 #aa-af4 #cc ,matth4 ,,xxvi1 #cf c4 ,,xxvii4 ,mark4 ,,xiv1 #bf c4 ,,xv4 ,luk4 ,,xxii1 #bi4 c4 ,,xxiii4 ,joh4 ,,xviii-,,xix4 #cd ,,iii4 ,mos4 ,,xxiv1 #af4 -- ,v4 ,mos4 ,,xiii1 #a-e4 #ce ,ungefhr wie unsere neuern ,schriftausleger6 #cf ,in unsern ,tagen ist man so ngstlich nicht mehr -- selbst in ,betreff des einzigen und wahren ,gottessohnes4