,landesbibliothek - ,staats - und ,universittsbibliothek ,dresden at http3_/_/www4slub-dresden4de 7 ,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #ahij erschienenen ,buchausgabe so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,rechtschreibvarianten wurden nicht vereinheitlicht2 ungewhliche und altertmliche ,wortformen wurden nicht verndert1 sofern die ,verstndlichkeit des ,textes dadurch nicht berhrt wird4 ,im ,original wurden ,umlaute in ,grobuchstaben durch deren ,umschreibungen dargestellt 7,ae1 ,oe und ,ue72 in der vorliegenden ,fassung wurden dagegen die ,umlaute direkt verwendet 71 und 74 ,die ,verwendung des scharfen s#8 77 wurde nicht vereinheitlicht und entspricht auch nicht in allen ,belangen den heutigen ,rechtschreibregeln4 ,zwei verschiedene ,abbildungen tragen im ,original jeweils die ,bezeichnung ,fig4 #ci#8 sowie ,fig4 #dj#84 ,um eine eindeutige ,verbindung zum ,text zu gewhrleisten1 wurden die entsprechenden ,dubletten in ,fig4 #ci;a#8 und ,fig4 #dj;a#8 umbenannt4 ,im ,namens- und ,sachregister wurde die alphabetische ,reihenfolge einiger ,listenpunkte wiederhergestellt2 ,entsprechendes gilt auch fr die korrekte ,reihenfolge der ,illustrationen im ,verzeichnis der ,abbildungen4 ,besondere ,schriftschnitte wurden in der vorliegenden ,fassung mit den folgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 kursiv3 ,unterstriche fett3 ,gleichheitszeichen gesperrt3 ,pluszeichen ,kapitlchen werden als ,,versalien dargestellt4 ,,seemanns ,,kunsthandb,,cher ,,vi4 ,,der ,,bucheinband ,,von ,,paul ,,adam4 ,illustration3 ,dresdener ,einband4 ,aus ,zimmermann's ,bucheinbnden der ,knigl4 ,bibliothek zu ,dresden4 ,verlag von ,e4 ,twietmeyer4 ,,der ,,bucheinband ,,seine ,,technik ,,und ,,seine ,,geschichte ,,von ,,paul ,,adam ,,buchbindermeister ,,in ,d,,sseldorf4 ,,mit #aid ,,illustrationen ,illustration ,,leipzig ,,verlag ,,von ,e4 ,a4 ,,seemann #ahij4 ,inhaltsverzeichnis4 ,seite ,i4 ,die ,technik der ,buchbinderei4 ,erster ,abschnitt4 ,die ,anfertigung des ,buches bis zum ,beschneiden #c #a4 ,einleitung #c #b4 ,das ,rohmaterial und die erste ,behandlung vor dem ,heften #g #c4 ,weitere ,behandlung vor dem ,heften #ai #d4 ,die ,herstellung des ,buchblockes #ca ,zweiter ,abschnitt4 ,der ,buchschnitt und die weitere ,bearbeitung bis zur ueren ,verzierung #ec #a4 ,der ,buchschnitt und seine ,verzierung #ec #b4 ,die ,herstellung der ,decke #hh #c4 ,das ,fertigmachen vor und nach dem ,vergolden #ajc ,dritter ,abschnitt4 ,das ,verzieren der ,einbanddecke #aaj #a4 ,die farblose ,verzierung #aaj #b4 ,die ,vergoldung und farbige ,verzierung der ,decke4 ,nachtrgliches #abb ,anhang4 ,die ,wiederherstellung alter ,einbnde #aed ,,ii4 ,geschichte der ,buchdecke4 ,vorbemerkung #aei ,erster ,abschnitt4 ,der mittelalterliche ,einband #afb #a4 ,der kirchliche ,prachtband 7,mnchsband7 #afb #b4 ,der brgerliche ,einband mit blinder ,lederpressung #aga ,zweiter ,abschnitt4 ,der ,lederband mit ,goldverzierung 7,renaissanceband7 #ahf #a4 ,der orientalische ,einband #ahf #b4 ,die ,corvinen #bja #c4 ,der ,renaissanceband in ,italien und ,frankreich #bjd #d4 ,der ,renaissanceband in ,deutschland und ,england #bci ,i4 ,,die ,,technik ,,der ,,buchbinderei4 ,illustration3 ,randverzierung von einem egyptisch-arabischen ,einbande4 ,,erster ,,abschnitt4 ,die ,anfertigung des ,buches bis zum ,beschneiden4 #a4 ,einleitung4 ,der ,vorlufer unseres heutigen ,bucheinbandes ist das im rmischen ,altertum und im ,mittelalter gebruchliche ,diptychon4 ,dasselbe bestand aus zwei mit ,wachs berzogenen ,schreibtafeln von ,holz oder ,elfenbein1 die mittels metallener ,ringe oder ,pergamentstreifen zusammengehalten wurden und auf der ueren ,seite mit ,schnitzwerk reich verziert zu sein pflegten4 ,von der ,zeit an1 in welcher die ,pergamenthandschriften blich wurden und greren ,umfang annahmen1 heftete man jedoch ganz hnlich wie in neuerer ,zeit die ,lagen mit ,zwirn an ,pergamentstreifen in der ,weise1 da der ,faden von innen durch den ,bruch der ,lage gestochen1 um den ,pergamentstreifen herum und in die innere ,seite zurckgefhrt wurde4 ,so entstand der sogenannte ,bund1 wie er noch heute bei allen ,bnden blich ist1 die auf ,bund geheftet sind4 ,man wird kaum irren1 wenn man annimmt1 da die ,entstehung der heutigen ,buchform mit dem ,beginn des ,christentums zusammenfllt1 whrend vordem vorzugsweise die ,papyrusrolle zur ,herstellung von ,handschriften diente4 ,die ,lagen der ,pergamentbogen wurden je nach der ,zahl der ineinander gesteckten ,doppelbltter als ,ternen1 ,quaternen1 ,quinternen und ,sexternen bezeichnet4 ,die ,vierzahl wird inde die blichste gewesen sein1 denn spterhin wurde die ,lage schlechtweg stets als ,quaterne bezeichnet1 und der neufranzsische ,ausdruck fr ,heft -- cahier -- 7quayer im altfranzsischen7 hat sich aus quaternus entwickelt4 ,der heute bei den ,fachleuten fr ,kalbspergament gebruchliche ,ausdruck ,velin1 ,vellum oder ,velum ist die ,bezeichnung fr das lateinische membranae1 dessen ,paulus in seinem ,briefe von ,timotheus 7,,ii7 erwhnt 7 74 ,die fr besonders wertvoll erachtete ,handschriften bliche ,elfenbeindecke1 deren ,ursprung auf die ,diptycha des ,altertums zurckzufhren ist1 wurde im ,laufe der ,zeit durch ,holzplatten ersetzt1 die man inde auch durch reiche ,verzierung mit ,metall1 ,edelsteinen u4 s4 w4 zum ,kunstwerk zu gestalten suchte4 ,wir werden im zweiten ,teile dieses ,werkes auf die geschichtliche ,entwickelung der ,buchdecke des ,nheren zurckkommen4 ,um die auf ,pergamentstreifen gehefteten ,lagen besser zusammenzuhalten1 bediente man sich eines breiten ,stckes ,leder1 mit welchem der ,rcken und auch die beiden ,holzdecken seitlich bis zur ,hlfte oder einem ,drittel berklebt zu werden pflegten4 ,die ,bundriemen 7,pergamentstreifen7 wurden bei diesem ,verfahren durch die ,deckel gezogen4 ,eine handwerksmige ,herstellung der ,einbnde kannte das ,mittelalter nicht4 ,vielmehr war jeder ,buchschreiber in den ,klstern sein eigener ,buchbinder1 und nur bei kostbareren ,bnden wurde die ,hilfe des ,goldschmiedes oder des ,elfenbeinschnitzers in ,anspruch genommen4 ,illustration3 ,fig4 #a4 ,weicher ,einband mit berschlag4 #ad4 ,jahrh4 u4 frher4 ,das ,papier1 das den ,chinesen lange vor ,christus bekannt war1 brachten uns die ,araber bei ihrer ,ausbreitung ber die ,ksten des ,mittelmeeres im #h4 und #i4 ,jahrhundert4 ,im ,orient bildete es das einzige ,schreibmaterial1 und alles1 was von ,werken orientalischer ,literatur auf uns gekommen1 ist auf diesen ,stoff geschrieben4 ,zu der ,zeit1 da man bei uns noch lange auf ,pergament schrieb1 wurden im ,orient schon die schnsten ,miniaturmalereien auf einem ,papier ausgefhrt1 das in ,bezug auf ,festigkeit wie auf ,gltte nichts zu wnschen brig lt4 ,mit der ,einfhrung des ,papieres kam auch das ,beschneiden der rauhen ,rnder auf und damit allgemach auch das ,runden der ,rcken1 wodurch die uere ,form des ,buches eine geflligere wurde4 ,die gewhnlichen ,handschriften in den ,klosterbibliotheken hatten anfangs nur ,pergamentumschlge1 die zu beiden ,seiten lang genug waren1 um ber einander geschlagen werden zu knnen4 ,die hintere ,seite lief dann meist in eine ,spitze1 eine ,art dreieckiger ,klappe aus1 an welche wohl auch ,bnder oder ,riemchen genht waren1 um das ,ganze mehrmals umschlingen und zubinden zu knnen 7,fig4 #a74 ,den bergang von diesen weichen ,bnden1 welche bis ins #ae4 ,jahrhundert hinein blich waren1 zu den spteren1 mit seitlich berstehenden ,holzdeckeln versehenen1 bezeichnet eine ,art ,schutzdecke1 die noch in vielen ,beispielen aus dem #ae4 ,jahrhundert erhalten ist4 ,der ,band ist auf ,lederbnde geheftet1 an denen vorher mit ,leder eingefate ,deckel befestigt sind4 ,der uere ,lederbezug ist jedoch nicht nach innen eingeschlagen1 sondern steht nach allen ,richtungen soweit ber1 da er die ,bogenrnder -- ,schnitt darf man wohl noch nicht sagen -- vllig deckte4 ,zur besseren ,befestigung ist er an den eingefaten ,kanten festgenht 7,fig4 #b74 ,illustration3 ,fig4 #b4 ,einband mit berstehendem ,leder4 #ae4 ,jahrh4 ,wir sehen also schon eine ganz merkliche ,vernderung1 whrend der leitende ,gedanke -- ,schutz gegen eindringenden ,staub -- derselbe blieb4 ,bei dieser ,gelegenheit sei auch des ,buchbeutel gedacht4 hnlich wie der eben erwhnte ,band gestaltet1 zeigt diese ,einbandform nur darin einen ,unterschied1 da das berstehende ,leder am ,unterschnitte soweit verlngert ist1 um am ,ende zusammengefat und in einen ,knoten verschlungen werden zu knnen2 dieser ,knoten trug einen ,metallring zum ,anhngen an den ,leibgurt4 ,illustration3 ,fig4 #c4 ,buchbeutel4 ,dsseldorfer ,museum4 ,wir kennen eine ganze ,reihe von bildlichen ,darstellungen des ,buchbeutels auf ,gemlden1 ,miniaturen1 an ,holzschnitzereien etc41 doch sind in ,wirklichkeit nur fnf ,buchbeutel bis jetzt bekannt1 von denen der schnste in ,nrnberg 7,anzeiger d4 ,germ4 ,mus4 #ahfb1 ,spalte #cbd7 die anderen in ,mnchen1 ,nrnberg1 ,frankfurt a_/,m4 7v4 ,bethmann7 und in ,dsseldorf sich befinden4 ,in der ,folge fiel dies berstehende ,leder weg2 es wird glatt um die ,kanten her geschlagen1 ja es ist wohl mglich1 da man von den ,buchbeuteln selbst das berstehende abschnitt1 sofern keine ,veranlassung mehr vorlag1 das ,buch als fahrende ,habe mit sich zu fhren4 ,damit sind wir denn bis zu der ,form des ,einbandes gekommen1 die im groen ganzen noch heute im ,gebrauch ist4 ,illustration3 ,aufhngen planierter ,bogen4 7,zu ,seite #aj47 ,illustration3 ,von einem arabischen ,einbande4 #b4 ,das ,rohmaterial und erste ,behandlung vor dem ,heften4 lteste ,einrichtung der ,lagen4 -- ,aufthun4 -- ,aus dem ,falz schlagen4 -- ,planieren4 -- ,flicken4 -- ,falzen4 -- ,karton4 -- ,kleben4 -- ,einpressen4 ,zu der ,zeit1 wo die ,herstellung der ,handschriften hauptschlich in ,klstern von schreibkundigen ,mnchen1 die nicht selten auch ,knstler waren und die ,schrift mit buntem ,zierat1 ,initialen und ,miniaturen versahen1 betrieben wurde1 blieb auch die ,sorge fr den ,schutz der ,handschrift durch eine ,umhllung dem handwerklichen ,geschick der ,klosterbrder vorbehalten4 ,der handwerksmige ,betrieb der ,buchbinderei begann naturgem erst mit der ,erfindung des ,buchdruckes4 ,die gedruckten ,bogen kamen1 wie es noch heute der ,fall ist1 roh 7in albis7 zum ,buchbinder4 ,da man die ,glttpresse nicht kannte1 mute der ,buchbinder zunchst das durch den ,druck rauh gewordene ,papier gltten4 ,er bediente sich dazu des ,schlaghammers4 ,der technische ,ausdruck fr diese ,vorarbeit war3 ,aus der ,lage schlagen oder ,aus dem ,falz schlagen4 ,von der ,mitte beginnend wurde die ,lage ,schlag an ,schlag nach dem ,rande zu behandelt4 ,dadurch setzte sich der ,druck und das in der ,mitte strkere 7,btten-7 ,papier wurde krftig zusammengeschlagen und eine gleichmigere ,strke erzielt4 ,der eiserne ,schlaghammer hatte bis zu zwlf ,pfund ,gewicht4 ,als ,unterlage fr die ,papierlage diente ein ,steinblock1 dessen obere ,flche geschliffen war4 ,in ,ermangelung dessen bentzte man wohl auch ,guplatten1 die in einem ,holzklotz eingelassen waren4 ,noch heute sind ,schlaghammer und ,schlagstein vielfach angewendete ,werkzeuge1 wenngleich sie durch die glatten und fest satinierten ,maschinenpapiere und durch zweckmige ,maschinen fast ganz entbehrlich geworden sind4 ,eine andere vorbereitende ,arbeit war das jetzt nur noch ausnahmsweise vorkommende ,planieren der rohen ,druckbogen1 eine ,arbeit1 die dem ,schlagen vorhergehen mu4 ,die ,druckpapiere waren frher ungeleimt1 hauptschlich wohl aus dem ,grunde1 weil ungeleimtes ,papier die ,druckfarbe leichter annimmt4 ,um solchem ,papiere besseren ,halt und ,griff zu geben1 wird es vor dem ,binden mit kochendem ,leimwasser durchtrnkt1 welches1 um das ,aneinanderkleben der ,bogen zu verhten1 whrend des ,kochens einen ,zusatz von ,alaun erhlt1 was das ,verseifen des ,leimes zur ,folge hat4 ,auer dem ,alaun wurden dem ,planierwasser auch wohl noch andere ,stoffe zugesetzt1 wie ,eisenvitriol oder eine ,coloquintenabkochung1 wodurch dem ,wurmfra1 der namentlich im ,orient zerstrend auftritt1 vorgebeugt werden sollte -- schwerlich mit ,erfolg4 ,das beste ,planierwasser fr ,druckpapiere besteht aus ,pfd4 ,leim 7besten hellen ,klnischen7 der mit ,wasser #bd ,stunden eingeweicht und abgekocht wird1 nebst #d ,liter kochendem ,wasser4 ,damit alle ,unreinigkeiten ausgeschieden werden1 wird das ,leimwasser durch grobes ,sackleinen oder ein ,haarsieb gegossen1 in welches vorher ,pfd4 ,alaun geschttet wurde4 ,durch diese ,lsung wird das bedruckte ,papier ,lage um ,lage1 jede etwa #e ,bogen dick durchgezogen oder einige ,zeit eingelegt1 bis es sich vollgesaugt hat4 ,das ,gef1 in dem sich das ,leimwasser befindet1 soll flach sein und nicht aus ,eichenholz1 da dieses ,holzsure abgiebt1 die dem ,papier einen gelben ,schein erteilt4 ,das ,beste bleibt fr alle ,flle eine groe ,mulde von ,holz oder ,metall1 wie sie von den ,fleischern bentzt wird4 ,sind alle ,druckbogen planiert1 so werden sie durch ,auspressen von dem berflssigen ,wasser befreit4 ,nachdem man oben und unten abgngige ,papiere zum ,schutze vorgelegt hat1 bringt man die feuchten ,bogen auf das sogenannte ,planierbrett4 ,dies ist ein starkes ,brett1 welches ringsumher mit ,leisten versehen ist1 die den ,zweck haben1 das wiederholt na werdende ,brett gegen das ,ziehen zu schtzen1 und dazu dienen1 das beim ,pressen heraustretende ,wasser zu sammeln1 das dann an einer hierfr bestimmten ffnung abgelassen wird4 ,das ,brett hat eine ,gre von etwa #dj zu #fj cm4 ,das ,auspressen des ,wassers geschieht mittels der ,stock- oder ,handpresse4 ,seit ltester ,zeit1 solange man berhaupt die ,arbeit des ,pressens verfolgen kann1 kennt man die groe ,stockpresse genau in der ,anordnung1 wie sie zum ,keltern bentzt wurde1 und die kleinere ,handpresse4 ,erstere besteht aus zwei starken ,brettern die mittelst einer ,hebelstange zusammengepret werden4 ,die ,handpresse besteht aus zwei ,pressbalken1 die vermittelst ,muttern1 welche auf ,spindeln drehbar sind1 zusammengeschraubt werden4 7,fig4 #d47 ,zu der ,handpresse gehrt dann noch der ,pressbengel1 eine ,handhabe zum ,anziehen oder zum ffnen der ,muttern4 ,illustration3 ,fig4 #d4 ,handpresse mit ,pressbengel4 ,neuerdings wird auch die groe ,stockpresse1 aber in ,eisen ausgefhrt1 wieder mehr zur ,anwendung gebracht2 jede ,maschinenfabrik1 die ,buchbinderwerkzeugmaschinen fertigt1 liefert diese ,pressen je nach der auszubenden ,kraft mit zwei oder vier ,sulen4 ,will man irgend etwas einpressen1 so mu das zu ,pressende zwischen ,brettern liegen1 die je nach der ,gre als ,median-1 ,folio-1 ,quart-1 ,duodez- oder ,sedezbretter bezeichnet werden4 ,von jeder dieser ,sorten unterscheiden wir1 je nach dem ,gang der ,faser1 ,lnge- oder ,querbretter4 ,alle ,prebretter sollen aus ,birnbaum1 ,ahorn oder ,buche sein4 ,keines der weichen ,hlzer eignet sich fr diesen ,zweck1 ebensowenig ,holz mit sehr harten ,jahresringen1 wie etwa ,eichenholz sie aufweist4 ,die ,prebretter haben stets den ,zweck1 etwas eben und glatt zu pressen1 und aus diesem ,grunde sollen sie selbst glatt und eben sein4 ,deshalb ist bei der ,behandlung dieses ,werkzeuges alle ,vorsicht ntig1 um die ursprngliche ,gltte der ,flche zu erhalten4 ,hat man nun planierten ,druck einzupressen1 so ist es nicht zu vermeiden1 da hierbei die ,prebretter durchnt werden1 da ,papierreste1 ,leim oder andere ,unreinigkeiten sich daran festsetzen4 ,deshalb ist es zweckmig1 fr diese ,arbeit besondere ,prebretter bereit zu halten1 um die anderen zu schonen4 ,man achte beim ,einpressen mit der ,handpresse darauf1 da die ,richtung der ,prebalken sich mit der der ,faser der obersten ,bretter kreuzt1 da andernfalls die ,bretter springen oder gar brechen wrden4 ,pret man den planierten ,druck oder das ,planier in einer ,stockpresse aus1 so gengt es1 das oben beschriebene ,planierbrett unten in die ,presse zu setzen1 die planierten ,bogen mitten darauf aufzuschichten1 ein ,planierprebrett oben aufs ,ganze zu legen und nun fest zuzudrehen4 ,mit der ,handpresse wird es freilich etwas umstndlicher2 da wird das nasse ,planier ebenfalls in derselben ,weise geschichtet1 jedoch nicht in die ,presse gehoben1 wie wir dies spter bei anderen ,arbeiten sehen werden1 sondern das ,ganze zieht man etwas ber die ,tischkante vor und setzt die geffnete ,holzpresse so an1 da ein ,balken unter1 der andere ber das ,einzupressende zu liegen kommt1 und nun zieht man mittelst des ,prebengels nach und nach abwechselnd beide ,schraubenmuttern an1 die man vorher leicht mit der ,hand angedreht hatte4 ,neigt man nun die ,presse ein wenig nach der ,seite1 an der im ,unterlagsplanierbrett die ,wasserausfluffnung ist1 so kann man dieses nach ,belieben in einen untergestellten ,topf oder eine ,schssel auslaufen lassen4 ,nun erbrigt noch das ,trocknen des nassen ,druckes4 ,dies geschieht auf ,schnren oder auf dreieckigen ,latten1 auf welche die ,bogen1 ebenfalls in #d_/f ,blatt starken ,lagen aufgehngt werden4 ,frher hing der ,buchbinder solchen nassen ,druck in seiner ,werkstatt auf4 ,die ,folge war1 da ihm dabei das ,werkzeug verrostete1 und er selbst nebst seinen ,arbeitern sich jedesmal einige ,tage recht unbehaglich fhlte4 ,heute1 wo diese ,arbeit zur ,seltenheit geworden ist1 wird man auf einem ,bodenraum gewi einen ,platz erbrigen knnen1 auf dem sich einige ,schnre zum ,aufhngen der ,bogen spannen lassen4 ,in der ,zeit1 als man noch sehr viel ,planier zu trocknen hatte1 verwendete man ,planierleinen aus gesponnenen ,pferdehaaren1 welche die ,feuchtigkeit nicht annehmen und sehr leicht sauber zu halten sind1 whrend ,hanfleinen sehr hufig gewaschen werden mssen1 wenn man dunkle ,streifen auf dem ,papier vermeiden will4 ,waren die ,leinen niedrig gespannt1 so hing man den nassen ,druck ber den linken ,arm1 lste mit der rechten ,hand eine ,lage um die andere ab und hing sie so auf1 da jede ,lage das ,ende der vorhergehenden ein wenig deckte2 dies hatte seinen guten ,grund darin1 da man nach dem ,trocknen die ,lagen von einem ,ende nach dem andern1 auf jeder ,leine zusammenschieben konnte4 ,bei hochgespannten ,leinen1 die mit der ,hand nicht zu erreichen sind1 bediente man sich des ,planierkreuzes1 einer auf einer ,stange rechtwinklig befestigten oben gerundeten ,latte1 mit welcher die ,lagen emporgehoben und auf die ,leine niedergelassen wurden4 ,wenn sich beim ,aufhngen herausstellt1 da einzelne ,bogen nicht vllig vom ,wasser durchtrnkt sind1 so mssen diese sofort ausgemerzt und in siedend heies ,wasser gelegt werden4 ,andernfalls wrde sich auf der ,wassergrenze ein ,fleck bilden1 abgesehen davon1 da das nicht gefeuchtete ,stck des ,papieres ungeleimt bliebe und leicht mit anderen ,bogen zusammenklebt4 ,das kochende ,wasser zieht den ,leim wieder aus dem ,papier heraus2 es versteht sich von selbst1 da solche ,bogen getrocknet und die ,arbeit des ,leimens wiederholt werden mu4 ,hufiger als dieser ,fehler kommt das ,zerreien der feuchten ,bogen vor1 und diese zu flicken ist nicht angenehm4 ,etwas gut und unauffllig zu flicken ist eine besondere ,kunst1 die groe ,geduld und peinliche ,sauberkeit erfordert1 ,zweckmig ist es immer1 den ,druck nach dem ,trocknen zu flicken1 weil man dann sauberer arbeiten kann1 die einzelnen ,stcke auch besser trocken als na zu handhaben sind4 ,man unterscheidet zwei ,arten des ,flickens3 das bereinandersetzen und das ,anstoen mit aufgelegtem ,papier4 ,die erstere ,art ist die beste1 da man nachher fast nichts oder doch nur wenig bemerkt1 wenn man sauber gearbeitet hat2 leider kann man dies nur dann thun1 wenn die ,art des ,schadens es gestattet4 ,ist ein ,ri erfolgt1 so da die getrennten ,teile gewissermaen von einander geschlt sind1 da also jeder ,teil etwas auf den anderen bergreift1 so wird jeder der beiden ,teile mit ganz sauberem ,kleister und vermittelst eines sauberen ,falzbeines auf der ,bruchstelle dnn1 oder1 wie der ,fachmann sagt1 mager angeschmiert1 die beiden ,teile genau auf einander gepat und in der ,weise angerieben1 da man ein sauberes ,blatt ,papier unter1 ein eben solches ber die geflickte ,stelle legt und nun mit den ,fingerspitzen das ,ganze1 insbesondere die ,bruchstelle vorsichtig anreibt4 ,keinesfalls darf man aber mit einem ,falzbein anreiben2 dies wrde den ,kleister aus den ,fugen heraustreiben und die ,flickarbeit von vornherein unsauber erscheinen lassen4 ,nehmen wir nun den weniger gnstigen ,fall an1 da der ,bruch glatt durchgeht1 glcklicherweise aber an der ,bruchstelle das ,papier auf beiden ,seiten unbedruckt ist1 so kann man auf dieser unbedruckten ,stelle sehr wohl einen ,papierstreifen aufkleben1 nachdem die beiden ,bruchkanten etwas krftigen ,kleister erhielten und genau zusammengestoen wurden4 ,nun ist es freilich unzulssig1 auf diesen ,ri einen ,streifen ,papier fest aufzukleben2 man hilft sich aber dadurch1 da man ein ,stckchen ,papier1 mglichst genau in ,stoff und ,farbe passend1 ber den zusammengestoenen ,bruch und darber ein sauberes ,makulaturblatt legt1 und nun das ,ganze mit den ,fingern anreibt4 ,der ,erfolg wird sein1 da der ,kleister nicht allein die ,bruchstelle des ,papieres zusammenhlt1 sondern da auch das ,streifchen ,papier an der geflickten ,stelle noch teilweise haften bleibt4 ,nach dem vlligen ,abtrocknen reit man dies ,blttchen vorsichtig ab1 und zwar so1 da das ,papier selbst sich spaltet und nur einzelne ,fasern des ,stoffes haften bleiben1 gerade hinreichend1 um die schadhafte ,stelle entsprechend zu verstrken4 ,auch wenn das ,papier an der ,bruchstelle auf beiden ,seiten bedruckt ist1 kann man hnlich verfahren1 mu aber ,seidenpapier zum ,auflegen nehmen1 das man nach dem ,trocknen sehr vorsichtig abreit4 ,wir haben nun das ,planier trocken und wollen es1 damit es sich besser falzt1 einige ,zeit fest einpressen1 nachdem wir selbstverstndlich alle ,bogen recht gleichmig1 faltenlos und eben bereinander geschichtet haben4 ,da haben wir denn vollauf ,mue1 ber das ,schlagen1 von welcher ,arbeit wir den ,abstecher zum ,planieren machen muten1 noch einige ,bemerkungen zu machen4 ,wir unterscheiden das leichte ,schlagen oder ,pumpen und das eigentliche ,schlagen4 ,ersteres hat den ,zweck1 das ,papier nur obenhin und im groen ,ganzen auf eine geringere ,dicke zu bringen4 ,die ,lagen knnen deshalb strker sein als im anderen ,falle4 ,von dem eigentmlich hohlen ,gerusch hat diese ,arbeit auch wohl den ,namen erhalten4 ,will man aber dem ,papier schrfer zu ,leibe gehen und soll die ,dicke desselben gehrig beschrnkt werden1 dann muss man es in wesentlich dnnere ,lagen abteilen4 ,dies geschieht aber erst nach dem ,falzen2 wir verschieben daher das nhere ,eingehen darauf bis nach dieser ,arbeit und nehmen zunchst unsere ,druckbogen wieder aus der ,presse4 ,ziehen wir irgend einen ,bogen aus einem ,druckwerk heraus1 so finden wir meist oberhalb des ,textes die ,seitenzahlen angegeben4 ,es wrde aber dem ,buchbinder einige ,schwierigkeiten machen1 aus den ,seitenzahlen sogleich die als erste ,seite des ,bogens bezeichnete herauszufinden und demgem den ,bogen in richtiger ,seitenfolge zu falzen4 ,deshalb ist in der sogenannten ,signatur1 die der ,setzer anbringt1 eine ,einrichtung getroffen1 welche das vordere ,blatt eines jeden ,bogens sofort erkennen lt4 ,der aufmerksame ,arbeiter wird also nicht leicht verfalzen knnen4 ,die ,signatur zeigt die ,reihenfolge der ,bogen mit #a1 #b1 #c u4 s4 w4 oder 7frher7 mit ,buchstaben a1 b1 c etc4 am ,fue der ,seite rechts an und die ,zahl des ersten ,blattes wiederholt sich1 mit einem ,stern versehen1 auf dem zweiten ,blatte 7die sog4 falsche ,signatur7 an derselben ,stelle4 ,faltet man ein leeres ,blatt ,papier zusammen1 so wird man ,kante auf ,kante richten4 ,bei bedrucktem ,papier ist dies anders2 der weie ,rand ist fr den ,falzer vllig ,nebensache1 seine ,aufgabe ist vielmehr1 die einzelnen ,kolumnen des ,druckes1 d4 h4 die von dem ,letternsatz eingenommenen ,flchen1 genau auf einander zu bringen1 so da sie sich1 wenn man sie gegen das ,licht hlt1 decken4 ,zu dem ,ende legt man die zu falzenden ,bogen in einem nicht zu dicken ,stoe mitten vor sich auf den ,werktisch und zwar so1 da die rechte ,signatur oben links auf der ,unterseite1 die falsche ,signatur oben rechts auf der ,oberseite der ,falzlage sich befindet4 ,die rechte ,hand1 welche zugleich ein ,falzbein fhrt1 greift den ,bogen am rechten ,rande etwa in der ,mitte und schlgt denselben so nach links zusammen1 da die ,rnder einander etwa gleich stehen4 ,in dem ,augenblicke aber1 wo die rechte ,hlfte des ,bogens links ankommt1 greift die ,linke so zu1 da der ,zeigefinger zwischen die ,bltter in der ,nhe der ,kolumnenecken zu liegen kommt1 whrend ,daumen und ,mittelfinger von auen zufassen1 den ,bogen etwa in ,augenhhe bringen und hier so richten1 da die ,kolumnen sich ganz genau decken2 bei dieser ,arbeit hilft die ,rechte durch ,hin- und ,herschieben der beiden ,bogenhlften nach1 ohne das ,falzbein fortzulegen 7,fig4 #e74 ,sind die ,kolumnen in richtiger ,lage1 so legt man den ,bogen nieder1 und whrend die ,linke denselben noch hlt1 streicht die ,rechte den zu bildenden ,bruch krftig und mit einem sicheren ,strich nieder1 und zwar von unten nach oben1 indem das ,falzbein mit der ,spitze etwas schrg nach links oben gerichtet gehalten wird 7,fig4 #f74 ,damit sich die ,bogen leicht aufgreifen lassen1 streicht man ber den ,sto dann und wann mit dem ,falzbein halbrechts aufwrts1 wodurch sich die obersten ,bogen in dieser ,richtung etwas ber die anderen hervorschieben1 so da die ,rechte sehr wohl1 ohne da die ,augen folgen1 den jeweiligen obersten ,bogen greifen kann4 ,dies wre das erste ,tempo1 um mit unseren deutschen ,unteroffizieren zu reden1 und es wre wirklich nicht bel angebracht1 diese ,arbeit1 die mit einiger bung ungemein rasch auszufhren ist1 in vllig militrischem ,sinne nach ,zhlen blind geladen zu erlernen2 einstweilen aber wollen wir uns bemhen1 die zweite ,bewegung zu machen und den ,bogen fertig zu falzen4 ,illustration3 ,fig4 #e4 ,stellung der ,hnde beim ,richten der ,kolumnen4 ,illustration3 ,fig4 #f4 ,niederstreichen des ,falzstrichs4 ,illustration3 ,fig4 #g4 ,ergreifen des ,bogens zum zweiten ,bruch4 ,illustration3 ,fig4 #h4 ,niederbiegen des zweiten ,bruches4 ,indem man das ,falzbein in der ,gegend des ,mittelsteges unter den eben gemachten ,bruch schiebt1 ergreift man den ,bogen mit ,falzbein und ,zeigefinger1 und zwar so1 da man mit einer kurzen ,drehung der ,hand den ,bogen zwischen ,zeigefinger1 ,daumen und ,mittelfinger fassen kann1 oder besser gesagt1 da die beiden letzteren in dem ,bogen um den ersteren herum einen ,bruch formen knnen 7,fig4 #g74 ,in diesem ,augenblicke fat die linke ,hand mit dem ,daumen den ,bogen auf der anderen ,seite1 schlgt ihn gemeinschaftlich mit der ,rechten zusammen1 zieht denselben aber mit einem kurzen ,griff nach dem ,krper des ,arbeiters zu1 whrend die ,rechte ihre ,seite hochhebt und in ,augenhhe bringt1 um die ,seitenzahlen genau auf einander richten zu knnen4 ,es geschieht dies1 indem das ,auge von oben in den ,bogen hineinsieht4 ,die ,linke hat inzwischen den unteren ,teil des ,bogens verlassen und mit dem ,zeigefinger zwischen dem ,daumen und ,mittelfinger auen am oberen ,rande zugegriffen1 um in derselben ,weise1 wie beim ersten ,bruche beim ,richten behilflich zu sein4 ,decken sich die ,seitenzahlen genau1 so werden noch die beiden oberen ,kanten des ,bogen genau aufeinander gerichtet1 um in dieser ,weise mit dem ersten ,bruche einen genauen rechten ,winkel herzustellen 7,fig4 #h74 ,der ,bogen wird nun1 wie oben1 auf die ,tafel niedergelegt und der ,bruch von oben nach unten niedergestrichen1 indem man das ,falzbein mit der ,spitze etwas nach links unten seitwrts hlt4 ,bei ,quartformat 7#h ,seiten7 ist damit die ,falzarbeit beendet1 whrend bei ,oktavformat 7#af ,seiten7 sich die letzterwhnte ,bewegung noch einmal wiederholt4 ,es sei dazu bemerkt1 da sich namentlich bei krftigem ,papier leicht die ,luft in den zuerst zusammengefalteten ,seiten fngt und bei raschem ,niederstreifen dann ,quetschfalten in dem ,papier entstehen4 ,diesem belstande mu der ,arbeiter durch ,vorsicht zu begegnen suchen4 ,der fertig gefalzte ,bogen wird mit der linken ,hand nach links beiseite gelegt1 und zwar in derselben ,lage1 in der er sich zuletzt befand1 also mit dem ,rcken nach rechts1 die ,seitenzahlen oben4 ,waren die ,druckbogen vor dem ,falzen schon in ,exemplaren kompletiert oder geordnet1 so mssen sie umgekehrt1 also auf dem ,kopf stehend1 doch ebenfalls mit dem ,rcken nach rechts liegend weggelegt werden1 anderenfalls wrden die ,bogen von hinten nach vorn gelegt erscheinen und mten nachtrglich neu geordnet werden4 ,neuerdings wird die ,falzarbeit auch mittelst ,maschinen verrichtet2 doch hat die ,maschine die ,menschenhand bei dieser ,arbeit noch nicht voll ersetzen knnen1 weil ihre ,bedienung besondere ,aufmerksamkeit erfordert und sie in ,bezug auf ,schnelligkeit der ,arbeit einen gebten ,falzer nur um weniges berholt4 ,verhltnismig selten werden heutzutage kleinere ,formate als ,oktav-,gre gedruckt4 ,bei ,duodez sind noch #h ,kolumnen 7#d ,blatt7 mehr angedruckt1 welche abgeschnitten und in den ,bogen eingesteckt werden mssen4 ,entweder mu man zu diesem ,zwecke den angedruckten ,teil mit einem ,bruch umfalzen oder1 wie man zu sagen pflegt1 abbiegen und mit dem ,messer abschneiden1 oder aber man nimmt die ,bogen auf ,nadeln und schneidet danach den betreffenden ,teil ab4 ,zwischen ,hauptbogen und ,einsteckbogen befindet sich beiderseits je eine durchstochene ,stelle1 die sogenannte ,punktur1 welche die ,druckpresse beim ,durchziehen der ,bogen ber die ,walze hervorbringt4 ,legt man den ,bogen auf den ,tisch oder ein ,brett1 und schlgt durch jedes der beiden ,punkturlcher eine krftige ,nadel senkrecht ein1 so ist man sehr wohl im stande1 alle ,bogen ganz genau dem ,drucke nach aufeinander zu bringen1 wenn man sie einzeln auf diese ,nadeln mit den ,punkturen aufsteckt4 ,hat man in dieser ,weise eine entsprechende ,anzahl -- etwa #ej ,stck -- so knnen mit scharfem ,messer am eisernen ,lineal her die ,einsteckbogen smtlich mit einem ,schnitt vom ,hauptbogen abgetrennt werden4 ,beide ,teile werden nun fr sich gefalzt1 der kleinere in den greren1 oben genau gleich gerichtet eingesteckt4 ber das ,schneiden mit dem ,messer sind hier noch einige erluternde ,bemerkungen zu machen4 ,man benutzt hierzu fast ausschlielich sogenannte ,papier- oder ,buchbindermesser4 ,das ,messer wird dicht an dem aufgelegten eisernen ,lineal hergefhrt1 und zwar neigt man dasselbe mit dem ,stiel soweit nach hinten1 da dessen ,achse mit der ,flche des ,papieres etwa einen halben rechten ,winkel bildet1 whrend die ,klinge selbst senkrecht steht4 ,man achte besonders darauf1 da man das ,papier nicht schrg unterschneidet1 wodurch man einmal einen faserigen und welligen ,schnitt erhalten1 dann aber auch die zu unterst liegenden ,bltter mehr oder weniger neben der beabsichtigten ,stelle zerteilen wrde4 ,eiserne ,lineale sind am meisten blich2 hlzerne1 nicht zu dnne ,schienen haben den ,vorteil1 da sie fester auf dem ,papier aufliegen und leichter sind1 dagegen den ,nachteil1 da sie dem ,messer kaum einen ,widerstand entgegenstellen und fter abgerichtet werden mssen4 ,als ,unterlage dient ein sogenanntes ,schneidebrett von ,birnbaum1 ,ahorn oder ,weibuchenholz4 ,alle weichen oder mit groben ,adern versehenen ,hlzer sind ungeeignet4 ,in neuester ,zeit sind auch ,zinkplatten als ,unterlage in ,gebrauch gekommen4 ,beim ,falzen kommt es sehr hufig vor1 da der ,buchbinder gentigt wird1 die ,fehler anderer zu verbessern2 dies ist z4 ,b4 der ,fall bei ungenau angelegten 7berdruckten7 ,bogen4 ,am besten wrde jeder schief gedruckte ,bogen ausgeschieden2 wo dies nicht angeht1 mu man durch ein vermittelndes ,zusammenfalzen den ,fehler mglichst wenig sichtbar werden lassen1 indem man die ,richtungspunkte -- ,seitenzahlen oder ,kolumnenecken -- so aufeinander richtet1 da die passende ,zahl genau zwischen die beiden nicht auf-1 sondern nebeneinander stehenden gerichtet wird4 ,ist der ,bogen sehr arg berdruckt1 so zerschneidet man denselben in #d ,teile1 falzt jedes ,blatt besonders und steckt dieselben nach der ,zahlenfolge genau ineinander4 ,eine andere ,korrektur1 die dem ,buchbinder zufllt1 ist der ,karton1 d4 h4 ein besonders oder an den letzten1 bez4 den ,titel-,bogen angedrucktes ,blatt1 das als ,ersatz fr ein anderes in dem ,werke befindliches ,blatt dient1 dessen ,entfernung wegen eines ,fehlers oder aus irgend welchem ,grunde dem ,verfasser oder ,verleger wnschenswert erscheint4 ,ist der ,karton auf einzelne oder1 wie gewhnlich1 auf ,doppelbltter gedruckt1 so werden diese entweder aufgenadelt oder zusammengefalzt und mit dem ,messer am ,lineal her durchgeschnitten4 ,ist der ,karton an den letzten ,bogen angedruckt1 so mu er nach dem ,falzen desselben abgeschnitten werden4 ,um die ,kartonbltter nun an ihre ,stelle einzukleben1 schmiert man etwa je #bj1 nachdem man sie aufgeschoben hat1 auf einmal am ,rcken ganz schmal mit ,kleister an4 ,das ,aufschieben1 d4 h4 ein terrassenfrmiges bereinanderlegen der ,bltter1 wird auf einfache ,weise dadurch bewirkt1 da sie mit der ,spitze eines ,falzbeines quer ber die ,kante her wiederholt gestrichen werden2 die obersten ,bltter ziehen sich zuerst nach rckwrts und die anderen folgen alsbald nach4 ,man legt nun ein ,blatt ,makulatur vor und schmiert mit ,kleister die ,rnder1 die in keinem ,falle breiter als etwa je #b bis #c mm aufgeschoben sein drfen1 gut an4 ,der ,pinsel soll dabei ebenfalls nur quer ber die ,blattrnder1 aber nie parallel mit denselben gefhrt werden1 da sonst ,kleister zwischen die ,bltter kommen wrde4 ,damit nun whrend der ,fortsetzung der ,arbeit die angeschmierten ,bltter mit den ,rndern nicht aneinander kleben1 macht man noch einige ,striche mit dem ,falzbein auf dem obersten ,blatte nach hinten2 durch diesen ,handgriff gehen die ,bltter ganz wenig auseinander1 so da sich die ,kleisterrnder nicht mehr berhren und nicht zusammenkleben knnen4 ,beim ,anschmieren legt man die ,bltter an die vordere ,tischkante2 ist dies geschehen1 so werden sie zur weiteren ,behandlung herumgedreht1 so da die ,kleisterrnder nicht mehr dem ,arbeiter zugewendet sind1 sondern nach hinten zu liegen kommen4 ,nun wird ,blatt fr ,blatt ergriffen und an den betreffenden ,bogen geklebt1 aus dem vorher das ,fehlblatt unter ,zurcklassung eines kleinen ,flzchens1 an welches der ,karton anzukleben ist1 herausgeschnitten wurde4 ,bei der ,arbeit liegt mitten vor dem ,arbeiter das1 worauf man zu kleben hat1 rechts liegen die angeschmierten ,bltter und links werden die fertig geklebten ,bogen abgelegt4 ,dies ist die ,formel1 nach der in allen ,fllen verfahren wird1 ob wir nun einen ,karton zu kleben oder ,teile eines ,bogens anzufgen haben1 wie berhaupt das ,arbeiten von rechts nach links berall notwendig ist1 besonders da1 wo mehrere ,personen sich gegenseitig in die ,hand arbeiten mssen4 ,hat man ein einzelnes ,blatt ein- oder anzukleben1 so legt man es an die ,tischkante und ein ,blatt ,papier so darber1 da ein schmales ,rndchen stehen bleibt4 ,den ,kleister trgt man dann mit dem ,finger auf1 und zwar mit dem rechten ,mittelfinger1 nicht mit dem ,zeigefinger1 den man zum ,zugreifen bereit und deshalb von ,kleister freihalten mu4 ,nicht alle ,druckwerke schlieen mit ganzen ,bogen glatt ab1 sondern hufig finden sich am ,anfang1 besonders aber am ,ende auch halbe und ,viertel-,bogen1 ja einzelne ,bltter4 ,alle einfachen ,bltter mssen angeklebt werden1 ebenso die ,doppelbltter1 wenn das verwendete ,papier nicht so stark ist1 da sie ohne ,schaden mitgeheftet werden knnen4 ,haben wir den rohen ,druck gefalzt1 so werden die ,bogen fest eingepret1 damit sich die ,brche gehrig niederdrcken1 und die einzelnen ,bltter gut aufeinandersetzen4 berhaupt darf man keine ,gelegenheit1 die halbfertigen ,bcher einzupressen1 ungentzt vorbergehen lassen1 wenn man auf gute und schne ,arbeit ,anspruch erheben will4 ,vor dem ,einpressen werden die ,bogen selbstverstndlich gleichgestoen1 indem man je einen ,packen am ,oberschnitt und dann am ,rckenbruch auf den ,tisch aufstt4 ,es ist ratsam1 die ,pcke nicht zu gro zu nehmen2 der ,anfnger sollte zunchst nur #aj ,bogen zusammen aufstoen und danach je #e-f ,pcke wieder zusammen geradestoen4 ,auch ist darauf zu achten1 da nicht einzelne ,bogen stecken bleiben1 was bei dnnem ,papier leicht der ,fall sein kann2 diese mssen dann vorgezogen und mit den anderen geradegerichtet werden4 ,vor dem ,geradestoen werden die ,bogen1 je nach der ,dicke derselben1 zu je #ej oder je #ajj abgezhlt4 ,wir haben die ,bogen nun packweise zwischen je zwei ,bretter1 beziehungsweise zwischen je zwei ,pcke ein ,brett zu bringen1 und drfen dabei so viel bereinander schichten1 als wir glauben in die ,presse bringen zu knnen4 ,die ,presse wird rechts neben uns so auf den ,tisch gestellt1 da der eine ,spindelkopf ein wenig ber die ,tischkante hervorragt1 die ,balken der ,presse etwa im rechten ,winkel mit der ,richtung des ,tisches zu stehen kommen1 und die ,presse ein wenig nach vorn neigt4 ,die rechte ,hand hebt den oberen ,balken1 in der ,mitte desselben zugreifend1 hoch1 die linke hebt den einzupressenden ,bchersto samt den ,brettern in die ,presse4 ,nun werden die ,muttern so weit mit der ,hand zugedreht1 da ein ,herausfallen des ,stoes nicht mehr zu befrchten ist2 alsdann wird die ,presse vom ,tische gehoben1 zwischen die ,beine genommen und mit dem ,prebengel 7s4 o4 ,seite #i7 fest angezogen4 ,bei schweren oder hohen ,sten mu ein zweiter ,arbeiter den ,prebalken aufhalten und beim ,einpressen zur ,hand gehen4 ,da oben und unten ,querbretter vorliegen mssen1 ist schon erwhnt worden4 7,s4 ,seite #i47 ,das ,auspressen1 d4 h4 das ,herausnehmen der eingepreten ,ste aus der ,presse1 ist eine ziemlich einfache ,arbeit4 ,die ,presse nebst ,inhalt wird1 nachdem man die ,muttern etwas gelockert hat1 auf ,tischhhe gehoben und mit dem unteren ,prebalken so quer an die ,tischkante angesetzt1 da der eingeprete ,sto auf derselben aufsteht4 ,die ,muttern werden nun mit der ,hand ganz aufgedreht1 der ,sto mit der ,brust durch die ,presse durch ganz auf den ,tisch geschoben und mit der ,linken gehalten1 whrend die ,rechte die ,presse zur ,erde stellt4 ,immer aber bedenke man1 da ,einpressen vor ,auspressen geht1 denn gut gepret1 ist halb gebunden4 ,illustration3 ,randverzierung von einem arabisch-gyptischen ,bande4 #c4 ,weitere ,behandlung vor dem ,heften4 ,karten1 ,tafeln1 durchgehende ,bilder1 ,atlanten4 -- ,zusammentragen1 ,kollationieren4 -- ,schlagen1 ,walzen4 -- ,liniaturen4 -- ,alte ,bcher1 ,ausflicken und ,reinigen4 -- ,auer den ,textbogen enthalten bekanntlich viele ,bcher auch noch ,bilder1 ,tafeln1 ,karten und dergleichen ,zugaben1 die man schlechtweg als ,kupfer bezeichnet1 gleichviel ob es sich um wirkliche ,kupferstiche oder um auf andere ,art hergestellte ,bltter handelt4 ,diese ,kupfer erfordern ihre besondere ,behandlung1 bevor das ,buch zum ,heften vorbereitet ist4 ,die einzelnen ,kupfer werden zunchst passend geschnitten und1 wenn sie ihren ,platz im ,text haben sollen1 im ,rcken schmal eingeklebt4 ,ist das ,papier sehr krftig1 so werden sie vorher an einen festen ,papierfalz angehngt1 der dann in den ,rcken eingefgt wird4 ,bilder am ,anfang und ,ende eines ,buches sollen nie angeklebt1 sondern bei gewhnlichen ,banden umgehngt1 bei feineren ,bnden in einer besonderen ,weise mit der ersten ,lage verbunden werden1 von der spter die ,rede sein wird4 ,doch sehen wir uns zuerst die ,tafeln selbst an4 ,nach ,form und ,aussehen verschieden1 lassen sie sich in folgende ,arten einteilen1 in ,tafeln mit einfachen rechteckigen ,bildern in ,hochformat1 mit desgleichen in ,querformat1 mit ,bildern in doppelter ,breite1 sogenannten durchgehenden ,bildern1 mit ,bildern unregelmiger ,form 7anatom4 ,darstellungen1 ,maschinen etc471 mit ,bildern1 ,karten oder anderen ,darstellungen1 welche ber das ,format des ,buches hinausgehen und diesem erst angepat werden mssen4 ,einfache ,tafeln in ,hoch- oder in ,querformat werden dem ,texte so angepat1 da die ,rnder des beschnittenen ,buches genau parallel mit den ,rndern des ,bildes laufen1 jedoch mit der ,magabe1 da der ,raum im ,rcken1 also der innere weie ,steg 7,rand7 etwa um weniger breit ist als der uere1 der obere ebenfalls etwa um weniger breit als der untere4#a ,zu diesem ,zwecke ist es notwendig1 die ,hhe und die ,breite des ,textes je auf einen ,streifen ,papier zu bertragen2 hat man viele ,karten in hnlicher ,gre1 so ist ein ,streifen ,karton oder ein dnnes hlzernes ,lineal dazu sehr geeignet4 ,diesen ,maen entsprechend werden die ,karten auf ,gre abgerichtet4 ,man berechnet genau1 wie breit spter das ,buch beschnitten werden mu1 bertrgt rechts und links vom ,breitenma1 oberhalb und unterhalb vom ,hhenma die ,breite des weien ,randes ebenfalls auf den ,mastab1 so da in dieser ,weise jetzt die genaue ,hhe und ,breite des ,bildes festgestellt ist mit den ,vormerkungen fr die ,textgre im ,werke4 ,diesem ,mae entsprechend wird das ,bild abgestochen1 d4 h4 abgemessen und das ,ma mit einer ,zirkel- oder ,messerspitze angedeutet4 ,zu diesem ,zwecke legt man den ,mastreifen mitten quer1 bezw4 auch in der ,hhe quer ber das ,bild4 ,am ,rcken wird das ,ma zweimal bertragen1 einmal oben und einmal unten und diesem entsprechend das ,bild abgeschnitten2 oben gengt eine ,marke1 die ,tafel wird hier einfach winkelig geschnitten2 vorn und unten lt man die ,rnder stehen1 da das ,kupfer beim ,beschneiden des ganzen ,buches mitbeschnitten wird4 ,bei ,hochformat ist die ,lage1 in der das ,bild ins ,buch kommt1 von selbst gegeben1 bei ,querformat mu der untere ,rand nach dem ,schnitt1 der obere nach dem ,rcken zu gerichtet werden4 ,ebenso pflegt man1 abgesehen von dem ,titelkupfer1 jedes ,bild in das ,buch recto einzufgen1 d4 h4 es deckt im aufgeschlagenen ,buche die rechte ,seite4 ,haben die ,bilder doppelte ,breite1 also die ,gre des aufgeschlagenen ,buches1 so werden sie dem ,rande gem genau in der ,mitte zusammengefalzt und nur oben auf ,gre abgestochen2 sie erhalten einen ,papierfalz1 mit dem sie in den ,rcken eingefgt werden4 ,am unbequemsten ist die ,behandlung solcher ,beigaben1 welche wesentlich grer sind als das ,format des ,buches1 und es lassen sich nicht einmal genaue ,regeln fr jeden einzelnen ,fall vorschreiben4 ,nur vier ,punkte sind es1 die unter allen ,umstnden beachtet werden mssen4 ,erstlich darf der ,spiegel der zusammengebrochenen ,karte1 bez4 ,zeichnung und ,schrift beim ,beschneiden nirgends vom ,schnitt getroffen werden2 zweitens sollen nie mehr ,brche gemacht werden1 als unumgnglich ntig sind2 drittens soll die durch das ,zusammenbrechen gebildete ,lage berall mglichst gleichdick sein2 viertens soll in dem beschnittenen ,buche von einer zusammengefalteten ,beigabe mglichst wenig am ,rande bemerkbar sein4 ,es erhellt hieraus1 wie schwierig es ist1 groe ,karten auf ,buchgre abzurichten1 ohne da beim ,beschneiden ein ,unglck passiert4 ,zum ,glck bemhen sich die ,verleger heutzutage um des besseren ,aussehens willen alle ,beigaben zu dem ,texte so einzurichten1 da sie sich dem ,formate des ,buches bequem anschlieen4 ,eine ,tafel1 die in der ,hhe oder in der ,breite nur wenig ber das ,format hinausgeht1 wird an dem unteren ,ende1 oder an der ,vorderseite nur so viel eingeschlagen1 als ntig ist1 um beim ,beschneiden nicht getroffen zu werden4 ,steht eine ,karte nach beiden ,richtungen ber1 so wird erst der untere ,teil umbrochen1 dann der seitliche2 selbstverstndlich mssen die beiden ,brche genau rechtwinkelig gemacht werden4 ,ist die ,breite der ,karte derart1 da ein einmaliges ,zusammenbrechen noch nicht gengt1 so mu sie so oft hin und wieder1 d4 h4 einmal von rechts nach links1 das nchste ,mal von links nach rechts gebrochen werden1 bis das ,format erreicht ist4 ,schlielich bleibt dann mitunter noch ein ,rest ber1 der nicht mehr die ganze ,breite des ,formates einnimmt2 es ist deshalb gut1 vorher den ,zirkel zu nehmen und ,hhe wie ,breite einzuteilen1 damit man mglichst glatt und gut auskommt4 ,jede derartige ,beigabe wird1 damit sie sich gut herauslegt und doch im ,rcken gengende ,befestigung findet1 an einen ,falz gehngt4 ,zuvor schneidet man an der ,seite1 welche in den ,rcken eingeklebt wird1 den ,rand so aus1 da ein ,streifen stehen bleibt1 der nicht ganz die ,lnge der ,formathhe hat4 ,karten1 die etwa die dreifache ,hhe des ,formates haben1 werden von oben nach unten1 dann von unten nach oben gebrochen1 whrend am mittleren ,teile der ,falz zum ,anhngen stehen bleibt4 ,das schliet jedoch nicht aus1 da die ,tafel auch am oberen ,ende angehngt werden kann2 in diesem ,falle bricht man die #b unteren ,teile nach oben1 und zwar den mittleren zu-1 den unteren aufklappend4 ,nachstehende ,schemata werden das ,gesagte noch deutlicher machen4 ,illustration3 a4 ,vierteilig gebrochene ,tafel4 ,illustration3 b4 ,sechsteilig gebrochene ,tafel4 ,illustration3 c4 ,zwlfteilig gebrochene ,tafel mit dem ,falz am oberen ,bruchstck4 ,illustration3 d4 ,zwlfteilig gebrochene ,tafel mit dem ,falz am mittleren ,bruchstck4 ,da die so zusammengebrochenen ,karten das ,buch in der ,mitte aufbauschen wrden1 wenn sie im ,rcken lediglich mit einem ,falz in ,papierstrke befestigt wrden1 so mu diesem belstande durch das ,einheften blinder oder ,fllflze abgeholfen werden2 man versteht darunter ,papierstreifen1 die1 in der ,lnge einmal zusammengebrochen1 bis zur ,gesamtstrke der ,karte ineinander gesteckt und als besondere ,lage mit eingeheftet werden4 ,kommt in einem ,werke eine einzelne ,tafel vor1 welche auf ein ,papier gedruckt ist1 das nicht strker als die brigen ,bltter auftrgt1 so wird sie im ,rcken ohne ,falz angeklebt4 ,bei ,doppeltafeln mu immer ein ,falz zur ,vermittelung dienen2 nur die sogenannten durchgehenden ,bilder in ,illustrationswerken und ,zeitschriften machen eine ,ausnahme4 ,diese ,bilder1 die allemal auf das mittlere ,doppelblatt des ,bogens1 den inneren ,steg mitbedeckend1 gedruckt sind1 werden nachdem der ,bogen gefalzt ist1 herausgeschnitten indem man mit einem scharfen ,messer die ,brche aufschlitzt4 ,den durch die ,mitte des ,bildes gehenden ,bruch schmiert man alsdann uerlich ganz schmal mit ,kleister an und klebt so das ,bild in den ,bogen selbst ohne ,falz ein1 mu dabei jedoch um etwa #c-d mm zurckrcken1 damit erstlich sich die beiden ,teile des ,bildes beim ffnen des ,buches frei auflegen und damit zweitens das ,bild beim ,heften nicht von der ,heftnadel getroffen wird4 ,bcher mit lauter durchgehenden ,karten haben wir in den ,atlanten1 die deshalb eine ganz aufmerksame ,behandlung beim ,binden erfordern1 weil die ,flze im ,rcken genau den durch die ,karten bestimmten ,raum ausfllen mssen1 damit das ,buch eine gefllige ,form erhlt4 ,zu diesem ,zwecke gibt es zwei ,wege3 entweder werden je #b und #b ,karten im ,rcken mit ,flzen aneinander gehngt und die entsprechenden ,fllflze eingelegt oder jede ,karte wird an einen ,falz angehngt1 der so oft zusammengebrochen wird1 wie ntig1 um die ,dicke der ,karte zu erreichen4 ,dieser ,weg ist der blichere1 da er beim ,heften besondere ,vorteile bietet4 ber diese ,arbeit ist noch einiges zu sagen4 ,die ,flze1 #c cm breit1 werden aus einem ,papier geschnitten1 das so dick ist als das der ,karten1 aber mglichst fest4 ,besser noch ist es1 wenn man ,papier auf ,leinwand zieht und es dann zu ,flzen verschneidet4 ,will man nach der zuerst genannten ,art arbeiten1 also mit je zwei ,karten an einem ,falz1 so bricht man die ,flze in der ,mitte der ,lnge nach zusammen1 hngt an jedes ,teil eine ,karte so an1 da der ,falz an der ,rckseite der gebrochenen ,karte klebt1 und legt einen ebenfalls zusammengebrochenen schmleren ,falz ein1 der nur so breit ist1 da er den ,raum zwischen den ,karten wohl fllt1 doch die ,karte selbst nicht mehr berhrt4 ,im anderen ,falle wird an jede ,karte rckwrts ein ,falz angehngt1 der ,falz bis an die ,karte heran einmal1 dann noch einmal zusammengebrochen1 so da er vierfach liegt1 ein ,teil aber um so viel breiter ist1 als zum ,ankleben der ,karte ntig ist1 wie die beigegebene ,figur zeigt2 bei ,a wurde die ,karte angeklebt4 ,illustration ,in allen ,fllen1 wo im ,rcken ,flze eingeklebt sind1 wo also eine ,verdoppelung des ,papieres statt hat1 mu der ganze ,falz1 soweit er eben auftrgt1 mit dem ,hammer niedergeklopft werden4 ,mit aller ,vorsicht1 ein ,schlag dicht neben den anderen gesetzt1 werden die einzelnen ,lagen -- nie strker als etwa #c mm -- auf einem ,stein oder einer eisernen ,platte gut niedergeklopft4 ,die ,bltter drfen indes nicht mehr na sein1 whrend anderseits auch ein vlliges ,austrocknen nicht erwnscht ist4 ,zweckmig ist es1 die ,tafeln lagenweise mit dazwischen gelegten ,blechen einzupressen4 ,in neuerer ,zeit hat man auch dieses ,verfahren noch vereinfacht4 ,man schneidet1 genau in der ,dicke der zu verarbeitenden ,karten oder ,tafeln1 ,streifen1 je nach der ,gre des ,formates bis #b cm breit4 ,auerdem schneidet man1 je nach der ,strke der ,tafel1 ,papier- oder ,leinwandflze von hnlicher ,farbe1 doppelt so breit als diese ,einlagestreifen1 und noch um so viel breiter1 wie fr das ,anhngen der ,karten notwendig ist4 ,der ,stoff- oder ,papierstreifen wird ganz angeschmiert1 zwei ,einlagestreifen nebeneinander in der ,mitte1 daran anstoend die ,karte aufgeklebt4 ,auf diese ,weise legen sich die ,tafeln sehr gut auf und der ,band erhlt die grte ,haltbarkeit4 ,wir haben noch einer ,art der ,behandlung des ,buches im ,rohzustande zu gedenken1 die berall1 wenn auch nicht gerade hufig vorkommt3 das ist das ,durchschieen des ,buches mit ,papier1 das zu ,bemerkungen1 ,zustzen u4 s4 w4 dienen soll4 ,zunchst ist dabei fr ein ,papier zu sorgen1 das dem des ,werkes in der ,farbe1 besonders aber in ,bezug auf das ,format mglichst nahe kommt oder das sich beim ,zerschneiden gut auf das ,format einteilen lt4 ,das ,papier wird in ,doppelbltter zerschnitten2 auerdem wird fr jede ,bogenmitte ein einzelnes ,blatt gebraucht1 das in derselben anzukleben ist4 ,sind alle ,bogen mit dem innersten ,blatt versehen1 so beginnt das ,einstecken der weien ,doppelbltter4 ,diese selbst mssen in der ,mitte zusammengebrochen und danach wieder offengelegt werden2 es kann dies in ,lagen bis zu #f ,bogen geschehen1 wobei der ,bruch mglichst scharf niederzustreichen ist4 ,nun legt man die beiden offengelegten ,lagensorten1 ,druck- und ,durchschupapier1 vor sich auf den ,tisch1 ,druck rechts1 ,papier links1 und steckt das zusammengeschlagene innerste ,blatt des ,druckbogens in ein weies ,blatt1 dieses in ein ,blatt ,druck und wechselt mit ,druck- und weiem ,papier ab1 bis man das uerste ,blatt des ,druckes auen um die ,lage schlgt4 ,je einer um den anderen ,bogen erhlt dann noch ein weies ,blatt als ueren ,umschlag1 damit auch zwischen den einzelnen ,bogen sich ,durchschubltter befinden4 ,dies ,verfahren ist dasselbe bei allen ,formaten4 ,man achte nur besonders darauf1 da man nichts durcheinander bringt1 damit der ,bogenzusammenhang nicht zerstrt oder die ,bogen selbst durcheinander geworfen werden4 ,bei dieser ,gelegenheit wollen wir nachholen1 was schon frher zu besprechen gewesen wre1 wenn wir den genauen ,geschftsgang eingehalten htten4 ,ehe die einzelnen gefalzten ,bogen eines ,buches zum ,heften gegeben werden1 hat man sich zu berzeugen1 da alle ,bogen in der richtigen ,reihenfolge zusammenliegen1 d4 h4 das ,buch wird kollationiert4 ,dem ,kollationieren voraus geht das ,zusammentragen der ,bogen1 sofern eine ,auflage oder ein ,teil einer ,auflage in rohem ,zustande1 jeder ,bogen in einer bestimmten ,anzahl1 von der ,druckerei geliefert und es dem ,buchbinder berlassen wird1 die ,bogen zu ,exemplaren zusammenzutragen4 ,das ,zusammentragen wird erst vorgenommen1 nachdem die ,bogen gefalzt und auch anderweitig zum ,heften vorbereitet sind4 ,man bildet dann ,ste von je #ej ,bogen und setzt dieselben in der ,reihenfolge der ,signatur auf einem ,tische nebeneinander4 ,das ,zusammentragen findet nun statt1 indem man an dem ,stoe mit den letzten ,bogen beginnt und mit den mittleren ,fingern der rechten ,hand den obersten ,bogen vom ,sto abzieht2 die linke ,hand nimmt denselben als untersten auf1 dann folgt der nchste 7vorletzte7 ,bogen1 bis der erste ,bogen mit dem ,titel als oberster den ,beschlu macht4 ,das fertig zusammengetragene ,buch wird nun gleichgestoen und gewhnlich sofort von einem zweiten ,arbeiter auf die ,richtigkeit der ,bogenfolge und der ,vollstndigkeit hin geprft oder1 wie der technische ,ausdruck lautet1 kollationiert4 ,zum ,zweck des ,zusammentragens hat man in greren ,werksttten einen drehbaren1 runden ,tisch1 der mittelst einer ,triebkraft bewegt wird1 und auf dem dann die ,bogen aufgeschichtet werden2 diese ,einrichtung hat sehr wesentliche ,vorteile1 da der ,arbeiter auf seinem ,platze stehen bleiben kann1 so da er weniger ermdet wird1 whrend anderseits eine grere ,anzahl ,arbeiter1 die den ,tisch umstehen1 sich an der ,arbeit beteiligen knnen4 ,beim ,kollationieren werden die zusammengetragenen ,bogen von der rechten ,hand am oberen ,rande erfat4 ,die linke ,hand lt dann1 das ,buch unten am ,rcken fassend1 ,bogen fr ,bogen unter dem ,daumen her weggleiten1 whrend das ,auge die ,reihenfolge sowie die richtige ,stellung der ,bogenzahlen 7,signaturen7 beobachtet 7,fig4 #i74 ,der ,handgriff des ,abgleitenlassens der ,bogen wird dadurch sehr erleichtert1 da man den ganzen ,pack etwas nach hinten biegt und dadurch die vorderen ,bogen in eine gewisse ,spannung bringt1 wodurch sie krftig ,bogen fr ,bogen zurckschnellen4 ,illustration3 ,fig4 #i4 ,das ,kollationieren4 ,bei aufgeschnittenen ,werken und in allen ,fllen1 wo die ,befrchtung vorliegt1 da die einzelnen ,bogen durcheinander gekommen sind1 gengt es selbstverstndlich nicht1 nur die ,bogen zu kollationieren4 ,solche ,werke mssen ,blatt fr ,blatt nach den ,seitenzahlen durchgesehen werden4 ,dies geschieht am besten mit ,hilfe einer ,nadel oder der ,spitze eines ,messers1 mit der man die ,bltter hebt1 whrend die ,fingerspitzen der linken ,hand ,blatt fr ,blatt aufgreifen4 ,das ,buch wird dabei flach auf den ,tisch und die linke ,hand mit dem ,ballen mitten darauf gelegt1 so da die ,fingerspitzen fr die ihnen zugedachte ,arbeit frei sind4 ,wir sprachen bereits oben vom ,schlagen der ungefalzten ,bogen4 ,nachdem diese zu ,exemplaren zusammengetragen sind1 wiederholt sich das ,schlagen2 es handelt sich aber um eine wesentlich genauere und strker wirkende ,arbeit4 ,zunchst mssen die ,bnde in entsprechend starke ,lagen zu etwa #bj ,bogen abgeteilt werden4 ,man zhlt die ,bogen indes nicht ab1 sondern greift den ,sto nach dem ,gefhl4 ,will man eine sehr starke ,wirkung erzielen1 was bei lteren ,druckwerken ntig ist1 so schlgt man das ,buch wiederholt durch1 indem man den zu unterst liegenden ,bogen nach jedem ,schlage obenauf legt und so oft von neuem schlgt1 bis der erste ,bogen wieder die ursprngliche ,stelle in der ,lage eingenommen hat4 ,da durch das vielfache ,umlegen der ,bogen und das ,angreifen mit den ,hnden die ,schlaglage leicht schmutzig oder unansehnlich wird1 mu auf dem ,steine eine ,unterlage1 ein krftiges ,stck ,papier1 noch besser ein sauberer ,glanzdeckel vorhanden sein4 ,dem ,buche selbst legt man oben und unten je einen ,bogen ,makulatur vor1 der das ,werk selbst vor ,schmutzflecken schtzt4 ,die ,linke hlt1 dreht und wendet das ,buch1 whrend die ,rechte den ,hammer handhabt4 ,beim ,schlagen ist noch zu beobachten1 da die ,schlge zunchst auf den ,rndern und dann nach der ,mitte zu fallen1 und zwar ist am ,rande der ,schlag strker zu fhren als in der ,mitte4 ,wird die ,mitte zu stark getroffen1 so bilden sich leicht ,falten1 die kreuz und quer nach der ,mitte zu verlaufen1 wie man dies bei alten1 auf geschpftem ,papier von ungleicher ,strke gedruckten ,werken hufig bemerkt4 ,der ,handwerksausdruck fr diesen ,fehler ist3 das ,buch schneidet ,gesichter4 ,den ,hammer fhrt man am besten1 wenn man ihn so weit hebt1 da er nahezu senkrecht ber dem ,kopf steht1 und nicht im ,bogen1 sondern senkrecht nach dem ,stein zu hinabfallen lt1 wobei die ,hand den ,hammerstiel so dreht1 da die ,bahn des ,hammerkopfes flach auf das ,papier aufschlgt4 ,es wird auf diese ,weise ein wesentlich krftigerer ,schlag bewirkt1 als durch das einfache ,niederschlagen4 ,ist das ,buch mehrere ,male gehrig geschlagen1 so stt man es wieder glatt1 was whrend des ,schlagens auch fter zu geschehen hat1 und fhlt zwischen den ,fingern der rechten ,hand den ganzen ,rand ab1 um sich zu vergewissern1 da auch alles glatt1 gleichmig und eben ist2 anderenfalls mu durch wiederholtes ,schlagen nachgeholfen werden4 ,nach dem ,schlagen wird das ,buch fest eingepret4 ,leichter ist die ,arbeit des ,walzens4 ,hier erfolgt das krftige ,zusammenpressen der ,bogen nicht mittelst des ,hammers1 sondern indem man ,lagen von #h bis #ab ,bogen zwischen den beiden ,cylindern eines ,kalanders durchgehen lt4 ,es ist zweckmig1 dabei die ,lagen vorher abzuzhlen und in der natrlichen ,reihenfolge etwas verschrnkt bereinander zu legen4 ,whrend nun der ,kalander in ,bewegung gesetzt wird1 legt ein ,arbeiter zwischen je zwei ,zinkbleche eine geradegestoene ,lage und schiebt diese zwischen die ,walzen4 ,bevor die erste ,lage die ,walze verlassen hat1 mu die zweite zum ,einschieben schon fertig sein4 ,es ist ratsam1 die ,walzlagen ein wenig schrg einzustecken1 dabei abwechselnd je eine mehr nach rechts1 die andere mehr nach links1 um womglich die ganze ,walzenlnge in ,anspruch zu nehmen4 ,wollte man die ,lagen parallel mit dem ,schnitt einsetzen1 so wrden die ,walzen nicht so glatt greifen1 als wenn sie nur eine ,ecke zu fassen haben4 ,sehr zu beachten ist bei diesem ,verfahren1 da der ,druck der ,walzen nicht zu scharf ausfllt4 ,es ist daher gut1 sobald die erste ,lage durchgezogen ist1 die ,wirkung zu prfen und die ,walzenstellung in angemessener ,weise zu regulieren4 ,namentlich ist bei frisch gedruckten ,werken grte ,vorsicht erforderlich1 weil die frische ,farbe abzieht und bei sehr scharfer ,pressung sogar das ,zusammenkleben der einzelnen ,bltter herbeifhren wrde4 ,es wird vielfach behauptet1 da ein gewalztes ,buch sich auf die ,dauer nicht so gut halte wie ein mit der ,hand geschlagenes4 ,das ist ein ,irrtum1 der darin seinen ,grund hat1 da schlecht gewalzte ,bcher allerdings weniger gut ausfallen als gut geschlagene4 ,es kommt eben alles auf die sorgliche ,benutzung der ,maschine an4 ,je besser und fester ein ,band geschlagen oder gewalzt ist1 desto dauerhafter wird er nachher sein und eine desto bessere ,form wird er erhalten und behalten4 ,gleichwohl drfen nicht alle ,werke in dieser ,weise behandelt werden4 ,bei ,bnden1 welche ,kupfer enthalten1 mssen diese vor dem ,schlagen oder ,walzen herausgelegt1 bez4 erst nach dem ,schlagen eingefgt werden4 ,bei ,werken1 die ganz frisch aus der ,druckpresse gekommen sind1 ist es ratsam1 die ,bogen mit alter ,makulatur zu durchschieen oder sie erst nachtrocknen zu lassen4 ,bisher ist nur auf gedruckte ,bcher ,rcksicht genommen worden4 ,es ist aber der ,vollstndigkeit halber erforderlich1 auch der fr ,schreibzwecke dienenden1 mit ,liniaturen und sonstigem ,vordruck versehenen ,bcher 7,handlungsbcher1 ,notizbcher etc47 zu gedenken4 ,frher war es notwendig1 die liniierten ,bogen einzeln zu falzen1 und dann in entsprechender ,anzahl zu ,lagen ineinander zu stecken4 ,heute1 wo die vervollkommneten ,druck- und ,liniiermaschinen mathematisch genaue ,formulare liefern1 kann in den meisten ,fllen lagenweise gefalzt werden4 ,ausgeschlossen sind dabei die mit sogenannten durchgehenden ,liniaturen versehenen ,bogen1 bei denen ,linie auf ,linie genau passen mu4 ,aber auch hier ist die ,arbeit eine wesentlich leichtere als frher4 ,werden die ,bogen einzeln gefalzt1 so gilt die sogenannte ,kopflinie als ,richtschnur2 die ,bogen werden zusammengeschlagen1 ,kopf auf ,kopf genau gerichtet1 und der ,bruch niedergestrichen4 ,sodann steckt man die ,bogen so ineinander1 da sie am oberen ,rande genau in einer ,flche stehen4 ,ist die ,liniatur auf halbe oder ,viertel-,bogen eingerichtet1 so wird das ,papier vorher auseinandergeschnitten4 ,es sei noch bemerkt1 da man1 wenn man gentigt ist1 die ,bogen einzeln einzustecken1 dafr sorgen mu1 da die ,bogen recht fest im ,rcken ineinander stecken1 da sonst die geheftete ,lage in ihren einzelnen ,teilen beim ,gebrauch bald lose werden wrde4 ,das beste ,mittel dagegen ist1 da man jede ,lage nach dem ,einstecken im ,rcken mit dem ,falzbein1 besser mit einem dnnen1 hlzernen ,lineal fest einklopft4 ,dazu hlt die ,linke die etwas geffnete ,lage in der hohlen ,hand1 whrend die ,rechte mit ,falzbein oder ,lineal im ,rcken klopft4 ,nachdem die ,lagen durch ,einstecken gebildet worden sind1 werden sie smtlich geradegestoen1 mit dem ,rcken an die vordere ,tischkante gelegt und jede einzeln mit dem ,falzbein im ,bruch krftig nochmals hin und her niedergestrichen1 wobei man smtliche ,lagen mit dem ,daumen der linken ,hand etwas hebt und jede einzeln abschnellen lt4 ,nach dem ,falzen wird das ,ganze einige ,zeit eingepresst4 berdrucktes oder nicht liniiertes ,schreibpapier wird in derselben ,weise behandelt1 nur richtet man sich beim ,zusammenbrechen der ,lage nach den ,rndern4 ,es erbrigt noch1 des ,falles zu gedenken1 in welchem es sich um das ,einbinden von bereits gehefteten oder um das ,umbinden von gebundenen1 schon im ,gebrauch gewesenen ,bchern handelt4 ,bei den letztgenannten mu1 nachdem die ,decke abgerissen worden1 zunchst am ,rcken der alte ,klebstoff entfernt werden1 was am besten durch berstreichen mit heiem ,wasser oder durch ,auftrag einer dichten ,lage ,kleister geschieht4 ,nachdem die ,feuchtigkeit einige ,zeit eingewirkt hat1 wird das berklebte ,papier1 ,leder oder ,stoff1 abgelst1 der ,leim so gut als mglich mit einem stumpfen ,messer abgekratzt und die ,bogen ihrem ,zusammenhange nach einzeln abgelst4 ,dies geschieht am besten1 indem man die ,fadenlagen ber den ,bnden mit dem ,messer zerschneidet2 man hat dann spter nur ntig1 die ,fden im ,inneren des ,buches zu entfernen1 um den ,bogen gut abheben zu knnen4 ,ein belstand1 der beim ,ausreien gehefteter oder gebundener ,bcher aus der ,schale sich oft einstellt1 ist das ,durchreien eines ,stiches1 wenn der ,zwirn vorher nicht entfernt wurde1 und bei der heutzutage angewendeten ,drahtheftung tritt dieser ,fehler noch hufiger als frher auf4 ,ist der durch alle ,bltter gleichzeitig und an derselben ,stelle gehende ,ri nur kurz1 so lt man1 sofern nicht ,blattteile mitweggerissen sind1 den ,schaden unbercksichtigt2 der spter eindringende ,leim hlt die ,bogenteile schon zusammen4 ,ist aber eine ,lage fast der ganzen ,lnge nach aufgerissen1 so mu eine ,vereinigung der getrennten ,bltter stattfinden4 ,man schneidet zu dem ,ende die einzelnen ,bltter im ,rcken glatt und hngt sie mit schmalen ,papierstreifchen zusammen4 ,nach dem ,trocknen werden die ,bltter im ,rcken wieder zusammengebrochen1 ihrer ,reihenfolge nach ineinander gesteckt und im ,rcken mit dem ,hammer etwas niedergeklopft4 ,ist ein ,band im ,rcken so zerstrt1 da er in fast lauter einzelne ,bltter auseinanderfllt1 so mu man die zusammengehrigen ,bltter einzeln zusammenflicken1 im ,rcken und oben gerade und winkelig schneiden und zu ,bogen formiert zusammenheften4 ,je soviel ,bltter1 als zu einem ,bogen gehren1 werden dabei im ,rcken geradegestoen und ganz knapp mit einer feinen ,nadel und feinem weien ,zwirn berwendlings umstochen4 ,die ,stiche sollen dabei nicht ber einen ,centimeter voneinander stehen4 ,dieses ,umstechen darf spter im fertigen ,buche nicht zu sehen sein und daher nur #a bis #b mm breit ins ,buch hereingreifen2 es darf auch kein einzelnes ,blatt zurckstehen4 ,die gehefteten ,lagen werden dann in derselben ,weise wie gewhnliche ,bogen behandelt4 ,fehlende ,ecken1 fehlende ,blatt- oder ,bogenteile mssen mglichst gut ergnzt werden4 ,da es mitunter schwer fllt1 zu altem passendes neueres ,papier zu finden1 so hilft man sich dadurch1 da man modernes ,papier in etwas angefrbtes ,wasser taucht1 um es in der ,farbe dem alten hnlich zu machen4 ,manche alte ,bcher sind auch durch ,wurmstich und ,wasserflecken verunstaltet und verdorben4 ,diese beim ,umbinden in einen einigermaen guten ,zustand zu bringen1 erfordert viel ,mhe und ,sorgfalt4 ,gegen den ,wurmfra ist meist keinerlei ,hilfe vorhanden und man mu sich begngen1 ,blatt fr ,blatt mit einer weichen ,brste auszubrsten1 um ,hlsen von ,insektenpuppen und anderen ,schmutz zu entfernen4 ,sind grere ,stcke von den ,wrmern zernagt1 so tritt bei dem ,versuche1 sie auszuflicken1 der belstand auf1 da die geflickten ,stellen alle bereinander zu liegen kommen1 unfrmlich auftragen und dem ,buch ein schlechtes ,aussehen geben4 ,sofern der ,wurmfra sich an den ,rndern findet1 lt sich der betreffende ,teil des ,blattes ganz abschneiden und durch einen ,ansatz ergnzen4 ,nicht viel weniger schlimm sind ,wasser- und ,rostflecken1 von denen die ,faser des ,papieres oft arg angegriffen ist4 ,ein vorzgliches ,verjngungsmittel ist in diesem ,falle das ,eintauchen in kochendes1 nicht zu schwaches ,planierwasser1 welches mit viel ,alaun und etwas weier ,seife versetzt ist4 ,dadurch erhlt das ,papier einigermaen seinen ,zusammenhalt wieder1 bleicht etwas aus und die vorhandenen ,pilzsporen werden zerstrt4 ,ist das ,papier so dunkelbraun1 da es das ,lesen des ,druckes erschwert1 so hilft ein ,bad von unterschweflichsaurem ,natron2 strker wirkt ,chlorwasser1 doch mu nach der ,chlorbleiche der ,band von neuem planiert werden4 ,von andern ,flecken1 welche nicht blo alte1 sondern auch neuere ,werke verunzieren und deshalb so gut als mglich ohne ,schdigung des ,druckes entfernt werden mssen1 sind die ,tinten- und ,fettflecke die am hufigsten vorkommenden4 ,frische ,tintenflecke entfernt man am besten und ohne ,schaden fr das ,papier durch ,abreiben mit einer durchschnittenen ,zitrone4 ,selten gengt dabei eine einmalige ,behandlung2 indess erwarte man das ,abtrocknen des ersten ,versuchs1 bevor man zu einer ,wiederholung schreitet4 ltere ,tintenflecke behandelt man mit ,kleesalz oder ,salzsure1 freilich nicht immer mit ,erfolg1 denn manche ,tintensorte lt immer eine ,spur von ,farbe zurck4 ,eine natrliche ,bleichung in der ,sonne oder eine ,chlorbleiche ist fr diesen ,fall anzuraten4 ,fettflecke werden entfernt1 indem man einen ,brei von ,benzin und angerhrter ,magnesia von beiden ,seiten auf den ,fleck aufbringt4 ,das ,benzin bindet das ,fett1 das ,magnesium nimmt dasselbe auf4 ,man vermeidet bei diesem ,verfahren den unschnen ,rand1 der sich bisweilen durch ,vertreiben der ,fettteile in die ,umgebung des ,fleckes bildet4 ,frische ,fettflecke weichen wohl auch1 wenn weiches ,lschpapier vor und hinter das betreffende ,blatt eingelegt und der ,bogen unter ein heies ,bgeleisen oder eine heie ,vergoldepresse gebracht wird4 ,das ,lschpapier saugt in diesem ,falle das ,fett auf4 ,illustration3 ,randleiste von einem arabischen ,einbande4 #d4 ,die ,herstellung des ,buchblockes4 ltere ,heftung4 -- ,alter ,hanf- und ,lederbund1 ,pergamentbund4 -- ,heftung im ,orient1 im ,abendlande mit angeheftetem ,kapital4 -- ,heftlade4 -- ,vorsatz4 -- ,einhngen4 -- ,behandlung des gehefteten ,buches4 -- ,heftmaschinen1 ,heftvorrichtungen4 -- ,runden1 ,abpressen1 ,beschneiden4 -- ,leim und ,kleister4 ,die ,grundbedingung eines guten ,buchkrpers ist eine gute ,heftung1 sie schafft den festen ,zusammenhang und ,zusammenhalt der einzelnen ,teile1 und keine sptere ,arbeit kann ,nachlssigkeiten bei der ,heftung ersetzen4 ,seit unvordenklichen ,zeiten wurden die zu einem ,buche zu gestaltenden ,bogen ihrer ,reihenfolge nach auf ,bnde geheftet1 wie schon ,s4 #c erwhnt4 ,der ,bund ist das ,mittel1 welches dazu dient1 die zusammengehefteten ,bogen mit der ,schale oder ,decke des ,buches zu verbinden4 ,er bestand anfangs aus einem ,pergamentstreifen1 der1 ber den ,rcken der vereinigten ,bogen gelegt1 mit diesen durch ,umnhung verbunden wurde4 ,die von innen durch den ,bruch gestoene ,nadel fhrte dabei den ,faden um den ,bund herum und wieder von auen nach innen durch den ,bruch des ,bogens hindurch2 bei dem folgenden ,umstich wurde der nchste ,bogen angereiht und so fort4 ,solcher ,bnde finden sich bei kleinen ,formaten zwei1 einer oben und einer unten1 bei groen ,bnden1 namentlich ,folianten1 drei1 vier und mehr4 ,die berstehenden ,enden des ,bundes wurden1 nachdem das ,buch auf diese ,weise geheftet war1 durch ,einschnitte im ,deckel durchgezogen und auerdem durch berkleben mit ,stoff oder ,papier an diesem befestigt4 ,im ,laufe des #ae4 ,jahrhunderts1 etwa seit ,erfindung der ,buchdruckerkunst1 tritt an ,stelle des ,pergamentstreifens die hanfene ,schnur1 welche sich zuerst in ,bchern deutschen ,ursprungs findet4 ,daneben kommt auch der ,lederbund vor1 und zwar von der ,zeit an1 wo das gegerbte ,schweinsleder 7,schweinspergament7 als berzug des ,deckels ,verwendung fand4 ,der ,lederbund tritt meist als ,doppelbund auf1 d4 h4 der ,lederstreifen wurde1 soweit er auf dem ,rcken des ,buchkrpers auflag1 aufgeschlitzt1 whrend die freien ,enden ganz blieben4 ,man nahm vermutlich an1 da das ,leder eine grere ,haltbarkeit habe als die ,hanfschnur4 ,da dies ein ,irrtum war1 lehrt die ,erfahrung1 der zufolge der ,lederbund sich an alten ,bchern im ,falz meist brchig erweist4 ,nur ,schweinslederbnde haben sich besser gehalten4 ,die weiteste ,verbreitung hatte der ,lederbund als einfacher ,bund in ,italien1 als ,doppelbund in ,deutschland2 dort bestand er meist aus ,kalbleder und war mittelst zweimaligen ,durchziehens am ,deckel befestigt2 hier aus ,rinds- oder ,schweinsleder und wurde mit ,holzstiften auf hlzernen ,deckeln aufgestiftet1 nachdem das ,holz an entsprechender ,stelle in ,bundbreite weggestochen war4 ,der ,doppelbund wird dann auch aus zwei vereinigten ,hanfschnren hergestellt und bleibt bis in unser ,jahrhundert hinein in bung1 whrend der ,doppellederbund kaum noch nach dem ,jahre #agjj angewendet sein drfte4 ,illustration3 ,fig4 #aj4 ,heftlade4 ,das ,handwerkszeug1 welches dazu diente und noch heute dazu dient1 die ,heftschnre aufzuspannen und die ,bogen an diese anzusetzen und zu befestigen1 heit ,heftlade4 ,ihre ,einrichtung zeigt die beigegebene ,abbildung4 7,fig4 #aj47 ,illustration3 ,schema der orientalischen ,heftung4 ,der ,gebrauch der ,heftlade ist1 wie es scheint1 im ,orient nicht bekannt gewesen4 ,denn die orientalischen ,bcher sind ohne ,bnde geheftet4 ,der ,faden zieht sich in sehr einfacher ,weise durch das ,buch1 indem er etwa im ,drittel der ,buchhhe eingestochen1 am zweiten ,drittel wieder ausgefhrt und in den nchsten ,bogen eingestochen wird4 ,in dieser ,weise windet sich der ,faden im ,zickzack durch das ganze ,buch durch4 ,spter1 wenn das ,buch beschnitten ist1 werden am oberen und unteren ,ende die ,stiche gemacht1 welche dazu dienen1 dem ,buche einen festeren ,halt zu geben4 ,von dieser ,sicherung des ,zusammenhalts an den beiden ,enden des ,rckens wird spter bei ,erwhnung des ,kapitals1 wie die obere und untere ,ziernaht genannt wird1 die ,rede sein4 ,nicht sehr verschieden davon ist die lteste ,heftung im ,abendlande1 bei welcher man das ,kapital gleich mitanstach4 ,auch hierzu bediente man sich wohl noch keiner ,heftvorrichtung4 ,wann der ,gebrauch der ,heftlade aufgekommen ist1 lt sich nicht feststellen4 ,zur ,zeit1 als man begann1 die ,buchbinderei im ,abendlande handwerksmig zu betreiben1 hat man die ,heftung wahrscheinlich auch aus freier ,hand bewirkt1 und die ,fhrung des ,fadens ist hnlich der im ,orient gebruchlichen gewesen4 ,das ,kapital wurde dabei gleichzeitig mitangeheftet4 ,man fhrte den ,faden 7krftigen ,hanfzwirn7 an einem ,ende der untersten ,lage ein1 stach ihn am ersten ,bunde wieder heraus1 fhrte ihn um diesen herum wieder nach innen1 von dort bis zum zweiten ,bunde1 wo er wieder umstochen wurde1 dann zum dritten und so fort1 bis er am anderen ,lagenende wieder herauskam4 ,der ,faden wurde dann am ,ende des ,rckens zweimal um ein ,streifchen ,leder oder rund gedrehtes ,pergament herumgeschlungen und in den nchsten ,bogen eingefhrt1 so also1 da an beiden ,enden ein kleiner umwickelter ,wulst quer ber dem ,schnitt lag4 ,dieser ,wulst1 aus dem spter das ,kapital hervorging1 hinderte das ,einreien des ,zwirns und diente den ,bogen beim ,heften als ,richtschnur4 ,nachstehende ,figur zeigt bei a den oberen und unteren ,wulst1 bei b die um die ,bnde herumgefhrte ,heftung4 ,illustration ,als man spter eine grere ,anzahl ,bnde einfhrte1 konnte das ,heften nur noch mittelst der schon erwhnten ,heftlade ausgefhrt werden1 die anfnglich wohl noch keine bewegliche1 durch ,schraubenmuttern verstellbare ,querleiste hatte und an einem kleinen ,tische befestigt war4 ,die ,art der ,heftung wurde mit dem ,aufkommen dieser ,neuerung eine andere1 was mit dem ,umstande zusammenhngt1 da man anfing1 den ,buchkrper zu beschneiden4 ,schon vor dem ,jahre #adej finden wir beschnittene ,bcher1 und schon lange vor dieser ,zeit kam man davon zurck1 das ,kapital mit anzuheften2 an der ,stelle1 wo man vorher den ,faden aus dem ,bogen fhrte1 that man dies auch spter1 doch nahm er seinen ,weg nicht ber das ,bogenende und um das ,kapitaleinlage-,streifchen herum1 sondern wurde sofort in den nchsten ,bogen eingestochen4 ,in dieser ,weise entstand der sogenannte ,fitzbund4 ,mit ,einfhrung der ,doppelbnde 7s4 oben ,s4 #cb7 wurde die ,arbeit des ,heftens noch umstndlicher4 ,die ,nadel wurde mit dem ,faden1 wie gewhnlich1 am ,fitzbunde eingefhrt zwischen den beiden ,teilen des nchsten ,doppelbundes heraus1 um den ganzen ,bund herum und wieder mitten durch den ,bund in den ,bogen und zum nchsten ,bunde1 der in derselben ,weise wie alle brigen umstochen wurde1 so da das ,schema fr die einzelne ,lage das folgende ist3 ,illustration ,die ,befestigung der ,schnre auf der ,heftlade erfolgt durch ,anhngen an die sog4 ,hefthaken1 welche durch die obere verstellbare ,leiste durchgesteckt sind2 die ,haken selbst lassen sich verschieben und mittelst eines ,gewindes hher und tiefer stellen4 ,am unteren ,teile der ,heftlade befindet sich eine bewegliche ,leiste1 welche1 um das ,dazwischenlegen der ,bnde zu ermglichen1 herausgenommen werden kann4 ,damit diese aber nicht wieder herausrutschen1 werden unten mit einer einfachen ,umschlingung die sog4 ,heftstifte befestigt1 die damit quer unter der ,leiste und dem ,lagerbrett zu liegen kommen4 ,unsere deutschen ,heftstifte werden durch eine ,schlinge einfach vorgesteckt und haben die folgende althergebrachte ,form1 whrend die englischen ,arbeiter sich eines anderen kleinen ,werkzeuges1 der ,heftklammer1 bedienen4 ,die oben angehngte ,kordel wird glatt nach unten angespannt1 die ,heftklammer wird daran geschoben1 und das unten hervorragende ,ende der ,kordel einmal darumgeschlungen1 so da der ,bund fest angezogen bleibt1 nachdem die ,vorderleiste der ,heftlade angesetzt ist4 ,illustration ,illustration ,beim ,heften liegt das ,buch links von der ,heftlade1 der ,titel nach unten2 ,bogen um ,bogen wird mit der linken ,hand abgenommen1 geffnet und so herumgelegt1 da der ,kopf des ,bogens nach links1 das untere ,ende nach rechts liegt4 ,der linke ,arm liegt dabei vllig auf der ,heftlade und bernimmt alle ,thtigkeit hinter den ,schnren und im ,inneren des ,bogens4 ,die ,rechte bleibt vor den ,schnren und behandelt den ,bogen von auen4 ,die ,bnde mssen1 bevor man zu heften anfngt1 genau gerichtet werden1 damit sie auf dem ,buchrcken spter auch da liegen1 wo sie liegen sollen2 sie mssen gleiche ,abstnde haben1 und vor allem gerade1 d4 h4 rechtwinkelig mit dem ,rcken ber demselben liegen4 ,frher machte man dies in der ,weise1 da von der ,rckenlnge oben und unten so viel abgerechnet und mit einem farbigen ,stifte vorgemerkt wurde1 wie fr das ,beschneiden ntig erachtet wurde4 ,der brige ,raum wurde1 je nach ,zahl der ,bnde1 mit dem ,zirkel in gleiche ,teile geteilt und an jedem ,teil mit ,winkel und ,rotstift ein ,strich quer ber den ,rcken gezogen1 der die ,richtung fr den ,bund angab2 etwa #a bis #a cm von dem vorgemerkten ,schnitt entfernt1 wurde der ,stich fr den ,fitzbund in derselben ,weise vorgemerkt4 ,anfangs wurde der obere und untere ,teil des ,buches -- ,kopf und ,schwanz -- genau gleich lang gemacht2 im #ag4 ,jahrhundert begann man aber des besseren ,aussehens wegen dem ,schwanz eine grere ,lnge zu geben4 ,ist die ,arbeit des ,heftens so weit fortgeschritten1 da der letzte 7d4 h4 im fertigen ,buche der erste ,bogen7 an die ,reihe kommt1 so wird das sogenannte ,vorsatz 7,vorsatzpapier7 angeheftet4 ,dies besteht aus mehreren weien oder auch farbigen ,blttern1 die einerseits mit dem ,krper des ,buches zusammenhngen1 anderseits dessen ,verbindung mit der ,decke bewerkstelligen helfen4 ,das ,vorsatzpapier kommt selbstverstndlich bei den ,handschriften des ,mittelalters nicht vor1 weil die leeren ,bltter geheftet wurden1 ehe der ,schreiber seine ,arbeit begann1 dieser also in der ,lage war1 eine beliebige ,zahl von ,blttern vorweg unbeschrieben zu lassen4 ,bei den ltesten gedruckten ,bchern finden wir vorn und hinten je #b ,doppelbltter angeheftet1 und zwar anfangs ,pergament-1 spter ,papierbltter4 ,in letzterem ,falle wurde jedoch ein etwa drei ,finger breiter ,streifen ,pergament1 mit einem schmalen ,flzchen um die ,papierlage herumgeschlagen1 als uerstes ,blatt nach auen mitgeheftet4 ,dieser stellte dann die eigentliche ,verbindung zwischen ,buch und ,decke her4 ,im #ag4 ,jahrhundert begann man in ,italien1 dann in ,frankreich und ,deutschland farbige ,papiere zum ,vorsatz zu verwenden1 so da die inneren ,flchen des ,deckels und die ihnen gegenberstehenden ,seiten farbig waren4 ,bei der ,herstellung dieses ,buntpapiers bediente man sich in ,italien meist einer in ,holz geschnittenen ,druckform4 ,in ,england und ,frankreich wandte man marmoriertes ,papier an1 whrend in ,deutschland der vom ,buchbinder selbst gefertigte sogenannte ,kleister- oder ,wolkenmarmor allgemeine ,verwendung fand1 was im brigen nicht ausschliet1 da die eine oder andere ,sorte auch einmal auer ,landes benutzt wurde4 ,spter finden wir statt #d nur noch #b ,vorsatzbltter als ,regel1 die in ,frankreich und ,england nicht mehr besonders geheftet1 sondern dem ersten ,bogen vorgeklebt werden1 whrend ,italien immer noch vorheftet1 aber1 wie auch in ,deutschland1 in der ,weise1 da das ganze ,vorsatz mit einem schmalen ,flzchen um die erste ,lage herumgelegt und mit dieser zusammengeheftet wird4 ,noch heute wird in fast allen ,buchbindereien ,deutschlands das ,vorsatz in dieser ,weise behandelt2 nur bei ganz gewhnlichen ,einbnden1 namentlich bei den in ,massen angefertigten1 begngt man sich mit einem ,vorsatzblatte4 ,das gewhnliche ,papiervorsatz wird in der ,weise hergestellt1 da man1 je nachdem das verwendete ,papier es zweckmig erscheinen lt1 entweder ein ,blatt in doppelter ,breite zusammenbricht und einen etwa #c-d ,finger breiten ,papierfalz ganz schmal daran klebt oder da man1 wenn das ,papier sich in dieser ,weise nicht gnstig einteilen lt1 die beiden ,bltter einzeln gem der ,gre des ,buches schneidet1 an dem einen einen entsprechend breiten ,flgel als ,falz stehen lt1 diesen herumbricht und das andere ,blatt hereinsteckt4 ,auf jeden ,fall wird dann ein ,flzchen nicht breiter als #c mm darangebrochen1 und zwar nach der inneren ,seite des ,vorsatzes1 whrend der ,flgelfalz auf die uere ,seite zu liegen kommt4 ,das ,blatt legt man1 mit der ,innenseite nach oben1 quer vor sich auf den ,tisch1 biegt die ,kante des ,rckens etwa #c mm mit beiden ,daumen und den ,zeigefingern etwas nach oben und lt so das sich bildende ,flzchen zwischen den ,fingern durchgleiten1 indem man mit den beiden ,hnden nach rechts und links am ,rcken entlang streicht4 ,soll ein solches ,vorsatz ,leinwandfalz haben1 so wird dieser vor das mittlere1 sogenannte fliegende ,blatt eingeklebt1 ehe das ,flzchen angebrochen wird4 ,ist buntes ,vorsatz beabsichtigt1 so mu dieses vorher eingeklebt und auf das erste fliegende ,blatt aufgepappt werden1 da das ,einkleben nachher niemals so sauber zu bewerkstelligen ist wie vorher2 auch kann man es nicht so dicht in den ,falz kleben1 da nicht noch ein schmales1 weies ,rndchen zu sehen wre4 ,eine andere ,art1 das ,vorsatz anzubringen1 die vornehmlich in ,england blich ist und den ,vorzug hat1 da dabei ,buch1 ,vorsatz und ,decke unlsbar miteinander verbunden werden1 besteht darin1 da man an den ersten und letzten ,bogen je #b ,blatt weies ,papier anklebt und auf jedes der ueren ,bltter das farbige ,vorsatzpapier aufpappt4 ,nachdem noch ein ,leinwandfalz vorgeklebt ist1 wird die ganze ,lage so knapp wie mglich 7hchstens #b mm breit7 umstochen4 ,man bedient sich hierzu einer dnnen ,nhnadel und eines weien1 dnnen1 aber sehr festen ,zwirns4 ,dieses ,umstechen geschieht mittelst der sog4 berwendlingsnaht4 ,die ,stiche sollen dabei nicht weiter als #h-aj mm1 je nach ,gre des ,buches1 voneinander entfernt sein4 ,oben und unten werden die ,fden in einfacher ,weise doppelt umschlungen4 ,sind die ersten und letzten ,bogen sehr dick1 so werden sie geteilt und vorn und hinten je zwei ,lagen daraus gebildet und beide umstochen2 auch sonst empfiehlt es sich1 den zweiten ,bogen ebenfalls zu umstechen4 ,es sei noch bemerkt1 da man in derselben ,weise ,kupfer mit dem zugehrigen ,bogen verbindet1 auch ganze ,werke1 die aus einzelnen1 nicht zu starken ,tafeln bestehen1 in dieser ,weise zu ,lagen verbindet4 ,die so vorbereiteten ,endlagen werden in der gewhnlichen ,weise geheftet1 wie wir weiterhin sehen werden4 ,in ,deutschland scheint die ,ansicht allgemein zu sein1 da man ohne ,leinwand- oder ,lederflze im ,rcken nicht auskommen knne4 ,die englischen und franzsischen ,bnde jedoch belehren uns eines besseren2 diese zeigen am fertigen ,buche ,papiervorstze ohne ,stoff- oder ,lederflze so sauber und genau1 wie dies bei unseren ,leinenflzen kaum besser sein kann4 ,dabei findet man verhltnismig selten einen ,band1 bei dem das ,papier im ,bruche geborsten ist4 ,besonders lobenswert ist an den englischen ,arbeiten die umstochene erste ,lage4 ,soll nun ,papiervorsatz ohne ,stoffeinlage verwendet werden1 so werden dieser ersten ,lage zunchst zwei ,blatt ,vorsatz vorgeklebt1 und hierauf das eine von zwei ,blttern farbigen ,papieres aufgepappt4 ,dies geschieht in der ,weise1 da ein farbiges ,doppelblatt1 mit der farbigen ,seite nach innen1 zusammengebrochen wird4 ,das uere der beiden weien ,bltter wird angeschmiert1 das farbige mit #c mm weitem ,abstand vom ,rcken daraufgelegt1 dieses gut angerieben und das ,ganze kurze ,zeit eingepret4 ,man kann diese ,art des ,vorsatzes auch dem bereits gehefteten ,buche vorkleben4 ,eine weitere ,art von ,vorstzen1 solche mit eingeklebten ,flzen1 behandeln wir weiter unten und kehren nach dieser ,unterbrechung zu der ,beschreibung des ,heftens zurck4 ,der ,hauptunterschied zwischen lterer und neuerer ,heftweise liegt darin1 da bei ersterer die ,bnde auen auf dem ,rcken erhaben liegen1 bei letzterer aber in ,sgeschnitten eingelassen sind4 ,die ,folge dieses ,umstandes ist1 da die ,bnde aus wesentlich schwcheren ,schnren bestehen1 weil sonst der ,rcken zu tief eingesgt werden mte4 ,ein fernerer ,unterschied besteht darin1 da frher der ,bund umstochen wurde1 neuerdings aber der ,faden im ,buche gerade durchgefhrt wird1 wobei er den ,bund jedesmal fat und hinter demselben her luft4 ,im brigen stimmt die ltere und neuere ,heftweise berein4 ,das ,verschlingen am ,ende eines jeden ,bogens geschieht1 indem man unter dem vorhergehenden die ,nadel durchfhrt1 ehe man zum nchsten fortschreitet4 ,die beiden ersten ,bogen werden jedoch mit einem ,knoten aneinander befestigt4 ,auerdem ist zu bemerken1 da das ,heften mit dem letzten ,bogen beginnt und nach vorn zu fortschreitet2 in ,england herrscht jedoch das umgekehrte ,verfahren4 ,ferner gilt die ,regel1 bei dem ersten ,bogen auf der rechten ,seite zu beginnen2 da1 wo wir links am ersten ,bogen herauskommen1 stechen wir in den zweiten wieder ein1 um dann rechts zu endigen und an das aus dem ersten ,bogen hervorragende ,fadenende anzuknpfen4 ,dieses ,anknpfen geschieht in sehr einfacher ,weise1 indem man mit dem ,faden eine ,schlinge bildet1 durch diese hindurch das erste ,fadenende mit ,daumen und ,zeigefinger der ,linken ergreift1 dabei mit der ,rechten die ,schlinge fest anzieht4 ,derselbe ,handgriff wird dann noch einmal gemacht1 man erhlt so den festen ,schlu1 wie er beistehend abgebildet ist 7,fig4 #aa74 ,am letzten ,bogen verwahrt man das ,ende des ,fadens1 indem man unter dem vorhergehenden ,bogen statt einemmal zweimal anschlingt4 ,mu der ,faden angeknpft werden1 so darf der ,knoten nicht auf der ,innenseite eines ,bogens zu liegen kommen1 sondern mu womglich am ,fitzbunde sich finden4 ,jedesmal1 nachdem der ,bund umstochen worden ist1 wird der ,faden krftig angezogen und dabei darauf geachtet1 da die ,bnde selbst nicht verzogen sind4 ,illustration3 ,fig4 #aa4 ,heftknoten4 ,es ist natrlich1 da durch die ,fden im ,inneren der ,bogen der ,rcken strker auftrgt als das brige4 ,das ,buch steigt1 wie der ,kunstausdruck lautet4 ,dies ist an sich kein ,fehler1 wenn nur die ,bogen fest aufeinander sitzen1 gut niedergehalten werden4 ,zu diesem ,zwecke streicht man jeden soeben gehefteten ,bogen mit der ,nadel krftig nieder4 ,sind die ,bogen sehr dnn1 so mssen sie krftiger niedergehalten werden1 zu welchem ,zwecke eine ,schere oder ein ,zirkel dienlich ist1 indem man mit diesem die ,bogen niederklopft4 brigens mu man sich hten1 hierin des ,guten zu viel zu thun4 ,illustration3 ,fig4 #ab4 ,pressknecht4 ,zum ,zweck des ,einsgens werden die zu einem ,bande gehrigen ,bogen zunchst gerade gestoen1 wobei insbesondere darauf zu achten ist1 da die ,bogen sowohl am ,rcken als am ,oberschnitt im rechten ,winkel stehen4 ,das ,buch wird dann zwischen zwei ,bretter so in die ,presse gesetzt1 da der ,rcken etwa cm hervorsteht4 ,meistens legt man den ersten und letzten ,bogen vorher beiseite1 jedenfalls aber1 wenn man ,vorstze mit angebrochenem ,flzchen verwendet4 ,sollen aber die ersten ,bogen mit dem ,vorsatz umstochen werden1 so knnen sie auch mit eingesgt sein4 ,oktavbnde erhalten auf etwa alle #c1 grere auf etwa alle #d cm ,rckenlnge einen ,bund4 ,nachdem man fr die sptere ,verzierung an ,kopf und ,schwanz 7oberem und unterem ,ende7 des ,rckens #a1 bezw4 #b cm in ,abrechnung gebracht hat1 wird je nach ,anzahl der einzusgenden ,bnde der ,rcken in gleiche ,teile geteilt1 an jedem ,teil quer ber den ,rcken und genau rechtwinkelig ,bleistiftstriche gezogen1 denen gem nun die ,sgeschnitte gemacht werden4 ,zu diesem ,zweck mu die ,presse flach liegen1 der ,rcken des ,buches nach oben4 ,die beste ,lage erhlt die ,presse vermittelst des sog4 ,preknechtes4 ,dies ist ein ,brett1 etwas lnger1 als die ,tischhhe betrgt1 das oben mit einem angeschraubten ,ansatz versehen ist1 auf welchem die ,presse ruht1 wenn man diesen ,preknecht etwas schrg als ,sttze unter die ,presse bringt 7,fig4 #ab74 ,die ,spindeln liegen dabei auf der vorderen ,tischkante4 ,als ,sge dient am zweckmigsten ein sogenannter ,fuchsschwanz1 nur drfen dessen ,zhne nicht geschrnkt sein4 ,die ,sgeschnitte fr die ,bnde sind so tief zu machen1 da diese noch gerade knapp darin ,platz finden4 ,die ,schnitte fr die ,fitzbnde1 die lediglich den ,zweck haben1 den ,faden aus dem einen ,bogen in den anderen bergehen zu lassen und den austretenden ,faden mit den vorhergehenden ,lagen zu verbinden1 sind weniger tief zu machen1 da sie nur dazu dienen1 fr leichteres ,durchstechen der ,nadel eine kleine ffnung zu schaffen4 ,auerdem kommt noch der als ,leimbund bezeichnete ,sgeschnitt1 den man nur bei ganz geringwertiger ,ware anwendet1 in ,frage4 ,es ist dies ein krftig eingesgter ,bund zwischen je zwei gehefteten1 der einen ebensolchen dadurch ersetzen mu1 da der ,leim in den ,schnitt eindringt4 ,beim ,heften selbst bleibt er unbercksichtigt4 ,auer der festen ,heftung1 wie sie oben beschrieben wurde1 kommt fr geringere ,ware das sog4 ,auf- und ,abheften zur ,anwendung4 ,nachdem der ,faden am ,fitzbunde ein- und am nchsten ausgefhrt wurde1 wird der nchste ,stich in den folgenden ,bogen1 der dritte wieder in den ersten1 der vierte in den folgenden gemacht u4 s4 f4 ,demgem liegt jeder ,faden wechselweise in zwei ,bogen4 ,der ,vollstndigkeit halber sei noch die ,broschrenheftung hier angefhrt4 ,jeder ,bogen wird hierbei nur mit einem kurzen ,stich in der ,mitte gegriffen1 in der ,weise1 da der ,faden im ,zickzack sich durch alle ,bogen hindurchwindet1 wie dies in hnlicher ,weise beim orientalischen ,einbande der ,fall ist 7s4 oben ,s4 #cb74 ,bei der alten ,heftweise konnte1 wie schon bemerkt1 nur immer ein ,band auf der ,heftlade geheftet werden4 ,bei eingesgten ,bnden heftet man deren so viele bereinander1 als der ,raum der ,heftlade gestattet1 da sich spter die einzelnen ,bnde auf den ,schnren auseinander ziehen lassen4 ,ehe man die ,bnde zum ,heften aufspannt1 berechnet man die ,zahl der ,bnde1 welche die ,heftlade aufnehmen kann1 und richtet danach die ,lnge der ,heftschnre ein4 ,um die erste und letzte ,lage beim ,heften mit dem ,vorsatze zu verbinden1 werden beide ,teile entweder umstochen1 wie ,seite #cf angegeben ist1 oder es wird an das ,vorsatzpapier ein ,flzchen angebrochen4 ,in diesem ,falle wird das ,vorsatz den ,endbogen so vorgelegt1 da das schmale1 angebrochene ,flzchen nach innen zu um den ,bogen herumgreift4 ,wrde man nun bei dieser ,art der ,verbindung von ,bogen und ,vorsatz die ,lage so anheften1 da man dicht am ,bunde heraussticht und nach dem ,umstechen des ,bundes den ,faden wieder in den ,bogen eintreten lt1 so wrden die ,stichlcher sehr gro und breit werden4 ,wir knnen an ,bnden aus dem ,anfange unseres ,jahrhunderts diese unangenehme ,eigenschaft beobachten1 denn damals wurde1 wie angegeben1 verfahren4 ,man vermeidet den belstand jetzt1 indem man in der ,vorsatzlage den ,faden etwa #c mm vor und hinter dem ,bunde ein- oder ausfhrt4 ,dabei sticht man den ,bogen mit dem ,vorsatz nicht genau in der ,mitte des ,bruches an1 sondern ganz wenig nach dem ,flzchen zu seitlich1 so da man beim ffnen des ersten ,blattes den ,stich selbst nicht mehr zu sehen bekommt2 man nennt dies ,abstechen4 ,wenn die ,heftlade ihre ,dienste geleistet hat1 werden die gehefteten ,ste herausgenommen und in die einzelnen ,bnde auseinander gezogen4 ,beim ,auseinanderziehen legt man den ,bchersto mit dem ,rcken nach oben auf den ,tisch und zieht die einzelnen ,bnde so weit von einander1 da fr jeden entsprechend lange ,bnde verbleiben2 die ,schere trennt dann die einzelnen ,bnde voneinander4 ,jeder ,bund soll auf jeder ,seite des ,buches bei geringen ,arbeiten nicht unter #c cm1 bei guten ,halbfranz- oder ,lederbnden nicht unter #h cm vorstehen4 ,die ,bnde werden nun aufgedreht1 damit die ,fden lose werden4 ,lange ,bnde dreht man mit den ,fingern auf und hilft mit einem spitzen ,gegenstande1 etwa einer ,ahle1 nach2 die ntige ,breite erhalten die ,bundenden zuletzt durch ,aufschaben mit einem ,messerrcken4 ,krzere ,bnde schabt man gleich mit dem ,messer ber ein sog4 ,aufschabebrettchen 7von ,holz oder ,blech7 mglichst fein auseinander4 ,die geschabten oder aufgedrehten ,bnde werden thunlichst glatt auf die ,seiten des ,buches herbergelegt1 damit sie keine ,erhhungen bilden4 ,um die schmalen ,flzchen an den ,vorstzen1 welche um den ,endbogen geheftet sind1 einzukleben1 legt man das ,buch mit dem ,rcken an die ,tischkante1 schlgt den ersten ,bogen zurck1 gibt dem nun freistehenden ,flzchen mit dem ,finger von beiden ,seiten ,kleister1 schlgt den ,bogen wieder zu1 richtet denselben am ,rcken so1 da er ein wenig vorsteht1 whrend der ,bogen im ,inneren mit den anderen gleich stehen mu1 und streicht mit einem ,falzbein das ,ganze nieder4 ,wrde man die ,lage ohne den kleinen ,spielraum ankleben1 so wrden sich die ersten ,bltter des gebundenen ,buches nicht gut aufschlagen4 ,anders ist es bei den ,vorstzen1 welche mit dem ,endbogen umstochen sind4 ,diese werden in derselben ,weise zurckgeschlagen und auf dem ,buche selbst ein ,blatt ,makulatur vorgelegt1 so da noch ein ,rand von etwa #c mm frei bleibt4 ,dieser ,rand wird mit ,kleister angeschmiert1 der ,bogen zugeschlagen1 am ,rcken genau geradegerichtet und mit dem ,falzbein angerieben1 wie vorhin4 ,der ,buchkrper1 an dem alle ,bnde scharf angezogen und ber den ,falz glatt herbergestrichen werden mssen1 wird nun zum ,leimen des ,rckens platt auf ein hierzu bestimmtes ,brett1 das ,leimbrett1 gelegt1 obenauf kommt ein schmleres ,brett1 besser ein eisernes ,lineal4 ,buch1 ,leimbrett und ,leimlineal werden gleichgerichtet und der ,rcken mit nicht sehr starkem1 aber mglichst heiem ,leim berstrichen4 ,damit der ,leim ein wenig zwischen die einzelnen ,bogen eindringt und auf dem ,rcken keine merkliche ,schicht bildet1 wird er mit der ,spitze eines ,hammers eingerieben1 und dann mit dem gut ausgestrichenen ,pinsel mglichst viel von der auen auf dem ,rcken sitzenden ,masse wieder abgenommen4 ,illustration3 ,fig4 #ac4 ,drahtheftmaschine von ,preue ,co4 in ,leipzig4 ,man kann in dieser ,weise auch mehrere ,bnde zu gleicher ,zeit leimen4 ,dieselben werden nach dem ,leimen aber sofort wieder getrennt1 wie denn berhaupt jeder ,band nach dem ,leimen mit dem ,rcken freiliegend trocknen mu4 ,zu dem ,ende legt man die ,bnde verschrnkt bereinander1 nachdem sie nochmals genau auf ihre gerade ,richtung geprft worden sind4 ,die ,rcken werden dabei nach auen gewendet1 so da sie rechts und links nach auen ber die vorhergehenden vorstehen4 ,wenn einzelne ,bnde beim ,leimen verschoben werden1 so entstehen ,fehler1 die nur schwer zu verbessern sind2 fast immer wird ein solches ,buch schief beschnitten sein4 ,wie schon frher 7,s4 #da7 erwhnt1 hat man in neuerer ,zeit versucht1 die ,arbeit des ,heftens durch ,maschinen besorgen zu lassen4 ,die ,drahtheftmaschine ist jetzt allgemein im ,gebrauch1 aber nur fr die ,massenproduktion bei ,broschren und ganz geringen ,einbnden anwendbar4 ,ihre ,einrichtung zeigt ,fig4 #ac4 ,die ,fadenheftmaschinen1 deren verschiedene in den ,verkehr gebracht worden sind1 haben sich nicht bewhrt4 ,es gibt indes auch ,fadenheftvorrichtungen1 die sich fr den ,kleinbetrieb eignen4 ,eine solche1 von dem ,buchbinder ,schrder in ,oppeln erfunden1 bietet manche ,vorteile1 leidet aber an dem belstande1 da der ,bund erst nachtrglich eingezogen werden kann1 die ,sgeschnitte daher sehr weit sein mssen und infolgedessen mehr ,leim1 als gut ist1 in den ,buchrcken eindringt2 eine andere ,maschine derart ist erst ganz krzlich von dem ,buchbinder ,carl ,grundig in ,grlitz zum ,patent angemeldet und der vorigen sehr hnlich4 ,auch fr die ,arbeit des ,einsgens gibt es in groen ,buchbindereien maschinelle ,vorrichtungen1 deren ,beschreibung wir uns ebenfalls ersparen knnen4 ,die nchste ,behandlung1 der der ,buchkrper1 wenn es sich um einen ,halbfranzband oder einen anderen besseren ,einband handelt1 unterworfen wird1 ist die ,rundung des ,rckens4 ,ehe diese vorgenommen wird1 mu der ,rcken trocken geworden sein2 er darf sich nicht mehr klebrig anfhlen1 aber auch noch nicht alle ,feuchtigkeit verloren haben1 damit die ,lagen beim ,runden nicht voneinander brechen4 ,im ,notfalle mu der ,rcken mit einem ,schwamme wieder etwas gefeuchtet werden4 ,zum ,rundklopfen des ,buchrckens bedient man sich eines ,hammers4 ,man legt dabei den ,band quer vor sich1 den ,vorderrand nach dem ,krper zu gerichtet1 und klopft vorsichtig den ,rcken herber1 whrend der ,daumen der linken ,hand sich gegen den ,vorderschnitt stemmt und die brigen ,finger den oberen ,teil des ,rckens seitwrts herberzerren4 ,man mu sich dabei hten1 den ,falz des ,buches zu stark mitzunehmen und den ,rcken strker zu klopfen1 als gerade notwendig ist4 ,ist die eine ,seite des ,rckens gengend rund1 so wird das ,buch gewendet und von der anderen ,seite in derselben ,weise behandelt4 ,das ,wenden geschieht so oft1 wie zur ,erreichung einer guten ,rundung erforderlich ist1 und dies ist der ,fall1 wenn die ,rundung etwa dem dritten ,teile eines ,kreisbogens entspricht1 dabei aber1 und das ist die ,hauptsache1 weder ,buckel noch ,ecken zeigt und oben wie unten ganz gleichfrmig ist4 ,hat der ,band die richtige ,form erlangt1 so wird er zwischen zwei ,brettern in die ,presse gesetzt2 die ,bretter stehen so weit vom ,rcken ab1 da ein schmaler1 hinten wie vorn ganz gleichbreiter ,falz entsteht4 ,die ,breite dieses ,falzes richtet sich nach ,gre und ,dicke des ,buches1 oder1 richtiger gesagt1 nach der ,strke der zur ,verwendung kommenden ,deckel1 die ja von der ,buchgre abhngt4 ,der ,falz darf eher etwas kleiner1 als notwendig1 sein1 nie grer1 da sonst das ,buch plump ausfllt und weniger haltbar wird4 ,illustration3 ,fig4 #ad u4 #ae4 ,prfen und ,nachrichten abgepresster ,bcher4 ,diese ,arbeit heit das ,abpressen des ,buches1 und durch ihre sorgfltige ,ausfhrung ist die ,gte und ,dauerhaftigkeit des ,einbandes hauptschlich bedingt4 ,zu gutem ,abpressen gehrt #a4 da die beiden ,endbogen am ,vorderschnitt genau parallel und in gleicher ,hhe stehen1 #b4 da die ,prebretter am ,rcken an beiden ,seiten in genau gleicher ,hhe stehen1 #c4 da der ,oberschnitt am ,rcken sowohl wie vorn mit den ,seiten rechtwinkelig steht1 #d4 da die ,rundung des ,buches oben wie unten die gleiche ist4 ,um sich zu berzeugen1 da ein ,band zum ,abpressen gut eingestellt ist1 wird die ,presse mit beiden ,balkenenden auf den ,tisch gestellt1 etwas gegen den ,arbeiter zu geneigt und von diesem ber die ,rckenflchen hin verglichen und geprft4 7,fig4 #ad47 ,dann richtet man die ,presse auf und prft die winkelige ,lage der ,oberschnitte1 indem man das ,auge in deren ,hhe bringt und -- gewissermaen zielend -- jedes einzelne ,buch auf seine ,lage prft 7,fig4 #ae47 ,bei jedem ,geradercken hat man dann wieder zu prfen1 ob die anderen ,bnde nicht etwa verschoben wurden4 ,das ,abpressen der ,bnde hat nicht allein den ,zweck1 die ,rundung des ,rckens zu sichern1 sondern auch1 wie bereits oben bemerkt1 den ,raum fr den anzusetzenden ,deckel zu schaffen4 ,dazu dient der sog4 ,falz1 d4 h4 die an beiden ,lngsseiten des ,rckens durch das ,herberbiegen des letzteren entstehende ,kante4 ,um den ,falz in der erwnschten ,schrfe herberzutreiben1 bedient man sich wieder des ,hammers1 mit dessen spitzer ,schlagflche die ueren ,lagen seitlich ber die ,kanten der ,prebretter hinausgetrieben werden4 ,die ,schlge sind dabei parallel der ,rckenrichtung zu fhren1 da sich die ,bogen sonst stauchen und in dem ,buche ,quetschfalten entstehen wrden1 die man nicht wieder beseitigen kann4 ,es handelt sich bei diesem ,vornehmen nur um die ersten1 bez4 die letzten #e bis #f ,bogen1 da die mittleren von selbst folgen und deshalb nicht geklopft zu werden brauchen4 ,man macht das ,papier fgsamer1 wenn man den ,rcken1 bevor man ihn mit dem ,hammer behandelt1 etwas einkleistert2 dadurch weicht der ,leim auf1 die ,bogen geben besser nach1 platzen nicht voneinander1 und die etwa entstehenden ,lcken werden sofort wieder mit ,klebstoff ausgefllt4 ,zum schrferen ,herbertreiben des ,falzes bedient man sich auch wohl besonders zugerichteter ,bretter1 die auf der hohen ,kante mit einer in der ,mitte ausgekehlten ,eisenschiene versehen sind1 so da die ,flze sich strker1 als im rechten ,winkel herberlegen mssen4 ,in ,england und ,frankreich wird jedes ,buch einzeln abgepresst1 und zwar ohne vorheriges ,einkleistern2 haben ,rcken und ,falz ihre ,form erhalten1 so kommt das ,buch sofort mit anderen in eine ,presse zwischen ,bretter1 und der ,rcken wird dann erst eingekleistert und mit der ,spitze des ,hammers abgerieben4 ,in ,england reibt man den ,rcken auch wohl mit einem ausgehhlten ,stck ,buchsbaumholz ab1 um die ,rundung recht glatt und gleichmig zu machen4 ,eine hnliche ,vorrichtung findet sich bei uns noch in dem sog4 ,cachiereisen1 einem kurzen1 nach beiden ,seiten breit abgeflachten ,eisen1 dessen eine ,seite in der ,form des ,buchrckens ausgerundet ist und zum ,abreiben dient1 dessen anderes ,ende dagegen gerade und mit stumpfen ,zhnen versehen ist1 mit denen man den ,falz herberklopft 7,fig4 #af74 ,dies ,werkzeug kann in der ,hand eines ungeschickten ,arbeiters fr den ,einband leicht verhngnisvoll werden1 da mit demselben sehr leicht der ,zwirn zerstrt und ,lcher und ,falten in das ,buch geschlagen werden knnen4 ,illustration3 ,fig4 #af4 ,cachiereisen4 ,die abgepressten ,bnde werden zu ,sten vereinigt1 wieder eingepresst und dann in der bereits angefhrten ,weise gekleistert und abgerieben4 ,illustration3 ,fig4 #ag4 ,scharf abgepresstes ,buch4 ,illustration3 ,fig4 #ah4 ,buch1 fr ,pappband abgepresst4 ,etwas abweichend ist das ,verfahren des ,abpressens bei ,halbleinwandbnden1 die namentlich fr ,schulbcher der ,billigkeit halber verwendet werden4 ,die ,art der ,verbindung des ,buchkrpers mit der ,decke1 von der spter die ,rede sein wird1 macht das scharfe ,hinbertreiben der seitlichen ,rckenteile berflssig und nicht einmal wnschenswert4 ,der ,rcken wird deshalb nicht mit dem ,hammer bearbeitet sondern nur so weit gerundet1 als dies durch das ,abpressen sich von selbst ergibt 7,vergl4 ,fig4 #ag u4 #ah74 ,fr den ,grobetrieb empfiehlt es sich1 sowohl zum ,runden des ,rckens wie zum ,abpressen sich der ,maschinen zu bedienen1 die zu diesem ,zwecke in ,leipzig und an anderen ,orten gebaut werden4 7,fig4 #ai u4 #bj47 ,seine fernere ,zurichtung erhlt der ,buchkrper nun durch das ,beschneiden1 sofern nicht etwa die rauhen ,rnder stehen bleiben sollen1 wie es von manchem ,bcherliebhaber1 der auf breite ,rnder hlt1 beliebt wird4 ,in manchen privaten ,bibliotheken1 namentlich in ,england1 findet man die ,bnde nur oben mit einem ,goldschnitt versehen1 whrend seitwrts und unten die ,rnder unbeschnitten sind4 ,die ursprnglich allgemein bliche1 am nchsten liegende ,art des ,beschneidens geschah mittelst ,messer und ,lineal4 ,indes kam schon im #ae4 ,jahrhundert der ,buchbinderhobel in ,gebrauch in der ,form des sog4 ,scheibenhobels4 ,bei diesem besteht das ,messer aus einer runden1 ringsherum geschliffenen1 #h cm im ,durchmesser haltenden ,scheibe1 die den ,vorteil bietet1 da man durch ,drehung eine stumpf gewordene ,stelle durch eine scharfe ersetzen kann4 ,zweckmiger ist der in dem laufenden ,jahrhundert in ,gebrauch gekommene ,zungenhobel1 der seinen ,namen von der zungenfrmigen ,gestalt der einseitig spitzgeschliffenen1 #a-b cm breiten ,klinge hat1 weil er ein rasches ,wechseln der ,klinge1 wenn diese stumpf geworden ist1 ermglicht4 ,illustration3 ,fig4 #ai4 ,rckenrundemaschine von ,fomm in ,leipzig4 ,illustration3 ,fig4 #bj4 ,abpressmaschine von ,chr4 ,mansfeld in ,leipzig4 ,die ,einrichtung des ,hobels und seine ,handhabung wird aus der beigegebenen ,abbildung 7,fig4 #ba7 zur ,genge ersichtlich4 ,an dem unteren ,pressbalken ist eine ,schiene angebracht1 an welcher der hintere ,backen des ,hobels hergleitet4 ,der ,vorderbacken trgt die ,zunge und wird mittelst eines ,schraubengewindes whrend des ,hin- und ,herfahrens langsam gegen den ,hinterbacken hin bewegt1 so da das ,messer immer tiefer in die ,papierlage einschneidet1 whrend die abgeschnittenen ,spne unten herausfallen4 ,jedes gerundete ,buch1 mu vor dem ,beschneiden aufgebunden und wieder gerade gerichtet werden4 ,man schlingt deshalb ein breites ,band etwa #b cm vom ,rcken entfernt fest um das ,buch herum1 und stt dieses am ,rcken wieder gerade4 ,an den ,bnden mu man dabei durch ,zurckziehen derselben1 sowie durch ,klopfen mit dem ,hammer auf die ,mitte des aufgestellten ,buchrckens nachhelfen1 bis der ,band am ,vorderschnitt wie am ,rcken vllig gerade geworden ist4 ,ist dies der ,fall1 so wird das aufgebundene ,buch zwischen die ,pressbalken gebracht und geradegerichtet4 ,illustration3 ,fig4 #ba4 ,beschneiden des ,buches4 ,illustration3 ,fig4 #bb4 ,einsetzen des ,buches mit dem ,sattel4 ,am ,vorderschnitt wird nun ermessen1 wie weit man mit dem ,abschneiden gehen will4 ,selbstverstndlich nimmt man1 um die ,rnder so breit wie mglich zu lassen1 nur so viel ab1 wie eben erforderlich ist1 um alle ,bltter mit dem ,messer zu treffen4 ,das abzuschneidende ,stck wird mit dem ,zirkel genau abgestochen und die ,schnittseite genau abgerichtet4 ,statt des ,zirkels benutzt man auch ein sog4 ,punktiereisen4 ,dasselbe1 aus einer schmalen1 mit stellbarem ,stift versehenen ,eisenschiene bestehend1 ist jedoch nur noch wenig im ,gebrauch4 ,zu demselben ,zweck dient auch der sog4 ,sattel1 dessen ,einrichtung aus der beigefgten ,abbildung 7,fig4 #bb7 ersichtlich ist und der1 wie folgt1 verwendet wird4 ,das zuerst abgestochene1 d4 h4 abgezirkelte ,buch wird eingesetzt1 die ,presse festgedreht und auf der ,rckseite der ,sattel auf dem ,rcken des ,buches eingestellt und festgeschraubt4 ,man hat dann nur ntig1 je einmal oben und unten am ,rcken den ,sattel aufzusetzen und das ,buch gegen denselben anzustoen1 um ohne jedesmaliges ,abstechen smtliche ,bnde genau in derselben ,breite zu beschneiden4 ,auerdem aber zeigt der ,sattel noch1 ob das ,buch winkelig oder etwa nach einer ,seite schrg verschoben ist4 ,diese ,arbeit wird mit ,absatteln bezeichnet4 ,der ,hobel wird gegenwrtig1 in ,deutschland wenigstens1 nur noch beim ,kleinbetriebe gebraucht4 ,der ,grobetrieb bedient sich dagegen der ,beschneidemaschine1 die eine hnliche1 als ,sattel bezeichnete ,vorrichtung hat4 ,derselbe wird dabei mittelst einer ,kurbel eingestellt1 der ,pressbalken alsdann niedergelassen und das ,messer entweder mittelst einer ,hebelvorrichtung oder auch mittelst eines ,schwungrades in ,bewegung gesetzt4 7,fig4 #bc u4 #bd47 ,illustration3 ,fig4 #bc4 ,beschneidemaschine mit ,hebelwerk von ,dietz ,listing in ,leipzig4 ,neuerdings sind an den ,beschneidemaschinen noch ,vorrichtungen angebracht worden1 die das selbstthtige ,ausrcken und die selbstthtige ,pressung bewirken1 mit ,ma am ,sattel u4 s4 w4 ,jeder ,fabrikant sucht darin ,neues zu leisten und die ,konkurrenz zu berbieten2 doch erhhen die ,zugaben den ,wert des ,werkzeuges nur wenig1 verteuern es aber um so mehr4 ,illustration3 ,fig4 #bd4 ,beschneidemaschine mit ,schwungrad von ,dietz ,listing in ,leipzig4 ,um den ,band oben und unten zu beschneiden1 wird derselbe mit dem ,falz an die ,kante eines ,brettes angeschoben1 zum ,schutze des oberen ,falzes aber ein genau rechtwinkeliges1 krftiges ,stck ,pappe aufgelegt1 und zwar so1 da es genau mit der ,stelle abgleicht1 an welcher der ,rand abzuschneiden ist4 ,es ist ,gebrauch1 den ,unterschnitt vor dem ,oberschnitt zu machen1 und es gengt beim ,maschinenschnitt1 den oberen ,rand am ,sattel anzustoen und diesen auf die ,buchhhe einzustellen4 ,auch kann die obere ,pappe zum ,schutze des ,falzes an den ,pressbalken angeklebt1 oder eine hnliche ,vorrichtung angeschraubt oder mittelst ,federn angeklemmt werden4 ,dieses ,anstoen am ,sattel ist jedoch nur dann thunlich1 wenn es sich entweder um ein ,buch mit gefalzten ,bogen handelt1 oder um einen ,band1 der oben zuverlssig rechtwinkelig abgeschnitten wurde4 ,anderenfalls mu erst der rechte ,winkel genau vorgezeichnet werden4 ,dieses kann geschehen an einem vorgelegten ,winkel her mit ,bleistift4 ,ein einfacheres ,verfahren ist es1 wenn man das erste ,blatt des ,buches in der ,mitte leicht zusammenbiegt1 den ,vorderrand mit dem ,falz geraderichtet und in der ,nhe des ,rckens mit dem ,messer da einen ,einstich macht1 wo das ,schneidemesser einsetzen soll2 legt man das ,blatt wieder flach1 so hat man am ,rcken und am ,vorderschnitt je eine ,marke2 eine dieselben verbindende ,linie mu mit dem ,rcken und dem ,vorderschnitt im genauen rechten ,winkel stehen1 vorausgesetzt1 da diese selbst genau parallel sind4 ,diesen ,marken nach wird das ,buch eingesetzt und beschnitten4 ,der ,oberschnitt wird in der ,maschine in allen ,fllen angestoen1 da er dem unteren parallel werden mu4 ,beim ,beschneiden mit dem ,hobel ist das ,verfahren dasselbe1 nur fllt das ,anstoen am ,sattel fort1 und das genaue ,abrichten des ,buches mu gengen4 ,erleichtert wird hier das ,einsetzen noch durch das ,auflegen einer genau winkelig geschnittenen ,pappe1 insbesondere wenn auf diese ,auflegepappe eine zweite so aufgeleimt ist1 da dieselbe hinter dem ,pressbalken an diesen anstt4 ,man hat dann nur ntig1 ,unterlagsbrett1 ,buch und ,auflegepappe so einzusetzen1 da die letztere von hinten mit dem ,absatz gegen den oberen ,pressbalken anstt4 ,zur ,herstellung glatter und guter ,schnittflchen sind scharfe ,schneidemesser die erste ,vorbedingung4 ,neuerdings werden in ,fachzeitschriften alle mglichen ,vorrichtungen angepriesen1 welche das ,einreien an ,kapital und ,vorderschnitt verhindern sollen4 ,sie leisten vielleicht1 was man erwartet1 sind aber meist berflssig1 wenn nur das ,werkzeug gehrig scharf1 der ,rcken nicht berrundet und der ,falz nicht allzugro ist4 ,in bezug auf besondere ,flle ist noch einiges ber das ,beschneiden zu bemerken4 ,es kommt hufig vor1 da ,tafeln1 ,karten1 ,flze1 ,photographien im ,buche selbst ,lcken verursachen1 die beim ,beschneiden ,unannehmlichkeiten im ,gefolge haben knnen1 da das beste ,messer da einreien kann1 wo das zu ,beschneidende nicht unter ,druck steht4 ,es ist deshalb notwendig1 solche ,stellen durch ,einlagen von ,karton oder ,makulatur auszufllen2 diese ,einlagen mssen vor dem ,beschneiden eingelegt und erforderlichen ,falles leicht befestigt werden1 damit sie whrend der ganzen ,arbeit des ,bindens im ,buche bleiben2 spter werden sie selbstverstndlich herausgenommen4 ,illustration3 ,fig4 #be4 ,schmalschneidevorrichtung von ,leo in ,stuttgart4 ,in jeder ,buchbinderei kommt es vor1 da ,karten oder schmale ,streifen geschnitten werden mssen4 ,geschieht dies mit der ,hand am ,lineal mit dem ,messer1 so werden auf dem obersten ,bogen alle ,schnitte ausgezirkelt und in hchstens #h mm dicken ,sten geschnitten1 wobei man darauf zu achten hat1 da die ,messerfhrung stets eine ganz senkrechte ist4 ,ist eine ,maschine zur ,verfgung1 so drfen die ,ste wesentlich dicker sein2 doch wird bei sehr schmalen ,streifen 7weniger breit als der ,prebalken7 das ,abrichten mit dem ,sattel seine ,schwierigkeiten haben4 ,um diese zu heben1 dient eine von der ,firma ,leo in ,stuttgart in den ,handel gebrachte ,vorrichtung zum ,schmalschneiden4 ,mehrere bewegliche ,platten geben die ,parallele an1 und da dieselben durch ,federn stets wieder nach oben gedrckt werden1 dagegen auch jedem ,druck der ,presse nachgeben1 so knnen schmale ,ste jeder ,breite parallel am ,sattel angestoen werden1 wenn diese ,vorrichtung zwischen diesen und das ,papier eingelegt wird 7,fig4 #be74 99 99 99 99 99 ,zum ,gelingen eines guten ,einbandes tragen wesentlich gut bereitete ,klebstoffe1 ,leim und ,kleister1 bei4 ,der beste ,leim ist der als ,klner ,leim in den ,handel kommende2 da er am ausgiebigsten ist1 ist er auch der billigste -- trotz seines hheren ,preises4 ,die ,leimtafeln werden in so viel ,wasser eingeweicht1 da sie damit vllig bedeckt sind4 ,nach vierundzwanzig ,stunden wird der aufgeweichte1 gallertartige ,stoff bei miger ,wrme1 am besten im ,wasserbade unter fortwhrendem ,umrhren zerlassen1 nicht aber gekocht4 ,gekochter ,leim hat den besten ,teil seines ,klebstoffes eingebt4 ,guter ,leim soll geruch- und geschmacklos sein2 minderwertige ,leime werden gesalzen1 um sie haltbarer zu machen4 belriechende ,leime sind aus verdorbenem oder unreinem ,rohstoff hergestellt4 ,vor dem ,zergehenlassen kann man einen ,teil des ,wassers abgieen1 wenn ein sehr krftiger ,leim erzeugt werden soll1 jedoch nicht zu viel1 da der ,klebstoff allmhlich nachdickt und das ,wasser verdunstet4 ,whrend des ,gebrauchs hlt man den ,leim am besten in einem ,gef1 das durch den ,wasserdampf eines zweiten1 darunter befindlichen hei erhalten wird4 ,die hier 7,fig4 #bf7 abgebildete ,wrmvorrichtung hat noch den ,vorteil1 da in deren unterem ,teile ,platz ist zur ,erwrmung von ,vergoldewerkzeugen1 ,streicheisen oder ,glttkolben1 deren ,gebrauch wir spter kennen lernen werden4 ,illustration3 ,fig4 #bf4 ,leimkessel mit ,petroleumheizung von ,wilhelm ,leo in ,stuttgart4 ,der ,kleister1 zu dem nur die beste ,weizenstrke verwendet werden sollte1 wird ebenfalls nicht gekocht1 sondern mit siedend heiem ,wasser angebrht4 ,die ,strke1 mit etwas kaltem ,wasser besprengt1 zerfllt rasch und lt sich dann zu einem honigdicken ,brei verrhren4 ,im ,winter soll das ,gef etwas erwrmt1 das ,wasser zum ersten ,anrhren lauwarm sein4 ,auf ein ,teil ,strke nimmt man etwa fnf ,teile siedendes ,wasser fr krftigen1 bis zu zehn ,teile fr schwachen ,kleister4 ,das ,wasser wird unter tchtigem ,rhren erst langsam1 gegen ,ende rasch zugegossen1 damit die ,umwandlung in ,klebstoff recht gleichmig vor sich gehe und ,knoten vermieden werden4 ,ist so lange gerhrt worden1 bis das ,ganze eine gleichmige ,masse bildet1 so setzt man auf jedes halbe ,pfund ,strke etwa einen ,theelffel voll gewhnliches ,terpentin zu4 ,dieser ,zusatz erhlt den ,klebstoff schimmelfrei und schtzt die ,bcher einigermaen vor ,wurmfra1 da die ,milben den so zubereiteten ,kleister scheuen4 ,zur ,aufbewahrung whrend des ,gebrauchs dient eine glasierte ,schssel von ,steingut1 der ,haltbarkeit wegen besser noch ein emaillierter eiserner ,napf4 ,die oben genannte ,fabrik bringt auch ,kleistertpfe in den ,handel1 die in der ,mitte eine ,vorrichtung zum ,abstreichen und zum ,auflegen des ,kleisterpinsels haben4 ,die ,pinsel fr ,kleister drfen nicht mit einer ,eisenblechhlse1 einem ,eisenring oder ,eisendraht versehen sein1 da das ,eisen leicht rostet und der ,rost auf weiem ,papier gelbe1 auf ,leder schwarze ,flecke erzeugt4 ,bei ,leimpinseln ist die eiserne ,hlse unbedenklich1 weil der ,leim nicht ansuert und keine ,rostbildung veranlat4 ,illustration3 ,fig4 #bg4 ,zierschnitt1 farbig ausgemalt1 von einer ,klnischen ,bibel1 #ag4 ,jahrh4 ,,zweiter ,,abschnitt4 ,der ,buchschnitt und die weitere ,bearbeitung bis zur usseren ,verzierung4 #a4 ,der ,buchschnitt und seine ,verzierung4 lteste ,schnitte4 -- ,neuere ,schnitte4 -- ,sprengschnitte1 ,kleisterschnitte1 ,farbschnitte4 -- ,marmorschnitte4 -- ,der ,goldschnitt4 -- ,doppelschnitte4 -- ,verzierte ,goldschnitte1 ziselierte und bemalte ,schnitte4 -- ,das ,kapital4 -- lteste ,kapitale1 neuere ,kapitale1 unser jetziges ,kapital1 orientalisches ,kapital4 ,von gewhnlichen ,schulbchern geringen ,umfangs abgesehen1 wird bei fast allen ,bchern der ,schnitt ringsum gefrbt oder vergoldet1 da weier ,schnitt leicht schmutzt4 ,die frhesten ,schnitte an gebundenen ,bchern sind einfarbig1 meist zinnoberrot oder auch gelb4 ,der ,goldschnitt kommt zuerst im #af4 ,jahrhundert auf1 in der ,regel schon als ,zierschnitt1 d4 h4 die vergoldete ,flche wurde unter ,anwendung der ,punze mit einem meist linearen ,ornament versehen4 ,man begngte sich indes nicht immer mit dieser einfachen ,ornamentierung1 sondern nahm auch die ,farbe zu ,hilfe1 schabte die farbig zu behandelnden ,stellen aus und malte mit dem ,pinsel die ,verzierung hinein4 ,diese ,behandlung der ,schnittflche steigerte sich bei besonders kostbaren1 bez4 zum ,gottesdienst bestimmten ,werken nicht selten bis zu den herrlichsten ,kunstleistungen1 mit denen der berufsmige ,maler dem ,buchbinder ebenso zu ,hilfe kam1 wie anderseits der ,goldschmied bei der ,verzierung des ,deckels mit dem ,silberbeschlag4 ,illustration3 ,fig4 #bh4 ,frhitalienischer ,zierschnitt mit ,flechtwerk4 ,illustration3 ,fig4 #bi4 ,italienischer ,zierschnitt des #af4 ,jahrhunderts4 ,illustration3 ,fig4 #cj4 ,gemalter ,zierschnitt4 ,frankreich1 #ag4 ,jahrh4 ,die liebevolle ,sorgfalt1 welche das #af4 ,jahrhundert1 die ,zeit der ,renaissance1 auf den ,schnitt verwendet1 lt im #ag4 ,jahrhundert allmhlich nach4 ,die ,zeichnung des ,ornaments vergrbert sich1 immerhin werden die ,schnitte aber wenigstens noch an den ,ecken und am ,kapital verziert4 ,in ,fig4 #bg-ca geben wir einige ,zierschnitte des #af4 und #ag4 ,jahrhunderts in ,abbildung4 ,gegen ,ende des #ag4 und im #ah4 ,jahrhundert verschwindet nach und nach der gemalte ,schnitt1 die ,punzierung wird nachlssiger und an deren ,stelle tritt der ,stempeldruck4 ,die ,ornamentierung wird dabei von dem ,geschmack der ,zeit 7,rokoko7 beeinflut1 zeigt indes hufig noch klare1 auf geometrischer ,einteilung der ,flche beruhende ,formen1 wie aus der ,abbildung 7,fig4 #cb7 zu ersehen ist4 ,illustration3 ,fig4 #ca4 ,gemalter ,zierschnitt4 ,sachsen1 #ag4 ,jahrh4 ,illustration3 ,fig4 #cb4 ,gepunzter ,zierschnitt4 ,deutschland1 #ah4 ,jahrh4 ,im ,anfange des #ah4 ,jahrhunderts findet sich bereits der ,spreng- oder ,sprenkelschnitt mit seinen ,abnderungen als ,kleien-1 ,sand-1 ,krner-1 ,wachs- und ,strkeschnitt1 mehr aber noch der ,kleisterschnitt und gegen ,ende des ,jahrhunderts der marmorierte ,schnitt4 -- ,das laufende ,jahrhundert brachte uns in seinen ersten ,jahrzehnten den untermalten und unterfrbten ,goldschnitt1 den ,goldschnitt mit ,marmorierung darunter und darber1 vor allem aber die vollkommenste ,ausgestaltung des ,marmorschnittes4 ,in der neuesten ,zeit kamen hierzu der ,zierschnitt mit berdruck1 welcher sich aber fr die ,dauer nicht zu halten vermochte1 und der ,goldschnitt mit mehrfarbigem ,golde4 ber das zur ,herstellung der verschiedenen ,arten des farbigen ,schnittes anzuwendende1 bez4 frher angewandte technische ,verfahren geben wir im folgenden das ,nhere an4 ,unter allen ,umstnden mu vor dem ,beginn der ,arbeit der ,vorderschnitt sowohl wie der ,oberschnitt mit dem ,messer abgeputzt1 d4 h4 die beim ,beschneiden zurckgebliebenen ,unebenheiten beseitigt1 auch die ersten und letzten vorgeschossenen ,bltter mit dem ,lineal1 besser noch aus freier ,hand etwas schrg nach auen abgeschnitten werden4 #a4 ,der ,sprengschnitt4 ,noch in den dreiiger ,jahren dieses ,jahrhunderts stellte man die ,bcherschnitte durch ,spritzarbeit her1 indem man eine ,brste mit etwas ,farbe befeuchtete1 und1 mit dem ,finger ber die ,borsten streichend1 die ,farbentrpfchen gegen den ,schnitt spritzen lie4 ,jetzt bedient man sich eines ,gitters1 ber das man mit der ,farbenbrste streichend1 einen ,staubregen farbiger ,trpfchen auf die eingepreten ,schnitte fallen lt4 ,zu diesem ,ende werden die ,bcher1 sofern es sich um ,vorderschnitte handelt1 in handlichen ,sten bereinander geschichtet1 und so in die ,presse gesetzt1 da die ,schnittrnder den ,balken gleichstehen4 ,oben und unten fgt man eine sog4 ,spalte ein1 d4 h4 ein schmales ,brett1 etwas lnger als die zu bearbeitenden ,bcher und ungefhr #f cm breit4 ,das ,brett ist aber der ,breite nach nicht gleichdick1 sondern verluft keilfrmig4 ,dies hat den ,zweck1 das ,buch am vorderen ,rande krftiger zu pressen als an den brigen ,stellen4 ,solche ,spalten sind berall da unentbehrlich1 wo ,schnitte unter scharfem ,druck mit einem ,zahn geglttet werden sollen4 ,bei der ,frbung der ,oberschnitte legt man die ,bnde verschrnkt1 so da der ,vorderrand im ,falz des nchstfolgenden ,bandes liegt2 oben und unten wird je ein ,lngenbrett vorgelegt4 ,je feiner die ,farbentropfen auffallen1 desto schner der ,schnitt4 ,damit nun nicht grere ,tropfen oder gar ,klexe auf den ,schnitt kommen1 ist es notwendig1 da schon in der ,brste die ,farbe gleichmig verteilt ist4 ,dies geschieht1 wenn man etwas ,farbe auf einen ,stein oder ein ,brett schttet und mit der ,brste verreibt2 auerdem bt man die ,vorsicht1 die grbsten ,tropfen vorher noch ber ein ,stck ,makulatur auszuspritzen4 ,als beste ,farbe zum ,sprenkeln empfiehlt sich ,kasseler ,braun oder ,nuholzbeize1 die in jeder ,farbwarenhandlung kuflich ist1 da sie nur mit ,wasser angerhrt wird und keines weiteren ,bindemittels bedarf4 ,auerdem verwendete man frher mit ,vorliebe ,rot1 ,blau und wohl auch ,grn4 ,heute sind diese ,farben seltener geworden1 wie denn berhaupt gesprenkelte ,schnitte allmhlich auer ,gebrauch kommen4 ,am meisten werden sie noch als sog4 ,sand- oder ,kleienschnitte angewendet4 ,das ,verfahren ist folgendes4 ,auf einen weien ,schnitt wird leicht gefeuchteter ,sand1 ,sgemehl oder ,kleie aufgestreut1 diese ,stoffe decken einzelne ,teile des ,schnittes zu1 welche wei bleiben1 whrend die unbedeckten ,teile von der ,farbe getroffen werden4 ,auf diese ,weise entsteht eine ,art marmorierter ,schnitt 7,fig4 #cc73 ,um ,gleichmigkeit zu erzielen1 hat man dafr zu sorgen1 da die aufgestreute ,menge recht gleichmig verteilt ist1 was mitunter die ,nachhilfe mit einer ,messerspitze erfordert4 ,frher kannte man eine noch grere ,auswahl von ,sprengschnitten1 deren ,herstellung aber meist sehr umstndlich ist4 ,dazu gehren ,wachsschnitte 7mit aufgetrpfeltem ,wachs als ,deckmittel71 ,krnerschnitte 7mit aufgestreuten ,krnern verschiedener ,hlsenfrchte7 und ,strkeschnitte4 ,die letztgenannten werden noch heute dann und wann in ,anwendung gebracht4 ,mit ,geschick hergestellt1 kann ein derartiger ,schnitt recht gut aussehen und lt mancherlei ,abwechselungen zu4 ,die ,strke wird dabei zu einem honigdicken ,brei mit ,wasser angerhrt und mit einem ,pinsel aus ,wurzeln1 wie solche bei den ,brstenbindern zu kaufen sind1 in groben ,tropfen aufgespritzt4 ,nachdem die ,tropfen ihre ,feuchtigkeit an den ,schnitt abgegeben haben und oberflchlich trocken geworden sind1 wird die ,farbe aufgesprengt1 die ,strke spter abgeklopft4 ,damit dies ,abtrocknen schneller geht1 berfhrt man den ,schnitt vor dem ,aufspritzen der ,strke mit einem ,schwmmchen1 das mit ,spiritus getrnkt ist2 der ,spiritus entzieht der ,strke den ,wassergehalt4 ,um einen bunten ,schnitt herbeizufhren1 stellt man mehrere ,npfchen mit ,strke auf und gibt jedem einen ,zusatz von ,farbe1 dem einen ,blau1 dem anderen ,rot u4 s4 w4 ,die ,strke gibt dann einen ,teil der ,farbe an den ,schnitt ab4 ,natrlich mu man darauf achten1 da schlielich noch einige ,stellen von ,farbe frei bleiben4 ber das ,ganze wird die ,farbe dann recht krftig dunkel aufgesprengt 7,fig4 #cd74 ,illustration3 ,fig4 #cc4 ,sandschnitt1 auch mit ,kleie oder ,sgemehl herzustellen4 ,auerdem bediente man sich ehedem auch noch ausgeschnittener ,schablonen1 ber welche der ,schnitt gesprengt wurde1 oder an ihrer ,stelle durchsichtiger gemusterter ,webstoffe4 ,als die sogenannte ,spritzmalerei in den siebziger ,jahren in ,aufnahme kam1 wurde dieselbe auch wohl auf ,bcherschnitte mit ,erfolg angewandt4 #b4 ,der ,kleisterschnitt4 lter als der ,sprengschnitt ist der ,kleisterschnitt4 ,die ,schnittflche wird bei ,herstellung desselben krftig mit gefrbtem ,kleister bestrichen4 ,bevor der ,farbenauftrag trocknet1 wird mit einem etwas zugespitzten ,kork ein ,bandornament gezogen1 wodurch die ,farbe an den betreffenden ,stellen zum ,teil entfernt wird und heller erscheint4 ,zwischen dieses ,bandornament werden dann mit einem stumpfen ,holz- oder ,metallstift noch ,blten1 ,blattmotive1 ,ranken oder dergleichen eingezeichnet4 ,die ,arbeit ist fr ,luxusbnde1 besonders fr solche1 die im ,sinne frherer ,zeiten gebunden und verziert werden sollen1 durchaus passend1 nur mu der ,arbeiter etwas vom ,zeichnen verstehen4 ,als ,farbe dient am besten ,indigokarmin fr ,blau1 dem man jedoch etwas ,braun zusetzt1 damit die ,farbe gedmpft werde1 und das oben genannte ,kasseler ,braun4 ,helle und grelle ,farben zur ,anwendung zu bringen1 ist nicht ratsam1 da der ,schnitt dadurch ein aufflliges1 fr das ,auge unangenehmes1 weil mit dem sonstigen ueren des ,buches im ,widerstreit stehendes ,aussehen erhlt4 ,nur bei marmorierten ,schnitten bedient man sich ungebrochener und leuchtender ,farben1 weil diese in der ,marmorierung nicht grell hervorstechen4 ,illustration3 ,fig4 #cd4 ,strkeschnitt1 mit eingefrbter ,strke4 ,der ,kleisterschnitt wird stets am eingepreten ,buche gemacht2 der ,vorderschnitt kann sowohl in geradem1 als auch1 wenn der ,band nicht zu dnn ist1 in gerundetem ,zustande auf diese ,weise behandelt werden4 ,die ,farbe soll dabei krftig aufgetragen werden1 jedoch nicht so dick1 da sie beim ,aufblttern des ,buches abspringt4 ,es empfiehlt sich1 ehe man die ,verzierung ausfhrt1 an beiden ,seiten1 gleichlaufend mit dem ersten ,bogen1 eine ,linie zu ziehen und dadurch dem ,ornamente einen ,abschlu zu geben4 ,fig4 #ce-ch sind ,beispiele solcher ,kleisterschnitte4 #c4 ,der ,farbschnitt4 ,der ,farbschnitt1 d4 h4 der mit dem ,pinsel durch ,aufstreichung der ,farbe hergestellte einfarbige ,schnitt1 ist1 nachdem er jahrzehntelang von dem ,marmorschnitte verdrngt war1 in neuerer ,zeit wieder allgemein blich geworden4 ,auer dem ,goldschnitt und dem ,kleisterschnitt ist kein ,schnitt so dauerhaft4 ,seine ,herstellungsweise ist verhltnismig einfach4 ,die ,farbe1 vorher aufs feinste gerieben1 wird mit einem ,bindemittel1 am besten mit ,fischleim1 ,gelatine oder ,leim 7weniger gut mit ,kleister oder ,eiwei7 angerhrt unter ,zusatz einer nicht zu reichlichen ,menge ,wasser4 ,die ,farbe mu so krftig sein1 da sie die ,schnittflche deckt1 ohne da ein zweiter ,aufstrich notwendig wre4 ,die ,verwendung von ,anilinfarben ist nicht ratsam1 da diese unter dem ,einflu des ,lichtes sehr bald verblassen4 ,illustration3 ,fig4 #ce4 ,illustration3 ,fig4 #cf4 ,illustration3 ,fig4 #cg4 ,illustration3 ,fig4 #ch4 ,zum ,aufstreichen der ,farbe bedient man sich eines ,haarpinsels4 ,der ,band braucht dabei nicht eingepret zu werden2 man hat nur ntig1 ihn zwischen ,spalten oder ,brettern an die ,tischkante zu legen und mit der linken ,hand fest zusammenzudrcken4 ,schner wird der ,schnitt allerdings1 wenn er in der ,presse recht fest eingepret und mit einer ,ziehklinge geschabt wird1 ehe der ,farbenauftrag erfolgt4 ,besteht der ,band aus ungeleimtem oder halbgeleimtem ,papier1 so mu der ,schnitt vor dem ,frben mit einer dnnen ,leimlsung1 der etwas ,alaun zugesetzt wurde1 berfahren werden2 indes gengt schon das berfahren mit ,alaunwasser allein4 ,geschieht dies nicht1 so saugt das ,papier die ,feuchtigkeit der ,farbe allzurasch auf1 whrend diese selbst sich sehr dick auen aufsetzt und spter abblttert4 ,als ,farbstoffe dienen ,karmin1 ,indigo1 ,berliner ,blau1 das oben genannte ,kasseler ,braun und grner ,zinnober4 ,frher wurde auch ,chromgelb vielfach verwendet1 whrend heute sich dessen ,gebrauch sehr vermindert hat2 wenn wirklich noch ein gelber ,schnitt verlangt wird1 so erreicht man seinen ,zweck durch eine ,beize mit ,pikrinsure4 ,fr schwarze ,schnitte1 die bisweilen auch vorkommen1 dient am besten chinesische ,tusche2 dieselbe ist so ergiebig1 da der ,preis kaum ins ,gewicht fllt4 ,einen besonderen ,reiz hat der ,graphitschnitt1 zumal wenn er -- wie wir weiterhin sehen werden -- mit ,stempeln vergoldet wird2 zu seiner ,herstellung kann man sich der ,ofenschwrze unter ,zusatz eines ,bindemittels bedienen4 ,jeder ,schnitt1 der mittelst ,farbe hergestellt wird1 mu nach dem ,trocknen geglttet werden4 ,der ,vorderschnitt wird dabei zwischen ,spalten1 ,ober- und ,unterschnitt zwischen ,lngebretter so eingepret1 da ,schnitte und ,spalten oder ,bretter genau eine ,flche bilden1 aber hinter der ,oberflche der ,prebalken etwa einen ,finger breit zurckstehen4 ,dies hat den ,zweck1 ein schrferes ,pressen zu erzwingen2 wrden die ,bnde mit dem ,prebalken ,linie halten oder diese gar berragen1 so wre der ,druck wesentlich geringer4 ,bei mangelhaftem ,druck aber gltten sich leicht ,runzeln oder ,falten in das ,papier4 ,nach dem ,einpressen wird jeder ,schnitt durch ,abbrsten mit einer harten ,brste von etwa anhaftenden ,unsauberkeiten befreit2 damit der ,glttzahn gut gleitet1 reibt man vorsichtig jeden ,schnitt mit einem weichen1 etwas gewachsten ,lappen ab4 ,die ,glttzhne sind entweder flach oder rund und bestehen aus ,achat oder ,blutstein4 ,der ,zahn ist in eine ,metallhlse gefasst und an einem hlzernen ,stiele befestigt4 7,fig4 #ci47 ,illustration3 ,fig4 #ci4 ,glttzhne1 flach und rund4 ,mit dem flachen ,zahne allein lt sich zur ,not auskommen1 da man auch den runden ,vorderschnitt mit diesem1 quer ber den ,schnitt gehend1 gltten kann2 nur mu man dann erst die eine und nach ,drehung der ,presse die andere ,hlfte abgltten4 ,immerhin ist es besser1 nachtrglich noch mit dem runden ,zahne der ,lnge nach zu gltten4 ,das ,hin- und ,herfahren mit dem ,zahne darf nicht zu schnell geschehen1 sonst erwrmt sich dessen ,oberflche und zieht ,streifen4 ,langsame ,bewegung unter krftigem ,druck bei stetigem ,zuge gibt den besten ,erfolg1 namentlich1 wenn nach jedesmaligem ,durchgltten mit dem gewachsten ,lappen die ,flche abgerieben wird4 ,beim ,gltten stemmt man das obere ,ende des ,holzgriffes gegen die ,schulter und neigt den ,krper so weit nach vorn1 da der ,zahn1 dessen unteren ,teil man an der ,metallfassung fest mit beiden ,hnden umfat1 schrg1 und zwar in einem ,winkel unter #de zum ,schnitt steht4 ,die ,presse ruht whrend der ,arbeit mit ihren ,spindeln auf der ,tischkante und ihr unterer ,balken wird durch den ,preknecht untersttzt4 ,gegen diesen stemmt man das eine ,knie1 wodurch der vorgeneigte ,krper einen festen ,halt gewinnt4 ,die ,arbeit hat mit schwachem ,druck zu beginnen und erst beim zweiten oder dritten ,durchgltten wendet man die volle ,kraft an4 ,es gengt1 wenn ein matter ,glanz in mglichster ,gleichmigkeit erzielt wird2 ,spiegelglanz1 wie beim ,goldschnitt1 ist nicht erforderlich4 ,ober- und ,unterschnitt wird ebenfalls quer geglttet1 knnen jedoch schlielich der ,lnge nach fertig geglttet werden4 ,farbschnitte lassen sich sehr schn verzieren durch ,goldornamente1 die man ihnen mit ,rollen und ,stempeln aufdruckt4 ,nach dem ,gltten1 und whrend noch der ,schnitt in der ,presse steht1 wird ,blattgold aufgetragen1 nachdem man den ,platz fr das ,ornament abgezirkelt oder leicht vorgedruckt hat4 ,mit einem ganz schwach gefetteten ,lppchen berfhrt man den ,schnitt und bringt mit einem sogenannten ,anschieer das ,gold auf1 welches dann mit ,watte leicht angedrckt wird4 ,man sieht nun durch dasselbe hindurch den ,vordruck oder die ,vormerkung1 nach der man sich beim ,aufsetzen der ,stempel oder ,rollen1 die leicht angewrmt sein mssen1 zu richten hat4 ,nach dem ,aufdruck wird der ,schnitt mit einem sauberen ,lappen abgewischt1 alles berflssige ,gold vllig abgeputzt1 und kann nochmals leicht abgeglttet werden4 ,im brigen verweisen wir auf den ,abschnitt ,handvergoldung2 genau dasselbe ,verfahren1 wie dort beschrieben1 kommt hier zur ,anwendung1 nur ist ein ebener ,schnitt mit dem ,farbgrunde leichter zu behandeln4 #d4 ,der marmorierte ,schnitt4 ,das ,marmorieren des ,papieres war ein schon im #af4 ,jahrhundert bekanntes ,verfahren4 ,marmoriertes ,papier wurde damals bereits zu ,vorstzen verwendet und als ,nrnberger ,papier in den ,handel gebracht4 ,auf ,buchschnitten findet sich die ,marmorierung erst seit dem vorigen ,jahrhundert1 und zwar meist in groen1 groben ,mustern mit krftigen ,farbentropfen und groben ,adern4 ,erst im #ai4 ,jahrhundert1 besonders in den sechziger ,jahren1 wurde das ,verfahren zur hchsten ,vollendung gebracht4 ,es wird seitdem nicht allein in den ,buntpapierfabriken1 sondern auch in fast allen ,grobuchbindereien von besonders darauf eingebten ,arbeitern 7,marmorierern7 als ,spezialitt betrieben4 ,das ,wesentliche an der ,sache ist1 da die auf einer schleimigen ,flssigkeit schwimmende ,farbenschicht durch leichtes ,eintauchen der ,schnittflche abgehoben wird und nun auf dieser sich festsetzt4 ,der ,schleimgrund wird hergestellt durch eine ,abkochung von ,caragheenmoos oder ,tragantgummi2 frher nahm man auch ,flohsamen oder ,leinsamen dazu4 ,die zum ,marmorieren gebruchlichen ,farbstoffe sind gegenwrtig fertig im ,handel zu haben4 ,man unterscheidet zwei ,sorten3 die nach lterer ,weise hergestellten1 wie sie von den ,buntpapierfabriken benutzt werden1 und die sogenannten ,halferschen ,farben1 die zum ,zwecke des ,schnittmarmorierens besonders bereitet werden4 ,sie decken zwar nicht so krftig wie jene1 sind dafr aber ungemein feurig und leuchtend4 ,es empfiehlt sich nicht1 beide ,sorten durcheinander zu benutzen1 da sie sich nicht gut miteinander vertragen4 ,die ,halferschen ,farben haben noch den ,vorzug1 da sie sich leichter verarbeiten lassen als die anderen und dabei sehr haltbar sind1 whrend einzelne der nach der lteren ,bereitungsweise hergestellten ,farben gern sauer werden und verderben1 mitunter auch den ,ton ndern4 ,gute ,farbe mu ganz fein verrieben sein und im aufgesprengten ,tropfen klar und gleichmig aussehen1 darf also keine grieseligen1 scheinbar gerinnenden ,teile oder gar ,krnchen zeigen4 ,der ,grund wird folgendermaen hergestellt3 #aj gr4 ,caragheenmoos werden in ein sauberes ,gef gethan1 das noch keinem anderen ,zwecke diente1 mit einem ,liter kochenden ,wassers bergossen und staubfrei zugedeckt4 ,die ,flssigkeit wird1 ehe sie vllig erkaltet ist1 d4 h4 solange sich der ,topf noch angenehm warm anfhlt1 durch ein ,tuch1 besser durch ein ,haarsieb geschttet1 damit alle ungelsten ,teile zurckbleiben4 ,da der grte ,feind des ,marmorierers die ,staubteilchen sind1 welche sich auf die ,oberflche des ,grundes setzen1 so mu das ,gef mit der ,schleimflssigkeit stets fest zugedeckt gehalten werden4 ,der so gewonnene ,grund arbeitet am besten am dritten ,tage fr dichten ,farbenauftrag1 nach dem fnften ,tage fr leichtere ,marmorarten mit feinen ,adern4 ,benutzt man ,gummitragant1 so wird im gleichen ,verhltnis wie vorhin kaltes ,wasser darbergegossen und bleibt bis zur ,auflsung des ,gummis stehen1 doch mu die ,flssigkeit fters1 am besten durch ,quirlen1 durcheinander gerhrt werden4 ,erst wenn alle ,teile gelst sind1 kann man die ,masse verwenden4 ,seiht man den ,grund von den noch nicht ganz gelsten ,teilen ab1 so kann man ihn frher benutzen1 whrend der ,rckstand zur weiteren ,lsung wieder zurckgeschttet wird4 ,am besten ist der ,tragantgrund nach dem fnften ,tage1 bis zu welchem er fortwhrend nachdickt4 ,tragant bleibt lnger brauchbar als ,caragheenmoos1 ist aber etwas teurer4 ,das ,wasser1 welches den genannten ,stoffen zugesetzt wird1 mu weich sein2 am besten ist ,regen- oder destilliertes ,wasser4 ,illustration3 ,fig4 #dj4 ,marmorierkasten mit ,zubehr4 7,wilh4 ,leo in ,stuttgart47 ,zur ,aufnahme des ,grundes whrend der ,arbeit dient ein etwa #d cm tiefes ,becken von ,zinkblech1 das so lang ist1 da man selbst das lngste ,buch noch bequem eintauchen kann1 und so breit1 da man so viele ,bcher eintauchen kann1 als man mit der geffneten ,hand zu fassen im stande ist4 ,das ,verhltnis von #bj zu #ej cm drfte vollauf ausreichen4 ,an einem der schmalen ,enden lasse man eine kleine ,abteilung anbringen1 welche den ,farbenrckstand von jeder einzelnen ,farbenschicht aufnimmt1 der nach jedesmaligem ,gebrauch entfernt wird4 ,damit dieses ,entfernen der ,oberflche bequem zu bewerkstelligen sei1 wird die ,scheidewand zwischen beiden ,abteilungen schrg eingesetzt1 wie aus unserer ,abbildung 7,fig4 #dj7 eines vollstndigen ,marmorierapparates zu ersehen ist4 ,um die groe ,abteilung bequem entleeren zu knnen1 empfiehlt es sich1 eine kleine ,abzugsrhre seitwrts anbringen zu lassen1 welche whrend des ,gebrauchs mit einem ,korkstopfen verschlossen bleibt4 ,man mu so viele ,farbennpfe zur ,hand haben1 als man ,farben anwendet4 ,die ,npfe sollen einen oberen ,durchmesser von #h cm haben1 innen recht rund sein1 damit sich die ,farbe nicht in ,ecken einsetzen kann und stets nach der ,mitte zu luft4 ,zu jeder ,farbe fertigt man sich einen ,pinsel von ,reiswurzel1 welches ,material bei jedem ,brstenmacher kuflich ist1 indem man um einen runden1 hlzernen ,stiel in ,lnge und ,dicke eines ,bleistiftes so viel von dem ,reisstroh mit festem ,bindfaden anschnrt1 da ein kleiner ,besen entsteht1 der an der ,bundstelle etwa fingerdick ist2 die freistehenden ,spitzen werden gleichlang abgeschnitten und mssen unterhalb der ,bundstelle eine ,lnge von #e-h cm haben4 ,die ,pinsel sind stets sauber zu halten und nach jedem ,gebrauch zu reinigen4 ,einen besonders dicken ,pinsel fertigt man1 indem man ein krftiges ,bndel ,wurzeln1 so viel1 als man deren mit ,daumen und ,zeigefinger umspannen kann1 in zweidrittel der ganzen ,lnge zusammenbindet und unten glatt schneidet4 ,das ,einsetzen eines hlzernen ,stieles ist dabei nicht ntig1 da der zusammengeschnrte obere ,teil gengenden ,widerstand leistet4 ,wenn wir nun noch die ,galle eines ,ochsen zubereitet haben1 so sind wir gerstet1 um marmorieren zu knnen4 ,zu dem ,ende lt man von einem ,metzger1 von dem man berzeugt ist1 da er ,ochsen schlachtet1 eine ,galle vorsichtig herausschneiden4 ,bevor man die ,gallenblase ffnet1 um die ,flssigkeit zu benutzen1 wiegt man eine ,halbliterflasche1 bringt auf dieselbe einen glsernen ,trichter mit einem ,einsatz von ,filtrierpapier und ffnet ber demselben die ,gallenblase4 ,hat der ,trichter alle ,flssigkeit aufgenommen1 so wird ,flasche1 ,trichter und ,galle beiseite gesetzt1 bis eine vollstndige ,filtration stattgefunden hat4 ,nun wird die ,flasche abermals gewogen1 um das ,gewicht der erhaltenen reinen ,galle festzustellen2 den sechsten ,teil dieses ,gewichtes setzt man an reinem ,weingeist zu1 schttelt die ,masse durcheinander und kann am nchsten ,tage schon die so zubereitete ,galle benutzen4 ,der ,gallenzusatz erfolgt tropfenweise4 ,aus diesem ,grunde erscheint es zweckmig1 etwas von der ,galle in einem sogenannten ,tropfglschen zum ,gebrauch bereit zu halten1 whrend der ,rest als ,rckhalt und zum ,nachfllen dient4 ,die ,arbeit des ,marmorierens wird nun an einem ,tische vorgenommen1 von dem man sich berzeugt hat1 da er durchaus feststeht4 ,im ,umkreise von etwa einem ,meter darf sich nichts befinden als das zur ,arbeit erforderliche ,material und ,gert4 ,das ,marmorierbecken wird dicht an die ,tischkante gestellt1 mit der ,schlammabteilung nach rechts4 ,hinter dem ,becken stehen die ,farbennpfe1 hinter diesen die ,farbenflaschen1 jede bei ihrem ,napf4 ,wir schtten nun von dem ,marmoriergrunde so viel in das ,becken1 da es beinahe gefllt ist4 ,in das erste ,farbengef kommt etwas ,farbe1 nicht zu wenig1 aber auch nicht mehr1 als erforderlich1 um den ,pinsel bequem benetzen zu knnen4 ,die hellsten ,farben beginnen den ,reigen4 ,wie wir sehen werden1 treibt jede ,farbe die vorhergehende und schiebt sie zusammen4 ,sind nun die am meisten zusammengetriebenen ,farben helle ,farben1 so werden sie sehr krftig und leuchtend hervortreten4 ,jeder ,farbe werden vor dem ,gebrauch je nach der ,menge #e bis #aj ,tropfen der prparierten ,ochsengalle zugesetzt4 ,dieser ,zusatz bewirkt1 da der ,farbstoff nicht untersinkt1 wenn er auf den ,schleimgrund getrpfelt wird1 und sich nicht mit diesem mischt4 ,die ,galle macht die ,farben auf dem ,grunde schwimmen und treibt sie nach ,magabe der zugesetzten ,menge auseinander4 ,wir nehmen nun mit einem sauberen ,pinsel etwas ,farbe auf und lassen einen ,tropfen auf den ,grund fallen2 derselbe wird schwimmen1 ein wenig auseinander treiben1 sich aber alsbald wieder zusammenziehen1 wenn der ,schleimgrund nicht vorher abgezogen wurde4 ,vor jedesmaligem ,aufsprengen von ,farbe mu die ,oberflche des ,grundes abgezogen werden4 ,der ,schleimgrund bildet nmlich auf seiner ,oberflche nach nur einer ,minute schon ein kaum bemerkbares ,hutchen1 welches das ,ausbreiten der ,farben verhindert2 dieses ,hutchen wird abgezogen1 indem man mit einem ,streifchen ,papier1 nicht unter #c cm breit1 die ganze ,oberflche abzieht oder eigentlich in die ,schlammabteilung schiebt4 ,man fat dabei das ,streifchen mit beiden ,daumen und ,zeigefingern an den ,enden1 setzt es etwas schrg gegen die ,oberflche auf1 drckt es an beiden ,enden leicht gegen die ,lngsseiten und zieht es dicht auf der ,oberflche her1 so da gerade die oberste ,schicht abgestreift wird4 ,auch kleine ,staubteilchen1 die ja fortwhrend in der ,luft herumschweben und sich auf der ,oberflche des ,beckens niederlassen1 werden in dieser ,weise mit hinweggenommen4 ,in hnlicher ,weise streicht man auch den ,grund mit einem ,brettchen ab1 welches1 in der ,breite des ,beckens zurechtgeschnitten1 sich leicht zwischen den beiden ,seiten herziehen lt4 ,doch entfernt der ,papierstreifen sicherer alle ,farbenreste4 ,jeder aufgeworfene ,farbentropfen dehnt sich auf dem abgezogenen ,grunde sofort aus und zieht sich dann um ein weniges wieder zusammen4 ,geht die ,farbe mehr als ein ,sechstel des ,durchmessers zusammen1 so ist der ,grund zu dick4 ,ebenso mssen die ,rnder des ,farbentropfens vllig glatt sein4 ,sind die ,rnder des ,probetropfens nicht glatt1 treiben sie vielmehr strahlenfrmig in den ,grund hinein1 so ist dieser zu dick4 ,zu dicker ,grund wird mit ,regenwasser oder in ,ermangelung dessen mit abgekochtem ,wasser1 welches stets ,stubenwrme haben mu1 verdnnt4 ,treibt eine ,farbe zu rasch1 also etwa bis zu #h cm ,durchmesser1 dann ist der ,gallenzusatz zu stark2 man gibt in diesem ,falle etwas ,farbe zu und versucht dann abermals4 ,sind ,grund und ,galle in rechtem ,verhltnis1 so treibt der erste ,tropfen bis zur ,gre eines ,fnfmarkstckes4 ,zu wenig ,galle in der ,farbe bewirkt1 da der ,farbstoff untersinkt1 wenn auch nur teilweise4 ,ist die ,farbe zu dick1 so sinken ,teile davon zu ,boden1 auch wenn der ,gallenzusatz richtig ist4 ,breitet sich ein ,tropfen ganz pltzlich und fast ber das ganze ,becken aus1 so ist der ,grund fr dichten ,farbenteppich zu dnn und nur fr ,adermarmor verwendbar2 es mu dicker ,grund zugesetzt werden4 ,nehmen wir an1 da die erste ,farbe1 es sei ,rot1 unseren ,ansprchen durchaus gengt1 nachdem wir wiederholt ,proben gemacht1 ,grund und ,farben in bereinstimmung gebracht1 das ,mangelhafte mit ,papierstreifen oder ,streichbrett stets von der ,oberflche entfernt hatten4 ,nun wird die zweite ,farbe gerichtet1 sagen wir ,blau4 ,ein ,tropfen dieser ,farbe1 die ebenfalls mit ,galle versetzt ist1 fllt mitten in einen roten ,fleck und soll denselben so auseinander treiben1 da es selbst sich fast ber die ganze ,flche ausdehnt1 die das ,rot einnahm1 das nun als ,ring den blauen ,fleck einfat4 ,um diese ,wirkung zu erzielen1 ist die ,zurichtung zwar dieselbe wie bei der ersten ,farbe1 nur hat man noch einen ,tropfen ,galle zuzusetzen4 ,jede nachfolgende ,farbe mu strker treiben als die vorhergehende4 ,kommen viele ,farben zugleich in ,anwendung1 so darf der ,unterschied in der ,triebkraft allerdings kein allzugroer sein4 ,diese ,farbenproben mssen stets gemacht werden1 ehe man die ,arbeit beginnt1 und selbst der erfahrenste ,marmorierer lt sie sich nicht verdrieen4 ,beim ,ausprobieren der ,farben kommt es oft vor1 da eine oder die andere nicht stehen will1 sondern abluft1 besonders ,braun und ,schwarz thun dies mit ,vorliebe2 man wechsele dann eine solche ,farbe mit der vorhergehenden und probiere von neuem4 ,hufig wird es helfen1 wenn man der zurckgesetzten einige ,tropfen ,galle zugibt4 ,die ,farben werden in der ,reihenfolge der ,treibfhigkeit hinter dem ,becken geordnet1 jedes ,npfchen erhlt seinen ,pinsel4 ,der ,marmorierer1 der beispielsweise nur mit zwei ,farben1 ,rot und ,blau1 zu arbeiten hat1 sprengt1 nachdem er den ,grund richtig abgezogen hat1 der ,lnge nach auf die ,mitte des ,beckens eine ,reihe groer1 roter ,tropfen1 indem er den reichlich gefllten ,pinsel1 der in der ,nhe des hinteren ,endes leicht gehalten wird1 ber den ,zeigefinger der linken ,hand schlgt4 ,statt des ,zeigefingers kann man auch ein ,stbchen1 einen ,hammerstiel oder dergleichen benutzen1 doch ist der ,finger das ,einfachste2 vor ,farbentropfen kann man die ,hnde doch nicht hten4 ,rasch1 noch ehe die ,hautbildung der ,oberflche eintreten kann1 wird mit der zweiten ,farbe aufgespritzt1 so da die ,tropfen mitten auf und zwischen die vorhergehenden fallen und alle noch gebliebenen ,zwischenrume ausfllen4 ,nun wird der ,schnitt vorerst mit ,papier abgehoben3 ein ,stck desselben1 in der ,gre des ,beckens1 wird1 von einer ,ecke beginnend1 quer nach der gegenberliegenden zu auf den ,grund gelegt1 unter ,vermeidung von ,luftblasen4 ,in derselben ,weise wird das ,blatt abgehoben und mu nun die ,farben vllig sauber1 ohne da sie verlaufen1 aufweisen4 ,weie ,adern sollen1 wenigstens in der ,mitte1 nicht sichtbar sein1 sondern nur die ,farben1 welche man aufsprengte4 ,die ,tropfen1 welche den ,grund bilden1 welche also zuletzt aufgebracht wurden -- in diesem ,falle ,blau -- sollen annhernd gleichgro und gleichmig verteilt sein1 wie auch von den ,adern dasselbe gilt4 ,ist dies alles erreicht und laufen die ,farben nicht ab1 so knnen die ,bcherschnitte eingetaucht werden4 ,vorderschnitte werden zwischen ,spalten1 ,ober- und ,unterschnitte zwischen ,brettern getaucht4 ,erstere werden1 soviel man deren bequem fassen kann1 zwischen ,spalten geradegestoen und sofort getaucht4 ,das ,geradestoen erfolgt auf einem anderen ,tische1 auf einem ,steine oder einer ,eisenplatte4 ,das ,eintauchen erfolgt1 wie beim ,papier1 von einer ,ecke nach der schrg gegenberliegenden zu1 damit keine ,luftblasen entstehen4 ,besonders fest satinierte ,papiere nehmen nicht gern ,feuchtigkeit an2 es empfiehlt sich deshalb in solchem ,falle1 die ,schnitte mit ,essig oder ,alaunwasser zu berfahren1 worauf sie die ,farbe willig annehmen4 ,sowie der ,farbenteppich abgehoben ist1 werden die ,spalten von den ,bnden entfernt und diese verschrnkt bereinander gesetzt1 damit der anhaftende ,grund bequem ablaufen kann4 ,in vielen ,werksttten werden sofort nach dem ,abheben der ,farbe die ,schnitte in ein ,becken mit klarem ,wasser getaucht1 um den ,grundberschu abzuschwemmen2 wieder andere ,meister lassen die ,schnitte abblasen oder mit einem groen ,schwamme abtupfen4 ,diese ,art ,marmor nennt man ,gromarmor1 da die ,tropfen verhltnismig gro bleiben1 oder auch trkischen ,marmor4 ,als trkischen ,marmor bezeichnet man jeden groaderigen ,marmor1 der nur aufgesprengt1 nicht aber mittelst eines ,kammes1 eines ,stiftes oder dergleichen gezogen wurde4 ,in der ,that finden sich an orientalischen ,bnden aus dem #ag4 ,jahrhundert ,vorstze von derartigem ,gromarmor4 ,wie die zweifarbigen1 werden auch die mehrfarbigen ,schnitte behandelt1 nur mu dabei das ,abstimmen der ,farben untereinander mit viel ,sorgfalt geschehen2 auch ist es notwendig1 auf die ,zusammenstellung der ,farben zu achten1 die wieder von der ,farbe des ,leders1 berzugs und ,vorsatzes bedingt sein kann4 ,wenn die ,farben vor dem ,abheben mit einem ,hlzchen nach folgendem ,schema quer1 nachher mit einem ,kamme1 dessen ,herstellung weiter unten angegeben ist1 der ,lnge nach durchzogen werden1 so entsteht der sogenannte ,kammmarmor4 ,nur die ,spitze des ,hlzchens darf dabei die ,oberflche des ,grundes berhren2 die ,farben ziehen dem ,stifte nach und folgen seiner ,spur1 und es entsteht die eigentmliche1 federhnliche ,verschiebung der ,farben 7,federschnitt74 ,zu diesem ,zwecke mssen die ,farben recht vorsichtig aufgesprengt werden1 denn wenn statt zwei ,farben ihrer fnf die ,oberflche decken sollen1 darf jede einzelne nur ein ,fnftel des ,raumes fr sich beanspruchen4 ,die ,farben werden stets ber die ,mitte gesprengt2 doch soll vor ,aufsprengen der letzten ,farbe nach den ,rndern zu immer noch so viel ,raum vorhanden sein1 da die getriebenen ,farben sich noch ausbreiten knnen4 ,ist dies nicht der ,fall1 so laufen sie ab1 da sie nicht mehr nebeneinander ,platz finden1 schieben sich bereinander und vermischen sich4 ,illustration ,man achte bei der ,zusammenstellung auf hbsche ,kontraste1 sprenge auch zuletzt einige ,tropfen einer ,mischung von ,galle und ,wasser auf1 um weie ,adern zu erzielen4 ,wenn beim ,durchziehen mit dem ,stifte eine oder die andere ,farbe nicht folgen will 7,gelb z4 ,b4 schiebt sich gern in unregelmigen1 krausen ,linien zwischen die anderen hinein71 so setze man sie hinter den folgsameren zurck4 ,ist sie aber schon die letzte1 so wird sie mit etwas ,wasser wenig verdnnt1 erhlt auch ntigenfalls einen ,tropfen ,galle4 ,wenn der ,grund zu krftig ist1 so folgen die ,farben dem ,stifte nicht gengend2 fhrt man zu tief in den ,grund hinein1 so werden durch die ,bewegung des ,grundes die ,linien unruhig und schwankend1 deshalb soll nur die uerste ,spitze die ,farben fhren4 ,ganz ebenso handhabt man den ,marmorierkamm1 ber dessen ,herstellung folgendes zu bemerken ist4 ,zwei ,pappstreifen1 jeder #e cm breit und so lang1 wie das ,becken breit ist1 werden zugeschnitten4 ,der eine wird mit krftigem ,leim angeschmiert und auf demselben eine ,anzahl langer ,stecknadeln so geordnet1 da deren ,kpfe etwa einen cm weit auf der ,pappe kleben1 die ,spitzen aber ber den ,rand hervorsehen4 ,die ,nadeln selbst werden genau in gleicher ,entfernung aufgeklebt1 und zwar so1 da auf je #aj cm ,kammlnge etwa #ce ,nadeln kommen4 ,man kann indes1 je nachdem man die ,musterung breit oder schmal halten will1 die ,nadelweite geringer oder grer machen4 ,die ,kpfe werden smtlich genau in eine ,linie gerichtet1 so da auch die ,spitzen in gleicher ,lnge hervorsehen4 ,der zweite ,streifen wird ebenfalls angeschmiert1 auf den ersten aufgeklebt und der so hergestellte ,kamm fest eingepret2 spter kann er dann noch mit festem ,papier oder mit ,leinwand berzogen werden4 ,um die erste ,farbe1 welche aufgesprengt wurde1 recht gleichmig in den ganzen ,schnitt zu verteilen1 durchzieht man diese vor dem ,aufsprengen der weiteren ,farben mit dem ,stifte1 wie dies vorhin gesagt wurde1 jedoch nicht quer1 sondern der ,lnge nach4 ,hat man die ,farben fr einander passend zugerichtet1 so halte man auch stets dieselbe ,reihenfolge genau ein2 hat man eine ,anzahl von ,schnitten gemacht1 so versume man nicht1 den ganzen ,grund wieder umzurhren4 ,viele ,marmorierer sprengen die ,farben nicht nach der ,mitte zu auf1 sondern die erste auf die ,mitte1 die zweite lngs den beiden ,rndern1 die dritte zwischen diese ,farbenreihen2 es hat dies allerdings einige ,vorzge1 weil man die ,farben krftiger zur ,wirkung bringt1 dagegen den ,nachteil1 da dieselben nicht so gleichmig verteilt sind1 was besonders bei breiten ,schnitten sich bemerkbar macht4 ,eine beliebte ,art der ,marmors ergibt sich1 wenn man die erste ,farbe1 ,rot oder ,blau1 als ,grundfarbe behandelt1 der ,lnge nach durchzieht1 und dann nur noch eine oder zwei dunklere ,farben1 die nicht allzukrftig treiben1 einsprengt4 ,der ,kammmarmor lt sich noch mit einigen ,abnderungen ausfhren1 die eine besondere ,kunstfertigkeit nicht voraussetzen4 ,erstlich kann ein ,kamm verwendet werden1 dessen ,nadeln nicht gleichmig stehen1 sondern so1 da nach je einem oder zwei engen ,zwischenrumen ein breiterer kommt4 ,zweitens kann1 indem man den ,schnitt mit dem ,kamme ein zweitesmal1 aber in der entgegengesetzten ,richtung durchzieht1 der sogenannte zurckgezogene ,kammmarmor hergestellt werden4 ,drittens kann der ,kammschnitt nochmals in bestimmten ,formen gezogen werden1 indem mit einem zweiten ,kamme1 hnlich dem ersten1 ,figuren1 ,windungen oder ,schnecken beschrieben werden4 ,der zu diesem ,zwecke dienende ,kamm wird nicht aus ,nadeln1 sondern aus hlzernen ,stiften gebildet1 die gleichweit1 je #c bis #f cm1 von einander stehen1 weil der erste ,marmor den ,nadeln nicht gengend folgen wrde4 ,der ,kamm mu in diesem ,falle schmaler sein als das ,becken der freien ,bewegung wegen1 die man mit ihm auszufhren hat4 ,illustration3 ,fig4 #ci a4 ,zugformen fr ,kammschnitt4 ,der verwendbarste ,marmor dieser ,art ist der sogenannte ,pfauenmarmor2 er erfordert jedoch eine besondere ,art ,doppelkamm zum ,durchziehen1 der folgendermaen angefertigt wird4 ,ein kleines ,brettchen1 etwas krzer als das ,becken breit ist1 wird mit zwei ,reihen kleiner ,bohrlcher versehen1 deren eins vom anderen etwa #b bis #b cm entfernt ist2 die ,lcher der zweiten ,reihe stehen jedesmal genau mitten zwischen denen der ersten4 ,in jedes ,bohrloch wird ein dnner1 unten leicht zugespitzter ,holzstift eingeleimt4 ,illustration3 ,anordnung der ,holzstifte des ,doppelkammes fr ,pfauenmarmor4 ,mit dieser ,vorrichtung wird der gewhnliche ,kammmarmor der ,lnge nach durchzogen1 indem man jedoch zugleich eine ,querbewegung nach ,art einer ,zickzacklinie macht1 etwa so3 ,illustration ,stellt man sich in derselben ,weise einen ,kamm her1 dessen ,stifte nur halb so weit voneinander entfernt sind1 und durchzieht man mit diesem den nur quer mit dem ,stift1 aber nicht mit dem gewhnlichen ,kamme gezogenen ,farbenteppich1 so erhlt man den sogenannten ,augenmarmor4 ,der zum ,durchziehen zu benutzende ,stift besteht am besten aus einem etwa #d bis #e mm breiten und #b mm dicken ,stbchen4 ,alle ,werkzeuge1 ,pinsel1 ,kmme und ,stifte mssen stets durchaus sauber gehalten und nach jedesmaligem ,gebrauch gereinigt werden4 ,die whrend des ,marmorierens verwendeten ,spalten und ,bretter mssen nach jedesmaligem ,tauchen sofort gut abgetrocknet werden2 kommen sie nur noch etwas feucht bei einer neuen ,partie mit dem ,grunde in ,berhrung1 so stoen sie sofort die ,farben beiseite und der ,schnitt ist verdorben4 ,es empfiehlt sich deshalb1 eine ,reihe von ,spalten und ,brettern nacheinander zu benutzen2 die ,spalten werden dann wieder vllig trocken sein1 wenn die ,bretter ihren ,dienst geleistet haben4 ,ein etwas anderes ,verfahren1 als das fr den ,kammmarmor geeignete1 erfordert der sogenannte ,schmaladerschnitt1 auch wohl franzsischer ,marmor genannt1 weil er meist die franzsischen ,landesfarben1 ,blau1 ,rot und ,wei1 zeigt4 ,der ,grund1 wie er fr ,kammmarmor pat1 wird mit etwa dem vierten ,teile ,wasser verdnnt2 desgleichen mssen auch die ,farben durch ,zusatz von ,wasser verdnnt werden1 so da die ,flssigkeit um etwa ein ,drittel vermehrt wird4 ,ntigenfalls werden auch einige ,tropfen ,galle zugegeben4 ,die ,arbeit wird wieder mit einer ,probe eingeleitet1 indem man einen ,tropfen auf den ,grund fallen lt4 ,derselbe mu sich sofort bis zur ,breite des ,beckens ausdehnen1 anderenfalls erhlt er einen ,gallenzusatz4 ,zieht er sich wieder stark zusammen1 so ist der ,grund zu dick und mu verdnnt werden4 ,erst wenn die ,farbe ganz genau abgepat ist und mehrere aufgesprengte ,tropfen das ,becken fast bedecken1 kann zum ,treiben der ,adern bergegangen werden4 ,man bedient sich dazu neuerdings des ,seifenspiritus1 der in jeder ,kruterhandlung zu haben ist1 an ,stelle der frher blichen verdnnten ,galle4 ,mit dem dicken ,pinsel 7,schlagpinsel71 dessen ,anfertigung oben 7,s4 #fd7 beschrieben wurde1 spritzt man lauter feine ,tropfen auf den ,grund1 die auf diesem ,augen bilden und alsbald die erste auf dem ,grunde schwimmende ,farbe zu mehr oder weniger feinen ,adern zusammentreiben4 ,der ,pinsel wird dabei lebhaft ber eine ,leiste geschlagen und das ,augenmerk darauf gerichtet1 da die ,tropfen gleichzeitig die ganze ,breite des ,grundes besprengen1 damit nicht1 wie es beim ,aufsprengen mit dem kleinen ,pinsel der ,fall ist1 die ,farbe von der ,mitte nach den ,rndern zu treibt4 ,anderenfalls wrde die sehr verdnnte ,farbe nicht gengend zusammengetrieben werden4 ,um einen ganz feinen ,marmor zu erzielen1 bedient man sich statt des ,schlagpinsels besser eines ,sprenggitters nebst ,brste1 mit deren ,hilfe eine gleichmigere derung erreicht wird4 ,ebenso kann man den ,grund farbig machen1 wenn man der letzten ,farbe einige ,tropfen ,seifenspiritus zusetzt1 wie auch bei weiem ,grunde dem reinen ,wasser2 auf #a_/aj ,liter gengen etwa #bj ,tropfen ,seifenspiritus4 ,zu viel ,seifenspiritus giebt keinen ,schmaladerschnitt2 die ,farben knnen dann nicht dem krftigen ,triebe standhalten1 haben aber auch nicht den ,raum zum ,ausweichen2 sie werden deshalb von dem ,grunde berlaufen und schwimmen vom eingetauchten ,schnitte ab4 ,auerdem aber vereinigen sich die ,spiritusteilchen mit dem ,grunde und dieser lt die ,farben berhaupt nicht mehr zum ,treiben kommen4 ,gelingt der einfarbige ,schnitt zur ,genge1 so versucht man es mit einer zweiten ,farbe1 welche auf die erste recht gleichmig verteilt wird2 die erste ,farbe mu in gleichmigen ,adern zwischen den ,augen der zweiten verteilt sein4 ,im brigen ist das ,verfahren genau dasselbe4 ,mehr als zwei ,farben fr die ,adern wendet man selten an2 indes kann man durch besondere ,kunstgriffe mancherlei eigentmliche ,farbenwirkungen erzielen4 ,gibt man z4 ,b4 als ,grund eine dunkle ,farbe1 aber mit ,galle ohne ,anwendung von ,seifenspiritus1 und setzt einen bis zwei ,tropfen gewhnliches ,terpentin zu1 so erhalten die ,augen ein eigentmliches1 porphyrartiges ,aussehen4 ,kremser ,marmor1 welcher rote und schwarze ,adern mit graublauen ,augen 7verdnntes ,schwarz mit wenig ,blau7 hat1 wird in dieser ,weise hergestellt4 ,eine besondere ,art der ,schnitte1 aber bei uns wenig in ,anwendung1 sind die sogenannten griechischen ,schnitte2 der ,grund erscheint bei diesen in breiteren oder schmleren ,streifen abschattiert4 ,ein trkischer ,schnitt mit krftigem1 dunklen ,grunde wird auf die ,art hergestellt1 da der ,schnitt whrend des ,eintauchens1 das ja von einer ,ecke aus beginnt1 absatzweise auf den ,grund gebracht wird2 dadurch kommt dieser in eine wogende ,bewegung1 und diese teilt sich dem ,schnitte mit4 ,wir haben hiermit die ,kunst des ,marmorierens in allen ihren ,zweigen vorgefhrt1 ohne freilich das ,kapitel erschpft zu haben4 ,nur mit dem ,pinsel in der ,hand und den ,farben vor sich kann man es zu einem geschickten ,marmorierer bringen4 ,immerhin wird man dabei gewisse ,erfahrungsstze verwerten knnen1 die wir hier kurz zusammenfassen4 ,mangelhaftes ,treiben wird bewirkt durch zu geringen ,zusatz von ,galle1 durch zu dicken ,grund1 zu dicke ,farbe und durch zu niedrigen ,wrmegrad 7unter #ac ,reaumur74 ,zu krftiges ,treiben rhrt von zu dnnem oder zu altem ,grunde1 oder fehlender ,galle her4 ,ablaufen der ,farbe kommt von zu dicker ,farbe her oder von ungengendem ,zusatz an ,galle4 ,blasse ,farbe enthlt zu viel ,wasser oder ,galle oder beides1 oder der ,grund ist zu dnn4 ,untersinken der ,farbe ist eine ,folge zu dicker ,farbe1 auch eines ungengenden ,gallenzusatzes oder eines zu alten ,grundes4 ,da ,marmorschnitte ebenso wie andere farbige ,schnitte geglttet werden mssen1 bedarf kaum der ,erwhnung4 ,bei der ,wahl der ,farben zum ,marmorschnitt richtet man sich am besten nach der ,farbenzusammenstellung1 die das zu verwendende ,vorsatzpapier zeigt4 ,eine vllige bereinstimmung braucht dabei nicht erzielt zu werden1 aber wohl ist darauf zu halten1 da die ,farben von ,vorsatz und ,schnitt harmonisch zusammenpassen4 #e4 ,der ,goldschnitt4 ,die ,herstellung des ,goldschnittes galt in frheren ,zeiten fr eine ganz besonders schwierige ,arbeit1 fr eine ,art ,geheimnis4 ,heutzutage werden indes mit einfacheren ,mitteln weit vollkommenere ,goldschnitte hergestellt als in alten ,zeiten1 wo man nach einem ,rezepte verfuhr1 das viel berflssige1 ja selbst ungeeignete ,zuthaten enthielt4 ,das ,gelingen ist abhngig von der ,beobachtung der grten ,sauberkeit und von der ,sorge fr einen mglichst staubfreien ,arbeitsraum4 ,sodann mu darauf gesehen werden1 da das ,bindemittel fr das ,gold nicht zu dick ist4 ,beim ,gltten mu man einen mglichst hohen ,glanz zu erreichen suchen4 ,der ,vorderschnitt lt sich sowohl in geradem wie in gerundetem ,zustande vergolden4 ,in ersterem ,falle1 der auch fr ,ober- und ,unterschnitt gilt1 wird der ,schnitt zuvrderst geschabt4 ,man bringt zu dem ,ende das ,buch nicht mit seiner ganzen ,flche1 sondern nur mit dem dem ,schnitte zunchstliegenden ,teile in die ,presse unter ,vorlage der schon erwhnten keilfrmigen ,bretter 7,spalten74 ,um das ,bearbeiten des ,schnittes zu erleichtern1 legt man auf jeder ,seite eine zweite ,spalte vor4 ,whrend die am ,buche liegenden ,spalten mit diesem genau abgleichen1 werden die ,vorlegespalten um #c mm zurckgesetzt4 ,dadurch wird erreicht1 da der ,schnitt in der ,presse etwas zurckgesetzt und dadurch schrfer gepret werden kann4 7,fig4 #dj;a47 ,mehr1 als angegeben1 drfen jedoch die ,spalten nicht abstehen1 da sonst der scharfe ,druck verloren geht4 ,genau in derselben ,weise wird auch der spter zu behandelnde ,hohlschnitt eingesetzt4 ,illustration3 ,fig4 #dj;a4 ,zum ,vergolden eingesetzter ,vorderschnitt4 ,vor dem ,einpressen mu man sich berzeugen1 da die ,spalten genau ,linie halten1 anderenfalls stt man sie mit einem ,tischlerhobel etwas ab1 da dies in der ,presse weniger gut mglich ist4 ,jetzt wird der ganze ,schnitt mit einer guten1 etwas biegsamen ,ziehklinge geschabt4 ,die ,klinge mu auf ,vorder- und ,rckseite einen ,grat haben1 der mit einem ,stahle daran gestrichen wird4 ,sehr brauchbar zum ,schaben sind abgebrochene ,sgebltter1 die man bei ,tischlern leicht erhalten kann4 ,klingen derart werden am ,rande auf einem ,drehsteine geradegeschliffen4 ,die ,klinge wird dabei in der ,richtung des drehenden ,steines1 niemals quer gehalten4 ,nicht jedes ,mal1 wenn die ,klinge stumpf geworden1 wird sie neu geschliffen1 vielmehr hilft hier der ,stahl nach1 indem die ,klinge an die ,tischkante gelegt und der ,grat nach dem ,rande zu heruntergestrichen wird4 ,ist dies an beiden ,seiten der ,fall1 so wird die ,klinge auf die hohe ,kante gestellt und der ,grat nach rechts und links zurckgelegt4 ,beim ,schaben ist darauf zu achten1 da weder das ,kapital noch das ,ende am ,vorderschnitte heruntergeschabt werde4 ,am ,kapital1 besonders wenn es sehr auseinandergetrieben ist1 kann man mit einer ,schlichtfeile etwas nachhelfen4 ,whrend der ,arbeit liegt die ,presse flach1 mit dem einen ,ende des ,balkens auf dem ,tische1 mit dem anderen auf dem ,preknecht4 ,damit die ,presse ihre ,lage nicht ndern kann1 zieht man eine ,schieblade etwas aus dem ,tische heraus und legt die ,presse darauf1 so da sie gegen die ,tischkante fest anliegt4 ,schnitt und ,spalten mssen nach dem ,schaben eine vllig ebene ,flche ohne ,vertiefungen oder ,scharten bilden4 ,man dreht deshalb die ,presse1 wenn das eine ,ende geschabt ist1 herum1 um das andere ,ende bequemer vollenden zu knnen4 ,ein gut geschabter ,schnitt soll gleichmig blank sein1 auch keine ,spuren vom ,beschneiden zeigen4 ,das ,schaben glttet einmal den ,schnitt1 hat aber den ferneren ,zweck1 die ,poren des ,papieres mglichst zu schlieen4 ,um das ,zudrcken derselben noch zu verstrken1 wird der ,schnitt mit ,wasser1 unter das ein wenig ,kleister gerhrt wurde1 berfahren und mit einem ,pack ,papierspne so lange fest abgerieben1 bis die ,flche in hohem ,glanze erscheint4 ,auf diesen ersten ,grund kommt ein zweiter aus ,bolus4 ,dieser ist durch ,abschlmmen und vielfaches ,reiben aus armenischem ,bolus gewonnen und erscheint gebrauchsfertig im ,handel4 ,ein wenig davon wird mit einem ,messer in ein ,gef geschabt und mit ,schnitteiwei -- wir werden dessen ,herstellung alsbald kennen lernen -- angerhrt1 so da eine gut streichende ,farbe entsteht1 die durchaus frei von ,krnern oder ,unreinigkeiten sein mu4 ,mit einem ,haarpinsel wird diese ,grundfarbe gleichmig aufgestrichen4 ,dieser ,bolusgrund hat den ,zweck1 dem ,golde mehr ,feuer und ,glanz zu erteilen4 ,die ,schnitte des vorigen ,jahrhunderts sind meist ohne farbigen ,untergrund hergestellt1 dagegen rieb man sie mit einer ,meerzwiebel statt des ,kleisters ab2 spter1 im ,anfange unseres ,jahrhunderts1 wurden dem ,kleisterwasser einige ,tropfen ,scheidewasser beigemengt4 ,nach dem ,abtrocknen des ,bolusgrundes wird das ,gold auf den letzten ,grund -- stark verdnntes ,eiwei -- aufgetragen4 ,dazu mu das ,gold gengend zurechtgeschnitten vor dem ,arbeiter auf dem ,kissen liegen4 ,das zum ,vergolden dienende legierte ,gold kommt als ,blattgold in den ,handel und bildet ein so ungemein feines ,hutchen1 da der geringste ,zugwind es fortfhrt4 ,deshalb mu der ,vergolder darauf sehen1 da der ,arbeitsraum ganz zugfrei ist4 ,selbst ein lebhafter ,atemzug ist gengend1 das ,blttchen fortzutreiben4 ,damit von dem leichten1 kostbaren ,stoffe nichts verloren gehe1 darf man ihn auch nicht mit den ,fingern anfassen4 ,man bedient sich deshalb des sogenannten ,goldmessers1 das eine etwa #bj cm lange1 zweischneidige1 aber stumpfe ,klinge hat1 die mit dem ,stahle etwas angeschrft wird1 jedoch nur so weit1 da sie ein ,blttchen zerschneidet1 ohne das ,kissen zu verletzen4 ,mit dem ,goldmesser werden die ,blttchen1 die zwischen getalktem ,seidenpapier in ,bchelchen liegen1 auf das ,kissen gebracht4 ,man fhrt dabei mit dem abgerundeten ,ende des ,messers vorsichtig mitten unter das ,goldblatt1 hebt es in die ,hhe1 da die beiden ,enden rechts und links frei herunterhngen1 und legt es auf das ,kissen4 ,dabei dreht man das ,messer ein wenig nach einer ,seite1 was zur ,folge hat1 da das eine ,ende des ,goldes etwas tiefer herabhngt und das ,kissen berhrt2 eine ,drehung des ,messers um sich selbst lt das ,goldblatt vllig eben auf das ,kissen gleiten4 ,die ,arbeit ist leicht1 will aber einige ,male gebt sein4 ,liegt das ,blatt nicht ganz glatt auf1 so hilft man dem belstande dadurch ab1 da man mit dem ,messer auf das ,kissen klopft oder leicht mitten auf das ,blatt haucht4 ,das ,goldkissen besteht aus einem mit nur ganz wenig unterpolstertem ,kalbleder fest berspannten ,brettchen4 ,das ,leder zeigt dabei die rauhe ,seite1 die man1 um das ,anhngen des ,goldes zu verhten1 mit ,kreide oder ,thonerde einreibt4 ,zu ,goldschnitten wird meist ,rotgold1 zu ,handvergoldungen ,orangegold genommen4 ,grngold ist zwar billiger1 sieht aber weniger fein aus4 ,zum ,zwecke des ,vergoldens wird das ,goldblttchen in ,streifen zerlegt1 die etwas breiter als der ,schnitt selbst sind4 ,wie viele ,streifen man fr die ganze ,lnge des ,schnittes haben mu1 hat man im voraus zu berechnen1 um whrend des ,auftragens nicht erst neues ,gold hervorholen zu mssen4 ,auch soll stets noch ein ,streifchen im ,vorrat liegen bleiben1 damit man kleine ,risse oder ,fehler im ,golde sofort mit einem ,stckchen bedecken kann4 ,unmittelbar vor dem ,auftragen wird der abgetrocknete ,bolus mit einer scharfen ,brste gut abgebrstet1 um ,staub1 ,krnchen oder ,pinselhaare zu entfernen4 ,das ,schnitteiwei bereitet man1 indem man das ,weie von einem ,ei in ein ,halbliter-,glas mit klarem ,wasser schlgt und das ,ganze schaumig quirlt4 ,wenn die ,flssigkeit gleich gebraucht werden soll1 mu sie filtriert werden2 hat sie einen ,tag gestanden1 so gengt es1 wenn die obere ,schaumschicht abgehoben wird4 ,wie der ,bolus wird auch das ,eiwei mit einem ,haarpinsel aufgetragen1 der nur diesem ,zwecke dienen darf und nach jedesmaligem ,gebrauche grndlich gereinigt werden mu4 ,das ,eiwei wird recht dick1 sozusagen schwimmend aufgetragen1 damit bis zum ,aufbringen des ,goldes stets noch ein reichlicher berschu an ,feuchtigkeit vorhanden ist4 ,zum ,auftragen des ,goldes dienen verschiedene ,vorrichtungen1 deren einfachste und zweckmigste der ,anschieer ist4 ,unter diesem ,namen ist in allen ,farbenhandlungen ein handbreiter ,pinsel von ,dachshaaren zu haben1 dessen ,haare in ganz dnner ,lage in gleicher ,lnge zwischen ,karton gefat sind4 ,mit einem solchen ,anschieer wird einige ,male durch das ,haar gestrichen1 damit dieses etwas von seinem ,fettgehalt abgebe1 und das ,gold vom ,kissen abgehoben1 indem man es mit den ,haaren des ,anschieers aufnimmt4 ,das ,gold wird dann auf das ,eiwei gebracht1 auf welchem es sofort haftet4 ,wenn nach und nach der ganze ,schnitt mit ,gold belegt ist und etwaige ,fehlstellen mit einem ,flickchen versehen worden sind1 so lt man den berschu des ,grundes ablaufen1 indem die ,presse aufgehoben und quer auf den ,tisch gestellt wird1 bis das noch reichlich vorhandene ,eiwei unter dem ,golde hervorgequollen und abgetropft ist4 ,danach erst wird die ,presse zum ,trocknen beiseite gesetzt1 doch so1 da der ,oberschnitt nach unten gekehrt ist4 ,dies hat seinen ,grund darin1 da die ,feuchtigkeit1 die sich natrlich nach unten zieht1 am ,oberschnitte nicht so leicht in den ,band eindringen kann als an dem rauhen ,unterschnitte1 an welchem auch das ,papier meist weniger fest ist4 ,das ,auftragen kann auch mit einem in ,rahmen gespannten ,flor1 mit zwei in ,rahmen stellbaren parallelen ,fden oder mit ,papierstreifen geschehen2 diese letztere ,art ist noch vielfach in ,gebrauch und hat den bei einer greren ,anzahl von gleichgroen ,goldschnittbnden ins ,gewicht fallenden ,vorteil1 da smtliche ,goldstreifen zum ,auftragen fertig vorbereitet und einer nach dem anderen sofort aufzutragen sind4 ,man verfhrt dabei so1 da man die ,papierstreifen1 die mindestens so breit wie der ,schnitt und einige cm lnger als die ,goldstreifen sind1 leicht ber das ,haar streift und mit ihnen die einzelnen ,streifen aufnimmt1 doch so1 da das ,gold etwa einen ,messerrcken breit bersteht1 damit die genaue ,anlage des ,goldes erfolgen kann4 ,das ,auftragen mit ,flor geschieht oder geschah in ganz derselben ,weise2 es bietet den ,vorteil1 da die ganze ,schnittlnge auf einmal aufgenommen werden kann4 ,die ,auftragerahmen mit ,fden finden beim ,hohlschnitt1 auf den wir noch zu sprechen kommen1 zweckmige ,verwendung4 ,ist der ,schnitt trocken1 so beginnt das ,gltten4 ,es erfordert einige bung1 dem ,schnitte den richtigen ,grad von ,trockenheit anzusehen1 und doch kommt viel darauf an1 da bei zu geringer sowohl wie bei zu groer ,trockenheit der ,schnitt matt bleibt4 ,am besten zeigt das ,anhauchen des ,schnittes1 ob man abgltten darf oder nicht4 ,steht der ,hauch lngere ,zeit1 so ist der ,schnitt zu na2 verschwindet er sofort1 so ist die ,flche zu trocken geworden4 ,den richtigen ,zeitpunkt erkennt man daran1 da der ,hauch nicht zu langsam vom ,rande her nach der ,mitte zu verschwindet1 whrend nach dem hinteren ,ende zu die ,feuchtigkeit etwas lnger sichtbar bleibt4 ,der erste ,akt beim ,gltten ist das sogenannte ,angltten4 ,ein ,stck ,schreibpapier1 das man zuvor erst leicht mit beiden ,seiten ber das ,haar zieht1 wird ber den ,schnitt gelegt und dann der ,zahn in ,bewegung gesetzt4 ,nach dem ,angltten berzeugt man sich1 da keine ,fehler oder ,risse vorhanden sind1 welche sonst durch aufgelegte ,goldflicken ausgebessert werden mssen4 ,zu dem ,zwecke wird auf die schadhafte ,stelle gehaucht1 und1 solange der ,hauch noch steht1 das ,gold aufgelegt und angeglttet oder mit dem ,zahne leicht aufgeklopft -- ,schlag an ,schlag4 ,nachdem man den ,schnitt mit einem ,wachslppchen leicht berfahren hat1 wird die ganze ,flche ,strich an ,strich nicht zu krftig und ohne ,hasten abgeglttet1 dann nochmals mit dem ,wachslappen berfahren und beim dritten ,male fertig geglttet4 ,finden sich dann noch schadhafte ,stellen1 die stets eine ,folge unvorsichtigen ,glttens sind1 so mssen diese geflickt werden4 ,dabei wird auf die fehlerhafte ,stelle ein ,tropfen reiner ,spiritus gebracht und dann der ,fleck der ,lnge nach geglttet1 whrend im brigen1 wie auch beim farbigen ,schnitte1 quer geglttet wird4 ,stellen sich weie oder graue ,stellen ein1 so ist der ,schnitt noch zu feucht1 oder aber er ist nicht gengend fest eingepret4 ,sehr lange ,goldschnitte pressen sich meistens in der ,mitte schlecht1 da die ,prebalken bei lngerem ,gebrauche die ,neigung haben1 sich zu biegen2 man hilft sich1 indem in der ,mitte zwischen die erste und zweite ,spalte ,abschnitte von ,aktendeckeln oder dnnen ,kartons eingelegt werden4 ,illustration3 ,fig4 #da4 ,zum ,vergolden eingesetzter ,oberschnitt4 ,der ,vorderschnitt wird1 nachdem er vergoldet worden ist1 wieder gerundet4 ,das ,vergolden des ,ober- und ,unterschnittes erfolgt in gleicher ,weise wie beim ,vorderschnitte4 ,beim ,einpressen hat man aber eine ,vorsichtsmaregel zu beobachten1 damit der hohle ,vorderschnitt keinen zu starken ,druck erhlt und infolgedessen sich verpret1 d4 h4 runzelig wird4 ,dies geschieht1 indem man eine zweite ,spalte vorlegt1 diese aber nicht allein hinter dem oberen ,schnittrande1 sondern auch hinter den ,vorderschnitt etwas zurcksetzt1 so da dieser selbst keinen eigentlichen ,druck erhlt4 7,fig4 #da74 ,man nimmt zum ,einpressen von ,oberschnitten meist zwei ,querbretter1 welche besonders zum ,goldschnittmachen gehalten werden2 diese mssen scharf in den ,falz gesetzt sein4 ,zum ,zurcksetzen werden dann ,lngebretter genommen1 die nicht ,gefahr laufen1 abzubrechen4 ,es ist hier noch nachzutragen1 da der ,goldschnitt1 wenn er in geradem ,zustande vergoldet wird1 doch vorher gerundet und abgepresst sein mu2 er wird zum ,beschneiden dann aufgebunden4 ,immerhin kann es auch einmal vorkommen1 da ein ,band vor dem ,abpressen vergoldet werden mu4 ,in diesem ,falle ist es erforderlich1 da das ,buch erst rundgeklopft und dann wieder geradegestoen wird2 geschieht dies nicht1 so ist zu besorgen1 da die ,bogen beim spteren ,runden vorschieen4 ,bei dem ,vergolden des ausgerundeten ,schnittes 7,hohlschnitt7 ist das ,verfahren im allgemeinen dasselbe4 ,zum ,schaben bedient man sich in diesem ,falle einer ,ziehklinge mit gerundeter ,schneide1 die bequem in die ,rundung des ,schnittes pat und darin hin- und hergefhrt werden kann4 ,bei ,bnden1 in denen ,karten oder ,photographien vorkommen1 oder bei ,photographie-,album-,bnden wird der ,schnitt vorher ausgeraspelt4 ,es dient hierzu eine sogenannte ,strohfeile1 deren beide ,enden nach oben gebogen und die dann mit ,handgriffen versehen sind4 ,zum ,auftragen des ,goldes kann man beim ,hohlschnitt den ,anschieer nicht gebrauchen4 ,statt seiner bedient man sich zweier ,fden1 die auf ein leichtes ,rhmchen von ,holzstbchen verschiebbar gespannt sind4 ,die ,breite der ,hohlkehle wird durch ,einlegen eines ,streifens ,papier genau ausgemessen und mit einer ,zugabe fr ungenaues ,auftragen auf die ,fden bertragen1 d4 h4 die ,fden werden auf die gefundene ,breite eingestellt4 ,ebenso wird in dieser ,breite das ,gold zugeschnitten2 jedoch werden die ,blattlngen nicht einzeln aufgenommen1 sondern in der ,ausdehnung des ganzen ,schnittes aneinander gehngt4 ,ein ,blatt wird ans andere so angeschoben1 da es das vorhergehende etwa #b mm deckt1 bis die lange des ,schnittes erreicht ist4 ,die ,rnder werden aneinander befestigt1 indem man sie mit der flachen ,kante des ,messers an der ,verbindungsstelle aufeinander drckt4 ,dieser lange ,streifen wird nun mit dem ,rhmchen1 bez4 mit den beiden ,fden1 mit denen man wie bei dem ,anschieer zuvrderst ber das ,haar fhrt1 an den ,lngsseiten aufgenommen4 ,damit nun das ,gold in die ,rundung pat1 werden die ,fden so weit zusammengeschoben1 da die ,rundung der ,goldstreifen ungefhr in die ,hhlung pat2 auf genaues ,passen kommt es dabei nicht an1 da die ,feuchtigkeit das ,gold schon anzieht4 ,die weitere ,behandlung des ,hohlschnittes ist dieselbe wie diejenige des flachen ,schnittes4 ,eine eigentmliche ,verzierung wird dem ,goldschnitt durch ,untermalung 7auch durch ,unterfrbung und ,untermarmorierung7 gegeben1 welche erst bemerkbar wird1 wenn man das ,buch aufschlgt und der ,schnitt sich lockert4 ,die ,bemalung1 bez4 ,marmorierung geschieht dann nicht an dem festen ,schnitte1 sondern die ,bltter des ,buches werden ein wenig schrg aufgeschoben und in dieser ,stellung durch ein ,band festgehalten2 die schrge ,flche wird entweder mit ,aquarellfarben bemalt1 in gewhnlicher ,weise marmoriert1 oder mit dem ,pinsel gefrbt4 ,eine besondere knstlerische ,fertigkeit erfordert die erstere ,art1 whrend beim ,marmorieren und ,frben nur einige ,vorsicht zu empfehlen ist1 damit die ,farben nicht in das ,buch laufen2 beim ,frben darf der ,pinselstrich nicht mit den ,blttern gleichlaufen1 sondern mu von oben ber dieselben herabgefhrt werden4 ,wer nicht selbst malt1 sondern die ,arbeit von einem ,knstler fertigen lt1 der halte denselben dazu an1 die ,farben vorsichtig und sparsam aufzutragen1 krftige ,deckfarben aber ganz auszuschlieen4 ,anderenfalls kleben sehr leicht die ,bltter aneinander1 und nicht allein der darber kommende ,goldschnitt1 sondern auch die ,malerei leiden ,schaden4 ,ist ein solcher ,schnitt vllig trocken geworden1 so wird er aus der schrgen ,stellung gelst1 gerundet oder in gerader ,stellung in gewhnlicher ,weise vergoldet1 wobei aber mit ,vorsicht geschabt wird1 damit keine ,stellen der ,untermalung verloren gehen4 ,diese ,art ,doppelschnitte1 die sich erst whrend des ,aufbltterns zeigen1 sind erst in der ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts in ,aufnahme gekommen und haben nie eine ausgebreitete ,verwendung gefunden4 ,das ,beste derart1 was dem ,verfasser bekannt geworden1 ist eine im ,besitze des ,buchhndlers ,lempertz zu ,kln befindliche ,geschichte des siebenjhrigen ,krieges mit ,aquarellen in ,chodowieckischer ,darstellungsweise4 ,ungleich bestechender auf den ersten ,blick sind die punzierten ,schnitte1 deren ,ausfhrung fr den1 der etwas zeichnen kann1 eine verhltnismig leichte ist4 ,es gibt dabei zwei ,arbeitsweisen mit verschiedenem ,erfolge3 ,grund matt1 ,ornament hochglanz1 und umgekehrt ,ornament matt1 ,grund hochglanz4 ,die ,herstellung ist folgende4 ,genau zur ,gre und ,breite des ,schnittes passend1 wird eine ,zeichnung entworfen und mit ,pauspapier in der ,weise bertragen1 da auf der mit ,reizwecken ber dem in gewhnlicher ,weise hergestellten ,schnitte befestigten ,pause der ,kontur mittelst eines stumpfen ,metallstiftes nachgefahren wird4 ,die ,zeichnung wird dann1 wenn auch sehr leicht1 doch deutlich sichtbar auf dem ,schnitte stehen4 ,wenn die ,vorderschnitte nicht zu schmal sind1 knnen sie auch als ,rundschnitte in dieser ,weise behandelt werden4 ,derselbe ,stift1 mit dem die ,zeichnung aufgepaust wurde1 dient nun auch zum ,punktieren des ,konturs auf dem ,schnitte selbst4 ,am besten macht man sich einen solchen ,stift selbst aus einer sthlernen ,hkelnadel zurecht1 indem man das kleine ,hkchen an der ,spitze abzwickt1 die ,spitze stumpf-kegelfrmig anfeilt und auf einem lsteine durch fortwhrendes ,hin- und ,herziehen unter drehender ,bewegung poliert4 ,ein solcher ,stift1 der in einen handlichen ,holzgriff eingesetzt wird1 soll nicht kratzen oder reien1 vielmehr1 auf dem ,schnitte hingezogen1 eine hochglnzende1 wenig vertiefte ,rinne hinterlassen4 ,mit diesem ,stifte drckt man1 ,pnktchen an ,pnktchen1 den ,kontur der ,zeichnung nach1 so da diese wie aus fortlaufenden ,perlenlinien zusammengesetzt erscheint4 ,adern1 ,blattrippen knnen dann als gezogene ,linien1 also nicht punktiert1 eingetragen werden1 was sehr zur ,hebung der ,wirkung beitrgt4 ,das ,mattieren des ,ornaments1 oder auch1 wenn die umgekehrte ,behandlung beabsichtigt ist1 des ,grundes1 auf dem das ,ornament steht1 wird mit einem ,mattierpunzen erzielt1 indem dieser den ,umrissen gem mit der linken ,hand gefhrt wird1 whrend die rechte ihn mit einem kleinen1 leichten ,hmmerchen von oben trifft4 ,die ,schlge mssen ganz leicht gefhrt werden1 da schon der leiseste ,druck das ,muster des ,punzens in den ,schnitt eindrckt und zu starker ,druck ,quetschungen des ,papieres verursacht1 die beim ,aufblttern sichtbar werden4 ,je kleiner das ,muster1 desto schner ist die ,mattierung4 ,im allgemeinen ist es zweckmig1 sofort nach bertragung des ,musters zu punzieren und dann erst den ,umri zu punktieren1 da der vorher ausgefhrte ,kontur durch das ,mattieren an ,strke verliert4 ,illustration3 ,fig4 #db u4 #dc4 ,stempel zum ,punzieren der ,schnitte 7um #agjj1 ,wetzlar74 ,durch ,anbringen kleiner ,stern- oder ,ringpunzen an geeigneter ,stelle kann noch vielfache ,abwechselung in den ,schnitt gebracht werden4 ,im #ag4 und #ah4 ,jahrhundert bediente man sich hufig gravierter ,stempel zum ,punzieren1 die dann in vielfacher ,abwechselung zum ,abdruck gelangen konnten4 7,fig4 #db und #dc47 ,doch erlangten solche ,schnitte nie den ,reiz der in obiger1 ltester ,weise verzierten ,arbeiten4 ,diese ,zierschnitte lassen sich auch herstellen mit zweierlei ,gold derart1 da der ,grund oder das ,ornament sich in der ,goldfarbe unterscheiden4 ,die ,arbeit ist ebenfalls nicht schwer1 wenn auch etwas umstndlich4 ,man whlt dazu ein ,muster1 das krftige1 nicht kleinliche ,formen zeigt4 ,dieses wird auf ,pauspapier bertragen und dann durch ,ausschneiden eine ,schablone hergestellt4 ,es leuchtet ein1 da man schon beim ,entwerfen darauf bedacht sein mu1 da die einzelnen ,teile gengenden ,zusammenhang haben2 deshalb ist es zweckmig1 den ,grund der ,schablone stehen zu lassen1 das ,ornament aber herauszuschneiden4 ,nachdem der ,goldschnitt in einer ,farbe 7meist ,dunkelorange7 aufgetragen und fertig geglttet worden1 macht man ,gold zu einem zweiten ,auftrage zurecht1 am besten ,zitron- oder ,grngold4 ,der ganze ,schnitt wird nun rasch1 aber reichlich mit klarem ,brunnenwasser berfahren1 die ,schablone so aufgelegt1 da das ,muster in der ,mitte steht1 nochmals das ,ganze mit ,wasser berfahren1 das zweite ,gold aufgetragen und der ,band zum ,abtrocknen beiseite gestellt4 ,sowie der ,schnitt halbtrocken ist1 beginnt die ,schablone sich abzulsen2 man glttet ber dieselbe unter ,auflage von glattem ,papier den ,schnitt an1 lt noch kurze ,zeit abtrocknen1 entfernt die ,schablone und glttet fertig4 ,auf einem dunklen ,grunde erscheint dann das hellere ,ornament1 welches jedoch erst durch das ,konturieren und ,punzieren den rechten ,reiz erlangt4 ,die weitere ,behandlung stimmt mit der oben angegebenen berein4 ,das ,bemalen1 richtiger das ,ausschaben und ,ausmalen von ,goldschnitten1 ist eine ,fortsetzung oder weitere ,ausfhrung des punzierten ,schnittes2 einzelne ,teile des ,ornaments werden mit einem feinen ,messer1 dessen ,spitze diesen ,schliff hat ,bild ausgeschabt und mit ,aquarellfarben ausgemalt4 ,es ist dabei zweckmig1 den ,grund zu mattieren1 vom hochglnzenden ,ornament aber berall da ,teile stehen zu lassen1 wo grelle ,lichter oder etwa ,blattrippen1 einzelne ,punkte oder dergleichen im farbigen ,ornament stehen sollen4 ,selbstverstndlich kann auch zweierlei ,gold1 wie vorstehend beschrieben1 ,verwendung finden4 ,erwhnt sei hier noch1 da gegen das ,jahr #ahhj eine ,neuerung auf dem ,gebiete des ,zierschnittes viel von sich reden machte4 ,aber so pltzlich sie auftauchte1 so spurlos verschwand sie auch wieder2 es war dies eine ,art berdruck auf den fertigen ,schnitt4 ,eine gravierte ,platte oder ein ,klischee wird mit einem hellen berdrucksfirnis eingewalzt und mit einer dnnen ,leimhaut -- ,buchdrucker-,walzenmasse -- bedeckt1 so da das ,muster sich auf diese bertrgt4 ,diese ,leimhaut wiederum wird auf den ,schnitt bertragen und das ,muster durch leichtes ,andrcken dort abgedruckt4 ,indem nun der ganze ,schnitt mit ,bronze eingestubt wird1 vollendet man die ,musterung des ,schnittes4 ,wir tragen noch die ,bemerkung nach1 da bei ,photographie-,albums der ,vorderschnitt1 der des dicken ,kartons wegen ,abstze zeigt1 mit einer sogenannten ,rundschneide-,maschine ausgefrst wird4 ,auch zum ,abgltten des ,goldschnittes sind ,maschinen erfunden1 haben sich aber nicht einzubrgern vermocht4 99 99 99 99 99 ,wir kommen nun zu der ,besprechung des ,kapitals oder ,kapitlchens1 der schon oft erwhnten ,ziernaht am ,kopf- und ,schwanzende des ,buchrckens4 ,im allgemeinen wird heute das gewebte ,kapital in solchem ,umfange angewendet1 da es sich kaum verlohnen wrde1 die ,anfertigung des von der ,hand des ,arbeiters durch ,umstechen hergestellten ,kapitals zu beschreiben1 wenn nicht neuerdings wieder darauf ,gewicht gelegt wrde1 da besonders bei feinen ,einbnden1 namentlich guten ,halbfranzbnden1 das ,kapital durch ,handarbeit beschafft wird4 ,illustration3 ,fig4 #dd4 ,mit ,seide vierteilig umflochtenes ,kapital 7italienisch1 um #aejj74 ,schon oben ,s4 #cc erwhnten wir1 da in frhester ,zeit1 wie auch beim orientalischen ,bande1 der unbeschnitten bleibt1 das ,kapitlchen whrend der ,arbeit des ,heftens angestochen wurde4 ,illustration3 ,fig4 #de4 ,mit zweifarbener ,seide umflochtenes ,kapital4 ,illustration3 ,fig4 #df4 ,mit ,lederriemen durchflochtenes ,kapital 7von auen gesehen74 ,das lteste ,kapital war demnach ein ,streifchen ,leder oder ,pergament1 das an jeder ,lage ober- und unterhalb mit angeheftet wurde4 ,spter umwebte man dieses ,kapital noch in der mannigfachsten ,weise1 und zwar3 schrg umflochten a7 mit ,seide als #dteilige ,flechtung 7,fig4 #dd72 b7 mit ,leder als #d- oder #fteilige ,flechtung2 gerade umstochen a7 mit #b ,farben ,seide und kleiner ,kettennaht daneben 7,fig4 #de72 b7 mit #a ,lederriemchen und ,kette 7,fig4 #df72 c7 mit #b ,riemchen und ,kette daneben2 d7 mit #b ,farben ,seide1 kleiner ,kette und doppelter ,einlage 7,fig4 #dg74 ,illustration3 ,fig4 #dg4 ,zweifarbiges ,seidenkapital mit doppelter ,einlage 7italien41 #af4 ,jahrh474 ,illustration3 ,fig4 #dh4 ,kapital vom ,berge ,athos4 ,diese ltesten ,kapitale sind stets mit durch den ,deckel des ,buches gezogen ganz in der ,weise1 wie es mit den ,bnden der ,fall ist4 ,sehr eigentmlich erscheint die ,behandlung bei den ,bnden1 die in der uralten1 aus #bc ,klstern bestehenden ,mnchskolonie am ,berge ,athos1 einem ,vorgebirge der chalcidischen ,halbinsel1 hergestellt wurden1 ebenso bei einzelnen frhen ,bnden italienischen ,ursprungs4 ,das ,kapital ist hier erst nach dem ,ansetzen der ,deckel umstochen2 die ,einlage besteht aus einer krftigen1 gedrehten1 auf der hohen ,kante des ,deckels etwa #e cm langen1 in eine kleine ,rinne eingelassenen ,hanfkordel1 die durch ein ,loch in den ,deckel selbst hineingeklebt1 auch wohl noch mit einem ,holzpflckchen darin eingekeilt und dann erst mit dem ,faden umnht worden ist4 ,beim berziehen des ,deckels mit ,leder wurde der ,einschlag1 soweit notwendig1 unter dem auf der ,deckelkante aufliegenden ,kapitalstck durchgeschoben4 ,sehr zierlich sah es eben nicht aus2 gehalten hat es aber4 7,fig4 #dh47 ,die ltesten1 mit ,leder umflochtenen ,kapitale sind nicht selten1 nachdem der ,einband fertig war1 durch das ,leder des ,rckens hindurch angeflochten1 was recht gut aussieht und dem ,rcken vorzglichen ,halt gewhrt4 ,eine einfache ,art1 das ,kapital am fertigen ,buche anzubringen1 findet man an alten ,einbnden dadurch erreicht1 da der ,einschlag des ,rckens ber ein in beiden ,deckeln befestigtes ,stck ,hanfkordel eingeschlagen und nachher mit einigen groen ,stichen durch ,rcken1 ,einschlag und oberen ,teil des ,buches hindurch kunstlos durchnht ist1 wie etwa heute der ,sattler die ,kanten der ,lederkoffer durchnht4 ,diese ,art war ebenfalls nicht schn1 aber dauerhaft4 ,aus jener ,zeit -- #ad4 ,jahrhundert -- kann man fast an jedem ,bande eine andere1 wenn auch auf demselben ,grundsatz1 nmlich dem der grtmglichen ,haltbarkeit beruhende ,form des ,kapitals finden4 ,dies nderte sich erst1 als die ,buchbinderei zu einem brgerlichen ,gewerbe wurde4 ,das ,kapital wird nun meist mit farbigem ,leinengarn1 oft mit ,seide nach dem ,ansetzen der ,deckel umstochen1 ohne da schon beim ,heften hierzu ,vorkehrungen getroffen werden knnen4 ,noch heute wird in ,england und ,frankreich in derselben ,weise umstochen1 und zwar der ,hauptsache nach immer in gleicher ,weise1 wenn auch in der ,anordnung ,abnderungen vorkommen4 ,stets werden dabei zwei ,seidenfden von verschiedener ,farbe verwendet1 die an den ,enden oder in der ,mitte durch kurze1 andersfarbige ,zwischenstze unterbrochen werden4 ,das ,kapital1 das aus einem eingelegten ,leder- oder ,pergamentstreifen besteht1 wird dabei lediglich mittelst der ,seidenfden am ,buche festgehalten4 ,am schwierigsten ist der ,anfang1 bis die erste ,befestigung zwischen ,buch1 ,einlage und den umstechenden ,seidenfden hergestellt ist4 ,diese werden in dnne1 lange ,nadeln gefat1 bleiben der ganzen ,lnge nach doppelt und werden an den ,enden aneinander geknpft4 ,mit dem ersten ,bogen links wird begonnen und durch dessen ,bruch vom ,rcken her der eine ,faden eingefhrt2 derselbe tritt dann auf dem ,schnitte dicht am ,rande heraus1 wird bis an den ,knoten durchgezogen und einstweilen beiseite gelegt2 am besten hngt man den jeweilig nicht arbeitenden ,faden mit ,nadel in die ,hhlung des ,vorderschnittes4 ,zum ,kapitalumstechen kann man den ,band auf die hohe ,kante stellen2 besser ist es1 den ,band1 etwas mit dem ,rcken zurckgeneigt1 in einen ,vergoldeklotz zu spannen4 7,fig4 #di47 ,das am ,rcken heraushngende ,ende wird ber den aufrecht gestellten ,einlagestreifen weg durch den ersten ,stich wieder nach auen und nochmals ber die ,einlage gefhrt2 die ,nadel wird an ,stelle der ersten weggelegt4 ,der erste ,faden bergreift jetzt den zweiten und zieht ihn als beginnendes ,kettennhtchen in das ,kapital herein1 indem ersterer unter der ,einlage nach auen gefhrt1 angezogen1 ber die ,einlage zurck und in der ,nhe des zweiten ,bogens durch den ,rcken nach auen gestochen wird2 nochmals umschlingt man die ,einlage und wechselt die ,nadeln4 ,der vorhergehende ,faden bergreift den letzteren1 zieht denselben ins ,kettennhtchen herein1 geht ber die ,einlage nach vorn durch den ,bogen nach auen1 umschlingt zum zweitenmale und wird von der anderen ,nadel abgelst4 ,so geht es fort1 bis am ,schlusse die ,fden verknpft1 die ,enden verklebt werden 7,fig4 #ej74 ,illustration3 ,fig4 #di4 ,ein zum ,umstechen des ,kapitals in den ,vergoldeklotz eingesetzter ,band4 ,illustration3 ,fig4 #ej4 ,zweifarbig umstochenes ,kapital4 ,in ,deutschland machte man die ,arbeit ein wenig anders4 ,am ,rcken klebte man ein ,stckchen dnnes ,schafspergament so an1 da es am ,kapital schmal berstand2 an dieses wurde ein ,streifchen ,leder angelegt und in hnlicher ,weise wie vorstehend umstochen1 nur mute bei jedem ,stich durch das ,pergament durchgestochen werden2 alle #c bis #d ,stiche stach man tief in den ,band unter dem ,fitzbund1 sonst aber nur unter der ,einlage durch4 ,auch bei der vorgenannten franzsischen ,art stach man nicht bei jeder ,tour ein1 sondern lie ebenfalls einige ,stiche vorbergehen4 ,unsere jetzige1 in ,deutschland meist angewendete ,art ist folgende4 ,ein ,streifchen steifes ,pergament oder rundgedrehtes ,leder wird auf einen etwa #c cm breiten1 an einem ,rande mit ,kleister angeschmierten ,streifen ,baumwollzeug so geklebt1 da noch ein schmales ,rndchen des ,stoffes ber die ,einlage herber eingeschlagen werden kann4 ,dadurch erhlt man einen an einer ,seite mit einem ,wulst versehenen ,streifen1 der nach dem ,abtrocknen am ,rcken mit ,leim festgeklebt und1 an beiden ,enden mit dem ,falz abgleichend1 passend geschnitten wird4 ,wie bei den ltesten ,bnden ist auch hier eine bereits befestigte ,grundlage fr das ,kapital geschaffen1 welche1 wie oben angegeben1 umstochen wird4 ,soll auf dem ,kapital noch ein zweites ,leistchen1 also eine doppelte ,einlage vorhanden sein1 so wird ein dnnes ,fdchen oder rundgedrehtes ,lederstreifchen eingelegt und1 bevor man den ,faden nach vorn bringt1 jedesmal zuvor umschlungen4 ,an lteren griechischen ,bnden findet sich eine hnliche ,weise1 doch wurde jede ,farbe mit #b ,nadeln gestochen1 so da im ganzen #d ,nadeln im ,gange waren2 es wurden von derselben ,farbe dann etwa #f ,stiche hintereinander gemacht und bei jedem ,stiche die eine ,nadel der vorhergehenden ,farbe oberhalb der ,einlage mit umschlungen4 ,nach dem letzten ,stiche jeder ,farbe zog man die ,nadel mit dem ,faden bis ans ,ende durch1 welcher dann als zweite ,einlage diente1 und nun kam die andere ,farbe in derselben ,lnge und in derselben ,anwendung an die ,reihe4 ,diese ,kapitale sehen sehr regelmig und gut aus1 sind aber nur fr dickere ,bnde verwendbar4 ,ein ,gegenstck mglichst liederlicher ,arbeit1 leider deutschen ,ursprungs1 finden wir am ,ende des #ah4 ,jahrhunderts4 ,in der ,zeit der farbigen ,pergamentbnde wurde ein ,streifchen ,pergament1 wenig berstehend1 am ,rcken angeklebt und mit einem farbigen ,faden -- meistens nicht einmal ,seide -- berwendlings und in recht langen ,stichen bernht1 ohne da auch nur einmal das ,buch selbst angestochen wurde4 ,ein derartiges ,kapital gab dem ,buche keinerlei ,halt1 eine ,verzierung war es ebensowenig4 ,als besondere ,eigentmlichkeit sei noch das orientalische ,kapital vorgefhrt4 ,whrend unsere abendlndischen ,kapitale das ,bestreben haben1 aufwrts zu stehen1 so liegt das orientalische flach auf dem ,buchschnitte auf1 und zwar mit ,recht4 ,unsere ,einbanddecken haben ausnahmslos vorstehende ,kanten2 der orientalische ,band behilft sich ohne dieselben1 die ,deckel gleichen mit dem ,buche vllig ab4 ,es wurde schon gesagt1 da das orientalische ,kapital beim ,heften der ,bltter mit angeheftet wird4 ,die ,art1 wie dies geschieht1 lt unsere ,abbildung 7,fig4 #ea7 erkennen4 ,zwei verschiedenfarbige1 zusammengedrehte ,doppelfden werden in der ,mitte zusammengeschlagen und an einem ,endbogen fest geheftet1 durch jeden ,bogen1 ber den ,schnitt und zwischen den #d ,fden durch wird der webende ,seidenfaden gefhrt1 so da die gleichfarbigen ,fden je einmal ber und einmal unter denselben zu liegen kommen1 d4 h4 zu jedem ,stich werden alle ,fden derselben ,farbe hochgehoben und unter denselben der ,faden durchgefhrt2 zum nchsten ,stiche kommen dann die anderen hoch4 ,meistens liegt unter dem ,ziermschchen noch ein dnnes ,streifchen ,leder4 ,illustration3 ,fig4 #ea4 ,orientalisches ,kapital4 ,unsere heutige ,buchbinderei macht es sich mit dem ,kapitale bequemer4 ,sie benutzt dazu sog4 ,kapitalband1 das fertig im ,handel zu haben ist und aus einem ,streifen ,baumwollgewebe1 dem an einer ,seite ein mit ,seide bersponnener ,wulst angewebt ist1 besteht4 ,in passende ,stcke geschnitten1 wird es ohne weiteres an den ,rcken des ,buches so angeklebt1 da der ,wulst ber dem ,schnitte in der ,rundung des ,rckens liegt4 ,wenig noch im ,gebrauch sind ,zeugkapitale aus gestreiftem ,baumwollstoff1 in den ein dnner ,bindfaden als ,wulst mit ,kleister eingeklebt wurde4 ,in einigen sddeutschen ,strichen blhte bis vor kurzer ,zeit noch das ,papierkapital1 bei dem der ,stoff durch das noch geringere ,papier ersetzt wurde4 ,zur vollstndigen ,ausstattung besserer ,bnde gehrt noch das ,zeichenbndchen4 ,schmales ,seidenband1 unter dem ,namen ,plattschlag bekannt1 oder seidene ,litze1 am ,ende mit einer kleinen ,quaste versehen1 ist am geeignetsten1 doch werden bei groen und schweren ,bnden auch wohl breite seidene ,bnder verwendet4 ,illustration3 ,randleiste von einem arabischen ,einbande4 #b4 ,die ,herstellung der ,decke4 ,der ,deckel des ,buches und das ,ansetzen4 -- ,der ,rcken und dessen ,herstellung4 -- ,das ,leder2 ,ribbeln1 ,schrfen4 -- ,das ,insledermachen2 ,halbfranzband1 ,ganzlederband4 -- ,das berziehen1 die ,verlagsdecke und das ,einhngen4 ,die ,decke des ,buches1 aus dem ,rcken und den an diesen anschlieenden beweglichen ,deckeln 7,vorder- und ,hinterdeckel7 bestehend1 hat ursprnglich keinen weiteren ,zweck als das ,buch zu bewahren1 es gegen ,staub und ,beschdigung zu schtzen4 ,bei den ltesten ,erzeugnissen der ,buchdruckerpresse ist dieser ,zweck der ,decke auch in der technischen wie in der ornamentalen ,behandlung deutlich ersichtlich1 und erst in neuerer und neuester ,zeit haben sich die ,begriffe so weit verschoben1 da die ,decke sehr hufig nur als ,schmuckstck erscheint1 dabei aber wenig mehr geeignet ist1 ihren ,dienst als ,schutzvorrichtung zu erfllen4 ,zum ,teil erklrt sich diese ,wandlung der ,begriffe daraus1 da die sog4 ,inkunabeln 7,wiegendrucke7 aus der zweiten ,hlfte des #ae4 und den ersten zwei ,jahrzehnten des #af4 ,jahrhunderts meist in groen ,formaten1 ,folio oder ,quart1 hergestellt wurden1 und daher schwer zu handhaben waren1 whrend heutzutage das handliche ,oktavformat bei weitem vorherrscht4 ,es ist daher begreiflich1 da man1 um ,folianten und ,quartanten einen krftigen ,schutz zu verleihen1 auf ,holztafeln verfiel1 die einen ,pergament- oder ,lederberzug erhielten4 ,diese ,holztafeln fertigten sich im #af4 ,jahrhundert die ,buchbinder noch selbst mit ,sge und ,hobel an1 wie aus einem ,holzschnitte von ,jobst ,amman ersichtlich1 auf welchem eine ,buchbinderwerkstatt damaliger ,zeit abgebildet ist4 ,whrend im ,orient die ,buchdeckel von jeher aus ,pappe bestanden1 die man an der afrikanischen ,kste mittelst ,zusammenklebens von ,papierblttern1 in der heutigen ,trkei und ,kleinasien aus geschpfter oder gekautschter ,masse herstellte1 kam der ,pappdeckel erst mit ,beginn des #af4 ,jahrhunderts nach und nach im ,abendlande in ,gebrauch4 ,damit ging naturgem auch eine vernderte ,befestigungsweise des ,deckels am ,buchkrper ,hand in ,hand4 ,die ,bnde1 meist ,doppelbnde aus starkem ,leder oder ,hanfschnren 7s4 oben ,s4 #ca7 wurden bei ,verwendung der ,holzdeckel in ersterem ,falle ins ,holz eingelassen und mit einem ,holzpflock weiter befestigt1 im anderen ,falle zog man die ,schnre zweimal durch den ,deckel und verkeilte die ,lcher2 soweit die ,bnde im inneren ,deckel lagen1 lie man sie ebenfalls ins ,holz ein4 ,die ,deckelkanten wurden an der inneren ,seite abgeschrgt4 ,in der heutigen ,buchbinderei kommen verschiedene ,sorten von ,pappdeckeln zur ,verwendung4 ,die beste1 zheste ist die in ,england fr besonders feine ,bnde verwendete1 in den ,papierfabriken aus alten ,schiffstauen hergestellte ,tauenpappe von sehr dunkler ,frbung4 ,dieser am nchsten steht die unter dem ,namen ,spalt- oder ,speltdeckel bekannte graue ,buchbinderpappe1 whrend die gelbe ,strohpappe1 sprde und brchig1 nur fr geringere ,einbnde ,verwendung findet4 ,auerdem sei die ,holzpappe und die ,lederpappe erwhnt2 beide ,sorten finden mehr fr ,kartonagen1 weniger fr ,einbandzwecke ,verwendung4 ,nur selten wird heute noch die ,pappe mit dem ,messer am ,lineal auf dem ,schneidebrett zugeschnitten2 rascher und einfacher1 wenn auch nicht immer zuverlssiger1 arbeitet die ,pappschere1 deren ,einrichtung aus unserer ,abbildung hervorgeht4 7,fig4 #eb47 ,die ,deckel werden entweder unter ,zurechnung der ,kantenbreite zum ,buche passend geschnitten oder aber man richtet sie etwas grer zu1 befestigt sie erst am ,buche und schneidet sie nachher passend2 der ,fachmann nennt dies ,formieren4 ,ober- und ,unterkanten sollen je nach ,gre und ,dicke des ,bandes #c-e mm berstehen1 whrend die ,vorderkante meist noch einen mm breiter gelassen wird4 ,vor der ,befestigung der ,deckel am ,buche1 welche ,arbeit das ,ansetzen heit1 werden dieselben fr alle besseren ,bnde mit ,papier beklebt1 gefttert1 und zwar ,halbfranzbnde auf der inneren ,seite allein1 ,ganzlederbnde auf beiden ,seiten4 ,das ,papier1 stets mit ,kleister aufgeklebt1 wird am hinteren ,rande1 der ,ansatzkante1 umschlagen1 damit dieselbe sich nicht staucht4 ,in ,frankreich und ,england wird1 abweichend von der deutschen ,weise1 das geleimte und gerundete ,buch vor dem ,beschneiden angesetzt und mit den ,deckeln beschnitten2 wir kommen spter hierauf zurck4 ,illustration3 ,fig4 #eb4 ,pappschere von ,chr4 ,mansfeld in ,leipzig4 ,man kann die ,deckel auf dreierlei ,weise ansetzen3 durchziehen1 auf tiefen ,falz ansetzen1 auf die ,bnde ansetzen2 das ,durchziehen geschieht auf folgende ,weise3 #a cm von der ,ansetzkante entfernt wird mit dem ,zirkel eine ,linie hergestrichen und auf dieser die ,durchstichstellen fr die ,bnde markiert2 der ,deckel wird dazu auf dem ,buche genau in die ,lage gebracht1 welche er am fertigen ,buche haben soll4 ,das ,durchstechen geschieht mit einer spitzen ,ahle und in schrger ,richtung nach der ,vorderkante zu4 ,alsdann wendet man den ,deckel um und sticht etwas rechts seitwrts und #a cm weiter zurck zu jedem ,bunde ein zweites ,loch in derselben ,weise4 ,die ,bnde1 deren lose ,enden nicht unter #g cm lang sein drfen1 werden zunchst in ganzer ,lnge gekleistert1 einige ,male durch die ,finger gezogen1 spitz gedreht1 dann einer nach dem andern durch das erste ,loch nach innen1 und durchs zweite wieder nach auen gezogen1 whrend der ,deckel aufrecht im ,falz steht4 ,indem man nun das ,buch dicht vor sich nimmt1 zieht man die ,bnde bei noch hochstehendem ,deckel krftig heran1 legt den aufgeschlagenen ,deckel auf eine ,metallplatte und klopft die ,bnde von beiden ,seiten des ,deckels mit dem ,hammer gut nieder2 das berstehende ,ende wird glatt abgeschnitten und der ,deckel vorsichtig zugelegt4 ,das ,buch wird alsdann gewendet und die andere ,seite genau ebenso behandelt4 ,damit spter die ,deckel sich gut und frei auflegen1 wird schon vor dem ,abpressen eine ,lage ,makulatur vor den ,endbogen leicht angeklebt und bis zum ,fertigmachen des ,bandes mit bearbeitet2 es ist dies unbedingt notwendig1 denn nur so ist der wirklich schne ,falz zu erlangen1 den wir mit ,recht an englischen und franzsischen ,bnden bewundern4 ,einfacher ist das ,ansetzen auf tiefen ,falz4 ,die ,deckel werden passend auf das ,buch gelegt1 die nicht mehr als etwa #d cm langen ,bnde mit einem ,messer gleichmig auf den ,deckel herbergestrichen und mit ,kleister strahlenfrmig und recht glatt festgeklebt2 darber kommt ein ,streifen ,papier1 der die ,bnde deckt4 ,nachdem die ,rckseite in derselben ,weise behandelt worden ist1 wird der ,band1 am besten unter ,vorlage von ,zinkblechen1 zwischen ,brettern eingepret4 ,wir erwhnten schon oben das ,formieren1 welches fr gute ,bnde selbst in solchen ,werksttten noch blich ist1 die mit ,pappscheren versehen sind1 da der sehr glatte ,schnitt des ,messers selbst von der schrfsten ,pappschere nicht erreicht wird4 ,zu dieser ,arbeit dient ein ,kantenlineal1 d4 i4 ein dnnes1 je nach ,buchgre lngeres oder krzeres ,lineal1 an dessen einem ,lngsrande eine schmale ,schiene in der ,breite der ,buchkante aufgenietet ist4 ,die eben erwhnte glatte ,deckelkante erzielt man in ,england und ,frankreich dadurch1 da man die ,bcher oben und unten mit den ,deckeln in der ,beschneidepresse beschneidet2 auch der ,vorderschnitt wird meist nicht in der ,maschine geschnitten4 ,whrend wir in ,deutschland den ,vorderschnitt zuerst machen1 schneidet man dort die krzeren ,schnitte zuerst1 indem man die durchgezogenen ,deckel beim ,unterschnitt nach oben1 beim ,oberschnitt nach unten zurckschiebt1 mit ,winkel und ,bleistift die genaue ,schnittlinie verzeichnet1 den ,band einsetzt und abschneidet2 dadurch erreicht man eine genau parallele und an beiden ,seiten gleich berstehende ,kante4 ,zum ,schneiden des ,vorderschnittes schlgt man die ,deckel zurck und macht das ,buch wieder gerade1 was in ,frankreich unter ,anwendung des sogenannten ,persierens geschieht4 ,die ,deckel werden zurckgeschlagen1 das ,buch zwischen zwei ,spalten gefat und durch ,hin- und ,herdrcken mit den ,spalten nach und nach in eine gerade ,richtung gebracht1 in der es eingesetzt und beschnitten wird4 ,etwas abweichend verfhrt man in ,england2 indem man den ganzen ,band mit dem ,rcken auf den ,tisch stemmt1 drckt man mit den ,deckeln den ,band nach hinten1 wonach man diesen selbst mit zwei eisernen ,klammern1 die oben und unten angeschoben werden1 in der so erreichten geraden ,lage festhlt und zum ,beschneiden einsetzt4 ,in beiden ,fllen wird die ,vorderkante der ,deckel am ,lineal mit dem ,messer geschnitten4 ,bei geringeren ,arbeiten setzt man die ,deckel an1 indem die ,bnde auf den ,flgelfalz1 und auf diesen die ,deckel aufgeklebt werden1 welche letzteren man vorher etwa #d cm breit mit ,kleister auf der ,innenseite anschmiert4 ,in jeden ,falle1 gleichviel welche ,ansatzweise in ,anwendung kam1 wird der ,band nach dem ,ansetzen der ,deckel einige ,zeit1 je lnger desto besser1 eingepret4 ,illustration ,schon frher 7,s4 #de7 haben wir bemerkt1 da der gewhnliche ,halbleinenband auf einfachere ,weise mit sogenanntem gebrochenem ,rcken hergestellt wird4 ,derselbe wird aus nicht zu dickem1 aber krftigem ,stoff1 am besten ,aktendeckel gemacht4 ,an demselben sind auer dem eigentlichen ,rckenteil die ,gelenke und je ein ,flgel zum ,ankleben unter den ,deckel herzustellen4 ,ein ,stck ,aktendeckel1 #b cm langer als das ,buch1 #e cm breiter1 als der ,rcken ber der ,rundung betrgt1 wird an beiden ,lngsseiten mit scharfem ,messer etwas verlaufend abgeschrft1 damit unter dem ,papier ein ,absatz mglichst vermieden wird4 ,mit einem ,streifen ,papier wird die ,rundung ber den ,rcken gemessen von ,falz zu ,falz1 in den ,zirkel genommen und oben wie unten auf die ,mitte des ,rckens bertragen4 ,diesen ,punkten gem wird am ,lineal her mit dem ,falzbein ein ,strich gemacht und der ,ansatzflgel lngs des ,lineals in die ,hhe gebogen und mit dem ,falzbein hart daran hergestrichen4 ,sind beide ,rckenbrche in dieser ,weise hergestellt1 so biegt man die beiden ,ansatzflgel auf den ,brchen vollends um und streicht sie recht fest nieder4 ,damit der ,deckel sich aber recht frei auflege1 wird ein zweiter ,bruch1 der sogenannte ,falzbruch1 gemacht4 ,das ,lineal wird im ,rcken parallel mit dem ersten ,bruch1 aber etwa bis cm 7je nach ,gre des ,buches7 nach innen gerckt1 angelegt und auf den herbergelegten ,ansatzflgel ein zweiter ,bruch an das ,lineal herangerieben4 ,der innere ,teil des ,rckens wird mittelst ,durchziehens unter dem ,falzbein gerundet4 ,der nun zum ,ansetzen fertige ,rcken mu diese ,form ,bild haben4 ,die beiden ,ansatzflgel werden angeschmiert1 ans ,buch geklebt und darauf die ,deckel angesetzt1 eingepret und nachher formiert1 wenn die ,deckel nicht vorher passend waren4 ,alles ,kleben geschieht mit ,kleister4 ,bei sehr dicken ,bnden wird vor dem ,ansetzen noch ein zweiter ,streifen in den mittleren ,teil des ,rckens eingeklebt4 -- ,somit sind wir schon am ,rcken des ,buches angekommen1 haben jedoch noch einiges ber diesen ,bestandteil der ,decke vorauszuschicken4 ,der sogenannte feste ,rcken war bis gegen ,ende des #ae4 ,jahrhunderts allein blich2 das ,leder wurde1 nachdem der ,rcken zwischen den ,bnden mit weichen ,pergamentstreifen bis auf den ,deckel herber berklebt worden war1 fest aufgeklebt4 ,alles ,kleben geschah mit ,kleister1 und es scheint1 als sei der ,leim dem ,binder damaliger ,zeit durchaus unbekannt gewesen und erst beim ,aufkommen des ,druckpapieres -- mit dem ,planieren -- zur ,verwendung gekommen2 selbst ein ,leimen des ,rckens fand nicht statt1 die ,befestigung wurde mit ,kleister erreicht4 ,die festen ,bnde mit den unverwstlichen ,rcken von weiem ,schweinsleder sind mnniglich bekannt2 ihre ,dauerhaftigkeit steht aber zur ,bequemlichkeit beim ,gebrauch im umgekehrten ,verhltnis1 denn wenn ein solches ,buch nicht ein sehr groes ,format besitzt1 so schlgt es sich nie recht auf1 und das geffnete ,buch mu auf beiden ,seiten beschwert werden1 um das ,zuklappen zu verhindern4 ,auch alle spteren italienischen1 franzsischen und englischen ,einbnde haben noch feste ,rcken4 ,erst als das ,pergament als berzug der ,decke in ,gebrauch kam1 nderte sich dies1 da ,pergament sich nicht so weit dehnt1 da es ber die ,bnde auf den ,rcken geklebt werden kann4 ,die ersten ,bnde dieser ,art finden sich gegen #afjj 7der lteste1 dem ,schreiber dieses bekannte datiert ,london #aefe71 doch blieb bei ,verwendung anderer ,ledersorten der feste ,rcken nach wie vor in bung1 bis der im #ah4 ,jahrhundert eingefhrte ,pappband mit gebrochenem ,rcken allgemein wurde4 ,auch der ,lederband erhielt nun den hohlen ,rcken1 der den ,vorzug hat1 da er beim geschlossenen ,buche fest anliegt1 beim ,aufschlagen aber sich ablst und ein ,durchbiegen des inneren ,rckens gestattet4 ,damit der ,buchkrper an und fr sich gengende ,festigkeit erhlt1 wird der ,rcken desselben mit einem weniger dicken1 als zhen ,schreibpapier berklebt1 bei ,halbleinenbnden mit gebrochenem ,rcken vor dem ,ansetzen1 bei anderen ,bnden nach dem ,ansetzen in der ,presse4 ,schwieriger ist die ,sache beim ,halbfranzbande1 denn hier wird der ,rcken sofort beim berkleben geformt4 ,zu diesem ,zwecke wird jeder ,band einzeln in eine ,presse gesetzt1 so da der ,rcken frei nach oben steht4 ,dieser wird mit ,leim mig bestrichen1 und ein besonders zhes ,papier1 welches etwas lnger als der ,band und etwa #e-fmal breiter als der ,rcken ist1 aufgeklebt1 und mit einem ,falzbein gut angerieben4 ,auf der einen ,seite wird das ,papier am ,falz her mit einem ,messer glatt weggeschnitten1 am anderen ,falz her wird das ,papier ber den ,rcken zurckgebrochen4 ,an der glatt geschnittenen ,seite wird ganz schmal ,leim gegeben und der herbergelegte andere ,teil des ,rckenpapieres hier angeklebt und gut angerieben4 ,jetzt wird abermals ber den ,rcken zurckgebrochen1 aber der vorher gespannte ,teil angeschmiert1 das ,ende aufgeklebt und angerieben4 ,am ,falz wird abermals zurckgebrochen1 aufgeklebt und dies fortgesetzt1 bis der ,rcken eine der ,schwere des ,buches entsprechende ,dicke erreicht hat4 ,wenn das ,rckenpapier nicht allzudnn ist1 gengen #e geklebte ,lagen fr ein mittleres ,buch4 ,am ,falz der letzten ,papierlage wird das ,papier glatt weggeschnitten4 ,hierbei ist zu bemerken1 da jede ,lage die vorhergehende nicht berragen darf1 sondern eher eine ,kleinigkeit zurckstehen mu1 damit der ,rcken nicht hher wird als die ,deckel4 ,soll ein solcher ,band keine erhabenen ,bnde auf dem ,rcken erhalten1 so ist er jetzt schon fertig zum ,einledern1 nachdem der ,rcken oben und unten noch mit den ,deckeln gleichhoch abgeschnitten wurde1 was zweckmig mit einer ,schere geschieht4 ,in gewhnlichen ,werksttten1 welche nach lterer deutscher ,manier arbeiten1 wird der ,rcken einfacher hergestellt2 ein ,streifen ,aktendeckel1 so lang als die ,deckel1 wird auf die genaue ,breite des ,rckens von ,falz zu ,falz gemessen1 zugeschnitten und gerundet1 indem er unter dem ,falzbein in wiegender ,bewegung durchgezogen wird4 ,an beiden ,lngsseiten schmal angeschmiert1 wird er auf den ,rcken passend angehngt2 er soll sich berall genau an den ,buchkrper anschmiegen und nirgends abstehen4 ,die weitere ,behandlung deckt sich mit der vorher beschriebenen4 ,wie frher1 beim festen ,rcken und mit umstochenen ,heftschnren1 die ,bnde sich erhaben abzeichneten1 so kleben wir auch heute meistens unechte ,bnde von schmalen ,lederstreifen auf dem ,buche auf1 die mglichst die wirklichen ,heftbnde decken sollen4 ,diese ,art ist fr alle besseren ,leder- und ,halbfranzbnde zu empfehlen1 wo nicht ganz besondere ,zwecke einen glatten ,rcken erfordern1 wie etwa bei einzelnen ,arten der ,rokokobnde4 ,je schmler der aufgeklebte ,bund ist1 desto schner ist er4 ,die ,streifen werden etwas lnger als ,rckenbreite zugeschnitten1 genau rechtwinkelig zum ,falz aufgeleimt und an diesem mit einem scharfen ,messer so abgeschnitten1 da er vom ,rcken nach dem ,falz zu ganz dnn verluft4 ,das berziehen1 ,einledern1 hufiger das ,ledermachen genannt1 erfordert als ,vorarbeit das ,schrfen des ,leders4 ,man versteht darunter das ,verdnnen oder ,abflachen des ,leders nach den ,enden zu und in den ,flzen4 ,dies hat den ,zweck1 zu verhten1 da ,rnder oder ,enden auf die daran- oder darbergeklebten ,teile zu stark auftragen4 ,zu dieser ,arbeit dient das ,schrfmesser1 mit dem auf dem ,schrfstein von ,marmor oder ,solenhofer ,schiefer die entsprechende ,behandlung vorgenommen wird4 ,je nach der ,arbeitsweise unterscheiden wir das ,schrfen und ,stoen1 und demgem verwendet man die sogenannte ,berliner und ,offenbacher ,form des ,schrfmessers mit mehr schneidender1 und die ,pariser und ,wiener ,form mit mehr stoender ,bewegung1 hnlich dem ,hobeln des ,tischlers4 ,um bei der ,arbeit die ,finger zu schtzen1 wird der hintere ,teil des ,messers bis zum ,heft mit ,leder umklebt4 ,der ,schrfstein mu entweder gengend schwer sein1 damit er beim ,arbeiten nicht ausweicht1 oder in einen ,holzrahmen gefat werden1 an dessen unterer ,vorderkante eine angeschraubte ,leiste gegen die ,tischkante anstt4 ,der ,stein selbst ist nicht allein auf seiner ,oberflche geschliffen und poliert1 sondern auch die ,vorderkante ist sorgfltig gerundet1 damit das zu verarbeitende ,leder keine ,marken oder ,verletzungen erhlt4 ,gleichviel welcher ,art das ,schrfmesser ist1 immer hlt die linke ,hand das ,leder mit dem ,daumen gegen die vordere ,kante des ,steines gepret1 whrend die anderen ,finger ausgespreizt das ,leder an der zu bearbeitenden ,stelle straff anspannen2 die ,rechte fhrt das ,messer4 ,die ,stomesser arbeiten ,strich an ,strich von rechts nach links1 die ,schrfmesser arbeiten stoend und zugleich schneidend von links nach rechts4 -- ,zur ,zeit findet man in den besseren ,werksttten beide ,arten von ,messer vertreten1 und zwar wird meist fr dnnere ,leder und zum schmalen ,schrfen 7die gewhnliche ,art7 meist ,offenbacher1 fr dickes ,leder und zum breit ,ausschrfen ,pariser ,form benutzt4 ,illustration3 ,fig4 #ec4 ,offenbacher und ,pariser ,messerform4 ,man unterscheidet mehrere ,arten des ,schrfens3 ,abstoen1 ,einschlagschrfen1 ,ausschrfen bei greren ,flchen4 ,erstgenannte ,arbeit ist die leichteste2 wie zu jeder ,art des ,schrfens wird das ,leder erst geribbelt1 d4 h4 der zu schrfende ,lederteil wird nach der ,fleischseite zu umgeschlagen und durch ,hin- und ,herrollen auf dem ,stein unter den ,fingern der rechten ,hand mrbe1 geschmeidig1 und zum ,schrfen geeigneter gemacht4 ,nur dnnere ,sorten1 ,spalt-1 ,kalb-1 ,bastard- und ,bockleder1 werden abgestoen1 d4 h4 es wird davon ein etwa #a cm breiter ,streif nach den ,kanten zu verlaufend abgenommen1 whrend dickere ,ledersorten breiter ausgeschrft werden mssen4 ,wir mssen an dieser ,stelle ber das ,zuschneiden des ,leders noch einiges nachholen4 ,es kommt zuerst in ,frage1 ob der ,band1 zu dem gerade ,leder zuzuschneiden ist1 in ,ganz- oder ,halbleder gebunden werden soll4 ,in jedem ,falle ist es zweckmig1 zuvor ein ,papiermuster zu schneiden1 welches die ,gre des ,leders nebst der fr den ,einschlag erforderlichen ,zugabe darstellt4 ,nach diesem ,muster wird die ,gre auf der ,vorderseite des ,felles mit einem ,falzbein abgezeichnet und dann herausgeschnitten4 ,dies mu auf der ,vorderseite geschehen1 damit kleine ,fehler oder ,flecken im ,leder entweder umgangen oder doch an eine ,stelle gebracht werden knnen1 wo sie nicht bemerkbar sind4 ,die ,ecken werden so schrg abgeschnitten1 da das ,leder1 wenn es von beiden ,seiten ber den ,deckel geschlagen ist1 ber der ,ecke noch etwas bereinander geht4 ,beim ,schrfen mu auf die einzelnen ,teile des ,buches ,rcksicht genommen werden4 ,wird bei dnnem ,leder die ,kante ringsherum auch nur wenig abgestoen1 so mu doch der ,teil1 der an den ,kapitalen ber den ,rcken eingeschlagen wird1 etwas breiter abgeschrft werden1 damit hier das ,leder am ,rcken1 der ja schon durch das angeheftete oder angeklebte ,kapital eine ,verstrkung erfahren hat1 nicht nochmals verdickt wird4 ,in den ,flzen schabt man das ,leder mit dem ziemlich flach gehaltenen ,messer nur etwas aus1 damit es geschmeidig wird4 ,es empfiehlt sich1 vor dem ,schrfen das ,leder um das ,buch herumzuschlagen und alle ,kanten1 sowie auch die ,flze mit einem ,falzbein genau vorzuzeichnen1 um beim ,schrfen sich danach richten zu knnen4 ,bei ,verwendung dickerer ,ledersorten mu der ,einschlag breiter abgeschrft werden4 ,nachdem auch hier alle ,kanten genau vorgemerkt sind und auch das ,ribbeln sorgfltig ausgefhrt ist1 wird zunchst ringsherum die ,kante abgestoen2 dann aber bis ber den vorgezeichneten ,strich hinaus1 oder richtiger gesagt hinter der ,vorzeichnung beginnend1 das ,leder breit ausgestoen1 so zwar1 da merkliche ,unebenheiten1 ,vertiefungen oder stehen gebliebene ,teile mit den ,fingerspitzen nicht zu fhlen sind1 auch an der ,umschlagestelle das ,leder sich weich und geschmeidig umlegen lt2 ebenso mu der ,falz1 sowohl vom ,deckel als vom ,rcken her1 gut und gleichmig ausgestoen sein4 ,am schwierigsten ist es1 ganze ,rcken oder berhaupt grere ,stcke auszuschrfen1 wie dies bei ,marokko oder echtem ,saffian1 auch bei ,schweinsleder hufig vorkommt4 ,unter allen ,umstnden ist dies auch an sehr breiten ,einschlgen bei ,ganzlederbnden notwendig1 die spter mit innerer ,kantenvergoldung versehen werden sollen4 ,ein durchaus scharfes ,messer1 das wiederholt auf einem guten lstein abzuziehen ist1 und eine sichere ,handfhrung sind fr diese ,arbeit unbedingtes ,erfordernis1 vor allem aber lange und fleiige bung4 ,wem die ,zeit beim ,schrfen zu lang wird1 der kann diese ,arbeit1 von der das saubere und gefllige ,aussehen eines ,bandes abhngig ist1 nie erlernen4 ,deshalb lasse sich niemand1 besonders im ,anfang nicht1 die ,mhe verdrieen1 an einer greren ,decke fr den ,rcken und dem #d ,finger breiten ,einschlag einen halben ,tag zu schrfen4 ,spter geht die ,arbeit schon schneller1 und was beim ,schrfen an ,zeit verloren ging1 wird beim ,ledermachen und ,vergolden reichlich wieder eingebracht4 ,die ,ecken des ,leders fr ,halbfranzbnde mssen zunchst nach einer genauen ,schablone zugeschnitten werden in der ,form3 ,bild ,die lange ,seite wird nur schmal abgestoen1 whrend alle anderen ,seiten breiter ausgeschrft werden4 ,sehr dickes ,leder wird gleichmig dnner geschrft4 ,ehe das ,ledermachen vorgenommen wird1 werden die nach dem ,falz zu liegenden ,ecken der ,deckel etwas gebrochen1 indem ein ,streifchen ,zinkblech unter den ,deckel geschoben und von diesem etwa cm breit nach den ,ecken zu mit einem scharfen ,messer weggestochen wird4 ,das ,insledermachen1 wie der ,kunstausdruck heit1 wird eingeleitet durch ,anschmieren der ,lederecken und des ,rckens4 ,dann legt man die ,ecken an dem ,buche an1 schlgt erst an ,ober- und ,unterkanten den ,ledereinschlag nach innen1 kneift an den ,ecken das ,leder ein wenig ein und schlgt den ,einschlag der ,vorderkante ber den anderen weg4 ,beide ,einschlge sollen sich nicht mehr1 aber auch nicht weniger decken1 als sie ausgestoen sind1 damit die sich deckenden ,abschrgungen im inneren ,deckel nur wenig zu sehen und kaum fhlbar sind4 ,ist die ,ecke am ,buche festgemacht1 so werden mit dem ,falzbein alle ,kanten noch genau scharf und winklig gerieben1 damit das ,ganze ja recht zierlich aussieht4 ,der ,rcken wird so ber das ,buch gezogen1 da er an beiden ,seiten gleichbreit auf die ,deckel herbergreift2 sind erhabene ,bnde vorhanden1 so mu an diesen das ,leder besonders krftig angezogen werden1 auch der ,bund rechts und links mit einem ,falzbein gut eingerieben werden4 ,mit ,vorteil bedient man sich dabei eines besonders geformten ,holzes von ,buchsbaum2 dieses trgt auf seiner unteren ,seite eine ,kerbe1 in welche der ,bund pat1 und mit dieser wird der ,bund von beiden ,seiten gleichzeitig eingerieben4 ,die ,einschlge am ,kapital werden nun nach innen umgeklebt4 ,es ist dazu notwendig1 etwa zwei cm lang den ,rcken an allen ,flzen vom ,buche abzulsen1 indem man mit einem dnnen1 spitzen ,falzbein unter den geklebten ,rcken fhrt und ihn in den ,flzen aufschlitzt4 ,whrend man mit der linken ,hand den ,buchkrper etwas aus den aufgeschlagenen ,deckeln heraushebt1 schiebt man mit der ,spitze eines ,falzbeins den ,ledereinschlag unter dem ,kapital in den inneren ,rcken und das ,buch ein1 wobei sorgfltig jede ,verunreinigung des ,kapitals mit ,kleister zu vermeiden ist4 ,dieser ,einschlag mu vllig glatt liegen1 darf weder ,falten haben noch zusammengeschoben sein4 7,fig4 #ed47 ,sind beide ,kapitaleinschlge ausgefhrt1 so legt man den ,band quer vor sich1 drckt die ,flze scharf ans ,buch heran1 jedoch so1 da sie oben wie unten vllig gleich1 nicht etwa an einer ,seite breiter sind1 als an der anderen4 ,der ,einschlag im ,falz mu ebenfalls durchaus glatt und straff anliegen4 ,war vor den ,endlagen eine ,lage ,makulatur vorgeklebt1 so kann der ,deckel alsbald zugeschlagen werden1 anderenfalls geschieht dies ,verkleben nachtrglich4 ,die andere ,seite wird in gleicher ,weise zugerichtet und das ,kapital dann uerlich behandelt1 zu welchem ,ende der ,band im ,falz mit einem ,zwirnfaden umschnrt wird4 ,dadurch wird an den ,kapitalen das ,leder nach innen geschnrt4 ,indem man nun dicht neben dem ,faden mit der ,spitze des ,falzbeins in die ,kapitalecke fhrt1 drckt man diese wieder nach auswrts4 ,den ,band legt man flach auf den ,schrfstein1 drckt auch die ,deckelkanten an der ,umschnrung recht glatt und flach1 reibt die ,schnittkante des ,deckels eben und winkelig und wiederholt dies an allen ,kapitalecken4 ,illustration3 ,fig4 #ed4 ,das ,einschlagen des ,kapitals4 ,das ,kapital selbst1 das durch ,herberreiben mit der hohlen ,hand recht gleichmig ber den seidenen ,saum herbergeholt werden mu1 wird oben mit dem ,falzbein gleichmig und nicht zu krftig flachgerieben1 so da das ,seidenkapital wie mit einer ,haube bedeckt ist4 ,schlielich streicht man mit dem ,falzbein unten einige ,male um das ,kapital herum1 wodurch auch hier ein scharfes und sauberes ,aussehen erreicht wird1 und legt den ,band zwischen ,brettern mit frei herausragendem ,rcken -- etwas beschwert -- zum ,trocknen hin4 hnlich1 nur noch etwas umstndlicher ist der ,ganzlederband zu bearbeiten1 bei welchem noch mehr auf gutes ,schrfen ,gewicht gelegt werden mu4 ,das ,leder wird mit ,kleister angeschmiert1 bleibt kurze ,zeit liegen1 wird noch einmal angeschmiert und das ,buch dann so daraufgelegt1 da die beste ,seite des ,leders nach vorn kommt4 ,wird aber die ,vorderseite reich verziert1 whrend auf der ,rckseite grere ,flchen unverziert bleiben1 so bringt man die bessere ,seite nach hinten4 ,die ausgearbeiteten ,flze des berzuges mssen genau mit den ,buchflzen bereinstimmen4 ,unter krftigem ,anziehen ber die ,bnde wird das ,leder nach den ,seiten herbergeklebt1 der ,deckel halb geffnet1 an der ,vorderkante der ,einschlag ohne ,rcksicht auf die ,ecken nach innen geschlagen und der ,deckel geschlossen4 ,das ,leder zieht sich auf diese ,weise recht glatt ber die ,bnde und den ,deckel weg4 ,genau so wird die andere ,seite behandelt4 ,man achte darauf1 da die dnn gearbeiteten ,stellen fr die ,flze sich nicht seitwrts auf den ,rcken oder den ,deckel verschieben1 sondern gerade sitzen4 ,der ,einschlag mu gleichfalls so zubereitet sein1 da die ,abschrfung bereits auf dem ,deckel beginnt1 um die ,kanten herum aber vllig dnn geschrft ist1 so da das ,leder fast wie ein ,kissen sich nach den ,rndern zu verjngt4 ,hat man sich von der ,richtigkeit der ,arbeit berzeugt1 so wird oben und unten eingeschlagen1 zunchst wieder ohne ,rcksicht auf die ,ecken2 vorher jedoch sind die ,lederecken mit einem spitzen ,schrfmesser schrg wegzustoen1 zu welchem ,zwecke der ,vordereinschlag teilweise wieder abgelst wird4 ,je dnner der ,deckel1 desto nher an1 je dicker der ,deckel1 desto weiter von der ,deckelecke wird das ,leder weggestoen4 ,dazu wird die ,klinge im halben rechten ,winkel schrg gehalten und so an der ,pappenecke vorbeigefhrt1 da das ,messer mit seiner flachen ,seite den ,deckel gerade noch streicht4 ,je dicker der ,deckel ist1 desto breiter wird also das ,leder stehen bleiben4 ,wird das ,leder nun ber die ,kanten eingeschlagen1 so mu es genau im halben rechten ,winkel zusammenstoen und sich so weit decken1 als die ,schrgung ausmacht4 ,die ,ecke selbst kann auf zweierlei ,weise behandelt werden2 einmal kann sie1 wie die ,ecke des ,halbfranzbandes1 eingekniffen werden4 ,dann kann auch folgendes ,verfahren eingeschlagen werden1 sofern man ein besonders dehnbares ,leder verarbeitet4 ,indem mit der hohlen ,hand von der ,auenseite her das ,leder ber die ,ecke weggestrichen wird1 schiebt sich dasselbe in einer ,anzahl ganz kleiner ,fltchen zusammen1 und nach dem ,trocknen sieht der ,zusammensto fast wie aus einem ,stck gemacht aus4 ,in beiden ,fllen werden die ,kanten mit dem ,falzbein rechtwinkelig und scharf angestrichen4 ,damit die ,ecke selbst scharfkantig ausfllt1 schlgt man den ,deckel auf und legt ihn mit der ,innenseite flach auf den ,schrfstein1 whrend man die ,kanten mit dem ,falzbein behandelt2 die ,verarbeitung des ,kapitals bleibt dieselbe4 ,dnnes ,kalbleder1 wie es neuerdings hufig im ,handel vorkommt1 wird meist nur an den ,kapitalen1 soweit solche in den ,rcken eingeschlagen werden1 geschrft1 whrend der brige ,einschlag ungeschrft bleibt4 ,wir kommen spter auf die weitere ,behandlung des ungeschrften ,einschlages zurck4 ber die ,behandlung von ,kalikobnden ist folgendes zu bemerken4 ,der ,kaliko wird mit dem ,messer und dem ,lineal zugeschnitten1 und zwar gro genug1 damit die ,einschlge spter unter dem aufzupappenden ,vorsatz gleichmig in der ,breite von cm zu sehen sind4 ,einzelne ,fden1 rauhe ,stellen oder gar schrg geschnittene ,einschlge drfen nicht zu sehen sein4 ,das zugeschnittene ,stck wird mit ,leim angeschmiert1 das ,buch aufgelegt1 der ,kaliko angerieben und scharf eingeschlagen4 ,die ,ecken werden mit der ,schere schrg abgeschnitten1 jedoch so1 da noch genug zum ,einkneifen stehen bleibt2 die ,einschlge sollen sich an den ,ecken nicht mehr als #b mm decken4 ,halbfranzbnde werden1 sobald der ,rcken ganz trocken ist1 mit ,papier oder ,kaliko berzogen4 ,ehe dies geschieht1 wird das ,leder am ,rcken her und an den ,ecken abgeschnitten4 ,mit dem ,zirkel wird von der ,vorderkante nach dem ,leder zu die ,breite des zu berziehenden ,stckes abgestochen und durch einen ,falzbeinstrich markiert2 ebenso werden die ,ecken mit ,hilfe einer kleinen1 auf die ,ecke gelegten ,schablone gleichmig gestrichen4 ,auf diesen ,marken wird aus freier ,hand mit einem scharfen ,messer das ,leder schrg nach der ,mitte zu eingeschnitten und das berstehende abgezogen4 ,der berzug ist so zuzuschneiden1 da er auf allen ,seiten -- also am ,rcken und den ,ecken -- ans ,leder anstt1 dasselbe aber nur soweit deckt1 als es schrg abgestoen ist4 ,vor dem ,zuschneiden des ,papieres 7meist marmoriert1 seltener einfarbig und gepret7 hat man zu berlegen1 wie sich der einzelne ,bogen am vorteilhaftesten einteilt4 ,fr den ,einschlag rechnet man nicht ber #b cm an den ,vorder- und ,oberkanten zu4 ,der ,schnitt wird mit einem scharfen ,messer am ,lineal oder ,winkel ausgefhrt4 ,das ,ausschneiden der ,ecken erfordert besondere ,sorgfalt4 ,am zweckmigsten ist es1 ein berzugsteil dem ,bande an das ,leder anstoend aufzulegen mit der erforderlichen ,zugabe fr den ,einschlag4 ,die beiden unteren ,ecken werden nach oben zurckgeschlagen und an den ,stellen1 wo sie an die ,lederecken anzustoen haben1 wird ein scharfer ,bruch gemacht4 ,streicht man nun mit der ,hand scharf ber die drei ,kanten nach unten1 indem die andere ,hand das ,blatt unverrckbar festhlt1 so erhlt man eine genaue ,marke1 nach welcher das ,ausschneiden der ,ecke zu erfolgen hat4 7,fig4 #ee47 ,die zugeschnittenen berzugsteile werden nun mit ,leim angeschmiert1 zu welchem ,zwecke sie genau geradegestoen auf einer ,unterlage1 der ,anschmierpappe1 aufgelegt werden4 ,zweckmig dafr sind dicke1 nicht zu groe ,pappen1 die mit ,papier1 besser noch mit ,wachstuch bespannt werden2 ist das ,papier wiederholt benutzt1 so wird es von den ,deckeln abgenommen1 eingeweicht und der ,leim ausgekocht4 ,von ,wachstuch lst sich nach dem ,trocknen der ,leim von selbst ab4 ,auch ,zinkblech wird als ,unterlage zum ,anschmieren benutzt mit hnlichem ,vorteil wie ,wachstuch4 ,nicht alle ,bnde werden angesetzt1 in vielen ,fllen werden ,buch und ,buchdecke gesondert hergestellt und ersteres dann in letztere eingehangen4 ,dies ,verfahren wird hauptschlich bei den in ,massen angefertigten ,schulbnden eingeschlagen1 ebenso bei den ,bnden1 zu denen der ,verleger fertige ,decken1 ,verlagsdecken1 liefert1 ferner auch bei den ,photographie-,albums1 auf deren ,herstellung1 da sie in das ,gebiet der ,portefeuille-,arbeit gehren1 hier nicht nher eingegangen werden kann4 ,hat auch die ,kunstbuchbinderei als solche mit der ,verlagsdecke wenig zu thun1 da diese ein ,erzeugnis des ,grobetriebes ist1 so soll hier doch deren ,herstellung der ,vollstndigkeit halber einen ,platz finden4 ,deckel wie ,rcken werden nach ,magabe des beschnittenen und abgepreten ,buches passend geschnitten4 ,der berzugsstoff1 meist ,kaliko1 wird unter ,zugabe des ,einschlages zugeschnitten1 angeschmiert1 ,rcken und ,deckel unter ,berechnung des ,falzes aufgelegt1 der1 je nach ,dicke der ,deckel1 #a bis #c mm betrgt4 ,die ,kanten werden eingeschlagen1 das ,ganze durch die ,anreibemaschine gefhrt1 bei welcher die ,decken zwischen zwei ,gummiwalzen durchgehen4 ,sollen ,halbfranzbanddecken 7das ,wort ist unrichtig1 da ein ,halbfranzband und ,decken sich gegenseitig ausschlieende ,begriffe sind7 hergestellt werden1 so klebt man sowohl die ,rckeneinlage als auch die ,deckel mit ,leim auf dem ,lederrcken auf2 eingeschlagen wird jedoch mit ,kleister1 damit die ,gelenke nicht sprde werden4 ,dann werden ,ecken angemacht und die ,decken in blicher ,weise mit ,papier oder ,kaliko berzogen4 ,illustration3 ,fig4 #ee4 ,ausschneiden der berzugsecken4 ,soll ein ,band in eine solche ,decke mglichst haltbar befestigt werden1 so ist dazu erstlich ein ,kalikofalz im ,vorsatz erforderlich1 dann aber auch mglichst viele ,bnde1 bei #ho ,format mindestens vier4 berhaupt mu man einen solchen ,buchkrper behandeln1 als sollte er in ,halbfranz gebunden werden4 ,man macht zunchst aus ,papier1 besser aus ,stoff eine ,hlse1 d4 h4 man biegt ein ,stck ,papier oder ,stoff1 das genau so lang wie der ,rcken ist1 von beiden ,seiten in der ,breite des ,rckens zusammen1 so da sich die ,rnder in der ,mitte treffen1 wo sie bereinander geklebt werden4 ,beistehende ,figur ,bild gibt das ,schema4 ,diese ,hlse wird mit einer ,seite fest auf den ,rcken der ,decke geklebt1 whrend auf der anderen ,seite der gut gerundete ,buchrcken aufgeklebt wird4 ,zu weiterer ,befestigung mssen die ,bnde und die ,flze des ,bandes recht sorgfltig und sauber am ,deckel festgeklebt werden4 ,ein ,blatt ,vorsatzpapier1 nach ,magabe der ,kanten passend geschnitten1 deckt schlielich die ,innenseite des ,deckels4 ,da ein solcher ,band trotz der vorhandenen ,decke sich nicht fr wenige ,groschen herstellen lt1 sei hier ausdrcklich zum ,troste der ,fachleute betont4 ,fr alle ,flle sollte ein wirklich gutes ,buch gebunden und nicht eingehngt sein4 ,illustration3 ,randleiste von einem ,bande der ,wolfenbtteler ,bibliothek4 #aegb4 #c4 ,das ,fertigmachen vor und nach dem ,vergolden4 ,anpappen -- ,offen ,anpappen -- ,aufpappen des fliegenden ,blattes -- ,tiefer ,falz1 ,stoff- und ,lederfalz -- ,seidenspiegel1 ,lederspiegel -- ,abgltten1 ,einpressen -- ,futteral und ,karton4 ,nachdem der ,buchkrper mit der ,einbanddecke1 dem ueren ,teile des ,buches1 verbunden ist1 werden die ,deckel auch auf der ,innenseite bekleidet4 ,diese ,arbeit heit das ,anpappen und hat nicht allein den ,zweck1 die ,spuren der vorhergehenden ,arbeiten zu verdecken1 sondern soll auch die ,haltbarkeit des ,buches in den ,gelenken mglichst verstrken4 ,die einfachste ,art1 einen ,band anzupappen1 ist folgende3 ,das erste ,blatt des ,vorsatzes wird mit ,kleister angeschmiert1 der ,deckel zugeschlagen1 das ,buch herumgewendet und die andere ,seite in derselben ,weise behandelt2 das ,buch wird danach sofort eingepret4 ,solange der ,falz noch einigermaen feucht ist1 darf der ,band nicht geffnet werden1 anderenfalls wrden sich im ,falz ,falten bilden4 ,diese ,art des ,anpappens vertragen alle die ,bnde1 welche nicht auf tiefen ,falz angesetzt sind1 die also weder durch den ,deckel gezogene1 noch uerlich auf den ,deckel geklebte ,bnde haben4 ,dahin gehren auer den einfachsten ,steifbnden die ,halbleinen- und gewhnlichen ,halblederbnde1 sowie die ,ganzleinen- und die eingehngten ,bnde ohne ,leinenfalz4 ,es empfiehlt sich sehr1 die eingepreten ,bnde nach einiger ,zeit wieder aus der ,presse zu nehmen1 um1 ohne da der ,band geffnet wird1 hinter die ersten fnf bis sechs ,bltter vorn und hinten ein ,zinkblech einzulegen1 mit welchem die ,bnde dann von neuem in die ,presse gebracht werden1 in der sie mindestens ber ,nacht1 womglich noch lnger verbleiben4 ,die ,endlagen sowohl als auch der innere ,deckel erscheinen infolge dieser ,maregel durchaus glatt und die ,bnde zeichnen sich weniger scharf ab4 ,schlielich ist zu bemerken1 da nur ,schreib- und ,naturpapiere diese ,art des ,anpappens vertragen1 alle anderen ,vorstze mssen offen angepappt werden4 ,offen anpappen heit das ,buch in aufgeschlagenem ,zustande anpappen und trocknen lassen2 dies geschieht bei allen ,bnden mit ,buntpapier-,vorstzen1 bei den fabrikmig hergestellten1 mit ,draht gehefteten ,bnden1 und bei allen ,bnden mit tiefem ,falz4 ,die ,bnde mit bunten ,vorstzen erhalten immer einen ,leinenfalz2 die ,bnde werden bis auf etwa #b cm ,lnge abgeschnitten1 sehr glatt und gleichmig strahlenfrmig auseinander gestrichen und mit ,leim auf den ,deckel herbergeklebt1 wobei dieser fest gegen das ,buch gedrckt wird2 der ,kalikofalz wird auf einem untergelegten ,blatte ,makulatur angeschmiert1 stramm und gleichmig auf den ,deckel herbergezogen und gut angerieben1 wobei besonders auf die ,ansetzkante des ,deckels zu achten ist1 da hier der ,falz nicht gut haftet und leicht hohl wird4 ,das ,anpappen der fabrikmig hergestellten ,bnde ist gleich dem ,verfahren1 das bei ,bnden mit tiefem ,falz angewandt wird2 im folgenden wird nur von diesem die ,rede sein4 ,schon oben 7,s4 #ce7 sprachen wir von der ,zurichtung der ,vorstze2 doch ist es in vielen ,werksttten blich1 erst kurz vor dem ,anpappen die ,bunt- oder ,brokatpapiere einzukleben4 ,notwendig ist dieses sptere ,einkleben des farbigen ,vorsatzes da1 wo ein tiefer ,falz ohne ,kaliko- oder ,lederfalz in ,anwendung kommt4 ,illustration3 ,fig4 #ef4 ,illustration3 ,fig4 #eg4 ,anreiben des ,vorsatzes im tiefen ,falz4 ,in diesem ,falle werden zwei ,doppelbltter des erwhlten ,papieres1 etwas grer als der ,band mit der farbigen ,seite zusammengebrochen1 am ,bruch #c mm breit mit ,leim angeschmiert und genau in den ,falz1 nicht aber auf den ,falz und bis an den ,rcken eingeklebt4 ,nach dem ,anhngen des farbigen ,papieres wird dieses zurckgeschlagen1 das erste weie ,blatt mit mig dnnem ,leim recht gleichmig und sauber angeschmiert1 das bunte ,blatt zugelegt und leicht angerieben4 ,nachdem die andere ,seite des ,buches in derselben ,weise behandelt ist1 wird der ,band leicht eingepret4 ,ist das ,geklebte etwas abgetrocknet1 so wird ein ,zinkblech zwischen die farbigen ,bltter eingeschoben und am ,buche her das berstehende sauber abgeschnitten4 ,nun wird die andere ,blatthlfte auf den ,deckel angepappt1 mu aber vorher passend geschnitten werden4 ,zu diesem ,ende legt man dieselbe in der ,lage1 wie sie aufzukleben ist1 auf den ,deckel herber und zeichnet mit dem ,zirkel der ,kante parallel ringsum eine ,linie vor1 deren ,abstand von der ,kante sich nach der ,breite zu richten hat1 die man dem inneren ,rande geben will4 ,in ,fllen1 wo dieser ,rand vergoldet werden soll1 hat man sich darauf ,rcksicht zu nehmen4 ,diesem ,zirkelstrich nach wird das ,blatt auf einem untergelegten ,zinkblech bis an den ,falz abgeschnitten2 in dem ,falz selbst bleibt das ,papier in ganzer ,lnge stehen1 d4 h4 die auf dem ,deckel aufgeklebte ,hlfte wird oben und unten krzer als das erste ,vorsatzblatt und der ,falz4 ,an diesem her1 genau in der ,biegung1 welche das ,deckelblatt1 der ,spiegel1 um die ,deckelkante macht1 wird bis an den ,zirkelstrich heran mit der ,schere eingeschnitten1 so da der vorhergehende ,messerschnitt mit dem ,schereneinschnitt auf unserer ,fig4 7#ef7 bei a zusammentrifft4 ,nun wird unter das beschnittene ,blatt zum ,schutze von ,vorsatz und ,buchschnitt ,makulatur eingelegt1 das ,blatt sauber angeschmiert und auf den ,deckel geklebt4 ,das ,anschmieren mu1 wie beim ,aufpappen des ersten1 sogenannten fliegenden ,blattes1 sehr gleichmig geschehen2 besonders aber ist das ,anhufen von ,leim im ,falz nachteilig1 weil erstlich das ,gelenk unsauber1 zweitens aber nicht trocken wird4 ,das angeschmierte ,blatt wird vorsichtig auf den ,deckel herbergezogen1 wobei der ,falz nochmals recht genau zu richten1 der ,deckel beizudrcken ist4 ,zweckmig ist es1 das ,buch quer zu legen1 die vordere ,deckelkante gegen den ,krper zu stemmen und mit ,daumen und ,zeigefinger beider ,hnde den ,falz gut anzureiben2 zu dieser ,arbeit wird ein ,stck ,makulatur vorgelegt1 ber das angerieben wird4 ,unsere ,abbildung 7,fig4 #eg7 zeigt das ,anreiben des ,falzes1 doch ohne ,papiervorlage4 ,in vielen ,werksttten wird diese ,art des ,vorsatzanpappens in der ,weise gehandhabt1 da das ,doppelblatt auf den ,falz bis in den ,rcken hereingeklebt wird4 ,das innere ,blatt wird aufgepappt1 und beide ,doppelbltter am ,buche ringsherum abgeschnitten4 ,auf eingelegter ,makulatur wird angeschmiert und das nicht weiter abgeschnittene ,blatt angepappt4 ,diese ,weise hat den ,nachteil1 da der scharfe ,bruch in das ,gelenk kommt und leicht durchreit2 zudem sieht das abgeschnittene ,blatt auf dem ,deckel bei der vorher genannten ,weise besser und zierlicher aus4 ,vergl4 ,fig4 #eh4 ,illustration3 ,fig4 #eh4 ,tiefer ,falz mit eingeklebtem ,papiervorsatz4 ,in den ,grundzgen genau dasselbe ,verfahren beobachtet man bei den ,bnden mit ,kaliko- oder ,lederfalz4 ,ersterer ist entweder mit dem ,vorsatz bereits vorgeheftet oder wird jetzt eingeklebt2 ,lederfalz wird stets eingeklebt1 und mu in allen den ,fllen angewendet werden1 wo im ,deckel eine breite vergoldete ,kante den ganzen ,spiegel umfat4 ,die ,breite des ,lederfalzes richtet sich demgem auch nach der ,breite der ,vergoldung4 ,selbst in dem ,falle aber1 da die hintere ,deckelkante nicht vergoldet wird1 mu der eingeklebte ,falz 7,leder oder ,kaliko7 auf den ,deckel1 wie auf das fliegende ,blatt je #a cm herbergehen4 ,lederflze werden vor dem ,einkleben durchaus dnn geschrft und mit ,kleister eingeklebt4 ,kaliko wird mit ,leim geklebt4 ,der ,falz mu vorher auf ,hhe passend1 der auf den ,deckel herberreichende ,flgel an beiden ,enden etwas schrg nach innen abgeschnitten werden4 ,scharfes ,anreiben und ,beidrcken des ,falzes ist hier genau wie bei der vorher erwhnten ,weise erforderlich4 ,ein mit dem ,vorsatz umstochener ,falz wird ber sich selbst zurckgeklebt1 so da er in der ,breite des ,abpreflzchens doppelt liegt4 ,wenn es sich darum handelt1 die ,kante ringsum zu vergolden1 so mu beim ,einkleben des ,lederfalzes1 wie folgt1 verfahren werden4 ,der auf ,hhe passend geschnittene ,lederstreif wird eingeklebt1 mu aber auf dem ,deckel genau nach der ,gehrung geschnitten werden1 d4 h4 er mu mit den ,rndern der ,ober- und ,unterkante im halben rechten ,winkel wie ein ,bilderrahmen zusammenstoen4 ,wrde man den ,streifen einfach ber den ,kanteneinschlag des ,deckels kleben1 so lge das ,leder an diesen ,stellen doppelt und bildete eine ,erhhung4 ,zur ,vermeidung dieses belstandes zeichnet man auf dem frisch geklebten ,falze den ,gehrungsschnitt vor und durchschneidet auf diesem ,lederfalz und ,einschlag bis auf die ,pappe1 indem man das scharfe1 spitze ,messer etwas schrg nach auen zu hlt2 dadurch wird der ,falz etwas unterschnitten1 der ,kanteneinschlag etwas abgeschrgt4 ,indem der ,falz nun ein wenig gehoben wird1 lst man das darunter liegende ,lederstckchen des ,einschlages bis an den ,schnitt ab und klebt den ,falz so fest1 da er mit dem ,einschlag zusammenstt1 aber denselben nur so viel deckt1 als dies durch den schrgen ,schnitt bedingt ist4 ,nach dem ,anpappen des ersten ,falzes kann der ganze ,band mit aufgeschlagenem ,deckel gewendet und sofort der zweite ,falz eingeklebt1 bez4 das ,vorsatz angepappt werden1 doch mu er nachher ruhig liegen bleiben bis zum vollstndigen ,abtrocknen1 was beim ,lederfalz natrlich lnger dauert als beim ,papier- oder ,kalikofalz4 ,damit der unten liegende1 zuerst behandelte ,falz nicht leidet1 wird ein ,prebrett untergelegt4 ,bei eingeklebten ,flzen wird das ,vorsatz hinterher so angehngt1 da es genau bis an den ,abprefalz reicht2 war ein ,falz mit umstochen1 so reicht es bis dicht an den zurckgebogenen ,falz4 ,das ,blatt fr den ,deckel wird entweder bis dicht an die hintere ,deckelkante herangesetzt1 oder aber1 wenn die ,kantenvergoldung ringsherum luft1 wird er dieser gem eingesetzt4 ,hiernach hat man sich beim ,zuschneiden zu richten4 ,sollen die ,kanten vergoldet werden1 so hat dies vor dem ,einkleben des ,spiegels zu geschehen4 ,es bedarf wohl kaum der ,erwhnung1 da gewisse ,muster sowohl von marmorierten als gedruckten oder gepreten ,papieren1 die eine nach aufwrts gehende ,richtung haben1 nicht auf den ,kopf gestellt werden drfen4 ,buntpapiervorsatz wird sofort nach dem ,einkleben mit einem heien ,glttkolben 7,fig4 #ei7 abgeglttet1 damit der ,deckel sich nicht nachtrglich wirft4 ,der ,deckel soll nach dieser ,arbeit vllig eben erscheinen1 auf keinen ,fall darf er sich nach auen ,wlben1 eher kann er nach innen zu eine leichte ,wlbung haben4 ,bei allen diesen ,arbeiten wird auf den ,arbeitstisch ein ,tuch gelegt1 um ein ,verkratzen der ,auenseite des ,buches zu vermeiden4 ,reich ausgestattete ,bnde werden auch auf der ganzen ,innenseite vergoldet und erhalten demnach einen ,lederspiegel4 ,besteht derselbe aus dnnem ,leder1 so wird er stets eingelassen1 d4 h4 es wird ein etwas grer als notwendig zugeschnittenes ,stck ,leder an einigen ,stellen des ,deckels mit ,leim befestigt1 mit einem ,zirkel die ,kantenparallelen gezogen1 diesen gem durch ,spiegel und ,einschlag hindurch bis auf die ,pappe mit einem scharfen1 spitzen ,messer ein ,schnitt gemacht1 wobei in schon erwhnter ,weise das ,messer ein wenig schrg gehalten wird4 ,das unter dem ,spiegel innerhalb des ,schnittes klebende ,leder wird abgelst1 der ,spiegel angeschmiert und mit ,kleister eingeklebt4 ,dickere ,leder werden ringsherum geschrft1 passend geschnitten und aufgeklebt4 ,das fliegende ,blatt besteht dabei ebenfalls meist aus farbigem ,papier4 ,seidenspiegel und fliegendes ,blatt mit ,seidenbespannung kommt ebenfalls vor1 wenn jetzt auch seltener als frher4 ,seide wird stets gespannt1 d4 h4 um ein ,blatt ,papier an den ,kanten umgeschlagen1 whrend die ,flche selbst hohl aufliegt4 ,fr ,spiegel und fliegendes ,blatt wird je ein ,blatt krftiges1 jedoch nicht allzudickes ,papier genau zugeschnitten1 dazu passend je ein ,stck ,seide nebst ,zurechnung von #a cm ,umschlag4 ,die ,rckseite dieser ,papiereinlagen wird an den ,kanten her #a cm breit mit ,leim angeschmiert1 das ,blatt mit der ,vorderseite von hinten auf die ,seide gelegt und deren ,umschlag um die ,kante geklebt4 ,zweckmig ist es1 ein ,blatt ,papier unterzulegen1 welches breit bersteht1 mit diesem berstehenden ,teile den ,seideneinschlag um die ,kante zu ziehen und anzureiben4 ,die ,seide soll auf der ,vorderseite durchaus glatt und ohne ,falten oder sichtbare ,brche sein1 mu deshalb ntigenfalls vorher ausgebgelt werden2 ein besseres1 dem weichen ,stoffe angemessenes ,ansehen gewinnt die ,seide dadurch1 da auf das ,papier erst eine dnne ,lage ,watte geklebt wird4 ,die so vorbereiteten ,seidenteile werden auf dem ,deckel sowohl1 wie auf dem fliegenden ,blatte aufgeklebt4 ,es ist zweckmig1 das ganze ,blatt aufzukleben und einige ,zeit einzupressen4 ,durch die ,feuchtigkeit des ,leimes zieht die ,seide etwas an1 legt sich nach dem ,trocknen in der ,presse aber wieder glatt4 ,illustration3 ,fig4 #ei4 ,groer ,glttkolben4 ,bei jedem ,einpressen der ,bnde auf tiefen ,falz werden unter die ,deckel ,zinkbleche bis an den ,falz eingeschoben2 stehen weie oder helle ,seidenvorstze in ,frage1 so schlgt man um die ,bleche erst ein ,blatt weies ,papier4 ,die ,bretter werden nicht in den ,falz gelegt1 sondern ber denselben herausgerckt1 die ,presse nicht zu fest angezogen4 ,auf jeden ,fall bleibt der fertige ,band lngere ,zeit1 am besten ber ,nacht1 in der ,presse4 ,bnde1 welche nach dem ,vergolden auch auf der ,auenseite abgeglttet wurden -- diese ,arbeit wird spter nher behandelt -- pret man zwischen vorgelegten ,zinkblechen ein4 ,empfehlenswerter sind lackierte ,eisentafeln4 ,das ,lackieren mu jedoch im heien ,ofen besorgt worden sein1 weshalb nicht jeder ,lackierer1 sondern nur gut eingerichtete ,lackieranstalten brauchbare ,tafeln zu liefern im stande sind4 99 99 99 99 99 ,wertvolle ,einbnde1 die man gern in der ,weise erhalten will1 wie sie aus der ,hand des ,buchbinders hervorgingen1 bedrfen noch einer ,schutzvorrichtung in ,gestalt eines ,futterals oder eines ,kastens4 ,unsere ,vorfahren in frheren ,jahrhunderten bedienten sich zu dem ,ende einer ,bchse oder eines ,kastens von ,holz1 auch wohl eines ledernen oder leinenen ,sackes4 ,im vorigen ,jahrhundert gab man dieser ,schutzhlle die ,form des ,buches selbst und druckte auch wohl den ,titel darauf4 ,gegenwrtig werden dergleichen ,bnde entweder mit einem ,pappfutteral versehen1 an dessen offener ,seite der ,rcken heraussieht1 oder man legt den ,band in ein pappenes ,kstchen1 das gewhnlich als ,karton bezeichnet wird4 ,um ein ,futteral herzustellen1 wird die ,pappe nach ,magabe der ,grenverhltnisse des ,buches geritzt und an den geritzten ,stellen zusammengebogen4 ,die ,kanten1 mit denen die ,seitenteile zusammenstoen1 werden berklebt und das ,ganze entweder mit ,papier oder besser mit ,kaliko berzogen4 ,in hnlicher ,weise wird der ,karton hergestellt2 doch kann man die einzelnen ,teile auch aus der ,pappe ganz herausschneiden und dann zusammenkleben2 der ,rckenteil wird beiderseits an ,gelenke gehangen1 so da sich der ,kasten flach auseinander legen lt4 ,auerdem erhalten die ,bnde auch wohl noch ,schutzumschlge von festem ,papier1 das1 um es noch haltbarer zu machen1 mit ,stoff gefttert zu werden pflegt4 ,illustration3 ,gotische ,randleiste mit dreieckiger ,rosette4 ,,dritter ,,abschnitt4 ,das ,verzieren der ,einbanddecke4 #a4 ,die farblose ,verzierung4 ,ritzarbeit und ,punzung4 -- ,lederschlarbeit4 -- ,der ,blinddruck4 ,wenn man von den kostbaren ,einbnden absieht1 deren ,zierat hauptschlich der ,goldschmied oder der ,elfenbeinschnitzer oder beide vereint besorgten1 so kann man von alters her zweierlei ,arten der ,musterung des ,einbandes unterscheiden1 die blinde und die farbige1 zu der auch die ,vergoldung zu rechnen ist4 ,das ,wesen des ,blinddrucks1 der selbstverstndlich die gleichzeitige ,verwendung von ,gold und ,farbe nicht ausschliet1 beruht auf dem ,umstande1 da durch den ,druck eines erwrmten ,stempels die von ihm getroffenen ,stellen des zuvor gefeuchteten ,leders einen dunkleren ,ton annehmen und glnzend erscheinen4 ,ist der ,stempel ein ,hohlstempel1 bei dem also die ,zierform eingegraben 7graviert7 ist1 so erscheint die ,verzierung erhaben1 in der ,weise wie bei ,siegelabdrcken1 und der ,grund blind2 im entgegengesetzten ,falle tritt der ,grund heraus und die ,verzierung erscheint blind4 ,ehe wir auf das beim ,blinddruck anzuwendende ,verfahren eingehen1 sei zuvor der ,ritzarbeit und der ,punzung des ,leders gedacht1 beides ,techniken1 die1 vermutlich erst von anderen ,lederarbeiten auf den ,einband bertragen1 oft gemeinsam angewandt wurden1 um das ,bild oder die ,zierform in ,umrissen darzustellen4 ,zur ,herstellung der ,ritzarbeit bedurfte man nur eines ,messers und zur ,punzung eines einfachen ,punzens1 dessen ,fu eine ,hhlung hatte1 die beim ,einschlagen eine ganz kleine halbkugelfrmige ,erhhung hervorbrachte4 ,schlag an ,schlag gesetzt1 wurde die ,flche auf diese ,weise genarbt4 ,illustration3 ,fig4 #fj4 ,gepunzte ,decke von ,maroquin aus dem ,kloster ,votopodos am ,berge ,athos4 ,in neuester ,zeit hat man die ,ritzarbeit mit ,glck wieder zu beleben gewut1 auch durch krftige ,modellierung der ,formen1 die sich unter ,anfeuchtung des ,leders von der ,rckseite her durch eine ,art ,treibarbeit bewirken lt1 die alten ,vorbilder noch zu berbieten versucht4 ,fr ,buchdecken wird diese ,art der ,lederverzierung aber immer nur eine beschrnkte sein1 schon weil sie ein knstlerisches ,geschick erfordert1 das sich nicht jedermann zu geben vermag4 ,illustration3 ,fig4 #fa4 ,deutscher ,einband mit ,lederritzung und gepunztem ,grunde4 #ae4 ,jahrh4 ,nrnberg1 ,germanisches ,nationalmuseum4 ,in ,figur #fj geben wir als ,beispiel der ,punzung ohne ,ritzung einen ,band1 der aus einem der ,klster am ,berge ,athos stammt und vermutlich dem #af4 ,jahrhundert angehrt4 ,er zeigt eine an ,eisentechnik 7,thrbeschlge7 erinnernde1 symmetrisch angeordnete ,verzierung mit ,knpfen 7,nagelkpfen71 die mit greren ,punzen teils in den ,grund1 teils in das ,ornament eingeschlagen sind4 ,eine gepunzte ,ritzarbeit zeigt uns ,fig4 #fa in freier knstlerischer ,anwendung der ,technik4 ,dieser ,einband ist deutschen ,ursprungs und stammt aus dem ,anfange des #ae4 ,jahrhunderts4 ,als drittes ,beispiel 7,fig4 #fb71 auf dem zwei phantastische ,bestien1 wie sie das germanische ,mittelalter gern bildlich darstellte1 erscheinen1 geben wir die ,rckseite eines ,pergamentbreviers vom ,ende des #ae4 ,jahrhunderts1 das der ,nrnberger ,familie ,lffelholz gehrte und wie der vorher erwhnte ,band im ,germanischen ,nationalmuseum zu ,nrnberg bewahrt wird4 ,fr ,lederschnitt eignet sich am besten ,rindsleder1 weniger gut ,kalbleder4 ,maroquin und ,schafleder sind dazu ganz ungeeignet4 ,eine verwandte ,technik ist die ebenfalls schon im #ae4 ,jahrhundert gebte ,lederschlarbeit1 zu der sich jedoch nur ,saffian oder ,bockleder eignet4 ,die ,konturen des ,ornaments werden dabei ebenfalls mit dem ,messer eingeritzt und dann die ,oberhaut des ,leders an einem ,ende gehoben und abgeschlt4 ,statt das ,ornament auf diese ,weise zu behandeln und hell erscheinen zu lassen1 kann man auch die ,oberhaut des ,grundes abschlen1 um die umgekehrte ,wirkung zu erzielen4 ,ist diese ,arbeit fr die ,auenseite der ,decken auch wenig empfehlenswert1 so ist sie doch gut anwendbar zur ,verzierung der ,spiegel auf den inneren ,deckelflchen1 wenn es sich um einen in nicht gewhnlicher ,weise auszustattenden ,einband handelt4 ,die umstndliche und zeitraubende ,ritzarbeit konnte ebenso wenig wie die ,schlarbeit bei ,bchern ,anwendung finden1 die in kurzer ,frist und ohne erhebliche ,kosten hergestellt sein wollten4 ,fr diese diente das einfache ,verfahren des ,blinddrucks1 zu dem auch die ,verzierung mittelst glatter ,linien zu rechnen ist1 die vielleicht mit einem ,falzbein am ,lineal entlang gezogen wurden1 um eine ,einrahmung der inneren ,flche des ,deckels herbeizufhren1 dann auch um die innere ,flche rautenfrmig zu mustern4 ,derartige gestrichene ,linien finden sich auf unserer ,abbildung ,fig4 #fa4 7,vergl4 auch ,fig4 #fg47 ,illustration3 ,fig4 #fb4 ,rckseite von einem ,brevier4 ,ende des #ae4 ,jahrhunderts4 ,nrnberg1 ,germanisches ,museum4 ,die ,werkzeuge1 welche zur ,herstellung der ,blindpressung des ,leders dienen und1 abgesehen von dem ,streicheisen1 auch bei der ,handvergoldung gebraucht werden1 sind folgende3 #a4 ,das ,streicheisen1 von welchem schon die ,rede war1 zeigte nach einer ,abbildung von ,jobst ,amman im #af4 ,jahrhundert die ,form einer spitz zulaufenden ,schaufel und zog auf der einen ,seite einen doppelten1 auf der anderen einen dreifachen ,strich4 ,heutzutage unterscheidet man die deutsche und die franzsische ,form4 ,erstere ist da zweckmig1 wo es sich um gebogene ,linien handelt1 letztere 7vergl4 ,fig4 #fd unten links7 ist vorteilhaft bei geraden ,linien1 besonders wenn bedeutende ,kraft bei der ,arbeit erforderlich ist4 ,die ,streicheisen haben ein langes ,heft1 dessen ,ende gegen die ,schulter gestemmt werden kann4 ,beim ,gebrauch werden sie erwrmt1 da sonst der ,strich nicht blank werden wrde1 drfen aber nicht allzu hei sein1 damit sie den ,grund nicht versengen4 ,zweckmige ,wrmvorrichtungen fr ,streicheisen1 ,stempel u4 s4 w4 liefert die ,firma ,wilh4 ,leo in ,stuttgart4 7,fig4 #fe74 ,illustration3 ,fig4 #fc4 ,deutsches ,streicheisen4 ,illustration3 ,fig4 #fd4 ,streicheisen1 ,rolle1 ,stempel und ,filete4 ,illustration3 ,fig4 #fe4 ,wrmapparate von ,wilh4 ,leo in ,stuttgart4 ,das ,leder wird an den ,stellen1 die zu streichen sind1 mit einem in reines ,wasser getauchten ,schwamme gefeuchtet4 ,sind nur einzelne ,teile1 ,linien oder ,bogen zu streichen1 so wird die leicht vorgemerkte ,stelle mit einem ,haarpinsel gefeuchtet4 ,nachdem das ,leder trocken geworden ist1 werden alle ,striche nochmals mit einem etwas wrmeren ,eisen nachgestrichen4 ,der ,strich erscheint dann auf hellem ,leder dunkel und zeichnet sich bei dunklem ,leder immer noch durch sein blankes ,aussehen von dem ,grunde ab4 ,wenn der ,glanz mit dem wiederholten ,streichen noch nicht erreicht wird1 mu nochmals nachgestrichen1 ntigen ,falls auch das ,leder noch einmal gefeuchtet werden4 #b4 ,die ,stempel sind in ,hartmetall graviert und mit einem hlzernen ,handgriff versehen4 ,sie dienen dazu1 kleine ,figuren in das ,leder einzudrucken4 ,diese ,figuren stellen entweder ein kleines1 geschlossenes ,ornament von meist quadratischer1 auch kreisrunder und lnglicher ,grundform dar1 oder kleine ,zierformen 7,blten1 ,bltter1 auch ,ranken oder sog4 ,schnecken71 mit denen sich durch ,neben- und ,aneinanderdruck grere ,verzierungen1 wie sie gerade fr den gegebenen ,raum passen1 zusammenstellen lassen4 ,die ,stempelflche ist nicht ganz eben1 sondern nach der ,mitte zu etwas erhaben1 wodurch ein schrferes ,ausdrucken des ,musters ermglicht wird4 #c4 ,die ,rolle ist eine kreisrunde ,scheibe aus ,rotgu bis zu #a cm dick und mit #d-h cm ,durchmesser1 deren ,achse eine ,fhrung hat1 die wiederum mit einem ,hefte versehen ist 7,fig4 #fd rechts74 ,mit dem ,hefte wird die ,rolle wie ein ,rad ber das ,leder bewegt1 so da sich das in die ,umfangsflche eingeschnittene ,ornament abwickelt und auf dem ,leder abdruckt4 ,ursprnglich war die ,rolle nur fr glatte ,linien eingerichtet1 an deren ,stelle nach und nach eine mehr oder weniger reiche ,musterung mit sich stets wiederholenden ,motiven trat4 ,die gemusterte ,rolle dient vornehmlich zur ,herstellung der mit den ,rndern des ,deckels parallel laufenden ,einfassungen oder ,borden4 #d4 ,die ,filete 7,fig4 #fd in der ,mitte7 ist ein ,druckwerkzeug in ,form einer ,leiste1 jedoch mit etwas gebogener ,druckflche4 ,wie schon der ,name erkennen lt1 ist die ,filete franzsischen ,ursprungs1 und als ,erfinder wird ein ,pierre ,gaillard genannt4 ,sie hat wie die ,rolle auf der ,druckflche eine oder mehrere erhabene ,linien oder aber ein fortlaufendes ,ornament mit sich wiederholenden ,motiven und wird mit ,vorteil namentlich fr die ,ornamentierung des ,buchrckens verwendet1 ersetzt aber auch die ,rolle4 ,zu diesen vier ,druckwerkzeugen kommt noch die gravierte ,platte1 die sowohl als abgepate ,platte fr bestimmte ,buchgren oder als zusammenstellbare ,platte fr die verschiedensten ,formate benutzt wird4 ,zum ,aufdruck bedient man sich heutzutage nur noch eiserner ,pressen mit ,hebeldruck1 ,schwungrad oder ,balancier4 ,der ,blinddruck mit ,streicheisen1 ,stempeln u4 s4 w4 erfordert auer der ,vorzeichnung der ,verzierung auf ,papier und der ,abzirkelung derselben auf der ,decke keine besonderen ,vorbereitungen4 ,etwaige ,hilfslinien werden vor dem ,druck mit ,lineal und ,falzbein vorgezogen4 ,beim ,bedrucken der inneren ,kanten der ,decke ist es erforderlich1 den ,deckel zurckzuschlagen und flach auf eine feste ,unterlage zu legen2 der ,druck erfolgt also bei offenem ,deckel4 ,beim ,bedrucken des ,rckens wird das ,buch in eine sog4 ,klotzpresse gespannt1 eine kleine hlzerne ,vorrichtung1 die auf den ,tisch gestellt wird4 ,an ihrer ,stelle benutzt man jetzt vielfach eine zum ,anschrauben an die ,tischkante eingerichtete ,vorrichtung aus ,eisen1 die ein bequemes ,drehen und ,wenden des ,oberteils mit dem eingespannten ,buche gestattet 7,fig4 #ff74 ,zum ,bedrucken des ,rckens eignet sich1 wie schon bemerkt1 die ,filete besser als die ,rolle2 fr den glatten ,liniendruck ist dabei die ,filete dem ,streicheisen vorzuziehen4 ,aus diesem ,grunde ist es zweckmig1 bei ,anschaffung dieser ,werkzeuge darauf zu sehen1 da ,linienfileten und ,streicheisen zusammenpassen4 ,beide mssen in der ,werkstatt in verschiedenen ,strken1 d4 h4 auf jede ein- oder mehrfache ,linienfilete ein gleichartiges ,streicheisen vorhanden sein4 ,die untenstehend bezeichneten ,nummern #a-e gengen fr den gewhnlichen ,gebrauch4 ,weitere ,nummern vereinfachen die ,arbeit4 ,illustration3 ,fig4 #ff4 ,klemmvorrichtung von ,wilh4 ,leo in ,stuttgart4 ,am besten nimmt sich der ,blinddruck auf naturfarbigem ,schweinsleder 7sog4 ,schweinssaffian7 aus1 steht auch gut auf mattem ,kalbleder von nicht zu dunkler ,frbung4 ,schafleder eignet sich nicht fr ,blinddruck4 ,illustration ,bevor man zum ,bedrucken der ,decke bergeht1 hat man1 wie schon oben bemerkt1 einen ,entwurf fr die ,verzierung auf ,papier aufzuzeichnen und nach diesem die ,linienabstnde sowie die ,anordnung der ,stempel auf die ,decke zu bertragen1 wozu man sich des ,falzbeins bedient4 ,die ganze ,flche wird nun mit einem mig nassen ,schwamme leicht berfahren1 so da die ,feuchtigkeit in kurzer ,zeit wieder verschwindet4 ,nach etwa fnf ,minuten wird das ,feuchten wiederholt1 und nun beginnt die ,streich- und ,druckarbeit1 deren ,verlauf wir an einem ,beispiel1 einem in gotischem ,stile zu verzierenden ,bande1 erlutern wollen4 ,der ,entwurf 7,fig4 #fg7 beschrnkt sich1 abgesehen von dem in ,lederschnitt herzustellenden ,mittelfelde1 auf die ,anwendung von drei ,stempeln 7,fig4 #fh a1 b und d7 und der ,dreilinie des ,streicheisens4 ,die ,dreilinie kommt zunchst an die ,reihe4 ,auf dem ,wrmapparate hei gemacht1 wird sie in einer flachen ,schale mit ,wasser und einem ,schwamme abgelscht1 d4 h4 mit dem letzteren in ,berhrung gebracht1 wobei ein leicht zischender ,ton sich bemerkbar machen mu2 sodann streicht man sie ber ein gewachstes ,stck ,leder und fhrt sie nun am ,lineal der ,vormerkung gem hin4 ,illustration3 ,fig4 #fg4 ,modern-gotischer ,einband4 ,das beste ,material fr das ,lineal ist1 nebenbei bemerkt1 ,zinkblech4 ,dasselbe liegt gut und fest auf dem ,leder auf1 ist leicht und nimmt1 im ,gegensatze zum ,holz1 keine ,feuchtigkeit an1 hinterlt auch keine ,flecken4 ,eiserne ,lineale drfen mit feuchtem ,leder berhaupt nicht in ,berhrung gebracht werden1 da der chemische ,prozess1 der sich dabei entwickelt1 sogleich schwarze ,flecke zur ,folge hat4 ,beim ,ansetzen des ,streicheisens darf man sich nicht lange besinnen4 ,wenn die ,striche nicht flott hintereinander an den betreffenden ,stellen gezogen werden1 so verdunstet die ,feuchtigkeit des ,leders1 der ,strich wird nicht dunkel und nicht glnzend2 das ,feuchten und ,streichen mu also wiederholt werden4 ,ist das ,leder zu trocken oder das ,eisen zu kalt1 so wird der ,zweck des ,streichens verfehlt4 ,schlimmer als ein zu kaltes ist ein zu heies ,eisen1 da dieses die ,oberflche verbrennt1 so da sie zusammenschrumpft und schwarz wird1 ein ,fehler1 der sich auf keine ,weise wieder gutmachen lt4 ,auf naturfarbigem ,kalbleder soll der ,blinddruck glnzend kastanienbraun erscheinen4 ,illustration3 ,fig4 #fh4 ,gotische ,stempel4 ,durch das wiederholte ,anfeuchten werden die blindgedruckten ,stellen wieder etwas heller1 verlieren auch den ,glanz4 ,doch schadet dieses insofern nicht1 als nachtrglich alles nochmals nachgedruckt wird4 ,illustration3 ,fig4 #fi4 ,randverzierung in ,blinddruck4 ,nachdem das ,streicheisen seinen ,dienst verrichtet hat1 kommen die ,stempel einer nach dem andern an die ,reihe4 ,der dreieckige ,stempel fllt die ,rauten und die halben ,rauten abwechselnd mit dem eine halbe ,kreuzform darstellenden ,stempel1 der auch zur ,umrahmung benutzt wird4 ,hier bildet er eine ,reihe von ,vielecken1 die nachher mit der ,rosette ausgefllt werden4 ,wer noch ungebt in der ,handhabung der ,stempel ist1 thut gut daran1 jeden ,stempel zunchst ungewrmt und leicht vorzudrucken1 dann das ,leder nochmals zu feuchten und nun mit dem warmen ,stempel den ,druck zu wiederholen1 bis der ,farbenton die richtige ,tiefe hat4 ,auf die ,gleichmigkeit des ,farbentons ist besonderes ,gewicht zu legen1 da der gefllige ,eindruck der ,verzierung zum ,teil durch das gleichmige ,aussehen bedingt ist4 ,illustration3 ,fig4 #gj4 ,moderner ,renaissanceband mit ,blinddruckverzierung4 ,wie schon bemerkt1 wird die ganze ,decke1 nachdem sie ihre vollstndige ,verzierung erhalten hat1 noch einmal mit dem ,streicheisen sowohl wie mit den ,stempeln bergangen1 wobei die ,werkzeuge etwas wrmer sein sollen als bei dem ersten ,druck4 ,da diese1 wie vorher1 jedesmal vor dem ,ansetzen ber ein gewachstes1 auf ein ,stck ,pappe geklebtes ,leder gestrichen werden mssen1 braucht kaum besonders erwhnt werden4 ,das ,streicheisen mu bei dieser nochmaligen ,behandlung der ,decke mit besonderer ,vorsicht gefhrt werden1 um das sog4 ,dublieren der ,linien zu vermeiden1 das der ,arbeit ein liederliches ,aussehen verleiht4 ,das ,bedrucken des ,rckens erfolgt ganz in derselben ,weise4 ,die ,stempel werden vorgezeichnet1 dann kalt und leicht vorgedruckt1 und der ,druck mit dem warmen ,stempel wiederholt4 ,in unserem ,falle sind an den ,bnden mit der ,filete ,doppellinien gedruckt1 die sich bis auf die ,decke fortsetzen4 ,um zu zeigen1 in welch verschiedener ,weise ein und derselbe ,stempel zur ,bildung von ,verzierungen verwendet werden kann1 geben wir zwei ,zusammenstellungen von zwei ,stempeln1 die bei dem uns vorhin beschftigenden ,bande zur ,musterung verwendet wurden in der ,kopfleiste ,s4 #agj und in ,fig4 #fi4 ,zur weiteren ,veranschaulichung der ,kunst1 mit dem ,streicheisen und wenigen ,stempeln den ,deckel in ,blinddruck zu verzieren1 mge die ,abbildung ,fig4 #gj dienen4 ,die hier verwendeten spitzenartigen ,motive sind im ,sinne der italienischen und franzsischen ,renaissance gedacht4 ,bei den im ,stilcharakter der ,gotik und ,frhrenaissance behandelten ,bnden pflegt man die ,kanten der ,decke1 namentlich wenn es sich um grere ,formate handelt1 abzuschrgen4 ,um der schrgen ,kante ein mit der blinden ,verzierung der ,decke bereinstimmendes ,aussehen zu geben1 wird sie mit einem kleinen ,glttkolben 7,fig4 #ga71 der zu diesem ,zweck mig erwrmt werden mu1 ausgeglttet4 ,selbstverstndlich wird das ,leder vorher mit dem ,schwamme gefeuchtet und das ,gltten1 wenn ntig1 wiederholt1 bis der entsprechende dunkle ,ton erreicht ist4 ,illustration3 ,fig4 #ga4 ,kleiner ,glttkolben4 ,illustration3 ,gotische ,randverzierung4 #b4 ,die ,vergoldung und farbige ,verzierung der ,decke4 ,nachtrgliches4 ,auswaschen1 ,grundieren und ,kleistern des ,leders4 -- ,ledersorten4 -- ,rckenvergoldung4 -- uere und innere ,deckelvergoldung4 -- ,ledermosaik und ,bemalung4 -- ,pressendruck auf ,leder1 ,kaliko1 ,samt4 -- ,frbung und ,marmorierung des ,leders4 -- ,verarbeitung des ,pergaments und des ,samts4 ,die ,handvergoldung1 d4 h4 das ,aufdrucken von ,stempelverzierungen auf ,leder unter ,anwendung von ,blattgold war schon in sptrmischer ,zeit bekannt4 ,zur ,verzierung von ,buchdecken wurde sie zuerst im ,orient verwendet1 von dem das ,abendland berhaupt die kunstvolle ,bearbeitung des ,leders erlernt hat4 ,den ltesten ,ledervergoldungen auf europischem ,boden begegnen wir in ,italien4 ,sie erscheinen matt und grieselig1 was sich aus dem ,umstande erklrt1 da das ,gold auf das feuchte ,leder ohne vorherige ,grundierung aufgetragen wurde4 ,erst im ,laufe der ,zeit kam man darauf1 dem ,leder einen ,leim- oder ,eiweigrund zu geben1 wie solcher noch heute angewendet wird4 ,dem ,grundieren voraus geht das ,auswaschen und in bestimmten ,fllen das ,kleistern des ,leders4 ,das ,auswaschen geschieht mit einem ,schwamm und reinem ,wasser1 in besonderen ,fllen auch mit ,essig4 ,der ,zweck des ,waschens ist nicht nur1 das ,leder von etwa an demselben haftenden ,unreinigkeiten zu befreien1 sondern ihm den ,grad von ,feuchtigkeit zu verleihen1 den es haben mu1 wenn das ,gold gut halten soll4 ,auf trockenem ,leder lt sich auch nicht der lebhafte ,glanz des ,goldes erzielen2 es steht nicht1 wie der ,kunstausdruck lautet4 ,zum ,auswaschen bedient man sich auch mit gutem ,erfolge einer ,beize1 die zu zwanzig ,teilen aus ,kornbranntwein1 einem ,teil ,scheidewasser und einem ,teil ,meerzwiebelsaft besteht1 und der man auch noch einige ,tropfen ,ammoniak zuzusetzen pflegt4 ,das ,waschen mit dieser ,beize erhlt selbst an heien ,tagen den ,grund einige ,stunden lang frisch1 so da langsamer gedruckt werden kann4 ,auch brauchen die ,stempel weniger hei zu sein1 wodurch die ,schnheit der ,vergoldung wesentlich gewinnt4 ,das ,kleistern ist nur bei ,ledersorten erforderlich1 die geneigt sind1 aus den ,grundiermitteln die ,feuchtigkeit schnell aufzusaugen1 so da sich der ,klebstoff auf der ,oberflche als graue ,schicht ablagert4 ,man nimmt dazu gewhnlichen ,kleister1 der mit so viel ,wasser versetzt wird1 da er einer ,mehlsuppe gleicht4 ,zum ,auftragen1 das recht gleichmig zu geschehen hat1 bedient man sich des ,kleisterpinsels1 und reibt dann mit dem ,ballen der ,hand1 besser mit einem ,hasenfu1 aus dem aber die ,zehen ausgebrochen sein mssen1 den ,kleister in das ,leder ein4 ,die ,grundierung erfolgt erst mit ,leim und danach mit ,eiwei4 ,der fr den ,leimgrund oder die ,leimtrnke dienliche ,leim ist ,fischleim1 von dem man #d bis #e ,tropfen auf eine halbe ,tasse lauwarmen ,wassers nimmt und mit diesem gut vermischt4 ,die ,flssigkeit wird leicht1 aber gleichmig aufgestrichen4 7,der unter der ,bezeichnung colle liquide in den ,handel kommende flssige ,gummi ist fr diesen ,zweck durchaus unbrauchbar47 ,den zweiten und letzten ,grund stellt man mit einer ,mischung her1 die zu aus ,eiwei und zu aus ,essig1 ,lagerbier oder ,apfelmost besteht4 ,die ,mischung mu gut durchgequirlt werden4 ,um sie haltbarer zu machen1 setzt man ihr einige ,tropfen ,ammoniak oder ein ,stckchen ,kampfer zu4 ,wir unterscheiden in bezug auf die ,behandlung harte und weiche ,leder1 erstere mssen rasch und hei1 letztere mig warm und langsam gedruckt werden2 dabei steht das ,gold besser4 ,dazu gehren alle ,saffiane4 ,im nachfolgenden geben wir eine bersicht ber die verschiedenen ,ledersorten und ,stoffe1 die zu ,buchdecken verwandt werden1 und bemerken bei jedem einzelnen ,material die ,art der ,behandlung1 der es vor der ,vergoldung zu unterwerfen ist4 #a4 ,schafleder4 ,man unterscheidet lohgares und gekrntes oder anderweitig appretiertes ,schafleder4 ,ersteres1 gefrbt oder ungefrbt1 wird mit ,wasser ausgewaschen1 mit ,kleisterwasser bestrichen1 erst mit ,fischleim und nach dem ,abtrocknen mit ,eiwei grundiert4 ,letzteres wird mit ,essig oder ,beize ausgewaschen und dann ohne vorherigen ,leimgrund mit ,eiwei behandelt4 #b4 ,bockleder wird mit ,essig oder ,beize ausgewaschen und mit ,eiwei grundiert4 ,grne1 braune und die helleren1 sog4 ,modefarben drucken sich leicht und halten gut1 was bei schwarzem ,leder weniger der ,fall zu sein pflegt4 #c4 ,bastardleder gleicht dem ,bockleder1 ist aber1 wie der ,kunstausdruck lautet1 glnzend gestoen4 ,die hellen ,farben sind meist nicht waschecht4 ,dem ,abfrben wird einigermaen dadurch vorgebeugt1 da man dem ,leder erst einen ,leimgrund und danach doppelten ,eiweigrund gibt4 #d4 ,saffian 7,maroquin franz4 oder ,levant ,marocco engl471 d4 h4 genarbtes ,ziegenleder1 wird mit ,wasser ausgewaschen und einfach mit ,eiwei grundiert4 ,nur in dem ,falle1 wo das ,korn niedergeglttet worden ist1 wird zweimal grundiert und bei sehr reichen ,vergoldungen vorher ein ,leimgrund aufgestrichen4 #e4 ,schweinsleder4 ,bei diesem gengt das ,auswaschen mit ,wasser und einfacher ,eiweigrund4 ,wenn1 wie das bei ,schweinslederbnden meist der ,fall ist1 ,golddruck in ,verbindung mit ,blinddruck zur ,anwendung kommt1 so ist ein weiteres ,auswaschen nicht mehr ntig4 ,die ,goldverzierungen werden vorgedruckt und halten nach nur einmaliger ,grundierung mit ,eiwei sehr gut4 #f4 ,kalbleder4 ,farbiges ,kalbleder wird mit ,wasser1 ungefrbtes1 sog4 weies ,kalbleder ebenfalls mit ,wasser1 in dem aber ein wenig ,kleesalz oder ,zitronensure aufgelst ist1 ausgewaschen4 #g4 ,pergament wird zweimal mit gesttigter ,alaunlsung abgewaschen und mu danach vllig austrocknen4 ,nachdem dies geschehen ist1 wird es zweimal mit reinem ,eiwei grundiert4 ,der ,eiweigrund mu dann mindestens eine ,stunde lang trocknen4 ,der ,alaun bewirkt eine ,verseifung der im ,pergament enthaltenen ,leimteile und erhlt die ,oberflche sauber4 #h4 ,kaliko wird mit ,eiwei einmal grundiert4 #i4 ,seide1 ,samt und andere ,webstoffe werden mit ,pulver gedruckt1 wovon weiter unten die ,rede sein wird4 ,bei allen ,lederbnden werden die zu vergoldenden ,stellen zuerst blind vorgedruckt und dann mit ,eiwei ausgepinselt4 ,bei greren1 dicht mit ,ornamenten zu bedruckenden ,flchen bedient man sich statt des ,pinsels eines ,schwmmchens4 ,da das ,eiwei gern schumt1 so begegnet man diesem belstande dadurch1 da man mit dem ,pinsel oder dem ,schwmmchen vor dem ,eintauchen leicht ber das ,kopfhaar streicht4 ,das ,haar gibt einige wenige ,fettteile ab1 die gengen1 um das ,schumen zu verhindern4 ,da nicht alle ,ledersorten von gleicher ,art durchaus bereinstimmende chemische oder struktive ,eigenschaften haben1 so knnen die oben aufgestellten ,regeln nur als allgemeine ,erfahrungsstze gelten1 von denen unter ,umstnden auch abgewichen werden mu4 ,nur bung und praktische ,erfahrung lassen den ,vergolder in jedem einzelnen ,falle das ,richtige treffen4 ,die ,rckenvergoldung4 ,die ,rcken von einfachen ,bnden1 welche glatt1 d4 h4 ohne ,bnde ins ,leder gemacht sind1 erhalten entweder eine ,bundeinteilung 7,fig4 #gb1 #gc u4 #gd71 oder einen sog4 langen ,rcken 7,fig4 #ge1 #gf u4 #gg71 oder auch einen liegend gedachten ,rcken mit einem langen ,felde1 das den ,titel enthlt oder ornamentiert wird4 7,fig4 #gh u4 #gi47 ,die nach ,bnden eingeteilten ,rcken haben entweder gleich groe oder verschieden groe ,felder4 ,in beiden ,fllen wird zunchst fr die ,verzierung des ,kopfendes1 je nach der ,gre des ,buches1 eine ,breite von bis #a cm1 fr die ,verzierung des ,schwanzendes eine solche von #a bis #c cm vorgesehen4 ,die ,felder werden abgezirkelt und der ,bundstrich an einem ,streifchen ,karton oder ,pergament mit dem ,falzbein genau rechtwinkelig zu der ,falzkante gezogen4 ,dieser ,vorzeichnung folgt man mit einer ,linienfilete1 die wiederholt aufgedruckt wird1 bis der ,strich blank erscheint4 ,der ,band1 der in eine ,klotzpresse oder ,einspannvorrichtung 7vgl4 ,s4 #aag7 fest eingeklemmt ist1 mu bei dieser ,arbeit genau quer vor dem ,arbeiter mit der ,rckenflche etwa in ,brusthhe stehen4 ,die ,druckbewegung mu leicht mit dem ,handgelenk ausgebt werden1 nicht mit dem vollen ,gewicht des ,armes4 ,die ,geschicklichkeit1 mit der stark gewlbten ,filete eine genaue gerade ,linie ber den in umgekehrter ,spannung gebogenen ,rcken zu drucken1 wird nicht in einem ,tage erreicht1 sondern erfordert eine lngere bung4 ,die ,hauptsache ist1 da der ,anfnger sich gewhnt1 das ,ende der ,linie beim ,drucken im ,auge zu behalten1 nicht aber mit dem ,auge der sich ber den ,rcken neigenden ,linie zu folgen oder gar von der ,seite unter die ,filete zu sehen4 ,gewhnlich nimmt man drei ,linien fr jeden ,bund an1 von denen die mittlere1 mindestens doppelt so stark als die anderen1 blind gedruckt wird4 7,vergl4 ,fig4 #gb47 ,hat man eine dreifache ,filete1 so wird mit dieser der ,bund blind gedruckt und danach die beiden feinen ,linien mit der ,filete in ,gold gedruckt4 ,bei solchen einfachen ,bnden wird gewhnlich an ,kopf und ,schwanz nur eine doppelte oder mehrfache ,linie als ,abschlu angeordnet2 besser sieht es natrlich aus1 wenn ein ,ornament mit freien ,endigungen 7,spitzen- oder ,blattwerk7 den ,rcken an beiden ,enden abschliet1 wie auf ,fig4 #gb u4 #gc4 ,die ,fileten haben je nach der ,art des ,ornaments1 das durch den ,aufdruck hervorgebracht wird1 verschiedene ,bezeichnungen4 ,die ,linienfilete 7einfach1 doppelt1 dreifach und in verschiedenen ,strken7 lernten wir bereits kennen4 ,die ,punkt- oder ,tippelfilete bildet eine punktierte ,linie4 7,fig4 #hj bei a47 ,die ,filete mit laufendem ,muster gibt ein bandartiges ,ornament1 bei dem keine bestimmte ,richtung oder nur die seitliche 7,wellenbewegung7 betont ist4 7,fig4 #hj bei b1 c1 e1 f1 g und h47 ,fr die ,verzierung des ,kopf- und ,schwanzendes dient die ,schlu- oder ,endfilete mit nach unten1 bez4 nach oben gerichtetem ,muster 7,fig4 #hj bei i und k74 ,eine besondere ,art bilden dann noch die ,bundfileten1 welche zur ,vergoldung erhabener ,bnde und ,kanten verwendet werden 7wozu brigens auch jedes laufende ,muster zu gebrauchen ist71 und sich aus einfachen ,linien1 die senkrecht oder schrg1 auch wohl mit punktierten ,linien wechselnd1 dicht nebeneinander angeordnet sind1 zusammensetzen4 7,fig4 #hj bei d47 ,illustration3 ,fig4 #gb4 ,illustration3 ,fig4 #gc4 ,illustration3 ,fig4 #gd4 ,illustration3 ,fig4 #ge4 ,illustration3 ,fig4 #gf4 ,illustration3 ,fig4 #gg4 ,illustration3 ,fig4 #gh4 ,illustration3 ,fig4 #gi4 ,illustration3 ,fig4 #hj4 ,verschiedene ,filetenmuster4 ,kehren wir zur ,rckenvergoldung zurck1 so ist zunchst noch zu bemerken1 da man die ,titelfelder auch seitlich mit einer ,linie begrenzen1 sowie auch die ,bundlinien verdoppeln1 bez4 eine punktierte oder schmale ,zierlinie anbringen kann1 wie es eben dem ,geschmack des ,arbeiters oder dem ,wunsche des ,bestellers entspricht4 ,nachdem smtliche ,linien vorgedruckt sind1 kommt die ,reihe an den ,titel4 ,die ,titel und sonstigen schriftlichen ,bezeichnungen werden aus ,schriftsatz gebildet4 ,die ,schriften1 d4 h4 die einzelnen zum ,drucken dienenden ,buchstaben1 sind entweder aus ,schriftgut1 wie die ,buchdruckerlettern1 oder in ,messing gegossen4 ,messingschriften sind selbstverstndlich vorzuziehen1 weil das ,metall hrter ist und nicht ,gefahr luft zu schmelzen4 ,die ,lettern werden zum ,zweck des ,druckens in den ,schriftkasten gesetzt1 der in ,deutschland mit sog4 ,zentralstellung eingerichtet ist 7,fig4 #ha71 whrend die ltere ,form1 bei der die ,schrift an einem ,ende eingeschraubt wird1 nur noch selten gebraucht wird4 ,vor dem ,gebrauch wird jede ,zeile mit einem weichen ,lppchen abgerieben4 ,illustration3 ,fig4 #ha4 ,schriftkasten4 ,die ,gre und ,art der ,schriften1 die man im einzelnen ,falle verwendet1 richtet sich natrlich nach der ,gre des ,feldes1 das mit ,titel1 ,bandzahl u4 s4 w4 zu bedrucken ist4 ,am besten nehmen sich bei ,verwendung lateinischer ,schrift 7,antiqua7 die sog4 ,majuskeln oder ,versalien1 ,anfangs- oder groen ,buchstaben aus1 weil sie1 abgesehen von der klaren und deutlichen ,form1 oben wie unten eine gerade ,linie bilden4 ,bei der gotischen ,schrift 7,fraktur71 die nur noch im deutschen und dnischen ,sprachgebiet gebruchlich ist1 sind ,majuskeln wegen der krausen1 schwer lesbaren ,form nicht anwendbar4 ,hauptsache bei einem ,titel ist immer1 da er deutlich erscheint4 ,deshalb sind auch allzu schlanke ,lettern 7wie in ,fig4 #gg71 ebenso solche1 die mit ,zierat berladen oder zu ,miformen umgestaltet sind1 vom bel4 ,bei dieser ,gelegenheit ist noch zu bemerken1 da ,lesezeichen 7,interpunktionen7 bei ,titeln mindestens berflssig sind4 7,auf ,fig4 #gd ist ein ,punktum und auf ,fig4 #gf sind zwei ,kommata versehentlich stehen geblieben47 ,nur bei ,abkrzungen1 wie bei ,fig4 #gd ,,rec41 darf der ,punkt nicht weggelassen werden4 ,ferner sei darauf aufmerksam gemacht1 da ein ,rckentitel um so ruhiger und deshalb geflliger aussieht1 je weniger die darauf angebrachten ,schriften in der ,form der ,buchstaben von einander abweichen4 ,zu empfehlen sind fr den ,druck auf ,leder und ,kaliko namentlich die ,schriften mit gleichstarkem ,zuge1 also ohne scharf abstechende ,haarstriche4 7,vergl4 ,fig4 #gb und dagegen ,fig4 #gd1 wo der ,zusatz ,rec4 ,frey einen anderen ,schriftschnitt zeigt als der ,haupttitel1 brigens auch zu gro gegen jenen erscheint74 ,bei der ,wahl der ,schriften hat man noch zu bercksichtigen1 da ,titelzeilen von gleicher und annhernd gleicher ,lnge sich nicht gut ausnehmen1 namentlich nicht1 wenn sie unmittelbar unter einander stehen4 ,man hilft sich in gegebenem ,falle durch ,sperren mit ,durchschu 7zwischen die ,lettern gesetzten ,metallplttchen1 auch ,spatien genannt7 oder durch schmalere1 bez4 fettere ,schriften1 nur mu man sich hten1 nicht die ,hauptsache durch kleinere oder weniger fette ,schrift zur ,nebensache zu machen4 ,selbstverstndlich ist es unmglich1 hier die ,regeln fr geschmackvolle und verstndige ,anordnung von ,titeln zu erschpfen1 da jeder einzelne ,fall besondere berlegung erfordert4 ,erst die ,praxis schrft den ,blick fr das ,richtige und ,angemessene1 und nur durch ,sehen und ,vergleichen gewinnt man die ,reife des ,urteils1 die ,schnheit mit ,zweckmigkeit in vollen ,einklang zu bringen wei4 ,jede eingesetzte ,zeile wird mit dem ,zirkel genau gemessen1 das gefundene ,ma auf ein schmales ,papierstreifchen1 und von diesem auf das ,titelfeld bertragen4 ,sind mehrere ,bnde gleichen ,titels vorhanden1 so werden diese alle in gleicher ,weise vorgezeichnet und blind vorgedruckt4 ,der ,schriftkasten wird natrlich ebenso wie die ,fileten vor dem ,druck hei gemacht4 ,bleischriften kann man natrlich nicht mit ber das ,feuer bringen1 sondern mu sie in den angewrmten ,schriftkasten nachtrglich einsetzen4 ,beim ,drucken mit dem ,schriftkasten wie mit den ,fileten ist es notwendig1 den ,ansatz mit der ,daumenspitze der linken ,hand zu regeln4 ,indem das hintere ,ende des ,werkzeugs auf diese aufgesetzt wird1 erhlt es einen ,sttzpunkt1 der das ,auffinden des ,ansatzpunktes erleichtert4 ,im brigen sei auf die frheren ,bemerkungen ber den ,blinddruck 7,s4 #aaf7 verwiesen4 ,sobald der blinde ,vordruck ganz ausgefhrt ist1 wird der ,rcken ausgewaschen und erforderlichen ,falles mit ,leimtrnke berfahren4 7,bei ,ledersorten1 die ,kleistergrund bedingen1 mu dieser schon vor dem ,blinddruck aufgestrichen sein47 ,nachdem der ,leimgrund trocken geworden ist1 werden alle ,vordruckstellen1 welche vergoldet werden sollen1 mit ,eiwei ausgepinselt1 und zwar mit ,vorsicht1 damit nicht das ,eiwei ber die ,grenzen hinauskommt und hier graue ,stellen hinterlt4 ,wo es sich um das ,drucken einzelner ,linien handelt1 kann das ,gold1 das man vorher in der oben 7,s4 #ge7 angegebenen ,weise in kleine ,streifchen1 etwas breiter als die ,filete1 zerlegt hat1 mit der ,filete aufgefangen werden4 ,diese mu vorher mit l oder anderem ,fett leicht berfahren sein4 ,indem man sie mit einem ,ende beginnend1 leicht aufsetzt und ber den ,streifen wegfhrt1 hngt sich das ,gold an und wird danach auf die zu bedruckende ,stelle gebracht4 ber das ,erwrmen der ,druckwerkzeuge ist schon oben 7,s4 #aae7 das ,erforderliche gesagt worden4 ,es sei hier nur noch bemerkt1 da man gut daran thut1 bei jeder ,ledersorte vorerst eine ,probe fr den ,hitzegrad zu machen4 ,bei zu geringer ,wrme hlt das ,gold nicht und lst sich ab1 wenn man das ,leder mit dem ,goldlappen abwischt2 bei zu groer ,wrme luft man ,gefahr1 das ,leder zu verbrennen4 ,kalbleder vertrgt eine etwas strkere ,erwrmung als andere ,ledersorten1 erfordert aber sehr raschen ,druck4 ,beim ,vergolden des ,titels wird auf das ganze ,titelfeld ,gold aufgetragen1 nachdem man es mit einem ,hauch ,fett berfahren hat4 ,das ,auftragen des ,goldes geschieht in derselben ,weise wie beim ,goldschnitt 7s4 ,s4 #ge7 mittelst eines ,streifchens ,papiers4 ,das aufgetragene ,gold wird mit sauberer ,watte leicht betupft1 damit es sich an die ,flche anschmiegt4 ,durch das ,gold hindurch wird dann der ,vordruck sichtbar1 der nun ,zeile fr ,zeile nachzudrucken ist4 ,sobald der ,druck einer ,linie oder eines ,titels ausgefhrt ist1 wischt man das berschssige ,gold mit einem weichen1 wollenen ,lappen1 dem ,goldlappen1 ab2 bleiben dabei noch kleine ,teilchen hngen1 so werden diese mit schwarzem ,gummi abgerieben oder mit einem spitzen ,hlzchen entfernt4 ,der ,goldlappen wird nach lngerer ,benutzung verkauft2 das darin haftende ,gold ist nmlich nicht verloren1 sondern kann durch ,ausbrennen wiedergewonnen werden4 ,die fertige ,vergoldung soll blank und selbst unter der ,lupe fehlerlos erscheinen4 ,solange dies nicht der ,fall ist1 gengt der ,druck nicht und mu nachgedruckt werden4 ,pergamentbnde erfordern besonders sorgfltige ,behandlung1 da das ,material sehr leicht ,schmutz annimmt4 ,deshalb schlgt man1 wenn man den ,rcken vergolden will1 einen breiten ,streifen ,papier der ,lnge nach um den ,band1 so da nur der ,rcken heraussieht4 ,in hnlicher ,weise schtzt man den einen ,deckel1 wenn man den anderen in ,arbeit nimmt4 ,die ,vergoldung wird wie beim ,leder vorgedruckt1 aber nicht mit ,eiwei ausgepinselt2 das ,gold wird mit reichlichem l aufgetragen4 ,die ,rckenvergoldung geschieht in der ,weise1 da die ,bundlinien1 nachdem die ,einteilung mit dem ,zirkel abgestochen ist1 auf dem aufgetragenen ,golde vorgezeichnet werden4 ,der ,vorzeichnung gem spannt man einen dnnen ,zwirnsfaden quer ber den ,rcken und zieht denselben einmal kurz hin und her4 ,das ,titelfeld besteht stets aus einem aufgeklebten ,stck farbigen ,leders4 ,dies berkleben des ,titelfeldes mit andersfarbigem ,leder lt sich natrlich auch bei allen anderen ,ledersorten anwenden1 und dient zur ,belebung der eintnigen ,rckenflche1 die dadurch ein geflligeres ,ansehen gewinnt4 ,man nimmt dazu ganz dnn ausgeschrftes ,saffian- oder ,bockleder1 schneidet das ,stck genau passend und klebt es mit ,kleister auf4 ,die ,titelfelder werden vor und nach dem ,golddruck ausgeglttet4 ,illustration3 ,fig4 #hb4 ,illustration3 ,fig4 #hc4 ,illustration3 ,fig4 #hd4 ,illustration3 ,fig4 #he4 ,illustration3 ,fig4 #hb-he4 ,verschiedene ,rcken mit ,bundeinteilung4 ,illustration3 ,fig4 #hf4 ,illustration3 ,fig4 #hg4 ,illustration3 ,fig4 #hh4 ,illustration3 ,fig4 #hf-hh4 ,verschiedene ,rcken mit ,bundeinteilung4 ,von den verschiedenen ,einteilungsweisen des ,rckens war schon oben 7,s4 #abd7 die ,rede4 ,natrlich sind damit nicht alle ,abweichungen erschpft1 sondern nur die hauptschlichsten ,schemata gegeben4 ,der sog4 lange ,rcken ist eine englische ,bezeichnung und in ,england zumeist blich4 ,fig4 #gf und #gg geben zwei derartige ,rcken1 die mit ,stempeldruckverzierungen versehen sind und in ,england als herabhngende ,rcken bezeichnet werden4 ,fig4 #ge ist ein filetierter ,rcken1 bei dem die ,flche zwischen ,titel und ,schwanz mit einer gemusterten ,filete vollstndig bedruckt ist4 ,flchen1 die filetiert werden sollen1 mssen vorher nach der ,breite der ,filete ausgemessen werden1 damit man mit der letzteren genau auskommt2 der ganze ,rcken wird mit ,eiwei berfahren1 mit ,gold aufgetragen und nach dem ,druck der ,fileten und ,titel abgewischt und ausgeputzt4 ,die ,stempel werden beim ,aufdruck etwas anders gehandhabt als die ,fileten4 ,ihre ,oberflche ist leicht nach der ,mitte zu gewlbt1 so da beim ,aufsetzen nicht die ganze ,druckflche das ,leder berhrt1 die ,hand aber im stande ist1 nach jedem einzelnen ,punkte der ,gravierung hin einen krftigen ,druck auszuben4 ,grere ,stempel werden zunchst mit der ,mitte senkrecht aufgesetzt und dann mit der ,hand in kreisfrmiger ,bewegung1 ohne von der ,stelle zu rcken1 zum ,abdruck gebracht4 ,bei kleineren1 einfacheren ,stempeln gengt das einmalige ,hin- und ,herbewegen1 um einen guten ,abdruck zu erzielen4 ,da die ,stempelabdrcke durchaus gleichmig erscheinen mssen1 bedarf wohl kaum der ,erwhnung4 ,um beim ,aufsetzen der ,stempel auf den ,rcken genau ,mitte zu halten1 zeichnet man1 soweit der ,stempel reicht1 eine ,mittellinie vor1 die als ,anhalt dient4 ,seitliche ,linien 7einfache oder doppelte71 wie sie bei ,fig4 #gh und #gi zur ,einrahmung des ganzen ,rckens angeordnet und bei ,rcken ohne ,bundeinteilung blich sind1 streicht man mit dem ,falzbein vor und druckt in ,gold mit der ,rolle nach4 ,dazu ist es aber ntig1 den ,band entweder auf ein schrg stehendes ,brett mit einer vorstehenden ,leiste1 hnlich einem ,lesepult1 zu legen oder ihn in eine ,klotzpresse 7vgl4 ,s4 #aag7 zu setzen und diese schrg zu stellen4 ,feine ,halbfranz- und ,ganzlederbnde erhalten stets erhabene ,bnde1 die eigentlich an der ,stelle sitzen sollten1 wo sich auf dem inneren ,rcken die ,bnde befinden1 indes oft ganz beliebig angeordnet werden4 ,titelfelder ebenso wie verzierte ,felder pflegt man mit einer einfachen oder einer ,doppellinie einzufassen1 die mit kurzen ,linienstcken1 deren etwa #aj von verschiedener ,lnge einen ,satz bilden1 gedruckt werden 7sog4 ,karreedruck74 7,fig4 #hd-hh47 ,es empfiehlt sich nicht1 das ,gold mit den ,linienstcken aufzunehmen1 da die kleinen ,stcke leicht erkalten1 ehe man zum ,drucken kommt4 ,beim ,karreedruck ist vor allem darauf zu achten1 da die ,linien an den ,ecken genau zusammentreffen und den ,eindruck machen1 als sei das ,viereck mit einem ,stempel gedruckt4 ,felder1 die ganz oder zum greren ,teile mit ,zierat bedeckt werden sollen1 also unter ,verwendung von ,eckstcken neben dem ,mittelstck1 grundiert man in der ganzen ,flche mit ,eiwei und trgt danach ,gold auf1 von dem der berschu1 wie oben erwhnt1 hinterher abgewischt wird4 ,verwickelte ,stempelzusammenstellungen erfordern einen vorausgehenden ,entwurf1 der auf dnnem aber festem ,papier gemacht werden mu4 ,das ,papierstck mit dem ,entwurf wird auf das ,feld aufgelegt und an den vier ,ecken leicht mit ,kleister angehngt4 ,zum ,vordruck werden die mig gewrmten ,stempel durch das ,papier durchgedruckt4 ,ganz kleine ,teile1 die etwa noch hier und da anzusetzen sind1 druckt man aber nicht mit vor1 sondern richtet sich dabei nach dem ,augenma4 ,auer den geraden ,linien bedarf der ,vergolder auch der gebogenen4 ,fr eine gut eingerichtete ,werkstatt sind mehrere ,bogenstze bis zu dreiig ,nummern erforderlich1 so da man im stande ist1 ,kreise von #d-e mm ebenso wohl wie solche von #h-aj cm ,durchmesser zu drucken4 ,je grer die ,bogenlinie ist1 um so flacher ist die ,krmmung1 oder um so grer der ,kreis1 von dem sie einen ,teil bildet4 ,der ,bogendruck ist die schwierigste ,arbeit des ,vergolders1 der es erst nach langer bung zu vollkommener ,sicherheit bringt4 ,da die einzelnen ,bogenlinien nicht scharf aneinander gesetzt werden knnen1 sondern ein allmhliches bergehen von der einen in die andere erfolgen mu1 so erfordert der ,druck namentlich kleiner ,bogen viel ,geduld1 insofern hufig ,fehlstellen vorkommen1 die wiederholtes ,grundieren und ,nachdrucken ntig machen4 99 99 99 99 99 ,illustration3 ,fig4 #hi4 ,illustration3 ,fig4 #ij4 ,illustration3 ,fig4 #ia4 ,illustration3 ,fig4 #ib4 ,illustration3 ,innere ,kantenvergoldungen4 ,die ,deckelvergoldung erstreckt sich bei reich ausgestatteten ,lederbnden nicht nur auf die ueren1 sondern auch auf die inneren ,seiten4 ,wir beginnen mit diesen1 da sie bei der ,arbeit ebenfalls den ,anfang machen4 ,die ,verzierung der ,innenseite besteht stets aus einer ,kante 7,umrahmung71 die entweder an allen vier ,rndern hinluft oder nur an den drei ueren1 whrend die innere ,seite am ,falz her durch das ,vorsatz1 einen ,leder- oder ,stofffalz gedeckt wird4 ,das umrahmte ,feld1 der ,spiegel1 kann auf die verschiedenste ,weise1 symmetrisch 7,fig4 #if-ii7 und unsymmetrisch 7,fig4 #ie und #ajj71 voll 7,fig4 #ajj71 oder mit einem frei in der ,flche stehenden ,zierstck 7,fig4 #ie und #ih71 ornamentiert werden2 nur ist darauf zu achten1 da die ,kante ein dichteres und krftigeres ,muster zeigt als die ,mitte4 ,in ihr soll die ,festigkeit des ,rahmens gewissermaen zum ,ausdruck kommen1 hnlich wie dies bei der ,verzierung von ,zimmerdecken der ,fall ist1 wo die tiefere ,frbung die ,rnder gegen die lichter behandelte mittlere ,flche absetzt4 ,in dieser ,hinsicht unterscheidet sich die ,verzierungsweise der ,innenseiten von derjenigen der ,auenseiten1 bei denen man ,kante und ,spiegel nicht so scharf hervorhebt1 sondern auf eine allmhliche berleitung vom ,rande nach der ,mitte zu ,bedacht nimmt1 sei es durch vermittelnde ,linien1 sei es durch ,anordnung von ,eckstcken1 die das ,mittelfeld zu einem ,oval oder zu einer dem ,oval sich nhernden ,form gestalten4 ,der ,grund fr diese gegenstzliche ,art der ,ornamentierung liegt wohl nur in dem ,reiz des ,gegensatzes1 nicht aber in dem ,wesen der ,sache4 ,illustration3 ,fig4 #ic4 ,illustration3 ,fig4 #id4 ,innere ,kantenvergoldungen4 ,der ,arbeit voraus geht wieder der ,entwurf1 der1 wenn er nicht ganz einfacher ,art ist1 wie beim ,rcken1 zu ,papier gebracht wird4 ,nachdem man die geraden ,linien mit ,bleistift gezogen hat1 lt man das zur ,verzierung dienende ,werkzeug1 ,fileten1 ,stempel1 ,rollen1 ber der ,flamme einer ,kerze anruen und druckt damit die ,verzierung auf das ,papier4 ,dies ,verfahren ist dem ,druck mit ,druckerschwrze vorzuziehen1 da diese die feinen ,gravierungen leicht vollschmiert und nicht so leicht zu entfernen ist wie ,ru4 ,dem ,entwurfe gem1 mag er nun blo im ,kopfe oder auf dem ,papier vorhanden sein1 werden alle ,linien mit einem ,stellzirkel parallel mit der ,kante vorgestrichen4 ,wo ,doppel- oder ,dreilinien in ,frage kommen1 wird stets nur die uere vorgezeichnet4 ,nun werden alle ,linienrollen genau mit ,gehrungsansatz in den ,ecken lau vorgedruckt1 danach folgen die ,punktlinien und ,fileten1 zuletzt die ,stempel4 ,gemusterte ,rollen werden nicht vorgedruckt1 da ein genaues ,nachdrucken derselben kaum mglich ist4 ,beim ,vordrucken des ,spiegels verfhrt man ebenso wie beim ,vordruck des ,rckens1 indem man1 wo es ntig ist1 eine ,papiermuster benutzt und die ,stempel hindurchdruckt4 ,illustration3 ,fig4 #ie4 ,spiegel mit unsymmetrischer ,mittelverzierung4 ,vor dem ,vordrucken und nach dem ,vergolden werden ,kanten und ,spiegel stets abgeglttet4 ,illustration3 ,fig4 #if4 ,spiegel mit eingesetztem ,rahmen und freiem ,mittelfelde4 ,bei breiten ,kanten werden die ,flze aus dem zum berzug verwendeten ,leder gebildet1 und wie die anderen drei ,kanten vergoldet4 ,das ,vergolden dieser hinteren ,kanten erfordert eine ,untersttzung des ,deckels bis in den ,falz hinein4 ,man bedient sich dazu eines mit ,tuch bezogenen ,unterlagsbrettes1 das an einer ,kante schrg ausgekehlt ist ,bild und sich mit der ,kehlung hart bis an den ,rcken heranschieben lt4 ,unter allen ,umstnden liegt das ,buch1 um keinen ,schaden zu leiden1 beim ,vergolden auf einem mit weichem ,tuch berspannten ,brett oder ,pappdeckel4 ,illustration3 ,fig4 #ig4 ,spiegel mit eingesetztem ,rahmen und freiem ,mittelfelde4 ,in ,fig4 #hi bis #id geben wir sechs verschiedene ,kantenvergoldungen und in ,fig4 #ie bis #ajj sechs ,entwrfe zu inneren ,deckelvergoldungen1 von denen sich ,fig4 #ii und ,fig4 #ajj brigens auch zur ,verzierung der ,auenseiten eignen4 ,bevor die ,vergoldung der ueren ,decke an die ,reihe kommt1 werden auch noch die sog4 ,stehkanten des ,deckels1 die schmalen ueren ,rnder mit einer feinen ,linie1 einer ,doppellinie oder einer ,tippellinie bedruckt4 ,will man ein briges thun1 so bedruckt man die den ,ecken zunchst liegenden ,stellen auf #c bis #d cm ,lnge mit einer ,bundfilete und die brigen ,teile mit einer glatten oder punktierten ,linie4 ,illustration3 ,fig4 #ih4 ,spiegel mit gestirnter ,flche und kleinem ,mittelstck4 ,fr den ,druck des ueren ,deckels gelten bezglich des bertragens der ,zeichnung1 des ,auswaschens und ,grundierens dieselben ,vorschriften wie fr den ,druck der ,innenseiten1 bez4 des ,rckens4 ,auer und neben der ,goldverzierung wendet man zum ,schmuck der ueren ,decke auch die ,farbe an1 entweder in der ,gestalt der sog4 ,ledermosaik oder durch ,auftragen mit dem ,pinsel4 ,illustration3 ,fig4 #ii4 ,spiegel mit breiten ,eckfllungen und symmetrischem ,mittelstck4 ,illustration3 ,fig4 #ajj4 ,spiegel mit unsymmetrischer ,fllung4 ,die ,ledermosaik ist eine ,musterung des ,lederberzugs mittelst anders gefrbter ,lederstcke1 die entweder eingelegt oder aufgelegt werden4 ,fr eingelegte ,arbeit nach ,art der ,holzintarsia eignet sich aber das ,material sehr wenig1 da sich keine scharfen ,konturen herstellen lassen1 wie sie zur ,hervorhebung der ,zeichnung erforderlich sind4 ,dagegen lassen sich mit der ,lederauflage reiche und gefllige1 dem ,stoff angemessene ,wirkungen erzielen4 ,die ,teile der ,zeichnung -- vorzugsweise sind es die bandartigen ,ornamente1 indes auch ,bltter1 ,rosetten und kleinere1 durch ,bandverschlingungen gebildete ,felder -- welche1 wie der ,fachausdruck lautet1 ausgelegt oder unterlegt werden sollen1 mssen vorerst ausgeschnitten werden4 ,das dazu zu verwendende ,leder wird zuvor in entsprechend groen ,stcken so weit ausgeschrft1 da es nicht viel strker ist als ein ,blatt ,seidenpapier4 ,die ,vorderseite wird danach auf krftiges ,schreibpapier oder ,aktendeckel mit ,kleister aufgeklebt und angepret4 ,auf das ,papier wird nun die ,form des aufzulegenden ,stckes genau aufgezeichnet und danach mit einem scharfen1 spitzen ,messer ausgeschnitten4 ,illustration3 ,fig4 #aja4 ,albumdecke mit ,lederauflage4 7,m4 ,ghre in ,leipzig47 ,nachdem alle farbigen ,lederteile auf diese ,weise vorbereitet sind1 wird die ,zeichnung auf dem ,leder vorgedruckt und diesem ,vordruck gem ,stck fr ,stck auf den ,deckel aufgeklebt1 natrlich mit der ,fleischseite des ,leders1 so da das aufgeklebte ,papier oben aufliegt4 ,das ,anschmieren wird dabei in der ,weise bewerkstelligt1 da man die einzelnen ,teilchen auf ein mit ,kleister bestrichenes ,blech legt und gut andrckt2 man hebt sie danach mit der ,messerspitze ab und klebt sie an der ,stelle1 fr die sie bestimmt sind1 auf4 ,ist die ganze ,klebearbeit besorgt1 so wird ein ,blatt ,papier ber den ,deckel gelegt und der ,band einige ,zeit zwischen ,blechen oder ,platten eingepret4 ,die ,pressung bewirkt1 da die aufgelegten ,teile sich in ,papierstrke in den ,grund eindrucken4 ,der aus der ,presse kommende ,band wird nunmehr mit ,wasser berfahren1 um das ,papier loszuweichen4 ,nachdem dies abgelst worden ist1 legt man abermals ein ,blatt ,papier1 besser noch ein ,blatt ,staniol auf den ,deckel und pret den ,band von neuem ein4 ,vollendet wird die ,arbeit zuletzt durch das ,konturieren der eingelegten ,teile mit ,goldlinien4 ,der ,kontur darf dabei die ,auflage nur so weit treffen1 da sie gewissermaen angeklemmt und die ,verbindungsstelle zwischen ,grund und ,auflage gedeckt wird4 ,illustration3 ,fig4 #ajb4 ,oktavdecke mit ,ledermosaik 7,m4 ,ghre in ,leipzig74 ,illustration3 ,fig4 #ajc4 ,oktavdecke mit ,lederauflage 7,horn in ,gera74 ,die beigefgten ,abbildungen ,fig4 #aja bis #ajd geben einige ,muster von ,buchdecken mit ,lederauflage und dienen der obigen ,darlegung zur ,erluterung4 ,illustration3 ,fig4 #ajd4 ,deckenentwurf fr ,lederauflage 7,p4 ,adam74 ,eine hnliche ,verbindung von ,farbe und ,gold lt sich auch1 wie schon bemerkt1 durch das ,bemalen einzelner ,teile der ,zeichnung erzielen1 ein ,verfahren1 das schon im #af4 ,jahrhundert gebt wurde4 ,man benutzt dazu nur ,deckfarben1 die mit ,lack angerieben sind1 auch wohl lfarben1 die freilich den ,fehler haben1 da sie nur langsam trocknen4 ,durch ,beimischung von ,sikkativ kann man dem belstande etwas abhelfen4 ,im vorigen ,jahrhundert und auch noch im gegenwrtigen hat man namentlich gern ,pergamentdecken mit gemalten ,verzierungen versehen und in der ,that ist ,pergament wohl der am meisten fr die farbige ,behandlung geeignete ,deckelberzug4 ,nach dem ,vergolden werden die ,deckel mit einem mig warmen ,glttkolben abgeglttet1 und der ,band dann zwischen ,blechen oder ,platten1 um welche vorher ein ,staniolblatt zu schlagen ist1 in die ,presse gebracht4 ,nach dem ,auspressen wird die ganze ,decke mit einem ,flanelllppchen und einigen ,tropfen gutem ,lack recht gleichmig berfahren4 ,bnde mit ,bemalung mssen vor dieser ,arbeit eingepret werden4 99 99 99 99 99 ,eine verhltnismig einfache ,art1 eine ,decke mit ,linienornamenten in ,gold zu verzieren1 ist die ,stiftvergoldung1 die besonders in solchen ,fllen gute ,verwendung findet1 wo rasch und ohne groe ,kosten eine ,vergoldung in reicherer ,zeichnung ausgefhrt werden soll4 ,man kann die ,stiftvergoldung nur auf glattem oder geglttetem ,leder anwenden1 das wie bei der ,handvergoldung ausgewaschen1 grundiert und mit ,gold aufgetragen wird4 ,das ,verfahren erfordert eine ,vorzeichnung auf ,pauspapier1 welches ber dem aufgetragenen ,golde unverrckbar aufgespannt wird4 ,die gepausten ,linien werden dann mit einem ,messingstifte 7,punktstifte7 nachgefahren1 der etwas heier sein mu als bei der ,handvergoldung1 da das zwischenliegende ,papier etwas von der ,hitze wegnimmt4 ,nachdem die ,arbeit beendet ist1 nimmt man das ,papier fort1 wischt das ,gold herunter und glttet die ,flche ab4 99 99 99 99 99 ,die ,vergoldung der ,decke erfordert mitunter die ,zuhilfenahme der ,presse4 ,abgesehen von umfangreichen1 die ganze ,deckenflche einnehmenden ,platten1 die nur mit der ,presse gedruckt werden knnen1 ist die ,anwendung derselben auch bei greren ,mittel- und ,eckstcken sowie bei ,inschriften erforderlich4 ,der ,pressendruck war schon im #af4 ,jahrhundert in bung1 und zwar fr ,blinddruck4 ,man kannte auch damals schon ,vollplatten zum ,bedrucken der ganzen ,buchflche4 ,die ,platten sind meist auf beiden ,seiten graviert2 bei ,eckstcken1 die so behandelt sind1 vereinigte man auf diese ,weise das rechts- und das linksseitige ,stck in einer ,platte4 ,jede ,plattenverzierung wurde einzeln gedruckt1 nicht1 wie in unserer ,zeit1 alle ,teile1 die die ,deckenverzierung bilden1 gleichzeitig mit einem ,druck4 ,die ,presse1 die zum ,drucken diente1 war die sog4 ,stockpresse4 ,mit der ,einbrgerung der ,handvergoldung kam der ,pressendruck mehr und mehr auer ,gebrauch und beschrnkte sich im #ag4 und #ah4 ,jahrhundert fast ausnahmslos auf die die ,mitte einnehmenden ,wappen oder ,bibliothekszeichen4 ,in der heutigen ,buchbinderei ist die ,vergolderpresse eine fr den ,grobetrieb unumgngliche ,maschine1 die aber nicht blo zum ,golddruck1 sondern auch zum ,aufdruck von ,farben dient1 deren bis zu zwlf und mehr hintereinander gedruckt werden1 um buntfarbige ,bilder1 figrliche wie landschaftliche1 auf die ,kalikodecke zu bringen4 ,es wird dem ,buchdeckel damit eine ,verzierung aufgentigt1 die seiner ,natur und der ,natur des ihn berziehenden sprden ,stoffes wenig entspricht4 ,da aber ber den ,geschmack sich streiten lt1 wrde es vergeblich sein1 gegen diese ,verirrung desselben sich aufzulehnen4 ,unsere ,abbildung 7,fig4 #aje7 gibt die jetzt allgemein bliche ,gestalt der ,presse wieder4 ,der ,druck wird von unten her mittelst eines ,hebels ausgebt4 ,der ,kopf der ,maschine ist unbeweglich2 er hat unten eine glatte ,flche1 den sog4 ,tiegel1 mit drei ,heizrhren darunter1 die zur ,aufnahme glhender ,bolzen dienen4 ,diese geben die ,hitze an die ,druckplatte ab1 die mit der ,rckseite an den ,tiegel befestigt wird4 ,zu dem ,ende leimt man1 da ,metall auf ,metall nicht festklebt1 ein krftiges ,stck ,papier auf die ,druckplatte und diese mit dem ,papier an den ,tiegel an4 ,besteht die ,verzierung aus einzelnen ,stcken1 so werden diese in der entsprechenden ,zusammenstellung aufgeleimt4 ,unter dem ,tiegel und von diesem durch einen ,zwischenraum getrennt befindet sich der sog4 ,schlitten1 eine ,platte1 die vorgezogen werden kann und zum ,auflager fr die zu pressende ,decke dient4 ,beim ,niederdrcken des ,schwengels wird der ,schlitten gegen den ,tiegel gedrckt und auf diese ,weise die ,pressung bewirkt4 ,in der ,regel kommt eine und dieselbe ,decke mehrere ,male in die ,presse1 zumal bei vielfarbiger ,zeichnung4 ,um nun ohne weiteres jedes folgende ,mal die ,decke genau in dieselbe ,lage zu bringen1 wie die beim ersten ,druck1 ist eine ,punktur erforderlich4 ,man schafft dieselbe mit ,hlfe von zwei ,reizwecken mit nicht zu kurzem ,stift1 die man auf dem ,schlitten festklebt4 ,die ,decke selbst wird nach einer aufgelegten ,schablone mit zwei ,punktierlchern versehen1 die der ,stellung der beiden ,stifte genau entsprechen4 ,bei jedem neuen ,druck wird die ,decke mit den ,punktierlchern auf die ,stifte gebracht1 so da genau ,druck auf ,druck pat4 ,fr ,blinddrucke und ,pressungen1 die nur einen ,druck erfordern1 bedient man sich zur ,anlage eines angeschraubten ,metall- oder angeklebten ,pappwinkels2 besser noch sind die ,kltzchen1 die auf den ,schlitten aufgeleimt werden1 zwei fr die seitliche ,fhrung und eins hinten zum ,anstoen4 ,fr jede ,art der ,pressung3 ,blinddruck1 ,golddruck1 ,farbendruck1 ist je eine ,platte notwendig4 ,bei mehrfarbigem ,druck erfordert jede ,farbe ihre ,platte1 ganz wie beim lithographischen ,farbendruck4 ,bei sehr dichter ,zeichnung1 die vom ,grunde des berzugs nichts oder wenig mehr sehen lt1 wird die ,flche vorweg mit einer ,platte ohne ,gravierung glatt gepret4 ,illustration3 ,fig4 #aje4 ,vergoldepresse von ,mansfeld in ,leipzig4 ,kommt ,gold- und ,farbendruck zusammen auf einer ,decke zur ,anwendung1 so wird erst das ,gold1 dann die ,farbe gedruckt4 ,die ,farben werden kalt gedruckt1 beim ,golddruck wird der ,tiegel in der schon oben erwhnten ,weise hei gemacht4 ,statt der ,bolzen kann man auch ,gas oder berhitzten ,dampf zu diesem ,zwecke benutzen4 ,die ,grundierung der ,decke ist bei der ,prevergoldung wesentlich einfacher als bei der ,handvergoldung4 ,sowohl fr ,kaliko wie fr ,leder berfhrt man die ganze ,flche mit verdnntem ,eiwei 7halb ,eiwei1 halb ,essig oder ,lagerbier72 nur bei feinen ,lederbnden werden die zu vergoldenden ,stellen ausgepinselt4 ,das ,gold wird mit l aufgetragen4 ,kaliko erfordert einen schrferen ,druck als ,leder2 die ,hebelpresse wird demgem mit einer daran befindlichen ,vorrichtung schrfer eingestellt1 ebenso verlangt ,kaliko einen greren ,hitzegrad als ,leder4 ,samt1 der freilich nur noch selten vergoldet wird1 mu vorerst sehr hei vorgedruckt werden1 damit die ,haare wie niedergebrannt erscheinen2 dann wird mit der abgekhlten ,presse das ,gold aufgedruckt4 ,als ,grundiermittel dient ,vergoldepulver1 das aus zwei ,teilen ,kopal und einem ,teil ,dammarharz oder aus ostindischem ,kopal und weiem ,schellack zu gleichen ,teilen -- alles fein pulverisiert -- besteht4 ,das ,pulver wird mit einer ,bchse aufgestubt1 die an ,stelle des ,bodens mit dnnem ,webstoff 7,gaze7 berspannt ist4 ,wenn ,samt mit der ,hand vergoldet werden soll1 wird das ,gold mit den ,stempeln1 ,fileten etc4 aufgenommen2 der ,hitzegrad darf etwas hher sein1 als bei der ,eiweivergoldung2 es mu aber etwas langsamer gedruckt werden4 ,statt mit ,pulver kann man auch mit ,eiwei grundieren1 doch mu in diesem ,falle der ,vordruck erst mit gewhnlichem ,lack ausgepinselt werden und ganz trocken geworden sein1 ehe man mit ,eiwei nachpinselt4 ,beim ,pressendruck wird die oben ausziehbare ,platte des ,pressenkopfes mit der angeklebten ,druckplatte ber ,gas oder ,spiritus stark erwrmt4 ,whrend des ,erwrmens wird ,gold auf die ,platte aufgetragen1 dann die ,ausziehplatte wieder in die ,presse geschoben1 die eingestubte ,decke auf den ,schlitten aufgenadelt1 dieser ebenfalls eingeschoben und nun die ,presse zugedrckt4 ,die ,decke wird nicht eher aus der ,presse genommen1 bis die ,platte vllig erkaltet ist4 ,gewhnlich bringt man auf den ersten ,goldauftrag sofort einen zweiten aus ,blattmetall 7unechtes ,gold71 das dann beim ,druck unter dem ersten ,golde liegt4 ,auf diese ,weise wird der ,glanz der ,vergoldung wesentlich erhht4 ,bei der ,verzierung der ,lederdecke spielt auch die ,farbe derselben eine ,rolle1 zumal wenn das ,ornament selbst farbig behandelt wird4 ,heutzutage ist das ,leder in den verschiedensten ,farben kuflich1 ebenso wie der ,kaliko4 ,in frheren ,zeiten frbte der ,buchbinder das ,leder 7,kalb- oder ,schafleder7 selbst1 das er in lohgarem ,zustande vom ,hndler bezog4 ,auer der einfachen ,frbung gab man dem ,leder auch wohl ein buntes ,aussehen durch ,marmorierung4 ,smtliche ,farben3 ,schwarz1 ,braun in verschiedenen ,tnen1 ,rot1 seltener ,blau und ,violett1 wurden durch ,beizen hervorgebracht4 ,fr ,schwarz diente ,eisenschwrze1 auch ,eisenfeile1 die man lngere ,zeit in ,bier stehen lie und darin kochte1 fr ,braun ,pottaschenwasser oder eine leichte ,lsung von tzkali oder tznatron1 fr ,rot ein ,auszug aus ,fernambukholz oder ,alkannawurzel1 mit ,kochenille zusammengekocht2 durch einen ,zusatz von ,zinnsalzlsung erhielt die ,farbe ein lebhafteres ,aussehen4 ,zur ,blaufrbung nahm man ,blauholz oder ,indigokarmin4 ,die ,beize wurde auf das ausgespannte ,fell1 nachdem es ausgewaschen1 gekleistert und wieder getrocknet war1 mit einem ,schwamme oder ,hasenfu aufgetragen4 ,das ,marmorieren wurde durch ,aufsprengen von ,beizen und ,farben mittelst eines kleinen ,reiswurzelbesens bewerkstelligt4 ,zuerst wurden die ,farben auf das dunkel gefrbte ,leder aufgesprengt1 dann die zur ,entfrbung einzelner ,stellen dienenden stark verdnnten ,beizen1 aus ,scheidewasser1 ,salz- oder ,zitronensure bestehend4 ,das ,durcheinanderlaufen der ,farben wurde auch dadurch bewirkt1 da das beim ,aufsprengen flach liegende ,fell hinterher nach einer ,seite geneigt wurde1 so da die verschiedenen ,flssigkeiten in kleinen ,rinnsalen ab- und zusammenliefen4 ,man erzielte dadurch eigentmlich abschattierte ,adern2 der ,grund wurde vorher mit reinem ,wasser oder einer ,gallpfelabkochung besprengt4 ,auch das bereits fertig mit ,leder berzogene ,buch verstand man auf diese ,weise zu marmorieren2 indem man die ,deckel ein wenig nach innen bog1 das ,buch dabei schrg nach unten neigte1 liefen die ,adern nach der ,mitte zu zusammen und es entstand der sog4 ,baummarmor4 ,das ,marmorieren des ,leders ist jetzt fast nur noch in ,england blich4 ,zur ,vergoldung auf marmoriertem ,grunde bedient man sich nur weniger ,linien und ,stempel von krftigen ,formen1 da zierliches und reiches ,ornament auf buntem ,grunde nicht gut wirkt4 ,andere ,arten der ,ledermarmorierung seien hier noch kurz angemerkt4 ,der ,marmor mit rotem ,grunde hie ,feuermarmor1 eine durch ,tupfen mit dem ,schwamme hergestellte ,art ,schwammmarmor2 ,kalkmarmor wurde durch ,aufsprengen von dnnem ,kalkwasser statt reinen ,wassers hergestellt4 ,wie die ganze ,decke marmorierte man auch wohl nur ,teile derselben1 indem man die brige ,flche durch berkleben zudeckte4 ,auch wurden mit der ,reifeder vollstndige ,liniaturen ausgefhrt1 zwischen denen sich ,vergoldungen recht gut ausnahmen4 99 99 99 99 99 ,nachtrglich sind noch einige ,bemerkungen ber die ,behandlung des ,pergamentes 7vergl4 ,s4 #abd7 und des ,samts 7vergl4 ,s4 #aea7 zu machen4 ,pergament1 gleichviel ob ,schaf- oder ,kalbspergament1 wird vor dem berziehen mit reinem ,papier gefttert 7zum ,aufkleben ist ,kleister zu verwenden7 und zum ,trocknen zwischen ,pappen gelegt4 ,der so vorbereitete berzug wird auf den ,buchkrper aufgepat und an der ,stelle1 wohin die ,flze kommen1 ein ,bruch und in ,falzbreite daneben1 nach der ,deckelseite zu1 ein zweiter ,bruch gemacht1 hnlich wie dies bei dem sog4 gebrochenen ,rcken 7vergl4 ,s4 #ib7 zu geschehen pflegt4 ,das so vorbereitete ,pergament wird dann mit ,leim angeschmiert und ber den ,band gezogen4 ,samt kann man auf zweierlei ,weise verarbeiten4 ,entweder wird der ,pappdeckel mit ,leim angeschmiert1 der ,samt darber gezogen und der ,einschlag besonders mit ,leim angeschmiert1 oder der zugeschnittene ,samt wird mit nicht zu dnnem ,kleister angeschmiert und in gewhnlicher ,weise behandelt4 ,die ,behandlung des ,buchkrpers ist die gleiche wie beim ,halbfranzbande4 ,samtbnde nehmen sich stets am besten aus1 wenn sie1 sofern nicht ,stickerei in ,frage kommt1 nur durch silbernes oder vergoldetes ,beschlge verziert werden4 ,,nachtrag4 ,die ,wiederherstellung alter ,einbnde4 ,schon bei einer frheren ,gelegenheit 7,seite #bh7 ist von der ,behandlung alter ,bcher die ,rede gewesen1 die mit einem neuen ,einbande versehen und dabei womglich in den ,zustand versetzt werden sollen1 in dem sie sich zur ,zeit ihrer ,entstehung befanden4 ,es wird nicht berflssig sein1 hier noch einige ,bemerkungen ber die ,wiederherstellung1 bez4 ,reinigung alter ,einbnde zu machen1 da die ,liebhaberei an alten ,erzeugnissen des ,kunstgewerbes immer mehr zunimmt und die ,gemeinde der ,sammler ebenso wie die ,sammlungen tglich neuen ,zuwachs erhalten4 ,die ,grundregel bei der ,wiederherstellung beschdigter ,einbnde ist1 da man zu erhalten sucht1 was eben noch zu erhalten ist4 ,es ist nicht gleichgltig1 ob ein ,stck des ,einschlages einer alten ,decke erhalten bleibt oder durch neues ,leder ersetzt wird4 ,besonders wichtig ist es1 etwaige sich vorfindende handschriftliche ,bemerkungen zu erhalten1 da sie mitunter ,auskunft ber die ,geschichte des ,bandes1 seine ,vorbesitzer u4 s4 w4 geben4 ,wichtig ist auch die ,blolegung der bei einer frher stattgefundenen ,ausbesserung verklebten ersten ,vorstze1 da sie hufig wertvolle alte ,marmor- und ,brokatpapiere zu ,tage frdert4 ,sind ,bnde zu erneuern1 so whlt man denselben ,bundstoff1 ,leder1 ,pergament oder ,schnur1 der ursprnglich verwandt worden ist4 ,ist ein neuer ,goldschnitt nicht zu umgehen1 so wird dieser nach dem ,trocknen nur unter ,papier angeglttet2 er erscheint dadurch alt4 ,alte ,goldschnitte pret man fest ein1 bestreicht ein ,stck weiches ,leder mit einer erbsegro ,vaseline und reibt damit die ,flche einige ,male recht fest ab4 ,aufgemalte ,schnitte lassen sich erforderlichen ,falles mit ,aquarellfarben aufmuntern4 ,kapitale1 die zu erneuern sind1 werden mit ,faden von blasser ,frbung frisch umstochen4 ,sind ,flze unter einer ,decke zu ergnzen1 so mu man die alten ,decken ablsen2 beim ,wiederberziehen sind die ,bnde gut einzureiben1 nach dem ,einschlagen aber recht straff in den ,rcken hereinzuziehen4 ,bei ,pergamentbnden mssen die ,bnde durch den ,falz gezogen werden1 ebenso das verlngerte ,kapital4 berraschenden ,erfolg hat hufig das ,abwaschen der ,deckenvergoldung4 ,laues ,wasser und ,schmierseife gengen in den meisten ,fllen1 um ,jahrhunderte alten ,schmutz zu entfernen4 ,die ,ergnzung einzelner ,fehlstellen in der ,vergoldung bewirkt man am besten durch ,einmalen von ,muschelgold4 ,mit ,rollen und ,fileten erhlt man ein zu blankes ,gold1 das man erst trben mu1 um es in bereinstimmung mit der alten ,vergoldung zu bringen4 ,beschlge drfen nur mit ,sodawasser oder ,seife ausgewaschen1 nicht aber geputzt oder gar blank gebeizt werden4 ,sind die ,knpfe an den ,ecken vom ,gebrauch durchgerissen1 so mssen sie unter ,einlage eines abgepaten und nachgetriebenen ,stckchens ,messing ausgeltet werden4 ,neu einzunietende ,stifte lt man vorher ausglhen1 damit sie dunkel anlaufen4 ,die erneuerten alten ,decken mit ,lack zu berstreichen1 ist nicht ratsam1 da der ,glanz des ,lackes unangenehm ins ,auge fllt4 ,am besten ist es1 die ,flche mit ein wenig ,olivenl einzufetten und mit einer ,wachsbrste abzubrsten4 ,illustration3 ,eckstck von einer abgeriebenen ,decke1 ,ende des #ag4 ,jahrh4 ,kunstgewerbemuseum zu ,leipzig4 ,illustration3 ,abgeriebene ,decke4 ,ende des #ag4 ,jahrh4 ,kunstgewerbemuseum zu ,leipzig4 ,,ii4 ,,geschichte ,,der ,,buchdecke4 ,illustration3 ,leiste von einem ,einbande der ,bibliothek zu ,wolfenbttel4 ,vorbemerkung4 ,im ,verlaufe unserer ,darstellung der ,technik des ,bucheinbandes haben wir bereits hin und wieder auf die geschichtliche ,entwickelung derselben hingewiesen und auch die knstlerische ,seite unseres ,gegenstandes dabei berhrt4 ,im nachfolgenden werden wir der letzteren ausschlielich unser ,augenmerk zuwenden und der ,geschichte des ,geschmackes nachgehen1 wie er sich zu verschiedenen ,zeiten und bei den zumeist in ,betracht kommenden ,vlkern in ,bezug auf den ,schmuck des ,einbandes entwickelt hat4 ,wiederholungen werden dabei nicht ganz zu vermeiden sein1 da der ,zierat bei jedem ,gebrauchsgegenstande abhngig ist von dem ,material1 aus dem dieser hergestellt1 und von dem ,zweck1 zu dem er gebraucht wird4 ,die ,quellen1 aus denen die ,geschichte des ,bucheinbandes zu schpfen ist1 sind leider nicht sehr ergiebig1 und man ist hufig auf das ,gebiet der ,mutmaung verwiesen1 um fr diese oder jene ,erscheinung eine angemessene ,erklrung zu finden4 ,dagegen sind uns eine groe ,anzahl ,namen von ,buchbindern1 hauptschlich deutschen1 berliefert worden1 da diese hufig das ,werk ihrer ,hnde mit vollem ,namen gekennzeichnet haben1 und zwar sowohl im ausgehenden ,mittelalter als auch zur ,zeit der ,renaissance4 ,diese ,thatsache ist um so merkwrdiger1 als wir bei den dem #af4 ,jahrhundert angehrigen ,einbnden italienischen und franzsischen ,ursprungs1 die heutzutage die ,augenlust der ,sammler und ,kenner sind1 den nach ,majoli1 ,grolier und anderen ,bibliophilen benannten ,bnden fast niemals auf den ,namen des ,binders stoen4 ,auch ber die ,lebensverhltnisse und die ,werkstatteinrichtungen einzelner deutscher ,buchbinder sind wir dank der archivalischen ,forschungen ,steches1 ,kirchhofs u4 a4 unterrichtet4 ,so ber den ,leipziger ,buchbinder ,christoph ,birck1 der #aegh starb1 ber ,jakob ,kraue1 den der ,kurfrst ,august an seinen ,hof berief1 ber ,jrg ,bernhard aus ,grlitz1 der #aeej in die ,dienste des ,pfalzgrafen ,otto ,heinrich1 des kunstsinnigen ,erbauers des ,heidelberger ,schlosses1 trat und im ,dienste seines hohen ,herrn nicht blo fr ,einbnde1 sondern auch fr die ,hausverwaltung1 fr ,vgel1 ,pferde und ,kellerei zu sorgen hatte4 ,so lieen sich noch viele ,namen nennen1 ohne da sie viel mehr als ,namen bten2 auf einige mit bestimmten1 noch vorhandenen ,bnden in ,beziehung stehende ,meister werden wir spter zurckkommen4 ,aus den hufig vorkommenden ,berufungen von ,buchbindern an ,frstenhfe1 wo sie als ,hofhandwerker nebenbei auch wohl noch mit anderen1 auerhalb ihrer ,berufsthtigkeit liegenden ,diensten betraut wurden1 lt sich schlieen1 da ihre brgerliche ,stellung im #ae4 und #af4 ,jahrhundert in gewissem ,sinne eine bevorzugte war4 ,es lt sich dies leicht aus dem ,verhltnis erklren1 in welchem die ,buchbinder ursprnglich zur ,kirche und zu der gelehrten ,welt standen4 ,buchschreiber1 ,buchmaler und ,buchbinder waren in den ,klstern oft eine und dieselbe ,person4 ,dies lt sich mit einzelnen urkundlich nachgewiesenen ,beispielen belegen4 ,mit der ,erfindung ,gutenbergs tritt darin zwar eine nderung ein1 aber der ,bucheinband blieb auch dann noch lange ,zeit ,mnchsarbeit und einzelne ,mnchsorden1 wie z4 ,b4 die ,brder vom gemeinsamen ,leben1 befaten sich ebensowohl mit dem ,einbinden wie mit dem ,druck1 also mit der vollstndigen ,herstellung von ,bchern4 ,in dieser ,hinsicht folgten ihnen die groen ,drucker des #af4 ,jahrhunderts1 die zugleich ,verleger waren1 wie die ,koberger in ,nrnberg1 die ,aldus in ,venedig1 die ,elzevier in ,leiden1 die ,stephanus in ,paris u4 s4 w42 sie brachten ihre ,ware gebunden auf den ,markt und trafen daher auch die zur ,herstellung der ,einbnde erforderlichen ,einrichtungen4 ,immerhin wurde die ,buchbinderei auch unabhngig von dem ,buchhandel betrieben4 ,sie blieb lange ,zeit wie der ,buchdruck ein vornehmes ,gewerbe4 ,nicht selten erscheinen die ,buchbinder als ,schutzverwandte der ,universitten und suchen sich1 gesttzt auf dieses ,verhltnis1 auch wohl den strengen ,vorschriften der ,zunftordnungen zu entziehen4 ,die ,geschichte des ueren ,bcherschmuckes hngt im ,grunde genommen eng zusammen mit der ,geschichte der ,goldschmiedekunst und der ,stempelschneiderei 7,gravierkunst71 welch letztere anfnglich auch von ,goldschmieden ausgebt wurde4 ,die ornamentalen ,erfindungen1 die ,zeichnung fr den ,stempel oder die ,prgeplatte sind wohl nur ausnahmsweise auf ,rechnung eigentlicher ,buchbinder zu stellen1 ja die ,verzierung der ,lederbnde selbst lag ursprnglich in der ,hand von ,goldschmieden und ist erst um die ,mitte des #ae4 ,jahrhunderts zur ,buchbinderarbeit geworden4 ,es ist schwer1 die ,geschichte der ,buchdecke in bestimmte ,perioden zu fassen1 noch schwerer1 sie innerhalb derselben nach nationalen ,rcksichten zu gliedern4 ,ein in der ,natur der ,sache liegender tiefer ,einschnitt in dem ,entwickelungsgange des ,bucheinbandes1 sollte man meinen1 mte sich aus der ,erfindung des ,buchdruckes oder1 besser gesagt1 des ,druckes mit beweglichen ,typen ergeben4 ,und doch ist ein solcher nicht in aufflliger ,weise wahrnehmbar4 ,das handschriftliche ,buch1 das als ,handelsware auf den ,mrkten und ,messen schon zu ,anfang des #ae4 ,jahrhunderts kuflich war1 unterschied sich weder in der technischen ,behandlung der ,bindung noch in seinem ueren ,gewande von den sog4 ,wiegendrucken4 ,wohl aber unterschied es sich mit seinem schlichten ,leder- oder ,pergamentberzuge von den lediglich zu gottesdienstlichen ,zwecken bestimmten1 aufs kostbarste ausgestatteten sog4 ,mnchsbnden#b mit ihrer metallenen1 emaillierten und von edlen ,steinen durchsetzten ,plattierung4 ,dieser ,mnchsband verschwindet aber keineswegs mit dem ,ausgange des ,mittelalters1 er behlt lange noch seine ,bedeutung als kirchliches ,inventarstck ganz in derselben ,weise wie die brigen ,altargertschaften4 ,die ,geschichte des brgerlichen ,einbandes hat einen deutlichen ,markstein in dem ,auftreten der vergoldeten ,lederdecke1 des sog4 ,renaissancebandes1 der1 persisch-maurischen ,ursprungs1 von ,italien her den brigen europischen ,kulturvlkern bermittelt wurde4 ,aber diese rasch um sich greifende ,neuerung rumte keineswegs mit der alten ,gewohnheit auf1 und die blindgeprete ,decke wich nur ,schritt fr ,schritt1 in ,deutschland erst gegen ,ende des #ah4 ,jahrhunderts1 dem ,andrange des glnzenden ,nebenbuhlers4 ,diese eigentmlichen ,umstnde schlieen eine streng historische ,betrachtung der ,buchdecke aus und machen es notwendig1 jede ,einbandgattung zunchst fr sich ins ,auge zu fassen und in ihrer ornamentalen ,entwickelung zu verfolgen4 ,die ,zierformen selbst wechseln1 ndern und vermehren sich1 sie zeigen nur ausnahmsweise einen nationalen ,zug1 der sich dann meistens rasch verallgemeinert d4 h4 ,mode wird1 sie behaupten auch oft auf ,jahrzehnte hinaus ihren ,platz der stilistischen ,bewegung zum ,trotz1 die1 von der ,architektur ausgehend1 zu allen ,zeiten bald schneller1 bald langsamer auf das ,gebiet der ,kleinknste hinberzugreifen pflegt4 ,illustration3 ,randverzierung von einem arabisch-gyptischen ,bande4 ,,erster ,,abschnitt4 ,der mittelalterliche ,einband4 #a4 ,der kirchliche ,prachtband4 ,schon auf den ersten ,seiten dieses ,buches ist der historischen ,entwickelung des ,einbandes im allgemeinen gedacht4 ,das ,vorbild fr den ,schmuck der hlzernen ,deckel der fr den kirchlichen ,gebrauch bestimmten ,handschriften lieferten die rmischen ,schreibtafeln1 ,diptychen oder ,pugillarien genannt1 deren ,auenseite mit erhabenem ,elfenbein-,schnitzwerk verziert zu sein pflegte4 ,da es indes schwierig war1 die groe ,flche der ,ritualbcher ganz mit dergleichen ,zierat zu bedecken1 so brachte man die ,schnitzerei gewhnlich nur auf der ,mitte der ,decke an und gab ihr eine mehr oder minder kostbare ,umrahmung aus ,gold- und ,silberplttchen1 ,filigran1 ,bergkristallen und ,edelsteinen4 ,indes wurden auch zur ,umrahmung ,elfenbeinplatten mit kleinerem ,schnitzwerk verwendet4 ,die einzelnen ,stcke dieses ,schmuckwerks wurden unmittelbar auf dem ,holz -- meist ,buchenholz -- mit ,ngeln befestigt1 die ,kristalle und edlen ,steine vorzugsweise in den ,ecken angebracht1 wo sie1 wie spter die ,knpfe der ,eckbeschlge1 zum ,auflager fr das aufgeschlagene ,buch dienten4 ,illustration3 ,fig4 #ajf4 ,deckel eines ,evangelienbuchs in ,essen a4 d4 ,ruhr4 ,um #ajej4 ,die ,schauseite der liturgischen ,bcher1 die schon ihrer ,gre und ,schwere wegen ihren festen ,platz auf dem ,lesepulte oder dem ,altar1 an dem sie nicht selten angekettet waren1 unvernderlich behielten1 wurden natrlicherweise am reichsten mit ,juwelen- und ,goldschmuck ausgestattet1 whrend die ,rckseite eine einfachere ,ausstattung erhielt4 ,das geschriebene ,buch selbst galt als eine groe ,kostbarkeit1 zumal wenn es mit ,miniaturen ausgemalt war1 und demgem stattete man auch die zu seinem ,schutze dienende ,decke mit dem kostbarsten ,schmuckwerk aus4 ,meistens waren diese ,prachtwerke des ,mittelalters ,geschenke1 die von frstlichen ,personen herrhrten1 wie das berhmte ,evangeliar aus ,st4 ,emmeran in ,regensburg 7jetzt in der knigl4 ,bibliothek zu ,mnchen71 das vom ,kaiser ,arnulf dem genannten ,kloster geschenkt wurde und unter ,otto ,,ii4 seinen jetzigen1 mit ,smaragden und ,perlen besetzten ,einband erhielt4 ,ein ,geschenk von ,otto ,,iii4 und seiner ,mutter1 der griechischen ,prinzessin ,theophano1 an das ,kloster ,echternach war vermutlich das jetzt im ,museum zu ,gotha befindliche ,evangeliar1 das wegen der diagonalen ,teilung der mittleren ,flche1 der wir spter auf ,lederbnden so hufig begegnen1 von besonderem ,interesse ist4 ,aus dem #aa4 ,jahrhundert 7zwischen #ajci-ed7 stammt der in ,abbildung wiedergegebene ,deckel 7,fig4 #ajf7 eines ,evangelienbuches im ,mnster zu ,essen mit einem sehr reichen ,schnitzwerk1 das von einem getriebenen ,goldblechrahmen umgeben ist1 dessen ,gehrungsfugen mit ,edelsteinen besetzt sind4 ,mit dem #ab4 ,jahrhundert beginnt der bertriebene ,luxus1 der diese kirchlichen ,einbnde auszeichnete1 allmhlich nachzulassen4 ,es hngt diese ,erscheinung zum ,teil wohl mit dem ,umstande zusammen1 da die mittelalterliche ,kultur den kirchlichen ,charakter nach und nach abstreift oder doch mehr und mehr mit weltlichen ,gedanken und rein menschlicher ,empfindungsweise erfllt wird4 ,erst sind es die hfischen ,kreise1 der ,adel1 dem sich mit den ,minnesngern eine neue ,gedankenwelt aufschliet2 spter ist es das in den aufblhenden ,stdten erstarkte ,brgertum1 das dem gesamten ,geistesleben der ,nation einen hheren ,aufschwung gibt4 ,die ,bcher mehren sich unter der ,hand berufsmiger ,abschreiber gleichzeitig mit der ,zahl derer1 die lesen und schreiben lernen und bei denen sich naturgem ein gewisses litterarisches ,bedrfnis herausbildet4 ,immerhin behalten die ,einbnde der liturgischen ,bcher im wesentlichen ihr altes ,geprge1 nur verschwindet allmhlich das elfenbeinerne ,mittelstck und wird durch eine getriebene ,platte ersetzt1 whrend die ,edelsteine gleichzeitig auf kleine ,stcke zusammenschrumpfen oder ganz fortfallen4 ,in ,fig4 #ajg geben wir einen derartigen ,deckel aus dem #ab4 und in ,fig4 #ajh einen solchen aus dem #ad4 ,jahrhundert4 rmlicher schon erscheinen die ,decken1 bei denen das ,mittelfeld aus einem gemalten ,bildchen besteht1 das dann mit einer dnnen ,horntafel berdeckt zu sein pflegt1 die es gegen ,beschdigung schtzt4 ,illustration3 ,fig4 #ajg4 ,buchdeckel aus dem #ab4 ,jahrh4 ,illustration3 ,fig4 #ajh4 ,deckel eines ,evangeliars4 #ad4 ,jahrh4 ,universittsbibliothek zu ,lttich4 ,illustration3 ,fig4 #aji4 ,deckel eines ,evangeliars von ,anton ,eisenhoit4 ,um #aeij4 ,im ,besitz des ,grafen ,frstenberg-,herdringen4 ,mit dem #ad4 ,jahrhundert wird das ,buch1 die ,abschrift1 bereits vorhandener und neu entstehender ,werke1 immer mehr zur ,ware1 zum ,handelsartikel1 und demgem mu auch der ,einband auf einfachere und billige ,weise hergestellt werden1 wobei jedoch nicht ausgeschlossen ist1 da die kirchlichen ,zwecken dienenden ,evangeliarien und ,sakramentarien nach wie vor mehr ,metall- als ,lederarbeit erfordern4 ,ganze in ,silber getriebene ,buchdeckelbekleidungen kommen noch im #af4 ,jahrhundert vor1 ja im #ag4 ,jahrhundert erwacht von neuem der ,geschmack an der ,belegung des ,deckels mit ,metallplatten1 die sich von der einfachsten ,messinggravierung bis zu den kostbarsten ,ziselierungen von silbernen und vergoldeten ,platten erheben4 ,eine der prachtvollsten ,arbeiten dieser ,art1 die der ,warburger ,goldschmied ,eisenhoit fr den ,frstbischof von ,paderborn1 ,theodor v4 ,frstenberg1 zu einem ,evangeliarium fertigte1 ist in ,fig4 #aji wiedergegeben4 ,in der ,regel beschrnkt sich seit dem #ae4 ,jahrhundert der ,metallbeschlag auf den ,schutz der ,ecken1 auf ein rosettenfrmiges oder als ,medaillon gestaltetes ,mittelstck und auf die ,schlieen 7,klausuren71 die dazu dienten1 die beiden ,deckel ber den ,vorderschnitt zusammenzuhalten 7,fig4 #aaa74 ,die ,schlieen1 als ,spangen von ,metall1 hufiger in ,form von ,lederriemchen1 kommen erst im #ac4 ,jahrhundert auf4 ,mit ihrem ,haftblech sind sie meist an dem untern ,deckel befestigt und greifen mit einer ,krampe oder se in den ,beschlag an der oberen ,deckelkante ein4 ,der ,eckbeschlag ist in der ,regel mit einem ,knopf oder mit ,buckeln versehen1 die die ,decke vor der ,berhrung mit der ,tischflche schtzen1 wenn das ,buch aufgeschlagen wird4 ,es schiebt sich whrend der gotischen ,stilperiode im spitzen ,winkel nach der ,mitte zu mit einem ,dreiblattornament vor1 wie aus ,fig4 #aab1 ,s4 #aga zu ersehen ist4 ,der ,beschlag bildet insbesondere1 wenn er in kunstvoller ,silberarbeit ausgefhrt ist1 auch in der ,zeit der ,renaissance oft den ganzen ,zierat der sonst schlicht mit ,leder oder ,samt bezogenen ,decke4 ,unsere ,abbildung ,fig4 #aaj zeigt einen solchen ,prachtbeschlag von dem ,nrnberger ,goldschmiede ,hans ,kellner1 bei welchem geflgelte ,engelkpfe den ,dienst der oben erwhnten ,knpfe oder ,buckel versehen und der ,eckbeschlag mehr im ,sinne eines ,schmuckstcks als einer ,schutzvorrichtung erscheint4 ,illustration3 ,fig4 #aaj4 ,einbanddecke des ,tucherschen ,geschlechterbuchs4 #aeei4 ,nrnberg1 ,privatbesitz4 ,mit ,erwhnung dieser ,erzeugnisse der ,renaissancezeit sind wir bereits weit ber die ,grenzen des ,mittelalters hinausgegangen4 ,indes schien es uns der ,sache angemessen1 den mittelalterlichen ,prachtband1 an dem der ,goldschmied das ,beste gethan1 hier gleich in seinen ,auslufern zu verfolgen1 ehe wir uns zur ,betrachtung des brgerlichen ,ledereinbandes anschicken4 ,illustration3 ,fig4 #aaa4 ,buchschliee einer ,bibel4 #af4 ,jahrh4 ,leipziger ,kunstgewerbe-,museum4 ,illustration3 ,kranzrollenmuster von einem ,athoseinbande4 #b4 ,der brgerliche ,einband mit blinder ,lederpressung4 ,zweierlei ,gattungen von schlichten brgerlichen ,einbnden kannte das #ad4 und #ae4 ,jahrhundert in ,deutschland und seinen ,grenzlndern4 ,die eine vornehmere ,gattung1 bei der die ,lederdecke mit einer ,ritzarbeit geschmckt ist1 lernten wir bereits bei einer frheren ,gelegenheit kennen 7,s4 #aaj74 ,die andere1 viel zahlreichere ,gattung1 den blindgepreten ,einband1 haben wir an dieser ,stelle einer nheren ,betrachtung zu unterziehen4 ,beide ,behandlungsweisen der ,lederdecke kommen brigens auch vereint vor1 wie z4 ,b4 auf der in ,fig4 #aab abgebildeten ,vorderdecke eines ,schwabenspiegels1 dessen ,mittelfeld geritzte ,figuren von phantastisch gestalteten ,vgeln in einem ,s-frmig gewundenen ,rankenwerk zeigt1 whrend der uere wie der innere ,rand mit ,stempeln in blinder ,pressung bedruckt ist4 ,die ,ornamentierung dieser ,decke ist besonders charakteristisch fr den ,geschmack des ausgehenden ,mittelalters1 der sptgotischen ,periode4 ,der fr die uere ,rnderung benutzte ,stempel zeigt eine in ein ,dreiblatt ausgehende ,zacke1 die an gotische ,giebelblumen oder an gotisches ,eisenwerk erinnert4 ,der innere ,rahmen ist durch eine mannigfaltigere ,musterung ausgezeichnet4 ,die seitlichen ,schenkel zeigen ein mit der ,spitze seitwrts gewandtes blattfrmiges ,ornament1 das die ,gestalt eines ,vogels 7,schwans87 einschliet1 whrend die horizontalen ,schenkel je vier auf die ,spitze gestellte ,quadrate aufweisen1 deren ,fllung eine ,rosette 7wiederum mit dem ,dreiblatt-,motiv7 bildet4 ,die durch berschneidung der ,einfassungslinien entstandenen vier ,eckfelder des inneren ,rahmens sind mit einem kreisrunden ,stempel bedruckt1 dessen ,bild das ,lamm ,gottes mit der ,siegesfahne darstellt4 ,das ,beschlge fehlt2 die ,schlieen sind demgem von ,leder4 ,illustration3 ,fig4 #aab4 ,vorderdecke eines ,schwabenspiegels4 #ae4 ,jahrh4 ,nrnberg1 ,germanisches ,museum4 ,den ,grundformen der hier durch ,aneinanderreihung zur ,randverzierung dienenden kleinen ,stempel begegnen wir auf allen gotischen ,lederdecken4 ,auer den angegebenen geschlossenen ,formen1 ,rosenblatt1 auf der ,spitze stehendem ,quadrat1 ,ring1 kommen auch noch andere vor1 namentlich liegende ,quadrate1 ,rechtecke1 ,rauten1 meist mit einer ,tierfigur von natrlicher oder phantastischer ,bildung2 auch ,spruchbnder mit ,inschriften1 wie sie sich auf ,gemlden und ,kupferstichen des #ae4 ,jahrhunderts finden1 sind nicht selten mit ,stempeln gedruckt4 7,vergl4 ,fig4 #aac-aah47 ,neben den mit einer ,randlinie geschlossenen ,stempeln waren auch solche mit freistehendem ,ornament1 wie die auf unserem ,beispiel vorkommende ,zacke1 in ,gebrauch2 die ,motive sind in diesem ,falle pflanzlicher ,natur1 ,blten1 ,bltter1 ,ranken u4 s4 w4 ,illustration3 ,fig4 #aac4 ,illustration3 ,fig4 #aad4 ,illustration3 ,fig4 #aae4 ,illustration3 ,fig4 #aaf4 ,illustration3 ,fig4 #aag4 ,illustration3 ,fig4 #aah4 ,gotische ,decken mit ,blindpressung zeigen im wesentlichen dieselbe ,art der ,flchenteilung wie die geritzten ,decken4 ,zuerst wird ein uerer ,rand durch parallele ,linien gebildet1 die1 sich an den ,enden berschneidend1 bis an die ,deckelkanten gehen4 ,die ,linien zog man am ,lineal hin mit einem ,falzbeine1 vielleicht auch schon mit einem ,streicheisen oder einem demselben hnlichen ,werkzeug mit stumpfer ,schneide4 ,so erhielt man ein mittleres ,feld1 dem man mitunter eine innere ,umrahmung hnlicher ,art gab4 ,das eingerahmte ,mittelfeld erhielt dann eine ,rautenteilung1 sei es mit glatten und geraden1 sei es mit gebogenen und durch kleine1 angesetzte ,knorren u4 dergl4 rankenartig gestalteten ,linien1 und jedes der rautenfrmigen ,felder wurde mit kleinen ,fllungsstempeln bedruckt1 auch die ,kreuzungspunkte der ,linien durch kleine gedruckte ,rosetten hervorgehoben4 ,mit ,vorliebe wird von der ,innenflche ein oberes ,feld abgetrennt1 das zur ,anbringung einer ,inschrift 7,buchtitel1 ,name des ,besitzers1 des ,buchbinders1 hufiger ein frommer ,spruch7 dient4 7,fig4 #aai47 ,neben dem ,blinddruck kommt auch der ,schwarzdruck vor1 der vorzugsweise bei greren ,stempeln angewendet wurde4 ,illustration3 ,fig4 #aai4 ,gotischer ,band mit ,goldtitel und kleinen ,goldrosetten1 kl4 ,fol4 ,dsseldorf1 ,museum4 ,illustration3 ,fig4 #abj4 ,gotische ,friese mit ,stempeln gedruckt1 um #aejj4 ,illustration3 ,fig4 #aba4 ,gotischer ,fries1 aus einem mehrfach gedruckten ,stempel gebildet4 ,ende des #ae4 ,jahrh4 ,die ,schenkel des inneren ,rahmens zeigen gegen ,ausgang des #ae4 ,jahrhunderts statt der vorher erwhnten ,ornamentierung mit kleinen ,stempeln auch eine solche mit bandartigen ,motiven1 die gewhnlich einen ,stab darstellen1 um den sich eine ,blattranke windet1 hnlich den geschnitzten ,balkenfriesen an gotischen ,holzbauten1 die sich auch in dem typographischen ,zierat aus jener ,zeit wiederfinden 7,fig4 #abj und #aba74 ,es ist sehr begreiflich1 da die gedruckten ,verzierungen des ,textes einen starken ,einflu auf die ,deckelornamentik bten4 ,vor allem zeigt sich dies im #af4 ,jahrhundert1 wo groe ,meister1 wie der jngere ,holbein in ,basel und der ltere ,cranach in ,wittenberg1 sich der ,bcherornamentik annahmen und namentlich reiche ,titelzeichnungen entwarfen1 die dann den ,stempelschneidern zum ,vorbilde dienten4 ,illustration3 ,fig4 #abb4 ,decke von braunem ,leder mit ,stockdruckverzierung4 ,um #aecj4 ,nach ,techener4 ,je mehr sich die ,bcherproduktion hob und die ,buchbinderei neuer ,krfte bedurfte1 entwickelte sich auch eine lebhaftere ,thtigkeit der ,stempelschneider1 die es nun nicht mehr bei dem ,handstempel bewenden lieen1 sondern auch grere ,platten lieferten4 ,mit ,hilfe dieser wurde das mhsame ,nebeneinanderdrucken kleiner ,ornamente zur ,fllung der ,mittelflche berflssig4 ,die frhesten dieser zweifellos mit einer hlzernen ,presse 7,stockpresse7 eingedruckten ,stcke treffen wir vorzugsweise auf niederrheinischen ,decken kleineren ,formats von braunem ,kalbleder1 deren ,lempertz in seinen ,bilderheften zur ,geschichte des ,bcherhandels mehrere verffentlicht hat4 ,unser aus dem ,werke von ,techener entlehntes ,beispiel 7,fig4 #abb7 gibt die sich mit einzelnen ,abnderungen stets wiederholenden ,grundzge dieser ,gruppe von ,einbnden wieder4 ,zwei lngliche ,rechtecke mit einem als aufsteigende ,fllung entwickelten ,ornament sind nebeneinander angeordnet und bilden den ,spiegel eines ,rahmens1 auf dem hufig eine umlaufende ,inschrift angebracht ist1 die in vielen ,fllen den ,namen des ,binders mit den blichen ,zustzen enthlt4 ,sie lautet in unserem ,beispiel3 ,ludovicus ,bloc ob laudem ,christi hunc librum recte ligavi1 zu deutsch3 ,ich1 ,ludwig ,bloc1 habe dies ,buch zur ,ehre ,christi ordnungsmig gebunden4 ,das so umrahmte ,stck erscheint auf einer und derselben ,decke meist zwei-1 mitunter auch dreimal bereinander1 ja selbst viermal paarweise angebracht1 je nach ,magabe des ,formats4 ,bei unserem ,beispiel bleibt zwischen den beiden gleichartigen ,stcken ein langes ,rechteck frei1 dem eine figrliche ,komposition1 ein ,bauerntanz1 wahrscheinlich die ,nachbildung eines ,kupferstichs1 als ,fllung dient4 ,das ,s-frmige ,rankenornament mit den ,tierfiguren in jedem ,bogenfelde ist rein gotisch gedacht und stammt vermutlich aus den ,miniaturen gotischer ,handschriften her4 ,gleichwohl drfte der ,einband selber1 wie aus dem ,charakter der ,schrift zu schlieen1 erst dem zweiten ,viertel des #af4 ,jahrhunderts angehren4 ,die ,stempel und ,stcke1 die ein sehr wertvolles ,inventar der ,buchbindereien bildeten1 wurden nicht so rasch von dem ,wechsel des ,geschmackes beseitigt1 wie dies auf anderen kunstgewerblichen ,gebieten im ,anschlu an die ,renaissancebewegung in der ,architektur der ,fall war4 ,besonders ansprechende ,muster wurden zweifellos mehrfach nachgeschnitten und dienten den verschiedensten ,buchbindern1 die mit einem zu dem ,werte der eigenen ,arbeit kaum in richtigem ,verhltnis stehenden ,eifer ihre ,namen inschriftlich zu verewigen bemht waren4 ,unter diesen kleinen ,platten kommen im ,laufe der ,jahre auch grere in ,gebrauch1 die bei kleineren ,formaten oft die ganze ,deckelflche einnehmen4 ,die heilige ,jungfrau und andere ,gestalten der biblischen ,erzhlung und der ,heiligenlegende1 dann ,wappen verschiedener ,herrscherhuser1 ,bildnisse der ,reformatoren u4 s4 w4 erscheinen inmitten einer schmaleren oder breiteren ,umrahmung4 ,in einzelnen ,fllen scheinen ,kupferstichplatten ohne weiteres fr die ,pressung benutzt zu sein4 ,so findet sich in der ,bibliothek des ,brsenvereins der deutschen ,buchhndler zu ,leipzig ein ,klnischer ,einband vom ,jahre #aecj1 zu dessen ,verzierung zwei ,schrotplatten aus dem zweiten ,drittel des #ae4 ,jahrhunderts verwendet sind2 bei einem anderen bildet das ,mittelstck ein ,bildnis1 das auf ,goldgrund gedruckt ist und in der flachen ,art der ,zeichnung ganz deutlich eine gestochene ,platte erkennen lt4 ,die gesamte deutsche ,buchbinderei bekundete bis tief ins #af4 ,jahrhundert hinein eine merkwrdige ,gleichgltigkeit gegenber den stilistischen ,gesetzen der ,flchendekoration4 ,ein gewisses ,stilgefhl beherrscht noch die gotische ,musterung der ,innenflche mit ihrem ,rautennetzwerk4 ,mit dem ,aufkommen der ,rolle geht dasselbe aber mehr und mehr verloren4 ,die ,verzierung der ,innenflche zeigt kein festes ,gefge1 keine organische ,gliederung4 ,man sucht mit den vorhandenen ,stempeln1 ,stcken und ,rollen die ,flche zu mustern1 wie es gerade pat1 unbekmmert darum1 ob ein liegendes ,ornament eine aufrechte1 ein aufsteigendes eine horizontale ,lage bekommt4 ,selbst bei figrlichen ,motiven1 wie auf unserem ,beispiel1 7,fig4 #abb7 wird auf ,kopf- und ,fuende keine ,rcksicht genommen4 ,diese sthetische ,rcksichtslosigkeit hat zum groen ,teile die gemusterte ,rolle verschuldet4 ,sie gewhrte der ,druckarbeit eine wesentliche ,erleichterung1 indem sie fr leisten- oder bandartige ,ornamente 7,borden7 mit sich wiederholendem ,motiv 7,rapport7 das ,nebeneinanderdrucken einzelner ,stempel berflssig machte4 ,die ,arbeit konnte also rascher gefrdert werden1 weshalb man sich so viel als mglich der ,rolle bediente und damit auf das ,system der ineinander gesetzten rechteckigen ,rahmen verfiel4 ,das ,ornament bricht dabei nicht selten bei dem ,zusammensto der seitlichen mit den oberen und unteren ,schenkeln stumpf ab 7luft sich tot1 wie der technische ,ausdruck lautet72 es fehlen die den bergang vermittelnden ,eckstcke1 fr welche die mit einem ,blumenornament diagonal bedruckten ,eckfelder 7vergl4 ,fig4 #abc7 nur einen mangelhaften ,ersatz bieten4 ,illustration3 ,fig4 #abc4 ,decke von einem braunen ,lederbande in der ,ratsbibliothek zu ,ochsenfurt4 ,illustration3 ,fig4 #abd4 ,teil der ,decke des ,gerichtsbuchs der ,stadt ,ochsenfurt4 ,das ,system der ineinander gesetzten ,rahmen fhrte dahin1 da die in der ,mitte brigbleibende ,flche sich als ein schmales rechteckiges ,feld darstellte1 das nun entweder der ganzen ,lnge nach mit einem ,stock bedruckt oder ein- oder mehrfach der ,breite nach geteilt wurde1 um fr den zu benutzenden ,stock oder fr ein aus ,stempeln zusammengesetztes ,ornament ein passendes ,feld zu erhalten4 ,um diesem unschnen langen ,mittelfelde aus dem ,wege zu gehen1 ordnete man die ,querteilung auch wohl schon nach der ersten oder zweiten ,rahmung an 7,fig4 #abd71 verwendete die ,querleisten zur ,anbringung von ,inschriften und suchte die briggebliebene ,flche mit kleinen ,handstempeln zu beleben4 ,noch ein anderes ,mittel gab es1 um der bermigen ,schlankheit des ,mittelfeldes zu steuern3 es bestand darin1 da man die ,querschenkel des ersten oder zweiten ,rahmens mit einem breiteren ,ornamente fllte als die ,lngsschenkel4 ,man verdoppelte dabei gern das ,ornament der ersteren1 indem man es in umgekehrter ,stellung wiederholte4 ,vorzugsweise wurde in dieser ,weise die an ,posamentierarbeit erinnernde ,kranzrolle verwendet1 die aus zwei sich durcheinander schlingenden ,schnren gebildet ist und nach oben zu eine bschelartige ,blume treibt4 7,ursprnglich ein romanisches ,friesornament mit ,palmetten und noch bis tief ins #ah4 ,jahrhundert hinein im ,gebrauch47 ,eine solche ,verdoppelung weist unsere ,abbildung 7,fig4 #abe7 in dem zweiten ,rahmen auf4 ,auf dieser ,decke gibt sich1 nebenbei bemerkt1 bereits der ,einflu der italienischen ,zierweise in der ,anordnung des ,mittelfeldes kund 7,eckstcke und frei schwebendes ,mittelstck71 von der spter die ,rede sein wird4 ,illustration3 ,fig4 #abe4 ,mebuch aus dem ,dom zu ,bamberg4 ,whrend die ,renaissancebewegung so gut wie gar keinen ,einflu auf das fr die ,decke bliche ,dekorationssystem ausbte und vorerst nur eine sprliche ,verwendung des ,goldstempeldrucks1 der inzwischen in ,italien zur ,herrschaft gelangt war1 herbeifhrte1 zeigt sich derselbe bisweilen sehr entschieden in dem abgerollten ,rankenwerk der ,borden1 das durch seine feinere1 flssigere ,zeichnung1 seine klaren ,formen und anmutig bewegten ,linien auf italienische ,vorbilder hinweist 7,fig4 #abe1 uerer ,rahmen74 ,im brigen hielt man mit groer ,zhigkeit an den berlieferten ,motiven fest4 ,eine besondere ,vorliebe bekundet der deutsche ,geschmack fr die mit ,brustbildern1 halben und ganzen ,figuren durchsetzten ,borden4 ,sie behielten noch bis ins #ag4 ,jahrh4 hinein ihre ,geltung2 die ,renaissance nderte nichts an dem formalen ,wesen derselben1 sondern nur an dem ,sinne der ,figurenbilder1 indem an die ,stelle der ,mutter ,gottes und ,heiligen die ,helden des ,altertums und der nordischen ,sage1 auch ,bildnisse von ,kaisern und ,knigen1 von ,reformatoren 7auf ,bibeln7 u4 s4 w4 traten4 7,vergl4 ,fig4 #abc u4 #abd47 ,es erbrigt noch1 der farbig bemalten ,einbnde zu gedenken1 welche ungefhr gleichzeitig mit dem ,aufkommen der ,handvergoldung hauptschlich in den schsischen ,landesteilen1 namentlich in ,wittenberg1 aber auch am ,niederrhein angefertigt wurden4 ,die von dem ,kurfrsten ,friedrich dem ,weisen #aejb gegrndete ,universitt nahm zur ,zeit der ,reformation einen hohen ,aufschwung und fhrte eine lebhafte litterarische ,thtigkeit herbei1 die zahlreiche ,pressen beschftigte4 ,wie schon erwhnt1 bte der ,maler ,lucas ,cranach d4 41 ebenso wie sein gleichnamiger ,sohn1 keinen geringen ,einflu auf die innere ,ausstattung der ,wittenberger ,drucke aus1 indem er ,titelbltter und ,illustrationen fr ,holzschnitt und auch sonstiges typographisches ,schmuckwerk zeichnete4 ,er war selbst ,besitzer einer ,druckerei und hielt vermutlich auch eine eigene ,buchbinderwerkstatt4 ,es unterliegt kaum einem ,zweifel1 da von ihm der ,versuch herrhrt1 dem ,lederbande durch farbige ,bemalung ein schmuckeres ,ansehen zu geben4 ,diese bunten ,einbnde1 bei denen sowohl das ,rahmenwerk als auch das von ihm eingeschlossene ,bildnis ziemlich grellfarbig erscheint1 sind indes schwerlich fr den tglichen ,bedarf1 sondern nur zu besonderen ,zwecken angefertigt worden1 da sie nur sehr vereinzelt 7zwei in der ,bibliothek des ,brsenvereins zu ,leipzig1 zwei in ,darmstadt1 zwei in der ,lempertz'schen ,sammlung7 anzutreffen sind4 ,sie haben daher auch nur die ,bedeutung einer ,absonderlichkeit1 die keinerlei ,nachfolge erweckte und auf die fernere ,entwickelung des ,bucheinbandes ohne ,einflu blieb4 ,illustration3 ,fig4 #abf4 ,italienischer ,einband4 gr4 #do4 ,ende des #ae4 ,jahrh4 ,museum zu ,crefeld4 ,technisch betrachtet1 war der deutsche ,lederband des #ae4 und der ersten ,hlfte des #af4 ,jahrhunderts eine musterhafte ,leistung1 ausgezeichnet durch tchtige ,arbeit4 ,die ,holzdecke mit dem farblosen berzuge gab ihm einen gediegenen1 aber schwerflligen ,charakter1 die ,blindpressung bot dem ,auge meist kleinliche in schmalen ,streifen sich aneinander reihende ,formen von drftiger ,erfindung4 ,es darf daher nicht ,wunder nehmen1 da die romanischen ,vlker1 als sie sich nach und nach die ,erfindung ,gutenbergs zu eigen machten1 das uere ,gewand des gedruckten ,buches anders gestalteten4 ,immerhin lassen frhitalienische ,lederbnde doch einen vorbildlichen ,einflu der deutschen ,blindpressung erkennen1 der sich auf der zur ,erneuerung der schnen ,knste berufenen ,halbinsel im #ae4 ,jahrhundert mit der vom ,orient ausgehenden dekorativen ,strmung begegnete4 ,das viereckige ,wesen der deutschen ,deckenornamentierung1 das ,einsetzen der kleineren in die greren ,rahmen 7,fig4 #abf1 #abg71 die steife ,fllung des brigbleibenden ,mittelfeldes treffen wir auch hier2 aber grundverschieden sind die ,einzelmotive des ,ornaments4 ,die durch ,bandverschlingungen hervorgebrachte ,musterung in ,fig4 #abg weist auf orientalische ,vorbilder1 der ,stempel mit der ,lotosblume1 mit dem der innere ,rahmen bei ,fig4 #abf gebildet ist1 mahnt an die ,dekoration antiker ,thongefe1 der ,stempel mit der stilisierten 7heraldischen7 ,lilie und der mit dem ,rautenmuster in ,fig4 #abg mutet uns noch gotisch an4 ,den bergang von der ,blindpressung zur ,vergoldung bezeichnet eine ,gruppe von venetianischen ,einbnden mit gestrichenen ueren ,rahmen1 innerhalb dessen ein ,bandornament1 mit der ,rolle in ,gold gedruckt1 den inneren ,rahmen bildet und die ,gehrungsstellen mit einem ,lilienstempel oder einem einfachen ,blattmotiv ebenfalls goldig bedruckt sind4 ,das ,mittelstck dieser ziemlich schlichten ,decken1 in deren ,spiegel meist eine ,raute in ,blindpressung eingedruckt ist1 bildet mitunter eine ,nachahmung antiker ,kameen durch ,prgung und ,malerei1 weshalb man diese ,gattung als ,kameenbnde zu bezeichnen pflegt4 ,noch an einer anderen1 dem ,osten nher liegenden ,stelle begegnen sich ,morgenland und ,abendland auf dem ,gebiete der ,buchbinderkunst1 in der uralten ,mnchskolonie im ,athosgebirge auf der chalkidischen ,halbinsel4 ,die ,klster am ,athos waren stets von ,mnchen verschiedener nationaler ,herkunft bevlkert1 und es ist leicht mglich1 da zuerst deutsche ,mnche die deutsche ,technik und zugleich die ,dekorationsweise der ,lederdecke dort eingefhrt haben4 ,charakteristisch fr diese1 von ,dr4 ,bock zuerst aufgefundenen ,einbnde ist der ,umstand1 da die ,holzdecken nicht wie in ,deutschland abgeschrgt1 sondern auf der hohen ,kante rinnenartig ausgehobelt sind4 ,dieselbe ,eigentmlichkeit zeigen auch die vorerwhnten italienischen ,einbnde des #ae4 ,jahrhunderts4 ,auf einzelne ,verschiedenheiten in der ,art1 wie die ,decke und der ,buchkrper verbunden zu sein pflegen1 auf die ,behandlung des ,kapitals und der aus drei geflochtenen ,schnren bestehenden ledernen ,zuhaltung 7,schlieen7 gehen wir nicht nher ein1 da sie fr die historische ,entwickelung der ,deckendekoration keine ,bedeutung haben4 ,von ,interesse in dieser ,hinsicht sind dagegen die zur ,bordenbildung verwendeten ,stempel1 in denen hin und wieder sich ein ,nachklang der ,antike und ein ,anklang an morgenlndische ,bandmotive neben entschieden deutschen ,motiven 7wie z4 ,b4 der ,kranzrolle auf ,s4 #afb7 erkennen lt4 ,von einer dritten besonders merkwrdigen ,begegnung der abendlndischen und morgenlndischen ,lederzierkunst1 die sich auf ungarischem ,boden vollzog1 wird weiter unten die ,rede sein1 nachdem wir uns von der ,deckenverzierung mohamedanischer 7persisch-trkischer und arabisch-maurischer7 ,handschriften ein deutliches ,bild verschafft haben4 ,illustration3 ,fig4 #abg4 ,italienischer ,einband4 gr4 #do4 ,ende des #ae4 ,jahrh4 ,museum zu ,crefeld4 ,illustration3 ,fig4 #abh4 ,borden- und ,fllstempel von ,athos-,buchdecken4 ,sammlung ,bock4 ,illustration3 ,maureske ,fllung von ,peter ,fltner4 ,,zweiter ,,abschnitt4 ,der ,lederband mit ,goldverzierung4 7,renaissance-,band47 #a4 ,der orientalische ,einband4 ,auf dem ,gebiete der ,flchendekoration ist der ,orient in mehr als einer ,hinsicht der ,lehrmeister des ,abendlandes gewesen4 ,das ,wort ,arabeske1 mit welchem wir gewisse ,schmuckformen bezeichnen1 bei denen sich verschlingende und durchkreuzende ,linien ein scheinbar regelloses und doch von einem festen geometrischen ,gesetze beherrschtes ,spiel treiben1 deutet schon den ,ursprung der eigentmlichen ,art von ,flchenmusterung an1 die vor allem in der ,weberei sich geltend machte und von den ,webstoffen auf andere ,materialien bertragen wurde4 ,so auch auf das ,leder und die ,lederdecke des ,buches4 ,illustration3 ,fig4 #abi4 ,persischer ,korandeckel4 #ag4 ,jahrh4 ,dsseldorf4 ,der aufflligste ,unterschied zwischen der deutschen 7blindgepreten7 ,decke und der orientalischen ist die bei der letzteren die ,regel bildende ,vergoldung des ,ornaments und die teppichartige allseitig symmetrische 7zentralisierte7 ,anordnung des letzteren bei lebhafter ,betonung der ,umrahmung im ,gegensatz zu der umrahmten ,flche1 auf der wiederum die ,mitte durch ein mandel- oder kreisfrmiges ,feld mit reicher ,musterung1 auch wohl durch ein rosetten- oder sternfrmiges ,motiv ausgezeichnet wird4 ,in der ,regel sind auch die vier ,ecken des ,spiegels mit einer ,arabeske ausgefllt1 die in ihrer ,bewegung der ,grundform des ,mittelzierstcks entspricht4 ,ist dieses lnglich1 so dehnen sich die ,eckstcke an den ,lngsseiten weiter aus als an den ,querseiten1 so da bei ,verbindung der ,endpunkte ein ungleichseitiges ,rechteck entsteht2 ist es rund oder ein regelmiges ,vieleck1 so wird das ,eckornament in ein gleichseitiges ,rechteck gespannt4 7,vergl4 ,fig4 #abi und #acj47 ,derselbe ,sinn fr einen harmonischen ,gesamteindruck bekundet sich auch in den mit einer ,blume gefllten kleinen ,feldern1 die nur als ,begleitung von mandelfrmigen ,mittelstcken vorkommen und mit der ,spitze des blattfrmigen ,umrisses nach oben1 bez4 nach unten weisen 7,fig4 #abi74 ,bisweilen ist der ,spiegel in seiner ganzen ,ausdehnung mit einem von der ,mitte ausstrahlenden geometrischen ,linienspiel1 in welches wieder gebogene ,linien eingreifen1 berzogen und der ,grund durchweg gepunzt hier mit greren1 dort mit kleineren ,punzen1 so da die ,mitte und die ,ecken minder scharf hervortreten4 ,diese mosaikartige ,musterung1 der maurischen ,wanddekoration entlehnt1 zeigt unsere ,abbildung 7,fig4 #aca74 ,illustration3 ,fig4 #acj4 ,arabischer ,einband mit ,punzen-1 ,stempel- und ,rollendruck4 ,dsseldorf4 ,illustration3 ,fig4 #aca4 ,arabischer ,einband mit ,rollen-,blinddruck4 ,handvergoldung und ,punzierung4 ,mitte des #af4 ,jahrh4 ,dsseldorf4 ,die ,bcher haben vorwiegend schlanke ,formate1 so da die ,spiegel dem ,buchbinder fr seinen ,verzierungsentwurf nicht immer bequem gestaltet waren4 ,er verkrzt die ,flche dann hnlich1 wie wir es bei den deutschen ,einbnden gesehen1 durch ,einschiebung eines ,frieses zwischen den ,querschenkeln des ,rahmens und dem ,spiegel 7,fig4 #acb7 oder trennt oben und unten einen schmalen ,streifen mit einer ,linie ab 7,fig4 #aca74 ,bemerkenswert ist bei der allseitig symmetrisch entwickelten ,ornamentation der ,grundsatz1 die einzelnen ,elemente der ,musterung zu einem ,ganzen zu verweben1 aus dem keins derselben in scharfer ,weise sich abhebt4 ,zwischen ,mittelstck und ,eckstcken herrscht stets ein gewisser ,einklang4 ,erscheint dort die ,pflanzenform in ,ranken- und ,blattwerk1 so findet sie sich auch hier2 bilden dort ,bandverschlingungen 7,geriemsel7 die ,fllung1 so treten diese auch hier auf4 ,auch in der ,borde klingt mitunter das ,muster des ,mittelstcks wieder an 7,fig4 #abi74 ,gewhnlich zeigt die ,rahmung den ,wechsel von ,saum und ,naht1 diese als gedrehte oder geflochtene ,schnur charakterisiert oder durch glatte ,linien bezeichnet1 jener als breitere ,borde aus sich stetig wiederholenden1 linearen ,motiven zusammengesetzt oder zu einer ,blattranke mit lngeren ,rapporten entwickelt4 ,ehe wir uns den bei der ,flchenmusterung beobachteten technischen ,verfahren zuwenden1 drfte hier ein ,wort ber die uere ,gestalt des orientalischen ,buches und ,eigentmlichkeiten der ,bindung desselben am ,platze sein4 ,von der im ,orient beobachteten ,heftung ist bereits die ,rede gewesen 7,s4 #cb74 ,die ,decke besteht aus ,pappe 7vergl4 ,s4 #hh7 und hat genau die ,gre des ,buchkrpers1 steht also nicht mit den ,kanten darber hinaus1 wie es im ,abendlande von jeher blich war4 ,da die ,pappeinlage nicht sehr stark ist1 so liegt auch kein ,bedrfnis zur ,abschrgung der ,kantenrnder vor1 wie es bei der ,holzeinlage des deutschen ,einbandes der ,fall ist4 ,um die ,verbindung zwischen ,buchkrper und ,decke herzustellen1 wird der ,rcken des ersteren mit einem ,stck ,zeug 7,baumwolle oder ,leinwand7 berklebt1 das breit genug ist1 um mit seinen berstehenden fliegenden ,seitenteilen an die ,decke festgeklebt werden zu knnen4 ,als ,klebemittel wird ein ,pflanzenstoff hnlich dem ,dextrin verwendet4 ,der ,schnitt ist in den meisten ,fllen ungefrbt4 ,indes kommen auch farbige ,schnitte vor1 die mit dem ,pinsel hergestellt sind und eine geflammte ,musterung haben 7,fig4 #acc74 ,illustration3 ,fig4 #acb4 ,arabischer ,einband mit ,fcherornament4 ,dsseldorf4 ,die ,decke ist stets mit einer berschlagenden ,klappe versehen1 hnlich wie bei ,brieftaschen 7,fig4 #acd74 ,diese ,klappe ist beiderseits abgeschrgt1 so da sie nicht mit einer geraden ,linie1 sondern stumpfwinkelig abschneidet4 ,die ,spitze der ,klappe trifft immer genau auf die ,mitte des ,vorderdeckels und die ,musterung derselben luft bei reicheren ,verzierungen hufig ununterbrochen in die ,musterung des ,deckels ber4 ,unsere ,abbildung 7,fig4 #ace7 zeigt etwas mehr als die ,hlfte einer besonders reich verzierten ,klappe1 bei der der ,grund des ,spiegels ebenfalls vollstndig ornamentiert ist4 ,illustration3 ,fig4 #acc4 ,orientalischer ,buchschnitt4 ,die ,verzierungen wurden in den arabischen ,teilen ,nordafrikas aufgedruckt 7blind und vergoldet7 und zwar mit ,streicheisen1 ,rolle und ,stempeln oder ,punzen1 im brigen osmanischen ,orient und in ,persien mit einer aus einem ,stck ,kamelshaut hergestellten ,matrize als erhabene ,zeichnung hervorgebracht4 ,das letztere1 nur bei ,eck- und ,mittelstcken angewendete ,verfahren ist aber in vielen ,fllen auch mit ,metallmatrizen ausgefhrt worden4 ,die ,lederteile1 welche gepret werden sollten1 wurden aus dem fr den ,einband zugerichteten ,leder herausgeschnitten und erhielten nach der ,ausschrfung dadurch eine erhabene ,musterung1 da man das gefeuchtete ,leder mit der ,vorderseite auf die ,matrize auflegte und von der ,rckseite in die geschnittenen ,verzierungen hineinarbeitete4 ,um den ,grund1 der in der ,regel ganz fein punziert wurde1 zu vergolden1 berging man die ,oberflche der ,matrize vor der ,pressung mit einem ,firnis1 der beim ,druck auf der ,flche haften blieb und den nachher darber gepuderten ,goldstaub festhielt1 whrend die erhabene1 vom ,firnis nicht berhrte ,zeichnung die ,farbe des ,leders behielt4 ,umgekehrt vergoldete man das ,ornament und lie den ,grund in ,lederfarbe1 oder die ganze ,flche1 ,grund und ,ornament1 wurde vergoldet1 selbst mit mehrfarbigem ,golde auf einer ,flche4 ,statt des vom ,grunde abgelsten ,lederstcks setzte man auch wohl anders gefrbtes1 meist rotes ,leder ein1 um eine lebhaftere ,farbenwirkung zu erzielen4 ,den ,zusammensto des eingelegten ,lederstcks mit dem ,grundleder wute man mit einer ,goldlinie zu decken1 die aus freier ,hand mit dem ,pinsel gezogen wurde4 ,der ,umri des auf diese ,weise verzierten ,feldes ist stets wellenfrmig bewegt und jede ,einbuchtung mit einem ,zierstrich besetzt1 so da das ,ornament wie mit einem ,strahlenkranz umgeben erscheint 7,fig4 #acf74 ,illustration3 ,fig4 #acd4 ,arabischer ,buchdeckel4 ,stempel-1 ,punzen- und ,rollendruck4 #af4 ,jahrh4 ,illustration3 ,fig4 #ace4 ,teil einer ,deckelklappe von einem persischen ,koran4 #ag4 ,jahrh4 ,dsseldorf4 ,illustration3 ,fig4 #acf4 ,persischer ,einband4 #ag4 ,jahrh4 ,dsseldorfer ,museum4 ,das ,aufstuben und das ,aufmalen des ,goldes mit dem ,pinsel findet sich stets gleichzeitig auf einer ,platte angewendet1 mit ,matrize hergestellte ,ornamente sind aufgestubt1 alle gepunzten oder gezogenen ,borden mit dem ,pinsel ausgemalt4 ,dagegen fand auch statt des ,staubgoldes ,blattgold hin und wieder ,anwendung2 so ist ,fig4 #ace in dieser ,weise hergestellt4 ,das ,auftragen des ,goldes mit erwrmten ,werkzeugen1 wie es bei den ,mauren und ,sarazenen in ,spanien und ,sizilien blich war1 scheinen die ,perser und die von ihnen zur ,kunst erzogenen ,trken nicht gekannt zu haben4 ,der ,stift spielt bei der ,herstellung der ,deckenverzierung eine ,hauptrolle4 ,mit ihm werden die ,linien vorgerissen und die ,strahlen um die ornamentierten ,felder hervorgebracht1 er dient auch zum ,nachvergolden und ,gltten der ,goldlinien4 ,auf manchen ,einbanddecken ist nur mit ,stift und ,punzen gearbeitet4 ,es ist erstaunlich1 mit welcher ,kunstfertigkeit und ,geduld die ,orientalen mit ein paar ,stempeln1 einer geraden und einigen gebogenen ,linien die mannigfaltigsten1 in der verschiedensten ,weise sich verschlingenden ,ornamente hervorbringen1 bei denen ,anfang und ,ende sich decken und keine ,unregelmigkeit den ,zug der ,linien unterbricht 7,fig4 #acj1 ,mittel- und ,eckstck74 ,die gemusterte ,rolle fhrt inde auch bei ihnen ganz wie in ,deutschland zu einer ,mibildung an den ,ecken1 wo ,lngs- mit ,querborden unvermittelt zusammenstoen4 ,kaum geringere1 ja oft grere ,sorgfalt als auf die ,auenseite verwandte man auf die ,innenseite des ,deckels und der zugehrigen ,klappe1 insbesondere bei den zum gottesdienstlichen ,gebrauche dienenden ,handschriften4 ,das ,lederornament ist dabei nicht geprgt1 sondern aus ganz fein geschrftem ,ziegenleder ausgeschnitten1 eine bei den zierlichen ,formen des ,blattwerks unendlich mhsame ,arbeit1 die vermutlich mit ,hilfe einer ,metall- oder ,fayencetafel ausgefhrt wurde1 auf die man das ,leder mit der ,fleischseite aufklebte4 ,das so gewonnene ,netz wurde dann ber die vorher blau oder rot gefrbte ,stelle geklebt1 fr die es bestimmt war4 7,fig4 #acg47 ,sowohl ,eck- und ,mittelstcke als auch die ,borde erhielten solche ,einstze1 die in der ,regel die schwarze ,lederfarbe zeigen1 aber auch mitunter vergoldet sind4 ,die ,borde wurde aus einzelnen aneinander gestoenen ,stcken gebildet1 wofern sie nicht gefeldert war4 ,an ,stelle der ,frbung des ,grundes gab man dem ,ornament auch wohl eine ,unterlage von farbiger ,seide oder ,goldpapier4 brigens sind diese durchbrochenen ,ornamente nicht immer mit der ,hand geschnitten3 bei ,bchern jngeren ,datums ist bereits die ,stanze benutzt worden1 was sich an den gestauchten ,schnittkanten deutlich wahrnehmen lt4 ,geringere ,einbnde erhielten statt des ,lederspiegels gewhnlich einen ,vorsatz von orangegelbem1 auch wohl marmorierten oder gesprenkelten ,papier4 ,eine ,ausnahme machen jedoch die maurischen ,einbnde1 welche stets ein mit dem ,model auf nasses ,leder gepretes ,vorsatz aufweisen2 das geprete ,ornament erscheint dadurch glnzend dunkel4 ,in der ,musterung desselben zeigt sich wiederum ein unendlicher ,reichtum an ornamentalen ,gedanken1 wie schon aus den wenigen ,proben zu ersehen ist1 die wir in ,abbildung beifgen4 7,fig4 #ach-ada47 ,illustration3 ,fig4 #acg4 ,innenseite eines persisch ornamentierten ,deckels mit durchbrochenem ,ornament auf farbigem ,grunde4 ,dsseldorf4 ,illustration3 ,fig4 #ach-ada4 ,maurische ,ledervorstze4 ,illustration3 ,fig4 #adb4 ,gravierter trkisch-egyptischer ,einband in braunem ,leder mit rotem ,mittelfeld4 #af4-ag4 ,jahrh4 ,dsseldorf4 ,die sorgfltige und mhsame ,kunstarbeit begann im ,orient mit dem ,sinken der mohammedanischen ,macht zu erlahmen4 ,man griff zu rmlichen ,ersatzmitteln fr die frhere edle ,technik4 ,an ,stelle des ,ledervorsatzes trat gepretes ,goldpapier1 das noch dazu vom ,golde nur den ,namen geborgt hatte4 ,die gepreten ,einlagen beschrnken sich oft auf das ,mittelstck des ueren ,deckels und sind statt aus ,leder aus ,papier geschnitten4 ,gold- und ,silberpapier1 ja ,zinnfolie bilden den ,untergrund1 der dann noch mit durchschimmerndem ,lack in einer oder mehreren ,farben berzogen wird4 ,besonders sind in ,anatolien eine ,menge solcher ,einbnde hergestellt worden4 ,wie schon oben bemerkt1 bte die ,deckenverzierung orientalischer ,bcher einen entscheidenden ,einflu auf die italienische ,kunstarbeit aus4 ,es scheint indes1 als ob die ,berhrung mit dem ,kulturleben ,italiens auf den ,orient zurckgewirkt und in einzelnen ,fllen eine ,umbildung des ursprnglichen ,dekorationsschemas herbeigefhrt habe4 ,zeugnis dafr ist eine ,gruppe von ,decken1 die1 wie die hier abgebildete 7,fig4 #adb71 ein ungewhnlich groes ,mittelfeld mit einem lebhaft an die sog4 ,grolierbnde erinnernden schraffierten ,ornament aufweisen und deren ,verzierung1 von der gepunzten ,borde abgesehen1 ganz mit dem ,stifte hergestellt ist4 ,illustration #b4 ,die ,corvinen4 ,ein hchst eigentmliches ,intermezzo in der ,geschichte der ,buchdecke bilden die ,einbnde1 welche aus der ,bibliothek des ,knigs ,matthias ,corvinus von ,ungarn herrhren und von denen sich noch eine kleine ,anzahl in ffentlichen ,bibliotheken erhalten hat4 ,die ,echtheit einzelner ,stcke dieser nach dem ursprnglichen ,besitzer benannten ,gruppe von ,einbnden wird von ,einzelnen angezweifelt4 ,unzweifelhaft echt sind indes die ,bnde1 welche erst vor kurzem von dem ,sultan ,abdul ,aziz der ungarischen ,regierung zum ,geschenk gemacht worden sind und vermutlich unter ,soliman ,,ii4 bei der ,eroberung von ,budapest 7#afbg7 als ,kriegsbeute nach ,konstantinopel gekommen waren4 ,matthias ,corvinus 7#adeh-adij7 war ein vollkommener ,renaissancemensch1 gro als ,heerfhrer wie als ,freund und ,frderer der ,knste und ,wissenschaften4 ,er suchte es den italienischen ,frsten damaliger ,zeit1 die ihre ,gewaltherrschaft mit dem ,nimbus des geistigen ,adels zu umkleiden wuten1 in dieser ,hinsicht gleichzuthun1 zog ,gelehrte und ,knstler an seinen ,hof und legte eine groartige ,bibliothek an1 die an #ej1jjj ,bnde umfat haben soll4 ,die ,einbnde1 an dem ungarischen ,wappen oder dem ,wahrzeichen des ,knigs1 einem ,raben 7corvus7 im ,mittelfelde1 kenntlich1 zeigen nun eine merkwrdige ,mischung orientalischer und abendlndischer ,elemente4 ,die ,bindung und uere ,gestaltung des ,buches ist die in ,deutschland und ,italien zu damaliger ,zeit bliche4 ,der ,rcken zeigt breite ,wlste entsprechend der ,heftung ber ,doppelbunde1 die ,kanten der ,deckel berragen die ,buchkrper und sind am ,vorderschnitt mit ledernen ,riemen oder ,bndern versehen2 das ,beschlge fehlt wie auch an den italienischen ,bnden jener ,zeit4 ,den berzug bildet gefrbtes ,kalbleder dessen ,verzierung1 teils blind1 teils vergoldet1 auch wohl unter ,hinzutritt von ,bemalung den ,bnden in ihrem ursprnglichen ,zustande ein prchtiges ,aussehen verliehen haben mu4 ,illustration3 ,fig4 #adc4 ,einband aus der ,corvina4 ,stempelvergoldung4 ,um #adhj4 ,budapest4 7,nach ,luthmer47 ,einer ,beschreibung der ,ornamentierung1 welche ,luthmer in der ,geschichte der technischen ,knste an einem ,beispiele gibt1 entlehnen wir die nachfolgenden ,angaben4 ,auf gelbrotes ,kalbleder ist eine ,mittelverzierung in ,vergoldung und ein ,randornament in blau gemalten ,stempeln angewendet1 welch letzteren einige ,goldpunkte eingestreut sind4 ,man erkennt nur zwei ,stempel1 welche berhaupt bei diesen ,bnden die ,hauptrolle gespielt haben3 ein gerades und ein im ,halbkreise gebogenes ,band zwischen zwei glatten ,rndern1 mit schrg aufsteigenden ,strichelchen 7wie eine gewundene ,schnur7 versehen4 ,die ,lnge des ,stempels1 ebenso wie der ,durchmesser des gebogenen betrgt #e mm4 ,mit diesen zwei ,stempeln ist in erstaunlichem ,reichtum der ,phantasie ein ,flachornament geschaffen1 das den ,rahmen der ,deckel bildet4 ,der obere und untere ,schenkel ist dabei erheblich breiter als die ,seitenteile4 ,die ,dekoration des in diesem ,rahmen eingeschlossenen ,feldes ist eine uerst mannigfaltige4 ,immer bleibt sie jedoch dem ,prinzip des orientalischen ,einbandes treu3 der schrgen ,ausfllung der ,ecken und der ,anordnung eines ,mittelfeldes4 ,dies letztere ist von verschiedener ,form1 bald dem gotischen ,vierpa hnlich1 bald ein ,kreis mit vier heraustretenden rechten ,winkeln1 bald aus einer ,verbindung von ,kreissegmenten und geraden ,linien1 bald aus dem maurischen zweimal geschwungenen ,bogen gebildet4 ,die ,mitte scheint immer das ,wappen ,ungarns1 ausnahmsweise dasjenige des ,knigs 7ein ,rabe7 einzunehmen4 ,die brige ,flche ist ausgefllt mit einem ziemlich dichten1 aus ,stempeln und ,fileten gebildeten ,rankenornament4 ,einen charakteristischen ,eindruck bringen dann noch neben den genannten ,stempeln kreisrunde ,punzen verschiedener ,gre hervor1 sowohl einzelne ,punkte als auch kleine ,kreise1 in deren ,mitte sich ein ,punkt befindet4 ,diese ,punzenschlge durchsetzen sowohl das ,flechtwerk an geeigneten ,stellen1 wie sie auch1 zwischen ,linien eingeschlossen1 zur ,bildung von ,rndern und ,einfassungen benutzt werden4 ,am meisten erinnern sie an die reichliche ,verwendung der ,silberperlen bei gewissen ,filigranarbeiten4 7,fig4 #adc47 ,ein ,vergleich mit der von uns unter ,fig4 #abg 7,seite #ahd7 vorgefhrten italienischen ,decke lt eine gewisse ,verwandtschaft derselben mit der eben beschriebenen wenigstens in ,bezug auf die aus ,flechtwerk gebildete ,umrahmung des ,mittelfeldes erkennen4 ,das ,flechtwerk erscheint hier freilich nur wie eine schchterne ,nachahmung orientalischer ,muster4 ,das ,crefelder ,museum besitzt einen in hnlicher ,weise ornamentierten ,band4 ,illustration3 ,von einem franzsischen ,einbande1 #af4 ,jahrh4 #c4 ,der ,renaissanceband in ,italien und ,frankreich4 ,der ,umschwung1 der im #ad4 und #ae4 ,jahrhundert in dem gesamten ,kulturleben des italienischen ,volkes eintrat und den wir uns gewhnt haben mit dem ,worte ,renaissance zu bezeichnen1 fhrte bekanntlich die bildenden ,knste zu einer glnzenden ,entwickelung1 deren ,hhepunkt die ,namen ,raffael und ,michelangelo bezeichnen4 ,auch die sog4 technischen ,knste blieben nicht unberhrt von dem ,geiste der ,renaissance1 der der ,phantasie den freien ,flug verlieh1 die knstlerischen ,krfte entfesselte und im ,volke selbst die ,freude an der schnen ,form weckte und wach erhielt4 berall1 wo die ,zierkunst anknpfen konnte an antike ,vorbilder1 die dem ,schoe der ,erde entrissen oder aus der ,vergessenheit hervorgezogen worden waren1 lie sie sich den ,vorteil nicht entgehen und suchte in freier ,nachbildung der klassischen ,formen etwas ,neues zu schaffen1 das den ,anschauungen1 dem ,formgefhl und den ,bedrfnissen des lebenden ,geschlechtes entsprach4 ,fr den ,bucheinband oder sagen wir fr die ,lederdecke des gedruckten ,buches gab es selbstverstndlich keine antiken ,vorbilder1 also auch keine ,renaissance im gewhnlichen ,sinne des ,wortes4 ,indes war das ,verlangen1 das uere ,gewand des ,buches mit ,zierformen zu beleben1 unabweisbar4 ,die unbehilfliche1 fr das ,auge fast reizlose ,technik des ,blinddrucks jener ,zeit gengte dem ,schnheitssinne der ,italiener nicht1 und so griffen sie mit ,begier nach den ,mustern1 die ihnen der ,osten entgegenbrachte4 ,das ,verdienst1 den vergoldeten ,lederband mit ,pappdeckelkern auf europischen ,boden verpflanzt zu haben1 gebhrt nachgewiesenermaen dem groen ,drucker und ,verleger ,aldus ,manutius in ,venedig1 der von #addi bis #aeae lebte1 sowie dessen ,shnen und ,geschftsnachfolgern4 ,an seinen ,namen knpft sich der ,aufschwung des ,buchdrucks in ,italien1 ja seine mit ,erfolg gekrnten ,bemhungen1 schne ,typen auch in miger ,gre herzustellen1 haben weit ber die ,grenzen ,italiens hinaus fruchtbringend gewirkt4 ,die ,aldinen1 die ,drucke1 die aus der ,offizin der ,aldi hervorgegangen sind1 gehren bekanntermaen zu den typographischen ,kostbarkeiten1 die heutzutage nicht selten mit ,gold aufgewogen werden4 ,persische und maurische ,einbnde waren in ,venedig1 das mit den ,handelspltzen an allen ,ksten des ,mittelmeers einen lebhaften ,warenaustausch unterhielt1 zweifellos schon vor der ,einfhrung der ,buchdruckerkunst bekannt und geschtzt4 ,ja die ,vermutung1 da ,arbeiter aus dem ,orient1 ,mauren1 vielleicht auch ,griechen fr ,herstellung von ,einbnden schon gegen ,ende des #ae4 ,jahrhunderts in ,venedig beschftigt waren1 hat vieles fr sich und wird hauptschlich gesttzt durch vier venetianische ,drucke vom ,jahre #adgg1 die sich im ,museum zu ,gotha befinden4 ,drei dieser ,bnde sind mit jenen fein gemusterten1 durchbrochenen ,ledereinstzen ornamentiert1 wie wir oben 7,s4 #aif7 kennen gelernt haben2 zur ,blindpressung aber sind an den ,ecken der ,borde rmische ,kaisermnzen verwendet1 was darauf schlieen lt1 da die ,decken nicht in der ,levante1 sondern in ,venedig1 mglicherweise von griechischen1 bei der ,eroberung ,konstantinopels durch die ,trken ausgewanderten ,handwerkern hergestellt wurden4 ,wie dem auch sei1 jedenfalls hat erst die ,betriebsamkeit des ,aldus und seiner ,shne die ,reform in der ,buchbinderei herbeigefhrt1 die1 anknpfend an die ,grundzge des orientalischen ,geschmacks1 der ,handvergoldung mit ,bogenlinien und kleinen ,stempeln die ,bahn brach4 ,die ,anregung dazu mag ihnen wohl von ,nicolaus ,jenson1 ihrem ,vorgnger1 berkommen sein1 denn dieser ist der ,drucker der vorerwhnten gothaischen ,bnde und nahm #adgi den ,andrea ,torresano d',asola in sein ,geschft als ,gesellschafter auf1 dessen ,tochter sich mit ,aldus ,manutius 7d4 47 #aejj verheiratete4 ,der ltere ,aldus sowohl wie seine ,shne unterhielten den regsten ,verkehr mit der wissenschaftlichen ,welt ,italiens und standen in den engsten ,beziehungen zu den frstlichen und frstlich gesinnten ,bcherliebhabern ihrer ,zeit4 ,es darf mit ziemlicher ,sicherheit angenommen werden1 da auch die prachtvollen ,lederbnde1 in denen einzelne ,aldinische ,drucke unter ,nennung des ,bestellers1 bez4 ersten ,besitzers auf uns gekommen sind1 der von den ,verlegern unterhaltenen ,werkstatt oder den von ihnen herangebildeten und beschftigten ,werkleuten ihren ,ursprung verdanken4 ,illustration3 ,fig4 #add4 ,majoliband mit ,goldstempeldruck und farbiger ,bemalung4 ,leipzig1 ,kunstgewerbemuseum4 ,die frhesten noch erhaltenen ,renaissancebnde sind namenlos1 sofern es sich um die ,verfertiger handelt2 dafr sind sie benannt worden nach den ,namen der ,bibliophilen1 in deren ,bcherei sie zuerst vereinigt waren3 ,thomas ,majoli1 ,demetrio ,canevari und vor allen ,jean ,grolier4 ,von dem ,erstgenannten ist kaum mehr als der ,name bekannt1 nicht einmal seine ,lebenszeit lt sich genau bestimmen2 nur aus den ,bchern1 deren ,decke seinen ,namen in der kleinen ,inschrift3 ,,tho4 ,,majoli ,,et ,,amicorum1 trgt1 lt sich abnehmen1 da er in der ersten ,hlfte des #af4 ,jahrhunderts gelebt hat und ein lterer ,zeitgenosse des ,jean ,grolier war4 ,der letzte unter den noch erhaltenen ,majolibnden trgt die ,jahreszahl #aeec4 ,eine nicht unbegrndete ,vermutung bringt ,thomas ,majoli in ein verwandtschaftliches ,verhltnis zu einem ,michele ,majoli1 einem bekannten ,kunstsammler1 der mglicherweise sein ,vater oder ,oheim gewesen ist4 ,sicherer ist die ,annahme1 da ,majoli mit ,grolier in freundschaftlichem ,verkehre stand4 ,jedenfalls beschftigten beide ein und dieselbe ,werkstatt1 wie aus der dekorativen ,verwandtschaft der ,majoli- mit frhen ,grolierbnden hervorgeht4 ,einen weiteren ,beleg bietet ein ,band in der ,brunet'schen ,sammlung1 auf dessen ,decke das ,merkzeichen ,majolis angebracht ist1 whrend das ,titelblatt den ,eigentumsstempel ,groliers zeigt4 ,illustration3 ,fig4 #add;a4 ,rcken von ,fig4 #add4 ,das ,charakteristische an diesen frhen italienischen ,einbanddecken ist das feine1 in groen1 meist zur ,spirale gebogenen ,zgen gehaltene ,rankenwerk mit angesetzten ,blttern und ,blten1 welches den grten ,teil der ,flche berspinnt1 von der nur ein schmaler ,rand der gewhnlich ziemlich einfach gehaltenen ,umrahmung vorbehalten ist4 ,der mittlere ,teil der ,flche bleibt dabei frei fr ein ,wappen oder eine ,inschrift 7,titel74 ,zu dem ,rankenwerk tritt spter auch noch ,band- oder ,riemenwerk1 das sich in regelmigen ,zgen durcheinander schlingt und entweder mit ,lackfarben bemalt oder durch aufgelegte ,lederstreifen 7,mosaik7 hergestellt ist4 ,das ,mittelfeld ist in der ,regel nur linear eingefat1 bez4 aus dem ,linien- und ,bandnetz ausgespart4 ,indes kommt auch bereits die ,kartusche vor1 und zwar in einer schon auf plastische ,wirkung ausgehenden ,zeichnung4 ,ein solches fest umrissenes ,mittelschild mit ,rollwerk zeichnet z4 ,b4 den trefflich erhaltenen ,majoliband 7#cb3 #ba cm gro7 aus1 der in dem ,kunstgewerbemuseum zu ,leipzig aufbewahrt wird und eins der frhesten mit ,holzschnitten ausgestatteten ,druckwerke italienischen ,ursprungs1 die ,hypnerotomachia des ,polyphilus 7,venedig #adii7 umschliet 7,fig4 #add74 ,das ,leder hat einen brunlichen ,ton4 ,ranken1 ,bltter und die kleinen ,arabesken in der ,umrahmung sind mit ,gold gedruckt1 die hellen ,flchen der ,kartusche1 des ,bandwerks u4 s4 w4 waren ursprnglich versilbert2 auerdem ist noch rote und grne ,bemalung zur ,erhhung des reichen ,eindrucks verwendet1 so in den ,feldern des ,rahmens1 wo ,grn mit ,rot wechselt1 und an einigen anderen ,stellen4 ,die ,inschrift findet sich auf dem kleinen ,schildchen des unteren ,rollwerks4 ,in dem ,spiegel der ,kartusche erscheint das franzsische ,wappenschild1 vermutlich eine sptere ,zugabe1 wenn nicht etwa ,majoli den ,band ,heinrich ,,ii4 von ,frankreich verehrt hat1 auf dessen ,namen das zweifache ,h im ,mittelfelde deutet4 ,der ,rcken des ,bandes zeigt fnf ,bnde und sechs ,felder1 von denen das untere und obere ein silbernes ,bandornament haben und das untere sich durch eine schlankere ,form auszeichnet4#c ,illustration3 ,fig4 #ade4 ,maureske ,fllung von einem italienischen ,einbande4 ,dsseldorf4 ,rckenschilder mit ,titel waren zu jener ,zeit1 wie wir hier einschaltend bemerken1 noch nicht blich4 ,die ,bcher wurden immer noch liegend aufbewahrt und der ,inhalt des ,bandes gewhnlich auf einem an dem nach vorn gerichteten ,schnitt angebrachten losen ,schildchen angegeben oder auf den ,schnitt geschrieben4 ,die flache 7nicht modellierte7 ,zeichnung der ,bltter und ,blten1 die entweder mit ,vollstempeln oder mit schraffierten ,stempeln 7fers azurs7 gedruckt wurden1 ist mit der natrlichen ,erscheinung nur noch schwach verwandt3 die stilisierte ,form lt die ,urform nur selten mit ,sicherheit erkennen4 ,einzelne ,motive sind ohne weiteres von den orientalischen ,vorbildern herbergenommen1 so namentlich die schilfartig zugespitzten und die mit der ,spitze in ,hakenform sich biegenden ,bltter1 die in den sog4 ,mauresken 7im maurischen ,sinne entwickelten ,fllungsmustern7 von deutschen und italienischen ,ornamentisten mit ,vorliebe nachgebildet1 auch mannigfach umgestaltet wurden4 7,vergl4 die ,kopfleisten ,s4 #bjd und #ahf sowie ,fig4 #ade47 ber den ,lebenslauf ,groliers sind wir ziemlich genau unterrichtet4 ,er wurde #adgi in ,lyon geboren1 lebte von #aeaj bis gegen #aecj in ,mailand als ,schatzmeister des franzsischen ,heeres in ,italien4 ,spter hielt er sich in ,rom als franzsischer ,gesandter beim ppstlichen ,stuhle auf 7#aecd71 kehrte dann nach ,frankreich zurck und lie sich in ,paris nieder1 wo er in seinem ,hause1 dem sog4 ,htel de ,lyon1 eine reiche ,bchersammlung1 an #cjjj ,bnde stark1 anlegte1 von der heutzutage noch etwa #cej ,stck in verschiedenen ,bibliotheken1 ffentlichen wie privaten1 nachweisbar sind4 ,er starb daselbst im ,jahre #aefe4 ,es ist zwar nicht mit ,bestimmtheit nachgewiesen1 aber doch sehr wahrscheinlich1 da ,grolier aus ,italien ,buchbinder und ,vergolder nach ,paris zog1 oder aber da ,franz ,i41 der so viele ,knstler und ,kunsthandwerker aus ,florenz1 ,mailand und anderen italienischen ,stdten nach ,frankreich kommen lie1 diesen ,zuzug auf ,groliers ,betreiben veranlate4 ,jedenfalls war ,grolier in litterarischen ,dingen der ,ratgeber des ,knigs ebenso wie seiner nchsten ,nachfolger1 ,heinrichs ,,ii4 und ,karls ,,ix41 deren ,bcherbesitz durch die im ,genre ,grolier gehaltenen ,einbnde ausgezeichnet ist4 ,illustration3 ,fig4 #adf4 ,frher ,grolierband mit ,vollstempelverzierung und aus ,stempeln gebildeter ,borde4 ,sammlung ,dutuit4 7,gaz4 des ,beaux-,arts47 ,illustration3 ,fig4 #adg4 ,decke eines fr ,heinrich ,,ii4 gebundenen ,buches4 ,farbiges ,riemenwerk mit ,bogen- und ,stempeldruck4 ,gedruckt #aefj4 7,nach ,techener47 ,dies ,genre ,grolier zeigt brigens keineswegs eine uniforme ,schablone1 sondern vielfache ,variationen4 ,die frhesten ,bnde1 die die ,bezeichnung ,,jo4 ,,grolierii ,,et ,,amicorum tragen und auf jeden ,fall noch auf italienischem ,boden entstanden sind1 zeigen eine schlichte ,linien-1 auch wohl gemusterte ,rollendruckumrahmung und einen nur drftig mit wenigen ,vollstempeln#d und linearem ,ornament bedeckten ,spiegel 7,fig4 #adf74 ,bei anderen ,bnden schlingt sich aufgelegtes oder bemaltes1 mit ,gold gerndertes ,riemenwerk in geraden und gebogenen ,zgen durcheinander 7entrelacs7 und ,bogenlinien mit angesetzten ,blten und ,blttern dienen zur ,lckenfllung4 ,dieser ,richtung gehren die in ,abbildung wiedergegebenen ,decken 7,fig4 #adg und #adh7 an1 ebenso die in ,fig4 #adi wiedergegebene1 nur da bei ,fig4 #adh das ,linien- und ,blattwerk zur ,deckung des ,grundes fehlt4 ,wiederum andere haben eine lineare ,zeichnung1 die gegen die ,mitte hin sich zu einer ,kartusche mit punktiertem ,grunde gestaltet 7,fig4 #aej74 ,die ,verzierung ist bis auf das ,wappen in der ,mitte mit dem ,drachen darunter ganz durch ,bogendruck hergestellt1 eine ,manier1 die groe ,geschicklichkeit in dem ,ansetzen der ,bogenlinien erfordert1 namentlich wenn der eine ,bogen nach rechts1 der andere nach links gezogen ist4 ,dieser ,schwierigkeit suchte man durch die sog4 ,leerstempel 7fers filet7 abzuhelfen1 bei denen der ,umri der ,blattform nicht mehr aus einzelnen ,stckchen gebildet zu werden brauchte 7,fig4 #aea47 ,mit ,hilfe dieser ,leerstempel konnte man auch eine weniger breit angelegte ,ornamentierung erzielen1 als es bei ausschlielicher ,anwendung von ,bogenlinien der ,fall war4 ,illustration3 ,fig4 #adh;a4 ,rcken zu ,fig4 #adh4 ,in einem wesentlichen ,punkte von den ,majoli- und ,grolier-,decken abweichend erscheint eine ,gruppe von ,einbnden1 die sich an den ,namen des ,malers und ,formschneiders ,geoffroy ,tory von ,bourges knpft1 eines ungemein vielseitigen ,geschftsmanns1 der auch ,drucker und ,verleger war und wahrscheinlich die bei seinen ,einbnden verwendeten ,stempel selbst anfertigte1 bez4 in seinen ,werksttten anfertigen lie4 ,die ,tory-,einbnde zeigen nmlich ein von unten aufsteigendes1 von der ,mittellinie sich nach den ,seiten entwickelndes ,ornament1 in welchem ein ,krug mit ausgebrochenem ,rande das ,merkzeichen des ,ursprungs ist4 ,tory stand mit ,grolier in geschftlichen ,beziehungen1 ging aber1 wie man sieht1 bei der ,deckenverzierung seine eigenen ,wege 7,fig4 #aeb74 ,die ,anwendung der ,leerstempel neben den schraffierten ,stempeln1 oft in ,verbindung mit farbigem ,bandwerk oder mit ,linien auf getippeltem ,grunde ist auch in der ,folgezeit bei den fr ,heinrich ,,ii4 angefertigten ,bnden bemerkbar4 ,die in ,fig4 #aec wiedergegebene ,decke1 bei der die ineinander geschlungenen beiden ,c in den ,ecken und die ebenso ineinander greifenden beiden ,m auf der ,mitte der seitlichen ,rnder auf die ,besitzerin1 ,catharina von ,medici1 die ,gemahlin ,heinrichs ,,ii41 deuten1 zeigt ein sehr lockeres ,gefge in der ,zusammensetzung der ,ornamente und eine ungengende ,fllung der ,flche4 ,wesentlich geschmackvoller erscheint eine in ,fig4 #aed wiedergegebene ,decke1 welche in der ,mitte und in den ,eckfeldern ein auf ,heinrich ,,ii4 und seine ,gattin bezgliches ,monogramm hat und sich durch ein kreisrundes ,mittelfeld mit einem von einem ,spruchbande umzogenen ,kranze von ,rebenzweigen auszeichnet4 ,illustration3 ,fig4 #adh;b4 ,decke eines italienischen ,einbandes4 #af4 ,jahrh41 #b4 ,hlfte4 ,im ,besitz des ,frsten ,fugger-,babenhausen4 ,illustration3 ,fig4 #adi4 ,decke mit farbigem ,riemenwerk1 gefertigt fr ,st4 ,maure4 7,gaz4 des ,beaux-,arts47 ,illustration3 ,fig4 #aej4 ,decke mit ,kartusche ohne ,fllstempel1 fr ,franz ,i4 7,brunet47 ,verwandter ,art ist die ,verzierung eines ,bandes in ,querformat1 die wir in ,fig4 #aee nach ,techener wiedergeben4 ,die beiden ,monogramme im ,mittelfelde werden auf ,heinrich ,,ii4 und seine ,geliebte1 ,diana von ,poitiers1 gedeutet2 indes kann das ,d auch ebenso gut die ,bedeutung von ,deux haben4 ,der zum ,teil auf der ,abbildung sichtbare ,rcken ist bereits ohne ,bnde hergestellt1 aber noch nach der ,bundteilung gefeldert1 whrend der ,band unter ,fig4 #aec auf die ,bnde gar keine ,rcksicht nimmt2 ein langes ,schildornament1 dem ,mittelschilde der ,decke in der ,zeichnung verwandt1 deckt die ,flche nicht vllig1 ,kopf- und ,schwanzende lassen das ,kapital in einem abschlieenden ,nahtornament anklingen4 ,wir erwhnten oben des ,demetrio ,canevari1 eines ,bcherliebhabers1 von welchem ebenso wie von ,majoli wenig mehr als der ,name bekannt ist4 ,er war nach einer unbestimmten berlieferung ,leibarzt des ,papstes ,urbans ,,viii41 und wird vermutlich in der zweiten ,hlfte des #af4 ,jahrhunderts seine ,bchersammlung angelegt haben4 ,die ,verzierung der mit seinem ,namen oder seinem ,bibliothekszeichen bezeichneten ,bnde ist eine ziemlich einfache2 die ,ornamente sind mit ,linien- und ,vollstempeln gedruckt4 ,es scheint brigens1 als habe ,canevari manche ,bcher in bereits fertigen ,einbnden gekauft -- die ,bcher kamen zu seiner ,zeit allgemein gebunden in den ,handel -- und diese nur mit seinem ,bibliothekszeichen versehen1 welches einen ,apollo mit dem ,zweigespann am ,fue des ,parna darstellt1 augenscheinlich in ,nachbildung einer antiken ,kamee4#e ,diese ,vermutung wird durch einen ,canevari im ,museum zu ,frankfurt a4_/,m4 besttigt1 bei dem unter dem aufgepreten ,signet sich noch deutlich ein kleinerer ,stempel mit orientalischen ,motiven erkennen lt4 ,eigentmlich ist allen ,canevaribnden1 die dem ,verfasser dieses ,buches zu ,gesicht gekommen1 ein fehlerhafter ,stempel1 wie sich aus dem ,vergleich von a und b in ,fig4 #aeg ergibt2 bei b fehlt die ,spirale des rechtsseitigen ,gegenstcks am ,rcken des nach oben gebogenen ,teiles4 ,illustration3 ,fig4 #aea4 ,italienische ,leerstempel4 ,gegen ,ende des #af4 ,jahrhunderts traten in der italienischen ,buchbinderei eine ,reihe neuer ,stempelformen auf1 die zwar die ,arbeit bequemer machten1 aber auch die ,kunstfertigkeit verringern halfen1 die vordem mit wenig ,werkzeugen die verschiedenartigsten ,flachmuster hervorzubringen im ,stande war4 ,die ,formen der ,stempel werden krauser 7,fig4 #aeg;a7 oder nehmen die ,gestalt von ,vasen und ,urnen an4 ,auch die ,groteske1 von der ,wanddekoration herbergenommen1 findet sich auf ,buchdecken ein4 ,auer den in der gewhnlichen ,weise hergestellten ,decken kommen zu jener ,zeit auch ,einbnde mit durchbrochener ,lederarbeit nach persischem ,muster vor1 andere wieder mit einem in die ,mitte eingelegten ,miniaturgemlde4 ,illustration3 ,fig4 #aeb4 ,einbanddecke von ,geoffroy ,tory4 7,sammlung ,didot1 ,gaz4 des ,beaux-,arts47 ,illustration3 ,fig4 #aec4 ,decke fr ,katharina von ,medici1 mit schraffierten ,stempeln und ,bogen gedruckt4 ,um #aeef4 7,nach ,techener47 ,im #ag4 ,jahrhundert bernimmt ,frankreich die ,fhrung in der knstlerischen ,behandlung der ,buchdecke und die brigen ,lnder ,europas fgen sich mehr oder weniger den von ,paris ausgehenden dekorativen ,neuerungen4 ,das erklrt sich leicht aus der politischen ,machtentfaltung des franzsischen ,knigtums und aus dem damit zusammenhngenden glnzenden ,hofleben4 ,die ,knige fhlen sich verpflichtet1 jeden edlen ,luxus zu frdern1 und die ,groen des ,reiches folgen dem ,beispiele der ,herrscher4 ,illustration3 ,fig4 #aed4 ,decke mit ,leerstempeldruck und farbigem ,riemenwerk1 gebunden fr ,heinrich ,,ii4 und ,katharina von ,medici4 ,folio4 #aeeg4 ,paris1 ,nationalbibliothek4 7,gaz4 des ,beaux-,arts47 ,illustration3 ,fig4 #aee4 ,einband mit dem ,monogramm ,heinrichs ,,ii4 und der ,diana von ,poitiers4 ,um #aefj4 7,nach ,techener47 ,illustration3 ,fig4 #aef4 ,canevari-,einband4 ,sammlung ,didot4 7,gaz4 des ,beaux-,arts47 ,um die ,mitte des #af4 ,jahrhunderts sehen wir in ,frankreich wie in ,deutschland und ,england das durch ,plattendruck hergestellte ,mittelstck nebst ,eckstcken in ,aufnahme kommen1 das1 in sich geschlossen1 nicht mehr1 wie bei den der ,grolier-,richtung angehrigen ,bnden1 aus dem gesamten ,zierwerk herauswchst1 sondern1 wie auch die ,eckstcke1 einen festen ,umri hat1 mit dem es sich gegen die brige ,flche abgrenzt4 ,die ,art der ,musterung erinnert an ,metalltzung oder eingelegte ,arbeit2 in der ,mitte ist gewhnlich ein ,schriftfeld von ovaler ,form ausgespart 7,fig4 #aeh74 ,bisweilen nimmt dies ,mittelstck auch die ,gestalt der ,kartusche an4 ,indes hlt die alte ,weise1 mit ,riemenverschlingungen und ,rankenwerk die ganze ,flche zu mustern1 noch lange stand4 ,eine ,decke dieser ,art1 bei der die ,mitte mit ,vollstempeln bedruckt ist1 whrend im brigen ziemlich schwere schraffierte ,stempel verwendet sind1 zeigt ,fig4 #aei4 ,charakteristisch an dieser und verwandten ,decken ist die aus dem ,riemenwerk nach oben und unten herauswachsende ,palmette4 ,illustration3 ,fig4 #aeg4 ,stempelabdrcke von ,canevaribnden4 ,illustration3 ,fig4 #aeg;a4 ,stempelabdrcke von einem italienischen ,einbande1 ,ende des #af4 ,jahrh4 ,museum zu ,crefeld4 ,illustration3 ,fig4 #aeh4 ,mittelstck von einem franzsischen ,einbande4 ,um #aegj4 7,nach ,gruel47 ,illustration3 ,fig4 #aei4 ,franzsische ,decke mit ,linien- und ,stempelvergoldung4 ,um #aehe4 ,im ,besitz des ,herrn ,chalabre4 7,nach ,cundall47 ,illustration3 ,fig4 #afj4 ,italienischer ,einband mit ,lorbeerzweigen4 ,ende des #af4 ,jahrh4 ,kl4-,folio4 ,dsseldorf4 ,illustration3 ,fig4 #afa4 ,einband aus der ,bchersammlung von ,de ,thou4 ,um #afjj4 7,nach ,cundall47 ,als neue ,ziermotive erscheinen im letzten ,drittel des #af4 ,jahrhunderts die ,lorbeerzweige1 die zur ,fllung der von dem ,riemenornament umzogenen oder freigelassenen ,stellen dienen1 und die ,spiralschnecke1 im ,franzsischen fanfare genannt4 ,unsere ,abbildung 7,fig4 #afj7 zeigt die ,fanfare auf der ,decke eines ,einbandes1 der fr den ,bibliothekar ,knig ,heinrichs ,,iii41 ,jacques ,auguste de ,thou1 gefertigt wurde4 ,an die ,namen de ,thous1 dessen gleichnamiger ,sohn die ,bcherliebhaberei des ,vaters erbte1 und ,nicolas ,eves#f der seit #aegc den ,titel eines ,relieur du roi fhrt1 knpft sich diese ,art der ,deckenverzierung1 in der ein naturalistischer ,zug1 das unregelmig gestaltete1 sich der ,naturform nhernde ,rankenfllwerk1 unverkennbar ist4 7,fig4 #afa47 ,noch mehr tritt derselbe hervor in der zierlichen ,musterung von kleinen ,einbnden1 die1 abgesehen von wenigen einfassenden ,linien1 ganz mit ,laubkrnzen1 ,blumenzweigen1 ,blmchen und ,blttchen bedeckt sind und die1 wie es scheint1 von dem jngeren ,eve zuerst angefertigt wurden 7,fig4 #afb74 ,der hier abgebildete ,band fhrt bereits den ,titel auf dem ,rcken1 dessen breite ,flche ganz so wie die ,decken gemustert ist4 ,der ,grundsatz der geometrischen ,teilung der ,flche und der allseitig symmetrischen ,entwickelung des ,ornaments1 der bisher fr die ,verzierung der ,decken magebend war1 ist bei dieser neuen ,art der ,musterung vollstndig verlassen4 ,illustration3 ,fig4 #afb4 ,franzsischer ,einband mit ,kranz- und ,blumenfllung1 mit den ,wappen der ,margarete v4 ,valois4 ,anfang des #ag4 ,jahrh4 7,nach ,techener47 ,illustration3 ,fig4 #afc4 ,franzsischer ,einband mit ,streumuster1 gefertigt fr ,anne de ,bretagne4 ,anfang des #ag4 ,jahrh4 7,nach ,cundall47 ,diese blumige ,zierweise mit ihren niedlichen ,formen erscheint in der verschiedensten ,anordnung auf ,einbnden1 die fr die ,schwester ,heinrichs ,,iii41 sptere ,gemahlin ,heinrichs ,,iv41 ,margarete von ,valois1 angefertigt sind1 und nach ihr wird die ,gattung als ,margaretenband bezeichnet4 ,zu derselben ,zeit treten auch die mit kleinen ,motiven1 ,blmchen1 ,lilien1 ,kronen und dergl41 berstreuten 7sems-7 ,decken auf4 ,illustration3 ,fig4 #afd4 ,einband mit ,punktstempeldruck von ,florimond ,badier4 ,paris #afda4 ,roter ,maroquin4 7,nach ,gruel47 ,illustration3 ,fig4 #afe4 ,punkt-,stempel 7pointills74 #ag4 ,jahrhundert4 ,illustration3 ,fig4 #aff4 ,teil einer ,einbanddecke von ,le ,gascon4 #ag4 ,jahrhundert4 ,museum zu ,dsseldorf4 ,unser ,beispiel 7,fig4 #afc7 zeigt eine schrge ,fllung der ,ecken1 die ebenfalls sehr zierlich gemustert ist1 und ein ebenso gehaltenes ,mittelstck1 das gewissermaen in der berstreuten ,flche schwimmt4 ,die ,anordnung greift1 wie man sieht1 wieder zurck auf das persisch-maurische ,schema4 ,illustration3 ,fig4 #afg4 ,stempelformen vom ,anfang des #ag4 ,jahrh4 ,illustration3 ,fig4 #afh4 ,spitzenstempel4 #ag4 ,jahrhundert4 ,von italienischen ,bnden aus jener ,zeit geben wir 7,fig4 #afj7 ein ,beispiel1 in welchem die ,art der ,majolibnde freilich in ziemlich steifer und harter ,formbehandlung mit dem ,eve'schen ,zweigmotiv in eine nicht sonderlich organische ,verbindung gebracht ist4 ,die ,arbeit an diesem ,einbande ist an sich eine vortreffliche4 ,die ,felder sind in gelb1 braun und schwarz auf rotem ,grunde ausgelegt1 die ,bltter des ,gezweigs1 wie immer bei dieser ,art der ,verzierung1 einzeln angedruckt4 ,illustration3 ,fig4 #afi4 ,deutsche 7a71 franzsische 7b7 und italienische 7c7 ,schneckenstempel4 ,erst gegen ,ende des #af4 ,jahrhunderts erreicht der franzsische ,einband die ,hhe der technischen ,vollendung1 welche den deutschen ,einband schon vorher auszeichnete4 ,der uere ,schmuck des ,buches dehnt sich fernerhin auch auf den ,schnitt aus1 dessen vergoldete ,flche mit den ,punzen gemustert oder auch bemalt wird4 ,einen ,schritt weiter that man noch mit der ,doublure1 der ,verzierung der ,innenseite beider ,deckel durch ,linien- und ,stempelvergoldung1 auch hier dem orientalischen ,vorbilde folgend4 ,illustration3 ,fig4 #agj4 ,borde mit einem ,spitzenstempel gedruckt4 #ag4 ,jahrh4 ,illustration3 ,fig4 #aga4 ,italienischer ,einband mit ,spitzen- und ,fcherverzierung4 #afde4 ,kunstgewerbemuseum zu ,kln4 ,das ,schicksal des franzsischen ,einbandes bestimmte in der ersten ,hlfte des #ag4 ,jahrhunderts der vielgenannte ,meister ,le ,gascon1 von dessen ,lebensschicksalen keine sichere ,kunde auf die ,nachwelt gekommen ist4 ,es gibt auch keinen ,einband1 der mit dem ,namen ,le ,gascon gezeichnet wre1 ein ,umstand1 der franzsischen ,forschern zu der ,vermutung ,anla gegeben hat1 ,le ,gascon sei nur der populre ,beiname eines unbekannten ,meisters1 vielleicht des ,florimond ,badier gewesen1 dessen ,name sich auf einer ,anzahl ,einbnden findet1 die dem ,genre ,le ,gascon verwandt sind4 ,von andern wird diese ,annahme wegen der sptern ,lebenszeit ,badiers bestritten1 von dessen ,arbeiten wir ein ,beispiel 7,fig4 #afd7 mitteilen4 ,auf ,le ,gascon werden eine ,reihe neuer ,stempel zurckgefhrt1 deren ,motive vorzugsweise den ,spitzenmustern1 zum ,teil aber auch der ,goldschmiedetechnik entlehnt sind4 ,seine punktierten ,stempel 7,fig4 #afe7 fr ,spiralen z4 ,b4 lassen ihr ,vorbild in ,buchbeschlgen vom ,anfang des #af4 ,jahrhunderts erkennen2 ein derartiges ,vorbild ist in dem ,mittelstck eines im ,museum zu ,dsseldorf bewahrten ,missale nachweisbar4 ,le ,gascon war der erste1 der seinen ,einbnden ein doppeltes farbiges ,vorsatz gab4 ,die ,lederspiegel der ,innenseite bestehen in den meisten ,fllen aus grauem ,leder1 das mit denselben ,stempeln1 die fr die ,verzierung der ,auenseite verwendet waren1 vergoldet wurde4 ,illustration3 ,fig4 #agb4 ,von einem ,einbande von ,drome4 #ah4 ,jahrh4 ,die ,grundzge der ,musterung1 welche ,le ,gascon beobachtete1 sind nicht immer dieselben4 ,was allen seinen ,arbeiten gemeinsam ist1 sind die ungemein zarten1 punktierten 7pointills7 ,stempel1 die bald als ,anstze an das ,bandwerk erscheinen1 bald in ,spiralwindungen mit feinen ,auswchsen die ,zwischenrume1 die das ,bandwerk frei lt1 wie mit einem ,filigrangewebe berspinnen4 7,fig4 #aff47 ,die zu ,eckverzierungen oder zur ,bezeichnung der ,mitte eines umrahmten ,feldes dienenden ,stempel haben eine rautenhnliche ,grundform 7,fig4 #afg7 mit mehr oder weniger deutlicher ,betonung des ,oben und ,unten1 der ,wurzel und der ,spitze4 ,in der ,folgezeit kommt das ,spitzenmotiv im ,anschlu an die damalige ,mode und ,vorliebe fr diesen ,kleiderschmuck immer mehr zur ,herrschaft4 7,fig4 #afh-agj47 ,auf ,rollen eingeschnitten1 vergrbert es sich indes zusehends1 wie denn berhaupt seit den ,tagen ,le ,gascons1 dessen ,lebenszeit kaum einige ,jahre ber die ,regierung ,ludwigs ,,xiii4 hinausgeht1 ein ,rckgang in der ,buchbinderei ,frankreichs sich bemerkbar macht4 ,illustration3 ,fig4 #agc4 ,einband mit farbiger ,auflage von ,padeloup4 #ah4 ,jahrh4 7,nach ,gaz4 des ,beaux-,arts47 ,die ,verzierung mit feingliederigen ,stempeln fhrte die ,bezeichnung petits fers1 die zusammengesetzten ,spitzenborden hieen dentelle4 ,auerdem fand auch die ,musterung l'ventail1 die fcherartige ,verzierung1 in ,frankreich ,eingang1 die zu jener ,zeit vorzugsweise in ,deutschland zur ,entwickelung kam und gern die ganze ,buchflche berwucherte4 ,in ,frankreich war man mit dieser ,zierweise sparsamer und begngte sich ebenso wie in ,italien meistens nur ,ecken und ,mitte1 jene mit einer ,viertel-1 diese mit einer vollen1 fcherartig gebildeten ,rosette zu bedrucken4 ,zur ,verlngerung der ,fcherstrahlen wurden dann noch kleine ,spitzenstempel hier und da angesetzt4 ,einen im einzelnen wie in der ,gesamtanordnung des ,zierwerks besonders schnen ,band der ,art mit einem bischflichen ,wappen geben wir in ,fig4 #aga wieder4 ,illustration3 ,fig4 #agd4 ,franzsischer ,mosaikband4 ,um #agaj4 7,nach ,gaz4 des ,beaux-,arts47 ,illustration3 ,fig4 #age4 ,silberplattierter ,einband4 ,um #agej4 ,stuttgart1 ,gewerbemuseum4 ,im #ah4 ,jahrhundert begegnen wir noch einigen ,berhmtheiten in der franzsischen ,buchbinderei4 ,drome und ,padeloup sind vielgenannte ,namen von ,buchbinderfamilien1 auch die ,namen ,dubuisson und ,thouvenin haben noch guten ,klang bei den ,bcherliebhabern unserer ,zeit4 ,es kommen neue ,stempelformen auf und neue ,zusammenstellungen der alten und neuen ,zierstcke und ,stckchen1 aber es wird nichts von durchgreifender ,bedeutung mehr geschaffen4 ,von den ,versuchen ,dromes1 einen originellen ,zug in das ,spitzenornament zu bringen1 mag unsere ,abbildung 7,fig4 #agb7 einen ,begriff geben2 von den ,mitteln1 mit denen ,padeloup die ,brillantschmuckformen auf die ,buchdecke zu bertragen und mit farbiger ,mosaik zu wirken wute1 gibt ,fig4 #agc eine annhernde ,vorstellung4 ,die an den ,rndern als ,kante hinlaufende ,spitzenborde bildet im #ah4 ,jahrhundert hufig den einzigen ,schmuck der ,decke1 deren mittlere ,flche wie bei dem ,spiegel der ,innenseiten schmucklos sind4 ,was das #ah4 ,jahrhundert der ,buchbinderei an neuen ,dekorationsmitteln brachte1 war eine ,flle von verschiedenartigen ,vorsatzpapieren mit unbegrenzten 7,tapeten-7 ,mustern4 ,sonderbarerweise findet sich das unbegrenzte ,muster auch auf den ,decken ein1 und zwar als ,mosaik1 d4 h4 in aufgelegter ,arbeit1 ein ,zeichen fr die vllige ,ermattung des ,stilgefhls4 7,fig4 #agd47 ,an ,stelle des ,leders wird mehr und mehr ,seide mit ,stickerei und ,flitterwerk als berzug der ,decke verwendet4 ,das grazise und kaprizise ,formenwesen des ,rokoko1 das vom ,stuck sich auf alle ,gebiete des ,kunsthandwerks bertrug1 ist an der ,buchbinderei nahezu spurlos vorbergegangen4 ,nur bei dem mit ,silber plattierten ,einbnden macht es sich und zwar in sehr ausgesprochener ,weise 7,fig4 #age7 geltend4 ,illustration3 ,randverzierung von einem schsischen ,einbande4 #af4 ,jahrh4 ,dresden4 #d4 ,der ,renaissanceband in ,deutschland und ,england4 ,erst um die ,mitte des #af4 ,jahrhunderts fand in ,deutschland die ,handvergoldung ,eingang und mit ihr die im ,sinne des italienischen ,renaissancebandes vernderte ,anordnung des ,zierats4 ,der althergebrachte weie ,einband mit ,blindpressung auf ,pergament oder ,schweinsleder 7vergl4 ,s4 #agj7 behauptet aber nebenher seine ,geltung als brgerlicher oder ,buchhndlerband und verschwindet erst im #ah4 ,jahrhundert aus dem litterarischen ,verkehr4 ,kaum minder zhe hielt die deutsche ,sitte an dem ,holzdeckel fest1 der bei groen und schweren ,bnden bis tief ins #ah4 ,jahrhundert in bung blieb1 auch in ,fllen1 wo statt der ,blindpressung eine reiche ,verzierung in ,golddruck beliebt wurde4 ,ja selbst im #ai4 ,jahrhundert verwandte man noch sog4 ,spaltendeckel4 ,ebenso galt das ,beschlge lange noch fr einen unerllichen ,schmuck an ,bnden vornehmer ,art und fand sich auch auf den mit ,pappeinlage versehenen ,deckeln ein1 obwohl an seine ursprngliche ,bedeutung als ,schutzmittel gegen ,sto und ,reibung kaum noch gedacht wurde4 ,auch an den hohen ,bnden und der durch die ,bundwlste gegebenen ,einteilung des ,rckens hielt der deutsche ,einband mit ,ausdauer fest1 als in ,frankreich und ,italien schon lngst der glatte ,rcken an der ,tagesordnung war4 ,unter den deutschen ,renaissancebnden mit ,handvergoldung lassen sich zwei ,typen deutlich unterscheiden2 der eine ist durch die aus einer ,platte hergestellten ,eckstcke und durch das ebenfalls als ,platte erscheinende ,mittelstck charakterisiert1 der andere durch die nach italienisch-franzsischer ,art aus kleinen ,stempeln komponierten ,muster fr ,mitte und ,ecken oder auch fr die ganze ,flche der ,decke4 ,die ,platten- oder ,stockdruckverzierung kommt meistens in ,verbindung mit dem ,rollendruck vor und nur ungern scheinen die deutschen ,buchbinder das zur ,bordenbildung bequeme ,werkzeug beiseite gelegt zu haben4 7,fig4 #agf47 ,die gemusterte ,borde1 die bei der ,blindpressung fortdauernd die ,hauptrolle spielt1 treffen wir daher noch oft auf deutschen ,renaissancebnden1 wenn auch nicht mehr in der ,breite1 die ihr ehedem eingerumt war4 ,illustration3 ,fig4 #agf4 ,dresdener ,einbanddecke nebst gemustertem ,schnitt4 ,um #afjj4 ,oktav4 ,buchgewerbemuseum zu ,leipzig4 ,illustration3 ,fig4 #agg4 ,aus der herzogl4 ,bibliothek zu ,wolfenbttel4 ,bezeichnet ,f4 ,d4 ,h4 ,z4 ,s4 ,nach ,stockbauer4 ,bemerkenswert ist noch der ,umstand1 da der ,plattendruck mitunter ganz nach orientalischer ,weise ausgebt wurde1 insofern das ,ornament in ,lederfarbe1 der ,grund aber golden erscheint4 ,unsere ,abbildung 7,fig4 #agh7 zeigt eine ,decke1 die mit drei ,platten1 zwei fr die ,ecken1 eine fr die ,mitte1 bedruckt ist4 ,die ,eckstcke sind aber nicht nach einem ,muster geschnitten und der ,buchbinder hat aus der ,not eine ,tugend gemacht1 indem er das ihm fehlende linksseitige ,eckstck durch ein anderes1 formverwandtes aus seinem ,vorrat ersetzte4 ,der zwischen ,eckstcken und ,mittelstcken frei bleibende ,grund ist mit ,sternen best4 ,diese ,art der ,musterung des unverzierten ,grundes -- statt der ,sterne kommen auch kleine ,blten1 ,bltter u4 s4 w4 vor -- war allgemein beliebt2 die ,scheu vor leeren ,stellen1 der horror vacui1 den der ,blinddruckband erkennen lt1 bertrug sich auch auf den ,golddruckeinband4 ,die ,kunst der ,handvergoldung ist ohne ,frage ber die ,alpen nach ,deutschland gekommen1 und zwar auf dem ,wege des ,handels und ,meverkehrs1 namentlich der in ,frankfurt blhenden ,buchhndlermesse1 die sowohl von italienischen wie auch von franzsischen ,verlegern oder deren ,agenten besucht zu werden pflegte4 ,auch sonst herrschte zwischen den ,handelsstdten ,norditaliens und denjenigen ,sddeutschlands und ,flanderns ein reger ,warenaustausch1 der zweifellos italienische ,bnde nach ,augsburg1 ,nrnberg1 ,frankfurt sowohl wie auch nach ,gent und ,brgge brachte4 ,frstliche und frstlich gesinnte ,bcherfreunde1 die es freilich in ,deutschland nicht in so groer ,anzahl gab wie in ,italien und ,frankreich1 von denen aber doch einige mit ,auszeichnung zu nennen sind1 so die ,augsburger ,fugger1 die ,grafen ,mansfeld1 vor allen aber der ,kurfrst ,august von ,sachsen1 veranlaten dann die ,einbrgerung der neuen ,art der ,buchverzierung1 und die deutschen ,stempelschneider1 deren ,kunstfertigkeit auf hoher ,stufe stand1 sorgten dafr1 da es an den verschiedenartigsten ,vergolderstempeln nicht fehlte4 ,die ,formen dieser ,stempel wurden in den ,grundzgen den fremdlndischen nachgebildet1 dabei aber in selbstndiger ,weise gemodelt1 so da sie sich deutlich von jenen unterscheiden4 7,vergl4 ,fig4 #agi47 ,wie htte es auch anders sein knnen bei der fruchtbaren ,thtigkeit der zahlreichen ,ornamentstecher1 die unter dem ,namen der ,kleinmeister in der ,kunstgeschichte des #af4 ,jahrhunderts eine so wichtige ,rolle spielen4 ,namentlich sind die ,flachmuster von ,peter ,fltner 7s4 ,s4 #ahf71 aber auch die ornamentalen ,erfindungen von ,aldegrever1 ,hopfer1 ,virgil ,solis hufig von den ,stempelschneidern benutzt worden4 ,dem letztgenannten ,meister wird eine in der ,bibliothek des ,brsenvereins der deutschen ,buchhndler zu ,leipzig befindliche groe ,rolle mit ,bildnissen von ,knigen zugeschrieben1 eine der wenigen1 die sich aus jener ,zeit erhalten haben4 ,illustration3 ,fig4 #agh4 ,deutscher ,einband mit ,stockdruck4 ,um #afjj4 ,nrnberg1 ,germanisches ,museum4 ,illustration3 ,fig #agi4 ,schsischer ,einband 7,teil der ,rckseite7 in rotem ,leder mit ,silberbeschlag1 ,rollen-,handstempel und ,stockdruck4 ,um #aehi4 ,dresden1 knigl4 ,bibliothek4 ,unter den deutschen ,frsten haben vorzugsweise die schsischen der ,buchbinderei im ,sinne der italienisch-franzsischen ,deckenverzierung ,vorschub geleistet4 ,die ,hofbibliothek zu ,dresden enthlt eine groe ,anzahl von ,bnden1 die entweder durch die ,inschrift ,a4 ,h4 ,z4 ,s4 ,c4 7,august1 ,herzog zu ,sachsen1 ,kurfrst7 oder durch den ,charakter der ,verzierung als zu der ,bibliothek des ,kurfrsten ,august gehrig gekennzeichnet sind4 ,die von dem ,kurfrsten 7 #aehf7 in dem alten ,kanzleigebude auf der ,schloterrasse errichtete ,buchbinderei stand seit #aeff unter der ,leitung des von ,augsburg berufenen ,jakob ,kraue1 dem #aegh ,kaspar ,mauser im ,amte nachfolgte4 ,von dem ,letztgenannten drfte daher der ,einband herrhren1 dessen ,rckseite wir in ,fig4 #agi wiedergeben4 ,das ,beschlge der ,ecken ist mittelst ,linie und ,borde abgegrenzt1 so da die ,mittelflche aus einem ,viereck mit einem oben und unten vorgelegten rechteckigen ,felde besteht2 auf der ,vorderseite erscheint das kurschsische1 auf der hier abgebildeten ,rckseite das markgrflich-brandenburgische ,wappen inmitten eines aus ,bogen und schraffiertem ,blattwerk gebildeten ,ornaments1 whrend die ,ecken mittelst ,stockdrucks verziert sind4 ,den ,dresdener ,einbnden sehr hnlich sind eine ,anzahl von ,bnden in der herzoglichen ,bibliothek zu ,wolfenbttel1 meistens bezeichnet ,f4 ,d4 ,h4 ,z4 ,s41 also fr einen ,herzog oder eine ,herzogin von ,sachsen gefertigt4 ,die schnsten darunter hat ,stockbauer in seinen ,mustereinbnden herausgegeben4 ,der ,rahmen ist aus mehreren1 meist gerollten ,borden1 seltener aus einer einzigen 7vergl4 ,s4 #ajc7 gebildet2 in den ,ecken desselben findet sich gewhnlich das im orientalischen ,sinne ausgefhrte ,zierstck1 das dann1 vierfach zusammengelegt1 auch wohl zur ,bildung des ,mittelstckes dient4 ,die ,spiegelflche ist getpfelt und trgt mitunter eine ganz im ,sinne der deutschen ,renaissance gedachte ,kartusche1 ein ,wappen oder ein kreisfrmig gestaltetes ,zierstck4 ,die ,einzelformen der ,stempel decken sich nicht mit denen1 die auf den ,dresdener ,einbnden vorkommen1 wenn sie ihnen auch verwandt sind1 weshalb man auf eine andere ,werksttte zu schlieen berechtigt ist4 7,vergl4 ,fig4 #agg47 ,in aufflliger ,weise abweichend erscheint eine ,gruppe der mit der gleichen ,bezeichnung versehenen ,wolfenbtteler ,bnde4 ,bemerkenswert an diesen sind die kleinen1 eng gewundenen1 in einem ,punkte endigenden ,spiralen1 die als ,anstze an groen1 den ,grundzug des ,ornaments bildenden ,spirallinien angebracht sind 7vergl4 ,fig4 #ahj74 ,unser ,beispiel zeigt wieder den mit einem kleinen ,stempel ganz berdruckten ,grund und neben den sehr weit nach der ,mitte vortretenden ,eckfllungen ein frei schwebendes ,mittelornament1 eine ,anordnung1 die sich der orientalischen ,art nhert4 ,ein gewisser stilistischer ,zusammenhang zwischen dieser deutschen ,einbandgruppe und der franzsischen1 die wir in ,fig4 #afa kennen lernten1 lt darauf schlieen1 da eine lebhafte ,wechselwirkung zwischen beiden ,lndern auf dem ,felde der ,buchverzierung stattfand1 ohne da der deutsche ,geschmack sich sklavisch an die franzsischen ,muster gehalten htte4 ,diese ,beobachtung kann man auch in der ,folgezeit machen1 in der auch die deutsche ,buchbinderei die ,spitzenmotive fr ,rollen sowohl wie fr ,stempel aufnimmt4 ,eigentmlich deutsch erscheint daneben aber das ,fcherornament1 das uns einerseits an die verwandten ,zierformen des ,balkenwerks norddeutscher ,holzbauten erinnert1 anderseits aber orientalisch anmutet4 7,vergl4 ,fig4 #aha47 ,in den ,ecken angewendet1 fllt es diese in ,viertelkreisform1 in der ,mitte wird es zur ,rosette und erhlt dann oben und unten ,spitzenanstze1 die zur besseren ,fllung der ,mittelflche an die ,rosette mehr angeschoben als mit ihr verbunden sind 7vergl4 ,fig4 #aha47 ,dies feine ,zierwerk1 das sich auch in den ,seitenfeldern zwischen der ,borde und dem mittleren ,sechseck auf unserem ,beispiel findet1 ist den franzsischen ,zierstempeln1 die wir oben kennen lernten 7,fig4 #afg71 aufs engste verwandt4 ,illustration3 ,fig4 #ahj4 ,schsischer ,einband mit der ,bezeichnung ,f4 ,d4 ,h4 ,z4 ,s4 ,stempelvergoldung mit kleinen ,punktschnecken4 ,wolfenbttel4 ,illustration3 ,fig4 #aha4 ,deutsche ,einbanddecke mit ,fcher- und ,spitzenornament4 #ag4 ,jahrh4 ,sehr verschieden von dieser durch geradlinige ,einteilung der ,flche auffallenden ,decke sind die ,rosettendecken1 bei denen ,bandverschlingungen hnlicher ,art1 wie sie auf den ,bnden ,le ,gascons vorkommen1 die ,flche feldern und dabei die ,rcksicht auf den symmetrischen ,eindruck beiseite setzen4 ,die ,fhrung dieser ,bandornamente ist so getroffen1 da mglichst viel kreisrunde ,felder1 grere und kleinere1 entstehen1 deren ,fllung dann die ,rosette bildet4 ,die brigen leeren ,stellen des ,grundes sind ganz klein gemustert mit ,sternchen oder ,punkten1 jedoch nicht in so sparsamer ,weise1 wie bei dem franzsischen ,streumuster1 sondern dicht gedrngt1 als ob die ,flche mit den ,punzen behandelt worden wre4 ,noch einer besonderen ,gruppe von ,decken haben wir zu erwhnen1 die vorzugsweise in ,bayern angefertigt zu sein scheinen4 ,stockbauer hat in seinen ,abbildungen von ,mustereinbnden einen ,einband dieser ,art mit dem kurbayrischen ,wappen verffentlicht und dem ,verfasser sind ebenfalls mehrere verwandte ,arbeiten mit dem bayrischen ,wappen zu ,gesichte gekommen4 ,das ,eigentmliche an diesen ,bnden ist1 da einzelne ,blttchen des mit der ,punktschnecke durchsetzten ,ornaments mit ,silber ausgemalt sind2 die ,silberbronze ist zu diesem ,zweck vermutlich mit weier ,farbe gemischt worden4 ,illustration3 ,fig4 #ahb4 ,deutsche ,stempel mit naturalistisch gezeichneten ,blumen4 ,zweite ,hlfte des #ag4 ,jahrh4 ,der dreiigjhrige ,krieg1 in welchem das gesamte deutsche ,kulturleben nahezu verdete1 fhrte auch den ,niedergang der ,buchdeckelverzierung herbei4 ,indes fehlte es in der nachfolgenden ,zeit nicht an ,bestrebungen1 die alte ,kunstbung wieder aufzufrischen4 ,zu den von frher her gebruchlichen ,stempeln mit feinem ,spitzenwerk1 zu der ,rosette und ,punktschnecke traten naturalistisch gezeichnete ,blumen in groen ,formen1 wie sie auch auf ,tapeten aus jener ,zeit vorkommen 7,fig4 #ahb74 ,auch die ,art des ,netzwerks1 in welchem diese ,blumen oft neben oder in ,verbindung mit dem zarten ,spitzenwerk erscheinen1 erinnert an die ,tapete mit ihrem nach allen ,richtungen gleichmig wiederkehrenden ,rapporte 7,fig4 #ahc74 ,dieser niederdeutschen ,decke stellen wir eine gleichzeitige aus ,steiermark gegenber 7,fig4 #ahd71 bei der die ,gesamtanordnung und die dichte und verschiedenartige ,musterung der leeren ,flchen einen der in ,fig4 #aha gegebenen ,decke verwandten ,zug offenbart4 ,die ,rosette erscheint hier als ,fllung des halbkreisfrmigen ,abschlusses der in den ,rahmen gewissermaen eingelegten ,felder1 deren brige ,flche mit einem von einer kleinen ,vase aufsteigenden ,zweige mit dichtem1 geflammtem ,laubwerk gefllt ist4 ,das schne ,beschlge an den ,ecken und auf der ,mitte erhht noch die prachtvolle ,gesamtwirkung dieser ,decke1 die eine ,pergamenthandschrift aus dem #ae4 ,jahrhundert umschliet4 ,illustration3 ,fig4 #ahc4 ,niederdeutsche ,decke mit groen naturalistischen ,blumen4 ,nach #afej4 ,dsseldorf1 ,gewerbemuseum4 ,einen nicht minder prchtigen ,einband mit ,rosetten und zierlichem ,fllwerk in den durch ,bandverschlingungen gebildeten ,feldern bewahrt das ,leipziger ,kunstgewerbemuseum4 ,den ,inhalt bildet eine ,bibel in ,folio1 ,lneburger ,druck vom ,jahre #affe4 ,illustration3 ,fig4 #ahd4 ,steirische ,decke 7,fragment7 mit ,rosetten und naturalistischen ,blumen4 ,rotes ,kalbleder4 gr4 ,folio4 ,graz1 ,univers4-,bibliothek4 ,es verlohnt sich nicht1 den deutschen1 mit ,handvergoldung verzierten ,einband ber das ,ende des #ag4 ,jahrhunderts zu verfolgen4 ,der frhere ,lederband wird mehr und mehr von dem sog4 ,halbfranzbande verdrngt1 bei dem nur noch der ,rcken der ,handvergoldung den ntigen ,spielraum bietet4 ,die ,musterung des ,rckens war bisher bedingt gewesen von den hoch liegenden ,bnden1 und die ,verzierung der durch sie abgeteilten ,felder bestand gewhnlich in einem als laufendes ,band sich darstellenden oder auch schuppenartig gebildeten ,ornament 7,fig4 #ahe71 das mit der ,filete gedruckt wurde4 ,im #ah4 ,jahrhundert kommt1 wie schon frher in ,frankreich und ,italien1 der glatte ,rcken auf1 ohne freilich die bisher blichen hohen ,bnde ganz zu verdrngen4 ,illustration3 ,fig4 #ahe4 ,deutsche ,rckenfelderverzierungen1 mit ,fileten gedruckt4 ,zum ,schlu bleibt uns noch ein ,blick auf die ,pergamentbnde brig1 die in der hergebrachten ,weise mit ,blindpressung auch noch im #ah4 ,jahrhundert ihr ,dasein fristen1 dabei von dem ,wechsel des ,geschmacks in ,bezug auf die ,zierformen der ,platten und ,stempel mehr oder weniger berhrt werden4 7,vgl4 das ,schlustck ,s4 #aee und die ,decke ,s4 #aef47 ,im #ag4 ,jahrhundert begegnen wir den ,versuchen1 mittelst farbiger ,bemalung dem ,pergamentbande einen besonderen ,reiz zu verleihen4 ,die mit ,leerstempeln gedruckten ,zierformen wurden mit ,beiz- oder ,lackfarben ausgemalt1 und es entstand so eine ,art von bunten ,einbnden1 die meist als ,emailbnde bezeichnet werden1 obwohl sie mit ,email nichts zu thun haben4 ,die groen naturalistischen ,blumen erinnern dabei an die sog4 ,bauernmajolika4 ,diese bunten ,pergamentbnde kommen vorzugsweise bei den damals blichen ,brautbchern vor4 99 99 99 99 99 ,auer dem deutschen1 franzsischen und italienischen ,einbande hat nur noch der englische ein geschichtliches ,interesse fr uns4 ,der schlichte brgerliche ,einband mit ,blindpressung war auch jenseits des ,kanals in den ersten ,zeiten des gedruckten ,buches allgemein blich4 ,daneben gab es aber auch sehr kostbare ,einbnde1 die der ,hauptsache nach fr den ,hof und den ihm nahe stehenden ,adel angefertigt wurden4 ,eine ,anzahl derselben bewahrt das ,britische ,museum4 ,sie sind zum grten ,teile mit ,samt1 auch wohl mit anderen kostbaren ,webstoffen1 wie ,damast und ,goldbrokat1 berzogen und mit einem reichen ,gold- oder ,silberbeschlag versehen4 ,heinrich ,,viii4 und die ,knigin ,elisabeth zeichneten sich durch ihre ,liebhaberei fr ,bcher und ,bchereinbnde aus1 wie aus den ,rechnungsbchern des kniglichen ,haushalts deutlich zu ersehen ist4 ,unter ,elisabeth wurde es ,gebrauch1 fr ,buchberzge auch ,stickereien zu verwenden1 deren ,mittelstck das knigliche ,wappen bildete2 vorzugsweise wurden ,bibeln und ,erbauungsbcher in dieser ,weise ausgestattet4 ,die ,sitte ist vielleicht von ,flandern nach ,england gekommen1 da auch hier die gestickten ,einbnde zu ,anfang des #ag4 ,jahrhunderts nachweisbar sind und ,flandern neben ,italien das klassische ,land der ,stickerei- und ,spitzenindustrie ist4 ,in der zweiten ,hlfte des #af4 ,jahrhunderts kommt in ,england ebenfalls der vergoldete ,lederband in ,aufnahme1 und auch fr die knigliche ,bibliothek bildet er seit ,jakob ,i4 die ,regel1 whrend nur noch ausnahmsweise der ,samt und das kostbare ,beschlge zur ,verwendung kommen4 ,die ,einwanderung des italienisch-franzsischen ,lederbandes wird an eine ganz bestimmte ,thatsache geknpft1 nmlich an die ,gefangenschaft des franzsischen ,bibliophilen ,louis de ,st4 ,maure1 ,marquis de ,nesles1 welcher1 #aeei als ,geisel ausgeliefert1 spter in ,england verblieb und ,stammvater des hochangesehenen ,geschlechts der ,seymour wurde4 7,vergl4 ,fig4 #adi47 ,illustration3 ,fig4 #ahf4 ,mittelstck eines englischen ,einbandes4 ,um #afjj4 ,der ,hofbuchbinder ,jakobs ,i4 hie ,john ,gibson1 und aus einer ,rechnung1 die sich von ihm erhalten hat1 ist zu entnehmen1 wie hoch die ,buchbinderarbeit damals im ,preise stand2 ,gibson erhielt nmlich fr einen vergoldeten ,folioband #bj1 fr einen ebenfalls vergoldeten ,oktavband #aj ,schillinge1 und fr einen gewhnlichen ,pergamentband #c ,schillinge4 ,illustration3 ,fig4 #ahg4 ,schottische ,einbanddecke4 #ah4 ,jahrh4 7,nach ,quaritch47 ,unter den ,bcherliebhabern jener ,zeit steht obenan ,sir ,thomas ,bodley1 der die ,universitt ,oxford mit einer groen ,bchersammlung 7die ,bodleiana7 bereicherte1 die ihm angeblich #bjjjjj ,pfd4 ,st4 gekostet haben soll1 und derselben zur ,vermehrung und ,verwaltung ihrer ,bcherschtze eine groe ,summe vermachte4 ,die ,universitten ,oxford und ,cambridge wetteiferten mit dem ,hofe in ,bezug auf schne und haltbare ,einbnde4 ,die gediegene und sorgfltige ,arbeit ist denn auch seit jener ,zeit eine hervorstechende ,eigentmlichkeit des englischen ,einbandes geworden1 und diesen ,vorzug bewahrte sich die englische ,buchbinderei auch im #ah4 ,jahrhundert1 das sonst fast in allen ,lndern ein ,nachlassen der frheren ,tchtigkeit mit sich brachte4 ,die ,ornamentierung der ,lederbnde des #af4 und #ag4 ,jahrhunderts richtete sich nach den von ,frankreich und ,deutschland herbergekommenen ,mustern4 ,eine ,zeitlang fand auch der schsische ,einband mit den gemalten ,bildnissen der ,reformatoren gnstige ,aufnahme und ,nachahmung4 ,unter den ornamentalen ,mittelstcken finden sich manche1 die mit den deutschen1 an tzarbeit erinnernden ,prgestempeln formverwandt sind 7vergl4 ,fig4 #ahf74 ,illustration3 ,fig4 #ahh4 ,zierformen von einem ,bande aus der ,bibliothek ,jakobs ,i4 7,nach ,quaritch47 ,einer eigentmlich englischen1 vielleicht mit ,jakob ,i4 von ,schottland herbergekommenen ,musterung der ,decke begegnen wir zuerst im ,laufe des #ag4 ,jahrhunderts4 ,quaritch teilt in seinem ,facsimiles of bookbinding einige ,beispiele dieser schottischen ,art mit4 ,das ,charakteristische daran ist der ,bltenzweig oder ,stengel1 der1 mit dem ,fuende nach dem ,rande zu gerichtet oder auch umgekehrt vom ,mittelfelde zum ,rande aufwachsend1 unter steter ,wiederholung oder mit einem hnlichen ,motiv wechselnd den des festen ,gefges entbehrenden ,rahmen bildet4 ,auf schottischen ,einbnden des #ah4 ,jahrhunderts zeigt auch das ,mittelfeld dies ,gezweige1 das sich von der ,mitte aus nach unten und oben zu entwickelt1 hnlich wie das ,zweigwerk in den ,seitenfeldern des oben mitgeteilten steirischen ,bandes 7,fig4 #ahd74 ,die ,gehrung des ,rahmens ist mitunter durch den ,stengel betont1 der sich beiderseits verzweigt und oben in einer ,blume endet 7,fig4 #ahg74 ,ein von ,quaritch wiedergegebener ,band aus der ,bibliothek ,jakobs ,i4 hat ein sonderbares ,streumuster im ,mittelfelde1 ,kronen1 ,zweige1 ,rosen und andere kleine ,ornamente sind regellos durcheinander gewrfelt und umgeben dicht gedrngt das die ,mitte einnehmende knigliche ,wappen4 ,die weichen1 der ,naturform bisweilen sehr nahe kommenden ,stempelmotive 7,fig4 #ahh7 lassen den ,einflu der ,stickerei erkennen1 der im #ah4 ,jahrhundert noch wunderlichere ,blten treibt1 wie aus dem ,beispiel ersichtlich1 das wir der von ,wheatley herausgegebenen ,sammlung von ,bucheinbnden des ,britischen ,museums entlehnen4 7,fig4 #ahi47 ,illustration3 ,fig4 #ahi4 ,englischer ,einband mit ,stickmusterverzierung4 ,anfang des #ah4 ,jahrh4 7,nach ,wheatley47 ,illustration3 ,fig4 #aij4 ,stempel von ,harleybnden4 ,illustration3 ,fig4 #aia4 ,stempel von ,roger ,payne4 ,im #ah4 ,jahrhundert gab der groe ,bcherfreund ,harley1 ,graf von ,oxford1 fr die ,deckenverzierung den ,ton an4 ,die ,bchersammlung desselben ist spter mit der ,bibliothek des ,britischen ,museums vereinigt4 ,in ,fig4 #aij geben wir einige ,zierformen solcher ,harley-,bnde2 das ,ornament ist offenbar von den ,spitzenmusterstempeln abgeleitet1 macht aber den ,versuch1 die ,naturform von ,knospen und ,blten damit in ,einklang zu bringen4 ,die ,harley-,bnde haben in der ,regel einen roten ,maroquin-berzug1 der ,deckel eine breite ,umrahmung und ein ,mittelornament1 whrend die ,ecken gewhnlich unverziert erscheinen4 ,in der zweiten ,hlfte des #ah4 ,jahrhunderts steht ,roger ,payne 7 #agig7 an der ,spitze der englischen ,buchbinderei4 ,seine mit der peinlichsten ,sorgfalt ausgefhrten ,arbeiten wurden im wahren ,sinne des ,wortes mit ,gold aufgewogen4 ,er war hauptschlich fr ,lord ,spencer beschftigt1 der ihm einmal fr einen einzigen ,einband #hj ,pfd4 ,st41 also #afjj ,mark bezahlt hat4 ,ein bekanntes ,meisterwerk von ihm ist ein ,folioband1 dessen ,inhalt die ,dramen des ,aischylos bilden 7,glasgow1 #agie72 die ,rechnung darber hat sich noch erhalten und betrgt #af ,pfd4 ,st41 #g ,sch41 also #cbg ,mark4 ,von den ,stempeln1 die er verwendete1 geben wir einige in ,abbildung wieder 7,fig4 #aia74 ,wie ersichtlich1 hat der ,zeichner die ,naturform im ,auge gehabt und nicht ungeschickt mit den schlichten ,mitteln ,bltter und ,blten1 wie er sie sah1 charakterisiert4 ,der realistische ,zug1 der die englische ,malerei des vorigen ,jahrhunderts beherrscht1 kommt auch in diesen kleinen ,ornamenten deutlich zum ,vorschein4 ,der ,streugrund wurde von ,payne mit ,vorliebe verwendet2 in der ,gesamtanordnung des ,ornaments folgte er vorzugsweise dem franzsischen ,beispiel4 ,auch im #ai4 ,jahrhundert hielt sich die ,buchbinderkunst in ,england auf der erreichten ,hhe4 ,kein ,land hat eine so groe ,zahl reicher ,bcherfreunde aufzuweisen wie ,england1 und es ist begreiflich1 da auch keins so vielen ,namen von ,buchbindern zur ,berhmtheit verholfen hat4 99 99 99 99 99 ,der allgemeine ,verfall des ,kunsthandwerks im #ah4 ,jahrhundert macht sich nirgends deutlicher bemerkbar1 als in der ,buchbinderei4 ,die besseren ,ledersorten1 wie das ,maroquin und das ,kalbleder1 kommen mehr und mehr auer ,gebrauch und werden durch ,schafleder ersetzt4 ,als von besonders vornehmer ,art erschien der ,seidenband gegen ,ende des #ah4 ,jahrhunderts1 wie er gern fr ,almanache und hnliche1 zu ,geschenken fr ,frauen bestimmte ,bcher verwendet wurde4 ,der ,durchschnittsband hatte einen ,lederrcken mit einem aufgeklebten ,papierschilde4 ,wollte man ein briges thun1 so wurde das ,leder marmoriert oder mit aufgesprengten ,farben bunt gemacht4 ,das #ai4 ,jahrhundert zehrte anfangs noch an der ,erbschaft frherer ,zeiten und benutzte die alten ,stempel oft in geradezu gedankenloser ,weise4 ,was an neuen ,zierformen hinzukam1 war nichts weniger als mustergltig4 ,in ,fig4 #aib geben wir ein ,beispiel dieser trostlosen ,art der ,deckenverzierung4 ,hier und da werden ,versuche gemacht1 etwas ganz ,auerordentliches durch die ,zusammensetzung von ,bogen und ,linien zu leisten1 indem man sich dabei bis zur ,wiedergabe architektonischer ,gebilde verstieg4 ,ein uerst beliebtes ,kunststck war es1 auf einer ,flche1 die der ,gre eines ,felles ,saffian entsprach1 das ,vaterunser zu drucken1 und zwar so1 da die ,form der ,buchstaben aus ,bogen1 ,linien und ,stempeln hergestellt wurde4 ,illustration3 ,fig4 #aib4 ,decke von ,krehan in ,weimar4 ,mitte des #ai4 ,jahrh4 ,illustration3 ,fig4 #aic4 ,ledermosaikband von ,franz ,wunder in ,wien4 ,die besten ,buchbinder ,deutschlands gingen damals auer ,landes1 um fern von der ,heimat an dem ,aufschwunge mitzuhelfen1 der seit der ersten ,weltausstellung in ,london auf allen ,gebieten des ,gewerbfleies eintrat4 ,schon zwischen #ahcj und #ahdj kommt der deutsche ,meister ,purgold in ,paris zu gebhrendem ,ansehen1 spter dessen ,schwiegersohn ,georg ,trautz1 der ,begrnder einer der vornehmsten ,buchbindereien unter der ,firma ,trautz-,bauzonnet4 ,in ,england grndeten nacheinander ,baumgrtner und ,kalthfer ,buchbindereien1 die sich eines begrndeten ,ansehens erfreuten4 ,ihre ,leistungen wurden indes noch weit bertroffen von ,joseph ,zaehnsdorf1 der sich unter den milichsten ,verhltnissen in die ,hhe arbeitete und1 untersttzt von seinem ,mitarbeiter ,mullen1 einem ,rheinlnder1 seinem ,geschfte einen ,weltruf zu verschaffen wute4 ,er starb hochbetagt im ,dezember #ahhf4 ,sein ,sohn folgte ihm im ,geschft4 ,auch in ,rom und ,florenz entwickelten deutsche ,buchbinder eine erfolgreiche ,thtigkeit4 ,illustration3 ,fig4 #aid4 ,maroquinband von ,amand in ,paris4 7,nach ,uzanne47 ,die kunstgewerbliche ,bewegung in der zweiten ,hlfte unseres ,jahrhunderts1 das ,trachten und ,streben1 den verlorenen ,sinn fr die schne ,form der ,gebrauchsgegenstnde wiederzugewinnen1 kam in ,deutschland nur langsam in ,flu4 ,erst die ,wiener ,weltausstellung von #ahgc zeigte die ersten ,spuren der sthetischen ,erziehung an der ,hand mustergltiger ,vorbilder aus frheren ,jahrhunderten auch auf dem ,gebiete der ,buchbinderei4 ,der ,wiener ,meister ,franz ,wunder vor allem erneuerte die alte ,ledermosaikarbeit mit gutem ,geschmack und reichem ,erfolg4 7,fig4 #aic47 ,ebenso verdanken wir ihm die ,wiedereinfhrung des ,lederschnitts4 ,die ,franzosen traten schon frher in die ,reihen mit der ,wiederbelebung der alten ,kunstweise4 ,bei ,grolier-1 ,le ,gascon- und ,drome-,bnden wurden ,anleihen gemacht1 dabei fehlte es aber auch nicht an ,versuchen1 ,originelles zu leisten und eigene dekorative ,gedanken zur ,geltung zu bringen4 ,die namhaftesten ,meister in ,paris sind ,pagnant1 ,magnin1 ,michel1 ,engelmann und ,amand1 von dem wir in ,fig4 #aid eine nicht berreiche1 aber mit ihren zierlichen ,schmuckformen gefllig wirkende ,decke bringen4 ,wer sich ber diese modern-franzsischen ,arbeiten nher unterrichten will1 findet das ,material bersichtlich zusammen in dem ,werke von ,uzanne la reliure moderne4 ,in den letzten ,jahrzehnten hat namentlich in ,leipzig die ,buchbinderei eine allerdings mehr in die ,breite als in die ,tiefe gehende ,entwickelung genommen4 ,das darf insofern nicht wunder nehmen als ja heutzutage der mit ,plattendruck in der ,vergolderpresse hergestellte1 oft in den buntesten ,farben schillernde ,kalikoband der ,kunst des ,buchbinders nicht allzuviel mehr zumutet4 ,immerhin sorgt aber die glcklicherweise auch in ,deutschland zunehmende ,bcherliebhaberei dafr1 da auch die ,handarbeit mit ,stempeln und ,fileten zu ,ehren kommt und verdientermaen gewrdigt wird4 ,illustration ,literatur4 ,adam1 ,paul1 ,lehr- u4 ,handbuch der ,buchbinderei4 #ho4 ,dresden #ahhf4 ,archiv f4 ,geschichte d4 deutschen ,buchhandels4 ,bd4 ,i-,,xi4 #ho4 ,leipz4 #ahgh-hh4 ,bapst1 ,germain1 ,les ,arts du bois1 des tissus et du papier4 #ho4 ,paris #ahhc4 ,kapitel l',imprimerie et la ,reliure1 mit #ah ,tafeln von ,bucheinbnden4 ,bauer1 ,handbuch der ,buchbinderei4 ,mit ,atlas4 ,weimar #ahha4 ,beauchamps1 ,j4 de und ,ed4 ,rouveyre1 ,guide du ,libraire-,antiquaire et du ,bibliophile4 ,mit #de ,tafeln4 #ho4 ,paris #ahhd_/he4 ,bender1 ,e41 ,original-,entwrfe fr geschnittene und gepunzte altdeutsche ,lederarbeiten etc4 #c ,hefte fol4 #f ,tafeln4 ,leipzig #ahhi4 ,blanc1 ,charles1 in der ,gazette des ,beaux-,arts4 ,,ii4 ,serie4 ,bd4 #bb4 #ahhj4 ,bonnardot1 ,a41 ,essai sur l'art de restaurer les ,estampes et les ,livres4 #b4 d4 #ho4 #gb ,s4 ,paris #aheh4 ,bouchot1 ,henri1 ,les ,reliures d'art la ,bibliothque ,nationale4 #ho4 #ea ,s4 ,text1 mit #hj ,tafeln4 ,paris #ahhh4 ,brade1 ,l41 ,illustriertes ,buchbinderbuch4 #c4 ,aufl4 #ho4 ,halle #ahhb4 ,brunet1 ,g41 ,la ,reliure ancienne et moderne4 ,recueil de #aaf ,planches4 ,gr4 #ho4 ,paris #ahhd4 ,bucheinbnde1 deutsche1 der ,neuzeit1 herausgeg4 von ,maul und ,friedel4 #h ,s4 ,text und #dj ,lichtdrucktafeln4 ,folio4 ,leipzig #ahhh4 ,cundall1 ,josef1 ,on ,bookbinding1 ancient and modern4 #do4 #bh ,taf4 ,lond4 #ahha4 ,drome1 ,l41 ,la ,reliure de luxe4 #ho4 #bdf ,s4 ,text mit #fe ,tafeln4 ,paris #ahhh4 ,didot1 ,firmin1 ,catalogue illustr de la bibliothque de ,ambroise ,firmin-,didot4 #e ,bde4 #do4 ,paris #ahgh-ahhd4 7,enthlt zahlreiche ,tafeln mit ,einbnden47 ,dubois1 ,h4 ,p41 ,historical ,essay on the ,art of ,bookbinding4 #ho4 ,newyork #ahhc4 ,falke1 ,jakob1 ,die byzantinischen ,buchdeckel der ,st4 ,marcusbibliothek in ,venedig4 ,text und #aj ,tafeln4 ,gr4 ,folio4 ,wien #ahfg4 ,fritzsche1 ,gustav1 ,moderne ,bucheinbnde4 #d ,hefte ,lichtdrucke u4 #g ,chromolith4 ,folio4 ,leipzig #ahgh-ahgi4 ,gruel1 ,l41 ,manuel de l',amateur de ,reliures4 #ahf ,s4 ,text1 mit #gj ,tafeln4 #do4 ,paris #ahhg4 ,horn1 ,otto1 ,vorlagen zum ,verzieren von ,gold- und ,farbschnitten4 #i ,tafeln und ,text4 #do4 ,gera #ahhf4 ,horn1 ,otto1 ,die ,technik der ,handvergoldung und ,lederauflage4 ,mit #h lithogr4 ,tafeln4 #ho4 ,gera #ahhg4 -- und ,ludwig1 ,e41 ,mustervorlagen zur ,dekoration von ,buchdecken und ,rcken4 #da lithogr4 ,tafeln und ,text4 ,gr4 #do4 ,gera #ahhe4 ,jacquemart1 ,jules1 ,histoire de la ,bibliophilie4 ,folio4 #dg ,tafeln4 ,paris #ahfa4 ,julien 7,le ,bibliophile71 ,album de reliures4 #d ,teile4 ,mit je #be ,tafeln4 #do4 ,paris #ahff4 ,kapp1 ,fr41 ,geschichte d4 deutschen ,buchhandels4 ,i4 ,band4 gr4 #ho4 ,leipz4 #ahhf4 ,lacroix1 ,paul1 ,les ,arts au moyen-ge et l'poque de la ,renaissance4 ,s4 #dfg u4 ff4 #do4 ,paris #ahfi4 ,lempertz1 ,heinrich1 ,bilderhefte zur ,geschichte des ,bcherhandels u4 s4 w4 #fe ,tafeln ,folio1 darunter #aj auf ,einbnde bezgliche4 ,kln #ahed4 ,leo1 ,w41 ,anleitungen und ,rezepte fr die ,buchbinderwerkstatt4 #e4 ,aufl4 ,gr4 #ho4 ,stuttgart #ahhe4 ,luthmer1 ,f41 ,der ,bucheinband1 in ,buchers ,geschichte der technischen ,knste4 ,stuttgart #ahhh4 ,michel1 ,marius1 ,la ,reliure franaise4 #bb ,tafeln4 #do4 ,paris #ahhj4 -- ,la ,reliure franaise commerciale et industrielle4 #bc ,tafeln4 #do4 ,paris #ahha4 ,quaritch1 ,a collection of facsimiles from examples of historic or artistic bookbinding4 ,lex4-#ho4 #cf ,s4 ,text und #ajc ,tafeln in ,buntdruck4 ,lond4 #ahhi4 -- ,a catalogue of #ejj books remarkable for the beauty or the age of their bindings etc4 #bbb ,s4 ,lex4-#ho4 7,antiquar4 ,katalog mit ,preisen74 ,lond4 #ahhi4 ,stockbauer1 ,f41 ,abbildungen von ,mustereinbnden aus der ,bltezeit der ,buchbinderkunst4 ,mit einleit4 ,texte von ,f4 ,stockbauer4 #dj ,taf4 #do4 ,leipzig #ahha4 ,techener1 ,j4 u4 ,l41 ,histoire de la ,bibliophilie4 ,lief4 #a-aj4 mit ,tafeln4 ,fol4 ,paris #ahfb-ahfd4 ,uzanne1 ,la ,reliure moderne4 #gb ,s4 ,gr4 #ho4 ,paris #ahhg4 ,wheatley1 ,henry ,b41 ,remarkable bindings of the ,british ,museum4 #adc ,s4 und #fb ,tafeln4 #do4 ,london #ahhi4 ,zhnsdorf1 ,j4 ,w41 ,the ,art of bookbinding4 #ho4 ,london #ahhj4 ,zimmermann1 ,k41 ,bucheinbnde aus dem ,bcherschatze der kniglichen ffentlichen ,bibliothek zu ,dresden4 #af ,s4 ,text und #ej ,tafeln4 #do in ,lichtdruck4 ,leipzig #ahhg4 ,namen- und ,sachregister4 ,abpressen #dd1 #de4 ,absatteln #dh4 ,abstechen #bj1 #dj4 ,abstoen #ie4 ,adam #adg4 ,aldegrever #bdb4 ,aldus ,manutius #bjd4 ,amand #bfj1 #bfa4 ,angltten #gf4 ,anne de ,brtagne #bbh4 ,anpappen #ajc4 ,desgl41 offen #ajd4 ,ansatzkante #hi4 ,anschieer #fa1 #ge4 ,anschmieren #ajj4 ,ansetzen #hi1 #ajj4 ,atlanten #bb4 ,athos-,bnde #hc1 #aaa1 #ahc4 ,auf- und ,abheften #ci4 ,aufbinden #dg4 ,aufschabebrettchen #dj4 ,aufschieben #af4 ,augenmarmor #gj4 ,august ,,ii41 ,kurfrst von ,sachsen #bdb4 ,auslegen #adc4 ,ausraspeln #gh4 ,ausschrfen #ie4 ,auswaschen #abb4 ,badier1 ,florimond #bbi1 #bcd4 ,baumgrtner #beh4 ,baummarmor #aeb4 ,bernhard1 ,jrg #afj4 ,beschneidemaschine #dh1 #di4 ,beschneiden #de4 ,beschnittene ,bcher #cc4 ,birck1 ,christoph #aei4 ,blatt1 fliegendes #aje4 ,blattgold #gd4 ,blinddruck #aaa4 ,blumen #bdi4 ,bodley1 ,thomas #bec4 ,bogen #ace4 ,broschrenheftung #ci4 ,buchbeutel #e4 ,bund #c1 #ca1 #acd4 ,bund 7unechter7 #id4 ,bundriemen #d4 ,brste #ef4 ,cachiereisen #de4 ,canevari1 ,demetrio #bje4 ,catharina von ,medici #bab4 ,corvinen #bja4 ,corvinus1 ,matthias #bjd4 ,deckelvergoldung #ace4 ,dentelle 77 #bce4 ,drome #bcd4 ,diana von ,poitiers #bac4 ,diptychon #c4 ,doppelbund #ca4 ,drahtheftmaschine #db4 ,dubuisson #bcf4 ,duodez #ae4 ,durchschieen #bc4 ,durchziehen #hi4 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#ac4 #g4 ,ergreifen des ,bogens zum zweiten ,bruch #ad4 #h4 ,niederbiegen des zweiten ,bruches #ad4 ,borde von einem arab4-gyptischen ,bande #ai4 #i4 ,das ,kollationieren #be4 ,borde von einem arab4 ,einbande #ca4 #aj4 ,heftlade #cb4 ,heftstift und ,heftklammer #cd4 #aa4 ,heftknoten #ch4 #ab4 ,preknecht #ch4 #ac4 ,drahtheftmaschine #da4 #ad4 ,prfen abgepreter ,bcher #dc4 #ae4 ,das ,nachrichten #dc4 #af4 ,kaschiereisen #de4 #ag4 ,scharf abgepretes ,buch #de4 #ah4 ,buch1 fr ,pappband abgepret #de4 #ai4 ,rckenrundemaschine #df4 #bj4 ,abpremaschine #df4 #ba4 ,beschneiden des ,buches #dg4 #bb4 ,einsetzen des ,buches mit dem ,sattel #dg4 #bc4 ,beschneidemaschine mit ,hebelwerk #dh4 #bd4 ,desgl4 mit ,schwungrad #di4 #be4 ,schmalschneidevorrichtung #ej4 #bf4 ,leimkessel #ea4 #bg4 ,farbiger ,zierschnitt #ec4 #bh4 ,frhitalienischer ,zierschnitt #ed4 #bi4 ,italien4 ,zierschnitt des #af4 ,jahrh4 #ed4 #cj4 ,gemalter ,zierschnitt1 ,frankreich1 #ag4 ,jahrh4 #ed4 #ca4 ,desgl4 ,sachsen1 #ag4 ,jahrh4 #ee4 #cb4 ,gepunzter ,zierschnitt1 ,deutschland1 #ah4 ,jahrh4 #ee4 #cc4 ,sandschnitt #eg4 #cd4 ,strkeschnitt #eh4 #ce-ch4 ,kleisterschnitte #ei4 #ci4 ,glttzhne #fj4 #dj4 ,marmorierkasten mit ,zubehr #fc4 ,zugformen fr ,kammschnitt #fi4 ,zum ,vergolden eingesetzter ,vorderschnitt #gc4 #da4 ,zum ,vergolden eingesetzter ,oberschnitt #gg4 #db-dc4 ,stempel zum ,punzieren der ,schnitte #hj4 #dd4 ,vierteilig umflochtenes ,kapital #hb4 #de4 ,zweifarbiges ,flechtkapital #hb4 #df4 ,mit ,lederriemen durchflochtenes ,kapital #hb4 #dg4 ,zweifarbiges ,kapital mit doppelter ,einlage #hc4 #dh4 ,kapital vom ,berge ,athos #hc4 #di4 ,das ,umstechen des ,kapitals #he4 #ej4 ,zweifarbig umstochenes ,kapital #he4 #ea4 ,orientalisches ,kapital #hg4 ,borde von einem arab4 ,einbande #hh4 #eb4 ,pappschere #ij4 #ec4 ,offenbacher und ,pariser ,schrfmesser #ie4 #ed4 ,das ,einschlagen des ,kapitals #ih4 #ee4 ,ausschneiden d4 berzugsecken #aja4 ,borde von einem ,wolffenbtteler ,bande1 #aegb4 #ajc4 #ef4 ,zurichtung der ,vorstze #aje4 #eg4 ,anreiben des ,vorsatzes im tiefen ,falz #aje4 #eh4 ,tiefer ,falz mit eingeklebtem ,papiervorsatz #ajf4 #ei4 ,groer ,glttkolben #ajh4 ,gotische ,borde #aaj4 #fj4 ,gepunzte ,decke v4 ,berge ,athos #aaa4 #fa4 ,deutscher ,einband mit ,lederritzung1 #ae4 ,jahrh4 #aab4 #fb4 ,rckseite von einem ,brevier1 ,ende des #ae4 ,jahrh4 #aad4 #fc4 ,deutsches ,streicheisen #aae4 #fd4 ,streicheisen1 ,rolle1 ,stempel und ,filete #aae4 #fe4 ,wrmapparate #aae4 #ff4 ,klemmvorrichtung #aag4 #fg4 ,modern-gotischer ,einband #aah4 #fh4 ,gotische ,stempel #aai4 #fi4 ,randverzierung in ,blinddruck #aai4 #gj4 ,moderner ,renaissanceband mit ,blinddruckverzierung #abj4 #ga4 ,kleiner ,glttkolben #aba4 ,gotische ,randverzierung #abb4 #gb-gi4 ,muster fr ,rckenvergoldung #abf-abg4 #hj4 ,verschiedene ,filetenmuster #abh4 #ha4 ,schriftkasten #abi4 #hb-hh4 ,verschiedene ,rcken mit ,bundeinteilung #acb-acc4 #hi-id4 ,innere ,kantenverg4 #acf-acg4 #ie4 ,spiegel mit unsym4 ,mittelverz4 #ach4 #if-ig4 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,rautenmuster #agc4 #abj-aba4 ,gotische ,friese #agd4 #abb4 ,decke mit ,stockdruckverzierung4 #aebj4 #age4 #abc4 ,decke von einem ,lederbande in ,ochsenfurt #agh4 #abd4 ,teil der ,decke des ,gerichtsbuchs von ,ochsenfurt #agi4 #abe4 ,mebuch aus ,bamberg #ahj4 #abf4 ,ital4 ,einband1 ,ende #ae4 ,jahrh4 #ahb4 #abg4 ,desgl4 #ahd4 #abh4 ,bordenstempel von ,athos-,buchdecken #ahe4 ,maureske ,fllung v4 ,p4 ,fltner #ahf4 #abi4 ,persischer ,koran1 #ag4 ,jahrh4 #ahg4 #acj4 ,arabischer ,einband #ahh4 #aca4 ,desgl4 ,mitte des #af4 ,jahrh4 #ahi4 #acb4 ,desgl4 mit ,fcherornament #aia4 #acc4 ,orientalischer ,buchschnitt #aib4 #acd4 ,arab4 ,buchdeckel1 #af4 ,jahrh4 #aic4 #ace4 ,deckelklappe von einem pers4 ,koran1 #ag4 ,jahrh4 #aid4 #acf4 ,pers4 ,einband1 #ag4 ,jahrh4 #aie4 #acg4 ,innenseite eines pers4 ,deckels #aig4 #ach-ada4 ,maurische ,ledervorstze #aih4 #adb4 ,gravierter trkisch-gyptischer ,einband1 #af4-ag4 ,jahrh4 #aii4 #adc4 ,einband a4 d4 ,corvina1 um #adhj4 #bjb4 ,borde von einem franz4 ,einbande1 #af4 ,jahrh4 #bjd4 #add4 ,majoliband #bjf4 #add;a4 ,rcken dieses ,bandes #bjg4 #ade4 ,maureske ,fllung von einem italienischen ,einbande #bjh4 #adf4 ,frher ,grolier-,band #baj4 #adg4 ,decke eines fr ,heinrich ,,ii4 gebundenen ,bandes1 um #aefj4 #baa4 #adh;b4 ,decke eines italienischen ,einbandes1 #af4 ,jahrh4 #bac4 #adh;a4 ,rcken dieses ,einbandes #bab4 #adi4 ,decke mit farbigem ,riemenwerk1 gef4 fr ,st4 ,maure #bad4 #aej4 ,desgl4 mit ,bogendruckverzierung1 fr ,franz ,i4 #bae4 #aea4 ,italienische ,leerstempel #baf4 #aeb4 ,einbanddecke v4 ,geoffroy ,tory #bag4 #aec4 ,decke fr ,katharina ,,ii4 von ,medici1 um #aeef4 #bah4 #aed4 ,decke fr ,heinrich ,,ii4 #aegg4 #bai4 #aee4 ,einband mit dem ,monogramm ,heinrichs ,,ii4 und der ,diana von ,poitiers1 um #aefj4 #bbj4 #aef4 ,canevari-,einband #bba4 #aeg4 ,stempel von ,canevaribnden #bbb4 #aeg;a4 ,stempelabdrcke von einem ital4 ,einband #bbb4 #aeh4 ,mittelstck von einem franzsischen ,einbande1 um #aegj4 #bbc4 #aei4 ,franzsische ,decke mit ,linien- und ,stempelvergold41 um #aehe4 #bbd4 #afj4 ,ital4 ,einband mit ,lorbeerzweigen ,ende des #af4 ,jahrh4 #bbe4 #afa4 ,einband aus der ,sammlung von de ,thou #bbf4 #afb4 ,franz4 ,einband mit ,wappen der ,margarete v4 ,valois #bbg4 #afc4 ,desgl4 mit ,streumuster1 ,anfang des #ag4 ,jahrh4 #bbh4 #afd4 ,desgl4 mit ,punktstempeldruck von ,fl4 ,badier #bca4 #afe4 ,punktstempel1 #ag4 ,jahrh4 #bca4 #aff4 ,teil einer ,einbanddecke von ,le ,gascon #bca4 #afg4 ,stempelformen v4 ,anf4 #ag4 ,jahrh4 #bca4 #afh4 ,spitzenstempel1 #ag4 ,jahrh4 #bca4 #afi4 ,deutsche1 franz4 u4 ital4 ,schneckenstempel #bcb4 #agj4 ,borde mit ,spitzenstempel gedruckt1 #ag4 ,jahrh4 #bcb4 #aga4 ,italienischer ,einband mit ,spitzenornament1 #ag4 ,jahrh4 #bcc4 #agb4 ,von einem ,bande von ,drome #bcd4 #agc4 ,einband von ,padeloup #bce4 #agd4 ,franz4 ,mosaikband1 um #agaj4 #bcf4 #age4 ,silberplatt4 ,einband1 um #agej4 #bcg4 ,randverzierung von einem schs4 ,einbande1 #af4 ,jahrh4 #bci4 #agf4 ,dresdener ,decke1 um #afjj4 #bdj4 #agg4 ,einband aus ,wolffenbttel #bda4 #agh4 ,deutscher ,einband mit ,stockdruck1 um #afjj4 #bdc4 #agi4 ,dresdener ,einband1 um #aehi4 #bdd4 #ahj4 ,schs4 ,einband mit ,spiralschneckenverzierung #bdf4 #aha4 ,deutsche ,einbanddecke mit ,fcher- und ,spitzenornament1 #ag4 ,jahrh4 #bdg4 #ahb4 ,deutsche ,blumenstempel1 #b4 ,hlfte1 #ag4 ,jahrh4 #bdh4 #ahc4 ,niederdeutsche ,decke mit natural4 ,blumen1 nach #afej4 #bdi4 #ahd4 ,steirische ,decke um #afej4 #bej4 #ahe4 ,rckenfelder1 #ag4 ,jahrh4 #bea4 #ahf4 ,mittelstck eines engl4 ,einbandes1 um #afjj4 #beb4 #ahg4 ,schottische ,einbanddecke1 #ah4 ,jahrh4 #bec4 #ahh4 ,von einem ,bande aus der ,bibl4 ,jakobs ,i4 #bed4 #ahi4 ,englischer ,einband mit ,stickmusterverzierung1 #ah4 ,jahrh4 #bef4 #aij4 ,stempel von ,harley-,bnden #bef4 #aia4 ,desgl4 von ,roger ,payne #bef4 #aib4 ,decke v4 ,krehan1 #ai4 ,jahrh4 #beh4 #aic4 ,ledermosaikband von ,wunder #beh4 #aid4 ,maroquinband von ,amand #bfa4 ,druck von ,ramm ,seemann in ,leipzig4 ,j4 ,g4 ,,fritzsche ,lithogr4 ,anstalt ,,leipzig ,langestrasse #hh empfiehlt sein reichhaltiges ,lager von ,brocat- und ,dessinpapieren4 ,knstlerisch ausgefhrte ,muster von hervorragenden ,krften in allen ,stilarten4 ,die ,lagersorten der ,vorsatzpapiere umfassen ber #ajj verschiedene ,dessins4 ,format #eh 3 #gh cm4 ,die #a-1 #b-1 #c- und #d;farbigen ,papiere kosten #ee bis #bdj ,m4 pro #ajjj ,bogen4 ,dessinpapiere von #ee ,m4 und ,brocatpapiere von #ij ,m4 an pro #ajjj ,bogen4 ,bestes holzfreies und holzhaltiges ,papier1 billigste ,preise4 ,muster nach besonderen ,entwrfen und abgepate ,muster zu bestimmten ,werken liefere ich schnellstens und in sorgfltiger ,ausfhrung4 ,auch bin ich durch eigene ,druckerei in den ,stand gesetzt1 bei besonders gewnschten ,frbungen und ,formaten leicht dienen zu knnen4 ,musterbcher stehen gratis und franco zu ,diensten4 ,gleichzeitig empfehle ich meine seit #eb ,jahren bestehende ,lithogr4 ,anstalt und ,steindruckerei zur ,herstellung von ,illustrationen in ,chromo und ,schwarz1 ,portraits1 ,figuren und ,landschaften1 ,titeln1 ,plakaten und ,musterblttern1 wissenschaftlichen1 architektonischen1 kaufmnnischen und gewerblichen1 kartographischen und photolithographischen ,arbeiten1 ,autographien von ,schriften und ,zeichnungen4 ,illustration3 ,mnchen #ahhh4 ,moritz ,ghre ,buchbinderei mit ,dampfbetrieb ,leipzig ,inselstrae ,nr #ab empfiehlt sich zur ,herstellung aller ,arten ,einbnde in geschmackvoller1 solider ,ausfhrung4 ,gleichzeitig hlt sich derselbe zur ,anfertigung ,eleganter ,mappen1 ,albums1 ,adressen in ,ledermosaik und ,handvergoldung zu ,jubilen1 ,festgeschenken u4 s4 w4 bestens empfohlen4 ,groes ,lager feiner ,poesie- und ,schreib-,albums in neuen1 eleganten und originellen ,mustern und ,pressungen in solider ,ausfhrung4 ,lehranstalt fr ,hand- und ,prevergolden4 ,ausbildung im ,rcken- und ,dekorationsvergolden 7,mosaik74 ,zeichenunterricht ertheilt von ,herrn ,zeichenlehrer ,f4 ,lindemann4 ,karl ,w4 ,hiersemann ,buchhandlung und ,antiquariat #b ,knigsstrae4 ,leipzig4 ,knigsstrae #b4 ,illustration ,schne und billige ,werke fr ,bibliotheken1 ,kunstgewerbe-,sammlungen1 ,buchbinder1 ,graveure1 ,musterzeichner etc4 ,in meinem ,verlage ist erschienen und durch jede ,buchhandlung oder direkt von mir zu beziehen3 ,deutsche ,bucheinbnde der ,neuzeit4 ,eine ,sammlung ausgefhrter ,arbeiten aus deutschen ,werksttten4 #dj ,tafeln in ,lichtdruck und #b ,farbenbeilagen4 ,herausgegeben von ,johannes ,maul1 ,buchbindermeister1 in ,firma3 ,julius ,hager in ,leipzig4 ,unter ,mitwirkung von ,hans ,friedel1 ,architekt4 ,preis in ,mappe3 #cj ,mark4 ,die ,bestrebungen der ,neuzeit haben auch auf dem ,gebiete der ,buchbinderkunst eine ,umwlzung herbeigefhrt1 infolge deren die ,erzeugnisse dieses ,gewerbes besonders in knstlerischer ,ausfhrung wesentliche ,fortschritte gemacht haben4 ,die obige ,publikation mit ihren prchtigen ,mustern liefert nicht allein den ,beweis hierfr1 sondern sie zeigt auch zur ,genge1 dass das viel verachtete deutsche ,buchbindergewerbe sich in seinen ,leistungen jetzt getrost den franzsischen und englischen an die ,seite stellen kann4 ,in diesem ,sinne ist das ,werk ein nationales zu nennen1 da mit ihm zum ersten ,male der ,versuch gewagt wird1 neuere deutsche ,buchbinderarbeiten in grerer ,anzahl zu bringen4 ,in meinen ,verlag ist ferner die kleine ,restauflage des nachstehenden ,werkes bergegangen3 ,abbildungen von ,mustereinbnden aus der ,blthezeit der ,buchbinderkunst4 7,meist aus dem #af4 u4 #ag41 einige aus dem #ah4 ,jahrhundert47 ,in ,lichtdruck ausgefhrt nach ,originalen in den ,bibliotheken zu ,dresden1 ,gotha1 ,weimar und ,wolfenbttel von ,a4 ,naumann ,schrder4 ,mit einleitendem ,texte von ,dr4 ,j4 ,stockbauer4 ,folio4 ,leipzig4 #ahha4 ,in ,karton4 ,mit vierzig schnen ,lichtdrucktafeln4 ,ich liefere dieses schne ,werk1 welches die ,bltezeit des ,buchbindergewerbes aller ,nationen veranschaulicht und als ,vorlagenwerk fr stilvolle ,einbnde dienen kann1 um dasselbe den weitesten ,kreisen zugnglich zu machen statt des frheren ,ladenpreises von ,mark #cb fr nur #ae ,mark4 ,probetafeln von beiden ,werken1 stehen soweit der hierfr bestimmte ,vorrat reicht1 ,interessenten auf direktes ,verlangen gern zu ,diensten4 ,leipzig4 ,knigsstrae #b4 ,karl ,w4 ,hiersemann1 ,buchhandlung und ,antiquariat4 ,die ,actiengesellschaft fr ,buntpapier- und ,leimfabrikation in ,aschaffenburg am ,main empfiehlt ihre seit ,anfang ,januar bis heute wieder erschienenen ,neuheiten in ,buntpapieren als ,seiden-,goldfantasie ,lagerformat #ea #fa cm ,hauptschlich ,seiden-,cell4-,goldfantasie zu ,brocat-,fantasie #eh #gf cm ,cartonagen ,chromo-,fantasie geeignet4 ,ferner zu den schon bekannten ,sorten je eine neue ,serie geschmackvoller ,dessins und ,nuancen in ,engl4 ,vorsatz ,lagerformat #eh #gf cm ,speciell ,farben-,vorsatz fr ,vorstze ,brocat-,vorsatz verwendbar4 ,dessinirt ,pergamentimitation ,lagerformat #ea #gf cm fr ,papierdten und ,cigarrentaschen nebst zwei neuen ,press-,dessins3 ,blumenmoir ,no4 #aj1 ,chagrinnarbe ,no4 #ba1 wovon ,muster stets gratis und franco zu ,diensten stehen4 ,funoten3 #a ,das ,verhltnis von #b zu #c ist fr die ,randbreiten das angenehmste2 kleiner als das ,verhltnis von #c zu #d darf der ,unterschied der ,breiten nicht sein2 d4 h4 wenn der innere und der obere ,rand #b cm mit1 soll der uere und untere ,rand nicht ber #c cm breit1 und wenn der innere und obere ,rand #c cm mit1 der uere und untere nicht unter #d cm breit sein4 ,pat sich der ,spiegel des ,bildes 7die ,bildflche7 dem ,formate nicht an1 so wird der obere ,rand schmler bez4 breiter als der innere ,rand werden mssen2 es ist dann aber immerhin darauf zu achten1 da der innere ,rand wenigstens um schmler ist als der uere und der obere um ebensoviel schmler als der untere4 ,anm4 d4 ,verlegers4 #b ,wir behalten diese in der ,wissenschaft einmal eingefhrte ,bezeichnung bei1 obwohl sie nicht ganz zutreffend ist4 ,unter ,mnchsbnden pflegt man sonst auch wohl die gewhnlichen ,leder- und ,pergamentbnde des spteren ,mittelalters zu verstehen1 die von ,mnchen fr die ,klosterbibliotheken gefertigt wurden4 #c ,einen ganz hnlichen ,band besitzt das ,museum zu ,dsseldorf1 der aber mit dem ,namen ,groliers bezeichnet ist4 ,auch dieser fhrt das ,wappen ,heinrichs ,,ii4 im ,mittelfelde4 #d ,auer den glatten ,vollstempeln gab es auch schraffierte1 die vorzugsweise in ,frankreich verwendet und fers azurs genannt wurden4 #e ,unsere der ,gazette des ,beaux-,arts entlehnte ,abbildung 7,fig4 #aef7 zeigt das ,signet im ,gegensinne4 #f ,ein ,clovis ,eve und dessen ,sohn ,robert fhrten denselben ,titel unter ,heinrich ,,iv4 und ,ludwig ,,xiii4 -- ,das ,wappen de ,thous1 das sich im ,mittelfelde seiner ,bcher befindet1 ist ein silberner ,schild mit blauem ,sparren und drei ,fliegen4