,anmerkungen zur ,transkription4 ,das ,original ist in ,fraktur gesetzt4 ,im ,original gesperrter oder kursiver ,text ist so ausgezeichnet4 ,im ,original in ,antiqua gesetzter ,text ist so markiert4 ,im ,original fetter ,text ist so gekennzeichnet4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription befinden sich am ,ende des ,buches4 ,an alle ,freunde der ,,ub ,in diesen ,zeiten ist die ,,ub mehr noch als frher zum ,helfer vieler geworden1 die nach gutem ,lesestoff drsten1 schrieb die ,zeitschrift fr ,deutschkunde4 ,der ,verlag ,reclam will angesichts dieser ,tatsache seinerseits alles versuchen1 um allen zu helfen1 fr die ,bcher zum unentbehrlichen ,lebensgefhrten geworden sind und sie immer mehr zu einer groen ,gemeinde der ,reclamfreunde zusammenzuschlieen4 ,er hat zu diesem ,zwecke ,scheckbcher zum ,bezuge von ,reclambchern im ,abonnement nach freier ,wahl des ,bestellers herausgegeben1 die neben anderen ,vorteilen eine ,vergnstigung von #aj beim ,einkauf bieten4 ,die ,scheckbcher sind die bequemste und billigste ,gelegenheit1 ,reclambcher zu erwerben4 ,illustration3 ,aus dem ,corpus ,imaginum der ,photographischen ,gesellschaft1 ,charlottenburg4 ,friedrich ,nietzsche ,nach einem ,bildnis von ,john ,philipp ,nietzsche ,sein ,leben und seine ,lehre von ,karl ,heckel ,mit einem ,bildnis ,nietzsches ,verlag von ,philipp ,reclam jun4 ,leipzig ,diese ,krone des ,lachenden1 diese ,rosenkranzkrone3 euch1 meinen ,brdern1 werfe ich diese ,krone zu6 ,das ,lachen sprach ich heilig2 ihr hheren ,menschen1 lernt mir -- lachen6 ,also sprach ,zarathustra4 bersetzungsrecht vorbehalten ,copyright #aibb by ,philipp ,reclam jun41 ,leipzig ,druck von ,philipp ,reclam jun4 ,leipzig ,vorrede ,meine persnliche ,berhrung mit ,nietzsche erfolgte in jungen ,jahren im ,dezember #ahga4 ,damals leitete ,richard ,wagner in meiner ,vaterstadt ,mannheim ein ,konzert1 das als erstes fr die ,bayreuther ,bhnenfestspiele durch den von meinem ,vater kurz zuvor begrndeten ,wagner-,verein veranstaltet wurde4 ,gemeinsam mit ,frau ,cosima ,wagner traf ,nietzsche aus ,basel schon einige ,tage vor dem ,konzert in ,mannheim ein1 um nicht nur dem ,konzert1 sondern auch den ,proben1 sowie der ,urauffhrung des ,siegfried-,idylls1 die vor einem ,kreise geladener ,gste stattfand1 beizuwohnen4 ,er befand sich des fteren in ,begleitung ,wagners1 wenn dieser meinen ,vater ,emil ,heckel besuchte1 und ich erfuhr von tiefgrndigen ,gesprchen1 die zwischen ,wagner1 ,frau ,cosima und ,nietzsche in jenen ,tagen stattfanden4 ,sie betrafen hauptschlich die ,griechen und ,schopenhauer1 sowie die ,kulturverhltnisse in ,deutschland und weckten mein ,interesse fr den ,wagner so treu ergebenen ,basler ,professor1 der auch an den ,bestrebungen des ,wagner-,vereins warmen ,anteil nahm4 ,als sich nach ,wagners ,abreise die ,nachricht verbreitete1 er sei in ,tribschen bei ,luzern lebensgefhrlich am ,typhus erkrankt1 telegraphierte ,nietzsche an meinen ,vater3 ,gercht ganz unbegrndet2 beste ,nachrichten aus ,tribschen4 ,herzliche ,neujahrswnsche dem ,wagnerverein4 ,professor ,nietzsche4 ,und wieder vernahm ich von ,nietzsche1 als er im ,mai des nchsten ,jahres mit meinem ,vater bei der ,grundsteinlegung des ,festspielhauses in ,bayreuth zusammentraf4 ,nach derselben fuhren ,nietzsche1 sein ,freund von ,gersdorff und mein ,vater gemeinsam mit ,wagner nach der ,stadt zurck4 ,wagner sa ernst und schweigend und sah1 wie ,nietzsche es so treffend bezeichnete1 mit einem ,blick lange in sich hinein4 ,in seiner unzeitgemen ,betrachtung ,richard ,wagner in ,bayreuth1 der ersten ,schrift1 die ich von ,nietzsche kennen lernte1 knpft er an diese ,rckfahrt vom ,festspielhgel tiefsinnige ,betrachtungen an1 die er mit den ,worten abschliet3 ,was aber ,wagner an jenen ,tagen innerlich erschaute -- wie er wurde1 was er ist und sein wird -- das knnen wir1 seine ,nchsten1 bis zu einem ,grade nachschauen3 und erst von diesem ,wagnerischen ,blick aus werden wir seine groe ,tat selber verstehen knnen -- um mit diesem ,verstndnis ihre ,fruchtbarkeit zu verbrgen4 ,auch in spteren ,jahren gedachte ,nietzsche noch mit ,wrme der ,tage der ,grundsteinlegung und der kleinen zugehrigen ,gesellschaft1 die sie feierte und der man nicht erst ,finger fr zarte ,dinge zu wnschen hatte4 ,auch in der ,folge sollte ich ,weiteres ber ,nietzsche erfahren und mittelbar miterleben4 ,als mein ,vater ,wagner den ,vorschlag machte1 ,einzeichnungslisten fr ,patronatscheine zu den ,festspielen in den deutschen ,buchhandlungen aufzulegen und gleichzeitig einen ,aufruf zu erlassen1 bat ihn dieser1 wegen ,abfassung des ,manifestes ,nietzsche zu ,rate zu ziehen1 er habe hierfr ganz besonderes ,zutrauen zu ihm -- gerade zu ihm4 ,nietzsche entsprach der nun erfolgenden ,aufforderung und verfate seinen zielbewuten ,mahnruf an die ,deutschen4 ,vorher schrieb er nach ,mannheim3 ,geehrtester ,herr ,heckel1 das was ,sie von mir verlangen1 wird besorgt4 ,ihr ,entwurf fr die ,buchhndler scheint mir vortrefflich1 wie berhaupt der ganze ,plan wieder fr seinen ,urheber spricht4 ,lassen ,sie mir den ,entwurf zu nherer ,prfung noch ein paar ,tage#a1 vielleicht kann ich dann den meinigen mitschicken4 ,ich komme1 falls meine ,gesundheit irgendwie es zult1 am #cj4 d4 ,m4 nach ,bayreuth4 ,von meinem ,entwurfe will ich hier eine ,anzahl gedruckte ,abzge machen lassen3 er ist dann besser zu bersehen und ntigenfalls zu revidieren4 ,treulichst ,ihr ,nietzsche4 ,basel1 #ai4 ,oktober #ahgc4 #a ,nein3 ich schicke ihn gleich und habe ihn bereits durchgesehen4 ,wagner billigte die ,fassung des ,mahnrufs durchaus2 aber die ,delegierten der ,wagner-,vereine waren der ,ansicht1 da derselbe wohl allen ,freunden aus dem ,herzen gesprochen sei1 aber ,gegner und ,gleichgltige nicht bekehren werde4 ,in einem ,briefe an ,freiherrn von ,gersdorff schrieb ,nietzsche hierber3 ,also ich war von ,mittwochabend bis ,montagmorgen auf der ,reise1 hinwrts allein1 rckwrts mit ,heckel zusammen4 ,in ,bayreuth war etwa ein ,dutzend ,menschen zusammengekommen1 lauter ,delegierte der ,vereine und ich der einzige ,patron an sich4 -- ,nach der ,besichtigung in ,dreck1 ,nebel und ,dunkelheit war die ,hauptsitzung im ,rathaussaal1 in der mein ,mahnruf von seiten der ,delegierten artig aber bestimmt abgelehnt wurde2 ich selbst protestierte gegen eine ,umarbeitung und empfahl ,prof4 ,stern fr die schnelle ,anfertigung eines neuen ,fabrikats4 ,dagegen wurde ,heckels vortrefflicher ,vorschlag1 bei smtlichen deutschen ,buchhndlern ,sammelsttten zu errichten1 approbiert4 -- ,in der ,verehrung ,wagners aufgewachsen1 vertiefte ich mich nach dem ,besuch der ersten ,bayreuther ,bhnenfestspiele in das ,studium ,schopenhauers1 verffentlichte spter philosophische ,deutungen des ,parsifal1 unterschied jedoch schon damals zwei ,richtungen in ,wagners ,schaffen3 die lebensfreudige des ,siegfried und die entsagungswillige des ,parsifal4 ,ich beurteilte die ,werke ,wagners unter diesem ,gesichtspunkte als sich ergnzende ,gegenstze4 ,und nun1 als ich ,nietzsches ,werke aus der ,zeit nach der ,abkehr von ,bayreuth kennen lernte1 da sah ich auch in ,wagner und ,nietzsche selbst ,kontrapunkte der kulturellen ,entwicklung4 ,diese ,erkenntnis veranlate mich zu einer ,zeit1 da man einerseits bei ,nietzsche nur eine willkrliche ,abtrnnigkeit von ,wagner1 anderseits bei ,wagner nur einen ,abfall von seiner seitherigen ,lebensanschauung sah1 zu einer ,betrachtung aus der ,vogelperspektive1 die bestrebt war1 beiden gerecht zu werden4 ,und so unternahm ich in einem ,aufsatz ,wagner und ,nietzsche1 der #ahig in der ,neuen ,deutschen ,rundschau erschien1 erstmals den ,versuch1 die ,scheidung der beiden ,freunde als notwendig aus ihrer innersten ,natur und ,entwicklung darzustellen und auf die ,polaritt ihrer ,bestrebungen zu verweisen4 ,da diese ,auffassung ,nietzsches eigener ,anschauung entspricht1 bezeugt uns sein ,aphorismus ,sternenfreundschaft1 worin er im ,hinblick auf ,wagner schrieb3 ,es gibt wahrscheinlich eine ungeheuere ,kurve und ,sternenbahn1 in der unsere so verschiedenen ,straen und ,ziele als kleine ,wegstrecken einbegriffen sein mgen -- erheben wir uns zu diesem ,gedanken4 ,mit groer ,spannung sah ich der ,aufnahme entgegen1 die meine ,ausfhrungen sowohl in ,wahnfried als im ,nietzsche-,archiv finden wrden4 ,aber noch sah man in ,bayreuth nur den ,abfall ,nietzsches von ,wagner1 nicht seinen eigenen ,aufstieg1 und so schrieb mir ,frau ,wagner3 ,ziele habe ,nietzsche nicht gehabt1 sondern eine schwere ,krankheit1 die ihn von ,bayreuth trennte2 da knne man kaum selbst nur von ,meinungsverschiedenheiten sprechen4 ,in vollem ,gegensatz hierzu stand die ,beurteilung1 die mein ,aufsatz in ,weimar fand4 ,frau ,dr4 ,frster schrieb an meinen ,vater3 ,soeben lege ich den ,artikel ,ihres ,herrn ,sohnes in der ,neuen ,deutschen ,rundschau aus der ,hand1 und ich kann wohl sagen1 da ich zum erstenmal an einem ber meinen ,bruder geschriebenen ,artikel aufrichtig ,freude gehabt habe4 ,gern entsprach ich dem ,wunsche von ,frau ,dr4 ,frster1 sie im ,nietzsche-,archiv zu besuchen4 ,ich hielt daselbst vor einem geladenen ,publikum einen ,vortrag ber ,nietzsches ,verhltnis zu ,wagner und blieb seitdem andauernd in ,beziehung zu dem ,hause auf dem ,silberblick in ,weimar1 woselbst ,nietzsche im ,jahre #aijj verstorben war4 ,gar manche aufklrende ,mitteilung wurde mir durch ,frau ,dr4 ,frster zuteil1 wofr ich an dieser ,stelle meinen ,dank ausspreche4 ,aber auch noch einer anderen ,frau darf ich dankbar hier gedenken3 der ,verfasserin der ,memoiren einer ,idealistin ,malwida von ,meysenbug1 der gemeinsamen ,freundin ,wagners und ,nietzsches4 ,whrend eines ber mehrere ,jahre sich erstreckenden ,briefwechsels gab sie mir freundwilligst manche belangreiche ,auskunft ber ,nietzsche4 ,die hauptschlichen ,mitteilungen ber sein ,leben grnden sich vor allem auf ,nietzsches ,briefe1 auf die von der ,schwester verfaten ,biographien und auf ,erinnerungen1 welche von ,personen1 die mit ihm in ,verkehr standen1 verffentlicht wurden4 ,sie erfuhren ,ergnzungen durch persnliche ,mitteilungen1 die ich meinem ,vater1 ,peter ,gast1 ,freiherrn von ,seydlitz1 ,dr4 ,m4 ,g4 ,conrad und anderen verdanke4 ,mein ,aufsatz ,wagner und ,nietzsche in der ,neuen ,deutschen ,rundschau bildet gewissermaen den ,ausgangspunkt fr das vorliegende ,buch4 ,indem dasselbe durch ,betonung der ,polaritt zwischen ,nietzsche und ,wagner1 ,nietzsche und ,schopenhauer1 ,nietzsche und ,sokrates1 sowie in ,nietzsches ,verhltnis zum ,christentum1 die ,grundlinien seiner ,weltanschauung scharf und deutlich hervorhebt1 hofft es der mchtigen ,einseitigkeit seines ,radikalismus gerecht zu werden und der ,gefahr jedes verwischenden ,kompromisses zu entgehen1 der so manche ,schrift der ,nietzsche-,literatur unterlag4 ,dieses ,ziel galt es unter gleichzeitiger ,betrachtung seines ,lebens und seiner ,lehre zu erstreben4 ,ich sagte mir1 je krzer und knapper es mir gelingt1 frei von jedem gelehrten ,beiwerk die ,grundlinien seines ,lebens und ,schaffens zu zeichnen und alle anzufhrenden ,einzelheiten organisch mit ihnen zu verbinden1 desto leichter wird es dem ,leser1 in die ,gedankenwelt ,nietzsches einzudringen und ihn mit mir zu -- erleben4 ,dann erst1 wenn sich uns1 was er lehrte und lebte1 dachte1 dichtete und sah1 zu einem ,vollbilde der schaffenden ,persnlichkeit verdichtet1 drfen wir zu erkennen hoffen1 inwiefern mit ,nietzsche1 diesem ,meilensteinmenschen1 eine neue ,epoche der ,kulturgeschichte anhebt1 in der nicht die ,verchter des ,lebens1 sondern die ,verklrer des ,lebens aus schwerbelasteter ,gegenwart uns die ,wege in das ,heil der ,zukunft weisen4 ,schngeising bei ,mnchen1 ,ostern #aibb4 ,karl ,heckel4 ,einleitung ,was fr eine ,philosophie man whlt1 hngt davon ab1 was fr ein ,mensch man ist4 ,fichte4 ,zwischen dem ,wesen eines ,menschen und den ,begebenheiten seines ,lebens besteht ein tiefer ,zusammenhang4 uere ,mchte beeinflussen die organische ,entwicklung innerer ,krfte4 ,umgekehrt entscheidet das ,wesen eines ,menschen1 was an ,begebnissen zu ,erlebnissen wird und schicksalhafte ,bedeutung erlangt4 ,diese ,wechselwirkung von auen nach innen und von innen nach auen bestimmt ebensowohl sein ,handeln wie sein ,erkennen1 sein ,leben wie seine ,weltanschauung4 ,lebensbeschreibungen von ,knstlern und ,denkern wollen daher nicht nur einer geschichtlichen ,darstellung in der ,folge der ,zeit gengen1 sondern ,einsichten in ,wesen und ,wirken erschlieen4 ,sie enthllen uns nicht nur die ,anlsse1 die zu bestimmten ,problemen fhrten1 sondern auch aus dem ,wesen die ,voraussetzungen1 welche die ,gestaltung des ,lebens bedingten4 ,bei ,nietzsche1 dem ,dichter1 ,denker und ,seher1 kommt der ,erforschung dieser ,zusammenhnge eine ganz besondere ,bedeutung zu1 weil das ,leben selbst das ,problem seiner geistigen ,ttigkeit bildet4 ,wie ,schopenhauer hat er eine radikale ,entscheidung darber angestrebt1 ob das ,leben zu bejahen oder zu verneinen sei4 ,aber whrend ,schopenhauer aus der ,erkenntnis der ,tragik des ,lebens auf die ,notwendigkeit einer verneinenden ,wertung schlo1 hat ,nietzsche die ,folgerung gezogen3 das ,leben wird wertvoll durch eine bejahende ,wertung4 ,wir bedrfen keiner ,trstung auf ein ,jenseits1 das uns fr die ,leiden des ,diesseits entschdigt1 sondern der ,wert des ,lebens hngt davon ab1 wie wir seinen ,gehalt bestimmen4 ,darum ,nietzsches ,mahnung3 ,freunde bleibt der ,erde treu6 ,das ,leben will sich1 als ,organismus betrachtet1 im ,gegensatz zum ,mechanismus der ,wirklichkeit1 fortgesetzt selbst bertreffen1 jedenfalls sich fortgesetzt wandeln4 ,dieses ,werden und ,wandeln verlangt von uns andauernd neue ,wertungen4 ,und darum wird der ,rang1 der dem einzelnen ,menschen zukommt1 von dem ,grad seiner ,fhigkeiten entschieden1 dem ,leben ,gehalt zu geben4 ,wer den ,wert des ,lebens als an sich vorhanden hinnimmt1 wird sich zu ihm vor allem als ,genieender verhalten2 wer sich berufen fhlt1 ihm diesen ,wert erst zu verleihen1 als ,schaffender4 ,trachte ich denn nach ,glcke8 ,ich trachte nach meinem ,werke4 ,und3 ,schaffen -- das ist die groe ,erlsung vom ,leiden und des ,lebens ,leichtwerden4 ,dem ersteren gilt ,tugend als ,befolgung autoritativ gegebener ,vorschriften1 dem zweiten im ,sinne der ,antike als ,tchtigkeit4 ,dort die ,forderung3 ,bettigung des ,altruismus1 hier die ,forderung3 ,luterung des ,egoismus4 ,jenes das ,ideal der massenhaften ,schwachen1 dieses das ,ideal der einzelnen ,starken4 ,dort ,herdenmoral1 hier ,herrenmoral4 ,dort ,herabsetzung der natrlichen ,willenskrfte1 wie sie das ,christentum anstrebt1 hier ihre energische ,beherrschung1 wie sie ,goethe fordert mit den ,worten3 ,des ,mannes ,vorzug besteht nicht in gemigter1 sondern in gebndigter ,kraft4 ,dort als ,folgeerscheinung3 ,sozialismus hier3 ,individualismus4 ,wohl bedingen und frdern ,gesamtheit und ,individuen einander2 aber die ,frage steht offen1 wem es zukommt1 das ,ziel zu bestimmen4 ,liegt dies im grtmglichen ,glck der grtmglichen ,zahl1 oder darin1 da der ,typus ,mensch seine grtmgliche ,erhhung erfhrt8 ,wer ,wesen und ,zweck des ,daseins nur im ,genu sieht1 den ihm das ,glck beut1 mu verlangen1 da auch der groe ,einzelne letzten ,endes keine andere ,aufgabe kennt1 als der ,wohlfahrt der ,gesamtheit in ihrem ,sinne zu dienen2 wer dagegen ,wesen und ,zweck des ,lebens in ,wachstum und ,steigerung sieht1 die sich der ,entfaltung eines schpferischen ,willens verdanken1 wird ,nietzsches ,worte verstehen3 ,das ,ziel der ,menschheit liegt in ihren hchsten ,exemplaren4 ,der ,schaffende im ,sinne ,nietzsches mu die ,unterordnung des ,schwachen unter den ,starken1 des ,kleinen unter den ,groen verlangen4 ,aber er darf es nur1 wenn er sich selbst in den ,dienst des ,ideals stellt1 das in der ,richtung des ,aufstiegs zu einem hheren ,leben leuchtet4 ,nicht jeder ist zu diesem ,aufstieg1 der eigene ,wege und selbstherrliche ,bettigung fordert1 berufen2 aber jeder kann mittelbar diesem ,zwecke dienen1 indem er die ,bedingungen erfllt1 welche die ,entstehung und ,entwicklung solcher hheren ,menschen frdern4 ,whrend der ersten ,periode im ,schaffen ,nietzsches stand in der ,perspektive seiner ,lehre3 das ,genie2 whrend der zweiten ,periode3 der ,wissende und whrend der dritten ,periode3 der bermensch1 als schpferischer ,gesetzgeber einer solchen ,wertlehre4 ,was vermgen wir zu tun1 da der ,typus des ,menschen im ,hinblick auf das ,ideal des bermenschen eine ,steigerung erfhrt8 ,die ,antwort lautet3 wir vermgen eine ,kulturgemeinschaft zu schaffen1 als deren ,blte der hhere ,mensch gedeiht4 ,das ,genie war alle ,zeit gezwungen1 sich im ,gegensatz zu der herrschenden ,kultur oder ,unkultur zu entwickeln2 der ,weise stellte sich abseits derselben2 der bermensch aber ist als harmonischer ,vollmensch gedacht1 der aus ,kulturverhltnissen erwchst1 in die er sich einzuwurzeln vermag4 ,erhhung des ,typus bedeutet zunchst ,erhhung des ,niveau4 ,wem ,gleichheit als ,parole gilt1 wird eine ,ausgleichung der ,hhenunterschiede anstreben zum ,nachteil der ,groen2 wer die ,ungleichheit als gegeben anerkennt1 wird im ,niederen die ,schichten erkennen und ehren1 aus denen das ,hohe emporsteigt1 und sehnschtig nach diesem aufschauen4 ,alle ,zukunft wurzelt in der ,niederung des ,volkes4 ,aus ihm steigen die ,krfte auf1 die sich dereinst zur ,blte entfalten4 ,diese ,einsicht lehrt uns die organische ,zusammengehrigkeit von ,wurzel und ,blte4 ,solche ,erkenntnis adelt das ,verhltnis von ,hoch und ,nieder4 -- ,kant hat die ,grenzen unseres ,erkenntnisvermgens bestimmt4 ,wir erkennen nur ,erscheinungen4 ,aber wir folgern aus der ,erscheinung1 da ihr etwas entsprechen msse1 was an sich selbst nicht ,erscheinung ist1 sondern das ,ding an sich4 ,das ,ding an sich bedeutet das unabhngig von unserer ,wahrnehmung ,vorhandene1 also das eigentlich ,seiende4 ,schopenhauer folgerte3 ,es ist das ,innerste1 der ,kern jedes ,einzelnen und ebenso des ,ganzen4 ,fr die uere ,wahrnehmung ist es nicht erkennbar1 aber die innere ,wahrnehmung1 das ,selbstbewutsein1 kann es zwar nicht nackt enthllen1 aber es doch zum groen ,teil entschleiern4 ,gegenstand des ,selbstbewutseins ist allzeit nur das eigene ,wollen4 ,dieses ist uns unmittelbar gegeben1 wenigstens als blinder zielloser ,drang4 ,diesen ,drang1 als etwas1 das nicht weiter definierbar sei1 nannte ,schopenhauer ,wille zum ,leben4 ,lange ,zeit begngte sich auch ,nietzsche mit dieser ,definition4 ,dann aber gelangte er zu der berzeugung3 das ,wesen alles ,geschehens ist nicht ,wille zum ,leben 7,schopenhauer71 sondern ,wille zur ,steigerung des ,lebens2 nicht ,kampf ums ,dasein 7,darwin71 sondern ,kampf um ein hheres strkeres ,dasein2 nicht ,trieb zur ,selbsterhaltung 7,spinoza71 sondern ,trieb zum ,selbstzuwachs4 ,auch das ,prinzip ,wille und ,streit des ,empedokles steigerte sich fr ihn zum ,wettkampf um ,sieg und bermacht4 ,wo ich ,lebendiges fand1 da fand ich ,willen zur ,macht und noch im ,willen des ,dienenden fand ich den ,willen1 ,herr zu sein4 ,wohl ist der ,wille zur ,macht allen ,menschen gemeinsam2 aber nach welcher ,art von ,macht man verlangt und zu welchem ,zwecke1 erweist sich als rangbestimmend4 ,auch den hheren ,menschen lt die erlangte ,mnnlichkeit das grte ,ma von ,macht ber die ,dinge anstreben und zwar aus innerster ,flle und ,notwendigkeit4 ,dieser ,trieb ist bei ,nietzsche nicht mehr blind gedacht1 wie bei ,schopenhauer1 sondern alles ,tun soll ,sinn bekommen4 ,er ist nicht zgellos gedacht1 denn der ,befehlende soll seine ,krfte in der ,gewalt haben4 ,aber er ist auch nicht nachgiebig gedacht1 denn der ,schaffende der neuen ,werte darf humanitren ,anwandlungen nicht unterliegen4 ,die ,herrscher-,tugend1 die ,zchter-,tugend ist die1 welche auch ber ihr ,mitleiden ,herr wird1 um des fernen ,zieles willen4 ,in der ,perspektive dieser ,anschauung steht3 der bermensch als ,herr der ,erde1 und die ,forderung3 ,aufhebung alles dessen1 was der natrlichen ,entwicklung der menschlichen ,fhigkeiten entgegenstrebt1 und endlich ,ablsung des ,zufalls durch ,zusammenfassung aller ,krfte zu diesem neuen ,zweck4 ,damit ist die ,wegrichtung zur ,hherzchtung der ,menschheit gewiesen1 die den eigentlichen ,sinn der ,lehre ,nietzsches vom aufsteigenden ,leben bestimmt4 ,er hat der ,deszendenzlehre ,darwins ebenbrtig eine ,aszendenzlehre gegenbergestellt4 ,wie seine ,worte ,herrenmoral1 bermensch1 ,immoralismus usw41 so wurde auch ,wille zur ,macht im ,sinne einer ,aufweckung niederer ,triebe und brutaler ,vergewaltigung auf sozialem ,boden mideutet4 ,das darf uns nicht wundern2 denn das ,schicksal des ,genies ist es allezeit gewesen1 unverstanden zu bleiben1 nicht nur gleich einem ,menschen1 der in einem fremden ,lande seine eigene ,sprache spricht1 sondern das ,genie steht auch mit seinen vorausschauenden berzeugungen auerhalb seiner ,zeit4 ,dem ,nachlebenden mag es erstaunlich erscheinen1 da selbst von jenen1 die sich zu ihm als ,freunde bekannten1 ,nietzsches ,lehre nicht in ihrer vollen ,bedeutung erkannt wurde2 aber wir haben kein ,recht1 sie dieserhalb zu schmhen4 ,wie ,jahre vergehen1 ehe das ,licht eines neuerstandenen fernen ,sternes zu uns gelangt1 so bedarf auch das ,werk eines ,genies ,jahre und ,jahrzehnte1 ehe seine ,strahlen das geistige ,auge treffen4 ,unsere historisch gebildete ,generation setzt heute vielfach ihren ,stolz darein1 allem ,neuen liberal zuzujubeln1 um nicht rckstndig zu erscheinen2 aber sie irrt sich3 sie vermag damit das ,moderne zu erhaschen1 das im ,vordergrund der ,zeiten lebt1 nicht aber ungeahnte ,werte zu erschauen4 ,indem wir zur ,betrachtung von ,nietzsches ,leben bergehen1 zeigt sich1 da nicht nur das ,unverstndnis fr seine ,worte und seine ,lehre ihn jenseits seiner ,zeit stellte1 sondern es ffnet sich auch der ,abgrund1 der allezeit breit und tief klafft zwischen ,menschen1 die der ,idee leben1 und jenen1 denen der ,intellekt nur ein ,werkzeug bedeutet1 sich in der ,wirklichkeit zu behaupten4 ,frau ,elisabeth ,frster1 ,nietzsches verdienstvolle ,biographin1 hat mit schwesterlicher ,liebe und ,verehrung ,eigenschaften ,nietzsches betont1 die auch bei dem ,fernstehenden ,sympathien fr seine ,persnlichkeit wachrufen2 anderseits wurde versucht1 die ,lehre ,nietzsches in die historische ,entwicklung der ,philosophie einzuordnen1 um so1 auf die eine und die andere ,weise1 die ,abstnde zu berbrcken1 die ihn von unserer ,zeit trennen4 ,als ,aufgabe dieses ,buches aber mchte ich im ,gegenteil bezeichnen1 den ,gegensatz radikal darzulegen1 der ,nietzsche und seine ,lehre trennt von der ,gegenwart und ihrem immer noch selbstgeflligen ,optimismus im ,hinblick auf die erreichte ,zivilisation und ,kultur4 ,wohl ergibt sich dabei auch fr uns eine ,synthese2 aber nicht diejenige mit ,weltanschauungen der ,vergangenheit oder mit ,lebensprinzipien der ,gegenwart1 sondern mit den ,erwartungen der ,zukunft4 ,der ,sohn ,im ,leben beharrt kein ,abgeschlossenes1 sondern ein ,unendliches ist in ,bewegung4 ,goethe4 ,das ,lot unserer ,erkenntnis und die ,staffel unserer ,berechnungen reicht nicht hinab bis zu den ,urphnomenen der ,natur4 ,wir knnen nicht folgern3 diese ,eigenschaften hat die ,mutter1 jene der ,vater1 also wird der ,sohn so und so sein4 ,denn in jedem ,individuum verkrpert sich ein eigener schpferischer ,wille1 dessen ,spontanitt wir nicht zu ergrnden vermgen4 ,es geht daher nicht an1 einen ,menschen nur als die ,resultante seiner ,vorfahren anzusehen4 ,wohl aber knnen wir die ,eigenschaften derselben als ,voraussetzungen und ,beschrnkungen betrachten1 innerhalb derer die ,natur ihr ,werk schafft4 ,in diesem ,sinne bleibt es immer fr die ,darstellung eines ,lebens von ,interesse1 ,anlagen und ,entwicklungen der ,vorfahren nachzuforschen4 ,freilich drfen wir uns nicht verhehlen1 da es meist nur die offenkundigen ,einkleidungen der ,psyche sind1 deren ,bild wir erhaschen1 nicht aber das verborgene unbewute ,seelenleben1 durch dessen ,analyse erst tiefgrndigere ,schlsse mglich wrden4 ,nietzsche spielte schon in jungen ,jahren mit dem ,gedanken1 da sein ,urgrovater von einem polnischen ,grafen ,niecki 7,nitzky7 abstamme1 der #agae nach ,deutschland flchtete4 ,gltige ,beweise fr diese ,herkunft waren nicht zu erlangen4 ,immerhin lassen ,physiognomie und bestimmte ,charaktereigenschaften ,nietzsches einen slawischen ,einschlag als wahrscheinlich erscheinen4 ,die verbriefte ,familiengeschichte ,nietzsches setzt ein mit seinem ,urgrovater ,gotthelf ,engelbert ,nietzsche1 ,akzisinspektor in ,bibra4 ,gesundheit und ,frohmtigkeit1 ,schnheit auch noch im hohen ,alter werden ihm nachgerhmt4 ,er wurde #ib ,jahre alt4 ,sein ,sohn ,dr4 ,friedr4 ,aug4 ,ludwig ,nietzsche 7#agef--ahbf7 war ,pfarrer in ,wollmirstdt in ,thringen und spter ,pastor und ,superintendent in ,eilenberg4 ,grndliche ,bekanntschaft mit den ,sprachen des ,altertums befhigten ihn zur ,abfassung als trefflich gerhmter ,schriften1 die von frommem ,sinn zeugten4 ,jede ,freude habe ihn beseelt und jeder ,schmerz habe ihm den ,wert seines ,amtes vermehrt4 ,auch bei ihm wurde die ,wrde seines ,wesens und seiner ,erscheinung betont4 ,er war zweimal verheiratet4 ,seine zweite ,frau 7,nietzsches ,gromutter7 ,erdmute ,krger1 geb4 ,krause 7#aggh--ahei7 stammte aus einer ,pastorenfamilie1 deren ,glieder heitere ttige ,menschen waren4 ,sie selbst wird als eine hbsche tchtige ,frau geschildert1 erfllt von dem ,willen1 ,freude zu bereiten4 ,ihre wundervollste ,harmonie von ,denken1 ,sprechen und ,handeln konnte sich nicht mit uerlicher und rigoroser ,frmmigkeit befreunden4 ,ich wei nicht1 was die ,menschen jetzt wollen1 frher freuten wir uns ber unserer und anderer ,leute ,tugenden1 aber jetzt freut man sich ber seine und anderer ,leute ,snden4 ,je sndhafter1 desto besser4 ,von ,nietzsches ,vater ,karl ,ludwig ,nietzsche 7#ahac bis #ahdi7 wissen wir1 da er seine ,examina vorzglich bestand und als ,pfarrer in ,rcken 7bei ,ltzen7 durch seine begeisterte ,ttigkeit die ,herzen seiner ,gemeinde gewann4 ,er wird als edle1 poetische1 auch in der ,musik ungewhnlich begabte ,persnlichkeit beschrieben4 ,nietzsche selbst schilderte ihn als zart1 liebenswrdig und morbid1 wie ein zum ,vorbergehen bestimmtes ,wesen1 eher eine gtige ,erinnerung an das ,leben1 als das ,leben selbst4 ,als ,hauptzge der meisten ,glieder der ,familie ,nietzsche wird ein lebhafter frhlicher ,geist1 strenger ,wahrheitssinn1 die ,liebe zu wrdigen1 hflichen ,formen1 aber auch ein ,zug zu einsamer ,unabhngigkeit bezeichnet4 ,die ,mutter1 ,franziska 7#ahbf--ahig71 entstammte der ,familie hler4 ,sie besa offenbar praktischen ,sinn1 der sich der ,welt gern anpate4 ,sie befrchtete frhzeitig1 da ihrem ,sohne aus seinem idealen ,sinne und aus seinem ,verlangen nach ,unabhngigkeit ,schwierigkeiten erwchsen4 ,vermge ihrer ,gottesfrchtigkeit war ihr auch spter das ,verstndnis fr seine atheistische ,gesinnung verschlossen4 ,aber ,mutter wie ,sohn verstanden es1 sich die ,achtung vor der ,gesinnung des anderen zu bewahren4 ,die ,frsorge der ,schwester fr den erkrankten ,nietzsche ist allgemein bekannt4 ,nicht so die mtterliche ,bettigung der ,mutter4 ,aus ihren ,briefen an ,nietzsches getreuen ,freund ,franz ,overbeck ersehen wir1 mit welch liebevoller und aufopfernder ,hingebung sie fr den ,erkrankten sorgte1 dessen schwierige ,pflege sie whrend der ersten ,zeit seiner ,umnachtung bernahm4 ,ihre ,briefe legen ,zeugnis ab von scharfer ,beobachtungsgabe und beweisen in ihrem sprachlichen ,ausdruck einen gesunden natrlichen ,verstand4 ,sie eine bedeutende ,natur zu nennen1 und sie mit ,goethes ,mutter zu vergleichen1 liegt jedoch keine ,berechtigung vor2 dafr war sie nicht eigenartig und selbstherrlich genug1 aber ihre natrliche ,begabung darf nicht unterschtzt werden4 ,friedrich ,wilhelm ,nietzsche wurde am #ae4 ,oktober #ahdd in ,rcken geboren2 seine ,schwester ,elisabeth zwei ,jahre spter2 ein drittes ,kind1 ,joseph1 starb bereits in seinem zweiten ,jahre4 ,wir wissen von vielen bildenden ,knstlern1 da sie aus ,handwerkerfamilien stammten1 und gelangten dabei zu der ,folgerung1 da sich die handwerkliche bung mit der ,zeit zu freier knstlerischer ,bettigung steigerte4 hnlich mag es sich auch bei ,denkern verhalten4 ,wo das ,bedrfnis1 die ,not1 die ,menschen lange gezwungen hat1 sich mitzuteilen1 sich gegenseitig rasch und fein zu verstehen1 da ist endlich ein berschu an ,kraft und ,mitteilung da1 gleichsam ein ,vermgen1 das sich allmhlich aufgehuft hat und nun eines ,erben wartet1 der es verschwenderisch ausgibt4 ,das trifft auch bei ,nietzsche zu4 ,aus dem ,umstande1 da seine ,vorfahren ,theologen und ,gelehrte voll ,haltung und ,wrde waren1 mag man immerhin ,voraussetzungen fr seinen philosophischen ,beruf ableiten4 ,aber ,nekrologe und ,familientraditionen beschrnken sich fast nur auf die belichteten ,auenseiten4 ,entwickelte sich bereits bei ,nietzsches ,vorfahren unter der ,schale ein ,widerspruch gegen die ,strengglubigkeit1 ein ,gegensatz zur konventionellen ,moral und der ,drang1 den ,kampf mit der herrschenden ,weltanschauung aufzunehmen8 ,das sind ,fragen1 die zu stellen nahe liegt4 ,aber eine ,antwort mit gengenden ,belegen bleibt uns versagt4 ,gnstiger verhlt es sich mit dem ,wissen um die ,einflsse der ,erziehung und der ,verhltnisse1 in denen ,nietzsche aufwuchs4 ,von ,schopenhauers ,eltern ist uns bekannt1 da sie in ,unfrieden lebten und dem ,sohne keine freudenvolle ,jugend bereiteten4 ,wohl nicht mit ,unrecht hat man seine ,verbitterung auf diesen ,umstand zurckgefhrt4 ,ein ganz anderes ,bild bietet sich uns bei einem ,blick in das ,elternhaus ,nietzsches1 so da die schwesterliche ,darstellung jener ,zeit fast wie eine ,idylle anmutet4 ,nietzsche war als ,philosoph1 so gut wie ,schopenhauer1 alle ,zeit ,pessimist4 ,ihn einen ,optimisten zu nennen1 ist nur bei einer durchaus mibruchlichen ,anwendung des ,wortes mglich4 ,denn jeder wesenhafte ,ausdruck des ,schmerzes ber die ,disharmonie der gewnschten und der wirklichen ,welt bedeutet ,pessimismus4 ,der ,gegensatz zwischen dem ,pessimismus ,schopenhauers und ,nietzsches liegt weniger in der ,erkenntnis als im ,temperament4 ,dort die ,folgerung3 das ,leben ist allezeit mit ,unlust gepaart1 also gilt es den ,willen zum ,leben zu verneinen2 hier die gleiche ,erkenntnis1 aber die ,folgerung3 also gilt es auch aus dem ,leiden ,krfte zu gewinnen und auf ,grund der ,idealitt des ,unglcks sich zu lutern und den ,wert des ,lebens zu steigern4 ,nietzsche war von ,kindheit an gesund und krftig4 ,er zeigte frhzeitig ,leidenschaftlichkeit1 aber auch die ,fhigkeit der ,selbstbeherrschung4 ,seine ,eltern behandelten ihn nicht mit ungestmer ,strenge2 so blieb er vor jenem ,trotz bewahrt1 in den jede ,eigenart bei ,fehlern der ,erziehung verfllt4 ,nach dem frhen ,tode des ,vaters bersiedelte die ,mutter mit den beiden ,kindern nach ,naumburg4 ,fritz besuchte die ,brgerschule4 ,er wirkte auf die andern ,kinder fremdartig4 ,sie nannten ihn den kleinen ,pastor4 ,nach einem ,jahre kam er in eine ,privatschule1 zusammen mit den beiden ,freunden ,wilhelm ,pinder und ,gustav ,krug1 und dann in das ,gymnasium4 ,wilhelm ,pinder1 mit dem er als ,knabe ein ,theaterstck ,die ,gtter im ,olymp schrieb1 nennt als ,grundzug seines ,charakters eine gewisse ,melancholie die sich in seinem ganzen ,wesen uerte4 ,von frhester ,kindheit an liebte er die ,einsamkeit und hing da seinen ,gedanken nach4 ,in der ,stimme und der ,wahl der ,ausdrcke habe ein eigentmliches ,etwas gelegen1 das ihn von seinen ,altersgenossen unterschied4 ,den ,freunden gegenber zeigte er viel ,initiative bei ,erfindung und ,leitung der ,spiele und wirkte erzieherisch auf sie ein4 ,neben seinen dichterischen ,produkten versuchte er sich in musikalischen ,kompositionen und bte1 auch sich selbst gegenber1 eine souverne ,kritik4 ,mit achtzehn ,jahren kam er in die ,landesschule ,pforta bei ,naumburg1 wo er in ,paul ,deussen und ,freiherrn von ,gersdorff ,freunde fand1 von denen der letztere sich hauptschlich an seinen ,improvisationen erfreute4 ,auf nchterne ,naturen wirkte er als ,sonderling1 wie ich aus dem ,urteil eines frheren ,schulgenossen entnehmen konnte1 dem ich einmal zufllig in der ,schweiz begegnete4 ,zur ,zeit seiner ,konfirmation stand er dem ,christentum noch durchaus glubig gegenber4 ,erst in seinem zweiundzwanzigsten ,jahre wurde er sich eines freien ,standpunktes bewut4 ,beim ,verlassen von ,schulpforta schrieb ,nietzsche ein ,gedicht ,dem unbekannten ,gotte1 das mit den charakteristischen ,worten schliet3 ,ich will dich kennen1 ,unbekannter1 du tief in meine ,seele ,greifender1 mein ,leben wie ein ,sturm ,durchschweifender1 du ,unfabarer1 mir ,verwandter6 ,ich will dich kennen1 selbst dir dienen4 ,der ,student ,alle heftige ,unleidlichkeit der ,unvollkommenheit ist ,schwche4 ,novalis4 ,die ,schuljahre zeigten uns bei ,nietzsche das typische ,bild eines phantasiebegabten ,knaben1 der in produktiven ,arbeiten und ihrer ,aufnahme durch wenige sinnverwandte ,freunde seine ,befriedigung findet1 im brigen aber sich weltfremd verhlt4 ,mit dem bergang zur ,universitt in ,bonn regt sich jedoch das ,verlangen1 diese ,weltfremdheit zu berwinden und die ,wirkungskreise weiter zu ziehen4 ,er wird ,mitglied der ,burschenschaft ,franconia1 nimmt lustigen ,sinnes an den uerlichkeiten des ,studentenlebens teil1 um in den ,strom der ,gemeinsamkeit unterzutauchen2 erfreut sich auch1 besonders durch seine musikalische ,bettigung1 die damals unter dem ,gestirn ,schumanns stand1 einer ,beliebtheit unter seinen ,kommilitonen4 ,nietzsches vielseitige ,anlagen erschwerten ihm die ,berufswahl4 ,er entscheidet sich fr die ,philologie1 lt sich aber der ,mutter zuliebe auch in der theologischen ,fakultt einschreiben1 um jedoch bald dieses ,zugestndnis zurckzuziehen4 ,sehr bezeichnend fr seine spteren ,wege1 schreibt er schon damals der ,schwester3 ,suchen wir bei unserem ,forschen ,ruhe1 ,frieden1 ,glck8 ,nein1 nur die ,wahrheit1 und wre sie hchst abschreckend und hlich4 ,er fand in einer ,wissenschaft1 die khle ,besonnenheit1 logische ,klte1 gleichfrmige ,arbeit erheischt1 ohne mit ihren ,resultaten gleich ans ,herz zu greifen1 ein ,gegengewicht fr die wechselvollen und unruhigen ,neigungen seines ,wesens1 aber auch die ,philologie bedeutete ihm schon damals nicht sein eigentliches ,ziel4 ,ein fr ,nietzsche charakteristisches ,begebnis erfahren wir aus den ,erinnerungen ,deussens4 ,nietzsche war nach ,kln gefahren und lie sich durch einen ,dienstmann die ,sehenswrdigkeiten zeigen4 ,dieser fhrte ihn am ,schlu der ,wanderung in ein ffentliches ,haus4 ,hierber berichtete ,nietzsche an ,deussen3 ,ich sah mich pltzlich umgeben von einem halben ,dutzend ,erscheinungen in ,flitter und ,gaze1 welche mich erwartungsvoll ansahen4 ,sprachlos stand ich eine ,weile4 ,dann ging ich instinktmig auf ein ,klavier als auf das einzige seelenhafte ,wesen in der ,gesellschaft los und schlug einige ,akkorde an4 ,die lsten meine ,erstarrung und ich gewann das ,freie4 ,da eine also geartete ,natur sich nicht lange in der ,rolle eines flotten ,studenten gefallen konnte1 wird uns nicht berraschen4 ,als seine ,kritik am studentischen ,treiben einsetzt und der ,hauch der ,poesie verfliegt1 fhlt er sich einsam in der ,franconia und erklrt seinen ,austritt4 ,da sein bewunderter ,lehrer ,friedrich ,ritschl in ,bonn einen ,ruf nach ,leipzig annimmt1 siedelt auch er dahin ber1 zugleich von der ,hoffnung getragen1 sich dort ausgiebiger der ,musik widmen zu knnen4 ,ein ,zufall lt seinen ,blick auf ,schopenhauers ,hauptwerk ,die ,welt als ,wille und ,vorstellung fallen4 ,nur wessen eigene ,jugend in die ,zeit fllt1 in der ,schopenhauer wie eine entscheidende ,offenbarung begrt wurde1 kann sich vorstellen1 wie mchtig diese ,philosophie gerade auf den ,lebensernst eines ,nietzsche wirken mute4 ,aber whrend andere vieler ,jahre bedurften1 um sich wieder dem ,weltschmerz zu entwinden1 der sich als depressiver ,druck der ,gemter bemchtigte1 findet ,nietzsche sehr bald in ,schopenhauer eine ,kraft1 die wie ,musik erhebe und zu jener zwar wehmtigen1 aber glcklichen ,stimmung fhre1 in der man die irdischen ,hllen von sich abfallen sehe4 ,er beschreibt den unvergleichlichen ,aufschwung1 den er bei der ,betrachtung eines heftigen ,gewitters empfand3 ,was war mir der ,mensch und sein unruhiges ,wollen6 ,was war das ewige3 du sollst1 du sollst nicht4 ,wie anders der ,blitz1 der ,sturm1 der ,hagel3 freie ,mchte ohne ,ethik6 ,wie glcklich1 wie krftig sind sie1 reiner ,wille1 ohne ,trbungen durch den ,intellekt6 ,das ist bereits nicht mehr der ,pessimismus ,schopenhauers1 sondern im ,kern der ,pessimismus ,nietzsches1 der ,schmerz und ,leiden bejaht um der ,erhebung willen1 elementare ,mchte bewundert um des ,aufschwungs willen1 der es ermglicht1 auf ,intellekt und ,ethik aus der ,hhe hinabzusehen4 ,mit gleichgesinnten ,freunden grndete er einen philologischen ,verein4 ,einen dort gehaltenen ,vortrag3 ,die letzte ,redaktion der ,theognidea bergibt er seinem ,lehrer ,ritschl1 der von nun ab ihm seine besondere ,aufmerksamkeit widmet4 ,auch ,ausfhrungen ber die ,quellen des ,laertius finden dessen volle ,bewunderung4 ,diese und andere ,arbeiten gelangten im ,rheinischen ,museum zum ,abdruck4 ,aus der ,leipziger ,zeit haben wir ,nietzsches schwrmerische ,begeisterung fr die berhmte ,schauspielerin ,hedwig ,raabe zu erwhnen1 vor allem aber auf seine ,freundschaft mit ,erwin ,rohde zu verweisen4 ,rohde hatte als ,student vermge seiner nervsen ,veranlagung wenig ,vertrauen zu seinen eigenen ,krften1 aber durch ,nietzsches ,freundschaft wurde diese ,leipziger ,zeit fr ihn die segensreichste ,periode seines ganzen ,daseins1 die strkste ,sttze seines moralischen ,lebens4 ,schchtern hatte er in das ,land reinster ,freundschaft sehnschtig geblickt1 wie ein armes ,kind in reiche ,grten und war ,nietzsche aus tiefstem ,herzen dankbar1 da er es ihm erschlo4 ,aber auch dieser fhlte sich glcklich im steten ,umgang mit einem ,freunde1 der nicht nur ,studienkamerad ist oder etwa durch gemeinsame ,erlebnisse mit mir verbunden war1 sondern dessen ,lebensernst wirklich denselben ,grad zeigt wie mein eigener ,sinn1 dessen ,wertschtzung der ,dinge und der ,menschen ungefhr denselben ,gesetzen wie die meinige folgt1 dessen ganzes ,wesen schlielich auf mich eine krftigende und sthlende ,wirkung hat4 ,im ,herbst #ahfg wird ,nietzsche bei der reitenden ,artillerie in ,naumburg ,einjhrig-,freiwilliger4 ,es fllt ihm nicht leicht1 sich dem geistttenden ,zwang des ,militrdienstes einzuordnen4 ,mitunter raune ich unter dem ,bauch des ,pferdes versteckt3 ,schopenhauer hilf6 ,eine ,verletzung1 die er sich beim ,sprung auf sein ,pferd zuzog1 nimmt ernsten ,charakter an und fhrt ihn nach fnfmonatiger ,dienstzeit wieder seinen ,bchern und ,schriften zu4 ,sein ,plan ist1 sich nunmehr die ,doktorwrde zu erwerben und zugleich die ,habilitation als ,privatdozent ins ,auge zu fassen1 aber zuvor noch mit ,freund ,rohde ein ,jahr in ,paris zu verleben4 ,nietzsche war mehr beflissen1 zu lernen1 wie man ,lehrer ist1 als zu lernen1 was man sonst auf ,universitten lernt4 ,zur ,erlangung der ,kenntnisse vertraute er dem ,trieb1 nach eigenem ,system das ,wissenswrdige zusammenzuholen4 ,die unverhoffte ,mue whrend der zweiten ,hlfte der ,militrzeit begnstigte dieses unabhngige ,arbeiten1 das schon in ,schulpforta eingesetzt hatte4 ,seiner philosophischen ,veranlagung und diesem ,trieb zur ,selbstndigkeit verdankte es ,nietzsche1 da er nicht wie so viele ,philologen zu nahe vor seiner ,aufgabe stand1 sondern den archimedischen ,punkt auerhalb der ,vorgnge gewann1 um von dort aus zu bewundern und zu lieben4 ,philosophie war sein ,zweck1 ,philologie nur das ,mittel2 das ,allgemeinmenschliche zu erkennen1 schon whrend seiner ,studienzeit sein ,ziel4 ,weil er sich seinen ,aufgaben gegenber produktiv verhielt und aus eigenem ,lebensquell schpfte1 gelangte er zu ,ergebnissen1 die nicht nur seine ,lehrer berraschten4 ,als in ,basel eine ,professur fr klassische ,philologie neu zu besetzen war1 fragte ,prof4 ,wilhelm ,vischer1 der ,nietzsches ,aufstze im ,rheinischen ,museum gelesen hatte1 bei ,ritschl in ,leipzig an1 ob er ,nietzsche fr dieses ,amt geeignet halte4 ,ritschl antwortete1 da ,nietzsche nicht habilitiert sei1 ja noch nicht einmal promoviert habe1 der ,schwerpunkt seines ,studiums sei bisher in der griechischen ,literaturgeschichte mit besonderer ,betonung der ,philosophie gelegen2 aber bei seiner ,begabung werde er sich gewi auch auf anderem ,gebiet mit bestem ,erfolg einarbeiten2 denn er wird eben alles knnen1 was er will4 ,dieses ,urteil fhrte zur ,berufung des erst ,vierundzwanzigjhrigen an die ,universitt in ,basel4 ,man verlieh ihm die ,doktorwrde auf ,grund seiner bereits verffentlichten ,arbeiten und erlie ihm auch die mndliche ,prfung4 ,nietzsche wurde sich der ,gefahren bewut1 die diese ,berufung fr seine persnliche ,entwicklung in sich bergen konnte4 ,philister zu sein1 ,herdenmensch -- davor behte mich ,zeus und alle ,musen6 schrieb er an von ,gersdorff4 ,er wei1 da er hierzu keine ,veranlagung hat2 aber wird er nicht als ,fachmensch der ,gefahr nher gerckt8 ,wird die allstndliche ,konzentration des ,denkens auf bestimmte ,wissensgebiete und ,probleme nicht doch die freie ,empfnglichkeit etwas abstumpfen und den philosophischen ,sinn in der ,wurzel angreifen8 ,man darf nicht vergessen1 da ,nietzsche durch ,schopenhauer gelernt hatte1 die ,wrde der ,universittsprofessoren in kritischer ,beleuchtung zu sehen1 um zu begreifen1 da er solche ,fragen an sich stellte4 ,aber er sagt sich3 zu tief wurzelt schon der philosophische ,ernst1 zu deutlich sind mir die wahren und wesentlichen ,probleme des ,lebens und ,denkens von dem groen ,mystagogen ,schopenhauer gezeigt worden1 um jemals einen schmhlichen ,abfall von der ,idee befrchten zu mssen4 ,er will mehr sein als ein ,zuchtmeister tchtiger ,philologen3 die ,lehrergeneration der ,gegenwart1 die ,sorgfalt fr die nachwachsende ,brut1 alles dies schwebt mir vor der ,seele4 ,klingt hier nicht bereits das ,thema ,erziehung der ,erzieher und das geheimnisvolle ,motiv der ,fernstenliebe an8 ,nicht die frhzeitige ,berufung1 eine so groe ,seltenheit sie sein mochte1 war das ,erstaunlichste1 sondern die starke berzeugung von seinem wahren ,berufe1 die ihn so weit ber die ,wrde seines ,amtes erhob4 ,der ,lehrer brigens ist mir alles verhat1 was mich blo belehrt1 ohne meine ,ttigkeit zu vermehren1 oder unmittelbar zu beleben4 ,goethe4 ,als ,nietzsche sein ,amt in ,basel antrat1 war er entschlossen1 sowohl seine knstlerische wie seine ethische ,anschauung nicht hinter der ,wissenschaft zurcktreten zu lassen1 wohl aber eine harmonische ,vereinigung anzustreben4 ,er begann seine ,antrittsrede 7am #bh4 ,mai #ahfi7 ber ,homer und die klassische ,philologie mit der ,erklrung1 da die ,philologie sowohl auf knstlerischem als auf ethischem ,boden imperativistische ,elemente in sich birgt und zu allen ,zeiten ihrem ,ursprung nach auch ,pdagogik gewesen sei1 und ging dazu ber den ,optimismus und die ,selbstgeflligkeit des modernen ,menschen zu geieln4 ,es war eine ,kriegserklrung gegen den ,geist der ,zeit1 nicht aber gegen den ,wert des ,lebens4 ,das ,leben ist wert gelebt zu werden1 sagt die ,kunst1 das ,leben ist wert erkannt zu werden1 sagt die ,wissenschaft4 ,man halte diesem ,satz den ,ausspruch ,schopenhauers entgegen3 ,der ,wert des ,lebens besteht gerade darin1 da es uns lehrt1 es nicht zu wollen1 um die ,gegenstzlichkeit zu erkennen4 ,nach der ,antrittsrede soll ,jakob ,burckhardt geuert haben1 ,nietzsche sei ebensosehr ,knstler wie ,gelehrter4 ,auch sonst wird der ,antrittsrede ein gnstiger ,eindruck nachgerhmt4 ,da dieser jedoch allgemein gewesen sei1 bleibt zu bezweifeln1 ebenso da in der ,folge alle ,zuhrer ,nietzsches ,anschauungen willig beistimmten4 ,sagte doch ein ,schler seines ,nachfolgers diesem zum ,ruhme3 ,niemals hat er1 wie es vor ihm ,nietzsche getan haben soll1 uns ,gter vorgespiegelt1 die uns damals nur ,phantome sein konnten1 und niemals ber ,philosophen extemporiert4 ,nietzsche war sich seiner ,gegenstzlichkeit zu den ,erwartungen seiner ,schler und seiner ,kollegen voll bewut4 ,um so freudiger begrte er in ,burckhardt einen ,gesinnungsgenossen und war glcklich1 seine ,zuneigung gewonnen zu haben4 ,er wohnte dessen ,kolleg ber ,studium der ,geschichte und spter auch demjenigen ber ,griechische ,kulturgeschichte bei4 ,der ,geist ist die ,kraft1 jedes ,zeitliche ideal aufzufassen4 ,er ist idealer ,art1 die ,dinge an sich sind es nicht4 ,es reicht nicht1 da das ,schne als ,durchgangspunkt und ,erziehung zum ,wahren dargestellt wird2 denn die ,kunst ist in hohem ,grade1 um ihrer selbst willen vorhanden4 ,unser ,leben ist ein ,geschft1 das damalige 7im ,mittelalter7 war ein ,dasein2 das ,gesamtvolk existierte kaum1 das ,volkstmliche aber blhte4 ,solche ,stze ,burckhardts waren ,nietzsche gewi aus der ,seele gesprochen und manche der folgenden mgen anregend auf seine berzeugungen eingewirkt haben4 berhaupt dringt der moderne ,geist auf eine ,deutung des ganzen ,lebensrtsels unabhngig vom ,christentum4 ,das ,entscheidende1 ,reifende und allseitig ,erziehende ist viel eher der ,machtsinn1 der als unwiderstehlicher ,drang das groe ,individuum an den ,tag treibt4 ,das ,bse auf ,erden ist allerdings ein ,teil der groen weltgeschichtlichen konomie3 es ist die ,gewalt1 das ,recht des ,strkeren ber den ,schwcheren4 ,die ,zendreligion kann nur eine einmalige und pltzliche1 von einem groen1 sehr groen ,individuum getragen1 gewesen sein1 weshalb denn an ,zarduschs ,persnlichkeit nicht zu zweifeln ist4 ,letztere ,stelle scheint mir die ,vermutung zu gestatten1 da sie vielleicht ,nietzsche unterbewut beeinflute1 als er den ,helden seiner ,dichtung ,zarathustra nannte4 ,im persnlichen ,verkehr mag nicht nur ,burckhardt vielfach anregend auf ,nietzsche gewirkt haben1 sondern auch von ihm1 wie wir spter sehen werden1 manches erhalten haben4 ,aber um ihr ,freundschaftsverhltnis richtig zu verstehen1 mu man den groen ,altersunterschied von sechsundzwanzig ,jahren und ,burckhardts weit umfassenderes ,wissen bedenken4 ,nietzsche war der ,aufschauende4 ,neben seinem ,mitteilungsdrang und seiner jugendlichen ,begeisterung mute ,burckhardt als zurckhaltend und unfanatisch erscheinen4 ,rohde hat an ihm die ,strke der ,hoffnung und die ,fhigkeit zu einer lebenwhrenden ,illusion vermit1 und ,nietzsche von seiner ,zurckhaltung aus ,desperation gesprochen4 ,sie unterhielten sich gern ber ,schopenhauer2 aber die ,stellung zum ,pessimismus war doch nicht die gleiche4 ,obwohl ,burckhardt1 im ,hinblick auf die ,griechen1 das ,wort vom ,pessimismus der ,erkenntnis und dem ,optimismus des ,temperaments geprgt hat1 lag ihm doch jede leidenschaftliche ,lebensbejahung fern4 ,weit mehr neigte er dazu1 die ,lsung des ,widerspruches im ,diogenes-,problem zu suchen1 wie ich jene ,anschauung nennen mchte1 die1 bei ,geringschtzung der ,welt1 das ,glck eigener ,zufriedenheit in unabhngiger ,gesinnung und beschaulicher ,betrachtung bei souverner ,zurckgezogenheit sucht4 ,es ist bezeichnend1 da er ,diogenes den rechten heiteren ,pessimisten nannte4 ,im ,sommer #ahgj sprach ,nietzsche dreistndig ber ,sophokles dipus rex4 ,da diese und die weiterhin genannten ,vortrge seinen ,werken nur als ,philologica angereiht wurden1 sind sie wenig bekannt1 enthalten aber viele philosophische ,gedanken1 die ber die philologische ,aufgabe hinausragen4 ,entschieden wird betont1 da das ,altertum nicht danach fragte1 ob ,schuld und ,leiden in genauen ,proportionen standen1 und im ,unglck keine ,strafe sah4 ,nietzsche verteidigt die ,unbewutheit gegen die sokratischen ,prinzipien1 die alles auf den ,verstand begrnden wollen4 ,in seinen ,vorlesungen ber das ,studium der klassischen ,philologie 7,sommer #ahga7 verurteilte er das bloe ,erkennenwollen4 ,vor allem ntig3 ,freude am ,vorhandenen4 ,diese weiter zu tragen ist des ,lehrers ,aufgabe4 ,denn als idealer ,lehrer gilt ihm nur1 wer sich als ,mittler fhlt zwischen den groen ,genien und den neuen werdenden ,genien1 zwischen der groen ,vergangenheit und der ,zukunft4 ,seit ,spenglers ,untergang des ,abendlands ist unser ,augenmerk darauf gerichtet1 da ,geschichte formgewordenes ,seelentum ist1 da es also nicht gengt1 den gegenstndlichen ,zusammenhang von ,ursache und ,wirkung zu verfolgen1 sondern da durch ,analogien morphologische ,verwandtschaften aufgedeckt werden mssen4 ,auch ,nietzsche lehrte betreffs der ,antike3 ,wir sind nicht aus demselben ,element erwachsen1 das hier erklrt werden soll4 ,wir mssen also mittels ,analogien uns zu nhern suchen4 ,insofern ist unser ,verstehen des ,altertums ein fortgesetztes1 vielleicht unbewutes ,parallisieren4 ,in seine spteren ,vorlesungen 7,geschichte der griechischen ,literatur1 ,rhetorik usw47 sind in den vorausgegangenen ,niederschriften seltener philosophische ,gedanken skizziert1 immerhin begegnen wir manchem1 was den ,schatz seiner charakteristischen ,aussprche bereichert4 ,zum ,beispiel3 ,die ,griechen verkehrten mit ihren ,gttern wie eine niedere ,kaste mit einer hheren1 mchtigeren1 edleren1 mit der man sich aber von gleicher ,abstammung wei4 ,unter den ,freunden1 die ,nietzsche in ,basel fand1 haben wir nach ,burckhardt vor allen ,franz ,overbeck zu nennen4 ,sein ,grovater war aus ,deutschland nach ,england1 dessen ,sohn nach ,ruland bersiedelt und erst der ,enkel1 ,sohn einer ,franzsin1 nach ,deutschland zurckgekehrt4 ,er schlug die ,theologenlaufbahn ein und entwickelte sich zu einem kosmopolitisch veranlagten hervorragenden ,kirchenhistoriker4 ,er besa keine schpferische ,phantasie1 aber aus seinen ,briefen an ,treitschke ergibt sich eine gesunde ,abneigung gegen alles ,philistrse1 die ,einsicht1 da das ,christentum die ,herrschaft ber die modernen ,vlker eingebt habe1 warme ,teilnahme an den ,einigungsbestrebungen in ,deutschland1 jedoch auch die berzeugung1 da die ,kultur ber der ,politik zu stehen habe und menschliche ,ideale hher als politische zu werten sind4 ,overbeck folgte #ahgj einem ,rufe nach ,basel und wurde dort ,nietzsches ,hausgenosse4 ,es entwickelte sich ein tglicher1 andauernd schattenloser ,verkehr4 ,die innere ,gemeinsamkeit ergibt sich aus ,overbecks ,worten3 ,wir sind zwei ,gelehrtennaturen1 die ber sich hinaus wollen1 nur so vermag ich mir unsere innige ,freundschaft zu erklren bei so enormer ,ungleichmigkeit unserer ,begabung und ebenso groem ,unterschiede unseres ,temperaments4 ,overbeck war sich der geistigen berlegenheit ,nietzsches ohne ,neid bewut4 ,dessen wahre ,gre hat er niemals voll erkannt1 aber er hatte ein feinfhliges ,verstndnis fr die ,schwere der ,aufgabe1 die ,nietzsche durch seine geniale ,veranlagung gestellt war1 und gewann ihn lieb4 ,overbecks gelassene und bedchtige ,natur wurde von seinem ,freunde wohlttig beruhigend empfunden4 ,in der fteren ,hingabe an eine gemeinsame bermtige ,ausgelassenheit mochten beide eine zeitweilige ,befreiung vom ,drucke einer ihnen fremden ,umwelt finden4 ,wir wollen uns1 aber nichts fr uns1 lautet der ,sinn eines tapferen ,bekenntnisses ,overbecks4 ,er sah die ,kulturverhltnisse im neuen ,deutschen ,reich nicht rosig an1 wie ,treitschke1 sondern empfand einen fast ebenso heftigen ,widerwillen gegen die geleckte ,barbarei wie ,nietzsche4 ,wo es galt1 seinen ,radikalismus zu bekennen1 da hat dieser persnlich-liebenswrdige ,mensch und ,forscher es ernst und freimtig getan und ,nietzsches ,hoffnung gestrkt1 da1 was sie in unheimlicher ,vereinzelung wollten1 einmal ,tat werde4 ,bereits ein ,jahr nach seiner ,berufung wurde ,nietzsche in ,basel ordentlicher ,professor4 ,als der ,krieg ausbrach1 ging er als ,krankenpfleger nach ,frankreich1 erkrankte aber bei einem ,verwundetentransport an ,ruhr und ,diphtheritis und nahm1 noch ehe seine ,genesung sich gengend vollzogen hatte1 seine ,lehrttigkeit in ,basel wieder auf4 ,wenn wir uns ,rechenschaft darber geben1 in welcher ,einsicht sich ,burckhardt1 ,nietzsche und ,overbeck ihrer bereinstimmung besonders bewut waren1 so gelangen wir zu dem ,problem der ,bildung4 ,wie ,schpfung ursprnglich nur die ,erschaffung1 noch nicht das ,erschaffene bedeutete1 so ,bildung die ,schaffung oder ,entstehung eines ,gebildes4 ,aber auch wenn wir das ,wort vom ,hervorgebrachten gebrauchen1 knnen wir zwischen einer ,bildung der ,kultur und einer solchen der ,zivilisation unterscheiden4 ,dort ,wachstum1 ,gestaltung und ,belebung2 hier ,anerzogenheit1 ,abschleifung und ,belehrung4 ,kulturelle ,bildung erwirbt1 wer die ,einsichten frherer ,zeiten als geistige ,nahrung zu einem ,bestandteil seiner eigenen ,natur macht2 ,bildung im ,sinne der ,zivilisation1 wer diese ,einsichten nur reflektiert4 ,das ,programm unserer ,schulen ist nur auf die letztere gerichtet4 ,sie erschliet dem ,einzelnen damit ,wege zum ,erwerb1 frdert so zivilisatorisch die ,gesellschaft und mittelbar die ,macht des ,staates4 ,sie ist bestrebt1 die ,bildung mglichst zu verallgemeinern4 ,aber dieser ,drang zur ,erweiterung ntigt den ,einzelnen zur ,spezialisierung4 ,die natrliche ,folge davon ist eine ,verminderung des ,wissens2 denn die ,spezialisierung verbraucht vampyrartig ihre ,geschpfe1 wie uns die ,enge des ,horizontes bei ,fachgelehrten beweist4 ,die unselige ,wirkung der ,verflachung der ,bildung durch bertriebene ,verbreitung sehen wir im ,chaos unserer literarisch-knstlerischen ffentlichkeit4 ,sie hat dazu gefhrt1 da der ,journalist1 der ,diener des ,augenblicks1 an die ,stelle des groen ,genius1 des ,erlsers vom ,augenblick1 getreten ist4 ,schon in den niederen ,klassen unserer ,schulen werden ,aufstze verlangt1 in denen mit knabenhafter berlegenheit ,kritik an unseren ,klassikern gebt wird4 ,jeden betrachtet man ohne weiteres als ein literaturfhiges ,wesen1 das ber die ernstesten ,dinge und ,personen eigene ,meinungen haben soll1 whrend eine rechte ,erziehung den lcherlichen ,anspruch auf eine frhreife ,selbstndigkeit des ,urteils zu unterdrcken htte1 um den jungen ,menschen an einen strengen ,gehorsam unter dem ,zepter des ,genius zu gewhnen4 ,ist doch unter vielen ,tausenden kaum einer berufen1 sich schriftstellerisch zu bettigen4 ,man glaubt freie ,persnlichkeiten zu erziehen1 aber indem man die allernchste praktische ,zucht in ,wort und ,schrift nicht als heilige ,pflicht nimmt1 gelangt man nicht einmal zur ,beherrschung der ,muttersprache2 und doch beginnt erst mit der richtigen ,gangart der ,sprache die ,bildung4 ,wir sind von jener ,bildungshhe heruntergesunken1 die das deutsche ,wesen dank den ,bemhungen seiner groen ,dichter und ,denker erreicht hatte1 weil wir nicht an der aristokratischen ,natur des ,geistes festhielten4 ,auch beim ,hinblick auf die ,universitt und die akademische ,freiheit ergibt sich das gleiche ,bild einer ,pseudokultur unserer ,jetztzeit4 ,nie hate man so stark jede ,sklaverei1 auch freilich die ,sklaverei der ,erziehung und ,bildung4 ,wir haben hiermit den wesentlichen ,inhalt der fnf ,vortrge wiedergegeben1 die ,nietzsche #ahgb ber die ,zukunft unserer ,bildungsanstalten hielt4 ,es gilt diese ,gedanken radikal zu erfassen und sich des ,gegensatzes bewut zu werden zu allem1 was uns als moderne ,ideen einen kulturellen ,aufstieg vortuscht4 ,die ,grundlage unserer ,bildung vermag fruchtbaren ,boden nur in einem nachhaltigen philosophischen ,erstaunen zu finden ber ernste ,probleme1 die das ,leben uns stellt4 ,fhrt sie nur zu historischer ,ausdeutung und philologischer ,abwgung1 so ergibt sich nur ein ,wissen um das ,wissen und an ,stelle der ,begeisterung das nil admirari1 nicht aber die ,anstze1 durch die wir zum ,gebilde werden4 ,eine wahre ,bildungsinstitution dagegen mu wurzeln in einer innerlichen ,erneuerung und ,erregung der sittlichen ,krfte4 ,in welcher ,weise ist also wahre ,bildung zu lehren und zu frdern8 ,das ,beispiel hierfr bieten uns ,nietzsches ,vortrge ber ,die ,philosophie im tragischen ,zeitalter der ,griechen4 ,wer an groen ,menschen berhaupt seine ,freude hat1 der hat auch seine ,freude an ihren philosophischen ,systemen1 jedoch nur insofern als er daraus das ,bild der ,persnlichkeit gewinnt4 ,also keine ,vollstndigkeit anstreben2 denn was ntzt uns die bloe ,aufzhlung aller mglichen1 lngst widerlegten ,systeme1 sondern ,auswahl und ,beschrnkung4 ,nur wenn die ,persnlichkeit selbst wieder zu uns spricht1 hren wir die ,polyphonie der griechischen ,natur wieder erklingen4 ,thales und ,heraklit erstehen durch ,nietzsche vor uns als schpferische ,meister voll genialischem ,vorgefhl der zuknftigen ,fruchtbarkeit ihrer ,ideen4 ,wohl mochte mancher seiner ,schler auch bei ,nietzsche1 zum ,beispiel bei den ,ausfhrungen ber ,anaximander zunchst nur eine ,darlegung des ,systems heraushren1 aber wie lebendig tritt auch hier in der ,folge die ,persnlichkeit ans ,licht4 ,den ,hauptton legte ,nietzsche auf das ,wirken von ,heraklit und seine ,lehre der ,polaritt1 d4 h4 des ,auseinandertretens der ,kraft in zwei qualitativ verschiedene1 entgegengesetzte und zur ,wiedervereinigung strebende ,ttigkeiten4 ,durch ,heraklit wird die ,schuld in den ,kern der ,dinge verlegt und so die ,welt des ,werdens und der ,individuen von ihr entlastet1 obwohl sie verurteilt bleiben1 ihre ,folgen zu tragen4 ,das ,leben bedeutet1 in diesem ,sinne gesehen1 nicht mehr die ,strafe des ,gewordenen1 sondern die ,rechtfertigung des ,werdens4 ,wer nicht auseinander- sondern zusammenschaut1 fr den luft alles ,widerstrebende in eine ,harmonie zusammen4 ,solche ,erkenntnis verlangt nach keinem ethischen ,imperativ3 ,du sollst61 sondern fr ,heraklit war die ,welt das unschuldige ,spiel des on4 ,er verkndet uns nicht an der ,strickleiter der ,logik erkletterte1 sondern intuitiv erfate ,wahrheiten4 ,das ,werden ist kein moralisches1 sondern ein knstlerisches ,phnomen4 ,man versteht1 warum ihn ,nietzsche zu seinen ,ahnen zhlte4 ,vom ,griechentum schlug ,nietzsche ,brcken zur jngsten ,vergangenheit1 indem er ,kant und besonders ,schopenhauer zitierte4 ,aber der ,besitz wahrer ,bildung zeigt sich vor allem darin1 da wir in der eigenen ,gegenwart das ,groe erkennen4 ,man hat mit ,recht gesagt1 da ein ,volk nicht sowohl durch seine groen ,mnner charakterisiert werde1 als durch die ,art1 wie es dieselben erkenne und ehre4 ,er wre nicht ,nietzsche gewesen1 wenn ihn nicht der ,drang erfllt htte1 auch hierin sich in den ,dienst der ,kultur zu stellen4 ,solche ,entscheidungen erfolgen nicht willkrlich1 noch zufllig4 ,wir drfen heute sagen1 es gehrte zu ,nietzsches ,schicksal1 zur ,entfaltung seines ,wesens1 zur ,bewhrung seiner ,grundstze1 da er damals dem ,manne begegnete1 von dem er jubelnd einem ,freunde verknden durfte3 ,ich habe einen ,menschen gefunden1 der wie kein anderer das ,bild dessen1 was ,schopenhauer das ,genie nennt1 mir offenbart und der ganz durchdrungen ist von jener wundersam innigen ,philosophie4 ,dies ist kein anderer als ,richard ,wagner 444 ,in ihm herrscht eine so unbedingte ,idealitt1 eine solche tiefe und rhrende ,menschlichkeit1 ein solch erhabener ,lebensernst1 da ich mich in seiner ,nhe wie in der ,nhe des ,gttlichen fhle4 ,der ,jnger ,die verehrende ,kraft in uns ist so wesentlich wie das zu verehrende ,objekt4 ,burckhardt4 ,die ,lebensgeschichte ,richard ,wagners wurde vor allem dadurch zu einer ,leidensgeschichte1 da ,wagners ,streben darauf gerichtet war1 das ,theater in den ,dienst der ,kultur zu stellen4 ,es handelte sich dabei nicht um eine ,reformation des ,theaters1 sondern um eine ,regeneration unserer gesamten ,kulturverhltnisse im ,sinne des ,griechentums4 ,frau ,wagner hat mir einmal geschrieben3 ,das ,wort ,reformation der ,kunst war in ,wahnfried ganz besonders miliebig4 ,was wre da zu reformieren gewesen8 hie es fter1 etwa die ,oper8 ,als ,wagner #ahfb die ,dichtung zum ,ring des ,nibelungen verffentlichte1 sah er zwei ,wege vor sich1 um zur ,vollendung und stilgemen ,auffhrung des ,werkes zu gelangen4 ,entweder eine ,vereinigung kunstliebender ,mnner1 oder die ,untersttzung durch einen ,frsten4 ,dieser ,frst fand sich in dem jungen ,bayernknig4 ,ludwig der ,zweite berief ,richard ,wagner zur ,verwirklichung seiner ,plne nach ,mnchen und ebenso dessen ,freund ,hans von ,blow1 der mit ,liszts ,tochter1 ,cosima1 vermhlt war4 ,der ,knig verkndete3 ,von dem ,ernste der ,kunst mu alles erfllt werden6 ,aber reaktionrer1 ultramontaner und philistrser ,widerstand erwies sich als bermchtig4 ,wagner sah seine ,plne scheitern und war gezwungen1 ,mnchen zu verlassen4 ,er zog sich krperlich und seelisch tief erschttert nach ,tribschen bei ,luzern zurck1 ohne ,aussicht auf eine ,errettung4 ,aber sie sollte ihm dennoch werden durch die ,liebe ,frau ,cosimas4 ,hans von ,blow hat einmal den ,ausspruch getan3 ,der ,produzierende geht vor dem ,reproduzierenden4 ,dieses ,wort sollte an ihm mit furchtbarer ,tragik zur ,wahrheit werden4 ,seine ,gattin trennte sich von ihm1 um in opferwilliger ,hingebung an das ,genie ,wagners dieses der ,welt zu erhalten4 ,sie schuf ,wagner ein ,heim in ,tribschen1 alles ,unfreundliche und ,strende der ,welt fernhaltend1 in beglckender ,einsamkeit4 ,dort suchte ihn ,nietzsche im ,frhjahr #ahfi auf4 ,er hatte sich lngst fr seine ,werke1 vor allem ,tristan und ,isolde begeistert und fr die unverwstliche ,energie1 mit der ,wagner den ,glauben an sich unter dem ,hallo der ganzen gebildeten ,welt aufrecht erhielt4 ,bei einer frheren ,begegnung in ,leipzig hatte er ,wagner mit ganz unbeschreiblicher ,wrme von ,schopenhauer sprechen hren1 aber erst der ,besuch in ,tribschen erlangte eine entscheidende ,bedeutung4 ,die ,besuche wiederholten sich1 und ,briefe flogen hin und her4 ,nietzsche schrieb an ,rohde1 der stets von allem ,kenntnis erhielt1 was ihn tief bewegte3 ,was ich dort lerne und schaue1 hre und verstehe1 ist unbeschreiblich4 ,schopenhauer und ,goethe1 schylus und ,pindar leben noch1 glaub' es mir4 ,aber auch ,nietzsches ,arbeiten brachten ,wagner und seine geistvolle ,frau warmes und eindringendes ,verstndnis entgegen4 ,wie ein ,bote aus einer besseren und reineren ,welt1 kam er nach ,wagners ,wort zu ihnen4 ,man richtete zwei ,zimmer fr ihn ein4 ,wagner erklrte3 ,ich habe jetzt niemand1 mit dem ich es ernst nehmen knnte als mit ,ihnen -- die ,einzige ausgenommen1 und ,frau ,wagner konnte ihm mitteilen1 da durch ihn trbgemutete ,stimmungen berwunden wurden1 weil er heiter anregend auf ,wagners schpferische ,ttigkeit wirke4 ,er nahm innigen ,anteil an allen ,freuden und ,leiden in ,tribschen und dachte mehrmals daran1 seine ,professur aufzugeben1 um sich unmittelbar in den ,dienst des ,genius zu stellen4 ,aber ,wagner war der berzeugung1 da er auch als ,philosoph ihm helfe1 die groe ,renaissance der ,kultur zustande zu bringen4 ,im ,jahre #ahga ging ,wagner auf den ,gedanken zurck1 die stilgeme ,auffhrung des ,ring des ,nibelungen durch eine ,vereinigung von ,kunstfreunden zu ermglichen4 ,auf seine ffentliche ,einladung zur ,anmeldung antwortete zunchst allerdings nur mein ,vater und leitete durch die ,grndung der ,wagner-,vereine eine ,bewegung ein1 die zwar nicht die erhoffte finanzielle ,hilfe ausreichend bot1 aber doch dem ,unternehmen einen volkstmlichen ,boden schuf4 ,raoul ,richters ,vermutung1 die ,grndung der ,vereine sei auf eine ,anregung ,nietzsches zurckzufhren1 trifft zwar nicht zu1 aber ,nietzsche begrte die ,bewegung mit ,sympathie4 ,er wurde nicht nur ,mitglied des ,mannheimer ,wagner-,vereins1 sondern beabsichtigte auch in der ,schweiz einen solchen zu grnden1 schrieb seinen bereits erwhnten ,mahnruf1 veranlate ,wagner1 in einer ffentlichen ,mitteilung an die ,vereine eine besondere ,warnung einzufgen1 durch bereifer der geschftlichen ,propaganda nicht die ,idealitt des ,unternehmens zu verdunkeln1 und warb unter seinen ,freunden fr ,bayreuth1 wobei er seine ,schwester1 ,rohde und von ,gersdorff auch persnlich mit ,wagner bekannt machte4 ,besonders von ,gersdorff wurde ein begeisterter ,verehrer4 ,er war1 nach ,overbecks ,zeugnis1 der schne ,typus eines echten ,edelmanns1 voll ,haltung und ,wrde bei einfachen ,manieren2 ein grundgtiger ,mensch1 auf den man sich verlassen konnte4 ,nietzsches grte ,tat zugunsten ,wagners und seiner ,ziele war1 da er ein bereits lngere ,zeit vorbereitetes ,griechenbuch ,die ,geburt der ,tragdie aus dem ,geiste der ,musik ausklingen lie in eine ,hoffnung auf deren ,wiedergeburt und ,wagner damit in ,verbindung brachte4 ,dem ,werke liegt die ,heraklitische ,erkenntnis von der ,polaritt zugrunde4 ,wie die ,generation von der ,zweiheit der ,geschlechter1 von fortwhrendem ,kampfe und nur periodisch eintretender ,vershnung abhngt1 so die ,fortentwicklung der ,kunst von der ,duplizitt des ,dionysischen und des ,apollinischen4 ,wie im ,baume die wurzelnhrende ,wrme der ,erde und das bltenentfaltende ,licht der ,sonne sich vereinigt1 so im vollendeten ,kunstwerk jene zwei polaren ,mchte4 ,wenn wir an die ,frhlingsfeste ursprnglicher ,menschen und ,vlker denken1 bei denen im ,rausch geschlechtlicher ,erregung alles ,subjektive in ,selbstvergessenheit schwindet und der ,bund zwischen ,mensch und ,mensch sich erneuert1 als gelte es zur ,ureinheit zurckzukehren1 so gewinnen wir eine ,vorstellung vom ,zauber des ,dionysischen4 ,wenn wir an die ,gestaltungsgabe der dichterisch wirksamen ,phantasie im ,traume denken1 als mavolle ,begrenzung und ,befreiung von den wilderen ,regungen1 so gewinnen wir eine ,vorstellung der weisheitsvollen ,ruhe des ,apollinischen4 ,dort mystische ,selbstentuerung bis zu dem ,gefhl des ,einsseins als ,genius der ,gattung1 hier ,vision des eigenen individuellen ,zustandes1 dessen ,einheit mit dem innersten ,grund der ,welt sich in einem gleichnisartigen ,traumbilde offenbart4 ,das ,dionysische kommt vor allem in der ,musik1 das ,apollinische in der ,kunst des ,bildners1 aber auch des ,dichters zum ,ausdruck4 ,bei wilden ,vlkern wurden jene ,frhlingsfeste in ihrer ,mischung von ,wollust und ,grausamkeit durch den berschwang geschlechtlicher ,zuchtlosigkeit gekennzeichnet1 bei den dionysischen ,orgien der ,griechen erhielten sie die ,bedeutung von ,welterlsungsfesten und ,verklrungstagen1 dank der ,gegenwirkung des apollinischen ,schnheitstriebes4 ,grausenhafte ,wollust des ,seins und verklrende ,freude des ,scheins1 ,expressionismus des ,gattungwesens und ,impressionismus der ,einzelerscheinung vermhlten sich4 ,aus ihrem ,bunde ist die ,tragdie der ,griechen erstanden4 ,wir begegnen also in der griechischen ,heiterkeit durchaus nicht einem ,optimismus wie in der ,selbstgeflligkeit der modernen ,zivilisation1 sondern diese ,heiterkeit war das notwendige ,gegenspiel einer tief tragischen ,erkenntnis4 ,lustvolle ,illusionen wurden ,sieger ber eine schreckliche ,tiefe der ,weltbetrachtung4 ,hier erinnert nichts an ,askese1 ,geistigkeit und ,pflicht3 hier redet nur ein ppiges1 ja triumphierendes ,dasein zu uns1 in dem alles ,vorhandene vergttlicht ist1 gleichviel ob es gut oder bse ist4 ,in dieser ,deutung des ,griechentums durch ,nietzsche erkennen wir sowohl die ,wurzeln seines ,illusionismus1 der den ,menschen selbst den ,wert des ,lebens bestimmen lt1 als seinen ,amoralismus1 der das ,dasein nicht ethisch1 sondern als knstlerisches ,phnomen einschtzt4 ,wie ist die griechische ,tragdie entstanden8 ,nietzsche antwortet3 aus dem tragischen ,chor4 ,um dies zu verstehen1 mssen wir auf den ,ursprung des ,wortes und seine ,erweiterung zurckblicken4 ,aus der eigentlichen ,bedeutung des ,chores als eines umgrenzten ,tanzplatzes entwickelte sich zunchst die bertragene ,anwendung auf den ,reigentanz der1 mit ,gesang verbunden1 zu ,ehren einer ,gottheit bei festlichen ,anlssen aufgefhrt wurde1 um dann ganz von diesem ,gesang gebraucht zu werden4 ,erinnern wir uns an das ,bekenntnis ,schillers3 ,die ,empfindung ist bei mir anfangs ohne bestimmten und klaren ,gegenstand2 dieser bildet sich erst spter4 ,eine gewisse musikalische ,gemtsstimmung geht vorher1 und auf diese folgt bei mir erst die poetische ,idee4 hnlich haben wir uns bei den ,dionysosfesten der ,griechen die musikalische ,stimmung zu vergegenwrtigen1 als eine bis zur ,selbstvergessenheit fhrende ,gemeinsamkeit strkster ,gefhle1 die ihren ,ausdruck zunchst in ,tnzen und ,gesngen fand und so lange eine ,steigerung und ,vertiefung erfuhr1 bis diese ,musik den ergriffenen ,dionysosjngern gleichsam sichtbar wurde4 ,erst wenn wir den ,ursprung der ,tragdie im dionysischen ,chor sehen1 wird uns die ,orchestra vor der ,szene verstndlich2 denn ,szene und ,aktion wurden ursprnglich nur als ,vision gedacht4 hnlich erklrte sich ,wagner das ,verhltnis von ,musik und ,aktion2 nur da es jetzt nicht mehr der ,chor1 sondern das ,orchester ist1 das die schpferische ,aufgabe der ,musik zu erfllen hat4 ,sie tnt1 und was sie tnt1 mget ihr dort auf der ,bhne erschauen4 ,die griechische ,tragdie mute untergehen1 als der ,geist der ,musik aus ihr verschwand4 ,der ,geist der ,musik wurde vernichtet durch die optimistische ,dialektik4 ,diese antidionysische ,tendenz fand ihren unerhrt groartigen ,ausdruck in ,sokrates4 ,er ist daher fr ,nietzsche der ,typus des theoretischen ,menschen1 der nicht mehr in der ,unbewutheit des knstlerischen ,schaffens1 sondern in der ,bewutheit des wissenschaftlichen ,erkennens das ,heil sucht4 ,sobald die ,wissenschaft die ,grenzen ihrer ,mglichkeiten erkennt1 mu sie instinktiv in ,kunst umschlagen4 ,denn die ,kunst allein vermag die ,pforten ins ,metaphysische zu erschlieen4 ,nur ein theoretischer ,optimismus1 wie ihn ,sokrates verkrpert1 kann in seiner berhebung an die ,ergrndlichkeit der ,natur der ,dinge durch das ,wissen glauben4 ,kant und ,schopenhauer haben uns gelehrt1 die ,grenzen der ,wissenschaft zu erkennen1 und die deutsche ,musik1 wie wir sie vornehmlich in ihrem mchtigen ,sonnenlaufe von ,bach zu ,beethoven1 von ,beethoven zu ,wagner zu verstehen haben1 verbrgt uns das allmhliche ,erwachen des dionysischen ,geistes4 ,wir mssen uns zugestehen1 da seit dem edelsten ,bildungskampfe ,goethes1 ,schillers und ,winckelmanns wir immer mehr aufgehrt haben1 auf einer gleichen ,bahn zur ,bildung und zu den ,griechen zu kommen2 aber noch bleibt uns die ,hoffnung1 da aus dem ,geiste der ,musik eine ,wiedergeburt des hellenischen ,altertums erfolge4 ,die ,zeit des sokratischen ,menschen ist vorber1 ruft ,nietzsche jetzt1 wagt es nur1 tragische ,menschen zu sein2 denn ihr sollt erlst werden6 ,zu ,neujahr #ahgb sandte ,nietzsche sein ,buch an ,wagner1 in der ,hoffnung1 spter manches besser machen zu knnen4 ,spter nenne ich hier die ,zeit der ,erfllung1 die ,bayreuther ,kulturperiode4 ,wagner antwortete begeistert3 ,schneres als ,ihr ,buch habe ich noch nichts gelesen6 ,alles ist herrlich6 und versicherte ihm3 ,tief und weit blicke ich mit ,ihnen1 und unabsehbar weite ,gebiete hoffnungsvollster ,ttigkeit erffnen sich vor mir -- vor mir -- mit ,ihnen zur ,seite4 ,noch spricht ,nietzsche in seinem ,erstlingsbuch nicht ganz und gar seine eigene ,sprache1 noch hat das ,tempo des ,stils nicht jede ,schwerflligkeit und ,verschleppung berwunden1 noch strt der ,bilderreichtum zuweilen die ,klarheit1 aber trotzdem brachte dieses ,buch bereits mit groer ,bestimmtheit den ,abstand einer wahrhaftigen ,kultur von der ,zivilisation der ,zeit zum ,ausdruck4 ,in seiner ursprnglichen ,anlage mochte dieses ,werk1 das den ,pessimismus der ,strke verherrlicht1 die ,wissenschaft unter der ,optik des ,knstlers1 die ,kunst aber unter der ,optik des ,lebens sieht1 nicht unmittelbar den ,charakter einer ,kampfschrift tragen4 ,aber indem ,nietzsche versuchte1 es mit ,schopenhauer in ,einklang zu bringen und von ,wagner eine ,erfllung zu erhoffen1 griff es unmittelbar in die zeitlichen ,bewegungen ein und begegnete daher sowohl parteiischer ,zustimmung als parteiischer ,ablehnung4 ,wie ,wagner selbst1 so begrten auch seine ,verehrer es mit ,begeisterung4 ,voran ,hans von ,blow1 der ,nietzsche persnlich aussuchte und einmal die ihm zunchst liegende unterbewute ,bewertung verriet1 indem er irrtmlich seinen ,titel als ,wiedergeburt der ,tragdie zitierte4 ,eine entgegengesetzte ,stellung nahm das ,gelehrtentum ein4 ,ein ,bonner ,professor erklrte mit ,emphase das ,buch als baren ,unsinn2 wer so etwas schreibe1 sei wissenschaftlich tot4 ,selbst ,ritschl befrchtete1 es knne die ,jugend zu einer unreifen ,verachtung der ,wissenschaft verleiten1 und ,ulrich von ,wilamowitz fhlte sich berufen1 die traditionelle ,beurteilung des ,griechentums in einer ,schrift ,zukunftsphilologie gegen ,nietzsche ffentlich zu verteidigen4 ,er hatte von ,winckelmann gelernt1 das ,wesen der hellenischen ,kunst allein im ,schnen zu sehen1 und erachtete von ,nietzsche die ,gtterbilder in ,trmmer geschlagen1 um das ,gtzenbild ,richard ,wagners in ihrem ,staube anzubeten4 ,rohde1 als tapferer ,waffengefhrte ,nietzsches1 trat mit einer ,gegenschrift auf den ,plan1 die auf ,overbecks ,rat den ,titel ,afterphilologie erhielt4 ,vorher schon hatte ,richard ,wagner selbst in einem ,sendschreiben sich mit polemischer ,schrfe gegen die ,angriffe gewendet und seinen jungen ,freund aufgefordert1 aus dem edelsten ,quell des deutschen ,geistes ,aufschlu und ,weisung darber zu geben1 welcher ,art die deutsche ,bildung sein msse1 wenn sie der wiedererstandenen ,nation zu ihren edelsten ,zielen verhelfen soll4 ,der bleibende ,wert von ,nietzsches ,buch liegt vor allem in der ,unterscheidung des ,dionysischen und ,apollinischen1 die zunchst von ,burckhardt und ,wagner aufgenommen wurde und heute allgemein gelufig ist4 ,eine weitere ,bedeutung erhielt es durch die radikale ,gegenberstellung von ,instinkt und ,intellekt1 von unbewutem und bewutem ,sein4 ,wohl hatte schon ,goethe gelehrt3 ,alles was das ,genie tut1 geschieht unbewut1 und es deutlich ausgesprochen3 ,das ,bewutsein des ,dichters ist eine schne ,sache1 aber die wahre ,produktionskraft liegt doch am ,ende im ,bewutlosen4 ,aber erst seitdem ,nietzsche mit grter ,schrfe bewiesen hat1 da die ,sokratik den ,instinkt zum ,kritiker1 das ,bewutsein dagegen zum ,schpfer machen wolle1 whrend doch bei allen produktiven ,menschen gerade umgekehrt der ,instinkt die schpferisch-affirmative ,kraft sei3 sind wir der ,einsicht nhergekommen1 welche entscheidende ,bedeutung dem ,unbewuten im ,leben des ,menschen beizumessen ist1 denn auch unsere ,erkenntnis wird von unserem ,triebleben bestimmt4 ,der entfremdetste ,kalkl und die hchste ,geistigkeit der theoretischen ,philosophie bleiben immer nur der letzte blasseste ,abdruck einer physiologischen ,tatsache4 ,in allem1 was uns bewut wird1 drfen wir nur ,zeichen eines inneren ,geschehens erblicken4 ,ende ,april #ahgi fand die bersiedelung ,wagners von ,tribschen nach ,bayreuth statt4 ,mit ,wehmut nahm auch ,nietzsche von dort ,abschied4 ,tribschen hat nun aufgehrt zu sein4 ,wie unter lauter ,trmmern gingen wir herum1 die ,rhrung lag berall in der ,luft1 in den ,wolken 444 ach1 es war so trostlos4 ,und noch viele ,jahre spter schrieb er in ,erinnerung an seinen intimen ,verkehr mit ,wagner3 ,ich lasse den ,rest meiner menschlichen ,beziehungen billig2 ich mchte um keinen ,preis die ,tage von ,tribschen aus meinem ,leben weggeben1 ,tage des ,vertrauens1 der ,heiterkeit1 der sublimen ,zuflle 444 der tiefen ,augenblicke4 ,tribschen hatte aufgehrt zu sein2 aber ,bayreuth stand nicht nur am ,horizont seiner ,hoffnungen1 sondern bestimmte damals den ,standpunkt1 von dem aus er entschlossen blieb1 sich der werdenden ,kultur ttig zu opfern4 ,denn ,opferwilligkeit war es1 wahrlich nicht ,streitsucht1 was ihn antrieb1 den aufreibenden ,kampf gegen die ,ideenlosigkeit der ,zeit aufzunehmen1 trotzdem ihm seine sensitive ,natur davon abraten mochte4 ,da er sich dessen recht wohl bewut war1 scheint mir ein ,ausruf in der ,geburt der ,tragdie zu besttigen3 ,ach6 ,es ist der ,zauber dieser ,kmpfe1 da1 wer sie schaut1 sie auch kmpfen mu6 ,der ,streiter ,weit du wie ,perseus ,medusa erschlug1 ,vor deren ,anblick das ,leben erstarrt8 ,einzig im ,spiegel des ,schildes ersah er ,fest der ,gorgone versteinerndes ,antlitz4 ,also auch kmpfe ich mit der ,welt2 ,furchtlos im ,denkbild erschau' ich ihr ,wesen4 ,wer eine ,sache um der ,sache willen verteidigt1 erfhrt im ,verlaufe des ,streites gar oft1 da es dem ,gegner gar nicht um diese zu tun ist1 sondern da ihn irgendwelche persnliche ,motive leiten4 ,richard ,wagner hat sich wiederholt ber diese enttuschende ,erfahrung ausgesprochen4 ,in der ,tat waren gegnerische ,angriffe aus verletzter ,eitelkeit und anderen unlauteren ,motiven weniger gegen seine ,kunst als gegen seine ,person gerichtet4 ,er sah sich dadurch gezwungen1 auch seinerseits persnlich anzugreifen1 um nicht gegen ,windmhlen zu kmpfen4 ,solche ,kmpfe wirken auf den ,unbeteiligten leicht unerquicklich und miverstndlich4 ,anders bei ,nietzsche4 ,er hat keine persnlichen ,feinde gehabt1 und immer blieb es ihm vergnnt1 seine ,ideen um der ,ideen willen zu verteidigen4 ,wo er selbst der ,angreifende war1 da galt der ,kampf erst recht nicht einer ,person als solcher1 sondern einem ,typus4 ,in der ,geburt der ,tragdie verdichtete sich ihm ,sokrates zu einem solchen ,typus des theoretischen ,optimisten1 und als er sich zu ,bayreuther ,horizontbetrachtungen in der ,gegenwart entschlo1 ersah er in ,david ,friedrich ,strau1 dem ,verfasser des ,bierbankevangeliums vom alten und neuen ,glauben1 den ,typus des ,bildungsphilisters4 ,kultur ist vor allem ,einheit des knstlerischen ,stils in allen ,lebensuerungen eines ,volkes4 ,der ,einsichtige wei1 wie fern wir einer solchen ,kultur sind4 ,nicht so der ,bildungsphilister4 ,sein selbstgeflliger ,optimismus fhlt sich wohl in dem chaotischen ,durcheinander aller ,stile4 ,er ahnt es gar nicht1 da er ,philister ist1 sondern whnt ,musensohn und ,kulturmensch zu sein4 ,kein ,wunder6 ,denn fr jene1 die immer nur die ,oberflche der ,dinge sehen1 bedeutet er ja den liberalen ,vorkmpfer fr moderne ,ideen4 ,strau dringt niemals in die ,tiefe4 ,warum sollte es daher seinem ,bekennermut nicht gengen1 fr ,reformgedanken einzutreten1 die des ,erfolges innerhalb der ,gebildeten seiner ,zeit gewi sind8 ,strau hat keinen ,sinn fr elementare ,ursprnglichkeit und organisches ,wachstum1 wie es sich in der ,sprache eines ,volkes offenbart4 ,warum sollte daher sein ,schriftstellertalent es nicht als ausreichend erachten1 wenn es sich in der ,schluderei einer phrasenhaften ,schreibweise bei ,gleichgesinnten verstndlich macht8 ,als ,strau bald nach der ,verffentlichung dieser ersten ,unzeitgemen ,betrachtung nach schwerem ,leiden verstarb1 erschrak ,nietzsche heftig ber den ,gedanken1 ihm vielleicht die letzte ,lebenszeit erschwert zu haben2 denn seine ,kriegspraxis lautete3 ich greife nur ,sachen an1 die siegreich sind2 ich greife nur ,sachen an1 wo ich keine ,bundesgenossen finden wrde1 wo ich allein stehe2 ich greife nie ,personen an4 ,wohl dachte ,nietzsche daran1 auer ,strau auch ,schriftsteller wie ,auerbach und ,freytag1 ,gelehrte wie ,gervinus und ,kuno ,fischer1 ,kritiker wie ,lbke und ,hanslick unzeitgem zu bekmpfen2 aber schon aus den ,namen ergibt sich1 da es auch hierbei sich nur um ihre typische ,bedeutung fr den ,geschmack und die ,gesinnung der ,zeit handelte4 ,aus den akademischen ,vorlesungen wissen wir bereits1 wie sehr ,nietzsche jede bloe ,belastung des ,gedchtnisses1 jede ziellose ,maulwurfsarbeit verabscheute4 ,wohl brauchen wir ,historie4 ,aber wir brauchen sie zum ,leben und zur ,tat1 nicht zur bequemen ,abkehr vom ,leben und von der ,tat4 ,der historische ,sinn unserer ,zeit kann ohne diese ,zielsetzung uns leicht als hypertrophische ,tugend zum ,verderben gereichen4 ,diese ,einsicht1 nicht etwa irgendeine gelehrte oder literarische ,absicht1 bestimmte ,nietzsche zu seiner zweiten unzeitgemen ,betrachtung3 ,vom ,nutzen und ,nachteil der ,historie fr das ,leben4 ,die ,geschichte gehrt vor allem dem ,ttigen und ,mchtigen1 der einen groen ,kampf kmpft und seine ,vorbilder nur in der ,vergangenheit zu finden vermag4 ,dieser ,ttige sieht die ,geschichte monumentalisch1 wohl auch mythisch4 ,noch weist ,nietzsche die ,mglichkeit ausdrcklich ab1 da bei dem ,wrfelspiel der ,zukunft und des ,zufalls je wieder das ,gleiche herauskomme4 ,er warnt daher vor der ,tuschung durch ,analogien4 ,aber noch eine andere ,gefahr lauert auf dem ,wege3 ,regiert diese monumentalische ,betrachtung1 so leidet die ,vergangenheit selbst ,schaden4 ,dann werden nur einzelne ,fakta gesehen1 nicht die ,flle der ,geschehnisse4 ,auch verfhrt sie zu dem verhngnisvollen ,irrtum3 seht das ,groe ist schon da1 und der ,betrachtende versumt darber1 die wirkende ,gre in der ,gegenwart zu suchen4 ,die ,geschichte bedarf daher auch der ,bewahrenden und ,verehrenden1 deren ,piett dem ,leben dient4 ,aber ihre antiquarische ,betrachtung nimmt jedes einzelne ohne ,wertunterscheidung zu wichtig1 mumisiert oft in blinder ,sammelwut wo sie zu konservieren glaubt4 ,wie sollte es auch anders sein1 da sie das frische ,leben der ,gegenwart weder beseelt noch begeistert4 ,sie lt ,kenner des ,groen1 aber keine ,knner erstehen2 sie bewahrt1 aber sie zeugt nicht2 denn sie verehrt nur1 was war1 und unterschtzt1 was wird4 ,besser steht es hierin um die dritte ,betrachtungsweise3 die kritische4 ,aber sie verfllt1 wie alle ,kritik1 leicht in den entgegengesetzten ,fehler4 ,nicht in eine unmige ,bejahung aber in eine zu weit gehende ,verneinung dessen1 was war4 ,sie zeigt uns den ,versuch1 sich gleichsam nachtrglich eine ,vergangenheit zu geben1 aus der man stammen mchte1 im ,gegensatz1 zu der1 aus der man stammt4 ,jede dieser ,arten der ,betrachtung nennt daher ,nietzsche heilsam1 sofern sie dem produktiven ,leben dienen1 aber schdlich1 sofern sie ihm widerstreben4 ,gegen die ,heilsamkeit versndigt sich die ,historik unserer ,zeit1 gleichviel ob sie sich monumentalisch1 antiquarisch oder kritisch verhlt1 sobald sie die ,wissenschaftlichkeit berbetont nach dem ,grundsatz3 fiat veritas1 pereat vita4 ,die ,geschichte lehrt uns dann nicht zu wenig1 sondern zu viel4 ,man sollte sogar nicht mehr von einer ,sache wissen1 als man auch schaffen knnte4 ,unsere ,pdagogen mgen es sich daher gesagt sein lassen3 ,jedes historische ,wissen1 das ohne ,bedrfnis aufgenommen wird1 erweist sich als hemmende ,last4 ,es ist wohl ,wissen um die ,bildung1 aber es erwchst aus ihm kein ,bildungs-,gefhl1 kein ,bildungs-,entschlu4 ,ein lebendig wachsendes ,volk wird also gegenber jener ,wissenschaftlichkeit instinktiv einen gesunden unhistorischen ,sinn bewahren mssen1 sonst vermag es keine starken ,persnlichkeiten zu zchten1 noch neue ,erlebnisse im ,unbewutsein zu knstlerischen ,ideen ausreifen zu lassen4 ,die ,kunst flieht1 wenn ein ,volk seine ,taten sofort mit dem historischen ,zeltdach berspannt4 ,wirkt hinter dem historischen ,trieb kein ,bautrieb1 dann wird der schaffende ,instinkt entkrftet2 denn die ,geschichte wird nur von starken ,persnlichkeiten ertragen1 die ,schwachen lscht sie vollends aus4 ,solche ,entkrftung und ,lhmung hat dazu gefhrt1 da heute antiquarische ,sptlinge greisenhaft passiv mit ,spengler vom ,untergang des ,abendlandes reden1 whrend ,nietzsche dem mittelalterlichen memento mori ,goethes memento vivere entgegensetzt und in ungebrochener ,schaffensfreude fragt3 ,was wollen denn ein paar ,jahrtausende besagen1 um im ,anfang einer solchen ,zeit noch von ,jugend1 am ,schlusse bereits vom ,alter der ,menschheit reden zu knnen8 ,wollen wir wissen1 wie sich ,nietzsche zu einem solchen ,fatalismus1 der die lebenfrdernde ,illusion ausschliet1 gestellt htte1 so knnen wir die ,auskunft hierber den ,angriffen entnehmen1 die er gegen den ,verfasser der ,philosophie des ,unbewuten richtete4 ,ed4 von ,hartmann spricht von einer ,hingabe an den ,weltproze4 ,ein ,wort1 das ,nietzsche ganz besonders hate4 ,auch ,hartmann glaubte wie ,spengler ,geschichte vorausbestimmen zu knnen4 ,er gelangte dabei zu der ,folgerung3 die ,zeit bedarf nicht mehr der ,genies2 denn sie schreitet voran zu einem ,stadium der sozialen ,entwicklung1 die jedem ,arbeiter gengend ,mue lt1 ein komfortables ,dasein zu fhren4 ,dieser ,ausschaltung der ,hherentwicklung des ,lebens schleuderte ,nietzsche als individualistischer ,streiter das ,wort entgegen3 ,nein1 das ,ziel der ,menschheit kann nicht am ,ende liegen1 sondern nur in ihren hchsten ,exemplaren4 ,und darum gilt es die historische ,krankheit zu berwinden1 gleichviel ob sie uns optimistisch glauben macht1 wir shen vermge der sozialen ,entwicklung den ,hhepunkt unmittelbar vor uns1 oder ob sie fatalistisch uns auf den ,untergang verweist4 ,nicht der ,gelehrte1 der nur ein ,gewordenes1 ein ,historisches sieht1 sondern der freie ,gebildete1 der nach einem ,seienden1 ,ewigen ausschaut1 gebraucht die ,geschichte im ,dienste des ,lebens4 ,nicht cogito ergo sum1 sondern vivo ergo cogito6 mu unsere ,losung heien4 ,es gibt drei ,bilder des ,menschen1 welche unsere ,zeit hintereinander aufgestellt hat zur ,verklrung ihres eigenen ,lebens4 ,in der dritten unzeitgemen ,betrachtung3 ,schopenhauer als ,erzieher widmet sich ,nietzsche ihrer ,prfung4 ,da ist zunchst der ,mensch ,rousseaus1 der gegenber der zivilisatorischen ,verlogenheit in seiner ,not die heilige ,natur anruft4 ,nur die ,natur ist gut1 nur der natrliche ,mensch ist menschlich4 ,aus solcher ,erkenntnis vermgen furchtbare ,entschlsse revolutionrer ,umgestaltung zu erwachsen4 ,da ist ferner der ,mensch ,goethes 7,faust74 ,dieser knnte als das hchste und khnste ,abbild vom ,menschen ,rousseaus gelten1 wenn er zugleich der eigentliche1 gleichsam religise und dmonische ,genius des ,umsturzes wre1 die verneinende ,kraft aus ,gte4 ,aber der ,mensch ,goethes weicht hierin dem ,menschen ,rousseaus aus2 denn er hat jedes ,gewaltsame1 jeden ,sprung -- das heit aber3 jede ,tat4 ,der ,goethesche ,mensch ist der beschauliche ,mensch im hohen ,stile1 eine erhaltende und vertrgliche ,kraft4 ,ein wenig mehr ,wildheit und seine ,tugenden wrden grer sein4 ,das hat ,goethe selbst empfunden4 ,sie sind verdrielich und bitter1 lt er ,jarno zu ,wilhelm ,meister sagen1 das ist schn und gut1 wenn sie nun einmal recht bse werden1 so wird es noch besser werden4 ,man achte auf diesen ,gedankengang1 um zu begreifen1 warum ,nietzsche die ,verbserung des ,menschen verlangte4 ,es ist ntig1 da wir einmal recht bse werden1 damit es besser wird4 ,nicht die ,auflehnung des ,rousseauschen ,menschen gilt ,nietzsche als das ,ideal1 denn in dieser ,auflehnung liegt das ,rachegefhl der ,massen versteckt2 aber auch nicht die ,beschaulichkeit und ,vertrglichkeit des ,goetheschen ,menschen kann das eigentliche ,ziel sein1 denn hier fehlt die ,umsetzung in die entscheidende ,tat2 wonach ,nietzsche verlangt1 das ist jene ,art zu verneinen und zu zerstren1 welche gerade der ,ausflu nach etwas ewig ,unzerstrbarem ist4 ,diese ,aufgabe erfllt der ,schopenhauersche ,mensch4 ,dieser ist fr sich und sein persnliches ,wohl von wundersamer ,gelassenheit1 in seinem ,erkennen voll starken verzehrenden ,feuers2 hoch emporgehoben ber griesgrmige und verdrieliche ,betrachtung nimmt er das freiwillige ,leiden der ,wahrhaftigkeit auf sich1 erwirbt er jene ,art zu vernichten1 welche der ,ausflu der ,sehnsucht ist nach etwas ,ewig-,unzerstrbarem4 ,er wei1 da es der ,weg des ,leidens ist1 aber nicht jenes sinnlosen ,leidens des ,tierlebens1 sondern ein heroischer ,lebenslauf1 der zum ,menschen hindrngt1 aber als zu einem ,etwas1 das hoch ber uns steht4 ,alles andere ist ,fortsetzung der ,tierheit1 ist ,flucht vor uns selbst4 ,denn dein wahres ,wesen liegt nicht tief verborgen in dir1 sondern unermelich hoch ber dir1 oder wenigstens ber dem1 was du gewhnlich als dein ,ich nimmst4 ,auch ber dem grten ,menschen erhebt sich sein eigenes ,ideal4 ,dieser streitbare ,mensch1 den unser ,philosoph den ,schopenhauerschen ,menschen nennt1 ist in ,wahrheit der ,nietzschesche ,mensch4 ,wir sehen von jeder ,persnlichkeit zunchst nur die ,erscheinung ihres ,spiegelbildes4 ,lebendig wird diese ,erscheinung erst dann1 wenn wir ihr unser eigenes ,blut einflen4 ,nun wre gewi nichts verkehrter1 als den innerlich unbeteiligten ,zuschauer des ,lebens1 den zum ,beispiel ,kuno ,fischer in ,schopenhauer sah1 fr irgendwie echter zuhalten1 als den aktiven ,kmpfer1 den ,nietzsche erblickte4 ,nietzsche erschlo sich die ,idee ,schopenhauer1 ,fischer ersah nur die ,realitt1 die gegenber der ,idee immer an ,wrde ,einbue erleidet4 ,auer der ,ehrlichkeit rhmt ,nietzsche als eine hervorragende ,eigenschaft an ,schopenhauer eine wirkliche erheiternde ,heiterkeit4 ,das ist nur dann miverstndlich1 wenn man an den wohlfeilen ,optimismus eines oberflchlichen ,heiterlings denkt1 der sich blind gegen die ,leiden der ,welt verhlt4 ,was dagegen ,nietzsche tief auf dem ,grunde sieht1 das ist die ,heiterkeit des ,siegers1 der1 weil er das ,tiefste gedacht1 gerade das ,lebendigste lieben msse4 ,auch diese ,deutung bekundet uns den subjektiven ,anteil ,nietzsches an seinem ,idealbild ,schopenhauers4 ,nur ,nietzsches lebenbejahender ,pessimismus konnte dazu gelangen1 mit ,goethe auszurufen3 ,was ist doch ein ,lebendiges fr ein herrliches1 kstliches ,ding6 ,wie abgemessen zu seinem ,zustande1 wie wahr1 wie seiend6 ,whrend ,schopenhauer verkndete3 ,alles ist schn zu sehen1 aber entsetzlich zu sein4 ,und doch wre es verkehrt zu glauben1 ,nietzsche habe wohl von ,schopenhauer gesprochen1 aber dabei bewut sich selbst gemeint4 ,jede ,gre beginnt damit1 da man ,groes liebt und in seinem eigentlichen ,wesen erkennt4 ,so empfngt man die erste ,weihe der ,kultur4 ,in diesem ,sinne liebte ,nietzsche ,schopenhauer und ,wagner4 ,aber die ,kultur begngt sich nicht mit solchem inneren ,erlebnis1 sondern sie verlangt -- das kann nicht oft genug wiederholt werden -- zuletzt und hauptschlich die ,tat4 ,also den ,kampf gegen alles1 was dem hohen ,ziele der ,kultur1 den wahren ,menschen zu finden1 widerstrebt1 sei es die ,selbstsucht der ,erwerbenden1 die da glauben zwischen ,intelligenz und ,besitz1 zwischen ,reichtum und ,kultur bestehe ein notwendiges ,band1 sei es die ,selbstsucht des ,staates1 der die groen ,massentriebe als das ,wichtige und ,hauptschliche in der ,geschichte nimmt1 sei es die ,selbstsucht aller derer1 die sich verstellen und hinter der eleganten ,form ihre ,barbarei verstecken4 ,wir rufen bei so vielen ,dingen -- und nicht erst seit heute -- nach ,fhrern1 die uns aus der ,irre auf den rechten ,weg leiten sollen und sind ohne ,widerstand bereit1 ihnen zu folgen1 nur nicht -- in ,dingen der ,kultur4 ,da andere in ,wissenschaft und ,kunst mehr wissen und knnen1 gestehen wir ihnen mehr oder minder einsichtig zu1 aber da wir auch der ,erzieher und ,fhrer bedrfen auf dem ,wege zu uns selbst1 da groe ,denker und ,dichter nicht darum denken und dichten1 um vor der ffentlichen ,meinung wie vor einer ,prfungskommission zu bestehen1 da sie ihre ,erfolge nicht darin suchen1 da wir ihnen gleich den ,schauspielern ,beifall spenden1 sondern ihnen folgen1 indem wir uns nach ihrem ,bilde mit wetteifernder ,seele wandeln3 dagegen ist allezeit ein passiver ,widerstand unseres ,behagens wach4 ,nietzsche hat ihn als ,trgheit charakterisiert mit dem treffenden ,wort3 ffentliche ,meinungen -- private ,faulheiten6 ,der ,idealist ,das ,schrecklichste fr den ,schler ist1 da er sich am ,ende doch gegen den ,meister wieder herstellen mu4 ,je krftiger das ist1 was dieser gibt1 in desto grerem ,unmut1 ja ,verzweiflung ist der ,empfangende4 ,goethe4 ,goethes ,aufforderung1 die ,sache der ,menschheit als die eigene zu betrachten1 ist vielleicht von keinem groen ,geiste mit solch leidenschaftlicher ,hingebung befolgt worden1 wie von ,nietzsche4 ,wenn wir ,idealismus das ,streben nennen1 ,ideen und ,ideale im individuellen und sozialen ,leben zu verwirklichen1 so mssen wir vor allem den einen ,idealisten nennen1 der seine ,aufgabe darin sah1 das ganze kulturelle ,leben in diesem ,sinne von ,grund aus neu zu gestalten4 ,als geniale ,vorbilder dieses ,idealismus verehrte ,nietzsche sowohl ,schopenhauer als ,wagner4 ,aber whrend der ,vergleich zwischen ,idee und ,wirklichkeit ,schopenhauer zur pessimistischen ,verneinung des ,lebens selbst fhrte1 verwarf ,nietzsche nur den flachen ,optimismus1 der sich an den ,errungenschaften der zeitlich gegebenen ,lebensverhltnisse gengt1 nicht aber den ,willen zum ,leben selbst4 ,die ,abwendung von ,schopenhauer konnte also nicht ausbleiben2 aber sie mute nicht notgedrungen auch eine ,abwendung von ,wagner zur ,folge haben2 denn als ,knstler bejahte auch dieser das ,leben4 ,die ,schpfungen der ,kunst sind das hchste ,lustziel des ,willens4 ,wohl aber ergibt sich die ,frage3 ,vertrug sich ,nietzsches ,verehrung fr ,wagner mit seiner ,hochschtzung der ,antike und der ,gesundheitslehre des ,lebens1 die er der ,antike entnahm8 ,vereinigte ,wagners ,werk in der ,tat das ,dionysische und ,apollinische wie die antike ,tragdie8 ,oder stand ,wagner nicht doch auf dem ,boden des ,christentums1 gleichviel ob er sich dessen bewut war oder nicht8 ,antike und ,christentum1 ,renaissance und ,reformation1 ,bejahung des ,lebens zugunsten seiner ,steigerung und ,verneinung des ,lebens zugunsten des ,seelenheils3 das waren fr ,nietzsche sich ausschlieende ,gegenstze1 die von dem ,bekenner eine unbedingte ,entscheidung verlangten4 ,wohl kann der ,dramatiker seine ,knstlerliebe den ,vertretern der beiden ,kontraste in gleicher ,weise zuflieen lassen1 wie es bei ,wagner in der ,tat der ,fall ist1 und in dem einen ,werk den ,sieg des selbstherrlichen ,individuums -- man denke an ,walter ,stolzing und ,siegfried -- feiern und im anderen ,werk im ,gegensatz hierzu -- man denke an ,tannhuser und ,parsifal -- die ,aufgebung der ,persnlichkeit zugunsten einer metaphysischen ,alleinheit darstellen2 aber damit wird die ,frage nicht ausgeschieden1 wozu er und seine ,kunst sich letzten ,endes bekennen4 ,nietzsche glaubte bei ,wagner an die ,bejahung des ,lebens im ,sinne der ,antike4 ,er vermeinte1 seine ,kunst knne den ,deutschen das abgestandene ,christentum vllig verleiden1 seine deutsche ,mythologie knne sich als abschwchend erweisen und an ,polytheismus gewhnen4 ,aber nicht erst die ,einsicht in die christlichen ,tendenzen ,wagners fhrte ,nietzsches ,abwendung herbei1 sondern diese vollzog sich auf sthetischem ,gebiet4 ,kunst im ,sinne der antiken ,tragdie oder modernes ,theater8 ,das war die entscheidende ,frage4 ,geburt einer apollinischen ,vision aus dem dionysischen ,geiste der ,musik oder naturalistisch wirkender ,schein der ,szene1 der sich die ,musik unterwirft8 ,wird der szenische ,vorgang knftig in seinem eigentlichen ,wesen nur eine ,verbildlichung der tiefinnerlichen ,vorgnge sein1 wie wir sie in den ,symphonien ,beethovens erleben1 oder bestimmen umgekehrt ,szene und ,snger den ,charakter der ,musik8 ,schon als ,wagner in der ,hinzuziehung des ,chorgesanges in der ,neunten ,symphonie ein feierliches ,bekenntnis ber die ,grenzen der absoluten ,musik und eine ,erlsung zur allgemeinen ,kunst sah1 nannte ,nietzsche diese ,auffassung einen ungeheueren sthetischen ,aberglauben2 denn nicht nach dem unverstndlich bleibenden ,wort1 sondern nach dem angenehmeren und freudevolleren ,laut habe der ,symphoniker begehrt4 ,diesem ,ausspruch kommt symptomatische ,bedeutung zu2 denn sie beweist1 da ,nietzsche niemals1 auch nicht zur ,zeit seiner wrmsten ,wagnerverehrung1 in einer gleichberechtigten ,vereinigung der ,knste im ,theater an sich ein ,ziel sah1 das den hohen ,wert der absoluten ,musik berrage4 ,whrend ,wagner den ,dichter als ,erzeuger und die ,musik als ,gebrerin bezeichnete und somit ,dichtkunst und ,musik in seinen ,werken als gleichwertig anerkannt wissen will1 sah ,nietzsche in dem ,umstand1 da der ,text bei ,wagner noch bestimmend auf die ,musik wirkt1 nur eine ,nachwirkung der ,operntendenz und nannte die ,forderung eines dramatischen ,sngers1 der die ,musik alteriere1 an sich eine ,unnatur4 ,nur wenn wir uns ,nietzsches entschiedene ,antipathie gegen alles ,theatralische in voller ,deutlichkeit vorstellen1 knnen wir das wahre ,bild seiner ,anschauung gewinnen4 ,dann aber lautet das ,problem fr uns nicht mehr1 wie konnte ,nietzsche zum ,gegner ,bayreuths werden1 sondern3 wie war es mglich1 da er nicht von ,anfang an sich seines ,gegensatzes bewut wurde8 ,die ,erklrung hierfr ergibt sich aus fnf ,umstnden3 ,nietzsche wute sich eins mit ,wagner in der ,verehrung ,schopenhauers4 ,er fand bei ,wagner die gleiche ,geringschtzung fr das1 was die ,gebildeten in ,deutschland irrtmlich ,kultur nannten und was ,wagner als ,kriegszivilisation bezeichnete4 ,er begeisterte sich fr ,tristan und ,isolde1 als er dieses ,werk1 das dem ,theatralischen am fernsten steht1 zunchst aus dem ,klavierauszug kennen lernte und dann in ,mnchen unter ,blows ,leitung hrte4 ,sein persnlicher ,verkehr mit ,wagner lie vor ihm das ,bild des ,genius erstehen1 in dessen ,dienst sich zu stellen nach ,schopenhauer als vornehmste ,aufgabe dessen gilt1 der die kulturelle ,entwicklung seines ,volkes frdern will4 ,und endlich3 er gab sich dem ,glauben hin1 in ,bayreuth werde eine neue ,kunstform als endgltiger ,sieg ber alle ,theatralik erstehen4 ,hier ergibt sich fr uns die ,frage3 ,wie dachte sich ,nietzsche diese ,kunstform8 ,wir wissen bereits1 da er die antike ,tragdie als eine aus dem ,geiste der ,musik erstandene ,vision einschtzte4 ,musik und ,mimus erschienen ihm als das ,wesentliche4 ,da auch ,wagner den allergrten ,wert auf das ,ansich-,verstndliche der ,handlung1 also auf den ,mimus1 legte1 kam ,nietzsche zu dem ,schlu1 ,wagner strebe unbewut eine ,kunstform an1 in der das ,urbel der ,oper berwunden sei1 nmlich3 die allergrte ,symphonie1 deren ,hauptinstrumente einen ,gesang singen1 der durch die ,handlung versinnlicht werden kann4 ,deckte sich diese ,voraussetzung in der ,tat mit dem1 was ,wagner durch ,vereinigung aller ,knste als seine ,aufgabe erkannt hatte1 widersprach diese ,unterordnung des ,wortes nicht grundstzlich seinem ,ziel8 ,wir drfen es uns versagen1 von uns aus diese ,frage zu beantworten1 denn ,nietzsche selbst wurde sich der ,gegenstzlichkeit seiner ,anschauung zu der ,wagners mit wachsender ,deutlichkeit bewut4 ,so ergaben sich fr ihn nur zwei ,mglichkeiten4 ,entweder er bekehrte sich zu dem ,ziel ,wagners1 oder er gestand sich ein3 hier scheiden sich unsere ,wege4 ,da seiner ,natur nur diese letztere ,entscheidung offen stand1 wird uns klar1 wenn wir beachten1 mit welchem ,eifer er den widerwrtigen ,anblick des ,sngers betonte1 sich gegen die ,falschheit des ,begriffes dramatische ,musik auflehnte1 und welche symptomatische ,bedeutung er dem ,widerstand beima1 dem ,wagners ,streben begegnete1 und darin nicht mehr ,unverstndnis1 sondern instinktive ,abneigung sah4 ,einsicht und ,wunsch lagen lngst miteinander im ,streite1 ehe er sich dessen bewut wurde4 ,sein ,sehnen und tiefinnerliches ,seelenbedrfnis waren darauf gerichtet1 in hingebender1 wohl aber die ,selbstndigkeit des ,urteils bewahrender ,freundschaft gemeinsam mit ,wagner den ,kampf fr eine ,regeneration des deutschen ,wesens zu fhren4 ,reichere ,lebenserfahrung lie ,wagner viel frher als ,nietzsche die ,gefahren ahnen1 die ihrer ,freundschaft aus den unterbewuten ,gegenstzlichkeiten ihrer ,anschauungen drohten4 ,immer wieder ergaben sich gelegentliche ,mihelligkeiten1 die in den ,biographien ,nietzsches meist nur als unbegrndete ,miverstndnisse beurteilt werden4 ,frau ,frster erklrt sie aus einem ,hang zum ,mitrauen bei ,wagner1 aber wenn wir in die ,tiefe blicken1 ergibt sich uns eine dumpfe ,empfindung ,wagners fr ,nietzsches ,gegenstzlichkeit zu seiner eigenen ,natur und wohl auch zu seinem hohen ,ziele4 ,wohl lie auch ,nietzsche das ,theater als einzige ,basis zu einer knstlerischen ,regeneration der ,massen gelten2 aber als das ,bayreuther ,unternehmen whrend der nchsten ,jahre zu scheitern drohte1 da drngte ihn seine leidenschaftliche ,wahrheitsliebe dazu1 wenigstens sich selbst ,rechenschaft darber zu geben1 warum es also sei4 ,aus seinem ,nachla wissen wir1 da er sich damals1 im ,jahre #ahgd1 also zwei ,jahre vor den ersten ,bhnenfestspielen1 zugestand1 was alles ihn an ,wagner fremd anmutete4 ,er sah in ,wagner einen versetzten ,schauspieler1 der den ,menschen nur als den wirksamsten und wirklichsten nachahmen will3 im hchsten ,affekt1 und gelangt in diesen niedergeschriebenen ,selbstgesprchen1 ungemein charakteristisch fr seine antitheatralische ,natur1 zu dem ,ausruf3 ,das ,berauschende1 das ,sinnliche1 ,ekstatische1 das ,pltzliche1 das ,bewegtsein um jeden ,preis -- schreckliche ,tendenzen6 ,schon sieht er auch in ,wagners ,theatralik1 die tapfer gegen eine kunstwidrige ,zeit ankmpft3 ,gift gegen ,gift4 ,man mu sich diese widerstreitenden ,gefhle und ,gedanken veranschaulichen1 um zu begreifen1 wie schwer es ,nietzsche fiel1 seine vierte unzeitgeme ,betrachtung zu vollenden3 ,richard ,wagner in ,bayreuth4 ,wagners ,lebenslauf war ihm aus dessen in wenigen ,exemplaren fr seine ,freunde gedruckter ,selbstbiographie bekannt1 er lernte dort einen heftigen ,willen in jher ,strmung kennen und meinte1 mit einem engen ,geiste verbunden1 htte ein solcher ,wille bei seinem schrankenlosen tyrannischen ,begehren zum ,verhngnis werden knnen2 aber er kannte1 dank der ,werke und seinem persnlichen ,verkehr1 auch die schpferische schuldlose1 lichtere ,sphre im ,wesen ,wagners und vergegenwrtigte sich den ,widerstreit und die erschtternden tragischen ,konflikte1 die aus ,wagners ,doppelnatur folgten1 um die ,ausdauer zu bewundern1 mit der er seinem hheren ,selbst ,treue hielt1 das ,gesamttaten seines vielstimmigen ,wesens verlangte4 ,aber immer wieder kommt dabei der ,widerspruch seiner eigenen ,natur gegen jede ,hingebung an den ,affekt zum ,vorschein und lt uns die innere ,abkehr von ,bayreuth auf das strkste miterleben4 ,sie bedeutet zugleich ,nietzsches ,abkehr von seiner seitherigen hohen ,einschtzung der ,kunst berhaupt4 ,er fragt sich1 welche ,aufgabe ist der modernen ,kunst zugewiesen1 und antwortet3 ,stumpfsinn oder ,rausch6 ,so oder so verlangt die moderne ,seele wenigstens fr ,augenblicke das ,gewissen zum ,nichtwissen zu bringen4 ,die ,kunst soll ihm nicht etwa zur ,unschuld zurckverhelfen1 sondern nur ber das ,gefhl der ,schuld hinweghelfen4 ,wer die unentweihte ,heiligkeit der ,kunst1 wie die ,griechen sie besaen1 wiederherstellen wollte1 der mte sich selber erst von der modernen ,seele befreit haben4 ,wie verrterisch ber seine aus der ,tiefe aufsteigenden ,widersprche klingen die ,worte3 ,indem der ,betrachtende scheinbar der aus- und berstrmenden ,natur ,wagners unterliegt1 hat er an ihrer ,kraft selber ,anteil genommen und ist so gleichsam durch ihn gegen ihn mchtig geworden2 und jeder1 der sich genau prft1 wei1 da selbst zum ,betrachten eine geheimnisvolle ,gegnerschaft1 die des ,entgegenschauens gehrt4 ,noch lehnt er nicht den dithyrambischen ,dramatiker ab1 noch erachtet er sich hierzu nicht berechtigt1 denn zunchst gilt es1 ,bayreuth zur ,tat werden zu lassen1 aber schon drngt sich ihm die ,frage auf3 wieso vermag die ,kunst zu einer ,gefahr zu werden8 ,er antwortet3 ,wenn der ,genieende die ,kunst so ernst nimmt1 wie es nur der ,schaffende darf und vermag1 liegt die ,versuchung nahe1 das ,leben selbst zu leicht zu nehmen4 ,die berschtzung der ,kunst steigert die ,sehnsucht nach der ,hhe1 aber sie lhmt die ,sehnsucht aus der ,hhe nach der ,tiefe1 das liebende ,verlangen zur ,erde 7,freunde bleibt der ,erde treu67 und zum ,glck der ,gemeinsamkeit4 ,wohl wehrte sich ,wagner mit ,energie gegen jede ,art von ,kunst1 die sich nur als ,luxus gibt1 und strebte die ,sprache des einzigen bisherigen ,knstlers zu sprechen1 des dichtenden ,volkes2 wohl gelang es ihm in ,tristan und ,isolde das eigentliche ,opus metaphysicum aller ,kunst zu schaffen1 in den ,meistersingern die wahre deutsche ,heiterkeit aufsprieen zu lassen1 die der ,gegenwart fehlt1 aber ,werk um ,werk wurde von der ,zeit nur als ,mittel zur ,befriedigung ihrer ,scheinbedrfnisse genommen2 wohl schienen ernsthafte ,freunde eine unterirdische ,bewegung vieler ,gemter anzukndigen und damit vielleicht den ,keim einer in ferner ,zukunft vollendeten wahrhaft menschlichen ,gesellschaft4 ,wird diese ,bewegung sich wirklich als mchtig genug erweisen1 die ,kunst in den ,dienst eines neu zu gestaltenden ,lebens zu stellen8 ,davon1 wie sich diese ,frage beantworten wird1 hngt fr ,nietzsche nicht nur die ,bedeutung ,bayreuths1 sondern auch der ,kunst als solcher fr unsere ,zeit ab4 ,jedes ,kunstwerk widerspricht sich selbst1 wenn es sich nicht in seinem wahren ,sinne zu verstehen geben kann4 ,damit ein ,ereignis ,gre habe1 mu zweierlei zusammenkommen3 der groe ,sinn derer1 die es vollbringen1 und der groe ,sinn derer1 die es erleben4 ,bleibt dieser ,zusammenklang aus1 so ist auch das ,werk verurteilt1 denn an sich hat kein ,ereignis ,gre4 ,erst indem es seinen gewollten ,zweck erreicht1 wird es ,erfllung4 ,nur wenn in ,bayreuth der aus dem ,geiste der ,musik heraus miterlebende ,zuhrer1 nicht aber der sentimentalische ,zuhrer1 der als moralisches ,wesen dem ,affekt gehorcht1 ber den ,erfolg entscheidet1 nur dann erfllt es seinen ,zweck4 ,denn jedes ,theater als solches bedeutet als ein fr die ,massen ,zurechtgebogenes ein ,unterhalb der ,kunst4 ,das ,theater darf nicht ,herr ber die ,knste werden6 ,also glaubend und zweifelnd1 hoffend und frchtend1 fhlte sich ,nietzsche verpflichtet1 fr ,bayreuth mit warmherziger ,beredsamkeit1 mit tiefgrndiger ,begeisterung werbend und frdernd einzutreten und seinem ,bedenken1 ob vom ,theater aus die ,kunst zu regenerieren sei1 ein fnfjhriges pythagoreisches ,schweigen aufzuerlegen4 ,erst mute das ,werk zur ,tat werden1 mute es von der ,bhne herab in voller ,lebendigkeit zeigen1 ob es nicht doch die berufene ,zuhrerschaft fnde und sich als ,morgenweihe des ,kampfes um die ,kultur zu bewhren vermge4 ,krankheit verhinderte ,nietzsche1 #ahge ,wagners ,einladung zu folgen und den ,studien und ersten ,proben beizuwohnen4 ,so kam er erst #ahgf zu den ersten ,bhnenfestspielen nach ,bayreuth -- und fand sich auf das tiefste enttuscht6 ,nein1 das war nicht das von ihm in hchster ,idealitt erhoffte ,fest1 dem nur ,berufene1 unzeitgeme ,menschen1 ideale ,zuschauer beiwohnten1 sondern ,wagner hatte1 durch die finanziellen ,nte gezwungen1 die ,pforten des ,hauses auch den ,neugierigen und ,schlechtgesinnten ffnen mssen4 ,diese gaben in ,nietzsches ,augen dem ,fest das ,geprge4 ,auch zu ,wagners ,leidwesen4 ,das ursprnglich projektierte ,unternehmen ist also eigentlich vollkommen gescheitert1 schrieb er schmerzerfllt schon vor den ,festspielen an meinen ,vater im ,hinblick auf die ,notwendigkeit1 auer den ,patronen auch ,neugierige zuzulassen4 ,wagner vermochte einen ,trost darin zu finden1 da es ihm trotz aller ,migunst der ,verhltnisse gelungen war1 das groe ,beispiel einer stilgemen ,auffhrung seines ,werkes zu ermglichen 7,o ,freund ,heckel1 es war doch gut67 ,nietzsche aber sah nur das ,scheitern seiner aufs hchste gespannten kulturellen ,hoffnungen4 ,nun bedeutete auch das ,werk selbst nicht mehr fr ihn die allergrte ,symphonie1 sondern die groe ,oper4 ,wagner vermochte sich immerhin der ,wirkung auf die wahrhaft ,berufenen erfreuen1 ,nietzsche sah nur die ,heftigkeit der ,nervenwirkung auf die ,unberufenen4 ,der berauschende ,einflu der ,musik1 den er schon vorher als verhngnisvoll befrchtete1 entsprach in keiner ,weise der ,migung der ,alten1 welche ihm als der menschlichen ,natur gem galt4 ,er schauderte vor dem ,naturalismus der ,gebrde1 des ,gesanges im ,vergleich zum ,orchester4 ,gewi1 ,wagners ,werk blieb das hchste1 was die moderne ,kunst zu bieten vermochte1 aber es bedeutete nicht ein allgemeines ,bad der ,seelen4 ,dort erwacht der neue ,genius1 dort entfaltet sich ein ,reich der ,gte6 hatte ,nietzsche als ,idealist in glhender ,begeisterung verkndigt1 und nun sah er seine ,erwartungen enttuscht1 seine schnsten ,hoffnungen vernichtet1 vorzeitig reiste er von ,bayreuth ab 444 sein ,auge war mit ,trnen erfllt4 ,der ,positivist ,die innere ,tendenz1 unmittelbar eine vllige ,harmonie zwischen dem spekulativen und dem ttigen ,leben herzustellen1 mu schlielich als das glckliche ,vorrecht des positiven ,geistes betrachtet werden4 ,comte4 ,wo wir liebend verehren1 erscheint es unserem ,gefhl als ,frevel1 nchtern erkennen zu wollen4 ,das ist gut so4 ,denn zur ,liebe gehrt die ,scham und ,achtung vor der ,atmosphre1 welche die verehrte ,person oder ,sache umgibt4 ,was dem ,enthusiasten als ,wahrheit erscheint1 gilt dem ,zyniker als ,illusion4 ,aber vielleicht nur darum1 weil ihm das ,organ zu wesenhafter ,einfhlung1 das die ,liebe besitzt1 mangelt4 ,wir knnen und drfen nicht immer so werten1 wie wir ohne ,ehrfurcht erkennen2 denn solche ,erkenntnis erweist sich unter ,umstnden als lebensfeindlich4 ,der ,duft einer ,blume lt sich nur zerstren1 indem wir die ,blume selbst vernichten4 ,den ,wert der ,illusion fr das ,leben mit gutem ,gewissen zu verteidigen1 bleibt also eine ,aufgabe fr jeden1 der das ,leben als solches schtzt4 ,wie aber nun1 wenn unsere hchste ,liebe und ,verehrung der ,erkenntnis selbst gilt8 ,mssen wir dann nicht aus ,liebe jedem anderen ,gefhl verehrender ,illusion zu ,leibe rcken1 also doch die ,atmosphre durchbrechen8 ,wir mssen es sowohl in der ,erforschung des ,nicht-,ichs als auch gegenber uns selbst4 ,ein ,zwang voll verhngnisvoller ,tragik3 ,selbstkenner -- ,selbsthenker4 ,bei ,nietzsche hat sich diese ,tragik in erschtternder ,weise vertieft2 denn seine ,liebe gilt nicht nur der ,idee der ,erkenntnis1 sondern gleichzeitig der ,illusion des ,lebens4 ,nur wer das ,problem1 das dieser ,zwiespalt darbietet1 in seiner ,tiefe fhlt und denkt1 begreift1 welche ,anforderung es an ,nietzsche stellte4 ,der unreinlich denkende ,mensch hilft sich durch ,kompromisse2 der reinlich scheidende mu seine ,meinungen wechseln1 wie man abgetragene ,kleidungsstcke wechselt4 ,aber gerade dieser ,wechsel von berzeugungen aus berzeugung1 diese ,untreue aus ,treue bleibt den meisten ,menschen versagt4 ,nur wo dieser hchste ,heroismus einer radikalen ,entscheidung vorhanden ist1 erblickt ,nietzsche ,seinesgleichen4 ,das ist der tiefe ,sinn seines ,wortes3 ,nur wer sich wandelt1 bleibt mit mir verwandt4 ,glaube daher niemand1 ,nietzsche1 den ,menschen und ,denker1 zu kennen1 dem sich nicht in voller ,bedeutung dieser ,heroismus erschliet1 der ,nietzsche zu einer tragischen ,erscheinung von seltener ,gre machte4 ,nach ,protagoras ist der ,mensch das ,ma aller ,dinge4 ,die ,wahrheit ist etwas ,relatives4 ,das heit3 sie ist nur gltig im ,verhltnis und im ,vergleich zu etwas4 ,es gibt keine absolute1 von solchen ,vergleichen unabhngige ,wahrheit4 ,die einzige ,mglichkeit1 die blind schauende ,liebe und die sehend geblendete ,erkenntnis zu einer ,einheit zu verbinden1 bot sich ,nietzsche durch die ,einsicht in die ,relativitt aller menschlichen ,wertungen4 ,radikaler ,relativismus1 so paradox diese ,bezeichnung klingen mag1 wurde sein ,ziel4 ,sein ,ziel1 aber nicht etwa die gegebene ,voraussetzung4 ,und darum erforderte es ,kmpfe1 die sich in seinem ,wesen erschtternd abspielten und in seinen ,werken mit wuchtiger ,leidenschaft zum ,ausdruck gelangten4 ,er hat1 solange die idealistische ,verehrung in ihm die bermacht hatte1 ,schopenhauer und ,wagner im ganzen bejaht und im einzelnen verneint1 und er hat1 als der positivistische ,erkenntnistrieb die bermacht erlangte1 ,schopenhauer und ,wagner im ganzen verneint1 aber im einzelnen bejaht4 ,darin lag keinerlei friedsam vermittelnde ,willkr1 sondern eine kriegerisch entscheidende ,notwendigkeit1 um seinem relativistisch wertenden ,selbst den ,sieg zu bereiten4 ,man verwechsle jedoch ,relativismus nicht mit ,objektivitt4 ,diese will die ,stimme des ,subjekts ausschalten1 jener will beide ,stimmen harmonisch vereinigen4 ,man macht es sich zu leicht1 wenn man nur zwei polar verschiedene ,perioden1 jene der ,verehrung und jene der ,erkenntnis1 bei ,nietzsche unterscheidet und nicht da wie dort das vorherrschende ,streben nach dem ,indifferenzpunkt der beiden ,pole erkennt1 also das ,verlangen nach einem ,bogen ber den ,gegenstzen1 im ,auge behlt4 ,sein ,verhltnis zu ,schopenhauer und ,wagner bietet die aufflligsten1 aber nicht die einzigen ,beispiele freundlich-feindlich abwgender ,urteile4 ,im ,jahre #ahgj erhielt ,nietzsche von seiner ,schwester die ,werke von ,la ,bruyre und ,vauvenargues und von ,frau ,wagner die ,werke von ,montaigne zum ,geschenk4 ,die ,wirkung der franzsischen ,moralisten auf ihn war eine auerordentliche4 ,nicht nur da er bei ihnen den ,aphorismus schtzen lernte1 sondern er fhlte sich bei den ,genannten unter ,einschlu von ,fontenelle und ,chamfort dem ,altertum nher als bei irgendwelcher ,gruppe anderer ,vlker4 ,sie bedeuteten ihm ein wichtiges ,glied der groen und fortdauernden ,kette der ,renaissance4 ,nietzsche schtzte ihre ,helligkeit und zierliche ,bestimmtheit1 sowie den franzsischen ,witz des ,ausdrucks4 ,sie haben ohne ,zweifel den kristallhellen ,stil seiner ,aphorismen gnstig beeinflut4 ,bereits in seiner dritten ,unzeitgemen ,betrachtung schrieb ,nietzsche3 ,ich wei nur noch einen ,schriftsteller1 den ich betreff der ,ehrlichkeit ,schopenhauer gleich1 ja noch hher stelle3 das ist ,montaigne4 ,da ein solcher ,mensch geschrieben hat1 dadurch ist wahrlich die ,lust auf dieser ,erde zu leben vermehrt worden4 ,montaigne war ,relativist1 so gut wie ,goethe4 ,als ,relativist bewhrt sich auch ,nietzsche in seiner ,beurteilung der franzsischen ,moralisten4 ,bei aller ,achtung vor ihrer feinsinnigen ,behandlung subtiler ,probleme1 tritt doch seine ,gegenstzlichkeit1 besonders in der ,frage des ,pessimismus1 zutage4 ,bei ,la ,bruyre empfand er widerstrebend eine aus der untergeordneten gesellschaftlichen ,stellung entspringende ,gedrcktheit1 bei ,fontenelle bezweifelte er1 ob dem ,autor nicht selbst seine unsterblichen ,totengesprche als ,parodien eines unbedenklichen ,witzes galten1 bei ,chamfort beklagte er1 da der ,instinkt der ,rachsucht1 als mtterliches ,erbe1 sich strker erwies als seine ,weisheit und ihn in der ,revolutionszeit das ,gewand des ,pbels anziehen lie1 als seine ,art von hrener ,kutte1 und bei dem vornehmsten aller ,menschenverchter1 bei ,la ,rochefoucauld1 schtzte er wohl die klare ,erkenntnis der ,triebfedern der menschlichen ,seele1 verwarf aber ihre christlich verdsterte ,beurteilung4 ,diese ,aussprche sind zum ,teil im ,buch fr freie ,geister ,menschlich-,allzumenschliches enthalten1 dessen ,betrachtung dieses ,kapitel gewidmet ist4 ,sie zeigen uns ,nietzsche als den feinen ,psychologen1 der sich jeder absoluten ,wertung gegenber skeptisch verhlt und stets fragt1 wahr -- inwiefern8 frei -- wozu8 gut -- fr wen und was8 ,das ,buch ist in der ,hauptsache in ,sorrent entstanden4 ,dort verlebte ,nietzsche bald nach den ,bayreuther ,festspielen mehrere ,monate gemeinsam mit ,malwida von ,meysenbug1 der ,verfasserin der ,memoiren einer ,idealistin1 mit ,dr4 ,paul ,re1 dem ,autor der ,psychologischen ,beobachtungen1 und dem jungen ,dichter ,albert ,brenner4 ,er hatte sich aus ,rcksicht auf seine ,gesundheit1 die fortgesetzt durch heftige ,migrneanflle beeintrchtigt wurde1 von der ,baseler ,universitt ein ,jahr ,urlaub gewhren lassen4 ,ein in ,bayreuth neu gewonnener ,freund1 ,freiherr von ,seydlitz1 kam ebenfalls nach ,sorrent4 ,ferner besuchte ihn dort ,dr4 ,michael ,georg ,conrad1 der bei seiner ,witterung fr unabhngige ,geister auch ,nietzsche frhzeitig entdeckte4 ,im ,menschlichen-,allzumenschlichen vollzieht sich die ,abkehr ,nietzsches vom ,genie zum ,weisen1 von der monarchischen ,kunst zur republikanischen ,wissenschaft1 von der idealistischen ,metaphysik zum realistischen ,positivismus4 ,der ,positivismus beschrnkt sich1 wie schon sein ,name besagt1 auf das1 was erfahrungsmig als positiv gegeben ist4 ,er lt keinen ,raum fr religise und metaphysische ,hintergrnde4 ,er hat vor allem in ,frankreich durch ,comte und in ,england durch ,mill und ,spencer seine philosophische ,bedeutung erlangt4 ,mit unerbittlicher ,strenge prfte ,nietzsche als ,positivist sich selbst und alles1 woran sein ,herz hing4 ,aber nicht die ,freude an der ,forschung allein befriedigte ihn1 sondern es verlangte ihn nach ,vogel-,freiheit1 ,vogel-,umblick1 ,vogel-bermut4 ,er sagt ,schopenhauers ,willen zur ,moral und ,wagners ,romantik die ,gefolgschaft auf und sucht sich hoch ber alle ,unbedingtheit zu erheben und sich von aller ausschlieenden ,verehrung zu befreien4 ,als das ,wegstoen des ,angenehmsten1 oft des ,verehrtesten interpretierte er spter dieses ,vorgehen4 ,die ,vorstellung der ,entwicklung auf den ,spuren ,darwins gewinnt nunmehr ,macht ber ,nietzsche4 ,er fordert ganz im ,sinne der ,naturwissenschaft historisches ,philosophieren4 ,dieses soll grundstzlich von aller ,metaphysik absehen und uns lehren3 was jetzt uns ,menschen ,leben und ,erfahrung heit1 ist allmhlich geworden und noch vollstndig im ,werden begriffen4 ,es hat sich bisher unbewut entwickelt und seine ,frderung vor allem bei der ,religion und der ,kunst gesucht4 ,nun aber1 indem ,nietzsche die ,bedeutung der ,wissenschaft fr die ,kultur betont1 stellt er uns vor eine wichtige ,entscheidung4 ,er sagt3 die ,menschen knnen und sollen nunmehr mit ,bewutsein beschlieen1 sich zu einer neuen ,kultur fortzuentwickeln4 ,um das zu vermgen1 mssen sie volle ,klarheit gewinnen1 was der kulturellen ,steigerung des ,lebens schadet1 was ihr ntzt4 ,die ungeheuere ,aufgabe der groen ,geister der ,gegenwart und ,zukunft liegt darin1 die ,bedingungen der ,kultur zu erkennen4 ,die ,philosophie soll also die ,religion ablsen4 ,vermag sie das8 ,nietzsche sagt3 sie kann es1 indem sie deren berechtigte ,bedrfnisse erfllt und deren irrtmliche beseitigt1 wie christliche ,seelennot1 ,seufzen ber innere ,verderbtheit1 ,sorge um das ewige ,heil4 ,die ,kunst vermag dabei nur den bergang zu vermitteln1 indem sie das mit ,empfindungen berladene ,gemt erleichtert4 ,worte wie ,pessimismus und ,optimismus verlieren vor diesem ,forum ihre ,berechtigung1 denn sie entstammen einer theologischen ,auffassung der ,welt4 ,sowohl der schimpfenden wie der verherrlichenden ,weltbetrachtung mssen wir uns enthalten2 dafr aber bewut forschen und fachlich prfen wie der ,chemiker4 ,die psychologische ,beobachtung wird von ,nietzsche nunmehr als ,notwendigkeit erkannt1 denn die grten philosophischen ,irrtmer sind nur darum entstanden1 weil die psychologische ,analyse bisher fehlte4 ,es gilt das ,menschliche-,allzumenschliche blozulegen1 um so zu dem ,ursprung unserer ,gesinnungen und ,handlungen zu gelangen4 ,solche ,prfungen befhigen uns nicht nur1 das ,schdliche zu meiden1 sondern sie fhren auch zu positiven ,ergebnissen1 die geeignet erscheinen1 uns aufzurichten4 ,wir gelangen auf diesem ,wege zu einer souvernen ,beurteilung des ,lebens4 ,so wenn uns ,nietzsche lehrt3 die ,bosheit hat nicht den ,schmerz des andern an sich zum ,ziele1 sondern die beiden ,gesichtspunkte ,notwehr und ,selbsterhaltung gengen1 um uns zu erklren1 da auch der ,mensch1 der uns als boshaft erscheint1 im ,grunde nur fr sich ,lust will oder ,unlust abzuwehren strebt4 ,sagen wir uns1 da alles mit ,notwendigkeit geschieht1 so fhrt uns die ,folgerung der ,unverantwortlichkeit des ,menschen dazu1 ber die ,begriffe der ,schuld und ,sndhaftigkeit umzulernen4 ,bei solchem ,umlernen gelangen wir zu der ,einsicht3 bse ,handlungen lassen sich mit gleichem ,recht als vergrberte gute bezeichnen1 wie wir uns gute als sublimierte bse erklren mssen4 ,aber auch wo der ,einblick in die ,untergrnde fehlt1 sind wir nicht zur ,resignation verurteilt2 denn bei einem bel1 dessen ,ursache wir nicht zu heben vermgen1 bleibt unserem ,lebensmut immer noch die ,mglichkeit1 es in ein ,gut umzudenken1 dessen ,nutzen vielleicht erst spter ersichtlich wird4 ,aber solche ,lebensweisheit1 verbunden mit der ,energie1 sie in die ,tat umzusetzen1 erwirbt sich nur1 wer sich die ,zeit nimmt1 ber sich und das ,leben nachzudenken4 ,beamte1 ,kaufleute1 ,gelehrte sind meist nur als ,gattungswesen ttig1 nicht als ganz bestimmte einzelne und einzige ,menschen2 als solche sind sie faul4 ,auch gilt es nicht nur die ,selbsterkenntnis zu pflegen1 sondern auch zielbewut den ,willen nach der ,entfaltung des eigenen ,selbst zu richten4 ,hher noch als das ,wort3 ,erkenne dich selbst6 mu uns die ,mahnung stehen3 ,wolle dich selbst6 ,durch die ,mue1 die sie uns gewhrt1 gewinnt selbst eine ,krankheit ,wert2 denn sie frdert das ,nachdenken ber uns selbst und bestimmt uns so1 unsere ,anschauungen zweckmig zu gestalten4 ,man mu feste ruhige ,linien am ,horizonte seines ,lebens haben1 gleichsam ,gebirgs- und ,waldlinien1 sonst hat man kein ,glck und gibt kein ,glck4 ,aber selbst gegen das ,glck wehrt sich gar oft unsere ,lebensverkennung4 ,wir schtzen in unserer ,eitelkeit die ,auszeichnung1 welche im ,unglck liegt1 so hoch1 da man gewhnlich protestiert1 wenn uns jemand glcklich nennt1 als ob es ein ,zeichen von ,flachheit1 ,anspruchslosigkeit1 ,gewhnlichkeit sei1 sich glcklich zu fhlen4 ,zur bewuten ,prfung unserer ,lebensfhrung gibt uns ,nietzsche in seinen ,aphorismen in dieser ,weise eine ,flle von ,hinweisen1 die uns lehren1 wie wir uns von unseren seelischen ,hemmungen zu befreien vermgen1 um jenen ,kosmopolitismus des ,geistes anzustreben1 welcher ohne ,anmaung sagen darf3 nichts ,geistiges ist mir mehr fremd4 ,wir suchen dabei vergeblich nach einer ,anpreisung der ,kunst2 denn die leidenschaftliche ,hinwendung zu ihr auf ,kosten anderer ,faktoren der ,kultur lie den ,pendelschlag seiner ,schtzung nach der ,krisis von ,bayreuth in entgegengesetzter ,richtung zur kritischen ,abwendung von der ,kunst gelangen4 ,doch drfen wir hierin keinen widerspruchsvollen ,umschlag seiner wesenhaften ,anschauung sehen1 wie es bei oberflchlicher ,betrachtung so oft geschieht4 ,sein ,blick war und blieb auf die ,kultur gerichtet4 ,der nunmehr erworbene hhere ,standpunkt lie ihn nach einer als ,heilmittel gegen die ,gefahren der ,kunst dienenden ,ergnzung ausschauen4 ,er fand sie in einem ,kultus der ,kultur1 welche auch dem ,stofflichen1 ,unvollkommenen1 ja dem ,bsen und ,furchtbaren eine verstndnisvolle ,wrdigung und das ,zugestndnis1 da dies alles ntig sei1 zu schenken wei4 ,die ,melodie kann des ,grundbasses nicht entbehren1 lehrt uns ,nietzsche als ,musiker und ,denker4 ,behalten wir die ,tendenz solcher ,ausbalancierung im ,auge1 so sehen wir der vertikal aufsteigenden ,strenge im ,ideale des ,schopenhauerschen ,menschen nunmehr eine horizontal sich ausbreitende ,duldsamkeit1 etwa im ,sinne ,goethes1 zugesellt4 ,die subjektive ,bewegtheit gefhlsmiger ,intuition vor der ,bayreuther ,krisis wird durch die objektive ,geruhsamkeit der historischen ,kritik ausgeglichen1 die ,glut instinktiven ,erfassens am ,eise intellektueller ,prfung gekhlt4 ,nietzsche will durchaus nicht verlstern1 was er ehemals verehrte1 sondern nur die ,relativitt solcher ,wertungen durch historische ,beleuchtung feststellen4 ,man mu ,religion und ,kunst wie ,mutter und ,amme geliebt haben -- sonst kann man nicht weise werden4 ,zuweilen1 wenn er trotzdem zu einseitiger ,beurteilung gelangt1 fordert er den ,leser selbst zur ,ergnzung auf4 ,so fgt er der ,behauptung1 das ,fortbestehen der ,kunst sei fr uns nur von ,nachteil1 denn ohne die ,kunst wrden die ,menschen mehr ,mue haben1 ber ihre ,arbeit nachzudenken und ber ,freuden1 die sie erweisen knnten1 die ,worte hinzu3 ,es gibt gewi manchen kraft- und sinnvollen ,leser1 der hier einen guten ,einwand zu machen versteht4 ,goethe htte ihm vielleicht geantwortet1 was er ,karoline ,herder auf eine hnliche ,bemerkung geschrieben hat3 ,warum soll man nicht alles verehren1 was das ,gemt erhebt und uns durchs mhselige ,leben hindurchhilft6 ,wenn ihr das ,salz wegwerft1 womit soll man salzen8 ,und gewi htte ,nietzsche auch die ,antwort gelten lassen1 da wir vermittels der ,kunst nicht etwa nur von uns weg1 sondern im ,gegenteil zu uns hin und ber uns hinaus streben4 ,menschliches-,allzumenschliches enthlt neben seiner ,flle unvergnglicher ,weisheitssprche ohne ,zweifel noch viele unreife ,frchte1 wie sich bei einem ,buche1 das erst den bergang von einem unkritischen ,enthusiasmus anbahnt1 von selbst versteht4 ,noch erscheint uns ,nietzsche hier vorherrschend als ,suchender4 ,das ,pathos1 da man die ,wahrheit habe1 gilt jetzt sehr wenig im ,verhltnis zu jenem freilich milderen und klangloseren ,pathos des ,wahrheit-,suchens1 welches nicht mde wird1 umzulernen und neu zu prfen4 ,da ,nietzsche sich selbst bewut war1 da alle erfahrungsmige ,erforschung nur eine ,ergnzung und ,berichtigung seiner frheren ,anschauungen bedeuten knne1 bekunden uns die in seinem ,nachla vorgefundenen ,worte1 welche er einer ,vorrede einzuverleiben gedachte3 ,ntig1 den ganzen ,positivismus in mich aufzunehmen und nun doch noch ,trger des ,idealismus zu sein4 ,der freie ,geist ,man tut das ,wahrste1 wenn man unter den jedes ,mal vorhandenen ,zielen das hchste verfolgt4 ,burckhardt4 ,man darf nicht alle ,einflle1 die ,nietzsche auerhalb systematischer ,zusammenhnge verffentlichte1 im eigentlichen ,sinne ,aphorismen nennen4 ,nur die in einer ganz bestimmten ziselierten ,kunstform sich darbietenden ,gedanken1 die ihre selbstherrliche ,abrundung oder ,zuspitzung gefunden haben1 sind als solche zu bezeichnen4 ,der erste ,teil von ,menschliches-,allzumenschliches1 in welchem hauptschlich ,einflle1 die ,nietzsche ursprnglich unter dem ,titel ,die ,pflugschar sammelte1 eine fast systematisch zu nennende ,zusammenstellung fanden1 enthlt viel weniger eigentliche ,aphorismen als der zweite ,teil1 der zwei ursprnglich selbstndige ,sammlungen ,vermischte ,meinungen und ,sprche und ,der ,wanderer und sein ,schatten umfat4 ,im ersten ,teil begegnen wir einer ,anordnung nach ,hauptstcken1 in die sich die einzelnen ,ausfhrungen zwanglos einfgen1 whrend die ,aphorismen des zweiten ,teils1 obwohl sie vielfach parallel jener ,einteilung des ersten zusammengestellt wurden1 sich viel selbstndiger geben und den ,charakter von ,sentenzen und ,maximen tragen4 ,sie zeigen uns ,nietzsche vor allem als feinsinnigen ,erforscher der menschlichen ,triebe und ,gefhle4 ,vielleicht hat die ,psychologie seinen ,anregungen weit mehr zu danken1 als sie sich dessen bewut ist4 ,erst durch ,nietzsches ,erkenntnis1 wie sehr alles relativ gewertet sein will1 wurde jene ,atmosphre geschaffen1 in der sie sich zu ihrer heutigen ,entwicklung zu entfalten vermochte4 ,der ,psychoanalytiker begegnete bei ,nietzsche bereits ,aussprchen1 die ihm heute als ,dogmen gelten4 ,so wenn ,nietzsche in dem ,aphorismus3 ,aus dem ,traume deuten sagt3 ,was man mitunter im ,wachen nicht genau wei und fhlt -- ob man gegen eine ,person ein gutes oder schlechtes ,gewissen habe -- darber belehrt vllig unzweideutig der ,traum4 ,zur ,prfung des ,tatschlichen1 wie sie die zweite ,periode seines ,schaffens aufweist1 wurde ,nietzsche jedenfalls in hohem ,grade durch ,f4 ,a4 ,langes ,geschichte des ,materialismus angeregt4 ,ihm verdankte er vielerlei4 ,voran die tiefere ,einsicht in ,kants ,entdeckung unserer ,anschauungsformen4 ,schon als ,student fate er1 was ihm ,lange hierber sagte1 in einem ,briefe an von ,gersdorff in drei ,stze zusammen4 ,die ,sinnenwelt ist das ,produkt unserer ,organisation4 ,aber dies gilt auch von unseren ,organen selbst4 ,unsere wirkliche ,organisation bleibt uns daher ebenso unbekannt wie die wirklichen ,auendinge2 denn wir haben stets nur das ,produkt von beiden vor uns4 ,diese ,erkenntnis mute mit der ,zeit dazu fhren1 ,schopenhauers ,ansicht1 das ,selbstbewutsein bermittle uns einen metaphysischen ,aufschlu1 zu verwerfen und ,nietzsche auf die positivistische ,prfung der ,organisation verweisen4 ,die ,aufgabe1 die er sich im ,menschlichen-,allzumenschlichen stellte1 ist daher so zu kennzeichnen3 ,es gilt1 um zum ,ursprung und der ,entwicklung der ,begriffe zu gelangen1 die physischen und psychischen ,voraussetzungen unserer ,organisation zu prfen1 und zwar nur im ,hinblick auf ihre ,tatschlichkeit1 die ,frage nach ihrem individuellen und sozialen ,wert aber auer acht zu lassen4 ,die ,nennung ,f4 ,a4 ,langes bietet uns ,veranlassung1 die umstrittene ,frage zu prfen3 hatte ,nietzsche ,stirner gelesen1 also dessen ,hauptwerk ,der ,einzige und sein ,eigentum gekannt8 ,erwhnt hat er ,stirner weder in seinen ,werken noch in seinen ,briefen4 ,auch liegt kein gltiges ,zeugnis vor1 da er je in ,gesprchen seinen ,namen nannte4 ,dagegen ermittelte ,overbeck die ,tatsache1 da er seinen ,schler ,baumgartner auf ,stirner aufmerksam gemacht hat4 ,nietzsche wute also doch von ,stirner4 ,wahrscheinlich wohl durch ,lange4 ,aus dessen ,buch erfuhr er1 da ,stirner am rcksichtslosesten und konsequentesten den ,egoismus gepredigt hat1 und weiterhin1 da ,stirner nicht nur jede sittliche ,idee verwarf1 sondern alles1 was sich als uere ,gewalt1 als ,glaube oder als bloer ,begriff ber das ,individuum und seine ,willkr stellt4 ,das also wute ,nietzsche4 ,aber dieses ,wissen um ,stirners ,existenz und seine ,verherrlichung des ,egoismus beweist noch nicht1 da ,nietzsche auch das ,werk ,stirners selbst in ,hnden gehabt hat4 ,wir mssen also schon nach inneren ,beweisgrnden ausschauen4 ,vielleicht da sie die ,frage entscheiden4 ,stirner und ,nietzsche sind die bedeutendsten bewuten ,frderer geistiger ,unabhngigkeit4 ,es besteht zwischen ihnen eine typische ,geistesverwandtschaft4 ,sie allein haben die uersten ,konsequenzen ihrer ,ideen ber die ,selbstherrlichkeit des ,individuums gezogen4 ,es ergeben sich daher viele ,berhrungspunkte4 ,trotzdem ist nirgends ein ,ausspruch ,nietzsches zu finden1 der auf eine ,vaterschaft ,stirners verwiese4 ,aber nicht nur die geistigen bereinstimmungen1 sondern auch die ,gegenstzlichkeiten sind augenfllig4 ,stirner lt durchaus nur den ,einzelnen als ,wirklichkeit gelten4 ,kein ,mensch ist einem anderen gleich4 ,jeder ist einzig4 ,jedem steht von ,natur das ,recht zu1 die ,welt als sein ,eigentum anzusehen und mit ihr und allen anderen ,menschen gem seiner ,natur und seinem ,ermessen zu verfahren4 ,mag jeder sich dagegen wehren1 so gut er es eben vermag4 ,nietzsche geht von einer ganz anderen berzeugung aus4 ,der ,mensch ist von ,ursprung an sozial veranlagt4 ,erst durch die ,kultur entwickelt er sich zu einer selbstherrlichen ,persnlichkeit4 ,fr ,nietzsche gilt somit das1 was ,stirner als natrliche ,voraussetzung annimmt1 nicht als ,voraussetzung1 sondern als kulturelles ,ziel4 ,das ergibt einen groen ,unterschied4 ,stirner verwirft den ,staat mit radikaler1 aber durchaus einseitiger ,konsequenz fr jeden ,menschen1 ohne die ,frage nach der ,fhigkeit zur ,selbstbeherrschung und ,selbstbestimmung zu stellen4 ,wie anders ,nietzsche4 ,dieser weist gerade dem ,staate die ,aufgabe zu1 das ,tier im ,menschen zu bndigen1 damit der ,mensch im ,menschen sich zu entfalten vermag4 ,nietzsche ist es um ,rangunterscheidungen zu tun1 bestimmt durch den ,persnlichkeitswert des ,einzelnen und den typischen ,wert der ,klassen2 ,stirner dagegen anerkennt keinerlei ,rangordnung4 ,stirner gelangte auf seinem ,wege zu einer hochgesinnten ,verherrlichung der ,anarchie4 ,nietzsche gelangte zu einer ebenso hochgesinnten ,verherrlichung des ,herren- und ,herrschertums1 das berufen ist1 die ,zgellosigkeit ungebndigter ,naturen niederzuhalten4 ,in ihren ,negationen begegnen sie sich zuweilen4 ,so wenn ,stirner schreibt3 ,nenne die ,menschen nicht ,snder3 du1 der du die ,menschen zu lieben whnst1 du gerade wirfst sie in den ,kot der ,snde 444 ,ich aber sage dir1 du hast niemals einen ,snder gesehen1 du hast ihn nur 444 getrumt4 ,so dachte auch ,nietzsche4 ,aber bei dem ,vergleich ihrer positiven ,forderungen ergibt sich nicht nur keinerlei bereinstimmung1 sondern eine entschiedene ,gegenstzlichkeit4 ,in keinem ,falle aber lassen sich ,belege dafr finden1 ,nietzsche msse ,stirner gelesen haben4 ,vielleicht gelingt es uns aber1 einen ,indizienbeweis fr die gegenteilige ,behauptung zu fhren4 ,immer hat ,nietzsche sich die ,grten als wrdige ,feinde erkoren4 ,nicht ,hinz oder ,kunz hat er als ,bildungsphilister gebrandmarkt1 sondern ,david ,friedrich ,strau2 nicht irgendeinen beliebigen ,universittsprofessor hat er angegriffen1 um den ,rationalismus zu treffen1 sondern ,sokrates1 und als es ihm darauf ankam1 sein ,hellenentum gegen das ,christentum auf dem ,gebiete der ,kunst ins ,feld zu fhren1 da hat er mit blutendem ,herzen sich ,wagner zum ,gegner umgewertet4 ,und dieses typische ,verlangen ,nietzsches nach einem wrdigen ,gegner sollte in diesem einen ,falle sich in das ,gegenteil verkehrt haben8 ,als ,nietzsche den ,pessimismus und ,anarchismus als verwandte ,ohnmachts- und ,verzweiflungslehren bekmpfte1 als er wrtlich sagte3 man darf zwischen ,christ und ,anarchist eine vollkommene ,gleichung aufstellen3 ihr ,zweck1 ihr ,instinkt geht nur auf ,zerstrung1 da soll er nicht dem charakteristischen ,reprsentanten des ,anarchismus den ,kampf angesagt haben1 trotz ,bekanntschaft mit seinem ,werke8 ,das widersprche jeder psychologischen ,voraussetzung4 ,nein1 ,nietzsche hat wohl von ,stirner gewut1 aber niemals sein ,buch gelesen4 -- ,nietzsche wollte ,menschliches-,allzumenschliches ursprnglich anonym verffentlichen1 um eine sachliche ,diskussion zu ermglichen und das ,zartgefhl seiner ,freunde zu schonen1 vor diesen selbst aber seine ,urheberschaft bekennen4 ,die offene ,redlichkeit1 mit der er sich selbst analysierte1 gab ihm das ,vertrauen ein1 da auch seine ,freunde sich gro genug erweisen wrden1 die gleiche ,freimtigkeit ber sich ergehen zu lassen4 ,so bezieht sich1 nach ,bernoulli1 der folgende ,ausspruch auf ,overbeck4 ,die meisten ,denker schreiben schlecht1 weil sie nicht nur ihre ,gedanken1 sondern auch das ,denken der ,gedanken mitteilen4 ,besonders reich ist das ,buch an solchen ,analysen ,wagners4 ,nietzsches ,abreise aus ,bayreuth -- wir wissen es bereits -- bedeutete fr ihn noch keine ,abwendung von der ,person ,wagners4 ,auch ,wagner hielt sich nach den ,festspielen in ,sorrent auf und es fanden etwa sechs ,zusammenknfte statt4 ,bei der letzten soll ,wagner dem ,freund seinen ,plan des,parsifal entwickelt haben2 zum ,schrecken ,nietzsches1 der ihn seither auf dem ,wege zum deutschen ,heidentum glaubte4 ,jedenfalls hat auch diese ,unterredung nicht zu einem offenen ,bruch gefhrt1 denn ,wagner schickte spter seine ,dichtung des ,parsifal an ,nietzsche mit der ,widmung3 ,meinem teueren ,freunde ,friedrich ,nietzsche4 ,richard ,wagner1 ,oberkirchenrat4 ,der humoristische ,zusatz lt wahrlich nicht an ein persnliches ,zerwrfnis glauben6 ,auch ,nietzsche begleitete seine bermittlung von ,menschliches-,allzumenschliches an ,wagner mit einer freundschaftlichen ,widmung in ,versen4 ,und doch fhrte diese ,zusendung zur ,klrung und -- ,scheidung4 ,die ,zusendungen erfolgten nicht gleichzeitig4 ,nur in ,nietzsches spterer ,erinnerung haben sie sich gekreuzt4 ,dieser ,gedchtnisfehler wird bedeutsam1 wenn wir ihn im ,sinne der ,psychoanalyse betrachten4 ,er verrt uns1 wie sich ,nietzsches ,unterbewutsein zu der ,entscheidung stellte3 sie war fr beide ,teile notwendig geworden1 weder durch ein willkrliches ,verschulden von der einen noch von der anderen ,seite2 sie erfolgte gleichzeitig1 als ihre neuen ,werke sich kreuzten1 wie die ,degen zweier ,duellanten sich kreuzen4 ,die ,trennung war nicht beabsichtigt worden1 aber es gehrte wirklich die volle ,naivitt und ideale ,gesinnung eines ,genies dazu1 um ,nietzsche glauben zu lassen1 ,wagner werde seine ,aphorismen gnstig aufnehmen4 ,auch die ,freimtigkeit hat ihre ,grenzen1 wo es sich um den ,bestand des eigenen ,lebenswerkes handelt4 ,wagner wute sich mitten im ,kampf fr die ,erhaltung seines gefhrdeten groen ,unternehmens4 ,wie sollte er da ,kundgebungen eines ,freundes1 die es in seinem ,werte so entschieden bekmpften1 gelten lassen8 ,er antwortete nicht unmittelbar4 ,aber in einem ,aufsatze der ,bayreuther ,bltter ,publikum und ,popularitt kam seine ,ablehnung deutlich und scharf zum ,ausdruck1 obwohl er es vermied1 einen ,namen zu nennen4 ,auch in einem weiteren ,aufsatz ,wollen wir hoffen8 streifte er ein ihm miliebiges ,urteil ,nietzsches ber ,luther4 ,nietzsches ,schwester versuchte in einem nach ,wahnfried gerichteten ,brief vergeblich eine ,verstndigung anzubahnen4 ,frau ,wagner antwortete ihr1 da man ,nietzsches neues ,werk nur als krankhaft entschuldigen knne1 aber in keiner ,weise als wertvoll anerkenne4 ,so war jeder persnliche ,verkehr unmglich geworden4 ,nur ein wehmtig freundschaftliches ,gedenken bestand noch als ,unterstrmung fort2 denn wie ,schnes und ,groes hatte man gemeinsam gewollt1 welches ,glck voll seliger ,hoffnungen in ,tribschen gemeinsam erlebt6 ,wagner betrbte es1 da er fernerhin so gnzlich davon ausgeschlossen sein solle1 an ,nietzsches ,leben und ,nten teilzunehmen1 und so ersuchte er ,overbeck herzlich um ,nachrichten ber den gemeinsamen ,freund4 ,er schrieb3 ,hatte ich auch stets ein ,gefhl davon1 da ,nietzsche bei seiner ,vereinigung mit mir von einem geistigen ,lebenskrampfe beherrscht wurde1 und mute es mich nur wunderbar bednken1 da dieser ,krampf in ihm so seelenvoll leuchtendes und wrmendes ,feuer erzeugen konnte1 wie es sich aus ihm zum ,staunen aller kundtat1 und habe ich an der letzten ,entscheidung seines inneren ,lebensprozesses mit wahrhaftem ,entsetzen zu ersehen1 wie stark und endlich unertrglich jener ,krampf ihn bedrcken mute3 so mu ich endlich wohl auch ersehen1 da mit einem so gewaltsamen psychischen ,vorgange nach sittlichen ,annahmen gar nicht zu rechten ist und erschttertes ,schweigen einzig brigbleibt4 ,nietzsche seinerseits lie sich immer wieder von ,malwida von ,meysenbug ber ,wagner berichten und schrieb an ,freiherrn von ,seydlitz1 da es ihm sehr lieb und erwnscht sei1 da einer seiner ,freunde ,wagnern ,gutes und ,freundliches erweise1 wozu er selbst nicht mehr imstande sei4 ,seine und meine ,bestrebungen laufen auseinander4 ,dies tut mir wehe genug -- aber im ,dienste der ,wahrheit mu man zu jedem ,opfer bereit sein4 ,ein um jene ,zeit geplantes ,buch ,der neue ,umblick sollte die ,worte enthalten3 ber ,wagner wie ber ,schopenhauer kann man unbefangen reden1 auch bei ihren ,lebzeiten -- ihre ,gre wird1 was man auch gezwungen ist1 in die andere ,wagschale zu legen1 immer siegreich bleiben4 ,um so mehr ist gegen ihre ,gefhrlichkeit in der ,wirkung zu warnen4 ,die ,trennung von ,wagner traf ,nietzsche um so schmerzlicher1 als auch die meisten seiner brigen ,freunde sich ablehnend zu ,menschliches-,allzumenschliches verhielten4 ,auer ,burckhardt1 der es wiederholt das souverne ,buch genannt hat1 haben nur ,dr4 ,re und ,peter ,gast es voll gewrdigt4 ,rohde und manche andere erfreuten sich an ,einzelheiten1 aber die ,zahl durchaus miverstehender ,briefe war gro4 ,trotzdem ,nietzsches ,gesundheitszustand sich fortgesetzt verschlimmerte1 nahm er doch im ,winter #ahgg seine ,kollegien in ,basel wieder auf und mutete sich damit mehr zu1 als seine krperliche ,widerstandskraft zu ertragen vermochte4 ,nach ,ostern #ahgi verschlimmerte sich sein ,befinden so sehr1 da seine ,schwester durch ,overbeck nach ,basel gerufen wurde4 ,er legte nunmehr seine ,professur endgltig nieder und begab sich zunchst nach ,bremgarten bei ,bern und dann nach ,st4 ,moritz im ,engadin4 ,er hatte1 von ,todesahnungen erfllt1 in ,briefen ,abschied von seinen ,freunden genommen4 ,bald aber konnte er schreiben3 ,das ,engadin hat mich dem ,leben wiedergegeben4 ,nietzsche hat ,menschliches-,allzumenschliches1 das ber seine weiteren ,lebenswege entschied1 nicht umsonst ein ,buch fr freie ,geister genannt4 ,er hatte sich mit ihm unabhngig gemacht von aller unkritischen ,verehrung und sich zum freien ,geiste durchgerungen4 ,wie ein ,auftakt zu der nun erkannten ,aufgabe klingen seine ,worte3 ,ich will den ,menschen die ,ruhe wiedergeben1 ohne welche keine ,kultur werden und bestehen kann4 ,ebenso die ,schlichtheit4 ,ruhe1 ,einfachheit und ,gre6 ,der ,skeptiker ,gebildete widersprechen anderen4 ,weise widersprechen sich4 ,oskar ,wilde4 ,wer vor zwanzig oder dreiig ,jahren oder noch frher zu ,nietzsche kam1 war gegenber dem heutigen ,leser in wesentlichen ,punkten im ,vorteil4 ,vorausgesetzt da er an der ,kulturbewegung seiner ,zeit ernsten ,anteil nahm4 ,wie war es doch8 ,man besinne sich4 ,sahen wir nicht in ,schopenhauer und ,wagner ,genien1 die unserer ,sehnsucht nach ,kunst und ,kultur ein ,ziel wiesen8 ,so war es4 ,und ,nietzsche1 whrend seiner ersten ,schaffensperiode1 war ihr berufener ,frsprecher4 ,und dann1 als ,wagner und ,schopenhauer uns in ,sinn und ,blut bergegangen waren1 als wir ihre ,macht im ,guten und ,schlimmen an uns erfuhren1 als wir vom ,pessimismus ,schopenhauers uns bedrckt fhlten1 als wir in der bermacht ,wagners eine ,gefahr witterten fr die selbstherrliche ,entwicklung der apollinischen ,knste1 als wir das ,bedrfnis fhlten gegen den uns erschlaffenden ,quietismus des ,einen1 gegen die berauschende ,nervenwirkung des ,anderen ein ,gegengewicht zu finden3 da war es wiederum ,nietzsche1 der uns zum ,befreier aus einem unkritischen ,enthusiasmus wurde4 ,auch wir bedurften1 gleich ihm1 einer berwindung4 ,und so erlebten wir ,nietzsche mit der ,seele4 ,dort1 wo der heutige ,leser nur ,besttigungen findet oder mit dem ,philosophen auch in sich etwas zu berwinden glaubt1 dessen ausschlieende ,heftigkeit fr ihn gar nicht besteht4 ,das war das eine4 ,eine freudige ,bundesgenossenschaft6 ,aber noch einen anderen ,vorteil hatten wir voraus4 ,gefhle und radikale ,gedanken1 die heute jedem ernsten ,menschen schon irgendwie vertraut sind1 waren uns damals durchaus neu und fremdartig4 ,so ergab sich eine leidenschaftliche innere ,abwehr4 ,ganz im ,sinne jeder typischen ,sehnsucht nach ,empfngnis4 ,wir verlangten unbewut von ,nietzsche berzeugt zu werden1 aber wir hatten ebenso unbewut das ,bedrfnis1 ihm ,widerstand zu leisten4 ,der ,empfangende -- das ist das ,geheimnis aller ,liebe -- will nicht wehrlos ,fremdes in sich aufnehmen1 sondern er will besiegt und erobert werden4 ,so etwa standen wir zu dem ,immoralismus ,nietzsches4 ,indem wir uns zur ,wehr setzten1 fanden wir erst den bewuten ,weg zu unseren ,grnden1 aber auch1 so wenig wir dessen ,wort haben wollten1 zur ,sehnsucht nach ihrer berwindung4 ,so wurde uns ,nietzsche wahrhaft zum ,erlebnis und ,ereignis4 ,dem heutigen ,leser ist1 wie gesagt1 diese ,erfahrung erschwert4 ,gerade weil ihm ,nietzsche bereits aus der ,ferne vertrauter ist4 ,und doch mu auch er1 um nicht durch temperamentlose1 rein historische ,bewertung der fruchtbaren ,empfnglichkeit verlustig zu gehen1 einen hnlichen ,weg einschlagen4 ,er mu sich seiner ,einzelheit gem ihm widersetzen2 dann erst1 im ,unterliegen wird seine ,sehnsucht nach einer neuen ,lehre wahrhaft befriedigt4 ,der ,biograph kann dem ,leser diesen ,widerstand1 den dessen eigene ,natur zu leisten hat1 nicht abnehmen1 sondern nur den kritischen ,willen zeitweilig wachrufen4 ,so etwa will ,nietzsche gelesen sein4 ,er hat es selbst oft in ,worten und ohne ,worte ausgesprochen4 ,denn vieles wird erst wahr1 wenn man dem ,lehrenden widerspricht1 also durch ergnzende ,gegenberstellung die ,relativitt der ,wahrheit aufdeckt4 ,die ,morgenrte1 jenes ,werk1 in dem sich unser ,philosoph vorherrschend skeptisch verhlt1 also sehr oft von letzten ,entscheidungen absieht1 bietet zu solchen ,betrachtungen besonderen ,anla4 ,zum ,beispiel3 ,nietzsche polemisiert gegen den ,ausspruch ,vertraue deinem ,gefhle6 ,gefhle sind nichts ,letztes1 ,ursprngliches1 sondern hinter den ,gefhlen stehen ,urteile und ,wertschtzungen1 welche in der ,form von ,gefhlen 7,neigungen1 ,abneigungen7 uns vererbt sind4 ,die ,inspiration1 die aus dem ,gefhle stammt1 ist das ,enkelkind eines ,urteils4 ,seinem ,gefhle vertrauen1 sagt ,nietzsche1 das heit also seinen ,vorfahren mehr gehorchen als den ,gttern1 die in uns sind3 unserer ,vernunft und unserer ,erfahrung4 ,ganz recht4 ,aber sind in uns wirklich nur ererbte ,gefhle wirksam8 ,ist das ,gefhl nicht zugleich die ,reaktion des ,bewutseins auf ,vorstellungen1 die unsere ,vernunft und unsere ,erfahrungen uns bermitteln8 ,bedeutet die ,inspiration des ,gefhls nicht die ,sprache dessen1 was wir hiervon uns einverleibten und was sich nun instinktiv geltend macht8 ,nietzsche wollte gewi nicht sagen3 folge nur deinem ,intellekt4 ,also gilt es seinen ,ausspruch kritisch zu lesen4 ,dann stellt er uns die ,frage3 ,was wirkt in deinem ,gefhl nur atavistisch nach1 was steht davon mit deiner ,vernunft und ,erfahrung in ,einklang8 ,er warnt uns also vor falsch angewandter ,piett1 nicht aber vor dem instinktiven ,gefhl an sich4 ,freunde1 die ,nietzsches neue ,anschauungen nicht teilten und ihm doch wohl wollten1 haben es sich leicht gemacht -- ach man macht es sich immer leicht6 -- indem sie die neuen ,gedanken als ,produkte seiner ,erkrankung hinstellten4 ,diese hat in der ,tat auf seine ,philosophie bestimmend eingewirkt4 ,aber anders als man noch immer vermeint4 ,sein schweres ,leiden hat ihn zu keinerlei krankhaften ,phantasien ber das ,leben verfhrt1 sondern es erwies sich in entgegengesetztem ,sinne als fruchtbringend4 ,wohl barg es die ,gefahr einer ,verdsterung der ,lebenswertung1 aber dieser ,gefahr begegnete ,nietzsche mit bewunderungswrdigem ,heroismus4 ,er versuchte zunchst mit einer entsetzlichen ,klte als ,skeptiker hinaus auf die ,dinge zu schauen4 ,alle jene kleinen lgnerischen ,zaubereien1 in denen sie fr gewhnlich schwimmen1 sie verschwanden fr ihn4 ,auch er selbst lag vor sich da ohne ,flaum und ,farbe4 ,er erhob sich ber sein individuelles ,leben und ,leiden1 um das ,leben gegen die ,tyrannei des ,schmerzes zu verteidigen4 ,es war ein wahrer ,krampf des ,stolzes1 in einem solch verzweifelten ,kampf zu stehen4 ,dieser ,zustand bedurfte einer ,gegenwirkung1 und ,nietzsche fand sie in dem ,verlangen eigener ,entfremdung und ,entpersnlichung1 wie sie sich dem ,psychologen in der nchternen ,erforschung und ,erkenntnis darbietet1 um wahnlos auf alle ,grnde und schwindelfrei auf alle ,grundlosigkeit hinabzusehen4 ,aus dem ,erlebnis des eigenen ,leids erstand ihm das typische ,bild einer ,menschheit1 die tiefer als am ,leide selbst an dessen ,begrndungen und ,ausdeutungen leidet4 ,der ,anblick krperlicher ,martern lt uns vor ,emprung aufschreien4 ,aber wo bleibt diese ,einfhlung gegenber den ,seelenmartern1 die das uns beherrschende ,christentum bereitet durch seine ,lehre von ,snde und ,verdammnis8 ,ja1 welche entsetzliche ,sttte hat das ,christentum schon dadurch aus der ,erde zu machen gewut1 da es berall das ,kruzifix aufrichtete und dergestalt die ,erde als den ,ort bezeichnete1 wo der ,gerechte zu ,tode gemartert wird4 ,wie hat man es verstanden1 dem ,gewissen aus den geschlechtlichen ,erregungen ,martern zu bereiten4 ,ist es nicht schrecklich1 notwendige und regelmige ,empfindungen zu einer ,quelle des inneren ,elends zu machen8 ,liegt nicht1 heit er uns fragen1 eine ,kehrseite des christlichen ,mitleidens in der tiefen ,beargwhnung aller ,freuden der ,nchsten8 ,aller gerechten ,beurteilung durch ,erkenntnis unserer ,konstitution wurde entgegengearbeitet aus religisem und moralischem ,fanatismus4 ,nietzsche hat1 wie sich von selbst versteht und wie er fr kurzsichtige ,menschen trotzdem hervorhebt1 nicht geleugnet1 da viele ,handlungen1 welche unsittlich heien1 zu vermeiden1 viele1 welche sittlich genannt werden1 zu frdern sind1 aber -- das eine wie das andere aus anderen ,grnden als bisher4 ,wir haben umzulernen -- um endlich1 vielleicht sehr spt1 noch mehr zu erreichen3 umzufhlen4 ,vor allem mssen wir einsehen1 da das ,mitleiden1 mag es hie und da auch ein ,leiden wirklich vermindern1 doch1 wo es als ,schwche auftritt1 wie jedes ,sichverlieren an einen ,affekt1 nur schdigend wirkt4 ,wer sich alles ,elend1 dessen er in seiner ,umgebung habhaft werden kann1 immer vor die ,seele stellt1 wird unvermeidlich krank und melancholisch4 ,vor allem1 wer als ,arzt in irgend einem ,sinne der ,menschheit dienen will1 darf ihm nicht unterliegen4 ,denn wenn wir uns durch den ,jammer und das ,leiden der anderen ,sterblichen verdstern lassen1 dann knnen wir ihnen weder hilfreich noch erquicklich sein4 ,das ,wesen des wahrhaft ,moralischen liegt somit nicht darin1 nur die nchsten und unmittelbarsten ,folgen unserer ,handlungen ins ,auge zusammenzufassen1 sondern entferntere ,zwecke unter ,umstnden auch durch das ,leid des anderen zu frdern4 ,schon wenn wir das allgemeine ,gefhl der menschlichen ,macht strken1 so erreichen wir damit eine positive ,vermehrung des ,glcks4 ,fort also mit der berschtzung altruistischer ,handlungen1 geben wir den ,menschen den ,mut wieder zu den als egoistisch verschrienen ,handlungen4 ,wir nehmen damit dem ,bilde des ,lebens seinen bsen ,anschein6 ,dies ist ein sehr hohes ,ereignis6 ,wenn der ,mensch sich nicht fr bse hlt1 hrt er auf1 es zu sein6 ,hinter dem ,lob der gemeinntzigen unpersnlichen ,handlungen steht die ,furcht vor allem ,individuellen4 ,auch unser bertriebenes ,lob der ,arbeitsamkeit stammt aus dieser unterbewuten ,furcht4 ,arbeite1 arbeite1 dann hast du keine ,zeit zu dem so gefhrlichen ,nachdenken1 ,sorgen1 ,lieben und ,hassen6 ,moral will den ,einzelnen ungefhrlich machen4 ,ehemals forderte sie von ihm1 alle ,zweifel niederzuhalten und die ,wege seiner ,regierung gutzuheien1 heute die seiner ,partei4 ,was dabei verdrngt wird1 ist stets das3 ,wolle dich selbst6 ,nietzsche dagegen fordert3 ,so wenig als mglich ,staat6 ,da wir doch endlich mit dieser ,forderung ,ernst machten6 ,aber wir haben fr die ehemalige deutsche ,bildung -- man denke an ,goethe -- heute politischen und nationalen ,wahnsinn eingetauscht4 ,durch den sozialen ,staat wird das bel nur vermehrt4 ,pfui6 einen ,preis zu haben1 fr den man nicht mehr ,person bleibt1 sondern ,schraube wird6 ,wir tuschen nicht nur uns selbst1 wenn wir unsere egoistischen ,triebe flschlich als altruistisch auslegen1 sondern in der moralischen ,verzrtelung liegt auch eine groe ,gefahr fr unser ,wohlbefinden4 ,es gibt zart moralische ,naturen1 die bei jedem ,erfolge ,beschmung und bei jedem ,mierfolge ,gewissensbisse haben4 ,findest du den ,mut1 deine eigenen ,zweifel ber die ,herkunft nicht nur deiner ,abneigungen1 sondern auch deiner ,zuneigungen ernstlich zu prfen und deinen ,zweifeln standzuhalten1 so wirkst du krftigend der ,verzrtelung deines ,gewissens entgegen4 ,einsamkeit ist zuweilen ntig1 um ,zeit zur ,selbstbesinnung zu gewinnen4 ,der ,geist mu sich beflgeln4 ,nur dann kommen wir1 wo es not tut1 von uns selbst los und erlangen das reine1 reinmachende ,auge1 das frei in mildem ,widerspruch auf das eigene ,temperament hinabblickt4 ,dann wird uns die ,fhigkeit1 mit uns selbst zu experimentieren4 ,aber wir drfen uns nicht zu pathetisch nehmen2 das ,gegenteil ist guter ,ton bei allen hheren ,menschen4 ,wer das groe dritte ,auge hat1 mit dem er als ,zuschauer durch die zwei andern in die ,welt schaut1 gewinnt damit auch dann noch ein ,pfrtchen zur ,freude1 wenn die eigenen ,leidenschaften ber ihn herfallen4 ,nur unter solchen1 die nicht nach ,expansion lstern sind1 begegnen wir dem ,stillen1 ,sichselbstgengenden innerhalb einer allgemeinen ,verknechtung4 ,nietzsche singt der ,erkenntnis ein hohes ,lied4 ,mag die ,wirklichkeit hlich sein1 die ,erkenntnis auch der hlichsten ,wirklichkeit ist schn4 ,das ,glck der ,erkennenden mehrt die ,schnheit der ,welt4 -- ,die ,morgenrte ist in fnf ,bcher eingeteilt4 ,ihr symbolischer ,titel lt sich auch auf das ,werk selbst anwenden4 ,im ersten ,teil findet sich noch viel schattenhafte ,dmmerung1 silhouettenhafte ,umrisse1 zuweilen verschwommen ungewi2 dann aber gewinnen die erschauten ,gedanken schrfere ,konturen und plastische ,formen4 ,die ,skepsis herrscht auch in der ,ausdrucksweise vor4 ,vieles hat nur ,geltung als ,fiktion1 anderes nur als ,mittel1 um ,perspektiven zu erschlieen4 ,schon steigen am ,horizont neue ,gedanken auf1 die fr zeitliche ,betrachtung noch in der ,ferne liegen4 ,vor allem der ,wille zur ,macht1 dessen ,bedeutung fr die spteren ,erkenntniswege sich wiederholt ankndigt4 ,der ,schluteil des ,buches endlich -- er wurde erst nachtrglich beigefgt -- ist voll mildem ,farbenglanz4 ,er gleicht dem freundlichen1 sonnig beglckenden ,morgen eines ,genesenden in seliger ,einsamkeit4 ,kant sagt einmal3 ,der ,skeptizismus ist ein ,ruheplatz fr die menschliche ,vernunft1 da sie sich ber ihre dogmatische ,wanderung besinnen und den ,entwurf der ,gegend machen kann1 wo sie sich befindet1 um ihren ,weg fernerhin mit mehrerer ,sicherheit whlen zu knnen4 ,er fgt hinzu3 aber nicht ein ,wohnplatz zum bestndigen ,aufenthalt4 ,so empfand ihn auch ,nietzsche4 ,die ,skepsis bedeutet fr ihn die peinliche ,inquisition gegen unsere ,triebe und deren ,lgnerei1 sowie gegen den ,intellekt als ,werkzeug der ,triebe und wird von ihm als die ,nachgeburt des ,stolzes bezeichnet4 ,er lt die ,skepsis nur fr den ,beschaulichen gelten4 ,wer handeln will1 mu die ,tr zum ,zweifel schlieen4 ,nietzsche aber will auf unseren ,willen wirken1 also handeln4 ,bedeutsam fr seine persnliche ,stellung zum ,skeptizismus ist ein kleiner ,dialog3 ,du hast eben aufgehrt1 ,skeptiker zu sein6 ,denn du verneinst6 -- ,und damit habe ich wieder ,jasagen gelernt4 ,wie sein ,idealismus durch die positivistische ,betrachtung nur eine kritische ,ergnzung erfuhr1 so auch seine ,weltbejahung durch den ,skeptizismus4 ,il piccolo ,santo ,gedenke nicht ,heiligkeit zu setzen auf ein ,tun1 ,heiligkeit soll man setzen auf ein ,sein2 denn nicht die ,werke heiligen uns1 sondern wir wollen die ,werke heiligen4 ,meister ,eckardt4 ,aus der ,zeit der ,morgenrte sind uns wertvolle ,ausfhrungen ,nietzsches ber den ,sozialismus erhalten4 ,man hat sie unter dem ,titel3 ,blicke in die ,gegenwart und ,zukunft der ,vlker aus dem ,nachla verffentlicht4 ,ehe wir nun diese ,gedanken ,nietzsches ber den ,sozialismus betrachten1 wollen wir prfen1 wie sich die ,verfechter sozialistischer ,tendenzen ihrerseits zu ,nietzsche stellten4 ,als die ,kunde seiner ,philosophie in weitere ,kreise drang1 da bemerkte man vor allem seinen radikalen ,widerspruch gegen die zeitlich bestehenden ,verhltnisse4 ,wer immer gegen diese opponierte1 fr den lag es nahe1 in ihm einen ,gesinnungsgenossen zu vermuten4 ,von dieser ,versuchung blieb auch die ,sozialdemokratie nicht frei4 ,man las ,kalthoffs ,zarathustra-,predigten1 veranstaltete in freireligisen ,arbeitervereinigungen regelmige sonntgliche ,zarathustra-,andachten und fand bei dem ,antichristen ,religiositt und ,ewigkeitsliebe als ,ersatz fr die konfessionellen ,religionen 7in jeder ,religion ist der religise ,mensch eine ,ausnahme71 bei dem ,immoralisten ethische ,ziele und ,wertungen als ,gegensatz zur bestehenden ,moral1 bei dem ,individualisten revolutionre ,ablehnung der herrschenden ,gesellschaft4 ,aber seine aristokratischen ,rangwertungen1 voran seine ,unterscheidung von ,herren- und ,herdenmoral1 seine ,warnung vor dem ,mitleiden1 seine gnzlich miverstandene ,betonung des ,willens zur ,macht1 rief gar bald einen ,umschlag der anfnglichen ,einschtzung hervor4 ,und damit auch ein ,nachlassen des kaum erwachten ,interesses4 ,immerhin wurde auch fernerhin ,nietzsche in ,arbeiterkreisen mehr gelesen1 als man bei der mangelnden ,vorbildung zunchst vermutete4 ,gelegentlich einer ,massenuntersuchung ber die sozialpsychologische ,seite des modernen ,grobetriebs durch ,adolf ,levenstein1 die ungefhr zwlf ,jahre nach ,nietzsches ,tode stattfand1 ergab sich1 da #cg ,metallarbeiter1 #af ,textilarbeiter1 #b ,bergleute und #ed ,arbeiter anderer ,berufe sich mit ,nietzsches ,zarathustra beschftigt hatten1 was zum ,briefwechsel mit diesen und zur ,verffentlichung einer ,anzahl ,antworten fhrte4 ,man begrte1 da er bestrebt sei1 ,kraftpersnlichkeiten ,platz zu schaffen1 nannte aber seine ,ranglehre eine ,verachtung alles ,tiefenlebens1 vermeinte etwas zu sagen mit der ,behauptung1 eine ,menschen-,erneuerung knne nur fruchtbar sein1 wenn sie zugleich eine ,menschheits-,erneuerung sei1 ein ,edelmensch msse in der wirtschaftlichen ,kraft seines ,volkes wurzeln2 nur mit der ,erfllung des ,sozialismus breche daher der ,morgen des ,nietzsche-,menschen an4 ,ganz vereinzelt nur erkannte man auch im sozialistischen ,lager1 ,nietzsche tue wohl daran1 gegen den ,unsinn der ,gleichmacherei ins ,feld zu ziehen1 weil doch kein ,mensch im ,ernste an die ,gleichheit glaube1 trstete sich aber damit3 indem der ,sozialismus ,bildungs- und ,entwicklungsfhigkeiten fr viele schaffe1 setze er die ,ungleichheit der krperlichen und geistigen ,veranlagung wieder in ihr ursprngliches ,recht ein1 whrend fr ,nietzsche die ,menschen doch nur ,ziffern seien4 ,so kam man zum ,schlu3 eine ,vereinigung von ,marx und ,nietzsche bedeute das wahre ,heil4 ,von anderen allerdings wurde das ,bekanntwerden mit ,nietzsches ,werken als ein persnliches ,erlebnis geschildert4 ,zuweilen mit schlichtem ,mutterwitz und einmal -- bei einem ,schlosser und frheren ,hausierer -- mit entschiedener dichterischer ,begabung und intuitiver ,anschauung4 ,er fragt3 ,blht eine ,blume so schn und strahlend1 ein ,bild der ,gesundheit1 blht sie etwa aus ,tugend8 und folgert aus der unausgesprochenen ,antwort3 auch der ,mensch1 wenn es ihn drnge1 sich zu erneuern wie der stets abflieende ,bach1 um klar zu sein1 um ,neues hervorsprudeln zu knnen1 handle nicht aus ,tugend1 sondern dies alles sei3 lediglich ,drang nach ,leben1 nach ,blhen1 nach ,frchte tragen1 weil wir von ,natur dazu geschaffen sind4 ,ein ,spinner freilich verdankt ,nietzsche nur einige angenehme ,stunden1 etwas besonderes habe er ihm damit nicht gegeben2 die ,herde knne wohl ohne den bermenschen1 dieser aber nicht ohne die ,herde existieren4 ,ein ,frber dagegen schtzt vor allem die goldenen ,worte ber die ,bedingungen einer guten ,ehe1 und einem ,taglhner ist ,nietzsche zum ,wendepunkt seines ,lebens und seiner geistigen ,entwicklung geworden4 ,er erkannte als ,kernpunkt seiner ,philosophie die ,aufpeitschung des ,willens bis zum uersten1 zur ,selbstberwindung1 zur ,selbsterziehung im ,dienste einer ,idee1 zur ,hingabe an ein ,werk4 ,nicht woher ihr kommt1 mache frderhin euere ,ehre1 sondern wohin ihr geht6 ,unsympathisch ist ihm jedoch der brutale ,herrenmensch4 ,gegen den ,vorwurf1 da er das ,recht des ,strkeren gegen den ,schwcheren predige1 verteidigt ein ,metallarbeiter ,nietzsche2 denn sein ,kampf richte sich viel mehr gegen den modernen ,staat1 der den ,menschen in ein vorgeschriebenes ,schema rubriziere4 ,dagegen erklrt ein ,berliner ,dreher3 ,wohl empfinden wir ,menschen alle subjektiv1 aber es wre verkehrt1 vom ,durchschnittsarbeiter zu verlangen1 er solle in ,nietzsche nicht den ,herrenmenschen1 sondern den ,idealisten erblicken4 ,ein einziger endlich wendet sich vom ,sozialismus ab1 vor allem von dessen ,theoretikern1 die alles auf eine politische ,karte setzen2 denn ,nietzsche hat ihn gelehrt3 ,das ,leben erhhen und vermehren wir durch ,verinnerlichung und ,vergeistigung4 ,so vielfltig auch die ,meinungen sind1 die sich auf die ,frage ,was gab dir ,nietzsche8 in diesen ,antworten der isoliert ,emporstrebenden aus der ,arbeiterklasse spiegeln1 so findet sich doch -- wie sollte es auch anders sein -- keine darunter1 die sachlich ,nietzsches ,stellung zum ,sozialismus aufdeckt4 ,jeder geht nur von der ,frage aus1 wie sich ,nietzsche zum ,wohlergehen der ,masse gestellt habe1 ohne zu erkennen1 da er den ,sozialismus einzig im ,hinblick auf die ,ziele der ,menschheit beurteilte4 ,mit wohlbegrndetem ,zweifel fragte ,nietzsche1 ob sich in sozialistisch geordneten ,zustnden hnliche groe ,resultate der ,menschheit ergeben knnen1 wie in der ,freiheit und ,wildnis vergangener ,zeiten4 ,die unvermeidliche ,verneinung dieser ,frage entschied bereits seine ,stellung zur ,sozialdemokratie1 denn groe ,menschen und groe ,werke zu erzeugen1 galt ihm alle ,zeit als das hchste ,ziel4 ,was die ,leiden der niederen ,schichten betrifft1 so ist es nach seiner berzeugung ein ,fehler1 mit den ,maen der eigenen ,empfindung des ,hheren zu messen1 wie als ob man selber mit seinem hchst reizbaren und leidensfhigsten ,gehirn in die ,lage jener versetzt werde4 ,die ,leiden und ,entbehrungen nehmen mit dem ,wachstum der ,kultur des ,individuums zu4 ,die niedersten ,schichten sind die stumpfesten2 ihre ,lage verbessern heit also zugleich1 sie leidensfhiger zu machen4 ,deshalb bleibt sein ,haupteinwand gegen den ,sozialismus bestehen1 da er den gemeinen ,naturen im berma den ,miggang schaffen will4 ,das kann sich nur als verhngnisvoll erweisen1 denn3 ,der mige ,gemeine fllt sich und der ,welt zur ,last4 ,wiederum tritt die ,forderung auf3 ,so wenig als mglich ,staat6 ,ohne den herkmmlichen staatlichen ,zwang wrde der ,einzelne viel ,kraft sparen1 die durch das ,losringen vergeudet wird4 ,wer individuell veranlagt ist1 erfhrt es immer wieder an sich1 wie dieser staatliche ,zwang durch unzhlbare wesenlose ,dinge auf seine ,persnlichkeit drckt4 ,doch liegt die ,ursache der staatlichen ,bevormundung nach ,nietzsches berzeugung nicht bei den ,sozialisten allein2 denn vor allem sind es die ,kaufleute1 die diesen ,ofensorgenstuhl ,staat so einladend wie mglich machen mchten4 ,nietzsche opponiert daher gleichzeitig gegen alle politischen ,parvenus1 als ob er die ,gefahren vorausgesehen htte1 denen wir nach dem ,weltkrieg anheimfallen sollten4 ,nur wo sich von ,geschlecht zu ,geschlecht eine vornehme ,gesinnung vererbt1 ,gte und ,gre gewirkt hat1 finden wir die ,voraussetzungen fr jenen hchsten ,stolz1 der sich vterlich und gtig zu den andern beugt4 ,aber ,nietzsche denkt dabei nicht an ,reaktion1 im ,gegenteil er versichert3 ,wir wollen ,todfeinde derer von den unseren sein1 welche zur ,verlogenheit ,zuflucht nehmen und ,reaktion wollen6 444 ,was gehen uns die ,frsten und ,priester der ,gegenwart an1 welche durch den ,selbstbetrug leben mssen und wollen6 ,fast trifft er doch noch einmal auch im ,positiven mit ,stirner zusammen1 wenn er von einer ,gemeinschaft freier ,einzelner spricht und sie erklren lt3 #a4 ,es gibt keinen ,gott4 #b4 ,keinen ,lohn und ,strafe fr ,gutes und ,bses 7sittliche ,weltordnung74 #c4 ,gut und ,bse gilt je nach dem ,ideal und der ,richtung1 in der wir leben4 ,auch ,nietzsche denkt bei dem ,worte ,ideal1 so wenig wie ,stirner1 an einen geheiligten ,begriff1 sondern ,ideal bedeutet ihm die ,vorwegnahme der ,hoffnungen unserer herrschenden ,triebe4 ,eine solche ,gesinnung -- machen wir es uns mit vollem ,ernste klar -- bedeutet einen ,vorschritt weit ber allen ,fortschritt hinaus4 ,bei den ,sozialisten anerkennt ,nietzsche3 hier sind ebenfalls wirkliche ,triebe und ,willenskraft vorhanden4 ,assoziation und unerhrter ,einflu ,einzelner4 ,es kommt durch sie eine ,zeit der ,wildheit wieder1 aber auch der ,kraftverjngung4 ,nietzsches ,hoffnung auf eine ,gemeinschaft freier ,einzelner an ,stelle des unfreien ,staatsbegriffes steht dem industriellen ,staat ebenso ferne wie dem sozialistischen4 ,er ist der ,frage nach der praktischen ,ermglichung dieser ,gemeinschaft selten nachgegangen2 auch hierin galt es fr ihn1 nur die grundlegenden ,ideen zu erkennen4 ,von einer ,verachtung der niederen ,schichten1 wie sie sozialistische ,fanatiker ihm vorwarfen1 kann nicht die ,rede sein4 ,er dachte vielmehr sehr ernst an deren ,wohl und war der berzeugung1 da eine einsichtige ,frsorge ihnen bei bescheidenen ,anforderungen ein ,leben in ,zufriedenheit ermglichen knnte4 ,er will1 da sie es leicht haben1 indem man ihnen nicht ,unmgliches vorspiegelt4 ,schwer solle es nur der haben1 um seiner selbst und der ,menschheit willen1 der berufen ist1 neue ,wege zu erschlieen2 denn nur aus seiner tiefsten ,unzufriedenheit mit den ,zeitverhltnissen erwachsen seine hchsten ,ziele4 ,nietzsche hatte selten ,gelegenheit1 mit dem ,volke zu verkehren4 ,wo sie sich aber fand1 da offenbarte sich sofort seine vornehme ,art4 ,so erzhlte seine ,genueser ,wirtin aus der ,zeit1 da er dort an der ,morgenrte arbeitete1 wie freundlich er mit allen ,hausgenossen verkehrte und wie gtig er an allen ihren kleinen ,leiden und ,freuden teilnahm4 ,sie nannten ihn il santo oder auch il piccolo santo4 ,ein ,wort1 das sein wahres ,wesen im ,verhltnisse zum ,volke weit treffender kennzeichnet als die ,auslegungen seiner ,gedanken durch ,parteipolitiker4 ,wo seine ,persnlichkeit sich unmittelbar uern konnte1 da wurde die ,flle ihrer inneren ,gte warm empfunden4 ,man bewunderte seine rhrende ,standhaftigkeit im ,ertragen seiner ,leiden1 erzhlte die ,antwort1 sono contento1 die er mit ,vorliebe auf die ,frage nach seinem ,befinden gab1 und schtzte ihn ein als eine ,verkrperung jener ,gesinnung1 die er damals in den ,worten zum ,ausdruck brachte3 ,eine nicht das ,auge beleidigende ,unabhngigkeit1 ein gemildeter und verkleideter ,stolz1 ein ,stolz1 welcher sich abzahlt an die anderen1 dadurch da er nicht um ihre ,ehren und ,vergngungen konkurriert und den ,spott aushlt4 ,dies soll meine ,gewohnheiten veredeln3 nie gemein und stets leutselig1 nicht begehrlich1 aber stets ruhig strebend und aufwrts fliegend2 einfach1 ja karg gegen mich1 aber milde gegen andere4 ,wohl war diese ,zeit in seinem ,leben1 die so ganz und gar von dem tiefen ,dankgefhl eines ,genesenden beherrscht wurde1 am meisten geeignet1 die persnliche ,milde ,nietzsches zum ,ausdruck kommen zu lassen1 die sich durchaus mit der ,strenge seiner ,ideale vertrug4 ,dies ist die rechte idealische ,selbstsucht3 immer zu sorgen und zu wachen und die ,seele still zu halten1 da unsere ,fruchtbarkeit schn zu ,ende gehe6 ,so1 in dieser mittelbaren ,art1 sorgen und wachen wir fr den ,nutzen aller2 und die ,stimmung1 in der wir leben1 diese stolze und milde ,stimmung1 ist ein l1 welches sich weit um uns her auch auf die unruhigen ,seelen ausbreitet4 ,aus einem seiner ,notizbcher aus jener ,zeit ergibt sich1 da er sich des ,wortes il santo aus dem ,munde jener einfachen ,leute herzlich freute und es dankbar hinnahm1 wenn sie ihm ,kerzen fr seine einsamen ,abendstunden spendeten4 ,er schrieb3 ,ich glaube1 da viele von uns1 wenn sie mit ihren enthaltsamen1 migen ,sitten1 ihrer ,sanftmut1 ihrem ,sinn frs ,rechte in die ,halbbarbarei des #f4 bis #aj4 ,jahrhunderts versetzt wrden1 als ,heilige verehrt werden wrden4 ,ich hoffe nicht miverstanden zu werden1 wenn ich in dieser ,weise ,nietzsche mit einem ,heiligen vergleiche4 ,wohl hat er den ,ursprung dieses seltenen ,stck ,menschentums auf jene unheilbaren ,selbstverchter zurckgefhrt1 die aus unterbewuten ,rachegefhlen zu groen ,moralworten griffen und sich als geborene ,feinde des ,geistes erwiesen2 aber da er mit dem ,worte auch andere ,male die ,vorstellung milder ,gte verband1 beweist uns sein ,spruch1 den ,erwin ,rohde einmal anfhrte1 als es galt1 das edle ,wesen ,nietzsches durch wenige ,worte zu kennzeichnen4 ,er lautet3 ,da sein ,glck uns nicht bedrcke1 ,legt er um sich ,teufelstcke1 ,teufelswitz und ,teufelskleid1 ,doch umsonst6 ,aus seinem ,blicke ,blickt hervor die ,heiligkeit6 ,der ,anti-,metaphysiker ,jeder ,zustand1 ja jeder ,augenblick ist von ,wert1 denn er ist ein ,reprsentant der ,ewigkeit4 ,goethe4 ,befragen wir die ,briefe ,nietzsches aus der ,zeit nach der ,loslsung vom ,lehramte in ,basel ber den ueren ,verlauf seines ,lebens1 so erfahren wir1 da er den ,winter #ahgi auf #ahhj in ,naumburg bei sehr schlechter ,gesundheit verbrachte1 aber trotzdem an ,malwida von ,meysenbug schrieb3 ,kein ,schmerz vermochte und soll vermgen1 mich zu einem falschen ,zeugnis ber das ,leben1 wie ich es erkenne1 zu verfhren4 ,immer lebhafter erwachte in ihm die ,sehnsucht nach ,sden und ,sonne4 ,sie fhrte ihn von ,naumburg nach ,riva und dann nach ,venedig4 ,venedigs wunderbarer ,zauber gab ihm neue ,schaffensfreude4 ,hundert tiefe ,einsamkeiten bilden zusammen die ,stadt ,venedig -- dies ihr ,zauber4 ,als ihn die ,sommerhitze und die ,mosquitos aus der ,lagunenstadt vertrieben1 entschied er sich fr eine leider erfolglose ,kur in ,marienbad4 ,wer ,nietzsches ,briefe liest1 erlebt mit ihm ,kmpfe1 die ,herz und ,hirn unter schweren krperlichen und seelischen ,leiden miteinander ausfechten1 ehe der ,geist seine ,siege und berwindungen erzielt4 ,besonders in ,marienbad bedrckte es ihn schwer1 da er durch die ,neuheit seiner ,gedanken und ihre radikale ,fassung die ,sympathie so mancher ehemals vertrauter ,menschen verlor1 an deren ,liebe ihm doch so viel gelegen war4 ,manchmal nach sympathischen ,unterhaltungen1 auch mit wildfremden ,menschen1 bermannte ihn das ,gefhl1 da es wohl tricht sei1 ,recht haben zu wollen um den ,preis von ,liebe4 ,dann drngte es auch ihn1 der so tapfer jedes ,seelenleid in sich verschlo1 zur ,klage1 da er den wenigen ,menschen seines persnlichen ,umgangs sein ,wertvollstes nicht mitteilen knne1 um nicht die ,sympathie aufzuheben4 ,von ,marienbad begab er sich im ,frhherbst wiederum zu ,mutter und ,schwester nach ,naumburg und dann nach ,stresa am ,lago ,maggiore1 um endlich in ,genua die ,morgenrte zu vollenden4 ,das gewitterreiche ,frhjahr #ahha verbrachte er in ,ricoaro bei ,vicensa4 ,es erwies sich fr sein ,befinden hchst ungnstig4 ,um so beglckender gestaltete sich sein ,sommeraufenthalt im ,engadin4 ,entdeckte er doch nunmehr den lieblichsten ,winkel der ,erde1 das heroische ,idyll ,sils-,maria4 ,wie man ,segantinis ,landschaften am besten versteht1 wenn man das ,engadin und seine ,eigenartigkeit der optischen ,wirkung kennt1 welche in der klaren sonnigen ,hhenluft uns das ,fernste nahe bringt1 so kann man aus der ,atmosphre ,sils-,marias1 wo ,italien und ,finnland zum ,bunde zusammengekommen sind und die ,heimat aller silbernen ,farbentne der ,natur zu sein scheint1 das unvergleichliche ,nahgefhl des ,glckes bei ,nietzsche verstehen1 das als ,lebensfreude aus schpferischer ,erkenntnis aufjauchzt1 als ,lichtfreude der unerschrockensten ,redlichkeit emporleuchtet1 als ,hhenfreude frei von allem ,nebel berlieferter ,illusionen aufatmet und als ,ewigkeitsfreude sich offenbart4 ,in ,sils-,maria erlebte jener ,gedanke seine ,geburt1 der ,nietzsche so ungeheuer erschtterte1 ihn so unsagbar berglcklich machte1 da er in ,verzckung ,trnen des ,jauchzens weinte und unter die erste ,niederschrift die ,worte setzte3 ,anfang ,august #ahha in ,sils-,maria1 #fjjj ,fu ber dem ,meere und viel hher ber allen menschlichen ,dingen4 ,es war der ,gedanke der ,ewigen ,wiederkunft des ,gleichen4 ,wie kam es1 da ihn gerade dieser ,gedanke gleich einer ,offenbarung so beglcken konnte8 ,wir sind wohl auf der rechten ,spur1 wenn wir annehmen1 da durch diesen ,einfall ein unterbewuter ,widerspruch gegen seine eigene ,lehre eine ,lsung fr ihn erfuhr4 ,er bedeutete fr seine ,lehre nichts geringeres als die ,mglichkeit1 ohne ,metaphysik bestehen zu knnen4 ,whrend seiner ersten ,schaffensperiode stand ,nietzsche bewut im ,banne der ,metaphysik ,schopenhauers1 whrend der zweiten ,periode wollte er sich nur an das erfahrungsmig ,gegebene halten4 ,aber dieser ,verzicht seines ,denkens auf alles1 was wesenhaft hinter der ,erscheinung liegt1 konnte ihn unmglich auf die ,dauer befriedigen1 noch seinem ,ewigkeitsdrang gengen4 ,die ,metaphysik erschien ihm auf ihren seitherigen ,wegen als eines freien ,geistes unwrdig1 der ,positivismus als unzulnglich fr eine ernste ,philosophie4 ,diese zwiefache ,verneinung hllte jeden ,ausweg in ,finsternis4 ,da leuchtete ihm pltzlich die ,mglichkeit einer ,errettung aus dieser ,nacht wie ein ,gestirn auf4 ,eine ,lehre erstand vor ihm1 die ohne religisen ,unsterblichkeitsglauben doch nicht von ihm verlangte1 da er sich in die ,einsicht der ,vergnglichkeit des ,individuums finde1 sondern dessen ,fortdauer verkndete durch ,einfgung in den ,kreislauf der ,ewigkeit1 eine ,lehre1 die trotzdem von keinem ,jenseits fabelte1 sondern das wahre ,geheimnis der ,welt nicht im ,unsichtbaren1 sondern im ,sichtbaren sah1 eine ,lehre1 die verkndete3 ,dieses ,leben -- dein ewiges ,leben6 ,in diesen fnf ,worten ist der entscheidende ,sinn der ,lehre der ,ewigen ,wiederkunft des ,gleichen enthalten1 ein ,sinn1 der auch dann noch bestehen bleibt1 wenn uns ,nietzsches theoretische ,begrndung nicht berzeugt4 ,nietzsche hat einmal gesagt3 ,je abstrakter die ,wahrheit ist1 die man lehren will1 um so mehr mu man erst die ,sinne zu ihr verfhren4 ,beherzigen wir diese ,mahnung1 um zunchst einmal die ,denkbarkeit seiner ,lehre vorzubereiten4 ,beim ,schachspiel sind auerordentlich viele ,kombinationen mglich2 immerhin aber ist ihre ,zahl begrenzt4 ,daraus folgt1 da bei unendlich vielen ,spielen das gleiche ,spiel notwendigerweise wiederkehren mu4 ,das gilt nicht nur vom einzelnen ,spiel1 sondern auch von der ,reihenfolge smtlicher mglichen ,spiele1 so da wir zum ,schlusse kommen1 da die gleiche ,reihe1 in der alle1 aber auch rein alle ,mglichkeiten enthalten sind1 sich wiederholen und immer wieder wiederholen mu1 sobald wir an eine unendlich groe ,zahl von ,spielen denken4 ,es ergibt sich somit beim ,schachspiel fr uns die ,ewige ,wiederkunft des ,gleichen fr den ganzen ,ring der ,mglichkeiten4 ,ich glaube1 diese ,notwendigkeit ist unserem ,denken vorstellbar4 ,was folgt hieraus fr die ,frage nach dem ,weltenlauf8 ,wenn die ,allkraft1 wie ,nietzsche annimmt1 nichts ,unendliches1 sondern in ihrem ,mae ,bestimmtes ist1 so ist auch die ,zahl der ,lagen1 ,vernderungen1 ,kombinationen dieser ,allkraft zwar ungeheuer gro und praktisch unermelich1 aber eben doch der ,zahl nach bestimmt1 wie die ,zahl der ,mglichkeiten beim ,schachspiel bestimmt ist4 ,gelingt es unserer ,phantasie1 eine unendliche ,zeit uns vorzustellen1 so knnen wir mit ,nietzsche folgern3 also mssen alle mglichen ,kombinationen schon einmal dagewesen sein4 ,daraus folgt dann1 da auch die augenblickliche ,entwicklung eine ,wiederholung ist und da diese gleiche ,wiederholung derselben ,kombination auch in alle ,ewigkeit stattfindet4 ,dieser ,beweisfhrung ist logisch nicht zu widersprechen1 so sehr sich unsere ,phantasie gegen eine solche ,vorstellung auflehnt4 ,die ,frage ist jedoch1 ob ,nietzsches ,voraussetzung zutrifft4 ,ob wir ihm zugestehen1 da die ,zeit zwar unendlich1 die ,allkraft aber endlich zu denken ist4 ,nur dann mssen wir mit ihm folgern3 ,alles ist unzhlige ,male dagewesen1 insofern die ,gesamtlage aller ,krfte wiederkehrt4 ,die ,lehre der ,ewigen ,wiederkunft taucht nicht etwa bei ,nietzsche erstmals auf1 sondern die ,idee einer ,wiederkehr des ,gleichen ist uralt4 ,man begegnet ihr bei den ,orphikern1 bei ,pythagoras1 bei ,heraklit1 ,anaximander und ,empedokles2 dann bei ,plato und den ,stoikern4 hler hat uns das wiederholte ,auftauchen dieses ,gedankens in der ,antike eingehend nachgewiesen1 und ,lichtenberger seine ,wiederkehr bei den beiden ,franzosen ,l4 ,a4 ,blanqui und ,gustave ,le ,bon2 ,simmel hat ,nietzsches ,theorie mathematisch widerlegt1 ,lou ,salom auf sie als eine ,umkehrung der indischen ,lehre der ,wiedergeburt verwiesen2 nicht ,befreiung von dem ,wiederkunftszwange1 sondern freudige ,bekehrung zu ihm2 ,oskar ,ewald hat ihren tiefen ,zusammenhang bei ,nietzsche mit der ,lehre vom bermenschen aufgedeckt und ,ernst ,horneffer die ,schicksale der ,verffentlichung durch das ,nietzsche-,archiv kundgegeben4 ,fr ,nietzsche bedeutete die ,lehre der ,ewigen ,wiederkehr die extremste ,form des ,fatalismus4 ,sie steht daher in innigem ,zusammenhang mit der ,frage der ,willensfreiheit4 ,als ttig erlebende ,menschen glauben wir an einen freien ,willen1 weil wir unausgesetzt das ,nebeneinander verschiedener ,triebe und den ,sieg des einen ber die anderen in unserem ,bewutsein erleben4 ,als positiv erkennende ,menschen dagegen sind wir von der ,determiniertheit alles ,geschehens berzeugt1 also auch davon1 da die ,taten der ,menschen aus ihrem ,charakter und den wirkenden ,motiven mit ,notwendigkeit hervorgehen4 ,so ergibt sich das ,paradoxon3 alles ist notwendig vorausbestimmt1 aber auch das ist vorausbestimmt1 da wir als ,handelnde nicht daran glauben4 ,diesem ,widerspruch bleibt auch ,nietzsches ,lehre unterworfen4 ,nur die ,metaphysik1 die uns lehrt1 ,freiheit ist ein negativer ,begriff1 sie bedeutet soviel wie ,grundlosigkeit1 ,ursprnglichkeit1 hebt den ,widerspruch zwischen ,notwendigkeit und ,freiheit auf1 indem sie besagt1 die ,notwendigkeit betrifft das ,wirken und ,tun1 die ,freiheit das ,sein und ,wesen4 ,sie fhrte notgedrungen zur ,unterscheidung einer ,erscheinungswelt und einer ,welt als ,willen4 ,diese ,zweiheit aber leugnete ,nietzsche1 als er ,begriffe wie unendlich und ewig auf die ,welt als ,erscheinung anwandte4 ,auch bei rein logischer ,betrachtung lt sich in ,nietzsches ,theorie eine ,widersinnigkeit nachweisen4 ,wenn ich etwas1 das ich heute erlebe1 schon einmal oder viele ,male erlebt habe1 so unterscheidet es sich schon dadurch von dem vorangegangenen ,erlebnis1 da es eine soundsovielte ,wiederholung ist4 ,da die ,vergangenheit in der ,gegenwart und ,zukunft fortlebt1 wird schon durch die ,wiederholung eine ,verschiedenheit gegeben4 ,der ,begriff ,ewige ,wiederkunft des ,gleichen erfhrt somit schon in sich selbst eine ,widerlegung4 ,am besten jedoch widerlegen wir ,nietzsches ,lehre1 wenn wir ihr eine andere ,lsung als ,ideal gegenberstellen4 ,wenn wir nicht wie die mythologische ,metaphysik an eine einmalige ,schpfung glauben1 dagegen aber in allem1 was in uns und um uns vorgeht1 eine andauernde ,schpfung sehen1 dann gelangen wir auf unserem ,wege zu dem gleichen ,resultat1 um das es ,nietzsche zu tun war4 ,auch wir fragen nicht1 indem wir uns ehrfrchtig des andauernden ,werdens erfreuen1 nach einer nie zu erlangenden ,ursache der ,ur-sache1 auch wir lassen die ,allkraft als gegeben gelten und definieren die ,natur als gebrende ,macht4 ,wenn wir dies tun3 ,dann ist ,vergangenheit bestndig1 ,das ,knftige voraus lebendig1 ,der ,augenblick ist ,ewigkeit4 ,mit diesen ,worten ,goethes wird genau dasselbe gesagt1 was ,nietzsche in die fnf ,worte fate3 ,dieses ,leben -- dein ewiges ,leben4 ,die ,lehre einer ewigen andauernden ,schpfung steht nicht nur in bereinstimmung mit ,meister ,eckardt1 ,silesius1 ,cardanus1 ,helmont1 ,descartes und ,leibniz1 sondern auch unter ,verzicht auf jeden mythologischen ,hintergedanken mit ,goethe4 ,er glaubte1 wie unter anderem aus einem ,briefe an ,tauscher hervorgeht1 an eine innere fortdauernde ,schpfung1 sowie an eine ursprngliche gleichzeitige ,verschiedenheit4 ,auch ,henri ,bergson verkndet uns in seinem ,buche ,schpferische ,entwicklung3 alles im ,begriff des ,schpferischen bleibt dunkel1 solange man1 wie wir gewohnt sind1 an ,dinge denkt1 die geschaffen werden1 und an ein ,ding1 das schafft4 ,sehen wir dagegen ab von einem ,gott als etwas ,abgeschlossenem und setzen dafr eine ursprngliche1 andauernd schpferisch aussprhende ,kraft1 die ,vorstellung eines unaufhrlichen ,lebens1 das ,tat und ,freiheit ist1 so verschwindet fr uns das ,wunder2 dann erfahren wir die ,schpfung in uns selbst1 sobald wir frei handeln4 ,diese ,vorstellung einer fortdauernden ,schpfung1 die wir durch ,goethes ,aussprche und ,bergsons ,lehre in bereinstimmung mit ,nietzsches ,atheismus gewinnen1 erfllt in berzeugender ,weise die ,aufgabe1 zeitliches ,leben untrennbar mit dem ,begriff der ,ewigkeit zu verbinden4 ,sie ermglicht uns1 ,nietzsches ,lehre abzulehnen1 ohne das ,ergebnis zu verlieren1 auf das es ihm ankam4 ,die ,unbeweisbarkeit seiner ,theorie hat ,nietzsche selbst eingesehen1 nachdem er vergeblich aus ,robert ,mayers ,lehre von der ,erhaltung der ,kraft1 aus ,bahnsens ,schrift ,zur ,philosophie der ,geschichte und anderwrts nach ausreichenden physikalischen ,feststellungen fr sie gesucht hatte4 ,doch hoffte er seine ,lehre wenigstens als ,hypothese retten zu knnen mit den ,worten3 ,wenn die ,kreiswiederholung auch nur eine ,wahrscheinlichkeit oder ,mglichkeit ist1 auch der ,gedanke einer ,mglichkeit kann uns erschttern und umgestalten1 nicht nur ,empfindungen und bestimmte ,erwartungen4 ,wie hat die ,mglichkeit der ewigen ,verdammnis gewirkt6 ,man hat ,nietzsches ,lehre auch als ,fiktion bezeichnet4 ,aber auch diese ,bezeichnung mchte ich zurckweisen4 ,unter ,fiktion verstehen wir nach ,vaihinger nur einen ,kunstgriff des ,geistes1 also eine ,aussage1 die wir zu bestimmtem theoretischen oder praktischen ,zweck machen1 obwohl wir von der ,unwirklichkeit oder gar ,unmglichkeit berzeugt sind4 ,das trifft bei ,nietzsche nicht zu4 ,die ,lehre sollte nach seiner ,absicht ursprnglich als ,dogma oder zum mindesten als ,hypothese wirken4 ,zum ,glck fr uns versagte sie diesen ,dienst4 ,denn nunmehr kam ,nietzsche zu der berzeugung1 da ihr ,wahrheitsgehalt nur dichterisch mitzuteilen sei1 wie es denn auch im ,zarathustra geschah4 ,es ist ungemein vielsagend1 da sich in seinem ,unterbewutsein die ,entstehung der ,lehre der ,ewigen ,wiederkunft und die ,geburt des ,zarathustra vereinigten1 so da sie spter in seiner ,erinnerung in eins zusammenfielen4 ,die betreffende ,stelle in ,ecce homo lautet3 ,ich erzhle nunmehr die ,geschichte des ,zarathustra4 ,die ,grundkonzeption des ,werkes1 der ,ewige-,wiederkunfts-,gedanke1 diese hchste ,formel der ,bejahung1 die berhaupt erreicht werden kann1 gehrt in den ,august des ,jahres #ahha3 er ist auf ein ,blatt hingeworfen1 mit der ,unterschrift3 #fjjj ,fu jenseits von ,mensch und ,zeit4 ,wir verfahren daher durchaus frei von ,willkr1 wenn wir letzten ,endes uns nur an die symbolische ,bedeutung des ,gedankens halten4 ,der ,ort1 uns hierber auszusprechen1 kann nur das ,kapitel sein1 das dem ,zarathustra gewidmet ist4 ,an dieser ,stelle aber mu es uns gengen1 nochmals zu betonen1 da ,nietzsches ,bewutsein darauf gerichtet war1 fernab von allen unzugnglichen ,regionen eine antimetaphysische ,lehre zu verknden1 da er jedoch vom ,aufleuchten seiner ,lehre nur deshalb so beglckt wurde1 weil die praktische ,bedeutung1 die er ihr beilegte1 ihn vom ,positivismus zur ,philosophie zurckfhrte4 ,der religise ,glaube nimmt ab und der ,mensch lernt sich als flchtig begreifen und als unwesentlich1 er wird endlich dabei schwach1 er bt sich nicht so im ,erstreben1 ,ertragen1 er will den gegenwrtigen ,genu1 er macht's sich leicht4 ,aber1 verkndete ,nietzsche in der ,frhlichen ,wissenschaft1 wenn jener ,gedanke ber dich ,gewalt bekme1 er wrde dich1 wie du bist1 verwandeln und vielleicht zermalmen2 die ,frage bei allem und jedem3 willst du dies noch einmal und noch unzhlige ,male8 wrde als das grte ,schwergewicht auf deinem ,handeln liegen6 ,so gelangt er zu der ,aufforderung3 ,drcken wir das ,abbild der ,ewigkeit auf unser ,leben6 ,dieser ,gedanke enthlt mehr als alle ,religionen1 welche dies ,leben als ein flchtiges verachteten und nach einem unbestimmten anderen ,leben hinblicken lehrten4 ,der neue ,glaube soll die ,religion der freiesten1 heitersten und erhabensten ,seelen sein -- ein lieblicher ,wiesengrund zwischen vergoldetem ,eise und reinem ,himmel4 ,es kann kein ,zweifel bestehen3 der ,gedanke der ,ewigen ,wiederkunft stieg bei ,nietzsche als ein pltzlicher ,einfall auf4 ,aber damit ist nicht gesagt1 da er nicht schon lange vorher nach einem solchen ,gedanken suchte4 ,merkwrdig1 da man diese ,frage noch nicht geprft hat4 ,seine ,briefe ergeben keine ,andeutungen4 ,aber wie verhlt es sich mit dem letzten ,aphorismus der ,morgenrte1 dem gerade als ,schluwort besondere ,bedeutung zukommt8 ,wir ,luftschiffahrer des ,geistes ist er berschrieben4 ,sein ,anfang fragt3 ,alle diese khnen ,vgel1 die am weitesten hinausfliegen1 irgendwo werden sie nicht mehr weiter knnen und sich auf einen ,mast oder eine krgliche ,klippe niederhocken4 ,wollen sie denn ber das ,meer8 ,und sein ,schlu lautet3 ,wohin reit uns dieses mchtige ,gelste1 das uns mehr gilt als irgendeine ,lust8 ,warum doch gerade in dieser ,richtung1 dorthin1 wo bisher alle ,sonnen der ,menschheit untergegangen sind8 ,wird man uns vielleicht einstmals nachsagen1 da auch wir1 nach ,westen steuernd1 ein ,indien zu erreichen hofften1 da aber unser ,los war1 an der ,unendlichkeit zu scheitern8 ,oder1 meine ,brder8 ,oder8 ,bedeutsam ist dieser ,schlu gewi4 ,darauf hat ,nietzsche selbst spter hingewiesen mit den ,worten3 ,dieses ,buch schliet mit einem ,oder8 -- es ist das einzige ,buch1 das mit einem ,oder schliet 444 ,bedeutsam wofr8 ,ist es unser ,los1 an der ,unendlichkeit zu scheitern8 ,als ,nietzsche auf diese ,frage mit einem ,oder antwortete1 da verriet er uns doch wohl1 da er nach einer ,lehre suchte1 die diese ,gefahr eines ,scheiterns an der ,unendlichkeit aufheben solle4 ,ist dem so1 dann verstehen wir1 wie sehr ihn der ,augenblick beglcken mute1 der ihm diese ,lehre schenkte4 ,wie bedeutsam erscheinen uns dann auch die ,verse1 die er ,lou ,salom in ein ,widmungsexemplar der ,frhlichen ,wissenschaft schrieb3 ,freundin1 sprach ,columbus1 traue ,keinem ,genuesen mehr6 ,immer starrt er in das ,blaue1 ,fernstes zieht ihn allzusehr6 ,wen er liebt1 den lockt er gerne ,weit hinaus in ,raum und ,zeit1 -- ber uns glnzt ,stern bei ,sterne1 ,um uns braust die ,ewigkeit4 ,der helle hehre ,klang dieses ,gedichtes entspricht der heiteren ,a-,dur-,tonart jenes ,buches1 in dem ,nietzsche als ,anti-,metaphysiker -- so hat er selbst sich genannt -- erstmals seine ,lehre von der ,ewigen ,wiederkunft verkndigte und in dem er seine heroische ,lebensbejahung am entschiedensten zum ,ausdruck brachte4 ,wir drfen daher das folgende ,kapitel1 das der ,betrachtung der ,gaya ,scienza gewidmet ist1 ,der ,ja-,sager berschreiben und ihm ,verse ,gottfried ,kellers voranstellen1 die ,nietzsche selbst einmal als treffenden ,ausdruck seiner ,lebensbejahung whlte4 ,der ,ja-,sager ,trinkt1 o ,augen1 was die ,wimper hlt1 ,von dem goldnen berflu der ,welt6 ,gottfried ,keller4 ,die ,morgenrte ist ein jasagendes ,buch1 tief1 aber hell und gtig4 ,dasselbe gilt noch einmal und in hchstem ,grade von der gaya scienza3 fast in jedem ,satz derselben halten sich ,tiefsinn und ,mutwillen zrtlich an der ,hand1 schrieb ,nietzsche in ,ecce homo4 ,mit dem provenalischen ,begriff gaya scienza -- so nannten die ,troubadours ihre ,kunst -- wollte er an die ,einheit von ,snger1 ,ritter und ,freigeist erinnern1 mit der sich jene wunderbare ,frhkultur der ,provenalen gegen alle zweideutigen ,kulturen abhebt4 ,die ,frhliche ,wissenschaft oder ,gaya ,scienza wurde in der ,fassung1 welche die ,urausgabe bietet1 im ,winter #ahha auf #ahhb in ,genua geschrieben4 ,dorthin hatte sich ,nietzsche bereits im ,herbst vom ,engadin aus begeben4 ,sie war ursprnglich als ,fortsetzung der ,morgenrte gedacht1 ehe sie ihren eigenen ,titel erhielt4 ,nietzsches ,produktivitt setzte hellsten ,himmel voraus und vollste ,freudigkeit des ,geistes und ,leibes4 ,den hellsten ,himmel lie ihm ,genua zuteil werden und die vollste ,freudigkeit verdankte er dem bezaubernden ,gefhl der ,genesung1 das ihm die wechselvollen ,zustnde seiner ,gesundheit immer wieder bescherten4 ,whrend der ,krankheitsanflle enthielt er sich jeder ,arbeit4 ,ich traue keinem ,gedanken1 der bei bedrckter ,seele und betrbten ,eingeweiden entstanden ist1 und was nun gar bei ,kopfschmerzen geschrieben sein sollte1 wird sicherlich vernichtet1 berichtete er einmal seiner ,schwester1 die sich frhzeitig als sein tapferer ,kamerad entwickelte4 ,bei ihrer ,darstellung seines ,lebens kommt man zu der ,annahme1 da es sich bei ihrem ,bruder ursprnglich um eine ,migrne handelte1 die sich nur durch geistige berarbeitung bei sehr schonungsbedrftigen ,augen1 falsche ,dit und unmige ,anwendung von ,medikamenten verschlimmerte4 ,andere vertreten die ,ansicht1 da man bei ,nietzsche1 wenn man seine brieflichen ,krankheitsberichte verfolgt1 schon sehr frhzeitig den ,eindruck eines tiefgrndenden schweren ,leidens erhlt1 gegen das seine krftige ,natur und vorsichtig prfende ,lebensweise mit ungeheuerer ,willensstrke und groer ,zweckmigkeit ankmpfte4 ,der ,frhlichen ,wissenschaft gehen eine ,anzahl ,sprche voran1 die sie unter dem ,titel ,scherz1 ,list und ,rache einleiten4 ,diese ,bezeichnung ist dem gleichlautenden ,singspiel ,goethes entnommen1 das ,peter ,gast in ,musik setzte4 ,als charakteristisch mchte ich erwhnen1 da mehrere der kleinen ,gedichte1 die zweifellos in ihrer ,fassung durch ,goethe und ,hans ,sachs beeinflut wurden1 mit dem ,ausruf ,ja6 beginnen4 ,so auch das folgende3 ,ja6 ,ich wei1 woher ich stamme6 ,ungesttigt gleich der ,flamme ,glhe und verzehr' ich mich4 ,licht wird alles1 was ich fasse1 ,kohle alles1 was ich lasse3 ,flamme bin ich sicherlich6 ,licht wird alles1 was ich fasse6 ,verwandte ,gedanken kehren auch im ,buche selbst wieder4 ,in reiner ,luft fhlt sich ,nietzsche als ,nebenbuhler des ,lichtstrahls4 ,der ,erde ,licht bringen1 das ,licht der ,erde sein6 ,und dazu haben wir unsere ,flgel und unsere ,schnelligkeit und ,strenge1 um dessentwillen sind wir mnnlich und selbst schrecklich gleich dem ,feuer4 ,auch wo er negieren mu1 fgt er jetzt meist die ,bejahung hinzu4 ,so wenn er in dem ,aphorismus ,gegen die ,verleumder der ,natur jenen unangenehmen ,menschen1 bei denen jeder natrliche ,hang sofort entstellt wird1 die vornehmen ,naturen gegenber sieht1 die sich ihren ,trieben mit ,anmut und ,sorglosigkeit berlassen drfen1 die vor sich keine ,furcht haben1 jene freigeborenen ,vgel1 die mit ihm singen drfen3 wohin wir auch kommen1 immer wird es frei und sonnenlicht um uns sein4 ,unter ihnen findet man wohl am ehesten solche ,glckliche1 die sich auf die ,improvisation des ,lebens verstehen und auch den zuflligsten ,ton in das thematische ,gefge einzuordnen vermgen und dem ,zufalle einen schnen ,sinn und eine ,seele einhauchen4 ,aber auch jene ,stolzen1 die das ,milingen einer ,absicht nicht niederdrckt1 sondern die sagen drfen3 ,ich wei mehr vom ,leben1 weil ich so oft daran war1 es zu verlieren1 und eben darum habe ich mehr vom ,leben als ihr alle4 ,solche ,menschen weisen die negativen ,tugenden von sich1 jene ,tugenden1 deren ,wesen das ,verneinen und ,sichversagen selber ist4 ,ihr ,ziel bestimmt nicht nur ihr ,tun1 sondern auch ihr ,lassen2 denn indem wir tun1 lassen wir auch4 ,es ist bezeichnend fr ,nietzsches hohe ,einschtzung aller natrlichen ,anmut1 da er nunmehr die ,epikurer1 die den eigenen ,garten haben1 unter den geistigen ,arbeitern den ,stoikern vorzieht4 ,ihnen wre es nmlich der ,verlust der ,verluste1 die feine ,reizbarkeit einzuben und die stoische harte ,haut mit ,igelstacheln dagegen geschenkt zu bekommen4 ,seine ,abwendung von ,angriff und ,verteidigung kommt auch unmittelbar in sympatisch berhrenden ,worten zum ,ausdruck4 ,ringen wir nicht im direkten ,kampfe6 -- und das ist auch alles ,tadeln1 ,strafen und ,bessernwollen4 ,sondern erheben wir uns selber um so hher6 ,geben wir unserem ,vorbilde immer leuchtendere ,farben6 ,verdunkeln wir den andern durch unser ,licht6 ,aber selbst dieser eigene ,ausspruch erscheint ihm nunmehr zu tadelnd4 ,darum fgt er als unbedingter ,jasager hinzu3 ,nein6 ,wir wollen nicht um seinetwillen selber dunkler werden gleich allen ,strafenden und ,unzufriedenen6 ,gehen wir lieber beiseite6 ,sehen wir weg6 ,mge der ,leser hinter solchen ,worten nicht ,kampfmdigkeit vermuten4 ,aus ihnen spricht nur jenes ,geltenlassen1 dem wir auch in ,goethes ,heiterkeit begegnen4 ,denn ,nietzsche war nicht vom ,leben enttuscht4 ,das ,leben ein ,mittel der ,erkenntnis -- mit diesem ,grundsatze im ,herzen kann man nicht nur tapfer1 sondern sogar frhlich leben und frhlich lachen6 ,und wer verstnde berhaupt gut zu lachen und zu leben1 der sich nicht vorerst auf ,krieg und ,sieg gut verstnde8 ,erst aus dieser tapfer heiteren ,lebensbejahung heraus konnte ,nietzsche auch der von ihm so oft angegriffenen ,religion des ,mitleidens die ,mitfreude entgegenhalten4 ,man hat zwar mit gutem ,willen und bester ,gesinnung1 aber doch mit ,unrecht versucht1 seinen scharfen ,worten gegen das ,mitleiden die ,spitze abzubrechen1 indem man gleichsam zur ,entschuldigung sagte1 ,nietzsche sei weichherzig und allzu sensibel gewesen1 er habe daher fr sich selbst der ,mahnung bedurft3 werde hart6 um nicht am ,mitleiden zugrunde zu gehen2 wie man berhaupt gern die ,subjektivitt seiner ,lehre betonte1 die sozusagen ,lebensvorschriften umfasse zugunsten seines ,wunsch-,ichs1 nicht aber seinem eigentlichen ,wesen entsprche4 ,aber solche subjektive ,erklrungen sind nur soweit zulssig1 als dadurch die objektive ,bedeutung seiner ,lehre und sein ,radikalismus nicht verkleinert werden4 ,wohl versagte sich ,nietzsche nicht im ,leben dem praktischen ,mitleiden1 wo er dadurch einen ,schmerz mildern konnte2 aber eine solche ,hilfsbereitschaft steht in keiner ,weise in ,widerspruch mit seiner ,abwehr der ,gefahren des intellektuell verherrlichten ,mitleids4 ,ist das1 frug er sich1 woran wir am tiefsten und persnlichsten leiden1 nicht fast allen anderen unverstndlich und unzugnglich1 wird unser ,leiden nicht immer zu flach ausgelegt8 ,es gehrt zum ,wesen der mitleidigen ,affektion1 da sie das fremde ,leid des eigentlich ,persnlichen entkleidet4 ,meist liegt etwas ,emprendes in der intellektuellen ,leichtfertigkeit1 mit der da der ,mitleidige das ,schicksal spielt4 ,er will helfen und denkt nicht daran1 da es eine persnliche ,notwendigkeit des ,unglcks gibt4 ,und nun gar das ,mitleiden mit sich selbst1 diese ,religion der ,behaglichkeit1 die da nicht wei1 da ,glck und ,unglck ,zwillinge sind1 die miteinander gro wachsen1 oder aber wie bei den ,behaglichen miteinander -- klein bleiben4 ,wie oft ist es leichter1 dem ,mitleiden nachzugeben1 statt sich ihm zu verschlieen1 wo es gilt auf dem eigenen ,wege zu beharren in gewollter ,unwissenheit ber das1 was den ,zeitmenschen als das wichtigste dnkt4 ,helfen8 ,ja6 ,aber dort nur1 wo man auf ,grund verwandter ,art sich in die bestehende ,not wahrhaft einfhlt und sie versteht4 ,helfen auf die ,weise1 auf die man auch sich selbst am besten hilft3 die ,freunde mutiger1 aushaltender1 einfacher1 frhlicher machen6 ,also das lehren1 was jetzt so wenige verstehen und jene ,prediger des ,mitleidens am wenigsten3 -- die ,mitfreude6 ,auch ,goethe fragte3 ,vermagst du1 wenn deiner ,freunde innere ,seele von einer ngstigenden ,leidenschaft geqult1 vom ,kummer zerrttet ist1 ihnen einen ,tropfen ,linderung zu geben8 und antwortete3 ,du vermagst nichts auf deine ,freunde1 als ihnen ihre ,freude zu lassen und ihr ,glck zu vermehren1 indem du es mit ihnen genieest6 ,nietzsche hat durch seine mchtige ,betonung der ,mitfreude gewi schon vielen ,menschen die ,widerstandskraft gegen die ,unbilden des ,lebens gestrkt4 ,wer seine ,gedanken sich einverleibt1 wird gewissermaen immun gegen die ,gefahren der ,depression4 ,schicksalsschlge vermag niemand abzuwenden4 ,aber indem wir die ,freude in der ,welt mehren1 erhhen wir die ,fhigkeit1 ,leiden ungebrochener und wrdiger zu tragen4 ,da ,nietzsches ,lebensbejahung nicht im ,sinne eines zgellosen ,auslebens zu verstehen ist1 das erst zu beweisen1 erscheint heute kaum mehr erforderlich4 ,wie sollte er1 der so eifrig darauf aus war1 unserem ,leben den ,stempel der ,ewigkeit aufzudrcken1 in seiner ,verherrlichung der ,lebensfreude auch nur von ferne an den ,taumel flchtiger ,menschen in gemeinem ,genu gedacht haben6 ,nur wen der heilige ,ernst erfllt1 der ihn mit der ,ewigkeit verknpft1 erwirbt sich die ,tiefe1 aus der allein wahre ,freude und heiterste ,lebensbejahung aufzusteigen vermag4 ,man hat mich oft gefragt1 welches ,werk von ,nietzsche ich als dasjenige empfehle1 das man in erster ,linie lesen solle4 ,ich empfehle die ,frhliche ,wissenschaft4 ,es ist nicht nur das liebenswrdigste ,buch ,nietzsches1 sondern auch dasjenige1 das am unmittelbarsten ,freude bringt und also in den ,geist seiner ,lehre einfhrt4 ,ich will immer mehr lernen1 das ,notwendige an den ,dingen als das ,schne sehen3 -- so werde ich einer von denen sein1 welche die ,dinge schn machen4 ,amor fati3 das sei von nun an meine ,liebe6 ,amor fati1 als ,liebe zum ,schicksal1 das war die ,verkndigung1 die zugleich auch ihm1 dem schwer ,leidenden1 nicht nur ,trost bereitete1 sondern auch den ,mut und den ,stolz strkte1 in keiner ,lebenslage zu verzweifeln4 ,der nur ist der wahre ,jnger ,nietzsches1 der ihm hierin nicht die ,nachfolge versagt4 ,wenn wir unser persnliches ,ungemach aufbauschen1 beklagen und beseufzen1 wre es auch nur im ,selbstgesprch1 so vermehren wir damit die ,verdrossenheit und zumeist auch die das ,leben vergiftende moralische ,entrstung4 ,wie leicht mssen wir alle unser privates ,ungemach finden1 sobald wir es wgen mit dem ,gewicht der schmerzerfllten wahrhaftigen ,fernstenliebe ,nietzsches4 ,sein ,genius lehrte ihn1 berpersnlich das groe ,leid der ,menschheit in sich aufzunehmen1 um der ,verdsterung des ,lebens durch kleines ,leid entgegenzuwirken4 ,nicht damit er den ,opfertod suche1 sondern trotz alledem und alledem zu leben wisse und durch den ,stolz des ,ertragens und weise ,sinngebung ewiger ,bedeutung den ,wert des ,lebens in ,freude wandle1 erfllt von dem tapferen ,entschlusse3 alles in allem und groem3 ich will irgendwann einmal nur noch ein ,ja-,sagender sein6 -- ,das letzte ,buch der ,frhlichen ,wissenschaft ist ebenso wie die ,vorrede der zweiten ,auflage erst vier ,jahre spter entstanden4 ,wohl schliet es sich in seinen ,gedankengngen den ersten ,teilen unmittelbar an1 doch erkennen wir aus ihm1 wie recht wir hatten1 in der ,frhlichen ,wissenschaft einen bergang aus den ,eisgefilden analytischer ,wissenschaft auf den fruchtbaren ,boden ,werte bestimmender ,philosophie zu erwarten4 ,mit bewuter ,entschiedenheit spricht der ,philosoph es nunmehr aus1 da die groen ,probleme sich nicht von denen fassen lassen1 die sie nur mit den ,fhlhrnern des kalten neugierigen ,gedankens antasten4 ,die ,selbstlosigkeit hat keinen ,wert im ,himmel und auf ,erden2 die groen ,probleme verlangen alle die groe ,liebe1 und dieser sind nur die starken1 runden1 sicheren ,geister fhig1 die fest auf sich selber sitzen4 ,auch das ,verlangen nach ,gewiheit1 welches sich heute in breiten ,massen wissenschaftlich-positivistisch entladet1 wird nur als ,instinkt der ,schwche bezeichnet4 ,der ,spezialist kommt bei fast allen ,bchern von ,gelehrten irgendwo zum ,vorschein1 und jeder ,spezialist hat seinen ,buckel4 ,aber auch dieser ,verneinung wird sofort von ,nietzsche ehrfrchtig als ,bejahung die ,wertschtzung jeder ,art ,meisterschaft und ,tchtigkeit zur ,seite gestellt4 ,die ,kunst tritt wieder in die ,rechte ihrer ,beachtung ein4 ,auch die ,kunst1 wie die ,philosophie1 setzt ,leidende voraus4 ,aber es gibt zweierlei ,leidende1 solche die an der ,verarmung des ,lebens leiden und um ,erlsung von sich oder ,berauschung suchen1 und solche1 die an der berflle des ,lebens leiden und darum eine dionysische ,kunst wollen und ebenso eine tragische ,ansicht und ,einsicht in das ,leben4 ,eine ,kunst dieses ,ursprungs1 in der der ,wille zum ,verewigen aus ,dankbarkeit und ,liebe kommt1 wird immer eine ,apotheosenkunst sein1 dithyrambisch vielleicht mit ,rubens1 selig-spttisch mit ,hafis1 hell und gtig mit ,goethe und einen ,homerischen ,licht- und ,glorienschein ber alle ,dinge breitend4 ,neben den ,problemen des ,lebens1 der ,erkenntnis1 des ,bewutseins1 der ,religion und der ,moral -- schon wird ,jenseits von ,gut und ,bse genannt1 und wiederum der ,wille zur ,macht erwhnt -- vernehmen wir ,klnge1 die den ,zarathustra prludieren4 ,der ,halkyonier1 der ,heimatlose1 der gute ,europer1 der freie ,geist1 der ,gottlose und die ,argonauten des ,ideals stehen dem ,humanitarier und dem modernen ,menschen gegenber und knden uns als ,vorlufer des bermenschen die ,erhhung des ,typus ,mensch an4 ,das ,ideal eines menschlich-bermenschlichen ,wohlseins und ,wohlwollens1 das oft genug unmenschlich erscheinen wird1 steigt in der ,perspektive auf1 und zwar ganz und gar im ,geiste der ,verheiung1 welcher die ,frhliche ,wissenschaft erfllt1 als freudigste schpferische ,lebensbejahung4 ,der ,freund ,freundschaft kann sich blo praktisch erzeugen1 praktisch ,dauer gewinnen4 ,neigung1 ja sogar ,liebe hilft alles nichts zur ,freundschaft4 ,die wahre1 die ttige1 produktive besteht darin1 da wir gleichen ,schritt im ,leben halten1 da er meine ,zwecke billigt1 ich die seinigen1 und da wir so unverrckt zusammen fortgehen1 wie auch sonst die ,differenz unserer ,denk- und ,lebensweise sein mge4 ,goethe4 ,wir besitzen kein ,generalregister zu ,nietzsches ,werken4 ,das ,nietzsche-,archiv trug sich mit der ,absicht1 es auszufhren1 kam aber zu der ,erkenntnis1 da diese ,aufgabe kaum in befriedigender ,weise zu lsen sei4 ,eher wre vielleicht ein ,nietzsche-,lexikon zu denken1 in der ,art wie ,frauenstdt sein ,schopenhauer-,lexikon zusammenstellte4 ,richard ,m4 ,meyer hatte ein solches geplant1 starb aber vor seiner ,ausfhrung4 ,freilich1 auch ein ,wrterbuch bliebe ein zweckloses ,unterfangen1 wenn es nur das ,gerippe von ,nietzsches ,philosophie darbte4 ,wir knnen bei ,nietzsche nicht der seelischen ,schwingungen entbehren1 die sich in ,wort1 ,ton und ,farbe seiner ,aphorismen offenbaren1 nicht die ,musik seiner ,sprache1 die sie unserem ,gefhlsverstndnis bermittelt4 ,nun1 auch ohne ein solches ,hilfsbuch drfen wir hoffen1 da uns kein wesenhafter ,ausspruch seiner ,ansichten ber die ,freundschaft entgeht4 ,nicht systematisches ,suchen1 wohl aber instinktives ,finden mu sie uns zufhren2 denn wo es nicht an der ,einfhlung fehlt1 da erweist sich ,majestt ,zufall stets als huldvoll4 ,der ,glorienschein1 der heute die ,geschlechtsliebe umgibt1 verdankt sich dem christlichen ,mittelalter4 ,die ,antike kannte ihn nicht4 ,um so hher schtzte sie die ,freundschaft4 ,und wie die ,antike1 so tat auch ,nietzsche4 ,zur ,zeit da er mit ,vorliebe analysierend dem triebhaften ,ursprung der ,gefhle nachging1 sah er in der ,liebe vor allem den ,drang nach neuem ,eigentum4 ,der ,liebende will den unbedingten ,alleinbesitz der von ihm ersehnten ,person1 er will allein geliebt sein und als das ,hchste und ,begehrenswerteste in der anderen ,seele wohnen und herrschen4 ,wie kann man also in der ,liebe den ,gegensatz des ,egoismus sehen86 ,wohl aber1 sagt ,nietzsche1 gibt es hier und da auf ,erden eine ,art ,fortsetzung der ,liebe1 bei der jenes habschtige ,verlangen zweier ,personen nach einander einem gemeinsamen hohen ,durste nach einem ber ihnen stehenden ,ideale gewichen ist3 aber wer kennt diese ,liebe8 wer hat sie erlebt8 ,ihr rechter ,name ist ,freundschaft4 -- ,die ,liebe vergibt dem ,liebenden sogar die ,begierde1 heit es ein andermal4 ,aber das besttigt uns nur1 da ,nietzsche nicht die ,begierde1 auch wo sie sublimiert als ,liebe erscheint1 fr das ,hchste galt1 sondern die ,freundschaft1 und zwar die ,freundschaft1 die aus dem ,sehnen nach einem gemeinsamen ,ideal erwchst4 ,ja1 wer hat sie erlebt8 ,er mute schon nach der ,antike ausschauen1 um ,beispiele ihrer hchsten ,einschtzung zu finden4 ,da das ,gefhl der ,freundschaft dem ,altertum als das hchste ,gefhl galt1 hher selbst als der gerhmteste ,stolz der ,selbstgengsamen und ,weisen1 dafr wird von ,nietzsche als ,beweis die ,frage angefhrt1 die jener mazedonische ,knig stellte1 als ein weltverachtender ,philosoph ,athens sein ,geschenk zurckwies3 ,wie8 hat er denn keinen ,freund8 ,denn mit dieser ,frage wollte der ,knig sagen3 ich ehre diesen ,stolz des ,weisen und ,unabhngigen1 aber ich wrde seine ,menschlichkeit noch hher ehren1 wenn der ,freund in ihm den ,sieg ber seinen ,stolz davongetragen htte4 ,vor mir hat sich der ,philosoph herabgesetzt1 indem er zeigte1 da er eines der beiden hchsten ,gefhle nicht kennt -- und zwar das hhere nicht4 ,vielleicht dachte ,nietzsche schon an diese ,anekdote1 als er in der ,morgenrte bemerkte1 nur in der ,antike wre der ,einwand gegen das philosophische ,leben mglich gewesen1 da man mit ihm seinen ,freunden unntzlich werde4 ,dieser ,einwand wre nie einem ,modernen gekommen4 ,denn wir haben nur die idealisierte ,geschlechtsliebe aufzuweisen1 whrend alle groen ,tchtigkeiten der antiken ,menschen darin ihren ,halt hatten1 da ,mann neben ,mann stand4 ,charakteristisch fr sein ,ideal einer mnnlichen ,kultur tut ,nietzsche den ,ausspruch3 ,vielleicht wachsen unsere ,bume nicht so hoch1 wegen des ,efeus und der ,weinreben daran4 ,unter den ,menschen1 die eine besondere ,gabe zur ,freundschaft haben1 unterscheidet ,nietzsche zwei ,typen4 ,der eine fortwhrend ,aufsteigende findet fr jede ,phase seiner ,entwicklung einen genau zugehrigen ,freund1 der andere bt eine ,anziehungskraft auf sehr verschiedene ,charaktere und ,begabungen aus1 so da er einen ganzen ,kreis von ,freunden gewinnt1 die auch unter sich in freundschaftliche ,beziehungen treten4 ,der beste ,freund wird wahrscheinlich die beste ,gattin bekommen1 weil die gute ,ehe auf dem ,talent zur ,freundschaft beruht4 ,die gute ,ehe ist fr ,nietzsches hohe ,auffassung vor allem eine ,seelenfreundschaft zweier ,menschen verschiedenen ,geschlechts4 ,mitfreude -- nicht ,mitleiden macht den ,freund4 ,der ,mangel an ,freunden lt auf ,neid und ,anmaung schlieen4 ,sowohl sklavische als tyrannische ,naturen besitzen keine ,freunde4 ,bist du ein ,sklave8 ,so kannst du nicht ,freund sein4 ,bist du ein ,tyrann8 ,so kannst du nicht ,freunde haben4 ,sehr fein ist die psychologische ,erkenntnis1 da ,mangel an ,vertraulichkeit unter ,freunden ein ,fehler ist1 der nicht gergt werden kann1 ohne unheilbar zu werden4 ,leute1 welche uns ihr volles ,vertrauen schenken1 haben dadurch noch keinen ,anspruch auf das unsrige2 denn durch ,geschenke erwirbt man kein ,recht4 ,sah ,nietzsche die ,geschlechtsliebe nicht in der idealistischen ,beleuchtung1 an die wir uns gewhnt haben1 so hatte er doch -- im ,gegensatz zu ,schopenhauer -- auch keine ,veranlassung1 sie zu verlstern4 ,er hat wohl nie unter der bermacht des sexuellen ,triebs heftig gelitten4 ,so ward es ihm leicht -- denn ,grad und ,art der ,geschlechtlichkeit eines ,menschen reicht bis in die letzten ,gipfel seines ,geistes hinauf -- sich auch in den ,fragen des ,geschlechtsverkehrs die grte ,freimtigkeit zu bewahren und jede ,verteufelung der ,natur abzuwehren4 ,was ist ,keuschheit am ,manne8 fragt er einmal und antwortet3 ,da sein ,geschlechtsgeschmack vornehm geblieben ist2 da er in eroticis weder das ,brutale1 noch das ,krankhafte1 noch das ,kluge mag6 ,wie gro er jedoch von jeder wahren ,liebe dachte1 auch wenn sie sich auerhalb der ,sitte stellte1 besagen uns seine ,worte3 ,was aus ,liebe getan wird1 geschieht immer jenseits von ,gut und ,bse4 ,diese ,erkenntnis lie ihn mit den modernern franzsischen ,romanciers sympathisieren4 ,er hat ,bourget1 ,loti1 ,meilhac1 ,anatole ,france1 ,lematre als delikate ,psychologen gewrdigt2 ,merime stand ihm auerdem vermge seines ehrlichen ,atheismus nahe4 ,besonders hoch aber schtzte er ,stendhal1 dessen ,ausspruch3 ,dans le vrai ,amour c'est l'me qui enveloppe le corps er als das zchtigste ,wort bezeichnete1 das er je gehrt habe4 ,selten begegnen wir im ,leben ,nietzsches ,zeitrumen1 in denen die ,liebe zu einer ,frau ,einflu auf ihn gewann4 ,seine ,schwrmerei fr den blonden ,engel ,hedwig ,raabe wurde bereits erwhnt2 gedenken wir noch seiner jugendlichen ,begeisterung fr eine liebenswrdige ,berlinerin ,frulein ,anna ,rethel1 mit der er einige ,zeit musizierte1 so bleibt uns eigentlich nur noch der ,hinweis brig1 da er sich whrend der ,bayreuther ,festspiele in eine schne ,franzsin1 ,mdme4 ,o4 verliebte und an sie ,briefe voll persnlichem ,reiz schrieb2 denn seine sptere ,neigung zu einer ,hollnderin ging wohl kaum tief4 ,ihre ,ablehnung seines ,heiratsantrags1 der offenbar etwas unvermittelt erfolgte1 hat ihn jedenfalls nicht erschttert4 ,um so grer ist die ,zahl der ,namen1 wenn wir der ,frauen gedenken1 fr die ,nietzsche freundschaftliche ,gefhle hegte1 obwohl er als das einzige ,weib greren ,stiles ,frau ,cosima ,wagner anerkannte4 ,er schtzte sie nicht nur als die erste ,stimme in ,fragen des ,geschmacks1 sondern nannte sie auch spter noch die bestverehrte ,frau1 die es fr sein ,herz gab1 und die sympathischste ,frau1 der er im ,leben begegnet sei4 ,so in einem ,briefe an ,malwida von ,meysenbug1 seine mtterliche ,freundin1 deren innige ,zuneigung zu ihrer ,pflegetochter ,olga von ,herzen ihn eines der schnsten ,motive erahnen lie3 das der ,mutterliebe ohne das physische ,band von ,mutter und ,kind1 als eine der herrlichsten ,offenbarungen der ,caritas4 ,ihr mtterlich-liebevolles ,wesen und ihr ,idealismus galt ihm als ein ,spiegel fr jeden tchtigen ,menschen4 ,aber wenn er sie auch einmal die beste ,freundin der ,welt nennt1 seine ,beziehung zu ihr wies nur whrend der ,zeit der ,wagnerverehrung die ,gemeinsamkeit eines hohen ,zieles als ,voraussetzung der vollkommenen ,freundschaft auf4 ,es mangelte ihr als ,idealistin letzten ,endes die ,tiefe der tragischen ,erkenntnis1 ohne die es jeder ,freude an ,wurzelkraft fehlt4 ,seitdem ,nietzsche in seiner ,hhe wandelte1 war es eigentlich nur noch der ,dank fr warme ,anteilnahme an seinem ,leben1 der ihre ,beziehungen andauern lie4 ,so wertvoll vorbergehend die ,beziehungen zu ,frau ,geheimrat ,ritschl1 ,frau ,professor ,overbeck1 ,frau ,marie ,baumgartner und ,verehrerinnen aus dem ,bayreuther ,kreise fr ,nietzsche sein mochten1 so anregend sich der ,verkehr mit geistvollen ,frauen verschiedener ,nationen in ,sils-,maria gestaltete1 von ,freundschaft im hohen ,sinne ,nietzsches kann dabei ebensowenig die ,rede sein wie gegenber ,meta von ,salis1 die ,erinnerungen an ihn verffentlichte1 welche eine ,einfhlung in seine aristokratische ,gesinnung aufweisen1 oder bei ,freifrau von ,ungern-,sternberg1 welche mit feinem psychologischen ,verstndnis ,graphologisches ber seine ,handschrift verffentlichte4 ,die ,gattin seines ,freundes von ,seydlitz wirkte auf ,nietzsche so sympathisch1 da er sich einmal als ,gattin ein tapferes kleines ,wesen la ,irene ,seydlitz wnschte4 ,dem ,ideale einer ,freundschaft kam unter den ,frauen1 mit denen er verkehrte1 tatschlich die ,schwester am nchsten4 ,eine ,schwester ist fr einen ,philosophen eine sehr wohlttige ,einrichtung1 vorzglich wenn sie heiter1 tapfer und liebevoll ist4 ,da es auch im ,verkehr mit ihr zuzeiten ,mihelligkeiten gab1 das einzusehen bedarf es fr uns nicht erst ,bernoullis ,polemik1 sie selbst hat wiederholt auf solche verwiesen4 ,aber sie war1 wie eine ,franzsin von ihr sagte1 espigle4 ,seine ,verneinung der optimistisch gengsamen ,umwelt1 seine ,bejahung einer im ,ideal erschauten ,wirklichkeit spiegelte sich in ihren ,gefhlen und ,gedanken1 so da die rtliche ,trennung von ihr durch ihre ,auswanderung nach ,paraguay mit ihrem ,gatten ,dr4 ,frster fr ,nietzsche ein schwerer ,verlust war4 ,mutter1 ,schwester und ,frulein von ,meysenbug blieben mit ,eifer bestrebt1 fr ,nietzsche eine wrdige ,frau zu finden2 denn so ernstlich er sich selbst ein gutes ,weib wnschte1 seine philosophischen ,lebensziele galten ihm stets mehr als die persnlichen ,lebenswnsche2 bekennt er doch3 ,man hat immer etwas ,ntigeres zu tun als sich zu verheiraten3 ,himmel1 so ist mir's immer ergangen4 ,viel ,geist galt bei einer ,frau fr ihn immer noch sehr wenig4 ,eher wollte er sich noch mit einer guten wirtschaftlichen ,gattin begngen1 sie msse jung sein1 sehr heiter1 sehr rstig und wenig oder gar nicht gebildet4 ,einmal1 als ihm auf einem ,spaziergang ein reizendes braunugiges ,mdchen begegnete1 deren herzliches ,lachen ihn an seine ,schwester gemahnte1 und das ihn sanft wie ein ,reh anschaute1 da wurde es ihm warm ums ,herz4 ,gewi1 es wrde mir wohltun1 etwas so ,holdes um mich herum zu haben -- aber wrde es ihr wohltun8 ,wrden sie meine ,ansichten nicht unglcklich machen und wrde es mir nicht das ,herz brechen 7vorausgesetzt1 da ich sie liebte71 ein so liebliches ,wesen leiden zu sehen8 ,gegenber solchen ,bedenken mute eine ,entschlieung schwerfallen4 ,zu einer ,heirat aber nach der ,wahl ,goethes -- auch daran dachte er einmal -- konnte es wohl deshalb nicht kommen1 weil hierzu ,nietzsches ,sinnlichkeit nicht stark genug war4 ,so beharrte sein ,bedrfnis nach ,aussprache und ,gemeinsamkeit im idealen ,streben nach ,freundschaft4 ,nietzsche hat whrend jeder ,epoche seines ,lebens warmherzige ,freunde besessen4 ,nach den ersten ,jugendgenossen ,pinder und ,krug1 in ,schulpforta3 ,deussen1 von ,gersdorff1 ,mushacke4 ,als ,student auer seinem ,lehrer ,ritschl vor allem ,erwin ,rohde4 ,dann whrend seiner ,lehrttigkeit in ,basel auer ,wagner und ,burckhardt ,overbeck und den ,kantianer ,dr4 ,heinr4 ,romundt4 ,nach seiner ,loslsung von ,wagner3 ,dr4 ,paul ,re1 ,freiherrn von ,seydlitz und ,peter ,gast4 ,daneben feinsinnige ,versteher und ,verehrer in den ,musikern ,carl ,fuchs und ,hans von ,blow1 in ,georg ,brandes1 ,carl ,hillebrand1 ,max ,heinze1 ,hugo von ,senger1 ,hippolyte ,taine und anderen4 ,gerade weil die meisten seiner ,freunde selbstherrliche ,persnlichkeiten waren1 konnten sie nicht mit ,nietzsche jene ,metamorphosen durchmachen1 die sich bei ihm so radikal als ,erlebnisse vollzogen4 ,am meisten hat ihn wohl ,rohde geliebt4 ,so traf es ,nietzsche besonders schwer1 da auch ,rohde1 mit dem er sich in jungen ,jahren in voller ,harmonie bei seinen idealen ,zielen wute1 ihm bei seinen ,wandlungen nicht folgte4 ,mochte die ,welt stumm bleiben1 weil seine ,lehre noch nicht zu ihrem ,ohre drang1 wenn nur das ,echo der ,freunde nicht fehlte4 ,an diese dachte er1 wenn er schrieb1 sie bestimmten sogar seinen ,stil nach der von ihm aufgestellten ,regel der doppelten ,relation4 ,der ,stil soll dir angemessen sein in ,hinsicht auf eine ganz bestimmte ,person1 der du dich mitteilen willst4 ,er vermite ,rohdes ,zustimmung um so schmerzlicher1 weil auch sein ,briefwechsel mit ,freund ,gersdorff eine ,unterbrechung erfuhr1 als er bei einem ,zerwrfnis des ,freundes mit ,malwida von ,meysenbug deren ,partei ergriff4 ,so blieb ihm zu einer ,zeit1 da er der zustimmenden ,begeisterung der ,freunde am meisten bedurfte1 einzig und allein ,peter ,gast4 ,heinrich ,kselitz -- der den ,namen ,peter ,gast annahm -- hrte seit #ahge in ,basel1 obwohl er sich in der ,musik ausbildete1 ,nietzsches ,vorlesungen1 nachdem er sich schon frher durch die ,geburt der ,tragdie und die ,unzeitgemen ,betrachtungen fr ihn begeistert hatte4 ,schon in ,basel erwies er sich ihm hilfreich1 indem er die vierte ,unzeitgeme ,betrachtung fr ihn abschrieb4 ,spter1 bei ,nietzsches zunehmender ,kurzsichtigkeit1 schrieb er oft nach dessen ,diktat1 las die ,korrekturen seiner ,schriften und erfreute den ,einsamen durch sein ,klavierspiel4 ,lngere ,zeit zgerte ,nietzsche trotzdem1 ihn tiefer in seine ,philosophie einzufhren4 ,er war berzeugt1 wie eine ,briefstelle bekundet1 da diese bereits groe ,reife voraussetze4 ,heinrich von ,stein ist noch zu jung fr mich4 ,den wrde ich verderben4 ,gast htte ich bald verdorben1 ich habe tausend ,rcksichten gegen ihn ntig4 ,erst beim ,korrekturenlesen lernte ,gast den ,zarathustra kennen und schrieb ,nietzsche einen begeisterten ,brief voll feinem ,verstndnis4 ,nun erst wurde der stets dienstbereite ,schler und ,jnger1 dieser ,mann mit dem goldenen ,herzen und dem ausdrucksvollen ,musikerkopfe 7von ,ungern-,sternberg7 sein ,freund4 ,nietzsche blieb darauf bedacht1 ihn nicht seinem eigentlichen ,berufe zu entziehen4 ,mancherlei1 was ,gast musikalisch ausfhrte1 ist auf ,nietzsches ,anregung zurckzufhren1 der es nie an ermunterndem ,lob fehlen lie4 ,die ,einsamen werden ohne frohen ermutigenden ,zuruf leicht dster1 verlieren ihre ,tchtigkeit und ihre ,werke mit ihnen4 ,auch praktisch suchte er ihn mglichst zu frdern1 so als er sich bei ,hans von ,blow um die ,auffhrung von ,gasts ,oper ,der ,lwe von ,florenz bemhte4 ,nietzsche hat1 wie aus seinen ,briefen an ,peter ,gast hervorgeht1 in der ,tat dessen ,musik auerordentlich hoch eingeschtzt4 ,nicht nur deren ,heiterkeit1 sondern auch die ,geschlossenheit ihres ,stiles entsprach in hohem ,grade dem1 was er von der ,musik der ,zukunft erhoffte4 ,gasts ,kompositionen waren fr ihn ein groes ,labsal4 ,da ihnen1 objektiv gewertet1 nicht diese auerordentliche ,bedeutung zukommt1 ist jedoch nicht zu bezweifeln4 ,die ,wirkung auf das ,publikum blieb seiner ,musik versagt4 ,aber ,gast durfte sich damit trsten1 da sie ein gut ,teil ihres ,zweckes trotzdem erfllte1 indem sie ,nietzsche beglckte4 ,sie hat damit mehr getan1 als wenn sie1 trotz der ,begrenztheit ihres ,wertes1 einem unbedrftigen ,konzertpublikum flchtige ,unterhaltung gewhrt htte4 ,das mochte wohl ,gast selbst empfunden haben4 ,denn als mein ,freund ,dr4 ,oskar ,groh in ,mannheim1 der verdienstvolle ,frderer ,hugo ,wolfs1 sich auf meine ,anregung in spteren ,jahren an ,gast wandte1 um ihm den ,konzertsaal zu erobern1 da lehnte ,gast dieses ,angebot ab mit der ,begrndung1 da er entschlossen sei1 jeder ffentlichen ,auffhrung seiner ,werke zu widerstreben4 ,es gengte ihm1 da er fr ,nietzsche nicht nur ein ,freund -- wahrer ,freund meiner ,freunde -- geworden war1 sondern ihn auch als sein ,maestro ,pietro ,gasti durch seine ,musik erfreut hatte4 ,er sah seine ,lebensaufgabe darin1 sich ganz und gar ,nietzsche und seinen ,werken zu weihen4 ,und wahrlich1 er hat damit ,groes geleistet4 ,er allein von dreien1 die ,nietzsche berufen erachtete1 aus ,schlern und ,jngern ,freunde zu werden1 erwies sich dieses ,rufes wrdig4 ,die beiden anderen1 ,lou ,salom und auch ,heinrich von ,stein1 haben ,nietzsche bitter enttuscht4 ,alle drei hatte er in seiner ,einsiedler-,sehnsucht nach ,freundschaft in ihren ,fhigkeiten berschtzt4 ,aber nur ,gast hat diese berschtzung verdient und in stolzer ,bescheidenheit noch am ,grabe ,nietzsches die ,worte gesprochen3 ,wie konnten wir deine ,freunde sein8 ,doch nur1 indem du uns berschtztest4 ,der ,enttuschte ,was ihr niemals berschtzt1 ,habt ihr nie besessen4 ,goethe4 ,durch die tgliche ,not sich und andere hher heben1 mit der ,idee der ,reinheit vor den ,augen1 immer als ein ,exzelsor -- so wnsche ich mein und meiner ,freunde ,leben4 ,man veranschauliche sich1 was dies heit und heischt4 ,dann wird man verstehen1 wie leicht hierbei die ,hoffnung trgt und der ,erfolg enttuscht4 ,logisch vorgetragene ,grnde berzeugen unseren ,verstand1 mit ,wrme dargestellte ,gefhle gewinnen unser ,herz1 beredt entfaltete berzeugungen unterwerfen sich unsere ,gesinnung1 aber mit solcher ,macht auf ,sinn und ,seele einzuwirken1 da unser ,wille neue ,bahnen einschlgt1 das mag zu ,zeiten religiser ,erhebung im ,bann der ,suggestion als blinde ,nachfolge in die ,erscheinung treten1 denn alles ,bestimmte hat 7nach ,burckhardt7 ein ,knigsrecht gegenber dem ,dumpfen1 ,unsicheren und ,anarchischen1 aber den ,einzelnen zu sich selbst fhren1 da er aus eigener ,kraft nach einem hoch und fern ber ihn gestellten ,ziel strebt1 das verlangt nicht nur groe autoritative ,kraft vom ,fhrenden1 sondern auch eine verwandte ,artung bei dem hierfr ,ausersehenen4 ,und eben nach solchen ,fischen1 und nur nach solchen warf ,nietzsches ,sehnsucht die ,angel aus4 ,er begrte es daher freudigst1 als ,re und ,meysenbug ihm von einer jungen ,finnlnderin ,lou ,salom berichteten1 sie sei berufen1 im schnsten ,sinne seine ,schlerin und ,jngerin zu werden4 ,wenn die ,schilderung ihrer persnlichen ,erscheinung die ich einem ,freunde verdanke1 zutrifft1 so ging von ihr kaum jener ,reiz aus1 der unmittelbar die ,sinne gefangen nimmt4 ,aber das konnte bei ,nietzsche nur die ,hoffnung strken1 da dauernd ein schnes freundschaftliches ,verhltnis zwischen ihnen mglich sei4 ,frauen knnen recht gut mit einem ,manne ,freundschaft schlieen2 aber um diese aufrechtzuerhalten -- dazu mu wohl eine kleine physische ,antipathie mithelfen4 ,die erste ,begegnung fand bei seiner ,rckkehr aus ,messina nach ,deutschland in ,rom in der ,peterskirche statt4 ,lou ,salom erwies sich in der ,tat als eine auerordentliche ,intelligenz4 ,sie folgte seiner ,einladung nach ,tautenburg in ,thringen1 wo er mit seiner ,schwester den ,sommer #ahhb verbrachte4 ,sein ,verkehr mit ,salom whrte etwa fnf ,monate4 ,whrend dieser ,zeit versuchte er1 sie in seine ,lehre einzufhren4 ,die wenigen ,briefe1 die ,nietzsche an sie schrieb1 enthalten einige ,stellen berschwenglicher ,freude4 ,wie htte es ihn auch nicht beglcken sollen1 ihr ,gedicht ,an den ,schmerz zu lesen1 das er unter dem ,titel ,hymnus an das ,leben ursprnglich fr eine ,singstimme mit ,klavierbegleitung und dann fr ,chor und ,orchester in ,musik setzte4 ,nicht nur die ,schluverse1 die das ,leben anrufen und die den ,hhepunkt der ,vertonung bilden3 ,hast du kein ,glck mehr brig mir zu geben1 ,wohlan noch hast du deine ,pein6 sondern das ganze ,gedicht atmet ,nietzsches ,geist4 ,in diesen ,versen hat sein schner ,gedanke1 auch durch die tgliche ,not sich und andere hher zu heben1 einen edlen ,nachklang gefunden4 ,entsprach das wahre ,wesen der ,dichterin dieser ,gesinnung1 war das ,gedicht mehr als intellektuelle ,anpassung und reproduktive ,anempfindung1 so war fr ,nietzsche wirklich die berufene ,schlerin gefunden4 ,man hatte ihm1 wie seine eigenen ,worte bezeugen1 ,lou ,salom als ein ,wesen geschildert1 das fast zu gut fr diese ,welt sei1 eine ,mrtyrerin der ,erkenntnis von ,kindesbeinen an1 jedes ,glck und jedes ,behagen des ,lebens1 ja die ,gesundheit hingebend fr das eine3 ,wahrheit4 ,als vollkommen selbstlos und bewhrt in einer langen ,schule der ,aufopferung war sie ihm geschildert worden4 ,sein eigenes ,urteil erkannte bald1 da sie dieser ,schilderung nicht entsprach4 ,aber vielleicht konnte sie vermge ihrer geistigen ,anlagen so werden4 ,das wenigstens scheint ,nietzsche gehofft zu haben4 ,wie arm sind ,sie in der ,verehrung1 der ,dankbarkeit1 der ,piett1 der ,hflichkeit1 der ,bewunderung -- von hohen ,dingen nicht zu reden 444 ,so schreibt man als ,mann an ein fnfundzwanzigjhriges ,mdchen doch wohl nur dann1 wenn man glaubt1 sie durch grte ,offenheit erziehen zu knnen4 ,hierin aber irrte sich ,nietzsche4 ,ohne ,zweifel besa sie in hohem ,grade die ,fhigkeit1 die ,lehren seiner positivistischen ,periode zu verstehen1 nicht aber die ,fhigkeit1 seine ,ideale zu erleben4 ,was ihm eine ,frage seiner wesenhaften ,persnlichkeit war1 blieb fr sie nur eine ,sache des ,intellekts4 ,in einem ,buche1 das sie spter als ,frau ,lou ,andreas-,salom verffentlichte1 ,friedrich ,nietzsche in seinen ,werken1 ist der ,satz zu lesen3 ,der einzige wahrhaft wertbestimmende ,unterschied zwischen den ,menschen liegt ausschlielich in der ,art und dem ,grade ihres intellektuellen ,vermgens2 die ,menschen veredeln heit demnach nichts anderes1 als ,einsicht unter sie tragen4 ,dieser ,ausspruch ist bei seiner ,einseitigkeit viel weniger fr ,nietzsche charakteristisch -- auch wenn er nur fr seinen ,positivismus gelten sollte -- als fr die ,schreiberin selbst4 ,der einzige ,unterschied liegt im ,intellekt6 ,so urteilt nur ein ,mensch1 der kein ,gefhl fr den ,adel des ,seins durch die ,vererbung seit ,generationen1 noch fr die unbewute ,triebkraft des ,wachsens und ,werdens besitzt4 ,damit hat sich nicht nur die ,verfasserin selbst gerichtet1 sondern unbeabsichtigt auch in typischer ,weise den ,beweis geliefert1 da ein ,nietzsche nicht im ,positivismus aufgehen1 nicht in einer ,betrachtungsweise beharren konnte1 die fr eine solche ,lebenswertung immerhin ,belege darbot4 ,man soll das ,leben auf das ,sicherste1 ,beweisbarste hin einrichten3 nicht wie bisher auf das ,entfernteste1 ,unbestimmteste1 ,horizontal-,wolkenhafteste hin4 ,ein solcher ,ausspruch stand in ,widerspruch zu dem wahren ,wesen ,nietzsches1 das sich am treffendsten gerade in seiner ,fernstenliebe aussprach1 in deren ,perspektive der bermensch steht4 ,nietzsche htte sich mit der ,zeit von ,salom und von ,re losgelst -- soviel drfen wir schon mutmaen -- auch ohne den ,zwang der von auen kommenden ,enthllungen1 und zwar von dem ,augenblicke an1 da er sich nicht mehr als der ,don ,juan der ,erkenntnis fhlte4 ,saloms ,buch enthlt manche geistreiche ,auslegung4 ,es zeigt auch1 da einzelne von ,nietzsches ,mahnungen1 die er unter dem ,titel ,zur ,lehre vom ,stil fr sie niederschrieb1 von ihr beherzigt wurden4 ,das erste was not tut1 ist ,leben3 der ,stil soll leben4 ,ihre ,gestaltungsgabe ist durchaus nicht gering zu achten4 ,um so schlimmer1 da ihr das intellektuelle ,gewissen fehlt4 ,wer so malos flunkert1 nicht nur wo es sich um das eigene ,verhltnis zu ,nietzsche handelt1 sondern auch betreffs der ,distanz zwischen ,nietzsche und ,re1 verdient auch bei durchaus objektiver ,prfung schrfste ,zurechtweisung4 ,selbst wenn die ,behauptung1 da sie eine bewute ,flschung beging1 als sie ,nietzsches ,aphorismus ,sternenfreundschaft auf ,re bezog1 nicht zutreffen sollte1 so bedeutet dies jedenfalls1 psychologisch betrachtet1 einen groben ,migriff aus ,oberflchlichkeit4 ,ob ,lou ,salom tatschlich mit ,re ber ,nietzsches ,ernst und begeisterte ,hingebung an seine ,ideale im geheimen spottete1 knnen wir nicht entscheiden1 aber ihr ,verhalten spricht dafr4 ,ob die ,anklagen1 die ,frau ,frster gegen sie erhob und die durch ,frau ,overbecks matte ,verteidigung eher bekrftigt als abgeschwcht werden -- sie selbst hat dazu geschwiegen -- in vollem ,umfang zutreffen1 darber haben wir nicht zu richten1 aber aus ,nietzsches eigenen ,worten gewinnen wir die berzeugung1 da ihre ,menschlichkeit ihm ein ,erlebnis bereitete1 dessen ,atmosphre nicht in den ,stil seines ,lebens hineinpate4 ,wie tief ,nietzsche darunter litt1 bezeugt uns sein schmerzlicher ,ausruf3 ein grliches ,mitleid1 eine grliche ,enttuschung1 ein grliches ,gefhl verletzten ,stolzes qult mich -- wie halte ich's noch aus8 ,wo ist noch ein ,mensch1 dem man vertrauen1 den man verehren knnte6 ,es wurde ihm unmglich gemacht1 seinem ,grundsatze zu folgen3 ,wo man nicht mehr lieben kann1 da soll man -- vorbergehen1 denn die ,verletzung seines ,stolzes verlangte eine scharfe ,zurechtweisung durch ihn4 ,sie ist ,lou ,salom in den ,worten zuteil geworden3 ,ich mache ,ihnen heute nichts zum ,vorwurf1 als da ,sie nicht zur rechten ,zeit ber sich gegen mich aufrichtig gewesen sind4 ,ich gab ,ihnen in ,luzern meine ,schrift ber ,schopenhauer -- ich sagte ,ihnen1 da da meine ,grundgesinnungen drin stnden und da ich glaubte1 es wrden auch die ,ihrigen sein4 ,damals htten ,sie lesen und ,nein6 sagen sollen 7in solchen ,dingen hasse ich alle ,oberflchlichkeit7 -- es wre mir viel erspart geblieben6 ,ein solches ,gedicht1 wie das ,an den ,schmerz ist in ,ihrem ,munde eine tiefe ,unwahrheit4 ,er war eifrigst bestrebt1 die ,erinnerung an sie in seinem ,leben durchzustreichen2 denn ,ihr drft nur ,feinde haben1 die zu hassen sind1 aber nicht ,feinde zum ,verachten4 ,ihr mt stolz auf euere ,feinde sein4 ,ganz anders verhlt es sich mit einer zweiten ,enttuschung1 die ,nietzsche zwei ,jahre spter erfuhr1 als er abermals hoffte1 einen befhigten ,jnger zu gewinnen1 in dem seine ,lehre fortleben sollte4 ,bereits im ,jahre seiner ,bekanntschaft mit ,lou ,salom schickte ,nietzsche an ,heinrich von ,stein1 der ihn in ,leipzig aufgesucht aber nicht angetroffen hatte1 die ,frhliche ,wissenschaft4 ,er erhielt als ,gegengeschenk von ihm zwlf ,gesprche zugesandt1 die ,stein unter dem ,titel ,helden und ,welt mit einem ,briefe ,richard ,wagners als ,vorwort verffentlichte4 ,mehrere ,briefe wurden gewechselt1 durch die sich beide bald nherkamen4 ,heinrich von ,stein war ,nietzsche nicht geistverwandt4 ,geistverwandt war er viel eher ,richard ,wagner1 von dem er auf ,empfehlung von ,malwida von ,meysenbug als ,hauslehrer berufen wurde4 ,in ,wagners ,sinne1 wohl auch auf dessen ,anregung schrieb er den ,aufsatz1 ,shakespeare als ,richter der ,renaissance4 ,der ,geist der ,reformation1 nicht aber der ,geist der ,renaissance1 wie bei ,nietzsche entsprach ,steins ,gesinnung4 ,ursprnglich ,theologe1 im ,christentum erzogen1 lste er sich vom ,dogma los1 nicht aber von der ,moral des ,christentums4 ,kopf und ,herz mssen zusammenklingen1 wenn es einen ,akkord geben soll4 ,das ist ein charakterisierendes ,wort ,steins4 ,er meinte es mit dieser ,forderung ernst und ehrlich4 ,damit bewies er seine ,wesens-,verwandtschaft zu ,nietzsche4 ,stein litt schwer unter den ,dissonanzen des ,lebens1 dem ,widerspruch von ,wahn und ,wirklichkeit4 ,ein solcher ,mensch1 eng befangen im ,mitleiden1 voll ritterlicher ,gesinnung1 zum groen freien ,gehorsam geschaffen1 harrte des berufenen ,fhrers4 ,die ,umstnde fhrten ihm diesen in ,richard ,wagner zu4 ,er war ihm tief ergeben1 wie ich mich einmal selbst berzeugen konnte4 ,es geschah bald nach der ersten ,auffhrung des ,parsifal4 ,die ,patrone der ,festspiele hielten in ,bayreuth eine ,versammlung ab4 ,der ,verein hatte seine ,aufgabe1 soweit es ihm mglich war1 erfllt und sollte sich auf ,wagners ,wunsch auflsen4 ,man sprach hin und her4 ,da fuhr eine edle schlanke ,erscheinung in die ,hhe und rief in die ,versammlung etwa folgendes hinein3 ,was soll das alles86 ,hier gilt es doch nur eine ,frage zu beantworten3 ,soll der ,verein sich auflsen oder nicht8 ,wagner sagt ja1 wollen ,sie nein sagen8 -- ,nach diesen wenigen ,worten nahm ,stein wieder seinen ,platz ein2 aber sie gengten1 um ,klarheit in die ,verhandlung zu bringen4 ,das war in der ,tat eine aufrechte entschiedene ,persnlichkeit1 wie sie ein ,genius als ,jnger bedarf1 damit sein ,wille radikal verwirklicht werde4 ,aber dieser ,mann gehrte ,wagner an4 ,fr immer8 ,das war die ,frage1 die ,nietzsche beschftigte4 ,in seinem ersten ,brief an ,stein stehen die ,worte3 ,man hat mir erzhlt1 da ,sie1 mehr als jemand sonst vielleicht1 sich ,schopenhauern und ,wagnern mit ,herz und ,geist zugewendet haben4 ,dies ist etwas ,unschtzbares vorausgesetzt1 da es seine ,zeit hat4 ,da ,stein sich im ,banne des ,pessimismus unglcklich fhlte und sehnschtig ,aussprche tat wie3 ,freude ist die ,leidenschaft1 durch die wir besser werden4 ,so viel du dir und anderen ,freude stiehlst und verdirbst1 daran tust du ,snde1 durfte sich ,nietzsche wohl berufen fhlen1 ,stein aus dem ,banne der ,schopenhauerschen und ,wagnerschen ,metaphysik zu befreien1 und sich der ,hoffnung hingeben1 da er ihm vorbehalten sei4 ,er sprach ,stein zunchst seine ,verwunderung darber aus1 da er in seinen ,dichtungen lauter ,probleme der ,grausamkeit whle und nicht nach einer ,hhe strebe1 von wo aus gesehen das tragische ,problem unter uns liegt4 ,er bekannte ihm3 ,ich mchte dem menschlichen ,dasein etwas von seinem herzbrecherischen und grausamen ,charakter nehmen4 ,noch hielt er es nicht an der ,zeit1 ihn zu den ,tiefen und ,hhen seiner ,lehre zu fhren4 ,aber das wenige1 was er ihm mitteilte1 gengte1 um in ,stein die ,ahnung zu erwecken1 da der ,ruf zur ,befreiung aus seinen selbstqulerischen ,gedanken an ihn ergangen sei1 und da er dort1 als der ,mutige1 der sich vor seinem tiefsten ,inneren nicht zu schmen hat1 das finden drfte1 was ihm am meisten not tat3 das ,vertrauen zu dem eigenen ,atem4 ,und so reiste er nach ,sils-,maria1 nicht um des ,engadins1 sondern um ,nietzsches willen4 ,die drei ,tage1 die er dort im ,august #ahhd verbrachte1 bedeuteten fr ihn und ,nietzsche ein ,erlebnis1 wie es sich selten ereignet4 ,hier fanden und verstanden sich zwei ,menschen1 die miteinander -- lachen konnten4 ,das ,wort buchstblich und symbolisch genommen4 ,stein schrieb begeisterte ,ausrufe in sein ,tagebuch3 ,groartiger ,eindruck seines freien ,geistes1 seiner ,bildersprache6 ,auch ,nietzsche war auf das tiefste ergriffen4 ,nur mit einem solchen ,menschen konnte er moralische ,probleme besprechen4 ,bei den anderen lese er so leicht in den ,mienen1 da sie ihn miverstehen und nur das ,tier in ihnen sich freut1 eine ,fessel abwerfen zu drfen4 ,stein ist eine stolze und reine ,herrennatur2 er pat nicht zu diesen niederen ,sklavenseelen4 ,stein beklagte es1 seinen ,besuch nicht lnger ausgedehnt zu haben1 denn in der ,tiefe lauscht und wacht eine unendliche ,sehnsucht nach wirklichem freien ,leben4 ,nietzsche antwortete ihm tief beglckt1 von geheimen ,hoffnungen erfllt3 ,von nun an sind ,sie einer der wenigen1 deren ,los im ,guten und ,schlimmen zu meinem ,lose gehrt4 ,ebenso entschieden erwiderte ihm ,stein3 ,da ich ,ihnen nichts geben kann1 was ,sie nicht reicher und besser schon besen1 ist ja ganz offenbar4 ,was also kann ich ,ihnen bringen3 treues herzliches ,mitgehen und ,verstehen4 ,und hiermit sei alles gesagt4 ,was noch zu sagen brig blieb1 das schien sich fast dem ,worte zu entziehen4 ,aber ,nietzsche fand auch hierfr den ,ausdruck in einem seiner schnsten ,gedichte ,einsiedlers ,sehnsucht1 das er fr ,stein dichtete und ihm als ,brief zusandte4 ,er beklagte vor ,stein das ,unverstndnis der alten ,freunde fr seine neuen ,ziele und lie zum ,schlu an ihn1 den neuen ,freund1 den warmen ,ruf ergehen3 ,o ,jugendsehnen1 das sich miverstand6 ,die ich ersehnte1 ,die ich mir selbst verwandt-verwandelt whnte -- ,da alt sie wurden1 hat sie weggebannt3 ,nur wer sich wandelt1 bleibt mit mir verwandt6 ,o ,lebens-,mittag6 ,zweite ,jugend-,zeit6 ,o ,sommer-,garten6 ,unruhig ,glck im ,steh'n und ,sph'n und ,warten6 ,der ,freunde harr' ich1 ,tag und ,nacht bereit3 -- ,der neuen ,freunde6 ,kommt6 's ist ,zeit6 's ist ,zeit6 ,stein war ohne ,vermgen und an seinen ,beruf gebunden4 ,es ist uns daher begreiflich1 da er nach ,empfang von ,nietzsches ,gedicht erwiderte3 ,wiederum auf einen solchen ,anruf bliebe mir nur eine ,antwort3 zu kommen2 mich dem ,verstndnis des ,neuen1 was ,sie zu sagen haben1 zunchst einmal ganz und gar als einem edelsten ,berufe zu widmen4 ,dies ist mir versagt4 ,nietzsche mochte diese ,antwort beklagen1 aber sie war nicht dazu angetan1 seine ,freundschaft fr ,stein zu erschttern4 ,anders freilich stand es um die ,worte1 die folgten4 ,nietzsche hatte ihm unausgesprochen gesagt3 ,lse dich von ,wagner1 komme zu mir6 ,und was antwortete ihm ,stein8 ,er antwortete ihm3 ,verlasse du dich und komme zurck zu ,wagner6 ,so und nicht anders mute ,nietzsche ,steins berraschende ,aufforderung verstehen1 nach ,berlin zu kommen und sich an ,steins ,wagner-,lexikon durch ,mitarbeit zu beteiligen4 ,die ,erklrung fr eine solche ,zumutung liegt darin1 da ,stein wenn nicht im ,auftrage1 so doch -- wie ich aus persnlichen ,mitteilungen wei -- unter ,mitwissenschaft ,wahnfrieds nach ,sils-,maria gereist war1 in der ,hoffnung1 ,nietzsche wieder fr ,bayreuth zu gewinnen4 ,dort hatte er sich ganz dem ,zauber ,nietzsches hingegeben1 aber nun aus der ,ferne erinnerte er sich wohl wieder jener ursprnglichen ,absicht4 ,er hatte ,nietzsche bewundernd verehrt1 aber seine ,blickkraft 7ein von ihm selbst geprgtes ,wort7 war doch nicht gro genug gewesen1 um ihm die unvergleichliche ,selbstherrlichkeit ,nietzsches zu offenbaren1 sonst htte er ihm eine solche ,krrnerarbeit im ,dienste ,bayreuths unmglich zugemutet4 ,hatte ,lou ,salom ,nietzsche eine ,enttuschung bereitet1 weil ihre ,menschlichkeit nicht auf der ,hhe ihres ,intellektes stand1 so bereitete ihm ,stein eine ,enttuschung1 weil seine ,erkenntnis nicht auf der ,hhe seiner ,menschlichkeit stand4 ,wer ,steins ,schriften liest1 wird auch dann1 wenn er mit seinen ,gedanken einer anzustrebenden ,kultur des ,gefhls sympathisiert1 doch kaum den ,zweifel abwehren knnen1 ob ,stein geistig so hoch stand1 wie ,nietzsche wohl annahm4 ,er war ein ganz ernster ,mensch1 aber die radikale ,erkenntnis fr die ,unvereinbarkeit sich aufhebender ,gegenstze war ihm nicht gegeben4 ,jedenfalls noch nicht in jener entscheidenden ,stunde4 ,nietzsches ,seele war abermals auf das schmerzlichste verwundet4 ,was hat mir ,stein fr einen dunklen ,brief geschrieben6 und das als ,antwort auf ein solches ,gedicht6 ,es wei niemand mehr1 wie er sich benehmen soll6 ,ist das ,lou-,erlebnis bedeutsam1 weil es uns zeigte1 welcher ,sphre ,nietzsche nicht angehrte1 so ist das ,stein-,erlebnis typisch fr die ,schicksale eines ,denkers1 dessen ,gre ihn zur ,einsamkeit verurteilte4 ,amor fati6 ,auch dieses ,mal blieb ,nietzsche diesem ,worte treu4 ,das fr ,stein bestimmte ,gedicht erhielt nicht nur einen neuen ,titel ,aus hohen ,bergen1 sondern auch sein ,schlu erfuhr eine ,umarbeitung4 ,der trotz aller schmerzlichen ,erfahrungen immer wieder zum ,leben ,ja-,sagende feierte die ,erfllung seiner ,einsiedlersehnsucht als ,fest der ,feste4 ,nicht in ,stein hatte er den so innig ersehnten ,genossen gefunden1 sondern er schuf ihn sich einzig aus sich selbst4 ,freund ,zarathustra kam1 der ,gast der ,gste6 ,nun lacht die ,welt1 der groe ,vorhang ri1 ,die ,hochzeit kam fr ,licht und ,finsternis 444 ,der ,seher ,was einer werden kann1 das achte ich fr klein1 ,was einer niemals wird1 das mag sein ,hchstes sein4 belacker4 ,wir haben den ,grundsatz befolgt1 nur berschriften zu whlen1 die ,nietzsche selbst bezeichnen4 ,wir mssen es uns daher versagen1 dieses ,kapitel der bermensch zu nennen1 so lebhaft sich auch die ,versuchung einstellt4 ,als ,seher hat ,nietzsche den bermenschen erschaut1 als ,dichter hat er den ,verknder des bermenschen1 hat er ,zarathustra geschaffen4 ,die ,popularisierung durch unberufene ,deuter hat die ,kristallisation der ,idee in unserer ,vorstellung weit mehr gehemmt als gefrdert4 ,mag der ,industrielle beim bermenschen an eine brutale ,energie denken1 die sich1 ledig jedes ,gewissenszwanges1 ber das ,niveau der brgerlichen ,geschftsbettigung erhebt1 oder der literarisch und historisch ,gebildete sich etwas wie eine ,addition von ,goethe und ,napoleon vorstellen1 so ist damit der ,sinn der ,nietzscheschen ,lehre ebensowenig in ihrem ,kern getroffen wie durch die naturwissenschaftliche ,auffassung des bermenschen als ,vertreters einer knftigen berart in darwinistischem ,sinn4 ,aber auch dort1 wo man solche willkrlichen ,auslegungen bekmpft1 weil man tiefer in das ,verstndnis des einsamen ,philosophen eingedrungen ist1 fehlt es an einer endgltigen ,antwort auf die ,frage3 ,was verstand ,nietzsche unter dem bermenschen8 ,die ,schwester und ,biographin ,nietzsches schreibt3 ,das ,wort bermensch erscheint mir nur als ein zusammenfassender ,ausdruck fr den hchst gearteten und strksten ,menschen1 als eine ,bezeichnung fr ,wesen1 die uns das ,dasein rechtfertigen4 ,also als ein ,superlativ4 ,eine ,erklrung1 die uns die unterscheidende ,gegenstzlichkeit zum ,begriff ,mensch vermissen lt4 ,fr ,peter ,gast ist der bermensch ein ,symbol1 das fr verschiedene ,menschen verschiedene ,deutungen zult1 fr ,oskar ,ewald dagegen kein ,symbol1 sondern eine ,emanation4 ,aber auch ,ewald gelangt1 obwohl er den ,sinn des bermenschen im historischen ,menschen1 der ,vergangenheit und ,zukunft verbindet1 zu finden glaubt1 zu dem ,verlegenheitsausspruch3 ,der bermensch ist bei ,nietzsche selber nicht eins1 sondern ein schillerndes ,allerlei1 nicht klar abgehoben1 sondern buntfarbig und polyphon4 ,der ostelbische ,junker1 der ,franzose des ancien rgime1 ,napoleon1 ,goethe1 ,cesare ,borgia1 der hellenische ,philosoph und der rmische ,csar streiten um den gleichen ,anspruch4 ,vielleicht liegt die ,schuld an dieser ,undeutlichkeit eines schillernden ,allerlei weniger bei ,nietzsche als bei seinen ,interpreten1 unter denen mir ,ewald als der bedeutendste gilt4 ,um zunchst den ,spuren der ,entstehung nachzugehen1 drfen wir uns nicht auf ,nietzsches unmittelbare ,aussprche beschrnken1 sondern mssen den ,gedankengang verfolgen1 auf dem sich allmhlich das ,bedrfnis nach einer ,bezeichnung einstellte1 die aus dem gewohnten ,wortschatz nicht zu decken war und ihn das ,wort bermensch whlen lie4 ,kommen wir so zu einer ,vorstellung1 die durch kein anderes ,wort erschpft wrde1 dann 7aber auch nur dann7 drfen wir unsere ,aufgabe als bewltigt betrachten4 ,den ,ausgangspunkt bildet der ,mensch als ethischer ,begriff4 ,aber nicht im ,sinne christlicher ,einschtzung1 sondern im ,sinne antiker ,humanitt4 ,die moderne ,humanitt1 die nicht verstehen will1 da es keine wahrhaft schne ,flche ohne eine schreckliche ,tiefe gibt1 gilt es durch eine deutsche ,wiedergeburt der antiken ,welt zu berwinden4 ,den berufenen ,fhrer im ,kampf um diese ,wandlung sah ,nietzsche im ,genie4 ,hinweg mit dem stumpfen ,widerstand gegen die ,erzieher auf kulturellem ,gebiet1 auf da der deutsche ,genius nicht lnger entwrdigt und entfremdet von ,haus und ,heimat lebe6 ,so ungefhr lautete ,nietzsches ,wahrspruch whrend seiner ersten ,schaffensperiode1 als er ,schopenhauer und ,wagner verehrte4 ,stand bisher das ,genie1 ber alle ,menschen hinausragend1 als ideale ,erfllung in der ,perspektive seines ,bildes der ,zukunft1 so erfhrt diese allerhchste ,schtzung nun einen ,umschlag4 ,was die ,welt ,genie nennt1 erscheint ,nietzsche mit einmal als ,karikatur4 ,schmerzlicher noch als die krperliche und geistige ,unzulnglichkeit in der ,welt empfindet er die ,disharmonie im ,wesen der ,grten4 ,er nennt sie ,krppel1 die an allem zu wenig und an einem zu viel haben4 ,auch bei den ,ersten und ,grten findet er ,menschliches1 ,allzumenschliches1 das es nicht zu reformieren1 sondern zu berwinden gilt4 ,glaubte er ehemals1 als ,anhnger ,wagners1 an die unbedingte ,macht der ,leidenschaft1 so folgte nun1 nach dieser hohen ,schtzung des ,dionysischen mit der ,verherrlichung der nchtlichen ,tiefe im ,wesen des ,menschen1 die ,lobpreisung ,apolls4 ,damit begann eine neue ,epoche in ,nietzsches ,lebensanschauung4 ,wir ,kinder der ,zukunft1 ruft ,nietzsche um jene ,zeit aus1 wie vermchten wir in diesem ,heute zu ,hause zu sein6 ,wir sind keine ,humanitarier6 ,wir reden nicht von unserer ,liebe zur ,menschheit6 ,die verlogene ,rassen-,selbstbewunderung1 die besonders in ,deutschland ,ideale verengt1 ist ihm ein ,greuel und er hlt ihr zunchst das ,wort entgegen3 ,wir guten ,europer6 ,eine ,ehrenbezeugung fr uns verpflichtete ,erben von ,jahrtausenden1 aber kein letztes ,ziel4 ,denn auch ,europa bedeutet noch eine ,summe von kommandierenden alten ,werturteilen1 die uns in ,fleisch und ,blut bergegangen sind und einer ,hherentwicklung widerstreben4 ,und so unterscheidet er auch noch von diesen kosmopolitischen ,europern in abhebendem und ehrendem ,sinn3 ,heimatlose1 gleichsam als zweite ,stufe seiner ,aszendenzlehre4 ,heimatlose sind ihm solche ,kultur-,individuen1 die sich nicht nur jenseits von ,gut und ,bse stellen1 sondern auch sich bewut abwenden von dem ,verlangen nach einem menschlichen1 mildesten1 rechtlichen ,zeitalter1 weil sie in diesem ,verlangen den ,ausdruck der tiefen ,schwchung und absinkenden ,kraft sehen4 ,diese ,heimatlosen mssen1 wenn sie ihre ,lebensaufgabe richtig erkennen1 sich nicht nur als ,freigebige und ,reiche des ,geistes fhlen1 sondern als ,eroberer4 ,denn nur dann haben sie ein ,recht1 sich als heimatlos1 als nicht mehr zugehrig zu dieser humanitren ,welt zu betrachten1 wenn in ihnen das ,verlangen lebt nach einer ,verstrkung und ,erhhung des ,typus ,mensch4 ,wer entspricht dem ,ideal dieser unzeitgemen1 heimatlosen ,nicht-,humanitarier8 ,das ,genie8 ,seine erkannte ,disharmonie heit uns ,nein sagen4 ,der positiv ,erkennende8 ,nietzsches pltzliche ,verherrlichung der ,wissenschaft an ,stelle der ,kunst scheint auf ihn hinzuweisen4 ,aber bald gestand er sich3 ,nein1 auch die ,wissenden haben des ,volkes ,karren gezogen1 dem ,aberglauben und nicht der ,wahrheit gedient4 ,und ist die ,wahrheit selbst mehr als ein ,restbestand unwiderlegter ,irrtmer8 ,so gelangt ,nietzsche zu der ,frage3 ,ist es vielleicht nur der ,unglaube1 jede ,art ,unglaubens1 wofr die ,heimatlosen kmpfen8 ,aber da er nicht in der ,verneinung noch im ,zweifel sein ,genge fand1 so antwortet er als berufener ,ja-,sager1 als seine dritte ,schaffensperiode einsetzt3 ,das wit ihr besser1 meine ,freunde6 das verborgene ,ja in euch ist strker als alle ,neins und ,vielleichts1 an denen ihr mit euerer ,zeit krank seid2 und wenn ihr aufs ,meer mt1 ihr ,auswanderer1 so zwingt dazu auch euch ein ,glaube4 ,diese ,stze1 die sich zumeist in den ,nachlaverffentlichungen befinden1 entstammen einer ,zeit1 in der ,nietzsche fr das fernste1 hchste ,ziel noch nicht das entscheidende ,wort gefunden hatte1 sondern um einen ,namen verlegen war4 ,wohl aber wird uns bereits ,richtung und ,weg zu diesem neuen ,ideal deutlich gewiesen3 ,aufhebung alles dessen1 was der natrlichen ,entwicklung der menschlichen ,fhigkeiten entgegenstrebt1 und ,ablsung des ,zufalls durch eine ,zusammenfassung aller ,krfte zu diesem neuen ,zweck4 ,das feminine ,ideal der ,mitleidsmoral ist dieser grten ,erhhung des ,kraftbewutseins1 diesem freudig bejahenden mnnlichen ,ideal entgegengesetzt4 ,die ,frsorge der ,humanitt ist nicht der ,hherentwicklung als solcher gewidmet1 nicht der ,gipfelung in seltenen ,einzelnen1 sondern ihre ,frsorge dient an erster ,stelle dem ,glckseligkeitsstreben der ,allgemeinheit1 das immer eine negative ,fassung voraussetzt4 ,die ,aspirationen der ,kunst mit ihrem ,theaterschrei der ,leidenschaft zielen nach dem ,verschrobenen2 die ,philosophie will ,selbstentfremdung4 ,der ,weg der modernen ,humanitt fhrt daher nicht an ein ,ziel1 auf dem der ,mensch ber sich selbst hinauswchst1 sondern zum resignierten1 aus ,klugheit friedsam migen1 aller ,umgebung anpassungsfhigen1 behbigen letzten ,menschen1 der lange und langsam lebt4 ,also zu einem ,ende ohne ,ehre4 ,diesem drohenden ,niedergang gegenber fordert ,nietzsche1 da der ,mensch den ,pfeil seiner ,sehnsucht ber den ,menschen hinaussende1 da er weniger ans ,erhalten und ,hegen denke1 sondern daran1 den ,keim seiner hchsten ,hoffnungen zu pflegen1 geleitet von der ,erkenntnis3 der ,mensch ist etwas1 das berwunden werden mu4 ,die ,wegrichtung zur ,hherzchtung der ,menschheit ist damit von ,nietzsche deutlich gewiesen4 ,aber auch die ,frage1 wie wir uns praktisch die ,aufgabe jener als heimatlos bezeichneten ,nicht-,humanitarier zu denken haben1 bereitet uns keine ,schwierigkeit4 ,ihr kultureller ,beruf ist die ,grndung einer ,oligarchie ber den ,vlkern und ihren ,interessen4 ,also eine ,vorherrschaft der hheren ,menschen1 die wir uns jedoch nicht im ,sinn unserer bestehenden politischen ,verhltnisse auszulegen haben4 ,verlangte ,nietzsche schon vom guten ,europer1 da ihn die ,tapferkeit von ,kopf und ,herz auszeichne1 so erwartet er vom hheren ,menschen1 da die erlangte ,mnnlichkeit ihn das grte ,ma von ,macht ber die ,dinge anstreben lasse2 alles aus innerster ,flle und ,notwendigkeit4 ,an die ,stelle des alten ,imperativs ,du sollst6 hat ein neuer zu treten3 das ,ich mu des bermchtigen1 ,schaffenden4 ,dieser ,instinkt ist nicht blind gedacht1 sondern alles ,tun soll ,sinn bekommen4 ,er ist nicht zgellos gedacht1 denn der ,befehlende soll seine ,krfte in der ,gewalt haben4 ,aber er ist auch nicht nachgiebig gedacht1 denn der ,schaffende der neuen ,werte darf humanitren ,anwandlungen nicht unterliegen4 ,die ,herrscher-,tugend1 die ,zchter-,tugend ist die1 welche auch ber ihr ,mitleiden ,herr wird1 um des fernen ,zieles willen4 ,zahl und ,mchtigkeit dieser ,kraftentladungen bestimmen den ,wert eines ,lebendigen4 ,wir haben uns diese ,kraft nicht homophon zu denken2 denn der ,mensch hat gegenstzliche ,triebe und ,impulse in sich grogezchtet4 ,wir erkennen mchtig gegeneinander treibende ,instinkte und wir nennen den stark1 der sie gebndigt umspannt4 ,der hchste ,mensch ist uns einer1 der die grte ,vielheit der ,triebe und in relativ grter ,strke in sich vereinigt4 ,vermge dieser ,synthesis ist er der ,herr der ,erde4 ,nur diese ,art gesetzgeberischer ,menschen ist zur typischen ,ausgestaltung des ,menschen berufen4 ,sie sind die ,bildner2 und der ,rest ist1 gegen sie gehalten1 nur ,ton4 ,wer die ,werte bestimmt und die auserwhltesten ,naturen lenkt1 ist der hchste ,mensch4 ,dieses ,idealbild einer anzustrebenden ,zukunft1 dieser ber alle ,forderungen eines menschlichen1 mildesten1 rechtlichsten ,zeitalters1 ber alle moderne ,humanitt hinausgewachsene ,herr der ,erde1 der neue ,werte nicht nur findet und schafft1 sondern vermge seiner ,strke und ,gre zum ,gesetz erhebt3 das ist der bermensch4 ,der bermensch ist das ,genie1 das an keiner ,disharmonie leidet1 der ,weise1 der keine ,selbstentfremdung kennt1 der ,seher1 der in keinen ,fanatismus verfllt1 also ein ,mensch1 der trotz seiner intuitiven ,kraft1 trotz seiner ethischen ,ziele1 trotz seiner ,geistigkeit ein harmonischer ,vollmensch bleibt4 ,nicht schwer1 sondern leicht2 denn auch das ,halkyonische ist als wesentlich zu dieser ,gre gedacht4 ,dem bermenschen ist alles ,wissen nur ein ,mittel zum ,schaffen4 ,aber auch den ,affekt des ,schaffenden mssen wir uns als auf die ,hhe gebracht denken4 ,nicht mehr ,marmor behauen6 ruft ,nietzsche4 ,der bermensch gestaltet am ,menschen selbst als ,knstler4 ,kein humanistisches ,zeitalter kann auf die ,hervorbringung dieser hchsten ,blte der ,mnnlichkeit hoffen1 sondern nur eine hhere ,kultur1 die einen hheren ,typus ,mensch entwickelt hat4 ,freilich3 ,erhhung des ,typus bedeutet zunchst ,erhhung des ,niveau4 ,aber darber hinaus gibt es noch eine letzte ,steigerung3 die ,hervorbringung seltener ,einzelner1 unter ,kulturverhltnissen1 in denen sie sich einzuwurzeln vermgen4 ,erst wenn wir uns dieser ,aszendenz bewut sind1 verstehen wir1 in welchem ,sinn ,nietzsche verkndete3 ,seht1 ich lehre euch den bermenschen6 ,steht das ,genie im schrfsten ,widerspruch zur ,unkultur seiner ,zeit und deren ,tendenzen1 so haben wir im ,gegensatz hierzu den bermenschen in seiner harmonischen ,verbundenheit bei aller ,ursprnglichkeit und aller ,gegenwirkung im einzelnen1 als naturgerechtes ,produkt einer zuknftigen hheren ,kultur zu denken4 ,im bermenschen vereinigen sich harmonisch individuelle und kommunistische ,krfte3 die kommunistischen ,krfte einer zuknftigen ,herrscherkaste4 ,hier liegt das ,neue in der ,vorstellung ,nietzsches gegenber dem ,genie- und ,heroenkult frherer ,zeiten4 ,und hier liegt vor allem auch ein ,vorzug1 den die ,nietzschebekenner so wenig beachten3 der1 da ihr ,meister nicht im ,individualismus stecken blieb4 ,die ,gefahr des ,miverstehens liegt viel weniger dort1 wo der bermensch allzu konkret in darwinistischem ,sinne aufgefat wird1 als in der ,verflchtigung jeder definierbaren ,vorstellung4 ,nein1 der bermensch ist fr ,nietzsche nicht nur ein ,mahnruf1 nicht nur die unendliche ,mglichkeit einer ,entwicklung oder ein ,postulat in ,permanenz1 sondern ein ethisches ,ideal4 ,ein ,ideal1 das1 wie jedes1 als ,phantasieerzeugnis uns voranschwebt4 ,nichts1 was zwischen ,tr und ,angel steht1 aber auch nichts1 was die ,ziellosigkeit zum ,ziel erhebt und gleichsam die ,unendlichkeit der ,entwicklung objektiviert1 sondern ein ,bild1 das unserer ,vorstellungskraft auf einer bestimmten ,kulturstufe als realisierbar gilt4 ,sagt doch ,nietzsche ausdrcklich3 ,der bermensch ist unsere nchste ,stufe4 ,war dieser hherwertige ,typus noch niemals da8 ,gewi1 antwortet uns ,nietzsche1 aber als ein ,glcksfall1 als eine ,ausnahme1 nicht als gewollt4 ,man hat ihn als das ,furchtbare empfunden und aus der ,furcht den umgekehrten ,typus gezchtet3 das ,haustier1 das ,herdentier1 das kranke ,tier ,mensch1 den ,christ4 ,nietzsche aber war schon frh berzeugt1 da man durch glckliche ,erfindungen das groe ,individuum noch ganz anders und hher erziehen knne1 als es bis jetzt durch die ,zuflle erzogen wurde4 ,er verkannte durchaus nicht1 da die ,menschheit heute eine ungeheuere ,kraft moralischer ,gefhle in sich hat1 aber immer mehr verschrfte sich seine ,erkenntnis dahin1 da ihr das ,ziel fehle1 an dem alle ,kraft verwendet werden knnte4 ,wo liegt dieses ,ziel8 ,im ,gegensatz zu dem ,amerikaner ,draper1 der verkndete1 groe ,menschen knne1 ja drfe es nicht mehr geben1 blieb ,nietzsche bei seiner frh ausgesprochenen berzeugung3 ,das ,ziel der ,menschheit liegt in ihren hchsten ,exemplaren4 ,er ging spter so weit1 die ,mglichkeit der ,erzeugung einzelner groer ,menschen als eigentliche ,aufgabe der ,menschheit zu bezeichnen4 ,dies und nichts anderes sonst4 ,knnen wir da auch nur einen ,augenblick im ,zweifel sein1 da fr ihn der bermensch nicht etwa eine jedermann erreichbare ,stufe1 sondern den hchsten ,gipfel in der ,perspektive der heute vorstellbaren ,zukunft bildete8 ,seine ,forderung lautet niemals3 ,werde ein bermensch6 ,sondern3 ,trage bei zur ,gestaltung einer ,kultur1 die die ,mglichkeit des ,werdens einzelner groer ,menschen erhht1 handle so1 als ob du den bermenschen aus dir erzeugen wolltest4 ,nietzsches ,lehre bezweckt1 da das ,fernste die ,ursache des ,heute werde4 ,ob er vom ,weibe verlangt1 da seine ,hoffnung heie3 ,mge ich den bermenschen gebren1 oder ob er sagt3 ,der ,freund sei euch ein ,fest der ,erde und ein ,vorgefhl des bermenschen1 immer klingt seine ,lehre in der ,forderung aus3 ,ihr sollt ,vorfahren werden des bermenschen4 ,das ist die ,aszendenzlehre ,nietzsches4 ,zarathustra ist nicht nur der ,verknder des bermenschen1 sondern er lebt auch seine ,lehre als ,schaffender am ,menschen4 ,in diesem ,sinne wurde in ,zarathustra der ,begriff bermensch hchste ,realitt2 denn in einer unendlichen ,ferne liegt alles das1 was bisher gro am ,menschen hie1 unter ihm4 ,der ,dichter ,wer wei1 ob nicht auch der ,mensch wieder nur ein ,wurf nach einem hheren ,ziele ist4 ,goethe4 ,hte dich ,nietzsches tiefstes und persnlichstes ,werk ,also sprach ,zarathustra mit dem bloen ,verstande erkennen zu wollen6 ,diese ,mahnung sollte man jedem ,leser zurufen4 ,denn in diesem ,werke spricht und singt ein ,dichter4 ,wer mit den ,augen zudringlich ist als ,erkennender1 wie sollte der von allen ,grnden mehr als ihre vorderen ,grnde sehen1 gemahnt uns ,nietzsche4 ,manche ,seele wird man nie entdecken1 es sei denn1 da man sie zuvor erfinde4 ,das gilt nicht nur von der ,seele eines ,menschen1 sondern auch von der ,seele einer ,dichtung4 ,in jeder ,mahnung1 da ein ,kunstwerk erschaut1 erfhlt1 erlebt werden msse1 liegt die ,forderung1 da es in uns zeugen soll1 damit die nachschaffende ,phantasie zu einem ,gebilde von symbolischer ,bedeutung gelange4 ,wenn man der ,dichtung des ,zarathustra1 wie es meist geschieht1 nur poetisch umkleidete ,lehrstze entnimmt1 so gelangt man nur zu den ,vordergrnden1 nicht aber zu der ,seele4 ,lt man dagegen ,zarathustra selbst und alle ,gestaltungen des ,werkes lebendig vor den ,augen der ,phantasie erstehen1 so erfat man gefhlsmig den mythischen ,sinn4 ,wir bedrfen keiner schulmeisterlichen ,kommentare1 wie ,naumann und ,weichelt sie lieferten1 um in den ,geist des ,werkes einzudringen4 ,also sprach ,zarathustra ist kein ,lehrgebude fr ,dogmatiker4 ,es ist auch kein ,roman1 der unsymbolisch genossen werden kann4 ,mich ekelt davor1 da ,zarathustra als ,unterhaltungsbuch in die ,welt tritt2 wer ist ernst genug dafr8 schrieb ,nietzsche an ,gast4 ,aber das ,buch will auch nicht als das ,evangelium einer neuen geoffenbarten ,religion verstanden werden4 ,hier redet kein ,prophet1 keiner jener schauerlichen ,zwitter von ,krankheit und ,willen zur ,macht1 die man ,religionsstifter nennt4 ,es ist auch keine ,predigt4 ,hier redet kein ,fanatiker1 hier wird nicht gepredigt4 ,was aber ist ,also sprach ,zarathustra8 ,nietzsche hat uns auf diese ,frage eine ,antwort gegeben1 der mehr als bildliche ,bedeutung zukommt4 ,er hat gesagt3 ,man darf vielleicht den ganzen ,zarathustra unter die ,musik rechnen2 -- sicherlich war1 eine ,wiedergeburt zu hren1 eine ,vorausbedingung dazu4 ,und schon frher1 bald nach der ,entstehung des ersten ,teils hatte er an ,gast geschrieben3 ,unter welche ,rubrik gehrt eigentlich dieser ,zarathustra8 ,ich glaube beinahe unter die ,symphonien4 ,nach der ,fertigstellung des dritten ,teiles fragte er den treuen ,mithelfer3 ,sind ,sie zufrieden auch mit dem ,finale meiner ,symphonie8 ,und ein ,jahr danach bezeichnete er mit den gleichen ,worten den vierten ,teil in einem ,briefe an ,paul ,heinrich ,widemann4 ,aber auch viel spter1 nmlich in seiner autobiographischen ,skizze ,ecce homo heit es3 ,man mu vor allem den ,ton1 der aus diesem ,munde kommt1 diesen halkyonischen ,ton richtig hren1 um dem ,sinn seiner ,weisheit nicht erbarmungswrdig ,unrecht zu tun1 und weiterhin3 ,es ist ein ,vorrecht ohnegleichen1 hier ,hrer zu sein4 ,fast knnte man von ,zarathustra sagen1 was ,nietzsche einmal vom ,buch eines ,musikers sagte3 es sei nur zufllig nicht mit ,noten1 sondern mit ,worten geschrieben4 ,der ,phnix ,musik war mit leichterem und leuchtenderem ,gefieder an ihm vorbergeflogen1 ehe er den ,zarathustra dichtete4 ,die ,musik ist die ,melodie1 zu der die ,welt der ,text ist1 sagt ,schopenhauer4 ,gehen wir unsererseits von der ,welt1 der dichterisch erschauten ,welt ,zarathustras aus1 so gilt es also1 die ,melodie zu finden1 zu der sie der ,text ist4 ,da es uns nicht gegeben ist1 sie ertnen zu lassen -- eine solche ,musik wrde die erschpfendste ,interpretation des ,zarathustra sein --1 so mssen wir versuchen1 durch das ,wort wenigstens den wesenhaften ,charakter der ,melodie zu erschlieen4 ,ich bin mir der ,schwierigkeiten bewut1 die eine solche ,betrachtung bietet1 aber ich wage sie trotzdem2 denn ,nietzsche selbst hat uns den ,weg gewiesen4 ,in seinem frhesten ,plane des ,werkes stehen als ,disposition des ersten ,buches die bedeutungsvollen ,worte3 ,im ,stile des ersten ,satzes der ,neunten ,symphonie4 ,chaos sive natura3 ,von der ,entmenschlichung der ,natur4 ,entmenschlichung der ,natur will in diesem ,falle sagen3 ,rckkehr zu ,dionysos1 dem schpferischen ,willen der ,natur1 der sich aus dem ,chaos entwickelt4 ,rufen wir uns nochmals das ,bekenntnis ,schillers in das ,gedchtnis3 ,die ,empfindung ist bei mir anfangs ohne bestimmten und klaren ,gegenstand2 dieser bildet sich erst spter4 ,eine gewisse musikalische ,gemtsstimmung geht vorher1 und auf diese folgt bei mir erst die poetische ,idee4 ,diese ,worte hat ,nietzsche in der ,geburt der ,tragdie zittert1 um aus der ursprnglichen ,identitt des ,lyrikers mit dem ,musiker die ,entstehung der griechischen ,tragdie zu erklren1 in der die ,musik gleichsam sichtbar wurde4 ,die dionysisch-musikalische ,verzauberung sprhte1 von ,apollo berhrt1 ,bilderfunken um sich1 lyrische ,gedichte1 die in ihrer hchsten ,entfaltung ,tragdien und dramatische ,dithyramben heien4 ,so auch haben wir uns die ,entstehung des ,zarathustra zu erklren4 ,welche ,sprache war einer solchen ,dichtung gem8 ,man gefllt sich noch immer darin1 eine stilistische ,verwandtschaft mit der ,bibel zu behaupten4 ,aber so zahlreich die ,anklnge an einzelne ,bibelworte sein mgen1 meist als ,umkehrungen1 es lag ,nietzsche ebenso fern1 stilistisch von der ,bibel auszugehen1 als von ihrem ,geist4 ,zarathustra ist nichts weniger als eine ,parallelerscheinung zu ,jesus1 wie ,weichelt doziert1 sondern er ist aus dem ,geiste der ,antike entstanden4 ,welche ,sprache war also einer solchen ,dichtung gem8 ,nietzsche selbst hat uns die ,antwort gegeben3 ,die ,sprache des ,dithyrambus4 ,der ,dithyrambus ist ein ,hoch- und ,festgesang zu ,ehren des ,schpferwillens der ,natur1 ein ,preisgesang zu ,lob und ,verherrlichung des ,dionysos4 ,im dionysischen ,dithyrambus wird der ,mensch zur hchsten ,steigerung aller seiner symbolischen ,fhigkeiten gereizt4 ,wie haben wir ,also sprach ,zarathustra zu verstehen8 ,antwort3 symbolisch4 ,alles was geschieht ist ,symbol1 und indem es vollkommen sich selbst darstellt1 deutet es auf das brige1 sagt ,goethe1 der uns immer wieder am sichersten in ,nietzsches ,geisteswelt einfhrt1 wenn es gilt1 aus den ,mysterienpfaden innerer ,erlebnisse und ,umkehrungen des einsamen ,philosophen mit ihm zu sonniger ,hhe zu gelangen4 ,symbolisch also und nicht dogmatisch haben wir ,zarathustra zu verstehen4 ,es bedeutet daher einen entschiedenen ,fehlgriff1 wenn ,richard ,m4 ,meyer ihn ein dramatisch-didaktisches ,epos nennt4 ,symbolisch verstanden1 verkndet uns ,zarathustra als notwendige ,voraussetzung fr die ,steigerung des ,lebens3 die ,zusammengehrigkeit von ,lust und ,leid und die ,heiligsprechung dieses ,bundes durch die ,liebe zur ,ewigkeit4 ,ich1 ,zarathustra1 der ,frsprecher des ,lebens1 der ,frsprecher des ,leidens1 der ,frsprecher des ,kreises 4446 ,mit diesem ,satz1 sind die drei ersten ,teile des ,zarathustra gekennzeichnet1 aus denen ursprnglich das ,werk bestand und auf die wir uns zunchst beschrnken4 ,als ,frsprecher des ,lebens1 des zur ,hhe des bermenschen aufstrebenden ,lebens lernen wir ,zarathustra im ersten ,teile kennen4 ,als ,frsprecher des ,leidens1 das im ,schaffenden sich selbst berwindet1 kehrt er im zweiten ,teil zu seinen ,jngern zurck4 ,schaffen1 das ist die groe ,erlsung vom ,leiden und des ,lebens ,leichtwerden4 ,aber da der ,schaffende sei1 dazu selber tut ,leid not und viel ,verwandlung4 ,und als ,frsprecher des ,kreises bejaht er im dritten ,teil ,leid und ,lust4 ,alles geht1 alles kommt zurck2 ewig rollt das ,rad des ,seins4 ,alles stirbt1 alles blht wieder auf2 ewig luft das ,jahr des ,seins4 ffnen wir weit die ,augen1 um die ,vision der ,zarathustra-,symphonie als ,dichtung zu schauen6 ,wir sehen ,zarathustra1 den rstigen ,mann von vierzig ,jahren1 als ,wanderer vom ,gebirge herabsteigen4 ,dorthin in ,vergessenheit trug er einstmals die ,asche der fremden metaphysischen ,gedanken seiner ,jugend4 ,in der ,bergeinsamkeit erstand ihm seine ,lehre vom schpferischen ,willen4 ,ihr ,feuer bringt er nunmehr in die ,tler4 ,nicht zu den ,gottesfrchtigen1 fr die der alte ,gott noch lebt1 denn sie bedrfen seiner nicht1 wohl aber zum ,volke1 das den alten ,glauben verloren hat4 ,ihm verkndet er3 alle ,wesen bisher schufen etwas ber sich hinaus4 ,auch der ,mensch1 der heutige ,mensch ist etwas1 das berwunden werden mu4 ,seht ein ,ideal ber euch6 ,ich lehre euch den bermenschen6 ,aber das ,volk verlangt nach ,glck im ,behagen1 das nur im klugen ,verzicht auf jedes hhere ,wachstum erreicht werden kann4 ,da erkennt ,zarathustra3 nicht zum ,volke darf ich reden1 um verstanden zu werden1 sondern nur zu einzelnen berufenen ,gefhrten4 ,ihnen verkndigt er1 da der in ,ehrfurcht tragsame ,geist sich mit ,lwenmut zunchst sein ich will6 erobern mu1 dann aber noch einer weiteren ,verwandlung bedarf1 damit eine neue erste ,bewegung1 ein heiliges ,ja-,sagen erstehe4 ,das ,motiv der ,entmenschlichung der ,natur1 chaos sive natura1 ertnt in geheimnisvollen ,akkorden4 ,es erheischt3 ,rckkehr zur ,unschuld des ,kindes6 ,wie das ,kind in ,unschuld spielt1 so mu das ,schaffen des ,menschen1 der neue ,werte setzt1 ein ,spiel der ,unschuld sein4 ,das schaffende ,selbst schuf sich ,achten und ,verachten1 es schuf sich ,lust und ,weh4 ,der schaffende ,leib schuf sich den ,geist als eine ,hand seines ,willens4 ,zarathustras ,reden verweisen die ,freunde auf die ,gefahren1 die dem schpferischen ,willen drohen3 durch ,gengsamkeit1 ,verlsterung der ,natur und des ,leibes1 ,verebbung der ,tugend1 ,verflachung der ,bildung und auch durch ,wachstum des ,gutseins ohne gleichzeitige ,krftigung der ,triebe4 ,je mehr ein ,baum hinauf in die ,hhe und ,helle will1 um so strker mssen seine ,wurzeln erdwrts streben1 abwrts ins ,dunkle1 ,tiefe -- ins ,bse4 ,das gleiche ,motiv1 das sich zu ,anfang verheiungsvoll aus dem ,schpfungsmotiv entwickelte1 beschliet auch den ersten ,teil3 ,tot sind alle ,gtter3 nun wollen wir1 da der bermensch lebe4 ,also belehrt ,zarathustra seine ,jnger und lt sie dann allein1 damit der ausgestreute ,samen1 unbeeinflut durch ihn selbst1 aufgehen mge4 ,er wandert zurck in das ,gebirge und in die ,einsamkeit seiner ,hhle4 ,monde und ,jahre vergehen4 ,eines ,morgens aber kommt die ,kunde zu ihm1 da seiner ,lehre ,bildnis entstellt wurde und ihm der ,verlust seiner ,freunde droht4 ,wiederum sehen wir ihn in die ,tler hinabsteigen und ber weite ,meere zu den glckseligen ,inseln fahren1 wo seine ,freunde wohnen4 -- und erst1 wenn ihr mich alle verleugnet habt1 will ich euch wiederkehren4 ,wahrlich1 mit andern ,augen1 meine ,brder1 werde ich dann meine ,verlorenen suchen2 mit einer andern ,liebe werde ich euch dann lieben4 ,nietzsche hat diese ,worte des ersten ,teils als ,motto des zweiten verwendet2 aber aus diesem ,motto ergeben sich1 was dem ,musiker zu sagen fast unschicklich ist1 andere ,harmonien und ,modulationen als im ersten ,teile1 heit es in einem ,briefe an ,gast4 ,andre ,harmonien und ,modulationen6 ,aber das ,leitmotiv des schpferischen ,willens beherrscht auch diesen zweiten ,teil der ,zarathustra-,symphonie4 ,zu ihm gesellt sich das ,thema des ,leidens4 ,bewute seelische ,leidensfhigkeit ist ein ,mastab der kulturellen ,hhe eines ,menschen4 ,der niedere ,mensch leidet stumpf und dumpf4 ,die bewute ,leidensfhigkeit erstreckt sich auch auf das ,mitleiden am ,schicksal anderer4 ,wer ,nietzsches ,philosophie kennt1 wei bereits1 welche ,gefahren ,nietzsche fr die ,hherentwicklung im ,mitleiden sah4 ,auch hierin1 wie sonst1 kommt durch ,zarathustra die eigene ,gesinnung und ,lebensanschauung des ,dichters zum ,ausdruck4 ,er verkndet den hheren ,menschen1 die allein er nunmehr als seine ,jnger ansieht3 ,wehe allen ,liebenden1 die nicht noch eine ,hhe haben1 welche ber ihrem ,mitleiden ist4 ,denn erst diese groe ,liebe opfert sich und den ,nchsten dem ,aufstieg zum ,ideal4 ,darin mssen alle ,schaffenden hart sein4 ,hart vor allem gegen sich selbst1 streng gegen sich auch gegenber der ,hingebung an metaphysische ,trosthintergrnde4 ,denn1 lehrt ,zarathustra anti-metaphysisch im zweiten ,teile des ,werkes den hheren ,menschen3 ,gott ist eine ,mutmaung3 aber ich will1 da euere ,mutmaung begrenzt sei von der ,denkbarkeit4 berall1 wo diese ,grenzen berschritten werden1 sieht ,nietzsche ,gefahren fr den ,aufstieg4 ,das gilt vom religisen ,glauben an ,rache1 ,strafe1 ,lohn1 ,vergeltung4 ,das gilt aber auch von der ,erkenntnis1 die ,selbstzweck bleibt1 von der ,moralitt1 die nicht die ,bedingtheit aller ,wertungen einsieht1 von der ,erhabenheit1 der die ,schnheit mangelt1 von der atavistisch berladenen ,bildung1 von der unttigen ,beschaulichkeit und ,menschenverachtung1 wenn sie in unproduktiver ,resignation auf ,illusionen verzichtet1 die fr das schpferische ,leben unentbehrlich sind4 ,damit das ,leben gut anzuschauen sei1 mu sein ,spiel gut gespielt werden3 dazu aber bedarf es guter ,schauspieler4 ,in ,illusionen wiegen sich vor allen die ,eitlen4 ,ihr ,spiel gilt ,nietzsche als eine ,arznei gegen die ,schwermut4 ,und darum schont er die ,eitelkeit4 ,im ,spiel des ,lebens mssen wir die ,furchtsamkeit berwinden1 die vor dem ,gedanken erschrickt1 da die ,verknpfung von ,lust und ,leid sich niemals lst1 sondern ewig whrt1 wo immer ,leben waltet4 ,groes vollfhren ist schwer3 aber das ,schwerere ist1 ,groes befehlen4 ,nicht bedarf es des ,pathos hierzu2 denn die stillsten ,worte sind es1 welche den ,sturm bringen4 ,gedanken1 die mit ,taubenfen kommen1 lenken die ,welt4 ,noch wagt ,zarathustra nicht den abgrndigsten dieser ,gedanken auszusprechen1 und so sehen wir ihn nochmals in die ,einsamkeit zurckkehren4 ,errichtete der erste ,zarathustra den ,menschen ein ,ideal als ,ziel ihres ,strebens ber sich selbst hinaus3 den bermenschen1 lehrte der zweite ,zarathustra1 was auch am ,guten noch unzulnglich1 noch feige1 also schlecht ist1 so enthllt der dritte ,zarathustra1 was am ,bsen schpferisch und stark1 also gut ist3 ,wollust als ,gartenglck der ,erde1 als aller ,zukunft ,dankesberschwang an das ,jetzt1 ,herrschsucht als ,machtlust des ,hohen1 ,selbstsucht1 die das ,ich heil und heilig spricht in gesunder ,liebe4 ,der ,wille zur ,vernichtung wird verherrlicht2 denn wer radikal denkt und fhlt und das ,starke will1 mu das ,schwache verwerfen4 ,soll der ,weizen blhen1 mssen wir das ,unkraut ausjten4 ,und darum zerbricht ,zarathustra die alten ,tafeln1 die ,weichherzige beschrieben haben1 und stellt neue ,tafeln auf1 die bestimmen3 ,das ,beste soll herrschen1 das ,beste will auch herrschen6 ,und wo die ,lehre anders lautet1 da -- fehlt es am ,besten4 ,zu diesem ,besten aber ist dem ,menschen auch sein ,bsestes ntig4 ,zarathustra ist reif fr seine ,frchte geworden4 ,nun erst ist ihm die ,kraft des ,befehlenden gegeben1 nun erst vermag er den ,freunden seine hchste ,wahrheit zu verknden1 die da besagt3 dieses ,leben ist zugleich dein ewiges ,leben4 ,nicht ,beifall und ,zustimmung der ,erkenntnis gengen1 sondern es bedarf der entschlossenen ,tatkraft1 um das ungeheuere1 unbegrenzte ,ja- und ,amensagen zum ,leben in ,wirksamkeit treten zu lassen4 ,nicht der ,geist allein1 sondern der ,mut zum eigenen ,selbst mu sprechen3 ,war das das ,leben8 ,wohlan6 ,noch einmal6 ,auch der berwindung des ,ekels bedarf es1 damit der ewige ,lebenswille bewut seinen ,sieg feiere4 ,nun verkndet ,zarathustra die ,lehre der ,ewigen ,wiederkunft des ,gleichen4 ,alles bricht1 alles wird neu gefgt2 ewig baut sich das gleiche ,haus des ,seins4 ,alles scheidet1 alles grt sich wieder2 ewig bleibt sich treu der ,ring des ,seins4 ,man achte darauf1 wie oft in aller ,beredsamkeit ,zarathustras sich nun die ,sehnsucht des ,dichters ankndigt1 mit der ,macht der ,musik zu sprechen und wie seine ,sprache sich auf das innigste dem ,klang unmittelbar vermhlt4 ,mit ,tnen tanzt unsere ,liebe auf bunten ,regenbgen4 ,er will den ,singe-,vgeln das ,singen ablernen und verkndet seinen ,tieren3 ,da ich wieder singen msse -- den ,trost erfand ich mir und diese ,genesung4 ,seine ,tiere antworten ihm3 ,sprich nicht weiter1 mache dir zuerst eine ,leier zurecht1 eine neue ,leier4 ,und er spricht zu seiner ,seele3 ,aber willst du nicht weinen1 nicht ausweinen deine purpurne ,schwermut1 so wirst du singen mssen1 o meine ,seele6 -- singen1 mit brausendem ,gesange1 bis alle ,meere still werden1 da sie deiner ,sehnsucht zuhorchen 444 ,und nun folgt jener wunderbare ,das andere ,tanzlied berschriebene ,dithyrambus der in den unsterblichen ,tnen ausklingt3 ,o ,mensch6 ,gib acht6 ,was spricht die tiefe ,mitternacht8 ,ich schlief1 ich schlief --1 ,aus tiefem ,traum bin ich erwacht3 ,die ,welt ist tief1 ,und tiefer als der ,tag gedacht4 ,tief ist ihr ,weh --1 ,lust -- tiefer noch als ,herzeleid3 ,weh spricht3 ,vergeh6 ,doch alle ,lust will ,ewigkeit --1 -- will tiefe1 tiefe ,ewigkeit6 ,nietzsche hat uns spter diese ,worte dahin erlutert3 so reich ist ,lust1 da sie nach ,wehe durstet2 weil sie sich selber will1 darum will sie auch ,herzeleid6 ,schmerz ist auch eine ,lust1 ,fluch ist auch ein ,segen1 ,nacht ist auch eine ,sonne6 ,aber selbst nach diesen ,klngen fand ,nietzsche noch eine ,steigerung in dem ,ja- und ,amenlied3 ,die sieben ,siegel mit dem siebenmal wiederkehrenden ,refrain3 ,denn ich liebe dich1 o ,ewigkeit6 ,so wurde im dritten ,satz der ,zarathustra-,symphonie der ,ewigkeitsgedanke zum herrschenden ,leitmotiv4 ,man behauptete immer wieder1 zwischen der ,lehre des bermenschen und der ,lehre der ,ewigen ,wiederkunft klaffe ein ,widerspruch4 ,aber dieser schliet sich von selbst1 wenn wir beides im ,sinne ,nietzsches in symbolischer ,bedeutung verstehen4 ,der bermensch ist unsere nchste ,stufe4 ,in diesen ,worten ,nietzsches ist gesagt1 da wir den bermenschen nicht etwa nur als ,maximum im ,menschen latenter ,fhigkeiten zu betrachten haben1 sondern recht wohl als ein ,ideal1 das organisch und sozial zur ,entfaltung kommen soll1 ohne da durch seine ,realisierung das ideale ,streben sein ,ende erreicht4 ,um die ,mitte der ,bahn entsteht der bermensch4 ,er bedeutet diejenige ,stufe1 auf welcher der ,mensch sich selbst und dem ,leben in dem ,mae gut wird1 da er ,lust wie ,leid bejaht2 denn alle ,dinge sind verkettet4 ,diese unbedingte ,lebensbejahung findet ihr ,symbol in der ,lehre der ,ewigen ,wiederkunft4 ,nicht das also entscheidet1 da diese ,lehre als ,dogma geglaubt1 sondern da der ,gedanke als eine ,mglichkeit nicht nur ertragen wird1 sondern gewollt wird1 um so den ,ewigkeitswert alles ,tun und ,lassens zu besiegeln4 ,wir haben es bereits ausgesprochen1 da diese wesenhafte ,bedeutung auch dann gewahrt bleibt1 wenn wir nicht an eine gleichmige ,wiederholung1 sondern an ,wandlungen der andauernden ,schpfung denken4 ,ob wir uns diese ,ewigkeitsbewertung als ,kreis oder als ,spirale vorstellen1 in beiden ,fllen sind wir nicht etwa an die ,lehre der ,metamorphose 7der ,seelenwanderung71 wohl aber an die der ,palingenesie gebunden4 ,vortrefflich hat ,schopenhauer beide definiert4 ,sehr wohl knnte man unterscheiden ,metamorphose als bergang der gesamten sogenannten ,seele in einen anderen ,leib -- und ,palingenesie als ,zersetzung und ,neubildung des ,individui1 indem allein sein ,wille beharrt und die ,gestalt eines neuen ,wesens annehmend1 einen neuen ,intellekt erhlt4 ,sehr richtig sagt ,oskar ,ewald3 ,der vulgre ,mensch sieht ,phnomene kommen und gehen1 der hhere ,mensch sieht seine ,kontinuitt hinter den ,phnomenen4 ,dieser ,glaube an eine ,kontinuitt wird durch ,nietzsches ,lehre der ,ewigen ,wiederkunft symbolisiert4 ,fragen wir uns zum ,schlusse1 welches ist also die ,idee1 die in der ,dichtung des ,zarathustra als ,wiederspiegelung einer dionysisch-musikalisch empfundenen ,willenskundgebung zum ,ausdruck kommt1 so knnen wir sie imperativistisch in die ,worte fassen3 ,fhle1 denke1 wolle1 handle so1 da unter der ,oligarchie hherer ,menschen eine ,kultur mglich wird1 in der sich der harmonische ,vollmensch1 gesund an ,krper und ,geist1 der zum ,gesetzgeber berufene bermensch wurzelhaft zu entwickeln vermag1 der nicht des ,ausblicks auf ein anderes ,leben bedarf1 sondern dieses ,leben als sein ewiges ,leben lebt und seine hchste ,bejahung in dem ,verlangen findet3 ,ist dies das ,leben8 ,wohlan noch einmal6 ,denn ich liebe dich1 o ,ewigkeit6 ,der ,hoffende ,wenn ich mein ,leben noch einmal beginnen sollte1 so wrde ich ebenso leben1 wie ich gelebt habe4 ,montaigne4 ,der erste ,teil des ,zarathustra ist im ,februar #ahhc in ,rapallo geschrieben4 ,die ,schlupartie wurde genau in der heiligen ,stunde fertig gemacht1 in der ,richard ,wagner in ,venedig starb4 ,also am #ac4 ,februar4 ,der zweite ,teil ist zwischen dem #bf4 ,juni und dem #f4 ,juli des gleichen ,jahres in ,sils-,maria geschrieben4 ,im ,sommer1 heimgekehrt zur heiligen ,stelle1 wo der erste ,blitz des ,zarathustra-,gedankens mir geleuchtet hatte1 fand ich den zweiten ,zarathustra4 ,zehn ,tage gengten2 ich habe in keinem ,falle1 weder beim ersten noch beim dritten und letzten mehr gebraucht4 ,der dritte ,teil wurde ,ende ,januar #ahhd in ,nizza geschrieben4 ,in zehn ,tagen6 ,es fllt schwer1 sich dies vorzustellen bei der ,flle des ,werkes1 auch wenn wir uns sagen1 da gewi ,vieles lngst vorbedacht war4 ,zu ,dr4 ,paneth aus ,wien uerte ,nietzsche einmal zur ,zeit1 da der dritte ,zarathustra entstand1 er glaube in sich dichterische ,krfte bis zu jedem ,grade zu haben2 er habe sie so lange zurckgedrngt1 da er jetzt nur die ,schleusen zu ffnen brauche4 ,seine gleichzeitige ,mitteilung1 er wolle auch einige ,kompositionen fertigbringen und hinterlassen als ,ergnzung seiner ,schriften1 denn er knne in ,tnen manches sagen1 was in ,worten nicht auszusprechen sei1 besttigt die innige ,verbundenheit von ,wort und ,musik bei ,nietzsche4 ,von der ,entzckung1 in der er seinen ,zarathustra schuf1 gewinnen wir eine berzeugende ,vorstellung1 wenn wir in ,ecce homo lesen1 wie er die ,macht der ,inspiration empfand4 ,nmlich als eine ,offenbarung in dem ,sinne1 da pltzlich mit unsglicher ,sicherheit und ,feinheit etwas sichtbar1 hrbar wird1 was einen im tiefsten erschttert1 jede ,willkr und ,wahl ausschliet und in ,bild und ,gleichnis unmittelbar den nchsten1 richtigsten1 einfachsten ,ausdruck darbietet4 ,nur aus der ,ursprnglichkeit und ,unmittelbarkeit der schpferischen ,intuition erklrt es sich1 da das ,werk innerhalb einer ,frist entstehen konnte1 die uns bei einem verstandesmig dem ,bewutsein abgerungenen ,werk als unmglich erscheinen mte4 ,und dies auerdem unter der milichsten ,ungunst der ,verhltnisse4 ,gesundheitliche ,strungen1 ,schwierigkeiten mit dem ,verleger1 ,ausbleiben sympathischer ,zustimmungen1 zufllige ,mihelligkeiten verschiedenster ,art vermochten nicht den ,flu seiner ,arbeit zu hemmen4 ,am schwierigsten aber erwies sich dabei wohl1 die zeitweise auftretende eigene ,depression zu berwinden4 ,auch an ,nietzsche trat1 wie an andere ,menschen1 die ,versuchung heran1 im ,mitleiden eine ,tugend zu sehen1 der man seine hhere ,erkenntnis opfern msse4 ,dann versuchte die ,einsicht1 da auch der ,schaffenswille dem ,willen zur ,macht1 also der ,herrschsucht1 entstammt1 ihm ein ,halt zuzurufen2 dann zweifelte auch er1 ob es eine ,pflicht zur ,wahrheit geben knne1 da doch niemals die unbedingte ,richtigkeit feststehe4 ,zweifel berkamen auch ihn1 den liebend ,hoffenden1 ob1 wer den ,menschen den ,genu am ,vorhandenen so grndlich erschttert1 nicht damit die groe ,mdigkeit der ,kulturmenschheit noch mehre1 statt sie zu heben1 ob diese nicht an ,krften ,einbue erleide1 wenn er allem1 was heute als ,tugend anerkannt wird1 die ,scheinherrlichkeit raube2 denn das ,leben bedarf der ,illusionen4 ,aber er berwand diese ,versuchung1 erfllt von der berzeugung1 da seine ,lehre der ,menschheit das biete1 was sie am ntigsten hat3 ein neues ,ziel6 ,heute sind wir uns wohl darber einig1 da ,nietzsches ,lehre dies vermag4 ,gleichviel1 ob wir als ,individualisten es im harmonischen ,vollmenschen sehen1 dem ,gesetzgeber der ,zukunft1 der einen ,gipfel unserer ,entwicklung bedeutet1 oder ob wir als ,gemeinschaftswesen den bermenschen nur als ,blickpunkt werten1 der uns die ,richtung zu einer hheren ,kultur weist4 ,heute ja1 aber damals beim ,erscheinen seines ,werkes1 da fand sich niemand oder doch fast niemand1 der diesen ,glauben mit ,nietzsche teilte4 ,kein ,wunder also1 da ,bedenken in ihm aufstiegen1 ,versuchungen an ihn herantraten1 die er nur durch die ,strke seines ,glaubens an sich selbst und seine ,hoffnung auf die ,zukunft berwinden konnte4 ,der innere ,kampf zwischen ,zweifel und ,hoffnung wurde fr ihn zu einem neuen ,erlebnis4 ,diesem ,erlebnis verdanken wir die ,dichtung des vierten ,zarathustra4 ,ursprnglich sollte er nicht als ,schluteil seines unsterblichen ,werkes erscheinen1 sondern unter dem ,titel3 ,mittag und ,ewigkeit mit dem ,zusatz3 ,erster ,teil3 ,die ,versuchung ,zarathustras4 ,zwei weitere ,teile sollten sich ihm anschlieen1 wozu wohl ,dispositionen vorhanden sind1 jedoch ohne da wir dadurch ein bersichtliches ,bild der geplanten ,fortsetzung gewinnen4 ,wre es ,nietzsche vergnnt gewesen1 sie auszufhren1 so besen wir ein selbstndiges zweites ,buch von ,also sprach ,zarathustra4 ,so aber lag es nahe1 es nach seinem ,tode -- er hatte ,mittag und ,ewigkeit nur in einer kleinen ,anzahl fr einige ,freunde drucken lassen -- als vierten ,teil seinem ,werke einzuverleiben4 ,dieser vierte ,teil ist im ,winter #ahhd_/he in ,mentone geschrieben4 ,wir verstehen ihn wohl dann am besten1 wenn wir davon ausgehen1 da er ,nietzsches berwindung der depressiven ,versuchungen durch den festen ,glauben des ,hoffenden widerspiegelt4 ,in der ,zeit vor der ,entstehung des vierten ,zarathustra schrieb ,nietzsche die ,worte nieder3 ,um schaffen zu knnen1 mssen wir selber uns grere ,freiheit geben1 als je uns gegeben wurde2 dazu ,befreiung von der ,moral und ,erleichterung durch ,feste 7,ahnungen der ,zukunft6 ,die ,zukunft feiern1 nicht die ,vergangenheit6 ,den ,mythus der ,zukunft dichten6 ,in der ,hoffnung leben674 ,selige ,augenblicke6 ,und dann wieder den ,vorhang zuziehen und die ,gedanken zu festen1 nchsten ,zielen wenden6 ,im vierten ,teile steigt ,zarathustra nicht abermals in die ,tler hinab1 sondern hhere ,menschen kommen zu ihm in ihrer ,not4 ,wen bezeichnet ,nietzsche als hhere ,menschen8 ,vor allem solche1 die sich nicht an dem ,heute des ,pbels gengen lassen1 die lieber verzweifeln als sich in ,resignation ergeben4 ,da ihr verachtetet1 ihr hheren ,menschen1 das machte mich hoffen4 ,die groen ,verachtenden nmlich sind die groen ,verehrenden4 ,ihr ,leid1 ihre ,verzweiflung bedeuten fr ,zarathustra eine ,versuchung zum ,mitleiden1 das er nur schwer berwindet1 ja dem er zu unterliegen droht4 ,noch sind sie nicht auf ihrer ,hhe1 aber sie sind unterwegs zur ,hhe4 ,da ist der ,wahrsager1 der in seiner ,enttuschung verkndet3 ,alles ist gleich1 es lohnt sich nichts1 ,welt ist ohne ,sinn1 ,wissen wrgt4 ,zarathustra aber widerspricht ihm3 ,es gibt noch glckselige ,inseln4 ,den beiden ,knigen1 die es davor ekelt1 da sie nicht die ersten sind und es doch bedeuten mssen1 belchelt er ihre ,friedfertigkeit4 ,der ,gewissenhafte des ,geistes1 der als ,gelehrter zwar eines grndlich wissen will1 aber auf alles andere verzichtet1 kann ihm in seiner engen ,gengsamkeit nicht gengen4 ,der alte ,zauberer und ,knstler1 der den ,ber des ,geistes spielt1 der der ,bezauberer aller wurde1 aber sich selbst entzaubert ist und nun sehnschtig nach einem ,groen sucht1 heit er gern bei sich willkommen1 aber wie sollte er ihm als gro und echt gelten86 ,sowohl der schwarze lange ,mann mit einem hageren ,bleichgesicht1 der letzte ,papst1 dessen schne ,hand1 die immer ,segen ausgeteilt hat1 ,ehrfurcht verdient1 und der in seiner ,schwermut nach ,trost sucht1 wie der hlichste ,mensch1 der sich selbst und zugleich das ,mitleiden der ,menschen verachtet1 aber unter seiner rachschtigen ,entrstung schwer leidet3 bedrfen ,zarathustras ,hilfe4 ,sie alle verweist er fr den ,abend in seine ,hhle4 ,ebenso den freiwilligen ,bettler1 der seinen ,reichtum wahllos von sich warf1 ohne die ,kunst des ,schenkens zu ben1 denn er soll ,stolz und ,klugheit von ,zarathustras ,adler und ,schlange lernen4 ,und endlich ,zarathustras ,schatten1 der viel schon hinter ihm herging1 der als sein ,nachfolger immer unterwegs war1 aber nicht sein ,gebot fand3 auch ihn kann er nur als ,gast in seine ,hhle laden1 nicht aber als gleichberechtigten ,freund anerkennen4 ,man vergilt einem ,lehrer schlecht1 wenn man immer nur der ,schler bleibt4 ,haben wir so die ,zarathustra aufsuchenden hheren ,menschen als ,typen erschaut1 so gelstet es uns kaum1 darber belehrt zu werden1 wer zu einzelnen ,zgen von ihnen ,modell gestanden hat4 ,was liegt daran86 ,ehe ihre gemeinsame ,begrung in ,zarathustras ,hhle erfolgt1 beschenkt uns ,nietzsche wiederum mit einem unmittelbar aus der ,musik erstandenen ,wortgesange1 einem ,schlaflied1 ,mittags genannt4 ,wie sich in jenem ,dithyrambus ,das andere ,tanzlied der ,rhythmus der ,bewegung in ,worten entfaltet1 so hier der ,rhythmus allmhlicher ,beruhigung4 ,scheue dich6 ,heier ,mittag schlft auf den ,fluren4 ,singe nicht6 ,still6 ,die ,welt ist vollkommen4 ,wiederum gilt es1 ,hrer zu sein1 ,hrer des ,mittags und ,hrer der ,ewigkeit4 ,als am spten ,nachmittag ,zarathustra zu seiner ,hhle zurckkehrt1 wo er seine ,gste versammelt findet1 liest er von neuem ihre ,seelen ab4 ,sie sind ,verzweifelnde1 aber sie haben erkannt3 unsere ,rettung liegt bei ,zarathustra4 ,so gelten sie ihm als ,vorzeichen1 da ,bessere1 ,hhere noch als sie kommen werden4 ,einer der ,knige verkndet3 ,der letzte ,rest ,gottes unter den ,menschen ist zu ,dir unterwegs4 ,das ist3 alle die ,menschen der groen ,sehnsucht1 des groen ,ekels1 des groen berdrusses4 ,alle1 die nicht leben wollen1 oder sie lernen wieder hoffen -- oder sie lernen von ,dir1 o ,zarathustra1 die groe ,hoffnung4 ,aber ,zarathustra wei1 die ,sehnsucht allein gengt nicht4 ,er wartet3 auf ,hhere1 ,strkere1 ,sieghaftere1 ,wohlgemutere1 ,solche1 die rechtwinklig gebaut sind an ,leib und ,seele3 lachende ,lwen mssen kommen4 ,das erst sind ,menschen1 bei denen starker ,wille und heitere ,lebensbejahung sich vereinigen4 ,was gbe ich nicht hin1 da ich eins htte3 diese ,kinder1 diese lebendige ,pflanzung1 diese ,lebensbume meines ,willens und meiner hchsten ,hoffnung6 ,das ,fest des ,abendmahls1 das in ,zarathustras ,hhle gefeiert wird1 ist kein ,fest der ,demut und der ,ermdung1 sondern ein ,fest des ,stolzes und der ,erhebung4 ,von den ,schaffenden wird bei diesem ,feste gesprochen1 die alles ,trbsal-,blasen und alle ,pbel-,traurigkeit vergessen1 die tanzen lernen und lachen lernen4 ,diese ,krone des ,lachenden1 diese ,rosenkranzkrone3 euch1 meinen ,brdern1 werfe ich diese ,krone zu6 ,das ,lachen sprach ich heilig2 ihr hheren ,menschen1 lernt mir -- lachen6 ,wohl wissen seine ,gste zu lachen4 ,aber ihr ,lachen ist noch nicht sein ,lachen4 ,es entstammt der ,parodie und ,verhhnung4 ,auch als solches ist es ein ,zeichen der ,genesung und ,befreiung1 denn nicht durch ,zorn1 sondern durch ,lachen ttet man4 ,und auch aus der ,narrheit kann die ,zufriedenheit mit dem ,leben und der ,wunsch aufsteigen1 es noch einmal zu leben4 ,daher darf ihnen ,zarathustra mit dem trunkenen ,lied antworten1 das sein ,mitternachtslied ,o ,mensch6 ,gib acht6 tief und doch zugleich bermtig umschreibt4 ,gleichwohl bleibt bei ihrem ,behaben fr ,zarathustra die berzeugung bestehen3 das sind noch nicht meine rechten ,gefhrten4 ,sein ,schritt am ,morgen ist fr sie noch kein ,weckruf4 ,wohl aber begegnen ihm ,zeichen1 welche ihn sprechen lassen2 meine ,kinder sind nahe1 meine ,kinder6 ,diese ,hoffnung befreit ihn von den ,gefahren der ,versuchung durch ,leid und ,mitleiden1 sowie von der ,gefahr1 um des eigenen ,glckes willen auf sein ,ziel zu verzichten4 ,mein ,leid und mein ,mitleiden -- was liegt daran6 ,trachte ich denn nach ,glcke8 ,ich trachte nach meinem ,werke6 ,mit diesem ,gedanken schliet der vierte ,zarathustra und lt uns noch einmal das ,thema des ersten ,satzes in der ,erinnerung aufsteigen3 das ,motiv des schpferischen ,willens1 aber noch nicht die ,erfllung selbst4 ,die drei ersten ,teile des ,buches bilden ein in sich abgerundetes ,werk2 der vierte ,teil ist1 wie wir bereits erwhnten1 der ,anfang eines zweiten ,buches1 dem noch zwei ,teile folgen sollten4 ,wie dachte sich ,nietzsche diese ,fortsetzung8 ,nur ,mutmaungen auf ,grund vereinzelter ,aufzeichnungen knnen uns auf diese ,frage ,antwort geben4 ,der ,dichter plante ursprnglich die ,einfhrung ,panas1 welche ,zarathustra liebt und aus ,mitleid den ,dolch nach ihm zckt4 ,im ,augenblick wo sie den ,dolch fhrt1 versteht ,zarathustra alles und stirbt am ,schmerz ber dieses ,mitleiden4 ,aber diesen ,gedanken hat ,nietzsche wohl fallen lassen2 denn er kehrt in den spteren ,dispositionen nicht wieder4 ,indem wir uns streng an seine hinterlassenen ,aufzeichnungen halten1 wollen wir uns nunmehr ein ,bild machen1 wie sich ,nietzsche wohl die ,fortsetzung des ,zarathustra dachte4 ,die ,lehre der ,ewigen ,wiederkunft erweist sich zunchst als zerdrckend fr die ,edleren1 ja scheinbar sogar als ein ,mittel sie auszurotten1 so da gerade die geringeren1 weniger empfindlichen ,naturen brigbleiben wrden4 ,es erhebt sich daher der ,gedanke3 ,man mu diese ,lehre unterdrcken und ,zarathustra tten4 ,zarathustra aber erwidert3 ,ihr kennt mich nicht4 ,ich gab euch diese schwerste ,last1 da die ,schwchlinge daran zugrunde gehen4 -- ,sanftmut und ,milde sind ,zeichen der noch nicht ihrer selbst sicheren ,kraft4 ,mit der ,genesung ,zarathustras von seinen ,versuchungen steht ,csar da1 unerbittlich gtig -- zwischen ,schpfersinn1 ,gte und ,weisheit ist nunmehr die ,kluft vernichtet4 ,helle und ,ruhe zeichnen ,zarathustra aus4 ,keine bertriebene ,sehnsucht beherrscht ihn1 sondern er sieht sein ,glck im recht angewendeten verewigten ,augenblick4 ,so erscheint er als der ,typus1 wie der bermensch leben mu1 nmlich3 wie ein epikurischer ,gott4 ,die dionysische ,welt des ,ewig-sich-selber-,schaffens1 des ,ewig-sich-selber-,zerstrens bleibt an ,stelle einer utopischen ,erfllung ,ziel und ,inhalt seiner ,lehre4 ,aber die ,zchtung der besseren ,menschen verlangt schwere ,opfer3 ,verlassen von ,heimat1 ,familie1 ,vaterland4 ,ein unentwegbares ,leben unter der ,verachtung der herrschenden ,sittlichkeit4 ,groe ,menschen wollen sich hineingestalten in groe ,gemeinden4 ,man beachte diesen kulturell wichtigen kommunistischen ,zug6 ,sie wollen eine ,form dem ,vielartigen1 ,ungeordneten geben1 es reizt sie1 das ,chaos zu sehen und zu gestalten4 ,wer die ,werte bestimmt und den ,willen von ,jahrtausenden lenkt1 dadurch da er die hchsten ,naturen lenkt1 ist der hchste ,mensch4 ,von dieser berzeugung erfllt1 ruft ,zarathustra zum ,ringkampf auf und zur ,verwendung der ,macht1 welche die ,menschheit prsentiert4 ,so ungefhr dachte sich ,nietzsche nunmehr ,zarathustra4 ,der vierte ,teil hatte mit der ,ankndigung geschlossen1 da seine ,kinder zu ihm unterwegs sind1 das heit jene ,menschen1 die sich auf ,grund seiner ,lehre entwickelten4 ,er nimmt daher ,abschied von seiner ,hhle1 ,abschied fr immer1 und zieht ihnen mit seinen ,tieren1 also seinem ,stolze1 seiner ,klugheit1 seinem ,mute1 entgegen bis zur ,stadt4 ,die ,vereinigung mit ihnen bedeutet einen ,siegeszug4 ,die ,stadt heit ihm die ,peststadt4 ,die ,bemerkung3 ,ein ,scheiterhaufen4 ,die alte ,kultur verbrannt1 lt uns auf einen dramatisch lebensvollen ,hhepunkt schlieen4 ,ein ,frhlingsfest sollte sich diesem ,ereignis anschlieen4 ,ein ,frhlingsfest mit ,chren4 ,zarathustra verlangt ,rechenschaft4 ,er fragt3 ,was tatet ihr8 ,die ,art der neuen ,gemeinschaft kommt zur ,darstellung4 ,neue ,fragen werden von ,zarathustra gestellt und von ihm selbst beantwortet4 ,sie betreffen die ,wahl der ,wohnorte1 den ,entschlu1 ,versuche zum besten der ,kultur mit ,verbrechern an ,stelle von ,bestrafungen anzustellen1 die ,erlsung des ,weibes im ,weibe1 die ,vermehrung der ,maschinen1 aber auch deren ,umgestaltung ins ,schne1 sowie die ,einteilung des ,tages4 ,die ,unschuld des ,werdens mu gewahrt bleiben1 die ,weihung auch des ,kleinsten mu erfolgen1 das ,heraufbeschwren des ,feindes wird ntig1 damit der neue ,adel und die neuen ,knige1 als ,vorbild und ,lehrer1 sich bewhren4 ,dem neuen ,typus droht eine uerste ,gefahr1 denn die ,guten nehmen jetzt gegen den hheren ,menschen1 gegen die ,ausnahmen ,partei4 ,das ,kleinwerden und ,schmen der ,mchtigen bleibt das drohende ,verhngnis der aufwrtsstrebenden ,menschheit4 ,bei dem ,mangel1 erhebende ,menschen zu sehen1 wird die ,hlichkeit1 der ,neid und die ,kleinlichkeit des ,plebejers1 die moralische ,tartfferie zur ,gefahr1 da alle hohen ,naturen ersticken und die ,weltregierung in die ,hnde der ,mittelmigen fllt4 ,zarathustra reizt daher seine ,jnger zur ,erderoberung auf4 ,nicht die ,mittelmigen sollen regieren1 sondern zu ,gesetzgebern der ,zukunft sind nur solche berufen1 die einen groen ,tatbestand von ,wertschtzungen neu feststellen und als ,befehlende diese ,wertschtzungen in ,wirklichkeit verwandeln4 ,zarathustra selbst bewhrt sich als ein solcher ,gesetzgeber4 ,die ,stunde seines ,sieges ist gekommen4 ,er fragt bei dem dionysischen ,frhlingsfeste die ganze ,masse -- und fhrt dadurch die letzte ,entscheidung herbei3 ,wollt ihr das alles 7,freud und ,leid des ,lebens7 noch einmal81 und als alle mit ,ja6 antworten1 da stirbt er vor ,glck4 ,ahnungsvoll1 heiter1 schauerlich wollte ,nietzsche diesen entscheidenden ,vorgang gestalten4 ,der ,himmel heiter1 tief4 ,tiefste ,stille4 ,die ,tiere um ,zarathustra4 ,er hat sterbend das ,haupt verhllt1 die ,arme ber die ,felsplatte gebreitet4 ,so scheint er zu schlafen4 ,furchtbare ,stille tritt ein4 ,etwas ,leuchtendes geht allen ber ihre ,gedanken hinweg4 ,den ,abschlu des ,werkes bilden ,worte der ,gelobenden4 ,wir erfahren3 der groe ,mittag ist zum ,wendepunkt geworden4 ,die hchste ,entfaltung des ,individuums bedeutet die berwltigung des ,menschen1 die berbietung aller bisherigen ,moral4 ,der ,tod ist seiner ,zuflligkeit entkleidet4 ,am ,schaffen selbst stirbt der ,schaffende1 der ,schpfer aus ,gte und ,weisheit4 ,wenn wir so -- trotz groer ,vorsicht vielleicht manches verfehlend -- aus den andeutenden ,aufzeichnungen auch nur vage ,umrisse erhalten1 wie ungefhr ,nietzsche die beiden letzten ,teile des ,zarathustra zu gestalten dachte3 so gewinnen wir damit doch eine ,ahnung1 da das ,werk damit bedeutsam zum ,abschlu gekommen wre4 ,im ,jahre #ahhe fate ,nietzsche jedoch1 wie uns ein ,vermerk in seinem ,notizbuch besagt1 endgltig den ,entschlu1 auf die ,ausfhrung zu verzichten4 ,ich will reden und nicht mehr ,zarathustra4 ,eine ,vorstellung des ,stiles1 in dem die plastische ,ausgestaltung der ,schluteile sich bewegen sollte1 gibt uns wohl ein glcklicherweise erhaltenes ,fragment4 ,da es nur in die groe ,ausgabe seiner ,werke aufgenommen wurde1 in allen anderen ,ausgaben aber fehlt1 ist es wenig bekannt4 ,ich bringe es mit freundlicher ,erlaubnis von ,frau ,frster-,nietzsche als ,abschlu unserer ,zarathustra-,betrachtung zum ,abdruck1 und zwar in der ,fassung in der es erstmals in der ,zeitschrift ,pan verffentlicht wurde4 ,zarathustra vor dem ,knige4 ,es ist nicht mehr die ,zeit fr ,knige3 die ,vlker sind es nicht mehr wert1 ,knige zu haben4 ,du hast es gesagt1 ,knig3 das ,bild1 das vor dem ,volke hergeht1 das ,bild1 an dem sie alle zu ,bildnern werden3 das ,bild soll dem ,volke der ,knig sein4 ,vernichten1 vernichten sollst du1 o ,knig1 die ,menschen1 vor denen kein ,bild herluft3 das sind aller ,menschheit schlimmste ,feinde6 ,und sind die ,knige selber solche1 so vernichte1 o ,knig1 die ,knige1 so du es vermagst6 99 99 99 99 99 ,meine ,richter und ,frsprecher des ,rechts sind bereingekommen1 einen schdlichen ,menschen zu vernichten2 sie fragen mich1 ob ich dem ,rechte seinen ,lauf lassen wolle oder die ,gnade vor dem ,rechte4 ,was ist das ,schwerere zu whlen fr einen ,knig1 die ,gnade oder das ,recht8 ,das ,recht1 antwortete der ,knig2 denn er war milden ,sinnes4 ,so whle das ,recht und la die ,gnade den ,gewaltmenschen als ihre eigne berwltigung4 ,ich erkenne ,zarathustra1 sagte der ,knig mit ,lcheln3 wer verstnde wohl gleich ,zarathustra auf eine stolze ,weise sich zu erniedrigen8 ,aber das1 was du aufhobst war ein ,todesurteil4 ,und er las langsam daraus und mit halber ,stimme1 wie als ob er mit sich allein sei3 ,des ,todes schuldig -- ,zarathustra1 des ,volkes ,verfhrer4 ,tte ihn1 wenn du die ,macht dazu hast -- rief ,zarathustra auf eine furchtbare ,weise abermals2 und seine ,blicke durchbohrten die ,gedanken des ,knigs4 ,und der ,knig trat nachsinnend einige ,schritte zurck1 bis hinein in die ,nische des ,fensters2 er sprach kein ,wort und sah auch ,zarathustra nicht an4 ,endlich wandte er sich zum ,fenster4 ,als er aber zum ,fenster hinausblickte1 da sah er etwas1 darob die ,farbe seines ,angesichtes sich verwandelte4 ,zarathustra1 sagte er mit der ,hflichkeit eines ,knigs1 vergib1 da ich dir nicht gleich antwortete4 ,du gabst mir einen ,rat3 und wahrhaftig1 ich hrte gerne schon auf ihn6 -- ,aber er kommt zu spt6 ,mit diesen ,worten zerri er das ,pergament und warf es auf den ,boden4 ,schweigend gingen sie voneinander4 ,was der ,knig aber von seinem ,fenster aus gesehen hatte1 das war das ,volk3 das ,volk wartete auf ,zarathustra4 ,der ,aristokrat ,wahrlich1 keiner ist weise1 der nicht das ,dunkel kennt1 das unentrinnbar und leise von ,allen ihn trennt4 ,hermann ,hesse4 ,auch unter den ,philosophen gibt es solche1 die ihr ,bild gleichsam als ,maler von einem gegebenen ,standpunkt aus auf die ,flche projizieren1 und solche1 die gleich dem ,bildhauer ihr ,problem von den verschiedensten ,seiten prfen und auf diese ,weise ihr ,werk gestalten4 ,wer sich hier wie dort auf eine ,plastik so einstellt1 wie es nur dem ,gemlde gegenber angebracht ist1 wird notgedrungen zu einem verurteilenden ,miverstehen gelangen4 ,was alles ist nicht schon ber die ,widersprche bei ,nietzsche geschrieben worden6 ,wohlwollende halfen sich damit1 sie aus seiner ,entwicklung zu erklren4 ,sie betonten die ,gegenstzlichkeit seiner verschiedenen ,schaffensperioden1 um gnstigenfalls einen geheimen ,zusammenhang1 dank seiner ,persnlichkeit zu entdecken4 ,aber auch innerhalb der einzelnen ,schaffensperioden ergibt sich keine ,einheitlichkeit1 wenn wir seine ,werke nach der ,art eines ,gemldes und nicht nach der ,art einer ,plastik beurteilen4 ,nietzsches ,lehre aber mu mit den ,augen eines ,plastikers gesehen werden2 denn er anerkennt keine unbedingten ,wahrheiten1 die von vornherein nur einen ,standpunkt zulassen4 ,nicht der ,hinweis auf ,metamorphosen1 wie sie jeder ,mensch schon in seiner ,wandlung vom ,jngling zum ,mann erlebt1 gengt1 um das ,beharrende in ,nietzsches ,schaffen zu erkennen1 sondern es gilt1 ihm auf den geheimen ,wegen seines inneren ,erlebens zu folgen1 um die ,einheit in der ,vielfltigkeit zu erschauen4 ,man mu verstehen1 da bei dem ,trieb1 alles unentwegt zu ,ende zu denken1 bei jedem ,wort immer auf den extremsten ,ausdruck bedacht zu sein1 so mancher ,superlativ in ,bejahung und ,verneinung die ,gegenberstellung eines ausgleichenden ,gegenwerts erforderte1 man mu verstehen1 da ,nietzsche trotz seiner ,einseitigkeit als ,kmpfer die verschiedensten ,probleme umschliet4 ,er erklrt die ,lust aus dem ,leid und das ,leid aus der ,lust1 den ,pessimismus als ,weltschmerz aus der ,schwche und den ,pessimismus als tragische ,erkenntnis aus der ,strke2 denn ,sprache und ,begriffe sind nicht eindeutig4 ,er verherrlicht den ,positivismus als ,beschrnkung auf das erfahrungsmig ,gegebene und verurteilt ihn wiederum als einseitige ,kritik der ,spezialisten2 er sieht im ,zweifel bald eine blutaussaugende ,spinne und verherrlicht wiederum die ,skepsis als verwegene ,mnnlichkeit4 ,nicht aus ,mangel an ,konsequenz1 sondern aus der ,folgerichtigkeit der notgedrungen wechselnden ,anschauung und ,beleuchtung4 ,darum sei es noch einmal gesagt3 wir mssen ,nietzsches ,lehre so besehen1 wie wir eine ,plastik besehen4 ,ein ,philosoph1 der nicht an absolute ,wahrheiten glaubt1 die unabhngig von der wirklichen ,welt bestehen1 sondern dessen ,problem das vielgestaltige ,leben selbst ist unter ,einschlu seiner notwendigen ,widersprche1 kann nur zu einer ,einheit gelangen1 indem er wie der ,musiker ,kontrapunkte setzt1 wie der ,architekt ,horizontale und ,vertikale sich ausbalancieren lt4 ,nietzsche regt als ,dichter die ,phantasie an1 da sie zusammenschaut1 was fr den nchternen ,verstand getrennt besteht1 ,nietzsche als ,denker erhebt den ,widerspruch selbst zum ,prinzip des ,lebens4 ,da fr ,nietzsche nicht die begriffliche ,erkenntnis allein1 nicht die logische ,ableitung mittels ,vernunftgrnden1 nicht die ,vereinheitlichung in einem ,system das ,ziel seiner ,weltanschauung bildet1 sondern die ,lehre ihm aus dem ,erlebnis erwchst1 so ist eine gleichzeitige ,betrachtung von ,leben und ,lehre unumgnglich notwendig1 damit wir den organischen ,zusammenhang von ,wesen und ,wille bei ihm erkennen4 ,von ,wille3 denn fr ,nietzsche ist der ,philosoph letzten ,endes nicht zum beschaulichen ,weisen1 sondern zum schpferischen ,gesetzgeber der ,menschheit berufen4 ,wie ,goethe als ,dichter nicht bestrebt war1 ,poesien aus der ,wirklichkeit zu schpfen1 sondern ,wirklichkeit selbst zu poetisieren1 so will ,nietzsche nicht ,wertlehren aus dem ,leben abstrahieren1 sondern das ,leben selbst in ,werte umsetzen4 ,jede ,philosophie lt sich als ,bekenntnis ihres ,urhebers deuten1 und zwar sowohl hinsichtlich ,start als ,ziel4 ,sein ,wesen1 aber auch die ,sehnschte seines ,werdens1 das instinktive ,wollen in ,tun und ,lassen verrt sich in philosophischen ,wertungen4 ,aber whrend uns die ,geschichte der ,philosophen hierfr sonst nur ,beispiele bietet1 die es erst analytisch aufzudecken gilt1 war ,nietzsche sich dieser ,tatsache voll bewut4 ,die ,wertschtzungen eines ,menschen verraten etwas vom ,aufbau seiner ,seele und worin sie ihre ,lebensbedingungen1 ihre eigentliche ,not sieht1 sagt ,nietzsche4 ,auch ,goethe hat erklrt3 ,alles was von mir bekannt geworden1 sind nur ,bruchstcke einer groen ,konfession4 ,wir erleichtern uns das ,verstndnis fr ,nietzsches ,entwicklungsgang und das ,sprieen1 ,blhen und ,reifen seiner ,lehre1 wenn wir nach einem charakteristischen ,zug forschen1 der von ,ursprung an in seinem ,wesen lag4 ,nur auf einen bedeutsamen ,zug kommt es uns dabei an2 weder interessiert es uns1 was ein ,bernoulli auch an ,nietzsche ,menschliches-,allzumenschliches entdeckt1 noch kommen fr diesen ,zweck die zahlreichen sympathischen ,einzelzge in ,betracht1 welche uns die ,biographie der ,schwester anfhrt4 ,als einen solchen bedeutsamen ,zug bei ,nietzsche drfen wir seine aristokratische ,veranlagung und ,gesinnung hervorheben4 ,aristokratie bedeutete fr die ,griechen zunchst die ,herrschaft der ,besten1 ,fhigsten1 ,wackersten4 ,diese ,abkunft des ,wortes erhlt sich in ,nietzsches ,anwendung lebendig1 wobei er immer wieder betont1 da die ,zchtung von vornehmen ,instinkten erst durch den ,verlauf von ,generationen erreicht wird4 ,schon in der ,betrachtung seiner ,jugend begegnen wir bei ,nietzsche einer ,gesinnung1 die ihn von den ,viel zu ,vielen absonderte1 und je weiter wir seine ,entwicklung verfolgen1 desto mehr erkennen wir1 da er nur unter seinesgleichen frei zu atmen vermochte4 ,er hatte eine geruschlose ,art zu sprechen1 einen vorsichtigen1 nachdenklichen ,gang1 ruhige ,zge und nach innen gekehrte1 nach innen wie in die weite ,ferne blickende ,augen4 ,man konnte ihn leicht bersehen1 so wenig ,auffallendes bot seine ,erscheinung4 ,er war im gewhnlichen ,leben von groer ,hflichkeit1 einer fast weiblichen ,milde1 einem stetigen wohlwollenden ,gleichmut2 er hatte ,freude an vornehmen ,formen im ,umgang1 und bei erster ,begegnung fiel das gesucht ,formvolle an ihm auf4 ,so schildert ihn ,alois ,riehl1 allerdings nicht nach eigener ,anschauung1 sondern nach den ,mitteilungen seiner ,freunde4 ,auch ,meta von ,salis-,marschlins1 mit der ,nietzsche zwischen #ahhd und #ahhg wiederholt in ,zrich und ,sils-,maria persnlich verkehrte1 erwhnt seine ruhige ,sprechweise mit leiser ,stimme voll ,weichheit und ,melodie und den nach innen gewandten ,blick4 ,sie betont das vorsichtige ,zgern1 mit dem er alle ins ,auge fate1 die sich ihm nherten4 ,er zeigte sich zuweilen sehr heiter und zu harmlosen ,scherzen aufgelegt4 ,erhellte ein ,lcheln sein wettergebruntes ,gesicht1 so gewann es einen rhrend kindlichen1 ,teilnahme heischenden ,ausdruck4 ,sie sagt3 ,mitfreude hat ,nietzsche wie wenige empfunden und an den ,tag gelegt4 ,ungemein sympathisch wurde sie berhrt von seiner angeborenen ,hflichkeit1 dem ,takt des ,herzens und den feinen ,umgangsformen4 ,zu weit getriebene ,gebundenheit sagte ihm immer noch eher zu als rohes ,wesen und ,formlosigkeit4 ,bezeichnend ist der im ,gesprche mit ihr gefallene ,ausspruch3 ,alles ,illegitime ist mir eigentlich entsetzlich4 ,sie berschrieb ihre ,erinnerungen ,philosoph und ,edelmensch und nannte ihn den ,philosophen des ,aristokratismus4 ,freiherr von ,seydlitz1 mit dem ,nietzsche in ,sorrent lngere ,zeit in persnlichem ,verkehr stand1 sagt3 ,seines innersten ,wesens kristallheller ,kern war der hchste ,adel1 den der ,geist erringen kann3 wahre ,urbanitt4 ,er erklrt keinen -- keinen6 -- vornehmeren ,menschen je gekannt zu haben als ihn4 ,das wahrhaft ,neue an ,nietzsche ist1 da er zwischen allen ,zeilen seiner ,werke eine zuknftige ,aristokratie verkndet -- nicht nur des ,geistes1 sondern1 was weit mehr ist1 des ,charakters4 ,rcksichtslos war er nur den ,ideen gegenber1 nicht den ,menschen als ,trgern dieser ,ideen4 ,als ,georg ,brandes #ahhg als erster1 der aus der ,ferne sich ernstlich mit ,nietzsche beschftigte1 an der ,universitt zu ,kopenhagen ,vorlesungen ber seine ,philosophie hielt1 da begrte es ,nietzsche ganz besonders freudig1 da ,brandes seiner aristokratischen ,gesinnung gerecht wurde4 ,aristokratischer ,radikalismus1 das gescheiteste ,wort1 das ich bisher ber mich gelesen4 ,brandes war auf seine tiefere ,bedeutung aufmerksam geworden durch den ,empfang von ,jenseits von ,gut und ,bse und die ,genealogie der ,moral4 ,ehe wir aus diesen ,werken die ,berechtigung ,nietzsches erlesen1 sich einen ,immoralisten zu nennen1 wollen wir die ,voraussetzungen hierfr in ,jenseits von ,gut und ,bse verfolgen4 ,in der prhistorischen ,zeit wurde der ,wert oder ,unwert einer ,handlung nur aus ihren ,folgen abgeleitet4 ,nietzsche nennt sie daher die vormoralische ,periode der ,menschheit4 ,erst aus der unbewuten ,nachwirkung von der ,herrschaft aristokratischer ,werte und des ,glaubens an die ,herkunft erstand die moralische ,periode4 ,nun erst wurde in der ,beurteilung einer ,handlung der ,ton nicht mehr auf die ,folgen1 sondern mit moralischem ,nachdruck auf die ,motive gelegt4 ,gegen diese ,wertung1 die ,ungleichheit voraussetzt1 kmpften die ,nivellierer an als beredte ,verfechter des demokratischen ,geschmacks und seiner modernen ,ideen4 ,wer sklavisch gesinnt ist1 will ,unbedingtes4 ,er versteht nur die ,tyrannei4 ,auch in der ,moral4 ,am typischsten tritt dies in der ,franzsischen ,revolution zutage1 die ,nietzsche1 wo immer er sie erwhnt1 auf das schrfste verurteilt4 ,da sich die ,franzsische ,revolution gegen die ,religion wandte1 und zwar um der ,demokratie willen1 darf uns nicht verwundern4 ,denn fr die ,starken1 ,unabhngigen1 zum ,befehlen ,vorbereiteten und ,vorherbestimmten ist ,religion ein ,mittel mehr1 um ,widerstnde zu berwinden1 um herrschen zu knnen4 ,religion gilt ihnen als ein ,band1 das ,herrscher und ,untertanen gemeinsam bindet4 ,ihnen ist sie ein ,ausweg von der ,mhsal grberen ,regierens4 ,den gewhnlichen ,menschen vermag sie zugleich eine unschtzbare ,gengsamkeit mit ihrer ,lage und ,art zu bieten1 vielfachen ,frieden des ,herzens1 eine ,veredelung des ,gehorsams1 etwas von ,verklrung und ,verschnerung4 ,aber der demokratische ,fortschritt widerstrebt dieser ,verklrung4 ,neben der moralischen und vormoralischen ,wertung verweist ,nietzsche bei dieser historischen ,betrachtung zugleich auf die auermoralische ,schtzung4 ,solange die ,ntzlichkeit und die ,erhaltung der ,gemeinde in den ,werturteilen allein entscheidet1 gibt es noch keine ,moral der ,nchstenliebe4 ,altruistische ,tugenden begegnen noch einer gewissen ,geringschtzung4 ,so in der besten ,rmerzeit4 ,erst als man die ,gefhrlichkeit starker ,triebe1 wie ,unternehmungslust und ,herrschsucht als verhngnisvoll empfand1 kamen gegenstzliche ,triebe und ,neigungen zu moralischen ,ehren4 ,die ,furcht ist die ,mutter dieser ,moral4 ,was den ,einzelnen ber die ,masse erhebt1 wurde von ihr gebrandmarkt und das ,mittelma der ,begierden verherrlicht4 ,diese ,betrachtung hat uns bereits den ,gegensatz von antiker und christlicher ,anschauung erschlossen4 ,aristokratische ,gesinnung bleibt jener verwandt1 aber die demokratische ,bewegung macht die ,erbschaft der christlichen4 ,sehr bezeichnend fragt daher ,nietzsche1 zur ,gegenwart bergehend3 ,wir1 die wir eines andern ,glaubens sind --1 wir1 denen die demokratische ,bewegung nicht blo eine ,verfalls-,form der politischen ,organisation1 sondern als ,verfalls- nmlich ,verkleinerungs-,form des ,menschen gilt1 als eine ,vermittelmigung und ,wert-,erniedrigung3 wohin mssen wir mit unseren ,hoffnungen greifen8 ,die ,antwort lautet3 ,nach neuen ,philosophen1 nach ,geistern1 die stark und ursprnglich genug sind1 um die ,anste zu entgegengesetzten ,wertschtzungen1 zu einer ,umwertung der ,werte zu geben4 ,vernehmen wir so schon bei der historischen ,darbietung des ,problems der ,moral die melodische ,fhrung1 welche ,nietzsche der aristokratischen ,gesinnung zuerteilt1 so kommt ihre ,bedeutung noch deutlicher zu ,gehr1 wo seine persnliche ,empfindungsweise unmittelbar zum ,ausdruck gelangt4 ,dann erscheint das ,problem der ,moral als ein ,problem des ,ranges4 ,es gibt einen ,instinkt fr den ,rang1 welcher mehr als alles1 schon das ,anzeichen eines hohen ,ranges ist2 es gibt eine ,lust an den ,nuancen der ,ehrfurcht1 die auf vornehme ,abkunft und ,gewohnheiten schlieen lt4 ,in dieses ,problem des ,ranges ist zugleich die ,frage nach der ,mglichkeit der ,gre eingeschlossen4 ,wo die ,gleichheit der ,rechte allzu leicht sich in die ,gleichheit im ,unrechte umzuwandeln droht1 wie es heute der ,fall ist1 da mssen wir mit ,nietzsche befrchten1 da diese ,bewegung immer mehr anwchst zu gemeinsamer ,bekriegung alles ,seltenen1 ,fremden1 ,bevorrechteten4 ,heute gehrt das ,vornehm-sein1 das ,fr-sich-sein-wollen1 das ,anders-sein-knnen1 das ,allein-stehen und ,auf-eigene-,faust-leben-mssen zum ,begriff ,gre4 ,dem ,plebejer-,ehrgeiz sind die ,tren zu solcher ,anschauung verschlossen4 ,wohl steht ihm der ,weg zur ,wissenschaftlichkeit1 nicht aber zur -- ,philosophie offen4 ,viele ,geschlechter mssen der ,entstehung des ,philosophen vorgearbeitet haben2 jede seiner ,tugenden mu einzeln erworben1 gepflegt1 fortgeerbt1 einverleibt worden sein1 und nicht nur der khne leichte zarte ,gang und ,lauf seiner ,gedanken1 sondern vor allem die ,bereitwilligkeit zu groen ,verantwortungen 444 ,erkennen wir an1 da ,nietzsche damit das ,bereich der ,gelehrten1 der wissenschaftlichen ,arbeiter scharf abgegrenzt hat1 da er ihnen das ,gebiet gewiesen hat1 wo sie den ,tatbestand ehemaliger ,wertsetzungen feststellen und sie ins ,formale drngend1 handlich machen knnen1 wo sie ,segen zu stiften vermgen1 aber gestehen wir uns auch ein1 da er damit allen ,krrnern ,bescheidenheit auferlegt gegenber den ,groen seiner ,art1 die mehr zu tun haben als nur zu erkennen1 nmlich etwas ,neues zu sein1 etwas ,neues zu bedeuten1 neue ,werte darzustellen4 ,schauen wir mit ,nietzsche hinein in die ,kluft1 die zwischen ,wissen und ,knnen klafft6 ,der ,knnende im groen ,stil1 der ,schaffende wird mglicherweise ein ,unwissender sein mssen4 ,nietzsches aristokratische ,gesinnung findet sich ferner in bereinstimmung mit seinem tapferen ,bestreben1 der ,erde treu zu bleiben und alle ,vertrstung auf eine metaphysische ,herkunft und ,bedeutsamkeit der ,moral zu verwerfen4 ,hatte er es sich im ,zarathustra zur ,aufgabe gesetzt1 die ,entmenschlichung der ,natur zu fordern1 das ,chaotische in der ,natur zu betonen1 so trat er in ,jenseits von ,gut und ,bse an die ,aufgabe heran1 den ,menschen zurckzubersetzen in die ,natur4 ,er ist damit zum ,vater der ,psycho-,analyse geworden4 ,wie er auch die ,passion der ,liebe aus der ,herrschsucht der ,wollust erklrte1 wie er selbst die ,willensart der ,erkenntnis aus der geschlechtlichen ,veranlagung deutete1 wie er im ,guten das sublimierte ,bse1 im ,bsen das vergrberte ,gute sah1 wie er gegenber ,glaubensstzen dem ,verdachte ,worte lieh1 da ihnen eine unterirdische ,feindschaft zugrunde liege1 die nicht einmal ber die ,schwelle des ,bewutseins gelangt ist3 so fhrt er auch alle moralischen ,wertungen auf unterbewute ,triebe zurck1 um1 wo immer er als ,seelenforscher in diese ,verborgenheiten hinableuchtet1 dem ,willen zur ,macht zu begegnen4 ,im ,nachlasse ,nietzsches haben sich ,antworten ber die ,frage ,was ist vornehm8 gefunden4 ,sie besagen u4 a41 vornehm ist3 die ,sorgfalt im uerlichsten in ,wort1 ,kleid1 ,haltung1 insofern diese ,sorgfalt abgrenzt1 vornehm ist selbst der frivole ,anschein1 der vor unbescheidener ,neugierde schtzt1 die langsame ,gebrde1 auch der langsame ,blick1 der die ,dinge an sich herankommen lt1 das ,ertragen der ,armut und der ,drftigkeit1 auch der ,krankheit1 das ,ausweichen vor kleinen ,ehren1 die ,einsamkeit1 die ,lust an den ,formen1 das ,mitrauen gegen alle ,arten des ,sichgehenlassens1 eingerechnet alle ,pre- und ,denkfreiheit1 weil unter ihnen der ,geist bequem und tlpelhaft wird1 der ,ekel am ,demagogischen1 an der pbelhaften ,vertraulichkeit1 das ,vermeiden jeder ,verallgemeinerung4 ,er schlo diese ,niederschriften mit den ,worten ab3 -- ,wir schtzen die ,guten gering als ,herdentiere3 wir wissen1 wie unter den schlimmsten bsartigsten hrtesten ,menschen oft ein unschtzbarer ,goldtropfen von ,gte sich verborgen hlt1 welcher alle bloe ,gutartigkeit der ,milchseelen berwiegt4 -- ,wir halten einen ,menschen unserer ,art nicht widerlegt durch seine ,laster1 noch durch seine ,torheiten4 ,wir wissen1 da wir schwer erkennbar sind1 und da wir alle ,grnde haben1 uns ,vordergrnde zu geben4 ,welche entscheidende ,bedeutung ,nietzsche der ,frage ,was ist vornehm8 beima1 das beweist uns ferner der ,umstand1 da er diese ,frage als berschrift dem letzten ,hauptstck von ,jenseits von ,gut und ,bse voranstellte und in nicht mizuverstehender ,weise verkndete3 ,jede ,erhhung des ,typus ,mensch war bisher das ,werk einer aristokratischen ,gesellschaft -- und so wird immer wieder sein 444 ,der ,immoralist ,menschliches ,urteilen vom ,schnen schied ,hlich von ,schn2 ,menschliches ,urteilen vom ,guten schied ,schlecht von ,gut4 ,lao-,tse4 ,wir alle nennen gut1 was uns ntzt und unsere ,ziele frdert4 ,wie aber nennen wir1 was uns schdigt und unseren ,zielen entgegenwirkt8 ,schlecht oder bse8 ,die einen nennen es schlecht1 die andern nennen es bse4 ,wer nennt es schlecht8 ,die ,herrschenden4 ,wer nennt es bse8 ,die ,beherrschten4 ,also gibt es zweierlei ,moral4 ,eine ,moral der ,mchtigen und eine ,moral der ,ohnmchtigen4 ,es gibt ,herren-,moral und ,sklaven-,moral4 ,allerdings in allen hheren und gemischteren ,kulturen1 auch sogar im selben ,menschen besteht das ,nebeneinander und ,durcheinander beider ,moralen4 ,wo die ,herrschenden die ,werte bestimmten1 hat auch der ,begriff gut eine andere ,bedeutung als bei den ,beherrschten4 ,dort heien gut die erhobenen stolzen ,zustnde der ,seele1 welche als das ,auszeichnende und die ,rangordnung ,bestimmende empfunden werden4 ,hier dagegen werden gut die ,eigenschaften benannt und mit ,licht bergossen1 welche dazu dienen1 ,leidenden das ,dasein zu erleichtern4 ,dort bestimmt das ,gefhl der ,flle1 der ,macht1 der ,selbstbeherrschung1 der ,vornehmheit und ,tapferkeit1 der ,glaube an sich selbst und der ,stolz auf sich selbst im ,vordergrunde die ,schtzung4 ,hier dagegen fhrt der pessimistische ,argwohn gegen die ganze ,lage des ,menschen zur ,verherrlichung des ,mitleidens1 des warmen ,herzens1 der ,geduld1 des ,fleies1 der ,demut und ,bescheidenheit1 der ,freundlichkeit1 der ,selbstlosigkeit4 ,besinnen wir uns einen ,augenblick1 so werden wir sofort zu der ,erkenntnis gelangen1 da wir ,tugenden1 die sich um die ,selbstherrlichkeit gruppieren1 zwar ethisch hoch einschtzen1 da wir jedoch lngst gewohnt sind1 als moralisch nur solche ,eigenschaften zu benennen1 die den ,kreis um die ,selbstlosigkeit schlieen4 ,die populre ,sprache und ,denkweise kennt daher nicht zweierlei ,moral1 sondern sie spricht nur von der einen ,moral1 die voran das ,mitleiden und die passiven ,tugenden hher einschtzt1 als die harte ,konsequenz1 welche die kulturelle ,rangordnung zur ,erhaltung und ,steigerung des ,lebens fordert4 ,nietzsche war somit voll berechtigt1 sich1 als ,werte setzender ,philosoph1 der seine ,hoffnungen fr die ,zukunft auf eine mnnliche ,kultur richtete und nicht im ,banne jener ,moral genannten ,einschtzungen stand1 sondern jenseits ihrer ,wertungen von ,gut und ,bse beharrte1 einen ,immoralisten zu nennen4 ,man hat es beklagt 7besonders geschah es durch seine ,schwester71 da ,nietzsche nicht statt dessen ,amoralist schrieb1 weil er durch das ,wort ,immoralist ,miverstndnisse erzeugt habe4 ,aber das hiee1 seinem ,radikalismus die ,spitze abbrechen4 ,amoralisch werten wir dort1 wo wir sowohl die ,frage nach gut und bse1 als nach gut und schlecht im moralischen ,sinne ausschalten4 ,amoralisch mssen wir uns gegenber der ,kunst und der ,wissenschaft verhalten2 denn ihre inneren ,gesetze unterliegen nicht der ,frage1 was unsere sittlichen ,interessen erheischen4 ,als ,immoralist aber urteilt derjenige1 der sich in ,widerspruch setzt zu dem1 was der nivellierenden ,gesellschaft im ,gegensatz zu dem rangbestimmenden ,individuum als ,moral gilt4 ,nietzsche hat es wiederholt ausgesprochen1 da er nicht davor zurckschrecke1 sich durch seine ,ansichten zu kompromittieren1 ja1 da er diese ,gefahr herausfordere1 um nicht verwechselt zu werden2 wie htte er also in diesem ,falle zum ,leisetreter werden sollen1 nur weil es bsem ,willen frei stand1 immoralistische ,gesinnung mit dem ,mangel an ,ethik zu verwechseln4 ,moral betrifft das ,verhltnis von ,mensch zu ,mensch1 ,ethik das ,verhltnis von ,mensch zu ,menschheit und ihren hchsten ,zielen4 ,da ,nietzsche nicht die ,moral in ,bausch und ,bogen ablehnte1 sondern nur ihre nivellierende ,tendenz1 die sich gegen das ,eigenartige1 ,seltene1 ,hohe richtet1 wie sollten wir das verkennen1 auch wenn er es uns nicht gesagt htte6 ,in dem ,wir ,immoralisten berschriebenen ,aphorismus in ,jenseits von ,gut und ,bse heit es3 ,diese ,welt1 die uns angeht1 in der wir zu frchten und zu lieben haben1 diese beinahe unsichtbare unhrbare ,welt feinen ,befehlens1 feinen ,gehorchens1 eine ,welt des ,beinahe in jedem ,betracht1 hklisch1 verfnglich1 spitzig1 zrtlich3 ja1 sie ist gut verteidigt gegen plumpe ,zuschauer und vertrauliche ,neugierde6 ,jenseits von ,gut und ,bse sollte ursprnglich eine ,art ,glossarium zu ,also sprach ,zarathustra bilden4 ,es wurde whrend der ,entstehung dieses ,werkes in den ,jahren #ahhc--he niedergeschrieben und #ahhf in ,nizza fertiggestellt4 ,mittlerweile hatte ,nietzsche eine berarbeitung von ,menschliches-,allzumenschliches in ,angriff genommen4 ,das neue ,werk gedachte er nunmehr als dessen zweiten ,band erscheinen zu lassen4 ,es wurde aber als selbstndiges ,werk verffentlicht1 als jene ,umarbeitung unterblieb4 ,ein ,glossarium zum ,zarathustra ist das ,werk in dem ,sinne1 in dem ,nietzsche seine frheren ,werke als vorausgegangene ,kommentare zu seiner ,dichtung bezeichnen durfte4 ,es folgte1 #ahhg verfat1 die ,streitschrift ,zur ,genealogie der ,moral als umfassende ,darstellung des bereits mitgeteilten ,aphorismus aus ,jenseits von ,gut und ,bse1 der die ,theorie der ,herren- und ,sklavenmoral skizzierte4 ,man versume es nicht1 die ,vorrede zu beachten2 denn sie belehrt uns1 wie bedeutsam ,nietzsche bereits in seinen frheren ,schriften die ,frage nach dem ,werte der ,moral1 oder richtiger gesagt1 nach dem ,unwerte der ,mitleidsmoral aufwarf4 ,hierin sah er von ,anfang an eine gegen das ,leben sich wendende ,mdigkeit4 ,da man den ,wert der ,moral als a priori1 als vor aller ,erfahrung gegeben erachtete1 obwohl schon ,lao-,tse1 fnfundzwanzighundert ,jahre vor ,nietzsche ihre ,entstehung aus menschlichen ,urteilen erkannte1 schwankte man keinen ,augenblick1 den ,guten fr hherwertig als den ,bsen1 auch fr die ,hherentwicklung des ,lebens anzusetzen4 ,wie1 wenn das ,umgekehrte die ,wahrheit wre8 ,wie8 wenn im ,guten auch ein ,rckgangssymptom lge1 ingleichen eine ,gefahr1 eine ,verfhrung ein ,gift1 ein ,narkotikum1 durch das etwa die ,gegenwart auf ,kosten der ,zukunft lebte8 ,vielleicht behaglicher1 ungefhrlicher1 aber auch in kleinerem ,stile1 niedriger8 444 ,so da gerade die ,moral daran schuld wre1 wenn eine an sich mgliche hchste ,mchtigkeit und ,pracht des ,typus ,mensch niemals erreicht wrde8 ,so da gerade die ,moral die ,gefahr der ,gefahren wre8 444 ,die ,frage nach der ,herkunft der ,moral war bei ,nietzsche schon frher durch seinen persnlichen ,verkehr mit ,dr4 ,re angeregt worden4 ,dessen ,schrift ,der ,ursprung der moralischen ,empfindungen wurde von ,nietzsche zwar geschtzt1 aber1 da sie altruistisch auf den englischen ,psychologen fute1 als antipodisch empfunden4 ,nietzsche versagte es sich1 sie zu widerlegen -- was habe ich mit ,widerlegungen zu schaffen61 sondern entschied sich1 -- wie es einem positiven ,geiste zukommt1 -- an ,stelle des ,unwahrscheinlichen das ,wahrscheinlichere zu setzen4 ,er gelangte zu der berzeugung1 da der ,begriff gut ursprnglich nicht von denen herrhrt1 welchen ,gte erwiesen wurde1 sondern da die ,vornehmen1 ,mchtigen selber sich als die ,guten galten1 im ,gegensatz zu allem ,niedrigen und ,gemeinen4 ,nicht von der ,frage nach dem ,werte der ,handlung1 sondern von der ,beurteilung des ,menschen selbst ging die ,moral aus4 ,sie knpfte also nicht von ,anfang her an unegoistische ,handlungen an4 ,moral1 diese ,zeichensprache der ,affekte1 ist kein ,urphnomen1 sondern etwas ,gewordenes1 und da nur den ,vornehmen das ,herrenrecht zukam1 ,namen zu geben1 ursprnglich etwas ganz anderes1 als was heute als ,sittlichkeit gilt4 ,aber die ,herren sind abgetan1 die ,moral des gemeinen ,mannes hat gesiegt4 ,womit hat diese ,revolution in den ,wertschtzungen begonnen1 dieser ,sklavenaufstand in der ,moral8 ,damit1 antwortet ,nietzsche1 da das ,ressentiment selbst schpferisch wurde4 ,was bedeutet ,ressentiment8 ,wir mssen uns ber diesen ,begriff durchaus klar werden1 um ,nietzsche richtig zu verstehen4 ,alle vornehme ,wertungsweise agiert und wchst spontan1 sie sagt ,ja zu sich selbst4 ,wo sie von auen her zur ,rache bestimmt wird1 da setzt sie diese unmittelbar in die ,tat um4 ,die ,wertungsweise der ,unterdrckten aber kennt diese ,spontaneitt nicht4 ,sie bedarf immer erst einer ,gegen- und ,auenwelt1 um berhaupt zu agieren4 ,da ihr die unmittelbare ,tat als ,vergeltung und ,ausgleichung versagt ist1 behilft sie sich mit einer imaginren ,rache4 ,dieser zurckgetretene ,ha1 dieses unterirdische ,rachegefhl der ,ohnmchtigen1 der ,minderwertigen1 welches das ,bild des ,gegners flscht3 das eben ist ,ressentiment4 ,alle ,instinkte1 welche sich nicht nach auen entladen1 wenden sich nach innen4 ,die ,wohlgeratenen fhlen sich in ihrer ,aktivitt als die ,glcklichen2 ihr ,glck liegt im ,lustgefhl der ,bettigung2 die ,gedrckten1 an giftigen und feindseligen ,gefhlen ,schwrenden aber verstehen als passive ,naturen unter ,glck3 ,betubung1 ,ruhe1 ,sabbat4 ,dem ,menschen des ,ressentiments fehlt die naive ,freudigkeit1 seine ,seele schielt1 sein ,geist liebt ,schlupfwinkel1 er sucht vor allem die ,geborgenheit4 ,ach1 er kann nicht seinen unbewuten ,instinkten vertrauen1 sondern er bedarf auf ,schritt und ,tritt der ,klugheit4 ,ehrfurcht vor dem ,feinde8 ,nein1 die kennt er nicht1 sondern er sieht voll ,mitrauen und vergeltungslstern immer nur den bsen ,feind4 ,voll ,widerwillen ruft daher ,nietzsche aus3 ,man mag im besten ,rechte sein1 wenn man vor der blonden ,bestie auf dem ,grunde der vornehmen ,rasse die ,furcht nicht los wird und auf der ,hut ist3 aber wer mchte nicht hundertmal lieber sich frchten1 wenn er zugleich bewundern darf1 als sich nicht frchten1 aber dabei den ekelhaften ,anblick des ,miratenen1 ,verkleinerten1 ,verkmmerten1 ,vergifteten nicht mehr loswerden knnen8 ,der geheime ,rache-,instinkt der ,niedrigen verschwrzt nicht nur die ,triebe der ,starken1 sondern er vergldet auch die ,triebe der ,schwachen4 ,dieses ,truggold heit ihm3 ,moral4 ,die ,ohnmacht1 die nicht vergelten kann1 nennt er3 ,gte1 das ,zuwarten aus ,feigheit3 ,geduld1 die ,unfhigkeit zum ,kampfe3 ,friedfertigkeit1 das ,verlangen nach ,schonung3 ,gerechtigkeit4 ,sie verknden nicht3 ,jedem das ,seine1 sondern3 ,gleiches ,recht fr alle4 ,aber was begehrt ihre ,gerechtigkeit8 ,den ,sieg ,gottes1 des gerechten ,gottes als ,fluch ber die ,gottlosen1 die ,rache an allen1 die anders fhlen1 hoch und frei denken2 denn nur die ,gottesfrchtigen heien ihnen3 die ,gerechten4 ,gewissen8 ,das bedeutet dem selbstherrlichen ,individuum3 das stolze ,wissen um seine ,verantwortlichkeit4 ,der ,mensch des ,ressentiments kennt nur das schlechte ,gewissen4 ,es entspringt unterbewuten ,gefhlen1 die nicht den ,weg in die ,freiheit fanden und daher auf ,umwegen ihre ,befriedigung suchen4 ,nietzsche nennt es eine ,krankheit1 das ,leiden des ,menschen am ,menschen an sich1 als die ,folge einer gewaltsamen ,abtrennung von der tierischen ,vergangenheit4 ,das ,schuldgefhl der ,glubigen1 die ,snde und andererseits die ,art zweiter ,unschuld beim ,atheisten werden von hier aus von ,nietzsche geprft4 ,er wendet sich gegen jede ,selbst-,tierqulerei durch lebensfeindliche ,ideale und unterscheidet zwischen dem heiteren ,asketismus dessen1 der seine tierischen ,triebe einem hheren vorherrschenden ,instinkt unterwirft und dem dsteren ,asketismus als ,verleumdung der natrlichen ,triebe des ,lebens4 ,wohl urteilt auch die vornehme ,wertungsweise1 welche das ,vorrecht der ,wenigsten1 aber biologisch ,wertvollsten gegenber den ,ansprchen der ,meisten vertritt1 ungerecht1 wenn sie unter ,umstnden die von ihr verachtete ,sphre verkennt2 aber ihre ,pltzlichkeit1 ob es sich um ,zorn1 ,liebe1 ,ehrfurcht1 ,dankbarkeit oder ,rache handelt1 vollzieht sich in sofortiger ,reaktion1 ihr ,verhalten vergiftet daher nicht4 ,die schrfste ,gegenstzlichkeit zwischen gesund bejahendem ,instinkt und verneinenden ,trieben aus ,vergeltungssucht sieht ,nietzsche im ,kampf zwischen ,rom gegen ,juda1 ,juda gegen ,rom und ihren ,widerschein im ,gegensatz der ,renaissance und der ,reformation4 ,als ,immoralist verherrlicht er die ,nachwirkung der ,renaissance und verurteilt die ,reformation1 welche die ,kirche1 die im ,begriffe stand1 unterzugehen1 wiederherstellte4 ,als ,immoralist fragt er wert wozu2 denn was der ,dauerhaftigkeit der ,rassen dient1 kann das ,gegenteil dessen sein1 was der ,erhhung des ,typus ,mensch dient4 ,fr wen und gegen wen ,nietzsche sich einstellt1 darber kann nach alledem kein ,zweifel aufkommen4 ,er bejaht ebenso entschieden die ,selbstherrlichkeit der wohlgeratenen ,einzelnen1 wie er das unterirdische ,gefhl der rachelsternen ,auflehnung der ,masse und die demokratische ,nivellierung zurckweist4 ,aber ,nietzsche ist kein ,parteimann6 ,je mehr ,augen1 verschiedene ,augen wir uns fr die selbe ,sache einzusetzen wissen1 um so vollstndiger wird unser ,begriff dieser ,sache1 unsere ,objektivitt sein4 ,dieser ,ausspruch ,nietzsches gilt auch von seiner eigenen perspektivisch zu erkennenden ,persnlichkeit4 ,wer so deutlich wie ,nietzsche jede ,borniertheit der ,reaktionre ablehnte1 ihren ,chauvinismus1 ihr ,rassevorurteil1 ihre ,rckstndigkeit geielte1 wer den ,antisemiten ebenso wie den ,anarchisten als ,menschen des ,ressentiments zurckwies1 den mssen wir alle ,zeit von einer hheren ,warte als derjenigen einer ,partei einschtzen4 ,wir mssen -- vorausgesetzt1 da wir solche ,leser sind1 die er gelten liee -- zu einem ,ausblick in die zu erwnschende ,zukunft kommen1 die keine einseitige politische ,betrachtung vertrgt4 ,nietzsche hat die ,selbstbejahung der zum ,befehlen ,berufenen als rangbestimmend erklrt und verherrlicht2 aber nichts liegt ihm ferner1 als deshalb den niedrig gestellten ,menschen an sich zu entwrdigen4 ,dem ,volke ist eine andere ,moral und ,gesinnung gem1 als jenen1 die sich ber die ,niederung erheben4 ,die dem ,volke angemessene ,moral und ,gesinnung soll ihm erhalten bleiben4 ,sie mu bekmpft werden1 soweit sie unberufenerweise die ,rangordnung aufheben will1 sie mu gehegt und gepflegt werden1 sofern sie der ,erhaltung der ,rangordnung dient4 ,vergegenwrtigen wir uns eines3 alle ,zukunft wurzelt in der ,niederung des ,volkes4 ,aus ihm steigen die ,krfte auf1 die sich zur ,blte entfalten sollen4 ,wir ,menschen der ,kultur verlangen1 da man uns als ,blte einschtze4 ,wir haben dazu nur dann ein ,recht1 wenn wir auch die ,wurzel ehren1 die uns verjngende ,krfte zufhrt4 ,nur dann knnen wir hoffen1 da wir die ,niedriggestellten berzeugen1 da es ein unsinniges ,beginnen ist1 wenn sie die ,kulturpflanze ausreien wollen1 um nunmehr die ,blte zu unters in die ,erde zu stecken1 damit die ,wurzel der ,sonne geniee1 die sie verdorren mu4 ,nur blinde ,fanatiker begehren eine ,umkehrung von ,hoch und ,nieder oder eine absolute ,gleichstellung4 ,jeder gesund ,empfindende strebt letzten ,endes nach einer ,rangordnung1 innerhalb der er zu seinem ,rechte1 aber eben nur zu seinem ,rechte gelangt als ,teil eines ,organismus4 ,goethe sagt3 ,indem der ,mensch auf einen ,gipfel der ,natur gestellt ist1 so sieht er sich wiederum als eine ganze ,natur an1 die in sich abermals einen ,gipfel hervorzubringen hat 444 ,dann wrde das ,weltall1 wenn es sich selbst empfinden knnte1 als an sein ,ziel gelangt1 aufjauchzen und den ,gipfel seines eigenen ,wesens und ,werdens bewundern4 ,als ein solcher ,gipfel ist der bermensch gedacht4 ,immer wieder sei es betont1 da er nicht ein individualistisches ,phantasma ist1 sondern von ,nietzsche als das mgliche ,erzeugnis einer hheren einheitlichen ,kultur gedacht wurde4 ,da eine solche ,kultur von ,nietzsche nicht von einer brutalen ,vorherrschaft der ,mchtigen erwartet wurde1 sondern von der ,erfllung der hohen ,aufgabe einer sinn- und zielbewuten ,fhrung1 bezeugen seine ,worte3 die ,gerechtigkeit mu in allem grer werden und die gewaltttigen ,instinkte schwcher4 ,wer bei ihm nur die ,verherrlichung der blonden ,bestie sieht1 dem sind seine ,worte entgegenzuhalten3 zweimal lieber untergehen1 als sich hassen und frchten machen4 ,es gilt nicht1 ,berge abzutragen1 um ,tler auszufllen1 wie die ,gleichheitsfanatiker vermeinen1 sondern politisch und kulturell ,zustnde zu schaffen1 in denen ,hoch und ,nieder1 jedes seiner ,art gem1 bewut und unbewut einem hchsten ,lebensziele dienstbar werden4 ,dann wird weder demagogisches1 noch reaktionres ,strebertum seine ,weide finden1 sondern die schpferische ,persnlichkeit wird erstehen1 in der die ,wurzelkrfte zur ,blte gelangen4 ,im ,sinne dessen1 was ,goethe einen neuen ,gipfel1 ,nietzsche den bermenschen nannte4 ,die ,gefahr der ,gefahren1 der ,feind der ,feinde einer solchen ,lebenssteigerung ist die ,vorherrschaft einer ,moral1 welche die ,schwche hher einschtzt als die ,strke1 die ,passivitt als ,glck wertvoller erachtet als die ,aktivitt im ,lustgefhl des bewuten ,wollens1 die ,entselbstung frdert1 statt dem ,mut und stolzen ,glauben an das eigene ,selbst1 die ,mitfreude unterdrckt zugunsten eines weichlichen ,mitleidens1 aus ,ressentiment sich ber die ,natrlichkeit des ,menschen entrstet1 statt aus der ,flle der ,kraft die starken ,triebe zu verklren1 somit hegt1 was das ,leben erniedrigt1 und bekmpft1 was das ,leben erhht4 ,also lehrt uns ,nietzsches ,immoralismus4 ,der ,anti-,nihilist ,es gibt nur ein ,heldentum auf der ,welt3 die ,welt zu sehen1 wie sie ist1 und sie zu lieben4 ,romain ,rolland4 ,nietzsche hat den ,weltkrieg vorausgesagt4 ber den ,gegenstzen der ,nationen will sich ,europa zu einer groen ,einheit gestalten4 ,napoleon1 der erste und vorangehendste ,mensch neuerer ,zeit1 war der ,vertreter und ,vorkmpfer dieses ,gedankens4 ,aber indem er ihn gewaltsam verwirklichen wollte1 rief er die mchtige ,gegenwirkung des neunzehnten ,jahrhunderts hervor4 ,der ,proze des werdenden ,europers bedurfte der ,anpassungskunst4 ,diese wurde gestrt4 ,dank der krankhaften ,entfremdung1 welche der ,nationalittswahnsinn zwischen die ,vlker ,europas legte1 traten wir in das klassische ,zeitalter des ,krieges ein4 ,freilich nicht nur des ,krieges der ,waffen1 sondern auch des ,krieges der ,mittel1 der ,begabungen1 der ,disziplin4 ,so mute die ,krisis zum ,ausbruch kommen1 die ,europa nunmehr zur berwindung der frheren ,ideale und zu neuen ,zielsetzungen fhren kann4 ,auch die demokratische ,bewegung1 welche die ,anhnlichung der verschiedenen ,nationen frdert1 beschleunigt die ,erschtterung und ,zersetzung der seitherigen kulturellen ,werte4 ,und auch die moralische ,entwicklung hat diesen ,auflsungsproze genhrt4 ,sie hat durch eine seit ,jahrtausenden anerzogene ,wahrhaftigkeit bewirkt1 da sich diese ,wahrhaftigkeit gegen die ,moral selbst wendet und sie skeptisch prft4 ,aber nicht nur den ,weltkrieg hat ,nietzsche vorausgesagt1 sondern auch das ,anwachsen jener ,bewegung1 die wir heute erleben4 ,auf die selbst gestellte ,frage1 was die nchste ,folge sei der krisenhaften ,vernichtung dessen1 was seither am hchsten geschtzt wurde1 lautet seine bedeutsame ,antwort3 die ,heraufkunft des ,nihilismus4 ,wenn von ,nihilisten die ,rede ist1 denken wir an ,zerstrungswtige1 an ,vernichter der zivilisatorischen ,errungenschaften4 ,das tut auch ,nietzsche4 ,aber nicht diese ungesundeste ,art ,mensch in ,europa allein hat er im ,auge4 ,er fat den ,begriff viel weiter und damit kultureller4 ,nicht aus sozialen ,mistnden ist der ,nihilismus erstanden1 sondern seine ,wurzeln grnden tiefer4 ,sowohl der aktive ,nihilismus der ,zerstrung als auch der passive ,nihilismus der ,ziellosigkeit entspringen der gleichen ,ursache4 ,diese ,ursache sieht ,nietzsche in der ,entwertung der alten ,ideale4 ,da ergibt sich nun eine berraschende ,selbsterkenntnis4 ,insofern wir freieren ,menschen -- voran ,nietzsche selbst -- diese ,entwertung in uns erleben1 sind auch wir ,nihilisten4 ,daran lt sich nichts deuteln4 ,wir bleiben es1 sofern wir das ,nein-,sagen nicht berwinden4 ,das aber vermgen wir nur1 indem wir uns neue ,ziele setzen4 ,unser passiver ,nihilismus -- das sei den ,allzufriedfertigen zwei- und dreimal gesagt -- ist ein ,zeichen von ,schwche4 ,mag er ein ,heilmittel im ,buddhismus und der ,mystik suchen oder in heilloser ,zwiespaltigkeit auf jede ,art ,sinngebung verzichten3 er entstammt dem ,mangel an ,instinktsicherheit4 ,diese ,schwche lehrt uns ,nietzsche bekmpfen4 ,ihr tritt er schpferisch als ,anti-,nihilist1 als neue ,werte setzender ,philosoph1 als ,gesetzgeber der ,zukunft1 als ,verherrlicher alles dessen1 was stark macht1 entgegen in einer selbstherrlichen ,mchtigkeit1 wie sie die ,menschheit nur selten erlebte4 ,die ,entwertung der alten ,ideale erfate er als seine negative ,aufgabe1 die ,umwertung in neue ,ideale bedeutet sein positives ,ziel4 ,auch er mute verneinen und zerstren1 aber nur um neu zu bejahen1 neu aufzubauen4 ,als eine ,umwertung aller ,werte bezeichnete ,nietzsche daher das groe1 unvollendet gebliebene ,werk ,der ,wille zur ,macht1 das er hauptschlich in den ,jahren #ahhd--hh niederschrieb4 ,sein erstes ,buch zeigt uns nach ,nietzsches ,plan den europischen ,nihilismus als die ,gefahr der ,gefahren4 ,ungeheuere ,gewalten sind entfesselt1 die sich widersprechen und sich gegenseitig vernichten1 weil die positive ,richtung nach einem zweckbestimmenden ,ziele fehlt4 ,das zweite ,buch des ,willens zur ,macht zeigt uns in seiner ,kritik der bisherigen hchsten ,werte die berall zutage tretende ,disharmonie zwischen den ,idealen und den ,bedingungen ihrer ,verwirklichung4 ,im dritten ,buche wird uns alsdann das ,problem des ,gesetzgebers aufgedeckt und das ,prinzip einer neuen ,wertsetzung gezeigt und im letzten ,buch1 ,zucht und ,zchtung1 gesagt1 wie diejenigen ,menschen beschaffen sein mssen1 die alle ,eigenschaften der modernen ,seele haben1 aber stark genug sind1 sie in lauter ,gesundheit umzuwandeln4 ,nach diesem vorgefundenen ,plan wurden die in vielen ,heften erhaltenen ,eintrge ,nietzsches nachtrglich geordnet4 ,wir drfen sie nur zum ,teil als ,aphorismen bezeichnen1 da sie noch nicht ihre endgltige ,form erhielten4 ,aber der mit den frheren ,werken vertraute ,leser findet in dieser ,unvollendetheit eine ,anregung mehr1 wenn er erratend und mitschaffend veranlagt ist4 ,er versteht1 da hier eine ,gegenbewegung zum ,ausdruck kommt1 bestimmt1 in irgendeiner ,zukunft den ,nihilismus abzulsen4 ,vergegenwrtigen wir uns zunchst nochmals das eine3 ,nietzsche will nicht dem ,volke1 noch allen1 die mit diesem zu glauben vermgen1 ,religion und ,moral nehmen1 sondern er wendet sich ausschlielich an jene1 die diesen ,glauben verloren haben und einer neuen ,sinngebung bedrfen4 ,der ,pessimismus ist die ,vorstufe des ,nihilismus4 ,in seinem moralischen ,verurteilen liegt bereits die ,abkehr vom ,willen zum ,dasein4 ,jede rein moralische ,wertsetzung endet mit ,nihilismus1 sobald ihr ,glaube an eine berweltliche ,autoritt erschttert wird4 ,mag diese ,autoritt als ,gott1 ,gewissen oder ,vernunft bezeichnet werden1 immer bleibt ihr ,zweck1 um das ,wollen eines eigenen ,zieles herumzukommen und die ,verantwortung von sich selbst abzuwlzen4 ,damit1 da die ,moral die ,natrlichkeit1 die mchtigsten und zukunftvollsten ,triebe des ,lebens verleumdete1 fhrte sie notgedrungen zu einer ,schwchung aller lebenerhaltenden und lebensteigernder ,krfte4 ,sie hat es getan und tut es noch heute4 ,und darum lehrt ,nietzsche als ihr grundstzlicher ,gegner3 das ,nein zu ,allem1 was schwach macht1 was erschlafft1 das ,ja zu ,allem1 was strkt1 was ,kraft aufspeichert1 was das ,gefhl rechtfertigt4 ,das aber heit den ,willen zur ,macht als segensreich anerkennen4 ,das ,leben ist nicht ,anpassung innerer ,bedingungen an uere1 sondern ,willen zur ,macht1 der von innen her immer mehr ueres sich unterwirft und einverleibt4 ,diese ,definition gilt es festzuhalten4 ,der ,nihilismus bedeutet im ,gegensatz hierzu3 ,wille ins ,nichts4 ,als ,strkste erweisen sich heute jene1 die keine extremen ,glaubensstze ntig haben1 die1 welche einen guten ,teil ,zufall1 auch ,unsinn nicht nur zugestehen1 sondern lieben1 die1 welche vom ,menschen mit einer bedeutenden ,ermigung seines ,wertes denken knnen4 ,denn das sind ,menschen1 die ihrer ,macht sicher sind und die erreichte ,kraft des ,menschen mit bewutem ,stolze reprsentieren4 ,die uere ,beweglichkeit des modernen ,menschen ist trotz ihrem ,prestissimo im ,tempo kein ,zeichen der ,strke4 ,sie entspringt allzusehr der ,reaktivitt und gibt ihre ,krfte teils in zweckloser ,aneignung1 teils in zielloser ,abwehr aus4 ,dadurch erfolgt eine tiefe ,schwchung der ,spontaneitt4 ,auch die extreme ,bewutheit des modernen ,menschen1 die ,selbstdurchschauung1 ,selbstzergliederung sind ,zeichen einer ungeheueren ,dekadence2 denn starke ,rassen1 starke ,naturen sind nicht auf das unbegrenzte ,begreifen1 noch auf die bloe ,spiegelung eingestellt1 ihre ,kraft liegt im ,unbewuten4 ,die moderne ,toleranz ist ,unfhigkeit zu ,ja und ,nein1 die moderne ,objektivitt ,mangel an ,person1 ,mangel an ,wille1 ,unfhigkeit zur ,liebe4 ,nicht die ,verderbnis des ,menschen1 sondern seine ,verzrtelung und ,vermoralisierung sind der ,fluch1 wie uns die allgemeine ,verdsterung beweist4 ,und doch gelangt ,nietzsche bereits im ersten ,buch des ,willens zur ,macht -- vorausgesetzt1 da die ,anordnung seinen letzten ,absichten entspricht -- dazu1 hoffnungsvoll auf ,anzeichen der ,erstarkung auszublicken4 ,die ,gesundheit nimmt zu1 die wirklichen ,bedingungen des starken ,leibes werden heute besser erkannt und allmhlich geschaffen1 die frhere ,rangordnung wird umgekehrt1 nicht mehr die ,priester1 sondern die ,immoralisten als ,frsprecher des ,lebens bestimmen die ,wegrichtung1 eine freudigere wohlwollendere ,goethischere ,stellung zur ,sinnlichkeit wurde erreicht1 unser ,verhltnis zur ,erkenntnis1 zur ,moral1 zur ,politik1 zur ,kunst1 zur ,natur selbst ist natrlicher geworden4 ,es gibt ,anzeichen dafr1 da man sich weniger als frher seiner ,instinkte schmt und diese ,verbserung als etwas ,hheres empfindet4 ,die ,zivilisation als ,tierzhmung des ,menschen verliert an ,einflu zugunsten der ,kultur1 die eine ,entwicklung der ,willenskraft fr ihr ,wachstum voraussetzt4 ,das zweite ,buch des ,willens zur ,macht beginnt mit einer ,kritik der ,religion4 ,auer ,stirner hat kein ,philosoph mit solchem ,radikalismus alle mit groen ,worten gepriesenen ,idealvorstellungen1 all die ,schnheit und ,erhabenheit1 die wir den wirklichen und eingebildeten ,dingen geliehen haben1 als ,eigentum und ,erzeugnisse der ,menschen zurckgefordert4 ,wenn wir heute jemanden fragen1 wie kommt es1 da wir dies oder jenes vermgen1 und er erwidert3 kraft eines ,vermgens1 so erscheint uns diese ,antwort lcherlich4 ,aber wenn wir auf die ,frage1 was die ,ursache sei1 da wir denken und fhlen1 die ,antwort hren3 der ,geist1 die ,seele1 so ist diese ,erklrung1 weil sie uns mit einem ,wort anderen ,stammes dient1 deshalb nicht weniger naiv4 ,nach dieser ,methode aber verfhrt der ,christ1 wenn er die ,hoffnung1 die ,ruhe1 das ,gefhl der ,erlsung usf4 auf ein ,inspirieren ,gottes zurckfhrt4 ,er wagt es nicht1 sich selbst als ,ursache starker ,affekte1 noch des ,gefhles der ,macht zu setzen2 er setzt dafr eine strkere ,person1 eine ,gottheit ein4 ,diese psychologische ,logik haben ,moralisten und ,philosophen eben so ausgenutzt wie die ,priester4 ,immer handelt es sich dabei um eine nihilistische ,verminderung des ,lebens4 ,fragen wir uns ohne alle ,voreingenommenheit3 inwiefern ntzt die aus dem ,christentum erstandene ,moral dem ,leben1 inwiefern schadet sie ihm8 ,ohne ,zweifel hlt sie den malosen ,menschen1 der der ,selbstbeherrschung unfhig ist1 in ,zaum4 ,das ist ihr ,segen4 ,aber was tut sie andererseits8 ,sie untergrbt den ,genu des ,lebens1 die ,dankbarkeit gegen das ,leben2 sie wirkt seiner ,verschnerung1 seiner ,veredelung auch seiner ehrlichen ,erkenntnis entgegen4 ,in eins zusammengefat3 die ,moral hemmt die ,entfaltung des ,lebens4 ,und da das ,leben ,willen zur ,macht ist1 da es -- wohl uns1 da es so ist6 -- die hchste ,erscheinung zu verwirklichen strebt im hheren ,menschen der eigenen ,wertsetzung1 tritt ,nietzsche immer wieder der ,gemeingltigkeit der christlichen ,moral entgegen4 ,sie selbst verfhrt geradeso unmoralisch wie jedwedes ,ding auf ,erden4 ,der hhere ,mensch darf sich nicht verleiten lassen1 ihr das rangbestimmende ,gesetz seines ,wesens unterzuordnen4 ,er begeht ein psychologisches ,verbrechen1 wenn er ,unlust und ,unglck in ,unrecht und ,schuld umflscht1 starke ,lustgefhle als sndhaft verlstert1 sich entpersnlichen lt2 denn sein ,hchstes ist3 der ,mut zu sich selbst1 die ,liebe zur unidealisierten ,natur und ,wirklichkeit4 ,die ,herkunft der ,moral wurde von ,nietzsche bereits in der ,genealogie der ,moral in genialer ,weise neu erkannt1 die ,prfung ihrer ,wertschtzungen unternahm er1 bis ins einzelnste vordringend1 im ,willen zur ,macht4 ,das ,wort ,ideal wird von ,nietzsche in zweierlei ,bedeutung angewandt1 die wir streng auseinanderhalten mssen4 ,wo es ,sinn und ,ziel bezeichnet1 die der ,einzelne auf ,grund seines ,wesens sich setzt1 wo es auf das ,bild hinweist1 das seinem ,selbst vorschwebt1 bekennt sich ,nietzsche nach wie vor zu ihm2 aber insofern es nur ein ,produkt der ,wnschbarkeiten ist1 die ,religion und ,moral heilig gesprochen haben1 wird es von ihm seines ,zaubers entkleidet4 ,jenes ,ideal bestimmt den ,weg zum ,wachstum1 zu einem hheren ,typus ,mensch1 dieses bedeutet die ,wahnvorstellung einer abstrakten ,vollkommenheit4 ,jenes fhrt zur ,selbstbejahung1 dieses zur ,selbstverneinung4 ,mit jenem lebt man in positiven1 mit diesem in negativen ,gefhlen4 ,nie soll man sein ,ideal als das ,ideal wahllos verallgemeinern wollen4 ,so bestimmte es ,goethes hohe ,selbsteinschtzung1 so auch ,nietzsches aristokratischer ,radikalismus4 ,denn damit hebt man die natrliche ,rangordnung der ,geister auf4 ,der ,starke anerkennt1 da ,gut und ,bse sich gegenseitig bedingen1 genau so wie ,lust und ,schmerz sich komplimentr ergnzen2 sein ,ideal der ,tchtigkeit umschliet den ganzen ,menschen4 ,der ,schwache dagegen will nur das ,gute gelten lassen1 wie er das ,glcksgefhl auch ohne die notwendige ,voraussetzung eines ,gegensatzes fr mglich hlt2 sein ,ideal der ,tugendhaftigkeit begngt sich mit dem halben ,menschen4 ,tugendhaftigkeit in seinem ,sinne entmannt den ,menschen4 ,wir ,immoralisten1 so lernen wir mit ,nietzsche verknden1 wollen nicht die ,macht der ,moral vernichten1 aber wir wollen ,herr ber sie werden2 denn der wirkliche ,mensch stellt einen viel hheren ,wert in unseren ,augen dar1 als der wnschbare irgendeines seitherigen ,ideals4 ,vielleicht gelangen wir durch ,nietzsche dazu1 den ,willen zur ,macht auf eine ,lust am ,schaffen als seinen ,ursprung zurckzufhren1 obwohl sich diese immer nur an dem ,quantum gesteigerter und organischer ,macht mit1 also an der ,erhhung des ,lebensgefhls4 ,vielleicht1 denn erst die ,unschuld des ,werdens gibt uns den grten ,mut und die grte ,freiheit und lehrt uns die ,welt als ein sich selbst gebrendes ,kunstwerk betrachten4 ,versuchen wir ,nietzsches ,philosophie unter dieser ,optik zu schauen4 ,der ,egoismus des ,knstlers ist der ,trieb nach seinem ,material4 ,der ,knstlerwille1 der am ,typus ,mensch arbeitet1 sieht die niedere ,art als ,unterbau an1 auf der eine hhere erst stehen kann4 ,damit jedoch ,wesen von hchstem ,werte wirklich erstehen1 mssen gnstige ,zuflle zu ,hilfe kommen4 ,was der knstlerische ,erzieher von sich aus zu steigern vermag1 das ist3 ,mut1 ,einsicht1 ,hrte1 ,unabhngigkeit1 ,gefhl der ,verantwortlichkeit4 ,auch ein gttliches ,jasagen zu sich aus animaler ,flle und ,vollkommenheit4 ,und ferner1 nein zu allererst3 die ,achtung vor sich selbst4 ,dann wird er die ,wehr- und ,waffentchtigkeit auch im ,geistigen zu wahren wissen4 ,der ,knstler am ,menschen verlangt die ,herrschaft ber die ,leidenschaften1 nicht deren ,schwchung oder ,ausrottung4 ,denn der groe ,mensch ist gro durch den ,freiheits-,spielraum seiner ,begierden4 ,hher als3 ,du sollst6 steht3 ,ich will6 ,hher als ich will1 steht3 ,ich bin6 ,es ist ein groer ,irrtum1 in diesem ,ideal eine ,steigerung dessen zu sehen1 was man bisher einen freien ,geist nannte1 denn diese ,freiheit strebte in die ,breite2 der heroische ,knstler-,tyrann aber will den ,menschen ins ,hohe statt ins ,bequeme und ,mittlere zchten1 er ist im ,verkehr mit ,menschen immer darauf aus1 etwas aus ihnen zu machen4 ,aus ,liebe8 ,ja6 ,aber nicht aus sklavischer ,liebe1 sondern aus jener gttlichen ,liebe1 welche zugleich verachtet und liebt und das ,geliebte umschafft1 hinauftrgt4 ,der wahre knigliche ,philosoph ist ein solcher ,knstler am ,menschen1 ein ,gesetzgeber solcher ,wertbestimmungen1 ein ,befehlender1 ein ,schaffender2 denn alles ,wissen ist ihm nur ein ,mittel zum ,schaffen4 ,dazu aber taugt keine ,schwche-,moral1 sondern nur eine leiblich-geistige ,disziplin1 welche stark macht4 ,ein solcher ,philosoph ist einsam1 nicht weil er allein sein will1 sondern weil er nicht seinesgleichen findet4 ,les aigles ne volent point en compagnie1 sagte ,galiani4 ,er hat es schwer1 sich oben zu erhalten inmitten der niederziehenden gefhrlichen ,stromschnellen der ,zeit4 ,er darf mit weit grerem ,rechte von sich sagen1 als es ,christian ,morgenstern so witzig bemerkte3 ,ich mchte nicht leben1 wenn ,ich nicht lebte2 denn er hat nur sich und seinen ,schaffenswillen1 verbunden mit der ,hoffnung1 da es an der ,zeit ist3 im groen ,stil die widersinnliche ,moral des latenten ,christentums zu berwinden1 diesen ,todfeind der ,hhensteigerung des ,menschen4 ,macht ist an sich bse4 ,dieses ,wort ,schlossers sollte die ,macht verurteilen4 ,macht ist an sich bse4 ,so klingt es auch aus ,nietzsche uns entgegen1 aber als ,rechtfertigung des ,bsen4 ,der mchtigste ,mensch1 der ,schaffende mte der bseste sein1 insofern er sein ,ideal an allen ,menschen durchsetzt gegen ihre ,ideale und sie zu seinem ,bilde umschafft4 ,bse heit hier3 hart1 schmerzhaft1 aufgezwungen4 ,die theoretische ,philosophie gelangt zu der ,erkenntnis3 es ist alles nur subjektiv4 ,auch ,nietzsche urteilt nach dieser ,erkenntnis1 aber sie gewinnt bei ihm einen helleren ,klang1 eine freudigere ,farbe1 sie lautet bei ihm3 es ist auch unser ,werk6 -- seien wir stolz darauf6 ,der ,wille zur ,macht zeigt uns im ,entwurf1 wie sich ,nietzsche seine ,philosophie der ,zukunft dachte4 ,nur der eigene ,wunsch1 die eigene ,unentschiedenheit ist der ,vater des ,gedankens bei jenen1 die da glauben1 ,nietzsche wre bei lngerem ,leben und ,schaffen am ,ende doch wieder zum ,christentum zurckgekehrt4 ,nichts1 aber auch rein gar nichts weist auf diese ,mglichkeit hin4 ,er fhlte und dachte hellenisch und ist diesem ,gefhl treu geblieben4 ,will man seine ,philosophie auf eine konzentrierte ,formel bringen1 so darf man sagen3 ,der ,sinn der ,welt liegt im ,werden1 der ,sinn des ,lebens liegt im ,werten4 ,wir kennen keine wahre ,welt des ,seins als ,gegensatz einer ,welt des ,scheins4 ,jene wrde eine ,welt ohne ,aktion und ,reaktion bedeuten1 aber die ,welt1 die wir lebend erfhlen und erkennen1 ist fortdauernd das ,ergebnis von ,bettigung und ,widerstand im ,lichte unseres ,schtzens und ,wertens4 ,und wahrlich mit dieser ,erkenntnis lt sich tapfer leben1 mit ihr kann man allen ,gewalten zum ,trotz1 sich erhalten4 ,und nicht nur sich erhalten1 sondern wachsen und sich entfalten4 ,der ,anti-,christ ,weder zu ,lande noch zu ,wasser wirst du den ,weg zu den ,hyperboreern finden4 ,pindar4 ,die ,vorstellung eines sagenhaften ,volkes1 von dem nicht zu sagen sei1 wo es lebe1 griff ,nietzsche auf1 um sein ,jenseits aller modernen ,ideen zu charakterisieren4 ,ein ,jenseits des ,nordens1 des ,eises1 des ,todes 444 ein ,jenseits aller ,rachegefhle und ,ressentiments1 ein ,diesseits des zu zchtenden hheren ,typus ,mensch1 gegen welchen das ,christentum1 indem es alle ,grundinstinkte in ,bann tat und die ,partei alles ,schwachen1 ,niedrigen1 ,miratenen nahm1 einen ,todkrieg fhrte4 ,gegen diesen ,todfeind seines ,hyperboreer-,ideals hat ,nietzsche zu einem heftigen ,schlag ausgeholt in seiner leidenschaftlichen ,schrift ,der ,antichrist1 ,versuch einer ,kritik des ,christentums1 die #ahhh entstand als erstes ,buch der ,umwertung aller ,werte und hauptschlich den ,entwrfen zum ,willen zur ,macht entnommen wurde4 ,gegen diesen ,todfeind hat ,nietzsche die ,erhaltungs-,instinkte des starken ,lebens verteidigt4 ,von sonnenbeleuchteter ,hhe aus gesehen1 erscheint ihm das ,christentum als ,multiplikator des ,elends1 als ,konservator alles ,elenden4 ,denn durch seine ,mitleids-,moral wirkt die ,depression1 die das ,leiden hervorruft1 ansteckend und verfhrt nihilistisch zur ,verneinung des ,lebens1 weil sie ihm einen dsteren und fragwrdigen ,aspekt gibt4 ,es erhlt1 was zum ,untergange reif ist2 es kreuzt dadurch das ,gesetz der ,entwicklung1 das auf dem ,gesetz der ,selektion beruht1 und bedroht um der ,schwachen und ,matten willen alles ,starke und ,lebensfreudige4 ,in unerschrockener ,entschlossenheit spricht ,nietzsche es aus3 ,hier ,arzt sein1 hier unerbittlich sein1 hier das ,messer fhren -- das gehrt zu uns1 das ist unsre ,art ,menschenliebe1 damit sind wir ,philosophen1 wir ,hyperboreer6 ,mit dem ,antichrist erklrte er vollbewut den ,krieg allem1 was ,theologenblut im ,leibe hat1 also auch der ganzen vom offensichtigen und verborgenen ,christentum beeinfluten ,philosophie und ihren ,idealen4 ,hierbei fllt uns ,flauberts ,ausspruch ein3 ,was die ,philosophie geleistet hat8 ,nichts1 sie hat von ,jahrhunderten zu ,jahrhunderten ,gott grer gemacht4 ,nicht gegen ,mibruche und ,entgleisungen innerhalb des kirchlichen ,christentums1 sondern zunchst wider die hchsten ,vertreter einer christlich orientierten ,lebensauffassung richtet ,nietzsche seine ,waffen4 ,der ,mut zum extremsten ,ausdruck steigert sich ins ,malose2 kein mildernd vermittelndes ,wort will die ,halbheit1 irgendwelche ,art von ,halbheit1 zu sich hinberziehen1 sondern er wagt es allein -- noch sind ihm keine ,mitstreiter geboren -- den ,kampf aufzunehmen3 ,dies ,buch gehrt den ,wenigsten4 ,vielleicht lebt selbst noch keiner von ihnen4 ,wer dem ,glauben an ein ,jenseits1 ,gott1 oder das wahre ,leben1 oder ,nirvana1 ,erlsung1 ,seligkeit 444 anhngt1 wer nach ,unterwerfung seines schpferischen ,willens1 seiner ,persnlichkeit unter irgendein ,abstraktum verlangt um des ,friedens der ,seele willen1 wer aus ,ohnmacht auf die mnnlichsten ,tugenden und ,triebe verzichtet und sich zum ,guten an sich bekennt1 aus dem alles ,starke1 ,tapfere1 ,herrische1 ,stolze ausgeschieden wurde1 wer immer offen oder geheim einen ,gott glaubt1 der dem ,leben widerspricht1 wer also das ,nichts vergttlicht1 den ,willen zum ,nichts heilig spricht3 der segelt auf anderen ,gewssern als jenen1 die zum ,lande der ,hyperboreer fhren4 ,nietzsche unterscheidet streng zwischen dem ,christentum als historischer ,realitt und der ,person seines ,stifters4 ,was hat ,christus verneint8 ,alles1 was heute christlich heit1 antwortet ,nietzsche4 ,christlich ist die vollkommene ,gleichgltigkeit gegen ,dogmen1 ,kultus1 ,priester1 ,kirche1 ,theologie4 ,die ,innerlichkeitslehre ,christi wird von ,nietzsche mit entschiedener ,achtung betont4 ,das ,himmelreich ist ein ,zustand des ,herzens4 ,jesus gebietet3 ,man soll dem1 der bse gegen uns ist1 weder durch die ,tat noch im ,herzen ,widerstand leisten4 ,man soll sich gegen niemanden erzrnen1 man soll niemanden gering schtzen4 ,man soll nicht richten4 ,man soll sich vershnen1 man soll vergeben4 ,die ,seligkeit ist nichts ,verheienes3 sie ist da1 wenn man so und so lebt und handelt4 ,aber durch ,paulus wurde dieser naive ,ansatz zu einer buddhistischen ,friedensbewegung zu einer heidnischen ,mysterienlehre umgedreht1 so da sich das ,christentum endlich -- ganz und gar im ,gegensatz zum ,willen seines ,stifters -- mit der ganzen staatlichen ,organisation vertragen lernt 444 und ,kriege fhrt1 verurteilt1 foltert1 schwrt1 hat4 ,erst das paulinische ,christentum brachte den ,begriff ,schuld und ,shne in den ,vordergrund4 ,nur gegen dieses ist der ,antichrist gerichtet4 ,das ,urchristentum1 so gut wie der verwandte ,buddhismus stehen als nihilistische ,religionen der ,lebensbejahung fern1 aber ,nietzsche achtet an ihnen1 da sie nicht ,kampf gegen die ,snde lehren1 sondern1 der ,wirklichkeit das ,recht gebend1 ,kampf gegen das ,leiden4 ,buddha ging gegen psychologische ,folgen bergroer ,reizbarkeit der ,sensibilitt und verhngnisvoller bergeistigung1 die sich als ,depression geltend machten1 hygienisch vor4 ,seine entschiedene ,abneigung gegen jedes ,rachegefhl 7,nicht durch ,feindschaft kommt ,feindschaft zu ,ende7 lie ihn in einem milden ,klima unter sanftmtigen und liberal gesinnten ,menschen das selbe ,ziel anstreben1 das ,nietzsche unter anderen ,voraussetzungen1 anderen ,mglichkeiten auf anders geartete ,weise zu erlangen trachtet3 die berwindung der unterbewuten ,unzufriedenheit des ,menschen mit sich selbst und als ,siegeskranz dafr3 die ,heiterkeit4 ,das paulinische ,christentum aber hatte1 als es unter ,barbarenvlkern auf ,macht ausging1 nicht mde ,menschen vor sich1 sondern innerlich verwilderte und sich zerfleischende1 also starke ,menschen1 aber miratene2 es wollte ber ,raubtiere ,herr werden1 und sein ,mittel dazu ist1 sie krank zu machen zwecks ,schwchung und ,zhmung4 ,das paulinische ,christentum gilt fr ,nietzsche nicht als eine ,gegenbewegung gegen den jdischen ,instinkt1 sondern als dessen ,folgerichtigkeit1 als einen ,schlu weiter in dessen furchteinflender ,logik4 ,auch ,heinrich ,heine gelangte zu der berzeugung1 wenn auch aus anderen ,erwgungen1 nicht ,judentum und ,christentum seien ,gegenstze1 sondern der ,gegensatz liege zwischen jdisch-christlicher ,moral und hellenischer ,gesinnung4 ,was ist jdische1 was ist christliche ,moral8 frgt ,nietzsche in einem ,atem und antwortet3 ,den ,zufall um seine ,unschuld gebracht2 das ,unglck mit dem ,begriff ,snde beschmutzt2 das ,wohlbefinden als ,gefahr1 als ,versuchung2 das physiologische belbefinden mit dem ,gewissenswurm vergiftet 444 ,als ,antichrist kmpft ,nietzsche in seinem also betitelten ,werk gegen die ,entnatrlichung des ,menschen1 gegen die ,verlsterung und ,schwchung der animalischen ,triebe1 gegen den ,pessimismus der ,moral1 den ,nihilismus der ,gesinnung1 gegen die ,flucht ins ,unfaliche und ,unbegreifliche1 wie es seine gesamte ,philosophie tut1 nur da diesmal der mchtigste1 verhngnisvollste ,feind der ,freude am ,dasein in ,unschuld1 an der ,bejahung des ,lebens1 an ,wohlgeratenheit des hheren ,menschen und an der ,steigerung des ,lebens aus schpferischer ,willensmacht unmittelbarer1 entschiedener1 extremer im ,ausdruck bekmpft wird4 ,gegen das ,vergangene ist ,nietzsche1 gleich allen ,erkennenden1 mit gromtiger ,selbstbezwingung tolerant2 er will die ,menschheit nicht fr ihre ,krankheiten und ,irrtmer verantwortlich machen1 aber die ,feigheit jener geielt er um so heftiger1 die heute1 obwohl wissend geworden1 sich und andere belgen1 indem sie die ,worte ,jenseits1 ,jngstes ,gericht1 ,unsterblichkeit der ,seele noch immer im ,munde fhren1 trotzdem ihr ,instinkt und ihre ,vernunft dem widersprechen4 ,das echte ursprngliche ,christentum dagegen gilt ,nietzsche auch heute noch mglich1 fr gewisse ,menschen sogar notwendig1 denn es bedeutet fr sie nicht ein ,glauben1 sondern ein ,tun1 ein ,vieles-nicht-tun1 vor allem ein anderes ,sein4 ,christus konnte mit seinem ,tode nichts wollen1 als ffentlich die strkste ,probe1 den ,beweis seiner ,lehre zu geben1 die ,lehre von der berlegenheit ber jedes ,gefhl von ,feindschaft in lieblicher ,ruhe des ,herzens4 ,aber gerade das am meisten unevangelische ,gefhl der ,rache kam wieder obenauf4 ,man brauchte ,vergeltung1 ,gericht4 ,der frohen ,botschaft folgte auf dem ,fue die allerschlimmste3 die des ,paulus4 ,das paulinische ,christentum hat jedem ,ehrfurchts- und ,distanzgefhl zwischen ,mensch und ,mensch einen ,todkrieg bereitet2 es hat ,waffen geschmiedet gegen alles ,vornehme1 ,frohe1 ,hochherzige auf ,erden1 gegen unser ,glck auf ,erden4 ,der ,aristokratismus der ,gesinnung wurde durch die ,seelen-,gleichheits-,lge am unterirdischsten untergraben1 christliche ,werturteile sind es1 welche jede ,revolution blo in ,blut und ,verbrechen bersetzt4 ,das ,evangelium der ,niedrigen -- macht niedrig1 lehrt ,nietzsche und kommt zu dem ,schlu3 ,der ,anarchist und der ,christ sind einer ,herkunft4 ,man sehe den ,antichrist unter dieser ,optik1 um zu verstehen1 da ,nietzsche nicht ,christus1 diese edelste ,erscheinung1 bekmpft1 sondern ,paulus1 sondern das historische ,christentum1 welches das ,altertum besiegte und dessen unmittelbare ,fortwirkung auf zwei ,jahrtausende unterbrach4 ,das ,christentum war ein ,sieg1 eine vornehme ,gesinnung ging an ihm zugrunde -- das ,christentum war bisher das grte ,unglck der ,menschheit4 ,immer haben wir solche ,worte im ,hinblick auf das ,ziel der ,steigerung des ,lebens1 des ,wachstums der ,kultur zu verstehen1 niemals von der ,frage aus nach dem ,labsal1 das es ,niedergedrckten1 ,trostbedrftigen bedeutet4 ,nicht diesen1 wir mssen es nochmals wiederholen1 sondern den freieren1 hheren ,menschen will der unerschrockene ,kritiker des ,christentums dieses verchtlich machen1 indem er die ,bibel zu ihrem ,nachteil mit dem vornehmen ,gesetzbuch des ,manu vergleicht1 auf dem die ,sonne eines triumphierenden ,wohlgefhls an sich und am ,leben liegt4 ,da vom ,antichrist nicht mit voller ,macht die ,wirkung ausgeht1 die man bei einer solchen ,streitschrift ,nietzsches erwartet1 erklrt sich weniger aus dem ,widerstand der dogmatischen ,glubigen als aus dem ,umstand1 da das latente ,christentum in uns allen noch ungemein bestimmend wirkt1 vielleicht aber auch aus der ,fassung der ,streitschrift selbst4 ,auch der ,atheist fhlt dem ,christentum gegenber ,ehrfurcht vermge seiner ,kindheitserinnerungen und schtzt es als ,banner im ,kampfe gegen den ,materialismus gemeiner ,interessen4 ,er will es souvern berwinden1 aber die ,heftigkeit der ,angriffe1 der malose ,ansturm des ,affekts lt in ihm die ,empfindung aufkommen1 als ob hier die ,entrstung den ,ton bestimme4 ,mit ,unrecht1 denn kein unterbewuter ,groll1 sondern die ,gre seiner ,aufgabe lie den unerschrockenen ,antichristen seine volle ,energie entfalten1 kein ,unmut1 sondern der bermut der ,kampfesfreude entfesselte alle ,krfte4 ,wie die beiden ersten ,teile des ,zarathustra in den ,farben1 als persnliche ,gegenwirkung gegen ,qual und ,wirrsal seines ,gemts1 heiterer und lustiger ausgefallen sind1 als es in ,nietzsches ,absicht lag1 so hat umgekehrt die ,euphorie der letzten ,jahre in ,turin auf den rigorosen ,ernst1 der dort entstandenen ,schriften 7,grobe ,briefe -- bei mir ein ,zeichen der ,heiterkeit7 auf die ,heftigkeit des ,tones1 auf die ,grellheit der ,farben eingewirkt4 ,nur gegen ,schlu des ,werkes gelangen vorbergehend freudigere ,tne zum ,ausdruck4 ,hier zitiert der ,philosoph von ihm bersetzte ,stellen aus dem priesterhaften1 aber trotzdem nicht pessimistischen ,gesetzbuch des ,manu 7er hatte es in der franzsischen bersetzung von ,louis ,jacolliot gelesen7 und geht dazu ber1 die ,ordnung der ,kasten als ,sanktion einer ,naturordnung darzustellen4 ,moralische ,entrstung und ,pessimismus sind untrennbar von der ,vorstellung des ,tschandala1 also der ,niedrigsten2 der jasagende ,sinn der ,geistigsten dagegen betrachtet die ,welt letzten ,endes als vollkommen1 denn er wertet das ,unvollkommene als ein zugehriges notwendiges ,unterhalb1 alle ,mittelmigkeit als die breite ,basis einer ,pyramide der ,kultur4 ,obenan stehen also die geistigsten ,menschen1 die zugleich als die ,strksten ihr ,glck in der ,selbstbezwingung finden4 ,als die zweiten gelten fr ,manu und ,nietzsche die ,wchter des ,rechtes1 die ,pfleger der ,ordnung und der ,sicherheit2 der ,knig bedeutet ihnen die hchste ,form von ,krieger1 ,richter und ,aufrechterhalter des ,gesetzes4 ,diese ,rangordnung1 die wir bereits in der ,lehre vom bermenschen als ,nietzsches ,ideal schtzen lernten1 formuliert nach ihm nicht irgendeine willkrliche ,staatsverfassung1 sondern1 wie er ausfhrt1 das oberste ,gesetz des ,lebens4 ,denn die ,abscheidung der drei ,typen ist ntig zur ,erhaltung der ,gesellschaft zur ,ermglichung hherer und hchster ,typen4 ,die damit gefrderte ,ungleichheit der ,rechte ist die ,bedingung1 da es berhaupt ,rechte gibt4 ,ein ,recht ist ein ,vorrecht4 ,in seiner ,art ,sein hat jeder auch sein ,vorrecht4 ,einer solchen naturgemen ,rangordnung1 das werden wir ,nietzsche ohne ,widerspruch zugeben1 laufen die ,tendenzen des ,christentums mit seiner ,gleichheit der ,seelen vor ,gott durchaus entgegen4 ,diese ,gegenstzlichkeit hat es nicht nur an dem ,rmertum bewiesen -- wobei es uns um die ,ernte der antiken ,kultur brachte --1 sondern noch einmal1 als es sich gegen die ,renaissance emprte4 ,damals bereitete sich in ,rom die berwindung des ,christentums tatschlich vor durch den ,triumph des ,lebens1 durch das groe ,ja zu allen hohen1 schnen1 verwegenen ,dingen4 ,was aber geschah8 ,luther sah nur die ,verderbnis des ,papsttums4 ,indem er die ,kirche angriff1 stellte er sie wieder her4 ,und siehe da3 die ,reformation vernichtete etwas ,unwiederbringliches1 das mit der ,renaissance uns zum ,heil ,wirklichkeit werden wollte 444 ,stellen wir uns zum ,schlu die ,frage1 wie ,nietzsche die ,bewegung zur ,mystik beurteilt haben wrde1 die heute in ,wort1 ,ton und ,bild1 in ,expressionismus1 in gemeinsamen ,meditationen und philosophisch umkleideten ,andachtsstunden1 abseits vom ,lrm der ,welt1 zum ,teil mit ,okkultismus vermengt1 bei ,tausenden neue ,anhnger findet1 und ihnen wohl als ein ,ersatz fr unmglich gewordene dogmatische ,glubigkeit1 als ,ersatz fr verflchtete ,ideale gilt3 so drfen wir wohl mutmaen1 da er diese ,bewegung als ,nihilismus nach dem ,verluste der frheren hchsten ,werte1 als eine ,erscheinung der ,erschpfung nach den ,anspannungen des ,krieges1 als ein ,trostmittel gegen ,enttuschungen aller ,art erkannt htte1 um auch sie vielleicht wie den ,buddhismus als heilsamen ,schutz gegen die ,gefahren der ,sensibilitt und bergeistigung milde zu beurteilen4 ,aber auch diese ,bewegung bedeutet ,flucht vor der ,wirklichkeit1 ,ausweichen vor dem ,ziel der ,hherentwicklung des ,lebens1 und darum wrde er ihr niemals gestatten1 mit seinem ,namen und seiner ,lehre zu liebugeln1 wie es vielfach bei ihren ,anhngern geschieht4 ,in den ,dionysos-,dithyramben1 diesen ,liedern ,zarathustras1 die ebenfalls #ahhh entstanden1 erhebt sich in leuchtenden ,farben vor unserer ,phantasie das ,land der ,hyperboreer als einsame ,insel im ,meere4 ,in dem ,gedicht ,die ,sonne sinkt1 einem der schnsten1 das wir besitzen1 steigt diese ,insel vor uns auf wie jenes ,orplid1 von dem ,mrike sang4 ,in dem ,feuerzeichen 7,hier1 wo zwischen ,meeren die ,insel wuchs7 zndet der ,einsame auf ihr sein ,hhenfeuer an und in ,ruhm und ,ewigkeit bekundet uns sein ,herz1 wie wenig er in ,willkr nach dem ,beifall der ,gegenwart geizt1 wie ihm1 gleich ,goethe1 alles was geschieht zum ,symbol des ,notwendigen wird und wie ihn wiederum1 gleich ,goethe1 die ,idee das ,ewige im ,vorbergehenden schauen lt4 ,der ,musiker ,sollen wir denn in unserer ,zeit nicht mehr von ,herzen lachen knnen und bermtig sein1 mssen wir ,asche aufs ,haupt streuen1 ,bugewnder anziehen1 die ,stirn in tiefsinnige ,falten kleiden und ,selbstzerfleischung predigen8 ,hugo ,wolf4 ,von ,nietzsches ,klavierspiel1 seinem ,improvisieren und ,phantasieren am ,flgel sprechen auer der ,schwester ,deussen1 von ,gersdorff1 ,kretzer1 ,peter ,gast1 von ,seydlitz u4 a4 mit ,begeisterung4 ,auch in ,tribschen lauschte man gern seinem ,spiel und wurde tief ergriffen1 als er beim ,abschied von dieser ,insel der ,seligen seiner ,trauer am ,flgel phantasierend ,ausdruck verlieh4 ,nach ,gasts ,schilderung war sein ,anschlag von groer ,intensitt1 ohne doch hart zu sein4 ,man htte vielleicht auch bei ,nietzsche1 wenn es sich um die ,wiedergabe von ,orchesterwerken handelte1 statt von einem ,klavierspiel von einem ,partiturspiel sprechen drfen1 wenn man bei ,peter ,gast liest1 da sein sprechendes ,spiel polyphon von mannigfaltigster ,abstufung war1 so da aus dem ,orchesterklang hier das ,horn oder ,flten und ,geigen1 dort ,posaunen sich deutlich heraushoben4 ,seydlitz sagt3 ,er spielt mit der uersten ,ausdrucksfhigkeit und einer tiefen berzeugung1 die auf den ,hrer unwiderstehlich eindringt4 ,in seiner ,jugendzeit -- wollte er doch ursprnglich nicht ,philologe1 sondern ,musiker werden -- hat er auer einem ,oratorium eine groe ,anzahl ,kompositionen niedergeschrieben1 deren romantischer ,charakter in dem1 was uns erhalten blieb 7seine ,schwester hat es zum ,teil in der ,biographie verffentlicht71 zutage tritt4 ,so eine ,klavierphantasie ,im ,mondschein auf der ,puta1 ein schlichtes ,lied mit eigenartigen bergngen zu dem ,chamissoschen ,gedicht ,das ,kind an die erloschene ,kerze und ein #ahgj komponierter ,mnnerchor ,ach ich mu nun gehen1 dessen ,musik1 so wenig sie die erstrebte ,volkstmlichkeit erreicht1 ich doch hher einschtzen mchte1 als es im ,urteil der ,schwester geschieht4 ,auch eine ,opernskizze sowie eine ,rhapsodie -- beides durch die ,ermanarich-,sage angeregt -- drften wohl noch im ,nietzsche-,archiv vorhanden sein4 ,die ,zahl der ,kompositionen aus spterer ,zeit ist nur klein4 ,schumann hatte ihn noch in der ,bonner ,studentenzeit zur ,vertonung von ,gedichten ,chamissos und ,petfis angeregt1 aber bald wurde ,nietzsches ,widerstand gegen die ,romantik dieses slichen ,sachsen wach1 vielleicht nicht unbeeinflut durch ,richard ,wagner1 dem ,schumanns ,musik antipathisch war4 ,besonders ,schumanns ,manfredmusik widerstrebte ,nietzsche4 ,er empfand ,byrons ,dichtung ganz anders und fhlte sich durch seinen ,widerspruch gedrngt1 selbst eine ,manfred-,meditation zu komponieren4 ,als er sie in ,tribschen vorspielte1 wurde sie offenbar sehr freundlich aufgenommen1 aber nicht in entscheidender ,weise beurteilt4 ,nietzsche aber verlangte es nach einem entschiedenen ,urteil4 ,ob ,wagner und seine ,frau ihn hierfr an ,hans von ,blow verwiesen1 oder ob er aus eigener ,initiative zu diesem ,entschlu kam1 wissen wir nicht4 ,er hatte ,blow frher seine ,geburt der ,tragdie geschickt und nicht nur lebhaften ,widerhall gefunden1 sondern ,blow hatte ihn1 wie frher erwhnt1 persnlich in ,basel aufgesucht und ihm zum ,dank ,chopins ,barkarole vorgespielt4 ,der ,aphorismus #afj im ,wanderer und sein ,schatten verdankt seine ,entstehung der ,erinnerung an jene ,stunde4 ,an ,blow schickte er nunmehr seine ,manfred-,meditation4 ,der ritterliche ,kmpfer fr ,wagners ,kunst konnte sehr milde und nachsichtig urteilen1 wo es galt einen ,anfnger aufzumuntern4 ,ich selbst habe es erfahren1 als er eine ,jugenddichtung von mir nicht nur sehr freundlich beurteilte1 sondern auch an ,freunde zur ,lektre weitergab4 ,aber er konnte auch ungemein scharf urteilen1 wo es die von ihm so heilig gehaltene ,musik betraf4 ,so schrieb er an einen allgemein gefrchteten ,frankfurter ,musikreferenten ber dessen ,musik1 da er sie hohl1 farblos1 anspruchsvoll1 kalt und uerst gesucht finde1 und auch ,nietzsche gegenber fhlte er sich zur grten ,offenheit verpflichtet4 ,er bezeichnete die ,komposition in einem ,briefe an ihren ,autor als das ,extremste an phantastischer ,extravaganz1 unerquicklich und antimusikalisch1 nannte sie ein musikalisches ,fieberprodukt1 in dem zwar ein ungewhnlicher1 bei aller ,verirrung distinguierter ,geist zu spren sei1 das ihn jedoch mehr an ein lendemain eines ,bacchanals als an dieses selbst denken mache4 ,nietzsche erschrak auf das heftigste1 denn er war berzeugt gewesen1 zum mindesten eine natrliche ,musik zu schreiben4 ,seine ,tribschener ,freunde legten die ,meditation nunmehr ,liszt vor1 dessen ,urteil weniger absprechend lautete1 aber ,nietzsche hielt sich an ,blows ,ausspruch und beschlo1 das ,komponieren aufzugeben4 ,sie haben mir sehr geholfen -- es ist ein ,gestndnis1 das ich immer noch mit einigem ,schmerz mache1 schrieb er ihm1 und sptere ,briefe beweisen1 da beide ritterliche ,naturen sich die gegenseitige ,hochachtung bewahrten4 ,seinem ,vorsatz ist ,nietzsche1 trotz manchem ,stoseufzer -- ich mchte jetzt mehr als je ,musiker sein6 -- von wenigen ,ausnahmen abgesehen1 treu geblieben4 ,auer einer vierhndigen ,gelegenheitskomposition ,monodie deux1 die er zur ,hochzeit ,olga ,herzens 7,malwida von ,meysenbugs ,pflegetochter7 mit ,gabriel ,monod schrieb1 hat er seinen1 leider wenig bekannten ,hymnus an das ,leben komponiert4 ,wohl sein bedeutendstes ,musikprodukt1 obwohl es nicht den ,melodienreichtum aufweist1 den ,nietzsche ihm wnschte4 ,seine ,hoffnung1 da durch dieses ,chorwerk1 dessen ,leidenschaft und ,ernst einen ,hauptaffekt seiner ,philosophie1 das ,verhltnis zur ,pein des ,lebens wie eine ,herausforderung des ,schicksals zum ,ausdruck bringt1 der ,weg zur breiteren ffentlichkeit erschliee1 erfllte sich nicht1 obwohl der ,hymnus mit ,recht als sehr wrdig1 rein im ,satz und wohlklingend anerkannt wurde4 ,auch dann1 wenn wir uns zu der ,einsicht bekennen1 da ,nietzsche nicht berufen war1 seine musikalische ,veranlagung in ,tnen auszuleben1 sondern da seine ,seele nur in ,worten zu singen vermochte1 da seine ,musikalitt sich vollwertig nur in den ,klngen und ,rhythmen seiner ,sprache1 in den ,geheimnissen seiner ,satzkadenzen entfaltete3 drfen wir nicht verkennen1 da die ,musik ihm ein ,lebenselement war4 ,auch die berbetonung des ,umstandes1 da seine sensible ,natur sich den ,nervenerschtterungen durch die moderne ,musik nicht gewachsen fhlte1 da er als tiefleidender ,mensch der ,erheiterung durch die ,kunst bedurfte1 darf uns nicht verleiten1 die prinzipielle ,bedeutung seiner ,musikurteile zu unterschtzen4 ,seinem ,ausspruch1 wer nicht sieht1 was auf der ,bhne vorgeht -- wir wissen1 wie kurzsichtig ,nietzsche war --1 fr den sei die dramatische ,musik ein ,unding1 kommt mehr als nur persnliche ,bedeutung zu2 denn die ,musik redet nach ,nietzsche nicht eine allgemeine berzeitliche ,sprache1 wie man so oft zu ihrer ,ehre gesagt hat1 sondern sie hngt innigst mit der ,entwicklung der ,kulturen zusammen4 ,gar vieles1 was ,ausflu einer frheren ,zeit war1 kann nicht mit dem bereinstimmen1 was wir zuknftig erwarten1 sobald wir mit den ,ohren ,nietzsches nach den ,prludien einer zuknftigen ,kultur lauschen4 ,dann verstehen wir1 da er bereits im ,wanderer und sein ,schatten und in der ,morgenrte unsere als klassisch geltende ,musik bei aller ,ehrfurcht nicht mehr in blinder ,verehrung wrdigt1 sondern im ,hinblick auf die ,zukunft beurteilt4 ,unsere ,musik ist ehemals dem christlichen ,gelehrten nachgegangen und hat dessen ,ideal in ,klnge zu bersetzen vermocht2 warum sollte sie nicht endlich auch jenen helleren1 freudigeren und allgemeineren ,klang finden1 der dem idealen ,denker entspricht8 ,wohl bekennt er1 bei ,bach werde es dem ,hrer zumute1 als ob wir dabei wren1 wie ,gott die ,welt schuf4 ,man fhle1 da hier etwas ,groes im ,werden ist4 ,aber noch sei viel crude ,christlichkeit1 ,deutschtum1 ,scholastik in ihm4 ,bach stehe an der ,schwelle der europischen ,musik1 aber schaue sich von hier nach dem ,mittelalter um4 ,beethoven entdeckt seine ,melodien im ,liede der ,bettler und ,kinder4 ,es ist ,musik ber ,musik als verklrte ,erinnerungen aus der besseren ,welt1 hnlich wie ,plato es sich von den ,ideen dachte4 ,mozart dagegen findet seine ,melodien nicht beim ,hren von ,musik1 sondern im ,schauen des ,lebens1 des bewegten sdlndischen ,lebens3 er trumte immer von ,italien1 wenn er nicht dort war4 ,schubert hatte von allen den grten ,erbreichtum an ,musik4 ,drfte man ,beethoven den idealen ,zuhrer eines ,spielmanns nennen1 so htte ,schubert darauf ,anrecht1 selber der ideale ,spielmann zu heien4 ,wir sehen3 sie alle sprachen zum ,ohr ihrer ,zeit4 ,das will auch die moderne ,musik4 ,aber zum ,gewissen eines arbeitsamen ,zeitalters1 das der ,musik nur die ,reste seiner ,zeit opfert1 vermag leider nicht eine ,kunst1 eine ,musik der morgendlichen ,stille zu sprechen1 denn diese setzt unverbrauchte kraftgefllte ,morgenseelen der ,zuschauer und ,zuhrer voraus4 ,die groe ,kunst hilft sich daher1 um jene ,mdigkeit zu berwinden1 mit ,betubungen1 ,berauschungen1 ,erschtterungen1 ,trnenkrmpfen4 ,fr ein ,zeitalter1 welches einmal wieder frei volle ,fest- und ,freudentage in das ,leben einfhrt1 drfte daher diese groe ,kunst unbrauchbar sein4 ,je tiefer man in das ,verstndnis der ,entwicklung seiner ,persnlichkeit und ,lehre bei ,nietzsche eindringt1 desto mehr verlieren sich auch hier alle scheinbaren ,widersprche1 desto mehr gewinnen auch seine ,aussprche ber ,musik1 deren ,schicksal ihm so nah am ,herzen lag1 symptomatische ,bedeutung4 ,sie vergegenwrtigen uns seinen bergang vom ,metaphysiker zum unbedingten ,bejaher des ,diesseits und seine ,entwicklung vom ,deutschen zum guten ,europer4 ,es bedarf durchaus nicht der ,entschuldigungen1 wie ,frau ,frster sie anfhrt1 fr seine ,verurteilungen des ,deutschtums1 denn diese ,urteile sind nicht antideutsch1 sondern berdeutsch zu deuten4 ,in der ,geburt der ,tragdie sprach ,nietzsche mit ,bewunderung von der deutschen ,musik1 wie wir sie vornehmlich in ihrem mchtigen ,sonnenlaufe von ,bach zu ,beethoven1 von ,beethoven zu ,wagner zu verstehen haben4 ,damals verglich er ,beethovens ,musik dem einsamen ,gesange eines ,halbgotts und fand in ihm jene eigentlich und einzig deutsche ,heiterkeit1 die von anderen ,vlkern gar nicht verstanden werde4 ,aber das ,pathos ,beethovens1 jenes leidenschaftliche ,wollen1 das sich aus dem ,ethos entwickelte1 wird in ,richard ,wagner in ,bayreuth fr die ,symphoniker nach ,beethoven1 fr die deutsche ,musik als verhngnisvoll erkannt1 weil es nur stammelt und nur undeutliche ,gebilde erzeugt4 ,in ,menschliches-,allzumenschliches wird die ,lust an erhhten weitgespannten ,stimmungen1 das ,nebeneinander von ,ekstase und ,naivem in der modernen ,musik bereits als ungriechisch empfunden4 ,es gab eine ,zeit1 in der ,nietzsche uns die ,aufgabe stellte3 die zu ,beethoven gehrige ,kultur zu finden4 ,aber auch gegen ,beethoven setzte sich entwicklungsgem seine ,natur zur ,wehre1 weil er die ,erde nicht hinab rcken lassen will vor dem ,sternendome1 den ,beethovens metaphysische ,kunst ihn trumen heit4 ,wo er ihn nach wie vor verherrlicht1 da empfindet er ihn nunmehr als berdeutsch4 ,nicht ihn allein4 ,beethovens einsiedlerische ,resignation1 ,mozarts ,anmut und ,grazie des ,herzens1 ,hndels unbeugsame ,mnnlichkeit1 ,bachs getrostes und verklrtes ,innenleben werden nicht mehr als deutsche ,eigenschaften anerkannt4 ,wie ,schopenhauer ber die ,deutschen hinwegphilosophierte1 ,goethe in ,tasso und ,iphigenie ber sie hinwegdichtete1 so habe ,beethoven ber sie hinweg ,musik gemacht4 ,bei ihm und ,rossini sang sich das achtzehnte ,jahrhundert aus1 das ,jahrhundert der ,schwrmerei1 der zerbrochenen ,ideale und des flchtigen ,glcks4 ,besonders in den ,jahren #ahha und #ahhb1 als ,nietzsche die ,frhliche ,wissenschaft schrieb1 griff die ,verurteilung der deutschen ,musik als solcher auch auf ,beethoven ber4 ,dagegen kommt ,mozart seinem ,herzen immer nher4 ,nun schreibt er ,rohde3 ,ein ,mensch1 der mir gleichgeartet ist1 profondement triste1 kann es auf die ,dauer nicht mit ,wagnerscher ,musik aushalten4 ,wir haben ,sden1 ,sonne1 um jeden ,preis helle harmlose unschuldige ,mozartsche ,glckseligkeit und ,zrtlichkeit in ,tnen ntig4 ,und er setzt hinzu3 ,eigentlich sollte ich auch ,menschen um mich haben von der selben ,beschaffenheit1 wie diese ,musik ist1 die ich liebe3 solche1 bei denen man etwas von sich ausruht und ber sich lachen kann4 ,mozart war der ,ausklang eines groen jahrhundertelangen europischen ,geschmacks1 besagt uns ,jenseits von ,gut und ,bse1 und wir drfen uns glcklich schtzen1 da sein ,glauben an den ,sden noch an irgendeinen ,rest in uns appellieren darf4 ,auf ,beethovens ,musik dagegen liegt dasselbe ,licht1 in welchem ,europa gebadet lag1 als es mit ,rousseau getrumt1 als es um den ,freiheitsbaum der ,revolution getanzt und endlich vor ,napoleon beinahe angebetet hatte4 ,was an deutscher ,musik nachher gekommen ist1 gehrt in die ,romantik1 jenen ,zwischenakt1 welcher der ,heraufkunft der ,demokratie voranging4 ,schumann bedeutete bereits nur noch ein deutsches ,ereignis1 nicht ein europisches wie ,beethoven und noch umfnglicher ,mozart es war4 ,die ,ahnung1 da ,europa eins werden will1 fehlt in ihm1 whrend ,wagner1 trotz seiner ,miverstndnisse ber sich selbst1 mit der franzsischen ,sptromantik innigst zusammenhngt1 ja dessen ,gestalt des ,siegfried so frei1 hart1 wohlgemut gesund ist1 da hier der ,geschmack alter mrber ,kulturvlker im ,rckstand bleibt4 ,wer sich diese hohe ,einschtzung des antikatholisch empfundenen ,siegfried in der ,tiefe zu eigen macht1 fr den bedarf es keiner ,erklrung1 warum fr ,nietzsche der ,wagner des ,parsifal als ,feind einer sdlndischen berdeutschen ,musik gelten mute4 ,die ,musik1 die ,nietzsche ersehnt1 will ,herr werden ber das ,chaos1 das man ist1 will es zwingen ,form zu werden3 logisch1 einfach1 unzweideutig4 ,ihr groer ,stil mu mnnlich sein und dem ,weibe in unserer ,musik widersprechen4 ,um ,klassiker zu sein1 mu man alle starken1 anscheinend widerspruchsvollen ,gaben und ,begierden haben1 aber so1 da sie miteinander unter einem ,joch gehen1 mu man ,immoralist sein1 ein schlieender und vorwrts fhrender ,geist1 ,ja-sagend in allen ,fllen1 selbst mit seinem ,ha4 ,was ,nietzsche eigentlich von der ,musik will -- es steht bereits vor uns --1 das hat er im ,ecce homo nochmals deutlich ausgesprochen4 ,er will1 da sie heiter und tief ist1 wie ein ,nachmittag im ,oktober1 da sie eigen1 ausgelassen1 zrtlich1 ein kleines ses ,weib von ,niedertracht und ,anmut ist4 ,darum wurde ,bizets ,carmen von ,nietzsche voll gewrdigt1 lange bevor sie ihren ,weg in ,deutschland von ,bhne zu ,bhne fand1 whrend sie ,wagner bekanntlich ablehnte4 ,bei ,bizet begegnete er der ,musik1 die fr die geborenen ,mittellnder1 die guten ,europer geschaffen ist1 denn sie hat ein ,stck ,sden der ,musik entdeckt4 ,hier findet er als ,halkyonier la gaya scienza1 die leichten ,fe1 ,witz1 ,feuer1 ,anmut1 den ,tanz der ,sterne1 die bermtige ,geistigkeit1 die ,lichtschauder des ,sdens4 ,hier redet zu ihm eine andere ,sinnlichkeit1 eine andere ,sensibilitt1 eine andere ,heiterkeit4 ,wo immer er einer solchen ,empfindungsweise begegnet in italienischen und spanischen ,klngen1 bei ,audran1 bei ,offenbach1 bei ,rossaro1 bei ,vilbac1 jubelt sein ,herz auf4 ,immer wieder will er mit den schweren heien ,sdwinden ,carmens den ,wasserdampf des ,wagnerschen ,ideals bannen4 ,neben ,bizet blieb er vor allem ,chopin wohlgesinnt4 ,dessen ,vornehmheit gemahnte ihn an van ,dyck4 ,fast alle ,zustnde und ,lebensweisen haben einen seligen ,moment4 ,chopin habe einen solchen seligen ,moment des ,lebens am ,strande in seiner ,barkarole so zum ,ertnen gebracht1 da selbst ,gtter dabei gelsten knnte1 lange ,sommerabende in einem ,kahne zu liegen4 ,nietzsches ,erwartung1 da sein ,maestro ,pietro ,gasti jene ,musik1 die ihm fr die kommende ,zeit vorschwebte1 schaffen und ihr die ,welt erobern werde1 hat sich nicht erfllt4 ,dafr reichte ,gasts ,schpferkraft nicht aus4 ,aber aus dem ,schaffen eines anderen ,tondichters1 dessen ,entfaltung ,nietzsche leider nicht mehr erlebte1 knnen wir recht wohl eine ,vorstellung der ,musik im ,sinne ,nietzsches gewinnen4 ,man errt wohl1 wen ich meine3 ,hugo ,wolf4 ,wie ,wolf in seiner berzeugung1 da mit ,wagner eine ,hhe erreicht ist1 die zu berschreiten nicht unsere ,aufgabe sei1 mit ,nietzsche bereinstimmte1 dafr aber die ,verbindung mit ,mozart wiederhergestellt werden msse1 wie er ,carmen ganz im ,sinne ,nietzsches begrte und ,brahms ganz im ,sinne ,nietzsches ablehnte1 so war er selbst1 getragen von seiner ,begeisterung fr ,nietzsche1 bestrebt1 die ,musik in die ,bahnen zu lenken1 die dieser ihr vorausbestimmte4 ,stolze1 siegbewute ,musik1 die nicht mit dem ,hut in der ,hand um den ,beifall eines sensationslsternen ,publikums bettelt1 noch dessen ,ermattung durch ,nervenerschtterung zu berwinden strebt4 ,stolze1 siegbewute ,musik1 die aus der ,freude an sich selbst und an der ,schnheit des ,lebens ihre eigene klangfrohe ,sprache redet1 die in plastischen ,themen schrfste ,charakteristik mit edelstem ,wohlklang verbindet1 indem sie sich der ,vollkommenheit im kleinsten befleiigt1 die nur die ,traurigkeit des tiefsten ,glckes kennt und sonst keine ,traurigkeit 7man denke an den ,zwiegesang aus dem ,corregidor3 ,in solchen ,abendfeierstunden71 der das gute ,gewissen im ,herzen und der ,schelm im ,nacken sitzt1 die klangfroh zu jubeln versteht4 ,veranschaulichen wir uns durch ,nietzsches ,urteile ber die ltere und neuere ,musik1 was er in ihr als nordlndisch ablehnte1 und gewinnen wir durch ,wolf die ,vorstellung wie die ,musik der ,zukunft nach ,nietzsche beschaffen sein mu1 um einer halkyonisch gearteten ,kultur zu entsprechen1 dann verstehen wir1 da es durchaus seiner ,natur1 aber auch seiner ,philosophie entsprach1 der ,wirkung ,wagners entgegenzuarbeiten und durch sein ,pamphlet ,der ,fall ,wagner den berwltigenden ,zauber zu bekmpfen1 den sie zu ,nietzsches ,leidwesen auch auf jene ausbt1 die er berufen erachtet1 die ,bahnen zu wandeln1 die zu der zuknftigen ,kultur hinberleiten4 ,der ,pamphletist ,in der ,liebe 444 wird die ,seele ,sklave1 und man bringt nur zu oft das ,opfer seiner selbst1 d4 h4 das1 welches man nicht bringen darf4 ,malwida von ,meysenbug4 ,in ,sorrent sagte ,nietzsche einmal -- es war im ,jahre #ahgh -- zu ,freiherrn von ,seydlitz1 dessen ,begeisterung fr ,wagner er damals noch billigte3 ,der ,himmel behte uns1 da wir nie in ,versuchung geraten1 ,pasquille ber unsre ,freunde zu schreiben2 ,stoff gbe es freilich da mehr als bei ,gegnern2 aber eben deswegen --6 ,dieser ,ausspruch verrt uns1 da ,nietzsche sich ,zwang antun mute1 um als aufrichtiger ,psychologe sich nicht allzu freimtig zu uern4 ,damals galt ihm eine solche ,zurckhaltung noch als ,pflicht1 zehn ,jahre spter sah er darin ,mangel an ,mut4 ,auch der ,mutigste von uns hat nur selten den ,mut zu dem1 was er eigentlich wei 444 ,da dieser ,wagemut bei ,nietzsche -- das hat uns wohl sein ,entwicklungsgang klar bewiesen -- fortgesetzt wuchs1 kam er dazu -- nicht ein ,pasquill gegen seinen freund-feindlichen ,gegner1 denn ein ,pasquill hat stets die ,person zum ,ziel1 wohl aber ein ,pamphlet gegen ,wagners ,wirkung zu schreiben4 ,alles1 was auf ,ehrfurcht sich grndet1 bedarf1 um bekmpft zu werden1 seitens des ,angreifenden eine gewisse verwegene1 rcksichtslose1 selbst schamlose ,gesinnung 4441 erklrte er ohne jede ,beschnigung4 ,hieraus verstehen wir1 da er selbst seine ,schrift ,der ,fall ,wagner ein ,pamphlet nannte und offen bekundete1 da er auf dieses ,pamphlet gegen ,wagner stolz sei4 ,er war berzeugt1 da es nicht mglich sei1 so entschiedene ,dinge deutlicher und delikater zu sagen1 als es in dieser bermtigen ,farce geschah4 ,er war sich voll bewut1 da der ,stil dieses ,werkes -- die ,absicht einer ,schrift bestimmte fr ihn deren ,stil -- seiner frheren ,schreibweise nicht hnlich sieht1 sondern da ein allegro feroce der ,leidenschaft an ,stelle der raffinierten ,neutralitt und zgernden ,vorwrtsbewegung getreten ist4 ,aber auch ein persnlicher ,notstand wirkte sich aus1 den wir nicht bersehen drfen4 ,die tote stupide ,einsamkeit1 in der er sich befand1 erforderte eine ,ablenkung1 denn er fhlte sich damals zuweilen auf eine unbeschreibliche ,weise melancholisch4 ,gegen diesen ,exze des ,gefhls kmpfte er durch den leidenschaftlichen ,stil seiner ,schriften in der ,turiner ,zeit von #ahhh mit aller ,macht an4 ,die ,leidenschaft betubt4 ,jetzt eben wird ein kleines ,pamphlet musikalischen ,inhalts gedruckt1 das von der heitersten ,laune eingegeben scheint3 auch die ,heiterkeit betubt4 ,sie tut mir wohl1 sie macht vergessen4 ,ich lache wirklich sehr viel bei solchen ,erzeugnissen --4 ,wie tief lassen uns diese ,stze1 die wir dem ,entwurf zu einem ,brief verdanken1 der fr ,overbeck bestimmt war1 in den ,zustand seiner ,psyche blicken4 ,der mutige ,drang1 was ihm als berzeugung aggressiv in den ,sinn kam1 ungehemmt durch ,formen der ,neutralitt aussprechen und das seelische ,bedrfnis1 die drohende ,melancholie durch ,leidenschaftlichkeit zu berwinden1 erklren uns ebensosehr die ,heftigkeit des ,antichrist wie die ,flle von tzendem ,spott im ,fall ,wagner1 ein ,spott1 der sich durch keine auf ,verehrung begrndete ,rcksicht mehr unterdrcken lie4 ,er will den ,meister von ,bayreuth nicht etwa hmisch verkleinern -- ,wagner war etwas ,vollkommenes --1 aber die ,ehrfurcht vor dessen ,zielen und ,wirkungen parodistisch berwinden1 um die ,bahn frei zu bekommen fr seine eigenen ,ziele und ,wirkungen4 ,gilt es doch die ,umkehr durchzusetzen vom pessimistisch gefrbten ,idealismus zu dankbarer ,wirklichkeitsfreude1 von der romantischen ,flucht ins ,metaphysische zur sinnenfreudigen ,erdennhe der ,natur1 von christlich und demokratisch gerichteter ,moral zur aristokratischen ,rangordnung der ,werte1 von der dekadenten ,modernitt einer sterilen ,zivilisation zum fruchtbaren ,wachstum der ,kultur1 von der ,theaterhingebung der ,kunst an die ,instinkte der ,massen zur klar bewuten ,erziehung der berufenen ,einzelnen1 von der ,schwchung und ,zhmung der ,triebe aus ,naturverlsterung zu deren ,strkung und ,zchtung um der hchsten ,lebensentfaltung und ,menschensteigerung willen4 ,nur flchtig anerkennt er noch1 was bei ,wagner im ,sinne dieser ,umkehr sich frdernd erweist4 ,die herrliche ,gestalt des ,siegfried bleibt ihm auch jetzt noch unantastbar4 ,der ursprngliche ,schlu des ,ring des ,nibelungen1 der optimistisch konzipiert war und erst spter im ,sinne der ,schopenhauerschen ,philosophie eine ,umarbeitung erfuhr1 bedeutete fr ,nietzsche die ,gtterdmmerung der alten ,moral und den ,aufgang des goldenen ,zeitalters4 ,auch dort bewahrte sich der entschlossene ,kmpfer seine ,freude an ,wagner1 wo dieser seine ,kunst nicht in den ,dienst des ,alfresko-,stils der ,theatralik stellte4 ,er findet ihn bewunderungswrdig1 liebenswrdig in der ,erfindung des ,kleinsten1 in der ,ausdichtung des ,details4 ,wie der ,antichrist den ,vorarbeiten zum ,willen zur ,macht entnommen wurde1 so auch der ,fall ,wagner1 dessen ,inhalt ursprnglich fr das ,kapitel ,modernitt bestimmt war4 ,ebenso hat er die ,gtzendmmerung als einen ,auszug des ,willens zur ,macht bezeichnet4 ,was veranlate ,nietzsche1 in dieser ,weise der ,verffentlichung seines ,hauptwerkes vorzugreifen8 ,doch wohl das ,gefhl1 da seine ,lebenszeit nicht mehr so lang bemessen sein knne1 da er in ,ruhe die allmhliche ,wirkung seiner ,werke abwarten drfe1 sondern da es an der ,zeit sei1 das ,entscheidende in grellster ,deutlichkeit auszusprechen1 um endlich gehrt und beachtet zu werden4 ,schon vier ,jahre frher hatte er einem mir befreundeten ,chemiker1 als dieser auf gemeinsamen ,spaziergngen in ,sils-,maria ihn ermahnte1 sich um seiner ,gesundheit willen zeitweise der ,arbeit zu enthalten1 geantwortet1 er drfe keine ,zeit verlieren1 denn er habe der ,menschheit noch vieles darzubieten4 ,wohl aus dem gleichen ,gefhl heraus schrieb er von ,turin an seine ,schwester1 nachdem er durch seinen ,gesundheitszustand lngere ,zeit am ,arbeiten gehindert worden sei1 habe er nunmehr den groen ,zeitverlust fr seine ,aufgabe durch eine um so angespanntere ,arbeit auszugleichen gesucht4 ,aber nicht nur die ,intensitt der ,arbeit erfuhr eine ,steigerung1 es drngte ihn auch1 die unmittelbare ,wirkung zu erhhen durch die ,ausschaltung jeder verzgernden ,neutralitt4 ,auch die ,gtzendmmerung ist infolgedessen vielfach von dem ,geiste erfllt1 den uns das ,wort ,pamphletist kennzeichnet4 ,ein ,kapitel ,das ,problem des ,sokrates bietet in diesem ,hinblick ein ,seitenstck zum ,fall ,wagner4 ,im ,verlangen nach ,vernnftigkeit um jeden ,preis sieht ,nietzsche bei ,sokrates den ,versuch1 aus der ,vernunft einen ,tyrannen zu machen1 und zwar um seiner ,errettung willen aus der ,anarchie der ,instinkte4 ,wie die ,psychoanalytiker heute bei ,origines1 ,paulus1 ,augustin und vielen anderen ihre ,bekehrungen als ,versuche deuten1 sich aus den ,qualen verdrngter ,sexualitt zu befreien1 so verfuhr bereits ,nietzsche als er schrieb3 ,auf dcadence bei ,sokrates deutet nicht nur die zugestandene ,wstheit und ,anarchie in den ,instinkten3 eben dahin deutet auch die ,superftation des ,logischen und jene ,rhachitiker-,bosheit1 die ihn auszeichnet4 ,unwillkrlich drngt uns dieses ,urteil die ,frage auf1 ob nicht vielleicht auch bei ,nietzsche ins ,unterbewutsein verdrngte ,gefhle den ,zorn seiner ,worte gegen ,sokrates entzndet haben4 ,fr die ,heftigkeit der ,angriffe gegen ,wagner fanden wir bereits eine solche ,erklrung in der zwanghaften berwindung seiner ehemaligen und niemals ganz erloschenen ,verehrung -- welche ,empfindungen aber hatte ,nietzsche gegenber ,sokrates zu berwinden8 ,die ,antwort1 die ,bertram in seinem vorzglichen ,nietzsche-,buch gibt1 besagt3 der ,erzieher in ,nietzsche wehrte sich gegen den ,fanatiker der ,erkenntnis in der eigenen ,brust4 ,aber wir schauen vergebens nach ,belegen in ,nietzsches ,schriften aus1 die diese ,aussage begrnden4 ,wohl hat ,nietzsche in seinen frheren ,schaffensperioden wiederholt anerkennende ,worte fr die ,originalitt des ,sokrates gefunden1 wohl zhlte er ihn jenen ,menschen zu1 die es wagen1 ihrer selbst willen da zu sein1 wohl sah er in den ,memorabilien des ,sokrates das ,zusammentreffen von vielen ,straen der verschiedensten philosophischen ,lebensweisen und ,temperamente1 festgestellt durch ,vernunft und ,gewohnheit und allesamt mit der ,spitze nach der ,freude am ,leben und am eigenen ,selbst gerichtet4 ,aber diese ,einschtzungen1 die hauptschlich aus der ,zeit seines ,positivismus stammen1 bekunden niemals eine entschiedene innere ,zusammengehrigkeit1 sondern sehr frh schon bezeichnete er trotzdem ,sokrates bald als das ,urbild1 den ,typus oder als den ,stammvater des von ihm bekmpften theoretischen ,menschen und whlte ihn zur ,zielscheibe seiner ,angriffe1 wo immer er optimistische ,erkenntnis und tragische ,kunstbedrftigkeit einander gegenberstellte4 ,das ,denken der ,griechen im tragischen ,zeitalter wurde von ihm allezeit entweder als pessimistisch in der ,erkenntnis oder aber als knstlerisch-optimistisch gesehen4 ,zu beidem verhielt sich ,sokrates1 als der ,mystagoge der ,wissenschaft1 antipodisch4 ,aber auch fr die ,wissenschaft sah er niemals in ihm mit innerer ,anteilnahme ein ihm entsprechendes ,vorbild4 ,hrte er doch die sokratischen ,schulen die ,frage stellen3 welches ist diejenige ,erkenntnis der ,welt und des ,lebens1 bei welcher der ,mensch am glcklichsten lebt8 ,eine ,frage1 mit der man nach ,nietzsches heroischer berzeugung die ,blutadern der wissenschaftlichen ,forschung unterband4 ,nur deshalb etwas fr wahr halten1 weil es uns beglckt1 bedeutete ihm stets eine ,untreue an der ,aufgabe der ,erkenntnis4 ,trat diese ,versuchung zur ,untreue am ,selbst1 am ,ziel und ,werk auch an ,nietzsche heran zur ,zeit1 als er sich seiner ,unbeachtetheit und schlerlosen ,einsamkeit schmerzlicher als je mit drohender ,melancholie bewut wurde1 gemahnte auch ihn eine ,versucherstimme1 sich in der bloen ,vernnftigkeit gem der ,lehre des ,sokrates ,befreiung und ,errettung von der erdrckenden berlast seiner ,aufgabe zu suchen1 und setzte seine tapfer ausharrende ,treue zum eigenen ,selbst1 seine opferwillige ,hingabe an sein ,werk sich eben darum mit grter ,heftigkeit zur ,wehr1 um diese sokratische ,versucherstimme zu bertnen mit pamphletischen ,schmhungen gegen ,sokrates8 ,begngen wir uns1 diese ,mglichkeit anzudeuten2 denn die ,gegnerschaft zu ,sokrates zeigt sich schon lange vorher in so grellem ,lichte1 und wir begreifen auch ohne eine solche psychologische ,erklrung1 da zu jener ,zeit1 als ,nietzsche sich ungehemmt dem ,affekte seiner ,kampfeslust berlie1 sein ,zorn gegen jene ,gesinnung1 die sich fr ihn in ,sokrates typisch verkrperte1 hell aufflammte4 ,wie alle ,bildungsphilisterei ,nietzsche gleichsam durch ,david ,friedrich ,strau reprsentiert sah1 wie er einfach ,pascal sagt1 wo er an die ,entselbstung durch christliche ,religiositt denkt1 ,schopenhauer und ,wagner als ,typen bekmpfte1 so folgte er seinen griechischen ,lehrmeistern1 fr die das ,abstrakteste immer wieder zu einer ,person zusammen rinnt1 auch hier1 wo er die verhngnisvolle ,rangentwertung des ,instinkts durch den ,intellekt3 ,sokrates nennt4 ,dem ,problem des ,sokrates schlieen sich in der ,gtzendmmerung ,betrachtungen ber die ,vernunft in der ,philosophie und die ,moral als ,widernatur und andere oft sarkastisch gefrbte ,ausfhrungen an4 ,die ,schrift1 die trotzdem zu den krzesten aber inhaltreichsten ,schriften ,nietzsches zhlt1 sollte ursprnglich den ,titel ,miggang eines ,psychologen fhren4 ,aber als ,peter ,gast dem ,verfasser schrieb3 ,eines ,riesen ,gang1 bei dem die ,berge in den ,urgrnden zittern1 ist schon kein ,miggang mehr und ihn um einen prangenderen1 glanzvolleren ,titel bat1 da entschied sich ,nietzsche mit einem abermaligen ,seitenblick auf ,wagner fr die ,bezeichnung ,gtzendmmerung1 oder ,wie man mit dem ,hammer philosophiert4 ,der ursprngliche ,titel dieser philosophischen ,heterodoxie htte gewi weniger auffllig gewirkt1 aber1 wie mir scheint1 die ,zugehrigkeit der ,schrift zu den ausgesprochen psychologischen ,arbeiten ,nietzsches dafr deutlicher bekundet4 ber den ueren ,lebenslauf ,nietzsches seit der ,vollendung des ,zarathustra ist wenig zu berichten4 ,um seiner ,vereinsamung entgegenzuwirken1 schlug ihm ,overbeck vor1 wieder ,lehrer zu werden1 ich meine nicht akademischer1 sondern ,lehrer 7etwa des ,deutschen7 an einer hheren ,schule4 ,burckhardt hatte ihn schon vorher sehr eindringlich aufgefordert1 ,weltgeschichte ex professo zu dozieren und gewissermaen sein ,nachfolger in ,basel zu werden4 ,nietzsche berlegte ,overbecks ,vorschlag ernstlich1 beriet sich darber auch mit ,gast1 kam aber zu dem ,schlu1 da ihm selbst ein ntzlicher und wirkungsvoller ,lehrerberuf nur als ,erleichterung des ,lebens gelten drfe2 erst dann1 wenn er seine ,hauptaufgabe erfllt habe1 werde sich das gute ,gewissen fr eine solche ,existenz einstellen4 ,auch sei das ,klima ,basels fr ihn ganz unmglich1 da er reinen ,himmel brauche1 um nicht an seinem grlichen ,temperament zugrunde zu gehen4 ,das ,suchen nach einem heiteren ,himmel -- meine ,feinde1 die ,wolken -- bestimmte die ,wahl der ,aufenthaltsorte4 ,auer ,sils-,maria erkannte er besonders1 je nach den ,jahreszeiten vor allen1 ,nizza und ,turin fr sich geeignet4 ,sein mhsam behauptetes seelisches ,gleichgewicht erlitt whrend einiger ,zeit schwere ,einbue durch ,mihelligkeiten mit seinen ,angehrigen4 ,die ,verlobung seiner ,schwester mit dem ,kolonisator ,dr4 ,bernhard ,frster1 dessen antisemitische ,gesinnung ,nietzsche widerstrebte1 gab die ,veranlassung und lie ihn in ,briefen an ,overbeck scharfe ,urteile ber die ,schwester fllen4 ,dr4 ,re und ,lou ,salom erschienen ihm in solchen ,stunden in gnstigerem ,lichte als zuvor4 ,aber bald kam er betreff ,salom wieder zu der ,erkenntnis3 ,dieser ,art ,mensch1 der die ,ehrfurcht fehlt1 mu man aus dem ,wege gehen4 ,seine fortgesetzt noch zunehmende ,vereinsamung bedrckte ihn schwer4 ,wagner war bei weitem der vollste ,mensch1 den ich kennen lernte1 und in diesem ,sinne habe ich seit sechs ,jahren eine groe ,entbehrung gelitten1 klagte er ,overbeck4 ,es fehle ihm so sehr ein ,mensch1 mit dem er ber die ,zukunft der ,menschheit nachdenken knne4 ,ich bin durch die lange ,entbehrung von zu mir gehriger ,gesellschaft inwendig ganz krank und wund4 ,nichts kommt mir zu ,hilfe1 niemand denkt sich etwas aus1 das mich erheitern und erheben knnte 444 und ,es sollte jemanden geben1 der fr mich1 wie man sagt1 lebte4 ,die absprechenden ,urteile ber die ,schwester wurden ,overbeck gegenber aufgehoben durch warme ,worte der ,anerkennung ihres ,wertes nach einer geschwisterlichen ,zusammenkunft in ,zrich4 ,er war beglckt1 die alte ungeschmlerte ,herzlichkeit wieder zu finden4 ,um so schmerzlicher empfand er die rtliche ,trennung durch ihre bersiedlung mit ihrem ,gatten nach ,paraguay4 ,immer wieder in seinen ,briefen dahin beklagt er diese ,trennung4 ,erst seit ,du so weit davon gelaufen1 fhle ich1 wieviel ,du mir gewesen bist4 ,du warst meine ,erholung1 die ,brcke zu den andern4 ,vorbergehend schien ein ,deutsch-,italiener ,paul ,lanzky zum ,adepten berufen2 aber auch bei ihm1 wie zuvor bei ,dr4 ,paneth und ,albert ,conradi1 wollte ,nietzsche nicht1 da er ber ihn schreibe1 in der ,befrchtung1 da auch er nicht in der ,lage sei1 das ,wesentliche seiner ,lehre zu erfassen4 ,wohl erhielt er im ,jahre #ahhf1 wie mir sein ,hauswirt ,durich erzhlte1 in ,sils-,maria die ,besuche verschiedener ,gelehrter1 lebte aber1 von solchen gelegentlichen ,unterbrechungen abgesehen1 durchaus einsam4 ,einsam bedeutete vor allem unverstanden1 war er sich doch darber vollstndig klar1 da wer immer das ,wachstum der ,kultur erwartete von dem1 was ,verbesserung des ,menschen oder geradezu ,vermenschlichung genannt wird1 nicht sein ,ziel der ,vergrerung des ,typus ,mensch verstehen knne4 ,einzig bei ,burckhardt und ,hippolyte ,taine glaubte er eine ,verstndnismglichkeit voraussetzen zu drfen4 ,sowohl ,burckhardt als ,nietzsche schtzten ,taine sehr hoch ein4 ,nietzsche hatte ihm als dem ersten zeitgenssischen ,historiker sein bedeutsames ,werk ,jenseits von ,gut und ,bse zugeschickt und eine ,antwort erhalten1 die von einer sehr aufmerksamen ,lektre des ,werkes ,zeugnis ablegte4 ,er begegnete bei ihm der ,richtung vom ,individuellen aufs ,typische1 verbunden mit einer ,vorliebe fr die starken expressiven ,typen1 und zwar fr die ,genieenden mehr als fr die ,puritaner4 ,anders stand ,erwin ,rohde zu ,taine1 der ihm allzusehr darauf gerichtet schien1 den ,charakter groer ,mnner aus der ,rasse1 dem ,milieu und der ,zeit zu erklren4 ,nach zehnjhriger ,trennung hatte ,nietzsche seinen alten ,waffenbruder in ,leipzig aufgesucht1 der sich dort durchaus nicht am ,platze fhlte1 so da seine nervse ,gereiztheit den mittlerweile eingetretenen ,abstand ihrer berzeugungen besonders scharf hervortreten lie4 ,beide waren enttuscht4 ,und als ,nietzsche einige ,zeit spter einen ,brief ,rohdes erhielt1 der ein offenbar bertrieben abflliges ,urteil ber ,taine enthielt1 verteidigte er diesen in einer ,rohde verletzenden ,weise4 ,wohl versuchten beide durch nachfolgende ,briefe einen ,ausgleich herbeizufhren1 aber der ,abbruch ihrer ehedem so schnen herzlichen ,freundschaft vollzog sich trotzdem4 ,so ging ihm auch ,rohde verloren4 ,das entschiedene ,eintreten von ,georg ,brandes in ,kopenhagen fr seine ,philosophie und deren aristokratischen ,radikalismus1 die briefliche ,wiederanknpfung mit seinem ,freunde von ,gersdorff1 dazu ein ,besuch ,deussens1 dessen ,schriften ber indische ,religion er hoch und dankbar einschtzte1 brachten ,lichtpunkte in das umdsterte ,dasein ,nietzsches1 aber sie vermochten es nur vorbergehend zu erhellen4 ,die unmittelbare ,wirkung von ,mensch zu ,mensch fehlte ihm4 ,nur die ,erwerbung von ,jngern konnte sie bringen4 ,ohne ,zweifel verfolgte ,nietzsche mit seinem ,pamphlet gegen ,wagner auch diesen persnlich gerichteten ,zweck4 ,es sollte ,mnnern1 die er1 wie ehedem ,heinrich von ,stein1 berufen erachtete1 ihm anzugehren1 durch berwindung der ,ehrfurcht vor ,wagner die ,augen ffnen fr die ,unvereinbarkeit ihrer ,ziele4 ,der alte ,verfhrer nimmt mir1 auch nach seinem ,tode noch1 den ,rest von ,menschen weg1 auf die ich wirken knnte1 ist in einem ,brief an ,malwida von ,meysenbug zu lesen4 ,da ein ,mann wie ,graf ,gobineau sich ,wagner anschlo1 obwohl seine ,stellung zum ,christentum und zur ,renaissance ihn viel eher als geistesverwandt mit ,nietzsche erscheinen lie1 erklrt sich uns daraus1 da eben ,wagner auch auf dem ,gebiete der ,kultur bereits als ,autoritt dastand1 ,nietzsches ,bedeutung aber noch unerkannt war4 ,auch wissen wir durch ,ausfhrungen von ,frau ,wagner1 da man in ,bayreuth von freier hoher ,warte aus ,gobineaus antichristliche ,gesinnung recht wohl gelten lie und zu wrdigen wute4 ,da ,nietzsche in der ,tat voll berzeugt war1 sein ,fall ,wagner sei so mavoll1 so heiter wie mglich geschrieben1 beweist uns der ,umstand1 da er sogar an ,malwida von ,meysenbug1 trotz ihrer warmen ,begeisterung fr ,wagner1 eine ,anzahl ,exemplare zur ,verteilung schickte1 womit er aber nur erreichte1 da auch die ,freundschaft mit der ,idealistin1 die ihn mtterlich liebte1 aber niemals in die ,tiefen seiner ,philosophie einzudringen vermochte1 in die ,brche ging4 ,da auch ,malwida von ,meysenbug spter1 aus zeitlicher ,ferne gesehen1 die ,notwendigkeit der ,trennung der beiden groen ,geister erkannte1 bewies mir ein ,brief vom #bb4 ,februar #ahig4 ,ich hatte ihr meinen in der ,vorrede erwhnten ,aufsatz ber ,wagner und ,nietzsche geschickt4 ,sie antwortete3 ,ich habe mich sehr darber gefreut1 weil er so gerecht ist und gewi die ,sache im ganzen vollkommen richtig erklrt4 ,da trotz der inneren ,verschiedenheit die ,trennung weniger gewaltsam und in edlerer ,form htte vollzogen werden knnen1 das wre fr alle1 die den beiden nahestanden1 eine ,wohltat gewesen1 so wie der gewesene ,verlauf ein ewiger ,schmerz sein wird4 ,die ,aufnahme1 die der ,fall ,wagner bei ,freunden und ,gegnern fand1 bewies ,nietzsche1 da man das ,pamphlet als das ,zeugnis eines pltzlichen ,gesinnungswechsels ansah und nicht als das ,schluwort ber die ,gegenstzlichkeit ihrer ,ziele1 die sich langsam entwickelt und andauernd verschrft hatte4 ,der ,beweis hierfr war nur aus frheren ,bemerkungen ber ,wagner in ,nietzsches ,schriften zu fhren4 ,der einsame ,kmpfer ersuchte ,karl ,spitteler1 den griechisch fhlenden ,dichter1 eine solche ,zusammenstellung herauszugeben4 ,aber ,spitteler lehnte ab4 ,so unternahm es ,nietzsche selbst -- war er doch immer wieder nur auf sich selbst angewiesen -- durch eine solche ,zusammenstellung in der ,schrift ,nietzsche contra ,wagner1 ,aktenstcke eines ,psychologen den ,beweis zu liefern1 da ,wagner und er seit langem ,antipoden seien4 ,treffend gelangt der ,zweck der kleinen ,schrift in einem ,briefe ,nietzsches an seinen ,verleger ,naumann zum ,ausdruck3 ,nachdem ich im ,fall ,wagner eine kleine ,posse geschrieben habe1 kommt hier der ,ernst zu ,wort3 denn wir -- ,wagner und ich -- haben im ,grunde eine ,tragdie miteinander erlebt4 ,eine ,tragdie6 ,erweisen wir uns fhig1 das ,verhltnis der gegnerischen ,freunde zueinander als solche zu schauen6 ,hte sich1 wer feindlich zu ,wagner steht1 vor hmischer ,schadenfreude1 aber bewahre sich auch1 wer dem ,meister von ,bayreuth ergeben ist1 durch allzu menschliche ,auslegung der ,angriffe ,nietzsches die berragende kulturelle ,bedeutung dieses heroischen ,kampfes zu verkennen6 ,als schwerleidender ,mensch ist ,nietzsche in diesem ,kriege seinen ,wunden erlegen4 ,ob er als ,philosoph ,sieger blieb1 oder ob es1 wie sein ,aphorismus ,sternenfreundschaft so wunderbar besagt1 eine unsichtbare ,kurve und ,sternenbahn gibt1 in der ihre so verschiedenen ,straen und ,ziele als kleine ,wegstrecken einbegriffen sein mgen3 das kann erst eine ferne ,zeit offenbaren4 ,an uns ist es nur1 das radikale ,antipodenverhltnis der beiden groen ,erdenfeinde und ,sternenfreunde durch ,einlebung in die ,tragdie zu begreifen und die ,notwendigkeit ihrer ,trennung und ,bekmpfung als schicksalhaft zu verstehen4 ,ecce homo ,alle ,scheidenden sprechen wie ,trunkne und nehmen gerne sich festlich4 ,hlderlin4 ,wo wir bis jetzt vom ,ecce homo sprachen1 da nannten wir es eine autobiographische ,skizze4 ,aber diese ,bezeichnung schlt nicht den ,kern der ,schrift heraus4 ,das ist eher eine ,psychographie als ,biographie zu nennen1 schreibt ,dr4 ,richard ,oehler in dem ,vorwort1 das die ,verffentlichung in der ,taschenausgabe einleitet4 ,auch der ,herausgeber von ,ecce homo in der groen ,ausgabe von ,nietzsches ,werken1 ,dr4 ,otto ,wei1 erkennt das ,werk ganz richtig als psychologische ,selbstanalyse2 denn ,leben und ,lehre1 ,denken und ,schaffen vereinigen sich bei ihm fast zur ,identitt4 ,nietzsche hat es an seinem vierundvierzigsten ,geburtstag1 also am #ae4 ,oktober #ahhh1 in ,turin begonnen und innerhalb drei ,wochen abgeschlossen4 ,er war sich bewut1 eine extrem schwere ,aufgabe in dieser kurzen ,zeit gelst zu haben1 nmlich sich selber1 seine ,bcher1 seine ,ansichten und bruchstckweise1 soweit es dazu erforderlich war1 sein ,leben zu erzhlen4 ,entgegen seiner ursprnglichen ,absicht bestimmte er es mit dem ,mut zum uersten fr die ffentlichkeit2 es sollte ber ihn ein wenig ,licht und ,schrecken verbreiten1 ein ,erstaunen ohnegleichen hervorrufen und als vorbereitende ,schrift1 als feuerspeiende ,vorrede fr sein kommendes ,werk die ,umwertung aller ,werte eine wirkliche ,spannung schaffen1 damit dieses nicht wie der ,zarathustra unbeachtet bleibe4 ,auch diese ,psychographie ,nietzsches wurde wie die zunchst vorangegangenen ,schriften im ,zustande der ,euphorie geschrieben4 ,er fhlte sich auf das ,allerglcklichste inspiriert dank einem unvergleichlichen ,wohlbefinden1 das einzig in meinem ,leben dasteht4 ,er war sich des berschwanges1 der seine ,darstellung erfllt1 voll bewut1 wie uns seine ,briefe an ,frulein von ,salis-,marschlins1 ,peter ,gast und ,georg ,brandes bezeugen4 ,er fand1 da diese ,schrift mit einem welthistorisch werdenden ,zynismus in einer den ,meistersingern abhanden gekommenen ,tonweise gesetzt sei3 die ,weise der ,weltregierenden4 ,das schmerzlich erkannte ,miverhltnis zwischen der ,gre seiner ,aufgabe und der ,kleinheit seiner ,zeitgenossen lt ihn im ,vorwort ausrufen3 ,hrt mich6 denn ich bin der und der4 ,verwechselt mich vor allem nicht6 ,er will erkannt werden als eine ,gegensatznatur zu der ,art ,mensch1 die man bisher als tugendhaft verehrt hat1 als ,gegensatz aller ,moralisten1 fr die ,idealismus nicht die ,verdichtung und ,betonung des ,wesenhaften der ,realitt bedeutet1 sondern als ,fluch auf die ,wirklichkeit den ,glauben an eine erlogene ,welt4 ,das ist es1 was ihn von der ,romantik1 so vielfach seine ,gefhlslehre sich auch mit ihr berhren mag1 grundstzlich unterscheidet4 ,wenn man diesen starken1 vollbewuten ,willen ,nietzsches versteht1 sich als ,gegentypus des moralistischen ,idealisten zu zeichnen1 dann verfllt man kaum der ,versuchung1 von ,grenwahn zu sprechen1 obwohl er die strksten ,worte gebraucht1 um sich und den ,wert seiner ,werke zu veranschaulichen4 ,absichtlich whlt er berschriften wie ,warum ich so weise bin1 ,warum ich so klug bin1 ,warum ich so gute ,bcher schreibe und ,warum ich ein ,schicksal bin4 ,sie sollen dem ,leser den ,flug auf eine ,hhe der ,betrachtung ermglichen1 wo ,nietzsche frei von jeder ,bescheidenheits-,koketterie in hchsten ,tnen von sich nicht etwa als ,privatperson -- ich bediene mich der ,person nur wie eines starken ,vergrerungsglases --1 sondern als der ,jnger des ,philosophen ,dionysos spricht4 ,es galt ihm1 das ,schicksalhafte seiner ,erscheinung zu betonen4 ,diese ,absicht kommt in vielen ,einzelzgen dem psychologisch begabten ,leser zum ,bewutsein4 ,nietzsche will in ,ecce homo symbolisch verstanden werden4 ,und zwar in dem ,sinne1 in dem ,goethe an ,karl ,ernst ,schubarth schrieb3 ,alles was geschieht1 ist ,symbol1 und indem es vollkommen sich selbst darstellt1 deutet es auf das brige4 ,die groe ,wichtigkeit1 die er seiner ,abstammung beimit1 die ,betonung seiner ,konstitution1 die einen steten ,wechsel von ,krankheit und ,genesung verursache1 vor allem aber die ,sinnverknpfungen mit dem ,zufall zeigen uns1 wie sehr es ihm auf ,darlegungen verborgener ,zusammenhnge ankam4 ,wenn er dem ,umstande1 da die ,verheiratung seiner ,gromutter an dem ,tage stattfand1 an dem ,napoleon in ,eilenburg einzog1 und dem ,datum seiner ,geburt am ,geburtstag ,friedrich ,wilhelms des ,vierten besondere ,bedeutung beimit1 wenn er von der ,art1 wie seine ,aufmerksamkeit auf ,schopenhauer gelenkt wurde1 sagt3 ,so etwas ,zufall zu nennen1 wre ,snde wider den heiligen ,geist ,schopenhauers1 wenn er als vorbedeutungsvoll auffat1 da ihm bei seinem ersten ,besuch in ,tribschen die ,akkorde aus dem ,siegfried entgegenklangen3 ,verwundet hat mich1 der mich erweckt1 wenn er wiederholt darauf hinweist1 da er den ersten ,zarathustra in der heiligen ,stunde vollendet habe1 in der ,richard ,wagner in ,venedig starb1 oder die historischen ,bewandtnisse seiner ,aufenthaltsorte zu sich in ,beziehung setzt1 die ,sttten ehrfurchtsvoll kennzeichnet1 an denen ihm entscheidende ,ideen seiner ,werke aufstiegen und so verschiedene ,fden jeder ,art zu einem ,netz verknpft3 so haben wir in alledem nicht ,aberglauben noch ,phantasterei zu sehen1 sondern das ,in-eins-,dichten von dem1 was ,bruchstck ist und ,rtsel und grauser ,zufall4 ,will man diese ,einbeziehung des ,zufalls in eine verborgene ,kausalitt1 diese ,symbolisierung durch freie ,interpretation ,mystik nennen1 so ist es jedenfalls nicht ,mystik im ,sinne augenschlieenden ,anschauens gem der griechischen ,herkunft des ,wortes1 sondern hellsichtiges berbewutsein seiner von ihm erkannten ,einzigkeit und seiner als ,fatum empfundenen ,mission1 eine ,entscheidung von unermebarer ,fernwirkung heraufzubeschwren4 ,niemand wute vor mir den rechten ,weg1 den ,weg aufwrts3 erst von mir an gibt es wieder ,hoffnungen1 ,aufgaben1 vorzuschreitende ,wege der ,kultur -- ich bin deren froher ,botschafter 444 ,eben dadurch bin ich auch ein ,schicksal4 ,einer solchen ,sprache begegnen wir nur bei ,religionsstiftern4 ,und doch war ,nietzsche das ,gegenteil eines solchen1 so sehr auch hier nach dem ,gesetz der ,polaritt die ,extreme sich berhren4 ,wohl sind auch die ,religionen wesentlich die ,schpfungen einzelner ,menschen1 sie knnen nicht allmhlich entstanden sein1 sonst besen sie nicht den siegreichen ,glanz ihrer ,bltezeit1 aber die ,voraussetzungen fr ihre ,entstehung waren metaphysische ,bedrfnisse und ,veranlagung zur ,kontemplation4 ,sie verlangten1 wie ,burckhardt so richtig erkannte1 einen ,zustand von ,exaltation bei der ,geburt1 so da wir uns heute von der vlligen ,kritiklosigkeit solcher ,zeiten und ,menschen keinen ,begriff mehr machen knnen4 ,wo wre von alledem etwas bei ,nietzsche zu erkennen1 wo zeigten sich ,massen1 die er zu berauschen strebte1 wo fand er1 von ,peter ,gast abgesehen1 zu ,lebzeiten seine ,jnger8 ,aber freilich eines hatte er mit den groen ,religionsstiftern gemeinsam3 das ,knigsrecht des ,bestimmten gegenber dem ,dumpfen1 ,unsicheren und ,anarchischen4 7,burckhardt47 ,das ,bewutsein dieses ,knigsrechtes gestattete ihm nicht nur in seiner ,auto-,psychographie die ,tonweise des ,weltregierenden erklingen zu lassen1 sondern auch durch den ,titel ,ecce homo ein ,gegenbild zu der von ,paulus erschauten ,christuserscheinung aufzurichten1 sein ,gegenbild4 ,wird die ,zukunft die ,selbsteinschtzung ,nietzsches besttigen8 ,wenn wir uns ,rechenschaft geben ber die ,umstellung der ,perspektiven1 die dank seinem ,einflusse in den letzten zwanzig ,jahren erfolgte1 und uns eingestehen1 da der ,nihilismus -- das ,wort immer wieder in weitestem ,sinne genommen -- einer mchtigen ,gegenwirkung bedarf1 wenn wir nicht den ,zusammenbruch aller ,kultur erleben sollen1 so werden wir diese ,mglichkeit wohl zugeben und erhoffen4 ,ob seine ,wertlehre1 wie ,nietzsche vermeinte1 sich krisenhaft durchsetzen wird1 oder ob sie sich nur allmhlich zum ,zentrum unserer ,gedankenwelt verdichtet1 bleibt eine ,frage von untergeordneter ,bedeutung4 ,nietzsche bekannte sich als ,dekadent1 aber er durfte sagen1 da er zugleich auch dessen ,gegensatz sei4 ,aus ,heilinstinkt die ,gegenmittel zu finden gegen jede ,gefahr persnlicher und kultureller ,entartung galt ihm hierfr als sicherstes ,kennzeichen4 ,er hat das ,ideal der ,wohlgeratenheit uns neu vor ,augen gestellt4 ,die ,freiheit vom ,ressentiment ist ihr vornehmstes ,kennzeichen4 ,um sie zu bewahren1 gilt es zuweilen aus hygienischen ,grnden1 berhaupt nicht mehr zu reagieren und sich dem ,winterschlaf des ,fatalismus vorbergehend zu berlassen1 bis jede ,erschpfung berwunden und mit der ,genesung das ,leben wieder reich und stolz geworden ist4 ,aber auch das aggressive ,pathos -- in diesem ,sinne schaute ,nietzsche1 kriegerisch gesinnt1 immer wieder nach ebenbrtigen ,gegnern aus -- ist erforderlich1 damit wir nicht unterbewuter ,rachsucht anheimfallen4 ,nur so behtet man sich vor ,gewissensbissen4 ,zur ,wohlgeratenheit gehrt ferner ein gesundes ,krpergefhl4 ,damit gewinnt eine ,frage ,bedeutung1 die bisher keine ,philosophen beschftigte1 weil sie die ,realitt aus den ,augen verloren3 die ,frage der zweckmigen ,ernhrung -- alle ,vorurteile kommen aus den ,eingeweiden -- und im ,anschlu hieran die individuell zu treffende ,entscheidung ber ,ort und ,klima1 sowie die persnlich bestimmte ,art der ,erholung4 ,fr den schpferischen ,menschen kommt zu diesen ,ditvorschriften des ,leibes und der ,seele im ,zeitalter des ,intellektualismus noch eine andere ,mahnung hinzu1 nmlich die ,forderung1 sich die ganze ,oberflche des ,bewutseins rein zu erhalten von groen ,imperativen1 wie sie der ,idealismus zeitigt4 ,nicht die ,weisheit des ,erkenne dich selbst1 sondern die ,kunst des ,sich-,vergessens behtet uns vor der ,gefahr1 zuletzt nur noch auf uere ,anlsse hin denkend zu reagieren und dabei die ,krfte in der ,kritik auszugeben4 ,der knstlerische ,instinkt1 lehrt uns ,nietzsche1 darf sich nicht verstehen1 damit die organisierende ,idee in der ,tiefe zu wachsen vermag4 ,es gilt1 nichts zu vermischen1 nichts vor der ,zeit zu vershnen1 damit die ,vielheit im ,unbewutsein1 die trotzdem das ,gegenteil des ,chaos ist1 sich zum ,werke verdichtet4 ,was hier vom ,werke gesagt ist1 gilt auch vom ,leben selbst1 vom schpferischen ,leben in seiner schicksalhaften ,bedeutung4 ,die ,liebe und ,hingebung an das eigene ,schicksal1 dieses ,motiv des ,amor fati1 das ,nietzsches ,lebenssymphonie beherrschte1 bestimmte sein ,wachstum4 ,meine ,formel fr die ,gre am ,menschen ist amor fati3 da man nichts anders haben will1 vorwrts nicht1 rckwrts nicht1 in alle ,ewigkeit nicht4 ,das ,notwendige nicht blo ertragen1 noch weniger verhehlen -- aller ,idealismus ist ,verlogenheit vor dem ,notwendigen --1 sondern es lieben 444 ,hier ergibt sich in der ,tat eine hellenische ,wiedergeburt4 ,die tragischen ,mchte3 ,dike1 ,ananke1 ,moira1 als ,gerechtigkeit1 ,notwendigkeit1 ,schicksalsfgung das ,all beherrschend1 wurden in einem ,atem durch dieses ,amor fati anerkannt ohne mythologische ,vorstellung4 ,alles was dem modernen ,menschen und seiner ,sehnsucht als jenseitig gilt1 ist in das ,diesseits wieder einbezogen4 ,hier ist1 was den christlichen ,vlkern ,gott heit1 in das ,selbst des ,menschen aufgenommen1 das ,irdische vom ,gttlichen durchdrungen und damit der ,dualismus ,gott und ,welt berwunden1 die ,weltheiligung1 die ,goethe im ,wilhelm ,meister anstrebte1 durch restlose ,bejahung der ,wirklichkeit erreicht4 ,am deutlichsten zeigt sich uns dies bei ,nietzsches ,beurteilung der ,sinnlichkeit4 ,jede ,verachtung des geschlechtlichen ,lebens1 jede ,verunreinigung desselben durch den ,begriff unrein ist das ,verbrechen selbst am ,leben1 ist die eigentliche ,snde wider den heiligen ,geist des ,lebens4 ,so spricht nur das ,genie des ,herzens1 das zu seiner ,beglckung keines ,glaubens an eine jenseitige ,macht bedarf1 sondern reicher an sich selbst wird1 je vertrauensvoller und selbstherrlicher es sich bettigt4 ,als ,psychograph prfte ,nietzsche seine ,werke1 mit der ,geburt der ,tragdie beginnend1 und zeigt uns ihren inneren notwendigen ,zusammenhang4 ,interpretationen eigener ,werke sind durchaus nicht immer in ,kunst und ,philosophie zuverlssig4 ,was unbewut geschaffen wurde1 erfhrt darin eine nachtrgliche ,auslegung durch das ,bewutsein1 die nur durch ,abstraktion sich ermglicht4 ,richard ,wagners ,mitteilung an seine ,freunde deutet zum ,beispiel den ,sinn des ,tannhuser1 des ,lohengrin usw4 auf ,grund nachtrglich erworbener philosophischer und psychologischer ,ansichten und ist von ,willkr ebensowenig frei als irgendeine fremde ,deutung4 ,ganz anders bei ,nietzsche4 ,nicht literarisch1 noch philologisch betrachtet er seine ,werke1 sondern einzig als ,psychologe seiner selbst1 durch ,deutung seines ,wachstums1 seiner ,entwicklung unter voller ,erkenntnis der ,hemmungen und aufgentigten ,umwege4 ,so subjektiv sein ,entzcken am eigenen ,werk den nchternen ,leser anmuten mag1 so unpersnlich wirken seine ,worte1 sobald man begreift1 da ,nietzsche sich selbst dabei nur als den frohen ,botschafter fhlte1 durch den eine neue ,heilslehre1 eine ,heilslehre des wirklichen ,lebens sich offenbaren will4 ,wenn ,nietzsche harte ,worte gegen die ,deutschen schleudert und zum ,beweise ihrer ,berechtigung den ,umstand anfhrt1 wie wenig man ihn bisher in ,europas ,flachland verstanden habe1 als er seine ,leser schon anderwrts berall fand1 was anders will er damit sagen1 als3 erkennt1 wie fern ihr noch der ,erfassung oder gar der ,erfllung der ,aufgabe seid1 die durch mich euch gestellt wurde4 ,solche ,worte spricht man nicht1 wo man an der ,mglichkeit eines entscheidenden ,verstndnisses verzweifelt1 sondern dort1 wo man als ,erzieher die ,scham ber die bisherige ,versumnis und die ,selbsterkenntnis erwecken will1 in der berzeugung1 zu solchen zu sprechen1 die vom ,schicksal berufen sind1 an sich die ,umwandlung aller ,werte zu erfahren und eine wirkliche ,wiederkehr des deutschen ,ernstes und der deutschen ,leidenschaft in geistigen ,dingen zu erleben4 ,darum gilt1 was ,nietzsche vom ,zarathustra sagt1 erst recht von ,ecce homo3 ,aus dieser ,schrift spricht eine ungeheuere ,hoffnung4 ,der ,kranke ,das schnellste ,tier1 das euch trgt zur ,vollkommenheit1 ist ,leiden4 ,meister ,eckardt4 ber die ,krankheitserscheinungen bei ,nietzsche sind wir durch seine ,briefe -- das ,nietzsche-,archiv enthlt deren gegen #aejj -- sowie durch die ,darstellungen seiner ,schwester unterrichtet4 ,er war in seiner ,jugend durchaus gesund4 ,nur seine ,kurzsichtigkeit darf uns fr diese ,zeit als ,erbbel gelten4 ,die ,erkrankung1 die er sich beim ,heimtransport ,verwundeter von den franzsischen ,schlachtfeldern zuzog3 ,brechruhr und ,rachendiphtheritis1 erklrt sich als ,ansteckung4 ,sie wurde durch ,anwendung starker ,mittel berwunden2 aber er war nicht vollstndig genesen1 als er seine ,vorlesungen in ,basel wieder aufnahm4 ,nach der berzeugung seiner ,schwester griffen die scharfen ,arzneimittel seinen ,magen an und legten den ,grund zu heftiger ,migrne1 die ihn nie mehr ganz verlie4 ,ein ,briefbekenntnis3 ,unsereins leidet nie rein krperlich1 sondern alles ist mit geistigen ,krisen tief durchwachsen1 so da ich gar keinen ,begriff habe1 wie ich je aus ,apotheken und ,kchen allein wieder gesund werden knnte und die erkannte ,notwendigkeit1 eine gewisse ,hrte der ,haut wegen der groen innerlichen ,verwundbarkeit und ,leidensfhigkeit zu bekommen1 weisen uns darauf hin1 da er damals bereits von beiden ,seiten ins ,feuer kam4 ,rohde gegenber klagt er schon #ahga ber ,schlaflosigkeit3 immer noch verbringe ich von zwei ,nchten die eine schlaflos1 und drei ,jahre spter1 in einem ,briefe an die ,mutter3 die ,schwche des ,magens nimmt zu sehr berhand4 ,als er in ,steinabad im ,schwarzwald sich zur ,kur aufhielt1 stellte ,dr4 ,j4 ,wiel1 darin mit ,prof4 ,h4 ,immermann in ,basel bereinstimmend1 die ,diagnose auf nervse ,affektion des ,magens4 ,unter den vier rzten1 die ihn #ahgh und #ahgi untersuchten1 behaupteten zwei1 da ein ,kopfleiden die ,ursache seiner ,schmerzen sei1 whrend die beiden andern1 darunter ,prof4 ,graefe in ,halle1 der beranstrengung der ,augen die ,schuld gaben4 ,spter behandelte ihn ,dr4 ,otto ,eiser aus ,frankfurt am ,main mit gnstigem ,erfolg1 so da er sich vorbergehend als ,genesener oder mindestens als ,genesender bezeichnen durfte4 ,aber immer wieder traten nach krzeren oder lngeren ,pausen ,gehirnschmerz samt mhseligem ,erbrechen auf4 ,bald hren wir ,nietzsche selbst1 so in einem ,briefe an die ,mutter vom ,juli #ahha1 die ,diagnose auf ein schwer zu beurteilendes ,hirnleiden stellen4 ,als ,deussen ihn im ,sommer #ahhg in ,sils-,maria besuchte1 gestand er dem vertrauten ,freunde3 ,ich glaube1 da es nicht mehr lange mit mir dauern wird2 ich bin jetzt in den ,jahren1 in welchen mein ,vater starb1 und ich fhle1 da ich dem selben ,leiden erliegen werde1 wie er4 ,wenn wir in einem ,briefe an die ,schwester vom ,jahre #ahhf lesen3 ,schaff mir einen kleinen ,kreis ,menschen1 die mich hren und verstehen wollen und ich bin -- gesund und wiederholt hnlichen ,bemerkungen begegnen1 so tritt freilich auch an uns die ,versuchung heran1 in seiner trostlosen ,abgegrenztheit von den ,menschen seiner ,zeit eine immer neu sich wieder geltend machende ,ursache seines schweren ,leidenszustandes zu suchen4 ,aber jeder ,psychologe belehrt uns1 da nicht die ueren ,umstnde an sich entscheiden1 sondern die ,einstellung zu ihnen4 ,in den ersten ,tagen des ,jahres #ahhi schickte ,nietzsche meist mit ,dionysos oder mit der ,gekreuzigte unterschriebene ,briefe und ,zettel an verschiedene ,freunde und ,bekannte ab1 die diesen den ,ausbruch seiner geistigen ,erkrankung bekundeten4 ,hierdurch wurde ,franz ,overbeck veranlat1 ihn dringend zu sich einzuladen1 um dann1 als ihn ein ,basler ,irrenarzt auf die ,gefahr verwies1 die mit dieser ,aufforderung heraufbeschworen wurde1 eiligst selbst nach ,turin zu reisen4 ,dort erfuhr er1 da ,nietzsche infolge eines ,schlaganfalles auf der ,strae zusammengebrochen war4 ,seitdem traten ,wahnvorstellungen zutage4 ,overbeck gelang es1 ihn nach ,basel zu verbringen1 von wo er in ,begleitung seiner herbeigerufenen ,mutter1 eines ,arztes und eines ,krankenwrters die ,reise nach ,jena in die ,irrenanstalt des ,professor ,binswanger antrat4 ,die rzte erklrten die ,krankheit als unheilbar1 whrend die ,mutter1 wie leicht begreiflich1 aus jeder vorbergehenden ,besserung1 ,hoffnung auf ,genesung schpfte4 ,sein ,gedchtnis erwies sich in der ersten ,zeit fr alle ,geschehnisse vor dem ,zusammenbruch in ,turin als gut4 ,auf absichtlich1 als eine ,art ,gedchtnisbung gestellte ,fragen1 zum ,beispiel nach ,epikur1 ,aristoteles usw4 antwortete er mit geistreichen ,ausfhrungen1 whrend ihn das ,gegenwrtige wenig interessierte4 ,auch sein ,klavierspiel1 berichtete die ,mutter an ,overbeck1 hat etwas so ,sinniges1 so da man merkt1 er denkt dabei4 ,er war glcklich1 wenn sie ihm vorlas1 und lie sich in der ,regel vermge seiner angeborenen ,gte und ,freundlichkeit leicht lenken4 ,ende des ,jahres #ahij kehrte seine ,schwester nach dem ,tode ihres ,gatten aus ,paraguay zurck4 ,der ,kranke durfte die ,anstalt in ,jena verlassen und nach ,naumburg bersiedeln1 wo die ,mutter in den ersten ,jahren des fteren grere ,spaziergnge mit ihm unternahm4 ,seit #ahid verschlimmerte sich sein ,zustand4 ,nach dem ,ostern #ahig erfolgten ,tode der ,mutter bezog die ,schwester mit ihm in ,weimar das auf dem ,silberblick gelegene ,haus -- das heutige ,nietzsche-,archiv --1 von dessen ,veranda er einen schnen ,blick auf die ,stadt und die ,berge geno4 ,in den ,jahren #ahih und #ahii erfolgten neue ,schlaganflle4 ,in ein langes ,gewand von dickem1 weiem ,stoff gekleidet1 ruhte er meist auf dem ,diwan und empfing zuweilen noch ,besuche1 immer von der ,schwester auf das liebevollste behtet4 ,am #be4 ,august des neuen ,jahrhunderts starb der ,seher1 der einer vergangenen ,zeit das ,grablied gesungen und die ,morgenrte einer neuen ,kultur ankndigte4 ,es drngt sich die ,frage nach ererbter oder erworbener organischer ,erkrankung in den ,vordergrund4 ,bekanntlich glaubte der ,psychiater ,p4 ,j4 ,mbius die ,hypothese aufstellen zu drfen1 da eine frhere ,lus der ,grund der spteren paralytischen ,erkrankung ,nietzsches gewesen sei4 ,fr den ,psychiater die zunchst liegende ,hypothese1 aber den ,beweis fr seine ,behauptung ist uns ,mbius durchaus schuldig geblieben4 ,als ,gegenbeweis liee sich wohl anfhren1 da die rzte1 die ,nietzsche frhzeitig zu ,rate zog1 doch wohl auch diesbezgliche ,fragen an ihn gestellt haben drften1 und da er1 wenn er sie htte bejahen mssen1 wahrlich nicht dazu gekommen wre1 mit jener souvernen ,unbefangenheit1 fernab von der ,berhrung jeder derartigen ,mutmaung1 ber seine ,krankheit in seinen ,schriften und ,briefen1 sowie in seinen ,gesprchen -- ich erinnere an die ,unterredung mit ,deussen -- sich zu uern und unter die ,erklrungsmglichkeiten ,hinweise aufzunehmen1 die eventuell ,veranlassung bieten1 die ,frage nach der ,vererbung zu stellen4 ,sein ,vater ist bekanntlich ebenfalls an einem ,gehirnleiden gestorben2 aber da kein ,anhalt sich bietet1 der uns annehmen lt1 da die ,gehirnerschtterung1 die er bei einem ,sturz erlitt1 es nur ausgelst habe1 ist es ausgeschlossen1 seine ,todesart zur ,beweisfhrung heranzuziehen1 und wir sind einzig auf die ganz allgemein gehaltenen ,bemerkungen ,nietzsches angewiesen1 die zu einem endgltigen ,urteil keinenfalls ausreichen4 ,frau ,frster-,nietzsche schreibt1 ihren ,bruder betreffend3 ,die rzte nannten seine ,krankheit eine atypische ,form der ,paralyse1 d4 h4 eine ,paralyse die durchaus nicht die ,kennzeichen dieser ,krankheit trug -- also nicht ,paralyse war und fhrt den ,schlaganfall in ,turin auf den fortgesetzten ,gebrauch von ,chloral und eines andern ,schlafmittels zurck4 ,das ist jedenfalls nicht unbedingt von der ,hand zu weisen2 denn selbst ,mbius gesteht zu1 auch der ,chloralismus ,nietzsches knne die beobachteten ,wirkungen hervorgebracht haben4 ,am klglichsten nehmen sich jedenfalls die psychiatrisch-philosophischen ,untersuchungen aus1 die nach der ,art von ,max ,nordau und ,hermann ,trk aus ,nietzsches ,werken den ,beweis frhzeitiger geistiger ,erkrankung zu fhren versuchen4 ,dem einen gilt dies1 dem andern gilt das1 je nachdem wo gerade sein ,widerspruch einsetzt1 als ,beweis1 der jedoch vor jedem einsichtigen ,urteil in nichts zerfllt4 ,bei ,wilhelm ,schacht zum ,beispiel lesen wir3 ,wenn ,nietzsche sagt3 ein ,gedanke kommt1 wenn er will1 nicht wenn ich will1 so drckt sich darin schon das ,gefhl aus1 welches er seiner eigenen1 frei und unabhngig mit ihm spielenden ,phantasie gegenber empfand1 die er nicht mehr bndigen konnte1 die schon ,macht ber ihn gewonnen hatte4 ,welcher ,dichter1 welcher ,denker ist1 auf diese ,weise geschaut1 nicht irrsinnig zu nennen8 ,eben das zeichnet ja das geniale ,wesen aus1 da es nichts bewut erklgelt1 sondern da dank der unterbewut waltenden ,krfte der ,einfall dann ans ,licht tritt1 wenn er will4 ,einflle sind ,eingebungen des ,genies1 schreibt ,kant4 ,auch wenn wir ,paralyse bei ,nietzsche annehmen1 ergibt sich durchaus nicht1 da sein geistiges ,schaffen vor dem ,zusammenbruch eine ,hemmung erfuhr1 viel eher sogar1 da ihm dadurch eine ,steigerung zuteil wurde4 ,als ich durch persnlichen ,verkehr mit einem anderen ,genie1 nmlich ,hugo ,wolf1 der ebenfalls in ,wahnsinn fiel1 zu der ,vermutung kam1 da die auerordentliche ,steigerung seiner ,produktivitt gerade aus seiner krankhaften ,veranlagung und deren ,entwicklung zu erklren sei1 ging ich auf ,veranlassung einer ,freundin des ,komponisten dieser ,vermutung nach4 ,die von mir befragten rzte konnten keine bestimmte ,antwort ber die ,mglichkeit erteilen1 um so bedeutsamer erschienen mir unter diesen ,umstnden ,ausfhrungen von ,dr4 ,mbius1 die meine laienhafte ,ansicht vollauf besttigten4 ,ich zitiere diese ,ausfhrungen wrtlich3 ,ja1 es knnte einer die ,meinung aufstellen1 unter ,umstnden wrden durch eine ,gehirnkrankheit die ,geisteskrfte gesteigert4 ,es sei denkbar1 da das krankhafte ,feuer ,leistungen hervorbringe1 die ohnedem unmglich wren1 und ein solcher ,fall liege in ,nietzsches ,zarathustra vor4 ,mbius fhrt zur ,untersttzung dieser ,meinung an1 was ,v4 ,parant ber ,zunahme der geistigen ,fhigkeiten im ,beginn der progressiven ,paralyse geschrieben hat1 und bleibt1 trotzdem die ,literatur hnliche ,mitteilungen sonst nicht aufweise und befragte ,fachgenossen nichts davon wissen wollten1 bei der berzeugung3 ,immerhin wre eine ,steigerung der ,leistungen durch die ,paralyse nicht ganz undenkbar4 ,er sttzte sich dabei auf die ,erkenntnis1 die ,paralyse sei eine durchaus lokalisierte ,erkrankung1 die sich ihre ,stellen aussuche1 und folgerte3 ,nimmt man an1 es seien im ,anfange durch ,erkrankung bestimmter ,fasern nur die ,hemmungen ausgeschaltet1 deren ,wegfall ,fehlen des ,ermdungsgefhles und ,euphorie ergibt1 so ist zunchst eine gesteigerte ,leistung der arbeitenden ,teile zu erwarten4 ,manche werden auch daran denken1 da durch die von den kranken ,stellen ausgehende ,reizung der ,blutzuflu im ganzen gesteigert werde und da die ,hypermie die ,mehrarbeit begnstige4 ,damit sei durchaus nicht gesagt1 da wir uns das geistige ,schaffen ,nietzsches nur aus der ,einwirkung einer ,paralyse zu erklren vermchten1 statt aus der bloen ,tatsache der genialen ,veranlagung4 ,die ,oberflchlichkeit von einseitig gebildeten ,psychiatern1 wie sie der ,typus ,lombroso reprsentiert1 hat die ,frage nach der ,verwandtschaft von ,genie und ,wahnsinn verwirrt4 ,in der ,frhlichen ,wissenschaft vergleicht ,nietzsche ,europa einem ,kranken1 welcher der ewigen ,verwandlung seines ,leidens den hchsten ,dank schuldig sei2 ,gefahren1 ,schmerzen haben zuletzt eine intellektuale ,reizbarkeit erzeugt1 welche beinahe so viel als ,genie1 und jedenfalls die ,mutter alles ,genies ist4 ,dem ,genie begegnen wir nur dort1 wo die nchterne ,verstandesttigkeit die ,vorherrschaft verloren hat1 wo die unmittelbare schpferische ,ttigkeit nicht durch bermacht des ,bewutseins im ,bann gehalten wird1 sondern sich auszuwirken vermag4 ,beim normalen ,menschen ffnen und schlieen sich gleichsam die ,schleusen und ,wehre des ,bewutseins automatisch und gleichen die bewuten und unterbewuten ,zuflsse aus1 beim ,genie dagegen ergibt sich eine ,hochflut im ,unterbewutsein2 aber nur dann1 wenn die schtzenden ,dmme durchbrochen werden1 drfen wir von ,irrsinn sprechen4 ,jedes ,genie als eine pathologische ,erscheinung zu werten1 gilt mir daher trotz der verwandten ,symptome als ,mibrauch des ,wortes4 ,die ,verwandtschaft zwischen ,genie und ,wahnsinn finden wir mit ,schopenhauer wohl viel richtiger in der mangelnden ,erkenntnis der ,relationen der ,dinge4 ,auch das ,genie1 indem es in den ,dingen nur die ,idee sucht1 verliert wohl darber die ,erkenntnis des ,zusammenhanges der ,dinge zeitweilig aus den ,augen4 ,das ,erkennen wird ihm zum ,zweck des ganzen ,lebens1 das eigene ,dasein zur ,nebensache1 zum bloen ,mittel4 ,sein ,unterbewutsein wird zur ,camera obscura1 in der wesenhaft sich die ,ideen spiegeln1 die es dank seiner ,phantasie zu einem ,weltbild vereinigt4 ,weder die unmittelbare ,ntzlichkeit des ,zweckes1 noch die kluge ,ausnutzung der ,mittel bestimmen sein ,verhalten4 ,beide1 das ,genie und der ,wahnsinnige1 leben in einer anderen ,welt als der fr alle vorhandenen4 ,die anatomischen und physiologischen ,bedingungen mgen verwandte sein1 nmlich das abnorme berwiegen der ,sensibilitt ber die ,irritabilitt und ,reproduktionskraft4 ,wie man in jedem ,kinde gewissermaen ein ,genie sehen darf1 so umgekehrt im ,genie ein groes ,kind1 das fremd in die ,welt schaut und den lauteren und unschuldigeren ,teil des ,menschen in sich bewahrt1 woraus sich uns auch seine gleichsam berirdische ,heiterkeit erklrt1 der meist eine tiefe ,melancholie als ,untergrund dient4 ,wo das ,genie seine abnorm erhhte ,erkenntniskraft auf die ,angelegenheiten des ,willens richtet1 fat es diese leicht zu lebhaft auf1 steht alles in zu grellen ,farben1 ins ,ungeheuere vergrert und verfllt auf ,extreme1 so da man ,schopenhauers ,gegenberstellung recht wohl versteht3 ,das ,genie ist ein ,monstrum per excessum1 der ,wahnsinnige ein ,monstrum per defectum4 ,whrend fr philistrse ,naturen in der ,verwandtschaft von ,genie und ,wahnsinn eine ,verurteilung jedes ,genies liegt1 empfindet der naive ,mensch eher umgekehrt4 ,der ,ausbruch des ,wahnsinns bei einem geistigen ,menschen besttigt ihm gleichsam dessen ,genialitt und umgibt ihn mit der ,aureole der ,heiligkeit4 ,das ,volk hat ein instinktives ,gefhl fr den ,fluch der ,einsamkeit1 die jedes ,genie zu erleiden hat4 ,der ,mensch von ,genie1 sagt ,schopenhauer1 ist verdammt1 in einer den ,welt zu leben1 wo er nicht auf seinesgleichen trifft1 wie auf einer ,insel1 die keine anderen ,bewohner hat1 als ,affen und ,papageien4 ,dieses ,gefhlsverstndnis dafr1 da das ,genie gleichsam die ,leiden der ,welt auf sich nimmt1 da es am ,menschen selbst leidet und um des ,menschen selbst willen lebt und schafft1 erfllt uns mit ,ehrfurcht und einem ,gebot fast immer versptet auftretender ,dankbarkeit4 ,geben wir dieser ,ehrfurcht ,raum in ,hirn und ,herzen1 nachdem unser ,erkennen den ,mysterienpfaden nachgegangen ist1 die ,nietzsche als tragischer ,mensch wandelte4 ,er grub als ,denker zu tief1 er stieg als ,dichter zu hoch1 er schaute als ,seher zu gro1 er wollte als ,werte bestimmender1 ,gesetze erlassender ,prophet und ,philosoph zu stark1 um bei aller ,wirklichkeitsfreude an der flachen ,niedrigkeit und ,kleinheit des ,irdischen1 mit der optimistische ,anpassung in ihrer ,nchternheit sich zufrieden gibt1 ,genge zu finden3 er errichtete uns ein ,ziel1 das nicht als jenseitige ,verheiung unsere ,niedrigkeit und ,ohnmacht trsten soll1 sondern als ,blickpunkt bermenschlicher ,sehnsucht unsere ,willensbejahung und ,lebenssteigerung strken mu2 denn seine ,liebe entzndete sich an der stummen ,schnheit der ,notwendigkeit4 ,wie symbolisch bedeutsam ist es1 da die letzten ,verse1 die das letzte ,gedicht seiner ,werke beschlieen1 also lauten3 ,schild der ,notwendigkeit6 ,hchstes ,gestirn des ,seins6 -- das kein ,wunsch erreicht1 -- das kein ,nein befleckt1 ewiges ,ja des ,seins1 ewig bin ich dein ,ja3 denn ich liebe dich1 o ,ewigkeit -- -- ,rckblick und ,ausblick ,willst du dich des ,lebens freuen1 so mut der ,welt du ,wert verleihen4 ,goethe an ,schopenhauer4 ,wir sind gewohnt zwischen arm und reich1 hoch und nieder1 ,gebildeten und ,ungebildeten zu unterscheiden1 je nachdem wir von der ,frage des ,besitzes1 der ,stellung oder den ,erfolgen der ,erziehung ausgehen4 ,aber es gibt einen ,gegensatz1 der tiefer begrndet ist als solche soziale ,trennungen3 ,der ,mensch1 der nicht nur ,person1 sondern ,persnlichkeit ist1 nicht nur ein ,ich1 sondern ein ,selbst darstellt1 der nicht nur durch die ,menschen1 sondern am ,menschen leidet1 der nicht nur fr die ,wandlung von ,institutionen kmpft1 sondern um der hheren ,idee willen lebt1 die er ber dem ,erreichten als ,ideal erahnt und schpferisch zu versichtbaren1 zu verwirklichen strebt -- ,dort wo der ,staat aufhrt1 da beginnt erst der ,mensch1 der nicht berflssig ist --1 dieser ,mensch in seiner ,einzigkeit ist viel tiefer und umfnglicher von den ,menschen geschieden1 die bei allem feindseligen ,wettstreit unter sich doch in ihren ,leiden und ,freuden an der ,realitt sich egoistisch und altruistisch verbunden fhlen4 ,er ist ein primrer ,mensch1 zu dem alle anderen sich sekundr verhalten4 ,der ,leidensweg solcher ,menschen primrer ,art fhrte -- wir eignen uns damit eine ,zusammenstellung ,hans ,blhers an -- von ,plato ber ,christus1 ,lionardo da ,vinci1 zu ,goethe und knapp an ,schopenhauer vorbei zu -- ,nietzsche4 ,schon in ,nietzsches ersten wesenhaften ,schriften kommt dieser ,gegensatz zutage4 ,er tritt dem ,optimismus seiner ,zeit entgegen1 die sich von unzulnglichen kulturellen ,errungenschaften befriedigt fhlte4 ,er spricht es aus1 da wir von der ,bildungshhe der ,zeit ,goethes herabgesunken sind1 weil wir nicht an der aristokratischen ,natur des ,geistes festhielten1 da wir einer ,erneuerung der sittlichen ,krfte bedrfen1 verlangt im ,rckblick auf die ,antike eine ,renaissance der ,kultur und ruft uns zu3 wagt es1 tragische ,menschen zu werden6 ,als tragischer ,mensch gilt ihm1 wer nicht unttig durch ,verzicht1 unselbstherrlich durch ,anpassung1 unkriegerisch durch ,kompromisse den notwendigen ,gegenstzen des ,lebens ausweicht1 sondern unerschrocken in die ,abgrnde pessimistischer ,erkenntnis hinab und hoffnungsselig zu den ,mglichkeiten1 die den ,menschen geboten sind1 hinaufzusehen wagt4 ,galt ,nietzsche schon der ,mensch der ,goethe-,zeit und der ,individualist der ,renaissance hher als der ,trger der ,gegenwart1 wieviel mehr der ,hellene in seiner ,kunstbedrftigkeit aus ,lebensdrang4 ,der ,grieche kannte und empfand die ,schrecken und ,entsetzlichkeiten des ,daseins3 um berhaupt leben zu knnen1 mute er vor sich hin die ,traumgeburt der ,olympischen stellen4 ,als groe tragische ,menschen verehrte ,nietzsche damals ,schopenhauer und ,wagner4 ,schopenhauer1 weil er trotz skeptischem ,unmut oder kritisierender ,entsagung sich dem ,leben als einem ,ganzen gegenberstellt und in seinem tiefen ,verlangen nach dem ,genie uns zur ,hhe der tragischen ,betrachtung leitet4 ,wagner1 weil er ihm als ein solches ,genie galt1 das damals noch antik fhlte und ihm berufen schien1 aus dem ,geiste der ,musik eine ,wiedergeburt der ,tragdie1 aus dem ,geiste der ,tragdie eine ,wiedergeburt der ,kultur zu verheien4 ,ihre ,gegenbilder sah er1 wie uns die ,unzeitgemen ,betrachtungen zeigten1 in den typischen ,vertretern optimistischer ,selbstgeflligkeit1 in den ,verkndern rein historischer ,wertungen1 die durch berbetonung der ,wissenschaftlichkeit dem produktiven ,leben lhmend entgegenwirken4 ,aber ,schopenhauer war zu buddhistischer ,verneinung des ,lebens gelangt1 aber ,wagner bot nicht die von ,nietzsche erhoffte apollinische ,vision aus dem dionysischen ,geiste der ,musik1 sondern1 auch in ,bayreuth1 zu ,nietzsches ,enttuschung nur den naturalistisch wirkenden ,schein der ,szene4 ,nicht ,schopenhauer entsprach dem ,anruf ,goethes ,willst du dich des ,lebens freuen1 so mut der ,welt du ,wert verleihen1 sondern die ,erfllung dieser kulturell entscheidenden ,aufgabe fiel ,nietzsche zu4 ,er bernahm das ,erbe seiner als ,vorbilder erschauten ,meister dort1 wo sie ihrer ,aufgabe untreu geworden2 er mute sie bekmpfen1 wo sie nicht das ,diesseits um der ,steigerung des ,lebens willen verklrten1 sondern1 christlich befangen1 nach einem ,jenseits ausschauten4 ,die ,loslsung von diesen ,vorbildern war unvermeidlich1 sollte ,nietzsche zu sich selbst und den eigenen ,wegen seiner ,aufgabe gelangen4 ,skeptisch gegen jede seitherige absolute ,wertung mit ihrer ,verkennung der blo relativistischen und perspektivischen ,optik1 skeptisch gegen jede umschleiernde ,idealisierung der ,wirklichkeit1 wendete er sich von aller ,metaphysik ab1 um zunchst als ,positivist aus der ,erfahrung die ,voraussetzungen einer neuen wahrhaftigen ,kultur herzuleiten4 ,das ,stoffliche1 ,unvollkommene1 ja das ,bse und ,furchtbare erheischte von ihm eine ,wrdigung als wurzelhafte ,triebkraft1 wenn die neue ,kultur keimen und sprieen sollte1 das ,individuelle durfte nicht mehr im ,sozialen untergehen4 ,dem ,mittelalter war die ,allgemeinheit alles1 der ,einzelne nichts1 der ,renaissance der ,einzelne alles1 die ,allgemeinheit nichts4 ,das ,verlangen nach ,vershnung der ,kontraste1 das ,nietzsche als ,erbteil seiner ,herkunft fr sich in ,anspruch nahm1 lie ihn auch hier nach einer ,synthese ausschauen4 ,ich habe diese ,gegenstzlichkeit einmal in die ,formel gebracht3 ,wer ganz und gar in der ,gemeinschaft aufgeht1 bleibt ihr das ,beste schuldig1 das er ihr geben kann3 die ,hherentwicklung seines ,selbst4 ,wer ganz und gar auf sich beharrt1 bleibt sich das ,beste schuldig1 das er sich geben kann3 die schpferische ,entfaltung seines ,selbst innerhalb der ,gemeinschaft4 ,nietzsche aber erkennt die ,wechselbeziehung von ,gemeinschaft und ,einzelheit1 die organische ,verbundenheit von ,wurzel und ,blte in der ,entwicklung des berragenden ,einzelnen aus den ,schichten der ,niederung4 ,dies besagt uns die ,lehre vom bermenschen als ,zielsetzung unserer ,kulturentwicklung4 ,in ihr haben wir den ,kern seiner ,philosophie zu begreifen4 ,fragen wir uns1 worin diese ,weltanschauung sich unterscheidet von dem1 was bisher als ,ziel aller religisen und philosophischen1 aller humanitren ,sinngebung des ,lebens galt1 so mssen wir uns sagen3 hier ,zhmung des ,tieres ,mensch durch ,zivilisation1 dort ,zchtung des hheren ,menschen durch ,kultur4 ,die unmittelbar aus dem ,gefhlsleben gebotene ,dichtung des ,zarathustra veranschaulicht uns mit magisch waltender ,schpferfreude1 mit hellseherisch offenbarender ,erkennerfreude1 voll ,ekel am alltglichen ,menschen1 voll ,lust am mglichen ,menschen das ,ziel1 das bestimmt ist1 der ,welt neuen ,wert zu verleihen4 ,dieses ,ziel kann unter ,nietzsches ,fhrung nur der hhere freiere ,mensch erschauen1 und doch ist es letzten ,endes nicht fr ihn allein erstellt4 ,wir alle1 ohne ,ausnahme1 vom ,hchsten bis hinab zum ,niedersten sollen seiner ,verwirklichung dienstbar werden4 ,die ,hheren in klarer ,erkenntnis1 die ,mittleren dank der ,fhrung1 die ,niederen kraft des ,zwanges4 ,dieses ,ziel erheischt3 wirke fr eine ,gemeinsamkeit und ,rangordnung1 die die ,steigerung des ,menschen frdert2 dieses ,ziel erheischt3 vollende dich als ,einzelner in mutiger ,selbstliebe1 in unerschrockener ,selbstbejahung6 ,nicht nur als ,denker und ,dichter1 nicht nur als ,knder und ,knstler1 sondern als ,seher und ,setzer eines neuen ,welt- und ,wertzieles haben wir ,nietzsche zu verstehen1 und zu begreifen1 da er als primrer ,mensch einen ,wendepunkt in der ,entwicklung des kulturellen ,menschen bedeutet4 ,dann erst werden wir seinem ,leben und seiner ,lehre voll gerecht4 ,ein ,wendepunkt6 ,nicht mehr sehen wir uns verwiesen auf die ,rckverbindung mit einem als vollkommen gedachten1 als ,gott verpersnlichten ,ursein1 sei es durch dogmatischen ,glauben1 sei es durch mystische ,einswerdung1 sondern auf die tragische ,einordnung in das ,werden4 ,das ,werden selbst ist der ,sinn des ,lebens6 ,wie die ,kunst fr den ,schaffenden immer am ,ziele ist1 selbst ,ziel ist und nur historisch das ,neue das ,frhere voraussetzt1 so das ,werden4 ,aber wiederum wie das ,werk der ,kunst nicht im ,bewutsein des ,genieenden zum endgltigen ,abschlu gelangt1 sondern in das berbewutsein ausstrahlt1 auch in seiner ,vollendetheit produktiv weiter wirkt1 so das allzeit lebendige ,werden1 das allzeit schpferische ,leben4 ,dem ,baum ist es nicht um die ,frucht1 sondern um den ,samen zu tun1 belehrt uns ,nietzsche und veranschaulicht uns so die ,ewigkeit des ,werdens4 ,wohl ist alles1 was uns ,ziel heit1 schlielich nur relativistisch und perspektivisch zu verstehen4 ,auch den bermenschen nennt ,nietzsche nur unsere nchste ,stufe und weist damit zugleich ber sich selbst hinaus2 denn auch jede ,zielsetzung ist dem ,werden eingeordnet4 ,nur wenn unser ,rckblick auf ,nietzsches ,leben und ,lehre uns zugleich einen ,ausblick erschliet1 verstehen wir das ,werden in seinem ,sinne4 ,auch unsere ,ausfhrungen sind zeitweise zu ,synthesen gelangt1 die einen ,bogen spannten ber von ihm erlebte ,gegenstzlichkeiten2 aber ,ruhepunkte des ,aufstieges durften uns immer nur als ,stationen1 nicht als ,endpunkte gelten4 ,wollten wir auch jetzt noch nach einem friedfertigen ,abschlu trachten1 so verfielen wir ,nietzsches produktivem ,wirken gegenber in den gleichen ,fehler1 den jene begingen1 die ihn rein historisch in den ,werdegang der seitherigen ,philosophie einordneten mit der ,genugtuung1 da durch ihn die ,erkenntnis bereichert wurde1 aber trotzdem alles beim alten verbleibe4 ,von der ,bergeshhe ,zarathustras aus gesehen1 verlieren wohl jene ,thesen und ,antithesen1 die nur in der ,niederung einander ausschlieen1 ihre sich aufhebende ,gegenstzlichkeit3 ,egoismus und ,altruismus1 ,individualismus und ,sozialismus1 ,optimismus und ,pessimismus werden zu ,korrelata4 ,aber weder ,zarathustra noch ,nietzsche selbst sind ,vershner radikaler ,gegenstze1 sondern ,kmpfer fr die ,selbstherrlichkeit der ,einzelnen1 die ihnen als ,gipfel der ,hherentwicklung der ,menschheit gelten4 ,der schwesterlichen ,liebe seiner ,biographin drfen wir es ohne ,zgern nachsehen1 da sie zu vermitteln strebte1 da sie seine ,gte als ,mensch der ,unerbittlichkeit als ,kmpfer beimischte1 die ,hrte seiner ,angriffe zuweilen in der ,beurteilung euphemistisch abschwchte3 wir aber drfen nicht davor zurckschrecken1 die notwendige ,ungerechtigkeit gegen seine typischen ,feinde ,schopenhauer1 ,wagner1 ,sokrates1 philistrses ,deutschtum und moralistisches ,christentum ohne jede unangebrachte ,beschnigung1 wenn auch von hoher ,warte aus1 zuzugestehen1 wir mssen -- getreu seinem ,ha gegen jeden feigen ,kompromi1 getreu seinem unentwegten ,radikalismus -- uns um der unerbittlichen ,wahrheit willen dazu verstehen1 ihn in seiner charakteristischen ,einseitigkeit als ,kmpfer und ,fhrer zu erschauen4 ,nur dann verkleinern wir ihn nicht1 wenn wir die ,grausamkeit nicht ableugnen1 die sein ,vernichtermut sich aufzwang2 nur dann1 wenn wir verstehend teilnehmen an seiner radikalen ,verneinung dessen1 was ,tausenden1 in seinem ,sinne zum ,nachteil ihrer ,befreiung und ,steigerung1 als hchstes ,gut1 als auszeichnende ,tugend in ,religion1 ,moral1 ,humanitt unantastbar gilt4 ,den ganzen ,positivismus in sich aufzunehmen und doch ,trger des ,idealismus sein1 hat ,nietzsche als seine persnliche ,aufgabe bezeichnet2 er htte hinzufgen knnen3 den ganzen seitherigen ,idealismus in sich zu berwinden und doch der ,idee der spiralmigen ,hherentwicklung des ,typus ,mensch treu zu bleiben4 ,was aber haben wir als unsere ,aufgabe zu erkennen1 um uns der ,nachfolge ,nietzsches rhmen zu drfen8 ,sprechen wir es so schlicht wie mglich aus3 ,ehrlichkeit4 ,erraffen wir den ,mut zur ,ehrlichkeit1 so mssen wir uns -- jeder vor sich selbst -- auch im kleinen eingestehen3 nicht nur die christlichen ,tugenden1 nicht nur die ,forderungen der ,humanitt1 nicht nur die hochtrabende ,begeisterung fr das ,wahre1 ,schne1 ,gute1 nicht nur die gelegentliche ,hingebung an ,kunst und ,wissenschaft1 sondern selbst der ,moralbegriff der ,pflicht sind uns schillernde ,gewnder geworden1 mit denen wir die ,nacktheit unseres ,egoismus schamhaft umschleiern4 ,der ,mut zur ,ehrlichkeit vor uns selbst aber fehlt uns gar oft nur darum1 weil uns der ,mut zur ,anerkennung unseres von der ,natur gegebenen ,egoismus fehlt4 ,da er aus unserem ,unterbewutsein heraus uns im ,fhlen1 ,denken1 ,handeln fortgesetzt bestimmt1 das wissen wir1 das knnen wir uns heute nicht mehr ableugnen4 ,aber immer auf halb und halb eingestellt1 rsonieren wir vor uns selbst3 ,unbewut ja1 da sind wir alle dem ,egoismus untertan1 aber eben darum soll er uns nicht auch das ,bewutsein vergiften1 halten wir uns wenigstens die ,gesinnung rein4 ,es gab ,zeiten1 da man mit solchen ,maximen sich sein ,gewissen reinigen konnte1 da die berzeugung der ,geist ist willig1 aber das ,fleisch ist schwach den ,weg zur ,selbstrechtfertigung erschlo2 aber heute wissen wir1 da es sich anders verhlt4 ,nicht bei der bewuten ,absicht liegt die letzte ,entscheidung1 sondern unser ,fhlen und ,denken ist abhngig von unserem unbewuten ,sein4 ,auch der ,geist ist nur ,werkzeug unserer organischen ,konstitution4 ,nur solche ,gedanken1 die wir uns einverleiben1 haben den ,erfolg1 aus unserer ,wesenhaftigkeit heraus tathaft zu wirken4 ,was dich in ,wahrheit hebt und hlt1 mu in dir selber leben4 7,theodor ,fontane47 ,heute drfen wir uns nicht mehr der radikalen ,mahnung verschlieen1 die absolute ,trennung von ,fleisch und ,geist als unzulssig zu erkennen1 heute mssen wir1 um der ,ehrlichkeit willen1 von uns fordern3 ,wirklichkeitserkenntnis und ,idealismus in ,einklang zu setzen4 ,auf ,kosten des ,idealismus6 ,eine erschreckende ,forderung fr den1 der von der ,sndhaftigkeit der ,menschen berzeugt ist1 eine erhebende ,forderung fr den1 der amoralisch auf die ,tatsachen menschlicher ,triebhaftigkeit hinblickt und sie -- bejaht4 ,nun mu uns ,idealismus1 soll er nicht in eitel ,dunst aufgehen1 nicht mehr das ,hinwegdenken des ,niedrigen1 sondern die ,verdichtung des ,wesenhaften bedeuten4 ,nun gilt es nicht mehr unseren ,egoismus feig zu verleugnen1 sondern ihn als ,willen zur ,macht anzuerkennen1 zugleich aber scharf zu unterscheiden1 welche ,ziele dieser ,machtwille sich stellt und mit welchen ,mitteln er sich auswirkt4 ,abgesehen von allem1 was auch uns als allgemein verbindlich verbleibt1 treten nun neue ,forderungen an uns heran1 die sich aus der gewonnenen ,neueinstellung zur ,umwertung der ,werte ergeben4 ,sind es wieder nur kategorische ,imperative oder allgemein gltige ,dogmen1 die von jedem das gleiche fordern8 ,die ,einsicht in den ,relativismus aller ,wertungen heit uns diese ,frage verneinen1 heit uns brigens auch ,nietzsche gegenber nicht in blinde ,nachbetung verfallen1 sondern durch ihn zur sehenden ,erkenntnis unserer selbsteigenen ,pflicht gelangen4 ,wie uns ,glck schlielich immer nur das bedeutet1 was gerade uns als das hchste ,gut gilt1 gem unserer ,eigenart1 so bedeutet uns ,pflicht als ,komplex immer nur das1 was sich gerade uns als die eigentliche ,aufgabe unseres ,lebens erschliet4 ,inwiefern der ,erfllung dieser ,pflicht durch unsere ,unzulnglichkeit ,grenzen gezogen sind1 aber auch inwiefern wir diese ,grenzen zu erweitern und neu zu bestimmen vermgen1 darber kann einzig unsere eigene ,gewissenhaftigkeit und ,wahrhaftigkeit entscheiden4 ,aus der natrlichen ,ungleichheit der ,rechte folgt auch eine ,ungleichheit der ,pflichten1 weil die ,wesensunterschiede zwischen ,mensch und ,mensch nach ,art1 ,gattung und ,persnlichkeit eine ,ungleichheit der ,aufgaben und eine ,verschiedenheit der ,teilnahme an gemeinsamen ,aufgaben bestimmt4 ,wahrhaftigkeit6 ,aber wir knnen nicht ohne ,illusionen leben4 ,wir bedrfen der ,fiktionen als ,mittel1 um uns ,wege zu erschlieen1 wir bedrfen der ,hypothesen1 um uns ,mglichkeiten vorzustellen1 wir bedrfen idealer ,zielsetzungen1 um unseren ,aufstieg zu ermutigen4 ,auch das ,dogma absoluter ,wahrheit erfriert im ,eise dieser ,erwgungen1 nicht aber das ,ideal der ,wahrhaftigkeit1 so wenig als unser ,gemt die ,religiositt preisgibt1 wenn unsere ,vernunft auf die ,religion verzichtet4 ,wieviel ,lgenhaftigkeit zwischen theoretischem ,idealismus und praktischem ,tun wir heute noch hinnehmen1 bestimmt den ,grad unserer ,ehrlichkeit2 wieviel ,wahrheit zwischen ,wirklichkeit und ,scheinbedrftigkeit wir zu ertragen vermgen1 kennzeichnet das ,ma unserer ,seelenstrke2 wieviel neue ,ziel- und ,wertsetzung wir uns einverleiben1 bekundet die ,macht unseres schpferischen ,willens und endlich wieviel ,gegenstzlichkeit von ,leid und ,lust1 von ,zufall und ,kausalitt1 von ,irrtum und ,wahrheit wir in uns harmonisch vereinigen knnen1 die ,gesundheit und den ,reichtum unserer ,menschlichkeit4 ,nietzsches ,philosophie ist in ihrem ,kerne ,axiologie1 das aber heit3 ,wertbestimmung1 ,rangerteilung1 ,zielsetzung1 ,sinngebung und ,formgestaltung der ,mglichkeiten am vornehmsten ,material1 das die ,natur bietet3 am ,menschen4 ,die ,voraussetzung hierfr liegt im urstndig ,schpferischen4 ,ein magischer ,zauber geht aus von dem ,worte1 mit dem ,nietzsche diesen ,urquell aller ,spontaneitt benennt4 ,die ,flle der ,natur an zeugender und gebrender ,kraft1 an tiefster ,leidenschaft und hchster ,freudenschaft1 ihre ,wunderwirksamkeit im ,schaffen und ,vernichten und ,wiederschaffen1 ihr ,einssein im ,genius der ,gattung und ihr unendlicher ,reichtum im ,vielsein der ,individuen1 dieses ,mysterium des unerschpflichen ,lebens1 dem alle ,entelechie als ein ,stck ,ewigkeit sich verdankt1 heit ihm3 ,dionysos4 ,von seinem ersten ,buche ,der ,geburt der ,tragdie an bis zum ,ecce homo hat er sich als der ,jnger des ,dionysos gefhlt1 als der ,ja-,sager zu allem was ist1 als der frohe ,botschafter dieser ,lehre im ,widerspruch zu allem1 was das ,leben herabsetzt1 statt die ,welt mit dem ,jubel des ,daseins1 dem ,reichtum der ,formen1 der ,wertsetzung der hchsten ,ziele miterlebend zu beschenken4 ,das letzte ,wort seines letzten ,werkes lautet3 ,dionysos gegen den ,gekreuzigten6 ,darum ,immoralist1 darum ,anti-,metaphysiker1 darum ,anti-,nihilist1 darum ,anti-,christ6 ,und darum ,verknder einer neuen ,lehre1 die das verhngnisvolle ,erbteil der ,vergangenheit als ,negation des ,lebens bekmpft1 und darum ,verknder einer neuen ,lehre1 die von uns verlangt1 da wir treu zur ,erde stehen aus ,freude am ,seienden1 aus ,fernstenliebe zum ,werdenden4 ,illustration ,nietzsche-,literatur ,nietzsche1 ,friedrich3 ,werke4 ,gro #h4 ,gesamt-,ausgabe 7#ai ,bde474 ,nietzsche1 ,friedrich3 ,werke4 ,taschen-,ausgabe 7#aa ,bde474 ,nietzsche1 ,friedrich3 ,gesammelte ,briefe 7#f ,bde474 ,nietzsche1 ,friedrich3 ,briefe1 ausgewhlt von ,rich4 ,oehler4 ,nietzsche1 ,friedrich3 ,briefwechsel mit ,franz ,overbeck4 ,frster-,nietzsche1 ,elisabeth3 ,das ,leben ,friedrich ,nietzsches 7#c ,bde474 ,frster-,nietzsche1 ,elisabeth3 ,der junge ,nietzsche4 -- ,der einsame ,nietzsche4 ,frster-,nietzsche1 ,elisabeth3 ,wagner und ,nietzsche zur ,zeit ihrer ,freundschaft4 ,heckel1 ,karl3 ,briefe ,richard ,wagners an ,emil ,heckel4 ,bertram1 ,ernst3 ,nietzsche4 ,brandes1 ,georg3 ,friedrich ,nietzsche 7,sammelwerk3 ,menschen und ,werke74 ,richter1 ,raoul3 ,friedrich ,nietzsche4 ,sein ,leben und sein ,werk4 ,meyer1 ,richard ,m43 ,nietzsche4 ,sein ,leben und seine ,werke4 ,andreas-,salom1 ,lou3 ,friedrich ,nietzsche in seinen ,werken4 ,bernoulli1 ,carl ,albrecht3 ,franz ,overbeck und ,friedrich ,nietzsche 7#b ,bde474 ,pfnder1 ,a43 ,nietzsche 7,sammelwerk3 ,groe ,denker74 ,ewald1 ,oskar3 ,nietzsches ,lehre in ihren ,grundbegriffen4 ,moebius1 ,p4 ,j43 ,nietzsche4 ,schacht1 ,wilhelm3 ,nietzsche4 ,riehl1 ,alois3 ,friedrich ,nietzsche als ,knstler und ,denker4 ,jol3 ,nietzsche und die ,romantik4 ,simmel3 ,schopenhauer-,nietzsche4 ,oehler1 ,dr4 ,richard3 ,friedrich ,nietzsche und die ,vorsokratiker4 ,oehler1 ,max3 ,den ,manen ,nietzsches4 ,hasse1 ,heinrich3 ,das ,problem des ,sokrates bei ,friedrich ,nietzsche4 ,horneffer1 ,ernst3 ,nietzsches ,lehre von der ,ewigen ,wiederkunft4 ,schellwien1 ,r43 ,max ,stirner und ,friedrich ,nietzsche4 ,levenstein1 ,adolf3 ,friedrich ,nietzsche im ,urteil der ,arbeiterklasse4 ,deussen1 ,paul3 ,erinnerungen an ,friedrich ,nietzsche4 von ,salis-,marschlins1 ,meta3 ,philosoph und ,edelmensch4 von ,ungern-,sternberg1 ,isabelle3 ,nietzsche im ,spiegelbild seiner ,schrift4 ,bergson1 ,henri3 ,schpferische ,entwicklung4 ,blher1 ,hans3 ,die ,aristie des ,jesus von ,nazareth4 ,spengler1 ,o43 ,der ,untergang des ,abendlandes4 ,ziegler1 ,leopold3 ,gestaltwandel der ,gtter4 ,nietzsches ,werke ,die beigefgten ,ziffern beziehen sich auf die ,seiten dieses ,buches1 auf denen das betreffende ,werk behandelt ist4 ,philologische ,arbeiten1 ,vortrge und ,vorlesungen3 ,aufstze aus dem ,rheinischen ,museum #bc4 #be4 ,die letzte ,redaktion der ,theognidea #bc4 ,die ,quellen des ,laertius #bc4 ,sophokles dipus rex #bi4 ,vorlesungen ber das ,studium der klassischen ,philologie 7#ahga7 #cj4 ,vorlesungen zur ,geschichte der griechischen ,literatur #cj4 ber die ,zukunft unserer ,bildungsanstalten 7#ahgb7 #cc4 ,die ,philosophie im tragischen ,zeitalter der ,griechen 7#ahgc7 #cd4 ,homer und die klassische ,philologie 7,baseler ,antrittsrede7 #bg4 ,die ,geburt der ,tragdie 7#ahgb7 #ch f4 #de4 #ef4 #aai4 #add4 #bje4 #bji4 #bcb4 #bdd4 #beb4 ,mahnruf an die ,deutschen 7#ahgc7 #d4 #e4 #ch4 ,unzeitgeme ,betrachtungen 7#ahgc--gf7 #de4 #aai4 #bdd4 #a4 ,david ,friedrich ,strau #df f4 #b4 ,vom ,nutzen und ,nachteil der ,historie #dg f4 #c4 ,schopenhauer als ,erzieher #di f4 #fd4 #d4 ,richard ,wagner in ,bayreuth #d4 #eh4 #aai4 #bji4 ,menschliches-,allzumenschliches #b ,bde4 7#ahgh_/gi7 #fe ff4 #ga f4 #ge f4 #gh4 #ace4 #agg4 #bji4 ,morgenrte 7#ahha7 #hj ff4 #hf4 #ia4 #ie4 #ajb4 #ajd4 #aac4 #bjg4 ,die frhliche ,wissenschaft 7#ahhb7 #ajb4 #ajc4 #ajd ff4 #aji f4 #abg4 #baj4 #bdj4 ,also sprach ,zarathustra 7,i--,,iii #ahhb1 ,,iv ,mittag und ,ewigkeit #ahhd_/he1 ,s4 #aee7 #bh4 #aja4 #aaa4 #aai4 #acc4 #ada4 #adb ff4 #aec ff4 #agb4 #agg4 #bjj4 #bjb4 #bbj4 #bbf4 #bbh4 #bcc4 #bci4 #bdf4 #bdh4 ,jenseits von ,gut und ,bse 7#ahhf7 #aaa4 #afi4 #agb4 #agd4 #agg4 #baj4 #bbb4 ,zur ,genealogie der ,moral 7#ahhg7 #afi4 #agg4 #aia4 ,der ,fall ,wagner 7#ahhh7 #bac4 #bad ff4 ,gtzendmmerung 7#ahhi7 #baf4 #bag f4 #bai f4 ,nietzsche contra ,wagner #bbd f4 ,der ,antichrist #aie ff4 #bae4 #baf4 ,ecce homo #aja4 #ajd4 #adc4 #aec4 #baa4 #bbf ff4 #beb4 ,der ,wille zur ,macht #ab4 #he4 #hf4 #aaa4 #ahg4 #aia4 #aid4 #aie4 #baf4 ,umwertung aller ,werte #ahg4 #aie4 #bbf4 ,gedichte #bj4 #ic4 #ajc4 #aje4 #abi4 #acj4 #aca4 #acb4 #aej f4 #aeg4 #bjb4 #bjc4 #bdb4 ,aphorismen und ,sprche #f4 #fh4 #ga4 #aje4 #ajf4 #abe4 #agg4 #bje4 #bjg4 #bbe4 ,nachla #eg4 #gj4 #hf4 #acf4 #agc4 ,blicke in die ,gegenwart und ,zukunft der ,vlker #hf4 ,kompositionen #abc4 #aec4 #bjd ff4 ,namenregister ,anaximander #cd4 #ih4 ,andreas-,salom1 ,lou #ih4 #ajc4 #aba4 #abb ff4 #aca4 #bba4 ,angelus ,silesius #ii4 ,aristoteles #bcf4 schylos #cg4 ,audran #bab4 ,auerbach1 ,berthold #df4 ,augustinus #bag4 ,bach1 ,joh4 ,seb4 #da4 #bjh4 #bji4 #baj4 ,bahnsen #ajj4 ,baumgartner #gb4 ,baumgartner1 ,marie #aaf4 ,beethoven #da4 #ed4 #bjh4 #bji f4 ,bergson1 ,henri #ajj4 ,bernoulli #ge4 #aag4 #afg4 ,bertram1 ,ernst #bah4 ,binswanger1 ,arzt #bcf4 ,bizet #baa f4 ,blanqui1 ,l4 ,a4 #ih4 ,blher1 ,hans #bdc4 ,borgia1 ,cesare #acd4 ,bourget1 ,paul #aae4 ,brahms #bab4 ,brandes1 ,georg #aah4 #afi4 #bbc4 #bbg4 ,brenner1 ,albert #fe4 ,buddha #aig4 ,blow1 ,hans v4 #cf4 #db4 #ee4 #aah4 #abj4 #bje f4 ,burckhardt1 ,jakob #bg f4 #cj4 #cb4 #cf4 #dc4 #ga4 #gh4 #aah4 #abb4 #bbj4 #bbb4 #bbi4 ,byron #bje4 ,cardanus #ii4 ,csar #acd4 ,chamfort #fd4 #fe4 ,chamisso #bjd4 #bje4 ,chopin #bje4 #bab4 ,christus #add4 #aif ff4 #bbi4 #bdc4 ,comte1 ,aug4 #fb4 #ff4 ,conrad1 ,mich4 ,gg4 #fe ,conradi1 ,albert #bbb4 ,darwin1 ,ch4 #ab4 #ac4 #ff4 #acc4 #adj4 ,descartes #ii4 ,deussen1 ,paul #ai4 #bb4 #aah4 #bjd4 #bbc4 #bce4 #bcg4 ,diogenes #bi4 ,draper #adj4 ,durich #bbb4 van ,dyck #bab4 ,eckardt1 ,meister #hf4 #ii4 #bcd4 ,eiser1 ,otto1 ,arzt #bce4 ,empedokles #ab4 #ih4 ,epikur #bcf4 ,ewald1 ,oskar #ih4 #acd4 #aeb4 ,fichte1 ,j4 ,g4 #i4 ,fischer1 ,kuno #df4 #ea4 ,flaubert #aif4 ,fontane1 ,th4 #bej4 ,fontenelle #fd4 #fe4 ,frster1 ,dr4 #aag4 #bba4 ,frster-,nietzsche1 ,elisabeth #f4 #g4 #ad4 #ag4 #ch4 #eg4 #gf4 #gh4 #ie4 #ajd4 #aag4 #abf4 #acc4 #afb4 #afg4 #agf4 #bjd4 #bje4 #bji4 #bag4 #bba4 #bcd4 #bce4 #bcf4 #bcg4 #bdh4 ,france1 ,anatole #aae4 ,frauenstdt #aab4 ,freytag1 ,gust4 #df4 ,friedrich ,wilhelm ,,iv4 #bbh4 ,fuchs1 ,carl #aah4 ,galiani #aic4 ,gast1 ,peter 7,heinr4 ,kselitz7 #g4 #gh4 #aje4 #aah4 #aai f4 #acd4 #adb4 #adg4 #bjd4 #bab4 #bbj4 #bbg4 #bbi4 v4 ,gersdorff #d4 #e4 #ai4 #be4 #ch4 #gb4 #aah4 #aai4 #bjd4 #bbc4 ,gervinus #df4 ,gobineau #bbc4 ,goethe #aj4 #ae4 #bg4 #cg4 #da4 #dc4 #dh4 #di4 #ej4 #ea4 #ec4 #fd4 #fi4 #gj4 #hd4 #id4 #ii4 #ajj4 #aje4 #ajg4 #ajh4 #aaa4 #aab4 #aah4 #abb4 #acc4 #acd4 #adb4 #ade4 #afg4 #ahc4 #ahi4 #aia4 #bjc4 #baj4 #bbh4 #bcb4 #bdc4 #bdd f4 ,goethes ,mutter #ag4 ,graefe1 ,arzt #bce4 ,groh1 ,oskar #abj4 ,hafis #aaa4 ,hndel #baj4 ,hanslick1 ,ed4 #df4 v4 ,hartmann1 ,ed4 #di4 ,heckel1 ,emil #c f4 #e4 #g4 #ch4 #fa4 ,heine1 ,heinrich #aih4 ,heinze1 ,max #aah4 van ,helmont #ii4 ,heraklit #cd4 #ce4 #ch4 #ih4 ,herder1 ,karoline #gj4 v4 ,herzen1 ,olga #aaf4 #bjf4 ,hesse1 ,herm4 #afe4 ,hillebrand1 ,karl #aah4 ,hlderlin #bbf4 ,homer #bg4 #aaa4 ,horneffer1 ,ernst #ih4 ,immermann1 ,j41 ,arzt #bcd4 ,jacolliot1 ,louis #bja4 ,jesus s4 ,christus4 ,kalthoff #hf4 ,kant #ab4 #ce4 #da4 #gb4 #he4 #bch4 ,keller1 ,gottfried #ajc4 #ajd4 ,kselitz1 ,hch41 s4 ,gast1 ,peter4 ,kretzer #bjd4 ,krug1 ,gust4 #ai4 #aah4 ,la ,bruyre #fd4 #fe4 ,lange1 ,f4 ,a4 #gb4 #gc4 ,lanzky1 ,paul #bbb4 ,lao-,tse #age4 #agh4 ,la ,rochefoucauld #fe4 ,le ,bon #ih4 ,leibniz #ii4 ,lematre #aae4 ,levenstein1 ,adolf #hg4 ,lichtenberger #ih4 ,lionardo da ,vinci #bdc4 ,liszt1 ,franz #cf4 #bjf4 ,lombroso1 ,c4 #bdj4 ,loti #aae4 ,lbke1 ,wilh4 #df4 ,ludwig ,,ii4 von ,bayern #cf4 ,luther #gf4 #bjb4 ,marx1 ,karl #hg4 ,mayer1 ,rob4 #ajj4 ,meilhac #aae4 ,mrime #aae4 ,meyer1 ,r4 ,m4 #aab4 #ade4 v4 ,meysenbug1 ,malwida #g4 #fe4 #gg4 #id4 #aaf4 #aag4 #aai4 #abb4 #abg4 #bjf4 #bad4 #bbc4 #bbd4 ,mill1 ,j4 ,st4 #ff4 ,mbius1 ,p4 ,j4 #bcg4 #bch4 #bci4 ,monod1 ,gabriel #bjf4 ,montaigne #fd4 #aec4 ,morgenstern1 ,chr4 #aic4 ,mozart #bjh4 #baj f4 #bab4 ,mushacke #aah4 ,napoleon #acc4 #acd4 #ahe4 #baj4 #bbh4 ,naumann1 ,gust4 #adb4 ,naumann1 ,c4 ,g4 7,verleger7 #bbe4 ,niecki 7,nitzky71 ,graf #ae4 ,nietzsche1 ,elisabeth 7,schwester7 s4 ,frster-,nietzsche4 -- ,erdmute 7,gromutter7 #af4 -- ,franziska 7,mutter7 #af4 #ag4 #ai4 #ie4 #aag4 #bcf4 -- ,fr4 ,aug4 ,ludw4 7,grovater7 #af4 -- ,gotth4 ,engelbert 7,urgrovater7 #ae4 -- ,josef 7,bruder7 #ag4 -- ,karl ,ludw4 7,vater7 #af4 #bce4 #bcg4 ,nordau1 ,max #bch4 ,novalis #ba4 ,o41 ,madame #aae4 ,offenbach1 ,jaques #bab4 hler1 ,rich4 #ih4 #bbf4 ,origines #bag4 ,overbeck1 ,franz #ag4 #cj ff4 #ch4 #dc4 #gb4 #ge4 #gg4 #gh4 #aah4 #bae4 #bbj4 #bba4 #bce f4 -- ,frau #aaf4 #abf4 ,paneth #aec4 #bbb4 ,parant1 ,v4 #bci4 ,pascal #bai4 ,paulus1 ,apostel #aig f4 #aii4 #bag4 #bbi4 ,petfi #bje4 ,pindar #cg4 #aie4 ,pinder1 ,wilhelm #ai4 #aah4 ,plato #ih4 #bjh4 #bdc4 ,protagoras #fc4 ,pythagoras #ih4 ,raabe1 ,hedwig #bc4 #aae4 ,re1 ,paul #fe4 #gh4 #aah4 #abb4 #abe4 #agh4 #bba4 ,rethel1 ,anna #aae4 ,richter1 ,raoul #ch4 ,riehl1 ,alois #afh4 ,ritschl1 ,friedr4 #bb4 #bc4 #be4 #db4 #aah4 -- ,frau #aaf4 ,rohde1 ,erwin #bc4 #bd4 #bi4 #cg4 #ch4 #dc4 #gh4 #ic4 #aah f4 #baj4 #bbb f4 #bcd4 ,rolland1 ,romain #ahe4 ,romundt1 ,heinr4 #aah4 ,rossaro #bab4 ,rossini #baj4 ,rousseau1 ,j4 ,j4 #di4 #ej4 #baj4 ,rubens #aaa4 ,sachs1 ,hans #aje4 v4 ,salis-,marschlins1 ,meta #aag4 #afh4 #bbg4 ,salom s4 ,andreas-,salom4 ,schacht1 ,wilh4 #bch4 ,schiller #dj4 #da4 #add4 ,schlosser #aic4 ,schopenhauer #c4 #e4 #g4 #i4 #ab f4 #ah4 #bb f4 #bd4 #be4 #bg4 #bi4 #ce4 #cg4 #da4 #db4 #di f4 #ec4 #ee4 #ef4 #fc f4 #ff4 #fi4 #gb4 #gh4 #gi4 #if4 #aab4 #aae4 #abf4 #abh4 #ace4 #adc4 #aeb4 #baj4 #bai4 #bbh4 #bdj f4 #bdc4 #bdd f4 #bdh4 ,schubarth1 ,karl ,ernst #bbh4 ,schubert1 ,franz #bjh4 ,schumann1 ,rob4 #ba4 #bje4 #baj4 ,segantini1 ,giov4 #ie4 v4 ,senger1 ,hugo #aah4 v4 ,seydlitz1 ,frhr4 #g4 #fe4 #gg4 #aag4 #aah4 #afi4 #bjd4 #bad4 -- ,irene #aag4 ,shakespeare #abg4 ,simmel1 ,gg4 #ih4 ,sokrates #g4 #bi4 #da4 #de4 #gd4 #bag ff4 #bdh4 ,sophokles #bi4 ,spencer #ff4 ,spengler #cj4 #dh4 #di4 ,spinoza #ab4 ,spitteler #bbd4 v4 ,stein1 ,heinr4 #aai4 #aba4 #abg ff4 #bbc4 ,stendhal #aae4 ,stern1 ,prof4 #e4 ,stirner1 #gb ff4 #ij4 #ahi4 ,strau1 ,dav4 ,fr4 #de4 #df4 #bai4 ,taine #aah4 #bbb f4 ,tauscher #ajj4 ,thales #cd4 ,treitschke #ca4 ,trk1 ,herm4 #bch4 v4 ,ungern-,sternberg1 ,freifrau #aag4 #abj4 ,vaihinger #aja4 ,vauvenargues #fd4 ,vilbac #bab4 ,vischer1 ,wilhelm #be4 ,wagner1 ,cosima #c4 #f4 #cf4 #cg4 #gg4 #aaf4 #bje4 #bbc4 ,wagner1 ,rich4 #c ff4 #ce4 #cf ff4 #da ff4 #de4 #eb4 #ec ff4 #eh f4 #fc f4 #ff4 #gd4 #ge f4 #gi4 #aah4 #abg4 #abh4 #acj4 #ace4 #aec4 #bje4 #bji4 #baj f4 #bab f4 #bad ff4 #bba4 #bbc f4 #bbh4 #bcb4 #bdd4 #bdh4 ,weichelt #adb4 #add4 ,wei1 ,otto #bbf4 ,widemann1 ,p4 ,heinr4 #adc4 ,wiel1 ,arzt #bcd4 v4 ,wilamowitz1 ,ulr4 #dc4 ,wilde1 ,oskar #gi4 ,winckelmann1 ,j4 ,j4 #da4 #dc4 ,wolf1 ,hugo #aje4 #abj4 #bjd4 #bab f4 #bch4 ,zarathustra 7der historische7 #bh4 ,inhaltsverzeichnis ,vorrede #c ,einleitung #i ,der ,sohn #ae ,der ,student #ba ,der ,lehrer #bg ,der ,jnger #cf ,der ,streiter #de ,der ,idealist #ec ,der ,positivist #fb ,der freie ,geist #ga ,der ,skeptiker #gi ,il piccolo ,santo #hf ,der ,anti-,metaphysiker #id ,der ,ja-,sager #ajd ,der ,freund #aab ,der ,enttuschte #abb ,der ,seher #acc ,der ,dichter #adb ,der ,hoffende #aec ,der ,aristokrat #afe ,der ,immoralist #age ,der ,anti-,nihilist #ahe ,der ,anti-,christ #aie ,der ,musiker #bjd ,der ,pamphletist #bad ,ecce homo #bbf ,der ,kranke #bcd ,rckblick und ,ausblick #bdc ,literatur #bec ,nietzsches ,werke #bed ,namenregister #bef ,auf holzfreies ,papier gedruckt4 ,literaturverzeichnis aus ,reclams ,universal-,bibliothek ,nheres ber ,einbnde und ,preise enthlt der neueste ,katalog4 ,aischylos1 ,agamemnon4 #ejh4 ,aristoteles1 ,die ,poetik4 #bccg4 -- ,verfassung von ,athen4 #cjaj4 ,augustinus1 ,die ,bekenntnisse4 #bgia--id a4 ,bjrnson1 ,arne4 #agdh_/dh a4 -- ,der ,brautmarsch4 #iej4 -- ,ein frhlicher ,bursch4 #ahia4 -- ,kleine ,erzhlungen4 #ahfg4 -- ,ein ,fallissement4 #ggh4 -- ,das ,fischermdchen4 #heh--ei a4 -- ,ein ,handschuh4 #bdcg4 -- ,der ,knig4 #ddgi4-- ,leonarda4 #abcc4 -- ,die ,neuvermhlten4 #eib4 -- ,das neue ,system4 #aceh4 -- ,synnve ,solbakken4 #fef4 -- ber die ,kraft4 #bagj4 -- ,zwischen den ,schlachten4 #gej4 ,bourget1 ,kinderherzen4 #eeje4 -- ,der ,luxus der ,andern4 #diie_/if4 -- ,die ,schuld4 #edag4 ,buddhos ,reden4 #fbde4 ,byron1 ,manfred4 #ehf4 ,chamisso1 ,gedichte4 #cad--ag a1 b4 ,darwin1 ,die ,abstammung des ,menschen4 #cbaf--bj a1 b1 c4 #cbba--be a1 b4 -- ,die ,entstehung der ,arten4 #cjga bis #cjgf a1 b1 c1 d4 ,descartes1 ,betrachtungen ber die ,grundlagen der ,philosophie4 #bhhg4 -- ,methode des richtigen ,vernunftgebrauchs4 #cgfg4 ,euripides1 ,alkestis4 #accg4 -- ,die ,bacchantinnen4 #idj4 -- ,hekabe4 #aaff4 -- ,jon4 #cegi4 -- ,iphigenie in ,tauris4 #gcg4 -- ,medea4 #hdi4 ,flaubert1 ,madame ,bovary4 #efff bis #efgj a4 -- ,salambo4 #afea--ed a4 ,france1 ,professor ,bonnards ,schuld4 #ebgi_/hj4 ,gobineau1 ,alexander4 #edie4 -- ,asiatische ,novellen4 #cajc_/d4 -- ,frankreichs ,schicksale im ,jahre #ahgj4 #eida_/db4 -- ,reisefrchte aus ,kephalonia1 ,naxos1 ,neufundland4 #dhhi_/ij4 -- ,die ,renaissance4 #ceaa bis #ceae4 -- ,das ,siebengestirn4 #ejeb--ee a4 -- ,die ,tnzerin von ,schemacha4 #deea4 ,goethe1 ,clavigo4 #if4 -- ,egmont4 #ge4 -- ,faust4 #a4 u4 #b4 ,teil4 #a u4 #b_/b a4 7,bhnenausgabe von ,witkowski4 #dhaa_/aa a4 #dhab47 -- ,urfaust4 #ebgc4 ,geschwister4 -- ,laune des ,verliebten4 #ajh4 -- ,gtz von ,berlichingen4 #ga4 7,bhnenausgabe #hgi47 -- ,hermann und ,dorothea4 #ee4 -- ,jery und ,btely4 #dfea4 -- ,iphigenie auf ,tauris4 #hc4 -- ,kampagne in ,frankreich4 #ehjh--aj4 -- ,mahomet4 #abb4 -- ,die ,mitschuldigen4 #ajj4 -- ,reineke ,fuchs4 #fa_/fa a4 -- ,stella4 #ajd4 -- ,tancred4 #aci4 -- ,die natrliche ,tochter4 #aad4 -- ,torquato ,tasso4 #hh4 -- ,werthers ,leiden4 #fg_/fg a4 ,goethes ,mutter1 ,briefe4 #bghf--hh4 ,gllerich1 ,liszt-,biographie #b4 ,teil4 7#a4 ,teil s4 unter ,nohl47 #bcib_/ib a4 ,heine1 ,almansor4 #djdd4 -- ,atta ,troll4 -- ,deutschland4 #bbfa_/fa a4 -- ,buch der ,lieder4 #bbca--cb a4 -- ,neue ,gedichte4 #bbda4 -- ,harzreise4 #bbba4 -- ,memoiren4 #bcja4 -- ,der ,rabbi von ,bacharach4 -- ,herr von ,schnabelewopski4 #bcej4 -- ,romanzero4 #bbea_/ea a4 ,homer1 ,froschmusekrieg4 #hgc4 -- ,ilias4 7,von ,vo47 #bea--ec a4 -- ,odyssee4 7,von ,vo47 #bha--hc a4 ,kant1 ,zum ewigen ,frieden4 #aeja4 -- ,grundlegung zur ,metaphysik der ,sitten4 #dejg4 -- ,kritik der praktischen ,vernunft4 #aaaa_/ab4 -- ,kritik der reinen ,vernunft4 #hea bis #hee a1 b4 -- ,kritik der ,urteilskraft4 #ajbg--cj a4 -- ,von der ,macht des ,gemts4 #aacj4 -- ,naturgeschichte des ,himmels4 #aied_/ee4 -- ,prolegomena4 #bdfi_/gj a4 -- ,die ,religion4 #abca_/cb a4 -- ,der ,streit der ,fakultten4 #adch_/ch a4 -- ,trume eines ,geistersehers4 #acbj4 ,lange1 ,geschichte des ,materialismus4 ,i4 ,buch4 #dhbe--cj4 -- ,,ii4 ,buch4 #dhca--cf a4 ,lassalle1 ,arbeiter-,programm4 #fjdh4 ,leibniz1 ,der ,allerchristlichste ,kriegsgott4 #ehha4 -- ,kleinere philosophische ,schriften4 #ahih--aijj4 -- ,theodizee4 #aica--cd4 #aice--ch4 ,lombroso1 ,genie und ,irrsinn4 #bcac bis #bcaf a4 -- ,handbuch der ,graphologie4 #ceia--ie4 -- ,studien ber ,genie und ,entartung4 #ebah--bj4 ,loti1 ,die ,islandfischer4 #dbdd_/de4 ,luther1 ,an den christlichen ,adel4 #aegh4 -- ,von der ,freiheit eines ,christenmenschen4 #agca4 -- ,lieder und ,fabeln4 #eiac4 -- ,sendbrief vom ,dolmetschen4 #bcgc4 -- ,tischreden4 #abbb--be4 -- ,wider ,hans ,wurst4 #bjhh4 ,marx1 ,lohnarbeit und ,kapital4 -- ,zur ,judenfrage und andere ,schriften a4 d4 ,frhzeit4 #fjfh_/fi4 ,mrime1 ,carmen4 #afjb4 -- ,colomba4 #abdd_/de4 -- ,die ,venus von ,ille und andere ,erzhlungen4 #eafh4 ,mbius1 ,das ,nervensystem des ,menschen4 #adaj4 ,nohl1 ,liszt-,biographie4 #a4 ,teil4 7#b4 ,teil s4 unter ,gllerich47 #affa4 -- ,wagner-,biographie4 #agjj_/agjj a4 ,petfi1 ,gedichte4 #agfa_/fb4 ,platon1 ,apologie und ,kriton4 #hie4 -- ,gastmahl4 #ibg4 -- ,gorgias4 #bjdf_/df a4 -- ,laches4 #aghe4 -- ,phdon4 #igi4 -- ,phaidros oder ,vom ,schnen4 #eghi4 -- ,protagoras4 #agjh4 -- ,theaitetos4 #fcch_/ci4 ,de la ,rochefoucauld1 ,maximen4 #fgh4 ,rousseau1 ,bekenntnisse #afjc--f4 #afjg--aj a4 -- ,emil4 #ija--d4 #ije--i4 -- ,der ,gesellschaftsvertrag4 #agfi_/gj4 -- ,die neue ,heloise4 #acfa--fd4 #acfe--fh4 ,schiller und ,goethe1 ,briefwechsel4 #dadh--ej a4 #daea--ec a4 #daed--ef a4 ,schmitz1 ,hugo ,wolf-,biographie4 #dhec4 ,schopenhauer1 ,smtliche ,werke4 ,herausgegeben von ,ed4 ,grisebach4 #f ,bnde4 ,i4 ,,ii4 ,die ,welt als ,wille und ,vorstellung4 #bgfa--fe a1 b4 #bgha bis #bghe a1 b1 c4 -- ,,iii4 ,satz vom ,grunde4 ber den ,willen in der ,natur4 ,die ,grundprobleme der ,ethik4 #bhja--e a1 b4 -- ,,iv4 ,v4 ,parerga und ,paralipomena4 #bhba bis #bhbe a4 #bhda--de a1 b4 -- ,,vi4 ,farbenlehre4 ,biographisch-bibliographischer ,anhang4 ,namen- und ,sachregister zu den #f ,bnden4 #bhfa bis #bhfe4 ,schopenhauer1 ,handschriftlicher ,nachla4 ,herausgegeben von ,ed4 ,grisebach4 #d ,bande4 ,i4 ,gracians ,handorakel4 #bgga_/gb4 ,,ii4 ,einleitung in die ,philosophie nebst ,abhandlungen zur ,dialektik1 sthetik und ber die deutsche ,sprachverhunzung4 #biai_/bj4 ,,iii4 ,anmerkungen zu ,locke und ,kant1 sowie zu ,nachkantischen ,philosophen4 #cjjb_/c4 -- ,,iv4 ,neue ,paralipomena3 vereinzelte ,gedanken ber vielerlei ,gegenstnde4 #caca bis #cace4 -- ,aphorismen zur ,lebensweisheit4 7,herausgegeben von ,ed4 ,grisebach47 #ejjb_/c4 -- ,biographie von ,dr4 ,o4 ,f4 ,damm4 #echh--ij4 -- ,briefe4 7,herausgegeben von ,ed4 ,grisebach47 #ccgf--hj4 -- ,fremdsprachliche ,zitate4 #fbhb_/hc4 ,schumann1 ,gesammelte ,schriften ber ,musik und ,musiker4 #bdgb bis #bdgc a4 #befa--fb a4 #bfba_/bb4 ,sophokles1 ,aias4 #fgg4 -- ,antigone4 #fei4 -- ,elektra4 #gaa4 -- ,knig dipus #fcj4 -- dipus in ,kolonos4 #fda4 -- ,philoktetes4 #gji4 -- ,die ,trachinierinnen4 #fgj4 ,spinoza1 ,briefwechsel4 #deec--ee4 -- ,die ,ethik4 #bcfa--fd4 -- ,der politische ,traktat4 #dgeb_/ec4 -- ,der theologisch-politische ,traktat4 #bagg bis #bahj4 -- ,abhandlung ber die ,vervollkommnung des ,verstandes4 #bdhg4 ,stein1 ,goethe und ,schiller4 ,beitrge zur sthetik der deutschen ,klassiker4 #cjij_/ij a4 ,stendhal1 ,novellen4 #ejhh--ij4 ,stirner1 ,der ,einzige und sein ,eigentum4 #cjeg--fj a4 ,wagner1 ,der fliegende ,hollnder4 #efce4 -- ,gtterdmmerung4 #efdd4 -- ,lohengrin4 #efcg4-- ,die ,meistersinger von ,nrnberg4 #efci4 -- ,parsifal4 #efdj4 -- ,das ,rheingold4 #efda4 -- ,rienzi4 #efde4 -- ,siegfried4 #efdc4 -- ,tannhuser4 #efcf4 -- ,tristan und ,isolde4 #efch4 -- ,walkre4 #efdb4 -- ,autobiographische ,skizze4 -- ,eine ,mitteilung an meine ,freunde4 #efeg_/eh4 -- ,bayreuth4 #efhf4 -- ,ein deutscher ,musiker in ,paris4 #efei_/fj4 -- ,erinnerung4 #efga4 -- ber das ,dirigieren4 -- ,bericht ber eine in ,mnchen zu errichtende deutsche ,musikschule4 #effa_/fb4 ,wilde1 ,die ,ballade vom ,zuchthaus zu ,reading4 #dhfd4 -- ,das ,bildnis des ,dorian ,gray4 #ejjh--aj4 -- ,salome4 #ddig4 _/ ,philosophische ,bcher aus ,reclams ,universal-,bibliothek ,giordano ,bruno1 ,von der ,ursache1 dem ,prinzip und dem ,einen4 ,aus dem ,italienischen bersetzt von ,p4 ,seliger4 ,nr4 #eaac_/ad a ,j4 ,g4 ,fichte1 ,die ,bestimmung des ,menschen4 ,herausgegeben von ,k4 ,kehrbach4 ,nr4 #abja_/b -- ber die ,bestimmung des ,gelehrten4 -- ber das ,wesen des ,gelehrten und seine ,erscheinungen im ,gebiete der ,freiheit4 ,nr4 #ebf_/bg -- ,reden an die deutsche ,nation4 ,nr4 #cib--ic a -- ,inwiefern ,machiavellis ,politik auch noch auf unsere ,zeiten ,anwendung habe4 ,eingeleitet und herausgegeben von ,dr4 ,j4 ,hofmiller4 ,nr4 #eibh ,g4 ,w4 ,fr4 ,hegel1 ,vorlesungen ber die ,philosophie der ,geschichte4 ,mit ,einleitung und ,anmerkungen herausgeg4 von ,f4 ,brunstd4 ,nr4 #dhha--he a ,david ,hume1 ,untersuchung ber den menschlichen ,verstand4 bersetzt und mit ,einleitung und ,anmerkungen versehen von ,dr4 ,r4 ,eisler4 ,nr4 #edhi u4 #edij ,john ,locke1 ,gedanken ber ,erziehung4 ,in der bersetzung ,ouvriers mit ,einleitung und ,anmerkungen herausgegeben von ,dr4 ,th4 ,fritzsch4 ,nr4 #fadg--ej -- ber den menschlichen ,verstand4 ,aus dem ,englischen bersetzt von ,th4 ,schultze4 #b ,bnde4 ,nr4 #chaf bis #chbj1 #chba--be ,f4 ,w4 ,j4 ,schelling1 ,clara oder ber den ,zusammenhang der ,natur mit der ,geisterwelt4 ,nr4 #efai_/bj -- ber das ,verhltnis der bildenden ,knste zur ,natur4 ,gedanken ber ,malerei4 ,nr4 #eggg -- ,die ,weltalter4 ,nr4 #eeha--hc ,w4 ,wundt1 ,zur ,psychologie und ,ethik4 ,zehn ausgewhlte ,abschnitte4 ,herausgegeben und eingeleitet von ,dr4 ,j4 ,a4 ,wentzel4 ,nr4 #ebia_/ib ,aus den ,werken des berhmten ,psychologen und ,philosophen wird hier zum erstenmal eine populre ,auswahl geboten1 die bedeutsame ,abschnitte aus der ,vlkerpsychologie1 ,ethik und den ,essays vereinigt4 ,nheres ber ,einbnde und ,preise enthlt der neueste ,katalog von ,reclams ,univ4-,bibliothek ,illustration3 ,bcherfreunde erhalten vollstndige ,verzeichnisse der ,universal-,bibliothek durch die ,buchhandlungen oder den ,verlag6 ,druck und ,verlag ,philipp ,reclam jun4 ,leipzig ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription ,offensichtliche ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,die ,darstellung der ,ellipsen wurde vereinheitlicht4 ,korrekturen3 ,s4 #bdh3 jedes feige jeden feigen ,ha gegen jeden feigen ,kompromi